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Prodware — Management Reports 2025
Feb 10, 2025
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Management Reports
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Publication
Prodware Deutschland AG
Hamburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A. Grundlage des Unternehmens
Prodware bietet innovative und zukunftsweisende Best-in-Class-Lösungen auf der Basis von Microsoft-Technologien. Die Prodware-Gruppe, die zu den größten europäischen Microsoft Partnern gehört, besitzt seit über 30 Jahren Erfahrung in der Implementierung von Microsoft Dynamics Software im Bereich ERP, CRM sowie innovativer Business Intelligence (BI)-Lösungen. Die Prodware-Unternehmensgruppe bedient mit rund 1.065 Mitarbeitern und ihren Niederlassungen in 12 Ländern circa 15.000 Kunden in Europa und Afrika. Das Mutterunternehmen, die Prodware S.A. mit Sitz in Paris, ist an der Euronext-Börse notiert. In Europa ist Prodware derzeit einer der größten Microsoft-Partner bezogen auf die Microsoft Dynamics 365 Produktpalette. Die Prodware Deutschland AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des 1989 gegründeten französischen Systemhauses und gehört mit rund 154 Mitarbeitern zu den größten Microsoft Dynamics Partnern in Deutschland. Es existieren Zertifizierungen in mehreren Kompetenzbereichen. Darüber hinaus zählt Prodware zu den wenigen Microsoft-Partnern, die in der Lage sind, das komplette Microsoft-Dynamics Produktportfolio anzubieten und bei ihren Kunden zu implementieren.
Leistungsfähige und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind maßgeblich für unser Unternehmen. Ihr Engagement, ihre Qualifikationen und ihre Verbundenheit zur Prodware Deutschland AG sind die Erfolgsfaktoren bei der Realisierung von IT-Projekten. Sie machen uns stark für den Wettbewerb in unserer Branche und leisten einen wesentlichen Beitrag zu einer hohen Kundenzufriedenheit. Die Ansprüche unserer Mitarbeiter an die Qualität ihrer Arbeit unterstützen wir von der Personalseite, indem wir das Wissen und die Fähigkeiten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich entwickeln und ausbauen.
Neben ausgezeichneten Entwicklungsmöglichkeiten möchten wir unsere Mitarbeitenden durch Wertschätzung und Leistungsanerkennung auf allen Ebenen der Zusammenarbeit stärken. Insbesondere im dynamischen Umfeld der Informationstechnologie fordern wir von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen hohen Grad an Flexibilität und Veränderungsbereitschaft. Durch Freiräume in der Gestaltung der Arbeitszeit und des Arbeitsortes möchten wir einen wesentlichen Teil dieser Flexibilität an unsere Mitarbeitenden zurückgeben. Dies ist gleichzeitig Ausdruck unserer vertrauensvollen und kollegialen Zusammenarbeit. Gleichzeitig sehen wir darin unsere Attraktivität als Arbeitgeber, im Vergleich zu unseren Wettbewerbern, gestärkt. Wir möchten unser Bestes geben, damit alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Leidenschaft und Faszination für interessante Kundenprojekte ihr Bestes geben.
B. Wirtschaftsbericht
Entwicklung der Gesamtwirtschaft
Das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland sank im vergangenen Wirtschaftsjahr um 0,3 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2023 jedoch geringer aus (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4878/umfrage/bruttoinlandsprodukt-von-deutschland-seit-dem-jahr-1950/).
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Im Geschäftsjahr 2023 hatte der Markt für Informationstechnik und Telekommunikation (kurz ITK) ein Marktvolumen von 215,6 Milliarden Euro. Davon entfielen 143,4 Milliarden Euro auf den Bereich Informationstechnik. Der Bereich gliedert sich in die Bereiche IT-Hardware, Software und IT-Services. Dabei sind die Segmente Software und IT-Services Wachstumsbereiche, die mit 42,5 bzw. 49,3 Milliarden Euro um 4,6 (+12 %) bzw. 2,3 Milliarden Euro (+ 5 %) im Vergleich zum Vorjahr gewachsen sind. Das sind die für unsere Gesellschaft relevanten Segmente. Somit ist festzuhalten, dass der deutsche IT-Markt im Jahr 2023 ein kontinuierliches Wachstum verzeichnete, getrieben von der digitalen Transformation in allen Branchen. Dieser Trend wird sich auch für 2024 weiter fortsetzen: Für 2024 wird für den ITK-Markt ein Umsatz von 224,8 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2023 ein weiteres Wachstum um 4,3 %. Die IT-Hardware wird mit einem Volumen von voraussichtlich 53 Milliarden Euro auch im Jahr 2024 (+2‚8 %) noch vor dem Segment IT-Services (voraussichtlich 51,6 Milliarden Euro entspricht einem Wachstum von + 4,5 %) den größten Anteil des IT-Markts abbilden. Das Segment Software wird wiederum am stärksten wachsen (+ 9,8 %) und ein Niveau von 46,6 Milliarden Euro erreichen. (Quelle: Bitcom, IDC | Juni 2024 - https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland).
Entwicklung im Unternehmen
Im Jahr 2023 konnten wir weiterhin nur geringen Einfluss auf unser Geschäft durch die gestiegenen Energiepreise oder die Inflation bemerken. Der Einfluss bezog sich auf die längere Dauer im Vertriebsprozess, die Kunden nehmen sich mehr Zeit ab erstem Kontakt bis zur finalen Unterschrift unter ein Angebot, was teilweise zu Verschiebungen der geplanten Projektstarts geführt hat. Trotzdem konnten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozent gesteigert werden.
C. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
I. Ertragslage
Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs der operativen Geschäftstätigkeit sind die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis.
Das Ergebnis der Prodware Deutschland AG war im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus Dienstleistungen im Bereich ERP-Implementierung, der Vermittlung von Softwarewartung und Lizenzen. Die Erträge im Bereich Dienstleistungen sind um 1.597 TEUR gestiegen, ebenso die Subscription-Umsätze um 553 TEUR. Die Umsätze aus dem Lizenzgeschäft haben sich im Gegezug um rd. 176 TEUR verringert, sowiedie Wartungsumsätze um 380 TEUR.
Das Jahresergebnis verbesserte sich deutlich von einem Jahresüberschuss in Höhe von 785.123,72 EUR im Jahr 2022 auf einen Jahresüberschuss in Höhe von 1.791.495,38 EUR im Jahr 2023., dies vor allem durch bessere Personalauslastung, allerdings gab es in 2022 auch hohe negative Sondereffekte durch Insolvenz eines Kunden, siehe untenstehenden Kommentar zu den Forderungsverlusten
Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr sind im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent gestiegen. Der Gesamtleistung stehen Aufwendungen für Lizenzen und bezogene Leistungen in Höhe von 3,9 Mio. EUR (VJ: 4,0 Mio. EUR) gegenüber. Die bezogenen Leistungen sind mehr oder weniger konstant von 3.670 TEUR um 11 TEUR auf 3.659 TEUR gesunken.. Bei Personalaufwendungen von 13,3 Mio. EUR (VJ: 11,6 Mio. EUR), sonstigen Betriebsaufwendungen von 4,9 Mio. EUR (VJ: 5,8 Mio. EUR), Abschreibungen von 140 TEUR (VJ: 229 TEUR), einem Finanzergebnis von 211 TEUR (VJ: 147 TEUR), weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 1.791 TEUR (VJ: 785 TEUR) aus. Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 3.904 TEUR (VJ: 4.767 TEUR) beruht vor allem auf einem Sondereffekt im Vorjahr, der in 2022 zu Forderungsverlusten in Höhe von 921 TEUR geführt hat, in 2023 gab es lediglich geringe Forderungsverluste.
Finanzlage
Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt, die Prodware Deutschland AG deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow. Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr wie folgt verändert:
| 01.01.2023 TEUR |
Zugang TEUR |
Ausschüttung/ Rückzahlung TEUR |
31.12.2023 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital inkl. gesetzlicher Rücklage | 56 | 0 | 0 | 56 |
| Kapitalrücklage | 11.211 | 0 | -1.900 | 9.311 |
| Bilanzgewinn / -verlust | -6.262 | 1.791 | 0 | -4.470 |
| Summe | 5.005 | 1.791 | -1.900 | 4.896 |
Der Bilanzgewinn / -verlust 2023 enthält einen Verlustvortrag in Höhe von 6.262 TEUR (VJ 7.047 TEUR).
Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Prodware Deutschland AG ist mit 9,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2022 und 9,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 nahezu gleichgeblieben.
Der Rückgang bei den Sachanlagen um 56 TEUR begründet sich hauptsächlich durch Normalabschreibungen, so dass der Buchwert der Sachanlagen zum Bilanzstichtag 368 TEUR beträgt.
Die Investitionen beliefen sich im Berichtsjahr 2023 auf insgesamt 84 TEUR. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Wallboxen am neuen Hauptsitz und EDV-Ausstattung. Den Investitionen standen im Geschäftsjahr 140 TEUR Normalabschreibungen gegenüber.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahresstichtag von 5,7 Mio. EUR auf 7,3 Mio. EUR erhöht:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind insgesamt um 420 TEUR und somit um ca. 11,7% gesunken. Dem gegenüber steht ein Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 1.719 TEUR. Dies ist vor allem auf kurzfristig gewährte Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.475 zurückzuführen. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen lediglich 17,5 TEUR (VJ: 2,4 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 13,2 % auf 2.201 TEUR (VJ: 1.944 TEUR) unter anderem aufgrund von Steuerrückforderungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 247 erhöht.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum 31.12.2023 1,8 Mio. EUR (VJ: 3,4 Mio. EUR). Die Gewährung der Ausleihungen führten zu einem Liquiditätsabfluss und damit einem stichtagsbedingten geringeren Bestand an Bankguthaben. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.
Die sonstigen Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 214 TEUR auf 637 TEUR verringert. Die Reduktion resultiert vor allem aus dem Verbrauch von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen des Vorjahrs sowie der Auflösung einer Rückstellung für Nebenkostennachzahlungen aufgrund der gestiegenen Energiekosten aus 2022.
Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um 5,4 % zurückgegangen. Im Einzelnen liegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13,5 % unter Vorjahresniveau da zum Jahresende weniger an Lieferungen und Leistungen bestellt wurden. Im Gegenzug sind die sonstigen Verbindlichkeiten um 13,7 angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind auf 5 TEUR angestiegen (VJ: 1 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen blieben nahezu unverändert.
D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
In 2023 wurde weiterhin in Employer-Branding sowie Mitarbeiter- und Kundengewinnung investiert. Im Hinblick auf die kurz vor Abschluss stehenden Neuverträge zu Beginn des Jahres 2023, sowie einer sowohl qualitativ in Bezug auf die Abschlusswahrscheinlichkeit, als auch quantitativ in Bezug auf das gesamte potenzielle Auftragsvolumen besseren Pipeline als in den Vorjahren, gehen wir davon aus, in 2024 einen Anstieg im unteren zweistelligen Prozentbereich der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses zu erzielen.
Weiterhin starke Wachstumschancen sehen wir für uns als Microsoft-Partner in der Cloud-Strategie von Microsoft. Im Jahr 2023 investierten Unternehmen weltweit ca. 564 Milliarden US-Dollar, für 2024 erwartet das Marktforschungsinstitut Gartner bereits 679 Milliarden US-Dollar (https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/11-13-2023-gartner-forecasts-worldwide-Public-cloud-end-user-spending-to-reach-679-billion-in-20240) mit weiteren Steigerungen in den kommenden Jahren. Auch bei unseren, in dieser Beziehung bisher zu größeren Teilen recht konservativen, deutschen Kunden sehen wir immer stärker den Trend, sich der Cloud zu öffnen und nicht mehr eigene Lizenzen und eigene Infrastruktur vorzuhalten, da auch hier immer mehr der Vorteil gesehen wird, aufgrund der Flexibilität der IT-Umgebung zeitnah auf Änderungen des Geschäftsumfeldes bzw. der Geschäftsprozesse reagieren zu können.
Auch können mit Big Data, künstlicher Intelligenz und Machine-Learning Daten im Unternehmen besser erfasst, analysiert und Geschäftsprozesse gesteuert werden als es früher möglich war.
Weiterhin ist die Prodware Deutschland AG als Systemintegrator einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.
Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Die Abteilung Controlling und Rechnungswesen nimmt einen Großteil der Informations-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben für die Prodware Deutschland AG wahr.
Wichtiges Kontrollinstrument ist die monatliche Auswertung der über das Warenwirtschaftssystem und die Finanzbuchhaltung erstellten Deckungsbeiträge für die Kostenstellen und Business Lines. Das Controlling stellt auf der Grundlage der Geschäftsdaten interne Berichte zusammen und informiert den Vorstand und die Business Line-Verantwortlichen so frühzeitig und umfassend wie möglich über potenzielle Risiken im Geschäftsablauf.
Des Weiteren wird bei Neuprojekten durch die Projektmanager eine Risikoanalyse durchgeführt. Die neuen und bestehenden Projekte werden durch die Projektmanager überwacht. Bei evtl. bestehenden Risiken werden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, die das Risiko auf ein Minimum absenken. Monatlich wird mit einem Rolling Forecast-System gearbeitet, und die erzielten Ergebnisse werden mit den Managern der unterschiedlichen Bereiche diskutiert. Auf wöchentlicher Basis wird die Liquiditätssituation erörtert und auf einer 12-Wochen Basis geplant.
Sämtliche größeren Projekte werden nun zusätzlich von einem MACQ (Methods, Audit, Control and Quality)-Beauftragten mit direkter Berichtslinie an die Holding begleitet.
Alle wichtigen Projekte und Entscheidungen werden in monatlichen Meetings mit Vertretern der Holding vorgestellt und abgestimmt.
Das Coronavirus stellt im Jahr 2023 kein Risiko mehr für das Unternehmen dar, allerdings hat der hohe Krankenstand aufgrund von sonstigen Atemwegsinfekten in Q4 ein noch besseres Jahresergebnis verhindert. Auch der Krieg in der Ukraine oder die gestiegene Inflation haben bisher keinen Einfluss auf unser Geschäft gezeigt, wir gehen auch hier weiterhin von keinem wesentlichen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit aus. Für 2024 gehen wir davon aus, dass die Umsatzerlöse weiter steigen und sich daher EBITDA und das Jahresergebnis nochmal besser darstellen und höhere Personalkosten sowie indexbasierte Mietsteigerungen und steigende Energiekosten keinen wesentlichen Dämpfungseffekt zeigen werden.
1. Umfeld- und Branchenrisiken
Der IT-Markt ist sowohl im Lizenz- wie auch im Dienstleistungsbereich von starkem Wettbewerb sowie der wirtschaftlichen Gesamtsituation geprägt. Wesentliche Verschlechterungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen bewirken bei den Unternehmen eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft.
2. Kundenabhängigkeit
Die Prodware Deutschland AG verfügt aufgrund ihrer mehr als 20-jährigen Tätigkeit im ERP-Umfeld über eine sehr breite Kundenbasis und ist daher von keinem Einzelkunden in wesentlicher Art und Weise existenziell abhängig.
3. Lieferantenabhängigkeit
Bislang erfolgt der Lizenzeinkauf fast ausschließlich über Microsoft. Das in den Vorjahren erwartete Risiko, dass Microsoft seine Produkte in den kommenden Jahren vermehrt im sogenannten „Cloud Computing“ anbietet, ist eingetroffen, die Prodware Deutschland AG erhält mehr und mehr nur noch eine Vermittlungsgebühr. Dies hat zur Folge, dass sowohl die Lizenz- und Wartungsumsätze, aber auch die Lizenz- und Wartungskosten, zurückgehen. Die erhaltene Gebühr (Subscription) sowie die damit verbunden Kosten steigen aber stärker als die oben genannten Umsätze zurückgehen, die saldierte Marge steigt somit. Sowohl ein Risiko als auch eine Chance besteht darin, dass die Kunden monatlich die Anzahl der Lizenzen anpassen können, hier kann es zukünftig einerseits zu überraschenden Mehreinnahmen als auch andererseits zu einem Rückgang der Umsätze kommen.
4. Gewährleistungs- und Haftungsrisiken
Die Prodware Deutschland AG übernimmt eine branchenübliche vertragliche Gewährleistungsverpflichtung für gelieferte Systeme. Für die Infrastruktur reicht die Prodware Deutschland AG die Herstellergarantien weiter. Daneben gilt die gesetzliche Gewährleistung. Das Risiko, von Kunden im Rahmen der Gewährleistung in Anspruch genommen zu werden - ohne dabei auf den Hersteller zurückgreifen zu können - ist eher als gering einzuschätzen. Soweit die Prodware Deutschland AG eigene Dienstleistungen erbringt und dafür Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert eine Haftpflichtversicherung die Prodware Deutschland AG in angemessenem Umfang ab.
5. IT-Risiken
Die internen ERP- und BI-Systeme, Kommunikationssysteme (Exchange, Teams) sowie weitere Verwaltungssysteme (DATEV, Active Directory, Mailarchiv u.a.) werden in einem Rechenzentrum in Paris betrieben.
Das Rechenzentrum in Paris ist nach mehreren ISO-Standards zertifiziert.
Als Basis dienen redundante Hardwareinfrastrukturen (Netzwerk, Server und SAN) sowie eine unterbrechungsfreie Stromversorgung mit Generatoren.
Alle Daten der Verwaltungs- und Produktionssysteme werden täglich gesichert, die Daten der Finanzbuchhaltung werden mehrmals täglich zwischen den beiden Rechenzentren gespiegelt.
Die Kommunikationssysteme (Exchange, Teams) werden von der Prodware Firmenholding für die Gruppe bereitgestellt. Alle ein- und ausgehenden Mails werden zusätzlich in Paris in einem Mailarchiv getrennt vom Exchange Server (revisionssicher) abgelegt.
Der Zugriff auf alle Firmensysteme zwischen den deutschen Standorten erfolgt ausschließlich über gesicherte Leitungen. Auf das Internet wird über Firewalls zugegriffen. Verbindungen zur Firmenmutter sowie zu Prodware Gesellschaften außerhalb von Deutschland erfolgen über abgesicherte VPN-Leitungen.
Die Endgeräte werden mit aktueller Antivirensoftware geschützt, mobile Endgeräte zusätzlich noch per MS Defender. Der Zugriff auf Daten wird gemäß den Anforderungen unseres Datenschutzbeauftragten so organisiert, dass nur tatsächlich berechtigte Personen die erforderlichen Zugriffsrechte erhalten.
6. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken
Die Liquidität war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben und ist stabil. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen sind durch liquide Mittel gedeckt.
Die zum 31.12.2023 bestehende Finanzlage der Prodware Deutschland AG ist entspannt.
7. Rechtliche Risiken
Die Prodware Deutschland AG sichert sich ihre Verträge bei Bedarf durch Rechtsberater ab. Die Prodware Deutschland AG ist mit Ausnahme von von zwei Klagen auf Deckungszusage gegen die ehemalige Rechtschutzversicherung in keine Rechtsstreitigkeiten verwickelt.
8. Personalrisiken
Der wirtschaftliche Erfolg der Prodware Deutschland AG ist im hohen Maß vom Engagement und Know-how der Mitarbeiter abhängig. Ziel ist es daher, einerseits qualifizierte Fach- und Führungskräfte für das Unternehmen zu beschäftigen, sie erfolgreich zu integrieren und dauerhaft zu binden, als auch andererseits über Berufsausbildungen selbst Nachwuchsförderung zu betreiben. Über unsere Recruiting-Abteilung, Empfehlungen und Kontakte der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie spezialisierte Personaldienstleister akquirieren wir unsere Neueinstellungen. Es wird jedoch von Jahr zu Jahr deutlich schwieriger, zusätzliche Mitarbeiter zu rekrutieren, so dass ein Risiko für die Wachstumsstrategie entstehen könnte. Vorerst lassen sich Bedarfe aber noch nötigenfalls durch Subunternehmer abfangen.
9. Sonstige Risiken
Die Geschäfte von Dienstleistungsunternehmen belasten die Umwelt nur geringfügig. Nennenswerte Umweltrisiken aus der operativen Tätigkeit der Gesellschaft bestehen nicht.
Im Berichtsjahr traten keine Risiken auf, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdeten. Für die Zukunft ist trotz bewährter Risikomanagementsysteme nicht völlig auszuschließen, dass sich bisher nicht erkannte oder als unwesentlich eingestufte Risiken konkretisieren und wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erlangen.
Andererseits ergeben sich aus der steigenden IT-Durchdringung von Geschäftsprozessen (Industrie 4.0) weitere Chancen für die Prodware Deutschland AG, diese Implementierungen bei und zusammen mit Kunden umzusetzen.
E. Sonstige Angaben
1. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
Im Jahr 2023 wurden keine F&E-Aktivitäten betrieben.
2. Zweigniederlassungsbericht
Es gibt keine Zweigniederlassung, nur mehrere über Deutschland und Österreich verteilte Betriebsstätten.
3. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht
Folgende Erklärung gemäß § 312 AktG haben wir in unserem Abhängigkeitsbericht wiedergegeben:
„Alle im Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen genannten Leistungsbeziehungen wurden nach den Umständen, die in dem jeweiligen Zeitpunkt bekannt waren, zu Konditionen wie unter fremden Dritten durchgeführt. Die Prodware Deutschland AG, Hamburg, erhielt stets eine angemessene Gegenleistung. Die Gesellschaft wurde weder im Rahmen des Leistungsaustausches noch sonst gegenüber den genannten Unternehmen benachteiligt“.
Hamburg, den 4. Juni 2024
Vorstand
Ian Mac Hueg Herlevsen
Bilanz
Aktiva
| 31.12.2023 EUR |
31.12.2022 EUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | 419.689,39 | 476.458,16 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 326,62 | |
| II. Sachanlagen | 367.774,08 | 424.216,23 |
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 367.774,08 | 424.216,23 |
| III. Finanzanlagen | 51.915,31 | 51.915,31 |
| 1. Beteiligungen | 51.915,31 | 51.915,31 |
| B. Umlaufvermögen | 9.061.658,20 | 9.081.673,37 |
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 7.250.674,86 | 5.679.672,30 |
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.862.908,12 | 143.946,71 |
| 2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 17.542,09 | 2.442,48 |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 5.370.224,65 | 5.533.283,11 |
| II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 1.810.983,34 | 3.402.001,07 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 275.570,91 | 256.998,77 |
| Summe Aktiva | 9.756.918,50 | 9.815.130,30 |
| Passiva | ||
| 31.12.2023 EUR |
31.12.2022 EUR |
|
| A. Eigenkapital | 4.897.171,43 | 5.005.676,05 |
| I. Gezeichnetes Kapital | 51.150,00 | 51.150,00 |
| II. Kapitalrücklage | 9.316.227,69 | 11.216.227,69 |
| III. Bilanzverlust | 4.470.206,26 | 6.261.701,64 |
| davon Verlustvortrag | 6.261.701,64 | 7.046.825,36 |
| B. Rückstellungen | 2.335.555,44 | 2.573.364,15 |
| C. Verbindlichkeiten | 1.743.253,28 | 1.842.055,70 |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 307.890,80 | 304.563,97 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 4.984,61 | 1.417,25 |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten | 1.430.377,87 | 1.536.074,48 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 780.938,35 | 394.034,40 |
| Summe Passiva | 9.756.918,50 | 9.815.130,30 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| 1.1.2023 - 31.12.2023 EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Rohergebnis | 19.691.877,48 | 18.259.672,86 |
| 2. Personalaufwand | 13.330.093,59 | 11.563.397,57 |
| a) Löhne und Gehälter | 11.243.736,35 | 9.676.365,97 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 2.086.357,24 | 1.887.031,60 |
| davon für Altersversorgung | 166.087,92 | 155.044,67 |
| 3. Abschreibungen | 140.487,76 | 229.296,14 |
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 140.487,76 | 229.296,14 |
| 4. sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.907.540,59 | 5.765.521,31 |
| 5. Erträge aus Beteiligungen | 200.000,00 | 250.000,00 |
| 6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 40.747,99 | 14.773,57 |
| 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 29.651,21 | 118.065,00 |
| 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -266.643,06 | 65.937,50 |
| 9. Ergebnis nach Steuern | 1.791.495,38 | 782.228,91 |
| 10. sonstige Steuern | -2.894,81 | |
| 11. Jahresüberschuss | 1.791.495,38 | 785.123,72 |
| 12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 6.261.701,64 | 7.046.825,36 |
| 13. Bilanzverlust | 4.470.206,26 | 6.261.701,64 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren.
Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde daher von größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276 und 288 HGB Gebrauch gemacht.
Die Bewertung erfolgte unter dem Aspekt der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.
Registerinformationen
Die Prodware Deutschland AG hat ihren Sitz in Hamburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 107460 eingetragen.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Sie werden bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen.
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert über dem niedrigeren beizulegenden Wert liegt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.
Die für die planmäßige Abschreibung relevanten Nutzungsdauern betragen:
| Software | 3-5 Jahre |
| EDV-Hardware | 3-5 Jahre |
| Büroausstattung | 3-20 Jahre |
Die geringwertigen Anlagegüter werden üblicherweise sofort abgeschrieben, sofern nicht Sammelposten gebildet wurden.
Finanzanlagen
Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren Wert bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nominalwerten. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf den nicht einzelwertberichtigten Teil der Forderungen gebildet.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Im Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind nicht frei verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten aus verpfändeten Termineinlagen in Höhe von 95.202,00 EUR enthalten.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. In Ausübung des handelsrechtlichen Wahlrechts wurde auf eine Aktivierung von latenten Steuern in Anwendung des § 274 HGB verzichtet.
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert bilanziert.
Rückstellungen
Die Rückstellungen decken erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe ihrer nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung voraussichtlichen Inanspruchnahme sowie voraussichtlich eintretender Kostensteigerungen ab und wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.
Die Pensionsrückstellungen wurden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst.
Bei der Berechnung dieser Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck wurde der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,83 % angesetzt. Für den Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB wurde der durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,75 % angesetzt.
Als Rechnungszins zum Beginn des Geschäftsjahres wurde ein Zinssatz von 1,78 % angesetzt.
Die Rentendynamik wurde mit 2,25 % p.a. angenommen.
Die Pensionsrückstellungen zum 31.12.2023 betragen 1.638.323 EUR.
Der sich aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellung gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatzes von 1,83 % ergebene Unterschiedsbetrag im Vergleich zum Erfüllungsbetrag von 1.669.036 EUR auf Basis des bisher verwendeten 7-Jahresdurchschnittszinssatzes von 1,75 % beträgt 15.174 EUR und ist ausschüttungsgesperrt (VJ: 68.944 EUR) (§ 253 Abs. 6 HGB).
Verbindlichkeiten
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den Erfüllungsbeträgen.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den auf eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag zu verrechnenden Beträgen angesetzt.
Grundlagen der Fremdwährungsumrechnung
Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgte jeweils zum amtlichen Mittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der jeweiligen Leistung oder zum niedrigeren Stichtagskurs bei Forderungen bzw. zum höheren Stichtagskurs bei Verbindlichkeiten.
III. Erläuterungen zur Bilanz
Entwicklung des Anlagevermögens
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres am Ende dieses Anhangs im Anlagespiegel dargestellt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von 321.567,85 EUR (VJ: 143.946,71 EUR) zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, dies gilt auch für die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR 17.542,09 (VJ: 2.442,48 EUR).
Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus einer zu 50 % des Gesamtbetrages angesetzten Forderung gegen eine Versicherungsgesellschaft auf Schadensersatz in Höhe von 1,6 Mio. EUR sowie Mietsicherheiten und sonstigen Forderungen.
Eigenkapital
Das Grundkapital der Prodware Deutschland AG ist 2023 mit 51.150 EUR unverändert geblieben. Die Prodware S.A., Paris, Frankreich hält zum Bilanzstichtag sämtliche 51.150 Anteile.
Der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss beträgt 1.791.495,38 EUR (VJ: 785.123,72 EUR). Zusammen mit dem Bilanzverlust aus dem Jahr 2022 in Höhe von -6.261.701,64 EUR sowie der Rückzahlung von 1.900.000 EUR aus der Kapitalrücklage , ergibt sich für das Berichtsjahr ein Bilanzverlust in Höhe von -4.470.206,26 EUR. Das Eigenkapital hat sich demnach im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
| TEUR | |
|---|---|
| Stand zum 01.01.2023 | 5.006 |
| Jahresüberschuss 2023 | 1.791 |
| Rückzahlung Kapitalrücklage | -1.900 |
| Stand zum 31.12.2023 | 4.897 |
Der im Bilanzverlust enthaltene Verlustvortrag beläuft sich auf EUR 6.261.701,64.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen sind für folgende Positionen gebildet worden:
| TEUR | |
|---|---|
| Personalrückstellungen (Urlaub, Boni, etc.) | 503 |
| Rückstellungen für ausstehende Rechnungen | 134 |
| 637 |
Verbindlichkeiten
Die Laufzeiten der zum Abschlusstag bestehenden Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| davon mit einer Restlaufzeit von | ||||
|---|---|---|---|---|
| Art der Verbindlichkeit | Gesamt EUR |
bis zu 1 Jahr EUR |
mehr als 1 Jahr EUR |
mehr als 5 Jahren EUR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.003.757,02 | 1.003.757,02 | 0,00 | 0,00 |
| (31.12.2022) | (1.160.856,87) | (1.160.856,87) | (0,00) | (0,00) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 307.890,80 | 307.890,80 | 0,00 | 0,00 |
| (31.12.2022) | (304.563,97) | (304.563,97) | (0,00) | (0,00) |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 4.984,61 | 4.984,61 | 0,00 | 0,00 |
| (31.12.2022) | (1.417,25) | (1.417,25) | (0,00) | (0,00) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 426.620,85 | 426,620,85 | 0,00 | 0,00 |
| (31.12.2022) | (375.217,61) | (375.217,61) | (0,00) | (0,00) |
| Gesamt | 1.743.253,28 | 1.743.253,28 | 0,00 | 0,00 |
| (31.12.2022) | (1.842.055,70) | (1.842.055,70) | (0,00) | (0,00) |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von 303.955,44 EUR (VJ: 304.563,97 EUR) zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in Höhe von 4.984,61 EUR (VJ: 1.417,25 EUR) zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
| Restlaufzeiten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt TEUR |
bis zu 1 Jahr TEUR |
über 1 bis 5 Jahre TEUR |
mehr als 5 Jahre TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Leasingverträge | 751 | 400 | 351 | 0 |
| Mietverträge | 1.870 | 665 | 1.205 | 0 |
| Gesamt | 2.621 | 1.065 | 1.556 | 0 |
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Von den Umsatzerlösen sind, wie im Vorjahr, Skonti und andere Erlösschmälerungen abgesetzt.
Die Gesellschaft realisierte ihre Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 19.721.890 EUR (VJ: 9.799.574 EUR) im Inland, in Höhe von 2.837.131 EUR (VJ: 1.254.093 EUR) in Europa inkl. der Schweiz und in Höhe von 484.965 EUR (VJ: 377.755 EUR) außerhalb Europas.
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
| 2023 | 2022 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Dienstleistungsumsätze | 17.886 | 16.289 | 1.597 | 9,8% |
| Lizenzumsätze | 3.832 | 3.455 | 377 | 10,9% |
| Wartungsumsätze/Vermittlung | 342 | 722 | -380 | -52,6% |
| Hardwareumsätze | 44 | 25 | 19 | 76,0% |
| Sonstige | 940 | 940 | 0 | 0,0% |
| 23.044 | 21.431 | 1.613 | 7,5% |
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 144.891,95 (VJ 355.020,24 EUR). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 5.418,83 EUR (VJ: 13.873,15 EUR) enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 101.572,71 EUR (VJ: 402.878,11 EUR). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 8.159,95 EUR (VJ: 8.248,14 EUR) enthalten.
V. Sonstige Angaben
Anzahl der Arbeitnehmer
Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 152,75 (VJ: 145) fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt. Des Weiteren sind 10,25 Auszubildende (VJ: 11) im Berichtsjahr tätig gewesen.
Gesellschaftsorgane
Dem Vorstand der Prodware Deutschland AG gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:
| Vor- und Zuname: | Ian Mac Hueg Herlevsen |
| Funktion: | Vorsitzender des Vorstandes |
| Privatwohnort: | Paris |
| Ausgeübter Beruf: | Vorstandsvorsitzender der |
| Prodware Deutschland AG |
Von der Möglichkeit zur Befreiung von der Angabe der Vorstandsvergütung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Dem Aufsichtsrat der Prodware Deutschland AG gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:
| Vor- und Zuname: | Philippe Bouaziz |
| Funktion: | Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Ausgeübter Beruf: | Ingenieur |
| Vor- und Zuname: | Alain Conrard |
| Funktion: | Mitglied des Aufsichtsrats |
| Ausgeübter Beruf: | Ingenieur |
| Vor- und Zuname: | Stephane Conrard |
| Funktion: | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Ausgeübter Beruf: | Wirtschaftsprüfer |
Eine Aufsichtsratsvergütung ist im Berichtszeitraum nicht gewährt worden.
Anteilsbesitz
Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an folgenden Unternehmen beteiligt:
| Unternehmen | Beteiligung % |
Eigenkapital 31.12.2023 EUR |
Ergebnis 2023 EUR |
|---|---|---|---|
| CKL Software GmbH, Hamburg | 50 | 1.261.574 | 416.017 |
Angaben zu Mutterunternehmen
Der Jahresabschluss der Prodware Deutschland AG wird in den Konzernabschluss der Prodware S.A., Paris, Frankreich, mit einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der Prodware S.A., Paris, Frankreich, wird sowohl auf der konzerneigenen Homepage bekannt gemacht als auch bei der zuständigen Handelskammer hinterlegt.
Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB liegen nicht vor.
Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.791.495 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamburg, den 4. Juni 2024
Vorstand
Ian Mac Hueg Herlevsen
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2023 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand 31.12.2023 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| entgeltlich erworbene EDV-Software und Softwarelizenzen | 682.580,17 | -0,07 | 0,00 | 682.580,10 |
| 682.580,17 | -0,07 | 0,00 | 682.580,10 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.210.888,03 | 83.720,52 | 0,00 | 5.294.608,55 |
| 5.210.888,03 | 83.720,52 | 0,00 | 5.294.608,55 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Beteiligungen | 51.915,31 | 0,00 | 0,00 | 51.915,31 |
| 51.915,31 | 0,00 | 0,00 | 51.915,31 | |
| 5.945.383,51 | 83.720,45 | 0,00 | 6.029.103,96 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2023 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand 31.12.2023 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| entgeltlich erworbene EDV-Software und Softwarelizenzen | 682.253,55 | 326,55 | 0,00 | 682.580,10 |
| 682.253,55 | 326,55 | 0,00 | 682.580,10 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.789.671,80 | 140.161,21 | -1,46 | 4.929.834,47 |
| 4.789.671,80 | 140.161,21 | -1,46 | 4.929.834,47 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 5.468.925,35 | 140.487,76 | -1,46 | 5.609.414,57 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2023 EUR |
Vorjahr EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| entgeltlich erworbene EDV-Software und Softwarelizenzen | 0,00 | 326,62 |
| 0,00 | 326,62 | |
| II. Sachanlagen | ||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 364.774,08 | 421.216,23 |
| 364.774,08 | 421.216,23 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Beteiligungen | 51.915,31 | 51.915,31 |
| 51.915,31 | 51.915,31 | |
| 419.689,39 | 476.458,16 |
Bericht des Aufsichtsrats
Am 4. November 2024 haben die Mitglieder des Aufsichtsrats den vorliegenden Bericht in Übereinstimmung mit den geltenden Bestimmungen herausgegeben.
In diesem Bericht macht der Aufsichtsrat auf die Modalitäten der Vorbereitung und Überwachung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 aufmerksam.
Es wird darauf hingewiesen, dass ein Lenkungsausschuss unter der Leitung von Alain Conrard und unter Beteiligung von engagierten Mitarbeitern der Muttergesellschaft im Controlling gebildet wurde, dem das Managementteam der Prodware Deutschland AG monatlich Bericht erstattet hat.
Dieser Lenkungsausschuss hat gemeinsam mit dem Managementteam der Prodware Deutschland AG das Budget für das Jahr 2024 während verschiedener Sitzungen von Oktober 2023 bis zur Verabschiedung der endgültigen Budgetversion Mitte Dezember 2023 diskutiert.
Während des gesamten Jahres 2023 tagte dieser Lenkungsausschuss 11 Mal, jeden Monat außer im August von Januar bis Dezember 2023, mit besonderem Schwerpunkt auf den Ergebnissen des laufenden Monats sowie auf den Prognosen für die kommenden Monate und den erwarteten Jahresergebnissen. In diesen Sitzungen wurden auch vom Budget abweichende Maßnahmen diskutiert und beschlossen. Die Sitzungen wurden hauptsächlich per Videokonferenz abgehalten.
Dieser Ausschuss berichtete dann dem gesamten Aufsichtsrat auf einer ähnlichen monatlichen Basis.
Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die strategische Ausrichtung, die Performance des Geschäfts und dem Halten von Mitarbeitern und Kunden von Mitarbeitern gelegt.
Freiheit Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die von der Prodware Deutschland AG erstellten Abschlüsse in einem Prozess bis Juli 2024 geprüft. Die Abschlussprüfer haben keine Vorbehalte zu diesem Abschluss geltend gemacht und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Daher wird der Aufsichtsrat der Prodware Deutschland AG zusammen mit dem Alleinaktionär auf der Hauptversammlung am 13. November 2024 folgende Punkte präsentieren, erläutern bzw. darüber abstimmen.
- Vorlage und Erläuterung des Jahresabschlusses 2023 sowie des Lageberichts und dieses Berichts und Vorschlag, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen
- Es wird vorgeschlagen, die Entlastung des Exekutivausschusses zu beschließen
Fait à Paris, le/den November 4, 2024
Phillipe BOUAZIZ
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 28.08.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
An die Prodware Deutschland AG, Hamburg
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Prodware Deutschland AG, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Prodware Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 28. Juni 2024
**FREIHEIT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Julia Freiheit, Wirtschaftsprüferin