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OMV AG Earnings Release 2008

Feb 25, 2009

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Earnings Release

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Bericht Jänner – Dezember und Q4 2008

Starkes Gesamtjahresergebnis 2008, Q4/08 jedoch durch ein herausforderndes Umfeld beeinträchtigt

25. Februar 2009 7:30 (MEZ)

Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% in EUR Mio 2008 2007 U%
723 -129 492 n.m. Betriebserfolg (EBIT) 2.340 2.184 7
928 301 688 -56 EBIT vor Sondereffekten 3.105 2.377 31
453 -208 318 n.m. Periodenüberschuss nach Minderheiten 1.374 1.579 -13
557 -4 408 n.m. Periodenüberschuss vor Sondereff. n. Minderheiten 1.738 1.649 5
1,52 -0,70 1,07 n.m. Ergebnis je Aktie in EUR 4,60 5,29 -13
1,86 -0,01 1,37 n.m. Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR 5,82 5,52 5
801 515 498 4 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.214 2.066 56
n.a. Dividende je Aktie in EUR 1) 1,00 1,25 -20

1) 2008: Vorschlag an die Hauptversammlung 2009

  • X Rekordjahr 2008: EBIT vor Sondereffekten +31% (EUR 3.105 Mio); Jahresüberschuss vor Sondereffekten nach Minderheiten +5% (EUR 1.738 Mio); geplante Dividende: EUR 1,00/Aktie, 22% Ausschüttungsgrad
  • X Q4/08 von ungünstigem Ölpreisumfeld beeinflusst: EBIT vor Sondereffekten fällt um 56% auf EUR 301 Mio; ohne negative Lagereffekte im Raffineriegeschäft von EUR 484 Mio betrug das EBIT vor Sondereffekten EUR 786 Mio; Periodenüberschuss vor Sondereffekten nach Minderheiten betrug EUR -4 Mio auf Grund eines Verlusts von EUR -66 Mio von assoziierten Unternehmen beeinflusst durch Fremdwährungsverluste bei Petrol Ofisi und reduzierte Marktnachfrage bei Borealis
  • X Konservative Finanzstrategie: Mit einem Verschuldungsgrad von 37% bleibt OMV in einer starken Position um den Herausforderungen des aktuellen operativen Umfelds entgegenzutreten

Wolfgang Ruttenstorfer, OMV Generaldirektor:

"Trotz des deutlich schwächeren Geschäftsumfelds und der hohen negativen Lagereffekte lieferten wir erneut solide Ergebnisse in Q4/08. Durch die erfolgreiche Umsetzung der OMV Wachstumsstrategie über die letzten Jahre verfügen wir über starke und profitabel integrierte Geschäfte. Wir sind bereit, einem deutlich mehr herausfordernden Umfeld zu begegnen. Die Restrukturierung und Optimierung der westlichen Raffinerien sind abgeschlossen und die Entwicklung mehrerer Öl- und Gasfelder wird zu einem Produktionswachstum in 2009 führen. Wir sind auf dem Weg unsere ersten Strom-Projekte zu realisieren und verfolgen weiterhin das Nabucco Pipeline Projekt mit dem Ziel, zusätzliche Gaslieferungen für Europa sicherzustellen. Die Vorteile der Modernisierung von Petrom werden mehr und mehr erkennbar. Mit dem fortlaufenden Effizienzund Kostenkontrollprogramm werden wir weiterhin sicherstellen, dass unser Unternehmen in einem herausfordernden Wirtschaftsklima wettbewerbsfähig bleibt. Unsere solide Finanzstruktur und unsere konservative Finanzpolitik ermöglichen es uns, Herausforderungen gut zu bewältigen und Vorteile aus den Möglichkeiten des schwachen Marktumfelds zu ziehen."

Inhalt

  • 2| Lagebericht 2| Ergebnisse auf einen Blick
  • (ungeprüft) 3| Bedeutende Ereignisse 3| Ausblick 4| Auf einen Blick
  • 5| Geschäftsbereiche 5| Exploration und Produktion
  • 8| Raffinerien und Marketing 10| Gas und Power
  • 12| Konzernabschluss und Konzernanhang (ungeprüft)
  • 13| Gewinn- und Verlustrechnung
  • 15| Bilanz, Investitionen und Gearing
  • 17| Cashflow
  • 18| Entwicklung d. Konzerneigenkapitals
  • 19| Primäre Segmentberichterstattung
  • 20| Ergänzende Angaben
  • 21| Erklärung des Vorstands 22| Weitere Informationen

Ergebnisse auf einen Blick

Viertes Quartal 2008 (Q4/08)

In Q4/08 beeinträchtigte der starke Ölpreisrückgang die Ergebnisse. Der durchschnittliche Brent-Preis ging verglichen zu Q4/07 um 37% zurück, der Rückgang innerhalb des Quartals brachte auch hohe negative Lagereffekte in den Raffinerien mit sich. Das Konzern-EBIT von EUR -129 Mio lag deutlich unter jenem von Q4/07. Auf Grund eines hohen Nettosonderaufwands lag der EBIT-Beitrag von Petrom nur bei EUR -372 Mio. Das Finanzergebnis lag deutlich unter dem Niveau von Q4/07, da Borealis und Petrol Ofisi negative Beiträge lieferten. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten lag bei EUR -208 Mio verglichen zu EUR 318 Mio in Q4/07. Das EBIT vor Sondereffekten fiel um 56% auf EUR 301 Mio nach Abzug von Netto-Sonderaufwendungen von EUR 431 Mio – vor allem für bei Petrom gebuchte Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. Der Beitrag von Petrom zum EBIT vor Sondereffekten lag bei EUR -2 Mio. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten betrug EUR -4 Mio; das bereinigte Ergebnis je Aktie nach Minderheiten lag bei EUR -0,01. Per Ende Dezember lag die Nettoverschuldung des Konzerns bei EUR 3.448 Mio und der Verschuldungsgrad bei 36,8%.

Im Bereich Exploration und Produktion (E&P) fiel das EBIT vor Sondereffekten verglichen zu Q4/07 um 43% auf EUR 371 Mio, da die Ölpreise dramatisch zurückgingen, was nur teilweise durch positive Währungseffekte kompensiert werden konnte. Die Öl- und Gasproduktion des Konzerns lag mit 318.000 boe/d 2% unter dem Niveau von Q4/07.

Im Bereich Raffinerien und Marketing (R&M) lag das EBIT vor Sondereffekten bei EUR -127 Mio verglichen zu EUR -9 Mio in Q4/07. Der Rückgang des Ölpreises führte zu negativen Lagereffekten von EUR 484 Mio im Raffineriegeschäft. Das Petrochemie-Geschäft profitierte von noch immer hohen Margen. Der Beitrag des Marketing-Geschäfts verbesserte sich dank hoher Mengen und eines starken Non-Oil-Geschäfts deutlich.

Im Bereich Gas und Power (G&P) stieg das EBIT vor Sondereffekten um 4% auf EUR 83 Mio, dank guter Ergebnisse des Bereichs Gas Supply, Marketing und Trading.

Jänner – Dezember 2008

In 2008 lag der durchschnittliche Brent-Preis in USD um 34% über dem Niveau von 2007. Der Konzern erzielte in Summe ein starkes Gesamtergebnis, wobei EBIT und Periodenüberschuss vor Sondereffekten das Vorjahrsniveau deutlich übertrafen. Das Konzern-EBIT von EUR 2.340 Mio stieg um 7% gegenüber 2007. Der EBIT-Beitrag von Petrom lag bei EUR 328 Mio, was einen Rückgang um 44% verglichen zu 2007 bedeutete. Das Finanzergebnis ging vor allem auf Grund des niedrigeren At-Equity-Ergebnisses von Borealis und Petrol Ofisi und eines höheren Nettozinsaufwands zurück. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten von EUR 1.374 Mio lag 13% unter dem des Vorjahrs. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 31% auf EUR 3.105 Mio nach Abzug eines Netto-Sonderaufwands vor allem für Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, das Arpechim Impairment und Personalrestrukturierungskosten. Das EBIT vor Sondereffekten von Petrom lag somit bei EUR 980 Mio, 38% höher als in 2007. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten betrug EUR 1.738 Mio und das bereinigte Ergebnis je Aktie nach Minderheiten lag bei EUR 5,82, 5% über 2007.

In E&P stieg das EBIT vor Sondereffekten trotz leicht niedrigerer Produktionsmengen und einer nachteiligen Wechselkursentwicklung im Wesentlichen auf Grund des im Vergleich zu 2007 höheren Preisniveaus um 32%. Die Öl- und Gasproduktion des Konzerns lag mit 317.000 boe/d um 1% unter 2007.

In R&M lag das EBIT vor Sondereffekten vor allem dank Ergebnisverbesserungen in Marketing sowie Petrochemie West und trotz eines negativen Lagereffekts im Raffineriegeschäft von etwa EUR 300 Mio um 35% über dem Niveau von 2007.

In G&P stieg das EBIT vor Sondereffekten um 9%. Der Anstieg wurde hauptsächlich durch den starken Beitrag des Logistikgeschäfts getragen, welches von einer erhöhten Speicherauslastung und höherer vermarkteter Transportmengen, wie auch von der Konsolidierung der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft mbH profitierte.

Bedeutende Ereignisse in Q4/08

Am 1. Oktober bestätigte die kroatische Regierung Krk als Standort für das Adria LNG Projekt. Das Investitionsvolumen wird auf EUR 800 Mio geschätzt.

Am 15. Oktober meldete die International Petroleum Investment Company (IPIC) aus Abu Dhabi eine Erhöhung des von ihr gehaltenen Anteils an OMV Aktien von bisher 17,6% auf 19,2%. Dadurch hält das ÖIAG/IPIC Konsortium nun einen Anteil von 50,7%.

Am 23. Oktober gab OMV bekannt, bei ihrer Explorationsbohrung Sourour-1 im Block Jenein Sud in Südtunesien erneut auf Gaskondensat und Gas gestoßen zu sein.

Am 5. November gab OMV bekannt, sich gemeinsam mit Gazprom, Wiener Börse AG und Centrex Europe Energy &

Ausblick 2009

Wir erwarten für 2009, dass die wichtigsten Marktparameter (Ölpreis, Raffineriemargen und EUR-USD-Kurs) weiterhin eine sehr hohe Volatilität aufweisen. Trotz des starken Rohöl-Preisrückgangs – von einem Rekordhoch von USD 144/bbl für Brent im Juli 2008 auf rund USD 40/bbl Anfang 2009 – erwarten wir in H1/09 einen auf dem Niveau des Jahresanfang stabilisierenden Rohölpreis. In H2/09 erwarten wir einen leicht steigenden Rohölpreis. Der absolute Preisunterschied, zwischen den Urals- und Brent-Notierungen sollte sich im Vergleich zu den Durchschnittswerten des Vorjahrs verringern.

Wir erwarten, bei hoher Volatilität, einen durchschnittlich schwächeren EUR versus USD im Vergleich zu den Durchschnittswerten des Vorjahrs. Basierend auf der aktuellen Schwäche einiger CEE Währungen erwarten wir, bei hoher Volatilität, eine Abwertung des durchschnittlichen RON gegenüber dem USD und dem EUR im Vergleich zu 2008.

Die prognostizierte wirtschaftliche Abkühlung wird voraussichtlich zu niedrigeren Wachstumsraten in den für die OMV relevanten Märkten führen. Wir erwarten schwächere Raffineriemargen als 2008 und eine rückläufige Nachfrage und geringere Margen im Petrochemiegeschäft. Weiters erwarten wir leicht reduzierte Verkaufsmengen und einen Rückgang der Margen im Marketinggeschäft.

OMV als integrierter Öl- und Gaskonzern besitzt, durch den niedrigen Verschuldungsgrad, genügend Finanzkraft, um auch wirtschaftlich schwierige Perioden zu überbrücken. Mit starken operativen Cashflows und einer soliden Finanzierungsstruktur ist OMV für die Herausforderungen und Chancen, die sich durch die gegenwärtige Wirtschaftslage ergeben, gut gerüstet. Die geplanten Investitionen des Konzerns werden analysiert und gereiht, um sie auf ein Niveau zu kürzen, welches das aktuelle herausfordernde Umfeld widerspiegelt.

Gas AG auf eine Kooperation betreffend die Weiterentwicklung des Central European Gas Hub (CEGH) in eine führende mitteleuropäische Hub Plattform und der Errichtung einer mitteleuropäischen Gasbörse geeinigt zu haben.

Am 13. November hielt OMV einen Capital Markets Day in London ab, bei dem der Vorstand ein Update zur Konzernstrategie gab.

Im Dezember gründeten OMV und RWE die "Caspian Energy Company Ltd" mit dem Ziel der Untersuchung und Entwicklung einer Pipeline-Anbindung für Gas aus der Kaspischen Region in die Türkei und nach Europa.

Um negative Auswirkungen fallender Ölpreise auf den Cashflow des Konzerns zu begrenzen, verwendet OMV derivative Instrumente zur Ergebnisabsicherung im Geschäftsbereich E&P für eine Menge von 65.000 bbl/d für 2009. OMV hat zu diesem Zweck Put-Spreads abgeschlossen. Sollten die Ölpreise unter USD 65/bbl fallen, werden aus diesen Transaktionen USD 15/bbl realisiert. Von USD 65/bbl bis USD 80/bbl sichert der Hedge USD 80/bbl. Durch den gleichzeitigen Verkauf von Call-Optionen konnte eine Zero-Cost-Struktur ohne Prämienzahlung erreicht werden. Sollten die Ölpreise in 2009 über USD 110/bbl steigen, könnte OMV für das oben genannte Volumen von dieser Preissteigerung nicht profitieren. Diese 2008 erworbenen derivativen Instrumente werden großteils als hedgeaccounting-fähig klassifiziert, daher kann ein Gutteil ihrer Hedging-Effekte 2009 ergebniswirksam dargestellt werden. Um den Cashflow des Konzerns und das Konzern-Ergebnis vor den potenziellen Auswirkungen der EUR-USD-Volatilität zu schützen, wurden derivative Instrumente eingesetzt um eine USD-Überdeckung in der Höhe von rund USD 1 Mrd zu sichern. Basierend auf diesen eingesetzten derivativen Instrumenten haben ausschließlich EUR-USD-Bewegungen innerhalb des Preisbandes 1,32 zu 1,15 Ergebnis-Relevanz.

In E&P wird für 2009 dank neuer Felder eine Produktionssteigerung erwartet. Die neu erschlossenen Ölfelder Maari/Neuseeland und Komsomolskoe/Kasachstan sollen in H1/09 in Produktion gehen. Die österreichischen Gasfelder Strasshof und Ebenthal, welche in Q3/08 zu produzieren begannen, bzw. die Bohrungen im Gasfeld Mamu und die Entwicklung des Ölfeldes Delta in Rumänien werden auch positiv zur Produktion beitragen. Andererseits werden sich die OPEC-Quoten, im Vergleich zu 2008, negativ auf die zu erwartenden Mengen aus Libyen auswirken. Der weiteren Eingliederung und Restrukturierung der rumänischen Ölservicefirma Petromservice, welche im Februar 2008 übernommen wurde, wird ein großer Stellenwert eingeräumt.

Die erfolgreich abgeschlossene Modernisierung der Bohrsonden, die Effizienzsteigerung der Produktionsprozesse und Anpassungen in der Organisationsstruktur sollten 2009 einen positiven Einfluss auf die Produktionskosten von Petrom haben. Durch eine strenge Kostenkontrolle und Projektpriorisierung innerhalb von E&P soll dem volatilen ökonomischen Umfeld Rechnung getragen werden.

Im Geschäftsbereich R&M ist in Q1/09 in Schwechat die Inbetriebnahme des thermischen Crackers geplant, wodurch die Verarbeitung schwererer Rohöle ermöglicht und die Produktausbeute verbessert wird. 2009 sind keine größeren Stillstände geplant. In 2009 wird der Bau der EPS C2-Pipeline fortgesetzt und die Inbetriebnahme ist für 2010 geplant. Die EPS wird den Petrochemiestandort Bayern stärken. In Petrom wird die Restrukturierung der Raffinerien wie kommuniziert fortgesetzt werden. Die Investitionen im Marketing werden sich auf Optimierung und Effizienzsteigerung konzentrieren.

Im Geschäftsbereich G&P wird ein Schwerpunkt auf der Entwicklung der Salesaktivitäten durch die Erhöhung der Marktpenetration und steigender Handelsaktivitäten an europäischen Gas Hubs liegen. In Rumänien wird auch 2009 vor allem auf Grund niedrigerer Nachfrage der Düngemittelbranche ein leicht rückläufiger Gasverbrauch erwartet. Um die Position des Gasgeschäfts von OMV am europäischen Markt weiter zu stärken, wird die Diversifikation der langfristigen Liefermengen (via Pipeline oder LNG) angestrebt. Für das Nabucco Projekt ist für 2009 ein Open Season Prozess geplant, der zum Abschluss von ersten verbindlichen Transportverträgen führen soll. Wesentliche Meilensteine für das Gate LNG Terminal in Rotterdam sind die Errichtung der LNG Tanks und des Fundaments für die Anlandeeinrichtung. Für das Adria LNG Projekt in Kroatien ist die Vergabe der Risikoanalyse, der Umweltverträglichkeitsprüfung und der technischen Konzeption und Detailplanung geplant. Der Ausbau der WAG Pipeline wird fortgesetzt und wird ab 2011 die Transportkapazität erhöhen. Der Bau des Gaskraftwerks Petrobrazi in Rumänien verläuft plangemäß.

Auf einen Blick

Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% in EUR Mio 2008 2007 U%
6.852 5.771 5.728 1 Umsatz 1) 25.543 20.042 27
752 128 563 -77 EBIT E&P 2.311 1.933 20
-63 -286 -119 140 EBIT R&M -105 84 n.m.
60 70 77 -10 EBIT G&P 245 244 0
-26 -41 -29 41 EBIT Konzernbereich & Sonstiges -111 -77 44
723 -129 492 n.m. EBIT 2.340 2.184 7
755 371 648 -43 EBIT vor Sondereffekten E&P 2) 2.618 1.978 32
133 -127 -9 n.m. EBIT vor Sondereffekten R&M 2) 302 224 35
60 83 79 4 EBIT vor Sondereffekten G&P 2) 274 250 9
-21 -25 -30 -17 EBIT vor Sondereffekten Konzernbereich und
Sonstiges 2)
-89 -76 17
928 301 688 -56 EBIT vor Sondereffekten 2) 3.105 2.377 31
774 -282 514 n.m. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.309 2.412 -4
546 -365 354 n.m. Periodenüberschuss 1.529 1.843 -17
453 -208 318 n.m. Periodenüberschuss nach Minderheiten 1.374 1.579 -13
557 -4 408 n.m. Periodenüberschuss vor Sondereffekten nach
Minderheiten 2)
1.738 1.649 5
1,52 -0,70 1,07 n.m. Ergebnis je Aktie (EPS) in EUR 4,60 5,29 -13
1,86 -0,01 1,37 n.m. EPS vor Sondereffekten in EUR 2) 5,82 5,52 5
801 515 498 4 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.214 2.066 56
2,68 1,72 1,67 3 Cashflow je Aktie (CFPS) in EUR 10,76 6,92 55
2.844 3.448 2.453 41 Nettoverschuldung 3.448 2.453 41
26 37 24 55 Verschuldungsgrad in % 37 24 55
1.062 906 1.087 -17 Investitionen 3.547 4.118 -14
n.a. Dividende je Aktie 3) 1,00 1,25 -20
n.a. ROfA (%) 23 25 -10
n.a. ROACE (%) 12 16 -24
n.a. ROE (%) 16 19 -18
41.652 41.282 33.665 23 OMV Mitarbeiteranzahl 41.282 33.665 23
35.878 35.588 28.233 26 davon Petrom Gruppe 35.588 28.233 26

1) Umsätze exklusive Mineralölsteuer

2) Bereinigt um einmalige Sondereffekte

3) 2008: Vorschlag an die Hauptversammlung 2009

Exploration und Produktion (E&P)

Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% in EUR Mio 2008 2007 U%
1.439 1.065 1.292 -18 Umsatz 5.089 4.247 20
752 128 563 -77 EBIT 2.311 1.933 20
-3 -244 -86 184 Sondereffekte -307 -45 584
755 371 648 -43 EBIT vor Sondereffekten 2.618 1.978 32
Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% Operative Kennzahlen 2008 2007 U%
29,1 29,2 29,8 -2 Gesamtproduktion in Mio boe 115,9 117,2 -1
316.000 318.000 323.000 -2 Gesamtproduktion in boe/d 317.000 321.000 -1
15,3 15,6 15,4 1 Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl 60,9 59,8 2
77,5 76,8 80,4 -4 Erdgasproduktion in bcf 308,0 321,6 -4
115,09 55,48 88,45 -37 Durchschnittl. Brent-Preis in USD/bbl 97,26 72,39 34
107,42 56,54 81,90 -31 Durchschnittlich realisierter Rohölpreis in USD/bbl 89,74 66,27 35
133,45 132,57 157,35 -16 Explorationsausgaben in EUR Mio 406,01 331,29 23
96,11 128,32 113,03 14 Explorationsaufwand in EUR Mio 333,97 221,20 51
15,66 13,33 14,21 -6 Produktionskosten in USD/boe 14,29 13,19 8

Davon Petrom Gruppe (oben inkludiert)

Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% in EUR Mio 2008 2007 U%
368 -102 185 n.m. EBIT 821 806 2
-1 -232 -77 203 Sondereffekte -298 -21 n.m.
369 130 262 -50 EBIT vor Sondereffekten 1.119 826 35
Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% Operative Kennzahlen 2008 2007 U%
193.000 192.000 195.000 -2 Gesamtproduktion in boe/d 194.000 197.000 -1
8,7 8,7 8,6 1 Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl 34,4 34,0 1
1,4 1,4 1,4 -4 Erdgasproduktion in Mrd m3 1) 5,6 5,8 -3
113,55 54,65 85,90 -36 Durchschnittl. Urals-Preis in USD/bbl 94,76 69,38 37
103,41 45,75 77,74 -41 Durchschnittlich realisierter Rohölpreis in USD/bbl 83,01 62,43 33
Regulierter Inlandsgaspreis für Produzenten in
207,88 170,75 197,42 -14 USD/1.000 m³ 195,59 183,98 6
19,42 17,40 18,39 -5 Produktionskosten in USD/boe 18,27 17,03 7

1) Werte in Mrd m³ berichtet, da rumänische Gaspreise auf 1.000 m³ basieren

Viertes Quartal 2008 (Q4/08)

  • X Das sich drastisch ändernde Ölpreisumfeld belastete das Ergebnis in Q4/08; ein starker USD konnte diesen Effekt teilweise kompensieren
  • X Produktionsmengen annähernd auf dem Niveau von Q4/07, zusätzliche Mengen aus Österreich, Kasachstan, Jemen und Libyen konnten den Rückgang der Produktionsmengen in Großbritannien, Pakistan und Rumänien beinahe kompensieren
  • X OPEX in USD/boe auf Grund des starken USD niedriger als in Q4/07, teilweise jedoch durch Kostenanstieg bei Petrom belastet
  • X Reservenersatzrate vor allem auf Grund zusätzlicher Reserven in Rumänien von 38% in 2007 auf 91% in 2008 gestiegen

Trotz des starken USD fiel der Bereichsumsatz im Vergleich zu Q4/07, hauptsächlich auf Grund des Abschwungs des

Ölpreisumfelds, signifikant ab. Der Rohölpreis Brent in USD fiel um 37% und der durchschnittlich realisierte Rohölpreis

des Konzerns sank um 31% auf USD 56,54/bbl. Die Notierung für Urals, Referenzölpreis für Rumänien, nahm um 36% ab. Der durchschnittlich im Konzern erzielte Gaspreis in EUR war gegenüber Q4/07 stabil. In Q4/08 trug Petrom, wie mit der rumänischen Regierung vereinbart, RON 22 Mio (EUR 6 Mio) zum eingerichteten Gasfonds bei.

Das EBIT fiel im Vergleich zu Q4/07 um 77% durch die schwache Preissituation und um 2% geringere Produktionsmengen. Höhere Mengen aus Libyen, Österreich, Jemen und Kasachstan konnten die niedrigeren Mengen in Rumänien, Pakistan und Großbritannien beinahe kompensieren. Negative Faktoren waren der deutlich niedrigere Ölpreis, durch das schlechte Wetter verursachte Standbygebühren in Neuseeland, Abschreibungen im Iran und Russland sowie Restrukturierungsaufwand und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bei Petrom. Positive Faktoren waren der vorteilhafte Effekt eines stärkeren USD und ein positives Hedging-Ergebnis von EUR 44 Mio. Der starke USD wirkte sich positiv auf die Umsätze in EUR aus. Auch der verglichen zu Q4/07 schwächere RON (vs. EUR) hatte einen positiven Effekt auf die in RON gebuchten, aber in EUR ausgewiesenen Kosten. Hingegen wirkte sich die Abschwächung des RON negativ auf die rumänischen Gaspreise in EUR aus, da diese in RON festgesetzt werden. In Q4/08 wurden EUR 244 Mio an Sondereffekten gebucht. Aus diesem Grund war die Reduktion des EBIT vor Sondereffekten um 43% gegenüber Q4/07 geringer als die Reduktion des berichteten EBIT.

Die Produktionskosten (OPEX) exkl. Lizenzgebühren in USD/boe fielen im Vergleich zu Q4/07 um 6%. Die OPEX/boe von Petrom verringerten sich um 5%. Negative Mengeneffekte und hohe Kosten bei Petrom, resultierend aus der allgemeinen Kosteninflation der Branche und höheren Beratungs- und Personalkosten, konnten durch positive Effekte des starken USD und schwachen RON mehr als kompensiert werden. Die Explorationsausgaben sanken im Vergleich zu Q4/07 um 16% und betrugen EUR 133 Mio. Ausschlaggebend waren geringere Explorationskosten im Irak, in Russland, Neuseeland, Norwegen und Österreich.

Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas ging im Vergleich zu Q4/07 um 2% auf 318.000 boe/d zurück. Die Erdöl- und NGL-Produktion lag leicht über jener von Q4/07. Die größeren Mengen aus den Feldern Habban/Jemen und

Tasbulat/Kasachstan und Libyen konnten die Mindermengen in Folge des Verkaufs des Ölfelds Dunlin und operativer Schwierigkeiten bei Schiehallion (Großbritannien) kompensieren. In Rumänien wurde im Zuge des soeben abgeschlossenen Modernisierungsprogramms für Ölsonden zur Reduzierung von Wartungsstillständen in Summe 5.049 Ölsonden seit Beginn des Programms in 2007 fertiggestellt. Die Erdgasproduktion sank im Vergleich zu Q4/07 um 4%. Die Gasproduktion in Rumänien wurde durch den hohen Druck in den lokalen Gasleitungen, der den Zugang zum System erschwert (im Versorgungssystem von Petrom herrscht ein niedrigerer Druck) sowie niedrigeren Gasverbrauch in Rumänien, negativ beeinflusst. Der natürliche Produktionsabfall in Pakistan wirkte sich ebenfalls negativ auf die Gasfördermenge aus. Dies konnte nur zum Teil durch den Produktionsstart der Felder Strasshof (erste Phase) und Ebenthal in Österreich in Q3/08 kompensiert werden. Die Gesamtverkaufsmenge lag, größtenteils in Folge einer Verschiebung eines Liftings in Österreich auf Q1/09, 7% unter Q4/07.

Verglichen zu Q3/08 sank das EBIT deutlich durch den Einbruch der Ölpreise (Brent und Urals fielen um 52%, die realisierten Preise um 47%) und höhere Explorationsaufwendungen, trotz des positiven Effekts des starken USD, schwachen RON und eines positiven Hedging-Ergebnisses. Petrom profitierte vom niedrigen RON gegenüber dem EUR (geringere Kosten in EUR). Das Ergebnis wurde jedoch im Gegenzug durch gesunkene Gaspreise beeinträchtigt. Die Verkaufsmengen waren durch eine saisonalbedingt höhere Gasnachfrage in Österreich größer. Während die Ölproduktion durch höhere Mengen in Libyen und Jemen (stabile Mengen in Rumänien) anstieg, verringerten sich die Gasmengen leicht. Grund dafür waren die niedrigeren Mengen aus Rumänien (wegen des Drucks in den Pipelines), Pakistan (natürlicher Produktionsabfall) und Neuseeland (saisonaler Rückgang), die durch höhere Mengen in Österreich (Strasshof, Ebenthal) und Großbritannien (Wiederaufnahme der Produktion in Schiehallion nach einem Wartungsstillstand in Q3/08) nicht ausgeglichen werden konnten. Das EBIT vor Sondereffekten nahm in Q4/08 gegenüber Q3/08, unter Berücksichtigung der Nettosonderaufwendungen, welche aus Rückstellungen für Rechstreitigkeiten in Rumänien, Restrukturierungsrückstellungen und Abschreibungen im Iran und in Russland resultieren, um 51% ab.

Jänner – Dezember 2008

Der Bereichsumsatz stieg wegen höherer Preisniveaus, die teilweise durch einen schwachen USD geschmälert wurden, signifikant an. Während der Brent-Preis verglichen zu 2007 um 34% stieg, erhöhte sich der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns um 35% auf USD 89,74/bbl. Der durchschnittlich erzielte Gaspreis stieg um 10% und spiegelt die allgemeinen Gaspreiserhöhungen wider. Die Steigerung des regulierten rumänischen Gaspreises für Produzenten in 2008 wirkt sich nicht auf den Umsatz aus, da diese Mehreinnahmen dem Gasfonds zugeführt werden.

Das EBIT stieg im Vergleich zu 2007, trotz leicht niedriger Produktionsmengen und negativer Wechselkursauswirkungen, vor allem auf Grund wesentlich höherer Preise, um 20%. Das EBIT beinhaltet EUR 307 Mio an Nettosonderaufwendungen, vor allem aus Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien, Abschreibungen im Iran

und in Russland und Personalrestrukturierungskosten. Das EBIT vor Sondereffekten lag um 32% über 2007.

Die Produktionskosten (OPEX) exkl. Lizenzgebühren in USD/boe stiegen im Vergleich zu 2007 um 8%. Petrom's OPEX/boe erhöhten sich durch die allgemeine Kosteninflation, welche teilweise durch positive Fremdwährungseffekte des leicht schwächeren RON gegenüber USD kompensiert wurde, um 7%. Die Explorationsausgaben lagen 23% über 2007, vor allem durch die Steigerung der Aktivitäten von Petrom, in Österreich und in Nordafrika.

Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas sank um 1%. Die Erdöl- und NGL-Produktion lag vor allem auf Grund höherer Produktionsmengen in Libyen, Jemen, Tunesien und Kasachstan, die die Ausfälle in Großbritannien mehr als kompensieren konnten, um 1% über 2007. Die Erdgasproduktion sank um 4%. Die Gasproduktionsmengen von Petrom wurden durch Wartungsarbeiten an Bohrungen, Wassereintritt sowie technische Schwierigkeiten auf Grund des Leitungsdrucks belastet. Zusätzlich gab es negative Effekte auf die Gasproduktion durch den Produktionsstopp der rumänischen Düngemittelindustrie in H2/08.

Per 31. Dezember 2008 betrugen die sicheren Öl- und Gasreserven 1.206 Mio boe (davon Petrom: 872 Mio boe), die sicheren und wahrscheinlichen Öl- und Gasreserven beliefen sich auf 2.032 Mio boe (davon Petrom: 1.399 Mio boe). Aus diesem Grund stieg die weltweite auf einem 3- Jahres-Durchschnitt basierende Reservenersatzrate auf 55% (2007: 46%). Für das Einzeljahr 2008 stieg diese Rate auf 91% (2007: 38%).

Raffinerien und Marketing (R&M)

Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% in EUR Mio 2008 2007 U%
5.867 4.265 4.548 -6 Umsatz 20.883 16.312 28
-63 -286 -119 140 EBIT -105 84 n.m.
40 122 -17 n.m. davon Petrochemie West 168 63 166
-196 -159 -110 45 Sondereffekte -408 -140 191
133 -127 -9 n.m. EBIT vor Sondereffekten 302 224 35
Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% Operative Kennzahlen 2008 2007 U%
6,24 7,25 4,34 67 OMV Referenz-Raffineriemarge in USD/bbl 6,14 5,15 19
6,41 5,53 5,55 0 Raffinerieeinsatz in Mio t 23,76 23,22 2
86 86 80 7 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 86 85 1
5,81 5,72 5,39 6 Raffinerie-Verkaufsmenge gesamt in Mio t 22,64 21,42 6
0,55 0,46 0,37 23 davon Petrochemie in Mio t 2,13 1,97 8
4,84 4,67 4,31 8 Verkaufsmengen Marketing in Mio t 18,45 17,09 8
2.524 2.528 2.538 0 Tankstellenanzahl 2.528 2.538 0
Davon Petrom Gruppe (oben inkludiert)
Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% in EUR Mio 2008 2007 U%
-185 -273 -125 118 EBIT -488 -274 78
-160 -125 -85 46 Sondereffekte -326 -101 222
-25 -148 -40 270 EBIT vor Sondereffekten -162 -173 -6
Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% Operative Kennzahlen 2008 2007 U%
0,01 3,95 1,61 146 OMV Referenz-Raffineriemarge Ost in USD/bbl 1,43 3,56 -60
1,61 1,55 1,42 9 Gesamte Verarbeitungsmenge in Mio t 6,12 5,92 3
80 77 71 9 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 77 74 3
1,50 1,49 1,41 6 Raffinerie-Verkaufsmenge in Mio t 5,72 5,33 7
0,06 0,03 0,09 -64 davon Petrochemie in Mio t 0,27 0,36 -25
1,48 1,54 1,27 22 Verkaufsmengen Marketing in Mio t 5,64 4,65 21

Raffinerien West: Schwechat (Österreich), Burghausen und Bayernoil (Deutschland) Raffinerien Ost: Petrobrazi und Arpechim (Rumänien)

Viertes Quartal 2008 (Q4/08)

X Die OMV Referenz-Raffineriemarge profitierte stark von hohen Mitteldestillat-Spreads und niedrigeren Kosten für den Eigenenergieverbrauch

809 819 807 1 Tankstellenanzahl 819 807 1

  • X Fallende Rohölpreise führten zu negativen Lagereffekten im Raffineriegeschäft in Höhe von EUR 484 Mio
  • X Das Petrochemie-Geschäft West war dank hoher Margen in Folge fallender Naphtha-Preise in Kombination mit quartalsweise im Vorhinein fixierten Verkaufspreisen stark
  • X Marketingergebnis profitierte von höheren Mengen bei Petrom und einem in Summe guten Margenumfeld

Niedrigere Preisniveaus führten trotz höherer Verkaufsmengen zu einem um 6% niedrigeren R&M-Bereichsumsatz verglichen zu Q4/07. Das EBIT vor Sondereffekten lag vor allem auf Grund substanzieller negativer Lagereffekte von EUR 484 Mio in Folge des Ölpreisrückgangs deutlich unter dem Niveau von Q4/07. In Q4/08 führten vor allem die Rückstellungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten in Rumänien und Abschreibungen von Tankstellen in Kroatien und Bosnien zu einem Nettosonderaufwand. In Summe ergab sich somit ein negatives EBIT von EUR -286 Mio.

Das Raffinerie-EBIT vor Sondereffekten sank im Vergleich zu Q4/07 deutlich. Eine hohe Raffineriemarge sowie eine vergleichweise stärkere Entwicklung lokaler Marktpreise in Österreich und Deutschland für die meisten Produkte im Vergleich zu Rotterdam konnten die starke Belastung eines fallenden Ölpreises, der zu negativen Lagereffekten von EUR 484 Mio (verglichen zu positiven Lagereffekten in Q4/07) führte, nicht wettmachen. Die OMV Referenz-Raffineriemarge von USD 7,25/bbl wurde von hohen Spreads für Mitteldestillate und Heizöl Schwer getrieben,

war jedoch durch niedrigere Benzin- und Naphtha-Spreads leicht beeinträchtigt. Die OMV Referenz-Raffineriemarge Ost profitierte besonders vom starken Ölpreisrückgang, da sie einen hohen Anteil für Eigenenergieverbrauch in ihrer Berechnung beinhaltet, was die Marge sensibler auf Ölpreisschwankungen reagieren lässt.

Die gesamte Kapazitätsauslastung lag mit 86% deutlich über dem Niveau von Q4/07. In Q4/07 war die Kapazitätsauslastung durch einen 6-wöchigen Stillstand der Raffinerie Burghausen zwecks Erhöhung der Petrochemiekapazitäten beeinträchtigt. Die Kapazitätsauslastung der Raffinerien Ost lag bei 77% und somit höher als in Q4/07, welches von niedrigen Exportmengen und einem Stillstand von Petrobrazi geprägt war. Die Raffinerie-Verkaufsmengen stiegen um 6% vs. Q4/07.

Das Petrochemie-Ergebnis West (exklusive Petrom) lag vor allem dank 52% höherer Petrochemie-Verkaufsmengen West (exklusive Petrom) als Folge des in Q4/07 abgeschlossenen Kapazitätsausbaus in Burghausen und verbesserter Petrochemie-Margen deutlich über dem Niveau von Q4/07. Trotz eines sich abschwächenden Umfelds lagen die Margen noch auf hohem Niveau, da sie von fallenden Naphtha-Preisen in Kombination mit quartalsweise im Vorhinein fixierten Verkaufspreisen für Ethylen und Propylen profitierten.

Das Marketingergebnis lag vor allem dank höherer Commercialmargen und eines 7%igen Anstiegs des Beitrags des Non-Oil-Geschäfts deutlich über dem Niveau von Q4/07. Die Margen wurden durch ein verbessertes Heizölgeschäft unterstützt, welches in Q4/07 besonders schwach war. Die Marketingmengen stiegen im Vergleich zu Q4/07 um 8%. Ein effizientes Tankstellenmanagement führte zu deutlich höheren Verkaufsmengen, besonders bei den Petrom Tankstellen. Per 31. Dezember 2008 lag die Tankstellenanzahl des Konzerns fast unverändert auf dem Niveau von Ende Dezember 2007. Im Rahmen des strategischen Ausbaus des Non-Oil-Geschäfts, wurde die Anzahl der VIVA Shops von 981 per Ende Q4/07 auf 1.031 per Ende Q4/08 erhöht.

Verglichen zu Q3/08, gab es einen deutlichen Rückgang beim EBIT vor Sondereffekten, da das Raffineriegeschäft deutlich höhere negative Lagereffekte verzeichnete als noch in Q3/08, was nicht durch höhere Raffineriemargen und verbesserte Ergebnisse der Petrochemie West und Marketing kompensiert werden konnte. Die OMV Referenz-Raffineriemarge wurde durch den Ölpreisrückgang, der die Kosten für den Eigenenergieverbrauch reduzierte, unterstützt. Im Petrochemiegeschäft fielen die Mengen auf Grund des Nachfragerückgangs, während die Margen exzellent waren. Dies führte zu einem Petrochemie-Ergebnis West, das deutlich über dem Niveau von Q3/08 lag. Das Marketinggeschäft wurde durch einen deutlich stärkeren Petrom Beitrag als in Q3/08 unterstützt.

Jänner – Dezember 2008

Der R&M-Bereichsumsatz stieg auf Grund höherer durchschnittlicher Preisniveaus und Mengen um 28%.

Trotz deutlicher Verbesserungen im Marketing-Geschäft und in der Petrochemie West fiel das EBIT verglichen zu 2007 deutlich, was vor allem einen hohen Nettosonderaufwand sowie negative Lagereffekte von etwa EUR 300 Mio widerspiegelt. Trotz dieser Lagereffekte stieg das EBIT vor Sondereffekten verglichen zu 2007 um 35% und exkludiert vor allem die oben erwähnten Sonderaufwendungen sowie weitere gebuchte Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten sowie die Abschreibung der Fuels-Raffinerie Arpechim, die in Q3/08 gebucht wurde.

Das Raffinerie-Ergebnis vor Sondereffekten fiel verglichen zu 2007 deutlich. Negative Lagereffekte konnten durch den 19%igen Anstieg der OMV Referenz-Raffineriemarge und höhere Verkaufsmengen nicht kompensiert werden. Die OMV Referenz-Raffineriemarge Ost, welche einen hohen Anteil für Eigenenergieverbrauch in der Berechnung berücksichtigt, zeigte auf Jahressicht in Folge des hohen Ölpreisniveaus in 1-9/08 einen Rückgang.

Die gesamte Kapazitätsauslastung stieg leicht auf 86%. Die Raffinerie-Verkaufsmengen stiegen um 6%.

Das Petrochemie-Ergebnis West (exklusive Petrom) stieg verglichen zu 2007 um 166%, und spiegelte vor allem das starke Q4/08 Ergebnis wider, das von hohen Margen profitierte. Die Petrochemie-Verkaufsmengen West (exklusive Petrom) stiegen verglichen zu 2007 vor allem auf Grund der Kapazitätserhöhung in Burghausen um 15%.

Das Marketingergebnis lag deutlich über dem Niveau von 2007. Die Margen im Tankstellengeschäft verbesserten sich leicht und jene im Commercialgeschäft erholten sich vor allem bei Diesel und Heizöl vom niedrigen Niveau in 2007. Sowohl die Tankstellen- als auch die Commercialmengen zeigten bei Petrom und den restlichen Märkten von OMV einen positiven Trend. Weiters trug das Non-Oil-Geschäft stark zum Marketingergebnis bei.

Gas und Power (G&P)

Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% in EUR Mio 2008 2007 U%
703 1.299 1.045 24 Umsatz 3.798 3.096 23
60 70 77 -10 EBIT 245 244 0
-1 -13 -2 512 Sondereffekte -29 -7 329
60 83 79 4 EBIT vor Sondereffekten 274 250 9
Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% Operative Kennzahlen 2008 2007 U%
2,21 3,94 4,27 -8 Verkaufsmengen Erdgas in Mrd m3 12,77 13,07 -2
734.860 892.546 829.339 8 Durchschnittlich verkaufte Speicherkapazität m3
/h
802.760 771.286 4

Davon Petrom Gruppe (oben inkludiert)

Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% in EUR Mio 2008 2007 U%
14 13 14 -9 EBIT 30 49 -39
0 -13 -1 n.m. Sondereffekte -28 -6 368
13 26 16 63 EBIT vor Sondereffekten 58 55 5
Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% Operative Kennzahlen 2008 2007 U%
480 540 315 71 Importpreis in USD/1.000 m³ 440 293 50
Regulierter Erdgaspreis für Produzenten in
208 171 197 -14 USD/1.000 m³ 196 184 6
1,05 1,32 1,42 -7 Verkaufsmengen Erdgas in Mrd m3 5,02 5,26 -4

Viertes Quartal 2008 (Q4/08)

  • X Stärkeres Ergebnis im Gas Supply, Marketing und Trading Geschäft trotz niedrigerer Verkaufsmengen im Vergleich zum Vorjahr
  • X Starker Beitrag aus dem Transport und Speichergeschäft

X Das Ergebnis der Düngemittelanlage Doljchim war durch niedrige Nachfrage negativ beeinflusst

Das EBIT verschlechterte sich auf Grund des negativen Ergebnisbeitrags von Doljchim gegenüber Q4/07 um 10% (in Q4/07 wurde Doljchim in E&P berichtet). Dieser Effekt konnte durch das bessere Logistikergebnis nicht vollständig kompensiert werden. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 4%, da die Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten in Petrom ausgenommen wurde.

Trotz des herausfordernden Marktumfelds, erzielte das Gas Supply, Marketing und Trading Geschäft leicht höhere Ergebnisse als in Q4/07 und leistete einen wesentlichen Beitrag zum G&P-Gesamtergebnis. Die Verkaufsmengen gingen im Vergleich zu Q4/07 in Folge wärmerer Temperaturen zu Beginn von Q4/08 zurück. In Rumänien hatte die vorübergehende Stilllegung von Düngemittelanlagen einen zusätzlichen negativen Einfluss auf die Verkaufsmengen, während die Speicheroptimierung und die niedrigere Importquote zu einem verbesserten Ergebnis führten.

Die Verkaufsmengen von EconGas gingen im Vergleich zu Q4/07 um 7% zurück. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die warmen Temperaturen in Q4/08 zurückzuführen, die über Q4/07 lagen und somit zu einem verzögerten Start der Heizperiode führten. Die Strategie von EconGas in Richtung Internationalisierung spiegelte sich erneut in den Ergebnissen wider: Die Verkaufsmengen außerhalb von Österreich stiegen um 15% im Vergleich zum Vorjahr. Der starke Rückgang der Ölpreise im Herbst hatte einen negativen Einfluss auf die Gaspreise und führte zu einer teilweisen Wertanpassung der Vorräte. Bei Petrom stieg der Importpreis in USD um 71% im Vergleich zu Q4/07; der für Petrom relevante durchschnittliche regulierte Erdgaspreis für Produzenten betrug in Q4/08 USD 171/1.000 m3 (RON 495/1.000 m3 ), und war somit im Vergleich zu Q4/07 auf Grund des schwächeren RON um 14% niedriger (allerdings 5% höher in RON). Die Verkaufsmengen gingen im Vergleich zu Q4/07 um 7% zurück, hauptsächlich auf Grund der Tatsache, dass der Gesamtverbrauch in Rumänien in Q4/08 um 21% gegenüber Q4/07 zurückging. Dies führte zu einer dementsprechend niedrigeren Importquote. Die niedrigere Importquote und die Speicheroptimierung unterstützten stark das Ergebnis.

Im Transportgeschäft lagen die vermarkteten Transportmengen über Vorjahrsniveau. Dies ist auf die Inbetriebnahme einer neuen Kompressorstation auf der TAG Pipeline

und den Ausbau der WAG zurückzuführen. Das Speicherergebnis profitierte von einer robusten Nachfrage, die im Vergleich zum Vorjahr zu höheren gebuchten Ausspeicherraten sowie Speichervolumina führte.

Doljchim, die Düngemittelanlage von Petrom, die seit Q1/08 als Teil des G&P-Bereichs berichtet wird, wurde durch die Bildung der Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten in Q4/08 sowie durch nachfragebedingt niedrigere Verkaufsmengen im In- und Ausland negativ beeinflusst.

Im Vergleich zu Q3/08, stieg das EBIT vor Sondereffekten um 37%, hauptsächlich auf Grund der Saisonalität des Gas Supply, Marketing und Trading Geschäfts. Das EBIT wurde durch die Erhöhung der Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten in Doljchim belastet. Das Logistikgeschäft zeigte im Vergleich zu Q3/08 konstante Ergebnisse. Die Verkaufsmengen von EconGas überstiegen jene von Q3/08 um

132%, auch auf Grund des besonders stark wachsenden internationalen Geschäfts. Der durchschnittliche Deckungsbeitrag in Q4/08 lag leicht unter dem Deckungsbeitrag von Q3/08. Dennoch konnten die saisonalbedingten Mengeneffekte die negative Preisabweichung mehr als kompensieren und resultierten in einem um 142% höheren EBIT. In Rumänien stiegen die Verkaufsmengen saisonbedingt um 26% an und wirkten sich positiv auf das EBIT aus. Die leicht niedrigere Importquote führte zu besseren Deckungsbeiträgen als in Q3/08. Das Logistikgeschäft verzeichnete auf Grund einer neuen Kompressorstation auf der TAG Pipeline höhere verkaufte Transportvolumina. Das Speichergeschäft zeigte eine für die Wintermonate typische hohe Nachfrage nach Speichervolumen sowie die saisonal getriebenen hohen Ausspeicherraten. Im Vergleich zu Q3/08 war das EBIT von Doljchim auf Grund von niedriger Nachfrage sowie der Bildung der Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten in Q4/08 deutlich schwächer.

Jänner – Dezember 2008

Das EBIT blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil. Während das Logistikgeschäft von hoher Speichernachfrage, Pipelineerweiterungen und der Konsolidierung der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H. profitierte, war Gas Supply, Marketing und Trading auf Grund niedrigerer Absatzmengen und schwieriger Marktbedingungen negativ beeinflusst. Zusätzlich wurde das Ergebnis durch die Einbeziehung der Doljchim Düngemittelfabrik in G&P belastet. Das Ergebnis nach Sondereffekten stieg um 9%. Die Abweichung zum EBIT resultiert aus der Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten und der außerplanmäßigen Abschreibung im Anlagevermögen von Doljchim.

Trotz des stark volatilen Marktumfelds in 2008, erreichten die Verkaufsmengen von Gas Supply, Marketing und Trading ein annähernd ähnliches Niveau wie in 2007 (Rückgang um 2%). Obwohl die Vorjahrsbedingungen für Portfoliooptimierungen günstiger waren, blieb das internationale Geschäft auf hohem Niveau. 2008 konnte sich EconGas auf den wichtigen Handelsplätzen in Kontinentaleuropa gut positionieren und beteiligte sich an zahlreichen Tradingaktivitäten. Die konsequente Verfolgung der Wachstumsstrategie spiegelt sich in der Tatsache wider, dass mehr als ein Viertel der EconGas-Verkaufsmengen in 2008 an Kunden außerhalb von Österreich geliefert wurden; unter anderem konnte EconGas Hungária erste Verkäufe am ungarischen Markt abwickeln. Trotz eines leichten Anstiegs der Verkaufsmengen, führten weniger günstige Bedingungen für Portfoliooptimierung und der starke Rückgang der Ölpreise im Herbst sowie eine damit einhergehende teilweise Wertanpassung der Vorräte zu einem niedrigeren Ergebnis als in 2007. Das regulierte Umfeld in Rumänien und die steigenden Importpreise übten Druck auf das Ergebnis in 2008 aus, insbesondere in 1-9/08. Petrom konnte diesen Effekt durch Speicheroptimierung, eine niedrigere Importquote in

Q4/08 und eine verbesserte Kostenposition abschwächen. Die Verkaufsmengen lagen 4,5% unter dem Vorjahr, während der Gesamtgasverbrauch in Rumänien im Vergleich zu 2007 um 5,4% zurückging.

Im Logistikbereich wurde von OMV mit Beginn 2008 die Kennzahl für verkaufte Gastransportmengen bedingt durch europäische Bemühungen hinsichtlich Vereinheitlichung und Transparenz neu definiert: Auf Grund der intensiven Abhängigkeiten zwischen den Pipelines und der steigenden Bedeutung von Transporten gegen die Hauptflussrichtung, wird bei der Betrachtung der Transportmengen nunmehr auf die Mengen, die an den Netzkopplungspunkten an andere Transporteure oder Verteiler übergeben werden, abgestellt. Diese Volumina umfassen sowohl Transitmengen als auch Inlandsmengen. Die verkauften Transportmengen stiegen vor allem auf Grund der Inbetriebnahme einer neuen Kompressorstation auf der TAG Pipeline und des Ausbaus auf der WAG. Die Betreibergesellschaft der WAG Pipeline, Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H., wurde beginnend mit Q4/07 voll konsolidiert und wirkte sich somit positiv auf das Ergebnis aus. Die sehr starke Nachfrage führte im Speichergeschäft im Vergleich zu 2007 zu höheren verkauften Mengen und Speicherraten. Dies hatte eine deutliche Verbesserung des Logistikergebnisses um 38% zur Folge.

Doljchim, die Düngemittelanlage von Petrom, trug EUR 4 Mio zum EBIT vor Sondereffekten bei, während das EBIT auf Grund von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, außerplanmäßigen Abschreibungen von Anlagen, Wartungsarbeiten an der Methanolanlage in Q2/08 sowie einer niedrigeren Nachfrage in Q4/08 mit EUR -21 Mio negativ war.

Gesetzliche Grundlagen und Methoden

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008 wurde unter Beachtung aller zum Erstellungszeitpunkt verpflichtenden IFRSs, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.

Konsolidierungskreisänderungen

Folgende Änderungen im Konsolidierungskreis traten im Vergleich zum 31. Dezember 2007 ein:

Im Geschäftsbereich E&P wurden in Q1/08 die OMV (EGYPT) Exploration GmbH, Wien, sowie in Q3/08 die OMV (SLOVAKIA) Exploration GmbH, Wien, in den Konsolidierungskreis aufgenommen. In Q4/08 wurde die Liquidation der Gesellschaften OMV (Albanien) onshore Exploration GmbH in Liqu., Wien, OMV (YEMEN) Exploration GmbH, Wien, OMV (YEMEN) South Hood Exploration GmbH, Wien, OMV (SUDAN) Exploration GmbH in Liqu., Wien und OMV (SUDAN BLOCK 5B) Exploration GmbH in Liqu., Wien, abgeschlossen.

Im Geschäftsbereich R&M wurden mit 1. Jänner 2008 die restlichen 20,33% an der Wärme-Energie Vorarlberg Beratung- und Handels GmbH, Lustenau, erworben und in die OMV Wärme VertriebsgmbH verschmolzen. In Q4/08 wurde der Verkauf der Gesellschaften RAFISERV ARPECHIM SA, Pitesti, und RAFISERV PETROBRAZI SA, Brazi, abgeschlossen. Nach Erwerb von zusätzlichen 20,87% der Anteile wird die zuvor at-equity konsolidierte SOCIETATEA COMERCIALA PETROM AVIATION SA, Otopeni seit Q4/08 vollkonsolidiert. Bei Petrol Ofisi A.S., welche at-equity bilanziert wird, erfolgten bis Ende Dezember 2008 weitere Zukäufe von 2,00% auf 41,58%.

Im Geschäftsbereich G&P wurden in Q3/08 OMV Gas Ve Enerji Limited Sirketi, Istanbul, in den Konsolidierungskreis aufgenommen sowie Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, erstmals at-equity konsolidiert. In Q3/08 abgeschlossene Reorganisationsmaßnahmen umfassen den Abgang der vollkonsolidierten Ferngas Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, und der Oberösterreichischen Ferngas Aktiengesellschaft, Linz (at-equity bilanziert) sowie die Aufnahme der EGBV Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien, in den Konsolidierungskreis. Im Zuge dieser Transaktion erhöhte sich der direkt und indirekt gehaltene Anteil des Konzerns an der EconGas GmbH, Wien, und deren Tochtergesellschaften, auf 58,81%. Der at-equity bilanzierte Anteil an Cogeneration-Kraftwerke Management Oberösterreich GmbH, Linz, wurde in Q3/08 verkauft.

Q3/08 Q4/08 Q4/07 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in EUR Mio 2008 2007
6.852,44 5.770,90 5.727,89 Umsatzerlöse 25.542,60 20.042,04
-66,12 -62,78 -52,72 Direkte Vertriebskosten -238,40 -216,17
-5.574,20 -4.921,61 -4.574,75 Umsatzkosten -20.704,40 -15.953,35
1.212,11 786,51 1.100,42 Bruttoergebnis vom Umsatz 4.599,80 3.872,52
73,52 85,42 55,54 Sonstige betriebliche Erträge 278,37 211,93
-223,16 -266,13 -233,95 Vertriebsaufwendungen -881,62 -900,20
-73,32 -61,86 -91,48 Verwaltungsaufwendungen -279,17 -323,79
-96,11 -128,32 -113,03 Explorationsaufwendungen -333,97 -221,20
-2,36 -4,98 -11,50 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -13,64 -15,46
-168,05 -539,90 -214,28 Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.030,10 -439,32
722,63 -129,26 491,71 Betriebserfolg (EBIT) 2.339,66 2.184,49
80,12 -65,86 47,52 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 117,89 298,00
0,32 1,36 6,51 Dividendenerträge 91,58 53,23
-52,00 -71,92 -43,55 Zinsergebnis -213,49 -127,43
23,35 -16,76 11,81 Sonstiges Finanzergebnis -26,56 3,84
51,79 -153,19 22,28 Finanzerfolg -30,58 227,65
774,42 -282,45 513,99 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.309,08 2.412,14
-228,74 -82,11 -160,40 Steuern vom Einkommen und Ertrag -780,13 -569,34
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach
545,68 -364,56 353,59 Steuern 1.528,95 1.842,80
545,68 -364,56 353,59 Perioden-/Jahresüberschuss 1.528,95 1.842,80
453,02 -208,14 318,22 davon eigenen Gesellschaftern zustehender Gewinn 1.374,44 1.578,84
92,66 -156,42 35,38 davon anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn 154,51 263,96
1,52 -0,70 1,07 Ergebnis je Aktie in EUR 4,60 5,29
1,52 -0,70 1,06 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 4,60 5,28
– Dividende je Aktie in EUR 1) 1,00 1,25

Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)

1) 2008: Vorschlag an die Hauptversammlung 2009.

Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% in EUR Mio 2008 2007 U%
80,12 -65,86 47,52 -239 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 117,89 298,00 -60
57,37 -41,70 17,92 n.m. davon Borealis 91,00 186,06 -51
22,80 -35,10 23,95 n.m. davon Petrol Ofisi 10,26 103,94 -90
n.a. davon AMI -14,08 n.a.
4,55 n.a. davon Oberösterreichische Ferngas 5,09 12,55 -59

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Viertes Quartal 2008 (Q4/08)

Der verglichen zu Q4/07 um knapp 1% gestiegene Konzernumsatz ist vor allem auf höhere Gaspreise sowie höhere Marketing- und Petrochemie-Mengen zurückzuführen, die den rohölpreisbedingten Rückgang der Produktenpreise kompensieren konnten. R&M trug 74%, G&P 22% und E&P rund 4% zum Gesamtumsatz bei (Umsätze in E&P sind zu einem großen Teil interne Umsätze und nicht Umsätze mit Dritten).

Das Konzern-EBIT von EUR -129 Mio lag auf Grund der substanziellen Netto-Sonderaufwendungen, der rückläufigen Rohölpreise sowie der negativen Lagereffekte im Raffineriegeschäft deutlich unter Q4/07 (EUR 492 Mio). Der EBIT-Beitrag von Petrom lag ebenfalls auf Grund substanzieller Netto-Sonderaufwendungen, rückläufiger Rohölpreise sowie negativer Lagereffekte im Raffineriegeschäft mit EUR -372 Mio deutlich unter Q4/07.

Die Netto-Sonderaufwendungen in Q4/08 in der Höhe von EUR 431 Mio beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten in Rumänien (bzgl. Kollektivvertrag), Restrukturierungsaufwendungen sowie Impairments.

Das EBIT vor Sondereffekten fiel um 56% auf EUR 301 Mio; der darin enthaltene Beitrag von Petrom betrug EUR -2 Mio, was deutlich unter Q4/07 liegt.

Der Finanzerfolg lag in Q4/08 mit EUR -153 Mio deutlich unter dem Wert des Vorjahrs (Q4/07: EUR 22 Mio) und wurde durch ein substanziell niedrigeres Borealis At-Equity-Ergebnis negativ beeinflusst, das von rückläufiger Nachfrage auf Grund der weltweiten Konjunkturabkühlung und von Lagerbewertungseffekten belastet wurde. Das Petrol Ofisi At-Equity-Ergebnis wurde von der Abwertung der türkischen Lira gegenüber dem USD beeinträchtigt. Das Netto-Zinsergebnis war auf Grund des höheren Verschuldungsgrads im Vergleich zu Q4/07 deutlich schwächer.

Die laufenden Ertragsteuern des OMV Konzerns betrugen EUR 139 Mio, während in Q4/08 latente Steuererträge in Höhe von EUR 57 Mio gebucht wurden. Der effektive Konzernsteuersatz lag in Q4/08 bei -29% (Q4/07: 31%). Die inverse Konzernsteuerquote im Berichtsquartal – trotz eines negativen Ergebnisses vor Steuern war ein Steueraufwand für den gesamten Konzern anzusetzen – ergibt sich einerseits aus den negativen Ergebnisbeiträgen der At-Equity-Beteiligungen und von Petrom, welche zu keiner bzw. einer nur relativ geringen steuerlichen Entlastung führten, und andererseits aus den positiven Ergebnisbeiträgen der hoch besteuerten E&P-Gesellschaften.

Der Periodenüberschuss nach Minderheiten lag bei EUR -208 Mio vs. EUR 318 Mio in Q4/07. Minderheitenanteilen waren EUR -156 Mio zuzurechnen. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten war EUR -4 Mio (Q4/07: EUR 408 Mio), das Ergebnis je Aktie lag bei EUR -0,70, das Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten lag bei EUR -0,01 (Q4/07: EUR 1,07 bzw. EUR 1,37).

Verglichen zu Q3/08 ist der 16%ige Umsatzrückgang im Wesentlichen auf die niedrigeren Rohöl- bzw. Produktenpreise zurückzuführen, die zum Teil durch höhere Gaspreise und Verkaufsmengen kompensiert werden konnten. Das EBIT sank auf EUR -129 Mio (Q3/08: EUR 723 Mio) im Wesentlichen bedingt durch die niedrigeren Rohölpreise, die substanziell hohen Sondereffekte und die negativen Auswirkungen der Lagereffekte im Raffineriegeschäft. Das EBIT vor Sondereffekten sank um 68% verglichen zu Q3/08, auf Grund der rückläufigen Rohölpreise, der gestiegenen Explorationsaufwendungen in E&P sowie der negativen Lagereffekte im Raffineriegeschäft. Der Finanzerfolg lag in Q4/08 deutlich unter dem Wert des Vorquartals auf Grund der negativen At-Equity-Beiträge von Borealis und Petrol Ofisi. Die laufenden Ertragsteuern des OMV Konzerns betrugen EUR 139 Mio, während in Q4/08 latente Steuererträge in Höhe von EUR 57 Mio gebucht wurden. Der effektive Konzernsteuersatz lag in Q4/08 bei -29% (Q3/08: 30%). Die inverse Konzernsteuerquote im Berichtsquartal - trotz eines negativen Ergebnisses vor Steuern war ein Steueraufwand für den gesamten Konzern anzusetzen – ergibt sich einerseits aus den negativen Ergebnisbeiträgen der At-Equity-Beteiligungen und von Petrom, welche zu keiner bzw. einer nur relativ geringen steuerlichen Entlastung führen und andererseits aus den positiven Ergebnisbeiträgen der hoch besteuerten E&P-Gesellschaften. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten lag bei EUR -208 Mio deutlich unter Q3/08 (EUR 453 Mio); der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten fiel auf EUR -4 Mio (Q3/08: EUR 557 Mio).

Jänner – Dezember 2008

Die 27%ige Steigerung des Konzernumsatzes verglichen mit 2007 ist vor allem auf die rohölpreisbedingte Steigerung der Produktenpreise zurückzuführen. R&M trug 82%, G&P 14% und E&P rund 4% zum Gesamtumsatz bei (Umsätze in E&P sind zu einem großen Teil interne Umsätze und nicht Umsätze mit Dritten).

Das Konzern-EBIT von EUR 2.340 Mio lag 7% über 2007, wobei die hohen Rohölpreise die negativen Effekte des schwächeren USD sowie der substanziellen einmaligen Sonderaufwendungen überkompensieren konnten. Auf Grund hoher Netto-Sonderaufwendungen v.a. in Q4/08 lag der EBIT-Beitrag von Petrom mit EUR 328 Mio um 44% unter 2007. Die Netto-Sonderaufwendungen in der Höhe von EUR 765 Mio beziehen sich im Wesentlichen auf Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien, das Arpechim Impairment sowie auf Restrukturierungsaufwendungen in Rumänien, Deutschland und Österreich. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 31% auf EUR 3.105 Mio; der Beitrag von Petrom betrug EUR 980 Mio, 38% über 2007.

Der im Vergleich zu 2007 rückläufige Finanzerfolg von EUR -31 Mio kann im Wesentlichen auf das schwächere Borealis und Petrol Ofisi At-Equity-Ergebnis sowie auf das durch den höheren Verschuldungsgrad bedingte deutlich schwächere Zinsergebnis zurückgeführt werden. Die höheren MOL Dividendenerträge wirken teils kompensierend.

Die laufenden Ertragsteuern des OMV Konzerns betrugen EUR 837 Mio. In 2008 wurden EUR 57 Mio Steuerlatenzen ertragswirksam verbucht. Der effektive Konzernsteuersatz lag 2008 bei 34% (2007: 24%). Dieser deutliche Anstieg ist auf den geringeren Anteil an At-Equity- und niedrig besteuerten Petrom Ergebnissen in Relation zu hoch besteuerten E&P-Ergebnissen zurückzuführen. Dieser Effekt wird durch die in H2/08 wirksam gewordenen Vertragsumstellungen in Libyen verstärkt. Zusätzlich reduzierte sich in 2007 die Konzernsteuerrate auf Grund des Einmaleffekts aus der Steuersatzänderung in Deutschland.

Der Jahresüberschuss nach Minderheiten lag bei EUR 1.374 Mio, 13% unter 2007. Minderheitenanteilen waren EUR 155 Mio zuzurechnen (2007: EUR 264 Mio). Der Jahresüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten war EUR 1.738 Mio (2007: EUR 1.649 Mio). Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 4,60, das Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten bei EUR 5,82 (2007: EUR 5,29 bzw. EUR 5,52).

Konzernbilanz in EUR Mio 31. Dez. 2008 31. Dez. 2007
Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 1) 807,46 521,32
Sachanlagen 1) 10.421,49 8.928,65
Anteile an assoziierten Unternehmen 1.955,10 2.125,63
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.124,66 3.167,74
Sonstige Vermögenswerte 42,59 16,50
Langfristiges Vermögen 15.351,29 14.759,85
Latente Steuern 140,30 55,53
Vorräte 2.172,93 2.444,17
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.999,79 2.409,20
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 697,96 594,04
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 76,91 61,83
Sonstige Vermögenswerte 176,36 193,98
Kassenbestand und Bankguthaben 700,09 699,56
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 60,36 31,34
Kurzfristiges Vermögen 5.884,39 6.434,13
Summe Aktiva 21.375,98 21.249,51
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Grundkapital 300,00 300,00
Rücklagen 7.099,08 7.838,69
Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens 7.399,08 8.138,69
Anteile anderer Gesellschafter 1.964,17 2.200,83
Eigenkapital 9.363,24 10.339,52
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 931,78 923,06
Anleihen 488,12 466,99
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 2.038,21 448,81
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 1.678,79 1.555,95
Sonstige Rückstellungen 283,07 276,22
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 399,32 93,06
Sonstige Verbindlichkeiten 13,93 16,42
Langfristige Verbindlichkeiten 5.833,21 3.780,51
Latente Steuern 363,17 307,82
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2) 2.141,07 2.573,05
Anleihen
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.606,51 2.514,83
Rückstellung für laufende Ertragsteuern 85,42 85,37
Sonstige Rückstellungen 2) 552,35 391,70
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2) 415,41 317,56
Sonstige Verbindlichkeiten 2) 1.007,46 911,59
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 8,15 27,56
Kurzfristige Verbindlichkeiten 5.816,36 6.821,67
Summe Passiva 21.375,98 21.249,51

Bilanz, Investitionen und Verschuldungsgrad (ungeprüft)

1) Ab Q1/08 werden nicht sichere Mineralölvorkommen und zugehöriges Vermögen als Teil des immateriellen Anlagevermögens ausgewiesen. Vergleichswerte der Vorperioden wurden entsprechend angepasst.

2) Ab Q4/08 werden noch nicht in Rechnung gestellte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in der Position Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung dargestellt (davor: Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten); abgegrenzte Verbindlichkeiten für nicht konsumierte Urlaube werden in der Position Sonstige Verbindlichkeiten gezeigt (davor: Sonstige Rückstellungen). Vergleichswerte der Vorperioden wurden entsprechend angepasst.

Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2008

Das Investitionsvolumen ging auf EUR 3.547 Mio (2007: EUR 4.118 Mio) zurück. Gesunkenen Investitionen in den Geschäftsbereichen Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) sowie R&M stand eine gesteigerte Investitionstätigkeit in E&P sowie G&P gegenüber. Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich Kb&S wurde in 2007 von der Erhöhung des Anteils an der ungarischen Öl- und Gasgesellschaft MOL von 10% auf 20,2% bestimmt.

E&P investierte EUR 2.328 Mio (2007: EUR 1.364 Mio) vor allem in die Akquisition des Ölservice-Geschäfts von Petromservice, in die Signature-Boni, die mit der libyschen NOC für die Felder NC115, NC186 sowie Nafoora Augila vereinbart wurden, und in die Entwicklung von Feldern in Rumänien, Österreich, Großbritannien, Kasachstan und Neuseeland. Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich R&M vor allem für Investitionen in Qualitätsverbesserungsprojekte in Österreich und Rumänien sowie in den Umbzw. Neubau von Tankstellen lag bei EUR 894 Mio (2007: EUR 1.284 Mio). Der Großteil der Investitionen im Geschäftsbereich G&P, EUR 243 Mio (2007: EUR 155 Mio), stand im Zusammenhang mit Investitionen in den Bau von Kraftwerken in Brazi und Samsun, sowie in das Düngemittelwerk Doljchim und mit dem Expansionsprojekt der West-Austria Gas Pipeline (WAG). Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich Kb&S lag bei EUR 82 Mio (2007: EUR 1.316 Mio, davon entfielen EUR 1.205 Mio auf MOL).

Im Vergleich zum Jahresende 2007 stieg das Gesamtvermögen um EUR 126 Mio bzw. 0,6% auf EUR 21.376 Mio. Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus Zugängen im Sachanlagevermögen, welches von EUR 8.929 Mio zum Jahresende 2007 auf EUR 10.421 Mio zum 31. Dezember 2008 anwuchs, dem gegenüber standen Rückgänge der Vorräte um EUR 271 Mio sowie der Lieferforderungen in der Höhe von EUR 409 Mio auf Grund des gesunkenen Preisniveaus. Auch der Wert der finanziellen Vermögensgegenstände verringerte sich; auf Grund der Reduktion von Wertpapierveranlagungen sowie der durch den gefallenen Aktienkurs bedingten Wertänderung der Beteiligung an MOL, welcher erfolgsneutral gebucht wurde und daher keinen Effekt auf den Periodenüberschuss hatte.

Im Rahmen von kurzfristigen Finanzierungen ("Sale and Repurchase Agreements") wurde das Eigentum an 21,5 Millionen MOL Aktien vorübergehend übertragen. OMV bleibt allerdings die effektive wirtschaftliche Eigentümerin und weist die Anteile daher weiterhin unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und die Finanzierung unter den verzinslichen Finanzverbindlichkeiten aus.

Das Eigenkapital verringerte sich um etwa 9%, was hauptsächlich auf die Wertminderung der Beteiligung an MOL zurückzuführen ist, sowie auf erhebliche Währungsverluste aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, vorwiegend im Zusammenhang mit dem Rumänischen Leu und der Türkischen Lira. Die Eigenkapitalquote des Konzerns reduzierte sich dadurch von 49% per Ende 2007 auf 44% per Ende 2008.

Die gesamte Zahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien betrug per 31. Dezember 2008 1.252.899 Stück (31. Dezember 2007: 1.269.066 Stück).

Per 31. Dezember 2008 betrugen die kurz- und langfristigen Kreditverbindlichkeiten und Anleihen EUR 4.148 Mio (31. Dezember 2007: EUR 3.431 Mio) während sich Kassenbestand und Bankguthaben (inkl. Wertpapiere und Anteile) auf EUR 700 Mio verringerten (31. Dezember 2007: EUR 978 Mio). Die Nettoverschuldung stieg damit auf EUR 3.448 Mio verglichen zu EUR 2.453 Mio Ende 2007.

Zum 31. Dezember 2008 betrug der Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) 36,8% (31. Dezember 2007: 23,7%).

Cashflow (ungeprüft)

Q3/08 Q4/08 Q4/07 Konzern-Cashflow-Rechnung in EUR Mio 2008 2007
545,68 -364,56 353,59 Perioden-/Jahresüberschuss 1.528,95 1.842,80
459,51 357,13 305,86 Abschreibungen 1.293,08 977,46
-1,49 -0,59 -0,45 Zuschreibungen zum Anlagevermögen -6,13 -5,69
-17,47 -56,94 19,93 Latente Steuern -56,69 22,97
Gewinne (–)/Verluste (+) aus Abgängen von
-3,44 4,96 9,29 Anlagevermögen 6,56 17,43
16,85 33,63 23,78 Erhöhung (+)/Verminderung (–) Sozialkapital 42,81 -58,30
Erhöhung (+)/Verminderung (–) langfristiger
-76,06 129,08 23,39 Rückstellungen 55,74 89,10
-47,60 72,64 -18,88 Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) -137,54 -214,79
875,99 175,35 716,52 Mittelzufluss nach unbaren Posten 2.726,79 2.670,98
-245,43 648,95 -156,13 Verminderung (+)/Erhöhung (–) Vorräte 167,38 -500,17
333,97 679,26 -339,19 Verminderung (+)/Erhöhung (–) Forderungen 479,21 -755,67
-223,15 -955,43 135,33 Erhöhung (+)/Verminderung (–) Verbindlichkeiten -334,19 553,01
59,27 -32,94 141,02 Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige
Rückstellungen
175,06 98,11
800,65 515,20 497,55 Mittelzufluss aus der Betriebstätigkeit 3.214,24 2.066,25
Investitionen
-917,87 -997,14 -729,26 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -3.229,98 -2.317,82
Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle
-135,43 -134,79 -88,55 Vermögenswerte -389,25 -1.419,34
-26,28 1,20 Erwerb einbezogener Unternehmen und
Geschäftsbetriebe abzüglich liquider Mittel 1)
-355,86 -3,98
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristiger
0,18 -0,37 -0,22 Finanzinvestitionen
Veräußerungen
279,10 26,23
30,25 9,99 32,91 Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen 266,57 125,73
Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen
28,93 -3,90 -0,16 abzüglich liquider Mittel 25,03 15,76
-993,94 -1.152,49 -784,09 Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -3.404,40 -3.573,42
-10,27 822,97 4,76 Zugänge langfristiger Finanzierungen 1.708,10 23,19
-0,76 -10,99 Rückzahlung langfristiger Finanzierungen -47,89 -232,05
Rückkauf Wandelschuldverschreibung -1,12
-0,41 Rückkauf eigener Aktien -0,45 -64,86
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristiger
315,50 -163,46 96,67 Finanzierungen -905,00 1.421,34


-1,38 Dividendenzahlungen
– Kapitalzuführung inklusive Verkauf eigener Anteile
-547,09
1,31
-487,21
0,96
304,47 659,10 89,07 Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 208,98 660,25
9,82 -17,54 -28,34 Währungsdifferenz auf liquide Mittel -18,30 -17,78
121,00 4,28 -225,82 Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel 0,52 -864,70
574,81
695,81
695,81
700,09
925,38 Liquide Mittel Periodenbeginn
699,56 Liquide Mittel Periodenende
699,56
700,09
1.564,26
699,56

1) Beinhaltet EUR 328,5 Mio für den Erwerb von Vermögenswerten der Petromservice S.A. (in Q1/08 in der Position "Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen)

Erläuterungen zur Cashflow-Rechnung

Der Free Cashflow (Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit) zeigte in 2008 einen Mittelabfluss von EUR 190 Mio (2007: Mittelabfluss von EUR 1.507 Mio). Dividendenzahlungen erfolgten 2008 in Höhe von EUR 547 Mio an OMV Aktionäre und Minderheitsaktionäre (2007: EUR 487 Mio). Der Free

Cashflow abzüglich Dividendenzahlungen führte zu einem Mittelabfluss von EUR 737 Mio (2007: EUR 1.994 Mio).

Der Mittelzufluss aus dem Periodenergebnis bereinigt um unbare Positionen – wie Abschreibungen, Nettorückstellungsveränderungen, nicht zahlungswirksame Beteiligungsergebnisse und andere Positionen – betrug EUR 2.727 Mio (2007: EUR 2.671 Mio); im Net Working Capital wurden zusätzliche Mittel in Höhe von EUR 487 Mio freigesetzt (2007: Mittelbindung in Höhe von EUR 605 Mio).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Mittelabfluss von EUR 3.404 Mio, 2007: EUR 3.573 Mio) beinhaltet neben gestiegenen Zahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte verringerte Mittelabflüsse für Finanzinvestitionen und deutlich gestiegene Mittelzuflüsse hauptsächlich aus dem Abgang von Finanzinvestitionen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet neben Dividendenzahlungen auch den Anstieg langfristiger Finanzierungen sowie die Rückzahlung kurzfristiger Finanzierungen und führte zu einem Mittelzufluss in Höhe von EUR 209 Mio (2007: Mittelzufluss von EUR 660 Mio).

Entwicklung des Konzerneigenkapitals (ungeprüft)

Kapital Gewinn Sonstige Anteile Gesell Minderheiten
in EUR 1.000 Grundkapital rücklagen rücklagen Rücklagen Eigene Anteile schafter OMV anteile Gesamtkapital
1. Jänner 2008 300.000 782.385 6.318.288 751.943 -13.929 8.138.687 2.200.833 10.339.520
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (-)
aus der Bewertung von Wertpapieren:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern -1.320.054 -1.320.054 -1.307 -1.321.361
Ertragsteuern -194 -194 209 15
Realisierte, im Jahresübersch. ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) vor Ertragsteuern 19.649 19.649 19.649
Ertragsteuern -4.911 -4.911 -4.911
aus der Bewertung von Hedges
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern 81.277 81.277 32.705 113.982
Ertragsteuern -13.068 -13.068 -1.290 -14.358
Realisierte, im Jahresübersch. ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) vor Ertragsteuern 9.173 9.173 -11.028 -1.855
Ertragsteuern -2.696 -2.696 2.653 -43
Umbuchung auf Anschaffungskosten -1.029 -1.029 -721 -1.750
Ertragsteuern 258 258 180 438
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung
ausländischer Geschäftsbetriebe und Sonstiges -519.103 -519.103 -198.303 -717.405
Realisierte, im Periodenübersch. ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) -8.149 -8.149 -7.830 -15.979
Erfolgsneutrale Eigenkapitaländerung von at
equity konsolidierten Unternehmen 26.576 26.576 26.576
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (-) nach Ertragsteuern -1.732.271 -1.732.271 -184.731 -1.917.002
Jahresüberschuss 1.374.436 1.374.436 154.513 1.528.949
Gesamtergebnis der Periode 1.374.436 -1.732.271 -357.835 -30.218 -388.053
Dividendenausschüttung -373.453 -373.453 -173.635 -547.088
Rückkauf eigener Anteile -446 -446 -446
Verkauf eigener Anteile 930 378 1.308 1.308
Effekte aus stufenweisem
Geschäftszusammenschluss 1.330 1.330 4.746 6.076
Erhöhung (+)/Verminderung (-)
Minderheitenanteile -10.516 -10.516 -37.558 -48.074
31. Dezember 2008 300.000 783.315 7.310.086 -980.328 -13.997 7.399.076 1.964.168 9.363.243
Kapital Gewinn Sonstige Anteile Gesell Minderheiten
in EUR 1.000 Grundkapital rücklagen rücklagen Rücklagen Eigene Anteile schafter OMV anteile Gesamtkapital
1. Jänner 2007 300.003 795.298 5.042.902 854.989 -14.141 6.979.051 2.197.209 9.176.260
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (-)
aus der Bewertung von Wertpapieren:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern -13.995 -13.995 -4.541 -18.536
Ertragsteuern 2.577 2.577 727 3.304
Realisierte, im Jahresübersch. ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) vor Ertragsteuern 1.587 1.587 1.680 3.267
Ertragsteuern -241 -241 -270 -510
aus der Bewertung von Hedges:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern 17.927 17.927 18.322 36.249
Ertragsteuern -6.610 -6.610 -4.677 -11.287
Realisierte, im Jahresübersch. ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) vor Ertragsteuern 2.670 2.670 8.351 11.021
Ertragsteuern 491 491 -1.489 -998
Umbuchung auf Anschaffungskosten -9.204 -9.204 6.131 -3.073
Ertragsteuern 4.901 4.901 -981 3.920
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung
ausländischer Geschäftsbetriebe -103.523 -103.523 -123.552 -227.075
Erfolgsneutrale Eigenkapitaländerung von at
equity konsolidierten Unternehmen 374 374 374
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (-) nach Ertragsteuern -103.046 -103.046 -100.299 -203.345
Jahresüberschuss 1.578.836 1.578.836 263.959 1.842.796
Gesamtergebnis der Periode 1.578.836 -103.046 1.475.790 163.660 1.639.450
Dividendenausschüttung -311.940 -311.940 -175.265 -487.205
Rückkauf eigener Anteile -64.861 -64.861 -64.861
Rückkauf Wandelschuldverschreibungen -255 -255 -255
Verkauf eigener Anteile 711 247 958 958
Wandlung von Wandelschuldverschreibungen -13.366 64.727 51.361 51.361
Tilgung von Wandelschuldverschreibungen -6 -6 -6
Kapitalherabsetzung -3 3 -99 99 0 0
Effekte aus stufenweisem
Geschäftszusammenschluss 8.231 8.231 15.587 23.818
Erhöhung (+)/Verminderung (-)
Minderheitenanteile 358 358 -358 0
31. Dezember 2007 300.000 782.385 6.318.288 751.943 -13.929 8.138.687 2.200.833 10.339.520

Gezahlte Dividenden

In der Hauptversammlung am 14. Mai 2008 wurde die Ausschüttung einer Dividende von EUR 1,25 je Aktie beschlossen, um 19% höher als im Vorjahr (EUR 1,05 je Aktie). Dies führte zu einer Dividendenzahlung von EUR 373 Mio an die Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft, im Vergleich zu EUR 312 Mio im Vorjahr. In 2008 erfolgten Dividendenzahlungen an Minderheitsaktionäre in Höhe von EUR 174 Mio, wovon EUR 149 Mio auf die Minderheitsgesellschafter von Petrom entfielen. Für 2008 wird eine Dividende von EUR 1,00 pro Aktie der am 13. Mai 2009 stattfindenden Hauptversammlung vorgeschlagen werden. Dies bedeutet einen 20%igen Rückgang verglichen zu jener für 2007 und ist mit der Erhaltung unserer konservativen Finanzstruktur in dem deutlich herausfordernderen Umfeld, das wir zur Zeit haben, konsistent.

Primäre Segmentberichterstattung

Umsatz 1)

Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% in EUR Mio 2008 2007 U%
1.439 1.065 1.292 -18 Exploration und Produktion 5.089 4.247 20
5.867 4.265 4.548 -6 Raffinerien und Marketing 20.883 16.312 28
703 1.299 1.045 24 Gas und Power 3.798 3.096 23
107 104 56 86 Konzernbereich und Sonstiges 368 261 41
8.116 6.732 6.941 -3 Zwischensumme 30.138 23.916 26
-1.264 -961 -1.213 -21 abzüglich Innenumsatz -4.596 -3.874 19
6.852 5.771 5.728 1 OMV Konzern 25.543 20.042 27

1) Konsolidierungsbuchungen wurden den jeweiligen Geschäftsbereichen zugeordnet.

EBIT 1)

Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% in EUR Mio 2008 2007 U%
752 128 563 -77 Exploration und Produktion 2.311 1.933 20
-63 -286 -119 140 Raffinerien und Marketing -105 84 n.m.
60 70 77 -10 Gas und Power 245 244 0
-26 -41 -29 41 Konzernbereich und Sonstiges -111 -77 44
723 -129 492 n.m. EBIT 2.340 2.184 7
-206 -431 -196 n.m. Sondereffekte -765 -192 n.m.
-44 -68 -58 17 davon: Personal und Restrukturierung -125 -79 57
-168 -72 -65 11 Außerplanmäßige Abschreibungen -250 -86 191
8 3 4 -23 Anlagenverkäufe 31 26 21
-1 -232 -63 268 Rückst. f. Rechtsstreitigkeiten (Petrom) -358 -63 468
0 -61 -14 336 Sonstiges -63 11 -673
928 301 688 -56 EBIT vor Sondereffekten 2) 3.105 2.377 31
755 371 648 -43 davon: Exploration und Produktion 2.618 1.978 32
133 -127 -9 n.m. Raffinerien und Marketing 302 224 35
60 83 79 4 Gas und Power 274 250 9
-21 -25 -30 -17 Konzernbereich und Sonstiges -89 -76 17

1) Konsolidierungsbuchungen wurden den jeweiligen Geschäftsbereichen zugeordnet.

2) Sondereffekte werden dem EBIT hinzugerechnet bzw. abgezogen. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den einzelnen Bereichen.

EBITD 1)

Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% in EUR Mio 2008 2007 U%
935 340 720 -53 Exploration und Produktion 2.964 2.458 21
195 -161 9 n.m. Raffinerien und Marketing 453 474 -4
67 77 85 -9 Gas und Power 281 269 5
-14 -28 -17 60 Konzernbereich und Sonstiges -65 -39 66
1.182 228 797 -71 OMV Konzern 3.633 3.161 15

1) Konsolidierungsbuchungen wurden den jeweiligen Geschäftsbereichen zugeordnet.

Ergänzende Angaben

Wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Mit den assoziierten Unternehmen Borealis AG und Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH bestehen laufende Geschäftsbeziehungen in Form von Güterlieferungen und Dienstleistungen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Diesbezüglich wird auf die Erläuterungen im Abschnitt Ausblick des Lageberichts verwiesen.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte vorläufige und ungeprüfte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Lagebericht des Konzerns den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Lagebericht des Konzerns die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wien, 25. Februar 2009

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Vorsitzender

Gerhard Roiss Vorsitzender-Stellvertreter

Werner Auli David C. Davies Helmut Langanger

Weitere Informationen

Wirtschaftliches Umfeld: Ölpreise und Wechselkurse

Die Rohölnachfrage sank 2008 leicht um 0,2% auf 85,8 Mio bbl/d. Dafür war vor allem die um 3,4% rückläufige Nachfrage der Industrieländer verantwortlich. In den Nicht-OECD-Ländern stieg der Verbrauch hingegen um 3,7% weiter an. Das Niveau der weltweiten Ölproduktion stieg um knapp 1 Mio bbl/d auf 86,6 Mio bbl/d. Durch den Produktionsüberhang gegenüber der weltweite Nachfrage kam es zur Erhöhung der Reserven. Die OPEC erhöhte ihren Marktanteil auf 42,8% und förderte 32,1 Mio bbl/d Rohöl und 5,0 Mio bbl/d NGL. Die Rohölproduktion der OECD sank um 2,6% und erstmals seit 1996 war auch die Produktion Russlands rückläufig. Der Hauptteil der Produktionssteigerung entfiel auf die Länder Saudi-Arabien, Irak und Angola.

Im Jahresdurchschnitt war Brent-Rohöl mit USD 97,26/bbl um 34% teurer als im Vorjahr. Bis Mitte Juli 2008 war der Rohölpreis auf Rekordkurs: Nach dem erstmaligen Überschreiten der USD 100 Marke im März erreichte er am 3. Juli mit USD 144,22/bbl das Allzeithoch. Dieser Entwicklung folgte ab Mitte Juli ein drastischer Preisverfall. Bis Ende Dezember 2008 sank die Tagesnotierung von Brent-Rohöl auf USD 36,55/bbl – ein Preisniveau, das zuletzt im Juli 2004 erzielt wurde. In der ersten Jahreshälfte führten die Erwartung eines ungebremsten Nachfrageanstiegs in den preisregulierten Schwellenländern und der Streit um das iranische Nuklearprogramm zu Ölpreisen auf Rekordniveau. Ab Sommer veränderte sich die Marktstimmung grundlegend und die massive Verschlechterung der Konjunkturaussichten und die pessimistischen Annahmen über die Ölnachfrage fanden ihren Niederschlag im Ölpreis. Produktionskürzungen der OPEC konnten den Preisverfall nicht stoppen. Der Durchschnittspreis für Urals lag 2008 bei USD 94,76/bbl, um 37% über 2007.

Der USD-Schwäche in H1/08 folgte eine Trendwende. Der durchschnittliche EUR-USD-Wechselkurs lag bei 1,471 (1,371 in 2007); der USD verlor 7% an Wert. Der rumänische Leu (RON) verlor gegenüber dem EUR an Stärke, und lag im Schnitt bei 3,683/EUR, 10% unter 2007.

Q3/08 Q4/08 Q4/07 U% 2008 2007 U%
115,09 55,48 88,45 -37 Durchschnittl. Brent-Preis in USD/bbl 97,26 72,39 34
113,55 54,65 85,90 -36 Durchschnittl. Urals-Preis in USD/bbl 94,76 69,38 37
1,504 1,317 1,449 -9 Durchschnittl. EUR-USD-Kurs 1,471 1,371 7
3,576 3,818 3,454 11 Durchschnittl. EUR-RON-Kurs 3,683 3,335 10
2,378 2,899 2,381 22 Durchschnittl. USD-RON-Kurs 2,520 2,436 3
10,54 8,82 5,25 68 NWE Raffineriemarge in USD/bbl 8,23 4,88 69
6,59 5,59 4,60 22 Med Urals Raffineriemarge in USD/bbl 5,54 5,32 4

Quelle: Reuters

OMV Aktienkursentwicklung

Nach einer schwachen Kursperformance in Q3/08, entwickelte sich die OMV Aktie in Q4/08 – belastet durch die internationale Finanzkrise sowie einen rückläufigen Ölpreis – wiederum schwächer. Nachdem sie zu Quartalsbeginn am 1. Oktober auch ihr Quartalshoch von EUR 30,00 erreicht hatte, lag der Kurs mit EUR 16,70 am 21. November auf seinem Tiefstand und beendete das Quartal am 31. Dezember bei EUR 18,72. In Summe bedeutete das einen

Rückgang des Kurses in Q4/08 um 36%. Die internationalen Finanzmärkte zeigten ein ähnliches Bild mit einer deutlich schwächeren Performance von FTSEurofirst 100 (-20%), des Dow Jones (-20%) und des Nikkei (-22%). Der österreichische Leitindex ATX verlor in Q4/08 37% an Wert. Der FTSE Global Energy Index (bestehend aus den weltweit größten Öl- und Gasunternehmen) fiel um 21%.

ISIN: AT0000743059 Marktkapitalisierung per 31. Dezember EUR 5.593 Mio
Wiener Börse: OMV Schlusskurs per 31. Dezember EUR 18,72
Reuters: OMV.VI Jahreshöchstkurs am 8. Jänner EUR 57,80
Bloomberg: OMV AV Jahrestiefstkurs am 21. November EUR 16,70
ADR Level I: OMVKY Ausstehende Aktien (per 31. Dezember) 298.747.101
Ausstehende Aktien (gewichtet) in Q4/08 298.756.677
ISIN: AT0000341623 3,75% OMV Anleihe (2003-2010)

Abkürzungen

bbl: Fass (159 Liter); bcf: (billion cubic feet) Milliarden Kubikfuß; boe: Fass Öläquivalent; boe/d: Fass Öläquivalent pro Tag; E&P: Exploration und Produktion; EPS: (Earnings per share) Ergebnis pro Aktie; EUR: Euro; G&P: Gas und Power; Kb&S: Konzernbereich und Sonstiges; LNG: (Liquefied Natural Gas) verflüssigtes Erdgas; m: Meter; Mio: Million; n.a.: (not available) Wert nicht verfügbar; n.m.: (not meaningful) Wert nicht aussagekräftig; NGL: Natural Gas Liquids; NWE: (North-West European) Raffineriemarge für den nordwesteuropäischen Raum; R&M: Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie; RON: Rumänischer Leu; t: Tonne; USD: US Dollar

OMV Kontakte

Homepage: www.omv.com

Ana-Barbara Kunčič, Investor Relations Tel. +43 (1) 40 440-21600; E-Mail: [email protected] Thomas Huemer, Presseabteilung Tel. +43 (1) 40 440-21660; E-Mail: [email protected]