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Software AG Audit Report / Information 2013

Apr 13, 2015

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Audit Report / Information

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Publication

Technische Werke Ludwigshafen am Rhein Aktiengesellschaft

Ludwigshafen am Rhein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013 und Tätigkeitsabschluss

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013

Wirtschaftliche Entwicklung

Deutsche Wirtschaft verzeichnet moderates Wachstum

Insgesamt hat sich die deutsche Wirtschaft in einem stets schwierigen Umfeld als stabil erwiesen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz starker Binnennachfrage verhinderten die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern sowie die gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung einen höheren Anstieg. So büßte auch der deutsche Außenhandel aufgrund eines negativen Außenbeitrags (Differenz zwischen Ex- und Import) an Dynamik ein. Verbesserte Stimmungsindikatoren zeigen jedoch, dass die Verunsicherung aus den Krisen abnimmt und ein tendenzieller Aufschwung der Konjunktur erkennbar ist.

Wichtigster Wachstumsfaktor der deutschen Wirtschaft waren gestiegene Konsumausgaben sowohl im privaten (0,9 Prozent), als auch im staatlichen (1,1 Prozent) Sektor. Staats- und Unternehmensinvestitionen gingen dagegen zurück.

Die günstige Entwicklung des Arbeitsmarktes setzt sich fort, sodass mit 41,8 Millionen die Zahl der Erwerbstätigen einen abermals neuen Höchststand erreichte.

Energiewirtschaft weiter im Umbruch

Noch immer prägt die anhaltende Energiewende die Entwicklung der Energiewirtschaft. Neben dem Ausstieg aus der Kernenergie umfasst diese die nachhaltige Energieversorgung durch erneuerbare Energien. In etwa 80 Prozent des Primärenergieverbrauchs in Deutschland wurden durch fossile Energieträger gedeckt. Der Energiemix stellt sich für das Jahr 2013 wie folgt dar (Vorjahr in Klammern):

Die Kosten nach EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) sowie Einspeisevergütungen sind in den vergangenen Jahren zu einem signifikanten Bestandteil deutscher Energiekosten geworden. Kosten für erneuerbaren Strom belasten direkt die Strompreise des Endverbrauchers, da dieser die EEG-Umlage trägt. Wenngleich das „merit order"-System bedeutet, dass nach dem EEG eingespeisten Strom das Kraftwerk eingesetzt wird, welches die geringsten Grenzkosten aufweist, hat dies nicht zu einer nachhaltigen Senkung der Strompreise beigetragen.

Klimawandel beeinflusst Energiewirtschaft

Die Wetterstatistik zeigt, dass Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein in 2013 durchschnittlich ausfielen. Ab Mitte Januar bis Anfang April herrschte winterliches Wetter, bevor es Mitte des Monats dann zu einem Temperaturanstieg auf frühsommerliche Werte kam. Mai und Juni waren dann hauptsächlich durch starken Regen und Hochwasser geprägt. Der trockene Sommer brachte anschließend drei spürbare Hitzewellen, welche jedoch auch mit heftigen Gewittern endeten. Auch im Herbst blieb Deutschland von Niederschlägen nicht verschont. Zum Jahresende gab es dann nochmals einen sehr warmen Dezember. Es ist festzustellen, dass die langfristige globale Erwärmung weiter anhält.

Der heutige Energiemarkt muss sich mit der Anpassung an den Klimawandel mittel- bis langfristig auseinandersetzen, wenngleich sich die Branche aktuell noch nicht gefährdet sieht. Aufgrund der Tatsache, dass Netzbetreiber und Vertriebsgesellschaften einer Regulation unterliegen, ziehen gewollte Anpassungen teils sogar wirtschaftliche Nachteile mit sich. Die größte Gefahr geht hinsichtlich der Stromnetze von Stürmen und Eis aus. In 2013 hatte die kühle Witterung im ersten Halbjahr den stärksten Einfluss auf den Energieverbrauch. Dieser stieg deutschlandweit im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,6 Prozent. Der milde Witterungsverlauf in der zweiten Jahreshälfte dämpfte diesen Zuwachs.

Gegenläufige Entwicklung der Energiepreise

In der Gesamtheit verläuft die Preisentwicklung in Deutschland unverändert ruhig. Der in 2013 verzeichnete Anstieg der Verbraucherpreise um 1,5 Prozent liegt unter den gängigen Erwartungen, wonach von Preisstabilität gesprochen werden kann. Energie insgesamt verteuerte sich um 1,4 Prozent und liegt somit deutlich unter den Jahresteuerungen von 2010-2012. Die Entwicklung einzelner Energieprodukte fiel sehr unterschiedlich aus. Vor allem infolge der erhöhten EEG-Umlage stieg der Endkundenpreis für Strom um 11,9 Prozent, dagegen fielen die Preise für leichtes Heizöl (6,0 Prozent) und Kraftstoffe (3,4 Prozent).

Der Ölpreis (Brent) bewegte sich in einem preislichen Korridor von rund 20 $/Bbl innerhalb des Jahres und schloss mit einem Preis von 112 $/Bbl zum Jahresende. Der Gasmarkt bewegte sich mit einer Preisspanne von 25,50 €/MWh bis 26,70 €/MWh größtenteils seitwärts parallel zum Ölmarkt. Der Strompreis an der Energiebörse bildete nach einem volatilen Jahresverlauf zum Jahresende wieder einen historischen Tiefstand aus. Der größte Preiseinflussfaktor war während des ganzen Jahres der Preisverfall am CO2 Markt, der in 2013 von politischem Geschehen dominiert war. Der Kohlepreis folgte dem Trend des Vorjahres. Ein sehr reichhaltiges Angebot und fehlendes Interesse der Hauptabnahmeländer China und USA trieben den Preis bis zum Ende des Jahres auf eine historisch tiefe Marke von 82 $/t.

Preisentwicklungen bei TWL

TWL-Strompreise haben sich um durchschnittlich 10 Prozent gegenüber 2012 erhöht. Auch die Erdgaspreise wurden zum Jahresbeginn angepasst. Die Preise für Sonderverträge wurden zum 01.01.2013 um 5,5 Prozent erhöht, zum 01.10.2013 wurden jedoch alle Erdgastarife um rund 6 Prozent gesenkt. Bei stabilem Arbeitspreis hat sich lediglich der Grundpreis für das Trinkwasser um 20 Prozent erhöht. Die Fernwärmepreise stiegen im Laufe des Jahres 2013 um rund 2 Prozent.

Wirtschaftliche Entwicklung von TWL

Die Absatzentwicklung für alle Medien stellt sich wie folgt dar:

Stromabsatz 2013 2012 A %
Privat- und Gewerbekunden Mio. kWh 243,1 257,5 -5,6
Geschäftskunden Mio. kWh 360,9 196,5 83,7
Netzbetreiber* Mio. kWh 88,9 0,0 -
Gesamt Mio. kWh 692,9 454,0 52,6
Gasabsatz 2013 2012 A
Privat- und Gewerbekunden Mio. kWh 614,6 589,0 4,3
Geschäftskunden Mio. kWh 1.245,3 1.036,9 20,1
Gesamt Mio. kWh 1.859,9 1.625,9 14,4
Wärmeabsatz 2013 2012 A %
Privat- und Gewerbekunden Mio. kWh 154,7 169,8 -8,9
Geschäftskunden Mio. kWh 131,4 121,2 8,4
Gesamt Mio. kWh 286,1 291,0 -1,7
Kälteabsatz 2013 2012 A
Geschäftskunden Mio. kWh 6,7 6,1 9,8
Gesamt Mio. kWh 6,7 6,1 9,8
Trinkwasserabsatz 2013 2012 %
Privat- und Gewerbekunden Mio. m3 7,8 7,9 -1,3
Geschäftskunden Mio. m3 2,7 2,9 -6,9
Weiterverteiler Mio. m3 0,3 0,3 0,0
Gesamt Mio. m3 10,8 11,1 -2,7

* Erstmals in 2013

Besonders auffallend sind die deutlichen Absatzsteigerungen in den Bereichen Strom und Gas. Diese resultieren aus einer erfolgreichen Akquisitionstätigkeit des Vertriebes im Großkundenbereich, insbesondere außerhalb Ludwigshafens.

Erträge und Aufwendungen

Die Umsatzerlöse nach Abzug von Strom- und Energiesteuer betrugen im Jahre 2013 300.936 Tsd. Euro und lagen damit deutlich über dem Vorjahr. Maßgeblich hierfür waren die Entwicklungen der einzelnen Medien, die folgendes Bild zeigen:

Gesamtumsatz 2013 2012 Δ %
Strom Tsd. Euro 111.026 78.775 40,9
Gas Tsd. Euro 93.100 77.581 20,0
Wärme Tsd. Euro 20.450 19.875 2,9
Kälte Tsd. Euro 474 753 -37,1
Trinkwasser Tsd. Euro 21.922 22.173 -1,1
Gesamt Tsd. Euro 246.972 199.157 24,0

Besonders ist der Anstieg der Umsatzerlöse in den Bereichen Strom und Erdgas hervorzuheben, welcher auf die gesteigerte Absatzmenge zurückzuführen ist.

Aufgrund eines Sondereffektes, nämlich dem Verkauf von Aktien der Pfalzwerke AG an die Stadt Ludwigshafen, liegen die sonstigen betrieblichen Erträge mit 32.335 Tsd. Euro deutlich über dem Vorjahreswert (26.735 Tsd. Euro).

Der Materialaufwand stieg um 25,8 Prozent auf 216.356 Tsd. Euro (i. Vj. 171.966 Tsd. Euro). Mengenbedingt erhöhte Bezugskosten, insbesondere im Bereich Strom und Gas sind hier die größten Positionen. Bei Strom zeigt sich deutlich der höhere EEG-Abgabensatz. Der Bereich sonstige betriebliche Aufwendungen ging insbesondere durch verminderte sonstige Aufwendungen mit der Kommunalen Netzgesellschaft Südwest mbH (KNS) zurück, welche im Gegenzug wiederum mit der Anpassung der zurückgegangenen Pachtentgelte zusammenhängen.

Ausschlaggebend für einen leicht gestiegenen Personalaufwand (0,8 Prozent auf 40.825 Tsd. Euro) war die Bildung einer Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen resultierend aus einer unternehmensweiten Umstrukturierung. Die Abschreibungen sind leicht gestiegen, was unter anderem durch eine außerplanmäßige Abschreibung des zentralen Betriebsgebäudes begründet ist.

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und ÖPNV-Ergebnis) verbesserte sich insbesondere durch die oben beschriebene Steigerung der sonstigen betrieblichen Erträge deutlich gegenüber dem Vorjahr (23.455 Tsd. Euro) auf 35.966 Tsd. Euro.

Finanzergebnis leicht verbessert

Niedrigere Zinsaufwendungen und gesunkene Aufwendungen aus Verlustübernahme der VBL stehen einer gestiegenen Verlustübernahme für KNS und leicht gesunkenen Erträgen aus Beteiligungen gegenüber, was zu einem verbesserten Finanzergebnis (-22.363 Tsd. Euro) gegenüber dem Vorjahr (-23.695 Tsd. Euro) beiträgt. Der Rückgang von Erträgen aus Beteiligungen ist insbesondere auf eine verringerte Gewinnausschüttung von der Energie- und Medienversorgung Sandhofer Straße GmbH & Co. KG (EVS) und den Wegfall der Ausschüttung der Enovos AG (Aktienverkauf 2012) zurückzuführen.

Ergebnissteigerung

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 9.802 Tsd. Euro auf plus 16.400 Tsd. Euro. Vermindert durch die Steuern wurde letztlich ein Jahresergebnis in Höhe von plus 15.707 Tsd. Euro erwirtschaftet. Abzüglich des Verlustvortrags aus dem Vorjahr (7.967 Tsd. Euro) beträgt der Bilanzgewinn somit 7.739 Tsd. Euro.

Vergleich zum Ausblick 2013

Im direkten Vergleich des Ausblickes 2013 und des Jahresergebnisses 2013 zeigt sich folgendes Bild. Die Umsatzerlöse und Materialaufwendungen liegen mengenbedingt über den Planwerten. Sonstige betriebliche Erträge liegen deutlich über der Planung, was durch den Verkauf der Aktienanteile der Pfalzwerke AG begründet ist, wogegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund niedrigerer sonstiger Aufwendungen KNS unter Plan liegen. Der Personalaufwand liegt im erwarteten Bereich. Die Abschreibungen sind gegenüber dem Ausblick leicht erhöht, was durch Sonderabschreibungen begründet ist. Das Ergebnis operativer Beteiligungen fällt insbesondere durch eine höher als geplante Verlustübernahme der KNS schlechter aus. Sowohl das Ergebnis ÖPNV-Beteiligungen als auch das Zinsergebnis sind gegenüber dem gegebenen Ausblick verbessert. Insgesamt betrachtet liegt das Jahresergebnis bedingt durch Sondereffekte mit 15.707 Tsd. Euro deutlich über dem geplanten Jahreswert (3.660 Tsd. Euro).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme von TWL stieg deutlich gegenüber dem Vorjahr um 15.041 Tsd. Euro auf 308.812 Tsd. Euro. Die Aktivseite ist dabei insbesondere durch gestiegene Forderungen aufgrund noch nicht abgerechneter Kunden (um 8.893 Tsd. Euro auf 58.509 Tsd. Euro) sowie gestiegene Kassenbestände (um 7.196 Tsd. EUR auf 9.104 Tsd. Euro) geprägt. Dabei handelt es sich besonders um verpfändetes Guthaben in Höhe von 5.470 Tsd. Euro aus dem Verkauf der Pfalzwerke Aktienanteile, welches nur für Investitionsmaßnahmen abgerufen wird. Das Anlagevermögen ist bei Zugängen im Sachanlagevermögen und Immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 18.483 Tsd. Euro um 4.259 Tsd. Euro auf 207.940 Tsd. Euro gesunken. Hier fällt insbesondere der Verkauf der Pfalzwerkeaktien und die außerplanmäßige Abschreibung des zentralen Betriebsgebäudes auf, welchen allerdings Zukäufe im Finanzanlagevermögen durch die Beteiligung an Windpool und dem Solarkraftwerk Baderup gegenüberstehen.

Auf der Passivseite verminderten sich die Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr. Im Wesentlichen ist hier ein Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 9.040 Tsd. Euro auf 146.677 Tsd. Euro beinhaltet. Dem gegenüber steht ein Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 2.295 Tsd. Euro auf 12.394 Tsd. Euro, bedingt durch ausstehende Rechnungen für Energiebezüge sowie Restrukturierungsrückstellungen. Die Position Eigenkapital stieg durch Zuführung in die Kapitalrücklage in Höhe von 8.900 Tsd. Euro und aufgrund des positiven Jahresergebnisses deutlich an. Dadurch verbesserte sich die Eigenkapitalquote von TWL auf 30,0 Prozent (i. Vj. 23,1 Prozent).

Finanzlage TWL AG

Ausgehend von einem stark positiven Jahresergebnis (35.401 Tsd. Euro) vor Verlustübernahme ÖPNV und Zinsaufwand wurde mit 49.133 Tsd. Euro ein Netto Cash Flow erzielt, der deutlich über dem Vorjahreswert lag. Die Gründe für den Anstieg des Netto Cash Flows sind im Wesentlichen auf den Verkauf von Aktienanteilen der Pfalzwerke AG zurückzuführen. Verwendet wurde der Cash Flow primär für Investitionen in Finanzanlagen und Sachanlagen. Analog der Vorjahre war auch die Verlustübernahme des ÖPNV eine wesentliche Ausgabenposition.

Aus dem Konsortialkreditvertrag heraus wurden TWL ursprünglich 90.000 Tsd. Euro Kreditvolumen zur Verfügung gestellt. Hierzu zählt neben einem variabel verzinslichen Tilgungskredit in Höhe von 60.000 Tsd. Euro, der zum Ende des Geschäftsjahres 2013 planmäßig auf 53.400 Tsd. Euro zurückgeführt wurde, auch ein variabel verzinslicher, revolvierender Betriebsmittelkredit in Höhe von 20.000 Tsd. Euro. Dieser valutiert zum Ende des Geschäftsjahres 2013 mit 12.000 Tsd. Euro. Außerdem verfügt TWL über eine Avallinie in Höhe von 10.000 Tsd. Euro, die zum Bilanzstichtag jedoch nicht in Anspruch genommen war. Für weitere Ausführungen verweisen wir an dieser Stelle auf den Teil Risikobericht.

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2013 bekannt.

Risikobericht

Grundsätze des Risikomanagements und Risikofrüherkennungssystems

Der Energiemarkt ist von tiefgreifenden politischen Entscheidungen sowie dynamischen Entwicklungen geprägt. Die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen stellen TWL vor große, teilweise unvorhersehbare Herausforderungen. Um die sich hieraus ergebenden Chancen zu nutzen und den Bestand des Unternehmens zu sichern, wurde ein Risikomanagementsystem implementiert, das auf vom Vorstand definierten Verantwortlichkeiten, Systematiken und Prozessen basiert.

Das Risikomanagement erfolgt als IT-gestützter Prozess über eine Risikodatenbank. Auf diese Weise wird die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken in einem permanenten Kreislauf und in dokumentierter Form durchgeführt. Die Risiken werden konsolidiert und über eine regelmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand von TWL sowie über diesen an den Aufsichtsrat kommuniziert. Über bestandsgefährdende Risiken wird der Vorstand umgehend informiert. Neue Erkenntnisse und Informationen werden zeitnah in das Risikomanagementsystem eingearbeitet, sodass dieses kontinuierlich weiterentwickelt und an die aktuellen Anforderungen angepasst wird. Für den Commoditybereich von TWL wurde ein Risikokomitee etabliert. Das Gremium erarbeitet und beschließt die Strategien zur Umsetzung und Einhaltung der Risikopolitik.

Darüber hinaus bestehen rechtliche Risiken, die sich aus Rahmenverträgen mit Geschäftspartnern sowie den daraus resultierenden Pflichten ergeben. Risiken aus dem operativen Geschäft — z.B. Fehleinschätzungen des Marktes, Kommunikationsfehler mit Geschäftspartnern oder Systemausfälle — begegnet TWL durch das Vier-Augen-Prinzip, die Einführung von Händlerlimits oder das Führen von redundanten Systemen.

Preisrisiken

Die strukturierte Beschaffung von Strom und Gas sowie die Vermarktung der Eigenerzeugung erfolgen am Energiemarkt gemäß der im Risikokomitee beschlossenen Strategien. Die Strategien sind auf die Optimierung der Beschaffungs- bzw. Vermarktungspreise ausgerichtet und begrenzen die Verluste aufgrund der im Folgenden beschriebenen Risiken.

Preisrisiken können sich entweder vor oder nach der Lieferung von Energie ergeben. Eine ungünstige Situation besteht immer dann, wenn für noch zu beschaffende Mengen der Preis steigt oder für bereits beschaffte Mengen der Preis sinkt. TWL steuert dem durch eine systematisierte Marktbeobachtung und -analyse sowie durch die Diversifikation des Portfolios gegen.

Mengenrisiken

Der Absatzmarkt für Strom und Gas ist weiterhin von einem starken Wettbewerb geprägt. Es besteht das Risiko, dass Kunden abwandern und es auf diese Weise zu einem Umsatzrückgang kommt. Die Kundenbindung wird durch den Einsatz von Vertriebs- und Marketingkonzepten erhöht. TWL ergreift die Chancen von Liberalisierung sowie Energiewende und akquiriert bspw. erfolgreich Kunden auch außerhalb des originären Versorgungsgebietes.

Preis- und Mengenrisiken bestehen aufgrund der Abweichung zwischen dem tatsächlichen und dem prognostizierten Verbrauch eines Bilanzkreises (Prognoserisiko). Die Bilanzkreisabweichungen werden im Nachgang durch die Bilanzkreisnetzbetreiber zu Ausgleichsenergiepreisen in Rechnung gestellt. Gegebenenfalls sind diese durch die einkalkulierten Risikoaufschläge nicht abgedeckt. Durch die kontinuierliche Verbesserung der Prognosegüte wird dieses Risiko stetig minimiert.

Kontrahentenrisiken

Im Falle eines Kontrahentenausfalls müssten bereits beschaffte Mengen am Markt neu eingekauft werden. Bei gestiegenen Preisen entstehen im Vergleich zum früheren Beschaffungszeitpunkt höhere Kosten. Dieses Risiko wird durch das Limitieren der zulässigen Handelsmengen pro Lieferant begrenzt. TWL erhöht deshalb kontinuierlich die Anzahl der Geschäftspartner.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist TWL verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Das Liquiditätsrisiko wird für TWL durch die Bereitstellung eines revolvierenden Betriebsmittelkredites als Teil einer bestehenden Konsortialfinanzierung erheblich reduziert. Der Betriebsmittelkredit gab TWL im abgelaufenen Geschäftsjahr einen ausreichenden finanziellen Spielraum. Jedoch ist zur Finanzierung von strategischen Investitionen in die Zukunft von TWL eine Ausweitung des finanziellen Handlungsspielraums erforderlich. Zum Bilanzstichtag stand TWL bereits in Kontakt mit Banken. Dies mit dem Ziel, eine individuell auf TWL und an die Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft angepasste Finanzierungsstruktur zu verhandeln.

Das aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultierende Zinsänderungsrisiko reduziert TWL gezielt durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von Festzinszahler-Swaps und gekauften Zinscaps. Hierdurch wird die Planungssicherheit des Finanzergebnisses wesentlich erhöht. Derivative Finanzinstrumente werden im Finanzmanagement von TWL ausschließlich zur Absicherung bestehender Risiken verwendet.

Zur Minimierung des Risikos von Forderungsausfällen und zur Aufrechterhaltung der Liquidität trägt eine für diese Zwecke implementierte Softwarelösung bei. Damit werden offene Forderungen zeitnah überwacht, der Forderungsbestand regelmäßig analysiert und Beitreibungsmaßnahmen initiiert.

Technische Risiken

Als breit aufgestelltes Energieversorgungsunternehmen verfügt TWL über viele technische Anlagen und damit verbunden über ein erhebliches Anlagenausfallrisiko. Je nach Zweck der technischen Anlagen können solche Risiken nicht nur monetäre Schäden verursachen, sondern auch die Kunden direkt betreffen, beispielsweise durch Versorgungsunterbrechungen. Dies wiederum kann zu erheblichen Imageschäden führen. Anlagenausfällen beugt TWL durch die Schaffung von Redundanzen, durch Fernüberwachungen, Rundgänge, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie durch entsprechende Schulungen der betreuenden Mitarbeiter vor.

Weiterhin zählen zu den technischen Gefährdungspotenzialen die Risiken der Informationstechnologie. Mit dem Einsatz von redundanten Systemen, der Installation von Feuerlöschanlagen sowie der restriktiven Beschränkung der Zugangserlaubnis zum Rechenzentrum auf nur einen sehr begrenzten Personenkreis, reduziert sich die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser IT-Risiken außerordentlich. Zur Sicherstellung der Verfügbarkeit der Unternehmensdaten führt TWL täglich Datensicherungen durch.

Gesamtbetrachtung

Risiken, die bestandsgefährdend sind oder die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von TWL wesentlich gefährden, liegen nach derzeitiger Einschätzung nicht vor. Weder aus den einzelnen Risiken noch aus der aggregierten Risikoposition hat sich im Berichtszeitraum und darüber hinaus eine Bestandsgefährdung für das Unternehmen ergeben.

Bericht nach § 312 Aktiengesetz

Für das Geschäftsjahr 2013 wurde vom Vorstand ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt. Der Bericht enthält folgende Schlusserklärung: „Die Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im Bericht angegebenen getroffenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die dem Vorstand im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

Ausblick

Wachstum trotz anhaltendem Wettbewerbsdruck

Auch in Zukunft wird sich TWL trotz des starken Wettbewerbsdrucks im Markt behaupten. Als regional verankerter Energiedienstleister wirken sich Kundennähe und persönliche Präsenz vor Ort positiv aus, sodass sich Verluste minimieren lassen. Weiterhin setzt TWL im Hinblick auf die anstehende Energiewende auf Innovationsfähigkeit, kompetente Ansprechpartner und bedarfsgerechte Produkte. Damit werden gerade Privat- und Gewerbekunden im regionalen Umfeld immer wieder von der Leistungsfähigkeit von TWL überzeugt.

Mit dem Fernwärmeausbau Stufe II wird in 2014 ein neues Wachstumsprojekt gestartet. Ziel der Verdichtung Innenstadt und Ringschluss Süd ist der Anschluss neuer Objekte und damit verbundener Absatzmengensteigerung. Durch den Ausbau der aus der erneuerbaren Energie Müll gewonnenen Fernwärme, wird die CO2 — Belastung in Ludwigshafen reduziert.

Basierend auf positiven Mengenentwicklungen, vor allem in der Sparte Strom erwartet TWL im Jahr 2014 eine Steigerung der Umsatzerlöse sowie der Materialaufwendungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr.

Die Personalaufwendungen werden auf einem stabilen Niveau verbleiben.

TWL geht von niedrigeren sonstigen betrieblichen Erträgen aus, da 2013 von Sondereffekten geprägt war. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden aufgrund von Kosteneinsparungen ebenso vermindert erwartet.

Für 2014 plant TWL Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 34.000 Tsd. Euro. Ein Schwerpunkt der Investitionstätigkeit liegt hierbei in Reinvestitionen in den Netzbereichen Strom, Gas und Wasser.

Im Folgejahr rechnet TWL gemäß Wirtschaftsplan mit einem deutlich positiven Jahresergebnis in Höhe von 13.788 Tsd. Euro, das über die kommenden Jahre stabil geplant ist. Von wesentlicher Bedeutung für die Entwicklung der zukünftigen Jahresergebnisse ist der in 2013 geschlossene Vertrag zur Abdeckung der Verluste aus dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit der Gesellschafterin, der Stadt Ludwigshafen. Hierbei wird der von TWL zu übernehmende Betrag stark reduziert. Auch das EBIT (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und ÖPNV-Ergebnis) wird mit 23.206 Tsd. Euro deutlich positiv erwartet. In den darauffolgenden Jahren wird von EBIT-Steigerungen zwischen fünf und zehn Prozent ausgegangen.

Aufgrund der ungünstigen Wetterlage im 1. Quartal 2014, die maßgeblich von den in der Planung angenommenen Werten abweicht, ist davon auszugehen, dass, ohne geeignete Gegenmaßnahmen, das Jahresergebnis 2014 nicht wie geplant erreicht werden kann. Daher hat der Vorstand entsprechende Gegenmaßnahmen veranlasst.

Ludwigshafen am Rhein, 21. März 2014

Dr.-Ing. Hans-Heinrich Kleuker, Kaufmännischer Vorstand

Dr.-Ing. Reiner Lübke, Technischer Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.044.489,59 1.618.163,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.505.277,40 16.052.537,33
2. Erzeugungs-, Gewinnungs-, Bezugs- und Verteilungsanlagen 153.049.780,67 147.970.512,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.311.641,66 11.346.881,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.900.384,70 185.767.084,43 11.652.564,57 187.022.495,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.042.731,00 5.922.768,81
2. Beteiligungen 12.738.595,85 17.138.661,39
3. Sonstige Ausleihungen 346.920,70 19.128.247,55 496.235,27 23.557.665,47
207.939.821,57 212.198.324,37
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.988.601,00 2.056.669,15
2. Unfertige Leistungen 2.081.640,44 337.503,16
3. Waren 4.299,19 4.074.540,63 4.299,19 2.398.471,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58.509.295,61 49.616.451,25
–davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (i. Vj. EUR 12.845,93)-
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.145.530,42 13.019.220,42
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.470.840,77 6.569.929,70
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.456.214,51 7.982.624,61
–davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 135.160,24 (i. Vj. EUR 231.540,03)– 87.581.881,31 77.188.225,98
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.103.682,25 1.906.898,83
100.760.104,19 81.493.596,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 112.348,72 79.701,29
308.812.274,48 293.771.621,97
Passiva
31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129.188,12 51.129.188,12
II. Kapitalrücklage 33.670.238,24 24.770.238,24
III. Bilanzgewinn / Bilanzverlust (-) 7.739.389,66 -7.967.482,46
92.538.816,02 67.931.943,90
B. Sonderposten
1. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 2.871.411,50 2.974.207,50
2. Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Schadstoffemissionsrechte 744,44 107.729,96
3. Empfangene Ertragszuschüsse 4.334.999,88 5.499.500,00
7.207.155,82 8.581.437,46
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.120.646,00 9.832.957,00
2. Steuerrückstellungen 282.986,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 12.394.376,31 10.099.545,03
22.798.008,31 19.932.502,03
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 146.677.295,88 155.717.207,82
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.964.400,00 1.541.476,57
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.647.193,97 11.464.201,57
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.956.824,10 8.613.380,73
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 934.005,72 66.049,44
6. Sonstige Verbindlichkeiten 17.924.527,34 19.759.918,99
–davon aus Steuern EUR 9.243.949,29 (i. Vj. EUR 8.346.173,07)–
186.104.247,01 197.162.235,12
E. Rechnungsabgrenzungsposten 164.047,32 163.503,46
308.812.274,48 293.771.621,97

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

2013 2012
EUR EUR
--- --- ---
1. Umsatzerlöse 300.935.916,74 264.688.477,25
2. Erhöhung (i.Vj. Verminderung) des Bestands an unfertigen Leistungen 1.744.137,28 -586.887,04
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4.373.117,95 4.487.187,48
4. Sonstige betriebliche Erträge 32.334.964,67 26.735.128,69
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -166.599.002,49 -126.015.295,41
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -49.756.679,28 -45.950.754,28
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -31.938.078,31 -31.377.040,08
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -8.887.388,28 -9.110.810,50
-davon für Altersversorgung EUR 3.149.456,69 (i. Vj. EUR 3.131.499,09)-
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -17.834.275,56 -17.037.480,66
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -25.608.801,89 -35.539.580,42
9. Erträge aus Beteiligungen 2.783.160,50 3.258.295,21
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6.945,83 9.499,60
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 175.726,98 489.481,26
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.100,00 (i. Vj. EUR 1.400,00)-
-davon aus Abzinsung von Rückstellungen EUR 4.074,00 (i. Vj. EUR 8.978,08)-
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen -54.114,00 -97.841,67
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme -18.308.458,51 -19.700.593,89
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.967.249,68 -7.653.859,04
-davon an verbundene Unternehmen EUR 46.600,00 (i. Vj. EUR 53.400,00)-
-davon aus Aufzinsung von Rückstellungen EUR 772.970,00 (i. Vj. EUR 733.610,06)-
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 16.399.921,95 6.597.926,50
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -467.061,95 0,00
17. Sonstige Steuern -225.987,88 14.237,27
18. Jahresüberschuss 15.706.872,12 6.612.163,77
19. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -7.967.482,46 -14.579.646,23
20. Bilanzgewinn / Bilanzverlust (-) 7.739.389,66 -7.967.482,46

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

I. Allgemeine Angaben

Mit Gründungsurkunde vom 20. Juni 1973 wurde die Gesellschaft errichtet und im Handelsregister unter HRB 1562 beim Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein eingetragen.

Der Jahresabschluss der Technische Werke Ludwigshafen am Rhein Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein (TWL), wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes, des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und der Satzung aufgestellt.

Die zur jeweiligen Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind weitestgehend in diesem Anhang enthalten. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

II. Erläuterungen zu den Posten von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gliederungs-, Ausweis- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (drei bis acht Jahre) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen (5 bis 50 Jahre) pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Herstellungskosten werden zu Einzelkosten zuzüglich angemessener Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkostenzuschläge sowie angemessener Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, aktiviert. Bis zum 31. Dezember 2009 wurden Anlagegüter des Netzbereiches unter Zugrundelegung der steuerlichen Abschreibungstabellen abgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2010 wurden für diesen Bereich die alternativen Nutzungsdauern nach der Netzentgeltverordnung, die den tatsächlichen Werte-verzehr widerspiegeln, herangezogen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG werden in einem jährlichen Sammelposten zusammengefasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 150,00 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2007 angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG wurden über einen Zeitraum von drei Jahren linear abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2008 werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von 150,00 Euro bis 1.000,00 Euro in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen als Sammelposten zusammengefasst und über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu Anschaffungskosten und Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Innerhalb der Vorräte sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (einschließlich der Emissionsrechte) sowie die Waren zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Tageswert bilanziert. Für Risiken aus einer langen Lagerdauer wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten (Einzelkosten zuzüglich angemessener Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkostenzuschläge) oder dem niedrigen beizulegenden Wert bilanziert.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen sind erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt; das allgemeine Kreditrisiko ist in Form eines pauschalen Abschlags berücksichtigt. Die bilanzielle Abgrenzung auf zum Bilanzstichtag noch nicht fakturierte Energie- und Wasserverbräuche der Tarifkunden ist auf Basis eines DV-gestützten Verfahrens durchgeführt worden. Die Sondervertragskunden wurden stichtagsgenau abgelesen und berechnet.

Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde unter Verwendung der modifizierten Teilwertmethode nach den Bestimmungen des BilMoG ermittelt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz wurde von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Für die Ermittlung latenter Steuern auf Grund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder auf Grund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts des § 274 HGB.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Bei der TWL wird hinsichtlich der Bilanzierung der Bewertungseinheiten (Drohverlustrückstellungen) die Einfrierungsmethode verwendet. Dabei werden die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert. Die sich aus-gleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn-und Verlustrechnung erfasst.

Aufgrund Veränderungen bei der Abrechnungslogik mit der KNS mbH ergaben sich hinreichende Änderungen der Positionen Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr. Der ursprünglich in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesene Betrag zur Spitzabrechnung der Pacht- und Dienstleistungsentgelte wurde im laufenden Jahr erlösmindernd bei den so entstandenen Umsatzerlösen abgezogen.

2. Angaben zu Posten der Bilanz

2.1 Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Bei den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich überwiegend um Softwareprodukte, um geleistete Baukostenzuschüsse sowie um Grunddienstbarkeiten.

Das Gesamtvolumen der Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und in Sachanlagen der TWL im Jahr 2013 betrug 18.483 Tsd. Euro.

Unter Berücksichtigung der bis 5. April 2004 ergangenen BMF-Schreiben bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von Baukostenzuschüssen bei Energieversorgungsunternehmen wurden die Hausanschluss- und Netzkostenbeiträge seit 2003 aktivisch von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der betreffenden Wirtschaftsgüter gekürzt. Im Geschäftsjahr 2013 wurden in diesem Zusammenhang erhaltene Kapitalzuschüsse von rund 1.519 Tsd. Euro mit Sachanlagenzugängen verrechnet.

Auf Grund einer zwischen TWL und der KNS-Kommunale Netzgesellschaft Südwest mbH, Ludwigshafen am Rhein, (KNS) getroffenen Vereinbarung hat die KNS ihre entsprechenden Ansprüche auf Zahlungen von Baukostenzuschüssen und Netzanschlusskosten aus §§ 9, 11 Niederspannungsanschlussverordnung/ Niederdruckanschlussverordnung (NAV/NDAV) gemäß § 398 BGB von Beginn der Laufzeit des Pachtvertrags an TWL abgetreten. Somit stellt TWL weiterhin die entsprechenden Beträge in Rechnung, zieht diese ein und passiviert diese auch entsprechend.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Gebäude und Gebäudeteile in Höhe von 1.379 Tsd. Euro aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen.

2.2 Finanzanlagen

Anteil am Kapital zum 31.12.2013 Eigenkapital zum 31.12.2013 Jahresergebnis 2013
rd. % Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- ---
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
VERKEHRSBETRIEBE LUDWIGSHAFEN AM RHEIN GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG, Ludwigshafen am Rhein, (VBL)1 100 11.088 0
Rhein-Haardtbahn Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Bad Dürkheim, (RHB) 54 2.919 -48
TWL-KOM GmbH, Ludwigshafen am Rhein 60 1.089 340
KNS - Kommunale Netzgesellschaft Südwest mbH, Ludwigshafen am Rhein 100 509 0
ESW Energiehaus Stadtwerke GmbH, Ludwigshafen am Rhein 100 265 167
2. Beteiligungen
Energie- und Medienversorgung Sandhofer Straße Verwaltungs GmbH, Mannheim (EMV) 50 43 1
Energiedienstleistungen Rhein-Neckar GmbH, Ludwigshafen am Rhein (ERN) 50 1.571 320
Energie- und Medienversorgung Sandhofer Straße GmbH & Co. KG, Mannheim, (EVS) 50 3.500 1.615
Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV), Mannheim 2 21 58.356 267
KOM-SOLUTION GmbH, Berlin 3 30 3.656 512
Energieeffizienzagentur Rhein-Neckar gGmbH, Ludwigshafen am Rhein 9 182 11
Pfalzenergie GmbH, Kaiserslautern 4 8 707 176
WINDPOOL GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 16 37.421 -1.237
Solarkraftwerk Barderup GmbH & Co. KG, Oeversee 5 21

1 Mit dieser Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag

2 Bei der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) handelt es sich um eine indirekte Beteiligung, die Angaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013

3 Die Angaben beziehen sich auf den Jahresabschluss 2012

4 Vorläufiger Jahresabschluss 2013

5 Keine Angaben, da Gesellschaft erst zum 01.01.2013 gegründet und kein Jahresabschluss 2013 vorhanden

2.3 Bewertungseinheiten / Zinscap und Swaps

Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:

2.3.1 Bewertungseinheiten im Commodity-Bereich

Bewertungseinheiten Energiehandel Risiko / Art der Bewertungseinheit Grundgeschäft nominal
Tsd. Euro
--- --- ---
1. Vertriebsbuch/OTC-Forwards Strompreisänderungen (Portfolio-Hedges)
Kalenderjahr 2014 55.099
Kalenderjahr 2015 39.024
Kalenderjahr 2016 31.045
2. Erzeugung/OTC-Forwards Spread-Sicherung zwischen Brennstoffkosten und Stromvermarktung es) (Makro-Hedges)
Kalenderjahr 2014 3.026
Kalenderjahr 2015 3.067
Kalenderjahr 2016 3.010
3. Externe Kunden/OTC-Forwards Strompreisänderungen (Portfolio-Hedges)
Kalenderjahr 2014 928
Kalenderjahr 2015 457
Kalenderjahr 2016 -
4. Vertriebsbuch/OTC-Forwards Gaspreisänderungen (Portfolio-Hedges)
Kalenderjahr 2014 48.403
Kalenderjahr 2015 37.389
Kalenderjahr 2016 31.597
5. Fernwärmeerzeugung Spread-Sicherung zwischen Brennstoffkosten und Fernwärmepreise (Makro-Hedges)
Kalenderjahr 2014 24.373
Kalenderjahr 2015 24.697
Kalenderjahr 2016 25.573

Zu 1.

Grundgeschäft sind Stromlieferungen der TWL AG an ihre Kunden. Zur Absicherung des Preisrisikos werden OTC-Forwards auf Strom eingekauft. Da zwischen Sicherungsinstrumenten und Grundgeschäften Underlying-, Laufzeit- und Nominalvolumenidentität besteht, kompensieren die Absicherungsgeschäfte die Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften.

Die Drohverlustrückstellungen ergeben sich, wenn der Saldo aus den prognostizierten Umsatzerlösen und den prognostizierten Beschaffungskosten pro Lieferjahr negativ ist. Dabei werden die prognostizierten Beschaffungskosten für ein Kalenderjahr den prognostizierten Umsatzerlösen des jeweiligen Kalenderjahres gegenüber gestellt. In das Grundgeschäft werden neben kontrahierten Verträgen geplante, hoch wahrscheinliche Umsatzerlöse aus dem Absatz von Strom an Energieverbraucher für die Lieferjahre 2014 bis 2017 einbezogen.

Alle offenen Positionen werden über die zum Stichtag gültige „Preisterminkurve gegen den Markt" PFC MtM bewertet.

Die beschriebene Bewertungseinheit wird bis zum Ende der physischen Belieferung eingehalten. Bei Anpassungen des Grundgeschäftes werden die bestehenden Sicherungsgeschäfte ergänzt.

Zu 2.

Die Stromerzeugung im Fernheizkraftwerk wird durch Dampfbezug aus der Müllverbrennungsanlage bestimmt. Grundgeschäft in dieser Bewertungseinheit ist der Verkauf von Strom aus dem Fernheizkraftwerk. Zur Absicherung der Brennstoffeinsatzkosten werden Termingeschäfte (Forwards) auf Gas abgeschlossen.

Eine Drohverlustrückstellung ergäbe sich aus dem Saldo der kalkulierten Verkaufserlöse und den geplanten Erzeugungskosten für das Erzeugungsbuch im Frontjahr, sofern diese negativ wäre.

Die Bewertungseinheit Erzeugung wird bis zum Ende der physischen Belieferung eingehalten. Bei Anpassungen des Grundgeschäftes werden die bestehenden Sicherungsgeschäfte ergänzt.

Zu 3.

Das Grundgeschäft ist die Stromlieferung zur Abdeckung von Netzverlusten externer Kunden der Beschaffung. Zur Sicherung werden OTC-Forwards auf Strom eingekauft. Da zwischen Sicherungsinstrumenten und Grundgeschäften Underlying-, Laufzeit- und Nominalvolumenidentität besteht, kompensieren die Absicherungsgeschäfte die Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Für die Ermittlung einer Drohverlustrückstellung werden die Kosten aus den Beschaffungsgeschäften mit den Erlösen saldiert. Im Falle eines negativen Saldos wird eine Drohverlustrückstellung gebildet.

Die Bewertungseinheit wird bis zum Ende der physischen Belieferung eingehalten. Bei Anpassungen des Grundgeschäftes werden die bestehenden Sicherungsgeschäfte ergänzt.

Zu 4.

Grundgeschäft sind Gaslieferungen der TWL AG an ihre Kunden. Zur Absicherung des Preisrisikos werden OTC-Forwards auf Gas bzw. Take-Or-Pay-Verträge eingekauft. Da zwischen Sicherungsinstrumenten und Grundgeschäften Underlying-, Laufzeit- und Nominalvolumenidentität besteht, kompensieren die Absicherungsgeschäfte die Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Drohverlustrückstellungen ergeben sich, wenn der Saldo aus den prognostizierten Umsatzerlösen und den prognostizierten Beschaffungskosten pro Lieferjahr negativ ist. Dabei werden die prognostizierten Beschaffungskosten für ein Kalenderjahr den prognostizierten Umsatzerlösen des jeweiligen Kalenderjahres gegenüber gestellt. In das Grundgeschäft werden neben kontrahierten Verträgen geplante, hoch wahrscheinliche Umsatzerlöse aus dem Absatz von Gas an Energieverbraucher für die Lieferjahre 2014 bis 2016 einbezogen.

Alle offenen Positionen werden über die zum Stichtag gültige PFC MtM bewertet.

Die beschriebene Bewertungseinheit wird bis zum Ende der physischen Belieferung eingehalten. Bei Anpassungen des Grundgeschäftes werden die bestehenden Sicherungsgeschäfte ergänzt.

Zu 5.

Die Fernwärmeerzeugung im Fernheizkraftwerk wird durch Preisfixierung der Brennstoffkosten (Gas) abgesichert. Grundgeschäft in dieser Bewertungseinheit ist der geplante Verkauf der Fernwärme. Zur Absicherung der Brennstoffeinsatzkosten werden Termingeschäfte (Forwards) auf Gas abgeschlossen.

Die Drohverlustrückstellung ergibt sich aus dem Saldo der kalkulierten Verkaufserlöse und den geplanten Erzeugungskosten für das Erzeugungsbuch im Frontjahr.

Die Bewertungseinheit Fernwärme wird bis zum Ende der physischen Belieferung eingehalten. Bei Anpassungen des Grundgeschäftes werden die bestehenden Sicherungsgeschäfte ergänzt. Zwischen den Grundgeschäften und den Sicherungsgeschäften besteht ein hoher funktionaler Zusammenhang. Aufgrund der physischen Kausalität eignen sich die Sicherungsgeschäfte um die Positionen des Grundgeschäftes zu schließen.

2.3.2. Bewertungseinheiten im Rahmen der Unternehmensfinanzierung

Bewertungseinheiten Finanzierung Risiko / Art der Bewertungseinheit Grundgeschäft Nominal Sicherungsgeschäft nominal (Marktwert)
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- ---
1. Variabel verzinsliches Darlehen Zinsänderungsrisiko (Micro-Hedge)
Festzinszahler Swap 6.000 6.000

(-173)
2. Variabel verzinsliches Darlehen Zinsänderungsrisiko (Micro-Hedge)
Festzinszahler Swap 18.000 18.000

(-1.612)
3. Variabel verzinsliches Darlehen Zinsänderungsrisiko (Micro-Hedge)
Gekaufter Zins-Cap 6.000 6.000

(1)
4. Variabel verzinsliches Darlehen Zinsänderungsrisiko (Micro-Hedge)
Gekaufter Zins-Cap 7.000 7.000

(2)
5. Variabel verzinsliches Darlehen Zinsänderungsrisiko (Micro-Hedge)
Festzinszahler Swap 8.000 8.000

(-585)
6. Variabel verzinsliches Darlehen Zinsänderungsrisiko (Micro-Hedge)
Festzinszahler Swap 4.000 4.000

(3)

Zu 1., 2., 5., 6.

Im Rahmen ihrer Unternehmensfinanzierung ist TWL AG Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Ein Teil der variabel verzinsten Kreditverbindlichkeiten wurde durch Zinsswaps (Payer-Swaps) abgesichert. Die Ursprungslaufzeit der Payer-Swaps beträgt zwischen 5 Jahren (2015) und 10 Jahren (2021). Aufgrund der Underlying-, Laufzeit- und Nominalvolumenidentität gleichen sich die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft in voller Höhe aus. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung vergleicht TWL die Marktwertveränderung von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument. Für den Fall des Bestehens von Ineffektivitäten würde TWL für negative Marktwerte der Payer-Swaps entsprechend Drohverlustrückstellungen bilden.

Zu 3., 4.

Im Rahmen ihrer Unternehmensfinanzierung ist TWL AG Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Ein Teil der Kreditverbindlichkeiten wurde durch Zinscaps abgesichert. Die Ursprungslaufzeit der Zinscaps beträgt 5 Jahre (2015). Aufgrund der Underlying-, Laufzeit- und Nominalvolumenidentität ist das Sicherungsinstrument dazu geeignet, dass definierte Risiko der Bewertungseinheit abzusichern. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung vergleicht TWL die Marktwertveränderung von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument.

2.4 Vorräte

Das Zentrallager der TWL ist mit einem Lagermaterialbestand von 857 Tsd. Euro (i. Vj. 931 Tsd. Euro) ausgewiesen. In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind die der TWL unentgeltlich zugeteilten Schadstoffemissionsrechte in Höhe von 87 Tsd. Euro (i. Vj. 142 Tsd. Euro) enthalten.

Die im Vorjahr unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesen gebrauchten Heizungsanlagen wurden im laufenden Geschäftsjahr komplett wertberichtigt, da keine Verkaufserlöse mehr zu erzielen sind.

2.5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen (58.509 Tsd. Euro) aus Lieferungen und Leistungen stammen aus dem Grundgeschäft und liegen analog der Umsätze über dem Niveau von 2012 (i. Vj. 49.616 Tsd. Euro).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr. ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Dabei sind Forderungen gegenüber der KNS mbH in Höhe von 41.312 Tsd. Euro (i. Vj. 40.889 Tsd. Euro) und gleichermaßen damit verrechnete Verbindlichkeiten in Höhe von 26.997 Tsd. Euro (i. Vj. 28.005 Tsd. Euro) enthalten. Diese enthalten, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Verlustübernahme der KNS von 3.249 Tsd. Euro (i. Vj. 2.952 Tsd. Euro) im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten, wie im Vorjahr, kurzfristige Darlehensforderungen in Höhe von 1.250 Tsd. Euro. Die verbleibenden Beträge resultieren aus Lieferungen und Leistungen, deren Restlaufzeit unter einem Jahr liegt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen die Gesellschafterin Stadt Ludwigshafen am Rhein in Höhe von 1.874 Tsd. Euro (i. Vj. 3.362 Tsd. Euro) aus der Deckelung von Verlustübernahmen der RHB und der VBL. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin Stadt Ludwigshafen am Rhein in Höhe von 2.842 Tsd. Euro (i. Vj. 3.639 Tsd. Euro) enthalten.

2.6 Flüssige Mittel

31.12.2013 31.12.2012
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Kassenbestand 182 90
Guthaben bei Kreditinstituten 8.922 1.817
(davon kurzfristige Geldanlagen) (1.671) (1.535)
9.104 1.907

Von den Bankguthaben sind insgesamt 5.470 Tsd. Euro verpfändet.

2.7 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der TWL besteht aus 10.000 Aktien zu ursprünglich je DM 10.000,00 oder umgerechnet je 5.112,92 Euro, die auf den Namen der Stadt Ludwigshafen am Rhein lauten.

Im Rahmen des Ankaufs der TWL Anteile an der Pfalzwerke AG leistete die Stadt Ludwigshafen im Berichtsjahr eine Zuzahlung in das Eigenkapital der TWL von 8.900 Tsd. Euro. Diese wird gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in der Kapitalrücklage ausgewiesen.

2.8 Sonderposten

Bei dem Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen handelt es sich vorwiegend um einen zweckgebundenen Zuschuss für Bauleistungen auf Grund eines Erdgaslieferungsvertrages sowie um Zuschüsse für den Fernwärmeausbau und für die Notschaltanlage im Fernheizkraftwerk.

Der Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Schadstoffemissionsrechte wurde ab dem Geschäftsjahr 2005 gebildet, um die unentgeltliche Zuteilung der zum Börsenkurs bewerteten Zertifikate unter den Vorräten erfolgsneutral darzustellen. Dem Sonderposten werden seit 2008 verbrauchte Emissionsrechte entnommen und ertragswirksam als Gegenposten zu den Aufwendungen für Schadstoffemissionsrechte aufgelöst.

Die empfangenen Ertragszuschüsse werden auf Grund der Allgemeinen Versorgungsbedingungen und der Netzanschlussverordnung erhoben. Sie werden seit dem 1. Januar 2003 nach steuerrechtlichen Vorschriften von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt. Die Altbestände der empfangenen Ertragszuschüsse werden weiterhin jährlich mit fünf Prozent des ursprünglichen Betrages erfolgswirksam aufgelöst.

2.9 Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Berechnung erfolgte in Anwendung des Wahlrechtes des § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 4,88 Prozent, eines Gehaltstrends von 2,5 Prozent und eines Rententrends von 2,0 Prozent.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen nach IAS und nach handelsrechtlichen Vorschriften (IDW RS HFA 3) vom 19.06.2013 ermittelt. Die Berechnung erfolgte unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 3,42 Prozent und eines Gehaltstrends von 0,0 Prozent.

Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wurde unter Zugrundelegung der Heubeck'schen Richttafeln 2005 G für Sterblichkeit und Invalidisierung mit einem Zinsfuß von 5,04 Prozent und einer Fluktuationswahrscheinlichkeit von 5,0 Prozent (Alter: 20 Jahre), 4,8 Prozent (Alter: 21 Jahre), 2,0 Prozent (Alter: 35 Jahre), 1,8 Prozent (Alter: 36 Jahre) bzw. 0,0 Prozent (Alter: 45 Jahre) ermittelt.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit 2.843 Tsd. Euro (i. Vj. 4.075 Tsd. Euro), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Energiebezüge 3.010 Tsd. Euro (i. Vj. 490 Tsd. Euro) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen aus Instandhaltungsmaßnahmen 2.965 Tsd. Euro (i. Vj. 2.969 Tsd. Euro) enthalten. Eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen wurde im Berichtsjahr in Höhe von 1.416 Tsd. Euro gebildet.

2.10 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2013 bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren über 5 Jahren Gesamtbetrag 31.12.2012
--- --- --- --- --- ---
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

(Vorjahr)
146.677

(155.717)
21.536

(21.546)
61.676

(66.814)
63.465

(67.357)
155.717

(156.189)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

(Vorjahr)
1.964

(1.542)
1.964

(1.542)
0

(0)
0

(0)
1.542

(930)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

(Vorjahr)
13.647

(11.464)
13.647

(11.464)
0

(0)
0

(0)
11.464

(16.835)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

(Vorjahr)
4.957

(8.613)
4.957

(8.613)
0

(0)
0

(0)
8.613

(7.578)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

(Vorjahr)
934

(66)
934

(66)
0

(0)
0

(0)
66

(1.462)
Sonstige Verbindlichkeiten

(Vorjahr)
17.925

(19.760)
17.925

(19.760)
0

(0)
0

(0)
19.760

(23.535)
(davon aus Steuern)

(Vorjahr)
(9.244)

(8.346)
(9.244)

(8.346)
(0)

(0)
(0)

(0)
(8.346)

(12.184)
(Vorjahr) 186.104

(197.162)
60.963

(62.991)
61.676

(66.814)
63.465

(67.357)
197.162

(206.529)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 65.488 Tsd. Euro durch Ausfallbürgschaften der Stadt Ludwigshafen am Rhein gesichert.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich, wie im Vorjahr, im Wesentlichen um den Restverlustausgleich gegenüber der VERKEHRSBETRIEBE LUDWIGSHAFEN AM RHEIN GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG (VBL). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Ludwigshafen am Rhein in Höhe von 3.730 Tsd. Euro (i. Vj. 9.940 Tsd. Euro) enthalten.

2.11 Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten wird im Wesentlichen ein Zuschuss der LUWOGE Wohnungsunternehmen der BASF GmbH, Ludwigshafen am Rhein, für Unterhaltungsarbeiten bis zur generellen Netzerneuerung „Kranichstraße" ausgewiesen.

2.12 Latente Steuern

Aktive latente Steuern entfallen im Wesentlichen auf Bewertungsunterschiede bei den Pensionsrückstellungen und der Rückstellung für Altersteilzeit. Wesentliche Bewertungsunterschiede, die zu passiven latenten Steuern führen, bestehen nicht. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung wurde für inländische Steuern ein Steuersatz von 28,95 Prozent zu Grunde gelegt. Es wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, wonach aktive latente Steuern nicht aktiviert werden müssen. Auf körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge wurden keine latenten Steueransprüche aktiviert.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2013 2012
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Strom 111.026 78.775
Gas 93.100 77.581
Wärme/Kälte 20.924 20.628
Wasser 21.922 22.173
Dienstleistungs- und Pachtentgelte 31.469 40.599
Sonstige Erlöse 22.495 24.932
300.936 264.688

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt.

Periodenfremde Umsatzerlöse ergeben sich aus der Spitzabrechnung der Verbrauchsabgrenzung des Vorjahres. Hierbei entfallen 551 Tsd. Euro auf die Sparte Strom, 388 Tsd. Euro auf die Sparte Gas, 1 Tsd. Euro auf die Sparte Wasser und 415 Tsd. Euro auf die Wärmesparte.

3.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 32.335 Tsd. Euro (i. Vj. 26.735 Tsd. Euro) beinhalten die Gewinne aus den Beteiligungsverkäufen der Pfalzwerke AG von 13.528 Tsd. Euro sowie der Creos Deutschland GmbH von 787 Tsd. Euro.

Ebenso enthalten sind die Konzessionsabgaben und Mehrmengenabrechnungen der KNS von 6.432 Tsd. Euro (i. Vj. 7.802 Tsd. Euro) sowie die Verlustdeckelung des ÖPNV durch die Stadt Ludwigshafen von 1.835 Tsd. Euro (i. Vj. 6.588 Tsd. Euro).

Ferner wurden Erträge aus der Auflösung der Pensionsrückstellung 165 Tsd. Euro (i. Vj. 68 Tsd. Euro) und sonstigen Rückstellungen 1.044 Tsd. Euro (i. Vj. 148 Tsd. Euro) verbucht. Vom Rest entfällt der größte Teil auf Erträge aus verschiedenen Verwaltungs- und Dienstleistungsumlagen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 1.949 Tsd. Euro (i. Vj. 2.130 Tsd. Euro) enthalten, diese betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen.

3.3 Materialaufwand

2013 2012
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Energiebezüge 157.428 116.502
Lager- und Fremdmaterial 10.264 9.513
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 166.599 126.015
Aufwendungen für bezogene Leistungen 49.757 45.951
214.075 171.966

Der Anstieg der Aufwendungen für Energiebezüge resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Strom- bzw. Gasbezugskosten.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren im Wesentlichen aus von der KNS abgerechneten Netznutzungsentgelten für Strom 21.266 Tsd. Euro (i. Vj. 23.605 Tsd. Euro) und für Gas 18.320 Tsd. Euro (i. Vj. 13.016 Tsd. Euro).

Periodenfremde Materialaufwendungen sind aus der in der Energiewirtschaft üblichen rollierenden Abrechnungslogik geschäftsbedingt. Sie beinhalten insbesondere Abweichungen bei der Vorjahresabgrenzung der Preisbestandteile wie Netznutzungsentgelte, Steuern und Abgaben im Strom und Gasbereich von 467 Tsd. Euro. Insgesamt entstanden periodenfremde Materialaufwendungen von 588 Tsd. Euro.

3.4 Personalaufwand

Der Personalaufwand von 40.825 Tsd. Euro bewegt sich trotz Tariferhöhung und Sozialplanaufwendungen aufgrund der Personaleinsparungen auf nur leicht gestiegenem Niveau (i. Vj. 40.488 Tsd. Euro).

3.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 25.609 Tsd. Euro (i. Vj. 35.540 Tsd. Euro) sind im Wesentlichen folgende Einzelsachverhalte erfasst: Die Konzessionsabgaben an die Stadt Ludwigshafen von 9.764 Tsd. Euro (i. Vj. 10.158 Tsd. Euro) sowie IT Kosten, Beratungsleistungen, Wertberichtigungen auf Forderungen und diverse andere betriebliche Aufwendungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber der KNS (i. Vj. 9.135 Tsd. Euro) werden aufgrund der Änderung der Abrechnungslogik nunmehr saldiert in den Umsatzerlösen dargestellt.

Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 164 Tsd. Euro (i. Vj. 1.442 Tsd. Euro) periodenfremd.

3.6 Finanzergebnis

2013 2012
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Erträge aus Beteiligungen 2.783 3.258
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7 9
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 176 489
Abschreibungen auf Finanzanlagen 54 98
Aufwendungen aus Verlustübernahme 18.308 19.701
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.967 7.654
(davon an verbundene Unternehmen) (47) (53)
-22.363 -23.695

In dem Posten „Zinsen und ähnlichen Aufwendungen" sind nach § 277 Abs. 5 HGB Aufzinsungsbeträge aus den Pensionsrückstellungen Tsd. Euro 639 (i. Vj. Tsd. Euro 582), der Alters-teilzeitrückstellung 114 Tsd. Euro (i. Vj. 124 Tsd. Euro) und den Jubiläumsgeldrückstellungen 15 Tsd. Euro (i. Vj. 14 Tsd. Euro) und anderen sonstigen Rückstellungen 4 Tsd. Euro (i. Vj. 14 Tsd. Euro) enthalten. Es wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, die Auswirkungen der Zinssatzänderung bei den Pensionsrückstellungen im Finanzergebnis auszuweisen.

Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen betreffen die Firmen Verkehrsbetriebe Ludwigshafen 14.916 Tsd. Euro (i. Vj. 16.753 Tsd. Euro), KNS 3.249 Tsd. Euro (i. Vj. 2.948 Tsd. Euro) und ESW 144 Tsd. Euro (i. Vj. 0 Tsd. Euro).

4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2013 31.12.2012
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
abgeschlossene Energiebezugsverträge 127.194 81.783
Bestellobligo für Baumaßnahmen und Dienstleistungen einschließlich Miet-/ Leasingverträge 18.238 11.466
145.432 93.249

Die TWL ist Mitglied bei der Zusatzversorgungskasse der Bayerischen Gemeinden, München. Durch die Mitgliedschaft bei der Zusatzversorgungskasse erhalten die Arbeitnehmer — sofern die satzungsmäßigen Voraussetzungen erfüllt sind — eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits-, Erwerbsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung. Der Umlagesatz 2013 betrug 3,75 Prozent des umlagepflichtigen Einkommens von 30.956 Tsd. Euro.

Zwischen der TWL AG und der Zurich Insurance plc NfD, Deutschland, besteht ein Kautionssicherungsvertag i. H. v. TEUR 6.000. Der Sicherungsrahmen dient der Herauslegung von Bürgschaften zum Zwecke der Insolvenzsicherung und der Altersteilzeit-Wertguthaben der Arbeitnehmer des TWL Konzerns im Blockmodell Altersteilzeit.

Die TWL hat Rückbürgschaften für von der Dexia-Kommunalbank Deutschland AG, Berlin, sowie für von der Kreissparkasse Rhein-Pfalz, Ludwigshafen am Rhein, an die VBL ausgegebene Darlehen in Höhe von 14.745 Tsd. Euro übernommen. Die TWL AG schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme als gering ein, da u.a. aufgrund des Verlustübernahmevertrags die VBL die Darlehen voraussichtlich bedienen kann.

Die TWL hat unter dem Datum vom 11. November 2013 eine Patronatserklärung gegenüber der ESW Energiehaus Stadtwerke GmbH abgegeben. In dieser hat sie sich verpflichtet, den zum 31. Dezember 2012 bestehenden Verlust einschließlich des Verlustvortrags in Höhe von insgesamt 144 Tsd. Euro zu übernehmen und auszugleichen. Dieser Betrag wurde 2013 in Anspruch genommen. Darüber hinaus sichert die TWL zu, die ESW Energiehaus Stadtwerke GmbH finanziell so auszustatten, dass sie in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu erfüllen. Diese Erklärung kann die TWL erst nach Ablauf von zwölf Monaten kündigen. Eine Kündigung ist bis zum Bilanzierungsstichtag nicht erfolgt. Mit einer Inanspruchnahme aus den dargestellten Haftungsverhältnissen wird zum Berichtszeitpunkt aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft nicht gerechnet.

5. Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG

Im Geschäftsjahr 2013 wurden Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG mit der KNS getätigt. Diese betreffen die Verpachtung von Strom- und Gasnetzen von der TWL an die KNS. Darüber hinaus erbrachte die TWL Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Netzbetrieb. Insgesamt wurden damit Erlöse in Höhe von 31.469 Tsd. Euro (i. Vj. 40.599 Tsd. Euro) erzielt.

6. Ergänzende Angaben

Mitarbeiter

2013 2012
Gewerbliche Arbeitnehmer 211 224
Angestellte 378 388
589 612

(Im Jahresdurchschnitt - ohne Auszubildende bzw. Geschäftsführung/Vorstand - Ermittlung über Quartale).

Mitglieder des Aufsichtsrats der TWL

Dr. Eva Lohse

Oberbürgermeisterin

Vorsitzende des Aufsichtsrats
Jürgen Kofink *

Kfm. Angestellter

Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
Heike Scharfenberger

Dipl.-Soziologin

Stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats
Mike Abelmann *

Industriemechaniker
Klaus Albat *

Installationsmeister Gas/Wasser
Hans-Peter Berg *

Schlosser
Franz Billhardt *

Elektroinstallateur
Barbara Ehlers

Steuerberaterin
Heinrich Hagenbucher

Geschäftsführer
Heinrich Jöckel

Justiziar
Andreas Luley

MA, Dipl.-Betriebswirt (BA)
Hans Mindl

Stadtrat
Dr. Thomas Schell

Stadtrat
Peter Scholz

Stadtrat
Manfred Schwarz

Dipl.-Ing. (FH) für Verfahrenstechnik
Ronny Vigna *

Wirtschaftsinformatiker
Hans-Joachim Weinmann

Dipl.-Verwaltungswirt (FH)
Wolfgang Wittmann

Dipl. -Betriebswirt (BA)

* von den Arbeitnehmern gewählte Aufsichtsratsmitglieder

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Berichtsjahr auf 36 Tsd. Euro.

Nicht in der Bilanz enthaltene Bankkonten

In der Bilanz werden unter den flüssigen Mitteln zwei Bankkonten mit einem Gesamtwert von 29 Tsd. Euro nicht ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um Konten, die für den Betriebsrat treuhänderisch verwaltet werden.

Vorstand

Dr.-Ing. Hans-Heinrich Kleuker

(kaufmännischer Vorstand)
Dr.-Ing. Reiner Lübke

(technischer Vorstand)

Auf die Angabe der Bezüge des Vorstands wurde mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Ehemalige Vorstandsmitglieder und die Hinterbliebenen ehemaliger Vorstandsmitglieder bezogen im Jahr 2013 insgesamt 562 Tsd. Euro. Für diesen Personenkreis sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 5.540 Tsd. Euro gebildet worden.

Abschlussprüfungshonorar

Für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der TWL wurden im Berichtsjahr insgesamt 65 Tsd. Euro als Aufwand berücksichtigt, davon 22 Tsd. Euro für Vorjahre.

Ergebnisverwendung

Nach dem Vorschlag des Vorstands soll der ausgewiesene Bilanzgewinn der TWL auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Ludwigshafen am Rhein, 21. März 2014

Dr.-Ing. Hans-Heinrich Kleuker, Kaufmännischer Vorstand

Dr.-Ing. Reiner Lübke, Technischer Vorstand

Beschluss der Hauptversammlung vom 10.07.2014

über die Verwendung des Jahresergebnisses 2013

Der Bilanzgewinn in Höhe von € 7.739.389,66 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Dr. Eva Lohse

Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen am Rhein

Aufsichtsratsvorsitzende

Bericht des Aufsichtsrats der TWL AG

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch im Geschäftsjahr 2013 hat den Aufsichtsrat vor allem die Energiewende und ihre Auswirkungen auf die TWL beschäftigt. So standen sowohl die TWL-Strategie 2020 im Hinblick auf die Energiewende im Mittelpunkt der Beratungen, als auch die Frage nach Investitionen in Wachstumsprojekte, die Reduzierung der Kostenbelastung aufgrund der Übernahme von Verlusten aus dem ÖPNV sowie die Stärkung des Eigenkapitals von TWL.

Befürwortet hat der Aufsichtsrat in diesem Zusammenhang den Verkauf der TWL- Geschäftsanteile an der Creos Deutschland GmbH sowie der Aktienanteile an der PFALZWERKE AG.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig und zeitnah in mündlicher oder schriftlicher Form über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsführung sowie über bedeutsame Geschäftsvorgänge und die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage informiert. Am 18. März 2013 hat der Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Dr. Hans-Heinrich Kleuker zum kaufmännischen Vorstand um weitere fünf Jahre bis zum 31. Januar 2019 verlängert.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2013 achtmal zusammen, davon viermal zu außerordentlichen Sitzungen. Gegenstand der Sitzungen waren unter anderem die langfristige TWL-Strategie zur Steigerung des Unternehmensergebnisses und zur Sicherung der Beschäftigung, der Erwerb einer Kommanditbeteiligung an der Windanlagengesellschaft WINDPOOL, der Erwerb einer Kommanditbeteiligung am Solarkraftwerk Barderup, der weitere Ausbau des Fernwärmenetzes in Ludwigshafen sowie der Verkauf der Aktienanteile an der PFALZWERKE AG an die Stadt Ludwigshafen.

Konzern- und Jahreseinzelabschluss der TWL AG

Der Jahresabschluss der TWL AG und der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Jahresergebnisses wurden geprüft. Es bestanden keine Einwände. Der Bericht des Abschlussprüfers wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der TWL AG sowie der Konzernabschluss wurden gebilligt. Der Jahresabschluss der TWL AG wurde der Hauptversammlung zur Feststellung empfohlen. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Lagebericht, insbesondere den Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung, wurde zugestimmt.

Das Prüfungsergebnis und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen und keine Einwendungen erhoben.

Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG

Der Vorstand hat für das Geschäftsjahr 2013 einen Bericht gemäß § 312 Aktiengesetz über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (»Abhängigkeitsbericht«) erstellt, wonach die TWL AG bei jedem im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und durch die im Bericht angegebenen getroffenen Maßnahmen nicht benachteiligt wurde. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands keine Einwände erhoben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die TWL AG das abgelaufene Geschäftsjahr erfolgreich gemeistert hat.

Ludwigshafen am Rhein, im Juni 2014

Der Aufsichtsrat

*Dr. Eva Lohse

Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen

Vorsitzende*

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2013 Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibung Kumulierte Abschreibungen 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte 10.707.380,27 962.639,44 -743.401,32 1.390.885,93 0,00 -9.273.014,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 46.627.747,13 259.922,48 -53.347,38 324.238,51 0,00 -32.653.283,34
2. Erzeugungs-, Gewinnungs-, Bezugs- und Verteilungsanlagen 484.582.099,56 10.767.107,10 -3.538.337,19 7.347.309,00 0,00 -346.108.397,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.545.844,76 400.220,00 -1.142.270,92 532.926,53 0,00 -31.025.078,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.652.564,57 6.093.530,67 -250.350,57 -9.595.359,97 0,00 0,00
584.408.256,02 17.520.780,25 -4.984.306,06 -1.390.885,93 0,00 -409.786.759,85
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.805.400,22 0,00 0,00 119.962,19 0,00 -21.882.631,41
2. Beteiligungen 17.138.661,39 8.423.632,59 -12.703.735,94 -119.962,19 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 730.477,71 333.285,96 -428.486,53 0,00 0,00 -288.356,44
45.674.539,32 8.756.918,55 -13.132.222,47 0,00 0,00 -22.170.987,85
640.790.175,61 27.240.338,24 -18.859.929,85 0,00 0,00 -441.230.762,43
Buchwerte
31.12.2013 31.12.2012 Abschreibungen des Geschäftsjahres
--- --- --- ---
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte 3.044.489,59 1.618.163,59 -898.531,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.505.277,40 16.052.537,33 -2.106.525,48
2. Erzeugungs-, Gewinnungs-, Bezugs- und Verteilungsanlagen 153.049.780,67 147.970.512,14 -13.006.014,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.311.641,66 11.346.881,27 -1.823.204,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.900.384,70 11.652.564,57 0,00
185.767.084,43 187.022.495,31 -16.935.744,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.042.731,00 5.922.768,81 0,00
2. Beteiligungen 12.738.595,85 17.138.661,39 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 346.920,70 496.235,27 -54.114,00
19.128.247,55 23.557.665,47 -54.114,00
207.939.821,57 212.198.324,37 -17.888.389,56

Tätigkeitsbilanz gemäß § 6b Abs. 3 EnWG Strom zum 31.12.2013

AKTIVSEITE

Pacht Strom
in Euro 31.12.2013 31.12.2012
--- --- ---
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 72.162,00 81.168,00
II. Sachanlagen 31.422.672,26 30.515.105,08
III. Finanzanlagen 0,00 0,00
31.494.834,26 30.596.273,08
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 12.770,88 13.873,11
12.770,88 13.873,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.842.220,03 10.964.114,19
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmensbereiche 184.290,84 1.839.095,75
3. sonstige Vermögensgegenstände 15.381,67 0,00
9.041.892,54 12.803.209,94
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 0,00
9.054.663,42 12.817.083,05
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 1.187,55
40.549.497,68 43.414.543,68
PASSIVSEITE
Pacht Strom
in Euro 31.12.2013 31.12.2012
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 15.097.921,92 15.097.921,92
II. Kapitalrücklage 9.942.474,09 7.314.395,88
III. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 5.942.067,93 4.005.063,76
30.982.463,94 26.417.381,56
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 0,00 0,00
C. EMPFANGENE ERTRAGSZUSCHÜSSE 1.511.100,03 1.982.500,00
D. RÜCKSTELLUNGEN
I. Rückstellungen für Pensionen 150.797,63 146.511,06
II. Steuerrückstellungen 4.216,49 0,00
III. sonstige Rückstellungen 89.157,55 76.394,65
244.171,67 222.905,71
E. VERBINDLICHKEITEN
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.729.893,49 8.580.018,15
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
III. Verbindlichkeiten andere Unternehmensbereiche 0,00 0,00
IV. sonstige Verbindlichkeiten 81.868,55 6.211.738,26
7.811.762,04 14.791.756,41
F. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 0,00
40.549.497,68 43.414.543,68

Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 6b Abs. 3 EnWG Strom zum 31.12.2013

Pacht Strom
in Euro 2013 2012
--- --- ---
1. Umsatzerlöse 5.556.998,74 10.063.367,00
2. Bestandsveränderungen 0,00 0,00
3. aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00
4. sonstige betriebliche Erträge 6.232.597,10 6.123.827,65
11.789.595,84 16.187.194,65
5. Materialaufwand 0,00 0,00
6. Personalaufwand 0,00 0,00
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.203.234,57 -2.184.065,36
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -7.058.583,21 -11.583.265,52
-9.261.817,78 -13.767.330,88
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,00
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -519.708,43 -584.959,07
-519.708,43 -584.959,07
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.008.069,63 1.834.904,70
16. sonstige Steuern -13.466,40 -24.825,11
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -57.599,05 0,00
18. Jahresüberschuss 1.937.004,17 1.810.079,59
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.005.063,76 2.194.984,17
20. Bilanzgewinn 5.942.067,93 4.005.063,76

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung gemäß §6b Abs. 3 EnWG Strom für das Geschäftsjahr 2013

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung Strom wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes, des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und der Satzung aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gegliedert. Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang statt in den Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen zu erfüllen, haben wir weitgehend Gebrauch gemacht.

Im Jahr 2007 wurde die KNS - Kommunale Netzgesellschaft Südwest mbH, Ludwigshafen am Rhein (KNS) gegründet. Am 1. Juli 2007 hat die KNS den Geschäftsbetrieb aufgenommen. Seit diesem Zeitpunkt ist das Strom- bzw. Gasversorgungsnetz der Technischen Werke Ludwigshafen am Rhein Aktiengesellschaft (TWL AG) gemäß Vertrag vom 30. April 2007 an die KNS verpachtet. In der Aktivitätenbilanz wird seitdem statt Netzbetrieb Strom bzw. Netzbetrieb Gas die entsprechende Pachtsparte abgebildet. Die Tätigkeit des Vertriebs wird weiterhin unter sonstige Strom bzw. sonstige Gas dargestellt. Alle anderen Aktivitäten werden in der Rubrik übrige Aktivitäten ausgewiesen.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Die Aufgliederung und Entwicklung des in der Bilanz dargestellten Anlagevermögens zeigt der als Anlage zum Anhang enthaltene Anlagespiegel.

II. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederungs-, Ausweis- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (drei bis acht Jahre) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen (5 bis 50 Jahre) pro rata temporis vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Herstellungskosten werden zu Einzelkosten zuzüglich angemessener Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkostenzuschläge sowie angemessener Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, aktiviert. Bis zum 31. Dezember 2009 wurden Anlagegüter der Pachtbereiche unter Zugrundelegung der steuerlichen Abschreibungstabellen bewertet. Ab dem 1. Januar 2010 wurden für diesen Bereich die alternativen Nutzungsdauern nach der Netzentgeltverordnung, die den tatsächlichen Werteverzehr wiederspiegeln, herangezogen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG werden in einem jährlichen Sammelposten zusammengefasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2008 wird Anlagevermögen mit einem Einzelanschaffungspreis von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen als Sammelposten zusammengefasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Unter Berücksichtigung der bis 5. April 2004 ergangenen BMF-Schreiben bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von Baukostenzuschüssen bei Energieversorgungsunternehmen wurden die Hausanschluss- und Netzkostenbeiträge in 2003 erstmals aktivisch an den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der betreffenden Wirtschaftsgüter gekürzt.

Auf Grund einer zwischen TWL AG und der Kommunale Netzgesellschaft Südwest mbH (KNS) getroffenen Vereinbarung hat die KNS ihre entsprechenden Ansprüche auf Zahlungen von Baukostenzuschüssen und Netzanschlusskosten aus § 9, 11 NAV/NDAV gemäß § 398 BGB von Beginn der Laufzeit des Pachtvertrages an TWL AG abgetreten. Somit stellt TWL AG weiterhin die entsprechenden Beträge in Rechnung, zieht diese ein und passiviert diese auch entsprechend.

Die Vorräte sind mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Tageswert bilanziert. Für Risiken, die sich aus langer Lagerdauer ergeben, werden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen sind erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt; das allgemeine Kreditrisiko ist in Form eines pauschalen Abschlages berücksichtigt. Die bilanzielle Abgrenzung auf zum Bilanzstichtag noch nicht fakturierte Energie- und Wasserverbräuche der Tarifkunden ist auf Basis eines DV-gestützten Verfahrens durchgeführt worden. Die Sondervertragskunden wurden stichtagsgenau abgelesen und berechnet.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden unter Verwendung der modifizierten Teilwertmethode nach Bestimmungen des BilMoG ermittelt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz wurde von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Angaben zu Posten der Bilanz

2.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Das Gesamtvolumen der Investitionen betrug im laufenden Geschäftsjahr 18.483 Tsd. Euro (i. Vj. 18.683 Tsd. Euro). Auf den Bereich Pacht Strom entfallen davon 3.124 Tsd. Euro (i. Vj. 2.750 Tsd. Euro).

2.2. Forderungen

Im Bereich der Forderungen sind in der Sparte Pacht Strom, wie im Vorjahr, keine Beträge mit einer Laufzeit von über einem Jahr enthalten.

2.3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der TWL besteht aus 10.000 Aktien zu ursprünglich je 10.000,00 DM oder umgerechnet je 5.112,92 Euro, die auf den Namen der Stadt Ludwigshafen am Rhein lauten. Die ursprüngliche Verteilung des Eigenkapitals auf die einzelnen Aktivitäten wurde seither konstant beibehalten. Die Veränderung des Eigenkapitals erfolgte lediglich durch die in der jeweiligen Sparte erzielten Jahresergebnisse.

Im Rahmen des Ankaufs der TWL Anteile an der Pfalzwerke AG leistete die Stadt Ludwigshafen im Berichtsjahr eine Zuzahlung in das Eigenkapital der TWL von 8.900 Tsd. Euro. Diese wird gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Die Zurechnung der Zuzahlung in die Kapitalrücklage zu den jeweiligen Aktivitäten wurde im Verhältnis der bisherigen Verteilung der Kapitalrücklage vorgenommen.

2.4. Empfangene Ertragszuschüsse

Die ab 1. Januar 2003 zugegangenen Baukostenzuschüsse werden aktivisch von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der Anlagengüter abgesetzt. Die bis 31. Dezember 2002 vereinnahmten Baukostenzuschüsse sind passiviert und werden jährlich mit 5,0 v. H. zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.

2.5. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Berechnung nach BilMoG erfolgte unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 4,88 Prozent, eines Gehaltstrends von 2,5 Prozent und eines Rententrends von 2,0 Prozent.

Vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB, den sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB ergebenden Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren zur verteilen, wurde im Jahr 2010 kein Gebrauch gemacht.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde nach BilMoG mit einem unterschiedlichen Zinsfuß in Abhängigkeit von der Restlaufzeit ermittelt. Am Gesamtbetrag der Rückstellung in Höhe von 2.843 Tsd. Euro (i. Vj. 4.075 Tsd. Euro) hatte die Pachtsparte Strom einen Anteil von 42 Tsd. Euro (i. Vj. 61 Tsd. Euro).

Der Wert der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2013 269 Tsd. Euro (i. Vj. 260 Tsd. Euro). Hiervon entfallen auf den Bereich Pacht Strom 4 Tsd. Euro (i. Vj. 4 Tsd. Euro).

In den übrigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit, ausstehende Energiebezüge, Rückstellungen für Urlaub und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen enthalten.

Daneben wurde eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 1.416 Tsd. Euro gebildet. Davon entfallen auf die Pachtsparte Strom 21 Tsd. Euro.

2.5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten Pacht Strom ergeben sich aus der folgenden Übersicht:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2013 von bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren von über fünf Jahren Gesamtbetrag 31.12.2012
--- --- --- --- --- ---
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- ---
(1) Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten

(Vorjahr)
7.730

(8.580)
1.166

(0)
3.235

(783)
3.329

(7.797)
8.580
(2) Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmensbereiche

(Vorjahr)
0

(0)
0

(0)
0

(0)
0

(0)
0
(3) Sonst. Verbindlichkeiten

(Vorjahr)
82

(6.212)
82

(6.212)
0

(0)
0

(0)
6.212
Gesamt

(Vorjahr)
7.812

(14.792)
1.248

(6.212)
3.235

(783)
3.329

(7.797)
14.792

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um noch abzuführende Umsatzsteuer.

3. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind Auflösungen aus vereinnahmten Baukostenzuschüssen vor dem 1. Januar 2003 in Höhe von 1.167 Tsd. Euro enthalten (i. Vj. 1.315 Tsd. Euro). Davon betreffen 471 Tsd. Euro die Pachtsparte Strom (i. Vj. 537 Tsd. Euro).

Im Wesentlichen beinhalten die Umsatzerlöse der Pachtsparten die Pachtentgelte in Höhe von 10.127 Tsd. Euro (i. Vj. 17.950 Tsd. Euro). Der Anteil der Pachtsparte Strom beläuft sich hierbei auf 4.954 Tsd. Euro (i. Vj. 9.526 Tsd. Euro).

3.2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Erstattung der Konzessionsabgabe durch die KNS GmbH in Höhe von TEUR 6.432 (i. Vj. 6.400 Tsd. Euro), davon Pacht Strom 6.089 Tsd. Euro (i. Vj. 6.150 Tsd. Euro), sowie Erträge aus Anlagenabgängen von 238 Tsd. Euro (i. Vj. 55 Tsd. Euro), davon Pacht Strom 166 Tsd. Euro (i. Vj. -26 Tsd. Euro) enthalten.

3.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen die Konzessionsabgabe in Höhe von 9.764 Tsd. Euro (i. Vj. 9.940 Tsd. Euro) enthalten. Davon entfallen auf die Pachtsparte Strom 6.039 Tsd. Euro (i. Vj. 6.150 Tsd. Euro), sowie auf die Abführung vereinnahmter Baukostenzuschüsse an die KNS GmbH in Höhe von 1.198 Tsd. Euro (i. Vj. 1.237 Tsd. Euro), davon Pachtsparte Strom 811 Tsd. Euro (i. Vj. 841 Tsd. Euro).

3.4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In dieser Position sind im Berichtsjahr 2013 Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsverpflichtungen mit einem Gesamtbetrag von 773 Tsd. Euro (i. Vj. 734 Tsd. Euro) enthalten. Hiervon entfallen auf den Bereich Pacht Strom 12 Tsd. Euro (i. Vj. 11 Tsd. Euro).

Der Zinsaufwand für Darlehen betrug insgesamt 6.194 Tsd. Euro (i. Vj. 6.920 Tsd. Euro). Der Anteil der Pachtsparte Strom beläuft sich hierbei auf 508 Tsd. Euro (i. Vj. 574 Tsd. Euro).

4. Angaben über die Zuordnungsregeln gemäß § 10 Abs. 3 Satz 7 EnWG

4.1. Führung von Konten

In der internen unternehmensweiten Rechnungslegung führen wir getrennte Konten für die Tätigkeiten Pacht Strom, sonstige Strom und andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors, Pacht Gas, sonstige Gas und andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors und für die übrigen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors.

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Pacht Strom wurden die Vermögensgegenstände und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge weitestgehend direkt zugeordnet.

Soweit eine direkte Zuordnung von Konten zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich war oder mit unvertretbarem Aufwand möglich gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung über Schlüssel. Dabei wurden folgende Schlüssel verwendet:

Umsatzerlösschlüssel
Verwaltungsschlüssel
Schlüssel der Entwicklung der Darlehensbestände (basierend auf der Veränderung der jeweiligen Anlagegitter)

4.2. Verwendung von Schlüsseln in der Bilanz

In der Bilanz wurden insbesondere folgende Positionen mit Hilfe von Schlüsseln verteilt:

Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sonstige Vermögensgegenstände (darin insb. Steuererstattungsansprüche)
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Rückstellungen (darin Pensions-, Steuer- und sonstige Rückstellungen)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sonstige Verbindlichkeiten

4.3. Verwendung von Schlüsseln in der Gewinn- und Verlustrechnung

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden insbesondere folgende Positionen mit Hilfe von Schlüsseln verteilt:

sonstige betriebliche Erträge
sonstige betriebliche Aufwendungen
Zinsen und ähnliche Aufwendungen

4.4. Verwendung von Schlüsseln in der Bilanz im Einzelnen

Das Anlagevermögen und die Vorräte wurden getrennt für die einzelnen Bereiche geführt und direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet. Das Anlagevermögen verteilt sich mit 125.759 Tsd. Euro größtenteils auf die Verteilungsanlagen, wobei davon 26.950 den Verteilungsanlagen im Stromnetz zuzuordnen sind.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe wurden nach dem Verwaltungsschlüssel zugeordnet. Unfertige Leistungen und Waren wurden direkt zugeordnet.

Die Forderungen wurden weitestgehend direkt zugeordnet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte teilweise eine Schlüsselung nach dem Umsatzerlösschlüssel.

Steuererstattungsansprüche in den sonstigen Vermögensgegenständen wurden nach dem Verwaltungsschlüssel aufgeteilt.

Das bilanzielle Eigenkapital wurde als Saldo aus allen Vermögenspositionen abzüglich der übrigen Kapitalpositionen ermittelt und den jeweiligen Aktivitäten zugeordnet. Hierdurch entfallen 33,48 Prozent auf die Pachtsparte Strom.

Die Sonderposten zum Anlagevermögen sowie die empfangenen Ertragszuschüsse werden für die Aktivitäten getrennt geführt und sind somit eineindeutig zurechenbar. 20,97 Prozent entfallen hierbei auf die Pachtsparte Strom.

Die Rückstellungen wurden zum größten Teil nach dem Verwaltungsschlüssel auf die Aktivitäten verrechnet. In Ausnahmen wurde der Umsatzerlösschlüssel verwendet. Mögliche zurechenbare Teile wurden den Aktivitäten direkt zugeordnet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden ursprünglich direkt zugeordnet. Seither erfolgt jährlich eine Verteilung der Neuverschuldung sowie der Tilgungsleistungen nach dem Schlüssel der Entwicklung der Darlehensbestände basierend auf der Veränderung der jeweiligen Anlagegitter.

Im Rahmen der Zuordnung der anderen Verbindlichkeiten konnten wesentliche Beträge direkt zugeordnet werden, im Übrigen wurde der allgemeine Verwaltungskostenschlüssel zugrunde gelegt, in Ausnahmen auch der Umsatzerlösschlüssel.

Im Zusammenhang mit der Aufteilung entstanden auch interne Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Aktivitäten, die in den Bilanzen ausgewiesen sind.

4.5. Verwendung von Schlüsseln in der Gewinn- und Verlustrechnung im Einzelnen

Die Erträge und Aufwendungen konnten fast vollständig den getrennten Konten der Buchführung zugeordnet werden.

Die Zinsaufwendungen wurden entsprechend der Zuordnung der einzelnen Darlehen über eine systemseitige Umlage verrechnet.

Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen wurde analog den Rückstellungen nach dem Verwaltungskostenschlüssel auf die Aktivitäten verteilt.

Die angefallenen sonstigen Steuern wurden direkt zugeordnet.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden auf Basis der Vorsteuerergebnisse anteilig zugerechnet.

5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus begonnenen Investitionstätigkeiten bzw. Miet- und Leasingverträgen sind in Relation zu dem Sachanlagevermögen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen für die Beurteilung der Finanz- bzw. Ertragslage in den Pachtsparten von untergeordneter Bedeutung.

Wir verweisen außerdem auf die Ausführungen im Anhang der TWL AG.

Ludwigshafen am Rhein, 21. März 2014

Dr.-Ing. Hans-Heinrich Kleuker, Kaufmännischer Vorstand

Dr.- Ing. Reiner Lübke, Technischer Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 6b Abs. 3 EnWG Strom für das Geschäftsjahr 2013

AHK Zugänge Abgänge Umbuchungen
in Euro 1.1.2013 AHK AHK Umgliederungen
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 275.133,30 0,00 0,00 +0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.564.177,15 108.922,98 -53.195,08 + 157.290,14
davon: Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten (8.155.791,90) (82.012,78) -(31.126,94) (156.015,83)
2. technische Anlagen und Maschinen
a) Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 6.460,68 0,00 0,00 -6.460,68
b) Verteilungsanlagen 105.924.779,47 2.165.125,49 -177.198,94 + 901.320,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 94.637,39 1.789,80 0,00 -35.880,26
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.104.149,55 847.636,32 -67.036,08 -946.062,96
Gesamt 116.969.337,54 3.123.474,59 -297.430,10 +70.206,90
Abschreibungen Buchwerte Buchwerte Abschreibungen
in Euro (kumuliert) 31.12.2013 Vorjahr im GJ
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 202.971,30 72.162,00 81.168,00 9.006,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.249.469,76 3.527.725,43 3.460.345,06 174.089,61
davon: Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten (6.249.034,57) (2.113.659,00) (2.052.395,00) (174.089,61)
2. technische Anlagen und Maschinen
a) Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
b) Verteilungsanlagen 81.863.779,68 26.950.247,00 25.943.985,47 2.017.182,70
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.533,93 6.013,00 6.625,00 2.956,26
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 938.686,83 1.104.149,55 0,00
Gesamt 88.370.754,67 31.494.834,26 30.596.273,08 2.203.234,57

Tätigkeitsbilanz gemäß § 6b Abs. 3 EnWG Gas zum 31.12.2013

AKTIVSEITE

Pacht Gas
in Euro 31.12.2013 31.12.2012
--- --- ---
A. ANLAGEVERMÖGEN.
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
II. Sachanlagen 22.823.028,89 22.854.074,82
III. Finanzanlagen 0,00 0,00
22.823.028,89 22.864.074,82
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 4.199,82 4.562,30
4.199,82 4.562,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.512.603,52 5.753.312,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmensbereiche 13.769.835,62 10.229.676,16
3. sonstige Vermögensgegenstände 5.058,41 0,00
20.287.497,55 15.982.988,22
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 0,00
20.291.697,37 15.987.550,52
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 390,54
43.114.726,26 38.842.015,88
PASSIVSEITE
Pacht Gas
in Euro 31.12.2013 31.12.2012
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 11.086.643,57 11.086.643,57
II. Kapitalrücklage 7.300.916,44 5.371.076,92
III. Bilanzgewinn 17.281.871,59 14.585.925,57
35.669.431,60 31.043.646,06
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN
786.900,00 0,00
C. EMPFANGENE ERTRAGSZUSCHÜSSE 875.799,94 1.101.500,00
D. RÜCKSTELLUNGEN
I. Rückstellungen für Pensionen 49.591,17 48.181,49
II. Steuerrückstellungen 1.386,63 0,00
III. sonstige Rückstellungen 29.320,27 25.123,08
80.298,07 73.304,57
E. VERBINDLICHKEITEN
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.676.411,35 6.353.262,08
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
III. Verbindlichkeiten andere Unternehmensbereiche 0,00 0,00
IV. sonstige Verbindlichkeiten 25.885,30 270.303,17
5.702.296,65 6.623.565,25
F. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 0,00
43.114.726,26 38.842.015,88

Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 6b Abs. 3 EnWG Gas für das Geschäftsjahr 2013

Pacht Gas
in Euro 2013 2012
--- --- ---
1. Umsatzerlöse 5.425.727,22 8.684.913,00
2. Bestandsveränderungen 0,00 0,00
3. aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00
4. sonstige betriebliche Erträge 187.002,12 249.999,96
5.612.729,34 8.934.912,96
5. Materialaufwand 0,00 0,00
6. Personalaufwand 0,00 0,00
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.925.258,43 -2.008.644,70
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -650.689,81 -3.159.361,65
-2.575.948,24 -5.168.006,35
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,00
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -257.228,06 -286.819,51
-257.228,06 -286.819,51
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.779.553,04 3.480.087,10
16. sonstige Steuern -3.439,95 -750,79
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -80.167,06 0,0(
18. Jahresüberschuss 2.695.946,02 3.479.336,31
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 14.585.925,57 11.106.589,26
20. Bilanzgewinn 17.281.871,59 14.585.925,57

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Gasverteilung gemäß §6b Abs. 3 EnWG Gas für das Geschäftsjahr 2013

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Gasverteilung wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes, des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und der Satzung aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gegliedert. Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang statt in den Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen zu erfüllen, haben wir weitgehend Gebrauch gemacht.

Im Jahr 2007 wurde die KNS - Kommunale Netzgesellschaft Südwest mbH, Ludwigshafen am Rhein (KNS) gegründet. Am 1. Juli 2007 hat die KNS den Geschäftsbetrieb aufgenommen. Seit diesem Zeitpunkt ist das Strom- bzw. Gasversorgungsnetz der Technischen Werke Ludwigshafen am Rhein Aktiengesellschaft (TWL AG) gemäß Vertrag vom 30. April 2007 an die KNS verpachtet. In der Aktivitätenbilanz wird seitdem statt Netzbetrieb Strom bzw. Netzbetrieb Gas die entsprechende Pachtsparte abgebildet. Die Tätigkeit des Vertriebs wird weiterhin unter sonstige Strom bzw. sonstige Gas dargestellt. Alle anderen Aktivitäten werden in der Rubrik übrige Aktivitäten ausgewiesen.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Die Aufgliederung und Entwicklung des in der Bilanz dargestellten Anlagevermögens zeigt der als Anlage zum Anhang enthaltene Anlagespiegel.

II. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederungs-, Ausweis- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen (5 bis 50 Jahre) pro rata temporis vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Herstellungskosten werden zu Einzelkosten zuzüglich angemessener Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkostenzuschläge sowie angemessener Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, aktiviert. Bis zum 31. Dezember 2009 wurden

Anlagegüter der Pachtbereiche unter Zugrundelegung der steuerlichen Abschreibungstabellen bewertet. Ab dem 1. Januar 2010 wurden für diesen Bereich die alternativen Nutzungsdauern nach der Netzentgeltverordnung, die den tatsächlichen Werteverzehr wiederspiegeln, herangezogen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG werden in einem jährlichen Sammelposten zusammengefasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2008 wird Anlagevermögen mit einem Einzelanschaffungspreis von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen als Sammelposten zusammengefasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Unter Berücksichtigung der bis 5. April 2004 ergangenen BMF-Schreiben bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von Baukostenzuschüssen bei Energieversorgungsunternehmen wurden die Hausanschluss- und Netzkostenbeiträge in 2003 erstmals aktivisch an den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der betreffenden Wirtschaftsgüter gekürzt.

Auf Grund einer zwischen TWL AG und der Kommunale Netzgesellschaft Südwest mbH (KNS) getroffenen Vereinbarung hat die KNS ihre entsprechenden Ansprüche auf Zahlungen von Baukostenzuschüssen und Netzanschlusskosten aus § 9, 11 NAV/NDAV gemäß § 398 BGB von Beginn der Laufzeit des Pachtvertrages an TAL AG abgetreten. Somit stellt TWL AG weiterhin die entsprechenden Beträge in Rechnung, zieht diese ein und passiviert diese auch entsprechend.

Die Vorräte sind mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Tageswert bilanziert. Für Risiken, die sich aus langer Lagerdauer ergeben, werden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen sind erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt; das allgemeine Kreditrisiko ist in Form eines pauschalen Abschlages berücksichtigt. Die bilanzielle Abgrenzung auf zum Bilanzstichtag noch nicht fakturierte Energie- und Wasserverbräuche der Tarifkunden ist auf Basis eines DV-gestützten Verfahrens durchgeführt worden. Die Sondervertragskunden wurden stichtagsgenau abgelesen und berechnet.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden unter Verwendung der modifizierten Teilwertmethode nach Bestimmungen des BilMoG ermittelt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz wurde von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Angaben zu Posten der Bilanz

2.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Das Gesamtvolumen der Investitionen betrug im laufenden Geschäftsjahr 18.483 Tsd. Euro (i. Vj. 18.683 Tsd. Euro). Auf den Bereich Pacht Gas entfallen davon 1.894 Tsd. Euro (i. Vj. 1.641 Tsd. Euro)

2.2. Forderungen

Im Bereich der Forderungen sind in der Sparte Pacht Gas wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Laufzeit von über einem Jahr enthalten.

2.3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der TWL besteht aus 10.000 Aktien zu ursprünglich je 10.000,00 DM oder umgerechnet je 5.112,92 Euro, die auf den Namen der Stadt Ludwigshafen am Rhein lauten. Die ursprüngliche Verteilung des Eigenkapitals auf die einzelnen Aktivitäten wurde seither konstant beibehalten. Die Veränderung des Eigenkapitals erfolgte lediglich durch die in der jeweiligen Sparte erzielten Jahresergebnisse.

Im Rahmen des Ankaufs der TWL Anteile an der Pfalzwerke AG leistete die Stadt Ludwigshafen im Berichtsjahr eine Zuzahlung in das Eigenkapital der TWL von 8.900 Tsd. Euro. Diese wird gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Die Zurechnung der Zuzahlung in die Kapitalrücklage zu den jeweiligen Aktivitäten wurde im Verhältnis der bisherigen Verteilung der Kapitalrücklage vorgenommen.

2.4. Empfangene Ertragszuschüsse

Die ab 1. Januar 2003 zugegangenen Baukostenzuschüsse werden aktivisch von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der Anlagengüter abgesetzt. Die bis 31. Dezember 2002 vereinnahmten Baukostenzuschüsse sind passiviert und werden jährlich mit 5,0 v. H. zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.

2.5. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Berechnung nach BilMoG erfolgte unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 4,88 Prozent, eines Gehaltstrends von 2,5 Prozent und eines Rententrends von 2,0 Prozent.

Vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB, den sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB ergebenden Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren zur verteilen, wurde im Jahr 2010 kein Gebrauch gemacht.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde nach BilMoG mit einem unterschiedlichen Zinsfuß in Abhängigkeit von der Restlaufzeit ermittelt. Am Gesamtbetrag der Rückstellung in Höhe von 2.843 Tsd. Euro (i. Vj. 4.075 Tsd. Euro) hatte die Pachtsparte Gas einen Anteil von 14 Tsd. Euro (i. Vj. 21 Tsd. Euro).

Der Wert der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2013 269 Tsd. Euro (i. Vj. 260 Tsd. Euro). Hiervon entfallen auf den Bereich Pacht Gas 1 Tsd. Euro (i. Vj. 1 Tsd. Euro).

In den übrigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit, ausstehende Energiebezüge, Rückstellungen für Urlaub und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen enthalten.

Daneben wurde eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 1.416 Tsd. Euro gebildet. Davon entfallen auf die Pachtsparte Gas 7 Tsd. Euro.

2.5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten Pacht Gas ergeben sich aus der folgenden Übersicht:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2013 von bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren von über fünf Jahren Gesamtbetrag 31.12.2012
--- --- --- --- --- ---
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- ---
(1) Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten

(Vorjahr)
5.676

(6.353)
856

(0)
2.376

(580)
2.444

(5.773)
6.353
(2) Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmensbereiche

(Vorjahr)
0

(0)
0

(0)
0

(0)
0

(0)
0
(3) Sonst. Verbindlichkeiten

(Vorjahr)
26

(270)
26

(270)
0

(0)
0

(0)
270
Gesamt

(Vorjahr)
5.702

(6.623)
882

(270)
2.376

(580)
2.444

(5.773)
6.623

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um noch abzuführende Umsatzsteuer.

3. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind Auflösungen aus vereinnahmten Baukostenzuschüssen vor dem 1. Januar 2003 in Höhe von 1.167 Tsd. Euro enthalten (i. Vj. 1.315 Tsd. Euro). Davon betreffen 226 Tsd. Euro die Pachtsparte Gas (i. Vj. 262 Tsd. Euro).

Im Wesentlichen beinhalten die Umsatzerlöse der Pachtsparten die Pachtentgelte in Höhe von 10.127 Tsd. Euro (i. Vj. 17.950 Tsd. Euro). Der Anteil der Pachtsparte Gas beläuft sich hierbei auf 5.172 Tsd. Euro (i. Vj. 8.423 Tsd. Euro).

3.2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Erstattung der Konzessionsabgabe durch die KNS GmbH in Höhe von TEUR 6.432 (i. Vj. 6.400 Tsd. Euro), davon Pacht Gas 210 Tsd. Euro (i. Vj. 250 Tsd. Euro) enthalten.

3.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen die Konzessionsabgabe in Höhe von 9.764 Tsd. Euro (i. Vj. 9.940 Tsd. Euro) enthalten. Davon entfallen auf die Pachtsparte Gas 260 Tsd. Euro (i. Vj. 250 Tsd. Euro), sowie auf die Abführung vereinnahmter Baukostenzuschüsse an die KNS GmbH in Höhe von 1.198 Tsd. Euro (i. Vj. 1.237 Tsd. Euro), davon Pachtsparte Gas 388 Tsd. Euro (i. Vj. 396 Tsd. Euro).

3.4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In dieser Position sind im Berichtsjahr 2013 Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsverpflichtungen mit einem Gesamtbetrag von 773 Tsd. Euro (i. Vj. 734 Tsd. Euro) enthalten. Hiervon entfallen auf den Bereich Pacht Gas 4 Tsd. Euro (i. Vj. 4 Tsd. Euro).

Der Zinsaufwand für Darlehen betrug insgesamt 6.194 Tsd. Euro (i. Vj. 6.920 Tsd. Euro). Der Anteil der Pachtsparte Gas beläuft sich hierbei auf 253 Tsd. Euro (i. Vj. 204 Tsd. Euro).

4. Angaben über die Zuordnungsregeln gemäß § 10 Abs. 3 Satz 7 EnWG

4.1. Führung von Konten

In der internen unternehmensweiten Rechnungslegung führen wir getrennte Konten für die Tätigkeiten Pacht Strom, sonstige Strom und andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors, Pacht Gas, sonstige Gas und andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors und für die übrigen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors.

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Pacht Gas wurden die Vermögensgegenstände und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge weitestgehend direkt zugeordnet.

Soweit eine direkte Zuordnung von Konten zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich war oder mit unvertretbarem Aufwand möglich gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung über Schlüssel. Dabei wurden folgende Schlüssel verwendet:

Umsatzerlösschlüssel
Verwaltungsschlüssel
Schlüssel der Entwicklung der Darlehensbestände (basierend auf der Veränderung der jeweiligen Anlagegitter)

4.2. Verwendung von Schlüsseln in der Bilanz

In der Bilanz wurden insbesondere folgende Positionen mit Hilfe von Schlüsseln verteilt:

Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sonstige Vermögensgegenstände (darin insb. Steuererstattungsansprüche)
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Rückstellungen (darin Pensions-, Steuer- und sonstige Rückstellungen)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sonstige Verbindlichkeiten

4.3. Verwendung von Schlüsseln in der Gewinn- und Verlustrechnung

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden insbesondere folgende Positionen mit Hilfe von Schlüsseln verteilt:

sonstige betriebliche Erträge
sonstige betriebliche Aufwendungen
Zinsen und ähnliche Aufwendungen

4.4. Verwendung von Schlüsseln in der Bilanz im Einzelnen

Das Anlagevermögen und die Vorräte wurden getrennt für die einzelnen Bereiche geführt und direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet. Das Anlagevermögen verteilt sich mit 125.759 Tsd. Euro größtenteils auf die Verteilungsanlagen, wobei davon 19.679 den Verteilungsanlagen im Gasnetz zuzuordnen sind.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe wurden nach dem Verwaltungsschlüssel zugeordnet. Unfertige Leistungen und Waren wurden direkt zugeordnet.

Die Forderungen wurden weitestgehend direkt zugeordnet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte teilweise eine Schlüsselung nach dem Umsatzerlösschlüssel.

Steuererstattungsansprüche in den sonstigen Vermögensgegenständen wurden nach dem Verwaltungsschlüssel aufgeteilt.

Das bilanzielle Eigenkapital wurde als Saldo aus allen Vermögenspositionen abzüglich der übrigen Kapitalpositionen ermittelt und den jeweiligen Aktivitäten zugeordnet. Hierdurch entfallen 38,55 Prozent auf die Pachtsparte Gas.

Die Sonderposten zum Anlagevermögen sowie die empfangenen Ertragszuschüsse werden für die Aktivitäten getrennt geführt und sind somit eineindeutig zurechenbar. 23,07 Prozent entfallen hierbei auf die Pachtsparte Gas.

Die Rückstellungen wurden zum größten Teil nach dem Verwaltungsschlüssel auf die Aktivitäten verrechnet. In Ausnahmen wurde der Umsatzerlösschlüssel verwendet. Mögliche zurechenbare Teile wurden den Aktivitäten direkt zugeordnet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden ursprünglich direkt zugeordnet. Seither erfolgt jährlich eine Verteilung der Neuverschuldung sowie der Tilgungsleistungen nach dem Schlüssel der Entwicklung der Darlehensbestände basierend auf der Veränderung der jeweiligen Anlagegitter.

Im Rahmen der Zuordnung der anderen Verbindlichkeiten konnten wesentliche Beträge direkt zugeordnet werden, im Übrigen wurde der allgemeine Verwaltungskostenschlüssel zugrunde gelegt, in Ausnahmen auch der Umsatzerlösschlüssel.

Im Zusammenhang mit der Aufteilung entstanden auch interne Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Aktivitäten, die in den Bilanzen ausgewiesen sind.

4.5. Verwendung von Schlüsseln in der Gewinn- und Verlustrechnung im Einzelnen

Die Erträge und Aufwendungen konnten fast vollständig den getrennten Konten der Buchführung zugeordnet werden.

Die Zinsaufwendungen wurden entsprechend der Zuordnung der einzelnen Darlehen über eine systemseitige Umlage verrechnet.

Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen wurde analog den Rückstellungen nach dem Verwaltungskostenschlüssel auf die Aktivitäten verteilt.

Die angefallenen sonstigen Steuern wurden direkt zugeordnet.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden auf Basis der Vorsteuerergebnisse anteilig zugerechnet.

5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus begonnenen Investitionstätigkeiten bzw. Miet- und Leasingverträgen sind in Relation zu dem Sachanlagevermögen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen für die Beurteilung der Finanz- bzw. Ertragslage in den Pachtsparten von untergeordneter Bedeutung.

Wir verweisen außerdem auf die Ausführungen im Anhang der TWL AG.

Ludwigshafen am Rhein, 21. März 2014

Dr.-Ing. Hans-Heinrich Kleuker, Kaufmännischer Vorstand

Dr.- Ing. Reiner Lübke, Technischer Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 6b Abs. 3 EnWG Gas für das Geschäftsjahr 2013

AHK Zugänge Abgänge Umbuchungen
in Euro 1.1.2013 AHK AHK Umgliederungen
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 0,00 0,00 0,00 +0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.623.443,16 0,00 0,00 +0,00
davon: Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten (1.432.447,98) (0,00) (0,00) (0,00)
2. technische Anlagen und Maschinen
a)Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 10.275.261,41 225.379,92 0,00 -8.029.196,25
b)Verteilungsanlagen 82.879.072,96 793.582,15 -1.746,83 +8.404.235,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 +6.462,95
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 600.643,35 875.250,43 0,00 -381.502,36
Gesamt 95.378.420,88 1.894.212,50 -1.746,83 +0,00
Abschreibungen Buchwerte Buchwerte Abschreibungen
in Euro (kumuliert) 31.12.2013 Vorjahr im GJ
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 991.905,69 631.537,47 660.800,47 29.263,00
davon: Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten (991.669,98) (440.778,00) (470.041,00) (29.263,00)
2. technische Anlagen und Maschinen
a)Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 1.866.630,08 604.815,00 1.913.651,00 310.776,92
b)Verteilungsanlagen 71.588.859,94 20.486.284,00 19.678.980,00 1.584.756,56
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 461,95 6.001,00 0,00 461,95
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.094.391,42 600.643,35 0,00
Gesamt 74.447.857,66 22.823.028,89 22.854.074,82 1.925.258,43

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Technische Werke Ludwigshafen am Rhein Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahres-abschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 der Technische Werke Ludwigshafen am Rhein Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

Mannheim, den 16. Mai 2014

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Krämer, Wirtschaftsprüfer

Müller, Wirtschaftsprüfer