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OMV AG Interim / Quarterly Report 2008

Nov 6, 2008

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Interim / Quarterly Report

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Bericht Jänner – September und Q3 2008

inkl. Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2008

Robuste Performance in einem volatilen Umfeld

6. November 2008 7:30 (MEZ)

Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% in EUR Mio 1-9/08 1-9/07 U% 2007
951 723 619 17 Betriebserfolg (EBIT) 2.469 1.693 46 2.184
1.083 928 625 49 EBIT vor Sondereffekten 2.803 1.689 66 2.377
684 453 517 -12 Periodenüberschuss nach Minderheiten 1.583 1.261 26 1.579
741 557 489 14 Periodenüberschuss vor Sondereffekten
nach Minderheiten
1.742 1.241 40 1.649
2,29 1,52 1,73 -12 Ergebnis je Aktie in EUR 5,30 4,22 25 5,29
2,48 1,86 1,64 14 Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in
EUR
5,83 4,16 40 5,52
1.085 801 443 81 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.699 1.569 72 2.066
n.a. Dividende je Aktie in EUR n.a. 1,25
  • X Anstieg des EBIT vor Sondereffekten um 49% auf EUR 928 Mio verglichen zu Q3/07 dank vorteilhaftem Preisumfeld, das nachteilige Fremdwährungsentwicklungen mehr als wettmachte
  • X Starke Performance aller Geschäftsbereiche: EBIT vor Sondereffekten in E&P +53%, in R&M +36% und in G&P +21%; Petrom trug zum EBIT vor Sondereffekten EUR 347 Mio bei, ein Anstieg um 93%
  • X Periodenüberschuss vor Sondereffekten nach Minderheiten bei EUR 557 Mio; Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten bei EUR 1,86
  • X Gesunde Bilanzstruktur mit einem Verschuldungsgrad von 26% und einem starken operativen Cashflow versetzen OMV in eine gute Position um eine Periode mit schwächerem Umfeld zu überbrücken

Wolfgang Ruttenstorfer, OMV Generaldirektor:

"OMV verzeichnete wiederum eine solide Performance und unsere Fähigkeit stetiges Gewinnwachstum zu produzieren unterstreicht die Stärke unseres Kerngeschäfts. Temporäre Produktionsausfälle vor allem in Großbritannien und Rumänien wurden durch höhere Mengen in Österreich, Tunesien und im Jemen kompensiert, was zu einem starken Beitrag des E&P-Geschäfts führte. Zusätzlich zu hohen Raffinerie- und Petrochemie-Margen verbesserte sich auch der Marketing-Beitrag dank hoher Mengen in unseren Märkten. Die Ölpreise fielen in letzter Zeit stark von ihren Rekordniveaus von 1-6/08 und es ist unwahrscheinlich, dass sie sich bis Jahresende deutlich erholen. Obwohl die aktuelle wirtschaftliche Lage voraussichtlich zu niedrigeren Wachstumsraten in einigen Märkten führen wird, haben wir bis dato noch keine signifikante Auswirkung auf die Öl- und Gas-Nachfrage in CEE gesehen. Dank integriertem Geschäft und solider Finanzstruktur ist OMV gut positioniert, um mit den Herausforderungen und Chancen eines sich verschlechternden Markumfelds umzugehen."

Inhalt

  • 2| Lagebericht 2| Ergebnisse auf einen Blick (ungeprüft) 3| Bedeutende Ereignisse
  • 3| Ausblick
  • 5| Auf einen Blick
  • 6| Geschäftsbereiche 6| Exploration und Produktion
  • 8| Raffinerien und Marketing
  • 10| Gas und Power

  • 12| Konzernzwischenabschluss und Konzernanhang (ungeprüft)

  • 13| Gewinn- und Verlustrechnung
  • 15| Bilanz, Investitionen und Gearing
  • 17| Cashflow
  • 18| Entwicklung d. Konzerneigenkapitals
  • 19| Primäre Segmentberichterstattung
  • 20| Ergänzende Angaben 21| Erklärung des Vorstands
  • 22| Weitere Informationen

OMV Q2/08|1 Mehr bewegen.

Ergebnisse auf einen Blick

Drittes Quartal 2008 (Q3/08)

In Q3/08 herrschte für OMV wieder ein in Summe günstiges Ölpreisumfeld. Der durchschnittliche Brent-Preis überstieg jenen von Q3/07 um 54%, der Rückgang innerhalb des Quartals brachte aber auch negative Lagereffekte in den Raffinerien mit sich. Das Konzern-EBIT von EUR 723 Mio stieg um 17% gegenüber Q3/07. Auf Grund eines hohen Nettosonderaufwands lag der EBIT-Beitrag von Petrom nur bei EUR 187 Mio. Das Finanzergebnis lag deutlich unter dem Niveau von Q3/07, welches von positiven Einmaleffekten bei Borealis unterstützt war. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten von EUR 453 Mio lag um 12% unter dem Vorjahrsniveau. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 49% auf EUR 928 Mio nach Abzug von Netto-Sonderaufwendungen von EUR 206 Mio – vor allem für das Impairment des Buchwerts der Fuels-Raffinerie Arpechim. Der Beitrag von Petrom zum EBIT vor Sondereffekten stieg um 93% auf EUR 347 Mio. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten betrug EUR 557 Mio; das bereinigte Ergebnis je Aktie nach Minderheiten lag bei EUR 1,86, um 14% höher als in Q3/07. Per Ende September lag die Nettoverschuldung des Konzerns bei EUR 2.844 Mio und der Verschuldungsgrad bei 26,5%.

Im Bereich Exploration und Produktion (E&P) stieg das EBIT vor Sondereffekten, trotz des negativen Einflusses des

USD-Wechselkurses verglichen zu Q3/07 um 53% auf EUR 755 Mio, und reflektiert im Wesentlichen das vorteilhafte Ölpreisumfeld verglichen zu Q3/07. Die Öl- und Gasproduktion des Konzerns lag mit 316.000 boe/d auf dem selben Niveau wie in Q3/07.

Im Bereich Raffinerien und Marketing (R&M) lag das EBIT vor Sondereffekten mit EUR 133 Mio um 36% über Q3/07. Der hohe Ölpreis wirkte sich negativ auf die Kosten des Eigenenergieverbrauchs in den Raffinerien aus und der Ölpreisrückgang innerhalb des Quartals führte zu negativen Lagereffekten. Das Petrochemie-Geschäft wurde von hohen Margen unterstützt. Der Beitrag des Marketing-Geschäfts verbesserte sich dank hoher Mengen und eines starken Non-Oil-Geschäfts deutlich.

Im Bereich Gas und Power (G&P) stieg das EBIT vor Sondereffekten um 21% auf EUR 60 Mio, hauptsächlich durch den starken Beitrag des Logistikgeschäfts, das von der Vollkonsolidierung der Betreibergesellschaft der WAG Pipeline profitierte. Der Bereich Gas Supply, Marketing und Trading erzielte im Vergleich zu Q3/07 steigende Ergebnisse.

Jänner – September 2008 (1-9/08)

In 1-9/08 lag der durchschnittliche Brent-Preis in USD um 65% über dem Niveau von 1-9/07. Der Konzern erzielte ein starkes Gesamtergebnis, wobei EBIT und Periodenüberschuss das Vorjahrsniveau deutlich übertrafen. Das Konzern-EBIT von EUR 2.469 Mio stieg um 46% gegenüber 1-9/07. Der EBIT-Beitrag von Petrom erhöhte sich um 38% auf EUR 699 Mio. Das Finanzergebnis ging vor allem auf Grund eines höheren Nettozinsaufwands zurück. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten von EUR 1.583 Mio lag 26% über dem Vorjahr. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 66% auf EUR 2.803 Mio nach Abzug eines Netto-Sonderaufwands vor allem für Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten sowie das Arpechim Impairment. Petrom's EBIT vor Sondereffekten lag somit bei EUR 982 Mio, 109% höher als in 1-9/07. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten betrug EUR 1.742 Mio und das bereinigte Ergebnis je Aktie nach Minderheiten lag bei EUR 5,83, 40% über 1-9/07.

In E&P stieg das EBIT vor Sondereffekten trotz leicht niedrigerer Produktionsmengen und einer nachteiligen Wechselkursentwicklung im Wesentlichen auf Grund des höheren Preisniveaus verglichen zu 1-9/07 um 69%. Die Öl- und Gasproduktion des Konzerns lag mit 316.000 boe/d um 1% unter 1-9/07.

In R&M lag das EBIT vor Sondereffekten um 84% über dem Niveau von 1-9/07. Vor allem positive Lagereffekte in den Raffinerien als Folge des Ölpreisanstiegs, sowie Ergebnisverbesserungen in Marketing konnten ein schwächeres Petrochemie-Ergebnis West mehr als kompensieren.

In G&P stieg das EBIT vor Sondereffekten um 12%. Der Anstieg wurde hauptsächlich durch den starken Beitrag des Logistikgeschäfts getragen, welches von einer erhöhten Speicherauslastung und höherer vermarkteter Transportmengen, wie auch von der Konsolidierung der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft mbH profitierte.

Bedeutende Ereignisse in Q3/08

Am 6. August widerrief OMV ihre Absichtserklärung für einen Zusammenschluss von OMV und MOL, da die Europäische Kommission zu erkennen gegeben hat, dass sie die von OMV im Antitrust-Prozess unterbreiteten Abhilfemaßnahmen nicht akzeptieren würde. Da weitergehende Abhilfemaßnahmen für OMV nicht akzeptabel wären, hat sich OMV entschieden, die am 31. Jänner 2008 bei der Europäischen Kommission eingereichte Fusionskontrollanmeldung zurückzunehmen.

Am 1. September hat OMV zum ersten Mal Kredit-Ratings von Moody's und Fitch erhalten. Moody's hat OMV mit einem "A3" Senior Unsecured Issuer Rating eingestuft, und Fitch hat ein entsprechendes "A-" Issuer Default Rating vergeben. Dies unterstreicht die starke Bonität des OMV Konzerns.

In E&P stieß OMV im Juli bei ihrer Explorationsbohrung Ahlem-1 im Block Jenein Sud in Südtunesien erneut auf Gaskondensat und Gas. Weiters unterzeichnete OMV Abkommen mit der libyschen NOC zur Erneuerung der Verträge wichtiger Ölfelder. Die Verträge für Blöcke im libyschen Murzuk-Becken wurden bis 2032 verlängert und auf den neuen Standard EPSA IV geändert. OMV erwarb Beteiligungen an den Explorationslizenzen Block Kalat (OMV Anteil: 30%) und Block Barkhan (OMV Anteil: 15%) in der Provinz Baluchistan, im Südwesten von Pakistan. In Österreich nahmen die Gasfelder Strasshof und Ebenthal im August die Produktion auf und sollten gemeinsam 7.000 boe/d beitragen.

Am 28. August schloss OMV ein Share Purchase Agreement zum Erwerb von 60% an Borasco Elektrik, einem Elektrizitätsproduzenten und –händler, ab. Borasco Elektrik wird in Samsun, an der türkischen Schwarzmeerküste, ein 890 MW Gaskraftwerk errichten und damit den stark wachsenden türkischen Markt versorgen.

Ausblick

Das dritte Quartal und die letzten Wochen waren von unvorhergesehenen Finanzturbulenzen gekennzeichnet, deren Folgen für die Ölindustrie sich insbesondere durch hoch volatile Ölpreise und Wechselkurse bemerkbar machen. Wir erwarten, dass die wichtigsten Marktparameter wie Ölpreis, Raffineriemargen und USD-Kurs im verbleibenden vierten Quartal 2008 weiterhin eine sehr hohe Volatilität aufweisen. Der durchschnittliche Rohölpreis wird trotz des aktuellen Preisrückgangs – von einem Rekordhoch von USD 144/bbl für Brent im Juli auf rund USD 60/bbl Anfang November – auf Gesamtjahressicht deutlich über dem durchschnittlichen Niveau von 2007 erwartet (Brent in 2007: USD 72/bbl; 1-9/08: USD 111/bbl). Der Preisunterschied, zwischen den Urals- und Brent-Notierungen, der sich im Laufe des Jahrs sukzessiv verringert hat, sollte in etwa auf dem Niveau von 2007 liegen. Trotz des jüngst erlebten Ölpreisrückgangs, lassen strukturelle Trends bei Angebot und Nachfrage darauf schließen, dass der Ölpreis wieder steigen und längerfristig auf einem hohen Niveau bleiben wird. Wir erwarten einen schwächeren durchschnittlichen USD/EUR-Kurs im Vergleich zu den Durchschnittswerten des Vorjahrs, obwohl der USD in Q3/08 und den letzten Wochen an Stärke gegenüber dem EUR gewonnen hat. Den durchschnittlichen RON in 2008 sehen wir gegenüber dem USD relativ stabil, während wir für den RON gegenüber dem EUR eine Abwertung erwarten. Im aktuellen Umfeld ist der RON gegenüber dem USD und EUR gefallen, konnte sich aber in Folge von Interventionen der rumänischen Nationalbank kurzfristig wieder erholen. Wir erwarten weiterhin eine hohe Volatilität der rumänischen Währung. Die durchschnittliche OMV ReferenzRaffineriemarge 2008 wird, vor allem auf Grund hoher Mitteldestillat-Spreads und die durch den niedrigeren Ölpreis sinkenden Energiekosten in Q4/08, leicht über dem Niveau des Vorjahrs gesehen (OMV Referenz-Raffineriemarge in 2007: USD 5,15/bbl; 1-9/08: USD 5,77/bbl).

Die gegenwärtigen Turbulenzen am Finanzmarkt und ihre potenziellen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft werden voraussichtlich zu einem Rückgang der Wachstumsraten in den für die OMV relevanten Märkten führen. Die relativ geringe Preiselastizität für Öl- und Gasprodukte sowie das allgemein geringere Preisniveau in Folge des starken Ölpreisrückgangs sollten eine solide Nachfrage fördern. Bisher ist keine signifikante negative Auswirkung auf die Öl- und Gasnachfrage in unseren CEE Märkten in Folge der aktuellen Ereignisse erkennbar. Der erwartete zyklische Abschwung in der Petrochemie wird spürbar.

OMV als integrierter Öl- und Gaskonzern besitzt, durch den niedrigen Verschuldungsgrad, genügend Finanzkraft, um auch wirtschaftlich schwierige Perioden zu überbrücken. Mit starken operativen Cashflows und einer soliden Finanzierungsstruktur ist OMV für die Herausforderungen und Chancen, die sich durch die gegenwärtige Wirtschaftslage ergeben, gut gerüstet. Die kürzlich unterzeichnete dreijährige revolvierende Multi-Currency-Kreditlinie für Petrom in der Höhe von EUR 375 Mio und die nicht genützte OMV Kreditlinie in der Höhe von EUR 1,5 Mrd (bis 2011 vereinbart) sichern OMV's finanzielle Flexibilität. Die geplanten Investitionen des Konzerns werden analysiert und gereiht, um

sicher zu stellen, dass bei den gegebenen Marktkonditionen auf die vorhandenen Kreditlinien so wenig wie möglich zurückgegriffen werden muss.

Um negative Auswirkungen fallender Ölpreise auf den Cashflow des Konzerns zu begrenzen, verwendet OMV derivative Instrumente zur Ergebnisabsicherung im Geschäftsbereich E&P. OMV hat zu diesem Zweck Put-Spreads über ca. 37% des geplanten Ölproduktionsvolumens für 2009 abgeschlossen, die eine Preisuntergrenze von USD 80/bbl sicherstellen. Die abgesicherten Mengen entsprechen rund 45% der Risikobasis unter Berücksichtigung der Steuern. Sollte der Ölpreis unter USD 65/bbl fallen, werden neben dem am Markt durch die Ölverkäufe realisierten Preis zusätzlich aus diesen Transaktionen USD 15/bbl realisiert. Durch den gleichzeitigen Verkauf von Call-Optionen konnte eine Zero-Cost-Struktur ohne Prämienzahlung erreicht werden. Sollte der Ölpreis in 2009 über USD 110/bbl steigen, könnte OMV für das oben genannte Volumen von dieser Preissteigerung nicht profitieren. Zusätzlich hat OMV auch ein Exposure von USD 1 Mrd für 2009 abgesichert, um den Cashflow zu sichern und den Einfluss der Volatilität durch EUR/USD Wechselkursschwankungen zu mindern. OMV ist dadurch ausschließlich Wechselkursschwankungen in der Bandbreite von EUR/USD 1,32 bis 1,15 ausgesetzt.

Die in der letzten Zeit hoch volatilen Währungen und Aktienkurse könnten das Eigenkapital und das Finanzergebnis in Q4/08 belasten. Potenzielle Anpassungen an den Marktwert bei den in HUF gehaltenen MOL-Anteilen und potenzielle Umrechnungseffekte der türkischen Lira auf EUR im Zuge der Beteiligungsbewertung der Petrol Ofisi werden direkt im Eigenkapital von OMV dargestellt. Die kürzlich erfolgte Abwertung der türkischen Lira gegenüber dem USD wird in Q4/08 voraussichtlich einen nachteiligen Effekt auf das At-Equity-Beteiligungsergebnis von Petrol Ofisi haben.

In E&P gingen im August die österreichischen Felder Strasshof und Ebenthal in Produktion und werden in Q4/08 voraussichtlich 5.000 boe/d und nach der Endausbaustufe bis zu 7.000 boe/d zur heimischen Gasproduktion beitragen. Die Feldentwicklungen in Neuseeland und Kasachstan

werden erst um den Jahreswechsel zu produzieren beginnen. Dadurch wird die durchschnittliche Tagesproduktion in 2008 leicht unter der des Vorjahrs liegen. Die Modernisierung der Bohrsonden in Rumänien sollte in Q4/08 abgeschlossen werden. Die Bemühungen, die Effizienz der Produktionsprozesse auch weiter zu steigern, werden fortgesetzt. Ein Hauptaugenmerk wird auch weiterhin auf der Integration des Ölservicegeschäfts von Petromservice, welches im Februar dieses Jahrs übernommen wurde, liegen.

Ende 2008 ist in R&M der Abschluss der Restrukturierung des Raffinerieverbunds Bayernoil vorgesehen. Die Effizienz des Raffinerieverbunds Bayernoil wird mit der Inbetriebnahme eines neuen Hydro-Crackers in Q4/08, der eine Erhöhung des Anteils schweren Rohöls am Einsatzmix sowie einen verbesserten Produktenausstoss dank gesteigerter Mittel-Destillate und reduziertem Anteil an schweren Produkten ermöglicht, gesteigert. Der Standort Ingolstadt wurde in Q3/08 stillgelegt, wodurch sich die Raffineriekapazität von Bayernoil von 12 Mio t auf 10,3 Mio t (OMV Anteil: 45%) reduziert. Obwohl wir gute Petrochemiemargen in Q4/08 erwarten, wird das Petrochemie-Ergebnis auf Grund einer rückläufigen Nachfrage im Petrochemiegeschäft unter Druck kommen. Im Oktober führte ein Brand im Heizkraftwerk in der Raffinerie Schwechat zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit des Ethylen-Crackers. Wir erwarten auf Grund der sinkenden Rohölpreise negative Lagereffekte im Raffinerie-Ergebnis.

Im Geschäftsbereich G&P werden durch die Stärkung der bestehenden Geschäftsaktivitäten stabile und nachhaltige Volumina und Ergebnisse erzielt. Das Umfeld in Rumänien, das durch hohe Importpreise, einen unverändert regulierten Markt und steigenden Wettbewerb geprägt ist, bleibt herausfordernd. Für das Nabucco Projekt ist für 2009 ein Open Season Prozess geplant, der zum Abschluss von ersten Transportverträgen führen soll. Die Fertigstellung der Machbarkeitsstudien für das Adria LNG-Projekt wird für Q4/08 erwartet. E.ON hat sich mit einem Anteil von 5% dem Gate Terminal in Rotterdam angeschlossen. Eine weitere Ausbaustufe der WAG Pipeline ist in Bau und wird ab 2011 die Transportkapazität erhöhen. Der Bau des Gaskraftwerks Petrobrazi in Rumänien verläuft plangemäß.

Auf einen Blick

Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% in EUR Mio 1-9/08 1-9/07 U% 2007
6.965 6.852 5.139 33 Umsatz 1) 19.772 14.314 38 20.042
752 752 508 48 EBIT E&P 2.183 1.371 59 1.933
200 -63 81 n.m. EBIT R&M 180 203 -11 84
27 60 45 32 EBIT G&P 175 166 5 244
-28 -26 -15 74 EBIT Konzernbereich und Sonstiges -70 -48 46 -77
951 723 619 17 EBIT 2.469 1.693 46 2.184
812 755 492 53 EBIT vor Sondereffekten E&P 2) 2.246 1.330 69 1.978
256 133 98 36 EBIT vor Sondereffekten R&M 2) 430 234 84 224
43 60 50 21 EBIT vor Sondereffekten G&P 2) 191 171 12 250
EBIT vor Sondereffekten
-28 -21 -15 36 Konzernbereich und Sonstiges 2) -64 -46 40 -76
1.083 928 625 49 EBIT vor Sondereffekten 2) 2.803 1.689 66 2.377
Ergebnis der gewöhnlichen
1.044 774 725 7 Geschäftstätigkeit 2.592 1.898 37 2.412
782 546 608 -10 Periodenüberschuss 1.894 1.489 27 1.843
684 453 517 -12 Periodenüberschuss nach Minderheiten 1.583 1.261 26 1.579
Periodenüberschuss vor Sondereffekten
741 557 489 14 nach Minderheiten 2) 1.742 1.241 40 1.649
2,29 1,52 1,73 -12 Ergebnis je Aktie (EPS) in EUR 5,30 4,22 25 5,29
2,48 1,86 1,64 14 EPS vor Sondereffekten in EUR 2) 5,83 4,16 40 5,52
1.085 801 443 81 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.699 1.569 72 2.066
3,63 2,68 1,48 81 Cashflow je Aktie (CFPS) in EUR 9,03 5,25 72 6,92
2.628 2.844 2.217 28 Nettoverschuldung 2.844 2.217 28 2.453
24 26 21 27 Verschuldungsgrad in % 26 21 27 24
765 1.062 942 13 Investitionen 2.641 3.031 -13 4.118
n.a. Dividende je Aktie n.a. 1,25
n.a. ROfA (%) 32 27 20 25
n.a. ROACE (%) 19 17 10 16
n.a. ROE (%) 24 20 19 19
41.957 41.652 35.926 16 OMV Mitarbeiteranzahl 41.652 35.926 16 33.665
36.319 35.878 30.472 18 davon Petrom Gruppe 35.878 30.472 18 28.233

1) Umsätze exklusive Mineralölsteuer

2) Bereinigt um einmalige Sondereffekte

Exploration und Produktion (E&P)

Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% in EUR Mio 1-9/08 1-9/07 U% 2007
1.404 1.439 1.076 34 Umsatz 4.024 2.955 36 4.247
752 752 508 48 EBIT 2.183 1.371 59 1.933
-60 -3 16 n.m. Sondereffekte -63 41 n.m. -45
812 755 492 53 EBIT vor Sondereffekten 2.246 1.330 69 1.978
Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% Operative Kennzahlen 1-9/08 1-9/07 U% 2007
28,3 29,1 29,2 0 Gesamtproduktion in Mio boe 86,6 87,5 -1 117,2
310.000 316.000 317.000 0 Gesamtproduktion in boe/d 316.000 320.000 -1 321.000
14,9 15,3 15,1 1 Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl 45,4 44,4 2 59,8
74,5 77,5 79,1 -2 Erdgasproduktion in bcf 231,2 241,2 -4 321,6
121,18 115,09 74,75 54 Durchschnittl. Brent-Preis in USD/bbl 111,11 67,22 65 72,39
Durchschnittlich realisierter Rohölpreis
111,62 107,42 68,04 58 in USD/bbl 102,99 60,84 69 66,27
81,74 133,45 83,37 60 Explorationsausgaben in EUR Mio 273,44 173,94 57 331,29
82,74 96,11 50,99 89 Explorationsaufwand in EUR Mio 205,65 108,17 90 221,20
14,68 15,66 13,51 16 Produktionskosten in USD/boe 14,61 12,84 14 13,19
Davon Petrom Gruppe (oben inkludiert)
Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% in EUR Mio 1-9/08 1-9/07 U% 2007
266 368 232 59 EBIT 923 621 49 806
-65 -1 38 n.m. Sondereffekte -66 56 n.m. -21
332 369 194 90 EBIT vor Sondereffekten 989 565 75 826
Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% Operative Kennzahlen 1-9/08 1-9/07 U% 2007
194.000 193.000 195.000 -1 Gesamtproduktion in boe/d 195.000 198.000 -1 197.000
8,5 8,7 8,5 2 Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl 25,7 25,4 1 34,0
1,4 1,4 1,4 -4 Erdgasproduktion in Mrd m3 1) 4,2 4,4 -3 5,8
117,24 113,55 72,22 57 Durchschnittl. Urals-Preis in USD/bbl 108,07 63,96 69 69,38
Durchschnittlich realisierter Rohölpreis
104,84 103,41 64,05 61 in USD/bbl 97,71 57,43 70 62,43
Regulierter Inlandsgaspreis für
211,71 207,88 199,78 4 Produzenten in USD/1.000 m³ 205,64 179,59 15 183,98
18,99 19,42 17,57 11 Produktionskosten in USD/boe 18,56 16,58 12 17,03

1) Werte in Mrd m³ berichtet, da rumänische Gaspreise auf 1.000 m³ basieren

Drittes Quartal 2008 (Q3/08)

  • X Starke Ergebnisse dank hoher Ölpreise; Belastung durch schwachen USD im Vergleich zu Q3/07
  • X Produktionsmengen auf dem Niveau von Q3/07, zusätzliche Mengen aus Österreich, Kasachstan und Tunesien konnten die niedrigeren Produktionsmengen in Rumänien kompensieren
  • X OPEX in USD/boe von Fremdwährungseffekten und Kosteninflation belastet

Trotz des schwachen USD-Wechselkurses zum EUR stieg der Bereichsumsatz im Vergleich zu Q3/07, hauptsächlich auf Grund des günstigen Ölpreisumfelds, signifikant an. Der Rohölpreis Brent in USD stieg um 54% und der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns erhöhte sich sogar um 58% auf USD 107,42/bbl. Die Notierung für

Urals, Referenzölpreis für Rumänien, stieg um 57%. Die Differenz zwischen dem Brent-Preis und dem realisierten Rohölpreis lag in Q3/08 bei USD 7,7/bbl (Q3/07: USD 6,7/bbl). Der durchschnittlich im Konzern erzielte Gaspreis in EUR lag um 18% über Q3/07 und spiegelt die allgemeinen Gaspreiserhöhungen wider. In Q3/08 trug Petrom, wie mit der rumänischen Regierung vereinbart, RON 22 Mio (EUR 6 Mio) zum eingerichteten Gasfonds bei.

Das EBIT stieg im Vergleich zu Q3/07 um 48% trotz fast stabiler Produktionsmengen. Höhere Mengen aus Kasachstan, Österreich, Jemen und Tunesien konnten die niedrigeren Mengen in Rumänien, Neuseeland, Pakistan und Großbritannien beinahe kompensieren. Die positiven Effekte des günstigen Ölpreisumfelds konnten negative Wechselkursauswirkungen und einen höheren Explorationsaufwand und gestiegene Servicekosten in der Branche mehr als ausgleichen. Während der schwache USD die Ölumsätze negativ beeinflusste, wirkte sich der verglichen zu Q3/07 schwächere RON (vs. EUR) positiv auf die in RON gebuchten, aber in EUR ausgewiesenen Kosten aus. Hingegen wirkte sich die Abschwächung des RON negativ auf die Gaspreise in EUR aus, da diese in RON festgesetzt werden. In Q3/08 wurden keine wesentlichen Sondereffekte gebucht. Das EBIT vor Sondereffekten lag 53% über Q3/07. Die Produktionskosten (OPEX) exkl. Lizenzgebühren in USD/boe stiegen im Vergleich zu Q3/07 um 16%. Die OPEX/boe von Petrom erhöhten sich auf Grund niedrigerer Produktionsmengen und höherer Elektrizitätskosten um 11%. Auch in anderen Ländern stiegen die OPEX/boe, vor allem auf Grund gestiegener Servicekosten in der Branche. Ebenso wirkte sich die Abschreibung einer trockenen Bohrung in Australien aus. Die Explorationsausgaben stiegen im Vergleich zu Q3/07 um 60% und betrugen EUR 133 Mio. Ausschlaggebend waren verstärkte Explorationsaktivitäten in Libyen, Rumänien, Ägypten und Tunesien. Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas blieb beinahe konstant im Vergleich zu Q3/07 bei 316.000 boe/d. Die Erdölund NGL-Produktion lag leicht über Q3/07. Die größeren Mengen aus den Feldern Habban/Jemen und Tasbulat/Kasachstan konnten die Mindermengen in Folge des Stillstands in Schiehallion und des Verkaufs des Ölfelds

Dunlin (Großbritannien) mehr als kompensieren. Im Zuge des Erneuerungsprogramms für Ölsonden zur Reduzierung von Wartungsstillständen wurden in Q3/08 802 Bohrsonden modernisiert (in Summe 4.339 seit Beginn des Programms in 2007). Die Erdgasproduktion sank im Vergleich zu Q3/07 um 2%. Die Gasproduktion in Rumänien wurde durch den hohen Druck in den lokalen Gasleitungen, der den Zugang zum System erschwert (im Versorgungssystem von Petrom herrscht ein niedrigerer Druck), negativ beeinflusst. Dies konnte nur zum Teil durch den Produktionsstart der Felder Strasshof (erste Phase) und Ebenthal in Österreich in Q3/08 kompensiert werden. Die Gesamtverkaufsmenge lag auch in Folge von unterschiedlichen Zeitplänen für Liftings in Libyen und Neuseeland 2% unter Q3/07.

Verglichen zu Q2/08 ist das EBIT trotz höheren Produktionskosten und Explorationsaufwendungen bzw. niedrigerem Brent Preis (5% unter Q2/08) auf hohem Niveau gleich geblieben. Gründe waren höhere Produktionsmengen nach der Beendigung der Modernisierungsarbeiten an der Sauergasanlage in Aderklaa zu Beginn von Q3/08, sowie ein stärkerer USD. Die Verkaufsmengen lagen durch saisonalbedingt niedrigeren Gasverkäufen in Österreich und geringeren Liftings in Tunesien unter Q2/08. Petrom profitierte vom niedrigeren Urals-Abschlag (vs. Brent) bzw. von einem gegenüber dem EUR stärkeren RON (in EUR höhere Gaspreise). Das Ergebnis wurde jedoch im Gegenzug durch höhere Kosten in EUR beeinträchtigt. Die Produktion in Rumänien lag in Folge der geringeren Gasmengen, bei stabilen Ölmengen leicht unter Q2/08. Das EBIT vor Sondereffekten nahm gegenüber Q2/08 um 7% ab. Die in Q2/08 abgezogenen Nettosonderaufwendungen in der Höhe von EUR 60 Mio resultieren aus Rückstellungen für Rechstreitigkeiten in Rumänien, zum Teil kompensiert durch Buchwertgewinne aus Anlagenverkäufen.

Jänner – September 2008 (1-9/08)

Der Bereichsumsatz stieg wegen höherer Preisniveaus trotz schwächerer USD-Wechselkurse signifikant an. Während der Brent-Preis verglichen zu 1-9/07 um 65% stieg, erhöhte sich der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns sogar um 69% auf USD 102,99/bbl. Der durchschnittlich erzielte Gaspreis stieg um 15% und spiegelt die allgemeinen Gaspreiserhöhungen wider. Die Steigerung des regulierten rumänischen Gaspreises für Produzenten in 2008 wirkt sich nicht aus, da diese dem Gasfonds zugeführt wird.

Das EBIT stieg im Vergleich zu 1-9/07, trotz leicht niedriger Produktionsmengen und negativer Wechselkursauswirkungen, vor allem auf Grund wesentlich höherer Preise, um 59%. Das EBIT beinhaltet EUR 63 Mio an Nettosonderaufwendungen, vor allem aus in Q2/08 gebuchten Rückstellungen für Rechstreitigkeiten in Rumänien zum Teil gemindert durch Sondererträge aus Anlagenverkäufen. Das EBIT vor Sondereffekten lag um 69% über 1-9/07.

Die Produktionskosten (OPEX) exkl. Lizenzgebühren in USD/boe stiegen im Vergleich zu 1-9/07 um 14%. Petrom's OPEX/boe erhöhten sich durch den Wechselkurseinfluss (der RON stieg verglichen zum USD um 2%), die allgemeine Kosteninflation und die niedrige Produktionsmenge um 12%. Negativ wirkten auch der Stillstand der Sauergasanlage Aderklaa und Wartungsarbeiten in Schiehallion durch Mindermengen. Die Explorationsausgaben lagen 57% über 1-9/07, vor allem durch die Steigerung der Aktivitäten von Petrom (1-9/08: EUR 125 Mio), in Österreich und in Nordafrika.

Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas sank um 1%. Die Erdöl- und NGL-Produktion lag vor allem auf Grund höherer Produktionsmengen in Libyen, Jemen, Tunesien und Kasachstan um 2% über 1-9/07. Die Erdgasproduktion sank um 4%. Die Gasproduktionsmengen von Petrom wurden durch Wartungsarbeiten an Bohrungen, Wassereintritt sowie technische Schwierigkeiten auf Grund des Leitungsdrucks belastet.

Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% in EUR Mio 1-9/08 1-9/07 U% 2007
6.047 5.867 4.413 33 Umsatz 16.619 11.764 41 16.312
200 -63 81 n.m. EBIT 180 203 -11 84
1 40 16 155 davon Petrochemie 46 80 -43 63
-56 -196 -18 n.m. Sondereffekte -249 -30 n.m. -140
256 133 98 36 EBIT vor Sondereffekten 430 234 84 224
Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% Operative Kennzahlen 1-9/08 1-9/07 U% 2007
OMV Referenz-Raffineriemarge in
6,76 6,24 3,91 60 USD/bbl 5,77 5,41 7 5,15
5,83 6,41 6,20 3 Raffinerieeinsatz in Mio t 18,23 17,67 3 23,22
84 86 90 -4 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 86 86 -1 85
Raffinerie-Verkaufsmenge gesamt in
5,75 5,81 5,58 4 Mio t 16,92 16,03 6 21,42
0,57 0,55 0,54 3 davon Petrochemie in Mio t 1,67 1,60 5 1,97
4,74 4,84 4,80 1 Verkaufsmengen Marketing in Mio t 13,78 12,78 8 17,09
2.527 2.524 2.518 0 Tankstellenanzahl 2.524 2.518 0 2.538
Davon Petrom Gruppe (oben inkludiert)
Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% in EUR Mio 1-9/08 1-9/07 U% 2007
-8 -185 -36 415 EBIT -215 -149 45 -274
-44 -160 -14 n.m. Sondereffekte -201 -16 n.m. -101
37 -25 -22 12 EBIT vor Sondereffekten -14 -133 -90 -173
Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% Operative Kennzahlen 1-9/08 1-9/07 U% 2007
OMV Referenz-Raffineriemarge Ost in
1,12 0,01 2,00 -99 USD/bbl 0,59 4,26 -86 3,56
1,51 1,61 1,62 -1 Gesamte Verarbeitungsmenge in Mio t 4,57 4,50 2 5,92
76 80 80 -1 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 76 75 2 74
1,48 1,50 1,53 -2 Raffinerie-Verkaufsmenge in Mio t 4,23 3,92 8 5,33
0,09 0,06 0,09 -34 davon Petrochemie in Mio t 0,24 0,26 -11 0,36

Raffinerien West: Schwechat (Österreich), Burghausen und Bayernoil (Deutschland) Raffinerien Ost: Petrobrazi und Arpechim (Rumänien)

Drittes Quartal 2008 (Q3/08)

X Fallende Rohölpreise führten zu negativen Lagereffekten während die Kosten des Eigenenergieverbrauchs – durch das höhere absolute Ölpreislevel verglichen zu Q3/07 – hoch blieben

1,42 1,48 1,25 18 Verkaufsmengen Marketing in Mio t 4,10 3,38 21 4,65 808 809 780 4 Tankstellenanzahl 809 780 4 807

  • X Hohe Mitteldestillat-Spreads unterstützten die OMV Referenz-Raffineriemarge West stark
  • X Deutlich stärkeres Petrochemie-Geschäft West dank besserer Margen und höherer Mengen
  • X Marketingergebnis profitierte von höheren Mengen bei Petrom und starkem Heizölgeschäft verglichen zu Q3/07

Gestiegene Preisniveaus und Verkaufsmengen führten zu einem um 33% höheren R&M-Bereichsumsatz verglichen zu Q3/07. Das EBIT vor Sondereffekten lag vor allem dank besserer Petrochemie-Margen und eines starken Marketinggeschäfts um 36% über dem Niveau von Q3/07. In Q3/08 führten vor allem die Abschreibung des Nettobuchwerts der Fuels-Raffinerie Arpechim (EUR 157 Mio) sowie Restrukturierungsrückstellungen im Zusammenhang mit den Aktivitäten in Österreich und Deutschland (EUR 35 Mio) zu einem

Nettosonderaufwand. In Summe ergab sich somit ein negatives EBIT von EUR -63 Mio.

Das Raffinerie-EBIT vor Sondereffekten sank im Vergleich zu Q3/07 deutlich. Eine hohe Raffineriemarge konnte die starke Belastung eines fallenden Ölpreises, der zu negativen Lagereffekten (verglichen zu positiven Lagereffekten in Q3/07) führte, nicht wettmachen. Die OMV Referenz-Raffineriemarge West von USD 8,64/bbl wurde von höheren Mitteldestillat-Spreads getrieben – die Raffinerien West profitieren davon besonders, da ihre Produktenausbeute zu etwa 50% aus Mitteldestillaten besteht. Im Gegensatz dazu fiel die OMV Referenz-Raffineriemarge Ost drastisch auf USD 0,01/bbl, verglichen zu USD 2,00/bbl in Q3/07. Schwächere Spreads bei Benzin und schweren Produkten in Kombination mit den hohen Kosten des Eigenenergieverbrauchs (der in den OMV Referenz-Raffineriemargen, nicht aber in den von Reuters publizierten Margen NWE und Med Urals reflektiert ist) und ein geringerer Brent-Urals Preisunterschied waren die Hauptgründe für diesen Rückgang.

Die gesamte Kapazitätsauslastung lag mit 86% unter dem Niveau von Q3/07. In Q3/08 wurde die Bayernoil Raffinerie Ingolstadt geschlossen. Somit hat sich die Jahreskapazität des Raffinerieverbunds Bayernoil von 12 Mio t auf 10,3 Mio t (davon OMV Anteil: 45%) reduziert. Die Kapazitätsauslastung der Raffinerien Ost lag bei 80% und somit auf dem gleichen Niveau wie in Q3/07. Die Raffinerie-Verkaufsmengen stiegen um 4% vs. Q3/07.

Das Petrochemie-Ergebnis West (exklusive Petrom) lag vor allem dank 10% höherer Petrochemie-Verkaufsmengen West (exklusive Petrom) im Vergleich zu Q3/07 als Folge des Kapazitätsausbau in Burghausen, welcher in Q4/07 abgeschlossen wurde und verbesserter Petrochemie-Margen, deutlich über dem Niveau von Q3/07.

Das Marketingergebnis lag vor allem dank höherer Commercialmargen und eines starken Non-Oil-Geschäfts deutlich über Q3/07. Die Margen wurden von einem verbesserten Heizölgeschäft unterstützt, das sich vom schwachen Level in Q3/07 erholte. Die Marketingmengen blieben auf einem ähnlichen Niveau wie in Q3/07. Das verbesserte Tankstellenmanagement sowie die höhere Nachfrage führten zu deutlich höheren Verkaufsmengen bei den Petrom Tankstellen, während die Tankstellenmengen in reiferen Märkten wie Österreich oder der Tschechischen Republik leicht zurückgingen. Per 30. September 2008 lag die Tankstellenanzahl des Konzerns auf gleichem Niveau wie am Ende von Q3/07. Im Rahmen des strategischen Ausbaus des Non-Oil-Geschäfts, wurde die Anzahl der VIVA Shops von 930 per Ende Q3/07 auf 997 per Ende Q3/08 erhöht.

Verglichen zu Q2/08, gab es einen deutlichen Rückgang beim Raffinerie-EBIT vor Sondereffekten. Belastet durch sehr niedrige Spreads bei Petrom, vor allem in Folge eines geringeren Brent-Urals Preisunterschieds, sank die OMV Referenz-Raffineriemarge. Das Raffineriegeschäft litt unter negativen Lagereffekten, während in Q2/08 hohe positive Effekte erzielt wurden. Im Petrochemie-Geschäft blieben die Mengen stabil, während die Margen sich vom niedrigen Level in Q2/08 wieder erholten. Dies führte im Vergleich zu Q2/08 zu einem deutlich besseren Petrochemie-Ergebnis West. Unterstützt von einem saisonalbedingten Nachfrageanstieg und einem verbesserten Non-Oil-Geschäft lag das Marketingergebnis deutlich über jenem von Q2/08.

Jänner – September 2008 (1-9/08)

Der R&M-Bereichsumsatz stieg auf Grund höherer Preisniveaus und Mengen um 41%.

Trotz deutlicher Verbesserungen im Marketing-Geschäft fiel das EBIT verglichen zu 1-9/07 um 11%, was vor allem einen hohen Nettosonderaufwand sowie ein schwächeres Petrochemie-Umfeld widerspiegelt. Das EBIT vor Sondereffekten hat sich im Vergleich zu 1-9/07 nahezu verdoppelt und exkludiert vor allem die oben erwähnten Sonderaufwendungen sowie in Q2/08 gebuchte Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten.

Das Raffinerie-Ergebnis vor Sondereffekten stieg verglichen zu 1-9/07 deutlich. Positive Lagereffekte und höhere Mengen konnten die Auswirkungen des Rückgangs der OMV Referenz-Raffineriemarge in EUR mehr als kompensieren. Die OMV Referenz-Raffineriemarge Ost, welche den hohen Eigenenergieverbrauch in der Kalkulation beinhaltet, litt besonders unter dem hohen Ölpreisumfeld.

Die gesamte Kapazitätsauslastung blieb unverändert bei 86%. Die Raffinerie-Verkaufsmengen stiegen um 6%.

Das Petrochemie-Ergebnis West (exklusive Petrom) konnte das exzellente Niveau von 1-9/07 vor allem wegen der hohen Kosten für den Eigenenergieverbrauch nicht erreichen. Die Petrochemie-Verkaufsmengen West (exklusive Petrom) stiegen auf Grund der Kapazitätserhöhung in Burghausen verglichen zu 1-9/07 um 8%.

Das Marketingergebnis lag deutlich über dem Niveau von 1-9/07. Während die Tankstellenmargen in Summe gleich blieben, stiegen die Margen im Commercialgeschäft um 27% an, nachdem sie in 1-9/07 auf einem vor allem bei Diesel und Heizöl extraleicht sehr niedrigen Niveau lagen. Sowohl die Tankstellen- als auch die Commercialmengen zeigten bei Petrom und den restlichen Märkten von OMV einen positiven Trend. Weiters trug das Non-Oil-Geschäft stark zum Marketingergebnis bei.

Gas und Power (G&P)

Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% in EUR Mio 1-9/08 1-9/07 U% 2007
735 703 589 19 Umsatz 2.500 2.051 22 3.096
27 60 45 32 EBIT 175 166 5 244
-17 -1 -5 -88 Sondereffekte -17 -5 249 -7
43 60 50 21 EBIT vor Sondereffekten 191 171 12 250
Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% Operative Kennzahlen 1-9/08 1-9/07 U% 2007
2,56 2,21 2,24 -1 Verkaufsmengen Erdgas in Mrd m3 8,84 8,79 1 13,07
Durchschnittlich verkaufte
799.012 734.860 709.191 4 Speicherkapazität m3
/h
772.832 751.935 3 771.286

Davon Petrom Gruppe (oben inkludiert)

Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% in EUR Mio 1-9/08 1-9/07 U% 2007
-13 14 4 254 EBIT 17 35 -52 49
-16 0 -5 n.m. Sondereffekte -15 -5 237 -6
3 13 8 58 EBIT vor Sondereffekten 32 39 -19 55
Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% Operative Kennzahlen 1-9/08 1-9/07 U% 2007
370 480 280 71 Importpreis in USD/1.000 m³ 407 285 43 293
Regulierter Erdgaspreis für Produzenten
212 208 200 4 in USD/1.000 m³ 206 180 15 184

Drittes Quartal 2008 (Q3/08)

  • X Höheres Ergebnis im Gas Supply, Marketing und Trading Geschäft gegenüber Q2/08 wie auch Q3/07 trotz niedrigerer Verkaufsmengen
  • X Starkes Ergebnis aus dem Speicher- und Transportgeschäft im Vergleich zu Q3/07
  • X Die Düngemittelanlage Doljchim nahm die Produktion nach Wartungsarbeiten in Q2/08 wieder auf

Das EBIT stieg im Vergleich zu Q3/07 um 32%. Das EBIT vor Sondereffekten lag um 21% über Q3/07. Sowohl das Logistikgeschäft als auch das Gas Supply, Marketing und Trading Geschäft konnten ihre Ergebnisse verbessern. Das EBIT vor Sondereffekten in Q3/07 war durch die Abschreibung des Distributionsnetzes in Rumänien beeinflusst.

Trotz eines herausfordernden Marktumfelds konnte das EBIT des Geschäftsfelds Gas Supply, Marketing und Trading gegenüber Q3/07 gesteigert werden und trug somit wesentlich zum G&P-Ergebnis bei. Die gesamten Verkaufsmengen blieben im Vergleich zu Q3/07 trotz niedrigerer Absatzmengen von Petrom durch leicht gesteigerte EconGas Mengen beinahe stabil.

Der 2%ige Mengenanstieg bei EconGas verglichen mit Q3/07 resultierte vor allem aus erhöhten Trading Aktivitäten und aus Geschäften außerhalb der Heimmärkte – der Fokus von EconGas bleibt weiterhin auf den Zielmärkten Deutschland und Italien. Der starke Wettbewerb und die derzeitige angespannte Situation an den internationalen Spotmärkten erhöhten den Druck auf das EBIT von Econ-Gas (Q3/08: EUR 10 Mio; Q3/07: EUR 12 Mio).

Die Importverpflichtung in Rumänien (eine seit Q3/06 bestehende Auflage, einen bestimmten Prozentsatz an importiertem Gas an qualifizierte Kunden zu verkaufen) führte generell zu einer Belastung der Ergebnisse des Gasgeschäfts von Petrom. Während der Importpreis in USD verglichen zu Q3/07 um 71% anstieg, erhöhte sich der für Petrom relevante regulierte Erdgaspreis für Produzenten um 4% auf USD 208/1.000 m3 (RON 495, d.h. 5%). Die Verkaufsmengen in Rumänien gingen im Vergleich zu Q3/07 um 2% zurück. In Q3/07 wurde das durch das trockene Wetter beeinträchtigte Angebot der Wasserkraftwerke durch erhöhte Leistungen der Gaskraftwerke kompensiert. Das Ergebnis in Rumänien wurde durch bessere Margen und niedrigere Kosten unterstützt.

Die vermarkteten Transportmengen lagen im Transportgeschäft auf Vorjahrsniveau. Das Ergebnis wurde durch den positiven Beitrag (EUR 6 Mio) auf Grund der Vollkonsolidierung der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H., der Betreibergesellschaft der WAG Pipeline seit Q4/07 unterstützt. Das Speichergeschäft profitierte von robuster Nachfrage mit Einspeicherraten und einem Auslastungsniveau über dem Level von Q3/07.

Doljchim, die Düngemittelanlage von Petrom, die seit Q1/08 als Teil des G&P-Bereichs berichtet wird, konnte von den allgemein hohen Produktpreisen profitieren. Das EBIT entwickelte sich positiv und lag für Doljchim bei EUR 3 Mio.

Im Vergleich zu Q2/08 nahm das EBIT vor Sondereffekten um 40% zu. In Q2/08 war das Ergebnis durch Rückstellungen für Rechtstreitigkeiten wie auch durch Wartungsarbeiten an der Methanol-Anlage und die außerplanmäßige Abschreibung von Anlagevermögen in Doljchim betroffen. Daher konnte das EBIT sogar um 124% gesteigert werden, unterstützt durch den positiven Beitrag aus Doljchim nach den Wartungsarbeiten in Q2/08 und ein besseres Ergebnis des Gas Supply, Marketing und Trading Geschäfts. Trotz niedrigerer Mengen konnten sowohl EconGas als auch Petrom die Ergebnisse steigern. Insbesondere die Bedingungen an den für EconGas relevanten internationalen Spotmärkten waren verglichen zu Q2/08 vorteilhafter. Das Ergebnis des Logistikgeschäfts war im Vergleich zu Q2/08 stabil.

Obwohl die Verkaufsmengen von EconGas saisonalbedingt unter Q2/08 lagen, wurden sie jedoch von den niedrigeren Temperaturen ab Mitte September und besseren Konditionen auf internationalen Spotmärkten positiv beeinflusst.

Höhere Strompreise hatten einen positiven Effekt auf der Nachfrageseite der Kraftwerke. Zusätzlich konnte man eine Steigerung des internationalen Anteils der Verkaufsmengen beobachten.

Auf Grund der Saisonalität gingen die Verkaufsmengen von Petrom dem Markttrend (-8%) entsprechend im Vergleich zu Q2/08 ebenfalls zurück (-8%). Die Erhöhung der regulierten Endkonsumentenpreise und die leicht geringere Importquote führten zu einer Margenverbesserung im Vergleich zu Q2/08.

Das Logistikgeschäft profitierte von konstanten vermarkteten Transportmengen. Im Speichergeschäft ging einerseits die Nachfrage nach Entnahmeraten erwartungsgemäß saisonalbedingt zurück, andererseits zeigte die hohe Einspeicherrate, die typisch für die Sommermonate ist, hohe Nachfrage.

Das Ergebnis von Doljchim war im Vergleich zu Q2/08 signifikant höher, da in Q2/08 Wartungsarbeiten, außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen und die Erhöhung der Rückstellung für Rechtstreitigkeiten das Ergebnis reduzierten.

Jänner – September 2008 (1-9/08)

Das EBIT lag um 5% über dem Niveau von 1-9/07 hauptsächlich durch den wesentlich stärkeren Beitrag aus dem Logistikgeschäft, was zum Teil auf die Konsolidierung der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft mbH zurückzuführen war. Das EBIT vor Sondereffekten lag um 12% über 1-9/07. Die Abweichung zum EBIT resultiert aus der Rückstellung für Rechtstreitigkeiten und den außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen in Doljchim in Q2/08.

Trotz eines herausfordernden Marktumfelds stiegen im Geschäftsfeld Gas Supply, Marketing und Trading die Verkaufsmengen gegenüber 1-9/07 leicht an. Im Vergleich zum Vorjahr waren die Spotmärkte während der Sommermonate ungünstiger. Obwohl die Portfoliooptimierungsmöglichkeiten im Vorjahr vorteilhafter waren, konnte das internationale Geschäft von EconGas auf hohem Niveau gehalten werden. In Rumänien waren die Ergebnisse durch das regulierte Umfeld und die steigenden Importpreise negativ beeinflusst. Während die Mengen in Petrom – bedingt durch höhere Nachfrage durch Kraftwerke im Vorjahr – unter dem Niveau von 1-9/07 lagen, konnte EconGas ihre Verkaufsmengen um 6,5% steigern.

Das Logistikgeschäft profitierte von höheren Mengen. Mit Beginn 2008 wurde die Kennzahl für verkaufte Gastransportmengen bedingt durch europäische Bemühungen hinsichtlich Vereinheitlichung und Transparenz neu definiert: Auf Grund der intensiven Abhängigkeiten zwischen den Pipelines und der steigenden Bedeutung von Transporten gegen die Hauptflussrichtung, wird bei der Betrachtung der Transportmengen nunmehr auf die Mengen, die an den Netzkopplungspunkten an andere Transporteure oder Verteiler übergeben werden, abgestellt. Diese Volumina umfassen sowohl Transitmengen als auch Inlandsmengen. Im Vergleich zu 1-9/07 stiegen die verkauften Transportmengen hauptsächlich durch erhöhte Mengen der Penta West und der WAG. Das Ergebnis wird seit Q4/07 durch die Vollkonsolidierung der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H., der Betreibergesellschaft der WAG Pipeline unterstützt (1-9/08 EUR 23 Mio.). Das Speichergeschäft erreichte im Vergleich zu 1-9/07 ein höheres Auslastungsniveau wie auch eine höhere durchschnittlich verkaufte Speicherkapazität. Das Ergebnis des Logistikgeschäfts konnte dadurch um 48% gesteigert werden.

Doljchim, die Düngemittelanlage von Petrom, trug in 1-9/08 EUR 4 Mio zum EBIT vor Sondereffekten bei. Gleichzeitig war das EBIT mit EUR -8 Mio negativ. Die Gründe dafür lagen in der erhöhten Rückstellungen für Rechtstreitigkeiten, der außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen und den Wartungsarbeiten an der Methanol-Anlage von Doljchim in Q2/08.

Gesetzliche Grundlagen und Methoden

Der Konzernzwischenabschluss für die Berichtsperiode 1. Jänner bis 30. September 2008 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 Interim Financial Reporting erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben und sollte gemeinsam mit dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2007 gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses angewandten Bilanzierungsmethoden stimmen mit jenen des Konzernjahresabschlusses zum 31. Dezember 2007 überein. Die zum 31. Dezember 2007 angewandten Bewertungsmethoden blieben unverändert.

Der Konzernzwischenabschluss für 1-9/08 ist ungeprüft; eine externe prüferische Durchsicht wurde nicht durchgeführt.

Konsolidierungskreisänderungen

Folgende Änderungen im Konsolidierungskreis traten im Vergleich zum 31. Dezember 2007 ein:

Im Geschäftsbereich E&P wurden in Q1/08 die OMV (EGYPT) Exploration GmbH, Wien, sowie in Q3/08 die OMV (SLOVAKIA) Exploration GmbH, Wien, in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Im Geschäftsbereich R&M wurden mit 1. Jänner 2008 die restlichen 20,33% an Wärme-Energie Vorarlberg Beratungund Handels GmbH, Lustenau, erworben und in die OMV Wärme VertriebsgmbH verschmolzen. Bei Petrol Ofisi A.S., welche at-equity bilanziert wird, erfolgten weitere Zukäufe von 2,00% auf 41,58% per Ende September 2008.

Im Geschäftsbereich G&P wurden in Q3/08 OMV Gas Ve Enerji Limited Sirketi, Istanbul, in den Konsolidierungskreis aufgenommen sowie Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, erstmals at-equity konsolidiert. In Q3/08 abgeschlossene Reorganisations-Maßnahmen umfassen den Abgang der vollkonsolidierten Ferngas Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, und der Oberösterreichischen Ferngas Aktiengesellschaft, Linz (at-equity bilanziert) sowie die Aufnahme der EGBV Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien, in den Konsolidierungskreis. Im Zuge dieser Transaktion erhöhte sich der an EconGas GmbH, Wien, und deren Tochtergesellschaften gehaltene Anteil auf 58,81%. Der at-equity bilanzierte Anteil an Cogeneration-Kraftwerke Management Oberösterreich GmbH, Linz, wurde in Q3/08 verkauft.

Saisonalität und Zyklizität

Saisonalität ist vor allem in den Geschäftsbereichen G&P sowie R&M von Bedeutung; Erläuterungen dazu sind in der Darstellung dieser Geschäftsbereiche enthalten.

Zusätzlich zum Konzernzwischenabschluss und Konzernanhang zum 30. September 2008 enthalten die Darstellungen der Geschäftsbereiche weitere Informationen, welche den Konzernzwischenabschluss betreffen.

Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)

Q2/08 Q3/08 Q3/07 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in
EUR Mio
1-9/08 1-9/07 2007
6.964,64 6.852,44 5.138,61 Umsatzerlöse 19.771,70 14.314,15 20.042,04
-64,27 -66,12 -59,92 Direkte Vertriebskosten -175,63 -163,45 -216,17
-5.405,61 -5.574,20 -4.091,97 Umsatzkosten -15.782,79 -11.378,60 -15.953,35
1.494,75 1.212,11 986,72 Bruttoergebnis vom Umsatz 3.813,29 2.772,10 3.872,52
56,85 73,52 55,88 Sonstige betriebliche Erträge 192,95 156,39 211,93
-206,57 -223,16 -223,95 Vertriebsaufwendungen -615,49 -666,24 -900,20
-76,01 -73,32 -75,18 Verwaltungsaufwendungen -217,31 -232,31 -323,79
-82,74 -96,11 -50,99 Explorationsaufwendungen -205,65 -108,17 -221,20
Forschungs- und
-2,63 -2,36 -0,89 Entwicklungsaufwendungen -8,67 -3,95 -15,46
-232,49 -168,05 -72,86 Sonstige betriebliche Aufwendungen -490,19 -225,04 -439,32
951,16 722,63 618,74 Betriebserfolg (EBIT) 2.468,92 1.692,78 2.184,49
66,31 80,12 128,88 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 183,75 250,48 298,00
80,40 0,32 6,81 Dividendenerträge 1) 90,22 46,72 53,23
-39,40 -52,00 -57,80 Zinsergebnis 1) -141,57 -83,87 -127,43
-14,71 23,35 28,12 Sonstiges Finanzergebnis 1) -9,79 -7,97 3,84
92,60 51,79 106,01 Finanzerfolg 1) 122,61 205,37 227,65
1.043,76 774,42 724,75 Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
2.591,53 1.898,14 2.412,14
-262,01 -228,74 -117,11 Steuern vom Einkommen und Ertrag -698,02 -408,94 -569,34
Ergebnis der gewöhnlichen
781,76 545,68 607,64 Geschäftstätigkeit nach Steuern 1.893,51 1.489,20 1.842,80
781,76 545,68 607,64 Perioden-/Jahresüberschuss 1.893,51 1.489,20 1.842,80
683,81 453,02 517,44 davon eigenen Gesellschaftern
zustehender Gewinn
1.582,58 1.260,62 1.578,84
97,94 92,66 90,20 davon anderen Gesellschaftern
zustehender Gewinn
310,93 228,58 263,96
2,29 1,52 1,73 Ergebnis je Aktie in EUR 5,30 4,22 5,29
2,29 1,52 1,73 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 5,29 4,21 5,28
– Dividende je Aktie in EUR 1,25

1) Neugliederung der Positionen des Finanzerfolgs durch die erstmalige Anwendung von IFRS 7 per Q4/07. Vergleichswerte der Vorperioden wurden entsprechend angepasst.

Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% in EUR Mio 1-9/08 1-9/07 U% 2007
66,31 80,12 128,88 -38 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 183,75 250,48 -27 298,00
25,89 57,37 80,64 -29 davon Borealis 132,70 168,14 -21 186,06
38,74 22,80 46,57 -51 davon Petrol Ofisi 45,36 79,99 -43 103,94
-6,79 n.a. davon AMI -14,08 n.a. -14,08
1,22 4,70 n.a. davon Oberösterreichische Ferngas 5,09 8,01 -36 12,55

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Drittes Quartal 2008 (Q3/08)

Die 33%ige Steigerung des Konzernumsatzes verglichen zu Q3/07 ist vor allem auf die rohölpreisbedingte Steigerung der Produktenpreise zurückzuführen. R&M trug 85%, G&P 10% und E&P rund 5% zum Gesamtumsatz bei (Umsätze in E&P sind zu einem großen Teil interne Umsätze und nicht Umsätze mit Dritten).

Das Konzern-EBIT von EUR 723 Mio lag 17% über Q3/07, wobei die hohen Rohölpreise die negativen Effekte des

schwächeren USD sowie der substanziellen einmaligen Sonderaufwendungen überkompensieren konnten. Der EBIT-Beitrag von Petrom lag auf Grund hoher Netto-Sonderaufwendungen mit EUR 187 Mio um 6% unter Q3/07.

Die Netto-Sonderaufwendungen in Q3/08 in der Höhe von EUR 206 Mio beziehen sich im Wesentlichen auf ein Impairment von Arpechim's Fuels-Raffinerie-Buchwert und

Restrukturierungsaufwendungen in Österreich und Deutschland. Im derzeitigen Umfeld kann die Petrom Raffinerie Arpechim die geforderte Rentabilität auf Grund des hohen Eigenenergieverbrauchs, einer nachteiligen Produktenausbeute sowie hoher Fixkosten nicht erzielen. Der Investitionsfokus wird auf Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz liegen und somit wird mittelfristig keine Profitabilitätssteigerung erwartet. Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, wurde in Q3/08 ein Impairment (EUR 157 Mio) gebucht, was dem Buchwert der Fuels-Raffinerie Arpechim entspricht. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 49% auf EUR 928 Mio; der darin enthaltene Beitrag von Petrom betrug EUR 347 Mio, 93% über Q3/07.

Der Finanzerfolg lag in Q3/08 mit EUR 52 Mio deutlich unter dem Wert des Vorjahrs. Der Finanzerfolg des Vorjahrs war größtenteils auf den außerordentlich höheren Beitrag von Borealis (teilweise bedingt durch den Verkauf einer Niederlassung in Norwegen) sowie von Petrol Ofisi (teilweise fremdwährungsgetrieben) zum At-Equity-Ergebnis zurückzuführen.

Die laufenden Ertragssteuern des OMV Konzerns betrugen EUR 246 Mio, während latente Steuern in Q3/08 in Höhe von EUR 17 Mio ertragswirksam gebucht wurden. Der effektive Konzernsteuersatz lag in Q3/08 bei 30% (Q3/07: 16%). Dieser deutliche Anstieg ist vor allem auf die in Q3/08 in Kraft getretenen neuen Verträge in Libyen und das in Q3/07 enthaltene sehr starke At-Equity-Ergebnis zurückzuführen. Zusätzlich wirkte sich im Vergleichszeitraum 2007 der Einmaleffekt aus der Steuersatzänderung in Deutschland stark senkend auf die Konzernsteuerquote

aus. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten lag bei EUR 453 Mio, 12% unter Q3/07. Minderheitenanteilen waren EUR 93 Mio zuzurechnen. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten war EUR 557 Mio (Q3/07: EUR 489 Mio), das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 1,52, das Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten lag bei EUR 1,86 (Q3/07: EUR 1,73 bzw. EUR 1,64).

Verglichen zu Q2/08 sind die leichten Umsatzrückgänge im Wesentlichen auf das leicht sinkende Rohöl- bzw. Produktenpreisniveau zurückzuführen. Das EBIT sank um 24%, im Wesentlichen bedingt durch die hohen Sondereffekte und die negativen Auswirkungen der durch den Rohölpreisrückgang bedingten Lagereffekte. Das EBIT vor Sondereffekten sank um 14% verglichen zu Q2/08, auf Grund der leicht rückläufigen Rohölpreise und der gestiegenen Explorationsaufwendungen in E&P sowie der negativen Lagereffekte in R&M. Der Finanzerfolg lag in Q3/08 deutlich unter dem Wert des Vorquartals. Positiv wirkte sich in Q2/08 die Verbuchung der MOL Dividende aus. Der höhere At-Equity-Beitrag von Borealis in Q3/08 konnte diesen Effekt teilweise kompensieren. Die effektive Steuerquote des Konzerns, basierend auf dem Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit, stieg von 25% in Q2/08 auf 30% im Q3/08 an. Der Anstieg ist vor allem auf die in Q3/08 in Kraft getretenen neuen Verträge in Libyen zurückzuführen. Zusätzlich wirkte sich in Q2/08 die steuerfreie Dividende der MOL senkend auf die Konzernsteuerquote von OMV aus. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten fiel um 34% im Vergleich zu Q2/08; der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten reduzierte sich um 25%.

Jänner – September 2008 (1-9/08)

Die 38%ige Steigerung des Konzernumsatzes verglichen zu 1-9/07 ist vor allem auf die rohölpreisbedingte Steigerung der Produktenpreise zurückzuführen. R&M trug 84%, G&P 12% und E&P rund 4% zum Gesamtumsatz bei (Umsätze in E&P sind zu einem großen Teil interne Umsätze und nicht Umsätze mit Dritten). Das Konzern-EBIT von EUR 2.469 Mio lag 46% über 1-9/07, wobei die hohen Rohölpreise die negativen Effekte des schwächeren USD sowie der substanziellen einmaligen Sonderaufwendungen überkompensieren konnten. Trotz hoher Netto-Sonderaufwendungen lag der EBIT-Beitrag von Petrom mit EUR 699 Mio um 38% über 1-9/07. Die Netto-Sonderaufwendungen in 1-9/08 in der Höhe von EUR 334 Mio beziehen sich im Wesentlichen auf Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien, das Arpechim Impairment sowie auf Restrukturierungsaufwendungen in Österreich und Deutschland. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 66% auf EUR 2.803 Mio; der darin enthaltene Beitrag von Petrom betrug EUR 982 Mio, 109% über dem Vorjahr.

Der im Vergleich zu 1-9/07 rückläufige Finanzerfolg von EUR 123 Mio kann im Wesentlichen auf das durch den höheren Verschuldungsgrad bedingte deutlich schwächere Zinsergebnis sowie auf das marktbedingt schwächere

Borealis und Petrol Ofisi At-Equity-Ergebnis zurückgeführt werden. Die höheren MOL Dividendenerträge wirken teils kompensierend.

Die laufenden Ertragssteuern des OMV Konzerns betrugen EUR 698 Mio. In 2008 wurden bisher keine materiellen Steuerlatenzen erfolgswirksam. Die effektive Steuerquote des Konzerns, basierend auf dem Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit, stieg auf 27% verglichen mit 22% in 1-9/07. Dieser Anstieg ist auf den relativ geringeren Anteil von At-Equity-Ergebnissen in Relation zu hoch besteuerten E&P-Ergebnissen zurückzuführen. Zusätzlich wirkte sich im Vergleichszeitraum 2007 der Einmaleffekt aus der Steuersatzänderung in Deutschland senkend auf die Konzernsteuerquote aus. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten lag bei EUR 1.583 Mio, 26% über 1-9/07. Minderheitenanteilen waren EUR 311 Mio zuzurechnen (1-9/07: EUR 229 Mio). Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten war EUR 1.742 Mio (1- 9/07: EUR 1.241 Mio). Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 5,30, das Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten lag bei EUR 5,83 (1-9/07: EUR 4,22 bzw. EUR 4,16).

Bilanz, Investitionen und Verschuldungsgrad (ungeprüft)
-- -- -- --------------------------------------------------------- --
Konzernbilanz in EUR Mio 30. Sept. 2008 31. Dez. 2007
Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 1) 844,74 521,32
Sachanlagen 1) 10.179,97 8.928,65
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.235,90 2.125,63
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.468,69 3.167,74
Sonstige Vermögenswerte 50,35 16,50
Langfristiges Vermögen 15.779,65 14.759,85
Latente Steuern 99,03 55,53
Vorräte 2.921,90 2.444,17
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.729,41 2.409,20
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 305,67 594,04
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 109,58 61,83
Sonstige Vermögenswerte 228,26 193,98
Kassenbestand und Bankguthaben 695,81 699,56
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 19,13 31,34
Kurzfristiges Vermögen 7.009,77 6.434,13
Summe Aktiva 22.888,46 21.249,51
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Grundkapital 300,00 300,00
Rücklagen 8.221,43 7.838,69
Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens 8.521,43 8.138,69
Anteile anderer Gesellschafter 2.230,25 2.200,83
Eigenkapital 10.751,69 10.339,52
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 977,76 923,06
Anleihen 474,43 466,99
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.272,80 448,81
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 1.604,58 1.555,95
Sonstige Rückstellungen 200,90 276,22
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 303,16 93,06
Sonstige Verbindlichkeiten 18,20 16,42
Langfristige Verbindlichkeiten 4.851,83 3.780,51
Latente Steuern 339,54 307,82
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.672,01 2.195,62
Anleihen
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.777,39 2.514,83
Rückstellung für laufende Ertragsteuern 227,68 85,37
Sonstige Rückstellungen 435,96 422,93
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 688,23 694,99
Sonstige Verbindlichkeiten 1.142,92 880,37
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 1,23 27,56
Kurzfristige Verbindlichkeiten 6.945,40 6.821,67
Summe Passiva 22.888,46 21.249,51

1) Ab Q1/08 werden nicht sichere Mineralölvorkommen und zugehöriges Vermögen als Teil des immateriellen Anlagevermögens ausgewiesen. Vergleichswerte der Vorperioden wurden entsprechend angepasst.

Erläuterungen zur Bilanz zum 30. September 2008

Das Investitionsvolumen ging auf EUR 2.641 Mio (1-9/07: EUR 3.031 Mio) zurück, in erster Linie bedingt durch signifikant geringere Investitionen im Segment Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S). Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich Kb&S wurde in 1-9/07 von der Erhöhung des Anteils an der ungarischen Öl- und Gasgesellschaft MOL von 10% auf 20,2% per Ende September 2007 bestimmt.

E&P investierte EUR 1.874 Mio (1-9/07: EUR 936 Mio) vor allem in die Akquisition des Ölservice-Geschäfts von Petromservice, in die Signature-Boni, vereinbart mit der libyschen NOC für die Felder NC115, NC186 sowie Nafoora Augila, und in die Entwicklung von Feldern in Rumänien, Österreich, Großbritannien, Kasachstan und Neuseeland. Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich R&M vor allem für Investitionen in Qualitätsverbesserungsprojekte in Österreich und Rumänien lag bei EUR 522 Mio (1-9/07: EUR 709 Mio). Der Großteil der Investitionen im Geschäftsbereich G&P, EUR 196 Mio (1-9/07: EUR 98 Mio), stand im Zusammenhang mit Investitionen in den Bau von Kraftwerken in Brazi und Samsun bzw. in das Düngemittelwerk Doljchim und mit dem Expansionsprojekt der West-Austria Gas Pipeline (WAG). Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich Kb&S lag bei EUR 50 Mio (1-9/07: EUR 1.288 Mio, davon entfielen EUR 1.205 Mio auf MOL).

Im Vergleich zum Jahresende 2007 stieg das Gesamtvermögen um EUR 1.639 Mio bzw. 7,7% auf EUR 22.888 Mio. Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus Zugängen im Sachanlagevermögen, welches von EUR 8.929 Mio zum Jahresende 2007 auf EUR 10.180 Mio zum 30. September 2008 anwuchs, sowie aus einer Steigerung der Vorräte um EUR 478 Mio und aus einem Anstieg der Lieferforderungen in der Höhe von EUR 320 Mio. Demgegenüber stand ein

Rückgang der finanziellen Vermögensgegenstände. Hauptursache für diese Entwicklung war die Reduktion von Wertpapierveranlagungen sowie der Rückgang des Werts der Beteiligung an MOL, bedingt durch den gefallenen MOL Aktienkurs. Der Beteiligungsrückgang wurde erfolgsneutral direkt ins Eigenkapital gebucht und hatte daher keinen Effekt auf den Periodenüberschuss.

Im Rahmen einer kurzfristigen Finanzierung ("Sale and Repurchase Agreement") wurde das Eigentum an 10 Millionen Aktien an der ungarischen Öl- und Gasgesellschaft MOL vorübergehend übertragen. OMV bleibt allerdings die wirtschaftliche Eigentümerin und weist die Anteile daher weiterhin unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und die Finanzierung unter den verzinslichen Finanzverbindlichkeiten aus.

Das Eigenkapital stieg um etwa 4%. Mit 47% reduzierte sich die Eigenkapitalquote des Konzerns gegenüber 2007 (49%) leicht.

Die gesamte Zahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien betrug per 30. September 2008 1.237.875 Stück (31. Dezember 2007: 1.269.066 Stück).

Per 30. September 2008 betrugen die kurz- und langfristigen Kreditverbindlichkeiten und Anleihen EUR 3.540 Mio (31. Dezember 2007: EUR 3.431 Mio) während sich Kassenbestand und Bankguthaben (inkl. Wertpapiere und Anteile) auf EUR 696 Mio verringerten (31. Dezember 2007: EUR 978 Mio). Die Nettoverschuldung stieg damit auf EUR 2.844 Mio verglichen zu EUR 2.453 Mio Ende 2007.

Zum 30. September 2008 betrug der Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) 26,5% (31. Dezember 2007: 23,7%).

Cashflow (ungeprüft)

Q2/08 Q3/08 Q3/07 Konzern-Cashflow-Rechnung in EUR Mio 1-9/08 1-9/07 2007
781,76 545,68 607,64 Perioden-/Jahresüberschuss 1.893,51 1.489,20 1.842,80
272,06 459,51 255,98 Abschreibungen 935,95 671,59 977,46
-0,82 -1,49 -3,73 Zuschreibungen zum Anlagevermögen -5,54 -5,24 -5,69
1,56 -17,47 -33,87 Latente Steuern 0,25 3,04 22,97
Gewinne (–)/Verluste (+)
-10,44 -3,44 0,07 aus Abgängen von Anlagevermögen 1,60 8,15 17,43
-1,37 16,85 -31,26 Erhöhung (+)/Verminderung (–)
Sozialkapital
9,19 -82,08 -58,30
19,96 -76,06 52,28 Erhöhung (+)/Verminderung (–)
langfristiger Rückstellungen
-73,34 65,70 89,10
-157,04 -47,60 -145,86 Sonstige unbare
Erträge (–)/Aufwendungen (+)
-210,17 -195,91 -214,79
905,67 875,99 701,26 Mittelzufluss nach unbaren Posten 2.551,43 1.954,46 2.670,98
-450,54 -245,43 -83,29 Verminderung (+)/Erhöhung (–)
Vorräte
Verminderung (+)/Erhöhung (–)
-481,58 -344,04 -500,17
-481,17 333,97 -326,05 Forderungen -200,06 -416,48 -755,67
Erhöhung (+)/Verminderung (–)
956,72 -223,15 186,36 Verbindlichkeiten 621,24 417,67 553,01
Erhöhung (+)/Verminderung (–)
154,66 59,27 -35,52 kurzfristige Rückstellungen 207,99 -42,91 98,11
0,00 Sonstiges
1.085,34 800,65 442,76 Mittelzufluss aus der Betriebstätigkeit 2.699,04 1.568,70 2.066,25
Investitionen
-630,56 -917,87 -607,41 Immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen
-2.561,34 -1.588,56 -2.317,82
-74,32 -135,43 -219,61 Beteiligungen, Ausleihungen und
sonstige finanzielle Vermögenswerte
-254,47 -1.330,79 -1.419,34
Erwerb einbezogener Unternehmen
abzüglich liquider Mittel
-1,08 -5,18 -3,98
3,27 0,18 -10,28 Erhöhung (+)/Verminderung (–)
kurzfristiger Finanzinvestitionen
279,46 26,45 26,23
Veräußerungen
Erlöse aus dem Verkauf von
20,15 30,25 24,91 Anlagevermögen 256,59 92,83 125,73
28,93 0,15 Erlöse aus dem Verkauf einbezogener
Unternehmen abzüglich liquider Mittel
28,93 15,92 15,76
-681,46 -993,94 -812,25 Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -2.251,91 -2.789,32 -3.573,42
881,27 -10,27 12,58 Zugänge langfristiger Finanzierungen 885,13 18,43 23,19
Rückzahlung langfristiger
-41,82 -0,76 -6,50 Finanzierungen -47,89 -221,07 -232,05
Rückkauf Wandelschuldverschreibung -1,12 -1,12
-0,04 Rückkauf eigener Aktien -0,04 -64,86 -64,86
-777,42 315,50 334,11 Erhöhung (+)/Verminderung (–)
kurzfristiger Finanzierungen
-741,54 1.324,67 1.421,34
-547,09 -17,60 Dividendenzahlungen -547,09 -485,83 -487,21
Kapitalzuführung inklusive Verkauf
0,04 0,96 eigener Anteile 1,31 0,96 0,96
-485,06 304,47 323,55 Mittelzufluss/-abfluss aus der
Finanzierungstätigkeit
-450,12 571,18 660,25
4,88 9,82 -38,22 Währungsdifferenz auf liquide Mittel -0,76 10,56 -17,78
-76,31 121,00 -84,16 Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider
Mittel
-3,76 -638,88 -864,70
651,11 574,81 1.009,54 Liquide Mittel Periodenbeginn 699,56 1.564,26 1.564,26
574,81 695,81 925,38 Liquide Mittel Periodenende 695,81 925,38 699,56

Erläuterungen zur Cashflow-Rechnung

Der Free Cashflow (Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit) zeigte in 1-9/08 einen Mittelzufluss von EUR 447 Mio (1-9/07: Mittelabfluss von EUR 1.221 Mio). Dividendenzahlungen erfolgten in Höhe von EUR 547 Mio an OMV Aktionäre und Minderheitsaktionäre (1-9/07: EUR 486 Mio). Der Free Cashflow abzüglich Dividendenzahlungen führte zu einem Mittelabfluss von EUR 100 Mio (1-9/07: EUR 1.706 Mio).

Der Mittelzufluss aus dem Periodenergebnis bereinigt um unbare Positionen – wie Abschreibungen, Nettorückstellungsveränderungen, nicht zahlungswirksame Beteiligungsergebnisse und andere Positionen – betrug EUR 2.551 Mio (1-9/07: EUR 1.954 Mio); im Net Working Capital wurden

zusätzliche Mittel in Höhe von EUR 148 Mio freigesetzt (1-9/07: Mittelbindung in Höhe von EUR 386 Mio).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Mittelabfluss von EUR 2.252 Mio, 1-9/07: EUR 2.789 Mio) beinhaltet neben gestiegenen Zahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte verringerte Mittelabflüsse für Finanzinvestitionen, und deutlich gestiegene Mittelzuflüsse hauptsächlich aus dem Abgang von Finanzinvestitionen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit führte hauptsächlich durch Dividendenzahlungen zu einem Mittelabfluss in Höhe von EUR 450 Mio (1-9/07: Mittelzufluss von EUR 571Mio).

Entwicklung des Konzerneigenkapitals (ungeprüft)

Kapital Gewinn Sonstige Gesellschafter Minderheiten
in EUR 1.000 Grundkapital rücklagen rücklagen Rücklagen Eigene Anteile OMV anteile Gesamtkapital
1. Jänner 2008 300.000 782.385 6.318.288 751.943 -13.929 8.138.687 2.200.833 10.339.520
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (-)
aus der Bewertung von Wertpapieren:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern -719.099 -719.099 -342 -719.442
Ertragsteuern -702 -702 55 -647
Realisierte, im Periodenübersch. ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) vor Ertragsteuern 19.653 19.653 19.653
Ertragsteuern -4.913 -4.913 -4.913
aus der Bewertung von Hedges
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern -29.790 -29.790 -8.387 -38.177
Ertragsteuern 7.305 7.305 2.097 9.402
Realisierte, im Periodenübersch. ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) vor Ertragsteuern 7.357 7.357 -15.316 -7.959
Ertragsteuern -2.262 -2.262 3.725 1.463
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung
ausländischer Geschäftsbetriebe -94.681 -94.681 -61.962 -156.643
Realisierte, im Periodenübersch. ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) -8.363 -8.363 -8.035 -16.398
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (-), nach Ertragsteuern -825.496 -825.496 -88.166 -913.661
Periodenüberschuss 1.582.576 1.582.576 310.934 1.893.511
Gesamtergebnis der Periode 1.582.576 -825.496 757.081 222.769 979.849
Dividendenausschüttung -373.453 -373.453 -173.635 -547.088
Rückkauf eigener Anteile -40 -40 -40
Verkauf eigener Anteile 930 378 1.308 1.308
Erhöhung (+)/Verminderung (-)
Minderheitenanteile -2.150 -2.150 -19.713 -21.863
30. September 2008 300.000 783.315 7.525.262 -73.553 -13.591 8.521.433 2.230.254 10.751.687
Kapital Gewinn Sonstige Gesellschafter Minderheiten
in EUR 1.000 Grundkapital rücklagen rücklagen Rücklagen Eigene Anteile OMV anteile Gesamtkapital
1. Jänner 2007 300.003 795.298 5.042.902 854.989 -14.141 6.979.051 2.197.209 9.176.260
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (-)
aus der Bewertung von Wertpapieren:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern 373.095 373.095 -3.189 369.906
Ertragsteuern 910 910 511 1.421
Realisierte, im Periodenübersch. ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) vor Ertragsteuern 1.324 1.324 1.273 2.597
Ertragsteuern -213 -213 -204 -417
aus der Bewertung von Hedges:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern 11.727 11.727 7.453 19.180
Ertragsteuern -5.066 -5.066 -1.895 -6.961
Realisierte, im Periodenübersch. ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) vor Ertragsteuern -2.599 -2.599 7.857 5.258
Ertragsteuern 1.746 1.746 -1.472 274
Umbuchung auf Anschaffungskosten -9.707 -9.707 5.648 -4.059
Ertragsteuern 4.981 4.981 -904 4.077
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung
ausländischer Geschäftsbetriebe 62.542 62.542 20.542 83.084
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (-), nach Ertragsteuern 438.740 438.740 35.620 474.360
Periodenüberschuss 1.260.619 1.260.619 228.582 1.489.201
Gesamtergebnis der Periode 1.260.619 438.740 1.699.359 264.202 1.963.561
Dividendenausschüttung -311.940 -311.940 -173.886 -485.826
Rückkauf eigener Anteile -64.861 -64.861 -64.861
Rückkauf Wandelanleihen -255 -255 -255
Verkauf eigener Anteile 711 247 958 958
Wandlung Wandelanleihen -13.366 64.727 51.361 51.361
Rückzahlung Wandelanleihen -6 -6 -6
Kapitalherabsetzung -3 3 -99 99 0 0
Erhöhung (+)/Verminderung (-)
Minderheitenanteile 358 358 -358 0
30. September 2007 300.000 782.385 5.991.840 1.293.729 -13.929 8.354.025 2.287.167 10.641.192

Gezahlte Dividenden

In der Hauptversammlung am 14. Mai 2008 wurde die Ausschüttung einer Dividende von EUR 1,25 je Aktie beschlossen, um 19% höher als im Vorjahr (EUR 1,05 je Aktie). Dies führte zu einer Dividendenzahlung von EUR 373 Mio an die Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft, im Vergleich zu EUR 312 Mio im Vorjahr. In 1-9/08 erfolgten Dividendenzahlungen an Minderheitsaktionäre in Höhe von EUR 174 Mio, wovon EUR 149 Mio auf die Minderheitsgesellschafter von Petrom entfielen.

Primäre Segmentberichterstattung

Umsatz 1)

Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% in EUR Mio 1-9/08 1-9/07 U% 2007
1.404 1.439 1.076 34 Exploration und Produktion 4.024 2.955 36 4.247
6.047 5.867 4.413 33 Raffinerien und Marketing 16.619 11.764 41 16.312
735 703 589 19 Gas und Power 2.500 2.051 22 3.096
85 107 58 84 Konzernbereich und Sonstiges 264 205 29 261
8.271 8.116 6.137 32 Zwischensumme 23.407 16.975 38 23.916
-1.306 -1.264 -998 27 abzüglich Innenumsatz -3.635 -2.661 37 -3.874
6.965 6.852 5.139 33 OMV Konzern 19.772 14.314 38 20.042

1) Konsolidierungsbuchungen wurden den jeweiligen Geschäftsbereichen zugeordnet.

EBIT 1)

Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% in EUR Mio 1-9/08 1-9/07 U% 2007
752 752 508 48 Exploration und Produktion 2.183 1.371 59 1.933
200 -63 81 n.m. Raffinerien und Marketing 180 203 -11 84
27 60 45 32 Gas und Power 175 166 5 244
-28 -26 -15 74 Konzernbereich und Sonstiges -70 -48 46 -77
951 723 619 17 EBIT 2.469 1.693 46 2.184
-132 -206 -6 n.m. Sondereffekte -334 4 n.m. -192
-13 -44 -14 214 davon: Personal und Restrukturierung -57 -21 171 -79
Außerplanmäßige
-10 -168 -27 522 Abschreibungen -178 -21 748 -86
16 8 3 167 Anlagenverkäufe 28 22 27 26
-126 -1 31 n.m. Sonstiges -128 24 n.m. -52
1.083 928 625 49 EBIT vor Sondereffekten 2) 2.803 1.689 66 2.377
812 755 492 53 davon: Exploration und Produktion 2.246 1.330 69 1.978
256 133 98 36 Raffinerien und Marketing 430 234 84 224
43 60 50 21 Gas und Power 191 171 12 250
-28 -21 -15 36 Konzernbereich und Sonstiges -64 -46 40 -76

1) Konsolidierungsbuchungen wurden den jeweiligen Geschäftsbereichen zugeordnet.

2) Sondereffekte werden dem EBIT hinzugerechnet bzw. abgezogen. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den einzelnen Bereichen.

EBITD 1)

Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% in EUR Mio 1-9/08 1-9/07 U% 2007
906 935 655 43 Exploration und Produktion 2.624 1.738 51 2.458
292 195 172 14 Raffinerien und Marketing 614 465 32 474
42 67 54 23 Gas und Power 204 184 11 269
-17 -14 -6 137 Konzernbereich und Sonstiges -38 -22 70 -39
1.223 1.182 875 35 OMV Konzern 3.405 2.364 44 3.161

1) Konsolidierungsbuchungen wurden den jeweiligen Geschäftsbereichen zugeordnet.

Ergänzende Angaben

Wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Mit den assoziierten Unternehmen Borealis AG und Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH bestehen laufende Geschäftsbeziehungen in Form von Güterlieferungen und Dienstleistungen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Diesbezüglich wird auf die Erläuterungen im Abschnitt Ausblick des Lageberichts verwiesen.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, 6. November 2008

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Vorsitzender

Gerhard Roiss Vorsitzender-Stellvertreter

Werner Auli David C. Davies Helmut Langanger

Weitere Informationen

Wirtschaftliches Umfeld: Ölpreise und Wechselkurse

Der Anstieg des weltweiten Ölverbrauchs hat sich weiter abgeschwächt. Die Rohölnachfrage stieg in 1-9/08 um 0,5 Mio bbl/d auf 86,2 Mio bbl/d. Der Zuwachs setzt sich aus einem Nachfragerückgang der OECD-Länder (insbesondere der USA) von 1,1 Mio bbl/d und dem Mehrbedarf der Nicht-OECD-Länder von 1,6 Mio bbl/d zusammen. Etwa die Hälfte des zusätzlichen Ölbedarfs entfiel auf Asien (insbesondere China), aber auch Südamerika und der Nahe Osten verzeichneten eine Steigerung.

Das Produktionsniveau von 86,9 Mio bbl/d lag um 1,9% über 1-9/07. Damit lag es über dem Nachfrageniveau und resultierte in der Aufstockung der Rohöllagerbestände um 0,7 Mio bbl/d. Die OPEC-Produktion erreichte eine Rekordhöhe von 32,5 Mio bbl/d. Die Steigerung im Vergleich zu 1- 9/07 exklusive des neuen Mitgliedslands Ekuador beträgt somit 1,4 Mio bbl/d bzw. 4,7%. Die größten Beiträge zur Produktionssteigerung kamen von den Ländern Saudi-Arabien, Irak, Kuwait und Angola, während die Produktionsmenge in Nigeria abnahm. In der OECD verringerte sich die Ölförderung ebenso wie in Südamerika um 0,4 Mio bbl/d. In der GUS stagnierte die Produktion bei 12,8 Mio bbl/d.

Der Durchschnittspreis des Brent-Rohöls lag in 1-9/08 bei USD 111,11/bbl und somit um 65% über dem Niveau von 1-9/07. Bis Mitte Juli 2008 war der Rohölpreis auf Rekordkurs: Nach dem erstmaligen Überschreiten der 100 USD-Marke im März erreichte er am 3. Juli mit USD 144,22/bbl das Allzeithoch. Dieser Entwicklung folgte ab Mitte Juli ein drastischer Preisverfall, der zumindest zum Teil durch die globale Finanzmarktkrise ausgelöst wurde. Die signifikante Preissteigerung konnte vor allem durch Angebot und Nachfrage, Inflation und USD-Schwäche, Sorgen um Lieferunterbrechungen, wie auch die Attraktivität des Rohöls als alternative Veranlagungsform zu Aktien begründet werden. Ab dem Sommer jedoch fanden die massive Verschlechterung der Konjunkturaussichten und die pessimistischen Annahmen über die Ölnachfrage ihren Niederschlag im Ölpreis. Der Durchschnittspreis für Urals lag 1-9/08 bei USD 108,07/bbl, um 69% über 1-9/07.

Der USD-Schwäche in 1-6/08 folgte eine Trendwende. Der durchschnittliche EUR/USD-Wechselkurs lag bei 1,522 (1,344 in 1-9/07); der USD verlor 13% an Wert. Der rumänische Leu (RON) verlor gegenüber dem EUR an Stärke, und lag im Schnitt bei 3,638/EUR, 10% unter 1-9/07.

Q2/08 Q3/08 Q3/07 U% 1-9/08 1-9/07 U% 2007
121,18 115,09 74,75 54 Durchschnittl. Brent-Preis in USD/bbl 111,11 67,22 65 72,39
117,24 113,55 72,22 57 Durchschnittl. Urals-Preis in USD/bbl 108,07 63,96 69 69,38
1,562 1,504 1,374 9 Durchschnittl. EUR/USD-Kurs 1,522 1,344 13 1,371
3,652 3,576 3,236 11 Durchschnittl. EUR/RON-Kurs 3,638 3,297 10 3,335
2,338 2,378 2,353 1 Durchschnittl. USD/RON-Kurs 2,394 2,455 -2 2,436
9,44 10,54 3,53 199 NWE Raffineriemarge in USD/bbl 8,04 5,47 47 4,88
6,26 6,59 3,75 76 Med Urals Raffineriemarge in USD/bbl 5,52 5,73 -4 5,32

Quelle: Reuters

OMV Aktienkursentwicklung

Nach einem starken Kursverlauf in Q2/08, entwickelte sich die OMV Aktie in Q3/08 – belastet durch die internationale Finanzkrise sowie einen rückläufigen Ölpreis – deutlich schwächer. Nachdem sie am 3. Juli ihr Quartalshoch von EUR 49,10 erreicht hatte, begann sich der Kurs abzuschwächen und beendete das Quartal am Tiefststand von EUR 29,33. In Summe bedeutete das einen Rückgang des

Kurses in Q3/08 um 41%. Die internationalen Finanzmärkte zeigten ein ähnliches Bild mit einer deutlich schwächeren Performance von FTSE Eurotop 100 (-11%), des Dow Jones (-4%) und des Nikkei (-16%). Der österreichische Leitindex ATX verlor in Q3/08 30% an Wert. Der FTSE Global Energy Index (bestehend aus den weltweit größten Öl- und Gasunternehmen) fiel um 28%.

ISIN: AT0000743059 Marktkapitalisierung per 30. September EUR 8.763 Mio
Wiener Börse: OMV Schlusskurs per 30. September EUR 29,33
Reuters: OMV.VI Jahreshöchstkurs am 8. Jänner EUR 57,80
Bloomberg: OMV AV Jahrestiefstkurs am 30. September EUR 29,33
ADR Level I: OMVKY Ausstehende Aktien (per 30. September) 298.762.125
Ausstehende Aktien (gewichtet) in Q3/08 298.762.125
ISIN: AT0000341623 3,75% OMV Anleihe (2003-2010)

Abkürzungen

bbl: Fass (159 Liter); bcf: (billion cubic feet) Milliarden Kubikfuß; boe: Fass Öläquivalent; boe/d: Fass Öläquivalent pro Tag; E&P: Exploration und Produktion; EPS: (Earnings per share) Ergebnis pro Aktie; EUR: Euro; G&P: Gas und Power; Kb&S: Konzernbereich und Sonstiges; LNG: (Liquefied Natural Gas) verflüssigtes Erdgas; m: Meter; Mio: Million; n.a.: (not available) Wert nicht verfügbar; n.m.: (not meaningful) Wert nicht aussagekräftig; NGL: Natural Gas Liquids; NWE: (North-West European) Raffineriemarge für den nordwesteuropäischen Raum; R&M: Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie; RON: Rumänischer Leu; t: Tonne; USD: US Dollar

OMV Kontakte

Homepage: www.omv.com

Ana-Barbara Kunčič, Investor Relations Tel. +43 (1) 40 440-21600; E-Mail: [email protected] Thomas Huemer, Presseabteilung Tel. +43 (1) 40 440-21660; E-Mail: [email protected]