Annual Report • May 4, 2011
Annual Report
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Konzern-Geschäftsbericht 2010
Alle Angaben gemäß IFRS
* Aufgrund der Umstrukturierung in der Erstversicherung können für diese Segmente nur die Jahre 2009 und 2010 dargestellt werden
Der Talanx-Konzern ist die drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe. Talanx arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Erst- und Rückversicherung. Zu den Marken zählen HDI und HDI-Gerling mit Versicherungen für Privat -, Gewerbe- und Industriekunden, mit Hannover Rück einer der führenden Rückversicherer, die auf Banken- und Postvertrieb ausgerichteten Targo Versicherungen, PB Versicherungen und Neue Leben sowie AmpegaGerling als Fondsanbieter. Die Gruppe ist tätig in der Schaden/Unfallund Personen-Erstversicherung sowie Schaden- und Personen-Rückversicherung. Der Konzern mit Sitz in Hannover ist in 150 Ländern aktiv und verfügt über eine ausgezeichnete Finanzkraft .
| Konzernkennzahlen | 2010 | 2009 | +/– % | |
|---|---|---|---|---|
| IFRS | ||||
| Gebuchte Bruttoprämien | Mio. EUR | 22.869 | 20.923 | +9,3 |
| Verdiente Nettoprämien | Mio. EUR | 18.753 | 17.323 | +8,3 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | Mio. EUR | –2.036 | –1.031 | –97,5 |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung 1) |
% | 100,9 | 96,7 | +4,2 Pkt. |
| Kapitalanlageergebnis | Mio. EUR | 3.177 | 2.658 2) | +19,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | Mio. EUR | 1.032 | 1.497 2) | –31,1 |
| Jahresergebnis (nach Steuern) | Mio. EUR | 670 | 893 2) | –25,0 |
| Konzernergebnis (nach Minderheitenanteilen) | Mio. EUR | 220 | 485 2) | –54,6 |
| Eigenkapitalrendite 3) | % | 4,6 | 11,8 2) | –7,2 Pkt. |
| Haftendes Kapital | Mio. EUR | 10.782 | 9.156 2) | +17,8 |
| Eigenkapital | Mio. EUR | 4.956 | 4.574 2) | +8,4 |
| Minderheitenanteile | Mio. EUR | 3.035 | 2.579 2) | +17,7 |
| Hybridkapital | Mio. EUR | 2.791 | 2.003 | +39,3 |
| Selbstverwaltete Kapitalanlagen | Mio. EUR | 72.461 | 67.036 2) | +8,1 |
| Kapitalanlagen gesamt | Mio. EUR | 83.422 | 76.385 2) | +9,2 |
| Kapitalanlagenrendite 4) | % | 4,2 | 3,7 | +0,5 Pkt. |
| Bilanzsumme | Mio. EUR | 111.368 | 101.565 | +9,7 |
| Mitarbeiter (Kapazitäten zum 31.12. des Geschäftsjahres) | 16.874 | 16.921 | –0,3 |
Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdiff erenzen von ± einer Einheit auft reten.
1) Bereinigte kombinierte Schaden-/Kostenqoute unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses
2) Angepasst aufgrund IAS 8
3) Periodenergebnis ohne Anteile anderer Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter
4) Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis zu durchschnittlichen selbstverwalteten Kapitalanlagen
Kennzahlen Segmentübersicht
Impressum Standorte
Der Talanx-Konzern ist ein Ort, an dem Menschen Tag für Tag zusammentreff en. Dort arbeiten sie miteinander für das Unternehmen, erbringen Leistungen für Kunden und schaff en Werte für Investoren. Der Talanx-Konzern ist aber auch ein Ort des Zusammenlebens, des Miteinanders, der Vielfalt, der Kommunikation. Er ist neben seiner Grundfunktion als Wirtschaftsplatz auch Lebensraum, Sozialgefüge und Kulturraum zugleich – wie eine Stadt. Wenn man Talanx tatsächlich mit einer Stadt vergleicht, eröff nen sich verblüff ende Perspektiven. Zusammenhänge im Konzern erscheinen plötzlich in einem neuen Licht und werden anschaulicher. Anhand der Parallelen zu einer Stadt lässt sich das, was Talanx ausmacht, bildlich darstellen: Wir laden Sie in diesem Geschäftsbericht herzlich zu unserer Stadtführung ein!
Der Talanx-Konzern arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Unsere wichtigsten Marken der Erst- und Rückversicherung sowie für Finanzdienstleistungen sind auf der gegenüberliegenden Seite dargestellt. Die Marke Talanx steht wie bisher für die Gesellschaft an der Spitze des Konzerns, die Talanx AG, die die Aufgaben einer Management- und Finanzholding im Konzern übernimmt, selbst jedoch nicht im Versicherungsgeschäft tätig ist.
Neu ist, dass auch eine Reihe weiterer Gesellschaften der Gruppe jetzt Talanx im Namen tragen: So die Servicegesellschaft en Talanx Service AG und die im Aufb au befi ndliche Talanx Systeme AG. Die Geschäft sbereichsgesellschaft en Talanx Deutschland AG und Talanx International AG bündeln die operativen Gesellschaft en verschiedener Marken im In- bzw. Ausland. Auch die Gesellschaft en für Asset Management und Immobilienmanagement werden künft ig unter Talanx fi rmieren. Ebenfalls un ter der Marke Talanx wird künft ig der professio nelle konzern eigene Rückversicherungsmakler für das von der Gruppe abgegebene Rückversicherungsgeschäft auft reten: Aus Protection Re wird Talanx Reinsurance Broker.
HDI-Gerling
HDI-Gerling ist in der Privatund Firmenversicherung sowie der Industrieversicherung weltweit tätig. Die Palette reicht dabei von der Sach-, Haft pfl icht- und Unfallversicherung über die Lebensversicherung bis zur betrieblichen Altersversorgung und Altersvorsorgelösungen für Privatkunden.
Unter dieser Marke arbeitet die HDI Direkt Versicherung AG im Geschäft sbereich Privatund Firmenversicherung Deutschland. Auch einige Gesellschaft en außerhalb Deutschlands in der Privatund Firmen- sowie der Industrieversicherung fi rmieren unter HDI.
Hannover Rück, E+S Rück Die Hannover Rück-Gruppe, einer der größten und profi tabelsten Rückversicherer der Welt, betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und unterhält Rückversicherungsbeziehungen mit über 5.000 Versicherungsgesellschaft en in rund 150 Ländern. E+S Rück ist spezialisiert auf den deutschen Markt.
Einer der großen bankenunabhängigen Asset Manager in Deutschland, der die Finanzdienstleistungen im Konzern verantwortet. Von Fonds bis zum Asset Management für private und institutionelle Anleger bietet AmpegaGerling die komplette Wertschöpfungskette der Vermögensverwaltung.
Targo Versicherungen
Im Vertriebsweg Bancassurance arbeiten die Targo Versicherungen exklusiv für den Partner TARGOBANK und bieten deren Kunden einen Service, der auf der leichten und bequemen Abwicklung sämtlicher Bank-, Finanz- und Versicherungsgeschäft e basiert.
PB Versicherungen
Die PB Versicherungen arbeiten im Vertriebsweg Bancassurance exklusiv für den Partner Postbank: Eingebettet in deren Marktauft ritt und zugeschnitten auf deren Kun den bieten sie attraktive Versicherungsprodukte zu günstigen Preisen.
Die Neue Leben Versicherungen positionieren sich im Vertriebsweg Bancassurance als Vorsorgespezialist für Sparkassen. Sie bieten ihren Kunden und Vertriebspartnern innovative Versicherungsangebote zu attraktiven Konditionen.
Im Vertriebsweg Bancassurance die wachstumsstarke Kooperation mit der ungarischen Post. Das verständliche und transparente Leistungs angebot mit einem ausgezeich neten Preis-/Leistungsverhältnis umfasst die Sparten Leben und Schaden/Unfall.
Vorwort Vorstand. Aufsichtsrat Aufsichtsratsausschüsse. Bericht des Aufsichtsrats Talanx City City News dert attstywsrn
wer das Geschäft sjahr 2010 des Talanx-Konzerns einordnen möchte, darf sein Urteil nicht auf den ersten Anschein gründen, sondern muss hinter die Fassade schauen: 2010 war für Talanx kein schlechtes Jahr, obwohl der erste Blick auf das Er gebnis etwas anderes aussagt. Doch dieser Anschein trügt – operativ und strukturell betrachtet hat unsere Gruppe wieder einen bedeutenden Schritt nach vorn getan!
Dass dies nicht auf den ersten Blick sichtbar wird, liegt an zwei Entwicklungen. Einerseits prägte eine gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegene Schadenlast unser Versicherungsgeschäft : 2010 häuft en sich Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Großschäden. Davon war auch der Talanx-Konzern betroff en – und die Tatsache, dass dies nicht stärker auf die Combined Ratio durchgeschlagen hat, ist ausschließlich unserer sehr konservativen Reservierungspolitik und den daraus resultierenden Abwicklungsgewinnen zu verdanken.
2010 hat der Vorstand zudem umfangreiche Maßnahmen zur Risikovorsorge für künft ige Jahre getroff en, die sich mit mehreren Einmalaufwänden im Ergebnis niederschlugen. Der größte Eff ekt ergab sich dabei durch die Verschmelzung der Aspecta Lebensversicherung AG auf die HDI-Gerling Lebensversicherung AG. In diesem Zusammenhang haben wir Rückversicherungsverträge vorzeitig abgelöst und zukünftige Er trags ströme aus dem ehemaligen Aspecta-Portefeuille deutlich vorsichtiger als in der Vergangenheit kalkuliert. Im ausländischen Privatkundengeschäft wurde bei einzelnen Gesellschaften das Konfidenzniveau der Schadenreserven dem Reser vierungsstandard des Talanx-Konzerns angepasst und Einheiten, die unsere Erwartungen an ihre Performance nicht erfüllen konnten, haben wir abwickelt. Auch diese beiden Maßnahmen haben zu Einmalaufwand geführt. Letzter Punkt in dieser Aufzählung ist der Aufwand anlässlich der Umstrukturierung der Zentralfunktionen und die damit verbundenen IT-Kosten. Eliminiert man diese Einmalaufwände, einschließlich eines gegenläufi gen Steuerertrags, so läge Talanx mit ihrem Ergebnis 2010 auf der Höhe des Rekordwerts aus dem Vorjahr.
City Guide Vorwort Vorstand. Aufsichtsrat Aufsichtsratsausschüsse. Bericht des Aufsichtsrats Talanx City City News
Dieser zweite Blick off enbart die wirtschaft liche Realität der Gruppe: Die echte, operative Entwicklung des Talanx-Konzerns beweist, dass das Ergebnis 2010 keine Folge strukturbedingter Mängel ist, sondern die Folge gezielter Maßnahmen, um Talanx für die Zukunft noch besser aufzustellen und ihre Kapitalmarktfähigkeit weiter zu verbessern. Dies zeigt auch ein Blick auf Prämieneinnahmen, Kapitalanlagen und Finanzierungszinsen: Das erfreuliche Wachstum der Prämieneinnahmen stammt aus den Bereichen, in denen wir strategisch wachsen wollen – Auslands-Privatkundengeschäft und Personenrückversicherung. Deutlich zulegen konnten auch die Kapitalanlageerträge dank sowohl gestiegener Kapitalanlagebestände als auch besserer außerordentlicher Erträge. Reduzieren konnten wir den Aufwand für Finanzierungszinsen, indem wir eigene Schuldverschreibungen zu günstigen Konditionen zurückkauft en.
Unverändert zählt Talanx zu den fi nanzstarken Versicherern! Die Finanzkraft des Konzerns belegen der Anstieg des Konzerneigenkapitals um 12 % auf 8 Mrd. EUR und die weitere Verbesserung unserer Solvenzquote, die fast doppelt so hoch war wie gesetzlich gefordert.
Strukturell hat der Konzern 2010 wiederum an Effi zienz und Leistungskraft zugelegt. Nach nur eineinhalb Jahren der Vorbereitung und Umsetzung arbeitet der Erstversicherungsbereich seit Januar 2011 mit gemeinsamen Zentralfunktionen. Damit einher geht nicht nur eine Effi zienzsteigerung, sondern auch eine spürbare Kostenersparnis.
Diesen Weg gehen wir konsequent weiter und haben jetzt be gonnen, den Bereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland neu zu gestalten. Die Leitbegriff e hier lauten Kundennutzen, Effi zienz und Leistungskultur. Ziel ist es, auch in diesem Bereich die Weichen für langfristiges, profi tables Wachstum zu stellen und das Unternehmen für Mitarbeiter,
Kunden und Anteilseigner gleichermaßen attraktiv zu ma chen. Hier wird es uns gelingen, den Grundstein für eine erfolgreiche Entwicklung zu legen, denn der Bereich birgt großes Potenzial für die Zukunft .
Erste Erfolge der Umstrukturierung werden sich bereits 2011 zeigen, aber insgesamt wird sie im Ergebnis noch keine Spuren hinterlassen. Auch 2011 werden hohe Großschäden unserem Ergebnis den Stempel aufdrücken. Ganz besonders gilt das für das verheerende Erdbeben und den Tsunami in Japan mit den unfassbaren Folgen für die Menschen. Deshalb rechnen wir auch 2011 nicht damit, an das exzellente Ergebnis von 2009 anknüpfen zu können. Dennoch sind wir mit den Aus sichten nicht unzufrieden. Auf breiter Basis deuten sich bes sere Konditionen für Versicherer an; sowohl in der Rück- als auch in der Auto- und Industrieversicherung scheinen sich die Märkte zu verbessern. Und auch erste Erfolge unserer Struk turmaßnahmen, zum Beispiel die erfreuliche Steigerung im Neugeschäft in der Lebensversicherung, lassen uns mit Zuversicht auf 2011 blicken.
Mein Dank an dieser Stelle gilt Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich im abgeschlossenen Jahr wieder engagiert ein gesetzt haben. Er gilt aber auch unseren Kunden und Ko operationspartnern, die uns 2010 wiederum ihr Vertrauen schenk ten. Dieses Vertrauen zu rechtfertigen, sehen wir neben der erfolgreichen Weiterentwicklung der Talanx auch 2011 als unseren ersten Auft rag an!
Mit freundlichen Grüßen
Herbert K. Haas
Dr. Immo Querner Herbert K. Haas
Dr. Thomas Noth
Dr. Heinz-Peter Roß
Dr. Christian Hinsch
Ulrich Wallin
Torsten Leue
7
| Im Talanx-Vorstand verantwortlich für | ||
|---|---|---|
| Herbert K. Haas | Vorsitzender des Vorstands | Konzernentwicklung |
| Vorsitzender | HDI Haft pfl icht verband der Deutschen Industrie V. a. G., | Investor Relations |
| Hannover | Presse/ Öff entlich keits arbeit | |
| Recht | ||
| Revision | ||
| Vorstandsbüro/Compliance | ||
| Dr. Christian Hinsch | stv. Vorsitzender des Vorstands | Geschäft sbereich |
| stv. Vorsitzender | HDI Haft pfl ichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., | Industrieversicherung |
| Vorsitzender des Vorstands | Facility-Management | |
| HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover | Personal | |
| Einkauf | ||
| Rückversicherungseinkauf | ||
| Norbert Kox | Vorsitzender des Vorstands | ehem. Geschäft sfeld Bancassurance |
| (bis 31.5.2010) | ProACTIV Holding AG, Hilden | Inland und Ausland |
| Torsten Leue | Vorsitzender des Vorstands | Geschäft sbereich Privat- und |
| (seit 1.9.2010) | Talanx International AG, Hannover | Firmenversicherung International |
| Dr. Thomas Noth | Vorsitzender des Vorstands | Informationstechnologie |
| Talanx Systeme AG, Hannover | ||
| Dr. Immo Querner | Mitglied des Vorstands | Finanzen/Beteiligungen/Immobilien |
| HDI Haft pfl ichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., | Kapitalanlagen | |
| Hannover | Controlling | |
| Inkasso | ||
| Risikomana gement | ||
| Rechnungswesen/Steuern | ||
| Dr. Heinz-Peter Roß | Vorsitzender des Vorstands | Geschäft sbereich Privat- und |
| Talanx Deutschland AG, Hannover | Firmenversicherung Deutschland | |
| Betriebsorganisation | ||
| Ulrich Wallin | Vorsitzender des Vorstands | Geschäft sbereich Rückversicherung |
| Hannover Rückversicherung AG, Hannover |
Talanx City City News
City Guide Vorwort Vorstand. Aufsichtsrat
Aufsichtsratsausschüsse. Bericht des Aufsichtsrats
Vorsitzender ehem. Vorsitzender des Vorstands der Talanx AG, Berg
stv. Vorsitzender Angestellter, HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG, Raesfeld
stv. Vorsitzender ehem. Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp Technologies AG, Hamburg
Zentralbereichsleiter, Hannover Rückversicherung AG, E+S Rückversicherung AG, Hannover
(seit 1.2.2011) Angestellte, HDI-Gerling Leben Betriebsservice GmbH, Bergisch Gladbach
(bis 31.1.2011) Angestellter, HDI-Gerling Leben Betriebsservice GmbH, Brühl
Gewerkschaft ssekretär, Norderstedt
Vorsitzender der Geschäft sführung der Groz-Beckert KG, Albstadt
Angestellte, HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Oberhausen
Angestellter, Hannover Rückversicherung AG, Hannover
ehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Post AG, Inning
Vorsitzender des Stift ungsrats der Hanns-Voith-Stift ung, Heidenheim
Angestellte, Talanx Service AG, Hannover
ehem. Mitglied des Vorstands der E.ON AG, Hannover
Mitglied des Vorstands der Daimler AG, Stuttgart
Professorin an der Leibniz Universität, Hannover
ehem. Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, Leverkusen
Zusammensetzung zum 31.12.2010
| Finanz- und Prüfungsausschuss |
Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten |
Vermittlungsausschuss | Nominierungsausschuss |
|---|---|---|---|
| Wolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender |
Wolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender |
Wolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender |
Wolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender |
| Dr. Thomas Lindner | Prof. Dr. Eckhard Rohkamm | Ralf Rieger | Dr. Thomas Lindner |
| Ralf Rieger | Dr. Michael Rogowski | Prof. Dr. Eckhard Rohkamm | Dr. Michael Rogowski |
| Prof. Dr. Eckhard Rohkamm | Prof. Dr. Ulrike Wendeling Schröder |
Katja Sachtleben-Reimann | |
| Dr. Erhard Schipporeit |
Der Aufsichtsrat hat aus den Reihen seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet, die dem Gesamtaufsichtsrat zur Seite stehen.
Im Geschäft sjahr 2010 ist der Aufsichtsrat seinen Aufgaben und Pfl ichten nach Gesetz, Satzung und Geschäft sordnung jederzeit nachgekommen. Wir befassten uns eingehend mit der wirtschaft lichen Lage, der Risikosituation und der strategischen Entwicklung der Talanx AG und ihrer wesentlichen Tochtergesellschaft en. Wir berieten den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens, überwachten die Geschäft sführung und waren in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar eingebunden.
Im Berichtsjahr kamen wir zu vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen, die am 26. März, am 28. Mai, am 31. August und am 13. November 2010 stattfanden. Wie schon im Jahr zuvor hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ihre gesetzlichen Befugnisse wahrgenommen und zu einer Sitzung zwei Vertreter entsandt. Der Finanzund Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats trat viermal, der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten dreimal zusammen. Sitzungen des nach den Vorschrift en des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren auch im Jahre 2010 nicht erforderlich. Der Gesamtaufsichtsrat wurde jeweils über die Arbeit der Ausschüsse informiert. Des Weiteren ließen wir uns vom Vorstand quartalsweise schrift lich über den Gang der Geschäft e sowie die Lage des Unternehmens und des Konzerns unterrichten. Zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr sahen wir uns veranlasst, Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 Satz 1 AktG durchzuführen. Soweit zwischen den Sitzungen zustimmungspfl ichtige Geschäft e anstanden, legte der Vorstand uns diese zur Beschlussfassung im schrift lichen Verfahren vor. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende kontinuierlich mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt und wurde von ihm laufend über wesentliche Geschäft svorfälle im Unternehmen und innerhalb des Talanx-Konzerns in Kenntnis gesetzt. Insgesamt haben wir uns im Rahmen unserer gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaft lichkeit des Vorstandshandelns überzeugt.
Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäft s- und Finanzlage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, über wichtige Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik sowie über Geschäft e, die zwar nicht der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, über die jedoch nichtsdestoweniger entsprechend den Regelungen
der Geschäft sordnung zu berichten ist. In unseren Sitzungen haben wir die Berichte des Vorstands ausführlich erörtert sowie Anregungen und Verbesserungsvorschläge eingebracht.
Die Geschäft sentwicklung der Gesellschaft und der einzelnen Konzernsegmente, die Neuausrichtung des Konzerns und Optimierung seiner Strukturen sowie die Planung für das Jahr 2011 standen im Mittelpunkt der Berichterstattung und wurden ausführlich in unseren Sitzungen behandelt. Für das abgelaufene Geschäft sjahr wurden uns Gründe für Abweichungen des Geschäft sverlaufs von den gültigen Plänen und Zielen dargestellt, die von uns entsprechend nachvollzogen wurden.
Im Zuge der Neuausrichtung des Konzerns und der Optimierung seiner Strukturen beschlossen wir Ende 2009 eine geänderte Geschäft sverteilung für den Vorstand, die sukzessive im Jahr 2010 in Kraft getreten ist, und fassten die zur Umsetzung der Zielstruktur erforderlichen Beschlüsse.
Einen weiteren Schwerpunkt der Beratung bildete das Risikomanagement im Konzern. Die Risikoberichterstattung des Vor stands war Gegenstand jeder Sitzung des Aufsichtsrats. Wir behandelten ferner eine Reihe von Erwerbs-, Veräußerungs- und Kooperationsvorhaben, die der Vorstand uns zur Erörterung und Beschlussfassung vorlegte. Namentlich genannt sei an dieser Stelle die Veräußerung der US-amerikanischen Clarendon National Insurance Company und ihrer Tochtergesellschaft en, die Begründung einer Zusammenarbeit mit der Meiji Yasuda Life Insurance Company, der Kauf einer Versicherungsgesellschaft in den Niederlanden und der Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an einer österreichischen Investmentgesellschaft . Ferner wurde über die strategische Ausrichtung des neuen Geschäft sbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie die Globalisierungsstrategie der Industrieversicherung im Aufsichtsrat beraten. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2010 verschiedene Erwerbsvorhaben, u. a. in Vietnam, Kanada und Argentinien, geprüft ; über den Stand der Überlegungen und Gespräche wurden wir jeweils unterrichtet gehalten.
Mit Blick auf § 87 Abs. 1 AktG in der Fassung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung befasste sich das
Aufsichtsratsplenum mit der Festlegung der Tantiemen der Mitglieder des Vorstands sowie mit der Überprüfung der Festbezüge einzelner Vorstandsmitglieder und zog dabei auch horizontale und vertikale Vergütungsaspekte und -konzepte als Vergleich und Orientierung heran. Einen großen Raum nahmen auch die Neuregelung des Systems der Vorstandsvergütungen und die Anpassung der Vorstandsdienstverträge ein. Diese Neuregelungen wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 13. November 2010 verabschiedet. Ferner wurde der Aufsichtsrat in dieser Sitzung gem. § 3 Abs. 5 der Versicherungs-Vergütungsverordnung über die Ausgestaltung der Vergütungssysteme im Konzern unterrichtet.
Die aufgrund von Gesetz, Satzung und Geschäft sordnung zustimmungspfl ichtigen Geschäft e und Maßnahmen haben wir nach Prüfung und Erörterung mit dem Vorstand verabschiedet. Dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag der Talanx AG mit der HDI-Gerling Gesellschaft für IT-Dienstleistungen mbH – der heutigen Talanx Systeme AG – erteilte der Aufsichtsrat aufgrund der schrift lichen und der mündlichen Erläuterungen des Vorstands die erforderliche Zustimmung.
Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats behandelte – neben der Vorbereitung der Erörterung und Beschlussfassung im Plenum – eingehend die freiwillig erstellten Quartalsabschlüsse der Gesellschaft . Ferner haben wir im Finanz- und Prüfungsausschuss die Ergebnisse einer aktuarischen Prüfung der Nettoschadenreserven für das Nicht-Lebensversicherungsgeschäft im Talanx-Konzern sowie die Rentabilitätsentwicklung der einzelnen Konzerngesellschaft en per 31. Dezember 2009 erörtert und uns mit dem internen Kontrollsystem, den Risikoberichten, der Arbeit der internen Revision sowie dem Jahresbericht des Chief Compliance Offi cers befasst.
Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten bereitete unter Einbeziehung externer Berater in mehreren Sitzungen die Überprüfung des Vergütungssys tems für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Ver tragselemente vor und unterbreitete dem Plenum einen Vorschlag für die Neuregelung des Vergütungssystems, um zunächst den versicherungsaufsichtsbehördlichen Vorgaben und sodann im Laufe des Jahres 2010 – nach Inkraft treten der gesetzlichen Grundlagen und Präzisierungen des Verordnungsgebers – auch den neuen rechtlichen Anforderungen zu genügen. Im schrift lichen Verfahren hat der Ausschuss – nach Verabschiedung des neuen Vergütungssystems durch den Gesamtaufsichtsrat – die Ziele für die einzelnen Mitglieder des Vorstands im Geschäft sjahr 2011 festgelegt. Außerdem wurden bei anstehenden Wiederbestellungen sowie im Zuge der Festlegung der Tantiemen und der Überprüfung der Festbezüge von Vorstandsmitgliedern Empfehlungen an das Aufsichtsratsplenum ausgesprochen.
Besondere Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat erneut dem Thema Corporate Governance. Entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde die bislang ausschließlich aus festen Bestandteilen bestehende Aufsichtsratsvergütung um eine variable Komponente ergänzt, die Höhe der Vergütung auf ihre Angemessenheit hin überprüft und dem Niveau der maßgeblichen Wettbewerber angenähert.
Die Selbstbehalte in der D&O-Versicherung wurden neu geregelt und an die geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst.
Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der Talanx AG, der Abschluss des Talanx-Konzerns, der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschrift en (International Financial Reporting Standards "IFRS") aufgestellt wurde, sowie die entsprechenden Lageberichte wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der KPMG AG, Wirtschaft sprüfungsgesellschaft , Hannover, geprüft . Die Bestellung der Abschlussprüfer erfolgte durch die Hauptversammlung; der Finanz- und Prü fungsausschuss erteilte den konkreten Prüfungsauft rag und bestimmte – neben den üblichen Prüft ätigkeiten – als Schwerpunkte beim Jahresabschluss die Prüfung der Umsetzung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes sowie beim Konzernabschluss die Prüfung der Bewertung der Deferred Acquisition Costs, der Zeitwertbestimmung der Kapitalanlagen unter besonderer Beachtung der so genannten Zeitwerthierarchie und die Prüfung der Steuern. Ferner waren die Prüfungsschwerpunkte der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung Gegenstand der Prüfungshandlungen der Wirtschaft sprüfer.
Die Prüfungen der Abschlussprüfer ergaben keinen Anlass zu Beanstandungen. In den erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerken erklärten die Abschlussprüfer, dass die Buchführung und der Jahres- bzw. der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln und die Lageberichte im Einklang mit dem Jahres- bzw. dem Konzernabschluss stehen.
Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte der KPMG wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Sie wurden im Finanz- und Prüfungsausschuss am 16. Mai 2011 und in der Aufsichtsratssitzung am 17. Mai 2011 ausführlich behandelt. Der Abschlussprüfer nahm jeweils an den Beratungen des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Gesamt aufsichtsrats über den Jahres- und den Konzernabschluss teil und berichtete über die Durchführung der Prüfungen. Dabei stand er uns für ergänzende Auskünft e zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der entsprechenden Lageberichte und der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer haben wir uns jeweils deren Urteil an geschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresund Konzernabschluss gebilligt.
Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Den in den Lageberichten getroff enen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmen wir zu. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns nach Prüfung aller insoweit zu beachtenden Aspekte an.
Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen wurde gleichfalls von der KPMG Aktiengesellschaft , Wirtschaft sprüfungsgesellschaft , Hannover, geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:
"Nach unserer pfl ichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wird, dass
Wir haben den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft . Dabei kommen wir zum gleichen Ergebnis wie die Abschlussprüfer und haben keine Einwendungen gegen die in diesem Bericht wiedergegebene Erklärung.
Mit Wirkung ab 1. September 2010 wurde Herr Torsten Leue neu in den Vorstand der Gesellschaft bestellt, der ab diesem Zeitpunkt das neu gebildete Geschäft sfeld Privat- und Firmen versicherung Ausland verantwortet. Der Aufsichtsrat beschloss ferner die Verlängerung der im Jahre 2011 auslaufenden Vorstandsmandate der Herren Dr. Hinsch, Dr. Querner und Dr. Noth sowie die Verlängerung des Anfang des Jahres 2012 auslaufenden Mandates von Herrn Haas.
Mit Wirkung zum Ablauf des 31. Januar 2011 ist Herr Hans-Ulrich Hanke als Vertreter der Arbeitnehmer aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden. Der Aufsichtsrat hat ihm für seine konstruktive und engagierte Mitarbeit Dank und Anerkennung ausgesprochen. Mit Wirkung ab 1. Februar 2011 ist ihm Frau Jutta Hammer als Mitglied im Aufsichtsrat für den Rest der laufenden Mandatsperiode nachgefolgt.
Vorstand und Mitarbeiter haben in einem nach wie vor schwie rigen Umfeld mit Einsatzfreude und Umsicht gearbeitet und gehandelt. Hierfür gilt ihnen der besondere Dank des Aufsichtsrats.
Hannover, 17. Mai 2011
Für den Aufsichtsrat
Wolf-Dieter Baumgartl (Vorsitzender)
Stadtplanung und Stadtentwicklung sind lang erprobte kulturelle Techniken. Schon lange vor unserer Zeitrechnung haben sich Geografen, Architekten, Ingenieure, Landschaft s- oder Raumplaner der Kunst gewidmet, wie ein Ort des Zusammenlebens aussehen sollte und welche Rolle er in einem größeren geografi schen Raum spielen soll. Und sie haben Pläne gemacht, wie der Ort beschaff en sein und wie er weiterentwickelt werden muss, um dort sicher und angenehm zu leben und gleichzeitig Anziehungspunkt zu sein. rprobte hnung haben haft oder es n einem grö-
Talanx steht auf einem soliden fi nanziellen Fundament, verfügt über hohe Attraktivität und eine exzellente Finanzkraft ! Damit dies so bleibt, gibt es auch heute Zukunft splanungen für Talanx City. Stadtentwicklung bedeutet die Steuerung der gesamten Entwicklung der Stadt, also auch
in gesellschaft licher, wirtschaft licher, kultureller und ökologischer Hinsicht. Stadtentwickler arbeiten interdisziplinär, integriert und zukunft sgerichtet. Dies nimmt auch die Konzernstrategie für sich in Anspruch: Sie zeigt dem gesamten Konzern den Weg und gibt klare Ziele vor. Aufb auend darauf hat jeder Geschäft sbereich, jedes Stadtviertel, einen exakt auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnittenen Bebauungsplan, der das jeweilige Teilgebiet weiterentwickelt und der dazu beiträgt, die Stadt insgesamt im Wettbewerb erfolgreich abschneiden zu lassen. haben Pläne in gesellschaftlicher wirtschaftlicher kultureller und ökolo-
City Guide Vorwort Vorstand. Aufsichtsrat Aufsichtsratsausschüsse. Bericht des Aufsichtsrats Stadtentwicklung City News
Diese Planung soll sicherstellen, dass die Attraktivität von Talanx City erhalten bleibt und sie ihre Aufgaben weiter effi zient und mit Erfolg bewältigt. Genau dies ist Hintergrund der jüngsten städteplanerischen Aktivitäten: Nach der raschen und erfolgreichen Eingemeindung der Gerling-Gesellschaft en war drängendste Aufgabe der Stadtväter, die Struktur des Talanx-Konzerns zu optimieren. Kern dieser Planung ist zum einen ein veränderter Zuschnitt der Stadtviertel, der Bereiche im Erstversicherungsgeschäft . Sie werden an unseren Kundensegmenten ausgerichtet: am globalen Industriegeschäft und jeweils spartenübergreifend am nationalen sowie internationalen Privatkundengeschäft . Die große Chance, die die Stadtväter darin sehen, ist, die Charakteristika jedes einzelnen neuen Viertels sowie des unverändert gebliebenen Stadtteils Rückversicherung zu stärken und die Attraktivität für Besucher und Bewohner, also für Kunden, Investoren und Mitarbeiter, weiter zu steigern. Für die Stadt insgesamt heißt dies, dass ihre Anziehungskraft weiter zulegt und sie im Ranking der Großstädte weiter nach oben klettert. viertel, der Bereiche im Erstversicherungsgeschäft . Sie werden an unseren Kundensegmenten ausgerichtet: am globalen
Hot Spot
Vielfalt trägt zur Anziehungskraft bei
Was macht eine Stadt zum Anziehungspunkt? Der Name muss uns mit Sehnsucht erfüllen, nicht umsonst lässt allein die Erwähnung von Wien, Paris und Rom bestimmte Vorstellungen in unseren Köpfen entstehen. Sie muss für eine Kultur stehen. Sie muss in jedem Stadtviertel Sehenswürdigkeiten besitzen und es verstehen, diese für die spezielle Zielgruppe richtig zu präsentieren: Was für Kinder der Zoo ist, ist für Liebhaber klassischer Musik die Oper.
Talanx City hat seine Stadtentwicklung exakt auf seine Zielgruppen, Investoren und defi nierte Kundensegmente, zugeschnitten:
Im Stadtviertel Rückversicherung sind circa 2.100 Menschen zu Hause. Der Plan sieht vor, dass Hannover Rück die Sehenswürdigkeiten, die Investoren und Kunden so schätzen, weiter ausbaut: Nicht nur einer der eff ektivsten und größten, sondern auch einer der weltweit profi tabelsten Schaden-Rückversicherer zu bleiben. In der Personen-Rückversicherung soll sie in fünf Jahren einer der drei großen, weltweit tätigen und überdurchschnittlich profi tablen Gesellschaft en sein.
Im Stadtteil Industrieversicherung arbeiten heute schon in 29 Märkten rund um den Globus circa 2.000 Mitarbeiter daran, ihre Kunden zufriedenzustellen. Dies können sie in über 130 Ländern. Der Plan, die Attraktivität dieses Viertels
noch weiter auszubauen, sieht vor, einen Global Player zu schaff en, der aus eigener Kraft weltweit präsent und handlungsfähig ist.
Im Stadtbezirk Privat- und Firmenversicherung Deutschland leben 6.600 Menschen. Diesem Bezirk steht ein größerer Umbau bevor: Der Marktanteil soll profi tabel ausgebaut, die Kostenquote wettbewerbsfähig und der Kundenwert optimiert werden. Dies geschieht durch einen modernen Ansprüchen gerecht werdenden Neubau der Strukturen. Nur so können in diesem Stadtteil geeignete zielgruppenspezifi sche Lösungen entwickelt werden, die ihn zu einem Publikumsmagneten machen.
Auch der Bezirk Privat- und Firmenversicherung International hat einen ambitionierten städtebaulichen Plan: Der Bereich mit 5.200 Menschen soll in den strategischen Zielmärkten Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika wachsen, die Aktivitäten in bestehenden Märkten optimieren und neue Märkte erschließen. In diesem Stadtteil lassen sich trotz aller Unterschiede auf den Zielmärkten Erfahrungen, Vorgehensweisen und Produkte auf andere Märkte übertragen. Durch die Kenntnis vieler internationaler Privatkundenmärkte entwickelt sich dieses Viertel zu einem Know-how-Träger, dem der Ausbau von Geschäft oder der Eintritt in neue lukrative Märkte leichter fällt.
Eine Stadt ohne funktionierende Infrastruktur verliert schnell an Attraktivität – bestenfalls. Schlimmstenfalls kollabiert sie. Eine ungenügende Infrastruktur behindert die Entwicklung der Stadt und das reibungslose Miteinander. Ein schlecht ausgebautes Gesundheitswesen ohne leistungsstarke Krankenhäuser oder mit einem Mangel an Fachärzten, Staus, ein nicht funktionierendes System des öff entlichen Personentransports, ungenügende Ver- oder Entsorgungsnetze für Wasser, Abwasser, Strom, Gas, Telekommunikation, Müllentsorgung verringern nicht nur die Lebensqualität. Solche Symptome verursachen auf Dauer Stress und machen krank. Und nicht nur das: So etwas geht zulasten der wirtschaft lichen Aktivitäten.
Deshalb ist es für eine Stadt wie Talanx City vital, über leistungsfähige Zentralfunktionen sicherzustellen, dass ihre In frastruktur auf der Höhe der Zeit ist oder – noch besser – der Zeit ein wenig voraus. Für die zentralen Funktionen regelt Talanx daher ihre Infrastruktur neu: Bei der wichtigsten internen Ware, die der Konzern hat, Information, muss das Verkehrssystem, die Informationstechnologie, funktionieren. Darum kümmern sich die IT-Abteilungen, die im Laufe des Jahres in der Talanx Systeme AG zusammengeführt werden. In Zusammenarbeit mit den Stadtteilen wird über Bebauungs- und Flächennutzungspläne dafür gesorgt, dass die Stadtviertel ihre Aufgaben und Ziele erfüllen und ihre Leistungsfähigkeit steigern können.
Unabdingbar für das Funktionieren der Stadt sind auch effi ziente Abläufe in weiteren infrastrukturell wichtigen Aufgaben, eine Rolle, die die Talanx Service AG abdeckt. Als Dreh- und Angelpunkt im Erstversicherungsgeschäft wird sie die Effi zienz der originären Funktionen in den Stadtteilen steigern, Leistungen für Nutzer harmonisieren, transparenter machen und standardisieren sowie die Stadtteile mit einheitlichen fi nanzbezogenen Daten versorgen. In den Stadtvierteln verbleiben allerdings bestimmte Servicefunktionen, die eine besonders enge Beziehung zum operativen Geschäft haben. Denn nach wie vor sind die Stadtteile voll ergebnis- und kostenverantwortlich.
Die Talanx AG weitet ihre Funktion von einer reinen Finanzholding zu einer Finanz- und Managementholding aus. Die Stadt wird dadurch mehr aus der Talanx AG heraus gesteuert. Sie wird wie bislang strategische Aufgaben wahrnehmen, dabei aber stärker Einfl uss auf die Positionierung und Performance der Bereiche nehmen, um die Einhaltung der Ge samtstrategie zu gewährleisten.
Eine Stadt und ihre Bewohner haben ein symbiotisches Verhältnis – die Stadt prägt ihre Einwohner, die Einwohner prägen ihre Stadt und erhöhen so deren Anziehungskraft auf Menschen, die gern dort leben wollen. Und wer gern in seiner Stadt lebt, ist auch stolz auf sie.
Mit 17.000 Menschen zählt Talanx City zu den großen europäischen "Assekuranz-Städten". Ihre Einwohnerschaft ist hochgradig international, Menschen aus 40 Ländern und 5 Kon tinenten leben in Talanx City. Für die deutschen Einwohner, und nur für diesen Teil stehen detaillierte Untersuchungen zur Verfügung, betrug der Anteil der weiblichen Mitarbeiter 47 %, der Altersdurchschnitt lag bei 43,5 Jahren, beide Werte leicht über dem Durchschnitt. Auch die Wohndauer, die Betriebszugehörigkeit, ist mit 14,2 Jahren überdurchschnittlich und zeigt, dass die Menschen gern in Talanx City leben.
Was muss eine Stadt ihren Einwohnern bieten? Gute Lebensbedingungen, eine gesunde Umwelt, gute Infrastruktur, kulturelles Leben. Übersetzt heißt das, gute Arbeitsbedingungen, angemessene Entlohnung, ausreichende Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, gesunde Arbeitsatmosphäre. Solche Voraussetzungen interessieren hoch qualifi zierte, gut ausgebildete, kreative und motivierte Menschen.
Im Wettbewerb mit anderen "Städten" um diese Klientel will Talanx City künft ig noch attraktiver werden. Stadtteile und Zentrale haben deshalb gemeinsam eine Reihe von Maßnahmen entwickelt, um meist unentdeckte Karrierechancen und interessante Einstiegsmöglichkeiten bekannt zu machen und so Zuwanderer anzulocken. Neben der Erhöhung der Attraktivität für Neubürger arbeitet die Stadt auch für die heutigen Bewohner kontinuierlich an Verbesserungen. Bereits heute sollen vielfältige Teilzeitarbeitsmodelle Beruf und Familie besser miteinander vereinbar machen. Beispielsweise dadurch, dass zunehmend für Kinderbetreuungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe der Arbeitsstelle gesorgt wird. Aber die Stadt unterstützt ihre Bewohner auch in deren Freizeit. Zahlreiche Mannschaft ssportereignisse sponsert Talanx City in Form von Startgeldern oder Trikotausstattung; Maßnahmen, auf die Bewohner in allen Stadtteilen gern zurückgreifen.
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City Guide Vorwort Vorstand. Aufsichtsrat Aufsichtsratsausschüsse. Bericht des Aufsichtsrats Lebensqualität City News
Das breitgefächerte kulturelle Angebot einer Großstadt kann den Ausschlag dafür geben, dass sich ein Bewohner für sie entscheidet, anstatt auf dem Land oder in einer Kleinstadt zu leben. Auch die Möglichkeiten der Bildung und Ausbildung, von der Grundschule bis zur Universität, können dort vielfältiger sein.
In Talanx City zählen Weiterbildungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen zu den Instrumenten, die das Leben in der Stadt chancenreicher machen sollen: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden systematisch für ihre anspruchsvollen Aufgaben weiter gefördert, mit dem Ziel, ihre überdurchschnittliche Qualifi kation zu sichern und auszubauen. Damit soll die City optimal auf neue Herausforderungen im Wettbewerb vorbereitet werden. Neben den fachlichen Qualifi zierungsmaßnahmen werden quer über die Stadtteile regelmäßig vielfältige Schulungen in Methoden- und Sozialkompetenz angeboten. vielfältige angeboten.
Auf Konzernebene ist die wichtigste Neuerung die Errichtung der Talanx Corporate Academy. Sie bietet in Zusammenarbeit mit führenden europäischen Business Schools ein besonders hochwertiges Weiterbildungsangebot für die oberen Führungskräft e aller Konzerngesellschaft en weltweit. Ergänzend zu den Angeboten der Geschäft sfelder und Landesgesellschaft en dient die Corporate Academy ganz besonders der Vermittlung von Strategie und Steuerungsmethoden der Talanx. Als Referenten und Diskussionspartner ergänzen sich Professoren bekannter Business Schools und Mitglieder des Talanx-Vorstands.
Auch die Erstausbildung genießt in Talanx City einen hohen Stellenwert: Eine fundierte Ausbildung ist für junge Menschen eine Voraussetzung für den erfolgreichen Berufsstart und bedeutet für die Stadt langfristig kompetente, qualifi zierte und motivierte Einwohner. Einwohner.
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City Guide Vorwort Vorstand. Aufsichtsrat Aufsichtsratsausschüsse. Bericht des Aufsichtsrats Stadtkultur City News
Zusammenspiel erzeugt Harmonie
Das Thema "Bildung und Ausbildung" ist Talanx so wichtig, dass sie ihre gesellschaft liche Verantwortung in erster Linie darauf konzentriert. Als zentrale Maßnahme seiner Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten hat der Konzern die Talanx-Stift ung eingerichtet. Diese stellt Mittel bereit, um Stipendien an Studenten zu vergeben. Und damit sind wir bereits mitten in den vielfältigen Maßnahmen rund um die gesellschaft liche Verantwortung, die in der Stadt über drei Wege wahrgenommen wird: nachhaltig wirtschaft en, Produkte ent wickeln, die Umweltschutz, Energieverbrauch oder soziale Verantwortung unterstützen, und solche Kriterien bei der eigenen Kapitalanlage beachten. Zu jedem dieser Punkte gibt es eine Reihe von Beispielen, seien es Energiesparmaßnahmen in eigenen Gebäuden, Produkte, die Umweltgesichts punkte berücksichtigen wie bei Photovoltaik-Anlagen oder verbrauchsarmen Fahrzeugen, oder Anlageprodukte, bei denen die Themen Nachhaltigkeit oder Ökologie berücksichtigt werden.
Köln, 13. Oktober. Die Ampega-Gerling Asset Management GmbH erwirbt einen Anteil an der C-QUADRAT Investment AG. Dauerhaft wird AmpegaGerling mit 25,1 % an C-QUADRAT beteiligt sein. C-QUADRAT ist ein unabhängiger quantitati ver Asset Manager, der sich viel versprechend positioniert hat und mehrfach für sein hervorragendes Management von Investmentfonds ausgezeichnet wurde.
Hiroakai Tonooka (Senior Managing Executive Officer Meiji Yasuda) und Herbert K. Haas (CEO Talanx)
Essen, 19. März. Die 2009 gegründete Talanx-Stiftung hat ihre ersten zehn Stipendien vergeben. Die Stipendiaten sind leistungsstarke Studierende aus versicherungsnahen Fachbereichen ausgewählter Hochschulen. Die Förderungsdauer beträgt 12 Monate und ist bis zum Ende der Regelstudienzeit möglich. Die Talanx AG übernimmt mit diesem Programm Verantwortung in dem von ihr selbst gesetzten Schwerpunkt "Bildung und Ausbildung".
Hannover/Tokio, 4. November. Der viertgrößte japa nische Lebensversicherer Meiji Yasuda und die Talanx AG besiegeln eine langfristige strategische Kooperation mit dem Ziel, gemeinsame Geschäftsmöglichkeiten im Ausland zu nutzen. Meiji Yasuda beteiligt sich mit 300 Mio. EUR an der Talanx AG. Dafür kauft sie eine Wandelanleihe, die im Falle eines Börsenganges der Talanx AG in
Stammaktien der Gesellschaft umgewandelt wird. So wird Meiji Yasuda Life dann ein wichtiger Aktionär der Talanx AG. Das Besondere an der Anleihe ist die Anerkennung als regulatorisches Tier-1-Kapital (Eigenkapitalersatz) unter Solvency II. Dem Talanx-Konzern gelingt mit der Emission eine echte Kapital marktinnovation.
Hilden/Düsseldorf, 7. Oktober. Assekurata bewertet die Targo Lebensversicherung zum siebten Mal in Folge mit A+. Besonders gelobt wurde die Unternehmenssicherheit. Sie zeigt sich in einer überdurchschnittlichen Ausstattung mit Sicherheitsmitteln, die mit 21,99 % den Marktwert von 8,89 % um mehr als das Doppelte übertrifft. Auch das Risikomanagement wird als exzellent bewertet.
Hannover/Pavia, 23. September. Die Hannover Rück schließt mit der Stiftung "Global Earthquake Model" (GEM) eine Partnerschaftsvereinbarung. Sie unterstützt die Entwicklung des ersten globalen Erdbebenrisiko-Modells auf Open-Source-Basis mit 1 Mio. EUR und technischer Expertise. GEM, von der OECD 2009 ins Leben gerufen, arbeitet an einem globalen Modell, das einer breiten Nutzergemeinschaft einheitliche Informationen über seismische Gefahren, Erdbebenrisiken und sozioökonomische Auswirkungen von Erdbeben liefert. Diese Daten kann die Hannover Rück in ihrem Risikomanagement und ihrer Risikobewertung von Erdbebengefahren berücksichtigen.
Köln, 22. November. Die renommierte Ratingagentur Standard & Poor's bestätigt das seit Jahren sehr gute Rating für die HDI-Gerling Lebensversicherung AG. Die Gesellschaft konnte die Note "A+" mit "stabilem" Ausblick sowohl für ihre Finanzstärke als auch ihre Bonität behaupten.
Köln, 12. Mai. Das Kindervorsorgeprodukt KÄNGURU.invest der HDI-Gerling Lebensversicherung wird vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung mit "sehr gut" bewertet. Untersucht wurden Sicherheit, Flexibilität, Rendite und Transparenz.
Hannover, 7. September. Die Hannover Rück platziert eine nachrangige Schuldverschreibung in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Ka-
Hilden, 22. Februar. Ab sofort firmiert die Citibank als TARGOBANK. Als exklusiver Versicherungspartner der TARGOBANK haben sich auch die ehemaligen CiV Versicherungen an den neuen Namen der Bank angepasst. Die Targo Versicherungen bieten unverändert den gewohnten Versicherungsschutz.
Hannover, 2. Dezember. Fast genau ein Jahr nach der Grundsteinlegung für den Neubau im Riethorst feiert HDI-Gerling Richtfest. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode freute sich, dass die drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe ihren Hauptsitz in Hannover hat.
Die neue Zentrale wird regenerative Energien nutzen: Beispielsweise deckt das natürliche Erdpotenzial (Geothermie) den Grundbedarf an Heiz- und Kühlenergie. Im Herbst 2011 werden ca. 1.900 Mitarbeiter in das neue Gebäude einziehen.
HDI-Gerling erhält Flotten-Award der Fachzeitschrift "Autoflotte"
Hannover, 12. April. Der Versicherer HDI-Gerling erhält den Flotten-Award als bester Flottenversicherer 2010. Über 6.000 Leser der Fachzeitschrift "Auto flotte" stimmten über die besten Fahrzeuge, Produkte und Dienstleister im Flottenbereich ab und kürten HDI-Gerling zum besten Flottenversicherer.
pitalmarkt. Die Hybridanleihe ist in den ersten zehn Jahren mit einem festen Kupon in Höhe von 5,75 % p.a. (Rendite 5,75 %) ausgestattet, danach wird sie variabel mit 4,235 % über dem 3-Monats-EURIBOR verzinst. Die Hannover Rück nutzt das günstige Zinsniveau, um zusätzliches Hybridkapital aufzunehmen, ihre Kapitalstruktur weiter zu optimieren und weiteres zukünftiges Wachstum mit Kapital zu hinterlegen.
Das Jahr 2010 brachte dem Talanx-Konzern Licht und Schatten. Die Bruttoprämieneinnahmen stiegen erneut deutlich an, und zwar in allen Geschäftsbereichen, wenn auch in sehr unterschiedlichem Maße. Deutlich zulegen konnten auch die Kapitalanlageerträge dank sowohl gestiegener Kapitalanlagebestände als auch besserer außerordentlicher Erträge. Jedoch konnte das EBIT nicht mithalten und blieb deutlich hinter dem der Vorjahre zurück. Ursachen waren zum einen eine hohe Schadenlast durch Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Großschäden. Zum anderen schlugen sich umfangreiche Maßnahmen zur Risikovorsorge für künftige Jahre im Ergebnis nieder.
Auch die Umstrukturierung der Zentralfunktionen brachte Einmalaufwände mit sich, unter anderem aufgrund von IT-Kosten. Aber mittel- und langfristig sorgt sie für gute Nachrichten: Mit dieser neuen Struktur ge winnt der Konzern an Effi zienz und Leistungskraft. Und mit der Effi zienz steigerung geht eine spürbare Kosten ersparnis in der Zukunft einher.
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR
71 Rating der Gruppe und wesentlicher Tochterunternehmen
73 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Der Talanx-Konzern ist die nach Bruttoprämien drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe und arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Wir beschäft igten zum Jahresende 2010 weltweit rund 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An der Spitze des Konzerns steht als Finanz- und Managementholding die Talanx AG mit Sitz in Hannover, deren alleiniger Eigentümer der HDI V. a. G. ist, ein seit über 100 Jahren bestehender Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit.
Die Konzerngesellschaft en betreiben die in der Versicherungsberichterstattungs-Verordnung genannten Versicher ungszweige teils im selbst abgeschlossenen und teils im Rückversicherungsgeschäft mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Lebensversicherung, Unfallversicherung, Haft pfl ichtversicherung, Kraft fahrtversicherung, Luft fahrtversicherung (einschließlich der Raumfahrtversicherung), Rechts schutzversicherung, Feuerversicherung, Einbruchdiebstahl und Raum (ED)-Versicherung, Leitungswasser (Lw)-Versicherung, Glasversicherung, Sturmversicherung, Verbundene Hausratversicherung, Verbundene Wohngebäudeversicherung, Hagelversicherung, Tierversicherung, Technische Versicherungen, Einheitsversicherung, Transportversicherung, Kredit- und Kautionsversicherung (nur Rückversicherung), Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage (EC)-Versicherung), Betriebsunterbrechungsversicherung, Beistandsleistungsversicherung, Luft und Raumfahrzeug-Haft pfl ichtversicherung, Sonstige Sachversicherung, Sonstige Schadenversicherung.
Weltweit ist Talanx in 40 Ländern mit eigenen Gesellschaften oder Niederlassungen vertreten. Einschließlich seiner Kooperationen ist der Konzern insgesamt in 150 Ländern aktiv. Dabei liegt im Privat- und Firmenkundengeschäft ein Schwerpunkt auf Deutschland und international vor allem auf den Wachstumsregionen Mittel- und Osteuropa und Türkei sowie Lateinamerika. Die Industrieversicherung und vor allem die Rückversicherung sind darüber hinaus noch in weiteren Märkten tätig, etwa in Nordamerika, Südafrika, Aus tralien und einigen asiatischen Staaten.
Der Zuschnitt der Segmente hat sich im Berichtsjahr deutlich gegenüber dem Vorjahr gewandelt. Die durch mehrere Zwischenholdings sowie Betriebs- und Vertriebsgesellschaften sehr komplex gewordene Organisation musste für die Zukunft konkurrenzfähig aufgestellt werden, um die Erreichung der Wachstums- und Profi tabilitätsziele sicherzustellen. Jetzt wer den Aufgaben konzentriert, die bislang an verschiedenen Stellen im Konzern mehrfach erledigt wurden, mit dem klaren Ziel effi zienter zu arbeiten.
Die Erstversicherung – bislang in die Segmente Schaden/ Un fall-Erstversicherung und Personen- Erstversicherung ge gliedert – wurde daher spartenübergreifend in drei an Kundensegmenten ausgerichtete Geschäft sbereiche aufgeteilt: Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International. Für jeden dieser Geschäft sbereiche zeichnet jeweils ein Talanx-Vorstand verantwortlich.
Aus der Industrieversicherung soll ein Global Player entstehen, der aus eigener Kraft weltweit präsent und handlungsfähig ist: So weit wie möglich unabhängig von Dritten und mit der Fähigkeit ausgestattet, internationale Konsortien zu führen. Ein solcher Player muss in der Lage sein, Größenvorteile in Beständen auszunutzen und ausreichende Finanzkraft besitzen, um hohe Versicherungskapazitäten nachhaltig bereitstellen zu können.
Im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland werden die deutschen Gesellschaft en mit Privat- und Firmenkundengeschäft miteinander verzahnt. Die traditionellen Spartengrenzen zwischen der Lebens- und Sachversicherung werden aufgehoben, um mit einem umfassenden Kundenmanagement für Versicherungsnehmer noch attraktiver zu sein: Prozesse werden optimiert, Marken- und Produktstrategie besser auf Kundenbedürfnisse ausgerichtet.
Die Rückversicherung, getragen durch die Hannover Rück, bleibt unverändert.
Das Segment Konzernfunktionen wurde um zwei Gesellschaften erweitert: die Servicegesellschaft Talanx Service AG und den IT-Dienstleister Talanx Systeme AG, der im Laufe des Jahres 2011 die operative Arbeit aufnimmt. Wie bisher gehört zum Segment der Bereich Finanzdienstleistungen, der neben dem konzerninternen Rückversicherungsmakler Protection Reinsurance Intermediaries vor allem die Vermögensverwaltung umfasst. Auch die Talanx AG ist hier angesiedelt. Sie weitet durch die Umstrukturierung ihre Funktion von einer reinen Finanzholding zu einer Finanz- und Managementholding aus. Der Konzern wird dadurch mehr aus der Talanx AG heraus gesteuert. Sie wird wie bislang strategische Aufgaben wahrnehmen, dabei aber stärker Einfl uss auf die Positionierung und Performance der Bereiche ausüben, damit die Einhaltung der Gesamtstrategie gewährleistet ist.
Der Talanx-Konzern ist international aktiv in der Erstversicherung (mit Ausnahme der Sparten Kranken- und Kreditversicherung) und in der Rückversicherung. In seinem Heimatmarkt gestaltet unser Konzern die Versicherungsbranche wesentlich mit. In der Talanx optimieren wir das Zusammenspiel von Erst- und Rückversicherung als integralen Bestandteil unseres Geschäft smodells mit dem Ziel, das Chancen-Risiko-Profi l stetig zu verbessern, die Kapitaleffi zienz zu erhöhen sowie Wachstums- und Ertragschancen fl exibel wahrzunehmen. Diese Zusammensetzung des Konzernportfolios stellt zudem sicher, dass unsere Gruppe auch in schwierigen Marktphasen über ausreichende unabhängige Risikokapazitäten verfügt, Kunden langfristig und verlässlich zu begleiten, interessante Märkte zu erschließen und dadurch die Unabhängigkeit und Werthaltigkeit des Konzerns für In vestoren und Mitarbeiter langfristig zu sichern und zu erhöhen.
An der Spitze des Konzerns steht die Talanx AG als Finanzund Managementholding. Ihre primäre Aufgabe ist die Lei tung und Steuerung des Konzerns. Die Talanx AG setzt bei der Konzernsteuerung auf das Organisationsprinzip der zen tralen Konzernsteuerungsfunktionen und gebündelten Kon zernservicefunktionen einerseits sowie der dezentralen Er geb nisverantwortung der Geschäft sbereiche andererseits. Ins besondere auf dieser Organisationsstruktur, den einzelnen Geschäft sbereichen ein hohes Maß an unternehmerischer Freiheit und Ergebnisverantwortung zuzugestehen, beruht der Erfolg des Konzerns. Auf diese Art können die einzelnen Geschäft sbereiche ihre Wachstums- und Ertragschancen am besten wahrnehmen.
Während die Marke Talanx als Name für die Finanz- und Managementholding, die Servicegesellschaft en und Ma nagementgesellschaft en einzelner Geschäft sbereiche ausschließlich auf den Kapitalmarkt ausgerichtet ist, fi nden in den operativen Gesellschaft en unsere hohe internationale Produktexpertise, unsere vorausschauende Zeichnungspolitik und unsere Vertriebskraft ihren Niederschlag in einer Mehrmarkenstrategie. Damit stellen wir uns optimal auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen, Regionen und Kooperationspartner ein. Dies fördert auch eine effi ziente Integration neuer Gesellschaft en und/oder Ge schäft sbereiche in den Konzern. Zudem schafft diese Struk tur eine hoch entwickelte Kooperationsfähigkeit, die auf un terschiedlichste Partner und Geschäft smodelle ausgerichtet werden kann.
Als wesentlicher Erfolgsfaktor für unsere Mehrmarkenstrategie wird diese durch schlanke, effi ziente und einheitliche Geschäft sprozesse verbunden mit einer modernen und möglichst einheitlichen IT-Struktur optimal unterstützt.
Als oberste strategische Ziele des Talanx-Konzerns stehen die Sicherstellung einer dauerhaft en Mehrheitsbeteiligung des HDI V. a. G. und damit die umfassende Unabhängigkeit von nicht nachhaltigen kurzfristig orientierten Kapitalmarktinteressen sowie Fokussierung auf eine Stakeholder-Value-Orien tierung. Dahinter steht die feste Überzeugung, dass auf dieser Basis die Konzernpolitik auf verlässliche Kontinuität, auf überdurchschnittlich profi tables Wachstum und damit auf langfristige Wertsteigerung ausgerichtet werden kann. Dies geschieht mit der Zielsetzung, den Interessen sowohl der Anteilseigner als auch – gleichsam als Voraussetzung – der Kunden und der Mitarbeiter ausgewogen gerecht zu werden und den größtmöglichen Nutzen für diese Gruppen zu schaffen. Dies erreichen wir durch einen starken Talanx-Konzern, der kontinuierlich durch die stetige Sicherung und Optimierung der Kapitalbasis und -allokation einen optimalen Risikoschutz bereitstellen kann. Als verbindliches Leitmotiv sind diese strategischen Ziele Basis aller weiteren Konzernziele.
Unsere Strategie für das Personalmanagement wird im Abschnitt "Nicht fi nanzielle Leistungsindikatoren" Seiten 74 ff . ausführlich beschrieben, das Chancen- und Risikomanagement im Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" Seiten 83 ff . Diese beiden Aspekte werden daher hier nicht weiter ausgeführt.
Der Talanx-Konzern setzt sich eine kontinuierliche, überdurchschnittliche die Risikoexposition berücksichtigende Wertsteigerung des eingesetzten Kapitals zum Ziel. Wir streben an, unter den 20 größten europäischen Versicherungskonzernen zu den fünf profi tabelsten zu gehören, gemessen an der Eigenkapitalrendite nach IFRS. Das Mindestziel unseres Konzerns in Bezug auf den Konzerngewinn nach Steuern und nach Minderheitsanteilen ist eine Eigenkapitalrendite nach IFRS, die 750 Basispunkte über dem durchschnittlichen risikofreien Zins liegt. Dieser ist defi niert als der durchschnittliche Marktzins der letzten fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen.
Die Verwendung des Konzerngewinns ist sowohl auf eine soweit erforderliche Stärkung der Kapitalbasis des Konzerns als auch auf die Ausschüttungserwartungen der Investoren ausgerichtet. Die Stärkung der Kapitalbasis macht uns unabhängiger von den Entwicklungen der Erst- sowie Rückversicherungsmärkte und versetzt uns in die Lage, nachhaltig eine attraktive marktadäquate Dividendenrendite zu erwirtschaften. Die Ausschüttungspolitik der Geschäft sbereiche wird unter Beachtung der einschlägigen rechtlichen Rahmenbedingungen zentral durch die Talanx AG gesteuert, mit der Maßgabe, sowohl die Kapitaleffi zienz bei den Konzerngesellschaft en zu optimieren als auch den Liquiditäts- und Kapitalanforderungen des Konzerns und der Talanx AG gerecht zu werden. Darauf aufb auend können wir unseren Aktionären nachhaltig eine attraktive und wettbewerbsfähige Dividende zahlen.
Das Kapitalmanagement des Talanx-Konzerns zielt auf eine optimierte risikoadäquate Kapitalstruktur zur Stärkung der Finanzkraft der Gruppe.
Dies geschieht durch zwei Ansätze: Einerseits optimieren wir durch den Einsatz von geeigneten Eigenkapitalsubstituten und Finanzierungsinstrumenten die Kapitalstruktur. Anderseits richten wir die Eigenmittelausstattung so aus, dass sie mindestens den Anforderungen des Kapitalmodells von Standard & Poor's für ein "AA"-Rating genügt. Darüber hinausgehende Eigenmittel werden nur gebildet, wenn sie dadurch unser Ertragspotenzial über die Verzinsung der thesaurierten Mittel hinaus steigern, z. B. durch eine verbesserte Bereitstellung von Risikokapazität und -schutz oder durch eine höhere Unabhängigkeit von den Rückversicherungs-/ Retrozessionsmärkten.
Die Allokation von Kapitalressourcen erfolgt grundsätzlich mit der Maßgabe, jene Bereiche auszustatten, die mittelfristig den jeweils höchsten risikoadjustierten Nachsteuerertrag erwarten lassen. Dabei berücksichtigen wir die angestrebte Portfolio-Diversifi zierung und das benötigte Risikokapital sowie die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen. Die Allokation erfolgt anhand des erwarteten Wertschöpfungsbeitrags (IVC), abgeleitet aus abgestimmten Geschäft splänen. Die Talanx AG öff nete sich in den vergangenen Jahren dem Kapitalmarkt, um ihre Finanzkraft schon vor einem Börsengang stärken zu können. Ein folgerichtig weiterer Schritt auf diesem Weg der Kapitalmarktorientierung ist ein IPO mit dem Ziel an der Börse bis zu maximal 49,9 % des stimmberechtigten Aktienkapitals der Talanx AG zu platzieren. Um die Substanzstärkung und die daraus sich ergebenden strategischen Optionen zu maximieren, wird dieser Börsengang über eine Kapitalerhöhung durchgeführt.
Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und weiter zu stärken, streben wir im Talanx-Konzern ein ertragsorientiertes Wachstum unter Berücksichtigung der optimalen segmentalen sowie regionalen Diversifi kation des Portfolios und der risikoadjustierten Rendite an. Die Realisierung erfolgt organisch, durch strategische und ergänzende Akquisitionen sowie Kooperationen.
Unser Ziel ist eine Struktur, die, gemessen am Wertbeitrag der einzelnen Geschäft sbereiche zu dem Gesamtwert des Konzerns nach Minderheiten, sich wie folgt zusammensetzt:
Der Anteil der im Ausland generierten Bruttoprämie aus der Erstversicherung (Industrie und Retail) soll dabei mittelfristig die Hälft e der gesamten Erstversicherungsbruttoprämie betragen.
Angesichts der unterschiedlichen Risikoprofi le unserer Geschäft sfelder setzen wir uns in den volatilen Segmenten ausschließlich Ertragsziele. In weniger risikoexponierten Segmenten defi nieren wir sowohl Ertrags- als auch Umsatzziele.
Die weitergehende Ausgestaltung dieses strategischen Rahmens im Hinblick auf Produkte, Kundengruppen, Vertriebswege und Länder leisten unsere einzelnen Geschäft sbereiche.
Im Talanx-Konzern sehen wir es als unsere nachhaltig zu erfüllenden Kernaufgaben an, unsere Kunden verlässlich zu begleiten, in allen Marktphasen über ausreichend unabhängige Kapazität zu verfügen, neue Märkte zu erschließen sowie die Werthaltigkeit des Konzerns für Anteilseigner langfristig zu sichern und zu erhöhen. Gleichzeitig vergrößert sich das Anforderungsspektrum an die Versicherungskonzerne aus dem regulatorischen Umfeld sowie von Seiten der Kapitalmärkte und Ratingagenturen. Die von diesen internen und externen Einfl ussfaktoren bestimmte Ausgangssituation resultiert für uns in folgenden Zielen:
Diese Ziele verfolgen wir mit unserem ganzheitlichen, integrierten Steuerungssystem, bei dem wir unser Augenmerk besonders auf die vier elementaren Steuerungsprozesse legen, die das Zusammenspiel zwischen der Holding Talanx AG und den Konzernressorts regeln: Kapital-, Performance- und Risikomanagement sowie Mergers & Acquisitions.
Das Kernstück unseres Steuerungsinstrumentariums ist das Performance-Management. Elementar für eine effi ziente Unter nehmens- und Konzernsteuerung sind nach unserer Systematik eine klare, auf die langfristige Sicherung der Un ternehmensexistenz abzielende Strategie und deren konsequente Umsetzung. Fehlsteuerungen sind sehr häufi g in einer unzureichenden Umsetzung der Strategie be gründet; daher legen wir besonderes Augenmerk auf die Prozessschritte, die der konsequenten Ausrichtung des unternehmerischen Handelns an den strategischen Zielen dienen.
Die wesentlichen Schritte der Strategieumsetzung sind die Aufstellung einer strategischen Programmplanung, d. h. das Herunterbrechen der strategischen Ziele in Teilziele, und das nachfolgende Herunterbrechen dieser Teilziele in operative Ziele, die durch konkrete Maßnahmen unterlegt sind.
Performance-Management und Ressortsteuerung basieren auf folgenden Grundprinzipien:
Indem wir unsere Strategie in strukturierten Übersichten messbar darstellen und ihre Umsetzung überwachen, verknüpfen wir mittels der Performance-Metrik unsere strategische Planung mit der operativen Planung.
IVC, xRoCC
Dividende
Risikobudget, CAR
Aus Konzernvorgaben und strategischer Programm planung der Ressorts:
Operative Anforderungen aus Ressorts:
| Finanzperspektive Finanzen |
Markt- und Kundenperspektive Markt/Kunden |
|---|---|
| Interne Perspektive Prozesse |
Lern- und Entwicklungsperspektive Mitarbeiter |
■ IVC – Intrinsic Value Creation
Wertschaffung des Ressorts gemäß wertorientierter Steuerung (als absoluter Betrag)
■ xRoCC – Excess Return on Company's Capital
Wertschaffung des Ressorts gemäß wertorientierter Steuerung (im Verhältnis zum Company's Capital)
Festlegung des zur Verfügung stehenden Risikokapitals pro Ressort
■ Kapitaladäquanz (CAR) Mindestsolvabilität des Ressorts (Verhältnis des vorhandenen Kapitals zum Risk-Based Capital)
Konzernholding und Konzernressorts nutzen eine konsistente Performance-Metrik zur Steuerung der Geschäft e.
Im Rahmen unseres Performance-Managements messen wir die ökonomische Wertsteigerung von der strategischen Planung bis hin zur operativen Steuerung mit unserem zentralen Steuerungsindikator Intrinsic Value Creation (IVC).
Mithilfe des IVC werden die Wertbeiträge des Konzerns auf unterschiedlichen Hierarchieebenen – Konzern-, Ressort- und Gesellschaft sebene – erfasst und konsistent zugeordnet. Der IVC und seine methodische Ableitung bilden die Grundlage, auf der sich die Wertbeiträge der Ressorts sowie der einzelnen operativen Einheiten unter Berücksichtigung ihrer individuellen Charakteristika vergleichbar messen lassen, um wertschöpfende Bereiche zuverlässig aufzudecken. Die Kernsteuerungsgrößen, die operativen Steuerungsgrößen und ihre jeweilige Zielerreichung verschaff en die erforderliche Transparenz, um den Kapital- und Ressourceneinsatz zu optimieren, Chancen und Risiken zu identifi zieren und weiterführende Maßnahmen zu initiieren.
Unser Instrumentarium der wertorientierten Steuerung wurde 2010 fortlaufend verfeinert und im konzernweiten Steuerungsprozess verfestigt. Einen wesentlichen Schwerpunkt bildete die – auch im Zusammenhang mit den einschlägigen Initiativen zur Regelung der Vergütungssysteme im Versicherungsbereich zu sehende – Konzeptionierung für die Operationalisierung der wertorientierten Steuerung auf Ressort-, Gesellschaft s- und Spartenebene. Die methodische Ableitung des IVC – und damit der ökonomischen Wertschaffung – erfolgt unverändert nach dem einheitlichen Grundschema für die Leben-Gesellschaft en und Nicht-Leben-Gesellschaft en. Die Wertschaff ung stellt danach den ökonomischen Periodenerfolg nach Abzug der Kapitalkosten dar.
Der IVC wird auf Basis der spezifi sch unterschiedlichen Kenngrößen für "Leben" und "Nicht-Leben" unterschiedlich berechnet:
Im Bereich Nicht-Leben (d. h. Schaden/Unfallversicherung sowohl in der Erst- als auch in der Rückversicherung) bemisst der IVC die Diff erenz zwischen dem NOPAT (Net Operating Profi t aft er Adjustments and Tax) und den Kapitalkosten für Risk-Based Capital und Excess Capital.
Der NOPAT ist eine ökonomisch aussagefähige, periodengerechte Ergebnis- und Steuerungsgröße. Er setzt sich zusammen aus dem IFRS-Jahresüberschuss nach Steuern und Marktwertadjustierungen, die sich aus der Veränderung der Unterschiedsbeträge zwischen Barwerten und Bilanzansatz ergeben (z. B. Schadenreservediskont, Schaden-Überreserven, nicht ergebniswirksame Marktwertveränderungen).
Die Kapitalkosten bestehen aus den Kosten für das zugewiesene Risk-Based Capital sowie Kosten des Excess Capital. Während das Risk-Based Capital mit dem Talanx-Risikomodell mit einem 99,97-prozentigen Value-at-Risk-Ansatz risikoadäquat auf die ergebnisverantwortlichen Einheiten verteilt wird, er gibt sich das Excess Capital als Unterschiedsbetrag des Risk-Based Capital zum Company's Capital. Die Kosten für das Risk-Based Capital errechnen sich aus folgenden Komponenten: einem risikofreien Basiszins*, friktionalen Kosten** und einer marktadäquaten Risikomarge. Für das Excess Capital werden dagegen nur der risikofreie Zins sowie die friktionalen Kosten angesetzt, da es sich hierbei um nicht im Risiko stehendes Kapital handelt. Auf Basis unserer aktuell gültigen
* Im Zusammenhang mit Risk-Based Capital: ermittelt als dreijähriger Durchschnitt zehnjähriger Swap-Rates
** Opportunitätskosten, die dem Aktionär dadurch entstehen, dass er sein Kapital nicht direkt in den Kapitalmarkt, sondern "auf dem Umweg" über ein Unternehmen investiert und das Kapital im Unternehmen gebunden statt fr ei fungibel ist
Bestimmung der Kapitalkosten ergeben sich für das Risk-Based Capital Opportunitätskosten des Investors, die um 600 Basispunkte über dem risikofreien Zinssatz liegen. Oberhalb dieses Zinssatzes wird Wert geschaff en. Die in unserer Dachstrategie formulierte Zielsetzung einer Eigenkapitalrendite für den Konzern von mindestens 750 Basispunkten über " risikofrei" beinhaltet damit bereits einen nicht unerheblichen Wertschöpfungsanspruch.
Im Bereich Leben (d. h. Personenversicherung sowohl in der Erst- als auch Rückversicherung) bewerten wir die Wertschaffung anhand der Veränderung des Market Consistent Embedded Value (MCEV), die sich in der Größe MCEV Earnings widerspiegelt. Der MCEV ist defi niert als Unternehmenswert, der als diskontierter Ertragsstrom bis zur vollständigen Abwicklung des Bestandsportefeuilles gemessen wird, zuzüglich des Zeitwerts der Eigenmittel unter Berücksichtigung von Kapitalbindungskosten. Den MCEV haben wir als Basis für die wertorientierte Steuerung des Lebensversicherungsgeschäft s gewählt, weil er den im bereits kontrahierten Versicherungsbestand liegenden Wert des Unternehmens aus Sicht des Aktionärs darstellt. Der IVC Leben ergibt sich als Diff erenz zwischen MCEV Earnings und Roll Forward, der den erwarteten Kapitalkosten unter Berücksichtigung der Risikoexponierung im Bereich der Kapitalmarktrisiken entspricht.
Um die vergleichbare Rendite unterschiedlich großer Ge schäft seinheiten oder Geschäft sbereiche zu messen, wird der IVC ins Verhältnis zum jeweils vorhandenen Kapital gesetzt. Auf diese Weise erhalten wir die Kennzahl xRoCC (Excess Return on Company's Capital), die die über den Kapitalkostensatz hinausgehende Rendite für den Aktionär aufzeigt.
Als Holdinggesellschaft betreibt die Talanx AG keine eigene produktbezogene Forschung und Entwicklung. Wir arbeiten aber laufend an der Weiterentwicklung von Methoden und Prozessen, die zur Erfüllung des Geschäft szwecks erforderlich sind, insbesondere im Bereich des Risikomanagements. In den verschiedenen Geschäft sbereichen analysieren wir Entwicklungen wie Demografi e oder Klimawandel und entwickeln auf Märkte und Kunden abgestimmte Produkte.
Das Jahr 2010 stand im Zeichen der globalen konjunkturellen Erholung und der Staatsschuldenkrise. Die Entwicklung verlief weltweit sehr heterogen: Einen deutlichen Aufschwung verzeichneten die Emerging Markets sowie mit diesen über starke Exportbeziehungen verbundene entwickelte Länder, allen voran Deutschland. Dagegen bremsten ausufernde Staatsschulden und entsprechende Sparanstrengungen das Wachstum in einigen Staaten der Euro-Peripherie.
Auslöser für das Auffl ammen der Staatsschuldenkrise waren die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands und die rasche Ausweitung der Risikoaufschläge auch für Spanien, Portugal, Irland und im Jahresverlauf Italien. Die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) verabschiedeten ein Rettungspaket für Griechenland und beschlossen zusätzlich einen aus Kreditzusagen bestehenden Rettungsschirm für gefährdete Euro-Länder. Als erstes Land nahm Irland im November diesen Schirm mit Krediten über 85 Mrd. EUR in Anspruch.
In den USA verharrte die Arbeitslosenquote mit historisch hohen 9,4 % nur 0,5 % unter der von Ende 2009. Lichtblick waren über alle Berichtsperioden hinweg überzeugende Unternehmensgewinne, und so wuchs das Bruttoinlandsprodukt der USA im 3. Quartal 3,2 % gegenüber Vorjahr. Für die Eurozone betrug der Wert 1,9 %. Innerhalb der Eurozone übernahm Deutschland die Rolle der Konjunkturlokomotive und wuchs im Gesamtjahr 3,6 %.
| 2010 1) | 2009 | |
|---|---|---|
| Veränderungen in % gegenüber Vorjahr | ||
| USA | +2,9 | –2,6 |
| Euroraum | +1,7 | –4,0 |
| Deutschland | +3,6 | –4,7 |
| Großbritannien | +1,7 | –4,9 |
| Japan | +4,2 | –6,3 |
1) Quelle: Commerzbank, Economic and Market Monitor, Stand: 17. Januar 2011; 2010: vorläufi ge Werte
Trotz massiv expansiver geldpolitischer Eingriff e der Zentralbanken in den USA und der Eurozone verharrte die Infl ation in beiden Regionen auf gemäßigten Niveaus. Die Teuerungsrate lag in den USA im November 2010 bei 1,1 % im Vergleich zum Vorjahr, in der Eurozone bei 1,9 % und im UK bei 3,3 %. Dort spielten allerdings eine Mehrwertsteuererhöhung und Währungseff ekte eine signifi kante Rolle. Die Kerninfl ation bewegte sich 2010 auf historischen Tiefständen und lag in den USA im November bei 0,8 %, in der Eurozone bei 1,1 % und im UK bei 2,5 %.
Der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar sank von 1,43 USD/EUR bis auf 1,19 USD/EUR. Das Rettungspaket für Griechenland und die spätere Bildung des Rettungsfonds für betroff ene Euro-Länder verschafft en der Gemeinschaft swährung etwas Luft , sodass sie sich zum Jahresende auf 1,34 USD/EUR erholte. Die Entwicklung des Euro zum britischen Pfund verlief fast spiegelbildlich: Von einem Wechselkurs von 0,89 GBP/EUR sank der Kurs im Jahresverlauf bis auf 0,81 GBP/EUR und erholte sich zum Jahresende auf 0,86 GBP/EUR.
Die Zentralbanken der USA und der Eurozone setzten ihre äußerst lockere Geldpolitik 2010 fort. Die US-Notenbank ließ ihren Leitzins unverändert nahe null. Im 3. Quartal be schloss sie, Gelder aus fällig werdenden Papieren in US-Staatsanleihen anzulegen. Im November folgte die Bekanntgabe einer weiteren geldpolitischen Expansion durch den zusätzlichen Erwerb von Staatstiteln. Insgesamt will die amerikanische Zentralbank bis Sommer 2011 den Gegenwert von ca. 900 Mrd. USD ankaufen. Auslöser für diese beispiellosen Maßnahmen war die Sorge vor einem erneuten Abgleiten der US-Wirtschaft in die Rezession.
Auch die Europäische Zentralbank (EZB) blieb 2010 mit dem Fuß auf dem Gaspedal. Der Leitzins wurde unverändert bei 1 % belassen und die Tendergeschäft e voll zugeteilt. Darüber hinaus begann auch die EZB mit dem Ankauf von Staatsanleihen. Dieser Schritt, der ein Novum in der Geschichte der EZB darstellte, wurde mit der temporär eingeschränkten Funktionsfähigkeit der Märkte begründet: Die Geldmenge soll durch diese Maßnahmen nicht ausgedehnt werden, sondern über Gegengeschäft e auf einem konstanten Niveau gehalten werden.
Nach einem ruhigen 1. Quartal mit sich seitwärts entwickelnden Renditen rückte in den Folgemonaten die Verschuldungskrise der Peripherie in den Fokus. Bei den Marktteilnehmern führte das zu einer Flucht in risikoarme Anlageklassen. Davon profi tierte der Markt für Staatsanleihen von AAA-Kernländern, insbesondere Deutschland. Die Risikoaversion der Marktteilnehmer ließ die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in der Eurozone zwischen April und August mehrfach auf Niveaus knapp über 2 % fallen. Parallel dazu kam es zu einer deutlichen Ausweitung der Risikoaufschläge für Euro-Peripherie-Staatsanleihen. In der Folgezeit sorgten umfangreiche Ret tungspakete zwar immer wieder für kurzfristige Marktberuhigungen, die Skepsis der Marktteilnehmer bleibt aber bis heute insgesamt sehr hoch.
Zusammen mit der Implementierung eines Bankenreorganisationsgesetzes in Deutschland Anfang November kam es auch im Marktsegment der Finanzanleihen zu einer deutlichen Ausweitung der Risikoaufschläge. Da sich auf der konjunkturellen Seite insbesondere in Deutschland eine positive Entwicklung abzeichnete, kam es auf der Zinsseite in diesem Zeitraum zu einem deutlichen Anstieg der Renditen. Zehnjährige Bundesanleihen notierten am Jahresende bei knapp unter 3 %. Alle maßgeblichen Euro-Rentenmärkte konnten das Jahr mit einer positiven Performance abschließen.
Die Entwicklung an den Aktienmärkten der entwickelten Länder war 2010 geprägt durch die Staatsschuldenkrise. Auf eine kurze Konsolidierungsphase zu Beginn des Jahres folgte eine Aufwärtsbewegung ab Februar, die bereits zum Anfang des 2. Quartals wegen der aufk eimenden Staatsschuldenproblematik ihr Ende fand. Bis zum Ende des 3. Quartals folgte eine Seitwärtsbewegung. Das Schlussquartal 2010 bot eine Jahresendrally, in der fast alle Indizes neue Hochstände markierten.
Die unterschiedliche konjunkturelle Entwicklung spiegelte sich in den Aktienindizes wider. Die starke Entwicklung der deutschen Wirtschaft übertrug sich auf den DAX, der das Jahr mit einer Performance von +16 % abschloss. Dagegen präsentierte sich der EURO STOXX 50 im Zuge der Staatsschuldenkrise der Eurozonen-Peripheriestaaten im Jahresverlauf schwach und verzeichnete eine negative Performance von –2 %. Der S&P 500 Total Return lag im Vergleich zum Vorjahr mit +14 % vorne.
Während konjunkturelle Sorgen belastend auf die Aktienmärkte wirkten, waren neben der von Zentralbanken nach wie vor reichlich bereitgestellten Liquidität insbesondere überraschend hohe Unternehmensgewinne und eine verstärkte M&A-Aktivität positive Treiber. Auch der erfolgreiche Bankenstresstest zu Beginn der zweiten Jahreshälft e sorgte für Erleichterung.
Die internationalen Versicherungsmärkte standen 2010 im Zeichen der globalen konjunkturellen Erholung, die für die Versicherungsunternehmen eine gute Gelegenheit bot, ihre Kapitalausstattung nach den durch die weltweite Finanz- und Wirtschaft skrise verursachten Einbrüchen wieder aufzustocken. Die insgesamt positive Geschäft sentwicklung wurde jedoch von Störfaktoren wie der Staatsschuldenkrise sowie anhaltenden politischen Krisen in mehreren Regionen der Welt und den damit zusammenhängenden Instabilitäten beeinträchtigt. Eine kontinuierlich wachsende Bedeutung kommt darüber hinaus den seit Jahren zunehmenden Anforderungen der Regulierungsbehörden gegenüber Versicherern und Finanzdienstleistern zu, die ein breites Spektrum an neu zu implementierenden Steuerungs- und Überwachungsprozessen nach sich ziehen. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld stellt weiterhin eine immense Herausforderung für die Er füllbarkeit der teilweise über Jahrzehnte laufenden Versicherungsverträge dar. Trotz der immer noch nicht vollständig abgeebbten Schockwellen der Finanzkrise hat sich die Versicherungsbranche im internationalen Maßstab jedoch auch 2010 als wichtiger Stabilisierungsfaktor erwiesen. Die von ihr bereitgestellten Sicherungs- und Vorsorgekonzepte bildeten wieder einen unverzichtbaren Bestandteil im volkswirtschaft lichen Kreislauf. Als einem der weltweit bedeutendsten Investoren kommt der internationalen Versicherungswirtschaft eine Schlüsselrolle für wachsenden Wohlstand der Privathaus halte und Unternehmen zu. Die Leben-Erstversicherungsmärkte konnten sich 2010 von den Rückschlägen der Finanzkrise weiter erholen, durch die einige Produkte wie die fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung besonders stark in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Die wieder einsetzende Belebung des Neugeschäft s trug dazu bei, dass sich die Prämieneinnahmen weltweit erhöhten. Als dämpfender Faktor für die Profi tabilität der Lebensversicherer wirkten sich dagegen die gesunkenen Renditen im Kapitalanlagebereich aus. In der Lebensrückversicherung erwiesen sich in den Industrieländern die Produkte für Langlebigkeitsrisiken und größere Blocktransaktionen als Wachstumstreiber,
während der Absatz von Produkten zum Schutz bei Tod und Berufsunfähigkeit stagnierte. Der Bedarf an privater Altersvorsorge und Hinterbliebenenabsicherung ist dessen ungeachtet unverändert hoch, da der möglichst frühzeitige und kontinuierliche Aufb au einer kapitalgedeckten privaten Altersvorsorge einen essenziellen Baustein der langfristigen Vermögensvorsorge darstellt.
Auf den Schaden-Erst- und -Rückversicherungsmärkten zeigte sich 2010 ein heterogenes Bild. Zwar konnte der Erstversicherungssektor von einer steigenden Nachfrage infolge der konjunkturellen Aufh ellung profi tieren, dennoch hielt sich das Prämienwachstum – insbesondere in den gesättigten Märkten – in Grenzen. Die Fortdauer der weichen Marktverfassung insbesondere in der Industrie- und Kraft fahrtversicherung hat 2010 zu einer an einem Anstieg der Combined Ratios auf Basis der Geschäft sjahresschäden abzulesenden Verschlechterung der versicherungstechnischen Ergebnisse geführt. Dieses trifft gleichermaßen für den US-amerikanischen wie auch die größeren europäischen Versicherungsmärkte zu. Demgegenüber präsentierten sich die Rückversicherungsmärkte in einer vergleichsweise günstigeren Verfassung. Neben den positiven Abwicklungsergebnissen aus gut gepreisten Vorjahren und einer in weiten Bereichen intakten Zeichnungsdisziplin mit auskömmlichem Ratenniveau wirkte sich dies trotz hoher Großschadenlasten in insgesamt zufriedenstellenden Ergebnissen aus.
Klimatisch wird 2010 als das bisher wärmste Jahr seit Beginn der Messungen vor ca. 160 Jahren in die Statistik eingehen. Mit 950 Naturkatastrophen – davon rund 90 % wetterbedingt – verzeichnete es darüber hinaus die zweithöchste Zahl an Großschadenereignissen seit 1980. Die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenhanges zwischen dem deutlich zu messenden Trend der Erderwärmung und der auf Rekordhöhe gestiegenen Anzahl an Naturkatastrophen wird von Geo- und Risikoforschern mittlerweile als hoch eingeschätzt. Auch die Zahl und Schwere von Erdbeben hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Höhe des volkswirtschaft lichen Gesamtschadens 2010 von ca. 60 auf rund 130 Mrd. USD weltweit an, von denen ca. 37 (2009: 22) Mrd. USD auf versicherte Schäden entfi elen. 2010 war darüber hinaus die nach Zahl und Intensität drittheft igste Hurrikan-Saison der vergangenen 100 Jahre, die jedoch aufgrund der Tatsache, dass die Orkane fast nur auf dem off enen Meer tobten, zu vergleichsweise geringen Versicherungsschäden in der Größenordnung von 150 Mio. USD führte. Die weltweit steigende Besiedlungsdichte und Werteballung, kräft ig wachsende Verkehrs- und Transportaufk ommen und die starke internationale Vernetzung von Gütern und Dienstleistungen schlagen sich in einer immer stärker werdenden Anfälligkeit der Menschen und der Infrastruktur gegenüber Naturkatastrophen und "Manmade"-Großschäden nieder. Trotz der alarmierenden Zahlen kann daher von einem einigermaßen glimpfl ichen Verlauf des Jahres 2010 gesprochen werden.
| 2010 1) | 2009 | |
|---|---|---|
| Veränderungen in % gegenüber Vorjahr | ||
| Schaden- und Unfallversicherung | +0,7 | +0,2 |
| Lebensversicherung/ | ||
| Pensionskassen und -fonds | +6,8 | +7,1 |
| Private Krankenversicherung | +6,0 | +3,8 |
| Gesamt | +4,7 | +4,2 |
1) Vorläufi ge Werte
Mit einem gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht erhöhten Wachstum um gut 4 % hat die deutsche Versicherungswirtschaft ihre positive Beitragsentwicklung der vergangenen Jahre 2010 eindrucksvoll fortgesetzt. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass ein nicht unerheblicher Teil des Wachstums auf das so genannte Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung entfällt. Hierbei handelt es sich um eine Produktgruppe, die zum einen aus Rentenversicherungs- und zum anderen aus so genannten Kapitalisierungsprodukten besteht, bei denen Anleger Kapital zu attraktiven Zinsen "parken" können. Wenngleich eine spürbare Zurückhaltung breiter Käuferschichten – insbesondere in Bezug auf eine langfristige Bindung z. B. für die Altersvorsorge – nicht zu
übersehen war, präsentierte sich die deutsche Versicherungswirtschaft auch ohne den Wachstumseff ekt aus dem Einmal beitragsgeschäft als ausgesprochen stabil. Trotz des be grenzten Wachstumspotenzials aufgrund der hohen Marktsättigung in Deutschland ist die deutsche Versicherungswirtschaft mit ihrem Sicherheitskapital mehr denn je ein verlässlicher Garant für die Abdeckung der vielfältigen Risiken im Privat- wie im Geschäft sleben.
In der deutschen Schaden- und Unfallversicherung hat sich die Geschäft sbelebung – soweit die in den meisten Sparten erreichte Marktsättigung diese zulässt – weiter verstetigt und 2010 zu einem Beitragswachstum von knapp 1 % geführt. Von ausschlaggebender Bedeutung für die Geschäft sentwicklung der gesamten Schaden- und Unfallversicherung ist weiterhin die Kraft fahrtversicherung als größte Einzelsparte. Nachdem in dieser Schlüsselsparte seit etlichen Jahren ein massiver Preiswettbewerb vorherrschte, hat vor dem Hintergrund des nicht mehr auskömmlichen Prämienniveaus nunmehr bei der Mehrzahl der Anbieter ein Umdenken zu größerer kaufmännischer Vernunft eingesetzt, das seinen Niederschlag in entsprechenden Tarifanhebungen im Neugeschäft gefunden hat. Hierin ist ein erster Schritt zu erkennen, um in einem absehbaren Zeitraum den dringend gebotenen Wiederanstieg der – zurzeit noch im Sinken begriff enen – Durchschnittsprämien in der Kraft fahrtversicherung herbeizuführen. Das Wachstum der Kraft fahrtversicherung wurde 2010 vor allem von der Kaskoversicherung generiert, während die Prämien in der Haft pfl ichtversicherung noch leicht rückläufi g waren. Auch in den übrigen Sparten der Schaden- und Unfallversicherung ist für 2010 – mit Ausnahme der Transport- und der Allgemeinen Haft pfl ichtversicherung – von Prämienzuwächsen auszugehen. Das Bild auf der Schadenseite zeigt – verglichen mit den Schadenbelastungen der Vorjahre und auch im Hinblick auf das Beitragswachstum – einen überproportional kräft igen Anstieg, zu dem nicht zuletzt die Großschadenereignisse des Jahres (u. a. der Wintersturm "Xynthia") beitrugen. In den versicherungstechnischen Ergebnissen ist daher von einem Anstieg der kombinierten Schaden-/Kostenquote (Combined Ratio) in der Größenordnung von 1 bis 2 Prozentpunkten auszugehen, der durch die Ergebnisse aus Kapitalanlagen infolge des Niedrigzinsumfeldes nicht kompensiert werden konnte.
Im zweiten Jahr in Folge hat die deutsche Lebensversicherung 2010 ein deutliches Prämienwachstum erzielen können: Mit einer Steigerung um 7 % erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge der deutschen Lebensversicherer (ohne Pensionskassen und Pensionsfonds) 2010 auf rund 87 Mrd. EUR. Ein wesentlicher Anteil dieses erfreulichen Zuwachses geht wie im Vorjahr auf das Konto des Einmalbeitragsgeschäft s, das um rund 30 % auf 26 Mrd. EUR zulegen konnte. Das Einmalbeitragsgeschäft wurde durch das herrschende Umfeld und die Kapitalmarktbedingungen begünstigt. Demnach trafen die zur Anlage zur Verfügung stehenden Mittel auf nur sehr niedrig verzinsliche Angebote bei Bankeinlagen, sodass er hebliche Beträge in die von sofort beginnenden bzw. aufgeschobenen privaten Rentenversicherungen über Riester- und Ba sisrenten bis zu so genannten Kapitalisierungsprodukten reichende Produktpalette der Versicherer investiert wurden. Für Kapitalisierungsprodukte – in der Regel kurzfristige, ta ges geldähnliche Geldanlagen – bestand phasenweise eine überaus lebhaft e Nachfrage, zumindest solange eine überdurchschnittlich attraktive Verzinsung angeboten wurde. Seit dem 4. Quartal 2010 hat sich die Dynamik dieser Form des Einmalbeitragsgeschäft s unter dem Eindruck von Zinssenkungen und der weitgehenden Angebotsbegrenzung auf die Ablaufl eistungen eigener Bestandskunden jedoch deutlich reduziert. Im Gegensatz zum Einmalbeitragsgeschäft hat das Neugeschäft gegen laufende Beitragszahlungen signifi kant nachgelassen, da sich nach dem Schock der Finanzkrise off enbar die Bereitschaft zu längerfristigen Vertragsabschlüssen in der Breite noch nicht wieder etabliert hat. Gleichwohl besteht ein hohes Kundeninteresse an Sicherheit. Dieses Bedürfnis entspricht der Kernkompetenz der deutschen Lebensversicherer, die mit ihrer breiten Produktpalette unterschiedlichste Rendite- und Sicherheitserwartungen abdecken können.
Trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes, das weiterhin eine ernstzunehmende Belastungsprobe für die deut schen Lebensversicherer darstellt, und trotz marktweit sinkender Überschussdeklarationen zugunsten der Versicherungsnehmer gingen die Ablaufl eistungen im gewinnbeteiligten Neu geschäft für Kapitallebens- sowie Rentenversicherungen entweder gar nicht oder nur sehr moderat zurück. Den Ver siche rungsnehmern kam dabei der Umstand zugute, dass die Festlegung des Zinssatzes für die Guthabenverzinsung nur einen von mehreren Faktoren für die Gesamthöhe der Überschussbeteiligung bildet.
Insbesondere im Bereich des internationalen und nationalen Aufsichtsrechts war das Berichtsjahr für den Konzern erneut durch eine große Zahl neuer, teilweise komplexer und auf internationaler Ebene mitunter nicht hinreichend koordinierter Entwicklungen der rechtlichen Rahmenbedingungen geprägt.
Auf europäischer Ebene hat die Europäische Kommission insbesondere ihren Vorschlag zur 2. Omnibusrichtlinie vorangetrieben, in der zum einen weitgehende Solvency-II-Übergangsregelungen enthalten sind und mit der zum anderen als Sammelrichtlinie Änderungen an anderen Richtlinien vorgenommen werden, um diese an die neue EU-Finanzaufsichtsarchitektur anzupassen.
Die neue Europäische Aufsichtsbehörde für Versicherer, die European Insurance and Supervisory Authority (EIOPA) mit Sitz in Frankfurt, hat ihre Tätigkeit am 1. Januar 2011 begonnen. Sie ist Bestandteil des neu implementierten europäischen Systems der Aufsicht über den Finanzsektor (European System of Financial Supervision, ESFS). Dieses System umfasst das European Systemic Risk Board (ESRB), die drei neuen Aufsichtsbehörden EU-Bankenaufsichtsbehörde (EBA), EU-Versicherungsaufsichtsbehörde (EIOPA) sowie die EU-Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA) und schließlich die nationalen Aufsichtsbehörden.
Auch wenn EIOPA wohl grundsätzlich keine Befugnisse für eine operative Aufsicht des Konzerns haben wird, wird ihr Einfl uss auf unser regulatorisches Umfeld wesentlich sein. Zum einen sollen die nationalen Aufsichtsbehörden zukünftig Abweichungen von Empfehlungen der EIOPA gegenüber der EIOPA zu begründen haben. Zum anderen enthält der Vorschlag der 2. Omnibusrichtlinie Ermächtigungen für den Erlass so genannter verbindlicher technischer Standards, auf deren Basis EIOPA bis zum Ende des Jahres 2011 EU-weit ein so genanntes Single Rule Book verabschieden möchte.
Generell ist auch im Berichtsjahr gerade auf internationaler Ebene eine unveränderte Tendenz – beispielsweise des Financial Stability Boards – zu konstatieren, Überlegungen zur Ver meidung von Krisen im Bankenbereich ohne erkennbare Würdigung wesentlicher sachlicher Unterschiede auf den Versicherungsbereich zu übertragen. Der Konzern verfolgt diese Tendenzen aufmerksam und bringt sich in der gebotenen Form in laufende Diskussionen kritisch ein.
Auf nationaler Ebene wurden im Berichtsjahr z. B. die zunächst in Form eines Rundschreibens der BaFin im Dezember 2009 veröff entlichten Anforderungen an Ver gü tungssysteme im Versicherungsbereich durch eine am 13. Oktober 2010 in Kraft getretene Vergütungsverordnung für den Versicherungsbereich ersetzt. Die gesetzliche Grundlage für den Erlass einer derartigen Verordnung hatte 2009 noch gefehlt. Sie wurde im Berichtsjahr in Form des neuen § 64 b Abs. 5 Sätze 1–4 VAG durch den Gesetzgeber geschaff en. Die Verordnung lehnt sich inhaltlich sehr stark an das im vergangenen Berichtsjahr veröff entlichte Rundschreiben der BaFin zu den Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich an. Unverändert verfolgt der Gesetzgeber mit den Vergütungsregeln im Kern das Ziel, Fehlanreize durch unangemessene variable Vergütungsbestandteile zu vermeiden.
Die im Berichtsjahr anhaltende Niedrigzinsphase hat belegt, dass die Regelungen in § 153 Abs. 3 VVG zur Beteiligung von Versicherten an den Bewertungsreserven korrekturbedürft ig sind. Derartige Niedrigzinsphasen führen nach den gegenwärtigen gesetzlichen Regeln im Bereich langfristiger Zinspapiere zu einer Übermaßbeteiligung ausscheidender Versicherungsnehmer, die weder mit Gerechtigkeitsüberlegungen innerhalb des Kollektivs der Versicherungsnehmer noch mit dem Postulat des Erhalts der Risikotragfähigkeit der Lebensversicherer in Einklang zu bringen sind. Der Konzern hat sich im Berichtsjahr in Diskussionen mit dem Gesetzgeber über die dringend gebotene alsbaldige Anpassung der Gesetzeslage aktiv eingebracht.
Der Talanx-Konzern konnte im Jahr 2010 in wichtigen Kenngrößen ein- bis zweistelliges prozentuales Wachstum verzeichnen: bei den gebuchten Bruttoprämien – insbesondere im Ausland –, dem Neugeschäft sowie im Kapitalanlageergebnis. Die gestiegenen Prämien und das verbesserte Kapitalanlageergebnis konnten jedoch den Rückgang im versicherungstechnischen Ergebnis nicht ausgleichen, sodass das EBIT deutlich hinter dem des Vorjahres zurückblieb. Die Gründe sind vielfältiger Natur, liegen aber insbesondere in einer deutlich höheren Risikovorsorge bei deutschen Lebensversicherungsgesellschaft en und im internationalen Privatkundengeschäft , besonders im Hinblick auf künft ige Kapitalmarktmaßnahmen. Trotzdem konnte die Finanzkraft , aus gedrückt in der Solvabilitätsquote, gesteigert werden.
1) Angepasst aufgrund IAS 8 20061) 20071) 20081) 20091) 2010
Wie geplant sind die ersten Schritte der im September 2009 gestarteten Umstrukturierung des Talanx-Konzerns im Erstversicherungsbereich gesellschaft srechtlich abgeschlossen und mit dem Sozialpartner verhandelt. Und sie zeigt erste Erfolge: In Deutschland konnte der Konzern trotz schwieriger Marktbedingungen 2010 im Neugeschäft zulegen. Dass unsere Maßnahmen jetzt schon greifen, zeigt: Wir haben unser erstes Etappenziel beim Konzernumbau erreicht und trotzdem den Markt nicht aus den Augen verloren. Aber am Ziel sind wir noch nicht. Der Schwerpunkt der weiteren Maßnahmen zum Konzernumbau 2011 wird auf der deutschen Privat- und Firmenversicherung liegen. Hier laufen bereits intensive Vorbereitungen, um den Bereich zukunft sfähig aufzustellen. Ziel ist, Geschäft sprozesse und Organisation an den Anforderungen der Kunden und Vertriebspartner auszurichten und zu diesem Zweck Produkt-, Vertriebs- und Servicestrategien spartenübergreifend zu entwickeln.
Überdurchschnittliches organisches Wachstum im Ausland kann der Konzern vor allem aus Lateinamerika berichten, insbesondere aus Brasilien.
Ein weiterer Erfolg gelang der Gruppe durch den Abschluss einer Kooperation mit dem japanischen Lebensversicherungsunternehmen Meiji Yasuda. Dabei emittierte die Talanx AG ein Solvency-II-fähiges Papier mit Pfl ichtwandlung zum Zeitpunkt des geplanten Börsengangs der Talanx AG. Meiji Yasuda Life zeichnete diese Kapitalbeteiligung mit einem Volumen von 300 Mio. EUR; gleichzeitig schlossen beide Unternehmen eine strategische Partnerschaft . Das Zusammenlegen der Kräft e der beiden Partner erhöht die beiderseitigen Chancen beim Eintritt in neue Märkte. Angedacht sind gemeinsame Investitionen in den Schwerpunktländern Polen und Türkei. Zudem verfügt Talanx mit der Sicherung eines institutionellen Ankeraktionärs bereits vor einem Börsengang über eine höhere fi nanzielle Planungssicherheit.
Die gebuchte Bruttoprämie inklusive der Sparbeiträge aus der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung stieg um 9 % auf 22,9 (20,9) Mrd. EUR. Der Zuwachs stammt aus der Rückversicherung sowie aus Privat- und Firmenversicherung International. Überwiegend handelt es sich um organisches Wachstum; Wechselkursänderungen machen 3 Prozentpunkte der Prämiensteigerung aus. Die Anzahl der Verträge im Erstversicherungsgeschäft erhöhte sich um 2 % auf 22,8 (22,4) Mio. Stück; dazu trugen in der Hauptsache die Auslandsgesellschaft en bei.
Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich um 20 % auf 3,2 (2,7) Mrd. EUR. Der Anstieg resultierte aus Verbesserun gen in den Erstversicherungsbereichen – besonders bei Privatund Firmenversicherung Deutschland – und in der Schaden-Rückversicherung. Das EBIT lag bei 1,0 (1,5) Mrd. EUR, was einem Rückgang um 31 % entspricht. Dies ist hauptsächlich bedingt durch einen – insbesondere getrieben durch die höhere Risikovorsorge – schlechteren Verlauf in der deutschen Lebensversicherung sowie eine schlechtere Entwicklung einzelner Gesellschaft en im Bereich Privat- und Firmenversicherung International. Zudem ist nach einer außerordentlich geringen Schadenbelastung im Vorjahr das versicherungstechnische Ergebnis in den Bereichen Indus trie- und Schaden-Rückversicherung rückläufi g. Das versicherungstechnische Ergebnis insgesamt verringert sich – auch wegen der Beteiligung der Versicherungsnehmer an den gestiegenen Kapitalerträgen – um 98 % auf –2,0 (–1,0) Mrd. EUR. Durch steigende Schaden-/Kostenquoten insbesondere in den Bereichen Industrieversicherung sowie Privat- und Firmenversicherung Deutschland erhöhte sich die kombinierte Schaden-/Kostenquote insgesamt: Sie stieg um 4,2 Prozentpunkte auf 100,9 (96,7) %. Auch das übrige Ergebnis liegt unter dem des Vorjahres. Das Konzernergebnis nach Steuern und Minderheits anteilen erreichte 220 (485) Mio. EUR, was einer Eigenkapital rendite von 4,6 (11,8) % auf das im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhe re Konzerneigenkapital entspricht.
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Gebuchte Bruttoprämien | 3.076 | 3.077 |
| Verdiente Prä mien für eigene Rechnung | 1.413 | 1.405 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | –57 | 134 |
| Kapitalanlageergebnis | 231 | 240 |
| EBIT | 185 | 335 |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote | ||
| (netto) 1) in % | 104,1 | 90,5 |
1) Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses
Der Geschäft sbereich Industrieversicherung wird durch die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG geführt. Die Gesellschaft bietet in Deutschland an elf Standorten die volle Palette individueller Kundenbetreuung. Über Tochtergesellschaft en, unselbstständige Niederlassungen in 28 Staaten und Netzwerkpartner ist sie weltweit aktiv.
| HDI-Gerling Industrie Versicherung AG | Deutschland |
|---|---|
| HDI-Gerling Australia Insurance Company Pty. Ltd. | Australien |
| HDI-Gerling Assurances (Belgique) S. A. | Belgien |
| HDI-Gerling de México Seguros S. A. | Mexiko |
| HDI-Gerling Verzekeringen N. V. | Niederlande |
| HDI Versicherung AG | Österreich |
| HDI Seguros S. A. | Spanien |
| HDI-Gerling Insurance of South Africa Ltd. | Südafrika |
| HDI-Gerling America Insurance Company | USA |
Als international tätiger Industrieversicherer begleitet HDI-Gerling Industrie seine Kunden im In- und Ausland mit passgenauen Lösungen, die optimal auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind. Dabei reicht die Leistungspalette von der Haft pfl icht-, Kraft fahrzeug-, Unfall- sowie Feuer- und Sachversicherung bis zu Transport-, Special-Lines- und Technischen Versicherungen. Die Industriekunden in Deutschland und im Ausland profi tieren von jahrzehntelanger Erfahrung in Risikobewertung und im Risk Management, denn komplexe Risiken in Industrie und Mittelstand erfordern einen speziellen Schutz. Mit individuell zugeschnittenen Deckungskonzepten werden umfassende Versicherungslösungen realisiert und bieten damit die komplette Produktpalette zur Absicherung von unternehmerischen Risiken. Ebenso wichtig: Aufgrund langjähriger Erfahrungen und ausgewiesener Expertise verfügt HDI-Gerling über ein professionelles Schadenmanagement, das im Schadenfall weltweit schnellste Hilfe leisten kann.
Die gebuchten Bruttoprämien des Segments Industrieversicherung beliefen sich zum 31. Dezember des Geschäft sjahres auf 3,1 (3,1) Mrd. EUR und konnten somit konstant gehalten werden.
Die Entwicklung verlief in verschiedenen Teilmärkten durchaus unterschiedlich: Während in Deutschland im Bereich Industrie Haft pfl icht in einigen Fällen schadenbedingte Prämienzuwächse für einzelne Verträge durchgesetzt werden konnten, hatten Sparten mit umsatzabhängigen Policen wie Transport noch unter den Folgewirkungen der Wirtschaft skrise zu leiden; Prämiennachverrechnungen und geringere Folgeprämien führten zu Beitragsabrieben. Ein Beitrags zuwachs in Höhe von rund 18 Mio. EUR entfi el auf die Übernahme eines Rechtsschutzportfolios aus dem Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland.
Im Ausland entwickelte sich das Geschäft in den verschiedenen Teilmärkten heterogen: So konnten sich unsere nieder ländische Gesellschaft HDI-Gerling Verzekeringen N. V. (+16 Mio. EUR) und unsere belgische Gesellschaft HDI-Gerling Assurances S.A. (+8 Mio. EUR) in wettbewerbsintensiven
Marktumfeldern gut behaupten und deutliche Prämiensteigerungen verzeichnen. Das Beitragsaufk ommen der österrei chischen Gesellschaft HDI Versicherung AG war mit 192 (193) Mio. EUR leicht rückläufi g. Hier wirkten sich die harten Wettbewerbsbedingungen des lokalen Marktes aus, die insbesondere in der Sparte Kraft fahrt und in den umsatzabhängigen Sparten zu Preissenkungen führten. Die spanische Gesellschaft HDI HANNOVER International España, Cía de Seguros y Reaseguros S.A. zeigte ein um 48 Mio. EUR reduziertes Beitragsvolumen. Das beruht fast ausschließlich auf einer grundlegenden Veränderung in der Ausrichtung der Gesellschaft : Seit Mitte 2009 zeichnet sie kein Neugeschäft mit Privatkunden mehr. Beiträge aus diesem Geschäft – insbesondere in der Kraft fahrtversicherung – waren im Vergleichszeitraum noch ausgewiesen.
Die gebuchten Rückversicherungsprämien im Segment blieben mit 1,7 (1,7) Mrd. EUR stabil. Die verdienten Nettoprämien folgten mit 1,4 (1,4) Mrd. EUR dieser Entwicklung.
Als versicherungstechnisches Nettoergebnis des Segments Industrieversicherung war ein Verlust in Höhe von 57 (Vorjahr: Gewinn in Höhe von 134) Mio. EUR auszuweisen. Die Nettokostenquote betrug 22,1 (21,9) %, die Schadenquote 82,0 (68,6) %, sodass sich eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von 104,1 (90,5) % ergab.
Die versicherungstechnischen Nettoaufwendungen im Segment Industrieversicherung stiegen um deutliche 201 Mio. EUR auf 1,5 (1,3) Mrd. EUR an. Wesentlich getrieben wird diese Entwicklung durch die über alle Marktsegmente hinweg gestiegenen Geschäft sjahresschadenaufwendungen, die jedoch mit einem auff ällig günstig verlaufenen Vorjahr zu vergleichen sind. Außerdem wurden im Geschäft sjahr umfängliche Verstärkungen der Schadenrückstellung vorgenommen, insbesondere für Altschäden in der Sparte Betriebshaft pfl icht.
Die Rückversicherungsanteile an den Aufwendungen für Versicherungsleistungen verblieben trotz des Anstiegs der Bruttoaufwendungen mit 0,9 (0,9) Mrd. EUR auf dem Niveau des Vergleichszeitraums. Zum einen wurden die Rückversicherer unterproportional an den genannten Verstärkungen beteiligt. Zum anderen wurden im Zusammenhang mit der
im letzten Jahr abgelösten Rückversicherungsbeziehung mit Global Re Rückversicherungsanteile an den Schadenreserven in Höhe von rund 13 Mio. EUR aufgelöst. Im Geschäft sjahr wurde zudem in Deutschland in der Sparte Kraft fahrt ein größerer Rückversicherungs-Quotenvertrag abgelöst, was die Ausbuchung der zugehörigen Rückanteile in Höhe von rund 28 Mio. EUR zur Folge hatte, die die Entlastung aus Rückversicherung entsprechend minderten.
Die Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen sanken brutto um 9 % auf 568 (622) Mio. EUR, was durch die HDI-Gerling In dustrie Versicherung AG (Rückgang um 43 Mio. EUR) und die HDI HANNOVER International España (Rückgang um 16 Mio. EUR) bedingt war. Die Verbesserung bei der größten Segmentgesellschaft HDI-Gerling Industrie Versicherung (HG-I) kam durch die höhere Provisionsabgrenzung zustande. Die gesunkenen Abschluss- und Verwaltungsaufwendun gen der spanischen Gesellschaft sind durch das verringerte Ge schäftsvolumen zu erklären. Die Verminderung der Rück anteile an den Aufwendungen für Abschluss- und Verwal tungskosten um 59 Mio. EUR führte zu einer leichten Über kompensierung der positiven Entwicklung der Bruttoaufwendungen, sodass die Nettoaufwendungen sich mit 312 (307) Mio. EUR kaum ver änderten.
Das Ergebnis aus Kapitalanlagen wies eine leichte Minde rung um 4 % auf 231 (240) Mio. EUR aus. Ausschlaggebend ist der Rückgang des Kapitalanlageergebnisses der HG-I um 17 Mio. EUR auf 195 (212) Mio. EUR. Dies ist durch im Vergleich geringere Gewinne aus der Veräußerung von Kapitalanlagen bedingt; im Vorjahr waren durch die Veräußerung von Aktienfonds in größerem Umfang erhebliche Gewinne erzielt worden. Die anderen Gesellschaften des Segments konnten na he zu durchgehend leicht bis deutlich gesteigerte Kapitalanlageergebnisse ausweisen. Der Einfl uss der Finanzkrise war im Geschäft sjahr kaum noch spürbar.
Das übrige Ergebnis verbesserte sich auf 11 (–39) Mio. EUR. Maßgeblich für die Veränderung war auch hier die HG-I, deren sonstiges Ergebnis im Vor- wie im Geschäft sjahr von Sondereinfl üssen geprägt war. Im Vorjahr waren Erträge aus der Rücknahme von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen Rückversicherer in Höhe von 58 Mio. EUR erfasst. Sie wurden jedoch nahezu ausgeglichen von gegenläufi gen Aufwendungen aus der Ausbuchung eines Aktivwerts, der aus der Übernahmebilanz des größten Sachträgers der GerlingGruppe stammte und eine Gegenposition zu den mit den Bilanzwerten im Zeitpunkt des Erwerbs übernommenen Schadenreserven darstellte. Im Weiteren waren Wertberichtigungen auf Rückversicherungsforderungen in Höhe von rund 30 Mio. EUR vorgenommen worden. Im Geschäft sjahr konnten sonstige Rückstellungen in signifi kantem Umfang aufgelöst werden, sodass sich das übrige Ergebnis der HG-I auf 28 (–7) Mio. EUR verbesserte.
Das operative Ergebnis des Segments Industrieversicherung lag bei 185 (335) Mio. EUR und verminderte sich somit um 45 %. Wesentlich für den Ergebnisrückgang war die Entwicklung des versicherungstechnischen Ergebnisses aufgrund der gestiegenen Schadenaufwendungen, die durch die Verbesserung des sonstigen Ergebnisses bei einem stabilen Kapitalanlageergebnis nicht kompensiert werden konnten.
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Gebuchte Bruttoprämien | 6.823 | 6.614 |
| Verdiente Prä mien für eigene Rechnung | 5.507 | 5.158 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | –1.631 | –945 |
| Kapitalanlageergebnis | 1.577 | 1.207 |
| EBIT | –44 | 209 |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote | ||
| (netto) 1) in % | 104,2 | 99,2 |
1) Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses
Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutsch land bündelt das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft von HDI-Gerling sowie sämtliche deutsche Bancassurance-Aktivitäten und bietet für inländische Privat- und Firmenkunden den für sie passenden Versicherungsschutz. Im Bereich der Lebensversicherung ist der Geschäft sbereich überdies grenzüberschreitend in Österreich tätig. Der Name der neuen Geschäft sbereichsgesellschaft lautet seit Dezember 2010 Talanx Deutschland AG. Die Leistungspalette reicht von den Sachversicherungen über alle Sparten der Altersvorsorge bis hin zu Komplettlösungen für kleine und mittelständische Unternehmen sowie freie Berufe. Dabei stehen jegliche Vertriebskanäle zur Verfügung – sowohl eine eigene Ausschließlichkeitsorganisation als auch der Vertrieb über unabhängige Vermittler und Mehrfachagenten, der Direktvertrieb sowie die Bankkooperationen.
Die funktionale Organisation sichert klare Verantwortlichkeiten und legt die Grundlagen für die Arbeit über bisherige Spartengrenzen der Sach- und Lebensversicherungen hinweg. Dieser spartenübergreifende Blick ist eine wichtige Voraussetzung für Verbesserungen der Prozesse und Serviceleistungen zum Vorteil der Kunden.
| HDI-Gerling Lebensversicherung AG |
|---|
| HDI-Gerling Pensionskasse AG |
| HDI Direkt Versicherung AG |
| HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG |
| HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG |
| neue leben Lebensversicherung AG |
| PB Lebensversicherung AG |
| PBV Lebensversicherung AG |
| TARGO Lebensversicherung AG |
| TARGO Versicherung AG |
Die gebuchten Bruttoprämien im Konzernsegment Privatund Firmenversicherung Deutschland – einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen – erhöhten sich im Geschäft sjahr um 3 % auf 6,8 (6,6) Mrd. EUR.
Die gebuchten Bruttoprämien unserer Sachversicherungsprodukte verringerten sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 3 % auf 1,5 (1,5) Mrd. EUR. Bereinigt um den Eff ekt aus der Übertragung des Industrieportfolios der HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG auf das neue Segment Industrieversicherung betrug der Rückgang noch 1,5 %, wobei er in der bedeutendsten Sachversicherungsparte Kraft fahrt lediglich bei 0,3 % lag.
Im Bereich der Lebensversicherungsprodukte konnten die gebuchten Bruttobeiträge einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen im Berichtszeitraum um 5 % auf 5,4 (5,1) Mrd. EUR gesteigert werden. Dieser Anstieg wurde überwiegend von der besonders positiven Entwicklung im Einmalbeitragsgeschäft bei der Targo Lebensversicherung AG, der PBV Lebensversicherung AG und der neue leben Lebensversicherung AG getragen, die ihre Bruttobeiträge zusammen um 277 Mio. EUR verbesserten. Bei den mit Wirkung zum 1. Oktober 2010 verschmolzenen Gesellschaft en HDI-Gerling Lebensversicherung AG und ASPECTA Lebensversicherung AG wurden – wie im Vorjahr – insgesamt Bruttobeiträge von 2,5 Mrd. EUR erzielt. Hier konnten Prämienabriebe vor allem aus dem Bestand gegen laufenden Beitrag der früheren ASPECTA Lebensversicherung AG durch höheres Neugeschäft gegen Einmalbeitrag kompensiert werden. Insgesamt betrachtet, ist somit die positive Entwicklung bei unseren Lebensversicherungsprodukten – analog zur Marktentwicklung – bei rückläufi gen laufenden Prämien auf deutlich gestiegenes Einmalbeitragsgeschäft zurückzuführen, wobei unsere Gruppe keine Kapitalisierungsprodukte vertreibt. Bei der PB Lebensversicherung AG, die nur noch Kreditlebensgeschäft neu zeichnet, kam es zu einem Beitragsrückgang von 11 Mio. EUR. Gemessen in der international verwendeten Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE) erhöhte sich das Neugeschäft der Lebensversicherer auf 515 (462) Mio. EUR und lag damit um 11 % über dem Vorjahr.
Vor allem die Erhöhung der Einmalbeiträge bei rückläufi gen rückversicherten laufenden Prämien führte zu einem Anstieg der Selbstbehaltsquote im Gesamtsegment von 89,2 % auf 92,6 %.
Das versicherungstechnische Ergebnis ging insgesamt deutlich um 73 % auf –1,6 (–0,9) Mrd. EUR zurück. Es enthält unter anderem die Aufzinsung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten (Zuführung zur Deckungsrückstellung) und die Beteiligung unserer Versicherungsnehmer an dem im Berichtsjahr kapitalmarktbedingt gestiegenen Kapitalanlageergebnis (RfB-Zuführung). Die Erträge, die diesen Aufwendungen gegenüberstehen, werden hingegen im Kapitalanlageergebnis ausgewiesen, sodass das versicherungstechnische Ergebnis negativ ausfällt.
Das versicherungstechnische Ergebnis des Segments wurde zu über 9/10 von den Lebensversicherungsprodukten be stimmt: Hier verringerte es sich gegenüber dem Vorjahr um 65 % auf –1,6 (–1,0) Mrd. EUR. Gründe lagen einerseits in der gegenüber dem Vorjahr positiven Kapitalmarktentwicklung, aber auch in verschiedenen Sonderbelastungen. So wurden anlässlich der rückwirkenden Verschmelzung der ASPECTA auf die HDI-Gerling Lebensversicherung AG Rückversicherungsverträge abgelöst, was – soweit sie nicht durch
Zuschüsse der Obergesellschaft ausgeglichen wurden – zu einer vorgezogenen bilanziellen Belastung im Berichtszeitraum führte. Zudem ergaben sich Belastungen aus der Wertanpassung verschiedener lebensversicherungstechnischer Bilanzposten insbesondere als Ergebnis der Kapitalmarktentwicklung und veränderter Kostenstrukturen bzw. damit einhergehender niedrigerer Bestandsdeckungsbeiträge. Zur Ergebnisentwick lung unserer Lebensversicherer trugen darüber hinaus Abschreibungen auf aktivierte Abschlusskosten und Versicherungsbestände maßgeblich bei. Ursächlich ist im Wesentlichen die Kapitalmarktentwicklung des Berichtsjahres, die Anpassungen der Annahmen zur Prognose zukün ft iger Gewinnverläufe erforderte. Bei den Sachversicherungsprodukten sank das versicherungstechnische Ergebnis vor allem aufgrund des Schadenverlaufs von 12 Mio. EUR auf –56 Mio. EUR. Ursache für diese Entwicklung war neben einem günstigen Schadenverlauf im Vorjahr der Zuwachs im Kraft fahrtgeschäft bei geringeren Durchschnittsbeträgen. Ferner mussten die Schadenrückstellungen verstärkt werden. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote bei den Sachversicherungen betrug 104,2 (99,2) %.
Das Kapitalanlageergebnis stieg deutlich um 370 Mio. EUR (+31 %) auf 1,6 Mrd. EUR. Dieser Anstieg wurde getragen von einem gegenüber dem Vorjahr stark verbesserten außerordentlichen Ergebnis. Während das Vorjahresergebnis noch durch Abschreibungen auf Kapitalanlagen und Veräuße rungsverluste im Zusammenhang mit der Finanzkrise be lastet wurde, prägten im Berichtsjahr Veräußerungsgewinne aus Aktienfonds das außerordentliche Ergebnis. Vom gesamten Kapitalanlageergebnis sind 1,5 (1,1) Mrd. EUR zum weit überwiegenden Teil anteilig den Lebensversicherungsnehmern gutzuschreiben.
Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich auf –44 (+209) Mio. EUR. Das gestiegene Kapitalanlageergebnis konnte die deutliche Reduktion des versicherungstechnischen Ergebnisses nicht kompensieren. Das EBIT wurde durch den Rückgang bei der HDI-Gerling Lebensversicherung AG (inklusive ASPECTA Le bensversicherung AG) stark beeinfl usst, aber vor allem durch Abschreibungen der abgegrenzten Abschlusskosten bei der PBV Lebensversicherung AG, schadenbedingte Aufwendungen bei der HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG und Kostenbelastungen aufgrund der Neuordnung der Vertriebsgesellschaft en.
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Gebuchte Bruttoprämien | 2.233 | 1.827 |
| Verdiente Prä mien für eigene Rechnung | 1.742 | 1.403 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | –136 | –99 |
| Kapitalanlageergebnis | 151 | 121 |
| EBIT | 27 | –42 |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote | ||
| (netto) 1) in % | 105,2 | 102,5 |
1) Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses
Das Konzernsegment Privat- und Firmenversicherung International bündelt die Aktivitäten der Privat- und Firmenkunden-Gesellschaft en in der Sachversicherung, der Lebensversicherung und der Bancassurance im Ausland und ist in 12 Ländern mit über 8 Millionen Kunden präsent. Das Segment wird durch die Talanx International AG (ehemals HDI-Gerling International Holding AG) geführt.
In diesem Geschäft sbereich bieten wir Privat- und Firmenkunden im Ausland einen umfangreichen Versicherungsschutz nach Maß. Die Produktpalette umfasst unter anderem Kfz-Versicherung, Schaden- und Unfallversicherung, Transport- und Feuerversicherung sowie Angebote der Le bensversicherung. Dabei bilden das erfahrene und kompetente Management sowie das hohe versicherungstechnische Fachwissen der Mitarbeiter vor Ort das Rückgrat der Talanx-International-Gruppe. Durch die Nutzung des lokalen branchenspezifi schen Know-hows und die Präsenz durch ein ausgebautes Vertriebsnetz sind wir in der Lage, die spezifi schen Anforderungen unserer Kunden im Ausland zu erkennen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.
Das Auslandsgeschäft wird zu einem großen Anteil über Makler und Agenten betrieben. Darüber hinaus nutzen viele unserer Gesellschaft en auch den Post- und Bankenkanal als Vertriebsweg.
| HDI Seguros S. A. | Brasilien |
|---|---|
| HDI Zastrahovane AD | Bulgarien |
| HDI Seguros S. A. | Chile |
| HDI Assicurazioni S. p. A. | Italien |
| InChiaro Assicurazioni S. p. A | Italien |
| HDI Seguros S. A. | Mexiko |
| HDI-Gerling Zycie TU S. A. | Polen |
| HDI Asekuracja TU S. A. | Polen |
| OOO Strakhovaya Kompaniya | |
| "HDI Strakhovannie" 1) | Russland |
| OOO Strakhovaya Kompaniya "CiV Life" | Russland |
| CiV Hayat Sigorta A. Ş. | Türkei |
| HDI Sigorta A. Ş. | Türkei |
| HDI Strakhuvannya | Ukraine |
| Magyar Posta Biztosító Zrt. | Ungarn |
| Magyar Posta Életbiztosító Zrt. | Ungarn |
1) Seit dem 3. Quartal 2010; zeichnet Geschäft erst ab 2011. Die Gesellschaft soll künft ig das Produktportfolio der CiV Life um Schaden-/Unfallprodukte ergänzen
Ergänzend zu den allgemeinen Aussagen über die internationalen Versicherungsmärkte ( Seiten 38 f.) lässt sich zu unseren umsatzstärksten Märkten in diesem Segment – Brasilien, Italien und Polen – hinzufügen: Brasilien hat sich sehr schnell von der globalen Wirtschaft s- und Finanzmarktkrise erholt. Bereits seit dem 2. Quartal 2009 verzeichnet die Wirtschaft sleistung wieder positive Wachstumsraten. Um einer Überhitzung der brasilianischen Volkswirtschaft entgegenzuwirken, wurden im Laufe des Jahres 2010 Ausgabenkürzungen angekündigt und der Leitzins erhöht. Auf diesem Markt sind wir insbesondere in der Kraft fahrtversicherung tätig, die pa rallel zu der positiven Wirtschaft sentwicklung weiteres Wachstum erwarten lässt. Polens Wirtschaft sleistung verzeichnete bereits seit 2009 zwar ein abgeschwächtes, aber immer noch positives Wachstum trotz der globalen Wirtschaft s- und Finanzmarktkrise. Diese Entwicklungen lassen auch für den Versicherungsmarkt weiteres Wachstum vermuten. In Polen sind wir neben der Kraft fahrtversicherung in weiteren Sparten wie der Haft pfl icht- und allgemeinen Sachversicherung sowie dem Bereich Lebensversicherung tätig. Das Berichtsjahr, insbesondere die erste Jahreshälft e, war stark gezeichnet von dem Hochwasser an Oder und Weichsel. Auf dem italienischen Markt sind wir sowohl im Lebensversicherungsmarkt als auch im Bereich der Sachversicherung – vornehmlich Kraft fahrtversicherung – tätig. In der Kraft fahrtversicherung verzeichnete die Gesellschaft nach mehreren Jahren des hohen Wettbewerbs- und Preisdrucks ab 2010 erste Anzeichen von Ratenerhöhungen.
Die gebuchten Bruttoprämien des Segments stiegen um 22 % gegenüber der Vergleichsperiode auf 2,2 (1,8) Mrd. EUR; währungskursbereinigt ergibt sich ein Wachstum von 13 %.
Das Wachstum bei den Sachversicherungsprodukten (+32 %) resultiert zum Teil aus Währungskurseff ekten. Um diese be reinigt ergibt sich im Sachbereich ein Prämienwachstum von 19 % gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere die Wechselkurse für die brasilianische, polnische, türkische und mexikanische Währung haben sich verstärkt. Während bei der brasilianischen HDI Seguros aufgrund ihrer starken Marktposition im Land das Prämienwachstum in Lokalwährung bereits 21 % beträgt, ergibt sich nach Euro-Umrechnung sogar ein Wachstum von 45 %. Ähnlich verhält es sich bei der polnischen Gesellschaft HDI Asekuracja, auf welche im 2. Quar tal 2010 rückwirkend zum 1. Januar 2010 die HDI-Gerling Polska verschmolzen wurde. In Lokalwährung betrug das Prämienwachstum gegenüber dem Vorjahr (unter Betrachtung der summierten Prämieneinnahmen der damals noch zwei Ge sellschaft en) 5 %, nach der Euro-Umrechnung ergibt sich ein Anstieg von 13 %. Auch die türkische HDI Sigorta konnte mithilfe verstärkter Marketingaktivitäten und der Eröff nung neuer Agenturen ihr Prämienvolumen schon in Lokalwährung um 28 % steigern, nach Euro-Umrechnung ergibt sich aufgrund der günstigen Wechselkursentwicklung sogar ein Anstieg von 38 %. Der Beitrag von HDI Seguros Mexiko, welche zum 4. Quartal 2009 zur Gruppe hinzukam und damit in der Vergleichsperiode nur anteilig enthalten war, belief sich auf 62 Mio. EUR.
Das Neugeschäft in unserem internationalen Sachversicherungsgeschäft konnte im Geschäft sjahr 2010 – gemessen in Verträgen – gesteigert werden. Wesentlicher Treiber war hier die Sparte Kraft fahrt, die im Bestand ca. 4,3 (4,1) Mio. von insgesamt rund 7,8 (7,2) Mio. Verträgen ausmacht.
Im abgelaufenen Geschäft sjahr erreichte die italienische Ge sellschaft HDI Assicurazioni ein Prämienvolumen im Bereich der Lebensversicherungen von 325 Mio. EUR und lag damit um etwas mehr als 9 % unter dem Vorjahresniveau. Der wesentliche Treiber aus dem vergangenen Geschäft sjahr war eine staatlich eingeführte Steueramnestie, durch welche hohe Einmalbeiträge für die Kapitalanlage zur Verfügung standen und auch Lebensversicherungspolicen als eine attrak tive Investmentalternative daran partizipieren konnten. Dieser Trend aus 2009 hat sich 2010 zwar weiter fortgesetzt, allerdings nicht in dem gleichen Ausmaß. Gleichzeitig konnte die Gesellschaft im Verkauf von Sachprodukten (insbesondere in Motor Haft pfl icht) aufgrund einer gestiegenen Durchschnittsprämie) einen Zuwachs von rund 9 % verzeichnen, sodass ihr Prämienvolumen insgesamt stabil bleibt.
Die im Rahmen der Konzernumstrukturierung von der Proactiv Holding AG auf die Talanx International Holding AG übertragenen Auslandsgesellschaft en leisteten ebenfalls einen Beitrag zum Prämienwachstum. So steigerte beispielsweise unsere ungarische Lebensversicherungsgesellschaft dank ihrer erfolgreichen Vertriebs- und Marketingaktivitäten ihren Umsatz um 11 % von 92 auf 103 Mio. EUR. Ein ähnliches Wachstum verzeichneten auch die Gesellschaft en in Russland und der Türkei. Auch wenn sie gemessen am Gesamtvolumen noch von untergeordneter Bedeutung sind, so zählen sie zu den am schnellsten wachsenden Gesellschaft en in ihren Märkten. Unsere russische CiV Life konnte ihre Prämieneinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um rund 56 % steigern, unsere türkische CiV Hayat mithilfe erfolgreicher Vertriebsaktivitäten wie z. B. intensivem Coaching sowie modifi zierter Produkte sogar um rund 102 %. Auch die polnische HDI-Gerling Zycie konnte ihr Prämienvolumen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln, insbesondere im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherungen, aufgrund einer neuen Kooperation mit der polnischen BRE-Bank ab der Jahresmitte.
Bezogen auf das APE verringerte sich das Neugeschäft im in ter nationalen Lebensversicherungsgeschäft auf 128 Mio. EUR und lag damit 4 % unter dem Vorjahreszeitraum. Das APE teilt sich insbesondere auf Kapitalversicherungen und fondsgebun dene sowie nicht fondsgebundene Produkte auf.
Die Selbstbehaltquote des Segments lag mit 90,0 % um 4,4 Prozentpunkte höher als zum Jahresende 2009; Einfl uss hatte hierbei die im nächsten Abschnitt beschriebene Aufh ebung eines Quoten-Rückversicherungsvertrags in der Kraft fahrt-Sparte bei der türkischen HDI Sigorta, deren Selbstbehalt sich dadurch von 55,8 % auf 85,7 % erhöhte.
Die kombinierte Schaden-/Kostenquote bei den internationalen Sachversicherungen lag bei 105,2 (102,5) %, wofür zum einen die überdurchschnittliche Schadenbelastung aus dem 1. Halbjahr des Geschäft sjahres ursächlich war. Hierzu zählen insbesondere die Flut- und Winterschäden, die das Ergebnis der polnischen HDI Asekuracja stark belasteten. Aus Änderungen in der Rückversicherungsstruktur der Kraft fahrt-Sparte bei dieser Gesellschaft sank der Anteil des Rückversicherers an den Schadenzahlungen, was zu erhöhten Netto-Schadenaufwendungen führte. Das versicherungstechnische Ergebnis der Gesellschaft sank daher auf –28 (–3) Mio. EUR. Ebenso wirkte sich das Erdbeben in Chile von Ende Februar 2010 negativ auf die Schadenbelastung der chilenischen HDI Seguros aus. Bei der türkischen HDI Sigorta erforderten Änderungen im lokalen Aufsichtsrecht die Kündigung eines mehrjährigen Quoten-Rückversicherungsvertrags in der Kraft fahrt-Sparte. Der Eff ekt aus der Aufh ebung dieses Vertrags ist haupt ursächlich dafür, dass die Gesellschaft trotz Wachstums das Berichtsjahr mit einem versicherungstechnischen Verlust von –52 (–12) Mio. EUR abschloss. Die Entwicklung des versicherungstechnischen Ergebnisses im Segment von –99 auf –136 Mio. EUR wurde somit vor allem von den Gesellschaft en HDI Sigorta und HDI Asekuracja geprägt. Zudem wurden bei einigen Gesellschaft en der Gruppe auf Basis eines jährlich erstellten, externen Schadenreservegutachtens Verstärkungen der Schadenrückstellungen durchgeführt.
Im abgelaufenen Geschäft sjahr wurde aufgrund der strategischen Neuausrichtung des Konzerns das Neugeschäft bei den Gesellschaft en ASPECTA Liechtenstein sowie ASPECTA Luxemburg bis auf Weiteres eingestellt und beide Gesellschaft en in die Abwicklung gegeben, wodurch sich insgesamt aus beiden Gesellschaft en ein negatives versicherungstechnisches Ergebnis von –21 Mio. EUR ergab. Dagegen konnte unsere brasilianische Gesellschaft den erzielten versicherungstechnischen Gewinn von 1 Mio. EUR auf 13 Mio. EUR steigern.
Im Geschäft sjahr 2010 konnte im Segment Privat- und Firmenversicherung International ein Kapitalanlageergebnis von 151 Mio. EUR erzielt werden, was einer Steigerung von 24 % gegenüber der Vergleichsperiode entspricht, in der die Kapitalanlageergebnisse der Gesellschaft en noch stark von den Auswirkungen der Finanzkrise betroff en waren. Den gestiegenen realisierten Gewinnen aus dem Verkauf von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren standen zum Jahresende 2010 deutlich geringere realisierte Verluste gegenüber als im Vorjahr. So waren beispielsweise bei der italienischen HDI Assicurazioni zum Jahresende 2009 noch Abschreibungen auf Kapitalanlagen in Höhe von 14 Mio. EUR enthalten; 2010 beliefen sie sich auf 8 Mio. EUR. Zusätzlich beeinfl usste das in einigen wenigen Ländern wieder leicht steigende Zinsniveau das ordentliche Kapitalanlageergebnis positiv. So konnte die brasilianische HDI Seguros mit einem Kapitalanlageergebnis von 39 (25) Mio. EUR eine Steigerung gegenüber der Vergleichsperiode von 55 % realisieren.
In der Berichtsperiode wies das Segment Privat- und Firmen versicherung International ein EBIT in Höhe von 27 (–42) Mio. EUR aus. Es wurde durch eine Abschreibung auf den Goodwill für unsere mexikanische Tochtergesellschaft belastet.
| 2010 | 2009 | 2006 1) | ||
|---|---|---|---|---|
| 6.340 | 5.753 | 4.997 | 5.611 | 7.143 |
| 5.638 | ||||
| 78 | 136 | 200 | 16 | 79 |
| 779 | 610 | 47 | 863 | 925 |
| 909 | 760 | 122 | 902 | 813 |
| 98,2 | ||||
| 5.395 | 5.237 | 4.287 | 2008 1) 2007 1), 2) 4.631 98,3 96,7 95,0 98,8 |
1) Aufgrund veränderter Segmentzuordnung nur eingeschränkt vergleichbar
2) Angepasst aufgrund IAS 8
3) Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses
Die Schaden-Rückversicherung wird im Talanx-Konzern zum größten Teil von der Hannover Rück-Gruppe betrieben. Die Hannover Rück unterhält Rückversicherungsbeziehungen mit über 5.000 Versicherungsgesellschaft en in rund 150 Ländern, ihre Infrastruktur besteht aus über 100 Tochter- und Beteiligungsgesellschaft en, Niederlassungen und Repräsentanzen in rund 20 Ländern. Sie beschäft igt rund 2.200 Mitarbeiter.
In der Schaden-Rückversicherung verfolgen wir keine Wachstumsziele, sondern beobachten den Ratenverlauf genau: Wenn sich die Ratensituation positiv darstellt, weiten wir unser Geschäft aus, wenn sich die Preissituation nicht risikoadäquat zeigt, reduzieren wir es.
Die bei den Vertragserneuerungen zum 1. Januar 2010 prognostizierten Erwartungen haben sich im Jahresverlauf bestätigt: Die Preise blieben im Wesentlichen stabil; in schadenfreien Segmenten gaben sie allerdings leicht nach. Dort, wo es 2009 größere Schäden gab, wie beispielsweise in der Luft fahrtversicherung oder in der Kredit- und Kautionsrückversicherung, waren auch Ratensteigerungen zu verzeichnen. Dass die Preise auf überwiegend stabilem Niveau verblieben, ist auch Ausdruck der Zeichnungsdisziplin unter den Rückversicherern. Da aufgrund des niedrigen Zinsniveaus geringere Renditen aus den Kapitalanlagen zu erzielen waren, blieb das Hauptaugenmerk verstärkt auf das versicherungstechnische Ergebnis gerichtet. Dieses stand auch während der unterjährigen Vertragserneuerungsrunden im Fokus.
Im Rahmen unserer Erwartungen lag die Vertragserneuerung in Nordamerika, wenngleich das Ratenniveau in vielen Bereichen nicht ausreichend war. Bei der Übernahme zusätzlicher Risiken waren wir daher zurückhaltend. Im Kredit- und Kautionsgeschäft konnten wir trotz einer zunehmenden Kapazität im Markt nochmals deutlich verbesserte Konditionen realisieren und unsere Marktposition ausbauen. Im weltweiten Katastrophengeschäft gingen die Preise für Rückversicherungsdeckungen – aufgrund des relativ ruhigen Großschadenverlaufs 2009 sowie einer verbesserten Kapitalbasis der Erstversicherer – wie erwartet zurück. Besonders deutlich waren die Ratenreduzierungen in den USA; bei schadenbelasteten Programmen in einigen Regionen waren allerdings auch Preissteigerungen durchsetzbar. Insgesamt boten sich sehr gute Chancen, profi tables Geschäft zu generieren und den Marktanteil auszuweiten. Im Fokus der Aktivitäten lagen
die Märkte China, Zentral- und Osteuropa, die fakultative Rückversicherung und die landwirtschaft lichen Risiken. Auch im britischen Markt konnte die Hannover Rück ihre Position ausbauen.
Wie prognostiziert stieg das Bruttoprämienvolumen für unser Geschäft sfeld Schaden-Rückversicherung an, und zwar um 10 % auf 6,3 (5,8) Mrd. EUR. Bei konstanten Währungskursen, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, hätte das Wachstum 7 % betragen. Der Selbstbehalt reduzierte sich von 94,1 auf 88,9 %. Die verdiente Nettoprämie stieg um 3 % auf 5,4 (5,2) Mrd. EUR.
Auch wenn die Hurrikan-Saison in Nord- und Mittelamerika im Berichtsjahr erneut sehr moderat verlaufen ist und wir hieraus keine Belastungen zu verzeichnen hatten, so war die Großschadensituation 2010 doch außergewöhnlich angespannt. Insgesamt betrug die Netto-Großschadenbelastung für die Hannover Rück im Berichtsjahr 662 (240) Mio. EUR und lag damit über dem Erwartungswert von 500 Mio. EUR. Vor diesem Hintergrund stieg die kombinierte Schaden-/ Kostenquote auf 98,3 (96,7) %. Größtes Schadenereignis mit 182 Mio. EUR war im Berichtsjahr das schwere Erdbeben in Chile. Das verheerende Erdbeben in Haiti führte angesichts geringerer versicherter Werte dagegen zu einer etwas moderateren Schadensumme von 27 Mio. EUR. Auch in Europa verzeichneten wir im Berichtsjahr eine Reihe von Naturkatastrophen, so z. B. mehrere Flutereignisse, und mit "Xynthia" auch einen kräft igen Sturm. Eine außerordentlich große Zerstörung richtete das Erdbeben in Neuseeland an, das für uns zu einer Netto-Schadenbelastung von 114 Mio. EUR führte.
Neben den erwähnten Naturkatastrophen zog im Berichtsjahr insbesondere ein Schadenereignis weltweit die Aufmerksamkeit auf sich, nämlich der Untergang der Ölplattform "Deepwater Horizon", der zu erheblichen Umweltbelastungen führte. Insbesondere was mögliche Haft pfl ichtschäden betrifft , gibt es nach wie vor sehr viele ungeklärte Fragen, sodass die Belastung der Versicherungsindustrie und damit auch der Rückversicherer immer noch schwer abzuschätzen ist. Die von uns 2010 gestellten Schadenreserven in Höhe von 85 Mio. EUR berücksichtigen alle uns zurzeit bekannten konkreten und möglichen Exponierungen unserer Portefeuilles aus diesem Schadenkomplex und stellen aus heutiger Sicht eine konservative Reservierung dar.
Das versicherungstechnische Ergebnis für die Schaden-Rückversicherung ging angesichts der beträchtlichen Großschadenbelastung gegenüber der Vergleichsperiode um 58 Mio. EUR auf 78 (136) Mio. EUR zurück. Das Kapitalanlageergebnis stieg um 28 % auf 779 (610) Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) dieses Segments erhöhte sich um 20 % auf 909 (760) Mio. EUR. Dabei wurde das sehr gute Ergebnis aus der normalen Geschäft stätigkeit durch einen Sondereff ekt unterstützt, der sich aus einem Urteil des Bundesfi nanzhofs (BFH) ergab. Nachdem der BFH die Unzulässigkeit einer Hinzurechnungsbesteuerung von Kapitalerträgen irischer Tochtergesellschaft en bestätigt hat, konnten wir hierfür gebildete Rückstellungen aufl ösen. Vor diesem Hintergrund wurden sämtliche steuerlichen Risiken neu bewertet.
In unseren Zielmärkten Deutschland und Nordamerika entwickelte sich unser Geschäft im Berichtsjahr besser als erwartet: Das Prämienvolumen blieb mit 1.754 (1.738) Mio. EUR nahezu konstant. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote betrug im Berichtsjahr 97,4 (104,7) %. Das EBIT für die Zielmärkte betrug 301 (119) Mio. EUR.
Mit der Entwicklung des Spezialgeschäft s sind wir sehr zufrieden. Zu diesem Teilbereich der Schaden-Rückversicherung zählen das Transport- und Luft fahrtgeschäft , Kredit/ Kaution, die strukturierten Produkte, ILS (Insurance-Linked Securities), der Londoner Markt und das Direktgeschäft . Das Prämienvo lumen stieg von 2.234 Mio. EUR auf 2.372 Mio. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verbesserte sich auf 91,4 (96,5) %. Das EBIT für das Spezialgeschäft erhöhte sich auf 370 (256) Mio. EUR.
Unter der globalen Rückversicherung fassen wir weltweit alle Märkte mit Ausnahme unserer Zielmärkte Deutschland und Nordamerika sowie des Spezialgeschäft s zusammen. Sie umfasst zudem das weltweite Katastrophengeschäft , die fakultative Rückversicherung, landwirtschaft liche Risiken sowie das schariakonforme Retakaful-Geschäft . Die Entwicklung der Märkte innerhalb der globalen Rückversicherung war im Berichtsjahr herausfordernd. Das Prämienvolumen erhöhte sich hier um 25 % auf 2.213 (1.775) Mio. EUR. Angesichts eines außerordentlich hohen Großschadenanfalls stieg die kombinierte Schaden-/Kostenquote auf 106,1 (87,9) % an. Das operative Ergebnis (EBIT) ging aufgrund dessen auf 112 (356) Mio. EUR zurück.
| 2010 | 2009 1) | 2008 1) | 2007 | 2006 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||
| Gebuchte Brutto prämien |
5.090 | 4.529 | 3.135 | 3.083 | 2.794 |
| Verdiente Prä mien für eige ne Rechnung |
4.654 | 4.078 | 2.785 | 2.795 | 2.374 |
| Kapitalanlage ergebnis |
508 | 525 | 371 | 313 | 345 |
| EBIT | 276 | 371 | 114 | 231 | 146 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Im Konzernsegment Personen-Rückversicherung sind unter dem weltweiten Markennamen Hannover Life Re unsere Ak tivitäten in der Rückversicherung der Sparten Lebens-, Renten- und Krankenversicherung zusammengefasst. Zusätzlich zeichnen wir in diesem Geschäft sfeld auch die Sparte Unfallversicherung, soweit sie von Lebensversicherern betrieben wird, und einen Teil der islamischen Versicherungsprodukte, die so genannten Family-Takaful-Produkte.
Unserem längerfristigen Ziel, zur Nr. 3 des weltweiten Personen-Rückversicherungsmarkts aufzusteigen, sind wir im Berichtsjahr einen wesentlichen Schritt nähergekommen. Außerhalb der USA nehmen wir bereits heute mit deutlichem Vorsprung den dritten Rang ein.
Wir können einerseits mittels der konventionellen Rückversicherung selektiv attraktives Geschäft spotenzial im klassischen Rückversicherungsmarkt wahrnehmen und andererseits über unsere vier Spezialsegmente gezielt an der Ent wicklung von speziellen Produkt- und Vertriebslösungen arbeiten. Daher kann sich die Hannover Life Re in einem beachtlichen Umfang von den Entwicklungen der üblichen Rückversicherungsmärkte abkoppeln.
In vielen Fällen konnte die Hannover Life Re als Pionier für neue Märkte auft reten und die Dynamik dieser Märkte we sentlich mitbestimmen – das Eintreten in den britischen Privatrentenmarkt mit Enhanced Annuities im Jahre 1994/95 ist ein bekanntes Beispiel für diesen Ansatz.
Derzeit leistet die konventionelle Rückversicherung den stärksten Beitrag zu unserem Geschäft . Wir gehen aber mittelfristig von einem höheren Wachstum der Säulen Neue Märkte und Bancassurance aus, sodass sich die angestrebte langfristige Balance zwischen konventioneller Rückversicherung mit ca. 40 % und den übrigen vier Säulen mit ca. 60 % des Portefeuilles in den nächsten Jahren einstellen sollte.
Besondere Aufmerksamkeit legen wir auf eine optimale Risiko diversifi kation, die in den unter Solvency II relevanten Risikomodellen auch sichtbar wird. Dabei spielt insbesondere die negative Korrelation zwischen den biometrischen Elementen Mortalität und Langlebigkeit eine Rolle.
Das Wachstum des Langlebigkeitsgeschäft s diversifi ziert un ser Mortalitätsrisiko, das Wachstum der Schwellenmärkte in Asien, Afrika und Lateinamerika diversifi ziert unser Portefeuille aus den führenden Märkten USA, Großbritannien und Deutschland in geografi scher Hinsicht, und die Financial Solutions sind ein zusätzliches Element der strukturellen Diversifi kation.
Insgesamt sehen wir die Hannover Life Re als einen exzellent diversifi zierten Rückversicherer, der langfristige Wachstumsund Ertragschancen für die nächsten 20 bis 30 Jahre bestens miteinander kombiniert. Einige Risiken, die gelegentlich als Wachstumstreiber in den internationalen Rückversicherungsmärkten nachgefragt werden, halten wir seit Jahren für nicht rückversicherbar. Dazu zählen wir derivative Finanzoptionen und -garantien aus den Variable-Annuities-Produkten, das Langlebigkeitsrisiko für wohlhabende sozioökonomische Grup pen sowie lebenslange Garantien für Morbiditätsprodukte.
Unser Geschäft smodell basiert auf einem Konzept organischen Wachstums, allerdings sind wir für Zukäufe off en. Wir gehen davon aus, dass wir auch in Zukunft durch geeignete Portefeuilleübernahmen unser Wachstum auf einem durchschnittlichen Niveau von 10 bis 12 % pro Jahr halten können und damit im Weltmarkt systematisch Marktanteile gewinnen werden, ohne dass dies zulasten der Qualität unserer Zeichnungen geht.
Die Auswirkungen der internationalen Finanzmarktkrise wa ren wie erwartet auch über das Jahr 2009 hinaus zu spüren. In vielen Märkten hielten sich die Verbraucher einerseits bei der Nachfrage nach langfristigen Lebensversicherungsprodukten zurück; andererseits verschlechterte sich durch eine höhere Stornoquote die Bestandsfestigkeit älterer Be stände. Daneben haben wir im wichtigen US-amerikanischen Mortalitätsmarkt und im australischen Invaliditäts markt festgestellt, dass die biometrischen Schadenhäufi gkeiten wuchsen; sie lagen zum Teil deutlich über den historischen Vergleichswerten. Wir gehen nach eingehender Analyse der Daten davon aus, dass es sich dabei um temporäre Erscheinungen handelte. Trotz dieses teils schwierigen Umfelds konnten wir erneut ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis in der Personen-Rückversicherung erzielen.
In den für uns relevanten Schwerpunktmärkten USA, Großbritannien, Deutschland, Australien und Frankreich haben wir unsere Marktpositionen selektiv verstärkt.
Angesichts des extrem wettbewerbsintensiven Marktumfelds haben wir im britischen und im australischen Markt neue Sterblichkeits- und Critical-Illness-/Trauma-Risiken nur sehr zurückhaltend gezeichnet. Wir halten die Rückversicherungskonditionen in weiten Teilen dieser Märkte für nicht mehr risikoadäquat. Auf der anderen Seite haben wir unsere Position im US-amerikanischen Mortalitätsmarkt durch die Übernahme des ING-Lebensrückversicherungsportefeuilles im Jahr 2009 im Laufe des Berichtsjahres nochmals gestärkt. Wir haben mit einer Reihe von Zedenten die Rückversicherungsverbindung wieder aufl eben lassen und befi nden uns auf gutem Weg, mittelfristig mit einem Anteil von 10 bis 15 % am Neugeschäft im US-Mortalitätsmarkt ein relevanter Marktteilnehmer zu werden.
In ähnlicher Weise konnten wir unsere führende Rolle im britischen Langlebigkeitsmarkt ausbauen. Wir sind stark vertreten im Neugeschäft von Privatrenten für Personen mit verkürzter Lebenserwartung, bei dem wir einige besonders dynamische Anbieter über quotale Rückversicherungsmodelle unterstützen.
Darüber hinaus bauen wir die Rückversicherung von größeren Pensionsfonds in Großbritannien über so genannte Langlebigkeits-Swaps aus – hierbei übernimmt der Rückversicherer das biometrische Risiko der Langlebigkeit eines Bestands (meist nur den schon in Auszahlung befi ndlichen Teil) gegen die Zahlung einer laufenden, fest vereinbarten Prämie.
In Südafrika sind wir weiterhin der führende Lebensrückversicherer, basierend auf der umfassenden Unterstützung von innovativen, kundenorientierten Erstversicherern. Im indischen Markt, in dem wir erst 2008 mit einem Servicebüro in Mumbai Fuß gefasst haben, haben wir die strategische Lebenskooperation mit der GIC Re weitergeführt und eine Reihe von indischen Erstversicherern als neue Zedenten gewinnen können.
Im chinesischen Markt (Greater China) sind wir gegenwärtig mit drei Büros vertreten: Die Niederlassung in Hongkong betreut sowohl den Markt der dort ansässigen Lebensversicherer als auch die regionalen Zentren großer multinationaler Versicherungsgruppen. Außerdem agiert sie als regionales Servicecenter für Ostasien. Unser Servicebüro in Taipeh bedient den lokalen taiwanesischen Markt. Die Niederlassung in Shanghai konzentriert sich auf das Geschäft in der Volksrepublik China, wo wir in enger Kooperation und mit Zustimmung der Aufsichtsbehörde CIRC die ersten beiden liquiditätsrelevanten Finanzierungstransaktionen abschließen konnten.
Sehr erfreulich hat sich auch unser Geschäft auf dem islamischen Versicherungssektor (Takaful) entwickelt, das wir über unsere Tochtergesellschaft Hannover ReTakaful in Manama/ Bahrain zeichnen. Unsere ReTakaful-Zedenten sind vorwiegend in Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten angesiedelt.
Die Bruttoprämieneinnahmen beliefen sich im Berichtsjahr auf 5,1 Mrd. EUR; dies entspricht einer Steigerung von 12 % gegenüber dem Vorjahreswert (4,5 Mrd. EUR). Bei konstanten Währungskursen – insbesondere gegenüber dem US-Dollar – hätte der Anstieg 7 % betragen. Die verdiente Nettoprämie betrug 4,7 Mrd. EUR; dies entspricht einer im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhten Selbstbehaltsquote von 91,7 %.
Aus territorialer Sicht haben sich im Berichtsjahr Wachstumsimpulse aus den USA, Großbritannien, Südafrika, Lateinamerika und Ostasien ergeben – bemerkenswert ist insbesondere das rapide Wachstum in China.
Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt im Bereich der Lebens- und Rentenversicherungen, die im Berichtsjahr insgesamt 87 % der weltweiten Prämieneinnahmen ausmachten.
Auf die unterschiedlichen Deckungen aus dem biometrischen Risikofeld Morbidität, wie z. B. Invaliditätsdeckungen, Critical-Illness-/Trauma-Deckungen und Krankendeckungen, entfi elen 11 %, während das kleine, aber ertragsstarke Unfallgeschäft mit 2 % beteiligt war.
Der Risikoverlauf in den biometrischen Risiken Mortalität und Morbidität war im Berichtsjahr äußerst inhomogen und verlief insgesamt weniger günstig als in den beiden Vorjahren. Auff ällige Entwicklungen ergaben sich im Sterblichkeitsrisiko in einigen Teilbereichen des US-Portefeuilles, das vor allem in der zweiten Jahreshälft e durch eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Schäden mit hohen Versicherungssummen gekennzeichnet war. Insgesamt ergab sich ein zusätzlicher Aufwand im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Ebenfalls ungewöhnlich war der Schadenverlauf im Invaliditätsrentengeschäft in Australien, der für den Markt eine längere Verweildauer der Rentenbezieher in der Invaliditätsphase auswies. Dies führte zu einer Verstärkung der IBNR-Reserven und der Rückstellung für in der Auszahlung befi ndliche Schadenfälle. Insgesamt ergab sich ein zusätzlicher Aufwand in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrages.
Nach wie vor sehr günstige Schadenerfahrungen konnten wir in Großbritannien, Deutschland und Frankreich sowie in den Schwellenmärkten Südafrika, Lateinamerika und Asien machen. Die Resultate des Langlebigkeitsrisikos, das von uns gegenwärtig primär in Großbritannien gezeichnet wird, zeigen keine Auff älligkeiten und entsprechen zurzeit unseren aktuariellen Annahmen.
Für diejenigen Kapitalanlagen, die wir im Rahmen von aus Prämien fi nanzierten Rückversicherungsverträgen bei Zedenten hinterlegen, tragen wir zum großen Teil kein Investmentrisiko, weil für den Rückversicherer eine feste Zinszuschreibung erfolgt – und zwar unabhängig davon, ob der Erstversicherer diesen Zins erwirtschaft et oder nicht.
Anders sieht dies im US-Rückversicherungsmarkt aus, wo wir ein Volatilitätsrisiko durch die marktnahe Bewertung der deponierten Wertpapiere bei ModCo-Rückversicherungsverträgen tragen. Für das Jahr 2010 nahm dieses Risiko, dessen Entwicklung über unrealisierte Gewinne/Verluste in der Rechnungslegung abgebildet wird, einen leicht positiven Verlauf, nachdem im Vorjahr noch ein niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Gewinn auszuweisen war.
Insgesamt ergab sich ein Kapitalanlageergebnis von 508 (525) Mio. EUR, von dem 204 Mio. EUR aus den selbstverwalteten Kapitalanlagen stammen und 304 Mio. EUR aus den bei Kunden hinterlegten Depots. Die Verwaltungskosten in der Personen-Rückversicherung belaufen sich auf 116 Mio. EUR.
Das operative Ergebnis (EBIT) des Berichtsjahres betrug 276 Mio. EUR. Das Vorjahr war durch Sondereinfl üsse aus dem Erwerb des US-amerikanischen ING-Lebensrückversicherungsportefeuilles sowie aus den Marktwertanpassungen bei Rückversicherungsdepots in den USA und Großbritannien geprägt, was zu dem Rekordergebnis von 371 Mio. EUR führte. Unsere schlanken Prozesse, zügigen Entscheidungsstrukturen und die Fokussierung auf relevante Kundenverbindungen im Rahmen einer detaillierten CRM-Strategie sind wesentliche Faktoren der Effi zienz unseres Geschäft smodells.
| 2010 | 2009 | 2008 1) | 2007 1) | 2006 1) | |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||
| Kapitalanlage | |||||
| ergebnis | –97 | –56 | –96 | –67 | –49 |
| EBIT | –315 | –26 | –16 | 60 | 55 |
1) Aufgrund geänderter Segmentzuordnung nur eingeschränkt vergleichbar
Dieses Konzernsegment besteht neben der Talanx AG im Wesentlichen aus den AmpegaGerling-Gesellschaft en, dem Rückversicherungsmakler Protection Reinsurance Intermediaries AG (Protection Re) sowie den konzerninternen Servicegesellschaft en, Talanx Service AG und dem IT-Dienstleister Talanx Systeme AG, der im Laufe des Jahres 2011 die operative Arbeit aufnimmt. Durch die Umstrukturierung im Talanx-Konzern bekam die ehemalige HDI-Gerling Sach Serviceholding einen neuen Aufgabenzuschnitt. Als Talanx Service AG bündelt sie nun inländische Zentralfunktionen, die nicht
direkt das Versicherungsgeschäft betreff en, wie Rechnungswesen, Inkasso, Einkauf, Facility Management und Personal.
Unter der Marke "AmpegaGerling" sind sowohl das Asset Management des Talanx-Konzerns als auch die Vermögensverwaltung und das Fondsgeschäft für institutionelle Anleger und Privatkunden angesiedelt. Unter dem Markennamen werden die Asset Management GmbH, die Investment GmbH und die Immobilien Management GmbH geführt. Im Zuge der Umstrukturierungen werden im Laufe des Jahres die AmpegaGerling Asset Management unter Talanx Asset Management und die AmpegaGerling Immobilien Management unter Talanx Immobilien Management fi rmieren. Die AmpegaGerling Investment GmbH bleibt von der Umbenennung unberücksichtigt und auch die Produkte werden weiterhin unter diesem Namen auf dem Markt sein.
Die AmpegaGerling Asset Management GmbH betreibt in ers ter Linie zusammen mit der Tochtergesellschaft Ampe ga-Gerling Investment GmbH das Management und die Administration der Wertpapierportfolios der Konzerngesellschaft en und erbringt damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen wie Kapitalanlagebuchhaltung und Re porting. Die Gesellschaft verwaltete zum 31. Dezember 2010 Kapitalanlagen in Höhe von 67,2 Mrd. EUR; Ende 2009 waren es 59,9 Mrd. EUR.
Die AmpegaGerling Investment GmbH verwaltet als Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und Spezialfonds und betreibt für institutionelle Kunden Finanzportfolioverwaltung. Im Vordergrund stehen das Portfoliomanagement und die Administration von Kapitalanlagen für konzernexterne Kunden. Im Jahr 2010 entwickelte sich das Retail-Geschäft der Gesellschaft dank signifi kanter Mittelzufl üsse in Höhe von 738 Mio. EUR sehr erfolgreich. Das Volumen der Publikumsfonds stieg im Vorjahresvergleich um 0,9 Mrd. EUR von 2,6 auf 3,5 Mrd. EUR. Damit konnte dieses strategische Geschäft sfeld zielorientiert ausgebaut werden. Während in der Gesamtbranche das Publikumsfondsvolumen 2010 um 12 % wuchs, verzeichnete AmpegaGerling einen deutlich überproportionalen Zuwachs in Höhe von 33 %. Bei einer Betrachtung der Absatzentwicklung nach Vertriebswegen bzw. Kundensegmenten erwies sich das administrative Geschäft mit Label-Fonds für externe Fondsinitiatoren als wichtigster Erfolgsfaktor. Einen weiteren Absatzschwerpunkt stellt das konzerneigene Unit-linked-Geschäft mit Fondspolicen dar. Ergänzend zum Retail-Geschäft betreibt die Gesellschaft das institutionelle Drittkundengeschäft und positioniert sich aufgrund des vorhandenen Know-how-Profi ls als Outsourcing-Partner für konzernfremde Erstversicherer. 2010 konnten bestehende Mandate um 140 Mio. EUR ausgebaut werden.
Das Gesamtvolumen des verwalteten Vermögens stieg um 11 % auf 14,7 Mrd. EUR gegenüber dem Jahreseingangsniveau (13,3 Mrd. EUR). Davon wurde mehr als die Hälft e, nämlich 8,0 (7,7) Mrd. EUR, im Auft rag der Konzerngesellschaft en über Spezialfonds und Direktanlagemandate betreut. Der übrige Anteil entfällt mit 3,4 (3,3) Mrd. EUR auf institutionelle Drittkunden und mit 3,3 (2,3) Mrd. EUR auf das Retail-Geschäft . Letzteres wird sowohl über konzerneigene Vertriebswege und Produkte wie die fondsgebundene Lebensversicherung angeboten als auch über externe Vermögensverwalter oder Banken.
Auf die AmpegaGerling Immobilien Management GmbH entfi elen zum 31. Dezember 2010 Vermögenswerte in Höhe von 1,2 (2,4) Mrd. EUR. Der Rückgang der Vermögenswerte resultiert aus dem Transfer der Hypothekenbestände zur HDI-Gerling Lebensversicherung AG.
Insgesamt hat sich der von allen AmpegaGerling-Gesellschaften verwaltete Kapitalanlagebestand zum Ende des Jahres 2010 von 75,5 auf 83,1 Mrd. EUR erhöht, wovon 74,5 Mrd. EUR auf die Konzerngesellschaft en entfi elen und 8,6 Mrd. EUR auf das Drittkundengeschäft .
Protection Re – Vermittler für Rückversicherungsabgaben Protection Reinsurance Intermediaries AG (Protection Re) ist im Talanx-Konzern dem Segment Konzernfunktionen zugeordnet und befi ndet sich zu 100 % im Besitz der Talanx AG. Im Laufe des Jahres 2011 wird die Protection Re ebenfalls umbenannt und fi rmiert dann unter Talanx Reinsurance Broker. Die Gesellschaft ist der professionelle Berater und Vermittler für die Rückversicherungsabgaben (Nicht-Leben-Geschäft ) des Talanx-Konzerns. Ihr Kerngeschäft liegt in der
umfassenden Beratung von Erstversicherungsgesellschaft en in allen Bereichen der ausgehenden Komposit-Rückversicherung. Protection Re übernimmt für die Konzernzedenten im jeweils geforderten Umfang die komplette Bandbreite des Geschäft sprozesses Rückversicherung. Von der Portfolioanalyse über die Beratung bei der Strukturierung der Rückversicherungsprogramme bis hin zur Administration und Abwicklung der platzierten Rückversicherungsvereinbarungen entwickeln und begleiten spezialisierte Teams tragfähige Lösungen, die die Konzernzedenten nachhaltig bei der Erreichung ihrer wirtschaft lichen Ziele unterstützen.
Die notwendigen Rückversicherungskapazitäten für alle von Protection Re betreuten Konzernzedenten konnten auch für 2011 am Weltmarkt erfolgreich eingedeckt werden. Das operative Ergebnis 2010 betrug 8 (12) Mio. EUR. Die 2009 in London insbesondere zur Platzierung des Geschäft s deutscher Zedenten an Rückversicherungsgesellschaft en außerhalb der Europäischen Union gegründete Niederlassung der Protection Re hat 2010 die an sie gestellten Anforderungen erfüllt und zu dem guten Ergebnis der Gesellschaft beigetragen.
Das Kapitalanlageergebnis in diesem Segment umfasst in erste Linie die Personal- und Sozialkosten für die Verwaltung der konzerneigenen Kapitalanlagen und Fremdbestände. Dadurch liegt es regelmäßig im negativen Bereich, was keine Rückschlüsse auf das Kapitalanlageergebnis des Konzerns zulässt. Dieses ist im Anschluss im Abschnitt "Vermögenslage und Eigenkapital" beschrieben. Das Segment-EBIT von –315 (–26) Mio. EUR wird in diesem Jahr von dem Verlust der Talanx AG geprägt, der aus den verschiedenen Zuschüssen und Rückstellungen wegen Freistellungserklärungen gegenüber den Segmenten Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie International entstanden ist. Sie stehen überwiegend im Zusammenhang mit der Verschmelzung der ASPECTA Lebensversicherung auf die HDI-Gerling Lebensversicherung sowie der Einstellung des Neugeschäft s der ASPECTA-Aktivitäten in Luxemburg und Liechtenstein.
Der Charakter eines diversifi zierten Finanzdienstleistungskonzerns und die Tätigkeit als große, weltweit tätige Versicherungsgruppe prägen die Bilanzstruktur des Talanx-Konzerns. Die beherrschende Position der Aktivseite sind die Kapitalanlagen, die ohne Berücksichtigung der Depotforderungen (11,0 Mrd. EUR) 65 % der Bilanzsumme ausmachen. Sie dienen in erster Linie der Bedeckung der Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft , die sich ohne Einbeziehung der Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, auf 72,5 Mrd. EUR beliefen. Die wichtigsten Finanzierungsmittel sind darüber hinaus das Eigenkapital (7 % der Bilanzsumme) und die emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten (3 % der Bilanzsumme).
Die Vermögenslage des Konzerns erläutern wir anhand der folgenden Übersicht, der wir die Aktiva der Konzernbilanz zugrunde gelegt haben.
| 2010 | 2009 1) | 2008 1) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | % | Mio. EUR | % | Mio. EUR | % | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.440 | 2 | 2.747 | 3 | 2.938 | 3 |
| Kapitalanlagen | 83.422 | 75 | 76.385 | 75 | 69.466 | 74 |
| Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen |
6.414 | 6 | 4.975 | 5 | 3.371 | 4 |
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen |
5.523 | 5 | 5.962 | 6 | 6.989 | 7 |
| Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 5.011 | 5 | 4.342 | 4 | 4.438 | 5 |
| Abgegrenzte Abschlusskosten | 3.715 | 3 | 3.544 | 3 | 3.509 | 4 |
| Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand |
1.265 | 1 | 1.685 | 2 | 1.408 | 1 |
| Aktive Steuerabgrenzung | 268 | <1 | 235 | <1 | 295 | <1 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.781 | 2 | 1.655 | 2 | 1.736 | 2 |
| Vermögenswerte der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppen |
1.529 | 1 | 35 | <1 | 43 | <1 |
| Summe der Aktiva | 111.368 | 100 | 101.565 | 100 | 94.193 | 100 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Die deutliche Erhöhung unserer Bilanzsumme um 9,8 Mrd. EUR auf 111,4 Mrd. EUR ist in erster Linie auf den markanten An stieg unserer Kapitalanlagen um rund 7,0 Mrd. EUR – dies entspricht 9 % – auf 83,4 (76,4) Mrd. EUR zurückzuführen. In der Bestandserhöhung der selbstverwalteten Kapitalanlagen (+5,4 Mrd. EUR) spiegeln sich neben der positiven Entwicklung des versicherungstechnischen Geschäft s auch die Aufwertung des USD gegenüber dem Euro sowie die gesunkenen Zinsen wider. Letztere führen zu einer positiven Entwicklung der Marktwerte bei unseren "Jederzeit veräußerbaren" fest verzinslichen Wertpapieren. Daneben wirkte sich auch die starke Steigerung der Depotforderungen um 17 % auf 11,0 Mrd. EUR positiv auf die Erhöhung des Kapitalanlagebestands aus. De taillierte Erläuterungen zu den Kapitalanlagen siehe weiter unten in diesem Kapitel sowie im Anhang im Wesentlichen in den Abschnitten "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seiten 166 ff ., sowie unter den "Erläuterungen zur Konzern bilanz" ab Seite 194.
Die in der Bilanz ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte (2,4 Mrd. EUR) entfallen im Wesentlichen auf versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte, die sich aus dem Erwerb von Versicherungsbeständen der Vergangenheit ergeben (1,7 Mrd. EUR nach 2,0 Mrd. EUR im Vorjahr). Darüber hinaus entfällt ein nicht unwesentlicher Betrag von 589 (593) Mio. EUR auf erworbene Geschäft s- und Firmenwerte. Wir verweisen an dieser Stelle auf die Darstellung im Anhang in den Abschnitten "Geschäft s- oder Firmenwert" und "Sonstige immaterielle Vermögenswerte", Seiten 187 ff .
Die vorzunehmende Amortisation bei den übernommenen Versicherungsbeständen belastet das Jahresergebnis, soweit sie auf den Aktionärsanteil entfällt, in Höhe von 152 Mio. EUR. Den ausgewiesenen versicherungsbezogenen Vermögenswerten stehen – bezogen auf den Versicherungsnehmeranteil – entsprechende Rückstellungen für Beitragsrückerstattung gegenüber. Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Darstellungen im Anhang im Abschnitt "Sonstige immaterielle Vermögenswerte", Seiten 192 f.
Korrespondierend mit der Erhöhung der Position "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen", die die Kapitalanlagen für die fondsgebundenen Versicherungsprodukte enthält, erhöhte sich der Bilanzposten "Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird" um 1,4 Mrd. EUR. Bei diesen Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen, spiegeln die versicherungstechnischen Verpfl ichtungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider.
In der Position "Vermögenswerte der als zur Veräußerung gehalten klassifi zierten Veräußerungsgruppen" wird der Verkauf des Teilkonzerns Clarendon Insurance Group, Inc., Wilmington, der Hannover Rückversicherung AG aus dem Konzernsegment Schaden-Rückversicherung ausgewiesen, der innerhalb von einem Jahr höchstwahrscheinlich ist. Den Vorgang haben wir im Konzernanhang im Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen", Seiten 164 f., näher erläutert.
Unser Kapitalanlagemanagement ist darauf ausgelegt, den sich aus den Grundsätzen des Versicherungsaufsichtsgesetzes ergebenden Zielkonfl ikt zwischen Sicherheit, Liquidität und Rendite durch eine angemessene Steuerung bestmöglich zu lösen.
Hierbei folgt das Management der Kapitalanlagen des Talanx-Konzerns einem stringenten Investitionsprozess, der zum Ziel hat, eine der Risikotragfähigkeit und dem Ertrag-/Renditeziel der jeweiligen Gesellschaft entsprechende Asset-Allokation zu defi nieren. Ausgangspunkt des Kapitalanlagemanagements sind die Steuerungsimpulse des Talanx-Konzern-Risikokapitalmodells, welches die Allokation des zur Verfügung stehenden Risikokapitals bestimmt. Basierend auf dem so von dem entsprechenden Versicherungsunternehmen für das Kapitalanlagemanagement freigegebenen Risikokapital wird eine gesellschaft sspezifi sche Asset-Allokation entwickelt, welche die geschäft smodellspezifi schen Anforderungen (Cashfl ow-Struktur und/oder Duration der Passivseite, Anforderungen an die Liquiditätshaltung sowie an Renditebeiträge etc.) mit einbezieht. Das daraus resultierende optimale Portfolio stellt eine möglichst hohe Rendite unter Berücksichtigung der vorgegebenen Risikoparameter sicher.
Im Rahmen des stringenten Investitionsprozesses werden durch ein umfangreiches Limitsystem die vom Gesetzgeber vorgegebenen bzw. intern defi nierten Grenzen überwacht, wobei sich Letztere im Wesentlichen aus der Anlagestrategie und der konservativen Anlagepolitik des Talanx-Konzerns ergeben. So besitzen weiterhin mehr als 90 % der Papiere in der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere ein Rating der Klasse "A" oder besser. Eine breitgefächerte Systematik zur Begrenzung von Kumulrisiken führt zu einer ausgewogenen Mischung der Anlagen, deren risikoreduzierende Aspekte sich auch in der Krise des Euroraums bewährt haben.
Neben den somit vom Konzern vorgegebenen Rahmenbedingungen für das Kapitalanlagemanagement resultieren aus der Verknüpfung der versicherungstechnischen Portfolios auf der Passivseite mit den Risikocharakteristika der Kapitalanlagen auf der Aktivseite unternehmensspezifi sche Vorgaben (Durationssteuerung, Sicherstellung der Währungskongruenz), die kontinuierlich überwacht und gegebenenfalls angepasst werden. Über- und Unterschreitungen werden taggleich angezeigt, sodass umgehend Maßnahmen zur Behebung der Limitverletzungen defi niert werden können. Darüber hinaus werden für signifi kante Unternehmenskennziff ern Schwellenwerte defi niert, bei deren Erreichung rechtzeitig Maßnahmen ergriff en werden können, um eine mögliche Gefährdung der Kennzahlen bzw. der Ziele frühzeitig zu verhindern. Die jederzeitige Absicherung der Rückstellungen für unsere Kunden mit Kapitalanlagen – sowohl nach Buchwert als auch nach Zeitwerten – steht auch bei extremen Marktsituationen stets im Fokus der Aktivitäten.
Eine mehrjährige Liquiditätsplanung zeigt ferner die jährlichen Zahlungsströme. Die Feinsteuerung der Kapitalanlagen berücksichtigt, dass die Zahlungsverpfl ichtungen im Konzern jederzeit erfüllt werden können.
Zusammensetzung der Kapitalanlagen Mio. EUR
Depotforderungen
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Im Jahr 2010 konnte ein deutlicher Anstieg des Kapitalanlagebestands um 7,0 Mrd. EUR auf 83,4 Mrd. EUR verzeichnet werden. Die sich bereits im Vorjahr abzeichnende positive Entwicklung des Asset-Volumens konnte somit auch 2010 mit einer Steigerungsrate von 9 % fortgesetzt werden. Während die Entwicklung der Depotforderungen im Geschäft sjahr 2010 hinter der des Jahres 2009 zurückblieb, konnte die Erhöhung des Volumens an selbstverwalteten Kapitalanlagen mit 8 % gegenüber dem Vorjahr sogar noch leicht gesteigert werden. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die Zufl üsse aus
dem versicherungstechnischen Geschäft , die unter Berücksichtigung der vorhandenen Kapitalanlagestruktur wieder angelegt wurden. Auch 2010 blieben die festverzinslichen Anlagen die bestimmende Investitionsklasse. Die Reinvestitionen der Kapitalerträge – hier sind vor allem die Zinserträge aus den festverzinslichen Vermögensanlagen mit einem Ergebnisbeitrag von 2,6 Mrd. EUR im Jahr 2010 zu nennen – ließen darüber hinaus die Vermögensbestände stetig anwachsen.
Neben diesen aus dem originären Geschäft resultierenden Einfl ussfaktoren führte auch die Entwicklung des Kapitalmarkts zu bestandssteigernden Eff ekten. Zu nennen sind hier vor allem die gesunkenen Zinsen sowie die Entwicklung des USD-Währungskurses: Während das Kursverhältnis am 31. Dezem ber 2009 noch 1,44 betrug, notierte der USD zum Euro am 31. Dezember 2010 bei 1,34. Diesem Eff ekt ist eine Wertsteigerung der in USD gehaltenen Bestände von knapp 2 Mrd. EUR zuzuordnen.
Unter Einhaltung sämtlicher gesetzlicher und konzerninterner Vorgaben gestaltete sich die Diversifi kation der Kapitalanlagen per 31. Dezember 2010 im Vergleich zum Jahresende 2009 ähnlich mit leichten Tendenzen zugunsten der festverzinslichen Wertpapiere.
%
Im Hinblick auf die in der Bilanz ausgewiesenen selbstverwalteten Kapitalanlagen stellt sich der Bestand wie folgt dar:
| 2010 | 2009 1) | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | % | Mio. EUR | % | Mio. EUR | % | |
| Fremdgenutzter Grundbesitz | 860 | 1 | 726 | 1 | 134 | 19 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 74 | <1 | 61 | <1 | 13 | 21 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 144 | <1 | 134 | <1 | 10 | 8 |
| Darlehen und Forderungen | ||||||
| Darlehen inkl. Hypothekendarlehen | 1.439 | 2 | 1.584 | 2 | –145 | –9 |
| Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner sowie festverzinsliche Wertpapiere |
30.904 | 43 | 29.964 | 45 | 940 | 3 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 2.999 | 4 | 2.858 | 4 | 141 | 5 |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | ||||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 28.330 | 39 | 24.226 | 36 | 4.104 | 17 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 2.305 | 3 | 2.251 | 3 | 54 | 2 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||||
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente |
||||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 974 | 1 | 834 | 1 | 140 | 17 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 15 | <1 | 27 | <1 | –12 | –44 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente | ||||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 69 | <1 | 64 | <1 | 5 | 8 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 83 | <1 | 62 | <1 | 21 | 34 |
| Derivate 2) | 80 | <1 | 112 | <1 | –32 | –29 |
| Übrige Kapitalanlagen | 4.185 | 6 | 4.133 | 6 | 52 | 1 |
| Selbstverwaltete Kapitalanlagen gesamt | 72.461 | 100 | 67.036 | 100 | 5.425 | 8 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
2) Derivate nur mit positiven Marktwerten
Den Hauptteil des Kapitalanlagebestands im Talanx-Konzern bilden weiterhin die Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen, die sich hauptsächlich in den Haltekategorien "Darlehen und Forderungen", "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" widerspiegeln. Deren Bestand stieg im Geschäft sjahr 2010 um insgesamt 5,2 Mrd. EUR auf 64,7 Mrd. EUR an (+9 %), während der Anteil dieser Anlagen am Gesamtbestand mit 78 % gegenüber dem Vorjahr annähernd konstant geblieben ist.
Während 2009 der Großteil der Erhöhung der Bestände in der Haltekategorie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" aus der Umschichtung der Papiere aus der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" im Segment Rückversicherungen resultierte – ursächlich war hier eine Steuerungsentscheidung zur Vermeidung unnötiger Bilanzvolatilität –, nahm 2010 der Anteil der "Jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente" am stärksten zu. Der Anteil dieser Finanzinstrumente, deren volatile Bestände sich auf das Eigenkapital auswirken, stieg um 4,1 Mrd. EUR (+17 %) auf 28,3 Mrd. EUR, wobei rund die Hälft e dieses Eff ektes auf die USD-Stärke zurückzuführen ist. Die saldierten stillen Lasten und stillen Reserven der "Jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente" sanken trotz der niedrigeren Zinsen seit Jahresende 2009 von +498 Mio. EUR auf +307 Mio. EUR, da in vielen Geschäft sbereichen die positive Reserveentwicklung verstärkt zur Realisation von Gewinnen genutzt wurde. Mit diesen Aktivitäten einhergehend wurden – wie schon 2009 begonnen – die Marktopportunitäten im Bereich der Industrieanleihen 2010 zur Stärkung der Renditesituation der Portfolios, aber auch zur weiteren Diversifi zierung durch verstärkte Neuinvestitionen genutzt. Der Anteil der Industrieanleihen an den festverzinslichen Wertpapieren konnte somit von 7 % auf 8 % gesteigert werden.
Grundsätzlich hält der Talanx-Konzern jedoch an der Strategie fest, Neuanlagen zur Minderung der Bilanzvolatilität nach Möglichkeit hauptsächlich in der Kategorie "Darlehen und Forderungen" zu investieren. Anlagen in der Position "Darlehen und Forderungen" nahmen um 0,8 Mrd. EUR auf 32,3 Mrd. EUR zu. Hier erhöhten sich die Reserven auf 842 (667) Mio. EUR. Staatsanleihen oder Papiere ähnlich sicherer Schuldner bilden weiterhin den Schwerpunkt der Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere. Diese betragen per Ende 2010 knapp 30,9 Mrd. EUR, was einem Anteil von 48 % am Gesamtbetrag der festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen entspricht.
Der Talanx-Konzern betreibt unverändert eine konservative Anlagepolitik. Für detaillierte Hinweise zur Kreditqualität unserer Kapitalanlagen siehe Anhang, Seiten 177 ff .
Bei Sicherheitsleistungen, die für versicherungstechnische Rückstellungen von Zedenten im Segment Rückversicherungen gebildet werden, erhöhten sich seit Jahresende 2009 die Depotforderungen von 9,3 Mrd. EUR auf 11,0 Mrd. EUR. Dies entspricht bei gestiegenen Gesamtkapitalanlagebeständen einer Quote von 13 (12) %.
Insgesamt verblieb der im Talanx-Konzern gehaltene Aktienbestand mit 1,7 Mrd. EUR auf dem Vorjahresniveau, unterjährig waren jedoch deutliche Bestandsveränderungen zu
verzeichnen: Bereits im 1. Quartal 2010 fand im Bereich der Aktien und Aktienfonds ein Bestandsabbau strategischer Positionen unter anderem aufgrund hoher Kosten für die Verlängerung der Absicherungsinstrumente statt. Lediglich in geringem Umfang wurde ein Wiedereinstieg in taktische Positionen mit defi nierten Stop-Loss-Strategien vollzogen. Das 2. und 3. Quartal blieb im Wesentlichen ohne große Bestandsveränderungen. Erst im 4. Quartal wurde die positive Marktentwicklung für Wiedereinstiegsprogramme genutzt. Hier ist vor allem das Geschäft sfeld Rückversicherung zu nennen, das nach dem Aktienausstieg 2008 wieder eine strategische Aktienquote aufgebaut hat.
Bezogen auf den Gesamtkapitalanlagebestand des Talanx-Konzerns betrug die Aktienquote zum Jahresultimo 2010 unverändert rund 2 %. Da Absicherungen im Wesentlichen über dynamische Stop-Loss-Strategien und derivative Instrumente gefahren wurden, laufen die Aktienquoten nach und vor Absicherungen nur wenige Basispunkte auseinander (jeweils zu Marktwerten: brutto 2,3 %, netto 2,2 %).
Die saldierten unrealisierten Gewinne und Verluste der im Konzern gehaltenen Bestände an "Jederzeit veräußerbaren nicht festverzinslichen Wertpapieren (ohne übrige Kapitalanlagen)" belaufen sich auf +308 (+349) Mio. EUR.
Fremdgenutzter Grundbesitz wurde in Höhe von 860 Mio. EUR gehalten. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 134 Mio. EUR, was 19 % Bestandszuwachs entspricht. Im Berichtszeitraum waren neben den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 15 Mio. EUR auch außerplanmäßige Ab schreibungen über 6 Mio. EUR aufgrund von Marktbewertungen vorzunehmen. Auf die im Bestand befi ndlichen Immo bilienfonds wurden 6 Mio. EUR abgeschrieben.
Die Immobilienquote, die auch die Investments in Immobilienfonds beinhaltet, liegt unverändert bei weiterhin 2 %.
| 2010 | 2009 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||
| Ordentliche Kapital - anlage erträge |
2.782 | 2.607 | 175 |
| davon laufende Erträge aus Zinsen |
2.616 | 2.457 | 159 |
| davon Ergebnis aus Anteilen an assozi ierten Unternehmen |
2 | –6 | 8 |
| Realisiertes Ergebnis aus Abgang von Kapitalanlagen |
385 | 236 | 149 |
| Zu-/Abschreibungen auf Kapitalanlagen |
–78 | –332 | 254 |
| Unrealisiertes Ergebnis aus Kapitalanlagen |
–12 | 52 | –64 |
| Sonstige Kapitalanlage aufwendungen |
180 | 145 | 35 |
| Ergebnis aus selbstverwalteten Kapitalanlagen |
2.897 | 2.418 | 479 |
| Depotzinsergebnis | 280 | 240 | 40 |
| Summe | 3.177 | 2.658 | 519 |
Das Kapitalanlageergebnis des Berichtsjahres liegt mit 3,2 Mrd. EUR 20 % über dem Vorjahreswert. Während die laufenden Erträge aus Zinsen auch 2010 wieder den wesentlichen Ergebnistreiber darstellen, sank doch ihr Beitrag zum gesamten Kapitalanlageergebnis von 92 % auf 82 %. Dies ist durch das höhere Ergebnis aus Realisationen sowie niedrigere Abschreibungserfordernisse begründet, die saldiert das Kapitalanlageergebnis mit 403 Mio. EUR mehr als im Vorjahr stützen. Das unrealisierte Ergebnis verschlechterte sich hingegen um 64 Mio. EUR auf –12 Mio. EUR. Das Ergebnis aus Depotzinserträgen und -aufwendungen betrug 280 (240) Mio. EUR.
Der Anstieg der ordentlichen Kapitalanlageerträge – hier ohne die Erträge aus Depotforderungen – auf 2.616 Mio. EUR (+159 Mio. EUR) geht einher mit dem Anstieg der in festverzinslichen Wertpapieren investierten Volumen. Während dieser Bestand jedoch um knapp 9 % anstieg, konnte bei den Erträgen aus Zinsen nur ein Anstieg von 6 % verzeichnet wer den. Neben den zum Teil erst im Jahresverlauf getätigten Investitionen, die 2010 noch nicht ihre komplette Ergebniswirkung entfalten konnten, mussten die zu investierenden Bestände bedingt durch die niedrigen Zinsniveaus am Kapitalmarkt zu niedrigeren Renditen neu eingekauft werden. Im Rahmen der Absicherung des Wiederanlagerisikos haben wir Vorkäufe insbesondere bei den Lebensversicherern im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland getätigt. Hinsichtlich der fi nanziellen Auswirkungen verweisen wir auf den Anhang, Angabe 12 "Derivative Finanzinstrumen te und Hedge Accounting", Seiten 207 ff . Der Durchschnittskupon des Be stands an festverzinslichen Wertpapieren blieb im Geschäft sjahr nahezu unverändert bei 4,1 (4,2) %.
Während sich im Geschäft sjahr 2009 die Nachwirkungen der Finanzmarktkrise noch sehr stark in Abschreibungen sowohl auf Dividendentitel als auch auf festverzinsliche Wertpapiere widerspiegelten, konnte 2010 eine deutliche Erholung verzeichnet werden. Abschreibungen auf Aktien wurden im Umfang von 45 (112) Mio. EUR vorgenommen. Bei den festverzinslichen Positionen schlugen die Abschreibungen mit 17 (101) Mio. EUR zu Buche. Durch Sicherungsmaßnahmen auf der europäischen Ebene (so genannter Europäischer Rettungsschirm) bestand bei den Anleihen der so genannten PIIGS-Staaten kein eine Abschreibung rechtfertigendes Ausfallrisiko, sodass Wertminderungen als vorübergehend angesehen und Abschreibungen fast vollständig vermieden wurden.
Den Abschreibungen gegenüber standen Zuschreibungen von 37 Mio. EUR, die sich aus Wertaufh olungen auf in Vorjahren abgeschriebene Titel ergaben.
Der Saldo aus realisierten Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen belief sich zum Ende 2010 auf 385 Mio. EUR. Das niedrige Zinsniveau wurde in vielen Einheiten zur Realisation der damit auf den festverzinslichen Assets liegenden Reserven genutzt, sodass der Gesamtbetrag der realisierten Gewinne und Verluste aus Verkäufen von festverzinslichen Kapitalanlagen das Vorjahresergebnis um 149 Mio. EUR deutlich überschreitet.
Nachfolgend ist das Jahresergebnis 2010 nach Konzernsegmenten dargestellt. In allen Segmenten ist eine deutliche Ergebniserholung zu verzeichnen, die im Wesentlichen durch die auf ein normales Niveau zurückgekehrten Abschreibungspositionen zu erklären ist.
1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen 2) Angepasst aufgrund geänderter Segmentberichterstattung gem. IFRS 8
Das Kapitalanlageergebnis des Konzernsegments Konzernfunktionen umfasst in erster Linie die Kosten für die Verwaltung sämtlicher Kapitalanlagen, sowohl der konzerneigenen wie auch der Fremdbestände.
Der Talanx-Konzern geht verschiedene Verpfl ichtungen ein. Von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Vermögenslage sind hierbei Letters of Credit und Treuhandkonten zur Besicherung von versicherungstechnischen Verbindlichkeiten (5.727 Mio. EUR), Garantieleistungen aus begebenen nachrangigen Schuldverschreibungen (2.131 Mio. EUR), Sperrdepots und sonstige Treuhandkonten (1.902 Mio. EUR), Rest-
einzahlungsverpfl ichtungen aus bestehenden Kapitalanlageengagements (553 Mio. EUR), Verpfl ichtungen nach §§ 124 ff . VAG als Mitglied des Sicherungsfonds für Lebensversicherer (372 Mio. EUR) sowie Verpfl ichtungen aus Mieten/Leasinggeschäft en (492 Mio. EUR). Darüber hinaus belaufen sich die Sonstigen Verpfl ichtungen zum 31. Dezember 2010 auf 796 Mio. EUR.
Zudem obliegen dem Talanx-Konzern Eventualverbindlichkeiten aufgrund von Einbindung in gerichtliche Verfahren sowie Schiedsverfahren. Diese Verpfl ichtungen haben wir sämtlich im Anhang in den Abschnitten "Sonstige Angaben – Haft ungsverhältnisse und sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen" Seiten 251 f. und "Sonstige Angaben – Mieten und Leasing" Seite 253 dargestellt.
Die Kapitalstruktur und die Zusammensetzung der Passiva des Talanx-Konzerns sind geprägt durch das Erst- und Rückversicherungsgeschäft . Den größten Anteil haben die versicherungstechnischen Rückstellungen, die nach den Anforderungen der Versicherungsaufsicht durch die Kapitalanlagen zu bedecken sind. Darüber hinaus fi nanziert sich der Konzern insbesondere durch Eigenkapital sowie nachrangige Anleihen und Verbindlichkeiten, welche auch unsere wichtigsten Finanzmittel repräsentieren.
Die Finanzlage des Konzerns erläutern wir anhand der folgenden Übersicht, der wir die Passiva der Konzernbilanz zugrunde gelegt haben.
| 2010 | 2009 1) | 2008 1) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | % | Mio. EUR | % | Mio. EUR | % | |
| Eigenkapital | 7.991 | 7 | 7.153 | 7 | 5.718 | 6 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 2.791 | 3 | 2.003 | 2 | 2.074 | 2 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen – brutto | 77.778 | 70 | 73.531 | 72 | 69.612 | 74 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird |
6.414 | 6 | 4.975 | 5 | 3.371 | 4 |
| Andere Rückstellungen | 2.751 | 2 | 2.644 | 3 | 2.416 | 3 |
| Verbindlichkeiten | 10.829 | 10 | 9.750 | 10 | 9.625 | 10 |
| Passive Steuerabgrenzung | 1.433 | 1 | 1.509 | 1 | 1.377 | 2 |
| Schulden der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppen |
1.381 | 1 | — | — | — | — |
| Summe der Passiva | 111.368 | 100 | 101.565 | 100 | 94.193 | 100 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Aufgrund der internationalen Ausrichtung der im Talanx-Konzern gebündelten Versicherer bestehen naturgemäß währungsbedingte Interdependenzen zwischen der Vermögensund Finanzlage.
Grundsätzlich erhalten und erbringen jedoch die international tätigen Versicherer im Regelfall Geld- und Schadenleistungen in der jeweiligen nationalen Währung. Dies bedeutet, dass Assets zur Bedeckung der Passiven ebenso in fremder Währung vorgehalten werden. Hierzu bedarf es einer währungskongruenten Bedeckung. Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Darstellungen im Risikobericht. Für Zwecke des Konzernabschlusses werden die jeweiligen nationalen Währungen entsprechend der Darstellung im Anhang unter "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Währungsumrechnung" Seiten 142 f. dargestellt.
Im abgelaufenen Geschäft sjahr hat sich das Eigenkapital um 838 Mio. EUR – dies entspricht einem Anstieg von 12 % – auf 7.991 (7.153) Mio. EUR erhöht. Der Konzernanteil belief sich auf 4.956 (4.574) Mio. EUR.
Durch die Begebung von zwei nachrangigen Anleihen stieg der Bestand an nachrangigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um 39 % auf 2,8 Mrd. EUR.
Eine neue nachrangige Anleihe mit einem Nominalwert von 500 Mio. EUR wurde seitens der Hannover Rückversicherung AG über ihre Tochtergesellschaft Hannover Finance (Luxembourg) S.A. begeben und eine weitere Anleihe über nominal 300 Mio. EUR durch die Talanx AG, Hannover. Die Ausgestaltungsmerkmale sind detailliert im Berichtsabschnitt "Analyse Fremdmittel" sowie im Anhang in den Ausführun gen zu Angabe 17 "Nachrangige Verbindlichkeiten" Seiten 216 f. beschrieben.
Ferner besteht eine Kreditlinie für die Talanx AG in Höhe von nominal 1,5 Mrd. EUR, von der – unverändert zum Vorjahr – ein Betrag in Höhe von 550 Mio. EUR in Anspruch genommen wurde. Das Darlehen wird bei einer Laufzeit bis längstens 31. Juli 2012 disponibel variabel verzinst.
Hinsichtlich weiterer Kreditvereinbarungen sowie Letters of Credit verweisen wir auf die Darstellung der außerbilanziellen Finanzinstrumente sowie die Darstellungen im Anhang auf Seite 186.
Die Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft nach Konsolidierung setzen sich wie folgt zusammen:
| 2010 | 2009 1) | 2008 | |
|---|---|---|---|
| Mrd. EUR | |||
| Deckungs rückstellung | 42,5 | 39,8 | 36,4 |
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
28,5 | 27,3 | 27,2 |
| Rückstellung für Prämienüberträge |
5,4 | 5,0 | 4,9 |
| Rückstellung für Beitragsrück erstattung |
1,1 | 1,2 | 0,9 |
| Übrige versicherungs technische Rückstellungen |
0,3 | 0,2 | 0,2 |
| Gesamt | 77,8 | 73,5 | 69,6 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Unter Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer ergibt sich die nachfolgende Darstellung:
| 2010 | 2009 1) | 2008 | |
|---|---|---|---|
| Mrd. EUR | |||
| Deckungs rückstellung | 41,5 | 39,0 | 35,5 |
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
24,5 | 22,5 | 21,7 |
| Rückstellung für Prämienüberträge |
5,0 | 4,6 | 4,5 |
| Rückstellung für Beitragsrücker stattung |
1,1 | 1,2 | 0,9 |
| Übrige versicherungs technische Rückstellungen |
0,3 | — | — |
| Gesamt | 72,4 | 67,3 | 62,6 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Hierbei sind die bestehenden Verpfl ichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern mindestens in gleicher Höhe mit Kapitalanlagen zu bedecken. Bezogen auf den Bilanzstichtag beträgt das Verhältnis der Nettorückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft zu den gesamten Kapitalanlagen – einschließlich der Depotforderungen – 87 (88) %. Somit besteht eine Überdeckung der Rückstellung von 11,0 (9,0) Mrd. EUR.
Die Rückstellungen stehen dem Konzern im Rahmen der je weiligen Restlaufzeit zur Verfügung. Wir verweisen an die ser Stelle auf die Darstellung der Restlaufzeiten insbesondere der Deckungsrückstellung sowie der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsleistungen (Anhang, Angabe 19 "Deckungsrückstellung" und 20 "Rück stellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle", Seiten 218 bzw. 219 ff .).
Die versicherungstechnischen Verpfl ichtungen zu Bruttowerten nach Konsolidierung werden maßgeblich von der Deckungsrückstellung sowie der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle dominiert. Zum Bilanzstichtag entfallen 55 (55) % der gesamten Rückstellungen auf die Deckungsrückstellungen.
Die Verteilung der Bruttorückstellungen (nach Konsolidierung) auf die Segmente ist wie folgt:
| rückstellung Versicherungsfälle |
|
|---|---|
| 2010 2009 2010 |
2009 |
| Mio. EUR | |
| Industrieversicherung — — 7.746 |
7.388 |
| Privat- und Firmen versicherung Deutschland 32.311 30.899 2.695 |
2.772 |
| Privat- und Firmen versicherung International 1.752 1.527 1.130 |
936 |
| Schaden Rückversicherung — — 14.577 |
14.163 |
| Personen Rückversicherung 8.403 7.328 2.390 |
1.991 |
| Konzernfunktionen — — — |
6 |
| Gesamt 42.466 39.754 28.538 |
27.256 |
Die Deckungsrückstellung ist ein mathematisch errechneter Wert für künft ige Verpfl ichtungen (Barwert künft iger Verpfl ichtungen abzüglich des Barwerts künft ig eingehender Prämien), vor allem in der Lebensversicherung.
Insgesamt sind die Bruttorückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um 6 % bzw. 4,3 Mrd. EUR gestiegen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Deckungsrückstellung (+7 % bzw. 2,7 Mrd. EUR) sowie der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (+5 % bzw. 1,3 Mrd. EUR) zurückzuführen.
Der Anstieg der Deckungsrückstellung ist auf die natürliche Alterung der Versicherungsbestände sowie ein erfreuliches organisches Wachstum zurückzuführen. Der gesamte Zuwachs von 2,7 Mrd. EUR entfällt mit 1,4 Mrd. EUR auf das Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie mit 1,0 Mrd. EUR auf das Segment Personen-Rückversicherung.
Der Anstieg der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle resultiert aus gestiegenen Schadenbelastungen aus allen Erstversicherungssegmenten. Bezogen auf die Schaden-Rückversicherung ist ein leichter Rückgang von 73 % auf 72 % zu verzeichnen.
Gemäß den Vorschrift en des IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäft sbereiche" haben wir im Berichtsjahr im Segment Schaden-Rückversicherung die geplante Veräußerung des amerikanischen Teilkonzerns Clarendon Insurance Group, Inc., Wilmington, an die Enstar Group Ltd., Hamilton, Bermuda, klassifi ziert. Die auf die Veräußerungsgruppe entfallenden Verbindlichkeiten haben wir unsaldiert von den Vermögenswerten dargestellt.
Hinsichtlich der Details verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang unter "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen", Seite 164 f.
Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten, die im Anhang unter "Haft ungsverhältnisse und sonstige Verpfl ichtungen", Seite 251 erläutert werden.
Die Struktur unserer versicherungstechnischen Rückstellungen und anderer Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen die Grundlage für die Kapitalanlagestrategie des Talanx-Konzerns. Im Mittelpunkt steht dabei das Asset-Liability-Management: Hierbei sollen sich Wertentwicklungen bei den Kapitalanlagen möglichst mit den Entwicklung der versicherungstechnischen Verpfl ichtungen ausgleichen bzw. den Anforderungen der Passivseite folgen. Dies stabilisiert unsere Positionen ge genüber Schwankungen auf den Kapitalmärkten.
Hierzu spiegeln wir wichtige Eigenschaft en der Verpfl ichtungen wie Laufzeit- und Währungsstruktur, aber auch Infl ationssensitivität auf der Kapitalanlageseite, indem wir nach Möglichkeit Investments erwerben, die ähnlich reagieren. Wir verweisen insoweit auch auf unsere Darstellungen im Risikobericht ab Seite 83.
Die Duration (durchschnittliche Kapitalbindungsdauer) des gesamten Kapitalanlagebestands der festverzinslichen Wertpapiere im Talanx-Konzern wurde seit Ende 2009 bei 5,5 Jahren konstant gehalten. Die Durationssteuerung der einzelnen Segmente beruht auf den Erfordernissen aus dem versicherungstechnischen Geschäft . So ist beispielsweise die Duration der Kapitalanlagen im Geschäft sbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland mit 7 Jahren im Vergleich zum Geschäft sbereich Industrieversicherungen mit 3,4 Jahren relativ lang, um der Kapitalbindungsdauer insbesondere bei Lebensversicherungen gerecht zu werden. Zwischen den Versicherungsträgern und der AmpegaGerling wird in regelmäßigen Abständen die aktivische Duration mit den Erfordernissen der Passivseite abgestimmt.
Im Hinblick auf die kongruente Währungsbedeckung bilden im Talanx-Konzern unverändert die Kapitalanlagen in USD mit 14 % den größten Anteil am Fremdwährungsportfolio. Darüber hinaus werden größere Positionen in GBP und AUD gehalten, die in Summe jedoch nicht mehr als 5 % aller Kapitalanlagen ausmachen.
Zur Absicherung des Infl ationsrisikos wurde im Teilkonzern der Hannover Rück ein Infl ations-Swap-Geschäft abgeschlossen. Mittels dieses derivativen Finanzinstruments sollen die Schadenreserven gegen Infl ationsrisiken abgesichert werden.
Um das Asset Management so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, setzen wir auch derivative Finanzinstrumente ein (siehe hierzu unsere Ausführungen im Anhang, Angabe 12 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting", Seiten 207 ff .).
Transparenzschaffung Ist-Kapitalisierung
Bestimmung Kapitalbedarf Optimierung Kapitalbedarf Optimierung Kapitalstruktur
Durchführung Kapitalmaßnahmen
Das Kapitalmanagement beruht auf einem Prozess zur Optimierung der Kapitalsteuerung und des Kapitaleinsatzes im Konzern, der auf der Grundlage klarer Richtlinien und Abläufe gestaltet ist.
Eff ektives und effi zientes Kapitalmanagement ist ein wesentlicher Bestandteil des ganzheitlichen Steuerungsinstrumentariums des Konzerns. Wir unterscheiden drei grundlegende Kapitalbegriff e: Company's Capital, Risk-Based Capital und Excess Capital.
Als Company's Capital (Aktionärsreinvermögen) bezeichnen wir das in einer Geschäft seinheit vorhandene, dem Aktionär zuzuordnende ökonomische Kapital. Es setzt sich aus dem Eigenkapital nach IFRS und so genanntem Soft kapital zusammen. Zum Soft kapital, welches aktivische bzw. passivische stille Reserven/Lasten nach Steuern beinhaltet, zählen wir z. B. den Schadenreservediskont und eine über "Best-Estimate"-Reservierung hinausgehende Schadenreservierung in der Schaden/Unfallversicherung, den nicht kapitalisierten Bestandswert in der Lebens- und Personenversicherung sowie die stillen Reserven/Lasten in der Anlagekategorie Darlehen und Forderungen. Das Company's Capital dient in unserer wertorientierten Steuerung als Basis für die Bestimmung der Kapitalkosten sowie des über die Kapitalkosten hinausgehenden Verzinsungsanspruchs des Aktionärs (vgl. auch Erläuterungen zu xRoCC, Seiten 33 und 35).
Risk-Based Capital (Risikokapital) ist der Kapitalbetrag, der für den Betrieb des Versicherungsgeschäft s notwendig ist, um sicherzustellen, dass die Wahrscheinlichkeit des Kapitalverzehrs unter 0,03 % liegt (vgl. Risikobericht). Dieses Sicherheitsniveau entspricht einem 99,97-prozentigen Value at Risk. Das für diesen Zweck erforderliche Kapital wird für die Erstversicherungsgesellschaft en auf Basis des Talanx-Risikokapitalmodells berechnet.
Excess Capital (Überschusskapital) ist die Residualgröße zwi schen Company's Capital und Risk-Based Capital. Damit handelt es sich um Kapital, das nicht im Risiko steht. Da es nicht für die Deckung der Geschäft srisiken benötigt wird und sofern es auch nicht zusätzlich risikotragend ausgelastet werden kann, kann es ohne Überstrapazierung der Risikotragfähigkeit entzogen werden. Das Verhältnis von Company's Capital und Risk-Based Capital zeigt darüber hinaus die Kapitaladäquanz an. Da Excess Capital ein Bestandteil des Company's Capital ist, beinhaltet es keinerlei Fremdmittel, sondern ist direkt dem Aktionär zuzuordnen. Bei Rückführung von Excess Capital bestehen allerdings Restriktionen sowohl durch (aufsichts-)rechtliche Aspekte als auch durch Ratingerfordernisse.
Das generelle Ziel des Kapitalmanagements im Talanx-Konzern – eine optimierte risikoadäquate Kapitalstruktur der Gruppe – ist explizit in der Strategie festgeschrieben ( Seiten 30 ff .). Neben der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen und der Kapitalanforderungen der Ratingagenturen als Nebenbedingung richtet sich die Kapitalallokation im Konzern somit konsequent nach Rendite-/Risikoaspekten und nach dem anzustrebenden Zielportfolio der Talanx. Hierdurch werden Investitionen, auch unter dem Gedanken der Diversifi kation, in präferierte Wachstumsmärkte/Geschäft ssegmente kanalisiert.
Somit besteht eine zentrale Aufgabe des Kapitalmanagements darin, das Kapital zu identifi zieren, das über das benötigte Risikokapital auf dem defi nierten Sicherheitsniveau hinausgeht – oder dieses im gegenläufi gen Fall unterschreitet. Der Value at Risk defi niert den geschätzten maximalen Verlust, der innerhalb einer gegebenen Haltedauer mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. Falls eine Über- oder Unterkapitalisierung besteht, wird sie in einem nächsten Schritt durch geeignete Korrekturmaßnahmen behoben oder zumindest abgemildert. So zielen im Fall einer signifi kanten Überkapitalisierung auf Gesellschaft sebene die Maßnahmen des Kapitalmanagements darauf ab, freies Excess Capital systematisch zu reduzieren, um es einer effi zienteren Reinvestition an anderer Stelle im Konzern zuzuführen. Erklärtes Ziel ist eine möglichst effi ziente Auslastung unseres Kapitals bei gleichzeitig hinreichender Kapi taladäquanz und unter Berücksichtigung von Diversifi kationseff ekten.
Darüber hinaus ist ein wesentliches Ziel die Substitution von Eigenkapital durch Eigenkapitalsurrogate wie z. B. Hybridkapital, welche sich positiv auf die Kapitalstruktur des Konzerns sowie auf die Fähigkeit der Talanx AG auswirkt, den operativen Einheiten Eigenmittel zur Verfügung zu stellen.
Mit der Optimierung der Kapitalstruktur des Konzerns stellt unser Kapitalmanagement sicher, dass die Kapitalausstattung sowohl unter Ratingaspekten als auch unter Solvenzund ökonomischen Gesichtspunkten angemessen ist. Zu gleich wird gewährleistet, dass die Kapitalverzinsung für die Aktionäre entsprechend der Talanx-Strategie nachhaltig erwirtschaft et werden kann. Die Kapitalstruktur muss weiterhin die Wahrnehmung organischer und anorganischer Wachstumsmöglichkeiten auf Konzern- und Unternehmensebene ermöglichen und sie muss die Sicherheit bieten, Schwankungen an den Kapitalmärkten und im Versicherungsgeschäft abzufedern, ohne dass das angestrebte Sicherheitsniveau unterschritten wird. Der effi ziente Umgang mit den Kapitalressourcen ist für vorhandene und potenzielle Investoren ein wichtiger Indikator dafür, dass Talanx mit dem zur Verfügung gestellten Kapital verantwortungsbewusst und effi zient umgeht.
Mit der Konzernsteuerungsfunktion Kapitalmanagement sind wir somit in der Lage,
Im Rahmen der kommunizierten Gewinnziele setzt sich der Talanx-Konzern eine kontinuierliche, überdurchschnittliche die Risikoposition berücksichtigende Wertsteigerung des eingesetzten Kapitals zum Ziel.
Die Eigenkapitalquote, defi niert als die Summe der Eigenkapitalbestandteile im Verhältnis zur Bilanzsumme, hat sich wie folgt entwickelt:
| 2010 | 2009 1) | 2008 1) | 2007 1) | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzielles Eigen kapital gesamt |
Mio. EUR | 7.991 | 7.153 | 5.718 | 6.163 |
| davon | |||||
| Minderheiten | Mio. EUR | 3.035 | 2.579 | 2.092 | 2.431 |
| Bilanzsumme | Mio. EUR 111.368 | 101.565 | 94.193 | 95.395 | |
| Eigenkapitalquote | % | 7,2 | 7,0 | 6,1 | 6,5 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Unter Berücksichtigung von aufsichtsrechtlich anerkannten Eigenkapitalbestandteilen wie nachrangigen Verbindlichkeiten stellt sich die modifi zierte Eigenkapitalquote wie folgt dar:
| 2010 | 2009 1) | ||
|---|---|---|---|
| Auf sichts recht liches Eigenkapital | Mio. EUR | 1.469 | 1.117 |
| Modifizierte Eigenkapitalquote | % | 8,5 | 8,1 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Die Eigenkapitalrendite, defi niert als Periodenergebnis ohne Anteil anderer Gesellschaft er zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteil anderer Gesellschaft er, hat sich wie folgt entwickelt:
| 2010 | 2009 1) | 2008 1) | 2007 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Jahresergebnis 2) | Mio. EUR | 220 | 485 | 183 | 477 |
| Eigenkapitalrendite | % | 4,6 | 11,8 | 5,1 | 13,1 |
| Risikofreier Zins | % | 3,5 | 3,6 | 3,7 | 3,9 |
| Zielgröße | % | 11,0 | 11,1 | 11,2 | 11,4 |
| Performance | % | –6,4 | 0,7 | –6,1 | 1,7 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
2) Ohne den Anteil der Minderheiten
Die Performance stellt hierbei die Zielüber- bzw. -untererfüllung dar. In den Jahren 2009 und 2007 haben wir die uns gesetzten Ziele erreicht. Die Ertragssituation im Geschäft sjahr 2008 war maßgeblich durch die weltweite Finanzmarktkrise und den damit verbundenen Einbruch der Aktienmärkte für die Ertragssituation des Talanx-Konzerns geprägt. Die Folgen dieser Krise an den internationalen Kapitalmärkten belasteten das Jahresergebnis in hohem Maße.
Hinsichtlich der Entwicklung im aktuellen Geschäft sjahr verweisen wir auf unsere Ausführung im Kapitel "Geschäft sentwicklung", Seiten 41 ff .
Die wesentlichen Eigenkapitalveränderungen haben folgende Ursachen:
Das Konzernergebnis, das auf unsere Anteilseigner entfällt, sank deutlich um 55 % auf 220 (485) Mio. EUR und wurde vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt.
"Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalanteile und übrige Rücklagen" erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 85 % auf 388 Mio. EUR. Maßgeblich für diese Entwicklung ist vor allem der Anstieg bei den Gewinnen/Verlusten aus der Währungsumrechnung (+144 Mio. EUR) sowie bei den übrigen Eigenkapitalveränderungen (+279 Mio. EUR; im Wesentlichen Gewinnbeteiligungen Versicherungsneh mer/Shadow Accounting). Ursächlich für den An stieg der Ge win ne/Verluste aus der Währungsumrechnung ist insbesondere der gestiegene US-Dollar im Vergleich zum Euro. Gegenläufi g entwickelten sich die "Gewinne/Verluste aus Kapitalanlagen". Per Saldo san ken die unreali sierten Ge winne und Verluste um 174 Mio. EUR auf 522 (696) Mio. EUR. Die Rücklage aus Cashfl ow-Hedges sank deutlich auf –123 (–23) Mio. EUR.
Die Minderheitsanteile am Eigenkapital erhöhten sich um 456 Mio. EUR – dies entspricht 18 % – auf 3,0 Mrd. EUR. Der Anteil der Minderheiten am Periodenüberschuss beläuft sich auf 615 (491) Mio. EUR. Gegenläufi g wirkte sich die Dividendenzahlung an konzernfremde Gesellschaft er hauptsächlich aus dem Hannover Rück-Konzern in Höhe von 162 Mio. EUR aus.
1) Angepasst aufgrund IAS 8
In der folgenden Tabelle sind bei den nicht bilanzierten Bewertungsreserven keine versicherungstechnischen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Bewertungsreserven entfallen mit 842 (667) Mio. EUR im Wesentlichen auf Darlehen und Forderungen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Anhang zu den Positionen "Fremdgenutzter Grundbesitz", "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Sonstige Vermögenswerte" und "Nachrangige Verbindlichkeiten".
| 2010 | 2009 1) | 2008 1) | 2007 1) | |
|---|---|---|---|---|
| Mrd. EUR | ||||
| Konzerneigenkapital | 8,0 | 7,1 | 5,7 | 6,2 |
| Nicht bilanzierte Bewer | ||||
| tungsreserven vor Steuern inklusive der Anteile der Versicherungsnehmer |
||||
| und Minderheitsanteile | 1,2 | 1,1 | 1,6 | –1,2 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Liquidität generieren wir vornehmlich aus unserem operativen Erst- und Rückversicherungsgeschäft , der laufenden Verzinsung unserer Kapitalanlagen und aus Finanzierungsmaßnahmen. Durch regelmäßige Liquiditätsplanungen und eine auch an den Liquiditätsanforderungen ausgerichtete Investitionsstrategie stellen wir sicher, dass der Talanx-Konzern jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Zu Liquiditätsengpässen kam es folglich nicht.
Für den Talanx-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalfl ussrechnung als gering anzusehen. Der Zahlungsmittelfl uss des Konzerns ist in erster Linie durch das Geschäft smodell eines Erst- und Rückversicherers geprägt. Wir erhalten in der Regel zunächst die Beiträge für die vereinbarte Risikoübernahme, um erst im späteren Schadenfall Zahlungen zu erbringen. Solange legen wir die Gelder verzinslich an und vereinnahmen somit laufend Erträge aus unseren Kapitalanlagen. Die Kapitalfl ussrechnung ersetzt für uns daher weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.
Den vollständigen Zahlungsmittelzufl uss haben wir in der Kapitalfl ussrechnung auf Seite 113 veröff entlicht; zusammengefasst stellt er sich wie folgt dar:
| 2010 | 2009 1) | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Kapitalfluss aus laufender | ||
| Geschäftstätigkeit | 4.584 | 5.472 |
| Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit | –5.586 | –5.072 |
| Kapitalfluss aus | ||
| Finanzierungstätigkeit | 553 | –129 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | –449 | 271 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Der Mittelzufl uss aus laufender Geschäft stätigkeit, der auch erhaltene Zahlungen aus den erwirtschaft eten Kapital erträ gen enthält, ist im Jahresvergleich deutlich auf 4.584 (5.472) Mio. EUR gesunken. Bei der Ermittlung wird das Jahresergebnis von 670 (893) Mio. EUR in der Konzern-Kapitalfl ussrechnung um den Anstieg der versicherungstechnischen Rückstellungen (Nettobetrachtung) korrigiert (3,9 Mrd. EUR). Insbesondere der starke Anstieg der Deckungsrückstellungen vor allem im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland und Personen-Rückversicherung bestimmte maßgeblich diese Entwicklung (siehe hierzu auch unsere Erläuterungen im Abschnitt zur Beschreibung der Finanzlage). Der deutliche Rückgang bei der Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten in Höhe von –1,2 Mrd. EUR wird durch die Veränderung der Sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge sowie Berichtigungen des Periodenergebnisses kompensiert. Die Entwicklung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten resultiert aus der Stellung von Sicherheiten der Rückversicherer. Wir verweisen auf die Darstellung der Kapitalanlageentwicklung.
Die Auszahlungen für den Erwerb von Kapitalanlagen be stimmen den Mittelabfl uss aus Investitionstätigkeit. Wie auch im Vorjahr übersteigen die Auszahlungen aus dem Kauf von Kapitalanlagen mit 4,2 (2,7) Mrd. EUR die Einzahlungen aus Verkauf und Endfälligkeit. Weiterhin ergaben sich Veränderung aus den Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen in Höhe von 1,4 (1,6) Mrd. EUR. Diese Mittelabfl üsse resultieren mit 1,2 Mrd. EUR aus gestiegenen Investitionen in diese Kapitalanlagen im Segment Privat- und Firmenversiche rung Deutschland.
Der Mittelzufl uss aus Finanzierungstätigkeit wurde im Be richtsjahr maßgeblich durch die Veränderungen der sonstigen Finanzierungsaktivitäten in Höhe von 719 (–123) Mio. EUR bestimmt. Ursächlich für den Anstieg waren insbesondere die Begebung nachrangiger Schuldverschreibungen sowie die Bankverbindlichkeiten und Anleihen. Die im Berichtsjahr gezahlten Dividenden stiegen gegenüber dem Vorjahr um 144 Mio. EUR auf 162 Mio. EUR an. Per Saldo stiegen die Kapitalzufl üsse aus Finanzierungstätigkeit um 682 Mio. EUR.
Im Berichtsjahr hat sich der Zahlungsmittelbestand, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, insgesamt um 420 Mio. EUR auf 1,3 Mrd. EUR vermindert. Vom Zahlungsmittelbestand wurden 25 Mio. EUR für Veräußerungsgruppen nach IFRS 5 in Abzug gebracht.
Weitere Informationen zu unserem Liquiditätsmanagement im Risikobericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiken", Seite 93.
Neben den zur Deckung der Rückstellung und Verbindlichkeiten zur Verfügung stehenden Aktiva hat der Konzern weiterhin folgende Kreditlinien, die bei Bedarf gezogen werden können:
Auf bilateraler Basis bestehen mit Kreditinstituten unbesicherte LoC-Fazilitäten über ein Gesamtvolumen von umgerechnet 1.207 (802) Mio. EUR mit jeweils unterschiedlichen Laufzeiten (maximal bis 2017).
In den Segmenten Personen- und Schadenrückversicherung bestehen mit verschiedenen Kreditinstituten Fazilitäten für Letters of Credit (LoC), darunter zwei unbesicherte syndizier te Avalrahmenkreditlinien. Nach vertraglichem Ablauf der ers ten Hälft e der Linie aus dem Jahr 2005 im Januar 2010 be trägt deren Hö he zum Bilanzstichtag umgerechnet 755 (1.395) Mio. EUR. Für die genannte zweite Hälft e dieser Linie endet die Laufzeit im Januar 2012. Die Laufzeit der Linie aus dem Jahr 2006, deren Höhe zum Bilanzstichtag umgerechnet 1.509 (1.395) Mio. EUR beträgt, endet im Januar 2013.
Darüber hinaus wurde im Dezember 2009 eine speziell auf das US-amerikanische Lebensrückversicherungsgeschäft ausgelegte, langfristige und ebenfalls unbesicherte Linie mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 566 (523) Mio. EUR abgeschlossen. Wir verweisen zu den gestellten LoC auf unsere Ausführungen im Anhang in der Note "Sonstige Angaben – "Haft ungsverhältnisse und sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen" Seiten 251 f.
Bei einer Reihe von LoC-Fazilitäten bestehen marktübliche vertragliche Klauseln, die den Kreditinstituten bei wesentlichen Veränderungen unserer Aktionärsstruktur Kündigung srechte einräumen oder bei Eintritt wesentlicher Ereignisse, beispielsweise bei einer deutlichen Herabstufung un seres Ratings, eine Besicherungsverpfl ichtung seitens der Hannover Rückversicherung AG auslösen.
Weiterführende Informationen zu unserem Liquiditätsmanagement haben wir im Risikobericht im Abschnitt "Liquiditätsrisiken" dargestellt.
Mit dem Ziel, die Kapitalstruktur zu optimieren, ergänzen unsere nachrangigen Anleihen und Schuldverschreibungen (kurz: nachrangige Anleihen) unser Eigenkapital und tragen dazu bei, jederzeit Liquidität zu gewährleisten. Diese nachrangigen Anleihen und weitere Bankverbindlichkeiten, die der Finanzierung von Unternehmenserwerben dienen, bezeichnen wir als "strategisches Fremdkapital".
Die Talanx AG hat mit einem breiten Bankenkonsortium eine disponible variabel verzinsliche Kreditlinie fest vereinbart, die im Bedarfsfall gezogen werden kann. Ende 2009 hatten wir eine Tranche über 550 Mio. EUR in Anspruch genommen. Der Nominalwert der Kreditlinie betrug zum Stichtag 1,5 Mrd. EUR. Die Kreditlinie hat eine Laufzeit bis längstens 31. Juli 2012 und kann jeweils nach Ablauf von drei Monaten fällig gestellt werden. Zusätzlich bestehen bei mehreren Konzernunternehmen langfristige Darlehen, im Wesentlichen Hypothekendarlehen, in Höhe von 188 (116) Mio. EUR.
Am 14. September 2010 hat die Hannover Rück AG über ihre Tochtergesellschaft Hannover Finance (Luxembourg) S. A. eine neue Anleihe am europäischen Kapitalmarkt platziert. Diese nachrangige Schuldverschreibung in Höhe von nominal 500 Mio. EUR hat eine Laufzeit von 30 Jahren und kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. Die Anleihe ist in den ersten zehn Jahren mit einem festen Kupon in Höhe von 5,75 % p. a. ausgestattet, danach wird sie variabel mit 4,235 % über dem 3-Monats-EURIBOR verzinst.
Am 18. November 2010 hat die Talanx AG eine nachrangige, mit grundsätzlich unbegrenzter Laufzeit ausgestaltete Schuldverschreibung mit einem Nominalwert von 300 Mio. EUR bei einem anfänglichen Festzins begeben, die nach zehn Jahren erstmals ordentlich in Gänze gekündigt werden kann. Nach Ablauf dieses Zeitraums verzinst sich die Anleihe variabel und ist dann quartalsweise durch die Talanx AG jeweils in Gänze kündbar. Es besteht eine vertragliche Pfl icht zur Wandlung in Aktien der Talanx AG zum Emissionskurs im Falle eines Börsengangs.
Mit Wirkung zum 14. März 2011 wurde die im September 2001 begebene Anleihe der Hannover Finance (Luxembourg) S. A. mit einem Nominalbetrag von 350 Mio. EUR ordentlich ge kündigt. Diese Kündigung führt zu einer Verringerung unseres Verschuldungsgrads. Diese Meldung wurde am 1. Februar 2011 im "Luxembourger Wort" veröff entlicht.
Emittierte Anleihen wurden im Jahr 2010 nur in geringem Umfang zurückgekauft .
Das strategische Fremdkapital hat sich wie folgt entwickelt:
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Nachrangige Anleihen der Hannover | ||
| Finance (Luxembourg) S. A. | 1.869 | 1.365 |
| Nachrangige Anleihen der | ||
| HDI-Gerling Industrie Versicherung AG | 265 | 269 |
| Nachrangige Anleihen der | ||
| HDI-Gerling Lebensversicherung AG | 115 | 105 |
| Nachrangige Anleihen der | ||
| Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. | 242 | 264 |
| Nachrangige Anleihen der Talanx AG | 300 | — |
| Bankverbindlichkeiten der Talanx AG | 550 | 550 |
| Hypothekendarlehen der Hannover | ||
| Re Real Estate Holdings, Inc., Orlando | 188 | 116 |
| Übrige Bankverbindlichkeiten der | ||
| Talanx AG | — | 57 |
| Gesamt | 3.529 | 2.726 |
Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf unsere Darstellungen im Anhang in den Angaben 16 "Eigenkapital", 17 "Nachrangige Verbindlichkeiten", 25 "Begebene Anleihen und Darlehen", 26 "Übrige Verbindlichkeiten" sowie unter "Sonstige Angaben – Haft ungsverhältnisse und sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen".
Die Talanx AG unterliegt als Versicherungsholding den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen gemäß § 1 b VAG. Für den Konzern erfolgt eine Beaufsichtigung durch die BaFin auf Gruppenebene. Hierzu meldet der Mutterkonzern HDI V. a. G. nach den Vorschrift en der bereinigten Solvabilität ergänzen de Informationen an die BaFin.
Solvabilität bezeichnet die Fähigkeit eines Versicherers, Verpfl ichtungen, die er in seinen Verträgen eingegangen ist, dauerhaft zu erfüllen. Dabei geht es vor allem um eine defi nierte Mindestausstattung mit Eigenmitteln. Die Vorschrift en zur bereinigten Solvabilität zielen darauf, eine Mehrfachbelegung von Eigenmitteln mit Risiken aus dem Versicherungsgeschäft auf verschiedenen Stufen der Konzernhierarchie zu vermeiden. Um die bereinigte Solvabilität zu berechnen, werden auf der Grundlage des IFRS-Konzernabschlusses die Eigenmittel, die je nach Geschäft sumfang mindestens vorzuhalten sind (Solvabilitäts-Soll), den tatsächlich vorhandenen Eigenmitten (Solvabilitäts-Ist) gegenübergestellt. Für die Ermittlung der berücksichtigungsfähigen Eigenmittel wird das Eigenkapital nach IFRS angepasst und insbesondere um die anrechnungsfähigen Teile der nachrangigen Verbindlichkeiten sowie nicht im Eigenkapital enthaltene Bewertungsreserven erhöht bzw. um die immateriellen Vermögensgegenstände verringert. Die anrechenbaren Eigenmittel des Talanx-Konzerns sind etwa doppelt so hoch wie gesetzlich gefordert.
| 2010 | 2009 | ||
|---|---|---|---|
| Berücksichtigungsfähige | |||
| Konzerneigenmittel | Mio. EUR | 6.361 | 5.639 |
| Bedeckungssatz | % | 196,6 | 184,2 |
1) Aus der bereinigten Solvabilität des HDI-Konzerns analog für Talanx ermittelt
Die Erhöhung des Bedeckungssatzes von 184,2 % auf 196,6 % ist zum einen auf den Anstieg des Konzerneigenkapitals nach IFRS infolge des in die Gewinnrücklagen eingestellten Konzern ergebnisses zurückzuführen. Ferner haben die Aufnahme von nachrangigen Anleihen und Schuldverschreibungen jenseits des Ausgleichs von Teilrückkäufen solcher Instrumente unsere Konzerneigenmittel positiv beeinfl usst. Die Entwicklung der in Abzug zu bringenden bzw. hinzuzurechnenden Posten ist nahezu unverändert zum Vorjahr.
Auch im Berichtszeitraum haben der Talanx-Konzern und seine Gesellschaft en ihre exzellenten bzw. sehr guten Einstufungen durch die internationalen Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P) und A. M. Best beibehalten. Zu unterscheiden
ist zwischen dem "Insurer Financial Strength Rating" (Finanzstärkerating), das primär die Fähigkeit beurteilt, den Verpfl ichtungen gegenüber unseren Versicherungsnehmern nachzukommen, und dem "Issuer Credit Rating" bzw. "Counterparty Credit Rating", das Investoren ein unabhängiges Urteil über die allgemeine Finanzkraft einer Gesellschaft liefert.
| Standard & Poor's | A. M. Best | |||
|---|---|---|---|---|
| Note | Ausblick | Note | Ausblick | |
| Talanx-Konzern 1) | A | Stable | ||
| Talanx Primary Group 2) | A+ | Stable | ||
| Hannover Rück Teilkonzern 3) |
AA– | Stable | A | Positive |
1) Die Bezeichnung von A.M. Best für den Konzern ist "Talanx AG and its leading non-life direct insurance operation and its leading life insurance operation"
2) Dieses Rating bezieht sich auf den Teilkonzern Erstversicherungen (Geschäft sbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International des Talanx-Konzerns) und auf seine wesentlichen Kerngesellschaft en
3) Dieses Rating gilt für die Hannover Rückversicherung AG und ihre wesentlichen Kerngesellschaft en. Der Hannover Rück-Teilkonzern entspricht dem Geschäft sbereich Rückversicherung des Talanx-Konzerns
Von der Ratingagentur A. M. Best wird die fi nanzielle Stabilität des Talanx-Konzerns (sowohl für den Erstversicherungsbereich als auch für den Rückversicherungsbereich) als "Excellent" eingestuft und fällt mit einem Rating von A in die zweitbeste Beurteilungskategorie. Der Ausblick für das Rating
für den Erstversicherungsbereich ist stabil. Der Ausblick für das Rating der Hannover Rück wird aufgrund der verbesserten Kapitalisierung sogar positiv eingestuft .
Bei S&P erhält der Teilkonzern Hannover Rück mit AA– ("Very Strong") ein Rating aus der zweitbesten Beurteilungskategorie, während der Erstversicherungsbereich mit einem A+ ("Strong") innerhalb der drittbesten Ratingkategorie eingestuft wurde. Der Ausblick der Ratings ist jeweils stabil.
Als ausgewiesene Stärke wird von S&P beiden Teilkonzernen insbesondere eine starke Wettbewerbsposition zugesprochen. A. M. Best bescheinigt den beiden Teilkonzernen u. a. eine sehr gute Kapitalisierung, die sich sogar über den Erwartungen der Ratingagentur entwickelt habe.
2010 ist ein weiteres Rating für eine Gesellschaft des Talanx-Konzerns hinzugekommen. So hat nunmehr auch die HDI-Gerling Welt Service AG im Dezember 2010 von A. M. Best ein Erstrating von A ("Excellent") mit stabilem Ausblick erhalten. Dahingegen wurden die S&P-Ratings von AA– der Hannover Reinsurance (Dublin) Ltd. und der E+S Reinsurance (Ireland) aufgrund ihrer Liquidation zurückgezogen. Hintergrund ist, dass die Hannover Rück ihre Geschäft saktivitäten in Irland in einer Tochtergesellschaft , nämlich der Hannover Reinsurance (Ireland) Ltd., gebündelt hat.
Eine Übersicht über die Finanzstärkeratings aus dem Erstversicherungsbereich zeigt die folgende Tabelle:
| Standard & Poor's | A. M. Best | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft | Standort | Note | Ausblick | Note | Ausblick |
| HDI Direkt Versicherung AG | Deutschland | A+ | Stable | – | – |
| HDI-Gerling America Insurance Company | USA | A+ | Stable | A | Stable |
| HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG | Deutschland | A+ | Stable | – | – |
| HDI-Gerling Industrie Versicherung AG | Deutschland | A+ | Stable | A | Stable |
| HDI-Gerling Lebensversicherung AG | Deutschland | A+ | Stable | A | Stable |
| HDI-Gerling Welt Service AG | Deutschland | A+ | Stable | A | Stable |
| neue leben Lebensversicherung AG | Deutschland | A+ | Stable | – | – |
| HDI-Gerling Verzekeringen N. V. (Nederland) | Niederlande | A | Stable | – | – |
| HDI-Gerling Verzekeringen N. V./ | |||||
| HDI-Gerling Assurances S. A. (Belgie/Belgique) | Belgien | A | Stable | – | – |
| HDI Versicherung AG | Österreich | A | Stable | – | – |
| PB Lebensversicherung AG | Deutschland | A | Stable | – | – |
| PBV Lebensversicherung AG | Deutschland | A | Stable | – | – |
| TARGO Lebensversicherung AG | Deutschland | A | Stable | – | – |
Die ersten sieben in der Tabelle genannten (grau hinterlegten) Gesellschaft en defi niert S&P als Kerngesellschaft en oder "Core Companies" der Talanx Primary Group. Diesen wird damit auch dieselbe Ratingeinstufung zugewiesen. Die weiteren in der Tabelle genannten Gesellschaft en sind bei S&P als strategisch bedeutsame Beteiligungen eingestuft und haben deshalb eine um einen Notch niedrigere Ratingbeurteilung. Bei A. M. Best haben alle vier von dieser Agentur beurteilten Gesellschaft en das gleiche Rating von A mit stabilem Ausblick.
Ratings von Tochtergesellschaft en der Hannover Rück sind aktuell der Internet-Seite der Hannover Rück zu entnehmen, www.hannover-rueck.de.
| Standard & Poor's | A. M. Best | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Note | Ausblick | Note1) | Ausblick | ||
| Talanx AG | A– | Stable | bbb+ | Stable | |
| Hannover | |||||
| Rückversicherung AG | AA– | Stable | a+ | Positive |
1) Zur Unterscheidung von Finanzstärkeratings verwendet A. M. Best bei Emittentenratings Kleinbuchstaben
Diese Tabelle gibt eine Übersicht über die Issuer Credit Ra tings (ICR). Mit der genannten Einstufung von A– ("Strong") bei S&P wird die Zahlungsfähigkeit der Talanx AG mit "sehr gut" bewertet und entspricht damit der drittbesten Kategorie innerhalb der Emittentenrating-Skala. Bei A. M. Best wird die Zahlungsfähigkeit der Talanx AG mit bbb+ ("Good"), also mit "gut" beurteilt und entspricht so der viertbesten Ratingkategorie. Der Ausblick der Ratings ist bei beiden Ratingagenturen stabil.
Ursächlich für die im Vergleich zu den "Financial Strength Ratings" etwas schlechtere Einstufung der Talanx AG ist der nach der Methodologie der Ratingagenturen übliche, so genannte Holding-Abschlag. Demzufolge erhalten Gesellschaft en, die ausschließlich als Holding fungieren und nicht selbst im operativen Geschäft tätig sind, gemäß den allgemeinen Analysekriterien der Ratingagenturen eine Abstufung gegenüber dem Financial Strength Rating einer vergleichbaren Versicherungsgesellschaft .
Die Hannover Rückversicherung AG wird bei S&P mit AA– ("Very Strong") bewertet und damit in die zweitbeste Ratingkategorie eingeordnet. Der Ausblick dieses Ratings ist stabil. Bei A. M. Best wird die Hannover Rückversicherung AG als Emittent mit a+ ("Strong") beurteilt. Diese Einstufung entspricht der drittbesten Ratingkategorie in der ICR-Ratingskala von A. M. Best. Der Ausblick des ICR der Hannover Rückversicherung AG ist – im Einklang mit ihrem Finanzstärkerating – positiv.
Des Weiteren existieren diverse Ratings für die von Konzernunternehmen emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten (Emissionsratings). Diese Ratings sind in den Erläuterungen zur Konzernbilanz im Anhang unter der Angabe 17 "Nachrangige Verbindlichkeiten" auf Seite 216 aufgeführt.
Die Unternehmensleitung der Talanx AG bewertet den Ge schäft sverlauf des Jahres 2010 bei Eliminierung der Ein maleff ekte insgesamt als noch zufriedenstellend. Zwar konnten die Ziele beim EBIT und der Eigenkapitalrendite nicht erreicht werden, sodass das Ergebnis unterhalb der Erwartungen lag. Jedoch ist der Ergebnisrückgang vor allem auf Sondereff ekte sowie die gegenüber dem außerordentlich gering belasteten Vorjahr erhöhte Schadenbelastung zurückzuführen. Strukturell ist das Ergebnis gut: Bruttoprämien und Neugeschäft wachsen und die Finanzkraft konnten wir gegenüber dem Vorjahr stärken. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die wirtschaft liche Lage des Konzerns unverändert positiv.
Nur durch die außerordentliche Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die weltweit für die Talanx-Gruppe im Einsatz sind, war es uns möglich, auch in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld ein gutes Ergebnis zu erzielen. Der Vorstand bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihr hohes Engagement und ihre guten Leistungen im vergangenen Geschäft sjahr. Dem Konzernbetriebsrat sowie allen anderen betriebsrätlichen Gremien dankt der Vorstand für die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.
Zum Jahresende betrug die Zahl der Mitarbeiter im Talanx-Konzern 18.006 (18.038), dies entspricht 16.874 (16.921) Vollzeitstellen. Die Zahl der Mitarbeiter ist damit konstant geblieben. Insgesamt waren von den 18.006 Mitarbeitern 6.865 (6.656) Mitarbeiter, das sind 38 %, im Ausland beschäft igt und 11.141 (11.382) in Deutschland. Weltweit hat unser Konzern Mitarbeiter in 40 Ländern und 5 Kontinenten. In Deutschland sind etwa drei Viertel der Mitarbeiter in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen tätig.
In Deutschland betrug der Anteil der weiblichen Mitarbeiter 48 %, der Anteil der Teilzeitbeschäft igten 17 %; damit liegen beide Werte auf dem Niveau des Vorjahres. Bei den außertarifl ichen Mitarbeitern erreichen wir eine Frauenquote von 28 %; auf Ebene der leitenden Angestellten beträgt sie 11 %.
Grundsätzlich gilt, dass Leistungsträger mit Potenzial bei Talanx unabhängig von Herkunft , Religion oder Geschlecht gefördert werden. Bei Entwicklungsprogrammen für Führungsnachwuchskräft e und für neu ernannte Führungskräft e lag die Frauenquote in den meisten Programmen in den letzten Jahren im Durchschnitt bei rund 25 %. Bei dem ak tuell im Bereich der Sachversicherungen laufenden Entwicklungsprogramm für Führungskräft e erreichen wir 40 % Teilnahmequote von Frauen. Im Managementprogramm für künft ige leitende Angestellte liegen wir nahe an der Quote bei leitenden Angestellten und haben insgesamt 12 % weibliche Teilnehmer.
Eine gezielte Förderung durch adäquate lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle wie Teilzeit oder Telearbeit ebenso wie die Unterstützung von Familien bei der Suche adäquater Betreuungsplätze für Kinder sollen dabei helfen, Frauen mit Potenzial für Führungsrollen optimal zu entwickeln und zu binden. Wir erwarten, dass als Folge dieser Maßnahmen Frauen stärker Einzug auf allen Führungsebenen halten.
Eine zeitgemäße Personalarbeit ist im Talanx-Konzern ein Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie. Einen breiten Raum nahm im Berichtsjahr die Projektarbeit zur organisatorischen Neuaufstellung des Talanx-Konzerns ein. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Steigerung seiner Wettbewerbsfähigkeit, sodass die Wachstums- und Profi tabilitätsziele erreicht und langfristig sichere Arbeitsplätze geschaff en werden können. In diesem Zusammenhang werden insbesondere verschiedene Zentralfunktionen in einer neu gegründeten Servicegesellschaft sowie in der Talanx AG im Zuge des Ausbaus zur Finanz- und Managementholding gebündelt.
Des Weiteren konzentriert sich die konzernweite Personalarbeit auf das Personalmarketing, die Personalentwicklung und die Ausbildung.
Der bevorstehende demografi sche Wandel bedeutet, dass sich die Unternehmen bereits in naher Zukunft einem starken Wettbewerb um qualifi zierte Hochschulabsolventen und Fachkräft e stellen müssen. Um zu gewährleisten, dass Talanx auch in Zukunft gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter gewinnen kann, ist es von großer Wichtigkeit, den Bekanntheitsgrad des Talanx-Konzerns und seiner Einzelmarken zu erhöhen. Im Rahmen des Hochschulmarketings und der Plat zierung von Talanx als erfolgreiche Arbeitgebermarke startete im Berichtsjahr unsere übergreifende Arbeitgeber-Imagekampagne, die durch den Slogan "Talanxieren Sie Ihre Karriere" einen hohen Wiedererkennungswert hat.
Neben dem Personalmarketing stellt die Personalentwicklung einen wichtigen Schwerpunkt der Personalarbeit dar. Wie in vergangenen Jahren wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter systematisch für ihre anspruchsvollen Aufgaben durch Weiterbildungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen qualifi ziert. Ziel ist es, die überdurchschnittliche Qualifi kation der Mitarbeiter zu sichern und weiter auszubauen, um so den Konzern optimal für die Herausforderungen des Markts zu rüsten. Die im Vorjahr gestartete Talanx Corporate Academy hat sich erfolgreich etabliert und bietet den Vorständen und oberen Führungskräft en aller Konzerngesellschaft en ein besonders hochwertiges Weiterbildungsangebot. Ergänzend zu den Angeboten der Geschäft sfelder dient die Corporate Academy speziell der Vermittlung von Strategie und Steuerungsmethoden der Talanx. Weitere wichtige Ziele sind die Verbesserung der Kommunikation und die Vernetzung zwischen Holding und Geschäft sbereichen sowie zwischen den Geschäft sbereichen. Als Referenten und Diskussionspartner werden Mitglieder des Talanx-Vorstands durch Professoren bekannter Business Schools ergänzt.
In allen Geschäft sbereichen haben sich die Mitarbeiter in erfreulich großem Umfang weitergebildet. Sie nutzten nicht nur Angebote zu fachlichen Themen, sondern arbeiteten auch intensiv an der Weiterentwicklung ihrer Methoden-, Führungs- und Sozialkompetenz.
Der Geschäft sbereich Industrieversicherung legte einen Fokus auf die Nachwuchsförderung. Traineeprogramme in den einzelnen Versicherungssparten vermitteln in geschlossenen, einjährigen Programmen einen fundierten Überblick über Theorie und Praxis der Sachversicherung. Mit diesen Aktivitäten soll eine adäquate Anzahl entsprechend qualifi zierter Mitarbeiter aufgebaut werden, um dem gestiegenen Bedarf an Fachkräft en gerecht zu werden.
Der Geschäft sbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland arbeitet schwerpunktmäßig mit dem konzerneigenen Weiterbildungszentrum in Köln zusammen, um in der Personalentwicklung ein breites Angebot fachlicher, methodischer und persönlicher Qualifi zierungsmaßnahmen anzubieten. Es umfasst Fachseminare, Persönlichkeitstrainings, aber auch eigens entwickelte zielgruppenspezifi sche Spezialprogramme. Zudem wurde ein im Bereich Bankenvertrieb im Vorjahr entwickeltes Fachkarrieremodell in weiteren Funktionen ausgerollt. Hierbei folgen die Mitarbeiter einem individuellen, mit der Führungskraft ausgearbeiteten dreiteiligen Entwicklungsplan. Dazu gehören Persönlichkeitsseminare, die sich eng am Kompetenzprofi l des Unternehmens orientieren. Zweiter Bestandteil des Karriereplans ist die fachliche Weiterbildung wie etwa der unternehmensgeförderte und -fi nanzierte Besuch von nebenberufl ichen Studienprogrammen. Drittens wird die Projektkompetenz ausgeweitet, wobei die Mitarbeiter gleichermaßen die Rolle des Projektmitarbeiters und die des Projektleiters theoretisch wie auch praktisch vertiefen können. Die erfolgreiche und innovative Umsetzung dieses Konzepts wurde mit dem versicherungsbrancheninternen Bildungspreis "InnoWard 2010" ausgezeichnet. Im Rahmen der Bewerbung um diesen Preis konnte es sich gegen 37 andere Bewerbungsvorschläge aus der gesamten deutschen Assekuranz durchsetzen.
Auch in der Rückversicherung hat eine fundierte und zeitgemäße interne Weiterbildung einen hohen Stellenwert. In den letzten Jahren wurde dieses System kontinuierlich ausgebaut und verbessert. Neben den klassischen Präsenzveranstaltungen baut die Hannover Rück eine zweite Säule der Lernmethodik auf, das so genannte Blended Learning. Dabei werden Online-Lernphasen und Präsenz-Schulungen sinnvoll kombiniert und zu einer Einheit zusammengeführt. Das Lernen wird somit besser selbststeuerbar sowie raum- und zeitunabhängiger, sodass auch Kollegen an den Auslandsstandorten einfacher eingebunden werden können.
Seit vielen Jahren bietet die Hannover Rück ein praxiserprobtes Traineeprogramm an, das auf Absolventen der Wirtschaft swissenschaft en (Betriebs- und Volkswirtschaft slehre), (Wirtschaft s-)Juristen und Absolventen der Kulturraumstudien fokussiert ist. Ziel dieses ressortübergreifenden Programms ist die Ausbildung von Nachwuchs gezielt für das Kerngeschäft Underwriting. Seit 2009 hat die Hannover Rück diese sehr passgenaue, interne Form der Weiterbildung ausgeweitet: Sie hat ein spezielles Traineeprogramm für (Wirtschaft s-)Mathematiker etabliert, denn in den vergangenen Jahren ist der Bedarf an qualifi zierten Mathematikern kontinuierlich und deutlich gewachsen.
Auch der Erstausbildung kommt im Konzern nach wie vor eine hohe Bedeutung zu: Dem Unternehmen ermöglicht die Ausbildung kompetente, qualifi zierte und motivierte Mitarbeiter zu gewinnen. Für den einzelnen Auszubildenden ist sie eine Voraussetzung für den erfolgreichen Start in das Berufsleben. Ein überwiegender Anteil der Auszubildenden wird nach Abschluss der Ausbildung übernommen. Zum 31. Dezember 2010 waren im Talanx-Konzern im Inland 404 (391) Auszubildende beschäft igt.
Die Unternehmen im Talanx-Konzern zeigen auf vielfältige Weise ihre Verantwortung für die Umwelt. Unseren Versicherern stehen dafür drei Wege off en: im Unternehmen nachhaltig zu wirtschaft en, Produkte zu entwickeln, die Kriterien wie Umweltschutz, Energieverbrauch und soziale Verantwortung unterstützen, und solche Kriterien bei der eigenen Kapitalanlage zu berücksichtigen.
Im Unternehmen setzen wir u. a. auf Energiesparmaßnahmen, die in unseren Bürogebäuden vielfältige Formen annehmen. Besonders bei Neubauten nutzen wir die Gelegenheit, auf umweltgerechte Baumaßnahmen und einen umweltschonenden Betrieb zu achten. Aktuelles Beispiel ist die neue Unternehmenszentrale in Hannover, die zum Jahresende 2011 bezogen werden soll: Hier zielt das technische Konzept auf minimalen Energie- und Ressourcenverbrauch. Regenerative Energien und Ressourcen werden genutzt; für den Grundbedarf an Heiz- und Kühlenergie beispielsweise das natürliche Erdpotenzial (Geothermie). Eine hochwärmegedämmte Gebäudehülle, Dreifachverglasung und die Begrünung von Dachfl ächen tragen ebenfalls zur Nachhaltigkeit des Gebäudes bei.
Auf der Produktseite bieten wir in der Versicherung beispielsweise Deckungserweiterungen für Photovoltaik-Anlagen oder auch Vergünstigungen in der Kfz-Versicherung für verbrauchsarme Fahrzeuge, Hybridfahrzeuge und solche mit Elektro-, Gas-, Wasserstoff - oder Brennstoff zellen-Motor. In allen aktuellen Fondspolicen bietet HDI-Gerling ein aktiv gemanagtes Öko-Depot an. Die Anlagestrategie "Zukunft " enthält nachhaltige Aktien-, Misch- und Rentenfonds. Kriterien bei ihrer Auswahl sind der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, ein sparsamer Umgang mit Ressourcen, der faire Umgang mit Menschen sowie eine attraktive Rendite.
Auch AmpegaGerling hat Anlageprodukte, in denen das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigt wird, in ihrem Portfolio. Sie bietet als nachhaltige Geldanlage neben dem Gerling Responsibility Fonds auch die Sondervermögen terrAssisi Renten I AMI und terrAssisi Aktien I AMI an. Die Fonds investieren in Unternehmen und Emittenten, die neben ökonomischen auch Umwelt- und Sozialkriterien dauerhaft in ihre Firmenstrategie einbeziehen und unter dem Gesichtspunkt "Zukunft sverantwortung" zu den Vorreitern zählen.
Bei der Kapitalanlage unseres Konzerns beachten wir die aufsichtsrechtlichen Bestimmungen hinsichtlich größtmöglicher Rentabilität, Liquidität und Sicherheit, um jederzeit die vereinbarten Versicherungsleistungen erbringen zu können. Stehen uns Anlagemöglichkeiten zur Verfügung, die besondere ethische, soziale und ökologische Belange berücksichtigen und gleichzeitig allen eben genannten Ansprüchen genügen, fi nden diese besondere Beachtung.
Seine Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten hat Talanx unter dem Begriff "Bildung und Ausbildung" zusammengefasst. Als zentrale Maßnahme haben wir eine Stift ung eingerichtet. Die Talanx-Stift ung, die im Jahr 2009 mit dem Ziel gegründet wurde, leistungsstarke Studierende versicherungsnaher Fachbereiche und Institute an ausgewählten Hochschulen fi nanziell zu unterstützen, vergab im Jahr 2010 erstmals zehn Studienstipendien je Semester. Die Stipendien wurden zunächst für ein Jahr gewährt und können bis zu zweimal um jeweils ein weiteres Jahr bis zum Ende der Regelstudienzeit verlängert werden. Mit diesem Engagement will die Talanx AG ihre Verantwortung für gesellschaft liche Belange mit dem von ihr gesetzten Schwerpunkt "Bildung und Ausbildung" wahrnehmen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, be sonders leistungsstarke und förderungswürdige Studenten fi nanziell zu unterstützen. Gefördert werden sollen vor allem Studenten, die selbst nicht über die fi nanziellen Möglichkeiten verfügen, ihr Studium ohne entsprechende Unterstützung im Rahmen der Regelstudienzeit und mit dem ihrer Begabung entsprechenden Ergebnis zu absolvieren.
Das Mehrmarkenprinzip im Talanx-Konzern spiegelt sich in der vielstimmigen externen Kommunikation wider, in der die Tochtergesellschaft en mit verschiedenen Marken über maßgeschneiderte Marketing- und Werbemaßnahmen ihre jeweiligen Kundensegmente adressieren. Erstversicherer wie HDI und HDI-Gerling wenden sich an die breite Öff entlichkeit und setzen dafür beispielsweise TV-Werbespots, Anzeigenkampagnen oder Sponsoring ein. Rückversicherung und Asset Management sprechen fokussiert ihre speziellen Zielgruppen an. Die Kommunikation der Talanx AG richtet sich besonders an die erweiterte Financial Community und Wirtschaft sjournalisten und beschränkt sich daher hauptsächlich auf Print-Anzeigen in ausgewählten Medien.
Die Vertriebswege, die die Gesellschaft en in der Gruppe nutzen, sind äußerst vielfältig: Sie reichen von eigenen Ausschließlichkeitsorganisationen und der Präsenz vor Ort durch Niederlassungen und Geschäft sstellen über die Einschaltung von Maklern und freien Vermittlern bis zu hoch spezialisierten Bankenkooperationen. Weitere Informationen dazu fi nden sich in den Abschnitten zum jeweiligen Konzernsegment. Die Talanx AG versteht unter einer guten Corporate Governance eine verantwortungsvolle, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle. Dabei wollen wir insbesondere das Vertrauen künft iger Anleger, unserer Kunden und Mitarbeiter sowie der Öff entlichkeit weiter fördern. Daneben sind eine effi ziente Arbeit in Vorstand und Aufsichtsrat, eine gute Zusammenarbeit zwischen diesen Organen und mit den Mitarbeitern des Unternehmens sowie eine off ene und transparente Unternehmenskommunikation für uns von hoher Bedeutung.
Die Talanx AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht. Sie hat drei Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Die Aufgaben und Befugnisse dieser Organe ergeben sich aus dem Gesetz, der Satzung der Gesellschaft sowie den Geschäft sordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat.
Die Talanx AG orientiert sich bei der Erreichung ihres Ziels, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts zu erreichen, an den Grundsätzen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), womit sie sich sukzessive an die Standards börsennotierter Unternehmen annähert.
Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und legt Ziele und die Strategie fest. Nach § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder. Die aktuelle Zusammensetzung des Vorstands wird auf Seite 8 des Geschäft sberichts erläutert.
Eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäft sordnung regelt die Arbeitsweise des Vorstands. Sie legt die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Jedes Vor standsmitglied führt im Rahmen der Beschlüsse des Gesamtvorstands das ihm zugewiesene Ressort in eigener Verantwortung. Ferner regelt die Geschäft sordnung die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Der Gesamtvorstand entscheidet in allen Fällen, in denen nach Gesetz, Satzung oder der Geschäft sordnung des Vorstands eine Beschlussfassung durch den Gesamtvorstand vorgeschrieben ist. Vorstandssitzungen fi nden mindestens einmal im Monat statt.
Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die strategische Ausrichtung, die Geschäft sentwicklung, die Finanz- und Ertragslage, die Planung und Zielerreichung sowie über die bestehenden Chancen und Risiken.
Bestimmte Vorstandsentscheidungen von besonderem Gewicht bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Einige dieser Zustimmungsvorbehalte sind gesetzlich, andere sind in der Geschäft sordnung des Vorstands geregelt.
Der Aufsichtsrat berät und überwacht die Geschäft sführung der Gesellschaft . Daneben ist er insbesondere für die Bestellung und die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder und die Prüfung des Jahresabschlusses zuständig.
Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder werden je zur Hälft e von den Anteilseignern und von den Arbeitnehmern gewählt. Um eine eff ektive Arbeit zu gewährleisten, hat der Aufsichtsrat folgende Ausschüsse gebildet:
Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand regelmäßig und zeitnah über die Geschäft sentwicklung, die Umsetzung strategischer Entscheidungen, wesentliche Chancen und Risiken sowie die Planung der Gesellschaft unterrichtet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats steht mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Kontakt, um mit ihm die Strategie, die Geschäft sentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens zu beraten. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf den Seiten 9 f. erläutert.
In der Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Einziger Aktionär ist der HDI Haft pfl ichtverband der Deutschen Industrie V. a. G.
Bei der Beschlussfassung gewährt jede Aktie eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner und beschließt über die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Sie entscheidet über die Verwendung des Bilanzgewinns, über Kapitalmaßnahmen und die Zustimmung zu Unternehmensverträgen, ferner über die Vergütung des Aufsichtsrats und über Satzungsänderungen der Gesellschaft . Jedes Jahr fi ndet eine ordentliche Hauptversammlung statt, in der Vorstand und Aufsichtsrat Rechenschaft über das abgelaufene Geschäft sjahr ablegen. Für besondere Fälle sieht das Aktiengesetz die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung vor.
Als selbstverständlich betrachtet der Talanx-Konzern die Ein haltung geltenden Rechts als Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäft stätigkeit. In diesem Zusammenhang werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Compliance-Beauft ragten der Talanx unterstützt.
Mit der Verhaltensrichtlinie für unsere Mitarbeiter setzen wir Maßstäbe für ein verantwortungsvolles und ethisches Verhalten auf allen Ebenen des Konzerns. Jeder Mitarbeiter im Konzern hat dafür Sorge zu tragen, dass sein Handeln mit dieser Richtlinie und den für seinen Ar beits bereich geltenden Gesetzen, Richtlinien und Anweisungen in Einklang steht.
Nicht nur die Qualität unserer Produkte und unserer Dienstleistungen bestimmt unseren Geschäft serfolg, sondern auch ein rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten unserer Mitarbeiter untereinander, gegenüber unseren Geschäft spartnern und in der Öff entlichkeit. Nur so schaff en wir Vertrauen, einen in unserer Branche nicht zu unterschätzenden Wettbewerbsfaktor.
Mithilfe von Schulungsveranstaltungen und -programmen bieten wir den Mitarbeitern die Gelegenheit, ihr Wissen und ihre Kenntnisse über ausgewählte Compliance-relevante Themen aufzufrischen, zu erweitern und zu vertiefen.
Ein Hinweisgebersystem ermöglicht den Mitarbeitern, be stimmte gravierende Gesetzesverstöße auch anonym zu äußern. Auf dieser Basis können die Compliance-Beauft ragten tätig werden, den Schaden eindämmen und weitere Schäden vermeiden.
Das konzernweit gültige Risikomanagementsystem der Talanx AG basiert auf der Risikostrategie, die ihrerseits aus der Unternehmensstrategie abgeleitet ist. Wesentliches Element ist die systematische und vollständige Erfassung aller aus heutiger Sicht denkbaren ergebnis- und bestandsgefährdenden Risiken. Weitere Einzelheiten hierzu sind dem in diesem Geschäft sbericht enthaltenen Risikobericht ab Sei te 84 zu entnehmen.
Im Vergütungsbericht werden die Grundzüge der Vergütungsstruktur für den Vorstand der Talanx AG sowie die Höhe der Vergütung des Vorstands und die maßgeblichen Kriterien für ihre Festlegung dargestellt und erläutert. Die Darstellung umfasst sowohl die für das Berichtsjahr 2010 maßgebliche Vergütungsstruktur als auch die für das Geschäft sjahr 2011 aufgrund veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen neu eingeführte Struktur für die Vorstandsvergütung. Außerdem wird die Vergütung des Aufsichtsrats der Talanx AG beschrieben, die im Berichtsjahr erstmals auch eine erfolgsorientierte Komponente enthält. Des Weiteren werden die wesentlichen Grundzüge der Vergütung der Geschäft sleiter und Führungskräft e außerhalb des Konzernvorstands dargestellt.
Die Vorstandsvergütung wird durch den Aufsichtsrat festgelegt. Der Aufsichtsrat überprüft und erörtert die Vergütungsstruktur und die Angemessenheit der Vergütung in regelmäßigen Abständen. Die letztmalige Überprüfung durch den Aufsichtsrat erfolgte in seiner Sitzung am 13. November 2010. In dieser Sitzung hat der Aufsichtsrat zugleich eine grundlegende Neuausrichtung des Vergütungssystems für den Vorstand mit Wirkung ab dem Geschäft sjahr 2011 beschlossen, die weiter unten näher beschrieben wird.
Das Vergütungssystem für den Vorstand hat das Ziel, die Vorstandsmitglieder angemessen zu vergüten. Ausgehend vom Tätigkeits- und Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds richtet sich die Gesamtvergütung nach seinen persönlichen Leistungen und dem wirtschaft lichen Erfolg des Unternehmens. Sie besteht aus folgenden Komponenten:
Festvergütung: Die Festvergütung wird in zwölf gleichen Monatsraten ausbezahlt. Sie orientiert sich insbesondere am Aufgabenspektrum und der Berufserfahrung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Höhe der Festvergütung wird durch den Aufsichtsrat jeweils in Zeitabständen von zwei Jahren überprüft .
Variable Vergütung: Die persönlichen Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und der wirtschaft liche Erfolg des Unternehmens werden durch einen angemessenen Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung berücksichtigt. Die variable Vergütung wird in Form einer Tantiemezahlung für das abgelaufene Geschäft sjahr gewährt. Sie wird vom Aufsichtsrat unter Berücksichtigung des Ergebnisses und der wirtschaft lichen Lage der Gesellschaft und des Gesamtkonzerns, des Ergebnisses des von dem jeweiligen Vorstandsmitglied verantworteten Ressorts sowie seiner persönlichen Leistungen festgesetzt.
Nebenleistungen: Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich bestimmte Nebenleistungen, insbesondere einen Dienstwagen sowie Versicherungsschutz (Haft pfl icht-, Unfall- und Reisegepäckversicherungen).
Sofern Vorstandsmitglieder in Konzerngesellschaft en ein Mandat ausüben und hierfür eine Vergütung erhalten, wird diese auf die Tantiemezahlung der Talanx AG angerechnet.
Hinsichtlich der Höhe der Vorstandsvergütung wird auf die Anhangangaben in diesem Geschäft sbericht verwiesen Seiten 253 f.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder mit der Talanx AG enthalten – mit einer Ausnahme, wo ein jährlicher Finanzierungsbeitrag in Abhängigkeit von der Festvergütung ge währt wird – Zusagen auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz der festen jährlichen Bezüge errechnet. Das vereinbarte Maximal-Ruhegehalt beträgt je nach Vertrag zwischen 35 und 65 % des monatlich zahlbaren festen Gehaltsbezugs bei vertragsgemäßem Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres. In einem Fall besteht eine Zusage, die auf einem beitragsorientierten System beruht. In diesem Fall wird ein jährlicher Finanzierungsbeitrag in Höhe von 20 % des versorgungsfähigen Einkommens (feste jährliche Bezüge zum Stichtag 1. Juli eines jeden Jahres) von der Gesellschaft geleistet. In beiden Vertragsvarianten werden unter bestimmten Voraussetzungen anderweitige Einkünft e während des Ruhegeldbezugs anteilig oder vollständig angerechnet (z. B. bei Arbeitsunfähigkeit oder Beendigung des Dienstvertrags vor dem 65. Lebensjahr, Bezug von Berufsunfähigkeitsleistungen oder vorerdiente Ruhegehaltszahlungen).
Im Berichtsjahr bestanden sechs Einzelzusagen an die aktiven Vorstandsmitglieder. Der Rückstellungsaufwand hierfür gemäß International Financial Reporting Standards belief sich im Berichtsjahr auf 3,9 Mio. EUR.
Hinsichtlich der Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen sowie der für diesen Personenkreis gebildeten Rückstellungen für Pensionsverpfl ichtungen wird auf die Anhangangaben in diesem Geschäft sbericht verwiesen.
Der Aufsichtsrat hat das Vergütungssystem für den Vorstand im Berichtsjahr auf Grundlage der neuen gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben für die Vorstandsvergütung überprüft und dessen Struktur unter besonderer Berücksichtigung des Gesichtspunkts der Nachhaltigkeit neu ausgerichtet. Dabei wurden auch die Kriterien für die Bemessung der erfolgs- und leistungsbezogenen variablen Vergütung und deren Gewichtung neu festgelegt. Die neue Vergütungsstruktur gilt mit Wirkung ab dem Geschäft sjahr 2011 für alle aktiven Vorstandsmitglieder.
Die Vergütung des Vorstands orientiert sich an der Größe und Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaft lichen und fi nanziellen Lage, dem Erfolg und seinen Zukunft saussichten sowie der Üblichkeit der Vergütung unter Einbeziehung des Vergleichsumfelds (horizontal) und der Vergütungsniveaus, die für die Mitarbeiter der Gesellschaft gelten. Sie richtet sich darüber hinaus nach den Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seinen persönlichen Leistungen und der Leistung des Gesamtvorstands.
Die Vergütung ist insgesamt so ausgestaltet, dass sie sowohl positive als auch negative Entwicklungen berücksichtigt, marktgerecht und wettbewerbsfähig bemessen ist sowie einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung Rechnung trägt.
Die Vergütung teilt sich nach wie vor in eine jährliche Festvergütung, die erstmals zum Teil nicht Grundlage für die Berechnung der Höhe der endgehaltsbezogenen Altersversorgung ist, und eine variable Vergütung auf, wobei sich die variable Vergütung aus einer leistungsabhängigen jährlichen Barzahlung, aus einer so genannten Bonusbank mit Auszahlung nach drei Jahren sowie aus einer aktienorientierten Vergütung (Share Awards) zusammensetzt. Der Aufsichtsrat befi ndet regelmäßig und in außergewöhnlichen Situationen nach pfl ichtgemäßem Ermessen darüber, ob Anpassungen bei der variablen Vergütung oder Beschränkungen bei der Auszahlung derselben vorzunehmen sind.
Der Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist individuell unterschiedlich und bewegt sich in einer Bandbreite von 45 % bis 65 %.
Die Höhe der variablen Vergütung hängt von bestimmten defi nierten Ergebnissen und der Erreichung bestimmter Zielvorgaben ab. Die Zielvorgaben variieren je nach Funktion des betreff enden Vorstandsmitglieds. Die variable Vergütung besteht aus einem so genannten Konzernbonus und einem Individualbonus sowie bei Vorstandsmitgliedern mit der Verantwortung für einen bestimmten Geschäft sbereich einem so genannten Geschäft sbereichsbonus. Der Anteil der jeweiligen Bestandteile wird für jedes Vorstandsmitglied individuell unter Berücksichtigung der wahrgenommenen Funktion bestimmt.
Als Konzernbonus wird ein individuell bestimmter Betrag je 0,1 Prozentpunkt, um den die durchschnittliche Eigenkapitalrendite (RoE) der letzten drei Geschäft sjahre den risikofreien Zinssatz übersteigt, vergütet. Liegt die durchschnittliche Eigenkapitalrendite der letzten drei Geschäft sjahre unter dem risikofreien Zinssatz bzw. ist sie negativ, führt dies je 0,1 Prozentpunkt Unterschreitung zu einem entsprechenden Malusbetrag. Der Höchstbetrag des Konzernbonus wie auch der maximale Malusbetrag sind individuell vereinbart. Die Regelung über den Konzernbonus kann angepasst werden, sofern sich der risikofreie Zinssatz in einem Umfang verändert, dass sich eine Abweichung (absolut) von mindestens 1 Prozentpunkt ergibt. Der risikofreie Zinssatz ist der durchschnittliche Marktzins der vergangenen fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen, wobei der Durchschnitt auf Grundlage des jeweiligen Zinssatzes jährlich zum Jahresende berechnet wird.
Der Geschäft sbereichsbonus soll sich an dem im jeweils abgelaufenen Dreijahreszeitraum erreichten durchschnittlichen Intrinsic Value Created (IVC) für den von dem jeweiligen Vorstandsmitglied verantworteten Geschäft sbereich orientieren. Ein allgemein gültiges Konzept zur Messung des IVC wird derzeit noch weiter verfeinert. Die Regelung zur Berechnung der Geschäft sbereichsperformance auf der Grundlage des Geschäft sbereichs-IVC soll erstmals für das Geschäft sjahr 2013 Anwendung fi nden. Bis eine solche Regelung erstellt ist, wird der Geschäft sbereichsbonus vom Aufsichtsrat nach pfl ichtgemäßem Ermessen festgesetzt. Dabei wird der Aufsichtsrat insbesondere folgende Kriterien berücksichtigen: relative Veränderung des IVC im Vergütungsjahr, absolute Höhe des IVC im Vergütungsjahr, IVC im Vergütungsjahr im Vergleich zum Zielwert, Ausschüttungs- bzw. Ergebnisabführungsquote des Geschäft sbereichs im Vergleich zum Zielwert, allgemeines Marktumfeld. Bei vollständiger Erfüllung der Kriterien wird der für 100 % Kriterienerfüllung individuell bestimmte Betrag erreicht. Über- bzw. Untererfüllung der Kriterien führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Der geringste Geschäft sbereichsbonus beläuft sich auf 0 EUR, der höchste auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Erfüllung der Kriterien.
Ferner werden für das betreff ende Vorstandsmitglied jährlich individuelle, im Folgejahr zu erreichende qualitative und ggf. auch quantitative persönliche Ziele festgelegt. Kriterien hierfür können insbesondere der individuelle Beitrag des Vorstandsmitglieds zum Gesamtergebnis, seine Führungskompetenz, Innovationskompetenz und unternehmerische Kompetenz sowie andere quantitative oder qualitative persönliche Ziele, insbesondere unter Berücksichtigung der sich aus dem von ihm verantworteten Ressort ergebenden Besonderheiten, sein. Die Bestimmung des Grades der Zielerreichung erfolgt durch den Aufsichtsrat nach pfl ichtgemäßem Ermessen in der Sitzung des Aufsichtsrats, in der der Konzernabschluss für das betreff ende Geschäft sjahr gebilligt wird (Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung). Der Betrag für 100 % Zielerfüllung wird individuell festgelegt. Über- bzw. Untererfüllung führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Der geringste Individualbonus beläuft sich auf 0 EUR, der höchste auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Zielerfüllung.
Die Gesamthöhe der variablen Vergütung ergibt sich durch Addition der Werte für die einzelnen Vergütungskomponenten. Ergibt sich als Folge der Addition der Einzelbeträge ein Negativbetrag, beträgt die variable Vergütung null (d. h. keine negative variable Vergütung). Ein Negativbetrag wird jedoch bei der Berechnung der Bonusbank berücksichtigt.
Von dem Gesamtbetrag der festgesetzten variablen Vergütung wird ein Teilbetrag von 60 % im Monat nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung ausbezahlt. Der Restbetrag in Höhe von 40 % des Gesamtbetrags der variablen Vergütung wird zunächst zurückbehalten. Der zurückbehaltene Teil wird je zur Hälft e in eine Bonusbank eingestellt bzw. in Form von Share Awards gewährt.
In die Bonusbank werden jährlich 20 % der rechnerisch ermittelten variablen Vergütung eingestellt und zinslos für einen Zeitraum von drei Jahren zurückbehalten. Ist der rechnerisch ermittelte Betrag der variablen Vergütung negativ, wird dieser negative Betrag zu 100 % in die Bonusbank eingestellt. Der Saldo der Bonusbank verringert sich entsprechend. Ein positiver Saldo der Bonusbank wird nach Abzug einer etwaigen Auszahlung in das jeweilige Folgejahr fortgeschrieben, ein negativer Saldo wird nicht in das Folgejahr übertragen. Der jeweils in die Bonusbank eingestellte Betrag wird nach Ablauf von drei Jahren in dem Umfang ausbezahlt, in dem er aus dem dann vorhandenen Saldo – unter Berücksichtigung der Gutschrift en/Belastungen bis einschließlich derjenigen für das letzte abgelaufene Geschäft sjahr – gedeckt ist. Ein zur Auszahlung anstehender, nicht durch den Saldo der Bonusbank gedeckter Teil der variablen Vergütung verfällt.
Der weitere Teilbetrag von 20 % der insgesamt festgesetzten variablen Vergütung wird als aktienbezogene Vergütung in Form so genannter Share Awards gewährt. Die Gesamtzahl der gewährten Share Awards richtet sich nach einem Börsengang der Talanx AG nach dem Wert je Aktie der Talanx AG im Zeitpunkt der Zuteilung. Der Wert je Aktie der Talanx AG bestimmt sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse der Talanx-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung. Solange die Aktien der Talanx noch nicht börsennotiert sind, gilt als Wert je Aktie der Talanx AG der Buchwert des Eigenkapitals je Aktie, wie er sich aus dem nach internationalen Rechnungslegungsstandards im Sinne von § 315a HGB aufgestellten Konzernabschluss für das jeweils abgelaufene Geschäft sjahr ergibt. Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards ergibt sich durch Division des Gutschrift sbetrags durch den Wert je Aktie, aufgerundet auf die nächste volle Aktie. Für je ein Share Award wird nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert einer Talanx-Aktie ausbezahlt.
Die Vergütung des Aufsichtsrats richtet sich nach § 13 der Satzung der Talanx AG. Sie wird von der Hauptversammlung der Talanx AG festgelegt und wurde in der Hauptversammlung 2010 angepasst und neu geregelt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz ihrer Auslagen jährlich eine feste Vergütung (Basisvergütung) sowie eine erfolgsorientierte variable Vergütung, die zugleich dem langfristigen Unternehmenserfolg Rechnung trägt. Um ihrem erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand Rechnung zu tragen, erhalten der Vorsitzende das 2,5-Fache und seine Stellvertreter das 1,5-Fache dieser Vergütungen.
Für das Geschäft sjahr 2010 beträgt die von der Hauptversammlung festgelegte jährliche Basisvergütung 50.000 EUR pro Aufsichtsratsmitglied. Die Basisvergütung des Vorsitzenden beläuft sich auf 125.000 EUR, die der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden auf jeweils 75.000 EUR.
Ferner erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats erstmals für das Geschäft sjahr 2010 eine variable Vergütung von 55 EUR für jede vollständige Mio. EUR, die das durchschnittliche Kon zernergebnis nach Minderheitsanteilen der letzten drei Geschäft sjahre die Mindestverzinsung gem. § 113 Abs. 3 AktG (4 % der auf den geringsten Ausgabebetrag der Aktien geleisteten Einlagen) übersteigt (Bemessungsrelation). Der Faktor für den Vorsitzenden beläuft sich auf 138 EUR, die seiner Stellvertreter auf jeweils 83 EUR. Die variable Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist maximiert auf 50.000 EUR, für den Vorsitzenden auf 125.000 EUR und für seine Stellvertreter auf 75.00 EUR. Unterschreitet das durchschnittliche Konzernergebnis nach Minderheitsanteilen der letzten drei Geschäft sjahre die Mindestverzinsung nach § 113 Abs. 3 AktG, so entfällt die variable Vergütung.
Für die Mitglieder des Finanzausschusses und des Personalausschusses des Aufsichtsrats wird für das Geschäft sjahr 2010 eine weitere Vergütung in Höhe von 25.000 EUR pro Mitglied festgesetzt. Der Vorsitzende des Ausschusses erhält das Zweifache dieses Betrages.
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wird für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats und für die Teilnahme an Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jeweils ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 EUR gezahlt.
Die Obergrenze der jährlichen Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitglieds beläuft sich auf das Dreifache der jeweiligen Basisvergütung.
Hinsichtlich der Höhe der Aufsichtsratsvergütung wird auf die Anhangangaben in diesem Geschäft sbericht verwiesen Seiten 253 f.
Die Vergütungsstrategie des Talanx-Konzerns orientiert sich am Ziel der nachhaltigen Wertentwicklung der Gruppe. Die für Konzern-Vorstandsmitglieder beschriebene Vergütungsstruktur gilt deshalb grundsätzlich für Geschäft sleiter und Führungskräft e außerhalb des Konzernvorstands mit wesentlichem Einfl uss auf das Gesamtrisikoprofi l (so genannte Risikoträger) gleichermaßen.
Für den Personenkreis der Geschäft sleiter und Führungskräft e unterhalb der Geschäft sleiter, die nicht zu den Risikoträgern gehören, existieren in der Talanx-Gruppe in den einzelnen Geschäft sbereichen separate Vergütungssysteme, welche der Vergütungsstrategie des Konzerns entsprechen. Unterschiede in der Ausgestaltung sollen den spezifi schen Rahmenfaktoren der Geschäft sbereiche Rechnung tragen und deren Wettbewerbsfähigkeit fördern.
Einheitlich gilt auch für diesen Personenkreis, dass die Vergütung sich aus einem fi xen und einem variablen Anteil zusammensetzt.
Der fi xe Teil der Vergütung beträgt zwischen 50 und 85 % der Gesamtvergütung und wird in zwölf gleichen Monatsraten ausbezahlt. Zudem werden bestimmte Nebenleistungen, insbesondere ein zur Verfügung gestellter Dienstwagen und Versicherungsschutz (Haft pfl icht-, Unfall- und Reisegepäckversicherungen), sowie arbeitgeberfi nanzierte Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Entgeltumwand lung zum Aufb au einer zusätzlichen arbeitnehmerfi nanzierten Altersversorgung. Bei der Hannover Rückversicherung AG besteht ferner ein virtueller Aktienoptionsplan, der die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten an bestimmte Führungskräft e vorsieht.
Bei der Bemessung des variablen Teils der Vergütung fi nden der nachhaltige Unternehmenserfolg, der nachhaltige Erfolg der Organisationseinheit sowie der persönliche Erfolg des Mit arbeiters Berücksichtigung. Individuelle Ziele müssen im Einklang mit der Strategie des Talanx-Konzerns stehen und geeignet sein, den Erfolg des Talanx-Konzerns zu steigern. Die Vergütungs- und Zielvereinbarungssysteme im Konzern werden 2011 dort, wo es unter Aufrechterhaltung der Unterschiede der Geschäft sbereiche sinnvoll ist, weiter vereinheitlicht.
Die aus der Unternehmensstrategie abgeleitete Risikostrategie ist die Basis unseres Umgangs mit Risiken und Chancen. Elementar für die Übernahme von Risiken sind die Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zur Risikoneigung des Konzerns. Die Risikostrategie bildet als eigenständiges Regelwerk das Fundament für das konzernweite Risikomanagement. Sie ist damit integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns und spiegelt sich in den Detailstrategien der jeweiligen Geschäft sbereiche wider.
Als international operierender Versicherungs- und Finanzdienstleistungskonzern sind wir mit einer Vielzahl von Risi ken konfrontiert, die untrennbar mit unserer unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind und deren Ausprägung in den einzelnen Geschäft sbereichen und geografi schen Regionen unterschiedlich ist. Sowohl die Unternehmens- als auch die Risikostrategie werden daher regelmäßig überprüft . Durch diese Überprüfung unserer Annahmen und einer gegebenenfalls daraus abgeleiteten Adjustierung stellen wir die Aktualität unserer strategischen Leitlinien und damit unseres Handelns sicher.
Oberstes Ziel unseres Risikomanagements ist es, unsere strategisch defi nierten Risikopositionen einzuhalten. Bezüglich der Kapitalausstattung streben wir in unserem internen Risikokapitalmodell eine Adäquanzgröße an, die uns einen hohen Sicherheitspuff er gibt. Als Nebenbedingung zu dem regulatorischen Ziel der aufsichtsrechtlichen Übererfüllung der Kapitalausstattung verfolgt die Talanx ein Zielrating, das bei Standard & Poor's der Kategorie "AA" entspricht.
Wesentlich für ein effi zientes Risikomanagementsystem ist das Zusammenwirken der einzelnen Funktionen und Gremien innerhalb des Gesamtsystems. Die Talanx hat die Rollen und Aufgaben klar defi niert, um ein reibungsloses Zusammenspiel zu gewährleisten.
| Steuerungselement | Wesentliche Aufgabe im Risikomanagement |
|---|---|
| Aufsichtsrat | ■ Beratung und Überwachung des Vorstands bei der Leitung des Unternehmens, u. a. auch im |
| Hinblick auf die Risikostrategie und das Risikomanagement | |
| Vorstand | ■ Gesamtverantwortung für das Risikomanagement |
| ■ Festlegung der Risikostrategie | |
| ■ Verantwortlich für Funktionsfähigkeit des Risikomanagements | |
| Risikokomitee | ■ Risikoüberwachungs- und Koordinationsgremium, insbesondere mit folgenden Aufgaben: |
| ■ kritische Beobachtung und Analyse der Risikoposition des Gesamtkonzerns unter besonderer | |
| Beachtung des vom Vorstand verabschiedeten Risikobudgets sowie der Risikostrategie | |
| ■ Überwachung der Steuerungsmaßnahmen im Konzern im Hinblick auf die existenz gefährdenden | |
| Risiken des Konzerns | |
| Chief Risk Officer | ■ Verantwortung für die geschäftsbereichsübergreifende und ganzheitliche Risikoüberwachung |
| ( systematische Identifikation und Bewertung, Kontrolle/Überwachung und Berichterstattung von | |
| Risiken) aller aus Konzernsicht wesentlichen Risiken | |
| Zentrales Risikomanagement | ■ Konzernübergreifende Risikoüberwachungsfunktion |
| ■ Methodenkompetenz, u. a. für die | |
| ■ Entwicklung von Prozessen/Verfahren zur Risikobewertung, -steuerung und -analyse | |
| ■ Risikolimitierung und -berichterstattung | |
| ■ übergreifende Risikoüberwachung und Ermittlung des notwendigen Risikokapitals | |
| Dezentrales Risikomanagement | ■ Risikoüberwachungsfunktion in den Geschäftsbereichen |
| ■ Beachtung der zentral definierten Richtlinien, Methoden und Verfahren sowie Limitsysteme | |
| und Schwellenwerte, die als Rahmen für die dezentrale Umsetzung, Überwachung und | |
| Berichterstattung dienen | |
| Interne Revision | ■ Prozessunabhängige Überprüfung der Funktionsbereiche des Konzerns |
| Wirtschaftsprüfer | ■ Jährliche systematische Prüfung des Risikofrüherkennungssystems |
Der Talanx-Konzern deckt mit seinen Konzernsegmenten ein umfangreiches Produktspektrum ab – von Versicherungen bis zu Finanz- und sonstigen Dienstleistungen. Daher arbeiten die Talanx AG und ihre Tochtergesellschaft en mit vielfältigen Verfahren und Instrumenten zur Risikobeobachtung und -steuerung. Entsprechend dem Ansatz vergleichsweise weitgehender Eigenverantwortung und Dezentralität pfl egen unsere Tochterunternehmen jeweils eigene Risikomanagementsysteme, da sie ihre Risiken selbst am besten beurteilen und bewerten sowie Risikosteuerungsmaßnahmen rechtzeitig ergreifen können. Das Konzernrisikomanagement gibt zur Ausgestaltung der dezentralen Risikomanagementsysteme jedoch Richtlinien vor, die einen konzernweit einheitlichen und aggregierbaren Mindeststandard gewährleisten.
Der Risikomanagementprozess umfasst die Identifi kation, Messung, Analyse, Bewertung, Limitierung und Überwachung von Risiken sowie die Risikoberichterstattung.
Wir identifi zieren Risiken über geeignete Kennzahlen und über verschiedene Risikoerhebungen, in denen Experten und ausgewählte Führungskräft e zur Risikolage Stellung nehmen. Um über die Risikosituation in den Geschäft sbereichen laufend informiert zu sein, führt das Konzernrisikomanagement quartalsweise Gespräche mit dem dezentralen Risikomanagement. Wesentliche Änderungen in der Risikoposition berichtet das Risikomanagement der Geschäft sbereiche ad hoc an das Konzernrisikomanagement.
Zur Messung, Analyse und Bewertung von Risiken leitet das Konzernrisikomanagement aus den dezentralen Risiken mithilfe eines internen Risikokapitalmodells die Risikosituation des Talanx-Konzerns ab. Mit diesem internen Risikokapitalmodell nehmen wir eine adäquate Bewertung der Risiken vor. Es lehnte sich im Berichtszeitraum noch in wesentlichen Bereichen an ein verfeinertes so genanntes GDV-Standardmodell an und dient der Risikoanalyse und -bewertung von Einzelrisiken sowie der gesamten Risikoposition des Konzerns. Ziel der Risikoquantifi zierung ist es, das Risikokapital auf der Basis eines 99,97-prozentigen Value at Risk zu berechnen. Der betrachtete Zeithorizont des Modells beträgt ein Kalenderjahr. Im Risikomodell werden Korrelationseff ekte zwischen Konzerngesellschaft en und Risikokategorien berücksichtigt. Derzeit wird ein stochastisches, Solvency-II-orientiertes Risikokapitalmodell entwickelt, das die Talanx-weite Verwendung von internen Modellen ermöglicht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im Jahr 2008 mit der Untersuchung dieses Modells begonnen, deren Ziel die zukünft ige aufsichtsrechtliche Genehmigung ist.
Bezüglich der Risikolimitierung sind innerhalb unseres zentralen Limit- und Schwellenwertsystems für die wesentlichen Risiken des Konzerns Spitzenkennzahlen für die Steuerung und Überwachung vorgegeben. Mit der Festlegung geeigneter Limite und Schwellenwerte für die quantitativ messbaren wesentlichen Risiken operationalisieren wir die Risikosteuerung und -überwachung. Nicht oder schwer quantifi zierbare wesentliche Risiken (z. B. operationale Risiken) überwachen und steuern wir primär durch angemessene Prozesse und Verfahren.
Bei der Risikoüberwachung unterscheiden wir insbesondere zwischen der prozessintegrierten unabhängigen Überwachung und der prozessunabhängigen Überwachung. Die prozessintegrierte unabhängige Überwachung liegt vor allem bei dem Risikokomitee, dem Chief Risk Offi cer und den ihn unterstützenden Organisationseinheiten. Die prozessunabhängige Überwachung erfolgt insbesondere durch die Interne Revision und den Aufsichtsrat.
Unsere Risikoberichterstattung verfolgt das Ziel, systematisch und zeitnah über Risiken und deren potenzielle Auswirkungen zu informieren sowie eine ausreichende unternehmensinterne Kommunikation über alle wesentlichen Risiken als Entscheidungsgrundlage sicherzustellen. Die regelmäßige Berichterstattung zur aktuellen Geschäft sentwicklung sowie zum Risikomanagement gewährleistet, dass der Vorstand der Talanx AG über Risiken laufend informiert ist und gegebenenfalls steuernd eingreifen kann; auch der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage informiert. Über wesentliche Änderungen in der Risikoposition wird der Vorstand der Talanx AG ad hoc informiert.
Mögliche Folgen von Risiken werden nicht nur dokumentiert, sondern fl ießen auch in die Jahresplanungen der Konzernunternehmen ein, sodass die Risiken der künft igen Entwicklung und entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah berücksichtigt werden. Die Planungen aller Konzernunternehmen und des gesamten Konzerns werden im Vorstand und Aufsichtsrat der Talanx AG diskutiert und verabschiedet.
Unsere Entscheidungs- und Überwachungsprozesse erfüllen nicht nur die umfassenden Anforderungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes an das Berichts- und Meldewesen, sie umfassen auch die Erstellung und Überprüfung des Jahresund Konzernabschlusses, das interne Kontrollsystem und den Einsatz von leistungsfähigen Planungs- und Controllinginstrumenten.
Im Berichtsjahr wurde unser Risikomanagement im Bereich der Erstversicherung von Standard & Poor's mit "adequate with positive trend" beurteilt. Der Erstversicherungsbereich erreichte damit die höchste Einstufung, welche von Versicherern ohne ein stochastisches internes Modell erreicht werden kann. Das Risikomanagement der Hannover Rück wurde von S&P mit "strong", der zweitbesten S&P-Bewertung, beurteilt. Diese Einschätzungen belegen die Qualität unseres ganzheitlichen Risikomanagementansatzes.
Nach der bei AmpegaGerling 2009 erfolgten Prüfung und Zertifi zierung der Kontrollaktivitäten nach SAS 70 Type 1 als Nachweis der angemessenen Ausgestaltung des Kontrollsystems wurde für 2010 die Prüfung nach Type 2 in Bezug auf die wirksame Umsetzung der wesentlichen Kontrollen erfolgreich absolviert.
Das Risikomanagement im Talanx-Konzern ist geprägt durch seine dezentrale Organisationsstruktur. Die Zuständig kei ten sind aufgeteilt in ein dezentrales Risikomanagement auf Ebe ne der Geschäft sbereiche und ein zentrales Risikomanagement auf Konzernebene.
Die zentralen Merkmale des bei der Talanx AG implementierten internen Kontrollsystems (IKS) und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
■ In den rechnungslegungsrelevanten Prozessabläufen sind Kontrollen implementiert: Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden durch die verantwortlichen Mitarbeiter auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Dabei wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet. Des Weiteren finden durch eine datenbankgestützte Software programmierte Plausibilitätsprüfungen statt.
Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess sichern integrierte Kontrollen die Richtigkeit und Vollständigkeit des Konzernabschlusses. Die Prozesse zur Organisation und Durchführung der Konsolidierungsarbeiten und zur Erstellung des Konzernabschlusses der Talanx AG sowie zugehörige Kontrollen sind in einer übergreifenden IKS-Dokumentation dargestellt. Wesentliche Bestandteile der Dokumentation sind die Konzernabschlussrichtlinie und das Organisationshandbuch; sie werden regelmäßig unter Compliance-Aspekten überprüft und optimiert.
Konzerninterne IFRS-Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben sind in einem Bilanzierungshandbuch gesammelt, das allen Konzerngesellschaft en IT-gestützt zur Verfügung steht und allen Mitarbeitern vorliegt, die mittelbar oder unmittelbar an der Erstellung von Einzel- oder Konzernabschlüssen mitwirken. Ziel des Handbuchs ist es, die konzernweit einheitliche und richtige Umsetzung der internationalen Rechnungsle gungsstandards zu gewährleisten. Es wird regelmäßig aktu alisiert und an die sich fortentwickelnden Vorschrift en an ge passt. Eine Betreuung der dezentralen Rechnungsweseneinheiten der Tochtergesellschaft en durch die Mitarbeiter des Konzernrechnungswesens stellt sicher, dass die Vorschrift en des Handbuchs eingehalten werden.
Der Konzernabschluss der Talanx AG wird auf der Grundlage von IFRS-Packages der einbezogenen Tochtergesellschaft en erstellt. Insoweit wirken die Maßnahmen des Risikomanagements auf Ebene der Tochtergesellschaft en auch auf die Talanx AG.
Für die Berichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird eine internetbasierte IT-Anwendung eingesetzt. Die in einer Datenbank abgelegten Posten der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalfl ussrechnung, Eigenkapitalentwicklung und Anhang sowie konsolidierungsrelevante Daten werden mittels Schnittstellen in das Konsolidierungssystem eingelesen und dort verarbeitet. Konzerninterne Transaktionen werden durch vorangehende Abstimmprozesse überprüft und,
sofern erforderlich, konsolidiert. Hierfür bestehen schrift liche Anweisungen, die ein sachgerechtes Vorgehen gewährleisten. Manuelle Buchungen im Konsolidierungssystem sind im Rahmen eines Stufenprozesses unter Berücksichtigung bestimmter Wertgrenzen von den verantwortlichen Mitarbeitern freizugeben. Unterstützend stehen hierfür, sowie für außerordentliche und seltene Geschäft svorfälle, Arbeitsanweisungen zur Verfügung.
Die Konzernabschlüsse der Talanx AG werden zum Bilanzstichtag vom Abschlussprüfer geprüft ; die quartärlichen Zwischenabschlüsse des Konzerns sowie die IFRS-Packages der einbezogenen Unternehmen unterliegen der prüferischen Durchsicht.
Es sind bislang keine konkreten Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Talanx-Konzerns existenziell beeinträchtigen können. Insbesondere hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Bankenkrise besteht jedoch ein hoher abstrakter Grad an Unsicherheit. Gleiches gilt für die weitere Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen unserer unternehmerischen Tätigkeit. Gegen die fi nanziellen Konsequenzen denkbarer Risiken haben wir hohe Garantiemittel gebildet.
Die Risikolage des Talanx-Konzerns ergibt sich aus den nachfolgend beschriebenen Risikokategorien, die sich am Deutschen Rechnungslegungs Standard DRS 5-20 orientieren:
Die im Folgenden dargestellten Risiken beziehen sich auf die nächsten zwei Geschäft sjahre.
Die Auswirkungen der Bankenkrise sind auch am Talanx-Konzern nicht spurlos vorbeigegangen. Während im Jahr 2008 aufgrund des negativen Kapitalmarktumfelds umfangreiche Abschreibungen auf Wertpapiere vorgenommen wurden, war die Situation 2010 wie auch im Vorjahr deutlich entspannter.
Nachdem 2008 und zu Beginn 2009 die Aktienbestände zunächst deutlich verringert worden waren, erfolgten ab Sommer 2009 wieder erste Reinvestitionen. Auf Konzernebene wird annähernd das gleiche Aktienvolumen gehalten wie Ende 2009, wobei der Bestand über Stop-Loss-Konzepte größtenteils gegen Kursverluste abgesichert ist.
Das Engagement der Talanx ist durch die Kapitalanlagerichtlinien limitiert, sodass keine existenzgefährdenden Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern bestehen. Im Zuge der fortschreitenden Bankenkrise an den Kapitalmärkten wurden in der Talanx-Gruppe die zuvor geltenden Risikolimite in wesentlichen, risikomindernden Punkten verschärft .
Sollte das derzeit niedrige Zinsniveau anhalten oder gar weiter absinken, ergäbe sich hieraus ein erhebliches Wiederanlagerisiko für die Lebensversicherungsgesellschaft en mit klassischen Garantieprodukten, da es zunehmend schwerer würde, die Garantieverzinsung zu erwirtschaft en. Dieses Zinsgarantierisiko reduziert der Konzern vor allem durch Zinssicherungsinstrumente (siehe unter "Wesentliche versicherungstechnische Risiken"). Zudem könnte es insbesondere im Zuge weiter sinkender Zinsen und höherer Volatilitäten Rückgänge beim Market Consistent Embedded Value (MCEV) der Leben-Erstversicherer geben. Der MCEV für 2010 wird im Laufe des ersten Halbjahres 2011 berechnet.
Im Zuge der Bankenkrise waren im Markt eine Verknappung der Darlehensvergabe der Banken und damit einhergehende mögliche Probleme bei der Beschaff ung von liquiden Mitteln zu beobachten. Dies hat für den Talanx-Konzern im Vergleich zur Kreditwirtschaft geschäft smodellbedingt nur eine untergeordnete Bedeutung, da er durch die laufenden Prämienzahlungen und Zinserträge aus Kapitalanlagen sowie eine liquiditätsbewusste Anlagepolitik grundsätzlich über ausreichend liquide Mittel verfügt. Zudem stehen dem Konzern umfangreiche ungenutzte Kreditlinien zur Verfügung. Liquiditätsrisiken könnten sich jedoch insbesondere durch illiquide Kapitalmärkte ergeben sowie im Lebensversicherungsbereich durch ein erhöhtes Storno der Versicherungsnehmer, wenn zusätzliche Kapitalanlagen kurzfristig in großem Umfang liquidiert werden müssen.
Des Weiteren könnte die mit der Bankenkrise einhergehende Verunsicherung privater wie institutioneller Investoren Auswirkungen auf die Geschäft smodelle der einzelnen Geschäft sbereiche des Talanx-Konzerns haben, z. B. in Form einer möglichen sinkenden Nachfrage nach Versicherungsschutz.
Ergänzend zu den folgenden Angaben enthält der Anhang eine ausführliche, auch quantitative Beschreibung der Risiken aus Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten.
Die versicherungstechnischen Risiken in der Schaden- und Unfallversicherung werden getrennt von denen in der Lebensversicherung betrachtet, da sie sich deutlich voneinander unterscheiden.
In der Schaden- und Unfallversicherung (Erst- und Rückversicherung) ergeben sich die versicherungstechnischen Risiken in erster Linie aus dem Prämien-/Schadenrisiko und dem Reserverisiko. Das Prämien-/Schadenrisiko ergibt sich daraus, dass aus im Voraus festgesetzten Versicherungsprämien später Entschädigungen zu leisten sind, deren Höhe jedoch zunächst unbekannt ist. So kann der tatsächliche vom erwarteten Schadenverlauf abweichen. Dies kann auf zwei Ursachen zurückgeführt werden: das Zufallsrisiko und das Irrtumsrisiko.
Beim Zufallsrisiko handelt es sich um die Tatsache, dass sowohl die Anzahl als auch die Höhe von Schäden zufallsbedingt sind und somit den Schadenerwartungswert übersteigen können. Dieses Risiko lässt sich auch bei bekannter Schadenverteilung nicht ausschließen. Das Irrtumsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die tatsächliche Schadenverteilung von der angenommenen abweicht. Hier wird zwischen Diagnose- und Prognoserisiko unterschieden. Beim Diagnoserisiko besteht die Möglichkeit, dass der Ist-Zustand aufgrund des Datenmaterials unzureichend interpretiert wird. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn nur unvollständige Informationen über die Schadendaten vergangener Versicherungsperioden vorliegen. Das Prognoserisiko bezeichnet die Gefahr, dass sich die Wahrscheinlichkeitsverteilung des Gesamtschadens nach dem Zeitpunkt der Schätzung unerwartet verändert hat, z. B. durch eine höhere Infl ation.
Das Prämien-/Schadenrisiko mit all seinen Komponenten steuert und reduziert der Talanx-Konzern vor allem durch Schadenanalysen, aktuarielle Modellierungen, selektives Underwriting, Fachrevisionen und regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs sowie durch angemessenen Rückversicherungsschutz.
Das zweite versicherungstechnische Risiko in der Schadenund Unfallversicherung, das Reserverisiko, ist die Gefahr, dass die versicherungstechnischen Rückstellungen nicht ausreichen, um noch nicht abgewickelte und noch nicht bekannte Schäden vollständig zu regulieren. Dies könnte zu einem Nachreservierungsbedarf führen. Zur Risikobeherrschung nehmen die Unternehmen des Talanx-Konzerns eine vorsichtige Rückstellungsbemessung vor. Dabei berücksichtigen die Unternehmen neben den von den Kunden genannten Angaben zu den Schäden auch die Erkenntnisse aus eigenen Schadenprüfungen und -erfahrungen. Außerdem wird eine so genannte Spätschadenreserve für Schäden gebildet, die voraussichtlich eingetreten, aber noch nicht oder in unzureichender Höhe gemeldet worden sind. Um das Reserverisiko zu reduzieren, wird zusätzlich die Höhe der Rückstellungen regelmäßig auch von externen Aktuaren überprüft und werden externe Reservegutachten angefertigt. Zu den Abwicklungsergebnissen der Schadenrückstellungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang unter "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" Seiten 219 ff .
Im Folgenden werden die Risiken einzelner Versicherungszweige in der Schaden- und Unfallversicherung sowie anschließend die Risiken in der Leben-Erstversicherung und in der Personen-Rückversicherung dargestellt.
Bei Haft pfl ichtversicherungsverträgen gewähren wir dem Versicherungsnehmer und eventuell mitversicherten Personen Schutz gegenüber Schadenersatzansprüchen Dritter. Ersetzt werden in der Regel Personen- und Sachschäden, aber auch Vermögensschäden sind versicherbar. Hierunter fällt auch die Kraft fahrt-Haft pfl ichtversicherung. Die vereinbarten Versicherungssummen stellen die Deckungsgrenzen dar. Die Häufi gkeit und die Höhe der Schäden können durch mehrere Faktoren beeinfl usst werden: Durch eine Änderung der Rechtsprechung könnte die Anzahl von Fällen, in denen Ansprüche vor Gericht geltend gemacht werden, steigen und somit Auswirkungen auf die Entschädigungsleistungen haben. Ebenso können Risiken durch Infl ation entstehen, da die Schäden zum Teil über einen sehr langen Zeitraum abgewickelt werden. So könnten die gebildeten Rückstellungen infl ationsbedingt nicht ausreichen, um daraus die späteren Schadenzahlungen zu leisten. Bei Haft pfl ichtversicherungsverträgen ist der (Rück-)Versicherer haft bar für alle versicherten Ereignisse, die während der Vertragslaufzeit eintreten, sogar dann, wenn der Schaden erst nach der Vertragslaufzeit erkannt wird. Daher bilden wir auch bei Haft pfl ichtverträgen Schadenrückstellungen nicht nur für bereits gemeldete
Schäden, sondern auch für solche, die zwar eingetreten, aber noch nicht berichtet worden sind. Zur Berechnung dieser Rückstellungen werden aktuarielle Methoden angewendet. Diese können bezüglich der zugrunde gelegten Annahmen Irrtumsrisiken bergen.
Unfallversicherungsverträge gewähren Versicherungsschutz gegen die wirtschaft lichen Folgen von Unfällen. Die Konzerngesellschaft en leisten in der Regel je nach Unfallfolgen und Vertrag Tagegeld, Invaliditätsentschädigung oder -rente oder aber eine Todesfallsumme. Die Rückstellungen werden auf Basis lebensversicherungsmathematischer Modelle errechnet.
Die Konzern(rück)versicherungsgesellschaft en kalkulieren ihre Prämien der Haft pfl icht- und Unfallversicherungsverträge auf Basis von Erfahrungswerten und aktuariellen Berechnungen. Ferner steuern sie diese Risiken durch ihre Zeichnungspolitik. Zeichnungsrichtlinien, die auch Zeichnungsausschlüsse und -limite umfassen, geben Kriterien für die Risikoselektion vor. Diese Zeichnungsrichtlinien sind für die Underwriter verbindlich; sie werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Außerdem wird das Risiko von Spitzenbelastungen durch entsprechenden Rückversicherungsschutz reduziert. Des Weiteren werden die Rückstellungen regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft .
Sachversicherungsverträge werden geschlossen, um im Schadenfall eine Versicherungsleistung für die beschädigte oder zerstörte Sache zu erhalten. Die Höhe und das Ausmaß der Schäden, die diese Verträge abdecken, sind insbesondere bestimmt durch die Kosten des Wiederaufb aus von Gebäuden, die Kosten für die Wiederherstellung oder Entschädigung für den Inhalt sowie bei industriellen und gewerblichen Verträgen durch Schäden, die wegen einer Unterbrechung des Geschäft sbetriebs entstehen. Die Leistungen sind jedoch durch die Versicherungssumme begrenzt. In der Kraft fahrzeugversicherung können Schäden durch die Wiederbeschaff ung eines zerstörten Fahrzeugs oder dessen Reparatur entstehen.
Von besonderer Bedeutung bei diesen Verträgen sind die versicherungstechnischen Risiken. So können unrichtige Kalkulationsannahmen, eine ungenügende Kumulkontrolle oder Fehleinschätzungen des Schadenverlaufs dazu führen, dass wesentliche Zahlungsströme von den Erwartungen abweichen, die bei der Kalkulation der Prämie zugrunde
gelegt wurden. Insbesondere der klimatische Wandel kann zu häufi gen und schweren Wetterereignissen (z. B. Überfl utungen oder Stürmen) mit entsprechenden Schäden führen. Bei industriellen Sachversicherungsverträgen können durch große Einzelschadenereignisse hohe Schäden entstehen. Zur Eingrenzung der Risiken beobachten wir kontinuierlich ein eventuelles Abweichen des tatsächlichen vom erwarteten Schadenverlauf und präzisieren gegebenenfalls die Kalkulationen. Beispielsweise haben die Konzerngesellschaft en bei der Erneuerung von Verträgen die Möglichkeit, die Preise an eine veränderte Risikosituation anzupassen. Auch steuern sie diese Risiken durch die Zeichnungspolitik: Hier existieren ebenfalls Zeichnungsausschlüsse und -limite, die als Kriterium für die Risikoselektion gelten. In einigen Sparten gelten außerdem Selbstbehalte. Spitzenbelastungen durch hohe Einzel- und Kumulrisiken werden durch sorgfältig gewählten Rückversicherungsschutz verringert.
Um Naturgefahrenkumule insbesondere für eigene Rechnung frühzeitig zu identifi zieren, werden vor allem für den Hannover Rück-Konzern umfangreiche Szenarioanalysen angestellt. Dabei werden z. B. die Auswirkungen von Naturkatastrophen durch Klimaveränderungen mithilfe von Simulationsmodellen weltweit analysiert. Basierend auf diesen Auswertungen werden das maximale Engagement, das die Hannover Rück für derartige Risiken übernehmen wird, und der entsprechende Retrozessionsbedarf bestimmt. Die Retrozession – also die Weitergabe von Risiken an andere sorgfältig ausgewählte Rückversicherer von langfristig bewährter Bonität – ist ein weiteres wichtiges Instrument, um die versicherungstechnischen Risiken zu begrenzen.
In der Leben-Erstversicherung wird der Versicherer durch den Versicherungsvertrag entweder zu einer einmaligen oder zu einer regelmäßig wiederkehrenden Leistung verpfl ichtet. Die Prämienkalkulation beruht hier auf einem rechnungsmäßigen Zins und auf biometrischen Grundlagen, die u. a. vom Alter des Versicherten bei Vertragsbeginn, von der Vertragsdauer und von der Höhe der Versicherungssumme abhängen. Versicherungsfälle sind vor allem der Tod der versicherten Person oder Ablauf (Erleben) eines vereinbarten Termins.
Typische Risiken der Lebensversicherung entstehen daraus, dass die Verträge langfristige Leistungsgarantien abgeben: Während die Prämien zu Beginn des Vertrags für die gesamte Laufzeit bei einer bestimmten Leistung fest vereinbart werden, können sich die zugrunde liegenden Parameter (Zinsniveau, biometrische Annahmen) ändern. Dies gilt auch und
vermehrt für den für das Vertragsverhältnis maßgeblichen rechtlichen Rahmen, dessen risikobehaft ete Änderungen weiter unten unter "Wesentliche operationale Risiken" diskutiert werden.
Biometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden zur Berechnung von Prämien und Rückstellungen bereits zu Ver tragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich jedoch im Zeitverlauf als nicht mehr zutreff end erweisen und dadurch zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Deckungsrückstellungen erfordern. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft .
Für Verträge, in denen der Tod das versicherte Risiko ist, können insbesondere Epidemien, eine Pandemie oder ein weltweiter Wandel der Lebensgewohnheiten Risiken darstellen. Bei Rentenversicherungen resultiert das Risiko vor allem aus einer stetigen Verbesserung der medizinischen Versorgung und der sozialen Bedingungen, die die Langlebigkeit erhöhen, sodass die Versicherten länger Leistungen beziehen als kalkuliert.
Der dauernden Erfüllbarkeit dieser Verträge dienen Rückstellungen, deren Berechnung auf Annahmen über die Entwicklung biometrischer Daten wie Sterblichkeit oder Berufsunfähigkeit beruht. Speziell ausgebildete Lebensversicherungsaktuare stellen sicher, dass die Berechnungsgrundlagen auch Änderungsrisiken über Sicherheitszuschläge hinreichend berücksichtigen.
Außerdem bergen Lebensversicherungsverträge Stornorisiken. Beispielsweise könnten bei einer ungewöhnlichen Häufung von Stornofällen für Versicherungsleistungen nicht genügend liquide Kapitalanlagen zur Verfügung stehen. Dies könnte eine ungeplante Realisierung von Verlusten bei der Veräußerung von Kapitalanlagen zur Folge haben. Daher legen die Lebensversicherer des Konzerns einen ausreichend hohen Kapitalanlagebestand in kurzlaufenden Kapitalanlagen an. Zusätzlich vergleichen und steuern sie regelmäßig die Duration der Aktiv- und der Passivseite. Des Weiteren können bei Storno Forderungsausfälle gegenüber Versicherungsvermittlern entstehen, wenn die Forderungen gegenüber Vermittlern uneinbringlich sind. Daher werden die Vermittler sorgfältig ausgewählt. Bei Storno kann zudem
ein Kostenrisiko entstehen, wenn das Neugeschäft deutlich zurückgeht und die fi xen Kosten – anders als die variablen – nicht kurzfristig reduziert werden können. Das Kostencontrolling und ein Fokus auf variable Vertriebskosten durch Vertriebswege wie Makler begrenzen dieses Risiko.
Bei Lebensversicherungsverträgen mit garantierten Zinsleistungen besteht ein Zinsgarantierisiko. Dieses Risiko entsteht, wenn bei Vertragsbeginn einer Lebensversicherung eine Ga rantieverzinsung auf den in der Prämie enthaltenen Sparanteil vereinbart ist. Das Zinsgarantierisiko hat sich mit der Reform des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) dahingehend verschärft , dass den Versicherungsnehmern bei Vertragsbeendigung eine Beteiligung an den Bewertungsreserven der Kapitalanlagen zusteht. Um die Garantieverzinsung zu erwirtschaft en, müssen die Versicherungsprämien zu entsprechenden Konditionen am Kapitalmarkt angelegt werden. Der Kapitalmarkt verändert sich jedoch im Zeitablauf; zukünft ige Kapitalanlagen unterliegen damit dem Risiko schlechterer Konditionen. Ferner ist die Laufzeit der Kapitalanlagen in der Regel meist kürzer als die Laufzeit der Versicherungsverträge, sodass außerdem ein Wiederanlagerisiko besteht. Ein Zinsänderungsrisiko besteht darüber hinaus im Zusammenhang mit garantierten Rückkaufswerten. So kann ein schnell steigendes Zinsniveau zur Bildung von stillen Lasten führen. Bei vorzeitigen Vertragsbeendigungen stünden den Versicherungsnehmern die garantierten Rückkaufswerte zu, und die Versicherungsnehmer wären nicht an den ggf. entstandenen stillen Lasten zu beteiligen. Bei Verkauf der entsprechenden Kapitalanlagen wären die stillen Lasten von den Lebensversicherungsgesellschaft en zu tragen, und theoretisch wäre es denkbar, dass der Zeitwert der Kapitalanlagen nicht ausreicht, um die garantierten Rückkaufswerte zu erreichen. Zudem führt die durch die VVG-Reform geänderte Verteilung der Abschlusskosten in der Anfangsphase zu höheren Rückkaufswerten. Das Zinsgarantierisiko reduziert der Konzern vor allem durch ständige Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte und Ergreifen entsprechender Steuerungsmaßnahmen. Zum Teil kommen Zinssicherungsinstrumente, so genannte Swaptions und Book-Yield Notes, zum Einsatz. Für einen großen Teil unseres Lebensversicherungsportefeuilles ist das Zinsgarantierisiko durch vertragliche Bestimmungen reduziert. Die zusätzlich zum Garantiezins gezahlten Überschussbeteiligungen können der Kapitalmarktlage angepasst werden. Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen liegen Anlagerisiken und -chancen grundsätzlich bei den
Kunden. Allerdings könnten die Anlagerisiken infolge adverser rechtlicher Entwicklungen auf die Lebensversicherungsunternehmen rückverlagert werden.
Das anhaltend niedrige Zinsniveau birgt insbesondere für die gesamte deutsche Lebensversicherungswirtschaft und somit auch für die Lebensversicherer des Konzerns das Risiko, dass eine sukzessive Zinsnachreservierung erforderlich werden könnte. Hierzu hat das Bundesministerium der Finanzen im Dezember 2010 dem GDV und weiteren Verbänden den Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Deckungsrückstellungsverordnung zur Stellungnahme übersandt. Ziel ist es, einen frühzeitigen, gleitenden Aufb au einer Zinszusatzreserve zu ermöglichen.
Für die Personen-Rückversicherung sind die beschriebenen biometrischen Risiken von besonderer Bedeutung, insbesondere Katastrophenrisiken z. B. im Hinblick auf Pandemien. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung bemessen sich hauptsächlich nach den Meldungen unserer Zedenten und werden zusätzlich auf Basis von abgesicherten biometrischen Berechnungsgrundlagen festgelegt. Durch Qualitätssicherungsmaßnahmen gewährleistet der Konzern, dass die von den Zedenten nach lokaler Rechnungslegung kalkulierten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und Annahmen (z. B. Verwendung von Sterbe- und Invaliditätstafeln, Annahmen zur Stornowahrscheinlichkeit) genügen. Das Neugeschäft zeichnet der Konzern in sämtlichen Regionen unter Beachtung der weltweit gültigen Zeichnungsrichtlinien, die detaillierte Regeln über Art, Qualität, Höhe und Herkunft der Risiken formulieren und jährlich überarbeitet werden. Die Besonderheiten einzelner Märkte werden in speziellen Zeichnungsrichtlinien abgebildet. Indem der Konzern die Einhaltung der entsprechenden Zeichnungsrichtlinien überwacht, reduziert er das potenzielle Kreditrisiko der Zahlungsunfähigkeit oder der Verschlechterung der Bonität von Zedenten. Bei Neugeschäft saktivitäten und bei der Übernahme internationaler Bestände werden regelmäßige Überprüfungen und ganzheitliche Betrachtungen (z. B. von Stornorisiken) vorgenommen. Aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung ist das in der Leben-Erstversicherung bedeutsame Zinsgarantierisiko nur von geringer Risikorelevanz in der Personen-Rückversicherung.
Ein wesentliches Instrument des Risikomanagements im Bereich der Leben-Erstversicherung und der Personen-Rückversicherung ist die konsequente Beobachtung des MCEV. Sensitivitätsanalysen zeigen auf, in welchen Bereichen der Konzern exponiert ist, und sie geben Hinweise darauf, in welchen Bereichen ein Schwerpunkt aus Sicht des Risikomanagements zu setzen ist.
Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Ausfallrisiko. Das gilt vor allem für Forderungen ge genüber Rückversicherern, Retrozessionären, Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern. Wertberichtigungen oder Abschreibungen der Forderungen wären die Folgen.
Dem Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern und Retrozessionären begegnet der Konzern, indem er diese durch fachmännisch besetzte Kreditkomitees sorgfältig auswählt, fortlaufend auf ihre Bonität achtet und gegebenenfalls Maßnahmen zur Besicherung der Forderungen ergreift . Abhängig von der Art und der erwarteten Abwicklungsdauer des rückversicherten Geschäft s sowie einer geforderten Mindestkapitalausstattung werden bei der Auswahl der Rückversicherer und Retrozessionäre in Ergänzung zu eigenen Bonitätseinschätzungen Mindestratings der Ratingagenturen Standard & Poor's und A. M. Best zugrunde gelegt.
Dem Ausfallrisiko für Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern wird vor allem mit einem eff ektiven Mahnwesen und einer Verminderung der Außenstände begegnet. Bei Vermittlern werden Bonitätsprüfungen durchgeführt. Zudem wird dem Forderungsausfallrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.
Die Risiken aus Finanzinstrumenten sind insbesondere vor dem Hintergrund der Kapitalanlagepolitik zu betrachten. Diese ist im Talanx-Konzern auf Basis einer Konzernkapitalanlagerichtlinie in den einzelnen Gesellschaft en gemäß dem für die jeweilige Gesellschaft gültigen aufsichtsrechtlichen Rahmen und durch interne Kapitalanlagerichtlinien geregelt.
Insbesondere im Interesse der Versicherungsnehmer und um auch die zukünft igen Anforderungen des Kapitalmarkts zu berücksichtigen, ist die Kapitalanlagepolitik grundsätzlich an folgenden Zielen ausgerichtet:
Ein wesentlicher Baustein des Risikomanagements ist das Prinzip der Funktionstrennung zwischen Portfolio-Management, Wertpapierabwicklung und Risikocontrolling. Dem vom Portfolio-Management auch organisatorisch getrennten Risikocontrolling obliegen insbesondere die Überwachung sämtlicher Risikolimite und die Bewertung der Finanzprodukte. Die Steuerungs- und Kontrollmechanismen orientieren sich insbesondere an den von der BaFin bzw. von den jeweiligen lokalen Aufsichtsbehörden erlassenen Vorschrift en.
Im Rahmen der Konzernrichtlinien bestehen für die einzelnen Gesellschaft en detaillierte Kapitalanlagerichtlinien, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Diese Anlagerichtlinien dienen der Festlegung des Rahmens der Anlagestrategie und orientieren sich so an den Prinzipien des § 54 VAG, dass eine möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität unter Wahrung angemessener Mi schung und Streuung erreicht wird. Das Konzernrisikomanagement und das dezentrale Risikomanagement sowie der Finanzvorstand der jeweiligen Gesellschaft überwachen die in diesen Richtlinien aufgeführten Quoten und Limite. Jegliche wesentliche Änderung der Kapitalanlagerichtlinien und/oder der Kapitalanlagepolitik muss der Vorstand der jeweiligen Gesellschaft genehmigen und seinem Aufsichtsrat zur Kenntnis bringen.
Die Risiken aus Finanzinstrumenten umfassen insbesondere Marktpreis-, Bonitäts- und Liquiditätsrisiken. Zum Umfang und Ausmaß dieser Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang unter "Ausprägungen von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seiten 166 ff .
Marktpreisrisiken entstehen aus dem potenziellen Verlust aufgrund von nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen und können auf Veränderungen des herrschenden Zinsniveaus
und von Aktien- und Wechselkursen zurückgeführt werden. Diese können zu Wertberichtigungsbedarf oder zu Verlusten bei der Veräußerung von Finanzinstrumenten führen.
Der Bestand der festverzinslichen Wertpapiere ist allgemein dem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Sinkende Marktrenditen führen zu Marktwertsteigerungen bzw. steigende Marktrenditen zu Marktwertsenkungen des festverzinslichen Wertpapierportefeuilles. Ergänzend ist das Credit-Spread-Risiko zu nennen. Als Credit Spread wird die Zinsdiff erenz zwischen einer risikobehaft eten und einer risikolosen Anleihe bei gleichbleibender Bonität bezeichnet. Änderungen dieser am Markt beobachtbaren Risikoaufschläge führen analog der Änderungen der reinen Marktrenditen zu Marktwertänderungen der korrespondierenden Wertpapiere. Auch kann ein Absinken des Zinsniveaus geringere Kapitalanlageerträge bewirken. Das daraus resultierende Zinsgarantierisiko in der Lebensversicherung reduziert der Konzern vor allem durch Zinssicherungsinstrumente (siehe unter "Wesentliche versicherungstechnische Risiken").
Aktienkursrisiken resultieren aus ungünstigen Wertveränderungen von im Bestand gehaltenen Aktien und Aktien- bzw. Aktienindexderivaten. Durch gezielte Diversifi kation in verschiedene Branchen und Regionen streuen wir diese Risiken. Zudem ist der Aktienbestand größtenteils über Stop-Loss-Konzepte gegen Kursverluste abgesichert.
Währungsrisiken resultieren aus Wechselkursschwankungen – insbesondere dann, wenn ein Währungsungleichgewicht zwischen den versicherungstechnischen Verbindlichkeiten und den Kapitalanlagen besteht. Bei der Steuerung des Währungsrisikos wird überwacht, ob jederzeit eine kongruente Währungsbedeckung gegeben ist. Das Risiko wird begrenzt, indem Kapital möglichst in den Währungen angelegt wird, in denen die Verpfl ichtungen aus den Versicherungsverträgen zu erfüllen sind.
Die Investitionen in alternative Assetklassen wie Private Equity und Hedge-Fonds werden durch ein konservatives Regelsystem limitiert und regelmäßig überwacht. Die Hedge-Fonds sind für die einzelnen Gesellschaft en vollständig transparent und werden täglich im Hinblick auf Liquidität, Leverage und Exposure überwacht.
Immobilienrisiken können sich aus negativen Wertveränderungen von direkt oder über Fondsanteile gehaltenen Immobilien ergeben. Diese können durch eine Verschlechterung der speziellen Eigenschaft en der Immobilie oder einen allgemeinen Marktwertverfall (z. B. eine Immobilienkrise) hervorgerufen werden. Bei direkten Investitionen in Immobilien werden auf Objekt- und Portfolioebene regelmäßig die Rendite und weitere wesentliche Performance-Kennzahlen (z. B. Leerstände/Rückstände) gemessen. Bei indirekten Immobilieninvestitionen wird das Risiko wie bei den Private-Equity-Fonds durch regelmäßiges Beobachten der Fondsentwicklung und -performance kontrolliert.
Derivatgeschäft e schließt der Talanx-Konzern ab, um sich insbesondere gegen Kurs- oder Zinsänderungsrisiken bei vorhandenen Vermögenswerten abzusichern, um den späteren Erwerb von Wertpapieren vorzubereiten oder um aus vorhandenen Wertpapieren einen zusätzlichen Ertrag zu erzielen. Interne Richtlinien regeln den Einsatz derivativer Produkte, um einen möglichst effi zienten und risikoarmen Einsatz von Vorkäufen, derivativen Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten zu gewährleisten und um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Dadurch sind dem Einsatz dieser Instrumente sehr enge Grenzen gesetzt. Die Vorgaben der Kapitalanlagerichtlinien sowie die gesetzlichen Vorgaben für derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte werden im Limitsystem gepfl egt und laufend überwacht. Derivatpositionen und -transaktionen werden im Reporting detailliert aufgeführt.
Durch eine Vielzahl risikosteuernder Maßnahmen reduzieren wir die potenziellen Marktpreisrisiken. Eine wichtige Maßnahme zur Überwachung und Steuerung der Marktpreisrisiken ist die ständige Analyse des Value at Risk (VaR), die sich zunehmend von einem aktivischen Messansatz hin zu einem Aktiv/Passiv-Konzept fortentwickelt. Die Berechnung des VaR erfolgt auf Basis historischer Daten, z. B. der Volatilität der Marktwerte und der Korrelation der Risiken. Im Rahmen dieser Berechnungen wird der Rückgang des Marktwerts unseres Portfolios mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit innerhalb eines bestimmten Zeitraums simuliert. Weitere wesentliche Risikosteuerungsmaßnahmen sind Stresstests. So simulieren die Experten der AmpegaGerling Asset Mana gement GmbH mögliche Marktveränderungen mit der Folge erheblicher Kurs- und Zinsverluste für den Großteil der Wert papiere. Zudem werden Marktpreisrisiken anhand von unternehmensspezifi schen und aufsichtsrechtlich gebotenen Stresstests mit entsprechend fest vorgegebenen Stresstestparametern ermittelt.
Bonitätsrisiken bestehen im Wertverlust von Kapitalanlagen aufgrund des Ausfalls von Schuldnern oder einer Änderung in deren Zahlungsfähigkeit. Die Finanzinstrumente könnten dadurch notleidend werden, mit entsprechendem Wertberichtigungs- oder Abschreibungsbedarf. Im Bereich der partiarischen Darlehen besteht insbesondere das Risiko, dass Zinszahlungen ausfallen. Wesentlicher Anhaltspunkt für die Investitionsentscheidung durch das Portfolio-Management sind die durch Ratingagenturen wie S&P oder Moody's vergebenen Ratingklassen. Ist ein Rating auf diese Weise nicht zu ermitteln, wird ein internes Rating erstellt. Dieses geschieht durch Auf- und Abschläge gegenüber vorhandenen Ratings des Emittenten oder Papieren des gleichen Emittenten mit anderer Ausstattung. Die zu überwachenden Bonitätsrisiken umfassen Kontrahenten- und Emittentenrisiken. Kontrolliert werden die Adressenausfallrisiken anhand vorgegebener Kontrahentenlisten sowie durch die Überwachung der pro Ratingklasse defi nierten Limite. Die Einhaltung der vorgegebenen Emittentenlimite (Konzernlimite bzw. Unternehmenslimite) wird vom Risikocontrolling überwacht. Bei kumulerhöhenden Verschmelzungen von Emittenten prüfen wir die rechtliche Möglichkeit, Sicherheitsleistungen zu verlangen.
Unter den Liquiditätsrisiken verstehen wir die Gefahr, nicht rechtzeitig in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in liquide Mittel umzuwandeln, um unseren fi nanziellen Verpfl ichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. So können wegen Illiquidität der Märkte Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder off ene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Generell generiert der Konzern laufend signifi kante Liquiditätspositionen dadurch, dass die Prämieneinnahmen in der Regel zeitlich deutlich vor Schadenzahlungen und sonstigen Leistungen zufl ießen. Den Liquiditätsrisiken begegnen wir durch regelmäßige Liquiditätsplanungen sowie durch kontinuierliche Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und den fi nanziellen Verpfl ichtungen. Durch eine liquide Anlagestruktur stellen wir sicher, dass der Konzern jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Bei den versicherungstechnischen Zahlungsverpfl ichtungen wird u. a. auf die erwarteten Fälligkeiten abgestellt, die die Abwicklungsmuster der Rückstellungen berücksichtigen.
Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das angibt, wie schnell ein Wertpapier veräußert werden kann.
Diese Kennzeichen werden vom Portfolio-Management regelmäßig überprüft , Änderungen werden im Risikocontrolling plausibilisiert und die Kennzeichen gegebenenfalls modifi ziert. Die Daten fl ießen anschließend in das standardisierte Bestandsreporting an die Finanzvorstände ein. Vorgegebene Mindest- und Höchstlimite für die Liquidität werden beachtet. Überschreitungen von Risikolimiten werden den Finanzvorständen und dem Portfolio-Management unverzüglich zur Kenntnis gebracht.
Die Verfügbarkeit von liquiden Mitteln optimiert der Konzern auch mithilfe von Cash Pools innerhalb der jeweiligen Konzernunternehmen, in denen Liquiditätszu- und -abfl üsse der Konzernunternehmen gesteuert werden.
Hierunter verstehen wir die Gefahr von Verlusten aufgrund unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse so wie mitarbeiter- und systembedingter oder aber externer Vorfälle. Das operationale Risiko umfasst auch Rechtsrisiken.
Ein vielfältiges und ursachenbezogenes Risikomanagement und ein effi zientes internes Kontrollsystem vermindern solche Risiken, die mit jeder Art von Geschäft stätigkeit, mit den Mitarbeitern oder mit technischen Systemen verbunden sind. Für die Überwachung der Einhaltung von Gesetzen sowie ex terner und interner Richtlinien ist neben der Internen Revision auch die Funktion Compliance zuständig.
Rechtliche Risiken liegen in Verträgen und allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen wie insbesondere geschäft sspezifi schen Unwägbarkeiten des Wirtschaft s- und Steuerrechts eines international tätigen Personen- wie Nicht-Leben-(Rück-) Versicherers. Erst- und Rückversicherer sind auch von den politischen und wirtschaft lichen Rahmenbedingungen auf den jeweiligen Märkten abhängig. Diese externen Risiken wer den vom Talanx-Vorstand für den gesamten Konzern und im ständigen Austausch mit dem lokalen Management intensiv beobachtet.
Mit gewisser Sorge sehen wir die Erweiterungen staatlicher Interventionsbefugnisse bei Banken, wenn bei diesen eine Unterschreitung aufsichtsrechtlicher Kennziff ern droht. So besteht insbesondere bei Genussscheinen und stillen Einlagen das über das Bankenrestrukturierungsgesetz verschärft e Risiko eines staatlichen Eingriff s zulasten der institutionellen Anleger wie der investierenden Versicherungswirtschaft und damit der Versicherungskunden. Zudem ist in verschiedenen Ländern eine Finanzsteuer (Finanztransaktionssteuer und Finanzaktivitätssteuer) zur zumindest teilweisen Finanzierung der Kosten der Bankenkrise geplant oder bereits schon umgesetzt. Es besteht das Risiko, dass eine solche Abgabe gegebenenfalls auch den Konzern treff en könnte.
Außerdem diskutieren die G-20-Staaten vor dem Hintergrund der Bankenkrise für Versicherer ähnliche Eigenkapitalaufschläge wie für systemrelevante Banken. Wie ein entsprechender Kapitalaufschlag bei den in Betracht kommenden Versicherern ausgestaltet werden soll, ist off enbar noch un klar. Überträgt man die Stoßrichtung der Bankenpläne allerdings auf die Assekuranz, könnten auf große Versicherer – und somit ggf. auch auf den Talanx-Konzern – neue hohe Kapitalanforderungen zukommen. In diesem Zusammenhang ist jedoch zu erwähnen, dass das Verwaltungsgericht Frankfurt in dem rechtskräft igen Abschluss eines anderen Verfahrens bereits deutliche Zweifel an einer möglichen Systemrelevanz des Talanx-Konzerns geäußert hat.
Darüber hinaus gibt es gerichtlich anhängige Verfahren, insbesondere bezüglich der Lebensversicherung, die nach rechtskräft igem Abschluss Auswirkungen auf die gesamte deutsche Versicherungswirtschaft und somit auch auf den Talanx-Konzern haben könnten. Hierzu gehört beispielsweise die Frage der Behandlung der unterjährigen Zahlungsweise in Versicherungsverträgen.
Des Weiteren sehen sich die gesamte Versicherungswirtschaft und auch der Talanx-Konzern vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden und teilweise bereits eingetretenen aufsichtsrechtlichen Neuerungen weitreichenden Veränderungen ausgesetzt, insbesondere im Rahmen von IFRS, Solvency II und den MaRisk für Versicherungen. Die bilanz- und aufsichtsrechtlichen Änderungen verfolgen wir eng und haben die damit verbundenen erhöhten Anforderungen identifi ziert und Maßnahmen eingeleitet, um unser Risikomanagement entsprechend weiterzuentwickeln und damit den zukünft ig komplexeren und umfangreicheren Vorgaben gerecht werden zu können.
Neben den rechtlichen Risiken zählen zu den weiteren operationalen Risiken der Ausfall von Datenverarbeitungssystemen und die Datensicherheit; denn die Verfügbarkeit der Anwendungen, die Sicherung der Vertraulichkeit und die Integrität der verwendeten Daten ist von entscheidender Bedeutung für den Talanx-Konzern. Da der weltweite Austausch von Informationen zunehmend per elektronische Datenübermittlung stattfi ndet, ist er auch durch Computerviren angreifb ar. Gezielte Investitionen in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie erhalten und steigern das bestehende hohe Sicherheitsniveau.
Betriebliche Risiken können auch im Personalbereich entstehen, z. B. durch den Mangel an qualifi zierten Fach- und Führungskräft en, die für das zunehmend komplexer werdende Geschäft mit starker Kundenorientierung notwendig sind. Daher legt der Konzern großen Wert auf Aus- und Fortbildung. So können sich Mitarbeiter durch individuelle Entwicklungspläne und angemessene Qualifi zierungsangebote auf die aktuellen Marktanforderungen einstellen. Zudem fördern moderne Führungsinstrumente und adäquate monetäre wie nicht monetäre Anreizsysteme einen hohen Einsatz der Mitarbeiter. Dem Risiko, dass Mitarbeiter Vermögensdelikte zulasten des Unternehmens begehen, begegnet Talanx mit internen Kompetenz- und Bearbeitungsrichtlinien sowie mit regelmäßigen Fachkontrollen und Revisionen.
Der Talanx-Konzern arbeitet im Vertrieb mit externen Vermittlern, Maklern und Kooperationspartnern zusammen. Dabei besteht naturgemäß das immanente Risiko, dass Vertriebsvereinbarungen durch externe Einfl üsse beeinfl usst werden können, mit entsprechendem Verlustpotenzial im Neugeschäft und Bestandsabrieb.
Im Bereich der sonstigen Risiken sind für uns hauptsächlich mögliche zukünft ige Risiken ("Emerging Risks"), die strategischen Risiken und die Reputationsrisiken wesentlich. Des Weiteren fallen unter sonstige Risiken auch die Beteiligungsrisiken der Talanx AG.
"Emerging Risks" (z. B. in der Nanotechnologie oder im Zuge des Klimawandels) sind dadurch gekennzeichnet, dass ihr Risikogehalt, insbesondere im Hinblick auf unseren Vertragsbestand, noch nicht verlässlich beurteilt werden kann. Die Risiken entwickeln sich allmählich von schwachen Signalen zu eindeutigen Tendenzen. Daher sind Risikofrüherkennung und anschließende Relevanzbestimmung von entscheidender Bedeutung. Zur Früherkennung haben wir einen effi zienten geschäft sbereichsübergreifenden Prozess entwickelt und die Anbindung an das Risikomanagement sichergestellt, um gegebenenfalls notwendige Maßnahmen ableiten zu können (z. B. laufende Überwachung und Bewertung, vertragliche Ausschlüsse oder die Entwicklung neuer [Rück-]Versicherungsprodukte).
Strategische Risiken ergeben sich aus der Gefahr eines Missverhältnisses zwischen der Unternehmensstrategie und den sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen des Unternehmensumfelds. Ursachen für ein solches Ungleichgewicht können z. B. falsche strategische Grundsatzentscheidungen oder eine inkonsequente Umsetzung der festgelegten Strategien sein. Wir überprüfen deshalb jährlich unsere Unternehmens- und Risikostrategie und passen die Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall an.
So verfolgt der Konzern mit dem Projekt Fokus die Umsetzung der beschlossenen Umstrukturierung des Konzerns zur Verbesserung der Marktaufstellung. Kern der neuen Struktur ist ein veränderter Zuschnitt der Konzernsegmente im Erstversicherungsgeschäft , um erfolgreicher im Markt agieren zu können. Sie ist an den Kundensegmenten ausgerichtet: am global zu betreibenden Industriegeschäft und jeweils spartenübergreifend am deutschen sowie ausländischen Privatkundengeschäft . Während des Projekts könnten sich insbesondere Betriebsrisiken bei der Vereinheitlichung von Prozessen innerhalb der Zentralfunktionen ergeben. Den Betriebsrisiken begegnen wir insbesondere mit einem Multistandortkonzept, mit dem eine mögliche Personalfl uktuation reduziert wird.
Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufs des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öff entlichkeit (z. B. bei Kunden, Geschäft spartnern, Behörden) ergibt. Risikosteuernd wirken hier unsere festgelegten Kommunikationswege, eine professionelle Öff entlichkeitsarbeit, erprobte Prozesse für defi nierte Krisenszenarien sowie unsere etablierten Geschäft sgrundsätze.
Sonstige Risiken umfassen auch die Beteiligungsrisiken der Talanx AG, besonders durch die Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen, die Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und eine mögliche mangelnde Ausgewogenheit des Geschäft s. Durch Ergebnisabführungsverträge und Di videndenzahlungen ist die Talanx AG unmittelbar an der ge schäft lichen Entwicklung und den Risiken von Tochtergesellschaft en beteiligt. Negative Ergebnisentwicklungen in den Tochtergesellschaft en können zudem Abschreibungsbedarf auf die Beteiligungsbuchwerte bei der Talanx AG auslösen.
Risiken aus der Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen begegnet der Konzern mit geeigneten Instrumenten im Controlling, in der Internen Revision und dem Risikomanagement. Durch das standardisierte Berichtswesen erhalten die Entscheidungsträger regelmäßig aktuelle Informationen über den Konzern und über die Geschäft sentwicklung in allen wichtigen Tochtergesellschaft en. Sie können so kontinuierlich risikosteuernd eingreifen. Risiken mangelnder Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und mangelnder Ausgeglichenheit des Geschäft s reduziert der Konzern für die verschiedenen Risikoquellen vor allem durch segmentale und regionale Diversifi zierung, geeignete Risikominderungs- und Risikoüberwälzungsstrategien sowie durch gezielte Investitionen in Wachstumsmärkte und ergebnisverstetigende Produkt- und Portfoliobereiche.
Das Risiko des Substanzverlusts von Zukäufen oder deren ungenügender Rentabilität wird durch eingehende Due-Diligence-Prüfungen unter Mitwirkung unabhängiger professioneller Berater und Wirtschaft sprüfer sowie durch intensive Überwachung der Geschäft sentwicklung so gering wie möglich gehalten. Des Weiteren achtet Talanx auf Risiken aus der Finanzierung von Akquisitionen und des Kapitalbedarfs von Tochtergesellschaft en sowie auf deren erwartete Rentabilität. Dem Finanzierungsrisiko begegnet sie mit regelmäßig aktualisierten Liquiditätsrechnungen und -prognosen sowie mit einer Festlegung der Rangfolge für die Mittelverwendung.
In diesem Abschnitt werden signifi kante Chancen für den Konzern dargestellt. Die Nutzung von Chancen ist eine wesentliche unternehmerische Herausforderung. Die dargestellten Chancen beziehen sich auf die nächsten zwei Geschäft sjahre.
Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen
Ausgelöst durch den demografi schen Wandel, ist gegenwärtig die Entstehung von zwei Märkten mit hohem Entwicklungspotenzial zu beobachten: Zum einen der "Markt der Senioren" und zum anderen der "Markt der jungen Kunden", die durch die abnehmenden Leistungen des Sozialsystems stärker eigenständig vorsorgen müssen. Im Jahr 2010 werden rund 33 Mio. Deutsche über 50 Jahre alt sein. Schon heute ist festzustellen, dass Senioren nicht mehr mit dem klassischen Rentner der Vergangenheit gleichzusetzen sind. Dies zeigt sich nicht nur in der steigenden Inanspruchnahme von Serviceleistungen, für die eine hohe Zahlungsbereitschaft und Zahlungsfähigkeit bestehen. Der Wandel wird auch und vor allem darin deutlich, dass diese Kundengruppe zunehmend aktiver ist und sich damit mehr absicherungsbedürft igen Risiken als die vorherigen Generationen aussetzt. Für die Anbieterseite ist somit nicht genug damit getan, bestehende Produkte um Assistance-Leistungen zu erweitern, sondern es müssen neue Produkte konzipiert werden, um die neu entstehenden Bedürfnisse abzudecken. Beispiele hierfür sind Produkte für Zweitwohnsitz und intensive Reisetätigkeit im Ausland, für sportliche Aktivitäten bis ins hohe Alter und die Vermögensweitergabe an die Erben. Gleichzeitig tritt das Thema der fi nanziellen Absicherung im Alter stärker ins Bewusstsein der jungen Kunden. Durch (staatlich geförderte) private Vorsorgeprodukte und attraktive Angebote der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) kann dieses Potenzial bearbeitet werden. Gegenwärtig wird für diese Kundengruppe von einem Trend der verstärkten Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten, die eine höhere Flexibilität in der Spar- und der Entsparphase aufweisen, ausgegangen. Die Lebensversicherungsgesellschaft en im Konzern könnten durch ihre umfassende Produktpalette mit innovativen Produkten sowie ihrer vertrieblichen Aufstellung überdurchschnittlich im "Markt der Senioren" und "Markt der jungen Kunden" profi tieren.
Durch die Bankenkrise ist das Vertrauen in Banken und banknahe Produkte (unter anderem fondsgebundene Lebensversicherung) erheblich beeinträchtigt. Obwohl sich die Aktienmärkte in der letzten Zeit erholt haben, besteht bei den Versicherungsnehmern vor dem Hintergrund der in der Banken- und Wirtschaft skrise gemachten Erfahrungen noch ein hoher Grad an Unsicherheit oder Angst vor Volatilität der Aktienmärkte. In Europa, den USA und Asien hatten sich vermehrt (Lebens-)Versicherer auf den Verkauf "moderner", fl exibler und an die Aktienmarktentwicklung gebundener Produkte konzentriert. Einige Stimmen aus der Branche
sagen mittlerweile eine Renaissance von Produkten mit Garantien voraus. Die Lebensversicherer im Konzern könnten davon dank ihrer innovativen Produkte überdurchschnittlich profi tieren.
In der Rückversicherung erwarten wir generelle Wachstumsimpulse für die Schaden-Rückversicherung von den steigenden Anforderungen an die Risikokapitalausstattung der Unternehmen, für die der Risikotransfer an die Rückversicherer mit guten Ratings eine wirtschaft lich attraktive Alternative bietet. Die allgemeinen Rahmenbedingungen in der internationalen Personen-Rückversicherung sind für die nächsten zwei Jahre als prinzipiell günstig zu bezeichnen. Zu dieser Einschätzung trägt in den entwickelten Versicherungsmärkten wie den USA, Japan, Großbritannien und Deutschland die demografi sche Entwicklung bei, die sich in einem verstärkten Vorsorgebewusstsein ausdrückt. Hiervon profi tieren insbesondere Renten- und Krankenversicherungsprodukte. In den bedeutenden Schwellenmärkten wie China, Indien und Brasilien führt die zunehmende Urbanisierung zu einer schnell wachsenden Mittelschicht, die in erhöhtem Umfang Versicherungslösungen für die Hinterbliebenenabsicherung und die eigene Altersvorsorge nachfragt.
Die weiter vorne beschriebene Umstrukturierung des Konzerns hat die Verbesserung der Marktaufstellung zum Ziel. Der veränderte Zuschnitt der Konzernsegmente im Erstversicherungsgeschäft dient dazu, erfolgreicher im Markt agieren zu können. Zudem wird mit dem Projekt mittelfristig Kostensenkungspotenzial verbunden.
Auf der Grundlage der im November 2010 vereinbarten Kapitalbeteiligung und Kooperation mit Meiji Yasuda Life ergeben sich für die Auslandsexpansion des Talanx-Konzerns weitere internationale Geschäft schancen.
Es wird erwartet, dass der Bankenvertrieb in Deutschland 2012 einen Anteil am Lebensversicherungsgeschäft von 31 % aufweist (derzeit 26 %). Dieses Wachstum wird durch die demografi sche Entwicklung sowie Trends auf Versicherungsund Bankmärkten unterstützt. Der Bankenvertrieb von Nicht-Leben-Produkten nimmt, über alle europäischen Länder betrachtet, derzeit lediglich ungefähr 10 % der Gesamtvertriebskapazität ein.
Nach den Eigentümerwechseln bei unseren Bancassurance-Kooperationspartnern haben sich die jeweiligen neuen Ei gentümer für die Beibehaltung der Kooperationen entschieden: Zum einen die ehemalige Citibank Privatkunden AG & Co. KGaA, die zum 22. Februar 2010 in TARGOBANK umfi rmierte und so nun mit einer neuen Ausrichtung um neues Vertrau en der Kunden werben kann. Die CiV Versicherungen haben ihren Namen in Targo Versicherungen geändert, um die exklusive Partnerschaft auch weiterhin zu verdeutlichen. Der Absatz entwickelt sich nach der Einführung des "Enhanced Banking System" und des neuen Verkaufssystems VERS bei der TARGOBANK wie erwartet wieder positiv. Zum anderen die Postbank nach dem Einstieg der Deutschen Bank: Durch die Einbindung von DWS-Produkten in die fondsgebundenen Tarife der PBV Lebensversicherung AG wird eine Situation angestrebt, die den Interessen aller Vertragspartner gerecht wird.
Zur gemeinschaft lichen Entwicklung des Restkreditgeschäft s in Europa hat Talanx gemeinsam mit der Rheinland Versicherungsgruppe eine Vermittlungsgesellschaft gegründet, die Credit Life International Services. Zudem wurden unter der Marke Credit Life zwei Versicherungsgesellschaft en mit Sitz in Hilden gegründet. Nach dem Abschluss des zurzeit laufenden BaFin-Genehmigungsverfahrens werden sie unter Credit Life International Lebensversicherung AG und – für das Sachgeschäft – Credit Life International Versicherung AG fi rmieren. Damit wird die Diversifi kation in den Märkten des Geschäft sfelds weiter vorangetrieben.
Talanx hat mit der Swiss Life eine Partnerschaft vereinbart und einen dauerhaft en Aktienanteil von knapp 10 % erworben, um die Zusammenarbeit zu unterlegen. Als Teil der Kooperation soll Talanx ein wichtiger Produktpartner von AWD werden. Des Weiteren hat Talanx knapp 10 % an MLP erworben. Sowohl MLP als auch die AWD-Gruppe, die seit dem vergangenen Jahr zur Swiss Life gehört, sind bedeutende Vertriebspartner im Lebensversicherungsgeschäft . Welche Auswirkungen die Talanx-Beteiligung an MLP/Swiss Life auf das Neugeschäft hat, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilt werden. Die Ausweitung der Swiss-Life-Beteiligung ist eine Chance, dass die Geschäft sbeziehungen zu den betreff enden Vermittlern stabil bleiben oder noch ausgebaut werden können.
Chancen durch die Weiterentwicklung von Internettarifen sehen wir unter anderem bei der HDI Direkt Versicherung, etwa in deren Ausdehnung auf weitere Sparten wie Hausrat. Ereignisse, die einen Einfl uss auf unsere Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage haben könnten, sind im folgenden Prognosebericht und im Anhang, Abschnitt "Ereignisse nach Ablauf des Geschäft sjahres", Seiten 254 f. beschrieben.
Bei den Ausführungen über die erwarteten Entwicklungen des Talanx-Konzerns und seines Umfelds handelt es sich um unsere subjektiven Einschätzungen. Sie stützen sich auf fundierte Experteneinschätzungen sowie auf die von uns als schlüssig erachteten Planungen und Prognosen, deren Eintreten jedoch ungewiss ist. Obwohl wir die zugrunde liegenden Annahmen mit großer Sorgfalt und nach bestem Wissen getroff en haben, kann aufgrund der für Zukunft saussagen grundsätzlich geltenden Unsicherheiten nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächlichen Entwicklungen von der hier wiedergegebenen erwarteten Entwicklung abweichen werden. Die Prognoseunsicherheit wird durch die globale Vernetzung der Wirtschaft sbeziehungen und der Kapitalmärkte erschwert. Auch wenn sich aktuell eine positive Entwicklung in weiten Teilen der Weltwirtschaft abzeichnet, darf die Gefahr neuerlicher Rückschläge nicht unterschätzt werden. Ferner ist zu beachten, dass sich die relevanten gesamtwirtschaft lichen Einfl ussgrößen erst zeitverzögert auf den Versicherungsmärkten niederschlagen. Aus diesem Grund werden manche Eff ekte aus der zurückliegenden Finanz- und Wirtschaft skrise in der Versicherungswirtschaft auch in den kommenden Jahren noch nachwirken.
Für 2011 erwarten wir eine Fortsetzung der konjunkturellen Erholung. Die Entwicklung wird aber auch weiter von hoher Heterogenität geprägt sein. Das stärkste Wachstum wird in den Schwellenländern generiert werden, die von einem anziehenden Binnenkonsum und vergleichsweise geringen Verschuldungsgraden profi tieren. Dagegen werden viele entwickelte Länder unter hohen Schuldenlasten zu leiden haben. Diese strukturellen Ungleichgewichte werden sich negativ auf das Potenzialwachstum der betroff enen Länder auswirken. Dies gilt insbesondere für die Länder der Eurozonen-Peripherie, hier werden die zum Schuldenabbau unerlässlichen Sparanstrengungen der Regierungen die öff entlichen sowie privaten Konsumausgaben und damit das Wachstum bremsen. Dagegen wird Deutschland über sein exportorientiertes Wachstumsmodell stärker von der positiven Entwicklung der Schwellenländer profi tieren und auch im kommenden Jahr im Vergleich zur Eurozone überdurchschnittlich wachsen. Auch für die USA erwarten wir ein Fortschreiten der Erholung und ein Wachstum über dem der Eurozone. Die Entwicklung der US-amerikanischen Wirtschaft hängt aufgrund des hohen Anteils des Binnenkonsums am Bruttoinlandsprodukt in ho hem Maß von der Entwicklung des Arbeitsmarkts ab.
Hier erwarten wir eine Fortsetzung der allmählichen Entspannung, bei der allerdings auch immer wieder mit kleineren Rücksetzern gerechnet werden muss.
Die realwirtschaft liche Situation wird auch 2011 keinen größeren Preisdruck aufk ommen lassen, da nicht ausgelastete Kapazitäten und hohe Arbeitslosigkeit wenig Spielraum für Preisüberwälzungen bieten. Eine zurückhaltende Kreditvergabe zeigt, dass die Geldbestände der Zentralbanken kaum ihren Weg in die Realwirtschaft fi nden und dass dieser geldpolitisch vorgesehene Transmissionskanal weiterhin gestört ist. Für 2011 erwarten wir keine signifi kante Veränderung und gehen von leicht anziehenden Teuerungsraten ohne wirklichen Infl ationsdruck aus. Dagegen besteht in einigen Schwellenländern bereits spürbarer Preisdruck, der über importierte Infl ation auch in entwickelten Ländern Wirkung zeigen wird, wenn auch in abgeschwächter Form. Der Rohstoffh unger der aufstrebenden Länder bleibt ungebrochen und könnte auch 2011 über steigende Energiepreise teilweise seinen Weg in die Warenkörbe der entwickelten Länder fi nden. Die insgesamt verhalten positive konjunkturelle Entwicklung gibt den Zentralbanken auch 2011 wenig Anlass, ein rasches Ende ihrer sehr expansiven Geldpolitik herbeizuführen. Insofern erwarten wir im laufenden Jahr keine deutliche Abkehr von der expansiven Geldpolitik.
2012 ist eine geldpolitische Straff ung wahrscheinlicher. Anhaltendes Wachstum, sinkende Arbeitslosigkeit und steigende Kapazitätsauslastung werden hier zu etwas stärkerem Preisdruck führen. Weiterhin dynamisch wachsende Emerging Markets verstärken den Preisdruck über steigende Rohstoff preise. Eine zyklische Abschwächung der Wachstumsdynamik ist 2012 wahrscheinlich. Aktuell ist noch kein erneuter Abschwung zu befürchten, strukturelle Probleme wie hohe Schuldenstände der privaten und öff entlichen Haushalte in den entwickelten Staaten stellen aber auch weiterhin hohe Risiken dar.
Mit Blick auf die für 2011 zu erwartende Geldpolitik der Zentralbanken gehen wir von einer erhöhten Wachsamkeit aus. Nach unserer Einschätzung werden die Zentralbanken zu einer Straff ung der Geldpolitik bereit sein, um wenn nötig
auch kurzfristig reagieren und die Reduzierung der Überschussliquidität einleiten zu können. Zinserhöhungen am kurzen Ende der Kurve werden aber vorerst von der FED und der EZB nicht erwartet. Die Frage, wie lange die Notenbanken die Leitzinsen auf dem derzeitigen niedrigen Niveau halten und ihre expansive Geldpolitik weiterverfolgen werden, lässt sich aus heutiger Sicht zwar nicht beantworten. Den Entscheidungsträgern muss jedoch vor Augen geführt werden, dass mit einer Fortdauer dieser Geldpolitik, die zweifellos ihren Beitrag zur Bewältigung der Folgen der weltweiten Finanzund Wirtschaft skrise geleistet hat, erhebliche Zinsverluste für die Neuanlagen der Versicherungswirtschaft verbunden sind und die Erwirtschaft ung nachhaltiger Überschüsse für Versicherungsunternehmen zunehmend schwieriger wird. Die Infl ationserwartungen in der Eurozone dürft en moderat bleiben, werden aber auch innerhalb der EZB kontrovers diskutiert. Für die USA und das UK werden die Infl ationsrisiken leicht höher eingeschätzt als für die Eurozone.
Auch 2011 wird die Schuldenkrise der Euro-Peripherie-Staaten weiter im Fokus stehen. Der Refi nanzierungsbedarf der Staaten ist hoch, sodass abhängig von der aktuellen Nachrichtenlage weiter mit volatilen Bewegungen gerechnet werden kann. Das Bild bleibt insgesamt sehr heterogen. Auch im Bankbereich existiert ein hoher Refi nanzierungsbedarf. Banken werden nach Möglichkeit auf die Emission von Pfandbriefen (Covered Bonds) ausweichen. Auch die verschärft en Eigenkapitalanforderungen nach Basel III werden die Banken 2011 beschäft igen. Die Suche nach Rendite, gepaart mit dem 2011 erwarteten hohen Emissionsvolumen von Staatsanleihen, wird zu steigenden Renditen von zehnjährigen Staatsanleihen führen. Die Zinskurve sollte in diesem Umfeld vorerst noch steiler werden, bevor dann im weiteren Jahresverlauf Diskussionen über Leitzinserhöhungen zu einer Verfl achung führen können. Für die Unternehmensanleihenmärkte erwarten wir unter Berücksichtigung von nachrichtengetriebenen kurzfristigen Volatilitäten weiter eine insgesamt stabile Entwicklung. Wir gehen infolge von erwarteten geldpolitischen Schritten auch für 2012 von einem höheren Zinsniveau aus.
Unterstützt durch die Fortsetzung der wirtschaft lichen Erholung trauen wir den Aktienmärkten auch 2011 positive Renditen zu. Die fundamentale Bewertung liegt unterhalb der langfristigen Durchschnittsrenditen und lässt Aktien noch günstig erscheinen. Auch Dividendenrenditen sind relativ hoch und werden entsprechend die Aktienperformance stützen. Ein intakter Gewinntrend der Unternehmen stimmt
ebenso positiv. Nach unserer Einschätzung steht der M&A-Zyklus erst am Anfang und wird 2011 positiv wirken. Unternehmen verfügen über genügend Barmittel und können sich im aktuellen Niedrigzinsumfeld günstig refi nanzieren. Die weiterhin von Zentralbanken zur Verfügung gestellte hohe Liquidität spricht für erhöhte Zufl üsse in Aktienmärkte. Unternehmen, die über eine hohe Exponierung in Wachstumsregionen verfügen, dürft en sich 2011 besonders gut entwickeln. Die Gewinnschätzungen der Analysten für 2011 sind jedoch bereits sehr positiv und liegen über dem Vorkrisenniveau. Die hohen Erwartungen bergen zunehmend ein gewisses Enttäuschungspotenzial. Infolge der abnehmenden Dynamik der volkswirtschaft lichen Entwicklung werden die Unternehmensgewinne 2012 weniger dynamisch steigen als 2011. Auf Basis abnehmender Gewinndynamik gehen wir von einer für die Anlageklasse durchschnittlichen Rendite aus.
Gestützt auf die überwiegend positiven Aussichten der gesamtwirtschaft lichen Entwicklung und der Kapitalmärkte sowie die robuste Verfassung der Versicherungsbranche sind die Erwartungen für die Geschäft sentwicklung 2011/2012 derzeit von einer optimistischen Grundstimmung getragen. Diese sollte jedoch nicht über die gleichwohl bestehenden Unsicherheiten und die Gefahr von Rückschlägen hinwegtäuschen, die mit den globalen Ungleichgewichten und der noch nicht wiederhergestellten Finanzstabilität im Euroraum aufgrund der Haushaltslage einiger Mitgliedsstaaten zusammenhängen. Diese Faktoren bedeuten eine latente Bedrohung für die internationalen Finanzmärkte. Dort auft retende Turbulenzen könnten relativ schnell erneut auf die Realwirtschaft und letztlich auch auf den Versicherungssektor überspringen.
Der Blick auf die deutsche Versicherungswirtschaft zeigt eine insgesamt stabile Geschäft sentwicklung in den Krisenjahren, die durch die dynamische konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft weiter befl ügelt wird. Insgesamt erwarten wir somit 2011 und 2012 einen leichten Anstieg der Prämieneinnahmen, dessen Höhe letztlich von mehreren Faktoren abhängig sein wird. Darüber hinaus rechnen wir mit einer stetigen Zunahme der Marktkonzentration im deutschen Versicherungsmarkt, die vom Heranrücken der Solvency-II-Einführung und den damit verbundenen Anforderungen an
die Kapitalisierung und den Aufb au komplexer Kontroll- und Überwachungsinstrumente gefördert wird. Insbesondere kleinere Versicherungsunternehmen könnten hier an ihre Grenzen stoßen. Auch der Trend zur Industrialisierung der Versicherungsproduktion – insbesondere im Privatkundengeschäft – und die steigende Internationalisierung der Versicherungswirtschaft dürft e zu dem erwarteten Konsolidierungsprozess beitragen. In der Vertriebslandschaft zeichnet sich eine weitere Diff erenzierung unter Betonung der Beratungsintensität der verschiedenen Produkte ab. Hierbei nimmt einerseits das Internet eine immer wichtigere Rolle ein, indem es zunehmend nicht nur zur Produkt- und Preisinformation, sondern auch zum Vertragsabschluss und für umfangreiche Servicefunktionen genutzt wird. Auch für den Bankenvertrieb ist weiteres Ausbaupotenzial zu erkennen.
Die aktuelle Situation der deutschen Lebensversicherung ist gekennzeichnet durch ein dynamisches, zuletzt leicht abklingendes Wachstum des Einmalbeitragsgeschäft s und eine Schwäche des Neugeschäft s mit laufendem Beitrag. Für die weitere Entwicklung im Prognosezeitraum bis Ende 2012 wird das Zinsumfeld von ausschlaggebender Bedeutung sein. Das sich künft ig eher noch verschärfende Dilemma der deutschen Lebensversicherer besteht darin, dass die insbesondere in den Versicherungsbeständen der Vorjahre eingegangenen hohen Mindestgarantiesätze in dem herrschenden Niedrigzinsniveau nicht verdient werden können, sodass es mit Blick in die Zukunft zunehmend schwieriger wird, auf dem niedrigen Zinsniveau operativ erfolgreich zu agieren. Nach unserer Einschätzung wird die deutsche Lebensversicherungsbranche aufgrund ihrer soliden Kapitalisierung und Reserven sowie des langfristigen Anlagehorizontes Anlagezinsen auf einem Niveau von rund 3 % zwar noch einige Jahre verkraft en können, danach kann es jedoch schnell sehr schwierig werden.
Für die Geschäft sentwicklung der Lebensversicherungsbranche der nächsten zwei Jahre stellen Neugeschäft und Stornoquote unverändert entscheidende Parameter dar. Nachdem die fondsgebundene Lebensversicherung durch die Finanzkrise stark in Mitleidenschaft gezogen war, sehen wir auch für die fondsgebundenen Produkte wieder neue Nachfrageimpulse, sobald das Vertrauen in die Finanzindustrie wieder restauriert sein wird. Generell erachten wir es jedoch als Kernaufgabe der Branche, die Geschäft smodelle der Lebensversicherung durch innovative Produkte weiter zu fl exi bilisieren. Wir erwarten, dass den Lebensversicherungsprodukten die Zukunft gehört, die fl exibel auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden in unterschiedlichen Lebensphasen abgestimmt werden können. Wir sind überzeugt, dass es auf dieser Basis gelingen wird, Lebensversicherungen wieder zum Schlüsselprodukt für die private Altersversorgung zu machen. Von einer erhöhten Stornogefahr ist in einem Szenario auszugehen, das durch einen nachhaltigen konjunkturellen Rückschlag und einen plötzlichen scharfen Zinsanstieg geprägt wäre. Dies könnte einen nicht unerheblichen Teil der Lebensversicherungskunden zu einer vorzeitigen Kündigung seiner langfristigen Altersvorsorgeverträge veranlassen. Für die Auszahlung der durch die unerwartet hohen Storni bedingten Rückkaufswerte müssten die Versicherer Kapitalanlagen aufl ösen mit der Folge sinkender Kapitalanlageerträge, niedrigerer Rendite und noch stärkerer Stornogefahr. Wir halten ein solches Szenario aber für sehr unwahrscheinlich. In unserem Basisszenario erwarten wir eine stabile konjunkturelle Entwicklung ohne einen plötzlichen Zinsanstiegsschock. In den nächsten beiden Jahren wird der deutsche Lebensversicherungsmarkt nach unserer Einschätzung darüber hinaus von einem zunehmenden Wettbewerb um Vertriebskapazitäten und von den unter Solvency II zu erwartenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Solvenz- und Risikokapital geprägt sein. Vor dem Hintergrund sich verändernder Kapitalanforderungen könnten es zu einer tiefgreifenden Neuausrichtung der Markt- und Wettbewerbsposition kommen.
Für die deutsche Schaden/Unfallversicherung erwarten wir grundsätzlich positive Akzente aus dem in den kommenden beiden Jahren voraussichtlich anhaltenden freundlichen Konjunkturklima in Deutschland. Gleichwohl sind dem weiteren Wachstum des Mengengerüstes durch die bereits erreichte Marktsättigung relativ enge Grenzen gesetzt. Für die Tarife und Prämien sehen wir in diversen Sparten Spielraum nach oben. Der Raum für Prämienanhebungen könnte durch positive Konjunktureff ekte noch vergrößert werden, da steigende Produktionszahlen üblicherweise mit steigenden Schadenaufwendungen einhergehen, die wiederum zu höheren Bedarfsprämien führen. Insgesamt erwarten wir, dass auch der Druck auf die versicherungstechnischen Erträge nach wie vor zunehmen wird, da die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen weiter rückläufi g ist.
In der Kraft fahrtversicherung, die in der deutschen Versicherungswirtschaft traditionell die Rolle des "Türöff ners" einnimmt, erwarten wir für die kommenden zwei Jahre einen
weiterhin anhaltenden harten Wettbewerb, der sich allerdings von einem reinen Preiskampf auf weitere Wettbewerbsfaktoren verlagern könnte. Dafür spricht, dass die wirtschaft liche Substanz nach jahrelangen Preiskämpfen bei zahlreichen Anbietern stark erodiert ist. Das heutige Niveau der Durchschnittsprämien in der Kraft fahrtversicherung ist nicht auskömmlich und muss über kurz oder lang ansteigen. Eine Ursache für den sich jährlich neu zuspitzenden Preiswettbewerb liegt in dem marktweit vorherrschenden Fälligkeitstermin zum 1. Januar. Wir gehen davon aus, dass eine Flexibilisierung des Fälligkeitstermins auch zu bedarfsgerechteren Prämien in der Kraft fahrtversicherung führen wird.
Trotz der nicht zu übersehenden Risiken für die Weltwirtschaft schätzen wir die wirtschaft lichen Wachstumsaussichten für 2011 und 2012 in dem am ehesten zu erwartenden Basisszenario als generell günstig ein. Dabei wird eine besondere Wachstumsdynamik in den Schwellenländern zu erwarten sein, die auf längere Sicht ungefähr doppelt so hohe Wachstumsraten aufweisen werden wie die Industrieländer. Als begehrte Zielmärkte für die etablierten, auf die Erschließung neuer Wachstumspotenziale fokussierten Versicherungsgruppen, die auch über die fi nanziellen Mittel für weitere Expansion verfügen, haben sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr die Schwellenländer herauskristallisiert, deren Marktanteil aufgrund des überproportionalen Wachstums im Vergleich zu den Industrieländern stetig zunimmt. Treiber für die dynamisch steigende Nachfrage nach Versicherungsschutz sind das hohe, dynamische Wirtschaft swachstum und der steigende Wohlstand in diesen Ländern. Neben den aufstrebenden asiatischen Wirtschaft sgiganten wie China, Indien, Südkorea und Malaysia gehört auch Lateinamerika zu den bevorzugten Wachstumsmärkten international operierender Versicherungsgruppen. Wir gehen davon aus, dass sich die Attraktivität Lateinamerikas einschließlich Mexikos insbesondere für das Retail-Geschäft weiter erhöhen wird, da die vergleichsweise gut situierte Mittelklasse in dieser Region stark zunimmt und ihr Versicherungsbedarf dementsprechend wächst. Starke Nachfrageimpulse sind auch durch die nach Brasilien vergebenen Großereignisse Fußballweltmeisterschaft 2014 und Olympische Spiele 2016 zu erwarten.
Auf dieser Basis kann von positiven Wachstumsaussichten in der internationalen Schaden/Unfall-Erstversicherung insbesondere für die Schwellenländer ausgegangen werden. Demgegenüber wird die Profi tabilität der Schaden/Unfallversicherer 2011 und 2012 zunächst noch weiter zurückgehen. Selbst wenn es schon im Laufe von 2011 zu breit angelegten Prämienerhöhungen kommen sollte – allen voran in der Kraft fahrtversicherung –, werden sich diese erst mit einer zeitlichen Verzögerung in den Ergebnissen der Versicherungsunternehmen niederschlagen. Somit kann frühestens 2012 mit einer allmählichen Erholung der technischen Ergebnisse auf breiterer Front gerechnet werden, ohne dass die vor der Finanzkrise erzielten Margen auf absehbare Zeit wieder erreicht werden können.
Auch auf den internationalen Leben-Erstversicherungsmärkten kann von guten Wachstumsaussichten ausgegangen werden, da die Nachfrage nach kapitalgedeckten Altersvorsorgeprodukten im Rahmen der eigenverantwortlichen Alters- und Hinterbliebenenversorgung weiterhin hoch ist. Aber auch in der Lebensversicherung dürft e sich ein starker Unterschied der Wachstumsdynamik in den Industrie ländern im Vergleich zu den Schwellenländern zeigen, die durch günstige demografi sche und wirtschaft liche Rahmenbedingungen befl ügelt werden. Eine besondere Herausforderung für die Lebensversicherer wird darin bestehen, hinreichende Kapitalanlage erträge zu erwirtschaft en, um ihren Kunden eine attraktive Verzinsung zu bieten, ohne die eigene Risikoposition zu überreizen. Auf der anderen Seite muss speziell für die europäischen Versicherer von steigenden Kapitalkosten unter Solvency II ausgegangen werden, da die Kapitalanforderungen in Teilbereichen wie etwa für riskantere Kapitalanlageklassen oder für Produkte mit hohen Garantien steigen werden.
Die Bedingungen in der Schaden-Rückversicherung sind größtenteils zufriedenstellend, auch wenn aufgrund der guten Kapitalausstattung bei den Erstversicherern sowie ausgebliebener marktverändernder Großschäden in den entwickelten Märkten die Raten zuletzt teilweise deutlich zurückgingen. Als direkte Auswirkungen der hohen Schadenbelastung durch den Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" kommt es zu deutlichen Preissteigerungen bei den Deckungen für Ölbohrungen auf hoher See (Off shore). Weitere Preissteigerun gen erwarten wir bei den Vertragserneuerungsterminen im April und Juli insbesondere für Australien nach den schwe ren Flutereignissen vom Dezember 2010 und Januar 2011.
Für das internationale Personen-Rückversicherungsgeschäft erwarten wir auch für die kommenden Jahre eine positive Grundausrichtung und dynamische Weiterentwicklung. Auf globaler Ebene sollte das Wachstum der Personen-Rückversicherung weiterhin über dem vergleichbaren Wachstum der Erstversicherungsmärkte liegen. Dabei stellen wir eine Verschiebung der Neugeschäft snachfrage von den entwickelten Märkten wie den USA, Großbritannien und Deutschland hin zu den Schwellenmärkten wie China, Indien, Brasilien und Lateinamerika fest. Die Vorbereitungen auf Solvency II, speziell die von der EU durchgeführten Stresstests, haben bei den europäischen Erstversicherern zu einem erhöhten Risikobewusstsein geführt und die wichtige Rolle der Rückversicherung als Mittel der Risiko- und Kapitaloptimierung deutlich gemacht. Dies gilt insbesondere für kleine und mittelgroße Versicherer, Spezialversicherer sowie Versicherer aus dem Kreis der Gegenseitigkeitsvereine.
In den Geschäft sjahren 2011 und 2012 wird die Ausrichtung des Konzerns auch weiterhin von dem 2009 begonnenen Konzernumbau und der Verfestigung der zum Jahresbeginn 2011 implementierten neuen Konzernstruktur geprägt sein. Durch die Zusammenführung von zentralen Aufgaben kann der Konzern bis Ende 2012 erste Synergieeff ekte realisieren. Dies soll in erster Linie im Rahmen der üblichen Fluktuation geschehen.
Die strategische Ausrichtung unserer Konzernsegmente im Überblick:
| Konzernsegment | Unser Auftrag und strategische Aufgaben |
|---|---|
| Privat- und Firmenversicherung | ■ Profitabler Ausbau des Marktanteils |
| Deutschland | ■ Beseitigung der Kostennachteile |
| ■ Aufbau klarer, einfacher organisatorischer Strukturen | |
| ■ Etablierung einer intensiveren Kundenorientierung | |
| Privat- und Firmenversicherung | ■ Wachstum in strategischen Zielmärkten |
| International | ■ Optimierung der Aktivitäten in bestehenden Märkten |
| Industrieversicherung | ■ Wachstum im Ausland |
| ■ Entwicklung zum Global Player | |
| Schaden-Rückversicherung | ■ Nicht einer der größten, sondern einer der weltweit profitabelsten Schaden-Rückversicherer |
| ■ Besonderes Augenmerk auf richtige Einschätzung der Risiken | |
| ■ Risikotechnisch orientierte Preis- und Bedingungsgestaltung und angemessenes | |
| Reservierungsniveau | |
| Personen-Rückversicherung | ■ In 5 Jahren einer der 3 großen, weltweit tätigen und überdurchschnittlich profitablen |
| Personen-Rückversicherer | |
| ■ Jährlich zweistelliges Wachstum der Umsatz- und Ertragskennzahlen | |
| ■ Besonderes Augenmerk auf regionale und biometrische Ausgewogenheit des Portefeuilles |
Ein wichtiger Schwerpunkt der weiteren Maßnahmen zum Konzernumbau 2011 wird auf der deutschen Privat- und Firmenversicherung liegen. Hier laufen intensive Vorbereitungen, um den Bereich zukunft sfähig aufzustellen. Ziel ist, Geschäft sprozesse und Organisation an Wünschen der Kunden und Vertriebspartner auszurichten. Verbunden mit einer spartenübergreifenden Entwicklung von Produkt-, Vertriebsund Servicestrategien soll so einer der effi zientesten und kundenorientiertesten Versicherer in diesem Kundensegment entstehen.
In unserer Vorschau bis 2012 erwarten wir für den Talanx-Konzern auf konsolidierter Basis einen Anstieg der Bruttoprämien auf rund 25 Mrd. EUR sowie eine Umsatzrendite von rund 7 %. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern und nach Minderheitsanteilen soll mindestens 10,8 % betragen. Dies entspricht 750 Basispunkten über dem risikofreien Zins, den wir als 5-Jahresdurchschnitt zehnjähriger deutscher Staatsanleihen defi niert haben. Als strategisches Ziel haben wir uns eine Eigenkapitalrendite von 12,5 % gesetzt. Wir halten an dem Ziel fest, einen Minderheitsanteil der Talanx AG an die Börse zu bringen, ohne jedoch einen genauen Zeitpunkt dafür bereits zu nennen. Wir werden uns daher weiter systematisch vorbereiten, um im entscheidenden Moment voll handlungsfähig zu sein.
Im Geschäft sjahr 2011 soll das Industriegeschäft in Europa sowie in Lateinamerika, (Süd-)Ostasien und auf der arabischen Halbinsel weiter ausgebaut werden. Weiterhin ist die Gründung einer Niederlassung in Kanada geplant. Aufgrund der konjunkturellen Erholung sowohl im Binnenmarkt als auch beim Export erwartet die Gesellschaft einen Prämienanstieg vor allem bei den umsatzabhängigen Policen. Das für 2011 erwartete Bruttoprämienvolumen von 2,6 Mrd. EUR liegt damit geringfügig über dem Wert zum 31. Dezember 2010. Aufgrund des unverändert sehr harten Wettbewerbs bei Preisen und Bedingungen besteht ein intensiver Wettbewerb im Industrieversicherungsmarkt. Die Auswirkungen des japanischen Erdbebens von März 2011 sind zur Zeit der Drucklegung noch nicht sicher absehbar. Mit einer spürbaren Schadenbelastung im Segment Industrieversicherung ist zu rechnen. Parallel rechnen wir andererseits mit einer Wende auf der Preisseite, die sich teilweise schon 2011, vor allem aber 2012 auswirken wird. Weiterhin wird durch die vielfach anziehende Konjunktur ein erhöhter Schadenaufwand erwartet. Trotz der vorsichtigen Annahmen bei den erwarteten Erlösen aus den Kapitalanlagen erwartet die Gesellschaft , das zufriedenstellende Kapitalanlageergebnis aus 2010 auch für 2011 zu erreichen.
Das umfassende Produktspektrum der HDI-Gerling Lebensversicherung ist besonders gut geeignet, um den Herausforderungen des demografi schen Wandels begegnen zu können. Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine weiterhin positive Entwicklung der Gesellschaft .
Die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG hat zum Jahresanfang 2011 ihre Produktpalette der privaten Sachversicherungen auf eine modulare Produktarchitektur ausgerichtet, unter Nutzung der betriebstechnischen Bündelung aller Sparten in einer Vertragsführung. Hierbei werden neben dem erhöhten Nutzen für den Versicherungsnehmer, wie beispielsweise größere Flexibilität und Transparenz, auch Kostenreduktionspotenziale für den Versicherungsträger und den Vertrieb geschaff en.
Im Geschäft sfeld Firmen und Freie Berufe legt die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG ihren Fokus weiterhin auf die Branchen der Berufs- und Vermögensschadenhaft pfl ichtversicherung, in denen eine Überarbeitung der Tarife stattfi nden wird. Außerdem wird die Produktpalette durch eine neue EDV-Versicherung erweitert. In der Heilwesenversicherung sind eine Modernisierung der Bedingungen und ein risikokontrollierter Ausbau des Bestands geplant. Der Bestand der Produktlinie Compact wird durch eine großvolumige Kooperation deutlich ausgebaut und zudem um einen zusätzlichen Baustein "Forderungsmanagement" erweitert.
Der Jahreswechsel 2010/2011 hat die Hoff nung genährt, dass sich der Kraft fahrtmarkt langsam stabilisiert. Das durchschnittliche Prämienniveau ist gegenüber dem Vorjahr um rund 3 % gestiegen. Die HDI Direkt Versicherung AG wird sich auf diesem Markt auch im laufenden Geschäft sjahr als preisgünstiger Anbieter positionieren. Besonderer Wert wird weiterhin auf den Ausbau des Vertriebs über das Internet sowie mit Kooperationspartnern gelegt. Auch der Vertrieb im Belegschaft sgeschäft soll weiter verstärkt werden. Insgesamt rechnet das Unterneh men damit, die Beitragseinnahmen um rund 3 % stei gern zu können.
Bei den Gesellschaft en, die Bancassurance-Geschäft betreiben, bleiben die Ziele hochgesteckt: Die Neue Leben Lebensversicherung AG will ihre Positionierung als Vorsorgespezialist und strategischer Partner der Sparkassen weiter ausbauen und sich mit innovativen Produkten sowie ihrer bewährten Leistungsstärke weiter am Markt etablieren. Für das laufende Geschäft sjahr 2011 rechnet die Neue Leben Holding AG mit einem guten Jahresergebnis. Bei der Targo Lebensversicherung AG stehen die langfristige Sicherung profi tablen Wachstums, die hervorragende Kosteneffi zienz, die exzellente Qualität der Produkte und Dienstleistungen und die Gewinnung neuer Kundensegmente im Fokus. Die PBV Lebensversicherung AG wird im Sinne einer wertorientierten Steuerung ihre Ausrichtung auf die Erhöhung der Effi zienz durch weitere Verbesserung der Kostensituation und des Ergebnisses im Kapitalanlagebereich fortführen. Auf dieser Grundlage werden Chancen gesehen, Marktvorteile zu erlangen und die Position der PBV Lebensversicherung AG als Spezialversicherer für private Altersvorsorgeprodukte im Wettbewerb weiter zu stärken.
Auch für das Geschäft sjahr 2011 verfolgt das ausländische Privatkundengeschäft eine klare Expansionsstrategie und zielt dabei auf Wachstum bei angemessener Profi tabilität. Die strategische Ausrichtung wird sich auf den weiteren Ausund Aufb au des Geschäft s in den Zielregionen Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa und der Türkei konzentrieren, wobei organisches und anorganisches Wachstum angestrebt wird, und der Optimierung der Aktivitäten in den bestehenden Märkten. Opportunitäten außerhalb der Zielregionen werden dann akquiriert, wenn ein klarer Mehrwert oberhalb der gesetzten Parameter erreicht werden kann.
Die Bruttoprämien des Konzernsegments sollen bis 2012 auf ca. 10 % des Gruppenvolumens anwachsen. Der wesentliche Treiber im Wachstum ist unsere brasilianische Gesellschaft . Wir erwarten, dass sich die brasilianische Wirtschaft in den kommenden zwei Jahren weiterhin positiv entwickeln wird. Unserer Gesellschaft , die im wesentlichen Kraft fahrtversicherungsgeschäft zeichnet, kommt dies insbesondere zugute. Die HDI Seguros S. A., Brasilien, rechnet 2011 mit einem Prämienwachstum von knapp 50 %. Wir gehen auch in den übrigen Märkten von einem Wachstum aus, das im hohen einstelligen bis sogar zweistelligen Prozentbereich liegen wird.
Im polnischen Markt, wo wir überwiegend im Kraft fahrzeughaft pfl ichtgeschäft tätig sind, sind im Markt nach wie vor kaum auskömmliche Raten zu erzielen. Wir werden 2011 sowohl die Gelegenheit nutzen, Raten anzupassen sowie Arbeitsabläufe weiter zu optimieren, um einen angemessenen Ertrag zu erreichen. Die Entwicklung des polnischen Lebensversicherungsmarkts sehen wir positiv. Wir werden unsere Gesellschaft entsprechend neu ausrichten, um daran umfänglich partizipieren zu können.
Das Wachstum im Bereich Lebensversicherung auf Basis 2010 könnte insgesamt höher ausfallen, wenn es nicht durch die Einstellung der Neuzeichnung von Lebensversicherungsgeschäft in Liechtenstein und Luxemburg sowie die geringere Nachfrage nach Einmalprämienprodukten der italienischen Gesellschaft beeinfl usst würde. Daher könnte es zu einer Stag nation des Prämienvolumens bis Ende 2012 kommen.
Mit den neuen strategischen Partnern der Gruppe Meiji Yasuda Life werden wir Chancen nutzen, gemeinsam bei sich bietender Gelegenheit im Ausland zu wachsen. Im Zielkorridor stehen insbesondere Investitionen in Zentral- und Osteuropa sowie der Türkei und Lateinamerika. Aufgrund des negativen Ergebnisses der polnischen HDI Asekuracja im abgelaufenen Geschäft sjahr und des Wachstums der italienischen HDI Assicurazioni erwarten wir für 2011 nur Dividenden aus der brasilianischen HDI Seguros. Für 2012 gehen wir davon aus, wieder Dividendeneinnahmen aus Polen, Brasilien und Italien zu erzielen.
In der Schaden-Rückversicherung erwarten wir für das laufende Geschäft sjahr und darüber hinaus im Wesentlichen gute Bedingungen. Die Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2011 verlief für uns besser als von den Marktteilnehmern erwartet.
Im Zielmarkt Deutschland blicken wir optimistisch auf das laufende Geschäft sjahr. Bei insgesamt stabilem Prämienvolumen stiegen die Preise für schadenbetroff ene Programme, und es waren Ratenrückgänge bei schadenfreien Programmen zu verzeichnen. Der Kraft fahrt-Erstversicherungsmarkt hat 2010 die Talsohle durchschritten. Dies sowie verbesserte Konditionen werden sich positiv auf unser Ergebnis im proportionalen Kraft fahrtgeschäft auswirken, aber auch mittelbar auf unser nichtproportionales Kraft fahrt-Haft pfl icht-Portefeuille.
Die Geschäft sbedingungen in Nordamerika sind auch im laufenden Geschäft sjahr von einem deutlichen Wettbewerb gekennzeichnet. Für das laufende Geschäft sjahr erwarten wir ein leicht steigendes Prämienvolumen (+1 %). Wachstumstreiber ist das kanadische Geschäft . Angesichts unserer sehr guten Marktposition und unserer hervorragenden Kundenbeziehungen sehen wir auch in Zukunft gute Geschäft smöglichkeiten in unserem Zielmarkt Nordamerika.
Mit den Vertragserneuerungen im Spezialgeschäft sind wir sehr zufrieden. Besonders positiv entwickelten sich die Raten im Off shore-Energy-Geschäft . Angesichts der großen Schäden haben sich die Preise dort sowohl in der Sach- als auch in der Haft pfl ichtsparte deutlich erhöht, sodass wir für 2011 von einem um 16 % höheren Prämienvolumen ausgehen. In der Luft fahrtrückversicherung erwarten wir für das laufende Geschäft sjahr ein Wachstum des Bruttoprämienvolumens um rund 12 %. Eine gute Geschäft sentwicklung sollte auch in der Kredit- und Kautionsrückversicherung möglich sein; angesichts unseres selektiven Underwritings erwarten wir hier jedoch für 2011 ein um 8 % geringeres Prämienvolumen. In der strukturierten Rückversicherung stellen wir insgesamt eine weiter anhaltende Nachfrage nach Verträgen mit einem größeren Risikotransfer fest und erwarten daher für das laufende Jahr eine nach wie vor erfreuliche Geschäft sentwicklung. Das Geschäft der Insurance-Linked Securities werden wir im Jahr 2011 weiter ausbauen.
In der globalen Vertragsrückversicherung werden wir 2011 um rund 2 % wachsen, auch wenn die Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2011 ein gemischtes Bild in den einzelnen Märkten zeigte. Wegen ausgebliebener Großschadenereignisse in Zonen mit Spitzenrisiken, wie beispielsweise in den USA, gingen die Raten im Katastrophengeschäft insgesamt tendenziell weiter zurück. Die Bruttoprämie für unser weltweites Katastrophengeschäft dürft e im laufenden Geschäft sjahr insgesamt um rund 10 % zurückgehen. Die Preissituation in der fakultativen Rückversicherung, also der Zeichnung von Einzelrisiken, ist im laufenden Geschäft sjahr angespannt. Derzeit erwarten wir überwiegend rückläufi ge Raten. Aufgrund einer vielfältigen Nachfrage und der Diversifi kation der Märkte sollte unser fakultatives Portefeuille für das Jahr 2011 jedoch erneut profi tabel wachsen. Wir erwarten, dass der Ratenverlust im konventionellen Sach- und Haft pfl ichtgeschäft durch die Zeichnung von Nischengeschäft kompensiert wird.
In der Personen-Rückversicherung haben wir ein jährliches Wachstumsziel für die Bruttoprämie von 10 % bis 12 %. Neben unserem organischen Wachstum gehen wir von weiteren Bestandsübernahmen in den entwickelten Versicherungsmärkten aus. Als EBIT-Rendite streben wir einen Wert von mindestens 6 % an. Für die Hannover Life Re bleibt die Evolution des bewährten Geschäft smodells der fünf Säulen weiterhin bestimmend; die neuen Märkte werden dabei der wesentliche Wachstumstreiber für die nächsten zwei bis drei Jahre bleiben. Daneben sehen wir gute Möglichkeiten in der Bancassurance, speziell in den Schwellenmärkten. Wir konzentrieren uns bei der Expansion auf die USA, die arabischen Märkte und die wesentlichen Schwellenmärkte in Asien und Lateinamerika.
Die AmpegaGerling Asset Management GmbH erwartet, bedingt durch reduzierte Fee-Vereinbarungen mit den verbundenen Konzernunternehmen, als Ergebnis aktualisierter Drittvergleichsuntersuchungen einen Rückgang der reduzierten Umsatzerlöse von 12 Mio. EUR. Dies führt bei Beibehaltung der betrieblichen Aufwendungen auf dem Niveau von 2010 zu einem geplanten Rückgang des Betriebsergebnisses auf 21 Mio. EUR ohne Erträge aus Gewinnabführungsverträgen.
Schwerpunkte der Unternehmensaktivitäten der Ampega-Gerling Investment GmbH im Jahr 2011 sind neben dem Portfolio-Management der Publikums- und Spezialfonds die Weiterentwicklung der Geschäft sprozesse zur Erlangung der UCITS-IV-Fähigkeit (Verwaltung ausländischer Fonds) sowie der weitere Ausbau der technischen Kompetenz zur Administration von Kapitalanlagen. Insgesamt wird für 2011 ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet.
Vor dem Hintergrund der Übertragung des Baufi nanzierungsgeschäft s (und damit dem Abgang der zugehörigen Umsatzerlöse) erwartet die AmpegaGerling Immobilien Management GmbH trotz Reorganisation der Provisionsstrukturen und der damit unter anderem verbundenen Erhöhung der Bestandsmargen einen Rückgang der Umsatzerlöse um ca. 1 Mio. EUR. Getragen durch Projektsonderkosten ist für 2011 ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von –0,7 Mio. EUR geplant. Ab 2012 soll nach vollständiger Implementierung der neuen Produktionsstrukturen und Entfall der Sonderprojektkosten ein positives Betriebsergebnis erwirtschaft et werden.
Das Ergebnis der Protection Re sollte nach derzeitigem Stand 2011 über dem Niveau des Geschäft sjahres 2010 liegen.
Talanx-Konzern Finanzbericht 2010
| Aktiva | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 1) | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||
| A. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 1 | 589 | 593 | ||
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 2 | 1.851 | 2.154 | ||
| 2.440 | 2.747 | ||||
| B. Kapitalanlagen | |||||
| a. Fremdgenutzter Grundbesitz | 3 | 860 | 726 | ||
| b. Anteile an verbundenen Unternehmen | |||||
| und Beteiligungen | 4 | 74 | 61 | ||
| c. Anteile an assoziierten Unternehmen | 5 | 144 | 134 | ||
| d. Darlehen und Forderungen | 6 | 32.343 | 31.548 | ||
| e. Sonstige Finanzinstrumente | |||||
| i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende | |||||
| Finanzinstrumente | 7 | 2.999 | 2.858 | ||
| ii. Jederzeit veräußerbare | |||||
| Finanzinstrumente | 8/11 | 30.635 | 26.477 | ||
| iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente |
9/11/12 | 1.221 | 1.099 | ||
| f. Übrige Kapitalanlagen | 10/11 | 4.185 | 4.133 | ||
| Selbstverwaltete Kapitalanlagen | 72.461 | 67.036 | |||
| g. Depotforderungen | 10.961 | 9.349 | |||
| Kapitalanlagen | 83.422 | 76.385 | |||
| C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von | |||||
| Inhabern von Lebensversicherungs policen | 6.414 | 4.975 | |||
| D. Anteile der Rückversicherer an den | |||||
| versicherungstechnischen Rückstellungen | 5.523 | 5.962 | |||
| E. Forderungen aus dem Versicherungs geschäft | 13 | 5.011 | 4.342 | ||
| F. Abgegrenzte Abschlusskosten | 14 | 3.715 | 3.544 | ||
| G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, | |||||
| Schecks und Kassenbestand | 1.265 | 1.685 | |||
| H. Aktive Steuerabgrenzung | 27 | 268 | 235 | ||
| I. Sonstige Vermögenswerte | 15 | 1.781 | 1.655 | ||
| J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögens werte von Veräußerungs gruppen, die als zur |
|||||
| Veräußerung gehalten klassifi ziert werden | 1.529 | 35 | |||
| Summe der Aktiva | 111.368 | 101.565 |
1) Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8 und IFRS 8; siehe Erläuterungen im Kapitel
"Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"
| Passiva | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 1) | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||
| A. Eigenkapital | 16 | ||||
| a. Gezeichnetes Kapital | 260 | 260 | |||
| b. Rücklagen | 4.696 | 4.314 | |||
| Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter |
4.956 | 4.574 | |||
| c. Anteile anderer Gesellschafter | |||||
| am Eigenkapital | 3.035 | 2.579 | |||
| Summe Eigenkapital | 7.991 | 7.153 | |||
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 17 | 2.791 | 2.003 | ||
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen | |||||
| a. Rückstellung für Prämienüberträge b. Deckungsrückstellung |
18 19 |
5.411 42.466 |
5.026 39.754 |
||
| c. Rückstellung für noch nicht | |||||
| abgewickelte Versicherungsfälle | 20 | 28.538 | 27.256 | ||
| d. Rückstellung für Beitragsrück erstattung | 21 | 1.113 | 1.274 | ||
| e. Übrige versicherungstechnische | |||||
| Rückstellungen | 250 | 221 | |||
| 77.778 | 73.531 | ||||
| D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungs nehmern |
|||||
| getragen wird | 6.414 | 4.975 | |||
| E. Andere Rückstellungen | |||||
| a. Rückstellungen für Pensionen | |||||
| und ähnliche Verpfl ichtungen | 22 | 1.316 | 1.298 | ||
| b. Steuerrückstellungen | 23 | 743 | 771 | ||
| c. Sonstige Rückstellungen | 24 | 692 | 575 | ||
| 2.751 | 2.644 | ||||
| F. Verbindlichkeiten | |||||
| a. Begebene Anleihen und Darlehen | 25 | 747 | 675 | ||
| b. Depotverbindlichkeiten | 5.224 | 4.514 | |||
| c. Übrige Verbindlichkeiten | 11/12/26 | 4.858 | 4.561 | ||
| 10.829 | 9.750 | ||||
| G. Passive Steuerabgrenzung | 27 | 1.433 | 1.509 | ||
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 101.996 | 94.412 | |||
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungs gruppen, | |||||
| die als zur Veräußerung gehalten klassifi ziert werden |
1.381 | — | |||
| Summe der Passiva | 111.368 | 101.565 |
1) Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8 und IFRS 8; siehe Erläuterungen im Kapitel
"Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"
| Anhang | 2010 | 2009 1) | ||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | ||||
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Renten versicherung |
22.869 | 20.923 | ||
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung |
1.139 | 979 | ||
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 2.767 | 2.530 | ||
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | –185 | –67 | ||
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung | ||||
| der Bruttoprämienüberträge | 25 | 24 | ||
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 28 | 18.753 | 17.323 | |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto |
30 | 17.810 | 15.101 | |
| Anteile der Rückversicherer | 1.712 | 1.043 | ||
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 16.098 | 14.058 | ||
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | ||||
| brutto | 31 | 4.887 | 4.754 | |
| Anteile der Rückversicherer | 515 | 710 | ||
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 4.372 | 4.044 | ||
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | 71 | 43 | ||
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 390 | 295 | ||
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | –319 | –252 | ||
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung |
–2.036 | –1.031 | ||
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 29 | 3.383 | 3.321 | |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 29 | 486 | 903 | |
| Kapitalanlageergebnis aus | ||||
| selbstverwalteten Kapitalanlagen | 2.897 | 2.418 | ||
| Depotzinsergebnis | 29 | 280 | 240 | |
| Kapitalanlageergebnis | 3.177 | 2.658 | ||
| davon Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen |
2 | –6 | ||
| 10. a. Sonstige nichttechnische Erträge | 32 | 947 | 967 | |
| b. Sonstige nichttechnische Aufwendungen | 32 | 1.039 | 1.005 | |
| Übriges Ergebnis | –92 | –38 | ||
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts oder Firmenwert |
1.049 | 1.589 | ||
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 33 | 17 | 92 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.032 | 1.497 | ||
| 12. Finanzierungszinsen 13. Ertragsteuern |
34 35 |
134 228 |
133 471 |
|
| Jahresergebnis | 670 | 893 | ||
| davon Anteile anderer Gesellschafter | 450 | 408 | ||
| davon Konzernergebnis | 220 | 485 |
1) Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8 und IFRS 8; siehe Erläuterungen im Kapitel
"Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"
| 2010 | 2009 1) | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Jahresergebnis | 670 | 893 |
| 1. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste der Periode | 108 | 908 |
| Reklassifi zierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung | –224 | 102 |
| Steuerertrag/-aufwand | –3 | –116 |
| –119 | 894 | |
| 2. Währungsumrechnung | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste der Periode | 250 | 87 |
| Reklassifi zierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung | 2 | –4 |
| Steuerertrag/-aufwand | –12 | 1 |
| 240 | 84 | |
| 3. Veränderungen aus Cashfl ow-Hedges | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste der Periode | –103 | –7 |
| Reklassifi zierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung | — | — |
| Steuerertrag/-aufwand | 3 | 2 |
| –100 | –5 | |
| 4. Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/ Shadow Accounting |
||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste der Periode | 324 | –462 |
| Steuerertrag/-aufwand | –7 | 20 |
| 317 | –442 | |
| 5. Veränderungen aus der Bewertung assoziierter Unternehmen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste der Periode | –2 | — |
| Reklassifi zierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung | — | — |
| Steuerertrag/-aufwand | — | — |
| –2 | — | |
| 6. Sonstige Veränderungen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste der Periode | 4 | 8 |
| Reklassifi zierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung | — | — |
| Steuerertrag/-aufwand | –1 | –3 |
| 3 | 5 | |
| Steuern auf Erträge und Aufwendungen, die über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst wurden |
–20 | –96 |
| Erträge und Aufwendungen der Periode, die über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst wurden nach Steuern |
339 | 536 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen in der Periode | 1.009 | 1.429 |
| davon Anteile anderer Gesellschafter | 615 | 491 |
| davon Konzernanteil | 394 | 938 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen) |
|||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital - rück lagen |
Gewinn - rücklagen |
Nicht reali sier te Kurs - gewinne/ -ver luste aus Kapi tal anlagen |
Gewinne/ Ver luste aus der Wäh rungs umrechnung |
Übrige Eigen kapital - verän de - run gen |
Bewertungs ergebnis aus Cashfl ow Hedges |
Anteile anderer Gesell schafter |
Eigen kapital |
|
| Mio. EUR | |||||||||
| Stand 31.12.2008 | 260 | 630 | 2.977 | –123 | –211 | 111 | –18 | 2.092 | 5.718 |
| Anpassungen gemäß IAS 8 | — | — | 12 | –8 | — | 7 | — | 1 | 12 |
| Stand 1.1.2009 angepasst | 260 | 630 | 2.989 | –131 | –211 | 118 | –18 | 2.093 | 5.730 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen |
— | — | 485 | 799 | 71 | –412 | –5 | 491 | 1.429 |
| darin Anpassungen gemäß IAS 8 |
— | — | –41 | — | — | — | — | 1 | –40 |
| davon Währungs umrechnung |
— | — | — | — | 71 | — | — | 13 | 84 |
| davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen |
— | — | — | 799 | — | — | — | 95 | 894 |
| davon Veränderung aus der Equity-Bewertung |
— | — | — | — | — | — | — | — | — |
| davon Veränderung aus Cashfl ow-Hedges |
— | — | — | — | — | — | –5 | — | –5 |
| davon Übrige Veränderungen 1) |
— | — | — | — | — | –412 | — | –25 | –437 |
| Dividenden an Aktionäre | — | — | — | — | — | — | — | –18 | –18 |
| Kapitalerhöhung | — | — | — | — | — | — | — | 12 | 12 |
| Sonstige Veränderungen | — | — | — | — | — | — | — | 1 | 1 |
| Stand 31.12.2009 2) | 260 | 630 | 3.474 | 667 | –140 | –294 | –23 | 2.579 | 7.153 |
| Anpassungen gemäß IAS 8 | — | — | –15 | 29 | — | –26 | — | — | –12 |
| Stand 1.1.2010 angepasst | 260 | 630 | 3.459 | 696 | –140 | –320 | –23 | 2.579 | 7.141 |
| Veränderung der Beteiligungsquote 3) |
— | — | — | — | — | — | — | 7 | 7 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen |
— | — | 219 | –174 | 144 | 305 | –100 | 615 | 1.009 |
| davon Währungs umrechnung |
— | — | — | — | 144 | — | — | 96 | 240 |
| davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen |
— | — | — | –174 | — | — | — | 55 | –119 |
| davon Veränderung aus der Equity-Bewertung |
— | — | — | — | — | –1 | — | –1 | –2 |
| davon Veränderung aus Cashfl ow-Hedges |
— | — | — | — | — | — | –100 | — | –100 |
| davon Übrige Veränderungen 1) |
— | — | — | — | — | 306 | — | 13 | 319 |
| Dividende an Aktionäre | — | — | — | — | — | — | — | –162 | –162 |
| Kapitalreduzierung | — | — | — | — | — | — | — | –4 | –4 |
| Stand 31.12.2010 | 260 | 630 | 3.678 | 522 | 4 | –15 | –123 | 3.035 | 7.991 |
1) Die Übrigen Veränderungen enthalten die Gewinnbeteiligungen Versicherungsnehmer/Shadow Accounting sowie Sonstige Veränderungen
2) Angepasst aufgrund IAS 8
3) Anteilsänderung ohne Änderung des Kontrollstatus
| 2010 | 2009 1) | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| I. 1. Periodenergebnis | 670 | 893 |
| I. 2. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen | 3.879 | 3.339 |
| I. 3. Veränderung der aktivierten Abschlusskosten | –38 | 5 |
| I. 4. Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten | ||
| sowie der Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten | 441 | –930 |
| I. 5. Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten | ||
| aus Finanzierungsgeschäften | –1.230 | 71 |
| I. 6. Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten | 71 | 117 |
| I. 7. Veränderung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanz instrumenten |
36 | 226 |
| I. 8. Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | –385 | –237 |
| I. 9. Veränderung sonstiger Bilanzposten | –86 | –70 |
| I. 10. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | ||
| sowie Berichtigungen des Periodenergebnisses | 1.226 | 2.058 |
| I. Kapitalfl uss aus laufender Geschäftstätigkeit | 4.584 | 5.472 |
| II. 1. Mittelzu-/-abfl uss aus dem Verkauf | ||
| von konsolidierten Unternehmen | 47 | — |
| II. 2. Mittelzu-/-abfl uss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen | — | 79 |
| II. 3. Mittelzufl uss aus dem Verkauf von Grundbesitz | 38 | 43 |
| II. 4. Mittelabfl uss aus dem Kauf von Grundbesitz | –205 | –225 |
| II. 5. Mittelzufl uss aus dem Verkauf und der Fälligkeit | ||
| von Finanzinstrumenten | 16.552 | 18.622 |
| II. 6. Mittelabfl uss aus dem Kauf von Finanzinstrumenten | –20.754 | –21.329 |
| II. 7. Veränderung der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen |
–1.394 | –1.603 |
| II. 8. Veränderung der übrigen Kapitalanlagen | 130 | –659 |
| II. Kapitalfl uss aus Investitionstätigkeit | –5.586 | –5.072 |
| III. 1. Mittelzufl uss aus Kapitalerhöhungen | — | 12 |
| III. 2. Mittelabfl uss aus Kapitalherabsetzungen | –4 | — |
| III. 3. Gezahlte Dividenden | –162 | –18 |
| III. 4. Veränderungen aus sonstigen Finanzierungsaktivitäten | 719 | –123 |
| III. Kapitalfl uss aus Finanzierungstätigkeit | 553 | –129 |
| Veränderung der Finanzmittelfonds (I. + II. + III.) | –449 | 271 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres | 1.685 | 1.408 |
| Finanzmittelfonds – Währungskurseinfl üsse | 54 | 6 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | 1.290 | 1.685 |
| Finanzmittelfonds der Veräußerungsgruppen | 25 | — |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | ||
| ohne Veräußerungsgruppen | 1.265 | 1.685 |
| Zusatzinformationen | ||
| Gezahlte Steuern | 294 | –3 |
| Gezahlte Zinsen | 255 | 260 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Die Kapitalfl ussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abfl üsse verändert haben. Dabei wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäft stätigkeit, aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Die Darstellung des Zahlungsmittelfl usses folgt IAS 7 "Kapitalfl ussrechnungen" und den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) Nr. 2 zur Aufstellung von Kapitalfl ussrechnungen, die durch DRS 2-20 für Versicherungsunternehmen ergänzt und konkretisiert wurden.
Die Kapitalfl ussrechnung wurde nach der indirekten Methode entwickelt. Der Finanzmittelfonds ist auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente begrenzt und entspricht der Bilanzposition "Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand".
Der Zahlungsmittelfl uss des Konzerns ist in erster Linie durch das Geschäft smodell eines Erst- und Rückversicherers geprägt. Wir erhalten in der Regel zunächst die Beiträge für die Risikoübernahme und leisten später Zahlungen im Schadenfall. In der Kapitalfl ussrechnung werden Wechselkurseff ekte sowie Einfl üsse aus Veränderungen des Konsolidierungskreises eliminiert. Der Erwerb neuer Gesellschaft en wird in der Zeile "Mittelzu-/-abfl uss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen" dargestellt; hier wird die Summe der bezahlten Kaufpreise abzüglich der erworbenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen.
Für den Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalfl ussrechnung als gering anzusehen. Sie ersetzt für uns weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.
Die Kaufpreiszahlung für die HDI Strakhovanie betrug 1 Mio. EUR, in gleicher Höhe ist Barvermögen zugefl ossen (siehe Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode" des Konzern anhangs, Seite 163).
Die Talanx AG steht als Finanz- und Managementholding an der Spitze des mit Prämieneinnahmen in Höhe von 22,9 (20,9) Mrd. EUR für 2010 drittgrößten deutschen Versicherungskonzerns mit Sitz in Hannover, Deutschland. Sie ist selbst jedoch nicht im Versicherungsgeschäft tätig. Die Gruppe ist weltweit über Kooperationen in über 150 Ländern aktiv und bietet qualitativ hochwertige Versicherungs dienstleistungen sowohl im Nichtlebens- als auch im Lebensversicherungsgeschäft , in der Rückversicherung sowie Geschäft e im Bereich Asset Management an.
Der Konzern arbeitet als Mehrmarkenanbieter in den Geschäft sbereichen Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland, Privat- und Firmenversicherung International, Schaden- und Personen-Rückversicherung sowie Konzernfunktionen. Dazu zählen HDI, HDI-Gerling mit Versicherungen für Privat- und Firmenkunden sowie Industriekunden, Hannover Rück – einer der weltweit führenden Rückversicherer –, die auf Bankenvertrieb spezialisierten Neue Leben, PB und Targo Versicherungen sowie AmpegaGerling als Fondsanbieter und Vermögensverwalter. Am Jahresende 2010 arbeiteten weltweit 16.874 (16.921) Mitarbeiter* in den Gesellschaft en des Talanx-Konzerns.
Die Talanx AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des HDI Haft pfl ichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Obergesellschaft ), Hannover (HDI V. a. G.) und Muttergesellschaft für alle zum HDI V. a. G. gehörenden Konzerngesellschaft en. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter der Nummer HR Hannover B 52546 mit der Adresse "Riethorst 2, 30659 Hannover" eingetragen. Der HDI V. a. G. ist nach §§ 341 ff . HGB verpfl ichtet, einen Konzern abschluss aufzustellen, in den die Abschlüsse der Talanx AG und ihrer Tochter gesellschaft en einbezogen sind. Der Konzernabschluss des Mutterunternehmens wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Die Talanx AG hat als Mutterunternehmen des Talanx-Konzerns einen Konzernabschluss gemäß § 290 HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage von § 315 a Abs. 3 HGB freiwillig gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Die in § 315 a Abs. 1 HGB genannten Standards und Vorschrift en wurden vollständig beachtet.
Seit dem Jahr 2002 werden die vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen Standards als IFRS bezeichnet; die Vorschrift en, die in früheren Jahren verabschiedet wurden, tragen weiterhin den Namen IAS (International Accounting Standards). In unseren Erläuterungen zitieren wir entsprechend; soweit sich die Erläuterungen nicht explizit auf einen bestimmten Standard beziehen, gebrauchen wir den Begriff IFRS. Die versicherungsspezifi schen Geschäft svorfälle, in denen die IFRS keine gesonderten Regelungen enthalten, werden im Einklang mit IFRS 4 "Versicherungsverträge" nach den einschlägigen Bestimmungen der US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) bilanziert.
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden alle zum 31. Dezember 2010 geltenden IFRS- Vorschrift en sowie die vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des vorherigen Standing Interpretations Committee (SIC) verabschiedeten Interpretationen, deren Anwendung für das Geschäft sjahr 2010 bindend und von der EU übernommen wurden, beachtet. Darüber hinaus wurden die vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) verabschiedeten Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) berücksichtigt, soweit sie den derzeit geltenden IFRS nicht entgegenstehen.
Der Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Darstellung der Betragsangaben erfolgt gerundet auf Millionen Euro (Mio. EUR), es sei denn, aus Gründen der Transparenz sind Betragsangaben in Tausend Euro (TEUR) erforderlich. Dadurch kann es in den Tabellen dieses Berichts zu Rundungsdiff erenzen kommen. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr.
IFRS 3 (geändert 2008) "Unternehmenszusammenschlüsse" und daraus folgende Änderungen zu IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS", IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" und IAS 31 "Gemeinschaft sunternehmen" sind anzuwenden auf Erwerbe in Geschäft sjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen:
Der überarbeitete Standard (IFRS 3), welcher am 3. Juni 2009 durch die EU ratifi ziert worden ist, schreibt unverändert die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen vor, jedoch mit einigen wesentlichen Änderungen. Zum Beispiel: Alle Unternehmenskaufpreiszahlungen werden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierbei werden bedingte Gegenleistungen als Schuld angesetzt und Änderungen in der Folgebewertung ergebniswirksam erfasst. Es besteht ein Wahlrecht, pro Erwerb den Minderheitsanteil entweder zum beizulegenden Zeitwert oder mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital anzusetzen. Sämtliche akquisitionsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst.
Der Standard wurde im Konzern u. a. für den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der HDI Strakhovanie am 7. Juli 2010 angewendet. Weitere Details des Unternehmenserwerbs im Geschäft sjahr sind im Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode" dieses Anhangs dargestellt.
Der überarbeitete IAS 27 verlangt die Erfassung aller Auswirkungen aus Transaktionen mit Minderheitsgesellschaft ern im Eigenkapital, sofern sich keine Änderung in der Beherrschung ergibt und diese Transaktion weder zu einem Goodwill noch zu Gewinnen und Verlusten führen. Im Falle des Verlusts der Beherrschung gibt der Standard eine detaillierte Anweisung zur bilanziellen Abbildung vor. Danach ist der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten und ein aus der Neubewertung entstehender Gewinn oder Verlust als solcher auszuweisen. Auf die Berichtsperiode hat der überarbeitete Standard Auswirkung gehabt, da u. a. Transaktionen mit Minderheitsgesellschaft ern stattgefunden haben, welche im Kapitel "Konsolidierung", Abschnitt "Konsolidierungskreis" dieses Anhangs (Seiten 155 ff .) erläutert werden.
Der Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (2009) enthält verschiedene Änderungssachverhalte, die zwölf bestehende IFRS (zehn Standards und zwei Interpretationen) betreff en, und ist der zweite im Rahmen des seit 2006 existierenden Projekts "Jährliche Verbesserungen an den IFRS" veröff entlichte Standard. Die Mehrzahl der Änderungen ist für Geschäft sjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, anzuwenden und hatte für den Konzern keine signifi kanten Auswirkungen.
Zusätzlich zu den oben aufgeführten Rechnungslegungsvorschrift en wurden folgende Änderungen von Standards und Interpretationen zum 1. Januar 2010 beachtet:
IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen": IFRIC 12 stellt klar, wie die zugrunde liegenden Infrastruktureinrichtungen vom Betreiber einer Dienstleistungskonzessionsvereinbarung bilanziert werden. Diese neue Vorschrift hatte keinen Einfl uss auf den Konzernabschluss.
IFRIC 15 "Verträge über die Errichtung von Immobilien": IFRIC 15 gibt Aufschluss darüber, in welchem Fall Umsatzerlöse aus der Errichtung von Immobilien im Abschluss auszuweisen sind und ob ein Vertrag zur Errichtung von Immobilien in den Anwendungsbereich von IAS 11 "Fertigungsauft räge" oder von IAS 18 "Erträge" fällt. Für den Konzernabschluss hatte diese neue Interpretation keine Relevanz im Berichtszeitraum.
Die Übernahme dieser Änderungen und Interpretationen hatte – sofern überhaupt prak tische Bedeutung für den Konzernabschluss bestand – keinen wesentlichen Einfl uss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Berichtszeitraum.
Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröff entlichen Standards, die 2010 noch nicht verpfl ichtend anzuwenden sind und die vom Konzern nicht vorzeitig angewandt wurden Nachfolgend werden Einschätzungen des Konzerns zu den Auswirkungen dieser neuen Standards, Interpretationen und Änderungen an bestehenden Vorschrift en erläutert.
IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" wurde im November 2009 veröff entlicht und ersetzt IAS 24 (2003). Der neue Standard ist für Geschäft sjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, verpfl ichtend anzuwenden. Als wesentliche Neuerungen verlangt die Änderung beispielsweise Angaben zu Garantien und Zusagen sowie zu Verpfl ichtungen, die vom Eintritt (oder Nichteintritt) bestimmter zukünft iger Ereignisse abhängen. Darüber hinaus wird die Defi nition eines nahestehenden Unternehmens oder einer nahestehenden Person präzisiert. Der Standard, dessen Auswirkungen auf den Konzern derzeit geprüft werden, ist durch die EU im Juli 2010 ratifi ziert worden.
Im Dezember 2009 hat die EU Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung – Einstufung von Bezugsrechten" in europäisches Recht übernommen. Der IAS 32 wurde dahingehend ergänzt, dass Bezugsrechte sowie Optionen und Optionsscheine auf eine feste Anzahl eigener Anteile gegen einen festen Betrag in einer beliebigen Währung als Eigenkapitalinstrumente auszuweisen sind, solange diese anteilig allen bestehenden Anteilseignern derselben Klasse gewährt werden. Die Änderung zu IAS 32 ist für Geschäft sjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen, verpfl ichtend anzuwenden. Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden nicht erwartet.
IFRIC 14 "IAS 19 – Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungspfl ichten": Diese Änderung wurde im Juli 2010 von der EU ratifi ziert und ist für Geschäft sjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, verpfl ichtend anzuwenden. Die Neuerungen sind von Relevanz, wenn ein Versorgungsplan eine Mindestdotierungsverpfl ichtung vorsieht und das Unternehmen Beitragsvorauszahlungen auf diese leistet. Auswirkungen auf den Konzern werden derzeit nicht erwartet.
Im November 2009 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 19 "Tilgung fi nanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" veröff entlicht. Die Interpretation regelt die Bilanzierung beim Schuldner, wenn neu verhandelte Vertragsbedingungen einer fi nanziellen Verbindlichkeit es diesem erlauben, die fi nanzielle Verbindlichkeit ganz oder teilweise durch die Ausgabe eigener Eigenkapitalinstrumente zu tilgen (so genannte Debt for Equity Swaps). Die Eigenkapitalinstrumente sind im Zugangszeitpunkt grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Unterschiedsbeträge zwischen dem Fair Value des Eigenkapitalinstruments und dem Buchwert der getilgten Verbindlichkeit sind in der Gewinn- und Verlustrechnung anzusetzen. Die Interpretation ist im Juli 2010 durch die EU übernommen worden und für Geschäft sjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, verpfl ichtend anzuwenden. Wir erwarten aus der Anwendung der neuen Vorschrift keinen Einfl uss auf den Konzern.
Ebenfalls im November 2009 hat das IASB einen neuen Standard zur Klassifi zierung und Bewertung von Finanzinstrumenten veröff entlicht, welcher im Oktober 2010 um Regelungen zur Bilanzierung fi nanzieller Verbindlichkeiten und zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten erweitert wurde. IFRS 9 ist der erste Teil eines dreiphasigen Projekts, welches künft ig den IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ersetzen wird. Der neue Standard enthält eine überarbeitete Kategorisierung von Finanzinstrumenten. Demnach soll es künft ig nur noch zwei Kategorien fi nanzieller Vermögenswerte geben: "at fair value" und "amortized costs". Eine Umklassifi zierung ist nur noch möglich, sofern sich das Geschäft smodell wesentlich ändert. Anlagen in Eigenkapitalinstrumente, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, sind in der Bilanz zum Fair Value anzusetzen. Die Wertveränderungen werden erfolgswirksam erfasst. Ausnahme sind die Anlagen in Eigenkapital instrumente, bei denen das Unternehmen entschieden hat, diese zum Fair Value mit Erfassung der Veränderungen im sonstigen Gesamtergebnis (at fair value through other comprehensive income) anzusetzen. Der Konzern hat die vollen Auswirkungen des IFRS 9 noch zu analysieren. Es zeichnet sich jedoch schon ab, dass die Neuerungen u. a. Einfl uss auf die Bilanzierung von fi nanziellen Vermögenswerten im Konzern haben werden. Der Standard ist erst für Geschäft sjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden; eine Übernahme in europäisches Recht ist noch nicht erfolgt.
Das IASB hat am 7. Oktober 2010 Änderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" veröff entlicht, welche Geschäft sjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, betreff en. Gegenstand der Änderungen sind Angabepfl ichten im Zusammenhang mit dem Transfer von fi nanziellen Vermögenswerten. Ein Transfer von fi nanziellen Vermögenswerten liegt beispielsweise beim Verkauf von Forderungen oder bei so genannten Asset-Backed-Securities (ABS)-Transaktionen vor. Eine Ratifi zierung durch die EU ist noch nicht erfolgt. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Im Mai 2010 hat das IASB den dritten jährlich erscheinenden Sammelstandard (2010) zur Vor nahme kleinerer Änderungen an den IFRS, die so genannten "Improvements to IFRSs" veröff entlicht. Die meisten Änderungen sind für Geschäft sjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, verpfl ichtend anzuwenden; die EU hat den Standard im Februar 2011 ratifi ziert. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Konzernabschluss.
Das IASB hat im Dezember 2010 Änderungen zu IAS 12 "Ertragsteuern" veröff entlicht, welche noch nicht durch die EU übernommen wurden. Diese Neuerungen enthalten eine Klarstellung zur Behandlung temporärer steuerlicher Diff erenzen in Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien". Die Ergänzung tritt für Berichtsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen, in Kraft . Wir erwarten aus der Anwendung dieser Änderungen keinen Einfl uss auf den Konzernabschluss.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen, Spezialfonds und Zweckgesellschaft en unterliegen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, deren Anwendung das Prinzip der Stetigkeit zugrunde liegt. Nachfolgend werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen und Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses erläutert. Die im Geschäft sjahr 2010 neu anzuwendenden Rechnungslegungsvorschrift en sind im Kapitel "Allgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRS", die Konsolidierungsgrundsätze im Kapitel "Konsolidierung" (Seiten 154 ff .) beschrieben.
Mit Beginn des Geschäft sjahres 2010 hat der Konzern seine Versicherungsaktivitäten in der Erstversicherung neu organisiert und die Konzernstruktur entsprechend angepasst. Damit einhergehend hat sich auch die Steuerung des Konzerns gemäß den neuen Verantwortlichkeiten im Vorstand sowie das interne Berichtswesen geändert. Der Geschäft sbereich Rückversicherung ist von der Umstrukturierung nicht betroff en; die beiden berichtspfl ichtigen Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung bleiben daher unverändert.
Den Vorschrift en des IFRS 8 "Geschäft ssegmente" (management approach) folgend hat diese organisatorische Neuaufstellung zu einer Änderung im Segmentbericht für alle Vergleichsperioden geführt. Die Anzahl der berichtspfl ichtigen Segmente hat sich hierdurch erhöht. Basierend auf den Informationen, die an die Hauptentscheidungsträger des Konzerns für die Ressourcen allokation und Geschäft sentwicklung berichtet werden, wurden die berichtspfl ichtigen Segmente nach IFRS 8 auf Basis der Struktur der Versicherungsaktivitäten nach Kundengruppen identifi ziert. Die beiden bisherigen Erstversicherungssegmente – Schaden/Unfall-Erstversicherung und Personen-Erstversicherung – haben wir daher spartenübergreifend in die drei berichtspfl ichtigen Segmente "Industrieversicherung", "Privat- und Firmenversicherung Deutschland" sowie "Privat- und Firmen versicherung International" überführt. Das Segment Konzernfunktionen wurde modifi ziert, beinhaltet aber unverändert Gesellschaft en, die überwiegend funktionelle Tätigkeiten im Konzern wahrnehmen. Da der Goodwill vorwiegend Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten größtenteils auf Segment ebene zugeordnet ist, musste das Management den Goodwill in Teilen den neu identifi zierten operativen Segmenten zuordnen (siehe Erläuterungen in Abschnitt "Geschäft soder Firmenwert" im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz – Aktiva", Seiten 187 ff .).
Die Konsolidierungsbuchungen werden grundsätzlich in einer reinen Konsolidierungsspalte dargestellt, in der konzerninterne, segmentübergreifende Sachverhalte verrechnet werden. Der internen Steuerung und Berichterstattung folgend, werden Erträge aus Dividendenzahlungen und Ergebnisverträgen, die bei der Konzernholding anfallen, im Segment Konzernfunktionen eliminiert. Durch die Neusegmentierung wurden auch die Konsolidierungen innerhalb sowie zwischen den Segmenten beeinfl usst. Dies führte in Einzelfällen zu veränderten Segmentergebnis- und -bilanzausweisen. Für weitere Informationen zum Segmentbericht siehe Anmerkungen in Kapitel "Segmentberichterstattung" dieses Anhangs.
In Analogie zum internen Berichtswesen und der Modifi kation der Segmentberichterstattung haben wir die aufgeführten Ausweisänderungen in der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung vorgenommen. Diese Änderungen in der Darstellung erfolgen retrospektiv und hatten keine Auswirkungen auf die bilanzierten Wertansätze in Vorjahren. Die Vergleichsbeträge der Umgliederungen aus dem Vorjahr sind im Klammerzusatz angegeben:
Im Berichtsjahr 2010 haben wir die Vorjahreszahlen entsprechend den Vorschrift en des IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler" für nachfolgende Sachverhalte rückwirkend zum 31. Dezember 2009 angepasst:
Die im Geschäft sjahr 2010 durchgeführten Anpassungen gemäß IAS 8 wirkten sich auf die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009 wie nachfolgend dargestellt aus. Die einzelnen Sachverhalte sind entsprechend den vorstehenden Erläuterungen mit den Buchstaben a) bis d) gekennzeichnet:
| 31.12.2009 wie aus |
Veränderungen aus Anpassungen gemäß IAS 8 mit |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernbilanz | gewiesen | Wirkung auf 2009 | 31.12.2009 | |||
| Mio. EUR | zu a) | zu b) | zu c) | zu d) | ||
| Aktiva | ||||||
| A. b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
2.152 | — | — | 2 | — | 2.154 |
| B. g. Depotforderungen | 10.778 | — | — | — | –1.429 | 9.349 |
| D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen |
5.974 | — | –12 | — | — | 5.962 |
| Passiva | ||||||
| A. b. Rücklagen | 4.354 | –33 | –8 | 1 | — | 4.314 |
| A. c. Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital |
2.578 | — | — | 1 | — | 2.579 |
| C. d. Rückstellung für Beitragsrück erstattung |
1.242 | 32 | — | — | — | 1.274 |
| F. b. Depotverbindlichkeiten | 5.943 | — | — | — | –1.429 | 4.514 |
| G. Passive Steuerabgrenzung |
1.512 | 1 | –4 | — | — | 1.509 |
Auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäft sjahres 2009 haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben:
| 31.12.2009 wie aus |
Veränderungen aus Anpassungen gemäß IAS 8 |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | gewiesen | mit Wirkung auf 2009 | 31.12.2009 | ||
| Mio. EUR | zu a) | zu b) | zu c) | ||
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto |
15.069 | 32 | — | — | 15.101 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto – Anteile der Rückversicherer |
1.055 | — | –12 | — | 1.043 |
| 10. b. Sonstige nichttechnische Aufwendungen1) | 1.007 | — | — | –2 | 1.005 |
| 13. Ertragsteuern |
474 | 1 | –4 | — | 471 |
| Jahresergebnis – davon Anteile anderer Gesellschafter |
407 | — | — | 1 | 408 |
| Jahresergebnis – davon Konzernergebnis |
525 | –33 | –8 | 1 | 485 |
1) Nach angepasster Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Die folgenden Sachverhalte haben wir im Geschäft sjahr 2010 über eine Anpassung der Eröff nungsbilanz zum 1. Januar 2010 korrigiert; eine rückwirkende Anwendung für frühere Perioden wurde unterlassen, da insoweit die Ermittlung der periodenbezogenen Anpassungsbeträge nicht durchführbar war bzw. unter Kosten-Nutzen-Aspekten nicht angezeigt schien:
Die Anpassungen wirkten sich auf die Eröff nungsbilanz 2010 folgender maßen aus:
| Konzernbilanz | Anpassungen 2010 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | zu a) | zu b) |
| Aktiva | ||
| D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen |
–18 | — |
| Passiva | ||
| A. b. Rücklagen – Gewinnrücklagen | –12 | –3 |
| A. b. Rücklagen – Übrige Rücklagen | — | 3 |
| G. Passive Steuerabgrenzung |
–6 | — |
Der Konzern hat die Ermittlungslogik für die Zeitwertermittlung von Derivaten im Zusammenhang mit "Modifi ed coinsurance"-/"Coinsurance funds withheld"-Verträgen verfeinert. Dabei handelt es sich um die Änderung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung, die im Berichtsjahr ohne Anpassung der Vergleichsangaben für Vorjahre durchgeführt worden ist. Im Rahmen der Bilanzierung von ModCo-Rückversicherungsverträgen, bei denen Wertpapierdepots von den Zedenten gehalten und Zahlungen auf Basis des Ertrags bestimmter Wertpapiere des Zedenten geleistet werden, sind die Zinsrisikoelemente klar und eng mit den unterliegenden Rückversicherungsvereinbarungen verknüpft . Folglich resultieren eingebettete Derivate ausschließlich aus dem Kreditrisiko des zugrunde gelegten Wertpapierportefeuilles. Wir ermitteln die Marktwerte der in die ModCo-Verträge eingebetteten Derivate unter Verwendung der zum Bewertungsstichtag verfügbaren Marktinformationen auf Basis einer Credit-Spread-Methode. Durch die Verfeinerung der Ermittlungslogik für diese Derivate werden die Risiken aus den genannten Verträgen markt näher bestimmt. Das Derivat (Bilanzposition "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente", Unterposition "Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente") hat zum Bilanzstichtag einen Zeitwert in Höhe von 45 Mio. EUR (31. Dezember 2009: 32 Mio. EUR). Unter Beibehaltung der bis zum ersten Quartal 2010 verwendeten Parameter zur Ermittlung des Zeitwerts hätte sich ein Wert von 27 Mio. EUR ergeben. Die Auswirkung, die diese Verfeinerung der Ermittlungslogik auf den Wert des Derivates in zukünft igen Berichtsperioden hat, wäre nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand ermittelbar.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert bei einigen Bilanzposten zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen bzw. Schätzungen – welche die Zukunft betreff en –, die sich auf Ausweis, Ansatz und Bewertung in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag auswirken. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifi kantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten bzw. Eventualforderungen/-verbindlichkeiten innerhalb des nächsten Geschäft sjahres mit sich bringen, werden im Folgenden erörtert bzw. sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden oder direkt in den Erläuterungen zu den einzelnen Positionen dargestellt.
Impairment-Test der Firmenwerte (Goodwill): Der Konzern untersucht, in Einklang mit Abschnitt "Geschäft s- oder Firmenwert", ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Sofern der erzielbare Betrag auf Berechnungen des Nutzungswerts basiert, werden entsprechende Annahmen zugrunde gelegt (siehe Angabe 1 "Geschäft s- oder Firmenwert", Seiten 187 ff .).
Beizulegender Zeitwert derivativer und sonstiger Finanzinstrumente: Die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten sowie Wertminderungen von nicht auf einem aktiven Markt gehandelten Finanzinstrumenten (z. B. Derivate im Zusammenhang mit Modifi ed Coinsurance-/Coinsurance Funds Withheld-Verträgen) werden durch geeignete Bewertungstechniken bestimmt. Wir verweisen insoweit auf unsere Ausführungen zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte sowie die Aufgreifk riterien zur Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs bestimmter Finanzinstrumente im Abschnitt "Kapitalanlagen einschließlich Erträge und Aufwendungen".
Versicherungstechnische Rückstellungen: Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, welche hinsichtlich Höhe oder Fälligkeit unsicher sind, werden nach "Best Estimate"- Grundsätzen in Höhe ihrer wahrscheinlichen Inanspruchnahme bilanziert. Die tatsächlichen Zahlungen für Versicherungsfälle können höher oder niedriger ausfallen; hieraus entstehende Abwicklungsgewinne und -verluste wirken sich ergebniswirksam aus. Im Bereich der Lebensversicherung bzw. Personenrückversicherung hängt die Ermittlung der Reserven und Vermögenswerte entscheidend von aktuariellen Projektionen des Geschäft s ab. Hierbei werden wesentliche Eingabeparameter entweder vorbestimmt durch den Tarif (z. B. eingerechnete Kosten, Prämienhöhe, Rechnungszins) oder geschätzt (z. B. Sterbe-, Invaliditäts- oder Stornowahrscheinlichkeiten). Diese Annahmen sind u. a. stark abhängig von länderspezifi schen Parametern, Vertriebsweg, Qualität der Antragsprüfung und Rückversicherungsform. Für die Bilanzierung nach US-GAAP werden diese Annahmen zu jedem Abschlussstichtag überprüft und später an die tatsächliche Projektion angepasst. Die sich hieraus ergebenden Eff ekte spiegeln sich u. a. als True-up-Anpassungen grundsätzlich in den Bilanzpositionen "Sonstige immaterielle Vermögenswerte", "Abgegrenzte Abschlusskosten", "Rückstellung für Beitragsrückerstattung" (latente RfB) und ggf. der "Deckungsrückstellung" (Finanzierung der Schlussgewinne) wider.
Abgegrenzte Abschlusskosten: Die Rechnungsgrundlagen zur Amortisation der abgegrenzten Abschlusskosten werden laufend überprüft und ggf. angepasst. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit werden regelmäßig Kontrollen hinsichtlich z. B. Gewinnverläufen, Stornoannahmen- und Ausfallwahrscheinlichkeiten vorgenommen.
Erworbene Versicherungsbestände (PVFP): Der Bestandswert ist der Barwert der erwarteten künftigen Nettozahlungsströme aus bestehenden Lebensversicherungsverträgen im Zeitpunkt des Erwerbs und wird auf Basis aktuarieller Methoden bestimmt. Unsicherheiten können u. a. in der Erwartung dieser Nettozahlungsströme bestehen.
Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern: Insbesondere erfolgen Einschätzungen hinsichtlich der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge vor allem im Zusammenhang mit bilanzierten passiven latenten Steuern und geplanten zukünft igen Erträgen.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpfl ichtungen: Der Barwert der Pensionsverpfl ichtungen wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinfl usst, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Berechnung der Nettoaufwendungen (bzw. -erträge) für Pensionen verwendeten Annahmen schließen den Abzinsungssatz mit ein. Weitere wesentliche Annahmen zur Ermittlung der Pensionsverpfl ichtungen fi nden sich auch in Angabe 22 "Rückstellungen für Pen sionen und ähnliche Verpfl ichtungen" dieses Anhangs.
Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.
Im März 2004 hat das IASB mit dem Standard IFRS 4 "Versicherungsverträge" erstmals einen Standard für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen veröff entlicht und dabei das Projekt "Versicherungsverträge" in zwei Phasen aufgeteilt. IFRS 4 repräsentiert das Ergebnis der Phase 1 und ist eine Übergangsregelung, bis das IASB die Bewertung von Versicherungsverträgen mit Abschluss Phase 2 neu vorgeschrieben hat. Mittlerweile wurde der Standardentwurf (ED/2010/8) "Bilanzierung von Versicherungsverträgen" veröff entlicht; der fi nale Standard wird für das zweite Quartal 2011 erwartet.
Nach IFRS 4 (Phase 1) – welcher auch Anwendung bei Rückversicherungsverträgen fi ndet – ist es erforderlich, dass alle von Versicherungsgesellschaft en abgeschlossenen Verträge entweder als Versicherungsverträge oder als Investmentverträge klassifi ziert werden. Ein Versicherungsvertrag liegt vor, wenn eine Partei (der Versicherer) ein signifi kantes Versicherungsrisiko von einer anderen Partei (dem Versicherungsnehmer) übernimmt, indem sie vereinbaren, an den Versicherungsnehmer eine Entschädigung zu leisten, wenn ein spezifi ziertes, ungewisses künft iges Ereignis den Ver sicherungsnehmer nachteilig betrifft . Für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen im Sinne des IFRS 4 ist es Versicherungs unter nehmen gestattet, für den derzeit gültigen Projektstand ( Phase 1) ihre zuvor angewendete Bilanzierungspraxis für Versicherungsverträge beizubehalten. Dem folgend werden die versicherungstech nischen Posten im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den US-GAAP bilan ziert. Alle Verträge ohne versicherungstechnisches Risiko werden nach IFRS 4 als Investment verträge behandelt. Soweit Investmentverträge mit einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung ausgestattet sind, werden sie ebenfalls nach den Regelungen der US-GAAP bilanziert. Investmentverträge ohne ermessensab hängige Überschussbeteiligung werden wie Finanzinstrumente nach IAS 39 behandelt.
Immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme von Geschäft s- oder Firmenwerten sowie versicherungs bezogenen immateriellen Vermögenswerten sind zu fortgeführten Anschaff ungskosten vermindert um die planmäßigen, linearen Abschreibungen und ggf. Wertminderungen aktiviert. Für sämtliche immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme der Geschäft s- oder Firmenwerte wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| Software (selbsterstellt oder erworben) | 3–10 Jahre |
|---|---|
| Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte | |
| (in Abhängigkeit von den zugrunde liegenden Versicherungsverträgen) | bis ca. 2056 |
Der sich aus Unternehmenserwerben ergebende Geschäft s- oder Firmenwert ist die positive Diff erenz aus den Anschaff ungskosten und dem anteilig beizulegenden Zeitwert identifi zierter Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten (Zeitwert des neu bewerteten Netto vermögens). Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung sind gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" nach erneuter Prüfung sofort erfolgswirksam zu vereinnahmen. Der Geschäft s- oder Firmenwert ist ein Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer und wird daher nicht planmäßig abgeschrieben, sondern gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" i. V. m. IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" nach dem "Impairment-only Approach" mindestens einmal jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterworfen und je nach Ausgang der Prüfung gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben. Ein so ermittelter Wertminderungsaufwand wird ergebniswirksam erfasst.
Der Goodwill ist für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36.80 ff . "Wertminderung von Vermögenswerten" zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) zugeordnet (siehe Angabe 1 "Geschäft s- oder Firmenwert" dieses Anhangs, Seiten 187 ff .). Zur Ermittlung eines möglichen Abschreibungsbedarfs (Impairment) wird der erzielbare Betrag als höherer Betrag aus Nutzungs wert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten einer CGU ermittelt und mit den Konzernbuchwerten einschließlich des Geschäft s- oder Firmenwerts dieser CGU verglichen. Übersteigen die Buchwerte inklusive Goodwill den erzielbaren Betrag, ist eine außerplan mäßige Abschreibung des Geschäft s- oder Firmenwerts zu erfassen. Die auf den Goodwill entfallende Abschreibung wegen Wertminderung wird als gesonderter Posten in der Gewinn- und Verlust rechnung bilanziert.
Der Bestandswert erworbener Versicherungsbestände (PVFP) ist der Barwert der erwarteten künftigen Nettozahlungsströme aus bestehenden Lebensversicherungsverträgen im Zeitpunkt des Hinzuerwerbs. Er setzt sich aus einem Aktionärs- und Steueranteil, auf den latente Steuern gebildet werden, und einem Versicherungsnehmeranteil zusammen. Die Versicherungsbestände werden entsprechend der Realisierung der Überschüsse, die der Berechnung zugrunde liegen, planmäßig abgeschrieben (amortisiert). Eine Überprüfung der Werthaltigkeit bzw. der verwendeten Bewertungsparameter erfolgt mindestens einmal jährlich; ggf. werden dann die Amortisationsverläufe angepasst oder es hat eine außerplanmäßige Abschreibung zu erfolgen. Nur die Amortisation des Aktionärsanteils belastet die künft igen Ergebnisse. Der PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer wird von Lebensversicherungsgesellschaft en, die ihre Versicherungsnehmer verpfl ichtend an allen Ergebnissen beteiligen, durch die Bildung einer latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung passiviert.
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten zudem erworbene sowie selbsterstellte Soft ware. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit ihren fortgeführten Anschaff ungskosten und eigenentwickelte Soft ware zu Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibungen bilanziert. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden zum Stichtag auf ihre Werthaltigkeit überprüft und wenn erforderlich außerplanmäßig wertgemindert. Diese Abschreibungen und Wertminderungen werden auf die Funktionsbereiche verteilt; sofern eine Zuordnung auf die Funktionsbereiche nicht möglich ist, werden sie unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Zuschreibungen auf diese Vermögenswerte erfassen wir in den sonstigen Erträgen.
Bei Grundbesitz wird gemäß den folgenden Kriterien zwischen fremd- und eigengenutztem Grundbesitz unterschieden: Fremd- und eigengenutzter Grundbesitz für gemischt genutzte Objekte wird separat klassifi ziert, wenn die jeweils fremd- und eigengenutzten Teile separat veräußerbar sind. Ist dies nicht der Fall, werden Objekte nur dann als fremdgenutzt klassifi ziert, wenn weniger als 10 % von Konzernunternehmen genutzt werden.
Den fremdgenutzten Grundbesitz setzen wir mit den Anschaff ungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, an. Er wird linear über die erwartete Nutzungsdauer, maximal über 50 Jahre, abgeschrieben. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der nach anerkannten Bewertungsmethoden ermittelte Verkehrswert (erzielbarer Betrag) den Bilanzwert unterschreitet. Für den Direktbestand wird grundsätzlich alle fünf Jahre ein qualifi ziertes externes Gutachten pro Objekt erstellt, das auf dem Ertragswertverfahren (Ermittlung der diskontierten Zahlungsströme aus Mieten etc., die aus einem Objekt generiert werden können) beruht. Bei Vorliegen besonderer wertbeeinfl ussender Sachverhalte werden in kürzeren Zeitabständen Gutachten eingeholt. Zusätzlich werden an jedem Bilanzstichtag interne Gutachten pro Objekt, ebenfalls basierend auf dem Ertragswertverfahren, zur Wertüberprüfung erstellt. Bei Immobilien-Spezialfonds erfolgt alle zwölf Monate – Stichtag ist das Datum der Ersteinwertung – die Einholung eines externen Marktwertgutachtens. Bei nicht vermieteten Immobilien wird der Marktwert nach dem Ertragswertverfahren unter Berücksichtigung des prognostizierten Leerstands ermittelt.
Unterhaltungskosten und Reparaturen werden im Kapitalanlageergebnis erfasst; werterhöhende Aufwendungen werden aktiviert und können im Einzelfall die Nutzungsdauer verlängern.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen umfassen ausschließlich die nach der Equity-Methode auf der Basis des anteiligen Eigenkapitals, das auf den Konzern entfällt, bewerteten assoziierten Unternehmen. Der den Konzern betreff ende Anteil am Jahresergebnis eines assoziierten Unternehmens ist im Kapitalanlageergebnis enthalten. Dabei werden Eigenkapital und Jahresergebnis dem letzten verfügbaren Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens entnommen. Hierbei werden außerordentliche Sondersachverhalte periodengerecht berücksichtigt, wenn sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des assozi ierten Unternehmens wesentlich sind.
Finanzielle Vermögenswerte/Verpfl ichtungen einschließlich der derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" im Direktbestand bei Erwerb oder Veräußerung grundsätzlich zum Erfüllungstag angesetzt/ausgebucht. Finanzaktiva werden in die vier Kategorien "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" und "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" bei Zugang eingeteilt. Finanzpassiva sind entweder als "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" oder zu fortgeführten Anschaff ungskosten klassifi ziert. In Abhängigkeit von der Kategorisierung werden gegebenenfalls die Trans aktions kosten erfasst, die mit dem Erwerb in direkter Verbindung stehen. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente richtet sich nach der Kategorisierung s. o. und erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaff ungskosten oder zum Fair Value (beizulegender Zeitwert). Die fortgeführten Anschaff ungskosten ermitteln sich aus den ursprünglichen Anschaff ungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungsbeträgen, der ergebnis wirksamen Amortisierung von Agien und Disagien nach der Eff ektivzinsmethode und etwaigen außerplanmäßigen Abschreibungen. Beim Fair Value handelt es sich um den Betrag, zu dem ein fi nan zieller Vermögenswert zwischen sach ver ständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäft spartnern getauscht oder eine fi nanzielle Verpfl ichtung beglichen werden könnte.
Täglich fällige Finanzinstrumente werden mit dem Nominalwert berücksichtigt. Zu diesen Instrumenten zählen u. a. der Kassenbestand sowie die Depotforderungen.
Unter der Position Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden u. a. Anteile an Gesellschaft en erfasst, die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert werden. Ebenso bilanzieren wir assoziierte Unternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht at Equity bewertet werden, in diesem Bilanzposten. Der Ausweis erfolgt grundsätzlich zu Marktwerten am Bilanzstichtag, soweit es sich um Anteile handelt, die börsen notiert sind; andere Anteile werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außer plan mäßige Abschreibungen, bewertet.
Darlehen und Forderungen sind nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungsströmen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind und nicht kurzfristig veräußert werden sollen. Dabei handelt es sich in erster Linie um festverzinsliche Wertpapiere in Form von Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen und Hypothekendarlehen. Sie werden zu fortgeführten Anschaff ungskosten nach der Eff ektivzinsmethode bewertet. Die Werthaltigkeit der einzelnen Forderungen wird zum Bilanzstichtag überprüft . Eine außerplanmäßige Abschreibung wird vorgenommen, wenn mit der vollumfänglichen Rückzahlung des Darlehens bzw. der Forderung nicht mehr gerechnet wird. Eine Wertaufh olung erfolgt ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Obergrenze der Zuschreibung bilden die fortgeführten Anschaff ungskosten, die sich zum Bewertungszeitpunkt ohne außerplanmäßige Abschreibungen ergeben hätten.
Unter Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente werden Finanzinstrumente ausgewiesen, die bestimmte oder bestimmbare Zahlungsströme und einen Fälligkeitstermin aufweisen, jedoch keine Darlehen oder Forderungen sind. Der Konzern hat für die hier ausgewiesenen Wertpapiere die Absicht und die Fähigkeit, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten. Bei der Bewertung und der Überprüfung der Werthaltigkeit wird wie bei den "Darlehen und Forderungen" vorgegangen.
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente enthalten festverzinsliche oder nicht festverzinsliche Finanzinstrumente, für die der Konzern keine unmittelbare Verkaufsabsicht hat und die keiner anderen Kategorie zuzuordnen sind. Diese Wertpapiere werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Agien und Disagien werden eff ektivzinskonstant über die Laufzeit verteilt. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts werden unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen, latenten Steuern und der Beiträge, die bei Lebensversicherern bei Realisierung den Versicherungsnehmern zustehen (Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung), über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital (Übrige Rücklagen) bilanziert.
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente umfassen den Handelsbestand sowie solche Finanzinstrumente, die im Zugangszeitpunkt als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert kategorisiert wurden. Die Handelsbestände (zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente) beinhalten alle festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapiere, die der Konzern erworben hat, um mit ihnen zu handeln und kurzfristig Gewinne zu erzielen. Des Weiteren werden hier alle derivativen Finanzinstrumente mit positiven Marktwerten einschließlich trennungspfl ichtiger eingebetteter Derivate hybrider Finanzinstrumente sowie Derivate im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen ausgewiesen, die nicht die Anforderungen des IAS 39 an eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting ) erfüllen. Derivate mit negativen Marktwerten werden unter den übrigen Verbindlichkeiten dargestellt. Derivative Finanzinstrumente setzen wir wohldosiert ein, um Teilbestände gegen Zins- und Marktpreisrisiken abzusichern, Erträge zu optimieren oder Kauf- bzw. Verkaufsabsichten zu realisieren. Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Die erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifi zierten Finanzinstrumente betreff en im Wesentlichen nicht besicherte, von Unternehmen begebene Schuldtitel. Ferner werden strukturierte Produkte unter Anwendung der Fair Value Option des IAS 39 ausgewiesen. Hierbei werden trennungspfl ichtige strukturierte Finanzinstrumente – deren Fair Value zuverlässig ermittelbar ist – erfasst, die bei einem Ausweis in den Kategorien "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" oder "Jederzeit veräußerbare Finanzinstru mente" entsprechend in ihre Bestandteile (Basisvertrag und ein oder mehrere eingebettete Derivate) zerlegt werden müssten. Der Konzern nutzt die Fair Value Option ausschließlich für ausgewählte Teilbestände der Kapitalanlagen.
Alle erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Liegen als Marktwerte keine Börsenkurse vor, bestimmen sich die Wertansätze nach anerkannten Bewertungsmethoden. Alle unrealisierten Gewinne oder Verluste aus dieser Bewertung erfassen wir, wie die realisierten Ergebnisse, im Kapitalanlageergebnis.
Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrumente gemäß Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 (Hedge Accounting) designiert werden, werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten in der Folgebewertung ist abhängig von der Art des abgesicherten Risikos. Der Konzern designiert bestimmte Derivate als Sicherung des beizulegenden Zeitwerts bestimmter Vermögenswerte (Fair- Value-Hedge) und als Sicherung gegen bestimmte mit einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künft igen Transaktion verbundene Ri si ken schwankender Zahlungsströme (Cashfl ow-Hedge); weitere Informationen in Angabe 12 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting", Seiten 207 ff . Diese Sicherungsinstrumente werden unter den sonstigen Vermögenswerten oder übrigen Verbindlichkeiten bilanziert.
Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte: Für Finanzinstrumente entspricht der Zeitwert grundsätzlich dem Betrag, den der Konzern erhalten bzw. zahlen würde, wenn er die Finanzinstrumente am Bilanzstichtag veräußern bzw. begleichen würde. Die Ermittlung des Zeitwerts von Wertpapieren erfolgt somit grundsätzlich auf Basis aktueller, öff entlich verfügbarer, nicht adjustierter Marktpreise. Sofern Marktpreise an Märkten für fi nanzielle Finanzinstrumente quotiert werden, wird deren Geldkurs verwendet; fi nanzielle Verbindlichkeiten werden mit dem Briefk urs bewertet. Für Wertpapiere, für die kein aktueller Marktpreis zur Verfügung steht, wird ein Bewertungskurs mithilfe gängiger fi nanzmathematischer Modelle auf Basis aktueller und beobachtbarer Marktdaten ermittelt. Im Wesentlichen fi nden solche Methoden ihren Einsatz bei der Bewertung nicht notierter Papiere.
| Finanzinstrument | Preismethode | Parameter | Preismodell |
|---|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | |||
| Nicht notierte Rentenpapiere ("Plain Vanilla") |
Theoretischer Kurs |
Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Nicht notierte strukturierte Rentenpapiere |
Theoretischer Kurs |
Zinsstrukturkurve, Volatilitätsfl ächen, Korrelationen |
Hull-White, Black- Karasinski, Libor Market-Modell u. a. |
| Nicht notierte Rentenfonds | Theoretischer Kurs |
Geprüfte Nettovermögenswerte (NAV) 1) |
NAV-Methode 1) |
| ABS/MBS ohne Marktquotierungen |
Theoretischer Kurs |
Vorauszahlungsgeschwindigkeit, eingetretene Verluste, Ausfall wahr scheinlichkeiten, Verwertungsraten |
Future-Cashfl ow-Ver fahren, Liquidierungs verfahren |
| CDOs/CLOs, Genussscheine | Theoretischer Risikoprämien, Ausfallraten, Kurs Verwertungsraten, Tilgungen |
Barwertmethode | |
| Aktien | |||
| Nicht notierte Aktien | Theoretischer Kurs |
Anschaff ungskosten, Zahlungs ströme, EBIT-Multiples, ggf. Buchwert |
NAV-Methode 1) |
| Übrige Kapitalanlagen | |||
| Private Equity | Theoretischer Kurs |
Anschaff ungskosten, Zahlungs ströme, EBIT-Multiples, Börsenwerte |
NAV-Methode 1) |
| Derivative Finanzinstrumente | |||
| Zinsswaps ("Plain Vanilla") | Theoretischer Kurs |
Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Devisentermingeschäfte | Theoretischer Kurs |
Zinsstrukturkurven, Spot- und Forward-Rates |
Zinsparitätsmodell |
| OTC-Aktienoptionen, OTC-Aktienindexoptionen |
Theoretischer Kurs |
Notierung Underlying, implizite Volatilitäten, Geldmarktzinssatz, Dividendenrendite |
Black-Scholes |
| Zinstermingeschäfte (Vorkäufe) |
Theoretischer Kurs |
Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Infl ationsswaps | Theoretischer Kurs |
Infl ationsswap-Raten (Consumer Price Index), historische Index-Fixings, Zinsstrukturkurve |
Barwertmethode mit Saisonalitätskorrektur |
| Derivate im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik |
Theoretischer Kurs |
Marktwerte der Cat Bonds, Zins strukturkurve |
Barwertmethode |
1) NAV: Net Asset Value (Nettovermögenswert)
Alle Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, haben wir einem Level der Bewertungshierarchie nach IFRS 7 zugeordnet. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Angabe 11 "Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente" in diesem Anhang.
Der auf Basis von Bewertungsmethoden zum Erwerbszeitpunkt festgestellte Wert kann allerdings von den tatsächlichen Anschaff ungskosten abweichen. Die daraus resultierende Bewertungsdiff erenz stellt ein theoretisches Ergebnis zum Erwerbszeitpunkt (day-one profi t/loss) dar. Zum Bilanzstichtag ergab sich lediglich ein unwesentlicher Verlust.
Wertberichtigung (Impairment): Wir prüfen zu jedem Bilanzstichtag, ob bei unseren Finanzinstrumenten – mit Ausnahme der erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente (da Wertminderungen implizit im beizulegenden Zeitwert enthalten sind) – objektive, substanzielle Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Bei allen diesen Finanzinstrumenten werden dauerhaft e Wertminderungen aufwandswirksam in der Ergebnisrechnung erfasst. IAS 39.59 enthält eine Liste objektiver Hinweise auf eine Wertminderung eines fi nanziellen Vermögenswerts. Ergänzend dazu sieht IAS 39.61 weitere Kriterien für Wertpapiere mit Eigenkapitalcharakter vor, wonach eine Wertminderung vorliegt, wenn der beizulegende Zeitwert signifi kant oder nachhaltig unter die Anschaff ungskosten abgesunken ist. Danach ist im Konzern bei Eigenkapitaltiteln ein Rückgang des Zeitwerts signifi kant, wenn er um mehr als 20 % unter die Anschaff ungskosten gesunken ist; ein Rückgang ist nachhaltig, wenn der Zeitwert für einen Zeitraum von mindestens neun Monaten die Anschaff ungskosten unterschreitet. Die Beurteilung erfolgt dabei für auf fremde Währung lautende Titel in der funktionalen Währung des Unternehmens, welches das Eigenkapitalinstrument hält. Wir legen bei den festverzinslichen Wertpapieren grundsätzlich die gleichen Indikatoren zugrunde wie bei den Wertpapieren mit Eigenkapitalcharakter. Zusätzlich wird eine qualitative Einzelbetrachtung vorgenommen. Wir beziehen in erster Linie das Rating des Papiers, das Rating des Emittenten bzw. des Kreditnehmers sowie die individuelle Markteinschätzung in die Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, ein. Darüber hinaus prüfen wir bei zu fortgeführten Anschaff ungs kosten bewerteten Titeln, ob wesentliche Posten für sich betrachtet im Wert gemindert sind.
Wertberichtigungen erfolgen bei dauerhaft er Wertminderung auf den beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag; wenn vorhanden auf den öff entlich notierten Börsenkurs. Dabei setzen wir die Wertminderungen auf Kapitalanlagen grundsätzlich aktivisch von den betroff enen Positionen ohne Nutzung eines Wertberichtigungskontos ab. Wertaufh olungen bei Schuldtiteln werden erfolgswirksam bis zur Höhe der fortgeführten Anschaff ungskosten vorgenommen. Im Falle von jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten wird der darüber hinausgehende Betrag ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Wertaufh olungen bei Eigenkapitaltiteln werden hingegen erfolgsneutral über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst.
Wertpapiere, die im Rahmen der Wertpapierleihe verliehen werden, sind weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, weiterhin im Konzern verbleiben.
Übrige Kapitalanlagen werden in erster Linie mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Sofern diese Finanzinstrumente nicht an öff entlichen Märkten gelistet sind (z. B. Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaft en), werden sie mit dem letzten verfügbaren "Net Asset Value" (Nettovermögen) als Approximation des Marktwerts bilanziert. In dieser Position enthaltene Darlehen werden zu fortgeführten Anschaff ungskosten bilanziert.
Depotforderungen sind Forderungen aus der Rückversicherung an unsere Kunden in Höhe der von diesen vertragsgemäß einbehaltenen Bardepots. Die Depotverbindlichkeiten (Ausweis unter Verbindlichkeiten) repräsentieren die von unseren Retrozessionären bei uns gestellten Bar depots. Beide Depotarten lösen keine Zahlungsströme aus und können nicht ohne Zustimmung des jeweils anderen verwertet werden. Depotforderungen/-verbindlichkeiten werden zu Anschaff ungskosten (Nominalbetrag) bilanziert, Bonitätsrisiken werden entsprechend berücksichtigt.
Versicherungsverträge, die zwar dem nach IFRS 4 geforderten signifi kanten Risikotransfer an den Rückversicherer genügen, jedoch den nach US-GAAP geforderten Risikotransfer nicht erfüllen, werden unter Anwendung der "Deposit Accounting"-Methode bilanziert und aus der versicherungstechnischen Rechnung eliminiert. Das aus diesen Verträgen erfolgswirksam vereinnahmte Entgelt für die Risikoübertragung wird im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Der Ausweis der Bestandsgrößen erfolgt als Depotforderungen und -verbindlichkeiten, deren Marktwerte annähernd ihren Buchwerten entsprechen.
Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen werden gemäß den vertraglichen Bedingungen der zugrunde liegenden Rückversicherungsverträge anhand eines vereinfachten Verfahrens ermittelt; wir verweisen auf die Erläuterungen zu den entsprechenden Passivpositionen; Bonitätsrisiken werden berücksichtigt.
Abschlusskosten, die im engen Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss stehen und variabel zu dem akquirierten Neugeschäft sind, werden nach US-GAAP als abgegrenzte Abschlusskosten aktiviert (FASB ASC 944). Diese werden regelmäßig im Rahmen eines Angemessenheitstests auf ihre Werthaltigkeit hin untersucht. Darüber hinaus erfolgt eine laufende Überprüfung der Rechnungsgrundlagen; ggf. hat eine Anpassung zu erfolgen.
Für die Sachversicherungsgesellschaft en und die Schaden-Rückversicherung werden Abschlusskosten in der Regel anteilig für den unverdienten Teil der Prämien abgegrenzt. Sie werden linear über die durchschnittliche Vertragslaufzeit abgeschrieben. Bei den Personenversicherern im Erstversicherungsbereich sowie in der Personen-Rückversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Verträge, der erwarteten Rückkäufe, der Stornoerwartungen und der erwarteten Zinserträge ermittelt. Die Höhe der Tilgung hängt dabei von den Bruttomargen der jeweiligen Verträge ab, die für das entsprechende Jahr der Vertragslaufzeit errechnet wurden. Die Tilgung erfolgt je nach Vertragstyp entweder proportional zu den Beitragseinnahmen oder proportional zu den erwarteten Ertragsmargen.
Bei als Universal-Life-Type-Verträge klassifi zierten Personen-Rückversicherungsverträgen werden die aktivierten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Versicherungsverträge auf der Basis der erwarteten Gewinnmargen aus den Rückversicherungsverträgen aufgelöst. Für diese Verträge wurde ein Diskontierungszins verwendet, der auf dem Zins für mittelfristige Staatsanleihen basiert. Für Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag beziehen sich diese Werte auf die erwartete Vertragslaufzeit oder Rentenzahlungszeit.
Aktive latente Steuern werden nach IAS 12 "Ertragsteuern" bilanziert, wenn Aktivposten in der Konzern bilanz nied riger oder Passivposten höher anzusetzen sind als in der Steuerbilanz der betreff enden Konzerngesellschaft und diese als temporäre Diff erenzen in der Zukunft zu Steuerminderbelastungen führen. Grundsätzlich können sich Bewertungsunterschiede zwischen den nach nationalen Vorschrift en erstellten Steuerbilanzen und den nach konzern einheitlich bewerteten IFRS-Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft en ergeben. Ebenso werden aktive latente Steuern bei Vorliegen von "Tax Credits" und auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Zur Beurteilung, ob latente Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen nutzbar, d. h. werthaltig sind, wird auf die Ergebnisplanungen der Gesellschaft und konkrete umsetzbare Steuerstrategien zurückgegriff en. Nicht werthaltige aktive Steuerlatenzen werden wertberichtigt.
Sofern sich die latenten Steuern auf Posten beziehen, die über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst werden, sind auch die daraus resultierenden latenten Steuern erfolgsneutral gebildet.
Latente Steuern basieren auf den aktuellen landesspezifi schen Steuersätzen. Falls sich die der Berechnung zugrunde liegenden Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem die Steuersatzänderung verabschiedet wird. Buchungen auf Konzernebene berücksichtigen grundsätzlich den Konzernsteuersatz von 31,6 %, sofern sie nicht einzelnen Gesellschaft en zuzuordnen sind.
Sonstige Vermögenswerte werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaff ungskosten angesetzt. Derivate als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting, die einen positiven Marktwert aufweisen, bilanzieren wir mit dem beizulegenden Zeitwert. Sachanlagen werden zu Anschaff ungs- oder Herstellungskosten angesetzt abzüglich linearer Abschreibungen. Die Nutzungsdauer bei selbstgenutzten Immobilien liegt bei max. 50 Jahren; bei Betriebs- und Geschäft sausstattung liegt die Nutzungsdauer i. d. R. zwischen 2 bis 10 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden auf die versicherungstechnischen Funktionsbereiche verteilt oder im übrigen Ergebnis ausgewiesen.
Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (oder Gruppen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Schulden) werden nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten klassifi ziert, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Der Verkauf muss höchstwahrscheinlich sein. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und in der Bilanz gesondert als Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen. Planmäßige Abschreibungen werden bis zum Tag der Klassifi zierung als zur Veräußerung gehalten berücksichtigt. Wertminderungen auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungs kosten sind erfolgswirksam zu erfassen, wobei ein späterer Anstieg zu einer Gewinnrealisierung bis zur Höhe des kumulativen Wertminderungsaufwands führt. Übersteigt der Wertminderungsbedarf für eine Veräußerungsgruppe den Buchwert der zugehörigen langfristigen Vermögenswerte, wird die Notwendigkeit einer Rückstellungsbildung im Sinne des IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" geprüft . Detaillierte Informationen zu den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen sind dem gleichnamigen Abschnitt zu entnehmen.
Im Eigenkapital werden das gezeichnete Kapital, die Rücklagen (Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen) und die nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen enthalten die vom Aktionär der Talanx AG auf die Aktien eingezahlten Beträge. Als Gewinnrücklagen werden die Gewinne ausgewiesen, die Konzernunternehmen und Spezialfonds seit ihrer Zugehörigkeit zum Konzern erzielt und thesauriert haben, sowie Erträge und Aufwendungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises. Darüber hinaus wird bei einer retrospektiven Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für frühere Perioden, die nicht in den Abschluss einbezogen werden, im Eröff nungsbilanzwert der Gewinnrücklagen und vergleichbarer Posten der frühesten dargestellten Periode erfasst. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Veränderungen der Zeitwerte von jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten werden kumuliert in den nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen berücksichtigt; die aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochter unternehmen resultierenden Umrechnungsdiff erenzen sowie die unrealisierten Gewinne/Verluste aus der Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen werden ebenfalls in den übrigen Rücklagen ausgewiesen. Zudem werden Zuschreibungen auf jederzeit veräußerbare nicht festverzinsliche Wertpapiere in dieser Eigenkapitalposition erfasst. Im Berichtsjahr wurden verschiedene Derivate als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashfl ow-Hedges eingesetzt. Die Wertschwankungen werden in einer gesonderten Rücklage im Eigenkapital bilanziert.
Die Anteile anderer Gesellschaft er am Jahresergebnis werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Jahresergebnis ausgewiesen. Dem folgend werden die Anteile anderer Gesellschaft er am Eigenkapital als Bestandteil des Eigenkapitals bilanziert. Es handelt sich dabei um die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital von Tochter unternehmen.
Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden in der Bilanz brutto ausgewiesen, also vor Abzug des Anteils, der auf die Rückversicherer entfällt; wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen der entsprechenden Aktiv posten. Der Rückversicherungsanteil wird anhand der einzelnen Rückversicherungsverträge ermittelt und bilanziert.
Die Prämienüberträge entsprechen den bereits vereinnahmten Prämien, die auf künft ige Risikoperioden entfallen. Diese Prämien werden für Versicherungsverträge grundsätzlich taggenau abgegrenzt (vornehmlich in der Erstversicherung); in der Rückversicherung werden teilweise Pauschal verfahren angewendet, soweit die für eine zeitanteilige Berechnung erforderlichen Abrechnungs daten der Vorversicherer nicht verfügbar sind.
Die Deckungsrückstellung wird in der Lebensversicherung für die Verpfl ichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung bzw. der Zedenten in der Personen-Rückversicherung anhand versicherungsmathematischer Methoden ermittelt und bilanziert. Sie errechnet sich als Diff erenz aus dem Barwert erwarteter künft iger Versicherungsleistungen und dem Barwert erwarteter künft iger Nettobeiträge, die vom Versicherungsnehmer einzubringen sind. In die Berechnung gehen Annahmen in Bezug auf Mortalität, Invalidität, Stornowahrscheinlichkeit und Zinsentwicklung ein. Die dabei verwendeten Rechengrundlagen umfassen eine adäquate Sicherheitsmarge, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigt.
Die Methode stützt sich bei Lebensversicherungsverträgen ohne Überschussbeteiligung auf Annahmen gemäß bester Schätzung für Finanzanlageertrag, Lebenserwartung und Invaliditätsrisiko unter Einschluss einer Risikomarge. Diese Annahmen basieren auf Kunden- und Branchendaten. Bei Lebensversicherungsverträgen mit Überschussbeteiligung wird auf Annahmen zurückgegriff en, die vertraglich garantiert sind oder der Bestimmung der Überschussbeteiligung zugrunde liegen.
Für die Bewertung der Deckungsrückstellungen müssen die Lebensversicherungsprodukte gemäß FASB Accounting Standards Codifi cation (ASC) 944–40 in die folgenden Kategorien unterteilt werden:
Bei Verträgen der Lebenserstversicherung mit "natürlicher" Gewinnbeteiligung (vormals enthalten in FAS 120 i. V. m. SOP 95-1 (Statement of Principles)) setzt sich die Deckungsrückstellung aus den Teilrückstellungen für Versicherungsleistungen (Net Level Premium Reserve) und einer Rückstellung für Schlussüberschussanteile zusammen. Die Net Level Premium Reserve ergibt sich aus dem Barwert der künft igen Versicherungsleistungen (inklusive erworbener Boni, aber ohne Schadenregulierungs aufwendungen) abzüglich des Barwerts der zukünft igen Reserveprämie. Die Reserveprämie ermittelt sich als Nettoprämie abzüglich des für die Deckung des Regulierungs aufwands vorgesehenen Prämienanteils. Die Rückstellung für Schlussüberschussanteile wird im Allgemeinen aus einem festen Anteil des im Geschäft sjahr erwirtschaft eten Bruttogewinns aus dem Versicherungsbestand aufgebaut.
Für Verträge der Lebenserstversicherung ohne Gewinnbeteiligung (vormals enthalten in FAS 60) berechnet sich die Deckungsrückstellung aus dem Unterschiedsbetrag des Barwerts der künft igen Leistungen und des Barwerts der künft igen Reserveprämie. Die Reserveprämie (Net Level Premium) entspricht dem Anteil des Bruttobeitrags, der zur Finanzierung künft iger Versicherungsleistungen angesetzt wird.
Bei Verträgen der Lebenserstversicherung nach dem Universal-Life-Modell, fondsgebundenen Lebens versicherungen oder ähnlichen Lebensrückversicherungsverträgen (vormals enthalten in FAS 97) wird ein separates Konto geführt, auf dem die Prämienzahlungen abzüglich Kosten und zuzüglich Zinsen gutgeschrieben werden. Die Deckungsrückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, weisen wir gesondert im Passivposten D aus.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird für Zahlungsverpfl ichtungen aus Versiche rungsfällen gebildet, die eingetreten, aber noch nicht abgewickelt sind. Sie betrifft Zahlungsverpfl ichtungen aus Erst- und Rückversicherungsverträgen, bei denen die Höhe der Versicherungsleistung oder die Fälligkeit der Zahlung noch unsicher ist. Insofern beruht sie auf Schätzungen, die von den tatsächlichen Zahlungen abweichen können. Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle werden unterteilt in Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versicherungsfälle und in solche für am Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle.
Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versicherungsfälle basieren auf anerkannten versicherungsmathematischen Verfahren, anhand derer künft ige Schadenaufwendungen einschließlich Schadenregulierungskosten geschätzt werden. Sie sind nach "Best Estimate"-Grundsätzen in Höhe ihrer wahrscheinlichen Inanspruchnahme bilanziert. Zur Bemessung der "Ultimate Liability" werden im Bereich der Schaden-Rückversicherung für alle Sparten die erwarteten Endschadenquoten mittels aktuarieller Verfahren, z. B. Chain-Ladder-Verfahren, berechnet. Dabei wird auf der Basis statistischer Dreiecke die Entwicklung eines Schadens bis zu seiner Abwicklung prognostiziert. Es wird grundsätzlich von der Annahme ausgegangen, dass sich die zukünft ige Infl ation der Schaden abwicklung analog dem Durchschnitt der in den Daten enthaltenen vergangenen Infl ation darstellt. Die jüngeren Zeichnungsjahre aktuarieller Projektionen unterliegen einer größeren Unsicherheit, die mit vielfältigen Zusatzinformationen reduziert wird. Insbesondere für die Rückversicherung gilt, dass zwischen dem Eintritt des versicherten Schadens, seiner Meldung durch den Erstversicherer und der anteiligen Bezahlung des Schadens durch den Rückversicherer ein längerer Zeitraum liegen kann. Bilanziert wird daher der realistisch geschätzte künft ige Erfüllungsbetrag ("Best Estimate"), der sich grundsätzlich aus den Aufgaben der Zedenten ergibt. Erfahrungen aus der Vergangenheit und Annahmen über die zukünft ige Entwicklung unter Berücksichtigung von Marktinformationen fl ießen in die Wertfi ndung ein. Die Höhe der Rückstellungen und ihre Verteilung auf die Schadenanfalljahre werden durch Anwendung anerkannter Prognoseverfahren der Schadenversicherungsmathematik ermittelt.
Rückstellungen für bis zum Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle werden grundsätzlich gleich den Rückstellungen für gemeldete Schadenfälle gebildet. Der Konzern stützt sich hier auf Erfahrungs werte, die gemäß aktuellen Trends und anderen relevanten Faktoren angepasst werden. Diese Rückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer und statistischer Modelle der erwarteten Kosten für die endgültige Abwicklung und die Verwaltung von Schäden gebildet. Die Analysen basieren auf aktuell bekannten Fakten und Umständen, Voraussagen künft iger Ereignisse, Schätzungen der künft igen Infl ationsentwicklung sowie anderen gesellschaft lichen und wirtschaft lichen Faktoren. Jüngste Trends der Schadenmeldungen, Schadenausmaße und Risikozunahmen werden ebenfalls herangezogen.
Für Großschäden liegen keine ausreichenden statistischen Daten vor. In diesen Fällen werden nach Analyse des mit diesen Risiken behaft eten Portfolios und ggf. nach Einzelbetrachtungen angemessene Rückstellungen gebildet. Diese Rückstellungen entsprechen bestmöglichen Schätzungen des Konzerns.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird mit Ausnahme weniger Rückstellungen grundsätzlich nicht abgezinst.
Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) wird in der Lebensversicherung für Verpfl ichtungen zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gebildet, die am Bilanzstichtag noch nicht endgültig den einzelnen Versicherungsverträgen zugeordnet sind. Sie setzt sich aus den Beträgen zusammen, die gemäß den jeweiligen nationalen gesetzlichen oder vertraglichen Regelungen den Versicherungsnehmern zugewiesen werden, und den Beträgen, die aus zeitlich begrenzten Unterschiedsbeträgen zwischen dem Konzernabschluss nach IFRS und den lokalen Jahresabschlüssen resultieren (latente RfB, Shadow-RfB) und sich in künft igen Berechnungen der Überschuss beteiligung auswirken werden.
Wir überprüfen regelmäßig alle versicherungstechnischen Rückstellungen im Rahmen eines Angemessen heits tests nach IFRS 4. Sofern aktuelle Erfahrungen ergeben, dass künft ige Einnahmen die erwarteten Ausgaben nicht decken, werden nach Aufl ösung der abgegrenzten Abschlusskosten die versicherungstechnischen Rückstellungen ergebniswirksam angepasst bzw. eine Droh verlustrückstellung gebildet. Bei der Deckungsrückstellung prüfen wir die Angemessenheit auf Basis aktueller Annahmen der Rechnungsgrundlagen.
IFRS 4.30 erlaubt die Einbeziehung von nicht realisierten, jedoch bilanzierten Gewinnen und Verlusten (diese stammen überwiegend aus Zeitwertänderungen der Kapitalanlagen der Kategorie "Jederzeit veräußerbar"), die im Eigenkapital (Other Comprehensive Income, OCI) abgebildet werden, in die Bewertung versicherungstechnischer Positionen. Hiervon können folgende Positionen betroff en sein: Abgegrenzte Abschlusskosten, Present Values of Future Profi ts (PVFPs), Rückstellungen für Schlussgewinnanteile der Versicherungsnehmer, Rückstellungen für abzugrenzende Kosten sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Die genannten Aktiv- und Passivposten bzw. deren zugehörige Amortisationsverläufe werden auf Basis von angenommenen Ertragsverläufen (Estimated Gross Margins, EGM) ermittelt. Durch eine spätere Berücksichtigung nicht realisierter Gewinne und Verluste verändern sich diese entsprechend. Die resultierenden Anpassungen werden als so genannte Shadow Adjustments der betroff enen Positionen erfasst. Analog zu den begründenden Wertentwicklungen wird der Gegenposten im Eigenkapital (OCI) abgebildet.
Bei Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen (z. B. in der fondsgebundenen Lebensversicherung), spiegeln die Deckungsrückstellung und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider; diese Rückstellungen werden gesondert ausgewiesen. Wir verweisen auf die Erläuterungen zum Aktivposten "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen", Seite 135.
Dieser Posten beinhaltet unter anderem die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpfl ichtungen. Die Unternehmen des Konzerns erteilen ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen. Art und Höhe der Pensionszusagen richten sich dabei nach der im Zeitpunkt der Zusage gültigen Versorgungsordnung. Sie basieren im Wesentlichen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter.
Darüber hinaus besteht seit Mitte der Neunzigerjahre in verschiedenen deutschen Gesellschaft en die Möglichkeit, Pensionszusagen durch Gehaltsverzicht zu erlangen. Die in den Rückstellungen für Pensionsanwartschaft en enthaltenen arbeitnehmerfi nanzierten Zusagen werden durch einen Versicherungsvertrag mit der HDI-Gerling Lebensversicherung AG, Köln, bzw. mit der Neue Leben Lebensversicherung AG, Hamburg, rückgedeckt. Zusätzlich besteht für die Mitarbeiter des Konzerns die Möglichkeit, durch Mitgliedschaft in Pensionskassen im Wege der Entgeltumwandlung zusätzliche Altersversorgung aufzubauen. Die Leistungen werden für ihre Mitglieder und deren Hinterbliebene garantiert und umfassen die klassische Rentenversicherung auf Basis eines Bonussystems sowie die fondsorientierte Hybrid rentenversicherung. Neben den Versorgungsordnungen bestehen insbesondere für leitende Angestellte und Vorstandsmitglieder Einzel zusagen sowie Zusagen nach der Leistungsordnung des Bochumer Verbandes. Des Weiteren bestehen bei einigen Konzerngesellschaft en pensionsähnliche Zusagen in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit.
Bei beitragsorientierten Pensionszusagen leisten die Unternehmen einen festen Beitrag an einen Versicherer oder Pensionsfonds. Die Verpfl ichtung des Unternehmens ist mit Zahlung des Beitrags endgültig abgegolten. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen wird dem Mitarbeiter vom Unternehmen oder von einem Pensionsfonds eine bestimmte Pensionszusage erteilt. Die zur Finanzierung zu zahlenden Beiträge des Unternehmens sind nicht von vornherein festgelegt.
Stehen den Pensionsverpfl ichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (z. B. eines Fonds), die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind, sind die Pensionsverpfl ichtungen unter Abzug der Vermögenswerte auszuweisen.
Die Bewertung der Pensionsverpfl ichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" nach dem Anwartschaft sbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Es werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Anwartschaft en und laufenden Renten bewertet, sondern auch deren zukünft ige Entwicklung wird berücksichtigt. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpfl ichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen entsprechend der Währung und der Duration der Pensions verpfl ichtungen gelten.
Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen zu zahlenden Beträge werden aufwandswirksam erfasst, wenn die Beträge fällig sind.
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus den Pensionsverpfl ichtungen und dem Planvermögen ergeben sich durch Abweichungen des geschätzten Risikoverlaufs vom tatsächlichen Risikoverlauf (Unregelmäßigkeiten im Risikoverlauf, Auswirkungen von Änderungen der Berechnungsparameter und unerwartete Gewinne oder Verluste des Planvermögens). Der Konzern wendet für die Erfassung seiner versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste das in IAS 19 festgelegte Korridorverfahren an. Beim Korridorverfahren wird ein Teil der versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste ergebniswirksam erfasst, sofern die zu Beginn des Geschäft sjahres bislang nicht berücksichtigten versicherungsmathe matischen Gewinne oder Verluste den höheren der folgenden Beträge übersteigen: 10 % des Barwerts der erdienten Pensionsans prüche oder 10 % des Zeitwerts eines etwaigen Planvermögens. Der Betrag außerhalb des Korridors geht, dividiert durch die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der Begünstigten, als Ertrag oder Aufwand in die Gewinn- und Verlustrechnung ein.
Sonstige Rückstellungen werden nach bestmöglicher Schätzung in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Eine Abzinsung der Rückstellungen erfolgt, wenn die Wirkung des Zinseff ektes wesentlich ist. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft . Rückstellungen in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet.
Finanzielle Verbindlichkeiten einschließlich der nachrangigen Verbindlichkeiten, soweit es sich nicht um Depotverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Derivaten handelt, werden zu fortgeführten Anschaff ungskosten bilanziert. Nachrangige Verbindlichkeiten sind fi nanzielle Verpfl ichtungen, die im Liquidations- oder Konkursfall erst nach den Forderungen anderer Gläubiger erfüllt werden. Depotverbindlichkeiten werden zum Nennwert, Verbindlichkeiten aus Derivaten zum beizulegenden Zeitwert angesetzt (zu den im Konzern angewandten Bewertungsmodellen zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte siehe Abschnitt "Kapitalanlagen einschließlich Erträge und Aufwendungen"). Ferner werden unter den Übrigen Verbindlichkeiten Derivate, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting eingesetzt werden, erfasst; weitere Informationen hierzu sind in der Angabe 12 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting"(Seiten 207 ff .) erläutert.
Passive latente Steuern müssen nach IAS 12 "Ertragsteuern" dann bilanziert werden, wenn ein Aktivposten in der Konzernbilanz höher oder ein Passivposten niedriger anzusetzen ist als in der Steuerbilanz des betreff enden Konzernunternehmens und dies als temporäre Diff erenz in der Zukunft zu Steuermehrbelastungen führt; wir verweisen auf die Erläuterungen zur aktiven Steuerabgrenzung.
Abschlusspositionen der Konzerngesellschaft en werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaft lichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung). Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung und die Berichtswährung der Talanx AG darstellt.
Fremdwährungsgeschäft e werden grundsätzlich mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Die Bilanzierung der aus der Umrechnung resultierenden Währungskursgewinne bzw. -verluste gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" richtet sich nach dem Charakter der jeweils zugrunde liegenden Bilanzposition.
Gewinne und Verluste, die aus der Umrechnung von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im übrigen Ergebnis erfasst.
Währungsumrechnungsdiff erenzen bei nicht monetären Posten, deren Änderungen ihrer beizulegenden Zeitwerte erfolgswirksam erfasst werden, sind mit diesen als Gewinn oder Verlust aus Marktwertänderungen ergebniswirksam auszuweisen. Fremdwährungsgewinne oder -verluste aus nicht monetären Posten, wie z. B. Aktien, die als "zur Veräußerung verfügbar" klassifi ziert sind, werden zunächst erfolgsneutral in einem separaten Posten des Eigenkapitals bilanziert und erst mit ihrer Abwicklung realisiert.
Die in Landeswährung aufgestellten Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzernunternehmen werden zu Durchschnittskursen in Euro umgerechnet und in den Konzernabschluss übernommen. Die Umrechnung der Fremdwährungspositionen in den Bilanzposten der Einzelgesellschaft en sowie die Übernahme dieser Posten in den Konzernabschluss erfolgt zu den Devisenmittelkursen des Bilanzstichtags. Alle sich ergebenden Umrechnungsdiff erenzen – auch soweit sie sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben – werden als eigener Posten innerhalb der übrigen Rücklagen im Eigenkapital erfasst. Geschäft s- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte der ausländischen Unternehmung behandelt und entsprechend umgerechnet.
Die Umrechnungskurse der für den Konzern wichtigsten Währungen stellen sich wie folgt dar:
| Bilanz (Stichtag) |
Erfolgsrechnung (Durchschnitt) |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Währung/Land | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 2010 | 2009 | |
| 1 EUR entspricht | |||||
| AUD Australien | 1,3068 | 1,6048 | 1,4510 | 1,7839 | |
| BHD Bahrain | 0,4997 | 0,5404 | 0,5009 | 0,5267 | |
| BRL Brasilien |
2,2085 | 2,4963 | 2,3384 | 2,8024 | |
| CAD Kanada | 1,3259 | 1,5048 | 1,3758 | 1,5916 | |
| CLP Chile |
619,9699 | 727,1109 | 677,6252 | 781,1374 | |
| CNY China | 8,7511 | 9,7847 | 8,9895 | 9,5419 | |
| GBP Großbritannien | 0,8585 | 0,9042 | 0,8592 | 0,8966 | |
| HKD Hongkong | 10,3146 | 11,1172 | 10,3232 | 10,8274 | |
| HUF Ungarn | 280,1572 | 272,2169 | 276,2410 | 280,0399 | |
| KRW Korea, Republik | 1.501,6346 | 1.669,5842 | 1.541,5994 | 1.771,3279 | |
| MXN Mexiko | 16,4031 | 18,6562 | 16,8429 | 18,9262 | |
| MYR Malaysia | 4,0869 | 4,9113 | 4,2915 | 4,9076 | |
| PLN Polen |
3,9678 | 4,1269 | 4,0114 | 4,3358 | |
| SEK Schweden |
9,0119 | 10,2986 | 9,5582 | 10,6210 | |
| UAH Ukraine | 10,5603 | 11,4827 | 10,5571 | 11,1792 | |
| USD USA | 1,3254 | 1,4336 | 1,3287 | 1,3969 | |
| ZAR Südafrika |
8,7907 | 10,6121 | 9,7204 | 11,6273 |
Der Konzern hat im Berichtsjahr seine Segmentberichterstattung – wegen der umgesetzten Unternehmensorganisation nach Kundengruppen im Erstversicherungsgeschäft – angepasst (siehe unsere Ausführungen zu "Änderung der Segmentberichterstattung" in Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungs methoden", Seite 121).
Die Festlegung der berichtspfl ichtigen Segmente erfolgt entsprechend der internen Berichts- und Steuerungsstruktur des Konzerns, anhand derer der Konzernvorstand regelmäßig die Leistung der Segmente beurteilt und über die Allokation von Ressourcen zu den Segmenten entscheidet. Im ersten Schritt hat der Konzern seine geschäft lichen Aktivitäten in die Bereiche Versicherungen und Konzernfunktionen aufgeteilt. Das Versicherungsgeschäft wurde anschließend in fünf berichtspfl ichtige Segmente teilweise neu untergliedert, wobei wegen der unterschiedlichen Produktarten, Risiken und Kapitalzuordnungen zunächst eine Diff erenzierung in Erst- und Rückversicherung erfolgt.
Das Rückversicherungsgeschäft wird entsprechend seiner unterschiedlichen Produkte und Geschäft sfelder unverändert in die beiden Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung aufgeteilt. Wegen der nach Kundengruppen bzw. geografi schen Regionen (Inland versus Ausland) und somit spartenübergreifend ausgerichteten Steuerung sind die Versicherungsaktivitäten in der Erstversicherung in die folgenden drei berichtspfl ichtigen Segmente "Industrieversicherung", "Privat- und Firmenversicherung Deutschland", "Privat- und Firmenversicherung International" neu strukturiert/dargestellt; zuvor spartenorientierte Zweiteilung in Schaden/Unfall- und Personen-Erstversicherung. Die überarbeitete Segmentierung im Erstversicherungsgeschäft entspricht somit den Zuständigkeiten der Mitglieder im Vorstand.
Ein weiteres berichtspfl ichtiges Segment bildet der Bereich Konzernfunktionen. Insgesamt hat der Konzern in Übereinstimmung mit IFRS 8 "Geschäft segmente" somit sechs berichtspfl ichtige Segmente identifi ziert. Die Werte des Vorjahres wurden entsprechend angepasst.
Nachfolgend sind die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen, mit denen diese berichtspfl ichtigen Segmente Erträge erzielen, aufgeführt. Daneben wird auch auf die wesentlichen Umstrukturierungsmaßnahmen in den drei Erstversicherungssegmenten eingegangen:
Industrieversicherung: Im Segment Industrieversicherung weisen wir das globale Industriegeschäft erstmals als eigenständiges Segment aus; vormals Bestandteil des Segments Schaden/Unfall-Erstversicherung. Der Umfang des Geschäft sbetriebs beinhaltet eine breite Auswahl von Versicherungsprodukten wie die Haft pfl icht-, Kraft fahrzeug-, Unfall-, Feuer-, Transport-, Special Lines- und Technische Versicherungen für große und mittelgroße Unternehmen im In- und Ausland. Darüber hinaus wird Rückdeckung in verschiedenen Versicherungszweigen gewährt.
Privat- und Firmenversicherung Deutschland: In diesem berichtspfl ichtigen Segment werden spartenübergreifend die Versicherungsaktivitäten für das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft einschließlich des deutschlandweit betriebenen Bancassurance-Geschäft s – also der Versicherungsvertrieb über Bankschalter – gesteuert (vormals einbezogen in den Segmenten Schaden/Unfall- und Personen-Erstversicherung). Neben den klassischen Kompositversicherungen werden eine Vielzahl von Lebensversicherungsprodukten in Form der Einzel-, Gruppen- oder Sammelversicherungen gegen Einmal- oder laufenden Beitrag angeboten: Kapital-, Renten- und Risikoversicherung, Unfallversicherung, Fondsgebundene Lebensversicherung, Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Auslandsreiseversicherung und betriebliche Altersvorsorgeprodukte.
Privat- und Firmenversicherung International: Der Umfang des Geschäft sbetriebs in diesem neuen Segment umfasst spartenübergreifend das Versicherungsgeschäft mit Privat- und Firmenkunden inklusive der betriebenen Bancassurance-Aktivitäten im Ausland. Die breite Auswahl an Versicherungsprodukten entspricht weitgehend derjenigen im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland.
Schaden-Rückversicherung: Die wichtigsten Aktivitäten sind das private, geschäft liche und industrielle Schaden- und Haft pfl ichtgeschäft vor allem im US-amerikanischen und im deutschen Markt, das Transport- und Luft fahrtgeschäft , das Kredit-/Kautionsgeschäft , das fakultative sowie das Katastrophengeschäft .
Personen-Rückversicherung: Das Segment fasst die internationalen Aktivitäten der Hannover Rück-Gruppe in den Sparten Leben, Kranken, Renten und Unfall zusammen.
Konzernfunktionen: Das Segment Konzernfunktionen umfasst – in Abgrenzung zu den fünf operativen Segmenten – die Steuerung sowie weitere funktionelle Tätigkeiten zur Unterstützung der Geschäft e der Gruppe, vor allem durch die Bereiche Kapitalanlageverwaltung, Administration, Abwicklung und Platzierung von Teilen der Rückversicherungsabgaben, Konzernfi nanzierung und sonstige Servicetätigkeiten. Einzelne Servicegesellschaft en, die zuvor den Erstversicherungssegmenten zugeordnet wurden, werden ab 2010 innerhalb dieses Segments erfasst.
Bewertungsgrundlage für sämtliche Transaktionen zwischen berichtspfl ichtigen Segmenten sind marktkonforme Transferpreise, wie sie auch bei Geschäft en mit Dritten Anwendung fi nden. Diese konzerninternen Transaktionen zwischen den Segmenten werden im Rahmen der Konsolidierung – in der Konsolidierungsspalte, sofern segmentübergreifend – eliminiert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben wir aus Konsistenz- und Vergleichbarkeitsgründen an die Segment-Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Gleiches gilt für die Konzernbilanz bzw. Segmentbilanz. Als langfristige Vermögenswerte gelten im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte sowie der eigen- und fremdgenutzte Grundbesitz.
Um den fi nanziellen Erfolg der berichtspfl ichtigen Segmente im Konzern zu beurteilen, werden abhängig von der Art und Fristigkeit der geschäft lichen Aktivitäten unterschiedliche Steuerungsgrößen bzw. Performance-Maße genutzt, wobei als einheitliche Bemessungsgrundlage das operative Ergebnis (EBIT) – ermittelt aus IFRS-Ergebnisbeiträgen – herangezogen wird. Zur Darstellung der tatsächlichen operativen Profi tabilität und zur Verbesserung der Vergleichbarkeit wird hierbei das Periodenergebnis vor Ertragsteuern herausgestellt. Ferner wird das Ergebnis um die Zinsaufwendungen für Fremdfi nanzierung (Finanzierungszinsen) bereinigt.
Bilanz zum 31. Dezember 2010 1)
| Privat- und Firmen | Privat- und Firmen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Industrieversicherung | versicherung Deutschland | versicherung International | |||||
| Aktiva | 31.12.2010 | 31.12.2009 2) | 31.12.2010 | 31.12.2009 2) | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| Mio. EUR | |||||||
| A. Immaterielle Vermögenswerte | |||||||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 60 | 60 | 397 | 397 | 124 | 128 | |
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 8 | 8 | 1.629 | 1.943 | 29 | 25 | |
| 68 | 68 | 2.026 | 2.340 | 153 | 153 | ||
| B. Kapitalanlagen | |||||||
| a. Fremdgenutzter Grundbesitz | 39 | 41 | 449 | 451 | 69 | 64 | |
| b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen |
9 | 8 | 24 | 15 | — | — | |
| c. Anteile an assoziierten Unternehmen | — | — | 9 | 9 | 24 | 25 | |
| d. Darlehen und Forderungen | 3.084 | 3.000 | 26.993 | 26.155 | 3 | 3 | |
| e. Sonstige Finanzinstrumente | |||||||
| i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 121 | 121 | 295 | 297 | 71 | 51 | |
| ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 2.764 | 2.355 | 8.599 | 7.700 | 2.444 | 2.220 | |
| iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente |
16 | 20 | 445 | 508 | 487 | 269 | |
| f. Übrige Kapitalanlagen | 559 | 870 | 849 | 991 | 224 | 219 | |
| Selbstverwaltete Kapitalanlagen | 6.592 | 6.415 | 37.663 | 36.126 | 3.322 | 2.851 | |
| g. Depotforderungen | 43 | 42 | 3 | 66 | — | — | |
| Kapitalanlagen | 6.635 | 6.457 | 37.666 | 36.192 | 3.322 | 2.851 | |
| C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen |
— | — | 5.419 | 4.203 | 995 | 772 | |
| D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungs technischen Rückstellungen |
3.866 | 3.947 | 2.797 | 2.659 | 713 | 699 | |
| E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 1.675 | 1.002 | 368 | 407 | 354 | 287 | |
| F. Abgegrenzte Abschlusskosten | 26 | 8 | 1.498 | 1.377 | 202 | 198 | |
| G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, | |||||||
| Schecks und Kassenbestand | 242 | 297 | 337 | 676 | 204 | 209 | |
| H. Aktive Steuerabgrenzung | 25 | 36 | 22 | 30 | 59 | 51 | |
| I. Sonstige Vermögenswerte | 448 | 419 | 1.412 | 1.024 | 211 | 172 | |
| J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifi ziert werden |
— | — | — | 35 | — | — | |
| Summe der Aktiva | 12.985 | 12.234 | 51.545 | 48.943 | 6.213 | 5.392 |
1) Vorjahreswerte angepasst aufgrund geänderter Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8
2) Angepasst aufgrund IAS 8
| Schaden Rückversicherung |
Personen Rückversicherung |
Konzernfunktionen | Konsolidierung | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 2) | 31.12.2010 | 31.12.2009 2) | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 2) |
| 8 | 8 | — | — | — | — | — | — | 589 | 593 |
| 29 | 45 | 108 | 112 | 48 | 21 | — | — | 1.851 | 2.154 |
| 37 | 53 | 108 | 112 | 48 | 21 | — | — | 2.440 | 2.747 |
| 301 | 161 | 2 | 2 | — | 7 | — | — | 860 | 726 |
| 11 | 4 | — | 1 | 30 | 33 | — | — | 74 | 61 |
| 85 | 84 | 12 | 14 | 14 | 2 | — | — | 144 | 134 |
| 2.270 | 2.657 | 45 | 45 | 1 | 1 | –53 | –313 | 32.343 | 31.548 |
| 3.024 | 2.949 | 4 | 4 | 46 | — | –562 | –564 | 2.999 | 2.858 |
| 12.096 | 10.227 | 4.409 | 3.653 | 323 | 322 | — | — | 30.635 | 26.477 |
| 181 | 208 | 92 | 94 | — | — | — | — | 1.221 | 1.099 |
| 2.352 | 1.779 | 273 | 267 | 413 | 417 | –485 | –410 | 4.185 | 4.133 |
| 20.320 | 18.069 | 4.837 | 4.080 | 827 | 782 | –1.100 | –1.287 | 72.461 | 67.036 |
| 696 | 626 | 11.940 | 10.163 | — | — | –1.721 | –1.548 | 10.961 | 9.349 |
| 21.016 | 18.695 | 16.777 | 14.243 | 827 | 782 | –2.821 | –2.835 | 83.422 | 76.385 |
| — | — | — | — | — | — | — | — | 6.414 | 4.975 |
| 941 | 1.633 | 515 | 265 | — | — | –3.309 | –3.241 | 5.523 | 5.962 |
| 1.806 | 1.897 | 1.036 | 975 | — | — | –228 | –226 | 5.011 | 4.342 |
| 362 | 331 | 1.472 | 1.507 | — | — | 155 | 123 | 3.715 | 3.544 |
| 328 | 257 | 118 | 200 | 36 | 46 | — | — | 1.265 | 1.685 |
| 10 | 15 | 2 | 7 | 181 | 96 | –31 | — | 268 | 235 |
| 970 | 1.085 | 47 | 54 | 474 | 673 | –1.781 | –1.772 | 1.781 | 1.655 |
| 1.529 | — | — | — | — | — | — | — | 1.529 | 35 |
| 26.999 | 23.966 | 20.075 | 17.363 | 1.566 | 1.618 | –8.015 | –7.951 | 111.368 | 101.565 |
Bilanz zum 31. Dezember 2010 1)
| Privat- und Firmen Industrieversicherung versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Passiva | 31.12.2010 | 31.12.2009 2) | 31.12.2010 | 31.12.2009 2) | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| Mio. EUR | |||||||
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 265 | 269 | 165 | 155 | — | — | |
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen | |||||||
| a. Rückstellung für Prämienüberträge | 713 | 726 | 1.835 | 1.882 | 1.008 | 960 | |
| b. Deckungsrückstellung | — | — | 32.333 | 30.919 | 1.752 | 1.527 | |
| c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
7.777 | 7.428 | 2.696 | 2.773 | 1.129 | 936 | |
| d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 13 | 12 | 1.061 | 1.202 | 39 | 61 | |
| e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen | 31 | 42 | 8 | 8 | 15 | 9 | |
| 8.534 | 8.208 | 37.933 | 36.784 | 3.943 | 3.493 | ||
| D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird |
— | — | 5.419 | 4.203 | 995 | 772 | |
| E. Andere Rückstellungen | |||||||
| a. Rückstellungen für Pensionen und andere Verpfl ichtungen |
438 | 434 | 133 | 130 | 8 | 8 | |
| b. Steuerrückstellungen | 117 | 143 | 142 | 178 | 40 | 27 | |
| c. Sonstige Rückstellungen | 92 | 137 | 283 | 239 | 33 | 23 | |
| 647 | 714 | 558 | 547 | 81 | 58 | ||
| F. Verbindlichkeiten | |||||||
| a. Begebene Anleihen und Darlehen | — | — | — | — | 17 | 17 | |
| b. Depotverbindlichkeiten | 4 | 15 | 2.224 | 2.050 | 345 | 267 | |
| c. Übrige Verbindlichkeiten | 1.835 | 1.343 | 2.321 | 2.654 | 298 | 222 | |
| 1.839 | 1.358 | 4.545 | 4.704 | 660 | 506 | ||
| G. Passive Steuerabgrenzung | 88 | 142 | 290 | 311 | 9 | 5 | |
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 11.373 | 10.691 | 48.910 | 46.704 | 5.688 | 4.834 | |
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifi ziert werden |
— | — | — | — | — | — | |
| Schaden Rückversicherung |
Personen Rückversicherung |
Konzernfunktionen | Konsolidierung | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 2) | 31.12.2010 | 31.12.2009 2) | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 2) |
| 1.869 | 1.365 | 92 | 35 | 542 | 264 | –142 | –85 | 2.791 | 2.003 |
| 1.813 | 1.438 | 98 | 75 | — | — | –56 | –55 | 5.411 | 5.026 |
| — | — | 8.941 | 7.954 | — | — | –560 | –646 | 42.466 | 39.754 |
| 15.634 | 15.395 | 2.431 | 2.032 | — | 6 | –1.129 | –1.314 | 28.538 | 27.256 |
| — | — | — | — | — | — | — | — | 1.113 | 1.274 |
| 131 | 106 | 51 | 40 | — | — | 14 | 16 | 250 | 221 |
| 17.578 | 16.939 | 11.521 | 10.101 | — | 6 | –1.731 | –2.000 | 77.778 | 73.531 |
| — | — | — | — | — | — | — | — | 6.414 | 4.975 |
| 64 | 60 | 18 | 17 | 655 | 649 | — | — | 1.316 | 1.298 |
| 263 | 264 | 24 | 7 | 157 | 152 | — | — | 743 | 771 |
| 135 | 57 | 23 | 14 | 128 | 106 | –2 | –1 | 692 | 575 |
| 462 | 381 | 65 | 38 | 940 | 907 | –2 | –1 | 2.751 | 2.644 |
| 188 | 116 | 168 | 50 | 1.304 | 1.383 | –930 | –891 | 747 | 675 |
| 320 | 331 | 5.572 | 4.564 | — | — | –3.241 | –2.713 | 5.224 | 4.514 |
| 620 | 829 | 1.139 | 1.297 | 757 | 580 | –2.112 | –2.364 | 4.858 | 4.561 |
| 1.128 | 1.276 | 6.879 | 5.911 | 2.061 | 1.963 | –6.283 | –5.968 | 10.829 | 9.750 |
| 716 | 715 | 310 | 297 | 4 | 7 | 16 | 32 | 1.433 | 1.509 |
| 21.753 | 20.676 | 18.867 | 16.382 | 3.547 | 3.147 | –8.142 | –8.022 | 101.996 | 94.412 |
| 1.381 | — | — | — | — | — | — | — | 1.381 | — |
| Eigenkapital 3) | 7.991 | 7.153 |
|---|---|---|
| Summe der Passiva | 111.368 | 101.565 |
1) Vorjahreswerte angepasst aufgrund geänderter
Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8
2) Angepasst aufgrund IAS 8
3) Eigenkapital Konzern und Anteile anderer Gesellschaft er
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 1)
| Privat- und Firmen | Privat- und Firmen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Industrieversicherung | versicherung Deutschland | versicherung International | |||||
| 2010 | 2009 2) | 2010 | 2009 2) | 2010 | 2009 | ||
| Mio. EUR | |||||||
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus | |||||||
| fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 3.076 | 3.077 | 6.823 | 6.614 | 2.233 | 1.827 | |
| davon: mit anderen Segmenten | 28 | 15 | 21 | 18 | — | — | |
| mit Dritten | 3.048 | 3.062 | 6.802 | 6.596 | 2.233 | 1.827 | |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens und Rentenversicherung |
— | — | 932 | 835 | 207 | 144 | |
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 1.658 | 1.732 | 437 | 625 | 203 | 242 | |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | 37 | 19 | 45 | 167 | 19 | –32 | |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge |
42 | –41 | –8 | 163 | 100 | 6 | |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 1.413 | 1.405 | 5.507 | 5.158 | 1.742 | 1.403 | |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 2.047 | 1.777 | 6.018 | 5.233 | 1.527 | 1.245 | |
| Anteile der Rückversicherer | 878 | 909 | 192 | 302 | 113 | 117 | |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 1.169 | 868 | 5.826 | 4.931 | 1.414 | 1.128 | |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 568 | 622 | 1.282 | 1.594 | 657 | 477 | |
| Anteile der Rückversicherer | 256 | 315 | 172 | 508 | 210 | 129 | |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 312 | 307 | 1.110 | 1.086 | 447 | 348 | |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | 10 | 9 | 28 | 11 | 17 | 8 | |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | –1 | 105 | 230 | 97 | 34 | 34 | |
| davon: Amortisation PVFP | — | — | 147 | 75 | 1 | 1 | |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | 11 | –96 | –202 | –86 | –17 | –26 | |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | –57 | 134 | –1.631 | –945 | –136 | –99 | |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 268 | 311 | 1.793 | 1.756 | 174 | 146 | |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 37 | 70 | 181 | 513 | 22 | 25 | |
| Kapitalanlageergebnis aus selbstverwalteten Kapitalanlagen | 231 | 241 | 1.612 | 1.243 | 152 | 121 | |
| Depotzinsergebnis | — | –1 | –35 | –36 | –1 | — | |
| Kapitalanlageergebnis | 231 | 240 | 1.577 | 1.207 | 151 | 121 | |
| davon: Zinsen und ähnliche Erträge | 223 | 224 | 1.485 | 1.380 | 119 | 117 | |
| Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 7 | 12 | 68 | 193 | 8 | 14 | |
| Zuschreibungen auf Kapitalanlagen | — | 1 | 10 | — | — | — | |
| Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen | — | — | 1 | — | –1 | — | |
| 10. a. Sonstige nichttechnische Erträge | 197 | 220 | 397 | 376 | 142 | 43 | |
| b. Sonstige nichttechnische Aufwendungen | 186 | 259 | 387 | 357 | 113 | 92 | |
| Übriges Ergebnis | 11 | –39 | 10 | 19 | 29 | –49 | |
| davon: Zinsen und ähnliche Erträge | 4 | 8 | 8 | 7 | 23 | 13 | |
| Zuschreibungen auf Forderungen | |||||||
| und sonstige Vermögenswerte | 26 | 6 | 11 | 1 | — | 1 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 31 | 30 | 23 | 24 | 16 | 5 | |
| Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
7 | 45 | 24 | 32 | 14 | 16 | |
| Amortisation auf gekaufte Versicherungsbestände | — | 67 | — | 31 | — | — | |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts | |||||||
| oder Firmenwert | 185 | 335 | –44 | 281 | 44 | –27 | |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | — | 1 | — | 72 | 17 | 15 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 185 | 334 | –44 | 209 | 27 | –42 | |
| 12. Finanzierungszinsen | 14 | 18 | 11 | 22 | — | 1 | |
| 13. Ertragsteuern | 32 | 79 | –12 | 129 | 44 | –2 | |
| Jahresergebnis | 139 | 237 | –43 | 58 | –17 | –41 | |
1) Vorjahreswerte angepasst aufgrund geänderter Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8
2) Angepasst aufgrund IAS 8
| Schaden Rückversicherung |
Personen Rückversicherung |
Konzernfunktionen | Konsolidierung | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 2) | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 2) |
| 6.340 | 5.753 | 5.090 | 4.529 | — | — | –693 | –877 | 22.869 | 20.923 |
| 367 | 472 | 277 | 372 | — | — | –693 | –877 | — | — |
| 5.973 | 5.281 | 4.813 | 4.157 | — | — | — | — | 22.869 | 20.923 |
| — | — | — | — | — | — | — | — | 1.139 | 979 |
| 705 | 339 | 423 | 421 | — | — | –659 | –829 | 2.767 | 2.530 |
| –274 | –199 | –13 | –27 | — | — | 1 | 5 | –185 | –67 |
| –34 | –22 | — | 3 | — | — | –75 | –85 | 25 | 24 |
| 5.395 | 5.237 | 4.654 | 4.078 | — | — | 42 | 42 | 18.753 | 17.323 |
| 4.330 | 3.786 | 4.106 | 3.538 | — | — | –218 | –478 | 17.810 | 15.101 |
| 456 | –22 | 317 | 231 | — | — | –244 | –494 | 1.712 | 1.043 |
| 3.874 | 3.808 | 3.789 | 3.307 | — | — | 26 | 16 | 16.098 | 14.058 |
| 1.525 | 1.323 | 1.216 | 1.112 | — | — | –361 | –374 | 4.887 | 4.754 |
| 92 | 37 | 98 | 116 | — | — | –313 | –395 | 515 | 710 |
| 1.433 | 1.286 | 1.118 | 996 | — | — | –48 | 21 | 4.372 | 4.044 |
| — | 4 | 17 | 11 | — | — | –1 | — | 71 | 43 |
| 10 | 11 | 54 | 44 | — | — | 63 | 4 | 390 | 295 |
| — | — | 4 | 3 | — | — | — | — | 152 | 79 |
| –10 | –7 | –37 | –33 | — | — | –64 | –4 | –319 | –252 |
| 78 | 136 | –290 | –258 | — | — | — | 1 | –2.036 | –1.031 |
| 946 | 839 | 246 | 309 | 13 | 30 | –57 | –70 | 3.383 | 3.321 |
| 179 767 |
266 573 |
42 204 |
24 285 |
110 –97 |
86 –56 |
–85 28 |
–81 11 |
486 2.897 |
903 2.418 |
| 12 | 37 | 304 | 240 | — | — | — | 1 | 280 | 240 |
| 779 | 610 | 508 | 525 | –97 | –56 | 28 | 12 | 3.177 | 2.658 |
| 672 | 682 | 606 | 571 | 3 | 7 | –67 | –76 | 3.041 | 2.905 |
| 23 | 136 | 1 | 1 | 9 | 5 | —1 | –8 | 115 | 353 |
| 27 | 20 | — | — | — | — | — | — | 37 | 21 |
| 2 | –5 | 1 | — | — | –1 | — | — | 2 | –6 |
| 332 | 211 | 95 | 180 | 606 | 664 | –822 | –727 | 947 | 967 |
| 280 | 197 | 37 | 76 | 824 | 630 | –788 | –606 | 1.039 | 1.005 |
| 52 | 14 | 58 | 104 | –218 | 34 | –34 | –121 | –92 | –38 |
| 6 | 1 | 1 | 1 | 14 | 20 | –12 | –14 | 44 | 36 |
| 61 | 99 | — | — | — | — | — | — | 98 | 107 |
| 32 | 47 | 10 | 5 | 65 | 60 | –19 | –18 | 158 | 153 |
| 48 | 50 | 11 | 7 | 6 | 3 | — | — | 110 | 153 |
| — | — | — | — | — | — | — | — | — | 98 |
| 909 | 760 | 276 | 371 | –315 | –22 | –6 | –108 | 1.049 | 1.589 |
| — | — | — | — | — | 4 | — | — | 17 | 92 |
| 909 | 760 | 276 | 371 | –315 | –26 | –6 | –108 | 1.032 | 1.497 |
| 90 | 79 | 4 | 2 | 65 | 72 | –50 | –61 | 134 | 133 |
| 196 | 217 | 61 | 71 | –108 | –31 | 15 | 8 | 228 | 471 |
| 623 | 464 | 211 | 298 | –272 | –67 | 29 | –55 | 670 | 893 |
| davon Anteile anderer Gesellschafter | 450 | 408 | |||||||
| davon Konzernergebnis | 220 | 485 |
Die nachfolgend abgebildete regionalisierte Auft eilung basiert auf der geografi schen Herkunft der Kapitalanlagen sowie der gebuchten Bruttoprämie gegenüber externen Kunden. Im Berichtszeitraum lagen keine Transaktionen mit externen Kunden vor, die sich auf mindestens 10 % der gesamten Bruttoprämien belaufen.
| Kapitalanlagen ohne Depotforderungen 1) |
Erstversicherung | Rückversicherung | Konzernfunktionen | 31.12.2010 Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | ||||
| Deutschland | 30.795 | 6.064 | 465 | 37.324 |
| Großbritannien | 1.371 | 1.705 | 46 | 3.122 |
| Rest von Europa | 12.842 | 6.993 | 316 | 20.151 |
| USA | 839 | 6.052 | — | 6.891 |
| Rest von Nordamerika | 103 | 987 | — | 1.090 |
| Asien und Australien | 240 | 2.121 | — | 2.361 |
| Rest der Welt | 756 | 766 | — | 1.522 |
| Gesamt | 46.946 | 24.688 | 827 | 72.461 |
| Kapitalanlagen ohne Depotforderungen 1) |
Erstversicherung | Rückversicherung | Konzernfunktionen | 31.12.2009 Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | ||||
| Deutschland | 32.178 | 5.996 | 222 | 38.396 |
| Großbritannien | 682 | 1.338 | 211 | 2.231 |
| Rest von Europa | 10.218 | 5.790 | 313 | 16.321 |
| USA | 837 | 5.852 | 3 | 6.692 |
| Rest von Nordamerika | 82 | 803 | — | 885 |
| Asien und Australien | 178 | 1.349 | — | 1.527 |
| Rest der Welt | 537 | 447 | — | 984 |
| Gesamt | 44.712 | 21.575 | 749 | 67.036 |
1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäft svorfälle
| 2010 | |||
|---|---|---|---|
| Gebuchte Bruttoprämien 1) | Erstversicherung | Rückversicherung | Gesamt |
| Mio. EUR | |||
| Deutschland | 8.281 | 691 | 8.972 |
| Großbritannien | 182 | 2.434 | 2.616 |
| Rest von Europa | 2.642 | 1.675 | 4.317 |
| USA | 145 | 2.957 | 3.102 |
| Rest von Nordamerika | — | 416 | 416 |
| Asien und Australien | 47 | 1.452 | 1.499 |
| Rest der Welt | 786 | 1.161 | 1.947 |
| Gesamt | 12.083 | 10.786 | 22.869 |
| Gebuchte Bruttoprämien 1) | Erstversicherung | Rückversicherung | 2009 Gesamt |
|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||
| Deutschland | 8.095 | 696 | 8.791 |
| Großbritannien | 190 | 1.808 | 1.998 |
| Rest von Europa | 2.538 | 1.561 | 4.099 |
| USA | 112 | 2.841 | 2.953 |
| Rest von Nordamerika | 1 | 386 | 387 |
| Asien und Australien | 32 | 1.218 | 1.250 |
| Rest der Welt | 517 | 928 | 1.445 |
| Gesamt | 11.485 | 9.438 | 20.923 |
1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäft svorfälle
Der Konzernabschluss wurde nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden überwiegend auf den Stichtag 31. Dezember aufgestellt. Eine Erstellung von Zwischenabschlüssen für die Konzerngesellschaft en mit abweichenden Stichtagen ist gemäß IAS 27 "Konzern- und Einzel abschlüsse" nicht erforderlich, da deren Abschlussstichtage nicht mehr als drei Monate vor dem Konzernabschlussstichtag liegen. Die Auswirkungen bedeutender Geschäft svorfälle zwischen den abweichenden Abschlussstichtagen und dem Konzernabschlussstichtag wurden berücksichtigt.
Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß den Vorschrift en des IAS 27 vorgenommen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (einschließlich Zweckgesellschaft en), bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäft spolitik ausübt. Tochtergesellschaft en werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), zu dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden entkonsolidiert zu dem Zeitpunkt, zu dem die Kontrolle endet.
Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung – bezogen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns – nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind zum Fair Value oder, sofern dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist, zu fortgeführten Anschaff ungskosten in der Bilanzposition "Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen" ausgewiesen.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Akquisitionsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenserwerbs identifi zierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Ein sich aus der Verrechnung der Anschaff ungskosten mit dem Fair Value der Vermögenswerte und Verpfl ichtungen ergebender Unterschiedsbetrag wird als Geschäft s- oder Firmenwert (Goodwill) unter den immateriellen Vermögens werten ausgewiesen. Gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" werden Geschäft s- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern im Rahmen jährlicher Werthaltigkeitsprüfungen ("Impairment-Test") gegebenenfalls außerplanmäßig wertberichtigt. Geringfügige bzw. negative Geschäft s- oder Firmenwerte werden im Jahr der Entstehung erfolgs wirksam berücksichtigt.
Der Anteil Konzernfremder am Eigenkapital bzw. am Ergebnis der im Mehrheitsbesitz befi ndlichen Tochtergesellschaft en wird in der Position "Anteile anderer Gesellschaft er am Eigenkapital" gesondert im Eigenkapital bzw. in der Position "Anteile anderer Gesellschaft er" in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die aus dem konzerninternen Finanzund Leistungsverkehr stammenden Aufwendungen, Erträge und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Schulden- und Erfolgskonsolidierung eliminiert.
Gesellschaft en, auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfl uss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen im Allgemeinen unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaff ungskosten angesetzt. Ein maßgeblicher Einfl uss wird vermutet, wenn eine Gesellschaft des Konzerns direkt oder indirekt mindestens 20 %, aber nicht mehr als 50 % der Stimmrechte hält. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden grundsätzlich – sofern notwendig – geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten. Der Anteil des Konzerns an den Gewinnen und Verlusten assozi ierter Unternehmen wird nach IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" gesondert in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Gemeinschaft sunternehmen, also wenn zwei oder mehr Partnerunternehmen eine wirtschaft liche Tätigkeit unter gemeinschaft licher Führung durchführen, werden in den Konzernabschluss nach der Quotenkonsolidierung einbezogen. Die Vorgehensweise im Wege der Quotenkonsolidierung entspricht weitgehend der Einbeziehung von Tochterunternehmen nach IAS 27. Im Unterschied dazu werden die Vermögenswerte und Verpfl ichtungen sowie die Aufwendungen und Erträge des Gemeinschaft sunternehmens nicht in voller Höhe, sondern nur quotal in die Konzernbilanz bzw. Konzern-GuV übernommen.
Konzernobergesellschaft ist die Talanx AG. Gemäß IAS 27 werden in den Konzernabschluss die Talanx AG als Mutterunternehmen und alle wesentlichen in- und ausländischen Konzerngesellschaft en einbezogen, an denen die Talanx AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält oder bei denen sie über die faktische Kontrollmöglichkeit verfügt.
Von der Konsolidierung ausgenommen sind lediglich Tochtergesellschaft en, die sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind und nicht das Versicherungsgeschäft betreiben. Ob ein Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung ist, beurteilt der Konzern anhand der Bilanzsumme und des Jahresergebnisses der Gesellschaft im Verhältnis zu den entsprechenden, durchschnittlichen Werten der letzten drei Jahre im Konzern. Vor diesem Hintergrund werden im Berichtsjahr 37 (35) Tochtergesellschaft en nicht konsolidiert, deren Geschäft szweck überwiegend die Erbringung von Dienstleistungen für die Versicherungsgesellschaft en der Gruppe ist. Die Bilanzsumme dieser Tochtergesellschaft en beträgt insgesamt weniger als 0,1 % der durchschnittlichen Bilanzsumme des Konzerns der letzten drei Jahre; das Ergebnis dieser Gesellschaft en beläuft sich auf insgesamt weniger als 1 % des durchschnittlichen Ergebnisses des Konzerns der letzten drei Jahre. In den Folgeperioden werden die aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommenen Tochterunternehmen zu jedem Abschlussstichtag daraufh in untersucht, ob eine Konsolidierung aufgrund geänderter Abschätzung der Wesentlichkeit geboten ist.
Der Konsolidierungskreis umfasst zum Bilanzstichtag die in der unten stehenden Tabelle aufgeführten Unternehmen:
| Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen Inland 70 74 Ausland 1) 86 89 Summe 156 163 Anzahl der vollkonsolidierten Zweckgesellschaften Ausland 2 2 Summe 2 2 Anzahl der vollkonsolidierten Spezialfonds Inland 14 16 Ausland 8 2 Summe 22 18 Summe der vollkonsolidierten Unternehmen 180 183 Anzahl der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen Inland 3 3 Ausland 2) 9 9 Summe 12 12 |
Konsolidierungskreis | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Quotal bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | |||
| Inland 1 — |
1) Setzt sich zusammen aus: 47 (52) Einzelgesellschaft en und 39 (37) Unternehmen,
die in 3 (3) Teilkonzernen vollkonsolidiert werden
2) Setzt sich zusammen aus: 3 (4) assoziierten Unternehmen und 6 (5) Unternehmen,
die in 1 (1) Teilkonzern at Equity einbezogen werden
Zu den wesentlichen Zu- und Abgängen des Berichtsjahres verweisen wir auf unsere Erläuterungen in den folgenden Abschnitten dieses Kapitels. Alle verbundenen Unternehmen, Gemeinschaft sunternehmen, Spezialfonds und Zweckgesellschaft en sowie assoziierten Unternehmen sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (siehe separates Kapitel dieses Konzernanhangs, Seiten 256 ff .) einzeln aufgeführt.
Im Berichtsjahr 2010 sind fünf Tochterunternehmen, vier assoziierte Unternehmen (davon ein Unternehmen in einem Teilkonzern der Hannover Rückversicherung AG) und ein Gemeinschaft sunternehmen zugegangen. Die 13 Abgänge bei den Tochtergesellschaft en resultieren aus acht konzerninternen Verschmelzungen, einem Verkauf und vier Liquidierungen/Löschungen. Darüber hinaus ergaben sich bei zwei Teilkonzernen der Hannover Rückversicherung AG vier Zugänge sowie zwei Abgänge. Weiter werden zwei assoziierte Unternehmen nicht mehr at Equity bilanziert. Der Konsolidierungskreis des Konzerns hat sich seit 31. Dezember 2009 im Einzelnen wie folgt verändert:
Am 25. Februar 2010 wurden die Gesellschaft en Erste Credit Life International AG (künft ig: Credit Life International Lebensversicherung AG) und Zweite Credit Life International AG (künft ig: Credit Life International Versicherung AG), beide mit Sitz in Hilden, gegründet. Die beiden Gesellschaft en betreiben ab dem 1. Juli 2010 das Restschuldgeschäft . Die Unternehmen werden je zu 100 % von der HDI-Gerling Leben Service Holding AG, Köln, (umbenannt in Talanx Deutschland AG und Sitzverlegung nach Hannover am 7. Dezember 2010 – kurz TD) gehalten; das Grundkapital jeder Gesellschaft beträgt 50 TEUR und ist voll eingezahlt.
Die Funis GmbH & Co. KG beteiligte sich zum 16. März 2010 mit einer Kapitaleinlage von 8 TEUR (das entspricht 75,2 % der Anteile) an der neu gegründeten und in Stockholm, Schweden, ansässigen Foco 146 AB. Die Gesellschaft fi rmiert zum Bilanzstichtag unter dem Namen Svedea AB. Der Geschäft szweck wird im Wesentlichen im Abschluss von Haft pfl ichtversicherungen von Kraft fahrzeugen und Yachten bestehen. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung wurde die Gesellschaft nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Zum zweiten Quartal wurde die Inter Hannover (No. 1) Limited, London, erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anteile an der Gesellschaft werden vollständig von der International Insurance Company of Hannover Ltd., Bracknell, gehalten. Die Gesellschaft ist ein körperschaft liches Mitglied bei Lloyd's of London mit einer begrenzten Haft ung, deren Zweck in der Partizipation am Geschäft eines oder mehrerer Lloyd's-Syndikate besteht. Weitere Angaben folgen im Kapitel "Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode" auf Seite 163.
Anfang Juli 2010 haben die HDI-Gerling International Holding AG (fi rmiert ab dem 30. Dezember 2010 unter Talanx International AG – kurz TINT), Hannover, 99 % und die Talanx AG, Hannover, 1 % an der OOO Strakhovaya Kompaniya "HDI Strakhovanie", Moskau, erworben. Das Stammkapital beträgt 30 Mio. RUB (1 Mio. EUR). Die Gesellschaft ist im Segment Privat- und Firmenversicherung International tätig (siehe auch Kapitel "Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode" auf Seite 163).
Die polnische Gesellschaft HDI-Gerling Polska Towarzystwo Ubezpieczen S. A., Warschau, wurde per 30. Juni 2010 rückwirkend zum 1. Januar 2010 auf die HDI Asekuracja Towarzystwo Ubezpieczen S. A., Warschau, verschmolzen.
Im 3. Quartal 2010 wurden rückwirkend auf den 1. Januar 2010 die Hannover Beteiligungs gesellschaft mbH, Hannover, auf die GERLING Beteiligungs-GmbH, Köln, sowie die Proactiv Holding AG, Hilden, auf die Talanx Deutschland AG, Hannover, und die HDI-Gerling UK Service Company Ltd., London, auf die Niederlassung der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG in London verschmolzen.
Mit Vertrag vom 30. August 2010 wurde die Clarus GmbH, Wiesbaden, auf die DTPVO Deutsche Privat vorsorge AG (DTPVO), Darmstadt, rückwirkend auf den 1. Januar 2010 verschmolzen. Die DTPVO wurde in Clarus AG umfi rmiert und hat ihren Sitz in Wiesbaden. Die Eintragungen erfolgten am 15. Oktober 2010.
Im Dezember 2010 wurden rückwirkend auf den 1. Oktober 2010 die ASPECTA Euro Group GmbH, Köln, auf die Talanx International AG, Hannover, die ASPECTA Lebensversicherung AG auf die HDI-Gerling Lebensversicherung AG, beide Köln, und die HBG Hannover Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hannover, auf die GERLING Beteiligungs-GmbH, Köln, verschmolzen.
Die Talanx AG hat ihre Beteiligung an der Euro International Reinsurance S. A., Luxemburg, Ende Mai 2010 an ein konzernfremdes Unternehmen veräußert. Aus der Veräußerung ergab sich im Segment Schaden-Rückversicherung ein Ertrag in Höhe von 9 Mio. EUR.
Die italienische Gesellschaft HDI Servizi S. r. L., Rom, wurde zum Ende des zweiten Quartals 2010 liquidiert.
Am 22. September 2010 wurde die PENATES A. Ltd., British Virgin Islands, im öff entlichen Register gelöscht.
Die irischen Gesellschaft en E+S Reinsurance (Ireland) und Hannover Reinsurance (Dublin), beide mit Sitz in Dublin, wurden am 25. November 2010 im öff entlichen Register gelöscht.
Mit Wirkung zum 8. März 2010 hat die von der Hannover Rück AG gehaltene Hannover Rück Beteiligung Verwaltungs-GmbH (HRBV) Einigung mit einem konzernfremden Dritten erzielt, im Wege einer Anteilsabstockung ohne Änderung des Kontrollstatus 0,5 % ihrer Anteile an der E+S Rück AG zu veräußern. Mit dem Abschluss der Transaktion hält die HRBV 63,69 % der Anteile an der E+S Rück AG.
Mit Wirkung zum 26. April 2010 wurde das Grundkapital der E+S Rück AG, Hannover, aus Gesellschaft smitteln ohne Ausgabe von neuen Aktien durch eine Umwandlung von Gewinnrücklagen von 42,6 Mio. EUR um 2,8 Mio. EUR auf 45,5 Mio. EUR erhöht, sodass der Nennwert je Aktie nun 600 EUR beträgt. Eine Veränderung des Kontrollstatus hat sich daraus nicht ergeben.
Die TINT hat ihre Anteile an der HDI Seguros S. A., São Paulo/Brasilien, im Rahmen einer Kapitalerhöhung Ende Juni 2010, an der die Minderheitsaktionäre nicht teilgenommen haben, auf 99,998 % erhöht. Durch den Erwerb weiterer Aktien von Minderheitsaktionären hat die TINT zudem ihren Anteil an der HDI Seguros S. A. de C. V., León/Mexiko, von 99,45 % auf 99,48 % im Berichtszeitraum erhöht.
Darüber hinaus hat die TINT ihre Anteile an der HDI STRAKHUVANNYA (Ukraine), Kiew, im Rahmen einer Kapitalerhöhung im August und September 2010, an der die Minderheitsaktionäre nicht teilgenommen haben, auf 99,224 % erhöht. Durch den Erwerb weiterer Aktien von Minderheitsaktionären hat die TINT zudem ihren Anteil an der HDI Seguros S. A./Chile, von 99,922 % auf 99,927 % im Berichtszeitraum erhöht.
Hinsichtlich der Konsolidierung von Zweckgesellschaft en unterscheidet der Konzern im Folgenden die Bereiche Kapitalanlagen (ohne Spezial- und Publikumsfonds), Verbriefung von Rückversicherungsrisiken und Insurance-Linked Securities (ILS). Diese Zweckgesellschaft en sind nach SIC-12 "Konsolidierung – Zweckgesellschaft en" hinsichtlich ihrer Konsolidierungspfl icht zu untersuchen. In Fällen, in denen die IFRS keine spezifi schen Regelungen enthalten, stützen wir uns unter Anwendung von IAS 8 im Rahmen der Analyse auch auf die relevanten US-GAAP-Vorschrift en.
Im Rahmen des Kapitalanlagemanagements beteiligt sich unsere Tochtergesellschaft Hannover Rückversicherung AG, Hannover, seit dem Jahr 1988 an einer Vielzahl von Zweckgesellschaft en, im Wesent lichen Fonds, die ihrerseits bestimmte Formen von Eigen- und Fremd kapital anlage geschäft tätigen. Im Ergebnis unserer Analyse der Geschäft sbeziehungen mit diesen Gesellschaft en kamen wir zu dem Schluss, dass der Konzern in keiner dieser Transaktionen einen kontrollierenden Einfl uss ausübt und daher keiner Konsolidierungsnotwendigkeit unterliegt.
Die Hannover Rückversicherung AG beteiligt sich im Wesentlichen über die Gesellschaft en Sequaero ILS Fund Ltd., Grand Cayman/Cayman Islands, und Hannover Insurance-Linked Securities GmbH & Co. KG, Hannover, durch die Investition in Katastrophenanleihen an einer Reihe von Zweckgesellschaft en zur Verbriefung dieser Katas trophenrisiken. Auch bei diesen Transaktionen besteht aufgrund des fehlenden kontrollie renden Einfl usses seitens der Hannover Rückversicherung AG keine Konsolidierungspfl icht.
Die Verbriefung von Rückversicherungsrisiken wird im Wesentlichen unter Verwendung von Zweckgesellschaft en strukturiert.
Im Juli 2009 hat die Hannover Rückversicherung AG eine Katastrophenanleihe (Cat Bond) emittiert, um Spitzenrisiken bei Naturkatastrophen durch europäische Winterstürme in den Kapitalmarkt zu transferieren. Der Cat Bond in Höhe von nominal 150 Mio. EUR hat eine Laufzeit bis 31. März 2012 und wurde von Eurus II Ltd., einer auf den Cayman Islands ansässigen Zweckgesellschaft , bei institutionellen Investoren aus Europa und Nordamerika platziert. Die Hannover Rückversicherung AG übt keinen kontrollierenden Einfl uss auf die Zweckgesellschaft aus. Unter IFRS ist diese Transaktion als Finanzinstrument zu bilanzieren.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 hat die Hannover Rückversicherung AG im Rahmen der "K6"- Transaktion weitere Zeichnungskapazität für Katastrophenrisiken am Kapitalmarkt beschafft . Bei dieser Verbriefung, die bei nordamerikanischen, europäischen und asiatischen Investoren platziert wurde, handelt es sich um eine quotale Abgabe auf das weltweite Naturkatastrophengeschäft sowie Luft fahrt- und Transportrisiken. Das Volumen von "K6" wurde im Berichtsjahr aufgestockt und beträgt zum Bilanzstichtag umgerechnet 249 (123) Mio. EUR. Die Transaktion hat eine geplante Laufzeit bis zum 31. Dezember 2011 bzw. bis zum 31. Dezember 2012 für die im Berichtsjahr neu platzierten Anteile. Für diese Transaktion wird Kaith Re Ltd., eine auf Bermuda ansässige Zweckgesellschaft , genutzt.
Darüber hinaus nutzt die Hannover Rückversicherung AG die Zweckgesellschaft Kaith Re Ltd. für diverse Retrozessionen ihrer traditionellen Deckungen an institutionelle Investoren. Gemäß SIC-12 wird Kaith Re Ltd. in den Konzernabschluss einbezogen.
Mit Wirkung zum 26. April 2010 hat die Hannover Rückversicherung AG durch Inanspruch nahme ihres vorzeitigen Kündigungsrechts den der "Merlin"-Transaktion zugrunde liegenden Credit Default Swap aufgelöst. Mit dieser Transaktion hat die Hannover Rück-Gruppe seit dem Jahr 2007 Risiken aus Rückversicherungsforderungen in den Kapitalmarkt transferiert. Die zur Besicherung dienenden Wertpapiere wurden über die Zweckgesellschaft Merlin CDO I B.V. begeben, über die die Hannover Rückversicherung AG keinen kontrollierenden Einfl uss ausgeübt hat.
Im Verlauf des Jahres 2010 hat die Hannover Rückversicherung AG im Rahmen ihrer erweiterten Insurance-Linked Securities (ILS)-Aktivitäten eine Reihe so genannter besicherter Fronting-Verträge gezeichnet, bei denen von Zedenten übernommene Risiken unter Nutzung von Zweckgesellschaften an konzernfremde institutionelle Investoren abgegeben werden. Die Zielsetzung dieser Transaktionen ist der direkte Transfer von Kundengeschäft . Bei diesen Strukturen besteht aufgrund des fehlenden kontrollierenden Einfl usses über die jeweils involvierten Zweckgesellschaft en seitens der Hannover Rückversicherung AG keine Konsolidierungspfl icht.
Die in diesem Zusammenhang größte einzelne Transaktion ist "FacPool Re", mit der die Hannover Rück versicherung AG seit September 2009 ein Portefeuille fakultativer Rückversicherungsrisiken in den Kapitalmarkt transferiert. Die Verträge, die weltweite Einzelrisiken abdecken, werden von einem konzernfremden Maklerhaus vermittelt, von der Hannover Rückversicherung AG gezeichnet und unter Nutzung eines Dienstleisters im Kapitalmarkt platziert. Die Transaktion "FacPool Re" setzt sich aus einer Quotenrückversicherung und zwei nichtproportionalen Rückversicherungsabgaben zusammen. Die Höhe des bereitgestellten Kapitals beträgt umgerechnet insgesamt 45 (42) Mio. EUR, wovon die Hannover Rückversicherung AG etwa 4 (4) Mio. EUR trägt und darüber hinaus Schäden übernimmt, die die Kapazität von "FacPool Re" überschreiten. Die Laufzeit der Transaktion beträgt etwa zweieinhalb Jahre. An den Rückversicherungsabgaben innerhalb von " FacPool Re" ist eine Reihe von Zweckgesellschaft en beteiligt, an denen die Hannover Rückversicherung AG keine Anteile hält und aus deren Tätigkeiten die Hannover Rückversicherung AG über keine ihrer Geschäft sbeziehungen eine Mehrheit des ökonomischen Nutzens bzw. der Risiken zieht.
Assoziierte Unternehmen sind solche, auf die der Konzern maßgeblichen Einfl uss, jedoch keine Kontrolle, ausübt. Im Berichtsjahr waren 12 (12) nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" zu bewerten. Weitere sechs (vier) assoziierte Unternehmen werden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht at Equity bilanziert (wir verweisen hier auf unsere Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", ab Seite 127).
Bei der bisher als assoziiertes Unternehmen einbezogenen Gesellschaft DFA Capital Management, Inc., Wilmington/USA, liegen die Voraussetzungen für einen maßgeblichen Einfl uss nach IAS 28.7 nicht mehr vor, insbesondere keine personelle Verfl echtung in den Leitungs-/Aufsichtsorganen. Die Gesellschaft wurde somit ab dem zweiten Quartal 2010 nicht mehr at Equity bewertet, sondern als Beteiligung in der Bilanzposition "Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen" ausgewiesen.
Am 18. Januar 2010 erwarb die Funis GmbH & Co. KG, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Hannover Rückversicherung AG, einen Anteil in Höhe von 28,5 % an der Energi Holdings, Inc. mit Sitz in Peabody, USA, zu einem Kaufpreis von umgerechnet 2,4 Mio. EUR. Der Geschäft szweck der Energi Holdings, Inc. und ihrer drei weiteren 100 %-Beteiligungen liegt in der Vermittlung von Risikomanagement und von Versicherungsmaklerdienstleistungen für Energieunternehmen. Am 9. Dezember 2010 beteiligte sich die Funis GmbH & Co. KG durch die Zeichnung von neu ausgegebenen Anteilen mit rund 25 % der Anteile an der XS Direct Holdings mit Sitz in Dublin, Irland. Der Beteiligungsanteil beträgt 2,5 Mio. EUR. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag drei weitere Beteiligungen zu jeweils 100 %. Der Geschäft szweck der Gesellschaft besteht im Wesentlichen in der Entwicklung und dem Vertrieb von Finanzdienstleistungen in Irland und dem Vereinigten Königreich. Sowohl die Energi Holdings, Inc. als auch die XS Direct Holdings wurden aufgrund der untergeordneten Bedeutung nicht at Equity in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Gesellschaft WPG IV CDA Liquidation Trust, Grand Cayman/Cayman Islands, wurde Ende Februar 2010 liquidiert und war somit ab dem ersten Quartal 2010 nicht mehr als at Equity bewertet in den Konzernabschluss aufzunehmen.
Die AmpegaGerling Asset Management GmbH hat im Dezember 2010 25,1 % an der C-QUADRAT Investment AG, Wien, erworben. Die Gesellschaft wird ab dem vierten Quartal 2010 at Equity bewertet und als assoziiertes Unternehmen erstmals in den Konzernabschluss einbezogen.
Seit dem 30. September 2010 wird ein Unternehmen gemäß IAS 31 "Anteile an Gemeinschaft sunternehmen" als Gemeinschaft sunternehmen quotal in den Konzernabschluss einbezogen.
Im Juli 2010 hat die Proactiv Holding AG, Hilden, 50 % der Anteile an der Credit Life Inter national Services GmbH, Neuss, von der Rheinland Versicherungs AG zu einem Kaufpreis von 13 TEUR erworben. Der Erwerb fand rückwirkend zum 1. Januar 2010 statt. Diese Anteile werden aufgrund der Verschmelzung der Proactiv Holding AG auf die Talanx Deutschland AG (TD) aktuell von der TD gehalten. Die erworbene Gesellschaft hat vor dem Erwerb keinerlei Geschäft stätigkeit ausgeübt. Gegenstand der Credit Life International Services GmbH ist die Vermittlung von Versicherungen mit und ohne Zeichnungs-, Inkasso- oder Schadenregulierungsvollmacht sowie die Beratung von Unternehmen. Da sowohl die TD als auch die Rheinland Versicherungs AG, Neuss, jeweils die Hälft e der Anteile am Stammkapital von 25 TEUR halten, wird die Credit Life International Services GmbH ab dem dritten Quartal 2010 als Gemeinschaft sunternehmen quotal in den Konzernabschluss erstkonsolidiert.
Seitens der TD bestehen im Hinblick auf die Credit Life International Services GmbH keinerlei Eventualverbindlichkeiten und Kapitalverpfl ichtungen. Aus dem anteilig einbezogenen Unternehmen entfallen auf den Konzernanteil kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und Schulden sowie Erträge und Aufwendungen jeweils in Höhe von 2 Mio. EUR. Ein Geschäft s- oder Firmenwert ist im Rahmen dieser Transaktion nicht entstanden. Das Gemeinschaft sunternehmen war zum Erwerbszeitpunkt aus Sicht des Talanx-Konzerns von untergeordneter Bedeutung.
Am 7. Juli 2010 (Erwerbszeitpunkt) hat der Konzern über seine Tochtergesellschaft HDI-Gerling International Holding AG 99 % und über die Talanx AG 1 % der Anteile an der HDI Strakhovanie (ehemals Fortis Insurance Company LLC), Russland für 1 Mio. EUR von der Fortis Insurance Interna tional N. V. und der Sycamore Insurance 2 B. V. erworben. Die HDI Strakhovanie ist eine Versicherungsgesellschaft , die in Russland bisher in geringem Umfang das Schaden- und Unfall-Erstversicherungsgeschäft betrieben hat. Die Gesellschaft , die künft ig das Produktportfolio unserer bestehenden russischen Tochtergesellschaft um Schaden-/Unfallprodukte ergänzen soll, hat ihren Geschäft sbetrieb im Dezember 2010 aufgenommen. Nennens werte Kosten im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss sind nicht angefallen.
Die HDI Strakhovanie wurde im dritten Quartal 2010 erstkonsolidiert und von da an als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die erworbenen Vermögenswerte betreff en mit 1 Mio. EUR ausschließlich laufende Guthaben bei Kredit instituten. Der so ermittelte Geschäft s- oder Firmenwert betrug zum Erwerbszeitpunkt 0,1 Mio. EUR. Auf eine "As if"-Darstellung bzw. Angaben zu den Ergebnisbeiträgen seit Kauf der Gesellschaft wurde verzichtet, da sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Talanx-Konzerns ergeben. Im Geschäft sjahr stellte sich ein Verlust von 37 TEUR ein.
Mit Wirkung vom 15. Januar 2010 wurden 100 % der Anteile an der Inter Hannover (No. 1) Limited, London, über das Konzerntochterunternehmen International Insurance Company of Hannover Ltd., Bracknell, erworben. Da das Unternehmen aus Sicht des Talanx-Konzerns nicht von wesentlicher Bedeutung ist und diese Gesellschaft s vormals eine so genannte Vorratsgesellschaft war, haben wir auf die Angaben nach IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" verzichtet.
Die fünf im Vorjahr als Verkaufsobjekte klassifi zierten Immobilien (Bilanzposition: Fremdgenutzter Grundbesitz) mit Buchwert in Höhe von 35 Mio. EUR im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland wurden alle mit wirtschaft licher Wirkung 2010 planmäßig veräußert.
Im Segment Schaden-Rückversicherung hat unsere Tochtergesellschaft Hannover Rückversicherung AG (Hannover Rück) am 21. Dezember 2010 Einigung über den Verkauf ihres amerikanischen Teilkonzerns Clarendon Insurance Group, Inc., Wilmington (CIGI), an die Enstar Group Ltd., Hamilton, Bermuda, erzielt, eine auf die Abwicklung von Versicherungsgeschäft en spezialisierte und auf Bermuda ansässige Gesellschaft . Die Anteile an der CIGI in Höhe von 100 % hält Hannover Rück mittelbar über die Zwischenholding Hannover Finance, Inc., Wilmington (HFI), die ebenfalls zu 100 % in den Konzernabschluss einbezogen wird. Die Käuferin erwirbt alle Anteile an der CIGI zu einem Kaufpreis in Höhe von umgerechnet 163 Mio. EUR vor endgültiger Preisfi xierung, die mit Feststellung des lokalen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 erfolgt. Zum Bilanzstichtag bedarf die Transaktion noch der Zustimmung der zuständigen Behörden. Mit dem Vollzug der Transaktion und der damit einhergehenden Endkonsolidierung bei Hannover Rück wird im zweiten Quartal 2011 gerechnet.
Die CIGI wurde zum Bilanzstichtag gemäß IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäft sbereiche" als Veräußerungsgruppe klassifi ziert, die zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten ist. Aus dieser Bewertung waren Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 10 Mio. EUR zu erfassen, die im übrigen Ergebnis ausgewiesen wurden. Darüber hinaus wurden für Verkaufsaufwendungen in Höhe von 4 Mio. EUR eine übrige Verbindlichkeit erfasst sowie für Aufwendungen aus der Bewertung der Veräußerungsgruppe eine sonstige Rückstellung in Höhe von 55 Mio. EUR gebildet. Die entsprechenden Aufwendungen sind im übrigen Ergebnis ausgewiesen.
Die sich aus der Währungsumrechnung der zur Veräußerungsgruppe zugehörigen Vermögenswerte und Schulden ergebenden kumulierten, nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile in Höhe von –29 Mio. EUR werden erst im Rahmen der Endkonsolidierung realisiert. Ergebnisse aus der Bewertung von fi nanziellen Vermögenswerten des dispositiven Bestands in Höhe von 3 Mio. EUR zum Bilanzstichtag werden ebenso erst zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung realisiert.
Im Einklang mit IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäft sbereiche" werden die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe jeweils in einer Bilanzposition getrennt von den fortgeführten Geschäft sbereichen ausgewiesen. Geschäft svorfälle zwischen der Veräußerungsgruppe und den fortgeführten Geschäft sbereichen des Konzerns werden in Übereinstimmung mit IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" weiterhin vollständig eliminiert.
In der folgenden Tabelle werden die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungs gruppe dargestellt und in deren wesentliche Komponenten untergliedert:
| Mio. EUR | 31.12.2010 |
|---|---|
| Aktiva | |
| Kapitalanlagen | 643 |
| Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 27 |
| Anteile der Rückversicherer an der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 831 |
| Abrechnungsforderungen | 17 |
| Sonstige Vermögenswerte | 11 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 1.529 |
| Passiva | |
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 1.310 |
| Depotverbindlichkeiten | 27 |
| Abrechnungsverbindlichkeiten | 17 |
| Andere Verbindlichkeiten | 27 |
| Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten | 1.381 |
Darüber hinaus prüfen wir derzeit die Veräußerbarkeit von drei Immobilienobjekten in München, Hamburg und Köln mit Buchwerten von insgesamt 57 Mio. EUR (Bilanzposition: Fremdgenutzter Grundbesitz), die dem Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland zugeordnet sind. Hinter grund der für 2011 geplanten Veräußerung sind vor allem negative Vermietungsprognosen. Die Verkaufsverhandlungen sollen im ersten Quartal 2011 aufgenommen werden. Da die Voraussetzungen nach IFRS 5 zum Abschlussstichtag nicht vollumfänglich erfüllt waren, ist ein separater Ausweis als "zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" zum 31. Dezember 2010 unterblieben.
Die im Folgenden aufgeführten Angaben ergänzen die Risikoberichterstattung im Lagebericht und berücksichtigen die Anforderungen von DRS 5-20, IFRS 4 und IFRS 7. Zu grundlegenden qualitativen Aussagen, z. B. zur Organisation unseres Risikomanagements oder zur Einschätzung der Risikolage, verweisen wir auf den Risikobericht im Lagebericht.
IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" fasst alle Angabepfl ichten für Finanzinstrumente zusammen. Einige der Angabepfl ichten sind in Form der Klassenbildung vorzunehmen. Dabei ist mindestens so zu gruppieren, dass eine Unterscheidung zwischen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, und solchen, die zu fortgeführten Anschaff ungskosten bewertet sind, möglich wird. Die Klassenbildung ist nicht notwendigerweise identisch mit der Kategorisierung der Finanzinstrumente nach IAS 39.6 bzw. IAS 39.45–46 zum Zwecke der Folgebewertung. Die Klassenbildung un serer Finanzinstrumente orientiert sich an den Belangen unseres Bestands und unserer Bilanzgliederung; die Detaillierungstiefe der angegebenen Klassen kann zulässigerweise je nach geforderter Angabe variieren.
Grundsätzlich haben wir die folgenden Klassen von Finanzinstrumenten gebildet:
Den Schwerpunkt der geschäft lichen Aktivitäten des Talanx-Konzerns bilden der Vertrieb und die Verwaltung von Versicherungsprodukten in allen gängigen Sparten der Schaden/Unfall- und der Lebensversicherung, sowohl im Bereich der Erstversicherung als auch in der Rückversicherung.
Die Risiken aus Versicherungsverträgen setzen sich in erster Linie aus den Versicherungsrisiken, den Ausfall risiken, den Liquiditätsrisiken und den Marktrisiken zusammen. Die Versicherungsrisiken in der Schadenversicherung werden getrennt von denen in der Personenversicherung betrachtet, da sie sich deutlich voneinander unterscheiden.
In der Schadenversicherung (Erst- und Rückversicherung) ergeben sich die Versicherungsrisiken in erster Linie aus dem Prämien-/Schadenrisiko und aus dem Reserverisiko.
Das Versicherungsgeschäft beruht darauf, in der Erstversicherung den Versicherungsnehmern und in der Rückver sicherung den Zedenten ihre individuellen Risiken abzunehmen und im Kollektiv und über die Zeit auszugleichen. Für den Versicherer besteht das grundsätzliche Risiko darin, aus im Voraus kalkulierten, nicht veränderbaren Prämien Versicherungsleistungen zu erbringen, deren Höhe und Fälligkeit ungewiss sind. Das Reservierungsrisiko entsteht aus einer möglicherweise unzureichenden Bildung von bilanziellen Schadenreserven und einer sich somit ergebenden Belastung des versicherungstechnischen Ergebnisses.
Dem übernommenen Prämien-/Schadenrisiko begegnen wir unter anderem durch einen angemessenen Rückver si cherungsschutz. Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziff ern, die im Folgenden nach Segmenten dargestellt ist und zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt:
| Selbstbehaltsquote nach Segmenten | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| % | ||
| Industrieversicherung | 46,1 | 43,7 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland | 91,6 | 85,6 |
| Privat- und Firmenversicherung International | 92,4 | 86,9 |
| Schaden-Rückversicherung | 88,9 | 94,1 |
| Gesamt Schaden/Unfallversicherung | 78,9 | 78,7 |
Die Selbstbehaltsquote auf Konzernebene für die Schaden/Unfallversicherung bleibt mit 78,9 % nach 78,7 % auf dem Vorjahresniveau. Auf Ebene der einzelnen Segmente ergeben sich jedoch teilweise deutliche Veränderungen. Insbesondere führte die aufgrund aufsichtsrechtlicher Forderungen vorzunehmende Aufh ebung eines Quotenrückversicherungsvertrags in den Kraft fahrtsparten bei der türkischen HDI Sigorta zum Anstieg des Selbstbehalts im Segment Privat- und Firmenversicherung International. Der Anstieg des Selbstbehalts im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland ist vor allem auf den Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge zurückzuführen. Für den von 94,1 % auf 88,9 % reduzierten Selbstbehalt in der Schaden-Rückversicherung ist im Wesentlichen das um 10,3 % gestiegene Bruttoprämienvolumen ursächlich.
Die Schadenquote für eigene Rechnung entwickelte sich in den Segmenten nach Konzernrestrukturierung im Vergleichszeitraum wie folgt:
| 2010 | 2009 |
|---|---|
| 82,0 | 68,6 |
| 69,4 | 62,5 |
| 75,6 | 71,6 |
| 72,0 | 72,8 |
| 73,6 | 70,5 |
Die moderate Höhe der Schadenquoten in den vergangenen Jahren ist Ausdruck unserer vorsichtigen Zeichnungs politik und der Erfolge im aktiven Schadenmanagement. Auf Ebene des Talanx-Konzerns stieg die Schadenquote im Berichtsjahr für die Schaden/Unfallversicherer um insgesamt 3,1 Prozentpunkte. Der deutliche Anstieg der Schaden quote im Segment Industrieversicherung ist auf gestiegene Schadenbelastungen insbesondere bei Großschadenereignissen zurückzuführen. Im Vorjahr war die Schadenquote durch eine insgesamt günstige Schaden entwicklung geprägt. Der Anstieg im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland ist auf das Kraft fahrtversicherungsgeschäft im Berichtsjahr sowie auf den günstigen Schadenverlauf im Jahr 2009 zurückzuführen. Im Segment Privat- und Firmenversicherung International führten Überschwemmungs- und Frostschäden in Polen sowie Erdbeben in Chile zu einem deutlichen Anstieg der Schadenquote. Im Segment Schaden-Rück vers iche rung blieb die Schadenquote trotz der Belastung mit Großschadenereignissen (Anstieg der Großschadenquote von 4,6 % im Vorjahr auf 12,3 % im Geschäft sjahr) bedingt durch eine günstige Schadenabwicklung von Vorjahresschäden sowie eine günstige Entwicklung der Frequenzschäden leicht unter dem Vorjahreswert.
Um die jederzeitige Erfüllbarkeit der gegebenen Leistungsversprechen gewährleisten zu können, werden entsprechende Rückstellungen gebildet, die fortlaufend hinsichtlich ihrer Angemessenheit mittels aktuarieller Methoden analysiert werden. Hieraus ergeben sich auch Rückschlüsse auf die Qualität der gezeichneten Risiken, ihre Verteilung über einzelne Zweige mit unterschiedlicher Risikoexponierung sowie auf die künft ig zu erwartenden Schaden zah lungen. Darüber hinaus unterliegen unsere Bestände einem aktiven Schadenmanagement. Analysen hinsichtlich der Verteilung von Schaden höhen und Schadenhäufi gkeiten lassen dabei eine gezielte Steuerung der Risiken zu.
Die im Rückversicherungsbereich auf Basis aktuarieller Methoden ermittelten Schadenreserven werden ggf. um Zusatzreserven auf der Grundlage eigener aktuarieller Schadeneinschätzungen und um die so genannte Spät schaden reserve für Schäden, die bereits eingetreten, aber noch nicht bekannt geworden sind, ergänzt. Insbesondere für Haft pfl icht schäden werden aufgrund der langen Abwicklungsdauer Spätschadenreserven gestellt, die nach Risikoklassen und Regionen diff erenziert errechnet werden.
Die hinreichende Bemessung der Schadenreserven für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden ist sehr komplex, da zwischen Schadenverursachung und Schadenmeldung zum Teil Jahre oder sogar Jahrzehnte liegen können. Die Exponierung des Konzerns im Hinblick auf asbest bedingte Schäden und Umweltschäden ist jedoch relativ gering. Die Angemessenheit dieser Reserven wird üblicherweise mittels der "Survival Ratio" abgeschätzt. Diese Kennzahl drückt aus, wie viele Jahre die Reserven ausreichen, wenn die durchschnittliche Höhe der Schadenzahlungen der vergangenen drei Jahre fortdauern würde. Am Ende des Berichtsjahres lag unsere Survival Ratio im Segment Schaden-Rückversicherung bei 22,8 (24,3); die Rückstellungen für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden betrugen 212 (198) Mio. EUR.
Zur Einschätzung der für das Segment Schaden-Rückversicherung wesentlichen Katastrophenrisiken aus Naturgefahren (Erdbeben, Stürme) kommen lizenzierte wissenschaft liche Simulationsmodelle zum Einsatz, die durch die Expertise der entsprechenden Fachbereiche ergänzt werden. Zur Risikoermittlung des Portefeuilles werden ferner verschiedene Szenarien (z. B. USA/Hurrikan, Europa/Sturm, USA/Erdbeben) in Form von Wahrscheinlichkeitsverteilungen ermittelt. Die Überwachung der Natur gefahren exponierung des Portefeuilles (Kumulkontrolle) wird durch die sukzessive Einführung von realistischen Extrem schaden szenarien vervollständigt.
Wir analysieren Extremszenarien bzw. Kumule, die zu hohen Schäden führen können. Für den Konzern ergeben sich auf der Grundlage der aktuellen bzw. zuletzt ermittelten Werte folgende potenzielle Netto-Schadenbelastungen:
| Kumulszenarien 1) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| 250-Jahres-Schaden USA-Sturm | 709 | 763 |
| 250-Jahres-Schaden USA-Erdbeben Kalifornien | 531 | 504 |
| 250-Jahres-Schaden Europa-Sturm | 530 | 581 |
| 250-Jahres-Schaden Tokio-Erdbeben | 460 | 426 |
| 250-Jahres-Schaden Japan-Sturm | 386 | 369 |
| 250-Jahres-Schaden Sydney-Erdbeben | 183 | 325 |
1) Die tatsächlichen Entwicklungen von Naturgefahren können von den Modellannahmen abweichen
Durch sorgfältig und individuell gewählten Rückversicherungsschutz werden zudem die Spitzenbelastungen aus Kumulrisiken abgesichert. So gelingt es uns, hohe Einzelschäden sowie die Auswirkungen von Kumulereignissen wirksam zu begrenzen und damit planbar zu machen.
Ein weiteres Instrument zur Überprüfung unserer Annahmen im Konzern sind die Schadenabwicklungsdreiecke. Sie zeigen, wie sich die Rückstellung im Zeitverlauf durch die geleisteten Zahlungen und die Neuberechnung der zu bildenden Rückstellung zum jeweiligen Bilanzstichtag verändert. Die Angemessenheit wird aktuariell überwacht (siehe hierzu auch unsere Erläuterungen zur Bilanzposition 20 "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" Seiten 219 ff .).
In der Schaden/Unfallversicherung erfolgt die Überwachung und Steuerung des Reservierungsrisikos grundsätzlich durch eine Analyse der Schadenreserven anhand von aktuariellen Methoden. Bei der Rentendeckungsrückstellung als Teil der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beobachten wir auch die Zinsentwicklung. Das Eintreten einer Zinssenkung würde dabei zu einer Ergebnisbelastung durch eine Rückstellungsbildung führen. Bei der Ermittlung der Rentendeckungsrückstellung werden die aktuellen Rententafeln als Rechnungsgrundlage verwendet.
Ein Anstieg der Nettoschadenquote im Bereich der Schaden/Unfallerst- und -rückversicherung um 5 Prozent punkte würde das Jahresergebnis nach Steuern um 321 (298) Mio. EUR mindern.
Typische Risiken in der Personenversicherung (Personen-Erst- und Personen-Rückversicherung) entstehen daraus, dass die Verträge langfristige Leistungsgarantien enthalten. Somit sind hier neben den Zinsrisiken die biometrischen Risiken und die Stornorisiken von besonderer Bedeutung. Biometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden zur Berechnung von Beiträgen und Rückstellungen und für die Bewertung von aktivierten Abschlusskosten bereits zu Vertragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich jedoch im Zeitverlauf als nicht mehr zutreff end erweisen und dadurch zusätzliche Aufwendungen erfordern. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft .
Aufgrund der vorgenannten Risiken können sich die Kalkulationsgrundlagen und unsere Erwartungen als unzureichend herausstellen. Unsere Lebensversicherer nutzen verschiedene Instrumente, um hier gegenzusteuern.
Für die Personen-Rückversicherung sind die beschriebenen biometrischen Risiken ebenfalls von besonderer Bedeutung. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung bemessen sich hauptsächlich nach den Meldungen unserer Zedenten. Deren Angaben werden durch die Anwendung abgesicherter biometrischer Berechnungsgrundlagen plausibilisiert. Zudem stellen die lokalen Aufsichtsbehörden sicher, dass die von den Zedenten errechneten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und -annahmen genügen (z. B. Verwendung von Sterbe- und Invaliditätstafeln, Annahmen zur Stornowahrscheinlichkeit). Bei der Vorfi nanzierung von Abschlusskosten unserer Zedenten sind für uns das Stornorisiko und das Kreditrisiko von wesentlicher Bedeutung. Das Zinsgarantierisiko hat demgegenüber – bedingt durch vertragliche Gestaltungen – in den meisten Fällen nur eine geringe Risikorelevanz.
Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Brutto prämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziff ern, die im Folgenden nach Segmenten dargestellt ist und zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt:
| Selbstbehaltsquote nach Segmenten | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| % | ||
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland | 92,9 | 90,4 |
| Privat- und Firmenversicherung International | 84,1 | 83,3 |
| Personen-Rückversicherung | 91,7 | 90,7 |
| Gesamt Personenversicherung | 91,8 | 90,1 |
Die Sensitivität gegenüber diesen Risiken messen wir anhand einer Embedded-Value-Analyse. Der Market Consistent Embedded Value (MCEV) ist ein wesentliches Instrument des Risikomanagements. Er bezeichnet den Barwert der künft igen Aktionärserträge plus Eigenkapital abzüglich Kapitalkosten des Geschäft s der Personen-Erst- und -Rückversicherer nach angemessener Berücksichtigung aller Risiken, die diesem Geschäft zugrunde liegen. Der Embedded Value ist "market consistent", d. h., er ist mit einer Kapitalmarktbewertung erstellt, die bestimmten Anforderungen genügt: arbitragefrei, risikoneutral, die modelltechnische Abbildung der Finanzinstrumente liefert die aktuellen Marktpreise.
Zusätzlich wird der Neugeschäft swert (NBV) betrachtet. Der MCEV und der NBV bezeichnen den Barwert der künft igen Aktionärserträge des Geschäft s der Leben-Erstversicherung und der Personen-Rückversicherung nach angemessener Berücksichtigung aller Risiken, die diesem Geschäft zugrunde liegen.
Der MCEV wird für unsere großen Leben-Erstversicherer sowie das Personen-Rückversicherungsgeschäft der Hannover Rück ermittelt. Sensitivitätsanalysen zeigen auf, in welchen Bereichen die Lebensversicherer des Konzerns und damit der Konzern im Bereich Personenversicherung als Ganzes exponiert sind, und sie geben Hinweise, in welchen Bereichen ein Schwerpunkt aus Sicht des Risiko managements zu setzen ist. Im Rahmen der Analysen werden Sensitivitäten zu Sterblichkeiten, Stornowahrscheinlichkeiten, Verwaltungskosten sowie zum Zins- bzw. Aktienkursniveau betrachtet.
Die Exponiertheit der Lebensversicherer im Konzern unterscheidet sich nach der Art der Versicherungsprodukte. So hat eine gegenüber der Erwartung geringere Sterblichkeit einen positiven Einfl uss auf Produkte mit überwiegendem Todesfall- bzw. Invaliditätsrisiko und einen negativen Einfl uss auf Produkte mit Langlebigkeitsrisiko mit entsprechenden Auswirkungen auf den MCEV.
Bei Verträgen mit Rückkaufsrecht ist die bilanzierte Deckungsrückstellung mindestens so hoch wie der zugehörige Rückkaufswert, daher ist die wirtschaft liche Auswirkung des Stornoverhaltens eher durch die Höhe der Stornoabschläge und andere Produktmerkmale bestimmt. Eine gegenüber der Erwartung höhere Stornowahrscheinlichkeit würde sich zum Teil negativ auf den MCEV auswirken.
Gegenüber der Erwartung höhere Verwaltungskosten würden zu einer Minderung des MCEV führen.
Es besteht in der Lebenserstversicherung ein erhebliches Zinsgarantierisiko, das sich durch die Verpfl ichtung ergibt, jeweils die Mindestverzinsung für die vertraglich garantierten Leistungen zu erwirtschaft en. Die festverzins lichen Kapitalanlagen haben in der Regel eine kürzere Duration als die Verpfl ichtungen aus den Versicherungsverträgen (Durations-Mismatch). Daraus resultieren ein Wiederanlagerisiko für bereits akkumulierte Guthaben und ein Neuanlagerisiko für die zukünft igen Beiträge. Bleiben die Kapital erträge über die restliche Abwicklungsdauer der Verbindlichkeiten hinter den Zins forderungen aus den Garantien zurück, so führt dies zu einer entsprechenden Ertragsminderung und der MCEV sinkt. Ein Rückgang des Aktienkursniveaus hätte ebenfalls einen negativen Einfl uss auf den MCEV.
Derivate, die in Lebensversicherungsverträgen eingebettet und nicht getrennt zu bilanzieren sind In den Versicherungsprodukten können folgende wesentliche Optionen seitens des Versicherungs-
nehmers enthalten sein, sofern diese bei Vertragsabschluss vereinbart wurden:
Bei fondsgebundenen Produkten kann sich der Versicherungsnehmer bei Beendigung des Vertrags statt für die Auszahlung des Gegenwerts der Fondsanteile für die Übertragung der entsprechenden Fondsanteile (Naturalwahlrecht) entscheiden.
Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Ausfallrisiko. Um dieses zu begrenzen, achten wir grundsätzlich auf eine gute Bonität des Schuldners, die anhand markt üblicher Rating klassen gemessen wird. Die Auswahl der Rückversicherer wird darüber hinaus auf Basis interner und externer Expertenschätzung, wie beispielsweise Marktinformationen von Maklern, vorgenommen. Die Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und gegenüber Versicherungsmittlern sind grundsätzlich ungesichert. Das Ausfallrisiko dieser Forderungen unterliegt einer laufenden Beobachtung im Rahmen unseres Risikomanagements. Es handelt sich hierbei um eine Vielzahl von Forderungen mit verhältnismäßig niedrigen Einzelhöhen, die gegenüber einer diversifi zierten Schuldnerschaft bestehen. Diese Forderungen bestehen im Allgemeinen gegenüber Versicherungsnehmern, die über kein Rating verfügen. Allein Firmenkunden ab einer gewissen Größenordnung verfügen über externe Einschätzungen ihrer Bonität.
Bei den Versicherungsvermittlern handelt es sich um einzelne Makler oder Maklerorganisationen, die in der Regel ebenfalls über kein Rating verfügen. Ausfallrisiken aus dem Rückversicherungsgeschäft werden im Wesentlichen auf Basis einer systemgestützten Abgabensteuerung geregelt: Es werden Abgabenlimite für die einzelnen Retrozessionäre vorgegeben und noch freie Kapazitäten für kurz-, mittel- und langfristiges Geschäft ermittelt.
Gegen mögliche Verzögerungen oder Ausfälle der Prämienzahlungen im Direkt- wie im Vermittlerinkasso betreiben die Konzerngesellschaft en jeweils ein eff ektives Mahnverfahren mit dem Ziel einer Verminderung der Außenstände. Darüber hinaus werden bei Vermittlern Bonitätsprüfungen durchgeführt.
Kreditrisiken ergeben sich im Erstversicherungsgeschäft zudem aus Forderungen gegenüber Rückversicherern sowie in der Rückversicherung aus Forderungen gegenüber Retrozessionären, weil das abgeschlossene Bruttogeschäft nicht immer vollständig im Selbstbehalt bleibt, sondern nach Bedarf (retro)zediert wird. In der passiven Rückversicherung achten wir insbesondere bei Geschäft sverbindungen mit langer Abwicklungsdauer auf eine hohe fi nanzielle Solidität der Rückversicherer. Unsere Rückversicherungspartner werden unter Berücksichtigung externer Ratings durch Kreditkomitees sorgfältig ausgewählt, es wird fortlaufend auf ihre Bonität geachtet, und es werden gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Besicherung von Forderungen ergriff en.
Der Buchwert der Finanzinstrumente, die aus dem Versicherungsgeschäft resultieren, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen, als Äquivalent für die maximale Ausfallrisikoexposition am Abschlussstichtag, stellt sich wie folgt dar (ohne Depotforderungen):
| 31.12.2010 1) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zusammenstellung der Buchwerte der Finanzinstrumente, die aus Versicherungs verträgen resultieren |
Industrie versicherung |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
Schaden-Rück versicherung |
Personen-Rück versicherung |
| Mio. EUR | |||||
| Forderungen | |||||
| Policendarlehen | — | 198 | 2 | — | — |
| Forderungen an Versicherungs nehmer |
290 | 149 | 291 | 61 | 5 |
| Forderungen an Versicherungs vermittler |
272 | 146 | 39 | 298 | — |
| Abrechnungs forderungen aus dem Rück versicherungs geschäft |
1.047 | 57 | 23 | 1.330 | 1.003 |
| Sonstige Vermögenswerte | |||||
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rück stellungen |
2.967 | 873 | 254 | 914 | 515 |
| Summe | 4.576 | 1.423 | 609 | 2.603 | 1.523 |
1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten
| 31.12.2009 1) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zusammenstellung der Buchwerte der Finanzinstrumente, die aus Versicherungs verträgen resultieren |
Industrie versicherung 2) |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
Schaden-Rück versicherung |
Personen-Rück versicherung |
| Mio. EUR | |||||
| Forderungen | |||||
| Policendarlehen | — | 199 | 2 | — | — |
| Forderungen an Versicherungs nehmer |
370 | 169 | 228 | 45 | 3 |
| Forderungen an Versicherungs vermittler |
138 | 157 | 41 | 277 | — |
| Abrechnungs forderungen aus dem Rück versicherungs geschäft |
430 | 47 | 16 | 1.480 | 941 |
| Sonstige Vermögenswerte | |||||
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rück stellungen |
2.980 | 888 | 234 | 1.595 | 265 |
| Summe | 3.918 | 1.460 | 521 | 3.397 | 1.209 |
1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten
2) Angepasst aufgrund IAS 8 Depotforderungen repräsentieren die von Konzerngesellschaft en bei Zedenten gestellten Bar- und Wertpapierdepots, die keine Zahlungsströme auslösen und die von Zedenten nicht ohne Zustimmung unserer Gesellschaft en verwertet werden können. Sie verhalten sich laufzeitkongruent zu den ihnen zuzuordnenden Rückstellungen. Bei Ausfall einer Depotforderung reduziert sich in gleichem Maß die versicherungstechnische Rückstellung. Daher ist das Kreditrisiko begrenzt; eine Darstellung in obiger Tabelle ist vor diesem Hintergrund unterblieben.
Für das in Rückdeckung gegebene Geschäft reduzieren wir das Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern dadurch, dass wir über unseren konzerneigenen Rückversicherungsmakler Protection Reinsurance Intermediaries AG die Rückversicherer sorgfältig auswählen und auf deren Bonität anhand von Einschätzungen international anerkannter Ratingagenturen achten.
In den drei Erstversicherungssegmenten beliefen sich die aus der passiven Rückversicherung, d. h. der Abgabe der von uns übernommenen Risiken, resultierenden Ansprüche – die Anteile der Rückversicherer – auf unverändert zum Vorjahr 4,1 Mrd. EUR. Die sich hieraus ergebenden Anteile der Rückversicherer an der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle betragen 3,1 (3,0) Mrd. EUR.
Für die Kontrahenten der Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ergibt sich folgende Ratingstruktur auf Konzernebene:
| AAA | AA | A | BBB | < BBB | ohne | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| % | ||||||
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen |
||||||
| Rückstellungen | 2 (11) | 40 (23) | 44 (54) | — (1) | — (—) | 14 (11) |
86 (88) % unserer Zessionäre sind mit einem Rating der Kategorie A und besser klassifi ziert. Bei der Ermittlung der Ratings sind etwaige erhaltene Sicherheiten wie Depots oder Avalbürgschaft en bereits berücksichtigt.
Die Abrechnungsforderungen an dem passiven Rückversicherungsgeschäft in den drei Erstversicherungssegmenten betragen (nach Abzug von Wertberichtigungen) 740 (389) Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag weisen mehr als 60 (67) % dieser Abrechnungsforderungen ein Rating der Kategorie A oder besser auf.
In den beiden Rückversicherungssegmenten beliefen sich die Ansprüche aus der Retrozession zum Bilanzstichtag auf 1,4 (1,9) Mrd. EUR. Insgesamt 92 (96) % der Retrozessionäre sind mit einem so genannten Investment-Grade-Rating klassifi ziert. Von diesen verfügen fast 92 (94) % über ein Rating der Kategorie A oder besser. Der hohe Anteil an Rückversicherern mit hohem Rating ist Ausdruck unserer Politik, Ausfallrisiken in diesem Bereich soweit möglich zu vermeiden.
Die Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft , die zum Bilanzstichtag überfällig, aber nicht wertgemindert waren, stellen sich wie folgt dar:
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| > 3 Monate < 1 Jahr |
> 1 Jahr | > 3 Monate < 1 Jahr |
> 1 Jahr | |
| Mio. EUR | ||||
| Forderungen an Versicherungsnehmer | 59 | 14 | 112 | 8 |
| Forderungen an Versicherungsvermittler | 44 | 22 | 31 | 21 |
| Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft |
445 | 305 | 232 | 148 |
| Summe | 548 | 341 | 375 | 177 |
Bei den überfälligen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft handelt es sich um Forderungen, die zum Fälligkeitstag nicht bezahlt wurden und am Bilanzstichtag weiterhin off en waren. Bei der Darstellung wurde auf das kurze Laufzeitband "1 Tag bis 3 Monate" verzichtet, da hier konzernweit unterschiedliche Prozesse zur Anwendung kommen. Im Konzern liegt das Forderungsmanagement dezentral in der Verantwortung der Tochtergesellschaft en. Daraus ergibt sich, dass der Ablauf des Forderungsmanagements – den zugrunde liegenden Geschäft srisiken folgend – unterschiedlich ist (u. a. unterschiedliche Behandlung ausfallgefährdeter Forderungen (Ausbuchung oder Wertberichtigung), unterschiedliche Zeitpunkte, wann das Forderungsmanagement einsetzt, und unterschiedliche Instrumente des Forderungsmanagements). Erst ab einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen verlieren die genannten Gründe an Bedeutung und lassen eine konzernweite Aussage zu.
Bei den Erstversicherungsgesellschaft en bestanden am Bilanzstichtag Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern, die seit mehr als 90 Tagen fällig waren, in Höhe von insgesamt 73 (120) bzw. 66 (52) Mio. EUR. Dies entspricht einer Quote von 9 (15) % bzw. 9 (9) %. Die zusammengefasste durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre belief sich auf 2,3 (2,5) %. Aus dem passiven Rückversicherungsgeschäft beliefen sich die Abrechnungsforderungen mit einem Rückstand von mehr als 90 Tagen auf einen Betrag von insgesamt 325 (229) Mio. EUR, was einer Quote von 41 (46) % entspricht. Die jährliche Ausfallquote liegt bei 1,0 (1,5) %.
Bezogen auf die Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung, die durch die Gesellschaft en des Hannover Rück-Konzerns repräsentiert werden, waren zum Bilanzstichtag 149 (151) Mio. EUR unserer Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 3,5 (2,9) Mrd. EUR älter als 90 Tage sowie teilweise wertgemindert. Dies entspricht einem Anteil von 4,3 (5,2) %. Die durch schnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre beträgt unverändert zum Vorjahr 0,2 %.
Unsere Forderungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Geschäft sind nahezu unverändert zu 31,7 % durch Depots oder Avalbürgschaft en gesichert. Bei den meisten unserer Retrozessionäre sind wir auch Rückversicherer, d. h., es besteht meist ein Aufrechnungspotenzial mit eigenen Verbindlichkeiten.
Auf eine Wertberichtigung der Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft wurde insoweit verzichtet, als das Ausfallrisiko der Vermögenswerte durch Sicherheiten (z. B. Letters of Credit, Bardepots, Wertpapierdepots) vermindert ist.
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Analyse der aus Versicherungs verträgen resultierenden, einzeln wert geminderten Vermögenswerte |
Risikovorsorge | davon 2010 | Buchwert nach Risiko vorsorge |
Risikovorsorge | davon 2009 | Buchwert nach Risiko vorsorge |
| Mio. EUR | ||||||
| Forderungen an Versicherungsnehmer | 25 | –8 | 796 | 33 | –1 | 815 |
| Forderungen an Versicherungs vermittler |
21 | –36 | 755 | 57 | –20 | 613 |
| Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft |
57 | –52 | 3.460 | 110 | –21 | 2.914 |
| Summe | 103 | –96 | 5.011 | 200 | –42 | 4.342 |
Im Berichtsjahr wurde Risikovorsorge für die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 52 Mio. EUR aufgelöst. Diese Risikovorsorge ist nicht mehr erforderlich, nachdem wir u. a. im vergangenen Jahr durch die Verbriefung von aus Rückversicherungsforderungen resultierenden Ausfallrisiken die verbleibenden Kreditrisiken deutlich reduziert haben.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft , die wir auf separaten Wertberichtigungskonten erfassen, entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
| Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft |
2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Kumulierte Wertberichtigungen zum 31.12. des Vorjahres | 200 | 242 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | — | — |
| Wertberichtigungen des Geschäftsjahres | 7 | 25 |
| Zuschreibungen | 91 | 63 |
| Zuführungen (+)/Aufl ösungen (–) | — | –3 |
| Währungskursänderungen | 3 | –1 |
| Sonstige Veränderungen | –16 | — |
| Kumulierte Wertberichtigungen zum 31.12. des Geschäftsjahres | 103 | 200 |
Die Ausfallrisiken von Finanzinstrumenten, die aus Versicherungsverträgen resultieren, wurden durch Einzelbetrachtung ermittelt. Etwaige Sicherheiten wurden berücksichtigt. Der Anteil der wertgeminderten Forderungen belief sich auf 2 (5) %.
Im Einzelnen stellen sich die jährlichen Wertberichtigungsquoten wie folgt dar:
| Wertberichtigungsquoten | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|---|---|
| % | ||||
| Forderungen an Versicherungsnehmer | 3,1 | 3,9 | 4,0 | 4,0 |
| Forderungen an Versicherungsvermittler | 2,6 | 8,5 | 11,2 | 8,6 |
| Abrechnungsforderungen aus dem | ||||
| Rückversicherungsgeschäft | 1,6 | 3,6 | 4,2 | 7,3 |
| Ausfallquoten | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|---|---|
| % | ||||
| Forderungen an Versicherungsnehmer | 1,6 | 1,8 | 4,2 | 2,1 |
| Forderungen an Versicherungsvermittler | 1,1 | 2,2 | 2,7 | 1,8 |
| Abrechnungsforderungen aus dem | ||||
| Rückversicherungsgeschäft | 0,2 | 0,2 | 0,1 | 0,3 |
| 2010 | Zins erträge | Zins auf - wen dungen |
Wert berich tigung |
Zuschrei bung |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||
| Depotforderungen | 425 | — | — | 2 | 427 |
| Depotverbindlichkeiten | — | 145 | — | — | –145 |
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungs technischen Rückstellungen |
— | — | –2 | 23 | 25 |
| Gesamt | 425 | 145 | –2 | 25 | 307 |
| 2009 | Zins erträge | Zins auf - wen dungen |
Wert berich tigung |
Zuschrei bung |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||
| Depotforderungen | 447 | — | 1 | 3 | 449 |
| Depotverbindlichkeiten | — | 207 | — | — | –207 |
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungs technischen Rückstellungen |
— | — | 10 | 33 | 23 |
| Gesamt | 447 | 207 | 11 | 36 | 265 |
Die Risiken aus den Kapitalanlagen umfassen hauptsächlich das Marktrisiko (beinhaltet das Fremdwährungsrisiko, das zinsbedingte Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, das zinsbedingte Cashfl ow-Risiko und das Marktpreisrisiko), das Ausfallrisiko sowie das Liquiditätsrisiko.
Zur Überprüfung der strategischen Asset-Allokation wird regelmäßig die Struktur der selbstverwalteten Kapitalan lagebestände (ohne Depotforderungen) überprüft . Zum Stand 31. Dezember 2010 ergibt sich für den Konzern folgendes Bild:
| Gewichtung wesentlicher Kapitalanlageklassen | Rahmen wert gemäß Kapital anlage richtlinien |
Stand per 31.12.2010 |
Stand per 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| % | |||
| Renten (Direktbestand und Investmentfonds) | mind. 50 | 86 | 84 |
| Börsennotierte Aktien | |||
| (Direktbestand und Investmentfonds) | max. 25 | 2 | 3 |
| Immobilien (Direktbestand und Investmentfonds) | max. 5 | 2 | 2 |
Dabei zeigt sich, dass sich die Rentenpapiere, Aktien und Immobilien im Rahmen der defi nierten Konzernlimite bewegen. Unter der Maßgabe der Risikotragfähigkeit des Unternehmens sowie der aufsichtsrechtlichen Anforderungen werden durch unsere gesamtheitlichen Asset-Liability-Steuerungssysteme die Anlageziele Sicherheit, Rentabilität, Liquidität sowie Mischung und Streuung ausgewogen berücksichtigt. Risiken, die dem in erster Linie entgegenstehen, sind Marktrisiken, Ausfallrisiken und Liquiditätsrisiken.
Das Marktänderungsrisiko umfasst in erster Linie das Risiko von Marktpreisänderungen von festverzinslichen Anlagen und von Aktien sowie das Währungsrisiko durch Wechselkursschwankungen bei nicht kongruenter Bedeckung. Dies kann zu Wertberichtigungsbedarf oder zu realisierten Verlusten bei der Veräußerung von Finanzinstrumenten führen. Auch kann ein Absinken des Zinsniveaus geringere Kapitalanlageerträge bewirken.
Eine wichtige Maßnahme zur Überwachung und Steuerung der Marktpreisrisiken ist die ständige Analyse des Value at Risk (VaR), die sich zunehmend von einem aktivischen Messansatz hin zu einem Aktiv/Passiv-Konzept fortentwickelt. Der VaR defi niert den geschätzten maximalen Verlust, der innerhalb einer vorgegebenen Haltedauer (z. B. 10 Tage) mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit (z. B. 95 %) nicht überschritten wird.
Die Ermittlung des VaR erfolgt täglich auf Basis historischer Daten. Im Rahmen dieser Berechnungen werden die Verlustpotenziale sowohl des Gesamtportfolios als auch von Teilportfolios überwacht und limitiert. Bei der Berechnung dieses maximalen Verlustpotenzials werden ein Konfi denzniveau von 95 % und eine Haltedauer von 10 Tagen zugrunde gelegt. Das heißt, dass dieses geschätzte Verlustpotenzial innerhalb von 10 Tagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 % überschritten wird.
Als Eingangsdaten fl ießen täglich fortgeschriebene Bestände in die Berechnung ein. Der Umfang der Marktdatenhistorie zur Risikoanalyse beträgt 181 Wochen. Darauf basierend werden 180 Wochenänderungen für jeden relevanten Marktparameter wie z. B. Aktienkurse, Wechselkurse und Zinssätze berechnet, die dann zur Value-at-Risk-Ermittlung herangezogen werden. Marktbeobachtungen der jüngsten Vergangenheit werden durch die Verwendung eines so genannten Decay- Faktors stärker gewichtet, um die Sensitivität des VaR-Modells auf aktuelle Volatilitätsveränderungen und damit die Prognosequalität zu verbessern. Die Aktualisierung der Zeitreihen, auf deren Basis die Risikoparameter berechnet werden, erfolgt wöchentlich. Dabei werden die Marktparameter der ältesten Woche entfernt und durch diejenigen der aktuellen Woche ersetzt. Basierend auf den aktualisierten Marktdaten wird eine Rekalibrierung des Risikomodells vorgenommen.
Das verwendete Risikomodell basiert auf einem Multifaktorenmodell. Dieses Modell fußt auf einer Vielzahl repräsentativer Zeitreihen wie z. B. Zinsen, Wechselkursen und Aktienindizes. Aus diesen Zeitreihen lassen sich mithilfe einer Hauptkomponentenanalyse alle risikorelevanten Faktoren ermitteln. Die zwischen den Zeitreihen bestehenden Korrelationen fl ießen in die Gewichtung der Risikofaktoren ein. Dadurch werden Kumulations- und Diversifi kationseff ekte bei der Risikoschätzung berücksichtigt. Die einzelnen Bestandteile des Portfolios werden gegen diese Faktoren regressiert. Die dabei ermittelten Faktorladungen stellen einen Zusammenhang zwischen den Bewegungen der Faktoren, die aus den Bewegungen der repräsentativen Zeitreihen abgeleitet wurden, und den Bewegungen der Wertpapiere her. Durch die Simulation der Faktorentwicklungen werden die Risiken der Wertpapiere abgeleitet. Das Risiko der Optionen wird durch vollständige Simulation abgeleitet. Hierdurch werden die nichtlinearen Zusammenhänge zwischen Optionspreisen und den Preisbewegungen der zugrunde liegenden Basiswerte berücksichtigt.
Der Ermittlung des Value at Risk liegen Normalszenarien der Märkte zugrunde. Um auch Extremszenarien abbilden zu können, werden zusätzlich Stresstests vorgenommen. Hierbei werden die Verlustpotenziale auf Basis bereits eingetretener oder fi ktiver Extremereignisse geschätzt. Die tatsächlichen Marktentwicklungen können von den Modellannahmen abweichen.
Der VaR (Konfi denzniveau 95 %, Haltedauer 10 Tage) zum 31. Dezember 2010 betrug 1,1 Mrd. EUR, das entspricht 1,6 % der betrachteten Kapitalanlagen.
Stresstests sowie Szenarioanalysen ergänzen das Steuerungsinstrumentarium. Für zinssensitive Produkte und Aktien errechnen wir eine mögliche Marktwertänderung anhand eines historischen Worst-Case-Szenarios auf Tagesbasis, womit wir das Verlustpotenzial unter extremen Marktbedingungen abschätzen. Im Rahmen von Szenarien simulieren wir auf der Basis von historischen Daten Aktien- und Währungskurs- sowie Renditeänderungen. Zinsänderungsrisiken bestehen aus einer ungünstigen Wertänderung der im Bestand gehaltenen Finanzinstrumente aufgrund von Änderungen des Marktzinsniveaus. Sinkende Marktrenditen führen zu Marktwertsteigerungen bzw. steigende Marktrenditen zu Marktwertsenkungen des festverzinslichen Wertpapierportfolios. Aktienkursrisiken resultieren aus ungünstigen Wertänderungen, z. B. durch Verluste bestimmter Aktienindizes, der im Bestand gehaltenen Aktien und Aktien- bzw. Indexderivate. Durch gezielte Diversifi kation in verschiedene Branchen und Regionen streuen wir diese Risiken. Währungskursrisiken sind für einen international agierenden Versicherungskonzern, in dem ein wesentlicher Teil des Geschäft s in Fremdwährung gezeichnet wird, von großer Bedeutung.
Die folgende Tabelle zeigt Szenarien der Entwicklung der im Konzern gehaltenen Kapital anlagen zum Bilanzstichtag. Bei der Darstellung handelt es sich um eine Bruttodarstellung; insbesondere werden bei den gezeigten Eff ekten die Steuern sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstat tung nicht berücksichtigt. Eff ekte, die sich aufgrund der Überschussbeteiligung der Ver sicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung ergeben, sind somit nicht Bestandteil der Analyse. Unter Beachtung dieser Eff ekte würden sich die dargestellten Auswirkungen auf die Ergebnisse und das Eigenkapital deutlich reduzieren.
| Portefeuille | Szenario | Erfolgs wirksam in der Gewinn und Verlust rechnung zu erfassen 1) |
Erfolgs neutral im Eigen kapital zu erfassen 1) |
31.12.2010 Bestands veränderung auf Markt wert basis 2) |
31.12.2009 Bestands veränderung auf Markt wert basis 2) |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | ||||||
| Aktien 3) | Aktienkurse | +20 % | +17 | +345 | +361 | +347 |
| Aktienkurse | +10 % | +8 | +173 | +181 | +170 | |
| Aktienkurse | –10 % | –8 | –184 | –191 | –166 | |
| Aktienkurse | –20 % | –14 | –367 | –382 | –320 | |
| Festverzinsliche | ||||||
| Wertpapiere | Renditeanstieg | +200 bps | –37 | –2.149 | –6.297 | –5.613 |
| Renditeanstieg | +100 bps | –19 | –1.122 | –3.346 | –2.977 | |
| Renditerückgang | –100 bps | +19 | +1.203 | +3.456 | +2.966 | |
| Renditerückgang | –200 bps | +38 | +2.501 | +7.245 | +6.202 | |
| Währungs sensitive Kapital anlagen |
Wechselkurs veränderung 4) |
+10 % | –1.614 | –136 | –1.750 | –1.493 |
| davon USD | –894 | –95 | –989 | –911 | ||
| davon GBP | –188 | –6 | –194 | –164 | ||
| davon AUD | –150 | — | –150 | –108 | ||
| davon Sonstige | –381 | –36 | –418 | –310 | ||
| Wechselkurs veränderung 4) |
–10 % | +1.614 | +136 | +1.750 | +1.493 | |
| davon USD | +894 | +95 | +989 | +911 | ||
| davon GBP | +188 | +6 | +194 | +164 | ||
| davon AUD | +150 | — | +150 | +108 | ||
| davon Sonstige | +381 | +36 | +418 | +310 | ||
1) Bruttodarstellung (vor Steuern und Überschussbeteiligung)
2) Inkl. Finanzinstrumente der Kategorien "Darlehen und Forderungen"
und "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente"
3) Inkl. Derivatebestände
4) Wechselkursschwankungen gegenüber dem Euro um +/–10 %, auf Basis der Bilanzwerte
Unsere Kapitalanlagen setzen sich aus folgenden Währungen zusammen:
| Währung | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| % | ||
| EUR | 76 | 78 |
| USD | 13 | 13 |
| GBP | 3 | 2 |
| AUD | 2 | 2 |
| Sonstige | 6 | 5 |
| Gesamt | 100 | 100 |
Zur Teilabsicherung von Beständen, insbesondere im Hinblick auf Preis-, Währungs- und Zinsänderungsrisiken, setzen wir Short-Call- und Long-Put-Optionen sowie Swaps ein. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um unser Portfolio im Hinblick auf Risiko-Ertrags-Gesichtspunkte zu optimieren. Um Risiken, insbesondere Kreditrisiken, aus der Anwendung dieser Geschäft e zu vermeiden, werden die Verträge ausschließlich mit erstklassigen Kontrahenten abgeschlossen und die Vorgaben aus den Anlagerichtlinien eingehalten. Durch die konsequente Anwendung des Prinzips der kongruenten Währungsbedeckung können wir zudem das Fremdwährungsrisiko im Konzern deutlich reduzieren.
Die zu überwachenden Adressenausfallrisiken beinhalten Kontrahenten- und Emittentenrisiken. Neben den durch den Vorstand vorgegebenen Kontrahenten- und Emittentenlisten stellt die Überwachung der pro Ratingklasse defi nierten Limite eine wesentliche Voraussetzung für eine Investitionsentscheidung dar. Um Ausfallrisiken zu vermeiden, achten wir grundsätzlich auf eine gute Bonität des Kontrahenten bzw. Schuldners. Wesentlicher Anhaltspunkt hierfür sind die durch externe Agenturen wie S&P oder Moody's vergebenen Ratingklassen. Die Neuanlage ist zur Begrenzung des Bonitätsrisikos auf den Investment-Grade beschränkt.
Die maximale Ausfallrisikoexposition am Abschlussstichtag, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen, stellt sich wie folgt dar:
| Bewertet zu fortgeführten Anschaff ungs |
Bewertet zum beizulegenden |
||
|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | kosten | Zeitwert | Gesamt |
| Mio. EUR | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen |
74 | — | 74 |
| Darlehen und Forderungen | 32.343 | — | 32.343 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 2.999 | — | 2.999 |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | — | 30.635 | 30.635 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente |
|||
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifi zierte Finanzinstrumente |
— | 989 | 989 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente |
— | 232 | 232 |
| Übrige Kapitalanlagen | 114 | 4.071 | 4.185 |
| Bewertet zu fortgeführten |
Bewertet zum | ||
|---|---|---|---|
| 31.12.2009 | Anschaff ungs kosten |
beizulegenden Zeitwert |
Gesamt |
| Mio. EUR Anteile an verbundenen Unternehmen |
|||
| und Beteiligungen | 61 | — | 61 |
| Darlehen und Forderungen | 31.548 | — | 31.548 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 2.858 | — | 2.858 |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | — | 26.477 | 26.477 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente |
|||
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifi zierte Finanzinstrumente |
— | 861 | 861 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente |
— | 238 | 238 |
| Übrige Kapitalanlagen | 119 | 4.014 | 4.133 |
Die Kapitalanlagen werden von den Schuldnern regelmäßig bedient. Sicherheiten bestehen vor allem bei den hypothekarisch/dinglich gesicherten Schuldverschreibungen sowie bei den Hypothekendarlehen, die grundpfandrechtlich besichert sind.
Zum Bilanzstichtag befanden sich, mit Ausnahme der Hypothekendarlehen, keine überfälligen, nicht wertberichtigten Kapitalanlagen im Bestand, da überfällige Wertpapiere sofort abgeschrieben werden. Die Hypothekendarlehen weisen Rückstände von insgesamt 24 (22) Mio. EUR auf; darunter fällige Forderungen über 12 Monate in Höhe von 5 Mio. EUR. Diese Forderungen sind ausreichend durch Grundpfandrechte besichert, sodass auf eine Wertberichtigung verzichtet wurde. Die vertraglichen Regelungen sehen vor, dass eine Verwertung nur im Falle von Leistungs störungen möglich ist. Zu den im Berichtsjahr vorgenommenen Wertberichtigungen bei den Kapitalanlagen verweisen wir auf Angabe 29, Seite 234.
Die festverzinslichen Kapitalanlagen und Darlehen (ohne die übrigen Kapitalanlagen) verteilen sich auf folgende Schuldnergruppen mit der dazugehörigen Bonitätsstruktur:
| 31.12.2010 | Bewertet zu fortgeführten Anschaff ungs kosten |
Bewertet zum beizulegenden Zeitwert |
Gesamt |
|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||
| EU-Mitgliedsstaaten | 1.329 | 4.670 | 5.999 |
| Ausländische Regierungen | 398 | 3.173 | 3.571 |
| Quasistaatliche Institutionen 1) | 9.563 | 5.369 | 14.932 |
| Unternehmen | 7.771 | 10.126 | 17.897 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen |
14.499 | 5.054 | 19.553 |
| Hypothekendarlehen | 1.239 | — | 1.239 |
| Investmentfondsanteile | — | 666 | 666 |
| Sonstige | 543 | 314 | 857 |
1) Im Berichtsjahr sind Wertpapiere in Höhe von 2.305 Mio. EUR (bewertet zu fortgeführten Anschaff ungskosten) und 3.039 Mio. EUR (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind
| 31.12.2009 | Bewertet zu fortgeführten Anschaff ungs kosten |
Bewertet zum beizulegenden Zeitwert |
Gesamt |
|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||
| EU-Mitgliedsstaaten | 1.193 | 3.866 | 5.059 |
| Ausländische Regierungen | 368 | 2.763 | 3.131 |
| Quasistaatliche Institutionen 1) | 9.338 | 5.423 | 14.761 |
| Unternehmen | 8.351 | 7.862 | 16.213 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen |
13.156 | 4.129 | 17.285 |
| Hypothekendarlehen | 1.383 | — | 1.383 |
| Investmentfondsanteile | — | 745 | 745 |
| Sonstige | 619 | 336 | 955 |
1) Im Berichtsjahr sind Wertpapiere in Höhe von 2.674 Mio. EUR (bewertet zu fortgeführten Anschaff ungskosten) und 3.850 Mio. EUR (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland,
andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind
Bei mehr als 96 (95) % der hypothekarisch/dinglich gesicherten Schuldverschreibungen handelt es sich zum Bilanzstichtag um Pfandbriefe.
Die Bonitätsstruktur der festverzinslichen Kapitalanlagen (ohne übrige Kapitalanlagen, Policendarlehen und Hypothekendarlehen) stellt sich wie folgt dar:
| Rating | Staats anleihen | Anleihen quasi staatlicher Institutionen 1) |
Hypothe karisch/ ding lich Unter neh mens gesicherte Schuld anleihen verschrei bungen |
Sonstige | |||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| % | Mio. EUR | % | Mio. EUR | % | Mio. EUR | % | Mio. EUR | % | Mio. EUR | ||||||||||||
| AAA | 74 | 7.077 | 36 | 5.308 | 2 | 321 | 79 | 15.526 | 23 | 310 | |||||||||||
| AA | 5 | 519 | 58 | 8.721 | 25 | 4.556 | 17 | 3.273 | 2 | 27 | |||||||||||
| A | 11 | 1.097 | 5 | 806 | 54 | 9.611 | 1 | 260 | 15 | 192 | |||||||||||
| BBB | 7 | 646 | 1 | 90 | 17 | 2.971 | 1 | 136 | 29 | 383 | |||||||||||
| <bbb< td=""> | 2 | 165 | — | — | 1 | 182 | 2 | 311 | 20 | 260 | </bbb<>2 | 165 | — | — | 1 | 182 | 2 | 311 | 20 | 260 | |
| Ohne | 1 | 66 | — | 7 | 1 | 256 | — | 47 | 11 | 151 | |||||||||||
| Gesamt | 100 | 9.570 | 100 | 14.932 | 100 | 17.897 | 100 | 19.553 | 100 | 1.323 | |||||||||||
1) In den Anleihen quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 5.344 (6.524) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind
Zum Ende des Berichtszeitraums waren Schuldner von 98 (98) % unserer Kapitalanlagen in festverzinslichen Wertpapieren mit einem so genannten Investment-Grade-Rating klassifi ziert (AAA bis BBB), 91 (92) % verfügten über ein Rating der Kategorie A und besser. Schuldscheindarlehen und Namens schuldverschreibungen erhalten bei Anschaff ung ein internes Rating, das so weit wie möglich vom Emittentenrating abgeleitet wird.
Grundpfandrechtlich besicherte Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 1.239 (1.383) Mio. EUR sind Privatpersonen gewährt worden, die über kein Rating verfügen. Daneben bestehen auch bei den Policendarlehen, den sonstigen aktivischen Finanzinstrumenten sowie Beteiligungspapieren grundsätzlich keine Ratings.
Zu den sonstigen aktivischen Finanzinstrumenten zählen in erster Linie Forderungen, die nicht im Zusammenhang mit Kapitalanlagen oder dem Versicherungsgeschäft stehen und die größtenteils über kurzfristige Laufzeiten verfügen. Der Forderungsbestand setzt sich aus einer verhältnismäßig großen Anzahl von Schuldnern zusammen, sodass das Ausfallrisiko bei diesen Finanzinstrumenten von uns als gering eingestuft wird.
Zur Minderung des Portfoliorisikos wird eine breite Mischung und Streuung der einzelnen Assetklassen beachtet. Das Konzentrationsrisiko wird über die Kapitalanlagerichtlinien begrenzt und laufend überwacht und ist insgesamt vergleichsweise gering, auch wenn insbesondere Bankenfusionen zu spürbaren Konzentrationserhöhungen führen. Darüber hinaus darf in stärker risikobehaft ete Kapitalanlagen nur in begrenztem Umfang investiert werden.
Die aufgeführten Messungs- und Überwachungsmechanismen führen insgesamt zu einer vorsichtigen und breit diversifi zierten Anlagestrategie. So beträgt die Exponierung des Konzerns innerhalb der selbstverwalteten Kapitalanlagen in Staats- und halbstaatliche Anleihen der so genannten PIIGS-Staaten auf Marktwertbasis 1,5 Mrd. EUR; dies entspricht einem Anteil von 2 %. Die fortgeführten Anschaff ungskosten bzw. Marktwerte auf Anleihen dieser betroff enen Staaten lauten zum Bilanzstichtag wie folgt:
| davon Emittenten land = Investoren land |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Emittent | Fortgeführte Anschaff ungs kosten |
Marktwerte | Fortgeführte Anschaff ungs kosten |
Marktwerte | ||
| Mio. EUR | ||||||
| Portugal | 77 | 70 | — | — | ||
| Irland | 299 | 233 | 3 | 3 | ||
| Italien | 466 | 455 | 329 | 322 | ||
| Griechenland | 155 | 111 | — | — | ||
| Spanien | 674 | 611 | 2 | 2 | ||
| Gesamt | 1.671 | 1.480 | 334 | 327 |
Auf diese Bestände mussten keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden. Durch Sicherungsmaßnahmen auf europäischer Ebene (so genannter europäischer Rettungsschirm) droht hier derzeit kein Ausfallrisiko.
Unter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, nicht rechtzeitig in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in Geld umzuwandeln, um unseren fi nanziellen Verpfl ichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. So können wegen Illiquidität der Märkte Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder off ene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Dem Liquiditätsrisiko begegnen wir durch regelmäßige Liquiditätsplanungen sowie durch Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der fi nanziellen Verpfl ichtungen. Durch eine liquide Anlagestruktur stellen wir sicher, dass der Konzern jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Bei den versicherungstechnischen Zahlungsverpfl ichtungen wird unter anderem auf die erwarteten Fälligkeiten abgestellt, die die Abwicklungsmuster der Rückstellungen berücksichtigen.
Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das angibt, wie schnell ein Wertpapier veräußert werden kann. Diese Kennzeichen werden vom Portfolio-Management regelmäßig überprüft , Änderungen werden im Risikocontrolling plausibilisiert und die Kennzeichen gegebenenfalls modifi ziert. Die Daten fl ießen anschließend in das standardisierte Bestandsreporting an die Finanzvorstände ein. Vorgegebene Mindest- und Höchstlimite für die Liquidität werden beachtet. Überschreitungen von Risikolimiten werden den Finanzvorständen und dem Portfolio-Management unverzüglich zur Kenntnis gebracht.
Zur Darstellung der Kapitalanlagen und der Bruttorückstellungen sowie der Rückversicherungsanteile (nach ihren erwarteten bzw. vertraglichen Laufzeiten gegliedert) verweisen wir auf die Erläuterungen zu den entsprechenden Bilanzposten.
Die folgende Tabelle zeigt die Cashfl ows der wesentlichen versicherungstechnischen Nettorückstellungen (Deckungsrückstellung, Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle) und der fi nanziellen Verbindlichkeiten, die für das Management von Liquiditätsrisiken von Bedeutung sind. Die versicherungstechnischen Rückstellungen sind gegliedert nach den erwarteten Laufzeiten, die Verbindlichkeiten nach den vertraglichen Laufzeiten:
| 2010 | Buch wert | 3 Monate bis 1 Jahr |
1 bis 5 Jahre |
5 bis 10 Jahre |
10 bis 20 Jahre |
Mehr als 20 Jahre |
Ohne Laufzeit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||||
| Versicherungstechnische Rückstellungen 1) |
77.778 | 12.277 | 19.434 | 13.099 | 12.289 | 7.161 | 6.744 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 2.791 | 138 | 508 | — | 746 | 500 | 899 |
| Begebene Anleihen und Darlehen | 747 | — | 747 | — | — | — | — |
| Übrige Verbindlichkeiten 2) | 4.858 | 495 | 211 | 13 | 3 | 12 | 2 |
| davon: Verbindlichkeiten aus Derivaten, ohne Sicherungsinstrumente 3) |
85 | 9 | 59 | 12 | 2 | 1 | 2 |
| davon: negative Markt werte aus Sicherungs instrumenten 3) |
149 | — | 149 | — | — | — | — |
| Summe | 86.174 | 12.910 | 22.900 | 13.112 | 13.038 | 7.673 | 7.645 |
| 2009 4) | Buch wert | 3 Monate bis 1 Jahr |
1 bis 5 Jahre |
5 bis 10 Jahre |
10 bis 20 Jahre |
Mehr als 20 Jahre |
Ohne Laufzeit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||||
| Versicherungstechnische Rückstellungen 1) |
73.531 | 11.134 | 18.599 | 12.210 | 11.893 | 6.932 | 6.242 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 2.003 | — | — | 524 | 746 | 138 | 595 |
| Begebene Anleihen und Darlehen | 675 | 2 | 673 | — | — | — | — |
| Übrige Verbindlichkeiten 2) | 4.561 | 54 | 386 | 6 | 2 | 2 | 304 |
| davon: Verbindlichkeiten aus Derivaten, ohne Sicherungsinstrumente 3) |
30 | 3 | 16 | 6 | — | — | 5 |
| davon: negative Markt werte aus Sicherungs instrumenten 3) |
42 | 8 | 34 | — | — | — | — |
| Summe | 80.770 | 11.190 | 19.658 | 12.740 | 12.641 | 7.072 | 7.141 |
1) Unter den versicherungstechnischen Rückstellungen werden ausschließlich die Deckungsrückstellungen und die Schaden rück stellungen nach Restlaufzeiten aufgeteilt. Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung umfasst die handelsrechtlichen Ansprüche der Versicherungsnehmer, soweit sie nicht bereits endgültig einzelnen Versicherungsnehmern zugeteilt und ausgezahlt wurden. Im Wesentlichen ist daher eine eindeutige Zuordnung zu den einzelnen Versiche rungsverträgen und zu den Restlaufzeiten nicht möglich. Die Rückstellung für Prämienüberträge umfasst den Teil der gebuchten Bruttoprämien, der als Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanz stichtag dem/den folgenden Geschäft sjahr(en) zuzurechnen ist. Es handelt sich bei der Rückstellung für Prämienüberträge nicht um zukünft ige liquiditätswirksame Zahlungsströme
2) Unter den übrigen Verbindlichkeiten werden die Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern und Vermittlern sowie die Abrechnungs verbind lichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft nicht nach Laufzeiten aufgeteilt gezeigt, da es sich um Verbindlichkeiten handelt, die direkt im Zusammenhang mit den Versicherungsverträgen stehen und entsprechend nicht getrennt davon betrachtet werden können
3) Eine Darstellung der undiskontierten Zahlungsströme bei entsprechenden Derivaten wird aus Wesentlichkeitsgründen nicht vorgenommen. Stattdessen werden die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente angegeben
4) Angepasst aufgrund IAS 8
Die Depotverbindlichkeiten sind einbehaltene Sicherheiten für die an Rückversicherer und Retrozessionäre in Rückdeckung abgegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen und lösen insofern keine Zahlungsströme aus. Die Veränderungen der Depotverbindlichkeiten leiten sich im Regelfall aus den Veränderungen der zugehörigen in Rückdeckung gegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen ab. Daher haben Depotverbindlichkeiten keine vertraglich fi xierte Fälligkeit; ihre Abwicklung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit von der Abwicklung der korrespondierenden Rückstellungen.
Neben den zur Deckung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Verfügung stehenden Aktiva hat der Konzern weiterhin folgende Kreditlinien, die bei Bedarf gezogen werden können:
Der Talanx-Konzern hat mit einem breiten Bankenkonsortium eine disponible variabel verzinsliche Kreditlinie fest vereinbart, die im Bedarfsfall gezogen werden kann. Zum Bilanzstichtag haben wir eine Tranche über insgesamt 550 Mio. EUR in Anspruch genommen. Der Nominalwert der Kreditlinie beträgt zum Stichtag 1,5 Mrd. EUR.
Darüber hinaus bestehen mit verschiedenen Kreditinstituten Fazilitäten für Letters of Credit (LoC), darunter zwei unbesicherte syndizierte Avalkreditlinien aus den Jahren 2005 bzw. 2006. Nach vertraglichem Ablauf der ersten Hälft e der Linie aus dem Jahr 2005 im Januar 2010 beträgt deren Höhe zum Bilanzstichtag umgerechnet 0,8 (1,4) Mrd. EUR. Für die genannte zweite Hälft e dieser Linie endet die Laufzeit im Januar 2012. Die Laufzeit der Linie aus dem Jahr 2006, deren Höhe zum Bilanzstichtag umgerechnet 1,5 (1,4) Mrd. EUR beträgt, endet im Januar 2013.
Auf bilateraler Ebene bestehen zudem mit Kreditinstituten LoC-Fazilitäten in Höhe von umgerechnet 1,3 (1,1) Mrd. EUR mit jeweils unterschiedlichen Laufzeiten. Wir verweisen zu den gestellten LoC auf unsere Ausführungen im Kapitel "Sonstige Angaben", Abschnitt "Haft ungsverhältnisse und sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen", Seiten 251 f.
Im Dezember 2009 wurde eine speziell auf das US-amerikanische Lebensrückversicherungsgeschäft ausgelegte, langfristige und ebenfalls unbesicherte Linie mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 566 (523) Mio. EUR abgeschlossen.
Bei einer Reihe von LoC-Fazilitäten bestehen marktübliche vertragliche Klauseln, die den Kreditinstituten bei wesentlichen Veränderungen der Aktionärsstruktur bei unserer Konzerngesellschaft Hannover Rückversicherung AG Kündigungsrechte einräumen oder bei Eintritt wesentlicher Ereignisse, beispielsweise bei einer deutlichen Herabstufung des Ratings, eine Besicherungsverpfl ichtung auslösen.
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Bruttowert 31.12. des Vorjahres | 741 | 677 |
| Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres | 13 | 20 |
| Bruttowert nach Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres | 754 | 697 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | — | 15 |
| Zugänge | — | 28 |
| Währungskursänderungen | — | 1 |
| Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres | 754 | 741 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres | 148 | 56 |
| Währungsumrechnung 1.1. des Geschäftsjahres | — | — |
| Kumulierte Abschreibungen nach Währungsumrechnung 1.1. | ||
| des Geschäftsjahres | 148 | 56 |
| Wertminderung | 17 | 92 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres | 165 | 148 |
| Bilanzwert 31.12. des Vorjahres | 593 | 621 |
| Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres | 589 | 593 |
Der ausgewiesene Geschäft s- oder Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb der HDI Seguros de Automóveis e Bens S. A., Brasilien, im Jahr 2005, dem Kauf der vormaligen Gerling- Gruppe durch die Talanx AG 2006, der 2007 erfolgten Aufstockung der Konzernanteile an den PB Ver sicherungen auf 100 % sowie dem Kauf von jeweils 100 % der PBV Lebensversicherung AG (vormals: BHW Lebensversicherung AG) und der PB Pensionskasse AG (vormals: BHW Pensionskasse AG), beide ebenfalls 2007.
Ursächlich für den Rückgang der Geschäft s- oder Firmenwerte auf 589 Mio. EUR sind die im Berichtsjahr durchgeführten Wertminderungen in Höhe von 17 Mio. EUR im Segment Privat- und Firmenversicherung International, die sich im Rahmen des Werthaltigkeitstests ergaben (siehe unsere Erläuterungen im nachfolgenden Abschnitt).
Der Geschäft s- oder Firmenwert wird gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 auf zahlungs mittelgenerierende Einheiten (cash generating units, CGUs) aufgeteilt. Die Auft eilung erfolgt auf diejenigen CGUs, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Goodwill entstand, Nutzen (in Form von Zahlungsströmen) ziehen. Dabei handelt es sich um die niedrigste Unternehmensebene, auf der der Geschäft s- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird.
Wir haben 2010 die Zusammenfassung von Vermögenswerten für Zwecke der Identifi zierung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten an die konzernstrukturellen Änderungen im Erstversicherungsbereich, die auch die bisherigen CGU-Zuschnitte berührten, angepasst. Bis Ende 2009 folgte die Abgrenzung der einzelnen CGU den damaligen Verantwortlichkeiten im Holdingvorstand bzw. der internen Berichterstattung und somit grundsätzlich der vormaligen Defi ni tion der Geschäft ssegmente im Sinne von IFRS 8. Der Werthaltigkeitstest im Vorjahr wurde daher letztmalig auf Basis der CGUs Schaden/Unfall-Erstversicherung, die unter der ehemaligen HDI-Gerling Leben Service holding AG zusammengefasste Gruppe, die Bancassurance-Gruppe sowie der beiden CGUs Schaden- und Personen-Rückversicherung durchgeführt.
Der Konzern steuert bzw. berichtet intern wie extern seit 2010 nach der neuen Konzernstruktur. Seit diesem Zeitpunkt hat der Konzern seine Versicherungsaktivitäten in der Erstversicherung in Übereinstimmung mit einer Veränderung der Zuständigkeiten der Mitglieder im Vorstand neu organisiert (vergleiche hierzu unsere Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Änderung der Segment berichterstattung", Seite 121, sowie Kapitel "Segmentberichterstattung" auf Seite 144). Die beiden bisherigen Erstversicherungssegmente Schaden/ Unfall-Erstversicherung und Personen-Erstversicherung wurden spartenübergreifend in die drei berichtspfl ichtigen Segmente Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland und Privat- und Firmenversicherung International überführt. Für die Identifi zierung der CGUs in der Erstversicherung bedeutet diese Neu organisa tion, dass die Segmente Industrieversicherung sowie Privat- und Firmenversicherung Deutschland, welche auch der Defi nition eines Geschäft ssegments nach IFRS 8 entsprechen, jeweils eine CGU bilden. Im Segment Privat- und Firmenversicherung International stellt jeder Auslandsmarkt eine separate CGU dar. In diesem Segment sind gesellschaft sübergreifende Synergie poten ziale (mit Bezug zu den Mittelzufl üssen) nur in den Ländern zu realisieren, in denen wir mit mehreren Gesellschaft en vertreten sind. Die einzelnen Auslandseinheiten operieren hinsichtlich ihrer Produkte und Vertriebsstrukturen ansonsten weitestgehend autark. Die CGUs des Konzerns sind somit:
Die CGUs des Segments Privat- und Firmenversicherung International sind:
| Industrie versicherung |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
Schaden Rück versicherung |
Konzern funktionen |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | ||||||
| Bilanzwert 31.12.2008 | 89 | 415 | 106 | 8 | 3 | 621 |
| Währungsumrechnung 1.1.2009 | — | — | 20 | — | — | 20 |
| Bilanzwert nach Währungs umrechnung 1.1.2009 |
89 | 415 | 126 | 8 | 3 | 641 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | — | — | 15 | — | — | 15 |
| Zugänge | — | 28 | — | — | — | 28 |
| Wertminderung | 29 | 46 | 14 | — | 3 | 92 |
| Währungskursänderung | — | — | 1 | — | — | 1 |
| Bilanzwert 31.12.2009 | 60 | 397 | 128 | 8 | — | 593 |
| Währungsumrechnung 1.1.2010 | — | — | 13 | — | — | 13 |
| Bilanzwert nach Währungs umrechnung 1.1.2010 |
60 | 397 | 141 | 8 | — | 606 |
| Wertminderung | — | — | 17 | — | — | 17 |
| Bilanzwert 31.12.2010 | 60 | 397 | 124 | 8 | — | 589 |
Der Geschäft s- oder Firmenwert setzt sich nach der in der Segmentberichterstattung dargestellten Neuzuordnung aufgrund konzerninterner Umstrukturierungen wie folgt zusammen:
Ein möglicher Wertminderungsbedarf ergibt sich aus der wertmäßigen Gegenüberstellung des Buchwerts der Zahlungsmittel generierenden Einheit einschließlich des ihr zugeordneten Geschäft s- oder Firmenwerts mit ihrem erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag ist dabei das Maximum aus dem Nettoveräußerungserlös und dem Nutzungswert. Für alle CGUs mit Ausnahme der beiden Rückversicherungssegmente wird der erzielbare Betrag auf der Basis des Nutzungswerts ermittelt, der vom Konzern auf der Grundlage eines anerkannten Bewertungsverfahrens – der Ertrags wert methode – ermittelt wird. Soweit CGUs aus mehr als einer Konzerngesellschaft bestehen, kommt eine Sum-ofthe-Parts-Betrachtung zur Anwendung.
Für die Bewertung der Schaden/Unfallversicherer in den CGUs Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International bilden Planergebnisrechnungen den Ausgangspunkt für die Ermittlung des Ertragswerts. Die Planrechnungen werden unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens im Allgemeinen in unverändertem Konzept auf so genannter Stand-alone-Basis erstellt und erfassen das Nachsteuerergebnis der fünf Folgejahre sowie eine Fortschreibung des sechsten Jahres als ewige Rente. In der Detailplanung werden (zum Zeitpunkt der Planung) unternehmensindividuelle Approximationen durchgeführt. Hierbei werden insbesondere die Möglichkeiten des Wachstums im Marktumfeld sowie die jeweilige Profi tabilität in Abhängigkeit der Schaden- und Kostenentwicklung im Kontext geplanter Maßnahmen auf Gesellschaft sebene eingeschätzt. Die Projektion der Kapitalanlageerträge wird in Bezug auf das jeweilige Assetportefeuille vorgenommen. Die der Bewertung zugrunde liegenden Planungsrechnungen sind durch das Management der entsprechenden Gesellschaft en verabschiedet worden. Der Abzinsungsfaktor (Kapitalisierungszinssatz) für die Konzerngesellschaft en setzt sich aus einem risikolosen Basiszins, aus länderindividuellen Zinsstrukturkurven, einer Marktrisikoprämie und einem gesellschaft sindividuellen Betafaktor (Ermittlung auf Basis des Capital-Asset-Pricing Model) zusammen. Zudem verwenden wir für die Extrapolation der Cashfl ows über den Detailplanungszeitraum hinaus, auf Basis konservativer Annahmen, konstante Wachstumsraten. Die Werte sind aus Erfahrungen und Zukunft serwartungen abgeleitet und überschreiten nicht die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten für die jeweiligen Märkte, in denen die Unternehmen tätig sind. Die ggf. in Lokalwährung ermittelten Barwerte werden mit dem Währungskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.
Der aktuelle Kapitalisierungszinssatz sowie die langfristige Wachstumsrate ist nachfolgend für die Schaden/Unfallversicherer der CGUs aufgelistet:
| Kapitalisierungs zinssatz |
Langfristige Wachstumsrate |
|
|---|---|---|
| CGU | in % | in % |
| Industrieversicherung | ||
| Deutschsprachige Länder | 8,0–8,5 | 0,2–0,5 |
| Übrige Länder (nur EU) | 8,5–9,0 | 0,25–0,5 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland | 8,0 | 0,5–1,0 |
| Privat- und Firmenversicherung International | ||
| Brasilien | 13,0 | 1,0 |
| Polen | 10,3 | 1,3 |
| Mexiko | 12,6 | 0,6 |
| Chile | 11,25 | 0,25 |
Grundlage für die Bewertung der Lebensversicherer sind Berechnungen des Market Consistent Embedded Values (MCEV). Die Ableitung des Unternehmenswerts im Sinne eines Appraisal Values (MCEV unter Berücksichtigung des zu erwartenden Neugeschäft s) erfolgt regelmäßig mithilfe eines nach Aktualität gewichteten durchschnittlichen Market Multiple (1,02), der das Verhältnis von Appraisal Value zu Embedded Value bemisst und der auf Börsendaten basiert. Der Multiple wird regelmäßig mit dem Wert des Neugeschäft s (New Business Value, NBV) plausibilisiert.
Die grundsätzlich für Lebensversicherer anzuwendende Methode erhält für Gesellschaft en mit langfristigen exklusiven Kooperationsvereinbarungen und der damit einhergehenden Stabilität in ihrem Neugeschäft eine Variante. Diese Gesellschaft en werden mit einem vereinfachten Appraisal-Value-Verfahren bewertet, bei dem zum aktuellen MCEV-Forecast der Barwert der ewigen Rente des Neugeschäft swerts hinzugerechnet wird. Kurzfristig endende Vertriebsvereinbarungen erfordern ggf. eine gesonderte Würdigung. Die Kapitalisierungszinssätze im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland betragen 8,0 %.
Kleine Versicherer und Nicht-Versicherungsgesellschaft en werden entweder mit ihrem Ertragswert oder ihrem Eigenkapital bewertet.
Für die CGUs Schaden- und Personen-Rückversicherung, die in Summe der Hannover Rück-Gruppe entsprechen, wird für Zwecke des Impairment-Tests in einem ersten Schritt der Börsenkurs der Hannover Rück-Aktie herangezogen. Der Börsenwert der Hannover Rück versicherung AG wird auf der Grundlage der durchschnittlichen Umsatzrendite der vergangenen drei Jahre auf die beiden Segmente – gleichbedeutend den CGUs – verteilt. Der auf diese Weise ermittelte erzielbare Betrag wird dem Beteiligungsansatz inklusive des der jeweiligen CGU zugeordneten Geschäft soder Firmen werts gegenübergestellt. Sollte der Börsenkurs der Hannover Rück-Aktie zu einem Bilanzstichtag durch Faktoren, die nicht die nachhaltige Ertragsposition der Hannover Rück-Gruppe wider spiegeln, kurzfristig deutlich negativ beeinfl usst sein, kann alternativ ein Ertragswertverfahren zur Anwendung kommen.
Aus dem auf der Basis 30. September 2010 vorgenommenen Impairment-Test wurde der Geschäft soder Firmenwert der CGU Mexico vollständig (17 Mio. EUR) abgeschrieben. Die positiven Erwartungen an die künft ige Entwicklung des Geschäft s der Gesellschaft wurden nach unten korrigiert. Die mexikanische Wirtschaft hat weiterhin mit den Auswirkungen der Finanzkrise zu kämpfen; der inländische mehr noch als der exportgetriebene Teil der Wirtschaft . Zusätzlich sind die erwarteten Ergebnisse der kommenden Jahre verstärkt durch Investitionen belastet, die vorgenommen werden, um die Voraussetzungen zu schaff en, künft ig im mexikanischen Markt erfolgreich zu wachsen. Hierbei stehen die Eröff nung neuer Büros, Modernisierung der IT und die Einstellung neuer und die Höherqualifi zierung bestehender Mitarbeiter im Vordergrund.
Weitere Abschreibungen der Geschäft s- oder Firmenwerte waren nicht erforderlich.
| Versiche rungs bezogene |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| immaterielle | Software | |||||
| Ver mö gens werte | erworben | erstellt | Übrige | 2010 | 20091) | |
| Mio. EUR | ||||||
| Bruttowert 31.12. des Vorjahres | 2.785 | 357 | 110 | 42 | 3.294 | 3.162 |
| Korrektur Vortragswerte | ||||||
| aus Vorjahren2) | — | –89 | 5 | –3 | –87 | — |
| Bruttowert 1.1. des Geschäftsjahres | 2.785 | 268 | 115 | 39 | 3.207 | 3.162 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises |
— | — | — | — | — | 4 |
| Zugänge | — | 29 | 8 | 33 | 70 | 193 |
| Abgänge | — | 5 | 1 | 18 | 24 | 66 |
| Umgliederungen | — | 11 | — | — | 11 | — |
| Sonstige Änderungen | 6 | — | — | — | 6 | 1 |
| Währungskursänderungen | 1 | 2 | — | 2 | 5 | — |
| Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres | 2.792 | 305 | 122 | 56 | 3.275 | 3.294 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres |
806 | 262 | 57 | 15 | 1.140 | 845 |
| Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren2) |
— | –89 | 5 | –3 | –87 | — |
| Kumulierte Abschreibungen 1.1. des Geschäftsjahres |
806 | 173 | 62 | 12 | 1.053 | 845 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises |
— | — | — | — | — | 1 |
| Zugänge | — | — | — | — | — | 3 |
| Abgänge | — | 3 | — | 2 | 5 | 33 |
| Abschreibungen/Amortisation | ||||||
| planmäßig | 318 | 34 | 9 | 5 | 366 | 245 |
| außerplanmäßig | — | — | — | — | — | 78 |
| Umgliederungen | — | 8 | — | — | 8 | 2 |
| Sonstige Änderungen | — | — | — | — | — | 1 |
| Währungskursänderungen | — | 1 | — | 1 | 2 | –2 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres |
1.124 | 213 | 71 | 16 | 1.424 | 1.140 |
| Bilanzwert 31.12. des Vorjahres1) | 1.979 | 95 | 53 | 27 | 2.154 | 2.317 |
| Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres | 1.668 | 92 | 51 | 40 | 1.851 | 2.154 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
2) Bei der Einführung eines neuen EDV-Systems wurden die Vortragswerte angepasst; Auswirkungen auf den Bilanzwert ergaben sich dadurch nicht
Die "Versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte" resultieren vor allem aus den im Jahr 2006 erworbenen Versicherungsbeständen der vormaligen Gerling-Gruppe (Bilanzwert 2010: 1,1 Mrd. EUR) sowie den im Jahr 2007 gekauft en Vertragsbeständen der BHW Lebensversicherung AG (Bilanzwert 2010: 280 Mio. EUR) und der PB Lebensversicherung AG (Bilanzwert 2010: 56 Mio. EUR) sowie aus der Neue Leben Lebensversicherung AG (Bilanzwert 2010: 100 Mio. EUR).
Der im Bruttowert des Vorjahres ausgewiesene Zugang in Höhe von 193 Mio. EUR betrifft mit 104 Mio. EUR den im Rahmen der Übernahme des ING-Lebensrückversicherungsportefeuilles angesetzten Barwert zukünft iger Zahlungsmittelfl üsse des von der Hannover Rück erworbenen Geschäft s (PVFP). Dieser versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswert wird planmäßig über die Laufzeit der zugrunde liegenden Rückversicherungsverträge proportional zu den zukün ftigen Prämieneinnahmen amortisiert. Die Amortisationsdauer beträgt 30 Jahre.
Insbesondere durch planmäßige Abschreibungen/Amortisation verminderten sich die versicherungs bezogenen immateriellen Vermögenswerte im Berichtszeitraum um 311 Mio. EUR auf 1.668 Mio. EUR. Soweit es sich bei den Lebensversicherungsunternehmen um Portefeuillewerte (PVFP) handelt, werden diese aktiviert und über die Laufzeit der Verträge abgeschrieben (siehe hierzu auch unsere Ausführungen im Kapitel "Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden", Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" ab Seite 127).
Der brutto ausgewiesene PVFP setzt sich aus einem Aktionärsanteil, auf den latente Steuer gebildet werden, sowie einem Versicherungsnehmeranteil zusammen und wird aktiviert, um die Belastung des Konzerneigenkapitals nach IFRS beim Erwerb eines Versicherungsbestands gleichmäßig entsprechend der Amortisation über die zukünft igen Perioden zu verteilen. Nur die Amortisation des Aktionärsanteils belastet die künft igen Ergebnisse. Der PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer wird von Lebensversicherungsgesellschaft en, die ihre Versicherungsnehmer verpfl ichtend an allen Ergebnissen beteiligen, durch die Bildung einer latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung passiviert.
Die Verteilung der PVFPs bei den Lebenserstversicherungsgesellschaft en wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
| PVFP Lebenserstversicherungsgesellschaften | 31.12.2010 | 31.12.20091) |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Aktionärsanteil | 720 | 861 |
| Versicherungsnehmeranteil | 850 | 1.016 |
| Bilanzwert | 1.570 | 1.877 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Die Abschreibungen/Amortisation der versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte von insgesamt 318 Mio. EUR entfallen mit 152 Mio. EUR auf den Aktionärsanteil und mit 166 Mio. EUR auf den Versicherungsnehmer anteil. Die Amortisation auf den Aktionärsanteil weisen wir in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen" aus.
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Bruttowert 31.12. des Vorjahres | 1.069 | 898 |
| Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren 1) | –185 | — |
| Bruttowert 1.1. des Geschäftsjahres | 884 | 898 |
| Zugänge | 149 | 164 |
| Abgänge | 32 | 23 |
| Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | — | 34 |
| Umgliederung | 29 | 1 |
| Sonstige Änderungen1) | — | –1 |
| Währungskursänderungen | 12 | –4 |
| Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres | 1.042 | 1.069 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres | 343 | 314 |
| Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren 1) | –185 | — |
| Kumulierte Abschreibungen 1.1. des Geschäftsjahres | 158 | 314 |
| Abgänge | 4 | 3 |
| Abschreibungen | ||
| planmäßig | 15 | 9 |
| außerplanmäßig | 6 | 8 |
| Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | — | 5 |
| Umgliederung | 7 | 3 |
| Sonstige Änderungen1) | — | 7 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres | 182 | 343 |
| Bilanzwert 31.12. des Vorjahres | 726 | 584 |
| Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres | 860 | 726 |
1) Bei der Einführung eines neuen EDV-Systems wurden die Vortragswerte angepasst;
Auswirkungen auf den Bilanzwert ergaben sich dadurch nicht
Die Zugänge (149 Mio. EUR) entfallen vor allem auf das Segment Schaden-Rückversicherung (136 Mio. EUR) und sind unter anderem auf die deutlich gestiegenen Investitionstätigkeiten der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc., und der Hannover Re Euro RE Holdings GmbH zurückzuführen. Weitere 8 Mio. EUR entfallen auf das Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland.
Der Zeitwert des fremdgenutzten Grundbesitzes betrug zum Bilanzstichtag 901 (790) Mio. EUR. Die Ermittlung der Zeitwerte führten wir im Wesentlichen konzernintern auf Basis von Ertragswertberechnungen sowie in Einzelfällen anhand externer Gutachten durch. Die direkt zurechenbaren betrieblichen Aufwendungen (einschließlich Reparaturen und Instandhaltung) belaufen sich bei vermieteten Objekten auf 24 Mio. EUR; auf Objekte, mit denen keine Mieterträge erzielt werden, sind 2 Mio. EUR an betrieblichen Aufwendungen angefallen.
Von dem fremdgenutzten Grundbesitz wurden 387 (415) Mio. EUR dem Sicherungsvermögen zugeordnet.
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Verbundene Unternehmen | 13 | 13 |
| Beteiligungen | 61 | 48 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 74 | 61 |
Assoziierte Unternehmen, die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht "at Equity" bewertet werden, weisen wir unter den Beteiligungen aus (siehe auch unsere Anmerkungen im Kapitel "Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden", Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" ab Seite 127). Für diese nicht nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen ergeben sich Vermögenswerte von 52 Mio. EUR, Schulden von 21 Mio. EUR, Jahresergebnisse von 0,2 Mio. EUR und Umsätze in Höhe von 9 Mio. EUR.
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Bilanzwert 31.12. des Vorjahres | 134 | 135 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 14 | — |
| Zugänge | — | 4 |
| Abgänge | 2 | — |
| Erfolgswirksame Anpassung | — | –6 |
| Erfolgsneutrale Anpassung | –2 | — |
| Währungskursänderungen | — | 1 |
| Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres | 144 | 134 |
Die Veränderung des Konsolidierungskreises (14 Mio. EUR) entfällt im Wesentlichen auf den Anteilserwerb des börsennotierten Fondsanbieters C-QUADRAT Investment AG, Wien. Die Gesellschaft wird im Segment Konzernfunktionen ausgewiesen.
Der Geschäft s- oder Firmenwert aller nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen belief sich zum Jahresende auf 24 (20) Mio. EUR. Von den assoziierten Unternehmen sind die Apulia Prontoprestito S. p. A, Rom, und die C-QUADRAT Investment AG, Wien, börsennotiert. Der Börsenwert unserer Anteile betrug zum Stichtag 32 (11) Mio. EUR.
Die Vermögenswerte aller assoziierten Unternehmen betragen zusammengefasst 2,3 Mrd. EUR, die Schulden 1,8 Mrd. EUR, die Jahresergebnisse 26 Mio. EUR und die Umsätze 360 Mio. EUR.
Für weitere Angaben zu unseren assoziierten Unternehmen verweisen wir auf das Kapitel "Konsolidierung", Seiten 161 f. bzw. auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes, Seiten 256 ff .
| Fortgeführte An schaff ungskosten |
Unrealisierte Gewinne/Verluste |
Zeitwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| Mio. EUR | ||||||
| Hypothekendarlehen | 1.239 | 1.383 | 106 | 3 | 1.345 | 1.386 |
| Darlehen und Voraus zahlungen auf Versicherungs scheine |
200 | 201 | — | — | 200 | 201 |
| Darlehen und Forde rungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner 1) |
9.728 | 9.454 | 304 | 262 | 10.032 | 9.716 |
| Unternehmensanleihen | 7.342 | 7.930 | 97 | 104 | 7.439 | 8.034 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuld verschreibungen |
13.491 | 12.163 | 341 | 312 | 13.832 | 12.475 |
| Genussscheindarlehen | 343 | 417 | –6 | –14 | 337 | 403 |
| Gesamt | 32.343 | 31.548 | 842 | 667 | 33.185 | 32.215 |
1) In den Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner sind Wertpapiere in Höhe von 2.114 (2.310) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 13.464 (11.869) Mio. EUR enthalten (99 (98) %).
| Fortgeführte | ||||
|---|---|---|---|---|
| An schaff ungskosten | Zeitwerte | |||
| Vertragliche Restlaufzeit | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Mio. EUR | ||||
| Bis zu einem Jahr | 1.290 | 2.049 | 1.306 | 2.063 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre | 1.380 | 1.146 | 1.422 | 1.181 |
| Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahre | 1.601 | 1.352 | 1.612 | 1.415 |
| Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahre | 3.046 | 1.501 | 3.081 | 1.557 |
| Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahre | 2.986 | 2.740 | 3.107 | 2.805 |
| Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | 9.252 | 11.344 | 9.553 | 11.666 |
| Mehr als 10 Jahre | 12.788 | 11.416 | 13.104 | 11.528 |
| Gesamt | 32.343 | 31.548 | 33.185 | 32.215 |
| Fortgeführte An schaff ungskosten | |||
|---|---|---|---|
| Ratingstruktur der Darlehen und Forderungen | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| Mio. EUR | |||
| AAA | 13.553 | 12.297 | |
| AA | 11.780 | 11.513 | |
| A | 4.521 | 4.699 | |
| BBB und weniger | 2.489 | 3.039 | |
| Gesamt | 32.343 | 31.548 |
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.
In der Ratingkategorie "BBB und weniger" sind ungeratete Darlehen und Forderungen in Höhe von 1,5 (1,5) Mrd. EUR enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Hypotheken- und Policendarlehen.
| Fortgeführte An schaff ungskosten |
Unrealisierte Gewinne/Verluste |
Zeitwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| Mio. EUR | ||||||
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten |
438 | 378 | 13 | — | 451 | 378 |
| Schuldtitel der US-Regierung |
386 | 355 | 45 | 35 | 431 | 390 |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten |
11 | 14 | 1 | 1 | 12 | 15 |
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen 1) |
726 | 698 | 34 | 28 | 760 | 726 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 429 | 421 | 18 | 21 | 447 | 442 |
| Hypothekarisch/ dinglich gesicherte Schuld |
||||||
| verschreibungen Gesamt |
1.009 2.999 |
992 2.858 |
44 155 |
46 131 |
1.053 3.154 |
1.038 2.989 |
1) In den Schuldtiteln quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 191 (364) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 998 (962) Mio. EUR enthalten (99 (97) %).
| Fortgeführte | ||||
|---|---|---|---|---|
| An schaff ungskosten | Zeitwerte | |||
| Vertragliche Restlaufzeit | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Mio. EUR | ||||
| Bis zu einem Jahr | 344 | 108 | 347 | 119 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre | 483 | 281 | 499 | 291 |
| Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahre | 377 | 470 | 396 | 492 |
| Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahre | 404 | 367 | 437 | 383 |
| Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahre | 857 | 300 | 911 | 318 |
| Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | 480 | 1.287 | 512 | 1.344 |
| Mehr als 10 Jahre | 54 | 45 | 52 | 42 |
| Gesamt | 2.999 | 2.858 | 3.154 | 2.989 |
| Ratingstruktur der bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinstrumente | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| AAA | 1.731 | 1.776 |
| AA | 728 | 582 |
| A | 407 | 368 |
| BBB und weniger | 133 | 132 |
| Gesamt | 2.999 | 2.858 |
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.
In der Ratingklasse "BBB und weniger" befi nden sich ungeratete festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 8 (8) Mio. EUR.
| Fortgeführte | Unrealisierte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| An schaff ungskosten | Gewinne/Verluste | Zeitwerte | ||||
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| Mio. EUR | ||||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | ||||||
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten |
4.719 | 3.771 | –65 | 68 | 4.654 | 3.839 |
| Schuldtitel der US-Regierung | 2.059 | 2.020 | 66 | 15 | 2.125 | 2.035 |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten |
950 | 612 | 14 | 3 | 964 | 615 |
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen 1) |
5.165 | 5.214 | 98 | 111 | 5.263 | 5.325 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 9.538 | 7.357 | 115 | 194 | 9.653 | 7.551 |
| Investmentfonds | 640 | 716 | –3 | 14 | 637 | 730 |
| Hypothekarisch/ dinglich gesicherte Schuld verschreibungen |
4.742 | 3.811 | 80 | 91 | 4.822 | 3.902 |
| Genussscheine | 210 | 227 | 2 | 2 | 212 | 229 |
| Festverzinsliche Wertpapiere gesamt |
28.023 | 23.728 | 307 | 498 | 28.330 | 24.226 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere |
||||||
| Aktien | 926 | 743 | 250 | 299 | 1.176 | 1.042 |
| Investmentfonds | 1.035 | 1.124 | 58 | 49 | 1.093 | 1.173 |
| Genussscheine | 36 | 35 | — | 1 | 36 | 36 |
| Sonstige | — | — | — | — | — | — |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere gesamt |
1.997 | 1.902 | 308 | 349 | 2.305 | 2.251 |
| Wertpapiere gesamt | 30.020 | 25.630 | 615 | 847 | 30.635 | 26.477 |
1) In den Schuldtiteln quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 3.039 (3.850) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 4.220 (3.331) Mio. EUR enthalten (88 (85) %).
| Fortgeführte An schaff ungskosten |
||||
|---|---|---|---|---|
| Zeitwerte | ||||
| Vertragliche Restlaufzeit der | ||||
| festverzinslichen Wertpapiere | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Mio. EUR | ||||
| Bis zu einem Jahr | 3.516 | 3.711 | 3.498 | 3.663 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre | 3.512 | 3.108 | 3.468 | 3.044 |
| Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahre | 3.489 | 3.003 | 3.396 | 2.924 |
| Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahre | 3.725 | 3.286 | 3.644 | 3.155 |
| Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahre | 3.726 | 3.291 | 3.708 | 3.209 |
| Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | 6.987 | 5.814 | 7.000 | 5.726 |
| Mehr als 10 Jahre | 3.375 | 2.013 | 3.309 | 2.007 |
| Gesamt | 28.330 | 24.226 | 28.023 | 23.728 |
| Zeitwerte | |||
|---|---|---|---|
| Ratingstruktur der festverzinslichen Wertpapiere | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| Mio. EUR | |||
| AAA | 13.186 | 11.562 | |
| AA | 4.514 | 4.550 | |
| A | 6.924 | 5.224 | |
| BBB und weniger | 3.706 | 2.890 | |
| Gesamt | 28.330 | 24.226 |
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.
In der Ratingklasse "BBB und weniger" befi nden sich ungeratete festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 309 (80) Mio. EUR.
| Zeitwerte | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |||
| Mio. EUR | ||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | ||||
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten | 14 | 26 | ||
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 34 | 59 | ||
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen | 97 | 95 | ||
| Schuldtitel von Unternehmen | 467 | 305 | ||
| Investmentfonds | 30 | 15 | ||
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen | 230 | 227 | ||
| Genussscheine | 102 | 107 | ||
| Festverzinsliche Wertpapiere gesamt | 974 | 834 | ||
| Investmentfonds (nicht festverzinsliche Wertpapiere) | 15 | 18 | ||
| Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | — | 9 | ||
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet | ||||
| klassifi zierte Finanzinstrumente gesamt | 989 | 861 | ||
| Festverzinsliche Wertpapiere | ||||
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten | 3 | 2 | ||
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 49 | 53 | ||
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen | 9 | 3 | ||
| Schuldtitel von Unternehmen | 7 | 6 | ||
| Andere Wertpapiere | 1 | — | ||
| Festverzinsliche Wertpapiere gesamt | 69 | 64 | ||
| Investmentfonds (nicht festverzinsliche Wertpapiere) | 83 | 62 | ||
| Derivate | 80 | 112 | ||
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente gesamt | 232 | 238 | ||
| Gesamt | 1.221 | 1.099 |
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 121 (126) Mio. EUR enthalten (53 (56) %).
| Zeitwerte | |||
|---|---|---|---|
| Vertragliche Restlaufzeit der festverzinslichen Wertpapiere | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| Mio. EUR | |||
| Bis zu einem Jahr | 481 | 191 | |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre | 73 | 336 | |
| Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahre | 116 | 40 | |
| Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahre | 45 | 49 | |
| Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahre | 3 | 43 | |
| Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | 41 | 26 | |
| Mehr als 10 Jahre | 284 | 213 | |
| Gesamt | 1.043 | 898 |
| Zeitwerte | |||
|---|---|---|---|
| Ratingstruktur der festverzinslichen Wertpapiere | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| Mio. EUR | |||
| AAA | 154 | 256 | |
| AA | 72 | 87 | |
| A | 115 | 215 | |
| BBB und weniger | 702 | 340 | |
| Gesamt | 1.043 | 898 |
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.
In der Ratingklasse "BBB und weniger" befi nden sich ungeratete festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 194 (13) Mio. EUR.
Die erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifi zierten Finanzinstrumente (ohne Handelsabsicht) beinhalten unter anderem strukturierte Produkte, bei denen die Fair Value Option nach IAS 39 angewendet wurde. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente stellt, abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise, die maximale Kreditexponierung dar. Der Wert bezüglich der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der durch die Änderungen des Kreditrisikos der fi nanziellen Vermögenswerte bedingt ist, beträgt in der Berichtsperiode –12 Mio. EUR und in kumulativer Form 8 Mio. EUR. Kreditderivate oder ähnliche Sicherungsinstrumente bestehen für diese Wertpapiere nicht.
Die übrigen Kapitalanlagen im Gesamtwert von 4,2 (4,1) Mrd. EUR enthalten im Wesentlichen folgende Positionen:
Die Beteiligungen an Personengesellschaft en betreff en hauptsächlich Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaft en und werden der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte" zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert (Bilanzwert) dieser Beteiligungen beträgt zum Stichtag 1.017 (695) Mio. EUR. Die fortgeführten Anschaff ungskosten der Beteiligungen beliefen sich auf 722 (578) Mio. EUR; ferner wurden aus diesen Investments unrealisierte Gewinne von 298 (126) Mio. EUR und unrealisierte Verluste von 3 (9) Mio. EUR ergebnisneutral über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital (Position: "Übrige Rücklagen") erfasst.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zu fortgeführten Anschaff ungskosten bewertet. Der Buchwert beträgt zum Bilanzstichtag 114 (117) Mio. EUR.
In den kurzfristigen Geldanlagen sind überwiegend Fest- und Tagesgelder sowie Geldmarktpapiere mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 3.037 (3.302) Mio. EUR ausge wiesen, die im Allgemeinen erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die fort geführten Anschaff ungs kosten dieser Finanzinstrumente betragen 3.034 (3.300) Mio. EUR; unrealisierte Gewinne wurden in Höhe von 3 (2) Mio. EUR ergebnisneutral bilanziert. Die kurzfristigen Geld anlagen sind im Konzern als "zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte" kategorisiert.
Für die Angaben nach IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente einer dreistufi gen Fair-Value-Kategorie zuzuordnen. Ziel dieser Anforderung ist es u. a., die Marktnähe der in die Ermittlung der Fair Values eingehenden Daten darzustellen. Betroff en sind die folgenden Klassen von Finanzinstrumenten: Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, übrige Kapitalanlagen, soweit diese zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten (enthalten in Bilanzposition "Übrige Verbindlichkeiten") sowie Sicherungsinstrumente (Derivate im Rahmen des Hedge Accounting).
Die Zuordnung der zum Fair Value angesetzten Finanzinstrumente wurde zum Bilanzstichtag gemäß den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie wie folgt vorgenommen:
■ Stufe 1 – auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierte (unverändert übernommene) Preise. Hierunter fallen in erster Linie börsennotierte Aktien, Futures und Optionen, Investmentfonds sowie an regulierten Märkten gehandelte Anleihen hoher Liquidität. Zum Bilanzstichtag betrug der Anteil der Stufe 1 zugeordneten Finanzinstrumente am Gesamtbestand der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten fi nanziellen Vermögenswerte 45 (50) %.
Nachfolgend werden die Buchwerte der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente je Klasse nach den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie gezeigt:
| Bilanzwert der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 1) | Bilanzwert 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | ||||
| Zum Fair Value bewertete fi nanzielle Vermögenswerte | ||||
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | ||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 11.054 | 17.216 | 60 | 28.330 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 1.706 | 314 | 285 | 2.305 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente |
||||
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifi zierte Finanz instrumente |
130 | 836 | 23 | 989 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente |
153 | 79 | — | 232 |
| Übrige Kapitalanlagen | 3.016 | 158 | 897 | 4.071 |
| Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten fi nanziellen Vermögenswerte |
16.059 | 18.603 | 1.265 | 35.927 |
| Zum Fair Value bewertete fi nanzielle Verpfl ichtungen | ||||
| Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) |
||||
| Negative Marktwerte aus Derivaten (Handelsbestand) |
2 | 83 | — | 85 |
| Negativer Marktwert aus Sicherungsinstrumenten | 109 | 40 | — | 149 |
| Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten fi nanziellen Verpfl ichtungen |
111 | 123 | — | 234 |
1) Mit der Kategorisierung in Stufe 3 sind keine Qualitätsaussagen verbunden; Rückschlüsse auf die Bonität der Emittenten können nicht getroff en werden
| Bilanzwert der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 1) | Bilanzwert 31.12.2009 |
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | ||||
| Zum Fair Value bewertete fi nanzielle Vermögenswerte | ||||
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | ||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 10.522 | 13.570 | 134 | 24.226 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 1.610 | 89 | 552 | 2.251 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente |
||||
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifi zierte Finanz instrumente |
188 | 641 | 32 | 861 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente |
150 | 88 | — | 238 |
| Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente | 3.237 | 64 | 713 | 4.014 |
| Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten fi nanziellen Vermögenswerte |
15.707 | 14.452 | 1.431 | 31.590 |
| Zum Fair Value bewertete fi nanzielle Verpfl ichtungen | ||||
| Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) |
||||
| Negative Marktwerte aus Derivaten (Handelsbestand) |
— | 30 | — | 30 |
| Negativer Marktwert aus Sicherungsinstrumenten | 2 | 40 | — | 42 |
| Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten fi nanziellen Verpfl ichtungen |
2 | 70 | — | 72 |
1) Mit der Kategorisierung in Stufe 3 sind keine Qualitätsaussagen verbunden;
Rückschlüsse auf die Bonität der Emittenten können nicht getroff en werden
Im abgelaufenen Geschäft sjahr waren Wertpapiere mit einem Zeitwert von 614 Mio. EUR entgegen dem Vorjahr nicht mehr als Finanzinstrumente der Stufe 1, sondern Stufe 2 zuzuordnen. Die Umgliederung war vor allem infolge der gesunkenen Liquidität der Instrumente vorzunehmen. Wertpapiere mit einem Zeitwert in Höhe von 74 Mio. EUR, die im Vorjahr als Finanzinstrumente der Stufe 2 ausgewiesen wurden, haben wir 2010 in Stufe 1 umgegliedert. Die Umgliederungen insgesamt betreff en überwiegend festverzinsliche Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente".
Im Berichtszeitraum wurden nicht festverzinsliche Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" mit einem Volumen von 257 Mio. EUR, da insoweit alle zum Zeitwert benötigten Parameter auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, zutreff end aus Stufe 3 in Stufe 2 umgegliedert. Diese Zuordnung betrifft mit 250 Mio. EUR ausschließlich Anteile an Investmentfonds. Darüber hinaus haben wir Wertpapiere mit einem Zeitwert von 53 Mio. EUR – davon entfallen 25 Mio. EUR auf nicht festverzinsliche Papiere unserer erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifi zierten Finanzinstrumente – aus Stufe 3 in Stufe 1 umgegliedert. Für diese Papiere lagen in der Berichtsperiode notierte Marktpreise vor.
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in Stufe 3 kategorisierten Finanzinstrumente zu Beginn der Berichtsperiode auf den Wert per 31. Dezember des Geschäft sjahres.
| Bilanzwert der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente |
Jederzeit veräußer bare Finanz instrumente/ Festverzinsliche Wertpapiere |
Jederzeit veräußer bare Finanz instrumente/Nicht festverzinsliche Wertpapiere |
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifi zierte Finanz instrumente |
Übrige Kapital anlagen (bewertet zum Fair Value) |
Gesamt summe fi nanzielle Vermögens werte |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||
| Anfangsbestand zum 1.1.2009 | 96 | 608 | 41 | 719 | 1.464 |
| Erträge und Aufwendungen | |||||
| in der GuV erfasst | –1 | –40 | 4 | –71 | –108 |
| direkt im Eigenkapital erfasst | 30 | –12 | — | –3 | 15 |
| Transfer nach Stufe 3 | — | — | — | — | — |
| Transfer aus Stufe 3 | — | — | — | — | — |
| Zugänge | 9 | 44 | — | 90 | 143 |
| Abgänge | — | 47 | 13 | 16 | 76 |
| Währungskursänderungen | — | –1 | — | –6 | –7 |
| Anfangsbestand zum 1.1.2010 | 134 | 552 | 32 | 713 | 1.431 |
| Erträge und Aufwendungen | |||||
| in der GuV erfasst | 1 | –8 | 2 | –18 | –23 |
| direkt im Eigenkapital erfasst | 2 | –7 | — | 95 | 90 |
| Transfer nach Stufe 3 | — | — | — | — | — |
| Transfer aus Stufe 3 | –6 | –279 | –25 | — | –310 |
| Zugänge | 12 | 35 | 13 | 168 | 228 |
| Abgänge | 80 | 12 | — | 64 | 156 |
| Währungskursänderungen | –3 | 4 | 1 | 3 | 5 |
| Endbestand zum 31.12.2010 | 60 | 285 | 23 | 897 | 1.265 |
Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen der Periode einschließlich der Gewinne oder Verluste auf am Ende der Berichtsperiode im Bestand gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Stufe 3 werden in der folgenden Tabelle gezeigt.
| Darstellung der Ergebnis eff ekte der zum Fair Value bilanzierten Finanz instrumente in Stufe 3 |
Jederzeit veräußer bare Finanz instrumente/ Festverzinsliche Wertpapiere |
Jederzeit veräußer bare Finanz instrumente/Nicht festverzinsliche Wertpapiere |
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifi zierte Finanz instrumente |
Übrige Kapital anlagen (bewertet zum Fair Value) |
Gesamt summe fi nanzielle Vermögens werte |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2009 |
|||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | 4 | — | 6 | 11 | 21 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | –5 | –40 | –2 | –82 | –129 |
| Davon entfallen auf zum 31.12.2009 im Bestand befi ndliche Finanzinstrumente |
|||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | 4 | — | 6 | 11 | 21 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | –3 | –33 | –2 | –82 | –120 |
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2010 |
|||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | 2 | — | 5 | 3 | 10 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | –1 | –8 | –3 | –21 | –33 |
| Davon entfallen auf zum 31.12.2010 im Bestand befi ndliche Finanzinstrumente |
|||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | 2 | — | 5 | 1 | 8 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | –1 | –2 | –3 | –7 | –13 |
Sofern zur Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 3 Modelle verwendet werden, bei denen die Anwendung vernünft iger alternativer Eingangsparameter zu einer wesentlichen Änderung des Zeitwerts führt, verlangt IFRS 7 eine Off enlegung der Auswirkungen dieser alternativen Annahmen. Von den Finanzinstrumenten der Stufe 3 mit Zeitwerten zum Bilanzstichtag von insgesamt 1,3 (1,4) Mrd. EUR bewertet der Konzern Finanzinstrumente mit einem Volumen von 1,2 (1,3) Mrd. EUR im Allgemeinen unter Verwendung der Nettovermögenswertmethode, bei der alternative Eingangsparameter im Sinne des Standards nicht sinnvoll zu ermitteln sind. Für die verbleibenden Finanzinstrumente der Stufe 3 mit einem Volumen von 28 (101) Mio. EUR sind die Auswirkungen alternativer Eingangsparameter und Annahmen nicht wesentlich.
Derivative Finanzinstrumente setzen wir zur Absicherung von Zinsänderungs-, Währungs- und sonstigen Marktpreisrisiken ein sowie in geringem Umfang auch zur Optimierung von Erträgen oder um Kauf- bzw. Verkaufsabsichten zu realisieren. Dabei werden die jeweiligen aufsichtsrechtlichen Vorschrift en wie auch die Vorgaben der konzerninternen Anlagerichtlinien strikt eingehalten und stets erstklassige Kontrahenten ausgewählt.
Darüber hinaus werden eingebettete Derivate in strukturierten Produkten und Versicherungsverträgen – sofern nach den Vorschrift en des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bzw. IFRS 4 "Versicherungsverträge" erforderlich – von den zugrunde liegenden Basisverträgen getrennt und separat zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.
Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden Fair Value. Hinsichtlich der angewandten Bewertungstechniken verweisen wir auf den Abschnitt "Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte" im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Seiten 133 f.
Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten ist davon abhängig, ob das derivative Finanzinstrument als Sicherungsinstrument gemäß Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt wurde, und, falls ja, von der Art des abgesicherten Postens/Risikos. Bei Derivaten, die keine Sicherungsinstrumente sind, werden die Wertschwankungen ergebniswirksam im Kapital anlageergebnis erfasst. Diese Vorgehensweise gilt auch für separierte eingebettete Derivate strukturierter Finanzinstrumente und aus Versicherungsverträgen. Hinsichtlich der Sicherungsinstrumente unterscheidet der Konzern die Derivate nach ihrer Zweckbestimmung in Fair-Value-Hedges und Cashfl ow-Hedges (siehe separater Abschnitt dieser Angabe).
Den Ausweis der derivativen Finanzinstrumente nach Bilanzpositionen stellt die folgende Tabelle dar:
| Bilanzausweis der derivativen Finanzinstrumente |
Sicherungsinstrument nach IAS 39 |
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||
| Bilanzposition (positive Marktwerte) | |||
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanz instrumente, zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Derivate) |
Nein | 80 | 112 |
| Bilanzposition (negative Marktwerte) | |||
| Verbindlichkeiten, Übrige Verbindlichkeiten (Derivate) |
Nein Ja |
–85 –149 |
–30 –42 |
| Gesamt (saldiert) | –154 | 40 |
Im Geschäft sjahr ergab sich aus den derivativen Finanzinstrumenten – ohne Sicherungsderivate – ein unrealisierter Verlust in Höhe von –20 (14) Mio. EUR; das realisierte Ergebnis der im Jahr 2010 geschlossenen Positionen belasteten das Ergebnis mit –21 (19) Mio. EUR.
Nachfolgend werden die beizulegenden Zeitwerte einschließlich der zugehörigen Nominalwerte unserer off enen Derivatepositionen zum Stichtag diff erenziert nach Risikoarten und Fälligkeiten dargestellt. Positive und negative Marktwerte werden in der Tabelle saldiert. Zum Bilanzstichtag bestanden danach off ene Positionen aus Derivaten in Höhe von –154 (40) Mio. EUR; das entspricht 0,1 (0,04) % der Bilanzsumme.
| Laufzeitstruktur der derivativen Finanzinstrumente |
Bis zu 1 Jahr | Mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahre |
Mehr als 5 Jahre bis zu 10 Jahre |
Mehr als 10 Jahre |
Sonstige | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||||
| Zinssicherung | |||||||
| Zeitwerte | 1 | –143 | — | –1 | 14 | –129 | –25 |
| Nominalwerte | 52 | 1.856 | — | 5 | 375 | 2.288 | 1.165 |
| Währungssicherung | |||||||
| Zeitwerte | –5 | –18 | –11 | — | — | –34 | –15 |
| Nominalwerte | 22 | 47 | 42 | — | — | 111 | 168 |
| Aktien-/Indexsicherung | |||||||
| Zeitwerte | — | — | –6 | — | — | –6 | 25 |
| Nominalwerte | — | — | 1 | — | — | 1 | 474 |
| Infl ationssicherung | |||||||
| Zeitwerte | — | –31 | — | — | — | –31 | — |
| Nominalwerte | — | 2.535 | — | — | — | 2.535 | — |
| Derivate im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen 1) |
|||||||
| Zeitwerte | — | — | — | — | 46 | 46 | 55 |
| Sonstige Risiken | |||||||
| Zeitwerte | — | — | — | — | — | — | — |
| Nominalwerte | — | — | — | — | — | — | 3 |
| Summe aller Sicherungsgeschäfte | |||||||
| Zeitwerte | –4 | –192 | –17 | –1 | 60 | –154 | 40 |
| Nominalwerte | 74 | 4.438 | 43 | 5 | 375 | 4.935 | 1.810 |
1) Die Finanzinstrumente betreff en ausschließlich eingebettete Derivate im Bereich der Rückversicherung, die nach IFRS 4 von dem zugrunde liegenden Versicherungsvertrag zu trennen und separat zum Marktwert zu bilanzieren sind. Aufgrund der Charakteristik dieser Derivate ist eine Laufzeitangabe bzw. Darstellung der Nominalwerte nicht sinnvoll möglich und daher unterblieben. Die Derivate sind zum beizulegenden Zeitwert bilanziert
Im Geschäft sjahr hat der Konzern im Bereich der Rückversicherung derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Infl ationsrisiken innerhalb der Schadenreserven erworben. Aus diesen Transaktionen resultiert ein Ausweis von negativen Marktwerten in Höhe von 31 Mio. EUR (Bilanzposition: 26 "Übrige Verbindlichkeiten", Seite 229).
Im Rahmen des Hedge Accounting versucht der Konzern, die sich aus Marktpreisänderungen ergebenden Wertänderungen bzw. Veränderungen der Zahlungsströme eines Grundgeschäft s durch den Abschluss eines Sicherungsinstruments (Derivat) zu kompensieren, dessen Wertänderungen bzw. Veränderungen der Zahlungsströme sich annähernd gegenläufi g entwickeln. Die Absicherung erfolgt dabei grundsätzlich auf Einzelgeschäft sebene (Mikro-Hedge). Bei Abschluss der Transaktion dokumentieren wir die Sicherungsbeziehung zwischen dem Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument, das Ziel des Risikomanagements sowie die zugrunde liegende Absicherungsstrategie. Zudem fi ndet zu Beginn der Sicherungsbeziehung eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die Sicherungsinstrumente die entsprechenden Änderungen der Grundgeschäft e hocheff ektiv kompensieren. Der Nachweis der Eff ektivität der Hedge-Beziehungen wurde erbracht.
Zur Sicherung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Aktien (Grundgeschäft e) hat der Konzern im Jahr 2010 Equity Swaps als Sicherungsderivate designiert. Bei dieser als Fair-Value-Hedge qualifi zierten Absicherung werden die Änderungen des Zeitwerts der Derivate mit den dem ge sicherten Risiko zurechenbaren Änderungen des Zeitwerts des Grundgeschäft s im Kapitalanlageergeb nis erfasst. Für die Fair-Value-Hedges wurden im Berichtszeitraum Verluste in Höhe von –1 Mio. EUR aus den Grundgeschäft en und Gewinne aus Sicherungsderivaten von 1 Mio. EUR ergebniswirksam bilanziert. Bei diesen Absicherungen lag keine Ineff ektivität vor.
Der Konzern setzt im Rahmen von Cashfl ow-Hedges Zinsswaps (Sicherungsinstrumente) ein, um Zahlungsströme bei bestimmten variabel verzinslichen Verbindlichkeiten (Grundgeschäft e) gegen das Zinsänderungsrisiko abzusichern. Die Plain-Vanilla-Zinsswaps dienen dazu, sich vor negativen Eff ekten im Periodenergebnis bei steigenden Zinsen zu schützen. Den erhaltenen Zinszahlungen aus den Swap-Geschäft en (variable Zinsen) stehen in gleicher Höhe Zinszahlungen aus den Verbindlichkeiten gegenüber; darüber hinaus hat der Konzern fi xe Zinszahlungen an die Swap-Partner zu leisten. Durch die Auswahl bonitätsmäßig hochwertiger Kontrahenten wird ein signifi kantes Bonitätsrisiko vermieden. Der variable Zinssatz steht in Abhängigkeit zum Drei-Monats-EURIBOR. Darüber hinaus hat der Konzern im Jahr 2010 künft ige Transaktionen, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintreten, gegen das Zinsänderungsrisiko abgesichert. In diesem Zusammenhang werden Bewertungseinheiten aus Wertpapiertermingeschäft en (Vorkäufen) und geplanten Wertpapierkäufen gebildet. Mit den Vorkäufen wird das Risiko abgesichert, bei jetzt schon feststehenden Wiederanlagen in der Zukunft durch fallende Zinsen niedrige Renditen für die Wiederanlagen erzielen zu können. Das Grundgeschäft zu den Sicherungsinstrumenten ist die Anlage in der Zukunft zu den dann geltenden Renditen/Kursen. Die Sicherung geplanter Transaktionen kann nach IAS 39 nur als Cashfl ow-Hedge abgebildet werden.
Der eff ektive Teil der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Sicherungsinstrumente wird im Eigen kapital in der Rücklage für Cashfl ow-Hedges unter Berücksichtigung latenter Steuern bilanziert. Der ineff ektive Teil derartiger Wertänderungen wird dagegen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung im Kapitalanlageergebnis, im Falle der eff ektiven Sicherung variabel verzinslicher Verbindlichkeiten im übrigen Ergebnis, gezeigt. Das Grundgeschäft wird weiterhin zu fortgeführten Anschaff ungskosten entsprechend der Zuordnung zur Kategorie nach IAS 39 bewertet. Führen die abgesicherten Transaktionen zum Ansatz fi nanzieller Vermögenswerte, werden die im Eigenkapital erfassten Beträge über die Laufzeit des erworbenen Vermögenswerts amortisiert.
Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Rücklage für Cashfl ow-Hedges (vor Steuern) dar:
| Entwicklung der Rücklage für Cashfl ow-Hedges | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Bilanzwert 31.12. des Vorjahres | –33 | –26 |
| Zuführungen (Absicherung Zahlungsströme aus variablen Zinsen) | 7 | –7 |
| Verminderungen (Absicherung geplanter Transaktionen) | –110 | — |
| Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres (vor Steuern) | –136 | –33 |
Der Negativsaldo der Cashfl ow-Hedge-Rücklage erhöhte sich im Berichtsjahr um –103 (–7) Mio. EUR (vor Steuern) bzw. –100 (–5) Mio. EUR (nach Steuern).
Ein Betrag in Höhe von 1,2 (0,2) Mio. EUR wurde im Berichtsjahr aufgrund von Ineff ektivitäten der Cashfl ow-Hedges ergebniswirksam erfasst.
Die Zahlungsströme aus den Cashfl ow-Hedges und deren jeweiliger Beitrag zum Gewinn oder Verlust werden wie folgt erwartet:
| Zahlungsströme der abgesicherten Transaktion |
Bis zu 1 Jahr | Mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahre |
Gesamt erwartet |
31.12.2010 1) | 31.12.2009 1) |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||
| Cashfl ow der Grundgeschäfte | –10 | –903 | –913 | –5 | –10 |
| Cashfl ow der Sicherungsinstrumente | –16 | –9 | –25 | –21 | –16 |
| Gewinn/Verlust | –26 | –15 | –41 | –26 | –26 |
1) Cashfl ow der betroff enen Periode
Der beizulegende Zeitwert der im Rahmen von Hedge Accounting designierten derivativen Finanzinstrumente zum Stichtag beträgt:
| Sicherungsinstrumente | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Fair-Value-Hedges | ||
| Equity Swaps | –6 | — |
| Cashfl ow-Hedges | ||
| Zinsswaps | –33 | –42 |
| Wertpapiertermingeschäfte | –110 | — |
| Gesamt | –149 | –42 |
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Nettogewinne oder -verluste der Sicherungsderivate betrugen im Berichtsjahr –22 (–16) Mio. EUR und betreff en vor allem die laufenden Zinszahlungen (–21 (–16) Mio. EUR), die ergebniswirksam erfassten Wertänderungen aufgrund der Ineff ektivität (1,2 (0,2) Mio. EUR), 1 Mio. EUR aus Sicherungsderivaten im Zusammenhang mit Fair Value Hedges sowie –3 Mio. EUR aus sonstigen Zahlungen.
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft | 1.551 | 1.428 |
| davon: | ||
| an Versicherungsnehmer | 796 | 815 |
| an Versicherungsvermittler | 755 | 613 |
| Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 3.460 | 2.914 |
| Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres | 5.011 | 4.342 |
| 2010 | 2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Brutto geschäft |
Anteil der Rück ver sicherer |
Netto geschäft |
Brutto geschäft |
Anteil der Rück ver sicherer |
Netto geschäft |
|
| Mio. EUR | ||||||
| Bilanzwert 31.12. des Vorjahres | 3.899 | 355 | 3.544 | 4.137 | 628 | 3.509 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | — | — | — | — | — | — |
| Portefeuilleein-/-austritte | 10 | 1 | 9 | — | 1 | –1 |
| Neu aktivierte Abschlusskosten | 624 | –4 | 628 | 273 | –195 | 468 |
| Amortisationen | 658 | 65 | 593 | 561 | 78 | 483 |
| Währungsanpassungen | 138 | 6 | 132 | 50 | –1 | 51 |
| Sonstige Veränderungen | — | 5 | –5 | — | — | — |
| Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres | 4.013 | 298 | 3.715 | 3.899 | 355 | 3.544 |
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Eigengenutzter Grundbesitz | 646 | 612 |
| Steuerforderungen | 266 | 216 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 140 | 148 |
| Zins- und Mietforderungen | 15 | 12 |
| Übrige Vermögenswerte | 714 | 667 |
| Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres | 1.781 | 1.655 |
| Entwicklung des eigengenutzten Grundbesitzes | 2010 | 2009 |
| Mio. EUR | ||
| Bruttowert 31.12. des Vorjahres | 822 | 757 |
| Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren 1) | –23 | — |
| Bruttowert 1.1. des Geschäftsjahres | 799 | 757 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | — | 1 |
| Zugänge | 56 | 62 |
| Abgänge | 136 | 1 |
| Umgliederungen | –32 | 2 |
| Währungskursänderungen | 2 | 1 |
| Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres | 689 | 822 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres | 210 | 185 |
| Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren 1) | –23 | — |
| Kumulierte Abschreibungen 1.1. des Geschäftsjahres | 187 | 185 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | — | — |
| Zugänge | — | 15 |
| Abgänge | 134 | — |
| Abschreibungen | ||
| Planmäßig | 12 | 11 |
| Außerplanmäßig | 1 | 2 |
| Umgliederungen | –23 | –3 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres | 43 | 210 |
| Bilanzwert 31.12. des Vorjahres | 612 | 572 |
| Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres | 646 | 612 |
1) Bei der Einführung eines neuen EDV-Systems wurden die Vortragswerte angepasst;
Auswirkungen auf den Bilanzwert ergaben sich dadurch nicht
Der Zeitwert des eigengenutzten Grundbesitzes betrug zum Bilanzstichtag 697 (691) Mio. EUR. Diese Zeitwerte wurden im Wesentlichen auf Basis der Ertragswertmethode berechnet. Die angewandten Verfahren zur Ermittlung der Buchwerte sind dem Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" ab Seite 127 zu entnehmen.
Von dem eigengenutzten Grundbesitz wurden 245 (253) Mio. EUR dem Sicherungs vermögen zugeordnet. Die aktivierten Ausgaben für Gebäude im Bau betragen zum Bilanzstichtag 96 (42) Mio. EUR. Die vertrag lichen Verpfl ichtungen für den Erwerb von Sachanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 2 (—) Mio. EUR.
| Entwicklung der Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Bruttowert 31.12. des Vorjahres | 411 | 343 |
| Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren 1) | –27 | — |
| Bruttowert 1.1. des Geschäftsjahres | 384 | 343 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | — | 15 |
| Zugänge | 42 | 71 |
| Abgänge | 38 | 24 |
| Umgliederungen | 1 | — |
| Veräußerungsgruppe gemäß IFRS 5 | — | 2 |
| Währungskursänderungen | 8 | 4 |
| Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres | 397 | 411 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres | 263 | 221 |
| Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren 1) | –27 | — |
| Kumulierte Abschreibungen nach Währungsumrechnung 1.1. des Geschäftsjahres |
236 | 221 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | — | 2 |
| Zugänge | — | 1 |
| Abgänge | 30 | — |
| Abschreibungen | ||
| Planmäßig | 45 | 34 |
| Außerplanmäßig | 1 | 1 |
| Umgliederungen | 1 | — |
| Sonstige Änderungen | — | 2 |
| Währungskursänderungen | 4 | 2 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres | 257 | 263 |
| Bilanzwert 31.12. des Vorjahres | 148 | 122 |
| Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres | 140 | 148 |
1) Bei der Einführung eines neuen EDV-Systems wurden die Vortragswerte angepasst;
Auswirkungen auf den Bilanzwert ergaben sich dadurch nicht
| Übrige Vermögenswerte | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 77 | 93 |
| Forderungen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen | 75 | 170 |
| Forderungen aus Führungsfremdgeschäft | 68 | 84 |
| Übrige materielle Vermögenswerte | 8 | 11 |
| Forderungen aus Rückdeckungsversicherung | 55 | 50 |
| Vorausgezahlte Versicherungsleistungen | 175 | 116 |
| Rückkaufswerte | 33 | 28 |
| Rechnungsabgrenzung | 37 | 18 |
| Andere Vermögenswerte | 186 | 97 |
| Gesamt | 714 | 667 |
Das Eigenkapital wird entsprechend IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 32 "Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung" in Verbindung mit IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" als eigenständiger Bestandteil des Konzernabschlusses dargestellt. Die Eigenkapitalveränderung resultiert aus dem sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Jahresüberschuss sowie aus den erfolgsneutral erfassten Wertänderungen der Vermögens- und Schuldposten.
Das Grundkapital der Talanx AG beträgt unverändert 260 Mio. EUR und ist in 260.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Bezüglich der Eigenkapitalzusammensetzung verweisen wir auf die "Aufstellung der Veränderung des Eigenkapitals" auf Seite 112.
Bei den Anteilen anderer Gesellschaft er am Eigenkapital handelt es sich um die Anteile konzernfremder Gesellschaft er am Eigenkapital der Tochtergesellschaft en; im Wesentlichen am Eigenkapital der Hannover Rück-Gruppe.
| Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter | 2010 | 2009 1) |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | 225 | 169 |
| Anteil am Jahresergebnis | 450 | 408 |
| Übriges Eigenkapital | 2.360 | 2.002 |
| Gesamt | 3.035 | 2.579 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Die eigenkapitalwirksamen Bewegungen der Finanzinstrumente – welcher der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte" im Konzern zugeordnet sind – vor Berücksich tigung von Ver sicherungsnehmern, Minderheiten und latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Zuführung von Gewinnen/Verlusten aus der Zeitwert | ||
| bewertung der "Jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente" | ||
| (unrealisierte Gewinne und Verluste) | 97 | 1.098 |
| Überführung von Gewinnen/Verlusten aus der Zeitwertbewertung | ||
| der "Jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente" in das Periodenergebnis | –216 | –95 |
Gemäß IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" sind im Anhang Angaben zu veröff entlichen, die den Abschlussadressaten ein Verständnis über Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements ermöglichen und die Informationen zur Konzerneigenkapitalentwicklung ergänzen.
Wir verweisen insoweit auf unsere nachfolgenden Ausführungen sowie zusätzlich auf unsere Angaben zum Kapital- und Performance-Management sowie zur wertorientierten Steuerung im Lagebericht.
Eine wesentliche strategische Zielsetzung des Talanx-Konzerns sind der Schutz und die stetige Stärkung seiner Kapitalbasis. Im Rahmen des Kapitalmanagements betrachtet der Talanx-Konzern das haft ende Kapital, das über das bilanzielle Eigenkapital hinausgeht.
Das haft ende Kapital wird defi niert als Summe aus
Das haft ende Kapital betrug zum Bilanzstichtag 10,8 (9,2) Mrd. EUR.
Die folgende Grafi k verdeutlicht die Entwicklung des haft enden Kapitals in den vergangenen fünf Berichtsjahren.
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Als zentralen wertorientierten Steuerungsindikator verwendet der Talanx-Konzern die " Intrinsic Value Creation" (IVC), mit der die Wertschaff ung unserer Konzerngesellschaft en und Ressorts gemessen wird. Dieses Konzept sowie die Zielsetzungen und Grundsätze, nach denen wir unsere Unternehmenssteuerung und das Kapitalmanagement betreiben, beschreiben wir in unseren Ausführungen zum Kapital- und Performance-Management in den relevanten Abschnitten des Lageberichts.
Hinsichtlich der Kapitalausstattung erfüllt der Talanx-Konzern die Erwartungen der den Konzern beurteilenden Ratingagenturen. Darüber hinaus unterliegen einzelne Konzerngesellschaft en nationalen Kapital- und Solvabilitäts anforderungen. Alle Konzerngesellschaft en haben im Berichtsjahr die jeweils für sie geltenden lokalen Mindest kapital anforderungen erfüllt.
Im Rahmen des konzernweiten Kapitalmanagements beobachtet die Talanx AG die Kapitalausstattung ihrer Tochtergesellschaft en mit äußerster Sorgfalt.
Verschiedene Konzernunternehmen haben, um die Kapitalstruktur des Konzerns zu optimieren sowie um die erforderliche (aufsichtsrechtliche) Liquidität (Solvabilität) zu gewährleisten, in der Vergangenheit langfristige Verbindlichkeiten aufgenommen, die nachrangig und zum Teil börsennotiert sind.
Im Einzelnen setzt sich das langfristige nachrangige Fremdkapital aus folgenden Finanz instrumenten zusammen:
| Höhe, Verzinsung, | |||
|---|---|---|---|
| Begebung/Endfälligkeit, | |||
| Debt Rating (A. M. Best; S&P) | 2010 | 2009 | |
| Mio. EUR | |||
| Talanx AG | 300 Mio. EUR, fest dann variabel verzinslich, 2010/ohne Endfälligkeit, |
||
| (—; BBB) | 300 | — | |
| Die Talanx AG hat 2010 eine nachrangige Namensschuldverschreibung mit einer | |||
| vertraglichen Pfl icht zur Wandlung in Talanx-Aktien im Falle eines Börsengangs bege | |||
| ben; sie kann nach zehn Jahren erstmals durch die Emittentin gekündigt werden. | |||
| Hannover Finance (Luxembourg) S. A. | 500 Mio. EUR, fest (5,75 %) dann variabel | ||
| verzinslich, 2010/2040, (a; A) | 500 | — | |
| Die garantierte, nachrangige Anleihe wurde 2010 am europäischen Kapitalmarkt | |||
| platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | |||
| Hannover Finance (Luxembourg) S. A. | 750 Mio. EUR, fest (5,75 %) dann variabel | ||
| verzinslich, 2004/2024, (a; A) | 747 | 746 | |
| Die garantierte, nachrangige Schuldverschreibung wurde am europäischen Kapital | |||
| markt emittiert. Sie ist frühestens 2014 und danach zu jedem Kuponzahlungstermin | |||
| kündbar. | |||
| Hannover Finance (Luxembourg) S. A. | 500 Mio. EUR, fest (5 %) dann variabel verzinslich, 2005/ohne Endfälligkeit, (a; A) |
484 | 481 |
| Die garantierte, nachrangige Schuldverschreibung wurde in Höhe eines Teilbetrags | |||
| den Inhabern der 2001 emittierten Anleihe zum Umtausch angeboten. Die Schuld | |||
| verschreibung ist erstmals am 1.6.2015 und danach zu jedem Kupon zahlungstermin | |||
| kündbar. | |||
| Hannover Finance (Luxembourg) S. A. 1) | 138 Mio. EUR, fest (6,25 %) dann variabel | ||
| verzinslich, 2001/2031, (a; A) | 138 | 138 | |
| Die garantierte, nachrangige Anleihe war ursprünglich in Höhe von 350 Mio. EUR | |||
| emittiert worden. Den Inhabern dieser Anleihe wurde die 2005 ausgegebene neue | |||
| Anleihe zum Umtausch angeboten. Am Umtausch nahmen nominal 212 Mio. EUR | |||
| teil. Die Anleihe kann frühestens im März 2011 durch die Emittentin gekündigt | |||
| werden. | |||
| HDI-Gerling Industrie Versicherung AG | 250 Mio. EUR, fest (7 %) dann variabel verzinslich, 2004/2024, (bbb+; A–) |
265 | 269 |
| Die nachrangige Anleihe notiert im Euro MTF Market der Luxemburger Börse und | |||
| kann frühestens 2014 durch die Emittentin gekündigt werden. | |||
| HDI-Gerling Lebensversicherung AG 2) | 110 Mio. EUR, 6,75 %, 2005/ | ||
| ohne Endfälligkeit, (—; A–) | 115 | 105 | |
| Die nachrangige Anleihe notiert im Euro MTF Market der Luxemburger Börse und | |||
| kann erstmals 2015 durch die Emittentin gekündigt werden. | |||
| Talanx Finanz 3) | 243 Mio. EUR, 4,5 %, 2005/ | ||
| 2025, (bbb; BBB) | 242 | 264 | |
| Die Anleihe war ursprünglich in Höhe von 350 Mio. EUR emittiert worden. Die | |||
| garantierte, nachrangige Schuldverschreibung ist an der Luxemburger Börse notiert. | |||
| Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres | 2.791 | 2.003 |
1) Die Rückzahlung des ausstehenden Volumens dieser Anleihe in Höhe von 138 Mio. EUR erfolgte am 14. März 2011 2) Im ersten Quartal 2010 haben externe Gesellschaft en Anleihen im Nominalwert von 10 Mio. EUR erworben;
das ausstehende Volumen wurde entsprechend erhöht 3) Im ersten Quartal 2010 hat die Emittentin Anleihen im Nominalwert von 10 Mio. EUR von einem Konzernunternehmen
zurückgekauft , getilgt und entwertet. Im dritten Quartal 2010 haben Konzerngesellschaft en Anleihen im Nominalwert von 22 Mio. EUR erworben; das ausstehende Volumen wurde entsprechend gemindert
Der Anstieg der nachrangigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus den zwei im Berichts jahr emittierten Anleihen:
Am 14. September 2010 hat unsere Tochtergesellschaft Hannover Finance (Luxembourg) S. A. am europäischen Kapitalmarkt eine nachrangige Schuldverschreibung in Höhe von nominal 500 Mio. EUR platziert. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 30 Jahren und kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. Die Anleihe ist in den ersten zehn Jahren mit einem festen Kupon in Höhe von 5,75 % p. a. ausgestattet, danach wird sie variabel mit 4,235 % über dem 3-Monats-EURIBOR verzinst.
Die Talanx AG hat mit der japanischen Meiji Yasuda Life Insurance Company, Tokio, im November des Berichtsjahres einen Vertrag über eine langfristige strategische Kooperation unterzeichnet, die mit einer Kapitalbeteiligung unterlegt ist. In diesem Zusammenhang hat die Talanx AG am 18. November 2010 eine nachrangige Schuldverschreibung mit einem Nominalvolumen von 300 Mio. EUR begeben; Gläubiger ist die Meiji Yasuda Life Insurance Company. Die Anleihe hat keine Endfälligkeit und ist mit einer vertraglichen Pfl icht zur Wandlung in Aktien der Talanx AG im Falle eines Börsengangs ausgestattet. In den ersten zehn Jahren ist diese Schuldverschreibung mit einem festen Kupon ausgestattet; die Emittentin kann die Anleihe erstmals nach 10 Jahren ordentlich kündigen.
| 2010 | Fortgeführte Anschaff ungs kosten |
Stille Reserven/ Lasten |
Abgegrenzte Zinsen |
Zeitwert |
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | ||||
| Schulden, die zu fortgeführten | ||||
| Anschaff ungskosten bewertet werden | 2.791 | –86 | 66 | 2.771 |
| 2009 | Fortgeführte Anschaff ungs kosten |
Stille Reserven/ Lasten |
Abgegrenzte Zinsen |
Zeitwert |
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | ||||
| Schulden, die zu fortgeführten Anschaff ungskosten bewertet werden |
2.003 | –132 | 58 | 1.929 |
Der beizulegende Zeitwert der ausgereichten Verbindlichkeiten basiert im Allgemeinen auf notierten, aktiven Marktpreisen. Wenn derartige Preisinformationen nicht verfügbar waren, wurden die Zeitwerte auf Basis der anerkannten Eff ektivzinsmethode berechnet oder z. B. anhand von anderen Finanzinstrumenten mit vergleichbaren Bonitäts-, Laufzeit- und Rendite-Eigenschaft en geschätzt. Bei der Eff ektivzinsmethode werden stets die aktuellen Marktzinsniveaus in den relevanten Zinsbindungslaufzeitbereichen als Basis unterstellt.
Das Nettoergebnis in Höhe von 126 (104) Mio. EUR der nachrangigen Verbindlichkeiten umfasste im Berichtsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von 126 (102) Mio. EUR und Aufwendungen aus der Amortisation (— (2) Mio. EUR).
Von den nachrangigen Verbindlichkeiten haben 646 (524) Mio. EUR eine Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren, 746 (746) Mio. EUR eine Restlaufzeit von 10–20 Jahren, 500 (138) Mio. EUR eine Restlaufzeit von mehr als 20 Jahren sowie 899 (595) Mio. EUR keine feste Laufzeit. Eine detaillierte Darstellung der Laufzeiten befi ndet sich im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanz instrumenten" (Abschnitt "Management von Liquiditätsrisiken", Seiten 184 ff .).
| 2010 | 2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Brutto | Rück | Netto | Brutto | Rück | Netto | |
| Mio. EUR | ||||||
| Stand 31.12. des Vorjahres | 5.026 | 414 | 4.612 | 4.894 | 409 | 4.485 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | — | — | — | 69 | 24 | 45 |
| Portefeuilleein-/-austritte | –3 | –1 | –2 | –54 | 2 | –56 |
| Zuführungen | 906 | 90 | 816 | 1.361 | 38 | 1.323 |
| Aufl ösungen | 722 | 116 | 606 | 1.294 | 62 | 1.232 |
| Übrige Änderungen | — | –1 | 1 | –1 | — | –1 |
| Währungskursänderungen | 204 | 20 | 184 | 51 | 3 | 48 |
| Stand 31.12. des Geschäftsjahres | 5.411 | 406 | 5.005 | 5.026 | 414 | 4.612 |
| 2010 | 2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Brutto | Rück | Netto | Brutto | Rück | Netto | |
| Mio. EUR | ||||||
| Stand 31.12. des Vorjahres | 39.754 | 799 | 38.955 | 36.386 | 929 | 35.457 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | — | — | — | 985 | — | 985 |
| Portefeuilleein-/-austritte | –61 | 217 | –278 | 385 | –98 | 483 |
| Zuführungen | 4.168 | –11 | 4.179 | 3.863 | 78 | 3.785 |
| Aufl ösungen | 1.739 | — | 1.739 | 1.918 | 108 | 1.810 |
| Übrige Änderungen | –2 | — | –2 | — | — | — |
| Währungskursänderungen | 346 | –28 | 374 | 53 | –2 | 55 |
| Stand 31.12. des Geschäftsjahres | 42.466 | 977 | 41.489 | 39.754 | 799 | 38.955 |
| 2010 | 2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Brutto | Rück | Netto | Brutto | Rück | Netto | |
| Mio. EUR | ||||||
| 1 Jahr oder kürzer | 2.874 | 36 | 2.838 | 2.933 | 46 | 2.887 |
| Zwischen 1 und 5 Jahren | 8.490 | 196 | 8.294 | 8.085 | 193 | 7.892 |
| Zwischen 5 und 10 Jahren | 8.856 | 155 | 8.701 | 7.990 | 166 | 7.824 |
| Zwischen 10 und 20 Jahren | 9.888 | 187 | 9.701 | 9.230 | 204 | 9.026 |
| Länger als 20 Jahre | 6.067 | 80 | 5.987 | 5.630 | 92 | 5.538 |
| Depots | 6.291 | 323 | 5.968 | 5.886 | 98 | 5.788 |
| Gesamt | 42.466 | 977 | 41.489 | 39.754 | 799 | 38.955 |
| 2010 2009 1) |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Brutto | Rück | Netto | Brutto | Rück | Netto | |
| Mio. EUR | ||||||
| Stand 31.12. des Vorjahres | 27.256 | 4.734 | 22.522 | 27.161 | 5.480 | 21.681 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | –2 | — | –2 | 13 | 2 | 11 |
| Portefeuilleein-/-austritte | 124 | –11 | 135 | –25 | –1 | –24 |
| zuzüglich | ||||||
| Geschäftsjahresschäden | 13.746 | 1.391 | 12.355 | 9.671 | 1.180 | 8.491 |
| Vorjahresschäden | 579 | 134 | 445 | 1.369 | –216 | 1.585 |
| Schadenaufwendungen insgesamt | 14.325 | 1.525 | 12.800 | 11.040 | 964 | 10.076 |
| abzüglich | ||||||
| Geschäftsjahresschäden | 6.814 | 518 | 6.296 | 4.984 | 421 | 4.563 |
| Vorjahresschäden | 6.340 | 1.077 | 5.263 | 5.954 | 1.291 | 4.663 |
| Schadenzahlungen insgesamt | 13.154 | 1.595 | 11.559 | 10.938 | 1.712 | 9.226 |
| Übrige Änderungen | –1.210 | –741 | –469 | –3 | 22 | –25 |
| Währungskursänderungen | 1.199 | 161 | 1.038 | 8 | –21 | 29 |
| Stand 31.12. des Geschäftsjahres | 28.538 | 4.073 | 24.465 | 27.256 | 4.734 | 22.522 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
In den übrigen Änderungen bzw. Währungskursänderungen sind die Werte der Veräußerungsgruppe nach IFRS 5 in Höhe von 1,3 Mrd. EUR (brutto) enthalten. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zu der Veräußerungsgruppe auf den Seiten 164 f.
Die Abwicklungsdreiecke stellen den Zusammenhang zwischen dem Schaden ereignisjahr und dem Schadenabwicklungsjahr her. Analog den Vorjahren weisen wir die gebildeten Schadenrückstellungen nicht nach den Anfalljahren, sondern gemäß der Abwicklung der bilanziellen Rückstellung aus. Zum besseren Verständnis erfolgt eine Trennung des Ausweises nach Erstversicherungs- und Rückversicherungsgeschäft , wobei ausschließlich die jeweiligen Netto-Schadenrückstellungen gezeigt werden.
In den beiden nachfolgenden Tabellen werden die Netto-Schadenrückstellungen der Jahre 2000 bis 2010 getrennt nach unseren Sachversicherungsgesellschaft en in den Erstversicherungssegmenten und dem Konzernsegment Schaden-Rückver sicherung dargestellt. Aus den Tabellen sind die im Laufe der Zeit vorgenommenen Veränderungen – bedingt durch erbrachte Zahlungen, Nachver rechnungsbeiträge und aktualisierte Schätzungen der noch ausstehenden Leistungen – der jeweiligen Bilanzrück stellungen zu ersehen. Die Nettoabwicklungsergebnisse zeigen die Diff erenz zwischen Ursprungs schaden rückstellung und aktueller Reservierung.
Diese Ergebnisse werden maßgeblich beeinfl usst durch die Wertentwicklung des Euro bezogen auf die wichtigsten Fremdwährungen. Trotz gegenläufi ger Eff ekte bei anderen wichtigen Fremdwährungen führte insbesondere der Kursrückgang des Euro gegenüber dem US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg der Schadenrückstellungen auf Eurobasis.
Die Übersicht zeigt die Abwicklung der zum jeweiligen Stichtag bei unseren Sachversicherungsgesellschaft en gebildeten Netto-Schadenrückstellungen, die sich aus den Rückstellungen für das jeweils aktuelle Jahr und die voran gegangenen Anfalljahre zusammensetzt. Die Abwicklungen der Rückstellungen einzelner Anfalljahre werden dagegen nicht gezeigt.
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||||||||
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
3.942 | 3.912 | 3.903 | 4.217 | 4.879 | 5.818 | 6.095 | 6.242 | 6.042 | 6.122 | 6.700 |
| Kumulierte Zah lun gen für das be treff en de Jahr und Vorjahre |
|||||||||||
| Ein Jahr später | 1.031 | 802 | 872 | 632 | 740 | 1.150 | 991 | 1.486 | 1.008 | 1.355 | |
| Zwei Jahre später | 1.344 | 1.206 | 1.237 | 1.030 | 1.269 | 1.696 | 1.800 | 1.908 | 1.787 | ||
| Drei Jahre später | 1.596 | 1.449 | 1.528 | 1.409 | 1.667 | 2.255 | 2.030 | 2.484 | |||
| Vier Jahre später | 1.755 | 1.677 | 1.831 | 1.730 | 2.115 | 2.401 | 2.491 | ||||
| Fünf Jahre später | 1.904 | 1.907 | 2.091 | 2.083 | 2.219 | 2.805 | |||||
| Sechs Jahre später | 2.100 | 2.131 | 2.366 | 2.121 | 2.554 | ||||||
| Sieben Jahre später | 2.278 | 2.363 | 2.347 | 2.392 | |||||||
| Acht Jahre später | 2.462 | 2.343 | 2.527 | ||||||||
| Neun Jahre später | 2.465 | 2.511 | |||||||||
| Zehn Jahre später | 2.609 | ||||||||||
| Nettorückstellung für das betreff ende Jahr und Vorjahre zuzüglich der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung |
|||||||||||
| Ein Jahr später | 3.696 | 3.426 | 3.824 | 3.863 | 4.493 | 5.077 | 5.205 | 5.659 | 5.356 | 5.917 | |
| Zwei Jahre später | 3.337 | 3.276 | 3.628 | 3.806 | 4.387 | 5.011 | 5.161 | 4.976 | 5.066 | ||
| Drei Jahre später | 3.198 | 3.334 | 3.671 | 3.895 | 4.381 | 5.089 | 4.760 | 5.398 | |||
| Vier Jahre später | 3.234 | 3.319 | 3.802 | 3.941 | 4.536 | 4.760 | 5.038 | ||||
| Fünf Jahre später | 3.196 | 3.505 | 3.842 | 4.065 | 4.302 | 4.999 | |||||
| Sechs Jahre später | 3.321 | 3.507 | 3.912 | 3.904 | 4.524 | ||||||
| Sieben Jahre später | 3.501 | 3.614 | 3.807 | 4.124 | |||||||
| Acht Jahre später | 3.492 | 3.538 | 3.970 | ||||||||
| Neun Jahre später | 3.434 | 3.675 | |||||||||
| Zehn Jahre später | 3.535 | ||||||||||
| Abwicklungsergebnis der Schaden rück stellung |
407 | 238 | –68 | 93 | 355 | 819 | 1.056 | 844 | 975 | 205 | |
| davon Währungs kurseinfl uss | 50 | 114 | 121 | 36 | –94 | –123 | –81 | 82 | –71 | –103 | |
| Abwicklungsergebnis ohne Währungs kurseinfl uss |
357 | 124 | –189 | 57 | 449 | 942 | 1.137 | 762 | 1.046 | 308 | |
| in % der Ursprungs schaden rückstellung |
9 | 3 | –5 | 1 | 9 | 16 | 19 | 12 | 17 | 5 |
Die Abwicklungsdreiecke zeigen die bilanzielle Abwicklung der zum jeweiligen Stichtag im Segment Schaden-Rückversicherung gebildeten Netto-Schadenrückstellung, die sich aus der Rückstellung für das jeweils aktuelle Jahr und die vorangegangenen Anfalljahre zusammensetzt. Dabei wird nicht die Abwicklung der Rückstellung einzelner Anfalljahre, sondern die Abwicklung der bilanziellen Rückstellung, die jährlich zum Stichtag gebildet wurde, ausgewiesen.
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||||||||
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
8.482 | 12.183 | 12.863 | 13.462 | 13.121 | 14.296 | 13.280 | 12.718 | 13.354 | 13.780 | 15.255 |
| Kumulierte Zah lun gen für das be treff en de Jahr und Vorjahre |
|||||||||||
| Ein Jahr später | 2.108 | 2.242 | 2.118 | 3.623 | 4.496 | 3.051 | 2.665 | 2.476 | 2.928 | 2.807 | |
| Zwei Jahre später | 3.112 | 3.775 | 5.024 | 7.322 | 6.611 | 5.072 | 4.390 | 4.250 | 4.573 | ||
| Drei Jahre später | 4.174 | 6.032 | 7.765 | 8.780 | 7.590 | 6.205 | 5.696 | 5.371 | |||
| Vier Jahre später | 5.745 | 8.589 | 8.909 | 9.519 | 8.356 | 7.306 | 6.501 | ||||
| Fünf Jahre später | 7.581 | 9.400 | 9.467 | 10.102 | 9.137 | 7.935 | |||||
| Sechs Jahre später | 8.114 | 9.786 | 9.897 | 10.734 | 9.596 | ||||||
| Sieben Jahre später | 8.405 | 10.122 | 10.457 | 11.082 | |||||||
| Acht Jahre später | 8.611 | 10.533 | 10.724 | ||||||||
| Neun Jahre später | 8.891 | 10.735 | |||||||||
| Zehn Jahre später | 9.024 | ||||||||||
| Nettorückstellung für das betreff ende Jahr und Vorjahre zuzüglich der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung am Ende des Jahres |
|||||||||||
| Ein Jahr später | 9.422 | 11.604 | 11.743 | 13.636 | 14.433 | 13.074 | 12.366 | 12.171 | 13.265 | 14.303 | |
| Zwei Jahre später | 8.878 | 10.477 | 11.845 | 14.237 | 13.533 | 12.366 | 11.868 | 11.926 | 13.263 | ||
| Drei Jahre später | 8.186 | 10.744 | 12.373 | 13.597 | 13.061 | 11.977 | 11.645 | 12.040 | |||
| Vier Jahre später | 8.354 | 11.544 | 11.731 | 13.307 | 12.771 | 11.773 | 11.670 | ||||
| Fünf Jahre später | 9.102 | 11.051 | 11.666 | 13.122 | 12.618 | 11.769 | |||||
| Sechs Jahre später | 8.756 | 11.164 | 11.686 | 13.054 | 12.578 | ||||||
| Sieben Jahre später | 8.864 | 11.219 | 11.707 | 12.988 | |||||||
| Acht Jahre später | 8.936 | 11.262 | 11.670 | ||||||||
| Neun Jahre später | 8.933 | 11.166 | |||||||||
| Zehn Jahre später | 8.866 | ||||||||||
| Abwicklungsergebnis der Schaden rück stellung |
67 | 28 | –58 | 29 | –26 | –36 | –29 | –90 | 116 | –525 | |
| davon Währungs kurseinfl uss | –94 | –27 | –28 | –42 | –47 | –69 | –65 | –90 | –139 | –137 | |
| Abwicklungsergebnis ohne Währungs kurseinfl uss |
161 | 55 | –30 | 71 | 21 | 33 | 36 | — | 255 | –388 | |
| in % der Ursprungs - schadenrückstellung |
2 | 1 | — | 1 | — | — | — | — | 2 | –3 |
Der Bilanzwert der Rückversicherungsanteile an den Schadenrückstellungen in Höhe von 4,1 (4,7) Mrd. EUR enthält kumulierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 4 (24) Mio. EUR. Der Gesamtwert der Nettorückstellungen beträgt 24,4 (22,5) Mrd. EUR. Auf diesen Wert bezieht sich die nachfolgende Darstellung der Laufzeiten.
| 2010 2009 1) |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Laufzeiten der Rückstellung | Brutto | Rück | Netto | Brutto | Rück | Netto |
| Mio. EUR | ||||||
| 1 Jahr oder kürzer | 9.403 | 1.516 | 7.887 | 8.201 | 1.427 | 6.774 |
| Zwischen 1 und 5 Jahren | 10.944 | 1.570 | 9.374 | 10.514 | 2.069 | 8.445 |
| Zwischen 5 und 10 Jahren | 4.243 | 559 | 3.684 | 4.220 | 775 | 3.445 |
| Zwischen 10 und 20 Jahren | 2.401 | 244 | 2.157 | 2.663 | 318 | 2.345 |
| Länger als 20 Jahre | 1.094 | 84 | 1.010 | 1.302 | 73 | 1.229 |
| Depots | 453 | 100 | 353 | 356 | 72 | 284 |
| Gesamt | 28.538 | 4.073 | 24.465 | 27.256 | 4.734 | 22.522 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
| 2010 2009 1) |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Brutto | Rück | Netto | Brutto | Rück | Netto | |
| Mio. EUR | ||||||
| Stand 31.12. des Vorjahres | 1.274 | 1 | 1.273 | 973 | 1 | 972 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | — | — | — | 2 | — | 2 |
| Portefeuilleein-/-austritte | — | — | — | — | — | — |
| Zuführungen/Aufl ösungen (—) | –164 | — | –164 | 452 | — | 452 |
| Abgänge | ||||||
| Lebensversicherungsverträge | –1 | — | –1 | 163 | — | 163 |
| Haftpfl icht-/Unfallver siche rungs | ||||||
| verträge mit Prämienrückgewähr | 11 | — | 11 | 8 | — | 8 |
| Übrige Änderungen | 12 | — | 12 | 18 | — | 18 |
| Währungskursänderungen | 1 | — | 1 | — | — | — |
| Stand 31.12. des Geschäftsjahres | 1.113 | 1 | 1.112 | 1.274 | 1 | 1.273 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Die Konzernunternehmen erteilen ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen. Die Art der Pensionszusage richtet sich nach der jeweils gültigen Versorgungsordnung und umfasst grundsätzlich eine Alters- und Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente. Der Pensionsanspruch ist dienstzeit- und gehaltsabhängig. Der überwiegende Teil der Pensionszusagen basiert auf leistungsorientierten Pensionsplänen.
Bei leistungsorientierten Pensionsplänen wird dem Berechtigten eine bestimmte Leistung zugesagt; im Gegensatz zu den beitragsorientierten Pensionsplänen sind die von dem Unternehmen zu erbringenden Aufwendungen aus den Leistungszusagen nicht von vornherein festgelegt. Bei den Zusagen an inländische Mitarbeiter handelt es sich überwiegend um durch das Unternehmen fi nanzierte Zusagen; Pensionsfonds bestehen nicht.
Zusätzlich besteht für die Mitarbeiter die Möglichkeit, durch Mitgliedschaft in der HDI-Gerling Pensionskasse AG im Wege der Entgeltumwandlung eine zusätzliche Altersversorgung aufzubauen. Die Leistungen der HDI-Gerling Pensionskasse AG werden für ihre Mitglieder und deren Hinterbliebene garantiert und umfassen die klassische Rentenversicherung auf Basis eines Bonus systems sowie die fondsorientierte Hybridrentenversicherung. Für die Mitarbeiter der ehemaligen Gerling-Gruppe besteht zusätzlich die Möglichkeit einer Entgeltumwandlung bei der Gerling Versorgungskasse VVaG. Die Arbeitgebergesellschaft en übernehmen hier die Verwaltungskosten und haft en für die Erfüllbarkeit der Lebensversicherungsverträge in Form einer Nachschusspfl icht.
Die Pensionsrückstellungen werden gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" nach der "Projected Unit Credit Method" gebildet. Sie errechnen sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und berücksichtigen die Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und die geschätzte künft ige Gehaltsentwicklung des Pensionsberechtigten. Die Diskontierung der Leistungsansprüche erfolgt unter Ansatz eines konzerneinheitlichen Mischzinssatzes.
Für die Bewertung der Pensionsverpfl ichtungen wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt:
| 2010 | 2009 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungsparameter/Annahmen gewichtet in % | ||||||||
| Abzinsungsfaktor | 4,52 | 5,31 | ||||||
| Erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens | 5,78 | 6,08 | ||||||
| 2010 | 2009 | |||||||
| Bewertungsparameter/ | Deutsch | Deutsch | ||||||
| Annahmen | land | USA | UK | Sonstige | land | USA | UK | Sonstige |
| in % | ||||||||
| Erwarteter Gehalts | ||||||||
| und Karrieretrend | 2,75 | — | — | 2,5–5,0 | 3 | — | 4,75 | 2,5–5,2 |
Rentendynamik 2 2 3,4 2,0–3,0 2,25 2 3,25 2,0–3,0
Die Veränderung des Anwartschaft sbarwerts der Pensionsverpfl ichtungen für die verschiedenen leistungsorientierten Pensionspläne des Konzerns stellt sich wie folgt dar:
| Veränderung des Anwartschaftsbarwerts | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Anwartschaftsbarwert 1.1. des Geschäftsjahres | 1.424 | 1.246 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 12 | 14 |
| Zinsaufwand | 74 | 76 |
| Gehaltsumwandlungen der Arbeitnehmer | 1 | 2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 131 | 113 |
| Währungsumrechnung | 5 | 42 |
| Gezahlte Pensionen | –68 | –66 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 1 | — |
| Unternehmenszu- und -abgänge | –1 | –1 |
| Plankürzungen | — | –2 |
| Anwartschaftsbarwert 31.12. des Geschäftsjahres | 1.579 | 1.424 |
Der Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionszusagen ergibt sich aus der folgenden Darstellung:
| Veränderung des Anwartschaftsbarwerts | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Anwartschaftsbarwert für nicht fondsfi nanzierte Pläne | 1.506 | 1.366 |
| Anwartschaftsbarwert für ganz oder teilweise fondsfi nanzierte Pläne | 73 | 58 |
| Anwartschaftsbarwert 31.12. des Geschäftsjahres | 1.579 | 1.424 |
| Zeitwert des Planvermögens | –82 | –70 |
| Finanzierungsstatus | 1.497 | 1.354 |
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich dabei wie folgt entwickelt:
| Veränderung des Planvermögens | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Zeitwert 1.1. des Geschäftsjahres | 70 | 57 |
| Erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen | 3 | 2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 7 | 6 |
| Währungsumrechnung | 4 | 3 |
| Beiträge der Arbeitgeber | 4 | 4 |
| Gezahlte Pensionen | –3 | –2 |
| Planabgeltungen | –3 | — |
| Unternehmenszu- und -abgänge | — | — |
| Zeitwert 31.12. des Geschäftsjahres | 82 | 70 |
Die Struktur des dem Planvermögen zugrunde liegenden Kapitalanlageportefeuilles setzt sich wie folgt zusammen:
| Portefeuillestruktur des Planvermögens | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| in % | ||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 54 | 54 |
| Aktien | 18 | 19 |
| Sonstiges | 28 | 27 |
| Gesamt | 100 | 100 |
Die erwartete langfristige Vermögensrendite je Anlageklasse beruht auf Studien zu historischen und geschätzten zukünft igen Renditesätzen.
Im Zeitwert des Planvermögens sind zum Bilanzstichtag Beträge in Höhe von 33 (30) Mio. EUR für eigene Finanzinstrumente enthalten.
Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf 3 (5) Mio. EUR.
Im Folgenden wird eine Überleitung des Anwartschaft sbarwerts der Pensionsverpfl ichtungen auf den bilanzierten Stand der Pensionsrückstellung dargestellt:
| 2010 | 2009 |
|---|---|
| 1.579 | 1.424 |
| –82 | –70 |
| 1.497 | 1.354 |
| –180 | –56 |
| –1 | — |
| 1.316 | 1.298 |
Die bilanzierte Rückstellung hat sich dabei wie folgt entwickelt:
| Mio. EUR | 1.272 |
|---|---|
| Bilanzwert 1.1. des Geschäftsjahres 1.298 |
|
| Währungsumrechnung 1 |
— |
| Veränderung des Konsolidierungskreises –6 |
— |
| Netto-Pensionsaufwand 92 |
92 |
| Gehaltsumwandlungen der Arbeitnehmer — |
— |
| Gezahlte Beiträge –2 |
–3 |
| Gezahlte Pensionen –68 |
–66 |
| Umgliederungen und sonstige Bewegungen 1 |
3 |
| Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 — |
— |
| Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 1.316 |
1.298 |
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gesamtaufwand für leistungsorientierte Pensions pläne (Saldo aus Aufwendungen und Erträgen) setzt sich wie folgt zusammen:
| Zusammensetzung der Netto-Pensionsaufwendungen | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 12 | 13 |
| Zinsaufwand | 74 | 76 |
| Erwarteter Ertrag aus Planvermögen | –3 | –2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 9 | 7 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | — | — |
| Auswirkungen von Plankürzungen | — | –2 |
| Netto-Pensionsaufwendungen Geschäftsjahr | 92 | 92 |
Für das Geschäft sjahr 2011 erwartet der Konzern Arbeitgeberbeiträge von 2 (3) Mio. EUR, die in die dargestellten leistungsorientierten Pläne einzuzahlen sind.
Die Netto-Pensionsaufwendungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 12 (14) Mio. EUR unter den Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen, in Höhe von 79 (77) Mio. EUR in den sonstigen Aufwendungen sowie in Höhe von 1 (1) Mio. EUR in den sonstigen Kapitalanlageaufwendungen erfasst.
Beitragsorientierte Leistungszusagen werden über externe Versorgungsträger oder ähnliche Institutionen fi nanziert. Dabei werden an diese Einrichtungen fest defi nierte Beträge (z. B. bezogen auf das maßgebliche Einkommen) gezahlt, wobei der Anspruch des Leistungsempfängers gegenüber diesen Einrichtungen besteht und der Arbeit geber über die Zahlung der Beiträge hinaus faktisch keine weitere Verpfl ichtung hat. Der im Geschäft sjahr erfasste Aufwand für diese Zusagen beträgt 4 (4) Mio. EUR, davon entfällt nur ein geringer Betrag auf Zusagen an Mitarbeiter in Schlüsselpositionen.
Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Ertragsteuerrückstellungen | 569 | 639 |
| Sonstige Steuerrückstellungen | 174 | 132 |
| Gesamt | 743 | 771 |
Die sonstigen Rückstellungen, die in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme bemessen sind, entwickelten sich wie folgt:
| Restruk - | Entgelt liche Über nahme von Pensions - |
Vorruhe | Aus | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| turierung/ | verpfl ich | stand/ | Sonstige | stehende | |||||
| Inte | tun gen | Grati fi - | Jubiläums | Alters | Personal | Rech | |||
| gration | Dritter | kationen | leistungen | teilzeit | kosten | nungen | Übrige | Gesamt | |
| Mio. EUR | |||||||||
| Bilanzwert 1.1.2009 | 47 | 75 | 55 | 24 | 54 | 23 | 72 | 175 | 525 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises |
— | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Zuführungen | 1 | — | 49 | 6 | 17 | 48 | 96 | 74 | 291 |
| Inanspruchnahmen | 30 | — | 42 | 2 | 3 | 26 | 66 | 37 | 206 |
| Aufl ösungen | — | — | 2 | — | 1 | 1 | 6 | 14 | 24 |
| Veränderung des Zeitwerts des Planvermögens |
— | — | — | — | –9 | — | — | — | –9 |
| Übrige Änderungen | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Währungskursänderungen | — | — | — | — | — | –1 | –1 | — | –2 |
| Bilanzwert 31.12.2009 | 18 | 75 | 60 | 28 | 58 | 43 | 95 | 198 | 575 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises |
— | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Zuführungen | 16 | — | 52 | 1 | 15 | 54 | 196 | 250 | 584 |
| Inanspruchnahmen | 7 | — | 44 | 3 | 13 | 32 | 160 | 123 | 382 |
| Aufl ösungen | 2 | — | 6 | — | — | 1 | 9 | 125 | 143 |
| Veränderung des Zeitwerts des Planvermögens |
— | — | — | — | –1 | — | — | — | –1 |
| Übrige Änderungen | –6 | — | –2 | — | –3 | 5 | –5 | 75 | 64 |
| Währungskursänderungen | — | — | –1 | — | — | –1 | –1 | –2 | –5 |
| Bilanzwert 31.12.2010 | 19 | 75 | 59 | 26 | 56 | 68 | 116 | 273 | 692 |
Unter den Übrigen Änderungen sind im Jahr 2010 Umgliederungen gemäß IFRS 5 in Höhe von 9 Mio. EUR bilanziert. Darüber hinaus wurde für Aufwendungen aus der Bewertung der Veräußerungsgruppe eine übrige Rückstellung in Höhe von 55 Mio. EUR gebildet (Position: Übrige); weitere Erläuterungen fi nden sich hierzu im Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen", Seiten 164 f.
In dieser Position weist der Konzern Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 747 (675) Mio. EUR aus, die hauptsächlich im Zusammenhang mit der Finanzierung von Anteilserwerben oder sonstigen Investitionstätigkeiten stehen.
Die Erhöhung der Verbindlichkeiten um 72 Mio. EUR auf 747 Mio. EUR im Berichtsjahr betrifft ausschließlich das Segment Schaden-Rückversicherung und resultiert aus dem gestiegenen Finanzierungsbedarf infolge der Investitionstätigkeit der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. Das größte Darlehen in Höhe von nominal 68 Mio. EUR hat eine Laufzeit bis März 2015.
Darüber hinaus entfallen Verbindlichkeiten in Höhe von 559 Mio. EUR auf das Segment Konzernfunktionen und stehen vor allem im Zusammenhang mit der Finanzierung von Anteilskäufen im Jahr 2007 (Kauf von 100 % der Anteile an der BHW Lebensversicherung AG und der BHW Pensionskasse AG sowie Aufstockung der Anteile an den PB Versicherungen auf 100 %). Zur Finanzierung hat die Talanx AG eine variable verzinsliche Bankverbindlichkeit in Höhe von 550 Mio. EUR aufgenommen. Für die Absicherung des Zinsänderungsrisikos nutzt der Konzern derivative Finanz instrumente (für weitere Informationen siehe Angabe 12, Abschnitt "Hedge Accounting", Seite 209). Weitere 9 Mio. EUR entfallen auf eine im Jahr 2003 begebene Inhaberschuldverschreibung; Laufzeit bis Juli 2013. Die aus diesen Verbindlichkeiten resultierenden Zinsaufwendungen (8 Mio. EUR) weisen wir unter der Position "Finanzierungszinsen" aus.
Das Nettoergebnis aus den begebenen Anleihen und Darlehen beträgt 15 (14) Mio. EUR und umfasst ausschließlich Zinsaufwendungen einschließlich der Amortisationen 1 (—) Mio. EUR.
Der Bilanzwert dieser Position entspricht den fortgeführten Anschaff ungskosten. Liquiditätsabfl üsse erfolgen bis zur Endfälligkeit jährlich in Höhe der Zinszahlungen. In diesem Gesamtbetrag sind keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr enthalten (siehe hierzu auch Abschnitt "Management von Liquiditätsrisiken" im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seiten 184 ff .).
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft | 2.155 | 2.237 |
| davon gegenüber Versicherungsnehmern | 1.548 | 1.659 |
| davon gegenüber Versicherungsvermittlern | 607 | 578 |
| Abrechnungsverbindlichkeiten | 1.968 | 1.570 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | — | 57 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 68 | 39 |
| Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen | 145 | 206 |
| Verbindlichkeiten aus Führungsfremdgeschäft | 71 | 35 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 234 | 72 |
| davon negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 149 | 42 |
| Rechnungsabgrenzung | 26 | 27 |
| Zinsen | 15 | 11 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern | 11 | 11 |
| Andere Verbindlichkeiten | 165 | 296 |
| Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres | 4.858 | 4.561 |
Die Talanx AG hat im Berichtsjahr Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 57 Mio. EUR zurückgeführt.
Erläuterungen zu den Restlaufzeiten der in den übrigen Verbindlichkeiten enthaltenen Finanzinstrumente werden im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten" gegeben. Ausführliche Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Derivaten fi nden sich in Angabe 12, Seite 208.
In der folgenden Tabelle werden die aktiven und passiven latenten Steuern auf die Bilanzpositionen aufgeteilt, aus denen sie resultieren.
| 31.12.2010 | 31.12.2009 1) | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Aktive latente Steuern (latente Steuerforderungen) | ||
| Schadenrückstellung | 338 | 251 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen | 290 | 269 |
| Verlustvorträge | 306 | 271 |
| Deckungsrückstellung | 50 | 52 |
| Rückstellungen | 208 | 132 |
| Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 12 | 20 |
| Kapitalanlagen | 68 | 54 |
| Depotforderungen | 309 | 537 |
| Beitragsrückerstattung | 13 | 14 |
| Übrige Kapitalanlagen | 3 | 14 |
| Wertberichtigung | –180 | –267 |
| Sonstige | 400 | 232 |
| Gesamt | 1.817 | 1.579 |
| Passive latente Steuern (latente Steuerverbindlichkeiten) | ||
| Schwankungsrückstellung | 1.088 | 1.060 |
| Abgegrenzte Abschlusskosten 2) | 488 | 511 |
| Depotforderungen | 51 | 96 |
| Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 381 | 99 |
| Bestandswert erworbener Versicherungsbestände (PVFP) | 302 | 285 |
| Deckungsrückstellung | 167 | 342 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen | 47 | 95 |
| Kapitalanlagen | 197 | 191 |
| Schadenrückstellung | 30 | 59 |
| Übrige Kapitalanlagen | 63 | 23 |
| Schuldenkonsolidierung | 18 | 12 |
| Rückstellungen | 55 | 16 |
| Sonstige | 95 | 64 |
| Gesamt | 2.982 | 2.853 |
| Nettobetrag der latenten Steuern | 1.165 | 1.274 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
2) Die Steuerlatenzen auf die abgegrenzten Abschlusskosten beziehen sich auf den Nettoausweis,
d. h. nach Berücksichtigung der Rückanteile
Die aktiven und passiven latenten Steuern sind wie folgt ausgewiesen:
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Aktive latente Steuern | 268 | 235 |
| Passive latente Steuern | 1.433 | 1.509 |
| Nettobetrag der latenten Steuern | 1.165 | 1.274 |
Wir weisen unter den gebuchten Bruttoprämien auch die Sparanteile der Prämien für fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungsverträge aus. Aus den verdienten Prämien für eigene Rechnung wurden diese Sparanteile eliminiert.
| 2010 1) | Industrie versicherung |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
Schaden Rück versicherung |
Personen Rück versicherung |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | ||||||
| Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung |
3.048 | 6.802 | 2.233 | 5.973 | 4.813 | 22.869 |
| Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung |
— | 932 | 207 | — | — | 1.139 |
| Gebuchte Rückversicherungsprämien | 1.363 | 210 | 88 | 692 | 414 | 2.767 |
| Veränderung der Bruttoprämienüberträge |
41 | 45 | 18 | –276 | –13 | –185 |
| Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge |
42 | –6 | 28 | –39 | — | 25 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung |
1.684 | 5.711 | 1.928 | 5.044 | 4.386 | 18.753 |
| Industrie | Privat- und Firmen versicherung |
Privat- und Firmen versicherung |
Schaden Rück |
Personen Rück |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 1) | versicherung | Deutschland | International | versicherung | versicherung | Summe |
| Mio. EUR | ||||||
| Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener |
||||||
| Lebens- und Rentenversicherung | 3.062 | 6.596 | 1.827 | 5.281 | 4.157 | 20.923 |
| Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung |
— | 835 | 144 | — | — | 979 |
| Gebuchte Rückversicherungsprämien | 1.402 | 271 | 110 | 332 | 415 | 2.530 |
| Veränderung der Bruttoprämienüberträge |
20 | 167 | –32 | –193 | –29 | –67 |
| Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der |
||||||
| Bruttoprämienüberträge | –39 | 86 | –6 | –20 | 3 | 24 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung |
1.719 | 5.571 | 1.547 | 4.776 | 3.710 | 17.323 |
1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen
| Privat- und Firmen |
Privat- und Firmen |
Schaden | Personen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Industrie | versicherung | versicherung | Rück | Rück | Konzern | ||
| 2010 1) | versicherung | Deutschland | International | versicherung | versicherung | funktionen | Summe |
| Mio. EUR | |||||||
| Erträge aus Grundstücken | 7 | 51 | 1 | 32 | — | — | 91 |
| Dividenden 2) | 9 | 23 | 3 | 6 | 1 | 7 | 49 |
| Laufende Zinserträge 3) | 208 | 1.463 | 119 | 634 | 189 | 3 | 2.616 |
| Sonstige Erträge | 3 | 11 | — | 9 | 2 | 1 | 26 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 227 | 1.548 | 123 | 681 | 192 | 11 | 2.782 |
| Erträge aus Zuschreibungen | — | 10 | — | 27 | — | — | 37 |
| Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen |
24 | 191 | 26 | 207 | 39 | 3 | 490 |
| Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen |
3 | 21 | 24 | 12 | 14 | — | 74 |
| Kapitalanlageerträge | 254 | 1.770 | 173 | 927 | 245 | 14 | 3.383 |
| Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen |
10 | 28 | 3 | 55 | 9 | — | 105 |
| Unrealisierte Verluste | |||||||
| aus Kapitalanlagen | 1 | 12 | 6 | 44 | 23 | — | 86 |
| Summe | 11 | 40 | 9 | 99 | 32 | — | 191 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke |
|||||||
| planmäßig | 1 | 7 | — | 7 | — | — | 15 |
| außerplanmäßig | — | 6 | — | — | — | — | 6 |
| Abschreibungen auf Dividendentitel | 2 | 28 | 8 | 1 | — | 6 | 45 |
| Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere |
— | 9 | — | 8 | — | — | 17 |
| Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen |
3 | 18 | — | 8 | — | 3 | 32 |
| Aufwendungen für die Verwaltung | |||||||
| von Kapitalanlagen | 4 | 11 | 1 | 9 | 2 | 98 | 125 |
| Sonstige Aufwendungen | 8 | 17 | 1 | 25 | 2 | 2 | 55 |
| Sonstige Kapital anlage aufwendungen/ Abschreibungen |
18 | 96 | 10 | 58 | 4 | 109 | 295 |
| Kapital anlage aufwendungen | 29 | 136 | 19 | 157 | 36 | 109 | 486 |
| Kapital anlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen |
225 | 1.634 | 154 | 770 | 209 | –95 | 2.897 |
| Depotzinserträge | — | — | — | 19 | 406 | — | 425 |
| Depotzinsaufwendungen | 1 | 24 | — | 7 | 113 | — | 145 |
| Depotzinsergebnis | –1 | –24 | — | 12 | 293 | — | 280 |
| Kapitalanlageergebnis | 224 | 1.610 | 154 | 782 | 502 | –95 | 3.177 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8; Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten
2) Das Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen beträgt 2 Mio. EUR und wird 2010 unter den Dividenden ausgewiesen;
das Vorjahr wurde entsprechend angepasst
3) Amortisationsbeträge aus Unterschiedsbeträgen der Zinsträger weisen wir unter den laufenden Zinserträgen aus (vormals Sonstige Erträge);
das Vorjahr wurde angepasst
| 2009 1) | Industrie versicherung |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
Schaden Rück versicherung |
Personen Rück versicherung |
Konzern funktionen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||||
| Erträge aus Grundstücken | 4 | 54 | 2 | 5 | — | — | 65 |
| Dividenden 2) | 6 | 36 | 4 | –3 | — | 8 | 51 |
| Laufende Zinserträge 3) | 209 | 1.357 | 116 | 606 | 162 | 7 | 2.457 |
| Sonstige Erträge | 5 | 17 | — | 10 | 2 | — | 34 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 224 | 1.464 | 122 | 618 | 164 | 15 | 2.607 |
| Erträge aus Zuschreibungen | — | — | — | 21 | — | — | 21 |
| Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen |
68 | 240 | 20 | 154 | 30 | 8 | 520 |
| Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen |
4 | 31 | 6 | 18 | 114 | — | 173 |
| Kapitalanlageerträge | 296 | 1.735 | 148 | 811 | 308 | 23 | 3.321 |
| Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen |
44 | 165 | 6 | 59 | 10 | — | 284 |
| Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen |
1 | 88 | 1 | 25 | 6 | — | 121 |
| Summe | 45 | 253 | 7 | 84 | 16 | — | 405 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke |
|||||||
| planmäßig | 2 | 7 | — | — | — | — | 9 |
| außerplanmäßig | — | 7 | — | 1 | — | — | 8 |
| Abschreibungen auf Dividendentitel | 1 | 95 | 8 | 3 | — | 5 | 112 |
| Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere |
3 | 47 | 5 | 46 | — | — | 101 |
| Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen |
7 | 28 | 1 | 87 | — | — | 123 |
| Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen |
3 | 12 | — | 8 | 2 | 80 | 105 |
| Sonstige Aufwendungen | 4 | 16 | 2 | 17 | 1 | — | 40 |
| Sonstige Kapital anlage aufwendungen/ Abschreibungen |
20 | 212 | 16 | 162 | 3 | 85 | 498 |
| Kapital anlage aufwendungen | 65 | 465 | 23 | 246 | 19 | 85 | 903 |
| Kapital anlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen |
231 | 1.270 | 125 | 565 | 289 | –62 | 2.418 |
| Depotzinserträge | 1 | 2 | 1 | 46 | 397 | — | 447 |
| Depotzinsaufwendungen | 1 | 27 | — | 10 | 169 | — | 207 |
| Depotzinsergebnis | — | –25 | 1 | 36 | 228 | — | 240 |
| Kapitalanlageergebnis | 231 | 1.245 | 126 | 601 | 517 | –62 | 2.658 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8; Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten
2) Das Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen beträgt –6 Mio. EUR und wird 2010 unter den Dividenden ausgewiesen;
das Vorjahr wurde entsprechend angepasst
3) Amortisationsbeträge aus Unterschiedsbeträgen der Zinsträger weisen wir unter den laufenden Zinserträgen aus (vormals Sonstige Erträge); das Vorjahr wurde angepasst
Die außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 100 (344) Mio. EUR entfallen mit 32 (123) Mio. EUR auf die sonstigen Kapitalanlagen; darunter 7 (93) Mio. EUR auf den Bereich alternative Anlagen. Die Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 17 (101) Mio. EUR werden größtenteils bei strukturierten Papieren vorgenommen. Weitere 45 (112) Mio. EUR Wertminderungen betreff en die Aktienbestände. Dem gegenüber standen Zuschreibungen auf in Vorperioden abgeschriebene Kapitalanlagen in Höhe von 37 (21) Mio. EUR, die mit 3 (11) Mio. EUR auf alternative Anlagen und 24 (10) Mio. EUR auf festverzinsliche Wertpapiere entfi elen.
Die in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesenen Nettogewinne und -verluste aus Kapitalanlagen basieren im Wesentlichen auf der Klassenbildung des Konzerns (siehe hierzu "Klassenbildung von Finanzinstrumenten" im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seiten 166 f.).
Unter Einbezug der Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen (125 (105) Mio. EUR) und der sonstigen Aufwendungen (55 (40) Mio. EUR) beträgt das Kapitalanlageergebnis zum Bilanzstichtag insgesamt 3.177 (2.658) Mio. EUR.
| 2010 1) | Ordent liche Kapital anlage erträge |
Amor ti sation |
Gewinne aus dem Abgang |
Verluste aus dem Abgang |
Wert berich ti gung |
Zu schrei bung |
Unrea li sierte Gewinne |
Unrea li sierte Verluste |
Summe 2) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen |
3 | — | — | — | 3 | — | — | — | — |
| Darlehen und Forderungen | 1.265 | 79 | 53 | 20 | 10 | 3 | — | — | 1.370 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente |
120 | — | — | — | — | — | — | — | 120 |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente |
|||||||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 1.036 | 20 | 251 | 42 | 8 | 30 | — | — | 1.287 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 65 | — | 121 | 16 | 51 | — | — | — | 119 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente |
|||||||||
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifi zierte Finanz instrumente |
|||||||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 42 | — | 23 | 3 | — | — | 45 | 24 | 83 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | — | — | — | — | — | — | 2 | — | 2 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente |
|||||||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 4 | — | — | — | — | — | 1 | — | 5 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | — | — | 3 | 1 | — | — | — | 1 | 1 |
| Derivate | 4 | — | 23 | 23 | — | — | 20 | 2 | 22 |
| Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente |
29 | — | 7 | — | 22 | 4 | 4 | — | 22 |
| Sonstige 1) | 109 | 6 | 9 | — | 21 | — | 2 | 59 | 46 |
| Selbstverwaltete Kapitalanlagen | 2.677 | 105 | 490 | 105 | 115 | 37 | 74 | 86 | 3.077 |
| Depotforderungen/ Depotverbindlichkeiten |
280 | — | — | — | — | — | — | — | 280 |
| Gesamt | 2.957 | 105 | 490 | 105 | 115 | 37 | 74 | 86 | 3.357 |
1) Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden in der Position "Sonstige" die Gewinne aus fr emdgenutzten Grundstücken, assoziierten Unternehmen sowie aus derivativen Finanzinstrumenten – soweit negative Marktwerte – zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen von Hedge Accounting (siehe Angabe 12) sind, sofern sie keine Absicherungsgeschäft e im Bereich der Kapitalanlagen betreff en, in der Aufstellung nicht enthalten
2) Ohne Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen und sonstige Aufwendungen
| Ordent liche Kapital anlage |
Amor ti | Gewinne aus dem |
Verluste aus dem |
Wert berich | Zu schrei | Unrea li sierte Gewinne/ |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 1) | erträge | sation | Abgang | Abgang | ti gung | bung | Verluste 2) | Summe 3) |
| Mio. EUR | ||||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen |
3 | — | 1 | — | — | — | — | 4 |
| Darlehen und Forderungen | 1.203 | 64 | 22 | 20 | 31 | — | — | 1.238 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente |
100 | 4 | — | 3 | 1 | — | — | 100 |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente |
||||||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 965 | 24 | 233 | 81 | 69 | 10 | — | 1.082 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 76 | — | 131 | 75 | 145 | — | — | –13 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente |
||||||||
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifi zierte Finanz instrumente |
||||||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 36 | 12 | 6 | 1 | — | — | –30 | 23 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | — | — | — | 1 | — | — | –7 | –8 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente |
||||||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 1 | — | — | — | — | — | — | 1 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 1 | — | 2 | 3 | — | — | 1 | 1 |
| Derivate | 2 | — | 106 | 87 | — | — | 36 | 57 |
| Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente |
39 | 1 | — | — | 88 | 11 | — | –37 |
| Sonstige 1) | 75 | 3 | 19 | 13 | 20 | — | 52 | 116 |
| Selbstverwaltete Kapitalanlagen | 2.501 | 108 | 520 | 284 | 354 | 21 | 52 | 2.564 |
| Depotforderungen/ Depotverbindlichkeiten |
240 | — | — | — | — | — | — | 240 |
| Gesamt | 2.741 | 108 | 520 | 284 | 354 | 21 | 52 | 2.804 |
1) Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden in der Position "Sonstige" die Gewinne aus fr emdgenutzten Grundstücken,
assoziierten Unternehmen sowie aus derivativen Finanzinstrumenten – soweit negative Marktwerte – zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen von Hedge Accounting (siehe Angabe 12) sind, sofern sie keine Absicherungsgeschäft e im Bereich der Kapitalanlagen betreff en, in der Aufstellung nicht enthalten 2) Die unrealisierten Gewinne und Verluste wurden 2009 zusammengefasst dargestellt; eine getrennte Darstellung wäre nur mit unverhältnismäßig
hohem Aufwand möglich gewesen und ist daher unterblieben
3) Ohne Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen und sonstige Aufwendungen
Die Zinserträge stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:
| Zinserträge aus Kapitalanlagen | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Darlehen und Forderungen | 1.344 | 1.267 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 120 | 104 |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 1.056 | 989 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifi zierte Finanz instrumente | 42 | 48 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente | 4 | 1 |
| Sonstige | 41 | 44 |
| Gesamt | 2.607 | 2.453 |
| Privat- und Firmen |
Privat- und Firmen |
Schaden | Personen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Industrie | versicherung | versicherung | Rück | Rück | ||
| 2010 1) | versicherung | Deutschland | International | versicherung | versicherung | Summe |
| Mio. EUR | ||||||
| Brutto | ||||||
| Schadenzahlungen | 1.974 | 3.721 | 1.128 | 3.380 | 3.157 | 13.360 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
73 | –2 | 159 | 772 | 174 | 1.176 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | — | 1.461 | 229 | — | 744 | 2.434 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung |
4 | 824 | 12 | — | — | 840 |
| Summe | 2.051 | 6.004 | 1.528 | 4.152 | 4.075 | 17.810 |
| Anteil der Rückversicherer | ||||||
| Schadenzahlungen | 799 | 119 | 43 | 468 | 274 | 1.703 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
–57 | 68 | 17 | –7 | –4 | 17 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | — | –53 | — | — | 41 | –12 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung |
1 | — | 3 | — | — | 4 |
| Summe | 743 | 134 | 63 | 461 | 311 | 1.712 |
| Netto | ||||||
| Schadenzahlungen | 1.175 | 3.602 | 1.085 | 2.912 | 2.883 | 11.657 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
130 | –70 | 142 | 779 | 178 | 1.159 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | — | 1.514 | 229 | — | 703 | 2.446 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung |
3 | 824 | 9 | — | — | 836 |
| Summe | 1.308 | 5.870 | 1.465 | 3.691 | 3.764 | 16.098 |
1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen
| 2009 1), 2) | Industrie versicherung |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
Schaden Rück versicherung |
Personen Rück versicherung |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | ||||||
| Brutto | ||||||
| Schadenzahlungen | 2.033 | 3.791 | 954 | 3.440 | 2.422 | 12.640 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
–257 | –102 | 63 | –31 | 439 | 112 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | — | 1.168 | 220 | — | 579 | 1.967 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung |
7 | 366 | 9 | — | — | 382 |
| Summe | 1.783 | 5.223 | 1.246 | 3.409 | 3.440 | 15.101 |
| Anteil der Rückversicherer | ||||||
| Schadenzahlungen | 1.032 | 254 | 39 | 331 | 164 | 1.820 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
–387 | –60 | 16 | –365 | 47 | –749 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | — | –47 | –1 | — | 18 | –30 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung |
1 | — | 1 | — | — | 2 |
| Summe | 646 | 147 | 55 | –34 | 229 | 1.043 |
| Netto | ||||||
| Schadenzahlungen | 1.001 | 3.537 | 915 | 3.109 | 2.258 | 10.820 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
130 | –42 | 47 | 334 | 392 | 861 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | — | 1.215 | 221 | — | 561 | 1.997 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung |
6 | 366 | 8 | — | — | 380 |
| Summe | 1.137 | 5.076 | 1.191 | 3.443 | 3.211 | 14.058 |
1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen
2) Anpassung nach IAS 8
| Privat- und | Privat- und | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Industrie | Firmen versicherung |
Firmen versicherung |
Schaden Rück |
Personen Rück |
||
| 2010 1) | versicherung | Deutschland | International | versicherung | versicherung | Summe |
| Mio. EUR | ||||||
| Brutto | ||||||
| Zahlungen | 363 | 980 | 374 | 1.287 | 821 | 3.825 |
| Veränderung der aktivierten Abschlusskosten |
–30 | –92 | 161 | –14 | 17 | 42 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 333 | 888 | 535 | 1.273 | 838 | 3.867 |
| Verwaltungsaufwendungen | 230 | 389 | 122 | 163 | 116 | 1.020 |
| Summe Abschluss | ||||||
| und Verwaltungsaufwendungen | 563 | 1.277 | 657 | 1.436 | 954 | 4.887 |
| Anteil der Rückversicherer | ||||||
| Zahlungen | 213 | 56 | 30 | 91 | 53 | 443 |
| Veränderung der aktivierten | ||||||
| Abschlusskosten | –17 | 23 | 26 | –4 | 44 | 72 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 196 | 79 | 56 | 87 | 97 | 515 |
| Netto | ||||||
| Zahlungen | 150 | 924 | 344 | 1.196 | 768 | 3.382 |
| Veränderung der aktivierten | ||||||
| Abschlusskosten | –13 | –115 | 135 | –10 | –27 | –30 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 137 | 809 | 479 | 1.186 | 741 | 3.352 |
| Verwaltungsaufwendungen | 230 | 389 | 122 | 163 | 116 | 1.020 |
| Summe Abschluss und Verwaltungsaufwendungen |
367 | 1.198 | 601 | 1.349 | 857 | 4.372 |
1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen
| 2009 1) | Industrie versicherung |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
Schaden Rück versicherung |
Personen Rück versicherung |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | ||||||
| Brutto | ||||||
| Zahlungen | 386 | 996 | 312 | 1.108 | 777 | 3.579 |
| Veränderung der aktivierten Abschlusskosten |
11 | 195 | 69 | –36 | –25 | 214 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 397 | 1.191 | 381 | 1.072 | 752 | 3.793 |
| Verwaltungsaufwendungen | 220 | 397 | 97 | 152 | 95 | 961 |
| Summe Abschluss und Verwaltungsaufwendungen |
617 | 1.588 | 478 | 1.224 | 847 | 4.754 |
| Anteil der Rückversicherer | ||||||
| Zahlungen | 238 | 73 | 40 | 37 | 43 | 431 |
| Veränderung der aktivierten Abschlusskosten |
6 | 201 | 2 | –2 | 72 | 279 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 244 | 274 | 42 | 35 | 115 | 710 |
| Netto | ||||||
| Zahlungen | 148 | 923 | 272 | 1.071 | 734 | 3.148 |
| Veränderung der aktivierten Abschlusskosten |
5 | –6 | 67 | –34 | –97 | –65 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 153 | 917 | 339 | 1.037 | 637 | 3.083 |
| Verwaltungsaufwendungen | 220 | 397 | 97 | 152 | 95 | 961 |
| Summe Abschluss und Verwaltungsaufwendungen |
373 | 1.314 | 436 | 1.189 | 732 | 4.044 |
1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen
| 2010 | 2009 1) | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Sonstige nichttechnische Erträge | ||
| Währungskursgewinne | 262 | 206 |
| Ertrag aus der Vereinnahmung eines negativen | ||
| Geschäfts- oder Firmenwerts | — | 93 |
| Erträge aus Dienstleistungen | 164 | 151 |
| Wertaufh olungen auf abgeschriebene Forderungen | 98 | 107 |
| Erträge aus Deposit Accounting | 50 | 40 |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 9 | 1 |
| Erträge aus der Aufl ösung sonstiger nichttechnischer Rückstellungen | 143 | 24 |
| Zinserträge | 44 | 36 |
| Provisionserträge | 57 | 47 |
| Mieterträge | 30 | 32 |
| Erträge aus dem Rückkauf eigener Wertpapiere | 4 | 30 |
| Übrige Erträge | 86 | 200 |
| Summe | 947 | 967 |
| Sonstige nichttechnische Aufwendungen | ||
| Währungskursverluste | 120 | 94 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 158 | 153 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen | 110 | 153 |
| Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes | 182 | 177 |
| Aufwendungen für Dienstleistungen | 227 | 167 |
| Sonstige Steuern | 51 | 20 |
| Aufwendungen aus der Bewertung von Veräußerungsgruppen | 55 | — |
| Übrige Aufwendungen | 136 | 241 |
| Summe | 1.039 | 1.005 |
| Sonstiges Ergebnis | –92 | –38 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Die übrigen Erträge enthalten einen Gewinn (9 Mio. EUR) aus der Veräußerung der Euro International Reinsurance S. A., Luxemburg (siehe hierzu auch unsere Ausführungen im Kapitel "Konsolidierung", Seite 158).
Die Abschreibungen auf Geschäft s- oder Firmenwert von 17 (92) Mio. EUR entfallen vollständig auf das Segment Privat- und Firmenversicherung International. Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in der Angabe 1 "Geschäft s- oder Firmenwert", Seiten 187 ff .
Die Finanzierungszinsen in Höhe von 134 (133) Mio. EUR beinhalten ausschließlich Zinsaufwendungen aus der Aufnahme von Fremdkapital, das nicht in direktem Zusammenhang mit dem operativen Versicherungsgeschäft steht. Diese Zinsaufwendungen entfallen mit 126 Mio. EUR auf unsere emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten sowie in Höhe von 8 Mio. EUR auf begebene Anleihen und Darlehen.
Unter dieser Position werden die inländischen Ertragsteuern sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Tochtergesellschaft en ausgewiesen. Die Ermittlung der Ertragsteuern schließt die Berechnung von Steuerabgrenzungen (latente Steuern) ein. Die Grundsätze der Berücksichtigung latenter Steuern sind im Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze" dargestellt. Auf einbehaltene Gewinne wesentlicher verbundener Unternehmen, bei denen eine Ausschüttung konkret geplant ist, werden latente Steuern gebildet.
Die tatsächlichen und die latenten Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
| Ertragsteuern | 2010 | 2009 1) |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Tatsächliche Steuern für das Berichtsjahr | 416 | 370 |
| Periodenfremde tatsächliche Steuern | –79 | 24 |
| Latente Steuern aufgrund temporärer Unterschiede | –27 | 74 |
| Latente Steuern aus Verlustvorträgen | –82 | 1 |
| Veränderung latenter Steuern aus Steuersatzänderungen | — | 2 |
| Ausgewiesener Steueraufwand | 228 | 471 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
| Aufteilung des ausgewiesenen Steueraufwands/-ertrags auf In- und Ausland |
2010 | 2009 1) |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Laufende Steuern | 337 | 394 |
| Inland | 249 | 306 |
| Ausland | 88 | 88 |
| Latente Steuern | –109 | 77 |
| Inland | –123 | 100 |
| Ausland | 14 | –23 |
| Gesamt | 228 | 471 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Die Finanzverwaltung hat die Auff assung vertreten, dass nicht unerhebliche Kapitaleinkünft e, die die in Irland ansässigen Rückversicherungstochtergesellschaft en des Konzerns erzielt haben, aufgrund der Regelungen des Außensteuergesetzes bei der Muttergesellschaft in Deutschland der Hinzurechnungsbesteuerung unterliegen. Gegen die entsprechenden Steuerbescheide wurden, auch hinsichtlich der bereits als Steueraufwand berücksichtigten Beträge, Rechtsmittel eingelegt. Unsere Auff assung, dass die Kapitaleinkünft e in Deutschland nicht der Besteuerung unterliegen, ist sowohl in einem erstinstanzlichen Verfahren als auch in einem Verfahren vor dem Bundesfi nanzhof für den Veranlagungszeitraum 1996 bestätigt worden. Die entsprechenden Grundlagenbescheide wurden von der Finanzverwaltung bereits teilweise aufgehoben, die noch ausstehenden Aufh ebungsbescheide werden in Kürze ergehen.
Die im Geschäft sjahr direkt im Eigenkapital erfassten tatsächlichen und latenten Steuern – resultierend aus Posten, die direkt dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben wurden – beliefen sich auf –20 (–94) Mio. EUR.
Die nachfolgende Überleitungsrechnung stellt den Zusammenhang zwischen dem erwarteten Steueraufwand, der sich bei der Anwendung des deutschen Ertragsteuersatzes, bezogen auf das Ergebnis vor Steuern, ergeben würde, und dem tatsächlichen Steueraufwand dar:
| Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand | 2010 | 2009 1) |
|---|---|---|
| Mio. EUR | ||
| Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern | 898 | 1.364 |
| Erwarteter Steuersatz | 31,6 % | 31,6 % |
| Erwarteter Steueraufwand | 284 | 431 |
| Veränderung der latenten Steuersätze | — | 1 |
| Besteuerungsunterschiede bei den Auslandstöchtern | –42 | –115 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 115 | 152 |
| Steuerfreie Erträge | –83 | –65 |
| Wertberichtigung | 25 | 10 |
| Aperiodischer Steueraufwand | –84 | 45 |
| Sonstige | 13 | 12 |
| Ausgewiesener Steueraufwand | 228 | 471 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8
Basis für die Berechnung des erwarteten Steueraufwands ist der deutsche Ertragsteuersatz von 31,6 %. In diesem Steuersatz sind die Körperschaft steuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie ein Gewerbesteuermischsatz berücksichtigt.
Die Steuerquote beträgt im Berichtsjahr 25,4 (34,5) % und ergibt sich aus dem Verhältnis des ausgewiesenen Steueraufwands zu dem Vorsteuerergebnis. Der Steuersatz entspricht der durchschnittlichen Ertragsteuerbelastung aller Konzernunternehmen.
Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 610 (748) Mio. EUR und abzugsfähige temporäre Diff erenzen in Höhe von 23 (87) Mio. EUR haben wir aufgrund einer nicht ausreichend gesicherten Realisierung keine latenten Steuern gebildet. Darüber hinaus bestanden nicht aktivierte Steuergutschrift en in Höhe von 6 (22) Mio. EUR.
Die nicht aktivierten Verlustvorträge und Steuergutschrift en verfallen wie folgt:
| 1–5 Jahre | 6–10 Jahre | > 10 Jahre | Unbegrenzt | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||
| Verlustvorträge | 69 | — | 44 | 497 | 610 |
| Temporäre Diff erenzen | — | — | — | 23 | 23 |
| Steuergutschriften | 6 | — | — | — | 6 |
| Gesamt | 75 | — | 44 | 520 | 639 |
In den Vorjahren nicht berücksichtigte Verlustvorträge haben im Berichtsjahr den latenten Steueraufwand um 12 (2) Mio. EUR gemindert. Die Abwertung von in Vorjahren bilanzierten latenten Steueransprüchen führte im Geschäft sjahr 2010 zu einem latenten Steueraufwand von 12 (2) Mio. EUR.
Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäft igten Mitarbeiter verteilt sich auf:
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Erstversicherungsunternehmen | 15.256 | 14.935 |
| Rückversicherungsunternehmen | 2.130 | 1.986 |
| Unternehmen im Segment Konzernfunktionen | 394 | 431 |
| Gesamt ohne Personen in Ausbildung | 17.780 | 17.352 |
| Personen in Ausbildung | 442 | 453 |
| Gesamt | 18.222 | 17.805 |
| Personalaufwendungen | 2010 | 2009 |
| Mio. EUR | ||
| Löhne und Gehälter | ||
| Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb | 867 | 819 |
| Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen | 58 | 52 |
| 925 | 871 | |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | ||
| Soziale Abgaben | 137 | 141 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 19 | 59 |
| Aufwendungen für Unterstützung | 19 | 12 |
| 175 | 212 | |
| Gesamt | 1.100 | 1.083 |
Nach IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" werden als nahestehende Unternehmen und Personen u. a. Mutter- und Tochterunternehmen sowie Tochtergesellschaft en einer gemeinsamen Muttergesellschaft , assoziierte Unternehmen, juristische Personen unter Einfl uss des Managements und das Management des Unternehmens defi niert.
Zu den nahestehenden Unternehmen gehören im Talanx-Konzern der HDI Haft pfl ichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a. G.), der unmittelbar sämtliche Anteile an der Talanx AG hält, alle nicht konsolidierten Tochter gesellschaft en, zu denen in erster Linie die Tochtergesellschaft en zählen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzern abschluss ein bezogen wurden, und die assoziierten Unternehmen, die at Equity bewertet wurden. Hinzu kommen die Versorgungskassen, die nach Beendigung des Arbeits verhältnisses eine Leistung zugunsten der Arbeitnehmer der Talanx AG oder eines ihrer nahe stehenden Unternehmen erbringen.
Die nahestehenden Personen umfassen die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Talanx AG und des HDI V. a. G. Geschäft svorfälle zwischen Talanx und ihren Tochterunternehmen sowie zwischen Tochterunternehmen werden grundsätzlich durch Konsolidierung eliminiert und werden somit im Anhang nicht erläutert. Geschäft sbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Unternehmen oder mit assoziierten Unternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.
Für die Angaben zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG verweisen wir auf die Ausführungen zu den Bezügen der Organe der Obergesellschaft , Seiten 253 f.
Der Vorstand der Hannover Rückversicherung AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats per 1. Januar 2000 einen virtuellen Aktienoptionsplan eingeführt, der die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten an bestimmte Führungskräft e vorsieht. Der Inhalt des Aktienoptionsplans richtet sich ausschließlich nach den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten. Zuteilungsberechtigt sind alle Mitglieder des Konzern-Führungskreises der Hannover Rückversicherung AG. Bei Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt sich kein Anspruch auf Lieferung von Aktien der Hannover Rückversicherung AG, sondern lediglich auf Zahlung eines an der Aktienkursentwicklung der Hannover Rückversicherung AG orientierten Barbetrags. Die Bilan zierung aktienbasierter Vergütungstransaktionen mit Barausgleich ist in IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" geregelt.
Aktienwert-Beteiligungsrechte wurden erstmals für das Geschäft sjahr 2000 zugeteilt und werden für jedes nachfolgende Geschäft sjahr (Zuteilungsjahr) gesondert zugeteilt, sofern die in den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten festgelegten Erfolgskriterien erreicht werden.
Das interne Erfolgskriterium ist das Erreichen des vom Aufsichtsrat festgelegten Zielergebnisses, ausgedrückt in "Diluted Earnings per Share" nach IAS 33 "Earnings per Share" (EPS). Wird das Zielergebnis über- oder unterschritten, wird die zunächst gewährte vorläufi ge Basisanzahl entsprechend erhöht bzw. reduziert und ergibt die EPS-Basisanzahl. Das externe Erfolgskriterium ist die Entwicklung des Aktienkurses im Zuteilungsjahr. Hierfür gilt der RBS Global Reinsurance Index (gewichtet) als Benchmark. Er beinhaltet die Entwicklung börsennotierter Rückversicherer der Welt. Entsprechend der Out- oder Underperformance dieses Index wird die EPS-Basisanzahl erhöht, jedoch maximal um 400 % der Basisanzahl, bzw. ermäßigt, aber maximal um 50 % der EPS-Basisanzahl.
Die Laufzeit der Aktienwert-Beteiligungsrechte beträgt jeweils zehn Jahre, beginnend mit dem Ablauf des betreff enden Zuteilungsjahres. Aktienwert-Beteiligungsrechte, die nicht bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit ausgeübt wurden, erlöschen. Die Aktienwert-Beteiligungsrechte dürfen erst nach einer Wartezeit und dann nur innerhalb von vier Ausübungszeiträumen pro Jahr ausgeübt werden. Die Wartezeit beträgt für 40 % der Aktienwert-Beteiligungsrechte (die erste Tranche jedes Zuteilungsjahres) zwei Jahre; für jeweils weitere 20 % der Aktienwert-Beteiligungsrechte (die Tranchen zwei bis vier jedes Zuteilungsjahres) verlängert sich die Sperrfrist jeweils um ein weiteres Jahr. Jeder Ausübungszeitraum hat eine Dauer von zehn Börsenhandelstagen, beginnend jeweils mit dem sechsten Börsenhandelstag nach dem Tag der Veröff entlichung des Quartalsberichts der Hannover Rückversicherung AG.
Am 4. November 2009 hat der Aufsichtsrat der Hannover Rückversicherung AG für die Mitglieder des Vorstands und am 23. November 2009 der Vorstand der Hannover Rückversicherung AG für die weiteren Mitglieder des Konzern-Führungskreises der Hannover Rückversicherung AG die Verlängerung der Wartezeit von zwei auf vier Jahre für die ab dem Zuteilungsjahr 2010 zu gewährenden Aktienwert-Beteiligungsrechte beschlossen. Nach Ablauf dieser Wartezeit sind maximal 60 % der für ein Zuteilungsjahr zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte ausübbar. Die Wartezeit für jeweils weitere 20 % der für dieses Zuteilungsjahr einer Führungskraft zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte beträgt jeweils ein weiteres Jahr.
Bei Ausübung eines Aktienwert-Beteiligungsrechts ist die Höhe des Diff erenzbetrags zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rückversicherung AG zum Zeitpunkt der Ausübung an den Berechtigten zu zahlen. Dabei entspricht der Basispreis dem arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rückversicherung AG an allen Börsenhandelstagen des ersten vollen Kalendermonats des jeweiligen Zuteilungsjahres. Maßgebend für den aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rückversicherung AG zum Zeitpunkt der Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ist der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rückversicherung AG an den letzten zwanzig Börsenhandelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Ausübungszeitraums.
Die Auszahlung ist auf einen Maximalbetrag begrenzt, der sich als Quotient aus dem im Zuteilungsjahr insgesamt zu gewährenden Vergütungsvolumen und der Gesamtzahl der in diesem Jahr zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt.
Im Falle der Kündigung des Anstellungsverhältnisses oder der Beendigung des Anstellungsverhältnisses infolge eines Aufh ebungsvertrags oder einer Befristung besteht das Recht, alle Aktienwert-Beteiligungsrechte im ersten darauf folgenden Ausübungszeitraum auszuüben. In diesem Zeitraum nicht ausgeübte Aktienwert-Beteiligungsrechte und solche, deren Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, erlöschen. Der Eintritt in den Ruhestand, der Fall der Erwerbsunfähigkeit und der Fall des Todes der Führungskraft gelten für Zwecke der Ausübung nicht als Beendigung des Anstellungsverhältnisses.
Aus den Zuteilungen für die Jahre 2000, 2002 bis 2004 sowie 2006, 2007 und 2009 bestehen im Geschäft sjahr 2010 die in der folgenden Tabelle dargestellten Verpfl ichtungen. Für die Jahre 2001, 2005 und 2008 erfolgte keine Zuteilung:
| Aktienwert-Beteiligungsrechte | Zuteilungsjahr | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| der Hannover Rückversicherung AG | 2009 | 2007 | 2006 | 2004 | 2003 | 2002 | 2000 |
| Ausgabedatum | 15.3.2010 | 28.3.2008 | 13.3.2007 | 24.3.2005 | 25.3.2004 | 11.4.2003 | 21.6.2001 |
| Laufzeit | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre |
| Sperrfrist | 2 Jahre | 2 Jahre | 2 Jahre | 2 Jahre | 2 Jahre | 2 Jahre | 2 Jahre |
| Basispreis (in EUR) | 22,70 | 34,97 | 30,89 | 27,49 | 24,00 | 23,74 | 25,50 |
| Teilnehmer im Jahr der Ausgabe | 137 | 110 | 106 | 109 | 110 | 113 | 95 |
| Anzahl ausgegebener Optionen | 1.569.855 | 926.565 | 817.788 | 211.171 | 904.234 | 710.429 | 1.138.005 |
| Fair Value zum 31.12.2010 (in EUR) | 7,30 | 7,86 | 9,77 | 16,16 | 8,99 | 8,79 | 5,49 |
| Maximalwert (in EUR) | 8,76 | 10,79 | 10,32 | 24,62 | 8,99 | 8,79 | 5,49 |
| Gewichteter Ausübungspreis | — | 1,52 | 5,32 | 8,51 | 8,99 | 8,79 | 5,49 |
| Bestand an Optionen zum 31.12.2010 | 1.535.600 | 889.858 | 691.751 | 126.622 | 3.316 | 2.365 | — |
| Rückstellung zum 31.12.2010 (in Mio. EUR) |
3,90 | 6,10 | 6,48 | 2,05 | 0,03 | 0,02 | — |
| Auszahlungsbeträge im Geschäftsjahr 2010 (in Mio. EUR) |
— | 0,02 | 0,50 | 0,25 | 0,49 | 0,07 | 0,01 |
| Aufwand im Geschäftsjahr 2010 (in Mio. EUR) |
3,90 | 2,40 | 2,53 | 0,59 | 0,01 | — | — |
Entwicklung des Aktienwert-
Im Geschäft sjahr 2010 ist für 100 % der für die Jahre 2000, 2002 bis 2004, für 60 % der für das Jahr 2006 und für 40 % der für das Jahr 2007 zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte die Wartezeit abgelaufen. Ausgeübt wurden 1.503 Aktien wert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2000, 7.682 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungs jahres 2002, 52.581 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2003, 29.832 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2004, 95.380 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2006 und 10.399 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2007. Die Summe der Auszahlungsbeträge betrug 1,3 Mio. EUR.
Der Bestand der Aktienwert-Beteiligungsrechte der Hannover Rückversicherung AG hat sich wie folgt entwickelt:
| Beteiligungsrechtsplans der Hannover Rückversicherung AG/ |
Zuteilungsjahr | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Optionen | 2009 | 2007 | 2006 | 2004 | 2003 | 2002 | 2000 |
| Ausgegeben 2001 | — | — | — | — | — | — | 1.138.005 |
| Ausgeübt 2001 | — | — | — | — | — | — | — |
| Verfallen 2001 | — | — | — | — | — | — | — |
| Bestand 31.12.2001 | — | — | — | — | — | — | 1.138.005 |
| Ausgegeben 2002 | — | — | — | — | — | — | — |
| Ausgeübt 2002 | — | — | — | — | — | — | — |
| Verfallen 2002 | — | — | — | — | — | — | 40.770 |
| Bestand 31.12.2002 | — | — | — | — | — | — | 1.097.235 |
| Ausgegeben 2003 | — | — | — | — | — | 710.429 | — |
| Ausgeübt 2003 | — | — | — | — | — | — | — |
| Verfallen 2003 | — | — | — | — | — | 23.765 | 110.400 |
| Bestand 31.12.2003 | — | — | — | — | — | 686.664 | 986.835 |
| Ausgegeben 2004 | — | — | — | — | 904.234 | — | — |
| Ausgeübt 2004 | — | — | — | — | — | — | 80.137 |
| Verfallen 2004 | — | — | — | — | 59.961 | 59.836 | 57.516 |
| Bestand 31.12.2004 | — | — | — | — | 844.273 | 626.828 | 849.182 |
| Ausgegeben 2005 | — | — | — | 211.171 | — | — | — |
| Ausgeübt 2005 | — | — | — | — | — | 193.572 | 647.081 |
| Verfallen 2005 | — | — | — | 6.397 | 59.834 | 23.421 | 25.974 |
| Bestand 31.12.2005 | — | — | — | 204.774 | 784.439 | 409.835 | 176.127 |
| Ausgegeben 2006 | — | — | — | — | — | — | — |
| Ausgeübt 2006 | — | — | — | — | 278.257 | 160.824 | 153.879 |
| Verfallen 2006 | — | — | — | 14.511 | 53.578 | 22.896 | 10.467 |
| Bestand 31.12.2006 | — | — | — | 190.263 | 452.604 | 226.115 | 11.781 |
| Ausgegeben 2007 | — | — | 817.788 | — | — | — | — |
| Ausgeübt 2007 | — | — | — | 12.956 | 155.840 | 110.426 | 3.753 |
| Verfallen 2007 | — | — | 8.754 | 13.019 | 38.326 | 10.391 | — |
| Bestand 31.12.2007 | — | — | 809.034 | 164.288 | 258.438 | 105.298 | 8.028 |
| Ausgegeben 2008 | — | 926.565 | — | — | — | — | — |
| Ausgeübt 2008 | — | — | — | 1.699 | 121.117 | 93.747 | — |
| Verfallen 2008 | — | — | 3.103 | 1.443 | 2.162 | 944 | — |
| Bestand 31.12.2008 | — | 926.565 | 805.931 | 161.146 | 135.159 | 10.607 | 8.028 |
| Ausgegeben 2009 | — | — | — | — | — | — | — |
| Ausgeübt 2009 | — | — | — | 1.500 | 79.262 | 560 | 6.525 |
| Verfallen 2009 | — | 17.928 | 16.158 | 3.192 | — | — | — |
| Bestand 31.12.2009 | — | 908.637 | 789.773 | 156.454 | 55.897 | 10.047 | 1.503 |
| Ausgegeben 2010 | 1.569.855 | — | — | — | — | — | — |
| Ausgeübt 2010 | — | 10.399 | 95.380 | 29.832 | 52.581 | 7.682 | 1.503 |
| Verfallen 2010 | 34.255 | 8.380 | 2.642 | — | — | — | — |
| Bestand 31.12.2010 | 1.535.600 | 889.858 | 691.751 | 126.622 | 3.316 | 2.365 | — |
Die Bewertung der bestehenden Aktienwert-Beteiligungsrechte erfolgt auf Basis des Black-Scholes-Optionspreismodells.
Den Berechnungen sind der Jahresschlusskurs der Hannover Rück-Aktie zum Stichtag 22. Dezember 2010 von 41,38 EUR, eine erwartete Volatilität von 39,69 % (historische Volatilität auf Fünf-Jahres-Basis), eine Dividendenrendite von 5,32 % und ein risikofreier Zinssatz von 1,02 % für das Zuteilungsjahr 2002, 1,39 % für das Zuteilungsjahr 2003, 1,76 % für das Zuteilungsjahr 2004, 2,38 % für das Zuteilungsjahr 2006, 2,64 % für das Zuteilungsjahr 2007 und 3,05 % für das Zuteilungsjahr 2009 zugrunde gelegt worden.
Auf dieser Basis beträgt die Summe der Rückstellung, die unter den übrigen nichttechnischen Rückstellungen ausgewiesen wird, für das Geschäft sjahr 2010 18,6 (10,5) Mio. EUR. Der Aufwand beträgt insgesamt 9,4 (7,5) Mio. EUR.
Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG ist als Folge der Verschmelzung mit der Gerling Konzern Allgemeine Versicherungs-AG als übernehmende Gesellschaft Beteiligte eines Kartellordnungswidrigkeitenverfahrens geworden. Das Bundeskartellamt hatte im März 2005 neben anderen deutschen Versicherern u. a. gegen die Gerling Konzern Allgemeine Versicherungs-AG wegen angeblicher Kartellabsprachen im deutschen Industrieversicherungsmarkt ein Bußgeld in Höhe von 19 Mio. EUR verhängt. Im Januar 2010 hat das OLG Düsseldorf die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG vom Kartellvorwurf freigesprochen, weil eine Haft ung als Rechtsnachfolgerin der Gerling Konzern Allgemeine Versicherungs-AG nicht in Betracht komme. Gegen das Urteil legte die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf Rechtsbeschwerde ein, sodass die Angelegenheit nun dem Bundesgerichtshof zur Entscheidung vorliegt.
Aus dem Erwerb der Lion Insurance Company, Trenton/USA, durch unsere Tochtergesellschaft Hannover Finance, Inc., Wilmington/USA, besteht mit den früheren Eigentümern der Lion Insurance Company ein Rechtsstreit über die Freigabe eines Treuhandkontos in Höhe von ca. 14 Mio. USD, das als Sicherheit für Verbindlichkeiten der früheren Eigentümer in Zusammenhang mit einem bestimmten Geschäft ssegment dient.
Das Verfahren mit der Finanzverwaltung betreff end die Kapitaleinkünft e der in Irland ansässigen Rückversicherungstochtergesellschaft en einiger Konzernunternehmen wurde im Berichtsjahr zugunsten des Talanx-Konzerns im Oktober 2010 durch den Bundesfi nanzhof entschieden. Bezüglich der Auswirkungen verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Konzernanhang (Angabe 35 "Ertragsteuern", Seiten 242 f.) bzw. auf den entsprechenden Abschnitt im Risikobericht.
Mit Ausnahme dieser Verfahren bestanden im Berichtsjahr und am Bilanzstichtag – abgesehen von Verfahren des üblichen Versicherungs- und Rückversicherungsgeschäft s – keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten.
Die Hannover Rückversicherung AG hat über ihre Tochtergesellschaft Hannover Finance (Luxembourg) S. A. vier nachrangige Schuldverschreibungen am europäischen Kapitalmarkt platziert. Sowohl die im Jahr 2001 begebene Anleihe, deren Anleihevolumen nunmehr 138 Mio. EUR beträgt, als auch die Anleihen aus den Geschäft sjahren 2004 über 750 Mio. EUR sowie 2005 und 2010 über jeweils 500 Mio. EUR hat die Hannover Rückversicherung AG durch eine nachrangige Garantie abgesichert (zu näheren Erläuterungen bezüglich der nachrangigen Schuldverschreibungen verweisen wir auf Angabe 17 "Nachrangige Verbindlichkeiten", Seiten 216 f.).
Die Garantien der Hannover Rückversicherung AG für die nachrangigen Schuldverschreibungen greifen ein, soweit fällige Zahlungen aus den Anleihen nicht seitens der jeweiligen Emittentin geleistet werden. Die Garantien decken die jeweiligen Bondvolumina sowie die bis zu den Rückzahlungszeitpunkten fälligen Zinsen ab. Da die Zinsen aus den Anleihen teilweise von den jeweils zu den Zinszahlungszeitpunkten geltenden Zinshöhen am Kapitalmarkt abhängig sind (Floating Rate), sind die maximalen, undiskontierten Beträge einer möglichen Inanspruchnahme nicht hinreichend genau schätzbar. Im Hinblick auf die Garantieleistungen hat die Hannover Rückversicherung AG keine Rückgriff srechte außerhalb des Konzerns.
Die Talanx AG hat gegenüber den Inhabern der im Februar 2005 von ihrer Tochtergesellschaft Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. begebenen nachrangigen Schuldverschreibung eine nachrangige Garantie abgegeben. Die nachrangige Garantie hat zum Ende des Berichtszeitraums ein Volumen von 243 Mio. EUR.
Aus Pensionszusagen an ehemalige Mitarbeiter bestehen gegenüber Konzerngesellschaft en Haftungsverpfl ichtungen in Höhe von 366 Mio. EUR.
Zur Besicherung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten gegenüber US-amerikanischen Zedenten hat die Hannover Rückversicherung AG in den USA zwei Treuhandkonten (Master Trust bzw. Supplemental Trust) gestellt. Zum Bilanzstichtag beliefen sie sich auf 2.576 (2.341) Mio. EUR bzw. 10 (—) Mio. EUR. Die in dem Treuhandkonto gehaltenen Wertpapiere werden als Kapitalanlagen des dispositiven Bestands ausgewiesen. Zusätzlich hat die Hannover Rückversicherung AG im Rahmen von so genannten Single Trust Funds ihren Zedenten weitere Sicherheiten in Höhe von 299 (310) Mio. EUR eingeräumt.
Im Rahmen ihrer Geschäft stätigkeit hält die Hannover Rückversicherung AG außerhalb der USA in verschiedenen Sperrdepots und Treuhandkonten Sicherheiten vor, die sich, bezogen auf die wesentlichen Gesellschaft en des Hannover Rück-Konzerns, zum Bilanzstichtag auf 1.851 (1.588) Mio. EUR beliefen.
Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG hält gesperrte Bestände in Höhe von 51 (36) Mio. EUR. Die in dem Treuhandkonto gehaltenen Wertpapiere werden als Kapitalanlagen (jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente) ausgewiesen.
Bei den Sonderinvestments existieren Resteinzahlungsverpfl ichtungen in Höhe von 295 (351) Mio. EUR. Die Verpfl ichtungen bestehen im Wesentlichen bei verschiedenen Konzerngesellschaft en. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Private Equity Funds und Venture-Capital-Gesellschaft en in Form von Personen gesellschaft en.
Zur Besicherung versicherungstechnischer Verbindlichkeiten haben für uns verschiedene Kreditinstitute Bürgschaft en in Form von Letters of Credit gestellt. Der Gesamtbetrag belief sich zum
Bilanz stichtag auf 2.842 (2.648) Mio. EUR. Die in einigen der zugrunde liegenden Avalrahmenkreditverträge enthaltenen, marktüblichen vertraglichen Klauseln zur Einhaltung vereinbarter Aufl agen erläutern wir im Abschnitt "Management von Liquiditätsrisiken" des Kapitels "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seiten 184 ff .
Für Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Beteiligungen an Immobiliengesellschaft en und Immobilientransaktionen hat die Hannover Re Real Estate Holdings gegenüber verschiedenen Kreditinstituten die im Rahmen dieser Transaktionen üblichen Sicherheiten gestellt, deren Höhe zum Bilanzstichtag 258 (174) Mio. EUR beträgt.
Im Bereich der Kapitalanlagen bestanden zum Ende des Geschäft sjahres bei einigen Konzerngesellschaft en mögliche fi nanzielle Verpfl ichtungen aus strukturierten Papieren durch Andienungsrechte von Emittenten in Höhe von insgesamt 170 Mio. EUR. Die möglichen Inanspruchnahmen betragen 159 Mio. EUR für 2011 und 11 Mio. EUR für 2012.
Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2010 sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen für gezeichnetes, aber noch nicht ausgezahltes Investitionsvolumen in Höhe von 38 Mio. EUR. Die zugesagten, noch nicht ausgezahlten Bau fi nanzierungsdarlehen an Versicherungsnehmer beliefen sich auf 1 Mio. EUR.
Verpfl ichtungen für vertraglich vereinbarte zukünft ige Serviceleistungen im Zusammenhang mit IT-Auslagerungs verträgen beliefen sich zum 31. Dezember 2010 auf insgesamt 174 (102) Mio. EUR.
Aus abgeschlossenen Dienstleistungs- und Serviceverträgen bestehen vertragliche Verpfl ichtungen in Höhe von 12 Mio. EUR.
Weitere fi nanzielle Verpfl ichtungen bestehen aus Avalkrediten in Höhe von 7 Mio. EUR und aus sonstigen Vertragsverhältnissen in Höhe von 28 Mio. EUR.
Als Trägerunternehmen für die Gerling Versorgungskasse VVaG haft en diverse Konzerngesellschaften anteilig für eventuelle Fehlbeträge der Gerling Versorgungskasse.
Die Lebensversicherungsgesellschaft en des Konzerns sind gemäß §§ 124 ff . VAG Mitglied des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer. Der Sicherungsfonds erhebt auf Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährlich Beiträge von maximal 0,2 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen aufgebaut ist. Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Zusätzlich haben sich die Gesellschaft en verpfl ichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG, Berlin, fi nanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen. Die Verpfl ichtung beträgt 1 % der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen (HGB) unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpfl ichtungen aus den Beitrags zahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpfl ichtung der Gesellschaft en 372 Mio. EUR.
Die Mitgliedschaft mehrerer Konzerngesellschaft en bei der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft , der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft und der Verkehrsopferhilfe e. V. führt zu einer Inanspruchnahme entsprechend der Beteiligungsquote, wenn ein anderes Poolmitglied ausfallen sollte.
Zum Bilanzstichtag bestehen off ene Verpfl ichtungen aus unkündbaren Vertragsverhältnissen in Höhe von 492 Mio. EUR.
| Zukünftige Leasingverpfl ichtungen | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | Nach folgend |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | ||||||
| Ausgaben | 51 | 43 | 41 | 39 | 37 | 281 |
Aus Operating-Leasing-Verträgen fi elen im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 51 (22) Mio. EUR an. Mehrjährige Mietverhältnisse bestanden vor allem bei Tochtergesellschaft en der Hannover Rück versicherung AG in Afrika und den USA. Darüber hinaus betreff en die Verpfl ichtungen mehrjährige Mietverhältnisse von Erstversicherungsunternehmen im Inland.
Der Gesamtbetrag aus der Vermietungstätigkeit unkündbarer Verträge beläuft sich in den folgenden Jahren auf 340 Mio. EUR.
| Zukünftige Mieteinnahmen | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | Nach folgend |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | ||||||
| Einnahmen | 62 | 57 | 58 | 58 | 55 | 50 |
Die Mieteinnahmen beliefen sich im Berichtsjahr auf 65 Mio. EUR. Sie resultieren im Wesent lichen aus der Vermietung von Objekten einer in den USA ansässigen Grundstücksgesellschaft im Segment Schaden-Rückversicherung als auch aus der Vermietung von Grundstücken in Deutschland durch Erstversicherungsunternehmen.
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 6.224 (8.399) TEUR.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 1.857 (1.148) TEUR.
Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen 790 (399) TEUR. Für Pensionsverpfl ichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen wurden 11.747 (6.678) TEUR als " Projected Benefi t Obligations" zurückgestellt.
Vorschüsse oder Kredite wurden den Organmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
IAS 24 sieht eine detaillierte Darstellung der Vergütungsbestandteile der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen vor. Im Einzelnen umfasst diese Personengruppe die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG. Der genannte Personenkreis erhielt die folgenden Vergütungsbestandteile:
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| TEUR | ||
| Gehälter und sonstige kurzfristig fällige Vergütungen | 8.081 | 9.547 |
| Aufwendungen für die Altersvorsorge | 4.616 | 3.088 |
| Gewährung von Aktien und anderen eigenkapitalbasierten Vergütungen | — | — |
| Gesamt | 12.697 | 12.635 |
Konzernabschlussprüfer der Talanx-Gruppe ist die KPMG AG Wirtschaft sprüfungsgesellschaft (KPMG AG).
Die von der KPMG AG und deren verbundenen Unternehmen* im Geschäft sjahr als Aufwand erfassten Honorare im Sinne von § 318 HGB betrugen 12,7 (13,7) Mio. EUR. Der Betrag enthält in Höhe von 9,2 (8,1) Mio. EUR Honorar für die Abschlussprüfung, 0,1 (1,0) Mio. EUR für sonstige Gutachten und Bewertungen, 0,9 (0,9) Mio. EUR für Steuerberatungsleistungen sowie 2,5 (3,7) Mio. EUR für sonstige Bestätigungsleistungen und Leistungen für Mutter- oder Tochterunternehmen.
Vorstand und Aufsichtsrat unserer börsennotierten Tochtergesellschaft Hannover Rückversicherung AG haben am 8. November 2010 die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären über die Veröff entlichung im Geschäft sbericht zugänglich gemacht. Auf der Homepage der Hannover Rückversicherung AG fi nden Sie neben der aktuellen auch alle bisherigen Entsprechenserklärungen der Gesellschaft (http://www.hannover-rueck.de/about/corporate/declaration/ index.html).
Aus den im Januar des Jahres 2011 stattgefundenen Überfl utungen im australischen Brisbane erwarten wir eine Netto-Schadenbelastung zwischen 40 Mio. EUR bis 100 Mio. EUR.
Am 22. Februar 2011 ereignete sich in Neuseeland ein Erdbeben der Stärke 6,3. Es war das zweite Beben in Christchurch innerhalb von fünf Monaten. Aus diesem jüngsten Erdbeben in Neuseeland erwarten wir im Erst- und Rückversicherungsgeschäft eine Netto-Schadenbelastung von rund 150 bis 160 Mio. EUR.
* KPMG AG und deren verbundene Unternehmen umfassten zum 31. Dezember 2009 die KPMG-Gesellschaft en in Deutschland, Großbritannien, Spanien, der Schweiz, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und der Türkei. Ab 1. Februar 2010 kamen die KPMG-Gesellschaft en der GUS-Staaten in Russland, der Ukraine, Kasachstan, Kirgisistan, Georgien und Armenien hinzu. Honorare, die das Jahr 2009 betreff en, wurden entsprechend angepasst
Am 11. März 2011 ereignete sich in Japan ein Erdbeben der Stärke 9,0, das uns über unsere weltweiten Industrie- und Rückversicherungsaktivitäten trifft . Aufgrund der Komplexität des Ereignisses liegt eine verlässliche Aussage für einen Gesamtmarktschaden für die Versicherungswirtschaft noch nicht vor. Daher ist eine Bewertung der Schadenhöhe noch mit viel Unsicherheit behaft et. Insgesamt rechnen wir derzeit auf Basis erster Vertragsanalysen mit einer Netto-Schadenbelastung für den Konzern in einer Größenordnung von ca. 300 Mio. EUR vor Steuern.
Mit Pressemitteilung vom 20. Januar 2011 hat unsere Tochtergesellschaft HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover mitgeteilt, dass sie den niederländischen Sachversicherer Nassau Verzekering Maatschappij N.V. rückwirkend zum 30. September 2010 zu einem Kaufpreis von 195 Mio. EUR erworben hat. Da wir das Closing für das zweite Quartal 2011 erwarten, sind Angaben nach IFRS 3 unterblieben. Die zu erwerbende Gesellschaft soll anschließend rückwirkend auf den 1. Januar 2011 auf den niederländischen Versicherer HDI Verzekeringen N.V. verschmolzen werden. Diese Gesellschaft ist 100 %ige Tochtergesellschaft der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG.
Derzeit prüft die HDI-Gerling Lebensversicherung AG den möglichen Verkauf eines Immobilien-Portefeuilles. Eine Veräußerung wird für das Jahr 2011 angestrebt. Ein Ausweis der betreff enden Vermögenswerte als "zur Veräußerung gehalten" wurde nicht vorgenommen, da die Voraussetzungen des IFRS 5 zum Bilanzstichtag noch nicht vollumfänglich erfüllt waren (siehe auch Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen", Seiten 164 f.).
Die im Jahr 2001 durch die Hannover Finance (Luxembourg) S. A. emittierte nachrangige Schuldverschreibung in Höhe von 350 Mio. EUR ist zum 14. März 2011 erstmalig kündbar und steht nach dem Umtauschangebot aus dem Jahr 2005 noch in Höhe von 138,1 Mio. EUR aus. Wie am 1. Februar 2011 veröff entlicht, hat die Emittentin ihre Call-Option ausgeübt und das noch ausstehende Volumen der Anleihe mit Wirkung zum 14. März 2011 vollständig zurückgezahlt. Weitere Erläuterungen zu der Anleihe sind der Angabe 17 "Nachrangige Verbindlichkeiten" Seiten 216 f. zu entnehmen.
Mit Pressemitteilung vom 11. Januar 2011 informierte der Vorstand der Hannover Rückversicherung AG über die Zulassung der Hannover Rückversicherung AG als so genannter "Eligible Reinsurer" im US-Bundesstaat New York durch das New York State Insurance Department. Durch diese Regelung werden die Besicherungspfl ichten unseres Schaden-Rückversicherungsgeschäft s im Bundesstaat New York reduziert. Bisher waren die versicherungstechnischen Reserven grundsätzlich zu 100 % zu besichern, nach der Zulassung beläuft sich die Besicherungspfl icht nur noch auf 20 %.
Im Oktober 2010 hat der Bundesfi nanzhof ein erstinstanzliches Urteil bestätigt, wonach Kapitalanlageerträge irischer Tochtergesellschaft en nicht der Hinzurechnungsbesteuerung unterliegen. Da im Februar 2011 Steuerbescheide entsprechend geändert wurden bzw. ihre Änderung durch die Finanzverwaltung angekündigt wurde, wird für den Teilkonzern Hannover Rück im Geschäft sjahr 2011 die Erstattung vorausgezahlter Steuern und Zinsen erwartet. Diese haben einen Ergebniseff ekt von voraussichtlich 100 bis 120 Mio. EUR.
Mit Pressemitteilung vom 22. Dezember 2010 teilte der Vorstand der Hannover Rückversicherung AG mit, dass die Hannover Rückversicherung AG Einigung über den Verkauf aller operativen Gesellschaft en ihrer amerikanischen Tochtergesellschaft Clarendon Insurance Group, Inc., New York, an die bermudianische Enstar Group Ltd., Hamilton, erzielt hat. Da diese Transaktion auch zum Zeitpunkt der Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröff entlichung noch der Zustimmung der zuständigen Behörden bedarf, erwarten wir den Abschluss der Veräußerung unverändert im zweiten Quartal 2011. Wir verweisen auf unsere Ausführungen in Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen".
| 1. Tochterunternehmen | durch gerechnete Quote 1) |
Eigen kapital 2) | Ergebnis vor Gewinn abführung 2) |
||
|---|---|---|---|---|---|
| in den Konzernabschluss nach IFRS einbezogene Unternehmen | in % | in TEUR | in TEUR | ||
| Industrieversicherung | |||||
| Gerling Insurance Agency, Inc., Chicago, USA 7) | 100,00 | USD | — | USD | — |
| HDI Gerling Insurance of South Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika | 100,00 | ZAR | 39.989 | ZAR | 1.688 |
| HDI HANNOVER International Espana, CÍa de Seguros y Reaseguros S. A., | |||||
| Madrid, Spanien 18) | 100,00 | 44.898 | 4.911 | ||
| HDI Versicherung AG, Wien, Österreich 18) | 100,00 | 41.930 | 7.512 | ||
| HDI-Gerling America Insurance Company, Chicago, USA | 100,00 | USD | 124.801 | USD | 11.928 |
| HDI-Gerling Assurances S. A., Brüssel, Belgien 18) | 100,00 | 36.637 | 4.602 | ||
| HDI-Gerling Australia Insurance Company Pty. Ltd., Sydney, Australien | 100,00 | AUD | 23.796 | AUD | –802 |
| HDI-Gerling de Mexico Seguros S. A., Mexiko, Mexiko 18) | 100,00 | MXN | 53.101 | MXN | –921 |
| HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover, Deutschland 3) | 100,00 | 406.536 | 130.813 | ||
| HDI-Gerling Verzekeringen N. V., Rotterdam, Niederlande 18) | 100,00 | 70.885 | 15.932 | ||
| HDI-Gerling Welt Service AG, Hannover, Deutschland 3) | 100,00 | 90.986 | 5.231 | ||
| HG Sach AltInvest GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland 13), 19) | 100,00 | 37.699 | 1.123 | ||
| IVEC Institutional Venture and Equity Capital AG, Köln, Deutschland 13) | 100,00 | 178.003 | 21.171 | ||
| Riethorst Grundstückgesellschaft mbH, Hannover, Deutschland 13), 18) | 100,00 | 43.246 | –137 | ||
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland | |||||
| Alstertor Zweite Beteiligungs- und Investitionssteuerungs-GmbH & Co. KG, | |||||
| Hamburg | 100,00 | 30.596 | –24 | ||
| CiV Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Hilden 18) | 100,00 | 25.565 | 530 | ||
| Clarus AG, Wiesbaden (vormals: DTPVO Deutsche Privatvorsorge AG, Darmstadt) 3) | 100,00 | 222 | –25.189 | ||
| Erste Credit Life International AG, Hilden | 100,00 | 264 | –1.772 | ||
| GERLING Pensionsenthaftungs- und Rentenmanagement GmbH, Köln | 100,00 | 5.458 | –2.023 | ||
| HDI Direkt Versicherung AG, Hannover 3) | 100,00 | 162.088 | 4.657 | ||
| HDI-GERLING Financial Service GmbH, Wien, Österreich | 100,00 | 781 | 112 | ||
| HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG, Hannover 3) | 100,00 | 154.926 | –56.373 | ||
| HDI-Gerling Friedrich Wilhelm Rückversicherung AG, Köln 3) | 100,00 | 39.619 | 111.006 | ||
| HDI-Gerling Leben Betriebsservice GmbH, Köln 3), 16) | 100,00 | 171 | 130 | ||
| HDI-Gerling Leben Vertriebsservice AG, Köln 3), 16) | 100,00 | 4.028 | — | ||
| HDI-Gerling Lebensversicherung AG, Köln | 100,00 | 234.593 | 15.000 | ||
| HDI-Gerling Pensionsfonds AG, Köln | 100,00 | 5.278 | 133 | ||
| HDI-Gerling Pensionskasse AG, Köln | 100,00 | 28.248 | — | ||
| HDI-Gerling Pensionsmanagement AG, Köln 3), 16) | 100,00 | 6.414 | –1.462 | ||
| HDI-Gerling Rechtsschutz Schadenregulierungs-GmbH, Hannover 3), 16) | 100,00 | 288 | –27 | ||
| HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG, Hannover 3) | 100,00 | 18.951 | –21.664 | ||
| HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG, Hannover 3), 16) | 100,00 | 55 | –2.806 | ||
| HNG Hannover National Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG, Hannover 18) | 100,00 | 37.957 | 3.871 | ||
| neue leben Holding AG, Hamburg | 67,50 | 75.960 | 20.456 | ||
| neue leben Lebensversicherung AG, Hamburg | 67,50 | 64.566 | 17.800 | ||
| neue leben Unfallversicherung AG, Hamburg 3) | 67,50 | 3.596 | 3.814 | ||
| PARTNER OFFICE AG, Köln 3), 16) | 100,00 | 3.041 | –16.189 | ||
| PB Lebensversicherung AG, Hilden | 100,00 | 31.587 | 14.739 | ||
| PB Pensionsfonds AG, Hilden 3) | 100,00 | 5.038 | 235 | ||
| PB Pensionskasse AG, Hilden | 100,00 | 6.030 | 79 | ||
| PB Versicherung AG, Hilden | 100,00 | 10.473 | 4.003 | ||
| PBV Lebensversicherung AG, Hilden | 100,00 | 46.987 | 10.772 |
| 1. Tochterunternehmen in den Konzernabschluss nach IFRS einbezogene Unternehmen |
durch gerechnete Quote 1) in % |
Eigen kapital 2) in TEUR |
Ergebnis vor Gewinn abführung 2) in TEUR |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Proactiv Communication Center GmbH, Hilden 3) | 100,00 | 630 | 538 | ||
| Proactiv IT Servicegesellschaft mbH, München 3) | 100,00 | 50 | 453 | ||
| Proactiv Servicegesellschaft mbH, Hilden 3) | 100,00 | 7.025 | 2.176 | ||
| Talanx Deutschland AG, Hannover (vormals: HDI-Gerling Leben Serviceholding AG, Köln) 3) |
100,00 | 2.899.468 | –428.051 | ||
| TARGO Lebensversicherung AG, Hilden | 100,00 | 73.774 | 40.119 | ||
| TARGO Versicherung AG, Hilden 3) | 100,00 | 27.106 | 16.751 | ||
| Zweite Credit Life International AG, Hilden | 100,00 | 1.854 | –684 | ||
| Privat- und Firmenversicherung International | |||||
| ASPECTA Assurance International AG, Vaduz, Liechtenstein 12) | 100,00 | CHF | 1.054 | CHF | –3.427 |
| ASPECTA Assurance International Luxembourg S. A., Luxemburg, Luxemburg 12) | 100,00 | 273 | –16.798 | ||
| CiV Hayat Sigorta A. Ş., Istanbul, Türkei 12) | 100,00 | TRY | 14.152 | TRY | –3.698 |
| HDI Asekuracja Towarzystwo Ubezpieczen S. A., Warschau, Polen 12) | 100,00 | PLN | 273.770 | PLN | –34.996 |
| HDI Assicurazioni S. p. A., Rom, Italien 12) | 100,00 | 170.116 | 8.736 | ||
| HDI Immobiliare S. r. L., Rom, Italien 12) | 100,00 | 63.033 | 343 | ||
| HDI Seguros S. A. de C.V., León, Mexiko 12) | 99,48 | MXN | 276.970 | MXN | 29.347 |
| HDI Seguros S. A., Santiago, Chile 12) | 99,93 | CLP | 7.145.291 | CLP | –1.534.363 |
| HDI Seguros S. A., São Paulo, Brasilien 12) | 100,00 | BRL | 367.740 | BRL | 58.972 |
| HDI Sigorta A. Ş., Istanbul, Türkei 12) | 100,00 | TRY | 58.191 | TRY | 106.698 |
| HDI STRAKHUVANNYA (Ukraine), Kiew, Ukraine 12) | 99,22 | UAH | 40.537 | UAH | –16.242 |
| HDI Zahstrahovane AD, Sofi a, Bulgarien 12) | 94,00 | BGN | 8.134 | BGN | 254 |
| HDI-Gerling Zycie Towarzystwo Ubezpieczen S.A., Warschau, Polen 12) | 100,00 | PLN | 31.226 | PLN | –8.385 |
| InChiaro Assicurazioni S. p. A., Rom, Italien 12) | 51,00 | 7.888 | –962 | ||
| InLinea S. p. A., Rom, Italien 12) | 70,00 | 591 | 145 | ||
| Inversiones HDI Limitada, Santiago, Chile 12) | 100,00 | CLP | 13.011.024 | CLP | 186.548 |
| Magyar Posta Biztosító Részvénytársaság, Budapest, Ungarn 12) | 66,93 | HUF | 1.738.292 | HUF | –457.831 |
| Magyar Posta Életbiztosító Részvénytársaság, Budapest, Ungarn 12) | 66,93 | HUF | 3.006.804 | HUF | 35.383 |
| OOO Strakhovaya Kompaniya "HDI Strakhovanie", Moskau, Russland 12) | 100,00 | RUB | 49.186 | RUB | 1.535 |
| OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life, Moskau, Russland 12) | 100,00 | RUB | 26.262 | RUB | –69.937 |
| Talanx International AG (vormals: HDI-Gerling International Holding AG), Hannover, Deutschland 3) |
100,00 | 595.337 | 21.449 | ||
| Schaden-Rückversicherung | |||||
| 300 S. Orange Avenue LLC, Wilmington, USA 6), 12) | 47,71 | USD | 55.392 | USD | 1.743 |
| 402 Santa Monica Blvd. LLC, Wilmington, USA 6), 12) | 47,71 | USD | 31.673 | USD | 1.139 |
| 465 Broadway LLC, Wilmington, USA 6), 12) | 47,71 | USD | 42.394 | USD | 1.088 |
| 5115 Sedge Boulevard LP, Chicago, USA 6), 12) | 40,12 | USD | 1.012 | USD | 231 |
| 5115 Sedge Corporation, Chicago, USA 6), 12) | 47,76 | USD | 2.582 | USD | 277 |
| Atlantic Capital Corporation, Wilmington, USA 4), 21) | 50,22 | USD | –113.387 | USD | — |
| Cargo Transit Insurance (Pty) Ltd., Helderkruin, Südafrika 5), 11) | 20,49 | ZAR | –269 | ZAR | –769 |
| Clarendon America Insurance Company, Trenton, USA 4), 10), 11) | 50,22 | USD | 131.093 | USD | –7.999 |
| Clarendon Insurance Group Inc., Wilmington, USA 4), 10), 11) | 50,22 | USD | –46.297 | USD | –36.624 |
| Clarendon National Insurance Company, Trenton, USA 4), 10), 11) | 50,22 | USD | –46.580 | USD | –33.254 |
| Clarendon Select Insurance Company, Tallahassee, USA 4), 10), 11) | 50,22 | USD | 13.412 | USD | –867 |
| Compass Insurance Company Limited, Johannesburg, Südafrika 5) | 50,22 | ZAR | 111.083 | ZAR | –13.847 |
| Construction Guarantee (Pty.) Ltd., Parktown, Südafrika 5) | 13,06 | ZAR | 1.476 | ZAR | 1.152 |
| E+S Rückversicherung AG, Hannover, Deutschland 14) | 31,98 | 683.413 | 176.000 |
| durch | Ergebnis vor | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Tochterunternehmen | gerechnete Quote 1) |
Eigen kapital 2) | Gewinn abführung 2) |
||
| in den Konzernabschluss nach IFRS einbezogene Unternehmen | in % | in TEUR | in TEUR | ||
| Envirosure Underwriting Managers (Pty.) Ltd., Durban, Südafrika 5) | 15,37 | ZAR | –1.849 | ZAR | –618 |
| Film & Entertainment Underwriters SA (Pty). Ltd., Northcliff , Südafrika 5), 11) | 13,06 | ZAR | –610 | ZAR | –860 |
| Funis GmbH & Co. KG, Hannover, Deutschland 19) | 50,22 | 7.996 | –4 | ||
| Garagesure Consultants and Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 5) | 20,49 | ZAR | 1.926 | ZAR | 220 |
| Gem & Jewel Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 5), 11) | 17,93 | ZAR | 459 | ZAR | 393 |
| GLL HRE CORE PROPERTIES LP, Wilmington, USA 6), 12) | 47,71 | USD | 111.270 | USD | 2.058 |
| GLL Terry Francois Blvd. LLC, Wilmington, USA 6), 12) | 24,32 | USD | 24.801 | USD | 1.768 |
| Hannover America Private Equity Partners II GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland 19) | 47,85 | 167.582 | 5.832 | ||
| Hannover Euro Private Equity Partners II GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland 13), 19) | 58,52 | 5.747 | 454 | ||
| Hannover Euro Private Equity Partners III GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland 13), 15), 19) | 51,73 | 62.438 | 4.723 | ||
| Hannover Euro Private Equity Partners IV GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland 13), 15), 19) | 53,82 | 72.582 | 8.946 | ||
| Hannover Finance (Luxembourg) S.A., Luxemburg, Luxemburg 11) | 50,22 | 31.244 | –2.331 | ||
| Hannover Finance (UK) Limited, Virginia Water, Großbritannien 11) | 50,22 | GBP | 131.095 | GBP | –12 |
| Hannover Finance Inc., Wilmington, USA 9), 11) | 50,22 | USD | 307.866 | USD | –34.956 |
| Hannover Insurance-Linked Securities GmbH & Co. KG, Hannover, Deutschland 19) | 50,22 | 65.883 | 8.585 | ||
| Hannover Life Reassurance Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika 5), 11) | 50,22 | ZAR | 411.113 | ZAR | 69.634 |
| Hannover Re (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda 11) | 50,22 | 920.679 | 27.287 | ||
| Hannover Re Advanced Solutions Ltd., Dublin, Irland 22) | 50,22 | 31 | — | ||
| Hannover Re Euro PE Holdings GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland 19) | 45,66 | 25.979 | 691 | ||
| Hannover Re Euro RE Holdings GmbH, Köln, Deutschland 19) | 41,10 | 56.057 | –305 | ||
| Hannover Re Real Estate Holdings Inc., Orlando, USA 9), 12) | 47,76 | USD | 254.774 | USD | 2.838 |
| Hannover Reinsurance (Ireland) Ltd., Dublin, Irland 11) | 50,22 | 462.537 | 46.010 | ||
| Hannover Reinsurance Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika 5), 11) | 50,22 | ZAR | 726.038 | ZAR | 151.044 |
| Hannover Reinsurance Group Africa (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 9), 11), 14) | 50,22 | ZAR | 155.813 | ZAR | 138.961 |
| Hannover Reinsurance Mauritius Ltd., Port Louis, Mauritius 5) | 50,22 | MUR | 50.613 | MUR | 2.824 |
| Hannover ReTakaful B.S.C (c), Manama, Bahrain 11), 14) | 50,22 | BHD | 28.198 | BHD | 6.208 |
| Hannover Rück Beteiligung Verwaltungs-GmbH, Hannover, Deutschland 3), 14) | 50,22 | 2.621.855 | 164.970 | ||
| Hannover Rückversicherung AG, Hannover, Deutschland 14) | 50,22 | 1.682.903 | 302.000 | ||
| Hannover Services (UK) Ltd., Virginia Water, Großbritannien 11) | 50,22 | GBP | 763 | GBP | –17 |
| HAPEP II Holding GmbH, Köln, Deutschland 19) | 47,85 | 41.565 | 1.702 | ||
| Harbor Specialty Insurance Company, Trenton, USA 4), 10), 11) | 50,22 | USD | 37.840 | USD | 1.804 |
| HEPEP II Holding GmbH, Köln, Deutschland 13), 19) | 58,52 | 2.944 | 483 | ||
| HEPEP III Holding GmbH, Köln, Deutschland 13), 15), 19) | 51,73 | 11.925 | 56 | ||
| HILSP Komplementär GmbH, Hannover, Deutschland 19) | 50,22 | 22 | — | ||
| Hospitality Industries Underwriting Consultants (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 5) |
18,77 | ZAR | 3.071 | ZAR | 2.763 |
| Indoc Holdings S.A., Luxemburg, Luxemburg 5), 21) | 50,22 | CHF | — | CHF | — |
| Inter Hannover (No. 1) Ltd., London, Großbritannien 11) | 50,22 | GBP | 1 | GBP | — |
| International Insurance Company of Hannover Ltd., Bracknell, Großbritannien 11) | 50,22 | GBP | 119.353 | GBP | 9.134 |
| Landmark Underwriting Agency (Pty) Ltd., Bloemfontein, Südafrika 5) | 20,62 | ZAR | 1.873 | ZAR | 374 |
| Lireas Holdings (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 5) | 25,61 | ZAR | 185.175 | ZAR | 36.888 |
| Micawber 185 (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 5) | 50,22 | ZAR | 18.257 | ZAR | 3.225 |
| MUA Insurance Acceptances (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika 5) | 25,61 | ZAR | 3.751 | ZAR | 4.696 |
| MUA Insurance Company Ltd., Kapstadt, Südafrika 5) | 25,61 | ZAR | 19.673 | ZAR | 5.655 |
| One Winthrop Square LLC, Wilmington, USA 6), 12) | 47,71 | USD | 23.123 | USD | 1.078 |
| Oval Offi ce Grundstücks GmbH, Hannover, Deutschland 11), 13) | 75,11 | 57.789 | 1.878 | ||
| Peachtree (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 5), 21) | 50,22 | ZAR | — | ZAR | — |
| Secquaero ILS Fund Ltd., Georgetown, Grand Cayman, Cayman-Inseln 11), 12) | 50,22 | USD | 51.472 | USD | 26 |
| SUM Holdings (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 5) | 18,77 | ZAR | 21.469 | ZAR | 478 |
| Thatch Risk Acceptances (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika 5) | 16,89 | ZAR | 764 | ZAR | 1.008 |
| Transit Underwriting Managers (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika 5) | 25,61 | ZAR | 1.332 | ZAR | 2.552 |
| Woodworking Risk Acceptances (Pty) Ltd., Pietermaritzburg, Südafrika 5) | 15,37 | ZAR | 1.001 | ZAR | 209 |
| durch gerechnete Quote 1) |
Eigen kapital 2) | Ergebnis vor Gewinn abführung 2) |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Tochterunternehmen in den Konzernabschluss nach IFRS einbezogene Unternehmen |
in % | in TEUR | in TEUR | ||
| Personen-Rückversicherung | |||||
| Hannover Life Re AG, Hannover, Deutschland 3) | 50,22 | 1.032.596 | 23.499 | ||
| Hannover Life Re of Australasia Ltd., Sydney, Australien 11) | 50,22 | AUD | 251.641 | AUD | 27.673 |
| Hannover Life Reassurance (Ireland) Ltd., Dublin, Irland 11) | 50,22 | 922.025 | 84.505 | ||
| Hannover Life Reassurance (UK) Ltd., Virginia Water, Großbritannien 11) | 50,22 | GBP | 40.509 | GBP | –461 |
| Hannover Life Reassurance Bermuda Ltd., Hamilton, Bermuda 12) | 50,22 | 163.387 | 15.451 | ||
| Hannover Life Reassurance Company of America, Orlando, USA 11) | 50,22 | USD | 166.599 | USD | 217 |
| Konzernfunktionen | |||||
| Alstertor Erste Beteiligungs- und Investitionssteuerungs-GmbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland 18) |
100,00 | 5.263 | 578 | ||
| AmpegaGerling Asset Management GmbH, Köln, Deutschland 3) | 100,00 | 83.600 | 39.918 | ||
| AmpegaGerling Immobilien Management GmbH, Köln, Deutschland 3) | 100,00 | 2.837 | –2.029 | ||
| AmpegaGerling Investment GmbH, Köln, Deutschland 3) | 100,00 | 16.936 | 7.258 | ||
| GERLING Beteiligungs-GmbH, Köln, Deutschland | 100,00 | 4.792 | –582 | ||
| HAPEP II Komplementär GmbH, Köln, Deutschland 19) | 100,00 | 26 | 1 | ||
| HDI Reinsurance (Ireland) Ltd., Dublin, Irland 18) | 100,00 | 5.102 | 102 | ||
| HEPEP II Komplementär GmbH, Köln, Deutschland 19) | 100,00 | 27 | –1 | ||
| HEPEP III Komplementär GmbH, Köln, Deutschland 19) | 100,00 | 21 | –1 | ||
| HEPEP IV Komplementär GmbH, Köln, Deutschland 19) | 100,00 | 22 | –1 | ||
| Protection Reinsurance Intermediaries AG, Hannover, Deutschland 3) | 100,00 | 389 | 7.575 | ||
| Talanx Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Hannover, Deutschland 8) | 100,00 | 146.024 | 1.242 | ||
| Talanx Finanz (Luxemburg) S. A., Luxemburg, Luxemburg | 100,00 | 8.260 | 2.201 | ||
| Talanx Service AG (vormals: HDI-Gerling Sach Serviceholding AG), Hannover, Deutschland 3), 16) |
100,00 | 1.605 | –2.593 | ||
| Talanx Systeme AG, Hannover (vormals: HDI-Gerling Gesellschaft für IT-Dienstleistungen AG, Köln), Deutschland 3) |
100,00 | 130 | 7 |
| 2. Zweckgesellschaften und Spezialfonds a) in den Konzernabschluss gemäß IAS 27/SIC 12 einbezogene Spezialfonds |
Anteil am Fonds- vermögen 1) in $%$ |
Fonds- vermögen 2) in TEUR |
Veränderung Fondsvermö- gen einschl. Mittelzu- und -abflüsse 2) in TEUR |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Industrieversicherung | |||||
| Ampega-Vienna-Bonds-Fonds, Wien, Österreich | 100,00 | 264.297 | 53.762 | ||
| GERLING EURO-RENT 3, Köln, Deutschland 18) | 100,00 | 594.660 | 169.873 | ||
| HDI Gerling-Sach Industrials, Köln, Deutschland 13), 18) | 100,00 | 171.287 | $-149.415$ | ||
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland | |||||
| Ampega-nl-Balanced-Fonds, Köln 18) | 67,50 | 54.571 | $-121.927$ | ||
| Ampega-nl-Euro-DIM-Fonds, Köln 18) | 67,50 | 437.366 | 24.385 | ||
| Ampega-nl-Global-Fonds, Köln 18) | 67,50 | 47.187 | 2.293 | ||
| Ampega-nl-Rent-Fonds, Köln 18) | 67,50 | 780.130 | 64.371 | ||
| Ampega-TAL-A-Fonds, Köln 18) | 100,00 | 93.583 | 7.263 | ||
| Gerling Immo Spezial 1, Köln 18) | 100,00 | 269.383 | 2.674 | ||
| GKL SPEZIAL RENTEN, Köln 18) | 100,00 | 599.516 | 50.720 | ||
| HGLV-Corporates, Köln 18) | 100,00 | 1.081.286 | 278.276 | ||
| HGLV-Financial, Köln 18) | 100,00 | 1.047.099 | 117.219 | ||
| PBVL-Aktien, Köln 18) | 100,00 | 52.062 | 8.127 | ||
| PBVL-Corporate, Köln 18) | 100,00 | 106.927 | 58.335 | ||
| terrAssisi Aktien I AMI, Köln | 69,02 | 7.408 | 505 | ||
| Privat- und Firmenversicherung International | |||||
| BNP-HDI Credit FI Renda Fixa Credito Privado, São Paulo, Brasilien | 100,00 | BRL | 66.468 | BRL | 24.727 |
| Credit Suisse HDI RF Créditor, São Paulo, Brasilien | 100,00 | BRL | 61.131 | BRL | 5.482 |
| CSHG Hannover FI Multimercado Credito Privado, São Paulo, Brasilien | 100,00 | BRL | 20.190 | BRL | 20.190 |
| HSBC FI Renda Fixa Hannover, São Paulo, Brasilien | 100,00 | BRL | 95.963 | BRL | $-38.307$ |
| HSBC Performance HDI RF Crédito, São Paulo, Brasilien | 100,00 | BRL | 70.121 | BRL | 11.020 |
| UBS Pactual HDI RF Crédito, São Paulo, Brasilien | 100,00 | BRL | 65.392 | BRL | 11.222 |
| Schaden-Rückversicherung | |||||
| FRACOM FCP, Paris, Frankreich 18) | 49,90 | 708.449 | 116.703 | ||
| 2. Zweckgesellschaften und Spezialfonds b) in den Konzernabschluss gemäß IAS 27/SIC 12 einbezogene Zweckgesellschaften |
durch- gerechnete Quote 1) in $%$ |
Eigenkapital 2) in TEUR |
Ergebnis vor Gewinn- $ab$ führung 2) in TEUR |
||
| Schaden-Rückversicherung | |||||
| Hannover Re (Guernsey) PCC Ltd., St. Peter Port, Großbritannien 11) | 50,22 | 261 | $-42$ | ||
| Kaith Re Ltd., Hamilton, Bermuda 11), 12) | 44,19 | USD | 640 | USD | $-441$ |
| durch gerechnete Quote 1) |
Eigen kapital 2) | Ergebnis vor Gewinn abführung 2) |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| 3. in dem Konzernabschluss at Equity bewertete assoziierte Unternehmen | in % | in TEUR | in TEUR | ||
| Apulia Prontoprestito S. p. A., Rom, Italien 17), 18) | 10,60 | 236.795 | 35 | ||
| Aviation Insurance Company Limited, Johannesburg, Südafrika 5), 11) | 8,01 | ZAR | 6.270 | ZAR | –140 |
| C-QUADRAT Investment AG, Wien, Österreich 19) | 25,10 | 33.111 | 9.342 | ||
| Carmargue Underwriting Managers (Pty) Ltd., Parktown, Südafrika 5) | 6,66 | ZAR | 9.012 | ZAR | 1.666 |
| Clarendon Transport Underwriting Managers (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 5), 11) | 9,56 | ZAR | 3.880 | ZAR | 30.190 |
| Commercial & Industrial Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 5), 11) | 10,24 | ZAR | 5.147 | ZAR | 15.703 |
| Flexible Accident & Sickness Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 5) | 10,24 | ZAR | 1.811 | ZAR | 2.995 |
| Hannover Finanz GmbH, Hannover, Deutschland 18) | 12,56 | 69.093 | 5.617 | ||
| ITAS Vita S. p. A., Trient, Italien 18) | 17,52 | 75.355 | 5.572 | ||
| neue leben Pensionsverwaltung AG, Hamburg, Deutschland | 33,08 | 15.176 | 408 | ||
| Takafol South Africa (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 5) | 12,55 | ZAR | 825 | ZAR | 351 |
| WeHaCo Unternehmensbeteiligungs-GmbH, Hannover, Deutschland 18) | 16,44 | 73.950 | 192 |
| 4. wegen untergeordneter Bedeutung nicht at Equity in den Konzernabschluss einbezogene assoziierte Unternehmen |
durch gerechnete Quote 1) in % |
Eigen kapital 2) in TEUR |
Ergebnis vor Gewinn abführung 2) in TEUR |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Energi Holding Inc., Peabody, USA 18) | 14,31 | USD | 4.805 | USD | –190 |
| Hannover Care AB, Stockholm, Schweden 18) | 15,07 | SEK | 570 | SEK | –2.657 |
| Hannoversch-Kölnische Handels-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hannover, Deutschland 18) |
50,00 | 28.326 | 2.564 | ||
| PlaNet Guarantee (SAS), Saint-Ouen, Frankreich 11) | 11,84 | 1.069 | –927 | ||
| Sciemus Power MGA Limited, London, Großbritannien 18) | 12,55 | GBP | 1 | GBP | — |
| XS Direct Holding Ltd., Dublin, Irland 18) | 12,55 | 658 | 16 |
| durch | Ergebnis vor | ||
|---|---|---|---|
| gerechnete | Gewinn | ||
| Quote 1) | Eigen kapital 2) | abführung 2) | |
| 5. in den Konzernabschluss nach IFRS einbezogenes Gemeinschaftsunternehmen | in % | in TEUR | in TEUR |
| Credit Life International Services GmbH, Neuss, Deutschland | 50,00 | 64 | 38 |
| durch gerechnete Quote 1) |
Eigen kapital 2) | Ergebnis vor Gewinn abführung 2) |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| 6. in den Konzernabschluss nach IFRS nicht einbezogene verbundene Unternehmen | in % | in TEUR | in TEUR | ||
| Bureau für Versicherungswesen Robert Gerling & Co. GmbH, Köln, Deutschland 3) | 100,00 | 26 | –5 | ||
| CiV Immobilien GmbH, Hilden, Deutschland 18) | 100,00 | 28 | 1 | ||
| Clarendon Services of New Jersey, Inc., Trenton, USA 10), 11), 21) | 50,22 | USD | — | USD | — |
| Clarenfi n (Pty) Ldt., Johannesburg, Südafrika 22) | 9,56 | ZAR | — | ZAR | — |
| Desarollo de Consultores Profesionales en Seguros S. A. de CV, León, Mexiko 7) | 99,47 | MXN | — | MXN | — |
| Gente Compania de Soluciones Profesionales de Mexico, S. A. de C. V., León, Mexiko 12) | 100,00 | MXN | 12.840 | MXN | 2.744 |
| Gerling Norge A/S, Oslo, Norwegen 18) | 100,00 | NOK | 228 | NOK | 21 |
| GERLING Sustainable Development Project-GmbH, Köln, Deutschland | 100,00 | 55 | –6 | ||
| Gerling-Konzern Panamericana Ltda., São Paulo, Brasilien 18) | 100,00 | BRL | 629 | BRL | –67 |
| H. J. Roelofs Assuradeuren B. V., Rotterdam, Niederlande 18) | 100,00 | 718 | 8 | ||
| Hannover Life Re Consultants, Inc., Orlando, USA 18) | 50,22 | USD | 181 | USD | 37 |
| Hannover Re Consulting Services India Private Limited, Mumbay, Indien 20) | 50,22 | INR | 45.643 | INR | 5.643 |
| Hannover Re Services Italy S. r. L., Mailand, Italien 11) | 50,04 | 313 | 91 | ||
| Hannover Re Services Japan, Tokio, Japan | 50,22 | JPY | 90.297 | JPY | 3.690 |
| Hannover Re Services USA, Inc., Itasca, USA | 50,22 | USD | 794 | USD | 78 |
| Hannover Risk Consultants B. V., Rotterdam, Niederlande 18) | 100,00 | 349 | 7 | ||
| Hannover Rückversicherung AG Escritorio de Representação no Brasil Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 18) |
50,22 | BRL | 35 | BRL | 107 |
| Hannover Services (Mexico) S. A. de C. V., Mexico City, Mexiko 11) | 50,22 | MXN | 11.022 | MXN | 1.031 |
| Hannoversch-Kölnische Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, Deutschland 7) | 50,00 | — | — | ||
| HDI Direkt Service GmbH, Hannover, Deutschland 3) | 100,00 | 51 | –319 | ||
| HDI-Gerling Beschäftigungs-und Qualifi zierungsgesellschaft mbH, Hannover, Deutschland 3) |
100,00 | 25 | –22 | ||
| HDI-Gerling Services S. A., Brüssel, Belgien 18) | 100,00 | 143 | 31 | ||
| HDI-Gerling Sicherheitstechnik GmbH, Hannover, Deutschland | 100,00 | 1.875 | 1.233 | ||
| HDI-Gerling Versicherungs-Service AG, Zürich, Schweiz 18) | 100,00 | CHF | 1.346 | CHF | –61 |
| HR Hannover Re Correduria de Reaseguros S. A., Madrid, Spanien 11) | 50,22 | 198 | 30 | ||
| International Mining Industry Underwriters Ltd., London, Großbritannien 11) | 50,22 | GBP | 358 | GBP | 57 |
| Kommanditgesellschaft Trans Leben Grundstücksverwaltungs-GmbH & Co., Hamburg, Deutschland 18) |
100,00 | 1 | –356 | ||
| LRA Superannuation Plan Pty Ltd., Sydney, Australien 22) | 50,22 | AUD | — | AUD | — |
| Mediterranean Reinsurance Services Ltd., Hongkong, China 21) | 50,22 | USD | — | USD | — |
| Paetau Sports Versicherungsmakler GmbH, Berlin, Deutschland | 99,00 | 344 | 11 | ||
| Scandinavian Marine Agency AS, Oslo, Norwegen 18) | 52,00 | NOK | 5.196 | NOK | 1.483 |
| Shamrock Marine-Insurance Agency GmbH, Hamburg, Deutschland 3) | 100,00 | 25 | –5 | ||
| SSV Schadenschutzverband GmbH, Hannover, Deutschland 3) | 100,00 | 200 | 234 | ||
| Svedea AB, Stockholm, Schweden 23) | 37,77 | SEK | — | SEK | — |
| THS Services Versicherungsvermittlungs GmbH, Berlin, Deutschland | 99,00 | 13 | 15 | ||
| THV Versicherungsmakler GmbH, Berlin, Deutschland | 99,00 | 2.014 | 251 | ||
| VES Gesellschaft f. Mathematik, Verwaltung und EDV mbH, | |||||
| Gevelsberg, Deutschland 3) | 100,00 | 195 | –950 |
| durch | Ergebnis vor | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| gerechnete | Gewinn | ||||
| Quote 1) | Eigen kapital 2) | abführung 2) | |||
| 7. Beteiligungen | in % | in TEUR | in TEUR | ||
| DFA Capital Management, Inc., Wilmington, USA 18) | 25,40 | USD | 1.177 | USD | –1.928 |
| IGEPA Gewerbepark GmbH & Co. Vermietungs KG, München, Deutschland 18) | 37,50 | –11.272 | 8.764 |
| 8. Beteiligungen der Hannover Rückversicherung AG an großen Kapital | Eigen kapital 2) | Ergebnis vor Gewinn abführung 2) |
|
|---|---|---|---|
| gesellschaften, bei denen die Beteiligung 5 % der Stimmrechte überschreitet | in % | in TEUR | in TEUR |
| Acte Vie S. A. Compagnie d'Assurances sur la Vie et de Capitalisation, | |||
| Straßburg, Frankreich 18) | 9,38 | 8.118 | 136 |
1) Bei Beteiligungen, die teilweise indirekt gehalten werden, sind die durchgerechneten Anteile genannt worden
2) Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen der Gesellschaft en nach jeweiligem lokalem Recht bzw. nach internationaler Rechnungslegung;
Hannover, den 28. März 2011
Der Vorstand
Haas Dr. Hinsch Leue Dr. Noth
Dr. Querner Dr. Roß Wallin
Wir haben den von der Talanx Aktiengesellschaft , Hannover, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Aufstellung der Veränderung des Eigenkapitals, Kapitalfl ussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäft sjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft . Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft . Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaft sprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschrift en und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäft stätigkeit und über das wirtschaft liche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungsund Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auff assung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschrift en und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschrift en ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreff endes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünft igen Entwicklung zutreff end dar.
Hannover, den 28. März 2011
KPMG AG Wirtschaft sprüfungsgesellschaft
Dr. Ellenbürger Husch Wirtschaft sprüfer Wirtschaft sprüfer
Hannover Life Re of Australasia Ltd Level 7 70 Phillip Street Sydney NSW 2000 Telefon +61 2 9251-6911 Telefax +61 2 9251-6862
Hannover Rückversicherung AG Australian Branch – Chief Agency The Re Centre, Level 21 Australia Square 264 George Street Sydney NSW 2000 Telefon +61 2 9274-3000 Telefax +61 2 9274-3033
■ HDI-Gerling Australia Insurance ■ HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Niederlassung Australien 44 Pitt Street, Level 4 Sydney NSW 2000 Telefon +61 2 8274-4200 Telefax +61 2 9247-1711
■ Hannover ReTakaful B.S.C. (c) ■ Hannover Rückversicherung AG, Bahrain Branch Al Zamil Tower 17th floor Government Avenue Manama Center 305 Manama Telefon +973 17 214-766 Telefax +973 17 214-667
HDI-Gerling Verzekeringen N.V./ HDI-Gerling Assurances S. A. Avenue de Tervuren 273 B1 1150 Brüssel Telefon +32 2 7730-811 Telefax +32 2 7730-950
Hannover Life Reassurance Bermuda Ltd. Victoria Place, 2nd floor, 31 Victoria Street Hamilton, HM 10 Telefon +1 441 2952827 Telefax +1 441 2952844
Hannover Re (Bermuda) Ltd. Victoria Place, 2nd floor, 31 Victoria Street Hamilton, HM 10 Telefon +1 441 2943110 Telefax +1 441 2967568
Hannover Rückversicherung AG EscritÓrio de Representação no Brasil Ltda. Praça Floriano, 19/1701 CEP 20 031 050 Rio de Janeiro Telefon +55 21 2217 9500 Telefax +55 21 2217 9515
HDI Seguros S. A. Avenida Eng. Luís Carlos Berrini 901–5° andar 04571-010 São Paulo-SP Telefon +55 11 550 519-95 Telefax +55 11 550 515-11
HDI Zahstrahovane AD G.S. Rakovski No 99 1000 Sofia Telefon +359 2 930-9050 Telefax +359 2 987-9167
HDI Seguros S. A. Encomenderos 113 Las Condes/Santiago Telefon +56 2 422 9000 Telefax +56 2 422 9400
Hannover Rückversicherung AG Hong Kong Branch 2008 Sun Hung Kai Centre 30 Harbour Road Wan Chai, Hongkong Telefon +852 2519 3208 Telefax +852 2588 1136
Hannover Rückversicherung AG Shanghai Branch Suite 3307, China Fortune Tower 1568 Century Boulevard Pudong 200122 Shanghai Telefon +86 21 5081-9585 Telefax +86 21 5820-9396
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Hongkong Room 5202, Central Plaza 18, Harbour Road Wan Chai, Hongkong Telefon +852 25 98-8338 Telefax +852 25 98-8838
■ AmpegaGerling Investment GmbH ■ Talanx Asset Management GmbH ■ Talanx Immobilien Management GmbH Charles-de-Gaulle-Platz 1 50679 Köln Telefon +49 221 790799-0 Telefax +49 221 790799-999
E+S Rückversicherung AG Karl-Wiechert-Allee 50 30625 Hannover Telefon +49 511 5604-0 Telefax +49 511 5604-1188
Hannover Rückversicherung AG Karl-Wiechert-Allee 50 30625 Hannover Telefon +49 511 5604-0 Telefax +49 511 5604-1188
■ HDI Direkt Versicherung AG ■ HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG ■ HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 645-0 Telefax +49 511 645-4545
HDI-Gerling Lebensversicherung AG HDI-Gerling Pensionsfonds für die Wirtschaft AG HDI-Gerling Pensionskasse AG Charles-de-Gaulle-Platz 1 50679 Köln Telefon +49 221 144-0 Telefax +49 221 144-3833
HDI-Gerling Pensionsmanagement AG Charles-de-Gaulle-Platz 1 50679 Köln Telefon +49 221 144-69200
HDI-Gerling Sicherheitstechnik GmbH Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 645-4126 Telefax +49 511 645-4545
■ Neue Leben Holding AG ■ Neue Leben Lebensversicherung AG ■ Neue Leben Unfallversicherung AG Sachsenstraße 8 20097 Hamburg Telefon +49 40 23891-0 Telefax +49 40 23891-333
PB Versicherungen Proactiv-Platz 1 40721 Hilden Telefon +49 2103 34-5100 Telefax +49 2103 34-5109
Protection Reinsurance Intermediaries AG Karl-Wiechert-Allee 57 30625 Hannover Telefon +49 511 54223-0 Telefax +49 511 54223-200
Talanx International AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 645-0 Telefax +49 511 645-4545
TARGO Versicherungen Proactiv-Platz 1 40721 Hilden Telefon +49 2103 34-7100 Telefax +49 2103 34-7109
Hannover Rückversicherung AG Succursale Française 109 rue de la Boétie (Eingang: 52 avenue de Champs Elysées) 75008 Paris Telefon +33 1 4561 73-00 (life) Telefon +33 1 4561 73-40 (non-life) Telefax +33 1 4561 73-60
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Frankreich Tour Opus 12 – La Défense 9 77 Esplanade du Générale de Gaulle 92914 Paris La Défense Cedex Telefon +33 1 44 0556-00 Telefax +33 1 44 0556-66
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Griechenland 11 Omirou & 1 Vissarionos Street 10672 Athen Telefon +30 210 7259-181 Telefax +30 210 7259-177
■ Hannover Life Reassurance (UK) Limited ■ Hannover Services (UK) Limited Hannover House Virginia Water Surrey GU25 4AA Telefon +44 1344 845-282 Telefax +44 1344 845-383
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Großbritannien 1 Great Tower Street London EC3R 5AA Telefon +44 20 7696-8099 Telefax +44 20 7696-8444
International Insurance Company of Hannover Limited 1 Arlington Square Bracknell Berkshire RG12 1WA Telefon +44 1344 397600 Telefax +44 1344 397601
Büro London: 10 Fenchurch Street London EC3M 3BE Telefon +44 20 7015-4000 Telefax +44 20 7017-4001
Hannover Re Consulting Services India Private Limited 215 Atrium 'C' Wing, Unit 616, 6th floor Andheri-Kurla Rd. Andheri (East) Mumbai 400069 Telefon +91 22 613808-08 Telefax +91 22 613808-10
Hannover Life Reassurance (Ireland) Limited No. 4 Custom House Plaza, IFSC Dublin 1 Telefon +353 1 612-5718 Telefax +353 1 673-6917
Hannover Reinsurance (Ireland) Ltd. No. 2 Custom House Plaza, IFSC Dublin 1 Telefon +353 1 612-5700 Telefax +353 1 829-1400
Hannover Re Services Italy S.r.l. Via Dogana, 1 20123 Mailand Telefon +39 02 8068 1311 Telefax +39 02 8068 1349
HDI Assicurazioni S.p.A. Via Abruzzi 10 b 00187 Rom Telefon +39 06 42103-1 Telefax +39 06 42103-500
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Italien Via Franco Russoli, 5 20143 Mailand Telefon +39 02 83113-400 Telefax +39 02 83113-202
Hannover Re Services Japan KK 7th floor, Hakuyo Building 3–10 Nibancho Chiyoda-ku Tokio 102-0084 Telefon +81 3 5214-1101 Telefax +81 3 5214-1105
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Japan Sanbancho KS Building 7F 2 Banchi, Sanbancho Chiyoda-ku Tokio 102-0075 Telefon +81 3 5214-1361 Telefax +81 3 5214-1365
Hannover Rückversicherung AG Canadian Branch – Chief Agency 3650 Victoria Park Avenue, Suite 201 Toronto, Ontario M2H 3P7 Telefon +1 416 496-1148 Telefax +1 416 496-1089
Hannover Rückversicherung AG Canadian Branch – Facultative Office 130 King St, West, Suite 2125 Toronto, Ontario M5X 1A4 Telefon +1 416 867-9712 Telefax +1 416 867-9728
Hannover Rückversicherung AG Bogotá Representative Office Facultative Business Calle 98 No. 21–50 Office Number 901 Centro Empresarial 98 Bogotá Telefon +57 1 6420066-200 Telefax +57 1 6420273
Hannover Rückversicherung AG Korea Branch Room 414, 4th floor Gwanghwamoon Officia B/D 163, Shinmunro-1ga, Jongro-gu Seoul 110-999 Telefon +82 2 3700 0600 Telefax +82 2 3700 0699
Euro International Reinsurance S. A. 43, Boulevard du Prince Henri 1724 Luxemburg Telefon +35 224-1842 Telefax +35 224-1853
Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. 5, Rue Eugène Ruppert 2453 Luxemburg Telefon +35 224-1842 Telefax +35 224-1853
Hannover Rückversicherung AG Malaysian Branch Suite 31-1, 31st floor Wisma UOA II No. 21 Jalan Pinang 50450 Kuala Lumpur Telefon +60 3 2687 3600 Telefax +60 3 2687 3760
Hannover Services (México) S. A. de C. V. German Centre, Oficina 4-4-28 Av. Santa Fé No. 170 Col. Lomas de Santa Fé C.P. 01210 Mexiko-Stadt, D.F. Telefon +52 55 9140 0800 Telefax +52 55 9140 0815
HDI-Gerling de México Seguros S. A. Av. Paseo de las Palmas N. 239–104 Col. Lomas de Chapultepec 11000 Mexiko-Stadt, D.F. Telefon +52 55 5202-7534 Telefax +52 55 5202-9679
HDI Seguros S. A. de C. V. Paseo de los Insurgentes 1701 Col. Granada León, Guanajuato Telefon +52 477 7104764 Telefax +52 477 7104786
HDI-Gerling Verzekeringen N. V. Westblaak 14 3012 KL Rotterdam Telefon +31 10 403-6100 Telefax +31 10 403-6275
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Norwegen C. J. Hambros plass 2D 0164 Oslo Telefon +47 232 136-50 Telefax +47 232 136-51
HDI-Gerling Lebensversicherung AG Galaxy 21 Praterstr. 31 1020 Wien Telefon +43 120 709-220 Telefax +43 120 709-900
HDI Versicherung AG Edelsinnstr. 7–11 1120 Wien Telefon +43 50 905 501-0 Telefax +43 50 902 502-0
HDI Asekuracja TU S. A. ul. Plocka 11/13 01-231 Warschau Telefon +48 22 534-4000 Telefax +48 22 534-4001
HDI-Gerling Życie TU S. A. ul. Hrubieszowska 2 01-209 Warschau Telefon +48 22 537-2450 Telefax +48 22 537-2001
OOO Strakhovaya Kompaniya "CiV Life" 30/1 Obrucheva street Moskau, 117485 Telefon +7 495 967 9 267 Telefax +7 495 967 9 260
OOO Strakhovaya Kompaniya "HDI Strakhovanie" 30/1 Obrucheva street Moskau, 117485 Telefon +7 495 967 9 257 Telefax +7 495 967 9 260
Hannover Rückversicherung AG, Tyskland filial Hantverkargatan 25 P. O. Box 22085 10422 Stockholm Telefon +46 8 617 5400 Telefax +46 8 617 5597 (life) Telefax +46 8 617 5593 (non-life)
International Insurance Company of Hannover Ltd., England filial Hantverkargatan 25 P. O. Box 22085 10422 Stockholm Telefon +46 8 617 5400 Telefax +46 8 617 5592
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Schweiz Dufourstrasse 46 8034 Zürich Telefon +41 44 265-4747 Telefax +41 44 265-4748
HDI Versicherung AG Niederlassung Slowakische Republik Štúrova 11 811 02 Bratislava Telefon +421 2 5 710 8611 Telefax +421 2 5 710 8618
HDI HANNOVER International España Cía de Seguros y Reaseguros S. A. c/Luchana, 23–6° 28010 Madrid Telefon +34 91 444-2000 Telefax +34 91 444-2019
HDI HANNOVER International España Cía de Seguros y Reaseguros S. A. c/Rosellón, 216–09° 08008 Barcelona Telefon +34 93 272 10-00 Telefax +34 93 238 76-70
HR Hannover Re Correduría de Reaseguros, S. A. Paseo del General Martínez Campos 46 28010 Madrid Telefon +34 91 319-0049 Telefax +34 91 319-9378
Compass Insurance Company Limited P. O. Box 37226 Birnam Park 2015 Johannesburg Telefon +27 11 7458-333 Telefax +27 11 7458-444
■ Hannover Life Reassurance Africa Limited ■ Hannover Reinsurance Africa Limited ■ Hannover Reinsurance Group Africa (Pty) Ltd. P. O. Box 85321 Emmarentia 2029 Johannesburg Telefon +27 11 4816-500 Telefax +27 11 4843330/32
HDI-Gerling Insurance of South Africa Ltd. P. O. Box 66 Saxonwold 2132 Johannesburg Telefon +27 11 340-0100 Telefax +27 11 447-4981
Hannover Rückversicherung AG Taipei Representative Office Rm. 902, 9F, No. 129, Sec. 3 Misheng E. Road Taipeh Telefon +886 2 8770-7792 Telefax +886 2 8770-7735
HDI Versicherung AG Niederlassung Tschechische Republik Jugoslávská 620/29 120 00 Prag 2 Telefon +420 2 2019 0203 Telefax +420 2 2019 0299
CiV Hayat Sigorta A.Ş. Saray Mah. Ö. Faik Atakan Caddesi Yılmaz Plaza No: 3 34768 Ümraniye, Istanbul Telefon +90 216 633-1700 Telefax +90 216 633-1709
HDI Sigorta A. Ş. Büyükdere Caddesi C.E.M. Iş Merkezi No: 23 Kat: 7-8-9 34381 Şişli/Istanbul Telefon +90 212 368-6000 Telefax +90 212 368-6010
HDI Strakhuvannya 102, Chervonoarmiyska Str. 03150 Kiew Telefon +38 44 247 4477 Telefax +38 44 529 0894
HDI Versicherung AG Niederlassung Ungarn Batthyany u. 65 1015 Budapest Telefon +36 1 2482-820 Telefax +36 1 2482-829
■ Magyar Posta Életbiztosító Zrt. ■ Magyar Posta Biztosító Zrt. Bégutca 3-5 1022 Budapest Telefon +36 1 4234-200 Telefax +36 1 4234-210
Hannover Life Reassurance Company of America 800 N. Magnolia Avenue Suite 1400 Orlando, FL 32803-3268 Telefon +1 407 649-8411 Telefax +1 407 649-8322
Hannover Re Services USA, Inc. 500 Park Blvd., Suite 1360 Itasca, IL 60143 Telefon +1 630 250-5517 Telefax +1 630 250-5527
HDI-Gerling America Insurance Company 150 North Wacker Drive, 29th floor Chicago, IL 60606 Telefon +1 312 580-1900 Telefax +1 312 580-0700
Kosten, die einem Versicherungsunternehmen beim Abschluss oder bei der Verlängerung von Versicherungsverträgen entstehen (z. B. Abschlussprovision, Kosten der Antrags- oder Risikoprüfung).
Mathematiker, der sich mit Fragestellungen von Versicherungswesen, Kapitalanlagen und Altersvorsorge beschäftigt.
Jahresbeitragsäquivalent. Messgröße für das Neugeschäft in der Lebensversicherung.
Kaufpreis eines Vermögenswerts einschließlich aller Neben- und Bezugskosten; bei abnutzbaren Vermögenswerten vermindert um planmäßige und/oder außerplanmäßige Abschreibungen.
Barwert des erdienten Teils der Verpflichtungen aus einer leistungsorientierten Pensionszusage.
Kapitalanlageverwaltung. Betreuung und Steuerung von Kapitalanlagen nach Risiko- und Ertragsgesichts punkten.
Unternehmen, das weder durch Voll- oder Quotenkonsolidierung, sondern im Allgemeinen nach der > Equity-Methode in den Konzern abschluss einbezogen ist und auf dessen Geschäftsoder Firmenpolitik ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen maßgeblichen Einfluss hat.
Summe aus Provisionen, Vertriebs-, Personal-, Sach- und laufenden Verwaltungskosten.
Bank- und Postkooperationen. Partnerschaft zwischen einer Bank/ Post und einem Versicherungsunternehmen zum Zweck des Vertriebs von Versicherungsprodukten über die Bank-/Postfilialen. Die Bindung zwischen Versicherer und Bank ist häufig geprägt durch eine Kapitalbeteiligung oder eine langfristige strategische Kooperation beider Parteien.
Prämie
Analytisches Modell für die Berechnung von theoretischen Optionspreisen, das den Tageskurs des Basiswerts, den Zinsfuß, die Rest laufzeit, die > Volatilität und eventuelle Dividendenzahlungen innerhalb der Laufzeit berücksichtigt.
Kreditwürdigkeit. Fähigkeit eines Schuldners, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Bei Versicherungen: vor Abzug der > passiven Rückversicherung.
Mitversicherungsvertrag, bei dem der Zedent einen Teil der ur sprünglichen Prämie mindestens in Höhe der zedierten Reserven zurückbehält. Ähnlich wie bei einem > Modified-Coinsurance-Vertrag repräsentiert die Zinszahlung an den Rückversicherer den Anlageertrag des zugrunde liegenden Wertpapierportefeuilles.
kombinierte Schaden-/Kostenquote
Gesetzliche und unternehmensspezifische Regelungen zum verantwortungsbewussten und gesetzmäßigen Handeln des Unternehmens und der Mitarbeiter.
System zur Realisierung einer verantwortlichen Führung und Über wachung von Unternehmen, das darauf abzielt, das Vertrauen von Anlegern, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in Unternehmen zu fördern.
Nach mathematischen Methoden errechneter Wert für zukünftige Verpflichtungen (Barwert künftiger Verpflichtungen abzüglich des Barwerts künftiger eingehender Prämien), vor allem in der Lebensund Krankenversicherung.
Aus der US-amerikanischen Rechnungslegung stammende Bilanzierungsmethode, nach der kurz- und langfristige Versicherungs- und Rückversicherungsverträge zu bilanzieren sind, die kein signifikantes versicherungstechnisches Risiko transferieren.
Sicherheitsleistungen zur Deckung von Versicherungs verbind lichkeiten, die ein Versicherer von den liquiden Mitteln einbehält, die er an einen Rückversicherer im Rahmen eines Rückversiche rungsvertrags zu zahlen hat. Der Versicherer weist in diesem Fall eine Depot verbind lichkeit aus, der Rückversicherer eine Depotforderung. Die Depotforderungen/-verbindlichkeiten sind zu verzinsen. Depotforderungen werden auch als Kapitalanlage-Surrogate bezeichnet.
Aus Basisinstrumenten wie Aktien, festverzinslichen Wertpapieren oder Devisen abgeleitetes Finanzprodukt, dessen Marktwert u. a. anhand des jeweils zugrunde liegenden Wertpapiers oder sonstigen Referenzwerts festgestellt wird. Dazu zählen z. B. > Swaps, Optionen und Futures.
Prüfung einer Unternehmensbeteiligung im Vorfeld einer Akquisition oder Fusion: systematische Stärken-Schwächen-Analyse des Kaufobjekts, Analyse der mit dem Kauf verbundenen Risiken sowie fundierte Bewertung des Objekts.
Finanzmathematische Kennziffer, die die durchschnittliche Bindungsdauer des Barwerts eines Finanzinstruments darstellt; ein Maß für das mit einem Finanzinstrument verbundene Zins änderungsrisiko.
Earnings before interest and tax. > operatives Ergebnis.
Mittel, die von den Eigentümern einer Unternehmung zu deren Innenfinanzierung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn (re alisiert/nicht realisiert) im Unternehmen belassen werden. Den Kapitalgebern steht für die Überlassung des Eigenkapitals eine Gewinnbeteiligung zu, z. B. in Form einer Dividende. Das Eigenkapital haftet bei der Kapitalgesellschaften für die Verbindlichkeiten.
Maßstab zur Bewertung der Leistung von Lebens versicherungsunternehmen: Summe aus den freien Kapital anlagen (Nettovermögen) und dem Ertragswert des Ver si che rungs bestands.
Privates Unternehmen oder öffentlich-rechtliche Körperschaft, das oder die Wertpapiere ausgibt, z. B. bei Aktien die Aktiengesellschaft und bei Bundesanleihen der Bund.
Verfahren zur Bewertung von Beteiligungen (> assoziierte Unterneh men) im Konzernabschluss.
Bei Vertragsbeziehungen mit Versicherungsunternehmen, die über längere Zeiträume laufen, werden die Vertragsbedingungen meist jährlich in so genannten Erneuerungsverhandlungen angepasst und die Verträge entsprechend erneuert.
Gesellschaft, die Risiken gegen eine Versicherungsprämie übernimmt und in einem direkten Vertragsverhältnis zum Versicherungsnehmer (Privatperson, Unternehmen, Organisation) steht.
Gefährdungsgrad eines Risikos oder Risikobestands.
Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.
Beteiligung des Rückversicherers an einem bestimmten vom Erstversicherer übernommenen Einzelrisiko.
Lebensversicherung, bei der die Höhe der Leistungen von der Wertentwicklung eines dieser Versicherung zugeordneten Vermögensanlagefonds abhängt.
Bei Versicherungen: nach Abzug der > passiven Rückversicherung.
Betrag, den ein Käufer unter Berücksichtigung zukünftiger Ertragserwartungen über den Wert aller materiellen und immateriellen Ver mögensgegenstände nach Abzug der Schulden zu zahlen bereit ist.
Schaden, der im Vergleich zum Schadendurchschnitt der jeweiligen Risikogruppe eine außergewöhnliche Höhe erreicht und eine festgelegte Schadenhöhe übersteigt.
Summe aus
Fremdkapital mit eigenkapitalergänzendem Charakter in Form von nachrangigen Darlehen und Genuss rechts kapital.
Außerplanmäßige Abschreibung, die vorgenommen wird, wenn der Barwert der geschätzten, zukünftigen Kapitalflüsse eines Vermögenswerts kleiner ist als dessen Buchwert.
Für die Verbriefung von Risiken eingesetzte Obligationen, bei denen die Auszahlung von Zins und/oder Nominalwert von Eintritt und Ausmaß eines Versicherungsereignisses abhängt.
Internationale Rechnungslegungsstandards, bei Talanx angewendet seit 2004.
Ein Rating von BBB oder besser, das an Unternehmen vergeben wird, die ein geringes Bonitätsrisiko aufweisen. > Bonität
Rechnung über die Herkunft und Verwendung von Zahlungsmitteln während der Abrechnungsperiode. Sie zeigt die Veränderung der Vermögens- und Kapitalbestände.
Instrument zum Transfer von Katastrophenrisiken eines (Rück-)Versicherers auf den Kapitalmarkt.
Summe aus > Schadenquote und > Kostenquote zuzüglich Depotzinsergebnis zu verdienten Beiträgen. Bei der Berechnung der bereinigten kombinierten Schaden-/Kostenquote werden die Aufwendungen für Versicherungsleistungen um das Depotzinsergebnis bereinigt. Die Quote findet Anwendung bei Schaden-Erst- und Rückversicherern.
Bedeckung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten in fremder Währung mit entsprechenden Kapitalanlagen derselben Währung, um Wechselkursrisiken zu vermeiden.
In der Bilanzierungspraxis: Zusammen fassung von Einzel abschlüssen mehrerer Gesellschaften einer Unternehmensgruppe zu einem Konzern abschluss. Hierbei werden konzerninterne Transaktionen eliminiert.
Verhältnis der Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung.
Versicherungstechnisches Risiko, das darin besteht, dass ein einziges auslösendes Ereignis (z. B. Erdbeben, Wirbelsturm) zu einer Häufung von Schadenfällen in einem > Portefeuille führt.
Differenz zwischen sich errechnenden Steuern auf den nach Handels bilanz bzw. IFRS-Rechnungslegung und den nach Steuerbilanz ausgewiesenen Gewinn, die sich in der Folgezeit wieder aus gleichen. Durch ihre Bilanzierung soll die Differenz ausgeglichen werden, sofern erkennbar ist, dass sie sich im Zeit ablauf auflöst.
Zusammenfassung derjenigen Versicherungsformen, bei denen es im weiteren Sinne um die Risiken der ungewissen Lebensdauer und -planung geht. Dazu gehören Todesfall und Berufsunfähigkeit, Altersversorgung, aber auch Heirat und Ausbildung.
Bankbürgschaft. Beispielsweise in den USA eine übliche Form der Sicherheitsleistung im Rückversicherungsgeschäft.
Spezielle Methode zur Bewertung von Lebensversicherungsunternehmen, mit deren Hilfe die Langfristigkeit des Lebensversi cherungs geschäfts und der damit verbundenen Risiken abgebildet werden kann.
Rückversicherungsvertrag, bei dem der Zedent im Rahmen eines Depots Wertpapiere, die die zedierten Reserven besichern, zurückbehält und dadurch eine Verpflichtung begründet, zu einem späteren Zeitpunkt Zahlungen an den Rückversicherer zu leisten. Die Zahlungen beinhalten einen proportionalen Anteil an der Bruttoprämie sowie den Ertrag aus Wertpapieren.
Krankheitsmaß, das die Krankheitswahrscheinlichkeit bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe angibt.
Sterblichkeit. Das Ausmaß von Todesfällen innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung.
Bei Versicherungen: nach Abzug der > passiven Rückversicherung.
Rückversicherungsvertrag, bei dem der Rückversicherer den einen bestimmten Betrag übersteigenden Schadenaufwand bzw. Versicherungssumme tragen muss.
Summe aus dem Kapitalanlageergebnis, dem versicherungstechnischen Ergebnis sowie dem übrigen Ergebnis vor Zinsen für sonstiges, zu Finanzierungszwecken aufgenommenes Fremdkapital (Finanzierungszinsen) und vor Steuern (Ertragsteuern).
over the counter. Bei Wertpapieren: außerbörslicher Handel zwischen Finanzmarktteilnehmern.
Bestehende Rückversicherungsprogramme der Erstversicherer zur eigenen Absicherung vor versicherungstechnischen Risiken.
Sparten, die die Versicherung von Personen zum Gegenstand haben: Lebens-, Renten-, Kranken- und Unfallversicherung.
Vereinbartes Entgelt für die vom Versicherungsunternehmen übernommenen Risiken.
In einem Wirtschaftsjahr gebuchte Prämien, die periodengerecht dem Folgezeitraum zuzurechnen sind.
Immaterieller Vermögensgegenstand, der insbesondere beim Erwerb von Lebens- und Krankenversicherungsunternehmen bzw. einzelnen Versicherungsbeständen entsteht. Der Barwert der erwarteten zukünftigen Erträge aus dem übernommenen Versicherungsbestand wird aktiviert und grundsätzlich planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen ergeben sich aufgrund durchgeführter jährlicher Werthaltigkeitsprüfungen.
Von Privatanlegern beschafftes Beteiligungskapital.
Vergütung des Erstversicherers an Agenten, Makler und andere gewerbsmäßige Vermittler.
Form der Rückversicherung, in der der prozentuale Anteil am gezeichneten Risiko sowie die Prämie vertraglich festgelegt werden. Dabei ist der Verwaltungsaufwand beim Rückver si cherungsunternehmen sehr gering.
Prozentsatz (in der Regel vom Prämienvolumen) des rückver sicherten Portefeuilles, der bei einer > nichtproportionalen Rückversicherung als Rückversicherungsprämie an den Rückversicherer zu zahlen ist.
Systematische Einschätzung von Unternehmen hinsichtlich ihrer > Bonität durch eine Ratingagentur oder Bank.
Passivposten am Bilanzstichtag zur Erfüllung von Verbindlichkei ten, die dem Grunde nach bestehen, deren Höhe und/oder Zeit punkt der Fälligkeit jedoch noch nicht bekannt sind. Versicherungstechnisch z. B. für bereits eingetretene, jedoch noch nicht oder nur teilweise regulierte Versicherungsfälle (= Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, kurz: Schadenrückstellung).
Gesellschaft, die gegen eine vereinbarte Prämie Risiken bzw. Portefeuille-Segmente von einem > Erstversicherer oder einem anderen Rückversicherer übernimmt.
a) Allgemein: Privatkundengeschäft.
b) AmpegaGerling: Geschäft mit Investmentfonds, die grundsätzlich für den privaten, nicht institutionellen Anleger konzipiert sind, jedoch auch Investments von Konzerngesellschaften offenstehen.
Abgabe von Risiken oder Anteilen an Risiken eines Rückversicherers an andere Rückversicherer.
Zessionär, sofern es sich dabei um eine Rückversicherung handelt.
Gesamtheit der Regelungen und Maßnahmen, die dazu dienen, Risiken zu überwachen und abzuwehren.
Gesamtheit der Versicherungszweige mit Ausnahme der Lebensversicherung und Krankenversicherung: alle Sparten, bei denen im Versicherungsfall nicht eine festvereinbarte Summe bezahlt, sondern der entstandene Schaden ersetzt wird.
Bilanzielle Schadenquote netto: Verhältnis der Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) einschließlich dem sonstigen versicherungstechnischem Ergebnis (netto), jedoch ohne etwaige Konsolidierungsdifferenzen versicherungstechnischer Sachverhalte – inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP – zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung. > PVFP
Rückstellung zum Ausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlauf einzelner Sparten über mehrere Jahre. Bei den IFRS Berücksichtigung innerhalb des Eigenkapitals.
Nach Geschäftsbereichen und Regionen untergliederte Darstellung des Konzernabschlusses.
Der Teil der übernommenen Risiken, den der Versicherer nicht in Rückdeckung gibt, also > netto ausweist. Gebuchte Nettobeiträge im Verhältnis zu gebuchten Bruttobeiträgen (ohne Sparbeiträge der fondsgebundenen Lebens- und Rentenvericherung).
Ausstattung mit freien, unbelasteten Eigenmitteln, die zur Sicherstellung der dauernden Erfüllbarkeit der Verträge notwendig ist.
Projekt der Europäischen Kommission zur Reformierung und Harmoni sie rung der europäischen Vorschriften zur Versiche rungsauf sicht, vor allem der Solvabilitätsvorschriften für die Eigenmittelausstattung von Versicherungsunternehmen.
Form der Szenarioanalyse, die dazu dient, eine quantitative Aussage über das Verlustpotenzial von > Portfolios bei extremen Markt schwankungen treffen zu können.
engl. Tausch. Vereinbarung zwischen zwei Schuldnern, Zahlungen zu vertraglich festgeschriebenen Konditionen und Zeitpunkten auszutauschen. Es können Zahlungsströme fast beliebiger Natur getauscht werden. Dadurch können gezielt finanzielle Risiken eines Portfolios abgesichert werden oder neue Risiken zur Renditeoptimierung in ein Portfolio aufgenommen werden.
Optionskontrakt, der es dem Käufer gegen eine Zahlung einer einmaligen Prämie erlaubt, zu – oder bis zu – einem bestimmten Zeitpunkt in einen Zinsswap (> Swap) einzusteigen. Sie ermöglicht die Absicherung gegen steigende Zinssätze, ohne dem Käufer dabei die Möglichkeit zu nehmen, bei sinkenden Zinssätzen günstiger zu refinanzieren.
Basiswert. Vertragsgegenstand eines Termin- oder Options geschäfts, der als Grundlage für die Erfüllung und Bewertung des Vertrags dient.
Prüfung und Einschätzung von (Rück-)Versicherungsrisiken zur Festsetzung einer angemessenen Prämie für das jeweilige Risiko. Der Zweck des Underwritings besteht darin, das Versicherungs risiko so zu streuen, dass es einerseits für den (Rück-)Versicherten recht und billig, andererseits für den (Rück-)Versicherer profitabel ist.
Gesetzlich vorgeschriebene, jährlich neu festgelegte Beteiligung der Versicherungsnehmer an den erwirtschafteten Überschüssen von Lebensversicherungen.
Risikomaß zur Ermittlung potenzieller Verluste, die in einem vorgegebenen Zeitraum mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten werden.
Anteil an den gebuchten Prämien, der auf den Versicherungs schutz im Geschäftsjahr entfällt.
Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, die dem Versicherungsgeschäft zugeordnet werden: Saldo aus > verdienten Prämien für eigene Rechnung und den sonstigen versicherungstechnischen Erträgen (netto) sowie Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto), Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen (netto) inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP, jedoch ohne Kon so lidierungsdifferenzen aus der Schuldenkon so lidierung. > PVFP
Kosten der laufenden Verwaltung, die im Zusammenhang mit der Produktion von Versicherungsschutz stehen.
Schwankungsmaß der Variabilität von Wertpapier- und Devisenkursen sowie Zinssätzen, aber auch von Versicherungssparten, die einen stark variierenden Schaden verlauf haben können.
Marktphase mit Überangebot an Versicherung mit der Folge von nicht risikoadäquaten Prämien. Gegensatz: > harter Markt
Erst- oder Rückversicherer, der Teile der von ihm versicherten Risiken gegen eine Prämie an einen Rückversicherer abgibt (zediert).
Fair Value
Rückversicherer des Erstversicherers.
| Abschreibungen | 49, 60, 61, 122, 128–131, 241 | |
|---|---|---|
| Altersversorgung, betriebliche | 80, 83, 96 | |
| Altersvorsorge, private | 38, 96, 100, 101 | |
| AmpegaGerling | 24, 54, 55, 76, 105 | |
| Annual Premium Equivalent (APE) | 46 | |
| Anteilsbesitz | 256–263 | |
| Asset-Liability-Management | 65, 178 | |
| Asset Management | 54, 65 | |
| Ausbildung | 22, 75, 77 | |
| Bancassurance | 96, 97, 104 | |
| Cashflow-Hedges | 68, 209 | |
| Combined Ratio | > Kombinierte Schaden-/Kostenquote | |
| Credit Life | 97, 157, 162 | |
| Deckungsrückstellung | 63, 64, 69, 90, 138, 218 | |
| Derivate | 59, 125, 132, 172, 207–210 | |
| Diversifikation | 52, 58 | |
| E+S Rück | 3, 51, 104 | |
| EBIT des Konzerns | 41, 42, 145 | |
| Eigenkapital | 5, 56, 62, 67, 68, 112, 137, 214 | |
| Eigenkapitalrendite | 31, 35, 68, 81, 103 | |
| Ertragsteuern | 120, 136, 142, 145, 242 | |
| Finanz-/Wirtschaftskrise | 36–40, 43–47, 49, 52, 61, 68, 86, 94, 96, 98 | |
| Fondsgebundene Produkte | 42, 90, 100, 172 | |
| Frauenförderung | 74 | |
| Großschäden | 26, 38, 39, 50, 101, 168, 254, 255 | |
| Hannover Life Re | 51, 52, 102, 105, 258, 259 | |
| Hannover Rück-Gruppe | ||
| Asien inkl. China | 53 | |
| Deutschland | > E+S Rück | |
| Großbritannien | 52 | |
| Nordamerika | 50, 51 | |
| HDI Direkt | 3, 97, 103 | |
| HDI V. a. G. | 28, 31, 115 | |
| IFRS | 31, 86, 116–120, 127, 128 | |
| Impairment-Test | 126, 154, 188, 191 | |
| Industrieversicherung | 28, 43–45, 75, 102, 103, 144 | |
| Insurance-Linked Securities (ILS) | 51, 105, 159, 161 | |
| Kapitalanlageergebnis des Konzerns | 41, 42, 53, 232–235 | |
| Kapitalanlagen | 50, 54–60, 65, 69, 105, 203 | |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote | 39, 42–47, 49–51 | |
| Konzernergebnis | 4, 5, 26, 41, 42 | |
| Konzernfunktionen | 30, 54, 105, 121, 145 | |
| Konzernstruktur, grafische Darstellung | 29 | |
| Kooperationen | 24, 42, 48, 53, 96, 103 | |
| Kfz-Versicherung | 47, 76 | |
| Lebensversicherung | 4, 39, 40, 42, 45, 46, 89, 90, 94, 97, 100, 101 | |
| Makler | 2, 47, 77, 96, 172 | |
| Market Consistent Embedded Value (MCEV) Mehrmarkenstrategie |
35, 87, 91, 171, 191 | |
| 2, 30, 77, 115 |
| Naturkatastrophen | 38, 39, 50, 89, 160 |
|---|---|
| Neue Leben-Gruppe | 3, 45, 104 |
| Neugeschäft | 38–40, 44–46, 48, 49, 52, 53, 73, 90, 100 |
| Operatives Ergebnis | > EBIT des Konzerns |
| PB Versicherungen | 3, 46 |
| Pensionsrückstellungen | 223–226 |
| Personen-Rückversicherung | > Hannover Life Re |
| Privatkunden | 5, 41, 44, 54, 95, 100, 104 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland 5, 28, 42, 45, 102–104, 145 | |
| Privat- und Firmenversicherung International | 30, 47, 102, 104, 145 |
| Protection Re | 2, 30, 55, 105, 174 |
| Rating | |
| von Kapitalanlagen | 31, 57, 60, 93 |
| von Konzerngesellschaften | 24, 25, 71–73, 83 |
| Retakaful | 51, 53 |
| Risikokapital | 31, 33, 57, 66, 67, 84 |
| Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 57, 63, 222 |
| Rückstellungen, versicherungstechnische/Schaden | |
| 44–46, 51, 56, 57, 62–64, 88, 90, 218 | |
| Rückversicherung | 28, 30, 44, 55, 60, 73, 76, 96, 160, 161 |
| Schadenquote | 44, 168 |
| Schaden-Rückversicherung | 38, 42, 49–51, 65, 101, 102, 104, 145 |
| Schuldverschreibungen | 5, 25, 62, 70, 71 |
| Selbstbehalt(squote) | 46, 48, 50, 53, 167, 170 |
| Solvency II | 40, 52, 84, 94, 99–102 |
| Steueraufwand | 242, 243 |
| Strukturierte Rückversicherung | 105 |
| Talanx International | 47 |
| Benelux (HDI-Gerling Verzekeringen/Assurances) | 43 |
| Italien (HDI Assicurazioni) | 48, 49 |
| Lateinamerika (HDI Seguros) | 42, 48, 49, 53, 101, 104, 105 |
| Mittel- und Osteuropa | 30, 45, 47, 50, 104 |
| Spanien (HDI Seguros) | 44 |
| Türkei (HDI Sigorta) | 48, 49 |
| Talanx Service AG | 18, 30, 54 |
| Talanx Systeme AG | 18, 30, 54 |
| Targo Versicherungen | 3, 25, 97 |
| Umstrukturierung des Konzerns | 26, 42, 48, 54, 95, 96 |
| Underwriting | > Zeichnungspolitik |
| Veräußerungsgruppen | 56, 57, 62, 65, 70, 137, 164, 165 |
| Verbriefung | 159, 160 |
| Verbundene Unternehmen | 195, 203 |
| Vermittler, unabhängige | 45, 77, 89, 91, 94, 172 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 42, 44–47, 49–51 |
| Vertriebswege | 3, 47, 55, 77, 90, 96 |
| Wertorientierte Steuerung | 34, 35, 66, 104, 215 |
| Zeichnungspolitik | 88, 89, 168 |
Talanx AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 E-Mail [email protected] www.talanx.com
Thomas von Mallinckrodt Telefon +49 511 3747-2020 Telefax +49 511 3747-2025 E-Mail [email protected]
Redaktionsschluss: 28. März 2011 Veröff entlicht am: 23. Mai 2011
Dieser Geschäft sbericht erscheint auch auf Englisch.
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BM Bermuda. Hannover Life Re Bermuda, Hamilton Hannover Re Bermuda, Hamilton
Hannover Re (Representative Office), Rio de Janeiro HDI Seguros, São Paulo
CA Kanada. Hannover Rück (Branch), Toronto
CL Chile. HDI Seguros, Santiago
CO Kolumbien. Hannover Rück (Representative Office), Bogotá
Hannover Services (México), Mexiko-Stadt HDI-Gerling de México Seguros, Mexiko-Stadt HDI Seguros, León
Hannover Life Re America, Orlando Hannover Re Services USA, Itasca/Chicago HDI-Gerling America Insurance Company, Chicago Europa AT Österreich. HDI-Gerling Lebensversicherung, Wien HDI Versicherung, Wien
BE Belgien. HDI-Gerling Assurances/Verzekeringen, Brüssel
BG Bulgarien. HDI Zahstrahovane, Sofia
CH Schweiz. HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Zürich
CZ Tschechische Republik. HDI Versicherung (Niederlassung), Prag
AmpegaGerling, Köln E+S Rück, Hannover Hannover Rück, Hannover HDI Direkt, Hannover HDI-Gerling, Hannover/Köln Neue Leben, Hamburg PB Versicherungen, Hilden Protection Re, Hannover Talanx, Hannover Targo Versicherungen, Hilden ES Spanien. HDI Seguros, Madrid/Barcelona HR Hannover Re, Madrid
FR Frankreich. Hannover Rück (Branch), Paris HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Paris
GR Griechenland. HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Athen
HDI Versicherung (Niederlassung), Budapest Magyar Posta Biztosító, Budapest Magyar Posta Életbiztosító, Budapest
Hannover Life Re (Ireland), Dublin Hannover Re (Ireland), Dublin HDI Reinsurance, Dublin
Hannover Re Services Italy, Mailand HDI Assicurazioni, Rom HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Mailand
Euro International Re, Luxemburg Hannover Finance, Luxemburg Talanx Finanz, Luxemburg
NL Niederlande. HDI-Gerling Verzekeringen, Rotterdam
NO Norwegen. HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Oslo
PL Polen. HDI Asekuracja, Warschau HDI-Gerling Życie, Warschau
Hannover Rück (Branch), Stockholm International Insurance Company of Hannover (Niederlassung), Stockholm
HDI Versicherung (Niederlassung), Bratislava
UA Ukraine. HDI Strakhuvannya, Kiew
Hannover Life Re UK, Virginia Water Hannover Services UK, Virginia Water HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), London International Insurance Company of Hannover, Bracknell/London
Compass Insurance Company, Johannesburg Hannover Life Re Africa, Johannesburg Hannover Re Africa, Johannesburg HDI-Gerling Insurance South Africa, Johannesburg
AU Australien. Hannover Life Re Australasia, Sydney Hannover Rück (Branch), Sydney HDI-Gerling Australia Insurance Company, Sydney HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Sydney
BH Bahrain. Hannover ReTakaful, Manama Hannover Rück (Branch), Manama
Hannover Rück (Hong Kong Branch) Hannover Rück (Shanghai Branch) HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Hongkong
Hannover Re Consulting Services, Mumbai Magma HDI General Insurance, Kolkata*
Hannover Re Services Japan, Tokio HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Tokio
KR Korea. Hannover Rück (Branch), Seoul
MY Malaysia. Hannover Rück (Branch), Kuala Lumpur
RU Russland. CiV Life, Moskau HDI Strakhovanie, Moskau
Hannover Rück (Representative Office), Taipeh
Talanx AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 E-Mail [email protected] www.talanx.com
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