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OMV AG Interim / Quarterly Report 2020

Jul 29, 2020

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Interim / Quarterly Report

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Q2 Quartalsbericht 2020

Die Energie für ein besseres Leben.

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht (verkürzt, ungeprüft)
Konzern-Performance 4
Ausblick 9
Geschäftsbereiche 10
Upstream 10
Downstream 12
Konzernzwischenabschluss (verkürzt, ungeprüft) 15
Erklärung des Vorstands 27
Weitere Angaben

Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen

Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "glauben", "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen der OMV sowie der OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle der OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen.

Weder die OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. Die OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der OMV dar.

OMV Konzernbericht Jänner–Juni und Q2 2020 mit verkürztem Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020

Leistungskennzahlen 1

Konzern

  • ► CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten um 86% auf EUR 145 Mio gesunken
  • ► Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten von EUR 65 Mio, CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten von EUR 0,20
  • ► Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von EUR 545 Mio
  • ► Organischer freier Cashflow vor Dividenden von EUR 120 Mio
  • ► CCS ROACE vor Sondereffekten bei 8%
  • ► Lost-Time Injury Rate bei 0,12

Upstream

  • ► Produktion sank auf 464 kboe/d
  • ► Produktionskosten fielen auf USD 6,2/boe

Downstream

  • ► OMV Referenz-Raffineriemarge reduzierte sich auf USD 2,3/bbl
  • ► Erdgas-Verkaufsmengen um 21% auf 32,3 TWh gestiegen

Wichtige Ereignisse

Hinweis: Zahlen in den folgenden Tabellen lassen sich möglicherweise aufgrund von Rundungsdifferenzen nicht aufaddieren. Die Differenzen zwischen den Prozentsätzen werden im gesamten Dokument in Prozentpunkten angezeigt. Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden im OMV Konzernbericht größtenteils geschlechterunspezifische Termini verwendet.

1 Die genannten Werte beziehen sich auf Q2/20; als Vergleichsgrößen dienen, sofern nicht abweichend gekennzeichnet, die Quartalswerte des Vorjahres.

Lagebericht (verkürzt, ungeprüft)

Konzern-Performance

Ergebnisse auf einen Blick

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q2/20 Q1/20 Q2/19 Δ% 1 1–6/20 1–6/19 Δ%
3.138 4.760 6.035 – 48 Umsatzerlöse 2 7.898 11.438 – 31
145 699 1.047 – 86 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3 844 1.806 – 53
– 152 137 650 n.m. Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Upstream 3 – 15 1.043 n.m.
309 501 428 – 28 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Downstream 3 810 801 1
– 3 – 15 – 13 73 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Konzernbereich und
Sonstiges 3
– 18 – 25 26
– 9 77 – 17 49 Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 68 – 13 n.m.
19 33 39 – 20 CCS Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten in % 30 37 – 7
124 420 627 – 80 CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 3 544 1.109 – 51
65 316 510 – 87 Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor
Sondereffekten 3, 4
381 857 – 56
0,20 0,97 1,56 – 87 CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR 3 1,17 2,62 – 56
145 699 1.047 – 86 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3 844 1.806 – 53
– 12 – 165 25 n.m. Sondereffekte 5 – 177 38 n.m.
– 70 – 453 14 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) – 523 9 n.m.
63 81 1.087 – 94 Operatives Ergebnis Gruppe 144 1.853 – 92
– 237 – 9 644 n.m. Operatives Ergebnis Upstream – 246 1.050 n.m.
342 – 18 474 – 28 Operatives Ergebnis Downstream 324 880 – 63
– 5 – 20 – 14 63 Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges – 25 – 38 35
– 38 128 – 16 – 130 Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 90 – 39 n.m.
8 – 77 – 25 n.m. Finanzerfolg – 69 – 53 – 31
70 5 1.062 – 93 Ergebnis vor Steuern 75 1.800 – 96
18 n.m. 38 – 20 Steuerquote des Konzerns in % 114 36 78
58 – 68 658 – 91 Periodenüberschuss – 11 1.154 n.m.
24 – 159 543 – 96 Den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss 4 – 135 897 n.m.
0,07 – 0,49 1,66 – 96 Ergebnis je Aktie in EUR – 0,41 2,75 n.m.
545 1.121 1.135 – 52 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.666 2.001 – 17
111 481 719 – 85 Freier Cashflow vor Dividenden 592 595 – 1
– 109 481 – 52 – 109 Freier Cashflow nach Dividenden 372 – 176 n.m.
120 594 728 – 84 Organischer freier Cashflow vor Dividenden 6 714 1.146 – 38
3.401 3.232 2.309 47 Nettoverschuldung exklusive Leasing 3.401 2.309 47
4.416 4.262 3.292 34 Nettoverschuldung inklusive Leasing 4.416 3.292 34
21 19 14 6 Verschuldungsgrad exklusive Leasing in % 21 14 6
386 469 493 – 22 Investitionen 7 855 1.374 – 38
372 422 493 – 24 Organische Investitionen 8 795 897 – 11
8 11 14 – 6 CCS ROACE vor Sondereffekten in % 3 8 14 – 6
5 8 13 – 8 ROACE in % 5 13 – 8
19.434 19.702 20.192 – 4 Mitarbeiteranzahl 19.434 20.192 – 4
0,12 0,15 0,32 – 63 Lost-Time Injury Rate pro 1 Mio Arbeitsstunden 0,14 0,35 – 60

1 Q2/20 gegenüber Q2/19

2 Umsatzerlöse exklusive Mineralölsteuer

3 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen dazu unter der Tabelle "Sondereffekte und CCS Effekte"

4 Nach Abzug des den Hybridkapitalbesitzern sowie den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnenden Periodenüberschusses

5 Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird der Ausweis von Sondereffekten als angemessen betrachtet. Zur Darstellung vergleichbarer Ergebnisse müssen bestimmte Positionen hinzugefügt oder abgezogen werden. Sondereffekte von at-equity bewerteten Beteiligungen und temporären Effekten aus dem Rohstoff-Hedging für wesentliche Hedging-Transaktionen werden berücksichtigt.

6 Der organische freie Cashflow vor Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit und exklusive Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen).

7 Investitionen beinhalten Akquisitionen.

8 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.

OMV Konzernbericht Jänner–Juni und Q2 2020

  1. Juli 2020

Zweites Quartal 2020 (Q2/20) im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 (Q2/19)

Die Konzernumsatzerlöse sanken um 48% auf EUR 3.138 Mio. Dies ist auf das generell ungünstigere Umfeld für Rohstoffpreise weltweit und niedrigere Verkaufsmengen bei flüssigen Kohlenwasserstoffen zurückzuführen. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verringerte sich um 86% von EUR 1.047 Mio auf EUR 145 Mio. Das Upstream-Ergebnis betrug EUR –152 Mio (Q2/19: EUR 650 Mio). Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Downstream belief sich auf EUR 309 Mio (Q2/19: EUR 428 Mio). Die Konsolidierungszeile ergab in Q2/20 EUR –9 Mio (Q2/19: EUR –17 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum CCS Operativen Konzernergebnis vor Sondereffekten betrug EUR 56 Mio (Q2/19: EUR 215 Mio).

Die CCS Konzernsteuerquote vor Sondereffekten fiel mit 19% wesentlich geringer aus als im selben Quartal des Vorjahres (Q2/19: 39%). Grund dafür war der geringere Beitrag aus dem Upstream-Segment, insbesondere aus Hochsteuerregionen. Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten fiel auf EUR 124 Mio (Q2/19: EUR 627 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten lag bei EUR 65 Mio (Q2/19: EUR 510 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten betrug EUR 0,20 (Q2/19: EUR 1,56).

In Q2/20 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –12 Mio verzeichnet (Q2/19: EUR 25 Mio). In Q2/20 summierten sich die CCS Effekte auf EUR –70 Mio. Das Operative Konzernergebnis sank um 94% auf EUR 63 Mio (Q2/19: EUR 1.087 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum Operativen Konzernergebnis ging um 86% auf EUR 29 Mio zurück (Q2/19: EUR 210 Mio).

Das Finanzergebnis verbesserte sich auf EUR 8 Mio (Q2/19: EUR –25 Mio) hauptsächlich bedingt durch die Erfassung von Zinserträgen aufgrund der Beilegung des Schiedsverfahrens gegen das rumänische Umweltministerium bei der Internationalen Handelskammer in Paris sowie durch erhöhte Dividendenerträge. Bei einer Konzernsteuerquote von 18% (Q2/19: 38%) belief sich der Periodenüberschuss auf EUR 58 Mio (Q2/19: EUR 658 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss verringerte sich deutlich auf EUR 24 Mio (Q2/19: EUR 543 Mio). Das Ergebnis je Aktie betrug EUR 0,07 (Q2/19: EUR 1,66).

Per 30. Juni 2020 betrug die Nettoverschuldung exklusive Leasing EUR 3.401 Mio, verglichen mit EUR 2.309 Mio per 30. Juni 2019, im Wesentlichen aufgrund der Akquisition des 15 %-Anteils am ADNOC Raffineriegeschäft in Q3/19. Der Verschuldungsgrad exklusive Leasing betrug per 30. Juni 2020 21% (30. Juni 2019: 14%).

Die gesamten Investitionen beliefen sich auf EUR 386 Mio (Q2/19: EUR 493 Mio), wovon der Großteil auf das Upstream-Segment fiel. In Q2/20 sanken die organischen Investitionen um 24% auf EUR 372 Mio (Q2/19: EUR 493 Mio).

Jänner bis Juni 2020 (1–6/20) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2019 (1–6/19)

Die Konzernumsatzerlöse sanken um 31% auf EUR 7.898 Mio. Dies ist auf das generell ungünstigere Umfeld für Rohstoffpreise weltweit und niedrigere Verkaufsmengen zurückzuführen. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verringerte sich deutlich von EUR 1.806 Mio in 1–6/19 auf EUR 844 Mio. Das Upstream-Ergebnis betrug EUR –15 Mio (1–6/19: EUR 1.043 Mio). Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream belief sich auf EUR 810 Mio (1–6/19: EUR 801 Mio). Die Konsolidierungszeile betrug in 1–6/20 EUR 68 Mio (1–6/19: EUR –13 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum CCS Operativen Konzernergebnis vor Sondereffekten betrug EUR 259 Mio (1–6/19: EUR 478 Mio).

Die CCS Konzernsteuerquote vor Sondereffekten betrug in 1–6/20 30% (1–6/19: 37%) und spiegelt den geringeren Beitrag aus dem Upstream-Segment, insbesondere aus Hochsteuerregionen, wider. Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten sank auf EUR 544 Mio (1–6/19: EUR 1.109 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten lag bei EUR 381 Mio (1–6/19: EUR 857 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten betrug EUR 1,17 (1– 6/19: EUR 2,62).

In 1–6/20 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –177 Mio (1–6/19: EUR 38 Mio) verzeichnet. Sie bestehen hauptsächlich aus Wertanpassungen von Upstream-Assets in Neuseeland, Tunesien und Österreich infolge aktualisierter kurzfristiger Öl- und Gaspreisannahmen sowie der Abschreibung von Explorationslizenzen. In 1–6/20 betrugen die CCS Effekte EUR –523 Mio. Das Operative Konzernergebnis verringerte sich deutlich auf EUR 144 Mio (1–6/19: EUR 1.853 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum Operativen Konzernergebnis sank auf EUR 202 Mio (1–6/19: EUR 478 Mio).

Der Finanzerfolg verminderte sich auf EUR –69 Mio (1–6/19: EUR –53 Mio) hauptsächlich bedingt durch das negative Fremdwährungsergebnis und wurde nur zum Teil durch erhöhte Dividendenerträge und die Erfassung von Zinserträgen aufgrund der Beilegung des Schiedsverfahrens gegen das rumänische Umweltministerium bei der Internationalen Handelskammer in Paris ausgeglichen. Mit einer aufgrund des niedrigen Ergebnisses aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie Ergebnisbeiträgen aus Hochsteuerregionen des Upstream-Segments hohen Konzernsteuerquote von 114% (1–6/19: 36%) betrug der Periodenüberschuss EUR –11 Mio (1–6/19: EUR 1.154 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss betrug EUR –135 Mio im Vergleich zu EUR 897 Mio in 1–6/19. Das Ergebnis je Aktie hat sich auf EUR –0,41 im Vergleich zu EUR 2,75 in 1–6/19 verringert.

Per 30. Juni 2020 betrug die Nettoverschuldung exklusive Leasing EUR 3.401 Mio, verglichen mit EUR 2.309 Mio per 30. Juni 2019, im Wesentlichen aufgrund der Akquisition des 15 %-Anteils am ADNOC Raffineriegeschäft in Q3/19. Der Verschuldungsgrad exklusive Leasing betrug per 30. Juni 2020 21% (30. Juni 2019: 14%).

Die gesamten Investitionen beliefen sich auf EUR 855 Mio (1–6/19: EUR 1.374 Mio), wovon der Großteil auf das Upstream-Segment fiel. In 1–6/19 enthielten die Gesamtinvestitionen unter anderem den Erwerb des 50 %-Anteils an der SapuraOMV in Höhe von USD 540 Mio. Organische Investitionen sanken um 11% auf EUR 795 Mio (1–6/19: EUR 897 Mio) als Reaktion auf das schlechtere Marktumfeld.

Sondereffekte und CCS Effekte

In EUR Mio
Q2/20 Q1/20 Q2/19 Δ% 1 1–6/20 1–6/19 Δ%
145 699 1.047 – 86 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 844 1.806 – 53
– 12 – 165 25 n.m. Sondereffekte – 177 38 n.m.
– 3 – 3 – 6 49 davon Personallösungen – 6 – 15 58
– 52 – 117 0 n.m. davon Wertminderungen und Zuschreibungen – 170 – 1 n.m.
3 0 0 n.m. davon Anlagenverkäufe 3 12 – 72
40 – 44 31 28 davon Sonstiges – 5 41 n.m.
– 70 – 453 14 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) – 523 9 n.m.
63 81 1.087 – 94 Operatives Ergebnis Gruppe 144 1.853 – 92

1 Q2/20 gegenüber Q2/19

2 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte

Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird die Offenlegung von Sondereffekten als angemessen erachtet. Um vergleichbare Werte wiedergeben zu können, werden bestimmte ergebnisbeeinflussende Effekte hinzugefügt oder abgezogen. Diese Effekte können in vier Unterkategorien unterteilt werden: Personallösungen, Wertminderungen und Zuschreibungen, Anlagenverkäufe und Sonstiges.

Des Weiteren wird der Current Cost of Supply (CCS) Effekt aus dem Jahresergebnis eliminiert, um ein effektives Performance-Management in einem Umfeld mit volatilen Preisen sowie Vergleichbarkeit mit Mitbewerbern ermöglichen zu können. Der CCS Effekt, auch als Lagerhaltungsgewinne und -verluste bezeichnet, ist die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen, basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitende Durchschnittskosten), zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse führen. Diese Leistungskennzahl erhöht die Transparenz der Ergebnisse und wird üblicherweise in der Erdölindustrie verwendet. Die OMV veröffentlicht daher diese Kennzahl zusätzlich zum gemäß IFRS ermittelten Operativen Ergebnis.

Cashflow

Konzern-Cashflow-Rechnung (Kurzfassung)

In EUR Mio
Q2/20 Q1/20 Q2/19 Δ% 1 1–6/20 1–6/19 Δ%
431 838 1.038 – 59 Mittelzufluss nach unbaren Posten 1.269 2.235 – 43
545 1.121 1.135 – 52 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.666 2.001 – 17
– 434 – 641 – 415 – 4 Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 1.074 – 1.405 24
111 481 719 – 85 Freier Cashflow 592 595 – 1
2.945 – 606 – 697 n.m. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.339 – 926 n.m.
0 – 38 5 – 90 Währungsdifferenz auf liquide Mittel – 37 – 4 n.m.
3.056 – 162 27 n.m. Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel 2.894 – 335 n.m.
2.776 2.938 3.664 – 24 Liquide Mittel Periodenbeginn 2.938 4.026 – 27
5.832 2.776 3.691 58 Liquide Mittel Periodenende 5.832 3.691 58
2 7 n.a. davon liquide Mittel, umgegliedert auf zu 2 n.a.
Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
5.830 2.769 3.691 58 In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und 5.830 3.691 58
Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen
– 109 481 – 52 – 109 Freier Cashflow nach Dividenden 372 – 176 n.m.
120 594 728 – 84 Organischer freier Cashflow vor Dividenden 2 714 1.146 – 38

1 Q2/20 gegenüber Q2/19

2 Der organische freie Cashflow vor Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit und exklusive Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen).

Zweites Quartal 2020 (Q2/20) im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 (Q2/19)

Der Mittelzufluss nach unbaren Posten sank in Q2/20 auf EUR 431 Mio (Q2/19: EUR 1.038 Mio), wesentlich beeinflusst durch ein verschlechtertes Marktumfeld. Net-Working-Capital-Positionen führten zu einem Mittelzufluss von EUR 114 Mio, verglichen mit OMV Konzernbericht Jänner–Juni und Q2 2020

  1. Juli 2020

EUR 96 Mio in Q2/19. Als Ergebnis betrug der Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Q2/20 EUR 545 Mio (Q2/19: EUR 1.135 Mio).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verzeichnete einen Mittelabfluss von EUR –434 Mio, verglichen mit EUR –415 Mio in Q2/19. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltete in Q2/20 einen Mittelabfluss von EUR –18 Mio für die Finanzierungsvereinbarungen für das Pipelineprojekt Nord Stream 2.

Der freie Cashflow belief sich folglich auf EUR 111 Mio (Q2/19: EUR 719 Mio).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelzufluss von EUR 2.945 Mio, verglichen mit einem Mittelabfluss von EUR –697 Mio in Q2/19, im Wesentlichen bedingt durch die Ausgabe von Anleihen in Höhe von EUR 3,25 Mrd in Q2/20. Der wesentliche Rückgang der Dividendenzahlungen ist auf die Verschiebung der Hauptversammlung auf den 29. September 2020 zurückzuführen; folglich wurden in Q2/20 keine Dividenden an Anteilseigner der OMV Aktiengesellschaft ausbezahlt.

Der freie Cashflow nach Dividenden verringerte sich in Q2/20 auf EUR –109 Mio (Q2/19: EUR –52 Mio).

Der organische freie Cashflow vor Dividenden sank auf EUR 120 Mio (Q2/19: EUR 728 Mio).

Jänner bis Juni 2020 (1–6/20) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2019 (1–6/19)

Der Mittelzufluss nach unbaren Posten verringerte sich in 1–6/20 auf EUR 1.269 Mio (1–6/19: EUR 2.235 Mio). Net-Working-Capital-Positionen führten zu einem Mittelzufluss von EUR 397 Mio (1–6/19: Mittelabfluss von EUR –234 Mio). Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von EUR 1.666 Mio lag um EUR 335 Mio unter dem Niveau von 1–6/19.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigte in 1–6/20 einen Mittelabfluss von EUR –1.074 Mio gegenüber EUR –1.405 Mio in 1–6/19. Die Abweichung ist im Wesentlichen auf einen Mittelabfluss von EUR –460 Mio aus dem Erwerb eines 50 %-Anteils am neu gegründeten Unternehmen SapuraOMV in 1–6/19 zurückzuführen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltete in 1–6/20 einen Mittelabfluss von EUR –18 Mio für die Finanzierungsvereinbarungen für das Pipelineprojekt Nord Stream 2.

Der freie Cashflow betrug EUR 592 Mio (1–6/19: EUR 595 Mio).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelzufluss von EUR 2.339 Mio gegenüber einem Mittelabfluss von EUR –926 Mio in 1–6/19, im Wesentlichen bedingt durch die Ausgabe von Anleihen in Höhe von EUR 3,25 Mrd in 1–6/20. Der wesentliche Rückgang der Dividendenzahlungen ist auf die Verschiebung der Hauptversammlung auf den 29. September 2020 zurückzuführen; folglich wurden in 1–6/20 keine Dividenden an Anteilseigner der OMV Aktiengesellschaft ausbezahlt.

Der freie Cashflow nach Dividenden erhöhte sich in 1–6/20 auf EUR 372 Mio (1–6/19: EUR –176 Mio).

Der organische freie Cashflow vor Dividenden sank auf EUR 714 Mio (1–6/19: EUR 1.146 Mio).

Risikomanagement

Als internationaler Öl- und Gaskonzern mit Aktivitäten, die von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen bis zum Handel und zur Vermarktung von Mineralölprodukten und Erdgas reichen, ist die OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt – unter anderem finanziellen und Marktrisiken, operativen sowie strategischen Risiken. Eine detaillierte Beschreibung der Risiken und der Risikomanagementaktivitäten kann dem OMV Geschäftsbericht 2019 (Seite 80–82) entnommen werden.

Die wesentlichen Unsicherheiten, welche die Ergebnisse des OMV Konzerns beeinflussen können, bleiben Rohstoffpreise, Währungskursschwankungen und operative sowie politische und regulatorische Risiken. Die Entwicklung des Rohstoffpreisrisikos wird laufend überwacht und bei Bedarf werden entsprechende Cashflow-Sicherungsmaßnahmen getroffen. Das inhärente Risikopotenzial der Sicherheits- und Umweltrisiken wird durch Programme für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE) und Risikomanagement überwacht, mit der klaren Zielsetzung, die Risiken der OMV im Rahmen der branchenüblichen Standards zu halten.

Der weltweite Ausbruch der Covid-19-Pandemie hat weiterhin einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Weltwirtschaft. Während sich die Ölpreise im Laufe des zweiten Quartals infolge einer Reduzierung des Angebots leicht erhöht haben, bleiben sie nach wie vor höchst volatil. Die jüngsten weltweiten Erhöhungen der Covid-19-Fälle könnten zu Verzögerungen der erwarteten Erholung der Nachfrage führen, abhängig von der Reaktion der Regierungen und Bürger. Somit können die Folgen der Covid-19-Pandemie sowie Umfang und Dauer der wirtschaftlichen Auswirkungen aus heutiger Sicht nicht verlässlich eingeschätzt werden. Die aktuellen Entwicklungen werden von der OMV überwacht und die Auswirkungen auf den Cashflow und die Liquidität des Konzerns werden regelmäßig neu bewertet. Die OMV setzt in dieser Situation gezielte Maßnahmen, um die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens und die Versorgungssicherheit mit Energie zu gewährleisten. Dabei haben die Gesundheit und das Wohlergehen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oberste Priorität. Zugleich setzt die OMV gezielte Maßnahmen, um die Finanzkraft des Unternehmens sicherzustellen, insbesondere durch Reduzierung von Investitionen, Senkung der Kosten und die Verschiebung von Akquisitionen.

OMV Konzernbericht Jänner–Juni und Q2 2020

  1. Juli 2020

Aus heutiger Sicht gehen wir aufgrund der oben beschriebenen Maßnahmen davon aus, dass die Unternehmensfortführung nicht beeinträchtigt ist.

Weitere Details zu den aktuellen Risiken können dem Kapitel "Ausblick" des Lageberichts entnommen werden.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Bezüglich der Angaben zu den wesentlichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen wird auf den Anhang des Konzernzwischenabschlusses verwiesen.

Ausblick

Marktumfeld

Die OMV erwartet für das Jahr 2020 einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von USD 40/bbl (2019: USD 64/bbl). Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird nun für 2020 unterhalb von EUR 10/MWh erwartet (vorherige Prognose: bei EUR 10/MWh; 2019: EUR 11,9/MWh).

Konzern

► Organische Investitionen werden sich im Jahr 2020 voraussichtlich auf rund EUR 1,7 Mrd belaufen (vorherige Prognose: unter EUR 1,8 Mrd; 2019: EUR 2,3 Mrd). 1

Upstream

  • ► Die OMV erwartet für das Jahr 2020 eine Gesamtproduktion zwischen 450 kboe/d und 470 kboe/d (vorherige Prognose: zwischen 440 kboe/d und 470 kboe/d; 2019: 487 kboe/d), abhängig von der Sicherheitslage in Libyen und auferlegten Produktionskürzungen durch Regierungen.
  • ► Organische Investitionen in Upstream werden sich im Jahr 2020 voraussichtlich auf EUR 1,1 Mrd belaufen (2019: EUR 1,6 Mrd). 1
  • ► Im Jahr 2020 werden Explorations- und Evaluierungsausgaben (E&A) in Höhe von EUR 250 Mio prognostiziert (2019: EUR 360 Mio).

Downstream

  • ► Die OMV Referenz-Raffineriemarge wird voraussichtlich rund USD 3/bbl betragen (vorherige Prognose: rund USD 4/bbl; 2019: USD 4,4/bbl).
  • ► Die Petrochemiemargen werden voraussichtlich geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres liegen (vorherige Prognose: auf dem Niveau des Vorjahres; 2019: EUR 433/t).
  • ► Die Gesamtverkaufsmenge an Raffinerieprodukten wird 2020 unter jener von 2019 prognostiziert (2019: 20,9 Mio t). Für die OMV Märkte werden Retail-Margen oberhalb des Vorjahresniveaus (vorherige Prognose: auf dem Niveau des Vorjahres) und Commercial-Margen auf dem Niveau des Vorjahres erwartet.
  • ► Der Auslastungsgrad der Raffinerien in Europa wird bei rund 85% liegen (vorherige Prognose: rund 80%; 2019: 97%). Für das Jahr 2020 ist keine Generalüberholung unserer Raffinerien in Europa geplant.
  • ► Die Erdgas-Verkaufsmengen im Jahr 2020 sollten deutlich über jenen von 2019 liegen (vorherige Prognose: über jenen von 2019; 2019: 137 TWh).

1 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.

Geschäftsbereiche

Upstream

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q2/20 Q1/20 Q2/19 Δ% 1 1–6/20 1–6/19 Δ%
207 588 1.121 – 82 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, 795 1.933 – 59
Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen zum
Anlagevermögen
– 152 137 650 n.m. Operatives Ergebnis vor Sondereffekten – 15 1.043 n.m.
– 85 – 146 – 6 n.m. Sondereffekte – 231 7 n.m.
– 237 – 9 644 n.m. Operatives Ergebnis – 246 1.050 n.m.
251 335 341 – 27 Investitionen 2 585 1.133 – 48
50 112 93 – 46 Explorationsausgaben 162 162 0
83 119 71 16 Explorationsaufwendungen 202 118 72
6,21 6,44 6,93 – 10 Produktionskosten in USD/boe 6,32 6,87 – 8
Operative Kennzahlen
464 472 490 – 5 Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen in kboe/d 468 482 – 3
177 183 214 – 17 davon Öl- und NGL-Produktion in kboe/d 180 205 – 12
287 289 275 4 davon Erdgasproduktion in kboe/d 288 278 4
16,1 16,6 19,5 – 17 Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl 32,7 37,0 – 12
152,5 153,6 146,1 4 Erdgasproduktion in bcf 306,1 292,8 5
434 446 484 – 11 Gesamtverkaufsmenge an Kohlenwasserstoffen in kboe/d 440 456 – 4
173 182 235 – 27 davon Öl- und NGL-Verkaufsmenge in kboe/d 177 204 – 13
261 264 249 5 davon Erdgas-Verkaufsmenge in kboe/d 263 252 4
29,56 50,10 68,86 – 57 Durchschnittlicher Brent-Preis in USD/bbl 40,07 65,95 – 39
25,64 46,78 65,91 – 61 Durchschnittlich realisierter Rohölpreis in USD/bbl 3 36,28 63,47 – 43
2,77 3,71 4,16 – 33 Durchschnittlich realisierter Gaspreis in USD/1.000 cf 3 3,24 4,44 – 27
8,23 10,99 12,13 – 32 Durchschnittlich realisierter Gaspreis in EUR/MWh 3, 4 9,62 12,85 – 25
1,101 1,103 1,124 – 2 Durchschnittlicher EUR-USD-Wechselkurs 1,102 1,130 – 2

1 Q2/20 gegenüber Q2/19

2 Investitionen beinhalten Akquisitionen, insbesondere in 1–6/19 die Zahlung in Höhe von USD 540 Mio für den Erwerb eines 50 %-Anteils am neu gegründeten Unternehmen SapuraOMV.

3 Die durchschnittlich realisierten Preise beinhalten Hedging-Effekte.

4 Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird unter Verwendung eines einheitlichen Brennwerts über das ganze Portfolio in MWh umgerechnet.

Zweites Quartal 2020 (Q2/20) im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 (Q2/19)

  • ► Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten fiel deutlich auf EUR 152 Mio aufgrund wesentlich niedriger Öl- und Gaspreise.
  • ► Die Produktion ging um 26 kboe/d auf 464 kboe/d zurück im Wesentlichen infolge des Produktionsstillstands in Libyen.
  • ► Die Produktionskosten wurden um 10% auf USD 6,2/boe gesenkt.

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank deutlich von EUR 650 Mio in Q2/19 auf EUR –152 Mio. Ein sehr herausforderndes Marktumfeld sowie eine geringere operative Performance belasteten das Ergebnis. Weniger Abschreibungen konnten diese Effekte zum Teil ausgleichen. Netto-Markteffekte in Höhe von EUR – 649 Mio beeinflussten das Ergebnis negativ. Ursächlich waren wesentlich niedrigere Öl- und Gaspreise. Die operative Performance reduzierte das Ergebnis um EUR 232 Mio, da es in Q2/20 keine Liftings in Libyen gab. Im Vorjahresquartal trug Libyen aufgrund des Lifting-Plans überdurchschnittlich zum Ergebnis bei. Dies wurde teilweise durch geringere E&A-Ausgaben, besonders in Österreich und Norwegen, sowie durch gestiegene Verkaufsmengen in Malaysia kompensiert. Abschreibungen sanken um EUR – 78 Mio. Hauptursache waren Reservenanpassungen in Neuseeland und die eingeschlossene Produktion in Libyen. Die OMV Petrom trug in Q2/20 EUR –26 Mio zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten bei (Q2/19: EUR 163 Mio).

In Q2/20 wurden Netto-Sondereffekte von EUR –85 Mio erfasst (Q2/19: EUR –6 Mio). Der Rückgang ergibt sich hauptsächlich aufgrund einer abgelaufenen Explorationslizenz in Malaysia in Höhe von EUR – 48 Mio. Das Operative Ergebnis verringerte sich deutlich auf EUR –237 Mio (Q2/19: EUR 644 Mio).

Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10% auf USD 6,2/boe, hauptsächlich als Ergebnis weiterer Kosteneinsparungen und geringerer Aktivitäten während des Covid-19-Lockdowns. Die Produktionskosten der OMV Petrom verringerten sich auf USD 10,0/boe.

Die Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen ging um 26 kboe/d auf 464 kboe/d zurück. Die höhere Gewalt in Libyen sowie eine leicht reduzierte Produktion in Rumänien und Österreich wurden teilweise durch eine höhere Produktion in Malaysia, Norwegen und den Vereinigten Arabischen Emiraten kompensiert. Die Produktion der OMV Petrom fiel vornehmlich als Folge des natürlichen Förderrückgangs um 4 kboe/d auf 147 kboe/d. Die Gesamtverkaufsmenge an Kohlenwasserstoffen ging hauptsächlich infolge von keinen Liftings in Libyen auf 434 kboe/d zurück (Q2/19: 484 kboe/d). Im Vorjahresquartal war der Beitrag von Libyen aufgrund des Lifting-Plans überdurchschnittlich hoch. Dies wurde teilweise durch erhöhte Verkaufsmengen in Malaysia kompensiert.

Der Rohölmarkt war im vergangenen Quartal äußerst volatil. Ein "OPEC+"-Treffen im März, bei dem es zu keiner Einigung über weitere Produktionskürzungen kam, führte zu einem Anstieg des Rohölangebots. Zusätzlich kam es durch die Covid-19-Pandemie im April zu einem drastischen Rückgang der Rohölnachfrage um über 20 Mio bbl/d. Das daraus resultierende massive Überangebot sowie Bedenken über ausreichende Lagerkapazitäten führten zu deutlich niedrigeren Ölpreisen. Brent fiel auf ein 21-Jahres-Tief von rund USD 13/bbl und für eine kurze Zeit war WTI – zum ersten Mal überhaupt – negativ. Die Ölpreise konnten sich jedoch wieder auf ein Niveau von etwa USD 40/bbl stabilisieren, da sich die Nachfrage langsam erholte, während die im Mai in Kraft tretenden "OPEC+"-Kürzungen schließlich das Angebot einschränkten. Der durchschnittliche Brent-Preis sank im Quartalsvergleich deutlich um 57% auf USD 29,6/bbl. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns verringerte sich um 61%. Die europäischen Gasmärkte wurden von einer Kombination aus schwacher Nachfrage, vollen Speichern und gestiegenen LNG-Importen erfasst. Weitreichende Lockdown-Maßnahmen in ganz Europa als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie schlugen sich in einer rückläufigen Nachfrage im kommerziellen und industriellen Bereich sowie einer geringeren Gas-to-Power-Nachfrage nieder. Ab Mitte des Quartals gab es erste Anzeichen einer Erholung. Trotz der schrittweisen Aufhebung der Lockdown-Beschränkungen ist die Nachfrage in den gasintensiven Industrien jedoch noch weit vom Niveau von 2019 entfernt. Die Speicher sind für die Jahreszeit ungewöhnlich hoch ausgelastet, mit einem Rekordfüllstand von ~80% Ende Juni. Auf der Angebotsseite sehen wir weiterhin ein erhebliches LNG-Überangebot, das durch massive Kapazitätsaufstockungen ausgelöst wurde. Diese Effekte führten zu sinkenden Gaspreisen. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in USD/1.000 cf sank um 33%.

Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben reduzierten sich in Q2/20 aufgrund von ergriffenen Kosteneinsparungsmaßnahmen und geringeren Aktivitäten während des Covid-19-Lockdowns deutlich von EUR 341 Mio auf EUR 251 Mio. Organische Investitionen wurden in Q2/20 vorwiegend für Projekte in Rumänien, Norwegen, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Neuseeland getätigt. Die Explorationsausgaben, vor allem für Aktivitäten in Norwegen und Malaysia, fielen in Q2/20 um 46% auf EUR 50 Mio.

Jänner bis Juni 2020 (1–6/20) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2019 (1–6/19)

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank in 1–6/20 deutlich von EUR 1.043 Mio auf EUR –15 Mio. Deutlich geringere durchschnittlich realisierte Öl- und Gaspreise führten zu Netto-Markteffekten in Höhe von EUR –881 Mio. Die geringere operative Performance wirkte sich mit einem Minus von EUR 293 Mio aus und ist im Wesentlichen auf keine Liftings im ersten Halbjahr in Libyen aufgrund von höherer Gewalt zurückzuführen. Dies wurde teilweise durch gestiegene Verkaufsmengen aus Malaysia ausgeglichen. Infolge von Reservenanpassungen in Neuseeland sowie einer geringeren Produktion in Libyen kam es zu geringeren Abschreibungen in Höhe von EUR – 116 Mio. Die OMV Petrom trug in 1–6/20 EUR 7 Mio (1–6/19: EUR 337 Mio) zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten bei.

Die in 1–6/20 erfassten Sondereffekte beliefen sich auf EUR –231 Mio (1–6/19: EUR 7 Mio). Der Rückgang ergibt sich hauptsächlich aus negativen Wertanpassungen von Assets in Neuseeland, Tunesien und Österreich infolge aktualisierter kurzfristiger Öl- und Gaspreisannahmen sowie aufgrund einer abgelaufenen Explorationslizenz in Malaysia in Höhe von EUR –48 Mio. Das Operative Ergebnis ging deutlich auf EUR – 246 Mio zurück (1–6/19: EUR 1.050 Mio).

Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren fielen um 8% auf USD 6,3/boe. Dies ist im Wesentlichen auf zusätzliche Kosteneinsparungsmaßnahmen und geringere Aktivitäten während des Covid-19-Lockdowns zurückzuführen. Die Produktionskosten der OMV Petrom sanken um 9% auf USD 10,4/boe.

Die Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen verringerte sich um –14 kboe/d auf 468 kboe/d, vor allem wegen des geringeren Beitrags aus Libyen aufgrund höherer Gewalt sowie der leicht reduzierten Produktion aus Rumänien und Russland. Dies wurde teilweise durch eine höhere Produktion in Malaysia und Norwegen ausgeglichen. Die durchschnittliche Tagesproduktion der OMV Petrom fiel hauptsächlich aufgrund des natürlichen Förderrückgangs um –3 kboe/d auf 149 kboe/d. Die Gesamtverkaufsmenge sank auf 440 kboe/d (1–6/19: 456 kboe/d) als Folge der höheren Gewalt in Libyen. Dies wurde zum Teil durch gestiegene Verkaufsvolumina aus Malaysia kompensiert.

Der durchschnittliche Brent-Preis sank in 1–6/20 deutlich um 39% auf USD 40/bbl. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns ging stark um 43% zurück. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in USD/1.000 cf war um 27% niedriger. Die von der OMV in 1–6/20 realisierten Gaspreise wurden von realisierten Hedging-Gewinnen in Höhe von EUR 8 Mio unterstützt.

Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben betrugen in 1–6/20 EUR 585 Mio (1–6/19: EUR 1.133 Mio). Das erste Halbjahr 2019 beinhaltete vor allem den Erwerb eines 50 %-Anteils am neu gegründeten Unternehmen SapuraOMV in Höhe von USD 540 Mio. Organische Investitionen wurden in 1–6/20 vorwiegend für Projekte in Rumänien, Norwegen und den Vereinigten Arabischen Emiraten getätigt. Die Explorationsausgaben, die sich vor allem auf Aktivitäten in Neuseeland, Norwegen und Malaysia bezogen, blieben unverändert bei EUR 162 Mio.

Downstream

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q2/20 Q1/20 Q2/19 Δ% 1 1–6/20 1–6/19 Δ%
433 634 563 – 23 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und 1.066 1.069 0
Abschreibungen, Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen
zum Anlagevermögen 2
309 501 428 – 28 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 810 801 1
41 93 78 – 47 davon Petrochemie 134 148 – 9
24 54 118 – 79 davon Borealis 78 190 – 59
– 18 – 7 n.a. n.a. davon ADNOC Refining & Trading – 25 n.a. n.a.
89 92 4 n.m. davon Gas 181 82 120
75 – 14 33 127 Sondereffekte 60 44 37
– 41 – 504 13 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) – 546 35 n.m.
342 – 18 474 – 28 Operatives Ergebnis 324 880 – 63
128 128 140 – 8 Investitionen 3 256 222 15
Operative Kennzahlen
2,26 4,93 3,18 – 29 OMV Referenz-Raffineriemarge in USD/bbl 4 3,63 3,62 0
393 459 475 – 17 Ethylen/Propylen Netto-Marge in EUR/t 4, 5 428 463 – 8
79 94 96 – 17 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 86 97 – 10
4,16 4,60 5,38 – 23 Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte in Mio t 8,76 10,17 – 14
1,23 1,44 1,63 – 25 davon Retail-Verkaufsmengen in Mio t 2,66 3,09 – 14
0,57 0,61 0,57 0 davon Petrochemie in Mio t 1,18 1,19 – 1
32,32 48,03 26,76 21 Erdgas-Verkaufsmengen in TWh 80,35 64,82 24

Hinweis: Ab Q1/20 wurde die Berichtsstruktur des Downstream-Segments geändert, um die Tätigkeiten des Downstream-Geschäfts umfassend wiederzugeben. Ausschließlich zu Vergleichszwecken werden die Zahlen früherer Berichtsperioden auf dieselbe Weise dargestellt.

1 Q2/20 gegenüber Q2/19

2 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen dazu unter der Tabelle "Sondereffekte und CCS Effekte"

3 Investitionen beinhalten Akquisitionen.

4 Die tatsächlich von der OMV realisierten Raffinerie- und Petrochemiemargen können aufgrund von Faktoren wie einer anderen Rohölzusammensetzung oder Produktausbeute, anderen Betriebsbedingungen oder einem anderen Grundstoff von der OMV Referenz-Raffineriemarge, von der Ethylen/Propylen Netto-Marge und von den Marktmargen abweichen.

5 Berechnet auf Basis von West European Contract Prices (WECP) mit Naphtha als Grundstoff

Zweites Quartal 2020 (Q2/20) im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 (Q2/19)

► Die Covid-19-Pandemie beeinträchtigte alle Downstream-Bereiche mit Ausnahme des Gasgeschäfts.

  • ► Das herausfordernde Marktumfeld führte zu geringeren Verkaufsvolumina, Raffineriemargen und Raffinerieauslastungen.
  • ► Ein positiver Beitrag von Hedges auf Margen und ein stärkerer Beitrag des Gasgeschäfts unterstützten das Ergebnis.

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verringerte sich um 28% auf EUR 309 Mio (Q2/19: EUR 428 Mio), hervorgerufen durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, welche die Nachfrage, die Raffineriemargen und die Raffinerieauslastung reduzierten. Hedging-Kontrakte federten die nachteiligen Auswirkungen der schwachen Raffineriemarge etwas ab, und starke Retail-Margen konnten der schwachen Nachfrage etwas entgegenwirken. Unser Ölhandel und das Erdgasgeschäft konnten ihre Ergebnisbeiträge steigern. Die OMV Petrom trug mit EUR 90 Mio (Q2/19: EUR 70 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream bei.

Die OMV Referenz-Raffineriemarge fiel um 29% auf USD 2,3/bbl (Q2/19: USD 3,2/bbl), eine Folge des anhaltend schwachen wirtschaftlichen Umfelds. Niedrigere Margen für Mitteldestillate und Benzin wurden durch niedrigere Bezugskosten und höhere Margen für Heizöl und Naphtha teilweise kompensiert. Der Auslastungsgrad der Raffinerien blieb in Q2/20 auf einem relativ robusten Niveau von 79% (Q2/19: 96%), was teilweise der Möglichkeit zu verdanken ist, Flugbenzin in petrochemische Produkte weiterzuverarbeiten. In der Raffinerie Schwechat wurden im Juni Wartungsarbeiten durchgeführt. Die Gesamtverkaufsmenge an Raffinerieprodukten sank um 23% auf 4,2 Mio t als Folge der Covid-19-bedingten Reisebeschränkungen, die das Retail- und das Commercial-Geschäft in allen unseren Märkten beeinträchtigten. Bessere Verkaufsmargen konnten die ungünstige Entwicklung bei den Verkaufsvolumina teilweise kompensieren.

Der Beitrag des Petrochemiegeschäfts ging aufgrund geringerer Margen um 47% auf EUR 41 Mio zurück (Q2/19: EUR 78 Mio). Während die Ethylen/Propylen Netto-Marge relativ moderat nachließ, sackten die Margen für Benzol und Butadien stärker ab. Trotzdem belief sich die Anlagenauslastung auf 90%.

Der Beitrag von Borealis reduzierte sich um EUR 94 Mio auf EUR 24 Mio (Q2/19: EUR 118 Mio). Bestandsabwertungen, der unerwartete Ausfall des Crackers in Stenungsund und ein verringerter Kostenvorteil bei der Verarbeitung von leichteren Ausgangsstoffen (im Vergleich zu Naphtha) belasteten das Ergebnis. Die Polymer-Verkaufsmengen blieben stabil, da die geringere Nachfrage aus

den Automobil- und Bausektoren fast vollständig durch die steigende Nachfrage aus den Gesundheits- und Verpackungsbereichen ersetzt wurde. Die Performance von Borouge litt am schwachen Marktumfeld in Asien und den niedrigen lokalen Naphthapreisen, die den Kostenvorteil der Ethanverarbeitung aufhoben.

Der Beitrag von ADNOC Refining & Trading betrug EUR –18 Mio, auch eine Folge des schwierigen Marktumfelds. Außerdem war die Performance immer noch durch die unerwartete Verzögerung der Wartungsarbeiten bei den Raffinerien in Ruwais eingeschränkt. Das Trading JV befindet sich aktuell in der Gründungsphase.

Der Beitrag des Gasgeschäfts wuchs auf EUR 89 Mio (Q2/19: EUR 4 Mio), hauptsächlich infolge eines besseren Ergebnisses im Speichergeschäft und geringerer Abschreibung. Gas Connect Austria ist als ein zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen klassifiziert. Starke Unterstützung lieferte die rumänische Stromerzeugung dank günstiger Terminkontrakte und einer sich aus der Strompreisregulierung von 2019 ergebenden einmaligen Nachzahlung. Die Erdgas-Verkaufsmengen erhöhten sich signifikant von 26,8 TWh auf 32,3 TWh dank stärkerer Verkaufsvolumina in Rumänien, den Niederlanden, Belgien und Deutschland.

Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR 75 Mio (Q2/19: EUR 33 Mio) und ergaben sich hauptsächlich aus der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate. In Q2/20 wurden CCS Effekte von EUR –41 Mio erfasst, hauptsächlich infolge der Wartungsarbeiten bei ADNOC Refining & Trading. Infolgedessen fiel das Operative Ergebnis im Bereich Downstream auf EUR 342 Mio, verglichen mit EUR 474 Mio in Q2/19.

Die Investitionen in Downstream beliefen sich auf EUR 128 Mio (Q2/19: EUR 140 Mio). Organische Investitionen in Q2/20 fanden im Wesentlichen in den europäischen Raffinerien und im Retail-Geschäft statt.

Jänner bis Juni 2020 (1–6/20) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2019 (1–6/19)

Mit EUR 810 Mio blieb das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr (1–6/19: EUR 801 Mio). Die negativen Auswirkungen von Covid-19 auf Nachfrage und Margen konnten durch die Monetarisierung von CO2-Zertifikaten, einen hohen positiven Beitrag von Hedges auf Mitteldestillat-Margen, den Ölhandel sowie ein starkes Retailund Erdgasgeschäft kompensiert werden. Die OMV Petrom trug EUR 227 Mio (1–6/19: EUR 153 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream bei.

Die OMV Referenz-Raffineriemarge blieb konstant bei USD 3,6/bbl (1–6/19: USD 3,6/bbl). Während Margen auf leichtere Produkte zurückgingen, stiegen jene für schwerere Produkte. Aufgrund von verringerten Rohölpreisen sanken die Bezugskosten merklich. Der Auslastungsgrad der Raffinerien blieb in 1–6/20 mit 86% (1–6/19: 97%) angesichts der Lockdown-Maßnahmen, die wegen Covid-19 ergriffen wurden, relativ robust. Die Gesamtverkaufsmenge an Raffinerieprodukten sank um 14% auf 8,8 Mio t, eine Folge der schwächeren Nachfrage. Das Retail-Ergebnis stieg, weil höhere Margen die niedrigeren Verkaufsmengen ausgleichen konnten.

Der Beitrag des Petrochemiegeschäfts ging um 9% auf EUR 134 Mio zurück (1–6/19: EUR 148 Mio). Die Ethylen/Propylen Netto-Marge sank leicht, während die Benzol Netto-Marge, die in 1–6/19 von einem Überangebot im Markt beeinflusst worden war, stark stieg. Die Butadien Netto-Marge verringerte sich substanziell.

Der Beitrag von Borealis reduzierte sich um EUR 111 Mio auf EUR 78 Mio (1–6/19: EUR 190 Mio). Ursächlich waren Bestandsabwertungen, der unerwartete Ausfall des Crackers in Stenungsund und ein verringerter Kostenvorteil bei der Verarbeitung von leichteren Ausgangsstoffen (im Vergleich zu Naphtha). Borouge lieferte aufgrund des schwachen Marktumfelds in Asien ein schwächeres Ergebnis. Das Düngemittelgeschäft verbesserte sich dank gesunkener Erdgaspreise und gestiegener Mengen.

Der Beitrag von ADNOC Refining & Trading betrug in 1–6/20 EUR –25 Mio. Ab Q1/20 wird das Ergebnis von ADNOC Refining & Trading basierend auf Current Cost of Supply (CCS), bereinigt um Lagerhaltungsgewinne/-verluste, berechnet. Das Ergebnis in 1–6/20 wurde durch eine umfangreiche Generalüberholung des Raffineriekomplexes Ruwais, die von Anfang Februar bis in Q2/20 hinein andauerte, negativ beeinflusst. Zusätzlich belastete ein schwaches Marktumfeld in Asien das Ergebnis. Das Trading JV befindet sich aktuell in der Gründungsphase.

Der Beitrag des Gasgeschäfts konnte sich mit EUR 181 Mio mehr als verdoppeln (1–6/19: EUR 82 Mio), vor allem bedingt durch ein höheres Ergebnis aus dem Speichergeschäft und geringere Abschreibung. Gas Connect Austria ist als ein zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen klassifiziert. Starke Unterstützung lieferte die rumänische Stromerzeugung dank günstiger Terminkontrakte und einer sich aus der Strompreisregulierung von 2019 ergebenden einmaligen Nachzahlung. Die Erdgas-Verkaufsmengen erhöhten sich signifikant von 64,8 TWh auf 80,3 TWh dank stärkerer Verkäufe in Rumänien, den Niederlanden, Belgien und Deutschland. Der Anstieg der Erdgas-Verkaufsmengen in Rumänien ist teilweise auf Zuteilungen zum regulierten Gasmarkt und Verpflichtungen gegenüber den zentralisierten Märkte zurückzuführen.

Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR 60 Mio (1–6/19: EUR 44 Mio) und ergaben sich hauptsächlich aus der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate. In 1–6/20 wurden bedingt durch stark gesunkene Rohölpreise CCS Effekte von EUR –546 Mio erfasst. Infolgedessen fiel das Operative Ergebnis im Bereich Downstream auf EUR 324 Mio, verglichen mit EUR 880 Mio in 1–6/19. OMV Konzernbericht Jänner–Juni und Q2 2020

  1. Juli 2020

Die Investitionen in Downstream beliefen sich auf EUR 256 Mio (1–6/19: EUR 222 Mio). Organische Investitionen in 1–6/20 fanden im Wesentlichen in den europäischen Raffinerien und im Retail-Geschäft statt.

Konzernzwischenabschluss (verkürzt, ungeprüft)

Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q2/20 Q1/20 Q2/19 1–6/20 1–6/19
3.138 4.760 6.035 Umsatzerlöse 7.898 11.438
120 203 102 Sonstige betriebliche Erträge 323 211
– 22 – 45 142 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen – 67 229
23 54 118 davon Borealis 78 190
3.236 4.918 6.279 Summe Erlöse und sonstige Erträge 8.154 11.879
– 1.625 – 2.961 – 3.437 Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) – 4.587 – 6.648
– 402 – 438 – 420 Produktions- und operative Aufwendungen – 840 – 806
– 72 – 111 – 125 Produktionsbezogene Steuern – 183 – 248
– 492 – 633 – 576 Abschreibungen und Wertminderungen – 1.125 – 1.125
– 424 – 470 – 474 Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen – 894 – 933
– 83 – 119 – 71 Explorationsaufwendungen – 202 – 118
– 75 – 104 – 89 Sonstige betriebliche Aufwendungen – 179 – 147
63 81 1.087 Operatives Ergebnis 144 1.853
17 0 4 Dividendenerträge 17 4
54 34 51 Zinserträge 89 92
– 63 – 75 – 77 Zinsaufwendungen – 139 – 152
0 – 36 – 3 Sonstiges Finanzergebnis – 36 4
8 – 77 – 25 Finanzergebnis – 69 – 53
70 5 1.062 Ergebnis vor Steuern 75 1.800
– 13 – 73 – 404 Steuern vom Einkommen und Ertrag – 86 – 646
58 – 68 658 Periodenüberschuss – 11 1.154
24 – 159 543 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen – 135 897
19 19 19 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 38 37
15 72 96 davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 87 219
0,07 – 0,49 1,66 Ergebnis je Aktie in EUR – 0,41 2,75
0,07 – 0,49 1,66 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR – 0,41 2,75

Gesamtergebnisrechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio
Q2/20 Q1/20 Q2/19 1–6/20 1–6/19
58 – 68 658 Periodenüberschuss – 11 1.154
– 8 – 338 – 24 Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer – 346 66
Geschäftsbetriebe
– 196 373 0 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges 178 – 59
– 12 – 6 – 11 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen
Ergebnis
– 18 – 11
– 215 29 – 36 Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und – 186 – 4
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können
– 56 100 – 4 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten 43 – 82
Plänen
– 28 – 1 2 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die nachfolgend – 29 67
auf den Buchwert des Grundgeschäfts übertragen werden
– 8 – 1 – 16 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen – 9 – 7
Ergebnis
– 92 98 – 18 Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und 6 – 22
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden
44 – 84 – 0 Ertragsteuern, die auf Posten entfallen, die nachträglich in die Gewinn – 40 15
und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können
14 – 13 12 Ertragsteuern, die auf Posten entfallen, die nicht nachträglich in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden
2 – 5
59 – 97 12 Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern – 38 10
– 249 31 – 42 Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern – 218 – 16
– 191 – 38 615 Gesamtergebnis der Periode – 229 1.138
– 200 – 127 487 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen – 327 928
19 19 19 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 38 37
– 9 70 109 davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 61 173

Konzernbilanz (ungeprüft)

In EUR Mio
30. Juni 2020 31. Dez. 2019
Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 3.861 4.163
Sachanlagen 15.092 16.479
At-equity bewertete Beteiligungen 4.866 5.151
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.908 2.414
Sonstige Vermögenswerte 58 56
Latente Steuern 659 686
Langfristiges Vermögen 27.445 28.950
Vorräte 1.410 1.845
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.643 3.042
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.034 3.121
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 47 11
Sonstige Vermögenswerte 270 297
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.830 2.931
Kurzfristiges Vermögen 14.233 11.248
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 1.194 177
Summe Aktiva 42.873 40.375
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Grundkapital 327 327
Hybridkapital 1.987 1.987
Rücklagen 10.428 10.698
Eigenkapital der OMV Anteilseigner 12.742 13.012
Nicht beherrschende Anteile 3.711 3.851
Eigenkapital 16.453 16.863
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 994 1.111
Anleihen 8.190 5.262
Leasingverbindlichkeiten 778 934
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 158 620
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 3.732 3.872
Sonstige Rückstellungen 556 572
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 647 301
Sonstige Verbindlichkeiten 144 157
Latente Steuern 1.111 1.132
Langfristige Verbindlichkeiten 16.311 13.961
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.390 4.155
Anleihen 376 540
Leasingverbindlichkeiten 102 120
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 362 148
Ertragsteuerverbindlichkeiten 167 332
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 100 87
Sonstige Rückstellungen 332 293
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.842 2.818
Sonstige Verbindlichkeiten 816 903
Kurzfristige Verbindlichkeiten 9.488 9.395
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 621 156
Summe Passiva 42.873 40.375

Eigenkapitalveränderungsrechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio

1. Jänner 2020 Grund
kapital
327
Kapital
rücklagen
1.506
Hybrid
kapital
1.987
Gewinn
rücklagen
9.832
Sonstige
Rücklagen 1
– 635
Eigene
Anteile
– 4
Eigen
kapital
der OMV
Anteils
eigner
13.012
Nicht
beherr
schende
Anteile
3.851
Summe
Eigen
kapital
16.863
Periodenüberschuss – 98 – 98 87 – 11
Sonstiges Ergebnis der
Periode
40 – 232 – 192 – 26 – 218
Gesamtergebnis der Periode – 57 – 232 – 290 61 – 229
Dividendenausschüttung und
Hybridkupon
– 14 – 14 – 209 – 223
Abgang eigener Anteile 3 1 4 4
Anteilsbasierte Vergütung – 5 – 5 – 5
Umgliederung von Cashflow
Hedges in die Bilanz 35 35 8 43
30. Juni 2020 327 1.504 1.987 9.760 – 832 – 3 12.742 3.711 16.453

1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.

Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklagen
Sonstige
Rücklagen 1
Eigene
Anteile
Eigen
kapital
der OMV
Anteils
eigner
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
1. Jänner 2019 327 1.511 1.987 8.830 – 744 – 6 11.905 3.436 15.342
Periodenüberschuss 935 935 219 1.154
Sonstiges Ergebnis der Periode – 73 104 30 – 46 – 16
Gesamtergebnis der Periode 862 104 965 173 1.138
Dividendenausschüttung und – 586 – 586 – 188 – 775
Hybridkupon
Abgang eigener Anteile 3 2 5 5
Anteilsbasierte Vergütung – 11 – 11 – 11
Erhöhung (+)/Verminderung (–)
nicht beherrschender Anteile 309 309
Umgliederung von Cashflow
Hedges in die Bilanz 1 1 0 1
30. Juni 2019 327 1.503 1.987 9.105 – 639 – 4 12.278 3.729 16.008

1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.

Konzern-Cashflow-Rechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio
Q2/20 Q1/20 Q2/19 1–6/20 1–6/19
58 – 68 658 Periodenüberschuss – 11 1.154
545 711 616 Abschreibungen und Wertminderungen (+)/Zuschreibungen (–) 1.255 1.177
81 – 81 37 Latente Steuern 1 57
– 2 – 0 – 1 Gewinne (–)/Verluste (+) aus Abgängen von Anlagevermögen – 2 – 14
61 8 – 91 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Rückstellungen 69 – 57
– 311 268 – 180 Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) – 43 – 83
431 838 1.038 Mittelzufluss nach unbaren Posten 1.269 2.235
69 360 107 Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Vorräten 429 – 65
382 333 555 Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Forderungen 715 376
– 338 – 410 – 566 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Verbindlichkeiten – 747 – 544
545 1.121 1.135 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.666 2.001
Investitionen
– 424 – 584 – 492 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen – 1.008 – 1.010
– 18 – 56 – 26 Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle – 74 – 102
Vermögenswerte
– 14 0 Erwerb einbezogener Unternehmen und Geschäftsbetriebe – 14 – 460
abzüglich liquider Mittel
Veräußerungen
9 13 83 Erlöse aus Anlagevermögen 22 131
19 Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und 36
Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel
– 434 – 641 – 415 Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 1.074 – 1.405
3.203 – 558 276 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von langfristigen Finanzierungen 2.645 – 90
– 39 – 48 – 202 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von kurzfristigen Finanzierungen – 86 – 65
– 220 0 – 771 Dividendenzahlungen – 220 – 772
2.945 – 606 – 697 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.339 – 926
0 – 38 5 Währungsdifferenz auf liquide Mittel – 37 – 4
3.056 – 162 27 Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel 2.894 – 335
2.776 2.938 3.664 Liquide Mittel Periodenbeginn 2.938 4.026
5.832 2.776 3.691 Liquide Mittel Periodenende 5.832 3.691
2 7 davon liquide Mittel, umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken 2
gehaltenes Vermögen
5.830 2.769 3.691 In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und 5.830 3.691
Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen
111 481 719 Freier Cashflow 592 595
– 109 481 – 52 Freier Cashflow nach Dividenden 372 – 176

Ausgewählte Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss

Gesetzliche Grundlagen

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für 1. Jänner bis 30. Juni 2020 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben und sollte zusammen mit dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2019 gelesen werden.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für 1–6/20 ist ungeprüft. Eine externe prüferische Durchsicht wurde nicht durchgeführt.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für 1–6/20 wurde in Millionen Euro (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Zusätzlich zum Konzernzwischenabschluss enthält die Beschreibung der OMV Geschäftsbereiche im Lagebericht weitere Informationen zu wichtigen Effekten, die Einfluss auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 hatten.

Bilanzierungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze vom 31. Dezember 2019 werden im Wesentlichen unverändert angewandt. Die mit 1. Jänner 2020 in Kraft getretenen Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Konsolidierungskreisänderungen

Im Vergleich zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2019 fanden folgende Änderungen des Konsolidierungskreises statt:

Konsolidierungskreisänderungen
Firma Sitz Art der Veränderung 1 Wirksamkeitsdatum
Downstream
OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG
OMV Deutschland Operations GmbH & Co. KG
OMV Gas Marketing & Trading d.o.o.
Burghausen
Burghausen
Zagreb
Erstkonsolidierung
Erstkonsolidierung
Entkonsolidierung (L)
1. April 2020
1. April 2020
30. Juni 2020

1 "Erstkonsolidierung" verweist auf bereits bestehende bzw. neu gegründete Tochtergesellschaften. "Entkonsolidierung (L)" verweist auf Gesellschaften, die aufgrund eines Liquidationsprozesses entkonsolidiert wurden.

Sonstige wesentliche Transaktionen

Downstream

Am 12. März 2020 haben die OMV und die Mubadala Investment Company, die in Abu Dhabi ansässige strategische Investmentgesellschaft, den Kaufvertrag von USD 4,68 Mrd für den Erwerb des zusätzlichen 39 %-Anteils an der Borealis AG unterzeichnet, wobei der OMV sämtliche nach dem 31. Dezember 2019 ausgeschütteten Dividenden hinsichtlich des genannten zusätzlichen Anteils an Borealis zustehen. Die am 26. März 2020 unterschriebene Anpassungsvereinbarung zu dem geschlossenen Kaufvertrag sieht vor, dass der Kaufpreis von der OMV in zwei Tranchen gezahlt werden soll: USD 2,34 Mrd beim Closing der Transaktion sowie USD 2,34 Mrd bis spätestens zum 31. Dezember 2021 mit einer marktüblichen Verzinsung ab dem Closing. Die OMV hat die Option, den aufgeschobenen Betrag zur Gänze oder teilweise beim Closing der Transaktion oder nach dem Closing zu jedem Monatsletzten bis zum 31. Dezember 2021 zu bezahlen.

Um das Fremdwährungsrisiko zu mildern, beschloss die OMV, 75% der vertraglichen Verpflichtung über FX-Optionen (Kombination von Optionen, die eine Nettokaufoption bildet) und FX Forwards abzusichern. Diese Absicherungsinstrumente wurden als Cashflow-Hedges bilanziert und werden im Rahmen der Kaufpreisallokation als Anpassung des Kaufpreises inkludiert werden. Die Absicherungsstrategie folgt den laufenden USD-Zahlungen. Etwaige zeitliche Änderungen werden über FX Swaps berücksichtigt werden. Der positive Marktwert dieser Absicherungsinstrumente belief sich zum 30. Juni 2020 auf EUR 50 Mio.

Die OMV plant den Verkauf des 51 %-Anteils an der Gas Connect Austria GmbH. Dies führte zu einer Umgliederung der Vermögensverwerte und Verbindlichkeiten der Gas Connect Konzerns sowie des damit verbundenen Firmenwerts in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehalten" in Q1/20. Zum Zeitpunkt der Umgliederung gab es keine Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung.

Die OMV plant die Veräußerung ihres Retail-Netzwerks (287 Tankstellen) in Deutschland. Dies führte zu einer Umgliederung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehalten" per 30. Juni 2020. Die Umgliederung führte zu keiner Wertminderung.

Saisonalität und Zyklizität

Saisonalität ist vor allem im Geschäftsbereich Downstream von Bedeutung. Erläuterungen dazu sind im Abschnitt "Geschäftsbereiche" enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Wertminderungsaufwendungen

Upstream

Die Covid-19-Pandemie hat weiterhin einen wesentlichen Einfluss auf die Weltwirtschaft. Während sich die Ölpreise im Laufe des zweiten Quartals infolge einer Reduzierung des Angebots leicht erhöht haben, bleiben sie nach wie vor höchst volatil. Der jüngste weltweite Anstieg der Covid-19-Fälle könnten zu Verzögerungen der erwarteten Erholung der Nachfrage führen, abhängig von der Reaktion der Regierungen und Bürger. Die OMV hat zwar bereits während des ersten Quartals die kurzfristigen Annahmen für Ölund Gaspreise angepasst, allerdings können die Folgen der Covid-19-Pandemie und die daraus resultierenden langfristigen operativen und wirtschaftlichen Auswirkungen aus heutiger Sicht nicht verlässlich eingeschätzt werden. Die OMV setzt die Analyse der Marktentwicklungen fort und plant, die Auswirkungen auf die langfristigen Preisannahmen in den nächsten Quartalen neu zu bewerten.

In Q1/20 änderte die OMV die kurzfristigen Preisannahmen wie folgt: Brent USD 40/bbl für 2020 (reduziert von USD 60/bbl) und USD 50/bbl für 2021 (reduziert von USD 70/bbl) sowie realisierter Gaspreis EUR 10/MWh für 2020 (reduziert von EUR 12/MWh). Die Änderung führte in Q1/20 zu Wertminderungen nach Steuern von EUR 84 Mio der produzierenden Öl- und Gasvermögenswerte, vor allem in Neuseeland. Es wird nicht davon ausgegangen, dass die Änderung der kurzfristig erwarteten Öl- und Gaspreise einen sofortigen Einfluss auf das Explorations- und Evaluierungsportfolio hat, da die wesentlichsten Vermögenswerte die Produktion nicht in naher Zukunft aufnehmen werden.

Eine etwaige Änderung der langfristigen Preisannahmen der OMV auf USD 60/bbl für Brent-Rohöl und auf EUR 13/MWh für realisierte Gaspreise würde zu zusätzlichen Wertminderungen nach Steuern zwischen EUR 700 Mio und EUR 900 Mio für alle produzierenden Vermögenswerte und Vermögenswerte in der Entwicklungsphase führen, ohne Maßnahmen zur Reduktion von Kosten und zur Senkung von Investitionen oder andere Änderungen in der weiteren Entwicklung zu berücksichtigen.

Vorratsbewertung

1–6/20 wurde wesentlich durch Nettowertminderungen von Vorräten in Höhe von EUR 62 Mio beeinflusst, die auf den signifikanten Preisverfall zurückzuführen sind.

Umsatzerlöse
In EUR Mio
1–6/20 1–6/19
Umsätze aus Kundenverträgen 7.694 11.240
Umsätze aus anderen Quellen 204 198
Gesamte Umsätze 7.898 11.438

Die sonstigen Umsatzerlöse umfassen hauptsächlich Nettoerlöse aus Warenverkaufs- und -beschaffungsgeschäften, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 "Finanzinstrumente" fallen, die Anpassung der Umsatzerlöse aus der Berücksichtigung des der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteils an der Produktion als Ertragssteueraufwand bei bestimmten Produktionsteilungsverträgen im Upstream-Segment, das Hedging-Ergebnis sowie Miet- und Pachterlöse.

Umsätze aus Kundenverträgen

In EUR Mio
1–6/20
Konzern
bereich &
Upstream Downstream Sonstiges Gesamt
Rohöl, NGL und Kondensate 394 262 655
Erdgas und LNG 394 1.709 2.103
Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte 3.460 3.460
Petrochemische Produkte 716 716
Gasspeicherung, Transit, Verteilung und Transport 6 115 121
Sonstige Produkte und Dienstleistungen 14 623 2 638
Gesamt 808 6.885 2 7.694

Umsätze aus Kundenverträgen

In EUR Mio Konzern
bereich &
1–6/19
Upstream Downstream Sonstiges Gesamt
Rohöl, NGL und Kondensate 595 472 1.067
Erdgas und LNG 458 2.601 3.058
Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte 5.406 5.406
Petrochemische Produkte 928 928
Gasspeicherung, Transit, Verteilung und Transport 9 113 122
Sonstige Produkte und Dienstleistungen 13 645 1 659
Gesamt 1.075 10.164 1 11.240

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q2/20 Q1/20 Q2/19 1–6/20 1–6/19
69 – 154 – 367 Laufende Steuern – 85 – 589
– 81 81 – 37 Latente Steuern – 1 – 57
– 13 – 73 – 404 Steuern vom Einkommen und Ertrag – 86 – 646
18 n.m. 38 Effektivsteuersatz in % 114 36

Erläuterungen zur Bilanz

Vertragliche Verpflichtungen

Per 30. Juni 2020 bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von EUR 1.101 Mio (31. Dezember 2019: EUR 1.343 Mio), hauptsächlich in Verbindung mit Explorations- und Produktionstätigkeiten im Bereich Upstream.

Vorräte

Per 30. Juni 2020 enthielt die Position "Vorräte" CO2-Zertifikate in Höhe von EUR 88 Mio (31. Dezember 2019: Null), die als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert und deshalb zum Fair Value bewertet wurden.

Eigenkapital

In 1–6/20 wurden keine Dividenden an Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft ausgeschüttet. Für das Jahr 2019 wird bei der Hauptversammlung am 29. September 2020 eine Dividendenzahlung in Höhe von EUR 1,75 pro Aktie vorgeschlagen werden. Die Dividendenausschüttungen an Minderheitsaktionäre beliefen sich in 1–6/20 auf EUR 209 Mio.

In 1–6/20 wurden außerdem Zinszahlungen in Höhe von EUR 14 Mio an Hybridkapitalbesitzer geleistet.

Die Anzahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien betrug per 30. Juni 2020 297.846 Stück (31. Dezember 2019: 372.613 Stück).

Finanzielle Verbindlichkeiten

Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) exklusive Leasing

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q2/20 Q4/19 Δ%
Anleihen 8.566 5.802 48
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1 667 769 – 13
Schulden 9.233 6.570 41
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2 5.832 2.938 99
Nettoverschuldung 3.401 3.632 – 6
Eigenkapital 16.453 16.863 – 2
Verschuldungsgrad in % 21 22 – 1

1 Inklusive sonstiger verzinslicher Mittel, die auf "zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten" umgegliedert wurden

2 Inklusive liquider Mittel, die auf "zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden

Am 9. April 2020 hat die OMV Anleihen mit einem Gesamtvolumen von EUR 1,75 Mrd begeben. Die Transaktion beinhaltet drei Tranchen: Die erste Tranche von EUR 0,5 Mrd mit einem 1,500 %-Coupon ist am 9. April 2024 fällig, die zweite Tranche von EUR 0,5 Mrd mit einem 2,000 %-Coupon ist am 9. April 2028 fällig und die dritte Tranche von EUR 0,75 Mrd mit einem 2,375 %- Coupon ist am 9. April 2032 fällig.

Am 16. Juni 2020 hat die OMV Anleihen mit einem Gesamtvolumen von EUR 1,5 Mrd begeben. Die Transaktion beinhaltete zwei Tranchen: Die erste Tranche von EUR 0,75 Mrd mit einem 0,000 %-Coupon ist am 16. Juni 2023 und die zweite Tranche von EUR 0,75 Mrd mit einem 0,750 %-Coupon ist am 16. Juni 2030 fällig.

Fair-Value-Bewertung

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden gemäß Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen (siehe dazu Anhangangabe 2 im OMV Konzernabschluss 2019).

Bemessungshierarchie
---------------------- --
In EUR Mio
30. Juni 2020 31. Dez. 2019
Finanzielle Vermögenswerte inklusive
zu Veräußerungszwecken gehaltene
Vermögenswerte Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Eigenkapitalinstrumente 16 16 24 24
Vorräte 88 88
Als Sicherungsinstrumente designierte 97 97 284 284
und effektive Derivate
Sonstige Derivate 772 3.612 4.384 241 2.150 2.391
Sonstige finanzielle Vermögenswerte zum 717 717 721 721
beizulegenden Zeitwert 1
Nettobetrag zu Veräußerungszwecken 6 6 8 8
gehaltene Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten
Gesamt 859 3.716 733 5.308 241 2.443 745 3.428
30. Juni 2020 31. Dez. 2019
Finanzielle Verbindlichkeiten Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Verbindlichkeiten aus als 40 40 237 237
Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 779 3.245 4.024 266 1.976 2.241
Gesamt 779 3.285 4.064 266 2.213 2.478

1 Enthält einen Vermögenswert hinsichtlich der Neufeststellung von Reserven aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno-Russkoje und bedingte Gegenleistungen aus dem Verkauf des 30 %-Anteils am Feld Rosebank und aus der Veräußerung der OMV (U.K.) Limited

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, für die der beizulegende Zeitwert angegeben wird

In EUR Mio
30. Juni 2020 31. Dez. 2019
Beizulegender Beizulegender
Buchwert Zeitwert Buchwert Zeitwert
Anleihen 1 72 71 78 77
Finanzielle Vermögenswerte 72 71 78 77
Anleihen 8.566 9.162 5.802 6.317
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 2 667 677 769 792
Finanzielle Verbindlichkeiten 9.233 9.839 6.570 7.109

1 Inklusive Anleihen die auf "zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden

2 Inklusive sonstiger verzinslicher Finanzverbindlichkeiten, die auf "zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten" umgegliedert wurden

Segmentberichterstattung

Umsätze mit anderen Segmenten
In EUR Mio
Q2/20 Q1/20 Q2/19 Δ% 1 1–6/20 1–6/19 Δ%
413 673 1.011 – 59 Upstream 1.086 1.874 – 42
15 23 20 – 23 Downstream 38 42 – 9
88 88 84 5 Konzernbereich und Sonstiges 176 169 4
516 784 1.114 – 54 Gesamt 1.301 2.085 – 38
Umsätze mit Dritten
In EUR Mio
Q2/20 Q1/20 Q2/19 Δ% 1 1–6/20 1–6/19 Δ%
286 499 751 – 62 Upstream 785 1.268 – 38
2.850 4.260 5.283 – 46 Downstream 7.111 10.169 – 30
1 1 1 4 Konzernbereich und Sonstiges 2 2 26
3.138 4.760 6.035 – 48 Gesamt 7.898 11.438 – 31
Umsätze (nicht konsolidiert)
In EUR Mio
Q2/20 Q1/20 Q2/19 Δ% 1 1–6/20 1–6/19 Δ%
700 1.171 1.762 – 60 Upstream 1.871 3.142 – 40
2.865 4.284 5.303 – 46 Downstream 7.149 10.211 – 30
89 89 85 5 Konzernbereich und Sonstiges 178 171 4
3.654 5.545 7.149 – 49 Gesamt 9.199 13.524 – 32
Segment- und Konzernergebnis
In EUR Mio
Q2/20 Q1/20 Q2/19 Δ% 1 1–6/20 1–6/19 Δ%
– 237 – 9 644 n.m. Operatives Ergebnis Upstream – 246 1.050 n.m.
342 – 18 474 – 28 Operatives Ergebnis Downstream 324 880 – 63
Operatives Ergebnis Konzernbereich und
– 5 – 20 – 14 63 Sonstiges – 25 – 38 35
100 – 47 1.103 – 91 Operatives Ergebnis Segment Summe 54 1.892 – 97
– 38 128 – 16 – 130 Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 90 – 39 n.m.
63 81 1.087 – 94 OMV Konzern Operatives Ergebnis 144 1.853 – 92
8 – 77 – 25 n.m. Finanzergebnis – 69 – 53 – 31
70 5 1.062 – 93 OMV Konzern Ergebnis vor Steuern 75 1.800 – 96

1 Q2/20 gegenüber Q2/19

Vermögenswerte 1

In EUR Mio
30. Juni 2020 31. Dez. 2019
14.308 15.049
4.376 5.315
269 277
18.953 20.642

1 Segmentvermögenswerte bestehen aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Vermögenswerte, die in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert.

Ergänzende Angaben

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

In 1–6/20 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem OMV Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen, ausgenommen Transaktionen mit OJSC Severneftegazprom, die nicht auf Marktpreisen, sondern auf Kosten zuzüglich einer definierten Marge basieren.

Wesentliche Transaktionen mit at-equity bewerteten Beteiligungen

In EUR Mio
1–6/20 1–6/19
Umsätze Zukäufe und Umsätze Zukäufe und
und sonstige erhaltene und sonstige erhaltene
Erträge Leistungen Erträge Leistungen
Borealis 535 19 663 22
GENOL Gesellschaft m.b.H. 1 54 0 91 1
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 26 38 50 27
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH 0 14 0 15
OJSC Severneftegazprom 82 90
Trans Austria Gasleitung GmbH 2 4 11 4 10

12019 beinhaltet Transaktionen mit der GENOL Gesellschaft m.b.H. wie auch der GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG, wobei 2020 nur Transaktionen mit der GENOL Gesellschaft m.b.H. enthält (der Geschäftsbetrieb der GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG wurde im Oktober 2019 in die GENOL Gesellschaft m.b.H. übertragen).

2 Die Trans Austria Gasleitung GmbH wurde in Q1/20 auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert.

Ausstehende Salden mit at-equity bewerteten Beteiligungen

In EUR Mio
30. Juni 2020 31. Dez. 2019
Darlehensforderungen 2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22 84
Sonstige Forderungen 26 41
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66 63
Sonstige Verbindlichkeiten 14 1
Vertragsverbindlichkeiten 157 170

Dividendenausschüttungen von at-equity bewerteten Beteiligungen

In EUR Mio
1–6/20 1–6/19
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC 5
Borealis AG 108 144
OJSC Severneftegazprom 14 6
Pearl Petroleum Company Limited 13 12
PEGAS CEGH Gas Exchange Services GmbH 1 1
Trans Austria Gasleitung GmbH 1 16 9
Gesamtkonzern 156 173

1 Die Trans Austria Gasleitung GmbH wurde in Q1/20 auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert.

Informationen über Unternehmen mit staatlichem Naheverhältnis sind dem OMV Konzernabschluss 2019 (Anhangangabe 35 "Nahestehende Unternehmen") zu entnehmen. Bis zur Veröffentlichung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses für die Periode 1–6/20 gab es keine Änderungen.

Am 12. März 2020 haben die OMV und die Mubadala Investment Company den Kaufvertrag für den Erwerb des zusätzlichen 39%-Anteils an der Borealis AG unterzeichnet. Nähere Details können dem Abschnitt "Sonstige wesentliche Transaktionen" entnommen werden.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 9. Juli 2020 erließ das Schiedsgericht den endgültigen Schiedsspruch über das von der OMV Aktiengesellschaft ("OMV AG") bei der Internationalen Handelskammer Paris ("ICC") gegen das rumänische Umweltministerium eingeleitete Schiedsgerichtsverfahren bezüglich bestimmter vom Umweltministerium nicht beglichener Forderungen für Kosten, die der OMV Petrom S.A. bei der Stilllegung von Bohrungen und bei Umweltsanierungsarbeiten entstanden sind. Das Schiedsgericht forderte das Umweltministerium auf, der OMV Petrom S.A. den Betrag von ca. EUR 59 Mio (fast den gesamten ursprünglich geforderten Betrag) und die damit verbundenen Zinsen zu erstatten. Die Auswirkungen des Schiedsspruchs spiegeln sich in den Ergebnissen von Q2/20 wider und beziehen sich hauptsächlich auf die Erfassung eines Zinsertrags im Nettofinanzergebnis.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkung auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, 29. Juli 2020

Der Vorstand

Rainer Seele e.h. Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor

Reinhard Florey e.h. Finanzvorstand

Johann Pleininger e.h. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Chief Upstream Operations Officer

Thomas Gangl e.h. Chief Downstream Operations Officer

Elena Skvortsova e.h. Chief Commercial Officer

Weitere Angaben

Nächste Ereignisse

  • ► OMV Ordentliche Hauptversammlung: 29. September 2020
  • ► OMV Konzern Trading Update Q3/20: 8. Oktober 2020
  • ► OMV Konzernbericht Jänner–September und Q3 2020: 29. Oktober 2020

Der gesamte OMV Finanzkalender und zusätzliche Informationen sind unter www.omv.com zu finden.

OMV Kontakte

Florian Greger, Vice President und Leiter Investor Relations Tel.: +43 1 40440-21600; E-Mail: [email protected]

Andreas Rinofner, Public Relations Tel.: +43 1 40440-21472; E-Mail: [email protected]