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Plenum AG — Annual Report 2024
Jun 11, 2025
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Annual Report
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Publication
plenum Aktiengesellschaft
Frankfurt am Main
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024
Bilanz zum 31. Dezember 2024
AKTIVSEITE
| EUR | EUR | Vorjahr EUR |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 574.450,38 | 873.732,66 | |
| II. Sachanlagevermögen | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 353.728,70 | 163.907,69 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.554.872,28 | 10.478.194,20 | |
| 7.483.051,36 | 11.515.834,55 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.614.123,50 | 2.611.516,36 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 876.148,70 | 1.907.498,75 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 535.526,85 | 425.363,97 | |
| 6.025.799,05 | 4.944.379,08 | ||
| II. Guthaben bei Kreditinstituten | 1.996.925,21 | 527.880,47 | |
| 8.022.724,26 | 5.472.259,55 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 87.399,43 | 79.651,51 | |
| D. Aktive latente Steuern | 58.744,02 | 117.487,93 | |
| 15.651.919,07 | 17.185.233,54 | ||
| PASSIVSEITE | |||
| EUR | EUR | Vorjahr EUR |
|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 1.697.426,00 | 1.697.426,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 2.164.513,79 | 2.164.513,79 | |
| III. Bilanzgewinn | 4.542.403,12 | 5.410.779,49 | |
| 8.404.342,91 | 9.272.719,28 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 726.942,41 | 776.593,21 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 315.217,44 | 194.780,44 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 3.797.112,34 | 4.010.980,70 | |
| 4.839.272,19 | 4.982.354,35 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 728.888,90 | 1.093.333,34 | |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 81.753,11 | 113.843,54 | |
| 3. Verbindlicheiten aus Lieferungen und Leistungen | 514.028,10 | 382.721,74 | |
| 4. Verbindlicheiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 420.451,21 | 490.209,00 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 604.438,63 | 732.564,36 | |
| - davon aus Steuern EUR 535.845,67 (Vorjahr: EUR 602.558,53) | 2.349.559,95 | 2.812.671,98 | |
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 11.328,18 (Vorjahr: EUR 6.251,17) | |||
| D. Passive latente Steuern | 58.744,02 | 117.487,93 | |
| 15.651.919,07 | 17.185.233,54 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
| Geschäftsjahr Euro |
Vorjahr Euro |
||
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 23.907.272,10 | 19.055.656,81 | |
| 2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen | 0,00 | -24.642,00 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 82.858,40 | 161.048,13 | |
| 4. Materialaufwand | |||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -3.212.047,92 | -3.058.008,44 | |
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -13.054.747,68 | -9.929.907,76 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -1.843.357,36 | -1.388.569,83 | |
| - davon für Altersversorgung: EUR 110.057,14 (Vorjahr: EUR 109.044,88) | -14.898.105,04 | -11.318.477,59 | |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -434.413,93 | -420.524,96 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.740.297,41 | -2.834.190,09 | |
| 8. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne | 164.653,32 | 818.881,93 | |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -56.927,22 | -67.417,85 | |
| - davon aus der (saldierten) Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 17.784,00 (Vorjahr: EUR 17.857,00) | |||
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -165.708,99 | -306.987,47 | |
| 11. Ergebnis nach Steuern | -352.716,69 | 2.005.338,47 | |
| 12. Sonstige Steuern | -6.431,88 | -8.585,92 | |
| 13. Jahresfehlbetrag (-)/Jahresüberschuss | -359.148,57 | 1.996.752,55 | |
| 14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 4.901.551,69 | 3.414.026,94 | |
| 15. Bilanzgewinn | 4.542.403,12 | 5.410.779,49 |
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
I. Allgemeine Angaben
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Beratungs- und Servicedienstleistungen für Dritte sowie der Erwerb, die Verwaltung und Leitung von Tochterunternehmen, verbundenen Unternehmen oder Beteiligungen, die insbesondere im Bereich der Entwicklung und Implementierung von informationstechnologischen, organisatorischen und geschäftsbezogenen Veränderungen tätig sind.
Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB und des AktG. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.
Die Angaben laut Registergericht lauten:
| Firma: | plenum AG |
| Sitz: | Frankfurt am Main |
| Registergericht: | Frankfurt am Main |
| Handelsregisternummer: | HRB 97164 |
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
Die zugrunde liegende Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben.
Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Wertaufholungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für eine zuvor vorgenommene Abschreibung nicht mehr bestehen.
Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert (fortgeführte Anschaffungskosten) bewertet und werden mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.
Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellkosten unter Berücksichtigung angemessener Verwaltungsgemeinkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet. Soweit diese eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen und unverzinslich sind, wurden sie auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Das Bankguthaben wird zum Nominalwert angesetzt.
Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Bei der Ermittlung latenter Steuern werden bei der plenum AG neben den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Für einen sich insgesamt ergebenden Überhang aktiver latenter Steuern besteht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht. Von diesem Wahlrecht macht die plenum AG keinen Gebrauch.
Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.
Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst.
Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitenden bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten verdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Dabei werden auch künftig zu erwartende Steigerungen der Renten berücksichtigt. Ein Gehaltstrend ist nicht zu berücksichtigen, da die Pensionsverpflichtungen ausschließlich drei Rentenempfänger betreffen.
Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Dieser Zinssatz betrug zum Stichtag 1,90%. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ist ausschüttungsgesperrt (§ 253 Abs. 6 S. 2 HGB).
Die Pensionszusage an ein ehemaliges Vorstandsmitglied ist durch einen Pensionsfonds teilweise abgesichert. Soweit es sich dabei um Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB handelt, wird die Rückstellung mit dem entsprechenden Deckungsvermögen verrechnet. Das verrechnete Deckungsvermögen wird nach § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Entsteht durch die Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser als gesonderter Posten ausgewiesen (§ 266 Abs. 2 Buchst. E HGB). Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen innerhalb des Finanzergebnisses verrechnet. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungskosten, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre.
Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
III. Angaben zur Bilanz
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel gesondert dargestellt.
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Als immaterielle Vermögensgegenstände werden im Wesentlichen die Marken der Gruppe "plenum, Atzelberg und pIMC" und Software-Lizenzen ausgewiesen. Die Marke "plenum" wird über 12 Jahre abgeschrieben.
2. Finanzanlagen
Im Geschäftsjahr 2024 haben sich die Finanzanlagen durch die Verschmelzung der BLUBERRIES GmbH auf die plenum AG (rückwirkend zum 1. Januar 2024) von 10.478 Tsd. EUR auf 6.555 Tsd. EUR verringert.
Zum Anteilsbesitz siehe im Übrigen Textziffer V.4.
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf Grund des gestiegenen Umsatzes um 77% auf 4.614 Tsd. Euro (2.612 Tsd. Euro) gestiegen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 876 Tsd. Euro (31. Dezember 2023: 1.907 Tsd. Euro) betreffen im Wesentlichen gruppeninterne Leistungsverrechnungen. Der deutliche Rückgang ist auf die Verschmelzung der BLUBERRIES GmbH zurückzuführen.
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
4. Latente Steuern
Aktive latente Steuern
Durch die Verschmelzung mit der plenum Management Consulting GmbH entstand zum 01.01.2014 eine passive latente Steuer in Höhe von 766 Tsd. Euro. Diese ergab sich aus der unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Behandlung der zum 01.01.2014 durchgeführten Verschmelzung und wurde entsprechend zum Ende des Geschäftsjahres angepasst. Aufgrund der bestehenden Verlustvorträge in der plenum AG sind zum 01.01.2014 in gleicher Höhe zwingend aktive latente Steuern zu bilden. Der Steuersatz beträgt 31,575%.
Der Stand der aktiven latenten Steuern ist per 31.12.2024: 59 Tsd. Euro (31. Dezember 2023: 117 Tsd. Euro). Die Änderung der Steuersalden wird nachfolgend dargestellt.
Passive latente Steuern
Im Rahmen der Verschmelzung mit der plenum Management Consulting GmbH ist zum 01.01.2014 eine passive latente Steuer in Höhe von 766 Tsd. Euro entstanden. Diese wurde entsprechend zum Ende des Geschäftsjahres auf 59 Tsd. Euro angepasst (Vorjahr: 117 Tsd. Euro). Die wesentliche Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz besteht aus der Aktivierung der Marke "plenum" in der Handelsbilanz, welche insgesamt über 12 Jahre abgeschrieben wird. Der Steuersatz beträgt 31,575%.
Die Steuersalden (in Tsd. Euro) haben sich wie folgt geändert:
| 31.12.2024 | Veränderung | 31.12.2023 | |
|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 59 | -59 | 117 |
| Passive latente Steuern | 59 | -59 | 117 |
5. Eigenkapital
Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2024 in Höhe des Jahresfehlbetrags und der Dividendenauszahlung verringert:
Eigenkapitalentwicklung plenum AG
| Gezeichnetes Kapital TEUR |
Kapitalrücklage TEUR |
Bilanzgewinn TEUR |
Eigenkapital TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Stand 31. Dezember 2022 | 1.697 | 2.165 | 3.753 | 7.615 |
| Dividende | -339 | -339 | ||
| Jahresüberschuss 2023 | 1.997 | 1.997 | ||
| Stand 31. Dezember 2023 | 1.697 | 2.165 | 5.411 | 9.273 |
| Dividende | -509 | -509 | ||
| Jahresfehlbetrag 2024 | -360 | -360 | ||
| Stand 31. Dezember 2024 | 1.697 | 2.165 | 4.542 | 8.404 |
Am 31. Dezember 2024 betrug das gezeichnete Kapital der plenum AG 1.697.426,00 Euro (Vorjahr: 1.697.426,00 Euro), das in 1.697.426 Stückaktien (Vorjahr: 1.697.426 Stückaktien) eingeteilt war.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 17. Juli 2028 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 848.713 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 848.713 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen.
6. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen betreffen Zusagen für die Altersversorgung an ein ehemaliges Vorstandsmitglied und an zwei Angestellte (vormals Mitarbeitende der plenum Management Consulting GmbH). Vom Gesamtbetrag der Rückstellung für Pensionszusagen entfällt ein Betrag von 278 Tsd. Euro (Vorjahr: 289 Tsd. Euro) an ein ehemaliges Vorstandsmitglied. Diese Pensionszusage ist durch einen Pensionsfonds teilweise abgesichert. Die Entwicklung zum Stichtag stellt sich wie folgt dar:
| Pensionsrückstellungen | 31.12.2024 TEUR |
31.12.2023 TEUR |
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der Pensionszusagen | 919 | 959 |
| Aktivwert des Deckungsvermögens | 191 | 182 |
| Anschaffungskosten des Deckungsvermögens | 230 | 230 |
Zum 31. Dezember 2024 sind die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens höher als der Aktivwert des Deckungsvermögens, woraus ein ausschüttungsgesperrter Differenzbetrag in Höhe von 0 Euro resultiert.
Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen im Sinne des § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt -5 Tsd. Euro (Vorjahr 7 Tsd. Euro); insoweit bestünde keine Ausschüttungssperre.
Zudem ergab sich ein Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Rückstellungen in Höhe von 18 Tsd. Euro (Vorjahr 18 Tsd. Euro). Der Zinsertrag aus dem Deckungsvermögen beträgt 25 Tsd. Euro (Vorjahr 18 Tsd. Euro).
Die Steuerrückstellungen beinhalten neben dem laufenden Geschäftsjahr (146 Tsd. Euro) auch die Steuerrückstellungen für 2023 (170 Tsd. Euro), da noch keine Bescheide ergangen sind.
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für den Erwerb der RFC Professionals GmbH (1.024 Tsd. Euro) sowie für Personal (2.389 Tsd. Euro) und ausstehende Rechnungen (192 Tsd. Euro) enthalten.
7. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind ggü. dem Vorjahr um insgesamt 463 Tsd. Euro zurückgegangen. Davon entfallen 364 Tsd. Euro auf die planmäßige Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben 364 Tsd. Euro (Vorjahr 364 Tsd. Euro) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und 364 Tsd. Euro (Vorjahr 729 Tsd. Euro) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.621 Tsd. Euro (Vorjahr 1.719 Tsd. Euro) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Für die Büroräume besteht ein Mietverhältnis bis März 2031. Die Verpflichtungen aus Büromiete und Kfz-Leasing belaufen sich insgesamt auf rund 550 Tsd. Euro pro Jahr.
IV. Angaben zur GuV
1. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 83 Tsd. Euro (Vorjahr 161 Tsd. Euro) beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 42 Tsd. Euro, die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Aus Währungsumrechnung ergeben sich Erträge von 1 Tsd. Euro (Vorjahr 2 Tsd. Euro).
2. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere durch den Verlust aus der Verschmelzung der BLUBERRIES GmbH von 2.419 Tsd. EUR stark angestiegen. Der weitere Anstieg resultiert hauptsächlich aus gestiegenen Reisekosten sowie den Aufwänden für Fortbildung und Leasing.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 62 Tsd. Euro, die im Wesentlichen aus der Ausbuchung von Altforderungen resultieren. Aus Währungsumrechnung ergeben sich wie im Vorjahr Aufwendungen in Höhe von 8 Tsd. Euro.
V. Sonstige Angaben
1. Mitarbeitende
Zum Geschäftsjahresultimo 2024 waren 158 Mitarbeitende bzw. durchschnittlich 147 Mitarbeitende (Vorjahr 103) bei der plenum AG beschäftigt. Davon waren 118 beratend, 14 in der Verwaltung und 15 als Aushilfe tätig.
2. Aufsichtsrat
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates sind die folgenden Herren bestellt:
| Name | Beruf | Mandate* |
|---|---|---|
| Dr. Walter Herzog, | Unternehmensberater | Keine weiteren Mandate |
| - Vorsitzender - | ||
| Thies Eggers | Wirtschaftsprüfer und Steuerberater | - Aufsichtsrat der Allgeier SE, München (stellvertretender Vorsitzender) bis 13.06. 2023 |
| - stellvertretender | - Aufsichtsrat der Bayerische Gewerbebau AG, München (Vorsitzender) | |
| Vorsitzender - | - Aufsichtsrat der SBF AG, Leipzig | |
| (bis 09.07.2024) | - Aufsichtsrat der Foodhub e.G., München | |
| Dr. Klaus Freihube | Dipl.-Kaufmann | Keine weiteren Mandate |
| Dr. Rolf Scheffels (seit 09.07.2024) | Dipl.-Kaufmann | - Mitglied des Aufsichtsrates der Preh GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale |
| - Mitglied des Verwaltungsrates der Storz Medical AG, Tägerwilen, Schweiz |
* Hier werden die Mandate in weiteren Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen angegeben.
Die gewährten Aufsichtsratsvergütungen für 2024 betragen 90 Tsd. Euro (Vorjahr: 95 Tsd. Euro).
3. Vorstand
Als Vorstand der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2024 Herr Ulf Wohlers bestellt. Der Vorstand hatte keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften.
4. Angaben zu Beteiligungen
| Beteiligungen plenum AG | Anteil am Kapital 31.12.2024 in % |
Eigenkapital 31.12.2024 TEUR |
Ergebnis 2024 TEUR |
|---|---|---|---|
| RFC Professionals GmbH, Frankfurt am Main | 100 | 761 | 0 |
| plenum AG (Schweiz), Zürich | 100 | 114 | 4 |
Die RFC Professionals GmbH ist seit 01.12.2021 Teil der plenum Gruppe. Mit Wirkung zum 25. Juli 2023 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der RFC Professionals GmbH und der plenum AG geschlossen.
Die plenum AG (Schweiz) wurde mit Wirkung zum 01.07.2021 mit Sitz in Zürich als 100% Tochter der plenum AG gegründet.
Die BLUBERRIES GmbH wurde mit der Handelsregistereintragung am 02.08.2024 mit Wirkung zum 01.01.2024 rückwirkend zu Buchwerten auf die plenum AG verschmolzen und ist dementsprechend nicht mehr im Beteiligungsspiegel enthalten.
Die plenum AG, Frankfurt, erstellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss gemäß HGB-Vorschriften (größter und kleinster Konsolidierungskreis), der unter folgender Internetadresse erhältlich ist: https://www.plenum.de/untemehmen/investor-relations und im Bundesanzeiger veröffentlich wird.
5. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.
6. Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt in der Hauptversammlung vor, von dem Bilanzgewinn in Höhe von 4.542 Tsd. Euro eine Bardividende in Höhe von 0,33 Euro pro Aktie oder in Summe 560 Tsd. Euro an die Aktionäre auszuschütten und den restlichen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
7. Angabe nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Am 01.04.2014 wurde der Gesellschaft mitgeteilt, dass die FTMK Holding GmbH eine Beteiligung von mehr als 25% des Grundkapitals und damit eine wesentliche Beteiligung i.S. des § 20 Abs. 1 AktG an der plenum AG übernommen hat. Die SF Holding GmbH hält mittelbar über die FTMK Holding GmbH eine Beteiligung von mehr als 25% des Grundkapitals und damit eine wesentliche Beteiligung i.S. des § 20 Abs. 1 AktG an der plenum AG.
Frankfurt, den 29. April 2025
Der Vorstand
Ulf Wohlers
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2024 EUR |
Zugänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2024 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.251.414,44 | 0,00 | 0,00 | 3.965.639,87 | 3.285.774,57 |
| 7.251.414,44 | 0,00 | 0,00 | 3.965.639,87 | 3.285.774,57 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 348.806,17 | 0,00 | 348.806,17 | 0,00 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 816.182,07 | 327.154,14 | 0,00 | 627.175,76 | 516.160,45 |
| 1.164.988,24 | 327.154,14 | 0,00 | 975.981,93 | 516.160,45 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.478.194,20 | 33.000,00 | 0,00 | 3.956.321,92 | 6.554.872,28 |
| 33.000,00 | 0,00 | 3.956.321,92 | 6.554.872,28 | ||
| 18.894.596,88 | 360.154,14 | 0,00 | 8.897.943,72 | 10.356.807,30 |
| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2024 EUR |
Zugänge EUR |
Zuschreibungen EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2024 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 6.377.680,78 | 299.283,28 | 3.965.639,87 | 2.711.324,19 | |
| 6.377.680,78 | 299.283,28 | 0,00 | 3.965.639,87 | 2.711.324,19 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 348.806,17 | 0,00 | 0,00 | 348.806,17 | 0,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 652.274,38 | 135.130,65 | 0,00 | 624.973,28 | 162.431,75 |
| 1.001.080,55 | 135.130,65 | 0,00 | 973.779,45 | 162.431,75 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 7.378.761,33 | 434.413,93 | 0,00 | 4.939.419,32 | 2.873.755,94 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2024 EUR |
31.12.2023 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 574.450,38 | 873.732,66 |
| 574.450,38 | 873.732,66 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 0,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 353.728,70 | 163.907,69 |
| 353.728,70 | 163.907,69 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.554.872,28 | 10.478.194,20 |
| 6.554.872,28 | 10.478.194,20 | |
| 7.483.051,36 | 11.515.834,55 |
Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024
der plenum AG
VORBEMERKUNG
Der Konzernlagebericht der plenum Gruppe, bestehend aus der plenum AG - als Muttergesellschaft des plenum-Konzerns - und ihren konsolidierten Tochtergesellschaften, wurde mit dem Lagebericht der plenum AG für das Geschäftsjahr 2024 zusammengefasst (§ 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 298 Abs.
2 HGB). Die Aufstellung und die Prüfung des vorliegenden Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts zum 31. Dezember 2024 nach HGB erfolgt auf freiwilliger Basis.
I. Grundlage der plenum AG und des Konzerns
Die plenum AG ist eine auf die Schnittstelle von Business und IT fokussierte Management Beratung. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Weiterentwicklung und Absicherung ihrer Geschäftsmodelle im Hinblick auf die Potenziale der Digitalisierung sowie der konsistenten Umsetzung regulatorischer Vorgaben.
Das Geschäftsmodell der plenum Gesellschaften ist im Kern auf den Aufbau, die Erhaltung und Vermarktung von aktuellem und lösungsrelevantem Know-how in definierten Themenfeldern und Branchen ausgerichtet. Neben der Durchführung und Begleitung von Veränderungsprojekten der Kunden, die nach zeitlichem Einsatz oder im Festpreis verrechnet werden, beinhaltet das Geschäftsmodell auch die Möglichkeit, darüberhinausgehende, nicht personengebundene Professional Services und Dienstleistungen oder Software anzubieten. Im Mittelpunkt steht immer die Befähigung des Kunden selbst.
Das operative Geschäft der plenum Gruppe verteilt sich seit August 2024 auf fünf Gesellschaften: plenum AG, plenum AG (Schweiz), RFC Professionals GmbH, RFC Professionals GmbH (Austria) sowie die RFC Excellence GmbH. Die bisherige Tochtergesellschaft BLUBERRIES GmbH wurde im Geschäftsjahr 2024 rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die plenum AG verschmolzen.

Die plenum AG ist die zentrale Organisationseinheit der plenum Gruppe; sie fungiert als Konzernmutter und Serviceprovider für die Tochtergesellschaften.
Der Vorstand der plenum AG führt die Geschäfte mit Hilfe eines operativen Management Boards, dem aktuell vier Managing Partner angehören. Die Managing Partner verantworten neben ihren Vertriebsaufgaben jeweils definierte Funktionsbereiche der Gesellschaft. Die plenum AG (CH), die RFC Professionals GmbH sowie die plenum consulting GmbH (Wien) werden als integrale Bestandteile der plenum Gruppe gesteuert.
Internes Steuerungssystem
Die plenum Gruppe verfügt über ein etabliertes internes Steuerungssystem in Form eines angemessenen Projekt- und Finanzreportings auf Basis von Microsoft Business Central. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das Konzern-EBITDA bzw. für die plenum AG und die weiteren Konzerngesellschaften das EBITDA. Das Reporting wird inkl. Forecast und weiteren nicht finanziellen Kennzahlen monatlich aktualisiert und dem erweiterten Management zur Steuerung zur Verfügung gestellt. Im Sinne einer einheitlichen und klaren Steuerung innerhalb der Gruppe wurden die Steuerungsgrößen der plenum AG analog umgesetzt.
Darüber hinaus werden sämtliche liquiden Mittel des Konzerns durch das zentrale Cash Management der plenum AG verwaltet. Geschäftsverlauf, Lage und Risiken des Mutterunternehmens und des Konzerns stimmen weitgehend überein.
Compliance
Die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und übergreifender Regeln wird durch eine dezidierte Compliance Einheit überwacht und sichergestellt. In diesem Rahmen wurden ein übergreifendes Anweisungswesen aufgebaut und Richtlinien erstellt, die verbindlich für alle Mitarbeitenden des Unternehmens gelten. Zur Berücksichtigung besonderer Themenbereiche (u.a. Informationssicherheit und Datenschutz) wurden zudem "beauftragte" Personen ernannt und ausgebildet.
Nachhaltigkeitsbericht
Als wachsendes Unternehmen sind wir uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und kommen dieser entsprechend unserer Leistungsfähigkeit nach. Nachhaltigkeit ist daher fest in unseren Werten und Leitlinien verankert. Im Geschäftsjahr 2024 hat plenum zum dritten Mal in Folge einen Nachhaltigkeitsbericht im Einklang mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) veröffentlicht, in dem unsere Aktivitäten in diesem Feld transparent kommuniziert und Veränderungsentwicklungen in Bezug auf die plenum Nachhaltigkeitsstrategie nachvollziehbar dargestellt werden. Der Nachhaltigkeitsbericht unterlag keiner Prüfung oder prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer der plenum AG.
Der plenum Nachhaltigkeitsbericht wird auf unserer Homepage unter https://www.plenum.de/unter-nehmen/investor-relations zur Verfügung gestellt.
Wirtschaftsbericht
II. Markt- und Branchenentwicklung
Beratermarkt
Der Beratungsmarkt hat im vergangenen Jahr an Dynamik verloren. Das Wachstum betrug gemäß der jährlichen BDU Studie Fact&Figures 2024 lediglich 4,3%. Damit liegt dieses abermals unter dem 10-Jahresdurchschnitt, welcher von rund 8% auf 6,8% gesunken ist. Im Vergleich zur stagnierenden Gesamtwirtschaft entwickelt sich die Beratungsbranche damit zwar noch verhältnismäßig gut, aber die Verunsicherungen und branchenübergreifenden Investitionszurückhaltungen im Lichte diverser politischer und wirtschaftlicher Krisen dämpfen letztlich auch das Potenzial für das Beratungsgeschäft.
Anders als im Vorjahr konnten die großen Beratungsgesellschaften mit einem Umsatz von über 50 Mio. Euro ihre Größenvorteile im Jahr 2024 nicht ausspielen. Mit nur 3,7% Wachstum liegt die Entwicklung für dieses Segment hinter den mittelgroßen Gesellschaften, die sich mit einem Wachstum von rund 6,2% besser behaupten konnten. Hier spielen offenbar insbesondere die höhere Spezialisierung sowie die Nähe zum Kunden eine positive Rolle.
Ein Blick auf die Beratungsfelder und Branchen zeigt, dass u.a. die Themen Nachhaltigkeit (+12,6%), Künstliche Intelligenz (KI) (+10,5%) und IT Datenschutz und Sicherheit (+7,8%) jeweils gute Wachstumswerte bei kleinen Marktanteilen aufzeigen. In der Branchenperspektive haben insbesondere die Energie-/Versorgungswirtschaft (10,9%) und Kreditinstitute (8,2%) hinter dem Bereich Healthcare (11,4%) zugelegt. Die Versicherungsbranche hat nach einem zweistelligen Wachstum im Vorjahr mit 2,7% Wachstum eine Atempause bei einem hohen Marktanteil von über 12% eingelegt.
Trotz der verringerten Wachstumsdynamik zeigt sich, dass der Markt für Unternehmensberatungsdienstleistungen unter dem Strich auch in Krisensituationen resilient ist. Der Konsolidierungsdruck innerhalb der Branche bleibt jedoch durch die höhere Preissensibilität auf der Kundenseite, aber auch durch den steigenden Investitionsbedarf in Talente, Expertise und technische Werkzeuge in Verbindung mit künstlicher Intelligenz anhaltend hoch.
III. Geschäftsentwicklung 2024
Auftragseingang, Umsatzerlöse und Auftragsbestand
| in Tsd. Euro | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Auftragseingang | 33.362 | 29.780 |
| Umsatzerlöse | 29.424 | 28.878 |
| Auftragsbestand | 9.471 | 5.534 |
Der Auftragseingang ist um rund 12% auf ca. 33.362 Tsd. Euro gestiegen. Der starke Anstieg des Auftragsbestands um 3.937 Tsd. Euro auf 9.471 der Aufträge zum Jahresultimo reflektiert im Wesentlichen das schwankende Auftragsvergabeverhalten vieler Kunden zum Jahresultimo.
Regionale Umsatzverteilung
Der Auslandsumsatz ist mit einem Anteil von 9,1% (VJ 3,4%) am Gesamtumsatz oder 2.675 Tsd. Euro deutlich gestiegen. Rund zwei Drittel des Auslandsumsatzes sind auf ein langfristiges Engagement in Großbritannien zurückzuführen. Die verbleibenden Auslandsumsätze sind im europäischen Ausland, insbesondere Österreich, entstanden, wo plenum mit einer eigenen Gesellschaft vor Ort präsent ist.
Umsatzverteilung nach Branchen
plenum erwirtschaftete rund 93% der Gesamtleistung in den drei Fokusbranchen Finanzinstitute, Versicherungen und in der Energiewirtschaft, inkl. der Mobilitätsbranche. Die Energieeinheit konnte ihren Umsatzanteil im Einklang mit der positiven Marktentwicklung auf 41% steigern und damit die hohe Veränderungsgeschwindigkeit in der Energiebranche aktiv nutzen. Der Anteil des Geschäfts mit Finanzinstituten ist hingegen in einem schwierigen Marktumfeld und aufgrund interner personeller Veränderungen auf 37% zurückgegangen. Der Versicherungsbereich hat sich hingegen mit einem dynamischen Wachstum um gut 33% weiter auf nun 16% vergrößert und die Lieferfähigkeit für diese Branche nachhaltig gestärkt.
Die Umsätze außerhalb der Kernbranchen steigen insbesondere bei Kunden aus dem industriellen Mittelstand im Kontext von Nachhaltigkeits- und Cyber Resilienz Fragestellungen deutlich an. Entsprechend der gewachsenen Nachfrage wird plenum zukünftig ein gesondertes Marktteam aufbauen, um den spezifischen Anforderungen des industriellen Mittelstandes in diesen Fragestellungen gerecht zu werden.
Die Umsatzverschiebungen zwischen den Branchenschwerpunkten sind für uns ein positiver Indikator für die interne Zusammenarbeit und Resilienz der plenum Organisation in Bezug auf kurzfristige Nachfrageschwankungen.
| Branchen | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Finanzinstitute | 37% | 46% |
| Energie & Mobilität | 41% | 37% |
| Versicherungen | 16% | 12% |
| Sonstige | 7% | 6% |
Beratungsschwerpunkte & Projekte 2024
Das Projektportfolio der plenum Gruppe wird traditionell von den Themen der digitalen Transformation bzw. der Modernisierung organisatorischer oder technischer Strukturen sowie von der Umsetzung regulatorischer Vorgaben wie der DORA Richtlinie in unseren Kernbranchen dominiert.
Mit Blick auf die zunehmenden politischen Krisen und aufbrechenden globalen Wertschöpfungsketten haben wir im vergangenen Jahr jedoch eine stärkere Fokussierung unserer Kunden auf die Effektivität und Effizienz der implementierten Steuerungs- und Sicherungsprozesse, als auf eine minimalistische Umsetzung der Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen beobachtet. Das Ziel ist nun primär die Schaffung einer umfassenden Resilienz für die Organisation, mit der sowohl die Wahrscheinlichkeit zunimmt, externe Störungen und Cyberattacken abzuwehren, als auch die Verwundbarkeit sowie die Wiederherstellungszeiten nach unvermeidbaren Cybervorfällen reduziert werden.
Neben der Resilienz der Geschäftsmodelle nahmen Fragestellungen zur Sicherung und/oder Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Sinne von Agilität und Kosten der Geschäftsmodelle einen größeren Raum der Kundenfragestellungen ein. Die branchenübergreifend dringend erforderlichen IT-Modernisierungen in technischer und organisatorischer Perspektive sind hier regelmäßig der Schlüssel, um auf die veränderlichen Anforderungen an die Produktion oder den Vertrieb reagieren zu können. Letztlich sind diese natürlich auch die Basis für die Resilienz des Unternehmens.
In diesem Kontext konnten wir unsere Kunden im vergangenen Geschäftsjahr im Rahmen von IT Strategie-Reviews sowie bei der Umsetzung von Post-Merger-Integrationen oder auch bei der Transformation von IT Plattformen hin zu Cloud orientierten Architekturen branchenübergreifend unterstützen.
Die durch plenum begleiteten Projekte im Nachhaltigkeitskontext bedienen regelmäßig beide Aspekte. Hier geht es vielfach sowohl um die pragmatische Umsetzung aufsichtsrechtlicher Anforderungen im Sinne der CSRD als auch um die strategische Positionierung des Geschäftsmodells gegenüber Kunden, Mitarbeitenden und Kapitalgebern, bei denen die ESG-Faktoren zunehmend eine Rolle spielen. Zur Verankerung der Prozesse in der Organisation sowie als Nachweis der ESG-Bemühungen ggü. externen Stakeholdern unterstützt plenum entsprechende Zertifizierungsvorbereitungen.
Neben Projekten zur strategischen ESG-Positionierung und Zertifizierung nimmt das Interesse an der Auswahl und Implementierung unterstützender Managementsoftware deutlich zu. plenum hat hier innerhalb kurzer Zeit eine breite Erfahrung mit relevanten Providern aufgebaut und Partnerschaften im Sinne eines umfassenden Beratungsansatzes geschlossen.
Die thematischen Schwerpunkte unserer Beratungsprojekte haben sich im zurückliegenden Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| 2024 | 2023 | |
|---|---|---|
| CIO Advisory | 46% | 50% |
| Process Advisory | 21% | 23% |
| Übergreifende Themen | 16% | 12% |
| Risk & Compliance Advisory | 9% | 7% |
| Platform Transformation Advisory | 10% | 7% |
Mit dem Ausbau unserer technischen Fähigkeiten ziehen verstärkt intelligente, teilweise KI-gestützte Werkzeuge in unseren Beratungsalltag auf Kundenprojekten oder in der internen Fach- und Research Arbeit mit deutlichen Effizienzgewinnen für unsere Kunden und plenum ein.
Die Bereiche Services und Software wurden auch im Geschäftsjahr 2024 nicht wesentlich über die bereits bestehenden Mandate als Informationssicherheitsbeauftragter oder Datenschutzbeauftragter ausgebaut. Für die Zukunft bleibt der Aufbau von wiederkehrenden Umsätzen aus Services und Software u.a. auch in Bezug auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz gleichwohl ein strategisches Ziel.
IV. Ertragslage
Umsatz
| in Tsd. Euro | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 29.424 | 28.878 |
Der Umsatz der plenum Gruppe ist im Geschäftsjahr 2024 um 2% lediglich leicht angestiegen. Aufgrund unerwarteter Projektunterbrechungen und einem besonders hohen Krankenstand entsprach die Umsatzentwicklung insbesondere in Q4/2024 nicht den Erwartungen. Die Jahresgesamtleistung hat sich in einem herausfordernden Beratungs- und Bewerbermarkt damit zwar stabil entwickelt. Das Wachstumsziel von zuletzt 8% wurde damit gleichwohl deutlich unterschritten.
Bestandsveränderung Unfertige Leistungen
| in Tsd. Euro | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Bestandsveränderung Unfertige Erzeugnisse | -5 | -28 |
| in % vom Umsatz | 0,0% | 0,1% |
Es wurden mit wenigen Ausnahmen aufgrund der laufenden Jahresabschlussaktivitäten alle Leistungen periodengerecht im Geschäftsjahr 2024 abgerechnet. Zum Jahresultimo gibt es weder strittige Leistungen noch Zahlungsausfälle.
Sonstige betriebliche Erträge
| in Tsd. Euro | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge | 364 | 408 |
| in % vom Umsatz | 1,2% | 1,4% |
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 44 Tsd. Euro zurückgegangen. Sie resultieren in Teilen aus der der Weiterbelastung von Software-Kosten, Auflösung von Rückstellungen und Versicherungsentschädigungen. Bezogen auf den gestiegenen Gesamtumsatz ist die Veränderung nicht signifikant.
Materialaufwand
| in Tsd. Euro | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 4.500 | 5.093 |
| in % vom Umsatz | 15,3% | 17,6% |
Der Materialaufwand ist in Relation zum Umsatz um 2,3 Prozentpunkte bzw. 13% gesunken. Dies entspricht weitgehend dem um 14% zurückgegangenen Umsatz mit externen Dienstleistern.
Personalaufwand
| in Tsd. Euro | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Personalaufwand | 18.256 | 17.315 |
| in % vom Umsatz | 62,0% | 60,0% |
Der Personalaufwand ist in der Berichtsperiode um 5% auf 18.256 Tsd. Euro gestiegen. Dabei ist der Anstieg in großen Teilen auf die wachsende Belegschaft (ca. 14%) sowie auf den zunehmenden Lohndruck im aktuellen Inflationsumfeld zurückzuführen. In Relation zum Umsatz hat sich der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2024 u.a. aufgrund des höheren Eigenanteils am Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2 Prozentpunkte oder 3% erhöht.
Abschreibungen
| in Tsd. Euro | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Abschreibungen | 1.444 | 1.657 |
| in % vom Umsatz | 4,9% | 5,7% |
Die Abschreibungen sind im Wesentlichen aufgrund der rückläufigen bilanziellen Firmenwerte um 212 Tsd. Euro gesunken.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
| in Tsd. Euro | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Aufwendungen* | 3.967 | 3.740 |
| in % vom Umsatz | 13% | 13% |
* inkl. der sonstigen Steuern
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wie in den Vorjahren mit dem wachsenden Geschäftsvolumen um 6% angestiegen. Die Reise- und Personalbeschaffungskosten bilden hierbei den größten Anteil. Die Betriebskostenquote liegt wie im Vorjahr bei 13%.
Finanzergebnis, Steuern
| in Tsd. Euro | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Finanzergebnis | -59 | -69 |
| Steuern von Einkommen und Ertrag | -557 | -825 |
Das Finanzergebnis hat sich aufgrund des veränderten Zinsumfeldes und sinkendem Fremdkapital um 10 Tsd. Euro verbessert, und die Steueraufwände haben sich um 268 Tsd. Euro reduziert. Die RFC Professionals GmbH wurde im Geschäftsjahr in die steuerliche Organschaft mit der plenum AG einbezogen. Hierdurch konnten die Verlustvorträge der RFC Professionals GmbH genutzt und die Gewerbe- und Körperschaftsteuer um 121 Tsd. Euro gesenkt werden. Außerdem fallen die Steuerrückstellungen für die plenum AG geringer aus (-141 Tsd. Euro).
Konzernergebnis
| in Tsd. Euro | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| EBITDA | 3.061 | 3.110 |
| EBIT | 1.617 | 1.453 |
| Konzernergebnis | 1.002 | 560 |
Die zentrale Steuerungsgröße der plenum Gruppe, das operative Ergebnis (EBITDA), liegt mit 3.061 Tsd. Euro auf Vorjahresniveau. Die EBITDA Marge liegt mit 10,5% oberhalb des im Emittentenbericht kommunizierten Erwartungskorridors von 8% bis 10%. Das Konzernergebnis liegt im Geschäftsjahr 2024 mit 1.002 Tsd. Euro deutlich über dem Vorjahresergebnis von 560 Tsd. Euro.
V. Vermögens- und Finanzlage
Mittelzufluss
| in Tsd. Euro | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 2.885 | 2.559 |
| Veränderung der liquiden Mittel | 326 | -1.105 |
Die Liquiden Mittel sind zum Ende des Berichtszeitraumes um 326 Tsd. Euro auf 2.885 Tsd. Euro (2.559 Tsd. Euro) gestiegen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit 2.637 Tsd. Euro (2.228 Tsd. Euro) deutlich positiv und höher als der Vorjahreswert. Daneben sind auch die Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit mit -1.371 Tsd. Euro (-2.247 Tsd. Euro) bzw. -938 Tsd. Euro (-1.082 Tsd. Euro) ggü. dem Vorjahr verbessert.
Die Bilanzsumme ist ggü. dem Vorjahr um 10% auf 13.924 Tsd. Euro (15.455 Tsd. Euro) zurückgegangen. Der Bilanzgewinn steigt um den fortgeschriebenen Jahresüberschuss in Höhe von 1.002 Tsd. Euro und nach Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 509 auf 1.712 Tsd. Euro (1.220 Tsd. Euro).
Das Anlagevermögen verringert sich im Wesentlichen aufgrund der planmäßigen Abschreibungen um 20%. Das Umlaufvermögen steigt leicht um rund 233 Tsd. Euro. Gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-200 Tsd. Euro) stehen ein Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände (112 Tsd. Euro) und der Guthaben bei Kreditinstituten (326 Tsd. Euro) gegenüber.
Die Passivseite zeigt ein um gut 10% verbessertes Eigenkapital sowie deutlich um 28% auf 2.218 Tsd. Euro (3.073 Tsd. Euro) reduzierte Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten wurden planmäßig um 364 Tsd. Euro zurückgeführt. Gleiches gilt für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-270 Tsd. Euro) für externe Ressourcen und die sonstigen Verbindlichkeiten (-133 Tsd. Euro, Steuern). Die Tilgung der zur Finanzierung der Akquisitionen aufgenommenen Kredite erfolgt planmäßig. Der Verschuldungsgrad der plenum Gruppe sinkt deutlich auf 40% (61%).
Die Rückstellungen sind in Summe um 887 Tsd. Euro zurückgegangen. Dabei zeichnet der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um 1.004 Tsd. Euro die Entwicklung der Earn Out Verpflichtungen nach, während die Steuerrückstellungen aufgrund der Mindestbesteuerung um 167 Tsd. Euro steigen.
Die plenum AG und ihre Tochtergesellschaften betreiben das Geschäft in gemieteten Geschäftsräumen. Des Weiteren ist die Betriebs- und Geschäftsausstattung teilweise geleast. Die angemieteten und geleasten Gegenstände können bei der plenum AG und ihren Tochtergesellschaften nicht aktiviert werden.
VI. Erläuterungen zur plenum AG
Die plenum AG ist das Mutterunternehmen des plenum Konzerns. Die plenum AG hält die seit Mitte 2021 bestehende plenum AG (Schweiz) sowie die 2012 formierte RFC Professionals GmbH inkl. ihrer Tochterunternehmen (RFC Excellence GmbH, Frankfurt a.M., RFC Professionals GmbH (Austria)) zu jeweils 100% als Tochterunternehmen. Die BLUBERRIES GmbH wurde mit Handelsregistereintragung am 2. August 2024 mit Wirkung zum 1. Januar 2024 auf die plenum AG verschmolzen. Der Jahresabschluss der plenum AG wird nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.
Ertragslage der plenum AG
Die plenum AG fungiert als Muttergesellschaft der plenum Gruppe sowohl als operative Einheit für einen großen Teil des operativen Geschäfts als auch als gruppeninterne Serviceeinheit. In dieser Funktion erbringt die plenum AG die internen Geschäftsfunktionen für die weiteren Bestandteile der Gruppe. Das Kundengeschäft wird in Abhängigkeit bestehender Rahmenverträge über die plenum AG oder eine ihrer Töchter abgebildet, so dass in den Geschäftszahlen der AG deutliche Schwankungen entstehen können. Die Gruppe wird über die Konzernperspektive geführt.
Die Geschäftsentwicklung entspricht der Konzernperspektive. Der Umsatz ist aufgrund interner Leistungsverrechnungen überproportional auf 23.907 Tsd. Euro (19.056 Tsd. Euro) gestiegen. Dem gegenüber wirkt sich der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 5.740 Tsd. Euro (2.834) negativ aus, der im Wesentlichen aus dem Verlust aus der Verschmelzung der BLUBERRIES GmbH (2.419 Tsd. Euro) resultiert.
Der Personalaufwand ist ebenso im Zuge der Verschmelzung der BLUBERRIES GmbH sowie der sukzessiven Überführung der Mitarbeiter von der RFC Professionals GmbH auf die plenum AG überproportional auf 14.898 Tsd. Euro (11.318 Tsd. Euro) gestiegen.
Eine gesonderte Jahresprognose für die plenum AG wurde aufgrund der Konzernabhängigkeiten nicht abgegeben. Das operative Ergebnis (EBITDA) der plenum AG liegt aufgrund der Verschmelzung der BLUBERRIES GmbH mit 133 Tsd. Euro um 1.840 Tsd. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert.
Vermögenslage der plenum AG
Die Vermögensstruktur der plenum AG weist zum Bilanzstichtag ein Anlagevermögen von 48% (67%) aus. Die Veränderung spiegelt im Wesentlichen die Abgänge in Höhe von 3.956 Tsd. Euro in den Finanzanlagen mit 6.555 Tsd. Euro (10.478 Tsd. Euro) im Zuge der Verschmelzung wider. Das Umlaufvermögen ist durch deutlich steigende Forderungen und einem gestiegenen Guthaben bei Kreditinstituten auf 51% (32%) der Bilanzsumme angestiegen. Die Rechnungsabgrenzungsposten und Aktive latente Steuern machen 1% der Bilanzsumme aus.
Auf der Passivseite ist das Eigenkapital in Höhe des Jahresfehlbetrags und der Dividendenausschüttung sowie der im Zuge der Verschmelzung aufgelösten Finanzanlagen um 868 Tsd. Euro auf 8.404 Tsd. Euro (9.273 Tsd. Euro) gesunken. Die Eigenkapitalquote beläuft sich bei einer leicht gesunkenen Bilanzsumme von 15.652 Tsd. Euro (17.185 Tsd. Euro) damit auf 54% (54%).
Das voll eingezahlte Grundkapital der plenum AG ist eingeteilt in 1.697.426 auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).
Als Vorstand der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2024 Herr Ulf Wohlers bestellt.
Finanzlage der plenum AG
Im Jahresverlauf wurden keine neuen Investitionen in Finanzanlagen getätigt.
Die zur Finanzierung der Akquisitionen aufgenommenen Kredite werden planmäßig zurückgeführt. Das ausstehende Kreditvolumen beläuft sich zum Jahresultimo 2024 auf 729 Tsd. Euro nach 1.093 Tsd. Euro zum Vorjahresultimo.
Die Liquidität der Gesellschaft war das ganze Jahr über gesichert. plenum war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war bezogen auf das Gesamtjahr 2024 positiv. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 1.997 Tsd. Euro und sind damit um 1.469 Tsd. Euro höher als im Vorjahr.
VII. Mitarbeitende
Aus- und Weiterbildung
Die Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die plenum Gruppe. Vor diesem Hintergrund haben wir über die letzten Jahre mit der "plenum School" ein Weiterbildungsprogramm etabliert, welches von allen Professionals durchlaufen wird. Das Programm zielt neben fachlichen Inhalten insbesondere auf beraterische Fähigkeiten (Soft Skills) ab. Innovative eLearning-Angebote runden das Angebot für die Mitarbeitenden ab, um den individuellen Weiterbildungsanforderungen flexibel gerecht zu werden.
Entwicklung der Belegschaft
Die plenum Gruppe hat zum Jahresultimo 2024 168 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten hat sich damit im Betrachtungszeitraum um rund 14% von 149 auf 170 Mitarbeitende erhöht.
Die Fluktuation ist aufgrund eines Einzelereignisses deutlich auf 21% gestiegen und bewegt sich damit auf einem unerwartet hohen Niveau, nachdem die Zielmarke von rund 15% in den Vorjahren regelmäßig erreicht wurde. Die um das Einzelereignis bereinigte Situation liegt weiterhin im unteren Rahmen des in der Branche üblichen Niveaus von 15-25%. Die Investitionen in die Personalentwicklung sowie der Ausbau des Recruiting haben diesen kritischen Erfolgsfaktor für das plenum Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren nachhaltig verbessert.
Darüber hinaus haben das hybride Arbeiten in einem unserer attraktiven Standorte, beim Kunden oder im Homeoffice, die verringerte Reisetätigkeit sowie unsere flexiblen Arbeitszeitmodelle und eine Vielzahl von Benefits unsere Unternehmenskultur und die Attraktivität der plenum Gruppe als Arbeitgeber gestärkt. Gleichwohl bleibt die langfristige Bindung der Mitarbeitenden im "war for talents", d.h. in Zeiten intensiver Abwerbungsversuche in der Branche, eine unserer großen Herausforderungen.
Diversität
Diversität ist ein wichtiges Element unserer Unternehmenskultur. Neben dem Grundsatz der allgemeinen Chancengleichheit ist dies ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Zusammenarbeit und kreative Lösungsfindung auf unseren Kundenprojekten. Diversität bedeutet für plenum, aktiv Meinungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln im Sinne einer guten Lösung zusammenzuführen.
Der Anteil an Mitarbeiterinnen liegt zum Jahresultimo 2024 bezogen auf alle Mitarbeitenden der plenum Gruppe bei 32% und damit etwas unter dem Branchendurchschnitt von 38%. Gleichwohl ist der Anteil der Mitarbeiterinnen nur ein Aspekt der Diversität bei plenum. Allein die Altersspanne von der jüngsten Mitarbeiterin bis zum ältesten Mitarbeiter von über 40 Lebensjahren macht deutlich, dass wir eine Vielzahl unterschiedlicher Erfahrungs- und Ausbildungshintergründe, Lebensmodelle und Herkünften aus über 18 Nationen in unserer Unternehmenskultur positiv vereinen.
Der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter liegt mit rund 40 Jahren weiterhin im Zielbereich und entspricht der Positionierung und dem Anspruch des Unternehmens, die Kunden mit einem guten Mix aus kreativen und erfahrenen Beraterinnen und Beratern auf den Veränderungsprojekten zu unterstützen.
VIII. Nachhaltigkeit
Nicht nur bei unseren Kunden spielt das Thema Nachhaltigkeit eine zunehmend bedeutende Rolle. Das Management der plenum AG ist sich der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung des Unternehmens bewusst und steuert die langfristige Ausrichtung genauso wie das operative Geschäft in diesem Bewusstsein.
In diesem Geiste hat die plenum Gruppe im Jahr 2024 eine Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet. In den Bereichen Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung wurden strategische Nachhaltigkeitsziele mit den Schwerpunkten CO2 -Footprint, Nachhaltigkeit des Beratungsproduktes und die Diversität der Mitarbeitenden entwickelt, nach denen die Organisation strukturiert gesteuert wird. Seit nunmehr drei Jahren veröffentlicht die plenum Gruppe einen Nachhaltigkeitsbericht nach dem DNK Standard (Deutscher Nachhaltigkeitskodex).
IX. Risiko- und Chancenbericht
Risikomanagementsystem
Zur Steuerung und Vermeidung negativer Auswirkungen von Risiken hat plenum ein angemessenes Planungs- und Steuerungssystem aufgesetzt. Das operative Risikocontrolling wird vom Vorstand wahrgenommen und innerhalb der jährlichen Strategie- und Planungsrunden weiterentwickelt und laufend an die aktuellen Erfordernisse angepasst. Der Aufsichtsrat sowie die erweiterte Führung sind in die Berichtsprozesse eingebunden.
Marktrisiken
Die plenum Gruppe ist bei ihren Aktivitäten typischen Geschäftsrisiken, wie beispielsweise Nachfragerückgängen, Preisdruck und Forderungsausfallrisiken, ausgesetzt. Forderungsausfälle wurden in den vergangenen Jahren nicht verzeichnet. Wiederkehrende punktuelle oder temporäre Nachfragerückgänge spiegeln sich automatisch in der Auslastung der Consultants wider. Die plenum Gruppe versucht, diese Risiken durch flexible Arbeitszeit- und Lohnmodelle zu begrenzen.
Das Kundenportfolio ist zur Vermeidung eventueller Klumpenrisiken gut diversifiziert. Der Umsatzanteil der zehn größten Kunden liegt mit rund 45% auf einem angemessenen Niveau. Lediglich ein Kunde hat dabei etwas mehr als 10% des Umsatzvolumens.
Wesentliche Werkverträge wurden im Geschäftsjahr 2024 nicht abgeschlossen. Die plenum Gruppe begegnet den Risiken aus Kunden- und Lieferantenverträgen durch die aktive Gestaltung der Verträge, ein qualifiziertes Projektmanagement und ein detailliertes Projektcontrolling.
Verwendung von Finanzinstrumenten und deren Risiken
Der Einsatz von Finanzinstrumenten erfolgt im Rahmen des Risikomanagementsystems durch interne Richtlinien, die grundgeschäftsorientierte Limite festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken ausschließen, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich über die zentrale Finanzabteilung des Konzerns zur Absicherung von Marktzins- oder Wechselkursänderungen abgeschlossen.
Im Einzelnen werden folgende Finanzrisiken gesteuert:
Preisänderungsrisiken bzw. Zinsänderungsrisiken resultieren daraus, dass sich der Wert eines Finanzinstruments wegen höherer oder niedrigerer Marktzinssätze oder Wechselkurse ändert. Das Darlehen zur teilweisen Finanzierung der RFC Akquisition wurde in Abwägung der Materialität der Risiken aufgrund der kurzfristigen Tilgung nicht gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert. Die Zinsrisiken aus Pensionsrückstellungen wurden durch eine teilweise Überführung in einen kapitalgedeckten Pensionsfonds adressiert.
Ausfallrisiken ergeben sich, wenn der Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen gar nicht oder nicht fristgerecht nachkommt und dadurch finanzielle Verluste verursacht. Bereits identifizierten Ausfallrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Insgesamt kann das Risiko aufgrund einer regelmäßigen Risikovorsorge sowie der Kundenstruktur als begrenzt angesehen werden.
Liquiditätsrisiken können entstehen, wenn die Gruppe nicht in der Lage sein sollte, die notwendigen Finanzmittel vorzuhalten oder zu beschaffen, um Verpflichtungen einzuhalten, die sich im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten oder laufenden Zahlungsverpflichtungen ergeben. Der Fortbestand des Konzerns ist aufgrund der aktuellen ausreichenden finanziellen Ausstattung nicht gefährdet.
Die plenum Gruppe unterliegt keinen erheblichen Zahlungsstromschwankungen, die sich beispielsweise aus einer deutlichen Saisonabhängigkeit des Geschäfts ergeben würden. Als weitgehend nur im Euroraum operierendes Unternehmen ist die Gruppe den Auswirkungen von Währungsschwankungen nur bedingt ausgesetzt, da sie in der Regel sowohl in Euro einkauft als auch fakturiert. Änderungen des zukünftigen Zinsniveaus können bei variabel verzinslichen Vermögensgegenständen und Schulden Schwankungen der Zahlungsströme hervorrufen. Dieses Risiko wird bei Bedarf durch den Einsatz von Zinsswaps und Zinscaps abgesichert. Regelmäßig wird analysiert, wie sich Änderungen des Zinsniveaus auf die Zahlungsströme auswirken. Derzeit ergibt sich kein signifikantes Zinsänderungsrisiko bzw. Handlungsbedarf.
Konjunkturelle Risiken in Verbindung mit gestörten Lieferketten oder steigender Inflation oder dem Ukrainekrieg werden weiterhin unter den Marktrisiken subsummiert und nicht gesondert gesteuert.
Weitere Risiken
Die Gewinnung und Bindung qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die plenum Gruppe. Im Zuge der voranschreitenden Konsolidierung innerhalb der Branche und der begrenzten Anzahl qualifizierter Universitätsabsolventen und erfahrener Bewerbenden steigt die Intensität des Wettbewerbs um die besten Talente kontinuierlich an. Trotz aller Anstrengungen kann daher eine punktuelle Zunahme der Fluktuation bzw. das Abwerben von Teams durch Wettbewerber nicht vollständig ausgeschlossen werden. plenum minimiert diese Risiken durch kurz und mittelfristig wirkende Anreizmodelle, Qualifizierungsmaßnahmen für alle Mitarbeitenden sowie laufende Investitionen in die Unternehmenskultur.
Das Risiko teilweise auch abrupt steigender Kosten hat in Zeiten eines höheren Inflationsniveaus sowie kurzfristiger politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen deutlich zugenommen. Der Mangel an qualifiziertem Personal bedingt insbesondere ein signifikantes Personalkostenrisiko. Mittelfristige Kostenentwicklungen konnten in der Vergangenheit in Form von moderat steigenden Tagessätzen an die Kunden weitergegeben werden. Kurzfristig könnten Kostensteigerungen jedoch zu unplanmäßigen Belastungen für die plenum Gruppe führen.
Technische Innovationen im Zusammenhang mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz werden den Beratungsmarkt genauso wie die Kundenmärkte stark verändern. Als professioneller Begleiter von Veränderungsprozessen sehen wir in dieser Entwicklung in erster Linie positive Veränderungsimpulse und wie im Fall von KI geeignete Werkzeuge, um unsere Kunden zukünftig ggf. noch effizienter zu unterstützen. Durch den hohen dispositiven Anteil unserer Aktivitäten schätzen wir das Risiko für das Geschäftsmodell der Beratung im Allgemeinen und für unsere Positionierung im Speziellen als gering ein.
Wesentliche Risiken aus schwebenden Rechtsstreitigkeiten liegen nicht vor.
Gesamtrisiko
Die Risikosituation der plenum Gruppe ist in der Summe unverändert moderat. Neben konjunkturellen, ggf. auch durch geopolitische Verwerfungen ausgelöste wirtschaftliche Schwankungen einzelner Branchen oder Kunden ist der Kompetenzverlust durch die Abwerbung von Mitarbeitenden eines der wesentlichen Risiken des plenum Geschäftsmodells.
Aufgrund der Bestandsaufnahme der Risiken, der Einschätzung von deren Eintrittswahrscheinlichkeit und der Beurteilung der Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen ist die Unternehmensführung der Ansicht, dass Risiken, die den Fortbestand der plenum Gruppe gefährden könnten, aus heutiger Sicht nicht bestehen.
Chancen
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen befinden sich weiterhin in einem tiefgreifenden Wandel. Die maßgeblichen Megatrends der letzten Jahre - allen voran die Digitale Transformation, der demografische Wandel sowie die Neuausrichtung der Wirtschaft mit Blick auf globale Lieferketten und politische Risiken - entfalten zunehmend ihre Wirkung und stellen Organisationen jeder Größe vor erhebliche strukturelle Herausforderungen.
Die Digitalisierung erfährt durch den technologischen Fortschritt im Bereich Künstliche Intelligenz und die breite Verfügbarkeit skalierbarer Cloud-Infrastrukturen einen weiteren Schub. Parallel dazu führt der demografische Wandel zu einem strukturellen Mangel an qualifizierten Fachkräften. Diese Entwicklung verschärft sich kontinuierlich und betrifft nicht mehr nur einzelne Branchen, sondern die Wirtschaft insgesamt. Ohne tiefgreifende Automatisierung und neue Formen der Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg wird dieser Engpass mittelfristig nicht zu bewältigen sein.
Gleichzeitig nimmt der Druck zur ökologischen Transformation zu. Der Klimawandel sowie nationale und internationale Regulierungen fordern Unternehmen ungeachtet der aktuellen Gegenbewegungen dazu auf, nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen. Diese regulatorischen Anforderungen erfordern tiefgreifende Anpassungen in der Unternehmensführung, in Prozessen und Technologien.
In diesem volatilen Umfeld sind anpassungsfähige und effizient strukturierte Organisationen ein entscheidender Erfolgsfaktor. Eine nahtlose Integration von Kern- und Supportprozessen sowie deren enge Verzahnung mit unterstützenden IT-Systemen ist hierfür ebenso erforderlich wie die Fähigkeit, verlässliche Partnerschaften über Unternehmensgrenzen hinweg zu etablieren und zu steuern. Nur so können notwendige Spezialisierungen entlang funktionierender Wertschöpfungsketten realisiert und Skaleneffekte ausgeschöpft werden.
Ein zentrales Element zukunftsfähiger Organisationen ist zudem eine robuste und vorausschauende Sicherheits-Governance. Diese ist angesichts wachsender externer Bedrohungen unverzichtbar, um Geschäftsmodelle effektiv zu schützen und Compliance-Anforderungen nachhaltig zu erfüllen.
Der resultierende Transformationsbedarf ist in seiner Dimension und Komplexität für viele Unternehmen kaum allein zu bewältigen. Die Kombination aus technologischem Wandel, Fachkräftemangel und Regulierungsdruck überfordert oftmals bestehende Ressourcen - sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht. Vor diesem Hintergrund gewinnen externe Beratungsleistungen sowie die Auslagerung dispositiver Funktionen zunehmend an Bedeutung.
Die plenum Gruppe ist als mittelgroßes Beratungshaus hervorragend positioniert, um insbesondere mittelständische Unternehmen bei ihrer Transformation umfassend zu begleiten. Mit fachlicher Tiefe, methodischer Kompetenz und ausgeprägter Umsetzungsstärke unterstützt plenum ihre Kunden von der Analyse und Strukturierung strategischer Fragestellungen bis zur erfolgreichen Implementierung konkreter Maßnahmen
Darüber hinaus fungiert plenum zunehmend als vertrauenswürdiger Partner für die Übernahme von Teilfunktionen innerhalb der Kundenorganisation - insbesondere in den Bereichen Informationssicherheit (z. B. als externer Informationssicherheitsbeauftragter mit SOC- und SIEM-Verantwortung), Datenschutz sowie weiteren dispositiven Funktionen mit wiederkehrendem Charakter.
Neben dem erheblichen Transformationsbedarf in der Wirtschaft ergeben sich für plenum aus dem Konsolidierungsdruck innerhalb der Beratungsbranche zusätzliche Wachstumschancen. Viele kleinere, vor allem inhabergeführte Beratungshäuser stehen angesichts des hohen Investitionsbedarfs in neue Themen, Werkzeuge und Beratungstalente und mit Blick auf die Tragfähigkeit der Geschäftsmodelle oder mit Blick auf Nachfolgefragestellungen vor grundlegenden Entscheidungen. Die plenum Gruppe ist in dieser Beziehung eine erprobte Plattform und flexibler Hafen. Umgekehrt ergeben sich für plenum interessante komplementäre oder ergänzende Wachstumsoptionen zur Stärkung des eigenen Geschäftsmodells
X. Prognosebericht
Beratungsmarkt
Nach einem unterdurchschnittlichen Wachstum von 4,8% im Jahr 2024, zeichnet die aktuelle BDU Studie (Facts&Figures) mit einem erwarteten Wachstum von 6,4% für das Jahr 2025 ein vergleichsweise optimistisches Bild für den Beratungsmarkt.
Die Basis der positiven Prognose bilden nach Auffassung des BDU neben den kurzfristigen Erwartungen an die neue Bundesregierung, vor allem die langfristigen Veränderungstrends der digitalen Transformation sowie fortlaufender regulatorischer Anpassungen gepaart mit einem Mangel an Kompetenzen und Mitarbeitenden im Zuge des demographischen Wandels.
Die Wachstumsprognose ist für alle Beratungsunternehmen und Größenklassen recht einheitlich. Die höchste Dynamik wird in den Bereichen Künstliche Intelligenz, in der Insolvenz- und Sanierungsberatung sowie u.a. in der Change- und Transformationsberatung erwartet. Mit Blick auf die Kundenbranchen liegen die Erwartungen für die Energie- und Versorgungswirtschaft Healthcare und Non Profit & Publik besonders hoch. Aber auch Versicherungen und Kreditinstitute sind mit Erwartungen von 8,3% und 5,7% Zuwachs mit unter den Top Wachstumsbereichen für die Beratungswirtschaft.
Unabhängig von den individuellen Herausforderungen der Beratungskunden nimmt der Einsatz technischer, meist KI-gestützter Werkzeuge im Projektgeschäft kontinuierlich zu. Neben der inzwischen im Beratungsalltag etablierten Remote-Arbeit verändert diese Entwicklung zunehmend das Beratungsgeschäft - und führt dabei aufgrund des steigenden Investitionsbedarfs in moderne Technologien sowie in die Aus- und Weiterbildung der Consultants schrittweise zu größeren, stärker strukturierten Organisationseinheiten.
Gleichzeitig erfordert die effektive Nutzung dieser neuen Potenziale ein grundlegendes Umdenken traditioneller Beratungsansätze. Auch die bislang dominierenden, vorwiegend auf Time-&-Material basierenden Abrechnungsmodelle geraten unter Druck. Mit dem steigenden Automatisierungsgrad der Beratungsdienstleistung verlagern sie sich zunehmend hin zu Festpreisvereinbarungen mit erfolgsabhängigen Komponenten. In der Folge steigen die Anforderungen an die Investitions- und Risikotragfähigkeit der Beratungshäuser - ein Trend, der die Konsolidierung des Beratungsmarktes weiter vorantreibt.
Trotz aller technologischen Fortschritte bleibt der Mensch der entscheidende Erfolgsfaktor für das Gelingen von Veränderungsvorhaben und die Nähe zum Kunden gerade bei mittelgroßen Organisationen ein wesentlicher Faktor für den Vertriebserfolg.
Geschäftsstrategie 2025
Obgleich sich die Schwerpunkte im Beratungsmarkt immer wieder leicht verschieben, beobachten wir keine grundlegende Themen- oder Branchenrotation. Die langfristigen Wachstumstreiber zeichnen sich mit der digitalen Transformation und anhaltend hohem regulatorischen Umsetzungsbedarf klar in den Veränderungsbudgets unserer Kundenbranchen ab.
Im vergangenen Jahr haben wir unsere Strategie mit Blick auf das Jahr 2030 überarbeitet. Grundsätzlich bleiben wir auf dem eingeschlagenen Kurs. Unser Fokus liegt weiterhin auf der Schnittstelle zwischen Business und IT: Als Trusted Advisor verstehen wir die Geschäftsmodelle unserer Kunden und begleiten sie von der strategischen Planung bis zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Transformationsvorhaben.
Vor dem Hintergrund der steigenden Anforderungen an die Beratungsdienstleistungen investieren wir kontinuierlich in unsere Lieferfähigkeit in unseren Expertisefeldern und unsere Risikotragfähigkeit als plenum Gruppe. Für das laufende Geschäftsjahr setzen wir verstärkt auf den Ausbau unserer Expertisefelder: Cyber Resilienz, IT Transformations-Management und Nachhaltigkeit (ESG), ohne die Themen im Kontext des Strategischen IT- und Architektur Managements oder auch Fragestellungen im Daten- und Informationsmanagement oder künstlicher Intelligenz aus dem Blick zu verlieren.
Auch wenn wir im vergangenen Jahr nicht alle Fortschritte wie geplant erzielen konnten, halten wir auch an unseren mittelfristigen Wachstumszielen konsequent fest und arbeiten mit Nachdruck an der Rückkehr auf einen dynamischen Wachstumspfad. Dies schließt u.a. auch den kontinuierlichen Ausbau unserer Geschäftseinheiten in Österreich und der Schweiz sowie die Wahrnehmung anorganischer Wachstumsoptionen ein.
Ausblick
Die Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sind gemäß der maßgeblichen Wirtschaftsinstitute für das Jahr 2025 weiterhin sehr verhalten. Wir erwarten daher im laufenden Geschäftsjahr keine zusätzlichen positiven Impulse, die unser Geschäft über unsere stabile Positionierung in den aktuellen Marktthemen hinaus beflügeln könnten.
Gleichwohl sind wir angesichts der stabilen langfristigen Veränderungstreiber von unserer Positionierung an der Schnittstelle von Business und IT überzeugt und sehen keine grundlegenden Veränderungen für unser Geschäftsmodell. Nach einer eher durchwachsenen Geschäftsentwicklung im ersten Quartal, erwarten wir nicht zuletzt aufgrund der anhaltend unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage Umsatz und EBITDA in etwa auf Vorjahresniveau.
In Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung möchten wir schnellstmöglich wieder an dem dynamischen Wachstumspfad der Vergangenheit anknüpfen.
Nachdem der Reifegrad der Organisation in den vergangenen Jahren weiter verbessert wurde, werden wir parallel potenzielle anorganische Optionen zur sinnvollen Ergänzung unseres Profils sorgfältig prüfen und diese ggf. gezielt in die plenum Gruppe integrieren.
Entsprechend des großen Gewichtes der plenum AG innerhalb der plenum Gruppe, ist die Konzernprognose gleichermaßen für die plenum AG gültig. Da es innerhalb des Konzerns aufgrund von geschäftspolitischen Überlegungen zu Verschiebungen von Umsatz und Ergebnis unter den Konzerngesellschaften kommen kann, ist eine leicht unterschiedliche Entwicklung der plenum AG und des Konzerns letztlich jedoch nicht auszuschließen.
Schlusserklärung des Vorstands gemäß § 312 AktG
Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die plenum AG:
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der plenum AG, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und |
| ― | vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 29. April 2025
**Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
A. Kramer, Wirtschaftsprüfer
S. Varughese, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2024
der plenum Aktiengesellschaft
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
im Geschäftsjahr 2024 konnte die plenum Gruppe das starke Umsatzwachstum des Vorjahres in Höhe von 20% über das gesamte Jahr nicht fortsetzen und blieb mit einem Plus von 2% deutlich hinter den gesetzten Wachstumszielen zurück. Dies war zum einen der weiterhin schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation geschuldet, die insbesondere in Deutschland zusätzlich von einer im Jahresverlauf zunehmenden politischen Verunsicherung begleitet wurde. Hinzu kam aber auch der überraschende Weggang eines erfahrenen Teams, der selbst durch ein erhöhtes Engagement bei der Rekrutierung von neuem Personal im Hinblick auf das geplante Wachstum nicht vollständig kompensiert werden konnte. Erfreulicherweise ist es aber gelungen, die Rendite im Zielbereich zu halten und damit ein Ergebnis auf Vorjahresniveau zu erzielen.
Die Fähigkeit, das Ergebnisniveau bei den genannten schwierigen Umfeldbedingungen zu halten, zeigt die gewachsene Widerstandsfähigkeit der plenum Gruppe. Dies ist auf die gut entwickelte Unternehmenssteuerung ebenso zurückzuführen wie auf das die Marktbedürfnisse treffende Produktportfolio.
Mit dieser Erkenntnis blicken wir auch hoffnungsvoll auf das Geschäftsjahr 2025, wenngleich auch das laufende Jahr von erheblichen geopolitischen Risiken geprägt und Deutschland weiterhin durch eine gewisse politische Unsicherheit gekennzeichnet ist. Es ist letztlich der Zuschnitt der Expertisefelder von plenum, die den aktuellen Bedarf am Markt gut abbilden und uns einen stabilen Erfolg der plenum Gruppe erwarten lassen. Zu nennen sind hier an vorderster Stelle die Felder Cyber Resilienz, Nachhaltigkeit, Transformation Management und sicherlich auch Künstliche Intelligenz.
Während Cyber Resilienz in der Vergangenheit häufig aus regulatorischer Sicht betrachtet wurde, bewegt sich der Ansatz von plenum heute mehr und mehr hin zur Schaffung einer effektiven Resilienz im Hinblick auf die gesamte IT-Organisation der Kunden. Etwas schwieriger mag auf den ersten Blick das Thema Nachhaltigkeit (ESG) aufgrund gewisser politischer Gegentrends zu betrachten sein. Allerdings wird aus unserer Sicht der übergeordnete sog. "Green Deal" bestehen bleiben und Bedarf wird es weiterhin geben, wenn man wie plenum breiter auf Managementsteuerungssysteme und den größeren Bereich der Non Financial Risks abstellt. Von besonderer Bedeutung schätzen wir vor dem Hintergrund der massiven Marktveränderungen das Feld Transformation Management ein, weil es unseren Kunden flexible Reaktionsmöglichkeiten im Umgang mit den disruptiven Marktveränderungen schafft und somit deren Wettbewerbsfähigkeit erheblich fördert. Schließlich wird Künstliche Intelligenz ein Zukunftsthema bleiben und wir beobachten mit Freude, dass die plenum Gruppe aktuell in der Lage ist, die Fähigkeiten auf diesem Gebiet gut zu entwickeln.
Wir gehen davon aus, dass plenum mit der erfolgreichen Umsetzung dieser Themen für die Kunden zunehmend an Attraktivität gewinnt und damit auch als Arbeitgeber auf ein weiter zunehmendes Interesse stößt. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Ergebnisse im Geschäftsjahr 2024 wie bereits im Vorjahr ausschließlich auf Basis von organisatorischem Wachstum erzielt wurden.
Unabhängig davon sind wir davon überzeugt, dass der Beratungsmarkt auch in der Zukunft von einer weiteren Konsolidierung geprägt sein wird, so dass wir die Entwicklungen aufmerksam beobachten, um Gelegenheiten für anorganisches Wachstum zu erkennen und ggf. zu ergreifen.
Tätigkeit des Aufsichtsrats und Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Unter den gegebenen, weiterhin herausfordernden Marktbedingungen hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Führung der plenum Aktiengesellschaft beraten und seine Tätigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand sowohl innerhalb als auch außerhalb von Sitzungen regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Unternehmensentwicklung informieren. Im Rahmen der Überwachung wurden insbesondere die Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit sowie die Wirtschaftlichkeit der Vorstandsarbeit hinterfragt. Die vom Vorstand übermittelten Informationen umfassten insbesondere die Geschäfts-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung. Zukunftsgerichtete Geschäftsentscheidungen und Planungen wurden mit dem Vorstand auf Grundlage der vom Vorstand erstatteten Berichte sowie unter Prüfung und Berücksichtigung der jeweiligen konkreten Geschäftsunterlagen bzw. Vorlagen diskutiert.
Gegenstand der Erörterungen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand waren auch die geschäftlichen Entwicklungen in den Geschäftsbereichen.
Soweit Entscheidungen des Vorstands der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurde der Aufsichtsrat durch Vorlage der entscheidungserheblichen Informationen und Unterlagen unterrichtet. Erforderliche Zustimmungen wurden nach eingehender Prüfung und Beratung durch Beschlussfassung des Aufsichtsrats erteilt. Bei Entscheidungen von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz war der Vorstand aufgefordert, dem Aufsichtsrat neben den relevanten Informationen im Vorfeld der Entscheidungen regelmäßig auch den Stand der Durchführung erforderlicher Umsetzungsmaßnahmen zu berichten.
Sitzungen des Aufsichtsrats (Schwerpunkte)
In Wahrnehmung seiner Aufgaben tagte der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2024 in fünf Sitzungen:
In der Sitzung vom 29. April 2024 hat der Aufsichtsrat die Planung für das Geschäftsjahr 2024, wie in der Telefonkonferenz des Aufsichtsrats am 14. Februar 2024 mit dem Vorstand besprochen, verabschiedet. Weiterhin hat der Aufsichtsrat in der Sitzung am 29. April 2024 den Jahresabschluss 2023 im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Abschließend stimmte der Aufsichtsrat dem Bericht des Abschlussprüfers und dem Ergebnis seiner Prüfungen zu. Der Aufsichtsrat erhob keine Einwendungen und billigte den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss der plenum Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2023 war damit festgestellt; ebenso wurde der Konzernabschluss nach eingehender Prüfung durch den Aufsichtsrat gebilligt.
Der Vorstand berichtete über den Gang der Geschäfte, Auftrags-, Finanz- und Liquiditätslage sowie über die Personalsituation und gab einen Ausblick für das Geschäftsjahr 2024.
In der Sitzung vom 29. April 2024 wurden die Vorbereitungen und die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 9. Juli 2024 inklusive einem Dividendenvorschlag für die Aktionäre erörtert und einvernehmlich beschlossen.
In der Sitzung vom 29. April 2024 wurde außerdem beschlossen, die BLUBERRIES GmbH und die RFC Professionals GmbH zur Reduktion der gruppeninternen Komplexität auf die plenum AG zu verschmelzen. Nach Abstimmung mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Nexia GmbH wurde in einer Aufsichtsratsbesprechung am 14. Mai 2024 entschieden, zunächst die Verschmelzung der BLUBERRIES GmbH auf die plenum AG rückwirkend zum 1. Januar 2024 vorzunehmen und die Verschmelzung der RFC Professionals GmbH in zeitlicher Hinsicht zurückzustellen. Die BLUBERRIES GmbH wurde mit der Handelsregistereintragung am 02.08.2024 mit Wirkung zum 01.01.2024 rückwirkend zu Buchwerten auf die plenum AG verschmolzen. Der plenum AG ist dadurch ein Verschmelzungsverlust in Höhe von 2.419 Tsd. Euro entstanden.
In der Sitzung vom 10. Juli 2024 fand die Konstituierung des Aufsichtsrats der plenum AG statt. Herr Dr. Rolf Scheffels wurde als neu gewähltes Mitglied des Aufsichtsrats begrüßt und Herr Thies Eggers mit großem Dank für seine langjährige Mitarbeit aus dem Aufsichtsrat verabschiedet. In dieser Sitzung wurden außerdem die aktuelle Geschäfts- und Liquiditätsentwicklung sowie der laufende Strategieprozess abgestimmt.
In der Sitzung vom 7. August 2024 berichtete der Vorstand zum Gang der Geschäfte und gab einen Ausblick auf das Gesamtjahr. Neben der aktuellen Auftragslage wurden die Finanzlage, insbesondere die Liquidität, die Vertriebsaktivitäten und Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen unter Angabe von Gründen behandelt. Darüber hinaus wurden die strategischen Ziele und Perspektiven der plenum AG sowie der Status externer Wachstumsoptionen eingehend erörtert.
In der Sitzung vom 24. September 2024 berichtete der Vorstand über den Gang der Geschäfte und gab einen Ausblick für das Geschäftsjahr 2024. In dieser Sitzung wurden auch der Strategieprozess und die strategischen Perspektiven inklusive der Wachstums- und Renditeziele erörtert.
In der Sitzung vom 6. Dezember 2024 berichtete der Vorstand zum Gang der Geschäfte im laufenden Jahr, insbesondere zum voraussichtlichen Umsatz und Ergebnis, dem Auftragsbestand, der Auslastung sowie der Personalentwicklung. Auf den Ergebnissen und Erkenntnissen des laufenden Jahres aufbauend wurden die Verbesserungspotenziale des Unternehmens sowie die aktuelle Geschäftsstrategie und die Eckpunkte der Jahresplanung 2025 eingehend besprochen.
Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand
In der Hauptversammlung am 9. Juli 2024 wurde Herr Dr. Rolf Scheffels als neues Mitglied des Aufsichtsrates gewählt und Herr Thies Eggers mit Dank für seine langjährige Mitarbeit aus dem Aufsichtsrat verabschiedet. Veränderungen im Vorstand hat es im Geschäftsjahr 2024 nicht gegeben.
Ausschüsse
Der Aufsichtsrat erfüllt seine Aufgaben stets als Gesamtgremium, das sich aus drei Mitgliedern zusammensetzt. Die Bildung besonderer Ausschüsse erscheint bei einem Aufsichtsrat dieser Größe weder erforderlich noch zweckmäßig.
Prüfung des Jahresabschlusses
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 9. Juli 2024 die RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 gewählt. Auf der Grundlage dieses Beschlusses hat der Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss zum 31.12.2024 erteilt. Der Auftrag wird von der Nexia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft als Gesamtrechtsnachfolgerin der RSM GmbH ausgeführt. Der Abschlussprüfer hat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben.
Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss in seiner Sitzung vom 29. April 2025 erläutert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2024 waren keine Einwendungen des Abschlussprüfers zu erheben. Der Lagebericht vermittelt nach Feststellung des Abschlussprüfers insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens. Die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft sind demnach im Lagebericht zutreffend dargestellt.
Der Jahresabschluss wurde mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, den Jahresabschluss und den Lagebericht selbst geprüft und die Unterlagen im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete dabei ausführlich über das Ergebnis seiner Prüfungen. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden von Vorstand und Abschlussprüfer umfassend beantwortet. Nach Erörterung des Jahresabschlusses stimmte der Aufsichtsrat am 29. April 2025 dem Bericht des Abschlussprüfers und dem Ergebnis seiner Prüfungen zu und erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen. Der Jahresabschluss der plenum Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2024 ist damit festgestellt. Ferner hat der Aufsichtsrat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 gebilligt.
Gewinnverwendung
Der Vorstand schlägt in der Hauptversammlung vor, von dem Bilanzgewinn des Mutterunternehmens plenum AG in Höhe von 4.542 Tsd. Euro eine Bardividende in Höhe von 0,33 Euro pro Aktie oder in Summe 560 Tsd. Euro an die Aktionäre auszuschütten und den restlichen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Prüfung der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Der Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2024 wurde dem Aufsichtsrat vorgelegt und von diesem überprüft und gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand Einzelheiten erläutern lassen. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Ebenso wurde der dazugehörige Prüfungsbericht, der von der Nexia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt am Main, vorgelegt wurde, im Aufsichtsrat besprochen. Der Abschlussprüfer hat folgenden Vermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Der Aufsichtsrat hat sich auch den Prüfungsbericht erläutern lassen und stimmt dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung durch den Aufsichtsrat sind gegen die Schlusserklärung des Vorstands keine Einwendungen zu erheben.
Der Jahresabschluss und der Bericht nach § 312 AktG sowie die hierzu erstellten Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt worden.
Dem Ergebnis der Prüfung des Berichts nach § 312 AktG durch den Abschlussprüfer schloss sich der Aufsichtsrat ebenfalls an. Der Aufsichtsrat erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts nach § 312 AktG, die im Anhang zum Jahresabschluss wiedergegeben ist.
Der Aufsichtsrat der plenum Aktiengesellschaft dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand sehr herzlich für das große und nachhaltige Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.
Frankfurt, den 29. April 2025
Dr. Walter Herzog, Aufsichtsratsvorsitzender