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SLM Solutions Group AG Audit Report / Information 2024

Jul 28, 2025

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Audit Report / Information

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Publication

Nikon SLM Solutions AG

Lübeck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.03.2024

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung (§ 171 Abs. 2 AktG)

Der Aufsichtsrat der Nikon SLM Solutions AG (die „Gesellschaft“) hat seine Aufgaben und Pflichten im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. März 2024 (das „Rumpfgeschäftsjahr“) nach Gesetz und Satzung umfassend und sorgfältig wahrgenommen. Er hat sich intensiv mit der Lage des Unternehmens beschäftigt sowie den Vorstand bei der Leitung der Gesellschaft regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit laufend überwacht.

Dabei hat er sich von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und hat diese ausführlich erörtert.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat während des Rumpfgeschäftsjahres regelmäßig schriftlich und mündlich über die Lage des Unternehmens und die wesentlichen geschäftlichen Ereignisse und Vorhaben unterrichtet und der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand darüber in mehreren Sitzungen beraten.

In Bezug auf Entscheidungen oder Maßnahmen des Vorstands, die nach Gesetz der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung der unterbreiteten Unterlagen und nach eingehender Erörterung seine Zustimmung erteilt.

Schwerpunkt der Sitzungen des Aufsichtsrates war die Planungsrechnung und das Budget der Gesellschaft für das Kalenderjahr 2024 sowie die Aufstellung einer Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezembers 2023 haben Herr Johann Georg Jetter und Herr Kevin Czinger ihr Amt als Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft niedergelegt.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. November 2023, eingetragen im Handelsregister am 11. Januar 2024, wurde die satzungsmäßige Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder von sechs auf vier gesenkt.

Im Berichtszeitraum bestand der Aufsichtsrat der Gesellschaft somit aus Herrn Hamid Zarringhalam (Vorsitz), Herrn Thomas Schweppe (Stellvertreter), Herrn Yuichi Shibazaki und Herrn Masahiro Horie.

Wesentliche Themen der Aufsichtsratstätigkeit

Im Berichtszeitraum fanden zwei Sitzungen des Aufsichtsrats statt, von denen eine in hybrider Form als Präsenz- und Video- bzw. Telefonkonferenz und die andere in Form einer Video- bzw. Telefonkonferenz abgehalten wurde. Beschlüsse durch den Aufsichtsrat wurden sowohl in den Sitzungen als auch schriftlich im Umlaufverfahren gefasst.

Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates haben an den Sitzungen und bei den sonstigen Beschlussfassungen im Rumpfgeschäftsjahr teilgenommen, sodass der Aufsichtsrat jederzeit vollzählig und beschlussfähig war. Interessenkonflikte traten nicht auf.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand der Gesellschaft kontinuierlich über die aktuelle Entwicklung der Gesellschaft und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle unterrichtet.

Über Vorkommnisse von besonderer Bedeutung wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen durch den Vorstand informiert. Darüber hinaus führten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstand regelmäßig Informations- und Beratungsgespräche.

Der Aufsichtsrat machte ebenfalls von der Möglichkeit Gebrauch, sich ohne Anwesenheit des Vorstands zu besprechen und zu tagen.

Vorrangige Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat der Planungsrechnung und dem Budget der Gesellschaft für das Kalenderjahr 2024 sowie der Aufstellung einer Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Rahmen der Sitzung des Aufsichtsrates am 1. Februar 2024 befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit der Planungsrechnung sowie dem Budget der Gesellschaft für das Kalenderjahr 2024.
In der Sitzung am 5. März 2024, befasste sich der Aufsichtsrat mit der Verabschiedung einer Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat.

Präsidialausschuss

Im Zuge der Aufstellung der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat am 5. März 2024 hat der Aufsichtsrat einen Präsidialausschuss gebildet, dem Herr Hamid Zarringhalam (Vorsitz), Herr Thomas Schweppe (Stellvertreter) und Herr Yuichi Shibazaki angehören.

Zusammensetzung des Vorstands

Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft im Berichtszeitraum waren Herr Sam O’Leary, Herr Dirk Ackermann und Herr Charles Grace.

Prüfung des Jahresabschlusses für das Rumpfgeschäftsjahr

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr geprüft. Die entsprechenden Unterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Die Unterlagen wurden umfassend geprüft und erörtert. Da das abschließende Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen ergab, billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr. Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist damit festgestellt.

Prüfung des Abhängigkeitsberichts für das Rumpfgeschäftsjahr

Die Gesellschaft erstellte für das Rumpfgeschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht umfassend geprüft. Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben sind, und hat den Abhängigkeitsbericht gebilligt.

Dank an den Vorstand

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand der Gesellschaft für seine Tätigkeit im zurückliegenden Rumpfgeschäftsjahr.

Lübeck, im August 2024

Hamid Zarringhalam, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Bilanz

AKTIVA

31.03.2024 Vorjahr
EUR TEUR
--- --- ---
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 118.821.599,29 122.406
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.553.898,18 2.708
3. Geschäfts- oder Firmenwert 382.072.315,84 389.019
4. Anlagen im Bau Entwicklungskosten 27.090.673,88 23.168
530.538.487,19 537.301
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.012.136,62 24.114
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.955.654,09 10.841
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.322.188,48 3.420
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 405.679,65 380
38.695.658,84 38.755
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.939.659,48 43.940
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 579.079,82 632
44.518.739,30 44.572
613.752.885,33 620.628
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.493.840,69 13.558
2. Unfertige Erzeugnisse 19.106.189,95 24.824
3. Fertige Erzeugnisse 24.613.779,69 20.855
4. Waren 1.933.037,93 2.080
5. Geleistete Anzahlungen 922.391,73 1.076
58.069.239,99 62.393
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.336.296,98 23.200
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 42.673.525,70 30.151
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.017.930,02 1.566
60.027.752,70 54.917
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.336.653,62 2.640
121.433.646,31 119.950
c. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 711.423,16 153
735.897.954,80 740.731

PASSIVA

31.03.2024 Vorjahr
EUR TEUR
--- --- ---
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50
II. Kapitalrücklage 630.000.000,00 630.000
III. Bilanzverlust -46.197.247,44 -42.644
583.852.752,56 587.406
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.637.911,25 5.616
2. Sonstige Rückstellungen 15.103.822,85 13.663
20.741.734,10 19.279
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.467.740,00 3.801
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.797.866,18 2.687
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.707.352,48 13.821
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 69.541.603,74 70.268
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.212.002,93 902
89.726.565,33 91.479
D. RECHNUNGSABGRENZUNG 754.340,29 0
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 40.822.562,52 42.567
735.897.954,80 740.731

Gewinn- und Verlustrechnung

2024 Vorjahr
EUR EUR TEUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 39.770.421,26 100.575
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.638.528,36 21.758
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.066.760,22 9.831
4. Sonstige betriebliche Erträge 846.496,48 1.522
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 17.508.027,39
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 341.004,39 17.849.031,78 72.708
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.223.388,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.697.728,33 12.921.116,89 45.041
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.548.110,01 47.677
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.268.377,93 26.292
9. Betriebsergebnis -4.541.487,01 -58.032
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.015,50 498
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 754.113,94 2.984
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.743.859,47 -17.984
13. Ergebnis nach Steuern -3.532.725,98 -42.534
14. Sonstige Steuern 20.803,46 85
15. Jahresfehlbetrag -3.553.529,44 -42.619
16. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -42.643.718,00 -25
17. Bilanzverlust -46.197.247,44 -42.644

Anhang Rumpfgeschäftsjahr 2024

(1. Januar bis 31. März 2024)

I. Allgemeine Angaben

Die Nikon SLM Solutions AG (Nikon SLM oder Gesellschaft oder Unternehmen) ist eine in Deutschland niedergelassene Aktiengesellschaft mit Sitz in Lübeck und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer HRB 23829 HL eingetragen.

Die Nikon SLM Solutions AG ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB.

Die Gesellschaft hat zur Angleichung an das Geschäftsjahr der alleinigen Gesellschafterin das Geschäftsjahr umgestellt. Das Geschäftsjahr beginnt nun am 1. April und endet am 31. März des Folgejahres. Zu diesen Zweck wurde im Jahr 2024 ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Es beginnt am 1. Januar und endet am 31. März 2024. Die Vergleichbarkeit der Bilanz- und insbesondere Gewinn- und Verlustrechnungsdaten ist daher eingeschränkt möglich.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Nikon SLM werden nach den §§ 242, 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens nach § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Die dem Jahresabschluss zugrundeliegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, soweit nichts Anderes in Abschnitt II beschrieben ist, unverändert zum Vorjahr angewendet.

Als verbundene Unternehmen werden nach § 271 Abs. 2 HGB solche Unternehmen angesehen, die als Mutter- oder Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Nikon Corporation, Japan im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen werden.

Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den handelsrechtlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung darzustellenden Davon-Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Im Rahmen der Verschmelzung wurden stille Reserven in Höhe von EUR 162,8 Mio. abzüglich latenter Steuern von EUR 51,4 Mio. identifiziert und erfasst. Die stillen Reserven umfassen im Wesentlichen die Technologien, Finanzanlagen und das Know How. Die Abschreibungen auf diese Vermögensgegenstände erfolgt mit der durchschnittlichen Restnutzungsdauer der diesen stillen Reserven zu Grunde liegenden originären Vermögensgegenständen. Die Residualgröße wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) in Höhe von EUR 416,9 Mio. ausgewiesen. Dieser wird in Anlehnung an die Patente und Technologie über eine Laufzeit von 15 Jahren abgeschrieben.

Darüber hinaus werden die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen, bzw. zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Für die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände, die Entwicklungskosten, wurde von dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Die aktivierten Entwicklungskosten werden linear über 4 Jahre abgeschrieben. Die aktivierten Entwicklungskosten enthalten neben den Materialkosten die Fertigungskosten einschließlich Entwicklungs -, Konstruktions- und Versuchskosten sowie angemessene Gemeinkostenumlagen. Bis zur Fertigstellung werden die Herstellungskosten der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände im Posten „Anlagen im Bau Entwicklungskosten“ ausgewiesen. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit dieser Entwicklungskosten wird bei Vorliegen von Anhaltspunkten vorgenommen. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit dieser immateriellen Vermögensgegenstände wird der Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme dem Restbuchwert gegenübergestellt. Basis für diesen Wert der Entwicklungskosten ist die vom Vorstand erstellte Planungsrechnung für das Unternehmen für die nächsten 5 Jahre. Sofern für den Werthaltigkeitstest notwendig, wird diese Planungsrechnung über den Planungshorizont hinaus fortgeschrieben. Die Abzinsung auf den Barwert erfolgt nach dem DCF-Verfahren mittels gewichteter Kapitalkosten.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über einen Zeitraum von 3 bis 8 Jahren abgeschrieben.

Eine Überprüfung der Werthaltigkeit des o. g. Geschäfts- oder Firmenwertes wird bei Vorliegen von Anhaltspunkten vorgenommen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2024 hat es keine entsprechenden Anhaltspunkte gegeben. Bei einer Überprüfung wird berücksichtigt, ob sich wesentliche Faktoren tatsächlich ungünstiger entwickelt haben, als ursprünglich erwartet. Grundlage der Bewertung ist der Barwert der künftigen Ertragsüberschüsse. Die Ertragsüberschüsse werden auf Basis der 5-Jahresplanung des Unternehmens als Ausgangpunkt berechnet. Um dem geplanten weiteren Wachstum gerecht zu werden, wurde der Planungszeitraum um fünf sowie danach unter Annahme einer langfristigen Wachstumsrate in der ewigen Rente fortgeschrieben. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten Kapitalkosten.

Der Posten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beinhaltet das bebaute Grundstück in Lübeck Genin mit den Anschaffungskosten und wird nicht abgeschrieben. Das Gebäude wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und wird über eine Nutzungsdauer von 50 Jahren abgeschrieben.

Bei den technischen Anlagen und Maschinen beträgt die Nutzungsdauer 4 bis 15 Jahre.

Für die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden Nutzungsdauern von 5 bis 10 Jahren zugrunde gelegt.

Bei sämtlichen Zugängen des Anlagevermögens wurde die Jahresabschreibung ab dem Monat der Anschaffung angesetzt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von über EUR 250 bis zu EUR 1.000 werden im Zugangsjahr zusammengefasst und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit den Anschaffungskosten bzw. Nominalwert bilanziert.

Soweit Fördermittel für die Erweiterung der Betriebsstätte in Lübeck Genin gewährt wurden, wurden diese bei Zahlung von den Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände gekürzt.

Die Finanzanlagen betreffen Kapitaleinlagen in die verbundenen Unternehmen und die diesen langfristig zur Verfügung gestellten Finanzierungsmittel. Sie sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes bewertet. Die Zinsen werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen thesauriert.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wurden zu den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten bewertet. In den Herstellungskosten sind Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Gemeinkosten enthalten. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nominalbetrag bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Vermögensgegenstände, die aktive Rechnungsabgrenzung und die Bankbestände wurden zum Nennwert bewertet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen innerhalb der Unternehmensgruppe und sind mit dem Nennwert bewertet. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde neben Einzelwertberichtigungen durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind auch debitorische Kreditoren mit TEUR 97 enthalten.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgte nach dem ratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahren. Bei der Berechnung des Teilwerts der Pensionszusagen zum 31. Dezember 2023 wurden die Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G mit einem Rechnungszins von 1,82% (Vorjahr 1,78%) p.a., einer Einkommenssteigerung von 2,50% (Vorjahr 2,50%) p.a. und einer Anpassung der laufenden Renten gemäß § 16 BetrAVG von durchschnittlich 1,70% (Vorjahr 1,70%) p.a. zugrunde gelegt. Die Erfolgswirkung aus der Änderung des Abzinsungssatzes wird im Personalaufwand erfasst. Der zum 31. Dezember 2023 ermittelte Wert wurde für die folgenden 12 Monate hochgerechnet und auf den 31. März 2024 anteilig linear weitergeführt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bilanziert.

Die Personalkostenrückstellungen beinhalten auch Bonusverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern. Für diese wurde ein Erfüllungsgrad von 100% unterstellt. Darüber hinaus wurde im Jahr 2022 ein long-term-incentive-Programm (LTI) für die Mitarbeiter aufgelegt. Die Höhe der Auszahlung war u. a. von der Entwicklung des Aktienkurses der SLM Solutions Group AG abhängig. Das Programm wurde im Jahr 2023 angepasst. Die Bewertung der Verpflichtungen aus dem LTI-Programm für die Vorstandsmitglieder wurde ebenfalls zum 31. Dezember 2022 angepasst, da die Vereinbarungen eine Change-Of-Control-Klausel enthalten. Im Jahr 2023 wurde darüber hinaus ein neues LTI-Programm für die Vorstandsmitglieder aufgelegt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Die erhaltenen Anzahlungen und Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert bilanziert. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währungen lauten, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

III. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im als Anlage 1 zu diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt

Es wurden im Jahr 2024 Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 3.922 (Vorjahr TEUR 130.741) aktiviert. Ferner sind Kosten in Höhe von TEUR 1.914 (Vorjahr TEUR 8.058) angefallen, die nicht aktiviert wurden. Zusätzlich sind Abschreibungen im Bereich Entwicklung in Höhe von TEUR 1.055 (Vorjahr TEUR 5.246) angefallen. Die Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 30.411 nach § 268 Abs. 8 HGB greift insofern nicht, als mindestens in dieser Höhe ausreichend freie Rücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB (Kapitalrücklage) gegenüberstehen.

Zu den Einzelheiten zu den verbundenen Unternehmen siehe unter den sonstigen Angaben.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen die Tochtergesellschaften in Frankreich und Italien.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 42.674 (Vorjahr TEUR 30.151) resultieren aus dem laufenden Verrechnungsverkehr insbesondere aus erbrachten Lieferungen und Dienstleistungen. Sie haben eine Restlaufzeit von kleiner einem Jahr.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 1.191 (Vorjahr TEUR 1.250) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Alle übrigen Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.018 (Vorjahr TEUR 1.566) enthalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von TEUR 1.651 (Vorjahr TEUR 1.300).

Die Pensionsrückstellung betrifft zum Bilanzstichtag 11 (Vorjahr 11) Anwärter und 5 (Vorjahr 6) Rentner. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen sieben Jahren ergibt einen Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zur bilanzierten Verpflichtung zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr TEUR 360). Der Unterschiedsbetrag zum 31. März 2024 liegt bei TEUR 57. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre, der ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüberstehen.

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Stand 1.1.2024 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.3. 2024
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Personalkosten 7.295 217 5 1.694 8.767
Gewährleistung 4.151 112 0 0 4.039
Aufsichtsratsvergütung 274 58 2 59 274
Übrige ausstehende Rechnungen 1.930 695 32 808 2.011
Sonstiges 12 0 0 0 12
13.662 1.082 39 2.561 15.104

Die Rückstellung für die Personalkosten enthalten auch die Verpflichtungen gegenüber den Vorstandsmitgliedern in Höhe von EUR 2,9 Mio., die durch Change of Control fällig werden.

Die Verbindlichkeiten und deren Fälligkeiten haben sich wie folgt entwickelt:

Fälligkeiten
Bilanz bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.468 1.334 2.134 0
(Vorjahr) 3.801 1.334 2.467 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.798 2.798 0 0
(Vorjahr) 2.687 2.687 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.707 12.707 0 0
(Vorjahr) 13.821 13.422 399
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 69.542 40.842 28.700 0
(Vorjahr) 70.268 41.568 28.700
Sonstige Verbindlichkeiten 1.212 1.212 0 0
(Vorjahr) 902 902 0
89.727 58.893 30.834 0
91.479 59.913 31.566 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen im Übrigen die für den Neubau in Genin aufgenommenen Kredite in Höhe von EUR 3,5 Mio. (Vorjahr EUR 3,8 Mio.) aus. Die Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Die Tilgung erfolgt in 30 gleich hohen aufeinanderfolgenden vierteljährlichen Raten in Höhe von TEUR 333, bzw. einer abweichenden Schlussrate von TEUR 133, beginnend am 30. Juni 2019. Für diese Verbindlichkeiten wurden erstrangige Grundschulden für die kreditgewährenden Banken auf dem Grundstück Estlandring in Lübeck eingetragen.

Die erhaltenen Anzahlungen sind grundsätzlich mit Anzahlungsbürgschaften zu Gunsten der Kunden besichert.

Für die Lieferantenverbindlichkeiten bestehen die üblichen Sicherheiten aus der Lieferung unter Eigentumsvorbehalt.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 69.542 (Vorjahr TEUR 70.268) stammen mit TEUR 28.700 aus einem langfristigen Darlehen, mit TEUR 37.859 aus einem kurzfristigen Darlehen der Nikon Europe B.V., Niederlande, und im Übrigen, wie im Vorjahr, aus dem laufenden Verrechnungsverkehr insbesondere aus erbrachten Lieferungen und Dienstleistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u.a. die Verbindlichkeiten aus Steuern mit TEUR 525 (Vorjahr TEUR 525), insbesondere aus Lohnsteuer, sowie mit TEUR 167 (Vorjahr TEUR 130) sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Darüber hinaus werden im Wesentlichen abgegrenzte Fördermittel mit TEUR 77 (Vorjahr TEUR 172) und überzahlte Debitoren mit TEUR 90 (Vorjahr TEUR 65) ausgewiesen.

Insgesamt ergeben sich passive latente Steuern, die im Wesentlichen durch die Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der Verschmelzung zum 1. Januar 2023 mit EUR 51,4 Mio. entstanden sind. Unter Berücksichtigung der übrigen passiven latenten Steuern insbesondere auf die Entwicklungskosten wurden insbesondere aktive latente Steuern insbesondere auf die steuerlichen Verluste 2023 bis 2024 mit EUR 19,0 Mio (Vorjahr 17,3 Mio). saldiert ausgewiesen. Dabei wurde die Mindestbesteuerung beachtet. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 15,75% für die Gewerbesteuer und 15,825% für die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag zu Grunde gelegt.

Es bestehen zum 31.3.2024 Kreditlinien bzw. Avalkreditlinien in Höhe von EUR 3,5 Mio. (Vorjahr EUR 3,5 Mio.), die durch Bürgschaften der Gesellschafterin hinterlegt sind.

Die Umsätze setzen sich nach den im Konzern berichteten Segmenten und Regionen wie folgt zusammen:

Segmente Maschinen After Sales Gesamt
Regionen TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Zentraleuropa 23.451 3.180 26.631
Osteuropa 1.546 572 2.118
Nordeuropa 337 213 550
Südeuropa 230 89 319
Asien-Pazifik 1.775 1.003 2.778
Amerika und Canada 5.526 1.848 7.374
32.865 6.905 39.770

Vorjahr:

Segmente Maschinen After Sales Gesamt
Regionen TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Zentraleuropa 18.963 7.156 26.119
Osteuropa 7 156 163
Nordeuropa 4.937 867 5.804
Südeuropa 8.002 6.826 14.828
Asien-Pazifik 5.641 2.634 8.275
Amerika und Canada 35.092 10.294 45.386
72.642 27.933 100.575

Im Segment „Maschinen“ werden die Maschinen aus dem Bereich Selective Laser Melting nebst Optionen wie Pulversiebstationen und andere Peripheriegeräte betrachtet. Im Segment des „After Sales“ werden der Service, die Ersatzteile, die Handelswaren einschließlich Pulver sowie Training und Installation der Maschinen berücksichtigt.

Die aktivierten Eigenleistungen betreffen hauptsächlich die aktivierten Entwicklungskosten von EUR 3,1 Mio (Vorjahr EUR 9,8Mio).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten als wesentlichen Posten Währungskursgewinne mit TEUR 338 (Vorjahr TEUR 0), Versicherungserstattungen mit TEUR 122 (Vorjahr TEUR 25), Fördermittelzulage von TEUR 95 (Vorjahr TEUR 272), den Korrekturposten der gewährten Sachbezüge mit TEUR 83 (Vorjahr TEUR 283), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 38 (Vorjahr TEUR 761), Lohnerstattungen von TEUR 22 (Vorjahr TEUR 112) sowie Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 52).

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 6 (Vorjahr Erträge TEUR 284) enthalten, die ausschließlich aus der Veränderung der Pensionsrückstellung zum 31. März 2024 resultieren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten als wesentlichen Posten die Kosten aus der Weiterbelastung der Tochtergesellschaften mit TEUR 429 (Vorjahr TEUR 3.911). Darin sind die Erstattung von Garantieleistungen, Serviceeinsätzen sowie sonstige Weiterbelastungen enthalten. Des Weiteren enthält der Posten Vertriebskosten mit TEUR 908 (Vorjahr TEUR 3.779), Rechts- und Beratungskosten mit TEUR 492 (Vorjahr TEUR 4.740), Reisekosten von TEUR 422 (Vorjahr TEUR 2.165), Ausgangsfrachten mit TEUR 272 (Vorjahr TEUR 1.665) und Forderungsberichtigungen mit TEUR 247 (Vorjahr TEUR 1.678).

Die Zinserträge betreffen im Wesentlichen die Zinsanteile aus Miet- und Leasingverträgen mit Kunden.

Die Zinsaufwendungen von TEUR 754 (Vorjahr TEUR 2.984) enthalten im Wesentlichen die Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 701 (Vorjahr TEUR 1.582). Sie betreffen weiter mit TEUR 38 (Vorjahr TEUR 65) Zinsen aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen fast ausschließlich latente Steuern in Höhe von EUR 1,7 Mio (Vorjahr EUR 18,0 Mio). Für das Rumpfgeschäftsjahr 2024 werden passive latente Steuern ausgewiesen. Dabei wurde auf die aktiven latenten Steuern auf die Verlustvorträge die Mindestbesteuerung angewendet. Die Mindestbesteuerung wurde auf die Umkehr der aktiven und passiven latenten Steuern in den Folgejahren ermittelt und diese von den aktiven latenten Steuern insbesondere auf den Verlustvortrag in der Bilanz gekürzt, so dass ein Passivüberhang in Höhe von EUR 40,8 Mio. auszuweisen war. Die Veränderung der latenten Steuern in Höhe von EUR 1,7 Mio. gegenüber dem 31. Dezember 2023 wird ergebniswirksam als Steuerertrag erfasst.

Die sonstigen Steuern enthalten enthält im Wesentlichen die Grundsteuer.

IV. Sonstige Angaben

Anteilsbesitzliste gemäß § 285 Nr. 11 HGB Die Nikon SLM ist unmittelbar Mutterunternehmen folgender Tochtergesellschaften mit den Angaben zum 31. März 2024:

Anteil Nennkapital Eigenkapital Jahresergebnis
% TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
SLM Solutions Singapore Pte Ltd., Singapur 100 1 1.037 256
SLM Solutions NA, Inc., Commerce, Michigan/ USA 100 2.331 2.253 484
SLM Solutions (Shanghai) Ltd., China 100 400 -455 -23
SLM Solutions (India) Pvt Ltd., Indien1) 100 23 43 -41
SLM Solutions (Italy) S.R.L., Italien 100 25 -374 -394
SLM Solutions (France) SAS, Frankreich 100 25 -517 -135
SLM Solutions (Canada) Ltd., Kanada 100 177 414 -56
SLM Solutions Japan Inc., Japan 100 4 12 3
SLM Solutions Korea LLC., Korea 100 74 -57 26

1) einschließlich mittelbarer Beteiligung über SLM Solutions Singapore Pte Ltd., Singapur von 0,1%.

Konzernzugehörigkeit

Die Nikon SLM ist ein Mutterunternehmen, das zugleich Tochterunternehmen eines Mutterunternehmens mit Sitz außerhalb der EU ist. Für Nikon SLM entfällt nach § 292 HGB die Pflicht, einen eigenen Konzernabschluss und -lagebericht aufzustellen. Die Nikon Corp. Tokyo Japan hält 100% der Anteile an der Gesellschaft.

Die Jahresabschlüsse der Nikon SLM Solutions AG und ihrer Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der Nikon Corp. Tokyo Japan einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt und deren Konzernabschluss im Bundesanzeiger veröffentlicht werden wird. Darüber hinaus ist der Konzernabschluss der Nikon Corp. Tokyo Japan unter https://www.jp.nikon.com erhältlich.

Gesellschaftsorgane

Im Jahr 2024 und bis heute gehörten bzw. gehören dem Vorstand an:

Sam O’Leary, CEO
Dirk Ackermann, CFO
Charles Grace, CCO

Die derzeitige Vergütungsstruktur wurde mit den Dienstverträgen fixiert. Die bestehenden Dienstverträge werden durch ein long-term-incentive-Programm (LTI) ergänzt. Im Jahr 2023 wurde aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen eine Change of Control Prämie gezahlt. Entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex enthalten die Bezüge für einzelne Vorstandsmitglieder fixe und variable Bestandteile.

Für das im Jahr 2018 ausgetretene Vorstandsmitglied Herrn Schöneborn besteht eine leistungsorientierte Pensionszusage aus seiner langjährigen Tätigkeit als Führungskraft in der SLM Solutions GmbH. Die Pensionszusage entspricht grundsätzlich den auch anderen Mitarbeitern gewährten Zusagen und sieht Alters-, Invaliden- und Witwenrenten vor. Die Höhe der Alters- bzw. Invalidenrente beträgt 15% der pensionsfähigen Bezüge (letztes Bruttogehalt ohne Nebenbezüge) und steigt nach Ablauf der Wartezeit von 10 Dienstjahren um 1% pro weiteres Dienstjahr bis auf maximal 35% an. Die Witwenrente beträgt 50% der Rente, auf die der Anspruchsberechtigte Anspruch oder Anwartschaft hatte. Darauf beruht eine Pensionsrückstellung zum 31 März 2024 / 31.12.2023 in Höhe von TEUR 1.401.

Weitere Bezüge an ehemalige Vorstandsmitglieder wurden im Rumpfgeschäftsjahr nicht gewährt oder gezahlt.

Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich im Rumpfgeschäftsjahr 2024 auf TEUR 224 (Vorjahr TEUR 5.976).

Im Rumpfgeschäftsjahr 2024 gehörten dem Aufsichtsrat an:

Mitglied Beruf Mandate außerhalb der SLM-Gruppe Stand per 31.12.2023
Hamid Zarringhalam, Menlo Park, USA Vorsitzender des Aufsichtsrats Geschäftsführer Nikon Corporatio, Corporate Vice President Nikon Ventures Corporation, CEO Wrnch Inc., Member of Supervisory Board
Thomas Schweppe, Bad Homburg Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Geschäftsführer keine
Yuichi Shibazaki, Kumagaya, Japan Geschäftsführer Nikon Corporation, Corporate Vice President und General Manager
Masahiro Horie, Amsterdam, Niederlande Geschäftsführer Nikon Europe B.V., Director und President

Die Hauptversammlung entscheidet über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse.

In TEUR 2024 2023
Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit 59 (zeitanteilig) 231

Weitere Vergütungsvereinbarungen bestanden für die Aufsichtsräte im Rumpfgeschäftsjahr 2024 nicht.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Nahestehende Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Nikon SLM entsprechenden Einfluss nehmen können bzw. der Kontrolle bzw. dem maßgeblichen Einfluss durch die Nikon SLM unterliegen. Als nahestehende Personen wurden im Rumpfgeschäftsjahr die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder, die Tochtergesellschaften sowie die Nikon Corporation, Tokio, Japan, identifiziert.

Mit der Nikon Corporation, Japan, bzw. der Nikon Europe B.V., Niederlande, wurden Finanzierungsvereinbarungen getroffen. Es bestehen daraus zum Bilanzstichtag langfristige Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von EUR 28,7 Mio. sowie kurzfristige Verbindlichkeiten einschließlich Zinsen in Höhe von EUR 37,9 Mio. Zinsaufwendungen wurden im Jahr 2023 mit TEUR 701 erfasst.

Im Übrigen wurden Geschäfte mit den Tochtergesellschaften abgeschlossen. Es handelt sich dabei um Finanzierungs- und Dienstleistungsverträge.

Vorstand und Aufsichtsrat erhalten die vereinbarten Vergütungen.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt EUR 50.000,00. Es ist in 50.000 auf den Namen lautenden Stückaktien eingeteilt. Die Aktien wurden zu einem Ausgabebetrag von EUR 1,00 ausgegeben.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt EUR 630.000.000,00 und ist von der Gesellschafterin im Jahr 2022 eingezahlt worden.

Bilanzverlust

Der Jahresabschluss zum 31.3.2024 weist einen Jahresfehlbetrag von EUR 3.553.529,44 aus, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Daraus ergibt sich ein Bilanzverlust von EUR 46.197.247,44.

Ausschüttungssperre

Die handelsrechtliche Ausschüttungssperre entfaltet aktuell keine Wirkung, da ausreichend freie Rücklagen zur Verfügung stehen.

Gesellschafterstruktur

Zum 31. März.2024 werden alle Anteile von der Nikon Corporation, Tokio, Japan, gehalten.

Durchschnittliche Zahl der während des Rumpfgeschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ohne Vorstandsmitglieder hat sich im Rumpfgeschäftsjahr 2024 auf 474 (Vorjahr 475) Mitarbeiter verringert, zuzüglich durchschnittlich 24 (Vorjahr 14) Auszubildende und Studenten im Praktikum. Diese Mitarbeiter einschließlich der Auszubildenden (4 Entwicklung, 1 Produktion, 1 Sales, 18 Verwaltung) verteilen sich wie folgt auf die Bereiche:

• Produktion 134 (Vorjahr 136)
• F&E 128 (Vorjahr 117)
• Vertrieb 43 (Vorjahr 40)
• After Sales 74 (Vorjahr 77)
• Verwaltung 118 (Vorjahr 119)

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Bilanzstichtag Miet- und Leasingverpflichtungen von insgesamt TEUR 845 für Miet- und Leasingverträge von Hallen, Fahrzeugen, Büroausstattungen und sonstigen Serviceleistungen. Die Verpflichtungen haben eine Fälligkeit von TEUR 366 innerhalb von 12 Monaten sowie mit TEUR 0 eine von über 5 Jahren.

Es bestehen darüber hinaus keine wesentlichen Verpflichtungen aus dem Bestellobligo.

Die Gesellschaft hat eine Garantie in Höhe von Mio 2,5 EUR (Vorjahr Mio 1,5 EUR) für einen Kunden ausgegeben. Es wird nicht davon ausgegangen, dass ein finanzielles Risiko entsteht.

Außerbilanzielle Geschäfte

Im Berichtsjahr wurden keine entsprechenden Transaktionen getätigt, die dauerhaft keinen Eingang in den Jahresabschluss finden oder einen dauerhaften Abgang von Vermögensgegenständen oder Schulden aus der Handelsbilanz nach sich ziehen würden.

Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Die im Rumpfgeschäftsjahr erfassten Honorare des Abschlussprüfers setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2024
Abschlussprüfung Rumpfgeschäftsjahr 59
Andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 0
Summe 59

Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten die Honorare für die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung des Einzelabschlusses der Nikon SLM.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag von EUR -3.553.529,44 zum 31. März 2024 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Lübeck, den 15. April 2024

Nikon SLM Solutions AG

Der Vorstand

Sam O’Leary

Dirk Ackermann

Charles Grace

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.3.2024
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 150.134.414,67 0,00 0,00 0,00 150.134.414,67
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.285.392,60 0,00 0,00 0,00 5.285.392,60
3. Geschäfts- oder Firmenwert 416.939.597,42 0,00 0,00 0,00 416.939.597,42
4. Anlagen im Bau Entwicklungskosten 23.168.246,80 3.922.427,08 0,00 0,00 27.090.673,88
595.527.651,49 3.922.427,08 0,00 0,00 599.450.078,57
II. Sachanlagen
1. Grundstück, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.378.075,24 0,00 0,00 0,00 26.378.075,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.605.851,99 665.836,19 0,00 0,00 20.271.688,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.085.399,90 111.546,63 0,00 0,00 8.196.946,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 380.792,69 25.990,00 0,00 0,00 406.782,69
54.450.119,82 803.372,82 0,00 0,00 55.253.492,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.939.659,48 0,00 0,00 0,00 43.939.659,48
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 631.847,78 4.332,45 -57.100,41 0,00 579.079,82
44.571.507,26 4.332,45 -57.100,41 0,00 44.518.739,30
694.549.278,57 4.730.132,35 -57.100,41 0,00 699.222.310,51
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.3.2024
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 27.728.748,44 3.584.066,94 0,00 0,00 31.312.815,38
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.576.924,64 154.569,78 0,00 0,00 2.731.494,42
3. Geschäfts- oder Firmenwert 27.920.512,20 6.946.769,38 0,00 0,00 34.867.281,58
4. Anlagen im Bau Entwicklungskosten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
58.226.185,28 10.685.406,10 0,00 0,00 68.911.591,38
II. Sachanlagen
1. Grundstück, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.264.289,92 101.648,70 0,00 0,00 2.365.938,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.764.355,70 551.678,39 0,00 0,00 9.316.034,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.665.647,43 209.110,62 0,00 0,00 4.874.758,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.103,04 0,00 0,00 0,00 1.103,04
15.695.396,09 862.437,71 0,00 0,00 16.557.833,80
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
73.921.581,37 11.547.843,81 0,00 0,00 85.469.425,18
Buchwerte
Stand 31.3.2024 Stand Vorjahr
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 118.821.599,29 122.405.666,23
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.553.898,18 2.708.467,96
3. Geschäfts- oder Firmenwert 382.072.315,84 389.019.085,22
4. Anlagen im Bau Entwicklungskosten 27.090.673,88 23.168.246,80
530.538.487,19 537.301.466,21
II. Sachanlagen
1. Grundstück, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.012.136,62 24.113.785,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.955.654,09 10.841.496,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.322.188,48 3.419.752,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 405.679,65 379.689,65
38.695.658,84 38.754.723,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.939.659,48 43.939.659,48
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 579.079,82 631.847,78
44.518.739,30 44.571.507,26
613.752.885,33 620.627.697,20

Lagebericht Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2024

Grundlagen der Nikon SLM Solutions AG

Struktur

Die in Lübeck ansässige Nikon SLM Solutions AG (Nikon SLM oder Gesellschaft oder Unternehmen) verfügte zum 31. März 2024 über neun hundertprozentige Tochterunternehmen. Die Nikon SLM Solutions AG fungiert im Teil-Konzern als der einzige Produktionsstandort und ist für wesentliche Teile der operativen und verwaltungsbezogenen Aufgaben sowie die Produktentwicklung innerhalb der Gruppe zuständig und koordiniert auch die weltweiten Vertriebstätigkeiten. Die in Singapur, USA, Kanada, China, Indien, Italien, Frankreich, Japan und Korea bestehenden Tochtergesellschaften forcieren die lokalen Vertriebsaktivitäten in den ihnen zugeordneten geografischen Regionen. Darüber hinaus erbringen sie Servicedienstleistungen für Kunden.

Geschäftsmodell

Nikon SLM, mit Hauptsitz in Lübeck, ist ein führender Anbieter von metallbasierter additiver Fertigungstechnologie (3D-Druck). Die Produktpalette umfasst derzeit sechs Anlagen - die SLM®125, SLM®280, SLM®500, SLM®800, NXG XII 600 und die kürzlich vorgestellte NXG XII 600 E mit einer erweiterten Z-Achse, die bis zu 1,5 m hoch ist. Jede dieser sechs Anlagen unterscheidet sich in erster Linie durch die Größe der Baukammer und die Anzahl der Laser, die eingebaut werden können. Die NXG XII 600 wurde 2022 als für die Serienfertigung ausgereifte Maschine auf den Markt gebracht und an Kunden aus den Bereichen Automobil, Energie, Raumfahrt, Verteidigung und Auftragsfertigung ausgeliefert. Die breit gefächerte Nachfrage nach der NXG XII 600 verdeutlicht die Attraktivität ihres Leistungsversprechens für die Kunden.

Das Produktportfolio von Nikon SLM ermöglicht die Herstellung komplexer Metallbauteile aus einer Vielzahl von Ausgangsmaterialien wie Aluminium, Titan, Kobalt-Chrom, Inconel, Werkzeug- oder Edelstahl, sowie Superlegierungen. Mit diesen Anlagen lassen sich auch fast alle schweißbaren Legierungen zu einem fertigen Produkt verarbeiten. Die Anlagen werden ständig weiterentwickelt und mit neuen Funktionalitäten ausgestattet.

Die Technologie - Selektives Laserschmelzen

Die Anlagen von Nikon SLM nutzen die Technologie des selektiven Laserschmelzens, bei der ein 3D-Computermodell des zu fertigenden Produkts den Ausgangspunkt für den additiven Fertigungsprozess bildet. Dieses Objekt wird durch die gleichzeitige Anwendung eines oder mehrerer Laserstrahlen in einem Metallpulverbett schichtweise aufgeschmolzen. Die so hergestellten Teile erfüllen höchste Ansprüche an Stabilität, Oberflächenstruktur und Biokompatibilität - je nach Einsatzzweck werden unterschiedliche Bedürfnisse priorisiert.

Nach Einschätzung des Beratungsunternehmens AMPOWER ist das selektive Laserschmelzen die bekannteste und zugleich führende Technologie im Bereich der metallbasierten additiven Fertigung. Von insgesamt 18 Verfahren wird das selektive Laserschmelzen als das Verfahren mit dem höchsten technologischen Entwicklungsstand und damit als einziges Verfahren für den breiten industriellen Einsatz bewertet. Gemessen an der Größe der installierten Basis hat die Technologie des Pulverbettschmelzens einen Marktanteil von 84%.1

Was sind die Vorteile der additiven Fertigung?

Ein wesentlicher Vorteil der additiven Fertigung liegt im geringeren Materialverbrauch gegenüber klassischen Fertigungsverfahren. Darüber hinaus schafft dieser Ansatz neue Spielräume bei der Produktgestaltung, die die gewünschten Funktionalitäten des jeweiligen Bauteils in den Mittelpunkt stellen und nutzen. So eignet sich die additive Fertigung gut für die Herstellung komplexer Teile, die als Prototypen oder in der Serienfertigung eingesetzt werden können. Im Gegensatz zu konventionellen Fertigungsverfahren entstehen bei dieser Art der Herstellung durch die Komplexität keine höheren Kosten („Complexity is for free"). Die additive Fertigung von Metallteilen bietet zudem enorme Vorteile in Bezug auf die Geschwindigkeit, da keine Formen oder Werkzeuge benötigt werden. Die patentierte Multilasertechnologie von Nikon SLM unterstreicht die technologische Führungsposition des Unternehmens. Industrielle Fertigungsverfahren wie das Präzisionsfräsen werden zunehmend durch das Laserschmelzen ergänzt und ersetzt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass AM das Potenzial hat, Kosten zu senken, komplexe Geometrien zu realisieren, die Durchsatzgeschwindigkeit zu maximieren und dabei keine Kompromisse bei der Qualität einzugehen.

1 AMPOWER Report 2022, additive Fertigung von Metallen (digitale Ausgabe)

Nikon SLM - Geschäftssegmente

Das Geschäft von Nikon SLM ist in zwei Geschäftssegmente unterteilt:

Maschinen
After-Sales

Der Kundenstamm von Nikon SLM ist vielfältig und erstreckt sich über eine Vielzahl von Sektoren wie Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Werkzeugbau, Automobilbau, Medizintechnik und den Energiesektor. Der Kundenstamm des Unternehmens lässt sich außerdem durch Auftragsfertiger und Endanwender charakterisieren. Während die Akzeptanz dieser Technologie bei den Endanwendern weiter zunimmt, bleiben auch Auftragsfertiger weiterhin ein wichtiges Kundensegment mit steigender Nachfrage nach Fertigungsdienstleistungen. Zielmärkte von Nikon SLM sind neben Europa (inkl. Deutschland), dem Mittleren Osten und Afrika auch die Regionen Nordamerika und Asien-Pazifik.

Maschinen

Dieses Segment Maschinen umfasst die Entwicklung und Produktion sowie die Vermarktung und den Vertrieb von Maschinen und Peripheriegeräten für das selektive Laserschmelzen. Diese Anlagen werden sowohl über Direktvertrieb als auch über lokale Partner und Wiederverkäufer in Ländern vertrieben, in denen SLM keine direkte Vertriebspräsenz hat. Derzeit macht dieses Segment den größten Teil des Geschäfts aus. Das Product Lifecycle Management (PLM)-System von Nikon SLM ist darauf ausgerichtet, die betriebliche Effizienz zu steigern und die Produktqualität zu maximieren. Ein digitalisierter Produktentwicklungs- und -verwaltungsprozess stellt sicher, dass verschiedene Teams zum richtigen Zeitpunkt auf die richtigen Daten zugreifen können, wodurch die Qualität und Effektivität der Entscheidungsfindung verbessert wird.

After-Sales

Das Segment After-Sales hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert und ist für das Unternehmen von strategischem Interesse. Es umfasst das Geschäft mit maschinenbezogenen Dienstleistungen, Service-Level-Agreements, dem Vertrieb von Ersatzteilen und Zubehör sowie dem Vertrieb von Verbrauchsmaterialien und maschinenunabhängigen Dienstleistungen.

Nikon SLM legt großen Wert auf die Maximierung der Kundenzufriedenheit und unternimmt in dieser Hinsicht große Anstrengungen. So hat SLM AG ein neues Customer-Relationship-Management (CRM)- System eingeführt, das darauf ausgerichtet ist, die Anforderungen der Kunden zu verstehen und das Serviceangebot auf die Bedürfnisse der Kunden abzustimmen. Nikon SLM verwendet die Net Promoter Score (NPS)-Metrik, um den Kundenservice zu überwachen, zu bewerten und zu verbessern. Mit diesem Tool können die Kunden sowohl qualitative als auch quantitative Rückmeldungen geben. Das Unternehmen führt eine detaillierte Analyse der Kundenrückmeldungen durch, um die Kundenanforderungen besser zu verstehen und dadurch die Kundenzufriedenheit zu maximieren

Ziele und Strategie

Nikon SLM verfolgt das Ziel, seine Technologieführerschaft als Anbieter von innovativen Lösungen im Bereich der metallbasierten additiven Fertigung langfristig zu erhalten und auszubauen. Damit ist das Unternehmen in der Lage, diese Technologie entscheidend mitzugestalten und damit in absehbarer Zeit deutlich und profitabel zu wachsen. Nikon SLM verfolgt eine mittelfristige Wachstumsstrategie aus drei Säulen, für die regelmäßig Zwischenziele definiert und evaluiert werden:

SLM verfolgt das Ziel, die bestehende technologische Führungsposition im Bereich der metallbasierten additiven Fertigung auszubauen. Zu diesem Zweck investiert Nikon SLM in erheblichem Umfang in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E). Das Portfolio an geistigen Eigentumsrechten wird kontinuierlich optimiert und das F&E-Team sorgt nach Ansicht des Unternehmens dafür, dass die technologische Führungsposition durch eine Reihe von verschiedenen Projekten ausgebaut wird. Nikon SLM arbeitet auch mit Forschungsinstituten und Universitäten zusammen, um seine Technologie weiterzuentwickeln und sie für immer neue Anwendungen aus allen Bereichen nutzbar zu machen.
SLM will sich zu einem umfassenden Anbieter von integrierten Lösungen im Bereich der additiven Fertigung entwickeln und in benachbarte Geschäftsfelder hineinwachsen. So hat Nikon SLM in den letzten Jahren seine Geschäftsaktivitäten mit metallischen Pulvern deutlich ausgeweitet. Außerdem wird eine engere Zusammenarbeit mit den Kunden forciert, um die Einführung oder Ausweitung der additiven Fertigung in den jeweiligen Unternehmen erfolgreich umzusetzen.
Nikon SLM hat sich zum Ziel gesetzt, bestehende Prozesse kontinuierlich zu verbessern oder neue Prozesse einzuführen, um so die Effizienz zu steigern und die Kosten zu senken. In Fachkreisen wird diese Strategie als Operational Excellence bezeichnet und wird vor allem durch das erweiterte Managementteam geprägt, das sich durch weitreichende Erfahrungen in der Branche oder anderen Industrieunternehmen auszeichnet.

Managementsystem

Nikon SLM ermittelt die folgenden Kennzahlen als die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren für sein Geschäft und veröffentlicht diese regelmäßig:

Umsatz: Die Umsatzentwicklung des Unternehmens ist die maßgebliche Kennzahl, um die Ausschöpfung des Wachstumspotenzials des Unternehmens in einem abgeschlossenen Berichtszeitraum zu beurteilen. Diese Kennzahl wird auch regelmäßig mit der Wachstumsrate des globalen Marktes für additive Fertigung verglichen.
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA): Für Nikon SLM als Unternehmen, das sich in der Wachstumsphase befindet, ist das EBITDA einer der besten Indikatoren für die operative Ertragskraft. Bei dieser Kennzahl werden nicht vergleichbare und/oder einmalige Posten wie nationale Besonderheiten in der Steuergesetzgebung, die gewählte Finanzierungsstruktur und die Anlagenintensität im operativen Geschäft nicht berücksichtigt, was den Vergleich mit internationalen Peer-Group-Unternehmen erleichtert.

Forschung und Entwicklung

Nikon SLM gehört seit langem zu den Technologiepionieren, die durch Forschung und Entwicklung den Weg für wesentliche Bestandteile ihres Geschäftserfolgs ebnen. Gerade im Bereich der Multilasertechnologie, in dem das Unternehmen die Führungsposition innehat, hat die Forschungs- und Entwicklungsstärke des Unternehmens entscheidend dazu beigetragen, das große Marktpotenzial im Bereich der industriellen Fertigung zunehmend zu nutzen. Das Unternehmen verfügt dabei über ein umfangreiches Portfolio an Schutzrechten und Lizenzen vor allem im Bereich der selektiven Laserschmelztechnologie. Zudem arbeitet Nikon SLM an der Weiterentwicklung eines Portfolios von branchenrelevanten Patenten, wobei der Fokus nicht nur auf Technologien liegt, die für den Einsatz in den eigenen Systemen und Lösungen entwickelt wurden, sondern auch auf Lösungen, die über die Grenzen des bestehenden Produktangebots des Unternehmens hinausgehen.

Weltweite Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie die enge Zusammenarbeit mit führenden industriellen Erstausrüstern (OEMs) ermöglichen es Nikon SLM, immer am Puls der Zeit zu sein. Dadurch wird eine Plattform für den erfolgreichen Einsatz der Nikon SLM®-Technologie in der Serienfertigung in verschiedenen Branchen ermöglicht. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche Produktivitätssteigerung, Teilequalität und robuste Produktionssysteme. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Nikon SLM umfassen unter anderem die Entwicklung der weltweit schnellsten selektiven Laserschmelzsysteme, die gleichzeitig die höchste Prozessqualität des selektiven Laserschmelzens bieten. Schließlich wird die additive Fertigung zunehmend mit anderen Teilen des Fertigungsprozesses integriert, die für die vollständige Digitalisierung des gesamten Produktionsprozesses unerlässlich sind.

Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Nikon SLM bestand am 31. März 2024 aus 128 Vollzeitäquivalenten (FTEs) (Vorjahr 130 FTEs).

Es wurden im Jahr 2024 Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 3.922 (Vorjahr TEUR 130.741) aktiviert. Ferner sind Kosten in Höhe von TEUR 1.914 (Vorjahr TEUR 8.058) angefallen, die nicht aktiviert wurden. Zusätzlich sind Abschreibungen im Bereich Entwicklung in Höhe von TEUR 1.055 (Vorjahr TEUR 5.246) angefallen.

Mitarbeiter

Die Nikon SLM AG hat zum Bilanzstichtag neben den drei Vorstandsmitgliedern 497 (Vorjahr 463) Mitarbeiter beschäftigt.

Wirtschafts- und Geschäftsbericht

Makroökonomische Situation in den Zielmärkten

Im Jahr 2023 wurde die weltweite Wirtschaftstätigkeit durch weiterhin hohe Inflationswerte sowie geopolitische Spannungen gedämpft. Demnach stieg das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach einem Wachstum von 3,3 % im Jahr 2022 im Jahr 2023 um 3,1 %. Im Euroraum war das Wachstum im Jahr 2023 mit 0,6% signifikant geringer als in den USA, welches ein Wachstum von 2,5% erzielt hat, was im Wesentlichen auf die negativen Effekte in Folge des Krieges in der Ukraine basiert.2

2 OECD (2024), OECD Economic Outlook, Interim Report February 2024: Strengthening the Foundations for Growth, OECD Publishing, Paris

Markt für metallbasierte additive Fertigung

Wachstumsaussichten

Laut AMPOWER belief sich die Marktgröße für metallbasierte additive Fertigung im Jahr 2023 auf 3,5 Mrd. EUR (2022: 3,0 Mrd. EUR). Davon entfielen 1,0 Mrd. EUR auf Produktionssysteme (2022: 0,9 Mrd. EUR), 1.1 Mrd. EUR auf Materialien (2022: 1,0 Mrd. EUR) und 1,2 Mrd. EUR auf Dienstleistungen (2022: 1,3 Mrd. EUR).3

Mit Blick auf die Zukunft prognostiziert AMPOWER, dass der Markt für metallbasierte additive Fertigung bis 2028 auf ca. 8,8 Mrd. EUR ansteigen wird, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von rund 20 %. Es wird davon ausgegangen, dass die zunehmende Verbreitung von AF- Technologien auf Metallbasis der Schlüsselfaktor für das Wachstum des Marktes und die Auslastung der bestehenden Maschinenkapazität sein wird.4

Geschäftsverlauf

Nikon SLM hat seine Strategie erfolgreich umgesetzt und das Geschäft im Jahr 2023 und in den drei Monaten 2024 weiter ausgebaut. Das Rumpfgeschäftsjahr 2024 ist durch ein starkes Wachstum geprägt. Die Nikon SLM Solutions AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 39,8 Mio. nach EUR 100,6 Mio. in den 12 Monaten davor. Dieser Erfolg ist in erster Linie auf die breite Marktakzeptanz und den Erfolg der NXG XII 600 in Verbindung mit der anhaltend starken Leistung des gesamten Produktportfolios des Unternehmens zurückzuführen. Der Auftragsbestand zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres 2024 lag bei EUR 64,9 Mio (Vorjahr 65,5Mio).

Die ordentliche Hauptversammlung von Nikon SLM fand am 13. Juli 2023 statt. Die Aktionäre haben Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2022 entlastet. Die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023 steht derzeit noch aus.

Zur nachfolgend dargestellten Vermögens- Finanz- und Ertragslage ist anzumerken, dass die Nikon SLM im Geschäftsjahr 2024 ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet hat, was den Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis 31. März 2024 umfasst. Der Vorjahresvergleich ist in Bezug auf die Gewinn- und Verlustrechnung nur wenig aussagekräftig.

3 AMPOWER Report 2024, Marktbericht zur additiven Fertigung (digitale Ausgabe)

4 AMPOWER Report 2024, Marktbericht zur additiven Fertigung (digitale Ausgabe)

Ertragslage

Aus der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die folgende wirtschaftliche Erfolgsrechnung entwickelt. Dabei ist zu beachten, dass die Nikon SLM in 2024 ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet hat, dass einen Dreimonatszeitraum umfasst.

Ertragslage 1.1.-31.3.2024 Vorjahr
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 39.770 96,5 100.575 76,1
Bestandsveränderungen -1.639 -4,0 21.758 16,5
Andere aktivierte Eigenleistungen 3.067 7,4 9.831 7,4
Gesamtleistung 41.198 100,0 132.164 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 846 2,1 1.522 1,2
Betriebsleistung 42.044 102,1 133.686 101,2
Materialaufwand 17.849 43,3 72.708 55,0
Personalaufwand 12.921 31,4 45.041 34,1
Sonstige Aufwendungen 4.289 10,4 26.377 20,0
Kosten des Betriebs 35.059 85,1 144.126 109,1
EBITDA 6.985 17,0 -10.440 -7,9
Planmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen 11.548 28,0 47.677 36,1
EBIT -4.563 -11,1 -58.117 -44,0
Finanzergebnis -735 -1,8 -2.486 -1,9
Neutrales Ergebnis 0 0,0 0 0,0
Ergebnis vor Ertragsteuern -5.298 -12,9 -60.603 -45,9
Ertragsteuern -1.744 -4,2 -17.984 -13,6
Jahresergebnis -3.554 -8,6 -42.619 -32,2
Ertragslage Veränderung
TEUR %
--- --- ---
Umsatzerlöse -60.805 -62,0
Bestandsveränderungen -23.397 >100,0
Andere aktivierte Eigenleistungen -6.764 -94,1
Gesamtleistung -90.966 -80,3
Sonstige betriebliche Erträge -676 -55,7
Betriebsleistung -91.642 -80,1
Materialaufwand -54.859 -96,3
Personalaufwand -32.120 -88,5
Sonstige Aufwendungen -22.088 -98,7
Kosten des Betriebs 109.067 -94,3
EBITDA 17.425 >100,0
Planmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen -36.129 >100,0
EBIT 53.554 >100,0
Finanzergebnis 1.751 -31,9
Neutrales Ergebnis 0 0,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 55.305 >100,0
Ertragsteuern 16.240 >100,0
Jahresergebnis 39.065 >100,0

Im Rumpfgeschäftsjahr 2024 liegt der Umsatz im Bereich After Sales bei EUR 6,9 Mio. und Maschinen Sales bei EUR 32,9 Mio.

Im Segment des After Sales werden alle Verkäufe bzw. Dienstleistungen gezeigt, die nicht dem Maschinenverkauf zugeordnet werden, wie der Umsatz aus Service, Ersatzteilen, Handelswaren nebst Pulver sowie Training und Installation der Maschinen. Im Segment der „Maschinen“ werden die Maschinen aus dem Bereich Selective Laser Melting nebst Optionen wie Pulversiebstationen und andere Peripheriegeräte betrachtet.

Die Aufteilung der Umsätze im Einzelnen nach Verkaufsregionen ist im Anhang des Jahresabschlusses dargestellt.

Die Gesamtleistung liegt bei EUR 41,2 Mio. und beinhaltet neben den Umsatzerlösen den Abbau der Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen als auch die anderen aktivierten Eigenleistungen. Die anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten dabei im Wesentlichen die Entwicklungskosten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten als wesentliche Posten Währungskursgewinne mit TEUR 338 (Vorjahr TEUR 0), Versicherungserstattungen mit TEUR 122 (Vorjahr TEUR 25), Fördermittelzulage von TEUR 95 (Vorjahr TEUR 272), den Korrekturposten der gewährten Sachbezüge mit TEUR 83 (Vorjahr TEUR 283), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 38 (Vorjahr TEUR 761), Lohnerstattungen von TEUR 22 (Vorjahr TEUR 112) sowie Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 52).

Die Kosten des Betriebs liegen dabei bei EUR 35,1 Mio., nach EUR 144,1 Mio. im Vorjahr, was 85,1% im Verhältnis zur Gesamtleistung nach 109,1% im Vorjahr ausmacht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten als wesentlichen Posten die Kosten aus der Weiterbelastung der Tochtergesellschaften mit TEUR 429 (Vorjahr TEUR 3.911). Darin sind Erstattungen von Garantieleistungen, Serviceeinsätzen sowie sonstige Weiterbelastungen enthalten. Des Weiteren enthält der Posten Vertriebskosten mit TEUR 908 (Vorjahr TEUR 3.779), Rechts- und Beratungskosten mit TEUR 492 (Vorjahr TEUR 4.740), Reisekosten von TEUR 422 (Vorjahr TEUR 2.165), Ausgangsfrachten mit TEUR 272 (Vorjahr TEUR 1.665) und Forderungsberichtigungen mit TEUR 247 (Vorjahr TEUR 1.678).

Das EBITDA, als Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern, liegt danach bei EUR 7,0 Mio., nach - EUR 10,4 Mio. im Vorjahr. Die EBITDA-Marge, das Verhältnis zum Gesamtleistung beträgt dabei 17,0% (Vorjahr -7,9%).

Zu den Abschreibungen verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

Das Finanzergebnis liegt bei -EUR 0,7 Mio., nach -EUR 2,5 Mio. im Jahr 2023. Es beinhaltet insbesondere die Zinszahlungen auf die Darlehen für die Finanzierung der Immobilie in Genin sowie die Kredite innerhalb des Nikon-Konzerns.

Durch die Aktivierung der latenten Steuern auf den steuerlichen Verlust ergibt sich ein positiver Steuereffekt in Höhe von EUR 1,7 Mio.

Insgesamt ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von EUR 3,6 Mio.

Vermögenslage

Nachfolgend wird der Vermögens- und Kapitalaufbau der Nikon SLM zum 31. März 2024 anhand von nach Liquiditätsgesichtspunkten zusammengefassten Bilanzzahlen dargestellt. Innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag fällige Teilbeträge der Forderungen und Rückstellungen bzw. Verbindlichkeiten werden dabei als kurzfristig behandelt, alle anderen als mittel- und langfristig.

31.03.2024 Vorjahr
Vermögen TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 530.538 72,1 537.301 72,5
Sachanlagen 38.696 5,3 38.755 5,2
Finanzanlagen 44.519 6,0 44.572 6,0
Sonstige 1.191 0,2 1.250 0,2
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 614.944 83,6 621.878 84,0
Vorräte 58.069 7,9 62.394 8,4
Kundenforderungen 14.145 1,9 21.950 3,0
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen 42.674 5,8 30.151 4,1
Sonstige kurzfristige Posten 2.729 0,4 1.718 0,2
Flüssige Mittel 3.337 0,5 2.640 0,4
Kurzfristig gebundenes Vermögen 120.954 16,4 118.853 16,0
Vermögen insgesamt 735.898 100,0 740.731 100,0
Kapital
Gezeichnetes Kapital 50 0,0 50 0,0
Kapitalrücklage 630.000 85,6 630.000 85,1
Bilanzverlust -46.198 -6,3 -42.644 -5,8
Eigenkapital 583.852 79,3 587.406 79,3
Pensionsrückstellungen 5.637 0,8 5.616 0,8
Sonstige mittel- und langfristige Rückstellungen 3.666 0,5 2.907 0,4
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen 28.700 3,9 28.700 3,9
Bankverbindlichkeiten 2.134 0,3 2.467 0,3
Sonstige mittel- und langfristige Verbindlichkeiten 0 0,0 399 0,1
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 40.137 5,5 40.089 5,4
Bankverbindlichkeiten 1.334 0,2 1.334 0,2
Übrige Rückstellungen 11.438 1,6 10.756 1,5
Erhaltene Anzahlungen 2.798 0,4 2.687 0,4
Lieferantenverbindlichkeiten 12.707 1,7 13.422 1,8
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen 40.842 5,5 41.568 5,6
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und latenten Steuern 42.790 5,8 43.469 5,9
Kurzfristiges Fremdkapital 111.909 15,2 113.326 15,3
Kapital insgesamt 735.898 100,0 740.731 100,0
Veränderung
Vermögen TEUR %
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände -6.763 -1,3
Sachanlagen -59 -0,2
Finanzanlagen -53 -0,1
Sonstige -59 -4,7
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen -6.934 -1,1
Vorräte -4.325 -6,9
Kundenforderungen -7.805 35,6
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen 12.523 41,5
Sonstige kurzfristige Posten 1.011 58,8
Flüssige Mittel 697 26,4
Kurzfristig gebundenes Vermögen 2.101 1,8
Vermögen insgesamt -4.833 -0,7
Kapital
Gezeichnetes Kapital 0 0,0
Kapitalrücklage 0 0,0
Bilanzverlust -3.554 8,3
Eigenkapital -3.554 -0,6
Pensionsrückstellungen 21 0,4
Sonstige mittel- und langfristige Rückstellungen 759 26,1
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen 0 0,0
Bankverbindlichkeiten -333 13,4
Sonstige mittel- und langfristige Verbindlichkeiten -399 -8,8
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 48 0,1
Bankverbindlichkeiten 0 0,0
Übrige Rückstellungen 682 6,3
Erhaltene Anzahlungen 111 4,1
Lieferantenverbindlichkeiten -715 -5,3
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen -726 -1,7
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und latenten Steuern -679 -1,6
Kurzfristiges Fremdkapital -1.327 -1,2
Kapital insgesamt -4.833 -0,7

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr auf EUR 735,9 Mio. vermindert.

Das mittel- und langfristige Vermögen macht mit EUR 614,9 Mio. 83,6% des Gesamtvermögens aus. Das Anlagevermögen ist dabei insbesondere durch die in 2023 erfolgte Verschmelzung und die dadurch aufgedeckten stillen Reserven und den Geschäfts- oder Firmenwert geprägt.

Wir verweisen im Übrigen auf den Anlagespiegel als Anlage zum Anhang des Jahresabschlusses.

In den sonstigen langfristigen Vermögensgegenständen sind die langfristigen Bestandteile der Forderungen enthalten.

Die kurzfristigen Vermögensgegenstände liegen zum Stichtag bei EUR 120,9 Mio. und einem Anteil von 16,4% an der Bilanzsumme.

Das Eigenkapital der SLM AG ist im Vergleich zum Vorjahr durch den im Rumpfgeschäftsjahr 2024 erwirtschafteten Verlust gesunken, beträgt unverändert 79,3% der Bilanzsumme.

Das mittel- und langfristige Fremdkapital betrifft im Wesentlichen neben der Pensionsrückstellung und dem langfristigen Bestandteil der sonstigen Rückstellungen insbesondere für Personalverpflichtungen, die langfristige konzerninterne Finanzierung und die Bankverbindlichkeiten für die Neubaufinanzierung.

Das langfristige Darlehen von EUR 28,7 Mio. besteht gegenüber der Nikon Corporation, Tokio, Japan. Es hat insgesamt eine Laufzeit von 5 Jahren und wird mit einem Zinssatz von einem Prozent über der fünf Jahres Euribor swap rate p.a. verzinst.

Für die Neubaufinanzierung wurden im Jahr 2017 Bankkredite aufgenommen. Die beiden noch nicht getilgten Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Die Tilgung erfolgt in 30 gleich hohen aufeinanderfolgenden vierteljährlichen Raten in Höhe von TEUR 333, bzw. einer abweichenden Schlussrate von TEUR 133, beginnend am 30. Juni 2019. Für diese Verbindlichkeiten wurden erstrangige Grundschulden für die kreditgewährenden Banken auf dem Grundstück Estlandring in Lübeck eingetragen.

Die sonstigen mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten betreffen Lieferantenkredite bzw. Leasingverpflichtungen.

Das kurzfristige Fremdkapital beträgt EUR 111,5 Mio. Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen beinhalten mit EUR 8,8 Mio. Personal- und mit EUR 4,0 Mio. Garantieverpflichtungen sowie im Übrigen mit EUR 2,3 Mio. ausstehende Rechnungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Nikon Europe B.V., Niederlande, aus der Konzerninnenfinanzierung mit EUR 37,7 Mio.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und latenten Steuern weisen als größten Posten die Rückstellungen für die latenten Steuern in Höhe von EUR 40,8 Mio. aus.

Finanzlage

Zur Darstellung der Herkunft und Verwendung der Finanzmittel im Geschäftsjahr wurde in Anlehnung an DRS 21 die nachfolgende komprimierte Fassung der Kapitalflussrechnung entwickelt:

1.1.- 31.3.2024 Vorjahr
TEUR TEUR
--- --- ---
Jahresergebnis -3.554 -42.619
Abschreibungen auf Anlagevermögen (+) 11.548 47.677
Zinsaufwendungen (+) 751 2.984
Zinserträge (-) -19 -498
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen 1.462 19.265
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Abgang von Anlagevermögen 0 -15
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen und andere Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.345 -117.461
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -664 148.156
Sonstige zahlungsunwirksamen Veränderungen des Vermögens -65 -65
Ertragsteueraufwand (+) Ertragsteuerertrag (-) -1.743 -17.982
Ertragsteuerzahlungen (+) / (-) -1 -2
Mittelzu-/-abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 6.370 39.440
Einzahlung aus Abgang von Anlagevermögen (+) 57 5.754
Erhöhung Anlagevermögen nicht zahlungswirksam aus Verschmelzung 0 -602.240
Abgänge Anlagevermögen nicht zahlungswirksam aus Verschmelzung 0 46.043
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (-) -4.726 -72.166
Erhaltene Zinsen (+) 15 478
Mittelzu-/-abfluss aus der Investitionstätigkeit -4.654 -622.131
Gezahlte Zinsen (-) -686 -2.919
Einzahlung aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern 0 0
Erhöhung Finanzmittelschulden aus Verschmelzung 0 5.791
Auszahlung aus der Rückzahlung von Finanzkrediten -333 -1.990
Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 0
Mittelzu-/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -1.019 882
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 697 -581.809
Finanzmittelfonds am Anfang des Jahres 2.640 584.449
Finanzmittelfonds am Jahresende 3.337 2.640

Zur Kapitalflussrechnung ist anzumerken, dass die Vorjahreszahlen sehr stark durch die Verschmelzung beeinflusst waren.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei EUR 6,4 Mio.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Geschäftsjahr bei -EUR 4,7 Mio. und aus der Finanzierungstätigkeit bei -EUR 1,0 Mio.

Zum 31. März 2024 lag der Finanzmittelfonds bei EUR 3,3 Mio. nach EUR 2,6 Mio. zum Ende des Vorjahres und beinhaltet ausschließlich Bankguthaben.

Chancen- und Risikobericht

Managementsystem für Chancen- und Risiken

Nikon SLM ist in einem technologisch komplexen und anspruchsvollen Markt tätig, was sowohl mit Chancen als auch mit Risiken verbunden ist. Nikon SLM ergriff eine Anzahl an Maßnahmen, um die Fortführung des Unternehmens zu sichern und dessen Entwicklung zu fördern. Das Managementsystem für Chancen und Risiken, das ständig in alle wesentlichen Unternehmensprozesse integriert ist, bildet einen bedeutenden Teil dieser Maßnahmen. Mithilfe dieses Systems identifiziert die Gruppe Chancen und Risiken in einer frühen Phase und reagiert auf diese proaktiv. Die Implementierung und die Aufrechterhaltung eines Risikomanagementsystems ist demzufolge nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung für börsennotierte Unternehmen, sondern erfüllt vielmehr das Ziel der frühzeitigen Erkennung aller wesentlichen oder existentiellen Risiken oder Chancen und dem Ziel, darüber intern zu berichten. Es ist größtenteils als integraler Teil der Managementinformationen und des Kontrollsystems anzusehen.

Das Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiter verbessert. Die Regeln und die Verfahren gelten für alle Unternehmen der Gruppe gleichermaßen. Risiken werden in zwei Dimensionen bewertet: nach deren Eintrittswahrscheinlichkeit (Eintrittswahrscheinlichkeit in Prozent im Verhältnis zu einhundert Jahren; Beispiel: 10 % = einmal in zehn Jahren) und nach deren Wirkung (Wirkung oder eventueller Stand des Verlusts in TEUR, falls das Risiko eintritt). Das ist eine Netto-Risikoanalyse. Das bedeutet, dass alle bereits erfolgreich implementierten Maßnahmen zur betreffenden Risikominimierung berücksichtigt werden und das tatsächlich übrig gebliebene Risiko analysiert wird. Schlussendlich werden die evaluierten Risiken in drei Kategorien geteilt: wesentliches (rot), signifikantes (gelb) und moderates (grün) Risiko. Diese Rangreihenmethode (Risikobewertungsfolge) ist leicht verständlich, schafft ein hohes Maß an Transparenz und bietet als Diagramm dargestellt einen einfachen visuellen Überblick. Zusätzlich wird der erwartete Verlustwert für jedes Risiko kalkuliert (Risikoeintritt, multipliziert mit der Risikoauswirkung), um die Risiken bewerten zu können. Das erleichtert die Risikoüberwachung und die Risikobewältigung. Neben der Bewertung des Risikos für den aktuellen Status Quo kann auch eine Zielbewertung vorgenommen werden (konkret: Bewertung, wie ausgeprägt die zukünftige Eintrittswahrscheinlichkeit und die zukünftige Auswirkung des Risikos sein könnten). Dies ermöglicht einen Ausblick und zeigt, wie sich die Risiken in Zukunft verändern können. Darüber hinaus werden für jedes Risiko die möglichen Auswirkungen auf den Ruf des Unternehmens analysiert und gesondert bewertet. In diesem Lagebericht werden jedoch nur die wesentlichen Risiken mit einem erwarteten Verlustwert ab einem Wert von TEUR 1.500 näher erläutert.

Die Grundsätze der Risikopolitik sind in einem Risikohandbuch enthalten, in dem der Risikomanagementprozess definiert und beschrieben wird. Dieses Handbuch wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert. Es ist für die Nikon SLM und alle Tochtergesellschaften verbindlich. Alle relevanten Risiken werden im Rahmen der halbjährlichen Risikoinventur systematisch ermittelt, bewertet und intern kommuniziert. Daraus lassen sich Handlungsempfehlungen ableiten, gezielte Gegenmaßnahmen einleiten und deren Umsetzung überwachen. Auf diese Weise können die Risiken professionell überwacht und kontrolliert werden. Dadurch kann nachteiligen Entwicklungen, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens von besonderer Bedeutung sind, rechtzeitig entgegengewirkt werden.

Nikon SLM erkennt an, dass der Umgang mit geschäftlichen Risiken den Kern jeder unternehmerischen Tätigkeit bildet. Gemäß dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS) 20 bezieht sich der Begriff 'Risiko' auf die Möglichkeit negativer zukünftiger Veränderungen der Finanzlage eines Unternehmens und der Begriff 'Chance' auf die Möglichkeit positiver zukünftiger Veränderungen der Finanzlage eines Unternehmens. In Bezug auf das Unternehmen wird Risiko als jedes Risiko definiert, das Nikon SLM am Erreichen seiner Ziele und/oder an der erfolgreichen Umsetzung seiner Strategie hindert. Alle Entscheidungen, die die aktuelle und zukünftige Lage des Unternehmens beeinflussen können, werden einer Abwägung der damit verbundenen Chancen und Risiken unterzogen. Die aktuelle Geschäftslage des Unternehmens und die sich daraus ergebenden Risiken werden in regelmäßigen Vorstandssitzungen erörtert. Falls existenzielle Risiken festgestellt werden, werden entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Die zentrale Risikoverantwortung liegt beim Vorstand. Der Vorstand hat einen Risikomanagementbeauftragten bestellt, der den Vorstand im Bereich des Risikomanagements unterstützt.

Internes Kontrollsystem allgemein

Unser internes Kontrollsystem umfasst alle Grundsätze, Richtlinien und Verfahren, die ausgerichtet sind auf die Umsetzung der Entscheidung der Unternehmensführung

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit unserer Geschäftstätigkeit einschl. des Vermögensschutzes und der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen,
zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit unserer Rechnungslegung (internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess) sowie
zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das IKS ist fester Bestandteil unserer zentralen und dezentralen internen Steuerungs- und Überwachungsprozesse mit entsprechenden Verantwortlichkeiten innerhalb des Unternehmens.

Das IKS umfasst auch unser Risikomanagementsystem.

Prozessintegrierte und -unabhängige Überwachung

Die interne Überwachung beinhaltet prozessintegrierte sowie -unabhängig Maßnahmen. Zu den prozessintegrierten Überwachungen rechnen die in die Aufbau- und Ablauforganisation integrierten Sicherungsmaßnahmen und Kontrollen. Hierzu zählen beispielsweise Berechtigungskonzepte, Zugriffs- und Zugangsbeschränkungen, Funktionstrennungen, Vollständigkeits- und Plausibilitätsprüfungen. Die Maßnahmen und Kontrollen werden regelmäßig in der Organisation beurteilt. Zudem beschäftigt sich der Prüfungsausschuss mit dem IKS.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Nikon SLM hat ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen und Prozesse innerhalb der Organisation definiert und umgesetzt werden. Das System soll sicherstellen, dass alle Geschäftsprozesse und Transaktionen schnell, korrekt und auf einer standardisierten Basis verbucht werden. Es stellt sicher, dass die gesetzlichen Normen, Rechnungslegungsvorschriften und interne Rechnungslegungsanweisungen eingehalten werden. Änderungen von Gesetzen und Rechnungslegungsstandards sowie andere Verlautbarungen werden laufend auf ihre Relevanz und Auswirkungen auf den Jahresabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in die internen Systeme und Verfahren integriert.

Das interne Kontrollsystem basiert neben definierten Kontrollmechanismen auch auf systemtechnischen und manuellen Abstimmungsprozessen, der Trennung zwischen ausführenden und kontrollierenden Funktionen sowie der Einhaltung von Arbeitsanweisungen. Die ausländischen Tochtergesellschaften erstellen ihre Jahresabschlüsse lokal und übermitteln diese unter Verwendung eines einheitlich definierten Datenmodells. Die Tochtergesellschaften sind für die Einhaltung der Richtlinien und Verfahren, die in einem Handbuch festgelegt sind, sowie für den ordnungsgemäßen und rechtzeitigen Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich. Zentrale Ansprechpartner bei Nikon SLM unterstützen die Unternehmen vor Ort im gesamten Rechnungslegungsprozess. Der Rechnungslegungsprozess beinhaltet das Implementieren von Maßnahmen, die sicherstellen, dass die Jahresabschlüsse den Vorschriften entsprechen. In diesem Zusammenhang dienen die Maßnahmen der Risikoidentifizierung und Risikomessung sowie der Begrenzung und Überprüfung der identifizierten Risiken.

Die Mitarbeiter überwachen die systemtechnischen Kontrollen und ergänzen diese durch manuelle Prüfungen. Im Allgemeinen wird das Vieraugenprinzip angewandt, wodurch das Risiko betrügerischer Aktivitäten minimiert wird. Während des gesamten Rechnungslegungsprozesses müssen bestimmte Genehmigungsverfahren durchlaufen werden. Die Manager der Unternehmen vor Ort tragen die Verantwortung für die lokale Umsetzung und die Überwachung des internen Kontrollsystems.

Risikoprofil

Im Rahmen der laufenden Risikoinventur wurden für die Nikon SLM AG so genannte Beobachtungsbereiche (Risikobereiche) definiert, um den organisatorischen Aufwand zu minimieren und besser mit diesen Risiken umgehen zu können. Die verschiedenen identifizierten und quantifizierten Risiken werden den Risikobereichen zugeordnet. Dies bezieht sich auf die folgenden Risikobereiche:

Kapitalmarktrisiken
Markt- und Branchenrisiken
rechtliche, regulatorische und steuerliche Risiken
Risiken im Bereich des geistigen Eigentums
Unternehmensrisiken

Wie oben beschrieben, kann die Höhe eines Risikos nach der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Ausmaß seiner Auswirkungen definiert werden.

Die Dimension „Risiko-Eintrittswahrscheinlichkeit" ermöglicht die Bewertung des Risikos als:

unwahrscheinlich (bis zu 10 %)
möglich (mehr als 10 % bis 50 %)
durchaus denkbar (mehr als 50 % bis 90 %)
wahrscheinlich (mehr als 90 %)

Die inhaltliche Definition des Kriteriums „Risikoauswirkung" basiert auf der Einschätzung der bewertenden Abteilungen und deren Auswirkung auf EBITDA in TEUR. Die Bewertung stellt eine Nettoanalyse dar. Im Rahmen des Prozesses wurden die folgenden vier Ebenen definiert:

niedrig (bis zu TEUR 300)
durchschnittlich (mehr als TEUR 300 bis TEUR 1.500)
hoch (mehr als TEUR 1.500 bis TEUR 3.000)
ernst (mehr als TEUR 3.000)

Zum 31. Dezember 2023 bzw. 31. März 2024 wurden somit 63 Risiken (im Vorjahr: 64) für Nikon SLM identifiziert. Im Folgenden werden die acht (Vorjahr acht) wesentlichen Einzelrisiken mit einem kalkulierten erwarteten Verlustwert von TEUR 1.500 und mehr beschrieben. Diese sind nach ihrer Gewichtung aufgeführt.

Schwankende Produktanforderungen (Markt- und Branchenrisiken)

Aufgrund der Dynamik des Marktes für additive Fertigung sowie der ständigen Weiterentwicklung der Technologie und der Kundenanwendungen treten die Kunden manchmal erst spät im Projektzyklus mit neuen Anforderungen für die Anlagen an Nikon SLM heran. Da Nikon SLM ein kundenorientierter Hersteller ist, wird Nikon SLM versuchen, diese neuen Anforderungen umzusetzen. Daher könnte Nikon SLM mit zusätzlichen Kosten konfrontiert werden oder zusätzliche Ressourcen in Anspruch nehmen müssen.

Beschränkungen der Lieferkette (Markt- und Branchenrisiken)

Infolge der Covid-19-Pandemie wurden die globalen Lieferketten erheblich beeinträchtigt und sind dies auch heute noch. Wie die meisten Hardwarehersteller ist auch Nikon SLM von diesen Engpässen betroffen, insbesondere was die Verfügbarkeit von elektronischen Bauteilen für seine Maschinen betrifft. Zwar konnte das Unternehmen diese Engpässe in den vergangenen Jahren erfolgreich abmildern, doch bleibt die Versorgungslage in bestimmten Bereichen angespannt. Daher kann es kurzfristig zu Verzögerungen kommen, da das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage sein wird, die Produktion seiner Maschinen rechtzeitig abzuschließen, was sich möglicherweise nachteilig auf die Einnahmen auswirken wird.

Höhere Garantieaufwendungen (Unternehmensrisiken)

Mit einem größeren Maschinenpark auf dem Markt steigt das Risiko von Garantiekosten. Garantieprobleme könnten zu erhöhten Servicekosten, Ausfallzeiten bei den Kunden und möglicherweise zu einer Entschädigung für solche Ausfallzeiten führen. Es besteht auch das Risiko, dass Mängel bei zugekauften Komponenten zu Produktions- oder Konstruktionsfehlern führen. Sollten wichtige Komponenten betroffen werden, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf die Rentabilität des Unternehmens haben. Die Nikon SLM überwacht dieses Risiko jedoch genau und hat ein (rechtliches) Klageverfahren eingerichtet, um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu minimieren.

Risiko der Uneinbringlichkeit ausstehender Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder sonstiger Forderungen (Unternehmensrisiken)

Das Forderungsausfallrisiko beschreibt das Risiko, dass der Ausfall von Forderungen gegenüber Geschäftspartnern zu Wertberichtigungen und damit zu einem finanziellen Verlust führt. Das Risiko wird durch eine erhöhte Kapitalbindung im Forderungsportfolio verstärkt, so dass Liquidität im Bedarfsfall nicht in ausreichender Höhe zur Verfügung steht. Um dieser Situation entgegenzuwirken, wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen: Die Nikon SLM führt vor der Kontaktaufnahme mit diesen Parteien Bonitätsanalysen durch, prüft laufend fällige Rechnungen und entscheidet von Fall zu Fall über rechtliche Maßnahmen.

Datenverlust durch kriminelle Aktivitäten mit Hilfe von Schadsoftware von Dritten (Risiken für das geistige Eigentum)

Die Integrität oder Verfügbarkeit von Daten oder Systemen könnte durch Schadsoftware gefährdet werden. Infolge einer Infektion oder eines unbefugten Zugriffs durch Dritte (z. B. E-Mail-Kommunikation, Phishing) ist es denkbar, dass Unternehmens-/Geschäftsdaten oder persönliche Daten verloren gehen. Ein mögliches Ergebnis könnte sein, dass die Vertraulichkeit der Daten nicht gewährleistet werden kann. Insgesamt führt jeglicher solcher Angriff zu einem Wettbewerbsnachteil, Wissensverlust sowie zu Reputationsschäden und möglichen Schadensersatzforderungen. Das potenzielle Schadensausmaß wird als ernst eingestuft. Die IT-Abteilung hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um das Risiko zu mindern. Konkret geht es um regelmäßige System-Updates und Backups zur Datensicherung, konsequentes Patch-Management, umfangreiche Antiviren-Software und eine lückenlose Überwachung der Systeme und Datenströme. Die IT-Abteilung hat ihre internen Prozesse optimiert und arbeitet weiter an der Verbesserung der Systeme und der Automatisierung des Überwachungsprozesses. Ziel ist es, in enger Zusammenarbeit mit qualifizierten externen Partnern eine 24-Stunden-Verfügbarkeit zu erreichen, um im Falle eines möglichen Schadens schnellstmöglich reagieren zu können.

Verletzung von Eigentumsrechten Dritter (Risiken des geistigen Eigentums)

Die Verwendung von durch Dritte geschützter Technologie, die unbeabsichtigt in unseren Produkten verwendet wird, könnte zu einer Unterlassungsklage führen, wenn der Inhaber des Schutzrechts nicht bereit ist, eine Lizenz zu erteilen, und letztlich zu einer Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit oder sogar zu Schadensersatzansprüchen. Ein Imageschaden für das Unternehmen kann nicht ausgeschlossen werden. Im Marktumfeld ist eine zunehmende Aktivität im Bereich der geistigen Eigentumsrechte zu beobachten. Trotz des sehr sensiblen Umgangs mit den Schutzrechten Dritter könnte es zu einer Verletzung kommen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als möglich eingestuft. Die Auswirkungen wären jedoch hoch, so dass das Netto-Risiko in die Kategorie „wesentlich" fällt. Diesem Risiko wird unter anderem durch eine regelmäßige Überwachung der Wettbewerbsanmeldungen entgegengewirkt. In einigen Fällen kann man gegen Eigentumsrechte vorgehen, die angeblich zu Unrecht gewährt wurden. Darüber hinaus besteht gelegentlich die Bereitschaft zur Lizenzvergabe unter Wettbewerbern, so dass Lizenzvereinbarungen oder so genannte Kreuzlizenzvereinbarungen vereinbart werden können. Es werden Verfahren gegen angeblich zu Unrecht erteilte Eigentumsrechte eingeleitet.

Ausfall von zentralen IT-Komponenten (Unternehmensrisiken)

Weitere Hauptrisiken für die Nikon SLM sind Risiken im Zusammenhang mit der IT-Infrastruktur. Um die mit dem Ausfall von IT-Systemen verbundenen Risiken zu minimieren, hat das Unternehmen zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen (einschließlich Spiegelungsdaten, Firewalls, Sicherheitssoftware). Nikon SLM arbeitet auch weiterhin kontinuierlich an IT-Prozessen zur Unterstützung der internen Strukturen und stellt sich den Herausforderungen der Digitalisierung.

Einheitlichkeit von projektorganisatorischen Regeln (Unternehmensrisiken)

Im Rahmen der Einführung von neuen Technologien kann eine uneinheitliche Projektgestaltung zu Verzögerungen im Projekt und damit im Zeitplan für eine neue Technologie führen. Um solche Verzögerungen zu verhindern hat Nikon SLM Solutions AG klare Projekt Management Strukturen auch für neue Technologien eingeführt.

Chancen

Bei der Nikon SLM werden im Rahmen des Risikomanagements insbesondere die Risiken aufgenommen, bewertet und gesteuert. Das Chancenmanagement wird dabei nicht außer Acht gelassen. Das Unternehmen definiert Chancen als Wertsteigerungspotenzial, das über die (Budget-) Planung hinausgeht. Somit geht es im Kern um eine mögliche Übererfüllung der Planung. Die potenziellen Chancen werden beobachtet und bewertet, so dass bei Bedarf geeignete Maßnahmen initiiert werden können, um zum Beispiel Geschäftschancen besser nutzen zu können. Zum Jahresende 2023 bzw. 31. März 2024 wurden insgesamt vier Chancen identifiziert (Vorjahr: vier). Diese sind nach ihrer Gewichtung im Folgenden aufgelistet und im Fortlauf näher erläutert.

1. Unternehmensbezogene Chancen
2. Technologiebezogene Chancen
3. Chancen im After Sales Bereich
4. Chancen im Zusammenhang mit der Internationalisierung des Vertriebs

Unternehmensbezogene Chancen

Wenn das Unternehmen sowohl Marktanalysen als auch Vertriebs- und Marketingaktivitäten intensiviert, könnten Geschäftsmöglichkeiten besser genutzt werden. Es besteht die Chance, dass Nikon SLM auf dem Markt stärker wahrgenommen wird und mehr Anfragen und Ausschreibungen erhält. Nikon SLM hat sich intern strategisch neu ausgerichtet und die Führungspositionen in den Schlüsselbereichen Vertrieb und Marketing entsprechend besetzt.

Technologiebezogene Chancen

Im Wettbewerb mit anderen Herstellern additiver Fertigungsanlagen profitiert Nikon SLM von der für sich beanspruchten Technologieführerschaft beim selektiven Laserschmelzen. Durch den Einsatz der Multilaser-Technologie und die stetige Senkung von Stückkosten werden große Produktivitätssteigerungen erreicht, die den Einsatz der Maschinen in besonderem Maße attraktiv für die industrielle Serienfertigung machen. Es besteht die Chance, dass Nikon SLM eine neue Vertriebsstärke erreicht, sobald eine neue SML® Technologie oder eine neue SLM® Maschine serienreif am Markt platziert wird.

Chancen im After Sales Bereich

Durch die Gewinnung von qualifizierten und motivierten Mitarbeitern in den Bereichen Vertrieb, Service und Marketing eröffnet Nikon SLM Wachstumschancen im Verkauf von Anlagen und im After-Sales- Geschäft. Insbesondere im Bereich der Pulver kann das Unternehmen sein Geschäft mit Verbrauchsstoffen ausbauen und die eigene Wertschöpfungskette erweitern. Für Nikon AG besteht die Chance, in diesem Bereich erhebliche Verkaufserfolge zu erzielen.

Chancen in Bezug auf die Internationalisierung des Vertriebs

Durch Investitionen in den Ausbau lokaler Vertriebsbüros weltweit und die daraus resultierende Nähe zum Kunden wachsen Vertrauensbeziehungen und zusätzliches Umsatzpotenzial. Es besteht die Chance, dass Nikon SLM über die erwartete Entwicklung hinaus signifikante Vertriebserfolge erzielt.

Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation

Die überwachten Risiken betreffen alle Segmente des Unternehmens. Der Vorstand hält die Gesamtrisikolage des Unternehmens weiterhin für angemessen. Der Markt für metallbasierte Anlagen zur additiven Fertigung ist grundsätzlich intakt und aufgrund der sich bietenden Wachstumschancen weiterhin attraktiv. Die Nikon SLM ist technologisch gut aufgestellt, die Produktionsanlagen sind auf dem neuesten Stand und die Mitarbeiter bilden ein hochqualifiziertes und leistungsstarkes Team. Der Vorstand sieht das Unternehmen als gut positioniert an. Trotz größter Sorgfalt kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich bedeutende, bislang nicht erkannte Risiken negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken.

Prognosebericht

Die OECD erwartet ein Wachstum von 2,9 % im Jahr 2024 und 3,0 % in 2025.5 Für den Euroraum erwartet die OECD von 0.6% im Jahr 2024 und von 1,3% in 2025. In den USA wird ein Wachstum von 2,1 % im Jahr 2024 und 1,7 % im Jahr 2025 erwartet.

5 OECD (2024), OECD Economic Outlook, Interim Report February 2024: Strengthening the Foundations for Growth, OECD Publishing, Paris

Die Prognose der Nikon SLM Solutions AG für das Jahr 2024 basiert unter anderem auf folgenden wirtschaftlichen und branchenbezogenen Grundannahmen:

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Weltwirtschaft in den wichtigsten Zielmärkten von Nikon SLM Solutions AG auch im Jahr 2024 weiterwachsen, wenn auch in abgeschwächter Form.6
Das Beratungsunternehmen AMPOWER geht davon aus, dass der globale Markt für metallbasierte additive Fertigungsverfahren bis zum Jahre 2028 auf ca. EUR 8,8 Mrd. wachsen wird, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 20 % entsprechen würde.
Die breite Marktakzeptanz des NXG XII 600 gibt Nikon SLM Solutions AG Zuversicht hinsichtlich des Marktpotenzials und ermöglicht es dem Unternehmen, seine technologische Führungsposition weiter auszubauen.

Prognose der Gesellschaft

Der Vorstand geht davon aus, dass das Unternehmen seinen Wachstumskurs im Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 fortsetzen wird und erwartet ein deutliches Umsatzwachstum. Darüber hinaus erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2024/2025 insgesamt ein leicht positives EBITDA.

Um die prognostizierten Ergebnisse zu erreichen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die wirtschaftlichen und segmentbezogenen Annahmen eintreten, insbesondere in Bezug auf die Wachstumsraten der Weltwirtschaft und des Marktes für metallbasierte additive Fertigung.

Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand der Nikon SLM hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: „Die Nikon SLM Solutions AG hat auch nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.“

Lübeck, 15. April 2024

Nikon SLM Solutions AG

Der Vorstand

Sam O’Leary

Dirk Ackermann

Charles Grace

6 OECD (2024), OECD Economic Outlook, Interim Report February 2024: Strengthening the Foundations for Growth, OECD Publishing, Paris

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Nikon SLM Solutions AG, Lübeck

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nikon SLM Solutions AG, Lübeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nikon SLM Solutions AG für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. März 2024 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hamburg, den 27. Juni 2024

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stefanie Hagenmüller, Wirtschaftsprüferin

Rene Ingo Küntzel, Wirtschaftsprüfer