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Pfeiffer Vacuum Technology AG — Annual Report 2011
Apr 24, 2012
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Annual Report
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Pfeiffer Vacuum Technology AG
Asslar
Konzernabschluss zum 31.12.2011
Konzernlagebericht
Geschäftsverlauf 2011
Ertragslage
Die erstmalige Einbeziehung der adixen Gruppe in den Konzernabschluss wirkt sich im Jahr 2011 auch in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns aus, nachdem die Akquisition bereits die Bilanz zum 31. Dezember 2010 erheblich beeinflusst hatte. Dies und die gute Entwicklung in den bisherigen Geschäftsfeldern von Pfeiffer Vacuum waren die Hauptursache für den Umsatzanstieg von 220,5 Mio. € um 299,0 Mio. € auf 519,5 Mio. €.
Auch das Bruttoergebnis und das Betriebsergebnis sind erheblich durch die Akquisition beeinflusst und liegen deutlich über den Vorjahreswerten. So ist das Bruttoergebnis von 102,9 Mio. € um 64,5 Mio. € auf 1674 Mio. € gestiegen und das Betriebsergebnis liegt mit 61,8 Mio. € um 8,9 Mio. € über dem Vorjahreswert (52,9 Mio. €). Die Bruttomarge und die Betriebsergebnismarge zeigen demgegenüber einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr: 32,2 % und 11,9 % nach 46,7 % und 24,0 % im Jahr 2010. Die rückläufige Margenentwicklung ist vorwiegend durch das im Vergleich zum bisherigen Pfeiffer Vacuum Konzern schwächere Rentabilitätsniveau des adixen Geschäftsbereichs begründet.
Dabei ist aber auch zu berücksichtigen, dass die Ertragslage in erheblichem Umfang durch die Effekte aus der Folgebewertung der Kaufpreisallokation beeinflusst ist. Die Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation, kurz: PPA) bezeichnet den Vorgang, bei dem die im Rahmen einer Akquisition erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbsstichtag mit dem Marktwert angesetzt werden. Die International Financial Reporting Standards (IFRS) sehen vor, dass diese PPA spätestens in den ersten zwölf Monaten nach dem Erwerb abgeschlossen wird. Nachdem die Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2010 vorläufig unter Verwendung der Buchwerte des erworbenen adixen Nettovermögens erfolgte, wurden im Rahmen der PPA die Marktwerte des erworbenen Nettovermögens rückwirkend zum 31. Dezember 2010 festgestellt und in der angepassten Konzernbilanz zu diesem Stichtag erfasst. Wesentliche Teile der Anpassungen aus der PPA zum 31. Dezember 2010 betreffen die immateriellen Vermögenswerte. Hier sind insbesondere zu nennen: bisher nicht bilanzierte Technologie, der Kundenstamm oder auch der Markenname "adixen" Aber auch im Bereich des Sachanlagevermögens und der Vorräte haben sich Anpassung der Wertansätze ergeben. Gleichzeitig ist der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Akquisition (Goodwill) deutlich um 38,0 Mio. € auf 45,0 Mio. € zurückgegangen. Da die neu erfassten Vermögenswerte beziehungsweise -mehrwerte in ihrer zeitlichen Nutzung in der Regel begrenzt sind, muss eine planmäßige Abschreibung dieser Vermögenswerte erfolgen. Diese zusätzlichen aus der PPA resultierenden Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung werden nachfolgend als PPA-Effekte bezeichnet und wirkten sich im Jahr 2011 mit insgesamt 13,3 Mio. € belastend auf das Betriebsergebnis des Konzerns aus. Damit liegen die bereinigten Werte auf dem Niveau, welches für das Jahr 2011 prognostiziert wurde.
Bedingt durch die Aufnahme von Fremdkapital zur Finanzierung der adixen Akquisition und die im adixen Geschäftsbereich bereits bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten, ist das Finanzergebnis von +1,6 Mio. € im Jahr 2010 auf - 2,3 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückgegangen. Die Steuerquote liegt mit 30,1 % geringfügig über dem Vorjahresniveau von 29,7 %, im Wesentlichen bedingt durch das Steuersatzgefälle zwischen Deutschland und den Sitzländern der neu einbezogenen Gesellschaften.
Das Ergebnis nach Steuern liegt mit 41,6 Mio. € um 3,3 Mio. € über dem Vorjahreswert von 38,3 Mio. €. Die im Ergebnis nach Steuern erfassten PPA-Effekte betragen 9,0 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 4,19 € (Vorjahr: 4,40 €). Trotz des höheren Ergebnisses nach Steuern ist diese Kennzahl gesunken, da die höhere Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien die Ergebnissteigerung überlagert hat.
Gesamtauswirkungen der PPA auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (in Mio. €)
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| 2011 (vor PPA-Effekten) | PPA-Effekte | 2011 (inkl. PPA-Effekten) | 2010 | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 519,5 | 519,5 | 220,5 | |
| Herstellungskosten | -345,1 | - 7,0 | - 352,1 | - 117,6 |
| Bruttoergebnis | 174,4 | - 7,0 | 167,4 | 102,9 |
| Bruttomarge | 33,6 % | 32,2 % | 46,7 % | |
| Übrige betriebliche Aufwendungen und Erträge | - 99,3 | - 6,3 | - 105,6 | - 50,0 |
| Betriebsergebnis | 75,1 | - 13,3 | 61,8 | 52,9 |
| Betriebsergebnismarge | 14,5 % | 11,9 % | 24,0 % | |
| Ergebnis vor Steuern | 72,8 | - 13,3 | 59,5 | 54,5 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 22,2 | 4,3 | - 17,9 | - 16,2 |
| Ergebnis nach Steuern | 50,6 | - 9,0 | 41,6 | 38,3 |
| Davon entfallen auf: | ||||
| Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG | 50,4 | - 9,0 | 41,4 | 38,1 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 0,2 | 0,2 | 0,2 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert, in €): | 5,11 | - 0,92 | 4,19 | 4,40 |
| Durchschnittlicher Aktienumlauf | 9.867.659 | 9.867.659 | 8.667.075 |
Finanz- und Vermögenslage
Bedingt überwiegend durch das erklärte Ziel, den Vorratsbestand und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich zu reduzieren, ist die Konzernbilanzsumme von 498,9 Mio. € auf 476,8 Mio. € gesunken. Gleichzeitig ist das Eigenkapital von 269,3 Mio. € auf 281,1 Mio. € gestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt nach 54,0 % zum 31. Dezember 2010 zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres bei 59,0 %. Bei einem Bestand an Zahlungsmitteln von 108,3 Mio. € und finanziellen Verbindlichkeiten von 76,6 Mio. € weist der Konzern unverändert zum Jahresende 2010 keine Nettoverschuldung aus (Vorjahr: 85,0 Mio. € Zahlungsmittel und 78,7 Mio. € finanzielle Verbindlichkeiten).
Der operative Cash-Flow als wesentliche Bestimmungsgröße für den gesamten Cash-Flow beträgt 71,2 Mio. € (Vorjahr: 51,9 Mio. €). Nach Investitionen von 4,9 Mio. € im Jahr 2010 sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 20,8 Mio. € in die Erneuerung und Erweiterung des Anlagevermögens investiert worden.
Die Entwicklung der wesentlichen Ertragskennzahlen im Jahr 2011 zeigt, dass die Akquisition von adixen bereits im ersten Jahr zu einer Verbesserung der Ertragssituation geführt hat. Alle absoluten Erfolgskennzahlen sind gestiegen. Erwartungsgemäß waren die Margen rückläufig, was aufgrund der überaus hohen Margen im bisherigen Pfeiffer Vacuum Konzern nicht überraschen kann. Insgesamt ergibt sich ein für das erste Jahr nach einer Akquisition dieser Größenordnung durchaus zufriedenstellendes Bild. Wir sind der festen Überzeugung, dass Pfeiffer Vacuum mit der Akquisition von adixen und den bisher erreichten Erfolgen bei der Integration für die zukünftige Entwicklung gut gerüstet ist.
Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaft
Weltwirtschaft
Nach einem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,9 % im Jahr 2010 hat sich die globale wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2011 mit einem Wachstum von 3,7 % leicht abgekühlt. Zurückzuführen war dies einerseits auf die verhalten optimistischen Basisdaten aus den führenden Industrienationen, die allerdings durch die Schuldenkrise in Europa und die Diskussion um Stabilität und Zukunft des Euro überlagert wurden. Zudem befinden sich die US-amerikanischen Staatsfinanzen in einer unverändert schwierigen Lage mit vielen ungelösten Problemen, was allerdings in der öffentlichen Diskussion in Deutschland vor dem Hintergrund der Eurokrise kaum noch Beachtung findet. Wachstumsmotor auch für die weltweite wirtschaftliche Entwicklung waren erneut die chinesische und die indische Volkswirtschaft.
USA
Nach einem BIP-Anstieg von 2,9 % im Jahr 2010 wurde in den USA im Jahr 2011 ein gesamtwirtschaftliches Wachstum von 1,7 % erzielt. Die in der gesamten ersten Jahreshälfte vorherrschenden Rezessionstendenzen konnten im zweiten Halbjahr durch eine gestiegene Konsumfreude der privaten Haushalte ausgeglichen werden. Auch am Arbeitsmarkt hat sich die Situation entspannt. Es bleiben allerdings ungelöste Probleme im Bankensektor und vor allem bei den Staatsfinanzen, die eine insgesamt bessere volkswirtschaftliche Entwicklung verhinderten. Die Geldwertstabilität hat sich im Laufe des Jahres 2011 verbessert, was im Wesentlichen auf niedrigere Benzin- und Lebensmittelpreise zurückzuführen ist. Das versetzte die US-Notenbank Fed weiterhin in die Lage, mit einer Niedrigzinspolitik die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Die Fortsetzung dieser Strategie auch über das Jahr 2011 hinaus gilt als so gut wie sicher.
Europa
Die wirtschaftliche Entwicklung war im Jahr 2011 in Europa tief gespalten. Deutschland wies nach einem BIP-Wachstum von 3,6 % im Vorjahr erneut ein überdurchschnittliches Wachstum von 3,0 % aus und wurde damit zum europäischen Wachstumsmotor. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch weiterhin niedrige Arbeitslosenzahlen. Allerdings ist auch festzustellen, dass die Wachstumsdynamik gerade im vierten Quartal 2011 deutlich abgenommen hat. Im Gegensatz dazu verschärfte sich im Laufe des Jahres die Wirtschafts- und Schuldenkrise in den südlichen Ländern der Europäischen Union. Massive, aber zwingend notwendige Sparmaßnahmen belasteten die wirtschaftliche Entwicklung nicht nur in Griechenland, sondern auch in Spanien und Italien. Mit einer Wachstumsrate von 0,6 % beziehungsweise 0,3 % stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung in den zuletzt genannten Ländern. Frankreich rangierte mit einem BIP-Zuwachs von 1,6 % etwa auf dem Niveau des europäischen Durchschnitts (1,5 %).
Ein Auseinanderbrechen der Europäischen Währungsunion ließ sich letztlich nur durch umfassende Garantiezusagen von Deutschland und Frankreich sowie das Eingreifen der Europäischen Zentralbank verhindern. Inflationsängste wurden im Jahr 2011 dadurch verstärkt, dass die Verantwortung für die Geldwertstabilität zunehmend von der Zentralbank auf die Haushaltsdisziplin der Mitgliedsstaaten und damit in den Zuständigkeitsbereich der nationalen Parlamente verlagert wird. Gleichzeitig sehen Kritiker die Zentralbank zunehmend als Erfüllungsgehilfe der Politik, weil der Ankauf von Staatsanleihen schwächelnder Eurostaaten nicht zu den Kernaufgaben einer Notenbank gehört. Die Wirksamkeit der auf europäischer Ebene vereinbarten Schuldenbremse und die damit verbundenen Sanktionsmechanismen werden derzeit auf eher abstraktem Niveau diskutiert und müssen ihre Praxistauglichkeit nach Umsetzung in nationales Recht erst noch unter Beweis stellen. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass bis zum Ende des Jahres 2011 die Schuldenkrise in Deutschland und Frankreich, den Kernstaaten der Europäischen Währungsunion, angekommen ist.
Asien
Die Bedeutung des asiatischen Markts nimmt ständig zu, da viele Produkte, die wir in den USA und Europa verkaufen, letztlich von Anlagenbauern nach Asien exportiert werden. Insgesamt wies Asien ohne Japan ein Gesamtwachstum von 74 % auf. Als einziges Land, in dem wir nennenswerten Umsatz generieren, zeigte Japan im Jahr 2011 einen Rückgang des BIP (- 1,0 %). Weitgehend unbeeinflusst von der Entwicklung der westlichen Volkswirtschaften stellte sich die Situation in China und in Indien dar. Nach 10,3 % und 9,0 % im Vorjahr wurden im Jahr 2011 zwar tendenziell niedrigere Wachstumsraten erzielt. Mit 9,1 % und 7,4 % waren diese aber - wie in den davorliegenden Jahren schon - weit überdurchschnittlich.
Maschinenbau- und Vakuumbranche
Die allgemein als spätzyklisch geltende Maschinenbauindustrie zeigte, nach einem starken Anstieg im Vorjahr, im Jahr 2011 eine fallende Tendenz der Auftragseingänge. Im Hinblick auf den deutschen Maschinenbau ist zu erkennen, dass die Auftragseingänge in 2011 aus Deutschland und dem europäischen Ausland etwa auf dem Niveau des Vorjahres lagen. Der insgesamt zu verzeichnende Rückgang war auf das nichteuropäische Ausland zurückzuführen. Ein Einbruch wird in dieser Entwicklung von Vertretern des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) jedoch nicht gesehen. Man geht von einer normalen zyklischen Entwicklung aus, bei der darüber hinaus der unmittelbare Vorjahresvergleich durch einen überdurchschnittlich hohen Auftragseingang im Jahr 2010 beeinflusst wurde.
Die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau war im Jahr 2011 überdurchschnittlich gut. Nach der schweren Krise im Jahr 2009 lag allerdings die inflationsbereinigte Gesamtproduktion noch unter dem Wert aus dem Vorkrisenjahr 2008. In der Entwicklung der Ausfuhrumsätze spiegelte sich die volkswirtschaftliche Entwicklung wider: Auch hier war eine besondere Dynamik im asiatischen, insbesondere im chinesischen Absatzmarkt zu erkennen.
Vakuumtechnologie kommt in sehr vielen Industriezweigen zum Einsatz. Dementsprechend ist auch die Vakuumbranche vor dem Hintergrund der weltweiten konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Daraus ergab sich im Berichtszeitraum eine insgesamt leicht rückläufige Entwicklung. Innerhalb der für die Vakuumindustrie wichtigen Marktsegmente zeigten sich jedoch erhebliche Unterschiede. So hat etwa die stark zyklische Halbleiterindustrie nach einem sehr guten Vorjahr in 2011 an Dynamik verloren, ebenso die Beschichtungsindustrie, die stark durch die rückläufige Entwicklung der Solarbranche geprägt war. Als weitgehend konstant stellte sich die Situation in den Marktsegmenten Forschung & Entwicklung und Analytik dar. Das sehr heterogene Marktsegment Industrie zeigte demgegenüber leichte Zuwächse.
Der Pfeiffer Vacuum Konzern
Geschäftstätigkeit
Pfeiffer Vacuum ist ein führender Anbieter von Vakuumlösungen. Das durch die Akquisitionen von Trinos Vakuum-Systeme zum 1. Januar 2010 sowie adixen zum 31. Dezember 2010 deutlich vergrößerte Produktportfolio umfasst nunmehr alle Komponenten und Systeme zur Vakuumerzeugung, -messung und -analyse. Die sehr geringen Überschneidungen im Produktportfolio von Pfeiffer Vacuum und adixen unterstreichen die strategische Bedeutung dieser Akquisition. Die Produkte ergänzen sich gegenseitig perfekt, sodass wir den Kunden noch bessere Vakuumlösungen anbieten können.
Die Namen Pfeiffer Vacuum und adixen stehen weltweit für innovative und individuelle Vakuumlösungen, für hervorragende Ingenieurskunst, kompetente Beratung und zuverlässigen Service. Mit unseren technologisch führenden Turbopumpen und Vorpumpen setzen wir in unserer Branche Maßstäbe. Dieser Führungsanspruch wird uns auch in Zukunft weiter antreiben.
Zu unseren Produkten gehört ein breites Spektrum an Pumpen zur Vakuumerzeugung, Vakuumkammern, Vakuummess- und -analysegeräten, Installationselementen und kompletten Vakuumsystemen. Mithilfe unserer Produkte entstehen unter Vakuum weltraumähnliche Druckbedingungen, die für die Forschung, diverse industrielle Prozesse sowie die Herstellung vieler Artikel des täglichen Lebens unerlässlich sind.
Wir sind ein Maschinenbauer, der Hightech-Produkte in hoher Qualität entwickelt, produziert und überwiegend exportiert. Neben den beiden Hauptentwicklungs- und Produktionsstandorten in Asslar, Deutschland, und Annecy, Frankreich, verfügt der Pfeiffer Vacuum Konzern über ein dichtes Netz von eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften. Die Hauptmärkte der Gesellschaft liegen in Europa, den USA und Asien.
Konzernstruktur und Organisation
Zum 31. Dezember 2011 gehören insgesamt 26 Unternehmen zum Pfeiffer Vacuum Konzern (Vorjahr: 30). Der Rückgang ist auf die konzernweite Integration des adixen Geschäftsbereichs zurückzuführen. Ziel der Integration ist es, in jedem Land mit nur einer organisatorischen und juristischen Einheit am Markt aufzutreten. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2011 drei Gesellschaften auf bereits bestehende Pfeiffer Vacuum Vertriebsgesellschaften verschmolzen (Deutschland, Italien und USA). Für das Vertriebsgebiet Niederlande, Belgien und Luxemburg wurde die Pfeiffer Vacuum Benelux B.V., Culemborg, Niederlande, neu gegründet. In den übrigen Ländern, in denen zum 31. Dezember 2011 formal noch zwei selbstständige Einheiten bestehen, erfolgte bereits während des Jahres 2011 eine Übertragung der operativen Geschäfte auf bisherige Pfeiffer Vacuum Einheiten. Die übertragenden Einheiten sind damit ohne eigene operative Geschäftstätigkeit und werden kurzfristig aufgelöst. Insgesamt ist es uns somit gelungen, die Zahl der operativ tätigen Unternehmen auf aktuell 21 zu reduzieren. Die Anteile an der adixen Scandinavia AB und an der adixen Japan Ltd. wurden im Rahmen der Optimierung der Konzernstrukturen im Jahr 2011 veräußert.
Konzernobergesellschaft ist die Pfeiffer Vacuum Technology AG, Asslar, die an der Deutschen Börse in Frankfurt am Main notiert ist.
Der Pfeiffer Vacuum Konzern hat keine Zweckgesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen.
Die vollständige Konzernstruktur stellt sich zum 31. Dezember 2011 wie folgt dar:
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| Sitzland | Quote in % |
||
|---|---|---|---|
| Pfeiffer Vacuum Technology AG | Deutschland | ||
| Pfeiffer Vacuum GmbH | Deutschland | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Austria GmbH | Österreich | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum (Schweiz) AG | Schweiz | 99,4 | |
| Pfeiffer Vacuum (Shanghai) Co., Ltd. | China | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Ltd. | Großbritannien | 100,0 | |
| adixen Vacuum Technology Ltd.1 | Großbritannien | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Scandinavia AB | Schweden | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Inc. | USA | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Brasil Ltda. | Brasilien | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Rus OOO | Russland | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Singapore Ltd. | Singapur | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Taiwan Corporation Ltd. | Taiwan | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Benelux B.V. | Niederlande | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Holding B.V. | Niederlande | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum Italia S.p.A. | Italien | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum (India) Ltd. | Indien | 73,0 | 27,0 |
| Pfeiffer Vacuum Technology India Ltd.1 | Indien | 73,0 | 27,0 |
| Pfeiffer Vacuum Korea Ltd. | Südkorea | 75,5 | |
| Trinos Vakuum-Systeme GmbH | Deutschland | 100,0 | |
| adixen Vacuum Products SAS | Frankreich | 100,0 | |
| adixen Vacuum Technology (Shanghai) Co., Ltd.1 | China | 100,0 | |
| adixen Manufacturing Korea Co., Ltd. | Südkorea | 100,0 | |
| adixen Manufacturing Romania S.r.l. | Rumänien | 100,0 | |
| Pfeiffer Vacuum France SAS | Frankreich | 100,0 | |
| adixen Vacuum Technology Korea Ltd. | Südkorea | 100,0 |
1 Die Geschäftstätigkeit dieser Gesellschaften wurde im Jahr 2011 auf die entsprechenden Pfeiffer Vacuum Landesgesellschaften übertragen; sie werden kurzfristig aufgelöst.
Für den Konzern nehmen die Pfeiffer Vacuum GmbH, Asslar, und die adixen Vacuum Products SAS (vormals Alcatel Vacuum Technology France SAS), Annecy, Frankreich, zentrale Rollen ein. In der Pfeiffer Vacuum GmbH sind die Entwicklung und Produktion für alle Pfeiffer Vacuum Produkte, der Vertrieb für Deutschland und das zentrale Beteiligungsmanagement für den Konzern organisiert. Die Gesellschaft beschäftigt per 31. Dezember 2011 insgesamt 638 Mitarbeiter. Die adixen Vacuum Products SAS ist gewissermaßen das französische Gegenstück zur Pfeiffer Vacuum GmbH. Die Gesellschaft beschäftigt zum Jahresende 598 Mitarbeiter und ist die zentrale Entwicklungs- und Produktionsstätte der adixen Produkte und zuständig für den Vertrieb in Frankreich. Mit insgesamt 1.236 Mitarbeitern ist in diesen beiden Gesellschaften mehr als die Hälfte der im Konzern tätigen Mitarbeiter (2.291 zum Ende des Jahres 2011) beschäftigt.
Die weiteren Konzerngesellschaften sind rechtlich selbstständige Kapitalgesellschaften, die überwiegend Vertriebs- und Serviceaufgaben wahrnehmen. Darüber hinaus sind die Trinos Vakuum-Systeme GmbH, adixen Manufacturing Korea Co., Ltd., adixen Vacuum Technology Korea Co., Ltd. und die adixen Manufacturing Romania S.r.l. mit der Fertigung und Montage einiger Produkte betraut. Rechtlich sind alle Gesellschaften im Wesentlichen in einer mit der deutschen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) vergleichbaren Rechtsform organisiert.
Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB
Das gezeichnete Kapital der Pfeiffer Vacuum Technology AG beläuft sich zum 31. Dezember 2011 unverändert auf 25.261 T€ und besteht aus insgesamt 9.867659 nennwertlosen Stückaktien. Es existieren und existierten keine unterschiedlichen Aktiengattungen, sodass alle Aktien die gleichen Rechte, insbesondere die gleichen Stimm- und Dividendenbezugsrechte, verbriefen. Dementsprechend beträgt der rechnerische Anteil am gezeichneten Kapital jeweils 2,56 €.
Anteilseigner mit einer Beteiligungsquote größer 10 % bestanden zum 31. Dezember 2011 nach unserem Kenntnisstand nicht. Zum 31. Dezember 2010 hatte Arnhold and S. Bleichroeder Holdings mit Sitz in New York inklusive der First Eagle Funds 14,95 % der Stimmrechte der Gesellschaft und ist durch Veräußerungen im Jahr 2011 unter die Beteiligungsquote von 10 % gefallen.
Satzungsänderungen können von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der bei der Hauptversammlung anwesenden Stimmen beschlossen werden, es sei denn, das Gesetz schreibt zwingend eine größere Mehrheit vor. Nach unserer Kenntnis bestehen keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Gemäß der Satzung der Gesellschaft werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, das gezeichnete Kapital um 12.630.603,24 € oder 4.933.829 Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Diese Ermächtigung gilt bis zum 25. Mai 2016 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats. Nach der Kapitalerhöhung um 897059 Aktien im rechnerischen Nennwert von 2.296 T€ im Jahr 2010 betrug das genehmigte Kapital zum 31. Dezember 2010 insgesamt 9.186 T€.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2009 ist der Vorstand ermächtigt, Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren zu begeben und den Inhabern Wandlungsrechte auf bis zu 2.242.650 Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 5.741.184,00 € zu gewähren. Diese Ermächtigung gilt bis zum 23. Mai 2014 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats.
Auf der Hauptversammlung am 20. Mai 2010 haben die Aktionäre Pfeiffer Vacuum zum Rückkauf eigener Aktien entsprechend § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt. Diese Ermächtigung erstreckt sich auf einen Rückkauf eines anteiligen Betrags vom Grundkapital von bis zu 2.296.473,60 € (897060 Aktien entsprechend 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung) und ist gültig bis zum 19. Mai 2015. Zum 31. Dezember 2011 und 2010 wurden im Konzern keine eigenen Anteile gehalten.
Weitere Besonderheiten, auf die im Rahmen von § 315 Abs. 4 HGB einzugehen wäre, bestehen nicht.
Absatzmärkte und Marktposition
Einteilung in Märkte
Die Produkte von Pfeiffer Vacuum kommen in zahlreichen Industriezweigen zum Einsatz. Über 14.000 Kunden vertrauen auf die Zuverlässigkeit unserer Produkte. Diese Kunden teilt Pfeiffer Vacuum in die Märkte Halbleiter, Industrie, Beschichtung, Analytik und Forschung & Entwicklung ein. Was die Positionierung dieser Märkte betrifft, so ist die Datenlage zur Größe des Gesamtmarkts und der einzelnen Marktsegmente nur unvollständig verfügbar. Auf Basis der Erhebungen, die der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) durchführt, und eigener Schätzungen gehen wir davon aus, dass wir in den Marktsegmenten Industrie, Beschichtung, Analytik sowie Forschung & Entwicklung die führende Marktposition einnehmen. Im Marktsegment Halbleiter müssten wir auf Platz zwei rangieren.
Ohne Vakuumtechnik sind viele innovative Prozesse, zum Beispiel in der Nanotechnologie, bei der Herstellung von LEDs oder in der Forschung, undenkbar. Viele neue Technologien führen zu neuen Produkten und Fertigungsprozessen. Zum Beispiel bringt der starke Fortschritt des privaten und auch beruflichen Kommunikationsverhaltens der Menschen immer neue Techniken in der Halbleiterindustrie hervor. Der zunehmende Bedarf an Energie bei gleichzeitiger Notwendigkeit der Ressourcenschonung führt zu immer neuen Entwicklungen bei der Energiegewinnung. Aus diesen wie aus weiteren gesellschaftlichindustriellen Trends ergeben sich für Pfeiffer Vacuum neue Absatzmöglichkeiten. Zu unseren Stärken gehört es, dass wir alle Märkte bedienen und deshalb weitgehend unabhängig von den Entwicklungen in einzelnen Marktsegmenten sind.
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| Halbleiter | Industrie | Beschichtung | Analytik | F&E |
|---|---|---|---|---|
| Anwendungsbeispiele: | Anwendungsbeispiele: | Anwendungsbeispiele: | Anwendungsbeispiele: | Anwendungsbeispiele: |
| Lithografie | Allgemeine Anwendungen | Solartechnik | Massenspektrometer | Erneuerbare Energien |
| Metrologie | Elektronenstrahl- schweißen |
Displaybeschichtung (LED, OLED) | Elektronenmikroskopie | Nanostrukturen |
| CVD (chemische Gasphasenabscheidung) | Gefriertrocknung | Speichermedien | Oberflächenanalyse | Beschleuniger- technologie |
| PVD (physikalische Gasphasenabscheidung) | Vakuumtrocknung | Glasbeschichtung | Gasanalyse | Weltraumsimulation |
| Ätzen | Stahlentgasung | Oberflächenschutz | Biotechnologie | |
| Ionenimplanter | Lecksuche | Werkzeugbeschichtung | Life Science |
Halbleiter
Unsere Vakuumpumpen werden in der Halbleiterindustrie zur Produktion von Mikroprozessoren, Flachbildschirmen und Handlingsystemen benötigt. Die Kunden setzen in erster Linie sehr viele mittlere und große Vorpumpen, aber auch Turbopumpen sowie Messgeräte ein. Die Halbleiterindustrie profitiert vor allem von den Veränderungen in der Kommunikationstechnologie. Neue Gebiete für den Einsatz von Vakuum ergeben sich beispielsweise in der Nanotechnologie und aus der Entwicklung von organischen Leuchtdioden (OLEDs). Unsere Kunden haben ihre Standorte vor allem in den USA, in Asien und zu einem kleineren Anteil auch in Europa.
Industrie
In diesem Segment vereinen wir eine heterogene Gruppe von Industriekunden, die für bestimmte Produktionsschritte unsere Vakuumlösungen benötigen. Industrielle Trends wie Qualitätssteigerungen, Energieeinsparung und -gewinnung, Mobilität oder Umweltschutz führen hier zu neuen Einsatzgebieten. Anwendungsbeispiele sind die Metallurgie, die Lampen- und Röhrenproduktion sowie die Klima- und Kältetechnik. Für die Automobilzuliefererindustrie bieten wir Lecksuchsysteme zur vollautomatischen Qualitätssicherung in der Produktion von zum Beispiel Kraftstofftanks, Alufelgen, Airbagpatronen oder Klimaleitungen. Eine neue Anwendung ist die Solarthermie, deren Absorberröhren sowohl mittels unserer Pumpstände evakuiert als auch von unseren Lecksuchern permanent auf Leckagen geprüft werden. Unsere Kunden im Segment Industrie kommen vorwiegend aus Europa, den USA und zunehmend auch aus Asien.
Beschichtung
Viele Dinge des täglichen Lebens könnten ohne Vakuum nicht in der gewünschten Qualität hergestellt werden. So erfolgen beispielsweise die Entspiegelung von Brillengläsern, die Beschichtung von DVDs oder von hochwertigen Badezimmerarmaturen, aber auch die Beschichtung von Solarzellen oder Architekturglas in Vakuumkammern. Hochwertige Werkzeuge werden unter Vakuum beschichtet und gehärtet und dadurch noch haltbarer. Ein bedeutender Megatrend besteht in diesem Segment in der Hinwendung zu regenerativen Energien wie der Solarenergie. In der Beschichtungsindustrie werden hauptsächlich mittlere und große Vor- und Turbopumpen benötigt, aber auch Messgeräte und komplette Vakuumsysteme. Unsere Kunden befinden sich in allen Industrienationen.
Analytik
Unsere größten Kunden in diesem Markt sind sogenannte OEM-Kunden (Original Equipment Manufacturer), das heißt Anbieter von industriellen Anlagen oder Analyseinstrumenten. Komplexe Analysegeräte wie Elektronenrastermikroskope werden vor allem zur Qualitätssicherung in der Industrie eingesetzt. Diese Industrie ist besonders von Megatrends wie Life Science, Biotechnologie und Sicherheit geprägt. Immer kleinere und leichtere tragbare Analysegeräte werden in der Umwelttechnik, in der Sicherheitstechnik oder für Dopinganalysen benötigt. Die Analytikindustrie erfordert daher zumeist kleine und mittlere Turbopumpen, Vorpumpen sowie Messgeräte. Unsere wichtigsten Kunden in diesem Markt befinden sich in den USA, in Japan, England und Deutschland.
Forschung & Entwicklung
Die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen hat für Pfeiffer Vacuum eine lange Tradition. Ob Physik- oder Chemielaboratorien an Universitäten, renommierte Forschungseinrichtungen wie die Fraunhofer- oder Max-Planck-Institute oder große multinationale Forschungseinrichtungen - alle verlassen sich auf die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Massenspektrometer, Lecksucher oder Turbopumpen. In enger Kooperation mit Forschungseinrichtungen in Europa, den USA und Asien entstehen immer wieder neue Anwendungen, beispielsweise im Bereich der Energiegewinnung oder der Gesundheitstechnik.
Strategie und Steuerung
Unternehmenssteuerung
Der Vorstand der Pfeiffer Vacuum Technology AG übernimmt die strategische Führung aller Gesellschaften und in Personalunion die Geschäftsführerfunktion der Pfeiffer Vacuum GmbH. Alle weiteren Gesellschaften haben ein eigenverantwortliches Management und entscheiden grundsätzlich selbst, wie die von der Konzernzentrale vorgegebenen Ziele (Umsatz, Betriebsergebnismarge und Vorsteuerergebnis) zu erreichen sind. Bei wesentlichen Entscheidungen sind die Aufsichtsgremien der Gesellschaften, besetzt unter anderem mit den Vorstandsmitgliedern der Pfeiffer Vacuum Technology AG, oder die Zentrale in Asslar einzubeziehen.
Strategie
Pfeiffer Vacuum entwickelt, produziert und vertreibt technologisch und qualitativ höchst anspruchsvolle Vakuumlösungen. Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Leistungsfähigkeit sind Attribute, die unsere Kunden mit allen Produkten aus dem Pfeiffer Vacuum Konzern in Verbindung bringen. Es gehört zu den langfristigen strategischen Zielen von Pfeiffer Vacuum, Produkte nicht über den Preis, sondern über die Qualität zu verkaufen. Zur Verkaufsstrategie gehört es auch, die langfristigen Kostenvorteile für die Lebensdauer eines Pfeiffer Vacuum Produkts herauszustellen (Total Cost of Ownership). Diese ergeben sich unter anderem aus geringeren Wartungs- und Reparaturkosten, längeren Laufzeiten und niedrigerem Energieverbrauch im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten.
Diese Zielsetzung galt in der Vergangenheit und gilt nach den Akquisitionen von adixen und Trinos Vakuum-Systeme unverändert fort. Alle Konzernprodukte erfüllen unsere hohen Ansprüche. Wir sind davon überzeugt, dass wir durch den Zusammenschluss der Marken Pfeiffer Vacuum, adixen und Trinos zum Weltmarktführer in Vakuumlösungen werden können. Ein weiteres strategisches Ziel besteht darin, immer nah am Kunden zu sein. Durch unsere weltweite Präsenz werden wir diesem Anspruch gerecht und sorgen dafür, dass unsere Kunden stets im Mittelpunkt unseres Handelns stehen. "Aus Leidenschaft für Perfektion" ist unser Versprechen an unsere Kunden.
Steuerungsinstrumente
Alle Gesellschaften werden von der Konzernzentrale in Asslar durch die Vorgabe von jährlichen Umsatz- und Ergebniszielen gesteuert ("Management by Objectives").
Die Nachverfolgung der Zielerfüllung erfolgt über detaillierte Soll-Ist-Vergleiche und Abweichungsanalysen im Rahmen des monatlichen Berichtswesens. Damit ist sichergestellt, dass Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und korrigiert werden können. Monatliche Telefonkonferenzen mit dem Management der Tochtergesellschaften gewährleisten zudem, dass alle Fragen zur geschäftlichen Entwicklung diskutiert werden. Zusätzlich finden zweimal im Jahr persönliche Gespräche der Konzernleitung mit den Mitarbeitern vor Ort statt.
Für Länder, in denen Pfeiffer Vacuum nicht unmittelbar mit einer eigenen Gesellschaft vertreten ist, erfolgt die Vereinbarung der Umsatzziele mit dem lokalen Vertriebspartner. Auch hier wird die Zielerreichung über Soll-Ist-Vergleiche gemessen. Ein weiteres Instrument zur Steuerung ist die variable Vergütung des lokalen Managements der ausländischen Tochtergesellschaften und der deutschen Vertriebsmitarbeiter. Die variable Vergütung ist hier insbesondere vom erreichten Umsatz und Betriebsergebnis abhängig. Darüber hinaus erhalten Mitarbeiter in leitenden Positionen oder in Schlüsselfunktionen einen variablen Vergütungsbestandteil, der im Wesentlichen vom erreichten Betriebsergebnis abhängig ist. So werden auch die Mitarbeiter in den Unternehmensbereichen, die nicht unmittelbar den Umsatz beeinflussen können, für die Kostenstrukturen und damit auch für den langfristigen Unternehmenserfolg sensibilisiert.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Umsatzentwicklung 2011
Nachdem der Erwerb von adixen bereits die Bilanzrelationen zum 31. Dezember 2010 erheblich beeinflusst hat, wirkt sich diese Akquisition im Jahr 2011 nun auch auf alle Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns aus. Die Akquisition von adixen ist der wesentliche, jedoch nicht alleinige Grund, warum der Umsatz von 220,5 Mio. € um 299,0 Mio. € oder 135,6 % auf 519,5 Mio. € erheblich angestiegen ist. Damit haben wir die zu Beginn des Jahres 2011 abgegebene Schätzung von 500 Mio. € deutlich übertroffen und liegen exakt auf dem Niveau der im Rahmen des letzten Quartalsberichts abgegebenen Umsatzprognose ("etwa 520 Mio. €").
Nachfolgend erläutern wir den im Jahr 2011 erzielten Umsatz nach Segmenten, Regionen, Produkten und Märkten. Zu den Umsätzen nach Segmenten ist anzumerken, dass für die Zuordnung der Umsätze der Firmensitz der Gesellschaft maßgeblich ist, die den Umsatz fakturiert hat. Die segmentbezogene Darstellung zeigt somit die Umsätze nach Tochtergesellschaften. Demgegenüber enthalten die Umsätze nach Regionen alle Umsätze in einer bestimmten Region, unabhängig davon, welche Gesellschaft des Pfeiffer Vacuum Konzerns den Umsatz fakturiert hat. Der Umsatz nach Segmenten und der Umsatz nach Regionen unterscheiden sich dabei mehr oder weniger stark von einander. So weicht beispielsweise der Umsatz des Segments Asien deutlich von der Region Asien ab, da das Segment Asien nur den direkten Umsatz unserer asiatischen Tochtergesellschaften enthält. Im Gegensatz dazu beinhaltet die Region Asien zusätzlich die Umsätze, die die produzierenden Gesellschaften direkt mit asiatischen Kunden erzielen, zum Beispiel mit Kunden in Japan oder Indien. Im Umsatz nach Segmenten ist der Umsatz der deutschen Gesellschaft durch die Direktlieferungen an Vertretungen beziehungsweise Kunden außerhalb Deutschlands deutlich höher als der Umsatz Deutschland nach Regionen. Die Umsätze der Region USA und des Segments USA sind dagegen fast identisch, weil nahezu der gesamte Umsatz in dieser Region über unsere US-amerikanische Tochtergesellschaft abgewickelt wird.
Umsatz nach Segmenten
Deutschland
Nach einem bereits guten Jahr 2010 konnte der Umsatz in diesem Segment im Jahr 2011 nochmals gesteigert werden. Zurückzuführen ist dies einerseits auf die Umsatztätigkeit der bisherigen adixen Vertriebsgesellschaft in Deutschland, die im Rahmen der konzernweiten Integration im Jahr 2011 mit der Pfeiffer Vacuum GmbH verschmolzen wurde. Neben diesem externen Wachstum hat sich aber auch das Geschäft der Pfeiffer Vacuum GmbH und der Trinos Vakuum-Systeme GmbH mit zweistelligen Zuwachsraten sehr positiv entwickelt und in annähernd gleichem Umfang zur Entwicklung des Segments Deutschland beigetragen. Ursächlich hierfür waren Umsatzzuwächse mit unseren deutschen Kunden und mit einer Vielzahl von asiatischen Kunden, die teilweise direkt von Deutschland aus betreut und beliefert werden. Sonder- oder Einmaleffekte sind im Jahr 2011 nicht eingetreten.
Umsatz nach Segmenten, in %
(Vorjahr)

Umsatz nach Segmenten
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| 2011 | 2010 | Abweichung | ||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 146,0 | 113,5 | 32,5 | 28,7 |
| USA | 96,3 | 53,0 | 43,3 | 81,5 |
| Südkorea | 85,7 | 5,2 | 80,5 | 1.562,2 |
| Frankreich | 82,1 | 6,0 | 76,1 | 1.261,2 |
| Europa (ohne Deutschland und Frankreich) | 61,0 | 40,4 | 20,6 | 51,0 |
| Asien (ohne Südkorea) | 48,4 | 2,4 | 46,0 | 1.887,8 |
| Gesamt | 519,5 | 220,5 | 299,0 | 135,6 |
USA
In den USA haben die beiden bisherigen Vertriebsgesellschaften im Jahr 2011 etwa in gleichem Maß zum Gesamtumsatz von 96,3 Mio. € beigetragen und wurden im Rahmen der adixen Integration zum Ende des Jahres 2011 miteinander verschmolzen. Nach dem bisherigen Rekordjahr 2010 ist zwar der Umsatz der bisherigen Pfeiffer Vacuum Vertriebsgesellschaft im Jahr 2011 in US-Dollar leicht zurückgegangen, der Effekt wurde allerdings durch den im Jahresverlauf schwächeren Wechselkurs verstärkt und hat so die Umsatzentwicklung zusätzlich belastet. Bei gleichem Kursniveau wie im Verlauf des Jahres 2010 hätte der in Euro umgerechnete Gesamtumsatz 100,8 Mio. € betragen und damit um 4,5 Mio. € über dem tatsächlichen Wert für 2011 (96,3 Mio. €) gelegen.
Südkorea
Auch die in Südkorea ansässigen Konzerngesellschaften nehmen im Pfeiffer Vacuum Konzern, bedingt durch die dort liegenden Produktionsstandorte, eine hervorgehobene Bedeutung ein und wurden daher als eigenes Segment unter Anpassung der Vorjahreszahlen dargestellt. Der deutliche Anstieg ist ähnlich wie Frankreich auch durch die koreanischen adixen Konzerngesellschaften begründet. Mit einem Anteil von 16,5 % vom Gesamtumsatz liegt das Segment Südkorea im Konzern auf dem dritten Rang hinter Deutschland und den USA.
Frankreich
Bedingt durch die deutlich gestiegene Bedeutung der französischen Gesellschaften nach der adixen Akquisition, wird Frankreich erstmals im Berichtsjahr als eigenes Segment geführt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Nachdem die angepasste Vorjahreszahl ausschließlich die in Frankreich ansässige bisherige Pfeiffer Vacuum Vertriebsgesellschaft enthielt, erklärt sich der deutliche Anstieg im Jahr 2011 aus der erstmaligen Erfassung der französischen adixen Einheit, die für diesen Geschäftsbereich eine wichtige Rolle spielt.
Europa (ohne Deutschland und Frankreich)
Der Umsatz der im Segment Europa zusammengefassten Konzerngesellschaften außerhalb Deutschlands und Frankreichs ist im Jahr 2011 um 20,6 Mio. € gestiegen. Ursächlich hierfür ist ganz überwiegend die erstmalige Erfassung von adixen im Pfeiffer Vacuum Konzernabschluss. Das soll allerdings den positiven Geschäftsverlauf der übrigen in Europa ansässigen Konzerngesellschaften nicht relativieren, denn die sehr gute Positionierung in Europa wird im Jahr 2011 dadurch verdeutlicht, dass grundsätzlich alle Gesellschaften zweistellige Umsatzzuwachsraten erzielen konnten. Bedingt durch das schwächere Geschäft in den osteuropäischen Staaten, hat sich die österreichische Vertriebsgesellschaft dagegen leicht rückläufig entwickelt; hier waren allerdings im Vorjahr sehr hohe Zuwachsraten zu verzeichnen.
Asien (ohne Südkorea)
Bedingt durch die starke Präsenz von adixen auch im übrigen asiatischen Wirtschaftsraum, hat dieses Segment im Jahr 2011 ebenfalls große Veränderungen erfahren. Die bisherigen Pfeiffer Vacuum Vertriebsgesellschaften haben sich im Jahr 2011 zwar auch zufriedenstellend entwickelt, aber vor dem Hintergrund der bestehenden Größenunterschiede zu den Umsatzvolumina der adixen Gesellschaften insbesondere in China und Singapur fällt dies praktisch nicht ins Gewicht.
Umsatz nach Regionen, in %
(Vorjahr)

Umsatz nach Regionen
Umsatz nach Regionen
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| 2011 | 2010 | Abweichung | ||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Europa | 229,9 | 127,7 | 102,2 | 80,1 |
| Asien | 189,8 | 37,3 | 152,5 | 408,5 |
| Nord- und Südamerika | 98,7 | 54,8 | 43,9 | 80,4 |
| Rest der Welt | 1,1 | 0,7 | 0,4 | 44,8 |
| Gesamt | 519,5 | 220,5 | 299,0 | 135,6 |
Europa
Auch in der Umsatzentwicklung der Region Europa schlägt sich erwartungsgemäß die erstmalige Einbeziehung von adixen in den Konzernabschluss nieder. So ist der Umsatz hier um mehr als 100 Mio. € oder 80,1 % gestiegen. Wesentliche Länder in Europa sind Deutschland, Frankreich und Italien.
Asien
Die herausragende Bedeutung der Region Asien für den Pfeiffer Vacuum Konzern hat sich bereits bei der Analyse der Umsätze nach Segmenten gezeigt und wird in der regionalen Übersicht noch offensichtlicher. Bedingt durch die Ansässigkeit der Kunden aus der Halbleiterindustrie überwiegend im asiatischen Wirtschaftsraum und die hohe Bedeutung dieses Industriezweigs für adixen, hat sich der Umsatz hier mehr als verfünffacht. Aber nicht nur die erstmalige Erfassung von adixen im Konzernabschluss, sondern auch die positive Entwicklung im bisherigen Pfeiffer Vacuum Geschäft hat - wenngleich in kleinerem Maße - zu dieser Entwicklung beigetragen.
Nord- und Südamerika
Die Umsatzentwicklung in der Region Nord- und Südamerika wird ganz wesentlich von der Entwicklung in den USA geprägt. Die erstmalige Berücksichtigung von adixen und das leicht rückläufige Umsatzvolumen bei der bisherigen US-Vertriebsgesellschaft, verbunden mit einer Umsatzbelastung durch das verschlechterte US-Dollar/Euro-Wechselkursverhältnis, waren hierfür ursächlich (siehe auch Umsatz nach Segmenten, USA). Innerhalb dieser im Jahr 2011 erstmals dargestellten Region werden aber auch die Umsatzanteile außerhalb der USA, insbesondere in Südamerika, gezeigt. Diese wurden im Vorjahr noch unter "Rest der Welt" ausgewiesen und zur Wahrung der Vergleichbarkeit entsprechend umgegliedert.
Umsatz nach Produkten
Vorpumpen
Die deutlichste Veränderung bei den Umsätzen nach Produktgruppen ist im Bereich der Vorpumpen um 154,3 Mio. € auf 183,0 Mio. € zu verzeichnen. Dies ist nahezu ausschließlich auf die Stärke von adixen vor allem in diesem Bereich zurückzuführen, wurde aber durch die positive Umsatzentwicklung mit den Vorpumpen der Marke Pfeiffer Vacuum unterstützt.
Turbopumpen
Die bisher stärkste Produktlinie im Portfolio des Pfeiffer Vacuum Konzerns, die Turbopumpen, liegt im Jahr 2011 mit einem Gesamtumsatz von 144,3 Mio. € und einem Umsatzanteil von 27,8 % auf dem zweiten Rang nach den Vorpumpen. Hier hat sich die erstmalige Einbeziehung von adixen in den Konzernabschluss nicht in dem Maß ausgewirkt, wie das etwa im Bereich der Vorpumpen der Fall ist. Gleichwohl ist die Umsatzentwicklung hierdurch beeinflusst, aber auch die Pfeiffer Vacuum Turbopumpen entwickelten sich wieder sehr gut.
Umsatz nach Produkten, in %
(Vorjahr)

Umsatz nach Produkten
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| 2011 | 2010 | Abweichung | ||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Vorpumpen | 183,0 | 28,7 | 154,3 | 538,4 |
| Turbopumpen | 144,3 | 92,4 | 51,9 | 56,2 |
| Instrumente und Komponenten | 111,3 | 69,2 | 42,1 | 61,0 |
| Service | 72,5 | 23,1 | 49,4 | 213,2 |
| Systeme | 8,4 | 7,1 | 1,3 | 17,7 |
| Gesamt | 519,5 | 220,5 | 299,0 | 135,6 |
Instrumente und Komponenten
Der Produktbereich der Instrumente und Komponenten umfasst ein breites Spektrum, welches im Jahr 2011 durch die Produktpalette von adixen deutlich erweitert wurde. Hierauf ist zum einen der starke Umsatzanstieg um 42,1 Mio. € oder 61,0 % zurückzuführen. Zum anderen hat sich das bisherige Geschäftsfeld der Instrumente und Komponenten von Pfeiffer Vacuum und Trinos vergleichsweise gut entwickelt.
Service
Bedingt durch den hohen Umsatzanteil von adixen in der Halbleiterindustrie, sind die Serviceumsätze von adixen deutlich höher, als dies im bisherigen Pfeiffer Vacuum Konzern der Fall war. Ursächlich hierfür sind die aggressiven Prozessbedingungen, unter denen die Pumpen in diesem Industriezweig eingesetzt werden und die eine regelmäßige Wartung unumgänglich machen. Mit einem Anstieg um 49,4 Mio. € hat sich der Serviceumsatz daher auch mehr als verdreifacht.
Systeme
Der Bereich Systeme hat sich im Jahr 2011 auch unter Berücksichtigung der erstmaligen Erfassung von adixen nur unwesentlich verändert. Der Umsatzrückgang durch den Wegfall der im Vorjahr noch anteilig enthaltenen Umsatzanteile aus einem Großauftrag wurde durch das externe Wachstum überkompensiert, sodass der Gesamtumsatz hier im Gesamtjahr auf 8,4 Mio. € gestiegen ist. Mit einem Umsatzanteil von 1,6 % war der Bereich Systeme im Jahr 2011 von eher nachrangiger Bedeutung.
Umsatz nach Märkten
Im nachfolgenden Abschnitt erläutern wir, wie sich die Umsätze des Jahres 2011 in den einzelnen Märkten im Vergleich zum Vorjahr entwickelt haben.
Halbleiter
Aus der Entwicklung der Umsatzerlöse im Marktsegment Halbleiter wird die gestiegene Bedeutung dieses Marktsegments für den Pfeiffer Vacuum Konzern deutlich. Ein Drittel des gesamten Umsatzvolumens wird mit Kunden dieser Branche erzielt. Der Blick auf die unterjährige Entwicklung des Umsatzvolumens zeigt eine hohe Volatilität. Nach einem guten ersten Quartal 2011 hat das Umsatzvolumen stetig abgenommen und im 4. Quartal den niedrigsten Wert für 2011 angenommen (34,7 Mio. €). Wir gehen davon aus, dass die Talsohle in diesem Bereich damit durchschritten ist.
Industrie
Das sehr heterogene Marktsegment Industrie, dem ab dem Jahr 2011 auch die Umsätze des früheren Marktsegments Chemie- und Verfahrenstechnik zugeordnet wurden, folgt in seiner Entwicklung grundsätzlich dem Trend der allgemeinen Maschinenbauindustrie. Dementsprechend sind wir mit der soliden Entwicklung sowohl im Vorjahresvergleich als auch während des Jahres 2011 zufrieden. Der Großteil des Anstiegs ist auf die erstmalige Einbeziehung von adixen zurückzuführen, aber auch der Umsatz mit Kunden des bisherigen Industriesegments bei Pfeiffer Vacuum zeigte eine zweistellige Wachstumsrate.
Beschichtung
Bedingt durch die Geschäftstätigkeit von adixen, hat sich die Bedeutung des Beschichtungsmarktes für den Pfeiffer Vacuum Konzern mit einem Umsatzanteil von 174 % (Vorjahr: 14,6 %) wieder erhöht. Auch die Bedeutung des Solarmarktes als Teilelement des Marktsegments Beschichtung ist gestiegen und liegt im Jahr 2011 bei einem Gesamtumsatzanteil von 10,1 % (Vorjahr: 6,4 %).
Umsatz nach Märkten, in %
(Vorjahr)

Umsatz nach Märkten
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| 2011 | 2010 | Abweichung | ||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Halbleiter | 175,4 | 23,8 | 151,6 | 636,9 |
| Industrie | 117,5 | 58,4 | 59,1 | 101,3 |
| Beschichtung | 90,2 | 32,1 | 58,1 | 181,1 |
| Analytik | 81,3 | 63,3 | 18,0 | 28,4 |
| Forschung & Entwicklung | 55,1 | 42,9 | 12,2 | 28,5 |
| Gesamt | 519,5 | 220,5 | 299,0 | 135,6 |
Analytik
Die traditionell starke Position von Pfeiffer Vacuum im Analytikmarkt konnte durch den Zukauf von adixen noch verbessert werden. Das Gesamtwachstum von 18,0 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr gliedert sich dabei in externes Wachstum und organisches Wachstum der bisherigen Pfeiffer Vacuum Gruppe. Mit einem Gesamtbetrag von 81,3 Mio. € zeigte sich dieses Marktsegment im Jahresverlauf 2011 konstant.
Forschung & Entwicklung
Auch in diesem Marktsegment hatte Pfeiffer Vacuum in der Vergangenheit immer schon einen hohen Marktanteil. Durch den Erwerb von adixen hat dieser sich noch einmal erhöht und wurde durch eine gute Entwicklung im bisherigen Pfeiffer Vacuum Konzern weiter verbessert. Nach etwas schwächeren Monaten im Sommer 2011 hat sich der Umsatz gegen Ende des Jahres wieder erholt, und im 4. Quartal wurde das beste Quartal des gesamten Jahres erreicht.
Auftragseingang und Auftragsbestand
Im Jahr 2011 liegt der Auftragseingang bei 515,9 Mio. €. Dies stellt eine Steigerung um 292,2 Mio. € dar (Vorjahr: 223,7 Mio. €), die wesentlich durch den Erwerb von adixen zum 31. Dezember 2010 beeinflusst ist. Aber auch die Entwicklung im bisherigen Kerngeschäft von Pfeiffer Vacuum verlief im Jahr 2011 sehr zufriedenstellend. Ebenso lässt uns die Entwicklung des Auftragseingangs im vierten Quartal 2011 vorsichtig optimistisch in die Zukunft schauen. Nach einem sehr starken ersten Halbjahr 2011(293,2 Mio. €) ist der Auftragseingang im dritten Quartal mit 109,7 Mio. € vergleichsweise niedrig gewesen. Demgegenüber hat das Volumen der neuen Aufträge im letzten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres wieder zugenommen (113,0 Mio. €). Nachdem die Book to Bill Ratio, der Quotient aus Auftragseingang und Umsatz, im Jahr 2010 bei 1,01 lag, wurde im Jahr 2011 eine Relation von 0,99 erreicht.
Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2011 beträgt 87,6 Mio. € und liegt damit um 3,6 Mio. € unter dem Vorjahreswert (91,2 Mio. € unter Berücksichtigung der adixen Aufträge). Die gut gefüllten Auftragsbücher zum 31. Dezember 2011 geben uns Planungssicherheit für die ersten Monate des Jahres 2012. Die Auftragsreichweite auf Basis des durchschnittlichen Umsatzes 2011 beträgt etwa zwei Monate.
Entwicklung des Auftragseingangs (in Mio. €)

Entwicklung des Auftragsbestands (in Mio. €)

Ertragslageentwicklung
Herstellungskosten und Bruttoergebnis
Die Herstellungskosten belaufen sich im Jahr 2011 auf 352,1 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 117,6 Mio. € ist die Entwicklung ganz wesentlich durch die Herstellungskosten im Bereich des adixen Geschäfts begründet. Auch sind wesentliche Teile der PPA-Effekte den Herstellungskosten zuzuordnen, sodass diese allein hieraus mit insgesamt 7,0 Mio. € belastet sind. Bei Umsatzerlösen von 519,5 Mio. € ergibt sich somit unter Berücksichtigung der PPA-Effekte ein Bruttoergebnis von 167,4 Mio. € (Vorjahr: 102,9 Mio. €). Dies bedeutet eine Verbesserung um 64,5 Mio. €. Die Bruttomarge, das Verhältnis von Bruttoergebnis und Umsatz, ist erwartungsgemäß rückläufig. Nach 46,7 % im Jahr 2010 erreicht die Bruttomarge im aktuellen Geschäftsjahr 32,2 %. Bruttoergebnis und Bruttomarge werden auch durch den Produktmix beeinflusst.
Bruttoergebnis (in Mio. €)

Bruttomarge (in %)

Vertriebs- und Verwaltungskosten
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 beträgt die Summe der Vertriebs- und Verwaltungskosten 89,5 Mio. €. Nach 42,7 Mio. € im Vorjahr stellt dies eine deutliche Erhöhung um 46,8 Mio. € dar, die sowohl im Bereich der Vertriebs- und Marketingkosten als auch bei den Verwaltungs- und allgemeinen Kosten festzustellen und ganz wesentlich durch die Berücksichtigung von adixen begründet ist. Von diesem Anstieg, der des Weiteren durch PPA-Effekte in Höhe von 3,3 Mio. € belastet wird, entfallen 28,3 Mio. € auf den Bereich der Vertriebs- und Marketingkosten. Auf den Bereich der Verwaltungs- und allgemeinen Kosten entfallen 18,5 Mio. € der Erhöhung. Hinzu kommen Aufwendungen für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der rechtlichen Integration des adixen Geschäftsbereichs. Trotz der hohen absoluten Veränderungen der Vertriebs- und Verwaltungskosten geht der prozentuale Anteil am Gesamtumsatz deutlich von 19,4 % im Vorjahr auf 172 % im abgelaufenen Geschäftsjahr zurück.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Auch die Forschungs- und Entwicklungskosten sind erheblich von den hinzukommenden Aufwandsbestandteilen von adixen beeinflusst und betragen nach 70 Mio. € im Vorjahr 22,7 Mio. € im Jahr 2011. Darin enthalten sind PPA-Effekte in Höhe von 3,0 Mio. €. Der Anteil am Umsatz ist von 3,2 % in 2010 auf 4,4 % in 2011 gestiegen. Bereinigt um die PPA-Effekte und die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Aufwandszuschüsse für Forschungs- und Entwicklungsleistungen (5,0 Mio. €), liegen die Forschungs- und Entwicklungskosten bei 14,7 Mio. €.
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen enthalten überwiegend die im Konzern erzielten Wechselkursgewinne und -verluste. Alle zugrunde liegenden Fremdwährungstransaktionen sind der operativen Geschäftstätigkeit zuzuordnen und werden daher innerhalb des Betriebsergebnisses ausgewiesen. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen von 14,6 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €) erstmals in 2011 Aufwandszuschüsse der französischen adixen Einheit in Höhe von 5,0 Mio. € enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 8,0 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. €) enthalten auch die Verluste aus der Veräußerung von Anlagevermögen von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €). Das Währungsergebnis im Jahr 2011 liegt bei 2,1 Mio. € (Vorjahr: - 0,3 Mio. €). Die deutliche Erhöhung resultiert insbesondere aus der höheren Bedeutung des Fremdwährungsgeschäfts im adixen Bereich. Im Wesentlichen ist dabei die Entwicklung des US-Dollars ausschlaggebend.
Betriebsergebnis
Mit 61,8 Mio. € liegt das Betriebsergebnis des Jahres 2011 um 8,9 Mio. € über dem Vorjahreswert von 52,9 Mio. €. Die im Betriebsergebnis enthaltenen PPA-Effekte belaufen sich auf 13,3 Mio. €. Die Betriebsergebnismarge, das Verhältnis von Betriebsergebnis und Umsatz, liegt nach 24,0 % im Vorjahr bei nun 11,9 %.
Betriebsergebnis (in Mio. €)

Betriebsergebnismarge (in %)

Betriebsergebnis je Mitarbeiter (in T€)

Das gestiegene Betriebsergebnis zeigt, dass die Akquisition von adixen für Pfeiffer Vacuum bereits im ersten Jahr ein Erfolg ist. Denn obwohl sich die Margensituation im Vergleich zum Vorjahr schwächer darstellt, sind die absoluten Werte gestiegen und bedeuten einen Zugewinn im Vergleich zur Situation vor der Akquisition. Der bereits jetzt erkennbare Erfolg wird ebenfalls beim Blick auf das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation, amortization, EBITDA) deutlich: Diese Kennzahl steigt im abgelaufenen Geschäftsjahr von 572 Mio. € im Jahr 2010 um 26,2 Mio. € auf 83,4 Mio. €. Das entspricht einem Zuwachs von 45,8 %. Der in dieser Kennzahl enthaltene Abschreibungsbetrag (auf materielle und immaterielle Vermögenswerte) liegt im Jahr 2011 bei 21,6 Mio. € (Vorjahr: 4,2 Mio. €). Der deutliche Anstieg der Abschreibungen resultiert aus der erstmaligen Einbeziehung von adixen und dabei insbesondere aus den Abschreibungen auf die im Rahmen der PPA erfassten immateriellen Vermögenswerte (Technologie, Kundenstamm) in Höhe von 9,5 Mio. €.
Finanzergebnis
Insbesondere aufgrund der im Rahmen der adixen Akquisition entstandenen finanziellen Verbindlichkeiten sind die Finanzaufwendungen von 1,8 Mio. € auf 2,9 Mio. € gestiegen. Die Finanzerträge im Vorjahr von 3,4 Mio. € waren durch realisierte Wertpapierveräußerungsgewinne geprägt und betragen im Jahr 2011 insgesamt 0,6 Mio. €. Per saldo ist das Finanzergebnis von +1,6 Mio. € auf - 2,3 Mio. € im Jahr 2011 zurückgegangen.
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Als Folge des um 5,0 Mio. € gestiegenen Ergebnisses vor Steuern haben sich auch die Steueraufwendungen des Jahres 2011 leicht um 1,7 Mio. € auf insgesamt 179 Mio. € erhöht (Vorjahr: 16,2 Mio. €). Die Steuerquote im Konzern liegt mit 30,1 % nur leicht über dem Niveau des vorangegangenen Geschäftsjahres von 29,7 %, sodass die relative Belastung kaum gestiegen ist. Der geringfügige Anstieg der Steuerquote liegt überwiegend im Steuersatzgefälle zwischen den bisher in den Konzernabschluss einbezogenen und den neu konsolidierten Gesellschaften begründet. Die positiven PPA-Effekte im Steueraufwand betragen 4,3 Mio. € und reduzieren damit die insgesamt zu verzeichnenden Belastungen.
Ergebnis nach Steuern
Auch wenn mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 41,6 Mio. € das bisher höchste Ergebnis der Firmengeschichte von Pfeiffer Vacuum erzielt wurde, bleibt das Gesamtergebnis im Jahr 2011 mit insgesamt 9,0 Mio. € durch die PPA-Effekte belastet. Zusätzlich ist beim Vorjahresvergleich zu berücksichtigen, dass das Ergebnis nach Steuern in 2010 durch Wertpapierveräußerungsgewinne begünstigt war. Insgesamt ist die Umsatzrentabilität nach Steuern von 17,4 % im Vorjahr auf 8,0 % zurückgegangen.
Ergebnis vor Steuern (in Mio. €)

Ergebnis nach Steuern (in Mio. €)

Ergebnis je Aktie (in €)

Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie liegt mit 4,19 € um 0,21 € unter dem Vorjahreswert von 4,40 €. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie der durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktienbestand zu berücksichtigen ist. Durch eine Kapitalerhöhung um 10 % und die Veräußerung der eigenen Anteile (5,1 % des bisherigen Grundkapitals) erhöhte sich die absolute Anzahl der Aktien im November 2010 und beeinflusst somit den gewichteten Jahresdurchschnitt. Im Jahr 2011 ist der höhere Aktienumlauf während des gesamten Jahres zu berücksichtigen, sodass trotz eines absolut gesehen höheren Ergebnisses nach Steuern das Ergebnis je Aktie rückläufig ist. Zudem wirken sich die PPA-Effekte mit 0,92 € belastend auf das Ergebnis je Aktie aus. Unverändert zum Vorjahr waren auch im Jahr 2011 keine verwässernden Effekte zu verzeichnen.
Vermögenslage
Bei der Analyse der Vermögenslage zum 31. Dezember 2011 ist zu berücksichtigen, dass die Bilanz zum 31. Dezember 2010 im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation für den adixen Erwerb angepasst wurde. Die entsprechenden Auswirkungen aus dem Ansatz aller in diesem Zusammenhang erworbenen Vermögenswerte und Schulden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair value), also der erforderlichen Aufdeckung von stillen Reserven im Zusammenhang mit der PPA, haben wir in nachfolgender Tabelle zusammengefasst:
Auswirkungen der PPA auf die Vermögenslage zum 31. Dezember 2010
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| Wertansätze vor PPA in Mio. € |
Neubewertungen in Mio. € |
Wertansätze nach PPA in Mio. € |
|
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte1 | 10,6 | 50,8 | 61,4 |
| Sachanlagevermögen | 80,6 | 10,1 | 90,7 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 12,3 | 2,9 | 15,2 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 103,5 | 63,8 | 167,3 |
| Vorräte | 104,5 | - 6,2 | 98,3 |
| Forderungen | 95,1 | 6,6 | 101,7 |
| Zahlungsmittel | 85,0 | - | 85,0 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 1,6 | - | 1,6 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 286,2 | 0,4 | 286,6 |
| Summe Vermögenswerte | 389,8 | 64,2 | 453,9 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | - 82,8 | - 19,2 | - 102,0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten2 | - 122,3 | - 7,0 | - 129,3 |
| Summe Verbindlichkeiten | -205,1 | - 26,2 | - 231,3 |
| Nettoveränderung | 38,0 |
1 ohne Geschäfts- und Firmenwert aus der adixen Akquisition
2 inklusive Anteile ohne beherrschenden Einfluss
Wesentliche Effekte aus der Neubewertung der übernommenen immateriellen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2010 resultieren aus den zuvor nicht bilanzierten und im Rahmen der PPA angesetzten Werten für Technologie, Kundenstamm und Marke. Die Anpassungen des Sachanlagevermögens spiegeln den im Vergleich zu den Buchwerten höheren Marktwert der Gebäude und des Maschinenparks wider. Im Bereich der Vorräte waren im Ergebnis Abwertungen erforderlich, um die übernommenen Vorratsgegenstände mit dem Marktwert zu bewerten. Die Nettoabwertung um 6,2 Mio. € im Vergleich zum Buchwert per 31. Dezember 2011 besteht aus einer Bruttozuschreibung von 4,1 Mio. € und einer Bruttoabwertung von 10,3 Mio. €. Auf der Passivseite resultieren wesentliche PPA-Anpassungen aus dem Ansatz von latenten Steuern auf die aufgedeckten stillen Reserven. Als Folge der insgesamt aufgedeckten stillen Reserven konnte der Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) aus der adixen Akquisition von vorläufigen 83,0 Mio. € um 38,0 Mio. € auf final 45,0 Mio. € reduziert werden.
Unter Berücksichtigung der zuvor erläuterten angepassten Bilanz zum 31. Dezember 2010 ergibt sich folgendes Bild: Die Bilanzsumme ist von 498,9 Mio. € um 22,1 Mio. € auf 476,8 Mio. € zum 31. Dezember 2011 leicht gesunken. Auf der Aktivseite der Bilanz ist insbesondere der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Vorräte (- 25,0 Mio. € beziehungsweise -13,4 Mio. €) hervorzuheben. Der Rückgang bei den immateriellen Vermögenswerten ist nahezu ausschließlich die Folge der planmäßigen Abschreibungen auf die im Rahmen der adixen Akquisition angesetzten Posten. Der Bestand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist von 85,0 Mio. € zum 31. Dezember 2010auf 108,3 Mio. € zum Ende des Geschäftsjahres 2011 gestiegen. Eine detaillierte Analyse zur Entwicklung dieser Position befindet sich im nachfolgenden Abschnitt "Finanzlage und Cash-Flow". Im Hinblick auf die Entwicklung der Positionen auf der Passivseite der Bilanz sind insbesondere der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 26,9 Mio. € und der Anstieg des Eigenkapitals um 11,8 Mio. € zu nennen. Die Veränderung des Eigenkapitals resultiert in erster Linie aus dem im Berichtsjahr erwirtschafteten Ergebnis nach Steuern (41,6 Mio. €) und der Dividendenzahlung an die Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG (28,6 Mio. €). Die Eigenkapitalquote ist von 54,0 % auf 59,0 % gestiegen. Pfeiffer Vacuum hat die bereits überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung weiter verbessert und weist bei Zahlungsmittelbeständen von 108,3 Mio. € und finanziellen Verbindlichkeiten von insgesamt 76,6 Mio. € unverändert keine Nettoschuldposition aus.
Die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht genau wie die Veränderung der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der erklärten Absicht von Pfeiffer Vacuum, den Bestand dieser Bilanzpositionen in Relation zum Umsatz und dem Geschäftsvolumen zu reduzieren. Die ersten Erfolge zeigen sich in der Entwicklung des kurzfristigen Betriebskapitals, also der Summe aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräten abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Veränderung des kurzfristigen Betriebskapitals
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| 31.12.2011 in Mio. € |
31.12.2010 in Mio. € |
Veränderung in Mio. € |
|
|---|---|---|---|
| Vorräte | 84,9 | 98,3 | - 13,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 61,4 | 86,4 | - 25,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - 27,0 | - 53,8 | 26,8 |
| Kurzfristiges Betriebskapital | 119,3 | 130,9 | - 11,6 |
Finanzlage und Cash-Flow
Wie bei der Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung wirkt sich auch beim operativen Cash-Flow die Akquisition von adixen erheblich aus. So ist der Mittelzufluss von 51,9 Mio. € im Jahr 2010 auf 71,2 Mio. € im Jahr 2011 gestiegen. Dies entspricht einem deutlichen Anstieg um 19,3 Mio. €. Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf das höhere Ergebnis vor Steuern (+5,0 Mio. €), in dem darüber hinaus höhere nicht zahlungswirksame Abschreibungsaufwendungen (21,6 Mio. € im Vergleich zu 4,2 Mio. € im Vorjahr) enthalten sind. Ähnlich wie im Jahr 2010 kompensieren sich weitgehend die Cash-Flow-Effekte aus der Entwicklung der Vermögenswerte (im Wesentlichen Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) und aus der Entwicklung der Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Positive Effekte ergaben sich außerdem aus der Entwicklung der Vorräte. Als Folge des deutlich gestiegenen operativen Cash-Flows ist auch der Cash-Flow je Aktie mit 7,21 € im Jahr 2011 so hoch wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte (Vorjahr: 5,99 €). Diese Kennzahl verdeutlicht eindrucksvoll die Vorteile der adixen Akquisition.
Cash-Flow-Marge (in %)

Cash-Flow je Aktie (in €)

Im Rahmen der Investitionstätigkeit sind aus dem Konzern im Jahr 2011 Mittel in Höhe von insgesamt 12,2 Mio. € abgeflossen (Vorjahr: 94,7 Mio. €). Wesentliche Bestimmungsfaktoren sind Investitionsausgaben von 20,8 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €) und Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen von 5,9 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €). Ausführungen zur Zusammensetzung des Investitionsvolumens finden sich im nachfolgenden Abschnitt "Investition und Finanzierung". Die Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen resultieren aus dem Verkauf der adixen Gesellschaften in Japan und Schweden an langjährige Geschäftspartner. In Verbindung mit der finalen Kaufpreisbestimmung für die adixen Akquisition sind im Jahr 2011 insgesamt 1,4 Mio. € zugeflossen. Im Jahr 2010war der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit ganz erheblich durch die Erwerbe von adixen und Trinos (85,0 Mio. € beziehungsweise 9,9 Mio. €, insgesamt 94,9 Mio. €) beeinflusst.
Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit ist im Jahr 2011fast ausschließlich durch die Dividendenzahlung an die Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technologyn AG (28,6 Mio. €) geprägt. Zusätzlich sind Mittel in Höhe von 5,0 Mio. € im Zusammenhang mit der Rückzahlung finanzieller Schulden abgeflossen. Der Erwerb der Minderheitsanteile an der adixen Vacuum Technology Korea Ltd. führte zu einem Mittelabfluss von 1,8 Mio. €. Insgesamt beläuft sich der Mittelabfluss im Jahr 2011 auf 35,5 Mio. € (Vorjahr: 64,5 Mio. € Mittelzufluss). Der hohe Vorjahreswert war neben der Dividendenzahlung insbesondere durch den Erwerb von adixen geprägt. So waren im Rahmen der Finanzierungstätigkeit im Jahr 2010 der Nettoemissionserlös aus der Kapitalerhöhung (73,0 Mio. €), die Mittelzuflüsse aus der Veräußerung der eigenen Anteile (38,5 Mio. €) und die Aufnahme eines Bankdarlehens über 67,0 Mio. € zu verzeichnen. Die Entschuldung der in 2010 erworbenen Gesellschaften hat im Vorjahr zu weiteren Mittelabflüssen von 93,0 Mio. € geführt.
Nach 85,0 Mio. € zum 31. Dezember 2010 beträgt der Finanzmittelbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2011 insgesamt 108,3 Mio. €. Damit bestehen unter Berücksichtigung der finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 76,6 Mio. € unverändert keine Nettofinanzverbindlichkeiten. Darüber hinaus verfügt der Konzern über freie Kreditlinien in Höhe von 17,7 Mio. € (Vorjahr: 17,3 Mio. €).
Die freie Liquidität wird im Rahmen des Finanzmanagements zinstragend angelegt. Bei den deutschen Konzerngesellschaften in Asslar besteht zur Liquiditätsbündelung ein Cash-Management-System. Bei der Geldanlage dominieren konservative und weitgehend kurzfristige Anlageformen als Tages- oder Termingelder bei Kreditinstituten. Bei Wertpapieren werden grundsätzlich nur fest- oder variabel verzinsliche Anleihen von Anleiheschuldnern mit hoher Bonität erworben. Es handelt sich hierbei in der Regel um Bankanleihen oder hochwertige Industrieanleihen. Spekulative Geschäfte werden nicht getätigt. Die Darlehensaufnahme im Zusammenhang mit der Akquisition von adixen wurde durch die Konzernmuttergesellschaft vorgenommen. Sowohl das Liquiditätsmanagement als auch die Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgen im Wesentlichen in der Konzernzentrale unter Berücksichtigung aller im Konzern relevanten Sachverhalte.
Investition und Finanzierung
Nach dem Erwerb von adixen zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres ist auch im Jahr 2011 der Bereich Investition und Finanzierung durch diese Transaktion beeinflusst. Allerdings sind die wesentlichen Auswirkungen bereits im Jahr 2010 zu verzeichnen gewesen, denn im Rahmen des schuldenfreien Erwerbs wurden am 31. Dezember 2010 insgesamt 196,9 Mio. € an den Veräußerer überwiesen. Dieser Betrag setzt sich aus der Schuldenablösung in Höhe von 85,0 Mio. € und dem seinerzeit vorläufigen Kaufpreis für die Beteiligungen von 111,9 Mio. € zusammen. Im Rahmen der endgültigen Festlegung des Kaufpreises im Jahr 2011 wurden 1,4 Mio. € von Alcatel-Lucent zurückgezahlt. Als Folge der Optimierung der Geschäftstätigkeit in Schweden und Japan wurden in 2011 die im Zusammenhang mit dem adixen Erwerb akquirierten Gesellschaften adixen Scandinavia AB, Schweden, und adixen Japan Ltd., Japan, veräußert. Die Nettozahlungsmittelzuflüsse betragen insgesamt 5,9 Mio. €.
Die operative Geschäftsentwicklung, die Investitionen und die Dividendenzahlung (28,6 Mio. €) wurden im Jahr 2011 allein durch eigene Mittel des Konzerns finanziert. Zusätzlich wurden bestehende finanzielle Schulden in Höhe von 5,0 Mio. € zurückgezahlt. Die Finanzierung der Kaufpreiszahlung für adixen und der Schuldenablösung im Jahr 2010 erfolgte durch eine Nettokapitalerhöhung (74,0 Mio. €), die Veräußerung eigener Anteile (38,5 Mio. €), die Aufnahme eines Bankdarlehens (67,0 Mio. €) und freie Konzernliquidität (17,4 Mio. €).
Die Investitionsausgaben in Höhe von 20,8 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €) entfallen im Wesentlichen auf Technische Anlagen und Maschinen (11,2 Mio. €, Vorjahr: 2,7 Mio. €) und auf Grundstücke und Gebäude (6,0 Mio. €, Vorjahr: 0,0 Mio. €). Die hohen Investitionen in Grundstücke und Gebäude sowie Technische Anlagen und Maschinen im Jahr 2011 stehen insbesondere im Zusammenhang mit den erforderlichen Kapazitätsanpassungen in den adixen Produktionsstandorten.
Nach der Ausweitung des Geschäftsvolumens und der Fremdkapitalaufnahme zum Ende des Geschäftsjahres 2010 betrug die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2010 solide 54,0 %. Aufgrund der zufriedenstellenden Ergebnisentwicklung im Jahr 2011 und des Anstiegs des Geschäftsvolumens liegt diese Quote zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres bei 59,0 %. Unter Berücksichtigung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente weist der Konzern auch zum 31. Dezember 2011 keine Nettofinanzverbindlichkeiten aus. Die Umlaufvermögensquote als Quotient aus Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten beläuft sich auf 269 % (Vorjahr: 225 %) und steht trotz der nachhaltigen Veränderung der Vermögenslage als Folge der Unternehmensakquisitionen unverändert für das reelle Finanzierungskonzept und die hohe Bonität von Pfeiffer Vacuum.
Umlaufvermögensquote (in %)

Abschreibungsquote (in %)

Bei den genannten Investitionsausgaben von 20,8 Mio. € (ohne Unternehmenstransaktionen) und einem Abschreibungsvolumen im Jahr 2011 von 21,6 Mio. € ergibt sich eine Abschreibungsquote (Verhältnis von Investitionsausgaben zu Abschreibungen) von 96 %. Damit liegen die Neuinvestitionen des Jahres 2011 etwa auf dem Niveau des Wertverzehrs des Anlagevermögens (Vorjahr: 115 %). Ohne Berücksichtigung der PPA-Effekte, die sich mit 9,5 Mio. € auf die Abschreibungen insbesondere auf das immaterielle Anlagevermögen auswirkten, ergibt sich eine Quote von 171 %.
Value Reporting
Bereits seit langem ist das Konzept der wertorientierten Unternehmenssteuerung integraler Bestandteil des Managementansatzes im Pfeiffer Vacuum Konzern. Alle wichtigen Entscheidungen bei Pfeiffer Vacuum werden unter Berücksichtigung aller wesentlichen finanzwirtschaftlichen Aspekte getroffen. Denn nur so lassen sich die bei Pfeiffer Vacuum erwirtschafteten Ergebnisse realisieren. In der nachfolgenden Grafik geben wir eine Übersicht über einige für uns wichtige finanzielle Erfolgsindikatoren. Neben dem ROCE (Return On Capital Employed) als Maß für die Verzinsung des eingesetzten Kapitals werden hier die Umsatzrendite und das Ergebnis je Aktie erläutert. Für den Anteilseigner letztlich entscheidend ist jedoch die für das Jahr ausgeschüttete beziehungsweise vorgeschlagene Dividende. Aus dem Verhältnis von Dividende und Ergebnis je Aktie lässt sich auch ableiten, inwieweit die Anteilseigner am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beteiligt werden.
Wichtige Kennzahlen zum Value Reporting

Die vorstehende Grafik zeigt, dass die Erfolgskennzahlen von Pfeiffer Vacuum, bedingt durch das höhere Umsatzvolumen bei überproportional gestiegenen Aufwendungen, insgesamt zurückgegangen sind. Unter Berücksichtigung der PPA-Effekte relativiert sich dieses Bild erheblich. Bei der Analyse des Ergebnisses je Aktie ist dies am deutlichsten zu erkennen: Die um die PPA-Effekte bereinigte Größe beträgt 5,11 €. Auch die Entwicklung des Cash-Flows sieht bereits im ersten Jahr nach der Akquisition sehr positiv aus. So ist der Cash-Flow je Aktie deutlich von 5,99 € auf 721 € gestiegen. Dementsprechend werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 3,15 € je Aktie vorschlagen.
Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf
Die Ertragsentwicklung des Pfeiffer Vacuum Konzerns ist im Geschäftsjahr 2011 durch die erstmalige Berücksichtigung von adixen geprägt. Obwohl alle absoluten Ergebniszahlen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind, weisen die Margen eine rückläufige Entwicklung auf. Dies haben wir grundsätzlich erwartet. Die PPA-Effekte belasten die Entwicklung sowohl absolut als auch relativ und machen die Ertragslage erläuterungsbedürftig. Bereinigt um die PPA-Effekte, liegt die Marge auf dem von uns für das Jahr 2011 erwarteten Niveau. Damit ist die Situation im ersten Jahr nach einer so umfassenden Akquisition, wie der von adixen, mehr als zufriedenstellend. Zielsetzung bleibt aber unverändert die weitere Verbesserung der operativen Marge in den kommenden Jahren. Die traditionell grundsolide Vermögenslage von Pfeiffer Vacuum hat sich im Geschäftsjahr 2011 weiter positiv entwickelt. Der Konzern weist unverändert keine Nettofinanzverbindlichkeiten aus, die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen und die Liquiditätssituation hat sich erneut verbessert.
Die operative Integration der adixen Einheiten in den bisherigen Pfeiffer Vacuum Konzern wurde im Jahr 2011 vollzogen. Die gesellschaftsrechtliche Integration ist im Jahr 2011 weit vorangeschritten und wird im Laufe des Jahres 2012 abgeschlossen werden. Damit sind wir sehr gut gerüstet, das Ziel, Weltmarktführer für Vakuumlösungen zu werden, zu erreichen. Wir widmen uns vollumfänglich diesem Ziel und sind überzeugt davon, die bisherige Erfolgsgeschichte von Pfeiffer Vacuum im Sinne der Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre fortzusetzen.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Mitarbeiter
Pfeiffer Vacuum beschäftigt zum Ende des Jahres 2011 insgesamt 2.291 Mitarbeiter. Gegenüber der Vorjahreszahl von 2.237 Mitarbeitern, die bereits die Akquisition von adixen zum 31. Dezember 2010 reflektiert, stellt dies einen Anstieg um 2 % dar. Dies geht in der Hauptsache auf eine erhöhte Bereitstellung von Ausbildungsplätzen - vor allem bei adixen und Trinos - sowie die personelle Verstärkung einzelner strategisch wichtiger Funktionen zurück.
Regionale Aufteilung der Mitarbeiter
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| 2011 | 2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | in % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Europa | 1.572 | 69 | 1.492 | 67 |
| Asien | 573 | 25 | 598 | 27 |
| Nord- und Südamerika | 146 | 6 | 147 | 6 |
| Gesamt | 2.291 | 100 | 2.237 | 100 |
Diversität
Pfeiffer Vacuum ist weltweit aufgestellt und vereint eine Vielzahl von Menschen verschiedenartiger Herkunft unter einer Dachmarke. Unsere Mitarbeiter sind stolz darauf, dass eine große Gemeinschaft unterschiedlicher kultureller und nationaler Hintergründe sowie verschiedener Altersgruppen erfolgreich zusammenwirkt. Im Juli 2010 ist Pfeiffer Vacuum der "Charta der Vielfalt" einer Initiative der Bundesregierung Deutschland, beigetreten. Die "Charta der Vielfalt" ist ein grundlegendes Bekenntnis zu Fairness und Wertschätzung von Menschen in Unternehmen.
Von den 2.291 Mitarbeitern sind 379 Beschäftigte weiblich und 1.912 männlich. Die Vakuumtechnik stellt ein spezielles Fachgebiet im Maschinenbau dar, in dem es sehr schwer ist, qualifizierten weiblichen Nachwuchs zu rekrutieren. In Vorstand und Aufsichtsrat der Pfeiffer Vacuum Technology AG sind keine Frauen vertreten. Dafür sind in den Tochterunternehmen einige Führungs- und Schlüsselpositionen in den Bereichen Einkauf, Finanzen, Kommunikation, Marketing, Personal sowie Vertrieb mit Managerinnen besetzt.
Ausbildung von Nachwuchs
Nachwuchsförderung hat einen hohen Stellenwert bei Pfeiffer Vacuum. An verschiedenen Standorten bieten wir betriebliche Ausbildungsgänge als Industriemechaniker, im kaufmännischen Bereich sowie in der Lagerlogistik an. Im Jahr 2011 hat Pfeiffer Vacuum weltweit insgesamt 84 Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt (Vorjahr: 67).
Im Jahr 2011 haben vier weibliche kaufmännische Auszubildende den vom Arbeitgeberverband "Hessen-Metall" ausgeschriebenen Nachwuchswettbewerb "MEine Zukunft" in der Kategorie "Einzelne Produkte und Dienstleistungen" gewonnen. Neben der betrieblichen Berufsausbildung beteiligt sich Pfeiffer Vacuum in Deutschland mit großem Erfolg am Projekt "Studium Plus", einem dualen Studiengang in Kooperation der Technischen Hochschule Mittelhessen mit der Industrie- und Handelskammer. Darüber hinaus besteht eine Partnerschaft über die betriebliche Ausbildung mit der Georg-August-Universität Göttingen. Auf diese Weise stellen wir unseren Nachwuchs an Wirtschafts- und Maschinenbauingenieuren sowie im Bereich Wirtschaftsinformatik sicher.
Darüber hinaus bieten viele unserer Niederlassungen zeitlich befristete Praktikumsplätze für Berufseinsteiger und Studenten beziehungsweise temporäre Anstellungen für Werkstudenten in den Semesterferien an. Dadurch ermöglichen wir jungen Leuten, einen Einblick in die betrieblichen Abläufe zu bekommen und sich als mögliche Mitarbeiter zu qualifizieren. In Zusammenarbeit mit lokalen Schulen und Universitäten führen wir Betriebsführungen durch und stellen uns auf Jobmessen vor. Insbesondere in Frankreich halten mehrere unserer Fachkräfte an der Universität Vorlesungen über Vakuumtechnologie und Unternehmensführung. Letztlich ist der Bekanntheitsgrad, den Pfeiffer Vacuum unter naturwissenschaftlichen Akademikern aufgrund der Produktpräsenz in den Forschungslaboren genießt, nicht zu unterschätzen.
Qualifizierung von Fach- und Führungskräften
Der Erfolg von Pfeiffer Vacuum basiert zu einem großen Teil auf dem Sachverstand, der Loyalität und der hohen Motivation unserer Mitarbeiter. Insbesondere das Fachwissen unserer Vertriebsmitarbeiter, zumeist Ingenieure oder Physiker, hat einen hohen Stellenwert in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Diese profitieren von der langjährigen Erfahrung, auf die unsere Experten hinsichtlich der physikalischen und chemischen Reaktionen verschiedenster Moleküle und Stoffe unter Vakuumbedingungen zurückgreifen können. Die meisten Projekte erarbeiten unsere Kunden gemeinsam mit unseren Vertriebs- und Marketing-Teams, die wiederum bei Bedarf auch die entsprechenden Spezialisten aus den Bereichen Forschung & Entwicklung sowie Produktion hinzuziehen. In der Herstellung und Montage unserer Produkte ist die fachliche Versiertheit unserer Mitarbeiter ebenfalls von großer Bedeutung. Am Ende steht das Ziel, jedem Kunden für seine Anwendung eine perfekte Vakuumlösung anzubieten.
Berufliche Qualifikation der Mitarbeiter
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| 2011 | |
|---|---|
| Entwicklung, Produktion und Service, gesamt | 1.598 |
| Absolventen von Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen | 532 |
| Mitarbeiter mit Fachausbildung | 900 |
| Mitarbeiter ohne Fachausbildung | 112 |
| Auszubildende | 54 |
| Verwaltung und Vertrieb, gesamt | 693 |
| Absolventen von Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen | 302 |
| Mitarbeiter mit Fachausbildung | 340 |
| Mitarbeiter ohne Fachausbildung | 21 |
| Auszubildende | 30 |
Eine gute Ausbildung sowie die Bereitschaft, sich durch ständige Fortbildung den Veränderungen der Marktgegebenheiten anzupassen, sind für alle Mitarbeiter gleich welchen Alters die besten Voraussetzungen für sichere Arbeitsplätze und nachhaltigen beruflichen Erfolg. Weiterbildung spielt in unserem Unternehmen an allen Standorten eine wichtige Rolle. Neue Mitarbeiter absolvieren einen Einführungskurs in Grundlagen der Vakuumtechnik, Vertriebs- und Servicemitarbeiter erhalten Schulungen zu den neuesten Produkten.
Es bestehen Praxisprogramme zur Qualifizierung von Führungskräften, Meister und Gruppenleiter werden in Kommunikations- und Führungstechniken geschult. Darüber hinaus achtet das Unternehmen auf Fachfortbildungen zum Transfer von technischen Weiterentwicklungen ins Unternehmen. Kurse zum Erwerb von chinesischen, deutschen, englischen oder französischen Sprachkenntnissen werden je nach Standort und Bedarf angeboten.
Generell ist das Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten an die lokalen Gegebenheiten und Anforderungen gebunden. Beispielsweise erfüllt das französische Tochterunternehmen die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben mit mehr als doppelt so hohen Ausgaben, als es vom Gesetz her erforderlich wäre. Darüber hinaus hat das französische Management im Jahr 2010 mit den lokalen Gewerkschaften ein Grundabkommen über die Qualifizierungsmaßnahmen der Arbeitnehmer abgeschlossen. Im Jahr 2011 hat es Schritte zur regelmäßigen Effizienzprüfung der in diesem Rahmen getroffenen Maßnahmen eingeleitet.
Vergütung und Anreizsysteme
Insgesamt beliefen sich die Personalaufwendungen im Jahr 2011 auf einen Betrag von 130,4 Mio. € gegenüber 55,4 Mio. € im Jahr 2010. Der erhebliche Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus der erstmaligen Einbeziehung der adixen Mitarbeiter.
Auch das Anreizsystem von Pfeiffer Vacuum unterscheidet sich je nach lokalen Gegebenheiten und Gepflogenheiten. Der Vertrieb erhält grundsätzlich leistungsbezogene Anreize durch ein individuelles, an Umsatzwachstum und Ertrag orientiertes Prämiensystem. Dazu kommen - je nach Standort - weitere Bonus-, Prämien- oder Mitarbeiterbeteiligungssysteme sowie Sondervergütungen für individuelle herausragende Leistungen.
Die Altersstruktur des Unternehmens
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| 2011 | 2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | in % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Unter 30 Jahren | 557 | 24 | 577 | 26 |
| 30 bis 50 Jahre | 1.222 | 53 | 1.209 | 54 |
| Über 50 Jahre | 512 | 22 | 451 | 20 |
| Gesamt | 2.291 | 100 | 2.237 | 100 |
Altersversorgung
Ebenso vielfältig gestaltet sich die Altersversorgung in den einzelnen Standorten. Diese umfasst weltweit neben einem rein öffentlichen Angebot in Frankreich, in das die französische Niederlassung einbezahlt, auch zusätzliche Maßnahmen und Einzahlungen in Pensionsfonds, das Angebot einer Pensionskasse und Direktversicherung mit der Zusatzoption der Entgeltumwandlung. Für die im Stammhaus in Asslar tätigen Mitarbeiter, die bis 2008 keinen arbeitgeberfinanzierten Pensionsbeitrag hatten, haben wir als Teil der leistungsbezogenen Vergütung eine freiwillige Einzahlung in die betriebliche Altersversorgung vereinbart.
Soziale Verantwortung
Wir nehmen unsere soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern ernst. Mittels geeigneter Maßnahmen arbeiten wir ständig daran, die in den verschiedenen Ländern jeweils gültige Schwerbehindertenquote zu erfüllen. Auch ist uns eine familienfreundliche Arbeitsatmosphäre sehr wichtig. Dazu gehören in regional spezifischer Ausprägung flexible Arbeitszeitmodelle zur Sicherung der Work-Life-Balance, Bereitstellung von Home-Office-Anbindungen, Wiedereinstiegsmodelle mit flexibler Arbeitszeit und Jobsharing speziell für junge Mütter und Väter.
Die Krankenquote ist bei Pfeiffer Vacuum allgemein niedrig. In den deutschen Standorten Asslar und Göttingen lag sie mit durchschnittlich 4,8 % und 4,5 % unterhalb des deutschen Branchendurchschnitts von 5,3 %. In Annecy lag die Krankenquote mit 2,9 % unter dem französischen Branchendurchschnitt von 5 %. Auch die Fluktuationsquote unterscheidet sich je nach Standort, wobei sie in der Konzernzentrale in Asslar mit 4 % durch einige Zugänge von Mitarbeitern von adixen verzerrt ist. Demgegenüber ist die Fluktuationsrate von 5,7 % bei Trinos durch die wesentlich niedrigere Basis beeinflusst. Bei adixen in Annecy ist die Fluktuationsquote mit 2,1 % sehr niedrig.
Nachhaltigkeit
Ein bewusster Umgang mit Ressourcen, der sich in der Entwicklung, Herstellung und Qualität der Produkte niederschlägt, sowie Schutz und Fürsorge für die Mitarbeiter am Arbeitsplatz, gepaart mit gesellschaftlichem Engagement, sind Kennzeichen für vorausdenkendes, umsichtiges Unternehmertum. Bei Pfeiffer Vacuum sind dies wesentliche Bestandteile der Unternehmenskultur. Mit einem umfangreichen Paket an Erklärungen zur Einhaltung von UN-Richtlinien und Vorgaben der International Labour Organization (ILO) unterstreichen wir nachdrücklich unsere gesellschaftliche Verantwortung und unser Engagement für die Umwelt. Der entsprechende Verhaltenskodex ist auch auf unseren Internetseiten unter www.pfeiffer-vacuum.de - Corporate Governance veröffentlicht.
Ressourcenschonung bei der Produktentwicklung
Wir legen bei der Entwicklung neuer Produkte großen Wert auf eine umweltbewusste Konstruktion. Dies betrifft sowohl den Materialeinsatz einschließlich der Recyclingfähigkeit als auch die ressourcenschonende Produktion und schließlich die energieeffiziente Inbetriebnahme unserer Pumpen bei unseren Kunden. Unsere Mitarbeiter der Entwicklungsabteilung, aber auch aus Produktion und Vertrieb überprüfen die bestehenden Produkte permanent auf mögliche Anpassungen in Bezug auf ihre Effizienz und Umweltverträglichkeit.
Daneben gibt es auch Spezialprojekte, beispielsweise ist es im Rahmen des Öko-Konzepts "Green Lab Fab" das Ziel, den Energiebedarf der in Frankreich produzierten Vorpumpen bis 2013 um 30 % gegenüber dem Vergleichswert im Jahr 2009 zu senken. Der Energieverbrauch der Turbopumpen von Pfeiffer Vacuum ist bereits extrem niedrig. Alle Produkte von Pfeiffer Vacuum erfüllen die Grenzwerte hinsichtlich schädlicher Inhaltsstoffe gemäß EU-Richtlinie 2002/95/EG (RoHS). Diese Richtlinie regelt seit dem 1. Juli 2006 die Verwendung von Quecksilber, Kadmium, Blei, Chrom VI sowie PBB und PBDE.
Umweltschutz im Geschäftsbetrieb
Pfeiffer Vacuum hat das Öko-Controlling im Jahr 2011 durch den Einsatz einer speziellen Software weiter verbessert. Diese ermöglicht insbesondere die einheitliche konzernweite Datenerfassung hinsichtlich der Entsorgung von Abfällen sowie des Verbrauchs von elektrischer Energie, Erdgas und Wasser. Zudem erleichtert die Software uns die Auswertung in den Bereichen Audit-Management, Umweltschutz, Befolgung regionaler wie auch internationaler gesetzlicher Vorschriften und Gefahrstoffmanagement. Die Datenanalyse bildet die Grundlage für weitere Verbesserungsprojekte.
Im laufenden Geschäftsjahr 2012 liegt ein Schwerpunkt der Produktionsstätte in Asslar auf einem reduzierten Gasverbrauch durch die Modernisierung einiger Heizungsanlagen und verbesserte Wärmedämmung. In der Produktionsstätte in Annecy/ Frankreich steht weiterhin das Öko-Konzept "Green Lab Fab" im Vordergrund. In dessen Rahmen wird bis 2013 an der Reduktion des Stromverbrauchs - unter anderem durch die Montage einer energieeffizienten Raumbeleuchtung -, der Einschränkung von chemischen Substanzen in der Fertigung sowie der Umstellung auf saubere Prozesse gearbeitet. Ein weiteres Betätigungsfeld bildet die Verbesserung der Abfälle durch den reduzierten Ölgebrauch in der Produktion. Die Produktionsstätte in Südkorea installiert derzeit ein Wiederverwertungssystem für Abwasser. Ziel ist es, das Abwasser um 90 % zu reduzieren.
Ökologische Kennzahlen
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| 2011 | 2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| absoluter Verbrauch | CO2-Ausstoß in t |
absoluter Verbrauch | CO2-Ausstoß in t |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ertrag Fotovoltaikanlage (MWh) | - 105,2 | - 62,1 | - 102,2 | - 60,3 |
| Stromverbrauch (MWh) | 28.674 | 16.917,7 | 10.308 | 6.081,7 |
| Gasverbrauch (MWh) | 8.194 | 2.056,8 | 6.423 | 1.612,2 |
| Primärenergieverbrauch gesamt | 18.912,4 | 7.633,6 | ||
| Benzin (l) | 221.225 | 513,2 | 103.039 | 239,1 |
| Diesel (l) | 325.505 | 852,8 | 176.855 | 463,4 |
| Fuhrpark gesamt | 1.366,0 | 702,5 | ||
| Wasserverbrauch (m ³) | 30.116 | - | 16.018 | - |
Das Berichtswesen zu nichtfinanziellen Kennzahlen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr erst an die neue Größe des Konzerns angepasst worden. Aufgrund der organisatorischen und rechtlichen Integration, die im Verlauf des Jahres stattgefunden hat, sind noch nicht alle Standorte berücksichtigt. Die Angaben über Ressourcenverbräuche beziehen sich in erster Linie auf die Produktionsstandorte in Deutschland und Frankreich.
Der Wasserverbrauch ist im Berichtsjahr um 88,0 % von 16.018 m³ im Jahr 2010 auf 30.116 m³ gestiegen. Der Stromverbrauch nahm um 178,2 % von 10.308 MWh auf 28.674 MWh zu. Der Gasverbrauch erhöhte sich im abgelaufenen Jahr um 27,6 % von 6.423 MWh auf 8.194 MWh. Der Anstieg in allen Verbrauchszahlen resultiert aus der erstmaligen Einbeziehung der Werte von adixen Standorten. Auf Grundlage des Strom- und Gasverbrauchs ergibt sich für das Jahr 2011 ein CO2-Ausstoß von 18.912,4 t (Vorjahr: 7.633,6 t). Bei diesem Anstieg macht sich auch ein revidierter, leicht höherer Umrechnungsfaktor bemerkbar. Der ermittelbare Kraftstoffverbrauch des konzerneigenen Fuhrparks beläuft sich für das Berichtsjahr auf 325.505 l Diesel und 221.225 l Benzin (Vorjahr: 176.855 l Diesel und 103.039 l Benzin). Dies entspricht einem CO2-Ausstoß von 1.366,1 t (Vorjahr: 702,4 t). Wie bei den anderen Kennzahlen liegt auch hier die Erhöhung vornehmlich an der erstmaligen Einbeziehung von adixen Fahrzeugen.
In Asslar haben wir zwei Fotovoltaikanlagen auf geeigneten Dächern unseres Grundstücks installiert. In 2011 produzierten die Anlagen insgesamt 105,2 MWh (Vorjahr: 102,2 MWh). Der erzeugte Strom wird in die lokale Energieversorgung eingespeist, daraus ergibt sich eine jährliche Emissionseinsparung von 62,1 t CO2 (Vorjahr: 60,3 t).
Im Jahr 2011 wurden in Asslar 16 interne Audits durchgeführt (Vorjahr: 10 Umweltaudits). Dabei ist zu berücksichtigen, dass alle Audits sowohl den Bereich Qualitäts- als auch den Bereich Umweltmanagement abdecken. Der verwendete Fragenkatalog beinhaltet Fragen aus beiden Bereichen. Wesentliche Abweichungen gab es nicht. Ein externes Wiederholungsaudit fand im August 2011 statt.
Die Produktionsstandorte von Pfeiffer Vacuum sind in Deutschland, Frankreich und Südkorea nach ISO 14001 zertifiziert, ebenso einige Niederlassungen ohne eigene Fertigung. In der Produktionsstätte in Annecy/Frankreich fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei externe und ein internes Umweltaudit ohne wesentliche Beanstandung statt.
Auch in administrativen und persönlichen Tätigkeiten achten alle Mitarbeiter weltweit auf eine hohe Umweltverträglichkeit. So werden beispielsweise alle Vorgänge, bei denen dies möglich ist, papierlos und digital verwaltet. Eine Software zur Auftrags- und Kundenbeziehungsverwaltung unterstützt diesen Anspruch und ist inzwischen in weitgehend allen Standorten installiert. Papierabfälle werden gesammelt und ihrer Wiederverwertung zugeführt. Das Druck- und Kopierpapier sowie Papiere im Hygienebereich bestehen aus Recycling-Produkten oder erfüllen zumindest grundlegende Umweltschutzbedingungen. Je nach regionalen Gegebenheiten bestehen dazu spezielle Umweltschutzmaßnahmen an den Standorten.
Qualität
Pfeiffer Vacuum stellt regelmäßig sämtliche Geschäftsprozesse im Rahmen des Qualitätsmanagements auf den Prüfstand und verbessert die Abläufe dort, wo sie unseren Ansprüchen nicht genügen. Dadurch verbessern wir permanent die Qualität unserer Produkte sowie deren Langlebigkeit. Die internen Prozesse sind im Qualitätshandbuch dokumentiert und den Mitarbeitern zugänglich. Parallel dazu werden Qualitätsziele jährlich definiert, bewertet und gemessen. Ab dem Geschäftsjahr 2012 werden alle Reklamationen konzernweit erfasst und ausgewertet.
Die im abgelaufenen Geschäftsjahr in dieser Berichterstattung erfassten internationalen Standorte erfüllen die Vorgaben nach ISO 9001. In Asslar wurden 16 interne Audits (Vorjahr: 11 Qualitätsaudits) durchgeführt, die im Rahmen eines externen Wiederholungsaudits im August 2011 überprüft wurden. In Annecy/Frankreich hat ein Team aus 35 Mitarbeitern im Berichtsjahr 26 interne Qualitätsaudits durchgeführt (Vorjahr: 25). Ein externes Wiederholungsaudit fand im Juni 2011 statt und wurde ohne Abweichung bestanden.
Arbeitssicherheit und Arbeitsbedingungen
Die Fragen der Arbeitssicherheit betreffen in erster Linie die Produktionsstätten von Pfeiffer Vacuum. In Asslar war im Jahr 2011 ein externer Experte ca. 800 Stunden zu Fragen der Arbeitssicherheit für uns im Einsatz. Insgesamt wurden drei Arbeitssicherheitsausschusssitzungen gemäß Arbeitssicherheitsgesetz ordnungsgemäß durchgeführt. Die Zahl der meldepflichtigen Betriebsunfälle lag in 2011 bei 10 (Vorjahr: 12). Bei keinem Arbeitsunfall wurde ein technischer Mangel oder eine fehlende Schutzvorrichtung als Unfallursache festgestellt. Das Unternehmen liegt in Asslar mit einem rechnerischen Wert von 16,3 meldepflichtigen Unfällen je 1.000 Mitarbeiter unter dem Schnitt der Berufsgenossenschaft von 17,3.
In der Produktionsstätte in Göttingen finden regelmäßige Begehungen und Meetings mit externen Sicherheitsbeauftragten statt. Der Arbeitssicherheitsausschuss hat sich viermal im Jahr getroffen. Im Jahr 2011 kam es zu vier meldepflichtigen Arbeitsunfällen, die alle nicht durch technische Mängel oder fehlende Schutzvorrichtungen verursacht worden sind.
In der Produktionsstätte in Annecy/Frankreich fanden im Berichtsjahr auch vier Sitzungen des Arbeitssicherheitsausschusses statt. Um gute Arbeitsbedingungen sicherzustellen, werden Schulungen in Bezug auf Ergonomie und den Umgang mit chemischen Substanzen sowie mit elektrischen Anlagen durchgeführt. Im Hinblick auf die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz wurden sechs Sitzungen und eine Schulung durchgeführt. Im Jahr 2011 kam es zu insgesamt 18 Unfällen, davon führten fünf zu Ausfalltagen. Die Häufigkeit von Arbeitsunfällen ist in unserer Niederlassung in Annecy mit einer Quote von 5,2 sehr niedrig im Vergleich zum französischen Durchschnitt von 23,3.
Gesellschaftliche Verantwortung
Pfeiffer Vacuum nimmt seine gesellschaftliche Verantwortung auch außerhalb des Unternehmens wahr. Behinderten- und Kinderhilfsorganisationen erhalten Zuschüsse für ihre Arbeit. Dies beinhaltet auch, dass Aufträge an Einrichtungen von Schwerbehinderten vergeben werden. Außerdem sponsert das Unternehmen regionale Sportvereine. Schulen und Universitäten werden mit Geld- und Sachspenden unterstützt. Seit über 40 Jahren gehören wir zu den beiden Stifterfirmen des renommierten Röntgenpreises, der alljährlich an der Justus-Liebig-Universität in Gießen für herausragende Forschungsarbeiten von Nachwuchswissenschaftlern vergeben wird. An den internationalen Standorten gibt es je nach regionaler Gegebenheit weitere Engagements und Aktivitäten wie Lebensmittelspenden an Suppenküchen, Spielzeugspenden für Kindereinrichtungen und Sonderzahlungen an ehemalige Mitarbeiter, wenn sie ein gewisses Lebensalter überschritten haben.
Corporate Governance Bericht
Die im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) enthaltenen Empfehlungen und Anregungen sind bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil unserer Unternehmensführung und Unternehmenskultur. Sowohl die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat als auch eine hohe Transparenz bei der Unternehmenskommunikation und bei der Rechnungslegung sind seit jeher Grundprinzipien. Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat richten ihre Tätigkeit an diesen Prinzipien aus. Wesentliche Anpassungen an den Kodex waren und sind somit nicht notwendig.
Vorstand und Aufsichtsrat der Pfeiffer Vacuum Technology AG haben im November 2011 die nach § 161 AktG erforderliche Entsprechenserklärung für das Jahr abgegeben. Sie wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (www.pfeiffer-vacuum.de) dauerhaft zugänglich gemacht.
Die Pfeiffer Vacuum Technology AG entspricht sämtlichen Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit folgenden Ausnahmen:
| ― | Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt eine angemessene Berücksichtigung beziehungsweise Beteiligung von Frauen bei der Besetzung von Führungs-, Vorstands- und Aufsichtsratspositionen. Vorstand und Aufsichtsrat halten die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht nicht für ein Merkmal, das eine Kandidatin beziehungsweise einen Kandidaten für eine bestimmte Position besonders qualifizieren würde, und lassen dieses Kriterium deshalb bei der Auswahl der geeignetsten Kandidatin bzw. des geeignetsten Kandidaten unberücksichtigt. (DCGK Ziffer 4.1.5, 5.1.2 und 5.4.1) |
| ― | Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besteht und bestand aus einem Fixum und enthält keinen erfolgsorientierten variablen Bestandteil. Die Vergütung wird im Vergütungsbericht ausgewiesen. Vorstand und Aufsichtsrat halten eine feste Aufsichtsratsvergütung im Hinblick auf die überwachende Funktion des Aufsichtsrats für vorzugswürdig, um die erforderliche unabhängige Kontrollfunktion des Aufsichtsrats zu gewährleisten. (DCGK Ziffer 5.4.6) |
Aktionäre und Hauptversammlung
Die Hauptversammlung ist das höchste Organ der Gesellschaft. Auf der Hauptversammlung haben die Aktionäre die Möglichkeit, ihr Stimmrecht selbst auszuüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen. Die Aktionäre treffen auf der Hauptversammlung wesentliche Entscheidungen, etwa über die Gewinnverwendung, die Änderung der Satzung oder die Zustimmung zu Aktienrückkaufprogrammen. Alle für die Hauptversammlung wesentlichen Informationen und Dokumente werden den Aktionären rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Die Tagesordnung und eine Erläuterung der Teilnahmebedingungen sowie die Rechte der Aktionäre werden in der Regel eineinhalb Monate vor dem Hauptversammlungstermin bekannt gegeben. Alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung stehen auch über unsere Internetseite zur Verfügung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auf elektronischem Wege Fragen an die Mitarbeiter unserer Investor-Relations-Abteilung zu richten. Mit unserem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten sowie auf unseren Internetseiten veröffentlicht wird, informieren wir Aktionäre und Interessenten während des Jahres über wesentliche Termine, Veröffentlichungen und Ereignisse. Außerdem stehen wir durch unsere aktive Investor-Relations-Tätigkeit in enger Verbindung mit unseren Aktionären. Darüber hinaus besteht jederzeit die Möglichkeit, sich mit Fragen an das Unternehmen zu wenden.
Vorstand
Der Vorstand besteht seit 2007 aus folgenden Personen: Diplom-Betriebswirt Manfred Bender (Vorstandsvorsitzender) und Diplom-Ingenieur Dr. Matthias Wiemer. Beide Vorstandsmitglieder sind für die Weiterentwicklung und die Strategie des Unternehmens verantwortlich. Sie sind des Weiteren stark in das tägliche Geschehen im Unternehmen eingebunden und tragen operative Verantwortung.
Die Aufgabenverteilung innerhalb des Vorstands stellt sich wie folgt dar:
Vorstand der Pfeiffer Vacuum Technology AG
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| Manfred Bender | Dr. Matthias Wiemer |
| Vorsitzender | |
| Controlling/Finanzen | Forschung & Entwicklung |
| EDV/Organisation/Logistik | Marketing |
| Einkauf | Produktion |
| Investor Relations | Schulung & Service |
| Personal | Vertrieb |
Bei Ausübung der Vorstandsfunktion gilt das Vier-Augen-Prinzip: Wesentliche Entscheidungen werden stets gemeinsam getroffen. Bei persönlichen Ausgaben wie beispielsweise Spesen ist die Zustimmung des anderen Vorstandsmitglieds erforderlich. Neben der täglichen engen Zusammenarbeit und gegenseitigen Information findet 14-tägig eine Vorstandssitzung statt. Es wird ein Protokoll verfasst, von dem der Aufsichtsratsvorsitzende eine Kopie erhält.
Der Vorstand arbeitet ausschließlich für Pfeiffer Vacuum. Daneben gehörte Manfred Bender bis zum 12. Mai 2011 dem Aufsichtsrat der Technotrans AG, Sassenberg, Deutschland an. Seit dem Jahr 2010 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der Volksbank Heuchelheim eG, Heuchelheim, Deutschland.
Aufsichtsrat
Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und der Satzung der Pfeiffer Vacuum Technology AG besteht der Aufsichtsrat aus insgesamt sechs Personen. Vier Personen repräsentieren die Anteilseigner, zwei Personen die Beschäftigten der Gesellschaft.
Im Jahr 2011 gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat. Er setzt sich wie folgt zusammen:
| ― | Dr. Michael Oltmanns (Vorsitzender), Rechtsanwalt und Steuerberater |
| ― | Götz Timmerbeil (stellvertretender Vorsitzender), Wirtschaftsprüfer und Steuerberater |
| ― | Dr. Wolfgang Lust, Unternehmer |
| ― | Helmut Bernhardt (Arbeitnehmervertreter), Entwicklungsingenieur |
| ― | Manfred Gath (Arbeitnehmervertreter), Betriebsratsvorsitzender |
| ― | Wilfried Glaum, Betriebswirt |
Alle Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner wurden im Mai 2011 durch die Hauptversammlung für eine Amtszeit von fünf Jahren wiedergewählt. Für die Wahl unterbreitet der Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat einen Wahlvorschlag. Bei der Auswahl der Kandidaten wird darauf geachtet, dass dem Aufsichtsrat jederzeit Mitglieder angehören, die über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen und hinreichend unabhängig sind. Dabei werden auch die internationale Geschäftstätigkeit des Konzerns und potenzielle Interessenkonflikte berücksichtigt.
Der Aufsichtsrat hat folgende konkrete Ziele seiner Zusammensetzung festgelegt: berufliche Vielfalt (zumindest aus den Bereichen Wirtschaft, Technologie und Recht), Internationalität durch im Ausland erworbene Berufserfahrung, Vermeidung potenzieller Interessenkonflikte durch Ausschluss von Nähebeziehungen zu Wettbewerbern sowie eine Altersgrenze bei Beginn der Amtszeit in Höhe des gesetzlichen Rentenalters. Diese Ziele wurden bisher berücksichtigt, und dies ist auch bei zukünftigen Wahlvorschlägen beabsichtigt.
An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtszeitraum keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gezahlt bzw. gewährt. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten nicht auf. Schließlich sieht die Geschäftsordnung für den Vorstand vor, dass der Aufsichtsrat bei wesentlichen Geschäftsvorfällen seine Zustimmung erteilen muss.
Nach der Empfehlung des DCGK gehören nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder dem Aufsichtsrat von Pfeiffer Vacuum an. Ferner prüft der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit seiner Mitglieder. Dafür hat er Grundsätze für die Beurteilung der Unabhängigkeit festgelegt, die sich insbesondere am Kodex orientieren. Nach diesen Grundsätzen ist die Mehrheit der gegenwärtigen Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig anzusehen, sodass eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands gewährleistet ist.
Die Einrichtung eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) ist bei Pfeiffer Vacuum eine lange geübte Praxis. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Götz Timmerbeil, ist als Wirtschaftsprüfer hervorragend qualifiziert, die Tätigkeiten des Prüfungsausschusses, insbesondere Fragen zur Rechnungslegung, zur Compliance und zum Risikomanagementsystem, zu verantworten.
Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen.
Weitere Ausschüsse des Aufsichtsrats sind der Vorstandsausschuss und der Verwaltungsausschuss. In der Vergangenheit beriet der Vorstandsausschuss im Detail die Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder, bevor sie - entsprechend den Vorgaben des DCGK - vom gesamten Aufsichtsrat beschlossen wurden. Die Festlegung der Vorstandsvergütung erfolgt unter Beachtung der Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung. Der Verwaltungsausschuss befasst sich insbesondere mit durch den Aufsichtsrat zustimmungspflichtigen Geschäften und mit Verträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern.
Die Zuordnung der Mitglieder des Aufsichtsrats zu den einzelnen Ausschüssen ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:
Personelle Zusammensetzung der Aufsichtsratsausschüsse
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| Nominierungsausschuss | Prüfungsausschuss | Vorstandsausschuss | Verwaltungsausschuss | |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Michael Oltmanns | Vorsitzender | Ja | Vorsitzender | Vorsitzender |
| Götz Timmerbeil | Ja | Vorsitzender | Ja | Ja |
| Helmut Bernhardt | - | - | - | Ja |
| Manfred Gath | - | - | - | - |
| Wilfried Glaum | Ja | Ja | Ja | - |
| Dr. Wolfgang Lust | - | - | - | - |
Die folgenden Mitglieder übten weitere Aufsichtsratsmandate aus:
| ― | Dr. Michael Oltmanns: Becker Mining Systems AG, Friedrichsthal (Vorsitzender), Jetter AG, Ludwigsburg (Vorsitzender), Merkur Bank KGaA, München (Vorsitzender) und Scholz AG, Essingen (Vorsitzender) |
| ― | Götz Timmerbeil: VfL Handball Gummersbach GmbH (Vorsitzender), Arena Gummersbach GmbH & Co. KG (stellvertretender Vorsitzender) |
| ― | Dr. Wolfgang Lust: Gecko Group AG, Wetzlar (ab 15. August 2011) |
Die Gesellschaft hat für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) abgeschlossen.
Zusammenarbeit Vorstand und Aufsichtsrat
Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Corporate Governance und dient dem Wohl der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang finden vierteljährlich Aufsichtsratssitzungen statt, bei denen die Vorstände ausführlich über den Verlauf des operativen Geschäfts berichten. Gegebenenfalls erläutern auch weitere Führungskräfte die aktuellen Themen ihrer jeweiligen Verantwortungsgebiete. Bei Bedarf werden darüber hinaus außerordentliche Sitzungen abgehalten. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat durch ein monatliches Berichtswesen über die allgemeine Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage.
Vergütungsbericht
Im nachfolgenden Abschnitt wird die Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats erläutert.
Vergütung des Vorstands
Die Vorstandsvergütung wurde vom gesamten Aufsichtsrat verabschiedet und besteht aus einem fixen und einem variablen Teil sowie aus Sachbezügen (Dienstwagen, Unfallversicherung). Der variable Anteil ist grundsätzlich abhängig von Umsatz, Betriebsergebnis und Ergebnis nach Steuern des Konzerns.
Im Jahr 2011 betrug das Fixum 240 T€ für Manfred Bender und 190 T€ für Dr. Matthias Wiemer. Der variable Anteil betrug im Jahr 2011 für Manfred Bender 533 T€ und 357 T€ für Dr. Matthias Wiemer. Sachbezüge fielen in Höhe von 13 T€ beziehungsweise 11 T€ an. Somit beträgt die Vergütung für Manfred Bender im Jahr 2011 insgesamt 786 T€ (Vorjahr: 856 T€) und für Dr. Matthias Wiemer 558 T€ (Vorjahr: 603 T€). Nach einer Gesamtvergütung des Vorstands von 1.459 T€ im Jahr 2010 beträgt die Gesamtvergütung im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.344 T€.
Der variable Anteil besteht in einer Tantieme, die der Aufsichtsrat festlegt. Bisher hat er sich in Ausübung seines Ermessens an der Entwicklung des Konzerns in den Kennziffern Umsatz, Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen sowie Jahresüberschuss orientiert.
Der Aufsichtsrat kann durch Ermessensausübung verhindern, dass außerordentliche Entwicklungen zu unangemessenen Ausschlägen der variablen Vergütung führen. Die Entwicklung der Tantieme orientiert sich an der Entwicklung des Erfolgs des Konzerns und am Ergebnis vor Steuern. Die Tantieme wird jedoch einem Nachhaltigkeitsvorbehalt unterworfen. Dies bedeutet: Steigt der Erfolg des Konzerns im Bemessungsjahr gegenüber dem Durchschnitt der beiden Vorjahre, ist der Erfolg im Bemessungsjahr bewiesenermaßen nur in Höhe dieses Durchschnitts der beiden Vorjahreserfolge nachhaltig, die Tantieme insoweit also verdient und fällig. In Höhe des darüber hinausgehenden Teils ist die Nachhaltigkeit jedoch noch nicht bewiesen. Deshalb wird von der Tantieme, soweit sie sich an diesem übersteigenden Teil orientiert, nur ein kleinerer Teil mit Feststellung des Jahresabschlusses des Bemessungsjahres fällig (sogenannter Kurzzeitanreiz oder Short Term Incentive). Der größere Teil (sogenannter Langzeitanreiz oder Long Term Incentive) wird dagegen erst zwei Jahre später fällig, und zwar in voller Höhe nur dann, wenn der durchschnittliche Erfolg dieser zwei Folgejahre mindestens so hoch ist wie der durchschnittliche Erfolg der beiden Vorjahre. Fällt er darunter, reduziert sich der Langzeitanreiz entsprechend. Durch diesen Nachhaltigkeitsvorbehalt soll die Honorierung von sogenannten "Strohfeuern" zu Lasten nachhaltiger Ertragskraft vermieden werden.
Für Manfred Bender besteht eine Versorgungszusage in Höhe von 60 % (Vorjahr: 20 %) des letzten Fixgehaltes. Für Dr. Matthias Wiemer besteht eine Versorgungszusage in Höhe von 20 % des letzten Fixgehaltes. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2011 Nettopensionsaufwendungen nach IFRS in Höhe von 1.079 T€ (Manfred Bender) beziehungsweise 70 T€ (Dr. Matthias Wiemer) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (Vorjahr: 28 T€ und 60 T€). Darüber hinaus bestehen Versorgungszusagen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern. Die auf diesen Personenkreis entfallenden Nettopensionsaufwendungen des Jahres belaufen sich auf 136 T€ (Vorjahr: 129 T€). Nach 217 T€ im Jahr 2010 wurde im aktuellen Jahr insgesamt eine Zuführung zum Pfeiffer Vacuum Trust e.V. in Höhe von 237 T€ vorgenommen. Die für Vorstandsmitglieder und ehemalige Vorstandsmitglieder bestehende Nettopensionsverpflichtung beträgt somit 906 T€ (Vorjahr: Nettovorauszahlung 142 T€). Die laufenden Pensionen im Jahr 2011 betragen unverändert 329 T€.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine fixe Vergütung, die von der Hauptversammlung festgelegt wird. Im Jahr 2011 stimmte die Hauptversammlung einer Erhöhung der Aufsichtsratsvergütung zu.
Im Jahr 2011 erhielt Dr. Michael Oltmanns eine Vergütung von 75 T€ (Vorjahr: 45 T€), während Götz Timmerbeil 50 T€ (Vorjahr: 30 T€) erhielt. Helmut Bernhardt, Manfred Gath und Wilfried Glaum erhielten jeweils 25 T€ (Vorjahr: jeweils 15 T€). Auch für Dr. Wolfgang Lust betrug die Vergütung in 2011 25 T€, nachdem im Vorjahr 9 T€ gezahlt wurden. Michael Anderson, der im Jahr 2010 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist, erhielt im Jahr 2010 6 T€. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats im Jahr 2011 betrug damit 225 T€ (Vorjahr: 135 T€).
Sofern Aufsichtsratsmitglieder während eines Geschäftsjahres neu gewählt werden oder ausscheiden, wird die Vergütung zeitanteilig gezahlt.
Negativaussage
Über die genannten Vergütungsbestandteile hinaus gab es im Berichtsjahr keine weiteren Leistungen an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder. Insbesondere wurden keine Aktienoptionen gewährt, keine Darlehensansprüche begründet und keine Haftungszusagen ausgesprochen. Ebenfalls bestehen keine besonderen Vereinbarungen im Zusammenhang mit der Beendigung der Vorstands- oder Aufsichtsratstätigkeit.
Transparenz
Der Anspruch, allen Zielgruppen die gleichen Informationen zum gleichen Zeitpunkt zeitnah zur Verfügung zu stellen, hat in unserer Unternehmenskommunikation einen hohen Stellenwert. Dies äußert sich unter anderem darin, dass alle wesentlichen Informationen in deutscher und englischer Sprache herausgegeben werden. Anteilseigner und Interessenten können sich über das Internet direkt über aktuelle Entwicklungen im Konzern informieren. Sämtliche Ad-hoc-Mitteilungen der Pfeiffer Vacuum Technology AG werden auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Der Erwerb und die Veräußerung von Pfeiffer Vacuum Aktien durch die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats werden gemäß § 15 a Wertpapierhandelsgesetz unverzüglich europaweit und auch über die Internetseite unter www.pfeiffer-vacuum.de veröffentlicht. Im Jahr 2011 fanden kein solcher Erwerb und auch keine solche Veräußerung statt.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Entsprechend den gesetzlichen Regelungen werden der Konzernabschluss von Pfeiffer Vacuum und die Quartalsfinanzberichte in Übereinstimmung mit den aktuell gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Einzelabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG als oberste Konzerngesellschaft wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 durch die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, Deutschland, geprüft. Die Ernst & Young GmbH ist auch Abschlussprüfer für den Einzelabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG.
Mit dem Abschlussprüfer wurde vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Der Abschlussprüfer soll auch über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich berichten. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.
Risiko- und Chancenbericht
Unternehmerisches Handeln dient dazu, den Unternehmenswert durch das gezielte Ausnutzen von identifizierten Chancen zu erhöhen. Untrennbar damit verbunden ist das Eingehen von Risiken. Das von uns eingesetzte Chancen- und Risikomanagementsystem dient der Optimierung des Verhältnisses von Risiken und Chancen im Sinne eines nachhaltigen Geschäftserfolgs. Um dies zu gewährleisten, setzen wir geeignete Instrumente wie ein entsprechendes Handbuch beziehungsweise eine Risikoinventur zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Steuerung ein und entwickeln diese weiter.
Risikomanagementsystem
Das Risikomanagementsystem von Pfeiffer Vacuum bezieht alle Konzernebenen ein. Das System wird in einem für alle Mitarbeiter zugänglichen Risikohandbuch beschrieben, das nach Bedarf aktualisiert wird. Unsere flache Hierarchie und die schnellen Kommunikationswege helfen, Risiken auf jeder Unternehmensebene rasch zu erkennen und ihnen mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Die seit 2002 eingesetzte Risikobeauftragte überwacht die korrekte Durchführung des Risikomanagements und die vollständige Risikoinventur. Die Risikoinventur wird in den großen Produktionsstandorten durch die Bereichsleiter und in den weiteren Tochtergesellschaften durch deren Geschäftsführer durchgeführt. Durch die Zusammenführung aller Inventuren auf einer aggregierten Ebene ergibt sich ein differenziertes Gesamtbild der Risikolage des Konzerns.
Quartalsweise werden die Risikoinventuren aktualisiert, wobei wir neben der konkreten Beschreibung der Risiken auch den möglichen quantitativen Einfluss auf das Betriebsergebnis, die Eintrittswahrscheinlichkeit und geeignete Gegenmaßnahmen bestimmen. Am Jahresende werden die Berichte zu einem vollständigen Risikobericht verdichtet, der sowohl von der Risikobeauftragten als auch vom Vorstand überprüft wird. Innerhalb der einzelnen Marktsegmente haben wir darüber hinaus die Bereiche des Risikomanagements definiert und die nötigen Verfahrensabläufe sowie Frühwarn- und Überwachungssysteme etabliert. Das monatliche Konzernberichtswesen unterstützt das Risikomanagement mit vielfältigen Kennzahlen und Berichten, die dem Vorstand und dem Aufsichtsrat als wesentliche Grundlage dienen, regelmäßig über die laufenden Geschäfte zu beraten. Auch der monatlich stattfindende Führungskreis und die monatlichen Telefonkonferenzen sind fest eingerichtete Gremien, die den Bereichsleitern und unseren Tochtergesellschaften die Möglichkeit geben, sich über potenzielle Risiken und deren Behandlung mit dem Vorstand auszutauschen.
Neben dem monatlichen Berichtswesen unterstützt uns unser internes Kontrollsystem (IKS) dabei, Risiken in den täglich ablaufenden Prozessen aufzudecken und so möglichen Fehlentwicklungen vorzubeugen. Hierbei werden vor allem Prozesse überprüft, die einen wesentlichen Einfluss auf das Finanzergebnis von Pfeiffer Vacuum haben. Regelmäßig durchgeführte Kontrollen beugen daher menschlichem Versagen, Systemfehlern und Verstößen gegen die internen Vorschriften vor.
Risikomanagement in Bezug auf die Konzernrechnungslegung
Neben dem allgemeinen Risikomanagement unterstützt das IKS insbesondere das Risikomanagement in Bezug auf die Konzernrechnungslegung. Um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung zu gewährleisten, existieren bei Pfeiffer Vacuum interne Richtlinien und Organisationsanweisungen, die konzernweit Anwendung finden und regelmäßig aktualisiert werden. Um die Regelungen immer konform mit aktuellen Gesetzen und Vorschriften zu halten, arbeiten unsere internen Experten fallbezogen auch mit externen Ansprechpartnern zusammen. So können wir sichergehen, dass unsere Rechnungslegung den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach IFRS entspricht.
Unser IKS identifiziert die Prozesse, welche auf die Konzernrechnungslegung einen wesentlichen Einfluss haben. Die Risiken dieser Prozesse werden aufgedeckt und bewertet. Außerdem werden geeignete Maßnahmen benannt, um Fehler zu vermeiden, und es werden entsprechende Kontrollen installiert. Dazu gehören zum Beispiel das Vier-Augen-Prinzip oder auch die Gewährleistung einer optimalen Datenqualität durch die Nutzung eines einheitlichen Konsolidierungswerkzeugs.
Chancenmanagementsystem
Das Chancenmanagement von Pfeiffer Vacuum ist eng mit dem Risikomanagement verknüpft, da viele Risiken auch eine Chance bergen, die es gegebenenfalls auszunutzen gilt. Deswegen werden die Risiken der Risikoinventur gleichzeitig auf mögliche Chancen untersucht, woraus sich eine Korrelation ergibt. Ob die möglichen Chancen oder Risiken überwiegen, wird von uns in umfassenden Entscheidungsprozessen analysiert, sodass wir nur Risiken eingehen, die kontrollierbar scheinen und durch die sich bietenden Chancen kompensiert werden.
Um explizit auch die branchen- und gesamtwirtschaftlichen Chancen optimal nutzen zu können, führen wir Markt- und Wettbewerbsanalysen durch. Dadurch erhalten wir einen guten Überblick, um durch die gezielte Nutzung unserer Potenziale unseren Marktanteil weiter auszubauen. Der enge Kontakt zu unseren Kunden hilft uns außerdem dabei, Trends frühzeitig zu erkennen und somit Veränderungen am Markt aktiv zu gestalten.
Auch unser ausgeprägtes Berichtswesen deckt mit Abweichungsanalysen und Entwicklungsprognosen Möglichkeiten in unserer regionalen Struktur auf. Mit unserem weltweit aufgestellten Vertriebsnetz können wir diese Chancen schnell und zielgerichtet ergreifen.
Risiken
Gesamtwirtschaft
Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir von den weltweiten konjunkturellen Entwicklungen abhängig. Einem Rückgang des weltweiten Wirtschaftswachstums kann sich auch Pfeiffer Vacuum nicht entziehen und muss mit unmittelbaren Einflüssen auf Umsatz und Ergebnis rechnen. Die regionale und marktsegmentbezogene Umsatzverteilung ist bei Pfeiffer Vacuum jedoch ausgewogen und führt zu einem Ausgleich im Gesamtgefüge von Umsätzen in wirtschaftlich schwachen und wirtschaftlich wachsenden Märkten und Industrien. Denn es sind selten alle Regionen und Marktsegmente in gleichem Ausmaß von einer sich verschlechternden wirtschaftlichen Entwicklung betroffen. Insgesamt ist der Umsatzanteil mit dem Halbleitermarkt durch die Akquisition von adixen deutlich gestiegen und Pfeiffer Vacuum unterliegt somit stärker dessen Schwankungen. Das Management des konjunkturellen Risikos umfasst im Wesentlichen die Steuerung der Kapazitäten und Kosten. Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen es uns, die Produktionskapazitäten schnell und unkompliziert an die Entwicklung der Auftragslage anzupassen.
Marktsegmente
Eng mit den weltweiten konjunkturellen Entwicklungen verbunden sind die Umsätze in den einzelnen Marktsegmenten und Produktkategorien von Pfeiffer Vacuum. So ist beispielsweise der Forschungs- und Entwicklungsmarkt abhängig von staatlichen Ausgaben und Schwerpunkten bei Forschungsprojekten. Der Halbleitermarkt verfolgt seine eigene Zyklizität, die in Boomphasen große Chancen, in Schwächephasen starke Risiken birgt. Der Beschichtungsmarkt ist eng an Entwicklungen in der Fotovoltaikindustrie geknüpft und so fort. Mit den Trends in den einzelnen Marktsegmenten geht auch die Entwicklung in den Produktkategorien einher. So werden kleinere Turbopumpen und Analyseinstrumente eher in der Analytik benötigt, die tendenziell frühzyklisch reagiert. Vorpumpen kommen in einer größeren Anzahl im Halbleitermarkt zum Einsatz wie auch in den sonstigen Industrien, die mit den Entwicklungen im Maschinenbau allgemein konform gehen.
Um den Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Marktsegmenten und Produkten zu begegnen, legt Pfeiffer Vacuum sehr viel Wert auf seine breite Aufstellung. Dies war einer der wesentlichen Gründe für den Erwerb der Vakuumsparte des Alcatel-Lucent Konzerns. adixen hat einen weitaus höheren Umsatzanteil in der Halbleiterindustrie, was sowohl eine Chance als auch ein Risiko aufgrund der zyklischen Entwicklung dieser Industrie birgt. Die Strategie von Pfeiffer Vacuum zur Abschwächung dieses Risikos besteht darin, auf unseren Vertriebswegen auch die Produkte von adixen verstärkt in anderen Industrien zu vermarkten und so den Umsatzanteil der Halbleiterindustrie zu senken. Darüber hinaus schätzen wir, dass der Halbleitermarkt zukünftig über die Zyklen hinaus stark wachsen wird.
Integration
Die Akquisition und Integration von Unternehmen in einen Konzern stellt immer eine besondere Herausforderung dar. Dies gilt mit dem Erwerb der Vakuumsparte des Alcatel-Lucent Konzerns, kurz: adixen, mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 auch für Pfeiffer Vacuum. Wir sind im Akquisitionsprozess mit größter Sorgfalt vorgegangen, indem wir umfassende, detaillierte Prüfungen in Form einer Due Diligence durchgeführt haben. Um insbesondere rechtliche und finanzwirtschaftliche Risiken zu minimieren, haben wir bei der Vorbereitung sowie bei der Durchführung des Erwerbs auf renomierte Anwalts- und Prüfungsgesellschaften als Berater zurückgegriffen, die langjährige Erfahrungen mit Akquisitionen solcher Größenordnungen vorweisen können.
Seitens der Konzernzentrale wurden im Jahr 2011, im ersten Jahr nach der Akquisition, wichtige Eckpfeiler zur Begrenzung von Risiken installiert. So wurden beispielsweise bewährte Pfeiffer Vacuum Richtlinien implementiert, die einen strukturierten und erfolgreichen Geschäftsbetrieb sicherstellen. Des Weiteren wurden alle adixen Gesellschaften bereits zu Beginn des Jahres 2011 in das Reporting der Pfeiffer Vacuum Gruppe integriert, um eine gezielte Steuerung der einzelnen Gesellschaften zu ermöglichen. Hierzu gehören neben umfangreichen Berichten auch monatliche Telefonkonferenzen und Quartalssitzungen vor Ort in den einzelnen Ländern. Des Weiteren wurde das standardisierte Risikomanagementsystem bei allen adixen Gesellschaften installiert. Das Risiko der Intransparenz ist somit eliminiert. Nach wie vor sehen wir in der Akquisition in erster Linie eine Chance zur Stärkung unserer Marktposition.
Technologie
Sowohl Produkte als auch Dienstleistungen, die den Kundenbedürfnissen nicht entsprechen, führen unmittelbar zu Umsatzrückgängen und damit zum Verlust von Marktanteilen und Reputation. Daher zählen für Pfeiffer Vacuum unzureichende Innovationsfähigkeit und der Qualitätsverlust bei Produkten und Service zu den wesentlichen Risikofaktoren. Durch stetigen Kundenkontakt und die daraus resultierende Marktnähe wirken wir diesen Risiken entgegen. Die Erkenntnisse über die Bedürfnisse unserer Kunden ermöglichen uns, bedarfsgerechte Produkte zu entwickeln und anzubieten. Auf diese Weise bauen wir unsere Wettbewerbsposition sowie unseren Bekanntheitsgrad weiter aus. Durch unsere Entwicklungsinvestitionen werden wir auch in Zukunft dem Risiko mangelnder Innovation entgegenwirken. Darüber hinaus ist die Einhaltung hoher Qualitätsstandards für uns von größter Bedeutung. Die Zertifizierung nach ISO 9001:2008 erfolgte erstmals im Jahr 1995 und wurde seitdem ohne Unterbrechung erteilt.
Beschaffung und Produktion
Auf dem Beschaffungsmarkt bestehen Risiken insbesondere in Form von Lieferengpässen und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. Stillstandszeiten sind als wesentliches Risiko aus produktionstechnischer Sicht zu sehen. Lieferengpässen und Lieferantenabhängigkeiten wirken wir in erster Linie mit der fortdauernden Prüfung alternativer Lieferanten entgegen. Erwarteten Marktknappheiten im Bereich der Rohstoffe, zum Beispiel bei Stahl und Aluminium, wird durch langfristige Rahmenkontrakte begegnet. Für Stillstandszeiten als Folge von zum Beispiel Feuer-, Unwetter- oder Hochwasserschäden bestehen Betriebsunterbrechungsversicherungen. Technisch bedingte Stillstandszeiten werden durch den Einsatz von qualifizierten Technikern und modernen Produktionsmaschinen auf ein geringes Maß reduziert. Zur Vermeidung von Stillstandszeiten tragen auch regelmäßige Wartung und vorbeugende Instandhaltung des Maschinenparks bei.
Personal
Als Anbieter von Vakuumlösungen, also einem Spezialgebiet im Maschinenbau, sind wir auf den hohen Qualifizierungsgrad unserer Mitarbeiter und ihr Engagement angewiesen. Dem Risiko des Verlusts dieser Mitarbeiter beziehungsweise der mangelnden Rekrutierungsmöglichkeit von geeignetem Nachwuchs begegnen wir mit verschiedenen Maßnahmen. Eine weiterhin geringe Fluktuationsrate belegt die Akzeptanz bei unseren Mitarbeitern.
Informationstechnologie
Durch die softwaregestützte Abbildung der Geschäftsprozesse unterliegen die Unternehmensdaten von Pfeiffer Vacuum einem allgemeinen informationstechnischen Risiko. Hierzu gehören vor allem die Gefahren von Systemausfällen, Datenverlusten, Viren- oder Hackerangriffen, die zu einer Unterbrechung der Geschäftstätigkeit führen können. Die Gefahr von Datenverlusten wird durch die tägliche Sicherung unserer kompletten Unternehmensdaten auf ein Minimum reduziert. Insbesondere unsere Unternehmensdatenbank, mit der Produktion, Materialwirtschaft, Auftragsabwicklung, Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung abgewickelt werden, unterliegt einem hohen Sicherheitsstandard. Alle von unseren Mitarbeitern innerhalb der Serverumgebung erstellten Dateien werden ebenfalls täglich gesichert. Die Aufbewahrung der Datensicherung erfolgt an sicheren, gegen Brand geschützten Orten. Systemausfallzeiten werden durch den Einsatz eines eigenen Supportteams auf ein geringes Maß reduziert. Auch gegen die Gefahr von Computerviren und Hackerangriffen schützt das Unternehmen die Hard- und Software durch regelmäßig aktualisierte Virenscanner und moderne Firewalls.
Währungskurse
Aufgrund der ausgeprägten internationalen Aktivitäten und des damit verbundenen hohen Exportanteils unterliegen wir einem Fremdwährungsrisiko. Hinsichtlich der Steuerung der Fremdwährungsrisiken ist zu unterscheiden: Für die konzerninternen US-Dollar-Umsätze führt das Unternehmen ein aktives Währungsmanagement durch. Mit dem Ziel, Kurseinflüsse auf die zukünftigen US-Dollar-Umsätze zu minimieren, werden auch Devisentermingeschäfte und -optionen abgeschlossen. Darüber hinaus ergibt sich in einigen Gesellschaften ein Bewertungsrisiko zum Bilanzstichtag aus den konzerninternen Fremdwährungsforderungen. Sowohl Gewinne und Verluste aus realisierten Devisentermin- und -optionsgeschäften als auch die Bewertungsergebnisse aus den Fremdwährungsforderungen sind in gewissem Umfang steuerbar. Diese schlagen sich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nieder. Neben den Kursrisiken aus dem US-Dollar bestehen für Pfeiffer Vacuum keine weiteren wesentlichen Währungsrisiken.
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind jedoch auch die Erträge und Aufwendungen der ausländischen Vertriebsgesellschaften enthalten, die nicht in Euro berichten und die daher zunächst in Euro umgerechnet werden müssen. Diese Vorgehensweise und die daraus resultierenden Effekte werden im Folgenden am Beispiel der US-Vertriebsgesellschaft dargestellt. Die Ausführungen gelten aber für alle Fremdwährungsgesellschaften, etwa in England oder in Südkorea, analog. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet und um die konzerninternen Lieferungen und Leistungen bereinigt. Unter Vernachlässigung der Vertriebs- und Verwaltungskosten stehen daher im Konzern die Umsätze in US-Dollar den Herstellungskosten in Euro gegenüber. Dabei unterliegen die in US-Dollar fakturierten Umsätze einem Fremdwährungsrisiko (Umrechnungsrisiko), während die Herstellungskosten im Wesentlichen in Euro anfallen und keinen Kurseinflüssen unterliegen. Die Höhe des Umsatzes und des Bruttoergebnisses ist daher unmittelbar durch den Kurs beeinflusst und extern vorgegeben sowie nicht absicherbar. Eine gewisse Kompensation dieses Effekts ergibt sich dadurch, dass die Gesellschaft in den USA eigene Vertriebs- und Verwaltungskosten ausweist, die sich entsprechend gegenläufig zum Umsatz verändern (natural hedge). Dabei können - in Abhängigkeit von der Entwicklung des Euro zur jeweiligen Fremdwährung - positive wie negative Effekte auf Umsatz und operatives Ergebnis auftreten.
Liquiditätslage
Unabhängig von der konjunkturellen Lage besteht immer ein Risiko in der Zahlungsunfähigkeit eines Kunden. Liquiditätsrisiken bestehen ganz allgemein darin, den erforderlichen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen zu können. Durch das von Pfeiffer Vacuum seit langem betriebene konsequente Forderungsmanagement und die Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden werden Bonitätsrisiken und damit Forderungsausfälle minimiert. Darüber hinaus ist die Abhängigkeit von einzelnen Kunden begrenzt. Trotz der Akquisition der Vakuumsparte des Alcatel-Lucent Konzerns existiert zum Jahresende keine Nettoverschuldung, sodass es weiterhin genügend Reserven gibt, um auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten den Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten. Aus dem operativen Geschäft werden ausreichend liquide Mittel generiert, um weiter aus eigener Kraft zu wachsen.
Rechtliche Risiken
Die internationale Geschäftstätigkeit von Pfeiffer Vacuum führt dazu, dass das Unternehmen verschiedenen rechtlichen Risiken ausgesetzt ist. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Bereiche nationale und internationale Vertragsgestaltung und Besteuerung. Aus diesen Bereichen können sich unmittelbare Auswirkungen auf die Ertrags- oder die Vermögenslage ergeben. Die Minimierung des Risikos aus Lieferund Leistungsverträgen erfolgt grundsätzlich über die Verwendung von standardisierten Auftrags- und Geschäftsbedingungen. Bei besonderen Verträgen erfolgt die Prüfung des Vertragswerks zunächst unternehmensintern und gegebenenfalls unter Hinzuziehung eines externen Rechtsberaters. Das zur Beurteilung des täglichen Geschäfts erforderliche Fachwissen wird durch unsere qualifizierten Mitarbeiter eingebracht. Bei komplexen Fragestellungen der nationalen und internationalen Besteuerung bedienen wir uns der Hilfe externer Steuerberater. Derzeit bestehen keinerlei Rechtsstreitigkeiten, deren Ausgang sich in nennenswertem Umfang auf die Ertrags- oder Vermögenslage auswirken könnte.
Chancen
Integration
Die Akquisition und Integration der Trinos Vakuum-Systeme GmbH wie auch der Vakuumsparte des Alcatel-Lucent Konzerns, kurz: adixen, birgt neben den beschriebenen Risiken auch große Chancen für die Fortentwicklung unserer Geschäftstätigkeit. Die Erweiterung unseres Produktsortiments durch die Komponenten von Trinos erlaubt es uns nicht nur, die Bedürfnisse bestehender Kunden besser zu erfüllen, sondern wir können damit auch eine ganze Reihe neuer Kunden gewinnen. Das Gleiche erwarten wir von den adixen Produkten. Die Technologieführerschaft von adixen in diversen Vorpumpentechnologien bietet sich dazu an, die entsprechenden Produkte insbesondere bei unseren bestehenden Kunden für Turbopumpen zu vermarkten. Denn keine Turbopumpe funktioniert ohne eine Vorpumpe. Umgekehrt bieten wir den bestehenden Kunden von adixen unsere Turbopumpen an. In regionaler Hinsicht ist adixen insbesondere stark in Asien. In Bezug auf die Marktsegmente hat adixen eine hervorragende Positionierung im Halbleitermarkt.
Bereits im ersten Jahr nach der Akquisition konnten wir erste Erfolge im Rahmen des Cross-Sellings verzeichnen. So wurden beispielsweise erste gemeinsame Sales Promotions gestartet, die komplette Vakuumlösungen mit Komponenten von Pfeiffer Vacuum, adixen und Trinos umfassen. Insgesamt sehen wir uns noch am Anfang der Ausschöpfung von Cross-Selling-Potenzialen und erwarten in den kommenden Jahren weitere Erfolge.
Technologie
Durch die langjährige Erfahrung ist Pfeiffer Vacuum sehr erfolgreich darin, marktgerechte und qualitativ hochwertige Produkte zu entwickeln und diese im Markt einzuführen. Basis hierfür ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden, die uns in die Lage versetzt, die Anforderungen der Kunden zu antizipieren und damit einen Zeitvorteil gegenüber den Mitbewerbern zu erzielen. Mit innovativen Produkten und der stetigen Erweiterung des Produktportfolios bestehen Möglichkeiten, die existierenden Märkte besser zu bedienen, und Chancen, zusätzliches Umsatzvolumen durch den Zugewinn von Marktanteilen zu generieren. Im Geschäftsjahr 2010 konnten wir durch die Akquisition der Trinos Vakuum-Systeme GmbH unser Produktportfolio bereits um innovative und auf kundenspezifische Wünsche ausgelegte Vakuumkammern erweitern. Ende 2010 wurde unser Angebot durch den Erwerb der Vakuumsparte adixen vor allem um technisch hoch innovative Vorpumpen erweitert. Dadurch können wir unseren Kunden nicht nur ein breiteres Produktspektrum anbieten, der Zusammenschluss und das Know-how dieser Unternehmen werden darüber hinaus weitere interessante Produktlösungen hervorbringen.
Vertrieb
Es war schon immer ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil des Unternehmens, unabhängig von einzelnen Regionen, Produkten oder Märkten zu sein. Daher sehen wir auch weiterhin im Ausbau unseres Vertriebsnetzes eine Chance, um unseren Marktanteil zu erhöhen. Einen ersten Schritt haben wir im Jahr 2010 durch die Akquisition der Trinos Vakuum-Systeme GmbH getan. Dabei sprechen wir nicht nur von Umsatzwachstum als Folge des Unternehmenserwerbs. Aus der Kombination des Produktportfolios der Trinos Vakuum-Systeme GmbH mit der internationalen Vertriebsstruktur von Pfeiffer Vacuum ergibt sich ein erfreuliches Umsatzpotenzial. Mit adixen haben wir im Jahr 2010 eine weitere Akquisition getätigt. adixen besitzt eine ähnliche Vertriebsstruktur wie Pfeiffer Vacuum und hat eine sehr gute Positionierung im internationalen Markt. Mit der Akquisition von adixen haben wir unseren Marktanteil im weltweiten Markt für Vakuumpumpen erhöht und uns einen verbesserten Zugang zum asiatischen Markt verschafft. Im Jahr 2011 wurden weltweit alle Vertriebsmannschaften miteinander vernetzt und die Pfeiffer Vacuum Verkaufsregeln vereinheitlicht. Aufgrund intensiver Schulungen auf das neue, umfangreiche Produktspektrum ist der Vertrieb nun in der Lage, die Chancen auf höheren Umsatz bei bestehenden wie auch bei Neukunden zu nutzen.
Produktion und Logistik
Wir haben in den letzten Geschäftsjahren durch die Optimierung der Produktions- und Logistikprozesse die Grundlage geschaffen, unsere Ertragslage weiter zu verbessern. Auch zukünftig sehen wir dadurch eine Chance, unseren Kunden noch schneller qualitativ hochwertige Lösungen bieten zu können. Die Materialflüsse der Fertigung sind konsequent auf moderne Logistikprozesse ausgerichtet. Durch die Reorganisation und die grundlegende Modernisierung der Fertigungen wurden zusätzliche Produktivitätssteigerungen erreicht. Als Lösungsanbieter stellen wir so die Anforderungen unserer Kunden in den Mittelpunkt. Durch die Organisation der Fertigungen richten wir uns nun noch mehr nach den Bedürfnissen unserer Kunden als nach strikten Planungsvorgaben. Darüber hinaus erhöhen hochmoderne Lagersysteme und der standardisierte Produktversand die Effizienz. Wir sind uns sicher, dass das Zusammenspiel dieser Modernisierungsmaßnahmen uns auch zukünftig dabei helfen wird, die Durchlaufzeiten zu reduzieren. Insgesamt hat Pfeiffer Vacuum durch die Akquisition von adixen neben der Produktion in Asslar und Göttingen nun einen weiteren großen Produktionsstandort in Annecy, Frankreich.
Personal
Die Entwicklung von marktgerechten neuen Produkten, die permanente Verbesserung der bestehenden Produktpalette, die hohe Präzision der Produktionsprozesse, der Vertrieb unserer Produkte in einem technisch extrem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld und die Verwaltung eines international tätigen, börsennotierten Unternehmensverbundes erfordern einen hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeiterstamm. Wir nutzen daher die Chance, bestehende Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden und gleichzeitig für neue Mitarbeiter ein interessanter Arbeitgeber zu sein. Bei Pfeiffer Vacuum sind seit Jahren attraktive Vergütungskonzepte installiert. Wir sehen uns bestens gerüstet, den Bedarf an qualifizierten Fachkräften und Hochschulabsolventen auch zukünftig decken zu können und Leistungsträger an das Unternehmen zu binden -beides unabdingbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens.
Gesamtaussage zum Risikomanagementsystem
Wir sind der Auffassung, dass das eingerichtete Risikomanagementsystem geeignet ist, die vorhandenen Risiken zu erkennen, zu analysieren und zu quantifizieren, um diese adäquat zu steuern. Unser Abschlussprüfer hat das Risikomanagementsystem im Rahmen der Jahresabschlussprüfung einer Prüfung unterzogen. Es gab keine Beanstandungen. Weder für das Berichtsjahr noch für die folgenden Jahre sind den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken erkennbar.
Rating
Die Pfeiffer Vacuum Technology AG unterliegt keinem offiziellen Rating nach Moody's, Standard & Poor's oder ähnlichen Agenturen.
Nachtragsbericht
Wesentliche Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfeldes haben sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2012 nicht ergeben.
Ausblick
Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung
Vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden wirtschaftlichen Entwicklung im zweiten Halbjahr 2011 schätzen die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF), dass sich das weltweite Wirtschaftswachstum im Jahr 2012 bei 3,3 % bewegt, nach 3,7 % in 2011. Dabei kommt das Wachstum in erster Linie aus den asiatischen Ländern, deren Zunahme insgesamt mit 7,3 % prognostiziert wird. An erster Stelle stehen dabei China mit 8,2 % und Indien mit 7,0 % - beide Werte stellen Verschlechterungen gegenüber den beiden Vorjahren dar.
Dagegen wird sich laut IWF die Eurozone mit - 0,5 % negativ entwickeln. Innerhalb der Eurozone nimmt Deutschland mit einem geschätzten überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 0,3 % immer noch eine herausragende Stellung ein. Von den USA wird erwartet, dass sich die wirtschaftliche Situation dort gegenüber 2011 mit einer Zunahme von 1,8 % stabil halten sollte. Für die japanische Wirtschaft stellt der Wert von 1,7 % eine deutliche Verbesserung dar. In Russland hingegen scheint sich die Konjunktur mit einer Rate von 3,3 % abzukühlen. In Südamerika weisen Brasilien und Mexico mit einer Prognose von 3,0 % beziehungsweise 3,5 % für die Region leicht unterdurchschnittliche Wachstumsraten auf.
Maschinenbau
Der VDMA rechnet für das Jahr 2012 mit einer stabilen Entwicklung der Produktion, welche in einem Null-Wachstum gegenüber dem Vorjahr mündet. Demgegenüber verzeichnete der VDMA beim Auftragseingang bereits im Januar 2012 einen Rückgang von 9 % im Vergleich zum starken Bezugswert des Vorjahreszeitraums. Dennoch rechnet der VDMA in der Gesamtbetrachtung eher mit einer Verschnaufpause, die die Branche im Jahr 2012 einlegen wird, als mit einem zyklischen Abschwung. Wesentliche Faktoren für diese Entwicklung bildet zum einen das mit Risiken behaftete wirtschaftliche Umfeld. Insbesondere das Hauptexportland China zeigt eine nachlassende Konjunkturdynamik. Zum anderen wirken sich Unsicherheiten über den Ausgang der europäischen Staatsschuldenkrise hemmend auf die Stimmung aus. Investitionen würden in solch einem Klima eher verschoben. Überdies sind auch die Auswirkung auf die Banken und deren Bereitschaft zur Kreditvergabe abzuwarten.
Entwicklung in den Märkten
Pfeiffer Vacuum teilt seine Kunden in die Marktsegmente Halbleiter, Industrie, Beschichtung, Analytik und Forschung & Entwicklung ein.
Das Marktsegment Halbleiter gilt als zyklisch und hat im abgelaufenen Jahr eine Boomphase erlebt, die sich in der zweiten Jahreshälfte deutlich abgeschwächt hat. Aufgrund unterschiedlicher Signale aus dem Markt lässt sich die weitere Entwicklung schwer abschätzen. Während einige große Unternehmen starke Einbrüche in ihrem Geschäftsverlauf vermelden, hat Samsung ein Investitionsvolumen von etwa 33 Mrd. € für das Jahr 2012 angekündigt. Der Verlauf dieses Marktsegments wird im aktuellen Geschäftsjahr davon abhängen, wieweit der Optimismus einzelner Marktteilnehmer auf die anderen übergeht. Grundsätzlich rechnet Pfeiffer Vacuum damit, dass der Bedarf an Produkten aus der Halbleiterindustrie mit der zunehmenden Digitalisierung alltäglicher Verrichtungen generell wachsen wird - auch wenn es zu einem kurzfristigen Rückgang im Marktsegment kommen kann.
Im Marktsegment Industrie wird das Auftragswachstum vor allem von neuen Produktentwicklungen wie auch dem allgemeinen Trend zur Ressourcenschonung bestimmt. Hier rechnet Pfeiffer Vacuum eher mit einer stabilen Entwicklung. Was das Marktsegment Beschichtung angeht, so ist es von Aufträgen aus der Solarindustrie stark beeinflusst. Auch diese gingen bereits in der zweiten Hälfte des abgelaufenen Geschäftsjahres zurück und ein zyklischer Aufschwung ist derzeit nicht absehbar. Dennoch rechnet Pfeiffer Vacuum auch hier langfristig mit einer steigenden Nachfrage. Abgesehen von dem Solarmarkt dürfte sich auch das Marktsegment Beschichtung stabil entwickeln.
Die gleiche Erwartung einer soliden Entwicklung hegt Pfeiffer Vacuum in Bezug auf die Marktsegmente Analytik sowie Forschung & Entwicklung. Die Analytik kommt bei Forschungs- und Qualitätssicherungsaktivitäten in der allgemeinen Industrie und besonders auch auf dem Halbleitersektor zum Einsatz. Das Marktsegment Forschung & Entwicklung ist von politischen Entscheidungen über Förderungen von Projekten und Forschungseinrichtungen abhängig.
Umsatzentwicklung 2012
Die erstmalige Einbeziehung der Umsätze von adixen wie auch die sehr guten Entwicklungen im Kerngeschäft über alle Segmente hinweg führten im Jahr 2011 zu einem Umsatzanstieg von 135,6 % auf 519,5 Mio. €. Angesichts der sich eintrübenden Prognosen, sowohl die Weltkonjunktur als auch die Maschinenbaubranche betreffend, wird mit weiterem starken Wachstum bei Pfeiffer Vacuum in 2012 nicht gerechnet. Ein moderater Umsatzrückgang kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.
Der Auftragseingang hatte sich entgegen dem allgemeinen Trend im Maschinenbausektor im vierten Quartal gegenüber dem dritten Quartal leicht erholt. Diese freundliche Stimmung hielt auch in den ersten Wochen des Jahres 2012 an. Dennoch sollten daraus keine Rückschlüsse auf den zu erwartenden Gesamtjahresumsatz gezogen werden. Eine quantifizierbare Einschätzung der Umsatzentwicklung wird auch dadurch erschwert, dass die Auftragsreichweite etwa zwei Monate beträgt.
Ergebnisentwicklung
Nach der Akquisition von adixen haben sich die ehemals außerordentlich hohe Umsatzrentabilität und Betriebsergebnismarge von Pfeiffer Vacuum auf industrieweit übliche Werte gesenkt. Hinzu kommt, dass wir bestimmte Beträge als Folge der Kaufpreisallokation weiter planmäßig abschreiben. Diese Belastung wird von 13,3 Mio. € in 2011 auf jeweils etwa 7 Mio. € im Geschäftsjahr 2012 und 2013 zurückgehen. Operative Optimierungsmaßnahmen sollten ebenso zu einer Erholung der Margensituation, auch über das Jahr 2012 hinaus, beitragen.
Die derzeit für 2012 geplanten Investitionen betragen für den gesamten Konzern etwa 10 Mio. €. Entsprechend der Vorgehensweise in der Vergangenheit, die sich nach unserer Einschätzung bewährt hat, werden wir einen detaillierten Ausblick auf das gesamte laufende Geschäftsjahr auf der Hauptversammlung am 22. Mai 2012 geben.
Dividende
Pfeiffer Vacuum ist ein bekanntermaßen dividendenstarker Titel am deutschen Aktienmarkt. Dieser Philosophie möchte das Unternehmen treu bleiben. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung daher vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 3,15 € je Aktie (Vorjahr: 2,90 € je Aktie) auszuschütten. Mit einem Ausschüttungsvolumen von rund 31,1 Mio. € würden damit erneut etwa 75 % des Konzerngewinns an die Anteilseigner ausgezahlt.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Die Aussagen im Prognosebericht wurden auf der Basis von Annahmen über die zukünftige gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung getroffen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen im Nachhinein als unzutreffend erweisen.
Erstmals im Jahr 2012 und fortsetzend in 2013 wird sich die Integration von adixen in den bisherigen Geschäftsbetrieb des Pfeiffer Vacuum Konzerns nennenswert auswirken. Wir wollen weiterhin ein hochprofitables Unternehmen bleiben. Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass wir auf Basis der Auftragsentwicklung zum Ende des Jahres 2011, der strategischen Ausrichtung auf klar definierte Zielmärkte und der derzeitigen Gespräche mit unseren Kunden dieses Ziel erreichen können. Unsere gut ausgebildeten, motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden die Ausgangsbasis dieser Annahme.
Ausschüttungsquote, Dividende je Aktie und Dividendenrendite
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| 2011 | 2010 | ||
|---|---|---|---|
| Ausschüttungsquote1 | in % | 75,1 | 75,0 |
| Dividende je Aktie | in € | 3,152 | 2,90 |
| Dividendenrendite | in % | 4,7 | 3,3 |
1 (vorgeschlagene) Ausschüttung im Verhältnis zum Ergebnis nach Steuern des jeweiligen Jahres
2 vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung
Konzernabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Pfeiffer Vacuum Technology AG
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| Anhang | 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 31 | 519.509 | 220.475 |
| Herstellungskosten | 7, 15 | - 352.129 | - 117.553 |
| Bruttoergebnis | 167.380 | 102.922 | |
| Vertriebs- und Marketingkosten | 7 | -54.521 | - 26.211 |
| Verwaltungs- und allgemeine Kosten | 7 | -35.009 | - 16.518 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 7 | - 22.713 | - 6.993 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8 | 14.648 | 1.424 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8 | - 8.008 | - 1.714 |
| Betriebsergebnis | 31 | 61.777 | 52.910 |
| davon: Effekte aus der Folgebewertung der Kaufpreisallokation | 6 | - 13.347 | - |
| Finanzaufwendungen | 9, 32 | - 2.923 | - 1.798 |
| Finanzerträge | 9, 32 | 645 | 3.416 |
| Ergebnis vor Steuern | 31 | 59.499 | 54.528 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 24 | - 17.931 | - 16.199 |
| Ergebnis nach Steuern | 41.568 | 38.329 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG | 41.382 | 38.144 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 186 | 185 | |
| Ergebnis je Aktie (in €): | |||
| Unverwässert | 34 | 4,19 | 4,40 |
| Verwässert | 34 | 4,19 | 4,40 |
Konzern-Gesamterfolgsrechnung
Pfeiffer Vacuum Technology AG
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| Anhang | 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 41.568 | 38.329 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | |||
| Währungsdifferenzen | 21 | 1.007 | 2.225 |
| Ergebnis aus Cash-Flow-Hedges | 21, 32 | - 508 | 40 |
| Ergebnisneutrale Bewertung Wertpapiere | 21 | - | - 1.293 |
| Steuer auf direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | 21 | 161 | - 12 |
| Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis nach Steuern | 660 | 960 | |
| Gesamtes Periodenergebnis | 42.228 | 39.289 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG | 42.035 | 39.041 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 193 | 248 |
Konzernbilanz
Pfeiffer Vacuum Technology AG
AKTIVA
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| Anhang | 31.12.2011 in T€ |
31.12.2010 angepasst1 in T€ |
|
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 10 | 93.688 | 106.401 |
| Sachanlagen | 11 | 96.331 | 90.662 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 12 | 592 | 616 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 13 | 1.950 | 2.150 |
| Vorauszahlungen Pensions-Fonds | 25 | 354 | 554 |
| Latente Steuern | 24 | 10.177 | 8.744 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 14 | 3.883 | 3.146 |
| Langfristige Vermögenswerte | 206.975 | 212.273 | |
| Vorräte | 15 | 84.941 | 98.295 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 16 | 61.418 | 86.392 |
| Sonstige Forderungen | 17 | 12.789 | 15.343 |
| Geleistete Anzahlungen | 2.432 | 1.628 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 18 | 108.293 | 84.975 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 269.873 | 286.633 | |
| Summe der Aktiva | 31 | 476.848 | 498.906 |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 19 | 25.261 | 25.261 |
| Kapitalrücklage | 19 | 98.147 | 98.862 |
| Gewinnrücklagen | 20 | 158.418 | 145.652 |
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | 21 | - 1.507 | - 2.160 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG | 280.319 | 267.615 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 6 | 798 | 1.727 |
| Gesamtes Eigenkapital | 281.117 | 269.342 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 23 | 71.473 | 75.487 |
| Pensionsrückstellungen | 25 | 7.354 | 6.103 |
| Latente Steuern | 24 | 16.556 | 20.436 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 95.383 | 102.026 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 26 | 26.966 | 53.831 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 27, 32 | 24.844 | 27.860 |
| Rückstellungen | 28 | 28.410 | 26.167 |
| Steuerschulden | 24 | 9.429 | 11.868 |
| Erhaltene Anzahlungen | 5.613 | 4.642 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 29 | 5.086 | 3.170 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 100.348 | 127.538 | |
| Summe der Passiva | 476.848 | 498.906 |
1 Als Folge der Finalisierung der Kaufpreisallokation für den Erwerb von adixen im Jahr 2011 wurden einige der dargestellten Beträge rückwirkend angepasst und weichen daher von den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 dargestellten Beträgen ab; weitere Einzelheiten werden in Anmerkung 6 im Konzernanhang dargestellt.
Konzern-Eigenkapitalentwicklung
Pfeiffer Vacuum Technology AG
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| Eigenkapital der Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anhang | Gezeichnetes Kapital in T€ |
Kapitalrücklage in T€ |
Gewinn- rücklagen in T€ |
Sonstige Eigenkapital- bestandteile in T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2010 | 22.965 | 13.305 | 128.368 | - 3.057 | |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 38.144 | - | |
| Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | 21, 31 | - | - | - | 897 |
| Gesamtes Periodenergebnis | - | - | 38.144 | 897 | |
| Dividendenzahlung | 20 | - | - | - 20.860 | - |
| Kapitalerhöhung | 19 | 2.296 | 70.999 | - | - |
| Verkauf eigenen Anteile | 22 | - | 14.722 | - | - |
| Erwerb Anteile ohne beherrschenden Einfluss | - | - 164 | - | - | |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises (angepasst) | 6 | - | - | - | - |
| Stand 31.12.2010 (angepasst) | 25.261 | 98.862 | 145.652 | - 2.160 | |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 41.382 | - | |
| Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | 21, 31 | - | - | 653 | |
| Gesamtes Periodenergebnis | - | - | 41.382 | 653 | |
| Dividendenzahlung | 20 | - | - | - 28.616 | - |
| Erwerb Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 6 | - | - 715 | - | - |
| Stand 31.12.2011 | 25.261 | 98.147 | 158.418 | - 1.507 |
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| Eigenkapital der Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG | ||||
|---|---|---|---|---|
| Eigene Anteile in T€ |
Summe in T€ |
Anteile ohne beherrschenden Einfluss in T€ |
Gesamtes Eigenkapital in T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2010 | -23.808 | 137.773 | 564 | 138.337 |
| Ergebnis nach Steuern | - | 38.144 | 185 | 38.329 |
| Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | - | 897 | 64 | 961 |
| Gesamtes Periodenergebnis | - | 39.041 | 249 | 39.290 |
| Dividendenzahlung | - | - 20.860 | - 139 | - 20.999 |
| Kapitalerhöhung | - | 73.295 | - | 73.295 |
| Verkauf eigenen Anteile | 23.808 | 38.530 | - | 38.530 |
| Erwerb Anteile ohne beherrschenden Einfluss | - | - 164 | - 69 | - 233 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises (angepasst) | - | - | 1.122 | 1.122 |
| Stand 31.12.2010 (angepasst) | - | 267.615 | 1.727 | 269.342 |
| Ergebnis nach Steuern | - | 41.382 | 186 | 41.568 |
| Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | - | 653 | 7 | 660 |
| Gesamtes Periodenergebnis | - | 42.035 | 193 | 42.228 |
| Dividendenzahlung | - | - 28.616 | - | - 28.616 |
| Erwerb Anteile ohne beherrschenden Einfluss | - | - 715 | - 1.122 | - 1.837 |
| Stand 31.12.2011 | - | 280.319 | 798 | 281.117 |
Konzern-Cash-Flow-Rechnung
Pfeiffer Vacuum Technology AG
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| Anhang | 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|---|
| Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit: | |||
| Ergebnis vor Steuern | 31 | 59.499 | 54.528 |
| Korrektur Finanzerträge/Finanzaufwendungen | 2.078 | 665 | |
| Erhaltene Finanzerträge | 463 | 764 | |
| Gezahlte Finanzaufwendungen | - 2.743 | - 172 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 21.971 | - 8.149 | |
| Abschreibungen auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | 10, 11, 12, 31 | 21.582 | 4.244 |
| Nicht zahlungswirksame Wertminderungsaufwendungen | 13 | 200 | 350 |
| Verluste/Gewinne aus der Veräußerung von Vermögenswerten | 529 | - 2.627 | |
| Veränderung Wertberichtigung auf Forderungen | 16 | 564 | 172 |
| Veränderung Wertberichtigung auf Vorräte | 15 | 2.451 | 358 |
| Veränderungen der Bilanzpositionen: | |||
| Vorräte | 11.105 | -4.327 | |
| Forderungen und sonstige Aktiva | 21.109 | 1.508 | |
| Rückstellungen, einschließlich Pensionsrückstellungen, und Steuerschulden | - 73 | 1.190 | |
| Verbindlichkeiten, erhaltene Anzahlungen | - 23.630 | 3.400 | |
| Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 71.163 | 51.904 | |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit: | |||
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 10, 11, 12, 31 | - 20.766 | -4.889 |
| Nettoeinzahlungen aus Unternehmensveräußerungen | 6 | 5.885 | - |
| Nettoeinzahlungen aus Kaufpreisanpassungen | 6 | 1.374 | - |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen | 1.336 | 138 | |
| Nettoauszahlungen aus Unternehmenserwerben | 6 | - | -94.878 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von assoziierten Unternehmen | - | - 2.500 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | - | - 225 | |
| Einzahlungen aus der Veräußerung und Rückzahlung von Finanzanlagen | - | 7.695 | |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | - 12.171 | -94.659 | |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit: | |||
| Dividendenzahlung | 20 | - 28.616 | - 20.860 |
| Rückzahlung von finanziellen Schulden | - 5.015 | - 93.026 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 6 | - 1.837 | - |
| Dividendenzahlung an Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss | - | - 139 | |
| Einzahlung aus Kapitalerhöhung | 19 | - | 73.007 |
| Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | 23 | - | 67.000 |
| Veräußerung eigener Aktien | 22 | - | 38.530 |
| Mittelabfluss/Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit | -35.468 | 64.512 | |
| Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 206 | 1.235 | |
| Veränderung des Bestandes an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 23.318 | 22.992 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode | 84.975 | 61.983 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 18 | 108.293 | 84.975 |
Konzernanhang
Erläuterungen zum Unternehmen und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen
1. Allgemeine Erläuterungen zum Unternehmen
Die Pfeiffer Vacuum Technology AG mit Sitz in der Berliner Straße 43, 35614 Asslar, Deutschland, ist Mutterunternehmen im Pfeiffer Vacuum Konzern (kurz "Gesellschaft" oder "Pfeiffer Vacuum"). Die Pfeiffer Vacuum Technology AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und beim Amtsgericht Wetzlar unter der Nummer HRB 44 in das Handelsregister eingetragen. Sie ist an der Deutschen Börse in Frankfurt am Main notiert und wird im TecDAX geführt.
Pfeiffer Vacuum ist einer der führenden Komplettanbieter von Vakuumtechnik und liefert kundenspezifische Lösungen für die unterschiedlichsten Anforderungen bei der Erzeugung, Steuerung und Messung von Vakuum. Zu den Produkten, die an den Standorten Asslar und Göttingen in Deutschland sowie in Annecy, Frankreich, und Asan, Südkorea, entwickelt und produziert werden, gehören Turbopumpen, ein Spektrum an Vorpumpen wie Drehschieber-, Wälzkolben- und trocken verdichtende Pumpen, komplette Pumpstände, kundenspezifische Vakuumsysteme und Komponenten.
Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte über ein dichtes Netz von eigenen Vertriebsgesellschaften und freien Handelsvertretungen. An jedem wichtigen Industriestandort der Welt gibt es außerdem Servicestandorte. Die Hauptmärkte der Gesellschaft liegen in Europa, den USA und Asien.
2. Grundlagen der Erstellung des Konzernabschlusses
Übereinstimmungserklärung mit den IFRS
Der Konzernabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Hierin eingeschlossen sind die noch gültigen International Accounting Standards (IAS) und die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC). Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards wurden grundsätzlich nicht frühzeitig angewendet. Der Konzernanhang enthält darüber hinaus die Angaben entsprechend § 315 a Abs. 1 HGB.
Bewertungsgrundlagen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Davon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Der Konzernabschluss von Pfeiffer Vacuum wird in Euro (€) aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, erfolgt die Darstellung in Tausend Euro (T€).
Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze
In den Konzernabschluss von Pfeiffer Vacuum werden alle Gesellschaften einbezogen, die die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Eine Beherrschung wird dann angenommen, wenn Pfeiffer Vacuum unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte besitzt und insoweit die Geschäfts- und Finanzpolitik des beherrschten Unternehmens bestimmen kann.
Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Als assoziiert gelten Unternehmen, bei denen eine Beteiligung von mindestens 20 % besteht und ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann.
Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt auf Basis von Jahresabschlüssen, die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt wurden. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Stichtag des Konzernabschlusses.
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen bestanden zum 31. Dezember 2011 und in den Vorjahren nicht. Außerdem existieren keine Gesellschaften, bei denen eine Beherrschung entsprechend den Regelungen von SIC 12 "Consolidation - Special Purpose Entities" besteht.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode (Acquisition Method). Dabei werden zunächst alle Vermögenswerte, Schulden und zusätzlich zu aktivierende immaterielle Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der Beteiligung, also die Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert, mit dem erworbenen neu bewerteten Eigenkapital verrechnet. Ein entstehender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und nur bei Vorliegen einer Wertminderung abgeschrieben (Impairment-Only-Approach). Bei jedem Unternehmenszusammenschluss werden die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.
Anteile ohne beherrschenden Einfluss stellen den nicht vom Konzern gehaltenen Teil des Ergebnisses und des Nettovermögens dar und sind in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom Eigenkapital des Mutterunternehmens ausgewiesen. Die Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.
Alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten, Gewinne und Verluste sowie Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen des Konsolidierungsprozesses eliminiert.
Währungsumrechnung
Die Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften außerhalb der Europäischen Währungsunion wurden in Übereinstimmung mit IAS 21 "The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates" in Euro umgerechnet. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die funktionale Währung der Tochtergesellschaften ist die jeweilige lokale Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden dementsprechend mit Mittelkursen zum Bilanzstichtag und die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in den Sonstigen Eigenkapitalbestandteilen ausgewiesen.
In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden Wechselkursgewinne und -Verluste aus der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
3. Anwendung geänderter beziehungsweise neuer Standards
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Davon abweichend hat der Konzern im Geschäftsjahr die nachfolgend erläuterten neuen oder überarbeiteten Standards und Interpretationen angewandt. Aus deren Anwendung ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden vom IASB veröffentlicht und in das EU-Recht übernommen. Aus der Anwendung der verpflichtend zu berücksichtigenden Standards haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben. Von der Möglichkeit, Standards freiwillig vorzeitig anzuwenden wurde kein Gebrauch gemacht. Auch bei diesen Standards werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben. Davon abweichend werden sich Auswirkungen auf die Vermögenslage aus der Anwendung des geänderten IAS 19 ergeben.
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| Titel | Veröffentlichung durch IASB/IFRIC | Zeitlicher Anwendungsbereich1 |
|---|---|---|
| Verpflichtende erstmalige Anwendung zum 31.12.2011 | ||
| Änderung von IFRS 1 "Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7" | Januar 2010 | 1. Juli 2010 |
| IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (überarbeitet 2009) | November 2009 | 1. Januar 2011 |
| Änderung von IAS 32 Klassifizierung von Bezugsrechten | Oktober 2009 | 1. Februar 2010 |
| Annual Improvements Project 2010 des IASB (Verbesserungen bei verschiedenen Standards) | Mai 2010 | Jeweils eigene Übergangsregelungen und Zeitpunkt des Inkrafttretens |
| Änderungen von IFRIC 14 Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen | November 2009 | 1. Januar 2011 |
| IFRIC 19 "Ablösung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten" | November 2009 | 1. Juli 2010 |
| Freiwillig vorzeitig anwendbare Standards zum 31.12.2011 | ||
| Änderung von IFRS 7 - Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögensgegenwerten | Oktober 2010 | 1. Juli 2011 |
| Verabschiedete, aber noch nicht in das EU-Recht übernommene Standards zum 31.12.2011 | ||
| Änderung von IFRS 1 - Drastische Hyperinflation und Streichung der festen Daten für erstmalige Anwender | Dezember 2010 | 1. Juli 2011 |
| Änderung von IAS 32 und IFRS 7 - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden | Dezember 2011 | 1. Januar 2013 |
| IFRS 9 Finanzinstrumente (2009) | November 2009 | 1. Januar 2013 |
| IFRS 9 Finanzinstrumente (2010) | Oktober 2010 | 1. Januar 2013 |
| IFRS 9 Finanzinstrumente (2009) | Dezember 2011 | 1. Januar 2015 |
| IFRS 9 Finanzinstrumente (2010) | Dezember 2010 | 1. Januar 2015 |
| IFRS 10 Konzernabschlüsse | Mai 2011 | 1. Januar 2013 |
| IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen | Mai 2011 | 1. Januar 2013 |
| IFRS 12 Angaben über Beteiligungen an anderen Unternehmen | Mai 2011 | 1. Januar 2013 |
| IFRS 13 Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts | Mai 2011 | 1. Januar 2013 |
| Änderung von IAS 1 - Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses | Juni 2011 | 1. Juli 2012 |
| Änderung von IAS 12 - Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte | Dezember 2010 | 1. Januar 2012 |
| IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (überarbeitet 2011) | Juni 2011 | 1. Januar 2013 |
| IAS 27 Einzelabschlüsse (überarbeitet 2011) | Mai 2011 | 1. Januar 2013 |
| IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (überarbeitet 2011) | Mai 2011 | 1. Januar 2013 |
1 Geschäftsjahresbeginn am oder nach dem genannten Datum
4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Ertragsrealisierung
Umsatzerlöse werden gebucht, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Produkten verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergehen. Grundsätzlich ist dies bei Versand der Waren der Fall. Sofern mit dem Kunden eine Abnahme vereinbart wurde, erfolgt die Umsatzrealisation erst, wenn die Abnahmebestätigung vorliegt. Umsätze aus Servicedienstleistungen werden nach Ausführung realisiert. Sie beinhalten in Rechnung gestellte Arbeitszeiten der Servicemitarbeiter, Ersatzteile und Austauschteile. Rabatte werden als Minderung der Umsatzerlöse gebucht. Zinserträge werden gebucht, wenn die Zinsen entstanden sind. Mieterträge aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden linear über die Laufzeit der Verträge erfasst.
Fertigungsaufträge
Fertigungsaufträge werden nach IAS 11 "Construction Contracts" bilanziert. Für die Realisierung von Umsatzerlösen wird die Percentage-of-Completion-Methode angewendet, wobei der Fertigstellungsgrad nach dem Verhältnis der angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten (cost-to-cost-Methode) ermittelt wird. Der Ausweis der Forderungen aus Fertigungsaufträgen erfolgt - gegebenenfalls saldiert mit erhaltenen Anzahlungen -als eigene Position auf der Aktivseite der Bilanz beziehungsweise, bei einem Überhang der erhaltenen Anzahlungen über die Forderungen, als eigene Position unter den Verbindlichkeiten.
Herstellungskosten
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Herstellungskosten enthalten alle Aufwendungen, die dem (verkauften) Produkt beziehungsweise einer Serviceleistung direkt oder indirekt zugeordnet werden können. Dies sind im Wesentlichen Materialverbrauch (einschließlich Eingangsfrachten), durch die Herstellung verursachte Entgelte, Kosten des Einkaufs und der Warenannahme sowie bestimmte Servicekosten. Wertberichtigungen und Abschreibungen im Vorratsvermögen werden genauso wie Aufwendungen für Gewährleistungen in den Herstellungskosten ausgewiesen. Für realisierte Umsätze werden zum Bilanzstichtag Gewährleistungsrückstellungen gebildet, die auf historischen Erfahrungswerten basieren.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Forschungs- und Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand gebucht. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert, da die in IAS 38 "Intangible Assets" genannten Aktivierungsvoraussetzungen im Pfeiffer Vacuum Konzern nicht vollständig erfüllt werden.
Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte
Das Sachanlagevermögen und die Immateriellen Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und über die erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden sowie beim Sachanlagevermögen die Restwerte werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Für die Nutzungsdauer werden folgende Werte unterstellt:
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| Produktionshallen, Produktions- und Verwaltungsgebäude, sonstige gebäudeähnliche Vermögenswerte | 20- 40 Jahre |
| Technische Anlagen, Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich IT-Ausstattung | 3-15 Jahre |
| Software1 | 2- 5 Jahre |
1 mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts und eines im Rahmen einer Kaufpreisallokation angesetzten Markenrechts bestehen keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer.
Planmäßige Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung verursachungsgerecht den Funktionsbereichen zugeordnet.
Die Gesellschaft überprüft die Werthaltigkeit der Vermögenswerte, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Sofern Anzeichen für eine Wertminderung bestehen, führt die Gesellschaft die in IAS 36 "Impairment of Assets" vorgeschriebenen Bewertungen durch. Dabei wird der Buchwert des Vermögenswerts mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Cash-Flows, die abhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cash-Flows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Verkaufskosten wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Dieses stützt sich auf Bewertungsmultiplikatoren oder andere zur Verfügung stehende Indikatoren für den beizulegenden Zeitwert. Erforderliche Wertaufholungen werden in Folgeperioden bis zur Höhe der Wertaufholungsgrenze ergebniswirksam gebucht. Die Wertaufholungsgrenze wird durch den Betrag bestimmt, der sich bei planmäßiger Abschreibung des Vermögenswerts zum jeweiligen Bilanzstichtag ergeben hätte. Reparatur- und Instandhaltungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts wird einmal jährlich überprüft. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Ist dies der Fall wird die zuvor dargestellte Vorgehensweise für Wertminderungen nach IAS 36 "Impairment of Assets" angewendet. Ein sich ergebender Wertminderungsbetrag wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine Wertaufholung in Folgeperioden ist beim Geschäfts- oder Firmenwert nicht zulässig.
Eine Sachanlage oder ein immaterieller Vermögenswert wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und dem Buchwert, gegebenenfalls abzüglich direkt zurechenbarer Veräußerungskosten, ermittelt und erfolgswirksam erfasst.
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
Immobilien werden dem Bestand der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien zugeordnet, wenn sie zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden. Sie werden mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und über die erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben (Anschaffungskostenmodell). Die Beurteilung der Restwerte, der Nutzungsdauern und der Abschreibungsmethoden sowie etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen erfolgt analog zu der bei den Sachanlagen dargestellten Vorgehensweise. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden ausgebucht, wenn sie abgehen oder wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden und kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Immobilien werden aus dem Bestand der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien in das Sachanlagevermögen umgegliedert, wenn durch den Beginn der Selbstnutzung eine Nutzungsänderung vorliegt. Umgekehrt erfolgt eine Umgliederung von Immobilien aus dem Sachanlagevermögen in den Bestand der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien, wenn die Selbstnutzung endet und anschließend eine Vermietung erfolgt. Durch die Bewertung jeweils zu fortgeführten Anschaffungskosten sind bei Umgliederungen keine Bewertungsanpassungen erforderlich.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert führen und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, das heißt zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird. Entsprechend IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and measurement" werden Finanzinstrumente bei Zugang den folgenden Kategorien zugeordnet:
| ― | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert ("Fair value") bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets Held-for-Trading) |
| ― | bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Held-to-Maturity-Investments) |
| ― | Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) |
| ― | zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen (Financial Assets Available-for-Sale) |
| ― | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert ("Fair value") bewertete finanzielle Schulden (Financial Liabilities Held-for-Trading) und |
| ― | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden (Financial Liabilities Measured at Amortized Cost). |
Verzinsliche Wertpapiere (zum Beispiel Bank- und Unternehmensanleihen oder Schuldscheindarlehen) sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit einer vertraglich vereinbarten Fälligkeit und Rückzahlung zum Nominalwert. Wertpapiere, bei denen die Gesellschaft die Fähigkeit und Absicht hat, diese Finanzinstrumente bis zur Endfälligkeit zu halten, werden der Kategorie "Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" zugeordnet. Beim Erwerb erfolgt die Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Die Folgebewertung wird dementsprechend mit den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Eigenkapitaltitel haben keine vertraglich vereinbarte Fälligkeit und werden der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen" zugeordnet. Hier erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, basierend auf festgestellten Börsenkursen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts wirken sich hierbei grundsätzlich nicht auf die Gewinn- und Verlustrechnung aus, sondern werden unmittelbar in den Sonstigen Eigenkapitalbestandteilen berücksichtigt. Abweichend davon werden auch bei den zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen festgestellte dauerhafte (grundsätzlich länger als 6 Monate) oder wesentliche (grundsätzlich größer 20 %) Wertminderungen ergebniswirksam erfasst. Da der Marktwert bei den zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen immer auf dem Börsenkurs basiert, gab es keine Änderung der Bewertungstechnik. Alle Wertpapiere mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Forderungen, insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und dementsprechend mit den (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet. Sie sind im Allgemeinen unverzinslich. Die Anschaffungskosten werden in Höhe des in Rechnung gestellten Betrags (einschließlich etwaiger Umsatzsteuer) angesetzt. Wertberichtigungen auf Forderungen werden laufend in Abhängigkeit der Wahrscheinlichkeit einer vollständigen oder teilweisen Realisierbarkeit und des Alters gebildet. Eine anschließende Wertaufholung wird ergebniswirksam, maximal bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten, erfasst. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind.
Derivative Finanzinstrumente werden von der Gesellschaft ausschließlich zur Steuerung von Währungsrisiken eingesetzt. Etwa 54 % des Konzernumsatzes sind in ausländischer Währung (nicht Euro, vorwiegend US-Dollar) fakturiert (Vorjahr: 38 %). Die Gesellschaft tätigt Devisentermingeschäfte und -optionen, um ihre zukünftigen Umsätze in Fremdwährung gegen Wechselkursschwankungen abzusichern. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu diesem Zweck erworben. Pfeiffer Vacuum tätigt keine spekulativen Geschäfte. Derivative Finanzinstrumente, die zu Sicherungszwecken eingesetzt werden, werden bei erstmaliger Erfassung sowie in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Änderungen des Marktwerts der Derivate werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, soweit ein Cash-Flow-Hedge nach den Vorgaben des Hedge Accounting in IAS 39 vorliegt und dieser als effektiv eingestuft wird. Eine Umbuchung in das Wechselkursergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des gesicherten Grundgeschäfts. Hedging-ineffektive Bestandteile der Änderungen des Marktwerts von Derivaten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern derivative Finanzinstrumente zwar zu Sicherungszwecken erworben wurden, formal aber die Voraussetzungen des Hedge Accounting nicht erfüllen, erfolgt die Bewertung ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt jeweils anhand anerkannter Modelle zur Optionspreisbestimmung unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden aktuellen Währungskurse. Bezüglich weiterer Informationen zu Finanzinstrumenten wird auf Anmerkung 32 verwiesen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind finanzielle Schulden und werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Ansatz am Bilanzstichtag erfolgt dementsprechend zum Nennwert oder mit dem höheren Rückzahlungsbetrag einschließlich etwaiger Umsatzsteuerbeträge.
Darlehen sind ebenfalls finanzielle Schulden und werden nach der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert in den Folgeperioden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden alle Bestandteile des Effektivzinssatzes berücksichtigt. Erfolgsbeiträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden im Finanzergebnis ausgewiesen.
Anteile an assoziierten Unternehmen
Die Bewertung der assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Equity-Methode. Dabei werden die Buchwerte der Gesellschaften jährlich um die anteiligen Ergebnisse, Dividendenausschüttungen und sonstigen Eigenkapitalveränderungen fortgeschrieben. Ein mit einem assoziierten Unternehmen verbundener Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird weder planmäßig abgeschrieben noch einem gesonderten Wertminderungstest unterzogen. Bei Hinweisen auf eine dauerhafte Wertminderung erfolgt eine ergebniswirksame Minderung des Beteiligungsansatzes.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben und alle hochliquiden Anlageformen bei Kreditinstituten mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten. Der Finanzmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung wird ebenfalls entsprechend dieser Definition abgegrenzt.
Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungsbeziehungsweise Herstellungskosten und Marktpreis bewertet. Abgänge werden mit dem Durchschnittspreis angesetzt. Der Marktpreis wird über den erzielbaren Nettoveräußerungspreis definiert. Der Nettoveräußerungspreis ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Wertberichtigungen auf Überbestände werden nach Maßgabe interner Richtlinien entsprechend dem Lagerumschlag im Verhältnis zu den zukünftigen Verbräuchen oder Verkäufen ermittelt. Überbestände sind Bestände einzelner Vorratsposten, die die erwarteten Veräußerungs- oder Verbrauchsmengen übersteigen. Die Unternehmensleitung verwendet Schätzungen für die Prognose der Verbräuche und Verkäufe.
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Die Sonstigen Forderungen und Vermögenswerte werden mit fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen, angesetzt. Langfristige Forderungen und Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern aufgrund eines vergangenen Ereignisses gegenwärtig eine rechtliche oder faktische Außenverpflichtung hat und es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einem Nutzenabfluss führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich bestimmbar ist. Die Bewertung erfolgt mit der bestmöglichen Schätzung des Verpflichtungsumfangs.
Pensionen
Die Bewertung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected unit credit method") gemäß IAS 19 "Employee Benefits" Danach können Änderungen des Anwartschaftsbarwerts (bei Pensionsplänen), des versicherungsmathematischen Barwerts der erdienten Ansprüche (bei anderen Versorgungsleistungen) oder der Abweichungen zwischen den tatsächlichen und erwarteten Vermögenserträgen der Pensions-Fonds oder Prämissenänderungen zu sogenannten versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten führen, die nicht sofort erfolgswirksam gebucht werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für jeden einzelnen Plan zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den höheren der beiden Beträge aus 10 % der leistungsorientierten Verpflichtung oder 10 % des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens übersteigt. Diese Gewinne oder Verluste werden über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer realisiert. Die Bilanzierung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen erfolgt auf Basis von zum Bilanzstichtag eingeholten versicherungsmathematischen Gutachten. Die bestehenden Pensionspläne sind in Anmerkung 25 erläutert.
Bei beitragsorientierten Pensionszusagen erfolgt die Erfassung als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Zeitpunkt der Entstehung der Beitragsverpflichtung. Rückstellungen werden nur gebildet, sofern die Zahlung nicht im Jahr der Beitragsentstehung erfolgt.
Sonstige Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Ansatz am Bilanzstichtag erfolgt dementsprechend zum Nennwert oder mit dem höheren Rückzahlungsbetrag einschließlich etwaiger Umsatzsteuerbeträge.
Steuern
Die tatsächlichen Ertragsteuern sind in dem Umfang, in dem sie noch nicht bezahlt sind, als Verbindlichkeit ausgewiesen. Allgemeine steuerliche Risiken im Konzern wurden zusätzlich berücksichtigt. Falls die bereits bezahlten Beträge für Ertragsteuern den geschuldeten Betrag übersteigen, ist der Unterschiedsbetrag als Vermögenswert angesetzt. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden gemäß IAS 12 "Income Taxes" für zeitlich begrenzte Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Konzernbilanz und Steuerbilanz gebildet (Liability-Methode). Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit von latenten Steueransprüchen berücksichtigt die Unternehmensleitung, ob es eher wahrscheinlich oder eher unwahrscheinlich ist, dass latente Steuern nicht realisiert werden können. Die Realisierbarkeit von latenten Steueransprüchen hängt davon ab, ob zum Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen ein steuerbares Einkommen erwirtschaftet wird, von dem die temporären Differenzen abgezogen werden können. Basis hierfür ist die Steuerplanung im Unternehmen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt unter Verwendung der lokalen Steuersätze, die zum Zeitpunkt der Realisation des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Schuld erwartet werden. Dabei werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Die Auswirkungen von Steuergesetzänderungen werden bereits in dem Jahr ergebniswirksam berücksichtigt, in dem die Änderungen wirksam werden. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Auf aktive latente Steuern wird eine Wertberichtigung gebildet, wenn eine Realisation der zukünftigen Steuervorteile unwahrscheinlich wird. Aktive und passive latente Steuern werden miteinander verrechnet, sofern die Ansprüche und Verpflichtungen gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.
Eigene Anteile
Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf und Verkauf, die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen werden nicht erfolgswirksam erfasst.
Leasing
Gemäß IAS 17 "Leases" sind Leasingverträge in Finanzierungsleasing und Operating-Leasing zu unterteilen. Im Rahmen eines Operating-Leasing erfolgt keine Aktivierung der genutzten Vermögenswerte. Die Leasingzahlungen werden in der Periode aufwandswirksam erfasst, in der sie anfallen.
Beim Finanzierungsleasing werden alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken übertragen. Die genutzten Vermögenswerte werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Gleichzeitig wird eine betragsgleiche Leasingverbindlichkeit passiviert. Die Leasingrate wird in eine Zins- und in eine Tilgungskomponente zerlegt. Während die Zinskomponente ergebniswirksam in den Finanzaufwendungen erfasst wird, reduziert die Tilgungskomponente die Verbindlichkeit. Die aktivierten Vermögenswerte werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand, die der Konzern als Kompensation für entstandene Aufwendungen erhält (Aufwandszuschüsse), werden in der Periode erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, in der auch die zu kompensierenden Aufwendungen anfallen.
Schätzungen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass die Unternehmensführung Einschätzungen vornimmt und Annahmen trifft. Diese Einschätzungen basieren auf den historischen Erfahrungswerten der Unternehmensleitung, werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Einige Bilanzierungsgrundsätze sind als erheblich einzustufen, da sie sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken können und signifikante oder komplexe Schätzungen der Unternehmensleitung erfordern. Die Einschätzungen und Annahmen können von den tatsächlichen Ergebnissen abweichen. Schätzunsicherheiten, die zu einem bedeutenden Risiko einer wesentlichen Anpassung von Buchwerten innerhalb des Geschäftsjahres 2012 führen würden, bestanden zum 31. Dezember 2011 nicht.
Wesentliche zukunftsbezogene Schätzungen und Annahmen bestehen unter anderem bei der Schätzung der Zahlungsströme im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung bei Geschäfts- oder Firmenwerten, bei der Bildung von Pensions- und Gewährleistungsrückstellungen, bei Schätzungen der Nutzungsdauern des Anlagevermögens oder bei aktiven latenten Steuern. Die wesentlichen Annahmen sind in den Anhangangaben zu den einzelnen Bilanzpositionen oder in den Bilanzierungsgrundsätzen erläutert. Hinsichtlich der Annahmen, die der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf Anmerkung 10. Die Parameter, die der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen zugrunde gelegt wurden, sind in Anmerkung 25 erläutert. Angaben zu den Nutzungsdauern des materiellen und immateriellen Anlagevermögens sind in Anmerkung 4, Abschnitt "Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte" dargestellt. Weitere Details zu den Rückstellungen sind in Anmerkung 28 enthalten.
Erläuterungen zum Konsolidierungskreis
5. Zusammensetzung des Konsolidierungskreises
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 sind neben der Muttergesellschaft Pfeiffer Vacuum Technology AG zwei inländische (Vorjahr: drei) und 23 ausländische Tochtergesellschaften (Vorjahr: 26) auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen.
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| Sitz | Beteiligungsanteil in % |
|
|---|---|---|
| Pfeiffer Vacuum Technology AG | Deutschland | |
| Pfeiffer Vacuum GmbH | Deutschland | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Austria GmbH | Österreich | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum (Schweiz) AG | Schweiz | 99,4 |
| Pfeiffer Vacuum (Shanghai) Co., Ltd. | China | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum (India) Ltd. | Indien | 27,01 |
| Pfeiffer Vacuum Technology India Ltd. | Indien | 27,01 |
| Pfeiffer Vacuum Ltd. | Großbritannien | 100,0 |
| adixen Vacuum Technology Ltd. | Großbritannien | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Scandinavia AB | Schweden | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Inc. | USA | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Brasil Ltda. | Brasilien | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Rus OOO | Russland | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Singapore Ltd. | Singapur | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Taiwan Corporation Ltd. | Taiwan | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Benelux B.V. | Niederlande | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Holding B.V. | Niederlande | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum Italia S.p.A. | Italien | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum (India) Ltd. | Indien | 73,01 |
| Pfeiffer Vacuum Technology India Ltd. | Indien | 73,01 |
| Pfeiffer Vacuum Korea Ltd. | Südkorea | 75,5 |
| Trinos Vakuum-Systeme GmbH | Deutschland | 100,0 |
| adixen Vacuum Products SAS | Frankreich | 100,0 |
| adixen Vacuum Technology (Shanghai) Co., Ltd. | China | 100,0 |
| adixen Manufacturing Korea Co., Ltd. | Südkorea | 100,0 |
| adixen Manufacturing Romania S.r.l. | Rumänien | 100,0 |
| Pfeiffer Vacuum France SAS | Frankreich | 100,0 |
| adixen Vacuum Technology Korea Ltd. | Südkorea | 100,0 |
1 Beteiligungsquote des Konzerns zusammen 100,0 %,
Im Rahmen der globalen Integration des adixen Geschäftsbereichs wurden im Jahr 2011 verschiedene Gesellschaften innerhalb des Konzerns veräußert und sofern erforderlich umbenannt. Darüber hinaus wurden die Alcatel Vacuum Products Inc., USA, die Alcatel Hochvakuum Technik GmbH, Deutschland und die Alcatel Vacuum Systems S. p. A., Italien, im Jahr 2011 auf die in diesen Ländern bereits bestehenden Konzerngesellschaften verschmolzen. Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben sich aus diesen Integrationsmaßnahmen nicht ergeben.
6. Änderungen des Konsolidierungskreises und Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss
Erwerb der Vakuumsparte adixen vom Alcatel-Lucent Konzern
Mit Wirkung vom 31. Dezember 2010 hat die Pfeiffer Vacuum Technology AG die Vakuumsparte adixen des Alcatel-Lucent Konzerns erworben. Die Geschäftstätigkeit von adixen ergänzt die strategische Ausrichtung von Pfeiffer Vacuum aufgrund sehr geringer Überschneidungen in produkttechnischer als auch in regionaler Sicht. Der gesamte adixen Geschäftsbereich umfasste zum Erwerbszeitpunkt 14 Gesellschaften mit dem Hauptstandort in Frankreich. Bei grundsätzlich allen Gesellschaften wurden jeweils 100 % der Anteile erworben. Davon abweichend wurden von der Alcatel Vacuum Technology Korea Ltd. (im Jahr 2011 umbenannt in adixen Vacuum Technology Korea Ltd.) 90 % der Anteile erworben. Der Anteilsbesitz entspricht in allen Fällen dem Stimmrechtsanteil.
Die Erstkonsolidierung dieses Geschäftsbereichs im Konzernabschluss 2010 erfolgte aufgrund der kurzen Zeitspanne zwischen Erwerb und der gesetzlichen Veröffentlichungsfrist unter Verwendung der Buchwerte vorläufig. Im Jahr 2011 wurde die Kaufpreisallokation, dass heißt die Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden mit dem beizulegenden Zeitwert im Zeitpunkt des Erwerbs, finalisiert. Danach ergibt sich zum 31. Dezember 2010 (Erwerbszeitpunkt) das folgende Bild:
Beizulegender Zeitwert der übernommenen Vermögenswerte und Schulden
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| 31.12.2010 in T€ |
|
|---|---|
| Vermögenswerte | |
| Sachanlagen | 48.457 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 51.706 |
| Forderungen | 65.644 |
| Vorräte | 73.747 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 26.917 |
| Sonstige Vermögenswerte | 7.251 |
| Summe Vermögenswerte | 273.722 |
| Schulden | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -45.056 |
| Rückstellungen | - 14.976 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | -94.972 |
| Pensionsrückstellungen | -4.698 |
| Steuerverbindlichkeiten | - 23.917 |
| Sonstige Schulden | - 25.479 |
| Summe Schulden | -209.098 |
| Identifizierbares Nettovermögen (beizulegender Zeitwert) | 64.624 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | - 1.122 |
| Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb | 44.962 |
| Gesamte Gegenleistung (Kaufpreis) 1 | 108.464 |
1 ohne Berücksichtigung der Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten gegenüber dem bisherigen Mutterkonzern in Höhe von 85.000 T€.
Wesentliche Unterschiede der beizulegenden Zeitwerte zu den Buchwerten entfielen auf den Ansatz von bisher nicht bilanzierten immateriellen Vermögenswerten, insbesondere Technologie (26,1 Mio. €), Kundenstamm (19,1 Mio. €), und ein Markenrecht (3,0 Mio. €), die Aufwertung des materiellen Anlagevermögens (10,1 Mio. €) und die Abwertung des Vorratsvermögen (- 6,2 Mio. €) sowie auf den Ansatz von latenten Steuern auf die Bewertungsanpassungen (netto 16,5 Mio. € passive latente Steuern). Die aus der Kaufpreisallokation resultierende Nettoabwertung des Vorratsvermögens besteht aus einer Bruttoaufwertung von 4,1 Mio. € und einer Bruttoabwertung von 10,3 Mio. €. Nach der Finalisierung der Kaufpreisallokation wurden die Bilanz zum 31. Dezember 2010 sowie die dazugehörigen Anhangangaben entsprechend angepasst.
Der Kaufpreis besteht ausschließlich aus einer Barkomponente und wurde im Juni 2011 endgültig festgesetzt. Unter Berücksichtigung der erworbenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von adixen (26.917 T€) beträgt der zu erwartende Nettomittelabfluss aus dem Unternehmenserwerb 81.547 T€, davon 84.962 T€ in 2010. Zum 31. Dezember 2011 werden in den Sonstigen Forderungen noch Kaufpreiserstattungsansprüche in Höhe von 2.041 T€ ausgewiesen. Darüber hinaus wurden zum 31. Dezember 2010 im Rahmen des Erwerbs finanzielle Verbindlichkeiten der adixen-Gesellschaften gegenüber dem bisherigen Mutterkonzern in Höhe von 85.000 T€ ausgeglichen.
Der Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) in Höhe von 45,0 Mio. € umfasst den übernommenen Mitarbeiterstand und die allgemeinen Geschäftschancen aus dem Unternehmenszusammenschluss. Dies beinhaltet die Synergieeffekte aus der Erweiterung des Produktangebots und die Möglichkeit, dieses Produktangebot über ein nunmehr ausgeweitetes einheitliches Vertriebsnetz zu vertreiben. Dies wird auf Basis der starken Marktposition von adixen vor allem in Asien, Frankreich und USA erreicht werden. Darüber hinaus sehen wir Potenziale im Bereich der gemeinsamen Entwicklung von neuen Produkten. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird steuerlich voraussichtlich nicht ansetzbar sein.
Die Bewertung der Anteile ohne beherrschenden Einfluss erfolgte zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens.
Auf Grund des Erwerbs zum 31. Dezember 2010 hat sich die Transaktion nicht auf die Ertragslage des Jahres 2010 ausgewirkt. Hätte die Akquisition zu Beginn des Jahres 2010 stattgefunden, hätten sich Umsatzerlöse von 491,1 Mio. € ergeben. Das Konzernergebnis 2010 hätte unter Berücksichtigung der Akquisition 39,3 Mio. € betragen. Die im Jahr 2010 angefallenen und vom Konzern getragenen Transaktionskosten betragen 2.993 T€. Sie entfallen auf Rechtsberatungs- und Gutachterkosten und sind Bestandteil der Verwaltungskosten. Im Jahr 2011 sind darüber hinaus keine weiteren Transaktionskosten angefallen.
Neugründungen im Geschäftsjahr
Im Geschäftsjahr 2011 wurde die Vertriebsgesellschaft Pfeiffer Vacuum Benelux B.V., Niederlande, gegründet. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich dabei nicht ergeben.
Veräußerungen im Geschäftsjahr
Im Laufe des Jahres 2011 wurden die adixen Japan Ltd., Japan, und die adixen Scandinavia AB, Schweden, veräußert. Aus der Entkonsolidierung haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage ergeben.
Erwerb weiterer Anteile an der adixen Vacuum Technology Korea Ltd.
Im Jahr 2011 hat der Konzern die Beteiligung der adixen Vacuum Technology Ltd., Südkorea, um 10,0 % auf 100,0 % erhöht. Der Differenzbetrag zwischen den Anschaffungskosten der zusätzlichen Anteile und dem Buchwert von 1,1 Mio. € wurde in der Kapitalrücklage erfasst.
Erwerb der Trinos Vakuum-Systeme GmbH
Bereits zum 1. Januar 2010 und damit im Vorjahr wurden alle Anteile an der Trinos Vakuum-Systeme GmbH, Göttingen, Deutschland, zu einem Preis von 10,0 Mio. € erworben. Bei einem identifizierten Nettovermögen von 1,8 Mio. € (Zeitwert) resultierte daraus ein Geschäfts- oder Firmenwert von 8,2 Mio. €. Der Nettomittelabfluss aus diesem Erwerb belief sich auf 9,9 Mio. €.
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
7. Funktionskosten
Herstellungskosten
Die Herstellungskosten beinhalten im Wesentlichen die Herstellungskosten der abgesetzten Erzeugnisse (einschließlich Personalkosten), diesem Funktionsbereich zugeordnete Abschreibungen (etwa auf Produktionsgebäude und -maschinen), Aufwendungen aus der Wertberichtigung von Vorräten und Gewährleistungskosten.
Vertriebs- und Marketingkosten
Die Vertriebs- und Marketingkosten enthalten überwiegend Personalkosten, Kosten für Marketing und Werbung, Kosten für Messebesuche sowie sonstige Aufwendungen der Verkaufsförderung (zum Beispiel Kataloge, Prospekte etc.).
Verwaltungs- und allgemeine Kosten
Die Verwaltungs- und allgemeinen Kosten enthalten im Wesentlichen Personalkosten, Aufwendungen für die Forderungswertberichtigungen, Kosten der Abschlussprüfung, sonstige allgemeine Beratungskosten sowie alle Aufwendungen, die die Gesellschaft insgesamt betreffen.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten die diesem Funktionsbereich zugeordneten Personalkosten und die Materialkosten. Die auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation für die adixen Akquisition angesetzten Technologiewerte entfallenden Abschreibungen betragen 3,0 Mio. € und sind ebenfalls Bestandteil der Forschungs- und Entwicklungskosten.
Zur weiteren Analyse der betrieblichen Kosten verweisen wir auf die Ausführungen zu den Herstellungskosten in Anmerkung 15, zur Entwicklung der Pensionskosten in Anmerkung 25 und zur Entwicklung der Personalkosten allgemein in Anmerkung 37
8. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Währungskursgewinne | 9.627 | 1.424 |
| Aufwandszuschüsse | 5.021 | - |
| Sonstige betriebliche Erträge | 14.648 | 1.424 |
| Währungskursverluste | - 7.479 | - 1.706 |
| Veräußerungsverluste Anlagevermögen | - 529 | - 8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 8.008 | - 1.714 |
9. Finanzaufwendungen und Finanzerträge
Die im Geschäftsjahr 2011 und im Vorjahr erfassten Finanzaufwendungen und Finanzerträge setzen sich wie folgt zusammen:
Zusammensetzung der Finanzaufwendungen und Finanzerträge
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen | - 2.723 | - 1.448 |
| Wertminderungsaufwendungen | - 200 | - 350 |
| Finanzaufwendungen | - 2.923 | - 1.798 |
| Zinserträge | 645 | 526 |
| Veräußerungsgewinne | - | 2.633 |
| Dividendenerträge | - | 257 |
| Finanzerträge | 645 | 3.416 |
| Finanzergebnis | - 2.278 | 1.618 |
Erläuterungen zur Konzernbilanz
10. Immaterielle Vermögenswerte
In der Position Immaterielle Vermögenswerte werden im Wesentlichen die im Konzern erworbene Software und im Rahmen der adixen Akquisition angesetzte immaterielle Vermögenswerte (unter anderem Technologie, Kundenstamm, Markenrecht) sowie der Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte in den Jahren 2011 und 2010 wird nachfolgend dargestellt.
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2011
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| Software in T€ |
Sonstige immaterielle Vermögenswerte in T€ |
Geschäfts- oder Firmenwert in T€ |
Gesamt in T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Bestand 01.01.2011 (angepasst) | 4.467 | 51.415 | 53.404 | 109.286 |
| Währungsdifferenzen | 18 | - 30 | - | - 12 |
| Zugänge | 501 | 97 | - | 598 |
| Abgänge | - 70 | - 2.300 | - | - 2.370 |
| Abgänge aus Unternehmensveräußerungen | - 77 | - 4.020 | - | -4.097 |
| Stand 31.12.2011 | 4.839 | 45.162 | 53.404 | 103.405 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Bestand 01.01.2011 | 2.818 | 67 | - | 2.885 |
| Währungsdifferenzen | 15 | - 6 | - | 9 |
| Zugänge | 415 | 8.768 | - | 9.183 |
| Abgänge | - 38 | - 2.300 | - | - 2.338 |
| Abgänge aus Unternehmensveräußerungen | - 22 | - | - | - 22 |
| Stand 31.12.2011 | 3.188 | 6.529 | - | 9.717 |
| Nettobuchwert 31.12.2011 | 1.651 | 38.633 | 53.404 | 93.688 |
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2010
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| Software in T€ |
Sonstige immaterielle Vermögenswerte in T€ |
Geschäfts- oder Firmenwert in T€ |
Gesamt in T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Bestand 01.01.2010 | 3.142 | - | 213 | 3.355 |
| Währungsdifferenzen | 29 | - | - | 29 |
| Zugänge | 380 | 397 | - | 777 |
| Abgänge | - 5 | - | - | - 5 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerben (angepasst) | 921 | 51.018 | 53.191 | 105.130 |
| Stand 31.12.2010 (angepasst) | 4.467 | 51.415 | 53.404 | 109.286 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Bestand 01.01.2010 | 2.572 | - | - | 2.572 |
| Währungsdifferenzen | 18 | 2 | - | 20 |
| Zugänge | 231 | 65 | - | 296 |
| Abgänge | - 3 | - | - | - 3 |
| Stand 31.12.2010 | 2.818 | 67 | - | 2.885 |
| Nettobuchwert 31.12.2010 (angepasst) | 1.649 | 51.348 | 53.404 | 106.401 |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf die Immateriellen Vermögenswerte waren in den Jahren 2011 und 2010 nicht vorzunehmen. Die planmäßigen Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte wurden verursachungsgerecht den Funktionsbereichen zugeordnet.
Das im Rahmen der Akquisition angesetzte Markenrecht "adixen" (Buchwert 3,0 Mio. €) hat eine unbestimmte Nutzungsdauer und wurde entsprechend den Umsatzanteilen den Geschäftssegmenten zugeordnet. Hierbei entfielen unter anderem auf Frankreich 0,8 Mio. €, auf Südkorea 0,9 Mio. € und auf die USA 0,5 Mio. €. Die Werthaltigkeit des Markenrechts wurde zum 31. Dezember 2011 überprüft. Ein Abwertungsbedarf hat sich hierbei nicht ergeben.
Der im Rahmen des Impairment-Tests verwendete erzielbare Betrag (Nutzungswert) für den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Trinos Akquisition (unverändert 8,2 Mio. €) wurde zum 31. Dezember 2011 ermittelt. Basis war eine Cash-Flow-Prognose für die Jahre 2012 bis 2014. Die danach anfallenden Cash-Flows wurden unter Verwendung einer Wachstumsrate von unverändert 0,5 % extrapoliert. Der verwendete Abzinsungssatz vor Steuern lag bei 10,0 % (Vorjahr: 9,0 %). Aus der Wertermittlung ergab sich kein Wertminderungsbetrag.
Auch für den im Rahmen der adixen Akquisition angesetzten Geschäfts- oder Firmenwert (45,0 Mio. €) wurde der erzielbare Betrag (Nutzungswert) zum 31. Dezember 2011 ermittelt. Basis waren auch hier Cash-Flow-Prognosen für die Jahre 2012 bis 2014. Die danach anfallenden Cash-Flows wurden unter Verwendung einer individuellen Wachstumsrate extrapoliert. Die Verteilung dieses Geschäfts- oder Firmenwerts auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und die wesentlichen Annahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde gelegen haben, ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle.
Allokation des adixen Geschäfts- oder Firmenwerts und wesentliche Bewertungsparameter
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| Geschäftswert in Mio. € |
Abzinsungsfaktor vor Steuern in % |
Langfristige Wachstumsrate in % |
|
|---|---|---|---|
| Deutschland | 3,4 | 10,0 | 1,5 |
| Frankreich | 22,9 | 10,7 | 1,5 |
| Übriges Europa | 2,8 | 10,7 | 1,5 |
| USA | 6,6 | 11,7 | 1,5 |
| Südkorea | 3,7 | 11,1 | 1,5 |
| China | 3,6 | 11,0 | 1,5 |
| Übriges Asien | 2,0 | 9,5 | 1,5 |
Auch aus der Wertermittlung für die zuvor genannten Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich kein Wertminderungsbetrag.
Das Management geht davon aus, dass bei den getroffenen Annahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags der Geschäfts- oder Firmenwerte keine nach vernünftigem Ermessen zu erwartenden Änderungen dazu führen, dass der erzielbare Betrag unterhalb des Buchwerts des jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerts liegt.
11. Sachanlagen
Entwicklung des Sachanlagevermögens 2011
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| Grundstücke und Gebäude in T€ |
Technische Anlagen und Maschinen in T€ |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung in T€ |
Anlagen im Bau in T€ |
Gesamt in T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Bestand 01.01.2011 (angepasst) | 59.934 | 52.973 | 20.290 | 5.589 | 138.786 |
| Währungsdifferenzen | 69 | - 9 | 35 | - 28 | 67 |
| Zugänge | 5.992 | 9.593 | 3.006 | 1.577 | 20.168 |
| Abgänge | - 2.411 | - 3.883 | - 2.117 | - | - 8.411 |
| Abgänge aus Unternehmensveräußerungen | - 24 | - 226 | - 175 | - 5 | -430 |
| Umgliederungen | 2.328 | 3.771 | 106 | - 6.205 | - |
| Stand 31.12.2011 | 65.888 | 62.219 | 21.145 | 928 | 150.180 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Bestand 01.01.2011 | 15.897 | 20.678 | 11.549 | - | 48.124 |
| Währungsdifferenzen | 29 | - 97 | 27 | - | - 41 |
| Zugänge | 3.310 | 7.072 | 1.993 | - | 12.375 |
| Abgänge | - 1.461 | - 3.311 | - 1.773 | - | - 6.545 |
| Abgänge aus Unternehmensveräußerungen | - 6 | - 42 | - 16 | - | - 64 |
| Stand 31.12.2011 | 17.769 | 24.300 | 11.780 | - | 53.849 |
| Nettobuchwert 31.12.2011 | 48.119 | 37.919 | 9.365 | 928 | 96.331 |
Entwicklung des Sachanlagevermögens 2011
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| Grundstücke und Gebäude in T€ |
Technische Anlagen und Maschinen in T€ |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung in T€ |
Anlagen im Bau in T€ |
Gesamt in T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Bestand 01.01.2010 | 38.325 | 27.838 | 17.474 | 730 | 84.367 |
| Währungsdifferenzen | 17 | 30 | 329 | - | 376 |
| Zugänge | 38 | 1.971 | 1.404 | 699 | 4.112 |
| Abgänge | - 1.124 | - 1.605 | - 1.798 | - | -4.527 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerben (angepasst) | 22.678 | 24.070 | 2.739 | 4.971 | 54.458 |
| Umgliederungen | - | 669 | 142 | - 811 | - |
| Stand 31.12.2010 (angepasst) | 59.934 | 52.973 | 20.290 | 5.589 | 138.786 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Bestand 01.01.2010 | 15.694 | 20.828 | 11.728 | - | 48.250 |
| Währungsdifferenzen | 10 | 24 | 299 | - | 333 |
| Zugänge | 1.342 | 1.383 | 1.199 | - | 3.924 |
| Abgänge | - 1.149 | - 1.557 | - 1.677 | - | -4.383 |
| Stand 31.12.2010 | 15.897 | 20.678 | 11.549 | - | 48.124 |
| Nettobuchwert 31.12.2010 (angepasst) | 44.037 | 32.295 | 8.741 | 5.589 | 90.662 |
Im Berichtsjahr dienten Gebäude und Maschinen mit einem Buchwert von 7142 T€ (Vorjahr: 6.876 T€) als Sicherheit für die finanzielle Verbindlichkeiten des Konzerns.
12. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
Entwicklung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||
| Stand 01.01. | 861 | 861 |
| Zugänge | - | - |
| Abgänge | - | - |
| Umgliederungen | - | - |
| Stand 31.12. | 861 | 861 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||
| Stand 01.01. | 245 | 221 |
| Zugänge | 24 | 24 |
| Abgänge | - | - |
| Umgliederungen | - | - |
| Stand 31.12. | 269 | 245 |
| Nettobuchwert 31.12. | 592 | 616 |
Die in dieser Position ausgewiesenen Immobilien waren in den Jahren 2011 und 2010 vermietet. Die erzielten Mieterträge und die direkten operativen Aufwendungen belaufen sich unverändert auf 51 T€ beziehungsweise 26 T€. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Berichtsjahr und im Vorjahr nicht vorzunehmen.
Der Marktwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien zum 31. Dezember 2011 beläuft sich auf 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €). Er wurde auf Basis eigener Berechnungen unter Verwendung der erwarteten abgezinsten Einnahmeüberschüsse während der geschätzten Restnutzungsdauer und eines angemessenen Zinssatzes ermittelt.
13. Anteile an assoziierten Unternehmen
Seit dem Jahr 2010 hält Pfeiffer Vacuum insgesamt 24,9 % der Anteile an der Dreebit GmbH, Dresden. Die Gesellschaft ist im Bereich des Service von Vakuumpumpen und -systemen tätig und betreibt darüber hinaus eine Entwicklung im Bereich der Medizintechnik.
Zum 31. Dezember 2011 beträgt das anteilige Eigenkapital der Dreebit GmbH 1.950 T€ (Vorjahr: 2.150 T€) und setzt sich aus Vermögenswerten von 2.258 T€ und Schulden von 308 T€ (Vorjahr: 2.487 T€ beziehungsweise 337 T€) zusammen. Bei anteiligen Umsatzerlösen von 764 T€ (Vorjahr: 502 T€) erwirtschafte die Dreebit auch im Jahr 2011 ein ausgeglichenes Ergebnis. In den Finanzaufwendungen des Pfeiffer Vacuum Konzerns sind 200 T€ (Vorjahr: 350 T€) aus Wertminderungsaufwendungen enthalten.
14. Sonstige langfristige Vermögenswerte
In den Sonstigen langfristigen Vermögenswerten werden unter anderem von einer adixen Gesellschaft hinterlegte Kautionen (1.380 T€, Vorjahr: 1.450 T€) und der langfristige Teil der Steuererstattungsansprüche aus Körperschaftsteuerminderung (610 T€, Vorjahr: 716 T€) ausgewiesen.
15. Vorräte
Zusammensetzung der Vorräte
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 33.501 | 40.982 |
| Unfertige Erzeugnisse | 17.383 | 13.904 |
| Fertigerzeugnisse | 40.279 | 47.468 |
| Wertberichtigungen | - 6.222 | -4.059 |
| Vorräte, netto | 84.941 | 98.295 |
Stand: 31.12.; Vorjahr angepasst
Der Materialaufwand des Jahres 2011 beläuft sich auf 231,3 Mio. € (Vorjahr: 84,6 Mio. €) und ist in den Herstellungskosten ausgewiesen.
Entwicklung der Wertberichtigungen auf Vorräte
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Bestand 01.01. | 4.059 | 3.798 |
| Währungsdifferenzen | 23 | 49 |
| Zuführungen | 2.451 | 603 |
| Verbrauch | - 311 | - 391 |
| Bestand 31.12. | 6.222 | 4.059 |
16. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Gesellschaft vergibt im Rahmen ihres normalen Geschäfts Lieferkredite an ein breites Spektrum von Kunden. Sie prüft regelmäßig deren Kreditwürdigkeit und bucht Wertberichtigungen, um ermittelte Risiken abzudecken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Zusammensetzung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 62.291 | 86.969 |
| Wertberichtigungen | - 873 | - 577 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto | 61.418 | 86.392 |
Stand: 31.12.; Vorjahr angepasst
Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Bestand 01.01. | 577 | 610 |
| Währungsdifferenzen | 5 | 15 |
| Zuführungen | 564 | 176 |
| Verbrauch | - 273 | - 224 |
| Bestand 31.12. | 873 | 577 |
Zusammensetzung der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
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| Davon: weder wertberichtigt noch überfällig | Davon: nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig | Davon: nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert in T€ |
in T€ | < 30 Tage in T€ |
30-60 Tage in T€ |
61-90 Tage in T€ |
91-180 Tage in T€ |
181-360 Tage in T€ |
> 360 Tage in T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2011 | 61.418 | 48.344 | 8.353 | 1.756 | 418 | 1.404 | 137 | 70 |
| 2010 | 86.392 | 72.328 | 8.062 | 2.582 | 793 | 1.006 | 586 | 142 |
Stand: 31.12.; Vorjahr angepasst
Im Jahr 2011 wurden insgesamt 84 T€ für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aufgewendet (Vorjahr: 9 T€). Aus dem Eingang auf ausgebuchte Forderungen wurden Erträge in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 24 T€) erzielt.
17. Sonstige Forderungen
Zum 31. Dezember 2011 werden hier 12.789 T€ (Vorjahr: 15.343 T€, angepasst) ausgewiesen. Wie im Vorjahr ist diese Position im Wesentlichen bedingt durch Aufwandszuschüsse (5.021 T€) und aktivierte Umsatzsteuererstattungsansprüche (2.460 T€). Im Vorjahr wurden hier zusätzlich im Rahmen der Kaufpreisallokation aktivierte Ansprüche gezeigt.
18. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthält die Guthaben bei Kreditinstituten und den Kassenbestand. Daneben erfasst die Gesellschaft Festgeldguthaben mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten in dieser Position. Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht dem Buchwert.
19. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage
Das gezeichnete Kapital der Pfeiffer Vacuum Technology AG (Konzernmuttergesellschaft) zum 31. Dezember 2011 besteht im Vergleich zum Vorjahr unverändert aus 9.867.659 ausgegebenen und im Umlauf befindlichen nennwertlosen Stückaktien. Während des Jahres 2010 wurde das gezeichnete Kapital um 2.296 T€ erhöht. Insgesamt wurden dabei 897059 neue Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2,56 € je Aktie ausgegeben.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 ist der Vorstand ermächtigt, das gezeichnete Kapital um 12.631 T€ oder 4.933.829 Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Diese Ermächtigung gilt bis zum 25. Mai 2016 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats. Das genehmigte Kapital zum 31. Dezember 2010 betrug 9.186 T€.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2009 ist der Vorstand ermächtigt, Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000 T€ mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren zu begeben und den Inhabern Wandlungsrechte auf bis zu 2.242.650 Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 5.741 T€ zu gewähren. Diese Ermächtigung gilt bis zum 23. Mai 2014 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats.
Die zum 31. Dezember 2010 ausgewiesene Kapitalrücklage in Höhe von T€ 98.862 wurde im Berichtsjahr im Zusammenhang mit dem Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss um 715 T€ vermindert. Die Veränderungen im Geschäftsjahr 2010 resultieren aus dem Agio aus der Kapitalerhöhung um 71.711 T€ (897059 Aktien; 79,94 je Aktie €) und der Veräußerung der eigenen Aktien um 14.722 T€ (siehe dazu Anmerkung 22). Entsprechend den IFRS-Vorgaben wurden die Kosten der Kapitalerhöhung (brutto 1.000 T€, netto 712 T€) unmittelbar in der Veränderung der Kapitalrücklage in Abzug gebracht. Darüber hinaus wurden der Kapitalrücklage im Vorjahr 164 T€ aus dem Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss belastet.
20. Gezahlte und vorgeschlagene Dividenden
Auf der Hauptversammlung am 26. Mai 2011 wurde eine Dividende von 2,90 € je Aktie beschlossen (Hauptversammlung am 20. Mai 2010: 2,45 € je Aktie). Die daraufhin erfolgte Ausschüttung im Jahr 2011 belief sich auf insgesamt 28.616 T€ (Vorjahr: 20.860 T€).
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft werden der Hauptversammlung vorschlagen, die Aktionäre am Erfolg des Unternehmens in Form einer Dividende von 3,15 € je Aktie zu beteiligen. Dieser Vorschlag steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Hauptversammlung. Die sich danach ergebende Auszahlung in Höhe von 31.083 T€ ist zum 31. Dezember 2011 aufgrund der Zustimmungserfordernis durch die Hauptversammlung nicht als Verbindlichkeit erfasst.
21. Sonstige Eigenkapitalbestandteile
Die Sonstigen Eigenkapitalbestandteile setzen sich grundsätzlich aus den unrealisierten Gewinnen/Verlusten aus Kurssicherungsgeschäften, den Währungsumrechnungsdifferenzen und den Gewinnen/Verlusten aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen zum beizulegenden Zeitwert zusammen.
Entwicklung der Sonstigen Eigenkapitalbestandteile
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| Unrealisierte Gewinne/Verluste Kurssicherung in T€ |
Unterschiede aus Währungs- umrechnung in T€ |
Bewertung zur Veräußerung verfügbarer Finanzinvestitionen in T€ |
Gesamt in T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Bestand 01.01. 2010 | - | - 4.350 | 1.293 | - 3.057 |
| Ergebnisneutrale Nettoänderung Cash-Flow Hedges (nach Steuern) | 28 | - | - | 28 |
| Veränderung Währungsumrechnung | - | 2.162 | - | 2.162 |
| Nettoveränderung aus der Bewertung langfristiger Wertpapiere mit dem beizulegenden Zeitwert (nach Steuern) | - | - | - 1.293 | - 1.293 |
| Bestand 31.12.2010 | 28 | - 2.188 | - | - 2.160 |
| Ergebnisneutrale Nettoänderung Cash-Flow Hedges (nach Steuern) | - 347 | - | - | - 347 |
| Veränderung Währungsumrechnung | - | 1.000 | - | 1.000 |
| Bestand 31.12.2011 | -319 | - 1.188 | - | - 1.507 |
Auf Grund der Laufzeit aller Cash-Flow-Hedges von unter einem Jahr werden die ausgewiesenen Jahresendbestände jeweils im Folgejahr erfolgswirksam. Die neuen Jahresendbestände resultieren aus Veränderungen des jeweiligen Jahres und somit nicht aus Vorjahren.
Steuereffekte auf das direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnis
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| 2011 | 2010 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttobetrag in T€ |
Steuereffekt in T€ |
Nettobetrag in T€ |
Bruttobetrag in T€ |
Steuereffekt in T€ |
Nettobetrag in T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Cash-Flow-Hedges | - 508 | 161 | - 347 | 40 | - 12 | 28 |
| Währungsumrechnung | 1.007 | - | 1.007 | 2.225 | - | 2.225 |
| Ergebnisneutrale Bewertung Wertpapiere | - | - | - | - 1.293 | - | - 1.293 |
| Gesamtes direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis | 499 | 161 | 660 | 972 | - 12 | 960 |
22. Eigene Aktien
Auf der Hauptversammlung am 20. Mai 2010 haben die Aktionäre Pfeiffer Vacuum zum Rückkauf eigener Aktien entsprechend § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt. Diese Ermächtigung erstreckt sich auf einen Rückkauf eines anteiligen Betrags vom Grundkapital von bis zu 2.296.473,60 € (897.060 Aktien entsprechend 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung) und ist gültig bis zum 19. Mai 2015.
Nach der Veräußerung der eigenen Aktien im Jahr 2010 befinden sich weder zum 31. Dezember 2011 noch zum 31. Dezember 2010 eigene Anteile im Bestand der Gesellschaft oder des Konzerns.
23. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Im Zusammenhang mit dem Erwerb der adixen Gesellschaften wurde zum 31. Dezember 2010 ein langfristiges Bankdarlehen mit einem Nettomittelzufluss von 670 Mio. € aufgenommen. Dieses Darlehen ist variabel verzinslich auf Basis des Euribor zuzüglich einer Marge und hat eine Laufzeit bis zum 3. November 2015. Die Zinsabrechnung erfolgt quartalsweise. Im Geschäftsjahr 2011 wurden erstmalig Zinsaufwendungen von 1,7 Mio. € erfasst. Unter Berücksichtigung der über die Darlehenslaufzeit zu erfassenden Kreditkosten beträgt der Bilanzausweis zum 31. Dezember 2011 insgesamt 68,3 Mio. € (Vorjahr: 68,1 Mio. €). Garanten des Kreditvertrags sind die Pfeiffer Vacuum Technology AG, die Pfeiffer Vacuum GmbH, die Trinos Vakuum-Systeme GmbH und die adixen Vacuum Products SAS. Im Kreditvertrag hat sich der Konzern zur Einhaltung einer festgelegten Finanzkennzahl verpflichtet. Diese Kennzahl wurde im Jahr 2011 eingehalten. Weitere langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 3,0 Mio. € (Vorjahr: 7,1 Mio. €) resultieren aus der externen Finanzierung einiger adixen Gesellschaften. Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2011 langfristige finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €).
Dem Pfeiffer Vacuum Konzern stehen Kreditlinien in Höhe von 177 Mio. € (Vorjahr: 173 Mio. €) für operative Zwecke zur Verfügung.
24. Steuern vom Einkommen und Ertrag
Den deutschen Steuergesetzen entsprechend setzt sich die Einkommensteuer für die deutschen Gesellschaften aus Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag zusammen.
Die Ermittlung des Steueraufwandes basiert auf folgenden Gewinnen vor Steuern
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Deutschland | 49.913 | 45.996 |
| Ausland | 9.586 | 8.532 |
| Gesamt | 59.499 | 54.528 |
Zusammensetzung des Steueraufwands
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Laufende Steuern | ||
| Deutschland | 15.085 | 17.042 |
| Ausland | 8.001 | 2.944 |
| 23.086 | 19.986 | |
| Latente Steuern | ||
| Deutschland | - 100 | - 3.714 |
| Ausland | - 5.055 | - 73 |
| - 5.155 | - 3.787 | |
| Steueraufwand | 17.931 | 16.199 |
Der laufende Steueraufwand des Jahres 2011 entfällt mit 22.758 T€ auf das im Jahr 2011 erwirtschaftete Ergebnis (2010: 19.966 T€). Darüber hinaus sind in dieser Position Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von 328 T€ enthalten (Vorjahr: Steuernachzahlungen von 20 T€).
Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 59.499 | 54.528 |
| Erwarteter Steueraufwand bei Anwendung eines Steuersatzes von 28,81 % | 17.142 | 15.710 |
| Nicht steuerbare Erträge | - 1.433 | - 34 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 1.992 | 179 |
| Höhere/niedrigere ausländische Steuersätze | 722 | 311 |
| Steueraufwand für Vorjahre | 328 | 20 |
| Effekte im Zusammenhang mit Dividendenzahlungen | 32 | 48 |
| Steuerfreie Erträge im Zusammenhang mit Wertpapier-Veräußerungsgewinnen | - | - 533 |
| Sonstiges | - 852 | 498 |
| Steueraufwand | 17.931 | 16.199 |
Nach 29,7 % im Vorjahr beläuft sich die Steuerquote des Konzerns im Jahr 2011 auf 30,1 %. Die Änderungen resultieren überwiegend aus dem Steuersatzgefälle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.
Die latenten Steuern entfallen auf folgende Bilanzpositionen
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Pensionen | 4.699 | 4.313 |
| Vorräte | 4.170 | 3.834 |
| Personalrückstellungen und sonstige Rückstellungen | 2.974 | 2.565 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 505 | 491 |
| Derivate | 424 | - |
| Immaterielle Vermögenswerte | 422 | 173 |
| Sachanlagen | 344 | 295 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 256 | 299 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (einschl. Wertberichtigungen) | 107 | 152 |
| Sonstiges | 952 | 508 |
| Summe aktive latente Steuern | 14.853 | 12.630 |
| Passive latente Steuern | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | - 12.335 | - 15.132 |
| Sachanlagen | - 7.648 | - 7.539 |
| Forderungen (einschl. Wertberichtigungen) | - 676 | - 87 |
| Steuerbegünstigte Rücklagen einer schwedischen Konzerngesellschaft | - 290 | - 332 |
| Vorräte | - 177 | - 1.140 |
| Personalrückstellungen und sonstige Rückstellungen | - 77 | - 58 |
| Sonstiges | - 29 | - 34 |
| Summe passive latente Steuern | - 21.232 | - 24.322 |
| Gesamtbetrag latente Steuern, netto | - 6.379 | - 11.692 |
Stand: 31.12.; Vorjahr angepasst
Ausgewiesene Beträge in der Bilanz
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 10.177 | 8.744 |
| Passive latente Steuern | - 16.556 | - 20.436 |
| Gesamtbetrag latente Steuern, netto | - 6.379 | - 11.692 |
Stand: 31.12.; Vorjahr angepasst
Ausgewiesene latente Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | - 2.961 | 76 |
| Vorräte | - 1.249 | - 454 |
| Pensionen | - 375 | 190 |
| Personalrückstellungen und sonstige Rückstellungen | - 348 | 97 |
| Derivate | - 275 | - |
| Steuerbegünstigte Rücklagen einer schwedischen Konzerngesellschaft | -44 | -40 |
| Forderungen (einschl. Wertberichtigungen) | 636 | - 3.858 |
| Sachanlagen | 64 | 255 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 43 | - 299 |
| Sonstiges | - 646 | 246 |
| Summe latente Steuern (Ertrag) | - 5.155 | - 3.787 |
Zum 31. Dezember 2011 enthält der von der Gesellschaft ausgewiesene Bestand an aktiven latenten Steuern ergebnisneutral gebildete latente Steuern von 64 T€ (2010: 12 T€). Der ausgewiesene Bestand an passiven latenten Steuern enthält - 85 T€ ergebnisneutral gebildeten latenten Steuern (Vorjahr: keine). Der Betrag entfällt jeweils ausschließlich auf unrealisierte Gewinne/Verluste aus Kurssicherungsgeschäften.
Es wurden keine Steuerrückstellungen für eine eventuell anfallende Quellensteuer auf zukünftige Ausschüttungen der ausländischen Tochtergesellschaften gebildet. Der Bilanzgewinn dieser Gesellschaften steht für das operative Geschäft zur Verfügung und wird erst steuerbar, wenn er in Form einer Dividende ausgezahlt wird. Dem derzeitigen deutschen Recht entsprechend sind Dividendenausschüttungen von in- und ausländischen Kapitalgesellschaften zu 95 % steuerfrei. Lediglich 5 % der Dividende sind als nicht abzugsfähige Aufwendungen bei der Steuerrechnung zu berücksichtigen. Die Geschäftsleitung erwartet hieraus in Deutschland keine wesentlichen zusätzlichen Steuerbelastungen.
25. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Leistungsorientierte Pensionspläne
Im Zusammenhang mit dem Erwerb der adixen Gesellschaften wurden zum 31. Dezember 2010 Pensionsverpflichtungen in Höhe von 4,7 Mio. € (angepasst) übernommen.
Zusammensetzung des Nettopensionsaufwands
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Dienstzeitabhängiger Aufwand | 1.783 | 1.268 |
| Zinsabhängiger Aufwand | 2.832 | 2.672 |
| Erwarteter Vermögensertrag | - 1.594 | - 1.838 |
| Amortisationsbeträge | 116 | 42 |
| Erträge aus Plankürzungen/-schließungen | - | - 204 |
| Nettopensionsaufwand | 3.137 | 1.940 |
Der Nettopensionsaufwand wurde verursachungsgerecht den Funktionsbereichen zugeordnet.
Zusammensetzung der in der Bilanz ausgewiesenen Nettoverpflichtung
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Barwert der fondsgedeckten Pensionsanwartschaften | - 53.157 | - 51.487 |
| Barwert der nicht fondsgedeckten Pensionsanwartschaften | - 7.027 | - 6.042 |
| Barwert der Pensionsanwartschaften | - 60.184 | - 57.139 |
| Zeitwert des Planvermögens | 44.736 | 45.569 |
| Barwert der Nettoverpflichtung | - 15.448 | - 11.570 |
| Noch nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 8.400 | 5.953 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 48 | 68 |
| In der Bilanz erfasste Nettoverpflichtung | - 7.000 | - 5.549 |
| Davon: Vorauszahlungen Pensions-Fonds | 354 | 554 |
| Davon: Pensionsrückstellungen | - 7.354 | - 6.103 |
Stand: 31.12.; Vorjahr angepasst
Entwicklung der Pensionsanwartschaften
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Barwert der Pensionsanwartschaften am 01.01. | 57.139 | 48.579 |
| Dienstzeitabhängiger Aufwand | 1.783 | 1.268 |
| Zinsabhängiger Aufwand | 2.832 | 2.672 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn/ Verlust | - 207 | 2.339 |
| Pensionszahlungen | - 2.619 | - 2.234 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 1.048 | - |
| Plankürzungen/-schließungen | - | - 429 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerben | - | 4.698 |
| Währungsdifferenzen | 208 | 246 |
| Barwert der Pensionsanwartschaften am 31.12. | 60.184 | 57.139 |
Vorjahr angepasst
Entwicklung des Planvermögens
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Zeitwert des Planvermögens am 01.01. | 45.569 | 44.244 |
| Erwarteter Vermögensertrag | 1.594 | 1.838 |
| Beitrag der Gesellschaft | 2.368 | 2.180 |
| Pensionszahlungen | - 2.231 | - 2.234 |
| Versicherungsmathematischer Verlust | - 2.668 | - 437 |
| Plankürzungen/-schließungen | - | - 225 |
| Währungsdifferenzen | 104 | 203 |
| Zeitwert des Planvermögens am 31.12. | 44.736 | 45.569 |
Die Gesellschaft erwartet, dass sich die Zuführungen zum Fondsvermögen im Jahr 2012 etwa auf 2,8 Mio. € belaufen werden.
Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen betrugen im Geschäftsjahr - 1.074 T€ (Vorjahr: 1.401 T€).
Versicherungsmathematische Ansätze
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| 2011 in % |
2010 in % |
|
|---|---|---|
| Deutschland | ||
| Abzinsungsfaktor | 5,50 | 5,30 |
| Langfristige Entgeltsteigerungen | 2,75 | 2,75 |
| Erwartete langfristige Verzinsung angelegter Mittel | 3,50 | 3,50 |
| USA | ||
| Abzinsungsfaktor | 5,50 | 5,50 |
| Langfristige Entgeltsteigerungen | 3,00 | 3,00 |
| Erwartete langfristige Verzinsung angelegter Mittel | 7,00 | 7,00 |
| Frankreich, Korea | ||
| Abzinsungsfaktor | 4,50-6,30 | 4,75-6,30 |
| Langfristige Entgeltsteigerungen | 3,00-6,00 | 2,56-6,00 |
Stand: 31.12.
Zusammensetzung des Planvermögens
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| 2011 | 2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | in % | in T€ | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapitaltitel | 5.610 | 12,5 | 9.032 | 19,8 |
| Fremdkapitaltitel | 30.957 | 69,3 | 33.326 | 73,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7.345 | 16,4 | 2.285 | 5,0 |
| Sonstiges | 824 | 1,8 | 926 | 2,0 |
| Gesamt | 44.736 | 100,0 | 45.569 | 100,0 |
Stand: 31.12.
Im Fondsvermögen befinden sich keine eigenen Finanzinstrumente oder sonstigen Vermögenswerte des Unternehmens.
Mehrjahresvergleich der Pensionsanwartschaften und des Planvermögens 2007-2011
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
2009 in T€ |
2008 in T€ |
2007 in T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der erdienten Pensionsanwartschaften | 60.184 | 57.139 | 48.579 | 46.873 | 45.784 |
| Planvermögen | 44.736 | 45.569 | 44.244 | 42.962 | 47.584 |
| Über-/Unterdeckung | - 15.448 | - 11.570 | - 4.335 | - 3.911 | 1.800 |
| Erfahrungsbedingte Anpassung der Planschulden | - 207 | 2.339 | - 142 | 358 | - 5.531 |
| Erfahrungsbedingte Anpassung des Planvermögens | - 2.668 | - 437 | - 1.010 | - 5.173 | - 567 |
Stand: 31.12.; Vorjahr angepasst
Beitragsorientierte Pensionspläne
Mitarbeiter der Gesellschaft in einigen anderen Ländern erhalten Zuschüsse zu Beiträgen an Altersversorgungseinrichtungen. Allgemein basieren die Zuschüsse der Gesellschaft auf einem Prozentsatz des Lohns/Gehalts. Die Kosten für diese Zuschüsse betrugen 9.158 T€ für 2011 und 3.771 T€ für 2010.
26. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
27. Sonstige Verbindlichkeiten
Die Sonstigen Verbindlichkeiten (24.844 T€ zum 31. Dezember 2011, 27.860 T€ im Vorjahr, angepasst) bestehen im Wesentlichen aus Lohn- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Sozialabgaben und gesetzlich vorgegebenen Gewinnbeteiligungsprogrammen, sind unverzinslich und grundsätzlich innerhalb eines Jahres fällig.
28. Rückstellungen
Zusammensetzung der Rückstellungen
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Gewährleistungsrückstellungen | 16.075 | 13.894 |
| Personalrückstellungen | 10.630 | 9.686 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.705 | 2.587 |
| Gesamt | 28.410 | 26.167 |
Stand: 31.12.; Vorjahr angepasst
Die Gewährleistungsrückstellungen enthalten die erwarteten Beträge für Inanspruchnahmen aus Produktgewährleistungen. Sie werden zum Bilanzstichtag für realisierte Umsätze gebildet und basieren auf den Einschätzungen und Erfahrungswerten der Unternehmensleitung.
Die Rückstellungen für Personalaufwendungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Gewinnbeteiligungen, Tantiemen und Jubiläumszuwendungen.
Entwicklung der Rückstellungen
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| Gewährleistungen in T€ |
Personal in T€ |
Sonstiga in T€ |
Gesamt in T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Bestand 01.01.2011, angepasst | 13.894 | 9.686 | 2.587 | 26.167 |
| Währungsdifferenzen | 48 | 58 | 14 | 120 |
| Zuführungen | 11.661 | 11.803 | 1.636 | 25.100 |
| Verbrauch | - 7.918 | - 9.205 | - 2.152 | - 19.275 |
| Auflösung | - 1.610 | - 1.589 | - 370 | - 3.569 |
| Abgänge aus Unternehmensveräußerung | - | - 123 | - 10 | - 133 |
| Bestand 31.12.2011 | 16.075 | 10.630 | 1.705 | 28.410 |
29. Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten die innerhalb eines Jahres fälligen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 4,9 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €) und die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen (unverändert 0,2 Mio. €).
30. Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Von der Gesellschaft wurden Miet-/Leasingverträge und Wartungsverträge abgeschlossen, die zu unterschiedlichen Terminen enden und teilweise verlängerbar sind. Die nachfolgenden Tabellen zeigen den nach Laufzeit gegliederten maximalen Wert der vertraglichen Verpflichtungen jeweils zum Jahresende.
Vertragliche Verpflichtungen per 31. Dezember 2011
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| Zahlungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Total in T€ |
< 1 Jahr in T€ |
1-3 Jahre in T€ |
3-5 Jahre in T€ |
> 5 Jahre in T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mieten und Leasing | 9.840 | 3.599 | 4.081 | 1.554 | 606 |
| Verbindliche Abnahmeverpflichtungen | 8.976 | 6.628 | 2.348 | - | - |
| Wartung und Reparatur | 1.242 | 617 | 406 | 118 | 101 |
| Gesamt | 20.058 | 10.844 | 6.835 | 1.672 | 707 |
Vertragliche Verpflichtungen per 31. Dezember 2010
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| Zahlungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Total in T€ |
< 1 Jahr in T€ |
1-3 Jahre in T€ |
3-5 Jahre in T€ |
> 5 Jahre in T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mieten und Leasing | 8.566 | 3.191 | 3.312 | 1.375 | 688 |
| Verbindliche Abnahmeverpflichtungen | 10.311 | 7.673 | 2.638 | - | - |
| Wartung und Reparatur | 937 | 552 | 288 | 87 | 10 |
| Gesamt | 19.814 | 11.416 | 6.238 | 1.462 | 698 |
Die verbindlichen Abnahmeverpflichtungen enthalten langfristige Vereinbarungen über zukünftige Materiallieferungen. Die Miet- und Leasingaufwendungen betrugen 3,3 Mio. € im Jahr 2011 und 1,3 Mio. € im Jahr 2010.
31. Segmentberichterstattung
Das Geschäftsfeld der Gesellschaft erstreckt sich auf die Entwicklung, die Produktion, den Verkauf und die Wartung von Vakuumpumpen, Vakuummess- und Analysegeräten sowie Vakuumsystemen. Die Tochtergesellschaften in den einzelnen Ländern sind rechtlich selbstständig, haben eigene Geschäftsleitungen und sind für Vertrieb und Service zuständig. Das gesamte Produktportfolio wird in allen Vertriebsgesellschaften angeboten.
Die Steuerung und die Überwachung der Geschäftsentwicklung durch die Geschäftsleitung im Konzern erfolgen auf Ebene der einzelnen Gesellschaften. Die Segmentberichterstattung ist daher gesellschaftsbezogen. Aufgrund der gleichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, des gleichen Produktportfolios, gleicher Absatzmärkte und gleicher Vertriebswege werden die Tochtergesellschaften in Europa und Asien grundsätzlich zu jeweils einem Segment "Europa (ohne Deutschland und Frankreich)" beziehungsweise Asien (ohne Südkorea) zusammengefasst. Davon abweichend wurden die Gesellschaften in Frankreich und Südkorea als jeweils eigenes Segment dargestellt. Ursächlich hierfür waren die abweichenden Funktionen der französischen Einheiten mit Forschung, Entwicklung und Produktion beziehungsweise die Produktionsfunktion der südkoreanischen Einheiten. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Entwicklung der Umsatz- und Ergebniszahlen sowie die Darstellung der Abschreibungen und Investitionen im Jahr 2010 noch nicht durch den Erwerb von adixen beeinflusst waren. Unverändert werden alle Angaben nach Maßgabe des Sitzlandes der betreffenden Konzerngesellschaften berücksichtigt.
Bei Transaktionen zwischen den Segmenten wird der Fremdvergleichsgrundsatz angewendet. Das interne Berichtswesen, das der Darstellung zugrunde liegt, basiert auf den IFRS. Die angegebenen Segmentwerte für die Umsatzerlöse und das Segmentergebnis enthalten zunächst auch die Auswirkungen aus konzerninternen Transaktionen; diese werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2011
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| Deutsch- land in T€ |
Frank- reich in T€ |
Europa (ohne D und F) in T€ |
USA in T€ |
Südkorea in T€ |
Asien (ohne Südkorea) in T€ |
Sonstiges/ Konsoli- dierung in T€ |
Gesamt in T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 226.695 | 222.053 | 66.682 | 98.085 | 100.864 | 60.255 | - 255.125 | 519.509 |
| Davon mit Dritten | 146.027 | 82.082 | 60.950 | 96.272 | 85.735 | 48.443 | - | 519.509 |
| Davon konzernintern | 80.668 | 139.971 | 5.732 | 1.813 | 15.129 | 11.812 | - 255.125 | - |
| Betriebsergebnis | 48.863 | 10.075 | 2.746 | 4.134 | - 3.776 | - 115 | - 150 | 61.777 |
| Finanzergebnis | - | - | - | - | - | - | - 2.278 | - 2.278 |
| Ergebnis vor Steuern | 48.863 | 10.075 | 2.746 | 4.134 | - 3.776 | - 115 | - 2.428 | 59.499 |
| Segmentvermögen | 140.916 | 158.675 | 29.515 | 47.016 | 56.649 | 44.077 | - | 476.848 |
| Davon Vermögenswerte nach IFRS 8.33 (b)1 | 56.005 | 87.334 | 5.296 | 10.801 | 21.525 | 13.533 | - | 194.494 |
| Segmentschulden | 91.578 | 65.895 | 8.685 | 5.669 | 17.429 | 6.475 | - | 195.731 |
| Investitionen in: | ||||||||
| Sachanlagen1 | 3.450 | 10.007 | 602 | 527 | 3.790 | 1.792 | - | 20.168 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 150 | 296 | 105 | 15 | - | 32 | - | 598 |
| Abschreibungen auf: | ||||||||
| Sachanlagen2 | 3.952 | 6.066 | 555 | 247 | 850 | 729 | - | 12.399 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 510 | 4.953 | 317 | 968 | 1.023 | 1.412 | - | 9.183 |
1 langfristige Vermögenswerte ohne Finanzinstrumente, latente Steuern und Vorauszahlungen Pensions-Fonds
2 einschließlich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2010
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| Deutsch- land in T€ |
Frank- reich in T€ |
Europa (ohne D und F) in T€ |
USA in T€ |
Südkorea in T€ |
Asien (ohne Südkorea) in T€ |
Sonstiges/ Konsoli- dierung in T€ |
Gesamt in T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 189.646 | 6.030 | 40.472 | 53.156 | 5.490 | 3.788 | - 78.107 | 220.475 |
| Davon mit Dritten | 113.444 | 6.030 | 40.365 | 53.041 | 5.158 | 2.437 | - | 220.475 |
| Davon konzernintern | 76.202 | - | 107 | 115 | 332 | 1.351 | - 78.107 | - |
| Betriebsergebnis | 44.231 | 480 | 2.248 | 3.853 | 910 | 984 | 204 | 52.910 |
| Finanzergebnis | - | - | - | - | - | - | 1.618 | 1.618 |
| Ergebnis vor Steuern | 44.231 | 480 | 2.248 | 3.853 | 910 | 984 | 1.822 | 54.528 |
| Segmentvermögen | 141.719 | 163.801 | 34.031 | 48.065 | 62.880 | 48.410 | - | 498.906 |
| Davon Vermögenswerte nach IFRS 8.33 (b)1 | 57.169 | 88.299 | 9.536 | 11.394 | 20.315 | 14.112 | - | 200.825 |
| Segmentschulden | 98.505 | 85.794 | 8.904 | 5.959 | 21.344 | 9.058 | - | 229.564 |
| Investitionen in: | ||||||||
| Sachanlagen1 | 3.407 | 46 | 329 | 20 | 41 | 269 | - | 4.112 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 278 | - | 24 | 73 | - | 402 | - | 777 |
| Abschreibungen auf: | ||||||||
| Sachanlagen2 | 3.616 | 19 | 183 | 46 | 31 | 53 | - | 3.948 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 196 | - | 7 | 68 | - | 25 | - | 296 |
1 langfristige Vermögenswerte ohne Finanzinstrumente, latente Steuern und Vorauszahlungen Pensions-Fonds
2 einschließlich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
Im Segment "Sonstiges" werden neben den direkt zuordenbaren Vermögenswerten zusätzlich alle nicht zuordenbaren Vermögenswerte (zum Beispiel Wertpapiere) ausgewiesen. Im Finanzergebnis des Segments "Sonstiges" werden die Wertminderungsaufwendungen des Jahres 2011 in Höhe von 200 T€ ausgewiesen (Vorjahr: 350 T€).
Umsatzerlöse nach Produktgruppen
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| Vorpumpen in T€ |
Turbo- pumpen in T€ |
Mess-/ Analysegeräte, Komponenten in T€ |
Service in T€ |
Systeme in T€ |
Alle Geschäfts- bereiche in T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011 | 182.941 | 144.337 | 111.335 | 72.487 | 8.409 | 519.509 |
| 2010 | 28.654 | 92.378 | 69.155 | 23.146 | 7.142 | 220.475 |
32. Finanzinstrumente
Beizulegender Zeitwert
Der Buchwert der Finanzinstrumente (zum Beispiel liquide Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten) entspricht grundsätzlich deren beizulegenden Zeitwerten ("Fair value").
Zinsänderungsrisiken
Der verzinslich angelegte Bestand an liquiden Mitteln zieht Zinsänderungsrisiken nach sich. Alle Anlageformen sind variabel verzinslich und kurzfristig investiert. Über die genannten Anlagen hinausgehende Finanzinstrumente, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, bestehen im Pfeiffer Vacuum Konzern nicht.
Bedingt durch die kurze Anlagedauer bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entspricht der jeweils vereinbarte Guthabenzinssatz dem Marktzins. Selbst bei sehr deutlichen Änderungen des Marktzinssatzes ergeben sich somit keine wesentlichen Auswirkungen auf den beizulegenden Zeitwert dieser Vermögenswerte, da bereits nach kurzer Zeit eine Zinssatzanpassung vorgenommen werden kann.
Zum 31. Dezember 2011 bestehen wie im Vorjahr keine weiteren zinsreagiblen Vermögenswerte. Bedingt durch den Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2010 hätte eine hypothetische Erhöhung (Verminderung) des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte eine Erhöhung (Verminderung) des Ergebnisses um 542 T€ zur Folge (Vorjahr: Erhöhung/Verminderung um 425 T€). Bedingt durch den zum 31. Dezember 2011 ausgewiesenen Bestand an finanziellen Verbindlichkeiten hätte eine Erhöhung (Verminderung) des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte eine Verminderung (Erhöhung) des Ergebnisses um 381 T€ zur Folge (Vorjahr: Erhöhung/ Verminderung um 393 T€).
Ausfallrisiken
Im Konzern bestehen aufgrund der heterogenen Kundenstruktur und der Tatsache, dass mit keinem Endkunden mehr als 10 % des Umsatzes erzielt werden, keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen. Durch ein konsequentes Forderungsmanagement und die permanente Analyse des Zahlungsverhaltens unserer Kunden werden Ausfallrisiken weiter minimiert. Darüber hinaus erfolgt bei Neukunden die Lieferung grundsätzlich nur nach erfolgter Bonitätsprüfung, gegen Vorkasse oder Kreditlimit. Insgesamt sind wir damit in der Lage, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Wertberichtigungen auf Forderungen auf einem niedrigen Niveau zu halten. Bei erworbenen Wertpapieren handelt es sich in der Regel um Bank- oder Unternehmensanleihen mit sehr guter Bonität, sodass auch hier das Ausfallrisiko minimal ist. Das maximale Ausfallrisiko besteht grundsätzlich in Höhe der Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert). Zum Jahresende 2011 weist der Konzern jedoch unverändert zum Vorjahr keine Wertpapiere mehr aus.
Liquiditätsrisiken
Aufgrund des überdurchschnittlich hohen Bestands an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind keine Liquiditätsrisiken erkennbar.
Wechselkursrisiken
Etwa 54 % des Konzernumsatzes (Vorjahr: 38 %) werden in ausländischer Währung (nicht Euro, vorwiegend US-Dollar) fakturiert. Die Gesellschaft tätigt Devisentermingeschäfte und -optionen, um ihre zukünftigen Umsätze in Fremdwährung gegen Wechselkursschwankungen abzusichern (Hedging). Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu diesem Zweck erworben.
Bei den als sogenannte "Cash-Flow-Hedges" nach IAS 39 klassifizierten Kontrakten bilanziert Pfeiffer Vacuum die derivativen Finanzinstrumente mit dem Marktwert entweder als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit. Veränderungen des Werts der Cash-Flow-Hedges werden ergebnisneutral unter Berücksichtigung etwaiger Steuereffekte in den Sonstigen Eigenkapitalbestandteilen gebucht. In der Periode, in der das Grundgeschäft ergebniswirksam wird, erfolgt die Umgliederung der bisher ergebnisneutralen Position in die Gewinn- und Verlustrechnung (Wechselkursergebnis). Bei den als Cash-Flow-Hedges klassifizierten Kontrakten wurden in den Jahren 2011 und 2010 keine Beträge aufgrund von Hedging-Ineffektivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Umgliederungen aus den Sonstigen Eigenkapitalbestandteilen in das Ergebnis als Folge von vorzeitig beendeten Cash-Flow-Hedges waren in diesem Zeitraum ebenfalls nicht erforderlich. Sofern sich Derivate im Bestand befinden werden diese zum Ende des Geschäftsjahres unter Verwendung aktueller Terminkurse mit dem Marktwert bewertet. Die zum Ende des Berichtsjahres in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen negativen Marktwerte beliefen sich auf 468 T€. Wegen der ergebnisneutralen Berücksichtigung der Cash-Flow-Hedges resultierte ein Eigenkapitaleffekt von 319 T€ nach Berücksichtigung von Steuern in Höhe von 149 T€. Derivative Finanzinstrumente werden nicht zu spekulativen Zwecken abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2011 und zum 31. Dezember 2010 bestanden keine Kontrakte mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Per 31. Dezember 2011 bestehen Devisenterminkontrakte in Fremdwährung im Gesamtwert von 38,9 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €). Die Gesellschaft prüft die Bonität der Geschäftspartner fortlaufend und tätigt Geschäfte ausschließlich mit etablierten Geschäftsbanken. Wechselkursrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen Pfeiffer Vacuum Finanzinstrumente eingeht. Originäre Finanzinstrumente werden im Pfeiffer Vacuum Konzern zum weitaus überwiegenden Teil in funktionaler Währung begründet. Davon abweichend bestehen Währungsrisiken allein bei den zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen, bei einem Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bei den derivativen Finanzinstrumenten. Sofern die derivativen Finanzinstrumente als Cash-Flow-Hedge klassifiziert werden, wirkt sich eine Änderung des Währungskurses nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern nur im Eigenkapital aus. Ebenfalls nur im Eigenkapital wirken sich währungsbedingte Änderungen der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen aus.
Bei einer Abwertung des Euro um 10 % gegenüber dem für die Erstellung des Konzernabschlusses insbesondere wesentlichen US-Dollar zum 31. Dezember 2011 wären das Konzernergebnis um 78 T€ höher und das Konzerneigenkapital um 1.300 T€ niedriger. Eine Aufwertung des Euro um 10 % zum 31. Dezember 2011 hätte das Konzernergebnis um 643 T€ vermindert und das Konzerneigenkapital um 467 T€ erhöht. Bei einer Abwertung des Euro um 10 % gegenüber den im Konzernabschluss berücksichtigten Währungen zum 31. Dezember 2010 wären das Konzernergebnis um 385 T€ und das Konzerneigenkapital um 346 T€ höher (nahezu ausschließlich bedingt durch den US-Dollar). Eine Aufwertung des Euro um 10 % zum 31. Dezember 2010 hätte das Konzernergebnis um 314 T€ und das Konzerneigenkapital um 420 T€ vermindert (nahezu ausschließlich bedingt durch den US-Dollar). Die Auswirkungen auf das Konzernergebnis resultieren jeweils ausschließlich aus der US-Dollar-Sensitivität.
Zusammensetzung der Finanzinstrumente
Aus den nachfolgenden Übersichten ergeben sich die Zusammensetzung der Finanzinstrumente nach Bilanzpositionen und Bewertungskategorien und der beizulegende Zeitwert (Fair value) sowie die Bewertungsergebnisse nach Bewertungskategorien.
Zusammensetzung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2011
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| Wertansatz nach IAS 39 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungs- kategorie nach IAS 39 in T€ |
Buchwert in T€ |
Fortgeführte Anschaffungs- kosten in T€ |
Fair value erfolgs- neutral in T€ |
Fair value erfolgs- wirksam in T€ |
Fair value in T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente |
LaR | 108.293 | 108.293 | - | - | 108.293 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 61.418 | 61.418 | - | - | 61.418 |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 26.966 | 26.966 | - | - | 26.966 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 76.559 | 76.559 | - | - | 76.559 |
| Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) | n.a. | 468 | - | 468 | - | 468 |
| Derivative Finanzinstrumente (ohne Hedge-Beziehung) | FLHfT | 803 | - | - | 803 | 803 |
| Summen nach Bewertungskategorien: | ||||||
| Loans and Receivables1 (LaR) | 169.711 | 169.711 | - | - | 169.711 | |
| Held-to-Maturity-Investments1 (HtM) | - | - | - | - | - | |
| Financial Assets Available-for-Sale1 (AfS) | - | - | - | - | - | |
| Financial Assets Held for Trading1 (FAHfT) | - | - | - | - | - | |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Cost1 (FLAC) | 103.525 | 103.525 | - | - | 103.525 | |
| Financial Liabilities Held for Trading1 (FLHfT) | 803 | - | 803 | - | 803 |
1 Loans and Receivables = Kredite und Forderungen; Held-to-Maturity-Investments = bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen;Financial Assets Available-for-Sale = zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen; Financial Assets Held for Trading = zu Handelszwecken gehaltene Finanzinvestitionen; Financial Liabilities Measured at Amortized Cost = originäre Verbindlichkeiten; Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) = zu Handelszwecken eingegangene Verbindlichkeiten
Zusammensetzung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2010
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| Wertansatz nach IAS 39 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungs- kategorie nach IAS 39 in T€ |
Buchwert in T€ |
Fortgeführte Anschaffungs- kosten in T€ |
Fair value erfolgsneutral in T€ |
Fair value erfolgswirksam in T€ |
Fair value in T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 84.975 | 84.975 | - | - | 84.975 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, angepasst | LaR | 86.392 | 86.392 | - | - | 86.392 |
| Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) | n.a. | 40 | - | 40 | - | 40 |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, angepasst | FLAC | 53.831 | 53.831 | - | - | 53.831 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 78.657 | 78.657 | - | - | 78.657 |
| Summen nach Bewertungskategorien: | ||||||
| Loans and Receivables1 (LaR), angepasst | 171.367 | 171.367 | - | - | 171.367 | |
| Held-to-Maturity-Investments1 (HtM) | - | - | - | - | - | |
| Financial Assets Available-for-Sale1 (AfS) | - | - | - | - | - | |
| Financial Assets Held for Trading1 (FAHfT) | - | - | - | - | - | |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Cost1 (FLAC), angepasst | 132.488 | 132.488 | - | - | 132.488 |
1 Loans and Receivables = Kredite und Forderungen; Held-to-Maturity-Investments = bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen;Financial Assets Available-for-Sale = zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen; Financial Assets Held for Trading = zu Handelszwecken gehaltene Finanzinvestitionen; Financial Liabilities Measured at Amortized Cost = originäre Verbindlichkeiten
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
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| aus Folgebewertung | Nettoergebnis | Nettoergebnis | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| aus Zinsen/ Dividenden in T€ |
zum Fair value in T€ |
Währungs- umrechnung in T€ |
Wert- berichtigung in T€ |
aus Abgang in T€ |
2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Loans and Receivables1 (LaR) | - | 1.947 | 1.004 | - 564 | - 74 | 2.313 | - 447 |
| Held-to-Maturity-Investments1 (HtM) | - | - | - | - | - | - | - |
| Financial Assets Available-for-Sale1 (AfS) | - | - | - | - | - | - | 2.890 |
| Financial Assets Held for Trading1 (FAHfT) | - | - | - | - | - | - | - |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Cost1 (FLAC) | - 2.714 | - | - | - | - | - 2.714 | - 1.406 |
| Financial Liabilities Held for Trading1 (FLHfT) | - | - 803 | - | - | - | - 803 | - |
1 Loans and Receivables = Kredite und Forderungen; Held-to-Maturity-Investments = bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen;Financial Assets Available-for-Sale = zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen; Financial Assets Held for Trading = zu Handelszwecken gehaltene Finanzinvestitionen; Financial Liabilities Measured at Amortized Cost = originäre Verbindlichkeiten
33. Finanzrisikomanagement
Mit einer Eigenkapitalquote von 59,0 % zum 31. Dezember 2011 verfügt Pfeiffer Vacuum nach wie vor über eine weit überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung. Darüber hinaus beläuft sich der Bestand an liquiden Mitteln per 31. Dezember 2011 auf 108,3 Mio. €. Damit weist der Konzern auch nach der Mittelaufnahme zur Finanzierung der adixen Akquisition und den in diesem Zusammenhang übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2011 keine Nettofinanzverbindlichkeiten aus. Diese Situation gibt dem Konzern den nötigen finanziellen Spielraum, um die adixen Integration mit Erfolg zu finalisieren ohne an die finanziellen Belastungsgrenzen zu stoßen.
Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt kurzfristig und konservativ. Bedingt durch die hohe Eigenkapitalquote und die auch nach der Akquisition überdurchschnittlich gute Liquiditätslage benötigt Pfeiffer Vacuum auch in Zukunft für die Finanzierung der Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen sowie der Dividendenzahlung kein verzinsliches Fremdkapital. Daneben bestehen genügend Liquiditätsreserven, um kurzfristig auf Änderungen der ökonomischen Situation eingehen zu können.
34. Ergebnis je Aktie
Berechnung des Ergebnisses1 je Aktie
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern in T€ | 41.382 | 38.144 |
| Anzahl der Stückaktien (gewichteter Durchschnitt) | 9.867.659 | 8.667.075 |
| Anzahl der Wandlungsrechte | - | - |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien unter Annahme der Wandlung | 9.867.659 | 8.667.075 |
| Ergebnis pro Stückaktie in € (unverwässert/verwässert) | 4,19 | 4,40 |
1 Auf Aktionäre der Pfeiffer Vacuum Technology AG entfallendes Ergebnis
In der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien oder ausgegebenen Stammaktien stattgefunden.
Sonstige Angaben
35. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen sind insbesondere alle Geschäftsvorfälle mit den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Zur Erläuterung des Volumens dieser Geschäftsvorfälle verweisen wir auf die Darstellung der Umsatzerlöse in der Segmentberichterstattung (Anmerkung 31), die auch die konzerninternen Umsätze enthält. Alle Transaktionen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt und im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses vollständig eliminiert. Insofern ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens- oder Ertragslage des Konzerns. Der Pfeiffer Vacuum Konzern hält keine Anteile an Gemeinschaftsunternehmen. Ebenfalls besteht keine faktische Kontrolle über sogenannte Zweckgesellschaften.
Nach dem Erwerb einer Beteiligung von 24,9 % an der Dreebit GmbH, Dresden, im Geschäftsjahr 2010 ist diese Gesellschaft ein assoziiertes Unternehmen. Nennenswerte Transaktionen mit dieser Gesellschaft haben in den Jahren 2011 und 2010 nicht stattgefunden.
Die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie eventuelle Transaktionen mit Mitgliedern dieser Unternehmensorgane sind in den Anmerkungen 39 und 40 dargestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erbringen neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit keine persönliche Leistung für den Konzern oder einzelne Konzerngesellschaften. Davon abweichend erhalten die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat eine arbeitsvertraglich vereinbarte Vergütung für die Tätigkeit im Unternehmen.
Unverändert im Vergleich zum Vorjahr halten die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2011 insgesamt 3.577 Aktien der Gesellschaft. Die Beteiligungsquote der Organmitglieder an der Gesellschaft ist damit weiterhin vernachlässigbar.
Im Jahr 2011 beliefen sich die Rückführungen aus dem Pfeiffer Vacuum Trust e.V. auf 2,7 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €). Die Zuführungen in den Pfeiffer Vacuum Trust e.V. im Jahr 2011 betragen 2,7 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €).
Weder im Jahr 2011 noch im Jahr 2010 gab es nach IAS 24 berichtspflichtige Transaktionen mit Arnhold and S. Bleichroeder oder den First Eagle Funds, die zum 31. Dezember 2011 insgesamt 9,61 % der Anteile halten.
Die Anwaltskanzlei Menold Bezler wurde im Jahr 2011 auf Basis marktüblicher Bedingungen für Beratungsprojekte mandatiert. Der diesbezügliche Aufwand belief sich auf 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Michael Oltmanns ist Partner dieser Kanzlei.
Dr. Wolfgang Lust, der im Jahr 2010 in den Aufsichtsrat der Pfeiffer Vacuum Technology AG gewählt wurde, ist Mitgesellschafter und Geschäftsführer einer mittelständischen Unternehmensgruppe. Verschiedene Unternehmen dieser Gruppe sind seit langen Jahren Lieferanten von Pfeiffer Vacuum. Im Geschäftsjahr 2011 hat Pfeiffer Vacuum von diesen Unternehmen wie im Vorjahr Waren in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrages auf Basis unverändert marktüblicher Konditionen erworben.
36. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Seit dem Beginn des Geschäftsjahrs 2012 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfeldes ergeben.
37. Personalaufwendungen
Personalaufwendungen
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Entgelte | 105.478 | 45.288 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 24.916 | 10.062 |
| Davon für Pensionen | 12.295 | 5.711 |
| Gesamt | 130.394 | 55.350 |
Der deutliche Anstieg der Personalaufwendungen ist insbesondere auf die Einbeziehung der adixen Gesellschaften in den Konzernabschluss zurückzuführen.
38. Anzahl der Mitarbeiter
Zum 31. Dezember 2011 und 2010 setzt sich die Anzahl der Mitarbeiter wie folgt zusammen:
Anzahl der Mitarbeiter
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Jahresdurchschnitt | ||
| Männlich | 1.897 | 1.008 |
| Weiblich | 379 | 218 |
| Gesamt | 2.276 | 1.226 |
| Stichtag | ||
| Männlich | 1.912 | 1.846 |
| Weiblich | 379 | 391 |
| Gesamt | 2.291 | 2.237 |
Der deutliche Anstieg der Mitarbeiterzahlen ist nahezu ausschließlich auf die Veränderungen des Konsolidierungskreises zurückzuführen.
39. Vorstand
Zum 31. Dezember 2011 bestand der Vorstand der Konzernmuttergesellschaft Pfeiffer Vacuum Technology AG unverändert aus:
| ― | Manfred Bender (Vorstandsvorsitzender), Diplom-Betriebswirt |
| ― | Dr. Matthias Wiemer (Mitglied des Vorstands), Diplom-Ingenieur |
Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands im Jahr 2011 beläuft sich auf 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) und wird entsprechend § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB im Vergütungsbericht (Bestandteil des Lageberichts) eingehend erläutert. Leistungen an ehemalige Vorstandsmitglieder nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (laufende Pensionen) belaufen sich unverändert auf 0,3 Mio. €.
40. Aufsichtsrat
Entsprechend §§ 96 Abs. 1, 101 Abs. 1 AktG, § 4 Drittelbeteiligungsgesetz 2004 und § 9 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Aufsichtsrat aus vier von den Anteilseignern und zwei von der Belegschaft gewählten Mitgliedern.
Der Aufsichtsrat bestand im Jahr 2011 aus folgenden Personen:
―
Dr. Michael Oltmanns (Vorsitzender), Rechtsanwalt und Steuerberater
Weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | Becker Mining Systems AG, Friedrichsthal (Vorsitzender) |
| ― | Jetter AG, Ludwigsburg (Vorsitzender) |
| ― | Merkur Bank KGaA, München (Vorsitzender) |
| ― | Scholz AG, Essingen (Vorsitzender) |
―
Götz Timmerbeil,
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater (stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender des Audit Komitees)
Weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | VfL Handball Gummersbach GmbH, Gummersbach (Vorsitzender) |
| ― | Arena Gummersbach GmbH & Co. KG, Gummersbach (stellvertretender Vorsitzender) |
―
Helmut Bernhardt (Arbeitnehmervertreter), Entwicklungsingenieur
―
Manfred Gath (Arbeitnehmervertreter), Betriebsratsvorsitzender
―
Wilfried Glaum, Betriebswirt
―
Dr. Wolfgang Lust, Unternehmer Weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | GeckoGroup AG, Wetzlar (ab 15. August 2011) |
Entsprechend § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB wird die Zusammensetzung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats im Vergütungsbericht (Bestandteil des Lageberichts) erläutert.
41. Erleichterung nach § 264 Abs. 3 HGB
Die Pfeiffer Vacuum GmbH, Asslar, wird in den vorliegenden Konzernabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG einbezogen. Dementsprechend hat diese Gesellschaft die Erleichterungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.
42. Honoraraufwand für den Konzernabschlussprüfer
Der in den Jahren 2011 und 2010 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand für erbrachte Leistungen des Konzernabschlussprüfers stellt sich wie folgt dar:
Honoraraufwand für den Konzernabschlussprüfer
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| 2011 in T€ |
2010 in T€ |
|
|---|---|---|
| Honoraraufwand für: | ||
| Abschlussprüfungsleistungen | 770 | 644 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 9 | - |
| Steuerberatungsleistungen | 85 | 69 |
| Sonstige Leistungen | 154 | 523 |
| Gesamt | 1.018 | 1.236 |
Der Anstieg des erfassten Aufwands für Abschlussprüfungsleistungen ist im Zusammenhang mit den im Jahr 2011 auch ergebnismäßig konsolidierten adixen Gesellschaften und der Prüfung der Kaufpreisallokation sowie dem daraus resultierenden Prüfungsmehraufwand zu sehen. Der deutliche Rückgang des Aufwands für sonstige Leistungen resultiert aus den im Jahr 2010 erbrachten Rechtsberatungsleistungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der adixen Gesellschaften.
43. Deutscher Corporate Governance Kodex/Erklärung nach § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz für das Jahr 2011 im November 2011 abgegeben und den Aktionären und Interessenten auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Dort ist aufgeführt, dass das Verhalten den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex - mit Stand vom Mai 2010 - mit den folgenden Ausnahmen entspricht:
| ― | Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besteht und bestand aus einem Fixum und enthält keinen erfolgsorientierten variablen Bestandteil. Die Vergütung wird im Vergütungsbericht ausgewiesen. |
| ― | Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt eine angemessene Berücksichtigung beziehungsweise Beteiligung von Frauen bei der Besetzung von Führungs-, Vorstands- und Aufsichtsratspositionen. Vorstand und Aufsichtsrat halten die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht nicht für ein Merkmal, das eine Kandidatin beziehungsweise einen Kandidaten für eine bestimmte Position besonders qualifizieren würde. |
Der vollständige Kodex kann unter der Internetadresse www.corporate-governance-code.de abgerufen werden.
44. Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung
Der Vorstand hat den vorliegenden Konzernabschluss durch Beschluss vom 12. März 2012 zur Veröffentlichung freigegeben.
Asslar, den 12. März 2012
Der Vorstand
Manfred Bender
Dr. Matthias Wiemer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Asslar, den 12. März 2012
Der Vorstand
Manfred Bender
Dr. Matthias Wiemer
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der Pfeiffer Vacuum Technology AG, Asslar, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamterfolgsrechnung, Bilanz, Eigenkapitalentwicklung, Cash-Flow-Rechnung und Anhang sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Eschborn/Frankfurt am Main, 12. März 2012
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Bösser, Wirtschaftsprüfer
Pott, Wirtschaftsprüferin