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Pfeiffer Vacuum Technology AG Annual Report 2015

Jun 29, 2016

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Annual Report

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Pfeiffer Vacuum Technology AG

Aßlar

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Konzernjahresfinanzbericht 2015

Konzernlagebericht

Geschäftsverlauf 2015

Ertragslage

Umsatzerlöse deutlich um 44,9 Mio. € oder 11,0 % auf 451,5 Mio. € gestiegen
Bruttomarge durch Skaleneffekte und Produktmix erheblich von 35,3 % auf 38,9 % gestiegen
Betriebsergebnis mit 60,8 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert; + 35,8 %
Betriebsergebnismarge ebenfalls deutlich von 11,0 % auf 13,5 % gesteigert
Ergebnis nach Steuern bei 41,9 Mio. €; Ergebnis je Aktie bei 4,25 €
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine signifikant höhere Ausschüttung von 3,20 € je Aktie vor

Mit einem Anstieg um 11,0 % auf 451,5 Mio. € lag der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich über dem Niveau des Vorjahres (406,6 Mio. €). Insbesondere als Folge der stärkeren Nachfrage unserer Halbleiterkunden, einer verbesserten Absatzdynamik in der Analytik und positiver Kurseffekte wurde so der im letztjährigen Prognosebericht als Ziel formulierte deutliche Umsatzanstieg erreicht. Die Konkretisierung dieser Prognose auf der letzten Hauptversammlung mit einem erwarteten Umsatzvolumen zwischen 430 und 450 Mio. € wurde aus den genannten Gründen sogar leicht übertroffen.

Die mit dem Umsatzanstieg einhergehenden Skaleneffekte und auch die Zusammensetzung der im Jahr 2015 verkauften Produkte - der Produktmix - haben die Rentabilitätssituation bei Pfeiffer Vacuum deutlich positiv beeinflusst. So ist das Bruttoergebnis von 143,4 Mio. € im Vorjahr signifikant auf 175,5 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegen. Die Bruttomarge erhöhte sich dementsprechend von 35,3 % auf 38,9 %. Bei um 13,0 Mio. € gestiegenen Vertriebs- und Verwaltungskosten lagen die Forschungs- und Entwicklungskosten 1,6 Mio. € über dem Vorjahreswert (23,9 Mio. €).Unter Berücksichtigung des mit 1,6 Mio. € geringfügig niedrigeren Saldos der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen lag das Betriebsergebnis im Jahr 2015 mit 60,8 Mio. € deutlich um 35,8 % über dem Vorjahreswert von 44,7 Mio. €. Die Betriebsergebnismarge, das Verhältnis von Betriebsergebnis und Umsatz, stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls signifikant um 2,5 %-Punkte von 11,0 % auf 13,5 %. Die im Prognosebericht des Geschäftsjahres 2014 formulierte deutliche Verbesserung der Margensituation wurde dementsprechend erreicht.

Im Wesentlichen als Folge des rückläufigen Zinsniveaus wurde das Finanzergebnis leicht auf - 0,3 Mio. € verbessert (Vorjahr: - 0,5 Mio. €). Dementsprechend ist auch das Ergebnis vor Steuern deutlich von 44,3 Mio. € auf 60,5 Mio.€ gestiegen, was ebenfalls eine Erreichung der letztjährigen Prognose bedeutet. Unter Berücksichtigung einer etwas höheren Steuerquote (30,7 % nach 26,8 % im Vorjahr) und damit auf 18,5 Mio. € gestiegenen Steueraufwendungen (Vorjahr: 11,9 Mio. €) verbesserte sich das Ergebnis nach Steuern deutlich auf 41,9 Mio. € (Vorjahr: 32,4 Mio. €). Das entspricht einem Anstieg um 9,5 Mio. € oder 29,3 %. Parallel dazu kletterte das Ergebnis je Aktie von 3,29 € auf 4,25 €.

Vermögens- und Finanzlage

Einhergehend mit dem Anstieg des Geschäftsvolumens ist die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2015 um 24,4 Mio. € auf 453,5 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 429,1 Mio. €). Die Entwicklung der Vermögenslage auf der Aktivseite der Bilanz war insbesondere durch den Anstieg der Vorräte um 13,5 Mio. € auf 777 Mio. € und den Rückgang der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte (- 7,3 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch planmäßige Abschreibungen von insgesamt 20,7 Mio. €) geprägt. Auch der Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 13,9 Mio. € auf 115,4 Mio. € trug zum Anstieg der Bilanzsumme bei. Auf der Passivseite der Konzernbilanz hatte neben der Steigerung des Eigenkapitals der Anstieg der Rückstellungen und der Sonstigen Verbindlichkeiten über insgesamt 8,0 Mio. € den größten Einfluss auf die Entwicklung der Bilanzsumme. Das Eigenkapital ist deutlich um insgesamt 25,3 Mio. € auf 305,0 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 279,7 Mio. €). Die bereits im Vorjahr überdurchschnittliche Eigenkapitalquote von 65,2 % konnte damit zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres noch einmal auf 67,3 % gesteigert werden. Gegenläufig entwickelten sich die finanziellen Verbindlichkeiten, die tilgungsbedingt um 10,5 Mio. € auf insgesamt 20,7 Mio. € zurückgegangen sind.

Wie im Vorjahr wurde die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ganz wesentlich durch den deutlich gesteigerten operativen Cash-Flow (59,7 Mio. €, Vorjahr: 52,3 Mio. €) sowie die Dividendenzahlung von 26,1 Mio. € und die Rückzahlung finanzieller Verbindlichkeiten in Höhe von 10,5 Mio. € geprägt. Die Ausgaben für Investitionen lagen mit 11,7 Mio. € wie geplant leicht über dem Niveau des Vorjahres und entsprechen damit der im letztjährigen Prognosebericht formulierten Erwartung. Bei einem Bestand an Zahlungsmitteln von 115,4 Mio. € und finanziellen Verbindlichkeiten von 20,7 Mio. € weist der Konzern unverändert keine Nettoverschuldung aus (Vorjahr: 101,5 Mio. € Zahlungsmittel und 31,2 Mio. € finanzielle Verbindlichkeiten). Pfeiffer Vacuum hat mit den erreichten Ergebnissen seine bereits im Vorjahr sehr gute Position im Vergleich zum Industriedurchschnitt weiter verbessert. Die im Vorjahr initiierten Projekte zeigen damit erste Wirkungen und bestärken uns in der Annahme, hier die richtigen Schwerpunkte gesetzt zu haben. Gleichwohl streben wir weitere Umsatzsteigerungen bei gleichzeitiger Kostenreduktion an. Die bisher erreichten Verbesserungen in Verbindung mit unserer weltweit einzigartigen Erfahrung in der Vakuumbranche lassen uns noch zuversichtlicher in die Zukunft blicken.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Aktionäre mit einer Dividende von 3,20 € je Aktie an der überaus guten Geschäftsentwicklung im Jahr 2015 zu beteiligen.

Rahmenbedingungen 2015

Gesamtwirtschaft

Weltwirtschaft

Die weltwirtschaftliche Dynamik blieb 2015 schwach. Wie schon in den Vorjahren wurden die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung nicht erfüllt. Prognosen wurden daher sukzessive nach unten angepasst - gesamtwirtschaftlich sowie in wichtigen Industriebranchen. War der Internationale Währungsfonds (IWF) im Oktober 2014 noch von einem globalen Wachstum von nominal 3,8 % ausgegangen, dürfte der tatsächliche Zuwachs nur 3,1 % betragen haben (Vorjahr: 3,3 %).

In den Schwellen- und Entwicklungsländern hat sich das Wachstum voraussichtlich auf 4,0 % abgeschwächt (Vorjahr: 4,4 %). In den Industrieländern erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt um durchschnittlich 1,9 %.

Europa

Im Euroraum hat sich die Wirtschaft im Laufe des Jahres 2015 weiter erholt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 1,5 % (Vorjahr: 0,8 %). Die Wirtschaft profitierte insbesondere von der Erhöhung der privaten Konsumausgaben. Trotz historisch niedriger Zinsen und einer leicht verbesserten Unternehmensstimmung entwickelten sich die Investitionen weiter schwach. Die Exportwirtschaft hatte leichten Rückenwind durch einen schwächeren Euro-Wechselkurs. Der gesamtwirtschaftliche Erholungsprozess machte in Irland, Portugal, Spanien und Italien weiter Fortschritte. Die abermalige Zuspitzung der Krise in Griechenland war 2015 ein dominantes Thema. Die griechische Wirtschaft rutschte erneut in die Rezession.

Mit einem stabilen Auftakt startete die deutsche Konjunktur in das Jahr 2015. Das Wirtschaftswachstum verlief bis zum Ende des Jahres stetig, sodass das Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt insgesamt um 1,7 % wuchs (Vorjahr: 1,4 %). Auch in 2015 kamen die stärksten Impulse vom Konsum. Die privaten Haushalte steigerten ihre Ausgaben um 1,9 %, die staatlichen Konsumausgaben waren um 2,1 % höher als im Vorjahr. Im historischen Vergleich spiegelten die Ausrüstungsinvestitionen mit plus 3,6 % in Anbetracht der guten Konjunktur und der niedrigen Zinsen eine wenig dynamische Entwicklung wider. Die Zahl der Erwerbstätigen ist bedingt durch Zuwanderung sowie einen leichten Abbau der Arbeitslosigkeit gestiegen und erreichte im Jahresdurchschnitt mit rund 43 Millionen Personen (plus 0,8 %) einen erneuten Höchststand.

USA

Die US-Wirtschaft entwickelte sich 2015 weiter robust. Das Wachstum der Wirtschaftsleistung um real 2,5 % war wieder in starkem Maße konsumgetrieben (Vorjahr: 2,2 %). Die Arbeitslosenquote sank auf 5,0 % (Vorjahr 5,8 %). Zum Jahresende erhöhte die US-Notenbank erstmals nach sieben Jahren geringfügig den Leitzins.

Asien

Japans Wirtschaftsleistung konnte trotz expansiver Finanzpolitik nur um 0,6 % erhöht werden (Vorjahr: 0,9 %). Der private Konsum war schwach und auch die Exporte belasteten das gesamtwirtschaftliche Ergebnis. Sorgen bereitete 2015 immer wieder die schwächelnde Konjunktur in China. Der von der chinesischen Regierung betriebene Prozess des "new normal', d.h. weniger export- und investitionsgetriebenes Wachstum, stattdessen mehr Wachstum durch Konsum und Dienstleistungen, wurde fortgesetzt und führte abermals zu einem geringeren gesamtwirtschaftlichen Zuwachs. Nach offiziellen Angaben expandierte die chinesische Wirtschaft um 6,9 % (Vorjahr: 7,4 %). Das ist immer noch klar über dem Weltdurchschnitt, allerdings weit entfernt von früheren Zuwachsraten und geht mit einem deutlich verminderten Anstieg bei der Industrieproduktion einher. Dynamischer entwickelte sich Indien (+ 7,3 % versus 5,8 % im Vorjahr), das unter dem neuen Regierungschef einen Aufschwung erlebt.

Maschinenbau- und Vakuumbranche

Das Jahr 2015 blieb für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau hinter den ursprünglich gehegten Erwartungen zurück. Statt des noch im Herbst 2014 von den Volkswirten des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) prognostizierten realen Produktionswachstums in der Größenordnung von 2 % konnte die Produktion ihr Vorjahresniveau lediglich halten, was der im Sommer 2015 revidierten Prognose entspricht. Der nominale Produktionswert beläuft sich für 2015 auf rund 199 Mrd. Euro.

Die Exporte von Maschinen und Anlagen erreichten ein Volumen von 155 Mrd. Euro. Das entspricht einem nominalen Plus von 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Deutliche Zuwächse gab es für die Exporte in die EU-Partnerländer (+ 6 %), nach Zentral- und Südasien (+ 10 %) und nach Nordamerika (+ 12 %). Die Maschinenausfuhren ins Sonstige Europa, nach Afrika, nach Ostasien, nach Südostasien und nach Australien waren dagegen rückläufig.

Die Zahl der Beschäftigten betrug im Dezember 2015 rund 1.010.000 Personen. Das entspricht einem Plus von 0,2 % oder einem Zuwachs von rund 2.000 Beschäftigten im Vergleich zum Dezember 2014.

Der Auftragseingang übertraf 2015 das Vorjahresniveau um 1 % (Vorjahr: ebenfalls 1 %). Dieser Zuwachs gilt gleichermaßen für die Inlands- sowie für die Auslandsnachfrage. Bei den Auslandsorders gab es eine starke Spreizung: Während die Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern das Vorjahresniveau um 3 % verfehlten, konnten die Aufträge aus den Euro-Ländern um 15 % zulegen.

Vakuumtechnologie kommt in sehr vielen Industriezweigen zum Einsatz. Dementsprechend ist auch die Vakuumbranche vor dem Hintergrund der weltweiten konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Daraus ergab sich im Berichtszeitraum erneut eine insgesamt leicht rückläufige Entwicklung. Innerhalb der für die Vakuumindustrie wichtigen Marktsegmente bestanden jedoch erhebliche Unterschiede. So zeigte die zyklische Halbleiterindustrie, nach rückläufigem Trend in den Jahren 2012 und 2013 sowie ersten verhaltenen positiven Indikationen im Jahr 2014, im abgelaufenen Jahr wieder zunehmende Investitionsbereitschaft. Eine gleichsam positive Entwicklung konnte im Jahr 2015 im Bereich Analytik verzeichnet werden. Ebenfalls vergleichsweise positiv stellte sich die Situation in den Bereichen Industrie und Beschichtung dar. Demgegenüber blieb der Bereich Forschung & Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant.

Der Pfeiffer Vacuum Konzern

Geschäftstätigkeit

Pfeiffer Vacuum ist ein führender Anbieter von Vakuumlösungen. Das Produktportfolio wird unter den Produktmarken Pfeiffer Vacuum und adixen vermarktet und umfasst alle Komponenten und Systeme zur Vakuumerzeugung, -messung und -analyse sowie zur Lecksuche. Die Produkte beider Marken ergänzen sich gegenseitig perfekt, sodass wir den Kunden bedarfsgerechte und maßgeschneiderte Vakuumlösungen anbieten können.

Der Name Pfeiffer Vacuum steht weltweit für innovative und individuelle Vakuumlösungen, für hervorragende Ingenieurskunst, kompetente Beratung und zuverlässigen Service. Mit unseren technologisch führenden Turbopumpen und Vorpumpen setzen wir in unserer Branche Maßstäbe. Dieser Führungsanspruch wird uns auch in Zukunft weiter antreiben.

Die vollständige Konzernstruktur stellt sich zum 31. Dezember 2015 wie folgt dar:

Konzernstruktur zum 31. Dezember 2015

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Sitzland Quote (in %)
Pfeiffer Vacuum Technology AG Deutschland 100,0
Pfeiffer Vacuum GmbH Deutschland 100,0
Pfeiffer Vacuum Austria GmbH Österreich 100,0
Pfeiffer Vacuum (Schweiz) AG Schweiz 99,4
Pfeiffer Vacuum (Shanghai) Co., Ltd. China 100,0
Pfeiffer Vacuum Ltd. Großbritannien 100,0
Pfeiffer Vacuum Scandinavia AB Schweden 100,0
Pfeiffer Vacuum Inc. USA 100,0
Pfeiffer Vacuum Singapore Ltd. Singapur 100,0
Pfeiffer Vacuum Taiwan Corporation Ltd. Taiwan 100,0
Pfeiffer Vacuum Benelux B.V. Niederlande 100,0
Pfeiffer Vacuum (Xi'an) Co., Ltd. China 100,0
Pfeiffer Vacuum Holding B.V. Niederlande 100,0
Pfeiffer Vacuum Italia S. p. A. Italien 100,0
Pfeiffer Vacuum (India) Private Ltd. Indien 73,0 27,0
Pfeiffer Vacuum Korea Ltd. Südkorea 75,5 24,5
Trinos Vakuum-Systeme GmbH Deutschland 100,0
Pfeiffer Vacuum SAS1 Frankreich 100,0
adixen Vacuum Technology (Shanghai) Co., Ltd. China 100,0
adixen Manufacturing Romania S. r. l.2 Rumänien 100,0
adixen Vacuum Technology Korea Co. Ltd. Südkorea 100,0

1 umbenannt; vormals adixen Vacuum Products SAS

2 im Januar 2016 umbenannt in Pfeiffer Vacuum Romania S.r.l.

Zu unseren Produkten gehört ein breites Spektrum an Pumpen zur Vakuumerzeugung, an Vakuumkammern, Vakuummess- und -analysegeräten, Installationselementen und kompletten Vakuumsystemen. Mithilfe unserer Produkte entstehen unter Vakuum weltraumähnliche Druckbedingungen, die für die Forschung, diverse industrielle Prozesse sowie die Herstellung vieler Artikel des täglichen Lebens unerlässlich sind.

Wir sind ein Maschinenbauer, der Hightechprodukte in hoher Qualität entwickelt, produziert und überwiegend exportiert. Neben den beiden Hauptentwicklungs- und Produktionsstandorten in Asslar, Deutschland, und Annecy, Frankreich, verfügt der Pfeiffer Vacuum Konzern über ein dichtes Netz von eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften. Die Hauptmärkte der Gesellschaft liegen in Europa, Asien und den USA.

Konzernstruktur und Organisation

Zum 31. Dezember 2015 gehören insgesamt 21 Unternehmen zum Pfeiffer Vacuum Konzern. Im Jahr 2015 wurde die Tochtergesellschaft in Brasilien geschlossen. Eine koreanische Produktionsgesellschaft wurde mit der adixen Vacuum Technology Korea Co. Ltd. verschmolzen.

Für den Konzern nehmen die Pfeiffer Vacuum GmbH, Asslar, und die Pfeiffer Vacuum SAS (im Berichtsjahr umbenannt; vormals: adixen Vacuum Products SAS), Annecy, Frankreich, zentrale Rollen ein.

In der Pfeiffer Vacuum GmbH sind die Entwicklung und Produktion für alle Pfeiffer Vacuum Produkte, der Vertrieb für Deutschland und das zentrale Beteiligungsmanagement für den Konzern organisiert. Die Gesellschaft beschäftigt per 31. Dezember 2015 insgesamt 725 Mitarbeiter. Die Pfeiffer Vacuum SAS ist gewissermaßen das französische Gegenstück zur Pfeiffer Vacuum GmbH. Die Gesellschaft beschäftigt zum Jahresende 630 Mitarbeiter, ist die zentrale Entwicklungs- und Produktionsstätte der adixen Produkte und zuständig für den Vertrieb in Frankreich. Mit insgesamt 1.355 Mitarbeitern ist in diesen beiden Gesellschaften mehr als die Hälfte der im Konzern tätigen Mitarbeiter (2.374 zum Ende des Jahres 2015) beschäftigt.

Die weiteren Konzerngesellschaften sind rechtlich selbstständige Kapitalgesellschaften, die überwiegend Vertriebs- und Serviceaufgaben wahrnehmen. Darüber hinaus sind die Trinos Vakuum-Systeme GmbH, adixen Vacuum Technology Korea Co. Ltd. und die adixen Manufacturing Romania S. r. l. (im Januar 2016 umbenannt in Pfeiffer Vacuum Romania S.r.l.) mit der Fertigung und Montage einiger Produkte betraut. Rechtlich sind alle Gesellschaften im Wesentlichen in einer mit der deutschen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) vergleichbaren Rechtsform organisiert.

Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der Pfeiffer Vacuum Technology AG beläuft sich zum 31. Dezember 2015 unverändert auf 25.261 T € und besteht aus insgesamt 9.867659 nennwertlosen Stückaktien. Es existieren und existierten keine unterschiedlichen Aktiengattungen, sodass alle Aktien die gleichen Rechte, insbesondere die gleichen Stimm- und Dividendenbezugsrechte, verbriefen. Dementsprechend beträgt der rechnerische Anteil am gezeichneten Kapital jeweils 2,56 €.

Zum 31. Dezember 2015 hatten Dr. Karl Busch, Frau Ayhan Busch, Frau Ayla Busch, Herr Sami Busch und Herr Kaya Busch, alle Deutschland, insgesamt 27,19 % der Stimmrechte der Gesellschaft. Die Anteile werden mittelbar über die Pangea GmbH, Maulburg, Deutschland, und weitere rechtlich selbstständige Einheiten der familiengeführten Busch-Gruppe gehalten und den genannten Personen zugerechnet. Weitere Anteilseigener mit einer Beteiligungsquote größer 10 % bestanden zum 31. Dezember 2015 nach unserem Kenntnisstand nicht. Zum 31. Dezember 2014 gab es keine Anteilseigner mit einer Beteiligungsquote größer 10 %.

Satzungsänderungen können von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der bei der Hauptversammlung anwesenden Stimmen beschlossen werden, es sei denn, das Gesetz schreibt zwingend eine größere Mehrheit vor. Nach unserer Kenntnis bestehen keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Gemäß der Satzung der Gesellschaft und §§ 84, 85 AktG werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, das gezeichnete Kapital um 12.630.603,24 € oder 4.933.829 Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Diese Ermächtigung gilt bis zum 25. Mai 2016 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Gemäß Beschluss der HauptversammIung vom 22. Mai 2014 ist der Vorstand ermächtigt, Teilschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten beziehungsweise Wandlungspflichten, Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente) im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern Wandlungsrechte auf bis zu 2.466.914 Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 6.315.299,84 € zu gewähren. Diese Ermächtigung gilt bis zum 21. Mai 2019 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Auf der Hauptversammlung am 21. Mai 2015 haben die Aktionäre den Vorstand zum Rückkauf eigener Aktien entsprechend § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt. Diese Ermächtigung erstreckt sich auf einen Rückkauf eines anteiligen Betrags vom Grundkapital von bis zu 2.526.120,70 € (986.766 Aktien entsprechend 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung), bedarf zur Ausübung der Zustimmung des Aufsichtsrats und ist gültig bis zum 20. Mai 2020. Zum 31. Dezember 2015 und 2014 wurden im Konzern keine eigenen Anteile gehalten.

Weitere Besonderheiten, auf die im Rahmen von § 315 Abs. 4 HGB einzugehen wäre, bestehen nicht.

Anwendungsbeispiele

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Halbleiter Industrie Analytik F & E Beschichtung
Lithografie Allgemeine Anwendungen Massenspektrometer Erneuerbare Energien Solartechnik
Metrologie Elektronenstrahlschweißen Elektronenmikroskopie Nanostrukturen Displaybeschichtung (LED, OLED)
CVD (chemische Gasphasenabscheidung) Gefriertrocknung Oberflächenanalyse Beschleunigertechnologie Speichermedien
PVD (physikalische Gasphasenabscheidung) Vakuumtrocknung Gasanalyse Weltraumsimulation Glasbeschichtung
Ätzen Stahlentgasung Biotechnologie Plasmatechnologie Oberflächenschutz
Ionenimplanter Lecksuche Life Science Teilchenphysik Werkzeugbeschichtung

Absatzmärkte und Marktposition

Einteilung in Märkte

Die Produkte von Pfeiffer Vacuum kommen in zahlreichen Industriezweigen zum Einsatz. Über 14.000 Kunden vertrauen auf die Zuverlässigkeit unserer Produkte. Diese Kunden teilt Pfeiffer Vacuum in die Märkte Halbleiter, Industrie, Analytik, Forschung & Entwicklung und Beschichtung ein.

Unsere Positionierung in diesen Märkten ist nicht eindeutig messbar, da die Datenlage zur Größe des Gesamtmarkts und der einzelnen Marktsegmente nur unvollständig verfügbar ist. Auf Basis der Erhebungen, die der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) durchführt, und eigener Schätzungen gehen wir davon aus, dass wir in den Marktsegmenten Industrie, Beschichtung, Analytik sowie Forschung & Entwicklung die führende Marktposition einnehmen. Im Marktsegment Halbleiter müssten wir auf Platz zwei rangieren.

Ohne Vakuumtechnik sind viele innovative Prozesse, zum Beispiel in der Nanotechnologie, bei der Herstellung von LEDs oder in der Forschung, undenkbar. Viele neue Technologien führen zu innovativen Produkten und Fertigungsprozessen. Beispielsweise bringt der starke Fortschritt des privaten und beruflichen Kommunikationsverhaltens der Menschen immer neue Technologien in der Halbleiterindustrie hervor. Der zunehmende Bedarf an Energie bei gleichzeitiger Notwendigkeit der Ressourcenschonung führt zu immer neuen Entwicklungen bei der Energiegewinnung. Aus diesen wie aus weiteren gesellschaftlichen und industriellen Trends ergeben sich für Pfeiffer Vacuum zusätzliche Absatzmöglichkeiten. Zu unseren Stärken gehört es, dass wir alle Märkte bedienen und deshalb weitgehend unabhängig von den Entwicklungen in einzelnen Marktsegmenten sind.

Halbleiter

Unsere Vakuumpumpen werden in der Halbleiterindustrie zur Produktion von Mikroprozessoren und Handlingsystemen benötigt. Die Kunden setzen in erster Linie sehr viele mittlere und große Vorpumpen, aber auch Turbopumpen sowie Messgeräte ein. Mit unseren Dekontaminationssystemen können Chiphersteller ihren Ertrag deutlich steigern. Die Halbleiterindustrie profitiert vor allem von den Veränderungen in der Kommunikationstechnologie. Neue Gebiete für den Einsatz von Vakuum ergeben sich beispielsweise in der Nanotechnologie. Unsere Halbleiterkunden haben ihre Standorte überwiegend in Asien, außerdem in den USA und zu einem kleineren Anteil auch in Europa.

Industrie

In diesem Segment vereinen wir eine heterogene Gruppe von Industriekunden, die für bestimmte Produktionsschritte unsere Vakuumlösungen benötigen. Industrielle Trends wie Qualitätssteigerungen, Energieeinsparung und -gewinnung, Mobilität oder Umweltschutz führen hier zu neuen Einsatzgebieten. Anwendungsbeispiele sind die Metallurgie, die Röhrenproduktion sowie die Klima- und Kältetechnik. Für die Automobilzuliefererindustrie bieten wir Lecksuchsysteme zur vollautomatischen Qualitätssicherung in der Produktion von zum Beispiel Kraftstofftanks, Alufelgen, Airbagpatronen oder Klimaleitungen. Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Solarthermie, deren Absorberröhren sowohl mittels unserer Pumpstände evakuiert als auch von unseren Lecksuchern permanent auf Leckagen geprüft werden. Unsere Industriekunden kommen vorwiegend aus Europa, den USA und zunehmend auch aus Asien.

Analytik

Unsere größten Kunden in diesem Markt sind so-genannte OEM-Kunden (Original Equipment Manufacturer), das heißt, Anbieter von industriellen Anlagen oder Analyseinstrumenten. Komplexe Analysegeräte wie Rasterelektronenmikroskope werden vor allem zur Qualitätssicherung in der Industrie eingesetzt. Diese Industrie ist besonders von Megatrends wie Life Science, Biotechnologie und Sicherheit geprägt. Immer kleinere und leichtere tragbare Analysegeräte werden in der Umwelttechnik, in der Sicherheitstechnik oder für Dopinganalysen benötigt. Die Analytikindustrie erfordert daher zumeist kleine und mittlere Turbopumpen, Vorpumpen sowie Messgeräte. Unsere wichtigsten Analytikkunden befinden sich in den USA, in Japan, England und Deutschland.

Forschung & Entwicklung

Die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen hat bei Pfeiffer Vacuum eine lange Tradition. Ob Physik- oder Chemielaboratorien an Universitäten, renommierte Forschungseinrichtungen wie die Fraunhofer- und Max-Planck-Institute oder große multinationale Forschungseinrichtungen - sie alle verlassen sich auf die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Massenspektrometer, Lecksucher oder Vakuumlösungen. In enger Kooperation mit Forschungseinrichtungen in Europa, den USA und Asien entstehen immer wieder neue Anwendungen, beispielsweise im Bereich der Energiegewinnung oder der Gesundheitstechnik.

Beschichtung

Viele Dinge des täglichen Lebens könnten ohne Vakuum nicht in der gewünschten Qualität hergestellt werden. So erfolgen beispielsweise die Entspiegelung von Brillengläsern, die Produktion von Flachbildschirmen, die Beschichtung von Blu-ray Discs oder von hochwertigen Badezimmerarmaturen sowie von Solarzellen oder Architekturglas in Vakuumkammern. Hochwertige Werkzeuge werden unter Vakuum beschichtet und gehärtet und dadurch noch haltbarer. Ein bedeutender Megatrend besteht in diesem Segment in der Hinwendung zu regenerativen Energien wie der Solarenergie. In der Beschichtungsindustrie werden hauptsächlich mittlere und große Vor- und Turbopumpen benötigt, aber auch Messgeräte und komplette Vakuumsysteme. Unsere Beschichtungskunden befinden sich in allen Industrienationen.

Strategie und Steuerung

Strategie

Pfeiffer Vacuum entwickelt, produziert und vertreibt technologisch und qualitativ höchst anspruchsvolle Vakuumlösungen. Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Leistungsfähigkeit sind Attribute, die unsere Kunden mit allen Produkten aus dem Pfeiffer Vacuum Konzern in Verbindung bringen. Es gehört zu den langfristigen strategischen Zielen von Pfeiffer Vacuum, Produkte nicht über den Preis, sondern über die Qualität zu verkaufen. Zur Verkaufsstrategie gehört es auch, die langfristigen Kostenvorteile für die Lebensdauer eines Pfeiffer Vacuum Produkts herauszustellen (Total Cost of Ownership). Diese ergeben sich unter anderem aus geringeren Wartungs- und Reparaturkosten, längeren Laufzeiten und niedrigerem Energieverbrauch im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten.

Ein weiteres strategisches Ziel besteht darin, immer nah am Kunden zu sein. Durch unsere weltweite Präsenz werden wir diesem Anspruch gerecht und sorgen dafür, dass unsere Kunden stets im Mittelpunkt unseres Handelns stehen.

Unternehmenssteuerung

Der Vorstand der Pfeiffer Vacuum Technology AG verantwortet die strategische Führung des Konzerns. Mit dem Ziel, die besonderen Bedürfnisse der Kunden in den Marktsegmenten Halbleiter (Semiconductor) und Beschichtung (Coating) einerseits und den Marktsegmenten Analytik (Analytics), Industrie (Industry) und Forschung & Entwicklung andererseits zu befriedigen, wurde im Jahr 2015 unterhalb des Vorstands eine Geschäftsbereichsstruktur implementiert. Die so gebildeten Geschäftsbereiche "Semiconductor & Coating" und "Analytics & Industry" (einschließlich Forschung & Entwicklung) werden jeweils von einem Geschäftsbereichsverantwortlichen geleitet, der direkt an den Vorstand berichtet und für den jeweiligen Geschäftsbereich umfassend operativ und auch strategisch verantwortlich ist.

Die lokalen Vertriebs- und Servicegesellschaften wurden entsprechend ihrem Tätigkeitsschwerpunkt und Marktpotenzial den Geschäftsbereichen zugeordnet. Sie unterstehen damit unmittelbar diesem Geschäftsbereich, ohne dass sich an der umfassenden regionalen Verantwortlichkeit für alle Marktsegmente etwas ändert.

Alle Konzerngesellschaften haben damit weiterhin ein eigenverantwortIiches Management und entscheiden im Rahmen zentraler Richtlinien grundsätzlich selbst, wie die von der Konzernzentrale und vom Geschäftsbereich vorgegebenen Ziele (Umsatz, Betriebsergebnismarge und Vorsteuerergebnis) zu erreichen sind. Bei wesentlichen Entscheidungen sind die Aufsichtsgremien der Gesellschaften, besetzt unter anderem mit den Vorstandsmitgliedern der Pfeiffer Vacuum Technology AG, und die Geschäftsbereichsverantwortlichen sowie die Zentrale in Asslar einzubeziehen.

Steuerungsinstrumente

Alle Gesellschaften werden von der Konzernzentrale in Asslar durch die Vorgabe von jährlichen Umsatz- und Ergebniszielen gesteuert (Management by Objectives). In Abstimmung mit den Zielvorgaben für den gesamten Konzern werden diese Umsatz- und Ergebnisziele zukünftig auch von den Geschäftsbereichen festgelegt.

Die Nachverfolgung der Zielerfüllung erfolgt über detaillierte Soll-Ist-Vergleiche und Abweichungsanalysen im Rahmen des monatlichen Berichtswesens, das mit Wirkung vom 1. Januar 2016 umgestellt wurde, um den Anforderungen der neuen Geschäftsbereichsstruktur Rechnung zu tragen. Damit ist weiterhin sichergestellt, dass Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und korrigiert werden können. Monatliche Telefonkonferenzen mit dem Management der Tochtergesellschaften gewährleisten zudem, dass alle Fragen zur geschäftlichen Entwicklung diskutiert werden. Zusätzlich finden persönliche Gespräche der Konzern- und der Geschäftsbereichsleitung mit den Mitarbeitern vor Ort statt.

Für Länder, in denen Pfeiffer Vacuum nicht unmittelbar mit einer eigenen Gesellschaft vertreten ist, erfolgt die Vereinbarung der Umsatzziele mit dem lokalen Vertriebspartner. Auch hier wird die Zielerreichung über Soll-Ist-Vergleiche gemessen. Ein weiteres Instrument zur Steuerung ist die variable Vergütung des lokalen Managements der ausländischen Tochtergesellschaften und der Vertriebsmitarbeiter. So werden auch die Mitarbeiter in den Unternehmensbereichen, die nicht unmittelbar den Umsatz beeinflussen können, für die Kostenstrukturen und damit auch für den langfristigen Unternehmenserfolg sensibilisiert.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Umsatzentwicklung 2015

Nach 406,6 Mio. € im Jahr 2014 haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr einen erfreulichen Zuwachs der Umsatzerlöse auf 451,5 Mio. € erreicht. Dies entspricht einem Anstieg um 44,9 Mio. € oder 11,0 %. Diese positive Entwicklung ist dabei breit angelegt, aber erwartungsgemäß in den Bereichen Halbleiterindustrie und Analytik in Asien und Amerika besonders stark ausgeprägt.

Nachfolgend erläutern wir den im Jahr 2015 erzielten Umsatz nach Segmenten, Regionen, Produkten und Märkten. Zu den Umsätzen nach Segmenten ist anzumerken, dass für die Zuordnung der Umsätze der Firmensitz der Gesellschaft maßgeblich ist, die den Umsatz fakturiert hat. Die segmentbezogene Darstellung zeigt somit die Umsätze nach Tochtergesellschaften. Demgegenüber enthalten die Umsätze nach Regionen alle Umsätze in einer bestimmten Region, unabhängig davon, welche Gesellschaft des Pfeiffer Vacuum Konzerns den Umsatz fakturiert hat. Der Umsatz nach Segmenten und der Umsatz nach Regionen unterscheiden sich dabei mehr oder weniger stark voneinander. So weicht beispielsweise der Umsatz des Segments Asien deutlich von dem der Region Asien ab, da das Segment Asien nur den direkten Umsatz unserer asiatischen Tochtergesellschaften enthält. Im Gegensatz dazu beinhaltet die Region Asien zusätzlich die Umsätze, die unsere außerhalb Asiens produzierenden Gesellschaften direkt mit asiatischen Kunden erzielen, zum Beispiel mit Kunden in Japan oder Indien. Im Umsatz nach Segmenten ist der Umsatz der deutschen Gesellschaft durch die Direktlieferungen an Vertretungen beziehungsweise Kunden außerhalb Deutschlands deutlich höher als der Umsatz Deutschland nach Regionen. Die Umsätze der Region USA und des Segments USA sind dagegen fast identisch, weil nahezu der gesamte Umsatz in dieser Region über unsere US-amerikanische Tochtergesellschaft abgewickelt wird.

Umsatz nach Segmenten

USA

Nachdem bereits im Jahr 2014 die Entwicklung in den USA positiv hervorzuheben war, verzeichneten wir im Jahr 2015 erneut einen überproportionalen Anstieg. Mit einem erfreulichen Zuwachs von 20,2 Mio. € war hier sogar der größte absolute Anstieg zu sehen. Der prozentuale Anstieg lag bei ebenfalls sehr hohen 22,3 %. Zu dieser Entwicklung haben alle Marktsegmente beigetragen, allerdings hatte der Umsatzanstieg mit unseren Kunden in der Analytik den größten Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Damit einher ging ein deutlicher Anstieg der Umsätze mit Turbopumpen. Auch mit Kunden aus der Industrie wurden sehr erfreuliche Umsatzzuwächse erzielt. Insgesamt wurde der Umsatzanstieg in den USA im Jahr 2015 positiv durch die Entwicklung des USD-Wechselkurses beeinflusst.

Mit einem Umsatzanteil von 24,6 % wurde knapp ein Viertel der Umsätze des Jahres 2015 durch unsere amerikanischen Vertriebsgesellschaften fakturiert (Vorjahr: 22,3 %). Bedingt durch die sehr positive Entwicklung, nimmt das Segment USA nunmehr den führenden Platz vor Deutschland ein.

Deutschland

Mit einem Anstieg um 1,4 Mio. € oder 1,4 % lagen die Umsatzerlöse in Deutschland praktisch auf dem Vorjahresniveau. Im Hinblick auf die Entwicklung der Marktsegmente wurden leichte Anstiege in der Industrie durch eher rückläufige Trends bei den Kunden der Halbleiterindustrie teilweise kompensiert.

Europa (ohne Deutschland und Frankreich)

Basierend auf einer bereits erfreulichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 konnte der Umsatz im Jahr 2015 erneut gesteigert werden. Mit 3,6 Mio. € oder 4,1 % wurde insgesamt ein im Vergleich zur allgemeinen volkswirtschaftlichen Entwicklung in diesem Wirtschaftsraum überdurchschnittlicher Anstieg erzielt. Positiv hervorzuheben ist hier insbesondere unsere Vertriebsgesellschaft in Großbritannien, die einen Umsatzanstieg von 2,1 Mio. € erreichte.

Südkorea

Die im Geschäftsjahr 2015 deutlich verbesserte Nachfragedynamik in der Halbleiterindustrie wirkte sich insbesondere auf die Umsatzentwicklung des Segments Südkorea aus, weil die in diesem Segment geführten Gesellschaften eine spezielle Fokussierung auf genau diesen Markt aufweisen. Mit 25,2 % zeigte dieses Segment den größten relativen Anstieg. Währungseffekte haben die Entwicklung im Jahr 2015 positiv beeinflusst.

Asien (ohne Südkorea)

Nachdem im Jahr 2014 bei den Vertriebsgesellschaften im übrigen Asien ein rückläufiger Trend erkennbar war, konnte hier im Jahr 2015 insgesamt eine positive Entwicklung erreicht werden. Treiber waren dabei die lokalen Geschäftseinheiten in Singapur und Taiwan, die zusammen einen Umsatzanstieg von 4,3 Mio. € erzielen konnten. Die stärkere Nachfrage resultierte dabei insbesondere aus den Marktsegmenten Analytik und Halbleiter.

Umsatz nach Segmenten

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2015 2014 Veränderung
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in %
--- --- --- --- ---
USA 110,9 90,7 20,2 22,3
Deutschland 104,4 103,0 1,4 1,4
Europa (ohne Deutschland und Frankreich) 90,2 86,6 3,6 4,1
Südkorea 69,1 55,2 13,9 25,2
Asien (ohne Südkorea) 44,6 40,5 4,1 10,2
Frankreich 32,3 30,6 1,7 5,3
Gesamt 451,5 406,6 44,9 11,0

Frankreich

Der Umsatz in Frankreich lag im Geschäftsjahr 2015 um 1,7 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Während das Umsatzvolumen in Frankreich selbst weitgehend konstant war, entwickelte sich das Direktgeschäft mit ausländischen Kunden besser. In Frankreich bleibt die weiter schwache Nachfrage als Folge der unverändert angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation der zweitgrößten Volkswirtschaft im Euroraum der entscheidende Faktor.

Umsatz nach Regionen

Europa

Trotz der bereits bei der Analyse der Umsätze nach Segmenten erläuterten verhaltenen Entwicklung in Europa bleibt diese Region mit 187,0 Mio. € die umsatzstärkste. Der Anstieg um insgesamt 3,8 Mio. € war die Folge einer erfreulichen Entwicklung in Großbritannien und den Niederlanden, während in den übrigen Ländern in Europa fast durchgängig das Umsatzniveau des Vorjahres erreicht werden konnte.

Asien

Die Volatilität der Nachfrage aus der Halbleiterindustrie wirkte sich insbesondere auf die Umsatzentwicklung in der Region Asien aus. Nachdem im Vorjahr ein deutlicher Rückgang um 13,6 Mio. € zu verzeichnen war, zeigte diese Region im Jahr 2015 einen sehr deutlichen Nachfragezuwachs um 21,2 Mio. € oder 16,3 %. Dabei bleibt diese erfreuliche Entwicklung nicht auf einzelne Länder in dieser Region beschränkt, sondern war mit Ausnahme von Japan nahezu überall zu beobachten. Getrieben wurde sie insbesondere von den Marktsegmenten Halbleiter und Analytik.

Nord- und Südamerika

Die Umsatzentwicklung in der Region Nord- und Südamerika wird nach wie vor ganz wesentlich von der Entwicklung in den USA geprägt. Da es auch kein nennenswertes Direktgeschäft der deutschen oder französischen Einheiten in dieser Region gibt, entspricht die Entwicklung weitgehend dem bereits erläuterten Verlauf der Umsätze nach Segmenten. Einhergehend mit der positiven Umsatzentwicklung in Nord- und Südamerika hat sich auch der Anteil am Gesamtumsatz deutlich von 22,8 % im Vorjahr auf 24,9 % im Jahr 2015 verbessert.

Umsatz nach Produkten

Turbopumpen

Mit einem Anstieg um 20,1 Mio. € oder 16,1 % wies der Umsatz mit Turbopumpen im Geschäftsjahr 2015 sowohl absolut als auch relativ gesehen die beste Entwicklung auf. Diese überaus erfreuliche Veränderung resultierte aus einer insgesamt sehr positiven Entwicklung in den einzelnen Zielmärkten, wobei die Marktsegmente Analytik und Industrie hier positiv hervorzuheben sind. Der Anteil am Gesamtumsatz lag bei 32,0 % (Vorjahr: 30,7 %), sodass die Turbopumpen im Jahr 2015 erneut die stärkste Produktgruppe darstellten.

Vorpumpen

Neben den Turbopumpen zeigten die Umsatzerlöse mit Vorpumpen ebenfalls eine sehr erfreuliche Entwicklung. Mit einem Anstieg um 13,0 Mio. € oder 14,5 % schob sich diese Produktgruppe wieder auf Rang 2 vor die Instrumente und Komponenten. Regional resultierte der Anstieg insbesondere aus den USA und Asien, während die Entwicklung in Europa weitgehend konstant war.

Umsatz nach Regionen

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2015 2014 Veränderung
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in %
--- --- --- --- ---
Europa 1870 183,2 3,8 2,1
Asien 151,5 130,3 21,2 16,3
Nord- und Südamerika 112,4 92,6 19,8 21,3
Rest der Welt 0,6 0,5 0,1 18,5
Gesamt 451,5 406,6 44,9 11,0

Umsatz nach Produkten

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2015 2014 Veränderung
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in %
--- --- --- --- ---
Turbopumpen 144,8 124,7 20,1 16,1
Vorpumpen 102,4 89,4 13,0 14,5
Instrumente und Komponenten 98,8 96,9 1,9 1,9
Service 96,7 85,0 11,7 13,8
Systeme 8,8 10,6 - 1,8 - 17,0
Gesamt 451,5 406,6 44,9 11,0

Instrumente und Komponenten

Mit einem Anstieg um 1,9% lag der Umsatz mit Instrumenten und Komponenten nur leicht über dem Vorjahresniveau. Mit einem Anteil von 21,9 % am Gesamtumsatz bleibt diese Produktgruppe aber ein wesentliches Standbein von Pfeiffer Vacuum und trägt ganz erheblich zur sehr ausgeglichenen Verteilung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen bei.

Service

Die installierte Basis der Produkte aus dem Pfeiffer Vacuum Konzern schafft eine solide Grundlage für unsere Servicetätigkeit. Die teilweise aggressiven und korrosiven Prozessbedingungen, unter denen die Pumpen insbesondere in der Halbleiterindustrie eingesetzt werden, machen eine regelmäßige Wartung unabdingbar. Wie im Vorjahr resultierte die sehr gute Entwicklung im Jahr 2015 mit einem Anstieg um 13,8 % auch überwiegend aus den gestiegenen Umsätzen mit unseren Halbleiterkunden.

Systeme

Der Umsatz in dieser projektgetriebenen Sparte sank leicht von 10,6 Mio. € im Vorjahr auf 8,8 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Umsatz nach Märkten

Halbleiter

Die bereits im Vorjahr sehr positive Entwicklung der Halbleiterindustrie in den USA hat sich im Jahr 2015 weiter fortgesetzt, wenngleich mit einer etwas verhalteneren Dynamik. Die wesentlichen Impulse in diesem Markt kamen im Jahr 2015 allerdings aus Asien, insbesondere Südkorea. Insgesamt verzeichneten wir einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse um 21,5 Mio. € auf 139,9 Mio. € (Vorjahr: 118,4 Mio. €).

Industrie

Unser heterogenstes Marktsegment umfasst ein breites Kundenspektrum von der Automobil- über die metallverarbeitende bis hin zur Lebensmittelindustrie und verzeichnete im Geschäftsjahr 2015 einen sehr erfreulichen Umsatzanstieg von 7,3 %. Aufgrund der Heterogenität gleichen sich positive und negative Entwicklungen in den einzelnen Teilbereichen sehr gut aus. Der Umsatzanstieg resultierte insbesondere aus den USA und Europa, wo unsere größten diesem Marktsegment zugeordneten Kunden ansässig sind.

Umsatz nach Märkten

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2015 2014 Veränderung
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in %
--- --- --- --- ---
Halbleiter 139,9 118,4 21,5 18,1
Industrie 115,0 1072 7,8 7,3
Analytik 91,7 78,7 13,0 16,6
Forschung & Entwicklung 55,6 55,2 0,4 0,6
Beschichtung 49,3 47,1 2,2 4,7
Gesamt 451,5 406,6 44,9 11,0

Analytik

Mit einem Anstieg um 13,0 Mio. € zeigte dieses Marktsegment eine sehr erfreuliche Entwicklung. Unsere Kunden in diesem Bereich setzen das ganze Produktspektrum ein, wenngleich eine Fokussierung auf die Turbopumpen besteht. Dementsprechend war die Entwicklung der Umsatzerlöse mit Turbopumpen ganz wesentlich durch dieses Marktsegment beeinflusst.

Forschung & Entwicklung

Mit 55,6 Mio. € lag der Umsatz im Marktsegment Forschung & Entwicklung - unserem stabilsten Marktsegment - praktisch auf Vorjahresniveau (55,2 Mio. €). Aufgrund des großen Anteils staatlicher und halbstaatlicher Forschungseinrichtungen entwickelt sich dieses Segment weitgehend unabhängig von konjunkturellen Einflüssen. Ebenfalls typisch ist der Verlauf innerhalb des Geschäftsjahres, mit etwas verhalteneren Sommermonaten und einem deutlich stärkeren vierten Quartal, der so auch im Jahr 2015 wieder zu beobachten war.

Beschichtung

Auch im Jahr 2015 konnte das Marktsegment Beschichtung wieder einen leichten Zuwachs verzeichnen. Großes Entwicklungspotenzial in diesem Segment hat unverändert die Solarbranche, für die wir im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere zu Beginn erste Impulse verspürt haben. Allerdings war hier im weiteren Jahresverlauf eine eher zurückhaltende Entwicklung zu verzeichnen.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Nach einem Auftragseingang von 404,9 Mio. € im Jahr 2014 lag der Wert für das Jahr 2015 bei 456,9 Mio. €. Dies stellt einen erheblichen Anstieg um 52,0 Mio. € oder 12,8 % dar. Diese erfreuliche Entwicklung war dabei in allen Produktbereichen zu verzeichnen. Besonders positiv war die Entwicklung des Auftragseingangs im ersten Halbjahr, während die Dynamik in der zweiten Jahreshälfte etwas nachgelassen hat. Der Auftragseingang im laufenden Geschäftsjahr sieht nach den bisherigen Erkenntnissen wieder besser aus. Die Book-to-Bill Ratio, der Quotient aus Auftragseingang und Umsatz, betrug nach 1,00 im Vorjahr 1,01 im Jahr 2015.

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2015 belief sich auf 64,7 Mio. € und lag damit um 9,1 % über dem Vorjahreswert von 59,3 Mio. €. Die Auftragsreichweite auf Basis des durchschnittlichen Umsatzes 2015 beträgt unverändert etwa zwei Monate.

Ertragslageentwicklung

Bruttoergebnis und Umsatzkosten

Die Umsatzkosten haben sich im Jahr 2015 - im Wesentlichen bedingt durch den gestiegenen Umsatz - auf 276,0 Mio. € erhöht. Nach 263,3 Mio. € im Geschäftsjahr 2014 bedeutet dies einen Anstieg um 12,7 Mio. € oder 4,8 %. Durch die Nutzung von Skaleneffekten bei gleichzeitiger Verbesserung des Produktmixes zugunsten höhermargiger Produkte war die Entwicklung der Umsatzkosten im Vergleich zur Umsatzentwicklung jedoch deutlich unterproportional. Aus diesem Grund konnten wir eine signifikante Verbesserung des Bruttoergebnisses sowie der Bruttomarge, also dem Verhältnis von Bruttoergebnis und Umsatzerlösen, erreichen.

Nach 143,4 Mio. € im Vorjahr lag das Bruttoergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr bei hervorragenden 175,5 Mio. €, und die Bruttomarge stieg deutlich von 35,3 % im Vorjahr auf aktuell 38,9 %. Das bedeutet, dass das Bruttoergebnis um beachtliche 32,1 Mio. € und die Bruttomarge um 3,6 %-Punkte gestiegen ist. Neben den bereits erwähnten positiven Einflüssen aus dem Produktmix und den Skaleneffekten hat sich auch der im Jahresverlauf schwache Euro günstig auf die Entwicklung von Bruttoergebnis und Bruttomarge ausgewirkt.

Vertriebs- und Verwaltungskosten

Nach 82,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2014 betrug die Summe der Vertriebs- und Verwaltungskosten im Jahr 2015 insgesamt 95,7 Mio. €. Dies entspricht einem spürbaren Anstieg um 13,1 Mio. €. Isoliert betrachtet sind die Vertriebs- und Marketingkosten dabei um 7,1 Mio. € auf 59,9 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 52,8 Mio. €), während die Verwaltungs- und allgemeinen Kosten um 6,0 Mio. € auf 35,8 Mio. € gestiegen sind (Vorjahr: 29,8 Mio. €). Der Anteil der Vertriebs- und Verwaltungskosten am Gesamtumsatz stieg trotz der höheren Umsatzbasis von 20,3 % im Vorjahr auf 21,2 % im abgelaufenen Geschäftsjahr. Neben negativen Kurseinflüssen war der deutliche Anstieg insbesondere durch Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem 125-jährigen Firmenjubiläum beziehungsweise einem strategischen Beratungsprojekt in der zweiten Jahreshälfte begründet.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Nach wie vor sehen wir uns verpflichtet, die Entwicklung in der Vakuumtechnik durch eigene Forschungsprojekte sowie mit der konsequenten Förderung von Lehre und Wissenschaft voranzutreiben. Forschungs- und Entwicklungskosten betrachten wir als unabdingbare Investition in die Zukunft. Dementsprechend wurde im Jahr 2015 erneut ein hoher Anteil des Umsatzes für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten aufgewendet. Nach 5,9 % im Vorjahr betrug dieser Anteil trotz der guten Umsatzentwicklung noch immer 5,6 %. Absolut gesehen lagen die Forschungs- und Entwicklungskosten mit 25,5 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 um 1,6 Mio. € über dem Vorjahreswert von 23,9 Mio. €. Bereinigt um die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Aufwandszuschüsse für Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 4,0 Mio. €) lagen die Forschungs- und Entwicklungskosten netto bei 21,1 Mio. € (Vorjahr: 19,9 Mio. €).

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen enthalten überwiegend die im Konzern erzielten Wechselkursgewinne und -verluste. In den Sonstigen betrieblichen Erträgen von 13,3 Mio. € (Vorjahr: 10,2 Mio. €) waren darüber hinaus Aufwandszuschüsse in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 4,0 Mio. €) enthalten. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 6,9 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) enthielten auch im Jahr 2015 nahezu ausschließlich die erfassten Wechselkursverluste. Das Nettowährungsergebnis im Jahr 2015 lag mit + 2,0 Mio. € leicht unter dem Vorjahresergebnis von + 3,9 Mio. €.

Betriebsergebnis

Ein durch positive Skaleneffekte und einen vorteilhaften Produktmix stark um 32,1 Mio. € angewachsenes Bruttoergebnis wurde durch den Anstieg der Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie der Forschungs- und Entwicklungskosten um insgesamt 14,7 Mio. € teilweise verwässert. Hinzu kommt der etwas niedrigere Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen (- 1,6 Mio. €). Trotzdem sind wir mit der Geschäftsentwicklung im Jahr 2015 sehr zufrieden, denn das Betriebsergebnis liegt mit 60,8 Mio. € um beachtliche 16,1 Mio. € oder 35,8 % über dem Vorjahreswert von 44,7 Mio. €. Dies korrespondiert mit einer ebenfalls deutlich besseren Betriebsergebnismarge oder auch EBIT-Marge von 13,5 % (Vorjahr: 11,0 %). Der im Betriebsergebnis enthaltene Abschreibungsbetrag (auf materielle und immaterielle Vermögenswerte) lag im Jahr 2015 bei 20,7 Mio. € (Vorjahr: 20,5 Mio. €), sodass sich ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization, EBITDA) von 81,5 Mio. € ergab. Nach 65,2 Mio. € im Jahr 2014 bedeutet dies einen ebenfalls deutlichen Anstieg um 16,3 Mio. € oder 24,8 %.

Finanzergebnis

Als Folge des weiterhin rückläufigen Zinsniveaus und der im Jahr 2015 wieder vorgenommenen Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten sind sowohl die Finanzerträge als auch die Finanzaufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut gesunken. Daraus resultierte eine geringfügige Verbesserung des Finanzergebnisses von - 0,5 Mio. € im Vorjahr auf - 0,3 Mio. € im Jahr 2015.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Einhergehend mit dem höheren Ergebnis vor Steuern sind auch die Steueraufwendungen im Jahr 2015 auf 18,5 Mio. € gestiegen. Nach 11,9 Mio. € im Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 6,6 Mio. €. Darüber hinaus ist die relative Belastung in Form der Steuerquote gestiegen. Nach sehr niedrigen 26,8 % im Vorjahr lag diese Quote bei 30,7 % im Jahr 2015. Der Anstieg ist insbesondere auf Steuernachzahlungen für Vorjahre zurückzuführen.

Ergebnis nach Steuern

Trotz der höheren Belastungen aus der gestiegenen Konzernsteuerquote zeigte das Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2015 einen sehr erfreulichen Anstieg auf 41,9 Mio. €. Nach 32,4 Mio. € im Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs um 9,5 Mio. € oder 29,3 %.

Auch die Umsatzrentabilität nach Steuern, also das Verhältnis von Ergebnis nach Steuern und Umsatz, stieg deutlich von 8,0 % im Vorjahr auf 9,3 %.

Ergebnis je Aktie

Mit 4,25 € lag auch das Ergebnis je Aktie deutlich um 0,96 € über dem Vorjahreswert (3,29 €). Die relative Veränderung entsprach dabei der Veränderung des Ergebnisses nach Steuern, da unverändert zum Vorjahr auch im Jahr 2015 keine verwässernden Effekte zu verzeichnen waren.

Vermögenslage

Nach 429,1 Mio. € zum 31. Dezember 2014 ist die Bilanzsumme des Pfeiffer Vacuum Konzerns zum 31. Dezember 2015 auf 453,5 Mio. € gestiegen. Dieser Anstieg um 24,4 Mio. € ist auf der Aktivseite der Bilanz insbesondere auf den Anstieg der Vorräte (+ 13,5 Mio. €) und den erneuten Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zurückzuführen. Der für sich genommen größte Bilanzposten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist nach 101,5 Mio. € zum Ende des Geschäftsjahres 2014 auf 115,4 Mio. € am 31. Dezember 2015 und damit um 13,9 Mio. € gestiegen. Eine detaillierte Analyse zur Entwicklung der liquiden Mittel befindet sich im nachfolgenden Abschnitt "Finanzlage und Cash-Flow" Gegenläufig zum Anstieg der Vorräte und der liquiden Mittel hat sich insbesondere das Anlagevermögen entwickelt. Wie bereits in den Vorjahren ist hier der Rückgang bei den immateriellen Vermögenswerten wieder nahezu ausschließlich die Folge der planmäßigen Abschreibungen auf die im Rahmen der adixen-Akquisition angesetzten Posten. Das Sachanlagevermögen ist per Saldo um 2,8 Mio. € zurückgegangen. Diese Entwicklung wurde ganz wesentlich durch Investitionen in Höhe von 10,3 Mio. € und planmäßige Abschreibungen in Höhe von 13,5 Mio. € geprägt (Vorjahr: 9,0 Mio. € beziehungsweise 13,5 Mio. €). Im Hinblick auf die Entwicklung der Positionen auf der Passivseite der Bilanz ist Insbesondere der tilgungsbedingte Rückgang der finanziellen Verbindlichkeiten um 10,5 Mio. € zu nennen. Demgegenüber haben sich Anstiege bei den Rückstellungen und den sonstigen Verbindlichkeiten ergeben (insgesamt + 8,0 Mio. €).

Veränderung des kurzfristigen Betriebskapitals

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31.12.2015

in Mio. €
31.12.2014

in Mio. €
Veränderung

in Mio. €
Vorräte 777 64,2 13,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58,6 53,6 5,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 21,2 - 19,4 - 1,8
Kurzfristiges Betriebskapital 115,1 98,4 16,7

Das Eigenkapital ist von 279,7 Mio. € deutlich um 25,3 Mio. € auf 305,0 Mio. € gestiegen. Diese beachtliche Veränderung resultiert in erster Linie aus dem im Berichtsjahr erwirtschafteten Ergebnis nach Steuern (41,9 Mio. €) und der Dividendenzahlung an die Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG (26,1 Mio. €) sowie den per Saldo um 9,5 Mio. € gestiegenen Sonstigen Eigenkapitalbestandteilen. Die Eigenkapitalquote ist von 65,2 % auf 67,3 % gestiegen. Pfeiffer Vacuum hat die bereits überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung im Vergleich zum Geschäftsumfang weiter verbessert und zeigte zum 31. Dezember 2015 bei Zahlungsmittelbeständen von 115,4 Mio. € und finanziellen Verbindlichkeiten von insgesamt 20,7 Mio. € nach wie vor keine Nettoschuldposition. Bedingt durch das gestiegene Geschäftsvolumen, ist auch das kurzfristige Betriebskapital gestiegen. Der Anstieg belief sich auf 16,7 Mio. €.

Finanzlage und Cash-Flow

Nach 52,3 Mio. € im Jahr 2014 lag der operative Cash-Flow im Jahr 2015 bei 59,7 Mio. €. Dies entspricht einem sehr erfreulichen Anstieg um 7,4 Mio. €. Im Gegensatz zum höheren Ergebnis vor Steuern (+ 16,2 Mio. €) hat sich insbesondere der Anstieg der Vorräte mit 15,5 Mio. € belastend auf den operativen Cash-Flow ausgewirkt. Im Vorjahr waren hier noch positive Effekte von 3,8 Mio. € zu verzeichnen. Aus der Entwicklung der Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen resultierte im Jahr 2015 ein positiver Effekt von 6,6 Mio. €, während hier im Vorjahr Belastungen von 7,4 Mio. € zu verzeichnen waren. Der Cash-Flow je Aktie ist von 5,30 € im Jahr 2014 auf 6,05 € im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 deutlich gestiegen. Das nochmals erhöhte Niveau dieser Kennzahl steht unverändert für die Fähigkeit des Pfeiffer Vacuum Konzerns, im Rahmen der operativen Tätigkeit überproportional hohe Mittelzuflüsse zu generieren.

Ohne nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr stellt sich der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit dar. Hier stehen den Investitionsausgaben von 11,7 Mio. € (Vorjahr: 10,0 Mio. €) Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) gegenüber, sodass sich nach 9,7 Mio. € im Jahr 2014 insgesamt ein Mittelabfluss von 11,0 Mio. € ergab. Weitere Ausführungen zur Zusammensetzung des Investitionsvolumens finden sich im nachfolgenden Abschnitt "Investition und Finanzierung"

Wie in den Vorjahren wurde der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit auch im Jahr 2015 wieder ausschließlich durch die Dividendenzahlung an die Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG (26,1 Mio. €) und die Rückzahlung finanzieller Verbindlichkeiten (10,5 Mio. €) bestimmt. Im Jahr 2015 betrug der Mittelabfluss somit insgesamt 36.6 Mio. €. Im Vorjahr hatten die Dividendenzahlung in Höhe von 26,1 Mio. € und die Rückzahlung finanzieller Verbindlichkeiten (10,5 Mio. €) zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 36.7 Mio. € geführt.

Unter Berücksichtigung der Währungseffekte betrug der Mittelzufluss insgesamt 13,9 Mio. € (Vorjahr: 6,3 Mio. €) und führte zu einem Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 13,7 % auf 115,4 Mio. €. Damit bestanden unter Berücksichtigung der finanziellen Verbindlichkeiten (20,7 Mio. €, davon 10,5 Mio. € kurzfristig) unverändert keine Nettofinanz-verbindlichkeiten. Darüber hinaus verfügte der Konzern zum Bilanzstichtag über freie Kreditlinien in Höhe von 41,0 Mio. € (Vorjahr: 28,1 Mio. €).

Die freie Liquidität wird im Rahmen des Finanzmanagements zinstragend angelegt. Bei den deutschen Konzerngesellschaften in Asslar besteht zur Liquiditätsbündelung ein Cash-Management-System. Bei der Geldanlage dominieren konservative und weitgehend kurzfristige Anlageformen als Tages- oder Termingelder bei Kreditinstituten. Spekulative Geschäfte werden nicht getätigt. Die Darlehensaufnahme im Zusammenhang mit der Akquisition von adixen wurde durch die Konzernmuttergesellschaft vorgenommen. Sowohl das Liquiditätsmanagement als auch die Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgen im Wesentlichen in der Konzernzentrale unter Berücksichtigung aller im Konzern relevanten Sachverhalte.

Investition und Finanzierung

Das operative Geschäft, die Investitionen und die Dividendenzahlung wurden wie bereits in den Vorjahren allein durch eigene Mittel des Konzerns finanziert. Zusätzlich wurden auch im Jahr 2015 wieder bestehende finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 10,5 Mio. € zurückgezahlt. Die Investitionsausgaben in Höhe von 11,7 Mio. € entfielen im Wesentlichen auf erforderliche Ersatzinvestitionen im Bereich des Maschinenparks und der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Wesentliche Änderungen in der Zusammensetzung der Investitionsausgaben haben sich nicht ergeben.

Das Volumen insgesamt und die Verteilung liegen im Rahmen unserer Erwartungen und stimmen mit der für das Jahr 2015 abgegebenen Prognose (10 - 12 Mio. €) überein.

Die Bilanz des Pfeiffer Vacuum Konzerns zeigt seit langem eine sehr solide Eigenkapitalausstattung. Nach einer Eigenkapitalquote von 65,2 % zum Ende des Geschäftsjahres 2014 konnte dieser Wert im Jahr 2015 erneut gesteigert werden und betrug zum 31. Dezember 2015 überdurchschnittlich hohe 67,3 %. Die Umlaufvermögensquote als Quotient aus Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten belief sich auf 298 % (Vorjahr: 308 %) und steht unverändert für das reelle Finanzierungskonzept und die hohe Bonität von Pfeiffer Vacuum.

Bei den genannten Investitionsausgaben von 11,7 Mio. € und einem Abschreibungsvolumen im Jahr 2015 von 20,7 Mio. € ergab sich eine Abschreibungsquote (Verhältnis von Investitionsausgaben zu Abschreibungen) von 56 %. Wie in den Vorjahren lagen die Neuinvestitionen auch im Jahr 2015 wieder unter dem Niveau des Wertverzehrs des Anlagevermögens (Vorjahr: 49 %). Ursache hierfür sind unverändert die hohen Abschreibungen als Folge der Kaufpreisallokation (PPA).

Value Reporting

Das Konzept der wertorientierten Unternehmenssteuerung ist unverändert integraler Bestandteil des Managementansatzes im Pfeiffer Vacuum Konzern. Alle wichtigen Entscheidungen bei Pfeiffer Vacuum werden unter Berücksichtigung aller wesentlichen finanzwirtschaftlichen Aspekte getroffen. In der nachfolgenden Grafik geben wir eine Übersicht über einige für uns wichtige finanzielle Erfolgsindikatoren. Neben dem ROCE (Return On Capital Employed; Betriebsergebnis im Verhältnis zur Summe aus Nettoanlagevermögen und kurzfristigem Betriebskapital) als Maß für die Verzinsung des eingesetzten Kapitals werden hier die Umsatzrendite, das Ergebnis je Aktie und die ausgeschüttete beziehungsweise vorgeschlagene Dividende erläutert. Aus dem Verhältnis von Dividende und Ergebnis je Aktie lässt sich auch ableiten, inwieweit die Anteilseigner am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beteiligt werden.

Alle vorgenannten Erfolgskennzahlen des Jahres 2015 zeigen eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich positive Entwicklung. Pfeiffer Vacuum möchte daher die hohe Ausschüttungsquote des Konzernergebnisses nach Steuern beibehalten. Dementsprechend werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 3,20 € je Aktie vorschlagen; das entspräche einer Ausschüttungsquote von 75,3 % (Vorjahr: 80,7 %).

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Bedingt durch gute bis sehr gute Steigerungsraten in praktisch allen Regionen, Produktgruppen und Zielmärkten sind wir mit der Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 sehr zufrieden. Durch positive Einflüsse aus der Währungsumrechnung haben wir sogar unseren prognostizierten Zielkorridor von Umsatzerlösen zwischen 430 und 450 Mio. € leicht nach oben überschritten.

Vor dem Hintergrund eines günstigen Produktmixes und umsatzbedingter Skaleneffekte ist das Betriebsergebnis deutlich gestiegen und die Betriebsergebnismarge ist von bereits überdurchschnittlichen 11,0 % im Jahr 2014 auf 13,5 % im Jahr 2015 gestiegen. Dies bestärkt uns in der Einschätzung, dass die initiierten Projekte zur kurz- bis mittelfristigen Ergebnissteigerung an den richtigen Stellen angesetzt worden sind und bereits erste Erfolge zeigen. Nach wie vor unverändert ist die grundsolide Vermögenslage von Pfeiffer Vacuum. Der Konzern weist weiterhin keine Nettofinanzverbindlichkeiten aus. Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen.

Die Liquiditätssituation ermöglicht es uns, neben der Finanzierung des operativen Geschäfts die finanziellen Verbindlichkeiten deutlich zu reduzieren und eine erneut überdurchschnittlich hohe Dividende an die Aktionäre auszuschütten.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Pfeiffer Vacuum beschäftigte zum Ende des Jahres 2015 insgesamt 2.374 Mitarbeiter. Dies stellt einen leichten Anstieg um 5,1 % gegenüber der Vorjahreszahl von 2.258 Mitarbeitern dar. Hauptsächlich liegt diese Entwicklung in den Regionen Europa und Asien begründet.

Regionale Aufteilung der Mitarbeiter

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2015 2014
in % in %
--- --- --- --- ---
Europa 1.693 71 1.612 71
Asien 548 23 516 23
Nord- und Südamerika 133 6 130 6
Gesamt 2.374 100 2.258 100

Diversität

Pfeiffer Vacuum ist global aufgestellt und vereint daher eine Vielzahl von Menschen verschiedenartiger Herkunft unter einer Dachmarke. Unsere Mitarbeiter sind stolz auf die erfolgreiche Zusammenarbeit unterschiedlicher Kulturen und Nationalitäten. Pfeiffer Vacuum gehört seit mehreren Jahren der "Charta der Vielfalt" an, einer Initiative der deutschen Bundesregierung. Die "Charta der Vielfalt" ist ein grundlegendes Bekenntnis zu Fairness und Wertschätzung von Menschen in Unternehmen.

Von den 2.374 Mitarbeitern sind 403 Beschäftigte weiblich und 1.971 männlich. Somit beträgt der Frauenanteil 17 % der Gesamtbelegschaft. Die Vakuumtechnik stellt ein spezielles Fachgebiet im Maschinenbau dar, in dem es in der Regel äußerst wenig adäquaten weiblichen Nachwuchs gibt. Dennoch gibt es intern die dezidierte Intention, den Frauenanteil auf diesem traditionell männlich dominierten Arbeitsgebiet zu erhöhen. Die französische Gesellschaft von Pfeiffer Vacuum hat mit allen involvierten Gewerkschaften eine formelle Vereinbarung zur Förderung von Frauen geschlossen. Im Aufsichtsrat der Pfeiffer Vacuum Technology AG sind keine Frauen vertreten. Dafür sind in den Tochterunternehmen einige zentrale Führungs- und Schlüsselpositionen in den Bereichen Einkauf, Finanzen, Kommunikation, Marketing, Personal sowie Vertrieb mit Managerinnen besetzt.

Ausbildung von Nachwuchs

Nachwuchsförderung hat einen hohen Stellenwert bei Pfeiffer Vacuum. An verschiedenen Standorten bieten wir betriebliche Ausbildungsgänge als Industriemechaniker, im kaufmännischen Bereich sowie in der Lagerlogistik an. Im Jahr 2015 hat Pfeiffer Vacuum weltweit insgesamt 90 Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt (Vorjahr: 95).

Neben der betrieblichen Berufsausbildung beteiligt sich Pfeiffer Vacuum in Deutschland mit großem Erfolg am Projekt "Studium Plus', einem dualen Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer. Darüber hinaus besteht eine Partnerschaft zur betrieblichen Ausbildung mit der Georg-August-Universität Göttingen. So ist unser Nachwuchs an Wirtschafts- und Maschinenbauingenieuren sowie im Bereich Wirtschaftsinformatik für die Zukunft sichergestellt.

Zudem bieten viele unserer Niederlassungen zeitlich befristete Praktikumsplätze für Berufseinsteiger und Studenten beziehungsweise temporäre Anstellungen für Werkstudenten in den Semesterferien an. Dadurch ermöglichen wir jungen Leuten, Einblick in betriebliche Abläufe zu bekommen und sich als mögliche Mitarbeiter zu qualifizieren. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Schulen und Universitäten führen wir Betriebsführungen durch und stellen uns dem Publikum auf Jobmessen vor. Insbesondere in Frankreich halten mehrere unserer Fachkräfte an Universitäten Vorlesungen über Vakuumtechnologie und Unternehmensführung. Zusätzlich ist der Bekanntheitsgrad, den Pfeiffer Vacuum unter naturwissenschaftlichen Akademikern aufgrund seiner Produktpräsenz in den Forschungslaboren genießt, nicht zu unterschätzen.

Qualifizierung von Fach- und Führungskräften

Der Erfolg von Pfeiffer Vacuum basiert maßgeblich auf dem Sachverstand, der Loyalität und der hohen Motivation unserer Mitarbeiter. Insbesondere das Fachwissen unserer Service- und Vertriebsmitarbeiter hat einen wichtigen Stellenwert in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Diese profitieren von der langjährigen Erfahrung, auf die unsere Experten hinsichtlich der physikalischen und chemischen Reaktionen verschiedenster Moleküle und Stoffe unter Vakuumbedingungen zurückgreifen können.

Die meisten Projekte erarbeiten unsere Kunden gemeinsam mit unseren Vertriebs- und Market-Teams, die wiederum bei Bedarf die entsprechenden Spezialisten aus den Bereichen Forschung & Entwicklung sowie Produktion und Service hinzuziehen. In der Herstellung und Montage unserer Produkte ist die fachliche Versiertheit unserer Mitarbeiter ebenfalls von größter Bedeutung. Am Ende steht das Ziel, jedem Kunden für seine Anwendung eine perfekte Vakuumlösung anzubieten.

Eine gute Ausbildung sowie die Bereitschaft, sich durch ständige Fortbildung den Veränderungen der Marktgegebenheiten anzupassen, sind für alle Mitarbeiter die besten Voraussetzungen für sichere Arbeitsplätze und nachhaltigen beruflichen Erfolg - und zwar unabhängig vom Alter. Deshalb spielt Weiterbildung in unserem Unternehmen an allen Standorten eine entscheidende Rolle. Neue Mitarbeiter absolvieren einen Einführungskurs in Grundlagen der Vakuumtechnik; Vertriebs- und Servicemitarbeiter erhalten vertiefende Schulungen zu Produkten und Servicemaßnahmen.

Es bestehen Praxisprogramme zur Qualifizierung von Führungskräften, Meister und Gruppenleiter werden in Management- und Führungstechniken geschult. Darüber hinaus achtet das Unternehmen auf Fachfortbildungen zum Transfer technischer Innovationen ins Unternehmen. Kurse zum Erwerb von chinesischen, deutschen, englischen oder französischen Sprachkenntnissen werden je nach Standort und Bedarf angeboten.

Berufliche Qualifikation der Mitarbeiter

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2015
Entwicklung und Produktion, gesamt 1.183
Absolventen von Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen 294
Mitarbeiter mit Fachausbildung 810
Mitarbeiter ohne Fachausbildung 21
Auszubildende 58
Verwaltung, Service und Vertrieb, gesamt 1.191
Absolventen von Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen 620
Mitarbeiter mit Fachausbildung 423
Mitarbeiter ohne Fachausbildung 116
Auszubildende 32

Grundsätzlich ist das Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten an die lokalen Gegebenheiten und Anforderungen gebunden. Beispielsweise erfüllt das französische Tochterunternehmen die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben mit mehr als doppelt so hohen Ausgaben, als es vom Gesetz her erforderlich ist. Hier liegt ein Schwerpunkt auf Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen zum Themengebiet "Qualität" Zudem betreibt das Management dort ein Softwaresystem zur Kompetenzverwaltung der Mitarbeiter, um vorhandenes Fachwissen besser zu identifizieren und zu implementieren sowie Trainingsangebote spezifisch abstimmen zu können.

Vergütung und Anreizsysteme

Insgesamt beliefen sich die Personalaufwendungen im Jahr 2015 auf einen Betrag von 152,0 Mio. € gegenüber 134,4 Mio. € im Jahr 2014. Auch das Anreizsystem von Pfeiffer Vacuum unterscheidet sich je nach lokalen Gegebenheiten. Der Vertrieb erhält grundsätzlich leistungsbezogene Anreize durch ein individuelles, an Umsatzwachstum und Ertrag orientiertes Prämiensystem. Hinzu kommen - je nach Standort - weitere Bonus-, Prämien- oder Mitarbeiterbeteiligungssysteme sowie Sondervergütungen für individuell herausragende Leistungen.

Die Altersstruktur der Mitarbeiter

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2015 2014
in % in %
--- --- --- --- ---
Unter 30 Jahren 398 17 519 23
30 bis 50 Jahre 1.312 55 1.203 53
Über 50 Jahre 664 28 536 24
Gesamt 2.374 100 2.258 100

Altersversorgung

Ebenso vielfältig gestaltet sich die Altersversorgung an den einzelnen Standorten. Diese umfasst weltweit neben einem rein öffentlichen Angebot in Frankreich, in das die französische Niederlassung einbezahlt, auch zusätzliche Maßnahmen und Einzahlungen in Pensionsfonds, das Angebot einer Pensionskasse und eine Direktversicherung mit der Zusatzoption der Entgeltumwandlung. Für die im Stammhaus Asslar tätigen Mitarbeiter, die bis 2008 keinen arbeitgeberfinanzierten Pensionsbeitrag hatten, ist als Teil der leistungsbezogenen Vergütung eine freiwillige Einzahlung in die betriebliche Altersversorgung vereinbart.

Soziale Verantwortung

Wir nehmen unsere soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern ernst. Deshalb achten wir darauf, die in den verschiedenen Ländern jeweils gültige Schwerbehindertenquote zu erfüllen. Auch eine familienfreundliche Arbeitsatmosphäre ist uns sehr wichtig. Dazu gehören in regional spezifischer Ausprägung flexible Arbeitszeitmodelle, Bereitstellung von Homeoffice-Anbindungen, Wiedereinstiegsmodelle mit flexibler Arbeitszeit und Jobsharing speziell für junge Mütter und Väter.

Die Krankenquoten in Asslar und Göttingen lagen bei 5,8 % und 7,7 % im Vergleich zum regionalen Branchendurchschnitt von 5,3 %. In Annecy ist die Krankenquote mit 3,5 % noch niedriger.

Die Fluktuationsquote unterscheidet sich je nach Standort. In Asslar lag sie im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 3,4 %, in Göttingen bei 5,6 %. In Annecy ist die Fluktuationsquote mit 3,2 % sehr niedrig.

Arbeitssicherheit

Fragen der Arbeitssicherheit betreffen in erster Linie die Produktionsstätten von Pfeiffer Vacuum. In Asslar gab es 16 meldepflichtige Unfälle im Jahr 2015 (Vorjahr: 16). Dies entspricht 22,1 Unfällen je 1.000 Mitarbeiter (Vorjahr: 23,0). In Göttingen lag die Quote mit insgesamt 9 meldepflichtigen Unfällen bei einer Quote von 56,9 Unfällen je 1.000 Mitarbeiter gegenüber 31,7 im Vorjahr. Dieser Wert liegt leicht über dem entsprechenden Durchschnitt der Berufsgenossenschaft Holz und Metall 2014 von 39,5 (Zahlen für 2015 lagen noch nicht vor). Die entsprechende Quote für Frankreich betrug mit 23 meldepflichtigen Unfällen 36,5.

Nachhaltigkeit als unternehmerische Richtlinie

Um unser Qualitätsversprechen zu erfüllen, stellen wir an unsere Lösungen höchste Ansprüche. Dabei spielt das Thema Energieeffizienz eine wichtige Rolle. Bereits in die Produktentwicklung binden unsere Experten effiziente Technologien und innovative Ideen zur Energieeinsparung ein. Auf Basis dieser Vorgaben wird anschließend der gesamte Fertigungsprozess gestaltet. An dessen Ende stehen nachhaltige Lösungen für unsere Kunden, die den hohen Ansprüchen unterschiedlichster Branchen und Anwendungen gerecht werden - und darüber hinaus echten Mehrwert bieten: Die Effizienz unserer Produkte führt zu einer beträchtlichen Energieeinsparung im Betrieb und damit zu signifikanten Kosteneinsparungen.

Zusätzlich erfüllt Pfeiffer Vacuum mit dem Bekenntnis zur Energieeffizienz seine ökologische Verantwortung. Der bewusste Umgang mit begrenzten Ressourcen und Materialien, der Einsatz von wiederverwertbaren Betriebsstoffen, eine durchdachte Abfallentsorgung sowie das ausgeprägte Bewusstsein unserer Mitarbeiter für den Umgang mit Energie und Umwelt zeigen, dass Umwelt- und Ressourcenschutz für Pfeiffer Vacuum ein zentrales Anliegen ist. Alle unsere unternehmerischen Handlungen basieren auf den Maßgaben der ISO-Norm 14001.

Energieeffiziente Produkte von Pfeiffer Vacuum

Unsere Produkte sind das Herz unseres Unternehmens. Mit ihnen erfüllen wir höchste Standards und bieten unseren Kunden ein komplettes und individuelles Lösungsprogramm - für spezifische Anforderungen aus unterschiedlichsten Branchen. Darüber hinaus stehen wir für Mehrwert durch energiesparende Technologien, die Kosten senken und damit Effizienz steigern.

Die Realisierung effizienter Produkte mit größtmöglichem Kundennutzen sowie die Erfüllung unserer ökologischen Verantwortung erfordern vollen Einsatz. Wir haben Energieeffizienz und den bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen zu einem der Grundpfeiler unseres Unternehmens gemacht, nach denen wir leben und arbeiten - jeden Tag. Diesem Selbstverständnis begegnet man bei Pfeiffer Vacuum nicht nur in effizienten Lösungen für unsere Kunden, sondern in jedem Bereich der Wertschöpfungskette sowie im Bewusstsein unserer Mitarbeiter.

Energieeffizienz in Entwicklung und Produktion

Schon in der Planungsphase für ein neues Produkt spielen Energieeffizienz und Ressourcenschonung eine wichtige Rolle. Bei Pfeiffer Vacuum wird ein Produkt in seiner Gesamtheit von der Entwicklung bis hin zum Recycling unter dem Aspekt der Energieeffizienz betrachtet.

So sorgen wir von Anfang an dafür, dass unsere Produkte unseren Kunden umfassende Vorteile bieten können: Kosteneinsparungen, raum- und zeitsparende Prozesse sowie daraus resultierende effizientere Arbeitsergebnisse bringen einen zusätzlichen Mehrwert.

Produktionsprozesse

Nicht nur die effiziente Gestaltung der Betriebsabläufe bei unseren Kunden mithilfe unserer energiesparenden Produkte liegt uns am Herzen. Auch unsere eigenen Produktionsabläufe gestalten wir so effizient wie möglich.

Im Jahr 2015 fanden in Asslar 24 interne Audits statt (Vorjahr: 24). In Annecy wurden 20 interne Qualitätsaudits (Vorjahr: 22) durchgeführt. Die entsprechende Zahl der vorgenommenen internen Prüfungen lag in Göttingen bei 8 (Vorjahr: 16). Wo anwendbar, wurden Elemente der ISO 14001 in die Audits integriert.

Die Verbräuche unserer wesentlichen produzierenden Einheiten sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Durch eine nachhaltige Produktion können wir unser Qualitätsversprechen untermauern und unseren Kunden von der Fertigung bis hin zum Service höchste Effizienz garantieren. Außerdem tragen wir so auch direkt mit all unseren Möglichkeiten zum Energie- und Ressourcenschutz bei.

Umweltschutz ist wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenspolitik

Nicht nur im Hinblick auf unsere Produkte, deren Entwicklung und Produktion sorgen wir mit genau aufeinander abgestimmten Prozessen für Energieeinsparung und Ressourcenschonung. Nachhaltigkeit kommt im gesamten Unternehmen und an allen Standorten zum Tragen. Fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie ist ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagement, das sich mit der ganzheitlichen Betrachtung und Überwachung aller umweltrelevanten Bereiche befasst. Hier werden alle Umweltauswirkungen von Pfeiffer Vacuum dokumentiert und Richtlinien zur Vermeidung und Verminderung von Umweltbelastungen aufgezeigt.

Wichtigstes Gut eines Unternehmens sind seine Mitarbeiter - das gilt auch für Pfeiffer Vacuum. Ihr Einsatz und ihre Arbeitskraft sind Kernvoraussetzung dafür, dem hohen Anspruch an uns selbst gerecht zu werden. Dies gilt auch für das Energie- und Umweltbewusstsein. Aus diesem Grund versorgen wir unsere Mitarbeiter regelmäßig mit Informationen über aktuelle Richtlinien zu energie- und umweltrelevanten Themen, Gefahrenstoffmanagement und Effizienzaspekten unserer Produkte.

Ökologische Kennzahlen

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2015 2014
absoluter Verbrauch CO2 -Ausstoß absoluter Verbrauch CO2 -Ausstoß
--- --- --- --- ---
in t in t
--- --- --- --- ---
Ertrag Fotovoltaikanlage (in MWh) - 59 - 35 - 73 - 43
Stromverbrauch (in MWh) 28.642 16.899 28.074 16.564
Gasverbrauch (in MWh) 22.739 5.708 21.917 5.502
Gesamt 22.572 22.023
Benzin (in l) 178.008 413 162.784 378
Diesel (in l) 245.644 640 228.500 595
Gesamt 1.053 973
Wasserverbrauch (in m3 ) 31.819 - 28.656 -

Corporate Governance Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung

Die im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) enthaltenen Empfehlungen und Anregungen sind bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil unserer Unternehmensführung und -kultur. Sowohl die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat als auch eine hohe Transparenz bei der Unternehmenskommunikation und der Rechnungslegung sind seit jeher Grundprinzipien. Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat richten ihre Tätigkeit an diesen Prinzipien aus. Wesentliche Anpassungen an den Kodex waren und sind somit nicht notwendig.

Vorstand und Aufsichtsrat der Pfeiffer Vacuum Technology AG haben im November 2015 die nach § 161 AktG erforderliche Entsprechenserklärung für das Jahr 2015 abgegeben. Sie wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (group.pfeiffer-vacuum.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

Die Pfeiffer Vacuum Technology AG entspricht sämtlichen Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom Mai 2015 mit folgender Ausnahme:

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.1). Der Aufsichtsrat hält eine bestimmte Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat nicht für ein Merkmal, das eine Kandidatin oder einen Kandidaten bei einer Wiederwahl in den Aufsichtsrat disqualifizieren würde und lässt dieses Kriterium deshalb bei der Kandidatenauswahl unberücksichtigt.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Hauptversammlung ist das höchste Organ der Gesellschaft. Auf der Hauptversammlung haben die Aktionäre die Möglichkeit, ihr Stimmrecht selbst auszuüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen. Die Aktionäre treffen auf der Hauptversammlung wesentliche Entscheidungen, etwa über die Gewinnverwendung, die Änderung der Satzung oder die Zustimmung zu Aktienrückkaufprogrammen. Alle für die Hauptversammlung wesentlichen Informationen und Dokumente werden den Aktionären rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Die Tagesordnung und eine Erläuterung der Teilnahmebedingungen sowie die Rechte der Aktionäre werden in der Regel eineinhalb Monate vor dem Hauptversammlungstermin bekannt gegeben. Alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung stehen auch über unsere Internetseite zur Verfügung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auf elektronischem Wege Fragen an die Mitarbeiter unserer Investor-Relations-Abteilung zu richten. Mit unserem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten sowie auf unseren Internetseiten veröffentlicht wird, informieren wir Aktionäre und Interessenten während des Jahres über wesentliche Termine, Veröffentlichungen und Ereignisse. Außerdem stehen wir durch unsere aktive Investor-Relations-Tätigkeit in enger Verbindung mit unseren Aktionären. Darüber hinaus besteht jederzeit die Möglichkeit, sich mit Fragen an das Unternehmen zu wenden.

Vorstand

Seit Ende 2014 besteht der Vorstand aus Diplom-Betriebswirt Manfred Bender (Vorstandsvorsitzender) und Diplom-Ingenieur Dr. Matthias Wiemer.

Die Vorstandsressorts sind wie folgt aufgeteilt:

Vorstand der Pfeiffer Vacuum Technology AG

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Manfred Bender Dr. Matthias Wiemer
Vorsitzender
Controlling/Finanzen Forschung & Entwicklung
EDV Marketing
Einkauf Schulung & Service
Investor Relations Vertrieb
Organisation/Logistik
Personal
Produktion

Die Vorstandsmitglieder sind für die Weiterentwicklung und die Strategie des Unternehmens verantwortlich. Sie sind des Weiteren in das tägliche Geschehen im Unternehmen eingebunden und tragen auch operative Verantwortung.

Bei Ausübung der Vorstandsfunktion gilt das Vier-Augen-Prinzip: Wesentliche Entscheidungen werden stets gemeinsam getroffen. Bei persönlichen Ausgaben wie beispielsweise Spesen ist die Zustimmung eines anderen Vorstandsmitglieds erforderlich. Neben der täglichen engen Zusammenarbeit und gegenseitigen Information findet 14-tägig eine Vorstandssitzung statt. Es wird ein Protokoll verfasst, von dem der Aufsichtsratsvorsitzende eine Kopie erhält.

Der Vorstand arbeitet ausschließlich für Pfeiffer Vacuum. Daneben ist Manfred Bender Mitglied des Aufsichtsrats der Volksbank Heuchelheim eG, Heuchelheim, Deutschland, und wurde darüber hinaus im Dezember 2015 in den Aufsichtsrat der Schunk GmbH, Heuchelheim, gewählt (Beginn der Amtszeit im März 2016).

Aufsichtsrat

Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und der Satzung der Pfeiffer Vacuum Technology AG besteht der Aufsichtsrat aus insgesamt sechs Personen. Vier Personen repräsentieren die Anteilseigner, zwei Personen die Beschäftigten der Gesellschaft.

Im Jahr 2015 gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat. Er setzt sich wie folgt zusammen:

Dr. Michael Oltmanns (Vorsitzender), Rechtsanwalt und Steuerberater
Götz Timmerbeil (stellvertretender Vorsitzender), Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Helmut Bernhardt (Arbeitnehmervertreter), Entwicklungsingenieur
Manfred Gath (Arbeitnehmervertreter), Betriebsratsvorsitzender
Wilfried Glaum, Betriebswirt
Dr. Wolfgang Lust, Unternehmer

Alle Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner wurden im Mai 2011 durch die Hauptversammlung für eine Amtszeit von fünf Jahren wiedergewählt. Für die Wahl unterbreitet der Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat einen Wahlvorschlag. Bei der Auswahl der Kandidaten wird darauf geachtet, dass dem Aufsichtsrat jederzeit Mitglieder angehören, die über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen und hinreichend unabhängig sind. Dabei werden auch die internationale Geschäftstätigkeit des Konzerns und potenzielle Interessenkonflikte berücksichtigt.

Der Aufsichtsrat hat folgende konkrete Ziele seiner Zusammensetzung festgelegt: berufliche Vielfalt (zumindest aus den Bereichen Wirtschaft, Technologie und Recht), Internationalität durch im Ausland erworbene Berufserfahrung, Vermeidung potenzieller Interessenkonflikte durch Ausschluss von Nähebeziehungen zu Wettbewerbern sowie eine Altersgrenze bei Beginn der Amtszeit in Höhe des gesetzlichen Rentenalters. Diese Ziele wurden bisher berücksichtigt, und dies ist auch bei zukünftigen Wahlvorschlägen beabsichtigt.

An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtszeitraum keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gezahlt beziehungsweise gewährt. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten nicht auf. Schließlich sieht die Geschäftsordnung für den Vorstand vor, dass der Aufsichtsrat bei wesentlichen Geschäftsvorfällen seine Zustimmung erteilen muss.

Nach der Empfehlung des DCGK gehören nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder dem Aufsichtsrat von Pfeiffer Vacuum an. Ferner prüft der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit seiner Mitglieder. Dafür hat er Grundsätze für die Beurteilung der Unabhängigkeit festgelegt, die sich insbesondere am Kodex orientieren. Nach diesen Grundsätzen ist die Mehrheit der gegenwärtigen Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig anzusehen, sodass eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands gewährleistet ist.

Die Einrichtung eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) ist bei Pfeiffer Vacuum eine lange geübte Praxis. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Götz Timmerbeil, ist als Wirtschaftsprüfer hervorragend qualifiziert, die Tätigkeiten des Prüfungsausschusses, insbesondere Fragen zur Rechnungslegung, zur Compliance und zum Risikomanagementsystem, zu verantworten.

Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Weitere Ausschüsse des Aufsichtsrats sind der Vorstandsausschuss und der Verwaltungsausschuss. In der Vergangenheit beriet der Vorstandsausschuss im Detail die Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder, bevor sie - entsprechend den Vorgaben des DCGK - vom gesamten Aufsichtsrat beschlossen wurden.

Die Festlegung der Vorstandsvergütung erfolgt unter Beachtung der Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung. Der Verwaltungsausschuss befasst sich insbesondere mit durch den Aufsichtsrat zustimmungspflichtigen Geschäften und mit Verträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern.

Die Zuordnung der Mitglieder des Aufsichtsrats zu den einzelnen Ausschüssen ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:

Personelle Zusammensetzung der Aufsichtsratsausschüsse

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Nominierungsausschuss Prüfungsausschuss Vorstandsausschuss Verwaltungsausschuss
Dr. Michael Oltmanns Vorsitzender Ja Vorsitzender Vorsitzender
Götz Timmerbeil Ja Vorsitzender Ja Ja
Helmut Bernhardt - - - Ja
Manfred Gath - - - -
Wilfried Glaum Ja Ja Ja -
Dr. Wolfgang Lust - - - -

Die folgenden Mitglieder übten weitere Mandate aus - sofern nicht anders angegeben, handelt es sich dabei um Aufsichtsratsmandate:

Dr. Michael Oltmanns:

Becker Mining Systems AG, Friedrichsthal (Vorsitzender), HPC AG, Mannheim (Vorsitzender), ab 1. Oktober 2014, Jetter AG, Ludwigsburg (Vorsitzender) und Scholz AG, Essingen (Vorsitzender), bis 22. Mai 2014
Götz Timmerbeil:

VfL Handball Gummersbach GmbH, Gummersbach (Vorsitzender des Beirats) und Arena Gummersbach GmbH & Co. KG, Gummersbach (stellvertretender Vorsitzender)

Die Gesellschaft hat für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) abgeschlossen.

Zusammenarbeit Vorstand und Aufsichtsrat

Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Corporate Governance und dient dem Wohl der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang finden vierteljährlich Aufsichtsratssitzungen statt, bei denen die Vorstände ausführlich über den Verlauf des operativen Geschäftsberichten.

Gegebenenfalls erläutern auch weitere Führungskräfte die aktuellen Themen ihrer jeweiligen Verantwortungsgebiete. Bei Bedarf werden darüber hinaus außerordentliche Sitzungen abgehalten. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat durch ein monatliches Berichtswesen über die allgemeine Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage.

Vergütungsbericht

Im nachfolgenden Abschnitt wird die Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats erläutert.

Vergütung des Vorstands

Die Vorstandsvergütung wurde vom gesamten Aufsichtsrat verabschiedet und besteht aus einem fixen und einem variablen Teil sowie aus Sachbezügen (Dienstwagen, Unfallversicherung). Der variable Anteil ist grundsätzlich abhängig vom Ergebnis vor Steuern des Konzerns.

Im Jahr 2015 betrug das ausgezahlte und auch als Aufwand erfasste Fixum 380 T € für Manfred Bender und 290 T € für Dr. Matthias Wiemer. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste variable Anteil betrug im Jahr 2015 für Manfred Bender 550 T € und 370 T € für Dr. Matthias Wiemer. Sachbezüge fielen in Höhe von 16 T € beziehungsweise 24 T € an. Somit beträgt die Vergütung für Manfred Bender im Jahr 2015 insgesamt 946 T € (Vorjahr: 792 T €) und für Dr. Matthias Wiemer 684 T € (Vorjahr: 569 T €). Nach einer Gesamtvergütung der zuvor genannten aktiven Vorstandsmitglieder von 1.361 T € im Jahr 2014 beträgt die diesbezügliche Gesamtvergütung im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.630 T €. Die für das Geschäftsjahr 2014 im Jahr 2015 gezahlte kurzfristige variable Vergütung belief sich auf 383 T € für Herrn Manfred Bender und auf 255 T € für Dr. Matthias Wiemer; diese Beträge sind im Jahr 2015 ergebnisneutral zu Lasten einer im Vorjahr gebildeten Rückstellung abgeflossen.

Der variable Anteil besteht in einer Tantieme, die der Aufsichtsrat festlegt. Der Aufsichtsrat kann durch Ermessensausübung verhindern, dass außerordentliche Entwicklungen zu unangemessenen Ausschlägen der variablen Vergütung führen. Die Entwicklung der Tantieme orientiert sich an der Entwicklung des Konzernerfolgs und am Ergebnis vor Steuern. Die Tantieme wird jedoch einem Nachhaltigkeitsvorbehalt unterworfen. Dies bedeutet: Steigt der Erfolg des Konzerns im Bemessungsjahr gegenüber dem Durchschnitt der beiden Vorjahre, ist der Erfolg im Bemessungsjahr bewiesenermaßen nur in Höhe dieses Durchschnitts der beiden Vorjahreserfolge nachhaltig, die Tantieme insoweit also verdient und fällig. In Höhe des darüber hinausgehenden Teils ist die Nachhaltigkeit jedoch noch nicht bewiesen. Deshalb wird von der Tantieme, soweit sie sich an diesem übersteigenden Teil orientiert, nur ein kleinerer Teil mit Feststellung des Jahresabschlusses des Bemessungsjahres fällig (sogenannter Kurzzeitanreiz oder Short Term Incentive). Der größere Teil (sogenannter Langzeitanreiz oder Long Term Incentive) wird dagegen erst zwei Jahre später fällig, und zwar in voller Höhe nur dann, wenn der durchschnittliche Erfolg dieser zwei Folgejahre mindestens so hoch ist wie der durchschnittliche Erfolg der beiden Vorjahre. Fällt er darunter, reduziert sich der Langzeitanreiz entsprechend. Durch diesen Nachhaltigkeitsvorbehalt soll die Honorierung von sogenannten "Strohfeuern" zu Lasten nachhaltiger Ertragskraft vermieden werden.

Für Manfred Bender besteht eine Versorgungszusage in Höhe von unverändert 60 % des letzten Fixgehaltes. Für Dr. Matthias Wiemer besteht eine Versorgungszusage in Höhe von unverändert 40 % des letzten Fixgehaltes. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2015 Nettopensionsaufwendungen nach IFRS in Höhe von 281 T € (Manfred Bender) beziehungsweise 227 T € (Dr. Matthias Wiemer) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (Vorjahr: 209 T € und 170 T €).

Darüber hinaus bestehen Versorgungszusagen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern. Die auf diesen Personenkreis entfallenden Nettopensionsaufwendungen des Jahres belaufen sich auf 60 T € (Vorjahr: 64 T €). Nach 140 T € im Jahr 2014 wurde im aktuellen Jahr insgesamt eine Zuführung zum Pfeiffer Vacuum Trust e. V. in Höhe von 267 T € vorgenommen. Die für Vorstandsmitglieder und ehemalige Vorstandsmitglieder bestehende Nettopensionsverpflichtung beträgt somit 4.675 T € (Vorjahr: 5.660 T €). Die laufenden Pensionen im Jahr 2015 betrugen unverändert 345 T €.

Bis zur Abberufung im Jahr 2014 erhielt Frau Nathalie Benedikt fixe Bezüge in Höhe von 183 T € und Sachbezüge in Höhe von 15 T €. Im Zusammenhang mit der Abberufung von Frau Nathalie Benedikt im Vorjahr wurden keinerlei besondere Leistungen gewährt oder Zusagen erteilt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine fixe Vergütung, die von der Hauptversammlung festgelegt wird. Im Jahr 2011 stimmte die Hauptversammlung einer Erhöhung der Aufsichtsratsvergütung zu. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats sowie die Verteilung auf die einzelnen Mitglieder haben sich daher im Vergleich zum Jahr 2014 nicht verändert. Im Jahr 2015 erhielt Dr. Michael Oltmanns eine Vergütung von 75 T €, während Götz Timmerbeil 50 T € erhielt. Helmut Bernhardt, Manfred Gath, Wilfried Glaum und Dr. Wolfgang Lust erhielten jeweils 25 T €. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats in den Jahren 2014 und 2015 betrug damit jeweils 225 T €.

Sofern Aufsichtsratsmitglieder während eines Geschäftsjahres neu gewählt werden oder ausscheiden, wird die Vergütung zeitanteilig gezahlt.

Negativaussage

Über die genannten Vergütungsbestandteile hinaus gab es im Berichtsjahr keine weiteren Leistungen an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder. Insbesondere wurden keine Aktienoptionen gewährt, keine Darlehensansprüche begründet und keine Haftungszusagen ausgesprochen. Ebenfalls bestehen keine besonderen Vereinbarungen im Zusammenhang mit der Beendigung der Vorstands- oder Aufsichtsratstätigkeit.

Transparenz

Der Anspruch, allen Zielgruppen die gleichen Informationen zum gleichen Zeitpunkt zeitnah zur Verfügung zu stellen, hat in unserer Unternehmenskommunikation einen hohen Stellenwert. Dies äußert sich unter anderem darin, dass alle wesentlichen Informationen in deutscher und englischer Sprache herausgegeben werden. Anteilseigner und Interessenten können sich im Internet direkt über aktuelle Entwicklungen im Konzern informieren. Sämtliche Ad-hoc-Mitteilungen der Pfeiffer Vacuum Technology AG werden auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung gestellt.

Der Erwerb und die Veräußerung von Pfeiffer Vacuum Aktien durch die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats werden gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz unverzüglich europaweit und auch über die Internetseite unter group.pfeiffer-vacuum.com veröffentlicht.

In diesem Zusammenhang haben Herr Manfred Bender (Vorstandsvorsitzender) im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 1.700 Aktien, Herr Dr. Matthias Wiemer (Mitglied des Vorstands) 1.000 Aktien und Herr Götz Timmerbeil (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) 100 Aktien der Gesellschaft erworben. Im Jahr 2015 haben keine diesbezüglichen Transaktionen stattgefunden. Die Beteiligungsquote der Organmitglieder an der Gesellschaft lag per 31. Dezember 2015 damit unverändert bei 0,1 %.

Gleichbehandlung

Der Aufsichtsrat hat entsprechend § 111 Abs. 5 AktG einen Frauenanteil von jeweils 0 - 30 % für den Aufsichtsrat und den Vorstand festgelegt. Die Umsetzung dieser Quote ist bis zum 30. Juni 2017 vorgesehen. Der Aufsichtsrat hält die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht unverändert nicht für ein Merkmal, das eine Kandidatin beziehungsweise einen Kandidaten für eine bestimmte Position besonders qualifizieren würde und lässt dieses Kriterium deshalb bei der Auswahl der geeignetsten Kandidatin beziehungsweise des geeignetsten Kandidaten unberücksichtigt. Folglich wurde auch die Bandbreite für die diesbezügliche Quote weit gewählt. Die Regelung in § 76 Abs. 4 AktG bezieht sich auf die Führungsebenen ausschließlich in der Pfeiffer Vacuum Technology AG. Aufgrund ihrer Holdingfunktion hat diese Gesellschaft nur sehr wenige Mitarbeiter und es bestehen keine weiteren Führungsebenen.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Entsprechend den gesetzlichen Regelungen werden der Konzernabschluss von Pfeiffer Vacuum und die Quartalsfinanzberichte in Übereinstimmung mit den aktuell gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.

Der Einzelabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG als oberste Konzerngesellschaft wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Der vorliegende Konzernabschluss wurde entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2015 durch die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, Deutschland, geprüft. Die Ernst & Young GmbH ist auch Abschlussprüfer für den Einzelabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG.

Mit dem Abschlussprüfer wurde vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Der Abschlussprüfer soll auch über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich berichten. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.

Risiko- und Chancenbericht

Unternehmerisches Handeln dient dazu, den Unternehmenswert durch das gezielte Ausnutzen von identifizierten Chancen zu erhöhen. Untrennbar damit verbunden ist das Eingehen von Risiken. Das von uns eingesetzte Chancen- und Risikomanagementsystem dient der Optimierung des Verhältnisses von Risiken und Chancen im Sinne eines nachhaltigen Geschäftserfolgs. Um dies zu gewährleisten, setzen wir geeignete Instrumente wie ein entsprechendes Handbuch beziehungsweise eine Risikoinventur zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Steuerung ein und entwickeln diese weiter. Die Chancen und Risiken werden nachfolgend auf Basis einer Bruttodarstellung erläutert.

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem von Pfeiffer Vacuum bezieht alle Konzernebenen ein. Das System wird in einem für alle Mitarbeiter zugänglichen Risikohandbuch beschrieben, das nach Bedarf aktualisiert wird. Unsere flache Hierarchie und die schnellen Kommunikationswege helfen, Risiken auf jeder Unternehmensebene rasch zu erkennen und ihnen mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Der eingesetzte Risikobeauftragte überwacht die korrekte Durchführung des Risikomanagements und die vollständige Risikoinventur. Die Risikoinventur wird in den großen Produktionsstandorten durch die Bereichsleiter und in den weiteren Tochtergesellschaften durch deren Geschäftsführer durchgeführt. Durch die Zusammenführung aller Inventuren auf einer aggregierten Ebene ergibt sich ein differenziertes Gesamtbild der Risikolage des Konzerns.

Risikoinventuren werden im Bedarfsfall unterjährig aktualisiert, wobei wir neben der konkreten Beschreibung der Risiken auch den möglichen quantitativen Einfluss auf das Betriebsergebnis, die Eintrittswahrscheinlichkeit und geeignete Gegenmaßnahmen bestimmen. Am Jahresende wird eine vollständige Risikoinventur erstellt, die sowohl vom Risikobeauftragten als auch vom Vorstand überprüft wird. Innerhalb der einzelnen Marktsegmente haben wir darüber hinaus die Bereiche des Risikomanagements definiert und die nötigen Verfahrensabläufe sowie Frühwarn- und Überwachungssysteme etabliert. Das monatliche Konzernberichtswesen unterstützt das Risikomanagement mit vielfältigen Kennzahlen und Berichten, die dem Vorstand und dem Aufsichtsrat als wesentliche Grundlage dienen, regelmäßig über die laufenden Geschäfte zu beraten. Auch der monatlich stattfindende Führungskreis und die monatlichen Telefonkonferenzen sind fest eingerichtete Gremien, die den Bereichsleitern und unseren Tochtergesellschaften die Möglichkeit geben, sich über potenzielle Risiken und deren Behandlung mit dem Vorstand auszutauschen.

Neben dem monatlichen Berichtswesen unterstützt uns unser internes Kontrollsystem (IKS) dabei, Risiken in den täglich ablaufenden Prozessen aufzudecken und so möglichen Fehlentwicklungen vorzubeugen. Hierbei werden vor allem Prozesse überprüft, die einen wesentlichen Einfluss auf das Finanzergebnis von Pfeiffer Vacuum haben. Regelmäßig durchgeführte Kontrollen beugen daher menschlichem Versagen, Systemfehlern und Verstößen gegen die internen Vorschriften vor.

Risikomanagement in Bezug auf die Konzernrechnungslegung (§ 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der identifizierten Risiken ein regelungskonformer Konzernabschluss erstellt wird. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des konzernrechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind konzernweit in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Dabei arbeiten unsere internen Experten fallbezogen auch mit externen Ansprechpartnern zusammen. So können wir sichergehen, dass unsere Rechnungslegung den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach IFRS entspricht.

Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Konzernrechnungslegung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess
Monitoringkontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses durch den Vorstand
Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren (inklusive einer Funktionstrennung)
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen

Chancenmanagementsystem

Das Chancenmanagement von Pfeiffer Vacuum ist eng mit dem Risikomanagement verknüpft, da viele Risiken auch eine Chance bergen, die es gegebenenfalls auszunutzen gilt. Deswegen werden die Risiken der Risikoinventur gleichzeitig auf mögliche Chancen untersucht, woraus sich eine Korrelation ergibt. Ob die möglichen Chancen oder Risiken überwiegen, wird von uns in umfassenden Entscheidungsprozessen analysiert, sodass wir nur Risiken eingehen, die kontrollierbar scheinen und durch die sich bietenden Chancen kompensiert werden.

Um explizit auch die branchen- und gesamtwirtschaftlichen Chancen optimal nutzen zu können, führen wir Markt- und Wettbewerbsanalysen durch. Dadurch erhalten wir einen guten Überblick, um durch die gezielte Nutzung unserer Potenziale unseren Marktanteil weiter auszubauen. Der enge Kontakt zu unseren Kunden hilft uns außerdem dabei, Trends frühzeitig zu erkennen und somit Veränderungen am Markt aktiv zu gestalten.

Auch unser ausgeprägtes Berichtswesen deckt mit Abweichungsanalysen und Entwicklungsprognosen Möglichkeiten in unserer regionalen Struktur auf. Mit unserem weltweit aufgestellten Vertriebsnetz können wir diese Chancen schnell und zielgerichtet ergreifen.

Risikoklassifizierung

Die Klassifizierung der im Folgenden dargestellten Risiken erfolgt entsprechend einer Matrix unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Auswirkung auf das Betriebsergebnis.

Risiken

Gesamtwirtschaft (Risikoklasse: niedrig)

Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir von den weltweiten konjunkturellen Entwicklungen abhängig. Einem Rückgang des weltweiten Wirtschaftswachstums kann sich auch Pfeiffer Vacuum nicht entziehen und muss mit unmittelbaren Einflüssen auf Umsatz und Ergebnis rechnen. Die regionale und marktsegmentbezogene Umsatzverteilung ist bei Pfeiffer Vacuum jedoch ausgewogen und führt zu einem Ausgleich im Gesamtgefüge von Umsätzen in wirtschaftlich schwachen und wirtschaftlich wachsenden Märkten und Industrien. Denn es sind selten alle Regionen und Marktsegmente in gleichem Ausmaß von einer sich verschlechternden wirtschaftlichen Entwicklung betroffen. Trotz der sich insgesamt kompensierenden Entwicklungen können sich Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Segmente ergeben. Der Umsatzanteil im Halbleitermarkt ist signifikant und Pfeiffer Vacuum unterliegt somit heute stärker dessen Schwankungen. Das Management des konjunkturellen Risikos umfasst im Wesentlichen die Steuerung der Kapazitäten und Kosten. Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen es uns, die Produktionskapazitäten schnell an die Entwicklung der Auftragslage anzupassen.

Marktsegmente (Risikoklasse: mittel)

Eng mit den weltweiten konjunkturellen Entwicklungen verbunden sind die Umsätze in den einzelnen Marktsegmenten von Pfeiffer Vacuum. So ist beispielsweise der Forschungs- und Entwicklungsmarkt abhängig von staatlichen Ausgaben und Schwerpunkten bei Forschungsprojekten. Der Halbleitermarkt verfolgt seine eigene Zyklizität, die in Boomphasen große Chancen, in Schwächephasen starke Risiken birgt. Der Beschichtungsmarkt ist eng an Entwicklungen in der Fotovoltaikindustrie geknüpft und hat sich nach der Krise im Jahr 2011 nicht wieder erholt. Das heterogene Marktsegment Industrie folgt in seiner allgemeinen Entwicklung den gesamtwirtschaftlichen Trends. Mit den Trends in den einzelnen Marktsegmenten geht auch die Entwicklung in den Produktkategorien einher. So werden kleinere Turbopumpen und Analyseinstrumente eher in der Analytik benötigt, die tendenziell frühzyklisch reagiert. Vorpumpen kommen in einer größeren Anzahl im Halbleitermarkt zum Einsatz, aber auch in den sonstigen Industrien, die mit den Entwicklungen im Maschinenbau allgemein konform gehen.

Um den Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Marktsegmenten und Produkten zu begegnen, legt Pfeiffer Vacuum sehr viel Wert auf seine breite Aufstellung. Gleichwohl besteht ein überproportional hoher Umsatzanteil in der Halbleiterindustrie. Dies birgt sowohl eine Chance als auch ein Risiko aufgrund der zyklischen Entwicklung dieser Industrie. Die Strategie von Pfeiffer Vacuum zur Abschwächung dieses Risikos besteht darin, auf unseren Vertriebswegen auch die adixen Produkte verstärkt in anderen Industrien zu vermarkten und so den Umsatzanteil der Halbleiterindustrie zu senken. Darüber hinaus schätzen wir, dass der Halbleitermarkt zukünftig über die Zyklen hinaus stark wachsen wird.

Akquisition und Integration (Risikoklasse: niedrig)

Die Integration von erworbenen Unternehmen in den Konzern des Erwerbers stellt immer eine besondere Herausforderung dar. Um bestmöglich auszuschließen, dass sich die mit einem Erwerb verbundenen Erwartungen nicht vollumfänglich erfüllen, werden im Vorfeld eines Unternehmenserwerbs detaillierte Prüfungen in Form einer Due Diligence durchgeführt. Dabei werden insbesondere rechtliche Verhältnisse, technische Ausstattung, Produktionsplanung und aktuelle sowie erwartete finanzwirtschaftliche Situationen der Zielgesellschaft analysiert. Um rechtliche und finanzwirtschaftliche Risiken zu minimieren, wird bei Vorbereitung und Durchführung des Erwerbs auf renommierte Anwalts- und Prüfungsgesellschaften als Berater zurückgegriffen, die langjährige Erfahrungen mit Akquisitionen in den entsprechenden Größenordnungen vorweisen können. Insgesamt wird damit sichergestellt, dass alle Aspekte des Unternehmenserwerbs berücksichtigt wurden. Auch können hieraus Erkenntnisse über mögliche Synergien aus der Akquisition abgeleitet werden. Damit wird das Risiko von unvorhergesehenen Entwicklungen deutlich reduziert. Ganz ausgeschlossen werden kann dieses Risiko allerdings nicht, da eine erfolgreiche Akquisition von vielen weiteren Faktoren abhängig ist. Gleiches gilt auch für eine sich an eine Akquisition anschließende Integration.

Um integrationsbedingte Risiken zu begrenzen, werden bewährte Pfeiffer Vacuum Richtlinien, die einen strukturierten und erfolgreichen Geschäftsbetrieb sicherstellen, in neu erworbenen Gesellschaften implementiert. Des Weiteren werden neu erworbene Gesellschaften bereits unmittelbar nach Erwerb in das Reporting der Pfeiffer Vacuum Gruppe integriert, um eine gezielte Steuerung der einzelnen Gesellschaften zu ermöglichen. Hierzu gehören neben umfangreichen Berichten auch monatliche Telefonkonferenzen und regelmäßige Sitzungen vor Ort in den einzelnen Ländern. Des Weiteren wird das standardisierte Risikomanagementsystem bei allen neuen Konzernunternehmen installiert. Das Risiko der Intransparenz wird somit eliminiert.

Technologie (Risikoklasse: mittel)

Sowohl Produkte als auch Dienstleistungen, die den Kundenbedürfnissen nicht entsprechen, führen unmittelbar zu Umsatzrückgängen und damit zum Verlust von Marktanteilen und Reputation. Daher zählen für Pfeiffer Vacuum unzureichende Innovationsfähigkeit und der Qualitätsverlust bei Produkten und Service zu den wesentlichen Risikofaktoren. Durch stetigen Kundenkontakt und die daraus resultierende Marktnähe wirken wir diesen Risiken entgegen. Die Erkenntnisse über die Bedürfnisse unserer Kunden ermöglichen uns, bedarfsgerechte Produkte zu entwickeln und anzubieten. Auf diese Weise bauen wir unsere Wettbewerbsposition sowie unseren Bekanntheitsgrad weiter aus. Durch unsere Entwicklungsinvestitionen werden wir auch in Zukunft dem Risiko mangelnder Innovation entgegenwirken. Darüber hinaus ist die Einhaltung hoher Qualitätsstandards für uns von größter Bedeutung. Die Zertifizierung nach ISO 9001:2008 erfolgte erstmals im Jahr 1995 und wurde seitdem ohne Unterbrechung erteilt.

Beschaffung und Produktion (Risikoklasse: niedrig)

Auf dem Beschaffungsmarkt bestehen Risiken insbesondere in Form von Lieferengpässen und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. Stillstandszeiten sind als wesentliches Risiko aus produktionstechnischer Sicht zu sehen. Lieferengpässen und Lieferantenabhängigkeiten wirken wir in erster Linie mit der fortdauernden Prüfung alternativer Lieferanten entgegen. Erwarteten Marktknappheiten im Bereich der Rohstoffe und damit einhergehenden Preisrisiken, zum Beispiel bei Stahl und Aluminium, wird durch langfristige Rahmenkontrakte begegnet. Generell ist jedoch anzumerken, dass die Auswirkungen von Preisänderungen im Bereich der Rohstoffe keinen signifikanten Einfluss auf die Ertragslage haben. Für Stillstandszeiten als Folge von zum Beispiel Feuer-, Unwetter- oder Hochwasserschäden bestehen Betriebsunterbrechungsversicherungen. Technisch bedingte Stillstandszeiten werden durch den Einsatz von qualifizierten Technikern und modernen Produktionsmaschinen auf ein geringes Maß reduziert. Zur Vermeidung von Stillstandszeiten tragen auch regelmäßige Wartung und vorbeugende Instandhaltung des Maschinenparks bei.

Personal (Risikoklasse: niedrig)

Als Anbieter von Vakuumlösungen, also einem Spezialgebiet im Maschinenbau, sind wir auf den hohen Qualifizierungsgrad unserer Mitarbeiter und ihr Engagement angewiesen. Dem Risiko des Verlusts dieser Mitarbeiter beziehungsweise der mangelnden Rekrutierungsmöglichkeit von geeignetem Nachwuchs begegnen wir mit verschiedenen Maßnahmen. Eine weiterhin geringe Fluktuationsrate belegt die Akzeptanz bei unseren Mitarbeitern.

Informationstechnologie (Risikoklasse: niedrig)

Durch die softwaregestützte Abbildung der Geschäftsprozesse unterliegen die Unternehmensdaten von Pfeiffer Vacuum einem allgemeinen informationstechnischen Risiko. Hierzu gehören vor allem die Gefahren von Systemausfällen, Datenverlusten sowie Viren- oder Hackerangriffen, die zu einer Unterbrechung der Geschäftstätigkeit führen können.

Die Gefahr von Datenverlusten wird durch die tägliche Sicherung unserer kompletten Unternehmensdaten auf ein Minimum reduziert. Insbesondere unsere Unternehmensdatenbank, mit der Produktion, Materialwirtschaft, Auftragsabwicklung, Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung abgewickelt werden, unterliegt einem hohen Sicherheitsstandard. Alle von unseren Mitarbeitern innerhalb der Serverumgebung erstellten Dateien werden ebenfalls täglich gesichert. Die Aufbewahrung der Datensicherung erfolgt an sicheren, gegen Brand geschützten Orten. Systemausfallzeiten werden durch den Einsatz eines eigenen Supportteams auf ein geringes Maß reduziert. Auch gegen die Gefahr von Computerviren und Hackerangriffen schützt das Unternehmen die Hard- und Software durch regelmäßig aktualisierte Virenscanner und moderne Firewalls.

Währungskurse (Risikoklasse: niedrig)

Aufgrund der ausgeprägten internationalen Aktivitäten und des damit verbundenen hohen Exportanteils unterliegen wir einem Fremdwährungsrisiko. Hinsichtlich der Steuerung der Fremdwährungsrisiken ist zu unterscheiden: Für die konzerninternen US-Dollar-Umsätze führt das Unternehmen ein aktives Währungsmanagement durch. Mit dem Ziel, Kurseinflüsse auf die zukünftigen US-Dollar-Umsätze zu minimieren, werden auch Devisentermingeschäfte und -optionen abgeschlossen. Darüber hinaus ergibt sich in einigen Gesellschaften ein Bewertungsrisiko zum Bilanzstichtag aus den konzerninternen Fremdwährungsforderungen. Sowohl Gewinne und Verluste aus realisierten Devisentermin- und -optionsgeschäften als auch die Bewertungsergebnisse aus den Fremdwährungsforderungen sind in gewissem Umfang steuerbar. Diese schlagen sich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nieder. Neben den Kursrisiken aus dem US-Dollar bestehen für Pfeiffer Vacuum in geringerem Umfang Währungsrisiken aus der Kursentwicklung des koreanischen Won.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind darüber hinaus auch die Erträge und Aufwendungen der ausländischen Vertriebsgesellschaften enthalten, die nicht in Euro berichten und die daher zunächst in Euro umgerechnet werden müssen. Diese Vorgehensweise und die daraus resultierenden Effekte werden im Folgenden am Beispiel der US-Vertriebsgesellschaft dargestellt. Die Ausführungen gelten aber für alle Fremdwährungsgesellschaften, etwa in England oder in Südkorea, analog. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet und um die konzerninternen Lieferungen und Leistungen bereinigt. Unter Vernachlässigung der Vertriebs- und Verwaltungskosten stehen daher im Konzern die Umsätze in US-Dollar den Herstellungskosten in Euro gegenüber. Dabei unterliegen die in US-Dollar fakturierten Umsätze einem Fremdwährungsrisiko (Umrechnungsrisiko), während die Herstellungskosten im Wesentlichen in Euro anfallen und keinen Kurseinflüssen unterliegen. Die Höhe des Umsatzes und des Bruttoergebnisses ist daher unmittelbar durch den Kurs beeinflusst und extern vorgegeben sowie nicht absicherbar Eine gewisse Kompensation dieses Effekts ergibt sich dadurch, dass die Gesellschaft in den USA eigene Vertriebs- und Verwaltungskosten ausweist, die sich entsprechend gegenläufig zum Umsatz verändern (natural hedge). Dabei können - in Abhängigkeit von der Entwicklung des Euro zur jeweiligen Fremdwährung - positive wie negative Effekte auf Umsatz und operatives Ergebnis auftreten.

Liquiditätslage (Risikoklasse: niedrig)

Unabhängig von der konjunkturellen Lage besteht immer ein Risiko in der Zahlungsunfähigkeit eines Kunden (Forderungsausfallrisiko). Liquiditätsrisiken bestehen ganz allgemein darin, den erforderlichen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen zu können. Durch das von Pfeiffer Vacuum seit langem betriebene konsequente Forderungsmanagement und die Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden werden Bonitätsrisiken und damit Forderungsausfälle minimiert. Darüber hinaus ist die Abhängigkeit von einzelnen Kunden begrenzt. Zum Jahresende 2015 existiert unverändert zu den Vorjahren keine Nettoverschuldung, sodass es weiterhin genügend Reserven gibt, um auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten den Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten. Aus dem operativen Geschäft werden ausreichend liquide Mittel generiert, um weiter aus eigener Kraft zu wachsen.

Rechtliche Risiken (Risikoklasse: niedrig)

Die internationale Geschäftstätigkeit von Pfeiffer Vacuum führt dazu, dass das Unternehmen verschiedenen rechtlichen Risiken ausgesetzt ist. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Bereiche nationale und internationale Vertragsgestaltung und Besteuerung. Aus diesen Bereichen können sich unmittelbare Auswirkungen auf die Ertrags- oder die Vermögenslage ergeben. Die Minimierung des Risikos aus Liefer- und Leistungsverträgen erfolgt grundsätzlich über die Verwendung von standardisierten Auftrags- und Geschäftsbedingungen. Bei besonderen Verträgen erfolgt die Prüfung des Vertragswerks zunächst unternehmensintern und gegebenenfalls unter Hinzuziehung eines externen Rechtsberaters. Das zur Beurteilung des täglichen Geschäfts erforderliche Fachwissen wird durch unsere qualifizierten Mitarbeiter eingebracht. Bei komplexen Fragestellungen der nationalen und internationalen Besteuerung bedienen wir uns der Hilfe externer Steuerberater. Produkthaftungsrisiken werden durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Derzeit bestehen keinerlei Rechtsstreitigkeiten, deren Ausgang sich in nennenswertem Umfang auf die Ertrags- oder Vermögenslage auswirken könnte.

Chancen

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen

Die weltweite konjunkturelle Entwicklung zeigte im vergangenen Geschäftsjahr ein moderates Wachstum. Die chinesische Volkswirtschaft dagegen wies etwas niedrigere Wachstumsraten auf, allerdings weiterhin auf einem weit überdurchschnittlichen Niveau. Positive Wachstumstendenzen werden in den Vereinigten Staaten erwartet, sodass sich unsere Position in den USA ebenfalls verbessern wird. Unsere gute Aufstellung hier eröffnet uns die Möglichkeit, auch an diesem Trend partizipieren zu können. Ähnliches gilt für Deutschland, wo derzeit für das Jahr 2016 eine leichte konjunkturelle Verbesserung erwartet wird. Die bereits mehrfach angesprochene Zyklizität der Halbleiterindustrie stellt Chance und Risiko zugleich dar.

Technologie

Durch die langjährige Erfahrung ist Pfeiffer Vacuum sehr erfolgreich darin, marktgerechte und qualitativ hochwertige Produkte zu entwickeln und diese im Markt einzuführen. Basis hierfür ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden, die uns in die Lage versetzt, die Anforderungen der Kunden zu antizipieren und damit einen Zeitvorteil gegenüber den Mitbewerbern zu erzielen. Mit innovativen Produkten und der stetigen Erweiterung des Produktportfolios bestehen Möglichkeiten, die existierenden Märkte besser zu bedienen, und Chancen, zusätzliches Umsatzvolumen durch den Zugewinn von Marktanteilen zu generieren. Dadurch können wir unseren Kunden ein breiteres Produktspektrum anbieten.

Vertrieb

Es war schon immer ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil des Unternehmens, unabhängig von einzelnen Regionen, Produkten oder Märkten zu sein. Daher sehen wir auch weiterhin im Ausbau unseres Vertriebsnetzes eine Chance, um unseren Marktanteil zu erhöhen. Die weltweit agierenden Vertriebsmannschaften sind miteinander vernetzt und es bestehen einheitliche Pfeiffer Vacuum Verkaufsregeln. Hinzu kommen regelmäßige Schulungen für das permanent ergänzte Produktspektrum, sodass der Vertrieb in der Lage ist, die Chancen auf höheren Umsatz bei bestehenden wie auch bei Neukunden zu nutzen.

Produktion und Logistik

Wir haben in den letzten Geschäftsjahren durch die Optimierung der Produktions- und Logistikprozesse die Grundlage geschaffen, unsere Ertragslage weiter zu verbessern. Auch zukünftig sehen wir dadurch eine Chance, unseren Kunden noch schneller qualitativ hochwertige Lösungen bieten zu können. Die Materialflüsse der Fertigung sind konsequent auf moderne Logistikprozesse ausgerichtet. Durch die Reorganisation und die grundlegende Modernisierung der Fertigungen wurden zusätzliche Produktivitätssteigerungen erreicht. Als Lösungsanbieter stellen wir so die Anforderungen unserer Kunden in den Mittelpunkt. Durch die Organisation der Fertigungen richten wir uns nun noch mehr nach den Bedürfnissen unserer Kunden statt nach strikten Planungsvorgaben. Darüber hinaus erhöhen hochmoderne Lagersysteme und der standardisierte Produktversand die Effizienz. Wir sind uns sicher, dass das Zusammenspiel dieser Modernisierungsmaßnahmen uns auch zukünftig dabei helfen wird, die Durchlaufzeiten zu reduzieren. Insgesamt bestehen bei Pfeiffer Vacuum drei größere Produktionsstandorte in Asslar, Göttingen und Annecy.

Personal

Die Entwicklung von marktgerechten neuen Produkten, die permanente Verbesserung der bestehenden Produktpalette, die hohe Präzision der Produktionsprozesse, der Vertrieb unserer Produkte in einem technisch extrem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld und die Verwaltung eines international tätigen, börsennotierten Konzerns erfordern einen hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiterstamm. Wir nutzen daher die Chance, bestehende Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden und gleichzeitig für neue Mitarbeiter ein interessanter Arbeitgeber zu sein. Bei Pfeiffer Vacuum sind seit Jahren attraktive Vergütungskonzepte installiert. Wir sehen uns bestens gerüstet, den Bedarf an qualifizierten Fachkräften und Hochschulabsolventen auch zukünftig decken zu können und Leistungsträger an das Unternehmen zu binden - beides unabdingbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens.

Gesamtaussage zum Risikomanagementsystem und zur Darstellung der Risikolage

Wir sind der Auffassung, dass das eingerichtete Risikomanagementsystem geeignet ist, die vorhandenen Risiken zu erkennen, zu analysieren und zu quantifizieren, um diese adäquat zu steuern. Unser Abschlussprüfer hat das Risikomanagementsystem im Rahmen der Jahresabschlussprüfung einer Prüfung unterzogen. Es gab keine Beanstandungen. Obwohl die Anzahl der dargestellten Risiken höher ist als die der identifizierten Chancen, schätzt Pfeiffer Vacuum die Verteilung von Risiken und Chancen als insgesamt ausgewogen ein. Dies gilt insbesondere auch, weil sich der wirtschaftliche Erfolg des Konzerns auf eine Vielzahl von Produkten für verschiedene Branchen stützt. Da sich die verschiedenen Branchen in ihrer Struktur und in ihren Konjunkturzyklen unterscheiden, trägt diese Diversifikation zu einer Risikominderung bei. Weder für das Berichtsjahr noch für die folgenden Jahre sind den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken erkennbar.

Rating

Die Pfeiffer Vacuum Technology AG unterliegt keinem offiziellen Rating durch Moody's, Standard & Poor's oder ähnliche Agenturen.

Nachtragsbericht

Wesentliche Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfeldes haben sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2016 nicht ergeben.

Ausblick

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Für 2016 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein moderates weltwirtschaftliches Wachstum von 3,4 %. Die entsprechende Zahl für 2015 hat 3,8 % betragen. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer in Summe wird - trotz der weiteren Wachstumsverlangsamung in China - ein leicht höheres Wachstum vorhergesagt. Die Hoffnungen ruhen hier auf Indien, Südostasien (ASEAN) und Afrika. Russland und Brasilien dürften auch 2016 nicht aus ihren Rezessionen herauskommen. Allerdings wird für Russland eine deutlich kleinere Minusrate als im Vorjahr prognostiziert. Für Brasiliens Wirtschaft wird nur eine marginale Besserung erwartet.

In den Industrieländern dürfte sich das moderate Wachstum leicht beschleunigt fortsetzen. Möglich werden soll dies durch eine leichte Belebung in Japan, der Eurozone und Kanada. Sowohl die USA als auch das Vereinigte Königreich sollten ihr solides Wachstumstempo von 2015 beibehalten können.

Für 2016 rechnet der Sachverständigenrat für Deutschland mit einer Zuwachsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,6 %. Weiterhin wird mit einem starken privaten Konsum gerechnet, der zum Anstieg des Bruttoinlandsprodukts beiträgt. Die Beschäftigung dürfte in 2016 voraussichtlich um 300.000 Personen ansteigen. Die Erwartung an die Entwicklung der Bruttoanlageinvestitionen fällt mit 2,7 % eher niedrig aus.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Geschäftssegmente regional unterschiedlich entwickeln.

Maschinenbau

Die VDMA-Volkswirte rechnen für 2016 damit, dass das Produktionsniveau des Vorjahres trotz negativer Einflüsse seitens der weltweiten Nachfrage gehalten werden kann. Der Verfall vieler Rohstoffpreise regt zwar die Konjunktur in den Verbraucherländern an. Doch sind die Preise inzwischen so stark gefallen, dass dies einigen Förderländern inzwischen Probleme bereitet und sie ihre Investitionen daher herunterfahren. Die starke Abwertung des Euro hat in der Eurozone zunächst zwar ebenfalls wie ein Konjunkturpaket gewirkt. Allmählich haben sich aber die Warenströme an die veränderten Wechselkursverhältnisse angepasst. Eine Kehrseite dieser Entwicklung wird sichtbar: Das verarbeitende Gewerbe in den USA leidet unter dem hohen Dollarkurs. Das gilt nicht nur für deren Exporte, sondern auch für den Absatz auf dem amerikanischen Markt. Das trübt die Investitionsfreude der lokalen Industrie. Von den weiterhin niedrigen Zinsen erhofft sich der VDMA keine nennenswerten weiteren expansiven Effekte für die Investitionen. Geopolitische Unruhen und Krisenherde sowie das Fehlen eines klaren Wachstumstrends sorgen für eine vorsichtige Haltung vieler potenzieller Investoren weltweit. In einer ganzen Reihe bedeutender Entwicklungs- und Schwellenländer, die in den vergangenen Jahren für ein hohes Exportwachstum im deutschen Maschinen- und Anlagenbau gesorgt haben, wird das Wachstum vermutlich leicht zurückgehen. Hier ist sogar teilweise mit Minusraten zu rechnen. Bei den BRIC-Staaten sieht der VDMA beispielsweise nur noch für Indien zunehmende Maschinen Importe aus Deutschland.

Der OECD-Frühindikator gilt als verlässlicher Indikator für den Maschinenbau in der EU und zeichnet demgegenüber ein optimistischeres Bild. Mit einem Vorlauf von rund sechs Monaten vermag er, die zukünftige Entwicklung der Maschinenproduktion anzuzeigen. Aktuell signalisiert er positive Entwicklungen, da er Ende 2015 für die Eurozone durchschnittlich bei Werten um 100,6 (Vorjahr: 100,5) lag und somit eine leichte Expansion signalisierte. Dieser positive Trend sollte sich im Laufe des ersten Halbjahres 2016 verstärkt förderlich auf die EU-Maschinenproduktion auswirken.

Im Jahr 2015 lag der Auftragseingang im Bereich "Kompressoren und Vakuumpumpen" 1 % über dem Vorjahresniveau. Zum Vergleich: Für den Maschinenbau insgesamt lagen Auftragseingang und Umsatz lediglich leicht über dem Niveau des Vorjahres. Für 2016 geht der Verband von einer branchenweiten Umsatzstagnation aus.

Entwicklung in den Märkten

Pfeiffer Vacuum teilt seine Kunden in die Marktsegmente Halbleiter, Industrie, Analytik, Forschung & Entwicklung und Beschichtung ein. Das Marktsegment Halbleiter gilt als zyklisch und hat nach einer verhaltenen Entwicklung in den vergangenen drei Jahren im abgelaufenen Jahr 2015 zu einer kräftigen Erholung angesetzt. Die Signale aus dem Markt und von unseren Kunden deuten weiter auf ein gutes Niveau hin. Während einige große Halbleiterunternehmen wieder vermehrt investieren, sind andere Chiphersteller weiterhin mit den nächsten Generationen ihrer Produktreihen beschäftigt.

Der Verlauf dieses Marktsegments wird im aktuellen Geschäftsjahr also wieder naturgemäß davon abhängen, wie schnell und umfangreich unsere Kunden in neue Produktionsanlagen und -technologien Investieren. Grundsätzlich bleibt Pfeiffer Vacuum der starken Überzeugung, dass der Bedarf an Produkten aus der Halbleiterindustrie mit der zunehmenden Komplexität der digitalen Innovationen in fast allen Bereichen des täglichen Lebens generell und überdurchschnittlich wachsen wird - auch wenn diese Entwicklung typischerweise von einer starken Zyklizität geprägt ist.

Im Marktsegment Industrie wird das Auftragswachstum vor allem von neuen Produktentwicklungen sowie dem allgemeinen Trend zur Energieeffizienz und Ressourcenschonung bestimmt. Hier rechnet Pfeiffer Vacuum auch mittelfristig mit einer vergleichsweise stabilen Entwicklung. Eine sehr dynamische Entwicklung erwartet Pfeiffer Vacuum in Bezug auf das Marktsegment Analytik und in gewissem Maße auch bei Forschung & Entwicklung. Analytische Instrumente kommen bei Forschungs- und Qualitätssicherungsaktivitäten in der allgemeinen Industrie und besonders auch im Halbleitersektor zum Einsatz. Das Marktsegment Forschung & Entwicklung ist von politischen Entscheidungen über Förderungen von Projekten und Forschungseinrichtungen abhängig.

Das Marktsegment Beschichtung umfasst Kunden aus den Bereichen Display (LED, OLED), Architekturglas, Solar und vielen anderen Bereichen der Oberflächenveredelung. Dabei leidet die Solarindustrie weiterhin unter gewissen Überkapazitäten, sodass im abgelaufenen Geschäftsjahr nur bedingt in den Aufbau neuer Kapazitäten investiert wurde. Dennoch werden wieder leicht positive Impulse vermeldet. Für das Jahr 2016 geht Pfeiffer Vacuum entsprechend von einer stabilen bis leicht steigenden Entwicklung des Solarmarkts aus - allerdings weit entfernt von dem hohen Niveau vor einigen Jahren.

Umsatzentwicklung 2016

Verbesserte Umsätze mit Kunden aus der Halbleiterindustrie und die anhaltende Stärke in der Analytik waren die wesentlichen Ursachen für den Umsatzzuwachs um 11,0 % auf 451,5 Mio. € im Jahr 2015. Bisher gibt es kunden- und industriespezifische Anzeichen für ein weiterhin starkes Niveau im Jahr 2016. Die Auftragsreichweite beträgt unverändert etwa zwei Monate. Deshalb sollten aus dem Auftragseingang zum Jahresende 2015 keine Rückschlüsse auf den zu erwartenden Gesamtjahresumsatz gezogen werden. Aus den zuvor genannten Gründen und auch angesichts der skizzierten makroökonomischen Wachstumsprognosen - sowohl der Weltkonjunktur als auch der Maschinenbaubranche - wird bei Pfeiffer Vacuum 2016 mit einem deutlichen Umsatzanstieg gerechnet.

Ergebnisentwicklung

Seit der Akquisition von adixen mit Wirkung vom 31. Dezember 2010 schreiben wir bestimmte Beträge als Folge der Kaufpreisallokation weiter planmäßig ab. Diese Belastung betrug 7 Mio. € im Geschäftsjahr 2015 und wird in 2016 voraussichtlich wieder 7 Mio. € betragen. Operative Optimierungsmaßnahmen und die aus der erwarteten Umsatzverbesserung resultierenden Skalenerträge sollten folglich auch zu einer deutlichen Verbesserung des Betriebsergebnisses und der Betriebsergebnismarge im Jahr 2016 beitragen. Als Folge der sehr geringen finanziellen Verbindlichkeiten und der daher niedrigen Finanzaufwendungen erwarten wir die Entwicklung des Ergebnisses vor Steuern parallel zur Entwicklung des Betriebsergebnisses. Die derzeit für 2016 geplanten Investitionen betragen für den gesamten Konzern nach 12 Mio. € im Vorjahr etwa 18 - 20 Mio. €.

Dividende

Pfeiffer Vacuum ist auch als Dividendentitel am deutschen Aktienmarkt bekannt. Dieser Tradition möchte das Unternehmen die Treue halten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung daher vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 3,20 € je Aktie (Vorjahr: 2,65 € je Aktie) auszuschütten. Das entspräche einem Anstieg um 0,55 € je Aktie oder 20,8 %. Mit einem Ausschüttungsvolumen von rund 31,6 Mio. € würden damit 75,3 % des Konzerngewinns an die Anteilseigner ausgezahlt (Vorjahr: 80,7 %).

Dividendenkennzahlen

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2015 2014
Ausschüttungsquote1 in % 75,3 80,7
Dividende je Aktie in € 3,202 2,65
Dividendenrendite in % 3,42 3,9

1 (vorgeschlagene) Ausschüttung im Verhältnis zum Ergebnis nach Steuern des jeweiligen Jahres

2 vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung

Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Prognosebericht enthält Aussagen, Schätzungen und andere Informationen, die auf der Basis von Annahmen über die zukünftige gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung getroffen wurden. Diese Annahmen entsprechen dem aktuellen Stand zur Zeit der Drucklegung dieses Geschäftsberichts. Es bestehen Risiken und Unsicherheiten bezüglich der Eintrittswahrscheinlichkeit der hier getroffenen Aussagen und Schätzungen, sodass die tatsächlichen Entwicklungen wesentlich davon abweichen können.

Wir wollen weiterhin ein hochprofitables Unternehmen bleiben und sehen für das Geschäftsjahr 2016 eine deutlich positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass wir auf Basis der Geschäftsentwicklung zum Ende des Jahres 2015, der strategischen Ausrichtung auf klar definierte Zielmärkte und der derzeitigen Gespräche mit unseren Kunden dieses Ziel erreichen können. Unsere gut ausgebildeten, motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten hierfür eine hervorragende Voraussetzung.

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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in T€ Anhang 2015 2014
Umsatzerlöse 31 451.521 406.642
Umsatzkosten 7, 15 - 276.010 - 263.259
Bruttoergebnis 175.511 143.383
Vertriebs- und Marketingkosten 7 - 59.850 - 52.789
Verwaltungs- und allgemeine Kosten 7 - 35.838 - 29.853
Forschungs- und Entwicklungskosten 7 - 25.479 - 23.936
Sonstige betriebliche Erträge 8 13.297 10.176
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 - 6.882 - 2.237
Betriebsergebnis 31 60.759 44.744
Finanzaufwendungen 9, 32 - 691 - 978
Finanzerträge 9, 13, 32 383 507
Ergebnis vor Steuern 24, 31 60.451 44.273
Ertragsteuern 24 - 18.535 - 11.854
Ergebnis nach Steuern 41.916 32.419
Ergebnis je Aktie (in €):
Unverwässert 34 4,25 3,29
Verwässert 34 4,25 3,29

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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in T€ Anhang 2015 2014
Ergebnis nach Steuern 41.916 32.419
Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis
Beträge, die gegebenenfalls in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Währungsdifferenzen 21 7781 8.083
Ergebnis aus Cash-Flow-Hedges 21, 32 96 - 96
Darauf entfallende latente Steuern 21 - 32 32
7.845 8.019
Beträge, die nicht in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Pensionsbewertung 21, 25 2.269 - 14.916
Darauf entfallende latente Steuern 21 - 585 4.345
1.684 - 10.571
Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis nach Steuern 9.529 - 2.552
Gesamtes Periodenergebnis nach Steuern 51.445 29.867

Konzernbilanz

AKTIVA

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in T€ Anhang 31.12.2015 31.12.2014
Immaterielle Vermögenswerte 10 73.396 77.857
Sachanlagen 11 82.311 85.135
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 12 496 520
Anteile an assoziierten Unternehmen 13 1.618 1.600
Latente Steueransprüche 24 23.267 22.202
Sonstige langfristige Vermögenswerte 14 4.211 4.819
Langfristige Vermögenswerte 185.299 192.133
Vorräte 15 77.743 64.245
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16 58.556 53.649
Ertragsteuerforderungen 5.291 6.325
Geleistete Anzahlungen 1.863 1.230
Sonstige Forderungen 17, 32 9.378 10.028
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 18 115.397 101.468
Kurzfristige Vermögenswerte 268.228 236.945
Summe der Aktiva 31 453.527 429.078
PASSIVA
in T€ Anhang 31.12.2015 31.12.2014
Gezeichnetes Kapital 19 25.261 25.261
Kapitalrücklage 19 96.245 96.245
Gewinnrücklagen 20 195.968 180.201
Sonstige Eigenkapitalbestandteile 21 - 12.450 - 21.979
Eigenkapital der Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG 305.024 279.728
Finanzielle Verbindlichkeiten 23 10.222 20.697
Pensionsrückstellungen 25 43.497 44.203
Latente Steuerschulden 24 4.832 7.614
Langfristige Schulden 58.551 72.514
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 21.245 19.414
Erhaltene Anzahlungen 4.860 3.029
Sonstige Verbindlichkeiten 27 21.931 18.544
Rückstellungen 28 26.982 22.367
Ertragsteuerschulden 4.431 2.974
Finanzielle Verbindlichkeiten 29 10.503 10.508
Kurzfristige Schulden 89.952 76.836
Summe der Passiva 453.527 429.078

Konzern-Eigenkapitalentwicklung

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in T€ Anhang Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Sonstige Eigenkapitalbestandteile Eigenkapital der Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG
Stand 01.01.2014 25.261 96.245 173.931 - 19.427 276.010
Ergebnis nach Steuern - - 32.419 - 32.419
Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis 21, 32 - - - - 2.552 - 2.552
Gesamtes Periodenergebnis - - 32.419 - 2.552 29.867
Dividendenzahlung 20 - - - 26.149 - - 26.149
Stand 31.12.2014 25.261 96.245 180.201 - 21.979 279.728
Ergebnis nach Steuern - - 41.916 - 41.916
Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis 21, 32 - - - 9.529 9.529
Gesamtes Periodenergebnis - - 41.916 9.529 51.445
Dividendenzahlung 20 - - - 26.149 - - 26.149
Stand 31.12.2015 25.261 96.245 195.968 - 12.450 305.024

Konzern-Cash-Flow-Rechnung

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in T€ Anhang 2015 2014
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit:
Ergebnis vor Steuern 31 60.451 44.273
Korrektur Finanzerträge/Finanzaufwendungen 308 471
Erhaltene Finanzerträge 317 425
Gezahlte Finanzaufwendungen - 451 - 750
Gezahlte Ertragsteuern - 16.847 - 17.236
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte 10, 11, 12, 31 20.677 20.492
Gewinne/Verluste aus der Veräußerung von Vermögenswerten 91 - 23
Veränderung Wertberichtigung auf Forderungen 16 178 212
Veränderung Wertberichtigung auf Vorräte 15 3.439 3.876
Sonstige nicht-zahlungswirksame Ergebnisbestandteile 15 446
Veränderungen der Bilanzposten:
Vorräte - 15.471 3.836
Forderungen und sonstige Aktiva - 726 3.484
Rückstellungen, einschließlich Pensionsrückstellungen, und Steuerschulden 1.029 206
Verbindlichkeiten, erhaltene Anzahlungen 6.643 - 7.385
Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 59.653 52.327
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit:
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 10, 11, 12, 31 - 11.655 - 10.012
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 649 352
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit - 11.006 - 9.660
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit:
Dividendenzahlung 20 - 26.149 - 26.149
Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten - 10.483 - 10.548
Mittelabfluss Finanzierungstätigkeit - 36.632 - 36.697
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.914 369
Veränderung des Bestandes an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 13.929 6.339
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 101.468 95.129
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 18 115.397 101.468

Konzernanhang

Erläuterungen zum Unternehmen und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

1. Allgemeine Erläuterungen zum Unternehmen

Die Pfeiffer Vacuum Technology AG mit Sitz in der Berliner Straße 43, 35614 Asslar, Deutschland, ist das Mutterunternehmen im Pfeiffer Vacuum Konzern (kurz "Gesellschaft" oder "Pfeiffer Vacuum"). Die Pfeiffer Vacuum Technology AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und beim Amtsgericht Wetzlar unter der Nummer HRB 44 in das Handelsregister eingetragen. Sie ist im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt am Main notiert und wird im TecDAX geführt.

Pfeiffer Vacuum ist einer der führenden Komplettanbieter von Vakuumtechnik und liefert kundenspezifische Lösungen für die unterschiedlichsten Anforderungen bei der Erzeugung, Steuerung und Messung von Vakuum. Zu den Produkten, die an den Standorten Asslar und Göttingen in Deutschland sowie in Annecy, Frankreich, und Asan, Südkorea, entwickelt und produziert werden, gehören Turbopumpen, ein Spektrum an Vorpumpen wie Drehschieber-, Wälzkolben- und trocken verdichtende Pumpen, komplette Pumpstände, kundenspezifische Vakuumsysteme, Lecksucher und Komponenten.

Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte über ein dichtes Netz von eigenen Vertriebsgesellschaften und freien Handelsvertretungen. An jedem wichtigen Industriestandort der Welt gibt es außerdem Servicestandorte. Die Hauptmärkte der Gesellschaft liegen in Europa, den USA und Asien.

2. Grundlagen der Erstellung des Konzernabschlusses

Übereinstimmungserklärung mit den IFRS

Der Konzernabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Auslegungen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Hierin eingeschlossen sind die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC). Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards wurden grundsätzlich nicht frühzeitig angewendet. Der Konzernanhang enthält darüber hinaus die Angaben entsprechend § 315 a Abs. 1 HGB.

Bewertungsgrundlagen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Davon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Der Konzernabschluss von Pfeiffer Vacuum wird in Euro (€) aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, erfolgt die Darstellung in Tausend Euro (T €). Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Abschluss dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen auftreten.

Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss von Pfeiffer Vacuum werden alle Gesellschaften einbezogen, die der Konzern mittelbar oder unmittelbar beherrscht. Eine Beherrschung wird dann angenommen, wenn der Konzern schwankenden Renditen aus seinem Engagement in den Gesellschaften ausgesetzt ist und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über die Gesellschaften zu beeinflussen.

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Als assoziiert gelten Unternehmen, bei denen der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen mitzuwirken, nicht aber die Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse.

Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt auf Basis von Jahresabschlüssen, die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt wurden. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen oder gemeinschaftlichen Tätigkeiten bestanden zum 31. Dezember 2015 und in den Vorjahren nicht. Außerdem hält der Konzern keine Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode (Acquisition Method). Dabei werden zunächst alle Vermögenswerte (einschließlich gegebenenfalls zusätzlich zu aktivierender immaterieller Vermögenswerte) und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der Beteiligung, also die Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert, mit dem erworbenen neu bewerteten Eigenkapital verrechnet. Ein entstehender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und nur bei Vorliegen einer Wertminderung abgeschrieben (Impairment-Only-Approach).

Alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten, Gewinne und Verluste sowie Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen des Konsolidierungsprozesses eliminiert.

Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen außerhalb der Europäischen Währungsunion wurden in Übereinstimmung mit IAS 21 "The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates" in Euro umgerechnet. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die funktionale Währung der Tochterunternehmen ist die jeweilige lokale Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden dementsprechend mit Mittelkursen zum Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen ausgewiesen.

Im Konzernabschluss werden Wechselkursgewinne und -verluste aus der laufenden Geschäftstätigkeit der einbezogenen Konzerngesellschaften erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

3. Anwendung geänderter beziehungsweise neuer Standards

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Davon abweichend hat der Konzern im Geschäftsjahr 2015 die nachfolgend erläuterten neuen oder überarbeiteten Standards, deren Anwendung verpflichtend war, erstmals angewandt. Aus deren Anwendung ergaben sich grundsätzlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die nachfolgenden Standards wurden vom IASB veröffentlicht und zum Teil bereits in das EU-Recht übernommen. Die Auswirkungen der zukünftigen Anwendung werden gegenwärtig analysiert. Von der Möglichkeit, Standards freiwillig vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.

Anwendung geänderter beziehungsweise neuer Verlautbarungen

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Veröffentlichung durch IASB/IFRIC Anwendungsbereich1
Verpflichtende erstmalige Anwendung im Geschäftsjahr 2015
IFRIC 21 - Abgaben Mai 2013 17 Juni 2014
Verbesserungen zu IFRS 2011- 2013 Dezember 2013 1. Januar 2015
Freiwillig vorzeitig anwendbare Verlautbarungen im Geschäftsjahr 2015
Änderungen an IAS 19 - Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge November 2013 1. Februar 2015
Verbesserungen zu IFRS 2010-2012 Dezember 2013 1. Februar 2015
Änderungen an IAS 16 und IAS 41: Fruchttragende Pflanzen Juni 2014 1. Januar 2016
Änderungen an IFRS 11 - Gemeinsame Vereinbarungen - Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen Mai 2014 1. Januar 2016
Änderungen an IAS 16 und IAS 38 - Klarstellung zulässiger Abschreibungsmethoden Mai 2014 1. Januar 2016
Änderung von IAS 27 - Equity-Methode in Einzelabschlüssen August 2014 1. Januar 2016
Änderung von IAS 1 - Offenlegungsinitiative Dezember 2014 1. Januar 2016
Verbesserungen zu IFRS 2012-2014 September 2014 1. Januar 2016
Verabschiedete, aber im Geschäftsjahr 2015 noch nicht in das EU-Recht übernommene Verlautbarungen
IFRS 9 - Finanzinstrumente Juli 2014 1. Januar 2018
IFRS 15 - Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden Mai 2014 1. Januar 2018
Änderung von IFRS 10 und IAS 28 - Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. in ein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen September 2014 offen
Änderung von IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 - Investmentgesellschaften: Anwendung der Befreiungsregelung von der Konsolidierungspflicht Dezember 2014 1. Januar 2016
IFRS 16 - Leasingverhältnisse Januar 2016 1. Januar 2019
Änderung an IAS 12: Erfassung latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste Januar 2016 1. Januar 2017
Änderungen zu IAS 7: Disclosure Initiativen Januar 2016 1. Januar 2017

1 Geschäftsjahresbeginn gemäß EU-Vorgabe am oder nach dem genannten Datum

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Produkten verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergehen. Grundsätzlich ist dies bei Versand der Waren der Fall. Sofern mit dem Kunden eine Abnahme vereinbart wurde, erfolgt die Umsatzrealisation erst, wenn die Abnahmebestätigung vorliegt. Umsätze aus Servicedienstleistungen werden nach Ausführung realisiert. Sie beinhalten in Rechnung gestellte Arbeitszeiten der Servicemitarbeiter, Ersatzteile und Austauschteile. Rabatte werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst. Zinserträge werden realisiert, wenn die Zinsen entstanden sind. Mieterträge aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden linear über die Laufzeit der Verträge erfasst.

Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach IAS 11 "Construction Contracts" bilanziert. Für die Realisierung von Umsatzerlösen wird die "Percentage-of-Completion-Method" angewendet, wobei der Fertigstellungsgrad nach dem Verhältnis der angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten ("Cost-to-Cost-Method") ermittelt wird. In der Bilanz werden die Forderungen aus Fertigungsaufträgen nach Abzug von Teilabrechnungen in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Umsatzkosten

Die Umsatzkosten umfassen die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Herstellungskosten sowie die Kosten des Servicegeschäfts. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Gemeinkosten einschließlich etwa der Abschreibungen auf Produktionsgebäude und -anlagen. In den Umsatzkosten werden ferner die Aufwendungen für Frachten, Abwertungen auf die Vorräte sowie Kosten für Gewährleistungen ausgewiesen. Für zum Bilanzstichtag realisierte Umsätze werden Gewährleistungsrückstellungen gebildet, die auf historischen Erfahrungswerten basieren.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungs- und Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand gebucht. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert, da die in IAS 38 "Intangible Assets" genannten Aktivierungsvoraussetzungen im Pfeiffer Vacuum Konzern nicht vollständig erfüllt werden.

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und über die erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden sowie beim Sachanlagevermögen die Restwerte werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Für die Nutzungsdauer werden folgende Werte unterstellt:

Erwartete Nutzungsdauer

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Produktionshallen, Produktions- und Verwaltungsgebäude, sonstige gebäudeähnliche Vermögenswerte 20 - 40 Jahre
Technische Anlagen, Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich IT-Ausstattung 3 - 15 Jahre
Immaterielle Vermögenswerte1 2 - 5 Jahre

1 mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts und eines im Rahmen einer Kaufpreisallokation angesetzten Markenrechts bestehen keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer

Planmäßige Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung verursachungsgerecht den Funktionsbereichen zugeordnet.

Die Gesellschaft überprüft die Werthaltigkeit der Vermögenswerte, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Sofern Anzeichen für eine Wertminderung bestehen, führt die Gesellschaft die in IAS 36 "Impairment of Assets" vorgeschriebenen Bewertungen durch. Dabei wird der Buchwert des Vermögenswerts mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Cash-Flows, die abhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cash-Flows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst.

Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Dieses stützt sich auf Bewertungsmultiplikatoren oder andere zur Verfügung stehende Indikatoren für den beizulegenden Zeitwert. Erforderliche Wertaufholungen werden in Folgeperioden bis zur Höhe der Wertaufholungsgrenze ergebniswirksam gebucht. Die Wertaufholungsgrenze wird durch den Betrag bestimmt, der sich bei planmäßiger Abschreibung des Vermögenswerts zum jeweiligen Bilanzstichtag ergeben hätte. Reparatur- und Instandhaltungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts wird mindestens einmal jährlich überprüft. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Ist dies der Fall, wird die zuvor dargestellte Vorgehensweise für Wertminderungen nach IAS 36 "Impairment of Assets" angewendet. Ein sich ergebender Wertminderungsbetrag wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine Wertaufholung in Folgeperioden ist beim Geschäfts- oder Firmenwert nicht zulässig.

Eine Sachanlage oder ein immaterieller Vermögenswert wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und dem Buchwert, gegebenenfalls abzüglich direkt zurechenbarer Veräußerungskosten, ermittelt und erfolgswirksam erfasst.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Immobilien werden dem Bestand der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien zugeordnet, wenn sie zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden. Sie werden mit den Anschaffungs-beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und über die erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben (Anschaffungskostenmodell). Die Beurteilung der Restwerte, der Nutzungsdauern und der Abschreibungsmethoden sowie etwaiger Wertminderungsaufwendungen erfolgt analog zu der bei den Sachanlagen dargestellten Vorgehensweise. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden ausgebucht, wenn sie abgehen oder wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden und kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert führen und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, das heißt zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird. Entsprechend IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" werden Finanzinstrumente bei Zugang den folgenden Kategorien zugeordnet:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert ("Fair Value") bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets Held-for-Trading),
bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Held-to-Maturity-Investments),
Kredite und Forderungen (Loans and Receivables),
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets Available-for-Sale),
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert ("Fair Value") bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Held-for-Trading) und
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Measured at Amortized Cost).

Forderungen, insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und dementsprechend mit den (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet. Sie sind im Allgemeinen unverzinslich. Die Anschaffungskosten werden in Höhe des in Rechnung gestellten Betrags (einschließlich etwaiger Umsatzsteuer) angesetzt. Wertberichtigungen auf Forderungen werden laufend in Abhängigkeit der Wahrscheinlichkeit einer vollständigen oder teilweisen Realisierbarkeit und des Alters gebildet. Eine anschließende Wertaufholung wird ergebniswirksam, maximal bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten, erfasst. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind.

Derivative Finanzinstrumente werden von der Gesellschaft ausschließlich zur Steuerung von Währungsrisiken eingesetzt. Etwa 59 % des Konzernumsatzes sind in ausländischer Währung (nicht Euro, vorwiegend US-Dollar) fakturiert (Vorjahr: 56 %). Die Gesellschaft tätigt Devisentermingeschäfte und -optionen, um ihre zukünftigen Umsätze in Fremdwährung gegen Wechselkursschwankungen abzusichern. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu diesem Zweck erworben. Pfeiffer Vacuum tätigt keine spekulativen Geschäfte. Derivative Finanzinstrumente, die zu Sicherungszwecken eingesetzt werden, werden bei erstmaliger Erfassung sowie in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Änderungen des Marktwerts der Derivate werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, soweit ein Cash-Flow-Hedge nach den Vorgaben des Hedge Accounting in IAS 39 vorliegt und dieser als effektiv eingestuft wird. Eine Umbuchung in die Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen in Form von Wechselkursgewinnen und -verlusten erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des gesicherten Grundgeschäfts. Hedging-ineffektive Bestandteile der Änderungen des Marktwerts von Derivaten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern derivative Finanzinstrumente zwar zu Sicherungszwecken erworben wurden, formal aber die Voraussetzungen des Hedge Accounting gemäß IAS 39 nicht erfüllen, erfolgt die Bewertung ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt jeweils auf Basis von Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- und -abschläge zum Bilanzstichtag. Bezüglich weiterer Informationen zu Finanzinstrumenten wird auf Anmerkung 32 verwiesen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind finanzielle Verbindlichkeiten und werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Ansatz am Bilanzstichtag erfolgt dementsprechend zum Nennwert oder mit dem höheren Rückzahlungsbetrag einschließlich etwaiger Umsatzsteuerbeträge.

Darlehen sind ebenfalls finanzielle Verbindlichkeiten und werden nach der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert in den Folgeperioden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden alle Bestandteile des Effektivzinssatzes berücksichtigt. Erfolgsbeiträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei dem der Konzern über einen maßgeblichen Einfluss verfügt. Bei der Abgrenzung des maßgeblichen vom beherrschenden Einfluss (Vollkonsolidierung) werden alle Einflussfaktoren berücksichtigt, die nach entsprechender Ermessensausübung als substanziell eingestuft werden. Die Bewertung der assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Equity-Methode. Dabei werden die Buchwerte der Gesellschaften jährlich um die anteiligen Ergebnisse, Dividendenausschüttungen und sonstigen Eigenkapitalveränderungen fortgeschrieben. Ein mit einem assoziierten Unternehmen verbundener Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird weder planmäßig abgeschrieben noch einem gesonderten Wertminderungstest unterzogen. Bei Hinweisen auf eine Wertminderung erfolgt eine ergebniswirksame Minderung des Beteiligungsansatzes.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben und alle hochliquiden Anlageformen bei Kreditinstituten mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten. Als Folge des kurzfristigen Anlagehorizonts weist dieser Posten ein geringes Wertschwankungsrisiko auf. Der Finanzmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung wird ebenfalls entsprechend dieser Definition abgegrenzt.

Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Nettoveräußerungswert und Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgewiesen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen alle Kosten des Erwerbs und der Herstellung sowie sonstige Kosten, die dafür angefallen sind, die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Bei selbst erstellten unfertigen und fertigen Erzeugnissen beinhalten die Herstellungskosten neben den zurechenbaren Einzelkosten auch produktionsbezogene Gemeinkosten. Abgänge werden mit dem gewichteten Durchschnittspreis angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden bei den Vorräten nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Darüber hinaus werden Wertberichtigungen auf Überbestände nach Maßgabe interner Richtlinien entsprechend dem Lagerumschlag im Verhältnis zu den zukünftigen Verbräuchen oder Verkäufen ermittelt. Überbestände sind Bestände einzelner Vorratsposten, die die erwarteten Veräußerungs- oder Verbrauchsmengen übersteigen. Die Prognose der künftigen Verbräuche und Verkäufe basiert auf Schätzungen.

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte werden mit fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen, angesetzt. Langfristige Forderungen und Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern aufgrund eines vergangenen Ereignisses gegenwärtig eine rechtliche oder faktische Außenverpflichtung hat und es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einem Nutzenabfluss führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich bestimmbar ist. Die Bewertung erfolgt mit der bestmöglichen Schätzung des Verpflichtungsumfangs.

Pensionen

Die Bewertung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected unit credit method") gemäß IAS 19 "Employee Benefits" Entsprechend dem geänderten IAS 19 werden ab dem Geschäftsjahr 2013 versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen des Anwartschaftsbarwerts (bei Pensionsplänen) oder des versicherungsmathematischen Barwerts der erdienten Ansprüche (bei anderen Versorgungsleistungen) und solche resultierend aus Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den mit dem Diskontsatz gerechneten Vermögenserträgen im Planvermögen sowie aus sonstigen Prämissenänderungen ergebnisneutral in den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen erfasst. In den Pensionsrückstellungen wird damit der tatsächliche Nettoverpflichtungsumfang als Differenz aus dem Anwartschaftsbarwert der Verpflichtung und dem zum Fair Value bewerteten Planvermögen ausgewiesen. Darüber hinaus wird der Ertrag aus Planvermögen in Höhe des Diskontsatzes der Pensionsverpflichtung angenommen. Die Bilanzierung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen erfolgt auf Basis von zum Bilanzstichtag eingeholten versicherungsmathematischen Gutachten. Die bestehenden Pensionspläne sind in Anmerkung 25 erläutert.

Bei beitragsorientierten Pensionszusagen erfolgt die Erfassung als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Zeitpunkt der Entstehung der Beitragsverpflichtung. Rückstellungen werden nur gebildet, sofern die Zahlung nicht im Jahr der Beitragsentstehung erfolgt.

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Ansatz am Bilanzstichtag erfolgt dementsprechend zum Nennwert oder mit dem höheren Rückzahlungsbetrag einschließlich etwaiger Umsatzsteuerbeträge.

Ertragsteuern

Die tatsächlichen Ertragsteuern sind in dem Umfang, in dem sie noch nicht bezahlt sind, als Verbindlichkeit ausgewiesen. Allgemeine steuerliche Risiken im Konzern wurden zusätzlich berücksichtigt. Falls die bereits bezahlten Beträge für Ertragsteuern den geschuldeten Betrag übersteigen, ist der Unterschiedsbetrag als Vermögenswert angesetzt. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden gemäß IAS 12 "Income Taxes" für zeitlich begrenzte Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden in Konzernbilanz und Steuerbilanz oder für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge gebildet (Liability-Methode). Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit von latenten Steueransprüchen berücksichtigt die Unternehmensleitung, ob es eher wahrscheinlich oder eher unwahrscheinlich ist, dass latente Steuern nicht realisiert werden können. Die Realisierbarkeit von latenten Steueransprüchen hängt davon ab, ob zum Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen ein steuerbares Einkommen erwirtschaftet wird, von dem die temporären Differenzen abgezogen werden können. Basis hierfür ist die Steuerplanung im Unternehmen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt unter Verwendung der lokalen Steuersätze, die zum Zeitpunkt der Realisation des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Schuld erwartet werden. Dabei werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Die Auswirkungen von Steuergesetzänderungen werden bereits in dem Jahr ergebniswirksam berücksichtigt, in dem die Änderungen wirksam werden. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Auf latente Steueransprüche wird eine Wertberichtigung gebildet, wenn eine Realisation der zukünftigen Steuervorteile unwahrscheinlich wird. Latente Steueransprüche und -schulden werden miteinander verrechnet, sofern die Ansprüche und Verpflichtungen gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.

Leasing

Gemäß IAS 17 "Leases" sind Leasingverträge in Finanzierungsleasing und Operating-Leasing zu unterteilen. Im Rahmen eines Operating-Leasing erfolgt keine Aktivierung der genutzten Vermögenswerte. Die Leasingzahlungen werden in der Periode aufwandswirksam erfasst, in der sie anfallen.

Beim Finanzierungsleasing werden alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken übertragen. Die genutzten Vermögenswerte werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Gleichzeitig wird eine betragsgleiche Leasingverbindlichkeit passiviert. Die Leasingrate wird in eine Zins- und in eine Tilgungskomponente zerlegt. Während die Zinskomponente ergebniswirksam in den Finanzaufwendungen erfasst wird, reduziert die Tilgungskomponente die Verbindlichkeit. Die aktivierten Vermögenswerte werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Pfeiffer Vacuum agiert in diesem Zusammenhang immer nur als Leasingnehmer.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand, die der Konzern als Kompensation für entstandene Aufwendungen erhält (Aufwandszuschüsse), werden in der Periode erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, in der auch die zu kompensierenden Aufwendungen anfallen.

Bestimmung des Fair Value

IFRS 13 "Fair Value Measurement" enthält einheitliche Regelungen zur Bestimmung des Fair Value und regelt, wie der beizulegende Zeitwert zu ermitteln ist, sofern ein anderer Standard die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erlaubt oder vorschreibt. Im Pfeiffer Vacuum Konzern werden Wahlrechte zur Fair Value-Bilanzierung nicht genutzt.

Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass die Unternehmensführung Einschätzungen vornimmt und Annahmen trifft. Diese Einschätzungen basieren auf den historischen Erfahrungswerten der Unternehmensleitung, werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Einige Bilanzierungsgrundsätze sind als erheblich einzustufen, da sie sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken können und signifikante oder komplexe Schätzungen der Unternehmensleitung erfordern. Die Einschätzungen und Annahmen können von den tatsächlichen Ergebnissen abweichen. Schätzunsicherheiten, die zu einem bedeutenden Risiko einer wesentlichen Anpassung von Buchwerten innerhalb des Geschäftsjahres 2016 führen würden, bestanden nach gegenwärtiger Einschätzung zum 31. Dezember 2015 nicht.

Wesentliche zukunftsbezogene Schätzungen und Annahmen bestehen unter anderem bei der Schätzung der Zahlungsströme im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung bei Geschäfts- oder Firmenwerten, bei der Bildung von Pensions- und Gewährleistungsrückstellungen, bei Schätzungen der Nutzungsdauern des Anlagevermögens oder bei latenten Steueransprüchen. Die wesentlichen Annahmen sind in den Anhangangaben zu den einzelnen Bilanzposten oder in den Bilanzierungsgrundsätzen erläutert. Hinsichtlich der Annahmen, die der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf Anmerkung 10. Die Parameter, die der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen zugrunde gelegt wurden, sind in Anmerkung 25 erläutert. Angaben zu den Nutzungsdauern des materiellen und immateriellen Anlagevermögens sind in Anmerkung 4, Abschnitt "Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte" dargestellt. Weitere Details zu den Rückstellungen sind in Anmerkung 28 enthalten.

Erläuterungen zum Konsolidierungskreis

5. Zusammensetzung des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 sind neben der Muttergesellschaft Pfeiffer Vacuum Technology AG zwei inländische und 18 (Vorjahr: 20) ausländische Tochtergesellschaften auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen.

Pfeiffer Vacuum Konzern zum 31. Dezember 2015

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Sitz Beteilgungsanteil
Pfeiffer Vacuum Technology AG Deutschland
Pfeiffer Vacuum GmbH Deutschland 100,0
Pfeiffer Vacuum Austria GmbH Österreich 100,0
Pfeiffer Vacuum (Schweiz) AG Schweiz 99,4
Pfeiffer Vacuum (Shanghai) Co., Ltd. China 100,0
Pfeiffer Vacuum (India) Private Ltd. Indien 27,01
Pfeiffer Vacuum Ltd. Großbritannien 100,0
Pfeiffer Vacuum Scandinavia AB Schweden 100,0
Pfeiffer Vacuum Inc. USA 100,0
Pfeiffer Vacuum Singapore Ltd. Singapur 100,0
Pfeiffer Vacuum Taiwan Corporation Ltd. Taiwan 100,0
Pfeiffer Vacuum Benelux B.V. Niederlande 100,0
Pfeiffer Vacuum (Xi'an) Co., Ltd. China 100,0
Pfeiffer Vacuum Holding B.V. Niederlande 100,0
Pfeiffer Vacuum Italia S. p. A. Italien 100,0
Pfeiffer Vacuum (India) Private Ltd. Indien 73,01
Pfeiffer Vacuum Korea Ltd. Südkorea 75,51
Trinos Vakuum-Systeme GmbH Deutschland 100,0
Pfeiffer Vacuum SAS 2 Frankreich 100,0
adixen Vacuum Technology (Shanghai) Co., Ltd. China 100,0
adixen Manufacturing Romania S. r. l. 3 Rumänien 100,0
adixen Vacuum Technology Korea Co. Ltd. Südkorea 100,0
Pfeiffer Vacuum Korea Ltd. Südkorea 24,51

1 Beteiligungsquote des Konzerns zusammen 100,0 %

2 umbenannt; vormals adixen Vacuum Products SAS

3 im Januar 2016 umbenannt in Pfeiffer Vacuum Romania S.r.l.

6. Änderungen des Konsolidierungskreises und Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

Im Geschäftsjahr 2015 wurde die Pfeiffer Vacuum Brasil Ltda. liquidiert und ist dementsprechend aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Darüber hinaus wurde die adixen Manufacturing Korea Co., Ltd. auf die adixen Vacuum Technology Korea Co. Ltd. verschmolzen. Wesentliche Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben sich hieraus nicht ergeben.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

7. Funktionskosten

Umsatzkosten

In den Umsatzkosten sind die Herstellungskosten der verkauften Produkte sowie die Kosten der erbrachten Serviceleistungen ausgewiesen. Diese beinhalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsgebäude und -anlagen. Darüber hinaus sind hier die Aufwendungen für Frachten, Abwertungen auf die Vorräte sowie Kosten für Gewährleistungen enthalten.

Vertriebs- und Marketingkosten

Die Vertriebs- und Marketingkosten enthalten überwiegend Personalkosten, Kosten für Marketing und Werbung, Kosten für Messebesuche sowie sonstige Aufwendungen der Verkaufsförderung (zum Beispiel Kataloge, Prospekte etc.).

Verwaltungs- und allgemeine Kosten

Die Verwaltungs- und allgemeinen Kosten enthalten im Wesentlichen Personalkosten, Aufwendungen für die Forderungswertberichtigungen, Kosten der Abschlussprüfung, sonstige allgemeine Beratungskosten sowie alle Aufwendungen, die die Gesellschaft insgesamt betreffen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten die diesem Funktionsbereich zugeordneten Personalkosten und Materialkosten. Die auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation für die adixen Akquisition angesetzten Technologiewerte entfallenden Abschreibungen betrugen im Berichtsjahr und im Vorjahr 3,0 Mio. € und sind ebenfalls Bestandteil der Forschungs- und Entwicklungskosten.

Zur weiteren Analyse der betrieblichen Kosten verweisen wir auf die Ausführungen zu den Umsatzkosten in Anmerkung 15, zur Entwicklung der Pensionskosten in Anmerkung 25 und zur Entwicklung der Personalkosten allgemein in Anmerkung 37.

8. Sonstige betriebliche Erträge und Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung der Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen

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in T€ 2015 2014
Währungskursgewinne 8.914 6.095
Aufwandszuschüsse 4.383 3.958
Sonstiges - 123
Sonstige betriebliche Erträge 13.297 10.176
Währungskursverluste - 6.863 - 2.237
Sonstiges - 19 -
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 6.882 - 2.237

9. Finanzaufwendungen und Finanzerträge

Die im Geschäftsjahr 2015 und im Vorjahr erfassten Finanzaufwendungen und Finanzerträge setzen sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung der Finanzaufwendungen und Finanzerträge

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in T€ 2015 2014
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen - 691 - 978
Finanzaufwendungen - 691 - 978
Zinserträge 365 507
Erträge aus assoziierten Unternehmen 18 -
Finanzerträge 383 507
Finanzergebnis - 308 - 471

Erläuterungen zur Konzernbilanz

10. Immaterielle Vermögenswerte

Im Posten Immaterielle Vermögenswerte werden im Wesentlichen die im Konzern erworbene Software und im Rahmen der adixen Akquisition angesetzte immaterielle Vermögenswerte (unter anderem Technologie, Kundenstamm, Markenrecht) sowie der Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte in den Jahren 2015 und 2014 wird nachfolgend dargestellt

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2015

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in T€ Software Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige immaterielle Vermögenswerte Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Bestand 01.01.2015 5.496 55.155 46.889 107.540
Währungsdifferenzen 11 1.475 1.056 2.542
Zugänge 1.279 - 80 1.359
Abgänge - 496 - - 30 - 526
Stand 31.12.2015 6.290 56.630 47.995 110.915
Kumulierte Abschreibungen
Bestand 01.01.2015 3.532 - 26.151 29.683
Währungsdifferenzen 6 - 978 984
Zugänge 767 - 6.441 7.208
Abgänge - 338 - - 18 -356
Stand 31.12.2015 3.967 - 33.552 37.519
Nettobuchwert 31.12.2015 2.323 56.630 14.443 73.396

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2014

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in T€ Software Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige immaterielle Vermögenswerte Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Bestand 01.01.2014 5.446 53.404 45.243 104.093
Währungsdifferenzen 73 1.751 1.502 3.326
Zugänge 630 - 416 1.046
Abgänge - 653 - - 272 - 925
Stand 31.12.2014 5.496 55.155 46.889 107.540
Kumulierte Abschreibungen
Bestand 01.01.2014 3.514 - 19.182 22.696
Währungsdifferenzen 65 - 863 928
Zugänge 576 - 6.352 6.928
Abgänge - 623 - - 246 - 869
Stand 31.12.2014 3.532 - 26.151 29.683
Nettobuchwert 31.12.2014 1.964 55.155 20.738 77.857

Wertminderungsaufwendungen oder Wertaufholungen für immaterielle Vermögenswerte waren in den Jahren 2015 und 2014 nicht zu erfassen. Die planmäßigen Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte wurden verursachungsgerecht den Funktionsbereichen zugeordnet.

Die im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte und Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Die Werthaltigkeit wurde zum 31. Dezember 2015 im Rahmen eines Impairment-Tests überprüft.

Das im Rahmen der Akquisition angesetzte Markenrecht "adixen" (Buchwert 3,3 Mio. €; Vorjahr: 3,2 Mio. €) hat eine unbestimmte Nutzungsdauer und wurde entsprechend den Umsatzanteilen den Geschäftssegmenten zugeordnet. Hierbei entfielen unter anderem auf Frankreich 0,8 Mio. €, auf Südkorea 1,0 Mio. € und auf die USA 0,6 Mio. €. Ein Abwertungsbedarf hat sich aus dem zum 31. Dezember 2015 durchgeführten Impairment-Test nicht ergeben.

Die im Rahmen des Impairment-Testing verwendeten erzielbaren Beträge (Nutzungswerte) für die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zum 31. Dezember 2015 ermittelt. Basis waren Cash-Flow-Prognosen für die Jahre 2016 bis 2018. Diese ergeben sich aus jährlichen Umsatz- und Kostenplanungen sowie den daraus abgeleiteten operativen Betriebsergebnissen. Dabei werden sowohl die aktuellen diesbezüglichen Ergebnisse als auch die erwarteten Markt-, Wirtschafts- und Wettbewerbsentwicklungen berücksichtigt und mit den Erfahrungen der Vergangenheit verprobt. Die nach dem Detailplanungszeitraum anfallenden Cash-Flows wurden unter Verwendung individueller Wachstumsraten extrapoliert. Die Diskontierung der Cash-Flows erfolgt mit den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC) unter Berücksichtigung der landesspezifischen Risiken.

Für den im Rahmen der adixen Akquisition angesetzten Geschäfts- oder Firmenwert (48,2 Mio. €; Vorjahr: 46,7 Mio. €) wurde der erzielbare Betrag (Nutzungswert) zum 31. Dezember 2015 auf der Grundlage von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt. Die Verteilung dieses Geschäfts- oder Firmenwerts auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und die wesentlichen Annahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde gelegen haben, ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle.

Allokation des adixen Geschäfts- oder Firmenwerts und wesentliche Bewertungsparameter

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31.12.2015 31.12.2014
Geschäftswert

in Mio. €
Abzinsungsfaktor vor Steuern

in %
Langfristige Wachstumsrate

in %
Geschäftswert

in Mio. €
Abzinsungsfaktor vor Steuern

in %
Langfristige Wachstumsrate in %
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 3,4 8,7 1,5 3,4 9,2 1,5
Frankreich 22,9 10,3 1,5 22,9 10,6 1,5
Übriges Europa 2,8 11,2 1,5 2,8 11,4 1,5
USA 8,1 10,0 1,5 7,3 10,7 1,5
Südkorea 4,3 9,3 1,5 4,1 9,6 1,5
China 4,5 9,5 1,5 4,2 9,9 1,5
Übriges Asien 2,2 10,3 1,5 2,0 10,6 1,5

Auch aus der Wertermittlung für die zuvor genannten Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich kein Wertminderungsbetrag.

Der im Rahmen des Impairment-Tests verwendete erzielbare Betrag (Nutzungswert) für den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Trinos Akquisition (unverändert 8,2 Mio. €) wurde ebenfalls zum Bilanzstichtag ermittelt. Die nach dem Detailplanungszeitraum 2016 bis 2018 für diese gesonderte zahlungsmittelgenerierende Einheit anfallenden Cash-Flows wurden unter Verwendung einer Wachstumsrate von unverändert 1,5 % extrapoliert. Der verwendete Abzinsungssatz vor Steuern lag bei 9,0 % (Vorjahr: 9,5 %). Auch aus dieser Wertermittlung ergab sich kein Wertminderungsbetrag.

Bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1,0 %-Punkt würde für den auf die Region Italien allokierten Geschäfts- oder Firmenwert bei sonst konstanten Prämissen der erzielbare Betrag (Nutzungswert) dem Buchwert entsprechen (Vorjahr: 1,0 %-Punkte). Das gleiche Ergebnis würde sich bei einer Reduzierung der im Rahmen der Cash-Flow-Prognose verwendeten nachhaltigen EBIT-Marge um 0,9 %-Punkte auf 5,9 % oder des nachhaltigen Umsatzwachstums um 1,2 %-Punkte ergeben (Vorjahr: 1,0 %-Punkte beziehungsweise 1,1 %-Punkte). Bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 0,6 %-Punkte würde für den auf die Region China allokierten Geschäfts- oder Firmenwert bei sonst konstanten Prämissen der erzielbare Betrag (Nutzungswert) dem Buchwert entsprechen (Vorjahr: 0,5 %-Punkte). Das gleiche Ergebnis würde sich bei einer Reduzierung der im Rahmen der Cash-Flow-Prognose verwendeten nachhaltigen EBIT-Marge um 0,7 %-Punkte auf 5,3 % oder des nachhaltigen Umsatzwachstums um 0,7 %-Punkte ergeben (Vorjahr: 0,6 %-Punkte beziehungsweise 0,6 %-Punkte). Zum 31. Dezember 2015 betrug der Überschuss der Nutzungswerte über den Buchwert bei den genannten zwei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Regionen Italien und China 0,8 Mio. € beziehungsweise 1,6 Mio. €. Im Vorjahr hätte bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 0,5 %-Punkte für den auf die Region Südkorea allokierten Geschäfts- oder Firmenwert bei sonst konstanten Prämissen der erzielbare Betrag (Nutzungswert) dem Buchwert entsprochen. Das gleiche Ergebnis hätte sich im Vorjahr bei einer Reduzierung der im Rahmen der Cash-Flow-Prognose verwendeten nachhaltigen EBIT-Marge um 0,3 %-Punkte auf 3,2 % oder des nachhaltigen Umsatzwachstums um 1,0 %-Punkt ergeben.

11. Sachanlagen

Entwicklung des Sachanlagevermögens 2015

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in T€ Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Bestand 01.01.2015 68.341 70.596 24.983 3.815 167.735
Währungsdifferenzen 336 409 387 125 1.257
Zugänge 1.163 3.869 3.085 2.179 10.296
Abgänge - 122 - 1.327 - 1.274 - - 2.723
Umgliederungen 2.102 752 120 - 2.974 -
Stand 31.12.2015 71.820 74.299 27.301 3.145 176.565
Kumulierte Abschreibungen
Bestand 01.01.2015 26.819 41.448 14.333 - 82.600
Währungsdifferenzen 8 134 220 - 362
Zugänge 3.802 6.850 2.793 - 13.445
Abgänge - 122 - 945 - 1.086 - - 2.153
Stand 31.12.2015 30.507 47.487 16.260 - 94.254
Nettobuchwert 31.12.2015 41.313 26.812 11.041 3.145 82.311

Entwicklung des Sachanlagevermögens 2014

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in T€ Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Bestand 01.01.2014 67.247 67.156 24.055 2.338 160.796
Währungsdifferenzen 715 619 321 50 1.705
Zugänge 1.188 2.960 2.730 2.088 8.966
Abgänge - 1.107 - 468 - 2.157 - - 3.732
Umgliederungen 298 329 34 - 661 -
Stand 31.12.2014 68.341 70.596 24.983 3.815 167.735
Kumulierte Abschreibungen
Bestand 01.01.2014 24.014 34.329 13.556 - 71.899
Währungsdifferenzen 190 225 205 - 620
Zugänge 3.680 7.309 2.551 - 13.540
Abgänge - 1.065 - 415 - 1.979 - - 3.459
Stand 31.12.2014 26.819 41.448 14.333 - 82.600
Nettobuchwert 31.12.2014 41.522 29.148 10.650 3.815 85.135

Im Berichtsjahr dienten Gebäude und Maschinen mit einem Buchwert von 3.275 T € (Vorjahr: 3.148 T €) als Sicherheit für finanzielle Verbindlichkeiten des Konzerns.

Im Berichtsjahr und im Vorjahr ergaben sich für das Sachanlagevermögen keine Wertminderungsbeträge oder Wertaufholungen.

12. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Entwicklung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien

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in T€ 2015 2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01. 861 861
Zugänge - -
Abgänge - -
Umgliederungen - -
Stand 31.12. 861 861
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01. 341 317
Zugänge 24 24
Abgänge - -
Umgliederungen - -
Stand 31.12. 365 341
Nettobuchwert 31.12. 496 520

Die in diesem Posten ausgewiesenen Immobilien waren in den Jahren 2015 und 2014 vermietet. Die erzielten Mieterträge und die direkten operativen Aufwendungen belaufen sich unverändert auf 51 T € beziehungsweise 26 T €. Wertminderungsaufwendungen oder Wertaufholungen waren im Berichtsjahr und im Vorjahr nicht zu erfassen.

Der Marktwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien zum 31. Dezember 2015 beläuft sich unverändert auf 0,5 Mio. €. Er wurde auf Basis eigener Berechnungen unter Verwendung der erwarteten abgezinsten Einnahmeüberschüsse während der geschätzten Restnutzungsdauer und eines angemessenen Zinssatzes ermittelt (Stufe 3 der Hierarchieebenen gemäß IFRS 13).

13. Anteile an assoziierten Unternehmen

Seit dem Jahr 2010 hält Pfeiffer Vacuum insgesamt 24,9 % der Anteile an der Dreebit GmbH, Dresden, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Bereich des Service von Vakuumpumpen und -systemen tätig und betreibt darüber hinaus eine Entwicklung im Bereich der Medizintechnik.

Zusammensetzung des Beteiligungsbuchwerts

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in T€ 2015 2014
Kurzfristige Vermögenswerte 1.475 1.337
Langfristige Vermögenswerte 6.388 6.751
Kurzfristige Schulden - 613 - 1.211
Langfristige Schulden - 751 - 450
Eigenkapital 6.499 6.427
Beteiligungsquote 24,90 % 24,90 %
Beteiligungsbuchwert 1.618 1.600

Stand: 31.12.

Bei Umsatzerlösen von 6.510 T € (Vorjahr: 5.441 T €) erwirtschaftete die Dreebit GmbH im Jahr 2015 ein Ergebnis von 74 T € (Vorjahr: ausgeglichenes Ergebnis). Die Veränderung des Beteiligungsbuchwerts wird in den Finanzerträgen ausgewiesen (siehe auch Anmerkung 9).

14. Sonstige langfristige Vermögenswerte

In den sonstigen langfristigen Vermögenswerten werden langfristige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen, unter anderem hinterlegte Kautionen (886 T €, Vorjahr: 1.220 T €).

15. Vorräte

Zusammensetzung der Vorräte

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in T€ 2015 2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 30.573 23.205
Unfertige Erzeugnisse 20.112 15.262
Fertigerzeugnisse 27.058 25.778
Vorräte, netto 77.743 64.245

Stand: 31.12.

Der Materialaufwand des Jahres 2015 beläuft sich auf 171,9 Mio. € (Vorjahr: 166,1 Mio. €) und ist in den Umsatzkosten ausgewiesen.

Im Jahr 2015 wurde ein Betrag von 3.439 T € (Vorjahr: 3.876 T €) aus zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräten als Aufwand erfasst. Dieser Aufwand ist Bestandteil der Umsatzkosten.

16. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Gesellschaft vergibt im Rahmen ihres normalen Geschäfts Lieferkredite an ein breites Spektrum von Geschäftskunden. Sie prüft regelmäßig deren Kreditwürdigkeit und bucht Wertberichtigungen, um ermittelte Risiken adäquat abzudecken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Zusammensetzung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in T€ 2015 2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 59.752 54.888
Wertberichtigungen - 1.196 - 1.239
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 58.556 53.649

Stand: 31.12.

Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen

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in T€ 2015 2014
Bestand 01.01. 1.239 1.347
Währungsdifferenzen 50 87
Zuführungen 178 212
Verbrauch - 271 - 407
Bestand 31.12. 1.196 1.239

Zusammensetzung der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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Davon: weder wertberichtigt noch überfällig Davon: nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
in T€ Buchwert < 30 Tage 30 - 60 Tage 61 - 90 Tage 91 - 180 Tage 181 - 360 Tage > 360 Tage
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
2015 58.556 46.072 8.145 2.171 658 401 455 358
2014 53.649 43.967 6.081 1.685 763 292 127 239

Stand: 31.12.

Zum 31. Dezember 2015 wurden Forderungen im Nennwert von 1.492 T € wertberichtigt (31. Dezember 2014: 1.734 T €).

Im Jahr 2015 wurden insgesamt 37 T € für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aufgewendet (Vorjahr: 145 T €).

Die zum 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalteten nach dem Leistungsfortschritt vereinnahmte Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen in Höhe von 764 T €. Diese resultierten aus den im Vorjahr realisierten Umsatzerlösen in Höhe von 3.113 T € abzüglich Teilabrechnungen in Höhe von 2.349 T €. Die bis dahin insgesamt angefallenen Auftragskosten zuzüglich der anteiligen Gewinne betrugen 3.113 T €. Im Berichtsjahr gab es in diesem Zusammenhang keine entsprechenden Sachverhalte.

17. Sonstige Forderungen

Zum 31. Dezember 2015 wurden hier 9.378 T € (31. Dezember 2014: 10.028 T €) ausgewiesen. Wie im Vorjahr ist dieser Posten im Wesentlichen bedingt durch Aufwandszuschüsse in Höhe von 3.110 T € (31. Dezember 2014: 2.934 T €) und aktivierte Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von 1.117 T € (31. Dezember 2014: 823 T €).

Es bestehen darüber hinaus bereits geltend gemachte Schadenersatzansprüche im Zusammenhang mit einem früheren Unternehmenskauf, die bisher nicht angesetzt worden sind. Von der Angabe weitergehender Informationen wird aufgrund des laufenden Verfahrens abgesehen, um mögliche negative Auswirkungen hierauf zu vermeiden.

18. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthält die Guthaben bei Kreditinstituten und den Kassenbestand. Daneben erfasst die Gesellschaft Festgeldguthaben mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten in diesem Posten. Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht dem Buchwert.

19. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das gezeichnete Kapital der Pfeiffer Vacuum Technology AG (Konzernmuttergesellschaft) zum 31. Dezember 2015 besteht im Vergleich zum Vorjahr unverändert aus 9.867.659 ausgegebenen und im Umlauf befindlichen nennwertlosen Stückaktien.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 ist der Vorstand ermächtigt, das gezeichnete Kapital um 12.631 T € oder 4.933.829 Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Diese Ermächtigung gilt bis zum 25. Mai 2016 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats. Das genehmigte Kapital zum 31. Dezember 2015 betrug 9.186 T €.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 ist der Vorstand ermächtigt, Teilschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten, Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern Wandlungsrechte auf bis zu 2.466.914 Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 6.315.299,84 € zu gewähren. Diese Ermächtigung gilt bis zum 21. Mai 2019 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats.

In den Jahren 2015 und 2014 haben sich keine Veränderungen der Kapitalrücklage ergeben.

20. Gezahlte und vorgeschlagene Dividenden

Auf der Hauptversammlung am 21. Mai 2015 wurde eine Dividende von 2,65 € je Aktie beschlossen (Hauptversammlung am 22. Mai 2014: 2,65 € je Aktie). Die daraufhin erfolgte Ausschüttung im Jahr 2015 belief sich auf insgesamt 26.149 T € (Vorjahr: 26.149 T €).

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft werden der Hauptversammlung vorschlagen, die Aktionäre am Erfolg des Unternehmens in Form einer Dividende von 3,20 € je Aktie zu beteiligen. Dieser Vorschlag steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Hauptversammlung. Die sich danach ergebende Auszahlung in Höhe von 31.577 T € ist zum 31. Dezember 2015 aufgrund der Zustimmungserfordernis durch die Hauptversammlung nicht als Verbindlichkeit erfasst.

21. Sonstige Eigenkapitalbestandteile

Die sonstigen Eigenkapitalbestandteile setzen sich grundsätzlich aus den unrealisierten Gewinnen/Verlusten aus Kurssicherungsgeschäften, den ergebnisneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens mit dem Zeitwert sowie den Währungsumrechnungsdifferenzen zusammen.

Entwicklung der sonstigen Eigenkapitalbestandteile

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in T€ Pensionsbewertung Unrealisierte Gewinne/Verluste Kurssicherung Unterschiede aus Währungsumrechnung Gesamt
Bestand 01.01.2014 - 16.116 - - 3.311 - 19.427
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (nach Steuern) - 10.571 - - - 10.571
Ergebnisneutrale Nettoänderung Cash-Flow-Hedges (nach Steuern) - - 64 - - 64
Veränderung Währungsumrechnung - - 8.083 8.083
Bestand 31.12.2014 - 26.687 - 64 4.772 - 21.979
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (nach Steuern) 1.684 - - 1.684
Ergebnisneutrale Nettoänderung Cash-Flow-Hedges (nach Steuern) - 64 - 64
Veränderung Währungsumrechnung - - 7781 7.781
Bestand 31.12.2015 - 25.003 - 12.553 - 12.450

Auf Grund der Laufzeit aller Cash-Flow-Hedges von unter einem Jahr werden die ausgewiesenen Jahresendbestände jeweils im Folgejahr erfolgswirksam. Die neuen Jahresendbestände resultieren aus Veränderungen des jeweiligen Jahres und somit nicht aus Vorjahren.

Steuereffekte auf das direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnis

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2015 2014
in T€ Bruttobetrag Steuereffekt Nettobetrag Bruttobetrag Steuereffekt Nettobetrag
--- --- --- --- --- --- ---
Pensionsbewertung 2.269 - 585 1.684 - 14.916 4.345 - 10.571
Cash-Flow-Hedges 96 - 32 64 - 96 32 - 64
Währungsumrechnung 7.781 - 7781 8.083 - 8.083
Gesamtes direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis 10.146 - 617 9.529 - 6.929 4.377 - 2.552

Stand: 31.12.

22. Eigene Aktien

Auf der Hauptversammlung am 21. Mai 2015 haben die Aktionäre den Vorstand zum Rückkauf eigener Aktien entsprechend § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt. Diese Ermächtigung erstreckt sich auf einen Rückkauf eines anteiligen Betrags vom Grundkapital von bis zu 2.526.120,70 € (986.766 Aktien entsprechend 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung), bedarf zur Ausübung der Zustimmung des Aufsichtsrats und ist gültig bis zum 20. Mai 2020.

23. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der adixen Gesellschaften wurde zum 31. Dezember 2010 ein langfristiges Bankdarlehen mit einem Nettomittelzufluss von 67,0 Mio. € aufgenommen. Dieses Darlehen ist variabel verzinslich auf Basis des Euribor zuzüglich einer Marge. Die Zinsabrechnung erfolgt quartalsweise. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Zinsaufwendungen von 0,3 Mio. € erfasst (0,6 Mio. € in 2014). Unter Berücksichtigung der über die Darlehenslaufzeit zu erfassenden Kreditkosten beträgt der Bilanzausweis zum 31. Dezember 2015 insgesamt 10,0 Mio. € (31. Dezember 2014: 20,0 Mio. €). Garanten des Kreditvertrags sind die Pfeiffer Vacuum Technology AG und die Pfeiffer Vacuum GmbH. Im Kreditvertrag hat sich der Konzern zur Einhaltung einer festgelegten Finanzkennzahl verpflichtet. Diese Kennzahl wurde in den Jahren 2015 und 2014 eingehalten. Weitere langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 0,2 Mio. € (31. Dezember 2014: 0,7 Mio. €) resultieren aus der externen Finanzierung einiger Konzerngesellschaften. Derzeit ist von einer Tilgung im Jahr 2017 auszugehen. Die Mittelabflüsse aus Zinsen betragen voraussichtlich 0,1 Mio. € in 2016 und 0,1 Mio. € in 2017.

Dem Pfeiffer Vacuum Konzern stehen Kreditlinien in Höhe von 41,0 Mio. € (31. Dezember 2014: 28,1 Mio. €) für operative Zwecke zur Verfügung.

24. Ertragsteuern

Den deutschen Steuergesetzen entsprechend setzt sich die Ertragsteuer für die deutschen Gesellschaften aus Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag zusammen.

Die Ermittlung des Steueraufwandes basiert auf folgenden Gewinnen vor Steuern

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in T€ 2015 2014
Deutschland 38.901 34.094
Ausland 21.550 10.179
Gesamt 60.451 44.273

Zusammensetzung des Steueraufwands

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in T€ 2015 2014
Laufende Steuern
Deutschland 12.992 9.627
Ausland 9.670 6.586
22.662 16.213
Latente Steuern
Deutschland - 801 - 128
Ausland - 3.326 - 4.231
- 4.127 - 4.359
Steueraufwand 18.535 11.854

Der laufende Steueraufwand des Jahres 2015 entfällt mit 21.258 T € auf das im Jahr 2015 erwirtschaftete Ergebnis (Vorjahr: 16.426 T €). Darüber hinaus sind in diesem Posten Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von 1.404 T € enthalten (Vorjahr: Steuererstattungen von 213 T €).

Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand

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in T€ 2015 2014
Ergebnis vor Steuern 60.451 44.273
Erwarteter Steueraufwand bei Anwendung des Steuersatzes des Mutterunternehmens (28,81 %) 17.416 12.755
Steueraufwand/-erstattungen für Vorjahre 1.404 - 213
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 1.187 289
Effekte im Zusammenhang mit Dividendenzahlungen 389 68
Höhere ausländische Steuersätze 151 341
Nicht steuerbare Erträge - 1.843 - 1.247
Sonstiges - 169 - 139
Steueraufwand 18.535 11.854

Nach 26,8 % im Vorjahr beläuft sich die Steuerquote des Konzerns im Jahr 2015 auf 30,7 %.

Die latenten Steuern entfallen auf folgende Bilanzposten

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in T€ 2015 2014
Latente Steueransprüche
Pensionen 16.842 16.847
Vorräte 6.226 5.191
Personalrückstellungen und sonstige Rückstellungen 2.714 2.897
Steuerliche Verlustvorträge 2.610 2.270
Sachanlagen 497 498
Forderungen (einschl. Wertberichtigungen) 291 267
Immaterielle Vermögenswerte 103 136
Derivate 18 53
Sonstiges 162 153
Summe latente Steueransprüche 29.463 28.312
Latente Steuerschulden
Sachanlagen - 6.000 - 6.622
Immaterielle Vermögenswerte - 4.369 - 6.329
Forderungen (einschl. Wertberichtigungen) - 243 - 255
Vorräte - 207 - 186
Steuerbegünstigte Rücklagen einer schwedischen Konzerngesellschaft - 49 - 126
Personalrückstellungen und sonstige Rückstellungen - - 4
Sonstiges - 160 - 202
Summe latente Steuerschulden - 11.028 - 13.724
Gesamtbetrag latente Steuern, netto 18.435 14.588

Stand: 31.12.

Ausgewiesene Beträge in der Bilanz

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in T€ 2015 2014
Latente Steueransprüche 23.267 22.202
Latente Steuerschulden - 4.832 - 7614
Gesamtbetrag latente Steuern, netto 18.435 14.588

Stand: 31.12.

Ausgewiesene latente Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung

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in T€ 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte - 1.927 - 1.858
Vorräte - 908 - 353
Sachanlagen - 601 - 550
Pensionen - 590 - 653
Steuerliche Verlustvorträge - 254 -1.037
Steuerbegünstigte Rücklagen einer schwedischen Konzerngesellschaft - 79 - 75
Forderungen (einschl. Wertberichtigungen) - 30 139
Personalrückstellungen und sonstige Rückstellungen 263 19
Derivate 2 - 75
Finanzielle Verbindlichkeiten - 83
Sonstiges - 3 1
Summe latente Steuern (Ertrag) - 4.127 - 4.359

Zum 31. Dezember 2015 enthält der von der Gesellschaft ausgewiesene Bestand an latenten Steueransprüchen ergebnisneutral gebildete latente Steuern von 9.568 T € (31. Dezember 2014: 10.179 T €). Der ausgewiesene Bestand an latenten Steuerschulden enthält ergebnisneutral gebildete latente Steuern in Höhe von - 874 T € (31. Dezember 2014: - 880 T €). Der Betrag in 2015 entfällt ausschließlich auf direkt im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (Vorjahr: versicherungsmathematische Gewinne /Verluste).

Für steuerliche Verluste in Höhe von 829 T € (davon 635 T € verrechenbar bis 2019 und 194 T € verrechenbar bis 2020) wurden keine latenten Steueransprüche angesetzt, da diese Verluste bis zum Verfall voraussichtlich nicht mit steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können.

Es wurden keine Steuerrückstellungen für eine eventuell anfallende Quellensteuer auf zukünftige Ausschüttungen der ausländischen Tochtergesellschaften gebildet. Der Bilanzgewinn dieser Gesellschaften steht für das operative Geschäft zur Verfügung und wird erst steuerbar, wenn er in Form einer Dividende ausgezahlt wird. Dem derzeitigen deutschen Recht entsprechend sind Dividendenausschüttungen von in- und ausländischen Kapitalgesellschaften zu 95 % steuerfrei. Lediglich 5 % der Dividende sind als nicht abzugsfähige Aufwendungen bei der Steuerrechnung zu berücksichtigen. Die Geschäftsleitung erwartet hieraus in Deutschland keine wesentlichen zusätzlichen Steuerbelastungen.

25. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne

Zusammensetzung der in der Bilanz ausgewiesenen Nettoverpflichtung

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in T€ 2015 2014
Barwert der fondsgedeckten Pensionsanwartschaften 93.160 92.589
Barwert der nicht fondsgedeckten Pensionsanwartschaften 9.347 8.820
Barwert der Pensionsanwartschaften 102.507 101.409
Zeitwert des Planvermögens - 59.010 - 57.206
In der Bilanz erfasste Nettoverpflichtung 43.497 44.203

Stand: 31.12.

Regionale Verteilung der in der Bilanz ausgewiesenen Nettoverpflichtung

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in T€ 2015 2014
Deutschland 30.723 33.694
Europa (ohne Deutschland) 8.433 8.023
Rest der Welt 4.341 2.486
In der Bilanz erfasste Nettoverpflichtung 43.497 44.203

Stand: 31.12.

Bei der Pfeiffer Vacuum GmbH bestehen Versorgungsregelungen in Form von zugesagten Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Diese Verpflichtungen basieren einerseits auf Versorgungsregelungen mit dienstzeitabhängigen, endgehaltbezogenen Leistungszusagen, die für Neueintritte aber bereits seit langem ausgeschlossen sind. Seit dem 31. Dezember 2007 besteht für neue Eintritte eine Versorgungsregelung als Direktzusage, die als leistungsorientierte Zusage in Form einer kapitalbasierten Versorgung ausgestaltet wurde. Damit besteht für grundsätzlich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Gesellschaft eine arbeitgeberfinanzierte Versorgungszusage, die über den Pfeiffer Vacuum Trust e.V. teilweise ausfinanziert ist. Gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen bestehen in beiden Plänen nicht.

Für Mitglieder des Vorstands der Pfeiffer Vacuum Technology AG bestehen nach erfolgter Wiederbestellung grundsätzlich einzelvertragliche Zusagen in Form von Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Diese Verpflichtungen basieren auf dienstzeitabhängigen, endgehaltbezogenen Leistungszusagen und sind ebenfalls über den Pfeiffer Vacuum Trust e.V. weitgehend ausfinanziert. Gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen bestehen auch hier nicht. Weitere Details zu diesen Versorgungszusagen sind im Vergütungsbericht als Bestandteil des Konzernlageberichts ausgeführt.

Bei der Pfeiffer Vacuum Inc., USA, besteht eine Versorgungsregelung in Form von zugesagten Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen auf Basis von dienstzeitabhängigen, endgehaltbezogenen Leistungszusagen. Diese Zusagen sind über ein Treuhandmodell teilweise ausfinanziert. Mindestfinanzierungsverpflichtungen bestehen hier nicht.

Bei der Pfeiffer Vacuum SAS, Frankreich, und der adixen Vacuum Technology Korea Co., Ltd., Südkorea, bestehen Zusagen im Hinblick auf eine dienstzeitabhängige, gehaltbezogene Einmalleistung, die bei Erreichen des Renteneintrittsalters fällig wird. Die Zusagen der adixen Vacuum Technology Korea Co., Ltd. sind teilweise ausfinanziert. In Frankreich und Südkorea bestehen ebenfalls keine gesetzlichen Mindestfinanzierungsverpflichtungen.

Zusammensetzung des Nettopensionsaufwands

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in T€ 2015 2014
Dienstzeitabhängiger Aufwand 3.605 2.980
Nettozinsaufwand 924 940
Nettopensionsaufwand 4.529 3.920

Der Nettopensionsaufwand wurde verursachungsgerecht den Funktionsbereichen zugeordnet.

Entwicklung der Pensionsanwartschaften

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in T€ 2015 2014
Barwert der Pensionsanwartschaften am 01.01. 101.409 81.085
Dienstzeitabhängiger Aufwand 3.605 2.980
Zinsabhängiger Aufwand 2.237 2.960
Gewinne / Verluste aus der Änderung demografischer Annnahmen 375 136
Gewinne / Verluste aus der Änderung finanzieller Annnahmen - 2.431 16.827
Erfahrungsbedingte Gewinne / Verluste - 702 - 557
Pensionszahlungen - 3.148 - 2.939
Währungsdifferenzen 1.162 917
Barwert der Pensionsanwartschaften am 31.12. 102.507 101.409
Davon entfallen auf:
Aktive 60.513 59.165
Unverfallbar Ausgeschiedene 3.356 4.247
Pensionäre 38.638 37.997

Entwicklung des Planvermögens

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in T€ 2015 2014
Zeitwert des Planvermögens am 01.01. 57.206 53.144
Vermögensertrag 1.313 2.020
Erfahrungsbedingte Gewinne/Verluste - 392 1.598
Beitrag der Gesellschaft 3.142 2.685
Pensionszahlungen - 3.148 - 2.939
Währungsdifferenzen 889 698
Zeitwert des Planvermögens am 31.12. 59.010 57.206

Versicherungsmathematische Ansätze

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in % 2015 2014
Deutschland
Abzinsungsfaktor 2,20 2,05
Gehaltstrend 3,00 3,00
Rententrend 2,00 2,00
USA
Abzinsungsfaktor 4,85 4,50
Gehaltstrend 2,00 2,00
Frankreich, Südkorea
Abzinsungsfaktor (gewichteter Durchschnitt) 2,09 2,12
Gehaltstrend (gewichteter Durchschnitt) 3,51 3,60

Stand: 31.12.

Zusammensetzung des Planvermögens

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2015 2014
in T€ in % in T€ in %
--- --- --- --- ---
Eigenkapitaltitel 15.199 25,8 14.792 25,9
Fremdkapitaltitel 41.561 70,4 39.209 68,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 374 0,6 789 1,4
Sonstiges 1.876 3,2 2.416 4,2
Gesamt 59.010 100,0 57.206 100,0

Stand: 31.12.

Mit Ausnahme von Vermögenswerten in Höhe von 1.825 T € (31. Dezember 2014: 1.495 T €) in der Kategorie "Sonstiges" werden alle übrigen Vermögenswerte auf einem aktiven Markt gehandelt.

Im Fondsvermögen befinden sich keine eigenen Finanzinstrumente oder sonstigen Vermögenswerte des Unternehmens.

Mit 88 % entfällt der weitaus größte Teil des Planvermögens auf die Ausfinanzierung der in Deutschland bestehenden Versorgungsregelungen. Mit dem Ziel, das ausfinanzierte Vermögen treuhänderisch und insolvenzsicher zu verwalten, wurde der Pfeiffer Vacuum Trust e. V. als unabhängige Institution gegründet. Für den Pfeiffer Vacuum Trust e. V. wurde ein Spezialfonds aufgelegt, der bis zu 30 % seines Vermögens in Aktien anlegen kann. Mindestens 70 % des Fondsvermögens sollen in Anleihen, Geldmarktpapieren oder Liquidität gehalten werden. Der Fonds wird von einer unabhängigen Asset-Management-Gesellschaft verwaltet, wobei die wesentlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich der Vermögensallokation vorgegeben und bei Bedarf angepasst werden. Die Anlage erfolgt konservativ und unter Berücksichtigung eines Wertsicherungskonzepts. Die grundsätzlich bestehenden Risiken im Zusammenhang mit dem gebildeten Planvermögen, etwa in Form von Aktienkurs- und Emittentenausfallrisiken, werden damit minimiert.

Die mit den leistungsorientierten Verpflichtungen verbundenen Risiken im Pfeiffer Vacuum Konzern resultieren insbesondere aus den festzulegenden Diskontierungssätzen. Veränderungen dieses Parameters beeinflussen überproportional den zu ermittelnden Barwert, wobei das aktuell relativ niedrige Zinsniveau zu einem vergleichsweise hohen Verpflichtungsumfang führt. Darüber hinaus wird der Verpflichtungsumfang grundsätzlich durch die weiteren versicherungsmathematischen Grundannahmen (etwa hinsichtlich Lebenserwartung, Gehaltstrend, Rententrend) beeinflusst. Je nach Ausgestaltung des Plans sind Lebenserwartung oder Rententrend jedoch von untergeordneter Bedeutung. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen einer isolierten Veränderung einzelner Parameter, wobei die übrigen Annahmen einschließlich der grundsätzlichen Methodik gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben.

Sensitivitätsanalyse 2015

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Veränderung der Annahme Auswirkung auf den Verpflichtungsumfang
in T€ in %
--- --- --- ---
Barwert des Verpflichtungsumfangs (31.12.2015) 102.507
Zinssatz Erhöhung um 1,0 %-Punkte - 13.515 - 13,2
Reduzierung um 1,0 %-Punkte 17.246 16,8
Rententrend Erhöhung um 0,25 %-Punkte 2.420 2,4
Reduzierung um 0,25 %-Punkte - 2.251 - 2,2
Gehaltstrend Erhöhung um 0,5 %-Punkte 2.146 2,1
Reduzierung um 0,5 %-Punkte - 2.018 - 2,0
Lebenserwartung Erhöhung um ein Jahr 3.740 3,6
Reduzierung um ein Jahr - 3.782 - 3,7

Stand: 31.12.

Sensitivitätsanalyse 2014

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Veränderung der Annahme Auswirkung auf den Verpflichtungsumfang
in T€ in %
--- --- --- ---
Barwert des Verpflichtungsumfangs (31.12.2014) 101.409
Zinssatz Erhöhung um 1,0 %-Punkte - 12.989 - 12,8
Reduzierung um 1,0 %-Punkte 17.824 176
Rententrend Erhöhung um 0,25 %-Punkte 2.595 2,6
Reduzierung um 0,25 %-Punkte - 2.441 - 2,4
Gehaltstrend Erhöhung um 0,5 %-Punkte 2.222 2,2
Reduzierung um 0,5 %-Punkte - 2.090 - 2,1
Lebenserwartung Erhöhung um ein Jahr 4.237 4,2
Reduzierung um ein Jahr - 4.269 - 4,2

Stand 31.12.

Erwartete Fälligkeiten der undiskontierten Pensionszahlungen

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in T€ 2015 2014
Weniger als 1 Jahr 3.572 3.080
Zwischen 1 und 2 Jahren 3.452 3.225
Zwischen 2 und 3 Jahren 3.868 3.525
Zwischen 3 und 4 Jahren 4.058 3.848
Zwischen 4 und 5 Jahren 4.194 4.094
Mehr als 5 bis 10 Jahre 24.801 23.258

Stand: 31.12.

Die durchschnittliche gewichtete Duration der Pensionspläne betrug 16,1 Jahre zum 31. Dezember 2015 (31. Dezember 2014: 16,6 Jahre). Die voraussichtlichen Beiträge für leistungsorientierte Pläne im Geschäftsjahr 2016 betragen 3,4 Mio. €.

Beitragsorientierte Pensionspläne

Mitarbeiter der Gesellschaft in einigen Ländern erhalten Zuschüsse zu Beiträgen an Altersversorgungseinrichtungen. Allgemein basieren die Zuschüsse der Gesellschaft auf einem Prozentsatz des Lohns / Gehalts. Die Kosten für diese Zuschüsse betrugen 9.974 T € für 2015 und 9.495 T € für 2014.

26. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

27. Sonstige Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten (21.931 T € zum 31. Dezember 2015, 18.544 T € zum 31. Dezember 2014) bestehen im Wesentlichen aus Lohn- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Sozialabgaben und gesetzlich vorgegebenen Gewinnbeteiligungsprogrammen, sind unverzinslich und grundsätzlich innerhalb eines Jahres fällig.

28. Rückstellungen

Zusammensetzung der Rückstellungen

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in T€ 2015 2014
Gewährleistungsrückstellungen 12.844 12.599
Personalrückstellungen 12.305 8.311
Sonstige Rückstellungen 1.833 1.457
Gesamt 26.982 22.367

Stand: 31.12.

Die Gewährleistungsrückstellungen enthalten die erwarteten Beträge für Inanspruchnahmen aus Produktgewährleistungen. Sie werden zum Bilanzstichtag für realisierte Umsätze gebildet und basieren auf den Einschätzungen und Erfahrungswerten der Unternehmensleitung.

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Gewinnbeteiligungen und Tantiemen.

Entwicklung der Rückstellungen

Entwicklung der Rückstellungen

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in T€ Gewährleistungen Personal Sonstige Gesamt
Bestand 01.01.2015 12.599 8.311 1.457 22.367
Währungsdifferenzen 254 138 49 441
Zuführungen 7.406 9.766 1.330 18.502
Verbrauch - 7.382 - 5.657 - 974 - 14.013
Auflösung - 33 - 253 - 29 - 315
Bestand 31.12.2015 12.844 12.305 1.833 26.982

29. Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten zum Bilanzstichtag einen Teil des im Zusammenhang mit dem Erwerb der adixen Gesellschaften aufgenommenen Bankdarlehens in Höhe von unverändert 10,0 Mio. € (siehe auch Anmerkung 23) sowie sonstige innerhalb eines Jahres fällige Bankverbindlichkeiten in Höhe von 0,5 Mio. € (31. Dezember 2014: 0,5 Mio. €).

30. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Von der Gesellschaft wurden Miet-/Leasingverträge und Wartungsverträge abgeschlossen, die zu unterschiedlichen Terminen enden und teilweise verlängerbar sind. Die nachfolgenden Tabellen zeigen den nach Laufzeit gegliederten maximalen Wert der vertraglichen Verpflichtungen jeweils zum Jahresende.

Vertragliche Verpflichtungen per 31. Dezember 2015

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Zahlungen
in T€ Total < 1 Jahr 1- 3 Jahre 3 - 5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- --- --- ---
Mieten und Leasing 10.363 3.823 4.001 1.641 898
Verbindliche Abnahmeverpflichtungen 17.384 12.837 4.547 - -
Wartung und Reparatur 1.128 922 170 26 10
Gesamt 28.875 17.582 8.718 1.667 908

Vertragliche Verpflichtungen per 31. Dezember 2014

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Zahlungen
in T€ Total < 1 Jahr 1- 3 Jahre 3 - 5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- --- --- ---
Mieten und Leasing 11.245 3.596 4.186 1.881 1.582
Verbindliche Abnahmeverpflichtungen 13.976 10.619 3.357 - -
Wartung und Reparatur 1.808 1.697 61 37 13
Gesamt 27.029 15.912 7.604 1.918 1.595

Die verbindlichen Abnahmeverpflichtungen enthalten langfristige Vereinbarungen über zukünftige Materiallieferungen. Die Miet- und Leasingaufwendungen betrugen 3,9 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €) und entfallen überwiegend auf die angemieteten Geschäftsräume der lokalen Vertriebsgesellschaften.

31. Segmentberichterstattung

Das Geschäftsfeld der Gesellschaft erstreckt sich auf die Entwicklung, die Produktion, den Verkauf und die Wartung von Vakuumpumpen, Vakuummess- und Analysegeräten sowie Vakuumsystemen. Die Tochtergesellschaften in den einzelnen Ländern sind rechtlich selbstständig, haben eigene Geschäftsleitungen und sind für Vertrieb und Service zuständig. Das gesamte Produktportfolio wird in allen Vertriebsgesellschaften angeboten.

Die Steuerung und die Überwachung der Geschäftsentwicklung durch die Geschäftsleitung im Konzern erfolgen auf Ebene der einzelnen Gesellschaften. Die Segmentberichterstattung ist daher gesellschaftsbezogen. Aufgrund der gleichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, des gleichen Produktportfolios, gleicher Absatzmärkte und gleicher Vertriebswege werden die Tochtergesellschaften in Europa und Asien grundsätzlich zu jeweils einem Segment "Europa (ohne Deutschland und Frankreich)" beziehungsweise "Asien (ohne Südkorea)" zusammengefasst. Davon abweichend werden die Gesellschaften in Frankreich und Südkorea als jeweils eigenes Segment dargestellt. Ursächlich hierfür sind die abweichenden Funktionen der französischen Einheiten mit Forschung, Entwicklung und Produktion beziehungsweise die Produktionsfunktion der südkoreanischen Einheiten. Unverändert werden alle Angaben nach Maßgabe des Sitzlandes der betreffenden Konzerngesellschaften berücksichtigt.

Bei Transaktionen zwischen den Segmenten wird der Fremdvergleichsgrundsatz angewendet. Das interne Berichtswesen, das der Darstellung zugrunde liegt, basiert auf den IFRS. Die angegebenen Segmentwerte für die Umsatzerlöse und das Segmentergebnis enthalten zunächst auch die Auswirkungen aus konzerninternen Transaktionen; diese werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2015

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in T€ Deutschland Frankreich Europa (ohne D und F) USA Südkorea Asien (ohne Südkorea) Sonstiges/Konsolidierung Gesamt
Umsatzerlöse 223.308 157.012 93.118 111.816 72.788 49.676 - 256.197 451.521
Davon mit Dritten 104.459 32.252 90.160 110.895 69.122 44.633 - 451.521
Davon konzernintern 118.849 124.760 2.958 921 3.666 5.043 - 256.197 -
Betriebsergebnis 38.854 7.218 5.360 5.209 2.618 2.292 - 792 60.759
Finanzergebnis - - - - - - - 308 - 308
Ergebnis vor Steuern 38.854 7.218 5.360 5.209 2.618 2.292 - 1.100 60.451
Segmentvermögen 141.673 124.959 36.016 57.201 49.858 43.820 - 453.527
Davon Vermögenswerte nach IFRS 8.33 (b)1 51.997 61.427 4.533 10.949 18.358 13.150 - 160.414
Segmentschulden 66.776 52.615 7.354 6.501 10.376 4.881 - 148.503
Investitionen in:
Sachanlagen2 3.835 3.887 468 239 951 916 - 10.296
Immaterielle Vermögenswerte 903 422 21 - 11 2 - 1.359
Abschreibungen auf:
Sachanlagen2 4.376 5.745 582 320 1.396 1.050 - 13.469
Immaterielle Vermögenswerte 770 4.261 190 549 926 512 - 7.208

1 langfristige Vermögenswerte ohne Finanzinstrumente, latente Steuern und Vorauszahlungen Pensions-Fonds

2 einschließlich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien

Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2014

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in T€ Deutschland Frankreich Europa (ohne D und F) USA Südkorea Asien (ohne Südkorea) Sonstiges/ Konsolidierung Gesamt
Umsatzerlöse 201.307 146.067 89.065 91.825 60.217 44.640 - 226.479 406.642
Davon mit Dritten 103.056 30.623 86.590 90.674 55.195 40.504 - 406.642
Davon konzernintern 98.251 115.444 2.475 1.151 5.022 4.136 - 226.479 -
Betriebsergebnis 33.759 3.934 6.215 3.984 - 6.085 2.744 193 44.744
Finanzergebnis - - - - - - - 471 - 471
Ergebnis vor Steuern 33.759 3.934 6.215 3.984 - 6.085 2.744 - 278 44.273
Segmentvermögen 136.053 111.047 35.322 51.682 55.078 39.896 - 429.078
Davon Vermögenswerte nach IFRS 8.33 (b)1 52.709 67.136 4.817 10.496 19.827 13.346 - 168.331
Segmentschulden 75.541 47.787 6.985 4.258 10.814 3.965 - 149.350
Investitionen in:
Sachanlagen2 2.552 2.022 511 994 502 2.385 - 8.966
Immaterielle Vermögenswerte 465 575 - 6 - - - 1.046
Abschreibungen auf:
Sachanlagen2 4.618 5.921 546 222 1.264 993 - 13.564
Immaterielle Vermögenswerte 672 4.014 191 619 923 509 6.928

1 langfristige Vermögenswerte ohne Finanzinstrumente, latente Steuern und Vorauszahlungen Pensions-Fonds

2 einschließlich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien

Im Segment "Sonstiges" wurden neben den direkt zuordenbaren Vermögenswerten zusätzlich alle nicht zuordenbaren Vermögenswerte (zum Beispiel Wertpapiere) ausgewiesen. Die Umsätze mit einem wesentlichen Kunden (> 10 % des Gesamtumsatzes) betrugen im Berichtsjahr insgesamt 50,3 Mio. € und wurden in den Segmenten Südkorea, USA und Asien (ohne Südkorea) erzielt. Im Vorjahr lagen diese Umsätze unter 10 % des Gesamtumsatzes.

Umsatzerlöse nach Produktgruppen

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in T€ 2015 2014
Turbopumpen 144.777 124.693
Vorpumpen 102.381 89.419
Instrumente und Komponenten 98.777 96.899
Service 96.730 84.967
Systeme 8.856 10.664
Alle Geschäftsbereiche 451.521 406.642

32. Finanzinstrumente

Beizulegender Zeitwert

Der Buchwert der Finanzinstrumente (zum Beispiel liquide Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten) entspricht grundsätzlich deren beizulegenden Zeitwerten ("Fair Value").

Zinsänderungsrisiken

Der verzinslich angelegte Bestand an liquiden Mitteln zieht Zinsänderungsrisiken nach sich. Alle Anlageformen sind variabel verzinslich und kurzfristig investiert. Über die genannten Anlagen hinausgehende Finanzinstrumente, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, bestehen im Pfeiffer Vacuum Konzern nicht.

Bedingt durch die kurze Anlagedauer bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entspricht der jeweils vereinbarte Guthabenzinssatz dem Marktzins. Selbst bei sehr deutlichen Änderungen des Marktzinssatzes ergeben sich somit keine wesentlichen Auswirkungen auf den beizulegenden Zeitwert dieser Vermögenswerte, da bereits nach kurzer Zeit eine Zinssatzanpassung vorgenommen werden kann.

Zum 31. Dezember 2015 bestehen wie im Vorjahr keine weiteren zinsreagiblen Vermögenswerte. Bedingt durch den Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2015 hätte eine hypothetische Erhöhung (Verminderung) des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte eine Erhöhung (Verminderung) des Ergebnisses um 577 T € zur Folge (31. Dezember 2014: Erhöhung /Verminderung um 507 T €). Bedingt durch den zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Bestand an finanziellen Verbindlichkeiten hätte eine Erhöhung (Verminderung) des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte eine Verminderung (Erhöhung) des Ergebnisses um 104 T € zur Folge (31. Dezember 2014: Erhöhung / Verminderung um 156 T €).

Ausfallrisiken

Im Konzern bestehen aufgrund der weitgehend heterogenen Kundenstruktur keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen. Durch ein konsequentes Forderungsmanagement und die permanente Analyse des Zahlungsverhaltens unserer Kunden werden Ausfallrisiken weiter minimiert. Darüber hinaus erfolgt bei Neukunden die Lieferung grundsätzlich nur nach erfolgter Bonitätsprüfung, gegen Vorkasse oder Kreditlimit. Insgesamt sind wir damit in der Lage, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Wertberichtigungen auf Forderungen auf einem niedrigen Niveau zu halten.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund des überdurchschnittlich hohen Bestands an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind keine Liquiditätsrisiken erkennbar.

Wechselkursrisiken

Etwa 59 % des Konzernumsatzes (Vorjahr: 56 %) werden in ausländischer Währung (nicht Euro, vorwiegend US-Dollar) fakturiert. Die Gesellschaft tätigt Devisentermingeschäfte und -optionen, um ihre zukünftigen Umsätze in Fremdwährung gegen Wechselkursschwankungen abzusichern (Hedging). Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu diesem Zweck erworben.

Bei den als sogenannte "Cash-Flow-Hedges" nach IAS 39 klassifizierten Kontrakten bilanziert Pfeiffer Vacuum die derivativen Finanzinstrumente mit dem Marktwert entweder als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit. Veränderungen des Werts der Cash-Flow-Hedges werden ergebnisneutral unter Berücksichtigung etwaiger Steuereffekte in den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen gebucht. In der Periode, in der das Grundgeschäft ergebniswirksam wird, erfolgt die Umgliederung der bisher ergebnisneutralen Position in die Gewinn- und Verlustrechnung (Wechselkursergebnis). Bei den als Cash-Flow-Hedges klassifizierten Kontrakten wurden in den Jahren 2015 und 2014 keine Beträge aufgrund von Hedging-Ineffektivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Umgliederungen aus den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen in das Ergebnis als Folge von vorzeitig beendeten Cash-Flow-Hedges waren in diesem Zeitraum ebenfalls nicht erforderlich. Sofern sich Derivate im Bestand befinden, werden diese zum Ende des Geschäftsjahres unter Verwendung aktueller Terminkurse mit dem Marktwert bewertet. Zum 31. Dezember 2015 bestanden keine als Cash-Flow-Hedges zu qualifizierende Kontrakte mehr. Dementsprechend waren zu diesem Bilanzstichtag auch keine Eigenkapitaleffekte zu verzeichnen. Die zum 31. Dezember 2014 in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen negativen Marktwerte der Cash-Flow-Hedges beliefen sich auf 96 T €. Wegen der ergebnisneutralen Berücksichtigung resultierte zum 31. Dezember 2014 ein Eigenkapitaleffekt von - 64 T € nach Berücksichtigung von Steuern in Höhe von 32 T €. Die zum 31. Dezember 2015 als Fair-Value-Hedges klassifizierten Derivate wurden in Höhe von 54 T € ergebniswirksam erfasst und in den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen (31. Dezember 2014: 61 T €). Derivative Finanzinstrumente werden nicht zu spekulativen Zwecken abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2015 und zum 31. Dezember 2014 bestanden keine Kontrakte mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Per 31. Dezember 2015 bestehen Devisenterminkontrakte in Fremdwährung (US-Dollar) im Nominalwert von 3,5 Mio. € (31. Dezember 2014: 5,8 Mio. €). Die Gesellschaft prüft die Bonität der Geschäftspartner fortlaufend und tätigt Geschäfte ausschließlich mit etablierten Geschäftsbanken. Wechselkursrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen Pfeiffer Vacuum Finanzinstrumente eingeht. Originäre Finanzinstrumente werden im Pfeiffer Vacuum Konzern zum weitaus überwiegenden Teil in funktionaler Währung begründet. Davon abweichend bestehen Währungsrisiken allein bei den zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen, bei einem Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bei den derivativen Finanzinstrumenten. Sofern die derivativen Finanzinstrumente als Cash-Flow-Hedge klassifiziert werden, wirkt sich eine Änderung des Währungskurses nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern nur im Eigenkapital aus. Ebenfalls nur im Eigenkapital wirken sich währungsbedingte Änderungen der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen aus.

Bei einer Abwertung des Euro um 10 % zum 31. Dezember 2015 wäre das Konzernergebnis um 1.470 T € höher. Eine Aufwertung des Euro um 10 % zum 31. Dezember 2015 hätte das Konzernergebnis um 1.159 T € vermindert. Bei einer Abwertung des Euro um 10 % zum 31. Dezember 2014 wären das Konzernergebnis um 832 T € höher und das Konzerneigenkapital um 579 T € höher. Eine Aufwertung des Euro um 10 % zum 31. Dezember 2014 hätte das Konzernergebnis um 692 T € und das Konzerneigenkapital um 523 T € vermindert. Die Auswirkungen auf das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital resultieren jeweils ausschließlich aus der US-Dollar-Sensitivität als für die Erstellung des Konzernabschlusses wesentliche Währung.

Zusammensetzung der Finanzinstrumente

Aus den nachfolgenden Übersichten ergeben sich die Zusammensetzung der Finanzinstrumente nach Bilanzposten und Bewertungskategorien und der beizulegende Zeitwert (Fair Value) sowie die Bewertungsergebnisse nach Bewertungskategorien.

Zusammensetzung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2015

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Wertansatz nach IAS 39
in T€ Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Fair Value
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 115.397 115.397 - - 115.397
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 58.556 58.556 - - 58.556
Sonstige langfristige Vermögenswerte LaR 4.211 4.211 - - 4.211
Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) n.a. - - - - -
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 21.245 21.245 - - 21.245
Finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 20.725 20.725 - - 20.725
Derivative Finanzinstrumente (ohne Hedge-Beziehung) n.a. 54 - - 54 54
Summen nach Bewertungskategorien:
Loans and Receivables1 (LaR) 178.164 178.164 - - 178.164
Held-to-Maturity-Investments1 (HtM) - - - - -
Financial Assets Available-for-Sale1 (AfS) - - - - -
Financial Assets Held for Trading1 (FAHfT) - - - - -
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost1 (FLAC) 41.970 41.970 - - 41.970
Financial Liabilities Held for Trading1 (FLHfT) - - - - -

1 Loans and Receivables = Kredite und Forderungen; Held-to-Maturity-Investments = bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen;

Financial Assets Available-for-Sale = zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen;

Financial Assets Held for Trading = zu Handelszwecken gehaltene Finanzinvestitionen; Financial Liabilities Measured at Amortized Cost = originäre Verbindlichkeiten;

Financial Liabilities Held for Trading = zu Handelszwecken eingegangene Verbindlichkeiten

Zusammensetzung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2014

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Wertansatz nach IAS 39
in T€ Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Fair Value
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 101.468 101.468 - - 101.468
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 53.649 53.649 - - 53.649
Sonstige langfristige Vermögenswerte LaR 4.819 4.819 - - 4.819
Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) n.a. - - - - -
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 19.414 19.414 - - 19.414
Finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 31.205 31.205 - - 31.205
Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) n.a. 157 - 96 61 157
Summen nach Bewertungskategorien:
Loans and Receivables1 (LaR) 159.936 159.936 - - 159.936
Held-to-Maturity-Investments1 (HtM) - - - - -
Financial Assets Available-for-Sale1 (AfS) - - - - -
Financial Assets Held for Trading1 (FAHfT) - - - - -
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost1 (FLAC) 50.619 50.619 - - 50.619
Financial Liabilities Held for Trading1 (FLHfT) - - - - -

1 Loans and Receivables = Kredite und Forderungen; Held-to-Maturity-Investments = bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen;

Financial Assets Available-for-Sale = zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen;

Financial Assets Held for Trading = zu Handelszwecken gehaltene Finanzinvestitionen; Financial Liabilities Measured at Amortized Cost = originäre Verbindlichkeiten;

Financial Liabilities Held for Trading = zu Handelszwecken eingegangene Verbindlichkeiten

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

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aus Folgebewertung Nettoergebnis Nettoergebnis
in T€ aus Zinsen/ Dividenden zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung aus Abgang 2015 2014
--- --- --- --- --- --- --- ---
Loans and Receivables1 (LaR) 365 - 2.051 - 196 - 10 2.210 4.022
Held-to-Maturity-Investments1 (HtM) - - - - - - -
Financial Assets Available-for-Sale1 (AfS) - - - - - - -
Financial Assets Held for Trading1 (FAHfT) - - - - - - -
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost1 (FLAC) - 673 - - - - - 673 - 958
Financial Liabilities Held for Trading1 (FLHfT) - - - - - - -

1 Loans and Receivables = Kredite und Forderungen; Held-to-Maturity-Investments = bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen;

Financial Assets Available-for-Sale = zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen;

Financial Assets Held for Trading = zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinvestitionen; Financial Liabilities Measured at Amortized Cost = originäre Verbindlichkeiten;

Financial Liabilities Held for Trading = zu Handelszwecken eingegangene Verbindlichkeiten

Bestimmung der Fair Values der Finanzinstrumente

Die Ermittlung der Fair Values derivativer Finanzinstrumente (- 54 T € zum 31. Dezember 2015, -157 T € zum 31. Dezember 2014) erfolgte nach Stufe 2 der Fair Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 "Fair Value Measurement" mit Hilfe von anerkannten Bewertungsmethoden unter Verwendung von entsprechenden Marktparametern, die direkt beobachtbar und tagesaktuell sind.

Bei den finanziellen Verbindlichkeiten mit variablen Zinssätzen erfolgt die Bestimmung der Fair Values unter der Annahme, dass sich vereinbarte und marktübliche Zinssätze entsprechen. Folglich stimmen die Buchwerte annahmegemäß mit den Fair Values überein.

Die Fair Values von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeiten annahmegemäß ihren Buchwerten.

33. Finanzrisikomanagement

Mit einer Eigenkapitalquote von 67,3 % zum 31. Dezember 2015 verfügt Pfeiffer Vacuum nach wie vor über eine weit überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung. Darüber hinaus beläuft sich der Bestand an liquiden Mitteln per 31. Dezember 2015 auf 115,4 Mio. €. Unter Berücksichtigung finanzieller Verbindlichkeiten von 20,7 Mio. € (31. Dezember 2014: 31,2 Mio. €) weist der Konzern zum 31. Dezember 2015 unverändert keine Nettofinanz-verbindlichkeiten aus. Diese Situation gibt dem Konzern den für die erfolgreiche Weiterentwicklung nötigen finanziellen Spielraum.

Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt kurzfristig und konservativ. Bedingt durch die hohe Eigenkapitalquote und die auch nach der Akquisition überdurchschnittlich gute Liquiditätslage benötigt Pfeiffer Vacuum auch in Zukunft für die Finanzierung der Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen sowie der Dividendenzahlung kein verzinsliches Fremdkapital. Daneben bestehen genügend Liquiditätsreserven, um kurzfristig auf Änderungen der ökonomischen Situation eingehen zu können.

34. Ergebnis je Aktie

Berechnung des Ergebnisses je Aktie

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in T€ 2015 2014
Ergebnis nach Steuern in T € 41.916 32.419
Anzahl der Stückaktien (gewichteter Durchschnitt) 9.867.659 9.867659
Anzahl der Wandlungsrechte - -
Gewichteter Durchschnitt der Aktien unter Annahme der Wandlung 9.867.659 9.867.659
Ergebnis pro Stückaktie in € (unverwässert/verwässert) 4,25 3,29

In der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien oder ausgegebenen Stammaktien stattgefunden.

Sonstige Angaben

35. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen sind insbesondere alle Geschäftsvorfälle mit den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Zur Erläuterung des Volumens dieser Geschäftsvorfälle verweisen wir auf die Darstellung der Umsatzerlöse in der Segmentberichterstattung (Anmerkung 31), die auch die konzerninternen Umsätze enthält. Alle Transaktionen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt und im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses vollständig eliminiert. Insofern ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens- oder Ertragslage des Konzerns. Der Pfeiffer Vacuum Konzern hält keine Anteile an Gemeinschaftsunternehmen. Ebenfalls besteht keine faktische Kontrolle über sogenannte Zweckgesellschaften.

Nach dem Erwerb einer Beteiligung von 24,9 % an der Dreebit GmbH, Dresden, im Geschäftsjahr 2010 ist diese Gesellschaft ein assoziiertes Unternehmen. Nennenswerte Transaktionen mit dieser Gesellschaft haben in den Jahren 2015 und 2014 nicht stattgefunden.

Die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie eventuelle Transaktionen mit Mitgliedern dieser Unternehmensorgane sind in den Anmerkungen 39 und 40 dargestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erbringen neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit keine persönliche Leistung für den Konzern oder einzelne Konzerngesellschaften. Davon abweichend erhalten die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat eine arbeitsvertraglich vereinbarte Vergütung für die Tätigkeit im Unternehmen.

Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat halten zum 31. Dezember 2015 unverändert insgesamt 6.377 Aktien der Gesellschaft. Die Beteiligungsquote der Organmitglieder an der Gesellschaft ist damit weiterhin vernachlässigbar.

Im Jahr 2015 beliefen sich die Rückführungen aus dem Pfeiffer Vacuum Trust e.V. auf 2,8 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €). Die Zuführungen in den Pfeiffer Vacuum Trust e.V. im Jahr 2015 betrugen 3,0 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. €).

Die Anwaltskanzlei Menold Bezler wurde im Jahr 2015 auf Basis marktüblicher Bedingungen für Beratungsprojekte mandatiert. Der diesbezügliche Aufwand belief sich im Berichtsjahr auf 0,4 Mio. € (Vorjahr: weniger als 0,1 Mio. €). Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Michael Oltmanns ist Partner dieser Kanzlei.

Zum 31. Dezember 2015 hatten Dr. Karl Busch, Frau Ayhan Busch, Frau Ayla Busch, Herr Sami Busch und Herr Kaya Busch, alle Deutschland, insgesamt 2719 % der Stimmrechte der Gesellschaft. Die Anteile werden mittelbar über die Pangea GmbH, Maulburg, Deutschland, und weitere rechtlich selbstständige Einheiten der familiengeführten Busch-Gruppe gehalten. Von einem operativ tätigen Unternehmen des Busch-Konzerns wurden im Berichtsjahr und im Vorjahr auf Basis unverändert marktüblicher Bedingungen Waren im Wert eines sehr niedrigen einstelligen Millionenbetrages bezogen.

36. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfeldes haben sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2016 nicht ergeben.

37. Personalaufwendungen

Personalaufwendungen

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in T€ 2015 2014
Entgelte 123.291 108.311
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 28.705 26.080
Davon für Pensionen 14.503 13.415
Gesamt 151.996 134.391

38. Anzahl der Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 setzt sich die Anzahl der Mitarbeiter wie folgt zusammen:

Anzahl der Mitarbeiter

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2015 2014
Jahresdurchschnitt
Männlich 1.922 1.873
Weiblich 402 388
Gesamt 2.324 2.261
Stichtag
Männlich 1.971 1.872
Weiblich 403 386
Gesamt 2.374 2.258

39. Vorstand

Zum 31. Dezember 2015 bestand der Vorstand der Konzernmuttergesellschaft Pfeiffer Vacuum Technology AG aus:

Manfred Bender (Vorstandsvorsitzender), Diplom-Betriebswirt
Dr. Matthias Wiemer (Mitglied des Vorstands), Diplom-Ingenieur

Die im Jahr 2015 ergebniswirksam erfasste Gesamtvergütung (kurzfristig fällige Leistungen) der zuvor genannten Mitglieder des Vorstands beläuft sich auf 1,6 Mio. €, davon 0,9 Mio. € kurzfristige variable Vergütung (Vorjahr: 1,4 Mio. € beziehungsweise 0,7 Mio. €). Die im Vorjahr ergebniswirksam erfasste kurzfristige variable Vergütung wurde im Berichtsjahr ausgezahlt. Die Pensionsaufwendungen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €). Weitere Details werden entsprechend § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB beziehungsweise § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB im Vergütungsbericht (Bestandteil des Lageberichts) eingehend erläutert. Ebenfalls im Lagebericht wird die Zusammensetzung der Vorstandsressorts dargestellt. Leistungen an ehemalige Vorstandsmitglieder nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (laufende Pensionen) belaufen sich unverändert auf 0,3 Mio. €.

Mit Wirkung vom 3. November 2014 hat der Aufsichtsrat Frau Nathalie Benedikt als Vorstand abberufen. Die angefallene fixe Vergütung im Jahr 2014 betrug 0,2 Mio. €. Die im Jahr 2013 ergebniswirksam erfasste kurzfristige variable Vergütung in Höhe von 0,2 Mio. € wurde im Vorjahr ausgezahlt. Im Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit wurden keinerlei besondere Leistungen gewährt oder Zusagen erteilt. Im Jahr 2015 wurden keine weiteren Vergütungen erfasst.

40. Aufsichtsrat

Entsprechend §§ 96 Abs. 1, 101 Abs. 1 AktG, § 4 Drittelbeteiligungsgesetz 2004 und § 9 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Aufsichtsrat aus vier von den Anteilseignern und zwei von der Belegschaft gewählten Mitgliedern.

Der Aufsichtsrat bestand im Jahr 2015 aus folgenden Personen:

Dr. Michael Oltmanns (Vorsitzender),

Rechtsanwalt und Steuerberater

Weitere Aufsichtsratsmandate:

Becker Mining Systems AG, Friedrichsthal (Vorsitzender)
HPC AG, Mannheim (Vorsitzender), ab 1. Oktober 2014
Jetter AG, Ludwigsburg (Vorsitzender)
Scholz AG, Essingen (Vorsitzender), bis 22. Mai 2014

Götz Timmerbeil (stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender des Audit Committees),

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Weitere Aufsichtsratsmandate:

VfL Handball Gummersbach GmbH, Gummersbach (Vorsitzender des Beirats)
Arena Gummersbach GmbH & Co. KG, Gummersbach (stellvertretender Vorsitzender)

Helmut Bernhardt (Arbeitnehmervertreter), Entwicklungsingenieur

Manfred Gath (Arbeitnehmervertreter), Betriebsratsvorsitzender

Wilfried Glaum, Betriebswirt

Dr. Wolfgang Lust, Unternehmer

Entsprechend § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB beziehungsweise § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB wird die Zusammensetzung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats im Vergütungsbericht (Bestandteil des Lageberichts) erläutert.

41. Erleichterung nach § 264 Abs. 3 HGB

Die Pfeiffer Vacuum GmbH, Asslar, wird in den vorliegenden Konzernabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG einbezogen. Dementsprechend hat diese Gesellschaft die Erleichterungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

42. Honoraraufwand für den Konzernabschlussprüfer

Der in den Jahren 2015 und 2014 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand für erbrachte Leistungen des Konzernabschlussprüfers stellt sich wie folgt dar:

Honoraraufwand für den Konzernabschlussprüfer

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in T€ 2015 2014
Honoraraufwand für:
Abschlussprüfungsleistungen 813 837
Andere Bestätigungsleistungen 13 -
Steuerberatungsleistungen 17 12
Sonstige Leistungen 2 44
Gesamt 845 893

43. Deutscher Corporate Governance Kodex / Erklärung nach § 161 AktG

Bereits seit vielen Jahren sind die im Kodex enthaltenen Empfehlungen und Anregungen fester Bestandteil unserer Unternehmensführung. Nach § 161 Aktiengesetz haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechungserklärung für das Jahr 2015 im November 2015 abgegeben und den Aktionären und Interessenten auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Die Erklärung entspricht den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex - mit Stand vom 5. Mai 2015 - mit der folgenden Ausnahme:

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.1). Der Aufsichtsrat hält eine bestimmte Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat nicht für ein Merkmal, das eine Kandidatin oder einen Kandidaten bei einer Wiederwahl in den Aufsichtsrat disqualifizieren würde und lässt dieses Kriterium deshalb bei der Kandidatenauswahl unberücksichtigt.

Der vollständige Kodex kann unter der Internetadresse www.corporate-governance-code.de abgerufen werden.

44. Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung

Der Vorstand hat den vorliegenden Konzernabschluss durch Beschluss vom 29. Februar 2016 zur Veröffentlichung freigegeben.

Asslar, den 29. Februar 2016

Der Vorstand

Manfred Bender

Dr. Matthias Wiemer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Asslar, den 29. Februar 2016

Der Vorstand

Manfred Bender

Dr. Matthias Wiemer

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der Pfeiffer Vacuum Technology AG, Asslar, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalentwicklung, Cash-Flow-Rechnung und Anhang sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Eschborn/ Frankfurt am Main, 29. Februar 2016

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Bösser, Wirtschaftsprüfer

Hillebrand, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2015 war im mitteleuropäischen und amerikanischen Raum geprägt von einer robusten Wirtschaft, in anderen Teilen der Welt, insbesondere in China, von der Sorge um wirtschaftliche Abkühlung.

In dieser Gemengelage konnte Pfeiffer Vacuum nach einem schwachen Vorjahr wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren. Diese positive Entwicklung konnte erfreulicherweise in allen Marktsegmenten beobachtet werden.

Ungeachtet dessen wurde das alle Bereiche des Unternehmens umfassende Optimierungsprogramm "GAP (Growth and Profitability) 2017" konsequent vorangetrieben. Zudem führte der unerwartet starke Auftragseingang bei bestimmten Turbopumpen zu Produktionsengpässen, die Kapazitätsausweitungen erforderlich machten.

Das Gesamtergebnis des Pfeiffer Vacuum Konzerns im Geschäftsjahr 2015 kann sich sehen lassen. Gleichwohl ist der Aufsichtsrat überzeugt, dass durch die konsequente Umsetzung des Optimierungsprogramms GAP 2017 weitere Verbesserungen möglich sind.

Während des Geschäftsjahrs 2015 hat sich der Aufsichtsrat in neun Sitzungen über die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns informiert und diese mit dem Vorstand eingehend erörtert. Diese Aufsichtsratssitzungen fanden am 18. Februar, 16. März, 4. Mai, 21. Mai, 3. August, 5. Oktober, 13. Oktober, 2. November und 9. November jeweils in Asslar statt. Neben den Informationen aus den Aufsichtsratssitzungen erhielten alle Aufsichtsratsmitglieder detaillierte Monats- und Quartalsberichte zur Lage der Gesellschaft und der Vorsitzende des Aufsichtsrats zusätzlich die Protokolle aller Vorstandssitzungen. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat sich der Vorsitzende in Gesprächen mit dem Vorstand ständig über die wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Der Aufsichtsrat war bei allen Sitzungen vollzählig.

Der Aufsichtsrat hat einen Vorstandsausschuss, einen Verwaltungsausschuss, einen Nominierungsausschuss und einen Prüfungsausschuss. Der Vorstandsausschuss tagte am 16. März und 1. November.

Sitzungen des Prüfungsausschusses fanden am 16. März und 2. November statt. Der Prüfungsausschuss stand zudem in regelmäßigem Kontakt mit dem Abschlussprüfer und hat mit diesem den Ablauf der Prüfung, die Prüfungsschwerpunkte sowie besondere Fragen der Prüfung besprochen und entschieden.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen waren neben dem allgemeinen Geschäftsgang und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens vor allem die Maßnahmen zur Profitabilitäts- und Effizienzsteigerung des Gesamtunternehmens im Rahmen des Projektes GAP 2017 Schwerpunkte waren ferner die Optimierung und Kapazitätsausweitung im Bereich Fertigung, die IT-Infrastruktur der Pfeiffer Vacuum Gruppe, die neue, marktsegmentorientierte Organisationsstruktur der Gruppe sowie die Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat. Weitere Schwerpunkte waren schließlich die mögliche, aber nicht umgesetzte Akquisition eines Unternehmens sowie die Stimmrechtsmitteilungen durch die Busch Gruppe aus Maulburg.

Der Aufsichtsrat hat alle ihm nach Gesetz, Satzung und Deutschem Corporate Governance Kodex zugewiesenen Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der Gesellschaft sorgfältig und uneingeschränkt überwacht.

Die durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich von 1998 (KonTraG) vorgegebenen Anforderungen an ein Risikomanagement sind gemeinsam mit dem Vorstand ausführlich besprochen worden. Der Aufsichtsrat hat sich wiederholt davon überzeugt, dass die versicherbaren Risiken ausreichend versichert sind und dass die betrieblichen, finanziellen und vertraglichen Risiken durch organisatorische Abläufe und Genehmigungsverfahren kontrolliert sind. Es existiert ein detailliertes Berichtswesen für die Gesellschaft und den Konzern, das einer kontinuierlichen Pflege und Weiterentwicklung unterworfen ist. In den operativen Einheiten sind alle Mitarbeiter gegenüber potenziellen Risiken sensibilisiert und zu entsprechender Berichterstattung angehalten. Dem Prüfungsausschuss ebenso wie dem Gesamtaufsichtsrat wurden die aktuellen Fragestellungen des Risikomanagements erläutert.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde im Aufsichtsrat eingehend erörtert. Vorstand und Aufsichtsrat erkennen den Deutschen Corporate Governance Kodex - mit einer Ausnahme - als für das Unternehmen und die Unternehmensführung verbindlich an. Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG konnte rechtzeitig vor Geschäftsjahresende von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben werden. Im Zusammenhang mit einer guten Corporate Governance hat sich der Aufsichtsrat auch detailliert mit seiner eigenen Effizienz beschäftigt und sie mit einem insgesamt positiven Ergebnis überprüft.

In den Aufsichtsratssitzungen sowie in Einzelgesprächen haben Aufsichtsrat und Vorstand auch die strategische Ausrichtung und Planung des Unternehmens eingehend beraten. Der Aufsichtsrat hat sodann das Budget für das Geschäftsjahr 2016 mit dem Vorstand diskutiert und verabschiedet.

Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2015 wurde die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, beauftragt, den Jahresabschluss und den nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellten Konzernabschluss der Gesellschaft sowie, soweit gesetzlich vorgeschrieben, der Tochtergesellschaften zu prüfen. Gemäß § 315 a HGB wurde auf einen Konzernabschluss nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuches verzichtet.

Der Prüfungsausschuss hat mit dem Abschlussprüfer u. a. folgende Prüfungsschwerpunkte festgelegt:

bestimmte Jahresabschlussposten, insbesondere

Ansatz und Bewertung der Forderungen und Vorräte
Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen (insbesondere der Gewährleistungsrückstellungen und Pensionen)
Umsatzrealisierung; periodengerechte Umsatzabgrenzung
Werthaltigkeit des Goodwill/Firmenwertes Werthaltigkeit der Beteiligungen im Einzelabschluss
Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38
Ansatz und Bewertung latenter Steuern

Konsolidierungsbuchungen

IFRS Überleitung, Anhang und Lagebericht

Der vom Vorstand erstellte Jahresabschluss nebst Lagebericht sowie der Konzernabschluss nach IFRS nebst Konzernlagebericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2015, sind vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Die Jahresabschlüsse, die Lageberichte sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vorgelegen. Sie wurden in der Bilanzsitzung des Prüfungsausschusses sowie in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 14. März 2016 ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer hat an beiden Sitzungen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung, insbesondere zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem, berichtet sowie für ergänzende Fragen des Aufsichtsrats zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers nach eingehender eigener Prüfung zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Konzernabschluss erhoben. Er hat Jahresabschluss und Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand dessen Vorschlag zur Ausschüttung einer Dividende eingehend diskutiert und sich sodann dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen.

Der Aufsichtsrat möchte dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2015 herzlich danken.

Asslar, den 14. März 2016

Dr. Michael Oltmanns, Aufsichtsratsvorsitzender