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OMV AG — Interim / Quarterly Report 2018
Aug 2, 2018
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Interim / Quarterly Report
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OMV Aktiengesellschaft
Die Energie für ein besseres Leben.
Inhaltsverzeichnis
| Lagebericht (verkürzt, ungeprüft) | 4 |
|---|---|
| Konzern-Performance | 4 |
| Ausblick | 9 |
| Geschäftsbereiche | 10 |
| Upstream | 10 |
| Downstream | 12 |
| Konzernzwischenabschluss (verkürzt, ungeprüft) | 14 |
| Erklärung des Vorstands | 29 |
| Weitere Angaben | 30 |
Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen
Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "glauben", "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen der OMV sowie der OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle der OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen.
Weder die OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. Die OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der OMV dar.
OMV Konzernbericht Jänner–Juni und Q2 2018 inklusive verkürztem Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018
Leistungskennzahlen 1
Konzern
- ► CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten um 10% auf EUR 726 Mio gestiegen
- ► Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten von EUR 272 Mio, CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten von EUR 0,83
- ► Positiver organischer freier Cashflow nach Dividenden von EUR 88 Mio
- ► Hoher Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von EUR 1,2 Mrd
- ► CCS ROACE vor Sondereffekten bei 13%
Upstream
- ► Produktion um 81 kboe/d auf 419 kboe/d gestiegen
- ► Produktionskosten um 13% auf USD 7,6/boe gesunken
Downstream
- ► OMV Referenz-Raffineriemarge lag bei USD 5,2/bbl
- ► Erdgas-Verkaufsmengen mit 24,8 TWh leicht gefallen
Wichtige Ereignisse
- ► Am 29. April 2018 unterzeichnete die OMV ein Konzessionsabkommen für den Erwerb eines 20% Anteils an zwei Ölfeldern in Abu Dhabi von ADNOC. Die Konzession beinhaltet die zwei Offshore-Felder Umm Lulu und Satah Al Razboot (SARB), welche aktuell entwickelt werden, sowie die zwei Satellitenfelder Bin Nasher und Al Bateel. Der vereinbarte Beteiligungspreis beträgt USD 1,5 Mrd. Die Laufzeit des Vertrags beträgt 40 Jahre. Wirtschaftlicher Stichtag der Konzession ist rückwirkend der 9. März 2018.
- ► Am 30. Mai 2018 hat die OMV eine Vereinbarung über den Verkauf von OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş., ihres Gaskraftwerks in der Türkei, an Yapisan Elektrik Üretim A.Ş., eine Tochtergesellschaft der Bilgin Enerji, mit Sitz in Ankara abgeschlossen. Die Parteien haben Stillschweigen über den Vertrag vereinbart. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die türkische Wettbewerbsbehörde und durch andere türkische Behörden. Es wird erwartet, den Verkauf spätestens im vierten Quartal 2018 abzuschließen.
- ► Am 28. Juni 2018 hat die OMV den Verkauf ihrer in Pakistan aktiven Upstream-Unternehmen an Dragon Prime Hong Kong Limited abgeschlossen. Der Verkauf ist ein weiterer Schritt in der Optimierung des OMV Upstream Portfolios. Der Verkaufspreis liegt bei rund EUR 158 Mio.
1 Die genannten Werte beziehen sich auf Q2/18; als Vergleichsgrößen dienen, sofern nicht abweichend gekennzeichnet, die Quartalswerte des Vorjahres
Lagebericht (verkürzt, ungeprüft)
Konzern-Performance
Ergebnisse auf einen Blick
| In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Q2/18 | Q1/18 | Q2/17 | Δ% 1 | 1–6/18 | 1–6/17 | Δ% | |
| 5.706 | 4.977 | 5.152 | 11 | Umsatz 2 | 10.683 | 10.670 | 0 |
| 726 | 818 | 662 | 10 | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3 | 1.544 | 1.467 | 5 |
| 457 | 438 | 259 | 76 | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Upstream 3 | 895 | 580 | 54 |
| 338 | 376 | 411 | – 18 | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Downstream 3 | 714 | 904 | – 21 |
| – 6 | 0 | – 13 | 55 | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Konzernbereich und Sonstiges 3 |
– 6 | – 26 | 78 |
| – 64 | 4 | 5 | n.m. | Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung | – 60 | 8 | n.m. |
| 49 | 35 | 35 | 42 | Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten in % | 41 | 27 | 56 |
| 346 | 491 | 393 | – 12 | CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 3 | 837 | 995 | – 16 |
| 272 | 377 | 282 | – 4 | Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 3, 4 |
649 | 784 | – 17 |
| 0,83 | 1,15 | 0,86 | – 4 | CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR 3 | 1,99 | 2,40 | – 17 |
| 726 | 818 | 662 | 10 | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3 | 1.544 | 1.467 | 5 |
| – 168 | 64 | – 1.322 | 87 | Sondereffekte 5 | – 103 | – 1.112 | 91 |
| 44 | 17 | – 34 | n.m. | CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) | 61 | – 12 | n.m. |
| 602 | 899 | – 694 | n.m. | Operatives Ergebnis Gruppe | 1.502 | 343 | n.m. |
| 363 | 478 | 169 | 115 | Operatives Ergebnis Upstream | 840 | 677 | 24 |
| 318 | 417 | – 857 | n.m. | Operatives Ergebnis Downstream | 736 | – 318 | n.m. |
| – 13 | – 1 | – 14 | 9 | Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges | – 14 | – 30 | 54 |
| – 66 | 6 | 8 | n.m. | Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung | – 61 | 14 | n.m. |
| – 47 | – 90 | – 62 | 24 | Finanzerfolg | – 137 | – 111 | – 24 |
| 555 | 809 | – 756 | n.m. | Ergebnis vor Steuern | 1.364 | 232 | n.m. |
| 50 | 34 | – 23 | n.m. | Steuerquote des Konzerns in % | 41 | 148 | – 72 |
| 276 | 531 | – 928 | n.m. | Periodenüberschuss | 807 | – 112 | n.m. |
| 203 | 406 | – 1.028 | n.m. | Den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss 4 | 610 | – 316 | n.m. |
| 0,62 | 1,24 | – 3,15 | n.m. | Ergebnis je Aktie in EUR | 1,87 | – 0,97 | n.m. |
| 1.233 | 1.076 | 991 | 24 | Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 2.309 | 1.914 | 21 |
| – 386 | 538 | 1.329 | n.m. | Freier Cashflow vor Dividenden | 152 | 2.649 | – 94 |
| – 1.078 | 538 | 747 | n.m. | Freier Cashflow nach Dividenden | – 541 | 2.067 | n.m. |
| 88 | 645 | 77 | 15 | Organischer freier Cashflow nach Dividenden 6 | 733 | 573 | 28 |
| 2.848 | 2.292 | 943 | n.m. | Nettoverschuldung | 2.848 | 943 | n.m. |
| 20 | 16 | 7 | 192 | Verschuldungsgrad in % | 20 | 7 | 192 |
| 1.747 | 339 | 397 | n.m. | Investitionen 7 | 2.086 | 698 | 199 |
| 506 | 339 | 394 | 29 | Organische Investitionen 8 | 845 | 695 | 22 |
| 13 | 13 | 11 | 18 | CCS ROACE vor Sondereffekten in % 3 | 13 | 11 | 18 |
| 12 | 5 | – 1 | n.m. | ROACE in % | 12 | – 1 | n.m. |
| 20.086 | 20.595 | 21.140 | – 5 | Mitarbeiteranzahl | 20.086 | 21.140 | – 5 |
Zahlen in dieser und folgenden Tabellen lassen sich möglicherweise aufgrund von Rundungsdifferenzen nicht aufaddieren.
1 Q2/18 gegenüber Q2/17
2 Umsätze exklusive Mineralölsteuer
3 Bereinigt um Sondereffekte; das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien und der OMV Petrol Ofisi
4 Nach Abzug des den Hybridkapitalbesitzern sowie den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnenden Periodenüberschusses
5 Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird der Ausweis von Sondereffekten als angemessen betrachtet; zur Darstellung vergleichbarer Ergebnisse müssen bestimmte Positionen hinzugefügt oder abgezogen werden; Sondereffekte von at-equity bewerteten Beteiligungen werden berücksichtigt; seit Q1/17 enthalten die Sondereffekte auch temporäre Effekte aus dem Rohstoff-Hedging für wesentliche Hedging-Transaktionen in Downstream und Upstream
6 Der organische freie Cashflow nach Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit und exklusive Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen) sowie abzüglich Dividendenzahlungen
7 Investitionen beinhalten Akquisitionen
8 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen
Zweites Quartal 2018 (Q2/18) im Vergleich zum zweiten Quartal 2017 (Q2/17)
Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zu Q2/17 um 11% auf EUR 5.706 Mio. Der Anstieg wurde durch höhere Marktpreise im Bereich Downstream sowie gesteigerte Verkaufsvolumina und höhere Preise im Bereich Upstream unterstützt. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten erhöhte sich von EUR 662 Mio auf EUR 726 Mio. Ursächlich für den Anstieg war insbesondere das deutlich bessere Upstream-Ergebnis von EUR 457 Mio (Q2/17: EUR 259 Mio) hauptsächlich infolge gesteigerter Verkaufsvolumina durch die Akquisition des Anteils am Juschno Russkoje Gasfeld. Positive Netto-Markteffekte wurden durch höhere Ölpreise unterstützt, welche jedoch durch negative Hedging-Effekte und die negative Auswirkung aus der Abwertung des US Dollars gegenüber dem Euro teilweise kompensiert wurden. Das Downstream CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank auf EUR 338 Mio (Q2/17: EUR 411 Mio). Ausschlaggebend dafür waren ein schwächeres Raffinerie-Marktumfeld in Q2/18, der fehlende Ergebnisbeitrag der OMV Petrol Ofisi infolge ihres Verkaufs in Q2/17 sowie der Abschluss der planmäßigen Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi. Die geplante Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi führte zu höheren Rohöllagermengen sowie zu einem Anstieg von bisher nicht realisierten Erträgen auf Gruppenebene. Diese wurden über die Konsolidierungszeile bereinigt, welche in Summe rund EUR 60 Mio betrug. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten der OMV Petrom belief sich auf EUR 159 Mio (Q2/17: EUR 197 Mio). Die Konzernsteuerquote vor Sondereffekten betrug 49%, verglichen mit 35% in Q2/17. Dies war insbesondere bedingt durch höhere Ergebnisbeiträge im Bereich Upstream aus Hochsteuerländern in der Region Mittlerer Osten und Afrika und ein geringeres Ergebnis im Bereich Downstream, welches von der geplanten Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi negativ beeinflusst wurde. Zusätzlich reflektiert die hohe Konzernsteuerquote negative Hedging-Effekte. Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten erreichte EUR 346 Mio. Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten sank auf EUR 272 Mio (Q2/17: EUR 282 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten lag bei EUR 0,83 (Q2/17: EUR 0,86).
In Q2/18 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –168 Mio verzeichnet, welche sich hauptsächlich aus temporären Hedging-Effekten sowie aus der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate ergaben. Die Netto-Sondereffekte in Q2/17 in Höhe von EUR –1.322 Mio resultierten vornehmlich aus dem Recycling von FX-Verlusten im Zuge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi. In Q2/18 wurden CCS Effekte von EUR 44 Mio verzeichnet. Das Operative Konzernergebnis stieg deutlich auf EUR 602 Mio (Q2/17: EUR –694 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum Operativen Konzernergebnis belief sich auf EUR 156 Mio (Q2/17: EUR 172 Mio).
Der Finanzerfolg lag bei EUR –47 Mio (Q2/17: EUR –62 Mio). Die Erhöhung war hauptsächlich auf FX-Gewinne zurückzuführen. Bei einer Konzernsteuerquote von 50% (Q2/17: –23%) betrug der Periodenüberschuss EUR 276 Mio. Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss stieg auf EUR 203 Mio (Q2/17: EUR –1.028 Mio). Das Ergebnis je Aktie für das Quartal erhöhte sich wesentlich auf EUR 0,62 (Q2/17: EUR –3,15).
Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit wuchs auf EUR 1.233 Mio von EUR 991 Mio in Q2/17, beeinflusst durch positive Net Working Capital-Effekte. Der freie Cashflow nach Dividenden verringerte sich auf EUR –1.078 Mio, verglichen mit EUR 747 Mio in Q2/17. Dies war hauptsächlich bedingt durch den Erwerb eines 20% Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi, welcher zu einem Mittelabfluss von USD 1,5 Mrd in Q2/18 führte.
Die Nettoverschuldung stieg auf EUR 2.848 Mio, verglichen mit EUR 943 Mio per 30. Juni 2017, beeinflusst durch den Erwerb eines 20% Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi in Q2/18 sowie durch den Erwerb eines 24,99% Anteils am Juschno Russkoje Erdgasfeld in Q4/17. Zum 30. Juni 2018 betrug der Verschuldungsgrad 20% (30. Juni 2017: 7%).
Organische Investitionen stiegen um 29% auf EUR 506 Mio (Q2/17: EUR 394 Mio). Der Anstieg ist dem Bereich Upstream zuzuordnen und reflektiert höhere organische Investitionen in den Regionen Zentral- und Osteuropa sowie Mittlerer Osten und Afrika. Organische Investitionen im Bereich Downstream sanken infolge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi in Q2/17. Dieser Betrag wurde durch gestiegene organische Investitionen im Bereich Downstream Gas aufgrund höherer regulärer Wartungstätigkeiten im Stromgeschäft teilweise kompensiert. Die gesamten Investitionen belaufen sich auf EUR 1.747 Mio (Q2/17: EUR 397 Mio) und enthalten den Erwerb eines 20% Anteils an zwei Offshore Ölfeldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd in Q2/18.
Jänner bis Juni 2018 (1–6/18) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2017 (1–6/17)
Der Konzernumsatz blieb auf gleichem Niveau wie in 1–6/17. Höhere Marktpreise im Bereich Downstream und gesteigerte Verkaufsvolumina im Bereich Upstream wurden durch den fehlenden Beitrag der OMV Petrol Ofisi, welche in Q2/17 verkauft wurde, kompensiert. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verbesserte sich von EUR 1.467 Mio in 1–6/17 auf EUR 1.544 Mio. Ursächlich war vor allem das bessere Upstream-Ergebnis in Höhe von EUR 895 Mio (1–6/17: EUR 580 Mio) aufgrund höherer Verkaufsmengen infolge der Akquisition des Anteils am Juschno Russkoje Gasfeld. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream sank auf EUR 714 Mio (1–6/17: EUR 904 Mio), vornehmlich aufgrund des fehlenden Ergebnisbeitrags der OMV Petrol Ofisi infolge ihres Verkaufs sowie eines schwächeren Raffinerie-Marktumfeldes. Die geplante Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi führte zu höheren Rohöllagermengen sowie zu einem Anstieg von bisher nicht realisierten Erträgen auf Gruppenebene. Diese wurden über die Konsolidierungszeile bereinigt, welche in Summe rund EUR 60 Mio betrug. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten der OMV Petrom war mit EUR 365 Mio nahezu auf Vorjahresniveau (1–6/17: EUR 367 Mio). Die Konzernsteuerquote vor Sondereffekten betrug 41% (1–6/17: 27%). Dies ist hauptsächlich auf den höheren Ergebnisbeitrag aus Norwegen und Libyen im Bereich Upstream zurückzuführen. Des Weiteren reflektiert die hohe Konzernsteuerquote negative Hedging-Effekte. Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten betrug EUR 837 Mio. Der den
Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten verringerte sich auf EUR 649 Mio (1–6/17: EUR 784 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten sank auf EUR 1,99 (1–6/17: EUR 2,40).
In 1–6/18 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –103 Mio verzeichnet, welche sich hauptsächlich aus temporären Hedging-Effekten sowie aus der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate ergaben. In 1–6/17 betrugen die Netto-Sondereffekte EUR –1.112 Mio, insbesondere aufgrund des Recyclings von FX-Verlusten im Zuge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi. In 1–6/18 wurden CCS Effekte von EUR 61 Mio verzeichnet. Das Operative Konzernergebnis stieg signifikant auf EUR 1.502 Mio (1–6/17: EUR 343 Mio). Der Beitrag der OMV Petrom zum Operativen Konzernergebnis war mit EUR 388 Mio höher als in 1–6/17 (EUR 349 Mio).
Der Finanzerfolg belief sich auf EUR –137 Mio (1–6/17: EUR –111 Mio) und verringerte sich aufgrund sonstiger Finanzierungskosten. Bei einer Konzernsteuerquote von 41% (1–6/17: 148%) betrug der Periodenüberschuss EUR 807 Mio. Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss betrug EUR 610 Mio, verglichen mit EUR –316 Mio in 1–6/17. Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 1,87 im Vergleich zu EUR –0,97 in 1–6/17.
Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit stieg signifikant auf EUR 2.309 Mio (1–6/17: EUR 1.914 Mio), beeinflusst durch positive Net Working Capital-Effekte. Der freie Cashflow nach Dividenden verringerte sich deutlich auf EUR –541 Mio (1–6/17: EUR 2.067 Mio). Dies war hauptsächlich bedingt durch den Erwerb eines 20% Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi, welcher zu einem Mittelabfluss von USD 1,5 Mrd in Q2/18 führte.
Die Nettoverschuldung stieg auf EUR 2.848 Mio, verglichen mit EUR 943 Mio per 30. Juni 2017, vor allem bedingt durch den Erwerb eines 20% Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi in Q2/18 sowie durch den Erwerb eines 24,99% Anteils am Juschno Russkoje Erdgasfeld in Q4/17. Zum 30. Juni 2018 betrug der Verschuldungsgrad 20% (30. Juni 2017: 7%).
Organische Investitionen stiegen um 22% auf EUR 845 Mio (1–6/17: EUR 695 Mio). Der Anstieg ist dem Bereich Upstream zuzuordnen und reflektiert höhere organische Investitionen in der Region Zentral- und Osteuropa. Organische Investitionen im Bereich Downstream sanken infolge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi in Q2/17. Dieser Betrag wurde durch gestiegene organische Investitionen im Bereich Downstream Gas aufgrund höherer regulärer Wartungstätigkeiten im Stromgeschäft teilweise kompensiert. Die gesamten Investitionen belaufen sich auf EUR 2.086 Mio (1–6/17: EUR 698 Mio) und enthalten den Erwerb eines 20% Anteils an zwei Offshore Ölfeldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd in Q2/18.
Sondereffekte und CCS Effekte
| In EUR Mio | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Q2/18 | Q1/18 | Q2/17 | Δ% 1 | 1–6/18 | 1–6/17 | Δ% | |
| 726 | 818 | 662 | 10 | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 | 1.544 | 1.467 | 5 |
| – 168 | 64 | – 1.322 | 87 | Sondereffekte | – 103 | – 1.112 | 91 |
| – 11 | – 7 | – 13 | 16 | davon Personallösungen | – 18 | – 13 | – 34 |
| – 40 | 0 | – 40 | 1 | davon Wertminderungen und Zuschreibungen | – 40 | – 26 | – 53 |
| – 1 | 7 | 0 | n.m. | davon Anlagenverkäufe | 6 | 2 | 159 |
| – 116 | 65 | – 1.268 | 91 | davon Sonstiges | – 51 | – 1.074 | 95 |
| 44 | 17 | – 34 | n.m. | CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) | 61 | – 12 | n.m. |
| 602 | 899 | – 694 | n.m. | Operatives Ergebnis Gruppe | 1.502 | 343 | n.m. |
1 Q2/18 gegenüber Q2/17
2 Bereinigt um Sondereffekte; das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien und der OMV Petrol Ofisi
Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird die Offenlegung von Sondereffekten als angemessen erachtet. Um vergleichbare Werte wiedergeben zu können, werden bestimmte das Ergebnis beeinflussende Effekte hinzugefügt oder abgezogen. Diese Effekte können in vier Unterkategorien unterteilt werden: Personallösungen, Wertminderungen und Zuschreibungen, Anlagenverkäufe und Sonstiges.
Des Weiteren wird der Current Cost of Supply (CCS) Effekt aus dem Jahresergebnis eliminiert, um ein effektives Performance-Management in einem Umfeld mit volatilen Preisen sowie Vergleichbarkeit mit Mitbewerbern ermöglichen zu können. Der CCS Effekt, auch als Lagerhaltungsgewinne und -verluste bezeichnet, ist die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen, basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitende Durchschnittskosten) zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse führen. Diese Leistungskennzahl erhöht die Transparenz der Ergebnisse und wird üblicherweise in der Erdölindustrie verwendet. Die OMV veröffentlicht daher diese Kennzahl zusätzlich zum gemäß IFRS ermittelten operativen Ergebnis.
Cashflow
| Konzern-Cashflow-Rechnung (Kurzfassung) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| In EUR Mio | |||||||
| Q2/18 | Q1/18 | Q2/17 | Δ% 1 | 1–6/18 | 1–6/17 | Δ% | |
| 832 | 1.198 | 766 | 9 | Mittelzufluss nach unbaren Posten | 2.030 | 1.957 | 4 |
| 1.233 | 1.076 | 991 | 24 | Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 2.309 | 1.914 | 21 |
| – 1.619 | – 538 | 338 | n.m. | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | – 2.157 | 735 | n.m. |
| – 386 | 538 | 1.329 | n.m. | Freier Cashflow | 152 | 2.649 | – 94 |
| – 972 | – 212 | – 608 | – 60 | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | – 1.183 | – 735 | – 61 |
| – 5 | – 7 | – 10 | 54 | Währungsdifferenz auf liquide Mittel | – 12 | – 25 | 53 |
| – 1.362 | 319 | 710 | n.m. | Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel | – 1.043 | 1.889 | n.m. |
| 4.300 | 3.981 | 3.493 | 23 | Liquide Mittel Periodenbeginn | 3.981 | 2.314 | 72 |
| 2.938 | 4.300 | 4.203 | – 30 | Liquide Mittel Periodenende | 2.938 | 4.203 | – 30 |
| 11 | 3 | - | n.a. | davon Liquide Mittel umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen |
11 | - | n.a. |
| 2.927 | 4.297 | 4.203 | – 30 | In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und | 2.927 | 4.203 | – 30 |
| Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen | |||||||
| – 1.078 | 538 | 747 | n.m. | Freier Cashflow nach Dividenden | – 541 | 2.067 | n.m. |
| – 1.079 | 538 | 747 | n.m. | Freier Cashflow nach Dividenden inkl. Veränderung nicht beherrschender Anteile |
– 541 | 2.067 | n.m. |
1 Q2/18 gegenüber Q2/17
Zweites Quartal 2018 (Q2/18) im Vergleich zum zweiten Quartal 2017 (Q2/17)
Der Mittelzufluss nach unbaren Posten betrug EUR 832 Mio in Q2/18 (Q2/17: EUR 766 Mio). Net Working Capital-Positionen führten zu einem Mittelzufluss von EUR 401 Mio (Q2/17: EUR 225 Mio). Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit stieg in Q2/18 auf EUR 1.233 Mio.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verzeichnete einen Mittelabfluss von EUR –1.619 Mio, verglichen mit einem Mittelzufluss von EUR 338 Mio in Q2/17. Dies war hauptsächlich bedingt durch den Erwerb eines 20% Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi in Höhe von USD 1,5 Mrd in Q2/18. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthielt in Q2/18 einen Mittelabfluss von EUR –60 Mio für die Finanzierungsvereinbarungen für das Pipelineprojekt Nord Stream 2 sowie einen Mittelzufluss von EUR 130 Mio aus der Veräußerung des Upstream-Geschäfts der OMV in Pakistan. In Q2/17 führte die Veräußerung der OMV Petrol Ofisi zu einem Netto-Mittelzufluss von EUR 879 Mio.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von EUR –972 Mio gegenüber EUR –608 Mio in Q2/17. Dieser resultierte insbesondere aus der Rückzahlung der Hybridanleihe 2011 sowie höheren Dividendenzahlungen, teilweise kompensiert durch die Ausgabe einer neuen Hybridanleihe im Juni 2018.
Der freie Cashflow (Mittelzufluss aus der Betriebstätigkeit +/– Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit) sank deutlich auf EUR –386 Mio (Q2/17: EUR 1.329 Mio). Der freie Cashflow nach Dividenden verringerte sich wesentlich auf EUR –1.078 Mio (Q2/17: EUR 747 Mio).
Jänner bis Juni 2018 (1–6/18) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2017 (1–6/17)
Der Mittelzufluss nach unbaren Posten 1–6/18 stieg auf EUR 2.030 Mio (1–6/17: EUR 1.957 Mio). Net Working Capital-Positionen führten zu einem Mittelzufluss von EUR 279 Mio (1–6/17: EUR –44 Mio). Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von EUR 2.309 Mio lag um EUR 395 Mio über dem Niveau von 1–6/17.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigte in 1–6/18 einen Mittelabfluss von EUR –2.157 Mio gegenüber einem Mittelzufluss von EUR 735 Mio in 1–6/17. Dies war hauptsächlich bedingt durch den Erwerb eines 20% Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi in Höhe von USD 1,5 Mrd in Q2/18. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthielt in 1–6/18 einen Mittelabfluss von EUR –141 Mio für die Finanzierungsvereinbarungen für das Pipelineprojekt Nord Stream 2 und eine Anzahlung von EUR –51 Mio betreffend den Erwerb des Upstream-Geschäfts von Shell in Neuseeland sowie einen Mittelzufluss von EUR 146 Mio aus der Veräußerung des Upstream-Geschäfts der OMV in Pakistan. In 1–6/17 führten die Veräußerungen der OMV (U.K.) Limited und der OMV Petrol Ofisi zu einem Netto-Mittelzufluss von EUR 1.689 Mio.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von EUR –1.183 Mio gegenüber EUR –735 Mio in 1–6/17. Dieser resultierte insbesondere aus der Rückzahlung der Hybridanleihe 2011 sowie höheren Dividendenzahlungen, teilweise kompensiert durch die Ausgabe einer neuen Hybridanleihe im Juni 2018.
Der freie Cashflow (Mittelzufluss aus der Betriebstätigkeit +/– Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit) verringerte sich signifikant auf EUR 152 Mio (1–6/17: EUR 2.649 Mio). Der freie Cashflow nach Dividenden sank deutlich auf EUR –541 Mio (1–6/17: EUR 2.067 Mio).
Risikomanagement
Als internationaler Öl- und Gaskonzern mit Aktivitäten, die von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen bis zu Handel und Vermarktung von Mineralölprodukten und Gas reichen, ist die OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt – unter anderem finanziellen und Marktrisiken, operativen sowie strategischen Risiken. Eine detaillierte Beschreibung der Risiken und der Risikomanagement-Aktivitäten kann dem OMV Geschäftsbericht 2017 (Seite 82–83) entnommen werden.
Die wesentlichen Unsicherheiten, welche die Ergebnisse des OMV Konzerns beeinflussen können, bleiben Rohstoffpreise, Währungskursschwankungen und operative sowie politische und regulatorische Risiken. Die Entwicklung des Rohstoffpreisrisikos wird laufend überwacht und bei Bedarf werden entsprechende Cashflow-Sicherungsmaßnahmen getroffen. Das inhärente Risikopotenzial der Sicherheits- und Umweltrisiken wird durch Programme für HSSE (Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz) und Risikomanagement überwacht, mit der klaren Zielsetzung, die Risiken der OMV im Rahmen der branchenüblichen Standards zu halten.
Weitere Details zu den aktuellen Risiken können der Sektion Ausblick des Lageberichts entnommen werden.
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen
Bezüglich der Angaben zu den wesentlichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen wird auf den Anhang im Konzernabschluss verwiesen.
Ausblick
Marktumfeld
Die OMV erwartet für das Jahr 2018 einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von USD 70/bbl (vorherige Prognose: USD 68/bbl). Für das Jahr 2018 werden an den europäischen Spotmärkten außerdem höhere durchschnittliche Gaspreise als im Jahr 2017 prognostiziert (vorherige Prognose: auf einem ähnlichen Niveau).
Konzern
► Organische Investitionen (inklusive aktivierter E&A-Ausgaben und exklusive Akquisitionen) werden sich im Jahr 2018 voraussichtlich auf rund EUR 1,9 Mrd belaufen.
Upstream
- ► Die OMV erwartet für das Jahr 2018 eine Gesamtproduktion von über 420 kboe/d. Es wird mit einem Produktionsbeitrag aus Russland in Höhe von etwa 100 kboe/d gerechnet. Der Produktionsbeitrag aus Libyen wird in ähnlicher Höhe wie 2017 eingeschätzt.
- ► Aufgrund der geplanten jährlichen Wartung in Russland, Wartungsaktivitäten in Norwegen und des Verkaufs von OMV Pakistan wird prognostiziert, dass die Produktion in Q3/18 niedriger als in Q2/18 sein wird.
- ► Für Q4/18 wird mit einer hohen Produktion leicht oberhalb des ersten Quartals 2018 gerechnet. Dies folgt aus höheren Volumen in Russland aufgrund der Saisonalität der Gasnachfrage sowie des erwarteten Produktionsstarts von Aasta Hansteen in Norwegen und der zwei Felder in Abu Dhabi. Die Akquisition in Neuseeland, deren Abschluss für Q4/18 erwartet wird, stellt ein weiteres Upside dar.
- ► Organische Investitionen in Upstream (inklusive aktivierter E&A-Ausgaben und exklusive Akquisitionen) werden sich im Jahr 2018 voraussichtlich auf rund EUR 1,3 Mrd belaufen.
- ► Die Explorations- und Evaluierungsausgaben werden in Höhe von EUR 300 Mio prognostiziert.
Downstream
Öl
- ► Die Raffineriemargen werden voraussichtlich niedriger als im Jahr 2017 sein.
- ► Die Petrochemie-Margen werden auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2017 erwartet.
- ► Für die OMV Märkte werden ähnliche Retail- und Commercial-Margen wie im Jahr 2017 erwartet. Die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte wird 2018 aufgrund des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi im Juni 2017 niedriger ausfallen als 2017.
- ► Der Raffinerie-Auslastungsgrad wird im Jahr 2018 aller Voraussicht nach bei über 90% liegen, trotz der planmäßigen Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi, welche in Q2/18 abgeschlossen wurde.
Gas
- ► Die OMV erwartet, dass die Erdgas-Verkaufsmengen im Jahr 2018 über denen von 2017 liegen werden.
- ► Die Erdgas-Verkaufsmargen im Jahr 2018 werden auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2017 erwartet.
- ► Die OMV prognostiziert einen leichten Rückgang der Nettostromerzeugung im Jahr 2018, bedingt durch ein ungünstiges Marktumfeld.
- ► Die OMV wird die Finanzierung der Pipeline Nord Stream 2 fortführen.
Geschäftsbereiche
Upstream
| In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Q2/18 | Q1/18 | Q2/17 | Δ% 1 | 1–6/18 | 1–6/17 | Δ% | |
| 779 | 766 | 615 | 27 | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, | 1.545 | 1.271 | 22 |
| Wertminderungen und Zuschreibungen zum Anlagevermögen | |||||||
| 457 | 438 | 259 | 76 | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten | 895 | 580 | 54 |
| – 94 | 40 | – 90 | – 5 | Sondereffekte | – 55 | 97 | n.m. |
| 363 | 478 | 169 | 115 | Operatives Ergebnis | 840 | 677 | 24 |
| 1.584 | 255 | 227 | n.m. | Investitionen 2 | 1.839 | 436 | n.m. |
| 75 | 61 | 40 | 89 | Explorationsausgaben | 137 | 93 | 47 |
| 53 | 37 | 58 | – 9 | Explorationsaufwendungen | 90 | 90 | 0 |
| 7,60 | 7,42 | 8,69 | – 13 | Produktionskosten in USD/boe 3 | 7,51 | 8,80 | – 15 |
| Operative Kennzahlen | |||||||
| 419 | 437 | 339 | 24 | Gesamtproduktion in kboe/d 3 | 428 | 337 | 27 |
| 160 | 162 | 169 | – 5 | davon OMV Petrom | 161 | 170 | – 5 |
| 16,0 | 16,0 | 16,5 | – 3 | Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl | 32,0 | 32,4 | – 1 |
| 128,3 | 135,5 | 80,8 | 59 | Erdgasproduktion in bcf 3 | 263,8 | 161,1 | 64 |
| 35,7 | 38,5 | 28,5 | 25 | Gesamtverkaufsmenge in Mio boe 3 | 74,2 | 57,0 | 30 |
| 74,39 | 66,82 | 49,64 | 50 | Durchschnittlicher Brent-Preis in USD/bbl | 70,58 | 51,72 | 36 |
| 60,61 | 58,02 | 46,02 | 32 | Durchschnittlich realisierter Rohölpreis in USD/bbl | 59,27 | 48,17 | 23 |
| 4,63 | 4,86 | 5,09 | – 9 | Durchschnittlich realisierter Gaspreis in USD/1.000 cf 3 | 4,74 | 5,05 | – 6 |
| 12,71 | 12,92 | 15,10 | – 16 | Durchschnittlich realisierter Gaspreis in EUR/MWh 3, 4 | 12,82 | 15,25 | – 16 |
| 1,192 | 1,229 | 1,102 | 8 | Durchschnittlicher EUR-USD-Kurs | 1,210 | 1,083 | 12 |
Hinweise: Das Nettoergebnis der at-equity bewerteten Beteiligung Pearl ist in allen Operativen Ergebnissen der dargestellten Perioden enthalten. Nach Abschluss der Akquisition des 24,99%-Anteils am Juschno Russkoje Feld wird seit 1. Dezember 2017 der OMV Anteil von 24,99% an Severneftegazprom ("SNGP", Betriebsführer des Erdgasfelds Juschno Russkoje) nach der Equity-Methode berücksichtigt und das Ergebnis der JSC Gazprom YRGM Development ("Trader"), an der die OMV 99,99% hält, vollkonsolidiert. 1 Q2/18 gegenüber Q2/17
2 Investitionen beinhalten Akquisitionen; insbesondere den Erwerb eines 20% Anteils an zwei Offshore Feldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd in Q2/18
3 Berücksichtigt OMVs Anteil am Juschno Russkoje Erdgasfeld, beginnend mit 1. Dezember 2017
4 Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird unter Verwendung eines einheitlichen Brennwerts über das ganze Portfolio in MWh umgerechnet
Zweites Quartal 2018 (Q2/18) im Vergleich zum zweiten Quartal 2017 (Q2/17)
- ► Deutlicher Anstieg des Operativen Ergebnisses vor Sondereffekten auf EUR 457 Mio
- ► Produktion auf 419 kboe/d gestiegen
- ► Produktionskosten um 13% auf USD 7,6/boe gesunken
Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten verbesserte sich deutlich von EUR 259 Mio in Q2/17 auf EUR 457 Mio. Ursächlich war eine signifikant verbesserte operative Performance von EUR 105 Mio. Diese ist im Wesentlichen auf höhere Verkaufsmengen infolge der Akquisition des Anteils am Juschno Russkoje Gasfeld zurückzuführen, teilweise kompensiert durch geringere Produktionsbeiträge aus Rumänien und Neuseeland. Netto-Markteffekte in Höhe von EUR 77 Mio beeinflussten das OMV Ergebnis positiv. Höhere durchschnittliche Ölpreise wurden teilweise von Hedging-Verlusten sowie negativen FX-Effekten, resultierend aus der Abwertung des US Dollars gegenüber dem Euro, kompensiert. Die OMV Petrom trug in Q2/18 EUR 177 Mio zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten bei. In Q2/17 waren es EUR 98 Mio.
In Q2/18 wurden Netto-Sondereffekte von EUR –94 Mio erfasst, welche hauptsächlich aus temporären Hedging-Effekten in Höhe von EUR –69 Mio und Wertminderungen von Vermögenswerten in der Nordsee Region infolge ihrer Klassifizierung als "zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" resultierten. Das Operative Ergebnis verbesserte sich deutlich auf EUR 363 Mio (Q2/17: EUR 169 Mio).
Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren wurden um 13% auf USD 7,6/boe gesenkt. Ursächlich war die gesteigerte Produktion, deren Effekt jedoch durch negative Währungseffekte infolge der Abwertung des US Dollars teilweise kompensiert wurde. Die Produktionskosten der OMV Petrom erhöhten sich um 12% auf USD 11,7/boe, hauptsächlich aufgrund geringerer Mengen sowie der unvorteilhaften FX-Entwicklung.
Vor allem aufgrund des Produktionsbeitrags von 98 kboe/d aus Russland stieg die Gesamtproduktion um 24% auf 419 kboe/d. Dem Produktionsbeitrag aus Russland standen geringere Produktionsbeiträge aus Rumänien aufgrund des natürlichen Förderrückgangs sowie aus Neuseeland aufgrund von Reparaturarbeiten an der Pohokura Pipeline entgegen. Die Produktion der OMV Petrom fiel vornehmlich aufgrund des natürlichen Förderrückgangs um 5% auf 160 kboe/d. Die Gesamtverkaufsmenge stieg um 25%,
hauptsächlich aufgrund des Beitrags aus Russland, welcher teilweise durch geringere Verkaufsvolumina in Rumänien und Neuseeland kompensiert wurde.
Ein höheres geopolitisches Risiko sowie die hohe Förderquotendisziplin der OPEC-Länder waren in Q2/18 die wesentlichen Gründe für einen um 50% höheren durchschnittlichen Brent-Preis von rund USD 74/bbl. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns erhöhte sich um 32%. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in USD/1.000 cf, in welchem in Q2/18 der Produktionsbeitrag aus Russland reflektiert wird, sank um 9%. Die realisierten Preise wurden durch einen Hedging-Verlust von EUR –124 Mio in Q2/18 beeinflusst.
Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben erhöhten sich in Q2/18 auf EUR 1.584 Mio (Q2/17: EUR 227 Mio) und beinhalten den Erwerb eines 20% Anteils an zwei Offshore Ölfeldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd. Organische Investitionen wurden vorwiegend in Rumänien und Norwegen getätigt. Die Explorationsausgaben, vor allem für Aktivitäten in Rumänien, Norwegen und Österreich, stiegen um 89% auf EUR 75 Mio.
Jänner bis Juni 2018 (1–6/18) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2017 (1–6/17)
Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg deutlich von EUR 580 Mio in 1–6/17 auf EUR 895 Mio in 1–6/18. Ursächlich war eine signifikant erhöhte operative Performance von EUR 302 Mio. Diese ist im Wesentlichen auf höhere Verkaufsmengen infolge der Akquisition des Anteils am Juschno Russkoje Gasfeld sowie auf den erhöhten Produktionsbeitrag aus Libyen zurückzuführen, teilweise kompensiert durch geringere Produktionsbeiträge aus Rumänien, Norwegen und Neuseeland. Netto-Markteffekte in Höhe von EUR –12 Mio beeinflussten das Ergebnis der OMV. Höhere durchschnittliche Preise konnten die Hedging-Verluste sowie negative FX-Effekte, resultierend aus der Abwertung des US Dollars gegenüber dem Euro, nicht zur Gänze kompensieren. Die OMV Petrom trug in 1–6/18 EUR 315 Mio zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten bei (1–6/17: EUR 200 Mio).
Die in 1–6/18 erfassten Sondereffekte beliefen sich auf EUR –55 Mio (1–6/17: EUR 97 Mio), hauptsächlich aufgrund der Wertminderungen von Vermögenswerten in der Nordsee Region infolge ihrer Klassifizierung als "zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" sowie negativer temporärer Hedging-Effekte. Das Operative Ergebnis verbesserte sich signifikant auf EUR 840 Mio (1–6/17: EUR 677 Mio).
Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren fielen um 15% auf USD 7,5/boe. Die höhere Produktion sowie das laufende Kostensenkungsprogramm führten zu niedrigeren Produktionskosten. Diese Effekte wurden jedoch teilweise durch die Abwertung des US Dollars kompensiert. Aufgrund niedriger Verkaufsvolumina sowie der unvorteilhaften FX-Entwicklung stiegen die Produktionskosten der OMV Petrom um 12% auf USD 11,8/boe.
Die Gesamtproduktion erhöhte sich um 27% auf 428 kboe/d, vor allem infolge des Beitrags aus Russland in Höhe von 102 kboe/d und einer gesteigerten Produktion in Libyen. Die geringeren Produktionsbeiträge aus Rumänien aufgrund des natürlichen Förderrückgangs sowie aus Neuseeland aufgrund von Reparaturarbeiten an der Pohokura Pipeline kompensierten teilweise diesen Effekt. Die Gesamttagesproduktion der OMV Petrom fiel hauptsächlich aufgrund des natürlichen Förderrückgangs um 9 kboe/d auf 161 kboe/d. Die Gesamtverkaufsmenge stieg um 30%, vornehmlich aufgrund des Beitrags aus Russland und höherer Verkaufsvolumina in Libyen, welche teilweise durch geringere Verkaufsvolumina in Rumänien und Neuseeland kompensiert wurden.
Maßgeblich bedingt durch ein höheres geopolitisches Risiko sowie die hohe Förderquotendisziplin der OPEC-Länder stieg der durchschnittliche Brent-Preis um 36% auf USD 71/bbl in 1–6/18. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns verbesserte sich um 23%. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in USD/1.000 cf war um 6% niedriger. Die von der OMV realisierten Preise in 1–6/18 wurden von realisierten Hedging-Verlusten in Höhe von EUR –192 Mio beeinflusst.
Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben stiegen in 1–6/18 auf EUR 1.839 Mio (1–6/17: EUR 436 Mio) und beinhalten vor allem den Erwerb eines 20% Anteils an zwei Offshore Ölfeldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd. Organische Investitionen wurden vorwiegend in Rumänien und Norwegen getätigt. Die Explorationsausgaben, die sich vor allem auf Aktivitäten in Norwegen, Rumänien und Österreich bezogen, stiegen um 47% auf EUR 137 Mio.
Downstream
| In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Q2/18 | Q1/18 | Q2/17 | Δ% 1 | 1–6/18 | 1–6/17 | Δ% | |
| 454 | 493 | 528 | – 14 | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und | 947 | 1.139 | – 17 |
| Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen zum | |||||||
| Anlagevermögen 2 | |||||||
| 338 | 376 | 411 | – 18 | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2 | 714 | 904 | – 21 |
| 318 | 282 | 382 | – 17 | davon Downstream Öl | 600 | 793 | – 24 |
| 20 | 94 | 29 | – 30 | davon Downstream Gas | 114 | 111 | 3 |
| – 66 | 26 | – 1.231 | 95 | Sondereffekte | – 40 | – 1.204 | 97 |
| 47 | 15 | – 37 | n.m. | CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 2 | 62 | – 17 | n.m. |
| 318 | 417 | – 857 | n.m. | Operatives Ergebnis | 736 | – 318 | n.m. |
| 159 | 82 | 168 | – 5 | Investitionen 3 | 242 | 259 | – 7 |
| Downstream Öl-Kennzahlen | |||||||
| 5,23 | 4,79 | 6,03 | – 13 | OMV Referenz-Raffineriemarge in USD/bbl 4 | 5,01 | 5,72 | – 13 |
| 408 | 447 | 494 | – 17 | Ethylen/Propylen Netto-Marge in EUR/t 5 | 429 | 439 | – 2 |
| 77 | 93 | 77 | 0 | Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % | 85 | 86 | – 2 |
| 4,98 | 4,53 | 6,94 | – 28 | Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte in Mio t | 9,52 | 13,47 | – 29 |
| 1,60 | 1,41 | 2,52 | – 37 | davon Retail-Verkaufsmengen in Mio t | 3,01 | 4,86 | – 38 |
| 0,61 | 0,61 | 0,41 | 48 | davon Petrochemie in Mio t | 1,22 | 1,00 | 22 |
| Downstream Gas-Kennzahlen | |||||||
| 24,79 | 32,98 | 25,97 | – 5 | Erdgas-Verkaufsmengen in TWh | 57,76 | 58,26 | – 1 |
| 0,65 | 1,52 | 1,04 | – 37 | Nettostromerzeugung in TWh | 2,17 | 2,78 | – 22 |
1 Q2/18 gegenüber Q2/17
2 Current Cost of Supply (CCS): Das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Sondereffekte und Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien und der OMV Petrol Ofisi 3
Investitionen beinhalten Akquisitionen 4
Die tatsächlich von der OMV realisierten Raffinerie- und Petrochemie-Margen können aufgrund von Faktoren wie einer anderen Rohölzusammensetzung, Produktausbeute und Betriebsbedingungen sowie einem anderen Grundstoff von der OMV Referenz-Raffineriemarge, von der Ethylen/Propylen Netto-Marge und von den Marktmargen abweichen 5 Berechnet auf Basis von West European Contract Prices (WECP) mit Naphtha als Grundstoff
Zweites Quartal 2018 (Q2/18) im Vergleich zum zweiten Quartal 2017 (Q2/17)
- ► Downstream Öl Ergebnis durch ein schwächeres Raffinerie-Marktumfeld und durch den fehlenden Ergebnisbeitrag der OMV Petrol Ofisi beeinflusst
- ► Erfolgreicher Abschluss der planmäßigen Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi; Verlängerung der Intervalle der planmäßigen Generalüberholung von zwei auf vier Jahre
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten betrug in Q2/18 EUR 338 Mio (Q2/17: EUR 411 Mio). Ausschlaggebend dafür waren ein schwächeres Raffinerie-Marktumfeld in Q2/18, der fehlende Ergebnisbeitrag der OMV Petrol Ofisi infolge ihres Verkaufs in Q2/17 sowie der Abschluss der planmäßigen Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi.
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl verringerte sich von EUR 382 Mio in Q2/17 auf EUR 318 Mio. Dies war teilweise bedingt durch den Verkauf der OMV Petrol Ofisi im Juni 2017, welche in Q2/17 EUR 44 Mio zum Ergebnis beitrug. Darüber hinaus sank die OMV Referenz-Raffineriemarge um 13% auf USD 5,2/bbl (Q2/17: USD 6,0/bbl). Gestiegene Rohölpreise führten zu höheren Bezugskosten. Die Margen für Mitteldestillate und Naphtha stiegen, während die Margen für Benzin und Schweröl sanken. Der Auslastungsgrad der Raffinerien belief sich aufgrund einer planmäßigen sechswöchigen Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi und planmäßigen, kleineren Wartungsarbeiten in der Raffinerie Burghausen in Q2/18 auf 77%. Aufgrund der planmäßigen Generalüberholung der Raffinerie Schwechat lag der Auslastungsgrad in Q2/17 bei 77%. Die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte fiel um 28% auf 4,98 Mio t als Folge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi, deren Beitrag in Q2/17 2,0 Mio t ausmachte. Die OMV Petrol Ofisi nicht berücksichtigend blieb die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte auf Vorjahresniveau. Die Verkaufsmengen im Retail-Geschäft stiegen leicht, während die Margen sanken. Im Commercial-Geschäft waren die Verkaufsmengen und die Margen unterhalb derer von Q2/17. Die OMV Petrom trug EUR 42 Mio zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl bei.
Der Ergebnisbeitrag des Petrochemie-Geschäfts zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten stieg in Q2/18 um EUR 5 Mio auf EUR 55 Mio. Trotz des Rückgangs der Ethylen/Propylen und Butadien Netto-Margen stieg das Ergebnis des Petrochemie-Geschäfts in Q2/18 verglichen mit Q2/17, da die planmäßige Generalüberholung des petrochemischen Teils der Raffinerie Schwechat im Vorjahresquartal das Ergebnis negativ beeinflusste. Der Beitrag von Borealis zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten erhöhte sich um EUR 12 Mio auf EUR 106 Mio in Q2/18 (Q2/17: EUR 94 Mio). Dies war hauptsächlich bedingt durch Einnahmen aus einem Lizenzvertrag sowie solide, integrierte Polyolefin-Margen. Der Düngemittelmarkt blieb herausfordernd.
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Gas verringerte sich von EUR 29 Mio in Q2/17 auf EUR 20 Mio. Das Q2/18 Ergebnis wurde großteils durch einen schwächeren Ergebnisbeitrag der Gas Connect Austria und leicht gesunkene Erdgas-Verkaufsmengen beeinflusst. Der Ergebnisbeitrag von Gas Connect Austria verringerte sich von EUR 26 Mio auf EUR 20 Mio, hauptsächlich aufgrund des Auslaufens langfristiger Verträge und gestiegener Energiekosten, teilweise kompensiert durch zusätzliche, kurzfristige Verträge. Die Erdgas-Verkaufsmengen nahmen von 26,0 TWh auf 24,8 TWh ab, hauptsächlich aufgrund von niedrigeren Verkaufsmengen in Rumänien und der Türkei, welche teilweise durch höhere Verkaufsmengen in Deutschland kompensiert wurden. Die Nettostromerzeugung fiel auf 0,65 TWh aufgrund planmäßiger Wartungsarbeiten. Die OMV Petrom trug EUR 6 Mio zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Gas bei.
Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR –66 Mio und ergaben sich vornehmlich aus der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate. In Q2/17 betrugen die Netto-Sondereffekte EUR –1.231 Mio infolge des Recyclings von FX-Verlusten im Zuge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi. Aufgrund gestiegener Rohölpreise in Q2/18 wurden CCS Effekte von EUR 47 Mio erfasst. Das Operative Ergebnis im Downstream-Geschäft stieg signifikant auf EUR 318 Mio, verglichen mit EUR –857 Mio in Q2/17.
Die Investitionen in Downstream belief sich auf EUR 159 Mio (Q2/17: EUR 168 Mio), davon EUR 139 Mio (Q2/17: EUR 154 Mio) im Downstream Öl-Geschäft.
Jänner bis Juni 2018 (1–6/18) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2017 (1–6/17)
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank von EUR 904 Mio auf EUR 714 Mio in 1–6/18 aufgrund eines niedrigeren Ergebnisses in Downstream Öl.
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl verringerte sich in 1–6/18 um EUR 193 Mio auf EUR 600 Mio. Dieser Rückgang ist sowohl auf den Verkauf der OMV Petrol Ofisi im ersten Halbjahr 2017, welche EUR 98 Mio zum Ergebnis beitrug, als auch auf ein schwächeres Raffinerie-Marktumfeld zurückzuführen. Die OMV Referenz-Raffineriemarge sank um 13% von USD 5,7/bbl auf USD 5,0/bbl. Gestiegene Rohölpreise führten zu höheren Bezugskosten. Während die Margen für Mitteldestillate und Naphtha stiegen, sanken die Margen für Benzin und Schweröl. Der Raffinerie-Auslastungsgrad lag in 1–6/18 bei 85% (1–6/17: 86%) und spiegelt die planmäßige, sechswöchige Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi wieder. Mit 9,52 Mio t fiel die Verkaufsmenge an Raffinerieprodukten um 29% infolge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi in Q2/17, welche in 1–6/17 einen Beitrag von 4,0 Mio t leistete. Die OMV Petrol Ofisi nicht berücksichtigend erhöhte sich die Verkaufsmenge an Raffinerieprodukten geringfügig. Im Retail-Geschäft stiegen die Verkaufsmengen, während die Margen leicht sanken. Im Commercial-Geschäft lagen die Verkaufsmengen und Margen unterhalb derer in 1–6/17. Die OMV Petrom trug EUR 94 Mio zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl bei.
Der Ergebnisbeitrag des Petrochemie-Geschäfts zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten blieb mit EUR 123 Mio stabil (1–6/17: EUR 124 Mio). Während die Petrochemie-Margen, insbesondere für Butadien und Benzol, verglichen mit 1–6/17 sanken, wurde das Ergebnis des Vorjahres durch die Auswirkung der planmäßigen Generalüberholung des petrochemischen Teils der Raffinerie Schwechat negativ beeinträchtigt. Der Beitrag von Borealis zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten sank um EUR 14 Mio auf EUR 192 Mio infolge niedrigerer Polyolefin-Margen und eines herausfordernden Düngemittelmarktes.
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Downstream Gas verbesserte sich von EUR 111 Mio auf EUR 114 Mio in 1–6/18, insbesondere aufgrund des starken Ergebnisses im ersten Quartal. In 1–6/17 wurde das Downstream Gas Ergebnis durch einmalige Bewertungseffekte unterstützt. Die Performance von Gas Connect Austria sank von EUR 52 Mio in 1–6/17 auf EUR 47 Mio aufgrund des Auslaufens langfristiger Verträge und gestiegener Energiekosten, teilweise kompensiert durch zusätzliche, kurzfristige Verträge. Die Erdgas-Verkaufsmengen verringerten sich geringfügig auf 57,8 TWh (1–6/17: 58,3 TWh), hauptsächlich aufgrund niedrigerer Volumina in Rumänien und der Türkei, welche teilweise durch höhere Volumina in Deutschland kompensiert wurden. Die Nettostromerzeugung verringerte sich von 2,8 TWh auf 2,2 TWh in 1–6/18 infolge planmäßiger Wartungsarbeiten in Q2/18 und eines schwächeren Marktumfelds in 1–6/18. Die OMV Petrom trug EUR 22 Mio zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Gas bei.
Das Operative Ergebnis im Downstream-Geschäft erhöhte sich in 1–6/18 von EUR –318 Mio auf EUR 736 Mio. Das Ergebnis reflektiert Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –40 Mio, die sich hauptsächlich aus der Bewertung nicht realisierter Rohstoffderivate ergaben. Netto-Sondereffekte in 1–6/17 betrugen EUR –1.204 Mio infolge des Recyclings von FX-Verlusten im Zuge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi. Aufgrund gestiegener Rohölpreise wurden während des ersten Halbjahres CCS Effekte in Höhe von EUR 62 Mio gebucht.
Die Investitionen in Downstream betrugen EUR 242 Mio (1–6/17: EUR 259 Mio). Im Downstream Öl-Geschäft sanken die Investitionen um EUR 31 Mio auf EUR 207 Mio (1–6/17: EUR 239 Mio), vornehmlich aufgrund des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi in Q2/17. Aufgrund höherer regulärer Wartungstätigkeiten im Stromgeschäft stiegen die Investitionen im Downstream Gas-Geschäft auf EUR 34 Mio (1–6/17: EUR 21 Mio).
Konzernzwischenabschluss (verkürzt, ungeprüft)
Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)
| In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Q2/18 | Q1/18 | Q2/17 | 1–6/18 | 1–6/17 | |
| 5.706 | 4.977 | 5.152 | Umsatzerlöse | 10.683 | 10.670 |
| 127 | 67 | 72 | Sonstige betriebliche Erträge | 194 | 288 |
| 122 | 107 | 101 | Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen | 229 | 221 |
| 106 | 86 | 94 | davon Borealis | 192 | 207 |
| 5.955 | 5.151 | 5.324 | Summe Erlöse und sonstige Erträge | 11.106 | 11.179 |
| – 3.814 | – 2.823 | – 3.276 | Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) | – 6.637 | – 6.652 |
| – 432 | – 392 | – 422 | Produktions- und operative Aufwendungen | – 824 | – 823 |
| – 91 | – 88 | – 79 | Produktionsbezogene Steuern | – 178 | – 164 |
| – 470 | – 443 | – 462 | Abschreibungen und Wertminderungen | – 913 | – 916 |
| – 432 | – 416 | – 385 | Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen | – 848 | – 790 |
| – 53 | – 37 | – 58 | Explorationsaufwendungen | – 90 | – 90 |
| – 61 | – 54 | – 1.338 | Sonstige betriebliche Aufwendungen | – 115 | – 1.402 |
| 602 | 899 | – 694 | Operatives Ergebnis | 1.502 | 343 |
| 6 | 0 | 5 | Dividendenerträge | 7 | 5 |
| 23 | 24 | 13 | Zinserträge | 47 | 26 |
| – 86 | – 64 | – 62 | Zinsaufwendungen | – 150 | – 124 |
| 10 | – 51 | – 17 | Sonstiges Finanzergebnis | – 41 | – 18 |
| – 47 | – 90 | – 62 | Finanzerfolg | – 137 | – 111 |
| 555 | 809 | – 756 | Ergebnis vor Steuern | 1.364 | 232 |
| – 279 | – 278 | – 172 | Steuern vom Einkommen und Ertrag | – 557 | – 344 |
| 276 | 531 | – 928 | Periodenüberschuss | 807 | – 112 |
| 203 | 406 | – 1.028 | davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen | 610 | – 316 |
| 16 | 24 | 26 | davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen | 40 | 51 |
| 56 | 101 | 75 | davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 157 | 153 |
| 0,62 | 1,24 | – 3,15 | Ergebnis je Aktie in EUR | 1,87 | – 0,97 |
| 0,62 | 1,24 | – 3,14 | Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 1,86 | – 0,96 |
Gesamtergebnisrechnung (verkürzt, ungeprüft)
| In EUR Mio | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Q2/18 | Q1/18 | Q2/17 | 1–6/18 | 1–6/17 | |
| 276 | 531 | – 928 | Periodenüberschuss | 807 | – 112 |
| 71 | – 48 | 963 | Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | 23 | 671 |
| 1 | 54 | 9 | Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges | 55 | 33 |
| 78 | – 48 | – 73 | Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis | 30 | – 109 |
| 149 | – 41 | 899 | Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung | 108 | 594 |
| umgegliedert ("recycelt") werden können | |||||
| 21 | 0 | 0 | Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | 21 | 0 |
| 5 | 0 | n.a | Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Beteiligungen | 5 | n.a |
| 95 | 12 | n.a | Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die nachfolgend auf den | 107 | n.a |
| Buchwert des Grundgeschäftes übertragen werden | |||||
| 1 | 0 | 0 | Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis | 1 | 0 |
| 122 | 12 | 0 | Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und | 134 | 0 |
| Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden | |||||
| 1 | – 16 | 3 | Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung | – 15 | 4 |
| umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen | |||||
| – 27 | – 3 | 0 | Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und | – 30 | 0 |
| Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen | |||||
| – 26 | – 19 | 3 | Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern | – 46 | 4 |
| 245 | – 48 | 902 | Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | 196 | 598 |
| 520 | 483 | – 26 | Gesamtergebnis der Periode | 1.003 | 486 |
| 453 | 356 | – 131 | davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen | 809 | 285 |
| 16 | 24 | 26 | davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen | 40 | 51 |
| 51 | 103 | 80 | davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 154 | 150 |
Konzernbilanz (ungeprüft)
| In EUR Mio | ||
|---|---|---|
| 30. Juni 2018 | 31. Dez. 2017 | |
| Vermögen | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.904 | 2.648 |
| Sachanlagen | 14.272 | 13.654 |
| At-equity bewertete Beteiligungen | 2.884 | 2.913 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.289 | 1.959 |
| Sonstige Vermögenswerte | 26 | 55 |
| Latente Steuern | 764 | 744 |
| Langfristiges Vermögen | 23.139 | 21.972 |
| Vorräte | 1.493 | 1.503 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.664 | 2.503 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.384 | 1.140 |
| Forderungen aus laufenden Ertragsteuern | 19 | 15 |
| Sonstige Vermögenswerte | 386 | 265 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.927 | 3.972 |
| Kurzfristiges Vermögen | 9.874 | 9.398 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen | 493 | 206 |
| Summe Aktiva | 33.506 | 31.576 |
| Eigenkapital und Verbindlichkeiten | ||
| Grundkapital | 327 | 327 |
| Hybridkapital | 1.987 | 2.231 |
| Rücklagen | 8.888 | 8.658 |
| Eigenkapital der OMV Anteilseigner | 11.202 | 11.216 |
| Nicht beherrschende Anteile | 3.118 | 3.118 |
| Eigenkapital | 14.320 | 14.334 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 968 | 1.003 |
| Anleihen | 3.971 | 3.968 |
| Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 615 | 823 |
| Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen | 3.051 | 3.070 |
| Sonstige Rückstellungen | 473 | 497 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 620 | 405 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 142 | 148 |
| Latente Steuern | 510 | 437 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 10.349 | 10.352 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.531 | 3.262 |
| Anleihen | 822 | 788 |
| Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 90 | 114 |
| Rückstellung für laufende Ertragsteuern | 199 | 140 |
| Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen | 131 | 110 |
| Sonstige Rückstellungen | 346 | 349 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.592 | 1.288 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 962 | 775 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 8.672 | 6.826 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten | 164 | 63 |
| Summe Passiva | 33.506 | 31.576 |
Eigenkapitalveränderungsrechnung (verkürzt, ungeprüft)
In EUR Mio
| Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklagen |
Sonstige Rücklagen 1 |
Eigene Anteile |
Eigen kapital der OMV Anteils eigner |
Nicht beherr schende Anteile |
Summe Eigen kapital |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Jänner 2018 | 327 | 1.517 | 2.231 | 8.006 | – 857 | – 8 | 11.216 | 3.118 | 14.334 |
| Erstanpassung aus IFRS 9 und IFRS 15 |
- | - | - | 39 | 3 | - | 42 | 0 | 42 |
| Angepasste Werte 1. Jänner 2018 |
327 | 1.517 | 2.231 | 8.045 | – 854 | – 8 | 11.259 | 3.118 | 14.377 |
| Periodenüberschuss | - | - | - | 650 | - | - | 650 | 157 | 807 |
| Sonstiges Ergebnis der | - | - | - | 22 | 177 | - | 199 | – 3 | 196 |
| Periode | |||||||||
| Gesamtergebnis der | - | - | - | 672 | 177 | - | 849 | 154 | 1.003 |
| Periode | |||||||||
| Kapitalerhöhung | - | - | 496 | - | - | - | 496 | - | 496 |
| Dividendenzahlungen und | - | - | - | – 490 | - | - | – 490 | – 161 | – 651 |
| Hybrid-Kupon | |||||||||
| Veränderung Hybridkapital | - | - | – 741 | – 60 | - | - | – 800 | - | – 800 |
| Abgang eigener Anteile | - | 4 | - | - | - | 3 | 7 | - | 7 |
| Anteilsbasierte Vergütung | - | – 14 | - | 0 | - | - | – 14 | - | – 14 |
| Zugang (+)/Abgang (-) nicht | - | - | - | – 8 | 0 | - | – 9 | 7 | – 2 |
| beherrschende Anteile | |||||||||
| Umgliederung von Cashflow | - | - | - | - | – 96 | - | – 96 | - | – 96 |
| Hedges in die Bilanz 2 | |||||||||
| 30. Juni 2018 | 327 | 1.508 | 1.987 | 8.159 | – 773 | – 6 | 11.202 | 3.118 | 14.320 |
1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis
2 Der Gesamtbetrag bezog sich auf Vorräte, die zum 30. Juni 2018 bereits verbraucht und daher in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst waren
| Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklagen |
Sonstige Rücklagen 1 |
Eigene Anteile |
Eigen kapital der OMV Anteils eigner |
Nicht beherr schende Anteile |
Summe Eigen kapital |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Jänner 2017 | 327 | 1.507 | 2.231 | 7.990 | – 1.131 | – 9 | 10.915 | 3.010 | 13.925 |
| Periodenüberschuss | - | - | - | – 265 | - | - | – 265 | 153 | – 112 |
| Sonstiges Ergebnis der | - | - | - | 0 | 601 | - | 601 | – 3 | 598 |
| Periode | |||||||||
| Gesamtergebnis der | - | - | - | – 265 | 601 | - | 336 | 150 | 486 |
| Periode | |||||||||
| Dividendenzahlungen und | - | - | - | – 442 | - | - | – 442 | – 141 | – 584 |
| Hybrid-Kupon | |||||||||
| Abgang eigener Anteile | - | 1 | - | - | - | 1 | 2 | - | 2 |
| Anteilsbasierte Vergütung | - | 3 | - | - | - | - | 3 | - | 3 |
| 30. Juni 2017 | 327 | 1.512 | 2.231 | 7.282 | – 530 | – 8 | 10.814 | 3.019 | 13.833 |
1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges und zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis
Konzern-Cashflow-Rechnung (verkürzt, ungeprüft)
| In EUR Mio | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Q2/18 | Q1/18 | Q2/17 | 1–6/18 | 1–6/17 | |
| 276 | 531 | – 928 | Periodenüberschuss | 807 | – 112 |
| 482 | 450 | 521 | Abschreibungen und Wertminderungen (+)/Zuschreibungen (–) | 932 | 967 |
| 79 | 67 | 37 | Latente Steuern | 146 | 100 |
| 1 | – 6 | – 2 | Gewinne (–)/Verluste (+) aus Abgängen von Anlagevermögen | – 5 | – 1 |
| – 24 | 27 | – 5 | Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Personal- und langfristigen Rückstellungen | 2 | – 2 |
| 19 | 129 | 1.143 | Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) | 148 | 1.006 |
| 832 | 1.198 | 766 | Mittelzufluss nach unbaren Posten | 2.030 | 1.957 |
| – 143 | 143 | 109 | Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Vorräten | – 1 | 267 |
| 455 | – 722 | 532 | Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Forderungen | – 268 | 474 |
| 87 | 483 | – 378 | Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Verbindlichkeiten | 571 | – 722 |
| 2 | – 25 | – 38 | Erhöhung (+)/Verminderung (–) von kurzfristigen Rückstellungen | – 23 | – 63 |
| 1.233 | 1.076 | 991 | Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 2.309 | 1.914 |
| Investitionen | |||||
| – 1.700 | – 431 | – 333 | Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | – 2.131 | – 759 |
| – 60 | – 81 | – 221 | Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | – 141 | – 225 |
| – 3 | – 47 | 0 | Erwerb einbezogener Unternehmen und Geschäftsbetriebe abzüglich liquider Mittel | – 51 | 0 |
| Veräußerungen | |||||
| 8 | 3 | 12 | Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 11 | 30 |
| 136 | 19 | 879 | Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel |
154 | 1.689 |
| – 1.619 | – 538 | 338 | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | – 2.157 | 735 |
| – 801 | – 202 | – 17 | Erhöhung (+)/Verminderung (–) von langfristigen Finanzierungen | – 1.003 | – 54 |
| 26 | – 9 | – 10 | Erhöhung (+)/Verminderung (–) von kurzfristigen Finanzierungen | 16 | – 99 |
| 0 | 0 | 0 | Verminderung nicht beherrschender Anteile | 0 | 0 |
| – 693 | 0 | – 582 | Dividendenzahlungen | – 693 | – 582 |
| 496 | 0 | 0 | Hybridanleihe | 496 | 0 |
| – 972 | – 212 | – 608 | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | – 1.183 | – 735 |
| – 5 | – 7 | – 10 | Währungsdifferenz auf liquide Mittel | – 12 | – 25 |
| – 1.362 | 319 | 710 | Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel | – 1.043 | 1.889 |
| 4.300 | 3.981 | 3.493 | Liquide Mittel Periodenbeginn | 3.981 | 2.314 |
| 2.938 | 4.300 | 4.203 | Liquide Mittel Periodenende | 2.938 | 4.203 |
| 11 | 3 | 0 | davon Liquide Mittel umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes | 11 | 0 |
| Vermögen | |||||
| 2.927 | 4.297 | 4.203 | in der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.927 | 4.203 |
| ausgewiesen | |||||
| – 386 | 538 | 1.329 | Freier Cashflow | 152 | 2.649 |
| – 1.078 | 538 | 747 | Freier Cashflow nach Dividenden | – 541 | 2.067 |
| – 1.079 | 538 | 747 | Freier Cashflow nach Dividenden inkl. Veränderung nicht beherrschender Anteile |
– 541 | 2.067 |
Ausgewählte Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss
Gesetzliche Grundlagen
Der Konzernzwischenabschluss für die Berichtsperiode 1. Jänner bis 30. Juni 2018 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.
Der Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben und sollte zusammen mit dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2017 gelesen werden.
Der Konzernzwischenabschluss für 1–6/18 ist ungeprüft. Eine externe prüferische Durchsicht wurde nicht durchgeführt.
Der Konzernzwischenabschluss für 1–6/18 wurde in Millionen Euro (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.
Zusätzlich zum Konzernzwischenabschluss enthält die Beschreibung der OMV Geschäftsbereiche im Lagebericht weitere Informationen zu wichtigen Effekten, die Einfluss auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 hatten.
Wesentliche Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen
Der Konzern wendete ab 1. Jänner 2018 erstmals IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Umsätze aus Verträgen mit Kunden" an.
Weiters sind mit 1. Jänner 2018 eine Reihe von anderen Änderungen und Interpretationen in Kraft getreten. Diese haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IFRS 9 "Finanzinstrumente"
IFRS 9 sieht neue Grundsätze zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten auf Basis der Zahlungsstromeigenschaften und des Geschäftsmodells, nach dem sie gesteuert werden, vor. Weiters wird ein neues Modell zur Wertberichtigung von finanziellen Vermögenswerten, das auf die erwarteten Kreditausfälle abstellt, eingeführt. Darüber hinaus wurden die Vorschriften zur Sicherungsbilanzierung mit dem Ziel, die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser abzubilden, geändert.
Abgesehen von den Änderungen zur Sicherungsbilanzierung wurde IFRS 9 retrospektiv angewendet. Die Zahlen der Vergleichsperiode wurden aber, so wie nach IFRS 9 zulässig, nicht anpasst. Die retrospektiven Auswirkungen durch die Anwendung von IFRS 9 wurden durch eine Anpassung der Eröffnungswerte der entsprechenden Positionen im Eigenkapital zum 1. Jänner 2018 erfasst.
IFRS 9 sieht drei Hauptkategorien zur Klassifizierung von Finanzinstrumenten vor: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch das sonstige Ergebnis bewertet (FVOCI) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVTPL).
Die folgende Tabelle und nachfolgenden Erläuterungen beschreiben die ursprünglichen und neuen Bewertungskategorien nach IAS 39 und IFRS 9 für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten des Konzerns zum 1. Jänner 2018.
Änderungen der Bewertungskategorien von IAS 39 zu IFRS 9
| In EUR Mio | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungskategorie | Absatz | Buchwert | |||||
| IAS 39 | IFRS 9 | Ursprünglich (IAS 39) |
neu (IFRS 9) |
Bewertungs änderung |
|||
| Vermögenswerte per 1. Jänner 2018 |
|||||||
| At-equity bewertete Beteiligungen |
n.a. | n.a. | 1. | 2.913 | 2.916 | 3 | |
| Anteile an sonstigen Unternehmen |
Available-for-sale | FVOCI | 2. | 39 | 82 | 43 | |
| Investmentfonds | Available-for-sale | FVTPL | 3. | 6 | 6 | - | |
| Anleihen | Available-for-sale | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
3. | 78 | 78 | 0 | |
| Ausleihungen | Ausleihungen und Forderungen |
zu fortgeführten Anschaffungskosten |
4. | 348 | 345 | –2 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
Ausleihungen und Forderungen |
zu fortgeführten Anschaffungskosten |
4. | 1.019 | 1.015 | –4 | |
| FVTPL | FVTPL | 641 | 641 | - | |||
| Available-for-sale | FVTPL | 139 | 139 | - | |||
| Derivative Finanzinstrumente: | |||||||
| a) Cashflow-Hedge | Fair value - Hedging Instrument |
Fair value - Hedging Instrument |
97 | 97 | - | ||
| b) sonstige Derivate | Held-for-trading | FVTPL | 732 | 732 | - | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Ausleihungen und Forderungen |
zu fortgeführten Anschaffungskosten |
4. | 2.306 | 2.304 | -2 | |
| Ausleihungen und Forderungen |
FVTPL | 5. | 197 | 197 | - |
-
- Durch die Implementierung von IFRS 9 erhöhte sich der Buchwert der At-equity bewerteten Beteiligungen um EUR 3 Mio. Die entsprechende Auswirkung nach Steuern auf das Eigenkapital des OMV Konzerns beträgt EUR 3 Mio.
-
- IFRS 9 beseitigt die Ausnahme für die Bewertung von nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten, nach der sie bisher mit den Anschaffungskosten anstelle des beizulegenden Zeitwerts bewertet werden können, wenn die Schwankungsbreite der vernünftigen Schätzungen des beizulegenden Zeitwertes signifikant ist und die Wahrscheinlichkeit unterschiedlicher Schätzungen nicht eindeutig beurteilt werden kann. Der neue Standard erlaubt nur eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert und führt Indikatoren an, wann die Anschaffungskosten nicht der beste Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert sind. Nach IFRS 9 werden alle Eigenkapitalinstrumente als zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet designiert, da sie mit einer langfristigen strategischen Zielsetzung gehalten werden. Folglich werden alle Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis (FVOCI) erfasst. Es werden weder Wertminderungsaufwendungen im Gewinn oder Verlust verbucht noch Gewinne oder Verluste im Rahmen des Abgangs in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital abzüglich Steuereffekte betragen EUR 42 Mio.
-
- Available-for-sale Finanzinstrumente, die hauptsächlich Investmentfonds und Schuldinstrumente umfassen, wurden nach IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bilanziert. Nach IFRS 9 werden die Investmentfonds zum FVTPL bilanziert. Basierend auf der Einschätzung des Konzerns werden die bisher als Available-for-sale eingestuften Schuldinstrumente, die hauptsächlich Anleihen umfassen, im Rahmen eines Geschäftsmodells mit dem Ziel der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten. Nach IFRS 9 werden diese Finanzanlagen deshalb zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, was zu einer Anpassung des kumulierten sonstigen Ergebnisses gegen ihren Buchwert führt. Die Auswirkungen beider Änderungen auf das Konzerneigenkapital sind unwesentlich.
-
- Das neue Modell für die Erfassung von Wertberichtigungen erfordert den Ansatz von Wertminderungen auf Basis von erwarteten Kreditausfällen und nicht von eingetretenen Verlusten, wie dies unter IAS 39 der Fall war. Diesen Wertminderungsvorschriften von IFRS 9 unterliegen die finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie die Schuldinstrumente mit Bewertung zu FVOCI. Im Allgemeinen führt die Anwendung des Modells der erwarteten Kreditausfälle zu einer früheren Erfassung der Kreditverluste und zu einer höheren erfassten Wertberichtigung auf die relevanten Positionen. Die Wertminderungen werden auf Basis eines Drei-Stufen-Modells unter Anwendung von internen oder externen Bonitätseinstufungen von Kontrahenten und damit verbundenen Ausfallwahrscheinlichkeiten berechnet. Für bestimmte Finanzinstrumente, wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden die Wertminderungen auf vereinfachte Weise auf Basis der über die Restlaufzeit erwarteten Zahlungsausfälle ermittelt. Im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 wurden Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital abzüglich Steuereffekten von EUR –6 Mio erfasst.
OMV Konzernbericht Jänner–Juni und Q2 2018
2. August 2018
- Nach IAS 39 wurden alle Lieferforderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Nach IFRS 9 werden die Forderungsportfolios, die für einen Verkauf im Rahmen von Factoring- oder Securitization-Programmen vorgesehen sind, zum FVTPL bewertet. Weiters werden Lieferforderungen aus Verträgen mit einer vorläufigen Preisfestsetzung zum FVTPL bewertet, da die vertraglichen Zahlungsströme nicht ausschließlich Tilgung und Zinszahlungen auf ausstehende Rückzahlungsbeträge darstellen. Die Anpassung der Gewinnrücklagen durch diese Neueinstufung durch IFRS 9 ist unwesentlich.
Überleitung von Wertminderungen nach Bewertungskategorien zum 1. Jänner 2018
| In EUR Mio | |||
|---|---|---|---|
| Bewertungskategorie | Wertmin | Wertmin | |
| derungen laut | Bewertungs | derungen laut | |
| IAS 39 | änderung | IFRS 9 | |
| Ausleihungen und Forderungen (IAS 39)/Finanzielle Vermögenswerte zu | |||
| fortgeführten Anschaffungskosten (IFRS 9) | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 76 | 2 | 78 |
| Übrige sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 292 | 4 | 296 |
| Ausleihungen | - | 2 | 2 |
| Available-for-sale-Wertpapiere (IAS 39)/Finanzielle Vermögenswerte zu | |||
| fortgeführten Anschaffungskosten (IFRS 9) | |||
| Anleihen | - | 0 | 0 |
| Gesamt | 368 | 9 | 377 |
IFRS 9 hatte keine Auswirkung auf die Einstufung und Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns, da die neuen Vorschriften nur eine Auswirkung auf die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten haben, die als zum beizulegenden Zeitwert durch die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet designiert wurden. Der Konzern hat keine solchen Verbindlichkeiten.
Gemäß IFRS 9 kann Hedge Accounting generell für mehr Sicherungsinstrumente und Grundgeschäfte angewendet werden. Hedge Accounting konnte für die Sicherungsbeziehungen des Konzerns auch nach Erstanwendung von IFRS 9 angewendet werden. Für Cashflow-Hedges von erwarteten Transaktionen, die zum Ansatz von nicht-finanziellen Posten führen, muss der Buchwert dieser Posten gemäß IFRS 9 um die kumulierten Gewinne und Verluste, die im sonstigen Ergebnis verbucht wurden, angepasst werden. Die Anpassung wirkt sich auf den Gewinn oder Verlust in gleicher Weise und den gleichen Perioden aus, wie sich die betroffenen nicht-finanziellen Posten auf den Gewinn oder Verlust auswirken. Die kumulierten Gewinne und Verluste für diese Cashflow-Hedges werden innerhalb der Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können, in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen, und die Anpassung des Buchwerts der nicht-finanziellen Posten wird in der Eigenkapitalveränderungsrechnung außerhalb des Gesamtergebnisses der Periode ausgewiesen. Gemäß IAS 39 wurde die Bewertungsmethode gewählt, nach der die Cashflow-Hedge Reserven im Eigenkapital verblieben und in derselben Periode in den Gewinn und Verlust umgegliedert wurden, in der sich die nicht-finanziellen Posten auf den Gewinn und Verlust ausgewirkt haben.
IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden"
IFRS 15 ersetzte die bisherigen Vorschriften zur Umsatzrealisierung und ist auf alle Kundenverträge anzuwenden. Nach dem neuen Standard soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen im Tausch für diese Güter und Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält.
Der Konzern wendet den neuen Standard erstmalig ab 1. Jänner 2018 mit Umstellung entsprechend der modifizierten retrospektiven Methode, nach der die kumulierten Anpassungsbeträge aus der erstmaligen Anwendung zum 1. Jänner 2018 erfasst werden, an. Die Anforderungen des IFRS 15 wurden folglich nicht auf die dargestellte Vergleichsperiode angewendet.
Gemäß IFRS 15 wurden zusätzliche Transaktionen identifiziert, bei welchen der Konzern nur als Agent tätig ist. Ein Agent realisiert als Umsatz die erhaltene Kommission oder Gebühr für die Ermöglichung der Übertragung von Waren oder die Bereitstellung von Dienstleistungen. Bei der Beurteilung nach IFRS ist ausschlaggebend, ob der Konzern die Verfügungsmacht über die Waren oder Dienstleistungen erhält, bevor sie auf den Kunden übertragen werden und stellt weniger darauf ab, welchen Chancen und Risiken das Unternehmen beim Verkauf unterliegt. Weiters wurden nach IFRS 15 zusätzliche Transaktionen als nicht-monetäre Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen derselben Branche eingestuft, die keine Ertragsrealisierung ermöglichen. Ohne diese Änderung durch IFRS 15 wären die Umsatzerlöse und entsprechenden Kostenpositionen um EUR 103 Mio ohne Auswirkung auf die Gewinnspanne höher gewesen.
Darüber hinaus gibt es im Konzern wenige langfristige Lieferverträge mit unterschiedlichen Preisen in den verschiedenen Perioden, bei welchen die Preise nicht den Wert der Güter zum Lieferzeitpunkt widerspiegeln. Während nach IAS 18 der in Rechnung ge-
stellte Betrag als Umsatz erfasst wurde, erfolgt nach IFRS 15 die Ertragsrealisierung auf Basis des durchschnittlichen Vertragspreises. Im Zuge der Erstanwendung von IFRS 15 erfolgte für diese Verträge per 1. Jänner 2018 eine Anpassung der Gewinnrücklagen um plus EUR 3 Mio.
Die folgenden Tabellen fassen die gesamten Auswirkungen der Anwendung von IFRS 15 auf den Zwischenabschluss für das erste Halbjahr 2018 zusammen:
Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis (Auszug)
| In EUR Mio | |||
|---|---|---|---|
| Werte ohne | |||
| Anwendung von | |||
| Wie berichtet | Anpassungen | IFRS 15 | |
| Umsatzerlöse | 10.683 | 108 | 10.791 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 194 | 4 | 198 |
| Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen | 229 | - | 229 |
| Summe Erlöse und sonstige Erträge | 11.106 | 112 | 11.218 |
| Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) | – 6.637 | – 55 | – 6.692 |
| Produktions- und operative Aufwendungen | – 824 | – 0 | – 824 |
| Produktionsbezogene Steuern | – 178 | - | – 178 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | – 913 | - | – 913 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen | – 848 | – 52 | – 900 |
| Explorationsaufwendungen | – 90 | - | – 90 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | – 115 | - | – 115 |
| Operatives Ergebnis | 1.502 | 5 | 1.507 |
| Finanzerfolg | – 137 | - | – 137 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.364 | 5 | 1.369 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | – 557 | – 1 | – 558 |
| Periodenüberschuss | 807 | 4 | 811 |
| davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen | 610 | 2 | 612 |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 157 | 2 | 159 |
| Gesamtergebnis der Periode | 1.003 | 4 | 1.007 |
| davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen | 809 | 2 | 811 |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 154 | 2 | 156 |
Konzernbilanz (Auszug)
In EUR Mio
| Werte ohne | |||
|---|---|---|---|
| Wie berichtet | Anpassungen | Anwendung von IFRS 15 |
|
| Sonstige Vermögenswerte | 26 | – 2 | 24 |
| Latente Steuern | 764 | 1 | 765 |
| Langfristiges Vermögen | 23.139 | – 1 | 23.138 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.664 | 5 | 2.669 |
| Sonstige Vermögenswerte | 386 | – 2 | 385 |
| Kurzfristiges Vermögen | 9.874 | 3 | 9.877 |
| Summe Aktiva | 33.506 | 2 | 33.508 |
| Rücklagen | 8.888 | 0 | 8.887 |
| Eigenkapital der OMV Anteilseigner | 11.202 | 0 | 11.201 |
| Nicht beherrschende Anteile | 3.118 | 2 | 3.120 |
| Summe Eigenkapital | 14.320 | 1 | 14.321 |
| Rückstellung für laufende Ertragsteuern | 199 | 1 | 200 |
| Sonstige Rückstellungen | 346 | 1 | 347 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.592 | – 1 | 2.591 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 8.672 | 0 | 8.673 |
| Summe Passiva | 33.506 | 2 | 33.508 |
Konzern-Cashflow-Rechnung (Auszug) In EUR Mio
| Werte ohne Anwendung von |
|||
|---|---|---|---|
| Wie berichtet | Anpassungen | IFRS 15 | |
| Periodenüberschuss | 807 | 4 | 811 |
| Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) | 148 | 1 | 149 |
| Latente Steuern | 146 | 0 | 147 |
| Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Forderungen | – 268 | – 5 | – 273 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 2.309 | - | 2.309 |
Erwartete Auswirkung der Erstanwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
Dieser Standard wird IAS 17 ersetzen und enthält neue Vorschriften für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Der Konzern evaluiert derzeit die Auswirkungen von IFRS 16 auf seinen Konzernabschluss. Als größte identifizierte Auswirkung wurde der Ansatz von neuen Vermögenswerten und Schulden für den Großteil der im Konzern bestehenden operativen Leasingverhältnisse identifiziert.
Die Analyse der bestehenden Leasingverträge zeigt, dass der Ansatz eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit für die zum Berichtsstichtag bestehenden Verträge am 1. Jänner 2019 zu einer Erhöhung des Anlagevermögens und der Schulden von rund EUR 580 Mio führen würde.
In der Gewinn- und Verlustrechnung werden künftig Abschreibungen und Zinsaufwendungen anstelle von Leasingaufwendungen verbucht. Dies wird zu einer geringen Erhöhung des Operativen Ergebnisses führen, der jedoch höhere Zinsaufwendungen gegenüberstehen. Die endgültige Auswirkung hängt von verschiedenen Faktoren wie dem zum Übergangszeitpunkt bestehenden Leasingportfolio und den zu diesem Zeitpunkt gültigen Zinssätzen ab. Die Analyse der Auswirkung wird im 2. Halbjahr 2018 fortgesetzt. Das Datum des Inkrafttretens dieses Standards ist der 1. Jänner 2019. Die OMV plant, IFRS 16 erstmalig zum 1. Jänner 2019 mit einer Umstellung entsprechend der modifizierten retrospektiven Methode anzuwenden.
Konsolidierungskreisänderungen
Im Vergleich zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2017 fanden folgende Änderungen des Konsolidierungskreises statt:
Im Bereich Upstream wurde die OMV GSB Limited mit Sitz in Wellington am 16. März 2018 erworben. Die Transaktion hatte keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss.
Die OMV Abu Dhabi Production GmbH mit Sitz in Wien wurde beginnend mit dem 29. April 2018 in den Konsolidierungskreis aufgenommen.
Änderungen der Beteiligungsquote an Tochterunternehmen mit Änderung des Beherrschungsverhältnisses Upstream
Am 28. Juni 2018 hat die OMV den Verkauf ihrer in Pakistan aktiven Upstream-Unternehmen an Dragon Prime Hong Kong Limited abgeschlossen. Der Gewinn aus der Veräußerung der Tochtergesellschaft belief sich auf EUR 52 Mio und wurde in den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" erfasst. Der Gewinn ist größtenteils der Umgliederung ("Recycling") von FX-Gewinnen vom sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung zuzuschreiben.
Die Netto-Mittelzuflüsse sind in folgender Tabelle zusammengefasst:
| Netto-Mittelzuflüsse aus der Veräußerung von OMV Pakistan | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| In EUR Mio | |||||
| Erhaltener Kaufpreis | 158 | ||||
| Abzüglich abgegangene liquide Mittel | – 12 | ||||
| Netto-Mittelzufluss |
Änderungen der Beteiligungsquote an Tochterunternehmen ohne Änderung des Beherrschungsverhältnisses Upstream
Am 7. Juni 2018 erhöhte die OMV den Beteiligungsansatz an KOM MUNAI LLP mit Sitz in Aktau (Kasachstan) auf 100% durch den Erwerb der restlichen nicht beherrschenden Anteile.
Sonstige wesentliche Transaktionen
Upstream
Am 29. April 2018 unterzeichnete die OMV ein Abkommen für die Erteilung eines 20% Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi – Satah Al Razboot-SARB (mit den Satellitenfeldern Bin Nasher und Al Bateel) und Umm Lulu mit der dazugehörigen Infrastruktur. Der vereinbarte Beteiligungsbetrag von USD 1,5 Mrd wurde auf die erworbenen Vermögenswerte aufgeteilt und in der Bilanz in den Positionen "Immaterielle Vermögenswerte" und "Sachanlagen" erfasst.
Ein laufender Verkaufsprozess führte zur Umgliederung eines Tochterunternehmens der Region Mittlerer Osten und Afrika in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehalten" zum 30. Juni 2018, was keine Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung hatte.
In der Region Nordsee führte ein Verkaufsprozess zur Umgliederung von Vermögenswerten in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehalten" zum 30. Juni 2018 und resultierte in einer Wertminderung vor Steuern in Höhe von EUR 36 Mio, welche in "Abschreibungen und Wertminderungen" erfasst wurde. Die Basis für die Bewertung war der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, basierend auf dem vereinbarten Verkaufspreis (Level 2 Bewertung).
Downstream
Am 30. Mai 2018 hat die OMV eine Vereinbarung über den Verkauf der OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş. an Yapisan Elektrik Üretim A.Ş., eine Tochtergesellschaft der Bilgin Enerji, mit Sitz in Ankara abgeschlossen, was zur Umgliederung des Nettovermögens der Gesellschaft in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehalten" führte. Dies resultierte in einer Zuschreibung vor Steuern in Höhe von EUR 10 Mio in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Basis für die Bewertung war der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, basierend auf dem vereinbarten Verkaufspreis (Level 2 Bewertung).
Saisonalität und Zyklizität
Saisonalität ist vor allem im Geschäftsbereich Downstream von Bedeutung. Erläuterungen dazu sind im Abschnitt "Geschäftsbereiche" enthalten.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
| Umsatzerlöse | |
|---|---|
| In EUR Mio | |
| 1–6/18 | |
| Umsätze aus Kundenverträgen | 10.631 |
| Umsätze aus anderen Quellen | 52 |
| Gesamte Umsätze | 10.683 |
Die sonstigen Umsatzerlöse umfassen hauptsächlich Umsatzerlöse aus Warenverkaufs- und -beschaffungsgeschäften, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, die Anpassung der Umsatzerlöse aus der Berücksichtigung des der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteils an der Produktion als Ertragssteueraufwand bei bestimmten Produktionsteilungsverträgen im Upstream Segment, das Hedging-Ergebnis sowie Miet- und Pachterlöse.
Umsätze aus Kundenverträgen
In EUR Mio
| 1–6/18 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Upstream | Downstream | Konzern bereich & Sonstiges |
Gesamt | ||
| Öl | Gas | ||||
| Rohöl, NGL und Kondensate | 574 | 421 | - | - | 995 |
| Erdgas und LNG | 385 | 2 | 2.653 | - | 3.039 |
| Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte | - | 4.921 | - | - | 4.921 |
| Petrochemische Produkte | - | 963 | - | - | 963 |
| Gasspeicherung, Transit, Verteilung und Transport | 5 | - | 105 | - | 110 |
| Sonstige Produkte und Dienstleistungen | 21 | 379 | 201 | 1 | 602 |
| Gesamt | 985 | 6.686 | 2.959 | 1 | 10.631 |
| In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Q2/18 | Q1/18 | Q2/17 | 1–6/18 | 1–6/17 | |
| – 279 | – 278 | – 172 | Steuern vom Einkommen und Ertrag | – 557 | – 344 |
| – 200 | – 211 | – 135 | Laufende Steuern | – 411 | – 244 |
| – 79 | – 67 | – 37 | Latente Steuern | – 146 | – 100 |
| 50 | 34 | – 23 | Effektivsteuersatz in % | 41 | 148 |
Erläuterungen zur Bilanz
Vertragliche Verpflichtungen
Per 30. Juni 2018 bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von EUR 828 Mio (31. Dezember 2017: EUR 974 Mio), hauptsächlich in Verbindung mit Explorations- und Produktionstätigkeiten im Bereich Upstream.
Eigenkapital
Ertragsteuern
Am 22. Mai 2018 hat die Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende von EUR 1,50 pro Aktie genehmigt. Dies führte zu einer Dividendenzahlung von insgesamt EUR 490 Mio an die Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft. Die Dividendenausschüttungen an Minderheitsaktionäre beliefen sich 2018 auf EUR 161 Mio.
Am 14. März 2018 hat der Aufsichtsrat die Rückzahlung der am 25. Mai 2011 begebenen Hybridanleihe mit einem Volumen von EUR 750 Mio beschlossen. Der Marktwert der Hybridanleihe wurde per 14. März 2018 auf kurzfristige Anleihen umgegliedert. Die OMV hat die Hybridanleihe 2011 entsprechend § 5 Abs 3 der Anleihebedingungen mit Wirkung zur ersten Kündigungsmöglichkeit, zum 26. April 2018, gekündigt und zu ihrem Nennbetrag zuzüglich Zinsen zurückgezahlt.
Am 19. Juni 2018 wurde eine neue Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 500 Mio platziert. Gemäß IFRS wurde der Erlös der Hybridanleihe (abzüglich Emissionskosten) vollständig als Eigenkapital behandelt.
Die Anzahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien betrug per 30. Juni 2018 542.151 Stück (31. Dezember 2017: 772.230 Stück).
Finanzielle Verbindlichkeiten
Per 30. Juni 2018 betrugen die kurz- und langfristigen Kredite, Anleihen und Finanzierungsleasingverbindlichkeiten EUR 5.786 Mio (31. Dezember 2017: EUR 5.986 Mio). Die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten betrugen EUR 288 Mio (31. Dezember 2017: EUR 292 Mio).
Fair-Value-Bewertung
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden gemäß nachfolgender Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen:
Stufe 1: Börsennotierte Kurse in aktiven Märkten werden für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verwendet.
Stufe 2: Entweder direkt (das heißt wie Kurse) oder indirekt feststellbare Vorgaben werden als Informationsgrundlage für die Berechnung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten verwendet (keine börsennotierten Kurse). Für die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente innerhalb der Stufe 2 werden in der Regel Terminpreise des Rohöls und des Erdgases,
Zinsen und Wechselkurse als Inputs im Bewertungsmodell herangezogen. Zudem werden das Kreditrisiko der Gegenpartei sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung berücksichtigt.
Stufe 3: Als Informationsgrundlage für die Berechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden interne Modelle oder andere Bewertungsmethoden verwendet, keine am Markt feststellbaren Daten (zum Beispiel Kurse).
| Finanzinstrumente | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| In EUR Mio | ||||||||
| 30. Juni 2018 | 31. Dez. 2017 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzinstrumente aktiv | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Eigenkapitalinstrumente 1 | - | - | 87 | 87 | - | - | - | - |
| Investmentfonds | 6 | - | - | 6 | 6 | - | - | 6 |
| Anleihen 2 | - | - | - | - | 5 | 73 | - | 78 |
| Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate |
- | 94 | - | 94 | - | 97 | - | 97 |
| Sonstige Derivate | 1.199 | 908 | - | 2.107 | 360 | 372 | - | 732 |
| Nettobetrag zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und |
- | 303 | - | 303 | - | - | 2 | 2 |
| Verbindlichkeiten | ||||||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte zum | - | - | 784 | 784 | - | - | 780 | 780 |
| beizulegenden Zeitwert 3 | ||||||||
| Summe | 1.205 | 1.304 | 871 | 3.380 | 371 | 542 | 782 | 1.695 |
| 30. Juni 2018 | 31. Dez. 2017 | |||||||
| Finanzinstrumente passiv | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Verbindlichkeiten aus als | - | 58 | - | 58 | - | 97 | - | 97 |
| Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven Derivaten |
||||||||
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten | 1.186 | 1.130 | - | 2.315 | 360 | 519 | - | 879 |
| Summe | 1.186 | 1.187 | - | 2.373 | 360 | 616 | - | 977 |
1 Im Zuge der Implementierung von IFRS 9 änderte sich die Klassifizierung auf zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderung im sonstigen Ergebnis (siehe Kapitel
"Wesentliche Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen") 2 Im Zuge der Implementierung von IFRS 9 änderte sich die Klassifizierung auf fortgeführte Anschaffungskosten (siehe Kapitel "Wesentliche Änderungen in den
Bilanzierungsgrundsätzen")
3 Enthält einen Vermögenswert hinsichtlich der Neufeststellung von Reserven aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno Russkoje und bedingte Gegenleistungen aus dem Verkauf des 30%-Anteils am Feld Rosebank und aus der Veräußerung der OMV (U.K.) Limited
Mit Ausnahme der Schuldeninstrumente zu Anschaffungskosten entsprechen die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte deren beizulegenden Zeitwerten. Gemäß IFRS 9 werden alle Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis designiert, da sie mit einer langfristigen strategischen Zielsetzung gehalten werden. Zum 30. Juni 2018 sind Eigenkapitalinstrumente in Höhe von EUR 87 Mio (31. Dezember 2017: EUR 39 Mio) in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthalten (Stufe 3).
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt EUR 5.497 Mio (31. Dezember 2017: EUR 5.694 Mio) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der geschätzte beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten beträgt EUR 5.882 Mio (31. Dezember 2017: EUR 6.150 Mio). Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen deren beizulegenden Zeitwerten, da diese Verbindlichkeiten überwiegend kurzfristige Fälligkeiten aufweisen.
Segmentberichterstattung
| Umsätze mit anderen Segmenten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| In EUR Mio | |||||||
| Q2/18 | Q1/18 | Q2/17 | Δ% 1 | 1–6/18 | 1–6/17 | Δ% | |
| 818 | 757 | 698 | 17 | Upstream | 1.575 | 1.416 | 11 |
| 16 | 18 | 18 | – 11 | Downstream | 34 | 40 | – 14 |
| 10 | 10 | 7 | 41 | davon Downstream Öl | 21 | 17 | 23 |
| 36 | 37 | 29 | 24 | davon Downstream Gas | 73 | 72 | 2 |
| – 30 | – 29 | – 18 | – 65 | davon Umsatzeliminierung innerhalb des Segments | – 60 | – 49 | – 22 |
| 86 | 80 | 88 | – 3 | Konzernbereich und Sonstiges | 166 | 176 | – 6 |
| 920 | 854 | 804 | 14 | OMV Konzern | 1.774 | 1.631 | 9 |
Umsätze mit Dritten
| In EUR Mio | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Q2/18 | Q1/18 | Q2/17 | Δ% 1 | 1–6/18 | 1–6/17 | Δ% | |
| 375 | 588 | 310 | 21 | Upstream | 963 | 728 | 32 |
| 5.330 | 4.388 | 4.841 | 10 | Downstream | 9.718 | 9.938 | – 2 |
| 3.763 | 2.856 | 3.812 | – 1 | davon Downstream Öl | 6.619 | 7.716 | – 14 |
| 1.567 | 1.532 | 1.029 | 52 | davon Downstream Gas | 3.099 | 2.222 | 39 |
| 1 | 1 | 1 | – 25 | Konzernbereich und Sonstiges | 2 | 4 | – 42 |
| 5.706 | 4.977 | 5.152 | 11 | OMV Konzern | 10.683 | 10.670 | 0 |
Umsätze (nicht konsolidiert)
| 6.626 | 5.832 | 5.956 | 11 | OMV Konzern | 12.458 | 12.301 | 1 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 87 | 81 | 89 | – 3 | Konzernbereich und Sonstiges | 168 | 180 | – 7 |
| – 30 | – 29 | – 18 | – 65 | davon Umsatzeliminierung innerhalb des Segments | – 60 | – 49 | – 22 |
| 1.604 | 1.569 | 1.058 | 52 | davon Downstream Gas | 3.172 | 2.294 | 38 |
| 3.773 | 2.866 | 3.820 | – 1 | davon Downstream Öl | 6.640 | 7.733 | – 14 |
| 5.347 | 4.406 | 4.859 | 10 | Downstream | 9.752 | 9.978 | – 2 |
| 1.193 | 1.345 | 1.007 | 18 | Upstream | 2.538 | 2.144 | 18 |
| Q2/18 | Q1/18 | Q2/17 | Δ% 1 | 1–6/18 | 1–6/17 | Δ% | |
| In EUR Mio |
Segment und Konzernergebnis
| In EUR Mio | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Q2/18 | Q1/18 | Q2/17 | Δ% 1 | 1–6/18 | 1–6/17 | Δ% | |
| 363 | 478 | 169 | 115 | Operatives Ergebnis Upstream | 840 | 677 | 24 |
| 318 | 417 | – 857 | n.m. | Operatives Ergebnis Downstream | 736 | – 318 | n.m. |
| 361 | 299 | – 892 | n.m. | davon Operatives Ergebnis Downstream Öl | 660 | – 439 | n.m. |
| – 43 | 118 | 35 | n.m. | davon Operatives Ergebnis Downstream Gas | 76 | 122 | – 38 |
| – 13 | – 1 | – 14 | 9 | Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges | – 14 | – 30 | 54 |
| 669 | 894 | – 702 | n.m. | Operatives Ergebnis Segment Summe | 1.562 | 329 | n.m. |
| – 66 | 6 | 8 | n.m. | Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung | – 61 | 14 | n.m. |
| 602 | 899 | – 694 | n.m. | OMV Konzern Operatives Ergebnis | 1.502 | 343 | n.m. |
| – 47 | – 90 | – 62 | 24 | Finanzerfolg | – 137 | – 111 | – 24 |
| 555 | 809 | – 756 | n.m. | OMV Konzern Ergebnis vor Steuern | 1.364 | 232 | n.m. |
1 Q2/18 gegenüber Q2/17
Vermögenswerte 1
| In EUR Mio | ||
|---|---|---|
| 30. Juni 2018 | 31. Dez. 2017 | |
| Upstream | 12.348 | 11.322 |
| Downstream | 4.692 | 4.839 |
| davon Downstream Öl | 3.708 | 3.704 |
| davon Downstream Gas | 984 | 1.135 |
| Konzernbereich und Sonstiges | 136 | 140 |
| Summe | 17.176 | 16.301 |
1 Segmentvermögenswerte bestehen aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen; Vermögenswerte, welche in die Bilanzposition "zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert
Ergänzende Angaben
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen
In 1–6/18 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem OMV Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen, ausgenommen Transaktionen mit OJSC Severneftegazprom, welche nicht auf Marktpreisen, sondern auf Kosten zuzüglich einer definierten Marge basieren.
| Wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen | ||
|---|---|---|
| In EUR Mio | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1–6/18 | 1–6/17 | |||
| Umsätze | Zukäufe und | Umsätze | Zukäufe und | |
| und sonstige | erhaltene | und sonstige | erhaltene | |
| Erträge | Leistungen | Erträge | Leistungen | |
| Borealis | 691 | 23 | 490 | 20 |
| GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG | 92 | 1 | 78 | 1 |
| Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. | 19 | 27 | 19 | 26 |
| Enerco Enerji Sanayi ve Ticaret A.Ş. | 2 | 87 | 3 | 88 |
| Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH | 0 | 12 | 0 | 13 |
| OJSC Severneftegazprom | - | 76 | - | - |
| Trans Austria Gasleitung GmbH | 5 | 11 | 20 | 11 |
Ausstehende Salden mit nahestehenden Unternehmen und Personen
| In EUR Mio | ||
|---|---|---|
| 30. Juni 2018 | 31. Dez. 2017 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 170 | 123 |
| Sonstige Forderungen | 14 | 6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 80 | 100 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4 | 4 |
| Passiver Vertragsposten (Contract liability) | 146 | 153 |
Über die ÖBIB (Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen) besitzt die OMV ein Naheverhältnis zur Republik Österreich, die damit ebenso wie die im Mehrheitsbesitz der Republik stehenden Unternehmen – im Wesentlichen die Österreichische Post AG, die Verbund AG, die Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft, die Bundesbeschaffung GmbH und jeweils deren Tochtergesellschaften – als nahestehende Parteien einzustufen sind. Transaktionen mit diesen Unternehmen erfolgten zu fremdüblichen Konditionen.
Über die IPIC (International Petroleum Investment Company) sind weiters das Emirat Abu Dhabi sowie die im Mehrheitsbesitz von Abu Dhabi stehenden Gesellschaften als nahestehende Unternehmen einzustufen. Liefer- und Leistungsbeziehungen bestanden in 1–6/18 zum Beispiel mit Compañía Española de Petróleos (CEPSA) und Abu Dhabi National Oil company (ADNOC). Die OMV hat mehrere Kooperationen mit ADNOC im Bereich Upstream, insbesondere ein technisches Abkommen zur Evaluierung von unerschlossenen Öl- und Gasfeldern in North-West Offshore Abu Dhabi. Aus diesem Abkommen hat die OMV eine langfristige Forderung gegenüber ADNOC. Weiters erwarb die OMV in diesem Quartal von ADNOC einen 20% Anteil an einer Offshore-Konzession für zwei Ölfelder in Abu Dhabi (siehe "Sonstige wesentliche Transaktionen"). CEPSA ist ebenfalls ein Partner bei dieser Konzession.
Die OMV hat in 1–6/18 Dividendenerträge in Höhe von EUR 252 Mio (1–6/17: EUR 270 Mio) von der Borealis AG, EUR 15 Mio (1–6/17: EUR 11 Mio) von der Trans Austria Gasleitung GmbH, EUR 10 Mio (1–6/17: EUR 9 Mio) von der Pearl Petroleum Company Limited, EUR 10 Mio (1–6/17: EUR Null) von OJSC Severneftegazprom, EUR 1 Mio (1–6/17: EUR 3 Mio) von Enerco Enerji Sanayi Ve Tickaret A.Ş und EUR 1 Mio (1–6/17: EUR Null) von der Genol Gesellschaft m.b.H. erhalten.
Borealis hat zwei anhängige Steuerfälle in Finnland in Bezug auf Borealis Technology Oy und Borealis Polymers Oy, welche im OMV Geschäftsbericht 2017 näher beschrieben sind (Anhangangabe 15 – At-equity bewertete Beteiligungen). Bis zur Veröffentlichung des OMV Konzernzwischenabschlusses für 1–6/18 hat es keine materiellen Änderungen gegeben.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Bis zur Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses für 1–6/18 gab es keine wesentlichen Ereignisse.
Erklärung des Vorstands
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, 2. August 2018
Der Vorstand
Rainer Seele e.h. Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor
Reinhard Florey e.h. Vorstandsdirektor Finanzen
Johann Pleininger e.h. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstandsdirektor Upstream
Manfred Leitner e.h. Vorstandsdirektor Downstream
Weitere Angaben
Nächste Ereignisse
► OMV Konzernbericht Jänner–September und Q3 2018: 31. Oktober 2018
Der gesamte OMV Finanzkalender und zusätzliche Informationen sind unter www.omv.com zu finden.
OMV Kontakte
Florian Greger, Vice President und Leiter Investor Relations Tel.: +43 1 40440-21600; E-Mail: [email protected]
Andreas Rinofner, Public Relations Tel.: +43 1 40440-21472; E-Mail: [email protected]