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OMV AG Interim / Quarterly Report 2019

May 3, 2019

751_10-q_2019-05-03_88fbf7c4-70fc-4ea5-b00a-3d4d941ec5cf.pdf

Interim / Quarterly Report

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Die Energie für ein besseres Leben.

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht (verkürzt, ungeprüft)
Konzern-Performance 4
Ausblick 8
Geschäftsbereiche 9
Upstream 9
Downstream 10
Konzernzwischenabschluss (verkürzt, ungeprüft) 12
Erklärung des Vorstands
Weitere Angaben

Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen

Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "glauben", "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen der OMV sowie der OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle der OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen.

Weder die OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. Die OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der OMV dar.

OMV Konzernbericht Jänner–März 2019 mit verkürztem Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2019

Leistungskennzahlen 1

Konzern

  • ► CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten um 7% auf EUR 759 Mio gesunken, insbesondere aufgrund eines geringeren Upstream-Ergebnisses infolge von Force Majeure in Libyen
  • ► Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten von EUR 346 Mio, CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten von EUR 1,06
  • ► Hoher Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von EUR 866 Mio
  • ► Organischer freier Cashflow vor Dividenden von EUR 418 Mio
  • ► CCS ROACE vor Sondereffekten bei 12%

Upstream

  • ► Produktion um 37 kboe/d auf 474 kboe/d gestiegen
  • ► Produktionskosten um 8% auf USD 6,8/boe gesunken

Downstream

  • ► OMV Referenz-Raffineriemarge lag bei USD 4,0/bbl
  • ► Erdgas-Verkaufsmengen um 15% auf 38,1 TWh gestiegen

Wichtige Ereignisse

  • ► Am 31. Jänner 2019 haben die OMV und Sapura Energy Berhad die Vereinbarung zur Bildung einer strategischen Partnerschaft abgeschlossen. Für den 50%-Anteil am neugegründeten Unternehmen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. hat die OMV USD 540 Mio gezahlt. Zusätzlich haben die Vertragsparteien bedingte Zahlungen von bis zu USD 85 Mio vereinbart. Das neugegründete Unternehmen, SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd., und ihre Tochtergesellschaften werden per Vollkonsolidierung in den OMV Konzernabschluss einbezogen.
  • ► Am 27. Jänner 2019 unterzeichnete die OMV Vereinbarungen für den Erwerb eines 15%-Anteils an ADNOC Refining. Der voraussichtliche Kaufpreis für den OMV Anteil beträgt USD 2,5 Mrd, basierend auf der Nettoverschuldung zum Jahresende 2018. Der finale Kaufpreis ist abhängig von der Nettoverschuldung zum Closing und von bestimmten Kaufpreisanpassungen. Das Closing wird für Q3/19 erwartet.

1 Die genannten Werte beziehen sich auf Q1/19; als Vergleichsgrößen dienen, sofern nicht abweichend gekennzeichnet, die Quartalswerte des Vorjahrs.

Lagebericht (verkürzt, ungeprüft)

Konzern-Performance

Ergebnisse auf einen Blick
In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/19 Q4/18 Q1/18 Δ% 1 2018
5.403 6.640 4.977 9 Umsatz 2 22.930
759 1.053 818 – 7 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3 3.646
393 578 438 – 10 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Upstream 3 2.027
374 445 376 – 1 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Downstream 3 1.643
– 12 – 7 0 n.m. Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Konzernbereich und Sonstiges 3 – 21
4 37 4 14 Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung – 3
34 36 35 – 2 Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten in % 39
482 643 491 – 2 CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 3 2.108
346 490 377 – 8 Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 3, 4 1.594
1,06 1,50 1,15 – 8 CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR 3 4,88
759 1.053 818 – 7 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3 3.646
12 273 64 – 81 Sondereffekte 5 – 149
– 5 – 67 17 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 27
766 1.259 899 – 15 Operatives Ergebnis Gruppe 3.524
406 812 478 – 15 Operatives Ergebnis Upstream 2.122
407 400 417 – 3 Operatives Ergebnis Downstream 1.420
– 24 – 22 – 1 n.m. Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges – 47
– 23 68 6 n.m. Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 28
– 28 – 50 – 90 69 Finanzerfolg – 226
738 1.209 809 – 9 Ergebnis vor Steuern 3.298
33 34 34 – 5 Steuerquote des Konzerns in % 40
496 793 531 – 7 Periodenüberschuss 1.993
354 608 406 – 13 Den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss 4 1.438
1,08 1,86 1,24 – 13 Ergebnis je Aktie in EUR 4,40
866 1.117 1.076 – 20 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 4.396
– 124 368 538 n.m. Freier Cashflow vor Dividenden 1.043
– 124 281 538 n.m. Freier Cashflow nach Dividenden 263
418 576 645 – 35 Organischer freier Cashflow vor Dividenden 6 2.495
3.186 2.014 2.292 39 Nettoverschuldung 2.014
20 13 16 20 Verschuldungsgrad in % 13
881 1.120 339 160 Investitionen 7 3.676
404 589 339 19 Organische Investitionen 8 1.893
12 13 13 – 7 CCS ROACE vor Sondereffekten in % 3 13
12 12 5 143 ROACE in % 12
20.225 20.231 20.595 – 2 Mitarbeiteranzahl 20.231

Zahlen in dieser und folgenden Tabellen lassen sich möglicherweise aufgrund von Rundungsdifferenzen nicht aufaddieren.

1 Q1/19 gegenüber Q1/18

2 Umsätze exklusive Mineralölsteuer

3 Bereinigt um Sondereffekte; das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien

4 Nach Abzug des den Hybridkapitalbesitzern sowie den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnenden Periodenüberschusses

5 Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird der Ausweis von Sondereffekten als angemessen betrachtet. Zur Darstellung vergleichbarer Ergebnisse müssen bestimmte Positionen hinzugefügt oder abgezogen werden. Sondereffekte von at-equity bewerteten Beteiligungen und temporären Effekten aus dem Rohstoff-Hedging für wesentliche Hedging-Transaktionen werden berücksichtigt.

6 Der organische freie Cashflow vor Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit und exklusive Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen).

7 Investitionen beinhalten Akquisitionen

8 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.

Erstes Quartal 2019 (Q1/19) im Vergleich zum ersten Quartal 2018 (Q1/18)

Der Konzernumsatz stieg um 9% auf EUR 5.403 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf höhere realisierte Öl- und Gaspreise zurückzuführen. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank um 7% von EUR 818 Mio auf EUR 759 Mio. Ursächlich für den Rückgang war insbesondere das niedrigere Upstream-Ergebnis von EUR 393 Mio (Q1/18: EUR 438 Mio). Positive Netto-Markteffekte in Höhe von EUR 98 Mio aufgrund höherer realisierter Öl- und Gaspreise sowie positive FX-Effekte wurden von einer negativen operativen Performance und höheren Abschreibungen mehr als kompensiert. Die negative operative Performance betrug EUR –56 Mio und ist im Wesentlichen auf fehlende Verkaufsmengen aus Libyen in Q1/19 zurückzuführen. Diese hatten einen negativen Effekt von EUR –144 Mio im Vergleich zu Q1/18. Höhere Verkaufsmengen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Jemen haben diesen Effekt teilweise kompensiert. Höhere Abschreibungen von EUR –87 Mio sind im Wesentlichen auf die Akquisitionen in Neuseeland in Q4/18 und Abu Dhabi in Q2/18 sowie OMVs Anteil am neugegründeten Unternehmen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. ("SapuraOMV") zurückzuführen. Das Downstream CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten war in Q1/19 mit EUR 374 Mio (Q1/18: EUR 376 Mio) nahezu unverändert. Das Downstream Gas-Ergebnis sank, aufgrund einer geringeren Realisierung von Arbitragemöglichkeiten sowie eines niedrigeren Beitrages des Speicher-Geschäfts. Dies konnte durch das gestiegene Downstream Öl-Ergebnis, infolge eines starken Ergebnisbeitrages des Commercial- und Retail-Geschäfts, kompensiert werden. Die Konsolidierungszeile betrug EUR 4 Mio in Q1/19 (Q1/18: EUR 4 Mio). Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten der OMV Petrom belief sich auf EUR 262 Mio (Q1/18: EUR 206 Mio).

Die Konzernsteuerquote vor Sondereffekten betrug 34%, verglichen mit 35% in Q1/18. Dies war bedingt durch einen niedrigeren Ergebnisbeitrag im Bereich Upstream aus dem Hochsteuerland Libyen. Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten erreichte EUR 482 Mio (Q1/18: EUR 491 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten sank auf EUR 346 Mio (Q1/18: EUR 377 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten lag bei EUR 1,06 (Q1/18: EUR 1,15).

In Q1/19 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR 12 Mio verzeichnet (Q1/18: EUR 64 Mio), welche sich hauptsächlich aus temporären Hedging-Effekten und der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate ergaben. In Q1/19 betrugen die CCS Effekte EUR –5 Mio. Das Operative Konzernergebnis sank auf EUR 766 Mio (Q1/18: EUR 899 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum Operativen Konzernergebnis stieg auf EUR 268 Mio (Q1/18: EUR 231 Mio).

Der Finanzerfolg betrug EUR –28 Mio (Q1/18: EUR –90 Mio). Die Verbesserung war hauptsächlich auf Fremdwährungsgewinne und niedrigere sonstige Finanzierungskosten zurückzuführen. Bei einer Konzernsteuerquote von 33% (Q1/18: 34%) betrug der Periodenüberschuss EUR 496 Mio (Q1/18: EUR 531 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss belief sich auf EUR 354 Mio (Q1/18: EUR 406 Mio). Das Ergebnis je Aktie für das Quartal verringerte sich auf EUR 1,08 (Q1/18: EUR 1,24).

Per 31. März 2019 betrug die Nettoverschuldung EUR 3.186 Mio, verglichen mit EUR 2.292 Mio per 31. März 2018. Der Verschuldungsgrad erhöhte sich auf 20% (31. März 2018: 16%), maßgeblich beeinflusst durch die Implementierung von IFRS 16 per 1. Jänner 2019. Weitere Informationen können der Anhangangabe Finanzielle Verbindlichkeiten des Konzernzwischenabschlusses entnommen werden.

Die gesamten Investitionen beliefen sich auf EUR 881 Mio (Q1/18: EUR 339 Mio) und beinhalteten vor allem den Erwerb des Anteils am neugegründeten Unternehmen SapuraOMV in Höhe von USD 540 Mio. Durch die Erstanwendung von IFRS 16 mit 1. Jänner 2019 werden für alle bisherigen Operating Leasingverträge Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz angesetzt. Die Investitionen in Q1/19 enthalten, bedingt durch IFRS 16, den Ansatz von Nutzungsrechten in der Höhe von EUR 17 Mio für neue Leasingverträge, wovon der Großteil auf den Bereich Downstream entfällt. Organische Investitionen erhöhten sich um 19% auf EUR 404 Mio (Q1/18: EUR 339 Mio). Ursächlich waren höhere organische Investitionen im Bereich Upstream, vorwiegend in Rumänien, Norwegen und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die organischen Investitionen im Bereich Downstream betrugen in Q1/19 EUR 83 Mio und sind im Wesentlichen Investitionen in den Raffinerien in Rumänien und Österreich zuzuordnen und beinhalten ebenfalls Investitionen im Retail-Bereich.

Sondereffekte und CCS Effekte
In EUR Mio
Q1/19 Q4/18 Q1/18 Δ% 1 2018
759 1.053 818 – 7 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 3.646
12 273 64 – 81 Sondereffekte – 149
– 9 – 17 – 7 – 30 davon Personallösungen – 40
– 1 101 0 n.m. davon Wertminderungen und Zuschreibungen 51
– 10 – 2 7 n.m. davon Anlagenverkäufe 3
32 191 65 – 50 davon Sonstiges – 164
– 5 – 67 17 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 27
766 1.259 899 – 15 Operatives Ergebnis Gruppe 3.524

1 Q1/19 gegenüber Q1/18

2 Bereinigt um Sondereffekte; das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien

OMV Konzernbericht Jänner–März 2019

3. Mai 2019

Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird die Offenlegung von Sondereffekten als angemessen erachtet. Um vergleichbare Werte wiedergeben zu können, werden bestimmte das Ergebnis beeinflussende Effekte hinzugefügt oder abgezogen. Diese Effekte können in vier Unterkategorien unterteilt werden: Personallösungen, Wertminderungen und Zuschreibungen, Anlagenverkäufe und Sonstiges. Die Unterkategorie "Sonstiges" enthält in Q1/19 hauptsächlich temporäre Effekte aus Rohstoffderivaten und eine Spende.

Des Weiteren wird der Current Cost of Supply (CCS) Effekt aus dem Jahresergebnis eliminiert, um ein effektives Performance-Management in einem Umfeld mit volatilen Preisen sowie Vergleichbarkeit mit Mitbewerbern ermöglichen zu können. Der CCS Effekt, auch als Lagerhaltungsgewinne und -verluste bezeichnet, ist die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen, basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitende Durchschnittskosten), zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse führen. Diese Leistungskennzahl erhöht die Transparenz der Ergebnisse und wird üblicherweise in der Erdölindustrie verwendet. Die OMV veröffentlicht daher diese Kennzahl zusätzlich zum gemäß IFRS ermittelten operativen Ergebnis.

Cashflow

Konzern-Cashflow-Rechnung (Kurzfassung)

In EUR Mio
Q1/19 Q4/18 Q1/18 Δ%1 2018
1.196 1.027 1.173 2 Mittelzufluss nach unbaren Posten 4.223
866 1.117 1.076 – 20 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 4.396
– 990 – 749 – 538 – 84 Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 3.353
– 124 368 538 n.m. Freier Cashflow 1.043
– 230 244 – 212 – 8 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit – 975
– 9 1 – 7 – 32 Währungsdifferenz auf liquide Mittel – 22
– 363 612 319 n.m. Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel 45
4.026 3.414 3.981 1 Liquide Mittel Periodenbeginn 3.981
3.664 4.026 4.300 – 15 Liquide Mittel Periodenende 4.026
- - 3 n.a. davon Liquide Mittel umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen
-
3.664 4.026 4.297 – 15 in der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
ausgewiesen
4.026
– 124 281 538 n.m. Freier Cashflow nach Dividenden 263
418 576 645 – 35 Organischer freier Cashflow vor Dividenden 2 2.495

1 Q1/19 gegenüber Q1/18

2 Der organische freie Cashflow vor Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit und exklusive Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen).

Erstes Quartal 2019 (Q1/19) im Vergleich zum ersten Quartal 2018 (Q1/18)

Der Mittelzufluss nach unbaren Posten wuchs auf EUR 1.196 Mio in Q1/19 (Q1/18: EUR 1.173 Mio). Net-Working-Capital-Positionen führten zu einem Mittelabfluss von EUR –330 Mio (Q1/18: EUR –96 Mio), wesentlich beeinflusst durch höhere Vorräte in Downstream Öl. Als Ergebnis verringerte sich der Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Q1/19 auf EUR 866 Mio (Q1/18: EUR 1.076 Mio).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verzeichnete einen Mittelabfluss von EUR –990 Mio, verglichen mit EUR –538 Mio in Q1/18, und beinhaltete einen Mittelabfluss von EUR –460 Mio, resultierend aus dem Erwerb eines 50%-Anteils am neugegründeten Unternehmen SapuraOMV. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltete in Q1/19 einen Mittelabfluss von EUR –44 Mio (Q1/18: EUR –81 Mio) für die Finanzierungsvereinbarungen für das Pipelineprojekt Nord Stream 2.

Der freie Cashflow (Mittelzufluss aus der Betriebstätigkeit +/– Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit) verringerte sich auf EUR –124 Mio (Q1/18: EUR 538 Mio).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von EUR –230 Mio gegenüber EUR –212 Mio in Q1/18 und beinhaltete einen Mittelabfluss von USD –350 Mio, resultierend aus der Refinanzierung von SapuraOMV, teilweise kompensiert durch erhöhte kurzfristige Finanzierungen.

Der organische freie Cashflow vor Dividenden sank auf EUR 418 Mio (Q1/18: EUR 645 Mio), hauptsächlich aufgrund höherer Mittelabflüsse aus Net-Working-Capital-Positionen.

Risikomanagement

Als internationaler Öl- und Gaskonzern mit Aktivitäten, die von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen bis zu Handel und Vermarktung von Mineralölprodukten und Gas reichen, ist die OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt – unter anderem finanziellen und Marktrisiken, operativen sowie strategischen Risiken. Eine detaillierte Beschreibung der Risiken und der Risikomanagement-Aktivitäten kann dem OMV Geschäftsbericht 2018 (Seite 77–79) entnommen werden.

Die wesentlichen Unsicherheiten, welche die Ergebnisse des OMV Konzerns beeinflussen können, bleiben Rohstoffpreise, Währungskursschwankungen und operative sowie politische und regulatorische Risiken. Die Entwicklung des Rohstoffpreisrisikos wird laufend überwacht und bei Bedarf werden entsprechende Cashflow-Sicherungsmaßnahmen getroffen. Das inhärente Risikopotenzial der Sicherheits- und Umweltrisiken wird durch Programme für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Security, Safety, and Environment = HSSE) und Risikomanagement überwacht, mit der klaren Zielsetzung, die Risiken der OMV im Rahmen der branchenüblichen Standards zu halten.

Weitere Details zu den aktuellen Risiken können der Sektion Ausblick des Lageberichts entnommen werden.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Bezüglich der Angaben zu den wesentlichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen wird auf den Anhang des Konzernzwischenabschlusses verwiesen.

Ausblick

Marktumfeld

Die OMV erwartet für das Jahr 2019 einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von USD 65/bbl (2018: USD 71/bbl). Für das Jahr 2019 werden an den europäischen Spotmärkten niedrigere durchschnittliche Gaspreise als im Jahr 2018 prognostiziert.

Konzern

► Organische Investitionen (inklusive aktivierter E&A-Ausgaben und exklusive Akquisitionen) werden sich im Jahr 2019 voraussichtlich auf rund EUR 2,3 Mrd belaufen (2018: EUR 1,9 Mrd).

Upstream

  • ► Die OMV erwartet für das Jahr 2019 eine Gesamtproduktion von rund 500 kboe/d (2018: 427 kboe/d), abhängig von der Sicherheitslage in Libyen. Die Produktion des Felds El Sharara in Libyen wurde im März 2019 wiederaufgenommen. Wir prognostizieren, dass der Produktionsbeitrag aus Libyen im Zeitraum von April bis Jahresende über 35 kboe/d (2018: 30 kboe/d) liegen wird.
  • ► Organische Investitionen in Upstream (inklusive aktivierter E&A-Ausgaben und exklusive Akquisitionen) werden sich im Jahr 2019 voraussichtlich auf rund EUR 1,5 Mrd belaufen (2018: EUR 1,3 Mrd).
  • ► Im Jahr 2019 werden Explorations- und Evaluierungsausgaben in Höhe von EUR 350 Mio prognostiziert (2018: EUR 300 Mio).

Downstream

  • Öl
  • ► Die Raffineriemarge wird unter USD 5/bbl erwartet (vorherige Prognose: rund USD 5/bbl; 2018: USD 5,2/bbl).
  • ► Die Petrochemie-Margen werden etwas niedriger als im Jahr 2018 liegen (2018: EUR 448/t).
  • ► Die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte wird 2019 auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2018 prognostiziert (2018: 20,3 Mio t). Für die OMV Märkte werden ähnliche Retail- und Commercial-Margen wie im Jahr 2018 erwartet.
  • ► Für das Jahr 2019 ist keine Generalüberholung der Raffinerien geplant. Daher wird der Raffinerie-Auslastungsgrad höher als im Jahr 2018 sein (2018: 92%).

Gas

  • ► Die Erdgas-Verkaufsmengen im Jahr 2019 sollten über denen von 2018 liegen (2018: 114 TWh).
  • ► Die Erdgas-Verkaufsmargen im Jahr 2019 werden auf einem niedrigeren Niveau als im Jahr 2018 erwartet.
  • ► Aufgrund des Verkaufs des Kraftwerks Samsun in der Türkei in Q3/18 wird die Nettostromerzeugung im Jahr 2019 niedriger als 2018 liegen (2018: 5,1 TWh). Die Nettostromerzeugung des Kraftwerks Brazi in Rumänien wird voraussichtlich unter der von 2018 liegen (vorherige Prognose: über der von 2018).
  • ► Die OMV wird die Finanzierung der Pipeline Nord Stream 2 fortführen.

Geschäftsbereiche

Upstream

Q4/18 Q1/18 Δ% 1 2018
945 766 6 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, 3.370
Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen zum Anlagevermögen
578 438 – 10 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2.027
234 40 – 67 Sondereffekte 95
812 478 – 15 Operatives Ergebnis 2.122
903 255 n.m. Investitionen 2 3.075
93 61 12 Explorationsausgaben 300
60 37 25 Explorationsaufwendungen 175
6,27 7,42 – 8 Produktionskosten in USD/boe 7,01
Operative Kennzahlen
447 437 9 Gesamtproduktion in kboe/d 427
156 162 – 6 davon OMV Petrom 160
18,3 16,0 10 Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl 66,5
132,6 135,5 8 Erdgasproduktion in bcf 518,2
39,4 38,5 0 Gesamtverkaufsmenge in Mio boe 148,7
68,81 66,82 – 6 Durchschnittlicher Brent-Preis in USD/bbl 71,31
62,28 58,02 3 Durchschnittlich realisierter Rohölpreis in USD/bbl 3 62,13
4,80 4,86 – 3 Durchschnittlich realisierter Gaspreis in USD/1.000 cf 3 4,72
13,72 12,92 5 Durchschnittlich realisierter Gaspreis in EUR/MWh 3, 4 13,06
1,141 1,229 – 8 Durchschnittlicher EUR-USD Wechselkurs 1,181
In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)

Hinweise: Das Nettoergebnis der at-equity bewerteten Beteiligungen Pearl und Severneftegazprom ("SNGP", Betriebsführer des Erdgasfelds Juschno Russkoje) ist in allen Operativen Ergebnissen enthalten.

1 Q1/19 gegenüber Q1/18

2 Investitionen beinhalten Akquisitionen, insbesondere den Erwerb eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Feldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd in Q2/18 sowie den Erwerb des 50%-Anteils am neugegründeten Unternehmen SapuraOMV in Höhe von USD 540 Mio in Q1/19.

3 Die durchschnittlich realisierten Preise beinhalten Hedging-Effekte.

4 Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird unter Verwendung eines einheitlichen Brennwerts über das ganze Portfolio in MWh umgerechnet.

Erstes Quartal 2019 (Q1/19) im Vergleich zum ersten Quartal 2018 (Q1/18)

► Produktion auf 474 kboe/d erhöht, eine Steigerung um 37 kboe/d

► Produktionskosten um 8% auf USD 6,8/boe gesenkt

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank von EUR 438 Mio in Q1/18 auf EUR 393 Mio. Positive Netto-Markteffekte in Höhe von EUR 98 Mio aufgrund höherer realisierter Öl- und Gaspreise sowie positive FX-Effekte wurden von einer negativen operativen Performance und höheren Abschreibungen mehr als kompensiert. Die negative operative Performance betrug EUR –56 Mio und ist im Wesentlichen auf fehlende Verkaufsmengen aus Libyen in Q1/19 zurückzuführen. Diese hatten einen negativen Effekt von EUR –144 Mio im Vergleich zu Q1/18. Höhere Verkaufsmengen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Jemen haben diesen Effekt teilweise kompensiert. Höhere Abschreibungen von EUR –87 Mio sind im Wesentlichen auf die Akquisitionen in Neuseeland in Q4/18 und Abu Dhabi in Q2/18 sowie OMVs Anteil am neugegründeten Unternehmen SapuraOMV zurückzuführen. Die OMV Petrom trug in Q1/19 EUR 174 Mio zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten bei. In Q1/18 waren es EUR 139 Mio.

In Q1/19 wurden Netto-Sondereffekte von EUR 13 Mio erfasst (Q1/18: EUR 40 Mio), welche hauptsächlich aus temporären Hedging-Effekten in Höhe von EUR 14 Mio resultierten. Das Operative Ergebnis sank auf EUR 406 Mio (Q1/18: EUR 478 Mio).

Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren sanken um 8% auf USD 6,8/boe. Ursächlich waren positive FX-Effekte und höhere Produktionsmengen. Die Produktionskosten der OMV Petrom verringerten sich um 2% auf USD 11,7/boe, hauptsächlich aufgrund einer positiven FX-Entwicklung.

Die Gesamtproduktion stieg hauptsächlich aufgrund der Akquisitionen in Abu Dhabi in Q2/18 und Neuseeland in Q4/18 sowie infolge des Produktionsbeitrags von Aasta Hansteen um 9% auf 474 kboe/d an. Dies wurde teilweise kompensiert durch geringere Produktionsbeiträge aus Libyen, aufgrund von Force Majeure beim Feld El Sharara, sowie Rumänien und Pakistan, aufgrund der Veräußerung des OMV Upstream-Geschäfts in Q2/18. Die Produktion der OMV Petrom fiel vornehmlich als Folge des natürlichen Förderrückgangs um 6% auf 153 kboe/d. Die Gesamtverkaufsmenge war mit 38,4 Mio boe unverändert. Höhere Verkaufsmengen in der Region Asien-Pazifik, infolge der Akquisition der Assets von Shell sowie der Beteiligung an SapuraOMV, wurden durch den fehlenden Beitrag aus Libyen und geringere Produktion in der Region Mittel- und Osteuropa kompensiert.

Seit Jahresende 2018 haben sich die Brent-Preise erholt und stiegen bis Quartalsende um rund 35%. Ursächlich waren US-Sanktionen gegen Venezuela, niedrigere Produktion der OPEC+-Staaten, die Markterwartung zur Fortführung der Lieferkürzungen der OPEC+-Staaten bis Juni sowie ein positiverer Nachfrageausblick. Im Quartalsvergleich fiel der durchschnittliche Brent-Preis um 6% auf USD 63/bbl. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns erhöhte sich um 3%. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in USD/1.000 cf sank um 3% hauptsächlich aufgrund wärmerer Temperaturen als erwartet und höherer durchschnittlicher Lagerbestände innerhalb Europas. Die realisierten Gaspreise wurden durch einen Hedging-Effekt von EUR –18 Mio in Q1/19 beeinflusst.

Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben stiegen in Q1/19 auf EUR 792 Mio (Q1/18: EUR 255 Mio). Sie beinhalteten vor allem den Erwerb des 50%-Anteils am neugegründeten Unternehmen SapuraOMV in Höhe von USD 540 Mio. Investitionen bedingt durch IFRS 16 waren in Q1/19 unwesentlich. Organische Investitionen wurden vorwiegend in Rumänien, Norwegen und den Vereinigten Arabischen Emiraten getätigt. Die Explorationsausgaben, vor allem für Aktivitäten in Norwegen, Österreich und Rumänien, stiegen um 12% auf EUR 69 Mio in Q1/19.

Downstream
In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/19 Q4/18 Q1/18 Δ% 1 2018
506 566 493 3 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, 2.111
Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen zum Anlagevermögen 2
374 445 376 – 1 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 1.643
299 381 282 6 davon Downstream Öl 1.439
75 64 94 – 21 davon Downstream Gas 204
11 54 26 – 58 Sondereffekte – 219
22 – 99 15 45 CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 2 – 4
407 400 417 – 3 Operatives Ergebnis 1.420
83 204 82 0 Investitionen 3 576
Downstream Öl-Kennzahlen
4,04 5,24 4,79 – 16 OMV Referenz-Raffineriemarge in USD/bbl 4 5,24
452 504 447 1 Ethylen/Propylen Netto-Marge in EUR/t 4, 5 448
98 98 93 5 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 92
4,79 5,25 4,53 6 Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte in Mio t 20,26
1,45 1,58 1,41 3 davon Retail-Verkaufsmengen in Mio t 6,33
0,63 0,59 0,61 2 davon Petrochemie in Mio t 2,41
Downstream Gas-Kennzahlen
38,06 32,73 32,98 15 Erdgas-Verkaufsmengen in TWh 113,76
1,08 1,48 1,52 – 29 Nettostromerzeugung in TWh 5,06

1 Q1/19 gegenüber Q1/18

2Current Cost of Supply (CCS): Das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Sondereffekte und Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien.

3 Investitionen beinhalten Akquisitionen

4 Die tatsächlich von der OMV realisierten Raffinerie- und Petrochemie-Margen können aufgrund von Faktoren wie einer anderen Rohölzusammensetzung, Produktausbeute und

Betriebsbedingungen sowie einem anderen Grundstoff von der OMV Referenz-Raffineriemarge, von der Ethylen/Propylen Netto-Marge und von den Marktmargen abweichen.

5 Berechnet auf Basis von West European Contract Prices (WECP) mit Naphtha als Grundstoff

Erstes Quartal 2019 (Q1/19) im Vergleich zum ersten Quartal 2018 (Q1/18)

► Downstream Öl-Ergebnis erhöhte sich infolge einer starken Commercial- und Retail-Performance

► Hoher Raffinerie-Auslastungsgrad von 98% und gesteigerte Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten blieb in Q1/19 mit EUR 374 Mio konstant (Q1/18: EUR 376 Mio). Das geringere Downstream Gas-Ergebnis wurde durch einen höheren Downstream Öl-Beitrag ausgeglichen.

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl erhöhte sich um 6% von EUR 282 Mio in Q1/18 auf EUR 299 Mio, infolge eines starken Ergebnisbeitrags des Commercial- und Retail-Geschäfts. Die OMV Referenz-Raffineriemarge sank um 16% auf USD 4,0/bbl (Q1/18: USD 4,8/bbl). Der starke Rückgang der Margen für Naphtha und Benzin konnte nicht durch höhere Margen für Mitteldestillate und niedrigere Bezugskosten infolge von verringerten Rohölpreisen ausgeglichen werden. Der Auslastungsgrad der Raffinerien erreichte in Q1/19 ein sehr hohes Niveau von 98%. In Q1/18 lag dieser bei 93%. Die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte stieg um 6% auf 4,8 Mio t. Das Retail-Geschäft erzielte einen verbesserten Beitrag aufgrund leicht höherer Margen und Verkaufsmengen. Im Commercial-Geschäft wuchsen die Verkaufsmengen und die Margen im Vergleich zu Q1/18. Das Commercial-Geschäft profitierte in Q1/19 in Deutschland und Österreich von der Versorgungssituation in Süddeutschland, verursacht durch einen Raffinerieausfall. Die OMV Petrom trug EUR 50 Mio (Q1/18: EUR 52 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl bei.

Der Ergebnisbeitrag des Petrochemie-Geschäfts zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten stieg, unterstützt durch leicht höhere Verkaufsmengen, in Q1/19 geringfügig auf EUR 70 Mio (Q1/18: EUR 68 Mio). Verglichen mit Q1/18 erhöhte sich die Ethylen/Propylen Netto-Marge leicht und die Butadien-Marge stark. Die Benzol-Marge ist aufgrund eines Überangebots im Markt stark zurückgegangen. Der Anteil von Borealis zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten sank bedingt durch niedrigere Polyolefin-Margen, negative Lagerhaltungseffekte und eine geplante Generalüberholung von Borouge 3 auf EUR 72 Mio in Q1/19 (Q1/18: EUR 86 Mio). Der Beitrag des Düngemittel-Geschäfts verbesserte sich infolge gesunkener Gaspreise.

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Gas sank von EUR 94 Mio in Q1/18 auf EUR 75 Mio. Das Q1/18-Ergebnis wurde durch die erfolgreiche Realisierung von Arbitragemöglichkeiten auf den Märkten positiv beeinflusst, während in Q1/19 der Beitrag des Speicher-Geschäfts sank. Der Ergebnisbeitrag von Gas Connect Austria verringerte sich leicht von EUR 27 Mio auf EUR 25 Mio. Die Erdgas-Verkaufsmengen stiegen von 33,0 TWh auf 38,1 TWh, insbesondere aufgrund der erfolgreichen Marktoffensive in Deutschland und den Niederlanden, welche teilweise durch niedrigere Verkaufsmengen in der Türkei und Rumänien kompensiert wurde. Die Nettostromerzeugung fiel infolge des Verkaufs des Kraftwerks Samsun in Q3/18 auf 1,1 TWh in Q1/19 (Q1/18: 1,5 TWh). Unterstützt durch gestiegene Spark Spreads und eine höhere Nettostromerzeugung trug das Kraftwerk Brazi einen höheren Beitrag zum Ergebnis bei. Der Ergebnisbeitrag der OMV Petrom zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Gas war EUR 34 Mio in Q1/19 (Q1/18: EUR 17 Mio).

Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR 11 Mio (Q1/18: EUR 26 Mio) und ergaben sich hauptsächlich aus der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate. Aufgrund gesunkener Rohölpreise in Q1/19 wurden CCS Effekte von EUR 22 Mio erfasst. Das Operative Ergebnis im Bereich Downstream sank leicht auf EUR 407 Mio, verglichen mit EUR 417 Mio in Q1/18.

Die Investitionen in Downstream beliefen sich auf EUR 83 Mio (Q1/18: EUR 82 Mio) und beinhalteten Investitionen in Höhe von EUR 13 Mio, bedingt durch IFRS 16. Die Investitionen im Downstream Öl-Geschäft betrugen EUR 74 Mio (Q1/18: EUR 69 Mio). In Q1/19 bezogen sich die organischen Investitionen hauptsächlich auf Geschäftsinvestitionen in den Raffinerien in Rumänien und Österreich wie auch auf Investitionen im Retail-Bereich.

Konzernzwischenabschluss (verkürzt, ungeprüft)

Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/19 Q4/18 Q1/18 2018
5.403 6.640 4.977 Umsatzerlöse 22.930
109 271 67 Sonstige betriebliche Erträge 517
87 54 107 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 391
72 34 86 davon Borealis 327
5.600 6.965 5.151 Summe Erlöse und sonstige Erträge 23.839
– 3.211 – 4.013 – 2.823 Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) – 14.094
– 386 – 386 – 392 Produktions- und operative Aufwendungen – 1.594
– 124 – 123 – 88 Produktionsbezogene Steuern – 392
– 549 – 467 – 443 Abschreibungen und Wertminderungen – 1.827
– 459 – 481 – 416 Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen – 1.749
– 46 – 60 – 37 Explorationsaufwendungen – 175
– 59 – 177 – 54 Sonstige betriebliche Aufwendungen – 485
766 1.259 899 Operatives Ergebnis 3.524
0 13 0 Dividendenerträge 20
41 33 24 Zinserträge 117
– 75 – 70 – 64 Zinsaufwendungen – 290
6 – 25 – 51 Sonstiges Finanzergebnis – 72
– 28 – 50 – 90 Finanzerfolg – 226
738 1.209 809 Ergebnis vor Steuern 3.298
– 242 – 416 – 278 Steuern vom Einkommen und Ertrag – 1.305
496 793 531 Periodenüberschuss 1.993
354 608 406 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.438
19 19 24 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 78
123 166 101 davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 477
1,08 1,86 1,24 Ergebnis je Aktie in EUR 4,40
1,08 1,86 1,24 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 4,40

Gesamtergebnisrechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio
Q1/19 Q4/18 Q1/18 2018
496 793 531 Periodenüberschuss 1.993
90 – 70 – 48 Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 28
– 59 105 54 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges 195
1 34 – 48 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis 59
32 68 – 41 Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden können 282
– 78 – 134 0 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen – 114
- 21 0 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Beteiligungen 26
65 – 94 12 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die nachfolgend auf den 9
Buchwert des Grundgeschäfts übertragen werden
9 – 6 0 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis – 3
– 4 – 213 12 Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden – 82
15 – 27 – 16 Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung – 52
umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen
– 16 26 – 3 Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und – 3
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen
– 2 – 1 – 19 Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern – 55
26 – 146 – 48 Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern 144
523 647 483 Gesamtergebnis der Periode 2.137
441 462 356 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.587
19 19 24 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 78
63 166 103 davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 472

Konzernbilanz (ungeprüft)

In EUR Mio
31. März 2019 31. Dez. 2018
Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 4.220 3.317
Sachanlagen 16.399 15.115
At-equity bewertete Beteiligungen 2.980 3.011
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.499 2.659
Sonstige Vermögenswerte 58 36
Latente Steuern 729 759
Langfristiges Vermögen 26.885 24.896
Vorräte 1.735 1.571
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.627 3.420
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.490 2.727
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 16 9
Sonstige Vermögenswerte 276 264
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.664 4.026
Kurzfristiges Vermögen 11.808 12.017
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 14 47
Summe Aktiva 38.707 36.961
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Grundkapital 327 327
Hybridkapital 1.987 1.987
Rücklagen 10.058 9.591
Eigenkapital der OMV Anteilseigner 12.372 11.905
Nicht beherrschende Anteile 3.808 3.436
Eigenkapital 16.180 15.342
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.121 1.096
Anleihen 3.970 4.468
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.264 441
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 3.791 3.673
Sonstige Rückstellungen 434 446
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 383 924
Sonstige Verbindlichkeiten 135 138
Latente Steuern 1.104 731
Langfristige Verbindlichkeiten 12.202 11.917
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.345 4.401
Anleihen 1.047 539
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 570 304
Ertragsteuerverbindlichkeiten 429 349
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 70 63
Sonstige Rückstellungen 342 355
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.595 2.806
Sonstige Verbindlichkeiten 928 863
Kurzfristige Verbindlichkeiten 10.325 9.680
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 0 22
Summe Passiva 38.707 36.961

Eigenkapitalveränderungsrechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio

Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklagen
Sonstige
Rücklagen 1
Eigene
Anteile
Eigen
kapital
der OMV
Anteils
eigner
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
1. Jänner 2019 327 1.511 1.987 8.830 – 744 – 6 11.905 3.436 15.342
Erstanpassung aus
IFRS 16
- - - – 1 - - – 1 - – 1
Angepasste Werte 327 1.511 1.987 8.829 – 744 – 6 11.904 3.436 15.340
1. Jänner 2019
Periodenüberschuss - - - 373 - - 373 123 496
Sonstiges Ergebnis der - - - – 78 164 - 87 – 60 26
Periode
Gesamtergebnis der - - - 295 164 - 459 63 523
Periode
Anteilsbasierte Vergütung - 1 - - - - 1 - 1
Erhöhung (+)/Verminderung - - - - - - - 309 309
(–) nicht beherrschender
Anteile
Umgliederung von - - - - 7 - 7 - 7
Cashflow-Hedges in die
Bilanz 2
31. März 2019 327 1.513 1.987 9.124 – 573 – 6 12.372 3.808 16.180

1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.

2 Der Betrag bezog sich zum Großteil auf Vorräte, die zum 31. März 2019 bereits verbraucht und daher in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst waren.

Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklagen
Sonstige
Rücklagen 1
Eigene
Anteile
Eigen
kapital
der OMV
Anteils
eigner
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
1. Jänner 2018 327 1.517 2.231 8.006 – 857 – 8 11.216 3.118 14.334
Erstanpassung aus IFRS 9
und IFRS 15
- - - 39 3 - 42 - 42
Angepasste Werte 327 1.517 2.231 8.045 – 854 – 8 11.259 3.118 14.377
1. Jänner 2018
Periodenüberschuss - - - 430 - - 430 101 531
Sonstiges Ergebnis der - - - - – 50 - – 50 2 – 48
Periode
Gesamtergebnis der - - - 430 – 50 - 380 103 483
Periode
Veränderung Hybridkapital - - – 741 – 60 - - – 800 - – 800
Anteilsbasierte Vergütung - 2 - - - - 2 - 2
Umgliederung von - - - - – 62 - – 62 - – 62
Cashflow-Hedges in die
Bilanz 2
31. März 2018 327 1.519 1.490 8.415 – 965 – 8 10.778 3.221 13.999

1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.

2 Der Betrag bezog sich zum Großteil auf Vorräte, die zum 31. März 2018 bereits verbraucht und daher in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst waren.

Konzern-Cashflow-Rechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio
Q1/19 Q4/18 Q1/18 2018
496
562
793
392
531
450
Periodenüberschuss
Abschreibungen und Wertminderungen (+)/Zuschreibungen (–)
1.993
1.780
20 80 67 Latente Steuern 298
– 13 5 – 6 Gewinne (–)/Verluste (+) aus Abgängen von Anlagevermögen – 2
35 24 1 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Rückstellungen – 61
97 – 267 129 Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) 216
1.196 1.027 1.173 Mittelzufluss nach unbaren Posten 4.223
– 172 93 143 Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Vorräten – 73
– 180 – 403 – 722 Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Forderungen – 1.041
22 399 483 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Verbindlichkeiten 1.287
866 1.117 1.076 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 4.396
Investitionen
– 518 – 568 – 431 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen – 3.193
– 77 – 68 – 81 Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte – 305
– 460 – 311 – 47 Erwerb einbezogener Unternehmen und Geschäftsbetriebe abzüglich liquider Mittel – 357
Veräußerungen
48 14 3 Erlöse aus Anlagevermögen 60
17 184 19 Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten 442
abzüglich liquider Mittel
– 990 – 749 – 538 Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 3.353
– 366 234 – 202 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von langfristigen Finanzierungen – 793
137 96 – 9 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von kurzfristigen Finanzierungen 102
0 – 86 0 Dividendenzahlungen – 779
- - - Hybridanleihe 496
– 230 244 – 212 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit – 975
– 9 1 – 7 Währungsdifferenz auf liquide Mittel – 22
– 363 612 319 Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel 45
4.026 3.414 3.981 Liquide Mittel Periodenbeginn 3.981
3.664 4.026 4.300 Liquide Mittel Periodenende 4.026
- - 3 davon liquide Mittel, umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen
-
3.664 4.026 4.297 In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.026
ausgewiesen
– 124 368 538 Freier Cashflow 1.043
– 124 281 538 Freier Cashflow nach Dividenden 263

Ausgewählte Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernzwischenabschluss für 1. Jänner bis 31. März 2019 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben und sollte zusammen mit dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2018 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss für Q1/19 ist ungeprüft. Eine externe prüferische Durchsicht wurde nicht durchgeführt.

Der Konzernzwischenabschluss für Q1/19 wurde in Millionen Euro (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Zusätzlich zum Konzernzwischenabschluss enthält die Beschreibung der OMV Geschäftsbereiche im Lagebericht weitere Informationen zu wichtigen Effekten, die Einfluss auf den Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2019 hatten.

Wesentliche Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen

Der Konzern wandte ab 1. Jänner 2019 erstmals IFRS 16 Leasingverhältnisse an.

Weiters sind mit 1. Jänner 2019 eine Reihe von anderen Änderungen und Interpretationen in Kraft getreten. Diese haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

Dieser Standard ersetzt IAS 17 und enthält neue Vorschriften für die Bilanzierung von Leasing. Hinsichtlich der Bilanzierung aus Sicht des Leasingnehmers beseitigt IFRS 16 die nach IAS 17 vorgeschriebene Klassifizierung von Leasingverträgen in Operatingund Finanzierungsleasing und führt stattdessen ein einheitliches Modell für die Bilanzierung durch den Leasingnehmer ein. Unter Anwendung dieses Modells setzt der Leasingnehmer für Leasingverhältnisse im Anwendungsbereich des Standards Nutzungsrechte und Verbindlichkeiten in der Bilanz an und berücksichtigt neben der Abschreibung der Nutzungsrechte den Zinsaufwand aus den Leasingverbindlichkeiten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Nutzungsrechte werden über den kürzeren Zeitraum aus Nutzungsdauer und Leasingzeitraum linear abgeschrieben. Der Zinsaufwand wird ergebniswirksam über die Leasingdauer in jeder Periode auf Basis der verbleibenden Leasingverbindlichkeit verbucht. Für Leasinggeber ergeben sich nur geringfügige Änderungen im Vergleich zu IAS 17.

Im Rahmen der Erstanwendung hat die OMV die Vereinfachungsregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition eines Leasingverhältnisses genutzt. Das heißt die OMV hat IFRS 16 nur für Verträge angewendet, die bisher als Leasingverträge identifiziert wurden. Verträge, die nach den bisherigen Standards nicht als Leasingverträge identifiziert wurden, wurden nicht nach den Vorschriften des IFRS 16 neuerlich daraufhin überprüft, ob sie Leasingverhältnisse darstellen. Weiters wurden keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Verträge, die im Laufe von 2019 auslaufen, angesetzt, da sie als kurzfristige Leasingverhältnisse behandelt wurden.

Leasingverhältnisse für die Exploration und die Nutzung von Öl und Erdgas, die hauptsächlich Pachtverträge für Grundstücke für solche Aktivitäten umfassen, sind weder im Anwendungsbereich von IAS 17 noch von IFRS 16. Weiters erfüllen die unterirdischen Wegerechte, die der OMV das Recht für die Verlegung von unterirdischen Leitungen übertragen, wo der Eigentümer weiterhin die Nutzung der oberirdischen Flächen behält, nach Beurteilung durch die OMV nicht die Definition für Leasing nach dem bisherigen und dem neuen Standard. Zusätzlich sind einige Verpflichtungen von der Ausnahme für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse umfasst. Für diese Verträge wurden folglich keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten angesetzt. Ferner wurden die Leasingverträge für die Bewertung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in ihre Leasingkomponenten und andere Elemente aufgeteilt.

Die OMV wandte IFRS 16 erstmals zum 1. Jänner 2019 mit einer Umstellung entsprechend der modifizierten retrospektiven Methode, d.h. ohne Anpassung der Vergleichswerte in der berichteten Vergleichsperiode, an. Die Nutzungsrechte für die bisherigen Operating Leasing wurden zum Übergangszeitpunkt in Höhe der Leasingverbindlichkeiten bewertet, die um den Betrag der im Voraus geleisteten oder abgegrenzten Leasingzahlungen sowie bestehender Rückstellungen für belastende Verträge aus Operating Leasingverhältnissen berichtigt wurden. Die Leasingverbindlichkeiten wurden mit dem Barwert der Leasingzahlungen über den verbleibenden Leasingzeitraum abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Jänner 2019 bewertet. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz für diese Leasingverbindlichkeiten betrug zum 1. Jänner 2019 0,94%. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 führte zum Ansatz von Nutzungsrechten in der Höhe von EUR 688 Mio und von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von EUR 706 Mio für frühere Operating Leasingverhältnisse. Weiters führte eine Differenz in der Bewertung zwischen neu angesetzten Leasingforderungen aus Untermietverhältnissen und den Leasingverbindlichkeiten aus den Hauptleasingverhältnissen zu einer Anpassung der Gewinnrücklagen in der Höhe von EUR –1 Mio nach Steuern. Für bisherige Finanzierungsleasingverhältnisse wurden die Buchwerte der Leasinggegenstände und -verbindlichkeiten unmittelbar vor Umstellung als Buchwerte der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten zum Erstanwendungszeitpunkt übernommen.

Überleitung von künftigen Verpflichtungen aus operativen Leasingverhältnissen zum 31. Dezember 2018 zu Leasingverbindlichkeiten zum 1. Jänner 2019

In EUR Mio
1. Jän. 2019
Künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren operativen Leasingverhältnissen zum 480
31. Dezember 2018
abzüglich Mindestleasingzahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse – 27
abzüglich Mindestleasingzahlungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte – 2
zuzüglich Mindestleasingzahlungen für hinreichend sichere Verlängerungs- und Kündigungsoptionen 314
Brutto-Leasingverbindlichkeiten für bisher nicht bilanzierte Verpflichtungen aus operativen 765
Leasingverhältnissen zum 1. Jänner 2019
abzüglich Abzinsung zum 1. Jänner 2019 – 60
Leasingverbindlichkeiten für bisher nicht bilanzierte Verpflichtungen aus operativen 706
Leasingverhältnissen zum 1. Jänner 2019
Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31. Dezember 2018 288
Leasingverbindlichkeiten zum 1. Jänner 2019 994

Leasing Übersicht

In EUR Mio

Nutzungsrechte 31. März 2019
Nutzungsrechte – Grundstücke und Bauten 662
Nutzungsrechte – technische Anlagen und Maschinen 32
Nutzungsrechte – andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65
Summe Nutzungsrechte 759
1–3/19
Abschreibungen von Nutzungsrechten 24
Leasingverbindlichkeiten 31. März 2019
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 847
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 135
Summe Leasingverbindlichkeiten 982

Konsolidierungskreisänderungen

Im Vergleich zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2018 fanden folgende Änderungen des Konsolidierungskreises statt:

Konsolidierungskreisänderungen

Firma Sitz Art der Veränderung 1 Wirksamkeitsdatum
Upstream
Sapura Exploration and Production (Americas) Sdn. Bhd. Seri Kembangan Erstkonsolidierung (A) 31. Jänner 2019
Sapura Exploration and Production (Australia) Sdn. Bhd. Seri Kembangan Erstkonsolidierung (A) 31. Jänner 2019
SEP Block 30, S. de R.L. de C.V. Mexiko-Stadt Erstkonsolidierung (A) 31. Jänner 2019
Sapura Exploration and Production (Mexico) Sdn. Bhd. Seri Kembangan Erstkonsolidierung (A) 31. Jänner 2019
SapuraOMV Upstream (Malaysia) Inc. Nassau Erstkonsolidierung (A) 31. Jänner 2019
Sapura Exploration and Production (NZ) Sdn. Bhd. Seri Kembangan Erstkonsolidierung (A) 31. Jänner 2019
Sapura Exploration and Production (Oceania) Sdn. Bhd. Seri Kembangan Erstkonsolidierung (A) 31. Jänner 2019
SapuraOMV Upstream (PM) Inc. Nassau Erstkonsolidierung (A) 31. Jänner 2019
SapuraOMV Upstream (Southeast Asia) Inc. Nassau Erstkonsolidierung (A) 31. Jänner 2019
SapuraOMV Upstream (Sarawak) Inc. Nassau Erstkonsolidierung (A) 31. Jänner 2019
Sapura Upstream Sdn. Bhd. Kuala Lumpur Erstkonsolidierung (A) 31. Jänner 2019
Sapura Exploration and Production (Western Australia)
Sdn. Bhd. Perth Erstkonsolidierung (A) 31. Jänner 2019
SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. Seri Kembangan Erstkonsolidierung (A) 31. Jänner 2019

1 "Erstkonsolidierung (A)" bedeutet, dass die Gesellschaft erworben wurde.

Upstream

Am 31. Januar 2019 hat die OMV eine 50% Beteiligung am gesamten ausgegebenen Aktienkapital der SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. um USD 540 Mio erworben (unterliegt den üblichen Anpassungen bei Abschluss der Transaktion). Da die OMV die Entscheidungsgewalt über die relevanten Tätigkeiten von SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. besitzt, werden die neugegründete Gesellschaft sowie ihre Tochtergesellschaften per Vollkonsolidierung in den OMV Konzernabschluss einbezogen.

Zusätzlich haben die Vertragsparteien bedingte Zahlungen von bis zu USD 85 Mio vereinbart. Diese sind größtenteils vom Ressourcenvolumen im Block 30, Mexiko zum Zeitpunkt der finalen Investitionsentscheidung abhängig. Zum Zeitpunkt des Erwerbs wurde keine Verbindlichkeit hierfür angesetzt. Beide Parteien haben auch die Refinanzierung der zum Zeitpunkt der Akquisition bestehenden konzerninternen Verbindlichkeiten von USD 350 Mio vereinbart (in der Konzern-Cashflow-Rechnung in der Zeile "Erhöhung (+)/Verminderung (–) von langfristigen Finanzierungen" erfasst).

Die Akquisition war ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung der Region Asien-Pazifik zur fünften OMV Kernregion. Neben einer zukünftig steigenden Tagesproduktion in malaysischen Offshore-Gasfeldern gibt diese Transaktion der OMV Zugang zu Explorationsblöcken in Neuseeland, Australien und Mexiko.

Erworbenes Vermögen und Berechnung des Firmenwerts

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. werden zum anteiligen Wert des erworbenen identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Der Firmenwert resultiert hauptsächlich aus latenten Steuerverbindlichkeiten aus der Differenz zwischen Buchwerten und Steuerwerten der erworbenen Vermögenswerte. Der Firmenwert ist nicht steuerlich verwertbar. Die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses ist noch nicht abgeschlossen und wurde auf Basis der vorläufigen, ungeprüften Finanzdaten der SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. erstellt. Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte des erworbenen Vermögens wie auch die vorläufige Berechnung des Firmenwerts werden in den untenstehenden Tabellen dargestellt.

Beizulegender Zeitwert des erworbenen Vermögens (vorläufig)

In EUR Mio
SapuraOMV
Immaterielle Vermögenswerte 661
Sachanlagen 655
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte 3
Langfristiges Vermögen 1.318
Vorräte 6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte 50
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 12
Kurzfristiges Vermögen 85
Summe Aktiva 1.403
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 305
Rekultivierungsverpflichtungen 68
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6
Latente Steuern 339
Langfristige Verbindlichkeiten 718
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 49
Ertragsteuerverbindlichkeiten 4
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten 14
Kurzfristige Verbindlichkeiten 67
Summe Passiva 785
Nettovermögenswerte 618
Nicht beherrschende Anteile – 309
Erworbene Nettovermögenswerte 309

Berechnung des Firmenwerts (vorläufig)

In EUR Mio
SapuraOMV
Bezahlter Kaufpreis (Geldmittel) 470
Effekt aus der Absicherung von Fremdwährungsrisiken 2
Erworbenes Nettovermögen 309
Firmenwert 164
Auswirkung auf den Cashflow
Netto-Mittelabfluss aus dem Erwerb von SapuraOMV
in EUR Mio
Bezahlter Kaufpreis 472
Abzüglich übernommener liquider Mittel – 12
Netto-Mittelabfluss aus dem Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten 460

Sonstige wesentliche Transaktionen

Am 27. Jänner 2019 unterzeichnete die OMV Vereinbarungen für den Erwerb eines 15%-Anteils an ADNOC Refining. Der voraussichtliche Kaufpreis für den OMV Anteil beträgt USD 2,5 Mrd, basierend auf der Nettoverschuldung zum Jahresende 2018. Der finale Kaufpreis ist abhängig von der Nettoverschuldung zum Closing und von bestimmten Kaufpreisanpassungen. Das Closing wird für Q3/19 erwartet.

Saisonalität und Zyklizität

Saisonalität ist vor allem im Geschäftsbereich Downstream von Bedeutung. Erläuterungen dazu sind im Abschnitt "Geschäftsbereiche" enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse
In EUR Mio
1–3/19 1–3/18
Umsätze aus Kundenverträgen 5.358 4.870
Umsätze aus anderen Quellen 45 108
Gesamte Umsätze 5.403 4.977

Die sonstigen Umsatzerlöse umfassen hauptsächlich Umsatzerlöse aus Warenverkaufs- und -beschaffungsgeschäften, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, die Anpassung der Umsatzerlöse aus der Berücksichtigung des der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteils an der Produktion als Ertragssteueraufwand bei bestimmten Produktionsteilungsverträgen im Upstream-Segment, das Hedging-Ergebnis sowie Miet- und Pachterlöse.

Umsätze aus Kundenverträgen

In EUR Mio
1–3/19
Konzern
bereich&
Upstream Downstream Sonstiges Gesamt
Öl Gas
Rohöl, NGL und Kondensate 272 179 - - 451
Erdgas und LNG 235 1 1.385 - 1.621
Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte - 2.407 - - 2.407
Petrochemische Produkte - 468 - - 468
Gasspeicherung, Transit, Verteilung und Transport 6 - 52 - 58
Sonstige Produkte und Dienstleistungen 7 199 146 1 353
Gesamt 520 3.254 1.584 1 5.358

Umsätze aus Kundenverträgen

In EUR Mio
1–3/18
Konzern
bereich&
Upstream Downstream Sonstiges Gesamt
Öl Gas
Rohöl, NGL und Kondensate 305 87 - - 392
Erdgas und LNG 202 1 1.273 - 1.476
Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte - 2.165 - - 2.165
Petrochemische Produkte - 475 - - 475
Gasspeicherung, Transit, Verteilung und Transport 2 - 55 - 57
Sonstige Produkte und Dienstleistungen 10 176 117 1 304
Gesamt 519 2.905 1.445 1 4.870

Ertragsteuern

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/19 Q4/18 Q1/18 2018
– 222 – 336 – 211 Laufende Steuern – 1.007
– 20 – 80 – 67 Latente Steuern – 298
– 242 – 416 – 278 Steuern vom Einkommen und Ertrag – 1.305
33 34 34 Effektivsteuersatz in % 40

Erläuterungen zur Bilanz

Vertragliche Verpflichtungen

Per 31. März 2019 bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von EUR 1.257 Mio (31. Dezember 2018: EUR 1.003 Mio), hauptsächlich in Verbindung mit Explorations- und Produktionstätigkeiten im Bereich Upstream.

Eigenkapital

In 1–3/19 wurden keine Dividenden ausgeschüttet und keine Zinsen für Hybridkapital an Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft gezahlt. Für das Jahr 2018 wird bei der Hauptversammlung am 14. Mai 2019 eine Dividendenzahlung in Höhe von EUR 1,75 pro Aktie vorgeschlagen werden.

In 1–3/19 gab es keine Dividendenausschüttungen an Minderheitsaktionäre.

Die Anzahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien betrug per 31. März 2019 542.151 Stück (31. Dezember 2018: 542.151 Stück).

Finanzielle Verbindlichkeiten

Verschuldungsgrad (Gearing Ratio)

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/19 Q4/18 Δ%
Anleihen 5.016 5.007 0
Leasingverbindlichkeiten 1 982 288 n.m.
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 852 745 14
Schulden 6.850 6.040 13
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.664 4.026 – 9
Nettoverschuldung 3.186 2.014 58
Eigenkapital 16.180 15.342 5
Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) in % 20 13 n.m.

1 Ab 1. Jänner 2019 aufgrund der IFRS-16-Implementierung in der Zeile "Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten" der Konzernbilanz enthalten

Fair-Value-Bewertung

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden gemäß Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen. Siehe dazu Anhangangabe 2 im OMV Konzernabschluss 2018.

Finanzinstrumente
In EUR Mio
31. März 2019 31. Dez. 2018
Finanzinstrumente aktiv Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Eigenkapitalinstrumente - - 21 21 - - 21 21
Investmentfonds - - - - 6 - - 6
Als Sicherungsinstrumente designierte
und effektive Derivate
- 100 - 100 - 392 - 392
Sonstige Derivate 522 1.673 - 2.195 1.206 1.178 - 2.384
Sonstige finanzielle Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeitwert 1
- - 735 735 - - 725 725
Summe 522 1.773 757 3.052 1.212 1.570 747 3.529
31. März 2019 31. Dez. 2018
Finanzinstrumente passiv Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Verbindlichkeiten aus als
Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten
- 43 - 43 - 348 - 348
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 528 1.709 - 2.236 1.192 1.260 - 2.452
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zum - - - - - - 2 2
beizulegenden Zeitwert

1 Enthält einen Vermögenswert hinsichtlich der Neufeststellung von Reserven aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno Russkoje und bedingte Gegenleistungen aus dem Verkauf des 30%-Anteils am Feld Rosebank und aus der Veräußerung der OMV (U.K.) Limited.

Mit Ausnahme der Anleihen, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind (EUR 78 Mio), entsprechen die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte deren beizulegenden Zeitwerten. Der beizulegende Zeitwert der Anleihen beläuft sich auf EUR 77 Mio.

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten (abzüglich Leasingverbindlichkeiten) in Höhe von insgesamt EUR 5,868 Mio (31. Dezember 2018: EUR 5.752 Mio) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der geschätzte beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten beträgt EUR 6.318 Mio (31. Dezember 2018: EUR 6.082 Mio). Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen deren beizulegenden Zeitwerten, da diese Verbindlichkeiten überwiegend kurzfristige Fälligkeiten aufweisen.

Segmentberichterstattung

Umsätze mit anderen Segmenten
In EUR Mio
Q1/19 Q4/18 Q1/18 Δ% 1 2018
863 958 757 14 Upstream 3.386
23 20 18 28 Downstream 74
12 11 10 20 davon Downstream Öl 48
42 51 37 14 davon Downstream Gas 166
– 32 – 42 – 29 – 8 davon Umsatzeliminierung innerhalb des Segments – 139
85 92 80 7 Konzernbereich und Sonstiges 335
971 1.070 854 14 Gesamt 3.795

Umsätze mit Dritten

5.403 6.640 4.977 9 Gesamt 22.930
1 1 1 – 31 Konzernbereich und Sonstiges 4
1.605 1.941 1.532 5 davon Downstream Gas 6.049
3.281 3.947 2.856 15 davon Downstream Öl 14.707
4.886 5.888 4.388 11 Downstream 20.756
517 751 588 – 12 Upstream 2.170
Q1/19 Q4/18 Q1/18 Δ% 1 2018
In EUR Mio

Umsätze (nicht konsolidiert)

6.374 7.710 5.832 9 Gesamt 26.725
86 92 81 6 Konzernbereich und Sonstiges 339
– 32 – 42 – 29 – 8 davon Umsatzeliminierung innerhalb des Segments – 139
1.647 1.992 1.569 5 davon Downstream Gas 6.215
3.293 3.958 2.866 15 davon Downstream Öl 14.755
4.908 5.908 4.406 11 Downstream 20.830
1.380 1.709 1.345 3 Upstream 5.556
Q1/19 Q4/18 Q1/18 Δ% 1 2018
In EUR Mio

Segment und Konzernergebnis

738 1.209 809 – 9 OMV Konzern Ergebnis vor Steuern 3.298
– 28 – 50 – 90 69 Finanzerfolg – 226
766 1.259 899 – 15 OMV Konzern Operatives Ergebnis 3.524
– 23 68 6 n.m. Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 28
789 1.190 894 – 12 Operatives Ergebnis Segment Summe 3.495
– 24 – 22 – 1 n.m. Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges – 47
76 147 118 – 36 davon Operatives Ergebnis Downstream Gas 18
331 253 299 11 davon Operatives Ergebnis Downstream Öl 1.402
407 400 417 – 3 Operatives Ergebnis Downstream 1.420
406 812 478 – 15 Operatives Ergebnis Upstream 2.122
Q1/19 Q4/18 Q1/18 Δ% 1 2018
In EUR Mio

1 Q1/19 gegenüber Q1/18

Vermögenswerte 1

In EUR Mio
31. März 2019 31. Dez. 2018
Upstream 15.150 13.536
Downstream 5.228 4.755
davon Downstream Öl 4.274 3.798
davon Downstream Gas 954 957
Konzernbereich und Sonstiges 241 141
Summe 20.620 18.432

1 Segmentvermögenswerte bestehen aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Aufgrund der IFRS 16 Implementierung sind beginnend mit dem 1. Jänner 2019 auch die Nutzungsrechte enthalten. Vermögenswerte, welche in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert.

Ergänzende Angaben

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

In 1–3/19 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem OMV Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen, ausgenommen Transaktionen mit OJSC Severneftegazprom, welche nicht auf Marktpreisen, sondern auf Kosten zuzüglich einer definierten Marge basieren.

Wesentliche Transaktionen mit at-equity bewerteten Beteiligungen

In EUR Mio
1–3/19 1–3/18
Umsätze Zukäufe und Umsätze Zukäufe und
und sonstige erhaltene und sonstige erhaltene
Erträge Leistungen Erträge Leistungen
Borealis 339 12 351 1
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG 44 1 41 1
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 37 13 9 13
Enerco Enerji Sanayi ve Ticaret A.Ş. 0 6 2 55
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH 0 6 0 7
OJSC Severneftegazprom - 46 - 41
Trans Austria Gasleitung GmbH 3 5 3 6

Ausstehende Salden mit at-equity bewerteten Beteiligungen

In EUR Mio
31. März 2019 31. Dez. 2018
Geleistete Anzahlungen 4 10
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 161 72
Sonstige Forderungen 6 6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 75 67
Sonstige Verbindlichkeiten 2 3
Vertragsverbindlichkeiten 137 140

Dividendenerträge von at-equity bewerteten Beteiligungen In EUR Mio 1–3/19 1–3/18 Borealis AG 144 252 Pearl Petroleum Company Limited 5 3 Trans Austria Gasleitung GmbH - 15 Gesamtkonzern 149 270

Informationen über Unternehmen mit staatlichem Naheverhältnis sind dem OMV Konzernabschluss 2018 (Anhangangabe 35 – Nahestehende Unternehmen) zu entnehmen. Bis zur Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses für die Periode 1–3/19 gab es keine Änderungen.

Borealis hat zwei anhängige Steuerfälle in Finnland in Bezug auf Borealis Technology Oy und Borealis Polymers Oy, welche im OMV Konzernabschluss 2018 (Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen) näher beschrieben sind. Die Entwicklungen bis zur Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses für die Periode 1–3/19 sind folgend zusammengefasst.

Am 19. März 2019 hat das "Helsinki Administrative Court" eine Entscheidung in dem Fall Borealis Technology Oy getroffen. Das Gericht hat die Berufung von Borealis abgelehnt, aber die Steuerbasis wurde neu festgesetzt und auf EUR 481 Mio (von bislang EUR 1.040 Mio) reduziert. Die finnische Steuerbehörde wird in naher Zukunft neue Mitteilungen zur Neubewertung ausstellen, basierend auf dem Gerichtsbeschluss. Borealis prüft die Gerichtsentscheidung und wird in Erwägung ziehen, ob eine Berufung beim Obersten Verwaltungsgericht eingelegt wird. Ebenfalls am 19. März 2019 hat das Verwaltungsgericht Helsinki seine Entscheidung im Fall Borealis Polymers Oy getroffen. Der Gerichtshof akzeptierte einstimmig die Berufung von Borealis, indem er bestätigte, dass nur eine Lizenz in Betracht gezogen werden sollte. Der Fall wurde an die finnische Steuerbehörde zurückverwiesen, um die Höhe der marktüblichen Lizenzgebühren zu überprüfen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zur Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses für 1–3/19 gab es keine wesentlichen Ereignisse.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, 3. Mai 2019

Der Vorstand

Rainer Seele e.h. Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor

Reinhard Florey e.h. Vorstandsdirektor Finanzen

Johann Pleininger e.h. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstandsdirektor Upstream

Manfred Leitner e.h. Vorstandsdirektor Downstream

Weitere Angaben

Nächste Ereignisse

  • ► OMV Ordentliche Hauptversammlung: 14. Mai 2019
  • ► OMV Trading Update Q2 2019: 9. Juli 2019
  • ► OMV Konzernbericht Jänner–Juni und Q2 2019: 31. Juli 2019

Der gesamte OMV Finanzkalender und zusätzliche Informationen sind unter www.omv.com zu finden.

OMV Kontakte

Florian Greger, Vice President und Leiter Investor Relations Tel.: +43 1 40440-21600; E-Mail: [email protected]

Andreas Rinofner, Public Relations Tel.: +43 1 40440-21472; E-Mail: [email protected]