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Pfeiffer Vacuum Technology AG — Annual Report 2016
Apr 25, 2017
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Annual Report
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Pfeiffer Vacuum Technology AG
Aßlar
Konzernjahresfinanzbericht 2016
Konzernlagebericht
Geschäftsverlauf 2016
Ertragslage
| ― | Umsatzerlöse deutlich um 22,7 Mio. € oder 5,0 % auf 474,2 Mio. € gestiegen |
| ― | Betriebsergebnis mit 68,0 Mio. € erneut deutlich über dem Vorjahreswert; + 11,9 % |
| ― | Betriebsergebnismarge ebenfalls deutlich von 13,5 % auf 14,3 % gesteigert |
| ― | Ergebnis nach Steuern und Ergebnis je Aktie jeweils auf Rekordniveau: 47,0 Mio. € bedeuten ein Ergebnis je Aktie von 4,77 € |
| ― | Umsatz- und Ergebnisprognosen damit klar erfüllt |
| ― | Vorstand und Aufsichtsrat wollen Aktionäre an der positiven Entwicklung teilhaben lassen und schlagen eine Rekorddividende von 3,60 € je Aktie vor |
Nach 451,5 Mio. € im Vorjahr betrug der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 474,2 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg um 22,7 Mio. € oder 5,0 %. Diese sehr erfreuliche Entwicklung war dabei insbesondere durch die stärkere Nachfrage unserer Halbleiterkunden und eine bessere Dynamik im Beschichtungsmarkt geprägt. Der im letztjährigen Prognosebericht als Ziel formulierte deutliche Umsatzanstieg wurde damit erreicht. Die Konkretisierung dieser Prognose auf der letzten Hauptversammlung mit einem erwarteten Umsatzvolumen von 470 Mio. € wurde sogar leicht übertroffen, was durch die hervorragende Umsatzentwicklung in fast allen Marktbereichen im vierten Quartal 2016 begründet ist.
Absolut gesehen ist das Bruttoergebnis von 175,5 Mio. € im Vorjahr auf 180,5 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegen. Im Jahr 2016 haben negative Effekte aus der Zusammensetzung der verkauften Produkte - dem Produktmix - die mit dem Umsatzanstieg einhergehenden positiven Skaleneffekte überlagert und die Bruttomarge insgesamt leicht negativ beeinflusst. Die Bruttomarge ist dementsprechend geringfügig von 38,9 % auf 38,1 % zurückgegangen.
Bei um 4,6 Mio. € gesunkenen Vertriebs- und Verwaltungskosten lagen die Forschungs- und Entwicklungskosten leicht um 0,8 Mio. € über dem Vorjahreswert (25,5 Mio. €). Bedingt durch die Entwicklung der internationalen Währungsmärkte, ist das Währungsergebnis gesunken und hat daher den positiven Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen um 1,6 Mio. € auf 4,8 Mio. € reduziert (Vorjahr: 6,4 Mio. €). In der Konsequenz ist das Betriebsergebnis auf 68,0 Mio. € gestiegen. Das entspricht einem Anstieg um 7,2 Mio. € oder 11,9 %. Die Betriebsergebnismarge, das Verhältnis von Betriebsergebnis und Umsatz, stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich von 13,5 % auf 14,3 %. Auch im Jahr 2016 wurde damit die im Prognosebericht des Geschäftsjahres 2015 formulierte deutliche Verbesserung der Margensituation wieder erreicht.
Im Wesentlichen als Folge des rückläufigen Zinsniveaus für Geldanlagen hat sich das Finanzergebnis leicht von - 0,3 Mio. € auf - 0,4 Mio. € verändert. Unter Berücksichtigung des Betriebsergebnisses wurde dementsprechend ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 67,6 Mio. € erreicht. Die letztjährige Prognose einer deutlichen Steigerung auch des Ergebnisses vor Steuern wurde mit diesem Anstieg um 71 Mio. € oder 11,9 % ebenfalls erreicht. Unter Berücksichtigung einer leicht reduzierten Steuerquote (30,4 % nach 30,7 % im Vorjahr) und damit auf 20,6 Mio. € gestiegenen Steueraufwendungen (Vorjahr: 18,5 Mio. €) verbesserte sich das Ergebnis nach Steuern ebenso deutlich auf 470 Mio. € (Vorjahr: 41,9 Mio. €). Das entspricht einem erneuten Anstieg um 5,1 Mio. € und bedeutet das bisher höchste Ergebnis nach Steuern in der langen Unternehmensgeschichte. Parallel zum Ergebnis nach Steuern stieg auch das Ergebnis je Aktie deutlich von 4,25 € auf 4,77 € - ebenfalls ein Wert, der nie zuvor höher war.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2016 leicht um 5,8 Mio. € auf 459,3 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 453,5 Mio. €). Aufgrund der erneuten Ausweitung des Geschäftsvolumens sind sowohl die Vorräte als auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 81,7 Mio. € (+ 4,0 Mio. €) beziehungsweise 69,4 Mio. € (+ 10,8 Mio. €) gestiegen. Weitere wesentliche Veränderungen der Vermögenslage auf der Aktivseite der Bilanz waren insbesondere der Rückgang der immateriellen Vermögenswerte (- 5,8 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch planmäßige Abschreibungen von 7,3 Mio. €) und die Reduzierung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 5,4 Mio. € auf 110,0 Mio. €. Auf der Passivseite der Konzernbilanz hatte neben der Steigerung des Eigenkapitals insbesondere die nahezu vollständige Tilgung der finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 20,5 Mio. € den größten Einfluss auf die Entwicklung der Bilanzsumme. Unverändert zu den Vorjahren weist der Konzern damit zum 31. Dezember 2016 weiterhin keine Nettoverschuldung aus. Wie in den vergangenen Jahren ist das Eigenkapital auch im Jahr 2016 wieder gestiegen. Nach 305,0 Mio. € zum 31. Dezember 2015 belief es sich zum Schluss des Geschäftsjahres 2016 auf 315,6 Mio. €. Das bedeutet einen Anstieg um 10,6 Mio. € und eine weitere Verbesserung der Eigenkapitalquote von 673 % auf 68,7 %. Die Pensionsrückstellungen sind überwiegend aufgrund reduzierter Diskontierungssätze um 77 Mio. € auf insgesamt 51,2 Mio. € angestiegen.
Wie im Vorjahr wurde die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ganz wesentlich durch den deutlich auf 63,6 Mio. € gesteigerten operativen Cash-Flow sowie die Dividendenzahlung von 31,6 Mio. € und die Rückzahlung finanzieller Verbindlichkeiten in Höhe von 20,5 Mio. € geprägt. Mit 18,0 Mio. € lagen die Investitionsausgaben exakt innerhalb der im letztjährigen Prognosebericht formulierten Erwartung (18,0 - 20,0 Mio. €). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultierte insbesondere aus umfangreicheren Ersatzinvestitionen, aber auch aus Erweiterungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der aktuellen und weiter geplanten Geschäftsentwicklung. Der Bestand an Zahlungsmitteln beläuft sich auf 110,0 Mio. € und die finanziellen Verbindlichkeiten von 20,7 Mio. € im Vorjahr wurden nahezu vollständig getilgt. Die Weichen für weiteres profitables Wachstum sind nach zwei Jahren mit einer jeweils respektablen Ergebnisverbesserung gestellt und Pfeiffer Vacuum hat mit den initiierten Projekten sowohl vertriebsstrategisch als auch kostenseitig die richtigen Schwerpunkte gesetzt. Als ein Unternehmen mit weltweit einzigartigen Erfahrungen in der Vakuumbranche können wir so sehr zuversichtlich in die Zukunft schauen.
Pfeiffer Vacuum schließt das Jahr 2016 mit einem Rekordergebnis ab. Entsprechend dem aus unserer Sicht bewährten Vorgehen in der Vergangenheit sollen die Aktionäre wieder überproportional am Unternehmenserfolg teilhaben. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher vor, eine Dividende von 3,60 € je Aktie auszuschütten. Auch dies wäre ein in der Unternehmensgeschichte bisher nie erreichter Ausschüttungsbetrag.
Rahmenbedingungen 2016
Gesamtwirtschaft
Weltwirtschaft
Die weltwirtschaftliche Dynamik blieb 2016 auf verhaltenem Niveau. Wie schon in den Vorjahren waren die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung entsprechend vorsichtig. Daher war es während des Jahresverlaufs nur selten notwendig, gesamtwirtschaftliche oder industriespezifische Prognosen nach unten zu revidieren. Das globale Wachstum dürfte nach den neuesten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) nominal wieder 3.1% betragen haben. In den Schwellen- und Entwicklungsländern hat das Wachstum voraussichtlich 4.2% betragen (Vorjahr: 4,0 %). In den Industrieländern verlangsamte sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts hingegen auf durchschnittlich 1,6 % (Vorjahr: 1,9 %).
Europa
Im Euroraum hat sich das Wirtschaftswachstum im Laufe des Jahres 2016 ähnlich schwach entwickelt wie im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 1,6 % (Vorjahr: 1,5 %). Die Wirtschaft profitierte von der durch den niedrigen Ölpreis ermöglichten Erhöhung der privaten Konsumausgaben. Trotz historisch niedriger Zinsen und einer leicht verbesserten Unternehmensstimmung entwickelten sich die Investitionen weiterhin verhalten. Das Exportgeschäft hatte besonders im vierten Quartal einen gewissen Rückenwind durch den Verfall des Euro-/Dollar-Wechselkurses im Nachgang der Präsidentschaftswahlen in den USA. Der gesamtwirtschaftliche Erholungsprozess machte besonders in Irland und Spanien weiter Fortschritte. Eine neue Zuspitzung der Krise im Euroraum drohte 2016 durch die Schieflage einiger italienischer Banken, die unter notleidenden Krediten zu leiden hatten. Eine Lösung vonseiten der Regierung und der EU zeichnete sich allerdings zum Ende des Jahres ab. Der griechischen Wirtschaft gelang die Stagnation nach einer leichten Rezession im Vorjahr. Die deutsche Konjunktur wuchs im Jahr 2016 wie in den vorangegangenen Jahren langsam und stetig. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im Jahresdurchschnitt insgesamt um 1,9 % (Vorjahr: 1,7 %). Auch 2016 kamen die stärksten Impulse vom Konsum. Die privaten Haushalte steigerten ihre Ausgaben um voraussichtlich etwa 2,0 %, wobei das zweite Halbjahr deutlich stärkere Zuwächse als das erste aufwies. Die staatlichen Konsumausgaben lagen sogar um 4,2 % höher als im Vorjahr. Bedingt durch Zuwanderung und die niedrigste Arbeitslosenquote seit der deutschen Wiedervereinigung (6,1 %), stieg die Zahl der Erwerbstätigen weiter und erreichte im Jahresdurchschnitt mit mehr als 43 Millionen Personen (+ 0,5 %) einen erneuten Höchststand.
USA
Aufgrund der Aussicht steigender Zinsen und der Unsicherheit im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen entwickelte sich die US-Wirtschaft 2016 etwas weniger robust als im Vorjahr. Das Wachstum der Wirtschaftsleistung lag real bei 1,6 % und war größtenteils konsumgetrieben (Vorjahr: 2,5 %). Die Arbeitslosenquote sank auf 4,9 % (Vorjahr: 5,0 %). Zum Jahresende erhöhte die US-Notenbank erneut geringfügig den Leitzins und stellte weitere Schritte in Aussicht. Die Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten führte Ende 2016 zu einem weiteren Unsicherheitsfaktor, da zu diesem Zeitpunkt viele Aspekte der kommenden Wirtschaftspolitik noch nicht ausführlich bekannt waren.
Asien
Japan konnte seine Wirtschaftsleistung trotz expansiver Finanzpolitik wieder nur geringfügig um 0,5 % erhöhen (Vorjahr: 0,6 %). Der private Konsum blieb schwach und auch die Exporte vermochten nicht, das gesamtwirtschaftliche Ergebnis anzukurbeln. Sorgen bereitete ebenfalls weiterhin die schwächelnde Konjunktur in China. Nach offiziellen Angaben wuchs die chinesische Wirtschaft um 6,6 % (Vorjahr: 6,9 %). Zwar ist das noch immer klar über dem Weltdurchschnitt, allerdings weit entfernt von früheren Zuwachsraten. Diese Entwicklung spiegelt die andauernde Verminderung des Anstiegs bei der Industrieproduktion wider. Indien konnte hingegen seine Wachstumsdynamik beibehalten und steigerte sein Wachstum auf 7,6 % (Vorjahr: 7,3 %).
Maschinenbau- und Vakuumbranche
In den ersten elf Monaten des Jahres 2016 konnte die Produktion im deutschen Maschinen- und Anlagenbau mit einem realen Plus von 0,1 % ihr Vorjahresniveau nur knapp übertreffen. Die VDMA-Volkswirte waren bis zuletzt zuversichtlich, dass sich die bereits im Herbst 2015 aufgestellte Prognose einer Stagnation in 2016 realisieren würde. Der nominale Produktionswert belief sich für 2016 nach einer aktuellen Schätzung auf rund 203 Mrd. Euro.
Die Ergebnisse für den Export von Maschinen und Anlagen für das Gesamtjahr 2016 waren noch nicht verfügbar. In den ersten zehn Monaten lagen sie zwar real noch 1,8 % unter Vorjahr. Auf Gesamtjahressicht wird das Minus aller Wahrscheinlichkeit nach etwas niedriger ausgefallen sein, da im vierten Quartal noch einige stärkere Korrekturen nach oben erwartet wurden.
Die Zahl der Beschäftigten betrug im deutschen Maschinen- und Anlagenbau im Oktober 2016 rund 1.017.000 Personen. Das entspricht einem Plus von 0,3 % oder einem Zuwachs von rund 3.000 Beschäftigten im Vergleich zum Oktober 2015. Der Auftragseingang verfehlte in den ersten elf Monaten 2016 sein Vorjahresniveau um 1 %.
Vakuumtechnologie kommt in sehr vielen Industriezweigen zum Einsatz. Dementsprechend ist auch die Vakuumbranche vor dem Hintergrund der weltweiten konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Daraus ergab sich im Berichtszeitraum erneut eine insgesamt leicht rückläufige Entwicklung. Innerhalb der für die Vakuumindustrie wichtigen Marktsegmente bestanden jedoch erhebliche Unterschiede: So zeigte die zyklische Halbleiterindustrie, nach rückläufigem Trend in den Jahren 2012 und 2013 sowie ersten verhaltenen positiven Indikationen im Jahr 2014, in den abgelaufenen Jahren 2015 und 2016 wieder zunehmende Investitionsbereitschaft. Eine gleichsam positive Entwicklung konnte im Jahr 2016 in den Bereichen Beschichtung und Forschung & Entwicklung verzeichnet werden. Den Bereichen Analytik und Industrie gelang es, die guten Vorgaben des Vorjahres nahezu konstant zu bestätigen.
Der Pfeiffer Vacuum Konzern
Geschäftstätigkeit
Pfeiffer Vacuum ist ein führender Anbieter von Vakuumlösungen. Das Produktportfolio wird unter den Produktmarken Pfeiffer Vacuum und adixen vermarktet und umfasst alle Komponenten und Systeme zur Vakuumerzeugung, -messung und -analyse sowie zur Lecksuche. Die Produkte beider Marken ergänzen sich gegenseitig perfekt, sodass wir den Kunden bedarfsgerechte und maßgeschneiderte Vakuumlösungen anbieten können.
Der Name Pfeiffer Vacuum steht weltweit für innovative und individuelle Vakuumlösungen, für hervorragende Ingenieurskunst, kompetente Beratung und zuverlässigen Service. Mit unseren technologisch führenden Turbopumpen und Vorpumpen setzen wir in unserer Branche Maßstäbe. Dieser Führungsanspruch wird uns auch in Zukunft weiter antreiben.
Zu unseren Produkten gehört ein breites Spektrum an Pumpen zur Vakuumerzeugung, an Vakuumkammern, Vakuummess- und Analysegeräten, Installationselementen und kompletten Vakuumsystemen. Mithilfe unserer Produkte entstehen unter Vakuum weltraumähnliche Druckbedingungen, die für die Forschung, diverse industrielle Prozesse sowie die Herstellung vieler Artikel des täglichen Lebens unerlässlich sind.
Wir sind ein Maschinenbauer, der Hightechprodukte in hoher Qualität entwickelt, produziert und überwiegend exportiert. Neben den beiden Hauptentwicklungs- und Produktionsstandorten in Asslar, Deutschland, und Annecy, Frankreich, verfügt der Pfeiffer Vacuum Konzern über ein dichtes Netz von eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften. Die Hauptmärkte der Gesellschaft liegen in Europa, Asien und den USA.
Konzernstruktur und Organisation
Zum 31. Dezember 2016 gehören unverändert im Vergleich zum Vorjahr 21 Unternehmen zum Pfeiffer Vacuum Konzern.
Für den Konzern nehmen die Pfeiffer Vacuum GmbH, Asslar, und die Pfeiffer Vacuum SAS, Annecy, Frankreich, zentrale Rollen ein.
In der Pfeiffer Vacuum GmbH sind die Entwicklung und Produktion für alle Pfeiffer Vacuum Produkte, der Vertrieb für Deutschland und das zentrale Beteiligungsmanagement für den Konzern organisiert. Die Gesellschaft beschäftigt per 31. Dezember 2016 insgesamt 737 Mitarbeiter. Die Pfeiffer Vacuum SAS ist gewissermaßen das französische Gegenstück zur Pfeiffer Vacuum GmbH. Die Gesellschaft beschäftigt zum Jahresende 641 Mitarbeiter, ist die zentrale Entwicklungs- und Produktionsstätte der adixen Produkte und zuständig für den Vertrieb in Frankreich. Mit insgesamt 1.378 Mitarbeitern ist in diesen beiden Gesellschaften mehr als die Hälfte der im Konzern tätigen Mitarbeiter (2.415 zum Ende des Jahres 2016) beschäftigt .
Die weiteren Konzerngesellschaften sind rechtlich selbstständige Kapitalgesellschaften, die überwiegend Vertriebs- und Serviceaufgaben wahrnehmen. Darüber hinaus sind die Trinos Vakuum-Systeme GmbH (ab dem 1. Januar 2017 umbenannt in Pfeiffer Vacuum Components & Solutions GmbH), Pfeiffer Vacuum Semi Korea, Ltd. (im Berichtsjahr umbenannt; vormals adixen Vacuum Technology Korea Co. Ltd.) und die Pfeiffer Vacuum Romania S.r.l. mit der Fertigung und Montage einiger Produkte betraut. Rechtlich sind alle Gesellschaften im Wesentlichen in einer mit der deutschen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) vergleichbaren Rechtsform organisiert.
Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB
Das gezeichnete Kapital der Pfeiffer Vacuum Technology AG beläuft sich zum 31. Dezember 2016 unverändert auf 25.261 T € und besteht aus insgesamt 9.867.659 nennwertlosen Stückaktien. Es existieren und existierten keine unterschiedlichen Aktiengattungen, sodass alle Aktien die gleichen Rechte, insbesondere die gleichen Stimm- und Dividendenbezugsrechte, verbriefen. Dementsprechend beträgt der rechnerische Anteil am gezeichneten Kapital jeweils 2,56 €.
Zum 31. Dezember 2016 hatten Dr. Karl Busch, Frau Ayhan Busch, Frau Ayla Busch, Herr Sami Busch und Herr Kaya Busch, alle Deutschland, unverändert insgesamt 27,19 % der Stimmrechte der Gesellschaft. Die Anteile werden mittelbar über die Pangea GmbH, Maulburg, Deutschland, und weitere rechtlich selbstständige Einheiten der familiengeführten Busch-Gruppe gehalten und den genannten Personen zugerechnet. Darüber hinaus verweisen wir auf die Ausführungen im Nachtragsbericht. Weitere Anteilseigener mit einer Beteiligungsquote größer 10 % bestanden zum 31. Dezember 2016 und auch zum 31. Dezember 2015 nach unserem Kenntnisstand nicht.
Die vollständige Konzernstruktur stellt sich zum 31. Dezember 2016 wie folgt dar:
Konzernstruktur zum 31. Dezember 2016
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| Sitz | Quote (in %) |
||
|---|---|---|---|
| Pfeiffer Vacuum Technology AG | Deutschland | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum GmbH | Deutschland | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Austria GmbH | Österreich | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum (Schweiz) AG | Schweiz | 99,4 | |
| Pfeiffer Vacuum (Shanghai) Co., Ltd. | China | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Ltd. | Großbritannien | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Scandinavia AB | Schweden | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Inc. | USA | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Singapore Ltd. | Singapur | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Taiwan Corporation Ltd. | Taiwan | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Benelux B.V. | Niederlande | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum (Xi'an) Co., Ltd. | China | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Holding B.V. | Niederlande | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Italia S. p. A. | Italien | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum (India) Private Ltd. | Indien | 73,0 | 27,0 |
| Pfeiffer Vacuum Korea Ltd. | Südkorea | 75,5 | 24,5 |
| Trinos Vakuum-Systeme GmbH1 | Deutschland | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum SAS | Frankreich | 100,0 | |
| adixen Vacuum Technology (Shanghai) Co., Ltd. | China | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Romania S. r. l. | Rumänien | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Semi Korea, Ltd.2 | Südkorea | 100,0 |
1 ab 1. Januar 2017 umbenannt in Pfeiffer Vacuum Components & Solutions GmbH
2 im Berichtsjahr umbenannt; vormals adixen Vacuum Technology Korea Co. Ltd.
Satzungsänderungen können von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der bei der Hauptversammlung anwesenden Stimmen beschlossen werden, es sei denn, das Gesetz schreibt zwingend eine größere Mehrheit vor. Nach unserer Kenntnis bestehen keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Gemäß der Satzung der Gesellschaft und §§ 84, 85 AktG werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, das gezeichnete Kapital um 12.630.602,24 € oder 4.933.829 Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Diese Ermächtigung gilt bis zum 23. Mai 2021 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 ist der Vorstand ermächtigt, Teilschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten beziehungsweise Wandlungspflichten, Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente) im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern Wandlungsrechte auf bis zu 2.466.914 Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 6.315.299,84 € zu gewähren. Diese Ermächtigung gilt bis zum 21. Mai 2019 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats.
Auf der Hauptversammlung am 21. Mai 2015 haben die Aktionäre den Vorstand zum Rückkauf eigener Aktien entsprechend § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt. Diese Ermächtigung erstreckt sich auf einen Rückkauf eines anteiligen Betrags vom Grundkapital von bis zu 2.526.120,70 € (986.766 Aktien entsprechend 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung), bedarf zur Ausübung der Zustimmung des Aufsichtsrats und ist gültig bis zum 20. Mai 2020. Zum 31. Dezember 2016 und 2015 wurden im Konzern keine eigenen Anteile gehalten.
Anwendungsbeispiele
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| Halbleiter | Industrie | Analytik | F & E | Beschichtung |
|---|---|---|---|---|
| Lithografie | Allgemeine Anwendungen | Massenspektrometer | Erneuerbare Energien | Solartechnik |
| Metrologie | Elektronenstrahl-schweißen | Elektronenmikroskopie | Nanostrukturen | Displaybeschichtung (LED, OLED) |
| CVD (chemische Gasphasenabscheidung) | Gefriertrocknung | Oberflächenanalyse | Beschleunigertechnologie | Speichermedien |
| PVD (physikalische Gasphasenabscheidung) | Vakuumtrocknung | Gasanalyse | Weltraumsimulation | Glasbeschichtung |
| Ätzen | Stahlentgasung | Biotechnologie | Plasmatechnologie | Oberflächenschutz |
| Ionenimplanter | Lecksuche | Life Science | Teilchenphysik | Werkzeugbeschichtung |
In Zusammenhang mit dem Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden Manfred Bender und Angaben unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots verweisen wir auf die diesbezüglichen Ausführungen im Vergütungsbericht.
Weitere Besonderheiten, auf die im Rahmen von § 315 Abs. 4 HGB einzugehen wäre, bestehen nicht.
Absatzmärkte und Marktposition
Einteilung in Märkte
Die Produkte von Pfeiffer Vacuum kommen in zahlreichen Industriezweigen zum Einsatz. Über 14.000 Kunden vertrauen auf die Zuverlässigkeit unserer Produkte. Diese Kunden teilt Pfeiffer Vacuum in die Märkte Halbleiter, Industrie, Analytik, Forschung & Entwicklung und Beschichtung ein.
Unsere Positionierung in diesen Märkten ist nicht eindeutig messbar, da die Datenlage zur Größe des Gesamtmarkts und der einzelnen Marktsegmente nur unvollständig verfügbar ist. Auf Basis der Erhebungen, die der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) durchführt, und eigener Schätzungen gehen wir davon aus, dass wir in den Marktsegmenten Industrie, Beschichtung, Analytik sowie Forschung & Entwicklung die führende Marktposition einnehmen. Im Marktsegment Halbleiter müssten wir auf Platz zwei rangieren.
Ohne Vakuumtechnik sind viele innovative Prozesse, zum Beispiel in der Nanotechnologie, bei der Herstellung von LEDs oder in der Forschung, undenkbar. Viele neue Technologien führen zu innovativen Produkten und Fertigungsprozessen. Beispielsweise bringt der starke Fortschritt des privaten und beruflichen Kommunikationsverhaltens der Menschen immer neue Technologien in der Halbleiterindustrie hervor. Der zunehmende Bedarf an Energie bei gleichzeitiger Notwendigkeit der Ressourcenschonung führt zu immer neuen Entwicklungen bei der Energiegewinnung. Aus diesen wie aus weiteren gesellschaftlichen und industriellen Trends ergeben sich für Pfeiffer Vacuum zusätzliche Absatzmöglichkeiten. Zu unseren Stärken gehört es, dass wir alle Märkte bedienen und deshalb weitgehend unabhängig von den Entwicklungen in einzelnen Marktsegmenten sind.
Halbleiter
Unsere Vakuumpumpen werden in der Halbleiterindustrie zur Produktion von Mikroprozessoren und Handlingsystemen benötigt. Die Kunden setzen in erster Linie sehr viele mittlere und große Vorpumpen, aber auch Turbopumpen sowie Messgeräte ein. Mit unseren Dekontaminationssystemen können Chiphersteller ihren Ertrag deutlich steigern. Die Halbleiterindustrie profitiert vor allem von den Veränderungen in der Kommunikationstechnologie. Neue Gebiete für den Einsatz von Vakuum ergeben sich beispielsweise in der Nanotechnologie. Unsere Halbleiterkunden haben ihre Standorte überwiegend in Asien, außerdem in den USA und zu einem kleineren Anteil auch in Europa.
Industrie
In diesem Segment vereinen wir eine heterogene Gruppe von Industriekunden, die für bestimmte Produktionsschritte unsere Vakuumlösungen benötigen. Industrielle Trends wie Qualitätssteigerungen, Energieeinsparung und -gewinnung, Mobilität oder Umweltschutz führen hier zu neuen Einsatzgebieten. Anwendungsbeispiele sind die Metallurgie, die Röhrenproduktion sowie die Klima- und Kältetechnik.
Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Solarthermie, deren Absorberröhren sowohl mittels unserer Pumpstände evakuiert als auch von unseren Lecksuchern permanent auf Leckagen geprüft werden. Unsere Industriekunden kommen vorwiegend aus Europa, den USA und zunehmend auch aus Asien.
Analytik
Unsere größten Kunden in diesem Markt sind sogenannte OEM-Kunden (Original Equipment Manufacturer), das heißt, Anbieter von industriellen Anlagen oder Analyseinstrumenten. Komplexe Analysegeräte wie Rasterelektronenmikroskope werden vor allem zur Qualitätssicherung in der Industrie eingesetzt. Diese Industrie ist besonders von Megatrends wie Life Science, Biotechnologie und Sicherheit geprägt. Immer kleinere und leichtere tragbare Analysegeräte werden in der Umwelttechnik, in der Sicherheitstechnik oder für Dopinganalysen benötigt. Die Analytikindustrie erfordert daher zumeist kleine und mittlere Turbopumpen, Vorpumpen sowie Messgeräte. Unsere wichtigsten Analytikkunden befinden sich in den USA, in Japan, England und Deutschland.
Forschung & Entwicklung
Die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen hat bei Pfeiffer Vacuum eine lange Tradition. Ob Physik- oder Chemielaboratorien an Universitäten, renommierte Forschungseinrichtungen wie die Fraunhofer- und Max-Planck-Institute oder große multinationale Forschungseinrichtungen - sie alle verlassen sich auf die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Massenspektrometer, Lecksucher oder Vakuumlösungen. In enger Kooperation mit Forschungseinrichtungen in Europa, den USA und Asien entstehen immer wieder neue Anwendungen, beispielsweise im Bereich der Energiegewinnung oder der Gesundheitstechnik.
Beschichtung
Viele Dinge des täglichen Lebens könnten ohne Vakuum nicht in der gewünschten Qualität hergestellt werden. So erfolgen beispielsweise die Entspiegelung von Brillengläsern, die Produktion von Flachbildschirmen, die Beschichtung von Blu-ray Discs oder von hochwertigen Badezimmerarmaturen sowie von Solarzellen oder Architekturglas in Vakuumkammern. Hochwertige Werkzeuge werden unter Vakuum beschichtet und gehärtet und dadurch noch haltbarer. Ein bedeutender Megatrend besteht in diesem Segment in der Hinwendung zu regenerativen Energien wie der Solarenergie. In der Beschichtungsindustrie werden hauptsächlich mittlere und große Vor- und Turbopumpen benötigt, aber auch Messgeräte und komplette Vakuumsysteme. Unsere Beschichtungs-kunden befinden sich in allen Industrienationen.
Strategie und Steuerung
Strategie
Pfeiffer Vacuum entwickelt, produziert und vertreibt technologisch und qualitativ höchst anspruchsvolle Vakuumlösungen. Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Leistungsfähigkeit sind Attribute, die unsere Kunden mit allen Produkten aus dem Pfeiffer Vacuum Konzern in Verbindung bringen. Es gehört zu den langfristigen strategischen Zielen von Pfeiffer Vacuum, Produkte nicht über den Preis, sondern über die Qualität zu verkaufen. Zur Verkaufsstrategie gehört es auch, die langfristigen Kostenvorteile für die Lebensdauer eines Pfeiffer Vacuum Produkts herauszustellen (Total Cost of Ownership). Diese ergeben sich unter anderem aus geringeren Wartungs- und Reparaturkosten, längeren Laufzeiten und niedrigerem Energieverbrauch im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten.
Ein weiteres strategisches Ziel besteht darin, immer nah am Kunden zu sein. Durch unsere weltweite Präsenz werden wir diesem Anspruch gerecht und sorgen dafür, dass unsere Kunden stets im Mittelpunkt unseres Handelns stehen.
Unternehmenssteuerung
Der Vorstand der Pfeiffer Vacuum Technology AG verantwortet die strategische Führung des Konzerns. Mit dem Ziel, die besonderen Bedürfnisse der Kunden in den Marktsegmenten Halbleiter (Semiconductor) und Beschichtung (Coating) einerseits und den Marktsegmenten Analytik (Analytics), Industrie (Industry) und Forschung & Entwicklung andererseits zu bedienen, wurde im Jahr 2015 unterhalb des Vorstands eine Geschäftsbereichsstruktur implementiert. Die so gebildeten Geschäftsbereiche "Semiconductor & Coating" und "Analytics & Industry" (einschließlich Forschung & Entwicklung) werden jeweils von einem Geschäftsbereichsverantwortlichen geleitet, der direkt an den Vorstand berichtet und für den jeweiligen Geschäftsbereich umfassend operativ und auch strategisch verantwortlich ist.
Die lokalen Vertriebs- und Servicegesellschaften wurden entsprechend ihrem Tätigkeitsschwerpunkt und Marktpotenzial den Geschäftsbereichen zugeordnet. Sie unterstehen damit unmittelbar diesem Geschäftsbereich, ohne dass sich an der umfassenden regionalen Verantwortlichkeit für alle Marktsegmente etwas ändert.
Alle Konzerngesellschaften haben damit weiterhin ein eigenverantwortliches Management und entscheiden im Rahmen zentraler Richtlinien grundsätzlich selbst, wie die von der Konzernzentrale und vom Geschäftsbereich vorgegebenen Ziele (Umsatz, Betriebsergebnismarge und Vorsteuerergebnis) zu erreichen sind. Bei wesentlichen Entscheidungen sind die Aufsichtsgremien der Gesellschaften, besetzt unter anderem mit den Vorstandsmitgliedern der Pfeiffer Vacuum Technology AG, und die Geschäftsbereichsverantwortlichen sowie die Zentrale in Asslar einzubeziehen.
Steuerungsinstrumente
Alle Gesellschaften werden von der Konzernzentrale in Asslar durch die Vorgabe von jährlichen Umsatz- und Ergebniszielen gesteuert (Management by Objectives), die primäre Steuerung erfolgt daher weiterhin nach legalen Einheiten in den Regionen.
Die Nachverfolgung der Zielerfüllung erfolgt über detaillierte Soll-Ist-Vergleiche und Abweichungsanalysen im Rahmen des monatlichen Berichtswesens, das mit Wirkung vom 1. Januar 2016 ergänzt wurde, um zusätzlich den Anforderungen der Geschäftsbereichsstruktur Rechnung zu tragen. Damit ist weiterhin sichergestellt, dass Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und korrigiert werden können. Monatliche Telefonkonferenzen mit dem Management der Tochtergesellschaften gewährleisten zudem, dass alle Fragen zur geschäftlichen Entwicklung diskutiert werden. Zusätzlich finden persönliche Gespräche der Konzern- und der Geschäftsbereichsleitung mit den Mitarbeitern vor Ort statt.
Für Länder, in denen Pfeiffer Vacuum nicht unmittelbar mit einer eigenen Gesellschaft vertreten ist, erfolgt die Vereinbarung der Umsatzziele mit dem lokalen Vertriebspartner. Auch hier wird die Zielerreichung über Soll-Ist-Vergleiche gemessen. Ein weiteres Instrument zur Steuerung ist die variable Vergütung des lokalen Managements der ausländischen Tochtergesellschaften und der Vertriebsmitarbeiter. So werden auch die Mitarbeiter in den Unternehmensbereichen, die nicht unmittelbar den Umsatz beeinflussen können, für die Kostenstrukturen und damit auch für den langfristigen Unternehmenserfolg sensibilisiert.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Umsatzentwicklung 2016
Nachdem wir bereits im Jahr 2015 einen sehr erfreulichen Umsatzanstieg auf 451,5 Mio. € verzeichnen konnten, wurde der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 noch einmal deutlich auf nunmehr 474,2 Mio. € gesteigert. Das entspricht einem Anstieg um 22,7 Mio. € oder 5,0 %. Diese erneut positive Entwicklung wurde dabei von den Bereichen Halbleiterindustrie und Beschichtung in Asien geprägt.
Nachfolgend erläutern wir den im Jahr 2016 erzielten Umsatz nach Segmenten, Regionen, Produkten und Märkten. Zu den Umsätzen nach Segmenten ist anzumerken, dass für die Zuordnung der Umsätze der Firmensitz der Gesellschaft maßgeblich ist, die den Umsatz fakturiert hat. Die segmentbezogene Darstellung zeigt somit die Umsätze nach Tochtergesellschaften. Demgegenüber enthalten die Umsätze nach Regionen alle Umsätze in einer bestimmten Region, unabhängig davon, welche Gesellschaft des Pfeiffer Vacuum Konzerns den Umsatz fakturiert hat. Der Umsatz nach Segmenten und der Umsatz nach Regionen unterscheiden sich dabei mehr oder weniger stark voneinander. So weicht beispielsweise der Umsatz des Segments Asien deutlich von dem der Region Asien ab, da das Segment Asien nur den direkten Umsatz unserer asiatischen Tochtergesellschaften enthält. Im Gegensatz dazu beinhaltet die Region Asien zusätzlich die Umsätze, die unsere außerhalb Asiens produzierenden Gesellschaften direkt mit asiatischen Kunden erzielen, zum Beispiel mit Kunden in Japan oder Indien. Im Umsatz nach Segmenten ist der Umsatz der deutschen Gesellschaft durch die Direktlieferungen an Vertretungen beziehungsweise Kunden außerhalb Deutschlands deutlich höher als der Umsatz Deutschland nach Regionen. Die Umsätze der Region USA und des Segments USA sind dagegen fast identisch, weil nahezu der gesamte Umsatz in dieser Region über unsere US-amerikanische Tochtergesellschaft abgewickelt wird.
Umsatz nach Segmenten
Deutschland
Nachdem im vorangegangenen Geschäftsjahr 2015 nur ein vergleichsweise moderater Umsatzanstieg zu verzeichnen war, legten die Umsätze in Deutschland im Jahr 2016 deutlich zu. Der erfreuliche Anstieg um 4,9 Mio. € war dabei insbesondere auf die Umsatzentwicklung der Pfeiffer Vacuum Components & Solutions GmbH (vormals Trinos Vakuum-Systeme GmbH) zurückzuführen und wurde vorwiegend mit den Kunden des Marktsegments Industrie erzielt.
USA
Nach mehreren Jahren mit einer positiven Entwicklung verzeichneten wir im Jahr 2016 insgesamt eine ganz leicht rückläufige Bewegung in den USA. Ursächlich hierfür waren erfreuliche Zuwächse in der Halbleiterindustrie und eine verbesserte Nachfrage aus dem Bereich Forschung & Entwicklung, die durch eine schwächere Dynamik in den Bereichen Analytik und Industrie überkompensiert wurden. Überdies haben die völlig unterschiedliche ökologische Ausrichtung der beiden Präsidentschaftskandidaten und der bis zuletzt unklare Ausgang der Wahl zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage in der US-Solarindustrie geführt, nachdem hier im Jahr 2015 noch deutliche Zuwächse zu verzeichnen waren. Die Entwicklung des USD-Wechselkurses im Jahr 2016 hatte keinen Einfluss auf die Umsatzentwicklung in den USA.
Mit einem Umsatzanteil von 23,0% wurde weiterhin knapp ein Viertel der Umsätze des Jahres 2016 durch unsere amerikanischen Vertriebsgesellschaften fakturiert (Vorjahr: 24,6 %). Damit nimmt das Segment USA zusammen mit Deutschland (ebenfalls 23,0 % Umsatzanteil) einen führenden Platz ein.
Europa (ohne Deutschland und Frankreich)
Nach einer sehr erfreulichen Umsatzentwicklung in den Jahren 2014 und 2015 verzeichneten die europäischen Vertriebsgesellschaften im Jahr 2016 eine Seitwärtsbewegung im Umsatz. Die verschiedenen Länder innerhalb Europas entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich. Während Schweden einen sehr erfreulichen Anstieg erzielte, war das Umsatzvolumen unserer Vertriebsgesellschaft in Großbritannien rückläufig. Dabei ist jedoch die Schwäche des britischen Pfunds zu berücksichtigen, die die Umsatzentwicklung deutlich negativ beeinflusst hat. Darüber hinaus sehen wir derzeit keine negativen Auswirkungen auf die Umsatzerlöse als Folge des Ausscheidens von Großbritannien aus der EU.
Südkorea
Die im Segment Südkorea geführten Vertriebsgesellschaften weisen allgemein eine starke Fokussierung auf den Halbleitermarkt auf. Nach einem schwächeren Jahresbeginn haben sich hier deutlich stärkere Impulse insbesondere im vierten Quartal ergeben, sodass in diesem Segment der Rückgang auf 2,6 Mio. € im Vergleich zum Jahr 2015 begrenzt werden konnte. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass Währungseffekte die Entwicklung im Jahr 2016 mit etwa 1,6 Mio. € negativ beeinflusst haben.
Asien (ohne Südkorea)
Das Segment Asien (ohne Südkorea) zeigte mit einem Anstieg um 13,7 Mio. € oder 30,6 % im Jahr 2016 die größte absolute und relative Veränderung. Hervorzuheben sind hier die lokalen Einheiten in Taiwan und Singapur, die eine deutlich stärkere Nachfrage aus den Bereichen Halbleiter und Beschichtung erfuhren. Aber auch die Einheiten in China verzeichneten Zuwächse, insbesondere im Beschichtungsmarkt und dort vor allem in der Solarindustrie.
Umsatz nach Segmenten
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| 2016 | 2015 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 109,3 | 104,4 | 4,9 | 4,6 |
| USA | 108,9 | 110,9 | - 2,0 | - 1,8 |
| Europa (ohne Deutschland und Frankreich) | 89,4 | 90,2 | - 0,8 | - 0,8 |
| Südkorea | 66,5 | 69,1 | - 2,6 | - 3,8 |
| Asien (ohne Südkorea) | 58,3 | 44,6 | 13,7 | 30,6 |
| Frankreich | 41,8 | 32,3 | 9,5 | 29,5 |
| Gesamt | 474,2 | 451,5 | 22,7 | 5,0 |
Frankreich
Der Umsatz in Frankreich lag im Geschäftsjahr 2016 um 9,5 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Auch in diesem Jahr zeigte sich das Umsatzvolumen in Frankreich selbst weitgehend konstant, die starken Zuwächse resultierten aus dem Direktgeschäft mit ausländischen Kunden. Auch hier wurde die Entwicklung wesentlich durch die chinesische Solarindustrie geprägt. Wie im Vorjahr sehen wir die schwache Nachfrage in Frankreich als Folge der anhaltend angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation der zweitgrößten Volkswirtschaft im Euroraum.
Umsatz nach Regionen
Europa
Mit einem Anstieg auf 188,9 Mio. € hat Europa im Jahr 2016 die Position als umsatzstärkste Region leicht verbessert. Der Anstieg um insgesamt 1,9 Mio. € war die Folge einer erfreulichen Entwicklung in Schweden und Deutschland, während in den übrigen Ländern Europas fast durchgängig das Umsatzniveau des Vorjahres erreicht werden konnte. Auch hier ist auf die Belastung des Umsatzniveaus durch die Schwäche des britischen Pfunds hinzuweisen.
Asien
Die deutlich bessere Nachfrage aus der Halbleiterindustrie und dem Beschichtungsmarkt wirkte sich insbesondere auf die Umsatzentwicklung in der Region Asien aus. Nachdem bereits im Vorjahr ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen war, zeigte diese Region im Jahr 2016 wiederum einen sehr starken Nachfragezuwachs um 23,1 Mio. € oder 15,2 %. Dabei blieb diese erfreuliche Entwicklung nicht auf einzelne Länder in der Region beschränkt, sondern war mit Ausnahme von Südkorea nahezu überall zu beobachten.
Nord- und Südamerika
Ausgehend von einem sehr hohen Umsatzniveau von 112,4 Mio. € im Jahr 2015, sind die Umsatzerlöse im Jahr 2016 leicht auf 110,5 Mio. € zurückgegangen. Die Umsatzentwicklung in der Region Nord- und Südamerika wird nach wie vor ganz wesentlich von der Entwicklung in den USA geprägt. Da es unverändert kein nennenswertes Direktgeschäft der deutschen oder französischen Einheiten in dieser Region gibt, entspricht diese Entwicklung weitgehend dem bereits erläuterten Verlauf der Umsätze nach Segmenten. Einhergehend mit der Umsatzentwicklung in Nord- und Südamerika, ist auch der Anteil am Gesamtumsatz leicht von 24,9 % im Vorjahr auf 23,3 % im Jahr 2016 zurückgegangen.
Umsatz nach Regionen
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| 2016 | 2015 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Europa | 188,9 | 187,0 | 1,9 | 1,0 |
| Asien | 174,6 | 151,5 | 23,1 | 15,2 |
| Nord- und Südamerika | 110,5 | 112,4 | - 1,9 | - 1,7 |
| Rest der Welt | 0,2 | 0,6 | - 0,4 | - 60,0 |
| Gesamt | 474,2 | 451,5 | 22,7 | 5,0 |
Umsatz nach Produkten
Turbopumpen
Der Umsatz mit Turbopumpen hat sich auf einem sehr hohen Niveau stabilisiert. Mit 144,5 Mio. € liegt der Umsatz in dieser Produktgruppe praktisch auf Vorjahresniveau. Die Verteilung der Turbopumpen auf die Marktsegmente hat sich demgegenüber etwas vom Beschichtungsmarkt hin zur Halbleiterindustrie verschoben. Mit einem Anteil am Gesamtumsatz von 30,5 % (Vorjahr: 32,0 %) stellten die Turbopumpen im Jahr 2016 erneut die stärkste Produktgruppe dar.
Vorpumpen
Bezogen auf die Produktgruppen, resultierte der Umsatzanstieg des Jahres 2016 vorwiegend aus der Entwicklung des Umsatzes mit Vorpumpen. Dabei hatten die sogenannten Prozesspumpen für die Halbleiterindustrie zusammen mit den trockenen Pumpen für Beschichtungsanwendungen den größten Anteil. Regional resultierte der Anstieg dementsprechend insbesondere aus dem asiatischen Wirtschaftsraum, zu einem kleineren Teil aber auch aus Deutschland. Mit einem Umsatzanteil von 24,2 % wurde knapp ein Viertel des Gesamtumsatzes mit dieser Produktgruppe erzielt.
Instrumente und Komponenten
Bei der Analyse der Umsätze nach Produktgruppen zeigte sich bei den Instrumenten und Komponenten ein sehr erfreulicher Anstieg um 6,8 %. Ursächlich hierfür waren insbesondere die Produkte der Pfeiffer Vacuum Components & Solutions GmbH (vormals Trinos Vakuum-Systeme GmbH), die überwiegend in Europa, aber auch in den USA stärker vermarktet werden konnten. Mit einem Anteil von 22,3 % des Gesamtumsatzes bleibt diese Produktgruppe ein wesentliches Standbein von Pfeiffer Vacuum und trägt ganz erheblich zur sehr ausgeglichenen Verteilung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen bei.
Service
Die installierte Basis der Produkte aus dem Pfeiffer Vacuum Konzern schafft eine solide Grundlage für unsere Servicetätigkeit. Die teilweise aggressiven und korrosiven Prozessbedingungen, unter denen die Pumpen insbesondere in der Halbleiterindustrie eingesetzt werden, machen eine regelmäßige Wartung unabdingbar. Wie in den Vorjahren resultierte der Anstieg um 3,1 % auch im Jahr 2016 überwiegend aus gestiegenen Umsätzen mit unseren Halbleiterkunden. Da sich der Umsatzanstieg im Service weitgehend proportional zur Entwicklung der Umsatzerlöse insgesamt darstellte, ist auch der Anteil am Gesamtumsatz mit 21,0 % nahezu unverändert (Vorjahr: 21,4 %).
Systeme
Der Umsatz in dieser projektgetriebenen Sparte stieg leicht von 8,8 Mio. € im Vorjahr auf 9,5 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Umsatz nach Produkten
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| 2016 | 2015 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Turbopumpen | 144,5 | 144,8 | - 0,3 | - 0,2 |
| Vorpumpen | 115,0 | 102,4 | 12,6 | 12,3 |
| Instrumente und Komponenten | 105,5 | 98,8 | 6,7 | 6,8 |
| Service | 99,7 | 96,7 | 3,0 | 3,1 |
| Systeme | 9,5 | 8,8 | 0,7 | 7,5 |
| Gesamt | 474,2 | 451,5 | 22,7 | 5,0 |
Umsatz nach Märkten
Halbleiter
Die bereits in den Vorjahren positive Entwicklung der Halbleiterindustrie hat sich auch im Jahr 2016 bestätigt und sogar etwas an Dynamik gewonnen. Die wesentlichen Impulse in diesem Markt kamen im Jahr 2016 aus Asien - insbesondere Taiwan und Singapur - sowie den USA. Insgesamt verzeichneten wir einen starken Anstieg der Umsatzerlöse um 14,8 Mio. € oder 10,7 %.
Industrie
Unser heterogenstes Marktsegment umfasst ein breites Kundenspektrum von der Automobil- über die metallverarbeitende bis hin zur Lebensmittelindustrie. Im Geschäftsjahr 2016 zeigte dieses Marktsegment eine Seitwärtsbewegung mit leicht positivem Trend. Aufgrund seiner Heterogenität gleichen sich positive und negative Entwicklungen sowohl in den einzelnen Teilbereichen als auch regional sehr gut aus. Dementsprechend verlief die Entwicklung insgesamt ohne große regionale oder kundenbezogene Verschiebungen.
Analytik
Mit 92,1 Mio. € stagnierte der Umsatz in diesem Marktsegment auf hohem Niveau. Unsere Kunden in diesem Bereich setzen das ganze Produktspektrum ein, wenngleich eine Fokussierung auf die Turbopumpen besteht. Die anhaltend hohen Umsätze mit Turbopumpen werden ganz wesentlich durch dieses Marktsegment beeinflusst.
Forschung & Entwicklung
Mit 56,1 Mio. € lag der Umsatz im Marktsegment Forschung & Entwicklung, unserem stabilsten Marktsegment, leicht über Vorjahresniveau (55,6 Mio. €). Aufgrund des großen Anteils staatlicher und halbstaatlicher Forschungseinrichtungen entwickelt sich dieses Segment weitgehend unabhängig von konjunkturellen Einflüssen. Ebenfalls typisch ist der Verlauf innerhalb des Geschäftsjahres mit einem etwas verhalteneren Jahresbeginn und einem deutlich stärkeren vierten Quartal, der so auch im Jahr 2016 wieder zu beobachten war.
Beschichtung
Bedingt durch die Impulse aus der Solarindustrie, konnte dieses Marktsegment im Jahr 2016 deutliche Zuwächse verzeichnen. Einer geringeren Dynamik in den USA steht dabei ein deutlicher Nachfrageanstieg in Asien, hier insbesondere in China, gegenüber.
Auftragseingang und Auftragsbestand
Nach einem Auftragseingang von 456,9 Mio. € im Jahr 2015 stieg dieser Wert im Jahr 2016 deutlich um 25,0 Mio. € oder 5,5 % auf 481,9 Mio. € an. Diese erfreuliche Entwicklung war dabei in nahezu allen Produktbereichen zu verzeichnen, bei den Vorpumpen jedoch besonders stark ausgeprägt. Während sich der Auftragseingang in den ersten drei Quartalen eher verhalten entwickelte, zeigte sich insbesondere das vierte Quartal mit einer deutlich höheren Dynamik. Diese Dynamik setzt sich im laufenden Geschäftsjahr 2017 nach den bisherigen Erkenntnissen so fort. Die Book-to-Bill Ratio, der Quotient aus Auftragseingang und Umsatz, betrug nach 1,01 im Vorjahr 1,02 im Jahr 2016.
Umsatz nach Märkten
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| 2016 | 2015 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Halbleiter | 154,7 | 139,9 | 14,8 | 10,7 |
| Industrie | 115,9 | 115,0 | 0,9 | 0,7 |
| Analytik | 92,1 | 91,7 | 0,4 | 0,4 |
| Forschung & Entwicklung | 56,1 | 55,6 | 0,5 | 1,0 |
| Beschichtung | 55,4 | 49,3 | 6,1 | 12,3 |
| Gesamt | 474,2 | 451,5 | 22,7 | 5,0 |
Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2016 belief sich auf 72,3 Mio. € und lag damit um 11,7 % über dem Vorjahreswert von 64,7 Mio. €. Die Auftragsreichweite auf Basis des durchschnittlichen Umsatzes 2016 beträgt unverändert etwa zwei Monate.
Ertragslageentwicklung
Bruttoergebnis und Umsatzkosten
Nach 276,0 Mio. € im Jahr 2015 betrugen die Umsatzkosten im Jahr 2016 insgesamt 293,8 Mio. €. Dies bedeutet einen Anstieg um 178 Mio. € oder 6,4 %, der ganz wesentlich auf den Anstieg der Umsatzerlöse zurückzuführen ist. Parallel dazu konnten Skaleneffekte genutzt werden, die aber durch eine Veränderung des Produktmixes hin zu etwas margenschwächeren Produkten überkompensiert wurden. Insgesamt war die Entwicklung der Umsatzkosten im Vergleich zur Umsatzentwicklung damit überproportional, sodass eine leichte Verringerung der Bruttomarge - also des Verhältnisses von Bruttoergebnis und Umsatzerlösen - zu verzeichnen war.
Nach einem bereits im Vorjahr sehr erfreulichen Bruttoergebnis von 175,5 Mio. € lag das Bruttoergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr bei nochmals gestiegenen 180,5 Mio. €. Die Bruttomarge sank aus zuvor genannten Gründen von sehr guten 38,9 % im Vorjahr auf aktuell 38,1 %. Das Bruttoergebnis ist damit um 5,0 Mio. € oder 2,8 % gestiegen. Neben den bereits erwähnten Einflüssen aus dem Produktmix und den Skaleneffekten hat sich auch der im Jahresverlauf im Vergleich zum britischen Pfund und koreanischen Won stärkere Euro leicht negativ auf die Entwicklung von Bruttoergebnis und Bruttomarge ausgewirkt.
Vertriebs- und Verwaltungskosten
Mit 91,1 Mio. € lag die Summe der Vertriebs- und Verwaltungskosten im Jahr 2016 um 4,6 Mio. € unter dem Vorjahreswert (95,7 Mio. €). Dies entspricht einem deutlichen Rückgang um 4,8 %, der insbesondere durch die Entwicklung der Vertriebs- und Marketingkosten begründet ist. Diese sanken von 59,9 Mio. € auf 55,3 Mio. €, teilweise bedingt durch den Wegfall von Einmaleffekten im Zusammenhang mit dem 125-jährigen Firmenjubiläum im Vorjahr. Mit 35,7 Mio. € lagen die Verwaltungs- und allgemeinen Kosten praktisch auf Vorjahresniveau (35,8 Mio. €). Als Konsequenz ist der Anteil der Vertriebs- und Verwaltungskosten am Gesamtumsatz insgesamt deutlich gesunken und liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 bei 19,2 % (Vorjahr: 21,2 %).
Forschungs- und Entwicklungskosten
Nach wie vor sehen wir uns verpflichtet, die Entwicklung in der Vakuumtechnik durch eigene Forschungsprojekte sowie mit der konsequenten Förderung von Lehre und Wissenschaft voranzutreiben. Forschungs- und Entwicklungskosten betrachten wir als unabdingbare Investition in die Zukunft. Dementsprechend wurde im Jahr 2016 erneut ein hoher Anteil des Umsatzes für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten aufgewendet. Nach 5,6 % im Vorjahr betrug dieser Anteil als Folge der sehr guten Umsatzentwicklung noch immer 5,5 %. Absolut gesehen lagen die Forschungs- und Entwicklungskosten mit 26,3 Mio. € um 0,8 Mio. € über dem Vorjahreswert von 25,5 Mio. €.
Bereinigt um die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Aufwandszuschüsse für Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von unverändert 4,4 Mio. €, lagen die Forschungs- und Entwicklungskosten netto bei 21,9 Mio. € (Vorjahr: 21,1 Mio. €).
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Wie in den Vorjahren enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen überwiegend die im Konzern erzielten Wechselkursgewinne und -verluste. In den sonstigen betrieblichen Erträgen von 10,8 Mio. € (Vorjahr: 13,3 Mio. €) waren darüber hinaus Aufwandszuschüsse in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 6,0 Mio. € (Vorjahr: 6,9 Mio. €) enthielten auch im Jahr 2016 nahezu ausschließlich die erfassten Wechselkursverluste. Das Nettowährungsergebnis im Jahr 2016 lag mit + 0,4 Mio. € unter dem Vorjahresergebnis von + 2,0 Mio. €.
Betriebsergebnis
Leicht gestiegene Aufwendungen für Forschung & Entwicklung, ein weniger vorteilhafter Produktmix und ein rückläufiges Währungsergebnis belasteten die Ergebnisentwicklung im Jahr 2016. Deutliche Profitabilitätszuwächse resultierten dagegen aus positiven Skaleneffekten und spürbar um insgesamt 4,6 Mio. € reduzierten Vertriebs- und Verwaltungskosten. Damit lag das Betriebsergebnis des Jahres 2016 mit 68,0 Mio. € annähernd auf dem Niveau des bisher besten Betriebsergebnisses der Unternehmensgeschichte von 68,5 Mio. € im Jahr 2012. Im Vergleich zum Jahr 2015 (60,8 Mio. €) stieg das Betriebsergebnis nochmals deutlich um 72 Mio. € oder 11,9 %. Dies korrespondiert mit einer ebenfalls erheblich besseren Betriebsergebnismarge oder auch EBIT-Marge von 14,3 % (Vorjahr: 13,5 %). Der im Betriebsergebnis enthaltene Abschreibungsbetrag (auf materielle und immaterielle Vermögenswerte) lag im Jahr 2016 bei 20,4 Mio. € (Vorjahr: 20,7 Mio. €), sodass sich ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization, EBITDA) von 88,4 Mio. € ergab. Nach 81,5 Mio. € im Jahr 2015 bedeutet dies einen ebenfalls deutlichen Anstieg um 6,9 Mio. € oder 8,6 %. Auch das Betriebsergebnis je Mitarbeiter zeigte einen erfreulichen Anstieg um 11,5 %.
Finanzergebnis
Als Folge des weiterhin rückläufigen Zinsniveaus und der zum Ende des Jahres 2016 wieder vorgenommenen Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten sind sowohl die Finanzerträge als auch die Finanzaufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut gesunken. Daraus resultierte ein Finanzergebnis von - 0,4 Mio. € (Vorjahr: - 0,3 Mio. € ).
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Einhergehend mit dem höheren Ergebnis vor Steuern sind auch die Steueraufwendungen im Jahr 2016 von 18,5 Mio. € auf 20,6 Mio. € gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist jedoch die relative Belastung in Form der Steuerquote leicht zurückgegangen. Nach 30,7 % im Vorjahr hat sich diese Quote bei 30,4 % im Jahr 2016 weitgehend stabilisiert. Besondere Einflüsse auf die Steuerquote waren im Jahr 2016 nicht zu verzeichnen.
Ergebnis nach Steuern
Mit 47,0 Mio. € wurde im Jahr 2016 das bisher beste Ergebnis nach Steuern in der Unternehmensgeschichte erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies einen Anstieg um 5,1 Mio. € oder 12,2 % dar. Nachdem im Jahr 2016 bereits ein Betriebsergebnis nahezu auf Rekordniveau zu verzeichnen war, haben ein niedriger Nettofinanzaufwand und eine verminderte Steuerquote dazu geführt, dass der bisherige Rekordwert von 45,8 Mio. € aus dem Jahr 2012 um 1,2 Mio. € übertroffen werden konnte. Auch die Umsatzrentabilität nach Steuern, also das Verhältnis von Ergebnis nach Steuern und Umsatz, stieg nochmals von 9,3 % im Vorjahr auf 9,9 %.
Ergebnis je Aktie
Parallel zum Ergebnis nach Steuern hat sich auch das Ergebnis je Aktie deutlich verbessert. Nach 4,25 € im Vorjahr konnte hier im Jahr 2016 ein Wert von 4,77 € erzielt werden - ebenfalls ein Rekordwert in der Unternehmensgeschichte.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme des Pfeiffer Vacuum Konzerns ist von 453,5 Mio. € zum 31. Dezember 2015 auf 459,3 Mio. € zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 2016 gestiegen. Dieser Anstieg um 5,8 Mio. € ist auf der Aktivseite der Bilanz das Ergebnis einer sehr unterschiedlichen Entwicklung einzelner Bilanzposten. Bedingt durch den positiven Geschäftsverlauf und die sehr gute Umsatzentwicklung insbesondere zum Jahresende, sind die Vorräte um 4,0 Mio. € und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 Mio. € gestiegen. Der für sich genommen größte Bilanzposten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist nach 115,4 Mio. € zum Ende des Geschäftsjahres 2015 auf 110,0 Mio. € am 31. Dezember 2016 um 5,4 Mio. € gesunken. Eine detaillierte Analyse zur Entwicklung der liquiden Mittel befindet sich im nachfolgenden Abschnitt "Finanzlage und Cash-Flow" Gegenläufig zum Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich insbesondere das Anlagevermögen entwickelt. Wie bereits in den Vorjahren ist hier der Rückgang bei den immateriellen Vermögenswerten wieder nahezu ausschließlich die Folge der planmäßigen Abschreibungen auf die im Rahmen der adixen-Akquisition angesetzten Posten. Als Folge erhöhter Investitionen im Jahr 2016 ist das Sachanlagevermögen per Saldo um 2,7 Mio. € gestiegen. Neben Investitionen in Höhe von 16,1 Mio. € wurde diese Entwicklung ganz wesentlich durch planmäßige Abschreibungen in Höhe von 13,2 Mio. € geprägt (Vorjahr: 10,3 Mio. € beziehungsweise 13,5 Mio. €). Im Hinblick auf die Entwicklung der Positionen auf der Passivseite der Bilanz ist insbesondere der tilgungsbedingte Rückgang der finanziellen Verbindlichkeiten um 20,5 Mio. € zu nennen. Im Gegensatz dazu sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 9,7 Mio. € gestiegen - ebenso wie die Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, verursacht durch die Umsatzentwicklung zum Ende des Geschäftsjahres 2016. Insbesondere aufgrund versicherungsmathematischer Verluste als Folge gesunkener Zinssätze sind die Pensionsverpflichtungen um 77 Mio. € auf insgesamt 51,2 Mio. € gestiegen. Diese Effekte wurden ergebnisneutral in den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen erfasst.
Das Eigenkapital ist von 305,0 Mio. € deutlich um 10,6 Mio. € auf 315,6 Mio. € gestiegen. Diese Veränderung resultiert in erster Linie aus dem im Berichtsjahr erwirtschafteten Ergebnis nach Steuern (470 Mio. €) und der Dividendenzahlung an die Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG (31,6 Mio. €) sowie den per Saldo um 4,9 Mio. € gesunkenen sonstigen Eigenkapitalbestandteilen. Trotz der Belastungen des Eigenkapitals in den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen ist die Eigenkapitalquote von 67,3 % auf 68,7 % gestiegen.
Veränderung des kurzfristigen Betriebskapitals
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| 31.12.2016 in Mio. € |
31.12.2015 in Mio. € |
Veränderung in Mio. € |
|
|---|---|---|---|
| Vorräte | 81,7 | 77,7 | 4,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 69,4 | 58,6 | 10,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - 30,9 | - 21,2 | - 9,7 |
| Kurzfristiges Betriebskapital | 120,2 | 115,1 | 5,1 |
Pfeiffer Vacuum hat die bereits überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung im Vergleich zum Geschäfts-umfang erneut verbessert. Nach der fast vollständigen Tilgung weist der Konzern zum 31. Dezember 2016 nahezu keine finanziellen Verbindlichkeiten mehr aus.
Bedingt durch das gestiegene Geschäftsvolumen, ist auch das kurzfristige Betriebskapital gestiegen. Der Anstieg belief sich auf 5,1 Mio. € und liegt damit relativ gesehen im Rahmen der Umsatzentwicklung.
Finanzlage und Cash-Flow
Nach 59,7 Mio. € im Jahr 2015 lag der operative Cash-Flow im Jahr 2016 bei 63,6 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg um 3,9 Mio. €. Zunächst hat sich das höhere Ergebnis vor Steuern (+ 7,1 Mio. €) positiv auf den operativen Cash-Flow ausgewirkt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Entwicklung der Vorräte mit - 6,0 Mio. € deutlich weniger belastend auf den operativen Cash-Flow ausgewirkt (Vorjahr: - 15,5 Mio. €). Als Folge der sehr guten Umsatzentwicklung zum Ende des Geschäftsjahres 2016 sind die Forderungen sehr stark gestiegen und führten zu einer Belastung des operativen Cash-Flows von 9,8 Mio. €. Im Vorjahr waren hier nur leicht negative Effekte von 0,7 Mio. € zu verzeichnen gewesen. Der Cash-Flow je Aktie ist von 6,05 € im Jahr 2015 auf 6,45 € im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 gestiegen. Das unverändert hohe Niveau dieser Kennzahl steht für die Fähigkeit des Pfeiffer Vacuum Konzerns, im Rahmen der operativen Tätigkeit überproportional hohe Mittelzuflüsse zu generieren.
Im Jahr 2016 wurden plangemäß in verstärktem Umfang Ersatzinvestitionen und zum Teil auch Erweiterungsinvestitionen getätigt. Dementsprechend sind die Investitionsausgaben von 11,7 Mio. € im Vorjahr auf 18,0 Mio. € im Berichtsjahr angestiegen. Dem stehen Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von 0,6 Mio. € gegenüber, sodass sich nach 11,0 Mio. € im Jahr 2015 insgesamt ein Mittelabfluss von 174 Mio. € ergab. Weitere Ausführungen zur Zusammensetzung des Investitionsvolumens finden sich im nachfolgenden Abschnitt "Investition und Finanzierung"
Wie in den Vorjahren wurde der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit auch im Jahr 2016 wieder ausschließlich durch die Dividendenzahlung an die Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG (31,6 Mio. €) und die Rückzahlung finanzieller Verbindlichkeiten (20,5 Mio. €) bestimmt. Im Jahr 2016 betrug der Mittelabfluss somit insgesamt 52,1 Mio. €. Durch die im Vergleich zum Vorjahr höheren Rückzahlungen war der Konzern in der Lage, die im Rahmen der adixen Akquisition im Jahr 2010 aufgenommenen Darlehen vollständig zu tilgen. Im Vorjahr hatten die Dividendenzahlung in Höhe von 26,1 Mio. € und die Rückzahlung finanzieller Verbindlichkeiten (10,5 Mio. €) zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 36,6 Mio. € geführt.
Bedingt durch die hohen Investitionsausgaben, die höhere Rückzahlung finanzieller Verbindlichkeiten und die höhere Dividendenzahlung, betrug der Mittelabfluss unter Berücksichtigung der Währungseffekte insgesamt 5,4 Mio. € (Vorjahr: Mittelzufluss von 13,9 Mio. €) und führte zu einem Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 4,6 % auf 110,0 Mio. € (Vorjahr: Anstieg um 13,7 % auf 115,4 Mio. €). Nach der fast vollständigen Rückzahlung bestehen zum 31. Dezember 2016 so gut wie keine Finanzverbindlichkeiten mehr. Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über freie Kreditlinien in Höhe von 53,7 Mio. € (Vorjahr: 41,0 Mio. €).
Die freie Liquidität wird im Rahmen des Finanzmanagements zinstragend angelegt. Bei den deutschen Konzerngesellschaften in Asslar besteht zur Liquiditätsbündelung ein Cash-Management-System. Bei der Geldanlage dominieren konservative und weitgehend kurzfristige Anlageformen als Tages oder Termingelder bei Kreditinstituten. Spekulative Geschäfte werden nicht getätigt. Sowohl das Liquiditätsmanagement als auch die Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgen im Wesentlichen in der Konzernzentrale unter Berücksichtigung aller im Konzern relevanten Sachverhalte.
Investition und Finanzierung
Das operative Geschäft, die Investitionen und die Dividendenzahlung wurden wie bereits in den Vorjahren allein durch eigene Mittel des Konzerns finanziert. Zusätzlich wurden die aus einer Erwerbsfinanzierung noch bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 20,5 Mio. € vollständig zurückgezahlt. Die Investitionsausgaben in Höhe von 18,0 Mio. € entfielen im Wesentlichen auf erforderliche Ersatzinvestitionen im Bereich des Maschinenparks und der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aber auch teilweise auf Erweiterungsinvestitionen. Darüberhinausgehende Änderungen in der Zusammensetzung der Investitionsausgaben haben sich nicht ergeben. Die verstärkte Investitionstätigkeit wurde im Hinblick auf die strategische Ausrichtung des Konzerns hin bewusst optimiert. Das Investitionsvolumen lag genau im Rahmen der für das Jahr 2016 abgegebenen Prognosen (18,0 - 20,0 Mio. €).
Die Bilanz des Pfeiffer Vacuum Konzerns zeigt seit langem eine sehr solide Eigenkapitalausstattung. Mit einer Eigenkapitalquote von 68,7 % zum Ende des Geschäftsjahres 2016 konnte dieser Wert erneut gesteigert werden (Vorjahr: 67,3 %). Die Umlaufvermögensquote als Quotient aus Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten belief sich auf 305 % (Vorjahr: 298 %) und steht unverändert für das reelle Finanzierungskonzept und die hohe Bonität von Pfeiffer Vacuum.
Bedingt durch die gestiegenen Investitionsausgaben in Höhe von 18,0 Mio. € und ein nahezu unverändertes Abschreibungsvolumen im Jahr 2016 von 20,4 Mio. €, ergab sich eine Abschreibungsquote (Verhältnis von Investitionsausgaben zu Abschreibungen) von 88 % im Vergleich zu 56 % im Vorjahr. Damit liegen die Neuinvestitionen im Jahr 2016 deutlich näher am Niveau des Wertverzehrs des Anlagevermögens. Die Abschreibungen sind als Folge der Kaufpreisallokation (PPA) unverändert hoch.
Value Reporting
Das Konzept der wertorientierten Unternehmenssteuerung ist unverändert integraler Bestandteil des Managementansatzes im Pfeiffer Vacuum Konzern. Alle wichtigen Entscheidungen bei Pfeiffer Vacuum werden unter Berücksichtigung aller wesentlichen finanzwirtschaftlichen Aspekte getroffen. In der nachfolgenden Grafik geben wir eine Übersicht über einige für uns wichtige finanzielle Erfolgsindikatoren. Neben dem ROCE (Return On Capital Employed; Betriebsergebnis im Verhältnis zur Summe aus Nettoanlagevermögen und kurzfristigem Betriebskapital) als Maß für die Verzinsung des eingesetzten Kapitals werden hier die Umsatzrendite, das Ergebnis je Aktie und die ausgeschüttete beziehungsweise vorgeschlagene Dividende erläutert. Aus dem Verhältnis von Dividende und Ergebnis je Aktie lässt sich auch ableiten, inwieweit die Anteilseigner am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beteiligt werden.
Auch im Jahr 2016 zeigen alle vorgenannten Erfolgskennzahlen erneut eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich positive Entwicklung. Pfeiffer Vacuum sieht unverändert keine Veranlassung, die hohe Ausschüttungsquote des Konzernergebnisses nach Steuern nicht beizubehalten. Dementsprechend werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 3,60 € je Aktie vorschlagen; das entspräche einer Ausschüttungsquote von 75,5 % (Vorjahr: 75,3 %).
Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf
Ein Blick in die Gewinn- und Verlustrechnung des Pfeiffer Vacuum Konzerns zeigt ein hochprofitables Unternehmen. Das Betriebsergebnis wurde zum zweiten Mal in Folge deutlich gesteigert und liegt mit 68,0 Mio. € nur marginal unter dem bisherigen Rekordwert von 2012 (68,5 Mio. €). Auch die Entwicklung der Betriebsergebnismarge zeigt einen ganz klar positiven Trend und weist mit 14,3 % für ein Maschinenbauunternehmen einen weit überdurchschnittlichen Wert aus. Mehr noch: Niemals zuvor in der Unternehmensgeschichte wurde ein höheres Ergebnis nach Steuern oder ein höheres Ergebnis je Aktie erwirtschaftet. Die initiierten Projekte zur kurz- bis mittelfristigen Ergebnissteigerung können damit als Erfolg verbucht werden. Nach wie vor unverändert ist die grundsolide Vermögenslage von Pfeiffer Vacuum. Der Konzern weist praktisch keine Finanzverbindlichkeiten mehr aus. Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen. Die sehr gute Liquiditätssituation ermöglichte es uns, neben der Finanzierung des operativen Geschäfts die finanziellen Verbindlichkeiten komplett zurückzuführen und eine erneut überdurchschnittlich hohe Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Überdies sind wir sehr zuversichtlich, diese Entwicklung auch im Jahr 2017 und darüber hinaus aus eigener Kraft fortsetzen zu können.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Mitarbeiter
Pfeiffer Vacuum beschäftigte zum Ende des Jahres 2016 insgesamt 2.415 Mitarbeiter. Dies stellt einen leichten Anstieg um 1,7 % gegenüber der Vorjahreszahl von 2.374 Mitarbeitern dar. Hauptsächlich liegt diese Entwicklung in den Regionen Europa und Asien begründet.
Regionale Aufteilung der Mitarbeiter
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| 2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | in % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Europa | 1.721 | 71 | 1.693 | 71 |
| Asien | 561 | 23 | 548 | 23 |
| Nord- und Südamerika | 133 | 6 | 133 | 6 |
| Gesamt | 2.415 | 100 | 2.374 | 100 |
Diversität
Pfeiffer Vacuum ist global aufgestellt und vereint daher eine Vielzahl von Menschen verschiedenartiger Herkunft unter einer Dachmarke. Unsere Mitarbeiter sind stolz auf die erfolgreiche Zusammenarbeit unterschiedlicher Kulturen und Nationalitäten. Pfeiffer Vacuum gehört seit mehreren Jahren der "Charta der Vielfalt" an, einer Initiative der deutschen Bundesregierung. Die "Charta der Vielfalt" ist ein grundlegendes Bekenntnis zu Fairness und Wertschätzung von Menschen in Unternehmen.
Von den 2.415 Mitarbeitern sind 399 Beschäftigte weiblich und 2.016 männlich. Somit beträgt der Frauenanteil 17 % der Gesamtbelegschaft. Die Vakuumtechnik stellt ein spezielles Fachgebiet im Maschinenbau dar, in dem es in der Regel äußerst wenig adäquaten weiblichen Nachwuchs gibt. Dennoch gibt es intern die dezidierte Intention, den Frauenanteil auf diesem traditionell männlich dominierten Arbeitsgebiet zu erhöhen. Die französische Gesellschaft von Pfeiffer Vacuum hat mit allen involvierten Gewerkschaften eine formelle Vereinbarung zur Förderung von Frauen geschlossen. Im Aufsichtsrat der Pfeiffer Vacuum Technology AG sind keine Frauen vertreten. Dafür sind in den Tochterunternehmen einige zentrale Führungs- und Schlüsselpositionen in den Bereichen Einkauf, Finanzen, Kommunikation, Marketing, Personal sowie Vertrieb mit Managerinnen besetzt.
Ausbildung von Nachwuchs
Nachwuchsförderung hat einen hohen Stellenwert bei Pfeiffer Vacuum. An verschiedenen Standorten bieten wir betriebliche Ausbildungsgänge als Industriemechaniker, im kaufmännischen Bereich sowie in der Lagerlogistik an. Im Jahr 2016 hat Pfeiffer Vacuum weltweit insgesamt 86 Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt (Vorjahr: 90).
Neben der betrieblichen Berufsausbildung beteiligt sich Pfeiffer Vacuum in Deutschland mit großem Erfolg am Projekt "Studium Plus',' einem dualen Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer. Darüber hinaus besteht eine Partnerschaft zur betrieblichen Ausbildung mit der Georg-August Universität Göttingen. So ist unser Nachwuchs an Wirtschafts- und Maschinenbauingenieuren sowie im Bereich Wirtschaftsinformatik für die Zukunft sichergestellt.
Zudem bieten viele unserer Niederlassungen zeitlich befristete Praktikumsplätze für Berufseinsteiger und Studenten beziehungsweise temporäre Anstellungen für Werkstudenten in den Semesterferien an. Dadurch ermöglichen wir jungen Leuten, Einblick in betriebliche Abläufe zu bekommen und sich als mögliche Mitarbeiter zu qualifizieren. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Schulen und Universitäten führen wir Betriebsführungen durch und stellen uns dem Publikum auf Jobmessen vor. Insbesondere in Frankreich halten mehrere unserer Fachkräfte an Universitäten Vorlesungen über Vakuumtechnologie und Unternehmensführung. Zusätzlich ist der Bekanntheitsgrad, den Pfeiffer Vacuum unter naturwissenschaftlichen Akademikern aufgrund seiner Produktpräsenz in den Forschungslaboren genießt, nicht zu unterschätzen.
Qualifizierung von Fach- und Führungskräften
Der Erfolg von Pfeiffer Vacuum basiert maßgeblich auf dem Sachverstand, der Loyalität und der hohen Motivation unserer Mitarbeiter. Insbesondere das Fachwissen unserer Service- und Vertriebsmitarbeiter hat einen wichtigen Stellenwert in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Diese profitieren von der langjährigen Erfahrung, auf die unsere Experten hinsichtlich der physikalischen und chemischen Reaktionen verschiedenster Moleküle und Stoffe unter Vakuumbedingungen zurückgreifen können.
Die meisten Projekte erarbeiten unsere Kunden gemeinsam mit unseren Vertriebs- und Market-Teams, die wiederum bei Bedarf die entsprechenden Spezialisten aus den Bereichen Forschung & Entwicklung sowie Produktion und Service hinzuziehen. In der Herstellung und Montage unserer Produkte ist die fachliche Versiertheit unserer Mitarbeiter ebenfalls von größter Bedeutung. Am Ende steht das Ziel, jedem Kunden für seine Anwendung eine perfekte Vakuumlösung anzubieten.
Eine gute Ausbildung sowie die Bereitschaft, sich durch ständige Fortbildung den Veränderungen der Marktgegebenheiten anzupassen, sind für alle Mitarbeiter die besten Voraussetzungen für sichere Arbeitsplätze und nachhaltigen beruflichen Erfolg - und zwar unabhängig vom Alter. Deshalb spielt Weiterbildung in unserem Unternehmen an allen Standorten eine entscheidende Rolle. Neue Mitarbeiter absolvieren einen Einführungskurs in Grundlagen der Vakuumtechnik; Vertriebs- und Servicemitarbeiter erhalten vertiefende Schulungen zu Produkten und Servicemaßnahmen.
Es bestehen Praxisprogramme zur Qualifizierung von Führungskräften, Meister und Gruppenleiter werden in Management- und Führungstechniken geschult. Darüber hinaus achtet das Unternehmen auf Fachfortbildungen zum Transfer technischer Innovationen ins Unternehmen. Kurse zum Erwerb von chinesischen, deutschen, englischen oder französischen Sprachkenntnissen werden je nach Standort und Bedarf angeboten.
Berufliche Qualifikation der Mitarbeiter
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| 2016 | |
|---|---|
| Entwicklung und Produktion, gesamt | 1.222 |
| Absolventen von Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen | 288 |
| Mitarbeiter mit Fachausbildung | 793 |
| Mitarbeiter ohne Fachausbildung | 84 |
| Auszubildende | 57 |
| Verwaltung, Service und Vertrieb, gesamt | 1.193 |
| Absolventen von Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen | 614 |
| Mitarbeiter mit Fachausbildung | 412 |
| Mitarbeiter ohne Fachausbildung | 138 |
| Auszubildende | 29 |
Grundsätzlich ist das Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten an die lokalen Gegebenheiten und Anforderungen gebunden. Beispielsweise erfüllt das französische Tochterunternehmen die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben mit mehr als doppelt so hohen Ausgaben, als es vom Gesetz her erforderlich ist. Hier liegt ein Schwerpunkt auf Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen zum Themengebiet "Qualität" Zudem betreibt das Management dort ein Softwaresystem zur Kompetenzverwaltung der Mitarbeiter, um vorhandenes Fachwissen besser zu identifizieren und zu implementieren sowie Trainingsangebote spezifisch abstimmen zu können.
Vergütung und Anreizsysteme
Insgesamt beliefen sich die Personalaufwendungen im Jahr 2016 auf einen Betrag von 157,6 Mio. € gegenüber 152,0 Mio. € im Jahr 2015. Auch das Anreizsystem von Pfeiffer Vacuum unterscheidet sich je nach lokalen Gegebenheiten. Der Vertrieb erhält grundsätzlich leistungsbezogene Anreize durch ein individuelles, an Umsatzwachstum und Ertrag orientiertes Prämiensystem. Hinzu kommen - je nach Standort - weitere Bonus-, Prämien- oder Mitarbeiterbeteiligungssysteme sowie Sondervergütungen für individuell herausragende Leistungen.
Die Altersstruktur der Mitarbeiter
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| 2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | in % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Unter 30 Jahren | 410 | 17 | 398 | 17 |
| 30 bis 50 Jahre | 1.365 | 56 | 1.312 | 55 |
| Über 50 Jahre | 640 | 27 | 664 | 28 |
| Gesamt | 2.415 | 100 | 2.374 | 100 |
Altersversorgung
Ebenso vielfältig gestaltet sich die Altersversorgung an den einzelnen Standorten. Diese umfasst weltweit neben einem rein öffentlichen Angebot in Frankreich, in das die französische Niederlassung einbezahlt, auch zusätzliche Maßnahmen und Einzahlungen in Pensionsfonds, das Angebot einer Pensionskasse und eine Direktversicherung mit der Zusatzoption der Entgeltumwandlung. Für die im Stammhaus Asslar tätigen Mitarbeiter, die bis 2008 keinen arbeitgeberfinanzierten Pensionsbeitrag hatten, ist als Teil der leistungsbezogenen Vergütung eine freiwillige Einzahlung in die betriebliche Altersversorgung vereinbart.
Soziale Verantwortung
Wir nehmen unsere soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern ernst. Deshalb achten wir darauf, die in den verschiedenen Ländern jeweils gültige Schwerbehindertenquote zu erfüllen. Auch eine familienfreundliche Arbeitsatmosphäre ist uns sehr wichtig. Dazu gehören in regional spezifischer Ausprägung flexible Arbeitszeitmodelle, Bereitstellung von Homeoffice-Anbindungen, Wiedereinstiegs-modelle mit flexibler Arbeitszeit und Jobsharing speziell für junge Mütter und Väter.
Die Krankenquoten in Asslar und Göttingen lagen bei 6,0 % und 7,1 % im Vergleich zum regionalen Branchendurchschnitt von 5,4 %. In Annecy ist die Krankenquote mit 3,6 % noch niedriger.
Die Fluktuationsquote unterscheidet sich je nach Standort. In Asslar lag sie im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 5,6 %, in Göttingen bei 9,6 %. In Annecy ist die Fluktuationsquote mit 4,6 % sehr niedrig.
Arbeitssicherheit
Fragen der Arbeitssicherheit betreffen in erster Linie die Produktionsstätten von Pfeiffer Vacuum. In Asslar gab es 8 meldepflichtige Unfälle im Jahr 2016 (Vorjahr: 16). Dies entspricht 10,9 Unfällen je 1.000 Mitarbeiter (Vorjahr: 22,1). In Göttingen lag die Quote mit insgesamt 3 meldepflichtigen Unfällen bei einer Quote von 19,2 Unfällen je 1.000 Mitarbeiter gegenüber 56,9 im Vorjahr. Dieser Wert liegt unter dem entsprechenden Durchschnitt der Berufsgenossenschaft Holz und Metall 2015 von 370 (Zahlen für 2016 lagen noch nicht vor). Die entsprechende Quote für Frankreich betrug mit 24 meldepflichtigen Unfällen 51,5.
Nachhaltigkeit als unternehmerische Richtlinie
Um unser Qualitätsversprechen zu erfüllen, stellen wir an unsere Lösungen höchste Ansprüche. Dabei spielt das Thema Energieeffizienz eine wichtige Rolle. Bereits in die Produktentwicklung binden unsere Experten effiziente Technologien und innovative Ideen zur Energieeinsparung ein. Auf Basis dieser Vorgaben wird anschließend der gesamte Fertigungsprozess gestaltet. An dessen Ende stehen nachhaltige Lösungen für unsere Kunden, die den hohen Ansprüchen unterschiedlichster Branchen und Anwendungen gerecht werden - und darüber hinaus echten Mehrwert bieten: Die Effizienz unserer Produkte führt zu einer beträchtlichen Energieeinsparung im Betrieb und damit zu signifikanten Kosteneinsparungen.
Zusätzlich erfüllt Pfeiffer Vacuum mit dem Bekenntnis zur Energieeffizienz seine ökologische Verantwortung. Der bewusste Umgang mit begrenzten Ressourcen und Materialien, der Einsatz von wiederverwertbaren Betriebsstoffen, eine durchdachte Abfallentsorgung sowie das ausgeprägte Bewusstsein unserer Mitarbeiter für den Umgang mit Energie und Umwelt zeigen, dass Umwelt- und Ressourcenschutz für Pfeiffer Vacuum ein zentrales Anliegen ist. Alle unsere unternehmerischen Handlungen basieren auf den Maßgaben der ISO-Norm 14001.
Energieeffiziente Produkte von Pfeiffer Vacuum
Unsere Produkte sind das Herz unseres Unternehmens. Mit ihnen erfüllen wir höchste Standards und bieten unseren Kunden ein komplettes und individuelles Lösungsprogramm - für spezifische Anforderungen aus unterschiedlichsten Branchen. Darüber hinaus stehen wir für Mehrwert durch energiesparende Technologien, die Kosten senken und damit Effizienz steigern.
Die Realisierung effizienter Produkte mit größtmöglichem Kundennutzen sowie die Erfüllung unserer ökologischen Verantwortung erfordern vollen Einsatz. Wir haben Energieeffizienz und den bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen zu einem der Grundpfeiler unseres Unternehmens gemacht, nach denen wir leben und arbeiten - jeden Tag. Diesem Selbstverständnis begegnet man bei Pfeiffer Vacuum nicht nur in effizienten Lösungen für unsere Kunden, sondern in jedem Bereich der Wertschöpfungskette sowie im Bewusstsein unserer Mitarbeiter.
Energieeffizienz in Entwicklung und Produktion
Schon in der Planungsphase für ein neues Produkt spielen Energieeffizienz und Ressourcenschonung eine wichtige Rolle. Bei Pfeiffer Vacuum wird ein Produkt in seiner Gesamtheit von der Entwicklung bis hin zum Recycling unter dem Aspekt der Energieeffizienz betrachtet.
So sorgen wir von Anfang an dafür, dass unsere Produkte unseren Kunden umfassende Vorteile bieten können: Kosteneinsparungen, raum- und zeitsparende Prozesse sowie daraus resultierende effizientere Arbeitsergebnisse bringen einen zusätzlichen Mehrwert.
Produktionsprozesse
Nicht nur die effiziente Gestaltung der Betriebsabläufe bei unseren Kunden mithilfe unserer energiesparenden Produkte liegt uns am Herzen. Auch unsere eigenen Produktionsabläufe gestalten wir so effizient wie möglich.
Im Jahr 2016 fanden in Asslar 16 interne Audits statt (Vorjahr: 24). In Annecy wurden 26 interne Qualitäts-audits (Vorjahr: 20) durchgeführt. Die entsprechende Zahl der vorgenommenen internen Prüfungen lag in Göttingen bei 8 (Vorjahr: 8). Wo anwendbar, wurden Elemente der ISO 14001 in die Audits integriert.
Die Verbräuche unserer wesentlichen produzierenden Einheiten sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Ökologische Kennzahlen
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| 2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| absoluter Verbrauch | CO2-Ausstoß in t | absoluter Verbrauch | CO2-Ausstoß in t | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ertrag Fotovoltaikanlage (in MWh) | - 62 | - 37 | - 59 | - 35 |
| Stromverbrauch (in MWh) | 28.545 | 16.842 | 28.642 | 16.899 |
| Gasverbrauch (in MWh) | 24.184 | 6.071 | 22.739 | 5.708 |
| Gesamt | 22.876 | 22.572 | ||
| Benzin (in l) | 168.505 | 391 | 178.008 | 413 |
| Diesel (in l) | 238.120 | 620 | 245.644 | 640 |
| Gesamt | 1.011 | 1.053 | ||
| Wasserverbrauch (in m3 ) | 30.686 | - | 31.819 | - |
Durch eine nachhaltige Produktion können wir unser Qualitätsversprechen untermauern und unseren Kunden von der Fertigung bis hin zum Service höchste Effizienz garantieren. Außerdem tragen wir so auch direkt mit all unseren Möglichkeiten zum Energie- und Ressourcenschutz bei.
Umweltschutz ist wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenspolitik
Nicht nur im Hinblick auf unsere Produkte, deren Entwicklung und Produktion sorgen wir mit genau aufeinander abgestimmten Prozessen für Energieeinsparung und Ressourcenschonung. Nachhaltigkeit kommt im gesamten Unternehmen und an allen Standorten zum Tragen. Fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie ist ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagement, das sich mit der ganzheitlichen Betrachtung und Überwachung aller umweltrelevanten Bereiche befasst. Hier werden alle Umweltauswirkungen von Pfeiffer Vacuum dokumentiert und Richtlinien zur Vermeidung und Verminderung von Umweltbelastungen aufgezeigt.
Wichtigstes Gut eines Unternehmens sind seine Mitarbeiter - das gilt auch für Pfeiffer Vacuum. Ihr Einsatz und ihre Arbeitskraft sind Kernvoraussetzung dafür, dem hohen Anspruch an uns selbst gerecht zu werden. Dies gilt auch für das Energie- und Umweltbewusstsein. Aus diesem Grund versorgen wir unsere Mitarbeiter regelmäßig mit Informationen über aktuelle Richtlinien zu energie- und umweltrelevanten Themen, Gefahrenstoffmanagement und Effizienzaspekten unserer Produkte.
Corporate Governance Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung
Die im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) enthaltenen Empfehlungen und Anregungen sind bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil unserer Unternehmensführung und -kultur. Sowohl die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat als auch eine hohe Transparenz bei der Unternehmenskommunikation und der Rechnungslegung sind seit jeher Grundprinzipien. Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat richten ihre Tätigkeit an diesen Prinzipien aus. Wesentliche Anpassungen an den Kodex waren und sind somit nicht notwendig.
Vorstand und Aufsichtsrat der Pfeiffer Vacuum Technology AG haben im Oktober 2016 die nach § 161 AktG erforderliche Entsprechenserklärung für das Jahr 2016 abgegeben. Sie wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (group.pfeiffer-vacuum.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Die Pfeiffer Vacuum Technology AG entspricht sämtlichen Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom Mai 2015 mit folgender Ausnahme:
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.1). Der Aufsichtsrat hält eine bestimmte Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat nicht für ein Merkmal, das eine Kandidatin oder einen Kandidaten bei einer Wiederwahl in den Aufsichtsrat disqualifizieren würde und lässt dieses Kriterium deshalb bei der Kandidatenauswahl unberücksichtigt.
Aktionäre und Hauptversammlung
Die Hauptversammlung ist das höchste Organ der Gesellschaft. Auf der Hauptversammlung haben die Aktionäre die Möglichkeit, ihr Stimmrecht selbst auszuüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen. Die Aktionäre treffen auf der Hauptversammlung wesentliche Entscheidungen, etwa über die Gewinnverwendung, die Änderung der Satzung oder die Zustimmung zu Aktienrückkaufprogrammen. Alle für die Hauptversammlung wesentlichen Informationen und Dokumente werden den Aktionären rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Die Tagesordnung und eine Erläuterung der Teilnahmebedingungen sowie die Rechte der Aktionäre werden in der Regel eineinhalb Monate vor dem Hauptversammlungstermin bekannt gegeben. Alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung stehen auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auf elektronischem Wege Fragen an die Mitarbeiter unserer Investor-Relations-Abteilung zu richten. Mit unserem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten sowie auf unserer Internetseite veröffentlicht wird, informieren wir Aktionäre und Interessenten während des Jahres über wesentliche Termine, Veröffentlichungen und Ereignisse. Außerdem stehen wir durch unsere aktive Investor-Relations-Tätigkeit in enger Verbindung mit unseren Aktionären. Darüber hinaus besteht jederzeit die Möglichkeit, sich mit Fragen an das Unternehmen zu wenden.
Vorstand
Seit Ende 2014 besteht der Vorstand aus Diplom-Betriebswirt Manfred Bender (Vorstandsvorsitzender) und Diplom-Ingenieur Dr. Matthias Wiemer.
Die Vorstandsressorts sind wie folgt aufgeteilt:
Vorstand der Pfeiffer Vacuum Technology AG
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| Manfred Bender Vorsitzender | Dr. Matthias Wiemer |
|---|---|
| Controlling/Finanzen | Forschung & Entwicklung |
| EDV | Marketing |
| Einkauf | Schulung & Service |
| Investor Relations | Vertrieb |
| Organisation/Logistik | |
| Personal | |
| Produktion |
Die Vorstandsmitglieder sind für die Weiterentwicklung und die Strategie des Unternehmens verantwortlich. Sie sind des Weiteren in das tägliche Geschehen im Unternehmen eingebunden und tragen auch operative Verantwortung.
Bei Ausübung der Vorstandsfunktion gilt das Vier-Augen-Prinzip: Wesentliche Entscheidungen werden stets gemeinsam getroffen. Bei persönlichen Ausgaben wie beispielsweise Spesen ist die Zustimmung eines anderen Vorstandsmitglieds erforderlich. Neben der täglichen engen Zusammenarbeit und gegenseitigen Information findet 14-tägig eine Vorstandssitzung statt. Es wird ein Protokoll verfasst, von dem der Aufsichtsratsvorsitzende eine Kopie erhält.
Der Vorstand arbeitet ausschließlich für Pfeiffer Vacuum. Darüber hinaus gehören die Mitglieder des Vorstands verschiedenen Kontrollgremien diverser Konzerngesellschaften an. Daneben ist Manfred Bender Mitglied des Aufsichtsrats der Volksbank Heuchelheim eG, Heuchelheim, Deutschland, und seitdem 12. April 2016 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Schunk GmbH, Heuchelheim.
Aufsichtsrat
Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und der Satzung der Pfeiffer Vacuum Technology AG, besteht der Aufsichtsrat aus insgesamt sechs Personen. Vier Personen repräsentieren die Anteilseigner, zwei Personen die Beschäftigten der Gesellschaft. Im Jahr 2016 fanden turnusmäßig Neuwahlen zum Aufsichtsrat statt. Infolgedessen hat sich die Besetzung des Aufsichtsrats gegenüber dem Vorjahr leicht verändert. Die Zusammensetzung stellt sich im Verlauf des Jahres 2016 wie folgt dar:
| ― | Dr. Michael Oltmanns (Vorsitzender), Rechtsanwalt und Steuerberater |
| ― | Götz Timmerbeil (stellvertretender Vorsitzender), Wirtschaftsprüfer und Steuerberater |
| ― | Filippo Th. Beck, Rechtsanwalt schweizerischen Rechts, ab 25. Mai 2016 |
| ― | Helmut Bernhardt (Arbeitnehmervertreter), Entwicklungsingenieur |
| ― | Manfred Gath (Arbeitnehmervertreter), Betriebsratsvorsitzender |
| ― | Wilfried Glaum, Betriebswirt, bis 24. Mai 2016 |
| ― | Dr. Wolfgang Lust, Unternehmer |
Alle Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner wurden im Mai 2016 durch die Hauptversammlung für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Für die Wahl unterbreitet der Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat einen Wahlvorschlag. Bei der Auswahl der Kandidaten wird darauf geachtet, dass dem Aufsichtsrat jederzeit Mitglieder angehören, die über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen und hinreichend unabhängig sind.
Dabei werden auch die internationale Geschäftstätigkeit des Konzerns und potenzielle Interessenkonflikte berücksichtigt.
Der Aufsichtsrat hat folgende konkrete Ziele seiner Zusammensetzung festgelegt: berufliche Vielfalt (zumindest aus den Bereichen Wirtschaft, Technologie und Recht), Internationalität durch im Ausland erworbene Berufserfahrung, Vermeidung potenzieller Interessenkonflikte durch Ausschluss von Nähebeziehungen zu Wettbewerbern sowie eine Altersgrenze bei Beginn der Amtszeit in Höhe des gesetzlichen Rentenalters. Diese Ziele wurden bisher berücksichtigt, und dies ist auch bei zukünftigen Wahlvorschlägen beabsichtigt.
An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtszeitraum keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gezahlt beziehungsweise gewährt. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten nicht auf. Schließlich sieht die Geschäftsordnung für den Vorstand vor, dass der Aufsichtsrat bei wesentlichen Geschäftsvorfällen seine Zustimmung erteilen muss.
Nach der Empfehlung des DCGK gehören nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder dem Aufsichtsrat von Pfeiffer Vacuum an. Ferner prüft der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit seiner Mitglieder. Dafür hat er Grundsätze für die Beurteilung der Unabhängigkeit festgelegt, die sich insbesondere am Kodex orientieren. Nach diesen Grundsätzen ist die Mehrheit der gegenwärtigen Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig anzusehen, sodass eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands gewährleistet ist.
Die Einrichtung eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) ist bei Pfeiffer Vacuum eine lange geübte Praxis. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Götz Timmerbeil, ist als Wirtschaftsprüfer hervorragend qualifiziert, die Tätigkeiten des Prüfungsausschusses, insbesondere Fragen zur Rechnungslegung, zur Compliance und zum Risikomanagementsystem, zu verantworten.
Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Weitere Ausschüsse des Aufsichtsrats sind der Vorstandsausschuss und der Verwaltungsausschuss. In der Vergangenheit beriet der Vorstandsausschuss im Detail die Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder, bevor sie - entsprechend den Vorgaben des DCGK - vom gesamten Aufsichtsrat beschlossen wurden.
Die Festlegung der Vorstandsvergütung erfolgt unter Beachtung der Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung. Der Verwaltungsausschuss befasst sich insbesondere mit durch den Aufsichtsrat zustimmungspflichtigen Geschäften und mit Verträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern.
Die Zuordnung der Mitglieder des Aufsichtsrats zu den einzelnen Ausschüssen ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:
Personelle Zusammensetzung der Aufsichtsratsausschüsse
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| Nominierungsausschuss | Prüfungsausschuss | Vorstandsausschuss | Verwaltungsausschuss | |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Michael Oltmanns | Vorsitzender | Ja | Vorsitzender | Vorsitzender |
| Götz Timmerbeil | Ja | Vorsitzender | Ja | Ja |
| Filippo Th. Beck (ab 25. Mai 2016) | - | Ja | - | - |
| Helmut Bernhardt | - | - | - | Ja |
| Manfred Gath | - | - | - | - |
| Wilfried Glaum (bis 24. Mai 2016) | Ja | Ja | Ja | - |
| Dr. Wolfgang Lust | Ja | - | Ja | - |
Die folgenden Mitglieder übten weitere Mandate aus - sofern nicht anders angegeben, handelt es sich dabei um Aufsichtsratsmandate:
| ― | Dr. Michael Oltmanns: Becker Mining Systems AG, Friedrichsthal (Vorsitzender), HPC AG, Mannheim (Vorsitzender), Jetter AG, Ludwigsburg (Vorsitzender), bis 29. Juni 2016, und Kathrein SE, Rosenheim (Vorsitzender des Aufsichtsratsorgans), ab 22. Januar 2016 |
| ― | Götz Timmerbeil: VfL Handball Gummersbach GmbH, Gummersbach (Vorsitzender des Beirats) und Arena Gummersbach GmbH & Co. KG, Gummersbach (stellvertretender Vorsitzender) |
| ― | Filippo Th. Beck: Candoria-Gruppe, Baar (Schweiz), Mitglied des Verwaltungsrats, Tenro Gruppe, Bottmingen (Schweiz), Mitglied des Verwaltungsrats, Biamathea AG, Basel (Schweiz), Mitglied des Verwaltungsrats, Polyterra Liegenschaften AG in Liquidation, Küsnacht (Schweiz), Mitglied des Verwaltungsrats und ab 7 September 2016 Liquidator, IKFE Properties I AG, Zürich (Schweiz), Mitglied des Verwaltungsrats, Tainn-Immobilien AG, Bern (Schweiz), Mitglied des Verwaltungsrats, Pro Farma AG, Baar (Schweiz), Mitglied des Verwaltungsrats, bis 14. Juli 2016 |
Die Gesellschaft hat für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) abgeschlossen.
Zusammenarbeit Vorstand und Aufsichtsrat
Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Corporate Governance und dient dem Wohl der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang finden vierteljährlich Aufsichtsratssitzungen statt, bei denen die Vorstände ausführlich über den Verlauf des operativen Geschäftsberichten.
Gegebenenfalls erläutern auch weitere Führungskräfte die aktuellen Themen ihrer jeweiligen Verantwortungsgebiete. Bei Bedarf werden darüber hinaus außerordentliche Sitzungen abgehalten. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat durch ein monatliches Berichtswesen über die allgemeine Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage.
Vergütungsbericht
Im nachfolgenden Abschnitt wird die Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats erläutert.
Vergütung des Vorstands
Die Vorstandsvergütung wurde vom gesamten Aufsichtsrat verabschiedet und besteht aus einem fixen und einem variablen Teil sowie aus Sachbezügen (Dienstwagen, Unfallversicherung). Der variable Anteil ist grundsätzlich abhängig vom Ergebnis vor Steuern des Konzerns. Im Jahr 2016 betrug das ausgezahlte und auch als Aufwand erfasste Fixum 380 T € für Manfred Bender und 290 T € für Dr. Matthias Wiemer. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste variable Anteil betrug im Jahr 2016 für Manfred Bender 580 T € und 380 T € für Dr. Matthias Wiemer. Sachbezüge fielen in Höhe von 17 T € beziehungsweise 24 T € an. Somit beträgt die Vergütung für Manfred Bender im Jahr 2016 insgesamt 977 T € (Vorjahr: 946 T €) und für Dr. Matthias Wiemer 694 T € (Vorjahr: 684 T €).
Nach einer Gesamtvergütung der zuvor genannten aktiven Vorstandsmitglieder von 1.630 T € im Jahr 2015 beträgt die diesbezügliche Gesamtvergütung im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.671 T €. Die für das Geschäftsjahr 2015 im Jahr 2016 gezahlte kurzfristige variable Vergütung belief sich auf 454 T € für Herrn Manfred Bender und auf 303 T € für Dr. Matthias Wiemer; diese Beträge sind im Jahr 2016 ergebnisneutral zu Lasten einer im Vorjahr gebildeten Rückstellung abgeflossen. Darüber hinaus sind im Jahr 2016 für Herrn Bender 40 T € und für Herrn Dr. Wiemer 27 T € ausgezahlt worden. Diese Beträge entfielen auf variable Vergütungsanteile aus Vorjahren, die bisher wegen des Nachhaltigkeitsvorbehalts nicht ausgezahlt wurden. Nachdem in 2016 die Nachhaltigkeit festgestellt wurde, sind diese Beträge ergebnisneutral zu Lasten einer bereits gebildeten Rückstellung abgeflossen.
Der variable Anteil besteht in einer Tantieme, die der Aufsichtsrat festlegt. Der Aufsichtsrat kann durch Ermessensausübung verhindern, dass außerordentliche Entwicklungen zu unangemessenen Ausschlägen der variablen Vergütung führen. Die Entwicklung der Tantieme orientiert sich an der Entwicklung des Konzernerfolgs und am Ergebnis vor Steuern. Die Tantieme wird jedoch einem Nachhaltigkeitsvorbehalt unterworfen. Dies bedeutet: Steigt der Erfolg des Konzerns im Bemessungsjahr gegenüber dem Durchschnitt der beiden Vorjahre, ist der Erfolg im Bemessungsjahr bewiesenermaßen nur in Höhe dieses Durchschnitts der beiden Vorjahreserfolge nachhaltig, die Tantieme insoweit also verdient und fällig. In Höhe des darüberhinausgehenden Teils ist die Nachhaltigkeit jedoch noch nicht bewiesen. Deshalb wird von der Tantieme, soweit sie sich an diesem übersteigenden Teil orientiert, nur ein kleinerer Teil mit Feststellung des Jahresabschlusses des Bemessungsjahres fällig (sogenannter Kurzzeitanreiz oder Short Term Incentive). Der größere Teil (sogenannter Langzeitanreiz oder Long Term Incentive) wird dagegen erst zwei Jahre später fällig, und zwar in voller Höhe nur dann, wenn der durchschnittliche Erfolg dieser zwei Folgejahre mindestens so hoch ist wie der durchschnittliche Erfolg der beiden Vorjahre. Fällt er darunter, reduziert sich der Langzeitanreiz entsprechend. Durch diesen Nachhaltigkeitsvorbehalt soll die Honorierung von sogenannten "Strohfeuern" zu Lasten nachhaltiger Ertragskraft vermieden werden.
Für Manfred Bender besteht eine Versorgungszusage in Höhe von unverändert 60 % des letzten Fixgehaltes. Für Dr. Matthias Wiemer besteht eine Versorgungszusage in Höhe von unverändert 40 % des letzten Fixgehaltes. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2016 Nettopensionsaufwendungen nach IFRS in Höhe von 261 T € (Manfred Bender) beziehungsweise 215 T € (Dr. Matthias Wiemer) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (Vorjahr: 281 T € und 227 T €).
Darüber hinaus bestehen Versorgungszusagen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern. Die auf diesen Personenkreis entfallenden Nettopensions-aufwendungen des Jahres belaufen sich auf 47 T € (Vorjahr: 60 T €).
Nach 267 T € im Jahr 2015 wurde im aktuellen Jahr insgesamt eine Zuführung zum Pfeiffer Vacuum Trust e. V. in Höhe von 188 T € vorgenommen. Die für Vorstandsmitglieder und ehemalige Vorstandsmitglieder bestehende Nettopensionsverpflichtung beträgt somit 5.779 T € (Vorjahr: 4.675 T €). Die Iaufenden Pensionen im Jahr 2016 betrugen 358 T € (Vorjahr: 345 T €).
Im Geschäftsjahr 2016 wurde der Dienstvertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden Manfred Bender neu abgeschlossen. Der Anschlussvertrag mit Wirkung vom 1. Januar 2017 enthält in Anlehnung an den Corporate Governance Kodex eine Begrenzung einer möglichen Abfindungszahlung, auch für den Fall eines Kontrollwechsels.
Die Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der früheren CFO, Frau Nathalie Benedikt, sind zwischenzeitlich beigelegt worden. Pfeiffer Vacuum stellt in diesem Zusammenhang fest, dass der Grund für das Ausscheiden von Frau Benedikt allein in der unterschiedlichen Auffassung zur Unternehmensstrategie lag. Eine im Jahr 2016 geleistete Zahlung von 440 T € ist ergebnisneutral zu Lasten einer in Vorjahren gebildeten Rückstellung abgeflossen.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine fixe Vergütung, die von der Hauptversammlung festgelegt wird. Am 24. Mai 2016 stimmte die Hauptversammlung einer Erhöhung der Aufsichtsratsvergütung ab dem Geschäftsjahr 2016 zu.
Im Jahr 2016 erhielt Dr. Michael Oltmanns dementsprechend eine Vergütung von 105 T € (Vorjahr: 75 T €), während Götz Timmerbeil 70 T € (Vorjahr: 50 T €) erhielt. Helmut Bernhardt, Manfred Gath und Dr. Wolfgang Lust erhielten jeweils 35 T€ (Vorjahr: jeweils 25 T €). An Filippo Th. Beck wurde erstmals eine Vergütung von 21 T € ausgezahlt und Herr Glaum erhielt eine Vergütung von 14 T € (Vorjahr: 25 T €). Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats im Jahr 2016 betrug damit 315 T € (Vorjahr: 225 T €).
Sofern Aufsichtsratsmitglieder während eines Geschäftsjahres neu gewählt werden oder ausscheiden, wird die Vergütung zeitanteilig gezahlt.
Negativaussage
Über die genannten Vergütungsbestandteile hinaus gab es im Berichtsjahr keine weiteren Leistungen an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder. Insbesondere wurden keine Aktienoptionen gewährt, keine Darlehensansprüche begründet und keine Haftungszusagen ausgesprochen. Ebenfalls bestehen keine weiteren besonderen Vereinbarungen im Zusammenhang mit der Beendigung der Vorstands- oder Aufsichtsratstätigkeit.
Transparenz
Der Anspruch, allen Zielgruppen die gleichen Informationen zum gleichen Zeitpunkt zeitnah zur Verfügung zu stellen, hat in unserer Unternehmenskommunikation einen hohen Stellenwert. Dies äußert sich unter anderem darin, dass alle wesentlichen Informationen in deutscher und englischer Sprache herausgegeben werden. Anteilseigner und Interessenten können sich im Internet direkt über aktuelle Entwicklungen im Konzern informieren. Sämtliche Ad-hoc-Mitteilungen der Pfeiffer Vacuum Technology AG werden auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung gestellt.
Der Erwerb und die Veräußerung von Pfeiffer Vacuum Aktien durch die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats werden gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz unverzüglich europaweit und auch über die Internetseite unter group.pfeiffer-vacuum.com veröffentlicht.
Weder im Jahr 2016 noch im Jahr 2015 haben diesbezüglich Transaktionen stattgefunden. Die Beteiligungsquote der Organmitglieder an der Gesellschaft lag per 31. Dezember 2016 damit unverändert bei 0,1 %.
Gleichbehandlung
Der Aufsichtsrat hat gemäß § 111 Abs. 5 AktG einen Frauenanteil von jeweils 0 - 30 % für den Aufsichtsrat und den Vorstand sowie eine Frist zur Erreichung der Zielgrößen bis zum 30. Juni 2017 festgelegt. Demgemäß haben sich der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit um die Identifizierung geeigneter weiblicher Kandidaten zum Aufsichtsrat bemüht. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat mehrere Interviews geführt. Eine Bestellung von Vorstandsmitgliedern war im Berichtsjahr nicht angezeigt.
Die Regelung in § 76 Abs. 4 AktG bezieht sich auf die Führungsebenen ausschließlich in der Pfeiffer Vacuum Technology AG. Aufgrund ihrer Holdingfunktion hat diese Gesellschaft nur sehr wenige Mitarbeiter und es bestehen keine weiteren Führungsebenen.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Entsprechend den gesetzlichen Regelungen werden der Konzernabschluss von Pfeiffer Vacuum und die Quartalsfinanzberichte in Übereinstimmung mit den aktuell gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.
Der Einzelabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG als oberste Konzerngesellschaft wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Der vorliegende Konzernabschluss wurde entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2016 durch die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, Deutschland, geprüft. Die Ernst & Young GmbH ist auch Abschlussprüfer für den Einzelabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG.
Mit dem Abschlussprüfer wurde vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Der Abschlussprüfer soll auch über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich berichten. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.
Risiko- und Chancenbericht
Unternehmerisches Handeln dient dazu, den Unternehmenswert durch das gezielte Ausnutzen von identifizierten Chancen zu erhöhen. Untrennbar damit verbunden ist das Eingehen von Risiken. Das von uns eingesetzte Chancen- und Risikomanagementsystem dient der Optimierung des Verhältnisses von Risiken und Chancen im Sinne eines nachhaltigen Geschäftserfolgs. Um dies zu gewährleisten, setzen wir geeignete Instrumente wie ein entsprechendes Handbuch beziehungsweise eine Risikoinventur zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Steuerung ein und entwickeln diese weiter. Die Chancen und Risiken werden nachfolgend auf Basis einer Bruttodarstellung erläutert.
Risikomanagementsystem
Das Risikomanagementsystem von Pfeiffer Vacuum bezieht alle Konzernebenen ein. Das System wird in einem für alle Mitarbeiter zugänglichen Risikohandbuch beschrieben, das nach Bedarf aktualisiert wird. Unsere flache Hierarchie und die schnellen Kommunikationswege helfen, Risiken auf jeder Unternehmensebene rasch zu erkennen und ihnen mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Der eingesetzte Risikobeauftragte überwacht die korrekte Durchführung des Risikomanagements und die vollständige Risikoinventur. Die Risikoinventur wird in den großen Produktionsstandorten durch die Bereichsleiter und in den weiteren Tochtergesellschaften durch deren Geschäftsführer durchgeführt. Durch die Zusammenführung aller Inventuren auf einer aggregierten Ebene ergibt sich ein differenziertes Gesamtbild der Risikolage des Konzerns.
Risikoinventuren werden im Bedarfsfall unterjährig aktualisiert, wobei wir neben der konkreten Beschreibung der Risiken auch den möglichen quantitativen Einfluss auf das Betriebsergebnis, die Eintrittswahrscheinlichkeit und geeignete Gegenmaßnahmen bestimmen. Am Jahresende wird eine vollständige Risikoinventur erstellt, die sowohl vom Risikobeauftragten als auch vom Vorstand überprüft wird. Innerhalb der einzelnen Marktsegmente haben wir darüber hinaus die Bereiche des Risikomanagements definiert und die nötigen Verfahrensabläufe sowie Frühwarn- und Überwachungssysteme etabliert. Das monatliche Konzernberichtswesen unterstützt das Risikomanagement mit vielfältigen Kennzahlen und Berichten, die dem Vorstand und dem Aufsichtsrat als wesentliche Grundlage dienen, regelmäßig über die laufenden Geschäfte zu beraten. Auch der monatlich stattfindende Führungskreis und die monatlichen Telefonkonferenzen sind fest eingerichtete Gremien, die den Bereichsleitern und unseren Tochtergesellschaften die Möglichkeit geben, sich über potenzielle Risiken und deren Behandlung mit dem Vorstand auszutauschen.
Neben dem monatlichen Berichtswesen unterstützt uns unser internes Kontrollsystem (IKS) dabei, Risiken in den täglich ablaufenden Prozessen aufzudecken und so möglichen Fehlentwicklungen vorzubeugen. Hierbei werden vor allem Prozesse überprüft, die einen wesentlichen Einfluss auf das Finanzergebnis von Pfeiffer Vacuum haben. Regelmäßig durchgeführte Kontrollen beugen daher menschlichem Versagen, Systemfehlern und Verstößen gegen die internen Vorschriften vor.
Risikomanagement in Bezug auf die Konzernrechnungslegung (§ 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)
Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der identifizierten Risiken ein regelungskonformer Konzernabschluss erstellt wird. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des konzernrechnungslegungs-bezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind konzernweit in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Dabei arbeiten unsere internen Experten fallbezogen auch mit externen Ansprechpartnern zusammen. So können wir sichergehen, dass unsere Rechnungslegung den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach IFRS entspricht.
Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Konzernrechnungslegung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
| ― | Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess |
| ― | Monitoringkontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses durch den Vorstand |
| ― | Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren (inklusive einer Funktionstrennung) |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen |
Chancenmanagementsystem
Das Chancenmanagement von Pfeiffer Vacuum ist eng mit dem Risikomanagement verknüpft, da viele Risiken auch eine Chance bergen, die es gegebenenfalls auszunutzen gilt. Deswegen werden die Risiken der Risikoinventur gleichzeitig auf mögliche Chancen untersucht, woraus sich eine Korrelation ergibt. Ob die möglichen Chancen oder Risiken überwiegen, wird von uns in umfassenden Entscheidungsprozessen analysiert, sodass wir nur Risiken eingehen, die kontrollierbar scheinen und durch die sich bietenden Chancen kompensiert werden.
Um explizit auch die branchen- und gesamtwirtschaftlichen Chancen optimal nutzen zu können, führen wir Markt- und Wettbewerbsanalysen durch. Dadurch erhalten wir einen guten Überblick, um durch die gezielte Nutzung unserer Potenziale unseren Marktanteil weiter auszubauen. Der enge Kontakt zu unseren Kunden hilft uns außerdem dabei, Trends frühzeitig zu erkennen und somit Veränderungen am Markt aktiv zu gestalten.
Auch unser ausgeprägtes Berichtswesen deckt mit Abweichungsanalysen und Entwicklungsprognosen Möglichkeiten in unserer regionalen Struktur auf. Mit unserem weltweit aufgestellten Vertriebsnetz können wir diese Chancen schnell und zielgerichtet ergreifen.
Risikoklassifizierung
Die Klassifizierung der im Folgenden dargestellten Risiken erfolgt entsprechend einer Matrix unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Auswirkung auf das Betriebsergebnis.
Risiken
Gesamtwirtschaft (Risikoklasse: niedrig)
Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir von den weltweiten konjunkturellen Entwicklungen abhängig. Einem Rückgang des weltweiten Wirtschaftswachstums kann sich auch Pfeiffer Vacuum nicht entziehen und muss mit unmittelbaren Einflüssen auf Umsatz und Ergebnis rechnen. Die regionale und marktsegmentbezogene Umsatzverteilung ist bei Pfeiffer Vacuum jedoch ausgewogen und führt zu einem Ausgleich im Gesamtgefüge von Umsätzen in wirtschaftlich schwachen und wirtschaftlich wachsenden Märkten und Industrien. Denn es sind selten alle Regionen und Marktsegmente in gleichem Ausmaß von einer sich verschlechternden wirtschaftlichen Entwicklung betroffen. Trotz der sich insgesamt kompensierenden Entwicklungen können sich Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Segmente ergeben. Der Umsatzanteil im Halbleitermarkt ist signifikant und Pfeiffer Vacuum unterliegt somit stärker dessen Schwankungen. Das Management des konjunkturellen Risikos umfasst im Wesentlichen die Steuerung der Kapazitäten und Kosten. Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen es uns, die Produktionskapazitäten schnell an die Entwicklung der Auftragslage anzupassen.
Marktsegmente (Risikoklasse: mittel)
Eng mit den weltweiten konjunkturellen Entwicklungen verbunden sind die Umsätze in den einzelnen Marktsegmenten von Pfeiffer Vacuum. So ist beispielsweise der Forschungs- und Entwicklungsmarkt abhängig von staatlichen Ausgaben und Schwerpunkten bei Forschungsprojekten. Der Halbleitermarkt verfolgt seine eigene Zyklizität, die in Boomphasen große Chancen, in Schwächephasen starke Risiken birgt. Der Beschichtungsmarkt ist eng an Entwicklungen in der Fotovoltaikindustrie geknüpft und hat sich nach der Krise im Jahr 2011 nicht wieder ganz erholt. Das heterogene Marktsegment Industrie folgt in seiner allgemeinen Entwicklung den gesamtwirtschaftlichen Trends. Mit den Trends in den einzelnen Marktsegmenten geht auch die Entwicklung in den Produktkategorien einher. So werden kleinere Turbopumpen und Analyseinstrumente eher in der Analytik benötigt, die tendenziell frühzyklisch reagiert. Vorpumpen kommen in einer größeren Anzahl im Halbleitermarkt zum Einsatz, aber auch in den sonstigen Industrien, die mit den Entwicklungen im Maschinenbau allgemein konform gehen.
Um den Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Marktsegmenten und Produkten zu begegnen, legt Pfeiffer Vacuum sehr viel Wert auf seine breite Aufstellung. Gleichwohl besteht ein überproportional hoher Umsatzanteil in der Halbleiterindustrie. Dies birgt sowohl eine Chance als auch ein Risiko aufgrund der zyklischen Entwicklung dieser Industrie. Die Strategie von Pfeiffer Vacuum zur Abschwächung dieses Risikos besteht darin, auf unseren Vertriebswegen die Produkte verstärkt in anderen Industrien zu vermarkten und so den Umsatzanteil der Halbleiterindustrie zu senken. Darüber hinaus schätzen wir, dass der Halbleitermarkt zukünftig über die Zyklen hinaus stark wachsen wird.
Akquisition und Integration (Risikoklasse: niedrig)
Die Integration von Unternehmen in den Konzern des Erwerbers stellt immer eine besondere Herausforderung dar. Um bestmöglich auszuschließen, dass sich die mit einem Erwerb verbundenen Erwartungen nicht vollumfänglich erfüllen, werden im Vorfeld eines Unternehmenserwerbs detaillierte Prüfungen in Form einer Due Diligence durchgeführt. Dabei werden insbesondere rechtliche Verhältnisse, technische Ausstattung, Produktionsplanung und aktuelle sowie erwartete finanzwirtschaftliche Situationen der Zielgesellschaft analysiert. Um rechtliche und finanzwirtschaftliche Risiken zu minimieren, wird bei Vorbereitung und Durchführung des Erwerbs auf renommierte Anwalts- und Prüfungsgesellschaften als Berater zurückgegriffen, die langjährige Erfahrungen mit Akquisitionen in den entsprechenden Größenordnungen vorweisen können. Insgesamt wird damit sichergestellt, dass alle Aspekte des Unternehmenserwerbs berücksichtigt wurden. Auch können hieraus Erkenntnisse über mögliche Synergien aus der Akquisition abgeleitet werden. Damit wird das Risiko von unvorhergesehenen Entwicklungen deutlich reduziert. Ganz ausgeschlossen werden kann dieses Risiko allerdings nicht, da eine erfolgreiche Akquisition von vielen weiteren Faktoren abhängig ist. Gleiches gilt auch für eine sich an eine Akquisition anschließende Integration.
Um integrationsbedingte Risiken zu begrenzen, werden bewährte Pfeiffer Vacuum Richtlinien, die einen strukturierten und erfolgreichen Geschäftsbetrieb sicherstellen, in neu erworbenen Gesellschaften implementiert. Des Weiteren werden neu erworbene Gesellschaften bereits unmittelbar nach Erwerb in das Reporting der Pfeiffer Vacuum Gruppe integriert, um eine gezielte Steuerung der einzelnen Gesellschaften zu ermöglichen. Hierzu gehören neben umfangreichen Berichten auch monatliche Telefonkonferenzen und regelmäßige Sitzungen vor Ort in den einzelnen Ländern. Des Weiteren wird das standardisierte Risikomanagementsystem bei allen neuen Konzernunternehmen installiert. Das Risiko der Intransparenz wird somit eliminiert.
Technologie (Risikoklasse: mittel)
Sowohl Produkte als auch Dienstleistungen, die den Kundenbedürfnissen nicht entsprechen, führen unmittelbar zu Umsatzrückgängen und damit zum Verlust von Marktanteilen und Reputation. Daher zählen für Pfeiffer Vacuum unzureichende Innovationsfähigkeit und der Qualitätsverlust bei Produkten und Service zu den wesentlichen Risikofaktoren. Durch stetigen Kundenkontakt und die daraus resultierende Marktnähe wirken wir diesen Risiken entgegen. Die Erkenntnisse über die Bedürfnisse unserer Kunden ermöglichen uns, bedarfsgerechte Produkte zu entwickeln und anzubieten. Auf diese Weise bauen wir unsere Wettbewerbsposition sowie unseren Bekanntheitsgrad weiter aus. Durch unsere Entwicklungsinvestitionen werden wir auch in Zukunft dem Risiko mangelnder Innovation entgegenwirken. Darüber hinaus ist die Einhaltung hoher Qualitätsstandards für uns von größter Bedeutung. Die Zertifizierung nach ISO 9001:2008 erfolgte erstmals im Jahr 1995 und wurde seitdem ohne Unterbrechung erteilt.
Beschaffung und Produktion (Risikoklasse: niedrig)
Auf dem Beschaffungsmarkt bestehen Risiken insbesondere in Form von Lieferengpässen und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. Stillstandszeiten sind als wesentliches Risiko aus produktionstechnischer Sicht zu sehen. Lieferengpässen und Lieferantenabhängigkeiten wirken wir in erster Linie mit der fortdauernden Prüfung alternativer Lieferanten entgegen. Erwarteten Marktknappheiten im Bereich der Rohstoffe und damit einhergehenden Preisrisiken, zum Beispiel bei Stahl und Aluminium, wird durch langfristige Rahmenkontrakte begegnet. Generell ist jedoch anzumerken, dass die Auswirkungen von Preisänderungen im Bereich der Rohstoffe keinen signifikanten Einfluss auf die Ertragslage haben. Für Stillstandszeiten als Folge von zum Beispiel Feuer-, Unwetter- oder Hochwasserschäden bestehen Betriebsunterbrechungsversicherungen. Technisch bedingte Stillstandszeiten werden durch den Einsatz von qualifizierten Technikern und modernen Produktionsmaschinen auf ein geringes Maß reduziert. Zur Vermeidung von Stillstandszeiten tragen auch regelmäßige Wartung und vorbeugende Instandhaltung des Maschinenparks bei.
Personal (Risikoklasse: niedrig)
Als Anbieter von Vakuumlösungen, also einem Spezialgebiet im Maschinenbau, sind wir auf den hohen Qualifizierungsgrad unserer Mitarbeiter und ihr Engagement angewiesen. Dem Risiko des Verlusts dieser Mitarbeiter beziehungsweise der mangelnden Rekrutierungsmöglichkeit von geeignetem Nachwuchs begegnen wir mit verschiedenen Maßnahmen. Eine weiterhin geringe Fluktuationsrate belegt die Akzeptanz bei unseren Mitarbeitern.
Informationstechnologie (Risikoklasse: niedrig)
Durch die softwaregestützte Abbildung der Geschäftsprozesse unterliegen die Unternehmensdaten von Pfeiffer Vacuum einem allgemeinen informationstechnischen Risiko. Hierzu gehören vor allem die Gefahren von Systemausfällen, Datenverlusten sowie Viren- oder Hackerangriffen, die zu einer Unterbrechung der Geschäftstätigkeit führen können.
Die Gefahr von Datenverlusten wird durch die tägliche Sicherung unserer kompletten Unternehmensdaten auf ein Minimum reduziert. Insbesondere unsere Unternehmensdatenbank, mit der Produktion, Materialwirtschaft, Auftragsabwicklung, Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung abgewickelt werden, unterliegt einem hohen Sicherheitsstandard. Alle von unseren Mitarbeitern innerhalb der Serverumgebung erstellten Dateien werden ebenfalls täglich gesichert. Die Aufbewahrung der Datensicherung erfolgt an sicheren, gegen Brand geschützten Orten. Systemausfallzeiten werden durch den Einsatz eines eigenen Supportteams auf ein geringes Maß reduziert. Auch gegen die Gefahr von Computerviren und Hackerangriffen schützt das Unternehmen die Hard- und Software durch regelmäßig aktualisierte Virenscanner und moderne Firewalls.
Währungskurse (Risikoklasse: niedrig)
Aufgrund der ausgeprägten internationalen Aktivitäten und des damit verbundenen hohen Exportanteils unterliegen wir einem Fremdwährungsrisiko. Hinsichtlich der Steuerung der Fremdwährungsrisiken ist zu unterscheiden: Für die konzerninternen US-Dollar-Umsätze führt das Unternehmen ein aktives Währungsmanagement durch. Mit dem Ziel, Kurseinflüsse auf die zukünftigen US-Dollar-Umsätze zu minimieren, werden auch Devisentermingeschäfte und -optionen abgeschlossen. Darüber hinaus ergibt sich in einigen Gesellschaften ein Bewertungsrisiko zum Bilanzstichtag aus den konzerninternen Fremdwährungsforderungen. Sowohl Gewinne und Verluste aus realisierten Devisentermin- und -optionsgeschäften als auch die Bewertungsergebnisse aus den Fremdwährungsforderungen sind in gewissem Umfang steuerbar. Diese schlagen sich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nieder. Neben den wesentlichen Kursrisiken aus dem US-Dollar bestehen für Pfeiffer Vacuum auch Währungsrisiken aus der Kursentwicklung des koreanischen Won.
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind darüber hinaus auch die Erträge und Aufwendungen der ausländischen Vertriebsgesellschaften enthalten, die nicht in Euro berichten und die daher zunächst in Euro umgerechnet werden müssen. Diese Vorgehensweise und die daraus resultierenden Effekte werden im Folgenden am Beispiel der US-Vertriebsgesellschaft dargestellt. Die Ausführungen gelten aber für alle Fremdwährungsgesellschaften, etwa in England oder in Südkorea, analog. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet und um die konzerninternen Lieferungen und Leistungen bereinigt. Unter Vernachlässigung der Vertriebs- und Verwaltungskosten stehen daher im Konzern die Umsätze in US-Dollar den Herstellungskosten in Euro gegenüber. Dabei unterliegen die in US-Dollar fakturierten Umsätze einem Fremdwährungsrisiko (Umrechnungsrisiko), während die Herstellungskosten im Wesentlichen in Euro anfallen und keinen Kurseinflüssen unterliegen.
Die Höhe des Umsatzes und des Bruttoergebnisses ist daher unmittelbar durch den Kurs beeinflusst und extern vorgegeben sowie nicht absicherbar. Eine gewisse Kompensation dieses Effekts ergibt sich dadurch, dass die Gesellschaft in den USA eigene Vertriebs- und Verwaltungskosten ausweist, die sich entsprechend gegenläufig zum Umsatz verändern (natural hedge). Dabei können - in Abhängigkeit von der Entwicklung des Euro zur jeweiligen Fremdwährung - positive wie negative Effekte auf Umsatz und operatives Ergebnis auftreten.
Liquiditätslage (Risikoklasse: niedrig)
Unabhängig von der konjunkturellen Lage besteht immer ein Risiko in der Zahlungsunfähigkeit eines Kunden (Forderungsausfallrisiko). Liquiditätsrisiken bestehen ganz allgemein darin, den erforderlichen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen zu können. Durch das von Pfeiffer Vacuum seit langem betriebene konsequente Forderungsmanagement und die Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden werden Bonitätsrisiken und damit Forderungsausfälle minimiert. Darüber hinaus ist die Abhängigkeit von einzelnen Kunden begrenzt. Im Verlauf des Jahres 2016 wurden die finanziellen Verbindlichkeiten vollständig zurückgezahlt. Zum Jahresende 2016 existiert unverändert zu den Vorjahren keine Verschuldung. Damit gibt es weiterhin genügend Reserven, um auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten den Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten. Aus dem operativen Geschäft werden ausreichend liquide Mittel generiert, um weiter aus eigener Kraft zu wachsen.
Rechtliche Risiken (Risikoklasse: niedrig)
Die internationale Geschäftstätigkeit von Pfeiffer Vacuum führt dazu, dass das Unternehmen verschiedenen rechtlichen Risiken ausgesetzt ist. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Bereiche nationale und internationale Vertragsgestaltung und Besteuerung. Aus diesen Bereichen können sich unmittelbare Auswirkungen auf die Ertrags- oder die Vermögenslage ergeben. Die Minimierung des Risikos aus Liefer- und Leistungsverträgen erfolgt grundsätzlich über die Verwendung von standardisierten Auftrags- und Geschäftsbedingungen. Bei besonderen Verträgen erfolgt die Prüfung des Vertragswerks zunächst unternehmensintern und gegebenenfalls unter Hinzuziehung eines externen Rechtsberaters. Das zur Beurteilung des täglichen Geschäfts erforderliche Fachwissen wird durch unsere qualifizierten Mitarbeiter eingebracht. Bei komplexen Fragestellungen der nationalen und internationalen Besteuerung bedienen wir uns der Hilfe externer Steuerberater.
Produkthaftungsrisiken werden durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Derzeit bestehen keinerlei Rechtsstreitigkeiten, deren Ausgang sich in nennenswertem Umfang auf die Ertrags- oder Vermögenslage auswirken könnte.
Übernahmerisiken (Risikoklasse: mittel)
Die Pangea GmbH, Maulburg, Deutschland, hat am 13. Februar 2017 ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG zum Erwerb sämtlicher Aktien der Pfeiffer Vacuum Technology AG veröffentlicht. Die Pangea GmbH ist eine rechtlich selbstständige Einheit der familiengeführten Busch-Gruppe. In der Angebotsunterlage wird unter anderem ausgeführt, dass der Abschluss eines Gewinnabführungs- und/oder Beherrschungsvertrages zwischen der Busch-Gruppe und Pfeiffer Vacuum geprüft werden soll, sobald das Angebot erfolgreich abgeschlossen wurde. Der Abschluss eines solchen Vertrages hätte für Pfeiffer Vacuum den Verlust der Unabhängigkeit zur Folge. Wegen der noch laufenden Andienungs-frist können das Ergebnis des Übernahmeangebots und die daraus resultierenden Auswirkungen auf Pfeiffer Vacuum derzeit nicht abschließend beurteilt werden.
Chancen
Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen
Die weltweite konjunkturelle Entwicklung zeigte im vergangenen Geschäftsjahr ein moderates Wachstum. Die chinesische Volkswirtschaft dagegen wies etwas niedrigere Wachstumsraten auf, allerdings weiterhin auf einem weit überdurchschnittlichen Niveau. Positive Wachstumstendenzen werden in den Vereinigten Staaten erwartet, sodass sich unsere Position in den USA ebenfalls verbessern wird. Unsere gute Aufstellung hier eröffnet uns die Möglichkeit, auch an diesem Trend partizipieren zu können. Ähnliches gilt für Deutschland, wo derzeit für das Jahr 2017 eine leichte konjunkturelle Verbesserung erwartet wird. Die bereits mehrfach angesprochene Zyklizität der Halbleiterindustrie stellt Chance und Risiko zugleich dar.
Technologie
Durch die langjährige Erfahrung ist Pfeiffer Vacuum sehr erfolgreich darin, marktgerechte und qualitativ hochwertige Produkte zu entwickeln und diese im Markt einzuführen. Basis hierfür ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden, die uns in die Lage versetzt, die Anforderungen der Kunden zu antizipieren und damit einen Zeitvorteil gegenüber den Mitbewerbern zu erzielen. Mit innovativen Produkten und der stetigen Erweiterung des Produktportfolios bestehen Möglichkeiten, die existierenden Märkte besser zu bedienen, und Chancen, zusätzliches Umsatzvolumen durch den Zugewinn von Marktanteilen zu generieren. Dadurch können wir unseren Kunden ein breiteres Produktspektrum anbieten.
Vertrieb
Es war schon immer ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil des Unternehmens, unabhängig von einzelnen Regionen, Produkten oder Märkten zu sein. Daher sehen wir auch weiterhin im Ausbau unseres Vertriebsnetzes eine Chance, um unseren Marktanteil zu erhöhen. Die weltweit agierenden Vertriebsmannschaften sind miteinander vernetzt, und es bestehen einheitliche Pfeiffer Vacuum Verkaufsregeln. Hinzu kommen regelmäßige Schulungen für das permanent ergänzte Produktspektrum, sodass der Vertrieb in der Lage ist, die Chancen auf höheren Umsatz bei bestehenden wie auch bei Neukunden zu nutzen.
Produktion und Logistik
Wir haben in den letzten Geschäftsjahren durch die Optimierung der Produktions- und Logistikprozesse die Grundlage geschaffen, unsere Ertragslage weiter zu verbessern. Auch zukünftig sehen wir dadurch eine Chance, unseren Kunden noch schneller qualitativ hochwertige Lösungen bieten zu können. Die Materialflüsse der Fertigung sind konsequent auf moderne Logistikprozesse ausgerichtet. Durch die Reorganisation und die grundlegende Modernisierung der Fertigungen wurden zusätzliche Produktivitätssteigerungen erreicht. Als Lösungsanbieter stellen wir so die Anforderungen unserer Kunden in den Mittelpunkt. Durch die Organisation der Fertigungen richten wir uns nun noch mehr nach den Bedürfnissen unserer Kunden statt nach strikten Planungsvorgaben. Darüber hinaus erhöhen hochmoderne Lagersysteme und der standardisierte Produktversand die Effizienz. Wir sind uns sicher, dass das Zusammenspiel dieser Modernisierungsmaßnahmen uns auch zukünftig dabei helfen wird, die Durchlaufzeiten zu reduzieren. Insgesamt bestehen bei Pfeiffer Vacuum drei größere Produktionsstandorte in Asslar, Göttingen und Annecy.
Personal
Die Entwicklung von marktgerechten neuen Produkten, die permanente Verbesserung der bestehenden Produktpalette, die hohe Präzision der Produktionsprozesse, der Vertrieb unserer Produkte in einem technisch extrem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld und die Verwaltung eines international tätigen, börsennotierten Konzerns erfordern einen hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiterstamm. Wir nutzen daher die Chance, bestehende Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden und gleichzeitig für neue Mitarbeiter ein interessanter Arbeitgeber zu sein. Bei Pfeiffer Vacuum sind seit Jahren attraktive Vergütungskonzepte installiert. Wir sehen uns bestens gerüstet, den Bedarf an qualifizierten Fachkräften und Hochschulabsolventen auch zukünftig decken zu können und Leistungsträger an das Unternehmen zu binden - beides unabdingbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens.
Gesamtaussage zum Risikomanagementsystem und zur Darstellung der Risikolage
Wir sind der Auffassung, dass das eingerichtete Risikomanagementsystem geeignet ist, die vorhandenen Risiken zu erkennen, zu analysieren und zu quantifizieren, um diese adäquat zu steuern. Unser Abschlussprüfer hat das Risikomanagementsystem im Rahmen der Jahresabschlussprüfung einer Prüfung unterzogen. Es gab keine Beanstandungen. Obwohl die Anzahl der dargestellten Risiken höher ist als die der identifizierten Chancen, schätzt Pfeiffer Vacuum die Verteilung von Risiken und Chancen als insgesamt ausgewogen ein. Dies gilt insbesondere auch, weil sich der wirtschaftliche Erfolg des Konzerns auf eine Vielzahl von Produkten für verschiedene Branchen stützt. Da sich die verschiedenen Branchen in ihrer Struktur und in ihren Konjunkturzyklen unterscheiden, trägt diese Diversifikation zu einer Risikominderung bei. Weder für das Berichtsjahr noch für die folgenden Jahre sind den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken erkennbar.
Rating
Die Pfeiffer Vacuum Technology AG unterliegt keinem offiziellen Rating durch Moody's, Standard & Poor's oder ähnliche Agenturen.
Nachtragsbericht
Mit Vertrag vom 13. Februar 2017 hat die Pfeiffer Vacuum Technology AG alle weiteren Anteile an der Dreebit GmbH, Dresden, Deutschland, erworben und die Beteiligungsquote von bisher 24,9 % auf 100 % erhöht. Der Erwerb, der rückwirkend zum 1. Januar 2017 erfolgte, steht im Zusammenhang mit der Verstärkung des Wachstumsbereichs Service, der eine wesentliche Erfolgsgrundlage von Pfeiffer Vacuum ist.
Mit Wirkung vom 14. Februar 2017 hat eine Tochtergesellschaft der Pfeiffer Vacuum Technology AG alle Anteile an der Advanced Test Concepts Inc., Indianapolis, USA, ("ATC Inc.") erworben. Zugleich wurde eine wirtschaftlich in die ATC Inc. integrierte, aber rechtlich selbständige Schwestergesellschaft der ATC Inc. mit gleichem Sitz erworben. Mit dem Erwerb dieser 100 Prozent-Beteiligungen baut Pfeiffer Vacuum das bestehende Produktportfolio für Dichtheitsprüfung konsequent aus.
Die Pangea GmbH, Maulburg, Deutschland, hat am 13. Februar 2017 ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG zum Erwerb sämtlicher Aktien der Pfeiffer Vacuum Technology AG veröffentlicht. Der in der Angebotsunterlage ausgewiesene Angebotspreis liegt bei 96,20 € je Aktie. Das Angebot ist nicht an eine Mindestannahmeschwelle gebunden. Die Pangea GmbH hielt eigenen Angaben zufolge zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Angebotsunterlage 29,98 % der Anteile an der Pfeiffer Vacuum Technology AG (31. Dezember 2016: 2719 %). Sie ist eine rechtlich selbstständige Einheit der familiengeführten Busch-Gruppe und mittelbar der Familie Busch, also Herrn Dr. Karl Busch, Frau Ayhan Busch, Frau Ayla Busch, Herrn Sami Busch und Herrn Kaya Busch, alle Deutschland, zuzurechnen. Am 27 Februar 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Pfeiffer Vacuum Technology AG zu dem Übernahmeangebot der Pangea GmbH eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht. In Ihrer Stellungnahme kommen Vorstand und Aufsichtsrat unter anderem zu dem Ergebnis, dass der Angebotspreis aus der Angebotsunterlage nicht angemessen im Sinne des § 31 Abs. 1 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) ist. Ebenfalls am 27 Februar 2017 hat die Familie Busch mitgeteilt, dass sie im Rahmen weiterer Zukäufe die Meldeschwelle von 30,0 % überschritten hat und jetzt über die Pangea GmbH 30,003 % der Anteile an der Pfeiffer Vacuum Technology AG hält.
Wesentliche Änderungen des Branchenumfeldes haben sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2017 nicht ergeben.
Ausblick
Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung
Für 2017 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein moderat höheres weltwirtschaftliches Wachstum von 3,4 %. Die entsprechende Zahl für 2016 hat 3,1 % betragen. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer in Summe wird - trotz der erneut prognostizierten Wachstumsverlangsamung in China - ein leicht höheres Wachstum vorhergesagt. Global gesehen ruhen die Hoffnungen hier weiterhin auf Indien, Südostasien (ASEAN) und Afrika. Russland und Brasilien dürften 2017 auf niedrigem Niveau ihre Rezessionen verlassen: Für Russland wird gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 1,1 Prozent prognostiziert. Für Brasiliens Wirtschaft wird eine marginale Besserung in Höhe von 0,5 Prozent gegenüber 2016 erwartet.
In den Industrieländern dürfte sich das moderate Wachstum leicht beschleunigt fortsetzen. Möglich werden soll dies durch Wachstum in den USA und Kanada sowie eine solide Entwicklung in der Eurozone. In den USA wird mit einer Wachstumsbelebung um mehr als einen halben Prozentpunkt auf 2,2 Prozent gerechnet. Ein ähnlicher Anstieg auf 1,9 Prozent wird in Kanada erwartet. Insgesamt soll das Wachstum der Eurozone laut IWF gegenüber dem Vorjahr auf einem ähnlichen Niveau, nämlich 1,5 %, bleiben.
Für 2017 rechnet der IWF für Deutschland mit einer Zuwachsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,4 %. Weiterhin wird mit einem starken privaten Konsum gerechnet, der zum Anstieg des Bruttoinlandsprodukts beiträgt. Die Beschäftigung dürfte in 2017 auf hohem Niveau verharren oder sogar leicht weiter steigen. Die Erwartung an die Entwicklung der Bruttoanlage-investitionen liegt hingegen laut Hochrechnung 0,4 Prozentpunkte unter dem Betrag für das Vorjahr.
Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Geschäftssegmente regional unterschiedlich entwickeln.
Maschinenbau
Der VDMA rechnet für 2017 mit einem realen Plus in der deutschen Maschinenproduktion in Höhe von 1 %. Ein allgemeiner konjunktureller Aufschwung sieht freilich anders aus. Das Plus geht im Wesentlichen darauf zurück, dass bei den Exporten in viele Entwicklungs- und Schwellenländer die Rückgänge nachlassen und auf einigen dieser Märkte auch wieder mit Plusraten zu rechnen ist. Dafür sprechen neben der Erholung der Rohöl- und Gaspreise auch nationale Faktoren. In Indien könnte die Einführung einer bundeseinheitlichen Mehrwertsteuer die Wirtschaft beflügeln. In Russland verhilft der noch immer verhältnismäßig niedrig bewertete Rubel der Wirtschaft zu einer hohen preislichen Wettbewerbsfähigkeit. In Brasilien sollte hingegen die Rezession aufgrund durchgeführter Reformen im laufenden Jahr überwunden werden. Für die Ausfuhr nach China wollen die VDMA-Volkswirte abermalige Minusraten nicht ausschließen.
Ansonsten dürften wie bereits in 2016 die Aufträge aus dem Binnenmarkt sowie aus der Europäischen Union weiter zulegen. In Deutschland ist die Kapazitätsauslastung im Verarbeitenden Gewerbe weiter gestiegen. Daher könnten auch mehr Kapazitätserweiterungsinvestitionen getätigt werden als im abgelaufenen Jahr. Wegen der vielen Unsicherheiten im Weltgeschehen wird sich der Anstieg bei den Investitionen aber in Grenzen halten. In der EU geht der Reformprozess weiter. Das könnte sich positiv auf die Maschinennachfrage auswirken. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland sowie eventuell in Italien nicht als Konjunkturbremse wirken.
Unklar bleibt weiterhin, ob aus dem Vereinigten Königreich für den deutschen Maschinenbau positive oder negative Impulse kommen. Selbst wenn die Wirtschaft auf der Insel durch den angekündigten Austritt aus der EU nicht nur negative Auswirkungen verkraften muss, sondern auch positive Effekte wie die Abwertung des britischen Pfunds und damit eine bessere preisliche Wettbewerbsfähigkeit verspürt, ist unklar, wie alle Faktoren letzten Endes auf die Nachfrage nach Maschinen aus Deutschland wirken.
Allein das hohe Maß an Ungewissheit über den weiteren wirtschaftlichen Verlauf in UK kann bereits dazu führen, dass Investitionen zunächst aufgeschoben werden.
Einen weiteren Unsicherheitsfaktor bilden die Exporte in die USA. Der angekündigte Protektionismus ist sicher eine Bürde, die den Absatzchancen des deutschen Maschinenbaus auch auf vielen anderen Märkten schaden kann. Doch könnten steigende Infrastrukturausgaben, sinkende Unternehmenssteuern sowie eine verstärkte Ansiedlung von Produktionsstätten in den USA kurzfristig auch positive Impulse für den deutschen Maschinenabsatz liefern. Langfristig allerdings sind die Auswirkungen dieser Politik ebenfalls noch unklar. Eine eher abwartende Haltung bei der Vergabe neuer Aufträge ist daher nicht auszuschließen.
Der OECD-Frühindikator gilt als verlässlicher Indikator für den Maschinenbau in der Eurozone und zeichnet demgegenüber ein optimistischeres Bild. Mit einem Vorlauf von rund sechs Monaten vermag er, die zukünftige Entwicklung der Maschinenproduktion anzuzeigen. Aktuell signalisiert er eine tendenziell verhaltene Entwicklung, da er Anfang 2017 für die Eurozone durchschnittlich bei Werten um 100,4 (Vorjahr: 100,6) lag und somit eine leichte Expansion anzeigte. Dieser Trend sollte sich im Laufe des ersten Halbjahres 2017 entsprechend auf die EU-Maschinenproduktion auswirken.
Im Jahr 2016 lag der Auftragseingang im Bereich "Kompressoren und Vakuumpumpen" voraussichtlich 2 % über dem Vorjahresniveau. Zum Vergleich: Für den Maschinenbau insgesamt lagen Auftragseingang und Umsatz tendenziell unverändert auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Branchenweit geht der Verband für 2017 von einer Umsatzsteigerung von rund 1 % aus.
Entwicklung in den Märkten
Pfeiffer Vacuum teilt seine Kunden in die Marktsegmente Halbleiter, Industrie, Analytik, Forschung & Entwicklung und Beschichtung ein.
Das Marktsegment Halbleiter gilt zwar allgemein als zyklisch, erlebt allerdings seit 2015 eine Erholung, die seitdem zweiten Halbjahr 2016 zunehmend in Stärke mündet. Die Signale aus dem Markt und von unseren wichtigsten Kunden deuten darauf hin, dass diese Stärke in das Jahr 2017 hinein anhält. Auch bieten sich gute Chancen für die weitere Zukunft: Während nämlich einige große Halbleiterunternehmen momentan investieren, sind andere Chiphersteller bereits mit den nächsten Generationen ihrer Produktreihen beschäftigt. Der Verlauf dieses Marktsegments wird im aktuellen Geschäftsjahr also wieder naturgemäß vom Umfang der Investitionen unserer Kunden in neue Produktionsanlagen und -technologien abhängen. Grundsätzlich bleibt Pfeiffer Vacuum der starken Überzeugung, dass der Bedarf an Produkten aus der Halbleiterindustrie mit der zunehmenden Komplexität der digitalen Innovationen in fast allen Bereichen des täglichen Lebens generell und überdurchschnittlich wachsen wird - auch wenn diese Entwicklung typischerweise von einer starken Zyklizität geprägt ist.
Im Marktsegment Industrie wird das Auftragswachstum vor allem von neuen Produktentwicklungen sowie dem allgemeinen Trend hin zu Energieeffizienz und Ressourcenschonung bestimmt. Hier rechnet Pfeiffer Vacuum auch mittelfristig mit einer vergleichsweise stabilen Wachstumsentwicklung. Eine sehr dynamische Entwicklung erwartet Pfeiffer Vacuum für das Marktsegment Analytik und in gewissem Maße auch bei Forschung & Entwicklung. Analytische Instrumente kommen bei Forschungs- und Qualitätssicherungsaktivitäten in der allgemeinen Industrie und besonders auch im Halbleitersektor zum Einsatz. Das Marktsegment Forschung & Entwicklung ist von politischen Entscheidungen über Förderungen von Projekten und Forschungseinrichtungen abhängig.
Das Marktsegment Beschichtung umfasst Kunden aus den Bereichen Display (LED, OLED), Architekturglas, Solar und vielen weiteren Bereichen der Oberflächenveredelung. Hier wies die Solarindustrie nach langer Zurückhaltung aufgrund von Überkapazitäten wieder einige positive Signale auf, sodass im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder vereinzelt in den Aufbau neuer Kapazitäten investiert wurde. Für das Jahr 2017 geht Pfeiffer Vacuum entsprechend von einer stabilen bis leicht steigenden Entwicklung des Solarmarkts aus - allerdings noch weit entfernt von dem hohen Niveau am Anfang des Jahrzehnts.
Umsatzentwicklung 2017
Verbesserte Umsätze mit Kunden aus der Halbleiter- und Beschichtungsindustrie waren die wesentlichen Treiber für den Umsatzzuwachs um 5,0 % auf 474,2 Mio. € im Jahr 2016. Bisher gibt es kunden- und industriespezifische Anzeichen für ein weiterhin starkes Niveau zumindest im ersten Halbjahr 2017 Die Auftragsreichweite beträgt unverändert etwa zwei Monate. Darüber hinaus werden die im Februar 2017 durchgeführten Akquisitionen die Umsatzentwicklung positiv beeinflussen. Aus den zuvor genannten Gründen und auch angesichts der skizzierten makroökonomischen Wachstumsprognosen - sowohl der Weltkonjunktur als auch der Maschinenbaubranche - rechnet Pfeiffer Vacuum für das gesamte Jahr 2017 mit einem deutlichen Umsatzanstieg.
Ergebnisentwicklung
Operative Optimierungsmaßnahmen und die aus der erwarteten Umsatzverbesserung resultierenden Skalenerträge sollten folglich auch zu einer deutlichen Verbesserung des operativen Ergebnisses und der operativen Marge im Jahr 2017 beitragen. Als Folge der nahezu vollständig zurückgezahlten finanziellen Verbindlichkeiten und der daher niedrigen Finanzaufwendungen erwarten wir die Entwicklung des Ergebnisses vor Steuern weitgehend parallel zur Entwicklung des Betriebsergebnisses. Die derzeit für 2017 geplanten Investitionen (ohne Akquisitionen) betragen für den gesamten Konzern nach 18,0 Mio. € im abgelaufenen Jahr etwa 28,0 Mio. €, insbesondere für Um- und Ausbau eines Standorts in den USA und sonstige Kapazitätserweiterungen.
Dividende
Pfeiffer Vacuum ist auch als Dividendentitel am deutschen Aktienmarkt bekannt. Dieser Tradition möchte das Unternehmen die Treue halten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung daher vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 3,60 € je Aktie (Vorjahr: 3,20 € je Aktie) auszuschütten. Das entspräche einem Anstieg um 0,40 € je Aktie oder 12,5 %. Mit einem Ausschüttungsvolumen von rund 35,5 Mio. € würden damit 75,5 % des Konzerngewinns an die Anteilseigner ausgezahlt (Vorjahr: 75,3 %).
Dividendenkennzahlen
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| 2016 | 2015 | ||
|---|---|---|---|
| Ausschüttungsquote1 | in % | 75,5 | 75,3 |
| Dividende je Aktie | in € | 3,602 | 3,20 |
| Dividendenrendite | in % | 4,12 | 3,4 |
1 (vorgeschlagene) Ausschüttung im Verhältnis zum Ergebnis nach Steuern des jeweiligen Jahres
2 vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung
Zukunftsgerichtete Aussagen
Dieser Prognosebericht enthält Aussagen, Schätzungen und andere Informationen, die auf der Basis von Annahmen über die zukünftige gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung getroffen wurden. Diese Annahmen entsprechen dem aktuellen Stand zur Zeit der Drucklegung dieses Geschäftsberichts. Es bestehen Risiken und Unsicherheiten bezüglich der Eintrittswahrscheinlichkeit der hier getroffenen Aussagen und Schätzungen, sodass die tatsächlichen Entwicklungen wesentlich davon abweichen können.
Wir wollen weiterhin ein hochprofitables Unternehmen bleiben und sehen für das Geschäftsjahr 2017 eine deutlich positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass wir auf Basis der Geschäftsentwicklung zum Ende des Jahres 2016, der strategischen Ausrichtung auf klar definierte Zielmärkte und der derzeitigen Gespräche mit unseren Kunden dieses Ziel erreichen können. Unsere gut ausgebildeten, motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten hierfür eine wichtige und hervorragende Voraussetzung.
Konzernabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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| in T€ | Anhang | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 31 | 474.244 | 451.521 |
| Umsatzkosten | 7, 15 | - 293.769 | - 276.010 |
| Bruttoergebnis | 180.475 | 175.511 | |
| Vertriebs- und Marketingkosten | 7 | - 55.330 | - 59.850 |
| Verwaltungs- und allgemeine Kosten | 7 | - 35.733 | - 35.838 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 7 | - 26.282 | - 25.479 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8 | 10.818 | 13.297 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8 | - 5.972 | - 6.882 |
| Betriebsergebnis | 31 | 67.976 | 60.759 |
| Finanzaufwendungen | 9, 32 | - 662 | - 691 |
| Finanzerträge | 9, 13, 32 | 301 | 383 |
| Ergebnis vor Steuern | 24, 31 | 67.615 | 60.451 |
| Ertragsteuern | 24 | - 20.583 | - 18.535 |
| Ergebnis nach Steuern | 47.032 | 41.916 | |
| Ergebnis je Aktie (in €): | |||
| Unverwässert | 34 | 4,77 | 4,25 |
| Verwässert | 34 | 4,77 | 4,25 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
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| in T€ | Anhang | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 47.032 | 41.916 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | |||
| Beträge, die gegebenenfalls in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | |||
| Währungsdifferenzen | 21 | 673 | 7.781 |
| Ergebnis aus Cash-Flow-Hedges | 21, 32 | - 588 | 96 |
| Darauf entfallende latente Steuern | 21 | 176 | - 32 |
| 261 | 7.845 | ||
| Beträge, die nicht in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | |||
| Pensionsbewertung | 21, 25 | - 7.023 | 2.269 |
| Darauf entfallende latente Steuern | 21 | 1.857 | - 585 |
| - 5.166 | 1.684 | ||
| Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis nach Steuern | - 4.905 | 9.529 | |
| Gesamtes Periodenergebnis nach Steuern | 42.127 | 51.445 |
Konzernbilanz
AKTIVA
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| in T€ | Anhang | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 10 | 67.579 | 73.396 |
| Sachanlagen | 11 | 85.053 | 82.311 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 12 | 472 | 496 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 13 | 1.636 | 1.618 |
| Latente Steueransprüche | 24 | 23.312 | 23.267 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 14 | 4.508 | 4.211 |
| Langfristige Vermögenswerte | 182.560 | 185.299 | |
| Vorräte | 15 | 81.737 | 77.743 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 16 | 69.352 | 58.556 |
| Ertragsteuerforderungen | 1.112 | 5.291 | |
| Geleistete Anzahlungen | 3.099 | 1.863 | |
| Sonstige Forderungen | 17, 32 | 11.430 | 9.378 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 18 | 110.032 | 115.397 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 276.762 | 268.228 | |
| Summe der Aktiva | 31 | 459.322 | 453.527 |
| PASSIVA | |||
| in T€ | Anhang | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| Gezeichnetes Kapital | 19 | 25.261 | 25.261 |
| Kapitalrücklage | 19 | 96.245 | 96.245 |
| Gewinnrücklagen | 20 | 211.423 | 195.968 |
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | 21 | - 17.355 | - 12.450 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG | 315.574 | 305.024 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 23 | - | 10.222 |
| Pensionsrückstellungen | 25 | 51.188 | 43.497 |
| Latente Steuerschulden | 24 | 1.848 | 4.832 |
| Langfristige Schulden | 53.036 | 58.551 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 26 | 30.896 | 21.245 |
| Erhaltene Anzahlungen | 4.928 | 4.860 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 27 | 20.530 | 21.931 |
| Rückstellungen | 28 | 29.767 | 26.982 |
| Ertragsteuerschulden | 4.367 | 4.431 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 29 | 224 | 10.503 |
| Kurzfristige Schulden | 90.712 | 89.952 | |
| Summe der Passiva | 459.322 | 453.527 |
Konzern-Eigenkapitalentwicklung
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| in T€ | Anhang | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Sonstige Eigenkapitalbestandteile | Eigenkapital der Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2015 | 25.261 | 96.245 | 180.201 | - 21.979 | 279.728 | |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 41.916 | - | 41.916 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | 21, 32 | - | - | - | 9.529 | 9.529 |
| Gesamtes Periodenergebnis | - | - | 41.916 | 9.529 | 51.445 | |
| Dividendenzahlung | 20 | - | - | - 26.149 | - | - 26.149 |
| Stand 31.12.2015 | 25.261 | 96.245 | 195.968 | - 12.450 | 305.024 | |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 47.032 | - | 47.032 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | 21, 32 | - | - | - | - 4.905 | - 4.905 |
| Gesamtes Periodenergebnis | - | - | 47.032 | - 4.905 | 42.127 | |
| Dividendenzahlung | 20 | - | - | - 31.577 | - | - 31.577 |
| Stand 31.12.2016 | 25.261 | 96.245 | 211.423 | - 17.355 | 315.574 |
Konzern-Cash-Flow-Rechnung
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| in T€ | Anhang | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit: | |||
| Ergebnis vor Steuern | 31 | 67.615 | 60.451 |
| Korrektur Finanzerträge/Finanzaufwendungen | 361 | 308 | |
| Erhaltene Finanzerträge | 227 | 317 | |
| Gezahlte Finanzaufwendungen | - 1.020 | - 451 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 17.165 | - 16.847 | |
| Abschreibungen auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | 10, 11, 12, 31 | 20.421 | 20.677 |
| Gewinne/Verluste aus der Veräußerung von Vermögenswerten | - 58 | 91 | |
| Veränderung Wertberichtigung auf Forderungen | 16 | 129 | 178 |
| Veränderung Wertberichtigung auf Vorräte | 15 | 2.180 | 3.439 |
| Sonstige nicht-zahlungswirksame Ergebnisbestandteile | 321 | 15 | |
| Veränderungen der Bilanzposten: | |||
| Vorräte | - 5.960 | - 15.471 | |
| Forderungen und sonstige Aktiva | - 9.768 | - 726 | |
| Rückstellungen, einschließlich Pensionsrückstellungen, und Steuerschulden | - 1.147 | 1.029 | |
| Verbindlichkeiten, erhaltene Anzahlungen | 7.480 | 6.643 | |
| Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 63.616 | 59.653 | |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit: | |||
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 10, 11, 12, 31 | - 18.018 | - 11.655 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen | 574 | 649 | |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | - 17.444 | - 11.006 | |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit: | |||
| Dividendenzahlung | 20 | - 31.577 | - 26.149 |
| Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten | - 20.503 | - 10.483 | |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | - 52.080 | - 36.632 | |
| Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 543 | 1.914 | |
| Veränderung des Bestandes an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | - 5.365 | 13.929 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode | 115.397 | 101.468 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 18 | 110.032 | 115.397 |
Konzernanhang
Erläuterungen zum Unternehmen und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen
1. Allgemeine Erläuterungen zum Unternehmen
Die Pfeiffer Vacuum Technology AG mit Sitz in der Berliner Straße 43, 35614 Aßlar, Deutschland, ist das Mutterunternehmen im Pfeiffer Vacuum Konzern (kurz "Gesellschaft" oder "Pfeiffer Vacuum"). Die Pfeiffer Vacuum Technology AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und beim Amtsgericht Wetzlar unter der Nummer HRB 44 in das Handelsregister eingetragen. Sie ist im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt am Main notiert und wird im TecDAX geführt.
Pfeiffer Vacuum ist einer der führenden Komplettanbieter von Vakuumtechnik und liefert kundenspezifische Lösungen für die unterschiedlichsten Anforderungen bei der Erzeugung, Steuerung und Messung von Vakuum. Zu den Produkten, die an den Standorten Aßlar und Göttingen in Deutschland sowie in Annecy, Frankreich, und Asan, Südkorea, entwickelt und produziert werden, gehören Turbopumpen, ein Spektrum an Vorpumpen wie Drehschieber-, Wälzkolben- und trocken verdichtende Pumpen, komplette Pumpstände, kundenspezifische Vakuumsysteme und Komponenten.
Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte über ein dichtes Netz von eigenen Vertriebsgesellschaften und freien Handelsvertretungen. An jedem wichtigen Industriestandort der Welt gibt es außerdem Servicestandorte. Die Hauptmärkte der Gesellschaft liegen in Europa, den USA und Asien.
2. Grundlagen der Erstellung des Konzernabschlusses
Übereinstimmungserklärung mit den IFRS
Der Konzernabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Auslegungen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Hierin eingeschlossen sind die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC). Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards wurden grundsätzlich nicht frühzeitig angewendet. Der Konzernanhang enthält darüber hinaus die Angaben entsprechend § 315a Abs. 1 HGB.
Bewertungsgrundlagen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Davon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Der Konzernabschluss von Pfeiffer Vacuum wird in Euro (€) aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, erfolgt die Darstellung in Tausend Euro (T €). Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Abschluss dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen auftreten.
Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze
In den Konzernabschluss von Pfeiffer Vacuum werden alle Gesellschaften einbezogen, die der Konzern mittelbar oder unmittelbar beherrscht. Eine Beherrschung wird dann angenommen, wenn der Konzern schwankenden Renditen aus seinem Engagement in den Gesellschaften ausgesetzt ist und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über die Gesellschaften zu beeinflussen.
Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Als assoziiert gelten Unternehmen, bei denen der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen mitzuwirken, nicht aber die Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse.
Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt auf Basis von Jahresabschlüssen, die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt wurden. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Stichtag des Konzernabschlusses.
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen oder gemeinschaftlichen Tätigkeiten bestanden zum 31. Dezember 2016 und in den Vorjahren nicht. Außerdem hält der Konzern keine Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode (Acquisition Method). Dabei werden zunächst alle Vermögenswerte (einschließlich gegebenenfalls zusätzlich zu aktivierender immaterieller Vermögenswerte) und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der Beteiligung, also die Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert, mit dem erworbenen neu bewerteten Eigenkapital verrechnet. Ein entstehender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts oder Firmenwert aktiviert und nur bei Vorliegen einer Wertminderung abgeschrieben (Impairment-Only-Approach).
Alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten, Gewinne und Verluste sowie Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen des Konsolidierungsprozesses eliminiert.
Währungsumrechnung
Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen außerhalb der Europäischen Währungsunion wurden in Übereinstimmung mit IAS 21 "The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates" in Euro umgerechnet. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die funktionale Währung der Tochterunternehmen ist die jeweilige lokale Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden dementsprechend mit Mittelkursen zum Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen ausgewiesen.
Im Konzernabschluss werden Wechselkursgewinne und -verluste aus der laufenden Geschäftstätigkeit der einbezogenen Konzerngesellschaften erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
3. Anwendung geänderter beziehungsweise neuer Standards
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Davon abweichend hat der Konzern im Geschäftsjahr 2016 die nachfolgend erläuterten neuen oder überarbeiteten Standards, deren Anwendung verpflichtend war, erstmals angewandt. Aus deren Anwendung ergaben sich grundsätzlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Anwendung geänderter beziehungsweise neuer Verlautbarungen
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| Veröffentlichung durch IASB/IFRIC | Zeitlicher Anwendungsbereich1 | |
|---|---|---|
| Verpflichtende erstmalige Anwendung im Geschäftsjahr 2016 | ||
| Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28: Investment Entities - Applying the Consolidation Exception | Dezember 2014 | 1. Januar 2016 |
| Amendments to IAS 27: Equity Method in Separate Financial Statements | August 2014 | 1. Januar 2016 |
| Amendments to IAS 1: Disclosure Initiative | Dezember 2014 | 1. Januar 2016 |
| Annual Improvements to IFRSs 2012 - 2014 Cycle | September 2014 | 1. Januar 2016 |
| Amendments to IAS 16 and IAS 38: Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation | Mai 2014 | 1. Januar 2016 |
| Amendments to IFRS 11: Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations | Mai 2014 | 1. Januar 2016 |
| Amendments to IAS 16 and IAS 41: Bearer Plants | Juni 2014 | 1. Januar 2016 |
| Freiwillig vorzeitig anwendbare Verlautbarungen im Geschäftsjahr 2016 | ||
| IFRS 9 Financial Instruments | Juli 2014 | 1. Januar 2018 |
| IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers | Mai 2014 | 1. Januar 2018 |
1 Geschäftsjahresbeginn gemäß EU-Vorgabe am oder nach dem genannten Datum
Die nachfolgenden Standards wurden vom IASB veröffentlicht, aber im Geschäftsjahr 2016 noch nicht in das EU-Recht übernommen.
Anwendung geänderter beziehungsweise neuer Verlautbarungen
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| Veröffentlichung durch IASB/IFRIC | Zeitlicher Anwendungsbereich | |
|---|---|---|
| IFRS 16 Leases | Januar 2016 | 1. Januar 2019 |
| Amendments to IAS 12: Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses | Januar 2016 | 1. Januar 2017 |
| Amendments to IAS 7: Disclosure Initiative | Januar 2016 | 1. Januar 2017 |
| Clarifications to IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers | April 2016 | 1. Januar 2018 |
| Amendments to IFRS 2: Classification and Measurement of Sharebased Payment Transactions | Juni 2016 | 1. Januar 2018 |
| Amendments to IFRS 4: Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts | September 2016 | 1. Januar 2018 |
| Annual Improvements to IFRSs 2014 - 2016 Cycle | Dezember 2016 | 1. Januar 2018 |
| Amendments to IFRS 10 and IAS 28: Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture | September 2014 | offen |
| IFRIC Interpretation 22 Foreign Currency Transactions and Advance Consideration | Dezember 2016 | 1. Januar 2018 |
| Amendments to IAS 40: Transfers of Investment Property | Dezember 2016 | 1. Januar 2018 |
Das IASB veröffentlichte im Juli 2014 die finale Version von IFRS 9 "Financial Instruments" die zwischenzeitlich von der EU übernommen wurde. Durch den neuen Standard IFRS 9 werden künftig die derzeitigen Regelungen des IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" ersetzt. Die neuen Regelungen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten sind erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, wobei diverse Vereinfachungsoptionen in Anspruch genommen werden können. Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung macht die Gesellschaft keinen Gebrauch.
Des Weiteren veröffentlichte das IASB im Mai 2014 IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" der zwischenzeitlich von der EU übernommen wurde. Durch den neuen Standard IFRS 15 werden künftig IAS 11 "Construction Contracts" IAS 18 "Revenue" sowie die dazugehörigen Interpretationen ersetzt. Die neuen Regelungen zur Umsatzrealisierung von Kundenverträgen sind erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, wobei diverse Vereinfachungsoptionen in Anspruch genommen werden können. Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung macht die Gesellschaft keinen Gebrauch.
Überdies veröffentlichte das IASB im Januar 2016 IFRS 16 "Leases" Die Übernahme dieses Standards durch die EU steht gegenwärtig noch aus. Durch den neuen Standard IFRS 16 werden künftig IAS 17 "Leases" sowie die dazugehörigen Interpretationen ersetzt. Die neuen Regelungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, wobei diverse Vereinfachungsoptionen in Anspruch genommen werden können. Eine frühere Anwendung ist zulässig, sofern IFRS 15 ebenfalls angewendet wird. Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung macht die Gesellschaft voraussichtlich keinen Gebrauch.
Pfeiffer Vacuum hat die mit der Erstanwendung von IFRS 9, IFRS 15 und IFRS 16 verbundenen Auswirkungen gegenwärtig nicht abschließend analysiert, sodass diesbezüglich noch keine belastbaren Aussagen getroffen werden können. Die Gesellschaft plant, die hierfür notwendigen Detailanalysen im Laufe des Geschäftsjahres 2017 abschließen zu können.
Die Auswirkungen der zukünftigen Anwendung der weiteren veröffentlichten Standards werden gegenwärtig ebenfalls analysiert.
4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Ertragsrealisierung
Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Produkten verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergehen. Grundsätzlich ist dies bei Versand der Waren der Fall. Sofern mit dem Kunden eine Abnahme vereinbart wurde, erfolgt die Umsatzrealisation erst, wenn die Abnahmebestätigung vorliegt. Umsätze aus Servicedienstleistungen werden nach Ausführung realisiert. Sie beinhalten in Rechnung gestellte Arbeitszeiten der Servicemitarbeiter, Ersatzteile und Austauschteile. Rabatte werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst. Zinserträge werden realisiert, wenn die Zinsen entstanden sind. Mieterträge aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden linear über die Laufzeit der Verträge erfasst.
Fertigungsaufträge
Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach IAS 11 "Construction Contracts" bilanziert. Für die Realisierung von Umsatzerlösen wird die "Percentage-of-Completion-Method" angewendet, wobei der Fertigstellungsgrad nach dem Verhältnis der angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten ("Cost-to-Cost-Method") ermittelt wird. In der Bilanz werden die Forderungen aus Fertigungsaufträgen nach Abzug von Teilabrechnungen in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
Umsatzkosten
Die Umsatzkosten umfassen die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Herstellungskosten sowie die Kosten des Servicegeschäfts. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Gemeinkosten einschließlich etwa der Abschreibungen auf Produktionsgebäude und -anlagen. In den Umsatzkosten werden ferner die Aufwendungen für Frachten, Abwertungen auf die Vorräte sowie Kosten für Gewährleistungen ausgewiesen. Für zum Bilanzstichtag realisierte Umsätze werden Gewährleistungsrückstellungen gebildet, die auf historischen Erfahrungswerten basieren.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Forschungs- und Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand gebucht. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert, da die in IAS 38 "Intangible Assets" genannten Aktivierungsvoraussetzungen im Pfeiffer Vacuum Konzern nicht vollständig erfüllt werden.
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und über die erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden sowie beim Sachanlagevermögen die Restwerte werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Für die Nutzungsdauer werden folgende Werte unterstellt:
Erwartete Nutzungsdauer
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| Produktionshallen, Produktions- und Verwaltungsgebäude, sonstige gebäudeähnliche Vermögenswerte | 20 - 40 Jahre |
| Technische Anlagen, Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich IT-Ausstattung | 3 - 15 Jahre |
| Immaterielle Vermögenswerte1 | 2 - 5 Jahre |
1 mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts und eines im Rahmen einer Kaufpreisallokation angesetzten Markenrechts bestehen keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer
Planmäßige Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung verursachungsgerecht den Funktionsbereichen zugeordnet. Reparatur- und Instandhaltungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Gesellschaft überprüft die Werthaltigkeit der Vermögenswerte, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Sofern Anzeichen für eine Wertminderung bestehen, führt die Gesellschaft die in IAS 36 "Impairment of Assets" vorgeschriebenen Bewertungen durch. Dabei wird der Buchwert des Vermögenswerts mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Cash-Flows, die abhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cash-Flows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Dieses stützt sich auf Bewertungsmultiplikatoren oder andere zur Verfügung stehende Indikatoren für den beizulegenden Zeitwert. Erforderliche Wertaufholungen werden in Folgeperioden bis zur Höhe der Wert-aufholungsgrenze ergebniswirksam gebucht. Die Wertaufholungsgrenze wird durch den Betrag bestimmt, der sich bei planmäßiger Abschreibung des Vermögenswerts zum jeweiligen Bilanzstichtag ergeben hätte.
Die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts wird mindestens einmal jährlich überprüft. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Ist dies der Fall, wird die zuvor dargestellte Vorgehensweise für Wertminderungen nach IAS 36 "Impairment of Assets" angewendet. Ein sich ergebender Wertminderungsbetrag wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine Wertaufholung in Folgeperioden ist beim Geschäfts- oder Firmenwert nicht zulässig.
Eine Sachanlage oder ein immaterieller Vermögenswert wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und dem Buchwert, gegebenenfalls abzüglich direkt zurechenbarer Veräußerungskosten, ermittelt und erfolgswirksam erfasst.
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
Immobilien werden dem Bestand der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien zugeordnet, wenn sie zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden. Sie werden mit den Anschaffungs-beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und über die erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben (Anschaffungskostenmodell). Die Beurteilung der Restwerte, der Nutzungsdauern und der Abschreibungsmethoden sowie etwaiger Wertminderungsaufwendungen erfolgt analog zu der bei den Sachanlagen dargestellten Vorgehensweise. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden ausgebucht, wenn sie abgehen oder wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden und kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, das heißt zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird. Entsprechend IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" werden Finanzinstrumente bei Zugang den folgenden Kategorien zugeordnet:
| ― | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert ("Fair Value") bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets Held-for-Trading), |
| ― | bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Held-to-Maturity-Investments), |
| ― | Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), |
| ― | zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets Available-for-Sale), |
| ― | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert ("Fair Value") bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Held-for-Trading) und |
| ― | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Measured at Amortized Cost). |
Forderungen, insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und dementsprechend mit den (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet. Sie sind im Allgemeinen unverzinslich. Die Anschaffungskosten werden in Höhe des in Rechnung gestellten Betrags (einschließlich etwaiger Umsatzsteuer) angesetzt. Wertberichtigungen auf Forderungen werden laufend in Abhängigkeit der Wahrscheinlichkeit einer vollständigen oder teilweisen Realisierbarkeit und des Alters gebildet. Eine anschließende Wertaufholung wird ergebniswirksam, maximal bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten, erfasst. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind.
Derivative Finanzinstrumente werden von der Gesellschaft ausschließlich zur Steuerung von Währungsrisiken eingesetzt. Etwa 53 % des Konzernumsatzes sind in ausländischer Währung (nicht Euro, vorwiegend US-Dollar) fakturiert (Vorjahr: 59 %). Die Gesellschaft tätigt Devisentermingeschäfte und -optionen, um ihre zukünftigen Umsätze in Fremdwährung gegen Wechselkursschwankungen abzusichern. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu diesem Zweck erworben. Pfeiffer Vacuum tätigt keine spekulativen Geschäfte. Derivative Finanzinstrumente, die zu Sicherungszwecken eingesetzt werden, werden bei erstmaliger Erfassung sowie in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Änderungen des Marktwerts der Derivate werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, soweit ein Cash-Flow-Hedge nach den Vorgaben des Hedge Accounting in IAS 39 vorliegt und dieser als effektiv eingestuft wird. Eine Umbuchung in die Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen in Form von Wechselkursgewinnen und -verlusten erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des gesicherten Grundgeschäfts. Sofern derivative Finanzinstrumente zwar zu Sicherungszwecken erworben wurden, formal aber die Voraussetzungen des Hedge Accounting gemäß IAS 39 nicht erfüllen, erfolgt die Bewertung ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt jeweils auf Basis von Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- und -abschläge zum Bilanzstichtag. Bezüglich weiterer Informationen zu Finanzinstrumenten wird auf Anmerkung 32 verwiesen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind finanzielle Verbindlichkeiten und werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Ansatz am Bilanzstichtag erfolgt dementsprechend zum Nennwert oder mit dem höheren Rückzahlungsbetrag einschließlich etwaiger Umsatzsteuerbeträge.
Darlehen sind ebenfalls finanzielle Verbindlichkeiten und werden nach der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert in den Folgeperioden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden alle Bestandteile des Effektivzinssatzes berücksichtigt. Erfolgsbeiträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden im Finanzergebnis ausgewiesen.
Anteile an assoziierten Unternehmen
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei dem der Konzern über einen maßgeblichen Einfluss verfügt. Bei der Abgrenzung des maßgeblichen vom beherrschenden Einfluss (Vollkonsolidierung) werden alle Einflussfaktoren berücksichtigt, die nach entsprechender Ermessensausübung als substanziell eingestuft werden. Die Bewertung der assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Equity-Methode. Dabei werden die Buchwerte der Gesellschaften jährlich um die anteiligen Ergebnisse, Dividendenausschüttungen und sonstigen Eigenkapitalveränderungen fortgeschrieben. Ein mit einem assoziierten Unternehmen verbundener Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird weder planmäßig abgeschrieben noch einem gesonderten Wertminderungstest unterzogen. Bei Hinweisen auf eine Wertminderung erfolgt eine ergebniswirksame Minderung des Beteiligungsansatzes.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Der Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben und alle hochliquiden Anlageformen bei Kreditinstituten mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten. Als Folge des kurzfristigen Anlagehorizonts weist dieser Posten ein geringes Wertschwankungsrisiko auf. Der Finanzmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung wird ebenfalls entsprechend dieser Definition abgegrenzt.
Vorräte
Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Nettoveräußerungswert und Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgewiesen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen alle Kosten des Erwerbs und der Herstellung sowie sonstige Kosten, die dafür angefallen sind, die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Bei selbst erstellten unfertigen und fertigen Erzeugnissen beinhalten die Herstellungskosten neben den zurechenbaren Einzelkosten auch produktions-bezogene Gemeinkosten. Abgänge werden mit dem gewichteten Durchschnittspreis angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden bei den Vorräten nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Darüber hinaus werden Wertberichtigungen auf Überbestände nach Maßgabe interner Richtlinien entsprechend dem Lagerumschlag im Verhältnis zu den zukünftigen Verbräuchen oder Verkäufen ermittelt. Überbestände sind Bestände einzelner Vorratsposten, die die erwarteten Veräußerungs- oder Verbrauchsmengen übersteigen. Die Prognose der künftigen Verbräuche und Verkäufe basiert auf Schätzungen.
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte werden mit fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen, angesetzt. Langfristige Forderungen und Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern aufgrund eines vergangenen Ereignisses gegenwärtig eine rechtliche oder faktische Außenverpflichtung hat und es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einem Nutzenabfluss führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich bestimmbar ist. Die Bewertung erfolgt mit der bestmöglichen Schätzung des Verpflichtungsumfangs.
Pensionen
Die Bewertung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected unit credit method") gemäß IAS 19 "Employee Benefits". Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen des Anwartschaftsbarwerts (bei Pensionsplänen) oder des versicherungsmathematischen Barwerts der erdienten Ansprüche (bei anderen Versorgungsleistungen) und solche resultierend aus Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den mit dem Diskontsatz gerechneten Vermögenserträgen im Planvermögen sowie aus sonstigen Prämissenänderungen werden ergebnisneutral in den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen erfasst. In den Pensionsrückstellungen wird damit der tatsächliche Nettoverpflichtungsüberhang als Differenz aus dem Anwartschaftsbarwert der Verpflichtung und dem zum Fair Value bewerteten Planvermögen ausgewiesen. Darüber hinaus wird der Ertrag aus Planvermögen in Höhe des Diskontsatzes der Pensionsverpflichtung angenommen. Die Bilanzierung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen erfolgt auf Basis von zum Bilanzstichtag eingeholten versicherungsmathematischen Gutachten. Die bestehenden Pensionspläne sind in Anmerkung 25 erläutert.
Bei beitragsorientierten Pensionszusagen erfolgt die Erfassung als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Zeitpunkt der Entstehung der Beitragsverpflichtung. Rückstellungen werden nur gebildet, sofern die Zahlung nicht im Jahr der Beitragsentstehung erfolgt.
Sonstige Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Ansatz am Bilanzstichtag erfolgt dementsprechend zum Nennwert oder mit dem höheren Rückzahlungsbetrag einschließlich etwaiger Umsatzsteuerbeträge.
Ertragsteuern
Die tatsächlichen Ertragsteuern sind in dem Umfang, in dem sie noch nicht bezahlt sind, als Verbindlichkeit ausgewiesen. Allgemeine steuerliche Risiken im Konzern wurden zusätzlich berücksichtigt. Falls die bereits bezahlten Beträge für Ertragsteuern den geschuldeten Betrag übersteigen, ist der Unterschiedsbetrag als Vermögenswert angesetzt. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden gemäß IAS 12 "Income Taxes" für zeitlich begrenzte Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden in Konzernbilanz und Steuerbilanz oder für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge gebildet (Liability-Methode). Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit von latenten Steueransprüchen berücksichtigt die Unternehmensleitung, ob es eher wahrscheinlich oder eher unwahrscheinlich ist, dass latente Steuern nicht realisiert werden können. Die Realisierbarkeit von latenten Steueransprüchen hängt davon ab, ob zum Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen ein steuerbares Einkommen erwirtschaftet wird, von dem die temporären Differenzen abgezogen werden können. Basis hierfür ist die Steuerplanung im Unternehmen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt unter Verwendung der lokalen Steuersätze, die zum Zeitpunkt der Realisation des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Schuld erwartet werden. Dabei werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Die Auswirkungen von Steuergesetzänderungen werden bereits in dem Jahr ergebniswirksam berücksichtigt, in dem die Änderungen wirksam werden. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Auf latente Steueransprüche wird eine Wertberichtigung gebildet, wenn eine Realisation der zukünftigen Steuervorteile unwahrscheinlich wird. Latente Steueransprüche und -schulden werden miteinander verrechnet, sofern die Ansprüche und Verpflichtungen gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.
Leasing
Gemäß IAS 17 "Leases" sind Leasingverträge in Finanzierungsleasing und Operating-Leasing zu unterteilen. Pfeiffer Vacuum agiert in diesem Zusammenhang immer nur als Leasingnehmer. Im Rahmen eines Operating-Leasings erfolgt keine Aktivierung der genutzten Vermögenswerte. Die Leasingzahlungen werden in der Periode aufwandswirksam erfasst, in der sie anfallen.
Beim Finanzierungsleasing werden alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken übertragen. Die genutzten Vermögenswerte werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Gleichzeitig wird eine betragsgleiche Leasingverbindlichkeit passiviert. Die Leasingrate wird in eine Zins- und in eine Tilgungskomponente zerlegt. Während die Zinskomponente ergebniswirksam in den Finanzaufwendungen erfasst wird, reduziert die Tilgungskomponente die Verbindlichkeit. Die aktivierten Vermögenswerte werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand, die der Konzern als Kompensation für entstandene Aufwendungen erhält (Aufwandszuschüsse), werden in der Periode erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, in der auch die zu kompensierenden Aufwendungen anfallen.
Bestimmung des Fair Value
IFRS 13 "Fair Value Measurement" enthält einheitliche Regelungen zur Bestimmung des Fair Value und regelt, wie der beizulegende Zeitwert zu ermitteln ist, sofern ein anderer Standard die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erlaubt oder vorschreibt. Im Pfeiffer Vacuum Konzern werden Wahlrechte zur Fair Value-Bilanzierung nicht genutzt.
Schätzungen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass die Unternehmensführung Einschätzungen vornimmt und Annahmen trifft. Diese Einschätzungen basieren auf den historischen Erfahrungswerten der Unternehmensleitung, werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Einige Bilanzierungsgrundsätze sind als erheblich einzustufen, da sie sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken können und signifikante oder komplexe Schätzungen der Unternehmensleitung erfordern. Die Einschätzungen und Annahmen können von den tatsächlichen Ergebnissen abweichen. Schätzunsicherheiten, die zu einem bedeutenden Risiko einer wesentlichen Anpassung von Buchwerten innerhalb des Geschäftsjahres 2017 führen würden, bestanden nach gegenwärtiger Einschätzung zum 31. Dezember 2016 nicht.
Wesentliche zukunftsbezogene Schätzungen und Annahmen bestehen unter anderem bei der Schätzung der Zahlungsströme im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung bei Geschäfts- oder Firmenwerten, bei der Bildung von Pensions- und Gewährleistungsrückstellungen, bei Schätzungen der Nutzungsdauern des Anlagevermögens oder bei latenten Steueransprüchen. Die wesentlichen Annahmen sind in den Anhangangaben zu den einzelnen Bilanzposten oder in den Bilanzierungsgrundsätzen erläutert. Hinsichtlich der Annahmen, die der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts oder Firmenwerte zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf Anmerkung 10. Die Parameter, die der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen zugrunde gelegt wurden, sind in Anmerkung 25 erläutert. Angaben zu den Nutzungsdauern des materiellen und immateriellen Anlagevermögens sind in Anmerkung 4, Abschnitt "Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte" dargestellt. Weitere Details zu den Rückstellungen sind in Anmerkung 28 enthalten.
Erläuterungen zum Konsolidierungskreis
5. Zusammensetzung des Konsolidierungskreises
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 sind neben der Muttergesellschaft Pfeiffer Vacuum Technology AG zwei inländische und unverändert 18 ausländische Tochtergesellschaften auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen.
Pfeiffer Vacuum Konzern zum 31. Dezember 2016
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| in % | Sitz | Beteilgungsanteil |
|---|---|---|
| Pfeiffer Vacuum Technology AG | Deutschland | |
| Pfeiffer Vacuum GmbH | Deutschland | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Austria GmbH | Österreich | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum (Schweiz) AG | Schweiz | 99,4 |
| Pfeiffer Vacuum (Shanghai) Co., Ltd. | China | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum (India) Private Ltd. | Indien | 27,01 |
| Pfeiffer Vacuum Ltd. | Großbritannien | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Scandinavia AB | Schweden | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Inc. | USA | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Singapore Ltd. | Singapur | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Taiwan Corporation Ltd. | Taiwan | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Benelux B. V. | Niederlande | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum (Xi'an) Co., Ltd. | China | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Holding B.V. | Niederlande | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Italia S. p. A. | Italien | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum (India) Private Ltd. | Indien | 73,01 |
| Pfeiffer Vacuum Korea Ltd. | Südkorea | 75,51 |
| Trinos Vakuum-Systeme GmbH2 | Deutschland | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum SAS | Frankreich | 100,0 |
| adixen Vacuum Technology (Shanghai) Co., Ltd. | China | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Romania S.r.l. | Rumänien | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Semi Korea, Ltd.3 | Südkorea | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Korea Ltd. | Südkorea | 24,51 |
1 Beteiligungsquote des Konzerns zusammen 100,0 %
2 im Januar 2017 umbenannt in Pfeiffer Vacuum Components & Solutions GmbH
3 umbenannt; vormals adixen Vacuum Technology Korea Co. Ltd.
6. Änderungen des Konsolidierungskreises und Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss
Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr 2016 nicht verändert.
Im Geschäftsjahr 2015 wurde die Pfeiffer Vacuum Brasil Ltda. liquidiert und ist dementsprechend aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Darüber hinaus wurde die adixen Manufacturing Korea Co., Ltd. auf die adixen Vacuum Technology Korea Co. Ltd. (im Jahr 2016 umbenannt in Pfeiffer Vacuum Semi Korea, Ltd.) verschmolzen. Wesentliche Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben sich hieraus nicht ergeben.
Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
7. Funktionskosten
Umsatzkosten
In den Umsatzkosten sind die Herstellungskosten der verkauften Produkte sowie die Kosten der erbrachten Serviceleistungen ausgewiesen. Diese beinhalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsgebäude und -anlagen. Darüber hinaus sind hier die Aufwendungen für Frachten, Abwertungen auf die Vorräte sowie Kosten für Gewährleistungen enthalten.
Vertriebs- und Marketingkosten
Die Vertriebs- und Marketingkosten enthalten überwiegend Personalkosten, Kosten für Marketing und Werbung, Kosten für Messebesuche sowie sonstige Aufwendungen der Verkaufsförderung (zum Beispiel Kataloge, Prospekte etc.).
Verwaltungs- und allgemeine Kosten
Die Verwaltungs- und allgemeinen Kosten enthalten im Wesentlichen Personalkosten, Aufwendungen für die Forderungswertberichtigungen, Kosten der Abschlussprüfung, sonstige allgemeine Beratungskosten sowie alle Aufwendungen, die die Gesellschaft insgesamt betreffen.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten die diesem Funktionsbereich zugeordneten Personalkosten und Materialkosten. Die auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation für die adixen Akquisition angesetzten Technologiewerte entfallenden Abschreibungen betrugen im Berichtsjahr 2,8 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €) und sind ebenfalls Bestandteil der Forschungs- und Entwicklungskosten.
Zur weiteren Analyse der betrieblichen Kosten verweisen wir auf die Ausführungen zu den Umsatzkosten in Anmerkung 15, zur Entwicklung der Pensionskosten in Anmerkung 25 und zur Entwicklung der Personalkosten allgemein in Anmerkung 37.
8. Sonstige betriebliche Erträge und Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Zusammensetzung der Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Währungskursgewinne | 6.169 | 8.914 |
| Aufwandszuschüsse | 4.351 | 4.383 |
| Sonstiges | 298 | - |
| Sonstige betriebliche Erträge | 10.818 | 13.297 |
| Währungskursverluste | - 5.740 | - 6.863 |
| Sonstiges | - 232 | - 19 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 5.972 | - 6.882 |
9. Finanzaufwendungen und Finanzerträge
Die im Geschäftsjahr 2016 und im Vorjahr erfassten Finanzaufwendungen und Finanzerträge setzen sich wie folgt zusammen:
Zusammensetzung der Finanzaufwendungen und Finanzerträge
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen | - 662 | - 691 |
| Finanzaufwendungen | - 662 | - 691 |
| Zinserträge | 283 | 365 |
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | 18 | 18 |
| Finanzerträge | 301 | 383 |
| Finanzergebnis | - 361 | - 308 |
Erläuterungen zur Konzernbilanz
10. Immaterielle Vermögenswerte
Im Posten immaterielle Vermögenswerte werden im Wesentlichen die im Konzern erworbene Software und im Rahmen der adixen Akquisition angesetzte immaterielle Vermögenswerte (unter anderem Technologie, Kundenstamm, Markenrecht) sowie der Geschäfts oder Firmenwert ausgewiesen. Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte in den Jahren 2016 und 2015 wird nachfolgend dargestellt.
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2016
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| in T€ | Software | Geschäfts- oder Firmenwert | Sonstige immaterielle Vermögenswerte | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Bestand 01.01.2016 | 6.290 | 56.630 | 47.995 | 110.915 |
| Währungsdifferenzen | - 1 | 170 | 140 | 309 |
| Zugänge | 1.675 | - | 220 | 1.895 |
| Abgänge | - 834 | - | - | - 834 |
| Stand 31.12.2016 | 7.130 | 56.800 | 48.355 | 112.285 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Bestand 01.01.2016 | 3.967 | - | 33.552 | 37.519 |
| Währungsdifferenzen | - 1 | - | 492 | 491 |
| Zugänge | 838 | - | 6.427 | 7.265 |
| Abgänge | - 569 | - | - | - 569 |
| Stand 31.12.2016 | 4.235 | - | 40.471 | 44.706 |
| Nettobuchwert 31.12.2016 | 2.895 | 56.800 | 7.884 | 67.579 |
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2015
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| in T€ | Software | Geschäfts- oder Firmenwert | Sonstige immaterielle Vermögenswerte | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Bestand 01.01.2015 | 5.496 | 55.155 | 46.889 | 107.540 |
| Währungsdifferenzen | 11 | 1.475 | 1.056 | 2.542 |
| Zugänge | 1.279 | - | 80 | 1.359 |
| Abgänge | - 496 | - | - 30 | - 526 |
| Stand 31.12.2015 | 6.290 | 56.630 | 47.995 | 110.915 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Bestand 01.01.2015 | 3.532 | - | 26.151 | 29.683 |
| Währungsdifferenzen | 6 | - | 978 | 984 |
| Zugänge | 767 | - | 6.441 | 7.208 |
| Abgänge | - 338 | - | - 18 | -356 |
| Stand 31.12.2015 | 3.967 | - | 33.552 | 37.519 |
| Nettobuchwert 31.12.2015 | 2.323 | 56.630 | 14.443 | 73.396 |
Wertminderungsaufwendungen oder Wertaufholungen für immaterielle Vermögenswerte waren in den Jahren 2016 und 2015 nicht zu erfassen.
Die im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte und Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Die Werthaltigkeit wurde zum 31. Dezember 2016 im Rahmen eines Impairment-Tests überprüft.
Das im Rahmen der Akquisition angesetzte Markenrecht "adixen" (Buchwert 3,4 Mio. €; Vorjahr: 3,3 Mio. €) hat eine unbestimmte Nutzungsdauer und wurde entsprechend den Umsatzanteilen den Geschäftssegmenten zugeordnet. Hierbei entfielen unter anderem auf Frankreich 0,8 Mio. €, auf Südkorea 1,0 Mio. € und auf die USA 0,6 Mio. €. Ein Abwertungsbedarf hat sich aus dem zum 31. Dezember 2016 durchgeführten Impairment-Test nicht ergeben.
Die im Rahmen des Impairment-Testing verwendeten erzielbaren Beträge (Nutzungswerte) für die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zum 31. Dezember 2016 ermittelt. Basis waren Cash-Flow-Prognosen für die Jahre 2017 bis 2019. Diese ergeben sich aus jährlichen Umsatz- und Kostenplanungen sowie den daraus abgeleiteten operativen Betriebsergebnissen. Dabei werden sowohl die aktuellen diesbezüglichen Ergebnisse als auch die erwarteten Markt-, Wirtschafts- und Wettbewerbsentwicklungen berücksichtigt und mit den Erfahrungen der Vergangenheit verprobt. Die nach dem Detailplanungszeitraum anfallenden Cash-Flows wurden unter Verwendung individueller Wachstumsraten extrapoliert. Die Diskontierung der Cash-Flows erfolgt mit den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC) unter Berücksichtigung der landesspezifischen Risiken.
Für den im Rahmen der adixen Akquisition angesetzten Geschäfts oder Firmenwert (48,4 Mio. €; Vorjahr: 48,2 Mio. €) wurde der erzielbare Betrag (Nutzungswert) zum 31. Dezember 2016 auf der Grundlage von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt. Die Verteilung dieses Geschäfts- oder Firmenwerts auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und die wesentlichen Annahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde gelegen haben, ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle.
Allokation des adixen Geschäfts- oder Firmenwerts und wesentliche Bewertungsparameter
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftswert in Mio. € |
Abzinsungsfaktor vor Steuern in % |
Langfristige Wachstumsrate in % |
Geschäftswert in Mio. € |
Abzinsungsfaktor vor Steuern in % |
Langfristige Wachstumsrate in % |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 3,4 | 7,8 | 1,5 | 3,4 | 8,7 | 1,5 |
| Frankreich | 22,9 | 9,3 | 1,5 | 22,9 | 10,3 | 1,5 |
| Übriges Europa | 2,8 | 10,3 | 1,5 | 2,8 | 11,2 | 1,5 |
| USA | 8,4 | 8,9 | 1,5 | 8,1 | 10,0 | 1,5 |
| Südkorea | 4,4 | 8,4 | 1,5 | 4,3 | 9,3 | 1,5 |
| China | 4,3 | 8,7 | 1,5 | 4,5 | 9,5 | 1,5 |
| Übriges Asien | 2,2 | 9,4 | 1,5 | 2,2 | 10,3 | 1,5 |
Auch aus der Wertermittlung für die zuvor genannten Geschäfts oder Firmenwerte ergab sich kein Wertminderungsbetrag.
Der im Rahmen des Impairment-Tests verwendete erzielbare Betrag (Nutzungswert) für den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Trinos Akquisition (unverändert 8,2 Mio. €) wurde ebenfalls zum Bilanzstichtag ermittelt. Die nach dem Detailplanungszeitraum 2017 bis 2019 für diese gesonderte zahlungsmittelgenerierende Einheit anfallenden Cash-Flows wurden unter Verwendung einer Wachstumsrate von unverändert 1,5 % extrapoliert. Der verwendete Abzinsungssatz vor Steuern lag bei 8,1 % (Vorjahr: 9,0 %). Auch aus dieser Wertermittlung ergab sich kein Wertminderungsbetrag.
Bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 0,75 %-Punkte würde für den auf die Region Italien allokierten Geschäfts- oder Firmenwert bei sonst konstanten Prämissen der erzielbare Betrag (Nutzungswert) dem Buchwert entsprechen (Vorjahr: 1,0 %-Punkt). Das gleiche Ergebnis würde sich bei einer Reduzierung der im Rahmen der Cash-Flow-Prognose verwendeten nachhaltigen EBIT-Marge um 0,75 %-Punkte auf 5,75 % oder des nachhaltigen Umsatzwachstums um 0,9 %-Punkte oder des nachhaltigen Free Cash-Flow um 66 T € ergeben (Vorjahr: 0,9 %-Punkte beziehungsweise 1,2 %-Punkte; keine Free Cash-Flow-Sensitivität). Bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1,2 %-Punkte würde für den auf die Region China allokierten Geschäfts- oder Firmenwert bei sonst konstanten Prämissen der erzielbare Betrag (Nutzungswert) dem Buchwert entsprechen (Vorjahr: 0,6 %-Punkte). Das gleiche Ergebnis würde sich bei einer Reduzierung der im Rahmen der Cash-Flow-Prognose verwendeten nachhaltigen EBIT-Marge um 1,1 %-Punkte auf 4,4 % oder des nachhaltigen Umsatzwachstums um 1,3 %-Punkte oder des nachhaltigen Free Cash-Flow um 181 T € ergeben (Vorjahr: 0,7 %-Punkte beziehungsweise 0,7 %-Punkte; keine Free Cash-Flow-Sensitivität). Zum 31. Dezember 2016 betrug der Überschuss der Nutzungswerte über die Buchwerte bei den genannten zwei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Regionen Italien und China 0,7 Mio. € beziehungsweise 2,8 Mio. €.
11. Sachanlagen
Entwicklung des Sachanlagevermögens 2016
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| in T€ | Grundstücke und Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Bestand 01.01.2016 | 71.820 | 74.299 | 27.301 | 3.145 | 176.565 |
| Währungsdifferenzen | - 54 | 87 | 5 | 8 | 46 |
| Zugänge | 1.334 | 6.624 | 3.006 | 5.159 | 16.123 |
| Abgänge | - 414 | - 1.033 | - 950 | - | - 2.397 |
| Umgliederungen | 1.544 | 802 | 1.148 | - 3.494 | - |
| Stand 31.12.2016 | 74.230 | 80.779 | 30.510 | 4.818 | 190.337 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Bestand 01.01.2016 | 30.507 | 47.487 | 16.260 | - | 94.254 |
| Währungsdifferenzen | - 50 | 102 | - 8 | - | 44 |
| Zugänge | 3.506 | 6.786 | 2.840 | - | 13.132 |
| Abgänge | - 414 | - 987 | - 745 | - | - 2.146 |
| Stand 31.12.2016 | 33.549 | 53.388 | 18.347 | - | 105.284 |
| Nettobuchwert 31.12.2016 | 40.681 | 27.391 | 12.163 | 4.818 | 85.053 |
Entwicklung des Sachanlagevermögens 2015
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| in T€ | Grundstücke und Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Bestand 01.01.2015 | 68.341 | 70.596 | 24.983 | 3.815 | 167.735 |
| Währungsdifferenzen | 336 | 409 | 387 | 125 | 1.257 |
| Zugänge | 1.163 | 3.869 | 3.085 | 2.179 | 10.296 |
| Abgänge | - 122 | - 1.327 | - 1.274 | - | - 2.723 |
| Umgliederungen | 2.102 | 752 | 120 | - 2.974 | - |
| Stand 31.12.2015 | 71.820 | 74.299 | 27.301 | 3.145 | 176.565 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Bestand 01.01.2015 | 26.819 | 41.448 | 14.333 | - | 82.600 |
| Währungsdifferenzen | 8 | 134 | 220 | - | 362 |
| Zugänge | 3.802 | 6.850 | 2.793 | - | 13.445 |
| Abgänge | - 122 | - 945 | - 1.086 | - | - 2.153 |
| Stand 31.12.2015 | 30.507 | 47.487 | 16.260 | - | 94.254 |
| Nettobuchwert 31.12.2015 | 41.313 | 26.812 | 11.041 | 3.145 | 82.311 |
Im Berichtsjahr dienten Gebäude und Maschinen mit einem Buchwert von 3.429 T € (Vorjahr: 3.275 T €) als Sicherheit für finanzielle Verbindlichkeiten des Konzerns.
Im Berichtsjahr und im Vorjahr ergaben sich für das Sachanlagevermögen keine Wertminderungsbeträge oder Wertaufholungen.
12. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
Entwicklung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||
| Stand 01.01. | 861 | 861 |
| Zugänge | - | - |
| Abgänge | - | - |
| Umgliederungen | - | - |
| Stand 31.12. | 861 | 861 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||
| Stand 01.01. | 365 | 341 |
| Zugänge | 24 | 24 |
| Abgänge | - | - |
| Umgliederungen | - | - |
| Stand 31.12. | 389 | 365 |
| Nettobuchwert 31.12. | 472 | 496 |
Die in diesem Posten ausgewiesenen Immobilien waren in den Jahren 2016 und 2015 vermietet. Die erzielten Mieterträge und die direkten operativen Aufwendungen belaufen sich unverändert auf 51 T € beziehungsweise 27 T € (Vorjahr: 26 T €). Wertminderungsaufwendungen oder Wertaufholungen waren im Berichtsjahr und im Vorjahr nicht zu erfassen.
Der Marktwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien zum 31. Dezember 2016 beläuft sich unverändert auf 0,5 Mio. €. Er wurde auf Basis eigener Berechnungen unter Verwendung der erwarteten abgezinsten Einnahmeüberschüsse während der geschätzten Restnutzungsdauer und eines angemessenen Zinssatzes ermittelt (Stufe 3 der Hierarchieebenen gemäß IFRS 13).
13. Anteile an assoziierten Unternehmen
Seit dem Jahr 2010 hält Pfeiffer Vacuum insgesamt 24,9 % der Anteile an der Dreebit GmbH, Dresden, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Bereich des Service von Vakuumpumpen und -systemen tätig und betreibt darüber hinaus eine Entwicklung im Bereich der Medizintechnik.
Zusammensetzung des Beteiligungsbuchwerts
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.623 | 1.475 |
| Langfristige Vermögenswerte | 6.229 | 6.388 |
| Kurzfristige Schulden | - 2.283 | - 613 |
| Langfristige Schulden | - | - 751 |
| Eigenkapital | 6.569 | 6.499 |
| Beteiligungsquote | 24,90 % | 24,90 % |
| Beteiligungsbuchwert | 1.636 | 1.618 |
Stand: 31.12.
Bei Umsatzerlösen von 6.900 T € (Vorjahr: 6.510 T €) erwirtschaftete die Dreebit GmbH im Jahr 2016 ein Ergebnis von 71 T € (Vorjahr: 74 T €). Die Veränderung des Beteiligungsbuchwerts wird in den Finanzerträgen ausgewiesen (siehe auch Anmerkung 9).
14. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden langfristige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen, im Wesentlichen Geldanlagen 3.150 T € (Vorjahr: 2.530 T €) und hinterlegte Kautionen 915 T € (Vorjahr: 886 T €).
15. Vorräte
Zusammensetzung der Vorräte
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 26.778 | 30.573 |
| Unfertige Erzeugnisse | 23.725 | 20.112 |
| Fertigerzeugnisse | 31.234 | 27.058 |
| Vorräte, netto | 81.737 | 77.743 |
Stand: 31.12.
Der Materialaufwand des Jahres 2016 beläuft sich auf 180,6 Mio. € (Vorjahr: 171,9 Mio. €) und ist in den Umsatzkosten ausgewiesen.
Im Jahr 2016 wurde ein Betrag von 2.180 T € (Vorjahr: 3.439 T €) aus zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräten als Aufwand erfasst. Dieser Aufwand ist Bestandteil der Umsatzkosten.
16. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Gesellschaft vergibt im Rahmen ihres normalen Geschäfts Lieferkredite an ein breites Spektrum von Geschäftskunden. Sie prüft regelmäßig deren Kreditwürdigkeit und bucht Wertberichtigungen, um ermittelte Risiken adäquat abzudecken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Zusammensetzung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 69.980 | 59.752 |
| Wertberichtigungen | - 628 | - 1.196 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto | 69.352 | 58.556 |
Stand: 31.12.
Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Bestand 01.01. | 1.196 | 1.239 |
| Währungsdifferenzen | - 9 | 50 |
| Zuführungen | 129 | 178 |
| Verbrauch | - 688 | - 271 |
| Bestand 31.12. | 628 | 1.196 |
Zusammensetzung der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
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| Davon: nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Buchwert | Davon: weder wertberichtigt noch überfällig | < 30 Tage | 30 - 60 Tage | 61 - 90 Tage | 91 - 180 Tage |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2016 | 69.352 | 55.684 | 9.319 | 2.240 | 751 | 402 |
| 2015 | 58.556 | 46.072 | 8.145 | 2.171 | 658 | 401 |
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| Davon: nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||
|---|---|---|
| in T€ | 181 - 360 Tage | >360 Tage |
| --- | --- | --- |
| 2016 | 227 | 280 |
| 2015 | 455 | 358 |
Stand: 31.12.
Zum 31. Dezember 2016 wurden Forderungen im Nennwert von 1.077 T € wertberichtigt (31. Dezember 2015: 1.492 T €).
Im Jahr 2016 wurden insgesamt 51 T € für die vollständige Ausbuchung von nicht wertberichtigten Forderungen aufgewendet (Vorjahr: 37 T €).
17. Sonstige Forderungen
Zum 31. Dezember 2016 wurden hier 11.430 T € (31. Dezember 2015: 9.378 T €) ausgewiesen. Wie im Vorjahr ist dieser Posten im Wesentlichen bedingt durch Aufwandszuschüsse in Höhe von 3.047 T € (31. Dezember 2015: 3.110 T €) und aktivierte Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von 1.492 T € (31. Dezember 2015: 1.117 T €).
Es bestehen darüber hinaus bereits geltend gemachte Schadenersatzansprüche im Zusammenhang mit einem früheren Unternehmenskauf, die bisher nicht angesetzt worden sind. Von der Angabe weitergehender Informationen wird aufgrund des laufenden Verfahrens abgesehen, um mögliche negative Auswirkungen hierauf zu vermeiden.
18. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Der Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthält die Guthaben bei Kreditinstituten und den Kassenbestand. Daneben erfasst die Gesellschaft Festgeldguthaben mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten in diesem Posten. Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht dem Buchwert.
19. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage
Das gezeichnete Kapital der Pfeiffer Vacuum Technology AG (Konzernmuttergesellschaft) zum 31. Dezember 2016 besteht im Vergleich zum Vorjahr unverändert aus 9.867.659 ausgegebenen und im Umlauf befindlichen nennwertlosen Stückaktien.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2016 ist der Vorstand ermächtigt, das gezeichnete Kapital um 12.631 T € oder 4.933.829 Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Diese Ermächtigung gilt bis zum 23. Mai 2021 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 ist der Vorstand ermächtigt, Teilschuldverschreibungen mit Options oder Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten, Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern Wandlungsrechte auf bis zu 2.466.914 Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 6.315.299,84 € zu gewähren. Diese Ermächtigung gilt bis zum 21. Mai 2019 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats.
In den Jahren 2016 und 2015 haben sich keine Veränderungen der Kapitalrücklage ergeben.
20. Gezahlte und vorgeschlagene Dividenden
Auf der Hauptversammlung am 24. Mai 2016 wurde eine Dividende von 3,20 € je Aktie beschlossen (Hauptversammlung am 21. Mai 2015: 2,65 € je Aktie). Die daraufhin erfolgte Ausschüttung im Jahr 2016 belief sich auf insgesamt 31.577 T € (Vorjahr: 26.149 T €).
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft werden der Hauptversammlung vorschlagen, die Aktionäre am Erfolg des Unternehmens in Form einer Dividende von 3,60 € je Aktie zu beteiligen. Dieser Vorschlag steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Hauptversammlung. Die sich danach ergebende Auszahlung in Höhe von 35.524 T € ist zum 31. Dezember 2016 aufgrund der Zustimmungserfordernis durch die Hauptversammlung nicht als Verbindlichkeit erfasst.
21. Sonstige Eigenkapitalbestandteile
Die sonstigen Eigenkapitalbestandteile setzen sich grundsätzlich aus den unrealisierten Gewinnen/Verlusten aus Kurssicherungsgeschäften, den ergebnisneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens mit dem Zeitwert sowie den Währungsumrechnungsdifferenzen zusammen.
Entwicklung der sonstigen Eigenkapitalbestandteile
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| in T€ | Pensionsbewertung | Unrealisierte Gewinne/ Verluste Kurssicherung | Unterschiede aus Währungsumrechnung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Bestand 01.01.2015 | - 26.687 | - 64 | 4.772 | - 21.979 |
| Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (nach Steuern) | 1.684 | - | - | 1.684 |
| Ergebnisneutrale Nettoänderung Cash-Flow-Hedges (nach Steuern) | - | 64 | - | 64 |
| Veränderung Währungsumrechnung | - | - | 7.781 | 7.781 |
| Bestand 31.12.2015 | - 25.003 | - | 12.553 | - 12.450 |
| Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (nach Steuern) | - 5.166 | - | - | - 5.166 |
| Ergebnisneutrale Nettoänderung Cash-Flow-Hedges (nach Steuern) | - | - 412 | - | - 412 |
| Veränderung Währungsumrechnung | - | - | 673 | 673 |
| Bestand 31.12.2016 | - 30.169 | - 412 | 13.226 | - 17.355 |
Auf Grund der Laufzeit aller Cash-Flow-Hedges von unter einem Jahr werden die ausgewiesenen Jahresendbestände jeweils im Folgejahr erfolgswirksam. Die neuen Jahresendbestände resultieren aus Veränderungen des jeweiligen Jahres und somit nicht aus Vorjahren.
Steuereffekte auf das direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnis
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| 2016 | 2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Bruttobetrag | Steuereffekt | Nettobetrag | Bruttobetrag | Steuereffekt | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Pensionsbewertung | - 7.023 | 1.857 | - 5.166 | 2.269 | - 585 | 1.684 |
| Cash-Flow-Hedges | - 588 | 176 | - 412 | 96 | - 32 | 64 |
| Währungsumrechnung | 673 | - | 673 | 7.781 | - | 7.781 |
| Gesamtes direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | - 6.938 | 2.033 | - 4.905 | 10.146 | - 617 | 9.529 |
Stand: 31.12.
22. Eigene Aktien
Auf der Hauptversammlung am 21. Mai 2015 haben die Aktionäre den Vorstand zum Rückkauf eigener Aktien entsprechend § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt. Diese Ermächtigung erstreckt sich auf einen Rückkauf eines anteiligen Betrags vom Grundkapital von bis zu 2.526.120,70 € (986.766 Aktien entsprechend 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung), bedarf zur Ausübung der Zustimmung des Aufsichtsrats und ist gültig bis zum 20. Mai 2020.
23. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Im Zusammenhang mit dem Erwerb der adixen Gesellschaften wurde zum 31. Dezember 2010 ein langfristiges Bankdarlehen mit einem Nettomittelzufluss von 67,0 Mio. € aufgenommen. Die Gesellschaft hat im Jahr 2016 beschlossen, diese Verbindlichkeit zum 31. Dezember 2016 vollständig zurückzuführen. Dementsprechend werden zu diesem Datum weder langfristige noch kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten aus der Akquisition ausgewiesen (Vorjahr: jeweils 10,0 Mio. €). Dieses Darlehen war variabel verzinslich auf Basis des Euribor zuzüglich einer Marge. Die Zinsabrechnung erfolgte quartalsweise. Im Geschäftsjahr 2016 wurden erneut Zinsaufwendungen von 0,3 Mio. € erfasst. Garanten des Kreditvertrags waren die Pfeiffer Vacuum Technology AG und die Pfeiffer Vacuum GmbH. Im Kreditvertrag hatte sich der Konzern zur Einhaltung einer festgelegten Finanzkennzahl verpflichtet. Diese Kennzahl wurde in den Jahren 2016 und 2015 eingehalten.
Die im Vorjahr ausgewiesenen weiteren langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,2 Mio. € resultierten aus der externen Finanzierung einer Konzerngesellschaft. Diese sind zum 31. Dezember 2016 unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Dem Pfeiffer Vacuum Konzern stehen Kreditlinien in Höhe von 53,7 Mio. € (31. Dezember 2015: 41,0 Mio. €) für operative Zwecke zur Verfügung.
24. Ertragsteuern
Den deutschen Steuergesetzen entsprechend setzt sich die Ertragsteuer für die deutschen Gesellschaften aus Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag zusammen.
Die Ermittlung des Steueraufwandes basiert auf folgenden Gewinnen vor Steuern
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Deutschland | 43.354 | 38.901 |
| Ausland | 24.261 | 21.550 |
| Gesamt | 67.615 | 60.451 |
Zusammensetzung des Steueraufwands
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | ||
| Deutschland | - 12.651 | - 12.992 |
| Ausland | - 8.859 | - 9.670 |
| - 21.510 | - 22.662 | |
| Latente Steuern | ||
| Deutschland | - 1 | 801 |
| Ausland | 928 | 3.326 |
| 927 | 4.127 | |
| Steueraufwand | - 20.583 | - 18.535 |
Der laufende Steueraufwand des Jahres 2016 entfällt mit 20.183 T € auf das im Jahr 2016 erwirtschaftete Ergebnis (Vorjahr: 21.258 T €). Darüber hinaus sind in diesem Posten Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von 1.327 T € enthalten (Vorjahr: Steueraufwendungen von 1.404 T €).
Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 67.615 | 60.451 |
| Erwarteter Steueraufwand bei Anwendung des Steuersatzes des Mutterunternehmens (28,81 %) | - 19.480 | - 17.416 |
| Steueraufwand/-erstattungen für Vorjahre | - 1.327 | - 1.404 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | - 1.100 | - 1.187 |
| Effekte im Zusammenhang mit Dividendenzahlungen | - 182 | - 389 |
| Nicht steuerbare Erträge | 1.306 | 1.843 |
| Unterschied ausländische Steuersätze | 106 | - 151 |
| Sonstiges | 94 | 169 |
| Steueraufwand | - 20.583 | - 18.535 |
Nach 30,7 % im Vorjahr beläuft sich die Steuerquote des Konzerns im Jahr 2016 auf 30,4 %.
Die latenten Steuern entfallen auf folgende Bilanzposten
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Latente Steueransprüche | ||
| Pensionen | 18.385 | 16.842 |
| Vorräte | 5.722 | 6.226 |
| Personalrückstellungen und sonstige Rückstellungen | 3.537 | 2.714 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 733 | 2.610 |
| Derivate | 288 | 18 |
| Sachanlagen | 246 | 497 |
| Forderungen (einschl. Wertberichtigungen) | 172 | 291 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 138 | 103 |
| Sonstiges | 43 | 162 |
| Summe latente Steueransprüche | 29.264 | 29.463 |
| Latente Steuerschulden | ||
| Sachanlagen | - 5.003 | - 6.000 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - 2.349 | - 4.369 |
| Forderungen (einschl. Wertberichtigungen) | - 285 | - 243 |
| Personalrückstellungen und sonstige Rückstellungen | - 137 | - |
| Vorräte | - 26 | - 207 |
| Steuerbegünstigte Rücklagen einer schwedischen Konzerngesellschaft | - | - 49 |
| Sonstiges | - | - 160 |
| Summe latente Steuerschulden | - 7.800 | - 11.028 |
| Gesamtbetrag latente Steuern, netto | 21.464 | 18.435 |
Stand: 31.12.
Ausgewiesene Beträge in der Bilanz
scroll
| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Latente Steueransprüche | 23.312 | 23.267 |
| Latente Steuerschulden | - 1.848 | - 4.832 |
| Gesamtbetrag latente Steuern, netto | 21.464 | 18.435 |
Stand: 31.12.
Ausgewiesene latente Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung
scroll
| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.092 | 1.927 |
| Personalrückstellungen und sonstige Rückstellungen | 787 | - 263 |
| Sachanlagen | 762 | 601 |
| Derivate | 93 | - 2 |
| Steuerbegünstigte Rücklagen einer schwedischen Konzerngesellschaft | 47 | 79 |
| Steuerliche Verlustvorträge | - 1.881 | 254 |
| Vorräte | - 337 | 908 |
| Pensionen | - 313 | 590 |
| Forderungen (einschl. Wertberichtigungen) | - 248 | 30 |
| Sonstiges | - 75 | 3 |
| Summe latente Steuern (Ertrag) | 927 | 4.127 |
Zum 31. Dezember 2016 enthält der von der Gesellschaft ausgewiesene Bestand an latenten Steueransprüchen ergebnisneutral gebildete latente Steuern von 12.475 T € (31. Dezember 2015: 9.568 T €). Der ausgewiesene Bestand an passiven latenten Steuern enthält keine ergebnisneutral gebildeten latenten Steuern (31. Dezember 2015: - 874 T €). Der Betrag in 2016 entfällt jeweils annähernd ausschließlich auf direkt im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste und Kurssicherungsgeschäfte (Vorjahr: versicherungsmathematische Gewinne/Verluste).
Für steuerliche Verluste in Höhe von 2.946 T € (davon 615 T € verrechenbar bis 2019, 508 T € verrechenbar bis 2020 und 1.823 T € verrechenbar bis 2021) wurden keine latenten Steueransprüche angesetzt, da diese Verluste bis zum Verfall voraussichtlich nicht mit steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können.
Es wurden keine Steuerrückstellungen für eine eventuell anfallende Quellensteuer auf zukünftige Ausschüttungen der ausländischen Tochtergesellschaften gebildet. Der Bilanzgewinn dieser Gesellschaften steht für das operative Geschäft zur Verfügung und wird erst steuerbar, wenn er in Form einer Dividende ausgezahlt wird. Dem derzeitigen deutschen Recht entsprechend sind Dividendenausschüttungen von in- und ausländischen Kapitalgesellschaften zu 95 % steuerfrei. Lediglich 5 % der Dividende sind als nicht abzugsfähige Aufwendungen bei der Steuerrechnung zu berücksichtigen. Die Geschäftsleitung erwartet hieraus in Deutschland keine wesentlichen zusätzlichen Steuerbelastungen.
25. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Leistungsorientierte Pensionspläne
Zusammensetzung der in der Bilanz ausgewiesenen Nettoverpflichtung
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Barwert der fondsgedeckten Pensionsanwartschaften | 99.782 | 93.160 |
| Barwert der nicht fondsgedeckten Pensionsanwartschaften | 10.231 | 9.347 |
| Barwert der Pensionsanwartschaften | 110.013 | 102.507 |
| Zeitwert des Planvermögens | - 58.825 | - 59.010 |
| In der Bilanz erfasste Nettoverpflichtung | 51.188 | 43.497 |
Stand: 31.12.
Regionale Verteilung der in der Bilanz ausgewiesenen Nettoverpflichtung
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Deutschland | 36.813 | 30.723 |
| Europa (ohne Deutschland) | 8.893 | 8.433 |
| Rest der Welt | 5.482 | 4.341 |
| In der Bilanz erfasste Nettoverpflichtung | 51.188 | 43.497 |
Stand: 31.12.
Bei der Pfeiffer Vacuum GmbH bestehen Versorgungsregelungen in Form von zugesagten Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Diese Verpflichtungen basieren einerseits auf Versorgungsregelungen mit dienstzeitabhängigen, endgehaltbezogenen Leistungszusagen, die für Neueintritte aber bereits seit langem ausgeschlossen sind. Seit dem 31. Dezember 2007 besteht für neue Eintritte eine Versorgungsregelung als Direktzusage, die als leistungsorientierte Zusage in Form einer kapitalbasierten Versorgung ausgestaltet wurde. Damit besteht für grundsätzlich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Gesellschaft eine arbeitgeberfinanzierte Versorgungszusage, die über den Pfeiffer Vacuum Trust e.V. teilweise ausfinanziert ist. Gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen bestehen in beiden Plänen nicht.
Für Mitglieder des Vorstands der Pfeiffer Vacuum Technology AG bestehen nach erfolgter Wiederbestellung grundsätzlich einzelvertragliche Zusagen in Form von Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Diese Verpflichtungen basieren auf dienstzeitabhängigen, endgehaltbezogenen Leistungszusagen und sind ebenfalls über den Pfeiffer Vacuum Trust e.V. weitgehend ausfinanziert. Gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen bestehen auch hier nicht. Weitere Details zu diesen Versorgungszusagen sind im Vergütungsbericht als Bestandteil des Konzernlageberichts ausgeführt.
Bei der Pfeiffer Vacuum Inc., USA, besteht eine Versorgungsregelung in Form von zugesagten Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen auf Basis von dienstzeitabhängigen, endgehaltbezogenen Leistungszusagen. Diese Zusagen sind über ein Treuhandmodell teilweise ausfinanziert. Mindestfinanzierungsverpflichtungen bestehen hier nicht.
Bei der Pfeiffer Vacuum SAS, Frankreich, und der Pfeiffer Vacuum Semi Korea, Ltd., Südkorea, bestehen Zusagen im Hinblick auf eine dienstzeitabhängige, gehaltbezogene Einmalleistung, die bei Erreichen des Renteneintrittsalters fällig wird. Die Zusagen der Pfeiffer Vacuum Semi Korea, Ltd. sind teilweise ausfinanziert. In Frankreich und Südkorea bestehen ebenfalls keine gesetzlichen Mindestfinanzierungsverpflichtungen. Ein in den Niederlanden bestehender Pensionsplan wurde im Berichtsjahr 2016 neu ausgerichtet und ist daher zum 31. Dezember 2016 nicht mehr als leistungsorientierter Plan zu qualifizieren. Die Anpassungseffekte werden unter Plankürzungen/-schließungen ausgewiesen.
Zusammensetzung des Nettopensionsaufwands
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Dienstzeitabhängiger Aufwand | 3.433 | 3.605 |
| Nettozinsaufwand | 953 | 924 |
| Erträge aus Plankürzungen/-schließungen | - 267 | - |
| Nettopensionsaufwand | 4.119 | 4.529 |
Der Nettopensionsaufwand wurde verursachungsgerecht den Funktionsbereichen zugeordnet.
Entwicklung der Pensionsanwartschaften
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Barwert der Pensionsanwartschaften am 01.01. | 102.507 | 101.409 |
| Dienstzeitabhängiger Aufwand | 3.433 | 3.605 |
| Zinsabhängiger Aufwand | 2.352 | 2.237 |
| Gewinne/Verluste aus der Änderung demografischer Annnahmen | 676 | 375 |
| Gewinne/Verluste aus der Änderung finanzieller Annnahmen | 6.027 | - 2.431 |
| Erfahrungsbedingte Gewinne /Verluste | - 371 | - 702 |
| Pensionszahlungen | - 3.506 | - 3.148 |
| Plankürzungen/-schließungen | - 1.434 | - |
| Währungsdifferenzen | 329 | 1.162 |
| Barwert der Pensionsanwartschaften am 31.12. | 110.013 | 102.507 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Aktive | 64.887 | 60.513 |
| Unverfallbar Ausgeschiedene | 4.192 | 3.356 |
| Pensionäre | 40.934 | 38.638 |
Entwicklung des Planvermögens
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Zeitwert des Planvermögens am 01.01. | 59.010 | 57.206 |
| Vermögensertrag | 1.399 | 1.313 |
| Erfahrungsbedingte Gewinne/Verluste | - 645 | - 392 |
| Beitrag der Gesellschaft | 3.531 | 3.142 |
| Pensionszahlungen | - 3.506 | - 3.148 |
| Plankürzungen/-schließungen | - 1.167 | - |
| Währungsdifferenzen | 203 | 889 |
| Zeitwert des Planvermögens am 31.12. | 58.825 | 59.010 |
Versicherungsmathematische Ansätze
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| in % | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Deutschland | ||
| Abzinsungsfaktor | 1,75 | 2,20 |
| Gehaltstrend | 3,00 | 3,00 |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 |
| USA | ||
| Abzinsungsfaktor | 4,40 | 4,85 |
| Gehaltstrend | 2,00 | 2,00 |
| Frankreich, Südkorea | ||
| Abzinsungsfaktor (gewichteter Durchschnitt) | 1,83 | 2,09 |
| Gehaltstrend (gewichteter Durchschnitt) | 3,35 | 3,51 |
Stand: 31.12.
Zusammensetzung des Planvermögens
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| 2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | in % | in T€ | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapitaltitel | 13.816 | 23,5 | 15.199 | 25,8 |
| Fremdkapitaltitel | 40.078 | 68,1 | 41.561 | 70,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.714 | 6,3 | 374 | 0,6 |
| Sonstiges | 1.217 | 2,1 | 1.876 | 3,2 |
| Gesamt | 58.825 | 100,0 | 59.010 | 100,0 |
Stand: 31.12.
Mit Ausnahme von Vermögenswerten in Höhe von 621 T € (31. Dezember 2015: 1.825 T €) in der Kategorie "Sonstiges" werden alle übrigen Vermögenswerte auf einem aktiven Markt gehandelt.
Im Fondsvermögen befinden sich keine eigenen Finanzinstrumente oder sonstigen Vermögenswerte des Unternehmens.
Mit 89 % entfällt der weitaus größte Teil des Planvermögens auf die Ausfinanzierung der in Deutschland bestehenden Versorgungsregelungen. Mit dem Ziel, das ausfinanzierte Vermögen treuhänderisch und insolvenzsicher zu verwalten, wurde der Pfeiffer Vacuum Trust e. V. als unabhängige Institution gegründet. Für den Pfeiffer Vacuum Trust e. V. wurde ein Spezialfonds aufgelegt, der bis zu 30 % seines Vermögens in Aktien anlegen kann. Mindestens 70 % des Fondsvermögens sollen in Anleihen, Geldmarktpapieren oder Liquidität gehalten werden. Der Fonds wird von einer unabhängigen Asset-Management-Gesellschaft verwaltet, wobei die wesentlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich der Vermögensallokation vorgegeben und bei Bedarf angepasst werden. Die Anlage erfolgt konservativ und unter Berücksichtigung eines Wertsicherungskonzepts. Die grundsätzlich bestehenden Risiken im Zusammenhang mit dem gebildeten Planvermögen, etwa in Form von Aktienkurs- und Emittentenausfallrisiken, werden damit minimiert.
Die mit den leistungsorientierten Verpflichtungen verbundenen Risiken im Pfeiffer Vacuum-Konzern resultieren insbesondere aus den festzulegenden Diskontierungssätzen. Veränderungen dieses Parameters beeinflussen überproportional den zu ermittelnden Barwert, wobei das aktuell relativ niedrige Zinsniveau zu einem vergleichsweise hohen Verpflichtungsumfang führt. Darüber hinaus wird der Verpflichtungsumfang grundsätzlich durch die weiteren versicherungsmathematischen Grundannahmen (etwa hinsichtlich Lebenserwartung, Gehaltstrend, Rententrend) beeinflusst. Je nach Ausgestaltung des Plans sind Lebenserwartung oder Rententrend jedoch von untergeordneter Bedeutung. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen einer isolierten Veränderung einzelner Parameter, wobei die übrigen Annahmen einschließlich der grundsätzlichen Methodik gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben.
Sensitivitätsanalyse 2016
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| Veränderung der Annahme | Auswirkung auf den Verpflichtungsumfang | ||
|---|---|---|---|
| in T€ | in % | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Barwert des Verpflichtungsumfangs (31.12.2016) | 110.013 | ||
| Zinssatz | Erhöhung um 1,0 %-Punkte | - 14.638 | - 13,3 |
| Reduzierung um 1,0 %-Punkte | 18.685 | 17,0 | |
| Rententrend | Erhöhung um 0,25 %-Punkte | 2.609 | 2,4 |
| Reduzierung um 0,25 %-Punkte | - 2.492 | - 2,3 | |
| Gehaltstrend | Erhöhung um 0,5 %-Punkte | 2.096 | 1,9 |
| Reduzierung um 0,5 %-Punkte | - 1.983 | - 1,8 | |
| Lebenserwartung | Erhöhung um ein Jahr | 4.215 | 3,8 |
| Reduzierung um ein Jahr | - 4.227 | - 3,8 |
Stand: 31.12.
Sensitivitätsanalyse 2015
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| Veränderung der Annahme | Auswirkung auf den Verpflichtungsumfang | ||
|---|---|---|---|
| in T€ | in % | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Barwert des Verpflichtungsumfangs (31.12.2015) | 102.507 | ||
| Zinssatz | Erhöhung um 1,0 %-Punkte | - 13.515 | - 13,2 |
| Reduzierung um 1,0 %-Punkte | 17.246 | 16,8 | |
| Rententrend | Erhöhung um 0,25 %-Punkte | 2.420 | 2,4 |
| Reduzierung um 0,25 %-Punkte | - 2.251 | - 2,2 | |
| Gehaltstrend | Erhöhung um 0,5 %-Punkte | 2.146 | 2,1 |
| Reduzierung um 0,5 %-Punkte | - 2.018 | - 2,0 | |
| Lebenserwartung | Erhöhung um ein Jahr | 3.740 | 3,6 |
| Reduzierung um ein Jahr | - 3.782 | - 3,7 |
Stand: 31.12.
Erwartete Fälligkeiten der undiskontierten Pensionszahlungen
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Weniger als 1 Jahr | 3.800 | 3.572 |
| Zwischen 1 und 2 Jahren | 4.014 | 3.452 |
| Zwischen 2 und 3 Jahren | 4.021 | 3.868 |
| Zwischen 3 und 4 Jahren | 4.497 | 4.058 |
| Zwischen 4 und 5 Jahren | 4.644 | 4.194 |
| Mehr als 5 bis 10 Jahre | 28.718 | 24.801 |
Stand: 31.12.
Die durchschnittliche gewichtete Duration der Pensionspläne betrug 16,1 Jahre zum 31. Dezember 2016 (31. Dezember 2015: 16,1 Jahre). Die voraussichtlichen Beiträge für leistungsorientierte Pläne im Geschäftsjahr 2017 betragen 3,5 Mio. €.
Beitragsorientierte Pensionspläne
Mitarbeiter der Gesellschaft in einigen Ländern erhalten Zuschüsse zu Beiträgen an Altersversorgungseinrichtungen. Allgemein basieren die Zuschüsse der Gesellschaft auf einem Prozentsatz des Lohns / Gehalts. Die Kosten für diese Zuschüsse betrugen 10.375 T € für 2016 und 9.974 T € für 2015.
26. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
27. Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten (20.530 T € zum 31. Dezember 2016, 21.931 T € zum 31. Dezember 2015) bestehen im Wesentlichen aus Lohn- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Sozialabgaben und gesetzlich vorgegebenen Gewinnbeteiligungsprogrammen, sind unverzinslich und wie im Vorjahr grundsätzlich innerhalb eines Jahres fällig.
28. Rückstellungen
Zusammensetzung der Rückstellungen
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Personalrückstellungen | 13.775 | 12.305 |
| Gewährleistungsrückstellungen | 13.062 | 12.844 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.930 | 1.833 |
| Gesamt | 29.767 | 26.982 |
Stand: 31.12.
Die Rückstellungen für Personalaufwendungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Gewinnbeteiligungen und Tantiemen.
Die Gewährleistungsrückstellungen enthalten die erwarteten Beträge für Inanspruchnahmen aus Produktgewährleistungen. Sie werden zum Bilanzstichtag für realisierte Umsätze gebildet und basieren auf den Einschätzungen und Erfahrungswerten der Unternehmensleitung.
Entwicklung der Rückstellungen
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| in T€ | Personal | Gewährleistungen | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Bestand 01.01.2016 | 12.305 | 12.844 | 1.833 | 26.982 |
| Währungsdifferenzen | 71 | 32 | 28 | 131 |
| Zuführungen | 11.511 | 6.238 | 2.360 | 20.109 |
| Verbrauch | - 9.698 | - 6.046 | - 1.202 | - 16.946 |
| Auflösung | - 414 | - 6 | - 89 | - 509 |
| Bestand 31.12.2016 | 13.775 | 13.062 | 2.930 | 29.767 |
29. Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten innerhalb eines Jahres fällige Bankverbindlichkeiten in Höhe von 0,2 Mio. € (31. Dezember 2015: 0,5 Mio. €). Nach der vollständigen Rückzahlung des im Zusammenhang mit dem Erwerb der adixen Gesellschaften aufgenommenen Bankdarlehens im Jahr 2016 sind zum 31. Dezember 2016 diesbezüglich keine kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten mehr auszuweisen (Vorjahr: 10,0 Mio. €, siehe auch Anmerkung 23).
30. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Von der Gesellschaft wurden Miet-/Leasingverträge und Wartungsverträge abgeschlossen, die zu unterschiedlichen Terminen enden und teilweise verlängerbar sind. Die nachfolgenden Tabellen zeigen den nach Laufzeit gegliederten maximalen Wert der vertraglichen Verpflichtungen jeweils zum Jahresende.
Vertragliche Verpflichtungen per 31. Dezember 2016
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| Zahlungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Total | < 1 Jahr | 1 - 3 Jahre | 3 - 5 Jahre | >5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mieten und Leasing | 8.914 | 3.512 | 2.989 | 2.369 | 44 |
| Verbindliche Abnahmeverpflichtungen | 15.033 | 11.984 | 3.049 | - | - |
| Wartung und Reparatur | 2.289 | 1.993 | 239 | 47 | 10 |
| Gesamt | 26.236 | 17.489 | 6.277 | 2.416 | 54 |
Vertragliche Verpflichtungen per 31. Dezember 2015
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| Zahlungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Total | < 1 Jahr | 1 - 3 Jahre | 3 - 5 Jahre | >5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mieten und Leasing | 10.363 | 3.823 | 4.001 | 1.641 | 898 |
| Verbindliche Abnahmeverpflichtungen | 17.384 | 12.837 | 4.547 | - | - |
| Wartung und Reparatur | 1.128 | 922 | 170 | 26 | 10 |
| Gesamt | 28.875 | 17.582 | 8.718 | 1.667 | 908 |
Die verbindlichen Abnahmeverpflichtungen enthalten langfristige Vereinbarungen über zukünftige Materiallieferungen. Die Miet- und Leasingaufwendungen betrugen 4,2 Mio. € (Vorjahr: 3,9 Mio. €) und entfallen überwiegend auf die angemieteten Geschäftsräume der lokalen Vertriebsgesellschaften.
31. Segmentberichterstattung
Das Geschäftsfeld der Gesellschaft erstreckt sich auf die Entwicklung, die Produktion, den Verkauf und die Wartung von Vakuumpumpen, Vakuummess- und Analysegeräten sowie Vakuumsystemen. Die Tochtergesellschaften in den einzelnen Ländern sind rechtlich selbstständig, haben eigene Geschäftsleitungen und sind für Vertrieb und Service zuständig. Das gesamte Produktportfolio wird in allen Vertriebsgesellschaften angeboten.
Die Steuerung und die Überwachung der Geschäftsentwicklung durch die Geschäftsleitung im Konzern erfolgen auf Ebene der einzelnen Gesellschaften. Die Segmentberichterstattung ist daher gesellschaftsbezogen. Aufgrund der gleichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, des gleichen Produktportfolios, gleicher Absatzmärkte und gleicher Vertriebswege werden die Tochtergesellschaften in Europa und Asien grundsätzlich zu jeweils einem Segment "Europa (ohne Deutschland und Frankreich)" beziehungsweise "Asien (ohne Südkorea)" zusammengefasst. Davon abweichend werden die Gesellschaften in Frankreich und Südkorea als jeweils eigenes Segment dargestellt. Ursächlich hierfür sind die abweichenden Funktionen der französischen Einheiten mit Forschung, Entwicklung und Produktion beziehungsweise die Produktionsfunktion der südkoreanischen Einheiten. Unverändert werden alle Angaben nach Maßgabe des Sitzlandes der betreffenden Konzerngesellschaften berücksichtigt.
Bei Transaktionen zwischen den Segmenten wird der Fremdvergleichsgrundsatz angewendet. Das interne Berichtswesen, das der Darstellung zugrunde liegt, basiert auf den IFRS. Die angegebenen Segmentwerte für die Umsatzerlöse und das Segmentergebnis enthalten zunächst auch die Auswirkungen aus konzerninternen Transaktionen; diese werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2016
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| in T€ | Deutschland | Frankreich | Europa (ohne D und F) | USA | Südkorea | Asien (ohne Südkorea) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 221.010 | 173.297 | 92.939 | 109.367 | 69.595 | 62.199 |
| Davon mit Dritten | 109.284 | 41.757 | 89.437 | 108.941 | 66.526 | 58.299 |
| Davon konzernintern | 111.726 | 131.540 | 3.502 | 426 | 3.069 | 3.900 |
| Betriebsergebnis | 42.420 | 9.338 | 6.478 | 5.382 | 3.673 | 710 |
| Finanzergebnis | - | - | - | - | - | - |
| Ergebnis vor Steuern | 42.420 | 9.338 | 6.478 | 5.382 | 3.673 | 710 |
| Segmentvermögen | 142.597 | 127.303 | 38.155 | 54.014 | 54.533 | 42.720 |
| Davon Vermögenswerte nach IFRS 8.33 (b)1 | 53.640 | 57.704 | 5.468 | 10.469 | 17.074 | 13.257 |
| Segmentschulden | 53.781 | 58.068 | 7.048 | 7.899 | 11.775 | 5.177 |
| Investitionen in: | ||||||
| Sachanlagen2 | 6.646 | 5.312 | 1.788 | 231 | 575 | 1.571 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.290 | 569 | - | 23 | 1 | 12 |
| Abschreibungen auf: | ||||||
| Sachanlagen2 | - 4.590 | - 5.366 | - 543 | - 368 | - 1.298 | - 991 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - 824 | - 4.257 | - 174 | - 568 | - 926 | - 516 |
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| in T€ | Sonstiges/ Konsolidierung | Gesamt |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | - 254.163 | 474.244 |
| Davon mit Dritten | - | 474.244 |
| Davon konzernintern | - 254.163 | - |
| Betriebsergebnis | - 25 | 67.976 |
| Finanzergebnis | - 361 | - 361 |
| Ergebnis vor Steuern | - 386 | 67.615 |
| Segmentvermögen | - | 459.322 |
| Davon Vermögenswerte nach IFRS 8.33 (b)1 | - | 157.612 |
| Segmentschulden | - | 143.748 |
| Investitionen in: | ||
| Sachanlagen2 | - | 16.123 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 1.895 |
| Abschreibungen auf: | ||
| Sachanlagen2 | - | - 13.156 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | - 7.265 |
1 langfristige Vermögenswerte ohne Finanzinstrumente, latente Steuern und Vorauszahlungen Pensions-Fonds
2 einschließlich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2015
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| in T€ | Deutschland | Frankreich | Europa (ohne D und F) | USA | Südkorea | Asien (ohne Südkorea) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 223.308 | 157.012 | 93.118 | 111.816 | 72.788 | 49.676 |
| Davon mit Dritten | 104.459 | 32.252 | 90.160 | 110.895 | 69.122 | 44.633 |
| Davon konzernintern | 118.849 | 124.760 | 2.958 | 921 | 3.666 | 5.043 |
| Betriebsergebnis | 38.854 | 7.218 | 5.360 | 5.209 | 2.618 | 2.292 |
| Finanzergebnis | - | - | - | - | - | - |
| Ergebnis vor Steuern | 38.854 | 7.218 | 5.360 | 5.209 | 2.618 | 2.292 |
| Segmentvermögen | 141.673 | 124.959 | 36.016 | 57.201 | 49.858 | 43.820 |
| Davon Vermögenswerte nach IFRS 8.33 (b)1 | 51.997 | 61.427 | 4.533 | 10.949 | 18.358 | 13.150 |
| Segmentschulden | 66.776 | 52.615 | 7.354 | 6.501 | 10.376 | 4.881 |
| Investitionen in: | ||||||
| Sachanlagen2 | 3.835 | 3.887 | 468 | 239 | 951 | 916 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 903 | 422 | 21 | - | 11 | 2 |
| Abschreibungen auf: | ||||||
| Sachanlagen2 | - 4.376 | - 5.745 | - 582 | - 320 | - 1.396 | - 1.050 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - 770 | - 4.261 | - 190 | - 549 | - 926 | - 512 |
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| in T€ | Sonstiges/ Konsolidierung | Gesamt |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | - 256.197 | 451.521 |
| Davon mit Dritten | - | 451.521 |
| Davon konzernintern | - 256.197 | - |
| Betriebsergebnis | - 792 | 60.759 |
| Finanzergebnis | - 308 | - 308 |
| Ergebnis vor Steuern | - 1.100 | 60.451 |
| Segmentvermögen | - | 453.527 |
| Davon Vermögenswerte nach IFRS 8.33 (b)1 | - | 160.414 |
| Segmentschulden | - | 148.503 |
| Investitionen in: | ||
| Sachanlagen2 | - | 10.296 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 1.359 |
| Abschreibungen auf: | ||
| Sachanlagen2 | - | - 13.469 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | - 7.208 |
1 langfristige Vermögenswerte ohne Finanzinstrumente, latente Steuern und Vorauszahlungen Pensions-Fonds
2 einschließlich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
Im Segment "Sonstiges" wurden neben den direkt zuordenbaren Vermögenswerten zusätzlich alle nicht zuordenbaren Vermögenswerte (zum Beispiel Wertpapiere) ausgewiesen. Die Umsätze mit einem wesentlichen Kunden (> 10 % des Gesamtumsatzes) betrugen im Vorjahr insgesamt 50,3 Mio. € und wurden in den Segmenten Südkorea, USA und Asien (ohne Südkorea) erzielt. Im Berichtsjahr lagen diese Umsätze unter 10 % des Gesamtumsatzes.
Umsatzerlöse nach Produktgruppen
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Turbopumpen | 144.518 | 144.777 |
| Vorpumpen | 114.989 | 102.381 |
| Instrumente und Komponenten | 105.520 | 98.777 |
| Service | 99.698 | 96.730 |
| Systeme | 9.519 | 8.856 |
| Alle Geschäftsbereiche | 474.244 | 451.521 |
32. Finanzinstrumente
Beizulegender Zeitwert
Der Buchwert der Finanzinstrumente (zum Beispiel liquide Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten) entspricht grundsätzlich deren beizulegenden Zeitwerten ("Fair Value").
Zinsänderungsrisiken
Der verzinslich angelegte Bestand an liquiden Mitteln zieht Zinsänderungsrisiken nach sich. Alle Anlageformen sind variabel verzinslich und kurzfristig investiert. Über die genannten Anlagen hinausgehende Finanzinstrumente, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, bestehen im Pfeiffer Vacuum Konzern nicht.
Bedingt durch die kurze Anlagedauer bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entspricht der jeweils vereinbarte Guthabenzinssatz dem Marktzins. Selbst bei sehr deutlichen Änderungen des Marktzinssatzes ergeben sich somit keine wesentlichen Auswirkungen auf den beizulegenden Zeitwert dieser Vermögenswerte, da bereits nach kurzer Zeit eine Zinssatzanpassung vorgenommen werden kann.
Zum 31. Dezember 2016 bestehen wie im Vorjahr keine weiteren zinsreagiblen Vermögenswerte. Bedingt durch den Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2016 hätte eine hypothetische Erhöhung (Verminderung) des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte eine Erhöhung (Verminderung) des Ergebnisses um 550 T € zur Folge (31. Dezember 2015: Erhöhung / Verminderung um 577 T €). Bedingt durch die zum 31. Dezember 2016 nahezu vollständig zurückgeführten finanziellen Verbindlichkeiten ergibt sich diesbezüglich keine Zinssensitivität mehr. Im Vorjahr hätte eine Erhöhung (Verminderung) des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte eine Verminderung (Erhöhung) des Ergebnisses um 104 T € zur Folge gehabt.
Ausfallrisiken
Im Konzern bestehen aufgrund der weitgehend heterogenen Kundenstruktur keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen. Durch ein konsequentes Forderungsmanagement und die permanente Analyse des Zahlungsverhaltens unserer Kunden werden Ausfallrisiken weiter minimiert. Darüber hinaus erfolgt bei Neukunden die Lieferung grundsätzlich nur nach erfolgter Bonitätsprüfung, gegen Vorkasse oder Kreditlimit. Insgesamt sind wir damit in der Lage, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Wertberichtigungen auf Forderungen auf einem niedrigen Niveau zu halten.
Liquiditätsrisiken
Aufgrund des überdurchschnittlich hohen Bestands an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind keine Liquiditätsrisiken erkennbar.
Wechselkursrisiken
Etwa 53 % des Konzernumsatzes (Vorjahr: 59 %) werden in ausländischer Währung (nicht Euro, vorwiegend US-Dollar) fakturiert. Die Gesellschaft tätigt Devisentermingeschäfte und -optionen, um ihre zukünftigen Umsätze in Fremdwährung gegen Wechselkursschwankungen abzusichern (Hedging). Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu diesem Zweck erworben.
Bei den als sogenannte "Cash-Flow-Hedges" nach IAS 39 klassifizierten Kontrakten bilanziert Pfeiffer Vacuum die derivativen Finanzinstrumente mit dem Marktwert entweder als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit. Veränderungen des Werts der Cash-Flow-Hedges werden ergebnisneutral unter Berücksichtigung etwaiger Steuereffekte in den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen gebucht. In der Periode, in der das Grundgeschäft ergebniswirksam wird, erfolgt die Umgliederung der bisher ergebnisneutralen Position in die Gewinn- und Verlustrechnung (Wechselkursergebnis). Bei den als Cash-Flow-Hedges klassifizierten Kontrakten wurden in den Jahren 2016 und 2015 keine Beträge aufgrund von Hedging-Ineffektivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Umgliederungen aus den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen in das Ergebnis als Folge von vorzeitig beendeten Cash-Flow-Hedges waren in diesem Zeitraum ebenfalls nicht erforderlich. Sofern sich Derivate im Bestand befinden, werden diese zum Ende des Geschäftsjahres unter Verwendung aktueller Terminkurse mit dem Marktwert bewertet. Die zum Ende des Berichtjahres in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen negativen Marktwerte beliefen sich auf 588 T €. Wegen der ergebnisneutralen Berücksichtigung der Cash-Flow-Hedges resultierte ein Eigenkapitaleffekt von 412 T € nach Berücksichtigung von Steuern in Höhe von 176 T €. Zum 31. Dezember 2015 bestanden keine als Cash-Flow-Hedges zu qualifizierenden Kontrakte mehr. Die zum 31. Dezember 2016 als Fair-Value-Hedges klassifizierten Derivate wurden in Höhe von 372 T € ergebniswirksam erfasst und in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen (31. Dezember 2015: 54 T €). Derivative Finanzinstrumente werden nicht zu spekulativen Zwecken abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2016 und zum 31. Dezember 2015 bestanden keine Kontrakte mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Per 31. Dezember 2016 bestehen Devisenterminkontrakte in Fremdwährung (US-Dollar und südkoreanischer Won) im Nominalwert von 35,2 Mio. € (31. Dezember 2015: 3,5 Mio. €). Die Gesellschaft prüft die Bonität der Geschäftspartner fortlaufend und tätigt Geschäfte ausschließlich mit etablierten Geschäftsbanken. Wechselkursrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen Pfeiffer Vacuum Finanzinstrumente eingeht. Originäre Finanzinstrumente werden im Pfeiffer Vacuum Konzern zum weitaus überwiegenden Teil in funktionaler Währung begründet. Davon abweichend bestehen Währungsrisiken allein bei den zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen, bei einem Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bei den derivativen Finanzinstrumenten. Sofern die derivativen Finanzinstrumente als Cash-Flow-Hedge klassifiziert werden, wirkt sich eine Änderung des Währungskurses nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern nur im Eigenkapital aus. Ebenfalls nur im Eigenkapital wirken sich währungsbedingte Änderungen der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen aus.
Bei einer Abwertung des Euro um 10 % zum 31. Dezember 2016 wäre das Konzernergebnis um 2.442 T € höher und das Konzerneigenkapital um 645 T € höher. Eine Aufwertung des Euro um 10 % zum 31. Dezember 2016 hätte das Konzernergebnis um 2.143 T € vermindert und das Konzerneigenkapital um 863 T € vermindert. Bei einer Abwertung des Euro um 10 % zum 31. Dezember 2015 wären das Konzernergebnis um 1.470 T € höher. Eine Aufwertung des Euro um 10 % zum 31. Dezember 2015 hätte das Konzernergebnis um 1.159 T € vermindert. Die Auswirkungen auf das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital resultieren jeweils ausschließlich aus der US-Dollar-Sensitivität als für die Erstellung des Konzernabschlusses wesentliche Währung.
Zusammensetzung der Finanzinstrumente
Aus den nachfolgenden Übersichten ergeben sich die Zusammensetzung der Finanzinstrumente nach Bilanzposten und Bewertungskategorien und der beizulegende Zeitwert (Fair Value) sowie die Bewertungsergebnisse nach Bewertungskategorien.
Zusammensetzung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2016
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| Wertansatz nach IAS 39 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | Fair Value |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 110.032 | 110.032 | - | - | 110.032 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 69.352 | 69.352 | - | - | 69.352 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 4.508 | 4.508 | - | - | 4.508 |
| Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) | n.a. | - | - | - | - | - |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 30.896 | 30.896 | - | - | 30.896 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 224 | 224 | - | - | 224 |
| Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) | n.a. | 588 | 588 | - | 588 | |
| Derivative Finanzinstrumente (ohne Hedge-Beziehung) | n.a. | 372 | - | - | 372 | 372 |
| Summen nach Bewertungskategorien: | ||||||
| Loans and Receivables1 (LaR) | 183.892 | 183.892 | - | - | 183.892 | |
| Held-to-Maturity-Investments1 (HtM) | - | - | - | - | - | |
| Financial Assets Available-for-Sale1 (AfS) | - | - | - | - | - | |
| Financial Assets Held for Trading1 (FAHfT) | - | - | - | - | - | |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Cost1 (FLAC) | 31.120 | 31.120 | - | - | 31.120 | |
| Financial Liabilities Held for Trading1 (FLHfT) | - | - | - | - | - |
1 Loans and Receivables = Kredite und Forderungen; Held-to-Maturity-Investments = bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen;
Financial Assets Available-for-Sale = zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen;
Financial Assets Held for Trading = zu Handelszwecken gehaltene Finanzinvestitionen; Financial Liabilities Measured at Amortized Cost = originäre Verbindlichkeiten;
Financial Liabilities Held for Trading = zu Handelszwecken eingegangene Verbindlichkeiten
Zusammensetzung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2015
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| Wertansatz nach IAS 39 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | Fair Value |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 115.397 | 115.397 | - | - | 115.397 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 58.556 | 58.556 | - | - | 58.556 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 4.211 | 4.211 | - | - | 4.211 |
| Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) | n.a. | - | - | - | - | - |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 21.245 | 21.245 | - | - | 21.245 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 20.725 | 20.725 | - | - | 20.725 |
| Derivative Finanzinstrumente (ohne Hedge-Beziehung) | n.a. | 54 | - | - | 54 | 54 |
| Summen nach Bewertungskategorien: | ||||||
| Loans and Receivables1 (LaR) | 178.164 | 178.164 | - | - | 178.164 | |
| Held-to-Maturity-Investments1 (HtM) | - | - | - | - | - | |
| Financial Assets Available-for-Sale1 (AfS) | - | - | - | - | - | |
| Financial Assets Held for Trading1 (FAHfT) | - | - | - | - | - | |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Cost1 (FLAC) | 41.970 | 41.970 | - | - | 41.970 | |
| Financial Liabilities Held for Trading1 (FLHfT) | - | - | - | - | - |
1 Loans and Receivables = Kredite und Forderungen; Held-to-Maturity-Investments = bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen;
Financial Assets Available-for-Sale = zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen;
Financial Assets Held for Trading = zu Handelszwecken gehaltene Finanzinvestitionen; Financial Liabilities Measured at Amortized Cost = originäre Verbindlichkeiten;
Financial Liabilities Held for Trading = zu Handelszwecken eingegangene Verbindlichkeiten
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
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| aus Folgebewertung | Nettoergebnis | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | aus Zinsen/ Dividenden | zum Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | aus Abgang | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Loans and Receivables1 (LaR) | 283 | - | 429 | - 129 | - 41 | 542 |
| Held-to-Maturity-Investments1 (HtM) | - | - | - | - | - | - |
| Financial Assets Available-for-Sale1 (AfS) | - | - | - | - | - | - |
| Financial Assets Held for Trading1 (FAHfT) | - | - | - | - | - | - |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Cost1 (FLAC) | - 644 | - | - | - | - | - 644 |
| Financial Liabilities Held for Trading1 (FLHfT) | - | - | - | - | - | - |
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| Nettoergebnis | |
|---|---|
| in T€ | 2015 |
| --- | --- |
| Loans and Receivables1 (LaR) | 2.210 |
| Held-to-Maturity-Investments1 (HtM) | - |
| Financial Assets Available-for-Sale1 (AfS) | - |
| Financial Assets Held for Trading1 (FAHfT) | - |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Cost1 (FLAC) | - 673 |
| Financial Liabilities Held for Trading1 (FLHfT) | - |
1 Loans and Receivables = Kredite und Forderungen; Held-to-Maturity-Investments = bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen;
Financial Assets Available-for-Sale = zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen;
Financial Assets Held for Trading = zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinvestitionen; Financial Liabilities Measured at Amortized Cost = originäre Verbindlichkeiten;
Financial Liabilities Held for Trading = zu Handelszwecken eingegangene Verbindlichkeiten
Bestimmung der Fair Values der Finanzinstrumente
Die Ermittlung der Fair Values derivativer Finanzinstrumente (- 960 T € zum 31. Dezember 2016, - 54 T € zum 31. Dezember 2015) erfolgte nach Stufe 2 der Fair Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 "Fair Value Measurement" mit Hilfe von anerkannten Bewertungsmethoden unter Verwendung von entsprechenden Marktparametern, die direkt beobachtbar und tagesaktuell sind.
Bei den finanziellen Verbindlichkeiten mit variablen Zinssätzen erfolgt die Bestimmung der Fair Values unter der Annahme, dass sich vereinbarte und marktübliche Zinssätze entsprechen. Folglich stimmen die Buchwerte annahmegemäß mit den Fair Values überein.
Die Fair Values von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeiten annahmegemäß ihren Buchwerten.
33. Finanzrisikomanagement
Mit einer Eigenkapitalquote von 68,7 % zum 31. Dezember 2016 verfügt Pfeiffer Vacuum nach wie vor über eine weit überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung. Darüber hinaus beläuft sich der Bestand an liquiden Mitteln per 31. Dezember 2016 auf 110,0 Mio. €. Als Folge der nahezu vollständigen Tilgung der bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten zum Ende des Geschäftsjahres 2016 (31. Dezember 2015: 20,7 Mio. €) weist der Konzern zu diesem Zeitpunkt praktisch keine Nettofinanzverbindlichkeiten mehr aus. Die Situation wurde damit gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessert und gibt dem Konzern den für die erfolgreiche Weiterentwicklung nötigen finanziellen Spielraum.
Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt kurzfristig und konservativ. Bedingt durch die hohe Eigenkapitalquote und die auch nach der Akquisition überdurchschnittlich gute Liquiditätslage benötigt Pfeiffer Vacuum auch in Zukunft für die Finanzierung der Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen sowie der Dividendenzahlung kein verzinsliches Fremdkapital. Daneben bestehen genügend Liquiditätsreserven, um kurzfristig auf Änderungen der ökonomischen Situation eingehen zu können.
34. Ergebnis je Aktie
Berechnung des Ergebnisses je Aktie
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern in T € | 47.032 | 41.916 |
| Anzahl der Stückaktien (gewichteter Durchschnitt) | 9.867.659 | 9.867.659 |
| Anzahl der Wandlungsrechte | - | - |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien unter Annahme der Wandlung | 9.867.659 | 9.867.659 |
| Ergebnis pro Stückaktie in € (unverwässert/verwässert) | 4,77 | 4,25 |
In der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien oder ausgegebenen Stammaktien stattgefunden.
Sonstige Angaben
35. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen sind insbesondere alle Geschäftsvorfälle mit den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Zur Erläuterung des Volumens dieser Geschäftsvorfälle verweisen wir auf die Darstellung der Umsatzerlöse in der Segmentberichterstattung (Anmerkung 31), die auch die konzerninternen Umsätze enthält. Alle Transaktionen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt und im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses vollständig eliminiert. Insofern ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens- oder Ertragslage des Konzerns. Der Pfeiffer Vacuum Konzern hält keine Anteile an Gemeinschaftsunternehmen. Ebenfalls besteht keine faktische Kontrolle über sogenannte Zweckgesellschaften.
Nach dem Erwerb einer Beteiligung von 24,9 % an der Dreebit GmbH, Dresden, im Geschäftsjahr 2010 ist diese Gesellschaft ein assoziiertes Unternehmen. Nennenswerte Transaktionen mit dieser Gesellschaft haben in den Jahren 2016 und 2015 nicht stattgefunden.
Die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie eventuelle Transaktionen mit Mitgliedern dieser Unternehmensorgane sind in den Anmerkungen 39 und 40 dargestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erbringen neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit keine persönliche Leistung für den Konzern oder einzelne Konzerngesellschaften. Davon abweichend erhalten die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat eine arbeitsvertraglich vereinbarte Vergütung für die Tätigkeit im Unternehmen.
Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat halten zum 31. Dezember 2016 insgesamt 5.177 Aktien der Gesellschaft (Vorjahr: 6.377). Nach dem Ausscheiden eines Aufsichtsratsmitglieds mit Aktien der Gesellschaft nach der Hauptversammlung am 24. Mai 2016 ist die Beteiligungsquote der Organmitglieder an der Gesellschaft dementsprechend zurückgegangen und bleibt weiterhin vernachlässigbar.
Im Jahr 2016 beliefen sich die Rückführungen aus dem Pfeiffer Vacuum Trust e.V. erneut auf 2,8 Mio. €. Die Zuführungen in den Pfeiffer Vacuum Trust e.V. im Jahr 2016 betrugen wie im Vorjahr 3,0 Mio. €.
Die Anwaltskanzlei Menold Bezler wurde im Jahr 2016 auf Basis marktüblicher Bedingungen für Beratungsprojekte mandatiert. Der diesbezügliche Aufwand belief sich im Berichtsjahr auf 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €). Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Michael Oltmanns ist Partner dieser Kanzlei.
Zum 31. Dezember 2016 und 31. Dezember 2015 hatten Dr. Karl Busch, Frau Ayhan Busch, Frau Ayla Busch, Herr Sami Busch und Herr Kaya Busch, alle Deutschland, entsprechend der Stimmrechtsmitteilung vom 15. Oktober 2015 insgesamt 2719 % der Stimmrechte der Gesellschaft. Die Anteile werden mittelbar über die Pangea GmbH, Maulburg, Deutschland, und weitere rechtlich selbständige Einheiten der familiengeführten Busch-Gruppe gehalten. Von einem operativ tätigen Unternehmen des Busch-Konzerns wurden im Berichtsjahr und im Vorjahr auf Basis unverändert marktüblicher Bedingungen Waren im Wert eines sehr niedrigen einstelligen Millionenbetrages bezogen. Darüber hinaus verweisen wir auf die Nachtragsberichterstattung in der nachfolgenden Anmerkung 36.
36. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Mit Vertrag vom 13. Februar 2017 hat die Pfeiffer Vacuum Technology AG alle weiteren Anteile an der Dreebit GmbH, Dresden, Deutschland, zu einem Kaufpreis von 3,0 Mio. € erworben und die Beteiligungsquote von bisher 24,9 % auf 100 % erhöht. Der zum Erwerbszeitpunkt beizulegende Zeitwert der vorhandenen Anteile belief sich auf 1,6 Mio. €. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernabschlusses war die Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses aus Zeitgründen noch nicht abgeschlossen. Der Erwerb, der rückwirkend zum 1. Januar 2017 erfolgte, steht im Zusammenhang mit der Verstärkung des Wachstumsbereichs Service, der eine wesentliche Erfolgsgrundlage von Pfeiffer Vacuum ist.
Mit Wirkung vom 14. Februar 2017 hat eine Tochtergesellschaft der Pfeiffer Vacuum Technology AG alle Anteile an der Advanced Test Concepts Inc., Indianapolis, USA, ("ATC Inc.") erworben. Zugleich wurde eine wirtschaftlich in die ATC Inc. integrierte, aber rechtlich selbständige Schwestergesellschaft der ATC Inc. mit gleichem Sitz erworben. Der Kaufpreis belief sich auf insgesamt 12,0 Mio. US-Dollar. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernabschlusses war die Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses aus Zeitgründen noch nicht abgeschlossen. Mit dem Erwerb dieser 100 Prozent-Beteiligungen baut Pfeiffer Vacuum das bestehende Produktportfolio für Dichtheitsprüfung konsequent aus.
Die Pangea GmbH, Maulburg, Deutschland, hat am 13. Februar 2017 ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG zum Erwerb sämtlicher Aktien der Pfeiffer Vacuum Technology AG veröffentlicht. Der in der Angebotsunterlage ausgewiesene Angebotspreis liegt bei 96,20 € je Aktie. Das Angebot ist nicht an eine Mindestannahmeschwelle gebunden. Die Pangea GmbH hielt eigenen Angaben zufolge zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Angebotsunterlage 29,98 % der Anteile an der Pfeiffer Vacuum Technology AG (31. Dezember 2016: 2719 %). Sie ist eine rechtlich selbstständige Einheit der familiengeführten Busch-Gruppe und mittelbar der Familie Busch, d.h. Herrn Dr. Karl Busch, Frau Ayhan Busch, Frau Ayla Busch, Herrn Sami Busch und Herrn Kaya Busch, alle Deutschland, zuzurechnen.
Am 27. Februar 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Pfeiffer Vacuum Technology AG zu dem Übernahmeangebot der Pangea GmbH eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht. In Ihrer Stellungnahme kommen Vorstand und Aufsichtsrat unter anderem zu dem Ergebnis, dass der Angebotspreis aus der Angebotsunterlage nicht angemessen im Sinne des § 31 Abs. 1 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) ist. Ebenfalls am 27. Februar 2017 hat die Familie Busch mitgeteilt, dass sie im Rahmen weiterer Zukäufe die Meldeschwelle von 30,0 % überschritten hat und jetzt über die Pangea GmbH 30,003 % der Anteile an der Pfeiffer Vacuum Technology AG hält.
Wesentliche Änderungen des Branchenumfeldes haben sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2017 nicht ergeben.
37. Personalaufwendungen
Personalaufwendungen
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Entgelte | - 127.725 | - 123.291 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | - 29.893 | - 28.705 |
| Davon für Pensionen | - 14.494 | - 14.503 |
| Gesamt | - 157.618 | - 151.996 |
38. Anzahl der Mitarbeiter
Zum 31. Dezember 2016 und 2015 setzt sich die Anzahl der Mitarbeiter wie folgt zusammen:
Anzahl der Mitarbeiter
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| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Jahresdurchschnitt | ||
| Männlich | 1.981 | 1.922 |
| Weiblich | 404 | 402 |
| Gesamt | 2.385 | 2.324 |
| Stichtag | ||
| Männlich | 2.016 | 1.971 |
| Weiblich | 399 | 403 |
| Gesamt | 2.415 | 2.374 |
39. Vorstand
Zum 31. Dezember 2016 bestand der Vorstand der Konzernmuttergesellschaft Pfeiffer Vacuum Technology AG aus:
| ― | Manfred Bender (Vorstandsvorsitzender), Diplom-Betriebswirt |
| ― | Dr. Matthias Wiemer (Mitglied des Vorstands), Diplom-Ingenieur |
Die im Jahr 2016 ergebniswirksam erfasste Gesamtvergütung (kurzfristig fällige Leistungen) der zuvor genannten Mitglieder des Vorstands beläuft sich auf 1,7 Mio. €, davon 1,0 Mio. € kurzfristige variable Vergütung (Vorjahr: 1,6 Mio. € beziehungsweise 0,9 Mio. €). Die im Vorjahr ergebniswirksam erfasste kurzfristige variable Vergütung wurde im Berichtsjahr ausgezahlt. Die Pensionsaufwendungen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €). Weitere Details werden entsprechend § 289 Abs. 2 Nr. 4 HGB beziehungsweise § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB im Vergütungsbericht (Bestandteil des Lageberichts) eingehend erläutert. Ebenfalls im Lagebericht wird die Zusammensetzung der Vorstandsressorts dargestellt. Leistungen an ehemalige Vorstandsmitglieder nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (laufende Pensionen) belaufen sich auf 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €).
Im Zusammenhang mit der Abberufung von Frau Benedikt als Vorstand im Jahr 2014 wurde im Berichtsjahr noch eine Zahlung in Höhe von 0,4 Mio. € geleistet. Diese Zahlung ist ergebnisneutral zu Lasten einer in Vorjahren gebildeten Rückstellung abgeflossen. Darüber hinaus wurden keine weiteren Leistungen gewährt oder Zusagen erteilt.
40. Aufsichtsrat
Entsprechend §§ 96 Abs. 1, 101 Abs. 1 AktG, § 4 Drittelbeteiligungsgesetz 2004 und § 9 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Aufsichtsrat aus vier von den Anteilseignern und zwei von der Belegschaft gewählten Mitgliedern.
Der Aufsichtsrat bestand im Jahr 2016 aus folgenden Personen:
―
Dr. Michael Oltmanns (Vorsitzender), Rechtsanwalt und Steuerberater
Weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | Becker Mining Systems AG, Friedrichsthal (Vorsitzender) |
| ― | HPC AG, Mannheim (Vorsitzender) |
| ― | Jetter AG, Ludwigsburg (Vorsitzender), bis 29. Juni 2016 |
| ― | Kathrein SE, Rosenheim (Vorsitzender des Aufsichtsorgans), ab 22. Januar 2016 |
―
Götz Timmerbeil (stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender des Audit Committees), Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | VfL Handball Gummersbach GmbH, Gummersbach (Vorsitzender des Beirats) |
| ― | Arena Gummersbach GmbH & Co. KG, Gummersbach (stellvertretender Vorsitzender) |
―
Filippo Th. Beck, Rechtsanwalt schweizerischen Rechts, ab 25. Mai 2016
Weitere Verwaltungsratsmandate:
| ― | Candoria-Gruppe, Baar (Schweiz) |
| ― | Tenro Gruppe, Bottmingen (Schweiz) |
| ― | Biamathea AG, Basel (Schweiz) |
| ― | Polyterra Liegenschaften AG in Liquidation, Küsnacht (Schweiz), Mitglied des Verwaltungsrats und ab 7 September 2016 Liquidator |
| ― | IKFE Properties I AG, Zürich (Schweiz) |
| ― | Tainn-Immobilien AG, Bern (Schweiz) |
| ― | Pro Farma AG, Baar (Schweiz), bis 14. Juli 2016 |
| ― | Helmut Bernhardt (Arbeitnehmervertreter), Entwicklungsingenieur |
| ― | Manfred Gath (Arbeitnehmervertreter), Betriebsratsvorsitzender |
| ― | Wilfried Glaum, Betriebswirt, bis 24. Mai 2016 |
| ― | Dr. Wolfgang Lust, Unternehmer |
Entsprechend § 289 Abs. 2 Nr. 4 HGB beziehungsweise § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB wird die Zusammensetzung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats im Vergütungsbericht (Bestandteil des Lageberichts) erläutert.
41. Erleichterung nach § 264 Abs. 3 HGB
Die Pfeiffer Vacuum GmbH, Aßlar, wird in den vorliegenden Konzernabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG einbezogen. Dementsprechend hat diese Gesellschaft die Erleichterungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.
42. Honoraraufwand für den Konzernabschlussprüfer
Der in den Jahren 2016 und 2015 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand für erbrachte Leistungen des Konzernabschlussprüfers stellt sich wie folgt dar:
Honoraraufwand für den Konzernabschlussprüfer
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| in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Honoraraufwand für: | ||
| Abschlussprüfungsleistungen | - 804 | - 813 |
| Andere Bestätigungsleistungen | - 10 | - 13 |
| Steuerberatungsleistungen | - 32 | - 17 |
| Sonstige Leistungen | - | - 2 |
| Gesamt | - 846 | - 845 |
Der Gesamtbetrag umfasst Honorare an verbundene Unternehmen des Konzernabschlussprüfers in Höhe von 378 T € (Vorjahr: 372 T €).
43. Deutscher Corporate Governance Kodex / Erklärung nach § 161 AktG
Bereits seit vielen Jahren sind die im Kodex enthaltenen Empfehlungen und Anregungen fester Bestandteil unserer Unternehmensführung. Nach § 161 Aktiengesetz haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung für das Jahr 2016 im Oktober 2016 abgegeben und den Aktionären und Interessenten auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Die Erklärung entspricht den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex - mit Stand vom 5. Mai 2015 - mit der folgenden Ausnahme:
| ― | Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.1). Der Aufsichtsrat hält eine bestimmte Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat nicht für ein Merkmal, das eine Kandidatin oder einen Kandidaten bei einer Wiederwahl in den Aufsichtsrat disqualifizieren würde und lässt dieses Kriterium deshalb bei der Kandidatenauswahl unberücksichtigt. |
Der vollständige Kodex kann unter der Internetadresse www.corporate-governance-code.de abgerufen werden.
44. Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung
Der Vorstand hat den vorliegenden Konzernabschluss durch Beschluss vom 28. Februar 2017 zur Veröffentlichung freigegeben.
Asslar, den 28. Februar 2017
Der Vorstand
Manfred Bender
Dr. Matthias Wiemer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Asslar, den 28. Februar 2017
Der Vorstand
Manfred Bender
Dr. Matthias Wiemer
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der Pfeiffer Vacuum Technology AG, Asslar, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamterfolgsrechnung, Bilanz, Eigenkapitalentwicklung, Cash-Flow-Rechnung und Anhang sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Eschborn/ Frankfurt am Main, 28. Februar 2017
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Bösser, Wirtschaftsprüfer
Hillebrand, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionäre,
das Geschäftsjahr 2016 war politisch und makroökonomisch von großen Umwälzungen geprägt. Trotz dieses herausfordernden Umfelds konnte Pfeiffer Vacuum eines seiner besten Geschäftsjahre verzeichnen. Nach gutem Start und verhaltenem Verlauf zur Jahresmitte konnte zum Jahresende noch ein außergewöhnlicher Schlussspurt hingelegt werden. Insbesondere der in den letzten Jahren schwankende Bereich Halbleiterindustrie (Business Unit Semiconductor & Coating) zeigte wieder sein enormes Potenzial. Zugleich wurde das Optimierungsprogramm GaP (Growth and Profitability) konsequent vorangetrieben, dessen positive Effekte sich zunehmend in gesteigerter Ertragskraft niederschlagen.
Während des Geschäftsjahrs 2016 hat sich der Aufsichtsrat in acht Sitzungen über die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns informiert und diese mit dem Vorstand eingehend erörtert. Diese Aufsichtsratssitzungen fanden am 2. Februar, 18. Februar, 14. März, 2. Mai, 24. Mai, 20. Juli und 6. Dezember, jeweils in Asslar, und am 31. Oktober in Eschborn statt. Neben den Informationen aus den Aufsichtsratssitzungen erhielten alle Aufsichtsratsmitglieder detaillierte Monats- und Quartalsberichte zur Lage der Gesellschaft und der Vorsitzende des Aufsichtsrats zusätzlich die Protokolle aller Vorstandssitzungen. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat sich der Vorsitzende in Gesprächen mit dem Vorstand ständig über die wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Der Aufsichtsrat war (mit Ausnahme von 1 Sitzung, in der 1 Aufsichtsratsmitglied entschuldigt fehlte) bei allen Sitzungen vollzählig.
Der Aufsichtsrat hat einen Vorstandsausschuss, einen Verwaltungsausschuss, einen Nominierungsausschuss und einen Prüfungsausschuss. Sitzungen des Prüfungsausschusses fanden am 14. März, 31. Oktober und 19. Dezember statt. Der Prüfungsausschuss stand zudem in regelmäßigem Kontakt mit dem Abschlussprüfer und hat mit diesem den Ablauf der Prüfung, die Prüfungsschwerpunkte und besondere Fragen der Prüfung besprochen und entschieden. Erstmalig hat der Prüfungsausschuss in dem nunmehr gesetzlich vorgeschriebenen Auswahlverfahren mehrere Wirtschaftsprüfungsgesellschaften angehört, befragt und auf Ihre Eignung für die Abschlussprüfung 2017 geprüft.
Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen waren neben dem allgemeinen Geschäftsgang und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens vor allem die Maßnahmen zur Profitabilitäts- und Effizienzsteigerung des Gesamtunternehmens im Rahmen des Projektes GaP einschließlich der Überlegungen zur stärkeren Konzentration der Herstellung einzelner Produktfamilien an einzelnen Standorten. Schwerpunkte waren ferner der Neubau und die örtliche Konzentration bei der amerikanischen Tochtergesellschaft in Nashua, New Hampshire, der Erwerb des amerikanischen Unternehmens ATC (Advanced Tests Concepts), das eine kostengünstige zerstörungsfreie Lecksuchertechnik entwickelt hat, die komplementär zur hochpreisigen Helium-Lecksuchertechnik von Pfeiffer Vacuum ist, sowie der Erwerb der restlichen Anteile an der Dreebit GmbH in Dresden (75,1 %), die eine führende Rolle im Servicegeschäft des attraktiven, halbleiterdominierten Marktes im Raum Dresden innehat; beide Transaktionen konnten im 1. Quartal 2017 erfolgreich abgeschlossen werden.
Schließlich wurden im Aufsichtsrat die Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat sowie auf Vorschlag des Nominierungsausschusses die Vorschläge an die Hauptversammlung von Kandidaten zur Aufsichtsratswahl in der Hauptversammlung am 24. Mai 2016 behandelt. Nicht mehr für eine Wiederwahl kandidierte Herr Wilfried Glaum, der mit Pfeiffer Vacuum seit 1972 verbunden war, zunächst als Angestellter, dann als Finanzvorstand und in den letzten zehn Jahren als geschätztes Mitglied des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Glaum herzlich für seinen stets wertvollen Rat. Neu in den Aufsichtsrat wurde Herr Filippo Beck aus Zürich gewählt.
Der Aufsichtsrat hat alle ihm nach Gesetz, Satzung und Deutschem Corporate Governance Kodex zugewiesenen Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der Gesellschaft sorgfältig und uneingeschränkt überwacht.
Die Anforderungen an ein Risikomanagement sind gemeinsam mit dem Vorstand ausführlich besprochen worden. Der Aufsichtsrat hat sich wiederholt davon überzeugt, dass die versicherbaren Risiken ausreichend versichert sind und dass die betrieblichen, finanziellen und vertraglichen Risiken durch organisatorische Abläufe und Genehmigungsverfahren kontrolliert sind. Es existiert ein detailliertes Berichtswesen für die Gesellschaft und den Konzern, das einer kontinuierlichen Pflege und Weiterentwicklung unterworfen ist. In den operativen Einheiten sind alle Mitarbeiter gegenüber potenziellen Risiken sensibilisiert und zu entsprechender Berichterstattung angehalten. Dem Prüfungsausschuss ebenso wie dem Gesamtaufsichtsrat wurden die aktuellen Fragestellungen des Risikomanagements erläutert.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde im Aufsichtsrat eingehend erörtert. Vorstand und Aufsichtsrat erkennen den Deutschen Corporate Governance Kodex - mit einer Ausnahme - als für das Unternehmen und die Unternehmensführung verbindlich an. Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG konnte rechtzeitig vor Geschäftsjahresende von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben werden. Im Zusammenhang mit einer guten Corporate Governance hat sich der Aufsichtsrat auch detailliert mit seiner eigenen Effizienz beschäftigt und sie mit einem insgesamt positiven Ergebnis überprüft.
In den Aufsichtsratssitzungen sowie in Einzelgesprächen haben Aufsichtsrat und Vorstand auch die strategische Ausrichtung und Planung des Unternehmens eingehend beraten. Der Aufsichtsrat hat sodann das Budget für das Geschäftsjahr 2017 mit dem Vorstand diskutiert und verabschiedet.
Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2016 wurde die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, beauftragt, den Jahresabschluss und den nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellten Konzernabschluss der Gesellschaft sowie, soweit gesetzlich vorgeschrieben, der Tochtergesellschaften zu prüfen. Gemäß § 315 a HGB wurde auf einen Konzernabschluss nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuches verzichtet.
Der Prüfungsausschuss hat mit dem Abschlussprüfer u. a. folgende Prüfungsschwerpunkte festgelegt:
―
bestimmte Jahresabschlussposten, insbesondere
| ― | Ansatz und Bewertung der Forderungen und Vorräte |
| ― | Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen (insbesondere der Gewährleistungsrückstellungen und Pensionen) |
| ― | Umsatzrealisierung; periodengerechte Umsatzabgrenzung |
| ― | Werthaltigkeit des Goodwill / Firmenwertes |
| ― | Werthaltigkeit der Beteiligungen und Ausleihungen im Einzelabschluss |
| ― | Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38 |
| ― | Ansatz und Bewertung Latenter Steuern |
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Konsolidierungsbuchungen
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FRS Überleitung, Anhang und Lagebericht
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Umsetzung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRuG) im Einzelabschluss
Der vom Vorstand erstellte Jahresabschluss nebst Lagebericht sowie der Konzernabschluss nach IFRS nebst Konzernlagebericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2016, sind vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Die Jahresabschlüsse, die Lageberichte sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vorgelegen. Sie wurden in der Bilanzsitzung des Prüfungsausschusses sowie in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 22. März 2017 ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer hat an beiden Sitzungen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung, insbesondere zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem, berichtet sowie für ergänzende Fragen des Aufsichtsrats zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers nach eingehender eigener Prüfung zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Konzernabschluss erhoben. Er hat Jahresabschluss und Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand dessen Vorschlag zur Ausschüttung einer Dividende eingehend diskutiert und sich sodann dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen.
Der Aufsichtsrat möchte dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz im erfolgreichen Geschäftsjahr 2016 herzlich danken.
Asslar, den 22. März 2017
Dr. Michael Oltmanns, Aufsichtsratsvorsitzender