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Prodware Annual Report 2011

Dec 31, 2013

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Annual Report

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Publication

Prodware Deutschland AG

(vormals: Qurius Deutschland AG)

Hamburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Lagebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

„Die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland erreichte im Verlauf des vergangenen Jahres wieder das Niveau vor der Wirtschafts- und Finanzkrise vom Frühjahr 2008. Der krisenbedingte Nachholprozess verlief somit dynamischer, als die Bundesregierung noch vor Jahresfrist erwartet hatte. Der Aufschwung fiel - auch im internationalen Vergleich – sehr kräftig aus: Das Bruttoinlandsprodukt nahm im Jahr 2011 preisbedingt um 3,0% zu, nachdem es im Jahr zuvor bereits um 3,7 % zugelegt hatte. Allerdings hat im Laufe des vergangenen Jahres die Verschuldung in einer Reihe von Industriestaaten – oft gepaart mit Zweifeln an deren Wettbewerbsfähigkeit – zu einer deutlichen Verunsicherung an den Kapitalmärkten geführt. Dadurch trübten sich auch die Konjunkturerwartungen der deutschen Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2011 merklich ein. Das Wachstum verlor an Fahrt.“ (Jahreswirtschaftsbericht 2012, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie[BMWi])

Der Jahreswirtschaftsbericht 2012 der Bundesregierung geht auch für 2012 von einer deutlichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Deutschland und Europa aus. Es wird erwartet, dass das BIP in Deutschland nur noch um 0,7% zulegen wird, nach einem Wachstum von 3,0 % in diesem Jahr.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Insgesamt hat sich in 2011 das Wachstum der ITK-Branche (Informationstechnik, Telekommunikation und Consumer Electronics) verlangsamt. Die Wachstumsrate betrug nur 0,5% im Gegensatz zu dem Vorjahreswert, der noch 3,9% erreichte. Vor allem die Bereiche Cloud Computing, Mobile Computing und Social Media waren für das leichte Wachstum laut dem Branchenverband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) verantwortlich.

Betrachtet man die jeweiligen Marktsegmente der ITK-Branche einzeln, fällt auf, dass der Bereich Informationstechnik in 2011 um 3,1 % gewachsen ist. Das Wachstum in den Bereichen Telekommunikation und Consumer Electronics ist im Gegensatz dazu stark gesunken. Diese Entwicklung entspricht genau den Trends der gesamten ITK-Branche. Die Unternehmen, die investieren, wollen mit den neuen Technologien die Prozesse in Ihren Firmen effizienter und schlanker machen. In diesem Zusammenhang sind vor allem die Themen Cloud Computing und IT-Outsourcing zu nennen sowie das Verwenden von Business Intelligence Anwendungen.

Geschäftsorganisation und Geschäftsverlauf

Die Prodware Deutschland AG bietet Technologien für Design, Architektur, Infrastruktur-, Realisierung- und System Management von Microsoft-basierten Business- und IT-Lösungen an. Der Hauptsitz der Verwaltung befindet sich in Hamburg. Daneben gibt es mehrere Betriebsstätten über ganz Deutschland verteilt in Bremen, Ratingen, Hannover, Leipzig, Lübeck, Ravensburg, Stuttgart, München und Wien. Die Prodware Deutschland AG hält eine 100% Beteiligung an der Prodware Advanced Solutions AG. Die Prodware Advanced Solutions AG ist im Geschäftsbereich der Business Inteligence Lösung tätig. Die Verwaltung der Prodware Advanced Solutions AG befindet sich ebenfalls in Hamburg und hat eine Betriebsstätte in Regensburg.

Der Geschäftsverlauf in 2011 war geprägt durch den in 2010 eingeläuteten Restrukturierungsprozess, der sich in 2011 fortgesetzt hat. Durch die Konzentration auf eine solide Partnerschaft mit Microsoft und dem Verkauf der anderen Business Lines in 2010 konnten wir unseren Kunden in 2011 nun die gesamte Integration rund um das ERP-Geschäft inklusive CRM, Dokumentenmanagementsystem und Business Intelligent-Lösungen anbieten. Im Juli 2011 ist bei Prodware ein neues Organisation Modell eingeführt worden. Hauptziel dieser Reorganisation war einen stärkeren Focus auf den vertikalen Markt zu legen indem Prodware vermehrt Komplettlösungen für Kunden anbietet anstatt einzelner Produkte. Eine Schlüsselrolle nimmt hier in diesem Zusammenhang das neue Solution Team ein, welches für die Bereiche Business Development und Presales verantwortlich ist. Um flexibler und noch kundenorientierter agieren zu können ist der Service Bereich ebenfalls reorganisiert worden. Hier wurde ein dezidiertes Projektmanagement Team aufgestellt, um eine optimalere Abstimmung innerhalb der einzelnen Projekte zu erreichen. Der Vertrieb wurde in die Bereiche Bestandskunden, Neukunden und Großprojekte sowie Cloud Computing und Hosting unterteilt.

Prodware hat im Geschäftsjahr 2011 die selbst gesteckten Umsatzziele nicht erreichen können. Der Umsatz betrug insgesamt 18,5 Mio. EUR und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 15,68 % gesunken. Positiv hervorzuheben ist allerdings die Entwicklung des EBIT, welches mit -1,7 Mio. EUR um ganze 54,25 % gegenüber dem Vorjahr geringer ist.

Vision von Prodware

Unsere Ambitionen

Wir trauen uns etwas und schauen auf die Welt um uns herum. Natürlich auch auf unser Unternehmen. In diesen Zeiten müssen Unternehmen nicht nur über Nachhaltigkeit sprechen, sondern diese auch leben, zum Beispiel durch den Aufbau bedeutsamer und langfristig angelegter Geschäftsbeziehungen. Dabei werden Innovationen als Ausgangspunkt benutzt und neue Wege des Zusammenarbeitens beschritten, um Ziele zu erreichen, die über einen unternehmerisch notwendigen Profit hinausgehen. Prodware verkörpert genau dieses Geschäftsmodell. Das Angebot umfasst ICT-Lösungen, die Unternehmen besser machen. Als Teil des Business, für die Allgemeinheit und für unseren Planeten. Zusammen mit unseren Kunden, Partnern und Angestellten kämpfen wir für eine bessere Welt und nicht für eine größere.

Die Vision von Prodware

Prodware strebt danach, der bestmögliche Partner für seine Kunden zu sein und eine bessere Zukunft zu entwickeln. Auf diesen drei Pfeilern ruht unsere Zukunft:

· Nachhaltigkeit: oberste Prämisse bei allem, was wir tun. Wir stehen bewusst für diesen herausfordernden Weg.

· Innovation: Unser Wissensdurst, die Suche nach neuen und besseren Lösungen für unsere zukünftigen Herausforderungen bilden den zweiten Eckpfeiler. Innovation macht unsere Strategie erfolgreich.

· New Ways of Working: Politische, gesellschaftliche, ökonomische und technologische Veränderungen führen zu neuen Formen der Zusammenarbeit.

Unsere IT-Professionals arbeiten intensiv für diese Ziele. Sie ermöglichen Innovationen, entwickeln nachhaltige Lösungen und Technologien und nutzen diese New Ways of Working.

Prodware-Mission

Um den Herausforderungen von morgen zu begegnen, arbeiten wir mit unseren Kunden partnerschaftlich zusammen. Wir nutzen dafür nachhaltige ICT-Lösungen, Services und Infrastrukturen mit sichtbarer, nachhaltiger Performance und permanenter Werthaltigkeit. Unsere Zukunft ist eng mit der unserer Kunden verbunden: so arbeiten wir Seite an Seite mit unseren Geschäftsinteressenten für eine bessere Zukunft für uns alle. Wir unterstreichen das durch nachhaltige technologische Lösungen und Umgebungen.

Unsere Werte

Transparenz: offen und ehrlich gegenüber jedermann zu sein, auch gegenüber unseren Kunden, Partnern und Anteilseignern.

Nachhaltigkeit: wir wissen, wann wir die Prozessgeschwindigkeit anpassen und vielleicht sogar verlangsamen müssen.

Verantwortung: wir wissen auch um unsere soziale Verantwortung.

Organisation und geografische Präsenz

Mit Datum vom 03.08.2012 wurde die Qurius Deutschland AG an das Französische Unternehmen Prodware SA mit Sitz in Paris verkauft und in Prodware Deutschland AG umbenannt. Prodware ist ein IT-Unternehmen, welches international aufgestellt ist und in Frankreich, Spanien, Belgien, Israel und dem Nordafrikanisch französichen Sprachgebiete vertreten ist. Durch die Übernahme von Qurius Deutschland ist die Prodware Gruppe nun auch im deutschen Markt tätig und hofft hier sein Business erfolgreich aufzustellen und erweitern zu können. Der Zusammenschluss mit Prodware zu einer starken internationalen Gruppe, wird die Basis für weiteres Wachstum innerhalb und außerhalb Europas für die Prodware AG sein.

Wachstumspolitik

Prodware arbeitet für eine bessere Organisation, nicht unbedingt für eine größere. Denn ein nachhaltiges Geschäftsmodell ist gleichzusetzen mit einem profitablen Business. Aus diesem Grund ist der Profit eines der drei P´s (People, Planet, Profit), die für Nachhaltigkeit stehen. Eine bestimmte Unternehmensgröße ist die Basis für ein solides und gesundes Unternehmen. Aber wir streben auch danach, der beste Provider von innovativen und herausfordernden Lösungen mit der besten Technologie am Markt zu sein.

Prodware Deutschland besitzt mehr als 18 Jahre Erfahrung in der Implementierung von Microsoft Dynamics ERP-Software und, als eines von wenigen Unternehmen, auch in der perfekten Integration von ERP mit CRM, unterstützt von einer optimalen Infrastruktur und je nach Anwendungsarchitektur durch ein Portal auf Basis von .NET und SharePoint-Technologie. Nahezu 350 Systemexperten europaweit betreuen Kunden in verschiedenen Dienstleistungs- und Industriebereichen. Zusätzlich bietet Prodware seinen Kunden nachhaltige Hosting-Lösungen an.

Unsere Lösungen sind:

· Sichere Business-Workflows und Geschäftsdaten

· Nachhaltige Unternehmensprozesse

· Optimierung von Geschäftsprozessen

· Sicherung der Stabilität und Kontinuität

· Erzeugung eines nachhaltigen Wachstums

Prodware & Microsoft

Innovation, Forschung und Entwicklung sind entscheidend für Prodware, um bei integrierten Anwendungen sowie bei 100% nachhaltigen Dienstleistungen und Lösungen eine führende Rolle zu spielen. Nur wenn wir intelligente und integrierte Lösungen bieten, werden wir in der Lage sein, strategisch langfristige Partnerschaften mit unseren Kunden zu unterhalten.

Mit den Tools und dem Integrationsgrad im Mittelstand ist Microsoft ein wichtiger und wertvoller Technologiepartner für uns.

Branchen-Know-how

Nach unserer Philosophie ist das Branchen-Know-how eng verbunden mit dem Wissen über die Geschäftsabläufe sowie sich ständig verändernde Prozesse und Technologien. Aus diesem Grund konzentrieren sich unsere Niederlassungen auf Marktsegmente, in denen sie über umfassende Erfahrungen verfügen. Der Schwerpunkt von Prodware liegt auf komplexen Industrien. Wir finden es daher wichtig, die Sprache der Kunden zu sprechen und das Marktumfeld vollständig zu verstehen. Dadurch wird es einfacher, gemeinsam die richtige Lösung auszuwählen und die Projektimplementierung zu einem Erfolg zu führen, während man auf gleicher Augenhöhe mit dem Kunden arbeitet.

Dienstleistungsangebot

Wir wollen für unsere Kunden ein attraktiver Geschäftspartner sein und ihnen immer einen merklichen Mehrwert für das Business bieten und somit zum Erfolg beitragen. Zu diesem Zweck werden wir unser Portfolio ständig überprüfen und anpassen. Unser strategisches Ziel ist es, ein vollständiges Dienstleistungsangebot auf dem Gebiet der Standardlösungen sowie der kundenspezifischen Lösungen bereitzustellen, zusätzlich Systemmanagement und Applikationshosting zu bieten neben der Beratung und Implementierung von IT-Lösungen.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiter sind das Herz jeder Serviceorganisation. So auch bei uns. Intelligenz, Wissen und Kreativität sind entscheidende Faktoren bei der Realisierung von IT-Projekten. Prodware-Mitarbeiter stellen hohe Ansprüche an die Qualität ihrer Arbeit und geben das Beste, um Herausforderungen zu meistern und gute Resultate zu erzielen. Als Arbeitgeber müssen wir auf ein hohes Niveau achten, was die Attraktivität von Prodware als Arbeitgeber sowie die Arbeitsqualität angeht. Wir geben unseren Mitarbeitern Freiräume, um zu lernen und im kollegialen Umfeld zu wachsen sowie neue faszinierende Projekte in einer inspirierenden und nachhaltigen Arbeitsumgebung zu realisieren. Andere Qualitäten, mit denen wir uns von anderen abheben, sind ausgezeichnete Entwicklungsmöglichkeiten, die Wertschätzung und Mitarbeiter-Einbindung sowie eine informelle Firmenkultur.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Umsatz und Ertrag

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, aktivierte Eigenleistungen, Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen und sonstige betriebliche Erträge) ist im Berichtsjahr um 13,6% auf 19,8 Mio. EUR (VJ: 22,9 Mio. EUR) gesunken. Der Gesamtleistung stehen Aufwendungen für Lizenzen, Hardware und bezogene Leistungen in Höhe von 6,3 Mio. EUR (VJ: 7,4 Mio. EUR) gegenüber. Bei den Personalaufwendungen von 9,7 Mio. EUR (VJ: 11,4 Mio. EUR), sonstigen Betriebsaufwendungen von 5,3 Mio. EUR (VJ: 7,1 Mio. EUR), Abschreibungen von 0,31 Mio. EUR (VJ: 0,34 Mio. EUR), einem Finanzergebnis von -0,26 Mio. EUR (VJ: -0,13 Mio. EUR), einem außerordentlichen Ergebnis von 0,02 Mio. EUR (VJ: 1,2 Mio EUR) weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 2,04 Mio. EUR (VJ: 2,28 Mio. EUR) aus.

Der ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von 2,04 Mio. EUR ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die Umsatzerlöse im Lizenz- und Wartungsbereich rückläufig waren. Durch die Fokussierung auf die Softwaredienstleistungen ist im Berichtszeitraum der Hardwareumsatz ebenfalls gesunken. Positiv hervorzuheben ist der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Berichtsjahr. Das Finanzergebnis verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr, da die Zinsaufwendungen stiegen. Dies steht im Zusammenhang mit der Auszahlung von Darlehen, die durch die Muttergesellschaft Qurius N.V. im laufenden Jahr an die Gesellschaft gezahlt worden sind.

Mitarbeiterentwicklung

Im Jahr 2011 waren durchschnittlich 150 (VJ: 157) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 147 Personen fest angestellt und 3 Personen Vorstände. Des Weiteren sind 14 Auszubildende (VJ: 19) und 2 Aushilfen (VJ: 4) im Berichtsjahr tätig gewesen.

Investitionen und Finanzierung

Die Investitionen beliefen sich im Berichtsjahr 2011 auf insgesamt 0,45 Mio. EUR. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um einzelne planmäßige Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen. In 2011 wurde mit einer neuen Entwicklung der bereits ins 2010 geschaffenen Branchenlösung Intertrade, Food, Drink und Maritim begonnen. Der Betrag in Höhe von 0,25 Mio. EUR wurde im Berichtsjahr aktiviert aber noch nicht abgeschrieben, da die Programmierung noch nicht abgeschlossen war.

Den Investitionen standen im Geschäftsjahr 0,31 Mio. EUR Abschreibungen gegenüber. Sie waren damit um 10,1% niedriger als im Vorjahr (VJ: 0,34 Mio. EUR). Die Anlagenabgänge waren im Berichtsjahr im Wesentlichen durch diverse Abgänge von altem EDV Equipment in Höhe von 0,01 Mio. EUR geprägt.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme der Prodware Deutschland AG ist von 14,0 Mio. EUR zum 31. Dezember 2010 auf 16,7 Mio. EUR per 31. Dezember 2011 gestiegen.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte (Umlaufvermögen) sind per 31. Dezember 2011 leicht gegenüber dem Vorjahresstichtag von 7,7 Mio. EUR auf 7,5 Mio. EUR gesunken. Im Rahmen der Wertberichtigung auf Forderungen wurden die offenen Forderungen gegenüber unseren Kunden Beluga Shipping GmbH in Höhe von 0,17 Mio. EUR berücksichtigt, der im Frühjahr 2011 das Insolvenzverfahren anmelden musste. Des Weiteren ist der nicht durch das Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag auf 5,4 Mio. EUR angestiegen. Die liquiden Mittel verringerten sich im Berichtsjahr auf 1,9 Mio. EUR (VJ: 2,3 Mio. EUR).

Alle weiteren maßgeblichen Posten auf der Aktivseite der Bilanz sind weitgehend unverändert.

Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um 38,3 % angestiegen. Dies hängt im Wesentlichen mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3,012 Mio. EUR (VJ 2,229 Mio. EUR) zusammen, da die Verbindlichkeiten gegenüber Microsoft nicht wie im Vorjahr per Vorkasse bezahlt worden sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in 2011 insgesamt um 2,48 Mio. EUR gestiegen. Im Wesentlichen sind hierfür die Gewährung von Darlehen in Höhe von 1,24 Mio. EUR und die gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,33 Mio. EUR durch unsere Muttergesellschaft der Qurius N.V. verantwortlich. Dem gegenüber sind die Forderungen gegenüber verschiedenen verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,10 Mio. EUR gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt.

Die Prodware Deutschland AG weist einen Verlust in Höhe von 2,04 Mio. EUR aus. Dies führt zu einer Erhöhung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages auf 5,41 Mio. EUR. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ist durch Rangrücktrittserklärungen der Qurius N.V. von Forderungen in Höhe von insgesamt 6,16 Mio. EUR abgesichert. Im Juli 2012 wurden die zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden Verbindlichkeiten durch Qurius N.V. erlassen.

Risikobericht

Risikomanagementbericht

Die Prodware Deutschland AG ist als Systemintegrator und Dienstleister einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Die Abteilung Controlling und Rechnungswesen nimmt sämtliche Informations-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben für die Prodware Deutschland AG wahr.

Wichtiges Kontrollinstrument ist die monatliche Auswertung der über das Warenwirtschaftssystem und der Finanzbuchhaltung erstellten Deckungsbeiträge für die Kostenstellen, Business Lines. Das Controlling stellt auf der Grundlage der Geschäftsdaten interne Berichte zusammen und informiert den Vorstand und die Business Lines-Verantwortlichen frühzeitig und umfassend über mögliche Risiken im Geschäftsablauf.

Des Weiteren wird bei Neuprojekten durch die Projektmanager eine Risikoanalyse durchgeführt. Die neuen und bestehenden Projekte werden durch die Projektmanager überwacht, und bei evtl. bestehenden Risiken werden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, die das Risiko auf ein Minimum absenken. Monatlich und quartalsweise wird mit einem Rolling Forecastsystem gearbeitet, und die erzielten Ergebnisse werden mit dem Management Team der unterschiedlichen Bereiche (Dienstleistung. Lizenzen, Hosting, CRM) diskutiert. Auf wöchentlicher Basis wird die Liquiditätssituation erörtert und auf 12-Wochen-Basis geplant. Um den Ausfall von Debitorenforderungen zu vermeiden, hat man sich zu einer Zusammenarbeit mit einem dazu spezialisierten Forderungsmanagement Unternehmen entschlossen.

Umfeld- und Branchenrisiken

Der IT-Markt ist sowohl im Handels- wie auch Dienstleistungsbereich von starkem Wettbewerb geprägt. Wesentliche Verschlechterungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen bewirken bei den Unternehmen eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft.

Kundenabhängigkeit

Die Prodware Deutschland AG verfügt aufgrund ihrer nunmehr 20-jährigen Tätigkeit im ERP-Umfeld über eine sehr breite Kundenbasis und ist daher von keinem Einzelkunden in wesentlicher Art und Weise existenziell abhängig.

Lieferantenabhängigkeit

In den Business Line Business Solutions erfolgt der Lizenzeinkauf fast ausschließlich über Microsoft. Microsoft hat seinen MBS-Partnern allerdings versichert, dass die beiden Produkte Microsoft Dynamics NAV und Microsoft Dynamics AX nicht über die Distribution und nicht direkt an die Kunden vertrieben werden sollen. Sollte Microsoft von dieser Aussage abrücken oder die Margen bei den Lizenzen sinken, käme es zu deutlichen Gewinneinbrüchen bei den Lizenzen. Dies könnte nur durch eine Erhöhung der Preise bei den Dienstleistungen rund um die Microsoftprodukte aufgefangen werden. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Microsoft seine Produkte in den kommenden Jahren im sogenannten „Cloud computing“ anbieten könnte. Dies hätte zur Folge, dass die Lizenzumsätze deutlich zurückgehen würden.

Gewährleistungs- und Haftungsrisiken

Prodware Deutschland AG übernimmt im Segment Infrastruktur eine branchenübliche vertragliche Gewährleistungsverpflichtung für gelieferte Systeme. In diesem Zusammenhang reicht Prodware Deutschland AG die Herstellergarantien weiter. Daneben gilt die gesetzliche Gewährleistung. Das Risiko, von Kunden im Rahmen der Gewährleistung in Anspruch genommen zu werden – ohne dabei auf den Hersteller zurückgreifen zu können – ist eher als gering einzuschätzen. Soweit Prodware Deutschland AG eigene Dienstleistungen erbringt und dafür Gewährleistungs-verpflichtungen trägt, sichert eine Haftpflichtversicherung die Prodware Deutschland AG in angemessenem Umfang ab. Für einzelne Großprojekte sind individuelle Haftpflichtversicherungen abgeschlossen worden.

IT-Risiken

Grundsätzliche informationstechnische Risiken ergeben sich sowohl aus dem Betrieb computergestützter Datenbanken wie auch aus dem Einsatz von Systemen für Warenwirtschaft, Controlling, Finanzplanung, Vertriebsinformationssystem und Kundenprojektdatenbanken. So könnte das Verfügbarkeitsrisiko entstehen, wenn die Funktionsfähigkeit von Systemen nicht mehr gegeben ist, die für einen reibungslosen Ablauf notwendig sind. Mögliche Ursachen könnten der Ausfall von Hardware, Bedienungsfehler oder Störungen bei Geräten zur elektronischen Datenverarbeitung sein. Daneben sind Wahrscheinlichkeiten und Ausmaß von Schäden durch Viren und Hacker nicht abzuschätzen. Durch das Eindringen Unbefugter könnte zudem ein Vertraulichkeitsrisiko entstehen. Ein Integritätsrisiko, das sich generell durch falsche Verarbeitung, Datenverlust oder fehlerhafte Datenspeicherung ergeben könnte, besteht bei Prodware Deutschland AG soweit weitestgehend nicht.

Prodware Deutschland AG schützt die Systeme unter anderem durch Firewalls und Virenscanner und Sicherheitsvorschriften bezogen auf den Zugriff von Außen und für die Verbindung ins Internet. Die Verfügbarkeit der wichtigsten Systeme wird von der Prodware Deutschland AG redundant vorgehalten. Die Datenleitungen zu den Niederlassungen sind durch Standardfestverbindungen der Deutschen Telekom AG, MPLS Anbindungen der Deutschen Telekom und durch Internet VPN’s realisiert. Alle Kundenprojektserverdatenbanken sind ebenfalls gespiegelt vorhanden, so dass im Notfall binnen weniger Stunden auf das Backup zugegriffen werden kann. Selbstverständlich ist bei der Prodware Deutschland AG die tägliche Datensicherung aller Firmen- und Kundenprojektdaten. Eine Datensicherung wird wöchentlich außer Haus aufbewahrt. Die wesentlichen Systeme sind zusätzlich durch unterbrechungsfreie Stromversorgung abgesichert.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Um Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, muss jederzeit entsprechende Liquidität zur Verfügung stehen. Die zum 31.12.2011 bestehende Finanzlage der Prodware Deutschland AG ist wie im Vorjahr weiterhin angespannt. Im wöchentlichen Rythmus wird die Liquiditätssituation besprochen. In 2012 wurde, wie in den Vorjahren auch, die Prodware Deutschland AG finanziell durch die Mutttergesellschaft Qurius N.V. unterstützt. Im Juli 2012 wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Qurius N.V. erlassen. Nach dem Verkauf der Prodware Deutschland AG an die Prodware SA im August 2012, erfolgt die finanzielle Unterstützung durch die neue Muttergesellschaft Prodware.

Risiken aus Forderungsausfall

Prodware Deutschland AG liefert an die Kunden alle Waren und Dienstleistungen auf Rechnung. Grundsätzlich kann es bei der Zahlungsunfähigkeit des Kunden zu Ausfällen kommen. Ein strenges Forderungsmanagement sowie laufende Bonitätsprüfungen minimieren das Risiko bei der Prodware Deutschland AG. Dadurch dass die Wartungen im Voraus von den Kunden an die Prodware gezahlt werden müssen, bevor eine Zulassung bei Microsoft erfolgt, besteht hier ein geringes Risiko des Forderungsausfalles. Pro Quartal werden die einzelnen Forderungen gegenüber den Kunden auf Risiken überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Rechtliche Risiken

Die Prodware Deutschland AG sichert sich ihre Verträge bei Bedarf durch Rechtsberater ab. Prodware Deutschland AG ist in keine Rechtsstreitigkeiten verwickelt, aus denen ein wesentlicher negativer Effekt auf das Jahresergebnis zu erwarten ist. Für die noch schwebenden Rechtsstreitigkeiten sind ausreichende Rückstellungen im Berichtsjahr gebildet worden.

Personalrisiken

Der wirtschaftliche Erfolg der Prodware Deutschland AG ist im hohen Maß vom Engagement und Know-how der Mitarbeiter abhängig. Ziel ist es daher, qualifizierte Fach- und Führungskräfte für das Unternehmen zu beschäftigen, sie erfolgreich zu integrieren und dauerhaft zu binden. Es sind nach wie vor Headhunter unterwegs, die gute Mitarbeiter direkt ansprechen und abwerben. Durch den Ausbau der Personalabteilung, die sich ausschließlich um die Belange der Mitarbeiter kümmert, einem ausgeklügelten Provisionsmodell sowie einem Motivationsprogramm steuern wir der Mitarbeiterfluktuation entgegen.

Sonstige Risiken

Die Geschäfte von Dienstleistungsunternehmen belasten die Umwelt nur geringfügig. Nennenswerte Umweltrisiken aus der operativen Tätigkeit der Gesellschaft bestehen nicht.

Im Berichtsjahr traten keine Risiken auf, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdeten. Für die Zukunft ist trotz bewährter Risikomanagementsysteme nicht völlig auszuschließen, dass sich bisher nicht erkannte oder als unwesentlich eingestufte Risiken konkretisieren und wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erlangen.

Abhängigkeitsbericht

Die Erklärung gemäß § 312 AktG haben wir wie folgt in unserem Abhängigkeitsbericht wiedergegeben:

„Alle im Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen genannten Leistungsbeziehungen wurden nach den Umständen, die in dem jeweiligen Zeitpunkt bekannt waren, zu Konditionen wie unter fremden Dritten durchgeführt. Die Prodware Deutschland AG, Hamburg, erhielt stets eine angemessene Gegenleistung. Die Gesellschaft wurde weder im Rahmen des Leistungsaustausches noch sonst gegenüber den genannten Unternehmen benachteiligt.“

Besondere Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres:

Mitte des Jahres 2012 sind Herr Dieter Große-Kreul (CEO) und Herr Gernot Brade (CFO) aus dem Vorstand ausgetreten. Im August 2012 sind Herr Frans Goyarts (CEO) und Herr Rob Boemen (CFO) als neue Vostandsmitglieder berufen worden. Bei laufenden Festpreis-Projekten rechnet die Qurius Deutschland AG mit einem Verlust, der zum Bilanzstichtag 31.12.2011 noch nicht abzusehen war. Mit Datum vom 03.08.2012 wurde die Qurius Deutschland AG an das französische Unternehmen Prodware SA mit Sitz in Paris verkauft. Prodware ist ein international aufgestelltes IT-Unternehmen, welches Standorte in Frankreich, Spanien, Belgien, Israel und Nordafrika hat.

Prognosebericht

Nach einem schwungvollen Jahresauftakt 2012 befindet sich die deutsche Konjunktur wieder in einer Phase, in der sie eine schwache Dynamik aufweist. Der Grund hierfür liegt vornehmlich in der Zuspitzung der Staatsschuldenkrise im Euroraum. Aufgrund dieser Entwicklung hat sich die Stimmung der Unternehmen weltweit getrübt. Es ist zwar für die deutsche Konjunktur nicht von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2013 auszugehen, aber die letzte aktuelle Prognose des Institutes für Weltwirtschaft (IfW) sieht nur noch ein geringes Wachstum in Höhe von 0,3 % für wahrscheinlich, vorausgesetzt, dass die europäische Staatsschuldenkrise sich nicht weiter zuspitzt und dass die Krise im Bankensektor der Krisenländer sich nicht ausweitet.

Prodware betreibt sein Geschäft hauptsächlich im deutschen Markt. Von daher sind wir maßgeblich von der wirtschaftlichen Entwicklung und somit auch von den Entscheidungen der jeweiligen Unternehmen im deutschen Markt abhängig. Das Jahr 2012 ist für Prodware nicht so wie geplant verlaufen, der ursprünglich geplante Jahresüberschuss wurde nicht erreicht. Obwohl das Jahr 2012 operativ mit einem erneuten Verlust abgeschlossen wird, wird der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag jedoch in einem signifikanten Ausmaß durch eine Verbindlichkeiten-Restrukturierung reduziert. Grund für den operativen Verlust waren rückläufige Umsatzerlöse aufgrund gesunkener Mitarbeiterzahlen sowie wesentliche angefallene Restrukturierungskosten. Diese in 2010 beginnenden Restrukturierungsmaßnahmen werden sich auch in 2013 fortsetzen. Die einzelnen Maßnahmen sind notwendig, um sich am Markt weiterhin behaupten zu können. Wir gehen aber davon aus, dass zum Jahresende 2013 die Restrukturierungsmaßnahmen abgeschlossen sein werden.

Durch den Verkauf an Prodware dürften sich Synergieeffekte ergeben, die sich künftig positiv auf das Ergebnis der Prodware auswirken werden. Aufgrund dieser Synergieeffekte, wird für das Jahr 2013 der Break-Even-Point erwartet, wodurch weitere Liquiditätsengpässe vermieden werden sollen.

Zukunftsbezogene Aussagen

Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

Hamburg, Mai 2013

Der Vorstand

Frans Goyarts ab 08.06.2012

Rob Boemen ab 08.06.2012

Bilanz

Aktiva

31.12.2011 31.12.2010
EUR EUR
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene Softwarelizenzen 402.680,64 208.400,00
2. entgeltlich erworbene EDV-Software und Softwarelizenzen 93.871,60 99.700,87
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
496.552,24 308.100,87
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 441.598,04 488.064,34
2. Geleistete Anzahlungen 14.635,00 14.060,00
456.233,04 502.124,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 526.343,05 526.343,05
2. Beteiligungen 51.915,31 51.915,31
578.258,36 578.258,36
1.531.043,64 1.388.483,57
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 1.000,00 1.000,00
2. Unfertige Leistungen 49.580,55 0,00
3. Waren 5.816,88 18.279,58
56.397,43 19.279,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.212.310,01 4.104.023,01
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.070.637,14 1.119.430,84
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 37.467,78 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 182.507,97 192.342,75
5.502.922,90 5.415.796,60
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.901.239,43 2.307.539,88
7.460.559,76 7.742.616,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.256.391,32 1.442.892,43
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.413.956,24 3.376.929,74
Bilanzsumme, Summe Aktiva 16.661.950,96 13.950.921,80
Passiva
31.12.2011

EUR
31.12.2010

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.150,00 51.150,00
II. Kapitalrücklage 5.115,00 5.115,00
III. Bilanzverlust -5.470.221,24 -3.433.194,74
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.413.956,24 3.376.929,74
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 1.026.039,42 958.331,42
2. Steuerrückstellungen 490,00 490,00
3. Sonstige Rückstellungen 977.280,38 1.868.980,19
2.003.809,80 2.827.801,61
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.012.257,42 2.229.028,74
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.131.200,06 4.655.093,08
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 213,46
4. Sonstige Verbindlichkeiten 882.235,73 1.086.623,77
- davon aus Steuer: EUR 1.304.159,18 (Vorjahr: TEUR 178) 11.025.693,21 7.970.959,05
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.170 (Vorjahr: TEUR 0)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.632.447,95 3.152.161,14
Bilanzsumme, Summe Passiva 16.661.950,96 13.950.921,80

Gewinn- und Verlustrechnung

2011

EUR
Vorjahr

EUR
1. Umsatzerlöse 18.495.932,16 21.935.820,14
2. Erhöhung oder Vermietung des Bestands an unfertigen Leistungen 49.580,55 0,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 224.474,85 236.672,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.037.790,07 749.869,30
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 5.017.108,93 6.254.549,63
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.329.528,94 1.194.136,94
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.268.516,58 9.699.545,44
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersaufwendungen und für Unterstützung 1.388.098,85 1.723.244,89
- davon für Altersversorgung EUR 160.126,19 (Vorjahr: TEUR 162)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 310.801,43 345.515,47
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.250.659,37 7.070.525,46
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträge 102.716,67 138.336,18
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 59.149,03 39.050,74
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 27.294,53 (Vorjahr: TEUR 0,00)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 422.149,07 305.432,61
- davon aus verbundene Unternehmen: EUR 181.679,17 (Vorjahr: TEUR 115.678,19)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.017.219,84 -3.493.202,08
13. Außergewöhnliche Erträge 0,00 1.486.646,00
14. Außerordentliche Aufwendungen 24.519,00 264.668,90
15. Außerordentliches Ergebnis 24.519,00 1.221.977,10
16. Steuern vom Einkommen und Ertrag 49,96 35,41
17. Sonstige Steuern -4.762,30 8.464,30
18. Jahresfehlbetrag -2.037.026,50 -2.279.724,69
19. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -3.433.194,74 -1.153.470,05
20. Bilanz Verlust -5.470.221,24 -3.433.194,74

Anhang

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Für das Geschäftsjahr 2011 ist der Jahresabschluss Prodware Deutschland AG wie im Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die ausländische Niederlassung in Dornbirn (Österreich) ist in diesem Jahresabschluss enthalten.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde bei der Aufstellung des Anhangs Gebrauch gemacht.

Die Bewertung erfolgte unter dem Aspekt der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Sie werden bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige lineare Abschreibung bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert über dem niedrigeren beizulegenden Wert liegt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Wie im Vorjahr wurden im Geschäftsjahr selbstgeschaffeneSoftwarelizenzen aktiviert. Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten beträgt EUR 247.490,67 (VJ EUR 236.672,00), und wurde zur Gänze aktiviert. Da die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist wurden auf den Betrag für 2011 noch keine Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungsdauer der selbstgeschaffenen Softwarelizenzen ist im Jahr 2011 von drei Jahren auf fünf Jahre geändert worden.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Anlagengegenstände ist wie folgt:

Software 3 – 5 Jahre
Selbsterstellte Softwarelizenzen 3 – 5 Jahre
EDV-Hardware 3 – 8 Jahre
Büroausstattung 3 – 20 Jahre

Die gesamten Herstellungskosten geringwertiger Anlagengüter werden in einen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren Wert bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser angesetzt. Der Wertansatz der unfertigen Leistungen erfolgte zu Herstellungseinzelkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nominalwerten. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1% auf den nicht einzelwertberichtigten Teil der Forderungen gebildet.

Rückstellungen

Die Rückstellungen decken erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe ihrer nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung voraussichtlichen Inanspruchnahme ab und sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. Die Pensionsrückstellungen wurden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Bei der Berechnung dieser Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck wurde der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene Zinssatz von 5,13% p.a. angesetzt. Der Rententrend wurde mit 2,0% p.a. angenommen. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wird von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht, den zusätzlichen Rückstellungsbedarf in Höhe von EUR 367.774,00 im Jahr 2010 im Berichtsjahr mit einem weiteren 1/15 (EUR 24.519,00) als außerordentlicher Aufwand zu erfassen.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den Erfüllungsbeträgen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den auf eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag zu verrechnenden Beträgen angesetzt.

Grundlagen der Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgte jeweils zum amtlichen Mittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der jeweiligen Leistung oder zum niedrigeren Stichtagkurs bei Forderungen bzw. zum höheren Stichtagkurs bei Verbindlichkeiten.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundeneUnternehmen sind in Höhe von EUR 367.113,99 zugleich Forderungen aus Lieferung und Leistungen.

Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag in Höhe von EUR 5.413.956,24 ist durch Rangrücktrittserklärungen in Höhe von EUR 6.163.181,75 abgesichert.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Prodware Deutschland AG ist 2011 mit 51.150 Aktien unverändert geblieben. Die Qurius International Holding B.V., Zaltbommel/Niederlande, hält zum 31. Dezember 2011 sämtliche Anteile.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für folgende Positionen gebildet worden:

EUR
Ausstehende Rechnungen 92.600,00
Urlaub 188.716,67
Provisionen 112.898,50
Berufsgenossenschaft 33.000,00
Prüfungskosten 58.750,00
Schwerbehindertenabgabe 20.500,00
Gewährleistung 79.750,04
Restrukturierungskosten 111.730,42
Übrige Rückstellungen 279.334,76
977.280,39

Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der zum Abschlusstag bestehenden Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit von
Art der Verbindlichkeit Gesamt

EUR
bis zu 1 Jahr

EUR
1 bis 5 Jahren

EUR
mehr als 5 Jahren

EUR
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.012.257,42 2.979.638,79 32.618,63 0,00
( 31.12.2010 2.229.028,74 2.229.028,74 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.131.200,06 0,00 0,00 7.131.200,06
( 31.12.2010 4.655.093,08 4.655.093,08 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
( 31.12.2010 213,46 213,46 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 882.235,73 882.235,73 0,00 0,00
( 31.12.2010 1.086.623,77 1.086,623,77 0,00 0,00
Gesamt 11.025.693,21 3.861.874,52 32.618,63 7.131.200,06
( 31.12.2010 7.970.959,05 7.970.959,05 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 3.424.228,29 zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

bis 1 Jahr

TEUR
1 - 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
Leasingverträge 439 368 0 807
Mietverträge 844 1.267 292 2.403
1.283 1.635 292 3.210

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- und VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus der PKW-Nutzung in Höhe von EUR 712.737,55. Des Weiteren sind Erlöse aus der konzerninternen Weiterverrechnung von Dienstleistungen in Höhe von EUR 294.466,45 angefallen.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von EUR 310.801,43 (Vorjahr EUR 345.515,47) betreffen insbesondere Hardware und die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere Mieten, Kfz-Kosten, Beratungsleitungen, Telefonkosten, Werbe- und Reisekosten sowie Versicherungskosten. Die neutralen Aufwendungen belaufen sich auf EUR 228.969,02 (VJ EUR 308.871,16).

Außerordentliches Ergebnis

Die außerordentlichen Aufwendungen enthalten die Anpassung der Pensionsrückstellungen an den zusätzlichen Rückstellungsbedarf aufgrund der in 2010 erstmalig erfolgten Anwendung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes in Höhe von EUR 24.519,00.

V. SONSTIGE ANGABEN

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr betrug die Personalzahl durchschnittlich 150 Mitarbeiter (Vorjahr: 157). Hiervon sind 147 Personen fest angestellt und 3 Personen Vorstände. Des Weiteren sind 14 Auszubildende (Vorjahr 19) und 2 Aushilfen (Vorjahr 4) im Berichtsjahr tätig gewesen.

Gesellschaftsorgane

Dem Vorstand der Prodware Deutschland AG gehörten im Geschäftsjahr an:

Vor- und Zuname: Franciscus Goyarts
Funktion: Vorsitzender des Vorstandes
Geboren: 1953
Privatwohnort: Lysterbeslaan 32 / Niederlande
Ausgeübter Beruf: Vorstandsvorsitzender der Prodware Deutschland AG (seit 08.06.2012)
Erste Bestellung: 2012
Bestellt bis: unbefristet
Vor- und Zuname: Robert Boemen
Funktion: Mitglied des Vorstandes
Geboren: 1956
Privatwohnort: Breda / Niederlande
Ausgeübter Beruf: Finanzvorstand der Prodware Deutschland AG (seit 08.06.2012)
Erste Bestellung: 2012
Bestellt bis: 30.06.2013
Vor- und Zuname: Thomas Zeller
Funktion: Mitglied des Vorstandes
Geboren: 1960
Privatwohnort: Ravensburg / Deutschland
Ausgeübter Beruf: Vorstand für den PSO-Bereich der Prodware Deutschland AG (bis zum 31.03.2013)
Erste Bestellung: 2010
Bestellt bis: 31.03.2013
Vor- und Zuname: Dieter Große-Kreul
Funktion: Vorsitzender des Vorstandes
Geboren: 1955
Privatwohnort: Bayrischzell / Deutschland
Ausgeübter Beruf: Vorstandsvorsitzender der Prodware Deutschland AG (seit 01.04.2011 bis 08.06.2012)
Erste Bestellung: 2011
Bestellt bis: unbefristet
Vor- und Zuname: Gernot Brade
Funktion: Mitglied des Vorstandes
Geboren: 1963
Privatwohnort: München / Deutschland
Ausgeübter Beruf: Finanzvorstand der Prodware Deutschland AG (seit 01.06.2011 bis 20.04.2012)
Erste Bestellung: 2011
Bestellt bis: unbefristet
Vor- und Zuname: Kay Peer Laukat
Funktion: Vorsitzender des Vorstandes
Geboren: 1962
Privatwohnort: Henstedt-Ulzburg / Deutschland
Ausgeübter Beruf: Vorstandsvorsitzender der Prodware Deutschland AG (bis 30.06.2011)
Erste Bestellung: 2008
Bestellt bis: 2011
Vor- und Zuname: Christian Schneider
Funktion: Mitglied des Vorstandes
Geboren: 1960
Privatwohnort: Hamburg / Deutschland
Ausgeübter Beruf: Finanzvorstand der Prodware Deutschland AG (bis 30.06.2011)
Erste Bestellung: 2008
Bestellt bis: 2011

Die für die Tätigkeit der Vorstände gewährten Gesamtbezüge betragen im Geschäftsjahr EUR 521.350.

Zum 31.12.2011 gehörten dem Aufsichtsrat der Prodware Deutschland AG an:

Vor- und Zuname: Leen Zevenberg
Funktion: Vorsitzender des Aufsichtsrats
Geboren: 1958
Ausgeübter Beruf: Vorstandsvorsitzender der Qurius Niederlande NV
Erste Bestellung: 2010
Bestellt bis: unbefristet
Vor- und Zuname: Michiel Wolfswinkel
Funktion: Mitglied des Aufsichtsrats
Geboren: 1963
Ausgeübter Beruf: Finanzvorstand der Qurius Niederlande NV
Erste Bestellung: 2009
Bestellt bis: unbefristet
Vor- und Zuname: Christiaan Jeekel
Funktion: Mitglied des Aufsichtsrats
Geboren: 1971
Ausgeübter Beruf: Leiter der Rechtsabteilung der Qurius Niederlande NV
Erste Bestellung: 2010
Bestellt bis: unbefristet

Alle genannten Aufsichtsratsmitglieder sind hauptamtlich bei der Qurius N.V., Zaltbommel/Niederlande, tätig. Eine Aufsichtsratsvergütung ist im Berichtszeitraum nicht gewährt worden.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an folgenden Unternehmen beteiligt:

Unternehmen Beteiligung

%
Eigenkapital 31.12.2011

EUR
Ergebnis 2011

EUR
a) Verbundene Unternehmen
Prodware Advanced Solutions AG, Hamburg 100,00 289.080,09 0,00*
b) Beteiligungen
CKL Software GmbH, Hamburg 50,00 138.608,57 19.437,28

*Es ist mit der Prodware Deutschland AG als beherrschendem Unternehmen am 01.10.2010 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen worden. Der entstandene Gewinn des Jahres 2011 in Höhe von EUR 102.716,67 ist vollständig an die Prodware Deutschland AG abgeführt worden.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt insgesamt EUR 65.500,00. Hiervon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen EUR 56.000,00 (Vorjahr EUR 56.500,00) und auf Steuerberatungsleistungen EUR 9.500,00 (Vorjahr EUR 3.000,00).

Angaben zu Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der Prodware Deutschland AG wird in den Konzernabschluss der Qurius N.V., Zaltbommel/ Niederlande, mit einbezogen. Der Konzernabschluss der Qurius N.V., Zaltbommel/Niederlande, wird sowohl auf der konzerneigenen Homepage bekannt gemacht als auch bei der zuständigen Handelskammer hinterlegt.

Hamburg, den 31. Mai 2013

Frans Goyarts, Vorsitzender des Vorstandes

Rob Boemen, Vorstand

Der Jahresabschluss der Qurius Deutschland AG zum 31. Dezember 2011 ist am 24. Oktober 2013 festgestellt worden.

Bestätigungsvermerk

Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der Qurius Deutschland AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 in den diesem Bericht als Anlagen I (Jahresabschluss) und II (Lagebericht) beigefügten Fassungen den am 7. Juni 2013 in Hannover unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

„Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Qurius Deutschland AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 der Qurius Deutschland AG, Hamburg, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen erstattet.

Hannover, 7. Juni 2013

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

ppa. Heesch, Wirtschaftsprüfer

Dr. Haferkorn, Wirtschaftsprüfer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2011

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umgliederungen

EUR
Stand 31.12.2011

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene Softwarelizenzen 236.672,00 247.490,64 0,00 0,00 484.162,64
2. EDV-Software und Softwarelizenzen 578.724,44 39.822,96 7.069,50 0,00 611.477,90
3. Geschäfts- und Firmenwert 160.000,00 0,00 0,00 0,00 160.000,00
975.396,44 287.313,60 7.069,50 0,00 1.255.640,54
II.Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.008.001,02 166.227,67 32.884,29 0,00 4.141.344,40
2. Geleistete Anzahlungen 14.060,00 575,00 0,00 0,00 14.635,00
4.022.061,02 166.802,67 32.884,29 0,00 4.155.979,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 526.343,05 0,00 0,00 0,00 526.343,05
2. Beteiligungen 51.915,31 0,00 0,00 0,00 51.915,31
578.258,36 0,00 0,00 0,00 578.258,36
5.575.715,82 454.116,27 39.953,79 0,00 5.989.878,30
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2011

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Stand 31.12.2011

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene Softwarelizenzen 28.272,00 53.210,00 0,00 81.482,00
2. EDV-Software und Softwarelizenzen 479.023,57 45.652,20 7.069,47 517.606,30
3. Geschäfts- und Firmenwert 160.000,00 0,00 0,00 160.000,00
667.295,57 98.862,20 7.069,47 759.088,30
II.Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.519.936,68 211.939,22 32.129,54 3.699.746,36
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.519.936,68 211.939,22 32.129,54 3.699.746,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
4.187.232,25 310.801,42 39.199,01 4.458.834,66
Buchwerte
Stand 31.12.2011

EUR
Vorjahr

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene Softwarelizenzen 402.680,64 208.400,00
2. EDV-Software und Softwarelizenzen 93.871,60 99.700,87
3. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 0,00
496.552,24 308.100,87
II.Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 441.598,04 488.064,34
2. Geleistete Anzahlungen 14.635,00 14.060,00
456.233,04 502.124,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 526.343,05 526.343,05
2. Beteiligungen 51.915,31 51.915,31
578.258,36 578.258,36
1.531.043,64 1.388.483,57