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Prodware Annual Report 2024

Jan 23, 2026

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Annual Report

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Publication

Prodware Deutschland AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Amtsgericht Hamburg - HRB 107460

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2023
EUR EUR
--- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
II. Sachanlagen 387.549,77 367.774,08
III. Finanzanlagen 51.915,31 51.915,31
439.465,08 419.689,39
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.404.569,29 7.250.674,86
davon Forderungen an verbundene Unternehmen 2.270.031,64 1.862.908,12
davon Forderungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16.838,50 17.542,09
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.432.533,75 1.810.983,34
12.837.103,04 9.061.658,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 235.370,37 275.570,91
13.511.938,49 9.756.918,50

Passiva

31.12.2023
EUR EUR
--- --- ---
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.150,00 51.150,00
II. Kapitalrücklage 9.316.227,69 9.316.227,69
III. Bilanzverlust -1.610.307,20 -4.470.206,26
7.757.070,49 4.897.171,43
B. Rückstellungen 2.569.131,17 2.335.555,44
C. Verbindlichkeiten 2.180.982,51 1.743.253,28
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 255.014,02 307.890,80
davon Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.060,24 4.984,61
davon aus Steuern 579.773,15 368.787,98
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 33.799,57 36.838,53
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.004.754,32 780.938,35
13.511.938,49 9.756.918,50

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024

2023
EUR EUR
--- --- ---
1. Rohergebnis 22.914.263,07 19.691.877,48
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.478.973,62 11.243.736,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.303.564,95 2.086.357,24
davon für Altersversorgung EUR 60.251,09 (Vorjahr: EUR 166.087,92)
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 106.828,00 140.487,76
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.317.742,42 4.907.540,59
5. Erträge aus Beteiligungen 400.000,00 200.000,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 79.668,51 40.747,99
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 29.554,00 29.651,21
davon aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen: EUR 29.307,00 (Vorjahr: EUR 29.052,00)
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 297.047,45 -266.643,06
9. Sonstige Steuern 322,08 0,00
10. Jahresüberschuss 2.859.899,06 1.791.495,38
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -4.470.206,26 -6.261.701,64
12. Bilanzverlust -1.610.307,20 -4.470.206,26

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

der Prodware Deutschland AG, Hamburg

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde daher von größenabhängigen Erleichterungen nach den §§ 276 und 288 HGB Gebrauch gemacht.

Die Bewertung erfolgte unter dem Aspekt der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Registerinformation

Die Prodware Deutschland AG hat ihren Sitz in Hamburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 107460 eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Sie werden bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert über dem niedrigeren beizulegenden Wert liegt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.

Die für die planmäßige Abschreibung relevanten Nutzungsdauern betragen:

Software 3 - 5 Jahre
EDV-Hardware 3 - 5 Jahre
Büroausstattung 3 - 20 Jahre

Die geringwertigen Anlagegüter werden üblicherweise sofort abgeschrieben, sofern nicht Sammelposten gebildet wurden.

Finanzanlagen

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren Wert bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nominalwerten. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf den nicht einzelwertberichtigten Teil der Forderungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern

In Ausübung des handelsrechtlichen Wahlrechts wurde auf eine Aktivierung von latenten Steuern in Anwendung des § 274 HGB verzichtet.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen decken erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe ihrer nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung voraussichtlichen Inanspruchnahme sowie voraussichtlich eintretender Kostensteigerungen ab und wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst.

Bei der Berechnung dieser Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck wurde der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,90 % angesetzt. Für den Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB wurde der durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,96 % angesetzt.

Als Rechnungszins zum Beginn des Geschäftsjahres wurde ein Zinssatz von 1,83 % angesetzt. Die Rentendynamik wurde mit 2,25 % p.a. angenommen.

Die Pensionsrückstellungen zum 31.12.2024 betragen 1.493.622 EUR.

Der sich aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellung gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatzes von 1,90 % ergebene Unterschiedsbetrag im Vergleich zum Erfüllungsbetrag von 1.483.855 EUR auf Basis des bisher verwendeten 7- Jahresdurchschnittszinssatzes von 1,96 % beträgt - 9.767 EUR (VJ: 15.174 EUR = ausschüttungsgesperrt) (§ 253 Abs. 6 HGB).

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den Erfüllungsbeträgen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den auf eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag zu verrechnenden Beträgen angesetzt.

Grundlagen der Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgte jeweils zum amtlichen Mittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der jeweiligen Leistung oder zum niedrigeren Stichtagskurs bei Forderungen bzw. zum höheren Stichtagskurs bei Verbindlichkeiten.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres am Ende dieses Anhangs im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von 806.290,72 EUR (VJ: 321.567,85 EUR) zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, dies gilt auch für die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 16.838,50 EUR (VJ: 17.542,09 EUR).

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus einer zu 50 % des Gesamtbetrages angesetzten Forderung gegen eine Versicherungsgesellschaft auf Schadensersatz in Höhe von 1,6 Mio. EUR sowie Mietsicherheiten und sonstigen Forderungen.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Prodware Deutschland AG ist 2024 mit 51.150 EUR unverändert geblieben. Die Prodware S.A., Paris, Frankreich hält zum Bilanzstichtag sämtliche 51.150 Anteile.

Der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss beträgt 2.859.899,06 EUR (VJ: 1.791.495,38 EUR). Zusammen mit dem Bilanzverlust aus dem Jahr 2023 in Höhe von -4.470.206,26 EUR ergibt sich für das Berichtsjahr ein Bilanzverlust in Höhe von -1.610.307,20 EUR. Das Eigenkapital hat sich demnach im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

TEUR
Stand zum 01.01.2024 4.897
Jahresüberschuss 2024 2.860
Stand zum 31.12.2024 7.757

Der im Bilanzverlust enthaltene Verlustvortrag beläuft sich auf 4.470.206,26 EUR.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind für folgende Positionen gebildet worden:

TEUR
Personalrückstellungen (Urlaub, Boni, etc.) 797
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 170
967

Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der zum Abschlusstag bestehenden Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Gesamtbetrag Restlaufzeiten bis zu 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.271.635,45 1.271.635,45 0,00 0,00
(Vorjahr) 1.003.757,02 1.003.757,02 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 255.014,02 255.014,02 0,00 0,00
(Vorjahr) 307.890,80 307.890,80 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.060,24 5.060,24 0,00 0,00
(Vorjahr) 4.984,61 4.984,61 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 649.272,80 649.272,80 0,00 0,00
(Vorjahr) 426.620,85 426.620,85 0,00 0,00
Gesamt 2.180.982,51 2.180.982,51 0,00 0,00
(Vorjahr) 1.743.253,28 1.743.253,28 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von 255.014,02 EUR (VJ: 303.955,44 EUR) zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in Höhe von 5.060,24 EUR (VJ: 4.984,61 EUR) zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Gesamtbetrag Restlaufzeiten bis zu 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Leasingverträge 827 444 383 0
Mietverträge 3.332 720 1.943 669
Gesamt 4.159 1.164 2.326 669

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen sind, wie im Vorjahr, Skonti und andere Erlösschmälerungen abgesetzt.

Die Gesellschaft realisierte ihre Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 24.520.641 EUR (VJ: 19.721.890 EUR) im Inland, in Höhe von 2.429.649 EUR (VJ: 2.837.131 EUR) in Europa inkl. der Schweiz und in Höhe von 350.011 EUR (VJ: 484.965 EUR) außerhalb Europas.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2024 2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Dienstleistungsumsätze 20.843 17.886 2.957 16,5%
Lizenzumsätze 4.974 3.832 1.142 29,8%
Wartungsumsätze/Vermittlung 558 342 216 63,2%
Hardwareumsätze 5 44 -39 -88,6%
Sonstige 920 940 -20 -2,1%
27.300 23.044 4.256 18,5%

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 48.587,41 EUR (VJ: 144.891,95 EUR). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 8.455,08 EUR (VJ: 5.418,83 EUR) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 74.881,51 EUR (VJ: 101.572,71 EUR). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 11.583,72 EUR (VJ: 8.159,95 EUR) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahr 2024 waren durchschnittlich 168,25 (VJ: 152,75) fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt. Des Weiteren sind 16,75 Auszubildende (VJ: 10,25) im Berichtsjahr tätig gewesen.

Gesellschaftsorgane

Dem Vorstand der Prodware Deutschland AG gehörten im Geschäftsjahr 2024 an:

Vor- und Zuname: lan Mac Hueg Herlevsen
Funktion: Vorsitzender des Vorstandes
Privatwohnort: Paris
Ausgeübter Beruf: Vorstandsvorsitzender der Prodware Deutschland AG

Von der Möglichkeit zur Befreiung von der Angabe der Vorstandsvergütung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Dem Aufsichtsrat der Prodware Deutschland AG gehörten im Geschäftsjahr 2024 an:

Vor- und Zuname: Philippe Bouaziz
Funktion: Vorsitzender des Aufsichtsrats
Ausgeübter Beruf: Ingenieur
Vor- und Zuname: Alain Conrard
Funktion: Mitglied des Aufsichtsrats
Ausgeübter Beruf: Ingenieur
Vor- und Zuname: Stephane Conrard
Funktion: Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Ausgeübter Beruf: Wirtschaftsprüfer

Eine Aufsichtsratsvergütung ist im Berichtszeitraum nicht gewährt worden.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an folgenden Unternehmen beteiligt:

Beteiligung Eigenkapital 31.12.2024 Ergebnis 2024
Unternehmen % EUR EUR
--- --- --- ---
CKL Software GmbH, Hamburg 50 1.135.744,23 626101,72

Angaben zu Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der Prodware Deutschland AG wird in den Konzernabschluss der Prodware S.A., Paris, Frankreich, mit einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der Prodware S.A., Paris, Frankreich, wird sowohl auf der konzerneigenen Homepage bekannt gemacht als auch bei der zuständigen Handelskammer hinterlegt.

Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB liegen nicht vor.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 2.859.899,06 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Hamburg, den 7. Juli 2025

lan Mac Hueg Herlevsen, Vorstand

ANLAGESPIEGEL zum 31. Dezember 2024

Prodware Deutschland AG, Hamburg

Anschaffungskosten
01.01.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
--- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene EDV-Software und Softwarelizenzen 682.580,10 0,00 0,00 682.580,10
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.294.608,55 126.603,69 0,00 5.421.212,24
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 51.915,31 0,00 0,00 51.915,31
6.029.103,96 126.603,69 0,00 6.155.707,65
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
--- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene EDV-Software und Softwarelizenzen 682.580,10 0,00 0,00 682.580,10
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.926.834,47 106.828,00 0,00 5.033.662,47
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.609.414,57 106.828,00 0,00 5.716.242,57
Buchwerte
31.12.2024 31.12.2023
--- --- ---
EUR EUR
--- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene EDV-Software und Softwarelizenzen 0,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 387.549,77 367.774,08
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 51.915,31 51.915,31
439.465,08 419.689,39

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

der PRODWARE Deutschland AG, Hamburg

A. Grundlage des Unternehmens

Prodware bietet innovative und zukunftsweisende Best-in-Class-Lösungen auf der Basis von Microsoft-Technologien. Als einer der größten europäischen Microsoft Partner verfügt die Prodware Gruppe über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Implementierung von Microsoft Dynamics Software in den Bereichen ERP, CRM sowie innovativer Business Intelligence (BI) Lösungen. Die Prodware-Unternehmensgruppe bedient mit rund 1.800 Mitarbeitern und ihren Niederlassungen in 14 Ländern circa 15.000 Kunden in Europa und Afrika. Die Muttergesellschaft Prodware S.A. mit Sitz in Paris ist an der Euronext-Börse notiert. In Europa ist Prodware derzeit einer der größten Microsoft-Partner bezogen auf die Microsoft Dynamics 365 Produktpalette. Die Prodware Deutschland AG ist eine 100- prozentige Tochtergesellschaft des 1989 gegründeten französischen Systemhauses und gehört mit rund 200 Mitarbeitern zu den größten Microsoft Dynamics Partnern in Deutschland. Es existieren Zertifizierungen in mehreren Kompetenzbereichen. Darüber hinaus gehört Prodware zu den wenigen Microsoft Partnern, die das gesamte Microsoft Dynamics Produktportfolio anbieten und bei ihren Kunden implementieren können.

Leistungsfähige und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind maßgeblich für unser Unternehmen. Ihr Engagement, ihre Qualifikationen und ihre Verbundenheit zur Prodware Deutschland AG sind die Erfolgsfaktoren bei der Realisierung von IT-Projekten. Sie machen uns stark für den Wettbewerb in unserer Branche und leisten einen wesentlichen Beitrag zu einer hohen Kundenzufriedenheit. Die Ansprüche unserer Mitarbeiter an die Qualität ihrer Arbeit unterstützen wir von der Personalseite, indem wir das Wissen und die Fähigkeiten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich weiterentwickeln und ausbauen.

Neben ausgezeichneten Entwicklungsmöglichkeiten möchten wir unsere Mitarbeitenden durch Wertschätzung und Anerkennung ihrer Leistungen auf allen Ebenen der Zusammenarbeit stärken. Insbesondere im dynamischen Umfeld der Informationstechnologie fordern wir von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität und Veränderungsbereitschaft. Durch Freiräume bei der Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsort wollen wir unseren Mitarbeitenden einen wesentlichen Teil dieser Flexibilität zurückgeben. Gleichzeitig sehen wir darin eine Stärkung unserer Attraktivität als Arbeitgeber im Vergleich zu unseren Mitbewerbern. Wir wollen unser Bestes geben, damit alle Mitarbeitenden mit Leidenschaft und Faszination für interessante Kundenprojekte ihr Bestes geben.

B. Wirtschaftsbericht

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2024 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,31 Billionen Euro, nominal ist das BIP also gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt befindet sich die deutsche Wirtschaft weiterhin in einer Rezession, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2 %. Schon im Vorjahr ging die Wirtschaftsleistung um 0,3 % zurück; dass die Wirtschaft in Deutschland zwei Jahre in Folge schrumpfte, kam zuletzt vor über 20 Jahren vor.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Im kommenden Jahr werden die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2024 um 4,6 % wachsen und voraussichtlich ein Volumen von 232,8 Milliarden Euro erreichen. In der Informationstechnik wird für 2025 ein Umsatz von 158,5 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2024 ein Wachstum um 5,9 %. Die Ausgaben für Software werden in diesem Segment mit voraussichtlich 9,8 % auf 51,1 Milliarden Euro das größte Wachstum verzeichnen. Die IT-Services werden mit einem Volumen von 53,8 Milliarden Euro (+5 %) im Jahr 2025 den größten Anteil des IT-Marktes abbilden. Die Ausgaben für IT-Hardware steigen im laufenden Jahr um 3,3 % auf 53,7 Milliarden Euro.

Entwicklung im Unternehmen

In 2024 gab es lediglich geringen Einfluss durch gestiegene Energiepreise, höhere Lohnkosten und andere inflationsbedingte Preiserhöhungen, welche bei unseren Kunden teilweise zu sinkendem Umsatz bzw. weniger stark steigendem Wachstum führten. Dieser Einfluss bezog sich auf die längere Dauer im Vertriebsprozess, die Kunden nehmen sich mehr Zeit ab erstem Kontakt bis zur finalen Unterschrift unter ein Angebot, was teilweise zu Verschiebungen der geplanten Projektstarts geführt hat. Trotzdem konnten die Umsatzerlöse aufgrund der erhöhten Anzahl an Mitarbeitern gegenüber dem Vorjahr um 18 % gesteigert werden.

Im Jahr 2024 waren durchschnittlich 182 (VJ: 162) Mitarbeiter beschäftigt, von 168 Mitarbeitern Ende 2023 sind wir auf 194 MA Ende 2024 gewachsen, daraus resultiert auch ein größerer Teil der Umsatzsteigerung.

C. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

I. Ertragslage

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs der operativen Geschäftstätigkeit sind die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis.

Das Ergebnis der Prodware Deutschland AG war im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus Dienstleistungen im Bereich ERP-Implementierung, der Vermittlung von Softwarewartung und Lizenzen. Die Erträge im Bereich Dienstleistungen sind um 2.957 TEUR gestiegen, ebenso die Subskription-Umsätze um 1.021 TEUR. Die Umsätze aus dem Lizenzgeschäft haben sich um rd. 121 TEUR erhöht, sowie die Wartungsumsätze um 216 TEUR.

Das Jahresergebnis 2024 verbesserte sich deutlich auf einen Jahresüberschuss in Höhe von 2.859.899,06 EUR (VJ: 1.791.495,38 EUR), dies vor allem durch bessere Personalauslastung, höhere Stundensätze und als Einmaleffekt die Vermittlung einer dreijährigen Subskription.

Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr sind im Vergleich zum Vorjahr um 18,5 % (VJ: 7,5 %) gestiegen, wie schon in der Prognose für 2024 im 2023er Lagebericht eingeschätzt, das hohe Auftragsvolumen Ende 2023 zusammen mit den Neueinstellungen bei den Mitarbeitern in 2024 hat hier wie geplant eine Steigerung der Umsatzerlöse bewirkt. Der Gesamtleistung stehen Aufwendungen für Lizenzen und bezogene Leistungen in Höhe von 4,9 Mio. EUR (VJ: 3,9 Mio. EUR) gegenüber. Die bezogenen Leistungen sind von 3.659 TEUR um 991 TEUR auf 4.650 TEUR gestiegen. Bei Personalaufwendungen von 14,8 Mio. EUR (VJ: 13,3 Mio. EUR), sonstigen Betriebsaufwendungen von 5,3 Mio. EUR (VJ: 4,9 Mio. EUR), Abschreibungen von 107 TEUR (VJ: 140 TEUR), einem Finanzergebnis von 450 TEUR (VJ: 211 TEUR), weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 2.860 TEUR (VJ: 1.791 TEUR) aus.

Finanzlage

Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt, die Prodware Deutschland AG deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow. Die gute Liquidität des Unternehmens ist ohne externe Fremdfinanzierung gewährleistet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum 31.12.2024 5,4 Mio. EUR (VJ: 1,8 Mio. EUR). Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Prodware Deutschland AG ist mit 9,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 und 13,5 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024 gestiegen, hauptsächlich aufgrund des guten Ergebnisses.

Der Anstieg bei den Sachanlagen um 20 TEUR begründet sich hauptsächlich durch EDV-Anlagen, so dass der Buchwert der Sachanlagen zum Bilanzstichtag 388 TEUR beträgt.

Die Investitionen beliefen sich im Berichtsjahr 2024 auf insgesamt 127 TEUR. Dabei handelt es sich hauptsächlich um EDV-Ausstattung, zum einen der routinemäßige Ersatz alter Hardware, aber auch als Erstausstattung der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Den Investitionen standen im Geschäftsjahr 107 TEUR Normalabschreibungen gegenüber.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich zum 31. Dezember 2024 gegenüber dem Vorjahresstichtag nur unwesentlich von 7,3 Mio. EUR auf 7,4 Mio. EUR erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind insgesamt um 57 TEUR und somit um ca. 2 % gesunken, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 407 TEUR auf 2.270 TEUR gestiegen, vor allem begründet durch Cash-Flow-Probleme in anderen Landesgesellschaften. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen 16,8 TEUR (2023: 17,5 TEUR).

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um ca. 9 % auf 2,0 Mio. EUR (VJ: 2,2 Mio. EUR) gesunken.

Die Prodware Deutschland AG weist ein Jahresergebnis in Höhe von 2.860 TEUR aus.

Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr wie folgt verändert:

01.01.2024 Zugang Ausschüttung / Rückzahlung 31.12.2024
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Gezeichnetes Kapital inkl. gesetzliche Rücklage 56 0 0 56
Kapitalrücklage 9.311 0 0 9.311
Bilanzverlust -4.470 2.860 0 -1.610
Summe 4.897 2.860 0 7.757

Der Bilanzverlust 2024 enthält - unter Annahme der Verrechnung des Jahresergebnis mit dem zum Vorjahr bestehenden Verlustvortrag - einen Verlustvortrag in Höhe von 1.610 TEUR (VJ: 4.470 TEUR).

Die sonstigen Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 330 TEUR auf 967 TEUR erhöht, dies vor allem wegen deutlich höherer Bonusrückstellungen (+283 TEUR) aufgrund des guten Ergebnisses sowie noch erwarteter Rechnungen für weiterbelastete Aufwendungen unserer Muttergesellschaft Prodware S.A. (64 TEUR).

Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um 25 % gestiegen. Im Einzelnen liegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27 % über Vorjahresniveau, da zum Jahresende mehr Lieferungen und Leistungen bestellt wurden, auch sind die sonstigen Verbindlichkeiten um 52 % angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis blieben nahezu gleich. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auf 255 TEUR gesunken (VJ: 308 TEUR).

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

In 2024 wurde weiterhin in Employer-Branding sowie Mitarbeiter- und Kundengewinnung investiert. Im Hinblick auf die kurz vor Abschluss stehenden Neuverträge zu Beginn des Jahres 2025, sowie einer sowohl qualitativ in Bezug auf die Abschlusswahrscheinlichkeit, als auch quantitativ in Bezug auf das gesamte potenzielle Auftragsvolumen besseren Pipeline als in den Vorjahren, gehen wir davon aus, in 2025 einen erneuten Anstieg im unteren zweistelligen Prozentbereich der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses zu erzielen.

Weiterhin starke Wachstumschancen sehen wir für uns als Microsoft-Partner in der Cloud-Strategie von Microsoft. Im Jahr 2024 investierten Unternehmen weltweit ca. 596 Milliarden US-Dollar, für 2025 erwartet das Marktforschungsinstitut Gartner bereits 723 Milliarden US-Dollar mit weiteren Steigerungen in den kommenden Jahren.

Auch bei unseren, in dieser Beziehung bisher zu größeren Teilen recht konservativen, deutschen Kunden sehen wir immer stärker den Trend, sich der Cloud zu öffnen und nicht mehr eigene Lizenzen und eigene Infrastruktur vorzuhalten, da auch hier immer mehr der Vorteil gesehen wird, aufgrund der Flexibilität der IT-Umgebung zeitnah auf Änderungen des Geschäftsumfeldes bzw. der Geschäftsprozesse reagieren zu können.

Auch können mit Big Data, künstlicher Intelligenz und Machine-Learning Daten im Unternehmen besser erfasst, analysiert und Geschäftsprozesse gesteuert werden als dies früher möglich war.

Weiterhin ist die Prodware Deutschland AG als Systemintegrator einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Die Abteilung Controlling und Rechnungswesen nimmt einen Großteil der Informations-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben für die Prodware Deutschland AG wahr.

Wichtiges Kontrollinstrument ist die monatliche Auswertung der über das Warenwirtschaftssystem und die Finanzbuchhaltung erstellten Deckungsbeiträge für die Kostenstellen und Business Lines. Das Controlling stellt auf der Grundlage der Geschäftsdaten interne Berichte zusammen und informiert den Vorstand und die Business Line-Verantwortlichen so frühzeitig und umfassend wie möglich über potenzielle Risiken im Geschäftsablauf.

Des Weiteren wird bei Neuprojekten durch die Projektmanager eine Risikoanalyse durchgeführt. Die neuen und bestehenden Projekte werden durch die Projektmanager überwacht. Bei evtl. bestehenden Risiken werden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, die das Risiko auf ein Minimum absenken. Monatlich wird mit einem Rolling Forecast-System gearbeitet, und die erzielten Ergebnisse werden mit den Managern der unterschiedlichen Bereiche diskutiert. Auf wöchentlicher Basis wird die Liquiditätssituation erörtert und auf einer 12-Wochen Basis geplant.

Sämtliche größeren Projekte werden nun zusätzlich von einem MACQ (Methods, Audit, Control and Quality)-Beauftragten mit direkter Berichtslinie an die Holding begleitet. Alle wichtigen Projekte und Entscheidungen werden in monatlichen Meetings mit Vertretern der Holding vorgestellt und abgestimmt.

Für 2025 gehen wir davon aus, dass die Umsatzerlöse weiter steigen und sich daher EBITDA und das Jahresergebnis nochmal besser darstellen und höhere Personalkosten sowie indexbasierte Mietsteigerungen und steigende Energiekosten keinen wesentlichen Dämpfungseffekt zeigen werden.

1. Umfeld- und Branchenrisiken

Der IT-Markt ist sowohl im Lizenz- wie auch im Dienstleistungsbereich von starkem Wettbewerb sowie der wirtschaftlichen Gesamtsituation geprägt. Wesentliche Verschlechterungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen bewirken bei den Unternehmen eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft.

2. Kundenabhängigkeit

Die Prodware Deutschland AG verfügt aufgrund ihrer mehr als 20-jährigen Tätigkeit im ERP-Umfeld über eine sehr breite Kundenbasis und ist daher von keinem Einzelkunden in wesentlicher Art und Weise existenziell abhängig.

3. Lieferantenabhängigkeit

Bislang erfolgt der Lizenzeinkauf fast ausschließlich über Microsoft. Das in den Vorjahren erwartete Risiko, dass Microsoft seine Produkte in den kommenden Jahren vermehrt im sogenannten „Cloud Computing“ anbietet, ist eingetroffen. Dadurch erhält die Prodware Deutschland AG mehr und mehr nur noch eine Vermittlungsgebühr. Dies hat zur Folge, dass sowohl die Lizenz- und Wartungsumsätze, aber auch die Lizenz- und Wartungskosten, zurückgehen. Die erhaltene Gebühr (Subskription) sowie die damit verbunden Kosten steigen aber stärker als die oben genannten Umsätze zurückgehen, die saldierte Marge steigt somit. Sowohl ein Risiko als auch eine Chance besteht darin, dass die Kunden monatlich die Anzahl der Lizenzen anpassen können, hier kann es zukünftig einerseits zu überraschenden Mehreinnahmen als auch andererseits zu einem Rückgang der Umsätze kommen.

4. Gewährleistungs- und Haftungsrisiken

Die Prodware Deutschland AG übernimmt eine branchenübliche vertragliche Gewährleistungsverpflichtung für gelieferte Systeme. Für die Infrastruktur reicht die Prodware Deutschland AG die Herstellergarantien weiter. Daneben gilt die gesetzliche Gewährleistung. Das Risiko, von Kunden im Rahmen der Gewährleistung in Anspruch genommen zu werden - ohne dabei auf den Hersteller zurückgreifen zu können - ist eher als gering einzuschätzen. Soweit die Prodware Deutschland AG eigene Dienstleistungen erbringt und dafür Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert eine Haftpflichtversicherung die Prodware Deutschland AG in angemessenem Umfang ab.

5. IT-Risiken

Die internen ERP- und Bl-Systeme, Kommunikationssysteme (Exchange, Teams) sowie weitere Verwaltungssysteme (DATEV, Active Directory, Mailarchiv u.a.) werden in einem Rechenzentrum in Paris betrieben.

Das Rechenzentrum in Paris ist nach mehreren ISO-Standards zertifiziert. Als Basis dienen redundante Hardwareinfrastrukturen (Netzwerk, Server und SAN) sowie eine unterbrechungsfreie Stromversorgung mit Generatoren.

Alle Daten der Verwaltungs- und Produktionssysteme werden täglich gesichert, die Daten der Finanzbuchhaltung werden mehrmals täglich zwischen den beiden Rechenzentren gespiegelt. Die Kommunikationssysteme (Exchange, Teams) werden von der Prodware Firmenholding für die Gruppe bereitgestellt. Alle ein- und ausgehenden Mails werden zusätzlich in Paris in einem Mailarchiv getrennt vom Exchange Server (revisionssicher) abgelegt.

Der Zugriff auf alle Firmensysteme zwischen den deutschen Standorten erfolgt ausschließlich über gesicherte Leitungen. Auf das Internet wird über Firewalls zugegriffen. Verbindungen zur Firmenmutter sowie zu Prodware Gesellschaften außerhalb von Deutschland erfolgen über abgesicherte VPN-Leitungen.

Die Endgeräte werden mit aktueller Antivirensoftware geschützt, mobile Endgeräte zusätzlich noch per MS Defender. Der Zugriff auf Daten wird gemäß den Anforderungen unseres Datenschutzbeauftragten so organisiert, dass nur tatsächlich berechtigte Personen die erforderlichen Zugriffsrechte erhalten.

6. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Die Liquidität war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben und ist stabil. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen sind durch liquide Mittel gedeckt.

Die zum 31.12.2024 bestehende Finanzlage der Prodware Deutschland AG ist entspannt.

7. Risiken aus Forderungsausfall

Die Prodware Deutschland AG liefert an die Kunden alle Waren und Dienstleistungen auf Rechnung. Grundsätzlich kann es bei der Zahlungsunfähigkeit des Kunden zu Ausfällen kommen. Ein strenges Forderungsmanagement sowie laufende Bonitätsprüfungen minimieren das Risiko bei der Prodware Deutschland AG. Dadurch, dass die Wartungen im Voraus von den Kunden an die Prodware Deutschland AG gezahlt werden müssen, bevor eine Zulassung bei Microsoft erfolgt, besteht hier ein geringes Risiko des diesbezüglichen Forderungsausfalles.

Pro Monat werden die einzelnen Forderungen gegen die Kunden auf Risiken überprüft und entsprechende Wertberichtigungen der Forderungen gegebenenfalls durchgeführt.

8. Rechtliche Risiken

Die Prodware Deutschland AG sichert sich ihre Verträge bei Bedarf durch Rechtsberater ab. Die Prodware Deutschland AG ist mit Ausnahme von zwei Klagen auf Deckungszusage gegen die ehemalige Rechtschutzversicherung in keine Rechtsstreitigkeiten verwickelt.

9. Personalrisiken

Der wirtschaftliche Erfolg der Prodware Deutschland AG ist im hohen Maß vom Engagement und Know-how der Mitarbeiter abhängig. Ziel ist es daher, einerseits qualifizierte Fach- und Führungskräfte für das Unternehmen zu beschäftigen, sie erfolgreich zu integrieren und dauerhaft zu binden, als auch andererseits über Berufsausbildungen selbst Nachwuchsförderung zu betreiben. Über unsere Recruiting-Abteilung, Empfehlungen und Kontakte der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie spezialisierte Personaldienstleister akquirieren wir unsere Neueinstellungen. Es wird jedoch von Jahr zu Jahr deutlich schwieriger, zusätzliche Mitarbeiter zu rekrutieren, so dass ein Risiko für die Wachstumsstrategie entstehen könnte. Vorerst lassen sich Bedarfe aber noch nötigenfalls durch Subunternehmer abfangen.

10. Sonstige Risiken

Die Geschäfte von Dienstleistungsunternehmen belasten die Umwelt nur geringfügig. Nennenswerte Umweltrisiken aus der operativen Tätigkeit der Gesellschaft bestehen nicht.

Im Berichtsjahr traten keine Risiken auf, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdeten. Für die Zukunft ist trotz bewährter Risikomanagementsysteme nicht völlig auszuschließen, dass sich bisher nicht erkannte oder als unwesentlich eingestufte Risiken konkretisieren und wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erlangen.

Andererseits ergeben sich aus der steigenden IT-Durchdringung von Geschäftsprozessen (Industrie 4.0) weitere Chancen für die Prodware Deutschland AG, diese Implementierungen bei und zusammen mit Kunden umzusetzen.

E. Sonstige Angaben

1. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Im Jahr 2024 wurden keine F&E-Aktivitäten betrieben.

2. Zweigniederlassungsbericht

Es gibt keine Zweigniederlassung, nur mehrere über Deutschland und Österreich verteilte Betriebsstätten.

3. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Folgende Erklärung gemäß § 312 AktG haben wir aus unserem Abhängigkeitsbericht wiedergegeben:

„Alle im Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen genannten Leistungsbeziehungen wurden nach den Umständen, die in dem jeweiligen Zeitpunkt bekannt waren, zu Konditionen wie unter fremden Dritten durchgeführt. Die Prodware Deutschland AG, Hamburg, erhielt stets eine angemessene Gegenleistung. Die Gesellschaft wurde weder im Rahmen des Leistungsaustausches noch sonst gegenüber den genannten Unternehmen benachteiligt“.

Hamburg, den 7. Juli 2025

Vorstand

lan Mac Hueg Herlevsen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir am 22. Juli 2025 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Prodware Deutschland AG, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Prodware Deutschland AG, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Prodware Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hamburg, den 22. Juli 2025

**FREIHEIT GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Julia Freiheit, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

Am 30. Juli 2025 haben die Mitglieder des Aufsichtsrats den vorliegenden Bericht in Übereinstimmung mit den geltenden Bestimmungen herausgegeben.

In diesem Bericht macht der Aufsichtsrat auf die Modalitäten der Vorbereitung und Überwachung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 aufmerksam.

Es wird darauf hingewiesen, dass ein Lenkungsaus schuss unter der Leitung von Alain Conrard und unter Beteiligung von engagierten Mitarbeitern der Muttergesellschaft im Controlling gebildet wurde, dem das Managementteam der Prodware Deutschland AG monatlich Bericht erstattet hat.

Dieser Lenkungsausschuss hat gemeinsam mit dem Managementteam der Prodware Deutschland AG das Budget für das Jahr 2024 während verschiedener Sitzungen von Oktober 2023 bis zur Verabschiedung der endgültigen Budgetversion Mitte Dezember 2023 diskutiert.

Während des gesamten Jahres 2024 tagte dieser Lenkungsausschuss 11 Mal, jeden Monat außer im August von Januar bis Dezember 2024, mit besonderem Schwerpunkt auf den Ergebnissen des laufenden Monats sowie auf den Prognosen für die kommenden Monate und den erwarteten Jahresergebnissen. In diesen Sitzungen wurden auch vom Budget abweichende Maßnahmen diskutiert und beschlossen. Die Sitzungen wurden hauptsächlich per Videokonferenz abgehalten.

Dieser Ausschuss berichtete dann dem gesamten Aufsichtsrat auf einer ähnlichen monatlichen Basis.

Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die strategische Ausrichtung, die Performance des Geschäfts und dem Halten von Mitarbeitern und Kunden von Mitarbeitern gelegt.

Die Freiheit Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den von der Prodware Deutschland AG erstellten Abschluss in einem Prozess bis Juli 2025 geprüft. Die Abschlussprüfer haben keine Vorbehalte zu diesem Abschluss geltend gemacht und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Daher wird der Aufsichtsrat der Prodware Deutschland AG zusammen mit dem Alleinaktionär auf der Hauptversammlung am 30 Juli 2025 folgende Punkte präsentieren, erläutern bzw. darüber abstimmen:

Vorlage und Erläuterung des Jahresabschlusses 2024 sowie des Lageberichts und dieses Berichts und Vorschlag, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen
Es wird vorgeschlagen, die Entlastung des Exekutivausschusses zu beschließen

Paris, den 30. Juli 2025

Philippe Bouaziz, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 der Prodware Deutschland AG, Hamburg wurde am 30. Juli 2025 festgestellt.