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OMV AG — Interim / Quarterly Report 2019
Jul 31, 2019
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Interim / Quarterly Report
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Die Energie für ein besseres Leben.
Inhaltsverzeichnis
| Lagebericht (verkürzt, ungeprüft) | ||||
|---|---|---|---|---|
| Konzern-Performance | 4 | |||
| Ausblick | 9 | |||
| Geschäftsbereiche | 10 | |||
| Upstream | 10 | |||
| Downstream | 12 | |||
| Konzernzwischenabschluss (verkürzt, ungeprüft) | 14 | |||
| Erklärung des Vorstands | ||||
| Weitere Angaben |
Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen
Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "glauben", "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen der OMV sowie der OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle der OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen.
Weder die OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. Die OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der OMV dar.
OMV Konzernbericht Jänner–Juni und Q2 2019 mit verkürztem Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019
Leistungskennzahlen 1
Konzern
- ► CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten um 44% auf EUR 1.047 Mio signifikant gestiegen
- ► Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten von EUR 510 Mio, CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten von EUR 1,56
- ► Hoher Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von EUR 1.135 Mio
- ► Organischer freier Cashflow vor Dividenden von EUR 728 Mio
- ► CCS ROACE vor Sondereffekten bei 14%
Upstream
- ► Produktion um 70 kboe/d auf 490 kboe/d gestiegen
- ► Produktionskosten um 9% auf USD 6,9/boe gesunken
Downstream
- ► OMV Referenz-Raffineriemarge lag bei USD 3,2/bbl
- ► Erdgas-Verkaufsmengen um 8% auf 26,8 TWh gestiegen
Wichtige Ereignisse
► Am 7. Juni 2019 unterzeichneten die OMV und Gazprom ein "Amendment Agreement" zum "Basic Sale Agreement". Das "Amendment Agreement" sieht insbesondere einen Kaufpreis von EUR 905 Mio für den möglichen Erwerb einer 24,98%- Beteiligung an den Blöcken 4A/5A der Achimov-Formation des Erdgas- und Kondensatfelds Urengoi durch die OMV vor.
1 Die genannten Werte beziehen sich auf Q2/19; als Vergleichsgrößen dienen, sofern nicht abweichend gekennzeichnet, die Quartalswerte des Vorjahrs.
Lagebericht (verkürzt, ungeprüft)
Konzern-Performance
| Ergebnisse auf einen Blick | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben) | |||||||
| Q2/19 | Q1/19 | Q2/18 | Δ% 1 | 1–6/19 | 1–6/18 | Δ% | |
| 6.035 | 5.403 | 5.706 | 6 | Umsatz 2 | 11.438 | 10.683 | 7 |
| 1.047 | 759 | 726 | 44 | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3 | 1.806 | 1.544 | 17 |
| 650 | 393 | 457 | 42 | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Upstream 3 | 1.043 | 895 | 16 |
| 428 | 374 | 338 | 26 | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Downstream 3 | 801 | 714 | 12 |
| – 13 | – 12 | – 6 | – 113 | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Konzernbereich und Sonstiges 3 |
– 25 | – 6 | n.m. |
| – 17 | 4 | – 64 | 73 | Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung | – 13 | – 60 | 78 |
| 39 | 34 | 49 | – 21 | Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten in % | 37 | 41 | – 11 |
| 627 | 482 | 346 | 81 | CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 3 | 1.109 | 837 | 32 |
| 510 | 346 | 272 | 88 | Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 3, 4 |
857 | 649 | 32 |
| 1,56 | 1,06 | 0,83 | 88 | CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR 3 | 2,62 | 1,99 | 32 |
| 1.047 | 759 | 726 | 44 | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3 | 1.806 | 1.544 | 17 |
| 25 | 12 | – 168 | n.m. | Sondereffekte 5 | 38 | – 103 | n.m. |
| 14 | – 5 | 44 | – 68 | CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) | 9 | 61 | – 85 |
| 1.087 | 766 | 602 | 80 | Operatives Ergebnis Gruppe | 1.853 | 1.502 | 23 |
| 644 | 406 | 363 | 77 | Operatives Ergebnis Upstream | 1.050 | 840 | 25 |
| 474 | 407 | 318 | 49 | Operatives Ergebnis Downstream | 880 | 736 | 20 |
| – 14 | – 24 | – 13 | – 10 | Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges | – 38 | – 14 | – 173 |
| – 16 | – 23 | – 66 | 75 | Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung | – 39 | – 61 | 36 |
| – 25 | – 28 | – 47 | 47 | Finanzerfolg | – 53 | – 137 | 62 |
| 1.062 | 738 | 555 | 91 | Ergebnis vor Steuern | 1.800 | 1.364 | 32 |
| 38 | 33 | 50 | – 24 | Steuerquote des Konzerns in % | 36 | 41 | – 12 |
| 658 | 496 | 276 | 139 | Periodenüberschuss | 1.154 | 807 | 43 |
| 543 | 354 | 203 | 167 | Den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss 4 | 897 | 610 | 47 |
| 1,66 | 1,08 | 0,62 | 167 | Ergebnis je Aktie in EUR | 2,75 | 1,87 | 47 |
| 1.135 | 866 | 1.233 | – 8 | Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 2.001 | 2.309 | – 13 |
| 719 | – 124 | – 386 | n.m. | Freier Cashflow vor Dividenden | 595 | 152 | n.m. |
| – 52 | – 124 | – 1.078 | 95 | Freier Cashflow nach Dividenden | – 176 | – 541 | 67 |
| 728 | 418 | 781 | – 7 | Organischer freier Cashflow vor Dividenden 6 | 1.146 | 1.426 | – 20 |
| 3.292 | 3.186 | 2.848 | 16 | Nettoverschuldung | 3.292 | 2.848 | 16 |
| 21 | 20 | 20 | 3 | Verschuldungsgrad in % | 21 | 20 | 3 |
| 493 | 881 | 1.747 | – 72 | Investitionen 7 | 1.374 | 2.086 | – 34 |
| 493 | 404 | 506 | – 3 | Organische Investitionen 8 | 897 | 845 | 6 |
| 14 | 12 | 13 | 7 | CCS ROACE vor Sondereffekten in % 3 | 14 | 13 | 7 |
| 13 | 12 | 12 | 10 | ROACE in % | 13 | 12 | 10 |
| 20.192 | 20.225 | 20.086 | 1 | Mitarbeiteranzahl | 20.192 | 20.086 | 1 |
Zahlen in dieser und folgenden Tabellen lassen sich möglicherweise aufgrund von Rundungsdifferenzen nicht aufaddieren.
1 Q2/19 gegenüber Q2/18
2 Umsätze exklusive Mineralölsteuer
3 Bereinigt um Sondereffekte; das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien
4 Nach Abzug des den Hybridkapitalbesitzern sowie den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnenden Periodenüberschusses
5 Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird der Ausweis von Sondereffekten als angemessen betrachtet. Zur Darstellung vergleichbarer Ergebnisse müssen bestimmte Positionen hinzugefügt oder abgezogen werden. Sondereffekte von at-equity bewerteten Beteiligungen und temporären Effekten aus dem Rohstoff-Hedging für wesentliche
Hedging-Transaktionen werden berücksichtigt. 6 Der organische freie Cashflow vor Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit und exklusive Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen).
7 Investitionen beinhalten Akquisitionen
8 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.
Zweites Quartal 2019 (Q2/19) im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 (Q2/18)
Der Konzernumsatz stieg um 6% auf EUR 6.035 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Verkaufsmengen und realisierte Ölpreise in Upstream zurückzuführen. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg deutlich um 44% von EUR 726 Mio auf EUR 1.047 Mio. Das Upstream-Ergebnis betrug EUR 650 Mio (Q2/18: EUR 457 Mio). Die operative Performance betrug EUR 239 Mio und ist im Wesentlichen auf Verkaufsmengen aus Libyen infolge des Lifting-Plans sowie auf die OMV Akquisitionen in Abu Dhabi (Q2/18), Neuseeland (Q4/18) und Malaysia (Q1/19) zurückzuführen. Geringere Produktion in Rumänien und Österreich sowie Pakistan, aufgrund der Veräußerung des OMV Upstream-Geschäfts in Q2/18, haben diese Effekte teilweise kompensiert. Netto-Markteffekte in Höhe von EUR 71 Mio beeinflussten das Ergebnis positiv. Höhere durchschnittlich realisierte Ölpreise und positive FX-Effekte wurden von gesunkenen durchschnittlich realisierten Gaspreisen teilweise kompensiert. Infolge der Akquisitionen in Neuseeland, Abu Dhabi und Malaysia kam es zu höheren Abschreibungen von EUR –118 Mio. Das Downstream CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg signifikant in Q2/19 auf EUR 428 Mio (Q2/18: EUR 338 Mio). Das Downstream Gas-Ergebnis sank, aufgrund niedrigerer Beiträge des Speicher- und Strom-Geschäfts. Dies konnte durch das gestiegene Downstream Öl-Ergebnis, infolge eines starken Ergebnisbeitrags des Commercial- und Retail-Geschäfts und eines höheren Ergebnisses im Petrochemie-Geschäft, mehr als kompensiert werden. Die Konsolidierungszeile betrug EUR –17 Mio in Q2/19 (Q2/18: EUR –64 Mio). Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten der OMV Petrom belief sich auf EUR 215 Mio (Q2/18: EUR 159 Mio).
Die Konzernsteuerquote vor Sondereffekten betrug 39%, verglichen mit 49% in Q2/18. Dies war bedingt durch einen anteilsmäßig niedrigeren Ergebnisbeitrag im Bereich Upstream aus Hochsteuerländern sowie einen verhältnismäßig höheren Downstream-Ergebnisbeitrag in Rumänien, aufgrund der planmäßigen Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi in Q2/18. Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten verbesserte sich signifikant auf EUR 627 Mio (Q2/18: EUR 346 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten stieg wesentlich auf EUR 510 Mio (Q2/18: EUR 272 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten erhöhte sich substantiell auf EUR 1,56 (Q2/18: EUR 0,83).
In Q2/19 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR 25 Mio verzeichnet (Q2/18: EUR –168 Mio), welche sich hauptsächlich aus der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate ergaben. In Q2/19 betrugen die CCS Effekte EUR 14 Mio. Das Operative Konzernergebnis erhöhte sich um 80% auf EUR 1.087 Mio (Q2/18: EUR 602 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum Operativen Konzernergebnis stieg um 34% auf EUR 210 Mio (Q2/18: EUR 156 Mio).
Der Finanzerfolg betrug EUR –25 Mio (Q2/18: EUR –47 Mio). Die Verbesserung war hauptsächlich auf höhere Zinserträge zurückzuführen. Bei einer Konzernsteuerquote von 38% (Q2/18: 50%) hat sich der Periodenüberschuss mit EUR 658 Mio (Q2/18: EUR 276 Mio) mehr als verdoppelt. Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss erhöhte sich signifikant auf EUR 543 Mio (Q2/18: EUR 203 Mio). Das Ergebnis je Aktie hat sich mehr als verdoppelt auf EUR 1,66 (Q2/18: EUR 0,62).
Per 30. Juni 2019 betrug die Nettoverschuldung EUR 3.292 Mio, verglichen mit EUR 2.848 Mio per 30. Juni 2018. Der Verschuldungsgrad erhöhte sich leicht auf 21% (30. Juni 2018: 20%), als Folge der Implementierung von IFRS 16 per 1. Jänner 2019. In Q2/18 wurde der Verschuldungsgrad durch den Erwerb eines 20%-Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi beeinflusst. Weitere Informationen können der Anhangangabe Finanzielle Verbindlichkeiten des Konzernzwischenabschlusses entnommen werden.
Die gesamten Investitionen beliefen sich auf EUR 493 Mio (Q2/18: EUR 1.747 Mio), wobei EUR 341 Mio dem Bereich Upstream zuzuordnen sind. Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben beinhalteten in Q2/18 vor allem den Erwerb eines 20%- Anteils an zwei Offshore-Ölfeldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd. Organische Investitionen sanken um 3% auf EUR 493 Mio (Q2/18: EUR 506 Mio). Organische Investitionen im Bereich Upstream wurden vorwiegend in Rumänien, Norwegen und den Vereinigten Arabischen Emiraten getätigt. Im Bereich Downstream sind die organischen Investitionen im Wesentlichen den Raffinerien in Österreich und Deutschland zuzuordnen und beinhalten ebenfalls Investitionen im Retail-Bereich.
Jänner bis Juni 2019 (1–6/19) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2018 (1–6/18)
Der Konzernumsatz stieg um 7% auf EUR 11.438 Mio infolge höherer Verkaufsmengen und realisierter Ölpreise in Upstream sowie gesteigerter Verkaufsvolumina in Downstream. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verbesserte sich von EUR 1.544 Mio in 1–6/18 auf EUR 1.806 Mio. Das Upstream-Ergebnis betrug EUR 1.043 Mio (1–6/18: EUR 895 Mio). Netto-Markteffekte in Höhe von EUR 193 Mio beeinflussten das Ergebnis positiv. Höhere durchschnittlich realisierte Ölpreise und positive FX-Effekte wurden von gesunkenen durchschnittlich realisierten Gaspreisen teilweise kompensiert. Die operative Performance betrug EUR 160 Mio und ist im Wesentlichen auf die OMV Akquisitionen in Abu Dhabi (Q2/18), Neuseeland (Q4/18) und Malaysia (Q1/19) zurückzuführen. Nach der Wiederaufnahme der Produktion hatte auch der Jemen einen positiven Einfluss. Diese Effekte wurden durch geringere Beiträge aus Libyen, aufgrund von Force majeure beim Feld El Sharara in Q1/19, Rumänien und Österreich sowie Pakistan, aufgrund der Veräußerung des OMV Upstream-Geschäfts in Q2/18, teilweise kompensiert. Infolge der Akquisitionen in Neuseeland, Abu Dhabi und Malaysia kam es zu höheren Abschreibungen von EUR –205 Mio. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream erhöhte sich auf EUR 801 Mio (1–6/18: EUR 714 Mio). Das Downstream Öl-Ergebnis stieg aufgrund eines starken Ergebnisbeitrages des Commercial- und Retail-Geschäfts und eines höheren Ergebnisses im Petrochemie-Geschäft. Das Downstream Gas-Ergebnis sank vornehmlich aufgrund eines signifikant schwächeren Speicher-Geschäfts. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten der OMV Petrom wuchs deutlich auf EUR 478 Mio (1–6/18: EUR 365 Mio).
Die Konzernsteuerquote vor Sondereffekten betrug 37% (1–6/18: 41%). Dies war bedingt durch einen anteilsmäßig niedrigeren Ergebnisbeitrag im Bereich Upstream aus Hochsteuerländern sowie einen verhältnismäßig höheren Downstream-Ergebnisbeitrag in Rumänien, aufgrund der planmäßigen Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi in Q2/18. Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten stieg wesentlich auf EUR 1.109 Mio (1–6/18: EUR 837 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten erhöhte sich signifikant auf EUR 857 Mio (1–6/18: EUR 649 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten verbesserte sich substantiell auf EUR 2,62 (1–6/18: EUR 1,99).
In 1–6/19 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR 38 Mio (1–6/18: EUR –103 Mio) verzeichnet, welche sich hauptsächlich aus der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate ergaben. In 1–6/19 betrugen die CCS Effekte EUR 9 Mio. Das Operative Konzernergebnis stieg auf EUR 1.853 Mio (1–6/18: EUR 1.502 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum Operativen Konzernergebnis erhöhte sich auf EUR 478 Mio (1–6/18: EUR 388 Mio).
Der Finanzerfolg verbesserte sich auf EUR –53 Mio (1–6/18: EUR –137 Mio) vor allem aufgrund höherer Zinserträge und niedrigerer sonstiger Finanzierungskosten. Bei einer Konzernsteuerquote von 36% (1–6/18: 41%) betrug der Periodenüberschuss EUR 1.154 Mio (1–6/18: EUR 807 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss erhöhte sich auf EUR 897 Mio, verglichen mit EUR 610 Mio in 1–6/18. Das Ergebnis je Aktie hat sich auf EUR 2,75 im Vergleich zu EUR 1,87 für 1–6/18 gesteigert.
Per 30. Juni 2019 belief sich die Nettoverschuldung auf EUR 3.292 Mio, verglichen mit EUR 2.848 Mio per 30. Juni 2018. Zum 30. Juni 2019 betrug der Verschuldungsgrad 21% (30. Juni 2018: 20%), beeinflusst durch die Implementierung von IFRS 16 per 1. Jänner 2019, während in 1–6/18 der Verschuldungsgrad durch den Erwerb eines 20%-Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi beeinflusst war. Weitere Informationen können der Anhangangabe Finanzielle Verbindlichkeiten des Konzernzwischenabschlusses entnommen werden.
Die gesamten Investitionen beliefen sich auf EUR 1.374 Mio (1–6/18: EUR 2.086 Mio) und beinhalteten vor allem den Erwerb des 50%-Anteils am neugegründeten Unternehmen SapuraOMV in Höhe von USD 540 Mio in Q1/19. Die gesamten Investitionen waren in 1–6/18 im Wesentlichen auf den Erwerb eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Ölfeldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd in Q2/18 zurückzuführen. Organische Investitionen stiegen um 6% auf EUR 897 Mio (1–6/18: EUR 845 Mio). Im Bereich Upstream wurden höhere organische Investitionen hauptsächlich in Rumänien, Norwegen und den Vereinigten Arabischen Emiraten getätigt. Im Bereich Downstream sind die organischen Investitionen im Wesentlichen den Raffinerien in Rumänien und Österreich zuzuordnen und beinhalten ebenfalls Investitionen im Retail-Bereich.
| In EUR Mio | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Q2/19 | Q1/19 | Q2/18 | Δ% 1 | 1–6/19 | 1–6/18 | Δ% | |
| 1.047 | 759 | 726 | 44 | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 | 1.806 | 1.544 | 17 |
| 25 | 12 | – 168 | n.m. | Sondereffekte | 38 | – 103 | n.m. |
| – 6 | – 9 | – 11 | 48 | davon Personallösungen | – 15 | – 18 | 18 |
| 0 | – 1 | – 40 | n.m. | davon Wertminderungen und Zuschreibungen | – 1 | – 40 | 98 |
| 0 | 12 | – 1 | 98 | davon Anlagenverkäufe | 12 | 6 | 103 |
| 31 | 10 | – 116 | n.m. | davon Sonstiges | 41 | – 51 | n.m. |
| 14 | – 5 | 44 | – 68 | CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) | 9 | 61 | – 85 |
| 1.087 | 766 | 602 | 80 | Operatives Ergebnis Gruppe | 1.853 | 1.502 | 23 |
Sondereffekte und CCS Effekte
1 Q2/19 gegenüber Q2/18
2 Bereinigt um Sondereffekte; das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien
Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird die Offenlegung von Sondereffekten als angemessen erachtet. Um vergleichbare Werte wiedergeben zu können, werden bestimmte Ergebnis beeinflussende Effekte hinzugefügt oder abgezogen. Diese Effekte können in vier Unterkategorien unterteilt werden: Personallösungen, Wertminderungen und Zuschreibungen, Anlagenverkäufe und Sonstiges. Die Unterkategorie "Sonstiges" enthält in Q2/19 hauptsächlich temporäre Effekte aus Rohstoffderivaten.
Des Weiteren wird der Current Cost of Supply (CCS) Effekt aus dem Jahresergebnis eliminiert, um ein effektives Performance-Management in einem Umfeld mit volatilen Preisen sowie Vergleichbarkeit mit Mitbewerbern ermöglichen zu können. Der CCS Effekt, auch als Lagerhaltungsgewinne und -verluste bezeichnet, ist die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen, basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitende Durchschnittskosten), zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse führen. Diese Leistungskennzahl erhöht die Transparenz der Ergebnisse und wird üblicherweise in der Erdölindustrie verwendet. Die OMV veröffentlicht daher diese Kennzahl zusätzlich zum gemäß IFRS ermittelten operativen Ergebnis.
Cashflow
| Konzern-Cashflow-Rechnung (Kurzfassung) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| In EUR Mio | |||||||
| Q2/19 | Q1/19 | Q2/18 | Δ%1 | 6m/19 | 6m/18 | Δ% | |
| 1.038 | 1.196 | 834 | 24 | Mittelzufluss nach unbaren Posten | 2.235 | 2.007 | 11 |
| 1.135 | 866 | 1.233 | – 8 | Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 2.001 | 2.309 | – 13 |
| – 415 | – 990 | – 1.619 | 74 | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | – 1.405 | – 2.157 | 35 |
| 719 | – 124 | – 386 | n.m. | Freier Cashflow | 595 | 152 | n.m. |
| – 697 | – 230 | – 972 | 28 | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | – 926 | – 1.183 | 22 |
| 5 | – 9 | – 5 | n.m. | Währungsdifferenz auf liquide Mittel | – 4 | – 12 | 62 |
| 27 | – 363 | – 1.362 | n.m. | Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel | – 335 | – 1.043 | 68 |
| 3.664 | 4.026 | 4.300 | – 15 | Liquide Mittel Periodenbeginn | 4.026 | 3.981 | 1 |
| 3.691 | 3.664 | 2.938 | 26 | Liquide Mittel Periodenende | 3.691 | 2.938 | 26 |
| - | - | 11 | n.a. | davon liquide Mittel, umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen |
- | 11 | n.a. |
| 3.691 | 3.664 | 2.927 | 26 | In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen |
3.691 | 2.927 | 26 |
| – 52 | – 124 | – 1.078 | 95 | Freier Cashflow nach Dividenden | – 176 | – 541 | 67 |
| 728 | 418 | 781 | – 7 | Organischer freier Cashflow vor Dividenden 6 | 1.146 | 1.426 | – 20 |
1 Q2/19 gegenüber Q2/18
2 Der organische freie Cashflow vor Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit und exklusive Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen).
Zweites Quartal 2019 (Q2/19) im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 (Q2/18)
Der Mittelzufluss nach unbaren Posten wuchs auf EUR 1.038 Mio in Q2/19 (Q2/18: EUR 834 Mio), wesentlich beeinflusst durch die Akquisitionen der OMV in Abu Dhabi, Malaysia und Neuseeland. Net-Working-Capital-Positionen führten zu einem Mittelzufluss von EUR 96 Mio (Q2/18: EUR 399 Mio). Dies ist im Wesentlichen auf positive Effekte in Downstream Öl zurückzuführen, welche teilweise von negativen Effekten in Downstream Gas kompensiert wurden. Als Ergebnis verringerte sich der Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Q2/19 auf EUR 1.135 Mio (Q2/18: EUR 1.233 Mio).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verzeichnete einen Mittelabfluss von EUR –415 Mio, verglichen mit EUR –1.619 Mio in Q2/18. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf den Erwerb eines 20%-Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi in Höhe von USD 1,5 Mrd in Q2/18 zurückzuführen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltete in Q2/19 einen Mittelabfluss von EUR –44 Mio für die Finanzierungsvereinbarungen für das Pipelineprojekt Nord Stream 2.
Der freie Cashflow (Mittelzufluss aus der Betriebstätigkeit +/– Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit) erhöhte sich auf EUR 719 Mio (Q2/18: EUR –386 Mio).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von EUR –697 Mio gegenüber EUR –972 Mio in Q2/18 und beinhaltete Dividendenzahlungen von EUR –771 Mio. Die Ausgabe einer Anleihe von EUR 300 Mio wurde teilweise durch die Rückzahlung kurzfristiger Finanzierungen ausgeglichen. Trotz niedrigerer Dividendenzahlungen war Q2/18 durch die Rückzahlung einer Hybridanleihe von EUR 750 Mio negativ beeinflusst, was nur teilweise durch die Ausgabe einer Hybridanleihe von EUR 500 Mio ausgeglichen wurde.
Der freie Cashflow nach Dividenden verbesserte sich auf EUR –52 Mio (Q2/18: EUR –1.078 Mio).
Der organische freie Cashflow vor Dividenden belief sich auf EUR 728 Mio (Q2/18: EUR 781 Mio).
Jänner bis Juni 2019 (1–6/19) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2018 (1–6/18)
Der Mittelzufluss nach unbaren Posten in 1–6/19 stieg auf EUR 2.235 Mio (1–6/18: EUR 2.007 Mio), wesentlich beeinflusst durch die Akquisitionen der OMV in Abu Dhabi, Neuseeland und Malaysia. Net-Working-Capital-Positionen führten zu einem Mittelabfluss von EUR –234 Mio (1–6/18: Mittelzufluss von EUR 302 Mio). Dies ist im Wesentlichen auf negative Effekte in Downstream Öl zurückzuführen, welche teilweise von positiven Effekten in Downstream Gas kompensiert wurden. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von EUR 2.001 Mio lag um EUR 309 Mio unter dem Niveau von 1–6/18.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigte in 1–6/19 einen Mittelabfluss von EUR –1.405 Mio gegenüber EUR –2.157 Mio in 1–6/18 und beinhaltete einen Mittelabfluss von EUR –460 Mio aus dem Erwerb eines 50%-Anteils am neugegründeten Unternehmen SapuraOMV, wohingegen 1–6/18 einen Mittelabfluss von USD –1,5 Mrd aus dem Erwerb eines 20%-Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi enthielt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltete in 1–6/19 einen Mittelabfluss von EUR –88 Mio für die Finanzierungsvereinbarungen für das Pipelineprojekt Nord Stream 2.
Der freie Cashflow (Mittelzufluss aus der Betriebstätigkeit +/– Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit) hat sich fast vervierfacht auf EUR 595 Mio (1–6/18: EUR 152 Mio).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von EUR –926 Mio gegenüber EUR –1.183 Mio in 1–6/18. Trotz niedrigerer Dividendenzahlungen war 1–6/18 durch die Rückzahlung einer Hybridanleihe von EUR 750 Mio negativ beeinflusst, was nur teilweise durch die Ausgabe einer Hybridanleihe von EUR 500 Mio ausgeglichen wurde. 1–6/19 enthielt einen Mittelabfluss von USD –350 Mio, resultierend aus der Refinanzierung von SapuraOMV, teilweise ausgeglichen durch die Ausgabe einer Anleihe von EUR 300 Mio.
Der freie Cashflow nach Dividenden verbesserte sich auf EUR –176 Mio (1–6/18: EUR –541 Mio).
Der organische freie Cashflow vor Dividenden belief sich auf EUR 1.146 Mio (1–6/18: EUR 1.426 Mio).
Risikomanagement
Als internationaler Öl- und Gaskonzern mit Aktivitäten, die von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen bis zu Handel und Vermarktung von Mineralölprodukten und Gas reichen, ist die OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt – unter anderem finanziellen und Marktrisiken, operativen sowie strategischen Risiken. Eine detaillierte Beschreibung der Risiken und der Risikomanagement-Aktivitäten kann dem OMV Geschäftsbericht 2018 (Seite 77–79) entnommen werden.
Die wesentlichen Unsicherheiten, welche die Ergebnisse des OMV Konzerns beeinflussen können, bleiben Rohstoffpreise, Währungskursschwankungen und operative sowie politische und regulatorische Risiken. Die Entwicklung des Rohstoffpreisrisikos wird laufend überwacht und bei Bedarf werden entsprechende Cashflow-Sicherungsmaßnahmen getroffen. Das inhärente Risikopotenzial der Sicherheits- und Umweltrisiken wird durch Programme für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Security, Safety, and Environment = HSSE) und Risikomanagement überwacht, mit der klaren Zielsetzung, die Risiken der OMV im Rahmen der branchenüblichen Standards zu halten.
Weitere Details zu den aktuellen Risiken können der Sektion Ausblick des Lageberichts entnommen werden.
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen
Bezüglich der Angaben zu den wesentlichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen wird auf den Anhang des Konzernzwischenabschlusses verwiesen.
Ausblick
Marktumfeld
Die OMV erwartet für das Jahr 2019 einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von USD 65/bbl (2018: USD 71/bbl). Für das Jahr 2019 werden an den europäischen Spotmärkten niedrigere durchschnittliche Gaspreise als im Jahr 2018 prognostiziert.
Konzern
► Organische Investitionen (inklusive aktivierter E&A-Ausgaben und exklusive Akquisitionen) werden sich im Jahr 2019 voraussichtlich auf rund EUR 2,3 Mrd belaufen (2018: EUR 1,9 Mrd).
Upstream
- ► Die OMV erwartet für das Jahr 2019 eine Gesamtproduktion von etwas weniger als 500 kboe/d (vorherige Prognose: rund 500 kboe/d; 2018: 427 kboe/d), abhängig von der Sicherheitslage in Libyen. Wir erwarten einen Produktionsbeitrag aus Libyen im Zeitraum von April bis Jahresende von über 35 kboe/d (2018: 30 kboe/d).
- ► Organische Investitionen in Upstream (inklusive aktivierter E&A-Ausgaben und exklusive Akquisitionen) werden sich im Jahr 2019 voraussichtlich auf rund EUR 1,5 Mrd belaufen (2018: EUR 1,3 Mrd).
- ► Im Jahr 2019 werden Explorations- und Evaluierungsausgaben in Höhe von EUR 350 Mio prognostiziert (2018: EUR 300 Mio).
Downstream
Öl
- ► Die Raffineriemarge wird unter USD 5/bbl erwartet (2018: USD 5,2/bbl).
- ► Es werden ähnliche Petrochemie-Margen wie im Jahr 2018 erwartet (vorherige Prognose: etwas niedriger als im Jahr 2018; 2018: EUR 448/t).
- ► Die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte wird 2019 auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2018 prognostiziert (2018: 20,3 Mio t). Für die OMV Märkte werden ähnliche Retail- und Commercial-Margen wie im Jahr 2018 erwartet.
- ► Für das Jahr 2019 ist keine Generalüberholung der Raffinerien geplant. Daher wird der Raffinerie-Auslastungsgrad höher als im Jahr 2018 sein (2018: 92%).
Gas
- ► Die Erdgas-Verkaufsmengen im Jahr 2019 sollten über denen von 2018 liegen (2018: 114 TWh).
- ► Die Erdgas-Verkaufsmargen im Jahr 2019 werden auf einem niedrigeren Niveau als im Jahr 2018 erwartet.
- ► Aufgrund des Verkaufs des Kraftwerks Samsun in der Türkei in Q3/18 wird die Nettostromerzeugung im Jahr 2019 niedriger als 2018 liegen (2018: 5,1 TWh). Die Nettostromerzeugung des Kraftwerks Brazi in Rumänien wird voraussichtlich unter der von 2018 liegen.
- ► Die OMV wird die Finanzierung der Pipeline Nord Stream 2 fortführen.
Geschäftsbereiche
Upstream
| In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben) | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Q2/19 | Q1/19 | Q2/18 | Δ% 1 | 1–6/19 | 1–6/18 | Δ% | |||
| 1.121 | 812 | 779 | 44 | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und | 1.933 | 1.545 | 25 | ||
| Abschreibungen, Firmenwertabschreibung und | |||||||||
| Zuschreibungen zum Anlagevermögen | |||||||||
| 650 | 393 | 457 | 42 | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten | 1.043 | 895 | 16 | ||
| – 6 | 13 | – 94 | 93 | Sondereffekte | 7 | – 55 | n.m. | ||
| 644 | 406 | 363 | 77 | Operatives Ergebnis | 1.050 | 840 | 25 | ||
| 341 | 792 | 1.584 | – 78 | Investitionen 2 | 1.133 | 1.839 | – 38 | ||
| 93 | 69 | 75 | 24 | Explorationsausgaben | 162 | 137 | 19 | ||
| 71 | 46 | 53 | 35 | Explorationsaufwendungen | 118 | 90 | 31 | ||
| 6,93 | 6,81 | 7,60 | – 9 | Produktionskosten in USD/boe 3 | 6,87 | 7,51 | – 9 | ||
| Operative Kennzahlen | |||||||||
| 490 | 474 | 419 | 17 | Gesamtproduktion in kboe/d 3 | 482 | 428 | 13 | ||
| 151 | 153 | 160 | – 6 | davon OMV Petrom | 152 | 161 | – 6 | ||
| 19,5 | 17,5 | 16,0 | 22 | Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl | 37,0 | 32,0 | 16 | ||
| 146,1 | 146,7 | 128,3 | 14 | Erdgasproduktion in bcf 3 | 292,8 | 263,8 | 11 | ||
| 44,1 | 38,4 | 35,7 | 24 | Gesamtverkaufsmenge in Mio boe 3 | 82,5 | 74,2 | 11 | ||
| 68,86 | 63,13 | 74,39 | – 7 | Durchschnittlicher Brent-Preis in USD/bbl | 65,95 | 70,58 | – 7 | ||
| 65,91 | 60,01 | 60,61 | 9 | Durchschnittlich realisierter Rohölpreis in USD/bbl | 63,47 | 59,27 | 7 | ||
| 4,16 | 4,72 | 4,63 | – 10 | Durchschnittlich realisierter Gaspreis in USD/1.000 cf 3 | 4,44 | 4,74 | – 6 | ||
| 12,13 | 13,58 | 12,71 | – 5 | Durchschnittlich realisierter Gaspreis in EUR/MWh 3, 4 | 12,85 | 12,82 | 0 | ||
| 1,124 | 1,136 | 1,192 | – 6 | Durchschnittlicher EUR-USD Wechselkurs | 1,130 | 1,210 | – 7 |
Hinweise: Das Nettoergebnis der at-equity bewerteten Beteiligungen Pearl und Severneftegazprom ("SNGP", Betriebsführer des Erdgasfelds Juschno Russkoje) ist in allen Operativen Ergebnissen enthalten.
1 Q2/19 gegenüber Q2/18
2 Investitionen beinhalten Akquisitionen, insbesondere den Erwerb eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Feldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd in Q2/18 sowie den Erwerb des 50%-Anteils am neugegründeten Unternehmen SapuraOMV in Höhe von USD 540 Mio in Q1/19.
3 Die durchschnittlich realisierten Preise beinhalten Hedging-Effekte.
4 Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird unter Verwendung eines einheitlichen Brennwerts über das ganze Portfolio in MWh umgerechnet.
Zweites Quartal 2019 (Q2/19) im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 (Q2/18)
► Produktion auf 490 kboe/d stark gestiegen, eine Erhöhung um 70 kboe/d
► Produktionskosten um 9% auf USD 6,9/boe gesenkt
Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg substanziell von EUR 457 Mio in Q2/18 auf EUR 650 Mio. Die operative Performance betrug EUR 239 Mio und ist im Wesentlichen auf Verkaufsmengen aus Libyen infolge des Lifting-Plans sowie auf die OMV Akquisitionen in Abu Dhabi (Q2/18), Neuseeland (Q4/18) und Malaysia (Q1/19) zurückzuführen. Geringere Produktion in Rumänien und Österreich sowie Pakistan, aufgrund der Veräußerung des OMV Upstream-Geschäfts in Q2/18, haben diese Effekte teilweise kompensiert. Netto-Markteffekte in Höhe von EUR 71 Mio beeinflussten das Ergebnis positiv. Höhere durchschnittlich realisierte Ölpreise und positive FX-Effekte wurden von gesunkenen durchschnittlich realisierten Gaspreisen teilweise kompensiert. Infolge der Akquisitionen in Neuseeland, Abu Dhabi und Malaysia kam es zu höheren Abschreibungen von EUR –118 Mio. Die OMV Petrom trug in Q2/19 EUR 163 Mio zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten bei. In Q2/18 waren es EUR 177 Mio.
In Q2/19 wurden Netto-Sondereffekte von EUR –6 Mio erfasst (Q2/18: EUR –94 Mio). Das Operative Ergebnis stieg deutlich auf EUR 644 Mio (Q2/18: EUR 363 Mio).
Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren sanken um 9% auf USD 6,9/boe. Ursächlich waren höhere Produktionsmengen und positive FX-Effekte. Die Produktionskosten der OMV Petrom verringerten sich um 4% auf USD 11,2/boe, hauptsächlich aufgrund einer positiven FX-Entwicklung und Optimierungsinitiativen.
Die Gesamtproduktion stieg um 17% auf 490 kboe/d, hauptsächlich aufgrund der Akquisitionen in Neuseeland, Abu Dhabi und Malaysia sowie infolge des Produktionsbeitrags von Aasta Hansteen in Norwegen. Dies wurde teilweise kompensiert durch geringere Produktionsbeiträge aus Rumänien sowie Pakistan, aufgrund der Veräußerung des OMV Upstream-Geschäfts in Q2/18. Die Produktion der OMV Petrom fiel vornehmlich als Folge des natürlichen Förderrückgangs um 6% auf 151 kboe/d. Die Gesamtverkaufsmenge stieg auf 44,1 Mio boe (Q2/18: 35,7 Mio boe) infolge der Akquisitionen in Neuseeland, Abu Dhabi und Malaysia. Auch der höhere Beitrag aus Libyen aufgrund des Lifting-Plans trug dazu bei. Diese Effekte wurden durch geringere Produktion in Rumänien und Tunesien sowie Pakistan, aufgrund der Veräußerung des OMV Upstream-Geschäfts in Q2/18, teilweise kompensiert.
Brent wurde bis Mitte Mai im Bereich zwischen USD 70/bbl und USD 75/bbl gehandelt. Ursächlich waren die Förderquotendisziplin der OPEC+-Länder und Bedenken hinsichtlich Versorgungsengpässen. Aufgrund von Wachstumsängsten in der globalen Ölnachfrage, ausgelöst durch die Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China und einen pessimistischeren globalen Makroausblick, fielen jedoch die Preise auf ein Niveau von USD 60/bbl bis USD 65/bbl. Im Rahmen der Eskalation des US/Iran-Konflikts erhöhten sich die Preise Ende Juni auf ein Niveau von USD 65/bbl. Im Quartalsvergleich fiel der durchschnittliche Brent-Preis um 7% auf USD 69/bbl. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns erhöhte sich um 9%. In Q2/18 wurde der durchschnittlich realisierte Rohölpreis durch einen negativen realisierten Hedging-Effekt beeinflusst. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in USD/1.000 cf sank um 10% hauptsächlich aufgrund wärmerer Temperaturen im Winter als erwartet, höherer durchschnittlicher Lagerbestände innerhalb Europas und einer Verdoppelung der LNG-Importe nach Europa. Die realisierten Gaspreise wurden durch einen Hedging-Effekt von EUR –8 Mio in Q2/19 beeinflusst.
Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben betrugen in Q2/19 EUR 341 Mio (Q2/18: EUR 1.584 Mio). Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben beinhalteten in Q2/18 vor allem den Erwerb eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Ölfeldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd. Organische Investitionen wurden vorwiegend in Rumänien, Norwegen und den Vereinigten Arabischen Emiraten getätigt. Die Explorationsausgaben, vor allem für Aktivitäten in Norwegen, Rumänien und Neuseeland, stiegen um 24% auf EUR 93 Mio in Q2/19.
Jänner bis Juni 2019 (1–6/19) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2018 (1–6/18)
Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg deutlich von EUR 895 Mio in 1–6/18 auf EUR 1.043 Mio in 1–6/19. Netto-Markteffekte in Höhe von EUR 193 Mio beeinflussten das Ergebnis positiv. Höhere durchschnittlich realisierte Ölpreise und positive FX-Effekte wurden von gesunkenen durchschnittlich realisierten Gaspreisen teilweise kompensiert. Die operative Performance betrug EUR 160 Mio und ist im Wesentlichen auf die OMV Akquisitionen in Abu Dhabi (Q2/18), Neuseeland (Q4/18) und Malaysia (Q1/19) zurückzuführen. Nach der Wiederaufnahme der Produktion hatte auch der Jemen einen positiven Einfluss. Diese Effekte wurden durch geringere Beiträge aus Libyen, aufgrund von Force majeure beim Feld El Sharara in Q1/19, Rumänien und Österreich sowie Pakistan, aufgrund der Veräußerung des OMV Upstream-Geschäfts in Q2/18, teilweise kompensiert. Infolge der Akquisitionen in Neuseeland, Abu Dhabi und Malaysia kam es zu höheren Abschreibungen von EUR –205 Mio. Die OMV Petrom trug in 1–6/19 EUR 337 Mio (1–6/18: EUR 315 Mio) zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten bei.
Die in 1–6/19 erfassten Sondereffekte beliefen sich auf EUR 7 Mio (1–6/18: EUR –55 Mio). Das Operative Ergebnis verbesserte sich signifikant auf EUR 1.050 Mio (1–6/18: EUR 840 Mio).
Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren fielen um 9% auf USD 6,9/boe. Die höhere Produktion sowie die positive FX-Entwicklung trugen dazu bei. Die Produktionskosten der OMV Petrom sanken um 3% auf USD 11,4/boe. Ursächlich war eine positive FX-Entwicklung.
Die Gesamtproduktion erhöhte sich um 13% auf 482 kboe/d, vor allem infolge der Akquisitionen in Neuseeland, Abu Dhabi und Malaysia sowie des Produktionsbeitrags von Aasta Hansteen in Norwegen. Dieser wurde durch geringere Produktionsbeiträge aus Rumänien sowie Pakistan, aufgrund der Veräußerung des OMV Upstream-Geschäfts in Q2/18, teilweise kompensiert. Auch der Produktionsbeitrag aus Libyen war aufgrund von Force majeure beim Feld El Sharara in Q1/19 geringer. Die Gesamttagesproduktion der OMV Petrom fiel hauptsächlich aufgrund des natürlichen Förderrückgangs um 6% auf 152 kboe/d. Die Gesamtverkaufsmenge stieg um 11% auf 82,5 Mio boe (1–6/18: 74,2 Mio boe), vornehmlich infolge der Akquisitionen in Neuseeland, Abu Dhabi und Malaysia, welche teilweise durch geringere Verkaufsvolumina in Rumänien sowie Pakistan kompensiert wurden.
Der durchschnittliche Brent-Preis sank um 7% auf USD 66/bbl in 1–6/19. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns verbesserte sich um 7%. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in USD/1.000 cf war in 1–6/19 um 6% niedriger, hauptsächlich aufgrund wärmerer Temperaturen im Winter als erwartet, höherer durchschnittlicher Lagerbestände innerhalb Europas und einer Verdoppelung der LNG-Importe nach Europa. Die von der OMV realisierten Gaspreise in 1–6/19 wurden von realisierten Hedging-Verlusten in Höhe von EUR –26 Mio beeinflusst.
Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben betrugen in 1–6/19 EUR 1.133 Mio (1–6/18: EUR 1.839 Mio) und beinhalteten vor allem den Erwerb des 50%-Anteils am neugegründeten Unternehmen SapuraOMV in Höhe von USD 540 Mio in Q1/19. Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben waren in 1–6/18 im Wesentlichen auf den Erwerb eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Ölfeldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd zurückzuführen. Organische Investitionen wurden vorwiegend in Rumänien, Norwegen und den Vereinigten Arabischen Emiraten getätigt. Die Explorationsausgaben, die sich vor allem auf Aktivitäten in Norwegen, Rumänien und Österreich bezogen, stiegen um 19% auf EUR 162 Mio.
Downstream
| In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Q2/19 | Q1/19 | Q2/18 | Δ% 1 | 1–6/19 | 1–6/18 | Δ% | |
| 563 | 506 | 454 | 24 | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und | 1.069 | 947 | 13 |
| Abschreibungen, Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen | |||||||
| zum Anlagevermögen 2 | |||||||
| 428 | 374 | 338 | 26 | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 | 801 | 714 | 12 |
| 427 | 299 | 318 | 34 | davon Downstream Öl | 727 | 600 | 21 |
| 0 | 75 | 20 | – 98 | davon Downstream Gas | 75 | 114 | – 35 |
| 33 | 11 | – 66 | n.m. | Sondereffekte | 44 | – 40 | n.m. |
| 13 | 22 | 47 | – 72 | CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 2 | 35 | 62 | – 43 |
| 474 | 407 | 318 | 49 | Operatives Ergebnis | 880 | 736 | 20 |
| 140 | 83 | 159 | – 12 | Investitionen 3 | 222 | 242 | – 8 |
| Downstream Öl-Kennzahlen | |||||||
| 3,18 | 4,04 | 5,23 | – 39 | OMV Referenz-Raffineriemarge in USD/bbl 4 | 3,62 | 5,01 | – 28 |
| 475 | 452 | 408 | 16 | Ethylen/Propylen Netto-Marge in EUR/t 4, 5 | 463 | 429 | 8 |
| 96 | 98 | 77 | 25 | Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % | 97 | 85 | 14 |
| 5,38 | 4,79 | 4,98 | 8 | Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte in Mio t | 10,17 | 9,52 | 7 |
| 1,63 | 1,45 | 1,60 | 2 | davon Retail-Verkaufsmengen in Mio t | 3,09 | 3,01 | 3 |
| 0,57 | 0,63 | 0,61 | – 6 | davon Petrochemie in Mio t | 1,19 | 1,22 | – 2 |
| Downstream Gas-Kennzahlen | |||||||
| 26,76 | 38,06 | 24,79 | 8 | Erdgas-Verkaufsmengen in TWh | 64,82 | 57,76 | 12 |
| 0,05 | 1,08 | 0,65 | – 93 | Nettostromerzeugung in TWh | 1,13 | 2,17 | – 48 |
1 Q2/19 gegenüber Q2/18
2Current Cost of Supply (CCS): Das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Sondereffekte und Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien.
3 Investitionen beinhalten Akquisitionen
4 Die tatsächlich von der OMV realisierten Raffinerie- und Petrochemie-Margen können aufgrund von Faktoren wie einer anderen Rohölzusammensetzung, Produktausbeute und
Betriebsbedingungen sowie einem anderen Grundstoff von der OMV Referenz-Raffineriemarge, von der Ethylen/Propylen Netto-Marge und von den Marktmargen abweichen.
5 Berechnet auf Basis von West European Contract Prices (WECP) mit Naphtha als Grundstoff
Zweites Quartal 2019 (Q2/19) im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 (Q2/18)
► Downstream Öl-Ergebnis erhöhte sich infolge einer starken Commercial- und Retail-Performance
► Hoher Raffinerie-Auslastungsgrad von 96% und gesteigerte Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg signifikant in Q2/19 auf EUR 428 Mio (Q2/18: EUR 338 Mio). Ein starkes Downstream Öl-Ergebnis wurde teilweise durch den Rückgang in Downstream Gas ausgeglichen.
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl erhöhte sich um 34% von EUR 318 Mio in Q2/18 auf EUR 427 Mio, infolge eines starken Ergebnisbeitrags des Commercial- und Retail-Geschäfts und eines höheren Ergebnisses im Petrochemie-Geschäft. Die OMV Referenz-Raffineriemarge sank um 39% auf USD 3,2/bbl (Q2/18: USD 5,2/bbl). Der starke Rückgang der Margen für Naphtha und gesunkene Margen für Mitteldestillate konnten nicht durch höhere Schweröl-Margen und niedrigere Bezugskosten, infolge von verringerten Rohölpreisen, ausgeglichen werden. Der Auslastungsgrad der Raffinerien erreichte in Q2/19 ein hohes Niveau von 96%. In Q2/18 lag dieser bei 77%, ursächlich dafür war die planmäßige sechswöchige Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi. Die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte stieg um 8% auf 5,4 Mio t. Das Retail-Geschäft erzielte einen verbesserten Beitrag aufgrund höherer Margen und leicht höherer Verkaufsmengen. Im Commercial-Geschäft wuchsen die Verkaufsmengen und die Margen im Vergleich zu Q2/18. Das Commercial-Geschäft profitierte in Q2/19 von einer angespannten Versorgungssituation, verursacht durch einen Raffinerieausfall und die Kontaminierung der Druschba-Pipeline. Die OMV Petrom trug EUR 73 Mio (Q2/18: EUR 42 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl bei.
Der Ergebnisbeitrag des Petrochemie-Geschäfts zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten stieg, unterstützt durch eine höhere Ethylen/Propylen Netto-Marge, um 43% auf EUR 78 Mio (Q2/18: EUR 55 Mio). Die Butadien- und die Benzol-Netto-Marge sanken im Vergleich zu Q2/18. Der Anteil von Borealis zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten erhöhte sich auf EUR 118 Mio in Q2/19 (Q2/18: EUR 106 Mio), vornehmlich bedingt durch einen positiven Effekt aus der Einigung über die ausständigen Steuerverfahren in Finnland. Die integrierten Polyolefin-Margen waren auf einem gesunden Niveau und der Beitrag des Düngemittel-Geschäfts verbesserte sich infolge gesunkener Gaspreise.
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Gas verringerte sich von EUR 20 Mio in Q2/18 auf EUR 0 Mio, ursächlich dafür war ein niedriger Beitrag des Speicher- und Strom-Geschäfts. Der Ergebnisbeitrag von Gas Connect Austria stieg aufgrund von höheren Transporteinnahmen von EUR 20 Mio auf EUR 27 Mio. Die Erdgas-Verkaufsmengen erhöhten sich von 24,8 TWh auf 26,8 TWh, insbesondere aufgrund der erfolgreichen Marktoffensive in Deutschland und den Niederlanden,
welche teilweise durch niedrigere Verkaufsmengen in der Türkei und Rumänien kompensiert wurde. Die Nettostromerzeugung fiel infolge eines ungünstigen Marktumfeldes in Rumänien und des Verkaufs des Kraftwerks Samsun in Q3/18 auf 0,0 TWh in Q2/19 (Q2/18: 0,7 TWh). Der Ergebnisbeitrag der OMV Petrom zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Gas lag bei EUR –4 Mio in Q2/19 (Q2/18: EUR 6 Mio).
Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR 33 Mio (Q2/18: EUR –66 Mio) und ergaben sich hauptsächlich aus der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate. Aufgrund gestiegener Rohölpreise in Q2/19 wurden CCS Effekte von EUR 13 Mio erfasst. Das Operative Ergebnis im Bereich Downstream stieg signifikant auf EUR 474 Mio, verglichen mit EUR 318 Mio in Q2/18.
Die Investitionen in Downstream beliefen sich auf EUR 140 Mio (Q2/18: EUR 159 Mio) und beinhalteten Investitionen in Höhe von EUR 22 Mio, bedingt durch IFRS 16. Die Investitionen im Downstream Öl-Geschäft betrugen EUR 108 Mio (Q2/18: EUR 139 Mio). In Q2/19 sind die organischen Investitionen im Wesentlichen den Raffinerien in Österreich und Deutschland zuzuordnen und beinhalten ebenfalls Investitionen im Retail-Bereich.
Jänner bis Juni 2019 (1–6/19) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2018 (1–6/18)
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg von EUR 714 Mio auf EUR 801 Mio in 1–6/19, hauptsächlich aufgrund eines höheren Ergebnisses in Downstream Öl, teilweise kompensiert durch ein niedrigeres Downstream Gas-Ergebnis.
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl erhöhte sich in 1–6/19 um EUR 127 Mio auf EUR 727 Mio. Der Anstieg ist auf einen starken Ergebnisbeitrag des Commercial- und Retail-Geschäfts und ein höheres Ergebnis im Petrochemie-Geschäft zurückzuführen. Die OMV Referenz-Raffineriemarge sank um 28% von USD 5,0/bbl auf USD 3,6/bbl. Niedrigere Naphtha- und Benzin-Margen konnten nicht durch höhere Margen für Schweröl und Mitteldestillate kompensiert werden. Gesunkene Rohölpreise führten zu niedrigen Bezugskosten, welche sich positiv auf die Referenz-Raffineriemarge auswirkten. Der Raffinerie-Auslastungsgrad lag in 1–6/19 bei sehr hohen 97%. Der Auslastungsgrad in 1–6/18 lag aufgrund einer planmäßigen sechswöchigen Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi bei 85%. Mit 10,2 Mio t stieg die Verkaufsmenge an Raffinerieprodukten um 7%. Das Retail-Geschäft hatte einen höheren Ergebnisbeitrag aufgrund von gestiegenen Margen und leicht höheren Verkaufsmengen. Im Commercial-Geschäft stiegen die Verkaufsmengen und Margen, verglichen mit 1–6/18. Das Commercial-Geschäft profitierte in 1–6/19 von einer angespannten Versorgungssituation, verursacht durch einen Raffinerieausfall und die Kontaminierung der Druschba-Pipeline. Die OMV Petrom trug EUR 123 Mio (1–6/18: EUR 94 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl bei.
Der Ergebnisbeitrag des Petrochemie-Geschäfts zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten erhöhte sich um 20% auf EUR 148 Mio (1–6/18: EUR 123 Mio), hauptsächlich aufgrund von einer höheren Ethylen/Propylen Netto-Marge. Die Butadien-Netto-Marge stieg, während die Benzol-Netto-Marge, aufgrund eines Überangebots im Markt in Q1/19, signifikant sank. Der Beitrag von Borealis zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten verringerte sich leicht um EUR 2 Mio auf EUR 190 Mio (1–6/18: EUR 192 Mio). Ein positiver Effekt aus der Einigung über die ausständigen Steuerverfahren in Finnland wurde durch niedrigere Lagerhaltungseffekte mehr als kompensiert. Polyolefin-Margen waren auf einem gesunden Niveau und der Beitrag des Düngemittel-Geschäfts verbesserte sich infolge gesunkener Gaspreise.
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Downstream Gas sank von EUR 114 Mio auf EUR 75 Mio in 1–6/19, vornehmlich aufgrund eines schwächeren Speicher-Geschäfts. Die Performance von Gas Connect Austria erhöhte sich aufgrund von höheren Transporteinnahmen von EUR 47 Mio in 1–6/18 auf EUR 52 Mio. Die Erdgas-Verkaufsmengen stiegen um 12% auf 64,8 TWh (1–6/18: 57,8 TWh), höhere Volumina in Deutschland und den Niederlanden wurden teilweise durch signifikant niedrigere Volumina in der Türkei und niedrigere Volumina in Rumänien kompensiert. Die Nettostromerzeugung fiel von 2,2 TWh auf 1,1 TWh in 1–6/19, infolge eines ungünstigen Marktumfelds in Rumänien und des fehlenden Anteils des Kraftwerks Samsun, infolge des Verkaufs in Q3/18. Die OMV Petrom trug EUR 30 Mio (1–6/18: EUR 22 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Gas bei.
Die Netto-Sondereffekte betrugen in 1–6/19 EUR 44 Mio (1–6/18: EUR –40 Mio) und ergaben sich hauptsächlich aus der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate. Aufgrund gestiegener Rohölpreise wurden in 1–6/19 CCS Effekte in Höhe von EUR 35 Mio gebucht. Das Operative Ergebnis im Downstream-Geschäft stieg in 1–6/19 signifikant von EUR 736 Mio auf EUR 880 Mio an.
Die Investitionen in Downstream beliefen sich auf EUR 222 Mio (1–6/18: EUR 242 Mio) und beinhalteten Investitionen in Höhe von EUR 35 Mio, bedingt durch IFRS 16. Die Investitionen im Downstream Öl-Geschäft betrugen EUR 182 Mio (1–6/18: EUR 207 Mio). In 1–6/19 sind die organischen Investitionen im Wesentlichen den Raffinerien in Rumänien und Österreich zuzuordnen und beinhalten ebenfalls Investitionen im Retail-Bereich.
Konzernzwischenabschluss (verkürzt, ungeprüft)
Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)
| In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Q2/19 | Q1/19 | Q2/18 | 1–6/19 | 1–6/18 | |
| 6.035 | 5.403 | 5.706 | Umsatzerlöse | 11.438 | 10.683 |
| 102 | 109 | 127 | Sonstige betriebliche Erträge | 211 | 194 |
| 142 | 87 | 122 | Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen | 229 | 229 |
| 118 | 72 | 106 | davon Borealis | 190 | 192 |
| 6.279 | 5.600 | 5.955 | Summe Erlöse und sonstige Erträge | 11.879 | 11.106 |
| – 3.437 | – 3.211 | – 3.814 | Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) | – 6.648 | – 6.637 |
| – 420 | – 386 | – 432 | Produktions- und operative Aufwendungen | – 806 | – 824 |
| – 125 | – 124 | – 91 | Produktionsbezogene Steuern | – 248 | – 178 |
| – 576 | – 549 | – 470 | Abschreibungen und Wertminderungen | – 1.125 | – 913 |
| – 474 | – 459 | – 432 | Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen | – 933 | – 848 |
| – 71 | – 46 | – 53 | Explorationsaufwendungen | – 118 | – 90 |
| – 89 | – 59 | – 61 | Sonstige betriebliche Aufwendungen | – 147 | – 115 |
| 1.087 | 766 | 602 | Operatives Ergebnis | 1.853 | 1.502 |
| 4 | 0 | 6 | Dividendenerträge | 4 | 7 |
| 51 | 41 | 23 | Zinserträge | 92 | 47 |
| – 77 | – 75 | – 86 | Zinsaufwendungen | – 152 | – 150 |
| – 3 | 6 | 10 | Sonstiges Finanzergebnis | 4 | – 41 |
| – 25 | – 28 | – 47 | Finanzerfolg | – 53 | – 137 |
| 1.062 | 738 | 555 | Ergebnis vor Steuern | 1.800 | 1.364 |
| – 404 | – 242 | – 279 | Steuern vom Einkommen und Ertrag | – 646 | – 557 |
| 658 | 496 | 276 | Periodenüberschuss | 1.154 | 807 |
| 543 | 354 | 203 | davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen | 897 | 610 |
| 19 | 19 | 16 | davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen | 37 | 40 |
| 96 | 123 | 56 | davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 219 | 157 |
| 1,66 | 1,08 | 0,62 | Ergebnis je Aktie in EUR | 2,75 | 1,87 |
| 1,66 | 1,08 | 0,62 | Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 2,75 | 1,86 |
Gesamtergebnisrechnung (verkürzt, ungeprüft)
| Q1/19 | Q2/18 | 1–6/19 | 1–6/18 | |
|---|---|---|---|---|
| 496 | 276 | Periodenüberschuss | 1.154 | 807 |
| 90 | 71 | Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | 66 | 23 |
| – 59 | 1 | Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges | – 59 | 55 |
| 1 | 78 | Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis | – 11 | 30 |
| 32 | 149 | Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können |
– 4 | 108 |
| – 78 | 21 | Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | – 82 | 21 |
| — | 5 | Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Beteiligungen | — | 5 |
| 65 | 95 | Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die nachfolgend auf den Buchwert des Grundgeschäfts übertragen werden |
67 | 107 |
| 9 | 1 | Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis | – 7 | 1 |
| – 4 | 122 | Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden |
– 22 | 134 |
| 15 | 1 | Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen |
15 | – 15 |
| – 16 | – 27 | Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen |
– 5 | – 30 |
| – 2 | – 26 | Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern | 10 | – 46 |
| 26 | 245 | Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | – 16 | 196 |
| 523 | 520 | Gesamtergebnis der Periode | 1.138 | 1.003 |
| 441 | 453 | davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen | 928 | 809 |
| 19 | 16 | davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen | 37 | 40 |
| 63 | 51 | davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 173 | 154 |
Konzernbilanz (ungeprüft)
| Vermögen Immaterielle Vermögenswerte 4.117 Sachanlagen 16.465 At-equity bewertete Beteiligungen 3.051 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.531 Sonstige Vermögenswerte 66 Latente Steuern 690 Langfristiges Vermögen 26.920 Vorräte 1.623 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.031 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.920 Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 17 Sonstige Vermögenswerte 251 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.691 Kurzfristiges Vermögen 11.532 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 14 Summe Aktiva 38.466 Eigenkapital und Verbindlichkeiten Grundkapital 327 Hybridkapital 1.987 1.987 Rücklagen 9.965 9.591 Eigenkapital der OMV Anteilseigner 12.278 11.905 Nicht beherrschende Anteile 3.729 3.436 Eigenkapital 16.008 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.121 1.096 Anleihen 4.272 4.468 Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.296 Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 3.974 3.673 Sonstige Rückstellungen 481 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 432 Sonstige Verbindlichkeiten 146 Latente Steuern 1.082 Langfristige Verbindlichkeiten 12.804 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.548 Anleihen 1.077 Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 338 Ertragsteuerverbindlichkeiten 435 Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 76 Sonstige Rückstellungen 255 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.918 Sonstige Verbindlichkeiten 1.008 Kurzfristige Verbindlichkeiten 9.654 Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 0 |
In EUR Mio | 30. Juni 2019 | 31. Dez. 2018 |
|---|---|---|---|
| 3.317 | |||
| 15.115 | |||
| 3.011 | |||
| 2.659 | |||
| 36 | |||
| 759 | |||
| 24.896 | |||
| 1.571 | |||
| 3.420 | |||
| 2.727 | |||
| 9 | |||
| 264 | |||
| 4.026 | |||
| 12.017 | |||
| 47 | |||
| 36.961 | |||
| 327 | |||
| 15.342 | |||
| 441 | |||
| 446 | |||
| 924 | |||
| 138 | |||
| 731 | |||
| 11.917 | |||
| 4.401 | |||
| 539 | |||
| 304 | |||
| 349 | |||
| 63 | |||
| 355 | |||
| 2.806 | |||
| 863 | |||
| 9.680 | |||
| 22 | |||
| Summe Passiva 38.466 |
36.961 |
Eigenkapitalveränderungsrechnung (verkürzt, ungeprüft)
In EUR Mio
| 1. Jänner 2019 | Grund kapital 327 |
Kapital rücklagen 1.511 |
Hybrid kapital 1.987 |
Gewinn rücklagen 8.830 |
Sonstige Rücklagen 1 – 744 |
Eigene Anteile – 6 |
Eigen kapital der OMV Anteils eigner 11.905 |
Nicht beherr schende Anteile 3.436 |
Summe Eigen kapital 15.342 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Periodenüberschuss Sonstiges Ergebnis der Periode |
- - |
- - |
- - |
935 – 73 |
- 104 |
- - |
935 30 |
219 – 46 |
1.154 – 16 |
| Gesamtergebnis der | - | - | - | 862 | 104 | - | 965 | 173 | 1.138 |
| Periode | |||||||||
| Dividendenausschüttung und Hybridkupon |
- | - | - | – 586 | - | - | – 586 | – 188 | – 775 |
| Abgang eigener Anteile | - | 3 | - | - | - | 2 | 5 | - | 5 |
| Anteilsbasierte Vergütung | - | – 11 | - | - | - | - | – 11 | - | – 11 |
| Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht beherrschender Anteile |
- | - | - | - | - | - | - | 309 | 309 |
| Umgliederung von Cashflow-Hedges in die Bilanz 2 |
- | - | - | - | 1 | - | 1 | – 0 | 1 |
| 30. Juni 2019 | 327 | 1.503 | 1.987 | 9.105 | – 639 | – 4 | 12.278 | 3.729 | 16.008 |
1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.
2 Der Betrag bezog sich zum Großteil auf Vorräte, die zum 30. Juni 2019 bereits verbraucht und daher in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst waren.
| Eigen kapital der OMV |
Nicht beherr |
Summe | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklagen |
Sonstige Rücklagen 1 |
Eigene Anteile |
Anteils eigner |
schende Anteile |
Eigen kapital |
|
| 1. Jänner 2018 | 327 | 1.517 | 2.231 | 8.006 | – 857 | – 8 | 11.216 | 3.118 | 14.334 |
| Erstanpassung aus IFRS 9 und IFRS 15 |
- | - | - | 39 | 3 | - | 42 | - | 42 |
| Angepasste Werte 1. | 327 | 1.517 | 2.231 | 8.045 | – 854 | – 8 | 11.259 | 3.118 | |
| Jänner 2018 | 14.377 | ||||||||
| Periodenüberschuss | - | - | - | 650 | - | - | 650 | 157 | 807 |
| Sonstiges Ergebnis der | - | - | - | 22 | 177 | - | 199 | – 3 | 196 |
| Periode | |||||||||
| Gesamtergebnis der | - | - | - | 672 | 177 | - | 849 | 154 | 1.003 |
| Periode | |||||||||
| Kapitalerhöhung | - | - | 496 | - | - | - | 496 | - | 496 |
| Dividendenausschüttung | - | - | - | – 490 | - | - | – 490 | – 161 | – 651 |
| und Hybridkupon | |||||||||
| Veränderung Hybridkapital | - | - | – 741 | – 60 | - | - | – 800 | - | – 800 |
| Abgang eigener Anteile | - | 4 | - | - | - | 3 | 7 | - | 7 |
| Anteilsbasierte Vergütung | - | – 14 | - | 0 | - | - | – 14 | - | – 14 |
| Erhöhung (+)/Verminderung | - | - | - | – 8 | – 0 | - | – 9 | 7 | – 2 |
| (–) nicht beherrschender | |||||||||
| Anteile | |||||||||
| Umgliederung von | - | - | - | - | – 96 | - | – 96 | - | – 96 |
| Cashflow-Hedges in die | |||||||||
| Bilanz 2 | |||||||||
| 30. Juni 2018 | 327 | 1.508 | 1.987 | 8.159 | – 773 | – 6 | 11.202 | 3.118 | 14.320 |
1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.
2 Der Betrag bezog sich zum Großteil auf Vorräte, die zum 30. Juni 2018 bereits verbraucht und daher in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst waren.
Konzern-Cashflow-Rechnung (verkürzt, ungeprüft)
| In EUR Mio | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Q2/19 | Q1/19 | Q2/18 | 1–6/19 | 1–6/18 | |
| 658 | 496 | 276 | Periodenüberschuss | 1.154 | 807 |
| 616 | 562 | 482 | Abschreibungen und Wertminderungen (+)/Zuschreibungen (–) | 1.177 | 932 |
| 37 | 20 | 79 | Latente Steuern | 57 | 146 |
| – 1 | – 13 | 1 | Gewinne (–)/Verluste (+) aus Abgängen von Anlagevermögen | – 14 | – 5 |
| – 91 | 35 | – 22 | Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Rückstellungen | – 57 | – 21 |
| – 180 | 97 | 19 | Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) | – 83 | 148 |
| 1.038 | 1.196 | 834 | Mittelzufluss nach unbaren Posten | 2.235 | 2.007 |
| 107 | – 172 | – 143 | Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Vorräten | – 65 | – 1 |
| 555 | – 180 | 455 | Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Forderungen | 376 | – 268 |
| – 566 | 22 | 87 | Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Verbindlichkeiten | – 544 | 571 |
| 1.135 | 866 | 1.233 | Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 2.001 | 2.309 |
| Investitionen | |||||
| – 492 | – 518 | – 1.700 | Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | – 1.010 | – 2.131 |
| – 26 | – 77 | – 60 | Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | – 102 | – 141 |
| 0 | – 460 | – 3 | Erwerb einbezogener Unternehmen und Geschäftsbetriebe abzüglich liquider Mittel | – 460 | – 51 |
| Veräußerungen | |||||
| 83 | 48 | 8 | Erlöse aus Anlagevermögen | 131 | 11 |
| 19 | 17 | 136 | Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten | 36 | 154 |
| abzüglich liquider Mittel | |||||
| – 415 | – 990 | – 1.619 | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | – 1.405 | – 2.157 |
| 276 | – 366 | – 801 | Erhöhung (+)/Verminderung (–) von langfristigen Finanzierungen | – 90 | – 1.003 |
| – 202 | 137 | 26 | Erhöhung (+)/Verminderung (–) von kurzfristigen Finanzierungen | – 65 | 16 |
| – 771 | 0 | – 693 | Dividendenzahlungen | – 772 | – 693 |
| – | – | 496 | Hybridanleihe | – | 496 |
| – 697 | – 230 | – 972 | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | – 926 | – 1.183 |
| 5 | – 9 | – 5 | Währungsdifferenz auf liquide Mittel | – 4 | – 12 |
| 27 | – 363 | – 1.362 | Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel | – 335 | – 1.043 |
| 3.664 | 4.026 | 4.300 | Liquide Mittel Periodenbeginn | 4.026 | 3.981 |
| 3.691 | 3.664 | 2.938 | Liquide Mittel Periodenende | 3.691 | 2.938 |
| – | – | 11 | davon liquide Mittel, umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen |
– | 11 |
| 3.691 | 3.664 | 2.927 | In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.691 | 2.927 |
| ausgewiesen | |||||
| 719 | – 124 | – 386 | Freier Cashflow | 595 | 152 |
| – 52 | – 124 | – 1.078 | Freier Cashflow nach Dividenden | – 176 | – 541 |
Ausgewählte Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss
Gesetzliche Grundlagen
Der Konzernzwischenabschluss für 1. Jänner bis 30. Juni 2019 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.
Der Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben und sollte zusammen mit dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2018 gelesen werden.
Der Konzernzwischenabschluss für Q2/19 ist ungeprüft. Eine externe prüferische Durchsicht wurde nicht durchgeführt.
Der Konzernzwischenabschluss für Q2/19 wurde in Millionen Euro (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.
Zusätzlich zum Konzernzwischenabschluss enthält die Beschreibung der OMV Geschäftsbereiche im Lagebericht weitere Informationen zu wichtigen Effekten, die Einfluss auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 hatten.
Wesentliche Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen
Der Konzern wandte ab 1. Jänner 2019 erstmals IFRS 16 Leasingverhältnisse an.
Weiters sind mit 1. Jänner 2019 eine Reihe von anderen Änderungen und Interpretationen in Kraft getreten. Diese haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.
IFRS 16 Leasingverhältnisse
Dieser Standard ersetzt IAS 17 und enthält neue Vorschriften für die Bilanzierung von Leasing. Hinsichtlich der Bilanzierung aus Sicht des Leasingnehmers beseitigt IFRS 16 die nach IAS 17 vorgeschriebene Klassifizierung von Leasingverträgen in Operatingund Finanzierungsleasing und führt stattdessen ein einheitliches Modell für die Bilanzierung durch den Leasingnehmer ein. Unter Anwendung dieses Modells setzt der Leasingnehmer für Leasingverhältnisse im Anwendungsbereich des Standards Nutzungsrechte und Verbindlichkeiten in der Bilanz an und berücksichtigt neben der Abschreibung der Nutzungsrechte den Zinsaufwand aus den Leasingverbindlichkeiten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Nutzungsrechte werden über den kürzeren Zeitraum aus Nutzungsdauer und Leasingzeitraum linear abgeschrieben. Der Zinsaufwand wird ergebniswirksam über die Leasingdauer in jeder Periode auf Basis der verbleibenden Leasingverbindlichkeit verbucht. Für Leasinggeber ergeben sich nur geringfügige Änderungen im Vergleich zu IAS 17.
Im Rahmen der Erstanwendung hat die OMV die Vereinfachungsregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition eines Leasingverhältnisses genutzt. Das heißt, die OMV hat IFRS 16 nur für Verträge angewendet, die bisher als Leasingverträge identifiziert wurden. Verträge, die nach den bisherigen Standards nicht als Leasingverträge identifiziert wurden, wurden nicht nach den Vorschriften des IFRS 16 neuerlich daraufhin überprüft, ob sie Leasingverhältnisse darstellen. Weiters wurden keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Verträge, die im Laufe von 2019 auslaufen, angesetzt, da sie als kurzfristige Leasingverhältnisse behandelt wurden.
Leasingverhältnisse für die Exploration und die Nutzung von Öl und Erdgas, die hauptsächlich Pachtverträge für Grundstücke für solche Aktivitäten umfassen, sind weder im Anwendungsbereich von IAS 17 noch von IFRS 16. Zusätzlich sind einige Verpflichtungen von der Ausnahme für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse umfasst. Für diese Verträge wurden folglich keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten angesetzt. Ferner wurden die Leasingverträge für die Bewertung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in ihre Leasingkomponenten und andere Elemente aufgeteilt.
Die OMV wandte IFRS 16 erstmals zum 1. Jänner 2019 mit einer Umstellung entsprechend der modifizierten retrospektiven Methode, das heißt ohne Anpassung der Vergleichswerte in der berichteten Vergleichsperiode, an. Die Nutzungsrechte für die bisherigen Operating Leasing wurden zum Übergangszeitpunkt in Höhe der Leasingverbindlichkeiten bewertet, die um den Betrag der im Voraus geleisteten oder abgegrenzten Leasingzahlungen sowie bestehender Rückstellungen für belastende Verträge aus Operating Leasingverhältnissen berichtigt wurden. Die Leasingverbindlichkeiten wurden mit dem Barwert der Leasingzahlungen über den verbleibenden Leasingzeitraum abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Jänner 2019 bewertet. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz für diese Leasingverbindlichkeiten betrug zum 1. Jänner 2019 0,94%. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 führte zum Ansatz von Nutzungsrechten in Höhe von EUR 688 Mio und von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von EUR 706 Mio für frühere Operating Leasingverhältnisse. Für bisherige Finanzierungsleasingverhältnisse wurden die Buchwerte der Leasinggegenstände und -verbindlichkeiten unmittelbar vor Umstellung als Buchwerte der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten zum Erstanwendungszeitpunkt übernommen. In der Konzernbilanz werden die Nutzungsrechte innerhalb der Sachanlagen und die Leasingverbindlichkeiten innerhalb der sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Überleitung von künftigen Verpflichtungen aus operativen Leasingverhältnissen zum 31. Dezember 2018 zu Leasingverbindlichkeiten zum 1. Jänner 2019
| In EUR Mio | |
|---|---|
| 1. Jän. 2019 | |
| Künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren operativen Leasingverhältnissen zum 31. | 480 |
| Dezember 2018 | |
| abzüglich Mindestleasingzahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse | – 27 |
| abzüglich Mindestleasingzahlungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswert | – 2 |
| zuzüglich Mindestleasingzahlungen für hinreichend sichere Verlängerungs- und Kündigungsoptionen | 314 |
| Brutto-Leasingverbindlichkeiten für bisher nicht bilanzierte Verpflichtungen aus operativen | 765 |
| Leasingverhältnissen zum 1. Jänner 2019 | |
| abzüglich Abzinsung zum 1. Jänner 2019 | – 60 |
| Leasingverbindlichkeiten für bisher nicht bilanzierten Verpflichtungen aus operativen | 706 |
| Leasingverhältnissen zum 1. Jänner 2019 | |
| Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31. Dezember 2018 | 288 |
| Leasingverbindlichkeiten zum 1. Jänner 2019 | 994 |
Leasing Übersicht
In EUR Mio
| Nutzungsrechte | 30. Juni 2019 |
|---|---|
| Nutzungsrechte – Grundstücke und Bauten | 656 |
| Nutzungsrechte – technische Anlagen und Maschinen | 31 |
| Nutzungsrechte – andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 71 |
| Summe Nutzungsrechte - Buchwerte | 758 |
| 6m/19 | |
| Abschreibungen von Nutzungsrechten | 49 |
| Leasingverbindlichkeiten | 30. Juni 2019 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 883 |
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 100 Summe Leasingverbindlichkeiten 984
Konsolidierungskreisänderungen
Im Vergleich zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2018 fanden folgende Änderungen des Konsolidierungskreises statt:
Konsolidierungskreisänderungen
| Firma | Sitz | Art der Veränderung 1 | Wirksamkeitsdatum |
|---|---|---|---|
| Upstream | |||
| SapuraOMV Upstream (Americas) Sdn. Bhd. | Seri Kembangan | Erstkonsolidierung (A) | 31. Jänner 2019 |
| SapuraOMV Upstream (Australia) Sdn. Bhd. | Seri Kembangan | Erstkonsolidierung (A) | 31. Jänner 2019 |
| SEP Block 30, S. de R.L. de C.V. | Mexiko-Stadt | Erstkonsolidierung (A) | 31. Jänner 2019 |
| SapuraOMV Upstream (Mexico) Sdn. Bhd. | Seri Kembangan | Erstkonsolidierung (A) | 31. Jänner 2019 |
| SapuraOMV Upstream (Malaysia) Inc. | Nassau | Erstkonsolidierung (A) | 31. Jänner 2019 |
| SapuraOMV Upstream (NZ) Sdn. Bhd. | Seri Kembangan | Erstkonsolidierung (A) | 31. Jänner 2019 |
| SapuraOMV Upstream (Oceania) Sdn. Bhd. | Seri Kembangan | Erstkonsolidierung (A) | 31. Jänner 2019 |
| SapuraOMV Upstream (PM) Inc. | Nassau | Erstkonsolidierung (A) | 31. Jänner 2019 |
| SapuraOMV Upstream (Southeast Asia) Inc. | Nassau | Erstkonsolidierung (A) | 31. Jänner 2019 |
| SapuraOMV Upstream (Sarawak) Inc. | Nassau | Erstkonsolidierung (A) | 31. Jänner 2019 |
| Sapura Upstream Sdn Bhd | Kuala Lumpur | Erstkonsolidierung (A) | 31. Jänner 2019 |
| Sapura Exploration and Production (Western Australia) Sdn | |||
| Bhd | Perth | Erstkonsolidierung (A) | 31. Jänner 2019 |
| SapuraOMV Upstream Sdn Bhd | Seri Kembangan | Erstkonsolidierung (A) | 31. Jänner 2019 |
1 "Erstkonsolidierung (A)" bedeutet, dass die Gesellschaft erworben wurde.
Upstream
Am 31. Januar 2019 hat die OMV eine 50%-Beteiligung am gesamten ausgegebenen Aktienkapital der SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. um USD 540 Mio erworben (unterliegt den üblichen Anpassungen bei Abschluss der Transaktion). Da die OMV die Entscheidungsgewalt über die relevanten Tätigkeiten von SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. besitzt, werden die neugegründete Gesellschaft sowie ihre Tochtergesellschaften per Vollkonsolidierung in den OMV Konzernabschluss einbezogen.
Zusätzlich haben die Vertragsparteien bedingte Zahlungen von bis zu USD 85 Mio vereinbart. Diese sind größtenteils vom Ressourcenvolumen im Block 30, Mexiko zum Zeitpunkt der finalen Investitionsentscheidung abhängig. Zum Zeitpunkt des Erwerbs wurde keine Verbindlichkeit hierfür angesetzt. Beide Parteien haben auch die Refinanzierung der zum Zeitpunkt der Akquisition bestehenden konzerninternen Verbindlichkeiten von USD 350 Mio vereinbart (in der Konzern-Cashflow-Rechnung in der Zeile "Erhöhung (+)/Verminderung (–) von langfristigen Finanzierungen" erfasst).
Die Akquisition war ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung der Region Asien-Pazifik zur fünften OMV Kernregion. Neben einer zukünftig steigenden Tagesproduktion in malaysischen Offshore-Gasfeldern gibt diese Transaktion der OMV Zugang zu Explorationsblöcken in Neuseeland, Australien und Mexiko.
Erworbenes Vermögen und Berechnung des Firmenwerts
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. werden zum anteiligen Wert des erworbenen identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Der Firmenwert resultiert hauptsächlich aus latenten Steuerverbindlichkeiten aus der Differenz zwischen Buchwerten und Steuerwerten der erworbenen Vermögenswerte. Der Firmenwert ist nicht steuerlich verwertbar. Die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses ist noch nicht abgeschlossen und wurde auf Basis der vorläufigen, ungeprüften Finanzdaten der SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. erstellt. Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte des erworbenen Vermögens wie auch die vorläufige Berechnung des Firmenwerts werden in den untenstehenden Tabellen dargestellt.
Beizulegender Zeitwert des erworbenen Vermögens (vorläufig)
| In EUR Mio | |
|---|---|
| SapuraOMV | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 661 |
| Sachanlagen | 655 |
| Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte | 3 |
| Langfristiges Vermögen | 1.318 |
| Vorräte | 6 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 17 |
| Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte | 50 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 12 |
| Kurzfristiges Vermögen | 85 |
| Summe Aktiva | 1.403 |
| Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 305 |
| Rekultivierungsverpflichtungen | 68 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 6 |
| Latente Steuern | 339 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 718 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 49 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 4 |
| Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 14 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 67 |
| Summe Passiva | 785 |
| Nettovermögenswerte | 618 |
| Nicht beherrschende Anteile | – 309 |
| Erworbene Nettovermögenswerte | 309 |
Berechnung des Firmenwerts (vorläufig)
| In EUR Mio | |
|---|---|
| SapuraOMV | |
| Bezahlter Kaufpreis (Geldmittel) | 470 |
| Effekt aus der Absicherung von Fremdwährungsrisiken | 2 |
| Erworbenes Nettovermögen | 309 |
| Firmenwerte | 164 |
| Auswirkung auf den Cashflow | |
| Netto-Mittelabfluss aus dem Erwerb von SapuraOMV |
| in EUR Mio | |
|---|---|
| Bezahlter Kaufpreis | 472 |
| Abzüglich übernommener liquider Mittel | – 12 |
| Netto-Mittelabfluss aus dem Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten | 460 |
Sonstige wesentliche Transaktionen
Am 27. Jänner 2019 unterzeichnete die OMV Vereinbarungen für den Erwerb eines 15%-Anteils an ADNOC Refining. Der voraussichtliche Kaufpreis für den OMV Anteil beträgt USD 2,5 Mrd, basierend auf der Nettoverschuldung zum Jahresende 2018. Der finale Kaufpreis ist abhängig von der Nettoverschuldung zum Closing und von bestimmten Kaufpreisanpassungen. Das Closing wird für Q3/19 erwartet.
Saisonalität und Zyklizität
Saisonalität ist vor allem im Geschäftsbereich Downstream von Bedeutung. Erläuterungen dazu sind im Abschnitt "Geschäftsbereiche" enthalten.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
| 1–6/19 | 1–6/18 |
|---|---|
| 11.240 | 10.631 |
| 198 | 52 |
| 11.438 | 10.683 |
Die sonstigen Umsatzerlöse umfassen hauptsächlich Umsatzerlöse aus Warenverkaufs- und -beschaffungsgeschäften, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, die Anpassung der Umsatzerlöse aus der Berücksichtigung des der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteils an der Produktion als Ertragssteueraufwand bei bestimmten Produktionsteilungsverträgen im Upstream-Segment, das Hedging-Ergebnis sowie Miet- und Pachterlöse.
Umsätze aus Kundenverträgen
| In EUR Mio | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1–6/19 | |||||
| Upstream | Downstream | Konzern bereich & Sonstiges |
Gesamt | ||
| Öl | Gas | ||||
| Rohöl, NGL und Kondensate | 595 | 472 | — | — | 1.067 |
| Erdgas und LNG | 458 | 2 | 2.598 | — | 3.058 |
| Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte | — | 5.406 | — | — | 5.406 |
| Petrochemische Produkte | — | 928 | — | — | 928 |
| Gasspeicherung, Transit, Verteilung und Transport | 9 | — | 113 | — | 122 |
| Sonstige Produkte und Dienstleistungen | 13 | 427 | 218 | 1 | 659 |
| Gesamt | 1.075 | 7.235 | 2.929 | 1 | 11.240 |
Umsätze aus Kundenverträgen
| In EUR Mio | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Upstream | Downstream | Konzern bereich & Sonstiges |
1–6/18 Gesamt |
|||
| Öl | Gas | |||||
| Rohöl, NGL und Kondensate | 574 | 421 | — | — | 995 | |
| Erdgas und LNG | 385 | 2 | 2.653 | — | 3.039 | |
| Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte | — | 4.921 | — | — | 4.921 | |
| Petrochemische Produkte | — | 963 | — | — | 963 | |
| Gasspeicherung, Transit, Verteilung und Transport | 5 | — | 105 | — | 110 | |
| Sonstige Produkte und Dienstleistungen | 21 | 379 | 201 | 1 | 602 | |
| Gesamt | 985 | 6.686 | 2.959 | 1 | 10.631 |
Ertragsteuern
| In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Q2/19 | Q1/19 | Q2/18 | 1–6/19 | 1–6/18 | |
| –367 | –222 | –200 | Laufende Steuern | –589 | –411 |
| –37 | –20 | –79 | Latente Steuern | –57 | –146 |
| –404 | –242 | –279 | Steuern vom Einkommen und Ertrag | –646 | –557 |
| 38 | 33 | 50 | Effektivsteuersatz in % | 36 | 41 |
Erläuterungen zur Bilanz Vertragliche Verpflichtungen
Per 30. Juni 2019 bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von EUR 1.288 Mio (31. Dezember 2018: EUR 1.003 Mio), hauptsächlich in Verbindung mit Explorations- und Produktionstätigkeiten im Bereich Upstream.
Eventualverbindlichkeiten
Mögliche bedingte Zahlungsverpflichtungen für die OMV im Zusammenhang mit dem Kauf eines 10%-Anteils an der Pearl Petroleum Company Limited (Pearl), einer Gesellschaft, welche die Gasfelder Khor Mor und Chemchemal in der irakischen Region Kurdistan betreibt, sind detailliert in Anhangangabe 27 – Eventualverbindlichkeiten – im OMV Konzernabschluss 2018 beschrieben.
Im Mai 2019 hat die OMV in diesem Zusammenhang eine Rechnung von Crescent Petroleum Company International Limited ("Crescent") und Dana Gas PJSC ("Dana") in Höhe von ungefähr USD 241 Mio erhalten. Aufgrund der ausstehenden Verfahren vor Inter-
national Chamber of Commerce (ICC) und der Schiedsverfahren vor London Court of International Arbitration (LCIA) in Zusammenhang mit unter anderem Revisionen der Feldentwicklungspläne des Gasfeldes Chemchemal und der Revision des Feldentwicklungsplanes von Khor Mor, welche noch nicht auf Joint Venture Level genehmigt wurden, sowie der verschiedenen Ansichten von Crescent/Dana und OMV betreffend den Umfang des Ölfundes in Khor Mor hat die OMV die Rechnung abgelehnt und erhebt ihre kommerziellen und rechtlichen Möglichkeiten. Abhängig von den weiteren Fortschritten der Verfahren und der noch nicht begonnenen Feststellung der Reserven könnten mögliche bedingte Zahlungen entstehen, wobei dies derzeit als nicht wahrscheinlich angenommen wird. Daher wurde keine Rückstellung im Konzernzwischenabschluss erfasst. Weiters kann am Tag der Veröffentlichung dieses Konzernzwischenabschlusses keine verlässliche Schätzung möglicher weiterer Zahlungen getroffen werden, sofern diese überhaupt eintreten.
Eigenkapital
Am 14. Mai 2019 hat die Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende von EUR 1,75 pro Aktie genehmigt. Dies führte zu einer Dividendenzahlung von insgesamt EUR 572 Mio an die Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft. Die Dividendenausschüttungen an Minderheitsaktionäre beliefen sich in 1–6/19 auf EUR 188 Mio.
In 1–6/18 wurden außerdem Zinszahlungen in Höhe von EUR 14 Mio an Hybridkapitalbesitzer geleistet.
Die Anzahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien betrug per 30. Juni 2019 372.613 Stück (31. Dezember 2018: 542.151 Stück).
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verschuldungsgrad (Gearing Ratio)
| In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben) | |||
|---|---|---|---|
| Q2/19 | Q4/18 | Δ % | |
| Anleihen | 5.349 | 5.007 | 7 |
| Leasingverbindlichkeiten 1 | 984 | 288 | n.m. |
| Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 651 | 745 | – 13 |
| Schulden | 6.983 | 6.040 | 16 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.691 | 4.026 | – 8 |
| Nettoverschuldung | 3.292 | 2.014 | 63 |
| Eigenkapital | 16.008 | 15.342 | 4 |
| Verschuldungsgrad in % | 21 | 13 | n.m. |
1 Ab 1. Jänner 2019 aufgrund der IFRS-16-Implementierung in der Zeile "Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten" der Konzernbilanz enthalten.
Am 11. Juni 2019 begab die OMV einen Eurobond in Höhe von EUR 300 Mio mit einer Laufzeit bis zum 11. Juni 2021.
Fair-Value-Bewertung
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden gemäß Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen. Siehe dazu Anhangangabe 2 im OMV Konzernabschluss 2018.
Finanzinstrumente
| In EUR Mio | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30. Juni 2019 31. Dez. 2018 |
||||||||
| Finanzinstrumente aktiv | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Eigenkapitalinstrumente | — | — | 21 | 21 | — | — | 21 | 21 |
| Investmentfonds | — | — | — | — | 6 | — | — | 6 |
| Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate |
— | 112 | — | 112 | — | 392 | — | 392 |
| Sonstige Derivate | 511 | 1.996 | — | 2.507 | 1.206 | 1.178 | — | 2.384 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert 1 |
— | — | 749 | 749 | — | — | 725 | 725 |
| Summe | 511 | 2.108 | 771 | 3.390 | 1.212 | 1.570 | 747 | 3.529 |
| 30. Juni 2019 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzinstrumente passiv | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
| Verbindlichkeiten aus als | — | 82 | — | 82 | — | 348 | — | 348 | |
| Sicherungsinstrumenten designierten und | |||||||||
| effektiven Derivaten | |||||||||
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten | 501 | 2.006 | — | 2.507 | 1.192 | 1.260 | — | 2.452 | |
| Summe | 501 | 2.088 | — | 2.589 | 1.192 | 1.608 | — | 2.800 |
1 Enthält einen Vermögenswert hinsichtlich der Neufeststellung von Reserven aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno Russkoje und bedingte Gegenleistungen aus dem Verkauf des 30%-Anteils am Feld Rosebank und aus der Veräußerung der OMV (U.K.) Limited
Mit Ausnahme der Anleihen, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind (EUR 78 Mio), entsprechen die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte deren beizulegenden Zeitwerten. Der beizulegende Zeitwert der Anleihen beläuft sich auf EUR 77 Mio.
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten (abzüglich Leasingverbindlichkeiten) in Höhe von insgesamt EUR 5.999 Mio (31. Dezember 2018: EUR 5.752 Mio) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der geschätzte beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten beträgt EUR 6.527 Mio (31. Dezember 2018: EUR 6.082 Mio). Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen deren beizulegenden Zeitwerten, da diese Verbindlichkeiten überwiegend kurzfristige Fälligkeiten aufweisen.
Segmentberichterstattung
| Umsätze mit anderen Segmenten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| In EUR Mio | |||||||
| Q2/19 | Q1/19 | Q2/18 | Δ% 1 | 1–6/19 | 1–6/18 | Δ% | |
| 1.011 | 863 | 818 | 24 | Upstream | 1.874 | 1.575 | 19 |
| 20 | 23 | 16 | 20 | Downstream | 42 | 34 | 24 |
| 10 | 12 | 10 | – 5 | davon Downstream Öl | 22 | 21 | 8 |
| 50 | 42 | 36 | 38 | davon Downstream Gas | 92 | 73 | 26 |
| – 41 | – 32 | – 30 | – 34 | davon Umsatzeliminierung innerhalb des Segments | – 72 | – 60 | – 21 |
| 84 | 85 | 86 | – 2 | Konzernbereich und Sonstiges | 169 | 166 | 2 |
| 1.114 | 971 | 920 | 21 | Gesamt | 2.085 | 1.774 | 18 |
Umsätze mit Dritten
| In EUR Mio | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Q2/19 | Q1/19 | Q2/18 | Δ% 1 | 1–6/19 | 1–6/18 | Δ% | |
| 751 | 517 | 375 | 100 | Upstream | 1.268 | 963 | 32 |
| 5.283 | 4.886 | 5.330 | – 1 | Downstream | 10.169 | 9.718 | 5 |
| 4.020 | 3.281 | 3.763 | 7 | davon Downstream Öl | 7.301 | 6.619 | 10 |
| 1.263 | 1.605 | 1.567 | – 19 | davon Downstream Gas | 2.868 | 3.099 | – 7 |
| 1 | 1 | 1 | – 21 | Konzernbereich und Sonstiges | 2 | 2 | – 27 |
| 6.035 | 5.403 | 5.706 | 6 | Gesamt | 11.438 | 10.683 | 7 |
Umsätze (nicht konsolidiert)
| 7.149 | 6.374 | 6.626 | 8 | Gesamt | 13.524 | 12.458 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 85 | 86 | 87 | – 2 | Konzernbereich und Sonstiges | 171 | 168 | 2 |
| – 41 | – 32 | – 30 | – 34 | davon Umsatzeliminierung innerhalb des Segments | – 72 | – 60 | – 21 |
| 1.313 | 1.647 | 1.604 | – 18 | davon Downstream Gas | 2.961 | 3.172 | – 7 |
| 4.030 | 3.293 | 3.773 | 7 | davon Downstream Öl | 7.323 | 6.640 | 10 |
| 5.303 | 4.908 | 5.347 | – 1 | Downstream | 10.211 | 9.752 | 5 |
| 1.762 | 1.380 | 1.193 | 48 | Upstream | 3.142 | 2.538 | 24 |
| Q2/19 | Q1/19 | Q2/18 | Δ% 1 | 1–6/19 | 1–6/18 | Δ% | |
| In EUR Mio |
Segment und Konzernergebnis
| In EUR Mio | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Q2/19 | Q1/19 | Q2/18 | Δ% 1 | 1–6/19 | 1–6/18 | Δ% | |
| 644 | 406 | 363 | 77 | Operatives Ergebnis Upstream | 1.050 | 840 | 25 |
| 474 | 407 | 318 | 49 | Operatives Ergebnis Downstream | 880 | 736 | 20 |
| 436 | 331 | 361 | 21 | davon Operatives Ergebnis Downstream Öl | 767 | 660 | 16 |
| 38 | 76 | – 43 | n.m. | davon Operatives Ergebnis Downstream Gas | 113 | 76 | 50 |
| – 14 | – 24 | – 13 | – 10 | Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges | – 38 | – 14 | – 173 |
| 1.103 | 789 | 669 | 65 | Operatives Ergebnis Segment Summe | 1.892 | 1.562 | 21 |
| – 16 | – 23 | – 66 | 75 | Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung | – 39 | – 61 | – 36 |
| 1.087 | 766 | 602 | 80 | OMV Konzern Operatives Ergebnis | 1.853 | 1.502 | 23 |
| – 25 | – 28 | – 47 | 47 | Finanzerfolg | – 53 | – 137 | 62 |
| 1.062 | 738 | 555 | 91 | OMV Konzern Ergebnis vor Steuern | 1.800 | 1.364 | 32 |
1 Q2/19 gegenüber Q2/18
Vermögenswerte 1
| In EUR Mio | ||
|---|---|---|
| 30. Juni 2019 | 31. Dez. 2018 | |
| Upstream | 15.103 | 13.536 |
| Downstream | 5.235 | 4.755 |
| davon Downstream Öl | 4.264 | 3.798 |
| davon Downstream Gas | 971 | 957 |
| Konzernbereich und Sonstiges | 244 | 141 |
| Summe | 20.582 | 18.432 |
1 Segmentvermögenswerte bestehen aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Aufgrund der IFRS-16-Implementierung sind beginnend mit dem 1. Jänner 2019 auch die Nutzungsrechte enthalten. Vermögenswerte, welche in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert.
Ergänzende Angaben
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen
In 1–6/19 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem OMV Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen, ausgenommen Transaktionen mit OJSC Severneftegazprom, welche nicht auf Marktpreisen, sondern auf Kosten zuzüglich einer definierten Marge basieren.
Wesentliche Transaktionen mit at-equity bewerteten Beteiligungen
| In EUR Mio | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1–6/19 | 1–6/18 | |||
| Umsätze | Zukäufe und | Umsätze | Zukäufe und | |
| und sonstige | erhaltene | und sonstige | erhaltene | |
| Erträge | Leistungen | Erträge | Leistungen | |
| Borealis | 663 | 22 | 691 | 23 |
| GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG | 91 | 1 | 92 | 1 |
| Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. | 50 | 27 | 19 | 27 |
| Enerco Enerji Sanayi ve Ticaret A.Ş. | 0 | 9 | 2 | 87 |
| Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH | 0 | 15 | 0 | 12 |
| OJSC Severneftegazprom | — | 90 | — | 76 |
| Trans Austria Gasleitung GmbH | 4 | 10 | 5 | 11 |
Ausstehende Salden mit at-equity bewerteten Beteiligungen
| In EUR Mio | ||
|---|---|---|
| 30. Juni 2019 | 31. Dez. 2018 | |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 10 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 172 | 72 |
| Sonstige Forderungen | 12 | 6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 73 | 67 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2 | 3 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 154 | 140 |
Dividendenerträge von at-equity bewerteten Beteiligungen
| In EUR Mio | |||
|---|---|---|---|
| 1–6/19 | 1–6/18 | ||
| Borealis AG | 144 | 252 | |
| Enerco Enerji Sanayi Ve Ticaret A.Ş. | — | 1 | |
| GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG | 1 | 1 | |
| OJSC Severneftegazprom | 6 | 10 | |
| Pearl Petroleum Company Limited | 12 | 10 | |
| PEGAS CEGH Gas Exchange Services GmbH | 1 | 0 | |
| Trans Austria Gasleitung GmbH | 9 | 15 | |
| Gesamtkonzern | 173 | 290 | |
Informationen über Unternehmen mit staatlichem Naheverhältnis sind dem OMV Konzernabschluss 2018 (Anhangangabe 35 – Nahestehende Unternehmen) zu entnehmen. Bis zur Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses für die Periode 1–6/19 gab es keine Änderungen.
Borealis hatte zwei Steuerfälle in Finnland in Bezug auf Borealis Technology Oy und Borealis Polymers Oy, welche im OMV Konzernabschluss 2018 (Anhangangabe 16 – At-equity bewertete Beteiligungen) näher beschrieben sind. Am 7. Juni 2019 wurde eine Einigung für die beiden Steuerverfahren gegen die Borealis Technology Oy und die Borealis Polymers Oy zwischen den finnischen und den österreichischen Steuerbehörden erreicht. Der Streit wurde mittels eines Verständigungsverfahrens zwischen Finnland und Österreich gelöst. Borealis begrüßt es, dass eine Vereinbarung erzielt wurde, die endgültig eine Doppelbesteuerung vermeidet.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 3. Juli 2019 begab die OMV einen Eurobond in Höhe von EUR 500 Mio mit einem Kupon von 1,000% und einer Laufzeit bis zum 3. Juli 2034 und einen Eurobond in Höhe von EUR 500 Mio mit einem Kupon von 0,00% und einer Laufzeit bis zum 3. Juli 2025.
Erklärung des Vorstands
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, 31. Juli 2019
Der Vorstand
Rainer Seele e.h. Vorstandsvorsitzender, Generaldirektor und Chief Marketing Officer
Reinhard Florey e.h. Finanzvorstand
Johann Pleininger e.h. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Chief Upstream Operations Officer
Thomas Gangl e.h. Chief Downstream Operations Officer
Weitere Angaben
Nächste Ereignisse
- ► OMV Trading Update Q3 2019: 9. Oktober 2019
- ► OMV Konzernbericht Jänner–September und Q3 2019: 30. Oktober 2019
Der gesamte OMV Finanzkalender und zusätzliche Informationen sind unter www.omv.com zu finden.
OMV Kontakte
Florian Greger, Vice President und Leiter Investor Relations Tel.: +43 1 40440-21600; E-Mail: [email protected]
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