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OMV AG Interim / Quarterly Report 2020

Feb 4, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Inhaltsverzeichnis

Lagebericht (verkürzt, ungeprüft) 4
Konzern-Performance 4
Ausblick 9
Geschäftsbereiche 10
Upstream 10
Downstream 12
Vorläufiger Konzernabschluss (verkürzt, ungeprüft) 15
Erklärung des Vorstands
Weitere Angaben

Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen

Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "glauben", "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen der OMV sowie der OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle der OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen.

Weder die OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. Die OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der OMV dar.

OMV Konzernbericht Jänner–Dezember und Q4 2020 mit vorläufigem, verkürztem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020

Leistungskennzahlen 1

Konzern

  • ▸ CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten betrug EUR 524 Mio
  • ▸ Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten von EUR 219 Mio, CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten von EUR 0,67
  • ▸ Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen 2 in Höhe von EUR 830 Mio
  • ▸ Organischer freier Cashflow vor Dividenden von EUR 126 Mio
  • ▸ CCS ROACE vor Sondereffekten bei 5%
  • ▸ Lost-Time Injury Rate bei 0,35
  • ▸ Kosteneinsparungen von mehr als EUR 300 Mio gegenüber 2019 erzielt 3
  • ▸ Dividende je Aktie von EUR 1,85 vorgeschlagen 4 ; Anstieg um 6% im Vergleich zum Vorjahr

Upstream

  • ▸ Produktion auf 472 kboe/d gesunken
  • ▸ Produktionskosten auf USD 6,2/boe gefallen

Downstream

  • ▸ OMV Referenz-Raffineriemarge um 66% auf USD 1,7/bbl reduziert
  • ▸ Erdgas-Verkaufsmengen um 13% auf 50,4 TWh gestiegen

Wichtige Ereignisse

Hinweis: Zahlen in den folgenden Tabellen lassen sich möglicherweise aufgrund von Rundungsdifferenzen nicht aufaddieren. Die Differenzen zwischen den Prozentsätzen werden im gesamten Dokument in Prozentpunkten angezeigt. Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden im OMV Konzernbericht größtenteils geschlechterunspezifische Termini verwendet.

1Die genannten Werte beziehen sich auf Q4/20; als Vergleichsgrößen dienen, sofern nicht abweichend gekennzeichnet, die Quartalswerte des Vorjahres

2Abgebildet als Mittelzufluss nach unbaren Posten in der Konzern-Cashflow-Rechnung

3Ursprüngliches Ziel von rund EUR 200 Mio an Einsparungen von operativen Aufwendungen und Explorationsausgaben

4Vorschlag des Vorstands, vorbehaltlich der Bestätigung seitens des Aufsichtsrats sowie der Hauptversammlung 2021

Lagebericht (verkürzt, ungeprüft)

Konzern-Performance

Ergebnisse auf einen Blick
In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q4/20 Q3/20 Q4/19 Δ% 1 2020 2019 Δ%
4.956 3.696 6.074 – 18 Umsatzerlöse 2 16.550 23.461 – 29
524 317 781 – 33 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3 1.686 3.536 – 52
184 – 24 459 – 60 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Upstream 3 145 1.951 – 93
369 335 385 – 4 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Downstream 3 1.514 1.677 – 10
– 17 – 12 – 31 44 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Konzernbereich und – 47 – 67 30
Sonstiges 3
– 12 18 – 33 62 Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 74 – 25 n.m.
33 38 43 – 10 CCS Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten in % 32 38 – 6
321 160 420 – 23 CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 3 1.026 2.121 – 52
219 80 310 – 29 Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor
Sondereffekten 3, 4
679 1.624 – 58
0,67 0,24 0,95 – 29 CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR 3 2,08 4,97 – 58
524 317 781 – 33 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3 1.686 3.536 – 52
954 – 997 7 n.m. Sondereffekte 5 – 220 – 64 n.m.
35 72 37 – 4 CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) – 416 110 n.m.
1.513 – 607 824 84 Operatives Ergebnis Gruppe 1.050 3.582 – 71
153 – 1.044 448 – 66 Operatives Ergebnis Upstream – 1.137 1.879 n.m.
1.392 444 449 n.m. Operatives Ergebnis Downstream 2.160 1.847 17
– 19 – 12 – 36 46 Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges – 56 – 91 38
– 12 5 – 36 66 Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 83 – 54 n.m.
– 47 – 59 – 47 0 Finanzerfolg – 175 – 129 – 35
1.466 – 666 777 89 Ergebnis vor Steuern 875 3.453 – 75
– 33 31 41 – 74 Steuerquote des Konzerns in % – 69 38 – 107
1.946 – 458 458 n.m. Periodenüberschuss 1.478 2.147 – 31
1.880 – 487 355 n.m. Den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss 4 1.258 1.678 – 25
5,75 – 1,49 1,09 n.m. Ergebnis je Aktie in EUR 3,85 5,14 – 25
679 791 981 – 31 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.137 4.056 – 23
– 3.771 368 342 n.m. Freier Cashflow vor Dividenden – 2.811 – 583 n.m.
– 4.430 368 256 n.m. Freier Cashflow nach Dividenden – 3.690 – 1.441 – 156
126 432 378 – 67 Organischer freier Cashflow vor Dividenden 6 1.273 2.119 – 40
Dividende je Aktie in EUR 7 1,85 1,75 6
8.130 1.830 3.632 124 Nettoverschuldung exklusive Leasing 8.130 3.632 124
9.347 2.853 4.686 99 Nettoverschuldung inklusive Leasing 9.347 4.686 99
41 11 22 19 Verschuldungsgrad exklusive Leasing in % 41 22 19
32 15 22 10 Leverage-Grad in % 32 22 10
4.830 363 773 n.m. Investitionen 8 6.048 4.916 23
726 363 746 – 3 Organische Investitionen 9 1.884 2.251 – 16
5 6 11 – 6 CCS ROACE vor Sondereffekten in % 3 5 11 – 6
8 1 11 – 4 ROACE in % 8 11 – 4
25.291 19.228 19.845 27 Mitarbeiteranzahl 25.291 19.845 27
0,35 0,20 0,28 23 Lost-Time Injury Rate pro 1 Mio Arbeitsstunden 0,32 0,34 – 6

1 Q4/20 gegenüber Q4/19

2 Umsatzerlöse exklusive Mineralölsteuer

3 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen dazu unter der Tabelle "Sondereffekte und CCS Effekte"

4 Nach Abzug des den Hybridkapitalbesitzern sowie den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnenden Periodenüberschusses

5 Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird der Ausweis von Sondereffekten als angemessen betrachtet. Zur Darstellung vergleichbarer Ergebnisse müssen bestimmte Positionen hinzugefügt oder abgezogen werden. Sondereffekte von at-equity bewerteten Beteiligungen und temporäre Hedging-Effekte für wesentliche Transaktionen werden berücksichtigt.

6 Der organische freie Cashflow vor Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit und exklusive Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen).

7 2020: Vorschlag des Vorstands, vorbehaltlich der Bestätigung seitens des Aufsichtsrats sowie der Hauptversammlung 2021

8 Investitionen beinhalten Akquisitionen.

9 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.

Viertes Quartal 2020 (Q4/20) im Vergleich zum vierten Quartal 2019 (Q4/19)

Die Konzernumsatzerlöse sanken um 18% auf EUR 4.956 Mio. Dies ist auf das generell ungünstigere Umfeld für Rohstoffpreise weltweit und niedrigere Verkaufsmengen für die meisten Produkte zurückzuführen, teilweise kompensiert durch höhere Erdgas-Verkaufsmengen und das vollkonsolidierte Borealis-Ergebnis in den letzten beiden Monaten im Downstream-Segment. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verringerte sich um 33% von EUR 781 Mio auf EUR 524 Mio. Das Upstream-Ergebnis betrug EUR 184 Mio (Q4/19: EUR 459 Mio). Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Downstream belief sich auf EUR 369 Mio (Q4/19: EUR 385 Mio). Die Konsolidierungszeile ergab in Q4/20 EUR –12 Mio (Q4/19: EUR –33 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum CCS Operativen Konzernergebnis vor Sondereffekten betrug EUR 95 Mio (Q4/19: EUR 234 Mio).

Die CCS Konzernsteuerquote vor Sondereffekten fiel mit 33% wesentlich geringer aus als im selben Quartal des Vorjahres (Q4/19: 43%). Grund dafür war der geringere Beitrag aus dem Upstream-Segment, insbesondere aus Hochsteuerregionen. Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten fiel auf EUR 321 Mio (Q4/19: EUR 420 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten lag bei EUR 219 Mio (Q4/19: EUR 310 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten betrug EUR 0,67 (Q4/19: EUR 0,95).

In Q4/20 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR 954 Mio verzeichnet (Q4/19: EUR 7 Mio), die sich im Wesentlichen aus der Aufwertung der bisherigen 36%-Beteiligung an der Borealis AG ergaben. In Q4/20 summierten sich die CCS Effekte auf EUR 35 Mio. Das Operative Konzernergebnis stieg signifikant um 84% auf EUR 1.513 Mio (Q4/19: EUR 824 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum Operativen Konzernergebnis ging um 49% auf EUR 110 Mio zurück (Q4/19: EUR 217 Mio).

Das Finanzergebnis belief sich auf EUR –47 Mio (Q4/19: EUR –47 Mio). Durch den Kauf der zusätzlichen Borealis-Anteile wurden Steuer-Synergieeffekte erzielt, die u.a. zu einer Aufwertung des latenten Steuervermögens in der österreichischen Steuergruppe führten und die Konzernsteuerquote maßgeblich beeinflussten. So wurde ein Periodenüberschuss von EUR 1.946 Mio (Q4/19: EUR 458 Mio) erzielt. Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss erhöhte sich deutlich auf EUR 1.880 Mio (Q4/19: EUR 355 Mio). Das Ergebnis je Aktie betrug EUR 5,75 (Q4/19: EUR 1,09).

Per 31. Dezember 2020 betrug die Nettoverschuldung exklusive Leasing EUR 8.130 Mio, verglichen mit EUR 3.632 Mio per 31. Dezember 2019, im Wesentlichen aufgrund von höheren Finanzierungen, die durch den Erwerb eines zusätzlichen 39%-Anteils an der Borealis AG. Der Verschuldungsgrad exklusive Leasing betrug per 31. Dezember 2020 41% (31. Dezember 2019: 22%). Für nähere Informationen zum Verschuldungsgrad siehe "Finanzielle Verbindlichkeiten" auf Seite 24.

Als zusätzliche Kennzahl zur Messung der Verschuldung der OMV wurde der Leverage-Grad eingeführt, der wie folgt definiert wird: (Nettoverschuldung inklusive Leasing) / (Eigenkapital + Nettoverschuldung inklusive Leasing). Dieser betrug in Q4/20 32% (Q4/19: 22%).

Die gesamten Investitionen beliefen sich auf EUR 4.830 Mio (Q4/19: EUR 773 Mio) und waren hauptsächlich durch den Erwerb eines zusätzlichen 39%-Anteils an der Borealis AG für USD 4,68 Mrd bedingt. In Q4/20 sanken die organischen Investitionen leicht um 3% auf EUR 726 Mio (Q4/19: EUR 746 Mio).

Jänner bis Dezember 2020 im Vergleich zu Jänner bis Dezember 2019

Die Konzernumsatzerlöse sanken um 29% auf EUR 16.550 Mio. Dies ist auf das generell ungünstigere Umfeld für Rohstoffpreise weltweit und niedrigere Verkaufsmengen für die meisten Produkte – hauptsächlich bedingt durch die Covid-19-Pandemie – zurückzuführen, was teilweise durch höhere Erdgas-Verkaufsmengen im Downstream-Segment kompensiert wurde. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verringerte sich deutlich von EUR 3.536 Mio im Jahr 2019 auf EUR 1.686 Mio. Das Upstream-Ergebnis betrug EUR 145 Mio (2019: EUR 1.951 Mio). Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream belief sich auf EUR 1.514 Mio (2019: EUR 1.677 Mio). Die Konsolidierungszeile lag 2020 bei EUR 74 Mio (2019: EUR –25 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum CCS Operativen Konzernergebnis vor Sondereffekten betrug EUR 472 Mio (2019: EUR 973 Mio).

Die CCS Konzernsteuerquote vor Sondereffekten betrug 2020 32% (2019: 38%) und spiegelt den geringeren Beitrag aus dem Upstream-Segment, insbesondere aus Hochsteuerregionen, wider. Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten sank auf EUR 1.026 Mio (2019: EUR 2.121 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten lag bei EUR 679 Mio (2019: EUR 1.624 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten betrug EUR 2,08 (2019: EUR 4,97).

Im Jahr 2020 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –220 Mio (2019: EUR –64 Mio) verzeichnet. Wertanpassungen infolge aktualisierter Öl- und Gaspreisannahmen wurden zu einem großen Teil durch die Aufwertung der bisherigen 36%- Beteiligung an Borealis ausgeglichen. Im Jahr 2020 betrugen die CCS Effekte EUR –416 Mio. Das Operative Konzernergebnis verringerte sich deutlich auf EUR 1.050 Mio (2019: EUR 3.582 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum Operativen Konzernergebnis sank auf EUR 302 Mio (2019: EUR 895 Mio).

Der Finanzerfolg verminderte sich auf EUR –175 Mio (2019: EUR –129 Mio), hauptsächlich bedingt durch das negative Fremdwährungsergebnis, und wurde nur zum Teil durch geringeren Zinsaufwand ausgeglichen. Durch den Kauf der zusätzlichen Borealis-Anteile wurden Steuer-Synergieeffekte erzielt, die u.a. zu einer Aufwertung des latenten Steuervermögens in der

österreichischen Steuergruppe führten und die Konzernsteuerquote maßgeblich beeinflussten. So betrug der Periodenüberschuss EUR 1.478 Mio (2019: EUR 2.147 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss betrug EUR 1.258 Mio im Vergleich zu EUR 1.678 Mio im Jahr 2019. Das Ergebnis je Aktie hat sich auf EUR 3,85 im Vergleich zu EUR 5,14 im Jahr 2019 verringert.

Die gesamten Investitionen beliefen sich auf EUR 6.048 Mio (2019: EUR 4.916 Mio) und waren hauptsächlich bedingt durch den Erwerb eines zusätzlichen 39%-Anteils an Borealis für USD 4,68 Mrd. Im Jahr 2019 enthielten die Gesamtinvestitionen den Erwerb des 50%-Anteils am neu gegründeten Unternehmen SapuraOMV in Höhe von USD 540 Mio und den Kauf eines 15%-Anteils am ADNOC Refining and Trading Joint Venture um USD 2,43 Mrd. Organische Investitionen sanken um 16% auf EUR 1.884 Mio (2019: EUR 2.251 Mio) als Resultat der Umsetzung gezielter Maßnahmen um die Finanzkraft des Unternehmens sicherzustellen. Aufgrund der Vollkonsolidierung von Borealis in den letzten beiden Monaten 2020, ist ein Anteil von Borealis (EUR 196 Mio) in dieser Zahl enthalten.

Sondereffekte und CCS Effekte

In EUR Mio
Q4/20 Q3/20 Q4/19 Δ% 1 2020 2019 Δ%
524 317 781 – 33 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 1.686 3.536 – 52
954 – 997 7 n.m. Sondereffekte – 220 – 64 n.m.
– 0 – 33 – 4 91 davon Personallösungen – 39 – 34 – 16
– 0 – 914 – 25 99 davon Wertminderungen / Wertaufholungen – 1.084 – 39 n.m.
13 3 – 8 n.m. davon Anlagenverkäufe 19 5 n.m.
942 – 53 44 n.m. davon Sonstiges 885 4 n.m.
35 72 37 – 4 CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) – 416 110 n.m.
1.513 – 607 824 84 Operatives Ergebnis Gruppe 1.050 3.582 – 71

1 Q4/20 gegenüber Q4/19

2 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte

Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird die Offenlegung von Sondereffekten als angemessen erachtet. Um vergleichbare Werte wiedergeben zu können, werden bestimmte ergebnisbeeinflussende Effekte hinzugefügt oder abgezogen. Diese Effekte können in vier Unterkategorien unterteilt werden: Personallösungen, Wertminderungen und Wertaufholungen, Anlagenverkäufe und Sonstiges.

Des Weiteren wird der Current Cost of Supply (CCS) Effekt aus dem Jahresergebnis eliminiert, um ein effektives Performance-Management in einem Umfeld mit volatilen Preisen sowie Vergleichbarkeit mit Mitbewerbern ermöglichen zu können. Der CCS Effekt, auch als Lagerhaltungsgewinne und -verluste bezeichnet, ist die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen, basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitende Durchschnittskosten), zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse führen. Diese Leistungskennzahl erhöht die Transparenz der Ergebnisse und wird üblicherweise in der Erdölindustrie verwendet. Die OMV veröffentlicht daher diese Kennzahl zusätzlich zum gemäß IFRS ermittelten Operativen Ergebnis.

Cashflow

Konzern-Cashflow-Rechnung (Kurzfassung)
----------------------------------------- --
In EUR Mio
Q4/20 Q3/20 Q4/19 Δ% 1 2020 2019 Δ%
830 687 963 – 14 Mittelzufluss nach unbaren Posten 2.786 4.264 – 35
679 791 981 – 31 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.137 4.056 – 23
– 4.450 – 423 – 639 n.m. Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 5.948 – 4.638 – 28
– 3.771 368 342 n.m. Freier Cashflow – 2.811 – 583 n.m.
– 689 1.158 – 549 – 26 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.808 – 484 n.m.
– 5 – 24 – 13 57 Währungsdifferenz auf liquide Mittel – 66 – 22 n.m.
– 4.465 1.502 – 219 n.m. Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel – 69 – 1.088 94
7.334 5.832 3.157 132 Liquide Mittel Periodenbeginn 2.938 4.026 – 27
2.869 7.334 2.938 – 2 Liquide Mittel Periodenende 2.869 2.938 – 2
15 3 7 116 davon liquide Mittel, umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen
15 7 116
2.854 7.331 2.931 – 3 In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen
2.854 2.931 – 3
– 4.430 368 256 n.m. Freier Cashflow nach Dividenden – 3.690 – 1.441 – 156
126 432 378 – 67 Organischer freier Cashflow vor Dividenden 2 1.273 2.119 – 40

1 Q4/20 gegenüber Q4/19

2 Der organische freie Cashflow vor Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit und exklusive Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen).

Viertes Quartal 2020 (Q4/20) im Vergleich zum vierten Quartal 2019 (Q4/19)

Der Mittelzufluss nach unbaren Posten sank in Q4/20 auf EUR 830 Mio (Q4/19: EUR 963 Mio), wesentlich beeinflusst durch ein ungünstigeres Marktumfeld. Net-Working-Capital-Positionen führten zu einem Mittelabfluss von EUR –151 Mio, verglichen mit einem Zufluss von EUR 18 Mio in Q4/19. Als Ergebnis betrug der Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Q4/20 EUR 679 Mio (Q4/19: EUR 981 Mio).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verzeichnete einen Mittelabfluss von EUR –4.450 Mio, verglichen mit EUR –639 Mio in Q4/19 und beinhaltete einen Mittelabfluss von EUR –3.805 Mio aus dem Erwerb eines zusätzlichen 39%-Anteils an der Borealis AG.

Der freie Cashflow belief sich folglich auf EUR –3.771 Mio (Q4/19: EUR 342 Mio).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von EUR –689 Mio, verglichen mit EUR –549 Mio in Q4/19. Q4/20 enthielt Dividendenzahlungen von EUR –659 Mio, wohingegen Q4/19 die Rückzahlung einer EUR 500 Mio Anleihe inkludierte.

Der freie Cashflow nach Dividenden verringerte sich in Q4/20 auf EUR –4.430 Mio (Q4/19: EUR 256 Mio).

Der organische freie Cashflow vor Dividenden sank auf EUR 126 Mio (Q4/19: EUR 378 Mio).

Jänner bis Dezember 2020 im Vergleich zu Jänner bis Dezember 2019

Der Mittelzufluss nach unbaren Posten verringerte sich in 2020 auf EUR 2.786 Mio (2019: EUR 4.264 Mio), wesentlich beeinflusst durch ein ungünstigeres Marktumfeld, hauptsächlich bedingt durch die COVID-19 Pandemie. Net-Working-Capital-Positionen führten zu einem Mittelzufluss von EUR 351 Mio (2019: Mittelabfluss von EUR –208 Mio). Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von EUR 3.137 Mio lag um EUR –919 Mio unter dem Niveau von 2019.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigte in 2020 einen Mittelabfluss von EUR –5.948 Mio gegenüber EUR –4.638 Mio im Jahr 2019. 2020 enthielt einen Mittelabfluss von EUR –3.870 Mio aus dem Erwerb eines zusätzlichen 39%-Anteils an der Borealis AG, wohingegen 2019 einen Mittelabfluss von EUR –460 Mio aus dem Erwerb eines 50 %-Anteils am neu gegründeten Unternehmen SapuraOMV sowie einen Mittelabfluss von EUR –2.095 Mio aus dem Erwerb eines 15%-Anteils am ADNOC Raffineriegeschäft beinhaltete. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthielt in 2020 einen Mittelabfluss von EUR –18 Mio für die Finanzierungsvereinbarungen für das Pipelineprojekt Nord Stream 2 (2019: EUR –113 Mio).

Der freie Cashflow betrug EUR –2.811 Mio (2019: EUR –583 Mio).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelzufluss von EUR 2.808 Mio gegenüber einem Mittelabfluss von EUR –484 Mio im Jahr 2019, im Wesentlichen bedingt durch die Ausgabe von Anleihen in Höhe von EUR 3,25 Mrd und Hybridanleihen von EUR 1,25 Mrd im Jahr 2020, wohingegen 2019 neue Anleihen in Höhe von EUR 1,3 Mrd beinhaltete.

Der freie Cashflow nach Dividenden sank in 2020 auf EUR –3.690 Mio (2019: EUR –1.441 Mio).

Der organische freie Cashflow vor Dividenden betrug EUR 1.273 Mio (2019: EUR 2.119 Mio).

Risikomanagement

Als internationaler Öl- und Gaskonzern mit Aktivitäten, die von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen bis zum Handel und zur Vermarktung von Mineralölprodukten und Erdgas reichen, ist die OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt – unter anderem finanziellen und Marktrisiken, operativen sowie strategischen Risiken. Eine detaillierte Beschreibung der Risiken und der Risikomanagementaktivitäten kann dem OMV Geschäftsbericht 2019 (Seite 80–82) entnommen werden.

Die wesentlichen Unsicherheiten, welche die Ergebnisse des OMV Konzerns beeinflussen können, bleiben Rohstoffpreise, Währungskursschwankungen und operative sowie politische und regulatorische Risiken. Die Entwicklung des Rohstoffpreisrisikos wird laufend überwacht und bei Bedarf werden entsprechende Cashflow-Sicherungsmaßnahmen getroffen. Das inhärente Risikopotenzial der Sicherheits- und Umweltrisiken wird durch Programme für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE) und Risikomanagement überwacht, mit der klaren Zielsetzung, die Risiken der OMV im Rahmen der branchenüblichen Standards zu halten.

Die Covid-19-Pandemie hat weiterhin einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Weltwirtschaft. Während sich die Ölpreise im Laufe des vierten Quartals infolge einer Reduzierung des Angebots im Jahr 2020 leicht erhöht haben und trotz der steigenden Erwartung einer erhöhten Nachfrage und weiterer positiver Effekte durch den Beginn der Impfungen, bleiben die Preise nach wie vor höchst volatil. Die jüngsten weltweiten Erhöhungen der Covid-19-Fälle, insbesondere in Europa, könnten zu Verzögerungen der erwarteten Erholung der Nachfrage führen, abhängig von der Reaktion der Regierungen und Bürger. Somit können die Folgen der Covid-19-Pandemie sowie Umfang und Dauer der wirtschaftlichen Auswirkungen aus heutiger Sicht nicht verlässlich eingeschätzt werden. Die aktuellen Entwicklungen werden von der OMV überwacht und die Auswirkungen auf den Cashflow und die Liquidität des Konzerns werden regelmäßig neu bewertet. Die OMV setzt in dieser Situation gezielte Maßnahmen, um die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens und die Versorgungssicherheit mit Energie zu gewährleisten. Dabei haben die Gesundheit und das Wohlergehen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oberste Priorität. Zugleich setzt die OMV gezielte Maßnahmen, um die Finanzkraft des Unternehmens sicherzustellen, insbesondere durch Reduzierung von Investitionen, Senkung der Kosten und die Verschiebung von Akquisitionen.

Aus heutiger Sicht gehen wir aufgrund der oben beschriebenen Maßnahmen davon aus, dass die Unternehmensfortführung nicht beeinträchtigt ist.

Weitere Details zu den aktuellen Risiken können dem Kapitel "Ausblick" des Lageberichts entnommen werden.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Bezüglich der Angaben zu den wesentlichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen wird auf den Anhang des vorläufigen Konzernabschlusses verwiesen.

Ausblick

Aufgrund der Neuorganisation der OMV Gruppe wird die OMV beginnend mit Q1/21 ihre Berichtsstruktur anpassen. Künftig werden die Geschäftsbereiche wie folgt berichtet: Exploration & Production, Refining & Marketing und Chemicals & Materials.

Marktumfeld

Die OMV erwartet für 2021 einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis zwischen USD 50/bbl und USD 55/bbl (2020: USD 42/bbl). Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird nun für 2021 oberhalb von EUR 10/MWh erwartet (2020: EUR 8,9/MWh).

Konzern

▸ Organische Investitionen werden sich im Jahr 2021 voraussichtlich auf rund EUR 2,7 Mrd belaufen. 1 Dies beinhaltet nichtzahlungswirksame Investitionen im Zusammenhang mit Leases von rund EUR 0,2 Mrd.

Exploration & Production

  • ▸ Die OMV erwartet für das Jahr 2021 eine Gesamtproduktion von rund 480 kboe/d (2020: 463 kboe/d), abhängig von der Sicherheitslage in Libyen und auferlegten Produktionskürzungen durch Regierungen.
  • ▸ Organische Investitionen in Exploration & Production werden sich im Jahr 2021 voraussichtlich auf EUR 1,1 Mrd belaufen.
  • ▸ Für 2021 werden Explorations- und Evaluierungsausgaben (E&A) in Höhe von EUR 230 Mio prognostiziert (2020: EUR 227 Mio).

Refining & Marketing

  • ▸ Die OMV Referenz-Raffineriemarge wird voraussichtlich über dem Niveau des Vorjahres liegen (2020: USD 2,4/bbl).
  • ▸ Die Gesamtverkaufsmenge an Raffinerieprodukten wird für 2021 höher als für 2020 prognostiziert (2020: 17,8 Mio t). Für die OMV Märkte werden Retail-Margen unterhalb des Vorjahresniveaus und Commercial-Margen oberhalb des Vorjahresniveaus erwartet.
  • ▸ Der Auslastungsgrad der Raffinerien in Europa wird in etwa in Höhe des Vorjahres erwartet (2020: 86%). Für 2021 ist keine Generalüberholung unserer Raffinerien in Europa geplant.
  • ▸ Die Erdgas-Verkaufsmengen im Jahr 2021 sollten über jenen von 2020 liegen (2020: 164 TWh).
  • ▸ Die organischen Investitionen in Refining & Marketing und Corporate werden voraussichtlich EUR 0.7 Mrd betragen.

Chemicals & Materials

  • ▸ Es wird eine europäische Referenz-Ethylen-Marge auf dem Niveau des Vorjahres erwartet (2020: EUR 435/t). Auch die europäische Referenz-Propylen-Marge wird auf dem Vorjahresniveau erwartet (2020: EUR 364/t).
  • ▸ Das Polyethylen-Verkaufsvolumen der Borealis AG wird 2021 voraussichtlich leicht über dem Vorjahresniveau liegen (2020: 1,76 Mio t). Das Verkaufsvolumen von Polypropylen der Borealis AG wird nach aktueller Einschätzung dem Vorjahresniveau entsprechen (2020: 2,12 Mio t).
  • ▸ Die europäische Referenz-Polyethylen-Marge wird 2021 voraussichtlich über dem Vorjahresniveau liegen (2020: EUR 350/t). Die europäische Referenz-Polypropylen-Marge wird über dem Niveau des Vorjahres erwartet. (2020: EUR 413/t).
  • ▸ Die organischen Investitionen im Bereich Chemicals & Materials werden mit EUR 0,9 Mrd veranschlagt.

1 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.

Geschäftsbereiche

Upstream

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q4/20 Q3/20 Q4/19 Δ% 1 2020 2019 Δ%
518 315 896 – 42 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und 1.627 3.722 – 56
Abschreibungen, Firmenwertabschreibung und
Wertaufholungen zum Anlagevermögen
184 – 24 459 – 60 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 145 1.951 – 93
– 31 – 1.020 – 11 – 182 Sondereffekte – 1.282 – 71 n.m.
153 – 1.044 448 – 66 Operatives Ergebnis – 1.137 1.879 n.m.
301 204 489 – 39 Investitionen 2 1.090 2.070 – 47
39 26 120 – 68 Explorationsausgaben 227 360 – 37
44 650 73 – 39 Explorationsaufwendungen 896 229 n.m.
6,22 7,50 6,39 – 3 Produktionskosten in USD/boe 6,58 6,61 – 0
Operative Kennzahlen
472 444 505 – 7 Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen in kboe/d 463 487 – 5
182 165 214 – 15 davon Öl- und NGL-Produktion in kboe/d 177 209 – 15
290 279 291 – 0 davon Erdgasproduktion in kboe/d 286 279 3
16,8 15,2 19,7 – 15 Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl 64,7 76,1 – 15
155,9 150,0 156,2 – 0 Erdgasproduktion in bcf 612,0 593,1 3
454 422 477 – 5 Gesamtverkaufsmenge an Kohlenwasserstoffen in kboe/d 439 464 – 5
190 165 211 – 10 davon Öl- und NGL-Verkaufsmenge in kboe/d 177 210 – 16
264 258 266 – 1 davon Erdgas-Verkaufsmenge in kboe/d 262 253 3
44,16 42,94 63,08 – 30 Durchschnittlicher Brent-Preis in USD/bbl 41,84 64,21 – 35
41,60 37,35 60,96 – 32 Durchschnittlich realisierter Rohölpreis in USD/bbl 3 37,97 61,66 – 38
3,37 2,64 3,81 – 12 Durchschnittlich realisierter Gaspreis in USD/1.000 cf 3 3,12 4,08 – 23
9,26 7,27 11,26 – 18 Durchschnittlich realisierter Gaspreis in EUR/MWh 3, 4 8,94 11,91 – 25
1,193 1,169 1,107 8 Durchschnittlicher EUR-USD-Wechselkurs 1,142 1,120 2

1 Q4/20 gegenüber Q4/19

2 Investitionen beinhalten Akquisitionen, insbesondere den Erwerb des 50%-Anteils am neu gegründeten Unternehmen SapuraOMV in Höhe von USD 540 Mio im Jahr 2019.

3 Die durchschnittlich realisierten Preise beinhalten Hedging-Effekte.

4 Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird unter Verwendung eines einheitlichen Brennwerts von 10,8 MWh pro 1.000 Kubikmeter Erdgas über das ganze Portfolio in MWh umgerechnet.

Viertes Quartal 2020 (Q4/20) im Vergleich zum vierten Quartal 2019 (Q4/19)

  • ▸ Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten fiel deutlich auf EUR 184 Mio aufgrund wesentlich niedriger Öl- und Gaspreise.
  • ▸ Die Produktion ging um 33 kboe/d auf 472 kboe/d zurück; die Produktion aus neuen Feldern in Malaysia glich den Förderrückgang in anderen Gebieten teilweise aus.
  • ▸ Die Produktionskosten sanken auf USD 6,2/boe.

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank deutlich von EUR 459 Mio in Q4/19 auf EUR 184 Mio. Ein sehr herausforderndes Marktumfeld belastete das Ergebnis wesentlich, eine schwächere operative Performance wirkte sich in geringerem Maße negativ aus. Die Markteffekte schlugen sich hauptsächlich aufgrund wesentlich niedrigerer durchschnittlich realisierter Öl- und Gaspreise und ungünstiger Fremdwährungseffekte mit EUR – 354 Mio auf das Ergebnis nieder. Die operative Performance reduzierte das Ergebnis geringfügig um EUR – 4 Mio, da weniger gefördert wurde. Das Fehlen wesentlicher Explorationsabschreibungen verringerte die E&A-Ausgaben, was sich positiv auf das Ergebnis auswirkte. Förderlich waren auch um EUR –83 Mio geringere Abschreibungen, hervorgerufen durch geringere Förderraten, Sonderabschreibungen und Reservenanpassungen. Die OMV Petrom trug in Q4/20 EUR 5 Mio zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten bei (Q4/19: EUR 147 Mio).

In Q4/20 wurden Netto-Sondereffekte von EUR –31 Mio erfasst (Q4/19: EUR –11 Mio). Das Operative Ergebnis verringerte sich deutlich auf EUR 153 Mio (Q4/19: EUR 448 Mio).

Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren gingen leicht auf USD 6,2/boe zurück (Q4/19: USD 6,4/boe). Die Produktionskosten der OMV Petrom betrugen USD 11,4/boe.

Die Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen ging um 33 kboe/d auf 472 kboe/d zurück. Die libysche Förderung wurde im Laufe des Quartals nach Ende des Produktionsausfalls allmählich wieder hochgefahren. Der natürliche Förderrückgang in Rumänien, die geringere Erdgasnachfrage in Neuseeland wegen der Covid-19-Pandemie und die aufgrund von geringerem Pipelinedruck reduzierte russische Erdgasförderung konnten zum Großteil durch höhere Förderraten in Malaysia aus neu in Betrieb genommenen Feldern ausgeglichen werden. Die Produktion der OMV Petrom fiel vornehmlich als Folge des natürlichen Förderrückgangs um 12 kboe/d auf 140 kboe/d. Die Gesamtverkaufsmenge an Kohlenwasserstoffen ging auf 454 kboe/d zurück (Q4/19: 477 kboe/d) und folgte damit weitgehend dem Verlauf der Förderraten.

Nach einem Rückgang im Oktober nahm der Brent-Rohölpreis im November wieder an Fahrt auf und überschritt Anfang Dezember – zum ersten Mal seit neun Monaten – die USD 50/bbl-Marke. Mehr Klarheit bezüglich der Entwicklung und Verabreichung eines Impfstoffes gegen Covid-19 gab den Investoren einiges an Zuversicht zurück, und sorgte für eine vorsichtig-optimistische Marktstimmung über eine weitere wirtschaftliche Erholung im Jahr 2021. Der durchschnittliche Brent-Preis stieg im Quartalsvergleich weiter auf USD 44,2 /bbl. Im Jahresvergleich übte die Covid-19-Pandemie allerdings weiterhin einen stark negativen Druck auf den Ölpreisverlauf aus. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns sank daher um 32% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. Was das Erdgas betrifft, so wurde die vorsichtig-positive wirtschaftliche Stimmung durch eine beträchtliche Kälteperiode auf der Nordhalbkugel zu Beginn der Heizsaison gestützt, was die Nachfrage hochschnellen ließ. Umgekehrt war die Versorgungslage durch einen Streik in Norwegen und einige LNG-Produktionsausfälle beeinträchtigt. Diese Entwicklungen führten im vierten Quartal zu einem Anstieg der europäischen Hub-Preise über das Vorjahresniveau. Aufgrund der starken Ausrichtung des Erdgasgeschäfts der OMV auf außereuropäische Märkte und der Zeitverzögerung der Erdgaspreisentwicklung in manchen Märkten war der durchschnittlich realisierte Gaspreis in USD/1.000 cf der OMV immer noch um etwa 12% niedriger als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben reduzierten sich in Q4/20 aufgrund von ergriffenen Kosteneinsparungsmaßnahmen und geringeren Aktivitäten während des Covid-19-Lockdowns deutlich von EUR 489 Mio auf EUR 301 Mio. Organische Investitionen wurden in Q4/20 vorwiegend für Projekte in Rumänien, Norwegen, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Neuseeland getätigt. Die Explorationsausgaben, vor allem für Aktivitäten in Rumänien und Norwegen, wurden in Q4/20 um 68% auf EUR 39 Mio reduziert.

Jänner bis Dezember 2020 im Vergleich zu Jänner bis Dezember 2019

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank 2020 deutlich von EUR 1.951 Mio auf EUR 145 Mio. Deutlich geringere durchschnittlich realisierte Öl- und Gaspreise führten zu negativen Auswirkungen durch Markteffekte in Höhe von EUR –1.846 Mio. Die geringere operative Performance wirkte sich mit einem Minus von EUR –245 Mio aus und ist im Wesentlichen auf den Förderausfall in Libyen und den damit verbundenen Wegfall von Verkaufsmengen, der sich über den Großteil des Jahres hinzog, zurückzuführen. Stark gestiegene Verkaufsmengen aus Malaysia boten hierbei ein wesentliches Gegengewicht. Der Förderrückgang, Sonderabschreibungen und Reservenanpassungen führten zu um EUR –286 Mio geringeren Abschreibungen. Die OMV Petrom trug in 2020 EUR 1 Mio (2019: EUR 599 Mio) zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten bei.

Die in 2020 erfassten Sondereffekte beliefen sich auf EUR –1.282 Mio (2019: EUR –71 Mio). Der Rückgang ergibt sich hauptsächlich aus negativen Wertanpassungen infolge aktualisierter langfristiger Öl- und Gaspreisannahmen. Das Operative Ergebnis ging deutlich auf EUR –1.137 Mio zurück (2019: EUR 1.879 Mio).

Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren blieben mit USD 6,6/boe stabil. Dies ist im Wesentlichen auf zusätzliche Kosteneinsparungsmaßnahmen und geringere Aktivitäten während des Covid-19-Lockdowns zurückzuführen, welche den durch die geringere Förderung bewirkten Anstieg kompensieren konnten. Auch bei der OMV Petrom blieben die Produktionskosten mit USD 10,9/boe auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen verringerte sich um 24 kboe/d auf 463 kboe/d, da der Förderausfall den Beitrag aus Libyen verringerte. Die Förderung in Malaysia stieg wesentlich an, und konnte so einen Teil vom Förderrückgang in Rumänien, Neuseeland und Russland kompensieren. Die durchschnittliche Tagesproduktion der OMV Petrom fiel hauptsächlich aufgrund des natürlichen Förderrückgangs um 7 kboe/d auf 145 kboe/d. Die Gesamtverkaufsmenge sank auf 439 kboe/d (2019: 464 kboe/d) und folgte damit grob dem Verlauf der Förderraten.

Der durchschnittliche Brent-Preis sank in 2020 deutlich um 35% auf USD 41,8/bbl. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns ging stark um 38% zurück. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in USD/1.000 cf war um 23% niedriger.

Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben konnten dank eines umfassenden Ausgabeneinsparungsprogramms im Jahr 2020 auf EUR 1.090 Mio zurückgefahren werden (2019: EUR 2.070 Mio). Die Investitionen 2019 beinhalteten den Kauf eines Anteils von 50% am neu gegründeten Unternehmen SapuraOMV für USD 540 Mio. Organische Investitionen wurden 2020 vorwiegend für Projekte in Rumänien, Norwegen, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Neuseeland getätigt. Die Explorationsausgaben, die sich vor allem auf Aktivitäten in Norwegen, Neuseeland, Rumänien und Malaysia bezogen, beliefen sich 2020 auf EUR 227 Mio, und konnten somit gegenüber dem Vorjahr um 37% verringert werden.

Zum 31. Dezember 2020 stiegen die sicheren Reserven (1P) auf 1.337 Mio boe (davon OMV Petrom 1 : 473 Mio boe). Mit einer jährlichen Reservenersatzrate von 102% (2019: 135%) wurde für das fünfte Jahr in Folge ein Wert von über 100% erzielt. Der Dreijahresdurchschnitt der Reservenersatzrate erreichte 138% (2019: 166%). Die sicheren Reserven konnten trotz des schwierigen Marktumfelds stabil gehalten werden. Erfolgreiche Bohr- und Entwicklungsaktivitäten in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Russland und Norwegen trugen ebenso dazu bei, wie die positiven Produktionsentwicklungen in Russland, Norwegen und Neuseeland. Die sicheren und wahrscheinlichen Reserven (2P) beliefen sich auf 2.365 Mio boe (davon OMV Petrom 1 : 761 Mio boe) und blieben damit ebenfalls recht stabil, hauptsächlich dank erfolgreicher Entwicklungsarbeiten in Malaysia und Neuseeland.

1 Die OMV Petrom beinhaltet Rumänien und Kasachstan.

Downstream

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q4/20 Q3/20 Q4/19 Δ% 1 2020 2019 Δ%
585 454 526 11 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und
Abschreibungen, Firmenwertabschreibung und Wertaufholungen
zum Anlagevermögen2
2.106 2.223 – 5
369 335 385 – 4 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 1.514 1.677 – 10
43 47 35 25 davon Petrochemie 224 241 – 7
162 59 50 n.m. davon Borealis 3 300 314 – 5
– 33 – 49 18 n.m. davon ADNOC Refining & Trading – 107 8 n.m.
79 78 84 – 7 davon Gas 337 194 73
987 23 23 n.m. Sondereffekte 1.071 31 n.m.
36 85 40 2
– 12 CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–)
– 425 139 n.m.
1.392 444 449 n.m. Operatives Ergebnis 2.160 1.847 17
4.519 155 270 n.m. Investitionen 4 4.930 2.774 78
Operative Kennzahlen
1,71 0,87 5,02 – 66 OMV Referenz-Raffineriemarge in USD/bbl 5 2,44 4,44 – 45
369 375 363 2 Ethylen/Propylen Netto-Marge in EUR/t 5, 6 400 433 – 8
81 90 98 – 17 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 86 97 – 11
4,37 4,68 5,17 – 16 Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte in Mio t 17,81 20,94 – 15
1,47 1,75 1,64 – 10 davon Retail-Verkaufsmengen in Mio t 5,88 6,53 – 10
0,59 0,58 0,59 1 davon Petrochemie in Mio t 2,36 2,34 1
50,39 33,27 44,71 13 Erdgas-Verkaufsmengen in TWh 164,01 136,71 20

Hinweis: Ab Q1/20 wurde die Berichtsstruktur des Downstream-Segments geändert, um die Tätigkeiten des Downstream-Geschäfts umfassend wiederzugeben. Ausschließlich zu Vergleichszwecken werden die Zahlen früherer Berichtsperioden auf dieselbe Weise dargestellt.

1 Q4/20 gegenüber Q4/19

2 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen dazu unter der Tabelle "Sondereffekte und CCS Effekte"

3 Infolge des Abschlusses des Erwerbs des zusätzlichen 39%-Anteils am 29. Oktober 2020 wurde Borealis in den Finanzkennzahlen der OMV voll konsolidiert

4 Investitionen beinhalten Akquisitionen, insbesondere den Erwerb eines zusätzlichen 39%-Anteils an Borealis in Q4/19 für USD 4.68 Mrd sowie eines 15%-Anteils an ADNOC Refining und an einem Trading Joint Venture in Q3/19 in Höhe von USD 2,43 Mrd.

5 Die tatsächlich von der OMV realisierten Raffinerie- und Petrochemiemargen können aufgrund von Faktoren wie einer anderen Rohölzusammensetzung oder Produktausbeute, anderen Betriebsbedingungen oder einem anderen Grundstoff von der OMV Referenz-Raffineriemarge, von der Ethylen/Propylen Netto-Marge und von den Marktmargen abweichen.

6 Berechnet auf Basis von West European Contract Prices (WECP) mit Naphtha als Grundstoff

Viertes Quartal 2020 (Q4/20) im Vergleich zum vierten Quartal 2019 (Q4/19)

  • ▸ Die Covid-19-Pandemie führte zu einem herausfordernden Marktumfeld, das die Raffineriemarge und die Verkaufsmengen an Raffinerieprodukten negativ beeinflusste.
  • ▸ Infolge des Abschlusses des Erwerbs einer zusätzlichen 39%-Beteiligung am 29. Oktober 2020 hält die OMV nun 75% an Borealis. Borealis wird infolgedessen in den Finanzkennzahlen der OMV voll konsolidiert, was zu einem deutlich besserem Resultat führt
  • ▸ Ein positiver Beitrag von Hedges auf Margen sowie stabile Retail-Aktivitäten unterstützten das Ergebnis.

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verringerte sich leicht auf EUR 369 Mio (Q4/19: EUR 385 Mio), da sich durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie die Nachfrage und die Raffineriemargen wesentlich reduzierten. Ein deutlich höhererer Beitrag von Borealis sowie positive Effekte von Hedging-Kontrakten und ein starkes Retail-Geschäft halfen die nachteiligen Markteinflüsse großteils aufzufangen. Die OMV Petrom trug mit EUR 103 Mio (Q4/19: EUR 96 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream bei.

Die OMV Referenz-Raffineriemarge fiel um 66% auf USD 1,7/bbl (Q4/19: USD 5,0/bbl), was hauptsächlich eine Folge des anhaltend schwachen wirtschaftlichen Umfelds und hoher Lagerbestände war. Signifikant niedrigere Margen für Mitteldestillate und schwächere Margen für Benzin führten zu einem starken Rückgang der Raffineriemarge. Geringere Bezugskosten und höhere Margen für Schweröl und Naphtha konnten diesen Effekt nur leicht abschwächen. Der Auslastungsgrad der Raffinerien lag in Q4/20 bei 81% (Q4/19: 97%). Der Rückgang war hauptsächlich durch Wartungsarbeiten in der Raffinerie Schwechat und eine geringere Nachfrage infolge der Covid-19-Pandemie bedingt. Die Gesamtverkaufsmenge an Raffinerieprodukten fiel im Zuge der verhängten Reisebeschränkungen um 16% auf 4,4 Mio t. Die Verkaufsmengen des Commercial-Bereichs waren hiervon am meisten betroffen; insbesondere brach die Nachfrage nach Flugbenzin ein. Im Retail-Verkauf sank der Absatz um 10%, jedoch konnten gestiegene Verkaufsmargen und Kostensenkungen die ungünstige Entwicklung bei den Verkaufsvolumina mehr als kompensieren.

Der Beitrag des Petrochemiegeschäfts stieg hauptsächlich aufgrund niedrigerer Kundenrabatte infolge des gesunkenen Preisniveaus auf EUR 43 Mio (Q4/19: EUR 35 Mio). Während die Ethylen/Propylen Netto-Marge um 2% leicht stieg, nahmen die Margen für Benzol und Butadien stark ab.

Der Beitrag von Borealis verbesserte sich deutlich um EUR 112 Mio auf EUR 162 Mio (Q4/19: EUR 50 Mio), hauptsächlich infolge der Vollkonsolidierung des Borealis-Resultats nach dem Erwerb einer zusätzlichen 39%-Beteiligung am 29. Oktober 2020. In Europa konnte Borealis von höheren Polyolefin-Verkaufsmengen, insbesondere im Verpackungs- und Automobilsegment, stärkeren Polyolefin-Margen sowie positiven Bestandsveränderungen profitieren. Die vorteilhaften Entwicklungen wurden teilweise durch einen verringerten Kostenvorteil bei der Verarbeitung von leichteren Ausgangsstoffen (im Vergleich zu Naphtha) und eines unplanmäßigen Stillstandes des Steam-Crackers in Finnland kompensiert. Zusätzlich sank der Geschäftserfolg der Düngemittel-Aktivitäten im Vergleich zu Q4/19 infolge operativer Einflüsse und geringerer Margen aufgrund höherer Erdgaspreise, die nicht vollständig an den Markt weitergegeben werden konnten. Die Performance von Borouge verbesserte sich signifikant, hauptsächlich aufgrund von stärkeren Polyolefin-Verkaufsmengen und Preisen in Asien.

Der Beitrag von ADNOC Refining & Trading fiel signifikant auf EUR –33 Mio (Q4/19: EUR 18 Mio). Der Verlust war eine Folge des schwierigen Marktumfelds, welches sich in geringeren Margen und Auslastungsgraden niederschlug. Zusätzlich wurde das Ergebnis in Q4/19 von Einmaleffekten gestützt. Trotz widriger Marktumstände wurde ADNOC Global Trading Anfang Dezember erfolgreich gestartet.

Der Beitrag des Gasgeschäfts sank auf EUR 79 Mio (Q4/19: EUR 84 Mio), hauptsächlich infolge eines schwächeren Ertrags aus dem Speicher- und Supply-Geschäft. Gas Connect Austria ist als ein zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen klassifiziert. Starke Unterstützung lieferte die rumänische Stromerzeugung dank günstiger Terminkontrakte. Die Erdgas-Verkaufsmengen erhöhten sich um 13% von 44,7 TWh auf 50,4 TWh hauptsächlich dank stärkerer Verkaufsvolumina in Deutschland und den Niederlanden, die durch niedrigere Verkaufsmengen in Rumänien teilweise kompensiert wurden.

Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR 987 Mio (Q4/19: EUR 23 Mio). Im Zuge des Abschlusses der Borealis-Transaktion realisierte die OMV einen Wertzuwachs in der Bewertung des bisherigen 36%-Anteils an Borealis und verbuchte Sondereffekte in Höhe von rund EUR 1,3 Mrd. In Q4/20 wurden CCS Effekte von EUR 36 Mio erfasst, hauptsächlich infolge des gestiegenen Preisniveaus im Quartal. Infolgedessen stieg das Operative Ergebnis im Bereich Downstream deutlich auf EUR 1.392 Mio, verglichen mit EUR 449 Mio in Q4/19.

Die Investitionen in Downstream beliefen sich auf EUR 4.519 Mio (Q4/19: EUR 270 Mio) und waren hauptsächlich durch den Erwerb eines zusätzlichen 39%-Anteils an Borealis für USD 4,68 Mrd bedingt. Organische Investitionen in Q4/20 fanden im Wesentlichen in den europäischen Raffinerien sowie im Zuge der Errichtung einer neuen Propan-Dehydrierungsanlage in Belgien durch Borealis statt.

Jänner bis Dezember 2020 im Vergleich zu Jänner bis Dezember 2019

Mit EUR 1.514 Mio sank das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten um 10% verglichen mit der Vorjahresperiode (2019: EUR 1.677 Mio). Die negativen Auswirkungen von Covid-19 auf Nachfrage und Raffineriemargen konnten nicht vollständig durch ein starkes Erdgas- und Retailgeschäft sowie einen hohen positiven Beitrag von Hedges auf Margen kompensiert werden. Die OMV Petrom trug EUR 448 Mio (2019: EUR 387 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream bei.

Die OMV Referenz-Raffineriemarge sank um 45% auf USD 2,4/bbl (2019: USD 4,4/bbl), hauptsächlich bedingt durch negative Effekte infolge der Covid-19-Pandemie. Signifikant niedrigere Margen für Mitteldestillate und niedrigere Margen für Benzin infolge eines schwachen Marktumfelds belasteten die Raffineriemarge erheblich. Geringere Bezugskosten aufgrund gefallener Rohölpreise und gestiegene Schweröl und Naphtha Margen konnten diese Effekte nicht kompensieren. Der Auslastungsgrad der Raffinerien blieb 2020 mit 86% (2019: 97%) trotz der im Zuge der Covid-19-Pandemie ergriffenen Lockdown-Maßnahmen relativ robust. Die Gesamtverkaufsmenge an Raffinerieprodukten sank um 15% auf 17,8 Mio t, da die verhängten Reisebeschränkungen die Nachfrage schwächten. Der Commercial-Bereich verzeichnete niedrigere Verkaufsmengen, insbesondere ging die Nachfrage nach Flugbenzin stark zurück, während die Margen im Commercial-Geschäft stabil blieben. Der Retail-Gewinn stieg trotz einer Abnahme der Retail Verkaufsmengen um 10% infolge von kräftigeren Margen und eines höheren Anteils an Premiumtreibstoffen.

Der Beitrag des Petrochemiegeschäfts ging um 7% auf EUR 224 Mio zurück (2019: EUR 241 Mio). Ursächlich dafür waren hauptsächlich niedrigere Petrochemie-Margen, die teilweise durch leicht höhere Verkaufsmengen an petrochemischen Produkten kompensiert wurden. Die Ethylen/Propylen Netto-Marge nahm um 8% ab. Während sich die Butadien Netto-Marge substanziell verschlechterte, verringerte sich die Benzol Netto-Marge in geringerem Maße.

Der Beitrag von Borealis reduzierte sich leicht auf EUR 300 Mio (2019: EUR 314 Mio). Infolge des Erwerbs einer zusätzlichen 39%-Beteiligung am 29. Oktober 2020 wurde Borealis für die letzten zwei Monate des Jahres 2020 voll konsolidiert. Der Effekt aus der Vollkonsolidierung wurde durch ein schwächeres Marktumfeld, welches zu beträchtlichen Bestandsabwertungen führte, sowie ungeplante Stillstände der Cracker in Stenungsund und Porvoo ausgeglichen. Während die Polyolefin-Margen auf einem stabilen Niveau blieben, stiegen die Polyolefin-Verkaufsmengen aufgrund von höheren Absätzen im Verpackungssektor leicht, was teilweise durch niedrigere Absätze im Automobilsektor kompensiert wurde. Das Düngemittelresultat sank nach einer stabilen Entwicklung im Jahr 2019 hauptsächlich aufgrund von niedrigeren Margen und operativen Einflüssen in Q4/20. Der Beitrag von Borouge war aufgrund eines schwachen Marktumfelds in Asien im ersten Halbjahr leicht rückläufig.

Der Beitrag von ADNOC Refining & Trading betrug 2020 EUR –107 Mio (2019: EUR 8 Mio). Ab Q1/20 wird das Ergebnis von ADNOC Refining & Trading basierend auf Current Cost of Supply (CCS), bereinigt um Lagerhaltungsgewinne/-verluste, berechnet.

Der Geschäftserfolg wurde 2020 von einem schwachen Marktumfeld belastet. Zusätzlich wurde das Resultat durch eine umfangreiche Generalüberholung des Raffineriekomplexes Ruwais, die von Anfang Februar bis in das zweite Quartal 2020 hinein andauerte, negativ beeinflusst. Trotz widriger Marktumstände wurde ADNOC Global Trading Anfang Dezember erfolgreich gestartet.

Der Beitrag des Gasgeschäfts wuchs um 73% auf EUR 337 Mio (2019: EUR 194 Mio), vor allem bedingt durch wesentlich ertragreichere Stromaktivitäten in Rumänien als auch durch signifikant höhere Überschüsse aus den Speichertätigkeiten sowie geringerer Abschreibungen. Gas Connect Austria ist als ein zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen klassifiziert. Starke Unterstützung lieferte die rumänische Stromerzeugung dank günstiger Terminkontrakte, gestiegener Einnahmen aus dem Stromausgleichsmarkt, und einer sich aus der Strompreisregulierung von 2019 ergebenden einmaligen Nachzahlung. Die Erdgas-Verkaufsmengen erhöhten sich signifikant von 136,7 TWh auf 164,0 TWh dank stärkerer Verkäufe in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Österreich.

Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR 1.071 Mio (2019: EUR 31 Mio). Mit dem Abschluss der Borealis-Transaktion nahm die OMV eine Aufwertung des bisherigen 36%-Anteils vor und verbuchte einen Sondereffekt von rund EUR 1,3 Mrd. Bedingt durch die stark gesunkenen Rohölpreise im ersten Halbjahr 2020 wurden CCS Effekte von EUR –425 Mio erfasst. Infolgedessen stieg das Operative Ergebnis im Bereich Downstream um EUR 313 Mio auf EUR 2.160 Mio, verglichen mit EUR 1.847 Mio im Jahr 2019.

Die Investitionen in Downstream beliefen sich auf EUR 4.930 Mio (2019: EUR 2.774 Mio), hauptsächlich hervorgerufen durch den Erwerb eines zusätzlichen 39%-Anteils an Borealis für USD 4,68 Mrd. Im Jahr 2019 waren die Investitionen vor allem auf den Erwerb eines 15%-Anteils an ADNOC Refining und an dem Trading Joint Venture für USD 2,43 Mrd zurückzuführen. Organische Investitionen fanden 2020 im Wesentlichen in den europäischen Raffinerien und bei Borealis statt.

Vorläufiger Konzernabschluss (verkürzt, ungeprüft)

Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q4/20 Q3/20 Q4/19 2020 2019
4.956 3.696 6.074 Umsatzerlöse 16.550 23.461
1.461 95 38 Sonstige betriebliche Erträge 1.877 280
62 42 89 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 38 386
35 59 50 davon Borealis 172 314
6.480 3.833 6.201 Summe Erlöse und sonstige Erträge 18.465 24.127
–3.024 – 1.987 – 3.590 Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) –9.598 – 13.608
–620 – 432 – 426 Produktions- und operative Aufwendungen –1.892 – 1.695
–75 – 67 – 134 Produktionsbezogene Steuern –325 – 496
–546 – 749 – 590 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen –2.418 – 2.302
–546 – 456 – 476 Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen –1.896 – 1.892
–44 – 650 – 73 Explorationsaufwendungen –896 – 229
–111 – 98 – 88 Sonstige betriebliche Aufwendungen –389 – 322
1.513 –607 824 Operatives Ergebnis 1.050 3.582
0 2 0 Dividendenerträge 19 5
49 40 39 Zinserträge 177 169
–70
– 71 – 73 Zinsaufwendungen –280 – 304
–25 – 30 – 13 Sonstiges Finanzergebnis –91 1
–47 –59 –47 Finanzerfolg –175 –129
1.466 –666 777 Ergebnis vor Steuern 875 3.453
480 208 – 320 Steuern vom Einkommen und Ertrag 603 – 1.306
1.946 –458 458 Periodenüberschuss 1.478 2.147
1.880 –487 355 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.258 1.678
25 21 19 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 84 75
41 8 83 davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 136 393
5,75
5,75
–1,49
–1,49
1,09 Ergebnis je Aktie in EUR
1,09 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR
3,85
3,85
5,14
5,13

Gesamtergebnisrechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio
Q4/20 Q3/20 Q4/19 2020 2019
1.946 –458 458 Periodenüberschuss 1.478 2.147
–455 – 434 – 231 Währungsumrechnungsdifferenzen –1.234 39
–53 – 86 36 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges 38 – 45
–28 – 56 – 16 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis –102 – 1
–536 –576 –211 Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden können
–1.298 –7
4 – 43 48 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 4 – 90
–2 1 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Beteiligungen –2 1
9 – 94 7 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die nachfolgend auf den
Buchwert des Grundgeschäfts übertragen werden
–113 95
3 – 0 10 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis –6 – 6
13 –137 67 Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und –118 0
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden
10 21 – 15 Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen
–10 10
–11 27 – 2 Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn - und
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen
18 – 7
–2 48 –17 Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern 8 4
–524 –665 –161 Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern –1.407 –3
1.422 –1.123 297 Gesamtergebnis der Periode 70 2.144
1.437 – 1.114 226 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen –4 1.752
25 21 19 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 84 75
–40 – 30 52 davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen –9 316

Konzernbilanz (ungeprüft)

In EUR Mio
------------ --
31. Dez. 2020 31. Dez. 2019
Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 3.443 4.163
Sachanlagen 19.203 16.479
At-equity bewertete Beteiligungen 8.321 5.151
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.447 2.414
Sonstige Vermögenswerte 103 56
Latente Steuern 1.179 686
Langfristiges Vermögen 35.695 28.950
Vorräte 2.352 1.845
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.316 3.042
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.018 3.121
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 36 11
Sonstige Vermögenswerte 537 297
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.854 2.931
Kurzfristiges Vermögen 12.112 11.248
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 1.464 177
Summe Aktiva 49.271 40.375
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Grundkapital 327 327
Hybridkapital 3.228 1.987
Rücklagen 10.184 10.698
Eigenkapital der OMV Anteilseigner 13.739 13.012
Nicht beherrschende Anteile 6.159 3.851
Eigenkapital 19.899 16.863
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.458 1.111
Anleihen 8.019 5.262
Leasingverbindlichkeiten 943 934
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.280 620
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 3.926 3.872
Sonstige Rückstellungen 576 572
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 454 301
Sonstige Verbindlichkeiten 135 157
Latente Steuern 1.229 1.132
Langfristige Verbindlichkeiten 18.020 13.961
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.304 4.155
Anleihen 850 540
Leasingverbindlichkeiten 141 120
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 703 148
Ertragsteuerverbindlichkeiten 278 332
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 72 87
Sonstige Rückstellungen 304 293
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.095 2.818
Sonstige Verbindlichkeiten 868 903
Kurzfristige Verbindlichkeiten 10.616 9.395
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 736 156
Summe Passiva 49.271 40.375

Eigenkapitalveränderungsrechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio

Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklagen
Sonstige
Rücklagen1
Eigene
Anteile
Eigen
kapital
der OMV
Anteils
eigner
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
1. Jänner 2020 327 1.506 1.987 9.832 –635 –4 13.012 3.851 16.863
Periodenüberschuss 1.341 1.341 136 1.478
Sonstiges Ergebnis der
Periode
–3 –1.258 –1.262 –146 –1.407
Gesamtergebnis der Periode 1.338 –1.258 80 –9 70
Kapitalerhöhung 1.241 1.241 1.241
Dividendenausschüttung und
Hybridkupon
–673 –673 –209 –882
Abgang eigener Anteile 3 1 4 4
Anteilsbasierte Vergütung –3 –3 –3
Erhöhung (+)/Verminderung
(–) nicht beherrschender
Anteile
5 5 2.519 2.524
Umgliederung von Cashflow
Hedges in die Bilanz
73 73 8 81
31. Dezember 2020 327 1.506 3.228 10.502 –1.820 –3 13.739 6.159 19.899

1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsumrechnungsdifferenzen, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.

1. Jänner 2019
Periodenüberschuss
Sonstiges Ergebnis der
Periode
Grund
kapital
327

Kapital
rücklagen
1.511

Hybrid
kapital
1.987

Gewinn
rücklagen
8.830
1.753
–79
Sonstige
Rücklagen1
–744

153
Eigene
Anteile
–6

Eigen
kapital
der OMV
Anteils
eigner
11.905
1.753
74
Nicht
beherr
schende
Anteile
3.436
393
–77
Summe
Eigen
kapital
15.342
2.147
–3
Gesamtergebnis der Periode 1.674 153 1.827 316 2.144
Dividendenausschüttung und
Hybridkupon
–673 –673 –188 –861
Abgang eigener Anteile 3 2 5 5
Anteilsbasierte Vergütung –8 –8 –8
Erhöhung (+)/Verminderung
(–) nicht beherrschender
Anteile
287 287
Umgliederung von Cashflow
Hedges in die Bilanz
–44 –44 –0 –44
31. Dezember 2019 327 1.506 1.987 9.832 –635 –4 13.012 3.851 16.863

1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsumrechnungsdifferenzen, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.

Konzern-Cashflow-Rechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio
Q4/20
Q3/20 Q4/19 2020 2019
1.946 –458 458 Periodenüberschuss 1.478 2.147
561 1.381 615 Abschreibungen und Wertminderungen (+)/Wertaufholungen (–) 3.197 2.395
–589 –258 35 Latente Steuern –846 100
–8 –2 7 Gewinne (–)/Verluste (+) aus Abgängen von Anlagevermögen –12 –7
–165 57 –31 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Rückstellungen –40 –24
–914 –34 –121 Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) –991 –346
830 687 963 Mittelzufluss nach unbaren Posten 2.786 4.264
–50 –91 5 Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Vorräten 288 –260
–757 186 15 Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Forderungen 145 372
656 9 –2 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Verbindlichkeiten –82 –320
679 791 981 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.137 4.056
Investitionen
–564 –388 –605 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –1.960 –2.158
–95 –24 –58 Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte –194 –2.265
–3.815 –51 — Erwerb einbezogener Unternehmen und Geschäftsbetriebe abzüglich liquider Mittel –3.880 –460
Veräußerungen
Veräußerungen
10 40 24 Erlöse aus Anlagevermögen 72 209
15 –0 Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten 15 36
abzüglich liquider Mittel
–4.450 –423 –639 Cashflow aus der Investitionstätigkeit –5.948 –4.638
–23 –81 –490 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von langfristigen Finanzierungen 2.541 396
–7 –3 27 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von kurzfristigen Finanzierungen –96 –22
–659 –0 –86 Dividendenzahlungen –879 –858
1.241 — Hybridanleihe 1.241
–689 1.158 –549 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.808 –484
–5 –24 –13 Währungsdifferenz auf liquide Mittel –66 –22
–4.465 1.502 –219 Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel –69 –1.088
7.334 5.832 3.157 Liquide Mittel Periodenbeginn 2.938 4.026
2.869 7.334 2.938 Liquide Mittel Periodenende 2.869 2.938
15 3 7 davon liquide Mittel, umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen
15 7
2.854 7.331 2.931 In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.854 2.931
ausgewiesen
–3.771 368 342 Freier Cashflow –2.811 –583
–4.430 368 256 Freier Cashflow nach Dividenden –3.690 –1.441

Ausgewählte Erläuterungen zum vorläufigen Konzernabschluss

Gesetzliche Grundlagen

Der vorläufige, verkürzte Konzernabschluss für 2020 wurde in Übereinstimmung mit jenen Bilanzregeln erstellt, die auch der Erstellung des OMV Geschäftsberichts zugrunde liegen werden. Diese stimmen mit den für den Geschäftsbericht 2019 verwendeten Bilanzierungsregeln überein, ausgenommen von den im Folgenden beschriebenen Ausnahmen. Der endgültige, geprüfte Konzernabschluss wird als Teil des Geschäftsberichts 2020 im März 2021 veröffentlicht.

Der vorläufige, verkürzte Konzernabschluss für 2020 ist ungeprüft. Eine externe prüferische Durchsicht wurde nicht durchgeführt.

Der verkürzte Konzernabschluss für 2020 wurde in Millionen Euro (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Zusätzlich zum vorläufigen Konzernabschluss enthält die Beschreibung der OMV Geschäftsbereiche im Lagebericht weitere Informationen zu wichtigen Effekten, die Einfluss auf den vorläufigen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 hatten.

Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen

Die OMV wendet die mit 1. Jänner 2020 in Kraft getretenen Änderungen der IFRS an. Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Ab Q4/20 werden die Wertaufholungen zu Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten in der Position "Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen" mit dem Ziel einer besseren internationalen Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Die Darstellungsänderung hat keine Auswirkung auf das operative Ergebnis.

Anpassung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

In EUR Mio
2019 (alt) Umgliederung 2019 (neu)
Sonstige betriebliche Erträge 315 –35 280
Summe Erlöse und sonstige Erträge 24.162 –35 24.127
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen –2.337 35 –2.302

Konsolidierungskreisänderungen

Im Vergleich zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2019 fanden folgende Änderungen des Konsolidierungskreises statt:

Konsolidierungskreisänderungen

Firma Sitz Art der Veränderung1 Wirksamkeitsdatum
Upstream
OMV Maurice Energy GmbH Wien Entkonsolidierung (I) 31. Oktober 2020
OMV Oil and Gas Exploration GmbH Wien Entkonsolidierung (I) 31. Oktober 2020
PETROM EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED Douglas Entkonsolidierung (I) 31. Oktober 2020
Downstream
OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG Burghausen Erstkonsolidierung 1. April 2020
OMV Deutschland Operations GmbH & Co. KG Burghausen Erstkonsolidierung 1. April 2020
OMV Gas Marketing & Trading d.o.o. Zagreb Entkonsolidierung (L) 30. Juni 2020
Susana Beteiligungsverwaltungs GmbH Wien Erstkonsolidierung (A) 29. Oktober 2020
Borealis AG Wien Anteilserhöhung2 29. Oktober 2020

1 "Erstkonsolidierung" verweist auf bereits bestehende bzw. neu gegründete Tochtergesellschaften, wohingegen "Erstkonsolidierung (A)" bedeutet, dass die Gesellschaft erworben wurde. Gesellschaften die mit "Entkonsolidierung (I)" gekennzeichnet sind, wurden aufgrund Immaterialität entkonsolidiert, wohingegen Gesellschaften, die aufgrund eines

Liquidationsprozesses entkonsolidiert wurden, mit "Entkonsolidierung (L)" gekennzeichnet sind.

2 Infolge der Erhöhung des Anteils an der Borealis AG durch den Erwerb der Susana Beteiligungsverwaltungs GmbH, wurden mehrere Gesellschaften in den Konsolidierungskreis der OMV Aktiengesellschaft entweder als vollkonsolidierte oder als at-equity bewertete Gesellschaften einbezogen.

Am 29. Oktober 2020 erwarb die OMV zusätzliche 39% Anteile an der Borealis AG von Mubadala Investment Company (Abu Dhabi), durch die Akquisition von 100% Anteilen an der Susana Beteiligungsverwaltungs GmbH und erhöhte dadurch ihren Anteil an der Borealis Gruppe von 36% auf 75%. Der Kaufpreis dieser Akquisition betrug USD 4.551 Mio nach den üblichen Anpassungen bei Abschluss der Transaktion.

Die Übernahme ist eine strategische Erweiterung der Wertschöpfungskette der OMV im Bereich der hochwertigen Chemikalien. Dies bietet eine natürliche Absicherung gegen die Zyklizität der einzelnen Wertschöpfungskettenschritte sowohl hinsichtlich der Volumina als auch der Markt-Spreads, wodurch das Risiko der OMV gegenüber volatilen Märkten verringert wird.

OMV Konzernbericht Jänner–Dezember und Q4 2020

  1. Februar 2021

Durch den schrittweisen Erwerb hat die OMV das Recht zur Nominierung der Mehrheit der Mitglieder der Geschäftsleitung erlangt und die wesentlichsten Aktivitäten, die Auswirkungen auf die Einkünfte der Borealis Gruppe haben, werden von der OMV gesteuert. Dadurch erwarb die OMV Kontrolle gemäß IFRS 10 über die Borealis Gruppe.

Kontrollerwerb über die Borealis Gruppe führte zur Beendigung der at-equity Methode gemäß IAS 28 und zur Anwendung der Regeln gemäß IFRS 3. Die bisherigen 36% Anteile der OMV an Borealis wurden zum Zeitpunkt des Erwerbes zum beizulegenden Zeitwert neubewertet. Dies führte zu einem sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von EUR 1.256 Mio. Zusätzlich gab es eine Umgliederung aus dem sonstigen Ergebnis in die sonstigen betrieblichen Erträge über EUR 28 Mio, die im Wesentlichen auf Währungsumrechnungsdifferenzen zurückzuführen ist.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an der Borealis Gruppe wurden zum anteiligen Wert des erworbenen identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Die Transaktion führte zu keinem Ansatz eines Firmenwerts. Der beizulegende Zeitwert der Forderungen entsprach im Wesentlichen deren Buchwert, wobei eine Vereinnahmung aller vertraglichen Cashflows abzüglich Kreditausfälle erwartet wird. Der beizulegende Zeitwert des erworbenen Nettovermögens ist in den untenstehenden Tabellen dargestellt.

Beizulegende Zeitwerte des erworbenen Nettovermögens

In EUR Mio
Borealis
Gruppe
Immaterielle Vermögenswerte 887
Sachanlagen 4.129
At-equity bewertete Beteiligungen 6.134
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 743
Sonstige Vermögenswerte 45
Latente Steuern 39
Langfristiges Vermögen 11.977
Vorräte 1.123
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 684
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 132
Forderungen aus laufenden Ertragssteuern 13
Sonstige Vermögenswerte 310
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 80
Kurzfristiges Vermögen 2.341
Summe Aktiva 14.318
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 457
Anleihen 324
Leasingverbindlichkeiten 139
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.131
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 38
Sonstige Rückstellungen 12
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 32
Sonstige Verbindlichkeiten 2
Latente Steuern 549
Langfristige Verbindlichkeiten 2.683
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 719
Anleihen 5
Leasingverbindlichkeiten 34
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 407
Ertragsteuerverbindlichkeiten 62
Sonstige Rückstellungen 27
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 154
Sonstige Verbindlichkeiten 163
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.571
Summe Verbindlichkeiten 4.254
Nettovermögen 10.064
Nicht beherrschende Anteile –2.524
Erworbenes Nettovermögen 7.540

Vormals gehaltener at-equity bewerteter 36% Anteil - Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung

In EUR Mio
Borealis
Gruppe
Beizulegender Zeitwert 3.590
Buchwert 2.333
Neubewertungsergebnis 1.256
Beträge aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn - und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") 28
Gesamtauswirkung – sonstige betriebliche Erträge 1.284

Berechnung des Firmenwerts

In EUR Mio Borealis
Gruppe
Kaufpreis 3.889
Effekt aus der Absicherung von Fremdwährungsrisiken 61
Beizulegender Zeitwert des vormals gehaltenen at-equity bewerteten 36%-Anteils 3.590
Erworbenes Nettovermögen 7.540
Firmenwert 0

Im Jahr 2020 trug die Borealis Gruppe seit ihrer Einbeziehung in den Konzernabschluss EUR 1.099 Mio zu den konsolidierten Umsatzerlösen und EUR –79 Mio zum Jahresüberschuss des OMV Konzerns bei. Hätte die Akquisition bereits zu Jahresbeginn stattgefunden, wäre der rechnerische Beitrag der Borealis Gruppe auf die konsolidierten Umsatzerlöse der OMV Gruppe EUR 5.866 Mio, auf die unkonsolidierten Umsatzerlöse EUR 6.801 Mio und auf den Jahresüberschuss EUR 302 Mio.

Auswirkung auf den Cashflow

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthielt einen Mittelabfluss von EUR 3.870 Mio aus dem Erwerb der Borealis Gruppe, ausgewiesen in der Zeile "Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel", wie nachfolgend angeführt.

Netto-Mittelabfluss aus dem Erwerb

Bezahlter Kaufpreis Gruppe
3.950
Abzüglich übernommener liquider Mittel –80
Netto-Mittelabfluss aus dem Erwerb 3.870

Auswirkungen auf Ertragssteuern

Aufgrund steuerlicher Synergieeffekte aus der Akquisition von zusätzlichen Anteilen an Borealis AG sind die aktiven latenten Steuern der österreichischen Steuergruppe um ungefähr EUR 500 Mio, unter Berücksichtigung der positiven Steuerergebnisse der nächsten fünf Jahre der Borealis Steuergruppenmitglieder, gestiegen.

Sonstige wesentliche Transaktionen

Upstream

Die OMV plant den Verkauf ihrer Öl Vermögenswerte in Malaysia. Dies führte zu einer Umgliederung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehalten" per 30. November 2020. Die Umgliederung führte zu keiner Wertminderung.

Im Dezember 2020 hat die OMV Petrom (51%-ige Tochtergesellschaft der OMV) den Vertrag zum Verkauf ihrer Vermögenswerte in Kasachstan an Magnetic Oil Limited unterschrieben, was zu einer Umgliederung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehalten" per 31. Dezember 2020 führte.

Downstream

Der geplante Verkauf des 51 %-Anteils der OMV an der Gas Connect Austria GmbH führte zu einer Umgliederung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Gas Connect Konzerns sowie des damit verbundenen Firmenwerts in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehalten" in Q1/20. Zum Zeitpunkt der Umgliederung gab es keine Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Am 23. September 2020 haben die OMV und VERBUND den Transaktionsvertrag unterschrieben. Das Closing wird vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen für die erste Hälfte 2021 erwartet.

Am 14. Dezember 2020 haben sich die OMV und EG Group über den Kauf des OMV Retail-Netzwerks (285 Tankstellen) in Deutschland geeinigt. Das Closing wird, vorbehaltlich benötigter behördlicher Genehmigungen, für 2021 erwartet. Der geplante

Verkauf des deutschen Tankstellengeschäfts führte zu einer Umgliederung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehalten" per 30. Juni 2020. Die Umgliederung führte zu keiner Wertminderung.

Saisonalität und Zyklizität

Saisonalität ist vor allem im Geschäftsbereich Downstream von Bedeutung. Erläuterungen dazu sind im Abschnitt "Geschäftsbereiche" enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Wertminderungen und Wertaufholungen

Upstream

In Q1/20 änderte die OMV die kurzfristigen Preisannahmen wie folgt: Brent USD 40/bbl für 2020 (reduziert von USD 60/bbl) und USD 50/bbl für 2021 (reduziert von USD 70/bbl) sowie realisierter Gaspreis EUR 10/MWh für 2020 (reduziert von EUR 12/MWh). Die Änderung führte zu Wertminderungen vor Steuern von EUR 119 Mio der Sachanlagen (produzierenden Öl- und Gasvermögenswerte), vor allem in Neuseeland.

In Q3/20 hat die OMV ihre Mittelfristplanung aktualisiert und die langfristigen Preisannahmen angepasst. Die langfristigen Annahmen für den Brent-Ölpreis wurden auf 60 USD/bbl real reduziert (von zuvor 75 USD/bbl). Die detaillierten Annahmen für den Brent-Ölpreis lauten wie folgt:

  • ▸ Für 2021 bestätigt die OMV die Ölpreisprognose von 50 USD/bbl.
  • ▸ Die Ölpreiserwartungen für 2022 und 2023 wurden von 70 USD/bbl bzw. 75 USD/bbl auf 60 USD/bbl reduziert.
  • ▸ Für die Jahre 2024 bis 2029 geht die OMV von einem Brent-Rohölpreis von 65 USD/bbl (davor 75 USD/bbl) aus, von dem angenommen wird, dass er bis 2035 allmählich auf 60 USD/bbl sinkt.
  • ▸ Ab 2035 geht die OMV von einem Brent-Rohölpreis von 60 USD/bbl aus.
  • ▸ Alle Annahmen für die Jahre ab 2025 basieren auf realen Werten für 2025.

Dies führte zu weiteren Wertminderungen vor Steuern (Nettoeffekt von Wertminderungen und Wertaufholungen) von EUR 1.012 Mio (Sachanlagevermögen EUR 398 Mio und immaterielle Vermögenswerte EUR 614 Mio) der Vermögenswerte aus Exploration und Evaluierung sowie von in Entwicklung befindlichen und produzierenden Öl- und Gasvermögenswerten, vor allem in Neuseeland, Rumänien, Österreich und Abu Dhabi. Eine etwaige Erhöhung des Diskontierungszinssatzes nach Steuern um 1 Prozentpunkt würde zu zusätzlichen Wertminderungen nach Steuern zwischen EUR 200 Mio und EUR 300 Mio für produzierende Vermögenswerte und Vermögenswerte in der Entwicklungsphase sowie für Vermögenswerte aus Exploration und Evaluierung führen.

Die Covid-19-Pandemie hat weiterhin einen wesentlichen Einfluss auf die Weltwirtschaft. Während sich die Ölpreise im Laufe des vierten Quartals infolge einer Reduzierung des Angebots im Jahr 2020 leicht erhöht haben und trotz der steigenden Erwartung einer erhöhten Nachfrage und weiterer positiver Effekte durch den Beginn der Impfungen, bleiben die Preise nach wie vor höchst volatil. Der jüngste weltweite Anstieg der Covid-19-Fälle, insbesondere in Europa, könnte zu Verzögerungen der erwarteten Erholung der Nachfrage führen, abhängig von der Reaktion der Regierungen und Bürger.

Aufgrund der anhaltend positiven Entwicklung des Brent-Ölpreises (Q3/20: 42,94 USD/bbl vs. Q4/20: 44,16 USD/bbl) als auch des realisierten Gaspreises (Q3/20: 7,27 EUR/MWh vs. Q4/20: 9,26 EUR/MWh) im vierten Quartal 2020 hat die OMV in Q4/20 keine Wertminderungsindikatoren identifiziert.

Downstream

In Q3/20 wurden die langfristigen Preisannahmen für Strom und CO2, unter Berücksichtigung des verbesserten Marktes für Stromerzeugung, angepasst. Dies führte zu einer vollständigen Wertaufholung für das Gaskraftwerk Brazi in Rumänien in Höhe von EUR 107 Mio vor Steuern.

Sonstige Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

In EUR Mio
2020 2019
Umsätze aus Kundenverträgen 16.076 22.616
Umsätze aus anderen Quellen 474 845
Gesamte Umsätze 16.550 23.461

Die sonstigen Umsatzerlöse umfassen hauptsächlich Erlöse aus Warengeschäften, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 "Finanzinstrumente" fallen, die Anpassung der Umsatzerlöse aus der Berücksichtigung des der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteils an der Produktion als Ertragssteueraufwand bei bestimmten Produktionsteilungsverträgen im Upstream-Segment, das Hedging-Ergebnis sowie Miet- und Pachterlöse.

Umsätze aus Kundenverträgen

In EUR Mio
2020
Konzern
bereich &
Upstream Downstream Sonstiges Gesamt
Rohöl, NGL und Kondensate 769 615 1.384
Erdgas und LNG 715 3.280 3.995
Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte 6.932 6.932
Petrochemische Produkte 2.329 2.329
Gasspeicherung, Transit, Verteilung und Transport 11 231 242
Sonstige Produkte und Dienstleistungen 27 1.164 3 1.194
Gesamt 1.521 14.551 3 16.076

Umsätze aus Kundenverträgen

2019
Konzern
bereich &
Upstream Downstream Sonstiges Gesamt
1.228 1.073 2.302
876 4.973 5.849
11.161 11.161
1.768 1.768
20 232 252
24 1.259 2 1.285
2.148 20.466 2 22.616

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q4/20 Q3/20 Q4/19 2020 2019
–109 –50 –285 Laufende Steuern –244 –1.207
589 258 –35 Latente Steuern 846 –100
480 208 –320 Steuern vom Einkommen und Ertrag 603 –1.306
–33 31 41 Effektivsteuersatz in % –69 38

Erläuterung zur Bilanz

Vertragliche Verpflichtungen

Per 31. Dezember 2020 bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von EUR 1.529 Mio (31. Dezember 2019: EUR 1.343 Mio), hauptsächlich in Verbindung mit Explorationsund Produktionstätigkeiten im Bereich Upstream.

Eigenkapital

Am 29. September 2020 hat die Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende von EUR 1,75 pro Aktie genehmigt. Dies führte zu einer Dividendenzahlung von insgesamt EUR 572 Mio an die Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft. Die Dividendenausschüttungen an Minderheitsaktionäre beliefen sich in 2020 auf EUR 209 Mio.

Im Jahr 2020 wurden außerdem Zinszahlungen in Höhe von EUR 101 Mio an Hybridkapitalbesitzer geleistet.

Am 1. September 2020 wurden zwei neue Hybridanleihen mit einem Emissionsvolumen von EUR 1,25 Mrd platziert. Gemäß IFRS wurde der Erlös der Hybridanleihen (abzüglich Emissionskosten) vollständig als Eigenkapital behandelt.

Die Anzahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien betrug per 31. Dezember 2020 297.846 Stück (31. Dezember 2019: 372.613 Stück).

Finanzielle Verbindlichkeiten

Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) exklusive Leasing

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q4/20 Q4/19 Δ %
Anleihen 8.869 5.802 53
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten1 2.130 769 177
Schulden 10.999 6.570 67
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente2 2.869 2.938 –2
Nettoverschuldung 8.130 3.632 124
Eigenkapital 19.899 16.863 18
Verschuldungsgrad in % 41 22 19

1 Inklusive sonstiger verzinslicher Mittel, die auf "zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten" umgegliedert wurden

2 Inklusive liquider Mittel, die auf "zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden

Am 9. April 2020 hat die OMV Anleihen mit einem Gesamtvolumen von EUR 1,75 Mrd begeben. Die Transaktion beinhaltete drei Tranchen: Die erste Tranche von EUR 0,5 Mrd mit einem 1,500%-Coupon ist am 9. April 2024 fällig, die zweite Tranche von EUR 0,5 Mrd mit einem 2,000%-Coupon ist am 9. April 2028 fällig und die dritte Tranche von EUR 0,75 Mrd mit einem 2,375%- Coupon ist am 9. April 2032 fällig.

Am 16. Juni 2020 hat die OMV Anleihen mit einem Gesamtvolumen von EUR 1,5 Mrd begeben. Die Transaktion beinhaltete zwei Tranchen: Die erste Tranche von EUR 0,75 Mrd mit einem 0,000%-Coupon ist am 16. Juni 2023 und die zweite Tranche von EUR 0,75 Mrd mit einem 0,750%-Coupon ist am 16. Juni 2030 fällig.

Fair-Value-Bewertung

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden gemäß Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen (siehe dazu Anhangangabe 2 im OMV Konzernabschluss 2019).

Bemessungshierarchie der finanziellen Vermögenswerte 1 und Nettobetrag zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert

In EUR Mio
31. Dez. 2020 31. Dez. 2019
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Eigenkapitalinstrumente 15 15 24 24
Investmentfonds 35 35
Als Sicherungsinstrumente designierte
und effektive Derivate
71 71 284 284
Sonstige Derivate 69 2.433 2.502 241 2.150 2.391
Sonstige finanzielle Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeitwert2
744 744 721 721
Nettobetrag zu Veräußerungszwecken
gehaltene Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten 98 98 8 8
Gesamt 104 2.602 759 3.465 241 2.443 745 3.428

1 Exklusive zu Veräußerungszwecken gehaltener Vermögenswerte

2 Enthält einen Vermögenswert hinsichtlich der Neufeststellung von Reserven aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno-Russkoje und bedingte Gegenleistungen aus dem Verkauf des 30 %-Anteils am Feld Rosebank und aus der Veräußerung der OMV (U.K.) Limited

Bemessungshierarchie der finanziellen Verbindlichkeiten
--------------------------------------------------------- -- -- --
31. Dez. 2020 31. Dez. 2019
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
98 97 237 237
70 2.349 2.418 266 1.976 2.241
70 2.446 2.516 266 2.213 2.478

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, für die der

beizulegende Zeitwert angegeben wird1

In EUR Mio
Stufe des beizulegenden Zeitwerts
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
31. Dez. 2020
Anleihen 64 64 64
Finanzielle Vermögenswerte 64 64 64
Anleihen 8.869 9.652 9.352 300
Sonstige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten 1.983 2.002 2.002
Finanzielle Verbindlichkeiten 10.852 11.654 9.352 2.302
31. Dez. 2019
Anleihen 78 77 5 72
Finanzielle Vermögenswerte 78 77 5 72
Anleihen 5.802 6.317 6.317
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 769 792 792
Finanzielle Verbindlichkeiten 6.570 7.109 6.317 792

1 Exklusive Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auf "zu Veräußerungszwecken gehalten" umgegliedert wurden

Segmentberichterstattung

Umsätze mit anderen Segmenten

In EUR Mio
Q4/20 Q3/20 Q4/19 Δ%1 2020 2019 Δ%
632 460 920 –31 Upstream 2.178 3.656 –40
9 15 20 –53 Downstream 63 84 –25
82 89 85 –3 Konzernbereich und Sonstiges 348 341 2
724 565 1.025 –29 Gesamt 2.589 4.081 –37

Umsätze mit Dritten

In EUR Mio
Q4/20 Q3/20 Q4/19 Δ%1 2020 2019 Δ%
370 372 667 –45 Upstream 1.527 2.583 –41
4.586 3.322 5.406 –15 Downstream 15.019 20.874 –28
1 1 1 –7 Konzernbereich und Sonstiges 4 4 18
4.956 3.696 6.074 –18 Gesamt 16.550 23.461 –29

Umsätze (nicht konsolidiert)

In EUR Mio
Q4/20 Q3/20 Q4/19 Δ%1 2020 2019 Δ%
1.002 832 1.587 –37 Upstream 3.705 6.239 –41
4.595 3.338 5.426 –15 Downstream 15.082 20.958 –28
83 91 86 –3 Konzernbereich und Sonstiges 352 345 2
5.680 4.260 7.099 –20 Gesamt 19.139 27.542 –31

Segment und Konzernergebnis

In EUR Mio
Q4/20 Q3/20 Q4/19 Δ%1 2020 2019 Δ%
153 –1.044 448 –66 Operatives Ergebnis Upstream –1.137 1.879 n.m.
1.392 444 449 n.m. Operatives Ergebnis Downstream 2.160 1.847 17
–19 –12 –36 46 Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges –56 –91 38
1.526 –612 861 77 Operatives Ergebnis Segment Summe 967 3.636 –73
–12 5 –36 66 Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 83 –54 n.m.
1.513 –607 824 84 OMV Konzern Operatives Ergebnis 1.050 3.582 –71
–47 –59 –47 0 Finanzergebnis –175 –129 –35
1.466 –666 777 89 OMV Konzern Ergebnis vor Steuern 875 3.453 –75

1 Q4/20 gegenüber Q4/19

Vermögenswerte1

In EUR Mio

31. Dez. 2020 31. Dez. 2019
Upstream 12.662 15.049
Downstream 9.721 5.315
Konzernbereich und Sonstiges 262 277
Summe 22.646 20.642

1 Segmentvermögenswerte bestehen aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Vermögenswerte, die in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert.

Ergänzende Angaben

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Im Jahr 2020 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem OMV Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen, ausgenommen Transaktionen mit OJSC Severneftegazprom, die nicht auf Marktpreisen, sondern auf Kosten zuzüglich einer definierten Marge basieren.

Wesentliche Transaktionen mit at-equity bewerteten Beteiligungen

In EUR Mio
2020 2019
Umsätze Zukäufe und Umsätze Zukäufe und
und sonstige erhaltene und sonstige erhaltene
Erträge Leistungen Erträge Leistungen
Abu Dhabi Polymers Company Limited (Borouge) 16 0
Borealis AG 897 31 1.284 42
Borouge Pte. Ltd. 40 51
GENOL Gesellschaft m.b.H.1 93 1 196 2
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 51 68 76 59
Enerco Enerji Sanayi Ve Ticaret A.Ş. 0 0 9
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH 0 27 0 34
OJSC Severneftegazprom 133 179
Trans Austria Gasleitung GmbH2 10 23 10 22

12019 beinhaltet Transaktionen mit der GENOL Gesellschaft m.b.H. wie auch der GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG, wobei 2020 nur Transaktionen mit der GENOL Gesellschaft m.b.H. enthält (der Geschäftsbetrieb der GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG wurde im Oktober 2019 in die GENOL Gesellschaft m.b.H. übertragen).

2 Die Trans Austria Gasleitung GmbH wurde in Q1/20 auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert.

Ausstehende Salden mit at-equity bewerteten Beteiligungen

In EUR Mio
31. Dez. 2020 31. Dez. 2019
Ausleihungen 753
Geleistete Anzahlungen 16
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 78 84
Sonstige Forderungen 7 41
Vertragsvermögen 7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 106 63
Sonstige Verbindlichkeiten 143 1
Vertragsverbindlichkeiten 144 170

Dividendenerträge von at-equity bewerteten Beteiligungen

In EUR Mio
2020 2019
Abu Dhabi Oil Refining Company 34
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC 5
Borealis AG 108 297
Bayport Polymers LLC 21
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH 1
GENOL Gesellschaft m.b.H.1 0 1
OJSC Severneftegazprom 14 6
Pearl Petroleum Company Limited 25 31
PEGAS CEGH Gas Exchange Services GmbH 1 1
Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A. 1
Trans Austria Gasleitung GmbH2 16 14
Gesamtkonzern 191 384

1 2019 beinhaltet Dividenden der GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG, wobei 2020 Dividenden der GENOL Gesellschaft m.b.H. enthält (der Geschäftsbetrieb der GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG wurde im Oktober 2019 in die GENOL Gesellschaft m.b.H. übertragen).

2 Die Trans Austria Gasleitung GmbH wurde in Q1/20 auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert.

Die Ausleihungen beinhalteten im Wesentlichen Inanspruchnahmen im Rahmen eines Gesellschafterdarlehens an Bayport Polymers. Der Buchwert sowie damit verbundene abgegrenzte Zinsen belief sich zum 31. Dezember 2020 auf EUR 735 Mio. Die offenen Finanzierungszusagen gegenüber Bayport Polymers betrugen per 31. Dezember 2020 EUR 407 Mio.

Informationen über Unternehmen mit staatlichem Naheverhältnis sind dem OMV Konzernabschluss 2019 (Anhangangabe 35 "Nahestehende Unternehmen") zu entnehmen. Bis zur Veröffentlichung des vorläufigen Konzernabschlusses für die Periode 2020 gab es keine Änderungen.

Am 12. März 2020 haben die OMV und die Mubadala Investment Company den Kaufvertrag für den Erwerb des zusätzlichen 39%- Anteils an der Borealis AG unterzeichnet. Nähere Details können dem Abschnitt "Konsolidierungskreisänderungen" entnommen werden.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 3. Februar 2021, hat der Aufsichtsrat der OMV Aktiengesellschaft eine Neuorganisation der OMV Gruppe beschlossen, die eine Teilung und Erweiterung des bisherigen Bereiches Refining & Petrochemical Operations in Refining und Chemicals & Materials vorsieht. Diese Strukturänderung trägt der Vorwärtsintegration in den Chemiesektor Rechnung, die mit der Übernahme der Mehrheitsanteile an Borealis eingeleitet wurde. Damit ist die OMV organisatorisch konsequent entlang der gesamten erweiterten Wertschöpfungskette aufgestellt und kann alle relevanten Verantwortlichkeiten für den Petrochemie- und Chemiebereich in einem Ressort bündeln.

Der OMV Aufsichtsrat hat Alfred Stern (56) als Vorstandsmitglied für den Bereich Chemicals & Materials bestellt.

Die Änderung der OMV Unternehmensstruktur sowie die neue Vorstandsbestellung treten mit 1. April 2021 in Kraft.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte vorläufige und ungeprüfte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wien, 4. Februar 2021

Der Vorstand

Rainer Seele e.h. Vorstandsvorsitzender, und Generaldirektor

Reinhard Florey e.h. Finanzvorstand

Johann Pleininger e.h. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Chief Upstream Operations Officer

Thomas Gangl e.h. Chief Downstream Operations Officer

Elena Skvortsova e.h. Chief Commercial Officer

Weitere Angaben

Nächste Ereignisse

  • ▸ OMV Konzern Trading Update Q1/21: 9. April 2021
  • ▸ OMV Konzernbericht Jänner–März 2021: 29. April 2021
  • ▸ OMV Ordentliche Hauptversammlung: 2. Juni 2021

Der gesamte OMV Finanzkalender und zusätzliche Informationen sind unter www.omv.com zu finden.

OMV Kontakte

Florian Greger, Vice President and Head of Investor Relations Tel.: +43 1 40440-21600; e-mail: [email protected]

Andreas Rinofner, Public Relations Tel.: +43 1 40440-21472; e-mail: [email protected]