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OMV AG Interim / Quarterly Report 2018

May 3, 2018

751_10-q_2018-05-03_0208ded3-aa90-4fda-b6c4-50a106ae9b8d.pdf

Interim / Quarterly Report

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OMV Aktiengesellschaft

Die Energie für ein besseres Leben.

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht (verkürzt, ungeprüft) 4
Konzern-Performance 4
Ausblick 7
Geschäftsbereiche 8
Upstream 8
Downstream 10
Konzernzwischenabschluss (verkürzt, ungeprüft) 12
Erklärung des Vorstands 24
Weitere Angaben 25

Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen

Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "glauben", "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen der OMV sowie der OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle der OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen.

Weder die OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. Die OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der OMV dar.

OMV Konzernbericht Jänner–März 2018 mit verkürztem Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2018

Leistungskennzahlen 1

Konzern

  • ► CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten stieg um 2% auf EUR 818 Mio
  • ► Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten von EUR 377 Mio, CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten von EUR 1,15
  • ► Freier Cashflow nach Dividenden von EUR 538 Mio
  • ► Hoher Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von EUR 1 Mrd
  • ► CCS ROACE vor Sondereffekten bei 13%

Upstream

  • ► Rekordproduktion von 437 kboe/d, Steigerung um 103 kboe/d
  • ► Produktionskosten um 17% auf USD 7,4/boe gesunken

Downstream

  • ► OMV Referenz-Raffineriemarge bei USD 4,8/bbl
  • ► Erdgas-Verkaufsmengen auf 33,0 TWh erhöht

Wichtige Ereignisse

  • ► Am 29. April 2018 unterzeichnete die OMV ein Konzessionsabkommen für den Erwerb eines 20% Anteils an zwei Offshore-Feldern in Abu Dhabi von ADNOC. Die Konzession beinhaltet die zwei Offshore-Felder Umm Lulu und Satah Al Razboot (SARB), welche aktuell entwickelt werden, sowie die zwei Satellitenfelder Bin Nasher und Al Bateel. Der vereinbarte Beteil igungspreis beträgt USD 1,5 Mrd. Die Laufzeit des Vertrages ist 40 Jahre. Wirtschaftlicher Stichtag der Konzession ist rückwirkend der 9. März 2018.
  • ► Am 15. März 2018 hat die OMV eine Vereinbarung zum Erwerb des Upstream-Geschäfts von Shell in Neuseeland abgeschlossen. Diese umfasst Joint Venture-Beteiligungen an Pohokura (48%), Neuseelands größtem produzierenden Erdgasfeld, und an Maui (83,75%) sowie die damit verbundene Produktions-, Speicher- und Transportinfrastruktur. Wirtschaftlicher Stichtag der Transaktion ist rückwirkend der 1. Jänner 2018. Der Kaufpreis beträgt USD 578 Mio und unterliegt üblichen Anpassungen. Die Transaktion wird voraussichtlich 2018 abgeschlossen. Die OMV hat auch den Shell Anteil von 60,98% am Great South Basin Explorationsblock (GSB) erworben. Diese Transaktion ist unmittelbar wirksam.

1 Die genannten Werte beziehen sich auf Q1/18; als Vergleichsgrößen dienen, sofern nicht abweichend gekennzeichnet, die Quartalswerte des Vorjahrs

Lagebericht (verkürzt, ungeprüft)

Konzern-Performance

Ergebnisse auf einen Blick
In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/18 Q4/17 Q1/17 Δ% 1 2017
4.977 4.906 5.518 – 10 Umsatz 2 20.222
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3
818 688 805 2 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Upstream 3 2.958
438 344 321 36 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Downstream 3 1.225
376 356 494 – 24 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Konzernbereich und Sonstiges 3 1.770
0 14 – 13 n.m. – 16
4 – 27 3 14 Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung – 21
35 28 20 71 Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten in % 25
491 448 602 – 18 CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 3 2.035
377 367 502 – 25 Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 3, 4 1.624
1,15 1,12 1,54 – 25 CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR 3 4,97
818 688 805 2 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3 2.958
64 – 115 210 – 69 Sondereffekte 5 – 1.281
17 58 22 – 22 CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 55
899 631 1.037 – 13 Operatives Ergebnis Gruppe 1.732
478 294 508 – 6 Operatives Ergebnis Upstream 1.218
417 384 540 – 23 Operatives Ergebnis Downstream 584
– 1 – 13 – 16 93 Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges – 48
6 – 34 5 6 Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung – 21
– 90 – 69 – 49 – 84 Finanzerfolg – 246
809 562 988 – 18 Ergebnis vor Steuern 1.486
34 25 17 97 Steuerquote des Konzerns in % 43
531 421 816 – 35 Periodenüberschuss 853
406 311 712 – 43 Den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss 4 435
1,24 0,95 2,18 – 43 Ergebnis je Aktie in EUR 1,33
1.076 742 923 17 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.448
538 – 1.445 1.320 – 59 Freier Cashflow 1.681
538 – 1.532 1.320 – 59 Freier Cashflow nach Dividenden 1.013
645 146 496 30 Organischer freier Cashflow nach Dividenden 6 1.194
2.292 2.005 1.669 37 Nettoverschuldung 2.005
16 14 12 42 Verschuldungsgrad in % 14
339 2.290 302 12 Investitionen 7 3.376
13 14 10 39 CCS ROACE vor Sondereffekten in % 3 14
5 6 3 45 ROACE in % 6
20.595 20.721 22.210 – 7 Mitarbeiteranzahl 20.721

Zahlen in dieser und folgenden Tabellen lassen sich möglicherweise aufgrund von Rundungsdifferenzen nicht aufaddieren.

1 Q1/18 gegenüber Q1/17

2 Umsätze exklusive Mineralölsteuer

3 Bereinigt um Sondereffekte; das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien und der OMV Petrol Ofisi

4 Nach Abzug des den Hybridkapitalbesitzern sowie den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnenden Periodenüberschusses

5 Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird der Ausweis von Sondereffekten als angemessen betrachtet; zur Darstellung vergleichbarer Ergebnisse müssen bestimmte Positionen hinzugefügt oder abgezogen werden; Sondereffekte von at-equity bewerteten Beteiligungen werden berücksichtigt; seit Q1/17 enthalten die Sondereffekte auch temporäre Effekte aus dem Rohstoff-Hedging für wesentliche Hedging-Transaktionen in Downstream und Upstream

6 Der organische freie Cashflow nach Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, exklusive Veräußerungen und wesentliche anorganische Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen) sowie abzüglich Dividendenzahlungen

7 Investitionen beinhalten Akquisitionen; insbesondere hat die OMV die Akquisition des 24,99%-Anteils am Feld Juschno Russkoje für EUR 1.719 Mio am 30. November 2017 abgeschlossen

Erstes Quartal 2018 (Q1/18) im Vergleich zum ersten Quartal 2017 (Q1/17)

Der Konzernumsatz sank im Vergleich zu Q1/17 um 10% auf EUR 4.977 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf den Verkauf der OMV Petrol Ofisi zurückzuführen. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten erhöhte sich von EUR 805 Mio auf EUR 818 Mio, hauptsächlich durch ein deutlich besseres Upstream-Ergebnis von EUR 438 Mio (Q1/17: EUR 321 Mio). Ursächlich waren insbesondere höhere Verkaufsmengen, bedingt durch die Akquisition des Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje, sowie ein höherer Produktionsbeitrag aus Libyen. Höhere realisierte Ölpreise konnten den negativen Effekt aus der Abwertung des US Dollars gegenüber dem Euro nicht kompensieren. Das Downstream CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank auf EUR 376 Mio (Q1/17: EUR 494 Mio). Während das Downstream Öl Ergebnis hauptsächlich durch den Verkauf der OMV Petrol Ofisi in Q2/17 und ein schwächeres Raffinerie-Marktumfeld in Q1/18 beeinflusst wurde, erreichte Downstream Gas ein starkes Ergebnis, unterstützt durch höhere Verkaufsmengen in Verbindung mit gestiegenen Margen und der erfolgreichen Realisierung von Arbitragemöglichkeiten auf den Märkten. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten der OMV Petrom erhöhte sich auf EUR 206 Mio (Q1/17: EUR 170 Mio). Die Konzernsteuerquote vor Sondereffekten betrug 35%, verglichen mit 20% in Q1/17. Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten erreichte EUR 491 Mio. Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten sank auf EUR 377 Mio (Q1/17: EUR 502 Mio), hauptsächlich aufgrund einer höheren Konzernsteuerquote vor Sondereffekten. Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten belief sich auf EUR 1,15 (Q1/17: EUR 1,54).

In Q1/18 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR 64 Mio verzeichnet (Q1/17: EUR 210 Mio), welche sich hauptsächlich aus temporären Hedging-Effekten sowie aus der Bewertung nicht-realisierter Rohstoffderivate ergaben. In Q1/18 betrugen die CCS Effekte EUR 17 Mio. Das Operative Konzernergebnis lag bei EUR 899 Mio (Q1/17: EUR 1.037 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum Operativen Konzernergebnis erhöhte sich auf EUR 231 Mio (Q1/17: EUR 177 Mio).

Der Finanzerfolg belief sich auf EUR –90 Mio (Q1/17: EUR –49 Mio). Die Verringerung war hauptsächlich auf FX-Verluste zurückzuführen. Bei einer Konzernsteuerquote von 34% (Q1/17: 17%) betrug der Periodenüberschuss EUR 531 Mio. Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss sank deutlich auf EUR 406 Mio (Q1/17: EUR 712 Mio). Das Ergebnis je Aktie für das Quartal verringerte sich auf EUR 1,24 (Q1/17: EUR 2,18).

Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit wuchs auf EUR 1.076 Mio von EUR 923 Mio in Q1/17. Der freie Cashflow nach Dividenden verringerte sich auf EUR 538 Mio, verglichen mit EUR 1.320 Mio in Q1/17, hauptsächlich bedingt durch die Veräußerung der OMV (U.K.) Limited, die in Q1/17 zu einem Netto-Mittelzufluss von EUR 810 Mio führte.

Die Nettoverschuldung stieg auf EUR 2.292 Mio, verglichen mit EUR 1.669 Mio per 31. März 2017, vor allem bedingt durch die Umgliederung der Hybridanleihe 2011, mit einem Volumen von EUR 750 Mio, vom Eigenkapital in die Position kurzfristige Anleihen. Zum 31. März 2018 betrug der Verschuldungsgrad 16% (31. März 2017: 12%).

Das Investitionsvolumen belief sich auf EUR 339 Mio (Q1/17: EUR 302 Mio), wobei der Großteil dem Bereich Upstream zuzurechnen ist.

Cashflow

Konzern-Cashflow-Rechnung (Kurzfassung)

In EUR Mio
Q1/18 Q4/17 Q1/17 Δ% 1 2017
1.198 925 1.192 1 Mittelzufluss nach unbaren Posten 3.871
1.076 742 923 17 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.448
– 538 – 2.187 397 n.m. Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 1.766
538 – 1.445 1.320 – 59 Freier Cashflow 1.681
– 212 790 – 127 – 67 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 27
– 7 – 7 – 15 53 Währungsdifferenz auf liquide Mittel – 42
319 – 662 1.179 – 73 Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel 1.667
3.981 4.643 2.314 72 Liquide Mittel Periodenbeginn 2.314
4.300 3.981 3.493 23 Liquide Mittel Periodenende 3.981
3 9 370 – 99 davon Liquide Mittel umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen
9
4.297 3.972 3.123 38 In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
ausgewiesen
3.972
538 – 1.532 1.320 – 59 Freier Cashflow nach Dividenden 1.013
538 – 1.532 1.320 – 59 Freier Cashflow nach Dividenden inkl. Veränderung nicht beherrschender Anteile 1.013

1 Q1/18 gegenüber Q1/17

Erstes Quartal 2018 (Q1/18) im Vergleich zum ersten Quartal 2017 (Q1/17)

Der Mittelzufluss nach unbaren Posten betrug EUR 1.198 Mio in Q1/18 (Q1/17: EUR 1.192 Mio). Net Working Capital-Positionen führten zu einem Mittelabfluss von EUR –122 Mio (Q1/17: EUR –269 Mio). Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit stieg in Q1/18 um 17% auf EUR 1.076 Mio.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verzeichnete einen Mittelabfluss von EUR –538 Mio, verglichen mit einem Mittelzufluss von EUR 397 Mio in Q1/17, hauptsächlich bedingt durch die Veräußerung der OMV (U.K.) Limited, die in Q1/17 zu einem Netto-Mittelzufluss von EUR 810 Mio führte. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthielt in Q1/18 einen Mittelabfluss von EUR –81 Mio, resultierend aus den Finanzierungsvereinbarungen für das Pipelineprojekt Nord Stream 2 sowie einer Anzahlung von EUR –47 Mio, betreffend den Erwerb des Upstream-Geschäfts von Shell in Neuseeland.

Dies führte zu einem freien Cashflow (Mittelzufluss aus der Betriebstätigkeit +/– Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit) von EUR 538 Mio, der deutlich geringer war als in Q1/17 (EUR 1.320 Mio).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von EUR –212 Mio gegenüber EUR –127 Mio in Q1/17, vor allem aufgrund der Rückzahlung langfristiger Schulden.

Risikomanagement

Als internationaler Öl- und Gaskonzern mit Aktivitäten, die von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen bis zu Handel und Vermarktung von Mineralölprodukten und Gas reichen, ist die OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt – unter anderem finanziellen und Marktrisiken, operativen sowie strategischen Risiken. Eine detaillierte Beschreibung der Risiken und der Risikomanagement-Aktivitäten kann dem OMV Geschäftsbericht 2017 (Seite 82–83) entnommen werden.

Die wesentlichen Unsicherheiten, welche die Ergebnisse des OMV Konzerns beeinflussen können, bleiben Rohstoffpreise, Währungskursschwankungen und operative sowie politische und regulatorische Risiken. Die Entwicklung des Rohstoffpreis-Risikos wird laufend überwacht und bei Bedarf werden entsprechende Cashflow-Sicherungsmaßnahmen getroffen. Das inhärente Risikopotenzial der Sicherheits- und Umweltrisiken wird durch Programme für HSSE (Gesundheit, Sicherheit und Umwelt) und Risikomanagement überwacht, mit der klaren Zielsetzung, die Risiken der OMV im Rahmen der branchenüblichen Standards zu halten.

Weitere Details zu den aktuellen Risiken können der Sektion Ausblick des Lageberichts entnommen werden.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Bezüglich der Angaben zu den wesentlichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen wird auf den Anhang im Konzernabschluss verwiesen.

Ausblick

Marktumfeld

Die OMV erwartet für das Jahr 2018 einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von USD 68/bbl (vorherige Prognose: USD 60/bbl). Im Jahr 2018 werden durchschnittliche Gaspreise an den europäischen Spotmärkten auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2017 erwartet.

Konzern

► Das Investitionsvolumen (inklusive aktivierter E&A-Ausgaben und exklusive Akquisitionen) wird sich im Jahr 2018 voraussichtlich auf rund EUR 1,9 Mrd belaufen.

Upstream

  • ► Die OMV erwartet für das Jahr 2018 eine Gesamtproduktion von über 420 kboe/d (vorherige Prognose: 420 kboe/d). Der Produktionsbeitrag aus Russland wird in Höhe von etwa 100 kboe/d erwartet. Der Produktionsbeitrag aus Libyen wird in ähnlicher Höhe wie 2017 eingeschätzt. Es wird erwartet, dass die Produktion in Q2/18 sowie in Q3/18 niedriger sein wird, hauptsächlich aufgrund geplanter Wartungsaktivitäten in Russland und Norwegen.
  • ► Das Investitionsvolumen in Upstream (inklusive aktivierter E&A-Ausgaben und exklusive Akquisitionen) wird sich im Jahr 2018 voraussichtlich auf rund EUR 1,3 Mrd belaufen.
  • ► Die Explorations- und Evaluierungsausgaben werden in Höhe von EUR 300 Mio prognostiziert.

Downstream

  • Öl ► Die Raffineriemargen werden voraussichtlich niedriger als im Jahr 2017 sein.
  • ► Die Petrochemie-Margen werden sich erwartungsgemäß auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2017 bewegen.
  • ► Für die OMV Märkte werden ähnliche Retail- und Commercial-Margen wie im Jahr 2017 erwartet. Die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte wird 2018 aufgrund des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi im Juni 2017 niedriger ausfallen als 2017.
  • ► Der Raffinerie-Auslastungsgrad wird im Jahr 2018 aller Voraussicht nach über 90% liegen, trotz der planmäßigen Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi, welche Mitte April begonnen hat und für ungefähr sechs Wochen angesetzt ist.

Gas

  • ► Die OMV erwartet, dass die Erdgas-Verkaufsmengen im Jahr 2018 über denen von 2017 liegen werden.
  • ► Die Erdgas-Verkaufsmargen im Jahr 2018 werden auf einem ähnlichen Niveau wie 2017 sein.
  • ► Die OMV erwartet einen leichten Rückgang der Nettostromerzeugung im Jahr 2018, bedingt durch ein ungünstiges Marktumfeld (vorherige Prognose: In 2018 wurde die Nettostromerzeug leicht höher erwartet).
  • ► Die OMV wird die Finanzierung der Pipeline Nord Stream 2 gemäß der Entwicklung der Projektfinanzierung an den Kapitalmärkten fortführen.

Geschäftsbereiche

Upstream

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/18 Q4/17 Q1/17 Δ% 1 2017
766 747 657 17 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, 2.677
Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen zum Anlagevermögen
438 344 321 36 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 1.225
40 – 50 187 – 79 Sondereffekte – 7
478 294 508 – 6 Operatives Ergebnis 1.218
255 2.074 209 22 Investitionen 2 2.781
61 84 53 15 Explorationsausgaben 230
37 96 32 16 Explorationsaufwendungen 222
7,42 8,79 8,91 – 17 Produktionskosten in USD/boe 3 8,79
Operative Kennzahlen
437 377 335 31 Gesamtproduktion in Mio boe 3 348
162 165 170 – 5 davon OMV Petrom 168
16,0 16,6 15,9 1 Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl 65,6
135,5 103,4 80,3 69 Erdgasproduktion in bcf 3 347,9
38,5 33,0 28,5 35 Gesamtverkaufsmenge in Mio boe 3 118,3
66,82 61,26 53,69 24 Durchschnittlicher Brent-Preis in USD/bbl 54,19
58,02 55,61 50,40 15 Durchschnittlich realisierter Rohölpreis in USD/bbl 49,95
4,86 5,10 5,02 – 3 Durchschnittlich realisierter Gaspreis in USD/1.000 cf 3 5,10
12,92 14,26 15,40 – 16 Durchschnittlich realisierter Gaspreis in EUR/MWh 3, 4 14,77
1,229 1,177 1,065 15 Durchschnittlicher EUR-USD-Kurs 1,130

Hinweise: Das Nettoergebnis der at-equity bewerteten Beteiligung Pearl ist in allen Operativen Ergebnissen der dargestellten Perioden enthalten. Nach Abschluss der Akquisition des 24,99%-Anteils am Feld Juschno Russkoje wird seit 1. Dezember 2017 der OMV Anteil von 24,99% an Severneftegazprom ("SNGP", Betriebsführer des Erdgasfelds Juschno Russkoje) nach der Equity-Methode berücksichtigt und das Ergebnis der JSC Gazprom YRGM Development ("Trader"), an der die OMV 99,99% hält, vollkonsolidiert. 1 Q1/18 gegenüber Q1/17

2 Investitionen beinhalten Akquisitionen; insbesondere hat die OMV die Akquisition des 24,99%-Anteils am Erdgasfeld Juschno Russkoje Erdgasfeld für EUR 1,7 Mrd am 30. November 2017 abgeschlossen

3 Berücksichtigt den Anteil der OMV am Erdgasfeld Juschno Russkoje, beginnend mit 1. Dezember 2017

4 Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird unter Verwendung eines einheitlichen Brennwerts über das ganze Portfolio in MWh umgerechnet

Erstes Quartal 2018 (Q1/18) im Vergleich zum ersten Quartal 2017 (Q1/17)

► Deutlicher Anstieg des Operativen Ergebnisses vor Sondereffekten auf EUR 438 Mio

► Rekordproduktion von 437 kboe/d

► Produktionskosten sanken um 17% auf USD 7,4/boe

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten verbesserte sich deutlich von EUR 321 Mio in Q1/17 auf EUR 438 Mio, aufgrund einer signifikant besseren operativen Performance von EUR 191 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Verkaufsmengen, bedingt durch die Akquisition des Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje, sowie den höheren Produktionsbeitrag aus Libyen zurückzuführen. Netto-Markteffekte in Höhe von EUR –83 Mio beeinflussten das OMV Ergebnis. Höhere realisierte Ölpreise konnten den negativen Effekt aus der Abwertung des US Dollars gegenüber dem Euro nicht kompensieren. Die OMV Petrom trug in Q1/18 EUR 139 Mio zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten bei. In Q1/17 waren es EUR 102 Mio.

In Q1/18 wurden Netto-Sondereffekte von EUR 40 Mio erfasst, welche hauptsächlich aus temporären Hedging-Effekten resultierten. Das Operative Ergebnis verringerte sich auf EUR 478 Mio (Q1/17: EUR 508 Mio).

Aufgrund der gesteigerten Produktion sowie des laufenden Kostensenkungsprogramms reduzierten sich die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren um 17% auf USD 7,4/boe. Dieser Effekt wurde teilweise durch die Abwertung des US Dollars negativ beeinflusst. Die Produktionskosten der OMV Petrom erhöhten sich um 13% auf USD 11,9/boe, hauptsächlich aufgrund der unvorteilhaften Entwicklung des Wechselkurses sowie geringerer Mengen.

Vor allem aufgrund des Produktionsbeitrags von 106 kboe/d aus Russland und einer um 15 kboe/d höheren Produktion in Libyen stieg die Gesamtproduktion um 31% auf 437 kboe/d. Die Produktion der OMV Petrom fiel aufgrund des natürlichen Förderrückgangs um 5% auf 162 kboe/d. Die Gesamtverkaufsmenge stieg um 35%, hauptsächlich aufgrund des Beitrags aus Russland in Folge der Akquisition des Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje sowie höherer Verkaufsvolumina in Libyen und Norwegen.

Ein höheres geopolitisches Risiko sowie die hohe Förderquotendisziplin der OPEC-Länder waren in Q1/18 die wesentlichen Gründe für einen um 24% höheren durchschnittlichen Brent-Preis von rund USD 67/bbl. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis

des Konzerns erhöhte sich um 15%. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in USD/1.000 cf sank um 3%, da in Q1/18 der gesamte Produktionsbetrag aus Russland berücksichtigt wird. Die realisierten Preise wurden durch einen realisierten Hedging-Verlust von EUR –68 Mio in Q1/18 beeinflusst.

Das Investitionsvolumen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben erhöhte sich in Q1/18 auf EUR 255 Mio (Q1/17: EUR 209 Mio). Organische Investitionen wurden vorwiegend in Rumänien und Norwegen getätigt. Die Explorationsausgaben, vor allem für Aktivitäten in Norwegen, Rumänien und Österreich, stiegen um 15% auf EUR 61 Mio.

Downstream

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/18 Q4/17 Q1/17 Δ% 1 2017
493 475 611 – 19 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, 2.243
Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen zum Anlagevermögen 2
376 356 494 – 24 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 1.770
282 311 411 – 31 davon Downstream Öl 1.554
94 45 82 14 davon Downstream Gas 217
26 – 37 26 – 1 Sondereffekte – 1.242
15 66 20 – 24 CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 2 55
417 384 540 – 23 Operatives Ergebnis 584
82 207 91 – 9 Investitionen 3 580
Downstream Öl-Kennzahlen
4,79 5,68 5,42 – 12 OMV Referenz-Raffineriemarge in USD/bbl 4 6,05
447 401 385 16 Ethylen/Propylen Netto-Marge in EUR/t 4, 5 427
93 92 96 – 3 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 90
4,53 4,95 6,54 – 31 Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte in Mio t 23,82
1,41 1,55 2,34 – 40 davon Retail-Verkaufsmengen in Mio t 8,13
0,61 0,55 0,59 4 davon Petrochemie in Mio t 2,15
Downstream Gas-Kennzahlen
32,98 31,13 32,30 2 Erdgas-Verkaufsmengen in TWh 113,40
1,52 1,91 1,74 – 13 Nettostromerzeugung in TWh 7,10

1 Q1/18 gegenüber Q1/17

2Current Cost of Supply (CCS): Das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Sondereffekte und Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien und der OMV Petrol Ofisi 3

Investitionen beinhalten Akquisitionen

4 Die tatsächlich von der OMV realisierten Raffinerie- und Petrochemiemargen können aufgrund von Faktoren wie einer anderen Rohölzusammensetzung, Produktausbeute und Betriebsbedingungen sowie einem anderem Grundstoff von der OMV Referenz-Raffineriemarge, von der Ethylen/Propylen Netto-Marge und von den Marktmargen abweichen 5 Berechnet auf Basis von West European Contract Prices (WECP) mit Naphtha als Grundstoff

Erstes Quartal 2018 (Q1/18) im Vergleich zum ersten Quartal 2017 (Q1/17)

► Starkes Downstream Gas Ergebnis, unterstützt durch höhere Verkaufsmengen und gestiegene Margen

► Downstream Öl Ergebnis wurde vom fehlenden Ergebnisbeitrag der OMV Petrol Ofisi und einem schwächeren Raffinerie-Marktumfeld beeinflusst

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten betrug in Q1/18 EUR 376 Mio (Q1/17: EUR 494 Mio). Der höhere Beitrag aus dem Downstream Gas-Geschäft wurde durch den fehlenden Ergebnisbeitrag der OMV Petrol Ofisi und einer niedrigeren Raffineriemarge mehr als kompensiert.

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl verringerte sich von EUR 411 Mio in Q1/17 auf EUR 282 Mio. Dies war teilweise bedingt durch den Verkauf der OMV Petrol Ofisi im Juni 2017, welche in Q1/17 EUR 53 Mio zum Ergebnis beitrug. Darüber hinaus sank die OMV Referenz-Raffineriemarge um 12% auf USD 4,8/bbl (Q1/17: USD 5,4/bbl). Gestiegene Rohölpreise führten zu höheren Bezugskosten und niedrigeren Margen, insbesondere für Schweröl und Naphtha, welche nicht durch leicht gestiegene Margen bei Mitteldestillaten kompensiert werden konnten. Die OMV Referenz-Raffineriemarge wurde zusätzlich durch negative FX-Effekte beeinflusst. Der Auslastungsgrad der Raffinerien belief sich in Q1/18 auf 93%. In Q1/17 erreichte der Auslastungsgrad ein Niveau von 96%, unterstützt durch den Lagerbestandsaufbau für die planmäßige Generalüberholung der Raffinerie Schwechat im zweiten Quartal 2017. Die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte fiel um 31% auf 4,5 Mio t als Folge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi, deren Beitrag in Q1/17 2,0 Mio t betrug. Die OMV Petrol Ofisi nicht berücksichtigend blieb die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte auf Vorjahresniveau, die Verkaufsmengen wie auch die Margen im Retail-Geschäft stiegen leicht, während diese im Commercial-Geschäft leicht fielen. Die OMV Petrom trug EUR 52 Mio zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl bei.

Der Ergebnisbeitrag des Petrochemie-Geschäfts zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten sank in Q1/18 um EUR 5 Mio auf EUR 68 Mio. Eine verbesserte Ethylen/Propylen Netto-Marge wurde durch die stark gesunkene Butadien-Marge, welche im ersten Halbjahr 2017 einen Höchststand erreichte, nahezu kompensiert. Zusätzlich wirkten sich gestiegene Bezugskosten, welche auch andere Vorprodukte außer Naphtha beinhalten, auf das Ergebnis aus. Der Beitrag von Borealis zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten sank auf EUR 86 Mio in Q1/18 (Q1/17: EUR 113 Mio), hauptsächlich bedingt durch niedrigere Polyolefin-Margen in Q1/18 sowie positive Lagerbestandsveränderungen in Q1/17.

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Gas erhöhte sich von EUR 82 Mio in Q1/17 auf EUR 94 Mio. Das Vorjahresquartal war positiv beeinflusst durch Bewertungseffekte des Hedgings von Liefer- und Speicherverträgen sowie von Bewertungseffekten von Terminverträgen. Das Q1/18 Ergebnis erreichte ein Fünfjahreshoch, unterstützt durch höhere Verkaufsmengen in Verbindung mit gestiegenen Margen und der erfolgreichen Realisierung von Arbitragemöglichkeiten auf den Märkten. Der Ergebnisbeitrag von Gas Connect Austria blieb stabil bei EUR 27 Mio (Q1/17: EUR 26 Mio). Die Erdgas-Verkaufsmengen stiegen von 32,3 TWh auf 33,0 TWh, hauptsächlich aufgrund von höheren Verkaufsmengen in Deutschland und der Türkei, welche teilweise durch niedrigere Verkaufsmengen in Rumänien kompensiert wurden. Trotz einer niedrigeren Nettostromerzeugung, bedingt durch unvorteilhafte Marktkonditionen, stieg der Ergebnisbeitrag des Stromgeschäfts aufgrund eines positiven Hedging-Beitrags an. Die OMV Petrom trug EUR 17 Mio zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Gas bei.

Die Netto-Sondereffekte in Q1/18 betrugen EUR 26 Mio und ergaben sich vornehmlich aus der Bewertung nicht-realisierter Rohstoffderivate. Aufgrund gestiegener Rohölpreise in Q1/18 wurden CCS Effekte von EUR 15 Mio erfasst. Das Operative Ergebnis im Downstream-Geschäft fiel um 23% auf EUR 417 Mio, verglichen mit EUR 540 Mio in Q1/17.

Die Investitionssumme im Bereich Downstream belief sich auf EUR 82 Mio (Q1/17: EUR 91 Mio), davon EUR 69 Mio (Q1/17: EUR 84 Mio) im Downstream Öl-Geschäft.

Konzernzwischenabschluss (verkürzt, ungeprüft)

Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/18 Q4/17 Q1/17 2017
4.977 4.906 5.518 Umsatzerlöse 20.222
67 128 216 Sonstige betriebliche Erträge 488
107 93 121 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 510
86 89 113 davon Borealis 394
5.151 5.128 5.855 Summe Erlöse und sonstige Erträge 21.220
– 2.823 – 2.944 – 3.376 Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) 12.331
– 392 – 421 – 402 Produktions- und operative Aufwendungen – 1.645
– 88 – 77 – 85 Produktionsbezogene Steuern – 311
– 443 – 456 – 454 Abschreibungen und Wertminderungen – 1.852
– 416 – 489 – 405 Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen – 1.636
– 37 – 96 – 32 Explorationsaufwendungen – 221
– 54 – 12 – 64 Sonstige betriebliche Aufwendungen – 1.491
899 631 1.037 Operatives Ergebnis 1.732
0 10 0 Dividendenerträge 15
24 16 13 Zinserträge 64
– 64 – 70 – 61 Zinsaufwendungen – 265
– 51 – 25 – 1 Sonstiges Finanzergebnis – 60
– 90 – 69 – 49 Finanzerfolg – 246
809 562 988 Ergebnis vor Steuern 1.486
– 278 – 142 – 172 Steuern vom Einkommen und Ertrag – 634
531 421 816 Periodenüberschuss 853
406 311 712 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 435
24 26 25 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 103
101 84 78 davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 315
1,24 0,95 2,18 Ergebnis je Aktie in EUR 1,33
1,24 0,95 2,18 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 1,33

Gesamtergebnisrechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio
Q1/18 Q4/17 Q1/17 2017
531 421 816 Periodenüberschuss 853
– 48 – 232 – 292 Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 340
– 17 10 23 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges 32
– 48 – 26 – 36 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis – 161
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert
– 112 – 249 – 304 ("recycelt") werden können 212
0 7 0 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 7
0 – 10 0 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis – 10
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
0 – 3 0 umgegliedert ("recycelt") werden – 3
Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
2 – 1 1 umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen 5
Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
0 2 0 umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen 2
2 2 1 Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern 7
– 110 – 250 – 304 Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern 216
421 170 512 Gesamtergebnis der Periode 1.069
294 95 416 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 716
24 26 25 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 103
103 49 71 davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 250

Konzernbilanz (ungeprüft)

In EUR Mio
31. März 2018 31. Dez. 2017
Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 2.625 2.648
Sachanlagen 13.539 13.654
At-equity bewertete Beteiligungen 2.689 2.913
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.080 1.959
Sonstige Vermögenswerte 53 55
Latente Steuern 771 744
Langfristiges Vermögen 21.757 21.972
Vorräte 1.354 1.503
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.210 2.503
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.209 1.140
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 16 15
Sonstige Vermögenswerte 331 265
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.297 3.972
Kurzfristiges Vermögen 10.416 9.398
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 192 206
Summe Aktiva 32.365 31.576
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Grundkapital 327 327
Hybridkapital 1.490 2.231
Rücklagen 8.960 8.658
Eigenkapital der OMV Anteilseigner 10.778 11.216
Nicht beherrschende Anteile 3.221 3.118
Eigenkapital 13.999 14.334
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.000 1.003
Anleihen 3.970 3.968
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 600 823
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 3.074 3.070
Sonstige Rückstellungen 468 497
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 422 405
Sonstige Verbindlichkeiten 145 148
Latente Steuern 523 437
Langfristige Verbindlichkeiten 10.201 10.352
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.561 3.262
Anleihen 1.595 788
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 138 114
Rückstellung für laufende Ertragsteuern 181 140
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 124 110
Sonstige Rückstellungen 339 349
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.308 1.288
Sonstige Verbindlichkeiten 864 775
Kurzfristige Verbindlichkeiten 8.109 6.826
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 55 63
Summe Passiva 32.365 31.576

Eigenkapitalveränderungsrechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio

Grund
kapital
Kapital
rück
lagen
Hybrid
kapital
Gewinn
rück
lagen
Sonstige
Rück
lagen 1
Eigene
Anteile
Eigen
kapital
der OMV
Anteils
eigner
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
1. Jänner 2018 327 1.517 2.231 8.006 – 857 – 8 11.216 3.118 14.334
Erstanpassung aus
IFRS 9 und IFRS 15
43 – 1 42 0 42
Angepasste Werte
1. Jänner 2018 327 1.517 2.231 8.049 – 858 – 8 11.259 3.118 14.377
Periodenüberschuss 430 430 101 531
Sonstiges Ergebnis der
Periode – 112 – 112 2 – 110
Gesamtergebnis der
Periode 430 – 112 318 103 421
Veränderung Hybridkapital – 741 – 60 – 800 – 800
Anteilsbasierte Vergütung 2 2 2
31. März 2018 327 1.519 1.490 8.419 – 970 – 8 10.778 3.221 13.999
Grund
kapital
Kapital
rück
lagen
Hybrid
kapital
Gewinn
rück
lagen
Sonstige
Rück
lagen 2
Eigene
Anteile
Eigen
kapital
der OMV
Anteils
eigner
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
1. Jänner 2017 327 1.507 2.231 7.990 – 1.131 – 9 10.915 3.010 13.925
Periodenüberschuss 738 738 78 816
Sonstiges Ergebnis der
Periode 0 – 296 – 296 – 8 – 304
Gesamtergebnis der
Periode 738 – 296 441 71 512
Anteilsbasierte Vergütung 4 4 4
31. März 2017 327 1.511 2.231 8.727 – 1.427 – 9 11.360 3.080 14.441

1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis

2 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges und zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte durch das sonstige Ergebnis sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis

Konzern-Cashflow-Rechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio
Q1/18 Q4/17 Q1/17 2017
531 421 816 Periodenüberschuss 853
450 485 446 Abschreibungen und Wertminderungen (+)/Zuschreibungen (–) 1.941
67 16 63 Latente Steuern 142
– 6 10 0 Gewinne (–)/Verluste (+) aus Abgängen von Anlagevermögen 0
27 39 4 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von langfristigen Rückstellungen 9
129 – 46 – 137 Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) 927
1.198 925 1.192 Mittelzufluss nach unbaren Posten 3.871
143 31 158 Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Vorräten 70
– 722 – 449 – 59 Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Forderungen – 51
483 254 – 344 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Verbindlichkeiten – 347
– 25 – 20 – 25 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von kurzfristigen Rückstellungen – 96
1.076 742 923 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.448
Investitionen
– 431 – 509 – 426 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen – 1.586
– 81 – 70 – 4 Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte – 366
– 47 – 1.644 0 Erwerb einbezogener Unternehmen und Geschäftsbetriebe abzüglich liquider Mittel – 1.644
Veräußerungen
3 22 18 Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen 72
Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider
19 14 810 Mittel 1.758
– 538 – 2.187 397 Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 1.766
– 202 862 – 37 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von langfristigen Finanzierungen 784
– 9 14 – 89 Erhöhung (+)/Verminderung (–) von kurzfristigen Finanzierungen – 89
0 – 86 0 Dividendenzahlungen – 668
– 212 790 – 127 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 27
– 7 – 7 – 15 Währungsdifferenz auf liquide Mittel – 42
319 – 662 1.179 Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel 1.667
3.981 4.643 2.314 Liquide Mittel Periodenbeginn 2.314
4.300 3.981 3.493 Liquide Mittel Periodenende 3.981
3 9 370 davon Liquide Mittel umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 9
4.297 3.972 3.123 In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen 3.972
538 – 1.445 1.320 Freier Cashflow 1.681
538 – 1.532 1.320 Freier Cashflow nach Dividenden 1.013
538 – 1.532 1.320 Freier Cashflow nach Dividenden inkl. Veränderung nicht beherrschender Anteile 1.013

Ausgewählte Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernzwischenabschluss für die Berichtsperiode 1. Jänner bis 31. März 2018 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben und sollte zusammen mit dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2017 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss für Q1/18 ist ungeprüft. Eine externe prüferische Durchsicht wurde nicht durchgeführt.

Der Konzernzwischenabschluss für Q1/18 wurde in Millionen Euro (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Zusätzlich zum Konzernzwischenabschluss enthält die Beschreibung der OMV Geschäftsbereiche im Lagebericht weitere Informationen zu wichtigen Effekten, die Einfluss auf den Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2018 haben.

Wesentliche Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen

Der Konzern wendete ab 1. Jänner 2018 erstmals IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Umsätze aus Verträgen mit Kunden" an.

Weiters sind mit 1. Jänner 2018 eine Reihe von anderen Änderungen und Interpretationen in Kraft getreten. Diese haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 9 "Finanzinstrumente"

IFRS 9 sieht neue Grundsätze zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten auf Basis der Zahlungsstromeigenschaften und des Geschäftsmodells, nach dem sie gesteuert werden, vor. Weiters wird ein neues Modell zur Wertberichtigung von finanziellen Vermögenswerten, das auf die erwarteten Kreditausfälle abstellt, eingeführt. Darüber hinaus wurden die Vorschriften zur Sicherungsbilanzierung mit dem Ziel, die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser abzubilden, geändert.

Abgesehen von den Änderungen zur Sicherungsbilanzierung wurde IFRS 9 retrospektiv angewendet. Die Zahlen der Vergleichsperiode wurden aber, so wie nach IFRS 9 zulässig, nicht anpasst. Die retrospektiven Auswirkungen durch die Anwendung von IFRS 9 wurden durch eine Anpassung der Eröffnungswerte der entsprechenden Positionen im Eigenkapital zum 1. Jänner 2018 erfasst.

IFRS 9 sieht drei Hauptkategorien zur Klassifizierung von Finanzinstrumenten vor: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch das sonstige Ergebnis bewertet (FVOCI) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVTPL).

Die folgende Tabelle und die nachfolgenden Erläuterungen beschreiben die ursprünglichen und neuen Bewertungskategorien nach IAS 39 und IFRS 9 für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten des Konzerns zum 1. Jänner 2018.

Änderungen der Bewertungskategorien von IAS 39 zu IFRS 9

In EUR Mio
Bewertungskategorie Absatz Buchwert
IAS 39 IFRS 9 Ursprüng
lich (IAS
39)
Neu
(IFRS 9)
Bewertungs
änderung
Vermögen per 1. Jänner 2018
Anteile an sonstigen
Unternehmen
Available-for-sale FVOCI 3. 39 82 43
Investmentfonds Available-for-sale FVTPL 2. 6 6
Anleihen Available-for-sale zu fortgeführten
Anschaffungskosten
2. 78 78 0
Ausleihungen Ausleihungen und
Forderungen
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
4. 348 345 –2
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
Ausleihungen und
Forderungen
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
4. 1.019 1.015 –4
FVTPL FVTPL 641 641
Available-for-sale FVTPL 139 139
Derivative Finanzinstrumente:
a) Cashflow-Hedge Fair value – Hedging
Instrument
Fair value – Hedging
Instrument
97 97
b) sonstige Derivate Held-for-trading FVTPL 732 732
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
Ausleihungen und
Forderungen
FVTPL 1. 197 197
Ausleihungen und
Forderungen
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
4. 2.306 2.304 –2
    1. Nach IAS 39 wurden alle Lieferforderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Nach IFRS 9 werden die Forderungsportfolios, die für einen Verkauf im Rahmen von Factoring- oder des Securitization-Programms vorgesehen sind, zum FVTPL bewertet. Weiters werden Lieferforderungen aus Verträgen mit einer vorläufigen Preisfestsetzung zum FVTPL bewertet, da die vertraglichen Zahlungsströme nicht ausschließlich Tilgungen und Zinszahlungen auf ausstehende Rückzahlungsbeträge darstellen. Die Anpassung der Gewinnrücklagen durch diese Neueinstufung nach IFRS 9 ist unwesentlich.
    1. Available-for-sale Finanzinstrumente, die hauptsächlich Investmentfonds und Schuldinstrumente umfassen, wurden nach IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bilanziert. Nach IFRS 9 werden die Investmentfonds zum FVTPL bilanziert. Basierend auf der Einschätzung des Konzerns werden die bisher als Available-forsale eingestuften Schuldinstrumente, die hauptsächlich Anleihen umfassen, im Rahmen eines Geschäftsmodells mit dem Ziel der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten. Nach IFRS 9 werden diese Finanzanlagen deshalb zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, was zu einer Anpassung des kumulierten sonstigen Ergebnisses gegen ihren Buchwert führt. Die Auswirkungen beider Änderungen auf das Konzerneigenkapital sind unwesentlich.
    1. IFRS 9 beseitigt die Ausnahme für die Bewertung von nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten, nach der sie bisher mit den Anschaffungskosten anstelle des beizulegenden Zeitwertes bewertet werden können, wenn die Schwankungsbreite der vernünftigen Schätzungen des beizulegenden Zeitwertes signifikant ist und die Wahrscheinlichkeit unterschiedlicher Schä tzungen nicht eindeutig beurteilt werden kann. Der neue Standard erlaubt nur eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert und führt Indikatoren an, wann die Anschaffungskosten nicht der beste Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert sind. Zum 31. Dezember 2017 verfügte der Konzern über nicht notierte, zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitalinstrumente mit einem Buchwert in der Höhe von EUR 39 Mio. Nach IFRS 9 werden alle Eigenkapitalinstrumente als zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet designiert, da sie mit einer langfrist igen strategischen Zielsetzung gehalten werden. Folglich werden alle Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis (FVOCI) erfasst. Es werden weder Wertminderungsaufwendungen im Gewinn oder Verlust verbucht noch Gewinne oder Verluste im Rahmen des Abgangs in die Gewinn- oder Verlustrechnung umgegliedert. Die Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital abzüglich Steuereffekten sind EUR 42 Mio.
    1. Das neue Modell für die Erfassung von Wertberichtigungen erfordert den Ansatz von Wertminderungen auf Basis von erwarteten Kreditausfällen und nicht von eingetretenen Verlusten, wie dies unter IAS 39 der Fall war. Diesen Wertminderungsvorschriften von IFRS 9 unterliegen die finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie die Schuldinstrumente mit Bewertung zu FVOCI. Im Allgemeinen führt die Anwendung des Modells der erwarteten Kreditausfälle zu einer früheren Erfassung der Kreditverluste und zu einer höheren erfassten Wertberichtung der relevanten Positionen. Die Wertminderungen werden auf Basis eines Drei-Stufen-Modells unter Anwendung von internen oder externen Bonitätseinstufungen von Kontrahenten und damit verbundenen Ausfallwahrscheinlichkeiten berechnet. Für bestimmte Finanzinstrumente, wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden die Wertminderungen auf vereinfachte Weise auf Basis der über die Restlaufzeit er-

warteten Zahlungsausfälle ermittelt. Im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 wurden Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital abzüglich Steuereffekten von EUR –6 Mio erfasst.

Überleitung von Wertminderungen nach Bewertungskategorien zum 1. Jänner 2018

In EUR Mio
Bewertungskategorie Wertmin
derungen
nach IAS 39
Bewertungs
änderung
Wertmin
derungen nach
IFRS 9
Ausleihungen und Forderungen (IAS 39)/Finanzielle Vermögens
werte zu fortgeführten Anschaffungskosten (IFRS 9)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 76 2 78
Übrige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 292 4 296
Ausleihungen 2 2
Available-for-sale-Wertpapiere (IAS 39)/Finanzielle Vermögenswerte zu
fortgeführten Anschaffungskosten (IFRS 9)
Anleihen 0 0
Gesamt 368 9 377

IFRS 9 hatte keine Auswirkung auf die Einstufung und Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns, da die neuen Vorschriften nur eine Auswirkung auf die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten haben, die als zum beizulegenden Zeitwert durch die GuV bewertet designiert wurden. Der Konzern hat keine solchen Verbindlichkeiten.

Gemäß IFRS 9 kann Hedge Accounting generell für mehr Sicherungsinstrumente und Grundgeschäfte angewendet werden. Hedge Accounting konnte für die Sicherungsbeziehungen des Konzerns auch nach Erstanwendung von IFRS 9 angewendet werden.

IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden"

IFRS 15 ersetzte die bisherigen Vorschriften zur Umsatzrealisierung und ist auf alle Kundenverträge anzuwenden. Nach dem neuen Standard soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen im Tausch für diese Güter und Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält.

Der Konzern wendet den neuen Standard erstmals ab 1. Jänner 2018 mit Umstellung entsprechend der modifizierten retrospektiven Methode, nach der die kumulierten Anpassungsbeträge aus der erstmaligen Anwendung zum 1. Jänner 2018 erfasst werden, an. Die Anforderungen des IFRS 15 wurden folglich nicht auf die dargestellte Vergleichsperiode angewendet.

Aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 wurden die Gewinnrücklagen um plus EUR 3 Mio angepasst. Die Anpassung resultiert aus langfristigen Lieferverträgen mit unterschiedlichen Preisen in den verschiedenen Perioden, bei welchen die Preise nicht den Wert der Güter zum Lieferzeitpunkt widerspiegeln. Während nach IAS 18 der in Rechnung gestellte Betrag als Umsatz erfasst wurde, wird nach IFRS 15 die Ertragsrealisierung auf Basis des durchschnittlichen Vertragspreises erfolgen. Die Auswirkung dieser Änderung auf andere Posten im Konzernabschluss bestand in einem Anstieg der vertraglichen Vermögenswerte (contract asset).

Gemäß IFRS 15 wurden zusätzliche Transaktionen identifiziert, bei welchen der Konzern nur als Agent tätig ist. Ein Agent realisiert als Umsatz die erhaltene Kommission oder Gebühr für die Ermöglichung der Übertragung von Waren oder die Bereitstellung von Dienstleistungen. Bei der Beurteilung nach IFRS 15 ist ausschlaggebend, ob der Konzern die Verfügungsmacht über die Waren oder Dienstleistungen erhält, bevor sie auf den Kunden übertragen werden und stellt weniger darauf ab, welchen Chancen und Risiken das Unternehmen beim Verkauf unterliegt. Weiters wurden nach IFRS 15 zusätzliche Transaktionen als nicht-monetäre Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen derselben Branche eingestuft, die keine Ertragsrealisierung ermöglichen. Ohne Anwendung von IFRS 15 wären die Umsatzerlöse und entsprechenden Kostenpositionen um EUR 50 Mio höher gewesen – ohne Auswirkung auf die Gewinnspanne. Abgesehen von dieser Änderung hatte IFRS 15 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Zwischenabschluss der OMV.

Konsolidierungskreisänderungen

Im Vergleich zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2017 fanden folgende Änderungen des Konsolidierungskreises statt:

Im Bereich Upstream wurde OMV GSB Limited mit Sitz in Wellington am 16. März 2018 erworben. Die Transaktion hatte keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss.

Saisonalität und Zyklizität

Saisonalität ist vor allem im Geschäftsbereich Downstream von Bedeutung. Erläuterungen dazu sind im Abschnitt "Geschäftsbereiche" enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsätze
In EUR Mio
Q1/18
Umsätze aus Kundenverträgen 4.870
Sonstige Umsätze 108
Gesamte Umsätze 4.977

Die sonstigen Umsatzerlöse umfassen hauptsächlich Umsatzerlöse aus Warenverkaufs- und -beschaffungsgeschäften, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, die Anpassung der Umsatzerlöse aus der Berücksichtigung des der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteils an der Produktion als Ertragsteueraufwand bei bestimmten Produktionsteilungsverträgen im Upstream Segment sowie Miet- und Pachterlöse.

Umsätze aus Kundenverträgen

In EUR Mio
Q1/18
Konzern
bereich und
Upstream Downstream Sonstiges Gesamt
Öl Gas
Rohöl, NGL und Kondensate 305 87 392
Erdgas und LNG 202 1 1.273 1.476
Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte 2.165 2.165
Petrochemische Produkte 475 475
Gasspeicherung, Transit, Verteilung und Transport 2 55 57
Sonstige Produkte und Dienstleistungen 10 176 117 1 304
Gesamt 519 2.905 1.445 1 4.870
Ertragsteuern
In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q1/18 Q4/17 Q1/17 2017
– 278 – 142 – 172 Steuern vom Einkommen und Ertrag – 634
– 211 – 126 – 109 Laufende Steuern – 492
– 67 – 16 – 63 Latente Steuern – 142
34 25 17 Effektivsteuersatz in % 43

Erläuterungen zur Bilanz

Vertragliche Verpflichtungen

Per 31. März 2018 bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von EUR 927 Mio (31. Dezember 2017: EUR 974 Mio), hauptsächlich in Verbindung mit Explorations- und Produktionstätigkeiten im Bereich Upstream.

Eigenkapital

In Q1/18 wurden keine Dividenden ausgeschüttet und keine Zinsen für Hybridkapital an Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft gezahlt.

Für das Jahr 2017 wird bei der Hauptversammlung am 22. Mai 2018 eine Dividendenzahlung in Höhe von EUR 1,50 pro Aktie vorgeschlagen werden.

In Q1/18 gab es keine Dividendenausschüttungen an Minderheitsaktionäre.

Die Anzahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien betrug per 31. März 2018 772.230 Stück (31. Dezember 2017: 772.230 Stück).

Am 14. März 2018 hat der Aufsichtsrat die Rückzahlung der am 25. Mai 2011 begebenen Hybridanleihe mit einem Volumen von EUR 750 Mio beschlossen. OMV wird die Hybridanleihe 2011 entsprechend § 5 Abs 3 der Anleihebedingungen mit Wirkung zur ersten Kündigungsmöglichkeit, dem 26. April 2018, kündigen und zu ihrem Nennbetrag zuzüglich Zinsen zurückzahlen. Der Marktwert der Hybridanleihe wurde per 14. März 2018 auf kurzfristige Anleihen umgegliedert.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Per 31. März 2018 betrugen die kurz- und langfristigen Kredite, Anleihen und Finanzierungsleasingverbindlichkeiten EUR 6.592 Mio (31. Dezember 2017: EUR 5.986 Mio). Die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten betrugen EUR 290 Mio (31. Dezember 2017: EUR 292 Mio).

Fair-Value-Bewertung

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden gemäß nachfolgender Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen:

Stufe 1: Börsennotierte Kurse in aktiven Märkten werden für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verwendet.

Stufe 2: Entweder direkt (das heißt wie Kurse) oder indirekt feststellbare Vorgaben werden als Informationsgrundlage für die Berechnung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten verwendet (keine börsennotierten Kurse). Für die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente innerhalb der Stufe 2 werden in der Regel Terminpreise des Rohöls und des Erdgases, der Zinsen und der Wechselkurse als Inputs im Bewertungsmodell herangezogen. Zudem werden das Kreditrisiko der Gegenpartei sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung berücksichtigt.

Stufe 3: Als Informationsgrundlage für die Berechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden interne Modelle oder andere Bewertungsmethoden verwendet; keine am Markt feststellbaren Daten (zum Beispiel Kurse).

Finanzinstrumente

In EUR Mio
31. März 2018 31. Dez. 2017
Finanzinstrumente aktiv Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Eigenkapitalinstrumente 1 82 82
Investmentfonds 6 6 6 6
Anleihen 2 5 73 78
Als Sicherungsinstrumente designierte
und effektive Derivate 38 38 97 97
Sonstige Derivate 499 338 837 360 372 732
Nettobetrag zu Veräußerungszwecken
gehaltene Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten 0 0 2 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeitwert 3 797 797 780 780
Summe 505 377 879 1.761 371 542 782 1.695
31. März 2018 31. Dez. 2017
Finanzinstrumente passiv Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Verbindlichkeiten aus als
Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten 43 43 97 97
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 498 435 933 360 519 879
Summe 498 479 977 360 616 977

1 Im Zuge der Implementierung von IFRS 9 änderte sich die Klassifizierung auf zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderung im sonstigen Ergebnis (siehe Kapitel

"Wesentliche Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen")

2 Im Zuge der Implementierung von IFRS 9 änderte sich die Klassifizierung auf fortgeführte Anschaffungskosten (siehe Kapitel "Wesentliche Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen")

3Enthält einen Vermögenswert hinsichtlich der Neufeststellung von Reserven aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno Russkoje und bedingte Gegenleistungen aus dem Verkauf des 30%-Anteils am Feld Rosebank und aus der Veräußerung der OMV (U.K.) Limited

Mit Ausnahme der in der Tabelle dargestellten finanziellen Vermögenswerte entsprechen die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte deren beizulegenden Zeitwerten.

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt EUR 6.302 Mio (31. Dezember 2017: EUR 5.694 Mio) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der geschätzte Tageswert dieser Verbindlichkeiten beträgt EUR 6.690 Mio (31. Dezember 2017: EUR 6.150 Mio). Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen deren beizulegenden Zeitwerten, da diese Verbindlichkeiten überwiegend kurzfristige Fälligkeiten aufweisen.

Segmentberichterstattung

Umsätze mit anderen Segmenten

854 896 828 3 OMV Konzern 3.267
80 90 88 – 9 Konzernbereich und Sonstiges 349
– 29 – 36 – 31 4 davon Umsatzeliminierung innerhalb des Segments – 116
37 48 43 – 14 davon Downstream Gas 161
10 10 9 10 davon Downstream Öl 34
18 21 21 – 17 Downstream 79
757 785 718 5 Upstream 2.839
Q1/18 Q4/17 Q1/17 Δ% 1 2017
In EUR Mio

Umsätze mit Dritten

4.977 4.906 5.518 – 10 OMV Konzern 20.222
1 1 3 – 50 Konzernbereich und Sonstiges 6
1.532 1.451 1.194 28 davon Downstream Gas 4.822
2.856 3.130 3.904 – 27 davon Downstream Öl 14.065
4.388 4.581 5.097 – 14 Downstream 18.887
588 324 418 41 Upstream 1.329
Q1/18 Q4/17 Q1/17 Δ% 1 2017
In EUR Mio

Umsätze (nicht konsolidiert)

5.832 5.802 6.346 – 8 OMV Konzern 23.490
81 91 91 – 10 Konzernbereich und Sonstiges 355
– 29 – 36 – 31 4 davon Umsatzeliminierung innerhalb des Segments – 116
1.569 1.499 1.236 27 davon Downstream Gas 4.983
2.866 3.139 3.913 – 27 davon Downstream Öl 14.099
4.406 4.602 5.119 – 14 Downstream 18.967
1.345 1.109 1.136 18 Upstream 4.168
Q1/18 Q4/17 Q1/17 Δ% 1 2017
In EUR Mio

Segment und Konzernergebnis

809 562 988 – 18 OMV Konzern Ergebnis vor Steuern 1.486
– 90 – 69 – 49 – 84 Finanzerfolg – 246
899 631 1.037 – 13 OMV Konzern Operatives Ergebnis 1.732
6 – 34 5 26 Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung – 21
894 665 1.032 – 13 Operatives Ergebnis Segment Summe 1.753
– 1 – 13 – 16 93 Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges – 48
118 – 8 87 36 davon Operatives Ergebnis Downstream Gas 171
299 392 453 – 34 davon Operatives Ergebnis Downstream Öl 412
417 384 540 – 23 Operatives Ergebnis Downstream 584
478 294 508 – 6 Operatives Ergebnis Upstream 1.218
Q1/18 Q4/17 Q1/17 Δ% 1 2017
In EUR Mio

1 Q1/18 gegenüber Q1/17

Vermögenswerte 1
In EUR Mio
31. März 2018 31. Dez. 2017
Upstream 11.234 11.322
Downstream 4.793 4.839
davon Downstream Öl 3.673 3.704
davon Downstream Gas 1.119 1.135
Konzernbereich und Sonstiges 137 140
Summe 16.164 16.301

1 Segmentvermögenswerte bestehen aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen; Vermögenswerte, welche in die Bilanzposition "zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert

Ergänzende Angaben

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

In Q1/18 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem OMV Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen, ausgenommen Transaktionen mit OJSC Severneftegazprom, welche nicht auf Marktpreisen, sondern auf Kosten zuzüglich einer definierten Marge basieren. Die Fremdüblichkeit der Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen wird laufend überwacht und dokumentiert.

Wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

In EUR Mio
Q1/18 Q1/17
Umsätze Zukäufe und Umsätze Zukäufe und
und sonstige erhaltene und sonstige erhaltene
Erträge Leistungen Erträge Leistungen
Borealis 351 11 307 12
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG 41 1 38 1
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 9 13 10 14
Enerco Enerji Sanayi ve Ticaret A.Ş. 2 55 2 56
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH 0 7 0 7
OJSC Severneftegazprom 41
Trans Austria Gasleitung GmbH 3 6 19 5

Ausstehende Salden mit nahestehenden Unternehmen und Personen

In EUR Mio
31. März 2018 31. Dez. 2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 172 123
Sonstige Forderungen 21 6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 85 100
Fremde Vorauszahlungen 150 153

Die OMV hat in Q1/18 Dividendenerträge in Höhe von EUR 252 Mio (Q1/17: EUR 270 Mio) von Borealis AG, EUR 15 Mio (Q1/17: EUR 11 Mio) von Trans Austria Gasleitung GmbH und EUR 3 Mio (Q1/17: EUR Null) von Pearl Petroleum Company Limited erhalten.

Borealis hat zwei anhängige Steuerfälle in Finnland in Bezug auf Borealis Technology Oy und Borealis Polymers Oy, welche im OMV Geschäftsbericht 2017 näher beschrieben sind (Anhangangabe 15 – At-equity bewertete Beteiligungen). Bis zur Veröffentlichung des OMV Konzernzwischenabschlusses für Q1/18 hat es keine materiellen Änderungen gegeben.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 29. April 2018 unterzeichnete die OMV ein Konzessionsabkommen für den Erwerb eines 20% Anteils an zwei Offshore-Feldern in Abu Dhabi von ADNOC. Die Konzession beinhaltet zwei Offshore-Felder Umm Lulu und Satah Al Razboot (SARB), welche aktuell entwickelt werden, sowie die zwei Satellitenfelder Bin Nasher und Al Bateel. Der vereinbarte Beteiligungspreis beträgt USD 1,5 Mrd. Die Laufzeit des Vertrages ist 40 Jahre. Wirtschaftlicher Stichtag der Konzession ist rückwirkend der 9. März 2018.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, 3. Mai 2018

Der Vorstand

Rainer Seele e.h. Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor

Reinhard Florey e.h. Vorstandsdirektor Finanzen

Johann Pleininger e.h. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstandsdirektor Upstream

Manfred Leitner e.h. Vorstandsdirektor Downstream

Weitere Angaben

Nächste Ereignisse

  • ► OMV Jahreshauptversammlung: 22. Mai 2018
  • ► OMV Konzernbericht Jänner–Juni und Q2 2018: 2. August 2018

Der gesamte OMV Finanzkalender und zusätzliche Informationen sind unter www.omv.com zu finden.

OMV Kontakte

Florian Greger, Vice President und Leiter Investor Relations Tel.: +43 1 40440-21600; E-Mail: [email protected]

Andreas Rinofner, Public Relations Tel.: +43 1 40440-21472; E-Mail: [email protected]