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OMV AG Interim / Quarterly Report 2018

Feb 6, 2019

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Interim / Quarterly Report

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OMV Aktiengesellschaft

Die Energie für ein besseres Leben.

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht (verkürzt, ungeprüft) 4
Konzern-Performance 4
Ausblick 9
Geschäftsbereiche 10
Upstream 10
Downstream 13
Vorläufiger Konzernabschluss (verkürzt, ungeprüft) 15
Erklärung des Vorstands 32
Weitere Angaben 33

Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen

Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "glauben", "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen der OMV sowie der OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle der OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen.

Weder die OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. Die OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der OMV dar.

OMV Konzernbericht Jänner–Dezember und Q4 2018 mit vorläufigem, verkürztem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018

Leistungskennzahlen 1

Konzern

  • ► CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten um 53% auf EUR 1.053 Mio gestiegen
  • ► Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten von EUR 490 Mio, CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten von EUR 1,50
  • ► Hoher Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von EUR 1.117 Mio
  • ► Starker organischer freier Cashflow nach Dividenden von EUR 489 Mio
  • ► CCS ROACE vor Sondereffekten bei 13%
  • ► Kosteneinsparungen von mehr als EUR 100 Mio gegenüber 2017 erzielt
  • ► Dividende je Aktie von EUR 1,75 2 vorgeschlagen; Anstieg um 17% im Vergleich zum Vorjahr

Upstream

  • ► Produktion um 70 kboe/d auf 447 kboe/d gestiegen
  • ► Produktionskosten um 29% auf USD 6,3/boe gesunken

Downstream

  • ► OMV Referenz-Raffineriemarge lag bei USD 5,2/bbl
  • ► Erdgas-Verkaufsmengen um 5% auf 32,7 TWh gestiegen

Wichtige Ereignisse

  • ► Am 31. Jänner 2018 haben die OMV und Sapura Energy Berhad die Vereinbarung zur Bildung einer strategischen Partnerschaft abgeschlossen. Für den 50%-Anteil am neugegründeten Joint Venture Unternehmen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. hat die OMV USD 540 Mio gezahlt. Zusätzlich haben die Vertragsparteien bedingte Zahlungen von bis zu USD 85 Mio vereinbart. Das neugegründete Unternehmen, SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. wird im OMV Jahresabschluss vollständig konsolidiert werden.
  • ► Am 27. Jänner 2019 unterzeichnete die OMV Vereinbarungen für einen 15%-Anteil an ADNOC Refining. Der voraussichtliche Kaufpreis beträgt für den OMV Anteil USD 2,5 Mrd, basierend auf der Nettoverschuldung zum Jahresende 2018. Der finale Kaufpreis ist abhängig von der Nettoverschuldung zum Closing und von bestimmten Kaufpreisanpassungen.
  • ► Am 28. Dezember 2018 hat die OMV die Übernahme des Shell Upstream Geschäfts in Neuseeland, das Joint Venture -Beteiligungen an Pohokura (48%) und Maui (83,75%) umfasst sowie die zugehörige Infrastruktur, abgeschlossen. Wirtschaftlich war die Transaktion mit 1. Jänner 2018 wirksam. Der Kaufpreis betrug USD 579 Mio.
  • ► Am 17. Dezember 2018 hat die OMV den Produktionsstart des Gasfeldes Aasta Hansteen kommuniziert. Die Produktion wird ein Plateau von rund 20 kboe/d netto für die OMV erreichen. Die gesamten Investitionskosten des Aasta Hansteen Projekts liegen bei rund EUR 4 Mrd (EUR 600 Mio netto für die OMV).

1 Die genannten Werte beziehen sich auf Q4/18; als Vergleichsgrößen dienen, sofern nicht abweichend gekennzeichnet, die Quartalswerte des Vorjahres

2 Vorschlag des Vorstands, vorbehaltlich der Bestätigung seitens des Aufsichtsrats sowie der Hauptversammlung 2019

Lagebericht (verkürzt, ungeprüft)

Konzern-Performance

Ergebnisse auf einen Blick
In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q4/18 Q3/18 Q4/17 Δ% 1 2018 2017 Δ%
6.640 5.607 4.906 35 Umsatz 2 22.930 20.222 13
1.053 1.050 688 53 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3 3.646 2.958 23
578 554 344 68 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Upstream 3 1.225 66
445 484 356 25 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Downstream 3 1.643 1.770 – 7
– 7 – 9 14 n.m. Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Konzernbereich und
Sonstiges 3
– 21 – 16 – 31
37 20 – 27 n.m. Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung – 3 – 21 87
36 38 28 30 Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten in % 39 25 56
643 628 448 43 CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 3 2.108 2.035 4
490 455 367 34 Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor 1.594 1.624 – 2
Sondereffekten 3, 4
1,50 1,39 1,12 34 CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR 3 4,88 4,97 – 2
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3
1.053 1.050 688 53 3.646 2.958 23
273 – 319 – 115 n.m. Sondereffekte 5 – 149 – 1.281 88
– 67 33 58 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 27 55 – 51
1.259 763 631 99 Operatives Ergebnis Gruppe 3.524 1.732 103
812 470 294 176 Operatives Ergebnis Upstream 2.122 1.218 74
400 284 384 4 Operatives Ergebnis Downstream 1.420 584 143
– 22 – 11 – 13 – 64 Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges – 47 – 48 3
68 20 – 34 n.m. Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 28 – 21 n.m.
– 50 – 39 – 69 28 Finanzerfolg – 226 – 246 8
1.209 725 562 115 Ergebnis vor Steuern 3.298 1.486 122
34 46 25 36 Steuerquote des Konzerns in % 40 43 – 7
793 393 421 89 Periodenüberschuss 1.993 853 134
608 221 311 96 Den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss 4 1.438 435 n.m.
1,86 0,68 0,95 96 Ergebnis je Aktie in EUR 4,40 1,33 n.m.
1.117 970 742 51 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 4.396 3.448 28
368 523 – 1.445 n.m. Freier Cashflow vor Dividenden 1.043 1.681 – 38
281 523 – 1.532 n.m. Freier Cashflow nach Dividenden 263 1.013 –74
489 493 146 n.m. Organischer freier Cashflow nach Dividenden 6 1.715 1.194 44
Dividende je Aktie in EUR 7 1,75 1,50 17
2.014 2.306 2.005 0 Nettoverschuldung 2.014 2.005 0
13 16 14 – 6 Verschuldungsgrad in % 13 14 – 6
1.120 470 2.290 – 51 Investitionen 8 3.676 3.376 9
589 459 548 7 Organische Investitionen 9 1.893 1.636 16
13 12 14 – 7 CCS ROACE vor Sondereffekten in % 3 13 14 – 7
12 11 6 96 ROACE in % 12 6 96
20.231 19.978 20.721 – 2 Mitarbeiteranzahl 20.231 20.721 – 2

Zahlen in dieser und folgenden Tabellen lassen sich möglicherweise aufgrund von Rundungsdifferenzen nicht aufaddieren.

1 Q4/18 gegenüber Q4/17

2 Umsätze exklusive Mineralölsteuer

3 Bereinigt um Sondereffekte; das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien und der OMV Petrol Ofisi

4 Nach Abzug des den Hybridkapitalbesitzern sowie den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnenden Periodenüberschusses

5 Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird der Ausweis von Sondereffekten als angemessen betrachtet. Zur Darstellung vergleichbarer Ergebnisse müssen bestimmte Positionen hinzugefügt oder abgezogen werden. Sondereffekte von at-equity bewerteten Beteiligungen werden berücksichtigt. Seit Q1/17 enthalten die Sondereffekte auch

temporäre Effekte aus dem Rohstoff-Hedging für wesentliche Hedging-Transaktionen in Downstream und Upstream. 6 Der organische freie Cashflow nach Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit und exklusive

Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen) sowie abzüglich Dividendenzahlungen.

7 2018: Vorschlag des Vorstands, vorbehaltlich seitens der Bestätigung des Aufsichtsrats sowie der Hauptversammlung 2019

8 Investitionen beinhalten Akquisitionen

9 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.

Viertes Quartal 2018 (Q4/18) im Vergleich zum vierten Quartal 2017 (Q4/17)

Der Konzernumsatz stieg signifikant um 35% auf EUR 6.640 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Öl-, Gas- und Produktpreise sowie höhere Verkaufsvolumina zurückzuführen. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten erhöhte sich deutlich um 53% von EUR 688 Mio auf EUR 1.053 Mio. Ursächlich für den Anstieg war insbesondere das deutlich bessere Upstream-Ergebnis von EUR 578 Mio (Q4/17: EUR 344 Mio) als Folge einer signifikant verbesserten operativen Performance von EUR 139 Mio. Diese ist im Wesentlichen auf höhere Verkaufsmengen in Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückzuführen. Netto-Markteffekte in Höhe von EUR 106 Mio beeinflussten das OMV Ergebnis ebenfalls positiv. Höhere durchschnittliche Öl- und Gaspreise wurden teilweise von Hedging-Verlusten kompensiert. Das Downstream CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg in Q4/18 beachtlich auf EUR 445 Mio (Q4/17: EUR 356 Mio), ursächlich dafür war hauptsächlich ein starker Ergebnisbeitrag des Commercial- und Retail-Geschäfts wie auch des Petrochemie-Geschäfts. Die Konsolidierungszeile betrug EUR 37 Mio in Q4/18. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten der OMV Petrom belief sich auf EUR 306 Mio (Q4/17: EUR 122 Mio).

Die Konzernsteuerquote vor Sondereffekten betrug 36%, verglichen mit 28% in Q4/17. Dies war bedingt durch erheblich höhere Ergebnisbeiträge im Bereich Upstream aus Hochsteuerländern, vornehmlich Norwegen und Libyen. Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten erreichte EUR 643 Mio (Q4/17: EUR 448 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten stieg stark auf EUR 490 Mio (Q4/17: EUR 367 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten lag bei EUR 1,50 (Q4/17: EUR 1,12).

In Q4/18 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR 273 Mio verzeichnet (Q4/17: EUR –115 Mio), welche sich hauptsächlich aus temporären Hedging-Effekten und der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate ergaben. In Q4/18 betrugen die CCS Effekte EUR –67 Mio. Das Operative Konzernergebnis hat sich mit EUR 1.259 Mio (Q4/17: EUR 631 Mio) nahezu verdoppelt. Der Beitrag der OMV Petrom zum Operativen Konzernergebnis stieg signifikant auf EUR 380 Mio (Q4/17: EUR 193 Mio).

Der Finanzerfolg betrug EUR –50 Mio (Q4/17: EUR –69 Mio). Die Erhöhung war hauptsächlich auf höhere Zinserträge zurückzuführen. Bei einer Konzernsteuerquote von 34% (Q4/17: 25%) betrug der Periodenüberschuss EUR 793 Mio (Q4/17: EUR 421 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss hat sich mit EUR 608 Mio (Q4/17: EUR 311 Mio) nahezu verdoppelt. Das Ergebnis je Aktie für das Quartal stieg signifikant auf EUR 1,86 (Q4/17: EUR 0,95).

Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit wuchs von EUR 742 Mio in Q4/17 auf EUR 1.117 Mio, beeinflusst durch ein verbessertes Marktumfeld sowie positive Net-Working-Capital-Effekte. Der freie Cashflow nach Dividenden verbesserte sich auf EUR 281 Mio, verglichen mit EUR –1.532 Mio in Q4/17, da Q4/17 maßgeblich durch den Erwerb eines Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje, was zu einem Mittelabfluss von EUR –1.644 Mio führte, beeinflusst war.

Per 31. Dezember 2018 betrug die Nettoverschuldung EUR 2.014 Mio, verglichen mit EUR 2.005 Mio. Zum 31. Dezember 2018 war der Verschuldungsgrad 13% (31. Dezember 2017: 14%).

Organische Investitionen erhöhten sich um 7% auf EUR 589 Mio (Q4/17: EUR 548 Mio). Ursächlich waren höhere organische Investitionen im Bereich Upstream, vorwiegend in Rumänien, Norwegen, Österreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die organischen Investitionen im Bereich Downstream sanken leicht in Q4/18 infolge niedrigerer organischer Investitionen im Bereich Downstream Gas. Die gesamten Investitionen beliefen sich auf EUR 1.120 Mio (Q4/17: EUR 2.290 Mio) und beinhalteten vor allem den Erwerb des Upstream-Geschäfts von Shell in Neuseeland in Q4/18. In Q4/17 akquirierte die OMV einen 24,99%-Anteil am Gasfeld Juschno Russkoje.

Jänner bis Dezember 2018 im Vergleich zu Jänner bis Dezember 2017

Der Konzernumsatz stieg um 13% auf EUR 22.930 Mio. Höhere Öl-, Gas- und Produktpreise sowie gesteigerte Verkaufsvolumina wurden teilweise durch den fehlenden Beitrag der OMV Petrol Ofisi, welche in Q2/17 verkauft wurde, kompensiert. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verbesserte sich von EUR 2.958 Mio im Jahr 2017 auf EUR 3.646 Mio. Ursächlich war vor allem das bessere Upstream-Ergebnis in Höhe von EUR 2.027 Mio (2017: EUR 1.225 Mio) infolge einer signifikant erhöhten operativen Performance von EUR 582 Mio, aufgrund höherer Verkaufsmengen in Russland, dem erhöhten Produktionsbeitrag aus Libyen und dem Produktionsstart in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Netto-Markteffekte in Höhe von EUR 276 Mio beeinflussten das Ergebnis der OMV ebenfalls positiv und berücksichtigten höhere durchschnittliche Preise. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream sank auf EUR 1.643 Mio (2017: EUR 1.770 Mio), vornehmlich aufgrund eines niedrigeren Ergebnisses im Bereich Downstream Öl infolge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi in Q2/17. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten der OMV Petrom stieg deutlich auf EUR 1.034 Mio (2017: EUR 718 Mio).

Die Konzernsteuerquote vor Sondereffekten betrug 39% (2017: 25%). Dies ist hauptsächlich auf den höheren Ergebnisbeitrag aus Norwegen und Libyen im Bereich Upstream zurückzuführen. Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten betrug EUR 2.108 Mio (2017: EUR 2.035 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten verringerte sich leicht auf EUR 1.594 Mio (2017: EUR 1.624 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten sank marginal auf EUR 4,88 (2017: EUR 4,97).

Im Jahr 2018 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –149 Mio verzeichnet, welche sich hauptsächlich aus dem Verkauf des Kraftwerks Samsun in der Türkei und einer Abschreibung des Düngemittelgeschäfts von Borealis ergaben. Dies wurde teilweise

aufgrund temporärer Hedging-Effekte im Bereich Upstream kompensiert. Im Jahr 2017 betrugen die Netto-Sondereffekte EUR –1.281 Mio, insbesondere aufgrund des Recyclings von FX-Verlusten im Zuge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi. 2018 wurden CCS Effekte von EUR 27 Mio verzeichnet. Das Operative Konzernergebnis verdoppelte sich auf EUR 3.524 Mio (2017: EUR 1.732 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum Operativen Konzernergebnis stieg deutlich auf EUR 1.131 Mio (2017: EUR 733 Mio).

Der Finanzerfolg verbesserte sich auf EUR –226 Mio (2017: EUR –246 Mio) vor allem aufgrund höherer Zinserträge, teilweise kompensiert durch höhere Zinsaufwendungen und sonstige Finanzierungskosten. Bei einer Konzernsteuerquote von 40% (2017: 43%) betrug der Periodenüberschuss EUR 1.993 Mio. Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss betrug EUR 1.438 Mio, verglichen mit EUR 435 Mio im Jahr 2017. Das Ergebnis je Aktie hat sich mit EUR 4,40 im Vergleich zu EUR 1,33 2017 mehr als verdreifacht.

Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit stieg signifikant auf EUR 4.396 Mio (2017: EUR 3.448 Mio), beeinflusst durch positive Net-Working-Capital-Effekte und ein verbessertes Marktumfeld. Der freie Cashflow nach Dividenden verringerte sich deutlich auf EUR 263 Mio (2017: EUR 1.013 Mio), wesentlich bedingt durch den Erwerb eines 20%-Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi, welcher zu einem Mittelabfluss von USD –1,5 Mrd führte. Des Weiteren kam es zu einem Mittelabfluss von EUR –350 Mio aus dem Erwerb des Shell Upstream Geschäfts in Neuseeland.

Per 31. Dezember 2018 belief sich die Nettoverschuldung auf EUR 2.014 Mio, verglichen mit EUR 2.005 Mio. Zum 31. Dezember 2018 betrug der Verschuldungsgrad 13% (31. Dezember 2017: 14%).

Organische Investitionen stiegen um 16% auf EUR 1.893 Mio (2017: EUR 1.636 Mio). Der Anstieg ist dem Bereich Upstream zuzuordnen und reflektiert höhere organische Investitionen in Rumänien, Norwegen und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Organische Investitionen im Bereich Downstream sanken leicht. Niedrigere organische Investitionen im Bereich Downstream Gas wurden teilweise durch leicht höhere organische Investitionen im Bereich Downstream Öl kompensiert. Die gesamten Investitionen beliefen sich auf EUR 3.676 Mio (2017: EUR 3.376 Mio) und enthalten den Erwerb eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Ölfeldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd in Q2/18 sowie den Erwerb des Upstream-Geschäfts von Shell in Neuseeland in Höhe von USD 579 Mio in Q4/18. Die gesamten Investitionen beinhalteten 2017 vor allem die Akquisition des Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje in Q4/17.

Sondereffekte und CCS Effekte

In EUR Mio
Q4/18 Q3/18 Q4/17 Δ% 1 2018 2017 Δ%
1.053 1.050 688 53 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 3.646 2.958 23
273 – 319 – 115 n.m. Sondereffekte – 149 – 1.281 88
– 17 – 5 – 13 – 32 davon Personallösungen – 40 – 31 – 27
101 – 10 47 113 davon Wertminderungen und Zuschreibungen 51 16 n.m.
– 2 – 1 – 8 80 davon Anlagenverkäufe 3 – 31 n.m.
191 – 303 – 141 n.m. davon Sonstiges – 164 – 1.235 87
– 67 33 58 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 27 55 – 51
1.259 763 631 99 Operatives Ergebnis Gruppe 3.524 1.732 103

1 Q4/18 gegenüber Q4/17

2 Bereinigt um Sondereffekte; das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien und der OMV Petrol Ofisi

Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird die Offenlegung von Sondereffekten als angemessen erachtet. Um vergleichbare Werte wiedergeben zu können, werden bestimmte das Ergebnis beeinflussende Effekte hinzugefügt oder abgezogen. Diese Effekte können in vier Unterkategorien unterteilt werden: Personallösungen, Wertminderungen und Zuschreibungen, Anlagenverkäufe und Sonstiges.

Des Weiteren wird der Current Cost of Supply (CCS) Effekt aus dem Jahresergebnis eliminiert, um ein effektives Performance-Management in einem Umfeld mit volatilen Preisen sowie Vergleichbarkeit mit Mitbewerbern ermöglichen zu können. Der CCS Effekt, auch als Lagerhaltungsgewinne und -verluste bezeichnet, ist die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen, basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitende Durchschnittskosten), zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse führen. Diese Leistungskennzahl erhöht die Transparenz der Ergebnisse und wird üblicherweise in der Erdölindustrie verwendet. Die OMV veröffentlicht daher diese Kennzahl zusätzlich zum gemäß IFRS ermittelten operativen Ergebnis.

Cashflow Konzern-Cashflow-Rechnung (Kurzfassung)

In EUR Mio
Q4/18 Q3/18 Q4/17 Δ% 1 2018 2017 Δ%
1.021 1.242 925 10 Mittelzufluss nach unbaren Posten 4.293 3.871 11
1.117 970 742 51 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 4.396 3.448 28
– 749 – 447 – 2.187 66 Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 3.353 – 1.766 – 90
368 523 – 1.445 n.m. Freier Cashflow 1.043 1.681 – 38
244 – 35 790 – 69 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit – 975 27 n.m.
1 – 12 – 7 n.m. Währungsdifferenz auf liquide Mittel – 22 – 42 46
612 476 – 662 n.m. Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel 45 1.667 – 97
3.414 2.938 4.643 – 26 Liquide Mittel Periodenbeginn 3.981 2.314 72
4.026 3.414 3.981 1 Liquide Mittel Periodenende 4.026 3.981 1
- 1 9 n.a. davon Liquide Mittel umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen
- 9 n.a.
4.026 3.413 3.972 1 in der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen
4.026 3.972 1
281 523 – 1.532 n.m. Freier Cashflow nach Dividenden 263 1.013 – 74

1 Q4/18 gegenüber Q4/17

Viertes Quartal 2018 (Q4/18) im Vergleich zum vierten Quartal 2017 (Q4/17)

Der Mittelzufluss nach unbaren Posten wuchs auf EUR 1.021 Mio in Q4/18 (Q4/17: EUR 925 Mio), unterstützt durch ein verbessertes Marktumfeld. Net-Working-Capital-Positionen führten zu einem Mittelzufluss von EUR 95 Mio (Q4/17: Mittelabfluss von EUR –183 Mio). Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit stieg in Q4/18 auf EUR 1.117 Mio (Q4/17: EUR 742 Mio).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verzeichnete einen Mittelabfluss von EUR –749 Mio, verglichen mit EUR –2.187 Mio in Q4/17 und beinhaltete einen Mittelabfluss von EUR –303 Mio resultierend aus dem Erwerb des Shell Upstream Geschäfts in Neuseeland. In Q1/18 hat die OMV im Rahmen dieses Erwerbs eine Anzahlung in Höhe von USD –58 Mio getätigt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Q4/17 war maßgeblich bedingt durch den Erwerb eines Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje, was zu einem Mittelabfluss von EUR –1.644 Mio führte.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelzufluss von EUR 244 Mio gegenüber EUR 790 Mio in Q4/17, hauptsächlich beeinflusst durch die Rückzahlung eines Eurobonds von EUR 750 Mio.

Der freie Cashflow (Mittelzufluss aus der Betriebstätigkeit +/– Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit) stieg auf EUR 368 Mio (Q4/17: EUR –1,445 Mio).

Jänner bis Dezember 2018 im Vergleich zu Jänner bis Dezember 2017

Der Mittelzufluss nach unbaren Posten 2018 stieg auf EUR 4.293 Mio (2017: EUR 3.871 Mio), unterstützt durch ein verbessertes Marktumfeld und höhere Dividendenzahlungen von Borealis. Net-Working-Capital-Positionen führten zu einem Mittelzufluss von EUR 103 Mio (2017: Mittelabfluss von EUR –424 Mio). Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von EUR 4.396 Mio lag um EUR 948 Mio über dem Niveau von 2017.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigte 2018 einen Mittelabfluss von EUR –3.353 Mio gegenüber EUR –1.766 Mio im Jahr 2017 und enthielt einen Mittelabfluss von USD –1,5 Mrd, resultierend aus dem Erwerb eines 20%-Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi sowie einen Mittelabfluss von EUR –350 Mio aus dem Erwerb des Shell Upstream Geschäfts in Neuseeland. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltete 2018 einen Mittelabfluss von EUR –275 Mio für die Finanzierungsvereinbarungen für das Pipelineprojekt Nord Stream 2. Im Jahr 2017 führten die Veräußerungen der OMV (U.K.) Limited und der OMV Petrol Ofisi zu einem Mittelzufluss von EUR 1.689 Mio, welcher durch den Mittelabfluss von EUR –1.644 Mio aus dem Erwerb eines Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje kompensiert wurde.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von EUR –975 Mio gegenüber einem Mittelzufluss von EUR 27 Mio 2017, bedingt durch die Rückzahlungen einer Hybridanleihe von EUR 750 Mio sowie eines Eurobonds von EUR 750 Mio, teilweise kompensiert durch eine höhere Ausgabe von Anleihen.

Der freie Cashflow (Mittelzufluss aus der Betriebstätigkeit +/– Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit) verringerte sich signifikant auf EUR 1.043 Mio (2017: EUR 1.681 Mio). Der freie Cashflow nach Dividenden sank deutlich auf EUR 263 Mio (2017: EUR 1.013 Mio).

Risikomanagement

Als internationaler Öl- und Gaskonzern mit Aktivitäten, die von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen bis zu Handel und Vermarktung von Mineralölprodukten und Gas reichen, ist die OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt – unter anderem finanziellen und Marktrisiken, operativen sowie strategischen Risiken. Eine detaillierte Beschreibung der Risiken und der Risikomanagement-Aktivitäten kann dem OMV Geschäftsbericht 2017 (Seite 82–83) entnommen werden.

Die wesentlichen Unsicherheiten, welche die Ergebnisse des OMV Konzerns beeinflussen können, bleiben Rohstoffpreise, Währungskursschwankungen und operative sowie politische und regulatorische Risiken. Die Entwicklung des Rohstoffpreisrisikos wird laufend überwacht und bei Bedarf werden entsprechende Cashflow-Sicherungsmaßnahmen getroffen. Das inhärente Risikopotenzial der Sicherheits- und Umweltrisiken wird durch Programme für HSSE (Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz) und Risikomanagement überwacht, mit der klaren Zielsetzung, die Risiken der OMV im Rahmen der branchenüblichen Standards zu halten.

Weitere Details zu den aktuellen Risiken können der Sektion Ausblick des Lageberichts entnommen werden.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Bezüglich der Angaben zu den wesentlichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen wird auf den Anhang des vorläufigen Konzernabschlusses verwiesen.

Ausblick

Marktumfeld

Die OMV erwartet für das Jahr 2019 einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von USD 65/bbl (2018: USD 71/bbl). Für das Jahr 2019 werden an den europäischen Spotmärkten niedrigere durchschnittliche Gaspreise als im Jahr 2018 prognostiziert.

Konzern

► Organische Investitionen (inklusive aktivierter E&A-Ausgaben und exklusive Akquisitionen) werden sich im Jahr 2019 voraussichtlich auf rund EUR 2,3 Mrd belaufen (2018: EUR 1,9 Mrd).

Upstream

  • ► Die OMV erwartet für das Jahr 2019 eine Gesamtproduktion von rund 500 kboe/d (2018: 427 kboe/d). Die Produktion des Feldes El Sharara in Libyen ist aktuell ausgesetzt. Es wird erwartet, dass die Produktion im März 2019 wieder aufgenommen wird. Wir prognostizieren nach Wiederaufnahme der Produktion bis Jahresende und abhängig von der Sicherheitslage einen Produktionsbeitrag aus Libyen von 35 kboe/d (2018: 30 kboe/d).
  • ► Organische Investitionen in Upstream (inklusive aktivierter E&A-Ausgaben und exklusive Akquisitionen) werden sich im Jahr 2019 voraussichtlich auf rund EUR 1,5 Mrd belaufen.
  • ► Im Jahr 2019 werden die Explorations- und Evaluierungsausgaben in Höhe von EUR 350 Mio prognostiziert (2018: EUR 300 Mio).

Downstream

Öl

  • ► Die Raffineriemarge wird auf einem Niveau von rund USD 5/bbl erwartet (2018: USD 5,2/bbl).
  • ► Die Petrochemie-Margen werden etwas niedriger als im Jahr 2018 liegen (2018: EUR 448/t).
  • ► Die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte wird 2019 auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2018 prognostiziert (2018: 20,3 Mio t). Für die OMV Märkte werden ähnliche Retail- und Commercial-Margen als im Jahr 2018 erwartet.
  • ► Für das Jahr 2019 ist keine Generalüberholung der Raffinerien geplant. Daher wird der Raffinerie-Auslastungsgrad höher als im Jahr 2018 sein (2018: 92%).

Gas

  • ► Die Erdgas-Verkaufsmengen im Jahr 2019 sollten über denen von 2018 liegen (2018: 114 TWh).
  • ► Die Erdgas-Verkaufsmargen im Jahr 2019 werden auf einem niedrigeren Niveau wie im Jahr 2018 erwartet.
  • ► Aufgrund des Verkaufes des Kraftwerks Samsun in der Türkei in Q3/18 wird die Nettostromerzeugung im Jahr 2019 niedriger als 2018 liegen (2018: 5,1 TWh). Die Nettostromerzeugung des Kraftwerks Brazi in Rumänien wird voraussichtlich über der von 2018 liegen.
  • ► Die OMV wird die Finanzierung der Pipeline Nord Stream 2 fortführen.

Geschäftsbereiche

Upstream

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q4/18 Q3/18 Q4/17 Δ% 1 2018 2017 Δ%
945 880 747 27 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, 3.370 2.677 26
Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen zum
Anlagevermögen
578 554 344 68 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2.027 1.225 66
234 – 83 – 50 n.m. Sondereffekte 95 – 7 n.m.
812 470 294 176 Operatives Ergebnis 2.122 1.218 74
903 333 2.074 – 56 Investitionen 2 3.075 2.781 11
93 70 84 11 Explorationsausgaben 300 230 31
60 25 96 – 38 Explorationsaufwendungen 175 222 – 21
6,27 6,81 8,79 – 29 Produktionskosten in USD/boe 3 7,01 8,79 – 20
Operative Kennzahlen
447 406 377 18 Gesamtproduktion in kboe/d 3 427 348 23
156 160 165 – 5 davon OMV Petrom 160 168 – 5
18,3 16,3 16,6 10 Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl 66,5 65,6 1
132,6 121,8 103,4 28 Erdgasproduktion in bcf 3 518,2 347,9 49
39,4 35,2 33,0 19 Gesamtverkaufsmenge in Mio boe 3 148,7 118,3 26
68,81 75,16 61,26 12 Durchschnittlicher Brent-Preis in USD/bbl 71,31 54,19 32
62,28 67,75 55,61 12 Durchschnittlich realisierter Rohölpreis in USD/bbl 62,13 49,95 24
4,80 4,56 5,10 – 6 Durchschnittlich realisierter Gaspreis in USD/1.000 cf 3 4,72 5,10 – 8
13,72 12,86 14,26 – 4 Durchschnittlich realisierter Gaspreis in EUR/MWh 3, 4 13,06 14,77 – 12
1,141 1,163 1,177 – 3 Durchschnittlicher EUR-USD-Kurs 1,181 1,130 5

Hinweise: Das Nettoergebnis der at-equity bewerteten Beteiligung Pearl ist in allen Operativen Ergebnissen der dargestellten Perioden enthalten. Nach Abschluss der Akquisition des 24,99%-Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje wird seit 1. Dezember 2017 der OMV Anteil von 24,99% an Severneftegazprom ("SNGP", Betriebsführer des Erdgasfelds Juschno Russkoje) nach der Equity-Methode berücksichtigt und das Ergebnis der JSC Gazprom YRGM Development ("Trader"), an der die OMV 99,99% hält, vollkonsolidiert. 1 Q4/18 gegenüber Q4/17

2 Investitionen beinhalten Akquisitionen, insbesondere den Erwerb eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Feldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd in Q2/18.

3 Berücksichtigt OMVs Anteil am Gasfeld Juschno Russkoje , beginnend mit 1. Dezember 2017.

4 Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird unter Verwendung eines einheitlichen Brennwerts über das ganze Portfolio in MWh umgerechnet.

Viertes Quartal 2018 (Q4/18) im Vergleich zum vierten Quartal 2017 (Q4/17)

► Deutlicher Anstieg des Operativen Ergebnisses vor Sondereffekten auf EUR 578 Mio

  • ► Produktion auf 447 kboe/d erhöht, eine Steigerung um 70 kboe/d
  • ► Produktionskosten um 29% auf USD 6,3/boe gesenkt

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten verbesserte sich deutlich von EUR 344 Mio in Q4/17 auf EUR 578 Mio. Ursächlich war eine signifikant verbesserte operative Performance von EUR 139 Mio. Diese ist im Wesentlichen auf höhere Verkaufsmengen infolge der Akquisition des Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje in Q4/17 sowie eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Ölfeldern in Abu Dhabi in Q2/18 zurückzuführen. Dies wurde durch den geringeren Beitrag aus Rumänien sowie den fehlenden Beitrag aus Pakistan, aufgrund der Veräußerung des OMV Upstream-Geschäfts in Q2/18, teilweise kompensiert. Netto-Markteffekte in Höhe von EUR 106 Mio beeinflussten das Ergebnis positiv. Höhere durchschnittliche Öl- und Gaspreise wurden teilweise von Hedging-Verlusten kompensiert. Die OMV Petrom trug in Q4/18 EUR 170 Mio zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten bei. In Q4/17 waren es EUR 70 Mio.

In Q4/18 wurden Netto-Sondereffekte von EUR 234 Mio erfasst, welche hauptsächlich aus temporären Hedging-Effekten in Höhe von EUR 185 Mio resultierten. Das Operative Ergebnis hat sich mit EUR 812 Mio (Q4/17: EUR 294 Mio) nahezu verdreifacht.

Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren sanken um 29% auf USD 6,3/boe. Ursächlich war die gesteigerte Produktion, unterstützt durch das Kostensenkungsprogramm, Optimierungsinitiativen sowie positive FX-Effekte. Die Produktionskosten der OMV Petrom verringerten sich um 14% auf USD 10,7/boe, hauptsächlich aufgrund diverser Kostensenkungsprogramme.

Vor allem die Produktionsbeiträge aus Russland von 106 kboe/d und den Vereinigten Arabischen Emiraten, infolge der Akquisition eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Ölfeldern in Abu Dhabi in Q2/18, trugen zum Anstieg der Gesamtproduktion um 18% auf 447 kboe/d bei. Sie wurden durch geringere Produktionsbeiträge aus Rumänien, aufgrund des natürlichen Förderrückgangs, Pakistan, aufgrund der Veräußerung des OMV Upstream-Geschäfts in Q2/18, sowie Neuseeland, aufgrund von Reparaturarbeiten an der

Pohokura-Pipeline, teilweise kompensiert. Die Produktion der OMV Petrom fiel vornehmlich als Folge des natürlichen Förderrückgangs um 5% auf 156 kboe/d. Die Gesamtverkaufsmenge stieg um 19%, hauptsächlich aufgrund des Beitrags aus Russland und unterstützt durch höhere Verkaufsvolumen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dieser Betrag wurde teilweise durch niedrigere Verkaufsvolumen in Rumänien, Pakistan und Neuseeland kompensiert.

In Q4/18 stieg der durchschnittliche Brent-Preis um 12% auf USD 69/bbl. Ursächlich war die Ankündigung der Produktionskürzung der OPEC, um einem Produktionsüberschuss als Folge der US-Sanktionen gegen den Iran, welche weniger stark ausfielen als erwartet, entgegenzuwirken. Befürchtungen einer Abschwächung der globalen Wirtschaft haben jedoch die Preise negativ beeinflusst. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns erhöhte sich um 12%. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in USD/1.000 cf, in welchem in Q4/18 der gesamte Produktionsbeitrag aus Russland reflektiert wird, sank um 6%. Die realisierten Öl- und Gaspreise wurden durch einen Hedging-Verlust von EUR –58 Mio in Q4/18 beeinflusst.

Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben reduzierten sich in Q4/18 auf EUR 903 Mio (Q4/17: EUR 2.074 Mio). Sie beinhalteten vor allem den Erwerb des Upstream-Geschäfts von Shell in Neuseeland. In Q4/17 beinhalteten die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben im Wesentlichen die Akquisition des Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje. Organische Investitionen wurden vorwiegend in Rumänien, Norwegen, Österreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten getätigt. Die Explorationsausgaben, vor allem für Aktivitäten in Rumänien, Österreich und Norwegen, stiegen um 11% auf EUR 93 Mio.

Jänner bis Dezember 2018 im Vergleich zu Jänner bis Dezember 2017

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg deutlich von EUR 1.225 Mio 2017 auf EUR 2.027 Mio im Jahr 2018. Ursächlich war eine signifikant erhöhte operative Performance von EUR 582 Mio. Diese ist im Wesentlichen auf höhere Verkaufsmengen infolge der Akquisition des Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje in Q4/17 sowie des erhöhten Beitrages aus Libyen zurückzuführen. Zusätzlich hat der Beitrag aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, infolge der Akquisition eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Ölfeldern in Abu Dhabi in Q2/18, das Ergebnis positiv beeinflusst. Diese wurden teilweise kompensiert durch geringere Produktionsbeiträge aus Rumänien und Neuseeland sowie den fehlenden Produktionsbeitrag aus Pakistan aufgrund der Veräußerung des OMV Upstream-Geschäfts in Q2/18. Netto-Markteffekte in Höhe von EUR 276 Mio beeinflussten positiv das Ergebnis. Höhere durchschnittliche Preise wurden teilweise durch Hedging-Verluste sowie negative FX-Effekte, resultierend aus der Abwertung des US Dollar gegenüber dem Euro, kompensiert. Das Ergebnis im Jahr 2017 wurde von einem einmaligen Effekt in Höhe von EUR 90 Mio positiv beeinflusst. Die OMV Petrom trug 2018 EUR 693 Mio (2017: EUR 363 Mio) zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten bei.

Die 2018 erfassten Sondereffekte beliefen sich auf EUR 95 Mio (2017: EUR –7 Mio), hauptsächlich aufgrund temporärer Hedging-Effekte in Höhe von EUR 89 Mio. Das Operative Ergebnis verbesserte sich signifikant auf EUR 2.122 Mio (2017: EUR 1.218 Mio).

Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren fielen um 20% auf USD 7,0/boe. Die höhere Produktion sowie das laufende Kostensenkungsprogramm führten zu niedrigeren Produktionskosten. Diese Effekte wurden teilweise durch die unvorteilhafte FX-Entwicklung aufgrund der Abwertung des US Dollar kompensiert. Vor allem aufgrund niedrigerer Volumina stiegen die Produktionskosten der OMV Petrom um 3% auf USD 11,2/boe.

Die Gesamtproduktion erhöhte sich um 23% auf 427 kboe/d, vor allem infolge des Beitrags aus Russland in Höhe von 100 kboe/d. Dieser wurde durch geringere Produktionsbeiträge aus Rumänien und Norwegen, aufgrund des natürlichen Förderrückgangs, Neuseeland, aufgrund von Reparaturarbeiten an der Pohokura-Pipeline, sowie Pakistan, aufgrund der Veräußerung des OMV Upstream-Geschäfts in Q2/18, teilweise kompensiert. Die Gesamttagesproduktion der OMV Petrom fiel hauptsächlich aufgrund des natürlichen Förderrückgangs um 8 kboe/d auf 160 kboe/d. Die Gesamtverkaufsmenge stieg um 26%, vornehmlich aufgrund des Beitrags aus Russland und höherer Verkaufsvolumina in Libyen, welche teilweise durch geringere Verkaufsvolumina in Rumänien, Neuseeland und Österreich sowie Pakistan kompensiert wurden.

Trotz der Änderung der Marktstimmung von einer Unterversorgung zu einer Überversorgung gegen Jahresende stieg der durchschnittliche Brent-Preis im Jahresverlauf um 32% auf USD 71/bbl im Jahr 2018. Ursächlich waren eine solide Nachfrage, rückläufige Produktionsmengen in Venezuela und die Befürchtung einer Verknappung des globalen Marktes im Vorfeld der US-Sanktionen gegen den Iran. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns verbesserte sich um 24%. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in USD/1.000 cf war im Jahr 2018 um 8% niedriger, infolge des Beitrags aus Russland. Die von der OMV realisierten Preise im Jahr 2018 wurden von realisierten Hedging-Verlusten in Höhe von EUR –308 Mio beeinflusst.

Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben stiegen 2018 auf EUR 3.075 Mio (2017: EUR 2.781 Mio) und beinhalteten vor allem den Erwerb eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Ölfeldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd sowie den Erwerb des Upstream-Geschäfts von Shell in Neuseeland in Höhe von USD 579 Mio. Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben beinhalteten 2017 im Wesentlichen die Akquisition des Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje in Q4/17. Organische Investitionen wurden vorwiegend in Rumänien, Norwegen und den Vereinigten Arabischen Emiraten getätigt. Die Explorationsausgaben, die sich vor allem auf Aktivitäten in Rumänien, Norwegen und Österreich bezogen, stiegen um 31% auf EUR 300 Mio.

Zum 31. Dezember 2018 stiegen die sicheren Reserven (1P) auf 1.270 Mio boe (davon OMV Petrom 3 : 532 Mio boe). Die jährliche Reservenersatzrate konnte mit 180% ähnlich dem letzten Jahr (2017: 191%) weit über dem Durchschnitt der Vergangenheit gehalten werden. Der Dreijahresdurchschnitt der Reservenersatzrate stieg auf 160% (2017: 116%). Die Erhöhung der sicheren Reserven ist vor allem bedingt durch den Kauf der 20%-Anteile an den Offshore-Konzessionen Umm Lulu und SARB in den Vereinigten Arabischen Emiraten und die erfolgreiche Entwicklung der Turonium-Lagerstätte im russischen Gasfeld Juschno Russkoje. Weitere signifikante Revisionen konnten aufgrund der Erhöhung unserer Anteile in Neuseeland sowie der positiven Produktionsentwicklung und erfolgreicher Entwicklungstätigkeit in Norwegen gemacht werden. Die sicheren und wahrscheinlichen Reserven (2P) beliefen sich auf 2.157 Mio boe (davon OMV Petrom 3 : 810 Mio boe). Dies ist maßgeblich auf die Akquisitionen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Neuseeland zurückzuführen.

3 Die OMV Petrom beinhaltet Rumänien und Kasachstan.

Downstream

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q4/18 Q3/18 Q4/17 Δ% 1 2018 2017 Δ%
566 598 475 19 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und 2.111 2.243 – 6
Abschreibungen, Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen
zum Anlagevermögen 2
445 484 356 25 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 1.643 1.770 – 7
381 458 311 22 davon Downstream Öl 1.439 1.554 – 7
64 26 45 42 davon Downstream Gas 204 217 – 6
54 – 233 – 37 n.m. Sondereffekte – 219 – 1.242 82
– 99 33 66 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 2 – 4 55 n.m.
400 284 384 4 Operatives Ergebnis 1.420 584 143
204 130 207 – 1 Investitionen 3 576 580 – 1
Downstream Öl-Kennzahlen
5,24 5,69 5,68 – 8 OMV Referenz-Raffineriemarge in USD/bbl 4 5,24 6,05 – 13
504 430 401 26 Ethylen/Propylen Netto-Marge in EUR/t 4, 5 448 427 5
98 98 92 7 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 92 90 2
5,25 5,50 4,95 6 Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte in Mio t 20,26 23,82 – 15
1,58 1,74 1,55 2 davon Retail-Verkaufsmengen in Mio t 6,33 8,13 – 22
0,59 0,61 0,55 8 davon Petrochemie in Mio t 2,41 2,15 12
Downstream Gas-Kennzahlen
32,73 23,26 31,13 5,13 Erdgas-Verkaufsmengen in TWh 113,76 113,40 0
1,48 1,42 1,91 – 23 Nettostromerzeugung in TWh 5,06 7,10 – 29

1 Q4/18 gegenüber Q4/17

2Current Cost of Supply (CCS): Das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Sondereffekte und Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien und der OMV Petrol Ofisi.

3 Investitionen beinhalten Akquisitionen

4 Die tatsächlich von der OMV realisierten Raffinerie- und Petrochemie-Margen können aufgrund von Faktoren wie einer anderen Rohölzusammensetzung, Produktausbeute und

Betriebsbedingungen sowie einem anderen Grundstoff von der OMV Referenz-Raffineriemarge, von der Ethylen/Propylen Netto-Marge und von den Marktmargen abweichen.

5 Berechnet auf Basis von West European Contract Prices (WECP) mit Naphtha als Grundstoff

Viertes Quartal 2018 (Q4/18) im Vergleich zum vierten Quartal 2017 (Q4/17)

  • ► Downstream Öl-Ergebnis erhöhte sich signifikant infolge einer starken Commercial- und Retail-Performance, die den mit 98% sehr hohen Auslastungsgrad der Raffinerien unterstützten
  • ► CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten des Petrochemie-Geschäfts mehr als verdoppelt

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg in Q4/18 beachtlich auf EUR 445 Mio (Q4/17: EUR 356 Mio). Sowohl in Downstream Öl und als auch in Downstream Gas wurde eine deutliche Ergebnisverbesserung erzielt.

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl erhöhte sich um 22% von EUR 311 Mio in Q4/17 auf EUR 381 Mio, infolge eines starken Ergebnisbeitrages des Commercial- und Retail-Geschäfts wie auch des Petrochemie-Geschäfts. Die OMV Referenz-Raffineriemarge sank um 8% auf USD 5,2/bbl (Q4/17: USD 5,7/bbl). Gestiegene Rohölpreise führten zu höheren Bezugskosten, welche sich negativ auf die Referenz-Raffineriemarge auswirkten. Während die Margen für Naphtha und Benzin sanken, verbesserten sich die Margen für Mitteldestillate und Schweröl. Der Auslastungsgrad der Raffinerien erreichte in Q4/18 ein sehr hohes Niveau von 98%. In Q4/17 lag dieser bei 92%. Die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte stieg um 6% auf 5,3 Mio t. Das Retail-Geschäft erzielte einen starken Beitrag aufgrund höherer Margen in Verbindung mit leicht zunehmenden Verkaufsmengen. Im Commercial-Geschäft wuchsen die Verkaufsmengen und die Margen beachtlich. Zusätzlich profitierte das Commercial-Geschäft in Deutschland und Österreich von Versorgungsstörungen in Süddeutschland, verursacht durch einen extrem niedrigen Rheinpegel und den Ausfall einer Raffinerie. Die OMV Petrom trug EUR 75 Mio (Q4/17: EUR 69 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl bei.

Der Ergebnisbeitrag des Petrochemie-Geschäfts zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten verdoppelte sich in Q4/18 auf EUR 78 Mio (Q4/17: EUR 37 Mio). Der Anstieg dafür war hauptsächlich auf die Ethylen/Propylen Netto-Marge, welche verglichen mit Q4/17 einen starken Anstieg erfuhr, zurückzuführen, wurde jedoch teilweise durch höhere Kundenrabatte infolge des gestiegenen Preisniveaus kompensiert. Das Ergebnis in Q4/17 wurde außerdem durch einen außerplanmäßigen Stillstand negativ beeinflusst. Der Anteil von Borealis zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten sank beachtlich auf EUR 67 Mio in Q4/18 (Q4/17: EUR 94 Mio). Ein starker Beitrag von Borouge konnte negative Lagerhaltungseffekte und sinkende Polyolefin-Margen nicht kompensieren. Das Düngemittelgeschäft blieb herausfordernd.

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Gas stieg von EUR 45 Mio in Q4/17 auf EUR 64 Mio. Das Q4/18 Ergebnis wurde hauptsächlich durch ein höheres Ergebnis im Stromgeschäft und einen höheren Beitrag von Gas

Connect Austria beeinflusst. Der Ergebnisbeitrag von Gas Connect Austria erhöhte sich von EUR 21 Mio auf EUR 36 Mio, vornehmlich aufgrund einer Versicherungsleistung infolge des Vorfalls in Baumgarten und eines höheren Beitrags von Beteiligungen. Die Erdgas-Verkaufsmengen stiegen von 31,1 TWh auf 32,7 TWh, insbesondere aufgrund höherer Verkaufsmengen in Deutschland, welche teilweise durch niedrigere Verkaufsmengen in Rumänien und der Türkei kompensiert wurden. Die Nettostromerzeugung fiel auf 1,5 TWh in Q4/18 (Q4/17: 1,9 TWh). Ein höherer Beitrag des Kraftwerks Brazi, unterstützt durch gestiegene Spark Spreads, konnte den fehlenden Anteil des Kraftwerks Samsun, infolge des Verkaufs in Q3/18, nicht ausgleichen. Die OMV Petrom trug EUR 34 Mio in Q4/18 (Q4/17: EUR 10 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Gas bei.

Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR 54 Mio und ergaben sich hauptsächlich aus der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate, welche teilweise durch eine Abschreibung des Düngemittelgeschäfts der Borealis kompensiert wurden. Aufgrund gesunkener Rohölpreise in Q4/18 wurden CCS Effekte von EUR –99 Mio erfasst. Das Operative Ergebnis im Bereich Downstream stieg leicht auf EUR 400 Mio, verglichen mit EUR 384 Mio in Q4/17.

Die Investitionen in Downstream beliefen sich auf EUR 204 Mio (Q4/17: EUR 207 Mio), davon EUR 186 Mio (Q4/17: EUR 169 Mio) im Downstream Öl-Geschäft.

Jänner bis Dezember 2018 im Vergleich zu Jänner bis Dezember 2017

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank von EUR 1.770 Mio auf EUR 1.643 Mio im Jahr 2018, hauptsächlich aufgrund eines niedrigeren Ergebnisses in Downstream Öl.

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl verringerte sich 2018 um EUR 114 Mio auf EUR 1.439 Mio. Dieser Rückgang ist vor allem auf den Verkauf der OMV Petrol Ofisi im Juni 2017, welche EUR 98 Mio zum Ergebnis 2017 beitrug, wie auch auf ein schwächeres Raffinerie-Marktumfeld zurückzuführen. Die OMV Referenz-Raffineriemarge sank um 13% von USD 6,0/bbl auf USD 5,2/bbl. Gestiegene Rohölpreise führten zu höheren Bezugskosten, welche sich negativ auf die Referenz-Raffineriemarge auswirkten. Während die Margen für Mitteldestillate stiegen, sanken die Margen für Benzin und Schweröl. Der Raffinerie-Auslastungsgrad lag 2018 bei sehr hohen 92% (2017: 90%), obwohl eine planmäßige, sechswöchige Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi in Q2/18 stattfand. Mit 20,3 Mio t fiel die Verkaufsmenge an Raffinerieprodukten um 15% infolge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi in Q2/17, welche im Jahr 2017 einen Beitrag von 4,0 Mio t leistete. Die OMV Petrol Ofisi nicht berücksichtigend erhöhte sich die Verkaufsmenge an Raffinerieprodukten geringfügig. Im Retail-Geschäft stiegen die Verkaufsmengen und Margen. Im Commercial-Geschäft stiegen die Verkaufsmengen, während die Margen leicht unterhalb derer im Jahr 2017 lagen. Zusätzlich profitierte das Commercial-Geschäft in Deutschland und Österreich von Versorgungsstörungen in Süddeutschland, verursacht durch einen extrem niedrigen Rheinpegel und den Ausfall einer Raffinerie. Die OMV Petrom trug EUR 286 Mio (2017: EUR 336 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl bei.

Der Ergebnisbeitrag des Petrochemie-Geschäfts zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten stieg um 12% auf EUR 275 Mio (2017: EUR 245 Mio). Der Anstieg der Ethylen/Propylen Netto-Marge wurde durch gesunkene Petrochemie-Margen für Butadien und Benzol kompensiert. Zusätzlich wurde das Ergebnis des Vorjahres durch die Auswirkung der planmäßigen Generalüberholung des petrochemischen Teils der Raffinerie Schwechat negativ beeinträchtigt. Der Beitrag von Borealis zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten sank um EUR 39 Mio auf EUR 360 Mio (2017: EUR 399 Mio) hauptsächlich infolge niedrigerer Polyolefin-Margen und eines herausfordernden Düngemittelmarktes, teilweise kompensiert durch ein starkes Borouge-Ergebnis.

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Downstream Gas sank von EUR 217 Mio auf EUR 204 Mio 2018. Im Jahr 2017 wurde das Downstream Gas-Ergebnis durch einmalige Bewertungseffekte unterstützt. Die Performance von Gas Connect Austria stieg von EUR 97 Mio im Jahr 2017 auf EUR 102 Mio. Dies war hauptsächlich bedingt durch einen höheren Beitrag von Beteiligungen und eine Versicherungsleistung infolge des Vorfalls in Baumgarten und wurde teilweise durch das Auslaufen langfristiger Verträge und gestiegene Energiekosten ausgeglichen. Die Erdgas-Verkaufsmengen lagen mit 113,8 TWh (2017: 113,4 TWh) auf dem Vorjahresniveau, höhere Volumina in Deutschland wurden durch niedrigere Volumina in Rumänien und der Türkei kompensiert. Die Nettostromerzeugung verringerte sich von 7,1 TWh auf 5,1 TWh im Jahr 2018; während das Kraftwerk Brazi die Stromerzeugung erhöhte, konnte es den fehlenden Anteil des Kraftwerks Samsun, infolge des Verkaufs in Q3/18, nicht ausgleichen. Die OMV Petrom trug EUR 77 Mio (2017: EUR 50 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Gas bei.

Das Operative Ergebnis im Downstream-Geschäft stieg 2018 von EUR 584 Mio auf EUR 1.420 Mio stark an. Das Ergebnis 2018 reflektiert Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –219 Mio, die sich hauptsächlich im Zuge des Verkaufs des Kraftwerks Samsun und einer Abschreibung des Düngemittelgeschäfts von Borealis ergaben. Netto-Sondereffekte 2017 betrugen EUR –1.242 Mio infolge des Recyclings von FX-Verlusten im Zuge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi. Aufgrund fallender Rohölpreise wurden CCS Effekte in Höhe von EUR –4 Mio gebucht.

Die Investitionen in Downstream betrugen EUR 576 Mio (2017: EUR 580 Mio). Im Downstream Öl-Geschäft stiegen die Investitionen um EUR 16 Mio auf EUR 506 Mio (2017: EUR 491 Mio), vornehmlich aufgrund von höheren Investitionen der OMV Petrom, welche teilweise durch den Verkauf der OMV Petrol Ofisi in Q2/17 kompensiert wurden. Aufgrund des Verkaufs des Kraftwerks Samsun sanken die Investitionen im Downstream Gas-Geschäft auf EUR 70 Mio (2017: EUR 90 Mio).

Vorläufiger Konzernabschluss (verkürzt, ungeprüft)

Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q4/18 Q3/18 Q4/17 2018 2017
6.640 5.607 4.906 Umsatzerlöse 22.930 20.222
271 52 128 Sonstige betriebliche Erträge 517 488
54 108 93 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 391 510
34 101 89 davon Borealis 327 394
6.965 5.767 5.128 Summe Erlöse und sonstige Erträge 23.839 21.220
– 4.013 – 3.444 – 2.944 Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) – 14.094 – 12.331
– 386 – 384 – 421 Produktions- und operative Aufwendungen – 1.594 – 1.645
– 123 – 91 – 77 Produktionsbezogene Steuern – 392 – 311
– 467 – 447 – 456 Abschreibungen und Wertminderungen – 1.827 – 1.852
– 481 – 419 – 489 Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen – 1.749 – 1.636
– 60 – 25 – 96 Explorationsaufwendungen – 175 – 221
– 177 – 193 – 12 Sonstige betriebliche Aufwendungen – 485 – 1.491
1.259 763 631 Operatives Ergebnis 3.524 1.732
13 0 10 Dividendenerträge 20 15
33 37 16 Zinserträge 117 64
– 70 – 70 – 70 Zinsaufwendungen – 290 – 265
– 25 – 6 – 25 Sonstiges Finanzergebnis – 72 – 60
– 50 – 39 – 69 Finanzerfolg – 226 – 246
1.209 725 562 Ergebnis vor Steuern 3.298 1.486
– 416 – 331 – 142 Steuern vom Einkommen und Ertrag – 1.305 – 634
793 393 421 Periodenüberschuss 1.993 853
608 221 311 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.438 435
19 19 26 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 78 103
166 154 84 davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 477 315
1,86 0,68 0,95 Ergebnis je Aktie in EUR 4,40 1,33
1,86 0,67 0,95 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 4,40 1,33

Gesamtergebnisrechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio
Q4/18 Q3/18 Q4/17 2018 2017
793 393 421 Periodenüberschuss 1.993 853
– 70 75 – 232 Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 28 340
105 36 10 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges 195 32
26 – 6 – 26 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis 51 – 161
60 105 – 248 Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung 274 212
umgegliedert ("recycelt") werden können
– 134 0 7 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen – 114 7
21 0 n.a. Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumente 26 n.a.
– 94 – 4 n.a. Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die nachfolgend auf den 9 n.a.
Buchwert des Grundgeschäftes übertragen werden
– 3 1 – 10 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis 0 – 10
– 210 – 3 – 3 Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und – 79 – 3
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden
– 27 – 9 – 1 Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung – 52 5
umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen
26 1 2 Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und – 3 2
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen
– 1 – 8 2 Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern – 55 7
– 151 94 – 250 Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern 139 216
642 488 170 Gesamtergebnis der Periode 2.133 1.069
458 316 95 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.583 716
19 19 26 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 78 103
166 152 49 davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 472 250

Konzernbilanz (ungeprüft)

In EUR Mio
31. Dez. 2018 31. Dez. 2017
Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 3.317 2.648
Sachanlagen 15.115 13.654
At-equity bewertete Beteiligungen 3.011 2.913
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.526 1.959
Sonstige Vermögenswerte 36 55
Latente Steuern 759 744
Langfristiges Vermögen 24.763 21.972
Vorräte 1.571 1.503
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.420 2.503
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.860 1.140
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 9 15
Sonstige Vermögenswerte 264 265
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.026 3.972
Kurzfristiges Vermögen 12.150 9.398
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 47 206
Summe Aktiva 36.961 31.576
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Grundkapital 327 327
Hybridkapital 1.987 2.231
Rücklagen 9.591 8.658
Eigenkapital der OMV Anteilseigner 11.905 11.216
Nicht beherrschende Anteile 3.436 3.118
Eigenkapital 15.342 14.334
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.096 1.003
Anleihen 4.468 3.968
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 441 823
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 3.673 3.070
Sonstige Rückstellungen 446 497
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 800 405
Sonstige Verbindlichkeiten 138 148
Latente Steuern 731 437
Langfristige Verbindlichkeiten 11.792 10.352
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.401 3.262
Anleihen 539 788
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 304 114
Ertragssteuerverbindlichkeiten 349 140
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 63 110
Sonstige Rückstellungen 355 349
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.930 1.288
Sonstige Verbindlichkeiten 863 775
Kurzfristige Verbindlichkeiten 9.805 6.826
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 22 63
Summe Passiva 36.961 31.576

Eigenkapitalveränderungsrechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio

Eigen
kapital
Nicht
der OMV beherr Summe
Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklagen
Sonstige
Rücklagen1
Eigene
Anteile
Anteils
eigner
schende
Anteile
Eigen
kapital
1. Jänner 2018 327 1.517 2.231 8.006 – 857 – 8 11.216 3.118 14.334
Erstanpassung aus IFRS 9
und IFRS 15
- - - 39 3 - 42 0 42
Angepasste Werte 327 1.517 2.231 8.045 – 854 – 8 11.259 3.118 14.377
1. Jänner 2018
Periodenüberschuss - - - 1.516 - - 1.516 477 1.993
Sonstiges Ergebnis der - - - – 87 232 - 144 – 5 139
Periode
Gesamtergebnis der - - - 1.429 232 - 1.661 472 2.133
Periode
Kapitalerhöhung - - 496 - - - 496 - 496
Dividendenausschüttung und
Hybridkupon
- - - – 576 - - – 576 – 161 – 737
Veränderung Hybridkapital - - – 741 – 60 - - – 800 - – 800
Abgang eigener Anteile - 4 - - - 3 7 - 7
Anteilsbasierte Vergütung - – 11 - 0 - - – 10 - – 10
Erhöhung (+)/Verminderung - - - – 8 – 0 - – 9 7 – 2
(–) nicht beherrschender
Anteile
Umgliederung von Cashflow
Hedges in die Bilanz 2
- - - - – 122 - – 122 0 – 122
31. Dezember 2018 327 1.511 1.987 8.830 – 744 – 6 11.905 3.436 15.342

1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.

2 Der Betrag bezog sich zum Großteil auf Vorräte, die zum 31. Dezember 2018 bereits verbraucht und daher in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst waren.

Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklagen
Sonstige
Rücklagen1
Eigene
Anteile
Eigen
kapital
der OMV
Anteils
eigner
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
1. Jänner 2017 327 1.507 2.231 7.990 – 1.131 – 9 10.915 3.010 13.925
Periodenüberschuss - - - 537 - - 537 315 853
Sonstiges Ergebnis der - - - 8 274 - 282 – 66 216
Periode
Gesamtergebnis der Periode - - - 545 274 - 819 250 1.069
Dividendenausschüttung und - - - – 529 - - – 529 – 141 – 670
Hybridkupon
Abgang eigener Anteile - 1 - - - 1 2 - 2
Anteilsbasierte Vergütung - 9 - - - - 9 - 9
31. Dezember 2017 327 1.517 2.231 8.006 – 857 – 8 11.216 3.118 14.334

1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges und zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.

Konzern-Cashflow-Rechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio
Q4/18 Q3/18 Q4/17 2018 2017
793 393 421 Periodenüberschuss 1.993 853
392 456 485 Abschreibungen und Wertminderungen (+)/Zuschreibungen (–) 1.780 1.941
80 71 16 Latente Steuern 298 142
5 – 2 10 Gewinne (-)/Verluste (+) aus Abgängen von Anlagevermögen – 2 0
18 – 12 39 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Personal- und langfristigen Rückstellungen 9 9
– 267 335 – 46 Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) 216 927
1.021 1.242 925 Mittelzufluss nach unbaren Posten 4.293 3.871
93 – 166 31 Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Vorräten – 73 70
– 403 – 370 – 449 Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Forderungen – 1.041 – 51
399 317 254 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Verbindlichkeiten 1.287 – 347
6 – 53 – 20 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von kurzfristigen Rückstellungen – 70 – 96
1.117 970 742 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 4.396 3.448
Investitionen
– 568 – 494 – 509 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen – 3.193 – 1.586
– 68 – 96 – 70 Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte – 305 – 366
– 311 4 – 1.644 Erwerb einbezogener Unternehmen und Geschäftsbetriebe abzüglich liquider Mittel – 357 – 1.644
Veräußerungen
14 35 22 Erlöse aus Anlagevermögen 60 72
184 104 14 Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten 442 1.758
abzüglich liquider Mittel
– 749 – 447 – 2.187 Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 3.353 – 1.766
234 – 25 862 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von langfristigen Finanzierungen – 793 784
96 – 10 14 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von kurzfristigen Finanzierungen 102 – 89
– 86 0 – 86 Dividendenzahlungen – 779 – 668
0 0 0 Hybridanleihe 496 0
244 – 35 790 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit – 975 27
1 – 12 – 7 Währungsdifferenz auf liquide Mittel – 22 – 42
612 476 – 662 Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel 45 1.667
3.414 2.938 4.643 Liquide Mittel Periodenbeginn 3.981 2.314
4.026 3.414 3.981 Liquide Mittel Periodenende 4.026 3.981
0 1 9 davon Liquide Mittel umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen
0 9
4.026 3.413 3.972 in der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.026 3.972
ausgewiesen
368 523 – 1.445 Freier Cashflow 1.043 1.681
281 523 – 1.532 Freier Cashflow nach Dividenden 263 1.013

Ausgewählte Erläuterungen zum vorläufigen Konzernabschluss

Gesetzliche Grundlagen

Der vorläufige, verkürzte, ungeprüfte Konzernabschluss für 2018 wurde in Übereinstimmung mit jenen Bilanzregeln erstellt, welche auch der Erstellung des OMV Geschäftsberichts zugrunde liegen. Diese stimmen mit den für den Geschäftsbericht 2017 verwendeten Bilanzierungsregeln überein, ausgenommen von der im Folgenden beschriebenen Ausnahmen. Der endgültige, geprüfte Konzernabschluss wird als Teil des Geschäftsberichts 2018 im März 2019 veröffentlicht.

Der vorläufige, verkürzte Konzernabschluss für 2018 ist ungeprüft. Eine externe prüferische Durchsicht wurde nicht durchgeführt.

Der vorläufige, verkürzte Konzernabschluss für 2018 wurde in Millionen Euro (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Zusätzlich zum vorläufigen Konzernabschluss enthält die Beschreibung der OMV Geschäftsbereiche im Lagebericht weitere Informationen zu wichtigen Effekten, die Einfluss auf den vorläufigen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 hatten.

Wesentliche Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen

Der Konzern wendete ab 1. Jänner 2018 erstmals IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Umsätze aus Verträgen mit Kunden" an.

Weiters sind mit 1. Jänner 2018 eine Reihe von anderen Änderungen und Interpretationen in Kraft getreten. Diese haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 9 "Finanzinstrumente"

IFRS 9 sieht neue Grundsätze zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten auf Basis der Zahlungsstromeigenschaften und des Geschäftsmodells, nach dem sie gesteuert werden, vor. Weiters wird ein neues Modell zur Wertberichtigung von finanziellen Vermögenswerten, das auf die erwarteten Kreditausfälle abstellt, eingeführt. Darüber hinaus wurden die Vorschriften zur Sicherungsbilanzierung mit dem Ziel, die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser abzubilden, geändert.

Abgesehen von den Änderungen zur Sicherungsbilanzierung wurde IFRS 9 retrospektiv angewendet. Die Zahlen der Vergleichsperiode wurden, so wie nach IFRS 9 zulässig, nicht anpasst. Die retrospektiven Auswirkungen durch die Anwendung von IFRS 9 wurden durch eine Anpassung der Eröffnungswerte der entsprechenden Positionen im Eigenkapital zum 1. Jänner 2018 erfasst.

IFRS 9 sieht drei Hauptkategorien zur Klassifizierung von Finanzinstrumenten vor: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch das sonstige Ergebnis bewertet (FVOCI) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVTPL).

Die folgende Tabelle und die nachfolgenden Erläuterungen beschreiben die ursprünglichen und neuen Bewertungskategorien nach IAS 39 und IFRS 9 für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten des Konzerns zum 1. Jänner 2018.

Änderungen der Bewertungskategorien von IAS 39 zu IFRS 9

In EUR Mio
Bewertungskategorie Absatz Buchwert
Vermögenswerte per IAS 39 IFRS 9 Ursprünglich
(IAS 39)
Neu
(IFRS 9)
Bewertungs
änderung
1. Jänner 2018
At-equity bewertete
Beteiligungen
n.a. n.a. 1. 2.913 2.916 3
Anteile an sonstigen
Unternehmen
Available-for-sale FVOCI 2. 39 82 43
Investmentfonds Available-for-sale FVTPL 3. 6 6 -
Anleihen Available-for-sale zu fortgeführten
Anschaffungskosten
3. 78 78 0
Ausleihungen Ausleihungen und
Forderungen
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
4. 348 345 –2
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
Ausleihungen und
Forderungen
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
4. 1.019 1.015 –4
FVTPL
Available-for-sale
FVTPL
FVTPL
641
139
641
139
-
-
Derivative Finanzinstrumente:
a) Cashflow-Hedge Fair value - Hedging
Instrument
Fair value - Hedging
Instrument
97 97 -
b) sonstige Derivate Held-for-trading FVTPL 732 732 -
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
Ausleihungen und
Forderungen
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
4. 2.306 2.304 –2
Ausleihungen und
Forderungen
FVTPL 5. 197 197 -
    1. Durch die Implementierung von IFRS 9 erhöhte sich der Buchwert der at-equity bewerteten Beteiligungen um EUR 3 Mio. Die entsprechende Auswirkung nach Steuern auf das Eigenkapital des OMV Konzerns beträgt EUR 3 Mio.
    1. IFRS 9 beseitigt die Ausnahme für die Bewertung von nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten, nach der sie bisher mit den Anschaffungskosten anstelle des beizulegenden Zeitwerts bewertet werden konnten, wenn die Schwankungsbreite der vernünftigen Schätzungen des beizulegenden Zeitwerts signifikant ist und die Wahrscheinlichkeit unterschiedlicher Schätzungen nicht eindeutig beurteilt werden kann. Der neue Standard erlaubt nur eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert und führt Indikatoren an, wann die Anschaffungskosten nicht der beste Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert sind. Nach IFRS 9 werden alle Eigenkapitalinstrumente als zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet designiert, da sie mit einer langfristigen strategischen Zielsetzung gehalten werden. Folglich werden alle Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis (FVOCI) erfasst. Es werden weder Wertminderungsaufwendungen im Gewinn oder Verlust verbucht noch Gewinne oder Verluste im Rahmen des Abgangs in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital abzüglich Steuereffekte betragen EUR 42 Mio.
    1. Available-for-sale Finanzinstrumente, die hauptsächlich Investmentfonds und Schuldinstrumente umfassen, wurden nach IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bilanziert. Nach IFRS 9 werden die Investmentfonds zum FVTPL bilanziert. Basierend auf der Einschätzung des Konzerns werden die bisher als Available-for-sale eingestuften Schuldinstrumente, die hauptsächlich Anleihen umfassen, im Rahmen eines Geschäftsmodells mit dem Ziel der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten. Nach IFRS 9 werden diese Finanzanlagen deshalb zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, was zu einer Anpassung des kumulierten sonstigen Ergebnisses gegen ihren Buchwert führt. Die Auswirkungen beider Änderungen auf das Konzerneigenkapital sind unwesentlich.
    1. Das neue Modell für die Erfassung von Wertberichtigungen erfordert den Ansatz von Wertminderungen auf Basis von erwarteten Kreditausfällen und nicht von eingetretenen Verlusten, wie dies unter IAS 39 der Fall war. Diesen Wertminderungsvorschriften von IFRS 9 unterliegen die finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Im Allgemeinen führt die Anwendung des Modells der erwarteten Kreditausfälle zu einer früheren Erfassung der Kreditverluste und zu einer höheren erfassten Wertberichtigung auf die relevanten Positionen. Die Wertminderungen werden auf Basis eines Drei-Stufen-Modells unter Anwendung von internen oder externen Bonitätseinstufungen von Kontrahenten und damit verbundenen Ausfallwahrscheinlichkeiten berechnet. Für bestimmte Finanzinstrumente, wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden die Wertminderungen auf vereinfachte Weise auf Basis der über die Restlaufzeit erwarteten Zahlungsausfälle ermittelt. Im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 wurden Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital abzüglich Steuereffekten von EUR –6 Mio erfasst.
  • Nach IAS 39 wurden alle Lieferforderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Nach IFRS 9 werden die Forderungsportfolios, die für einen Verkauf im Rahmen von Factoring- oder Securitization-Programmen vorgesehen sind, zum FVTPL bewertet. Weiters werden Lieferforderungen aus Verträgen mit einer vorläufigen Preisfestsetzung zum FVTPL bewertet, da die vertraglichen Zahlungsströme nicht ausschließlich Tilgung und Zinszahlungen auf ausstehende Rückzahlungsbeträge darstellen. Die Anpassung der Gewinnrücklagen durch diese Neueinstufung durch IFRS 9 ist unwesentlich.

Überleitung von Wertminderungen nach Bewertungskategorien zum 1. Jänner 2018

In EUR Mio
Bewertungskategorie Wertmin Wertmin
derungen laut Bewertungs derungen laut
IAS 39 änderung IFRS 9
Ausleihungen und Forderungen (IAS 39)/Finanzielle Vermögenswerte zu
fortgeführten Anschaffungskosten (IFRS 9)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 76 2 78
Übrige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 292 4 296
Ausleihungen - 2 2
Available-for-sale-Wertpapiere (IAS 39)/Finanzielle Vermögenswerte zu
fortgeführten Anschaffungskosten (IFRS 9)
Anleihen - 0 0
Gesamt 368 9 377

IFRS 9 hatte keine Auswirkung auf die Einstufung und Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns, da die neuen Vorschriften nur eine Auswirkung auf die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten haben, die als zum beizulegenden Zeitwert durch die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet designiert wurden. Der Konzern hat keine solchen Verbindlichkeiten.

Gemäß IFRS 9 kann Hedge Accounting generell für mehr Sicherungsinstrumente und Grundgeschäfte angewendet werden. Hedge Accounting konnte für die Sicherungsbeziehungen des Konzerns auch nach Erstanwendung von IFRS 9 angewendet werden. Für Cashflow-Hedges von erwarteten Transaktionen, die zum Ansatz von nicht-finanziellen Posten führen, muss der Buchwert dieser Posten gemäß IFRS 9 um die kumulierten Gewinne und Verluste, die im sonstigen Ergebnis verbucht wurden, angepasst werden. Die Anpassung wirkt sich auf den Gewinn oder Verlust in gleicher Weise und den gleichen Perioden aus, wie sich die betroffenen nicht-finanziellen Posten auf den Gewinn oder Verlust auswirken. Die kumulierten Gewinne und Verluste für diese Cashflow-Hedges werden innerhalb der Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können, in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen, und die Anpassung des Buchwerts der nicht-finanziellen Posten wird in der Eigenkapitalveränderungsrechnung außerhalb des Gesamtergebnisses der Periode ausgewiesen. Gemäß IAS 39 wurde die Bewertungsmethode gewählt, nach der die Cashflow-Hedge Reserven im Eigenkapital verblieben und in derselben Periode in den Gewinn und Verlust umgegliedert wurden, in der sich die nicht-finanziellen Posten auf den Gewinn und Verlust ausgewirkt haben.

IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden"

IFRS 15 ersetzte die bisherigen Vorschriften zur Umsatzrealisierung und ist auf alle Kundenverträge anzuwenden. Nach dem neuen Standard soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen im Tausch für diese Güter und Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält.

Der Konzern wendet den neuen Standard erstmals ab 1. Jänner 2018 mit Umstellung entsprechend der modifizierten retrospektiven Methode, nach der die kumulierten Anpassungsbeträge aus der erstmaligen Anwendung zum 1. Jänner 2018 erfasst werden, an. Die Anforderungen des IFRS 15 wurden folglich nicht auf die dargestellte Vergleichsperiode angewendet.

Gemäß IFRS 15 wurden zusätzliche Transaktionen identifiziert, bei welchen der Konzern nur als Agent tätig ist. Ein Agent realisiert als Umsatz die erhaltene Kommission oder Gebühr für die Ermöglichung der Übertragung von Waren oder die Bereitstellung von Dienstleistungen. Bei der Beurteilung nach IFRS ist ausschlaggebend, ob der Konzern die Verfügungsmacht über die Waren oder Dienstleistungen erhält, bevor sie auf den Kunden übertragen werden, und stellt weniger darauf ab, welchen Chancen und Risiken das Unternehmen beim Verkauf unterliegt. Weiters wurden nach IFRS 15 zusätzliche Transaktionen als nicht-monetäre Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen derselben Branche eingestuft, die keine Ertragsrealisierung ermöglichen. Ohne diese Änderung durch IFRS 15 wären die Umsatzerlöse und entsprechenden Kostenpositionen um EUR 270 Mio ohne Auswirkung auf die Gewinnspanne höher gewesen.

Darüber hinaus gibt es im Konzern wenige langfristige Lieferverträge mit unterschiedlichen Preisen in den verschiedenen Perioden, bei welchen die Preise nicht den Wert der Güter zum Lieferzeitpunkt widerspiegeln. Während nach IAS 18 der in Rechnung ge-

stellte Betrag als Umsatz erfasst wurde, erfolgt nach IFRS 15 die Ertragsrealisierung auf Basis des durchschnittlichen Vertragspreises. Im Zuge der Erstanwendung von IFRS 15 erfolgte für diese Verträge per 1. Jänner 2018 eine Anpassung der Gewinnrücklagen um plus EUR 3 Mio.

Erwartete Auswirkung der Erstanwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse"

Dieser Standard wird IAS 17 ersetzen und enthält neue Vorschriften für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Die größte Auswirkung von IFRS 16 ist der Ansatz von neuen Vermögenswerten und Schulden für die im Konzern bestehenden operativen Leasingverhältnisse, sofern sie nicht unter eine der Ausnahmebestimmungen des IFRS 16 fallen. Das Datum des Inkrafttretens dieses Standards ist der 1. Jänner 2019. Die OMV wird IFRS 16 erstmals zum 1. Jänner 2019 mit einer Umstellung entsprechend der modifizierten retrospektiven Methode anwenden.

Der Ansatz eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit für die zum 31. Dezember 2018 bestehenden Verträge wird am 1. Jänner 2019 zu einer Erhöhung des Anlagevermögens und der Schulden um rund EUR 700 Mio führen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden künftig Abschreibungen und Zinsaufwendungen anstelle von Leasingaufwendungen verbucht. Dies wird zu einer geringen Erhöhung des Operativen Ergebnisses führen, der jedoch höhere Zinsaufwendungen gegenüberstehen.

Konsolidierungskreisänderungen

Im Vergleich zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2017 fanden folgende Änderungen des Konsolidierungskreises statt:

Konsolidierungskreisänderungen

Firma Sitz Art der Veränderung 1 Wirksamkeitsdatum
Upstream
OMV GSB LIMITED Wellington Erstkonsolidierung (A) 16. März 2018
OMV Abu Dhabi Production GmbH Wien Erstkonsolidierung 29. April 2018
Energy Infrastructure Limited Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
Energy Petroleum Holdings Limited Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
Energy Petroleum Investments Limited Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
Energy Petroleum Taranaki Limited Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
OMV New Zealand Production Limited Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
OMV New Zealand Services Limited Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
OMV Taranaki Limited Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
Taranaki Offshore Petroleum Company Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
OMV Maurice Energy Limited Port Louis Entkonsolidierung 28. Juni 208
OMV (PAKISTAN) Exploration Gesellschaft m.b.H. Wien Entkonsolidierung 28. Juni 208
OMV (Gnondo) Exploration S.A. Libreville Entkonsolidierung (L) 10. September 2018
OMV (Manga) Exploration S.A. Libreville Entkonsolidierung (L) 10. September 2018
OMV (Mbeli) Exploration S.A. Libreville Entkonsolidierung (L) 10. September 2018
OMV (Ntsina) Exploration S.A. Libreville Entkonsolidierung (L) 10. September 2018
OMV (Gnondo) Exploration GmbH in Liqu. Wien Entkonsolidierung (L) 20. Dezember 2018
OMV (Manga) Exploration GmbH in Liqu. Wien Entkonsolidierung (L) 20. Dezember 2018
OMV (Mbeli) Exploration GmbH in Liqu. Wien Entkonsolidierung (L) 20. Dezember 2018
OMV (Ntsina) Exploration GmbH in Liqu. Wien Entkonsolidierung (L) 20. Dezember 2018
OMV Tunisia Upstream GmbH Wien Entkonsolidierung 21. Dezember 2018
Downstream Öl
DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft. Budapest Erstkonsolidierung 2 1. Oktober 2018
PETRODYNE-CSEPEL Zrt. Budapest Erstkonsolidierung (A) 2 1. Oktober 2018
Pak-Arab Refinery Limited Karachi Erstkonsolidierung (Q) 3 31. Dezember 2018
Downstream Gas
OMV Gas, Marketing & Trading Belgium BVBA Brüssel Erstkonsolidierung 26. Dezember 2018
OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş. Istanbul Entkonsolidierung 6. September 2018

1 "Erstkonsolidierung" verweist auf bereits bestehende bzw. neu gegründete Tochtergesellschaften, wohingegen "Erstkonsolidierung (A)" bedeutet, dass die Gesellschaft erworben wurde. "Erstkonsolidierung (Q)" verweist auf die erstmalige At-Equity Konsolidierung einer Gesellschaft, welche bislang nicht konsolidiert wurde.

"Entkonsolidierung" kennzeichnet verkaufte Gesellschaften wohingegen Gesellschaften, welche aufgrund eines Liquidationsprozesses entkonsolidiert wurden, mit "Entkonsolidierung (L)" gekennzeichnet sind.

2 DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft. wurde früher als nicht konsolidierte Beteiligung eingestuft (OMV Anteil 48,28%). Nach dem Erwerb von 100% der Anteile an

PETRODYNE-CSEPEL Zrt., die die restlichen Anteile an der Gesellschaft hält, wurden beide Gesellschaften in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

3Pak-Arab Refinery Limited: Siehe Abschnitt Downstream für weitere Details

Upstream

Am 28. Dezember 2018 hat die OMV die Übernahme des Shell Upstream Geschäfts in Neuseeland, das Joint Venture-Beteiligungen an Pohokura (48%), dem größten Gasproduktionsfeld in Neuseeland, und Maui (83,75%) umfasst sowie die zugehörige Infrastruktur für Produktion, Lagerung und Transport, abgeschlossen. Die OMV war Partner in den erworbenen Assets (die früheren Anteile der OMV: 26% in Pohokura und 10% in Maui) und übernimmt nun die Betriebsführung in beiden Joint Ventures. Die Übernahme war ein wichtiger Schritt, um die Asien-Pazifik Region in eine Kernregion in Einklang mit der OMV Strategie zu entwickeln, und hat bis zu 100 Mio boe erneuerbare Ressourcen zum Upstream-Portfolio beigetragen.

Der von OMV an Shell bezahlte Kaufpreis betrug EUR 500 Mio und unterlag den üblichen Anpassungen bei Abschluss der Transaktion.

Infolge der Transaktion hat die OMV gemeinschaftliche Kontrolle über die Felder Pohokura und Maui erworben, da für das Treffen strategischer und operationaler Entscheidungen Einstimmigkeit erforderlich ist.

Darüber hinaus hat die OMV am 28. Dezember 2018 6,25% der Anteile an Maui für ein Entgelt von NZD 1 von Todd Petroleum Mining Company Limited erworben. Resultierend aus dieser Transaktion hat die OMV 100% Anteile an Maui erhalten und übernahm somit die Beherrschung.

Da der Abschluss der Transaktionen per Ende 2018 stattfand, haben die Akquisitionen in Neuseeland keinen Beitrag zu den konsolidierten Umsatzerlösen bzw. zum konsolidierten Jahresüberschuss geleistet.

Am 28. Juni 2018 hat die OMV den Verkauf ihrer in Pakistan aktiven Upstream-Unternehmen abgeschlossen. Der Gewinn aus der Veräußerung der Tochtergesellschaften belief sich auf EUR 52 Mio und wurde in den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" erfasst. Der Gewinn ist größtenteils der Umgliederung ("Recycling") von FX-Gewinnen vom sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung zuzuschreiben.

Am 21. Dezember 2018 hat die OMV den Verkauf von OMV Tunisia Upstream GmbH abgeschlossen. Der Gewinn aus der Veräußerung der Tochtergesellschaft belief sich auf EUR 39 Mio und wurde in den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" erfasst.

Downstream

Am 1. Oktober 2018 hat die OMV zusätzliche 51,72% Anteile an DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft. (DUNATÀR) erworben, welche früher als nicht konsolidierte Beteiligung eingestuft wurde (bisheriger OMV Anteil 48,28%). Der Erwerb erfolgte mittels Kauf von 100% der Anteile an PETRODYNE-CSEPEL Zrt., die die restlichen Anteile an DUNATÀR hält.

Infolge der Intensivierung der strategischen Partnerschaft zwischen der OMV und dem Emirat Abu Dhabi im Bereich Downstream wird die OMV gemeinschaftliche Führung über Abu Dhabi Petroleum Investments LLC (ADPI, OMV Anteil 25%) ausüben. ADPI ist eine Holding Gesellschaft mit 40% Anteil an der in Pakistan gelegenen Pak-Arab Refinery Limited (PARCO; indirekte Beteiligung der OMV beträgt 10%). Der 25%-Anteil an ADPI wurde früher zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) bewertet.

Am 6. September 2018 hat die OMV den Verkauf von OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş. abgeschlossen. Der Verlust aus der Veräußerung der Tochtergesellschaft belief sich auf EUR 150 Mio und wurde in den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst. Der Verlust ist größtenteils der Umgliederung ("Recycling") von FX-Verlusten vom sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung zuzuschreiben.

Erworbenes Vermögen und Berechnung des Firmenwerts

Die beizulegenden Zeitwerte des erworbenen Nettovermögens in Neuseeland entsprachen dem gezahlten Kaufpreis und werden in der untenstehenden Tabelle näher dargestellt. Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprach im Wesentlichen deren Buchwert, wobei eine Vereinnahmung aller vertraglichen Cashflows abzüglich immaterieller Kreditausfälle erwartet wird.

Beizulegende Zeitwerte des erworbenen Vermögens

In EUR Mio
Shell U/S Neuseeland Sonstiges 1
Immaterielle Vermögenswerte 357 29
Sachanlagen 772 21
Langfristiges Vermögen 1.129 50
Vorräte 4 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42 0
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle
Vermögenswerte 9 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 119 3
Kurzfristiges Vermögen 174 3
Summe Aktiva 1.303 52
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4 -
Rekultivierungsverpflichtungen 642 46
Latente Steuern 117 0
Langfristige Verbindlichkeiten 764 45
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34 0
Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern 17 -
Rekultivierungsverpflichtungen 3 -
Sonstige Rückstellungen 17 -
Sonstige Verbindlichkeiten 2 -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 72 0
Summe Verbindlichkeiten 835 45
Nettovermögenswerte 468 7 2
Erworbenes Nettovermögen 468 4

1 Beinhaltet Todd und DUNATÀR

2 Der OMV Konzern hat 51,72% Anteile an DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft erworben. Die bisherigen Anteile betrugen 48,28% und wurden als sonstige nicht konsolidierte Beteiligung bilanziert.

Berechnung des Firmenwerts

In EUR Mio
Shell U/S Neuseeland Sonstiges 1
Bezahlter Kaufpreis (Geldmittel) 500 10
Effekt aus der Absicherung von Fremdwährungsrisiken – 32 0
Erworbenes Nettovermögen 468 4
Firmenwert 0 7

1 Beinhaltet Todd und DUNATÀR

Auswirkung auf den Cashflow

Netto-Mittelabfluss aus dem Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten
In EUR Mio
Bezahlter Kaufpreis 478
Abzüglich übernommener liquider Mittel – 121
Netto-Mittelabfluss aus dem Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten 357
Netto-Mittelzuflüsse aus der Veräußerung von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten
In EUR Mio
Erhaltener Kaufpreis 465
Abzüglich abgegangener liquider Mittel – 23
Netto-Mittelzuflüsse aus der Veräußerung von einbezogenen
Unternehmen und Geschäftseinheiten 442

Änderungen der Beteiligungsquote an Tochterunternehmen ohne Änderung des Beherrschungsverhältnisses Upstream

Am 7. Juni 2018 erhöhte die OMV den Beteiligungsansatz an KOM MUNAI LLP mit Sitz in Aktau (Kasachstan) auf 100% durch den Erwerb der restlichen nicht beherrschenden Anteile.

OMV Konzernbericht Jänner–Dezember und Q4 2018

  1. Februar 2019

Sonstige wesentliche Transaktionen

Upstream

Am 29. April 2018 unterzeichnete die OMV ein Abkommen für die Erteilung eines 20%-Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi – SARB und Umm Lulu – mit der dazugehörigen Infrastruktur. Der vereinbarte Beteiligungsbetrag von USD 1,5 Mrd wurde auf die erworbenen Vermögenswerte aufgeteilt und in der Bilanz in den Positionen "Immaterielle Vermögenswerte" und "Sachanlagen" erfasst.

Am 19. Dezember 2018 unterzeichnete die OMV ein Konzessionsabkommen für die Vergabe eines 5%-Anteils an der Ghasha-Konzession, die das Mega-Projekt Ghasha umfasst.

In der Region Nordsee wurde ein Verkaufsprozess abgeschlossen und resultierte in einer Wertminderung vor Steuern in Höhe von EUR 36 Mio, welche in "Abschreibungen und Wertminderungen" erfasst wurde.

Saisonalität und Zyklizität

Saisonalität ist vor allem im Geschäftsbereich Downstream von Bedeutung. Erläuterungen dazu sind im Abschnitt "Geschäftsbereiche" enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse
In EUR Mio
2018
Umsätze aus Kundenverträgen 22.607
Umsätze aus anderen Quellen 323
Gesamte Umsätze 22.930

Die sonstigen Umsatzerlöse umfassen hauptsächlich Umsatzerlöse aus Warenverkaufs- und -beschaffungsgeschäften, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, die Anpassung der Umsatzerlöse aus der Berücksichtigung des der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteils an der Produktion als Ertragssteueraufwand bei bestimmten Produktionsteilungsverträgen im Upstream-Segment, das Hedging-Ergebnis sowie Miet- und Pachterlöse.

Umsätze aus Kundenverträgen

In EUR Mio
2018
Konzern
bereich &
Upstream Downstream Sonstiges Gesamt
Öl Gas
Rohöl, NGL und Kondensate 1.181 795 - - 1.976
Erdgas und LNG 744 4 5.136 - 5.884
Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte - 11.130 - - 11.130
Petrochemische Produkte - 1.981 - - 1.981
Gasspeicherung, Transit, Verteilung und Transport 11 - 207 - 218
Sonstige Produkte und Dienstleistungen 39 843 533 2 1.417
Gesamt 1.975 14.754 5.876 2 22.607

Sonstige betriebliche Erträge

Im Zuge des regelmäßigen Prozesses zur Überprüfung von Wertminderungsindikationen wurden einige zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert, die eine wesentlich verbesserte Betriebsleistung aufgewiesen haben. Als Folge davon wurden Wertaufholungen in Höhe von EUR 105 Mio in Rumänien und Norwegen erfasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Für die finanziellen Vermögenswerte der bedingten Gegenleistungen aus dem Verkauf von Rosebank und OMV (U.K.) Limited wurde eine negative Fair Value Anpassung von EUR 88 Mio in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die kürzlichen Entwicklungen der Rosebank Lizenz führten zu einer Neubewertung des Zeitpunktes der erwarteten finalen Investitionsentscheidung.

Ertragsteuern

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q4/18 Q3/18 Q4/17 2018 2017
–336 –260 –126 Laufende Steuern –1.007 –492
–80 –71 –16 Latente Steuern –298 –142
–416 –331 –142 Steuern vom Einkommen und Ertrag –1.305 –634
34 46 25 Effektivsteuersatz in % 40 43

Erläuterungen zur Bilanz

Vertragliche Verpflichtungen

Per 31. Dezember 2018 bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von EUR 1.003 Mio (31. Dezember 2017: EUR 974 Mio), hauptsächlich in Verbindung mit Explorations- und Produktionstätigkeiten im Bereich Upstream.

Eigenkapital

Am 22. Mai 2018 hat die Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende von EUR 1,50 pro Aktie genehmigt. Dies führte zu einer Dividendenzahlung von insgesamt EUR 490 Mio an die Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft. Die Dividendenausschüttungen an Minderheitsaktionäre beliefen sich 2018 auf EUR 161 Mio. Im Jahr 2018 wurden außerdem Zinszahlungen in Höhe von 86 Mio an Hybridkapitalbesitzer geleistet.

Am 14. März 2018 hat der Aufsichtsrat die Rückzahlung der am 25. Mai 2011 begebenen Hybridanleihe mit einem Volumen von EUR 750 Mio beschlossen. Der Marktwert der Hybridanleihe wurde per 14. März 2018 auf kurzfristige Anleihen umgegliedert. Die OMV hat die Hybridanleihe 2011 entsprechend § 5 Abs 3 der Anleihebedingungen mit Wirkung zur ersten Kündigungsmöglichkeit, zum 26. April 2018, gekündigt und zu ihrem Nennbetrag zuzüglich Zinsen zurückgezahlt.

Am 19. Juni 2018 wurde eine neue Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 500 Mio platziert. Gemäß IFRS wurde der Erlös der Hybridanleihe (abzüglich Emissionskosten) vollständig als Eigenkapital behandelt.

Die Anzahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien betrug per 31.Dezember 2018 542.151 Stück (31. Dezember 2017: 772.230 Stück).

Finanzielle Verbindlichkeiten

Per 31. Dezember 2018 betrugen die kurz- und langfristigen Kredite, Anleihen und Finanzierungsleasingverbindlichkeiten EUR 6.040 Mio (31. Dezember 2017: EUR 5.986 Mio). Die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten betrugen EUR 288 Mio (31. Dezember 2017: EUR 292 Mio).

Am 19. November 2018 tilgte die OMV einen Eurobond in Höhe von EUR 750 Mio mit einem Kupon von 0,60%.

Am 4. Dezember 2018 begab die OMV einen Eurobond in Höhe von EUR 500 Mio mit einem Kupon von 1,875% und einer Laufzeit bis zum 4. Dezember 2028 und einen Eurobond in Höhe von EUR 500 Mio mit einem Kupon von 0,75% und einer Laufzeit bis zum 4. Dezember 2023.

Fair-Value-Bewertung

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden gemäß nachfolgender Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen:

Stufe 1: Börsennotierte Kurse in aktiven Märkten werden für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verwendet.

Stufe 2: Entweder direkt (das heißt wie Kurse) oder indirekt feststellbare Vorgaben werden als Informationsgrundlage für die Berechnung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten verwendet (keine börsennotierten Kurse). Für die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente innerhalb der Stufe 2 werden in der Regel Terminpreise des Rohöls und des Erdgases, Zinsen und Wechselkurse als Inputs im Bewertungsmodell herangezogen. Zudem werden das Kreditrisiko der Gegenpartei sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung berücksichtigt.

Stufe 3: Als Informationsgrundlage für die Berechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden interne Modelle oder andere Bewertungsmethoden verwendet, keine am Markt feststellbaren Daten (zum Beispiel Kurse).

Finanzinstrumente

In EUR Mio
31. Dez. 2018 31. Dez. 2017
Finanzinstrumente aktiv Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Eigenkapitalinstrumente 1 - - 21 21 - - - -
Investmentfonds 6 - - 6 6 - - 6
Anleihen 2 - - - - 5 73 - 78
Als Sicherungsinstrumente designierte
und effektive Derivate
- 392 - 392 - 97 - 97
Sonstige Derivate 1.206 1.178 - 2.384 360 372 - 732
Nettobetrag zu Veräußerungszwecken
gehaltene Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten
- - - - - - 2 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte zum - - 725 725 - - 780 780
beizulegenden Zeitwert 3
Summe 1.212 1.570 747 3.529 371 542 782 1.695
31. Dez. 2018 31. Dez. 2017
Finanzinstrumente passiv Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Verbindlichkeiten aus als
Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten
- 348 - 348 - 97 - 97
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zum
1.192 1.260 - 2.452 360 519 - 879
beizulegenden Zeitwert - - 2 2 - - - -
Summe 1.192 1.608 2 2.803 360 616 - 977

1 Im Zuge der Implementierung von IFRS 9 änderte sich die Klassifizierung auf zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderung im sonstigen Ergebnis (siehe Kapitel "Wesentliche Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen").

2 Im Zuge der Implementierung von IFRS 9 änderte sich die Klassifizierung auf fortgeführte Anschaffungskosten (siehe Kapitel "Wesentliche Änderungen in den

Bilanzierungsgrundsätzen").

3 Enthält einen Vermögenswert hinsichtlich der Neufeststellung von Reserven aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno Russkoje und bedingte Gegenleistungen aus dem Verkauf des 30%-Anteils am Feld Rosebank und aus der Veräußerung der OMV (U.K.) Limited.

Mit Ausnahme der Anleihen, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind (EUR 78 Mio), entsprechen die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte deren beizulegenden Zeitwerten. Der beizulegende Zeitwert der Anleihen beläuft sich auf EUR 77 Mio.

Gemäß IFRS 9 werden Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis designiert, da sie mit einer langfristigen strategischen Zielsetzung gehalten werden. Zum 31. Dezember 2018 sind Eigenkapitalinstrumente in Höhe von EUR 21 Mio in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthalten (Stufe 3).

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt EUR 5.752 Mio (31. Dezember 2017: EUR 5.694 Mio) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der geschätzte beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten beträgt EUR 6.082 Mio (31. Dezember 2017: EUR 6.150 Mio). Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen deren beizulegenden Zeitwerten, da diese Verbindlichkeiten überwiegend kurzfristige Fälligkeiten aufweisen.

Segmentberichterstattung

Umsätze mit anderen Segmenten
In EUR Mio
Q4/18 Q3/18 Q4/17 Δ% 1 2018 2017 Δ%
958 853 785 22 Upstream 3.386 2.839 19
20 20 21 – 3 Downstream 74 79 – 7
11 16 10 20 davon Downstream Öl 48 34 39
51 41 48 7 davon Downstream Gas 166 161 3
– 42 – 37 – 36 – 17 davon Umsatzeliminierung innerhalb des Segments – 139 – 116 – 21
92 78 90 1 Konzernbereich und Sonstiges 335 349 – 4
1.070 951 896 19 OMV Konzern 3.795 3.267 16

Umsätze mit Dritten

In EUR Mio
Q4/18 Q3/18 Q4/17 Δ% 1 2018 2017 Δ%
751 456 324 132 Upstream 2.170 1.329 63
5.888 5.150 4.581 29 Downstream 20.756 18.887 10
3.947 4.141 3.130 26 davon Downstream Öl 14.707 14.065 5
1.941 1.009 1.451 34 davon Downstream Gas 6.049 4.822 25
1 1 1 – 16 Konzernbereich und Sonstiges 4 6 – 28
6.640 5.607 4.906 35 OMV Konzern 22.930 20.222 13

Umsätze (nicht konsolidiert)

In EUR Mio
Q4/18 Q3/18 Q4/17 Δ% 1 2018 2017 Δ%
1.709 1.310 1.109 54 Upstream 5.556 4.168 33
5.908 5.169 4.602 28 Downstream 20.830 18.967 10
3.958 4.157 3.139 26 davon Downstream Öl 14.755 14.099 5
1.992 1.050 1.499 33 davon Downstream Gas 6.215 4.983 25
– 42 – 37 – 36 – 17 davon Umsatzeliminierung innerhalb des Segments – 139 – 116 – 21
92 79 91 1 Konzernbereich und Sonstiges 339 355 – 4
7.710 6.558 5.802 33 OMV Konzern 26.725 23.490 14

Segment und Konzernergebnis

In EUR Mio
Q4/18 Q3/18 Q4/17 Δ% 1 2018 2017 Δ%
812 470 294 176 Operatives Ergebnis Upstream 2.122 1.218 74
400 284 384 4 Operatives Ergebnis Downstream 1.420 584 143
253 488 392 – 35 davon Operatives Ergebnis Downstream Öl 1.402 412 n.m.
147 – 204 – 8 n.m. davon Operatives Ergebnis Downstream Gas 18 171 – 89
– 22 – 11 – 13 – 64 Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges – 47 – 48 3
1.190 743 665 79 Operatives Ergebnis Segment Summe 3.495 1.753 99
68 20 – 34 n.m. Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 28 – 21 n.m.
1.259 763 631 99 OMV Konzern Operatives Ergebnis 3.524 1.732 103
– 50 – 39 – 69 28 Finanzerfolg – 226 – 246 8
1.209 725 562 115 OMV Konzern Ergebnis vor Steuern 3.298 1.486 122

1 Q4/18 gegenüber Q4/17

Vermögenswerte 1

In EUR Mio
31. Dez. 2018 31. Dez. 2017
Upstream 13.536 11.322
Downstream 4.755 4.839
davon Downstream Öl 3.798 3.704
davon Downstream Gas 957 1.135
Konzernbereich und Sonstiges 141 140
Summe 18.432 16.301

1 Segmentvermögenswerte bestehen aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen; Vermögenswerte, welche in die Bilanzposition "zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert.

Ergänzende Angaben

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Im Jahr 2018 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem OMV Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen, ausgenommen Transaktionen mit OJSC Severneftegazprom, welche nicht auf Marktpreisen, sondern auf Kosten zuzüglich einer definierten Marge basieren.

Wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

In EUR Mio
2018 2017
Umsätze Zukäufe und Umsätze Zukäufe und
und sonstige erhaltene und sonstige erhaltene
Erträge Leistungen Erträge Leistungen
Borealis 1.432 48 1.126 44
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG 208 2 164 2
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 41 62 38 77
Enerco Enerji Sanayi ve Ticaret A.Ş. 4 157 3 171
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH 0 30 0 28
OJSC Severneftegazprom - 161 - 16
Trans Austria Gasleitung GmbH 11 22 29 21

Ausstehende Salden mit nahestehenden Unternehmen und Personen

31. Dez. 2018 31. Dez. 2017
72 123
6 6
67 100
3 4
140 153

Über die ÖBIB (Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen) besitzt die OMV ein Naheverhältnis zur Republik Österreich, die damit ebenso wie die im Mehrheitsbesitz der Republik stehenden Unternehmen – im Wesentlichen die Österreichische Post AG, die Verbund AG, die Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft, die Bundesbeschaffung GmbH und jeweils deren Tochtergesellschaften – als nahestehende Parteien einzustufen sind. Transaktionen mit diesen Unternehmen erfolgten zu fremdüblichen Konditionen.

Über die IPIC (International Petroleum Investment Company) sind weiters das Emirat Abu Dhabi sowie die im Mehrheitsbesitz von Abu Dhabi stehenden Gesellschaften als nahestehende Unternehmen einzustufen. Liefer- und Leistungsbeziehungen bestanden im Jahr 2018 zum Beispiel mit Compañía Española de Petróleos (CEPSA) und Abu Dhabi National Oil company (ADNOC). Die OMV hat mehrere Kooperationen mit ADNOC im Bereich Upstream, insbesondere ein technisches Abkommen zur Evaluierung von unerschlossenen Öl- und Gasfeldern in North-West Offshore Abu Dhabi. Aus diesem Abkommen hat die OMV eine langfristige Forderung gegenüber ADNOC. Weiters erwarb die OMV in Q2/18 von ADNOC einen 20%-Anteil an einer Offshore-Konzession für zwei Ölfelder in Abu Dhabi (siehe "Sonstige wesentliche Transaktionen"). CEPSA ist ebenfalls ein Partner bei dieser Konzession. Des Weiteren hat die OMV in Q4/18 einen 5%-Anteil an der Ghasha Konzession vor der Küste von Abu Dhabi von ADNOC erworben, die aus drei großen Gas- und Kondensat Entwicklungsprojekten besteht.

Die OMV hat 2018 Dividendenerträge in Höhe von EUR 360 Mio (2017: EUR 270 Mio) von der Borealis AG, EUR 15 Mio (2017: EUR 11 Mio) von der Trans Austria Gasleitung GmbH, EUR 34 Mio (2017: EUR 67 Mio) von der Pearl Petroleum Company Limited, EUR 10 Mio (2017: EUR 15 Mio) von OJSC Severneftegazprom, EUR 1 Mio (2017: EUR 5 Mio) von Enerco Enerji Sanayi Ve Tickaret A.Ş. und EUR 1 Mio (2017: EUR 0 Mio) von der Genol Gesellschaft m.b.H. erhalten.

Borealis hat zwei anhängige Steuerfälle in Finnland in Bezug auf Borealis Technology Oy und Borealis Polymers Oy, welche im OMV Geschäftsbericht 2017 näher beschrieben sind (Anhangangabe 15 – At-equity bewertete Beteiligungen). Bis zur Veröffentlichung des vorläufigen OMV Konzernabschlusses für 2018 hat es keine materiellen Änderungen gegeben.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 27. Jänner 2019 unterzeichnete die OMV Vereinbarungen für den Erwerb eines 15%-Anteils an ADNOC Refining. Der voraussichtliche Kaufpreis beträgt für den OMV Anteil USD 2,5 Mrd, basierend auf der Nettoverschuldung zum Jahresende 2018. Der finale Kaufpreis ist abhängig von der Nettoverschuldung zum Closing und von bestimmten Kaufpreisanpassungen.

Am 31. Jänner 2019 hat die OMV eine 50% Beteiligung am gesamten ausgegebenen Aktienkapital der SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. um USD 540 Mio erworben. Zusätzlich haben die Vertragsparteien bedingte Zahlungen von bis zu USD 85 Mio vereinbart. Diese sind größtenteils vom Ressourcenvolumen im Block 30, Mexiko zum Zeitpunkt der finalen Investitionsentscheidung abhängig. Beide Parteien haben auch die Refinanzierung der konzerninternen Verbindlichkeiten von USD 350 Mio vereinbart. Nähere Angaben zur Transaktion werden im OMV Geschäftsbericht 2018 bereitgestellt, welcher im März 2019 veröffentlicht wird.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte vorläufige und ungeprüfte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wien, 6. Februar 2019

Der Vorstand

Rainer Seele e.h. Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor

Reinhard Florey e.h. Vorstandsdirektor Finanzen

Johann Pleininger e.h. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstandsdirektor Upstream

Manfred Leitner e.h. Vorstandsdirektor Downstream

Weitere Angaben

Nächste Ereignisse

  • ► OMV Konzernbericht Jänner–März 2019: 3. Mai 2019
  • ► OMV Ordentliche Hauptversammlung: 14. Mai 2019

Der gesamte OMV Finanzkalender und zusätzliche Informationen sind unter www.omv.com zu finden.

OMV Kontakte

Florian Greger, Vice President und Leiter Investor Relations Tel.: +43 1 40440-21600; E-Mail: [email protected]

Andreas Rinofner, Public Relations Tel.: +43 1 40440-21472; E-Mail: [email protected]