AI assistant
Software AG — Annual Report 2022
Oct 27, 2023
406_rns_2023-10-27_56ec74a7-c4d2-45d4-8da6-f34a40b764d1.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication
Technische Werke Ludwigshafen am Rhein Aktiengesellschaft
Ludwigshafen a. Rh.
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022
Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022
Wirtschaftliches Wachstum trotz Energiekrise
Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2022 von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geprägt. Daraus resultierten erhebliche Turbulenzen für den Energiemarkt, die sich auch auf die gesamte deutsche Wirtschaft auswirkten.
Dennoch zeigte sich die deutsche Wirtschaft insgesamt robust und konnte ein Wachstum von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr aufweisen. Dies war insbesondere durch den privaten Konsum begünstigt, wurde aber auch weiterhin durch Material- und Lieferengpässe gebremst. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich auf 45,9 Millionen Personen und erreichte damit einen historischen Höchststand.
Die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt 2022 in Deutschland jedoch um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Diese - auch im Vergleich zu den Vorjahren - hohe Inflationsrate wurde vor allem von den extremen Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Krieges in der Ukraine getrieben.
Turbulenter Energiemarkt, steigende Energiepreise
Der deutsche Energiemarkt war im Jahr 2022 durch Turbulenzen geprägt. Nachdem es bereits ab dem 2. Halbjahr 2021 zu erheblichen Preisschwankungen gekommen war, wurde die Situation insbesondere vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der damit ausgebliebenen russischen Gaslieferungen verschärft. So hatte die Bundesregierung am 30.03.2022 die Frühwarnstufe und am 23.06.2022 die Alarmstufe des Notfallplans Gas ausgerufen.
Infolgedessen kam es im Erdgashandel zu weiteren extremen Preissteigerungen. Die Verschärfung der EU-Klimaziele und der Anstieg der Preise im CO2-Emissionshandel verstärkten den Effekt.
Diese Entwicklung hatte auch unmittelbare Auswirkungen auf die Strompreise. Die Verteuerung von Brennstoffen und die ansteigenden Preise für Emissionsrechte trieben die Preise an den Strombörsen und Großhandelsmärkten zusätzlich weit nach oben. Außerdem stand gleichzeitig weniger Strom als geplant aus erneuerbaren Energien zur Verfügung.
Das Resultat dieser Gesamtentwicklung waren Preissteigerungen an den Energiemärkten in bis dahin nicht gekanntem Ausmaß. Dies führte dazu, dass Energiedienstleister mit kurzfristiger Beschaffungsstrategie in Insolvenz gehen mussten oder ihre Geschäftstätigkeit einstellten. Grundversorger wie TWL sahen sich vor der Situation, in großer und ungeplanter Menge Neukunden in die Ersatzversorgung aufnehmen zu müssen. Die dafür zusätzlich benötigten Energiemengen mussten zu Beginn des Jahres an den Großhandelsmärkten zu höheren Preisen beschafft werden, als in der Kalkulation der Ersatzversorgungstarife eingeplant war.
Politische Maßnahmen zur Entlastung
Infolge der beschriebenen Preisentwicklungen für Energie und Nahrung und der damit direkt verbundenen Belastungen für die deutsche Bevölkerung, arbeitete die Bundesregierung im Jahresverlauf 2022 an zahlreichen Programmen und Hilfen, um die Auswirkungen und deren Folgen abzudämpfen. Diese mussten zum Teil recht kurzfristig umgesetzt werden und stellten TWL damit genauso wie alle anderen Energieversorger vor gewaltige Herausforderungen.
Dabei bezogen sich zahlreiche der erfolgten und weiterhin gültigen Hilfen auf den Bereich Energie und wirkten sich damit auch auf das wirtschaftliche Handeln der Energieunternehmen aus. Seit Juli 2022 ist die EEG-Umlage als Preisbestandteil des Strompreises entfallen. Im November wurde beschlossen, die Erhöhung des CO2-Preises auf 2024 zu verschieben.
Aufgrund der stark steigenden Gaspreise wurde ab 0ktober mit 7 Prozent ein verminderter Steuersatz auf Gas erhoben. Diese Regelung wird voraussichtlich bis zum ersten Quartal 2024 gültig sein.
Um den steigenden Gas- und Wärmepreisen entgegenzuwirken, wurden seitens der Politik umfängliche Maßnahmen zur Entlastung der Menschen in Deutschland eingeleitet. Konkret wurden die Dezemberhilfen sowie die Strom- und Gaspreisbremse beschlossen. Bei ersterer wurden im Dezember 2022 die Abschläge für Gas und Wärme nicht bei den Kunden erhoben, sondern als Soforthilfe vom Bund übernommen. Diese kurzfristige Entlastung wird im Jahr 2023 durch die Strom- und Gaspreisbremsen ergänzt, um die die Kosten der Basisversorgung zu deckeln. Mit der finanziellen Entlastung der Kunden soll ein Anreiz zum Sparen von Energie einhergehen, da über die mengenmäßig prozentuale Entlastungsgrenze hinausgehende Verbräuche mit dem regulären Preis abgerechnet werden dürfen.
Mengenentwicklungen auf dem Energiemarkt
Infolge der hohen Energiepreise und des Aufrufs zur Einsparung von Erdgas infolge der Ausrufung der Alarmstufe des Notfallplans Gas, die einerseits zu verhaltensbedingten Einsparungen sowie andererseits zu Produktionskürzungen und Umstellungen auf andere Energieträger in der Wirtschaft führten, verzeichnete Deutschland im Jahr 2022 einen Rückgang des Verbrauchs um -4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung beinhaltet zudem den Effekt aus der warmen Witterung in 2022, die den Rückgang des Energiebedarfs noch verstärkte.
Mit 59,0 Prozent wird der Energiemix für den Primärenergieverbrauch in Deutschland weiterhin durch die beiden Energieträger Mineralöl und Erdgas angeführt, wobei der Verbrauch von Gas infolge der Witterung, der Einsparungen in Industrie und Gesellschaft sowie der Preisentwicklung auf den geringsten Stand seit 2014 sank. Während der Verbrauch von Stein- und Braunkohle sowie Mineralöl sich zum Vorjahr leicht erhöhte, sank der Anteil der Kernenergie im Jahr 2022 deutlich. Die erneuerbaren Energien konnten ihren Anteil auf 17,2 Prozent erhöhen, wobei sich insbesondere die Energieträger Wind und Solar infolge der Witterung verbessern konnten.

Herausfordernde Zeiten für TWL und strategische Ausrichtung
Das Geschäftsjahr 2022 war ein weiteres herausforderndes Jahr für die komplette Energiewirtschaft und auch für TWL. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie waren bereits am Abklingen, der Wiederaufbau der IT-Systeme konnte bei TWL abgeschlossen werden, aber der Krieg in der Ukraine stellte eine historische Zäsur für Europa dar. Die Energiewirtschaft war insbesondere durch die ausbleibenden Gaslieferungen von erheblichen Verwerfungen betroffen.
Aber auch in diesem Umfeld hat TWL weiterhin die Ziele der Übergangsstrategie 2023 konsequent verfolgt. Darüber hinaus wurde die Erarbeitung der TWL Konzernstrategie 2030 weiter verstärkt vorangetrieben.
Eine der zentralen Aufgaben von TWL ist die klimafreundliche Versorgung der Stadt. Entsprechend geht es im bereits beschlossenen Zielbild 2030 im Kern darum, die eigene Klimaneutralität als Ziel zu verfolgen sowie unsere Kunden, die Stadt und die Bürger auf Ihrem Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen. Um für die eigene Klimaneutralität bis 2045 und damit die Reduktion unserer CO2-Emissionen verlässliche Grundlagen zu schaffen, wurde 2022 die erste THG-Bilanz für TWL erstellt. Für die klimafreundliche Versorgung der Stadt Ludwigshafen wurde eine Wärmeerzeugungsstrategie basierend auf einem Netz dezentraler erneuerbarer Energiequellen ausgearbeitet. Im Jahr 2023 werden diese und andere Teilstrategien in der Konzernstrategie 2030 zusammengeführt werden, die dann die Übergangsstrategie vollständig ablöst.
Struktur des TWL-Konzerns
Der Konzern Technische Werke Ludwigshafen am Rhein (TWL-Konzern) setzt sich aus der Technischen Werke Ludwigshafen am Rhein AG und deren verbundenen sowie assoziierten Unternehmen zusammen. Die TWL AG bildet dabei den Kern des Konzerns und beeinflusst die Entwicklung von diesem maßgeblich. Zu ihrem Aufgabengebiet zählen seit mehr als 100 Jahren die zuverlässige Versorgung von Haushalten, Landwirtschaft und Gewerbe mit Strom, Erdgas, Wärme, Kälte und Trinkwasser. Ferner trug der Veränderungsprozess des Energiemarktes dazu bei, dass sich die Rolle des TWL-Konzerns sowohl für die Kunden als auch für das Auftreten am Energiemarkt stark gewandelt hat. Neben seiner klassischen Aufgabe als Versorger mit Energie rückt der Fokus inzwischen sowohl auf die Erbringung von Dienstleistungen wie auch die Umsetzung des Themas Digitalisierung, stets im Kontext Energie. Dies macht sich auch in der Struktur und der unternehmerischen Tätigkeit der verbundenen Unternehmen bemerkbar.
Aus der Historie der Beziehungen des TWL-Konzerns und der Stadt Ludwigshafen heraus bestehen die Verbindungen zum Bereich des öffentlichen Nahverkehrs von Ludwigshafen. Dabei fokussiert sich die Verkehrsbetriebe Ludwigshafen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (VBL) auf den Betrieb des öffentlichen Nahverkehrs innerhalb der Stadt Ludwigshafen, während die Rhein-Haardtbahn-Gesellschaft mit beschränkter Haftung (RHB) für den Streckenbetrieb zwischen Bad Dürkheim und Ludwigshafen-0ggersheim zuständig ist.
Die TWL Netze Gesellschaft mit beschränkter Haftung (TWL Netze) entstand aus der vorgegebenen gesetzlichen Entflechtung des Netzbetriebes von Erzeugung sowie Handel und Vertrieb. Das Tätigkeitsfeld des Unternehmens umfasst den technischen Netzbetrieb für alle gepachteten Netze.
Zusätzlich zur Ausgliederung des Netzbetriebes verfügt der TWL-Konzern über einen, in Form der TWL Metering Gesellschaft mit beschränkter Haftung (TME), ausgelagerten Messstellenbetrieb. Die TME verwaltet und führt das gesamte Mess- und Zählwesen der Energieverbräuche durch und stellt weiterhin sämtliche zur Weiterverarbeitung benötigten Daten hinsichtlich Messungen und deren Ergebnisse zur Verfügung.
Ein weiteres Segment innerhalb des TWL-Konzerns bilden die Vertriebsgesellschaften. Hierzu zählt die TWL Energie Deutschland Gesellschaft mit beschränkter Haftung (TED), die im Bereich der Vermarktung von Energie sowie von Energieprodukten an Endkunden tätig ist. Die Ensys Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Ensys) hat sich zusätzlich zur Vermarktung von Energie noch im Bereich Vermarktung von Systemen der Energieerzeugung als auch im Bereich Energieinformationssysteme spezialisiert. Die genannten Gesellschaften TED und Ensys sind mittelbare Beteiligungen der TWL AG, die durch die Tochter TWL Vertrieb Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Vertrieb) im Konzern eingebunden sind.
Eine weitere Tochtergesellschaft der TWL AG ist die Freischwimmer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Freischwimmer). Diese vereint die Tätigkeiten im Bereich Grundstücksgeschäfte mit der Förderung von Innovationen.
In Anbetracht der weiter wachsenden Bedeutung von Erneuerbaren Energien für die Energiewirtschaft ist auch der TWL-Konzern dieser Entwicklung gefolgt. Zum TWL-Konzern gehört zunächst die TWL Windpark Zellertal Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. KG (WP Zellertal), die sich mit dem Erwerb, dem Betrieb und der Verwaltung von regenerativen Anlagen oder der Beteiligung an solchen befasst. Weiterhin ist die Energiepark Rurich Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. KG (WP Rurich), welche Betreiberin von zwei Windkraftanlagen ist, seit 2015 im TWL-Konzern. Für die Verwaltung beider Gesellschaften ist die TWL Renewables Verwaltungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Renewables) zuständig. Gegenstand der Renewables ist die Übernahme der persönlichen Haftung und die Geschäftsführung von Gesellschaften, die regenerative Anlagen betreiben oder planen.
Losgelöst vom klassischen Energiebereich ist die TWL-K0M Gesellschaft mit beschränkter Haftung (TWL-K0M) zu sehen. Sie beschäftigt sich mit dem Bereich Telekommunikation und der Erbringung von Telekommunikations-Dienstleistungen und hat damit eine vom Bereich Energie gesonderte Position im Konzern. Neben ihrem Angebot im Bereich Telekommunikation sowie der hierfür benötigten IT betreibt die TWL-K0M auch Rechenzentren innerhalb von Ludwigshafen.
Zuletzt sind die assoziierten Unternehmen im TWL-Konzern anzuführen. Bei der Schmidt Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Schmidt) handelt es sich um ein Unternehmen, das sich mit der Installation von Elektroanlagen, Kommunikationsnetzen sowie Lichtwellenleiterkomponenten beschäftigt.
Die Solandeo Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Solandeo) agiert als unabhängiger Messstellenbetreiber sowie in der Entwicklung und im Vertrieb von Softwarelösungen z. B. für Direktvermarkter von erneuerbarer Energien.
Als weitere assoziierte Beteiligung wurde die Kommunale Dienstleistungsgesellschaft Ludwigshafen mit beschränkter Haftung (KDL) gegründet. Sie verfolgt insbesondere den Zweck Synergien im Konzern der Stadt Ludwigshafen am Rhein zu schaffen. Weiterhin hält TWL Anteile an der wärme.netz.werk Rhein-Neckar Gesellschaft mit beschränkter Haftung (wärme.netz.werk), die als Gegenstand ihrer Tätigkeit im Wesentlichen die Erschließung und Verbindung von Wärmequellen und Wärmenetzen in der Metropolregion Rhein-Neckar hat.
Entwicklung der Energiepreise
Zum 01.01.2022 erhöhte die TWL AG den Erdgasverbrauchspreis infolge der gestiegenen Kosten der CO2-Bepreisung sowie der gestiegenen Beschaffungskosten. In der Grund- und Ersatzversorgung betrug diese Anhebung 0,89 ct/kWh (netto).
Die Verbrauchspreise in der zweiten Grund- und Ersatzversorgung für Strom und Gas wurden mit Wirkung zum 01.02.2022 abgesenkt, Seit dem 01.08.2022 ist dieser spezielle Tarif entfallen.
Mit Wirkung zum 01.08.2022 mussten die Strom- und Erdgasverbrauchspreise erhöht werden. Grund war die Weitergabe der rasant gestiegenen Beschaffungskosten. Im Gegenzug entfiel zum 01.07.2022 die EEG-Umlage in Strom, eine Entlastung, die direkt in den Verbrauchspreisen an die Kunden weitergegeben wurde.
Die zum 01.10.2022 von der Bundesregierung beschlossene Gasspeicherumlage (0,059 ct/kWh) wurde in den Erdgaspreisen an die Kunden weitergeben.
Wirtschaftliche Entwicklung
Das Jahr 2022 war hinsichtlich der Witterung deutlich zu warm. Alle Monate lagen mit Blick auf die Temperatur über dem langjährigen Durchschnittswert. Zugleich fielen die Niederschläge 15 Prozent zu gering aus, während die Sonnenstunden einen neuen Rekord erreichten und sich für das Jahr 2022 auf 2.025 Stunden beliefen. Insbesondere der Sommer war dabei geprägt von hohen Temperaturen, viel Sonnenschein und wenig Regen, während die Monate Februar und September einen vergleichsweise hohen Niederschlagswert erreichten.
Die genauen Entwicklungen in den Sparten sowie den einzelnen Segmenten können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
| Gesamtabsatz | 2022 Mio. kWh |
2021 Mio. kWh |
Diff. Prozent |
|---|---|---|---|
| Strom | 1.598,4 | 2.102,0 | -24,0 |
| Gas | 1.240,8 | 2.110,0 | -41,2 |
| Wärme/Kälte | 274,3 | 321,0 | -13,9 |
| Mio. m3 | Mio. m3 | Prozent | |
| Trinkwasser | 11,4 | 11,4 | 0,0 |
Im Bereich Strom war die Absatzmenge stark rückläufig (-24,0 Prozent). Maßgeblich hierfür war insbesondere das Segment Geschäftskunden.
Auch bei Gas reduzierte sich der Mengenabsatz gegenüber dem Vorjahr (-41,2 Prozent) maßgeblich aufgrund der Geschäftskunden. Die Sparte Wärme/Kälte verzeichnete witterungsbedingt eine Mengenreduktion (- 14,0 Prozent). In Wasser verblieb die Absatzmenge auf Vorjahresniveau.
Erträge und Aufwendungen
Die Umsatzerlöse nach Abzug von Strom- und Energiesteuer betrugen im Geschäftsjahr 518,9 Mio. Euro (i. Vj. 546,6 Mio. Euro).
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Bereichen im Vergleich zum Vorjahr folgendermaßen:
| Umsatzerlöse* | 2022 Mio. Euro |
2021 Mio. Euro |
Diff. Prozent |
|---|---|---|---|
| Strom | 342,6 | 347,2 | -1,3 |
| Gas | 103,0 | 87,1 | 18,3 |
| Wärme/Kälte | 29,6 | 27,0 | 9,7 |
| Wasser | 22,7 | 22,9 | -1,1 |
| Wind | 3,3 | 2,1 | 58,2 |
| Telekommunikation | 19,6 | 17,1 | 14,8 |
| ÖPNV | 1,2 | 1,4 | -13,9 |
| Betriebsführung | 9,6 | 11,0 | -12,5 |
| Sonstiges | 8,8 | 30,8 | -71,4 |
| 540,4 | 546,6 | -5,1 | |
| * Umsatzerlöse abzüglich Strom- und Energiesteuer |
In den klassischen Energiesparten Strom, Gas, Wärme und Wasser folgt die Veränderung des Umsatzes grundsätzlich der Mengenentwicklung. In der Sparte Gas wirkten sich insbesondere Preisanpassungen u.a. durch die Weiterreichung der gesetzlich auferlegten Kosten, aus dem Emissionshandel für die CO2-Zertifikate aus.
Bei der Windenergie ist die Steigerung durch höhere Vermarktungspreise begründet. In der Telekommunikation sind im Vergleich zum Vorjahr weiterhin wachsende Umsätze festzustellen, was durch die Gewinnung von Neukunden insbesondere Geschäftskunden möglich war. In den Bereichen ÖPNV und Betriebsführung sind die Umsätze spürbar gesunken.
Die sonstigen betrieblichen Erträge verblieben mit 18,0 Mio. Euro (i. Vj. 18,1 Mio. Euro) auf Vorjahresniveau.
Der Materialaufwand reduzierte sich auf 420,9 Mio. Euro (i. Vj. 439,1 Mio. Euro) und folgte damit weitgehend der Entwicklung und Spartenaufteilung der Umsatzerlöse.
Die Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr auf 76,4 Mio. Euro gestiegen (i. Vj. 71,0 Mio. Euro). Maßgeblich für die Erhöhung waren zum einen die tariflich vereinbarten Anpassungen, zum anderen die gebildeten Rückstellungen im Personalbereich.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Anlagen lagen bei einer weiterhin starken Investitionstätigkeit mit 29,0 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (i. Vj. 29,9 Mio. Euro). Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sank auf 35,1 Mio. Euro (i. Vj. 37,3 Mio. Euro).
Finanzergebnis auf Vorjahresniveau
Der Zinsaufwand konnte im Geschäftsjahr auf 4,2 Mio. Euro (i. Vj. 4,9 Mio. Euro) gesenkt werden. Dies ist vor allem auf den Rückgang der Verbindlichkeiten zurückzuführen. Das Ergebnis aus den Beteiligungen erhöhte sich auf 0,7 Mio. Euro (i. Vj. 0,1 Mio. Euro). Insgesamt wurde gemäß den genannten Punkten das negative Finanzergebnis mit -3,3 Mio. Euro (i. Vj. -4,7 Mio. Euro) deutlich verbessert ausgewiesen.
Ergebnisentwicklung
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag lagen im Geschäftsjahr bei 0,5 Mio. Euro und damit über dem Vorjahreswert (i. Vj. 1,6 Mio. Euro). Insgesamt verzeichnete das Geschäftsjahr 2022 mit 0,3 Mio. Euro (i. Vj. -15,7 Mio. Euro) ein leicht positives Ergebnis nach Steuern. Nach Berücksichtigung der sonstigen Steuern betrug der Konzernjahresüberschuss 0,1 Mio. Euro (i. Vj.: Konzernjahresfehlbetrag -15,8 Mio. Euro).
Vergleich zum Ausblick auf 2022
Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es vor allem in Folge des Krieges in der Ukraine zu Marktentwicklungen und Effekten kommen kann, die den Geschäftsverlauf deutlich beeinflussen.
Dennoch ist nach Abschluss des Geschäftsjahres ist im Vergleich zum Ausblick auf die Konzernentwicklung 2022 festzustellen, dass die grundsätzlichen Erwartungen zutreffend waren.
Für die Umsatzerlöse und Materialaufwendungen waren Rückgänge im Geschäftskundenbereich geplant, die aber mit einem besseren Rohergebnis einhergehen.
Auch auf der Aufwandsseite waren die Annahmen bzgl. steigender Personalaufwendungen, sowie geringeren Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen zutreffend.
Insgesamt konnte mit 0,1 Mio. € wieder ein positiver Konzernjahresüberschuss erreicht werden.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme des TWL-Konzerns reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 548,3 Mio. Euro auf 518,2 Mio. Euro.
Immaterielle Vermögensgegenstände waren mit 9,7 Mio. Euro (i. Vj. 5,0 Mio. Euro) ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen blieb mit 393,3 Mio. Euro (i. Vj. 394,2 Mio. Euro), ebenso wie das Finanzanlagevermögen mit 11,5 Mio. Euro (i. Vj. 11,9 Mio. Euro) auf Vorjahresniveau.
Im Umlaufvermögen haben sich die Vorräte stichtagsbedingt auf 13,1 Mio. Euro (i. Vj. 10,8 Mio. Euro) erhöht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind auf 77,0 Mio. EUR (i. Vj. 113,3 Mio. EUR) gesunken. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 68,3 Mio. EUR (i. Vj. 85,1 Mio. Euro) begründete sich im Wesentlichen durch die Reduzierung von Verzögerungen im Abrechnungsprozess. Die Forderungen gegen Aktionäre, die vor allem auf das operative Geschäft gegenüber der Stadt Ludwigshafen zurückzuführen sind, lagen mit 1,4 Mio. EUR (i. Vj. 7,0 Tsd. EUR) - nach einem Sondereffekt im Geschäftsjahr 2021 - unter dem Vorjahresniveau. Die sonstigen Vermögensgegenstände - im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche - reduzierten sich auf 5,0 Mio. EUR (i. Vj. 20,9 Mio. EUR).
Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten stiegen stichtagsbedingt auf 4,4 Mio. Euro (i. Vj. 2,7 Mio. Euro). Bei dem aktivischen Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 9,2 Mio. Euro (i. Vj. 10,4 Mio. Euro) handelt es sich vor allem um Mietvorauszahlungen für ein Bürogebäude.
Das Eigenkapital des TWL-Konzerns verblieb aufgrund des positiven Jahresergebnisses (und Berücksichtigung der nicht beherrschten Anteile auf 124,5 Mio. Euro (i. Vj. 124,5 Mio. Euro). Im Verhältnis zu der gesunkenen Bilanzsumme ergab sich mit 24,0 Prozent eine höhere Eigenkapitalquote (i. Vj. 22,7 Prozent).
Die Sonderposten sind im Geschäftsjahr auf 41,7 Mio. Euro (i. Vj. 45,1 Mio. Euro) gesunken. Hierbei handelt es sich vorwiegend um Zuschüsse zur Förderung verkehrswirtschaftlicher Investitionen im öffentlichen Personennahverkehr.
Die Rückstellungen waren mit 56,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (i. Vj. 46,9 Mio. Euro gestiegen. Dabei wurden insbesondere die sonstigen Rückstellungen mit 40,3 Mio. Euro (i. Vj. 30,6 Mio. Euro) höher ausgewiesen. Inhaltlich resultierte dies insbesondere aus den Rückstellungen für Schadstoffemissionsrechte, aus Rückstellungen für Energiebezüge, sowie Rückstellungen für 0ptimierungsmaßnahmen im Personalbereich.
Die Verbindlichkeiten reduzierten sich mit 288,5 Mio. Euro deutlich gegenüber dem Vorjahr (i. Vj. 327,3 Mio. Euro) und war vor allem durch geringere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten geprägt.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten war mit 7,3 Mio. Euro (i. Vj. 4,5 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahr erhöht. Zum Stichtag sind auch in diesem Geschäftsjahr keine passiven latenten Steuern anzusetzen.
Finanzlage
Ausgehend von einem positiven Periodenergebnis von 0,1 Mio. Euro betrug der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 64,5 Mio. Euro (i. Vj. 37,0 Mio. Euro). Die deutliche Erhöhung war insbesondere durch die Abnahme der Forderungen begründet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -32,4 Mio. Euro (i. Vj. -35,2 Mio. Euro), was weiterhin durch die hohen Investitionen ins Sachanlagevermögen begründet war. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -12,3 Mio. Euro (i. Vj. 20,1 Mio. Euro) und resultierte vornehmlich aus dem Saldo aus Kredittilgung und Kreditaufnahme, sowie erhaltener Zuschüsse. Der Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von 4,4 Mio. Euro, abzüglich der kurzfristig jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von -1,1 Mio. Euro, ergab einen Finanzmittelbestand am Ende der Periode in Höhe von + 3,3 Mio. Euro (i. Vj. -16,4 Mio. Euro).
Die externe Beschaffung kurzfristiger Liquidität erfolgt durch die Inanspruchnahme von revolvierenden Betriebsmittellinien, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 90,0 Mio. Euro zur Verfügung standen und mit 1,0 Mio. Euro valutierten.
Langfristige Investitionen finanziert TWL nach Möglichkeit fristenkongruent durch langfristige Darlehen. Zum Bilanzstichtag waren von den rund 160,7 Mio. Euro langfristiger Darlehen 25,9 Mio. Euro variabel verzinst, jedoch in Teilen durch den Einsatz eines Zinsswaps gesichert sind.
Bei den Konzernunternehmen VBL und RHB sind bestehende Kredite durch Ausfallbürgschaften der Stadt Ludwigshafen gedeckt.
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements
Die Energiewirtschaft ist von tiefgreifenden politischen Entscheidungen sowie dynamischen Entwicklungen geprägt. Die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen stellen TWL vor große und teilweise unvorhersehbare Herausforderungen. Um den sich hieraus ergebenden Risiken entgegenzuwirken und Chancen zu nutzen, ist ein Risikomanagementsystem implementiert, mit dem Ziel den Bestand des Unternehmens zu sichern. Das Risikomanagementsystem basiert auf vom Vorstand definierten Verantwortlichkeiten, Systematiken und Prozessen.
Die Risikomanagementstrategie des TWL-Konzerns verfolgt die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Vermeidung und Verringerung von Risiken sowie die Übertragung dieser auf Dritte durch das Durchführen geeigneter Maßnahmen. TWL geht im Rahmen der Risikopolitik bewusst Risiken ein, wenn ein angemessenes Verhältnis zu den Chancen besteht.
In der Richtlinie für das konzernweite Risikomanagement sind Mindeststandards und Regeln dokumentiert, die einen strukturierten Umgang und eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit Risiken und Chancen sicherstellen. Diese Richtlinie wurde im Jahr 2021 komplett überarbeitet und wird laufend an die aktuellen Anforderungen und Bedürfnisse angepasst. Der Risikomanagementprozess ist durch eine Risikomanagementsoftware gestützt.
Innerhalb regelmäßig wiederkehrender Risikoinventuren und Risikohaupterhebungen wird die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Risiken und Chancen innerhalb der 0rganisationseinheiten sichergestellt. Auf diese Weise werden die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken und Chancen in einem permanenten Kreislauf und in dokumentierter und transparenter Form durchgeführt.
Die Risikosituation wird im zentralen Risikomanagement aggregiert und über eine regelmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand der TWL AG sowie über diesen an den Aufsichtsrat kommuniziert. Bestandsgefährdende Risiken werden umgehend dem Vorstand gemeldet. Neue Erkenntnisse und Informationen zu Bestandsrisiken werden zeitnah in das Risikomanagementsystem eingearbeitet, sodass dieses kontinuierlich weiterentwickelt und an die aktuellen Anforderungen angepasst wird.
Risiken aus Energiebeschaffung und Vertrieb
Preisrisiken / Preischancen
Die gestiegene Preisvolatilität an den Energiemärkten sowie die Eskalation im Ukrainekrieg stellen die gesamte Energiebranche vor weitere Herausforderungen und eine geänderte Risikosituation. Insbesondere im Bereich Gas besteht für die Energiebeschaffung ein erhebliches Risiko darin, dass benötigte Energie nicht in ausreichender Menge oder nur zu enorm hohen Kosten beschafft werden kann. Für Risiken und Chancen aus den operativen Energiebeschaffungs- und Vertriebsaktivitäten ist ein monatliches Risikokomitee etabliert. Das Gremium erarbeitet und beschließt Strategien, Vorgehensweisen, etc. zur Umsetzung und Einhaltung der Risikopolitik.
Unter Energiebeschaffung werden hier die Beschaffung von Strom und Erdgas im TWL Konzern, die Vermarktung von Strom sowie die Beschaffung von Brennstoff und CO2-Zertifikaten für die Erzeugung verstanden. Die Energiebeschaffungsaktivitäten unterliegen aufgrund der Volatilität der Märkte Risiken und Chancen in gleichem Maße.
Die strukturierte Beschaffung von Strom und Gas sowie die Vermarktung der Erzeugung erfolgen am Energiemarkt gemäß der im Risikokomitee beschlossenen Strategien sowie auf Basis der aktuell gültigen Richtlinie für die Energiebeschaffung der TWL. Diese Richtlinie wurde im Jahr 2021 komplett überarbeitet und wird laufend an die aktuellen Anforderungen und Bedürfnisse angepasst. Die Strategien sind auf die 0ptimierung der Beschaffungs- bzw. Vermarktungspreise ausgerichtet und schränken negative Auswirkungen ungünstiger Marktsituationen ein.
TWL steuert diese Risiken und Chancen durch eine systematisierte Marktbeobachtung und -analyse, Limitierungen sowie durch die Diversifikation des Portfolios.
Mengenrisiken / Mengenchancen
Der Absatzmarkt für Strom und Gas ist wie in den Jahren zuvor geprägt von einem starken Wettbewerb. Dieser Wettbewerb zeigt sich insbesondere in der zunehmenden Auftragsvergabe durch Internet-Plattformen und neuen Marktteilnehmern wie Energieberatern und Drittanbietern. Hieraus resultiert weiterhin das Risiko eines Umsatzrückgangs aufgrund von Kundenabwanderung. Um dem entgegenzuwirken führt TWL bspw. Maßnahmen zur Kundenbindung durch. Durch den starken Preisanstieg für Strom und Gas im Jahr 2022 ist die Relevanz dieses Risikos deutlich gesunken. Wegen des erheblichen Preisrückgangs zum Geschäftsjahresende kann dieses Risiko, je nach Preisentwicklung, wieder zunehmen.
Mengenrisiken ergeben sich aufgrund der Abweichung zwischen dem tatsächlichen und dem bei Abschluss prognostizierten Verbrauch des Kunden (Prognoserisiko). Im Zuge der Eskalation des Ukrainekrieges ist das Risiko von Mengenabweichungen auf Grund der hohen Energiepreise und der daraus resultierenden Energieeinsparungen von Industrie-, Gewerbe- und Privatkunden gestiegen. Mengenrisiken beinhalten gleichermaßen eine Chance, da die tatsächliche Auswirkung immer davon abhängt, wie sich der Preis für die Rückvermarktung im Wesentlichen an den Spotmärkten seit der Mengeneindeckung verändert hat. Insofern war die konkrete Preis- und Mengensituation des 4. Quartals 2022 nicht mit einem Risiko verbunden.
Auf Basis von Prognosekennzahlen werden vor Vertragsabschluss notwendige Risikoaufschläge ermittelt, welche bei Prognoseabweichungen das finanzielle Risiko minimieren. Durch die kontinuierliche Verbesserung der Prognosegüte wird dieses Risiko stetig minimiert.
Um das Mengenrisiko weiter zu reduzieren wurde auch im letzten Jahr die Verwendung von Toleranzbändern, innerhalb derer die tatsächlichen Bedarfe der Kunden von der ursprünglich prognostizierten Menge schwanken dürfen, in Verträgen durch TWL deutlich eingeschränkt. Bei großen Kunden wurden Vertragsformen gewählt, die dieses Mengenrisiko vollständig den Kunden zuordnen.
Kontrahentenrisiko Energiebeschaffung
Die Streuung der Beschaffungsaktivitäten Strom und Erdgas erfolgt auf verschiedene OTC Handelspartner. Ein Ausfall aller Marktpartner oder einem maßgeblichen Teil wird zum Zeitpunkt der Berichterstattung als sehr unwahrscheinlich eingestuft. Darüber hinaus werden im Fachbereich Energiebeschaffung bedarfsgerecht neue Rahmenverträge mit weiteren Handelspartnern mit guter bis sehr guter Bonität abgeschlossen. Die Bonitätsprüfung unserer Handelspartner wird regelmäßig aktualisiert. Zur weiteren Begrenzung des Kontrahentenrisikos werden individuelle Kredit- und Mengenlimits für die Kontrahenten vergeben.
Im Geschäftsjahr bestand auch für TWL ein besonderes Risiko aus einem potentiellen Ausfall von Energielieferanten. Der Eintritt dieses Risikos konnte nur durch die umfangreichen, staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen vermieden werden.
Externe Risiken und Chancen
Weiterhin wirkt sich die Witterungs- und Temperaturentwicklung auf die Risiken und Chancen im Energiegeschäft aus. Die möglichen Auswirkungen sind insbesondere:
Ein vergleichsweise milder Winter wirkt sich durch eine verringerte Nachfrage von Erdgas und Fernwärme durch die Endkunden, insbesondere im Privatkundensegment, aus.
Kalte Winter bedeuten demgegenüber eine höhere Nachfrage nach Erdgas und Fernwärme. 0b sich aus diesen Effekten Chancen oder Risiken ergeben hängt von der aktuellen Preissituation und den historischen Einkaufspreisen bzw. Vertragskonditionen ab.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist die TWL AG verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Ein grundsätzliches Risiko der Unternehmenssteuerung resultiert aus Abweichungen gegenüber den Planwerten bzw. den unterjährigen Hochrechnungen. Hierzu hat TWL interne Prozesse und Instrumente etabliert, um diese Abweichungen weitgehend zu reduzieren bzw. um diese frühzeitig erkennen zu können, um so entsprechende Maßnahmen zügig einleiten zu können. Die entsprechenden Maßnahmen werden laufend überprüft und kontinuierlich weiterentwickelt.
Das Liquiditätsrisiko begrenzt das Unternehmen auf Basis der Erkenntnisse aus der Liquiditätsplanung. Mittel- und langfristige Finanzierungsbedarfe werden nach Möglichkeit durch den Abschluss von fristenkongruenten Darlehensvereinbarungen gedeckt. Für die Deckung kurzfristiger Liquiditätsbedarfe stehen umfangreiche Betriebsmittellinien mehrerer Banken zur Verfügung.
Das Zinsänderungsrisiko besteht in Form erhöhter Zinsaufwendungen infolge von Marktzinserhöhungen für variabel verzinsliche Darlehen sowie für neu zu kontrahierende Finanzierungsgeschäfte. Dieses Risiko ist unter den aktuell gegebenen Preissteigerungen im Markt grundsätzlich mit einer höheren Eintrittswahrscheinlichkeit einzuschätzen.
Zur Risikominimierung setzt die TWL derivative Finanzinstrumente in Form von gekauften Zinscaps ein. Dadurch wird die Planungssicherheit des Finanzergebnisses erhöht. Derivative Finanzinstrumente werden im Finanzmanagement der TWL ausschließlich zur Absicherung bestehender Risiken verwendet.
Zur Vermeidung von bonitätsbedingten Zinsaufschlägen im Rahmen von Fremdkapitalfinanzierungen führt TWL regelmäßig Rating-Gespräche mit den Kapitalgebern, um die daraus gewonnenen Erkenntnisse in der operativen und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens zu berücksichtigen.
Geldanlagen werden innerhalb eines Limitsystems nur bei Banken mit guter Bonität vorgenommen. Gleiches gilt für den Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten.
Zur Minimierung des Forderungsausfallrisikos überprüft die TWL die Bonität von Vertragspartnern. 0ffene Forderungen werden zeitnah überwacht, der Forderungsbestand regelmäßig analysiert und Beitreibungsmaßnahmen zeitnah initiiert. Um Risiken bereits vor Vertragsabschluss zu reduzieren, gilt eine Angebotsrichtlinie, deren Ziel der Aufbau des Kundenportfolios nach festgelegten Regeln ist.
In der gegebenen gesamtwirtschaftlichen Situation ist grundsätzlich von einer erhöhten Forderungsausfallquote auszugehen. Entsprechend wurde das Reporting zu diesem Thema weiter intensiviert, um schnellstmöglich Gegenmaßnahmen einleiten zu können.
Um unternehmerische Chancen zu nutzen, geht TWL gezielt Beteiligungen ein. Damit verbunden sind finanzielle Risiken aufgrund negativ abweichender Beteiligungsergebnisse gegenüber den Planwerten. Konkret sind dies geringere oder ausbleibende Ergebnisausschüttungen, bzw. eine höhere Verlustübernahme. Außerdem besteht bei einer negativen Entwicklung der Beteiligung das Risiko, das gebundene Kapital teilweise oder auch komplett abschreiben zu müssen. Durch eine intensive Betreuung der Beteiligung, in Form des Beteiligungscontrollings und des Beteiligungsmanagements, können wir diese Risiken abschwächen oder zumindest frühzeitig auf Fehlentwicklungen reagieren.
Technische Risiken
Als breit aufgestelltes Energie- und Wasserversorgungsunternehmen verfügt TWL über eine Vielzahl technischer Anlagen. Damit einher gehen Anlagenausfallrisiken. Je nach Zweck der technischen Anlagen können solche Risiken nicht nur monetäre Schäden verursachen, sondern auch die Kunden direkt betreffen, beispielsweise durch Versorgungsunterbrechungen. Dies wiederum kann zu erheblichen Imageschäden führen. Anlagenausfällen beugt TWL durch die Schaffung von Redundanzen, durch Fernüberwachungen, Rundgänge, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie durch entsprechende Schulungen der betreuenden Mitarbeiter vor.
Weiterhin zählen zu den technischen Gefährdungspotenzialen die Risiken der Informationstechnologie. Mit dem Einsatz von redundanten Systemen, der Installation von Feuerlöschanlagen sowie der restriktiven Beschränkung der Zugangserlaubnis zum Rechenzentrum auf nur einen sehr begrenzten Personenkreis, reduziert sich die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser IT-Risiken erheblich. Zur Sicherstellung der Verfügbarkeit der Unternehmensdaten führt TWL täglich Datensicherungen durch.
ISMS (Informationssicherheitsmanagementsystem)
Risiken, die die Informationssicherheit betreffen, werden in einem nach IT-Sicherheitskatalog und DIN ISO IEC 27001 zertifiziertem Informationssicherheitsmanagementsystem behandelt. Die Überprüfung des Managementsystems findet jährlich durch die TÜV Rheinland CERT GmbH in sogenannten Überwachungsaudits statt. Alle drei Jahre muss das Managementsystem rezertifiziert werden. Auch das geschieht durch die TÜV Rheinland CERT GmbH.
Mit dem Hackerangriff im Jahr 2020 ist ein Ereignis eingetreten, mit dem ein hoher Schaden einherging. Im Rahmen der Aufarbeitung des Vorfalls wurden umfangreiche Absicherungsmaßnahmen etabliert, mit denen sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch die Auswirkungen eines erneuten Angriffs deutlich reduziert werden. Diese Absicherungsmaßnahmen werden permanent weiterentwickelt.
Risiken aus dem Betrieb des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)
Die Risiken im Bereich ÖPNV betreffen im Wesentlichen die Infrastruktur, das rollende Material und die Betriebsanlagen. Diese werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses gemeldet und bearbeitet. Die mit der Erbringung der Verkehrsleistung im Zusammenhang stehenden Risiken werden im Zuge eines Vertragskonstrukts mit der RNV auch bei dieser abgebildet.
Für das Geschäftsjahr 2023 sind Investitionsausgaben von insgesamt 16,9 Mio. Euro geplant. Die Finanzierung erfolgt über erwartete Zuschüsse nach Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) und von der Stadt Ludwigshafen, so dass für TWL daraus kein wesentliches Risiko resultiert.
Risiken aus dem Netzgeschäft
Ständige Risiken betreffen, neben technischen Betriebsmittelaspekten, im Wesentlichen die Felder Mehr-/Mindermengen, die Bilanzierung im Strom- und Gasbereich und auch die Unberechenbarkeit zum Teil willkürlicher Regulierungsvorgaben durch die verantwortlichen Behörden.
Das Kostenausgangsniveau für die 4. Regulierungsperiode Gas wurde im April 2022 von der Regulierungskammer festgelegt. Der Effizienzwert, der den Erlöspfad der 4. Regulierungsperiode Gas maßgeblich beeinflusst, steht noch aus. Hieraus können sich sowohl Chancen wie auch Risiken auf die Veränderung der zukünftigen Erlösobergrenzen ergeben.
Gesamtbetrachtung
Risiken, die bestandsgefährdend sind oder die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von TWL wesentlich gefährden, liegen nach derzeitiger Einschätzung nicht vor. Weder aus den einzelnen Risiken noch aus der aggregierten Risikoposition hat sich im Berichtszeitraum und darüber hinaus eine Bestandsgefährdung für das Unternehmen ergeben.
Kennzahlen zur strategischen Steuerung
Die Übergangsstrategie 2023 ist für TWL die Grundlage der strategischen Planung. Diese ist weiterhin geprägt vom Anspruch unserer Verantwortung als Mitgestalter der Energiewende. Im Rahmen der strategischen Stoßrichtung „Transparenz und Effizienz" legen wir den Fokus auf die Kontrolle und Verbesserung der gesamten Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens und damit auch unseres nachhaltigen Handelns. Folgende Themenfelder haben wir dabei besonders im Blick:
Regionaler Energie- und Wasserversorger:
Die sichere und zuverlässige Versorgung unserer Kunden ist die Basis unserer Geschäftstätigkeit. Wir investieren deswegen kontinuierlich in den Ausbau und die Erneuerung unserer Netze und Brunnen sowie in den Service für unsere Kunden.
Wesentliche Kennzahlen für dieses Themenfeld sind unsere Netzlängen nach Sparten:
| Netzlänge | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Strom | Km | 1.538,0 | 1.547,0 |
| Gas | Km | 430,5 | 431,4 |
| Wärme | Km | 92,2 | 90,4 |
| Trinkwasser | Km | 514,5 | 513,0 |
Aktiver Mitgestalter der Energiewende:
Wir treiben die Energiewende mit voran. Darum investieren wir nicht nur in erneuerbare Energien, sondern auch in die Forschung und Entwicklung neuer Speichersysteme, intelligenter Netze und digitaler Lösungen.
Wesentliche Kennzahlen in diesem Bereich sind für uns die Anteile an erneuerbaren Energien in den Produktmixen laut TWL Stromkennzeichen (Ausweis gemäß § 42 Energiewirtschaftsgesetz). Daraus wird ersichtlich, dass innerhalb des Energiemix der Anteil der erneuerbaren Energien bei TWL mit insgesamt 58,3 Prozent höher als der deutschlandweite Durchschnitt (45,2 Prozent) ist.

Fairer Partner für unsere Mitarbeiter und in der Region:
Das Unternehmen kann sich nur dann erfolgreich weiterentwickeln, wenn dies auch für seine Mitarbeitenden zutrifft. Entsprechend erfahren unsere Beschäftigten Wertschätzung und Förderung. Dies gilt sowohl für ihr berufliches Engagement als auch für ihr persönliches Wohlergehen und insbesondere die Arbeitssicherheit. Daher bieten wir unseren Beschäftigten vielfältige Schulungs- und Qualifizierungsprogramme an. Dies gilt insbesondere auch für unsere Auszubildenden.
Darüber hinaus tragen wir als ein familienbewusster Arbeitgeber und wichtiger Auftragsgeber Verantwortung in der Region und engagieren uns sportlichen und kulturellen Projekten der Region.
Wesentlichen Kennzahlen dieses Themenfelds sind:
| 2022 | 2021 | ||
|---|---|---|---|
| Mitarbeiter (Konzern)* | Anzahl | 944 | 967 |
| - davon Auszubildende | Anzahl | 67 | 75 |
| Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit | Jahre | 18,9 | 20,7 |
| Meldepflichtige Arbeitsunfälle | Anzahl | 6 | 4 |
| * Jahresdurchschnitt; |
Sicherer und zukunftsfähiger Arbeitgeber:
Wirtschaftlicher Erfolg bietet uns die Möglichkeit auch in Zukunft unsere Projekte und Ziele im Sinne unserer Gesamtverantwortung umzusetzen. Sie sind deswegen die notwendige Voraussetzung unserer Strategie.
Die wesentlichen finanziellen Konzern-Kennzahlen im Überblick:
| 2022 | 2021 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse* | Mio. Euro | 540,4 | 546,6 |
| Konzernjahresergebnis | Mio. Euro | 0,1 | -15,8 |
| Personalaufwand | Mio. Euro | 76,4 | 71,0 |
| Eigenkapital | Mio. Euro | 124,5 | 124,5 |
| Eigenkapitalquote | Prozent | 24,0 | 22,7 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | Mio. Euro | 203,1 | 241,1 |
| * Umsatzerlöse abzüglich Strom- und Energiesteuer |
Anteilsverhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen
Zum Bilanzstichtag betrug das Anteilsverhältnis von Frauen auf der ersten Ebene 7,9 Prozent (i. Vj. 25,0 Prozent). In der zweiten Ebene erhöhte sich der Anteil von Frauen auf 27,3 Prozent (i. Vj. 19,0 Prozent), wobei die Gründe jeweils vor allem organisatorische Veränderungen sind.
Bericht nach § 312 Aktiengesetz
Für das Geschäftsjahr 2022 wurde vom Vorstand ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt. Der Bericht enthält folgende Schlusserklärung: „Die Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im Bericht angegebenen getroffenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die dem Vorstand im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."
Ausblick
TWL ist nach wie vor für die Zukunft gut aufgestellt und es liegen keine Risiken vor, die bestandsgefährdend sind oder die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage unseres Unternehmens wesentlich gefährden.
TWL wird sich als regionaler Energiedienstleister weiter verstärkt auf das Kerngeschäft und das erweiterte Kerngeschäft fokussieren, um konsequent den bestehenden Kurs in Richtung Zukunft zu verfolgen.
Das Jahr 2023 wird vertriebsseitig mit steigenden Umsatzerlösen geplant, was im Wesentlichen aus der Sparte Strom resultiert und mit entsprechenden Beschaffungskosten im Materialaufwand korrespondiert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge werden im Vergleich zum Vorjahr (2022) auf einem leicht geringeren Niveau erwartet.
Die Personalaufwendungen werden aufgrund der erwarteten Tarifsteigerungen höher als im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartet.
Die Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen werden höher als im Vorjahr prognostiziert.
Das Finanzergebnis wird aufgrund von Zinssteigerungen schlechter als im Vorjahr erwartet Insgesamt erwartet wir für den TWL Konzern im Geschäftsjahr 2023 ein positives Jahresergebnis im unteren einstelligen Millionenbereich.
Weiterhin steht diese grundsätzliche Erwartung unter dem Vorbehalt, dass es vor allem in Folge des Krieges in der Ukraine zu Marktentwicklungen und Effekten kommen kann, die den Geschäftsverlauf deutlich beeinflussen. TWL arbeitet konsequent daran, etwaige negative Auswirkungen zu begrenzen bzw. zu kompensieren und damit das geplante Jahresergebnis 2023 zu sichern.
Ludwigshafen am Rhein, 06. Juni 2023
Der Vorstand
Dieter Feid, Kaufmännischer Vorstand
Thomas Mösl, Technischer Vorstand
Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022
| 2022 Euro |
2021 Euro |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 540.380.128,48 | 546.593.049,69 |
| 2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen | 718.635,27 | -553.517,77 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 6.511.319,45 | 3.866.681,11 |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 17.971.910,27 | 18.112.529,07 |
| 565.581.993,47 | 568.018.742,10 | |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -314.997.752,23 | -317.090.369,87 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -105.946.656,72 | -121.986.825,11 |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -60.083.090,98 | -55.106.400,36 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -16.337.698,07 | -15.887.941,71 |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -28.988.188,24 | -29.906.742,17 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -35.139.342,17 | -37.313.996,60 |
| -561.492.728,41 | -577.292.275,82 | |
| 9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 0,74 | 2,21 |
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 280.233,11 | 81.800,78 |
| 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -16.031,80 | -72.288,15 |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -4.198.731,43 | -4.869.380,94 |
| 13. Erträge aus Beteiligungen | 656.117,38 | 115.647,94 |
| -3.278.412,00 | -4.744.218,16 | |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -483.004,41 | -1.643.104,34 |
| 15. Ergebnis nach Steuern | 327.848,65 | -15.660.856,22 |
| 16. Sonstige Steuern | -197.018,03 | -177.938,24 |
| 17. Konzernjahresüberschuss (i. Vj. -fehlbetrag) | 130.830,62 | -15.838.794,46 |
| 18. Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis | -281.356,58 | -109.922,69 |
| 19. Verschmelzung ESW | 0,00 | -145.265,81 |
| 20. Kapitalentnahme zum Bilanzverlustausgleich | 4.468.293,69 | 4.137.561,35 |
| 21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 28.935.859,54 | 40.892.281,15 |
| 22. Konzernbilanzgewinn | 33.253.627,27 | 28.935.859,54 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022
I. Allgemeine Angaben
Mit Gründungsurkunde vom 20. Juni 1973 wurde die Gesellschaft errichtet und im Handelsregister unter HRB 1562 beim Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein eingetragen.
Der Konzernabschluss der Technische Werke Ludwigshafen am Rhein Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein - nachfolgend TWL genannt -, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG), den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.
Die zur jeweiligen Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind in diesem Anhang enthalten.
Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Die Gliederung der Bilanz wurde gemäß § 265 Absatz 5 HGB erweitert.
II. Erläuterungen zu den Posten von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung
1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Alle in die Vollkonsolidierung einbezogenen Einzelabschlüsse sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt und wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen (drei bis zehn Jahre) vermindert.
Die bisher im TWL-Konzernabschluss ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen wurden aktiviert und über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von vier Jahren planmäßig abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte der erworbenen Tochterunternehmen wurden über den Zeitraum von vier Jahren abgeschrieben.
Sich ergebende aktive Unterschiedsbeträge im Rahmen der Erstkonsolidierung bezüglich aufgedeckter stiller Reserven werden linear über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen (fünf bis fünfundfünfzig Jahre) pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Herstellungskosten werden zu Einzelkosten zuzüglich angemessener Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkostenzuschläge sowie angemessener Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, aktiviert. Bis zum 31. Dezember 2009 wurden Anlagegüter des Netzbereiches unter Zugrundelegung der steuerlichen Abschreibungstabellen abgeschrieben. Ab dem 01. Januar 2010 wurden für diesen Bereich die alternativen Nutzungsdauern nach der Netzentgeltverordnung, die den tatsächlichen Werteverzehr widerspiegeln, herangezogen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150,00 Euro bis 1.000,00 Euro werden in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen des § 6 Abs. 2a EStG über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 150,00 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung zu dem niedrigeren beizulegenden Wert und Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Erforderlichenfalls werden in Vorjahren erfolgte außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB korrigiert, soweit die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Die assoziierten Unternehmen werden nach der at equity-Methode in den Konzern einbezogen.
Innerhalb der Vorräte sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (einschließlich der Emissionsrechte) zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Tageswert bilanziert. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten (Einzelkosten zuzüglich angemessener Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkostenzuschläge) oder dem niedrigen beizulegenden Wert bilanziert.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen sind erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt; das allgemeine Kreditrisiko ist in Form eines pauschalen Abschlags berücksichtigt. Die bilanzielle Abgrenzung auf zum Bilanzstichtag noch nicht fakturierte Energie- und Wasserverbräuche der Tarifkunden ist auf Basis eines DV-gestützten Verfahrens durchgeführt worden. Die Sondervertragskunden wurden soweit möglich stichtagsgenau abgelesen und berechnet.
Bei dem Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen handelt es sich einerseits um einen zweckgebundenen Zuschuss für Bauleistungen aufgrund eines Erdgaslieferungsvertrages sowie um Zuschüsse für den Fernwärmeausbau und einer Kälteanlage im BHKW der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen am Rhein (BGU). Weiterhin sind Zuschüsse zur Projektförderung bzw. der Förderung verkehrswirtschaftlicher Investitionen im öffentlichen Personennahverkehr des Landes Rheinland-Pfalz enthalten.
Der Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Schadstoffemissionsrechte wurde ab dem Geschäftsjahr 2005 gebildet, um die unentgeltliche Zuteilung der zum Börsenkurs bewerteten Zertifikate unter den Vorräten erfolgsneutral darzustellen. Dem Sonderposten werden seit 2008 verbrauchte Emissionsrechte entnommen und ertragswirksam als Gegenposten zu den Aufwendungen für Schadstoffemissionsrechte aufgelöst.
Die empfangenen Ertragszuschüsse werden auf Grund der Allgemeinen Versorgungsbedingungen und der Netzanschlussverordnung erhoben. Sie werden seit dem 01. Januar 2003 nach steuerrechtlichen Vorschriften von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt. Die Altbestände der empfangenen Ertragszuschüsse werden weiterhin jährlich mit fünf Prozent des ursprünglichen Betrages erfolgswirksam aufgelöst.
Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde unter Verwendung der modifizierten Teilwertmethode nach den Bestimmungen des BilMoG ermittelt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergibt. Er beträgt 1,78 Prozent. Der Unterschiedsbetrag der sich zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung ergibt, betrug zum 31. Dezember 2022 554 Tsd. Euro. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.
Am 09. Februar 2016 wurde ein Demographiefonds für die Rhein-Neckar-Verkehrsgesellschaft mit beschränkter Haftung, mit Sitz in Mannheim (rnv) beschlossen, der sich aus einer umlagefinanzierten Komponente und einem Zeitwertkonto zusammensetzt. Dieses findet Anwendung für die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe Ludwigshafen am Rhein Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Ludwigshafen am Rhein (VBL) und der Rhein-Haardtbahn-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Bad Dürkheim (RHB). Mitarbeiter erhalten ab Vollendung des 55. Lebensjahres einen Anspruch auf Freistellung. Die arbeitgeberfinanzierten Freistellungstage steigen von anfangs 3,5 bis 45,5 Tage jährlich. Hierzu wurde in den sonstigen Rückstellungen eine Demographierückstellung gebildet. Die Ergebnisse wurden berechnet unter der Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Die Altersberechnung zu den jeweiligen Stichtagen erfolgte so, dass ein Lebensjahr als vollendet angesehen wurde, wenn davon am jeweiligen Stichtag mehr als die Hälfte verflossen war. Die Bewertung erfolgte durch Ermittlung des Erfüllungsrückstands. Hierbei wurde der Mittelwert der für den jeweiligen Arbeitnehmer erreichbaren Freistellungstage gebildet. Von den bis zum Bilanzstichtag im Mittelwert erdienten Freistellungstagen wurden die bereits verbrauchten Freistellungstage in Abzug gebracht. Die Berechnung erfolgte unter Zugrundelegung des Zinsfußes von 0,84 Prozent und dem Gehaltstrend von 2,50 Prozent.
Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz wurde von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekanntgegeben.
Sofern Drohverlustrückstellungen für schwebende Absatzgeschäfte gebildet werden müssen, finden § 249 HGB sowie die Ausführungen des IDW-Standards RS HFA 4 Anwendung. Drohverlustrückstellungen sind gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.
Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes bzw. eines passiven Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung. Soweit im Rahmen des Erwerbes von Tochterunternehmen steuerliche Verlustvorträge mit erworben werden, für die innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verrechenbarkeit zu erwarten ist, wird die Möglichkeit, hierfür im Zuge der Kaufpreisaufteilung bis zum Ablauf der Anpassungsperiode i. S. d. § 301 Abs. 2 S. 2 HGB aktive latente Steuern erfolgsneutral zu berücksichtigen, in Anspruch genommen.
Aktive und passive Steuerlatenzen werden soweit möglich saldiert ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts des § 274 HGB.
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Bei der TWL wird hinsichtlich der Bilanzierung der Bewertungseinheiten (Drohverlustrückstellungen) die Einfrierungsmethode verwendet. Dabei werden die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Entsprechend der Risikosteuerung werden schwebende Energieverträge in Abweichung vom Einzelbewertungsgrundsatz für Zwecke der Bewertung zusammengefasst. Die Bewertung erfolgt mit der Einfrierungsmethode. Sich im Rahmen einer Sicherungsbeziehung kompensierende Wertänderungen werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet.
2. Konsolidierungskreis
Zum Konsolidierungskreis gehören zum 31. Dezember 2022 neben dem Mutterunternehmen, sprich der TWL AG, folgende Tochterunternehmen:
| Verkehrsbetriebe Ludwigshafen GmbH, Ludwigshafen am Rhein | 100 % Anteil |
| TWL Energie Deutschland GmbH, Ludwigshafen am Rhein | 100 % Anteil |
| TWL Metering GmbH, Ludwigshafen am Rhein | 100 % Anteil |
| TWL Vertrieb GmbH, Ludwigshafen am Rhein | 100 % Anteil |
| TWL Renewables GmbH, Ludwigshafen am Rhein | 100 % Anteil |
| Freischwimmer GmbH, Ludwigshafen am Rhein | 100 % Anteil |
| Ensys GmbH, Frankfurt am Main | 100 % Anteil |
| TWL Netze GmbH, Ludwigshafen am Rhein | 100 % Anteil |
| TWL Windpark Zellertal GmbH & CO. KG, Ludwigshafen am Rhein | 100 % Anteil |
| TWL Windpark Rurich GmbH & CO. KG, Ludwigshafen am Rhein | 100 % Anteil |
| TWL-KOM GmbH, Ludwigshafen am Rhein | 60 % Anteil |
| Rhein-Haardt-Bahn GmbH, Bad Dürkheim | 54 % Anteil |
3. Konsolidierungsgrundsätze
Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften sind in den Konzernabschluss nach den grundsätzlich einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen. Sie entsprechen denjenigen der Muttergesellschaft TWL AG.
Die Kapitalkonsolidierung für die vollkonsolidierten Unternehmen erfolgte bis zum 31. Dezember 2010 nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F.). Die Anwendung der Buchwertmethode wird für Erwerbsvorgänge bis zu diesem Zeitpunkt für zulässig erachtet, steht aber im Widerspruch zu DRS 4.
Ein sich zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung ergebender Geschäfts- oder Firmenwert wird in einem gesonderten Posten im Anlagevermögen ausgewiesen. Die Abschreibung des Firmenwertes wird auf die Geschäftsjahre verteilt, in denen er voraussichtlich genutzt wird, die Nutzungsdauer betrug bis ins Jahr 2015 vier Jahre. Die ab diesem Geschäftsjahr bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte werden über eine Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben.
Ein passivischer Posten aus der Erstkonsolidierung der VBL und der RHB wurde bis zum 31. Dezember 2004 als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. In 2005 wurde der passivische Posten in die Kapitalrücklage umgegliedert. Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gilt der erstmalige Einbeziehungszeitpunkt. Anteile konzernfremder Gesellschafter werden als separater Posten im Eigenkapital ausgewiesen.
Durch die erstmalige Vollkonsolidierung der TWL Windpark Zellertal Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. KG mit Sitz in Ludwigshafen (zukünftig WP Zellertal genannt) zum Zeitpunkt des Erwerbs im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich in den Windkraftanlagen aufgedeckte stille Reserven von 303 Tsd. Euro, die über die Restnutzungsdauer dieser Windkraftanlagen abgeschrieben werden.
Gleichfalls ergaben sich durch die erstmalige Vollkonsolidierung der TWL Windpark Rurich mit beschränkter Haftung & Co. KG mit Sitz in Ludwigshafen (zukünftig WP Rurich genannt) zum Zeitpunkt des Erwerbs im Geschäftsjahr 2015 stille Reserven von 1.002 Tsd. Euro, die über die Restnutzungsdauer dieser Windkraftanlagen abgeschrieben werden.
Die Einbeziehung der assoziierten Unternehmen nach der at equity-Methode erfolgte durch Gegenüberstellung des Beteiligungsbuchwertes und des anteiligen Eigenkapitals. Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurde der 01. Januar 2005 festgelegt.
Durch die im Geschäftsjahr 2016 neu erworbenen assoziierten Unternehmen Solandeo Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Berlin (zukünftig Solandeo genannt) und Schmidt Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Haßloch (zukünftig Schmidt genannt) ergaben sich jeweils nach Verrechnung mit stillen Reserven und Lasten aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von 2.331 Tsd. Euro und 608 Tsd. Euro. Im Rahmen der Ersteinbeziehung der assoziierten Unternehmen Kommunale Dienstleistungsgesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Ludwigshafen (zukünftig KDL genannt) und wärme-netz-werk Rhein-Neckar Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Heidelberg (zukünftig wnw Rhein-Neckar genannt) im Geschäftsjahr 2020 entstanden aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von 8 Tsd. Euro und 25 Tsd. Euro. Die Unterschiedsbeträge wurden im Rahmen der at equity-Bilanzierung als Geschäfts- oder Firmenwert mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren angesetzt. Der Unterschiedsbetrag der Solandeo sowie der Schmidt wurde im Geschäftsjahr 2020 bzw. 2021 komplett abgeschrieben. Der Unterschiedsbetrag der KDL und der wnw Rhein-Neckar wird seit 2021 jährlich abgeschrieben. Bei der KDL beträgt die jährliche Afa hierfür 2 Tsd. Euro und bei der wnw Rhein-Neckar 5 Tsd. Euro.
Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen gemäß § 303 HGB eliminiert.
Erlöse aus Innenumsätzen sowie konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden konzerninternen Aufwendungen nach § 305 HGB verrechnet.
Eine Zwischenergebniseliminierung nach § 304 HGB war, wie im Vorjahr, nicht erforderlich.
4. Angaben zu Posten der Bilanz
4.1 Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.
Bei den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich überwiegend um Softwareprodukte.
Das Gesamtvolumen der Investitionen des TWL-Konzerns betrug 33.507 Tsd. Euro (i. Vj. 78.182 Tsd. Euro). Den Schwerpunkt der Investitionen bildeten die auf noch im Bau befindliche Maßnahmen in Höhe von 16.636 Tsd. Euro (i. Vj. 22.522 Tsd. Euro). Die Investitionen für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen belaufen sich auf 2.079 Tsd. Euro (i. Vj. 10.297 Tsd. Euro), Erzeugungs-, Gewinnungs- und Verteilungsanlagen auf 10.607 Tsd. Euro (i. Vj. 18.338 Tsd. Euro) sowie für entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten in Höhe von 1.926 Tsd. Euro (i. Vj. 13.483 Tsd. Euro).
Unter Berücksichtigung der bis 05. April 2004 ergangenen BMF-Schreiben bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von Baukostenzuschüssen bei Energieversorgungsunternehmen wurden die Hausanschluss- und Netzkostenbeiträge in 2003 erstmals aktivisch von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der betreffenden Wirtschaftsgüter gekürzt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden in diesem Zusammenhang erhaltene Kapitalzuschüsse von rund 233 Tsd. Euro (i. Vj. 753 Tsd. Euro) mit Sachanlagenzugängen verrechnet.
Auf Grund einer zwischen TWL AG und TWL Netze getroffenen Vereinbarung (Treuhandmodell) vereinnahmt die TWL Netze die Zahlungen von Baukostenzuschüssen und Netzanschlusskosten aus §§ 9, 11 NAV/NDAV von . Die TWL AG passiviert die entsprechenden Beträge im passiven Rechnungsabgrenzungsposten.
4.2 Finanzanlagen
| Anteil am Kapital zum 31.12.2022 rd. Prozent |
Eigenkapital zum 31.12.2022 Tsd. Euro |
Jahresergebnis 2022 Tsd. Euro |
|
|---|---|---|---|
| 1. Beteiligungen | |||
| juwi Wind Germany 129 GmbH & Co. KG | 40 | -311 | -35 |
| Wörrstadt 3,4,5 | |||
| Solarkraftwerk Baderup | 21 | 7.340 | 323 |
| Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. KG | |||
| Oeversee 2 | |||
| WINDPOOL | 15 | 30.098 | 689 |
| Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. KG | |||
| Dresden 2 | |||
| Pfalzenergie i. L. | 8 | 832 | -95 |
| Gesellschaft mit beschränkter Haftung | |||
| Kaiserslautern 2 | |||
| Rhein-Neckar-Verkehr | 21 | 60.468 | 316 |
| Gesellschaft mit beschränkter Haftung | |||
| Mannheim 2,3 | |||
| 2. Assoziierte Unternehmen | |||
| Solandeo | 20 | 1.763 | -1.672 |
| Gesellschaft mit beschränkter Haftung | |||
| Berlin 2 | |||
| Schmidt | 49,9 | 867 | 206 |
| Gesellschaft mit beschränkter Haftung | |||
| Haßloch | |||
| wärme-netz-werk Rhein-Neckar | 33 | 52 | -12 |
| Gesellschaft mit beschränkter Haftung | |||
| Heidelberg 2 | |||
| Kommunale Dienstleistungsgesellschaft | 49 | 97 | 228 |
| mit beschränkter Haftung | |||
| Ludwigshafen am Rhein 5 | |||
| 1 Mit dieser Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag | |||
| 2 Die Angaben beziehen sich auf den Jahresabschluss 2021 | |||
| 3 Mittelbare Beteiligung | |||
| 4 Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag | |||
| 5 Die Angaben beziehen sich auf den vorläufigen Jahresabschluss 2022 |
Bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen besteht bis auf die KDL jeweils ein Stimmrechtsanteil entsprechend der Beteiligungshöhe. Das von der TWL AG gehaltene Nominalkapital bei der KDL in Höhe von 20 Tsd. Euro verfügt über 49% der Stimmrechte.
Die Renewables ist Komplementärin der WP Zellertal und der WP Rurich.
4.3 Bewertungseinheiten im Rahmen der Unternehmensfinanzierung
Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:
| Bewertungseinheiten Finanzierung | Risiko / Art der Bewertungseinheit | Grundgeschäft nominal Tsd. Euro |
Sicherungsgeschäft nominal (Marktwert) Tsd. Euro |
|---|---|---|---|
| 1 Variabel verzinsliches Darlehen | Zinsänderungsrisiko (Micro-Hedge) | 7.500 | 7.500 |
| Gekaufter Zins-Cap | (637) |
zu 1.
Im Rahmen ihrer Unternehmensfinanzierung ist TWL AG Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Ein Teil der Kreditverbindlichkeiten wurde durch einen Zinscap für steigende Zinsänderungsrisiken abgesichert. Die Restlaufzeit des Zinscaps beträgt 5 Jahre (2027). Aufgrund der Underlying-, Laufzeit- und Nominalvolumenidentität ist das Sicherungsinstrument dazu geeignet, das definierte Risiko der Bewertungseinheit abzusichern. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung vergleicht TWL AG die Marktwertveränderung von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument.
4.4 Sicherungsbeziehungen im Commodity-Bereich
Entsprechend der Risikosteuerung werden schwebende Energieverträge in Abweichung vom Einzelbewertungsgrundsatz für Zwecke der Bewertung zusammengefasst. Die Bewertung erfolgt mit der Einfrierungsmethode. Sich im Rahmen einer Sicherungsbeziehung kompensierende Wertänderungen werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet. Im Einzelnen werden die folgenden Portfolios zusammengefasst:
Vertriebsbuch Strom / OTC-Forwards
Grundgeschäft sind Stromlieferungen der TWL AG an ihre externen Kunden des Vertriebs. Zur Absicherung des Preisrisikos werden OTC-Forwards auf Strom eingekauft. Da zwischen Sicherungsinstrumenten und Grundgeschäften Underlying-, Laufzeit- und Nominalvolumenidentität besteht, kompensieren die Absicherungsgeschäfte die Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften.
Drohverlustrückstellungen ergeben sich, wenn der Saldo aus den prognostizierten Umsatzerlösen und den prognostizierten Beschaffungskosten pro Lieferjahr negativ ist. In das Grundgeschäft werden neben kontrahierten Verträgen geplante, hoch wahrscheinliche Umsatzerlöse aus dem Absatz von Strom an Energieverbraucher für die kommenden Lieferjahre einbezogen.
Alle offenen Positionen werden über die zum Stichtag gültige „Preisterminkurve gegen den Markt" PFC MtM bewertet.
Die beschriebene Sicherungsbeziehung wird bis zum Ende der physischen Belieferung eingehalten. Bei Anpassungen des Grundgeschäftes werden die bestehenden Sicherungsgeschäfte ergänzt.
Verkauf Strom aus Fernheizkraftwerk und dezentralen Anlagen / OTC-Forwards
Die Stromerzeugung im Fernheizkraftwerk wird durch Dampfbezug aus der Müllverbrennungsanlage sowie bei Zusatzbedarf aus Dampfkesselerzeuger im Fernheizkraftwerk, in den dezentralen Anlagen durch den Wärmebedarf der zu versorgenden Abnahmestellen bestimmt. Grundgeschäft ist der Verkauf von Strom aus dem Fernheizkraftwerk und der dezentralen Anlagen. Zur Absicherung der Brennstoffeinsatzkosten werden Termingeschäfte (Forwards) auf Gas abgeschlossen.
Drohverlustrückstellungen ergäben sich aus dem Saldo der kalkulierten Verkaufserlöse und den geplanten Erzeugungskosten für das Erzeugungsbuch im Frontjahr, sofern diese negativ wären.
Die Sicherungsbeziehung wird bis zum Ende der physischen Belieferung eingehalten. Bei Anpassungen des Grundgeschäftes werden die bestehenden Sicherungsgeschäfte ergänzt.
Stromlieferung zur Abdeckung von Netzverlusten / OTC-Forwards
Das Grundgeschäft ist die Stromlieferung zur Abdeckung von Netzverlusten externer Kunden des Vertriebs und der Beschaffung. Zur Sicherung werden OTC-Forwards auf Strom eingekauft. Da zwischen Sicherungsinstrumenten und Grundgeschäften Underlying-, Laufzeit- und Nominalvolumenidentität besteht, kompensieren die Absicherungsgeschäfte die Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Für die Ermittlung einer Drohverlustrückstellung werden die Kosten aus den Beschaffungsgeschäften mit den Erlösen saldiert. Im Falle eines negativen Saldos wird eine Drohverlustrückstellung gebildet.
Die Sicherungsbeziehung wird bis zum Ende der physischen Belieferung eingehalten. Bei Anpassungen des Grundgeschäftes werden die bestehenden Sicherungsgeschäfte ergänzt.
Vertriebsbuch Gas / OTC-Forwards
Grundgeschäft sind Gaslieferungen der TWL AG an ihre externen Kunden des Vertriebs. Zur Absicherung des Preisrisikos werden OTC-Forwards auf Gas eingekauft. Da zwischen Sicherungsinstrumenten und Grundgeschäften Underlying-, Laufzeit- und Nominalvolumenidentität besteht, kompensieren die Absicherungsgeschäfte die Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Drohverlustrückstellungen ergeben sich, wenn der Saldo aus den prognostizierten Umsatzerlösen und den prognostizierten Beschaffungskosten pro Lieferjahr negativ ist. In das Grundgeschäft werden neben kontrahierten Verträgen geplante, hoch wahrscheinliche Umsatzerlöse aus dem Absatz von Gas an Energieverbraucher für die kommenden Lieferjahre einbezogen.
Alle offenen Positionen werden über die zum Stichtag gültige PFC MtM bewertet.
Die beschriebene Sicherungsbeziehung wird bis zum Ende der physischen Belieferung eingehalten. Bei Anpassungen des Grundgeschäftes werden die bestehenden Sicherungsgeschäfte ergänzt.
Verkauf Wärme aus Fernheizkraftwerk und der dezentralen Anlagen / OTC-Forwards
Die Wärmeerzeugung im Fernheizkraftwerk und der dezentralen Anlagen werden durch Preisfixierung der Brennstoffkosten (Gas) abgesichert. Grundgeschäft ist der geplante Verkauf der Wärme. Zur Absicherung der Brennstoffeinsatzkosten werden Termingeschäfte (Forwards) auf Gas abgeschlossen.
Drohverlustrückstellungen ergeben sich aus dem Saldo der kalkulierten Verkaufserlöse und den geplanten Erzeugungskosten für das Erzeugungsbuch im Frontjahr.
Die Sicherungsbeziehung Wärme wird bis zum Ende der physischen Belieferung eingehalten. Bei Anpassungen des Grundgeschäftes werden die bestehenden Sicherungsgeschäfte ergänzt. Zwischen den Grundgeschäften und den Sicherungsgeschäften besteht ein hoher funktionaler Zusammenhang. Aufgrund der physischen Kausalität eignen sich die Sicherungsgeschäfte um die Positionen des Grundgeschäftes zu schließen.
4.5 Vorräte
| 31.12.2022 Tsd. Euro |
31.12.2021 Tsd. Euro |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 10.907 | 9.392 |
| Unfertige Leistungen | 2.145 | 1.426 |
| Gesamt | 13.052 | 10.818 |
Unter den Vorräten werden im Wesentlichen die durch die TWL AG entgeltlich erworbenen Schadstoffemissionsrechte in Höhe von 8.477 Tsd. Euro (i. Vj. 8.064 Tsd. Euro) ausgewiesen. Die Gesamthöhe der Vorräte beträgt 13.052 Tsd. Euro (i. Vj. 10.818 Tsd. Euro).
4.6 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| 31.12.2022 Tsd. Euro |
31.12.2021 Tsd. Euro |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 68.250 | 85.146 |
| Forderungen gegen Aktionäre | 1.368 | 7.009 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 2.373 | 290 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 4.996 | 20.854 |
| Gesamt | 76.988 | 113.300 |
In den Forderungen gegen Aktionäre sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.368 Tsd. Euro (i. Vj. 922 Tsd. Euro) enthalten sowie Forderungen in Höhe von 400 Tsd. Euro (i. Vj. 400 Tsd. Euro) welche aus der Abgrenzung 34 Schulen resultieren. Die Forderungen gegen Aktionäre haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten, wie im Vorjahr, ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Die Restlaufzeit der sonstigen Vermögensgegenstände beträgt wie im Vorjahr unter einem Jahr.
4.7 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Mietvorauszahlungen an die Firma Pro Concept Bismarckstr. 63 Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. KG, Ludwigshafen am Rhein enthalten.
4.8 Eigenkapitalentwicklung
Die Aufgliederung und die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals sind im Eigenkapitalspiegel dargestellt.
Das gezeichnete Kapital der TWL AG besteht aus 10.000 Aktien zu ursprünglich je 10.000,00 Deutsche Mark oder umgerechnet je 5.112,92 Euro, die auf den Namen der Stadt Ludwigshafen am Rhein lauten.
Aus dem Jahresüberschuss der TWL AG des Geschäftsjahres 2016 wurde ein Betrag in Höhe von 5.113 Tsd. Euro in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 AktG eingestellt.
Die im TWL-Konzern gegenüber dem Einzelabschluss der TWL AG um 6.975 Tsd. Euro höher ausgewiesene Kapitalrücklage resultiert aus der Erstkonsolidierung der Einzelabschlüsse der VBL und RHB im Jahr 1987, wobei in 1992 eine Anpassung auf Grund der unentgeltlichen Übertragung von Anteilen an der RHB erforderlich wurde.
Im Konzern hat sich nachstehende Eigenkapitalentwicklung (Darstellung nach DRS 22) ergeben:
| Eigenkapitalentwicklung | Tsd. Euro |
|---|---|
| Gezeichnetes Kapital des Mutterunternehmens | 51.129 |
| Kapitalrücklage | 36.653 |
| Gesetzliche Gewinnrücklage | 5.113 |
| Erwirtschaftetes Eigenkapital des Konzerns | 28.935 |
| Nicht beherrschende Anteile | 2.718 |
| Stand 01. Januar 2022 | 124.548 |
| Konzernjahresüberschuss | 131 |
| Ausschüttung nicht beherrschende Anteile | -160 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 124.519 |
| Entwicklung des Konzernbilanzgewinns | Tsd. Euro |
|---|---|
| Gewinnvortrag | 28.935 |
| Konzernjahresüberschuss | 131 |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis | -280 |
| Bilanzverlustdeckelung | 4.468 |
| Konzernbilanzgewinn | 33.254 |
Das Eigenkapital des TWL Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2022 124.519 Tsd. Euro.
4.9 Sonderposten
| 31.12.2022 Tsd. Euro |
31.12.2021 Tsd. Euro |
|
|---|---|---|
| Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen | 41.462 | 44.168 |
| Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Schadstoffemissionsrechte | 240 | 186 |
| Empfangene Ertragszuschüsse | 0 | 756 |
| Gesamt | 41.702 | 45.110 |
Bei dem Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen handelt es sich vorwiegend um einen zweckgebundenen Zuschuss für Bauleistungen auf Grund eines Erdgaslieferungsvertrages sowie um Zuschüsse für den Fernwärmeausbau und einer Kälteanlage im BHKW der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen am Rhein (BGU).
Der Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Schadstoffemissionsrechte wurde ab dem Geschäftsjahr 2005 gebildet, um die unentgeltliche Zuteilung der zum Börsenkurs bewerteten Zertifikate unter den Vorräten erfolgsneutral darzustellen. Dem Sonderposten werden seit 2008 verbrauchte Emissionsrechte entnommen und ertragswirksam als Gegenposten zu den Aufwendungen für Schadstoffemissionsrechte aufgelöst.
Die empfangenen Ertragszuschüsse werden auf Grund der Allgemeinen Versorgungsbedingungen und der Netzanschlussverordnung erhoben. Sie werden seit dem 01. Januar 2003 nach steuerrechtlichen Vorschriften von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt. Die Altbestände der empfangenen Ertragszuschüsse werden weiterhin jährlich mit fünf Prozent des ursprünglichen Betrages erfolgswirksam aufgelöst.
4.10 Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Berechnung erfolgte unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 1,78 Prozent und eines Rententrends von 2,00 Prozent.
| 31.12.2022 Tsd. Euro |
31.12.2021 Tsd. Euro |
|
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und | 14.748 | 14.683 |
| ähnliche Verpflichtungen Steuerrückstellungen | 1.122 | 1.578 |
| Sonstige Rückstellungen | 40.282 | 30.591 |
| Gesamt | 41.702 | 46.852 |
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entwickelten sich wie folgt:
| 31.12.2022 Tsd. Euro |
31.12.2021 Tsd. Euro |
|
|---|---|---|
| 01. Januar | 14.683 | 14.533 |
| Inanspruchnahme | 411 | 128 |
| Auflösung | 156 | 229 |
| Zuführung | 632 | 507 |
| 31. Dezember | 14.748 | 14.683 |
Der TWL-Konzern weist zum 31. Dezember 2022 Pensionsrückstellungen in Höhe von 14.748 Tsd. Euro (i. Vj. 14.683 Tsd. Euro) aus.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Handelsrechtliche Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen" (IDW RS HFA 3) vom 19. Juni 2013 ermittelt. Die Berechnung erfolgte unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 0,40 Prozent und eines Gehaltstrends von 2,50 Prozent.
Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wurde nach dem BilMoG unter Zugrundelegung der Heubeckʼschen Richttafeln 2018 G für Sterblichkeit und Invalidisierung mit einem Zinsfuß von 1,44 Prozent gebildet. Die Fluktuation wird berücksichtigt, indem der Teilwert mit Null ausgewiesen wird, wenn das Dienstverhältnis am Bilanzstichtag noch keine 10 Jahre bestanden hat.
In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen in Höhe von 420 Tsd. Euro (i. Vj. 169 Tsd. Euro) abgebildet. Als wesentliche Positionen sind Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Energiebezüge in Höhe von 16.718 Tsd. Euro (i. Vj. 13.718 Tsd. Euro), Rückstellungen für Schadstoffemissionsrechte in Höhe von 6.703 Tsd. Euro (i. Vj. 8.432 Tsd. Euro), Rückstellungen aus Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 1.245 Tsd. Euro (i. Vj 1.140 Tsd. Euro), Rückstellungen für Freistellung/Abfindung in Höhe von 3.535 Tsd. Euro (i. Vj. 230 Tsd. Euro) sowie Rückstellungen für das Demografiemodell der VBL und RHB in Höhe von 951 Tsd. Euro (i. Vj. 817 Tsd. Euro) enthalten.
4.11 Verbindlichkeiten
| davon mit einer Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag 31.12.2022 Tsd. Euro |
bis zu einem Jahr Tsd. Euro |
von mehr als einem Jahr Tsd. Euro |
davon über fünf Jahre Tsd. Euro |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 203.084 | 14.698 | 188.386 | 136.148 |
| (Vorjahr) | (241.071) | (27.880) | (213.191) | (166.669) |
| Erhaltene Anzahlungen | 504 | 504 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (217) | (217) | (0) | (0) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 38.017 | 38.017 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (44.812) | (44.812) | (0) | (0) |
| Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären | 36.222 | 6.244 | 29.978 | 604 |
| (Vorjahr) | (28.630) | (5.241) | (23.389) | (329) |
| Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen | 2.684 | 2.684 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (0) | (0) | (0) | (0) |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.510 | 1.510 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (5.491) | (5.491) | (0) | (0) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.454 | 5.205 | 1.249 | 1.249 |
| (Vorjahr) | (7.088) | (6.708) | (380) | (746) |
| davon aus Steuern | 4.611 | 4.611 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (2.614) | (2.614) | (0) | (0) |
| Gesamt | 288.474 | 68.861 | 219.613 | 138.001 |
| (Vorjahr) | (327.489) | (90.529) | (236.960) | (167.744) |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.244 Tsd. Euro (i. Vj. 5.241 Tsd. Euro).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.510 Tsd. Euro (i. Vj. 5.228 Tsd. Euro) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 0 Tsd. Euro (i. Vj. 5 Tsd. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber der rnv in Höhe von 1.374 Tsd. Euro (i. Vj. 5.223 Tsd. Euro).
Von den Konzernverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 49.509 Tsd. Euro (i. Vj. 52.929 Tsd. Euro) durch Ausfallbürgschaften der Stadt Ludwigshafen am Rhein gesichert. Die Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten aus der Investition für den WP Zellertal in Höhe von 5.532 Tsd. Euro sind im Wesentlichen abgesichert durch eine Globalzession der Forderungen (aus Lieferungen und Leistungen, Versicherungsverträgen u.a.) und der Sicherungsübereignung des beweglichen Sachanlagevermögens. Zusätzlich hat die TWL AG eine Bürgschaft in Höhe von 200 Tsd. Euro übernommen, um die Verbindlichkeiten der Kreditnehmerin (WP Zellertal) zu besichern.
4.12 Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten wird u.a. ein Zuschuss der BASF Wohnen + Bauen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Ludwigshafen am Rhein, (ehemals: LUW0GE) für Unterhaltungsarbeiten bis zur generellen Netzerneuerung „Kranichstraße" in Höhe von 121 Tsd. Euro ausgewiesen. Im Wesentlichen setzt sich der Posten allerdings aus dem Treuhandmodell der TWL Netze in Höhe von 2.977 Tsd. Euro für Baukostenzuschüsse Strom, in Höhe von 603 Tsd. Euro für Baukostenzuschüsse Wärme, in Höhe von 556 Tsd. Euro für Baukostenzuschüsse Wasser, in Höhe von 200 Tsd. Euro für Baukostenzuschüsse Gas sowie Zuschüssen für Hausanschlusskosten Strom in Höhe von 1.506 Tsd. Euro, Hausanschlusskosten Wasser in Höhe von 597 Tsd. Euro, Hausanschlusskosten Wärme in Höhe von 337 Tsd. Euro und Hausanschlusskosten Gas in Höhe von 276 Tsd. Euro zusammen. Diese Änderung steht im direkten Zusammenhang mit einer Korrektur in laufender Rechnung des regulierten aktivisch gekürzten Anlagevermögens in gleicher Höhe.
4.13 Latente Steuern
Es haben sich zum 31. Dezember 2022 keine passiven latente Steuern ergeben.
5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
5.1 Umsatzerlöse
In den Umsatzerlösen des TWL-Konzerns sind periodenfremde Umsatzerlöse in Höhe von 9.357 Tsd. Euro (i. Vj. 12.873 Tsd. Euro) enthalten. Periodenfremde Umsatzerlöse ergeben sich im Wesentlichen aus der Spitzabrechnung der Verbrauchsabgrenzung des Vorjahres in Höhe von 5.277 Tsd. Euro (i. Vj. 10.850 Tsd. Euro). Die Konzernumsatzerlöse, die ausschließlich im Inland erzielt wurden, setzen sich folgendermaßen zusammen:
| 2022 Tsd. Euro |
2021 Tsd. Euro |
|
|---|---|---|
| Strom | 342.555 | 347.228 |
| Gas | 103.013 | 87.106 |
| Wärme/Kälte | 29.596 | 26.969 |
| Wasser | 22.659 | 22.912 |
| Wind | 3.269 | 2.067 |
| Telekommunikation | 19.649 | 17.111 |
| ÖPNV | 1.237 | 1.437 |
| Betriebsführung | 9.589 | 10.962 |
| Sonstiges | 8.813 | 30.801 |
| Gesamt | 540.380 | 546.593 |
5.2 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 17.972 Tsd. Euro (i. Vj. 18.113 Tsd. Euro). In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Konzerns sind periodenfremde Erträge in Höhe von 5.654 Tsd. Euro (i. Vj. 6.420 Tsd. Euro) enthalten, welche im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen betreffen.
Weiterhin sind Zahlungen der Stadt Ludwigshafen zur Deckelung des ÖPNV Verlustes von 6.725 Tsd. Euro (i. Vj. 13.886 Tsd. Euro) enthalten.
5.3 Materialaufwand
Im Materialaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 750 Tsd. Euro enthalten (i. Vj. 1.192 Tsd. Euro), welche im Wesentlichen aus der Energiewirtschaft üblichen rollierenden Abrechnungslogik geschäftsbedingt sind. Sie beinhalten insbesondere Abweichungen bei der Vorjahresabgrenzung der Preisbestandteile wie Netznutzungsentgelte, Steuern und Abgaben im Strom- und Gasbereich.
5.4 Personalaufwand
| 2022 Tsd. Euro |
2021 Tsd. Euro |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 60.083 | 55.106 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 16.338 | 15.888 |
| Gesamt | 76.421 | 70.994 |
Die Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 5.062 Tsd. Euro (i. Vj. 4.757 Tsd. Euro).
5.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 35.139 Tsd. Euro (i. Vj. 37.290 Tsd. Euro). Diese setzen sich im Wesentlichen aus den Konzessionsabgaben an die Stadt Ludwigshafen in Höhe von 6.266 Tsd. Euro (i. Vj. 5.913 Tsd. Euro) sowie Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 9.909 Tsd. Euro, Miete und Leasingkosten, IT-Kosten, Beratungsleistungen und diverse andere betriebliche Aufwendungen zusammen. Davon waren insgesamt 8.356 Tsd. Euro periodenfremd (i. Vj. 1.730 Tsd. Euro).
5.6 Finanzergebnis
| 2022 Tsd. Euro |
2021 Tsd. Euro |
|
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 280 | 82 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -16 | -72 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -4.198 | -4.869 |
| Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 656 | 116 |
| Gesamt | -3.278 | -4.744 |
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 1 Tsd. Euro (i. Vj. 0 Tsd. Euro). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 417 Tsd. Euro (i. Vj. 993 Tsd. Euro) enthalten.
5.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der Steueraufwand des TWL-Konzerns beträgt im Geschäftsjahr 483 Tsd. Euro (i. Vj. 1.643 Tsd. Euro).
III. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Bestellungen sowie die Miet- bzw. Leasingverpflichtungen sind außer bei TWL AG und VBL für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung.
Die Verpflichtungen der TWL AG betragen 454.907 Tsd. Euro (i. Vj. 267.755 Tsd. Euro). Hiervon entfallen auf Energiebezugsverträge 402.893 Tsd. Euro (i. Vj. 243.887 Tsd. Euro) sowie auf offene Bestellungen 52.014 Tsd. Euro (i. Vj. 23.868 Tsd. Euro).
Außerdem bestehen im TWL-Konzern weitere offene Bestellungen in Höhe von 20.713 Tsd. Euro (i. Vj. 21.183 Tsd. Euro) aus ÖPNV-Leistungen.
Die TWL AG, VBL und TWL Netze sind Mitglied bei der Zusatzversorgungskasse der Bayerischen Gemeinden, München. Durch die Mitgliedschaft bei der Zusatzversorgungskasse erhalten die Arbeitnehmer - sofern die satzungsmäßigen Voraussetzungen erfüllt sind - eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits-, Erwerbsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung. Der Umlagesatz 2022 betrug 3,75 Prozent des umlagepflichtigen Einkommens von 25.972 Tsd. Euro bei TWL AG, 7.119 Tsd. Euro bei VBL und 13.839 Tsd. Euro bei TWL Netze. Hierbei handelt es sich um eine mittelbare Pensionsverpflichtung, für die gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellung gebildet werden muss.
Bankverbindlichkeiten der VBL sind jeweils durch eine kommunale Ausfallbürgschaft der Stadt Ludwigshafen am Rhein besichert.
Als zuständige Aufsichtsbehörde hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz im Zusammenhang mit der Darlehensgewährung gegenüber der VBL gefordert, dass TWL AG die Rückbürgschaft für Bankverbindlichkeiten für den Fall der Zahlungsunfähigkeit der VBL übernimmt.
TWL AG hat diesen Anforderungen entsprochen und Rückbürgschaften für fünf Darlehen übernommen, die zum Bilanzstichtag noch mit 11.372 Tsd. Euro valutierten.
TWL AG hat Höchstbürgschaften zu Gunsten der TWL Windpark Zellertal Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. KG, Ludwigshafen am Rhein, in Höhe von 200 Tsd. Euro, der Ensys Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main, in Höhe von 25 Tsd. Euro sowie zu Gunsten der Freischwimmer in Höhe von 440 Tsd. Euro übernommen.
Beim WP Zellertal bestehen finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Pachtverträgen für Windparkflächen mit einer festen Laufzeit von 28 Jahren ab Baubeginn der Windkraftanlagen. Die Zahlungsverpflichtungen betragen für 2022 ca. 85 Tsd. Euro. Die bis zum Ende der Pachtzeit zu zahlenden Pachten werden sich insgesamt auf voraussichtlich 1.462 Tsd. Euro belaufen.
Dies trifft gleichermaßen mit einer festen Laufzeit von 25 Jahren auf den WP Rurich zu, bei dem die bestehenden finanziellen Verpflichtungen insgesamt rd. 1.056 Tsd. Euro betragen. Die Zahlungsverpflichtungen belaufen sich für 2022 auf ca. 89 Tsd. Euro.
Eine Inanspruchnahme der TWL AG aus der Besicherung gemäß § 285 Abs. 27 ist auf Grund der Kapitaldienstfähigkeit der Gesellschaften aktuell nicht zu erwarten.
IV. Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG
Es wurden keine Geschäfte größeren Umfangs außerhalb des Konzerns getätigt.
V. Ergänzende Angaben
1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 bekannt.
2. Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2022 waren im Durchschnitt 877 Mitarbeiter beschäftigt.*
*Angabe ohne Auzubildende und Praktikanten
3. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen der Organe
Aufsichtsrat
Von der Stadt Ludwigshafen entsandte Aufsichtsratsmitglieder:
Jutta Steinruck
Oberbürgermeisterin
Vorsitzende des Aufsichtsrats
David Guthier
Key Account Manager
1. Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
Nesrin Akpinar
Studentin
Hans-Uwe Daumann
Stellvertretender Geschäftsführer medien+bildung.com gGmbH
Barbara Ehlers
Steuerberaterin
Hans-Peter Eibes
Betriebswirt
Heinrich Jöckel
Justiziar
Christoph Heller
Malermeister
Hans Mindl
Rentner
Frank Meier
Betriebsrat BASF SE
Manfred Hartinger
KFZ-Mechaniker
Bernhard Wadle-Rohe
Künstler
Von den Arbeitnehmern der TWL AG gewählte Aufsichtsratsmitglieder:
Jens Freiermuth
Techn. Angestellter
Kariona Hauck
Controllerin
Micha Sommer
Techn. Angestellter
Ronny Vigna
Wirtschaftsinformatiker
2. Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
Manuel Wolff
Techn. Angestellter
Andreas Köhler
Kfm. Angestellter
Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Berichtsjahr auf 58 Tsd. Euro.
Vorstand
Dieter Feid
(Kaufmännischer Vorstand)
Thomas Mösl
(Technischer Vorstand)
Auf die Angabe der Bezüge des Vorstands wurde mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Ehemalige Vorstandsmitglieder und die Hinterbliebenen ehemaliger Vorstandsmitglieder bezogen im Jahr 2022 insgesamt 584 Tsd. Euro. Für diesen Personenkreis sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 8.058 Tsd. Euro gebildet worden.
4. Abschlussprüfungshonorar
Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar über alle Konzerngesellschaften beträgt insgesamt 232 Tsd. Euro. Diese entfallen in Höhe von 214 Tsd. Euro auf Abschlussprüfungsleistungen (davon sind 1 Tsd. Euro periodenfremd) und 15 Tsd. Euro auf sonstige Leistungen (davon sind 1 Tsd. Euro periodenfremd).
5. Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens
Nach dem Vorschlag des Vorstands soll der ausgewiesene Bilanzgewinn der TWL AG auf neue Rechnung vorgetragen werden.
6. Veröffentlichung des Konzernabschlusses
Der Konzernabschluss der TWL AG wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Ludwigshafen am Rhein, 06. Juni 2023
Der Vorstand
Dieter Feid, Kaufmännischer Vorstand
Thomas Mösl, Technischer Vorstand
Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Euro | 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 26.704.285,81 | 1.926.121,54 | -838.460,00 | 5.334.095,93 | 33.126.043,28 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 385.876,58 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 385.876,58 |
| 27.090.162,39 | 1.926.121,54 | -838.460,00 | 5.334.095,93 | 33.511.919,86 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 109.885.054,49 | 1.772.830,00 | -292.450,06 | 804.223,48 | 112.169.657,91 |
| 2. Erzeugungs-, Gewinnungs-, Bezugs- und Verteilungsanlagen | 680.906.299,19 | 10.606.940,29 | -3.936.633,07 | 6.117.520,42 | 693.694.126,83 |
| 3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen | 157.694.118,75 | 0,00 | -167.789,03 | 430.220,44 | 157.956.550,16 |
| 4. Sonstige technische Anlagen | 22.090.834,32 | 237.808,83 | 0,00 | 201.027,12 | 22.529.670,27 |
| 5. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr | 57.644.550,83 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 57.644.550,83 |
| 6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 36.854.999,12 | 2.078.572,77 | -5.714.373,01 | 998.473,42 | 34.217.672,30 |
| 7. Geleiste Anzahlungen und Anlagen im Bau | 40.184.450,32 | 16.635.858,74 | -2.368,62 | -13.882.377,81 | 42.935.562,63 |
| 1.105.260.307,02 | 31.332.010,63 | -10.113.613,79 | -5.330.912,93 | 1.121.147.790,93 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Beteiligungen | 13.520.722,72 | 0,00 | -508.625,00 | 0,00 | 13.012.097,72 |
| 2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 3.364.714,35 | 249.097,56 | -99.800,00 | 0,00 | 3.514.011,91 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 647.825,84 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 647.825,84 |
| 17.533.262,91 | 249.097,56 | -608.425,00 | 0,00 | 17.173.935,47 | |
| Gesamt | 1.149.883.732,32 | 33.507.229,73 | -11.560.498,79 | 3.183,00 | 1.171.833.646,26 |
| Abschreibungen (kumuliert) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Euro | 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | Umbuchung | 31.12.2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 21.684.228,42 | 2.521.798,27 | 837.663,00 | -88.548,00 | 23.456.911,69 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 385.876,58 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 385.876,58 |
| 22.070.105,00 | 2.521.798,27 | 837.663,00 | -88.548,00 | 23.842.788,27 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 54.968.975,87 | 2.797.123,68 | 285.944,65 | 0,00 | 57.480.154,90 |
| 2. Erzeugungs-, Gewinnungs-, Bezugs- und Verteilungsanlagen | 453.293.322,37 | 16.295.929,43 | 3.828.534,07 | 0,00 | 465.760.717,73 |
| 3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen | 102.521.966,75 | 3.845.741,41 | 0,00 | 0,00 | 106.367.708,16 |
| 4. Sonstige technische Anlagen | 17.263.584,32 | 847.930,95 | 0,00 | 0,00 | 18.111.515,27 |
| 5. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr | 53.258.642,83 | 674.790,00 | 0,00 | 0,00 | 53.933.432,83 |
| 6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 29.778.985,42 | 2.004.874,50 | 5.700.198,01 | -96.549,79 | 26.180.211,70 |
| 7. Geleiste Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 711.085.477,56 | 26.466.389,97 | 9.814.676,73 | -96.549,79 | 727.833.740,59 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Beteiligungen | 2.412.004,71 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.412.004,71 |
| 2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 2.667.222,04 | 6.466,80 | 0,00 | 0,00 | 2.673.688,84 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 581.548,00 | 9.565,00 | 0,00 | -1,00 | 591.114,00 |
| 5.660.774,75 | 16.031,80 | 0,00 | -1,00 | 5.676.807,55 | |
| Gesamt | 738.816.357,31 | 29.004.220,04 | 10.652.339,73 | -185.098,79 | 757.353.336,41 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| in Euro | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 9.669.131,59 | 5.020.057,39 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 |
| 9.669.131,59 | 5.020.057,39 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 54.689.503,01 | 54.916.078,62 |
| 2. Erzeugungs-, Gewinnungs-, Bezugs- und Verteilungsanlagen | 227.933.409,10 | 227.612.976,82 |
| 3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen | 51.588.842,00 | 55.172.152,00 |
| 4. Sonstige technische Anlagen | 4.418.155,00 | 4.827.250,00 |
| 5. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr | 3.711.118,00 | 4.385.908,00 |
| 6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.037.460,60 | 7.076.013,70 |
| 7. Geleiste Anzahlungen und Anlagen im Bau | 42.935.562,63 | 40.184.450,32 |
| 393.314.050,34 | 394.174.829,46 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen | 10.600.093,01 | 11.108.718,01 |
| 2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 840.323,07 | 697.492,31 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 56.711,84 | 66.277,84 |
| 11.497.127,92 | 11.872.488,16 | |
| Gesamt | 414.480.309,85 | 406.735.176,65 |
Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21
für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022
| 2022 Tsd. Euro |
2021 Tsd. Euro |
|
|---|---|---|
| Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) | 131 | -15.839 |
| Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens | 29.004 | 29.979 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen | 8.428 | 15.232 |
| sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) und Erträge (-) | 298 | 941 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 34.997 | 8.576 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -2.484 | 4.642 |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | 0 |
| Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) | 3.918 | 4.788 |
| Ertragsteueraufwand (+) / Ertragsteuerertrag (-) | 680 | 1.821 |
| Auszahlungen / Einzahlungen aus Ertragsteuern | 51 | -927 |
| Erträge (-) aus Zuschüssen des Gesellschafters des Mutterunternehmens | -6.725 | -7.856 |
| Erträge (-) aus Zuschüssen von Dritten | 0 | 0 |
| Erträge (-) aus der Auflösung von Sonderposten | -3.802 | -4.370 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 64.496 | 36.987 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens | 1 | 56 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -1.926 | -324 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 185 | 6.070 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -31.335 | -41.423 |
| Einzahlungen und erhaltene Anzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 608 | 542 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -249 | -173 |
| Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis | 0 | 0 |
| Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis | 0 | 0 |
| Erhaltene Zinsen | 280 | 82 |
| Erhaltene Dividenden | 0 | 0 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -32.436 | -35.170 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten | 2.223 | 69.650 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten | -20.935 | -64.700 |
| Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen zu Investitionen in das Sachanlagevermögen | 3.560 | 12.144 |
| Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen vom Gesellschafter des Mutterunternehmens | 6.725 | 7.856 |
| gezahlte Zinsen | -3.751 | -4.710 |
| gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter | -160 | -160 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -12.338 | 20.080 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 19.722 | 21.896 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 | 0 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | -16.383 | -38.279 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 3.339 | -16.383 |
Zusammensetzung des Finanzmittelbestands
| 31.12.2022 Tsd. Euro |
31.12.2021 Tsd. Euro |
|
|---|---|---|
| Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten | 4.431 | 2.681 |
| kurzfristig jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -1.092 | -19.064 |
| Finanzmittelbestand insgesamt | 3.339 | -16.383 |
Darstellung und Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals nach DRS 22
für den Zeitraum vom 31. Dezember 2021 bis 31. Dezember 20222
| Mutterunternehmen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in Euro | Stammaktien | Summe | Gesetzliche Rücklage | Andere Gewinnrücklagen | Summe | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2020 | 51.129.188,12 | 51.129.188,12 | 40.644.959,94 | 5.112.918,81 | 0,00 | 5.112.918,81 |
| Konzernjahresergebnis | ||||||
| Ausschüttung TWL-KOM | ||||||
| Verschmelzung ESW | 145.265,81 | |||||
| Kapitalentnahme zum Bilanzverlustausgleich TWL Vertrieb | -3.232.873,42 | |||||
| Kapitalentnahme zum Bilanzverlustausgleich Freischwimmer | -904.687,93 | |||||
| Stand 31.12.2021 | 51.129.188,12 | 51.129.188,12 | 36.652.664,40 | 5.112.918,81 | 0,00 | 5.112.918,81 |
| Konzernjahresergebnis | ||||||
| Ausschüttung TWL-KOM | ||||||
| Kapitalentnahme zum Bilanzverlustausgleich Ensys | -4.468.293,69 | |||||
| Stand 31.12.2022 | 51.129.188,12 | 51.129.188,12 | 32.184.370,71 | 5.112.918,81 | 0,00 | 5.112.918,81 |
| Mutterunternehmen | ||
|---|---|---|
| in Euro | Konzernjahresergebnis, das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist | Summe |
| --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2020 | 40.892.281,15 | 137.779.348,02 |
| Konzernjahresergebnis | -15.948.717,15 | -15.948.717,15 |
| Ausschüttung TWL-KOM | ||
| Verschmelzung ESW | -145.265,81 | 0,00 |
| Kapitalentnahme zum Bilanzverlustausgleich TWL Vertrieb | 3.232.873,42 | 0,00 |
| Kapitalentnahme zum Bilanzverlustausgleich Freischwimmer | 904.687,93 | 0,00 |
| Stand 31.12.2021 | 28.935.859,54 | 121.830.630,87 |
| Konzernjahresergebnis | -150.525,96 | -150.525,96 |
| Ausschüttung TWL-KOM | ||
| Kapitalentnahme zum Bilanzverlustausgleich Ensys | 4.468.293,69 | 0,0 |
| Stand 31.12.2022 | 33.253.627,27 | 121.680.104,91 |
| Nicht beherrschende Anteile | Konzerneigenkapital | |||
|---|---|---|---|---|
| in Euro | Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Kapital | Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis | Summe | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2020 | 1.240.175,31 | 1.527.674,30 | 2.767.849,61 | 140.547.197,63 |
| Konzernjahresergebnis | 109.922,69 | 109.922,69 | -15.838.794,46 | |
| Ausschüttung TWL-KOM | -160.000,00 | -160.000,00 | -160.000,00 | |
| Verschmelzung ESW | 0,00 | |||
| Kapitalentnahme zum Bilanzverlustausgleich TWL Vertrieb | 0,00 | |||
| Kapitalentnahme zum Bilanzverlustausgleich Freischwimmer | 0,00 | |||
| Stand 31.12.2021 | 1.080.175,31 | 1.637.596,99 | 2.717.772,30 | 124.548.403,17 |
| Konzernjahresergebnis | 281.356,58 | 281.356,58 | 130.830,62 | |
| Ausschüttung TWL-KOM | -160.000,00 | -160.000,00 | -160.000,00 | |
| Kapitalentnahme zum Bilanzverlustausgleich Ensys | ||||
| Stand 31.12.2022 | 920.175,31 | 1.918.953,57 | 2.839.128,88 | 124.519.233,79 |
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022
Aktiva
| 31.12.2022 Euro |
31.12.2021 Euro |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 9.669.131,59 | 5.020.057,39 |
| 9.669.131,59 | 5.020.057,39 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 54.689.503,01 | 54.916.078,62 |
| 2. Erzeugungs-, Gewinnungs-, Bezugs- und Verteilungsanlagen | 227.933.409,10 | 227.612.976,82 |
| 3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen | 51.588.842,00 | 55.172.152,00 |
| 4. Sonstige technische Anlagen | 4.418.155,00 | 4.827.250,00 |
| 5. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr | 3.711.118,00 | 4.385.908,00 |
| 6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.037.460,60 | 7.076.013,70 |
| 7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 42.935.562,63 | 40.184.450,32 |
| 393.314.050,34 | 394.174.829,46 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen | 10.601.093,01 | 11.108.718,01 |
| 2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 840.323,07 | 697.492,31 |
| 3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen | 1,00 | 1,00 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 56.711,84 | 66.276,84 |
| 11.498.128,92 | 11.872.488,16 | |
| 414.481.310,85 | 411.067.375,01 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 10.907.480,15 | 9.392.210,38 |
| 2. Unfertige Leistungen | 2.144.617,50 | 1.425.982,23 |
| 13.052.097,65 | 10.818.192,61 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 68.250.418,92 | 85.146.470,88 |
| 2. Forderungen gegen Aktionäre | 1.368.094,01 | 7.008.531,83 |
| 3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen | 2.373.099,99 | 0,00 |
| 4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 290.340,93 |
| 5. Sonstige Vermögensgegenstände | 4.996.477,62 | 20.854.268,26 |
| 76.988.090,54 | 113.299.611,90 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 4.431.231,94 | 2.681.345,51 |
| 94.471.420,13 | 126.799.150,02 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 9.232.064,35 | 10.426.394,43 |
| 518.184.795,33 | 548.292.919,46 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2022 Euro |
31.12.2021 Euro |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 51.129.188,12 | 51.129.188,12 |
| II. Kapitalrücklage | 32.184.370,71 | 36.652.664,40 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 5.112.918,81 | 5.112.918,81 |
| IV. Konzernbilanzgewinn | 33.253.627,27 | 28.935.859,54 |
| V. Nicht beherrschende Anteile | 2.839.128,88 | 2.717.772,30 |
| 124.519.233,79 | 124.548.403,17 | |
| B. Sonderposten | ||
| 1. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen | 41.462.084,87 | 44.167.359,39 |
| 2. Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Schadstoffemissionsrechte | 239.566,30 | 186.382,15 |
| 3. Empfangene Ertragszuschüsse | 0,00 | 756.312,30 |
| 41.701.651,17 | 45.110.053,84 | |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 14.747.813,00 | 14.682.990,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 1.122.417,18 | 1.577.988,55 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 40.281.616,10 | 30.590.888,73 |
| 56.151.846,28 | 46.851.867,28 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 203.083.588,46 | 241.070.934,40 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 504.443,10 | 217.123,90 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 38.016.620,73 | 44.811.980,85 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären | 36.221.661,19 | 28.629.856,32 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen | 2.684.000,00 | 180.000,00 |
| 6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.510.098,33 | 5.311.026,95 |
| 7. Sonstige Verbindlichkeiten | 6.453.881,42 | 7.088.361,30 |
| 288.474.293,23 | 327.309.283,72 | |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 7.337.770,86 | 4.473.311,45 |
| 518.184.795,33 | 548.292.919,46 |
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Technische Werke Ludwigshafen am Rhein AG, Ludwigshafen am Rhein
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Technische Werke Ludwigshafen am Rhein AG, Ludwigshafen am Rhein, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022, sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Technische Werke Ludwigshafen am Rhein AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und |
| • | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Konzernerklärung zur Unternehmensführung.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Sonstige lnformationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f. Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| • | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 6. Juni 2023
BBH AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Stefan Mackenrodt, Wirtschaftsprüfer
Michael Koch, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2022
Der Aufsichtsrat prüft und beschließt über den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns. Der Aufsichtsrat hat über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich an die Hauptversammlung zu berichten. Dieser Bericht wird auch im Geschäftsbericht abgedruckt.
Der Vorschlag für den Bericht des Aufsichtsrates lautet:
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Geschäftsjahr 2022 war weiter geprägt von einer bis dahin nie dagewesenen Preisdynamik hin zu sehr hohen Energiepreisen, sowie verschiedenen damit in Zusammenhang stehenden Maßnahmen des Gesetzgebers wie die Dezemberhilfe und die Energiepreisbremsen, die das Unternehmen vor große Herausforderungen stellten. Weitere umfangreiche Themen im Geschäftsjahr 2022 waren die frühzeitige Investitionsplanung im Hinblick auf lange Lieferketten und Preissteigerungen, sowie das Projekt IT-Strategie.
Die Vorstände Dieter Feid und Thomas Mösl haben den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend in mündlicher oder schriftlicher Form über wesentliche Fragen der Geschäftsführung sowie über bedeutsame Geschäftsvorgänge und die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage informiert.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2022 zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen, Beschlüsse im schriftlichen Verfahren wurden nicht gefasst. Gegenstände der Sitzungen waren neben den in der Einleitung genannten der neue Technikstandort (Projekt T-Haus), die Erhöhung des Wasserpreises, sowie die Entwicklung der Konzernstrategie 2030 mit zahlreichen Substrategien wie z.B. der Klimastrategie TWL für LU.
Jahresabschluss der TWL AG und Konzernabschluss
Der Jahresabschluss der TWL AG und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022, der zusammengefasste Lagebericht und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzergebnisses wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Es bestanden keine Einwände. Dem Lagebericht, insbesondere den Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung, wurde zugestimmt. Den Bericht des Abschlussprüfers, das Prüfungsergebnis und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen und keine Einwendungen erhoben.
Der Jahresabschluss der TWL AG sowie der Konzernabschluss wurden gebilligt. Der Jahresabschluss der TWL AG zum 31. Dezember 2022 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns in der TWL AG zugestimmt.
Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG
Der Vorstand hat für das Geschäftsjahr 2022 einen Bericht gemäß § 312 Aktiengesetz über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (»Abhängigkeitsbericht«) erstellt, wonach die TWL AG bei jedem im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und durch die im Bericht angegebenen getroffenen Maßnahmen nicht benachteiligt wurde. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Ludwigshafen am Rhein, im Juni 2023
Der Aufsichtsrat
Jutta Steinruck
Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen am Rhein
Vorsitzende des Aufsichtsrates der TWL AG
Beschlussantrag:
Der Aufsichtsrat stimmt dem Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2022 in der vorstehenden Fassung zu.