Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

OMV AG Interim / Quarterly Report 2007

Aug 16, 2007

751_ir_2007-08-16_9bec0c75-974c-4279-a004-1880480051f9.pdf

Interim / Quarterly Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Bericht Jänner – Juni und Q2 2007

inkl. Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2007

16. August 2007 7:30 (MEZ)

Auf Kurs zu weiterem werthaltigem Wachstum

Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% in EUR Mio 1-6/07 1-6/06 U% 2006
512 562 621 -9 Betriebserfolg (EBIT) 1.074 1.162 -8 2.061
480 584 662 -12 EBIT vor Sondereffekten 1.064 1.153 -8 2.257
332 411 400 3 Periodenüberschuss nach Minderheiten 743 719 3 1.383
Periodenüberschuss vor Sondereffekten
317 435 413 5 nach Minderheiten 752 710 6 1.521
1,11 1,38 1,34 3 Ergebnis je Aktie in EUR 2,49 2,41 3 4,64
1,06 1,46 1,38 5 Ergebnis je Aktie vor Sondereff. in EUR 2,52 2,38 6 5,10
671 455 565 -19 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.126 1.070 5 2.027
n.a. Dividende je Aktie in EUR n.a. 1,05
  • X Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten stieg um 5% auf EUR 435 Mio; starker Beitrag von Borealis und Petrol Ofisi; Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten stieg um 5% auf EUR 1,46; Ergebnis je Aktie stieg um 3% auf EUR 1,38
  • X EBIT vor Sondereffekten fiel in Q2/07 um 12% auf EUR 584 Mio vs. Q2/06, vor allem auf Grund der Raffineriestillstände, des schwachen USD sowie des starken RON; Petrom trug in Q2/07 EUR 173 Mio bei
  • X Ausblick 2007: Wir erwarten weiteren Fortschritt bei der Petrom Restrukturierung sowie der Implementierung unserer Wachstumsstrategie. Das wirtschaftliche Umfeld wird herausfordernder erwartet

Wolfgang Ruttenstorfer, OMV Generaldirektor

"Die starke Ergebnisdynamik bestätigt unsere Wachstumsstrategie. Die neuen Fördermengen aus Feldern, die vor kurzem entwickelt wurden, glichen die geringere Produktion in Rumänien aus. Durch Restrukturierungserfolge bei der Petrom konnten wir die Ölfördermengen in Q2/07 stabilisieren. Die Ergebnisauswirkung der großen Stillstände in drei Raffinerien wurde durch starke Raffineriemargen und eine gute Entwicklung in Marketing zum Teil kompensiert. Die Restrukturierung in Marketing bei der Petrom ist nun fast abgeschlossen; nach der Umstellung auf ein Pächtersystem sind die Tankstellen nun deutlich effizienter. Wir arbeiten weiterhin an der Realisierung der Restrukturierungspotenziale bei der Petrom. Es ist aber auch unsere Verantwortung weitere Optionen zu evaluieren, die ein langfristiges Wachstum für den Konzern sichern. Ende Juni haben wir unseren Anteil an der MOL auf 18,9% erhöht. Dadurch haben wir uns für die nächste Konsolidierungswelle in Mitteleuropa gut aufgestellt. Die Vorteile und Synergien, die durch eine Kombination der OMV und MOL entstehen könnten, sind eine Chance Wert für die Aktionäre beider Unternehmen zu schaffen. Daher sind wir der Überzeugung, dass es Sinn macht, mit MOL strukturierte Gespräche zu führen."

Inhalt

  • 2| Lagebericht 2| Ergebnisse auf einen Blick
  • 3| Bedeutende Ereignisse
  • 3| Ausblick
  • 4| Auf einen Blick
  • 5| Geschäftsbereiche 5| Exploration und Produktion 8| Raffinerien und Marketing
  • 10| Erdgas

  • 12| Konzernzwischenabschluss und Konzernanhang (ungeprüft)

  • 13| Gewinn- und Verlustrechnung
  • 16| Bilanz, Investitionen und Gearing
  • 18| Cashflow
  • 19| Entwicklung d. Konzerneigenkapitals
  • 20| Primäre Segmentberichterstattung
  • 21| Ergänzende Angaben
  • 22| Erklärung des Vorstandes
  • 23| Weitere Informationen

Ergebnisse auf einen Blick

Zweites Quartal 2007 (Q2/07)

Die Umfeldbedingungen in Q2/07 waren überwiegend günstig. Der Ölpreis der Sorte Brent lag nur knapp unter dem hohen Niveau des Q2/06, der schwächer werdende USD belastete jedoch das Upstream-Geschäft. Die Raffineriemargen zeigten einen deutlichen Anstieg verglichen zu Q2/06, die Nachfrage nach Heizöl blieb niedrig. Das Konzern-EBIT von EUR 562 Mio lag um 9% unter dem Niveau des Q2/06. Der EBIT-Beitrag der Petrom lag bei EUR 170 Mio. Das Beteiligungsergebnis verbesserte sich und reflektierte den deutlich stärkeren Beitrag der Borealis sowie die Einbeziehung des OMV Anteils an der türkischen Marketing-Gesellschaft Petrol Ofisi. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten von EUR 411 Mio lag um 3% über dem Vorjahresniveau. Das EBIT vor Sondereffekten sank um 12% auf EUR 584 Mio nach Abzug von vor allem Nettosonderaufwand aus personalbezogenen Kosten und ungeplanten Abschreibungen. Der Beitrag der Petrom zum bereinigten EBIT betrug EUR 173 Mio. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten betrug EUR 435 Mio und das bereinigte Ergebnis je Aktie nach Minderheiten lag bei EUR 1,46, um 5% höher als in Q2/06.

Im Segment Exploration und Produktion (E&P) sank das bereinigte EBIT verglichen zu Q2/06 um 11%, was den Druck durch den schwachen USD und die RON-Aufwertung reflektiert. Die Öl- und Gasproduktion des Konzerns betrug 322.000 boe/d und lag somit auf dem Niveau von Q2/06. Die niedrigere Produktion in Rumänien wurde durch höhere Mengen in Neuseeland und im Jemen kompensiert.

Im Segment Raffinerien und Marketing (R&M) lag das EBIT vor Sondereffekten bei EUR 107 Mio verglichen zu EUR 138 Mio in Q2/06. Höhere Raffineriemargen und ein gutes Marketing-Ergebnis konnten den negativen Einfluss der drei größeren Raffineriestillstände zum Teil kompensieren. Während die Marktnachfrage nach Heizöl weiterhin schwach blieb, war die Entwicklung des Tankstellengeschäfts viel versprechend.

Im Segment Erdgas schnellte das EBIT vor Sondereffekten vor allem auf Grund der Vollkonsolidierung der EconGas (in Q2/06 nicht inkludiert) und des starken Speichergeschäftes, bei dem die Auslastung deutlich über dem Q2/06 lag, in die Höhe.

Jänner – Juni 2007 (1-6/07)

Im ersten Halbjahr 2007 lagen die Ölpreise leicht unter jenen der Vergleichsperiode des Vorjahres. Im Downstream-Geschäft gab es einen deutlichen Margenanstieg. In Summe erzielte der Konzern wiederum eine starke finanzielle Performance, auf EBIT-Niveau lag das Ergebnis zwar unter, beim Periodenüberschuss aber über dem Niveau von 1-6/06. Das Konzern-EBIT von EUR 1.074 Mio lag um 8% unter dem Vorjahr. Der EBIT-Beitrag der Petrom betrug EUR 306 Mio. Das Beteiligungsergebnis stieg vor allem dank des starken Beitrags der Borealis und der Miteinbeziehung des Anteils an Petrol Ofisi um 126%. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten lag mit EUR 743 Mio um 3% über dem Vorjahr. Das EBIT vor Sondereffekten fiel um 8% auf EUR 1.064 Mio nach Abzug des Sonderertrages aus dem Verkauf von nicht zum Kerngeschäft zählender Bohrausrüstung der Petrom und Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit Abschreibungen und Restrukturierungsmaßnahmen. Der Beitrag der Petrom zum EBIT vor Sondereffekten war EUR 291 Mio. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten betrug EUR 752 Mio und das bereinigte Ergebnis je Aktie nach Minderheiten lag mit EUR 2,52 um 6% höher als im Vorjahr.

In Exploration und Produktion fiel das EBIT vor Sondereffekten um 19% und reflektierte geringere Mengen, das niedrigere Ölpreisniveau und den negativen Einfluss auf Grund der Fremdwährungsentwicklungen. Die Öl- und Gasproduktion des Konzerns betrug 322.000 boe/d, 2% weniger als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

In Raffinerien und Marketing stieg das EBIT vor Sondereffekten um 31% und spiegelte das verbesserte Margenumfeld in Bulk und Petrochemie (vor allem in Q1/07) sowie die in Marketing erzielten Fortschritte.

Im Segment Erdgas erhöhte sich das EBIT vor Sondereffekten vor allem auf Grund der Vollkonsolidierung der EconGas (in 1-6/06 nicht inkludiert) und eines starken Beitrags aus dem Speichergeschäft, welcher durch höhere verkaufte Kapazitäten als Folgeerscheinung des kalten Winters 2005/06 unterstützt wurde. Höhere Verkaufsmengen der Petrom unterstützten ebenfalls das Ergebnis.

Bedeutende Ereignisse

Am 11. April unterzeichnete die OMV mit der National Iranian Oil Company ein "Heads of Agreement" betreffend eine mögliche Beteiligung des Unternehmens an der Entwicklung von Teilen des South Pars Gasfelds (South Pars Feld, Phase 12) im Persischen Golf, einer Verflüssigungsanlage für Liquefied Natural Gas (Iran LNG) sowie Bezugsverträgen für Liquefied Natural Gas (LNG).

Im Mai hat sich Petrol Ofisi mit der türkischen Steuerbehörde betreffend die offene Steuerforderung für die Jahre 2002 bis Q1/06 im Zusammenhang mit einer Transaktion aus dem Jahr 2002 (Fusion von IS-Dogan mit Petrol Ofisi) geeinigt. Die türkische Steuerbehörde und Petrol Ofisi haben vereinbart, das laufende Steuerschlichtungsverfahren zu beenden indem Petrol Ofisi die Summe von rund USD 205 Mio (YTL 275,3 Mio), die auch Zinszahlungen beinhaltet begleicht. Dogan, Petrol Ofisi's größter Aktionär und Verkäufer des 34%-Anteils an OMV, hat die OMV für die Steuern aus dieser Transaktion und die damit im Zusammenhang stehenden Kosten entschädigt.

Die OMV Hauptversammlung am 24. Mai genehmigte eine Dividende von EUR 1,05 pro Aktie, welche ordnungsgemäß bezahlt wurde. Weiters wurde der Vorstand ermächtigt eigene Aktien zu erwerben. Die bestehende Genehmigung einer Kapitalerhöhung wurde bis 2012 verlängert und die

Ausblick 2007

Wir erwarten, dass die wichtigsten Marktparameter wie Erdölpreis, Raffineriemargen und USD-Wechselkurs 2007 weiterhin eine sehr hohe Volatilität aufweisen werden. Wir gehen davon aus, dass der Rohölpreis auf einem hohen Niveau bleiben und kurzfristig deutliche Schwankungen aufweisen wird. Wir erwarten die Raffineriemargen und den Preisunterschied zwischen Brent und Urals auf einem ähnlichen Niveau wie in 2006. Beim USD-Wechselkurs erwarten wir einen im Vergleich zum Vorjahr schwächeren USD. Der rumänische Leu (RON) wird voraussichtlich deutlich stärker als in 2006 sein.

In E&P erwarten wir eine ähnliche Produktionsmenge wie in 2006. Der Start von Feldern in Neuseeland und im Jemen Ende 2006 sollte die niedrigere Förderung in Ländern wie Rumänien kompensieren. Die Investitionsschwerpunkte für 2007 sind die Entwicklung des Gasfelds Strasshof (Österreich), der Ölfelder Maari (Neuseeland), Komsomolskoe (Kasachstan) und Block S2 (Jemen), der Ölfunde in Libyen sowie die Abschlussarbeiten für das Gasfeld Pohokura (Neuseeland). In Rumänien werden substanzielle Investitionen in die Modernisierung der Förderanlagen fortgesetzt, um damit die Effizienz in der Produktion deutlich zu steigern und die Produktionskosten zu senken. Erste Anzeichen von Verbesserungen auf Grund dieses Modernisierungsprogramms werden gegen Ende 2007 erwartet. Auf Grund der

Möglichkeit geschaffen, eine Wandelschuldverschreibung zu begeben.

In E&P hat die OMV vier neue Offshore-Explorationslizenzen in Irland, Norwegen und Neuseeland erhalten. Der irische Block liegt im Atlantic Margin, vor der Westküste Irlands. Die zwei Blöcke in Norwegen liegen im europäischen Nordmeer und der Barentssee, die neue Lizenz in Neuseeland an der Westküste der Nordinsel Neuseelands. Alle Lizenzen weisen erhebliches Potenzial für zukünftiges Wachstum auf. OMV machte neue Funde in Libyen und Pakistan: In Libyen berichtete die OMV zwei Ölfunde mit hochqualitativem Öl im Block NC 200 im Murzuq Becken, 1.000 km südlich der libyschen Hauptstadt Tripolis. In Pakistan machte die OMV einen Gasfund und ein erfolgreiches Testen bei der Tajjal 1 Explorationsbohrung im Gambat Exploration Block in der Provinz Northern Sindh.

Am 25. Juni gab die OMV den Erwerb eines 8,6%-Anteils an der ungarischen Öl- und Gasgesellschaft MOL bekannt. Durch den Kauf von weiteren 0,3% stieg OMV's Anteil an den ausgegebenen MOL Aktien per Ende Juni auf 18,9%. Die Anteilserhöhung verbessert die Position der OMV in der bevorstehenden Konsolidierungswelle. Die OMV schließt nicht aus, auch in Zukunft kleinere Mengen MOL Aktien zu erwerben, wenn der MOL Aktienpreis dafür vorteilhaft ist.

Schwäche des USD gegen die meisten lokalen Währungen ist es zu erwarten, dass die Produktions- und Liftingkosten ansteigen werden.

In R&M sind zwei große Raffineriestillstände für Q4/07 geplant: Der für Q1/08 geplante Stillstand von Petrobrazi wird ins Q4/07 vorverlegt. In Burghausen findet ein sechswöchiger Generalstillstand statt. Im Zuge dessen werden der Cracker erweitert und eine neue Metathesisanlage in Betrieb gehen. An Borealis wird zusätzliches Propylen geliefert werden um die neue Borstar Propylen-Anlage, welche zeitgleich in Betrieb geht, zu betreiben. Durch die Stillstände in Q2 und Q4 wird die gesamte Raffinerieauslastungsrate im Konzern unter dem Niveau von 2006 liegen. Wir erwarten die Raffineriemargen in H2/07 etwas schwächer. Die Investitionsschwerpunkte 2007 in den Raffinerien sind vor allem die Modernisierung der Raffinerie Petrobrazi, die Fertigstellung des Crackerausbaus in Burghausen sowie der Bau eines Thermal Crackers in Schwechat mit dem Ziel vermehrt schwere Rohöle einsetzen zu können und zugleich den Anteil von schweren Heizölen in der Produktenausbeute zu reduzieren. Bei Bayernoil wird ein umfassendes Restrukturierungsprogramm vorbereitet, welches zur Schließung des Standorts Ingolstadt führen wird, um durch eine verbesserte Struktur den Raffinerieverbund langfristig abzusichern. Weiters werden vorbereitende Maßnahmen zum

Bau der Ethylen Pipeline Süd in Süddeutschland getroffen. Durch den kontinuierlichen Ausbau des Tankstellennetzes in den Wachstumsmärkten Europas und der Modernisierung der Petrom Tankstellen sollten die Absatzmengen im Tankstellenbereich ansteigen. Auf Grund der Wettbewerbssituation planen wir etwa 40 Tankstellen in Deutschland und Österreich zu schließen.

Im Segment Erdgas wird 2007 die Internationalisierung konsequent weiter umgesetzt. Die Aktivitäten im Geschäftsfeld Marketing und Trading sollen durch den Marktauftritt der Handelstochter EconGas in Deutschland, Italien und Ungarn sowie durch das Wachstum des Gasgeschäfts der Petrom in Rumänien weiter gestärkt werden. Im Geschäftsfeld Logistik wird die Bedeutung Österreichs als eine der zentralen Drehscheiben in Europa durch die Ausbauten der Transitleitungen, das rasante Wachstum des Gashubs in Baumgarten und die geplanten Speicherprojekte weiter ausgebaut. Das Nabucco-Projekt verfolgt das Ziel, eine alternative Erdgasversorgung Europas durch den An-

Auf einen Blick

schluss an den Kaspischen Raum sicher zu stellen. Das Projekt ist noch in der Entwicklungsphase, in der alle technischen, gesetzlichen, kommerziellen und finanziellen Fragestellungen geklärt werden. Die endgültige Entscheidung wird gegen Ende 2007/Anfang 2008 erwartet. Für das Adria LNG Projekt wird gerade eine Machbarkeitsstudie erstellt. Der Bieterprozess für einen Gesamtvertrag für die Errichtung eines Gaskraftwerkes in Rumänien wurde erfolgreich gestartet. Angebote werden bis Oktober 2007 erwartet und der Vertragsabschluss ist für Q1/08 geplant.

Um das weitere Wachstum der Geschäfte und die Modernisierung der Petrom Aktivitäten zu ermöglichen, planen wir in den nächsten Jahren durchschnittliche Investitionen von rund EUR 2 Mrd pro Jahr, wovon rund EUR 900 Mio für die Petrom vorgesehen sind. Für 2007 werden die Investitionen über den durchschnittlichen EUR 2 Mrd erwartet. Wesentliche Akquisitionen, wie etwa die Aufstockung unseres MOL-Anteils, sind in dieser Summe nicht beinhaltet.

Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% in EUR Mio 1-6/07 1-6/06 U% 2006
4.594 4.581 4.646 -1 Umsatz 1) 9.176 8.944 3 18.970
421 442 474 -7 EBIT E&P 863 1.063 -19 1.908
29 94 130 -28 EBIT R&M 123 94 31 121
79 42 28 50 EBIT Erdgas 121 61 99 135
-17 -16 -11 46 EBIT Konzernbereich -33 -56 -41 -103
512 562 621 -9 EBIT 1.074 1.162 -8 2.061
389 448 507 -11 EBIT vor Sondereffekten E&P 2) 837 1.036 -19 1.974
29 107 138 -23 EBIT vor Sondereffekten R&M 2) 136 104 31 219
79 42 28 50 EBIT vor Sondereffekten Erdgas 2) 121 61 99 135
EBIT vor Sondereffekten
-17 -14 -11 28 Konzernbereich 2) -31 -48 -36 -71
480 584 662 -12 EBIT vor Sondereffekten 2) 1.064 1.153 -8 2.257
Ergebnis der gewöhnlichen
545 628 643 -2 Geschäftstätigkeit 1.173 1.169 0 2.156
401 481 474 2 Periodenüberschuss 882 904 -2 1.658
332 411 400 3 Periodenüberschuss nach Minderheiten 743 719 3 1.383
Periodenüberschuss vor Sondereffekten
317 435 413 5 nach Minderheiten 2) 752 710 6 1.521
1,11 1,38 1,34 3 Ergebnis je Aktie (EPS) in EUR 2,49 2,41 3 4,64
1,06 1,46 1,38 5 EPS vor Sondereffekten in EUR 2) 2,52 2,38 6 5,10
671 455 565 -19 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.126 1.070 5 2.027
2,36 1,52 1,89 -20 Cashflow je Aktie (CFPS) in EUR 3,77 3,58 5 6,80
321 1.823 647 182 Nettoverschuldung 1.823 647 182 630
3 18 8 126 Verschuldungsgrad in % 18 8 126 7
528 1.561 1.217 28 Investitionen 2.088 1.650 27 2.518
n.a. Dividende je Aktie n.a. 1,05
n.a. ROfA (%) 26 32 -2) 27
n.a. ROACE (%) 16 21 -26 18
n.a. ROE (%) 18 23 -20 20
39.187 37.910 46.734 -19 OMV Mitarbeiteranzahl 37.910 46.734 -19 40.993
33.964 32.557 41.522 -22 davon Petrom 32.557 41.522 -22 35.813

1) Umsätze exklusive Mineralölsteuer

2) bereinigt um einmalige Sondereffekte

Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% in EUR Mio 1-6/07 1-6/06 U% 2006
892 987 1.044 -5 Umsatz 1.879 1.923 -2 3.968
421 442 474 -7 EBIT 863 1.063 -19 1.908
32 -7 -33 -80 Sondereffekte 25 26 -3 -66
389 448 507 -11 EBIT vor Sondereffekten 837 1.036 -19 1.974
Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% Operative Kennzahlen 1-6/07 1-6/06 U% 2006
28,9 29,3 29,3 0 Gesamtproduktion in Mio boe 58,3 59,7 -2 118,4
322.000 322.000 322.000 0 Gesamtproduktion in boe/d 322.000 330.000 -2 324.000
14,4 14,9 15,4 -3 Rohöl- und NGL Produktion in Mio bbl 29,4 31,0 -5 61,6
81,4 80,7 78,2 3 Erdgasproduktion in bcf 162,1 160,6 1 317,6
57,76 68,75 69,59 -1 Durchschnittlicher Brent-Preis in
USD/bbl
63,21 65,60 -4 65,14
51,89 62,20 61,09 2 Durchschnittlicher realisierter Rohölpreis
in USD/bbl
57,02 58,16 -2 58,07
38,47 52,10 37,48 39 Explorationsausgaben in EUR Mio 90,57 74,67 21 200,48
17,34 39,84 21,04 89 Explorationsaufwand in EUR Mio 57,18 47,82 20 170,91
12,18 12,82 11,76 9 Produktionskosten in USD/boe 12,50 10,80 16 11,15

Exploration und Produktion (E&P)

Davon Petrom (oben inkludiert)
Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% in EUR Mio 1-6/07 1-6/06 U% 2006
190 198 206 -4 EBIT 389 554 -30 972
18 0 -33 n.m. Sondereffekte 18 24 -23 -49
172 198 239 -17 EBIT vor Sondereffekten 370 531 -30 1.020
Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% Operative Kennzahlen 1-6/07 1-6/06 U% 2006
202.000 196.000 202.000 -3 Gesamtproduktion in boe/d 199.000 208.000 -4 204.000
8,4 8,5 8,9 -5 Rohöl- und NGL Produktion in Mio bbl 16,9 17,9 -6 35,6
1,5 1,4 1,5 -1 Erdgasproduktion in Mrd m3 1) 2,9 3,0 -3 6,0
54,26 65,30 64,84 1 Durchschnittl. Urals-Preis in USD/bbl 59,74 61,52 -3 61,35
48,79 59,29 58,49 1 Durchschnittlicher realisierter Rohölpreis
in USD/bbl
54,12 55,96 -3 55,51
154,05 187,07 118,02 59 Regulierter Inlandsgaspreis für
Produzenten in USD/1.000 m³
170,00 113,77 49 122,02
15,51 16,66 14,97 11 Produktionskosten in USD/boe 16,08 13,48 19 13,87

1) Werte berichtet in Mrd m³, da rumänische Gaspreise auf m³ basieren

Zweites Quartal 2007 (Q2/07)

  • X Neue Fördermengen aus Feldern, die vor kurzem entwickelt wurden (Neuseeland und Jemen) konnten saisonalbedingt niedrigere Gasmengen und Produktionsausfälle in Rumänien ausgleichen
  • X Ölproduktion in Rumänien stabilisiert sich
  • X Schwacher USD beeinträchtigte die Umsätze und stärkerer RON führte zu weiterer Erhöhung der OPEX in USD/boe
  • X Explorationsportfolio in Irland, Norwegen und Neuseeland weiter ausgebaut, Explorationstätigkeiten in Rumänien intensiviert

Der Bereichsumsatz fiel auf Grund des schwachen USD-Wechselkurses und niedrigerer Verkaufsmengen (vor allem niedrigere Gasmengen in Rumänien). Während der Rohölpreis Brent im Vergleich zu Q2/06 um 1% fiel, stieg der durchschnittlich erzielte Rohölpreis des Konzerns um 2% auf USD 62,20/bbl. Ausschlaggebend für den höheren erzielten Preis waren die Zeitpunkte der Liftings und die Steigerung des Urals Ölpreises. Die Differenz zwischen dem Brent-Preis und dem realisierten Rohölpreis sank daher auf USD 6,6/bbl (Q2/06: USD 8,5/bbl). Der durchschnittlich im Konzern erzielte Gaspreis in EUR lag um 19% über dem des Q2/06 und spiegelt die Gaspreissteigerung in Rumänien wider.

Das EBIT fiel um 7% im Vergleich zu Q2/06 vor allem durch den geringeren Beitrag der Petrom infolge niedrigerer Mengen und negativer Wechselkursauswirkungen. Der schwache USD beeinflusste die Ölumsätze deutlich, der stärker werdende RON wirkte sich negativ auf die in RON gebuchten aber in EUR bzw. USD ausgewiesenen Kosten aus. Die Produktionssteigerungen insbesondere in Neuseeland und im Jemen leisteten einen positiven Ergebnisbeitrag, während es in Großbritannien und in Rumänien Produktionsausfälle zu verzeichnen gab. Das EBIT beinhaltete Sondereffekte in Höhe von etwa EUR 7 Mio, die hauptsächlich Restrukturierungskosten betreffen. Das EBIT vor Sondereffekten lag um 11% unter dem Vorjahreswert, da in Q2/06 keine Restrukturierungskosten für die Petrom anfielen.

Die Produktionskosten exkl. Lizenzgebühren (OPEX) in USD/boe stiegen im Vergleich zu Q2/06 um 9%. Die OPEX/boe der Petrom erhöhten sich auf Grund der ungünstigen Wechselkursentwicklung (der RON stieg im Vergleich zum USD um 13%) und der negativen Wirkung der niedrigen Produktionsmenge auf die Kosten pro Fass um 11%.

Die Explorationsausgaben lagen um 39% höher als in Q2/06 vor allem durch die Steigerung der Aktivitäten in der Petrom (Q2/07: EUR 28 Mio, Q2/06: EUR 3 Mio). In Q2/07 wurden 3 Explorationsbohrungen durchgeführt. Explorationstätigkeiten wurden auch in Neuseeland und Deutschland verstärkt. In Q2/07 konnten neue Funde in Pakistan und Libyen verzeichnet und neue Blöcke in Irland, Norwegen und Neuseeland gesichert werden.

Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL (Natural Gas Liquids) und Erdgas lag auf dem gleichen Niveau wie in Q2/06, da die höheren Mengen in Neuseeland, Libyen und im Jemen, die niedrigeren Mengen in Rumänien und den Verkauf der Assets in Ekuador kompensieren konnten.

Die Erdöl- und NGL-Produktion lag 3% unter Q2/06. Grund dafür waren in erster Linie technische Schwierigkeiten in Schiehallion in Großbritannien und der natürliche Förderabfall in Rumänien, wobei die Ölproduktion der Petrom in Q2/07 durch ein Produktionsoptimierungs-Programm stabilisiert werden konnte. Zudem sind auch die NGL-Produktionsmengen in Neuseeland weiter gestiegen, wie auch die Produktionsmenge im Libyen auf Grund der seit Q4/06 hinzugerechneten Steuer-Produktionsmengen höher war. Das Habban Ölfeld im Jemen befindet sich derzeit in der ersten Entwicklungsphase und bringt schrittweise höhere Mengen. Das Rekomplettierungsprogramm für Ölsonden zur Reduzierung von Wartungsstillständen in Rumänien ist im Gange. 424 Bohrsonden wurden in Q2/07 modernisiert und damit insgesamt 603 im ersten Halbjahr, was uns unserem Ziel von rund 2.000 Bohrsonden per Jahresende näher bringt. Die Anzahl der involvierten Mannschaften wurde im Laufe des Jahres von 6 in Q1/07 auf derzeit 31 erhöht und soll im zweiten Halbjahr auf rund 45 aufgestockt werden. Wir erwarten erste Ergebnisse dieses Programms gegen Ende 2007.

Die Erdgasproduktion stieg im Vergleich zu Q2/06 um 3%. Durch den hohen Druck im Pipeline-Netzwerk und produktionstechnikbedingt lagen die Gasmengen der Petrom unter Q2/06, was jedoch durch die zusätzlichen Mengen aus Pohokura (Neuseeland) mehr als kompensiert werden konnte.

Verglichen zu Q1/07 ist das EBIT vor Sondereffekten um 15% gestiegen. Der positive Ergebniseffekt auf Grund signifikant gestiegener Öl- und Gaspreise wurde zum Teil durch höhere Explorationsaufwendungen und höhere OPEX abgeschwächt. Die Ergebnisse der Petrom wurden insbesondere durch den schwächer werdenden USD belastet. Zudem führte der stärkere RON zu einer Erhöhung der in USD und EUR ausgewiesenen Kosten. In Q2/07 wurden für den Raffineriestopp von Arpechim weitere Rohölmengen auf Lager gelegt, daher wurde für diese Mengen keine EBIT Marge von Petrom E&P realisiert. Während der Brent-Preis um USD 11,0/bbl stieg, erhöhte sich der realisierte Rohölpreis des Konzerns lediglich um USD 10,3/bbl; Grund dafür sind die Zeitpunkte der Liftings. Die Produktionsmengen blieben stabil, da niedrigere Gasmengen in Rumänien durch gesteigerte Produktion in Neuseeland und im Jemen wie auch durch die leicht erhöhten (in 2007 schrittweise eingeführten) OPEC-Quoten in Libyen und die Beseitigung der in Q1/07 aufgetretenen technischen Probleme in Tunesien ausgeglichen wurden.

Jänner – Juni 2007 (1-6/07)

Der Bereichsumsatz sank vor allem durch ein niedrigeres Preisniveau schwächere USD-Wechselkurse und niedrigere Verkaufsmengen. Während der Rohölpreis Brent im Vergleich zu 1-6/06 um 4% fiel, lag der durchschnittlich erzielte Rohölpreis des Konzerns mit USD 57,02/bbl um 2% niedriger. Der durchschnittlich im Konzern erzielte Gaspreis

stieg um 7% im Vergleich zu 1-6/06 und spiegelte die Steigerung des regulierten Inlandsgaspreises für Produzenten in Rumänien wider.

Das EBIT fiel im Vergleich zu 1-6/06 vor allem auf Grund des wesentlich niedrigeren Beitrages der Petrom infolge von niedrigeren Mengen und negativen Wechselkurswirkungen um 19%. Das EBIT beinhaltet positive Sondereffekte in Höhe von rund EUR 25 Mio, hauptsächlich aus dem Verkauf des Chergui Ölfeldes in Tunesien und der Rückgängigmachung der 2006 getätigten außerplanmäßigen Abschreibung des Feldes Sinelnikov in Kasachstan. Das EBIT vor Sondereffekten lag um 19% unter dem Vorjahreswert.

Die Produktionskosten exkl. Lizenzgebühren (OPEX) in USD/boe stiegen im Vergleich zu 1-6/06 um 16%. Die OPEX der Petrom erhöhten sich auf Grund des Wechselkurseinflusses (der RON stieg im Vergleich zum USD um 13%) und der negativen Wirkung der niedrigen Produktionsmenge auf die Kosten pro Fass um 19%. Die Explorationsausgaben waren um 21% höher als in 1-6/06, vor allem durch die Steigerung der Aktivitäten der Petrom (1-6/07: EUR 48 Mio, 1-6/06: EUR 6 Mio).

Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas lag infolge niedrigerer Produktionsmengen der Petrom und des Verkaufes der Assets in Ekuador um 2% unter 1-6/06. Die Erdöl- und NGL-Produktion lag durch den Verkauf von Ekuador in Q4/06 und der Vertragsänderung in Venezuela in Q2/06 und Mindermengen in Rumänien um 5% unter 1-6/06. Die Erdgasproduktion stieg um 1%. Die Gasproduktionsmengen der Petrom wurden durch die vom milden Winter beeinflusste niedrigere Nachfrage und Schwierigkeiten in der Produktion in Q2/07 belastet. Die neuen zusätzlichen Gasmengen aus Pohokura (Neuseeland) konnten das jedoch mehr als kompensieren.

Raffinerien und Marketing (R&M)

Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% in EUR Mio 1-6/07 1-6/06 U% 2006
3.499 3.851 4.403 -13 Umsatz 7.350 8.296 -11 17.253
29 94 130 -28 EBIT 123 94 31 121
39 25 27 -7 davon Petrochemie West 65 30 118 128
-13 -8 62 Sondereffekte -13 -10 23 -98
29 107 138 -23 EBIT vor Sondereffekten 136 104 31 219
Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% Operative Kennzahlen 1-6/07 1-6/06 U% 2006
5,25 7,06 6,12 15 Referenz-Raffineriemarge in USD/bbl 6,15 4,81 28 4,47
6,26 5,22 6,23 -16 Raffinerieeinsatz in Mio t 11,47 12,16 -6 25,12
93 76 90 -16 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 84 91 -7 92
Raffinerie-Verkaufsmenge gesamt in
5,22 5,23 5,58 -6 Mio t 10,45 11,19 -7 22,97
0,57 0,49 0,54 -9 davon Petrochemie in Mio t 1,06 1,08 -2 2,17
3,87 4,10 4,55 -10 Verkaufsmengen Marketing in Mio t 7,98 8,80 -9 18,53
2.511 2.528 2.520 0 Tankstellenanzahl 2.528 2.520 0 2.540
Davon Petrom (oben inkludiert)
Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% in EUR Mio 1-6/07 1-6/06 U% 2006
-73 -40 -52 -23 EBIT -113 -137 -18 -338
-2 -8 -71 Sondereffekte -2 -8 -71 -84
-73 -37 -44 -15 EBIT vor Sondereffekten -111 -129 -15 -254
Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% Operative Kennzahlen 1-6/07 1-6/06 2006
Referenz-Raffineriemarge Ost in
4,33 6,52 6,03 8 USD/bbl 5,45 4,72 15 4,01
1,67 1,21 1,70 -29 Gesamte Verarbeitungsmenge in Mio t 2,87 3,43 -16 6,86
85 60 85 -29 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 72 86 -16 86
1,32 1,08 1,49 -28 Raffinerie-Verkaufsmenge in Mio t 2,39 3,03 -21 6,17
0,09 0,08 0,11 -22 davon Petrochemie in Mio t 0,17 0,21 -18 0,39
1,10 1,04 1,35 -24 Verkaufsmengen Marketing in Mio t 2,14 2,76 -23 5,75

Zweites Quartal 2007 (Q2/07)

  • X Starke Raffineriemargen, doch drei größere Raffineriestillstände belasteten das Ergebnis
  • X Wiederum solides Petrochemie-Ergebnis West trotz niedrigerer Mengen
  • X Marketing: Verbessertes Umfeld im Tankstellengeschäft, aber Kundengeschäft litt unter schwächeren Mitteldestillatmengen und -margen

Der Einfluss dreier größerer Raffineriestillstände und eine schwache Nachfrage nach Heizöl führten zu einem um 13% niedrigeren R&M-Bereichsumsatz verglichen zu Q2/06. Dies hatte ebenfalls einen negativen Einfluss auf das EBIT vor Sondereffekten, welches somit trotz höherer Raffineriemargen und positiver Entwicklungen im Marketing unter dem des Q2/06 lag. Die Raffinerien der Petrom profitierten von starken Margen und erreichten daher trotz deutlich niedrigerer Verkaufsmengen in Folge des Arpechim Stillstandes ein ähnliches Niveau wie in Q2/06. Die in Q2/07 enthaltenen Sondereffekte betrafen vor allem Personalrestrukturierungskosten in Österreich (etwa EUR 3 Mio) und im Zusammenhang mit ptimierungen im Tankstellennetz, vor allem in Deutschland, gebildete Rückstellungen (etwa EUR 7 Mio).

Das Bulk-Raffinerieergebnis sank verglichen zu Q2/06 vor allem auf Grund niedrigerer Raffinerieverkaufsmengen, welche den Effekt höherer Margen zunichte machten. Die OMV Referenzmarge West von USD 7,23/bbl lag vor allem auf Grund höherer Benzin- und Naphta-Margen um 17% über jener des Q2/06. Die Petrom hat einen bedeutenden

Benzinanteil im Output-Mix, weshalb die starken Benzinmargen besonders das Petrom Ergebnis unterstützten. Im Juni begann die Petrom mit der Produktion von Biodiesel in Vorbereitung auf den ab 1. Juli 2007 verpflichtenden Verkauf von Biodiesel.

Die gesamte Kapazitätsauslastung sank im Vergleich zu Q2/06 auf Grund der Stillstände um 14 Prozentpunkte auf 76%. In Schwechat wurde die Reparatur der Rohöldestillationsanlage abgeschlossen (22 Tage Stillstand), in Burghausen stand ein Kompressor im Steam-Cracker still (11 Tage) und in Arpechim dauerte der geplante Turnaround etwa 6 Wochen. Die gesamten Raffinerieverkaufsmengen lagen daher um 6% unter dem Niveau von Q2/06 und waren zusätzlich durch die extrem schwache Nachfrage nach Heizöl in Mitteleuropa beeinflusst. Dies führte zu höheren Lagerbeständen, welche die Flexibilität bei der Produktion einschränkten. Die Raffinerieverkaufsmengen der Petrom fielen um 28%.

Das Petrochemie-Ergebnis West (exklusive Petrom) war wiederum solide, wenngleich vor allem auf Grund niedriger Verkaufsmengen unter jenem des Q2/06. Die Petrochemieverkaufsmengen West fielen vor allem als Konsequenz des Stillstandes in Burghausen um 5%.

Das Marketing Ergebnis lag deutlich über jenem des Q2/06, wo Verluste verzeichnet wurden. Die Petrom konnte die Exporte, bei denen nur sehr niedrige Margen erwirtschaftet werden, durch erhöhte Inlandsverkäufe und Produktenoptimierung in den Raffinerien deutlich reduzieren. Zusätzlich zu den verbesserten Margen half auch ein gestiegener Beitrag aus dem Non-Oil-Geschäft. 18% niedrigere Verkaufsmengen im Kundengeschäft (vor allem deutlich niedrigere Heizölverkäufe) führten zu einem Rückgang der gesamten Marketingmengen im Vergleich zu Q2/06. Die Tankstellenverkaufsmengen stiegen jedoch um 9%, hauptsächlich wegen der steigenden Effizienz des Tankstellennetzes sowie einer höheren Nachfrage vor allem in Slowenien und Bulgarien. Die gestiegenen Mengen bei Petrom sind auf das verbesserte Tankstellen-Management zurückzuführen. Der Restrukturierungsprozess im Marketing– Geschäft ist nun großteils abgeschlossen: Beinahe alle Tankstellen der Petrom wurden auf das Pächtersystem umgestellt und der Durchsatz pro Tankstelle wurde von 2,0 Mio Liter im Jahr 2005 auf 2,9 Mio Liter pro Jahr gesteigert, womit unser strategisches Ziel für 2010 vorzeitig erreicht wurde. Weiters stieg die Anzahl von Premium-Tankstellen auf 81 per Ende Q2/07. Per 30. Juni 2007 lag die Tankstellenanzahl auf einem ähnlichen Niveau wie am Ende des Q2/06.

Verglichen zu Q1/07 hat sich das Raffinerie EBIT vor Sondereffekten mehr als verdreifacht. Grund hierfür waren attraktive Raffineriemargen, vor allem bei Ottokraftstoffen, sowie der Vorteil niedrigerer Einsatzkosten auf Grund des zeitverzögerten Einsatzes bei der Rohölverarbeitung sowie positiver Lagereffekte, beides Konsequenzen des Preisanstieges bei Rohöl. Die steigenden Ölpreise hatten jedoch einen negativen Effekt auf die Petrochemie-Margen im Vergleich zu Q1/07, da die Preise für Ethylen und Propylen für das gesamte Quartal im Vorhinein fixiert werden. Das Marketing Geschäft wurde durch höhere Mengen in allen Ländern unterstützt. Während sich das Tankstellengeschäft verbesserte, litt das Kundengeschäft unter schwachen Verkaufsmengen und -margen bei Mitteldestillaten.

Jänner – Juni 2007 (1-6/07)

Der R&M-Berreichsumsatz fiel vor allem auf Grund der Raffineriestillstände und wetterbedingt niedrigerer Nachfrage nach Heizöl um 11%.

Trotz mehrerer Raffineriestillstände lag das EBIT deutlich über dem der Vergleichsperiode des Vorjahres und reflektierte vor allem ein verbessertes Petrochemie- und Marketing-Umfeld. Das EBIT vor Sondereffekten stieg verglichen zu 1-6/07 um etwa 30% und exkludierte die oben erwähnten Sonderaufwendungen.

Das Bulk Raffinerieergebnis fiel vor allem auf Grund des negativen Einflusses der Stillstände. Dies konnte von den höheren Margen nicht kompensiert werden. Das Raffinerieergebnis der Petrom war negativ und reflektierte den hohen Energieverbrauch, die sich verbessernde, aber immer noch unvorteilhafte Produktenausbeute sowie die gesamte Kostensituation. Auf Grund der Stillstände fiel die Kapazitätsauslastung auf 84%. Die gesamten Raffinerieverkaufsmengen fielen um 7%.

Das Petrochemie-Ergebnis West (exklusive Petrom) war ausgezeichnet und spiegelte vor allem höhere Margen insbesondere in Q1/07 wider. Die Petrochemieverkaufsmengen West stiegen leicht im Vergleich zu 1-6/06.

Nach negativen Zahlen in 1-6/06 war das Marketing Ergebnis in 1-6/07 klar positiv. Die Margen im gesamten Tankstellengeschäft erholten sich. Niedrigere Mengen im Kundengeschäft sowie geringere Exporte bei Petrom machten höhere Tankstellen-Mengen mehr als zunichte, was in einen Rückgang der gesamten Marketing-Mengen um 9% resultierte.

Erdgas

Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% in EUR Mio 1-6/07 1-6/06 U% 2006
889 573 322 78 Umsatz 1.462 769 90 2.071
79 42 28 50 EBIT 121 61 99 135
0 n.a. Sondereffekte 0 n.a. -1
79 42 28 50 EBIT vor Sondereffekten 121 61 99 135
Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% Operative Kennzahlen 1-6/07 1-6/06 U% 2006
3,96 2,59 2,67 -3 Verkaufsmengen Erdgas in Mrd m3 6,55 7,70 -15 14,11
Durchschnittlich verkaufte
804.273 742.341 560.547 32 Speicherkapazität m3
/h
Verkaufte Gastransit-Kapazität
773.307 627.808 23 672.400

Davon Petrom (oben inkludiert)

Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% in EUR Mio 1-6/07 1-6/06 U% 2006
19 12 16 -27 EBIT 31 27 14 44
19 12 16 -27 EBIT vor Sondereffekten 31 27 14 44
1,52 1,24 1,01 23 Verkaufsmengen Erdgas in Mrd m3 2,76 2,46 12 4,97

Zweites Quartal 2007 (Q2/07)

  • X Saisonalbedingt niedrigere Ergebnisse in Marketing und Trading verglichen mit Q1/07
  • X Starker Beitrag des Speicher- und Transportgeschäftes
  • X Niedrigere Verkaufsmengen durch die Umstellung der russischen Lieferverträge in Q4/Q6
  • X Petrom profitierte von niedrigeren Importpreisen, jedoch Ergebnisbeeinträchtigung durch Importquote

Der Betriebserfolg stieg um 50% im Vergleich zu Q2/06, vor allem auf Grund der Vollkonsolidierung der EconGas ab Q4/06 und des stärkeren Beitrages des Logistikgeschäfts (Transport und Speicher).

Das EBIT des Geschäftsfeldes Marketing und Trading verbesserte sich vor allem auf Grund des Beitrages der EconGas in Höhe von EUR 11 Mio. Die Importverpflichtung in Rumänien (seit H2/06 bestehende Auflage einen bestimmten Prozentsatz an importiertem Gas an qualifizierte Kunden zu verkaufen) belastete die Ergebnisse des Gasgeschäftes der Petrom, welches um rund EUR 4 Mio geringer war als in Q2/06. Der Importpreis fiel in Q2/07 auf USD 275/1.000 m³ (Q2/06: USD 292/1.000 m³) während der regulierte Erdgaspreis für Industriekunden in Rumänien um 22% auf USD 346,9/1.000 m³ stieg. Der regulierte heimische Erdgaspreis für Produzenten stieg um 59% auf USD 187,1/1.000 m³ (RON 455,0 d.h. 38%) verglichen mit Q2/06.

Die Erhöhung der Erdgaspreise für Petrom ist teilweise auf die niedrigeren Importpreise zurückzuführen aber auch auf die Stärkung des RON gegenüber dem USD, was zusätzlich zu einer Verbilligung des Imports in der heimischen Währung führte. Gegen den allgemeinen Markttrend in Rumänien konnte die Petrom auf Grund der guten Marktposition

und einer verbesserten Kundenbasis eine Steigerung der Verkaufsmengen erreichen. Die an Kraftwerke verkauften Mengen erhöhten sich, da durch den trockenen Sommer in Rumänien Wasserkraftwerke nicht mit voller Kapazität betrieben werden konnten und deswegen zu einem Teil von Gaskraftwerken ersetzt werden mussten.

Das relativ warme Wetter, im Vergleich zu letztem Jahr, führte zu niedrigeren Verkaufsmengen in Österreich. Econ-Gas konnte einen Großteil des Rückganges durch Internationalisierung und kurzfristige Handelsaktivitäten ausgleichen. Weiters wurden im November 2006 die russischen Importverträge zu EconGas transferiert und Teile der russischen Importmengen von OMV Gas an GWH und Centrex übertragen, was zu niedrigeren Verkaufsmengen für den Konzern führte.

Das Transportgeschäft profitierte von höheren vermarkteten Transportmengen. Die verkauften Transport-Kapazitäten stiegen im Vergleich zu Q2/06 vor allem auf Grund der erweiterten Kapazität, durch die Inbetriebnahme des TAG Loop II Ende 2006. Einen erheblichen Beitrag zum EBIT lieferte das Speichergeschäft, da hohe Kapazitäten für 2007 – als Folgeerscheinung des kalten Winters 2005/06 – gebucht worden waren. Zusätzlich lag die verkaufte durchschnittliche Speicherkapazität beträchtlich über Q2/06, da

das warme Wetter zu höheren Speicherständen der Kunden führte.

Der EBIT-Rückgang um 47% im Vergleich zu Q1/07 resultiert hauptsächlich aus einem saisonal schwächeren Marketing und Trading Geschäft. Die Gashandelsmengen fielen um 35% auf rund 2,6 Mrd m³ in Q2/07. In Rumänien wurde die Belastung durch die Importverpflichtung auf Grund

Jänner – Juni 2007 (1-6/07)

Der Betriebserfolg des Gasbereiches hat sich vor allem auf Grund der Vollkonsolidierung der EconGas, aber auch durch die verbesserten Ergebnisse der Petrom und durch gute Ergebnisse im Logistikgeschäft fast verdoppelt. Im Geschäftsfeld Marketing und Trading führte der Transfer der russischen Importverträge (EconGas, GWH, Centrex) zu niedrigeren Absatzmengen. Das wurde teilweise durch steigende Verkaufszahlen der Petrom ausgeglichen. Das Transportgeschäft profitierte von höheren Transportmender geringeren Importmengen und -preise abgemildert. Der geringere rumänische Gasverbrauch wurde hauptsächlich durch geringere Importvolumina ausgeglichen. Der Logistikbereich profitierte von gesteigerten verkauften Transportkapazitäten. Die vermarktete Speicherkapazität war saisonalbedingt geringer als in Q1, allerdings auf Grund des warmen Winters noch immer auf einem hohen Niveau.

gen. Der Verkauf von der Transportkapazität erhöhte sich vor allem auf Grund der erhöhten Kapazität durch die Inbetriebnahme des TAG Loop II Ende 2006. Der warme Winter 2006/07 führte zu geringeren Mengenentnahmen von Kunden während der Ausspeicherphase. Die allgemein hohe Nachfrage an Speicherkapazität, die auf den kalten Winter 2005/06 zurückzuführen ist, führte zu einer hohen Auslastung der Speicherkapazität. Daher verzeichnete das Speichergeschäft deutlich bessere Ergebnisse als 2006.

Gesetzliche Grundlagen und Methoden

Der Konzernzwischenabschluss für die Berichtsperiode 1. Jänner 2007 bis 30. Juni 2007 (1-6/07) wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben und sollte gemeinsam mit dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2006 gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses angewandten Bilanzierungsmethoden stimmen mit jenen des Konzernjahresabschlusses zum 31. Dezember 2006 überein. Die zum 31. Dezember 2006 angewandten Bewertungsmethoden blieben unverändert.

Der Konzernzwischenabschluss für 1-6/07 ist ungeprüft; eine externe prüferische Durchsicht wurde nicht durchgeführt.

Konsolidierungskreisänderungen

Folgende Änderungen im Konsolidierungskreis traten im Vergleich zum 31. Dezember 2006 ein:

Im Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) wurde in Q1/07 mit der Ölgesellschaft "RENATA" LLC, Samara, ein Unternehmen der Ring Oil Holding & Trading Ltd. in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die vollkonsolidierten Gesellschaften Ozyturk Munai, Aktobe, und Ecologicheskaya Technika LLC, Ukhta, wurden im April 2007 verkauft.

Im Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing (R&M) wurden mit 1. Jänner 2007 die restlichen 50% an der Colpack Austria Brennstoffhandel GmbH, Wien, erworben; die Gesellschaft wurde am selben Tag in die OMV Wärmevertriebs GmbH verschmolzen. Bei der Petrol Ofisi A.S., welche at-equity bilanziert wird, erfolgte ein Zukauf eines weiteren Anteils von 1,36%, was eine Erhöhung auf nunmehr 35,36% bedeutet. Seit Q2/07 wird die 50%- Beteiligung an der Heating Innovations Austria GmbH, Wien, at-equity in den Konzernabschluss einbezogen.

Saisonalität und Zyklizität

Saisonalität ist vor allem in den Geschäftsbereichen Erdgas sowie R&M von Bedeutung; Erläuterungen dazu sind in der Darstellung dieser Geschäftsbereiche enthalten. Zusätzlich zum Konzernzwischenabschluss und Konzernanhang zum 30. Juni 2007 enthalten die Darstellungen der Geschäftsbereiche weitere Informationen, welche den Konzernzwischenabschluss betreffen.

Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)

Q1/07 Q2/07 Q2/06 Konzern-Gewinn und Verlustrechnung
in EUR Mio
1-6/07 1-6/06 2006
4.594,06 4.581,48 4.646,09 Umsatzerlöse 9.175,54 8.944,26 18.970,37
-52,99 -50,54 -59,28 Sondereinzelkosten des Vertriebes -103,53 -109,91 -221,84
-3.709,03 -3.577,60 -3.594,01 Herstellungskosten der erbrachten
Leistung
-7.286,63 -6.979,31 -15.021,26
832,04 953,34 992,80 Bruttoergebnis vom Umsatz 1.785,38 1.855,05 3.727,27
67,02 33,48 70,61 Sonstige betriebliche Erträge 100,51 168,01 265,87
-223,60 -218,69 -207,37 Marketing- und Vertriebsaufwendungen -442,30 -431,48 -913,86
-72,74 -84,39 -80,36 Verwaltungsaufwendungen -157,13 -153,13 -297,09
-17,34 -39,84 -21,04 Explorationsaufwendungen -57,18 -47,82 -170,91
-2,62 -0,45 -1,19 Forschungs- und
Entwicklungsaufwendungen
-3,07 -3,50 -13,24
-70,80 -81,38 -132,37 Sonstige betriebliche Aufwendungen -152,18 -225,54 -537,02
511,96 562,08 621,07 Betriebserfolg (EBIT) 1.074,04 1.161,59 2.061,02
42,82 78,78 31,95 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 121,60 62,92 184,65
8,27 24,44 13,67 Sonstiges Beteiligungsergebnis 32,71 21,18 25,76
-17,88 -35,50 -23,14 Zinsergebnis -53,39 -76,95 -108,76
0,24 -1,80 -0,75 Sonstiges Finanzergebnis -1,57 -0,20 -6,45
33,44 65,92 21,72 Finanzerfolg 99,36 6,95 95,20
545,40 627,99 642,80 Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
1.173,39 1.168,53 2.156,23
-144,89 -146,95 -177,20 Steuern vom Einkommen und Ertrag -291,83 -278,92 -506,28
400,51 481,05 465,60 Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit nach Steuern
881,56 889,62 1.649,94
0,00 0,00 8,21 Ergebnis nicht fortgesetzter
Geschäftsaktivitäten nach Steuern
0,00 14,16 8,30
400,51 481,05 473,81 Perioden-/Jahresüberschuss 881,56 903,78 1.658,24
331,77 411,41 400,08 davon eigenen Gesellschaftern zustehend 743,18 719,00 1.382,60
68,74 69,64 73,73 davon anderen Gesellschaftern zustehend 138,38 184,78 275,64
1,11 1,38 1,34 Ergebnis je Aktie in EUR 2,49 2,41 4,64
1,11 1,37 1,28 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 2,48 2,27 4,44
– Dividende je Aktie in EUR 1,05
Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% in EUR Mio 1-6/07 1-6/06 U% 2006
51,09 103,23 45,62 126 Beteiligungsergebnis 154,31 84,09 84 210,41
39,55 47,95 31,20 54 davon Borealis 87,50 42,05 108 114,45
3,67 29,75 n.a. davon Petrol Ofisi 33,42 n.a. 46,86
-5,15 -2,14 -6,26 -66 davon AMI International -7,30 -10,99 -34 -16,17
5,29 n.a. davon EconGas 25,45 n.a. 25,26
3,29 0,02 -0,07 n.m. davon Oberösterreichische Ferngas 3,31 3,96 -16 8,82

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zweites Quartal 2007 (Q2/07)

Der 1%-ige Rückgang des Konzernumsatzes verglichen zu Q2/06, ist vor allem auf einen niedrigeren R&M-Umsatz auf Grund geringerer Nachfrage nach Heizöl und auf die drei Raffinerie-Stillstände zurückführen. Dies konnte auch durch die Vollkonsolidierung der EconGas nicht vollständig kompensiert werden. R&M trug 84% zum Gesamtumsatz bei, Erdgas war für 11% und E&P für rund 4% (Umsätze in

E&P sind zu einem großen Teil interne Umsätze und nicht Umsätze mit Dritten) verantwortlich. Das Konzern-EBIT von EUR 562 Mio war 9% unter dem Niveau von Q2/06, vor allem infolge von niedrigeren sonstigen betrieblichen Erträgen. Der EBIT-Beitrag der Petrom lag bei EUR 170 Mio. Sonderaufwendungen von EUR 22 Mio betreffen hauptsächlich personalbezogene Kosten und außerplanmäßige

Abschreibungen. Das EBIT vor Sondereffekten sank um 12% auf EUR 584 Mio; der darin enthaltene Beitrag der Petrom betrug EUR 173 Mio.

Die Verbesserung des Nettofinanzergebnisses um EUR 44 Mio verglichen zu Q2/06 reflektiert ein höheres Beteiligungsergebnis: Borealis zeigte deutliche Verbesserungen und die saisonalbedingt stärkeren Ergebnisse von Petrol Ofisi waren zusätzlich durch Fremdwährungsgewinne unterstützt. Der starke Beitrag dieser beiden Beteiligungen konnte den Wegfall des EconGas-Beitrages (seit Q4/06 vollkonsolidiert und damit im EBIT inkludiert) mehr als kompensieren. Weiters steuerte das sonstige Beteiligungsergebnis positiv zum Finanzergebnis bei und glich den höheren Zinsaufwand, welcher Fremdwährungsverluste aus der Petrom in Folge des starken RON inkludierte, mehr als aus.

Der at-equity Beitrag der Petrol Ofisi von EUR 29,75 Mio profitierte von der saisonalbedingt hohen Nachfrage, Lagereffekten auf Grund steigender Preise und der Aufwertung der Türkischen Lira (YTL) gegenüber dem USD. Der G&V-Einfluss der Begleichung der Steuerforderung (YTL 275 Mio) zwischen Petrol Ofisi und den türkischen Steuerbehörden wurde durch den Erhalt von Ausgleichzahlungen von Dogan an die OMV kompensiert. Im Laufe des Quartals kaufte die OMV weitere 0,18% der Petrol Ofisi über die Istanbuler Börse, wodurch sich OMV's Anteil auf 35,4% per Ende Juni 2007 erhöhte. Borealis profitierte weiterhin von starken Märkten und erhöhte somit die Ergebnisse um 54%.

Die laufenden Ertragssteuern des OMV Konzerns betrugen EUR 112 Mio, während latente Steuern in Q2/07 in Höhe von EUR 35 Mio aufwandswirksam gebucht wurden. Die effektive Steuerquote des Konzerns, basierend auf dem Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit, fiel auf 23% verglichen mit 28% in Q2/06, hauptsächlich auf Grund von stärkeren Finanzergebnissen und der Verschiebung von hochbesteuerten Liftings in Libyen auf das nächste Quartal. Der nachteilige Effekt des Auslaufens der geologischen Quote in Rumänien, verglichen mit Q2/06, wurde dadurch mehr als kompensiert.

Der Periodenüberschuss war mit EUR 481 Mio um 2% höher als in Q2/06. EUR 70 Mio davon sind Minderheitsanteilen zurechenbar was zu einem Periodenüberschuss nach Minderheiten von EUR 411 Mio geführt hat, ein Anstieg um 3% verglichen zu Q2/06. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten (exkl. Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten) lag bei EUR 435 Mio. Das Ergebnis je Aktie betrug EUR 1,38, während das Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten um 5% auf EUR 1,46 stieg (Q2/06: EUR 1,34 bzw. EUR 1,38).

Verglichen zu Q1/07 blieben die Umsätze annähernd stabil da höhere R&M Umsätze nach dem Bestandsaufbau in Q1/07 die saisonalbedingt niedrigeren Umsätze in Gas und E&P in etwa kompensieren konnten. Das EBIT stieg um 9% und reflektierte somit verbesserte Ergebnisse der Petrom. In Q1/07 wurden Sondererträge aus einem Assetverkauf und der Rückgängigmachung von außerplanmäßigen Abschreibungen miteinbezogen. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 22% verglichen zu Q1/07. Das Nettofinanzergebnis hat sich fast verdoppelt nachdem Beiträge von Beteiligungen und anderen Investitionen den steigenden Nettozinsaufwand auf Grund von Währungsverlusten mehr als kompensierten. Der Konzernsteuersatz fiel von 27% in Q1/07 auf 23% in Q2/07. Dies war vor allem die Konsequenz des starken Beitrages des Finanzergebnisses und niedrigerer Gewinne aus Hochsteuerländern. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten stieg um 24%.

Jänner – Juni 2007 (1-6/07)

Der 3%-Anstieg des Konzernumsatzes verglichen mit 1-6/06 reflektiert vor allem die Vollkonsolidierung der EconGas, welche den niedrigeren R&M Umsatz auf Grund des milden Winters mehr als kompensierte. R&M repräsentierte 80% des Konzernumsatzes, Erdgas war für 15% und E&P für etwa 4% (Umsätze in E&P sind zu einem großen Teil interne Umsätze und nicht Umsätze mit Dritten) verantwortlich.

Das Konzern-EBIT von EUR 1.074 Mio war 8% unter dem Niveau von 1-6/06, vor allem auf Grund von niedrigeren sonstigen betrieblichen Erträgen und durch ein leicht gestiegenes Kostenniveau, was auch einen niedrigeren Beitrag der Petrom bei EUR 306 Mio (31% unter 1-6/06) reflektierte. Sondererträge von in Summe EUR 10 Mio in 1-6/07 betreffen vor allem Erträge aus Vermögensveräußerungen (EUR 19 Mio für das tunesische Ölfeld Chergui und weitere Erträge aus dem Verkauf von Bohrgestängen in Q1/06) und Erträge aus der Rückgängigmachung einer außerplanmäßigen Abschreibung (EUR 13 Mio vom Öl-und Gasfeld in Kasachstan) und in Q2/07 außerplanmäßige Abschreibungen (EUR 7 Mio) sowie auch personalbezogene Kosten

(EUR 7 Mio). Demnach sank das EBIT vor Sondereffekten um 8% auf EUR 1.064 Mio; der darin enthaltene Beitrag der Petrom betrug EUR 291 Mio.

Die Verbesserung des Nettofinanzergebnisses verglichen mit 1-6/06, reflektiert ein höheres Beteiligungsergebnis welches einen stärkeren Beitrag der Borealis und die Konsolidierung der Petrol Ofisi beinhaltet, wodurch der Wegfall des nun im EBIT inkludierten EconGas-Beitrags mehr als kompensiert wird. Zusätzlich trug der niedrigere Nettozinsaufwand auf Grund niedrigerer Fremdwährungsverluste aus Bareinlagen der Petrom, positiv zum Ergebnis bei.

Die laufenden Ertragssteuern des OMV Konzerns betrugen EUR 255 Mio, latente Steuern wurden in 1-6/07 in Höhe von EUR 37 Mio aufwandswirksam gebucht. Die effektive Steuerquote des Konzerns, basierend auf dem Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit, stieg auf 25% verglichen mit 24% in 1-6/06. Der Anstieg der effektiven Steuerquote ist hauptsächlich auf das Auslaufen der geologischen Quote in Rumänien und auf den geringeren Einfluss hochbesteuerter E&P-Erträge zurückzuführen. Dies wurde zum Teil durch

einen starken Gewinnbeitrag von at-equity konsolidierten Gesellschaften kompensiert.

Der Periodenüberschuss war um 2% niedriger als in 1-6/06. EUR 139 Mio davon sind Minderheitsanteilen zurechenbar, was zu einem Periodenüberschuss nach Minderheiten von EUR 743 Mio geführt hat, ein Anstieg um 3%

verglichen zu 1-6/06. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten (exkl. Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten) lag bei EUR 752 Mio. Das Ergebnis je Aktie betrug für das erste Halbjahr EUR 2,49, während das Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten um 6% auf EUR 2,52 anstieg (1-6/06: EUR 2,41 bzw. EUR 2,38).

Bilanz, Investitionen und Verschuldungsgrad (ungeprüft)

Konzernbilanz in EUR Mio 30. Juni 2007 31. Dez. 2006
Vermögen
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 209,93 195,81
Sachanlagen 8.507,57 7.732,13
Anteile an assoziierten Unternehmen 1.895,02 1.786,14
Sonstige Finanzanlagen 2.879,76 1.598,46
Anlagevermögen 13.492,30 11.312,54
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 428,08 407,64
13.920,37 11.720,19
Latente Steuern 61,84 60,42
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 2.348,79 2.028,58
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.982,93 1.922,10
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 412,00 384,98
Wertpapiere und Anteile 198,91 99,31
Kassenbestand und Bankguthaben 1.009,54 1.564,26
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 8,60 24,18
5.960,77 6.023,41
19.942,99 17.804,02
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Eigenkapital
Grundkapital 300,00 300,00
Rücklagen 7.613,59 6.679,05
Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens 7.913,59 6.979,05
Anteile anderer Gesellschafter 2.337,91 2.197,21
10.251,50 9.176,26
Langfristige Verbindlichkeiten
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 951,08 951,72
Anleihen 482,74 491,44
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 483,83 489,96
Rekultivierungsverpflichtungen 1.530,70 1.489,24
Rückstellungen 198,88 190,48
Andere Verbindlichkeiten 84,00 80,88
3.731,22 3.693,71
Latente Steuern 314,35 287,32
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.643,42 1.601,78
Anleihen 0,00 47,79
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 2.064,93 1.264,45
Steuerrückstellungen 86,19 67,22
Sonstige Rückstellungen 651,71 682,03
Andere Verbindlichkeiten 1.199,66 982,99
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 0,00 0,48
5.645,92 4.646,73
19.942,99 17.804,02

Erläuterungen zur Bilanz zum 30. Juni 2007

Das Investitionsvolumen stieg deutlich auf EUR 2.088 Mio (1-6/06: EUR 1.650 Mio). E&P investierte EUR 523 Mio (1-6/06: EUR 287 Mio) vor allem in die Entwicklung von Feldern in Rumänien, Österreich, Großbritannien und Neuseeland. Das Investitionsvolumen im R&M-Segment lag bei EUR 412 Mio (1-6/06: EUR 1.278 Mio) und fokussierte sich auf Petrochemie-Projekte in Burghausen und Schwechat sowie Qualitätsverbesserungsprojekte. Die R&M-Investitionen beinhalteten auch den Kauf weiterer 1,4% Anteile an Petrol Ofisi, so dass der Anteil der OMV an Petrol Ofisi per Ende Juni bei 35,4% lag. Das Hauptaugenmerk bei den Investitionen im Erdgas-Segment (EUR 73 Mio) lag auf dem West-Austria Gas Pipeline (WAG) Expansionsprojekt. Bei Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) entfiel der Hauptteil der Investitionen von EUR 1.080 Mio auf die Erhöhung des Anteiles an der ungarischen Öl- und Gasgesellschaft MOL von 10% auf im ersten Schritt 18,6% und auf 18,9% im zweiten Schritt. Der Anteil an der MOL wird unter "Sonstige Investitionen" im Finanzvermögen ausgewiesen.

Im Vergleich zu Ende 2006 stieg das Gesamtvermögen um EUR 2.139 Mio oder 12% auf EUR 19.943 Mio. Hauptursachen hierfür waren vor allem die Investition in weitere 8,9% MOL-Anteile und ein Anstieg der Sachanlagen. Trotz erhöhter Lagerbestände hat sich das kurzfristige Vermögen verringert, was auf eine erhebliche Reduktion der liquiden Mittel (von EUR 1.564 Mio Ende 2006 auf EUR 1.010 Mio Ende Juni 2007) zurückzuführen ist.

Das Eigenkapital stieg ebenfalls um etwa 12%. Mit 51% blieb die Eigenkapitalquote des Konzerns beinahe auf dem gleichen Niveau wie Ende 2006.

OMV setzte das in 2006 genehmigte und gestartete Aktienrückkaufprogramm in Q1/07 fort. 1.627.390 Aktien wurden zu einem gewichteten Durchschnittspreis von EUR 39,86 zurückgekauft, wobei 1.624.130 für die Bedienung der Wandelschuldverschreibungen verwendet wurden. In Q2/07 wurden keine Aktien rückgekauft. Daher betrug die gesamte Zahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien am 30. Juni 2007 1.290.466 Stück (per Jahresende 2006: 1.289.606 Stück).

Um ein Grundkapital von genau 300 Mio Aktien zu haben, wurde mit 14. Mai 2007 das Grundkapital um 2.400 Stück herabgesetzt.

In Q1/07 wurden 2.720 Wandelschuldverschreibungen zu einem durchschnittlichen Preis von EUR 405,61 zurückgekauft. Am 21. Februar 2007 tilgte die OMV alle übrigen ausstehenden Wandelschuldverschreibungen.

Zum 30. Juni 2007 betrugen die lang- und kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten und Anleihen EUR 3.032 Mio (per Jahresende 2006: EUR 2.294 Mio) während sich Kassenbestand und Bankguthaben (inkl. Wertpapiere und Anteile) auf EUR 1.208 Mio verringerten (Ende 2006: EUR 1.664 Mio). Die OMV erhöhte (auf Grund des Erwerbes von weiteren 8,9% an der MOL) die Nettoverschuldung auf EUR 1.824 Mio per Ende Juni 2007, verglichen zu EUR 630 Mio Ende 2006. Zum 30. Juni 2007 betrug der Verschuldungsgrad (Gearing ratio) 17,8% (Ende 2006: 6,9%).

Cashflow (ungeprüft)

Q1/07 Q2/07 Q2/06 Konzern-Cashflow-Rechnung in EUR Mio 1-6/07 1-6/06 2006
400,51 481,05 473,81 Jahresergebnis 881,56 903,78 1.658,24
206,00 209,61 212,17 Abschreibungen 415,61 384,94 809,55
-1,11 -0,40 2,13 Zuschreibungen zum Anlagevermögen -1,51 -0,68 -5,63
2,32 34,60 24,20 Latente Steuern 36,91 35,53 19,03
-3,29 11,36 -5,62 Verluste/Gewinne aus Abgängen
von Anlagevermögen
8,07 -62,43 -68,87
-18,45 -32,37 -31,07 Erfolgswirksame Nettodotierung
Sozialkapital
-50,82 -57,93 3,74
20,96 -7,54 -50,09 Erfolgswirksame Nettodotierung
lfr. Rückstellungen und Rekultivierung
13,42 -24,74 -40,53
20,33 -70,38 -24,30 Sonstige unbare Erträge und
Aufwendungen
-50,05 -53,15 -155,91
627,27 625,93 601,23 Mittelzufluss nach unbaren Posten 1.253,20 1.125,32 2.219,62
-228,89 -31,86 -6,72 Verminderung/Erhöhung Vorräte -260,75 -178,86 21,34
-183,79 93,36 -125,36 Verminderung/Erhöhung Forderungen -90,44 -295,58 72,20
466,30 -234,99 26,29 Erhöhung/Verminderung
Verbindlichkeiten
231,32 504,65 -173,13
-10,21 2,82 69,56 Erhöhung/Verminderung kurzfristige
Rückstellungen
-7,39 -85,19 -112,82
0,00 -0,29 Sonstiges 0,00 0,00
670,68 455,26 564,72 Mittelzufluss aus der Betriebstätigkeit 1.125,94 1.070,34 2.027,21
Investitionen
-510,08 -471,06 -363,44 Immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen
-981,15 -678,01 -1.376,47
-25,13 -1.086,04 -758,56 Beteiligungen, Ausleihungen
und sonstige Finanzanlagen
-1.111,17 -850,88 -961,30
-0,59 -4,59 -56,23 Erwerb einbezogener Unternehmen
abzüglich liquider Mittel
-5,18 -120,43 -161,92
32,41 4,32 -1,22 Änderung kurzfristige Finanz-
investitionen und "Assets held for sale"
36,73 9,35 -48,82
Veräußerungen
Erlöse aus Verkauf von
58,87 9,04 17,53 Anlagevermögen 67,92 126,26 321,64
15,78 Erlöse aus Verkauf von
Tochtergesellschaften, abzüglich
liquider Mittel
15,78 1,00
-444,52 -1.532,55 -1.161,92 Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -1.977,08 -1.513,70 -2.225,87
2,45 3,40 28,89 Zugänge langfristige Finanzierungen 5,85 51,47 275,85
Rückzahlung langfristige
-199,29 -15,28 -18,29 Finanzierungen -214,57 -28,75 -141,10
-1,12 0,00 -260,81 Rückkauf Wandelschuldverschreibung -1,12 -260,81 -525,11
-64,86 0,00 -18,32 Rückkauf eigener Aktien -64,86 -18,32 -201,79
-16,37 1.006,92 842,06 Erhöhung/Verminderung kurzfristige
Finanzierungen
990,55 780,20 696,56
-6,67 -461,55 -272,65 Dividendenzahlungen -468,23 -274,75 -377,62
0,00 0,01 Kapitalzuführung 0,00 0,05 0,49
Mittelzufluss/-abfluss aus der
-285,86 533,49 300,90 Finanzierungstätigkeit 247,63 249,10 -272,73
5,67 43,12 -24,18 Währungsdifferenz auf liquide Mittel 48,78 28,59 84,39
-54,03 -500,69 -320,48 Nettozunahme liquide Mittel -554,72 -165,67 -387,00
1.564,26 1.510,23 2.106,07 Liquide Mittel Jahresbeginn 1.564,26 1.951,26 1.951,26
1.510,23 1.009,54 1.785,59 Liquide Mittel Jahresende 1.009,54 1.785,59 1.564,26

Erläuterungen zur Cashflow Rechnung

Der Free Cashflow (Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit) zeigte in 1-6/07 einen Mittelabfluss von EUR 851 Mio (1-6/06: Mittelabfluss von EUR 443 Mio). An OMV Aktionäre und Minderheitsaktionäre von Tochterunternehmen wurden Dividenden in Höhe von EUR 468 Mio (1-6/06: EUR 275 Mio) bezahlt. Der Free Cashflow abzüglich Dividendenzahlungen resultierte daher in einem Mittelabfluss in Höhe von EUR 1.319 Mio (1-6/06: Mittelabfluss von EUR 718 Mio). Der Mittelzufluss aus dem Jahresergebnis bereinigt um unbare Positionen – wie Abschreibungen, Nettorückstellungsverbräuche, nicht zahlungswirksame Beteiligungsergebnisse und andere Positionen – betrug EUR 1.253 Mio

(1-6/06: EUR 1.125 Mio), während im Net working capital zusätzliche Mittel in Höhe von EUR 127 Mio gebunden wurden (1-6/06: EUR 55 Mio). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Mittelabfluss von EUR 1.977 Mio, 1-6/06: Mittelabfluss von EUR 1.514 Mio) beinhaltet neben gestiegenen Sachanlageninvestitionen auch Finanzinvestitionen, wobei der Erwerb zusätzlicher Anteile an der MOL hervorzuheben ist. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit führte zu einem Mittelzufluss in Höhe von EUR 248 Mio (1-6/06: EUR 249 Mio), da die Zuflüsse aus kurzfristigen Kreditaufnahmen die Abflüsse für Dividendenzahlungen, Nettotilgungen langfristiger Finanzierungen und den Rückkauf eigener Aktien überwogen.

Entwicklung des Konzerneigenkapitals (ungeprüft)

Kapital Gewinn Sonstige Gesellschafter Minderheiten
in EUR 1.000 Grundkapital rücklagen rücklagen Rücklagen Eigene Anteile OMV anteile Gesamtkapital
1. Jänner 2007 300.003 795.298 5.042.902 854.989 -14.141 6.979.051 2.197.209 9.176.260
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (-)
aus der Bewertung von Wertpapieren:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern 329.887 329.887 -2.494 327.393
Ertragsteuern 1.424 1.424 400 1.824
Realisierte, im JÜ ausgewiesene
Gewinne (+)/Verluste (-) vor Ertragsteuern 1.075 1.075 1.032 2.107
Ertragsteuern -172 -172 -166 -338
aus der Bewertung von Finanzinstrumenten:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern 17.925 17.925 10.699 28.624
Ertragsteuern -5.096 -5.096 -2.731 -7.827
Realisierte, im JÜ ausgewiesene
Gewinne (+)/Verluste (-) vor Ertragsteuern -7.597 -7.597 1.411 -6.186
Ertragsteuern 2.785 2.785 38 2.823
Umbuchung auf Anschaffungskosten -11.296 -11.296 4.121 -7.175
Ertragsteuern 5.236 5.236 -659 4.577
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung
ausländischer Geschäftsbetriebe 182.530 182.530 147.308 329.838
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (-), nach Ertragsteuern 516.701 516.701 158.959 675.660
Jahresüberschuss 743.182 743.182 138.381 881.563
Gesamtergebnis der Periode 743.182 516.701 1.259.883 297.340 1.557.223
Dividendenausschüttung -311.940 -311.940 -156.286 -468.226
Rückkauf eigener Anteile -64.861 -64.861 -64.861
Rückkauf Wandelanleihen -255 -255 -255
Wandlung Wandelanleihen -13.366 64.727 51.361 51.361
Rückzahlung Wandelanleihen -6 -6 -6
Kapitalherabsetzung -3 3 -99 99 0 0
Erhöhung (+)/Verminderung (-)
Minderheitenanteile 358 358 -358 0
30. Juni 2007 300.000 781.674 5.474.403 1.371.690 -14.176 7.913.591 2.337.905 10.251.496
Kapital Gewinn Sonstige Gesellschafter Minderheiten
in EUR 1.000 Grundkapital rücklagen rücklagen Rücklagen Eigene Anteile OMV anteile Gesamtkapital
1. Jänner 2006 300.001 993.299 3.941.566 671.196 -14.470 5.891.592 1.801.928 7.693.520
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (-)
aus der Bewertung von Wertpapieren:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern 4.489 4.489 -2.714 1.775
Ertragsteuern -1.116 -1.116 435 -681
Realisierte, im JÜ ausgewiesene
Gewinne (+)/Verluste (-) vor Ertragsteuern 61 61 133 194
Ertragsteuern -2 -2 -21 -23
aus der Bewertung von Finanzinstrumenten:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern 3.902 3.902 -1.379 2.523
Ertragsteuern 527 527 220 747
Realisierte, im JÜ ausgewiesene
Gewinne (+)/Verluste (-) vor Ertragsteuern 3.747 3.747 3.613 7.360
Ertragsteuern -580 -580 -557 -1.137
Umbuchung auf Anschaffungskosten 706 706 678 1.384
Ertragsteuern -113 -113 -108 -221
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung
ausländischer Geschäftsbetriebe 24.743 24.743 48.707 73.450
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (-), nach Ertragsteuern 36.364 36.364 49.007 85.371
Jahresüberschuss 719.000 719.000 184.776 903.776
Gesamtergebnis der Periode 719.000 36.364 755.364 233.783 989.147
Dividendenausschüttung -268.813 -268.813 -108.119 -376.932
Rückkauf eigener Anteile -18.316 -18.316 -18.316
Rückkauf Wandelanleihen -76.433 -76.433 -76.433
Kapitalerhöhung 2 46 4 52 52
Erhöhung (+)/Verminderung (-)
Minderheitenanteile -18.410 -18.410 17.052 -1.358
30. Juni 2006 300.003 916.912 4.373.343 707.560 -32.782 6.265.036 1.944.644 8.209.680

Gezahlte Dividenden

In der Hauptversammlung am 24. Mai 2007 wurde die Ausschüttung einer Dividende von 1,05 EUR je Aktie (ein Anstieg von 17% verglichen zum Vorjahr) beschlossen, welche zu einer Dividendenzahlung von EUR 311,94 Mio

an die Aktionäre der OMV führte. Dividendenzahlungen an Minderheitsaktionäre von Tochtergesellschaften erfolgten in Höhe von EUR 156,29 Mio, wovon EUR 149,16 Mio auf die Minderheitsgesellschafter der Petrom entfielen.

Primäre Segmentberichterstattung

Umsatz 1)

Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% in EUR Mio 1-6/07 1-6/06 U% 2006
892 987 1.044 -5 Exploration und Produktion 1.879 1.923 -2 3.968
3.499 3.851 4.403 -13 Raffinerien und Marketing 7.350 8.296 -11 17.253
889 573 322 78 Erdgas 1.462 769 90 2.071
66 81 46 77 Konzernbereich und Sonstiges 147 121 21 257
5.346 5.492 5.815 -6 Zwischensumme 10.838 11.109 -2 23.549
-752 -911 -1.169 -22 abzüglich Innenumsatz -1.663 -2.164 -23 -4.578
4.594 4.581 4.646 -1 OMV Konzern 9.176 8.944 3 18.970

1) Konsolidierungsbuchungen wurden den jeweiligen Segmenten zugeordnet.

EBIT 1)

Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% in EUR Mio 1-6/07 1-6/06 U% 2006
421 442 474 -7 Exploration und Produktion 863 1.063 -19 1.908
29 94 130 -28 Raffinerien und Marketing 123 94 31 121
79 42 28 50 Erdgas 121 61 99 135
-17 -16 -11 46 Konzernbereich und Sonstiges -33 -56 -41 -103
512 562 621 -9 EBIT 1.074 1.162 -8 2.061
32 -22 -41 -48 Sondereffekte 10 8 -19 -196
davon:
-7 n.a. Personalbezogene Einmalaufwendungen -7 n.a. -11
-4 n.a. Petrom Restrukturierungskosten -4 n.a. -133
13 -7 -32 -77 Außerplanmäßige Abschreibungen 6 -32 n.m. -82
19 n.a. Anlagenverkäufe 19 60 69 70
n.a. Versicherung -8 n.a. -31
-7 -5 42 Sonstiges -7 -7 7 -9
480 584 662 -12 EBIT vor Sondereffekten 2) 1.064 1.153 -8 2.257
389 448 507 -11 Exploration und Produktion 837 1.036 -19 1.974
29 107 138 -23 Raffinerien und Marketing 136 104 31 219
79 42 28 50 Erdgas 121 61 99 135
-17 -14 -11 28 Konzernbereich und Sonstiges -31 -48 -36 -71

1) Konsolidierungsbuchungen wurden den jeweiligen Segmenten zugeordnet.

2) Sondereffekte werden dem EBIT hinzugerechnet bzw. abgezogen. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den einzelnen Bereichen.

Ergänzende Angaben

Wesentliche Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen

Mit den assoziierten Unternehmen Borealis A/S und Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH bestehen laufende Geschäftsbeziehungen in Form von Güterlieferungen und Dienstleistungen.

Erklärung des Vorstandes

Der Konzernzwischenabschluss für die Berichtsperiode 1. Jänner 2007 bis 30. Juni 2007 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. Juni 2007 sowie der

Ertragslage des Konzerns für die Berichtsperiode 1. Jänner 2007 bis 30. Juni 2007. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernzwischenabschluss für die Berichtsperiode 1. Jänner 2007 bis 30. Juni 2007.

Wien, 16. August 2007

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Vorsitzender

Gerhard Roiss Vorsitzender-Stellvertreter

Werner Auli David Davies Helmut Langanger

Weitere Informationen

Wirtschaftliches Umfeld: Ölpreise und Wechselkurse

Die Weltrohölnachfrage stieg geringfügig um 0,8 Mio bbl/d bzw. 0,9% auf 85,0 Mio bbl/d in 1-6/07. Etwa ein Drittel des Anstieges von 1 Mio bbl/d in Nicht-OECD-Ländern ist auf den starken Anstieg in China (+4,9%) zurückzuführen. Ein Rückgang der Nachfrage in diesem Zeitraum wurde innerhalb der OECD-Länder in Europa (0,5 Mio bbl/d), OECD-Pazifik (0,2 Mio bbl/d) und GUS (0,1 Mio bbl/d) verzeichnet. Allerdings stieg die Nachfrage in allen anderen OECD-Ländern an, in manchen Fällen sogar deutlich. Das Niveau der Weltrohölproduktion erreichte 85,0 Mio bbl/d. Die OPEC-Produktion, deckt mit 35,1 Mio bbl/d rund 41% des Weltmarktes ab (ein Anstieg auf Grund des neuen Mitgliedsstaates Angola). Deutliche Produktionsänderungen innerhalb der OPEC gab es in Saudi-Arabien, welches Rückgänge von 0,8 Mio bbl/d aufwies.

Der Brent-Rohölpreis stieg kontinuierlich auf USD 73,51/bbl bis Ende Juni 2007. Relativ hohe Rohöllagerbestände wirkten kaum preisdämpfend, da Engpässe bei der Raffinerieverarbeitung und die Nachfragedynamik auf das Rohölpreisniveau durchschlugen. Faktoren wie die Einschränkung der OPEC-Förderung, Verstaatlichungsmaßnahmen und das Ausbleiben entspannender Signale aus wichtigen Ölförderländern wie Iran, Irak und Nigeria führten zu verstärkten Handelsaktivitäten und Rohölpreisanstiegen am Spotmarkt. Der Durchschnittspreis des Brent-Rohöls von USD 68,75/bbl war leicht unter dem Niveau von Q2/06 (USD 69,59/bbl). Die Preise auf dem Rotterdamer Produktenmarkt (auf EUR-Basis) lagen um 9–11%, der Preis für Heizöl Schwer sogar um 18% unter jenen der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der durchschnittliche Urals Preis lag in Q2/07 1% über dem Niveau des Q2/06 bei EUR 65.30/bbl.

In Q2/07 blieb der US-Dollar schwach, der durchschnittliche Wechselkurs zum EUR war mit 1,348 um 7% niedriger als in Q2/06. Der Rumänische Leu (RON) stieg um 7% gegenüber dem EUR was einen Durchschnittskurs von 3,274 für EUR 1 in Q2/07 bedeutete.

Q1/07 Q2/07 Q2/06 U% 1-6/07 1-6/06 U% 2006
57,76 68,75 69,59 -1 Durchschnittl. Brent-Preis in USD/bbl 63,21 65,60 -4 65,14
54,26 65,30 64,84 1 Durchschnittl. Urals-Preis in USD/bbl 59,74 61,52 -3 61,35
1,311 1,348 1,258 7 Durchschnittl. EUR/USD Kurs 1,329 1,230 8 1,256
3,381 3,274 3,517 -7 Durchschnittl. EUR/RON Kurs 3,331 3,541 -6 3,526
2,580 2,432 2,796 -13 Durchschnittl. USD/RON Kurs 2,507 2,882 -13 2,809
4,11 6,64 6,19 7 NWE Raffineriemarge in USD/bbl 5,38 5,60 -4 4,850
5,70 7,22 6,99 3 Med Urals Raffineriemarge in USD/bbl 6,46 5,90 9 5,410

Quelle: Reuters

OMV Aktienkursentwicklung

Die OMV Aktie zeigte in Q2/07 wiederum eine starke Performance. Der Aktienkurs erreichte einen Tiefpunkt im Quartal am 5. April bei EUR 45,60 und stieg am 25. Mai auf seinen Höchstwert von EUR 50,84. Die Performance der OMV Aktie an der Wiener Börse betrug in Q2/07 +5%. Im Vergleich dazu zeigten die internationalen Finanzmärkte

in Q2/07 ebenfalls eine solide Entwicklung: FTSE Eurotop 100 +6%, Nikkei +5% und Dow Jones +9%. Österreichische Aktien konnten sich mit dem Trend entwickeln, der ATX stieg um 5%. Der FTSE Global Energy Index (der aus den 30 größten Öl- und Gasunternehmen weltweit zusammengesetzt wird) erreichte sogar einen Anstieg um 13%.

ISIN: AT0000743059 Marktkapitalisierung per 30. Juni EUR 14.847 Mio
Wiener Börse: OMV Schlusskurs per 30. Juni EUR 49,49
Reuters: OMV.VI Jahreshöchstkurs am 25. Mai EUR 50,94
Bloomberg: OMV AV Jahrestiefstkurs am 10. Jänner EUR 39,10
ADR Level I: OMVKY Ausstehende Aktien (per 30. Juni) 298.709.534
Ausstehende Aktien (gewichtet) in Q2/07 298.709.534
ISIN: AT0000341623 3,75% OMV Anleihe (2003-2010)

Abkürzungen

bbl: Fass (159 Liter); bcf: (billion cubic feet) Milliarden Kubikfuß; boe: Fass Öläquivalent; boe/d: Fass Öläquivalent pro Tag; m³/h/km: Kubikmeter pro Stunde mal Kilometer; E&P: Exploration und Produktion; EPS: (Earnings per share) Ergebnis pro Aktie; EUR: Euro; m: Meter; Mio: Million; n.a.: (not available) Wert nicht verfügbar; n.m.: (not meaningful) Wert nicht aussagekräftig; NWE: (North-West European) Raffineriemarge für den nordwesteuropäischen Raum; R&M: Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie; RON: Rumänischer Leu; t: Tonne; USD: US Dollar

OMV Kontakte

Internet Homepage: www.omv.com

Ana-Barbara Kunčič, Investor Relations Tel. +43 (1) 40 440-21600; E-Mail: [email protected] Thomas Huemer, Presseabteilung Tel. +43 (1) 40 440-21660; E-Mail: [email protected]