Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

OMV AG Interim / Quarterly Report 2020

Apr 29, 2020

751_10-q_2020-04-29_4c98c53f-2703-4548-9a6b-a2ffc8a93d0a.pdf

Interim / Quarterly Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Die Energie für ein besseres Leben.

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht (verkürzt, ungeprüft)
Konzern-Performance 4
Ausblick 8
Geschäftsbereiche 9
Upstream 9
Downstream 11
Konzernzwischenabschluss (verkürzt, ungeprüft) 13
Erklärung des Vorstands
Weitere Angaben

Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen

Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "glauben", "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen der OMV sowie der OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle der OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen.

Weder die OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. Die OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der OMV dar.

OMV Konzernbericht Jänner–März 2020 mit verkürztem Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2020

Leistungskennzahlen 1

Konzern

  • ► CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten um 8% auf EUR 699 Mio gesunken
  • ► Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten von EUR 316 Mio, CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten von EUR 0,97
  • ► Hoher Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von EUR 1.121 Mio
  • ► Organischer freier Cashflow vor Dividenden von EUR 594 Mio
  • ► CCS ROACE vor Sondereffekten bei 11%
  • ► Lost-Time Injury Rate bei 0,15

Upstream

  • ► Produktion unverändert bei 472 kboe/d
  • ► Produktionskosten gesunken auf USD 6,4/boe

Downstream

  • ► OMV Referenz-Raffineriemarge stieg auf USD 4,9/bbl
  • ► Erdgas-Verkaufsmengen um 26% auf 48,0 TWh gestiegen

Wichtige Ereignisse

Hinweis: Zahlen in den folgenden Tabellen lassen sich möglicherweise aufgrund von Rundungsdifferenzen nicht aufaddieren. Die Differenzen zwischen den Prozentsätzen werden im gesamten Dokument in Prozentpunkten angezeigt.

1 Die genannten Werte beziehen sich auf Q1/20; als Vergleichsgrößen dienen, sofern nicht abweichend gekennzeichnet, die Quartalswerte des Vorjahrs.

Lagebericht (verkürzt, ungeprüft)

Konzern-Performance

Ergebnisse auf einen Blick

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/20 Q4/19 Q1/19 Δ% 1 2019
4.760 6.074 5.403 – 12 Umsatzerlöse 2 23.461
699 781 759 – 8 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3 3.536
137 459 393 – 65 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Upstream 3 1.951
501 385 374 34 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Downstream 3 1.677
– 15 – 31 – 12 – 24 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Konzernbereich und Sonstiges 3 – 67
77 – 33 4 n.m. Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung – 25
33 43 34 – 1 CCS Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten in % 38
420 420 482 – 13 CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 3 2.121
316 310 346 – 9 Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 3, 4 1.624
0,97 0,95 1,06 – 9 CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR 3 4,97
699 781 759 – 8 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3 3.536
– 165 7 12 n.m. Sondereffekte 5 – 64
– 453 37 – 5 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 110
81 824 766 – 89 Operatives Ergebnis Gruppe 3.582
– 9 448 406 n.m. Operatives Ergebnis Upstream 1.879
– 18 449 407 n.m. Operatives Ergebnis Downstream 1.847
– 20 – 36 – 24 18 Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges – 91
128 – 36 – 23 n.m. Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung – 54
– 77 – 47 – 28 – 175 Finanzerfolg – 129
5 777 738 – 99 Ergebnis vor Steuern 3.453
n.m. 41 33 n.m. Steuerquote des Konzerns in % 38
– 68 458 496 n.m. Periodenüberschuss 2.147
– 159 355 354 n.m. Den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss 4 1.678
– 0,49 1,09 1,08 n.m. Ergebnis je Aktie in EUR 5,14
1.121 981 866 29 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 4.056
481 342 – 124 n.m. Freier Cashflow vor Dividenden – 583
481 256 – 124 n.m. Freier Cashflow nach Dividenden – 1.441
594 378 418 42 Organischer freier Cashflow vor Dividenden 6 2.119
3.232 3.633 2.205 47 Nettoverschuldung exklusive Leasing 3.633
4.262 4.686 3.186 34 Nettoverschuldung inklusive Leasing 4.686
19 22 14 6 Verschuldungsgrad exklusive Leasing in % 22
469 773 881 – 47 Investitionen 7 4.916
422 746 404 4 Organische Investitionen 8 2.251
11 11 12 – 2 CCS ROACE vor Sondereffekten in % 3 11
8 11 12 – 3 ROACE in % 11
19.702 19.845 20.225 – 3 Mitarbeiteranzahl 19.845
0,15 0,28 0,39 – 62 Lost-Time Injury Rate pro 1 Mio Arbeitsstunden 0,34

1 Q1/20 gegenüber Q1/19

2 Umsatzerlöse exklusive Mineralölsteuer

3 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen können unter der Tabelle "Sondereffekte und CCS Effekte" gefunden werden

4 Nach Abzug des den Hybridkapitalbesitzern sowie den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnenden Periodenüberschusses

5 Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird der Ausweis von Sondereffekten als angemessen betrachtet. Zur Darstellung vergleichbarer Ergebnisse müssen bestimmte Positionen hinzugefügt oder abgezogen werden. Sondereffekte von at-equity bewerteten Beteiligungen und temporären Effekten aus dem Rohstoff-Hedging für wesentliche Hedging-Transaktionen werden berücksichtigt.

6 Der organische freie Cashflow vor Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit und exklusive

Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen).

7 Investitionen beinhalten Akquisitionen.

8 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.

Erstes Quartal 2020 (Q1/20) im Vergleich zum ersten Quartal 2019 (Q1/19)

Die Konzernumsatzerlöse sanken um 12% auf EUR 4.760 Mio. Dies ist auf das generell ungünstigere Umfeld für Rohstoffpreise weltweit zurückzuführen. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verringerte sich um 8% von EUR 759 Mio auf EUR 699 Mio. Das Upstream-Ergebnis betrug EUR 137 Mio (Q1/19: EUR 393 Mio). Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Downstream belief sich auf EUR 501 Mio (Q1/19: EUR 374 Mio). Die Konsolidierungszeile ergab in Q1/20 EUR 77 Mio (Q1/19: EUR 4 Mio). Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten der OMV Petrom kam auf EUR 203 Mio (Q1/19: EUR 262 Mio).

Die CCS Konzernsteuerquote vor Sondereffekten blieb mit 33% auf einem ähnlichen Niveau wie in Q1/19 (34%). Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten fiel auf EUR 420 Mio (Q1/19: EUR 482 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten lag bei EUR 316 Mio (Q1/19: EUR 346 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten betrug EUR 0,97 (Q1/19: EUR 1,06).

In Q1/20 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –165 Mio verzeichnet (Q1/19: EUR 12 Mio). Der Rückgang entstand primär aus Wertanpassungen von Upstream-Assets in Neuseeland, Tunesien und Österreich infolge aktualisierter kurzfristiger Öl- und Gaspreisannahmen. In Q1/20 summierten sich die CCS Effekte auf EUR –453 Mio. Das Operative Konzernergebnis sank um 89% auf EUR 81 Mio (Q1/19: EUR 766 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum Operativen Konzernergebnis ging um 35% auf EUR 173 Mio zurück (Q1/19: EUR 268 Mio).

Das Finanzergebnis betrug EUR –77 Mio (Q1/19: EUR –28 Mio) hauptsächlich wegen der negativen Kursentwicklung des Russischen Rubels. Die hohe Konzernsteuerquote in Q1/20 ergab sich generell aufgrund des niedrigen Ergebnisses aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie Ergebnisbeiträgen aus Hochsteuerregionen des Upstream-Segments. Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss verringerte sich auf EUR –159 Mio (Q1/19: EUR 354 Mio). Das Ergebnis je Aktie betrug EUR –0,49 (Q1/19: EUR 1,08).

Per 31. März 2020 betrug die Nettoverschuldung exklusive Leasing EUR 3.232 Mio, verglichen mit EUR 2.205 Mio per 31. März 2019. Der Verschuldungsgrad exklusive Leasing erhöhte sich auf 19% (31. März 2019: 14%). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf niedrigere liquide Mittel infolge größerer Akquisitionen im Jahr 2019 zurückzuführen.

Die gesamten Investitionen beliefen sich auf EUR 469 Mio (Q1/19: EUR 881 Mio). Die Investitionen in Q1/19 beinhalteten eine Zahlung in Höhe von USD 540 Mio für den Erwerb eines 50%-Anteils am neu gegründeten Unternehmen SapuraOMV. In Q1/20 stiegen die organischen Investitionen um 4% auf EUR 422 Mio (Q1/19: EUR 404 Mio).

Sondereffekte und CCS Effekte
In EUR Mio
Q1/20 Q4/19 Q1/19 Δ% 1 2019
699 781 759 – 8 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 3.536
– 165 7 12 n.m. Sondereffekte – 64
– 3 – 4 – 9 n.m. davon Personallösungen – 34
– 117 – 25 – 1 n.m. davon Wertminderungen und Zuschreibungen – 39
0 – 8 12 n.a. davon Anlagenverkäufe 5
– 44 44 10 n.m. davon Sonstiges 4
– 453 37 – 5 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 110
81 824 766 – 89 Operatives Ergebnis Gruppe 3.582

1 Q1/20 gegenüber Q1/19

2 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte

Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird die Offenlegung von Sondereffekten als angemessen erachtet. Um vergleichbare Werte wiedergeben zu können, werden bestimmte Ergebnis beeinflussende Effekte hinzugefügt oder abgezogen. Diese Effekte können in vier Unterkategorien unterteilt werden: Personallösungen, Wertminderungen und Zuschreibungen, Anlagenverkäufe und Sonstiges.

Des Weiteren wird der Current Cost of Supply (CCS) Effekt aus dem Jahresergebnis eliminiert, um ein effektives Performance-Management in einem Umfeld mit volatilen Preisen sowie Vergleichbarkeit mit Mitbewerbern ermöglichen zu können. Der CCS Effekt, auch als Lagerhaltungsgewinne und -verluste bezeichnet, ist die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen, basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitende Durchschnittskosten), zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse führen. Diese Leistungskennzahl erhöht die Transparenz der Ergebnisse und wird üblicherweise in der Erdölindustrie verwendet. Die OMV veröffentlicht daher diese Kennzahl zusätzlich zum gemäß IFRS ermittelten operativen Ergebnis.

Cashflow

Konzern-Cashflow-Rechnung (Kurzfassung)
In EUR Mio
Q1/20 Q4/19 Q1/19 Δ%1 2019
838 963 1.196 – 30 Mittelzufluss nach unbaren Posten 4.264
1.121 981 866 29 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 4.056
– 641 – 639 – 990 35 Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 4.638
481 342 – 124 n.m. Freier Cashflow – 583
– 606 – 549 – 230 – 164 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit – 484
– 38 – 13 – 9 n.m. Währungsdifferenz auf liquide Mittel – 22
– 162 – 219 – 363 55 Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel – 1.088
2.938 3.157 4.026 – 27 Liquide Mittel Periodenbeginn 4.026
2.776 2.938 3.664 – 24 Liquide Mittel Periodenende 2.938
7 7 n.a. davon liquide Mittel, umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen
7
2.769 2.931 3.664 – 24 In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
ausgewiesen
2.931
481 256 – 124 n.m. Freier Cashflow nach Dividenden – 1.441
594 378 418 42 Organischer freier Cashflow vor Dividenden 2 2.119

1 Q1/20 gegenüber Q1/19

2 Der organische freie Cashflow vor Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit und exklusive Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen).

Erstes Quartal 2020 (Q1/20) im Vergleich zum ersten Quartal 2019 (Q1/19)

Der Mittelzufluss nach unbaren Posten sank in Q1/20 auf EUR 838 Mio (Q1/19: EUR 1.196 Mio), wesentlich beeinflusst durch ein verschlechtertes Marktumfeld. Net-Working-Capital-Positionen führten zu einem Mittelzufluss von EUR 283 Mio, während sie in Q1/19 zu einem Mittelabfluss von EUR –330 Mio führten. Als Ergebnis betrug der Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Q1/20 EUR 1.121 Mio (Q1/19: EUR 866 Mio).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verzeichnete einen Mittelabfluss von EUR –641 Mio, verglichen mit EUR –990 Mio in Q1/19. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf einen Mittelabfluss von EUR –460 Mio resultierend aus dem Erwerb eines 50%-Anteils am neu gegründeten Unternehmen SapuraOMV in Q1/19 zurückzuführen.

Der freie Cashflow belief sich folglich auf EUR 481 Mio (Q1/19: EUR –124 Mio).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von EUR –606 Mio, verglichen mit EUR –230 Mio in Q1/19, im Wesentlichen bedingt durch die Rückzahlung einer Anleihe von EUR 500 Mio in Q1/20.

Der freie Cashflow nach Dividenden verbesserte sich in Q1/20 auf EUR 481 Mio (Q1/19: EUR –124 Mio).

Der organische freie Cashflow vor Dividenden erhöhte sich auf EUR 594 Mio (Q1/19: EUR 418 Mio).

Risikomanagement

Als internationaler Öl- und Gaskonzern mit Aktivitäten, die von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen bis zum Handel und zur Vermarktung von Mineralölprodukten und Gas reichen, ist die OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt – unter anderem finanziellen und Marktrisiken, operativen sowie strategischen Risiken. Eine detaillierte Beschreibung der Risiken und der Risikomanagementaktivitäten kann dem OMV Geschäftsbericht 2019 (Seite 80–82) entnommen werden.

Die wesentlichen Unsicherheiten, welche die Ergebnisse des OMV Konzerns beeinflussen können, bleiben Rohstoffpreise, Währungskursschwankungen und operative sowie politische und regulatorische Risiken. Die Entwicklung des Rohstoffpreisrisikos wird laufend überwacht und bei Bedarf werden entsprechende Cashflow-Sicherungsmaßnahmen getroffen. Das inhärente Risikopotenzial der Sicherheits- und Umweltrisiken wird durch Programme für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment = HSSE) und Risikomanagement überwacht, mit der klaren Zielsetzung, die Risiken der OMV im Rahmen der branchenüblichen Standards zu halten.

Durch die globale Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) haben sich das gesellschaftliche Leben schlagartig verändert und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erheblich verschlechtert. Die Eindämmungsmaßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Weltwirtschaft genommen und dazu geführt, dass es zu einem starken Nachfragerückgang an Produkten und Leistungen kommt. Gleichzeitig kam es auf dem Weltmarkt zu einem erhöhten Angebot an Rohöl, ausgelöst durch Konflikte bedeutender Ölproduzenten. Umfang und Dauer der wirtschaftlichen Auswirkungen können aus heutiger Sicht nicht verlässlich eingeschätzt werden. Die aktuellen Entwicklungen werden von der OMV überwacht und die Auswirkungen auf den Cashflow und die

OMV Konzernbericht Jänner–März 2020

29. April 2020

Liquidität des Konzerns werden regelmäßig neu bewertet. Die OMV setzt in dieser Situation gezielte Maßnahmen, um die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens und die Versorgungssicherheit mit Energie zu gewährleisten. Dabei haben die Gesundheit und das Wohlergehen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oberste Priorität. Zugleich setzt die OMV gezielte Maßnahmen, um die Finanzkraft des Unternehmens sicherzustellen, insbesondere durch Reduzierung von Investitionen, Senkung der Kosten und die Verschiebung von Akquisitionen.

Aus heutiger Sicht gehen wir, aufgrund der oben beschriebenen Maßnahmen davon aus, dass die Unternehmensfortführung nicht beeinträchtigt ist.

Weitere Details zu den aktuellen Risiken können dem Kapitel "Ausblick" des Lageberichts entnommen werden.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Bezüglich der Angaben zu den wesentlichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen wird auf den Anhang des Konzernzwischenabschlusses verwiesen.

Ausblick

Der Ausbruch des Coronavirus (COVID-19) und die Bemühungen diesen einzudämmen beeinflussen die Weltwirtschaft und haben in der Folge eine negative Auswirkung auf die Preise von und die Nachfrage nach Ölprodukten und Rohöl. Die Auswirkungen von COVID-19 sind im Ausblick gemäß Wissensstand der OMV zum Publikationstag berücksichtigt.

Marktumfeld

Die OMV erwartet für das Jahr 2020 einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von USD 40/bbl (vorherige Prognose: USD 60/bbl; 2019: USD 64/bbl). Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird in 2020 bei EUR 10/MWh erwartet (vorherige Prognose: niedriger als im Vorjahr; 2019: EUR 11,9/MWh).

Konzern

► Organische Investitionen (inklusive aktivierter E&A-Ausgaben und exklusive Akquisitionen) werden sich im Jahr 2020 voraussichtlich auf unter EUR 1,8 Mrd belaufen (vorherige Prognose: EUR 2,4 Mrd; 2019: EUR 2,3 Mrd).

Upstream

  • ► Die OMV erwartet für das Jahr 2020 eine Gesamtproduktion zwischen 440 kboe/d und 470 kboe/d (vorherige Prognose: rund 500 kboe/d; 2019: 487 kboe/d), abhängig von der Sicherheitslage in Libyen und auferlegten Produktionskürzungen durch Regierungen.
  • ► Organische Investitionen in Upstream (inklusive aktivierter E&A-Ausgaben und exklusive Akquisitionen) werden sich im Jahr 2020 voraussichtlich auf EUR 1,1 Mrd belaufen (vorherige Prognose: rund EUR 1,6 Mrd; 2019: EUR 1,6 Mrd).
  • ► Im Jahr 2020 werden Explorations- und Evaluierungsausgaben (E&A) in Höhe von EUR 250 Mio prognostiziert (vorherige Prognose: EUR 350 Mio; 2019: EUR 360 Mio).

Downstream

  • ► Die Raffineriemarge wird bei rund USD 4/bbl erwartet (vorherige Prognose: über USD 5/bbl; 2019: USD 4,4/bbl).
  • ► Die Petrochemie-Margen werden auf dem Niveau des Vorjahres erwartet (vorherige Prognose: leicht unter EUR 400/t; 2019: EUR 433/t).
  • ► Die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte wird 2020 unter jener von 2019 prognostiziert (vorherige Prognose: ähnliches Niveau wie im Vorjahr; 2019: 20,9 Mio t). Für die OMV Märkte werden die Retail-Margen und die Commercial-Margen auf dem Niveau des Vorjahres erwartet.
  • ► Der Auslastungsgrad der Raffinerien in Europa wird bei rund 80% liegen (vorherige Prognose: rund 95%; 2019: 97%). Für das Jahr 2020 ist keine Generalüberholung der Raffinerien in Europa geplant.
  • ► Die Erdgas-Verkaufsmengen im Jahr 2020 sollten über jenen von 2019 liegen (2019: 137 TWh).

Geschäftsbereiche

Upstream

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/20 Q4/19 Q1/19 Δ% 1 2019
588 896 812 – 28 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, 3.722
Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen zum Anlagevermögen
137 459 393 – 65 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 1.951
– 146 – 11 13 n.m. Sondereffekte – 71
– 9 448 406 n.m. Operatives Ergebnis 1.879
335 489 792 – 58 Investitionen 2 2.070
112 120 69 62 Explorationsausgaben 360
119 73 46 157 Explorationsaufwendungen 229
6,44 6,39 6,81 – 5 Produktionskosten in USD/boe 6,61
Operative Kennzahlen
472 505 474 – 1 Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen in kboe/d 487
183 214 195 – 6 davon Öl- und NGL-Produktion in kboe/d 209
289 291 280 3 davon Erdgasproduktion in kboe/d 279
16,6 19,7 17,5 – 5 Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl 76,1
153,6 156,2 146,7 5 Erdgasproduktion in bcf 593,1
446 477 427 4 Gesamtverkaufsmenge an Kohlenwasserstoffen in kboe/d 464
182 211 173 5 davon Öl- und NGL-Verkaufsmenge in kboe/d 210
264 266 254 4 davon Erdgas-Verkaufsmenge in kboe/d 253
50,10 63,08 63,13 – 21 Durchschnittlicher Brent-Preis in USD/bbl 64,21
46,78 60,96 60,01 – 22 Durchschnittlich realisierter Rohölpreis in USD/bbl 3 61,66
3,71 3,81 4,72 – 21 Durchschnittlich realisierter Gaspreis in USD/1.000 cf 3 4,08
10,99 11,26 13,58 – 19 Durchschnittlich realisierter Gaspreis in EUR/MWh 3, 4 11,91
1,103 1,107 1,136 – 3 Durchschnittlicher EUR-USD-Wechselkurs 1,120

1 Q1/20 gegenüber Q1/19

2 Investitionen beinhalten Akquisitionen, insbesondere in Q1/19 die Zahlung in Höhe von USD 540 Mio für den Erwerb eines 50%-Anteils am neu gegründeten Unternehmen SapuraOMV.

3 Die durchschnittlich realisierten Preise beinhalten Hedging-Effekte.

4 Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird unter Verwendung eines einheitlichen Brennwerts über das ganze Portfolio in MWh umgerechnet.

Erstes Quartal 2020 (Q1/20) im Vergleich zum ersten Quartal 2019 (Q1/19)

► Produktion konstant bei 472 kboe/d

► Produktionskosten auf USD 6,4/boe gesenkt

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank deutlich von EUR 393 Mio in Q1/19 auf EUR 137 Mio. Ein ungünstigeres Marktumfeld sowie eine geringere operative Performance hatten einen negativen Effekt auf das Ergebnis. Reduzierte Abschreibungen konnten dies nur zum Teil kompensieren. Netto-Markteffekte in Höhe von EUR –235 Mio beeinflussten das Ergebnis negativ. Ursächlich waren wesentlich niedrigere durchschnittlich realisierte Öl- und Gaspreise. Diese wurden durch Hedging-Effekte und günstige Fremdwährungseffekte teilweise kompensiert. Die operative Performance reduzierte das Ergebnis um EUR 59 Mio und ist im Wesentlichen auf die Abschreibungen von Explorations- und Erkundungsbohrungen in Österreich, Neuseeland und Malaysia zurückzuführen. Dies wurde durch gestiegene Verkaufsmengen, vor allem aufgrund des Produktionsstarts des Offshore-Gasfelds Larak in Malaysia sowie aufgrund von höheren Liftings in Norwegen, teilweise kompensiert. Geringere Abschreibungen in Höhe von EUR –38 Mio hatten einen positiven Effekt. Hauptursache waren die Reservenanpassungen in Neuseeland in Q4/19. Die OMV Petrom trug in Q1/20 EUR 33 Mio zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten bei. In Q1/19 waren es EUR 174 Mio.

In Q1/20 wurden Netto-Sondereffekte von EUR –146 Mio erfasst (Q1/19: EUR 13 Mio). Der Rückgang ergibt sich hauptsächlich aus negativen Wertanpassungen von Assets in Neuseeland, Tunesien und Österreich infolge aktualisierter kurzfristiger Öl- und Gaspreisannahmen. Das Operative Ergebnis verringerte sich deutlich auf EUR –9 Mio (Q1/19: EUR 406 Mio).

Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren sanken um 5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf USD 6,4/boe. Die Produktionskosten der OMV Petrom verringerten sich auf USD 10,9/boe.

Die Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen war mit 472 kboe/d unverändert. Eine geringere Produktion in Libyen aufgrund höherer Gewalt sowie eine leicht reduzierte Produktion in Russland und Rumänien wurden teilweise durch den Produktionsstart des Offshore-Gasfelds Larak in Malaysia kompensiert. Die Produktion der OMV Petrom fiel vornehmlich als Folge des natürlichen Förderrückgangs um 3 kboe/d auf 150 kboe/d. Die Gesamtverkaufsmenge an Kohlenwasserstoffen stieg auf 446 kboe/d (Q1/19: 427 kboe/d) infolge der bereits erwähnten Aufnahme der Produktion in Malaysia sowie höheren Liftings in Norwegen. Diese

Effekte wurden durch geringere Verkaufsvolumina in Russland teilweise kompensiert. In Q1/20 gab es wie auch in Q1/19 keine Liftings in Libyen.

Nachdem es bei einem "OPEC+" -Treffen am 6. März zu keiner Einigung über weitere Produktionskürzungen kam, sanken die Ölpreise in Q1/20 stark. Darüber hinaus wirkte sich die COVID-19-Pandemie ebenfalls stark negativ auf die Rohölnachfrage aus. Dies führte zusätzlich zu fallenden Preisen. Der durchschnittliche Brent-Preis sank im Quartalsvergleich um 21% auf USD 50/bbl. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns verringerte sich um 22%. Die europäischen Gasmärkte wurden durch eine Kombination aus vollen Speichern sowie wärmeren Temperaturen als erwartet negativ beeinflusst. Zusätzlich zu diesem schwachen Marktumfeld gab es ab Mitte März 2020 in ganz Europa wesentliche negative Auswirkungen durch COVID-19. Ein deutliches globales LNG-Überangebot, das durch massive Kapazitätserweiterungen ausgelöst wurde, führte zu sinkenden Gaspreisen. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in USD/1.000 cf sank um 21%. Die realisierten Gaspreise wurden in Q1/20 durch einen Hedging-Effekt von EUR 9 Mio positiv beeinflusst.

Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben betrugen in Q1/20 EUR 335 Mio (Q1/19: EUR 792 Mio). Die Investitionen in Q1/19 beinhalteten vor allem eine Zahlung in Höhe von USD 540 Mio für den Erwerb eines 50%-Anteils am neu gegründeten Unternehmen SapuraOMV. Organische Investitionen in Q1/20 wurden vorwiegend in Rumänien, Norwegen, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Neuseeland getätigt. Die Explorationsausgaben, vor allem für Aktivitäten in Neuseeland, Malaysia und Österreich, stiegen in Q1/20 um 62% auf EUR 112 Mio.

Downstream

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/20 Q4/19 Q1/19 Δ% 1 2019
634 526 506 25 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, 2.223
Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen zum Anlagevermögen 2
501 385 374 34 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 1.677
93 35 70 32 davon Petrochemie 241
54 50 72 – 25 davon Borealis 314
– 7 18 n.a. n.a. davon ADNOC Refining & Trading 8
92 84 78 18 davon Gas 194
– 14 23 11 n.m. Sondereffekte 31
– 504 40 22 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 139
– 18 449 407 n.m. Operatives Ergebnis 1.847
128 270 83 54 Investitionen 3 2.774
Operative Kennzahlen
4,93 5,02 4,04 22 OMV Referenz-Raffineriemarge in USD/bbl 4 4,44
459 363 452 2 Ethylen/Propylen Netto-Marge in EUR/t 4, 5 433
94 98 98 – 4 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 97
4,60 5,17 4,79 – 4 Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte in Mio t 20,94
1,44 1,64 1,45 – 1 davon Retail-Verkaufsmengen in Mio t 6,53
0,61 0,59 0,63 – 2 davon Petrochemie in Mio t 2,34
48,03 44,71 38,06 26 Erdgas-Verkaufsmengen in TWh 136,71

Hinweis: Ab Q1/20 wurde die Berichtsstruktur des Downstream-Segments geändert, um die Tätigkeiten des Downstream-Geschäfts umfassend wiederzugeben. Ausschließlich zu Vergleichszwecken werden die Zahlen früherer Berichtsperioden auf dieselbe Weise dargestellt.

1 Q1/20 gegenüber Q1/19

2 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen können unter der Tabelle "Sondereffekte und CCS Effekte" gefunden werden

3 Investitionen beinhalten Akquisitionen, insbesondere den Erwerb eines 15%-Anteils an ADNOC Refining und an einem Trading Joint Venture in Q3/19 in Höhe von USD 2,43 Mrd.

4 Die tatsächlich von der OMV realisierten Raffinerie- und Petrochemiemargen können aufgrund von Faktoren wie einer anderen Rohölzusammensetzung, oder Produktausbeute und

anderen Betriebsbedingungen oder einem anderen Grundstoff von der OMV Referenz-Raffineriemarge, von der Ethylen/Propylen Netto-Marge und von den Marktmargen abweichen. 5 Berechnet auf Basis von West European Contract Prices (WECP) mit Naphtha als Grundstoff

Erstes Quartal 2020 (Q1/20) im Vergleich zum ersten Quartal 2019 (Q1/19)

► Raffinerie-Auslastungsgrad blieb in Q1/20 trotz eines Rückgangs in der zweiten Märzhälfte auf einem hohen Level von 94%

  • ► Signifikanter, positiver Ergebnisbeitrag von Hedges auf Margen von Mitteldestillaten
  • ► Starker Ergebnisbeitrag vom Retail- und Petrochemiegeschäft

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg merklich um 34% auf EUR 501 Mio (Q1/19: EUR 374 Mio). Ursächlich dafür waren ein Einmaleffekt aus der Monetarisierung von CO2-Zertifikaten, ein hoher, positiver Beitrag von Hedges auf Margen von Mitteldestillaten sowie ein starkes Retail- und Petrochemiegeschäft. Die OMV Petrom trug EUR 137 Mio (Q1/19: EUR 83 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream bei.

Die OMV Referenz-Raffineriemarge wuchs um 22% auf USD 4,9/bbl (Q1/19: USD 4,0/bbl). Während Mitteldestillatmargen sanken, stiegen die Margen für Leichtdestillate und für Schweröl. Aufgrund von verringerten Rohölpreisen sanken die Bezugskosten merklich. Der Auslastungsgrad der Raffinerien blieb in Q1/20, trotz verschärfter Reisebeschränkungen infolge von COVID-19 in der zweiten Märzhälfte, auf einem hohen Niveau von 94% (Q1/19: 98%). Die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte sank um 4% auf 4,6 Mio t, ebenfalls infolge der erwähnten Reisebeschränkungen. Das Retail-Ergebnis stieg mit den höheren Margen, trotz leicht niedrigerer Verkaufsmengen. Das Commercial-Geschäft konnte das Ergebnis aus Q1/19 dank höherer Margen, trotz niedrigerer Mengen, leicht übertreffen. In Q1/19 profitierte es von einem Raffinerieausfall eines Mitbewerbers.

Der Beitrag des Petrochemiegeschäfts stieg um 32% auf EUR 93 Mio (Q1/19: EUR 70 Mio). Haupttreiber dafür waren gesunkene Kosten des Rohstoffgemisches, das neben Naphtha auch andere Vorprodukte beinhaltet. Die Ethylen/Propylen Netto-Marge stieg leicht, während die Benzol Netto-Marge, die in Q1/19 von einem Überangebot im Markt beeinflusst worden war, stark stieg. Die Butadien Netto-Marge verringerte sich substanziell.

Der Beitrag von Borealis reduzierte sich um EUR 18 Mio auf EUR 54 Mio (Q1/19: EUR 72 Mio). Ursächlich war ein niedrigerer Ergebnisbeitrag von Borouge aufgrund eines schwachen Marktumfelds in Asien. Das Düngemittelgeschäft verbesserte sich dank gesunkener Erdgaspreise und gestiegener Mengen.

Der Beitrag von ADNOC Refining & Trading betrug in Q1/20 EUR –7 Mio. Ab Q1/20 wird das Ergebnis von ADNOC Refining & Trading basierend auf Current Cost of Supply (CCS), bereinigt um Lagerhaltungsgewinne/-verluste, berechnet. Das Ergebnis in

OMV Konzernbericht Jänner–März 2020

29. April 2020

Q1/20 wurde durch eine umfangreiche Generalüberholung des Raffineriekomplexes Ruwais, die von Anfang Februar bis Mitte April andauerte, negativ beeinflusst. Zusätzlich belastete ein schwaches Marktumfeld in Asien das Ergebnis. Das Trading JV befindet sich aktuell in der Gründungsphase.

Der Beitrag vom Gasgeschäft wuchs um 18% auf EUR 92 Mio (Q1/19: EUR 78 Mio), vor allem bedingt durch ein höheres Ergebnis aus dem Speichergeschäft. Die Gas Connect Austria wurde als zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen neu klassifiziert. Die Erdgas-Verkaufsmengen erhöhten sich signifikant von 38,1 TWh auf 48,0 TWh aufgrund von höheren Verkaufsmengen in Rumänien, den Niederlanden und Belgien. Der Anstieg der Erdgas-Verkaufsmengen in Rumänien ist teilweise auf Zuteilungen zum regulierten Gasmarkt zurückzuführen.

Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR –14 Mio (Q1/19: EUR 11 Mio) und ergaben sich hauptsächlich aus der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate. In Q1/20 wurden CCS Effekte von EUR –504 Mio erfasst, bedingt durch stark gesunkene Rohölpreise. Infolgedessen fiel das Operative Ergebnis im Bereich Downstream auf EUR –18 Mio, verglichen mit EUR 407 Mio in Q1/19.

Die Investitionen in Downstream beliefen sich auf EUR 128 Mio (Q1/19: EUR 83 Mio). Organische Investitionen in Q1/20 fanden im Wesentlichen in den europäischen Raffinerien und im Retail-Geschäft statt.

Konzernzwischenabschluss (verkürzt, ungeprüft)

Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/20 Q4/19 Q1/19 2019
4.760 6.074 5.403 Umsatzerlöse 23.461
203 72 109 Sonstige betriebliche Erträge 315
– 45 89 87 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 386
54 50 72 davon Borealis 314
4.918 6.235 5.600 Summe Erlöse und sonstige Erträge 24.162
– 2.961 – 3.590 – 3.211 Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) – 13.608
– 438 – 426 – 386 Produktions- und operative Aufwendungen – 1.695
– 111 – 134 – 124 Produktionsbezogene Steuern – 496
– 633 – 624 – 549 Abschreibungen und Wertminderungen – 2.337
– 470 – 476 – 459 Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen – 1.892
– 119 – 73 – 46 Explorationsaufwendungen – 229
– 104 – 88 – 59 Sonstige betriebliche Aufwendungen – 322
81 824 766 Operatives Ergebnis 3.582
0 0 0 Dividendenerträge 5
34 39 41 Zinserträge 169
– 75 – 73 – 75 Zinsaufwendungen – 304
– 36 – 13 6 Sonstiges Finanzergebnis 1
– 77 – 47 – 28 Finanzergebnis – 129
5 777 738 Ergebnis vor Steuern 3.453
– 73 – 320 – 242 Steuern vom Einkommen und Ertrag – 1.306
– 68 458 496 Periodenüberschuss 2.147
– 159 355 354 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.678
19 19 19 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 75
72 83 123 davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 393
– 0,49 1,09 1,08 Ergebnis je Aktie in EUR 5,14
– 0,49 1,09 1,08 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 5,13

Gesamtergebnisrechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio
Q1/20 Q4/19 Q1/19 2019
– 68 458 496 Periodenüberschuss 2.147
– 338 – 231 90 Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer 39
Geschäftsbetriebe
373 36 – 59 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges – 45
– 6 – 16 1 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen – 1
Ergebnis
29 – 211 32 Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und – 7
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können
100 48 – 78 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten – 90
Plänen
1 0 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Beteiligungen 1
– 1 7 65 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die nachfolgend 95
auf den Buchwert des Grundgeschäfts übertragen werden
– 1 10 9 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen – 6
Ergebnis
98 67 – 4 Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und 0
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden
– 84 – 15 15 Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und 10
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen
– 13 – 2 – 16 Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und – 7
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen
– 97 – 17 – 2 Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern 4
31 – 161 26 Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern – 3
– 38 297 523 Gesamtergebnis der Periode 2.144
– 127 226 441 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.752
19 19 19 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 75
70 52 63 davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 316

Konzernbilanz (ungeprüft)

In EUR Mio 31. März 2020 31. Dez. 2019
Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 3.864 4.163
Sachanlagen 15.333 16.479
At-equity bewertete Beteiligungen 4.941 5.151
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.985 2.414
Sonstige Vermögenswerte 58 56
Latente Steuern 660 686
Langfristiges Vermögen 27.841 28.950
Vorräte 1.441 1.845
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.610 3.042
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 6.405 3.121
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 14 11
Sonstige Vermögenswerte 341 297
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2 2.769 2.931
Kurzfristiges Vermögen 13.579 11.248
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 927 177
Summe Aktiva 42.348 40.375
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Grundkapital 327 327
Hybridkapital 1.987 1.987
Rücklagen 10.597 10.698
Eigenkapital der OMV Anteilseigner 12.911 13.012
Nicht beherrschende Anteile 3.927 3.851
Eigenkapital 16.838 16.863
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 949 1.111
Anleihen 5.263 5.262
Leasingverbindlichkeiten 908 934
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 151 620
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 3.600 3.872
Sonstige Rückstellungen 548 572
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 809 301
Sonstige Verbindlichkeiten 147 157
Latente Steuern 1.070 1.132
Langfristige Verbindlichkeiten 13.445 13.961
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.455 4.155
Anleihen 44 540
Leasingverbindlichkeiten 116 120
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 402 148
Ertragsteuerverbindlichkeiten 327 332
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 94 87
Sonstige Rückstellungen 300 293
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6.116 2.818
Sonstige Verbindlichkeiten 806 903
Kurzfristige Verbindlichkeiten 11.659 9.395
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 406 156
Summe Passiva 42.348 40.375

Eigenkapitalveränderungsrechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio

Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklagen
Sonstige
Rücklagen 1
Eigene
Anteile
Eigen
kapital
der OMV
Anteils
eigner
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
1. Jänner 2020 327 1.506 1.987 9.832 – 635 – 4 13.012 3.851 16.863
Periodenüberschuss - - - – 141 - - – 141 72 – 68
Sonstiges Ergebnis der - - - 91 – 58 - 33 – 2 31
Periode
Gesamtergebnis der Periode - - - – 50 – 58 - – 108 70 – 38
Anteilsbasierte Vergütung - 1 - - - - 1 - 1
Umgliederung von Cashflow - - - - 6 - 6 5 11
Hedges in die Bilanz
31. März 2020 327 1.507 1.987 9.782 – 687 – 4 12.911 3.927 16.838

1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.

Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklagen
Sonstige
Rücklagen 1
Eigene
Anteile
Eigen
kapital
der OMV
Anteils
eigner
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
1. Jänner 2019 327 1.511 1.987 8.830 – 744 – 6 11.905 3.436 15.342
Erstanpassung aus IFRS 16 - - - – 1 - - – 1 - – 1
Angepasste Werte 327 1.511 1.987 8.829 – 744 – 6 11.904 3.436 15.340
1. Jänner 2019
Periodenüberschuss - - - 373 - - 373 123 496
Sonstiges Ergebnis der - - - – 78 164 - 87 – 60 26
Periode
Gesamtergebnis der - - - 295 164 - 459 63 523
Periode
Anteilsbasierte Vergütung - 1 - - - - 1 - 1
Erhöhung (+)/Verminderung
(–) nicht beherrschender
Anteile - - - - - - - 309 309
Umgliederung von Cashflow - - - - 7 - 7 - 7
Hedges in die Bilanz
31. März 2019 327 1.513 1.987 9.124 – 573 – 6 12.372 3.808 16.180

1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.

Konzern-Cashflow-Rechnung (verkürzt, ungeprüft)

Q1/20 Q4/19 Q1/19 2019
– 68 458 496 Periodenüberschuss 2.147
711 615 562 Abschreibungen und Wertminderungen (+)/Zuschreibungen (–) 2.395
– 81 35 20 Latente Steuern 100
– 0 7 – 13 Gewinne (–)/Verluste (+) aus Abgängen von Anlagevermögen – 7
8 – 31 35 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Rückstellungen – 24
268 – 121 97 Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) – 346
838 963 1.196 Mittelzufluss nach unbaren Posten 4.264
360 5 – 172 Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Vorräten – 260
333 15 – 180 Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Forderungen 372
– 410 – 2 22 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Verbindlichkeiten – 320
1.121 981 866 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 4.056
Investitionen
– 584 – 605 – 518 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen – 2.158
– 56 – 58 – 77 Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte – 2.265
– 14 – 460 Erwerb einbezogener Unternehmen und Geschäftsbetriebe abzüglich liquider – 460
Mittel
Veräußerungen
13 24 48 Erlöse aus Anlagevermögen 209
0 0 17 Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten
abzüglich liquider Mittel
36
– 641 – 639 – 990 Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 4.638
– 558 – 490 – 366 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von langfristigen Finanzierungen 396
– 48 27 137 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von kurzfristigen Finanzierungen – 22
– 0 – 86 0 Dividendenzahlungen – 858
– 606 – 549 – 230 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit – 484
– 38 – 13 – 9 Währungsdifferenz auf liquide Mittel – 22
– 162 – 219 – 363 Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel – 1.088
2.938 3.157 4.026 Liquide Mittel Periodenbeginn 4.026
2.776 2.938 3.664 Liquide Mittel Periodenende 2.938
7 7 davon liquide Mittel, umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen
7
2.769 2.931 3.664 In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
ausgewiesen
2.931
481 342 – 124 Freier Cashflow – 583
481 256 – 124 Freier Cashflow nach Dividenden – 1.441

Ausgewählte Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss

Gesetzliche Grundlagen

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für 1. Jänner bis 31. März 2020 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben und sollte zusammen mit dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2019 gelesen werden.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für Q1/20 ist ungeprüft. Eine externe prüferische Durchsicht wurde nicht durchgeführt.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für Q1/20 wurde in Millionen Euro (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Zusätzlich zum Konzernzwischenabschluss enthält die Beschreibung der OMV Geschäftsbereiche im Lagebericht weitere Informationen zu wichtigen Effekten, die Einfluss auf den Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2020 hatten.

Bilanzierungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze vom 31. Dezember 2019 werden im Wesentlichen unverändert angewandt. Die mit 1. Jänner 2020 in Kraft getretenen Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Konsolidierungskreisänderungen

Im Vergleich zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2019 fanden keine Änderungen des Konsolidierungskreises statt.

Sonstige wesentliche Transaktionen Downstream

Am 12. März 2020 haben die OMV und Mubadala Investment Company, die in Abu Dhabi ansässige strategische Investmentgesellschaft, den Kaufvertrag von USD 4,68 Mrd für den Erwerb des zusätzlichen 39%-Anteils an der Borealis AG unterzeichnet, wobei der OMV sämtliche nach dem 31. Dezember 2019 ausgeschütteten Dividenden hinsichtlich des genannten zusätzlichen Anteils an Borealis zustehen. Die am 26. März 2020 unterschriebene Anpassungsvereinbarung zu dem geschlossenen Kaufvertrag sieht vor, dass der Kaufpreis von der OMV in zwei Tranchen gezahlt werden soll: USD 2,34 Mrd beim Closing der Transaktion sowie USD 2,34 Mrd bis spätestens zum 31. Dezember 2021 mit einer marktüblichen Verzinsung ab dem Closing. Die OMV hat die Option, den aufgeschobenen Betrag zur Gänze oder teilweise beim Closing der Transaktion oder nach dem Closing zu jedem Monatsletzten bis zum 31. Dezember 2021 zu bezahlen.

Die OMV plant den Verkauf des 51%-Anteiles an der Gas Connect Austria GmbH. Dies führte zu einer Umgliederung der Vermögensverwerte und Verbindlichkeiten des Gas Connect Konzerns sowie des damit verbundenen Firmenwerts in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehalten". Zum Zeitpunkt der Umgliederung gab es keine Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung.

Saisonalität und Zyklizität

Saisonalität ist vor allem im Geschäftsbereich Downstream von Bedeutung. Erläuterungen dazu sind im Abschnitt "Geschäftsbereiche" enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Wertminderungsaufwendungen

Upstream

Der globale Ausbruch des Coronavirus (COVID-19) sowie die Bemühungen diesen einzudämmen haben die Weltwirtschaft wesentlich beeinflusst und zu einem starken Rückgang in der Nachfrage an Produkten und Leistungen geführt. Folglich kam es zu einem deutlichen Abwärtsdruck auf Öl- und Gaspreise, der zu einer Anpassung der kurzfristigen Öl- und Gaspreisannahmen der OMV führte. Die Ölpreisannahmen für Brent sind USD 40/bbl für 2020 (reduziert von USD 60/bbl) und USD 50/bbl für 2021 (reduziert von USD 70/bbl); der erwartete realisierte Gaspreis für 2020 ist EUR 10/MWh (reduziert von EUR 12/MWh). Die Änderung der kurzfristigen Annahmen führte zu Wertminderungen nach Steuern von EUR 84 Mio der produzierenden Öl- und Gasvermögenswerte, vor allem in Neuseeland. Es wird nicht davon ausgegangen, dass die Änderung der kurzfristig erwarteten Öl- und Gaspreise einen sofortigen Einfluss auf das Explorations- und Evaluierungsportfolio hat, da die wesentlichsten Vermögenswerte die Produktion nicht in naher Zukunft aufnehmen werden.

Umfang und Dauer der wirtschaftlichen Auswirkungen können aus heutiger Sicht nicht verlässlich eingeschätzt werden. Die OMV setzt die Analyse der Marktentwicklungen fort und plant, die Auswirkungen auf die langfristigen Preisannahmen in den nächsten Quartalen neu zu bewerten. Weiters würden langfristige Preisannahmen von USD 60/bbl für Brent-Rohöl und EUR 13/MWh für realisierte Gaspreise zu Wertminderungen nach Steuern zwischen EUR 700 Mio und EUR 900 Mio für alle produzierenden Vermögenswerte und Vermögenswerte in der Entwicklungsphase führen, ohne Maßnahmen zur Reduktion von Kosten und zur Senkung von Investitionen oder andere Änderungen in der weiteren Entwicklung zu berücksichtigen.

Vorratsbewertung

1–3/20 wurde wesentlich durch Nettowertminderungen von Vorräten in Höhe von EUR 74 Mio beeinflusst, die auf den signifikanten Preisverfall zurückzuführen sind.

Umsatzerlöse
In EUR Mio
1–3/20 1–3/19
Umsätze aus Kundenverträgen 4.683 5.358
Umsätze aus anderen Quellen 78 45
Gesamte Umsätze 4.760 5.403

Die sonstigen Umsatzerlöse umfassen hauptsächlich Nettoerlöse aus Warenverkaufs- und -beschaffungsgeschäften, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, die Anpassung der Umsatzerlöse aus der Berücksichtigung des der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteils an der Produktion als Ertragssteueraufwand bei bestimmten Produktionsteilungsverträgen im Upstream-Segment, das Hedging-Ergebnis sowie Miet- und Pachterlöse.

Umsätze aus Kundenverträgen

In EUR Mio
1–3/20
Konzern
bereich&
Upstream Downstream Sonstiges Gesamt
Rohöl, NGL und Kondensate 269 162 432
Erdgas und LNG 214 1.052 1.266
Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte 2.136 2.136
Petrochemische Produkte 432 432
Gasspeicherung, Transit, Verteilung und Transport 4 57 61
Sonstige Produkte und Dienstleistungen 7 348 1 357
Gesamt 495 4.187 1 4.683

Umsätze aus Kundenverträgen

In EUR Mio 1–3/19
Konzern
bereich&
Upstream Downstream Sonstiges Gesamt
Rohöl, NGL und Kondensate 272 179 451
Erdgas und LNG 235 1.386 1.621
Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte 2.407 2.407
Petrochemische Produkte 468 468
Gasspeicherung, Transit, Verteilung und Transport 6 52 58
Sonstige Produkte und Dienstleistungen 7 345 1 353
Gesamt 520 4.838 1 5.358

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/20 Q4/19 Q1/19 2019
– 154 – 285 – 222 Laufende Steuern – 1.207
81 – 35 – 20 Latente Steuern – 100
– 73 – 320 – 242 Steuern vom Einkommen und Ertrag – 1.306
n.m. 41 33 Effektivsteuersatz in % 38

Erläuterungen zur Bilanz

Vertragliche Verpflichtungen

Per 31. März 2020 bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von EUR 1.273 Mio (31. Dezember 2019: EUR 1.343 Mio), hauptsächlich in Verbindung mit Explorations- und Produktionstätigkeiten im Bereich Upstream.

Eigenkapital

In 1–3/20 wurden keine Dividenden ausgeschüttet und keine Zinsen für Hybridkapital an Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft gezahlt. Für das Jahr 2019 wird bei der Hauptversammlung am 29. September 2020 eine Dividendenzahlung in Höhe von EUR 2,00 pro Aktie vorgeschlagen werden.

In 1–3/20 gab es keine Dividendenausschüttungen an Minderheitsaktionäre. Die Anzahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien betrug per 31. März 2020 372.613 Stück (31. Dezember 2019: 372.613 Stück).

Finanzielle Verbindlichkeiten

Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) exklusive Leasing

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/20 Q4/19 Δ %
Anleihen 5.308 5.802 – 9
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1 699 769 – 9
Schulden 6.007 6.570 – 9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2 2.776 2.938 – 6
Nettoverschuldung 3.232 3.632 – 11
Eigenkapital 16.838 16.863 – 0
Verschuldungsgrad in % 19 22 – 3

1 Inklusive sonstiger verzinslicher Mittel, die auf "zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten" umgegliedert wurden

2 Inklusive liquider Mittel, die auf "zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden

Am 10. Februar 2020 hat die OMV einen Eurobond in Höhe von EUR 500 Mio getilgt.

Fair-Value-Bewertung

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden gemäß Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen (siehe dazu Anhangangabe 2 im OMV Konzernabschluss 2019).

Bemessungshierarchie
In EUR Mio
31. März 2020 31. Dez. 2019
Finanzielle Vermögenswerte inklusive
zu Veräußerungszwecken gehaltener
Vermögenswerte Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Eigenkapitalinstrumente 19 19 24 24
Als Sicherungsinstrumente designierte
und effektive Derivate
407 407 284 284
Sonstige Derivate 1.276 4.911 6.187 241 2.150 2.391
Sonstige finanzielle Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeitwert 1
709 709 721 721
Nettobetrag von zu Veräußerungszwecken
gehaltenen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten
7 7 8 8
Summe 1.276 5.325 729 7.330 241 2.443 745 3.428
31. März 2020 31. Dez. 2019
Finanzielle Verbindlichkeiten Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Verbindlichkeiten aus als 173 173 237 237
Sicherungsinstrumente designierten und
effektiven Derivaten
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 1.252 4.649 5.901 266 1.976 2.241
Summe 1.252 4.822 6.074 266 2.213 2.478

1 Enthält einen Vermögenswert hinsichtlich der Neufeststellung von Reserven aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno Russkoje und bedingte Gegenleistungen aus dem Verkauf des 30%-Anteils am Feld Rosebank und aus der Veräußerung der OMV (U.K.) Limited

Zum 31. März 2020 entsprechen mit Ausnahme der Anleihen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind (EUR 77 Mio, enthält Anleihen, die in die Position "Zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte" umgegliedert wurden in Höhe von EUR 7 Mio), die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte deren beizulegenden Zeitwerten. Der beizulegende Zeitwert der Anleihen belief sich auf EUR 76 Mio (31. Dezember 2019: EUR 77 Mio) und enthält beizulegende Zeitwerte in Höhe von EUR 7 Mio, die in die Position "Zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte" umgegliedert wurden.

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten (ohne Leasingverbindlichkeiten) in Höhe von insgesamt EUR 6.007 Mio (31. Dezember 2019: EUR 6.570 Mio) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der geschätzte beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten beträgt EUR 6.521 Mio (31. Dezember 2019: EUR 7.109 Mio). Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen deren beizulegenden Zeitwerten, da diese Verbindlichkeiten überwiegend kurzfristige Fälligkeiten aufweisen.

Segmentberichterstattung

Umsätze mit anderen Segmenten
In EUR Mio
Q1/20 Q4/19 Q1/19 Δ% 1 2019
673 920 863 – 22 Upstream 3.656
23 20 23 4 Downstream 84
88 85 85 3 Konzernbereich und Sonstiges 341
784 1.025 971 – 19 Gesamt 4.081

Umsätze mit Dritten

In EUR Mio
Q1/20 Q4/19 Q1/19 Δ% 1 2019
499 667 517 – 3 Upstream 2.583
4.260 5.406 4.886 – 13 Downstream 20.874
1 1 1 47 Konzernbereich und Sonstiges 4
4.760 6.074 5.403 – 12 Gesamt 23.461

Umsätze (nicht konsolidiert)

In EUR Mio
Q1/20 Q4/19 Q1/19 Δ% 1 2019
1.171 1.587 1.380 – 15 Upstream 6.239
4.284 5.426 4.908 – 13 Downstream 20.958
89 86 86 4 Konzernbereich und Sonstiges 345
5.545 7.099 6.374 – 13 Gesamt 27.542

Segment und Konzernergebnis

5 777 738 – 99 OMV Konzern Ergebnis vor Steuern 3.453
– 77 – 47 – 28 – 175 Finanzergebnis – 129
81 824 766 – 89 OMV Konzern Operatives Ergebnis 3.582
128 – 36 – 23 n.m. Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung – 54
– 47 861 789 n.m. Operatives Ergebnis Segment Summe 3.636
– 20 – 36 – 24 18 Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges – 91
– 18 449 407 n.m. Operatives Ergebnis Downstream 1.847
– 9 448 406 n.m. Operatives Ergebnis Upstream 1.879
Q1/20 Q4/19 Q1/19 Δ% 1 2019
In EUR Mio

1 Q1/20 gegenüber Q1/19

Vermögenswerte 1

In EUR Mio
31. März 2020 31. Dez. 2019
Upstream 14.302 15.049
Downstream 4.623 5.315
Konzernbereich und Sonstiges 272 277
Summe 19.198 20.642

1 Segmentvermögenswerte bestehen aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Vermögenswerte, die in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert.

Ergänzende Angaben

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

In 1–3/20 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem OMV Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen, ausgenommen Transaktionen mit OJSC Severneftegazprom, die nicht auf Marktpreisen, sondern auf Kosten zuzüglich einer definierten Marge basieren.

Wesentliche Transaktionen mit at-equity bewerteten

Beteiligungen

In EUR Mio
1–3/20 1–3/19
Umsätze Zukäufe und Umsätze Zukäufe und
und sonstige erhaltene und sonstige erhaltene
Erträge Leistungen Erträge Leistungen
Borealis 311 10 339 12
GENOL Gesellschaft m.b.H. 1 31 0 44 1
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 13 24 37 13
Enerco Enerji Sanayi ve Ticaret A.Ş. 0 6
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH 0 8 0 6
OJSC Severneftegazprom 44 46
Trans Austria Gasleitung GmbH 3 5 3 5

12019 beinhaltet Transaktionen mit der GENOL Gesellschaft m.b.H wie auch der GENOL Gesellschaft m.b.H & Co KG, wobei 2020 nur Transaktionen mit der GENOL Gesellschaft m.b.H enthält (der Geschäftsbetrieb der GENOL Gesellschaft m.b.H & Co KG wurde im Oktober 2019 in die GENOL Gesellschaft m.b.H übertragen).

Ausstehende Salden mit at-equity bewerteten Beteiligungen

31. Dez. 2019
84
41
63
1
170

Dividendenausschüttungen von at-equity bewerteten Beteiligungen

In EUR Mio
1–3/20 1–3/19
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC 5
Borealis AG 108 144
Pearl Petroleum Company Limited 13 5
Gesamtkonzern 126 149

Informationen über Unternehmen mit staatlichem Naheverhältnis sind dem OMV Konzernabschluss 2019 (Anhangangabe 35 – Nahestehende Unternehmen) zu entnehmen. Bis zur Veröffentlichung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses für die Periode 1– 3/20 gab es keine Änderungen.

Am 12. März 2020 haben die OMV und Mubadala Investment Company den Kaufvertrag für den Erwerb des zusätzlichen 39%- Anteils an der Borealis AG unterzeichnet. Nähere Details können dem Abschnitt "Sonstige wesentliche Transaktionen" entnommen werden.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 9. April 2020 hat die OMV Anleihen mit einem Gesamtvolumen von EUR 1,75 Mrd begeben. Die Transaktion beinhaltet drei Tranchen. Die erste Tranche von EUR 0,5 Mrd mit einem 1,500%-Coupon ist am 9. April 2024 fällig, die zweite Tranche von EUR 0,5 Mrd mit einem 2,000%-Coupon ist am 9. April 2028 fällig und die dritte Tranche von EUR 0,75 Mrd mit einem 2,375%-Coupon ist am 9. April 2032 fällig.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, und dass der Konzernlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkung auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, 29. April 2020

Der Vorstand

Rainer Seele e.h. Vorstandsvorsitzender, Generaldirektor und Chief Marketing Officer

Reinhard Florey e.h. Finanzvorstand

Johann Pleininger e.h. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Chief Upstream Operations Officer

Thomas Gangl e.h. Chief Downstream Operations Officer

Weitere Angaben

Nächste Ereignisse

  • ► OMV Konzern Trading Update Q2/20: 8. Juli 2020
  • ► OMV Konzernbericht Jänner–Juni und Q2 2020: 29. Juli 2020
  • ► OMV Ordentliche Hauptversammlung: 29. September 2020

Der gesamte OMV Finanzkalender und zusätzliche Informationen sind unter www.omv.com zu finden.

OMV Kontakte

Florian Greger, Vice President und Leiter Investor Relations Tel.: +43 1 40440-21600; E-Mail: [email protected]

Andreas Rinofner, Public Relations Tel.: +43 1 40440-21472; E-Mail: [email protected]