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Prodware — Annual Report 2019
Feb 8, 2021
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Annual Report
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Publication
Prodware Deutschland AG
Hamburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019
Lagebericht
A. Grundlage des Unternehmens
Prodware bietet innovative und zukunftsweisende Best-in-Class-Lösungen auf der Basis von Microsoft-Technologien. Die Prodware-Gruppe, die zu den größten europäischen Microsoft Gold Partnern gehört, besitzt seit 30 Jahren Erfahrung in der Implementierung von Microsoft Dynamics Software im Bereich ERP, CRM sowie innovativer Business Intelligence (BI)-Lösungen. Die Prodware Unternehmensgruppe bedient mit rund 1.271 Mitarbeitern und ihren Niederlassungen in 13 Ländern circa 19.000 Kunden in Europa und Afrika. Das Mutterunternehmen, die Prodware S.A. mit Sitz in Paris ist an der Euronext Börse notiert. In Europa ist Prodware derzeit der größte Microsoft Partner bezogen auf die Microsoft Dynamics 365 Produktpalette. Prodware gehört zum Microsoft Inner Circle und ist einer der langjährigsten Dynamics Partner im Markt. Die Prodware Deutschland AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des 1989 gegründeten französischen Systemhauses und gehört mit rund 150 Mitarbeitern zu den größten Microsoft Dynamics Partnern in Deutschland. Es existieren Gold-Zertifizierungen in mehreren Kompetenzbereichen. Darüber hinaus zählt Prodware zu den wenigen Microsoft Partnern, die in der Lage sind, das komplette Microsoft-Dynamics Produktportfolio anzubieten und bei ihren Kunden zu implementieren.
Leistungsfähige und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind maßgeblich für unser Unternehmen. Ihr Engagement, ihre Qualifikationen und ihre Verbundenheit zur Prodware Deutschland AG sind die Erfolgsfaktoren bei der Realisierung von IT-Projekten. Sie machen uns stark für den Wettbewerb in unserer Branche und leisten einen wesentlichen Beitrag zu einer hohen Kundenzufriedenheit. Die Ansprüche unserer Mitarbeiter an die Qualität ihrer Arbeit unterstützen wir von der Personalseite, indem wir das Wissen und die Fähigkeiten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich entwickeln und ausbauen.
Neben ausgezeichneten Entwicklungsmöglichkeiten möchten wir unsere Mitarbeiter durch Wertschätzung und Leistungsanerkennung auf allen Ebenen der Zusammenarbeit stärken. Insbesondere im dynamischen Umfeld der Informationstechnologie fordern wir von unseren Mitarbeitern einen hohen Grad an Flexibilität und Veränderungsbereitschaft. Durch Freiräume in der Gestaltung der Arbeitszeit und des Arbeitsortes möchten wir einen wesentlichen Teil dieser Flexibilität an unsere Mitarbeiter zurückgeben. Dies ist gleichzeitig Ausdruck unserer vertrauensvollen und kollegialen Zusammenarbeit. Gleichzeitig sehen wir darin unsere Attraktivität als Arbeitgeber, im Vergleich zu unseren Wettbewerbern, gestärkt. Wir möchten unser Bestes geben, damit alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Leidenschaft und Faszination für interessante Kundenprojekte ihr Bestes geben.
B. Wirtschaftsbericht
1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft
Das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wuchs im vergangenen Wirtschaftsjahr um 0,6 %. Das ist um 0,9 Prozentpunkte weniger als die 1,5 % Zuwachs in 2018.
Die Konjunkturforscher prognostizieren derzeit für 2020 eine Senkung des BIP um 9,4 % und für 2021 ein deutlich kräftigeres Wachstum von 3,0 %.
2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Der Digitalverband Deutschlands, BITKOM, nennt für 2019 ein Wachstum in der Informationstechnik von insgesamt um 2,9 % auf 92,9 Milliarden EUR.
Wachstumstreiber ist weiterhin die Informationstechnologie, die BITKOM zufolge 2020 von 2,7 % auf 95,4 Milliarden Euro zulegen kann. Am stärksten wächst das Software-Segment mit einem voraussichtlichen Plus von 6,4 % und einem Volumen von 27,6 Milliarden Euro. Die Umsätze mit IT-Services, in denen sich Aufträge aus der Digitalisierung der Unternehmen besonders stark widerspiegeln, verzeichnen vermutlich einen ordentlichen Anstieg um 2,4 % auf 41,9 Milliarden Euro.
3. Entwicklung im Unternehmen
Im Jahr 2019 gab es durch Strukturanpassungen und Investitionen in die Zukunftsfähigkeit sowie der Branchenlösungen als auch der Mitarbeiter einen Rückgang in den Umsatzerlösen, da die verfügbaren Stunden verstärkt in Schulungen und Anpassung der Branchenlösungen investiert wurden. Dieser Rückgang konnte aber durch die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge und den verringerten Materialaufwand wieder kompensiert werden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegten sich ungefähr auf Vorjahresniveau, die aufgrund von Neueinstellungen in der zweiten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Personalkosten führten zu einem Rückgang des Jahresüberschusses.
Im Jahr 2019 waren durchschnittlich 134 (VJ: 122) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 133 Personen fest angestellt. Des Weiteren sind 8 Auszubildende (VJ: 3) und 1 Aushilfe (VJ: 1) im Berichtsjahr für unser Unternehmen tätig gewesen.
C. Ertragslage
Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs der operativen Geschäftstätigkeit sind die Umsatzerlöse, EBITDA sowie das Jahresergebnis.
Das Ergebnis der Prodware Deutschland AG war im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus der Vermittlung von Softwarewartung, Lizenzen und Dienstleistungen im Bereich ERP-Implementierung. Insbesondere die Erträge im Bereich Dienstleistungen sind um 1,6 Mio. EUR, die Wartungsumsätze um 30 TEUR sowie die Umsätze aus dem Lizenzgeschäft um rd. 300 TEUR gesunken. Die sonstigen Umsätze sind um rd. 300 TEUR gestiegen.
Das Jahresergebnis verschlechterte sich von einem Jahresüberschuss iHv 1.215.020,08 EUR in 2018 zu einem Jahresüberschuss iHv 492.789,66 EUR in 2019.
Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr um 9 % gesunken. Der Gesamtleistung stehen Aufwendungen für Lizenzen, Hardware und bezogene Leistungen in Höhe von 2,2 Mio. EUR (VJ: 3,6 Mio. EUR) gegenüber. Hierbei sind die bezogenen Leistungen von 3,0 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR gesunken. Bei Personalaufwendungen von 10,3 Mio. EUR (VJ: 9,0 Mio. EUR), sonstigen Betriebsaufwendungen von 4,4 Mio. EUR (VJ: 4,0 Mio. EUR), Abschreibungen von 33 TEUR (VJ: 38 TEUR), einem Finanzergebnis von 145 TEUR (VJ: 92 TEUR), weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 493 TEUR (VJ: 1,2 Mio. EUR) aus.
D. Finanzlage
Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Das gezeichnete Kapital hat sich nicht verändert. Die Prodware Deutschland AG deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow sowie durch die Zuführungen zur Kapitalrücklage in den Vorjahren.
E. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Prodware Deutschland AG ist von 7,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2018 auf 8,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2019 angestiegen.
Die Zunahme bei den Sachanlagen um 19 TEUR begründet sich hauptsächlich durch den Einkauf von EDV-Anlagen, so dass der Buchwert der Sachanlagen zum Bilanzstichtag 52 TEUR beträgt.
Die Investitionen beliefen sich im Berichtsjahr 2019 auf insgesamt 53 TEUR.
Dabei handelt es sich im Wesentlichen um einzelne planmäßige Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen bei den Sachanlagen. Den Investitionen standen im Geschäftsjahr 33 TEUR Normalabschreibungen gegenüber.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum 31. Dezember 2019 gegenüber dem Vorjahresstichtag von 6,9 Mio. EUR auf 6,4 Mio. EUR gesunken.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um ca. 26 % auf 3,6 Mio. EUR (VJ: 4,8 Mio. EUR) gesunken, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von 28 TEUR auf 388 TEUR gestiegen. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen 74 TEUR.
Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum 31.12.2019 1,7 Mio. EUR (VJ: 0,6 Mio. EUR).
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von 2,0 Mio. auf 2,3 Mio. erhöht.
Die Prodware Deutschland AG weist ein Jahresergebnis in Höhe von 493 TEUR aus.
Die sonstigen Rückstellungen mindern sich gegenüber dem Vorjahr um 69 TEUR auf 667 TEUR. Die Minderung resultiert vor allem aus dem Rückgang der Rückstellungen für Fremdleistung.
Die Verbindlichkeiten haben sich insgesamt um 7,3 % erhöht. Im Einzelnen bestehen Verbindlichkeiten aus LuL auf Vorjahresniveau, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind hingegen um 55 % gestiegen.
F. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
In 2019 wurde wieder vermehrt in Employer-Branding und Mitarbeiter- sowie Kundengewinnung investiert, aufgrund des deutlich besseren Auftragsbestandes zu Beginn des Jahres 2020 sowie einer sowohl qualitativ als auch quantitativ besseren Pipeline als in den Vorjahren gehen wir davon aus, in 2020 einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses zu erzielen.
Weiterhin starke Wachstumschancen sehen wir für uns als Microsoft-Partner in der Cloud-Strategie von Microsoft. Bereits in 2019 investierten Unternehmen weltweit ca. 230 Milliarden US-Dollar, für 2020 erwartet das Markforschungsinstitut Gartner bereits 266 Milliarden Dollar mit weiteren Steigerungen in den kommenden Jahren. Auch bei unseren in dieser Beziehung bisher zu größeren Teilen recht konservativen deutschen Kunden sehen wir immer stärker den Trend, sich der Cloud zu öffnen und nicht mehr eigene Lizenzen und eigene Infrastruktur vorzuhalten, da auch hier immer mehr der Vorteil gesehen wird, aufgrund der Flexibilität der IT-Umgebung zeitnah auf Änderungen des Geschäftsumfeldes bzw. der Geschäftsprozesse reagieren zu können.
Auch können mit Big Data, künstlicher Intelligenz und Machine-Learning Daten im Unternehmen besser erfasst, analysiert und Geschäftsprozesse gesteuert werden als es früher möglich war.
Weiterhin ist die Prodware Deutschland AG als Systemintegrator einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.
Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Die Abteilung Controlling und Rechnungswesen nimmt einen Großteil der Informations-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben für die Prodware Deutschland AG wahr.
Wichtiges Kontrollinstrument ist die monatliche Auswertung der über das Warenwirtschaftssystem und der Finanzbuchhaltung erstellten Deckungsbeiträge für die Kostenstellen und Business Lines. Das Controlling stellt auf der Grundlage der Geschäftsdaten interne Berichte zusammen und informiert den Vorstand und die Business Line-Verantwortlichen so frühzeitig und umfassend wie möglich über potentielle Risiken im Geschäftsablauf.
Des Weiteren wird bei Neuprojekten durch die Projektmanager eine Risikoanalyse durchgeführt. Die neuen und bestehenden Projekte werden durch die Projektmanager überwacht. Bei evtl. bestehenden Risiken werden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, die das Risiko auf ein Minimum absenken. Monatlich wird mit einem Rolling Forecast-System gearbeitet, und die erzielten Ergebnisse werden mit den Managern der unterschiedlichen Bereiche diskutiert. Auf wöchentlicher Basis wird die Liquiditätssituation erörtert und auf einer 12-Wochen Basis geplant.
Alle wichtigen Projekte und Entscheidungen werden in monatlichen Meetings mit Vertretern der Holding abgestimmt.
Trotz der noch nicht völlig absehbaren Auswirkungen des Corona-Virus auf das laufende Geschäft zeigt sich derzeit, dass Unternehmen eher in Digitalisierung investieren und sich damit für uns neue Projekte ergeben, auch wenn die Kontaktbeschränkungen zwischenzeitlich zu Umsatzrückgängen geführt haben. Für 2020 gehen wir dennoch davon aus, dass sich sowohl die Umsatzerlöse als auch EBITDA und Jahresergebnis den Ergebnissen aus 2018 annähern.
1. Umfeld- und Branchenrisiken
Der IT-Markt ist sowohl im Lizenz- wie auch im Dienstleistungsbereich von starkem Wettbewerb sowie der wirtschaftlichen Gesamtsituation geprägt. Wesentliche Verschlechterungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen bewirken bei den Unternehmen eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft.
2. Kundenabhängigkeit
Die Prodware Deutschland AG verfügt aufgrund ihrer mehr als 20-jährigen Tätigkeit im ERP-Umfeld über eine sehr breite Kundenbasis und ist daher von keinem Einzelkunden in wesentlicher Art und Weise existenziell abhängig.
3. Lieferantenabhängigkeit
Bislang erfolgt der Lizenzeinkauf fast ausschließlich über Microsoft. Das in den Vorjahren erwartete Risiko, dass Microsoft seine Produkte in den kommenden Jahren vermehrt im sogenannten „Cloud Computing“ anbietet, ist eingetroffen, die Prodware Deutschland AG erhält mehr und mehr nur noch eine Vermittlungsgebühr. Dies hat zur Folge, dass die Lizenzumsätze, aber auch die Lizenzkosten, zurückgehen werden. Derzeit gehen wir aber davon aus, dass sich mittelfristig die Gebühr in der Höhe der vormaligen Lizenzmarge bewegt, langfristig aber die Erlöse hieraus zurückgehen werden und durch höhere Serviceerlöse aufgefangen werden müssen. Sowohl ein Risiko als auch eine Chance besteht darin, dass die Kunden monatlich die Anzahl der Lizenzen anpassen können, hier kann es zukünftig einerseits zu überraschenden Mehreinnahmen als auch zu einem Rückgang der Umsätze führen.
4. Gewährleistungs- und Haftungsrisiken
Die Prodware Deutschland AG übernimmt eine branchenübliche vertragliche Gewährleistungsverpflichtung für gelieferte Systeme. Für die Infrastruktur reicht die Prodware Deutschland AG die Herstellergarantien weiter. Daneben gilt die gesetzliche Gewährleistung. Das Risiko, von Kunden im Rahmen der Gewährleistung in Anspruch genommen zu werden – ohne dabei auf den Hersteller zurückgreifen zu können – ist eher als gering einzuschätzen. Soweit die Prodware Deutschland AG eigene Dienstleistungen erbringt und dafür Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert eine Haftpflichtversicherung die Prodware Deutschland AG in angemessenem Umfang ab.
5. IT-Risiken
Die internen ERP- und BI-Systeme, Kommunikationssysteme (Exchange, Skype for Business) sowie weitere Verwaltungssysteme (DATEV, Active Directory, Mailarchiv u.a.) werden in zwei Rechenzentren in Paris und Amsterdam betrieben.
Die beiden Rechenzentren in Paris und Amsterdam sind nach mehreren ISO-Standards zertifiziert.
Als Basis dienen redundante Hardwareinfrastrukturen (Netzwerk, Server und SAN) sowie eine unterbrechungsfreie Stromversorgung mit Generatoren.
Alle Daten der Verwaltungs- und Produktionssysteme werden täglich gesichert, die Daten der Finanzbuchhaltung werden mehrmals täglich zwischen den beiden Rechenzentren gespiegelt.
Die Kommunikationssysteme (Exchange, Skype for Business) werden von der Prodware Firmenholding für die Gruppe bereitgestellt. Alle ein- und ausgehenden Mails werden zusätzlich in Paris in einem Mailarchiv getrennt vom Exchange Server (revisionssicher) abgelegt.
Der Zugriff auf alle Firmensysteme zwischen den deutschen Standorten erfolgt ausschließlich über gesicherte Leitungen. Auf das Internet wird über Firewalls zugegriffen. Verbindungen zur Firmenmutter sowie zu Prodware Gesellschaften außerhalb von Deutschland erfolgen über abgesicherte VPN Leitungen.
Die Endgeräte werden mit aktueller Antivirensoftware geschützt. Der Zugriff auf Daten wird gemäß den Anforderungen unseres Datenschutzbeauftragten so organisiert, dass nur tatsächlich berechtigte Personen die erforderlichen Zugriffsrechte erhalten.
6. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken
Die Liquidität war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben und ist stabil. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen sind durch liquide Mittel gedeckt.
Die zum 31.12.2019 bestehende Finanzlage der Prodware Deutschland AG ist entspannt.
7. Risiken aus Forderungsausfall
Die Prodware Deutschland AG liefert an die Kunden alle Waren und Dienstleistungen auf Rechnung. Grundsätzlich kann es bei der Zahlungsunfähigkeit des Kunden zu Ausfällen kommen. Ein strenges Forderungsmanagement sowie laufende Bonitätsprüfungen minimieren das Risiko bei der Prodware Deutschland AG. Dadurch, dass die Wartungen im Voraus von den Kunden an die Prodware Deutschland AG gezahlt werden müssen, bevor eine Zulassung bei Microsoft erfolgt, besteht hier ein geringes Risiko des diesbezüglichen Forderungsausfalles.
Pro Monat werden die einzelnen Forderungen gegenüber den Kunden auf Risiken überprüft und entsprechende Rückstellungen gegebenenfalls angepasst.
8. Rechtliche Risiken
Die Prodware Deutschland AG sichert sich ihre Verträge bei Bedarf durch Rechtsberater ab. Die Prodware Deutschland AG ist mit Ausnahme von einem sich im Schiedsgerichtsverfahren befindlichen Projekt in keine Rechtsstreitigkeiten verwickelt, aus denen ein wesentlicher negativer Effekt auf das Jahresergebnis zu erwarten ist. Für alle noch schwebenden Rechtsstreitigkeiten sind ausreichende Rückstellungen im Berichtsjahr gebildet worden.
Für ein weiteres Verfahren sehen wir keine Risiken in Hinblick auf mögliche Schadenersatzforderungen, lediglich für die Kosten des Rechtsstreits wurde bereits in 2016, auch nach den heutigen Kenntnissen in ausreichender Höhe, eine Rückstellung gebildet.
9. Personalrisiken
Der wirtschaftliche Erfolg der Prodware Deutschland AG ist im hohen Maß vom Engagement und Know-how der Mitarbeiter abhängig. Ziel ist es daher, qualifizierte Fach- und Führungskräfte für das Unternehmen zu beschäftigen, sie erfolgreich zu integrieren und dauerhaft zu binden. Über unsere Recruiting-Abteilung sowie Empfehlungen und Kontakte der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter akquirieren wir unsere Neueinstellungen. Es wird jedoch von Jahr zu Jahr deutlich schwieriger zusätzliche Mitarbeiter zu rekrutieren, so dass ein Risiko für die Wachstumsstrategie entstehen könnte. Vorerst lassen sich Bedarfe aber noch nötigenfalls durch Subunternehmer abfangen.
10. Sonstige Risiken
Die Geschäfte von Dienstleistungsunternehmen belasten die Umwelt nur geringfügig. Nennenswerte Umweltrisiken aus der operativen Tätigkeit der Gesellschaft bestehen nicht.
Im Berichtsjahr traten keine Risiken auf, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdeten. Für die Zukunft ist trotz bewährter Risikomanagementsysteme nicht völlig auszuschließen, dass sich bisher nicht erkannte oder als unwesentlich eingestufte Risiken konkretisieren und wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erlangen.
Andererseits ergeben sich aus der steigenden IT-Durchdringung von Geschäftsprozessen (Industrie 4.0) weitere Chancen für die Prodware Deutschland AG, diese Implementierungen bei und zusammen mit Kunden umzusetzen.
G. Sonstige Angaben
1. Versicherungen der gesetzlichen Vertreter
„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.“
2. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
In 2019 wurden keine F&E-Aktivitäten betrieben.
3. Zweigniederlassungsbericht
Es gibt keine Zweitniederlassung, nur mehrere über Deutschland und Österreich verteilte Betriebsstätten.
4. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht
Folgende Erklärung gemäß § 312 AktG haben wir in unserem Abhängigkeitsbericht wiedergegeben:
„Alle im Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen genannten Leistungsbeziehungen wurden nach den Umständen, die in dem jeweiligen Zeitpunkt bekannt waren, zu Konditionen wie unter fremden Dritten durchgeführt. Die Prodware Deutschland AG, Hamburg, erhielt stets eine angemessene Gegenleistung. Die Gesellschaft wurde weder im Rahmen des Leistungsaustausches noch sonst gegenüber den genannten Unternehmen benachteiligt“.
Hamburg, 30.06.2020
Ian Mac Hueg Herlevsen, Vorstand
Bilanz
Aktiva
| 31.12.2019 EUR |
31.12.2018 EUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | 115.691,99 | 96.557,01 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 11.862,59 | 11.241,44 |
| 1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände | 11.862,59 | 11.241,44 |
| II. Sachanlagen | 51.914,09 | 33.400,26 |
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 51.914,09 | 33.400,26 |
| III. Finanzanlagen | 51.915,31 | 51.915,31 |
| 1. Beteiligungen | 51.915,31 | 51.915,31 |
| B. Umlaufvermögen | 8.089.326,73 | 7.517.749,47 |
| I. Vorräte | 1.828,05 | 1.828,05 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 6.353.799,74 | 6.869.427,44 |
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 388.204,30 | 27.916,57 |
| 2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 74.331,56 | 39.255,56 |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 5.891.263,88 | 6.802.255,31 |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 1.733.698,94 | 646.493,98 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 52.955,48 | 6.966,55 |
| Bilanzsumme, Summe Aktiva | 8.257.974,20 | 7.621.273,03 |
| Passiva | ||
| 31.12.2019 EUR |
31.12.2018 EUR |
|
| A. Eigenkapital | 3.443.897,71 | 2.951.108,05 |
| I. gezeichnetes Kapital | 51.150,00 | 51.150,00 |
| II. Kapitalrücklage | 12.916.227,69 | 12.916.227,69 |
| III. Bilanzverlust | 9.523.479,98 | 10.016.269,64 |
| davon Verlustvortrag | 10.016.269,64 | 11.231.289,72 |
| B. Rückstellungen | 2.206.310,34 | 2.182.048,85 |
| C. Verbindlichkeiten | 2.307.960,66 | 2.150.953,27 |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 469.332,42 | 303.674,09 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 469.332,42 | 303.674,09 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 21.245,55 | 712,25 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 21.245,55 | 712,25 |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten | 1.817.382,69 | 1.846.566,93 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 1.817.382,69 | 1.846.566,93 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 299.805,49 | 337.162,86 |
| Bilanzsumme, Summe Passiva | 8.257.974,20 | 7.621.273,03 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| 1.1.2019 - 31.12.2019 EUR |
1.1.2018 - 31.12.2018 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Rohergebnis | 15.085.449,30 | 14.155.805,57 |
| 2. Personalaufwand | 10.284.534,40 | 8.985.924,41 |
| a) Löhne und Gehälter | 8.487.220,95 | 7.453.123,85 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 1.797.313,45 | 1.532.800,56 |
| davon für Altersversorgung | 231.159,59 | 226.073,97 |
| 3. Abschreibungen | 33.401,51 | 38.125,87 |
| a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 33.401,51 | 38.125,87 |
| 4. sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.418.999,86 | 4.029.272,14 |
| 5. Erträge aus Beteiligungen | 200.000,00 | 150.000,00 |
| 6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 648,17 | 7,10 |
| 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 55.387,04 | 58.365,15 |
| 8. Ergebnis nach Steuern | 493.774,66 | 1.194.125,10 |
| 9. sonstige Steuern | 985,00 | -20.894,98 |
| 10. Jahresüberschuss | 492.789,66 | 1.215.020,08 |
Ergebnisverwendung
| 1.1.2019 - 31.12.2019 EUR |
1.1.2018 - 31.12.2018 EUR |
|
|---|---|---|
| 10. Jahresüberschuss | 492.789,66 | 1.215.020,08 |
| 11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 10.016.269,64 | 11.231.289,72 |
| 12. Bilanzverlust | 9.523.479,98 | 10.016.269,64 |
Anhang
I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS
Die Prodware Deutschland AG hat ihren Sitz in Hamburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HR B 107460 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren.
Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB.
Die Bewertung erfolgte unter dem Aspekt der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.
II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Sie werden bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen.
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert über dem niedrigeren beizulegenden Wert liegt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.
Die für die planmäßige Abschreibung relevanten Nutzungsdauern betragen:
| Software | 3 – 5 Jahre |
| Selbsterstellte Software | 3 – 5 Jahre |
| EDV-Hardware | 3 – 8 Jahre |
| Büroausstattung | 3 – 20 Jahre |
Die gesamten Herstellungskosten geringwertiger Anlagengüter werden in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben.
Finanzanlagen
Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren Wert bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung.
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nominalwerten. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1% auf den nicht einzelwertberichtigten Teil der Forderungen gebildet.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Im Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind nicht frei verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten aus verpfändeten Termineinlagen in Höhe von 95.202,00 EUR enthalten.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. In Ausübung des handelsrechtlichen Wahlrechts wurde auf eine Aktivierung von latenten Steuern in Anwendung des § 274 HGB verzichtet.
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert bilanziert.
Rückstellungen
Die Rückstellungen decken erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe ihrer nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung voraussichtlichen Inanspruchnahme sowie voraussichtlich eintretender Kostensteigerungen ab und wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. Die Pensionsrückstellungen wurden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst.
Bei der Berechnung dieser Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck wurde der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 2,71 % angesetzt. Für den Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 wurde der durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,97 % angesetzt.
Der Rententrend wurde mit 1,5 % p.a. angenommen. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht, den zusätzlichen Rückstellungsbedarf in Höhe von 367.774 EUR im Jahr 2010 über 15 Jahre ratierlich zuzuführen.
Im Berichtsjahr wurden weitere 1/15 (24.519 EUR) zugeführt. Der verbleibende Unterschiedsbetrag beläuft sich auf 122.584 EUR. Die Pensionsrückstellungen zum 31.12.2019 betragen 1.539.219 EUR.
Der sich aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellung gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem 10-Jahresdurchschnitt von 2,71% ergebene Unterschiedsbetrag im Vergleich zum Erfüllungsbetrag von -1.818.329 EUR auf Basis des bisher verwendeten 7-Jahresdurchschnittzinssatzes von 1,97% beträgt 156.529 EUR (VJ: 182.898 EUR)
(§ 253 Abs. 6 HGB).
Verbindlichkeiten
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den Erfüllungsbeträgen.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den auf eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag zu verrechnenden Beträgen angesetzt.
Grundlagen der Fremdwährungsumrechnung
Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgte jeweils zum amtlichen Mittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der jeweiligen Leistung oder zum niedrigeren Stichtagskurs bei Forderungen bzw. zum höheren Stichtagskurs bei Verbindlichkeiten.
III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
Entwicklung des Anlagevermögens
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang. Zusätzliche Aktivierung von Entwicklungskosten erfolgte in 2019 nicht.
Vorräte
Der bilanzierte Wert für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Waren beträgt zum Stichtag 1.828,05 EUR (VJ: 1.828,05 EUR).
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von 388.204,30 EUR (VJ: 27.916,57 EUR) zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, dies gilt auch für die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 74.331,56 EUR (VJ: 39.255,56 EUR).
Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus einer zu 50% des Gesamtbetrages angesetzten Forderung gegenüber einer Versicherungsgesellschaft auf Schadenersatz in Höhe von 1,6 Mio. EUR sowie Mietsicherheiten und Steuerrückforderungen.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die Posten betreffen wie im Vorjahr Versicherungen, da für 2020 die Abrechnungen erst nach Bilanzstichtag versandt wurden, ist der abgegrenzte Betrag deutlich geringer.
Eigenkapital
Das Grundkapital der Prodware Deutschland AG ist 2019 mit 51.150 EUR unverändert geblieben. Die Prodware S.A, Paris, Frankreich hält zum Bilanzstichtag sämtliche 51.150 Anteile.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für folgende Positionen gebildet worden:
| EUR | |
|---|---|
| Bonus | 111.270,74 |
| Urlaub | 135.000,00 |
| Gerichtskosten | 60.000,00 |
| Rückstellungen Fremdleistungen Service | 117.135,88 |
| Prüfungskosten | 45.000,00 |
| Berufsgenossenschaft | 32.836,61 |
| Schwerbehindertenabgabe | 10.000,00 |
| Sonstige | 20.848,11 |
| Gewährleistungen | 120.000,00 |
| Abfindungen | 15.000,00 |
| 667.091,34 |
Verbindlichkeiten
Die Laufzeiten der zum Abschlusstag bestehenden Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| davon mit einer Restlaufzeit von | ||||
|---|---|---|---|---|
| Art der Verbindlichkeit | Gesamt EUR |
bis zu 1 Jahr EUR |
mehr als 1 Jahr EUR |
mehr als 5 Jahren EUR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.489.743,21 | 1.489.743,21 | 0,00 | 0,00 |
| (31.12.2018) | 1.464.804,87 | 1.464.804,87 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 469.332,42 | 469.332,42 | 0,00 | 0,00 |
| (31.12.2018) | 303.674,09 | 303.674,09 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 21.245,55 | 21.245,55 | 0,00 | 0,00 |
| (31.12.2018) | 712,25 | 712,25 | 0,00 | 0,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 327.639,48 | 327.639,48 | 0,00 | 0,00 |
| (31.12.2018) | 381.762,06 | 381.762,06 | 0,00 | 0,00 |
| Gesamt | 2.307.960,66 | 2.307.960,66 | 0,00 | 0,00 |
| (31.12.2018) | 2.150.953,27 | 2.150.953,27 | 0,00 | 0,00 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von 469.332,42 EUR (VJ: 303.674,09 EUR) zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
| bis 1 Jahr TEUR |
1 - 5 Jahre TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
Gesamt TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Leasingverträge | 427 | 505 | 0 | 932 |
| Mietverträge | 352 | 250 | 0 | 602 |
| 779 | 755 | 0 | 1.534 |
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Die Posten betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Einnahmen aus Supportverträgen.
IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- und VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Von den Umsatzerlösen sind wie im Vorjahr Skonti und andere Erlösschmälerungen abgesetzt.
Die Gesellschaft realisierte ihre Umsatzerlöse im Geschäftsjahr in Höhe von 14.359.695,73 EUR (VJ: 14.723.786,72 EUR) im Inland, in Höhe von 1.744.901,05 EUR (VJ: 2.895.076,63 EUR) in Europa inkl. der Schweiz und 412.384,71 EUR (VJ: 464.485,06 EUR) außerhalb Europas.
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
| 31.12.2019 in EUR |
31.12.2018 in EUR |
|
|---|---|---|
| Dienstleistungsumsätze | 12.390.428,35 | 13.961.224,14 |
| Lizenzumsätze | 1.701.648,69 | 1.998.176,86 |
| Wartungsumsätze/Vermittlung | 639.298,99 | 668.868.49 |
| Hardwareumsätze | 18.982,00 | 30.519,32 |
| Sonstige | 1.766.623,46 | 1.434.559,60 |
| 16.516.981,49 | 18.083.348,41 |
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus der PKW-Nutzung.
Erträge aus der Währungsumrechnung betragen 4.131,96 EUR (VJ: 17.241,38 EUR).
Abschreibungen
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 33.401,51 EUR (VJ: 38.125,87 EUR) betreffen überwiegend die Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere Kfz-Kosten, Holding-Kosten, Reisekosten, Mieten, Beratungsleistungen sowie Telefonkosten:
| 31.12.2019 TEUR |
31.12.2018 TEUR |
|
|---|---|---|
| Kfz-Kosten | 753 | 583 |
| Holding-Kosten | 692 | 566 |
| Reisekosten | 680 | 719 |
| Miete | 521 | 506 |
| Beratungskosten | 170 | 201 |
| Telefonkosten | 9 | 10 |
Sonstige periodenfremde Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr 11.788,24 EUR (VJ: 1.718,00 EUR).
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ergaben sich in Höhe von 6.743,57 EUR (VJ: 8.957,11 EUR).
V. SONSTIGE ANGABEN
Anzahl der Arbeitnehmer
Im Jahr 2019 waren durchschnittlich 134 (VJ: 122) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 133 Personen fest angestellt. Des Weiteren sind 8 Auszubildende (VJ: 3) und 1 Aushilfe (VJ: 1) im Berichtsjahr tätig gewesen.
Gesellschaftsorgane
Dem Vorstand der Prodware Deutschland AG gehörten im Geschäftsjahr an:
| Vor- und Zuname: | Ian Mac Hueg Herlevsen |
| Funktion: | Vorsitzender des Vorstandes |
| Privatwohnort: | Paris |
| Ausgeübter Beruf: | Vorstandsvorsitzender der Prodware Deutschland AG |
| Vor- und Zuname: | Sven Karrasch (bis 15.03.2019) |
| Funktion: | Vorstand |
| Privatwohnort: | Henstedt-Ulzburg |
| Ausgeübter Beruf: | Country-Manager |
Von der Möglichkeit zur Befreiung von der Angabe der Vorstandsvergütung wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Dem Aufsichtsrat der Prodware Deutschland AG gehörten im Geschäftsjahr an:
| Vor- und Zuname: | Philippe Bouaziz |
| Funktion: | Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Ausgeübter Beruf: | Ingenieur |
| Vor- und Zuname: | Alain Conrard |
| Funktion: | Mitglied des Aufsichtsrats |
| Ausgeübter Beruf: | Ingenieur |
| Vor- und Zuname: | Stephane Conrard |
| Funktion: | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Ausgeübter Beruf: | Wirtschaftsprüfer |
Eine Aufsichtsratsvergütung ist im Berichtszeitraum nicht gewährt worden.
Anteilsbesitz
Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an folgenden Unternehmen beteiligt:
| Unternehmen | Beteiligung % |
Eigenkapital 31.12.2019 EUR |
Ergebnis 2019 EUR |
|---|---|---|---|
| CKL Software GmbH, Hamburg | 50,00 | 1.165.355,03 | 695.929,91 |
Honorar des Abschlussprüfers
Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt insgesamt 51.500 EUR. Hiervon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen 44.000,00 EUR (VJ: 49.000,00 EUR) und auf Steuerberatungsleistungen 7.500 EUR (VJ: 6.500 EUR).
Angaben zu Mutterunternehmen
Der Jahresabschluss der Prodware Deutschland AG wird in den Konzernabschluss der Prodware S.A., Paris, Frankreich, mit einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der Prodware S.A., Paris, Frankreich, wird sowohl auf der konzerneigenen Homepage bekannt gemacht als auch bei der zuständigen Handelskammer hinterlegt.
Wir schlagen vor, den Gewinn i.H.v. 492.789,66 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat sich ab Januar 2020 ausgehend von China sehr dynamisch und weltweit entwickelt. Angesichts der Ausbreitungsdynamik, der Schwierigkeit, Menschen vor einer Übertragung zu schützen und der Gefährlichkeit des Virus ergriffen und ergreifen Regierungen und nationale Behörden Maßnahmen, die das öffentliche Leben einschränken und die Wirtschaft negativ beeinträchtigen.
Ein Ende dieser Entwicklung ist derzeit nicht völlig absehbar, wir wurden erst gegen Ende März davon betroffen in Bezug auf verschobene oder zwischenzeitlich gestoppte Projekte, seit Anfang Juni normalisiert sich die Situation aber bereits wieder, da unsere Kunden größtenteils ähnlich gering betroffen sind und jetzt noch eher die Notwendigkeit der Erneuerung ihrer IT-Infrastruktur sehen. Auch können sämtliche Mitarbeiter aus dem Home-Office arbeiten. Die Corona-Maßnahmen haben zwar finanzielle Auswirkungen auf unser Unternehmen, die wir derzeit noch nicht voll quantifizieren können, jedoch lediglich als leicht negativ beurteilen. Unsere Erwartungen für dieses Jahr sind zum derzeitigen Wissensstand aber nicht wesentlich beeinflusst.
Hamburg, 30.06.2020
Ian Mac Hueg Herlevsen, Vorstand
Anlagespiegel
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2019 EUR |
Zugänge EUR |
Stand 31.12.2019 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Selbst geschaffene Softwarelizenzen | 554.184,23 | 0,00 | 554.184,23 |
| 2. Entgeltlich erworbene EDV-Software und Softwarelizenzen | 669.604,19 | 9.058,15 | 678.662,34 |
| 1.223.788,42 | 9.058,15 | 1.232.846,57 | |
| II. Sachanlagen | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.379.341,06 | 43.478,34 | 4.422.819,40 |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 526.343,05 | 0,00 | 526.343,05 |
| 2. Beteiligungen | 51.915,31 | 0,00 | 51.915,31 |
| 578.258,36 | 0,00 | 578.258,36 | |
| 1.802.046,78 | 9.058,15 | 1.811.104,93 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2019 EUR |
Zugänge EUR |
Stand 31.12.2019 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Selbst geschaffene Softwarelizenzen | 554.184,23 | 0,00 | 554.184,23 |
| 2. Entgeltlich erworbene EDV-Software und Softwarelizenzen | 658.362,75 | 8.437,00 | 666.799,75 |
| 1.212.546,98 | 8.437,00 | 1.220.983,98 | |
| II. Sachanlagen | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.345.940,80 | 24.964,51 | 4.370.905,31 |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 526.343,05 | 0,00 | 526.343,05 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 526.343,05 | 0,00 | 526.343,05 | |
| 1.738.890,03 | 8.437,00 | 1.747.327,03 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2019 EUR |
Vorjahr EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene Softwarelizenzen | 0,00 | 0,00 |
| 2. Entgeltlich erworbene EDV-Software und Softwarelizenzen | 11.862,59 | 11.241,44 |
| 11.862,59 | 11.241,44 | |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 51.914,09 | 33.400,26 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 |
| 2. Beteiligungen | 51.915,31 | 51.915,31 |
| 51.915,31 | 51.915,31 | |
| 63.777,90 | 63.156,75 |
Bericht des Aufsichtsrats
Am 15. Oktober 2020 haben die Mitglieder des Aufsichtsrats den vorliegenden Bericht in Übereinstimmung mit den geltenden Bestimmungen herausgegeben.
In diesem Bericht macht der Aufsichtsrat auf die Modalitäten der Vorbereitung und Überwachung es Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2019 aufmerksam.
Es wird darauf hingewiesen, dass ein Lenkungsausschuss unter der Leitung von Alain Conrard und unter Beteiligung von engagierten Mitarbeitern der Muttergesellschaft im Controlling gebildet wurde, dem das Managementteam der Prodware Deutschland AG monatlich Bericht erstattet hat.
Dieser Lenkungsausschuss hat gemeinsam mit dem Managementteam der Prodware Deutschland AG das Budget für das Jahr 2019 während verschiedener Sitzungen von Oktober 2018 bis zur Verabschiedung der endgültigen Fassung Ende Dezember 2018 diskutiert.
Während des gesamten Jahres 2019 tagte dieser Lenkungsausschuss 11 Mal, jeden Monat außer im August von Januar bis Dezember 2019, mit besonderem Schwerpunkt auf den Ergebnissen des laufenden Monats sowie auf den Prognosen für die kommenden Monate und den erwarteten Jahresergebnissen. In diesen Sitzungen wurden auch vom Budget abweichende Maßnahmen diskutiert und beschlossen.
Dieser Ausschuss berichtete dann dem gesamten Aufsichtsrat auf einer ähnlichen monatlichen Basis Am 21. Oktober 2018 wurde die erste Budgetversion für 2019 mit der Geschäftsleitung der Prodware Deutschland AG im Haushaltsausschuss diskutiert, die zweite Version wurde am 13. Dezember 2018 überarbeitet und die endgültige Version dann am 27. Dezember 2018 vom Aufsichtsrat bestätigt.
Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die strategische Ausrichtung, die geplante Neueinstellung von Mitarbeitern und die Berücksichtigung von Umsatzverschiebungen aus dem Lizenz- in den Cloud-Bereich gelegt.
BDO hat die von der Prodware Deutschland AG erstellten Abschlüsse in einem Prozess bis heute geprüft. Die Abschlussprüfer haben keine Vorbehalte zu diesem Abschluss geltend gemacht und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Daher wird der Aufsichtsrat der Prodware Deutschland AG zusammen mit dem Alleinaktionär auf der Hauptversammlung am 2. November 2020 folgende Punkte präsentieren, erläutern bzw. darüber abstimmen
| • | Vorlage und Erläuterung des Jahresabschlusses 2019 sowie des Lageberichts und dieses Berichts und Vorschlag, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen |
| • | Es wird vorgeschlagen, die Entlastung des Exekutivausschusses zu beschließen |
| • | Es wird vorgeschlagen, die BDO AG als Rechnungsprüfer für das Finanzjahr 2020 zu bestellen. |
Fait à Paris le/den October 15, 2020
Philippe BOUAZIZ
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 02.11.2020 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der Prodware Deutschland AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 den am 4. September 2020 in Hannover unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:
„BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Prodware Deutschland AG, Hamburg
PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben den Jahresabschluss der Prodware Deutschland AG, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Prodware Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRüFERS FüR DIE PRüFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 4. September 2020
**BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
gez. Horn, Wirtschaftsprüfer
gez. Schweitzer, Wirtschaftsprüfer