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Prodware Management Reports 2021

May 24, 2023

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Management Reports

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Publication

Prodware Deutschland AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

A. Grundlage des Unternehmens

Prodware bietet innovative und zukunftsweisende Best-in-Class-Lösungen auf der Basis von Microsoft-Technologien. Die Prodware-Gruppe, die zu den größten europäischen Microsoft Gold Partnern gehört, besitzt seit über 30 Jahren Erfahrung in der Implementierung von Microsoft Dynamics Software im Bereich ERP, CRM sowie innovativer Business Intelligence (BI)-Lösungen. Die Prodware-Unternehmensgruppe bedient mit rund 1.350 Mitarbeitern und ihren Niederlassungen in 12 Ländern circa 19.000 Kunden in Europa und Afrika. Das Mutterunternehmen, die Prodware S.A. mit Sitz in Paris, ist an der Euronext-Börse notiert. In Europa ist Prodware derzeit einer der größten Microsoft-Partner bezogen auf die Microsoft Dynamics 365 Produktpalette. Die Prodware Deutschland AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des 1989 gegründeten französischen Systemhauses und gehört mit rund 150 Mitarbeitern zu den größten Microsoft Dynamics Partnern in Deutschland. Es existieren Gold-Zertifizierungen in mehreren Kompetenzbereichen. Darüber hinaus zählt Prodware zu den wenigen Microsoft-Partnern, die in der Lage sind, das komplette Microsoft-Dynamics Produktportfolio anzubieten und bei ihren Kunden zu implementieren.

Leistungsfähige und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind maßgeblich für unser Unternehmen. Ihr Engagement, ihre Qualifikationen und ihre Verbundenheit zur Prodware Deutschland AG sind die Erfolgsfaktoren bei der Realisierung von IT-Projekten. Sie machen uns stark für den Wettbewerb in unserer Branche und leisten einen wesentlichen Beitrag zu einer hohen Kundenzufriedenheit. Die Ansprüche unserer Mitarbeiter an die Qualität ihrer Arbeit unterstützen wir von der Personalseite, indem wir das Wissen und die Fähigkeiten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich entwickeln und ausbauen.

Neben ausgezeichneten Entwicklungsmöglichkeiten möchten wir unsere Mitarbeiter durch Wertschätzung und Leistungsanerkennung auf allen Ebenen der Zusammenarbeit stärken. Insbesondere im dynamischen Umfeld der Informationstechnologie fordern wir von unseren Mitarbeitern einen hohen Grad an Flexibilität und Veränderungsbereitschaft. Durch Freiräume in der Gestaltung der Arbeitszeit und des Arbeitsortes möchten wir einen wesentlichen Teil dieser Flexibilität an unsere Mitarbeiter zurückgeben. Dies ist gleichzeitig Ausdruck unserer vertrauensvollen und kollegialen Zusammenarbeit. Gleichzeitig sehen wir darin unsere Attraktivität als Arbeitgeber, im Vergleich zu unseren Wettbewerbern, gestärkt. Wir möchten unser Bestes geben, damit alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Leidenschaft und Faszination für interessante Kundenprojekte ihr Bestes geben.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wuchs im vergangenen Wirtschaftsjahr um 2,9 %. Noch im Vorjahr ging die Wirtschaftsleistung Deutschlands nach zehn Jahren Wirtschaftswachstum in Folge erstmals wieder deutlich zurück, Grund dafür waren die Auswirkungen der Coronakrise und der damit einhergehende Shutdown der Wirtschaft (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4878/umfrage/bruttoinlandsprodukt-von-deutschland-seit-dem-jahr-1950/).

Die Konjunkturforscher prognostizieren derzeit für 2022 ein Wirtschaftswachstum von 2,7 % (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/5848/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-realen-bruttoinlandsprodukts-in-deutschland/).

2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der Digitalverband Deutschlands, BITKOM, nennt für 2021 ein Wachstum in der Informationstechnik von insgesamt um 6,3 % auf 102,5 Milliarden EUR.

In der Informationstechnologie wird für 2022 ein Umsatz von 108,6 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2021 ein Wachstum um 5,9 %.

Die Investitionen der Unternehmen im Software-Segment steigen im laufenden Jahr um voraussichtlich 9,0 % auf 32,4 Milliarden Euro. Die Umsätze mit IT-Services, in denen sich Aufträge aus der Digitalisierung der Unternehmen besonders stark widerspiegeln, verzeichnen vermutlich einen Anstieg um 3,9 % auf 43,0 Milliarden Euro für das Jahr 2022 (Quelle: https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland.html

siehe PDF-Datei: „bitkom_itk_marktzahlen_januar_2022.pdf“; Quelle: Bitkom, EITO, Januar 2021).

3. Entwicklung im Unternehmen

Im Jahr 2021 haben wir trotz Projektverschiebungen von Kunden, deren Geschäftsmodell weiterhin deutlich von der Coronapandemie betroffen war, einen Umsatzzuwachs um 18 % gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der erhöhten Umsätze im Bereich Dienstleistungen sind das Ergebnis vor Steuern mit 1,705 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (1,053 Mio. EUR) sowie der Jahresüberschuss um 63 % gestiegen.

Im Jahr 2021 waren durchschnittlich 151 (VJ: 143) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 148 Personen fest angestellt. Des Weiteren sind 10 Auszubildende (VJ: 9) und 3 Aushilfen (VJ: 1) im Berichtsjahr für unser Unternehmen tätig gewesen.

C. Ertragslage

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs der operativen Geschäftstätigkeit sind die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis.

Das Ergebnis der Prodware Deutschland AG war im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus Dienstleistungen im Bereich ERP-Implementierung, der Vermittlung von Softwarewartung und Lizenzen. Die Erträge im Bereich Dienstleistungen sind um 2.018 TEUR gestiegen, ebenso die Wartungsumsätze um 35 TEUR sowie die Umsätze aus dem Lizenzgeschäft um rd. 745 TEUR und die sonstigen Umsätze um rd. 203 TEUR.

Das Jahresergebnis verbesserte sich von einem Jahresüberschuss in Höhe von 942.455,30 EUR im Jahr 2020 zu einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.534.199,32 EUR im Jahr 2021.

Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr um 18 % gestiegen. Der Gesamtleistung stehen Aufwendungen für Lizenzen, Hardware und bezogene Leistungen in Höhe von 3,0 Mio. EUR (VJ: 2,1 Mio. EUR) gegenüber. Hierbei sind die bezogenen Leistungen von 1,8 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR gestiegen. Bei Personalaufwendungen von 11,6 Mio. EUR (VJ: 10,7 Mio. EUR), sonstigen Betriebsaufwendungen von 4,3 Mio. EUR (VJ: 3,6 Mio. EUR), Abschreibungen von 87 TEUR (VJ: 115 TEUR), einem Finanzergebnis von 415 TEUR (VJ: 234 TEUR), weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 1.534 TEUR (VJ: 942 TEUR) aus. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beruht vor allem auf einem Anstieg der Personalbeschaffungskosten, Forderungsverlusten, Cloud-Kosten sowie Einzel- und Pauschalwertberichtigungen.

D. Finanzlage

Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Das gezeichnete Kapital hat sich nicht verändert. Die Prodware Deutschland AG deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow.

E. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Prodware Deutschland AG ist von 8,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2020 auf 10,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2021 angestiegen.

Die Zunahme bei den Sachanlagen um 15 TEUR begründet sich hauptsächlich durch den Einkauf von EDV-Anlagen sowie Möbeln, so dass der Buchwert der Sachanlagen zum Bilanzstichtag 264 TEUR beträgt.

Die Investitionen beliefen sich im Berichtsjahr 2021 auf insgesamt 97 TEUR.

Dabei handelt es sich hälftig um einzelne planmäßige Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen bei den Sachanlagen, die andere Hälfte betrafen Einbauten in fremde Gebäude und Inneneinrichtung an einem neueröffneten Standort. Den Investitionen standen im Geschäftsjahr 87 TEUR Normalabschreibungen gegenüber.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum 31. Dezember 2021 gegenüber dem Vorjahresstichtag von 5,8 Mio. EUR auf 6,4 Mio. EUR gestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind insgesamt um 167 TEUR und somit um ca. 5 % gestiegen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von 120 TEUR auf 145 TEUR gestiegen. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen 49 TEUR.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum 31.12.2021 3,3 Mio. EUR (VJ: 2,4 Mio. EUR).

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um ca. 15 % auf 2,7 Mio. EUR (VJ: 2,4 Mio. EUR) erhöht.

Die Prodware Deutschland AG weist ein Jahresergebnis in Höhe von 1.534 TEUR aus.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 264 TEUR auf 633 TEUR erhöht. Der Anstieg resultiert vor allem aus der Bildung einer Rückstellung für Drohverluste sowie der Erhöhung der Rückstellung für Boni.

Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um 31 % gestiegen. Im Einzelnen bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 117 % gestiegen.

F. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

In 2021 wurde weiterhin in Employer-Branding sowie Mitarbeiter- und Kundengewinnung investiert. Darüber hinaus wurde ein HR-Lead zur kontinuierlichen Verbesserung der HR-Prozesse und der Qualität eingestellt. Aufgrund des besseren Auftragsbestandes zu Beginn des Jahres 2022 sowie einer sowohl qualitativ in Bezug auf die Abschlusswahrscheinlichkeit als auch quantitativ in Bezug auf das gesamte potentielle Auftragsvolumen besseren Pipeline als in den Vorjahren gehen wir davon aus, in 2022 einen weiteren Anstieg der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses zu erzielen.

Weiterhin starke Wachstumschancen sehen wir für uns als Microsoft-Partner in der Cloud-Strategie von Microsoft. Im Jahr 2021 investierten Unternehmen weltweit ca. 332 Milliarden US-Dollar, für 2022 erwartet das Marktforschungsinstitut Gartner bereits 398 Milliarden US-Dollar(Quelle: https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2021-04-21-gartner-forecasts-worldwide-public-cloud-end-user-spending-to-grow-23-percent-in-2021) mit weiteren Steigerungen in den kommenden Jahren. Auch bei unseren, in dieser Beziehung bisher zu größeren Teilen recht konservativen, deutschen Kunden sehen wir immer stärker den Trend, sich der Cloud zu öffnen und nicht mehr eigene Lizenzen und eigene Infrastruktur vorzuhalten, da auch hier immer mehr der Vorteil gesehen wird, aufgrund der Flexibilität der IT-Umgebung zeitnah auf Änderungen des Geschäftsumfeldes bzw. der Geschäftsprozesse reagieren zu können.

Auch können mit Big Data, künstlicher Intelligenz und Machine-Learning Daten im Unternehmen besser erfasst, analysiert und Geschäftsprozesse gesteuert werden als es früher möglich war.

Weiterhin ist die Prodware Deutschland AG als Systemintegrator einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Die Abteilung Controlling und Rechnungswesen nimmt einen Großteil der Informations-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben für die Prodware Deutschland AG wahr.

Wichtiges Kontrollinstrument ist die monatliche Auswertung der über das Warenwirtschaftssystem und der Finanzbuchhaltung erstellten Deckungsbeiträge für die Kostenstellen und Business Lines. Das Controlling stellt auf der Grundlage der Geschäftsdaten interne Berichte zusammen und informiert den Vorstand und die Business Line-Verantwortlichen so frühzeitig und umfassend wie möglich über potentielle Risiken im Geschäftsablauf.

Des Weiteren wird bei Neuprojekten durch die Projektmanager eine Risikoanalyse durchgeführt. Die neuen und bestehenden Projekte werden durch die Projektmanager überwacht. Bei evtl. bestehenden Risiken werden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, die das Risiko auf ein Minimum absenken. Monatlich wird mit einem Rolling Forecast-System gearbeitet, und die erzielten Ergebnisse werden mit den Managern der unterschiedlichen Bereiche diskutiert. Auf wöchentlicher Basis wird die Liquiditätssituation erörtert und auf einer 12-Wochen Basis geplant.

Sämtliche größeren Projekte werden nun zusätzlich von einem MACQ (Methods, Audit, Control and Quality)-Beauftragten mit direkter Berichtslinie an die Holding begleitet.

Alle wichtigen Projekte und Entscheidungen werden in monatlichen Meetings mit Vertretern der Holding vorgestellt und abgestimmt.

Trotz der nicht völlig absehbaren Auswirkungen möglicher zukünftiger Mutationen des Coronavirus auf das laufende Geschäft im Jahr 2022 zeigt sich derzeit, dass Unternehmen eher in Digitalisierung investieren und sich damit für uns neue Projekte ergeben.

Auch der Krieg in der Ukraine hat bisher keinen Einfluss auf unser Geschäft gezeigt, wir gehen auch hier von keinem wesentlichen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit aus. Für 2022 gehen wir dennoch davon aus, dass die Umsatzerlöse weiter steigen, EBITDA und Jahresergebnis sich allerdings aufgrund höherer Personal- bzw. Fremdleisterkosten sowie indexbasierten Mietsteigerungen und steigenden Energiekosten eher auf dem Niveau von 2021 befinden werden.

1. Umfeld- und Branchenrisiken

Der IT-Markt ist sowohl im Lizenz- wie auch im Dienstleistungsbereich von starkem Wettbewerb sowie der wirtschaftlichen Gesamtsituation geprägt. Wesentliche Verschlechterungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen bewirken bei den Unternehmen eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft.

2. Kundenabhängigkeit

Die Prodware Deutschland AG verfügt aufgrund ihrer mehr als 20-jährigen Tätigkeit im ERP-Umfeld über eine sehr breite Kundenbasis und ist daher von keinem Einzelkunden in wesentlicher Art und Weise existenziell abhängig.

3. Lieferantenabhängigkeit

Bislang erfolgt der Lizenzeinkauf fast ausschließlich über Microsoft. Das in den Vorjahren erwartete Risiko, dass Microsoft seine Produkte in den kommenden Jahren vermehrt im sogenannten „Cloud Computing“ anbietet, ist eingetroffen, die Prodware Deutschland AG erhält mehr und mehr nur noch eine Vermittlungsgebühr. Dies hat zur Folge, dass die Lizenzumsätze, aber auch die Lizenzkosten, zurückgehen werden. Derzeit gehen wir aber davon aus, dass sich mittelfristig die Gebühr in der Höhe der vormaligen Lizenzmarge bewegt, langfristig aber die Erlöse hieraus zurückgehen werden und durch höhere Serviceerlöse aufgefangen werden müssen. Sowohl ein Risiko als auch eine Chance besteht darin, dass die Kunden monatlich die Anzahl der Lizenzen anpassen können, hier kann es zukünftig einerseits zu überraschenden Mehreinnahmen als auch andererseits zu einem Rückgang der Umsätze kommen.

4. Gewährleistungs- und Haftungsrisiken

Die Prodware Deutschland AG übernimmt eine branchenübliche vertragliche Gewährleistungsverpflichtung für gelieferte Systeme. Für die Infrastruktur reicht die Prodware Deutschland AG die Herstellergarantien weiter. Daneben gilt die gesetzliche Gewährleistung. Das Risiko, von Kunden im Rahmen der Gewährleistung in Anspruch genommen zu werden - ohne dabei auf den Hersteller zurückgreifen zu können - ist eher als gering einzuschätzen. Soweit die Prodware Deutschland AG eigene Dienstleistungen erbringt und dafür Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert eine Haftpflichtversicherung die Prodware Deutschland AG in angemessenem Umfang ab.

5. IT-Risiken

Die internen ERP- und BI-Systeme, Kommunikationssysteme (Exchange, Skype for Business) sowie weitere Verwaltungssysteme (DATEV, Active Directory, Mailarchiv u.a.) werden in zwei Rechenzentren in Paris und Amsterdam betrieben.

Die beiden Rechenzentren in Paris und Amsterdam sind nach mehreren ISO-Standards zertifiziert.

Als Basis dienen redundante Hardwareinfrastrukturen (Netzwerk, Server und SAN) sowie eine unterbrechungsfreie Stromversorgung mit Generatoren.

Alle Daten der Verwaltungs- und Produktionssysteme werden täglich gesichert, die Daten der Finanzbuchhaltung werden mehrmals täglich zwischen den beiden Rechenzentren gespiegelt.

Die Kommunikationssysteme (Exchange, Skype for Business, Teams) werden von der Prodware Firmenholding für die Gruppe bereitgestellt. Alle ein- und ausgehenden Mails werden zusätzlich in Paris in einem Mailarchiv getrennt vom Exchange Server (revisionssicher) abgelegt.

Der Zugriff auf alle Firmensysteme zwischen den deutschen Standorten erfolgt ausschließlich über gesicherte Leitungen. Auf das Internet wird über Firewalls zugegriffen. Verbindungen zur Firmenmutter sowie zu Prodware Gesellschaften außerhalb von Deutschland erfolgen über abgesicherte VPN-Leitungen.

Die Endgeräte werden mit aktueller Antivirensoftware geschützt. Der Zugriff auf Daten wird gemäß den Anforderungen unseres Datenschutzbeauftragten so organisiert, dass nur tatsächlich berechtigte Personen die erforderlichen Zugriffsrechte erhalten.

6. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Die Liquidität war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben und ist stabil. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen sind durch liquide Mittel gedeckt.

Die zum 31.12.2021 bestehende Finanzlage der Prodware Deutschland AG ist entspannt.

7. Risiken aus Forderungsausfall

Die Prodware Deutschland AG liefert an die Kunden alle Waren und Dienstleistungen auf Rechnung. Grundsätzlich kann es bei der Zahlungsunfähigkeit des Kunden zu Ausfällen kommen. Ein strenges Forderungsmanagement sowie laufende Bonitätsprüfungen minimieren das Risiko bei der Prodware Deutschland AG. Dadurch, dass die Wartungen im Voraus von den Kunden an die Prodware Deutschland AG gezahlt werden müssen, bevor eine Zulassung bei Microsoft erfolgt, besteht hier ein geringes Risiko des diesbezüglichen Forderungsausfalles.

Pro Monat werden die einzelnen Forderungen gegen die Kunden auf Risiken überprüft und entsprechende Rückstellungen gegebenenfalls angepasst.

8. Rechtliche Risiken

Die Prodware Deutschland AG sichert sich ihre Verträge bei Bedarf durch Rechtsberater ab. Die Prodware Deutschland AG ist mit Ausnahme von einem sich im Schiedsgerichtsverfahren befindlichen Projekt in keine Rechtsstreitigkeiten verwickelt, aus denen ein wesentlicher negativer Effekt auf das Jahresergebnis zu erwarten ist. Für alle noch schwebenden Rechtsstreitigkeiten sind ausreichende Rückstellungen im Berichtsjahr gebildet worden.

Für ein weiteres Verfahren sehen wir keine Risiken in Hinblick auf mögliche Schadenersatzforderungen, lediglich für die Kosten des Rechtsstreits wurde bereits im Jahr 2016, auch nach den heutigen Kenntnissen in ausreichender Höhe, eine Rückstellung gebildet.

9. Personalrisiken

Der wirtschaftliche Erfolg der Prodware Deutschland AG ist im hohen Maß vom Engagement und Know-how der Mitarbeiter abhängig. Ziel ist es daher, einerseits qualifizierte Fach- und Führungskräfte für das Unternehmen zu beschäftigen, sie erfolgreich zu integrieren und dauerhaft zu binden, als auch andererseits über Trainee-Programme und Berufsausbildungen selbst Nachwuchsförderung zu betreiben. Über unsere Recruiting-Abteilung, Empfehlungen und Kontakte der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie spezialisierte Personaldienstleister akquirieren wir unsere Neueinstellungen. Es wird jedoch von Jahr zu Jahr deutlich schwieriger, zusätzliche Mitarbeiter zu rekrutieren, so dass ein Risiko für die Wachstumsstrategie entstehen könnte. Vorerst lassen sich Bedarfe aber noch nötigenfalls durch Subunternehmer abfangen.

10. Sonstige Risiken

Die Geschäfte von Dienstleistungsunternehmen belasten die Umwelt nur geringfügig. Nennenswerte Umweltrisiken aus der operativen Tätigkeit der Gesellschaft bestehen nicht.

Im Berichtsjahr traten keine Risiken auf, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdeten. Für die Zukunft ist trotz bewährter Risikomanagementsysteme nicht völlig auszuschließen, dass sich bisher nicht erkannte oder als unwesentlich eingestufte Risiken konkretisieren und wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erlangen.

Andererseits ergeben sich aus der steigenden IT-Durchdringung von Geschäftsprozessen (Industrie 4.0) weitere Chancen für die Prodware Deutschland AG, diese Implementierungen bei und zusammen mit Kunden umzusetzen.

G. Sonstige Angaben

1. Versicherungen der gesetzlichen Vertreter

„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.“

2. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Im Jahr 2021 wurden keine F&E-Aktivitäten betrieben.

3. Zweigniederlassungsbericht

Es gibt keine Zweitniederlassung, nur mehrere über Deutschland und Österreich verteilte Betriebsstätten.

4. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Folgende Erklärung gemäß § 312 AktG haben wir in unserem Abhängigkeitsbericht wiedergegeben:

„Alle im Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen genannten Leistungsbeziehungen wurden nach den Umständen, die in dem jeweiligen Zeitpunkt bekannt waren, zu Konditionen wie unter fremden Dritten durchgeführt. Die Prodware Deutschland AG, Hamburg, erhielt stets eine angemessene Gegenleistung. Die Gesellschaft wurde weder im Rahmen des Leistungsaustausches noch sonst gegenüber den genannten Unternehmen benachteiligt“.

Hamburg, 25.11.2022

Ian Mac Hueg Herlevsen, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2021

EUR
31.12.2020

EUR
A. Anlagevermögen 318.818,40 308.721,29
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.873,85 7.556,21
II. Sachanlagen 264.029,24 249.249,77
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 264.029,24 249.249,77
III. Finanzanlagen 51.915,31 51.915,31
1. Beteiligungen 51.915,31 51.915,31
B. Umlaufvermögen 9.737.283,64 8.242.336,54
I. Vorräte 0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.418.433,03 5.839.280,42
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 145.363,60 119.583,49
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 48.584,25 20.581,30
3. sonstige Vermögensgegenstände 6.224.485,18 5.699.115,63
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.318.850,61 2.403.056,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 87.465,78 94.632,30
Aktiva 10.143.567,82 8.645.690,13
Passiva
31.12.2021

EUR
31.12.2020

EUR
A. Eigenkapital 4.720.552,33 4.386.353,01
I. Gezeichnetes Kapital 51.150,00 51.150,00
II. Kapitalrücklage 11.716.227,69 12.916.227,69
III. Bilanzverlust 7.046.825,36 8.581.024,68
davon Verlustvortrag 8.581.024,68 9.523.479,98
B. Rückstellungen 2.315.998,50 1.884.227,05
C. Verbindlichkeiten 2.895.822,33 2.205.140,30
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 311.365,83 143.479,66
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.574,42
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.581.882,08 2.061.660,64
D. Rechnungsabgrenzungsposten 211.194,66 169.969,77
Passiva 10.143.567,82 8.645.690,13

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021

EUR
1.1.2020 - 31.12.2020

EUR
1. Rohergebnis 17.325.748,78 15.192.110,19
2. Personalaufwand 11.608.536,42 10.652.938,55
a) Löhne und Gehälter 9.599.355,10 8.886.012,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.009.181,32 1.766.926,31
davon für Altersversorgung 285.105,35 137.479,18
3. Abschreibungen 86.635,97 115.288,18
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 86.635,97 115.288,18
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.340.076,82 3.604.553,58
5. Erträge aus Beteiligungen 450.000,00 300.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.574,48 14,97
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 46.859,95 66.380,85
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 170.516,78 103.365,76
9. Ergebnis nach Steuern 1.534.697,32 949.598,24
10. sonstige Steuern 498,00 7.142,94
11. Jahresüberschuss 1.534.199,32 942.455,30
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 8.581.024,68 9.523.479,98
13. Bilanzverlust 7.046.825,36 8.581.024,68

Anhang

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Prodware Deutschland AG hat ihren Sitz in Hamburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 107460 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde daher von größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276, 288 HGB Gebrauch gemacht.

Die Bewertung erfolgte unter dem Aspekt der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Sie werden bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert über dem niedrigeren beizulegenden Wert liegt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.

Die für die planmäßige Abschreibung relevanten Nutzungsdauern betragen:

Software 3 - 5 Jahre
EDV-Hardware 3 - 5 Jahre
Büroausstattung 3 - 20 Jahre

Die geringwertigen Anlagegüter werden üblicherweise sofort abgeschrieben, sofern nicht Sammelposten gebildet werden.

Finanzanlagen

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren Wert bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nominalwerten. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf den nicht einzelwertberichtigten Teil der Forderungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Im Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind nicht frei verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten aus verpfändeten Termineinlagen in Höhe von 95.202,00 EUR enthalten.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

In Ausübung des handelsrechtlichen Wahlrechts wurde auf eine Aktivierung von latenten Steuern in Anwendung des § 274 HGB verzichtet.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen decken erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe ihrer nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung voraussichtlichen Inanspruchnahme sowie voraussichtlich eintretender Kostensteigerungen ab und wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst.

Bei der Berechnung dieser Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck wurde der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,87 % angesetzt. Für den Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB wurde der durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,35 % angesetzt.

Als Rechnungszins zum Beginn des Geschäftsjahres wurde ein Zinssatz von 2,3 % angesetzt.

Der Rententrend wurde mit 1,80 % p.a. angenommen. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht, den zusätzlichen Rückstellungsbedarf in Höhe von 367.774,00 EUR im Jahr 2010 über 15 Jahre ratierlich zuzuführen.

Im Berichtsjahr wurden weitere 1/15 (24.519 EUR) zugeführt. Der verbleibende Unterschiedsbetrag beläuft sich auf 73.546 EUR.

Die Pensionsrückstellungen zum 31.12.2021 betragen 1.630.301,00 EUR.

Der sich aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellung gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatzes von 1,87 % ergebene Unterschiedsbetrag im Vergleich zum Erfüllungsbetrag von -1.703.847 EUR auf Basis des bisher verwendeten 7-Jahresdurchschnittszinssatzes von 1,35 % beträgt 111.127 EUR (VJ: 142.319 EUR) (§ 253 Abs. 6 HGB).

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den Erfüllungsbeträgen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den auf eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag zu verrechnenden Beträgen angesetzt.

Grundlagen der Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgte jeweils zum amtlichen Mittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der jeweiligen Leistung oder zum niedrigeren Stichtagskurs bei Forderungen bzw. zum höheren Stichtagskurs bei Verbindlichkeiten.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang. Zusätzliche Aktivierung von Entwicklungskosten erfolgte in 2021 nicht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben. wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von 145.363,60 EUR (VJ: 119.583,49 EUR) zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, dies gilt auch für die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 48.584,25 EUR (VJ: 20.581,30 EUR).

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus einer zu 50 % des Gesamtbetrages angesetzten Forderung gegen eine Versicherungsgesellschaft auf Schadensersatz in Höhe von 1,6 Mio. EUR sowie Mietsicherheiten und sonstigen Forderungen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Posten betreffen wie im Vorjahr Versicherungen. Da für 2021 die Abrechnungen erst nach Bilanzstichtag versandt wurden, ist der abgegrenzte Betrag deutlich geringer.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Prodware Deutschland AG ist 2021 mit 51.150 EUR unverändert geblieben.

Die Prodware S.A., Paris, Frankreich hält zum Bilanzstichtag sämtliche 51.150 Anteile.

Der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss beträgt 1.534.119 EUR (VJ: 942.455 EUR). Zusammen mit dem Bilanzverlust aus dem Jahr 2020 in Höhe von -8.581.025 EUR sowie dem Effekt aus der teilweisen Rückzahlung der Kapitalrücklage in Höhe von 1.200.000 EUR, ergibt sich für das Berichtsjahr ein Bilanzverlust in Höhe von -7.046.825 EUR. Das Eigenkapital hat sich demnach im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

TEUR
Stand zum 01.01.2022 4.386
Jahresüberschuss 2022 1.534
Rückzahlung Kapitaleinlage -1.200
Stand zum 31.12.2022 4.721

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind für folgende Positionen gebildet worden:

EUR
Bonus 200.000,00
Urlaub 145.000,00
Drohverlust 117.000,00
Prüfungskosten 50.000,00
Berufsgenossenschaft 37.000,00
Schwerbehindertenabgabe 25.000,00
Sonstige 22.000,00
Gerichtskosten 20.000,00
Fremdleistungen Service 16.697,50
632.697,50

Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der zum Abschlusstag bestehenden Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Art der Verbindlichkeit Gesamt

EUR
bis zu 1 Jahr

EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.821.400,39 1.821.400,39
(31.12.2020) 1.576.980,57 1.576.980,57
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 311.365,83 311.365,83
(31.12.2020) 143.479,66 143.479,66
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.574,42 2.574,42
(31.12.2020) 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 760.481,69 658.268,74
(31.12.2020) 484.680,07 344.389,15
Gesamt 2.895.822,33 2.793.609,38
(31.12.2020) 2.205.140,30 2.064.849,38
Art der Verbindlichkeit mehr als 1 Jahr

EUR
mehr als 5 Jahren

EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
(31.12.2020) 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
(31.12.2020) 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
(31.12.2020) 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 102.212,95 0,00
(31.12.2020) 140.290,92 0,00
Gesamt 102.212,95 0,00
(31.12.2020) 140.290,92 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von 311.365,83 EUR (VJ: 143.479,66 EUR) zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in Höhe von 2.574,42 EUR (VJ: 0,00 EUR) zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

bis 1 Jahr

TEUR
1 - 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
Leasingverträge 389 224 0 613
Mietverträge 514 1.359 284 2.157
903 1.583 284 2.770

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Posten betreffen, wie im Vorjahr, im Wesentlichen Einnahmen aus Supportverträgen.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen sind, wie im Vorjahr, Skonti und andere Erlösschmälerungen abgesetzt.

Die Gesellschaft realisierte ihre Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 18.555.843,45 EUR (VJ: 15.096.376,87 EUR) im Inland, in Höhe von 556.821,32 EUR (VJ: 1.238.075,72 EUR) in Europa inkl. der Schweiz und in Höhe von 598.531,76 EUR (VJ: 375.636,74 EUR) außerhalb Europas.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2021

in EUR
2020

in EUR
Dienstleistungsumsätze 15.271.958,77 13.254.196,54
Lizenzumsätze 2.610.026,23 1.865.432,14
Wartungsumsätze/Vermittlung 664.450,91 629.679,12
Hardwareumsätze 16.590,35 16.013,16
Sonstige 1.148.170,27 944.768,37
19.711.196,53 16.710.089,33

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus der PKW-Nutzung.

Erträge aus der Währungsumrechnung betragen 1.580,00 EUR (VJ: 7.294,05 EUR).

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 86.635,97 EUR (VJ: 115.288,18 EUR) betreffen überwiegend die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere Kfz-Kosten, Holding-Kosten, Reisekosten, Mieten, Beratungsleistungen sowie Telefonkosten:

2021

TEUR
2020

TEUR
Kfz-Kosten 741 711
Holding-Kosten 691 721
Reisekosten 151 214
Miete 569 623
Beratungskosten 188 160
Telefonkosten 9 29

Sonstige periodenfremde Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr 109.872,49 EUR (VJ: 12.362,62 EUR).

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ergaben sich in Höhe von 23.284,58 EUR (VJ: 15.921,89 EUR).

V. SONSTIGE ANGABEN

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahr 2021 waren durchschnittlich 151 (VJ: 143) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 148 Personen fest angestellt. Des Weiteren sind 10 Auszubildende (VJ: 9) und 3 Aushilfen (VJ: 1) im Berichtsjahr tätig gewesen.

Gesellschaftsorgane

Dem Vorstand der Prodware Deutschland AG gehörten im Geschäftsjahr 2021 an:

Vor- und Zuname: Ian Mac Hueg Herlevsen
Funktion: Vorsitzender des Vorstandes
Privatwohnort: Paris
Ausgeübter Beruf: Vorstandsvorsitzender der Prodware Deutschland AG

Von der Möglichkeit zur Befreiung von der Angabe der Vorstandsvergütung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Dem Aufsichtsrat der Prodware Deutschland AG gehörten im Geschäftsjahr 2021 an:

Vor- und Zuname: Philippe Bouaziz
Funktion: Vorsitzender des Aufsichtsrats
Ausgeübter Beruf: Ingenieur
Vor- und Zuname: Alain Conrard
Funktion: Mitglied des Aufsichtsrats
Ausgeübter Beruf: Ingenieur
Vor- und Zuname: Stephane Conrard
Funktion: Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Ausgeübter Beruf: Wirtschaftsprüfer

Eine Aufsichtsratsvergütung ist im Berichtszeitraum nicht gewährt worden.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an folgenden Unternehmen beteiligt:

Unternehmen Beteiligung

%
Eigenkapital 31.12.2021

EUR
Ergebnis 2021

EUR
CKL Software GmbH, Hamburg 50 1.253.995,68 537.041,85

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt insgesamt 56.845,22 EUR. Hiervon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen 49.995,22 EUR (VJ: 44.000,00 EUR) und auf Steuerberatungsleistungen 6.850,00 EUR (VJ: 5.817,00 EUR).

Angaben zu Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der Prodware Deutschland AG wird in den Konzernabschluss der Prodware S.A., Paris, Frankreich, mit einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der Prodware S.A., Paris, Frankreich, wird sowohl auf der konzerneigenen Homepage bekannt gemacht als auch bei der zuständigen Handelskammer hinterlegt.

Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB liegen nicht vor.

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.534.199,32 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Hamburg, 25.11.2022

Ian Mac Hueg Herlevsen, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2021 an die Aktionäre

Am 10. November 2022 haben die Mitglieder des Aufsichtsrats den vorliegenden Bericht in Übereinstimmung mit den geltenden Bestimmungen herausgegeben.

In diesem Bericht macht der Aufsichtsrat auf die Modalitäten der Vorbereitung und Überwachung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 aufmerksam.

Es wird darauf hingewiesen, dass ein Lenkungsausschuss unter der Leitung von Alain Conrard und unter Beteiligung von engagierten Mitarbeitern der Muttergesellschaft im Controlling gebildet wurde, dem das Managementteam der Prodware Deutschland AG monatlich Bericht erstattet hat.

Dieser Lenkungsausschuss hat gemeinsam mit dem Managementteam der Prodware Deutschland AG das Budget für das Jahr 2021 während verschiedener Sitzungen von Oktober 2020 bis zur Verabschiedung der endgültigen Budgetversion Anfang März 2021 diskutiert.

Während des gesamten Jahres 2021 tagte dieser Lenkungsausschuss 11 Mal, jeden Monat außer im August von Januar bis Dezember 2021, mit besonderem Schwerpunkt auf den Ergebnissen des laufenden Monats sowie auf den Prognosen für die kommenden Monate und den erwarteten Jahresergebnissen. In diesen Sitzungen wurden auch vom Budget abweichende Maßnahmen diskutiert und beschlossen. Aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen wurde die Sitzungen per Videokonferenz abgehalten.

Dieser Ausschuss berichtete dann dem gesamten Aufsichtsrat auf einer ähnlichen monatlichen Basis. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die strategische Ausrichtung, die geplante Neueinstellung von Mitarbeitern und die Berücksichtigung von Umsatzverschiebungen aus dem Lizenz- in den Cloud-Bereich gelegt.

BDO hat die von der Prodware Deutschland AG erstellten Abschlüsse in einem Prozess bis heute geprüft. Die Abschlussprüfer haben keine Vorbehalte zu diesem Abschluss geltend gemacht und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Daher wird der Aufsichtsrat der Prodware Deutschland AG zusammen mit dem Alleinaktionär auf der Hauptversammlung am 24. November 2022 folgende Punkte präsentieren, erläutern bzw. darüber abstimmen

- Vorlage und Erläuterung des Jahresabschlusses 2021 sowie des Lageberichts und dieses Berichts und Vorschlag, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen

- Es wird vorgeschlagen, die Entlastung des Exekutivausschusses zu beschließen

- Es wird vorgeschlagen, die BDO AG als Rechnungsprüfer für das Finanzjahr 2022 zu bestellen.

Fait à Paris le/den November 10, 2022

Philippe BOUAZIZ

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.04.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In Bezug auf die Offenlegung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 hat die Prodware Deutschland AG, Hamburg, von den größenabhängigen Erleichterungen des HGB Gebrauch gemacht.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft am 2. Dezember 2022 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Prodware Deutschland AG, Hamburg

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Prodware Deutschland AG, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Prodware Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRüFERS FüR DIE PRüFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.“

Hannover, 2. Dezember 2022

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Horn, Wirtschaftsprüfer

gez. Schweitzer, Wirtschaftsprüfer