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Prodware Annual Report 2014

Feb 17, 2016

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Annual Report

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Publication

Prodware Deutschland AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht

A. Grundlage des Unternehmens

Die Prodware Deutschland AG entwickelt, integriert und hostet IT-Lösungen für Unternehmen. Die Prodware Gruppe betreut mehr als 17.500 aktive Kunden und ist ein wichtiger Akteur und Partner für die Installation und Verwaltung von globalen IT-Lösungen und -Anwendungen. Die Restrukturierung und Integration haben zum Ziel, der Prodware Deutschland AG eine bessere Marktpräsenz und Kontinuität zu geben.

Prodware ist in 16 Ländern aktiv und hat starke strategische Allianzen mit führenden Integratoren und VARs, um seine Position als Marktführer zu festigen. Prodware nutzt seine Größe, Marktpräsenz und Allianzen für eine internationale Expansion. Unsere Kunden und Mitarbeiter können jetzt auf ein erweitertes Know-how, mehr Ressourcen und neue Technologien zugreifen.

Leistungsfähige und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind maßgeblich für unser Unternehmen. Ihr Engagement, ihre Qualifikationen und ihre Verbundenheit zur Prodware Deutschland AG sind die Erfolgsfaktoren bei der Realisierung von IT-Projekten. Sie machen uns stark für den Wettbewerb in unserer Branche und leisten einen wesentlichen Beitrag zu einer hohen Kundenzufriedenheit. Die Ansprüche unserer Mitarbeiter an die Qualität ihrer Arbeit unterstützen wir von der Personalseite, indem wir das Wissen und die Fähigkeiten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich entwickeln und ausbauen.

Neben ausgezeichneten Entwicklungsmöglichkeiten möchten wir unsere Mitarbeiter durch Wertschätzung und Leistungsanerkennung auf allen Ebenen der Zusammenarbeit stärken. Insbesondere im dynamischen Umfeld der Informationstechnologie fordern wir von unseren Mitarbeitern einen hohen Grad an Flexibilität und Veränderungsbereitschaft. Durch Freiräume in der Gestaltung der Arbeitszeit und des Arbeitsortes möchten wir einen wesentlichen Teil dieser Flexibilität an unsere Mitarbeiter zurückgeben. Dies ist gleichzeitig Ausdruck unserer vertrauensvollen und kollegialen Zusammenarbeit. Gleichzeitig sehen wir darin unsere Attraktivität als Arbeitgeber im Vergleich zu unseren Wettbewerbern gestärkt. Wir möchten unser Bestes geben, damit alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Leidenschaft und Faszination für interessante Kundenprojekte ihr Bestes geben.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die europäische Krise wirkt sich nicht mehr so stark wie in den Vorjahren auf unser Geschäft aus. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wuchs im vergangenen Wirtschaftsjahr um 1,5 Prozent. Das ist deutlich mehr als die 0,1 Prozent Zuwachs in 2013 und die 0,4 Prozent in 2012.

Die Konjunkturforscher sehen für 2015 eine Erhöhung des BIP von rund 2,2 Prozent.

2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Entwicklung in der Branche in 2014 war stagnierend (plus 0,1%), für 2015 rechnet der Branchenverband BITKOM aber mit einem Plus von 1,5%, im Softwarebereich sogar mit 5,7%.

3. Entwicklung im Unternehmen

Das Jahr 2014 stand im Zeichen von Optimierungen bei der Projektanalyse sowie -kalkulation und im Projektmanagement.

Durch die Fokussierung auf eine eingegrenzte Zahl an Branchen- und Produktlösungen und die Erhöhung des Anteils der projektbezogenen Stunden an den gesamten verfügbaren Stunden der Consultants und Entwicklern wurde bereits eine Verbesserung erzielt, durch höhere Fluktuation sowie weniger als geplant vorgenommene Neueinstellungen hat sich dies noch nicht wie erwartet im Ergebnis ausgewirkt.

Im Jahr 2014 waren durchschnittlich 131 (VJ:139) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 131 Personen fest angestellt, die für die Gesellschaft tätigen Vorstandsmitglieder sind nicht Mitarbeiter der Prodware Deutschland AG. Des Weiteren sind 4 Auszubildende (VJ: 4) und 1 Aushilfe (VJ: 1) im Berichtsjahr für unser Unternehmen tätig gewesen.

Es gibt weiterhin eine Meinungsverschiedenheit mit einem Kunden in Zusammenhang mit einem IT Projektgesamtvertrag, derzeit läuft ein Schiedsgerichtsverfahren. Das Ergebnis des Verfahrens ist nicht verlässlich abzuschätzen. Für bestimmte Haftungsansprüche aus diesem Vertrag gibt es - unter spezifischen Bedingungen - Versicherungsschutz aus einer Haftpflicht-Versicherung.

C. Ertragslage

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, aktivierte Eigenleistungen, Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen und sonstige betriebliche Erträge) ist im Berichtsjahr um 16 % auf 15,5 Mio. EUR (VJ: 18,4 Mio. EUR) gesunken. Der Gesamtleistung stehen Aufwendungen für Lizenzen, Hardware und bezogene Leistungen in Höhe von 4,2 Mio. EUR (VJ 5,6 Mio. EUR) gegenüber. Bei den Personalaufwendungen von 9,5 Mio. EUR (VJ 9,7 Mio. EUR), sonstigen Betriebsaufwendungen von 4,6 Mio. EUR (VJ 4,6 Mio. EUR), Abschreibungen von 0,5 Mio. EUR (VJ 0,2 Mio. EUR), einem Finanzergebnis von -0.3 Mio. EUR (VJ -0,1 Mio. EUR), einem außerordentlichen Ergebnis von -24.5 Mio. EUR (VJ -24,5 Mio. EUR) weist die Gesellschaft einen Jahresverlust in Höhe von -3,5 Mio. EUR (VJ -1,9 Mio. EUR Verlust) aus.

Die Prodware Advanced Solutions GmbH litt auch in 2014 noch unter Abgängen von Mitarbeitern, der Verlust liegt mit -138.748,77 EUR ungefähr auf dem Niveau von ‑148.843,27 EUR in 2013. Der Buchwert der Beteiligung an der Prodware Advanced Solutions GmbH wurde daher um rd. 50% vermindert. Für 2015 rechnen wir wieder mit einem leicht positiven Ergebnis.

Das Ergebnis der Prodware Deutschland AG war im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus Lizenzverkäufen und Dienstleistungen im Bereich ERP-Implementierung. Der Erlös in diesen Bereichen hat sich im Vergleich zu dem Vorjahr aufgrund von nicht ausreichend kompensierten Abgängen von Mitarbeitern verringert, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich von -1.855.691,98 EUR in 2013 auf -3.437.523,12 EUR in 2014 verschlechtert.

D. Finanzlage

Durch die Muttergesellschaft Prodware SA sind in 2014 Zuschüsse in Höhe von insgesamt 3.519.721 EUR geleistet worden. Diese Zahlungen wurden der freien Kapitalrücklage zugeführt, das Eigenkapital hat sich dementsprechend erhöht. Der nicht durch das Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ist mit 3.003.017 EUR ungefähr auf Vorjahresniveau. (2013: 3.034.296 EUR).

Die Gesellschaft ist somit noch immer bilanziell überschuldet. Sie wurde auf das Zutreffen des §19 Absatz 2 InsO geprüft und es wurde festgestellt, dass eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne nicht vorliegt.

Die Prodware Deutschland AG deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow sowie der Aufnahme von Intercompany-Finanzierungen.

E. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Prodware Deutschland AG ist von 9,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2013 leicht auf 9,8 Mio. EUR per 31. Dezember 2014 gestiegen.

Die Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind per 31. Dezember 2014 gegenüber dem Vorjahresstichtag von 3,0 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR leicht gestiegen. Im Gegensatz dazu ist der nicht durch das Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von 3,034 Mio. EUR auf 3,003 Mio. EUR leicht gesunken.

Aufgrund von Sonderabschreibungen verringerten sich sowohl die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen von 0,480 Mio. EUR auf 0,149 Mio. EUR als auch die Finanzanlagen um 0,237 Mio. EUR auf 0,341 Mio. EUR.

Der Rückgang bei den Sachanlagen um 0,132 Mio. EUR begründet sich hauptsächlich durch Anlagenverkäufe zum Buchwert in Höhe von 0,123 Mio. EUR, so dass der Buchwert der Sachanlagen zum Bilanzstichtag nur noch 0,131 Mio. EUR beträgt.

Die Investitionen beliefen sich im Berichtsjahr 2013 auf insgesamt 0,06 Mio. EUR.

Dabei handelt es sich im Wesentlichen um einzelne planmäßige Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen bei den Sachanlagen. Den Investitionen standen im Geschäftsjahr 0,188 Mio. EUR Normalabschreibungen gegenüber.

Die unfertigen Erzeugnisse stiegen im Berichtsjahr von 0,265 Mio. EUR auf 0,870 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten habe sich insgesamt lediglich um 3% verändert, wobei die Verbindlichkeiten aus LuL um 18% geringer ausfallen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen allerdings um 34% zugenommen haben. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aufgrund geleisteter Anzahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 130.149,66 auf 1.327.573,96 EUR. Die Verringerung resultiert im Wesentlichen aus der gesunkenen Mitarbeiter-Anzahl, die zu gesunkenen Rückstellungen für Resturlaub, Boni und Provisionen führte.

Die Prodware Deutschland AG weist ein Jahresergebnis in Höhe von -3,49 Mio. EUR aus. Aufgrund der Einlagen in die Kapitalrücklage verringerte sich der nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages trotz des Verlustes um 0,031 Mio. EUR auf 3,003 Mio. EUR.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ist durch eine Patronatserklärung der Prodware SA abgesichert.

F. Nachtragsbericht

Bei dem in diesem Bericht aufgeführten Projekt, für das in 2012 Gewährleistungsrückstellungen gebildet wurden, läuft derzeit das Schiedsgerichtsverfahren.

Zu Ende März 2015 wurde Herr Goijarts als CEO durch Herrn Ian Mac Hueg Herlevsen ersetzt.

G. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Zu Beginn des Jahres 2015 fand ein Wechsel im Vorstand statt, Herr Goijarts hat das Unternehmen verlassen, Herr Herlevsen ist neuer CEO. Hiermit ging eine stärkere Ausrichtung an die und eine Verknüpfung mit der Strategie der Holding einher. Da der Markt für Mitarbeiter im AX-Bereich sehr volatil ist, haben uns in den ersten Monaten des Jahres mehr Mitarbeiter verlassen, als wir über verstärkte Recruitingmaßnahmen ersetzen konnten, hierdurch haben sich teilweise Projekte verzögert. Abweichend zur Planung zum Ende 2014 erwarten wir daher für 2015 nur noch, den Break-even und einen leicht positiven Jahresüberschuss sowie Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau zu erreichen.

Die Prodware Deutschland AG ist als Systemintegrator einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Die Abteilung Controlling und Rechnungswesen nimmt einen Großteil der Informations-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben für die Prodware Deutschland AG wahr.

Wichtiges Kontrollinstrument ist die monatliche Auswertung der über das Warenwirtschaftssystem und die Finanzbuchhaltung erstellten Deckungsbeiträge für die Kostenstellen und Business Lines. Das Controlling stellt auf der Grundlage der Geschäftsdaten interne Berichte zusammen und informiert den Vorstand und die Business Line-Verantwortlichen so frühzeitig und umfassend wie möglich über potentielle Risiken im Geschäftsablauf.

Des Weiteren wird bei Neuprojekten durch die Projektmanager eine Risikoanalyse durchgeführt. Die neuen und bestehenden Projekte werden durch die Projektmanager überwacht, und bei evtl. bestehenden Risiken werden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, die das Risiko auf ein Minimum absenken. Monatlich wird mit einem Rolling Forecast-System gearbeitet, und die erzielten Ergebnisse werden mit den Management Teams der unterschiedlichen Bereiche (Dienstleistung, Lizenzen, Hosting, CRM) diskutiert. Auf wöchentlicher Basis wird die Liquiditätssituation erörtert und auf einer 12 Wochen Basis geplant.

1. Umfeld- und Branchenrisiken

Der IT-Markt ist sowohl im Lizenz- wie auch im Dienstleistungsbereich von starkem Wettbewerb sowie der wirtschaftlichen Gesamtsituation geprägt. Wesentliche Verschlechterungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen bewirken bei den Unternehmen eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft.

2. Kundenabhängigkeit

Die Prodware Deutschland AG verfügt aufgrund ihrer mehr als 20-jährigen Tätigkeit im ERP-Umfeld über eine sehr breite Kundenbasis und ist daher von keinem Einzelkunden in wesentlicher Art und Weise existenziell abhängig.

3. Lieferantenabhängigkeit

In den Business Line Business Solutions erfolgt der Lizenzeinkauf fast ausschließlich über Microsoft. Microsoft hat seinen MBS-Partnern allerdings versichert, dass die beiden Produkte Microsoft Dynamics NAV und Microsoft Dynamics AX nicht über die eigene Distribution und nicht direkt an die Kunden vertrieben werden sollen. Sollte Microsoft von dieser Aussage abrücken oder die Margen bei den Lizenzen sinken, käme es zu deutlichen Gewinneinbrüchen bei den Lizenzen. Dies könnte nur durch eine Erhöhung der Preise bei den Dienstleistungen rund um die Microsoftprodukte aufgefangen werden. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Microsoft seine Produkte in den kommenden Jahren im sogenannten „Cloud Computing“ anbieten könnte. Dies hätte zur Folge, dass die Lizenzumsätze, aber auch die Lizenzkosten, deutlich zurückgehen würden.

4. Gewährleistungs- und Haftungsrisiken

Die Prodware Deutschland AG übernimmt eine branchenübliche vertragliche Gewährleistungsverpflichtung für gelieferte Systeme. Für die Infrastruktur reicht die Prodware Deutschland AG die Herstellergarantien weiter. Daneben gilt die gesetzliche Gewährleistung. Das Risiko, von Kunden im Rahmen der Gewährleistung in Anspruch genommen zu werden – ohne dabei auf den Hersteller zurückgreifen zu können – ist eher als gering einzuschätzen. Soweit die Prodware Deutschland AG eigene Dienstleistungen erbringt und dafür Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert eine Haftpflichtversicherung die Prodware Deutschland AG in angemessenem Umfang ab. Für einzelne Großprojekte sind individuelle Haftpflichtversicherungen abgeschlossen worden.

5. IT-Risiken

Die internen FiBu und BI Systeme sowie die Kommunikationssysteme (Exchange, Skype for Business) werden im Rechenzentrum in Paris betrieben. Die weiteren Verwaltungssysteme (DATEV, Active Directory, Mailarchiv u. a.) werden im Rechenzentrum Hamburg betrieben.

Als Basis dienen redundante Hardwareinfrastrukturen (Netzwerk, Server und SAN) sowie in Hamburg eine unterbrechungsfreie Stromversorgung mit einer Autonomiezeit von ca. 30 Minuten. Alle Daten der Verwaltungs- und Produktionssysteme werden täglich gesichert und wöchentlich auf Datensicherungsbändern außerhalb des Rechenzentrums in einem Datensafe aufbewahrt oder in ein Backup RZ gespiegelt (für in Paris gehostete Systeme). Am Standort Hamburg werden die Bandsicherungen rückwirkend für 3 Wochen vorgehalten. Zusätzlich werden die Daten der Finanzbuchhaltung mehrmals täglich vom Rechenzentrum in Paris nach Hamburg gespiegelt.

Die Kommunikationssysteme (Exchange, Skype for Business) werden von der Prodware Firmenholding für die Gruppe bereitgestellt. Alle ein- und ausgehenden Mails werden zusätzlich in Hamburg in einem Mailarchiv getrennt vom Exchange Server (revisionssicher) abgelegt.

Der Zugriff auf alle Firmensysteme zwischen den deutschen Standorten erfolgt ausschließlich über gesicherte Leitungen. Auf das Internet wird über Firewalls zugegriffen. Verbindungen zur Firmenmutter sowie zu Prodware Gesellschaften außerhalb von Deutschland erfolgen über abgesicherte VPN Leitungen.

Die Endgeräte werden mit aktueller Antivirensoftware geschützt. Der Zugriff auf Daten wird gemäß den Anforderungen unseres Datenschutzbeauftragten so organisiert, dass nur tatsächlich berechtigte Personen die erforderlichen Zugriffsrechte erhalten.

6. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Um Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, muss jederzeit entsprechende Liquidität zur Verfügung stehen. Die zum 31.12.2014 bestehende Finanzlage der Prodware Deutschland AG ist wie im Vorjahr weiterhin angespannt. In 2014 wurde die Prodware Deutschland AG finanziell durch die Muttergesellschaft Prodware SA unterstützt.

7. Risiken aus Forderungsausfall

Die Prodware Deutschland AG liefert an die Kunden alle Waren und Dienstleistungen auf Rechnung. Grundsätzlich kann es bei der Zahlungsunfähigkeit des Kunden zu Ausfällen kommen. Ein strenges Forderungsmanagement sowie laufende Bonitätsprüfungen minimieren das Risiko bei der Prodware Deutschland AG. Dadurch, dass die Wartungen im Voraus von den Kunden an die Prodware Deutschland AG gezahlt werden müssen bevor eine Zulassung bei Microsoft erfolgt, besteht hier ein geringes Risiko des diesbezüglichen Forderungsausfalles. Pro Monat werden die einzelnen Forderungen gegen Kunden auf Risiken überprüft und entsprechende Rückstellungen gegebenenfalls angepasst.

8. Rechtliche Risiken

Die Prodware Deutschland AG sichert ihre Verträge bei Bedarf durch Rechtsberater ab. Die Prodware Deutschland AG ist mit Ausnahme von einem sich im Schiedsgerichtsverfahren befindlichen Projekt in keine Rechtsstreitigkeiten verwickelt, aus denen ein wesentlicher negativer Effekt auf das Jahresergebnis zu erwarten ist. Für die noch schwebenden Rechtsstreitigkeiten sind ausreichende Rückstellungen im Berichtsjahr gebildet worden, für das sich im Schiedsgerichtsverfahren befindliche Projekt kann keine verlässliche Schätzung gegeben werden. Die in 2012 bereits dafür gebildeten Rückstellungen werden für die wahrscheinlichsten Szenarien als weiterhin ausreichend betrachtet.

9. Personalrisiken

Der wirtschaftliche Erfolg der Prodware Deutschland AG ist im hohen Maß vom Engagement und Know-how der Mitarbeiter abhängig. Ziel ist es daher, qualifizierte Fach- und Führungskräfte für das Unternehmen zu beschäftigen, sie erfolgreich zu integrieren und dauerhaft zu binden. Über Social Media und Headhunter werben wir gute Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und IT Dienstleistung.

10. Sonstige Risiken

Die Geschäfte von Dienstleistungsunternehmen belasten die Umwelt nur geringfügig. Nennenswerte Umweltrisiken aus der operativen Tätigkeit der Gesellschaft bestehen nicht.

Im Berichtsjahr traten keine Risiken auf, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdeten. Für die Zukunft ist trotz bewährter Risikomanagementsysteme nicht völlig auszuschließen, dass sich bisher nicht erkannte oder als unwesentlich eingestufte Risiken konkretisieren und wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erlangen.

J. Sonstige Angaben

1. Versicherungen der gesetzlichen Vertreter

„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“

2. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

In 2014 wurden keine F&E-Aktivitäten betrieben.

3. Zweigniederlassungsbericht

Es gibt keine Zweigniederlassung, nur mehrere über Deutschland verteilte Betriebsstätten.

4. Vergütungsbericht

Der Vorstand erhielt in 2014 keine Vergütung, da die Mitglieder entweder im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung tätig waren (Herr Goijarts) oder Ihre Vergütung im Rahmen Ihrer Tätigkeit für andere Tochtergesellschaften von diesen erhielten (Herr van Erve).

5. Übernahmerelevante Angaben

n/a

6. Erklärung zur Unternehmensführung

n/a da nicht börsennotiert

7. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Folgende Erklärung gemäß § 312 AktG haben wir in unserem Abhängigkeitsbericht wiedergegeben:

„Alle im Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen genannten Leistungsbeziehungen wurden nach den Umständen, die in dem jeweiligen Zeitpunkt bekannt waren, zu Konditionen wie unter fremden Dritten durchgeführt. Die Prodware Deutschland AG, Hamburg, erhielt stets eine angemessene Gegenleistung. Die Gesellschaft wurde weder im Rahmen des Leistungsaustausches noch sonst gegenüber den genannten Unternehmen benachteiligt.

Hamburg, den 30. Juni 2015

Der Vorstand

Ian Mac Hueg Herlevsen

Bilanz

Aktiva

31.12.2014

EUR
31.12.2013

EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene Softwarelizenzen 10.613,59 181.457,26
2. entgeltlich erworbene EDV-Software und Softwarelizenzen 7.782,00 35.305,94
18.395,59 216.763,20
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 131.456,68 262.974,57
131.456,68 262.974,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 289.080,05 526.343,05
2. Beteiligungen 51.915,31 51.915,31
340.995,36 578.258,36
490.847,63 1.057.996,13
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 869.984,89 264.562,74
2. Waren 0,00 6.092,37
869.984,89 270.655,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.429.645,77 2.409.019,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 492.808,22 352.415,71
3. Sonstige Vermögensgegenstände 229.385,43 221.953,14
3.151.839,42 2.983.388,07
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 564.535,91 450.213,23
4.586.360,22 3.704.256,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.751.960,87 1.821.457,93
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.003.017,22 3.034.295,59
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.832.185,94 9.618.006,06
PASSIVA
31.12.2014

EUR
31.12.2013

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.150,00 51.150,00
II. Kapitalrücklage 6.565.645,00 3.045.924,19
III. Bilanzverlust -9.619.812,22 -6.131.369,78
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.003.017,22 0,00 3.034.295,59
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 1.252.438,00 1.167.934,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.327.573,96 1.457.723,62
2.580.011,96 2.625.657,62
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.653.742,76 2.011.538,69
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.613.597,89 1.203.688,59
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.248.822,53 1.177.843,57
- davon aus Steuer: EUR 254.798,79 (Vorjahr: EUR 304.104,57) 4.516.163,18 4.393.070,85
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.736.010,80 2.599.277,59
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.832.185,94 9.618.006,06

Gewinn- und Verlustrechnung

2014

EUR
Vorjahr

EUR
1. Rohertrag 11.323.166,31 12.824.157,05
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.933.517,99 8.280.664,31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersaufwendungen und für Unterstützung 1.557.556,57 1.467.071,84
- davon für Altersversorgung EUR 231.814,83 (Vorjahr: EUR 139.148,85)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 306.641,18 228.440,32
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.637.365,57 4.567.467,52
5. Erträge aus Ergebnisabführungsverträge 125.000,00 83.000,00
6. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträge 138.748,77 148.843,27
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 2.841,27
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen 237.263,00 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 74.596,35 73.203,04
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -3.437.523,12 -1.855.691,98
11. Außerordentliche Aufwendungen 24.519,00 24.519,00
12. Steuern vom einkommen und vom Ertrag 14,75 -22.014,63
13. Sonstige Steuern -26.415,07 -273,34
14. Jahresfehlbetrag -3.488.442,44 -1.902.498,95
15. Verlustvortrag -6.131.369,78 -4.228.870,83
16. Bilanzverlust -9.619.812,22 -6.131.369,78

Anhang

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Für das Geschäftsjahr 2014 ist der Jahresabschluss der Prodware Deutschland AG wie im Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gewinn und Verlustrechnung gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde bei der Aufstellung des Anhangs Gebrauch gemacht.

Die Bewertung erfolgte unter dem Aspekt der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Sie werden bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige lineare Abschreibung bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert über dem niedrigeren beizulegenden Wert liegt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.

Die für die planmäßige Abschreibung relevante Nutzungsdauern betragen:

Software 3 – 5 Jahre
Selbsterstellte Software 3 – 5 Jahre
EDV-Hardware 3 – 8 Jahre
Büroausstattung 3 – 20 Jahre

Die gesamten Herstellungskosten geringwertiger Anlagengüter werden in einen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren Wert bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser angesetzt. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellkosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nominalwerten. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1% auf den nicht einzelwertberichtigten Teil der Forderungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen decken erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe ihrer nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung voraussichtlichen Inanspruchnahme ab und wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. Die Pensionsrückstellungen wurden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst.

Bei der Berechnung dieser Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck wurde der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene Zinssatz von 4,56% p.a. angesetzt.

Der Rententrend wurde mit 2,0% p.a. angenommen. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht, den zusätzlichen Rückstellungsbedarf in Höhe von EUR 367.774 im Jahr 2010 über 15 Jahre ratierlich zuzuführen.

Im Berichtsjahr wurden weitere 1/15 (24.519,00 €) zugeführt. Der verbleibende Unterschiedsbetrag beläuft sich auf 245.179,00 €.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den Erfüllungsbeträgen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den auf eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag zu verrechnenden Beträgen angesetzt.

Grundlagen der Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgte jeweils zum amtlichen Mittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der jeweiligen Leistung oder zum niedrigeren Stichtagkurs bei Forderungen bzw. zum höheren Stichtagkurs bei Verbindlichkeiten.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. Zusätzliche Aktivierung von Entwicklungskosten erfolgte in 2014 nicht.

Vorräte

Der bilanzierte Wert für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Waren beträgt zum Stichtag 869.984,89 € (VJ 270.655,11 €).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die kurzfristigen Forderungen gegen verbundeneUnternehmen sind in Höhe von 492.808,22 € (VJ 352.415,71 €) zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus einem an die Hypovereinsbank verpfändetem Bankguthaben in Höhe von 123.258,00 € (VJ 123.258,00 €).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Posten betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Wartungskosten.

Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Die Gesellschaft ist buchmäßig überschuldet in Höhe von EUR 3.003.017,22 (VJ 3.034.295,59 €).

Die Prodware S.A. , Paris, Frankreich, übernimmt, vorerst bis zum 31.12.2016, gegenüber den Gläubigern der Prodware Deutschland AG die uneingeschränkte Verpflichtung, dafür Sorge zu tragen, dass die Prodware Deutschland AG in der Weise geleitet und finanziell ausgestattet wird, dass sie stets in der Lage ist, allen ihren Verbindlichkeiten fristgemäß nachkommen zu können.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Prodware Deutschland AG ist 2014 mit 51.150 € unverändert geblieben. Die Prodware S.A, Paris, Frankreich, hält zum Bilanzstichtag sämtliche 51.150 Anteile.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind für folgende Positionen gebildet worden:

EUR
Drohverlustrückstellung 654.819,14
Gewährleistung 256.250,08
Provisionen/Tantieme 142.868,94
Urlaub 127.000,00
Ausstehende Rechnungen 60.385,80
Prüfungskosten 50.000,00
Berufsgenossenschaft 35.000,00
Schwerbehindertenabgabe 1.250,00
1.327.573,96

Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der zum Abschlusstag bestehenden Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Art der Verbindlichkeit Gesamt

EUR
bis zu 1 Jahr

EUR
1 bis 5 Jahren

EUR
mehr als 5 Jahren

EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.653.742,76 1.653.742,76 0,00 0,00
( 31.12.2013) 2.011.538,69 2.011.538,69 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.613.597,89 1.613.597,89 0,00 0,00
( 31.12.2013) 1.203.688,59 1.203.688,59 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.248.822,53 1.248.822,53 0,00 0,00
( 31.12.2013) 1.177.843,57 1.177.843,57 0,00 0,00
Gesamt: 4.516.163,18 4.516.163,18 0,00 0,00
( 31.12.2013) 4.393.070,85 4.393.070,85 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 1.613.597,89 (VJ EUR 1.203.688,59) zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

bis 1 Jahr

TEUR
1 - 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
Leasingverträge 362 756 2 1.120
Mietverträge 482 1.199 11 1.692
884 1.955 13 2.812

Passive Rechnungsabgrenzungposten

Die Posten betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Einnahmen aus Wartungsverträgen.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- und VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen sind wie im Vorjahr Skonti und andere Erlösschmälerungen abgesetzt.

Die Gesellschaft realisierte ihre Umsatzerlöse im Geschäftsjahr in Höhe von 13.289.703,65 € (VJ 16.369.233,15 €) im Inland, in Höhe von 837.986,83 € (VJ 752.786,72 €) in Europa und 106.061,76 € (VJ 168.061,76 €) außerhalb Europas.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2014 2013
Dienstleistungsumsätze 8.906.877,59 € 10.861.375,06 €
Lizenzumsätze 1.308.239,92 € 1.991.553,41 €
Wartungsumsätze 3.398.827,75 € 4.073.720,43 €
Hardwareumsätze 128.055,84 € 166.934,36 €
Sonstige 491.911,15 € 196.587,28 €
14.233.912,25 € 17.290.170,54 €

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus der PKW-Nutzung. Des Weiteren sind Erlöse aus der konzerninternen Weiterverrechnung von Dienstleistungen angefallen.

Periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind in Höhe von 32.673,33 € (VJ 470.589,87 €) angefallen.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 306.641,68 € (Vorjahr 228.443,32€) betreffen insbesondere selbsterstellte Software sowie Hardware und die Betriebs und Geschäftsausstattung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere Mieten, Kfz-Kosten, Beratungsleitungen, Telefonkosten, Werbe- und Reisekosten sowie Versicherungskosten.

Sonstige periodenfremden Aufwände betrugen im Berichtsjahr 124.239,60 € (VJ 1.533,88 €)

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen in voller Höhe die Anteile an der Prodware Advanced Solutions GmbH. Aufgrund der andauernden Verlustsituation werden die Anteile nicht mehr in voller Höhe als werthaltig angesehen.

Außerordentliches Ergebnis

Aus der Anwendung der Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergeben sich außerordentliche Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 EGHGB aus der Zuführung zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen vorn TEUR 25.

V. SONSTIGE ANGABEN

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahr 2014 waren durchschnittlich 135 (VJ139) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 135 Personen fest angestellt. Des Weiteren sind 4 Auszubildende (VJ 4) und 1 Aushilfe (VJ 1) im Berichtsjahr tätig gewesen.

Gesellschaftsorgane

Dem Vorstand der Prodware Deutschland AG gehörten im Geschäftsjahr an:

Vor- und Zuname: Franciscus Goijarts
Funktion: Vorsitzender des Vorstandes
Privatwohnort: Hilversum / Niederlande
Ausgeübter Beruf: Vorstandsvorsitzender der Prodware Deutschland AG (von 08.06.2012 bis 31.03.2015)
Vor- und Zuname: Jeroen van Erve
Funktion: Mitglied des Vorstandes
Privatwohnort: Westervoort / Niederlande
Ausgeübter Beruf: Finanzvorstand der Prodware Deutschland AG (von 15.11.2013 bis 31.10.2014)
Vor- und Zuname: Herlevsen, Ian Mac Hueg
Funktion: Vorsitzender des Vorstandes
Privatwohnort: Paris / Frankreich
Ausgeübter Beruf: Vorstandsvorsitzender der Prodware Deutschland AG (ab 06.03.2015)

Eine Vorstandsvergütung ist im Berichtszeitraum von der Prodware Deutschland AG nicht gewährt worden.

Dem Aufsichtsrat der Prodware Deutschland AG gehörten im Geschäftsjahr an:

Vor- und Zuname: Philippe Bouaziz
Funktion: Vorsitzender des Aufsichtsrats
Ausgeübter Beruf: Ingenieur
Vor- und Zuname: Alain Conrard
Funktion: Mitglied des Aufsichtsrats
Ausgeübter Beruf: Ingenieur
Vor- und Zuname: Stephane Conrard
Funktion: Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Ausgeübter Beruf: Wirtschaftsprüfer

Eine Aufsichtsratsvergütung ist im Berichtszeitraum nicht gewährt worden.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an folgenden Unternehmen beteiligt:

Unternehmen Beteiligung

%
Eigenkapital 31.12.2014

EUR
Ergebnis 2014

EUR
a) Verbundene Unternehmen
Prodware Advanced Solutions GmbH, Hamburg 100,00 289.080,09 0,00*
b) Beteiligungen
CKL Software GmbH, Hamburg 50,00 468.391,56 357.701,12

*Es ist mit der Prodware Deutschland AG als beherrschendem Unternehmen am 01.10.2010 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen worden. Der entstandene Verlust des Jahres 2014 in Höhe von 138.748,77 € (VJ 148.843,27 € Verlust) ist vollständig von der Prodware Deutschland AG übernommen worden.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt insgesamt 58.817,90 €. Hiervon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen 50.000,00 € (Vorjahr 51.500,00 €) und auf Steuerberatungsleistungen 8.817,90 € (Vorjahr 23.273,83 €).

Angaben zu Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der Prodware Deutschland AG wird in den Konzernabschluss derProdware S.A., Paris, Frankreich, mit einbezogen. Der Konzernabschluss der Prodware S.A., Paris, Frankreich, wird sowohl auf der konzerneigenen Homepage bekannt gemacht als auch bei der zuständigen Handelskammer hinterlegt.

Hamburg, 30.06.2015

Ian Mac Hueg Herlevsen, Vorstand

Bestätigungsvermerk

In den vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende eingeschränkte Bestätigungsvermerk am 18. August 2015 erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Prodware Deutschland AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Mit Ausnahme des im folgenden Absatz dargestellten Prüfungshemmnisses haben wir unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung mit der im nachfolgenden Absatz dargestellten Ausnahme eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Die Vollständigkeit und die Bewertung der Rückstellungen können nicht abschließend beurteilt werden. Die Gesellschaft ist in einen Rechtsstreit mit einem Kunden verwickelt. Gegenstand des Verfahrens ist die Geltendmachung von Schadenersatz sowie die Rückabwicklung des Projektgesamtvertrages. Die Gegenseite fordert Schadenersatz in Höhe von EUR 5,0 Mio. Dieser Betrag wurde von der Gesellschaft abgelehnt und eine Rückstellung in Höhe von EUR 0,7 Mio. gebildet. Die Parteien befinden sich derzeit in einem Schiedsgerichtsverfahren. Die Vollständigkeit und die Bewertung der Rückstellungen können nicht abschließend beurteilt werden, weil uns keine verwertbaren Arbeitsergebnisse von sachverständigen Dritten vorlagen und wir durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit hinsichtlich der Vollständigkeit und der Bewertung der Rückstellungen im Jahresabschluss gewinnen konnten. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Mit der genannten Einschränkung steht der Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 der Prodware Deutschland AG, Hamburg, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen erstattet.

Hannover, 18. August 2015

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Lilienblum, Wirtschaftsprüfer

gez. Fleischer, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 der Prodware Deutschland AG wurde am 21. September 2015 festgestellt.

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2014

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umgliederungen

EUR
Stand 31.12.2014

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene Softwarelizenzen 554.184,23 0,00 0,00 0,00 554.184,23
2. EDV-Software und Softwarelizenzen 643.907,90 0,00 1.833,00 0,00 642.074,90
1.198.092,13 0,00 1.833,00 0,00 1.196.259,13
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.299.751,67 62.026,89 83.438,20 0,00 4.278.340,36
4.299.751,67 62.026,89 83.438,20 0,00 4.278.340,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 526.343,05 0,00 0,00 0,00 526.343,05
2. Beteiligungen 51.915,31 0,00 0,00 0,00 51.915,31
578.258,36 0,00 0,00 0,00 578.258,36
6.076.102,16 62.026,89 85.271,20 0,00 6.052.857,85
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2014

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Stand 31.12.2014

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene Softwarelizenzen 372.726,97 170.843,67 0,00 543.570,64
2. EDV-Software und Softwarelizenzen 608.601,96 25.690,94 0,00 634.292,90
981.328,93 196.534,61 0,00 1.177.863,54
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.036.777,10 110.106,58 0,00 4.146.883,68
4.036.777,10 110.106,58 0,00 4.146.883,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 237.263,00 0,00 237.263,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 237.263,00 0,00 237.263,00
5.018.106,03 543.904,19 0,00 5.562.010,22
Buchwerte
Stand 31.12.2014

EUR
Vorjahr

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene Softwarelizenzen 10.613,59 181.457,26
2. EDV-Software und Softwarelizenzen 7.782,00 35.305,94
18.395,59 216.763,20
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 131.456,68 262.974,57
131.456,68 262.974,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 289.080,05 526.343,05
2. Beteiligungen 51.915,31 51.915,31
340.995,36 578.258,36
490.847,63 1.057.996,13