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Plenum AG — Audit Report / Information 2020
Jul 15, 2021
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Audit Report / Information
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Publication

plenum Aktiengesellschaft
Frankfurt am Main
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
I. Allgemeine Angaben
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Beratungs- und Servicedienstleistungen für Dritte sowie der Erwerb, die Verwaltung und Leitung von Tochterunternehmen, verbundenen Unternehmen oder Beteiligungen, die insbesondere im Bereich der Entwicklung und Implementierung von informationstechnologischen, organisatorischen und geschäftsbezogenen Veränderungen tätig sind.
Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB und des AktG. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.
Die Angaben laut Registergericht lauten:
| Firma: | plenum AG |
| Sitz: | Frankfurt am Main |
| Registergericht: | Frankfurt am Main |
| Handelsregisternummer: | HRB 97164 |
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
Die zugrunde liegende Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben.
Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Wertaufholungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für eine zuvor vorgenommene Abschreibung nicht mehr bestehen.
Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert (fortgeführte Anschaffungskosten) bewertet und werden mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.
Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellkosten unter Berücksichtigung angemessener Verwaltungsgemeinkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet. Soweit diese eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen und unverzinslich sind, wurden sie auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Das Bankguthaben wird zum Nominalwert angesetzt.
Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Bei der Ermittlung latenter Steuern werden bei der plenum AG neben den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Für einen sich insgesamt ergebenden Überhang aktiver latenter Steuern besteht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht. Von diesem Wahlrecht macht die plenum AG keinen Gebrauch.
Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.
Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst.
Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode“ (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten verdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2018 G“ von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Dabei werden auch künftig zu erwartende Steigerungen der Renten berücksichtigt. Ein Gehaltstrend ist nicht zu berücksichtigen, da die Pensionsverpflichtungen ausschließlich drei Rentenempfänger betreffen.
Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Dieser Zinssatz betrug zum Stichtag 2,31 %. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ist ausschüttungsgesperrt (§ 253 Abs. 6 S. 2 HGB).
Die Pensionszusage an ein ehemaliges Vorstandsmitglied ist durch einen Pensionsfonds teilweise abgesichert. Soweit es sich dabei um Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB handelt, wird die Rückstellung mit dem entsprechenden Deckungsvermögen verrechnet. Das verrechnete Deckungsvermögen wird nach § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Entsteht durch die Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser als gesonderter Posten ausgewiesen (§ 266 Abs. 2 Buchst. E HGB). Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen innerhalb des Finanzergebnisses verrechnet. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungskosten, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre.
Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
III. Angaben zur Bilanz
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel gesondert dargestellt.
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Als immaterielle Vermögensgegenstände werden im Wesentlichen die Marke „plenum“ und Software-Lizenzen ausgewiesen. Die Marke „plenum“ wird über 12 Jahre abgeschrieben.
2. Finanzanlagen
Zum Anteilsbesitz siehe im Übrigen Textziffer V.4.
3. Vorräte
Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen betreffen noch nicht abgerechnete Kundenprojekte.
4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 2.780 Tsd. Euro (31. Dezember 2019: 1.905 Tsd. Euro) bestehen im Wesentlichen aus einem Darlehen an die plenum International Management Consulting GmbH ("pIMC") in Höhe von 825 Tsd. Euro (31. Dezember 2019: 825 Tsd. Euro) und einer Forderung gegen die BLUBERRIES GmbH in Höhe des abzuführenden Gewinns. Das Darlehen an die pIMC wird verzinst und hat eine Fälligkeit von über fünf Jahren. Daneben werden hier die Verrechnungskonten für den internen Leistungsaustausch mit den Tochtergesellschaften erfasst. Davon entfallen 817 Tsd. Euro auf die BLUBERRIES GmbH.
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
5. Latente Steuern
Aktive latente Steuern
Durch die Verschmelzung mit der plenum Management Consulting GmbH entstand zum 01.01.2014 eine passive latente Steuer in Höhe von 766 Tsd. Euro. Diese ergab sich aus der unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Behandlung der zum 01.01.2014 durchgeführten Verschmelzung und wurde entsprechend zum Ende des Geschäftsjahres angepasst. Aufgrund der bestehenden Verlustvorträge in der plenum AG sind zum 01.01.2014 in gleicher Höhe zwingend aktive latente Steuern zu bilden. Der Steuersatz beträgt 31,925%.
Der Stand der passiven latenten Steuern ist per 31.12.2020: 294 Tsd. Euro (31. Dezember 2019: 352 Tsd. Euro). Die Änderung der Steuersalden wird nachfolgend dargestellt.
Passive latente Steuern
Im Rahmen der Verschmelzung mit der plenum Management Consulting GmbH ist zum 01.01.2014 eine passive latente Steuer in Höhe von 766 Tsd. Euro entstanden. Diese wurde entsprechend zum Ende des Geschäftsjahres auf 294 Tsd. Euro angepasst (Vorjahr: 352 Tsd. Euro). Die wesentliche Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz besteht aus der Aktivierung der Marke „plenum“ in der Handelsbilanz, welche insgesamt über 12 Jahre abgeschrieben wird. Der Steuersatz beträgt 31,925%.
Die Steuersalden (in Tsd. Euro) haben sich wie folgt geändert:
| 31.12.2020 | Veränderung | 31.12.2019 | |
|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 294 | 58 | 352 |
| Passive latente Steuern | 294 | 58 | 352 |
6. Eigenkapital
Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2020 wie folgt entwickelt:
| Euro | 31.12.2020 | Jahresüberschuss 2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 1.697.426,00 | 1.697.426,00 | |
| Kapitalrücklage | 2.164.513,79 | 2.164.513,79 | |
| Bilanzgewinn | 1.726.320,36 | 964.893,68 | 761.426,68 |
Am 31. Dezember 2020 betrug das gezeichnete Kapital der plenum AG 1.697.426,00 Euro (Vorjahr: 1.697.426,00 Euro), das in 1.697.426 Stückaktien (Vorjahr: 1.697.426 Stückaktien) eingeteilt war.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkaptial bis zum 18. Juni 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 848.713 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 848.713 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen.
7. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen betreffen Zusagen für die Altersversorgung an ein ehemaliges Vorstandsmitglied und an zwei Angestellte (vormals Mitarbeiter der plenum Management Consulting GmbH). Vom Gesamtbetrag der Rückstellung für Pensionszusagen entfällt ein Betrag von 301 Tsd. Euro (Vorjahr: 295 Tsd. Euro) an das ehemalige Vorstandsmitglied. Diese Pensionszusage ist durch einen Pensionsfonds teilweise abgesichert. Die Entwicklung zum Stichtag stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der Pensionszusage | 301 | 295 |
| Aktivwert des Deckungsvermögens | 220 | 230 |
| Anschaffungskosten des Deckungsvermögens | 230 | 230 |
| Verrechnete Aufwendungen | 7 | 8 |
| Verrechnete Erträge | 6 | 32 |
Zum 31. Dezember 2020 entsprechen die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens dem Aktivwert des Deckungsvermögens, woraus ein ausschüttungsgesperrter Differenzbetrag in Höhe von 0 Euro resultiert.
Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen im Sinne des § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt 66 Tsd. Euro; insoweit besteht eine Ausschüttungssperre.
Zudem ergab sich Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Rückstellungen für weitere Pensionszusagen in Höhe von 15 Tsd. Euro (Vorjahr 18 Tsd. Euro).
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für den Erwerb der BLUBERRIES GmbH sowie für Personal und ausstehende Rechnungen enthalten.
8. Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben 300 Tsd. Euro eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und 600 Tsd. Euro eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren (Vorjahr 900 Tsd. Euro). Alle anderen Verbindlichkeiten in Höhe von 745 Tsd. Euro (Vorjahr 808 Tsd. Euro) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Zum 31. Dezember 2020 bestanden gegenüber verbundenen Unternehmen keine Verbindlichkeiten (Vorjahr 24 Tsd. Euro).
9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Für die Büroräume besteht ein Mietverhältnis bis Dezember 2021. Die Verpflichtungen aus Büromiete und Kfz-Leasing belaufen sich insgesamt auf rund 230 Tsd. Euro pro Jahr.
IV. Angaben zur GuV
1. Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 29 Tsd. Euro (Vorjahr 55 Tsd. Euro) und aus Währungsumrechnung in Höhe von 3 Tsd. Euro (Vorjahr 0 Tsd. Euro) enthalten.
2. Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wie im Vorjahr keine Aufwendungen aus der Währungsumrechnung angefallen.
V. Sonstige Angaben
1. Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2020 waren durchschnittlich 75 Mitarbeiter (61 Berater, 8 Verwaltungskräfte und 6 Aushilfen) beschäftigt.
2. Aufsichtsrat
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates sind die folgenden Herren bestellt:
| Name | Beruf | Mandate* |
|---|---|---|
| Dr. Walter Herzog, - Vorsitzender - | Unternehmensberater | Keine weiteren Mandate |
| Thies Eggers - stellvertretender Vorsitzender - | Wirtschaftsprüfer und Steuerberater | Aufsichtsrat der Allgeier SE, München (stellvertretender Vorsitzender) |
| Aufsichtsrat der Bayerische Gewerbebau AG, München (Vorsitzender) | ||
| Aufsichtsrat der SBF AG, Leipzig | ||
| Dr. Klaus Freihube | Dipl.-Kaufmann | Keine weiteren Mandate |
* Hier werden die Mandate in weiteren Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen angegeben.
Die gewährten Aufsichtsratsvergütungen für 2020 betragen 74 Tsd. Euro (Vorjahr: 65 Tsd. Euro).
3. Vorstand
Als Vorstand der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr bestellt:
Herr Ulf Wohlers, Sprecher des Vorstands
Herr Volker Elders (bis zum 31.12.2020)
Kein Vorstandsmitglied hatte Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften. Die Ressorts verteilten sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:
Herr Ulf Wohlers leitet die Business Unit Versicherungen und die Business Unit Kreditinstitute. Als Sprecher des Vorstands ist er für die Außenkommunikation und die Unternehmensentwicklung verantwortlich sowie für die internen Funktionen im Rahmen einer COO Funktion. Zudem ist er als Geschäftsführer der Tochtergesellschaft plenum International Management Consulting GmbH tätig.
Herr Volker Elders war verantwortlich für die Business Unit Energie & Mobilität. Zudem war er als Geschäftsführer der Tochtergesellschaft plenum International Management Consulting GmbH tätig.
4. Angaben zu Beteiligungen
| Anteil am Kapital 31.12.2020 | Eigenkapital 31.12.2020 | Ergebnis 2020 | |
|---|---|---|---|
| Beteiligungen | in % | Tsd. Euro | Tsd. Euro |
| --- | --- | --- | --- |
| plenum International Management Consulting GmbH, Frankfurt am Main | 100 | -492 | 50 |
| BLUBERRIES GmbH, Amerang | 100 | 1.280 | 0 |
Mit Wirkung zum 4. Juli 2019 wurde ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der plenum AG und der BLUBERRIES GmbH geschlossen.
Die plenum AG, Frankfurt, erstellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss gemäß HGB-Vorschriften (größter und kleinster Konsolidierungskreis), der unter folgender Internetadresse erhältlich ist: www.plenum.de und im Bundesanzeiger veröffentlich wird.
5. Derivative Finanzinstrumente
Im Berichtsjahr wurde ein CAP zur Zinsabsicherung des zum Abschlusszeitpunkt ausstehenden Kredites in Höhe von Tsd. 900 Euro getätigt.
Es handelt sich bei der Art der Bewertungseinheit um einen Mikro-Hedge. Deshalb ist eine sehr hohe Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen gegeben, da die wesentlichen risikobestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmten.
6. Ergebnisverwendung
Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 965 Tsd. Euro ab. Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
7. Angabe nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Am 01.04.2014 wurde der Gesellschaft mitgeteilt, dass die FTMK Holding GmbH eine Beteiligung von mehr als 25% des Grundkapitals und damit eine wesentliche Beteiligung i.S. des § 20 Abs. 1 AktG an der plenum AG übernommen hat. Die SF Holding GmbH hält mittelbar über die FTMK Holding GmbH eine Beteiligung von mehr als 25% des Grundkapitals und damit eine wesentliche Beteiligung i.S. des § 20 Abs. 1 AktG an der plenum AG.
Frankfurt, den 20. April 2021
Der Vorstand
Ulf Wohlers
Bericht der Geschäftsleitung über die Lage der plenum-Gruppe für das Geschäftsjahr 2020
Brief an die Aktionäre
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
die Corona-Pandemie hat die plenum Gruppe im vergangenen Jahr vor besondere Herausforderungen gestellt. Der völlig unerwartete Lockdown im März 2020 hat nicht nur auf der Kundenseite zur Verunsicherung geführt und deren Investitions- und Einkaufsverhalten verändert, sondern natürlich auch bei unseren Mitarbeitern Fragen aufgeworfen und die Geschäftsentwicklung der plenum Gruppe im Geschäftsjahr 2020 deutlich beeinflusst.
Vor dem Hintergrund eines turbulenten Jahresverlaufs und den teilweise deutlichen Verwerfungen in weiten Teilen der Wirtschaft blicken wir bei einer insgesamt stabilen Umsatz- und positiven Ergebnisentwicklung zufrieden auf das Geschäftsjahr 2020 zurück, obwohl wir die uns gesteckten Ziele für das Geschäftsjahr nicht vollständig erreichen konnten.
Rückblick 2020
Nach einem planmäßigen Start in das Geschäftsjahr, hat der Mitte März 2020 erlassene erste Lockdown in Deutschland zunächst zu einer großen Verunsicherung der gesamten Wirtschaft geführt. In der unmittelbaren Konsequenz kam es für plenum zu einigen Projektunterbrechungen und Verzögerungen bei Neubeauftragungen.
Nach einer kurzen Improvisations- und Orientierungsphase legte sich die anfängliche Verunsicherung jedoch erfreulicherweise recht schnell, so dass die beauftragten Projekte im Rahmen der gewachsenen, vertrauensvollen Kundenbeziehungen auf „Remote-Basis", d.h. aus dem Homeoffice der Berater, fortgeführt werden konnten.
In der Summe musste plenum trotz der schnellen und flexiblen Reaktion der Kunden im ersten Lockdown einen Umsatzrückgang von rund 10% im ersten Halbjahr hinnehmen. Aufgrund der zugleich sinkenden Reisekosten und der eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen konnten die Auswirkungen auf das Ergebnis weitgehend abgefedert und weitergehende Personalmaßnahmen oder die Inanspruchnahme von staatlichen Unterstützungsprogrammen über das gesamte Jahr vermieden werden.
Ungeachtet dieser positiven Faktoren war der weitere Jahresverlauf von den stetig veränderten Corona-Rahmenbedingungen geprägt und das Neugeschäft entsprechend der unklaren Konjunkturaussichten beeinträchtigt. Vor diesem Hintergrund mussten wir weitgehend „auf Sicht fahren" und konnten die von einer positiven Markterwartung getragenen Wachstumsziele für 2020 nicht im geplanten Umfang umsetzen.
Aufgrund unseres grundlegenden Vertrauens in die Entwicklung des Beratungsmarktes wurden die Gespräche und späteren Verhandlungen mit der Atzelberg GmbH & Co. KG über einen Zusammenschluss trotz der allgemeinen Verunsicherung im ersten Halbjahr fortgeführt und zur Jahresmitte abgeschlossen. Mit dem Atzelberg-Team haben wir eine ideale Verstärkung unserer Wertpapier- und Digitalisierungs-Kompetenz gefunden und unsere Lieferfähigkeit in diesem Themenfeld erfolgreich ausgebaut. Das Atzelberg-Team wurde im Verlauf des zweiten Halbjahrs bereits erfolgreich integriert, so dass die erworbene Gesellschaft zum Geschäftsjahresende 2020 auf die plenum International Management GmbH anwachsen konnte und erfolgreich zum Ergebnis der plenum Gruppe beiträgt.
Im Ergebnis können wir mit der Geschäftsentwicklung der plenum Gruppe im Geschäftsjahr 2020 sehr zufrieden sein. Dank unserer guten Kundenbeziehungen und unserer motivierten Belegschaft sind wir unbeschadet durch die größte wirtschaftliche Krise der Nachkriegszeit gesteuert. Die plenum Organisation hat sich in einer Krisensituation als anpassungsfähige und robuste Plattform erwiesen.
Ausblick 2021
In der Hoffnung einer konsequenten und effektiven Impfkampagne im deutschsprachigen Raum sind wir in der Jahresplanung 2021 von einer schnellen Überwindung der Corona-Restriktionen bzw. von einer kurzfristigen Belebung der Marktnachfrage ausgegangen. Aus heutiger Perspektive hat sich diese Erwartung als verfrüht, aber nicht falsch erwiesen. Der Beratungsmarkt wird nach unserer Einschätzung aufgrund erforderlicher Nachholinvestitionen und der forcierten digitalen Transformation der Wirtschaft wieder deutlich anspringen. Auch das während der Corona-Pandemie verstärkt ins Blickfeld gerückte Thema Compliance und Nachhaltigkeit wird zu einer beschleunigten Transformation innerhalb der Branchen beitragen und die Beratungsnachfrage zukünftig weiter stärken.
Vor diesem Hintergrund halten wir an der eingeschlagenen Positionierung und Wachstumsstrategie der letzten Jahre weiter fest und erwarten für das zweite Halbjahr positive Impulse für unsere wirtschaftliche Entwicklung.
Frankfurt, im April 2021
Der Vorstand der plenum Gruppe
Zusammengefasster Lagebericht
der plenum AG für das Geschäftsjahr 2020
VORBEMERKUNG
Der Konzernlagebericht der plenum-Gruppe, bestehend aus der plenum AG - als Muttergesellschaft des plenum-Konzerns - und ihren konsolidierten Tochtergesellschaften, wurde mit dem Lagebericht der plenum AG für das Geschäftsjahr 2020 zusammengefasst (§ 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB). Die Aufstellung und die Prüfung des vorliegenden Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts zum 31. Dezember 2020 nach HGB erfolgt auf freiwilliger Basis.
I. Grundlage der plenum AG und des Konzerns
Die plenum AG ist eine auf die Schnittstelle von Business und IT fokussierte Management Beratung. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Gestaltung der Geschäftsmodelle im Hinblick auf die Potenziale der Digitalisierung sowie der konsistenten Umsetzung regulatorischer Vorgaben.
Das Geschäftsmodell der plenum Gesellschaften ist im Kern auf den Aufbau, die Erhaltung und Vermarktung von aktuellem und lösungsrelevantem Know-how in definierten Themenfeldern und Branchen ausgerichtet. Neben der Durchführung und Begleitung von Veränderungsprojekten der Kunden, die nach zeitlichem Einsatz oder im Festpreis verrechnet werden, beinhaltet das Modell auch die Möglichkeit, darüber hinausgehende, nicht personengebundene Professional Services und Dienstleistungen anzubieten. Im Mittelpunkt steht immer die Befähigung des Kunden selbst.
Zum 01.07.2020 wurde durch die pIMC die Atzelberg GmbH & Co KG (Atzelberg) erworben. Atzelberg ist eine auf die Digitalisierung von Wertpapier- und Kreditprozessen spezialisierte Management Beratung aus Frankfurt am Main. Das laufende Geschäft sowie die Mitarbeiter wurden im Laufe des zweiten Halbjahres 2020 vollständig in das operative Geschäft der plenum Gruppe integriert. Die Gesellschaft Atzelberg AG & Co KG wurde zum Jahresultimo aufgelöst.
Das operative Geschäft der plenum Gruppe verteilt sich damit weiterhin auf drei Gesellschaften: die plenum AG, die plenum International Management Consulting GmbH (pIMC) und die BLUBERRIES GmbH. Die plenum AG ist die zentrale Organisationseinheit der plenum-Gruppe; sie fungiert als Konzernmutter und Serviceprovider für die Tochtergesellschaften.
Internes Steuerungssystem
Die plenum-Gruppe verfügt über ein etabliertes internes Steuerungssystem in Form eines angemessenen Projekt- und Finanzreportings auf Basis von Microsoft Dynamics NAV 2013 R2. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das Konzern-EBITDA bzw. für die plenum AG das EBITDA. Das Reporting wird inkl. Forecast monatlich aktualisiert und dem erweiterten Management zur Steuerung zur Verfügung gestellt. Im Sinne einer einheitlichen und klaren Steuerung innerhalb der Gruppe wurden die Steuerungsgrößen der plenum AG analog umgesetzt.
Darüber hinaus werden sämtliche liquiden Mittel des Konzerns durch das zentrale Cash Management der plenum AG verwaltet. Geschäftsverlauf, Lage und Risiken des Mutterunternehmens und des Konzerns stimmen weitgehend überein.
Neben den betriebswirtschaftlichen Faktoren nimmt die plenum AG zukünftig verstärkt auch „nicht finanzielle" Kennzahlen in die aktive Unternehmenssteuerung auf, mit denen die ökologische und soziale Nachhaltigkeit sowie die der Unternehmensführung und -Steuerung (in Anlehnung an die ESG Kriterien) Berücksichtigung finden.
Wirtschaftsbericht
II. Markt- und Branchenentwicklung
Beratermarkt
Nach der bereits im Jahr 2020 nachlassenden Wachstumsdynamik, ist der Beratungsmarkt in Deutschland im Zuge der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr erstmalig seit über 10 Jahren um 3,2% auf rund 34,6 Mrd. Euro geschrumpft. Die Verunsicherung der Kunden durch den ersten Lockdown im zweiten Quartal konnte auch durch die kurzfristige Erholung der Projektnachfrage im zweiten Halbjahr nicht aufgeholt werden.
Gleichwohl wird sich der Beratungsmarkt in Folge der Pandemie nicht grundlegend verändern. Schon zu Beginn der Krise wurde schnell deutlich, dass das Projektgeschäft zu einem guten Teil auch außerhalb der Kundenlokationen „remote" durchgeführt werden kann und somit keine substanzielle, nachhaltige Störung der Nachfrage zu erwarten ist. Nach Überwindung der maßgeblichen Krisenrestriktionen wird daher vielmehr eine schnelle Belebung der Nachfrage im Hinblick auf erforderliche Aufholinvestitionen in Fragestellungen der Digitalen Transformation sowie zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen oder auch kostensenkungsgetriebene Vorhaben erwartet. Der BDU erwartet gemäß einer aktuellen Branchenstudie für das laufende Geschäftsjahr ein Marktwachstum von rund 9%.
III. Geschäftsentwicklung 2020
Auftragseingang, Umsatzerlöse und Auftragsbestand
| in Tsd. Euro | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Auftragseingang | 14.675 | 20.844 |
| Umsatzerlöse | 18.301 | 18.361 |
| Auftragsbestand | 2.985 | 6.611 |
Die Umsatzsatzerlöse der plenum Gruppe konnten trotz der coronabedingten Nachfrageschwankungen sowie der Umstellung auf Remotetagessätze mit 18.301 Tsd. Euro auf dem Vorjahresniveau gehalten werden (-0,3%). Vor dem Hintergrund der allgemeinen Branchenentwicklung ist dies ein gutes Ergebnis, welches die Umsatzprognose des Vorjahres bzw. die vom Halbjahr 2020 jeweils bestätigt.
Die Auswirkungen der fortdauernden Krise zeigen sich gleichwohl in der anhaltenden Zurückhaltung der Kunden im Hinblick auf ihre Investitionsbereitschaft und kürzere Beauftragungszyklen. Der Auftragsbestand ist dem rückläufigen Auftragseingang folgend auf ein deutlich geringeres Niveau zurückgegangen (-55%).
Regionale Umsatzverteilung
Das Auslandsgeschäft ist mit 2.008 Tsd. Euro (2019: 1.572 Tsd. Euro) gegenüber dem Vorjahr deutlich um 436 Tsd. Euro oder 27,7% angestiegen. Mit 11% Auslandsanteil am Umsatz (2019: 9%) liegt plenum im Durchschnitt der mittelgroßen Unternehmensberatungen. Der Auslandsumsatz entfällt zu 42% auf Österreich und zu 39% auf das Vereinigte Königreich. Die verbleibenden 19% werden in weiteren EU Staaten (v.a. Luxemburg) sowie in der Schweiz, den CEC Staaten und Georgien erwirtschaftet.
Umsatzverteilung nach Branchen
Der Umsatz wird in den drei Kernbranchen Energie & Mobilität (ca. 50 %), Finanzinstitute (ca. 45 %), und Versicherungen (ca. 5 %) erwirtschaftet. Der wachsende Umsatzanteil mit Unternehmen im Bereich Energie & Mobilität spiegelt deren konjunkturelle Unabhängigkeit wider und unterstreicht die positive Wirkung des plenum Branchenmix.
| Branchen | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Finanzinstitute | 44,93% | 51,57% |
| Energie & Mobilität | 49,97% | 42,60% |
| Versicherungen | 5,09% | 5,83% |
Projekte 2020
Im Jahr 2020 führte die plenum-Gruppe bei 85 Kunden Projekte durch.
Finanzinstitute:
Das Projektportfolio in der Finanzindustrie wird weiter von Digitalisierungsfragestellungen und der Umsetzung aufsichtsrechtlicher Anforderungen dominiert. Neben MaRisk/ BAIT orientierten Themen (u.a. PAM, Berechtigungs-, Architekturmanagement) spielen zunehmend IT-Governance und informationssicherheitsbezogene Fragestellungen (SIO, SOC, SIEM, ISMS) eine wichtigere Rolle. Darüber hinaus gestaltet plenum die Umsetzung von Projekten im direkten Wertpapier- und Kreditprozessumfeld sowie in der Banksteuerung.
Energie & Mobilität:
Die Herausforderungen der Energiewirtschaft werden im Wesentlichen durch die Dekarbonisierung und die Digitalisierung getrieben. Im Fokus unserer Kunden waren Themen wie die Strategieerarbeitung und Umsetzung erneuerbarer Energien, Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und Implementierung neuer Technologien. Insbesondere haben wir uns mit der Modernisierung von ERP-Systemen und Prozessautomatisierungen beschäftigt. Darüber hinaus sind regulatorische Themen wie ISMS, DSGVO und Cyber Security im Bereich IT/OT von Bedeutung.
Versicherungen:
In der Versicherungsbranche konnte plenum Projekte zum Design und zur Transformation von etablierten IT-Strukturen, ausgehend vom IT-Architekturdesign bis zur IT-Governance begleiten. Dabei bilden aufsichtsrechtliche Vorgaben, wie die VAIT, den Ausgangspunkt oder die Rahmenbedingungen der Umsetzung.
Darüber hinaus wurden innovative Digitalisierungsfragestellungen im Kontext Bankassurance Embedded Insurance erfolgreich mit den Kundenorganisationen gestaltet.
IV. Ertragslage
Umsatz
| in Tsd. € | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 18.301 | 18.361 |
Mit einem realisierten Umsatz von 18.301 Tsd. Euro (-0,3%) wurde die wirtschaftliche Leistung der plenum Gruppe im Geschäftsjahr 2020 gegen den Markttrend auf einem stabilen Niveau gehalten. Neben der allgemeinen Investitionszurückhaltung in den drei Kernbranchen wirkte sich insbesondere die vielfache Umstellung auf Remote-Tagessätze belastend auf die Umsatzentwicklung aus, da die üblicherweise in den Tagessätzen enthaltenen Reisekosten im Rahmen der dezentralen Zusammenarbeit nicht mehr zum Tragen kamen.
Die im Lichte der aufziehenden Corona-Pandemie sehr offen gehaltene Vorjahresprognose von leicht steigenden Umsätzen im Positivszenario bzw. sinkenden Umsätzen im Negativszenario wurde somit gut erreicht. Die im 3. Quartal im Emittentenbericht kommunizierten Erwartungen wurden damit bestätigt bzw. leicht übertroffen.
Bestandsveränderung unfertige Leistungen
| in Tsd. € | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Bestandsveränderung Unfertige Leistungen | 12 | 4 |
| in % vom Umsatz | 0,1% | 0,0% |
Die Bestandsveränderung der unfertigen Leistungen, dabei handelt es sich um bereits erbrachte, aber noch nicht in Rechnung gestellte Leistungen, sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert auf einem geringen Niveau.
Sonstige betriebliche Erträge
| in Tsd. € | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge | 152 | 86 |
| in % vom Umsatz | 0,8% | 0,5% |
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind unter anderem durch die periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Personalkosten sowie der Erstattung von Beiträgen zur betrieblichen Altersversorgung um 66 Tsd. Euro gestiegen.
Materialaufwand
| in Tsd. € | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 2.218 | 2.767 |
| in % vom Umsatz | 12,1% | 15,1% |
Im Zuge des laufenden Risikomanagements erfolgte der Einsatz externer Berater vornehmlich zur Abdeckung erforderlichen Expertenwissens. Der Materialaufwand wurde in Folge der teilweise angespannten Marktsituation entsprechend um 550 Tsd. Euro oder fast 20% zurückgeführt.
Personalaufwand
| in Tsd. € | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Personalaufwand | 12.222 | 11.488 |
| in % vom Umsatz | 66,8% | 62,6% |
Der Personalaufwand ist um rund 6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die damit bei stabilem Umsatz um 4,2 Prozentpunkte gestiegene Personalkostenquote wurde durch die reduzierten Materialkosten bzw. die höhere Auslastung der internen Mitarbeiter überkompensiert.
Abschreibungen
| in Tsd. € | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Abschreibungen | 606 | 2.224 |
| in % vom Umsatz | 3,3% | 12,1% |
Nach der Sondersituation der Erstkonsolidierung der BLUBERRIES GmbH im Vorjahr gehen die Abschreibungen im Jahr 2020 mit 606 Tsd. Euro auf ein branchenübliches Niveau zurück. Die verbleibenden Abschreibungen beinhalten im Wesentlichen die laufenden Firmenwertabschreibungen sowie zu einem geringeren Teil Abschreibungen auf Anlagen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
| in Tsd. € | 2020* | 2019* |
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 2.619 | 3.114 |
| in % vom Umsatz | 14,3% | 17,0% |
* inkl. der sonstigen Steuern
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden im Rahmen des konsequenten Kostenmanagements soweit möglich um 495 Tsd. Euro bzw. 16% zurückgeführt. Einen wesentlichen Anteil an dem Rückgang haben die reduzierten Reisekosten, die um rund 350 Tsd. Euro geringer sind als im Vorjahr. Die Integrationsaufwände für die Atzelberg GmbH & Co KG sowie steigende Kosten für die IT-Unterstützung und die in Teilen ausgelagerte Buchhaltung ließen keine weitere Reduktion zu.
Finanzergebnis, Steuern
| in Tsd. € | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Finanzergebnis | -63 | -108 |
| Steuern von Einkommen und Ertrag | 51 | 1.992 |
Nach den Einmaleffekten aus der Erstkonsolidierung der BLUBERRIES GmbH sowie der Aktivierung latenter Steuern aus Verlustvorträgen im Geschäftsjahr 2019 ist das Finanzergebnis sowie die Steuern von Einkommen und Ertrag auf ein geringeres Niveau gesunken. Der Steuerertrag ist im Wesentlichen auf latente Steuern auf Abschreibung aus der Folgekonsolidierung der BLUBERRIES GmbH zurückzuführen.
Konzernergebnis
| in Tsd. € | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| EBITDA | 1.406 | 1.082 |
| EBIT | 800 | -1.142 |
| Konzernergebnis | 788 | 742 |
Das EBITDA ist gegenüber dem Vorjahr deutlich um 324 Tsd. Euro bzw. um rund 30% auf 1.406 Tsd. Euro gestiegen. Das EBIT liegt mit 800 Tsd. Euro signifikant über dem aufgrund der Sonderabschreibungen des Vorjahres negativen EBIT aus 2019. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 (453 Tsd. Euro) ergibt sich eine Steigerung von 77%. Das Konzernergebnis ist um 46 Tsd. Euro (+6%) gegenüber dem Vorjahr verbessert.
V. Vermögens- und Finanzlage
Mittelzufluss
| in Tsd. Euro | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 4.071 | 2.763 |
| Veränderung der liquiden Mittel | 1.308 | 868 |
Die Liquiden Mittel wurden um 47% auf 4.071 Tsd. Euro gesteigert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit 2.254 Tsd. Euro positiv.
Die Bilanzsumme ist leicht um 670 Tsd. Euro oder rund 6% auf 11.687 Tsd. Euro gestiegen.
Die zum 01.07.2020 erworbene Atzelberg AG & Co KG ist durch Rücktritt der Komplementär AG zum Jahresultimo auf die plenum International Management GmbH angewachsen. Die Gesellschaft Atzelberg AG & Co KG wurde in diesem Zuge aufgelöst.
Auf der Aktivseite kompensieren die um rund 263 Tsd. Euro gestiegenen immateriellen Vermögenswerte die Firmenwertabschreibungen (292 Tsd. Euro) im Anlagevermögen; der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte resultiert aus der Atzelberg-Akquisition (379 Tsd. Euro) abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Der Anstieg des Umlaufvermögens um 772 Tsd. Euro wird durch die Erhöhung der Liquidität um 1.308 Tsd. Euro auf 4.071 Tsd. Euro bei einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 570 Tsd. Euro bewirkt.
Auf der Passivseite wächst das Eigenkapital durch den um 742 Tsd. Euro verringerten Verlustvortrag sowie das um 46 Tsd. Euro auf 788 Tsd. Euro verbesserte Konzernergebnis um 27,3% auf 3.672 Tsd. Euro an.
Die Rückstellungen steigen im Zuge der wachsenden Tantiemeverpflichtungen für Mitarbeiter in den sonstigen Rückstellungen um 289 Tsd. Euro auf 5.039 Tsd. Euro, während die Verbindlichkeiten insbesondere durch den Rückgang der Verbindlichkeiten ggüb. Kreditinstituten um 296 Tsd. Euro und in der Summe um 288 Tsd. Euro auf 1.861 Tsd. Euro oder um 13,4% abnehmen.
Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte sind in den Aktiva der Bilanz nicht enthalten.
Die plenum AG und ihre Tochtergesellschaften betreiben das Geschäft in gemieteten Geschäftsräumen. Des Weiteren ist die Betriebs- und Geschäftsausstattung teilweise geleast. Die angemieteten und geleasten Gegenstände können bei der plenum AG und ihren Tochtergesellschaften nicht aktiviert werden.
VI. Erläuterungen zur plenum AG
Die plenum AG ist das Mutterunternehmen des plenum-Konzerns. Die plenum AG hält die in 2009 neugegründete plenum International Management Consulting GmbH und die 2011 gegründete BLUBERRIES GmbH zu jeweils 100% als Tochterunternehmen. Der Jahresabschluss der plenum AG wird nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.
Ertragslage der plenum AG
Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Maßnahmen haben das öffentliche Leben, den Beratungsmarkt und natürlich auch das Geschäftsjahr der plenum AG stark beeinflusst. Nachdem der Beratungsmarkt bereits im Jahr 2019 etwas Wachstumsdynamik eingebüßt hat, hat der erste Lockdown im Frühjahr 2020 dem Markt einen kurzfristigen Schock versetzt.
Erfreulicherweise stellte sich schnell heraus, dass die wesentlichen Kundenprojekte trotz der herrschenden Reiserestriktionen „remote", d.h. außerhalb der Kundenräume, weiterlaufen konnten. In dieser Konstellation belastete zwar der Entfall der regelmäßig in den Tagessätzen enthaltenen Reisekostenpauschalen zusätzlich den Umsatz, aber in Summe konnte die Umsatz- und Ertragslage der plenum AG nach einem schwachen ersten Halbjahr auf Gesamtjahresperspektive mit einem Umsatzzuwachs von 5,1% (12.769 Tsd. Euro) und einem Jahresüberschuss von 965 Tsd. Euro (+73%) verbessert werden. Das EBITDA der plenum AG liegt im Geschäftsjahr 2020 mit 1.282 Tsd. Euro (Vorjahr: 945 Tsd. Euro) um 36% über dem Geschäftsjahr 2019. Die Prognose aus dem Vorjahr konnte damit im Hinblick auf den Umsatz erfüllt und auf das Ergebnis deutlich übererfüllt werden.
Vermögenslage der plenum AG
Die Vermögensstruktur gliedert sich zum Bilanzstichtag in Anlagevermögen 51,3% (54,6%), Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 33,5% (26,5%), Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12,6% (15,2%), Rechnungsabgrenzungsposten 0,2% (0,7%) und aktive latente Steuern 2,4% (3,0%).
Das Eigenkapital ist 2020 von 4.623 Tsd. Euro auf 5.588 Tsd. Euro gestiegen. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 965 Tsd. Euro (2019: 558 Tsd. Euro). Die Eigenkapitalquote beträgt 45% (2019: 39%).
Das voll eingezahlte Grundkapital der plenum AG ist eingeteilt in 1.697.426 auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).
Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2020 12.277 Tsd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg um 520 Tsd. Euro.
Die plenum AG betreibt ihr Geschäft in gemieteten Geschäftsräumen. Des Weiteren wird Betriebs- und Geschäftsausstattung teilweise geleast. Die angemieteten und geleasten Gegenstände sind bei der plenum AG nicht aktiviert.
Als Vorstand der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2020 Herr Volker Elders und Herr Ulf Wohlers bestellt. Der Vorstandsvertrag mit Herrn Elders endet mit Ablauf des Geschäftsjahres 2020.
Finanzlage der plenum AG
Investitionen der plenum AG
Im Geschäftsjahr 2020 wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt.
Die Liquidität der Gesellschaft war das ganze Jahr über gesichert. plenum war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war bezogen auf das Gesamtjahr 2020 positiv. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 1.547 Tsd. Euro und sind damit um 243 Tsd. Euro niedriger als im Vorjahr.
Im Rahmen der Finanzierung des Erwerbs der BLUBERRIES GmbH wurde zum 31.12.2018 ein Kredit in Höhe von 1.500 Tsd. Euro aufgenommen. Im laufenden Geschäftsjahr wurden davon 300 Tsd. Euro getilgt.
VII. Mitarbeiter
Zum Jahresultimo 2020 wurden 114 Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg von 9 Mitarbeitern oder von 8,6%. Die Fluktuationsrate der plenum-Gruppe ist mit rund 15% auf einem branchenüblichen Niveau.
Gezielte Maßnahmen zur verbesserten Personalentwicklung und weitere Investitionen in das Recruiting sollen in 2021 zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit und des Personalmix beitragen.
Der aktuelle Frauenanteil von rund 25% soll sukzessive weiter gesteigert werden. Der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter entspricht mit 39 Jahren der Positionierung und dem Anspruch des Unternehmens, die Kunden in erster Linie mit erfahrenen Beraterfirmen auf den Veränderungsprojekten zu unterstützen. Gleichwohl ist über das geplante organische Wachstum neben der Steigerung der Diversität in der Führung auch eine tendenzielle Verjüngung der Personalstruktur vorgesehen.
VIII. Risiko- und Chancenbericht
Risikomanagementsystem
Zur Steuerung und Vermeidung von Risiken hat plenum ein angemessenes Planungs- und Steuerungssystem aufgesetzt. Das operative Risikocontrolling wird vom Vorstand wahrgenommen und innerhalb der jährlichen Strategie- und Planungsrunden weiterentwickelt und laufend an die aktuellen Erfordernisse angepasst. Der Aufsichtsrat sowie die erweiterte Führung sind in die Berichtsprozesse eingebunden.
Marktrisiken
Die plenum-Gruppe ist bei ihren Aktivitäten typischen Geschäftsrisiken, wie beispielsweise Nachfragerückgängen, Preisdruck und Forderungsausfallrisiken, ausgesetzt. Forderungsausfälle wurden gleichwohl in den vergangenen Jahren nicht verzeichnet. Wiederkehrende punktuelle oder temporäre Nachfragerückgänge spiegeln sich automatisch in der Auslastung der Berater wider. Die plenum-Gruppe versucht, diese Risiken durch flexible Arbeitszeit- und Lohnmodelle zu begrenzen.
Das Kundenportfolio ist breit aufgefächert. Der Umsatzanteil der zehn größten Kunden liegt mit rund 50% auf einem guten Niveau. Der größte Kunde im Jahr 2020 steht für rund 9% des Umsatzes. Das Klumpenrisiko durch den Verlust einzelner Kundenbeziehungen ist daher überschaubar.
Wesentliche Werkverträge wurden im Geschäftsjahr 2020 nicht abgeschlossen. Die plenum-Gruppe begegnet den Risiken aus Kunden- und Lieferantenverträgen durch die aktive Gestaltung der Verträge, ein qualifiziertes Projektmanagement und ein detailliertes Projektcontrolling.
Verwendung von Finanzinstrumenten und deren Risiken
Der Einsatz von Finanzinstrumenten wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch interne Richtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limite festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken ausschließen, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich über die zentrale Finanzabteilung des Konzerns zur Absicherung der Marktzinsänderungen abgeschlossen.
Im Einzelnen werden folgende Finanzrisiken gesteuert:
Preisänderungsrisiken resultieren daraus, dass sich der Wert eines Finanzinstruments wegen höherer oder niedrigerer Marktzinssätze oder Wechselkurse ändert. Die Konzernfinanzierung ist darauf ausgerichtet, das niedrige Zinsniveau langfristig zu sichern. Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Zinssicherungsgeschäft zur konkreten Absicherung der Zinsänderungsrisiken des Darlehens zur teilweisen Finanzierung der Akquisition der BLUBERRIES GmbH in entsprechender Höhe abgeschlossen. Dabei handelt es sich um einen Cap, der keinerlei Nachschussverpflichtungen für die Gesellschaft definiert. Weitere Sicherungsgeschäfte wurden nicht getätigt.
Ausfallrisiken ergeben sich, wenn der Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen gar nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch finanzielle Verluste verursacht. Bereits identifizierten Ausfallrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Insgesamt kann das Risiko aufgrund einer regelmäßigen Risikovorsorge sowie der Kundenstruktur als begrenzt angesehen werden.
Liquiditätsrisiken können entstehen, wenn die Gruppe nicht in der Lage sein sollte, die notwendigen Finanzmittel zu beschaffen, um Verpflichtungen einzuhalten, die sich im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten ergeben. Der Fortbestand des Konzerns ist aufgrund der aktuellen ausreichenden finanziellen Ausstattung nicht gefährdet.
Die plenum-Gruppe unterliegt keinen erheblichen Zahlungsstromschwankungen, die sich beispielsweise aus einer deutlichen Saisonabhängigkeit des Geschäfts ergeben würden. Als weitgehend nur im Euroraum operierendes Unternehmen ist die Gruppe den Auswirkungen von Währungsschwankungen nur bedingt ausgesetzt, da sie in der Regel sowohl in Euro einkauft als auch fakturiert. Änderungen des zukünftigen Zinsniveaus können bei variabel verzinslichen Vermögensgegenständen und Schulden Schwankungen der Zahlungsströme hervorrufen. Dieses Risiko wird bei Bedarf durch den Einsatz von Zinsswaps und Zinscaps abgesichert. Regelmäßig wird analysiert, wie sich Änderungen des Zinsniveaus auf die Zahlungsströme auswirken. Derzeit ergibt sich kein nennenswertes über das genannte Zinsabsicherungsgeschäft hinausgehendes Zinsänderungsrisiko.
Corona-Pandemie (COVID-19)
Das im Konzernlagebericht 2019 erstmalig deklarierte Corona-Pandemierisiko besteht im Lichte der einjährigen Erfahrungen mit der Pandemie in leicht veränderter Form fort und ist weiterhin erheblich für das Geschäftsmodell der plenum Gruppe.
Die andauernden Reise- und Kontaktbeschränkungen im Zuge der Pandemiebekämpfung erschweren den Austausch und die Zusammenarbeit mit den Kundenorganisationen. Als Managementberatung ist plenum auf den direkten, persönlichen Austausch mit den Entscheidern und Ansprechpartnern in den Kundenorganisationen angewiesen. Obgleich sich mittlerweile neue digitale Kommunikationskanäle etabliert haben, können diese den persönlichen Kontakt mit unseren Kunden, insbesondere in der Anbahnung neuer Projektvorhaben, nicht vollständig ersetzen.
In geringerem Ausmaß gilt dies auch für die plenum-interne Zusammen- und Themenarbeit, die Personalentwicklung oder das Recruiting, bei denen der persönliche Kontakt eine wichtige Rolle spielt.
Neben dem durch COVID-19 veränderten Kommunikations- und Kontaktverhalten verändern die massiven wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und deren Bekämpfung die Risiko- und Veränderungsbereitschaft sowie das Investitionsverhalten von Organisationen und Menschen. Für plenum folgen hieraus potenzielle Mitarbeiterdispositionsrisiken aus verlängerten Entscheidungsprozessen oder Nachfrageschwankungen aus verschobenen oder verzögerten Projektplanungen. Zudem wird auch das Entscheidungsverhalten von Bewerbern durch die wirtschaftliche Situation potenziell negativ beeinflusst und damit das organische Wachstum erschwert.
Nicht zuletzt könnten auch plenum Mitarbeiter selbst durch eine Infektion betroffen sein: Eine Vielzahl gleichzeitiger Erkrankungen könnte die Verfügbarkeit von Beratern und Verwaltungskräften einschränken und zu Umsatzausfällen oder internen Funktionseinschränkungen führen.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen die plenum-Gruppe damit unmittelbar und bedeuten ein spezielles Risiko für das Geschäftsmodell.
Zur Steuerung und Mitigation der mit der Corona-Pandemie in Verbindung stehenden Risiken hat plenum einen Krisenstab eingerichtet, der schnell und effektiv Entscheidungen treffen und umsetzen kann. In diesem Zuge wurde u.a. die interne Reisetätigkeit sowie die Nutzung der plenum Büros auf das Nötigste beschränkt und rigide Hygienemaßnahmen eingeführt.
Staatliche Förder- und Unterstützungsmaßnahmen wurden auf ihre Relevanz für plenum geprüft und Aktionspläne auf definierte Szenarien vorbereitet. Darüber hinaus wurde das Liquiditäts- und Projektcontrolling weiter intensiviert. Damit stehen plenum wirkungsvolle Werkzeuge für den Krisenfall zur Verfügung.
Weitere Risiken
Die Stärke von plenum ist die Kompetenz und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter, der sehr gute Marktzugang sowie das verteilte und ausgewogene Netzwerk mit Kernansprechpartnern bei den Kunden. Es herrscht nach wie vor ein starker Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter in den Branchen, in denen plenum tätig ist. Der künftige Erfolg hängt teilweise davon ab, inwieweit es dauerhaft gelingt, qualifizierte Mitarbeiter und Kompetenzträger zu gewinnen oder dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Um dies zu erreichen, werden kurzfristig und langfristig wirkende Anreizmodelle sowie umfassende Qualifizierungsmaßnahmen eingesetzt.
Wesentliche Risiken aus schwebenden Rechtsstreitigkeiten liegen nicht vor.
Gesamtrisiko
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass derzeit für die plenum-Gruppe konjunkturelle Risiken, die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Branchen und die weitere Gewinnung/ Bindung von Kompetenzträgern im Hinblick auf das Gesamtrisiko Bedeutung haben. Aufgrund der Bestandsaufnahme der Risiken, der Einschätzung von deren Eintrittswahrscheinlichkeit und der Beurteilung der Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen ist die Unternehmensführung der Ansicht, dass Risiken, die den Fortbestand der plenum-Gruppe gefährden könnten, aus heutiger Sicht nicht bestehen.
Die besonderen Herausforderungen in Verbindung mit der Corona-Pandemie können zu einer jederzeitigen Neubewertung der Risikosituation führen.
Chancen
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben in den vergangenen 12 Monaten die Rahmenbedingungen, insbesondere für kleinere Wettbewerber und Freelancer, erschwert, plenum ist in den letzten Jahren in das Segment der mittelgroßen Beratungsgesellschaften mit über 100 Beratern gewachsen und konnte gegen den Markttrend auch in dem herausfordernden Geschäftsjahr 2020 die eigene Liefer- und Leistungsfähigkeit und damit die Attraktivität für Kunden und Mitarbeiter weiter steigern.
Vor diesem Hintergrund und aufgrund der langjährigen Positionierung in den für die Post-Corona-Phase sehr relevanten Fragestellungen der Digitalen Transformation und intensiveren Compliance Herausforderungen, hat plenum sehr gute Voraussetzungen, um an der für die Zeit nach Corona prognostizierten Sonderkonjunktur (+9% lt. aktueller BDU Studie) im Beratungsgeschäft zu partizipieren.
Darüber hinaus sind wir zuversichtlich, dass die langfristigen Wachstumstrends im Beratungsmarkt nach dem besonderen Jahr 2021 weiter anhalten und das Marktpotenzial für unabhängige, mittelgroße Beratungshäuser für mittelständische Kunden als Alternative zu den sehr großen Wettbewerbern weiter wächst.
IX. Prognosebericht
Beratermarkt
Gemäß der aktuellen Marktstudie des BDU wird der Beratungsmarkt in Deutschland in diesem Jahr um rund 9% wachsen und damit nicht nur wieder auf den langfristigen Markttrend einschwenken, sondern diesen im Rahmen einer „Sonderkonjunktur" im Beratungsmarkt sogar kurzfristig übertreffen.
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen der vergangenen 12 Monate erscheint dieses Szenario sehr wahrscheinlich. Aufholinvestitionen in die Digitale Transformation der Organisationen sowie die Überwindung von Schwächen im Krisen- oder Business Continuity Management erscheinen vielfach nicht mehr aufschiebbar. Gleiches gilt für die Umsetzung von Governance- und Compliance-Themen, die während der Pandemie stärker ins Blickfeld gerückt sind.
Die Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie zeigen gleichwohl auch, dass der zeitliche Eintritt der Marktbelebung und damit die positive Marktentwicklung im hohen Maß als unsicher betrachtet werden muss.
Geschäftsstrategie 2021
Nachdem das Potenzial der Gesellschaft im vergangenen Jahr aufgrund der unklaren Marktsituation lediglich durch die Akquisition der Atzelberg GmbH & Co KG und nicht wie ursprünglich geplant zusätzlich durch ein intensiviertes organisches Wachstum gesteigert wurde, möchten wir in 2021 wieder an unserer langfristigen Wachstumsstrategie anknüpfen und das Geschäft weiter ausbauen.
Als Grundlage hierfür hat plenum in den vergangenen Jahren eine solide, skalierbare Plattform mit einer über 35 Jahre gewachsenen Kundenreputation und funktionierenden internen Strukturen zur Themenentwicklung, Recruiting und Personalentwicklung aufgebaut.
In diesem Zuge suchen wir Senior Partner und Mitarbeiter aller Qualifikationslevel, die das plenum Geschäftsmodell durch ihre fundierte Expertise in den Kernthemen oder durch eine starke Branchenverankerung in den drei Kernbranchen Finanzinstitute (inkl. Banken, Sparkassen, Spezialfinanzieren, Leasing- und Factoring Unternehmen, Kapitalverwaltungs-, Asset-Servicing-Gesellschaften), Energie & Mobilität und Versicherungen bereichern und halten konkret Ausschau nach anorganischen Wachstumsoptionen, die das aktuelle Themen- und Branchenportfolio positiv ergänzen.
Thematisch bleiben wir unseren Beratungsschwerpunkten in den Themenfeldern Digital Advisory, Process Advisory sowie Risk & Compliance Advisory treu und bauen diese gezielt in Richtung Informationssicherheit & Cyber Security sowie im Bereich Nachhaltigkeit/ESG Steuerung aus.
Neben dem quantitativen Wachstum beabsichtigt plenum weiterhin die qualitative Stärkung der Lieferfähigkeit durch den konsequenten Ausbau der Mitarbeiter- und Marktentwicklung sowie weitere Investitionen in die bereits in den vergangenen Jahren verbesserten Backoffice- und IT-Strukturen.
Nach außen tritt plenum weiterhin branchenspezifisch mit der Marke plenum AG Management Consulting für Finanzinstitute und Versicherungen sowie mit der Marke plenum.bluberries für den Bereich Energie & Mobilität auf.
Die zwischenzeitlich ebenfalls etablierte Marke plenum.unik, in der innovative Digitalisierungsthemen für den breiteren Mittelstand in einem speziell auf dieses Thema ausgerichteten Beratungsansatz kreativ gebündelt und aktiv vermarktet werden, wird weiter ausgebaut.
Ziel des Wachstums ist neben der Verbesserung der Ertragskraft und Stabilisierung des volatilen Kundenprojektportfolios auch die Stärkung der internen Kompetenzen vor allem in technischen Fragestellungen, die im Zuge der Digitalisierung zunehmend wichtiger werden. Durch ein durchgängiges Verständnis der fachlichen und technischen Strukturen des Kunden sowie der umliegenden Ökosysteme (insb. Servicemärkte) sind wir in der Lage, qualitativ hochwertige Lösungen für die spezifische Kundensituation abzuleiten.
Als etabliertes Unternehmen in diesem Sektor möchten wir an dieser Entwicklung weiter partizipieren und unsere Position als qualitativ hochwertiger Beratungspartner unserer Kunden zur Bewältigung der Herausforderungen der Digitalisierung ausbauen.
Ausblick
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie und der stark schwankenden Infektionsschutzmaßnahmen ist eine verlässliche Prognose für das laufende Geschäftsjahr nur eingeschränkt möglich.
Aktuell unterscheiden wir zwei mögliche Szenarien:
Szenario I: Sollte die Pandemie im 2. bzw. 3. Quartal 2021 im Zuge einer konsequenten Impfkampagne zügig abklingen und die unmittelbaren Kontakt- und Reiserestriktionen gelockert werden, halten wir eine schnelle und intensive Markterholung für möglich. Diese sollte sich für plenum in einer guten Auslastung der Berater sowie einer mutigen Umsetzung der organischen Wachstumsziele widerspiegeln. Abhängig vom zeitlichen Eintritt der Marktverbesserung gehen wir in diesem Szenario noch von einem hohen einstelligen prozentualen Umsatzwachstum und einer leichten EBITDA- Verbesserung auf Konzernebene auch im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr aus. Dabei könnten Investitionen in zusätzliches Wachstum (Mitarbeiteraufbau) das Ergebnis weiter belasten.
Szenario II: Soweit es bis in das dritte Quartal 2021 zu keiner wesentlichen Veränderung der Markt- und Rahmenbedingungen kommt, erwarten wir für den plenum Konzern eine stabile bis leicht sinkende Umsatz- und Ergebnissituation (EBITDA) ggüb. dem Vorjahr.
Entsprechend des großen Gewichtes der plenum AG innerhalb der plenum Gruppe, ist die in den beiden Szenarien abgleitete Konzernprognose gleichermaßen für die plenum AG gültig. Da es innerhalb des Konzerns aufgrund von geschäftspolitischen Überlegungen zu Verschiebungen von Umsatz und Ergebnis unter den Konzerngesellschaften kommen kann, ist eine leicht unterschiedliche Entwicklung der plenum AG und des Konzerns letztlich jedoch nicht auszuschließen. Unabhängig von den Szenarien werden wir weiter auf Sicht fahren und die Umsetzung der strategischen Wachstumsziele immer an der kurzfristigen Risikosituation ausrichten.
Schlusserklärung des Vorstands gemäß § 312 AktG
Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.
Bilanz zum 31. Dezember 2020
AKTIVSEITE
| Vorjahr | |||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 993.480,77 | 1.130.024,34 | |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 31.167,00 | 0,00 | |
| 1.024.647,77 | 1.130.024,34 | ||
| II. Sachanlagevermögen | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 67.795,13 | 78.763,59 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.209.745,64 | 5.209.745,64 | |
| 6.302.188,54 | 6.418.533,57 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| Unfertige Leistungen | 16.580,00 | 2.695,00 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.304.395,72 | 1.195.370,91 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 2.780.140,49 | 1.904.510,76 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 9.568,62 | 10.521,54 | |
| 4.094.104,83 | 3.110.403,21 | ||
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 1.546.665,28 | 1.789.849,11 | |
| 5.657.350,11 | 4.902.947,32 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 23.950,83 | 83.627,32 | |
| D. Aktive latente Steuern | 293.719,66 | 352.463,58 | |
| 12.277.209,14 | 11.757.571,79 |
PASSIVSEITE
| Vorjahr | |||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 1.697.426,00 | 1.697.426,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 2.164.513,79 | 2.164.513,79 | |
| III. Bilanzgewinn | 1.726.320,36 | 761.426,68 | |
| 5.588.260,15 | 4.623.366,47 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 725.853,44 | 721.020,46 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 4.024.122,68 | 4.052.851,83 | |
| 4.749.976,12 | 4.773.872,29 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 900.000,00 | 1.200.000,00 | |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 25.683,00 | 64.235,53 | |
| 3. Verbindlicheiten aus Lieferungen und Leistungen | 291.725,43 | 340.162,86 | |
| 4. Verbindlicheiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 0,00 | 24.301,51 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 427.844,78 | 379.169,55 | |
| - davon aus Steuern EUR 216.969,00 | 1.645.253,21 | 2.007.869,45 | |
| (Vorjahr: EUR 427.844,78) | |||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00) | |||
| D. Passive latente Steuern | 293.719,66 | 352.463,58 | |
| 12.277.209,14 | 11.757.571,79 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| Euro | Euro | ||
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 12.768.811,86 | 12.147.137,35 | |
| 2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen | 13.885,00 | 2.695,00 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 62.917,30 | 59.086,13 | |
| 4. Materialaufwand | |||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -2.180.780,71 | -2.335.284,80 | |
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -7.308.997,46 | -6.660.080,55 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -928.469,25 | -884.657,45 | |
| - davon für Altersversorgung EUR 71.504,55 (Vorjahr: EUR 52.116,45) | -8.237.466,71 | -7.544.738,00 | |
| 6. Abschreibungen | |||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -257.336,33 | -284.603,49 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.910.719,55 | -2.065.779,59 | |
| 8. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne | 771.533,10 | 688.735,49 | |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 4.125,00 | 5.556,90 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.125,00 (Vorjahr: EUR 5.556,90) | |||
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -63.508,28 | -107.844,44 | |
| - davon aus der (saldierten) Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 48.035,36 (Vorjahr: EUR 87.384,93) | |||
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | 292,49 | |
| 12. Ergebnis nach Steuern | 971.460,68 | 565.253,04 | |
| 13. Sonstige Steuern | -6.567,00 | -6.904,90 | |
| 14. Jahresüberschuss | 964.893,68 | 558.348,14 | |
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 761.426,68 | 203.078,54 | |
| 16. Bilanzgewinn | 1.726.320,36 | 761.426,68 |
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2020 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 31.12.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 6.987.191,59 | 66.526,27 | 0,00 | 0,00 | 7.053.717,86 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 31.167,00 | 0,00 | 0,00 | 31.167,00 |
| 6.987.191,59 | 97.693,27 | 0,00 | 0,00 | 7.084.884,86 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 348.806,17 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 348.806,17 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 465.968,64 | 43.298,03 | 0,00 | 0,00 | 509.266,67 |
| 814.774,81 | 43.298,03 | 0,00 | 0,00 | 858.072,84 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.209.745,64 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 5.209.745,64 |
| 5.209.745,64 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 5.209.745,64 | |
| 13.011.712,04 | 140.991,30 | 0,00 | 0,00 | 13.152.703,34 |
| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2020 | Zugänge | Zuschreibungen | Abgänge | 31.12.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 5.857.167,25 | 203.069,84 | 0,00 | 0,00 | 6.060.237,09 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5.857.167,25 | 203.069,84 | 0,00 | 0,00 | 6.060.237,09 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 348.806,17 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 348.806,17 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 387.205,05 | 54.266,49 | 0,00 | 0,00 | 441.471,54 |
| 736.011,22 | 54.266,49 | 0,00 | 0,00 | 790.277,71 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 6.593.178,47 | 257.336,33 | 0,00 | 0,00 | 6.850.514,80 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2020 | 31.12.2019 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 993.480,77 | 1.130.024,34 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 31.167,00 | 0,00 |
| 1.024.647,77 | 1.130.024,34 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 0,00 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 67.795,13 | 78.763,59 |
| 67.795,13 | 78.763,59 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.209.745,64 | 5.209.745,64 |
| 5.209.745,64 | 5.209.745,64 | |
| 6.302.188,54 | 6.418.533,57 |
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die plenum AG:
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der plenum AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und |
| • | vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt, den 20. April 2021
**RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
A. Kramer, Wirtschaftsprüfer
S. Varughese, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2020
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
die plenum AG hat das durch die Corona-Pandemie deutlich beeinträchtigte Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einem deutlich verbesserten Jahresergebnis abgeschlossen. plenum konnte damit ein weiteres Jahr in Folge den in Summe um 3% rückläufigen Markttrend übertreffen.
Auf Basis dieser positiven Entwicklung blicken wir optimistisch in die Zukunft und erwarten nach der Bewältigung der Pandemiefolgen die Fortführung des ertragreichen Wachstumskurses der vergangenen Jahre.
Tätigkeit des Aufsichtsrats und Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Unter den gegebenen, weiterhin herausfordernden Marktbedingungen hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Führung der plenum Aktiengesellschaft beraten und seine Tätigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand sowohl inner- als auch außerhalb von Sitzungen regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Unternehmensentwicklung informieren. Im Rahmen der Überwachung wurde insbesondere die Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit sowie die Wirtschaftlichkeit der Vorstandsarbeit hinterfragt. Die vom Vorstand übermittelten Informationen umfassten insbesondere die Geschäfts- und Liquiditätsentwicklung. Zukunftsgerichtete Geschäftsentscheidungen und Planungen wurden mit dem Vorstand auf Grundlage der vom Vorstand erstatteten Berichte sowie unter Prüfung und Berücksichtigung der jeweiligen konkreten Geschäftsunterlagen bzw. Vorlagen erörtert.
Vor allem erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die geschäftlichen Entwicklungen in den Geschäftsbereichen.
Soweit Entscheidungen des Vorstands der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurde der Aufsichtsrat durch Vorlage der entscheidungserheblichen Informationen und Unterlagen unterrichtet. Erforderliche Zustimmungen wurden nach eingehender Prüfung und Beratung durch Beschlussfassung des Aufsichtsrats erteilt. Bei Entscheidungen von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz war der Vorstand aufgefordert, dem Aufsichtsrat neben der Information im Vorfeld der Entscheidungen regelmäßig auch den Stand der Durchführung erforderlicher Umsetzungsmaßnahmen zu berichten.
Sitzungen des Aufsichtsrats (Schwerpunkte)
In Wahrnehmung seiner Aufgaben tagte der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2020 in vier Sitzungen:
In der Sitzung vom 15. April 2020 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2019 im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Abschließend stimmte der Aufsichtsrat dem Bericht des Abschlussprüfers und dem Ergebnis seiner Prüfungen zu. Der Aufsichtsrat erhob keine Einwendungen und billigte den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss der plenum Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2019 war damit festgestellt.
Abschließend wurden die Vorbereitungen für die Hauptversammlung finalisiert und einvernehmlich beschlossen.
In der Sitzung vom 2. Juli 2020 berichtete der Vorstand zum Gang der Geschäfte und gab einen Ausblick auf das Gesamtjahr. Neben der aktuellen Auftragslage wurden die Finanzlage, insbesondere die Liquidität, die Vertriebsaktivitäten und Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen unter Angabe von Gründen behandelt.
In der Sitzung vom 23. September 2020 berichtete der Vorstand über den Gang der Geschäfte bis zum Ende des 3. Quartals und gab einen Ausblick für das Geschäftsjahr 2020. Des Weiteren wurden die Planungsprämissen für das Geschäftsjahr 2021 fixiert sowie der eingeschlagene Wachstumskurs bestätigt.
In der Sitzung vom 10. Dezember 2020 berichtete der Vorstand zum Gang der Geschäfte im laufenden Jahr, insbesondere zum voraussichtlichen Umsatz und Ergebnis, dem Auftragsbestand, der Auslastung sowie der Personalentwicklung. Auf den Ergebnissen und Erkenntnissen des laufenden Jahres aufbauend wurden die Verbesserungspotenziale des Unternehmens sowie die aktuelle Geschäftsstrategie eingehender besprochen und der Vorstand gebeten, die strategischen Optionen weiter zu vertiefen.
Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand
Mit Ablauf des 31.12.2020 ist Herr Volker Elders aus dem Vorstand der plenum AG ausgeschieden. Wir danken Herrn Elders für seine Arbeit im Vorstand des Unternehmens und dafür, dass er der plenum AG im Rahmen eines Arbeitsvertrages weiterhin unterstützend zur Verfügung steht.
Weitere Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat hat es in 2020 nicht gegeben.
Ausschüsse
Der Aufsichtsrat erfüllt seine Aufgaben stets als Gesamtgremium, das sich aus drei Mitgliedern zusammensetzt. Die Bildung besonderer Ausschüsse erscheint bei einem Aufsichtsrat dieser Größe weder erforderlich noch zweckmäßig.
Prüfung des Jahresabschlusses
Die Hauptversammlung der Gesellschaft am 2. Juli 2020 hat die RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2020 gewählt. Auf der Grundlage dieses Beschlusses hat der Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss zum 31.12.2020 erteilt. Der Abschlussprüfer hat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben.
Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss in seiner Sitzung vom 20. April 2021 erläutert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2020 waren keine Einwendungen des Abschlussprüfers zu erheben. Der Lagebericht vermittelt nach Feststellung des Abschlussprüfers insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens. Die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft sind demnach im Lagebericht zutreffend dargestellt.
Der Jahresabschluss wurde mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, den Jahresabschluss und den Lagebericht selbst geprüft und die Unterlagen im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete dabei ausführlich über das Ergebnis seiner Prüfungen. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden von Vorstand und Abschlussprüfer umfassend beantwortet. Nach Erörterung des Jahresabschlusses stimmte der Aufsichtsrat am 20. April 2021 dem Bericht des Abschlussprüfers und dem Ergebnis seiner Prüfungen zu, erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen und billigte den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss der plenum Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2020 ist damit festgestellt.
Gewinnverwendung
Die plenum AG schließt das Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 965 Tsd. Euro ab. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag sowohl mit Blick auf die Vorsorge für die Gesellschaft als auch die Aktionärsinteressen für angemessen und stimmt ihm zu.
Prüfung der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Der Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2020 wurde dem Aufsichtsrat vorgelegt und von diesem überprüft und gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand Einzelheiten erläutern lassen. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Ebenso wurde der dazugehörige Prüfungsbericht, der von der beauftragten RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt, vorgelegt wurde, im Aufsichtsrat besprochen. Der Abschlussprüfer hat folgenden Vermerk erteilt:
| "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass |
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“ |
Der Aufsichtsrat hat sich auch den Prüfungsbericht erläutern lassen und stimmt dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung durch den Aufsichtsrat sind gegen die Schlusserklärung des Vorstands keine Einwendungen zu erheben.
Der Jahresabschluss und der Bericht nach § 312 AktG sowie die hierzu erstellten Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt worden.
Dem Ergebnis der Prüfung des Berichts nach § 312 AktG durch den Abschlussprüfer schloss sich der Aufsichtsrat ebenfalls an. Der Aufsichtsrat erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts nach § 312 AktG, die im Anhang zum Jahresabschluss wiedergegeben ist.
Der Aufsichtsrat der plenum Aktiengesellschaft dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand sehr herzlich für das große und nachhaltige Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.
Frankfurt, den 20. April 2021
Dr. Walter Herzog, Aufsichtsratsvorsitzender