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OMV AG Earnings Release 2007

Feb 26, 2008

751_rns_2008-02-26_6703575b-e97f-4a42-9175-025995030068.pdf

Earnings Release

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Bericht Jänner – Dezember und Q4 2007

26. Februar 2008 7:30 (MEZ)

Ein weiteres Jahr mit exzellentem Ergebnis dank starker Beiträge aus allen Geschäftsbereichen

Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% in EUR Mio 2007 2006 U%
619 492 394 25 Betriebserfolg (EBIT) 2.184 2.061 6
625 688 561 23 EBIT vor Sondereffekten 2.377 2.257 5
517 318 295 8 Periodenüberschuss nach Minderheiten 1.579 1.383 14
Periodenüberschuss vor Sondereffekten nach
489 408 411 -1 Minderheiten 1.649 1.521 8
1,73 1,07 0,99 8 Ergebnis je Aktie in EUR 5,29 4,64 14
1,64 1,37 1,38 -1 Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR 5,52 5,10 8
443 498 295 69 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.066 2.027 2
n.a. Dividende je Aktie in EUR 1)
1,25P
P
1,05 19

1) PVorschlag an die Hauptversammlung in 2008

  • X Rekordergebnis in 2007: EBIT vor Sondereffekten bei EUR 2.377 Mio (+5%); Jahresüberschuss vor Sondereffekten nach Minderheiten bei EUR 1.649 Mio (+8%); Dividende von EUR 1,25 (+19%) geplant
  • X Gegenüber Q4/06 stieg das EBIT vor Sondereffekten in Q4/07 um 23% auf EUR 688 Mio, der Petrom Beitrag lag bei EUR 237 Mio (+23%); Periodenüberschuss vor Sondereffekten nach Minderheiten auf Grund einer besonders hohen Steuerrate von 31% bei EUR 408 Mio um 1% unter Q4/06; Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten bei EUR 1,37, 1% unter Q4/06; Ergebnis je Aktie um 8% auf EUR 1,07 gestiegen
  • X Für 2008 erwarten wir wieder ein robustes Ergebnis gestützt durch neue Feldentwicklungen in E&P, Verbesserungen durch die Optimierung in R&M, die weitere Expansion des internationalen Gasgeschäfts wie auch des Logistikgeschäfts und durch die fortgesetzte Modernisierung von Petrom

Wolfgang Ruttenstorfer, OMV Generaldirektor

"2007 verzeichneten wir dank starker Beiträge aller Bereiche, erneut ein Rekordergebnis. Der Petrom Restrukturierungsprozess schreitet voran: Wir haben im Laufe von 2007 die Produktionsmengen in Rumänien stabilisiert und sind zuversichtlich, dass wir von den Modernisierungsmaßnahmen 2008 noch mehr profitieren werden. Zudem steigern der Ausbau der Petrochemie in Burghausen und das Restrukturierungsprojekt bei Bayernoil den Wert des R&M-Bereichs. Im Gasgeschäft konnten wir von höheren Mengen im Transport- und Speichergeschäft profitieren und verbesserten unser Ergebnis durch EconGas und einen gestiegenen Beitrag von Petrom. Unser Markteintritt in die Türkei war ein logischer Schritt bei der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie entlang des europäischen Wachstumsgürtels. Angesichts des laufenden Konsolidierungsprozesses in Mitteleuropa sind wir überzeugt, dass die Fusion von OMV und MOL ein Vorschlag ist, der in hohem Ausmaß Synergien schaffen könnte und die langfristige Wertsteigerung für die Aktionäre beider Unternehmen sichern würde."

Inhalt

2 Lagebericht 2 Ergebnisse auf einen Blick
(ungeprüft) 3 Bedeutende Ereignisse
  • (ungeprüft) 3| Bedeutende Ereignisse 3| Ausblick 5| Auf einen Blick
  • 6| Geschäftsbereiche 6| Exploration und Produktion 8| Raffinerien und Marketing
  • 10| Erdgas

12| Konzernabschluss und Konzernanhang (ungeprüft)

  • 13| Gewinn- und Verlustrechnung
  • 15| Bilanz, Investitionen und Gearing
  • 17| Cashflow
  • 18| Entwicklung d. Konzerneigenkapitals
  • 19| Primäre Segmentberichterstattung
  • 20| Ergänzende Angaben
  • 21| Erklärung des Vorstands 22| Weitere Informationen

OMV Q4/07|1 Mehr bewegen.

Ergebnisse auf einen Blick

Viertes Quartal 2007 (Q4/07)

In Q4/07 herrschte für OMV wieder ein günstiges Ölpreisumfeld. Der Brent-Preis stieg stetig und übertraf das Niveau des Q4/06 im Schnitt um 48%, der schwächer werdende USD belastete jedoch das Upstream-Geschäft. Raffineriemargen konnten sich nach dem schwachen Vorquartal wieder erholen und lagen ebenfalls über dem Niveau von Q4/06. Das Konzern-EBIT von EUR 492 Mio stieg um 25%. Der EBIT-Beitrag von Petrom lag bei EUR 74 Mio. Das Beteiligungsergebnis lag unter Q4/06 und reflektiert das margenbedingt geringere Borealis At-equity-Ergebnis. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten von EUR 318 Mio lag um 8% über dem Vorjahrsniveau. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 23% auf EUR 688 Mio nach Abzug eines Nettosonderaufwands vor allem aus personalbezogenen Kosten und außerplanmäßigen Abschreibungen, sowie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien. Der Beitrag von Petrom zum bereinigten EBIT stieg um 23% auf EUR 237 Mio. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten betrug EUR 408 Mio, das bereinigte Ergebnis je Aktie nach Minderheiten lag bei EUR 1,37, um 1% niedriger als in Q4/06.

Im Bereich Exploration und Produktion (E&P) stieg das EBIT vor Sondereffekten auf Grund der günstigen Ölpreisentwicklung und der hohen Verkaufsmengen trotz des negativen Einflusses des USD-Wechselkurses verglichen zu Q4/06 um 34%. Die Öl- und Gasproduktion des Konzerns lag bei 323.000 boe/d und somit um 2% unter Q4/06. Eine geringere Produktion in Rumänien und in Großbritannien konnte durch höhere Mengen in Neuseeland, im Jemen und in Österreich nicht zur Gänze kompensiert werden.

Im Bereich Raffinerien und Marketing (R&M) lag das EBIT vor Sondereffekten mit EUR -9 Mio deutlich unter dem Niveau von Q4/06 (EUR 40 Mio). Der negative Effekt der großen Raffineriestillstände in Burghausen und Petrobrazi zusammen mit schwächeren Petrochemie- und Marketingmargen konnten durch positive Lagereffekte nicht kompensiert werden. Der hohe Ölpreis hatte einen negativen Effekt auf die Kosten des Eigenenergieverbrauchs.

Im Bereich Erdgas stieg das EBIT vor Sondereffekten um 61% und profitierte vor allem vom starken Beitrag von EconGas aber auch von Petrom und dem starken Logistikgeschäft. Zusätzlich zum guten Speichergeschäft und der höheren verkauften Transportkapazität wirkte sich in Q4/07 die erstmalige Vollkonsolidierung der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H. aus.

Jänner – Dezember 2007

In 2007 lag der Brent-Preis in USD um 11% über der Vergleichsperiode des Vorjahrs. In Summe konnte der Konzern zum fünften Mal in Folge ein Rekordergebnis erreichen, wobei sowohl das EBIT als auch der Jahresüberschuss über dem Niveau von 2006 lagen. Das Konzern-EBIT von EUR 2.184 Mio lag 6% über dem Niveau von 2006; der EBIT-Beitrag von Petrom lag bei EUR 581 Mio, um 14% unter 2006. Der Anstieg des Beteiligungsergebnisses reflektiert vor allem den starken Beitrag von Borealis und die Miteinbeziehung des Anteils an Petrol Ofisi. Der Jahresüberschuss nach Minderheiten lag mit EUR 1.579 Mio um 14% über dem Vorjahrsniveau. Das EBIT vor Sondereffekten lag mit EUR 2.377 Mio 5% über dem Vorjahrsniveau – nach Abzug von Sondereraufwendungen für personalbezogene Kosten, außerplanmäßige Abschreibungen und Tankstellennetzoptimierungen, sowie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien und Sondererträgen aus Anlagenverkäufen und Rückstellungsauflösungen. Der Beitrag von Petrom zum bereinigten EBIT betrug EUR 708 Mio, um 13% unter jenem in Q4/06. Der Jahresüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten betrug EUR 1.649 Mio

und das bereinigte Ergebnis je Aktie nach Minderheiten lag bei EUR 5,52, um 8% höher als in 2006.

Im Bereich E&P lag das EBIT vor Sondereffekten auf Vorjahrsniveau, da niedrigere Mengen bei Petrom und der negative Fremdwährungseffekt durch das allgemein höhere Preisniveau und höhere Mengen in Neuseeland und Libyen ausgeglichen werden konnten. Die Öl- und Gasproduktion des Konzerns lag bei 321.000 boe/d, lediglich 1% unter dem Vorjahr.

Im Bereich R&M stieg das EBIT vor Sondereffekten um 3% und spiegelt das in Summe verbesserte Margenumfeld in Bulk sowie die in Marketing insbesondere in Rumänien erzielten Fortschritte wider.

Im Bereich Erdgas stieg das EBIT vor Sondereffekten signifikant, vor allem auf Grund der Vollkonsolidierung der EconGas (erstmalig in Q4/06 inkludiert), besserer Ergebnisse von Petrom und des deutlichen Beitrags des Logistikgeschäfts, das von einer gestiegenen Speicherauslastung, sowie höheren verkauften Transportkapazitäten profitierte.

Bedeutende Ereignisse in Q4/07

Im Oktober gründete OMV gemeinsam mit Konsortialpartnern die Gesellschaft Adria LNG d.o.o. zum Bau eines LNG-Regasifizierungsterminals auf der kroatischen Insel Krk. Der neue Regasifizierungsterminal wird anfänglich eine Kapazität von rund 10 Mrd m³ pro Jahr erreichen.

Im Bereich E&P wurde am 5. November mit der International Petroleum Investment Company (IPIC) eine Absichtserklärung unterzeichnet, mit dem Ziel, gemeinsame Upstream-Projekte im Mittleren Osten, Nordafrika und der Kaspischen Region zu verfolgen. Des Weiteren erwarb OMV am 6. November zwei Explorationslizenzen in der Region Kurdistan im Irak. Die Explorationsblöcke erstrecken sich über eine Fläche von rund 800 km².

Am 26. November unterzeichnete OMV mit Libyens National Oil Corporation (NOC) eine Vereinbarung zur Optimierung sowie Überführung bestehender Verträge in das neue EPSA IV-Vertragsmodell. Mit den geplanten Investitionen soll die Ölproduktion aus diesen Vertragsgebieten für die nächsten 30 Jahre gesichert und substanziell erhöht werden.

Am 4. Dezember veröffentlichte OMV ein Update zur Absichtserklärung für einen Zusammenschluss von OMV und MOL, welches die Haltung von OMV im Lichte der Entwicklungen seit der Absichtserklärung am 25. September 2007 aktualisiert, Reaktionen der Aktionäre beinhaltet und die weitere geplante Vorgehensweise von OMV erläutert. OMV hat, um einer Verjährung vorzubeugen, gerichtliche Schritte gegen MOL eingeleitet.

Im Dezember unterzeichneten OMV und das slowakische Öl- und Gasunternehmen NAFTA a.s. auf eine langfristige Partnerschaft ausgerichtete Verträge, mit der Zielsetzung, den slowakischen Teil des Wiener Beckens gemeinsam zu explorieren. Die Explorationslizenzen erstrecken sich über ein Gebiet von rund 1.400 km². Außerdem wurde gemeinsam mit der Abu Dhabi Oil Refining Company, Takreer, und der finnischen Neste Oil eine Absichtserklärung für die Errichtung einer Anlage zur Herstellung von schwefelfreiem Basisöl in Abu Dhabi unterzeichnet.

Im Bereich Erdgas erwarb OMV am 18. Dezember eine 5%- Beteiligung am geplanten LNG-Terminal in Rotterdam.

Ausblick 2008

Die Schwerpunkte in 2008 werden konzernweite Kosteneinsparungsprogramme sowie weiterführende Restrukturierungs- und Modernisierungsprogramme von Petrom sein. Nach den ersten sichtbaren Erfolgen des E&P-Modernisierungsprogramms von Petrom werden 2008 in Rumänien steigende Produktionsmengen erwartet. In den Petrom Raffinerien werden zwar schrittweise Verbesserungen auf Grund von laufenden Restrukturierungsinvestitionen erwartet, größere Ergebnisverbesserungen sind jedoch erst nach Abschluss der Großinvestitionen 2011 möglich.

Wir erwarten, dass die wichtigsten Marktparameter wie Erdölpreis, Raffineriemargen und USD-Wechselkurs in 2008 weiterhin eine sehr hohe Volatilität aufweisen werden. Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass der Rohölpreis und der Preisunterschied zwischen den Urals- und Brent-Rohölnotierungen in 2008, bei starken kurzfristigen Schwankungen, auf dem Niveau des Vorjahrs liegen werden. Die USD/EUR-Rate erwarten wir auf 2007 Jahresendniveau, während eine Abschwächung des RON gegenüber dem EUR und dem USD angenommen wird. Die Raffineriemargen werden 2008 etwas unter dem Niveau des Vorjahrs gesehen.

Nach leichten Produktionsrückgängen in 2007 werden steigende E&P-Mengen erwartet. Der Fokus wird vor allem auf den Feldentwicklungen in Neuseeland (Maari), Kasachstan (Komsomolskoe), im Jemen (Habban), Österreich

(Ebenthal und Strasshof) sowie Libyen (jüngste Funde) liegen. Die Modernisierung der Förderanlagen in Rumänien wird fortgesetzt, ebenso soll die Effizienz des Produktionsprozesses weiter gesteigert werden. Die höheren Öl- und Gasmengen werden im Wesentlichen von der Produktionsaufnahme der Feldentwicklungen in Neuseeland und Kasachstan im zweiten Halbjahr 2008 sowie von den Produktionssteigerungen im Jemen und in Rumänien getrieben. Eine der Kerninitiativen in 2008 wird die Integration der kürzlich akquirierten Ölservice-Aktivitäten von Petromservice sein. Petrom ist so nun in der Lage, die Modernisierung dieser Aktivitäten zur Steigerung von Qualität und Effizienz der Produktion sowie Reduktion der Produktionskosten direkt zu steuern. Die teils durch den Ölpreis getriebenen Kosteninflationstendenzen der Ölindustrie werden auch in 2008 anhalten. Die Modernisierungsprogramme bei Petrom, die konzernweiten Kostensenkungsinitiativen sowie die steigenden Produktionsmengen sollen die Produktionskosten je Fass positiv beeinflussen.

In 2008 ist in R&M der Abschluss der Restrukturierung des Bayernoil Raffinerieverbunds vorgesehen: Dabei wird der Raffineriestandort Neustadt im Sommer für rund einen Monat abgestellt und im Q3/08 der Standort Ingolstadt stillgelegt, wodurch sich die Raffineriekapazität von Bayernoil von 12 Mio Tonnen auf 10,5 Mio Tonnen (davon 45% OMV Anteil) reduzieren wird. Die Effizienz des Bayernoil Raffinerieverbunds wird mit der Installation des neuen

Hydro-Crackers, der eine Erhöhung des Anteils schweren Rohöls am Einsatzmix sowie des Mittel-Destillat-Anteils am Produktenausstoß ermöglicht, gesteigert.

In Schwechat können mit der Fertigstellung der Thermal-Gasoil-Anlage Ende 2008 vermehrt schwere Rohöle eingesetzt werden. Weiters wird die Absenkung des Schwefelgehalts für Heizöl extra leicht auf 10 ppm in Schwechat ermöglicht. Zum gleichen Zweck wird in Burghausen die Entschwefelungsanlage umgebaut. Um den Petrochemiestandort Burghausen langfristig zu stärken wird der Bau der Ethylen Pipeline Süd in Süddeutschland fortgeführt. Im Marketing wird eine knapp über dem Vorjahrsniveau liegende Margensituation erwartet. Vor allem in den osteuropäischen EU-Ländern ist auch mit einer weiterhin steigenden Nachfrage zu rechnen. Dadurch und auf Grund der kontinuierlichen Qualitätssteigerung des Tankstellennetzes sollten die Absatzmengen sowie der Non-Oil-Beitrag im Marketingbereich leicht ansteigen.

Im Geschäftsbereich Erdgas wird 2008 die Internationalisierung konsequent weiter umgesetzt. Der Hauptfokus wird auf der Ausweitung der Handelsaktivitäten an internationalen Handelsplätzen sowie auf dem Endkundengeschäft liegen. Der Eintritt in neue Handelsmärkte innerhalb des europäischen Wachstumsgürtels wird evaluiert. Diese Entwicklung wird unterstützt durch die lokale Präsenz von EconGas in Österreich, Deutschland, Italien und Ungarn sowie durch das Wachstum des Gasgeschäfts von Petrom in Rumänien. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Wachstumsstrategie zu unterstützen, wird die Diversifizierung der Gasversorgung auf Basis internationaler Logistik- und LNG-Projekte vorangetrieben. Im Geschäftsfeld Logistik wird die Bedeutung Österreichs als eine der zentralen Drehscheiben in Europa durch den Ausbau der Transitleitungen, das rasante Wachstum des Central European Gashub (CEGH) und die geplanten Speicherprojekte weiter gestärkt. Die Bedeutung dieser Drehscheibe wird durch das Projekt Nabucco, welches eines der zentralen europäischen Infrastrukturprojekte geworden ist, nochmals gesteigert. Diese Pipeline verfolgt das Ziel, eine zusätzliche Erdgasversorgung Europas durch den Anschluss an den Kaspischen Raum und den Mittleren Osten sicherzustellen. Die Bewilligung der Ausnahmeregelung um die bei den nationalen Regulierungsbehörden und bei der Europäischen Kommission angesucht wurde – so diese zu den vom Konsortium geforderten Konditionen erfolgt – sowie der Open Season Prozess und daraus resultierende erste Transportverträge werden die Basis der endgültigen Investitionsentscheidung darstellen. Weiters wird die Fertigstellung der

Machbarkeitsstudien für das Adria LNG-Projekt erwartet. Gaskraftwerke sind einer der wesentlichen Wachstumstreiber für die Nachfrage nach Gas in Europa. Wir gehen davon aus, dass zusätzliche Wertsteigerung durch eine Ausweitung der Wertschöpfungskette im Geschäftsfeld Gas-Downstream ermöglicht wird. In diesem Zusammenhang werden Kraftwerksprojekte in Verbindung mit unseren Raffinerien in Rumänien und Deutschland fortgeführt bzw. evaluiert. Der Baubeginn des Gaskraftwerks Petrobrazi in Rumänien markiert einen Meilenstein in 2008. Im Zuge der verstärkten Power-Aktivitäten wird der Geschäftsbereich Erdgas in Gas und Power (G&P) umbenannt.

Der Tätigkeitsbereich und die Kosten der Petrom Konzernführungsfunktionen und Dienstleistungen wurden in 2007 analysiert, wobei das Ziel verfolgt wurde, Kosten und Komplexität zu reduzieren. Das seit 2006 bestehende interne Dienstleistungszentrum Petrom Solutions wurde in OMV Global Solutions, ein nun konzernweites Servicecenter, integriert. Die von dieser Servicegesellschaft erbrachten Leistungen werden weiterhin an die einzelnen Geschäftsfelder verrechnet. Die Kosten, die auf die reinen Konzernführungsfunktionen von Petrom entfallen, werden ab 2008 separat unter Konzernbereich und Sonstiges berichtet und werden zukünftig nicht mehr an die Geschäftsfelder verrechnet.

Auf Grund unserer herausfordernden und ambitionierten Wachstumsziele, der fortgesetzten Modernisierung der Petrom Aktivitäten und des steigende Kostenniveaus in der Ölindustrie planen wir durchschnittliche Investitionen von rund EUR 3 Mrd pro Jahr bis 2010. Alle Investitionsentscheidungen basieren auf wertorientierten Kennzahlen. Dies ist eine Voraussetzung zur Erreichung unseres Ziels, einen ROACE von 13% über einen Geschäftszyklus mit durchschnittlichen Marktindikatoren zu erreichen.

OMV, als bedeutendster Anteilseigner von MOL, ist daran interessiert, dass MOL's Aktionäre wieder die Möglichkeit erhalten, über die Zukunft des Unternehmens selbst zu entscheiden. Aus diesem Grund beabsichtigt OMV bei der Hauptversammlung von MOL am 24. April 2008 verschiedene Anträge zur Beschlussfassung vorzulegen. Diese Anträge verfolgen das Ziel, die Transparenz bezüglich der Handlungen des MOL Vorstands zu erhöhen sowie die Einhaltung international gültiger Corporate Governance Standards sicherzustellen. Die Anträge sind auf Seite 22 dieses Quartalsberichts zusammenfassend dargestellt und im Detail auf unserer Homepage www.omv.com abrufbar.

Auf einen Blick

Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% in EUR Mio 2007 2006 U%
5.139 5.728 5.156 1)
11 Umsatz P
P
20.042 18.970 6
508 563 425 32 EBIT E&P 1.933 1.908 1
81 -119 -44 170 EBIT R&M 84 121 -30
45 77 49 57 EBIT Gas 244 135 81
-15 -29 -35 -18 EBIT Konzernbereich -77 -103 -26
619 492 394 25 EBIT 2.184 2.061 6
492 648 484 2)
34 EBIT vor Sondereffekten E&P P
P
1.978 1.974 0
98 -9 40 2)
n.m. EBIT vor Sondereffekten R&MP
P
224 219 3
50 79 49 2)
61 EBIT vor Sondereffekten GasP
P
250 135 85
-15 -30 -12 2)
160 EBIT vor Sondereffekten KonzernbereichP
P
-76 -71 7
625 688 561 2)
23 EBIT vor SondereffektenP
P
2.377 2.257 5
725 514 444 16 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.412 2.156 12
608 354 321 10 Periodenüberschuss 1.843 1.658 11
517 318 295 8 Periodenüberschuss nach Minderheiten 1.579 1.383 14
489 408 411 -1 Periodenüberschuss vor Sondereffekten nach
2)
Minderheiten P
P
1.649 1.521 8
1,73 1,07 0,99 8 Ergebnis je Aktie (EPS) in EUR 5,29 4,64 14
1,64 1,37 1,38 2)
-1 EPS vor Sondereffekten in EUR P
P
5,52 5,10 8
443 498 295 69 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.066 2.027 2
1,48 1,67 0,99 68 Cashflow je Aktie (CFPS) in EUR 6,92 6,80 2
2.217 2.453 630 289 Nettoverschuldung 2.453 630 289
21 24 7 245 Verschuldungsgrad in % 24 7 245
942 1.087 587 85 Investitionen 4.118 2.518 64
n.a. Dividende je Aktie 3)
1,25P
P
1,05 19
n.a. ROfA (%)P P 25 27 -8
n.a. ROACE (%)P P 16 18 -14
n.a. ROE (%)P P 19 20 -4
35.926 33.665 40.993 -18 OVM Mitarbeiteranzahl 33.665 40.993 -18
30.472 28.233 35.813 -21 davon Petrom 28.233 35.813 -21

1)Umsätze exklusive Mineralölsteuer

2)Bereinigt um einmalige Sondereffekte

3)Vorschlag an die Hauptversammlung in 2008T

Exploration und Produktion (E&P)

Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% in EUR Mio 2007 2006 U%
1.076 1.292 983 31 Umsatz 4.247 3.968 7
508 563 425 32 EBIT 1.933 1.908 1
16 -86 -59 44 Sondereffekte -45 -66 -32
492 648 484 34 EBIT vor Sondereffekten 1.978 1.974 0
Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% Operative Kennzahlen 2007 2006 U%
29,2 29,8 30,2 -2 Gesamtproduktion in Mio boe 117,2 118,4 -1
317.000 323.000 329.000 -2 Gesamtproduktion in boe/d 321.000 324.000 -1
15,1 15,4 15,5 0 Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl 59,8 61,6 -3
79,1 80,4 82,7 -3 ErdgasproduktionP P
in bcf
321,6 317,6 1
74,75 88,45 59,60 48 Durchschnittlicher Brent-Preis in USD/bbl 72,39 65,14 11
68,04 81,90 54,28 51 Durchschnittlicher realisierter Rohölpreis in USD/bbl 66,27 58,07 14
83,37 157,35 77,74 102 Explorationsausgaben in EUR Mio 331,29 200,48 65
50,99 113,03 85,43 32 Explorationsaufwand in EUR Mio 221,20 170,91 29
13,51 14,21 11,30 26 Produktionskosten in USD/boe 13,19 11,15 18
Davon Petrom Gruppe (oben inkludiert)
Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% in EUR Mio 2007 2006 U%
232 185 196 -5 EBIT 806 972 -17
38 -77 -67 14 Sondereffekte -21 -49 -58
194 262 263 -1 EBIT vor Sondereffekten 826 1.020 -19
Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% Operative Kennzahlen 2007 2006 U%
195.000 195.000 205.000 -5 Gesamtproduktion in boe/d 197.000 204.000 -4
8,5 8,6 8,8 -2 Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl 34,0 35,6 -4
1,4 1,4 1,5 3
1)
-6 ErdgasproduktionP P
in Mrd mP
P P
P
5,8 6,0 -3
72,22 85,90 56,48 52 Durchschnittl. Urals-Preis in USD/bbl 69,38 61,35 13
64,05 77,74 51,07 52 Durchschnittlicher realisierter Rohölpreis in USD/bbl 62,43 55,51 12
Regulierter Inlandsgaspreis für Produzenten in
199,78 197,42 140,85 40 USD/1.000 m³ 183,98 122,02 51
17,57 18,39 14,23 29 Produktionskosten in USD/boe 17,03 13,87 23

1) PWerte berichtet in Mrd m³, da rumänische Gaspreise auf m³ basieren

Viertes Quartal 2007 (Q4/07)

  • X Starke Ergebnisse getrieben durch das positive Ölpreisumfeld und starke Liftingaktivitäten
  • X Schwacher USD beeinträchtigte die Ölumsätze und die branchenweite Kosteninflation führte zu einer weiteren Erhöhung der OPEX in USD/boe
  • X Verstärkte Explorationsaktivitäten hauptsächlich auf Grund des Starts in Norwegen

Auf Grund höherer Liftingmengen und Preise stieg der Bereichsumsatz, trotz des schwachen USD-Wechselkurses, signifikant an. Der Rohölpreis Brent stieg im Vergleich zu Q4/06 um 48% und der durchschnittlich erzielte Rohölpreis des Konzerns erhöhte sich um 51% auf USD 81,90/bbl. Ausschlaggebend für den höheren erzielten Preis waren die Zeitpunkte der Liftings und ein noch stärkerer Anstieg des

Preises für Urals (52%), dem Referenzölpreis für Rumänien. Die Differenz zwischen dem Brent-Preis und dem realisierten Rohölpreis stieg um 23% auf USD 6,5/bbl (Q4/06: USD 5,3/bbl). Der durchschnittlich im Konzern erzielte Gaspreis in EUR lag um 23% über dem des Q4/06 und spiegelt den Gaspreisanstieg in Rumänien wider. Das EBIT stieg im Vergleich zu Q4/06 um 32%. Höhere Produktionsmengen in Neuseeland, Jemen und Österreich konnten niedrigere Produktionsmengen in Rumänien sowie Großbritannien nicht kompensieren. Die positiven Effekte des besseren Marktumfelds (höhere Öl- sowie Gaspreise) konnten negative Wechselkurswirkungen sowie höhere Explorationskosten ausgleichen. Der schwache USD beeinflusste die Ölumsätze negativ, der verglichen zu Q4/06 stärkere RON wirkte sich negativ auf die in RON gebuchten aber in EUR bzw. USD ausgewiesenen Kosten aus. Das EBIT beinhaltete Sondereffekte für Maßnahmen zur Personalrestrukturierung in Österreich und Rumänien, etwa EUR 36 Mio für Rückstellungen betreffend Rechtsstreitigkeiten in Bezug auf Prämienzahlungen in Rumänien sowie EUR 22 Mio für die Abschreibung russischer Lizenzgebiete. Das EBIT vor Sondereffekten lag um 34% über dem Vorjahrswert.

Die Produktionskosten exkl. Lizenzgebühren (OPEX) in USD/boe stiegen im Vergleich zu Q4/06 um 26%. Die OPEX/boe von Petrom erhöhten sich auf Grund der ungünstigen Wechselkursentwicklung (der RON stieg im Vergleich zum USD um 12%), niedrigerer Produktionsmengen sowie höherer Wartungskosten auf Grund des kalten Winters und höherer Beratungskosten um 29%. Die Explorationsausgaben stiegen im Vergleich zu Q4/06 um 102% und betrugen EUR 157 Mio. Ausschlaggebend waren die bereits oben erwähnten Abschreibungen in Russland, verstärkte Explorationsaktivitäten in Neuseeland, Jemen, Großbritannien und Rumänien, sowie der Start in Norwegen. Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas fiel im Vergleich zu Q4/06, hauptsächlich auf Grund niedrigerer Mengen in Rumänien und Großbritannien. Die Erdöl- und NGL-Produktion lag auf ähnlichem Niveau wie in Q4/06. In

Jänner – Dezember 2007

Der Bereichsumsatz stieg vor allem durch höhere Realisierungen. Der Rohölpreis Brent stieg im Vergleich zu 2006 um 11%, in EUR hingegen betrug der Anstieg lediglich 2%. Der durchschnittlich erzielte Rohölpreis des Konzerns stieg um 14% auf USD 66,27/bbl. Der durchschnittlich im Konzern erzielte Gaspreis in EUR stieg um 15% und spiegelt den Gaspreisanstieg in Rumänien wider. Das EBIT konnte auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr gehalten werden. Der geringere Beitrag von Petrom in Folge niedrigerer Mengen und negativer Wechselkursentwicklungen wurde durch generell höhere Preise sowie höhere Produktionsmengen vor allem in Neuseeland und Libyen kompensiert. Das EBIT beinhaltet einen positiven Nettosonderertrag in Höhe von EUR 45 Mio, primär aus dem Verkauf des Chergui Ölfelds in Tunesien und der Rückgängigmachung der 2006 getätigten außerplanmäßigen Abschreibung des Felds Sinelnikov in Kasachstan, EUR 21 Mio für die Abschreibung des Suilven-Felds in Großbritannien sowie EUR 36 Mio Sondereinnahmen aus der Auflösung einer Rückstellung für die Düngemittelanlage Doljchim von Petrom und den bereits oben erwähnten Sondereffekten. Das EBIT vor Sondereffekten lag auf Vorjahrsniveau. Die OPEX in USD/boe stiegen im Vergleich zu 2006 um 18%. Die OPEX von Petrom erhöhten sich, hauptsächlich auf Grund des WechselkurseinflusRumänien konnte der natürliche Förderabfall aufgehalten werden. Durch Maßnahmen zur Produktionsoptimierung wurde die Ölproduktion auf ähnlichem Niveau wie in Q3/07 gehalten. Im Zuge des Rekomplettierungsprogramms für Ölsonden zur Reduzierung von Wartungsstillständen wurden in Q4/07 898 Bohrsonden modernisiert (in Summe 2.112 per Jahresende), womit unser Jahresziel um rund 100 Bohrungen übertroffen werden konnte. Die Anzahl der Mannschaften stieg gegen Ende Q4/07 leicht an. Das Habban-Ölfeld im Jemen befindet sich derzeit in der ersten Entwicklungsphase und fördert schrittweise höhere Mengen. Die Erdgasproduktion sank im Vergleich zu Q4/06 um 3%, vor allem wegen niedrigerer Gasmengen in Rumänien.

Verglichen zu Q3/07 ist das EBIT vor Sondereffekten um 32% gestiegen. Signifikant höhere Öl- und Gaspreise sowie gestiegene Gasverkaufsmengen in Österreich wurden zum Teil durch höhere Explorationsaufwendungen, negative Wechselkurseffekte sowie höhere OPEX abgeschwächt. Die positiven Fremdwährungseffekte bei Petrom, wegen des schwächer werdenden RON, wurden durch einen allgemeinen Kostenanstieg kompensiert. Während der Brent-Preis um USD 13,7/bbl stieg, erhöhte sich der realisierte Rohölpreis des Konzerns um USD 13,9/bbl. Die Produktionsmengen stiegen im Vergleich zu Q3/07 um 2%, hauptsächlich auf Grund der Produktion in Großbritannien, die nach Reparatur der CATS-Pipeline wieder normalisiert werden konnte, sowie gestiegener Gasmengen in Pakistan und Österreich. In Rumänien blieb die Öl- und Gasproduktion auf dem Niveau von Q3/07, während in Neuseeland auf Grund einer saisonalbedingt niedrigeren Nachfrage geringere Produktionsmengen verzeichnet wurden.

ses und der niedrigen Produktionsmenge, um 23%. Die Explorationsausgaben waren um 65% höher als in 2006, vor allem durch die Steigerung der Aktivitäten von Petrom (Rumänien und Russland), sowie in Norwegen, Großbritannien, Australien und Neuseeland. Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas sank in Folge von niedrigeren Petrom Produktionsmengen und von Asset-Verkäufen um 1%. Die Erdöl- und NGL-Produktion lag durch den Verkauf der Assets in Ekuador in Q4/06, der Vertragsänderung in Venezuela in Q2/06 sowie Mindermengen in Rumänien um 3% unter 2006. Die Erdgasproduktion stieg um 1%. Die Gasproduktionsmengen von Petrom wurden durch die vom milden Winter in Q1/07 beeinflusste niedrigere Nachfrage, sowie durch Schwierigkeiten in der Produktion und durch hohen Leitungsdruck in Folge saisonalbedingt niedrigerer Gasabsatzmengen in den Sommermonaten belastet. Per 31. Dezember 2007 betrugen die sicheren Öl- und Gasreserven 1.216 Mio boe (davon Petrom: 894 Mio boe), die sicheren und wahrscheinlichen Öl- und Gasreserven beliefen sich auf 2.036 Mio boe (davon Petrom: 1.435 Mio boe). Auf Grund der 3-Jahres-Durchschnittsberechnung der Reserven fiel per Ende 2007 die Erstbuchung von Petrom (Ende 2004) heraus, wodurch die weltweite Reservenersatzrate auf 46% (2006: 406%) sank.

Raffinerien und Marketing (R&M)

Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% in EUR Mio 2007 2006 U%
4.413 4.548 4.248 7 Umsatz 16.312 17.253 -5
81 -119 -44 170 EBIT 84 121 -30
16 -17 63 n.m. davon Petrochemie 63 128 -51
-18 -110 -84 31 Sondereffekte -140 -98 43
98 -9 40 n.m. EBIT vor Sondereffekten 224 219 3
Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% Operative Kennzahlen 2007 2006 U%
3,91 4,34 3,76 15 Referenz-Raffineriemarge in USD/bbl 5,15 4,47 15
6,20 5,55 6,69 -17 Raffinerieeinsatz in Mio t 23,22 25,12 -8
90 80 97 -17 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 85 92 -8
5,58 5,39 5,90 -9 Raffinerie-Verkaufsmenge gesamt in Mio t 21,42 22,97 -7
0,54 0,37 0,56 -34 davon Petrochemie in Mio t 1,97 2,17 -9
4,80 4,31 4,77 -10 Verkaufsvolumen Marketing in Mio t 17,09 18,53 -8
2.518 2.538 2.540 0 Tankstellenanzahl 2.538 2.540 0
Davon Petrom Gruppe (oben inkludiert)
Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% in EUR Mio 2007 2006 U%
-36 -125 -155 -19 EBIT -274 -338 -19
-14 -85 -76 12 Sondereffekte -101 -84 21
-22 -40 -79 -49 EBIT vor Sondereffekten -173 -254 -32
Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% Operative Kennzahlen 2007 2006 U%
2,00 1,61 2,40 -33 Referenz-Raffineriemarge Ost in USD/bbl 3,56 4,01 -11
1,62 1,42 1,69 -16 Gesamte Verarbeitungsmenge in Mio t 5,92 6,86 -14
80 71 84 -16 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 74 86 -14
1,53 1,41 1,57 -10 Raffinerie-Verkaufsmenge in Mio t 5,33 6,17 -14
0,09 0,09 0,09 5 davon Petrochemie in Mio t 0,36 0,39 -9
1,25 1,27 1,52 -17 Verkaufsmengen Marketing in Mio t 4,65 5,75 -19
780 807 804 0 Tankstellenanzahl 807 804 0

Viertes Quartal 2007 (Q4/07)

  • X Raffinerieergebnis stark durch hohe Ölpreise und Stillstände in Burghausen und Petrobrazi belastet
  • X Insgesamt positive Margenentwicklung, die Margen bei Petrom gingen jedoch wegen hoher Kosten des Eigenenergieverbrauchs und eines geringeren Brent-Urals-Spreads zurück
  • X Schwache Petrochemiemargen wegen des hohen Naphtha-Preises und niedrigere Mengen auf Grund des Burghausen-Stillstands
  • X Marketingergebnis litt unter niedrigen Tankstellen- und Kundenmargen als Folge des hohen Ölpreises

Gestiegene Preisniveaus führten zu einem um 7% höheren R&M-Bereichsumsatz verglichen zu Q4/06. Das EBIT vor Sondereffekten lag jedoch deutlich unter Q4/06, was die starke Auswirkung zweier größerer Raffineriestillstände und schwächere Petrochemie- und Marketingmargen reflektierte. In Q4/07 machten Sondereffekte vor allem für Personalrestrukturierung, Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bei Petrom sowie für die Optimierung des Tankstellennetzes eine Belastung in Höhe von EUR 110 Mio aus. Dies resultierte in einem EBIT von EUR -119 Mio, deutlich schwächer als in Q4/06.

Das Raffinerie-EBIT vor Sondereffekten fiel verglichen zu Q4/06 deutlich, vor allem auf Grund eines schwachen Petrochemie-Ergebnisses West, was den Effekt besserer Treibstoffmargen mehr als zunichte machte. Niedrigere Preise als in Rotterdam für Produkte wie Heizöl, vor allem in Deutschland aber auch in Österreich, waren eine weitere Belastung. Die OMV Referenz-Raffineriemarge West lag mit USD 5,34/bbl über jener von Q4/06. Die Raffinerien West konnten jedoch nicht voll vom Margenanstieg profitieren, da der Effekt in EUR deutlich schwächer war. Die OMV Referenz-Raffineriemarge Ost fiel auf USD 1,61/bbl, mehr als 30% niedriger als in Q4/06. Grund für die gegen den

Markttrend niedrigere Marge ist, dass die OMV Referenzmargen die Kosten für den Eigenenergieverbrauch inkludieren, was etwa bei Reuters-Raffineriemargen nicht der Fall ist. Konsequenterweise resultierte die starke Ölpreisentwicklung in einer verglichen zu den Reuters-Margen schwächeren Entwicklung. Die Petrom Raffineriemarge war durch hohe Ölpreise und einen Rückgang im Brent-Urals-Spread belastet, was durch eine leichte Reduktion des Eigenenergieverbrauchs nicht kompensiert werden konnte. Das EBIT vor Sondereffekten stieg jedoch auf Grund substanzieller positiver Lagereffekte, die es entsprechend auch in Raffinerie West gab (vs. negativen Effekten in Q4/06).

Die gesamte Kapazitätsauslastung lag mit 80% deutlich unter Q4/06. In Burghausen wurde ein 6-wöchiger Wartungsstillstand der gesamten Anlage durchgeführt, wobei auch die Petrochemiekapazitäten erhöht wurden. Dem Stillstand folgte eine 3-wöchige Anlaufphase, welche ebenfalls die Raffinerieverkaufsmengen beeinträchtigte. Die Raffinerieverkaufsmengen lagen 9% unter Q4/06. Die Raffinerieverkaufsmengen von Petrom gingen vor allem wegen geplant niedrigerer Exporte um 10% zurück.

Das Petrochemie-Ergebnis West (exklusive Petrom) lag vor allem auf Grund niedrigerer Margen und den Auswirkungen des Stillstands in Burghausen deutlich unter Q4/06. Die niedrigeren Margen waren eine Folge des auf Grund des höheren Ölpreises gestiegenen Naphthapreises, da dieser nicht zur Gänze von den Propylen- und Ethylen-Preissteigerungen in Q4/07 gedeckt werden konnte. Zusätzlich erhöhten gestiegene Naphthapreise die Energiekosten. Die Petrochemieverkaufsmengen West fielen um 41%, hauptsächlich eine Folge des Stillstands in Burghausen.

Das Marketingergebnis lag auf Grund niedrigerer Margen und höherer Kosten deutlich unter Q4/06. Petrom konnte die Exporte (mit üblicherweise geringen Margen) dank gestiegener Inlandsverkäufe und Produktoptimierungen in den Raffinieren deutlich reduzieren. Während das Non-Oil-Geschäft wiederum stark war, kamen die Margen als Folge des Anstiegs des Ölpreises unter Druck. Die Marketingmengen fielen verglichen zu Q4/06 auf Grund niedrigerer Mengen im Kundengeschäft. Die Tankstellenmengen stiegen im Gegensatz dazu um 9%. Das verbesserte Tankstellenmanagement sowie die höhere Nachfrage führten zu deutlich höheren Verkaufsmengen bei den Petrom Tankstellen. Trotz des erfolgreichen Restrukturierungsprozesses und der steigenden Tankstellenmengen war das Marketing EBIT von Petrom wieder negativ, was das extrem schwache Margenumfeld reflektierte. Die Anzahl der Prämiumtankstellen lag Ende Q4/07 bei 100. Alle rumänischen Tankstellen laufen nun unter einem Pächtersystem. Per 31. Dezember 2007 lag die Tankstellenanzahl des Konzerns auf einem ähnlichen Niveau wie am Ende des Q4/06.

Verglichen zu Q3/07 gab es einen deutlichen Rückgang beim Raffinerien EBIT vor Sondereffekten. Grund hierfür war vor allem das Raffineriegeschäft West, belastet durch den Burghausen-Stillstand und ein schwaches Petrochemie-Umfeld. Im Raffineriegeschäft wurden höhere positive Lagereffekte verzeichnet. Auf Grund niedrigerer Petrochemiemargen und geringerer Verkäufe in Folge des Burghausen-Stillstands lag das Petrochemie-Ergebnis West deutlich unter dem Niveau von Q3/07. Das Marketinggeschäft lag auf Grund der üblichen saisonalen Effekte (Sommerreiseverkehr in Q3/07), welche niedrigere Mengen und Margen in Q4/07 bedeuteten, deutlich unter dem starken Q3/07.

Jänner – Dezember 2007

Der R&M-Bereichsumsatz fiel vor allem wegen der Raffineriestillstände (in Q2/07: Reparatur der Rohöldestillationsanlage in Schwechat – 22 Tage, ein Kompressor im Steam-Cracker in Burghausen stand 11 Tage still und Arpechim hatte einen geplanten 6-wöchigen Stillstand; in Q4/07: Stillstände in Burghausen und Petrobrazi, wie oben erwähnt) und niedrigerer Nachfrage nach Heizöl um 5%.

Die Raffineriestillstände, das schwächere Petrochemie-Ergebnis und der höhere Nettosonderaufwand drückten das EBIT 30% unter 2006. Das EBIT vor Sondereffekten war jedoch etwas höher und exkludierte Sonderaufwand für Personalrestrukturierungen in Österreich und bei Petrom und Rückstellungen im Zusammenhang mit der Optimierung des Tankstellennetzes und für Rechtsstreitigkeiten.

Trotz in Summe höherer Raffineriemargen ging das Raffinerieergebnis zurück, vor allem auf Grund der Stillstände, die zu niedrigeren Mengen führten. Niedrigere Preise als in Rotterdam für Produkte wie Heizöl, vor allem in Deutschland aber auch in Österreich, waren eine weitere Belastung. Obwohl das Raffinerie EBIT in Petrom negativ war, verbesserte es sich doch auf Grund von Reduktionen des Eigenenergieverbrauchs, einer verbesserten Produktenausbeute (mit einem höheren Dieselanteil) und positiver Lagereffekte. Auf Grund der Stillstände in Q2/07 und Q4/07 sowie geplant niedrigeren Exporten (mit niedrigen Margen) bei Petrom, fiel die Kapazitätsauslastung auf 85%. Die gesamten Raffinerieverkaufsmengen fielen um 7%.

Das Petrochemie-Ergebnis West (ohne Petrom) war deutlich schwächer und reflektierte vor allem niedrigere Petrochemiemengen und geringere Margen.

Das Marketing EBIT vor Sondereffekten konnte verglichen zum bescheidenen Ergebnis 2006 deutlich verbessert werden. Restrukturierungserfolge sind bei Petrom nun sichtbar, der Durchsatz pro Tankstelle stieg auf 3,2 Mio Liter, was sogar über unserem Ziel für 2010 von 3 Mio Litern liegt. Während die Tankstellenmargen leicht über 2006 lagen, war dies bei den Margen im Kundengeschäft nicht der Fall. Das Non-Oil-Geschäft lieferte, unterstützt vom Roll-out des neuen VIVA-Shop-Konzepts, einen signifikanten Beitrag. Niedrigere Mengen im Kundengeschäft konnten durch höhere Tankstellenmengen nicht kompensiert werden, was zu einem 8%igen Rückgang der Marketingmengen führte.

Erdgas

Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% in EUR Mio 2007 2006 U%
589 1.045 1.069 -2 Umsatz 3.096 2.071 50
45 77 49 57 EBIT 244 135 81
-5 -2 0 n.m. SondereffekteP P -7 -1 n.m.
50 79 49 61 EBIT vor Sondereffekten 250 135 85
Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% Operative Kennzahlen 2007 2006 U%
2,24 4,27 4,07 3
5 Verkaufsmengen Erdgas in Mrd mP
P
13,07 14,11 -7
709.191 829.339 811.180 3
2 Durchschnittlich verkaufte Speicherkapazität mP
/h
P
771.286 672.400 15

Davon Petrom Gruppe (oben inkludiert)

Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% in EUR Mio 2007 2006 U%
4 14 9 53 EBIT 49 44 12
-5 -1 0 n.m. Sondereffekte -6 0 n.m.
8 16 9 69 EBIT vor Sondereffekten 55 44 26
Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% Operative Kennzahlen 2007 2006 U%
280 315 315 0 Importpreis in USD/1.000 m³ 293 297 -1
Regulierter Erdgaspreis für Produzenten in
200 197 141 40 USD/1.000 m³ 184 122 51

Viertes Quartal 2007 (Q4/07)

  • X Deutlich besseres Marketing und Trading Ergebnis im Vergleich zu Q3/07 durch saisonalbedingt höhere Verkaufsmengen
  • X Sehr starkes Ergebnis aus dem Speicher- und Transportgeschäft
  • X Erstmalige Vollkonsolidierung der Baumgarten-Oberkappel GasleitungsGmbH in Q4/07

Im Vergleich zu Q4/06 stieg der Betriebserfolg (EBIT) um 57%, vor allem auf Grund der guten Ergebnisse von Econ-Gas und des starken Beitrags des Logistikgeschäfts (Transport und Speicher).

Das EBIT des Geschäftsfelds Marketing und Trading profitierte von einem starken Beitrag der EconGas von rund EUR 31 Mio und einem höheren Ergebnis von Petrom verglichen mit Q4/06.

Die Verkaufsmengen in Marketing und Trading sind trotz der Umstellung der russischen Lieferverträge im November 2006 – Teile der russischen Importmengen wurden von OMV Gas an GWH und Centrex übertragen – gestiegen. EconGas konnte nicht nur diesen negativen Effekt, sondern die auf Grund geringerer Nachfrage im Markt leicht gesunkenen Mengen bei Petrom kompensieren. Im Vergleich zu Q4/06 stiegen die EconGas-Mengen durch zusätzliche Geschäftsaktivitäten, kurz- und mittelfristige Handelsaktivitäten sowie auf Grund der voranschreitenden Internationalisierung des Geschäfts.

Die Importverpflichtung in Rumänien (eine seit Q3/06 bestehende Auflage, einen bestimmten Prozentsatz an importiertem Gas an qualifizierte Kunden zu verkaufen) belastete generell die Ergebnisse des Gasgeschäfts von Petrom. Dieser negative Effekt konnte jedoch im Vergleich zu Q4/07 durch die Wirkung des USD/RON-Wechselkurses und der positiven Preisentwicklung mehr als kompensiert werden. Während der Importpreis in USD unverändert in Q4/06 und Q4/07 bei USD 315/1.000 mP 3 lag, sank der Preis in RON von 851/1.000 mP 3 in Q4/06 auf 750/1.000 mP 3 in Q4/07. Der regulierte Erdgaspreis für Industriekunden stieg um 17% auf USD 368/1.000 mP 3, der für Petrom relevante regulierte Erdgaspreis für Produzenten stieg um 40% auf USD 197/1.000 mP 3 (RON 470 d.h. 24%) im Vergleich zu Q4/06. Zusätzlich unterstützte die niedrigere Importquote das Ergebnis.

Das Transportgeschäft profitierte von höheren vermarkteten Transportmengen. Im Vergleich zu Q4/06 stiegen die verkauften Transportkapazitäten um 14%, einerseits auf Grund der erweiterten Kapazität durch die Inbetriebnahme des TAG Loop II Ende 2006 bzw. eines neuen Abschnitts der WAG in Q4/07, andererseits durch die optimierte Vermarktung der Transportkapazitäten der übrigen Gasleitungen. Die seit Anfang des Jahrs beständig positive Entwicklung des Speichergeschäfts hielt in Q4/07 weiter an. Die

Entnahmerate und gebuchten Mengen waren auf hohem Niveau, während die Einspeicherrate den Erwartungen entsprechend saisonalbedingt in den Wintermonaten geringer war. Zusätzlich lag die verkaufte durchschnittliche Speicherkapazität über Q4/06.

Auf Grund von Vertragsänderungen wird die Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H. (BOG), Betreibergesellschaft der WAG Pipeline, die vorher eine At-equity-Beteiliung war, ab Q4/07 vollkonsolidiert.

Das EBIT stieg im Vergleich zu Q3/07 um 71%. Der positive Effekt der Saisonalität und dadurch höhere Verkaufsmengen im Marketing und Trading trugen wesentlich zum guten Ergebnis bei. Trotz starken Wettbewerbs konnten die EconGas-Mengen auf Grund des gesteigerten Heizbedarfs

erwartungsgemäß saisonalbedingt gesteigert werden. Die positive Entwicklung der temperatursensitiven Kundensegmente war von gesteigerten internationalen Direktverkäufen und Großhandel sowie höheren Energiepreisen begleitet. In Rumänien nahmen die Verkaufsmengen im Vergleich zu Q3/07 zu, waren jedoch von den leicht gestiegenen Importmengen betroffen.

Das Logistikgeschäft profitierte von einem Anstieg der vermarkteten Transportkapazität, wobei sich die Inbetriebnahme der Erweiterung der WAG und die Vollkonsolidierung der BOG positiv auf das Ergebnis auswirkten. Zudem führten die anhaltend gute Speicherauslastung während des Jahrs und die hohe Nachfrage zu einer vollen Auslastung der technischen Kapazität in Q4/07.

Jänner – Dezember 2007

Das EBIT des Bereichs Erdgas hat sich vor allem auf Grund der Vollkonsolidierung von EconGas und der hervorragenden Performance des Logistikgeschäfts aber auch dank besserer Ergebnisse von Petrom um 81% erhöht.

Das EBIT des Marketing und Tradinggeschäfts stieg dank der Konsolidierung von EconGas sowie verbesserter Ergebnisse von Petrom um 106%. Gegen den Markttrend in Rumänien stiegen bei Petrom die Verkaufsmengen im Vergleich zu 2006 auf Grund der Flexibilität, Kraftwerke auch kurzfristig beliefern zu können. Die gesamten Marketingund Tradingmengen wurden durch die Umgestaltung der russischen Lieferverträge sowie das generell schwächere Gasumfeld in Österreich negativ beeinflusst. Der relativ warme Winter in Q1/07 konnte durch erhöhte Geschäftsaktivitäten von EconGas auf den internationalen Gasmärkten kompensiert werden, was in weiterer Folge die Wettbewerbsposition des Marketing und Tradinggeschäfts gestärkt und eine solide Basis für das kommende Jahr geschaffen hat.

Das Logistikgeschäft profitierte von höheren Mengen in Transport und Speicher. Der Verkauf von Transportkapazitäten erhöhte sich vor allem auf Grund der erhöhten Kapazität durch die Inbetriebnahme des TAG Loop II Ende 2006 und der Inbetriebnahme einer Erweiterung der WAG in Q4/07, sowie der optimierten Vermarktung der Transportkapazität anderer Gasleitungen. Weiters verbesserte sich das Transportgeschäft auf Grund einiger kurzfristiger Verträge in Q3/07. Eine deutliche Ergebnisverbesserung konnte im Speichergeschäft erzielt werden, da als Folgeerscheinung des kalten Winters 2005/06 hohe Kapazitäten für 2007 gebucht wurden. Daher lag die durchschnittlich verkaufte Speichermenge und Kapazität über dem Vorjahrsniveau.

Gesetzliche Grundlagen und Methoden

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007 erfolgte unter Beachtung aller zum Erstellungszeitpunkt verpflichtenden IFRSs, wie sie in der EU anzuwenden sind.

Konsolidierungskreisänderungen

Folgende Änderungen im Konsolidierungskreis traten im Vergleich zum 31. Dezember 2006 ein:

Im Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) wurde in Q1/07 mit der Ölgesellschaft "RENATA" LLC, Usinsk, ein weiteres Unternehmen der Ring Oil Holding & Trading Ltd. in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die vollkonsolidierten Gesellschaften Oztyurk Munai, Aktobe, und Ecologicheskaya Technika LLC, Ukhta, wurden im April 2007 verkauft.

Im Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing (R&M) wurden mit 1. Jänner 2007 die restlichen 50% an Colpack Austria Brennstoffhandel GmbH, Wien, erworben; die Gesellschaft wurde in Folge mit 1. Jänner 2007 in die OMV Wärme VertriebsgmbH verschmolzen. Bei Petrol Ofisi A.S., welche at-equity bilanziert wird, erfolgten weitere Zukäufe

von 5,58% auf nunmehr 39,58% per Ende Dezember 2007. Seit Q2/07 wird die 50%-Beteiligung an der Heating Innovations Austria GmbH, Wien, at-equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die bisher in den Konzernabschluss einbezogene Petrochemie Holding GmbH wurde am 28. Juli 2007 in die OMV Refining & Marketing GmbH verschmolzen. Die bisher at-equity konsolidierte Beteiligung an der AMI Agrolinz Melamine International GmbH wurde mit Wirkung vom 8. Juli 2007 in die (ebenfalls at-equity konsolidierte) Borealis AG eingebracht, welche bisher in der Rechtsform einer GmbH geführt wurde. Bei der Adria-Wien-Pipeline GmbH erfolgten weitere Zukäufe von 6,5%. Seit Q4/07 werden Petrom Distributie Gaze SRL und die bis dahin at-equity konsolidierte S.C. Shell Gas Romania SRL vollkonsolidiert. Die Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG wird seit Q4/07 at-equity konsolidiert.

Im Geschäftsbereich Erdgas wurde die bisher vollkonsolidierte OMV Erdgas-Beteiligungsgesellschaft mbH in Q3/07 in die OMV Gas GmbH verschmolzen. EconGas Hungaria k.f.t. wurde in Q3/07 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Die at-equity Beteiligung an S.C. Linde Gaz Brazi s.r.l. wurde in Q3/07 verkauft. Die bisher at-equity konsolidierte Baumgarten-Oberkappel-Gasleitungsgesellschaft m.b.H. wird auf Grund eines Kontrollwechsels seit Q4/07 vollkonsolidiert.

Q3/07 Q4/07 Q4/06 Konzern-Gewinn und Verlustrechnung in EUR Mio 2007 2006
5.138,61 5.727,89 5.156,24 Umsatzerlöse 20.042,04 18.970,37
-59,92 -52,72 -66,24 Direkte Vertriebskosten -216,17 -221,84
-4.091,97 -4.574,75 -4.105,46 Umsatzkosten -15.953,35 -15.021,26
986,72 1.100,42 984,54 Bruttoergebnis vom Umsatz 3.872,52 3.727,27
55,88 55,54 63,86 Sonstige betriebliche Erträge 211,93 265,87
-223,95 -233,95 -264,54 Vertriebsaufwendungen -900,20 -913,86
-75,18 -91,48 -76,02 Verwaltungsaufwendungen -323,79 -297,09
-50,99 -113,03 -85,43 Explorationsaufwendungen -221,20 -170,91
-0,89 -11,50 -8,06 Forschungs- u. Entwicklungsaufwendungen -15,46 -13,24
-72,86 -214,28 -219,90 Sonstige betriebliche Aufwendungen -439,32 -537,02
618,74 491,71 394,45 Betriebserfolg (EBIT) 2.184,49 2.061,02
128,88 47,52 58,97 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 298,00 184,65
6,81 6,51 8,83 Dividendenerträge 53,23 45,26
-57,80 -43,55 -0,81 Zinsergebnis -127,43 -61,42
28,12 11,81 -17,63 Sonstiges Finanzergebnis 3,84 -73,28
106,01 22,28 1)
49,35 Finanzerfolg P
P
227,65 95,20
724,75 513,99 443,80 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.412,14 2.156,23
-117,11 -160,40 -108,77 Steuern vom Einkommen und Ertrag -569,34 -506,28
607,64 353,59 335,03 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach
Steuern
1.842,80 1.649,94
-13,56 Ergebnis aufgegebener Geschäftsaktivitäten nach
Steuern
8,30
607,64 353,59 321,47 Perioden-/Jahresüberschuss 1.842,80 1.658,24
517,44 318,22 294,74 davon eigenen Gesellschaftern zustehender Gewinn 1.578,84 1.382,60
90,20 35,38 26,73 davon anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn 263,96 275,64
1,73 1,07 0,99 Unverwässerter Gewinn je Aktie in EUR 5,29 4,64
1,73 1,06 0,95 Verwässerter Gewinn je Aktie in EUR 5,28 4,44
– Dividende je Aktie in EUR 2)
1,25P
P
1,05

Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)

1) Neugliederung der Positionen des Finanzerfolgs durch die erstmalige Anwendung von IFRS 7 – Vorjahrswerte wurden entsprechend angepasst

2)Vorschlag an die Hauptversammlung in 2008

Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% in EUR Mio 2007 2006 U%
128,88 47,52 58,97 -19 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 298,00 184,65 61
80,64 17,92 36,50 -51 davon Borealis 186,06 114,45 63
46,57 23,95 25,48 -6 davon Petrol Ofisi 103,94 46,86 122
-6,79 -5,88 n.m. davon AMI -14,08 -16,17 -13
-1,00 n.a. davon EconGas 25,26 n.a.
4,70 4,55 2,60 75 davon Oberösterreichische Ferngas 12,55 8,82 42

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Viertes Quartal 2007 (Q4/07)

Die 11%ige Steigerung des Konzernumsatzes verglichen zu Q4/06 ist vor allem auf die rohölpreisbedingte Steigerung der Produktenpreise zurückzuführen. R&M trug 79%, Erdgas 17% und E&P rund 4% (Umsätze in E&P sind zu einem großen Teil interne Umsätze und nicht Umsätze mit Dritten) zum Gesamtumsatz bei.

Das Konzern-EBIT von EUR 492 Mio lag 25% über Q4/06, wobei die hohen Rohölpreise die negativen Effekte des

schwächeren USD sowie der schwächeren Petrochemiemargen überkompensieren konnten. Der EBIT-Beitrag von Petrom lag mit EUR 74 Mio um 49% über Q4/06. Die Sonderaufwendungen in Q4/07 beziehen sich im Wesentlichen auf personalbezogene Kosten und außerplanmäßige Abschreibungen sowie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien. Petrom ist mit einem von einigen ehemaligen und aktuellen Mitarbeitern initiierten Rechtstreit in Bezug auf eine unterschiedliche Auslegung einiger Regelungen des Petrom Kollektivvertrags bezüglich Oster- und Weihnachtszahlungen befasst. Nach sorgfältiger Überprüfung hat Petrom EUR 62 Mio für dieses potenzielle Risiko gebucht. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 23% auf EUR 688 Mio; der darin enthaltene Beitrag von Petrom betrug EUR 237 Mio, 23% über Q4/06.

Der im Vergleich zu Q4/06 niedrigere Finanzerfolg kann im Wesentlichen auf den durch den höheren Verschuldungsgrad bedingten höheren Nettozinsaufwand sowie auf das margenbedingt leicht rückgängige Borealis At-equity-Ergebnis zurückgeführt werden. Das Petrol Ofisi Ergebnis profitierte von der Aufwertung der Türkischen Lira gegenüber dem USD.

Die laufenden Ertragsteuern betrugen in Q4/07 EUR 140 Mio, latente Steuern wurden in Höhe von EUR 21 Mio aufwandswirksam abgegrenzt. Die Konzernsteuerrate lag in Q4/07 bei 31% (Q4/06: 25%). Dieser deutliche Anstieg ist einerseits auf das Auslaufen der Geological Quota (steuerlicher Sonderabschreibungsposten) per Ende 2006 in Petrom zurückzuführen, andererseits zeichnen sich die stärkeren Ergebnisbeiträge der hochbesteuerten E&P-Gesellschaften dafür verantwortlich. Der Periodenüberschuss lag mit EUR 354 Mio um 10% über Q4/06. Minderheitenanteilen waren EUR 35 Mio zuzurechnen. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten lag bei EUR 318 Mio, 8% über Q4/06. Der

Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten (exkl. Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten) war EUR 408 Mio (Q4/06: EUR 411 Mio). Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 1,07. Das Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten lag bei EUR 1,37 (Q4/06: EUR 0,99 bzw. EUR 1,38).

Verglichen zu Q3/07 sind die Umsatzsteigerungen insbesondere auf das hohe Rohöl- bzw. Produktpreisniveau sowie auf saisonalbedingt starke Gasverkäufe zurückzuführen. Das EBIT sank um 21%, im Wesentlichen bedingt durch deutlich gestiegene Sondereffekte. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 10% verglichen zu Q3/07, positiv beeinflusst durch den gestiegenen Rohölpreis sowie durch das saisonalbedingt starke Gasgeschäft. Der Finanzerfolg lag unter dem durch Sondereffekte begünstigten (Borealis Verkauf der norwegischen Betriebsstätte) hohen Ergebnis Q3/07. Der Konzernsteuersatz stieg von dem durch den Steueranpassungseffekt Deutschland begünstigten Wert von 16% in Q3/07 auf 31% in Q4/07, negativ beeinflusst durch das niedrigere Beteiligungsergebnis sowie durch den hohen Ergebnisbeitrag der hochbesteuerten E&P-Gesellschaften. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten sank um 39% im Vergleich zu Q3/07. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten sank um 16%.

Jänner – Dezember 2007

Der 6%-Anstieg des Konzernumsatzes verglichen mit 2006 spiegelt vor allem die Vollkonsolidierung der EconGas wider. R&M trug 81%, Erdgas 14% und E&P rund 4% (Umsätze in E&P sind zu einem großen Teil interne Umsätze und nicht Umsätze mit Dritten) zum Gesamtumsatz bei.

Das Konzern-EBIT von EUR 2.184 Mio lag 6% über 2006, positiv beeinflusst durch die Vollkonsolidierung der Econ-Gas-Beteiligung. Der EBIT-Beitrag von Petrom lag mit EUR 581 Mio um 14% unter dem des Vorjahrs in Folge der USD-Abwertung und niedrigeren Mengen durch den natürlichen Produktionsabfall in Rumänien. In 2007 wurde ein Netto-Sonderaufwand in Höhe von EUR 192 Mio ausgewiesen. Die Netto-Sonderaufwände setzten sich im Wesentlichen aus personalbezogenen Kosten (EUR 79 Mio), außerplanmäßigen Abschreibungen und Optimierungen des Tankstellennetzes (EUR 116 Mio), Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten (EUR 62 Mio) sowie Sondererträgen aus Vermögensveräußerungen und Rückstellungsauflösungen (EUR 71 Mio) zusammen. Das EBIT vor Sondereffekten lag mit EUR 2.377 Mio um 5% über Vorjahrsniveau; der darin enthaltene Beitrag von Petrom betrug EUR 708 Mio.

Die Verbesserung des Finanzerfolgs verglichen mit 2006 wurde im Wesentlichen von hohen Beteiligungserträgen getrieben. Borealis profitierte von einem starken operativen Ergebnis in einem hohen Margenumfeld sowie von Verkaufserlösen einer norwegischen Betriebsstätte. Das Beteiligungsergebnis von Petrol Ofisi beinhaltete 12 Monate des Jahrs 2007 (verglichen zu 7,5 Monaten in 2006). Der

starke Beitrag dieser Beteiligungen konnte den Wegfall von EconGas kompensieren, welche seit Q4/06 vollkonsolidiert wird.

Die laufenden Ertragsteuern lagen durch das gute Geschäftsergebnis mit EUR 556 Mio um EUR 66 Mio über dem Vorjahr. 2007 wurden latente Steuern von EUR 14 Mio (2006: EUR 16 Mio) aufwandswirksam abgegrenzt. Der Effektivsteuersatz für den Konzern lag mit 24% auf dem Niveau von 2006. Dies wurde vor allem durch drei sich kompensierende Effekte verursacht: Das Auslaufen der Geological Quota (steuerlicher Sonderabschreibungsposten) in Petrom führte zu einem deutlichen Anstieg, während sich einerseits die starken Ergebnisbeiträge der bereits versteuerten at-equity einbezogenen Beteiligungen und andererseits der Einmaleffekt durch die Steuersatzänderung in Deutschland, welche zu einer Reduktion der latenten Steuerverbindlichkeiten führte, dämpfend auf den Effektivsteuersatz des OMV Konzerns auswirkten. Der Jahresüberschuss lag mit EUR 1.843 Mio deutlich über dem Vorjahr. Minderheitenanteilen waren EUR 264 Mio zuzurechnen. Der Jahresüberschuss nach Minderheiten betrug EUR 1.579 Mio, um 14% über dem Niveau von 2006. Der Jahresüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten lag bei EUR 1.649 Mio. Das Ergebnis je Aktie betrug EUR 5,29, das Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten stieg um 8% auf EUR 5,52 (2006: EUR 4,64 bzw. EUR 5,10).

Bilanz, Investitionen und Verschuldungsgrad (ungeprüft)
-- -- -- --------------------------------------------------------- --
Konzernbilanz in EUR Mio Dez. 31, 2007 Dez. 31, 2006
Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 236,81 195,81
Sachanlagen 9.213,16 7.732,13
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.125,63 1.786,14
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.167,74 1.987,36
Sonstige Vermögenswerte 16,50 18,75
Langfristiges Vermögen 14.759,85 11.720,19
Latente Steuern 55,53 60,42
Vorräte 2.444,17 2.028,58
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.409,20 1.922,10
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 594,04 379,89
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 61,83 46,10
Sonstige Vermögenswerte 193,98 58,31
Kassenbestand und Bankguthaben 699,56 1.564,26
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 31,34 24,18
Kurzfristiges Vermögen 6.434,13 6.023,41
Summe Aktiva 21.249,51 17.804,02
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Grundkapital 300,00 300,00
Rücklagen 7.838,69 6.679,05
Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens 8.138,69 6.979,05
Anteile anderer Gesellschafter 2.200,83 2.197,21
Eigenkapital 10.339,52 9.176,26
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 923,06 951,72
Anleihen 466,99 491,44
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 448,81 489,96
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 1.555,95 1.489,24
Sonstige Rückstellungen 276,22 190,48
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 93,06 60,86
Sonstige Verbindlichkeiten 16,42 20,01
Langfristige Verbindlichkeiten 3.780,51 3.693,71
Latente Steuern 307,82 287,32
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.195,62 1.601,78
Anleihen 47,79
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 2.514,83 1.264,45
Rückstellung für laufende Ertragsteuern 85,37 63,63
Sonstige Rückstellungen 422,93 483,86
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 694,99 439,15
Sonstige Verbindlichkeiten 880,37 745,59
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 27,56 0,48
Kurzfristige Verbindlichkeiten 6.821,67 4.646,73
Summe Passiva 21.249,51 17.804,02

Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2007

Das Investitionsvolumen stieg deutlich auf EUR 4.118 Mio (2006: EUR 2.518 Mio). E&P investierte EUR 1.364 Mio (2006: EUR 732 Mio) vor allem in die Entwicklung von Feldern in Rumänien, Österreich, Kasachstan, Neuseeland und Großbritannien. Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich R&M für Investitionen in Petrochemie-Projekte in Burghausen und Schwechat sowie Qualitätsverbesserungsprojekte lag bei EUR 1.284 Mio (2006: EUR 1.648 Mio). Die R&M-Investitionen inkludierten auch den Kauf weiterer 5,58% an Petrol Ofisi, so dass der Anteil von OMV an Petrol Ofisi per Ende Dezember bei 39,58% lag. Das Hauptaugenmerk bei den Investitionen im Geschäftsbereich Erdgas (EUR 155 Mio; 2006: EUR 36 mn) lag auf dem West-Austria Gas Pipeline (WAG) Expansionsprojekt. Bei Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) entfiel der Hauptteil der Investitionen von EUR 1.316 Mio auf die Erhöhung des Anteils an der ungarischen Öl- und Gasgesellschaft MOL von 10% auf 20,2%. Der Anteil an MOL wird als sonstige Beteiligung in der Bilanzposition "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesen.

Im Vergleich zu Ende 2006 stieg das Gesamtvermögen um EUR 3.445 Mio oder 19,4% auf EUR 21.250 Mio. Hauptursachen hierfür waren vor allem die Investition in weitere 10,2% MOL Anteile und ein Anstieg der Sachanlagen. Auf Grund gestiegener Lagerbestände sowie erhöhter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich das kurzfristige Vermögen trotz einer Reduktion der liquiden Mittel leicht vergrößert.

Das Eigenkapital stieg um etwa 13%. Mit 49% sank die Eigenkapitalquote des Konzerns gegenüber 2006 (52%) leicht.

In Q1/07 beendete OMV das in 2006 genehmigte und gestartete Aktienrückkaufprogramm. 1.627.390 Aktien wurden zu einem gewichteten Durchschnittspreis von EUR 39,86 zurückgekauft, wobei 1.624.130 Stück für die Bedienung der Wandelschuldverschreibungen verwendet wurden. Von Q2/07 bis Q4/07 wurden keine Aktien rückgekauft, allerdings wurde mit 14. Mai 2007 das Grundkapital durch Einziehung eigener Aktien um 2.400 Stück herabgesetzt. Die gesamte Zahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien betrug per 31. Dezember 2007 1.269.066 Stück (2006: 1.289.606 Stück).

In Q1/07 wurden 2.720 Wandelschuldverschreibungen zu einem durchschnittlichen Preis von EUR 405,61 zurückgekauft. Am 21. Februar 2007 tilgte OMV alle übrigen ausstehenden Wandelschuldverschreibungen.

Per 31. Dezember 2007 betrugen die lang- und kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten und Anleihen EUR 3.431 Mio (2006: EUR 2.294 Mio) während sich Kassenbestand und Bankguthaben (inkl. Wertpapiere und Anteile) auf EUR 978 Mio verringerten (2006: EUR 1.664 Mio). OMV erhöhte (überwiegend auf Grund des Erwerbs von weiteren 10,2% an MOL sowie der gestiegenen Sachanlageinvestitionen) die Nettoverschuldung auf EUR 2.453 Mio per Ende 2007, verglichen zu EUR 630 Mio Ende 2006.

Zum 31. Dezember 2007 betrug der Verschuldungsgrad (Gearing ratio) 23,7% (2006: 6,9%).

Cashflow (ungeprüft)

Q3/07 Q4/07 Q4/06 Konzern-Cashflow-Rechnung in EUR Mio 2007 2006
607,64 353,59 321,47 Perioden-/Jahresüberschuss 1.842,80 1.658,24
255,98 305,86 228,15 Abschreibungen 977,46 809,55
-3,73 -0,45 -0,83 Zuschreibungen zum Anlagevermögen -5,69 -5,63
-33,87 19,93 -19,03 Latente Steuern 22,97 19,03
Gewinne (–)/Verluste (+) aus Abgängen von
0,07 9,29 -10,74 Anlagevermögen 17,43 -68,87
-31,26 23,78 80,89 Erhöhung (+)/Verminderung (–) Sozialkapital -58,30 3,74
52,28 23,39 -27,38 Erhöhung (+)/Verminderung (–) langfristiger
Rückstellungen
89,10 -40,53
-145,86 -18,88 -97,33 Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) -214,79 -155,91
701,26 716,52 475,20 Mittelzufluss nach unbaren Posten 2.670,98 2.219,62
-83,29 -156,13 38,28 Verminderung (+)/Erhöhung (–) Vorräte -500,17 21,34
-326,05 -339,19 360,12 Verminderung (+)/Erhöhung (–) Forderungen -755,67 72,20
186,36 135,33 -581,88 Erhöhung (+)/Verminderung (–) Verbindlichkeiten 553,01 -173,13
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige
-35,52 141,02 3,55 Rückstellungen 98,11 -112,82
0,00 0,00 Sonstiges 0,00
442,76 497,55 295,26 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.066,25 2.027,21
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte und
-607,41 -729,26 -492,00 Sachanlagen -2.317,82 -1.376,47
-219,61 -88,55 -40,79 Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige
finanzielle Vermögenswerte
-1.419,34 -961,30
Erwerb einbezogener Unternehmen abzüglich
1,20 -41, 49 liquider Mittel -3,98 -161,92
-10,28 -0,22 -51,61 Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristiger
Finanzinvestitionen
26,23 -48,82
Veräußerungen
24,91 32,91 183,55 Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen 125,73 321,64
Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen
0,15 -0,16 1,00 abzüglich liquider Mittel 15,76 1,00
-812,25 -784,09 -441,33 Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.573,42 -2.225,87
12,58 4,76 23,37 Zugänge langfristiger Finanzierungen 23,19 275,85
-6,50 -10,99 36,74 Rückzahlung langfristiger Finanzierungen -232,05 -141,10
-165,02 Rückkauf Wandelschuldverschreibung -1,12 -525,11
-153,83 Rückkauf eigener Aktien -64,86 -201,79
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristiger
334,11 96,67 409,24 Finanzierungen 1.421,34 696,56
-17,60 -1,38 -0,69 Dividendenzahlungen -487,21 -377,62
0,96 0,00 0,44 Kapitalzuführung inklusive Verkauf eigener Anteile 0,96 0,49
323,55 89,07 150,25 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 660,25 -272,73
-38,22 -28,34 42,02 Währungsdifferenz auf liquide Mittel -17,78 84,39
-84,16 -225,82 46,20 Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel -864,70 -387,00
1.009,54 925,38 1.518,06 Liquide Mittel Jahresbeginn 1.564,26 1.951,26
925,38 699,56 1.564,26 Liquide Mittel Jahresende 699,56 1.564,26

Erläuterungen zur Cashflow-Rechnung

Der Free Cashflow (Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit) zeigte in 2007 einen Mittelabfluss von EUR 1.507 Mio (2006: EUR 199 Mio). An OMV Aktionäre und Minderheitsaktionäre von Tochterunternehmen wurden Dividenden in Höhe von EUR 487 Mio (2006: EUR 378 Mio) bezahlt. Der Free Cashflow abzüglich Dividendenzahlungen resultierte daher in einen Mittelabfluss in Höhe von EUR 1.994 Mio (2006: Mittelabfluss von EUR 576 Mio). Der Mittelzufluss aus dem Jahresergebnis bereinigt um unbare Positionen – wie Abschreibungen, Nettorückstellungsverbräuche, nicht zahlungswirksame Beteiligungsergebnisse und andere Positionen – betrug EUR 2.671 Mio (2006: EUR 2.220 Mio),

während im Net Working Capital zusätzliche Mittel in Höhe von EUR 605 Mio gebunden wurden (2006: EUR 192 Mio). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Mittelabfluss von EUR 3.573 Mio, 2006: EUR 2.226 Mio) beinhaltet neben gestiegenen Sachanlageninvestitionen auch Finanzinvestitionen, wobei der Erwerb zusätzlicher Anteile an MOL hervorzuheben ist. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit führte zu einem Mittelzufluss in Höhe von EUR 660 Mio (2006: Mittelabfluss von EUR 273 Mio), da die Zuflüsse aus kurzfristigen Kreditaufnahmen die Abflüsse für Dividendenzahlungen, Nettotilgungen langfristiger Finanzierungen und den Rückkauf eigener Aktien überstiegen.

Entwicklung des Konzerneigenkapitals (ungeprüft)

Kapital Gewinn Sonstige Gesellschafter Minderheiten
in EUR 1.000 Grundkapital rücklagen rücklagen Rücklagen Eigene Anteile OMV anteile Gesamtkapital
1. Jänner 2007 300.003 795.298 5.042.902 854.989 -14.141 6.979.051 2.197.209 9.176.260
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (-)
aus der Bewertung von Wertpapieren:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern -13.995 -13.995 -4.541 -18.536
Ertragsteuern 2.577 2.577 727 3.304
Realisierte, im JÜ ausgewiesene
Gewinne (+)/Verluste (-) vor Ertragsteuern 1.587 1.587 1.680 3.267
Ertragsteuern -241 -241 -270 -510
aus der Bewertung von Hedges:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern 17.927 17.927 18.322 36.249
Ertragsteuern -6.610 -6.610 -4.677 -11.287
Realisierte, im JÜ ausgewiesene
Gewinne (+)/Verluste (-) vor Ertragsteuern 2.670 2.670 8.351 11.021
Ertragsteuern 491 491 -1.489 -998
Umbuchung auf Anschaffungskosten -9.204 -9.204 6.131 -3.073
Ertragsteuern 4.901 4.901 -981 3.920
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung
ausländischer Geschäftsbetriebe -103.523 -103.523 -123.552 -227.075
Erfolgsneutrale Eigenkapitaländerung
von at-equity konsolidierten Unternehmen 374 374 374
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (-) nach Ertragsteuern -103.046 -103.046 -100.299 -203.345
Jahresüberschuss (JÜ) 1.578.836 1.578.836 263.959 1.842.796
Gesamtergebnis der Periode 1.578.836 -103.046 1.475.790 163.660 1.639.450
Dividendenausschüttung -311.940 -311.940 -175.265 -487.205
Rückkauf eigener Anteile -64.861 -64.861 -64.861
Rückkauf Wandelschuldverschreibungen -255 -255 -255
Verkauf eigener Anteile 711 247 958 958
Wandlungen von Wandelschuldverschreibungen -13.366 64.727 51.361 51.361
Tilgung von Wandelschuldverschreibungen -6 -6 -6
Kapitalherabsetzung -3 3 -99 99 0 0
Effekt aus stufenweisem
Geschäftszusammenschluss 8.231 8.231 15.587 23.818
Erhöhung (+)/Verminderung (-)
Minderheitenanteile 358 358 -358 0
31. Dezember 2007 300.000 782.385 6.318.288 751.943 -13.929 8.138.687 2.200.833 10.339.520
Kapital Gewinn Sonstige Gesellschafter Minderheiten
in EUR 1.000 Grundkapital rücklagen rücklagen Rücklagen Eigene Anteile OMV anteile Gesamtkapital
1. Jänner 2006 300.001 993.299 3.941.566 671.196 -14.470 5.891.592 1.801.928 7.693.520
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (-)
aus der Bewertung von Wertpapieren:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern 64.865 64.865 952 65.817
Ertragsteuern 2.637 2.637 -151 2.486
Realisierte, im JÜ ausgewiesene
Gewinne (+)/Verluste (-) vor Ertragsteuern -403 -403 -302 -705
Ertragsteuern 50 50 49 99
aus der Bewertung von Hedges:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern -15.098 -15.098 -11.403 -26.501
Ertragsteuern 2.665 2.665 2.396 5.061
Realisierte, im JÜ ausgewiesene
Gewinne (+)/Verluste (-) vor Ertragsteuern 6.590 6.590 7.038 13.628
Ertragsteuern -884 -884 -1.126 -2.010
Umbuchung auf Anschaffungskosten 2.824 2.824 2.734 5.558
Ertragsteuern -369 -369 -354 -723
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung
ausländischer Geschäftsbetriebe 119.866 119.866 153.724 273.590
Erfolgsneutrale Eigenkapitaländerung
von at-equity konsolidierten Unternehmen 1.050 1.050 1.050
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (-) nach Ertragsteuern 183.793 183.793 153.557 337.350
Jahresüberschuss (JÜ) 1.382.602 1.382.602 275.639 1.658.241
Gesamtergebnis der Periode 1.382.602 183.793 1.566.395 429.196 1.995.591
Dividendenausschüttung -268.813 -268.813 -108.810 -377.623
Rückkauf eigener Anteile -201.793 -201.793 -201.793
Rückkauf Wandelschuldverschreibungen -149.333 -149.333 -149.333
Verkauf eigener Anteile 925 329 1.254 1.254
Kapitalerhöhung aus Wandlungen 2 -49.593 201.793 152.202 152.202
Erhöhung (+)/Verminderung (-)
Minderheitenanteile -12.453 -12.453 74.895 62.442
31. Dezember 2006 300.003 795.298 5.042.902 854.989 -14.141 6.979.051 2.197.209 9.176.260

Gezahlte Dividenden

In der Hauptversammlung am 24. Mai 2007 wurde die Ausschüttung einer Dividende von EUR 1,05 je Aktie beschlossen, um 17% höher als im Vorjahr, welche zu einer Dividendenzahlung von EUR 312 Mio an die Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft führte. Im Geschäftsjahr 2007 erfolgten Dividendenzahlungen an Minderheitsaktionäre in

Höhe von EUR 175 Mio, wovon EUR 149 auf die Minderheitsgesellschafter von Petrom entfielen.

Für das Jahr 2007 wird der OMV Hauptversammlung am 14. Mai 2008 eine Dividendenausschüttung von EUR 1,25 je Aktie vorgeschlagen werden, was einer Erhöhung von 19% entspricht.

Primäre Segmentberichterstattung

1
UmsatzP
)
P
P
-------------- -- -------- ---
Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% in EUR Mio 2007 2006 U%
1.076 1.292 983 31 Exploration und Produktion 4.247 3.968 7
4.413 4.548 4.248 7 Raffinerien und Marketing 16.312 17.253 -5
589 1.045 1.069 -2 Erdgas 3.096 2.071 50
58 56 76 -26 Konzernbereich und Sonstiges 261 257 2
6.137 6.941 6.376 9 Zwischensumme 23.916 23.549 2
-998 -1.213 -1.220 -1 abzüglich Innenumsatz -3.874 -4.578 -15
5.139 5.728 5.156 11 OMV Konzern 20.042 18.970 6

1)P TKonsolidierungsbuchungen wurden den jeweiligen Segmenten zugeordnet.T

EBITP 1)

Q3/07 Q4/07 Q4/06 U% in EUR Mio 2007 2006 U%
508 563 425 32 Exploration und Produktion 1.933 1.908 1
81 -119 -44 170 Raffinerien und Marketing 84 121 -30
45 77 49 57 Erdgas 244 135 81
-15 -29 -35 -18 Konzernbereich und Sonstiges -77 -103 -26
619 492 394 25 EBIT 2.184 2.061 6
-6 -196 -167 17 Sondereffekte -192 -196 (2)
-14 -58 -129 -55 davon: Personal und Restrukturierung -79 -143 -44
-27 -65 -25 159 Außerplanmäßige Abschreibungen -86 -82 5
3 4 10 -61 Anlagenverkäufe 26 70 -63
31 -77 -22 249 Sonstiges -52 -40 31
625 688 561 2)
23 EBIT vor Sondereffekten P
P
2.377 2.257 5
492 648 484 34 davon: Exploration und Produktion 1.978 1.974 0
98 -9 40 n.m. Raffinerien und Marketing 224 219 3
50 79 49 61 Erdgas 250 135 85
-15 -30 -12 160 Konzernbereich und Sonstiges -76 -71 7

1)Konsolidierungsbuchungen wurden den jeweiligen Segmenten zugeordnet.

2) Sondereffekte werden dem EBIT hinzugerechnet bzw. abgezogen. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den einzelnen Bereichen.T

Erklärung des Vorstands

Der vorläufige und ungeprüfte Konzernabschluss für die Berichtsperiode 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2007 wurde in Übereinstimmung mit allen zum Erstellungszeitpunkt verpflichtenden IFRSs, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2007 sowie der Ertragslage des Konzerns für die Berichtsperiode 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2007. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss für die Berichtsperiode 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2007.

Wien, 25. Februar 2008

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Vorsitzender

Gerhard Roiss Vorsitzender-Stellvertreter

Werner Auli David Davies Helmut Langanger

OMV wird Anträge zur Beschlussfassung bei MOL Hauptversammlung 2008 vorlegen

OMV ist nach wie vor über die Maßnahmen beunruhigt, die der MOL Vorstand in den vergangenen acht Monaten entgegen die Interessen seiner Aktionäre getroffen hat. Am 20. Dezember 2007 kündigte MOL an, einen 7%igen Anteil am Unternehmen zu einem effektiven Preis von HUF 18.540P 1)je Aktie an CEZ zu verkaufen. Dies stellt nur die letzte einer Serie von Handlungen dar, die nicht nur wertvernichtend erscheinen, sondern auch gegen grundlegende Regeln der guten Corporate Governance verstoßen. Einige von MOL's Handlungen hatten das Ziel, dem Vorstand die Kontrolle über das Unternehmen auf Kosten der Aktionäre zu übertragen. In Anbetracht der Bereitschaft des MOL Vorstands, solche Handlungen durchzuführen, wird einmal mehr die Notwendigkeit unterstrichen, dass die Einhaltung wesentlicher Grundsätze guter Corporate Governance durch den Unternehmensvorstand sichergestellt werden müssen.

OMV, als bedeutendster Anteilseigner von MOL, ist daran interessiert, dass MOL's Aktionäre wieder die Möglichkeit erlangen, über die Zukunft des Unternehmens selbst zu entscheiden. Aus diesem Grund beabsichtigt OMV bei der Hauptversammlung von MOL am 24. April 2008 verschiedene Anträge zur Beschlussfassung vorzulegen. Diese Anträge, wie nachfolgend zusammengefasst, verfolgen das Ziel, die Transparenz bezüglich der unternommenen Transaktionen und getroffenen Vereinbarungen des MOL Vorstands zu erhöhen sowie die Einhaltung international gültiger Standards guter Corporate Governance sicherzustellen.

  1. Aufforderung der MOL Aktionäre, dass der Vorstand die Vereinbarungen über "quasi-eigene" Aktien mit BNP Paribas SA, OTP Bank Plc, MFB Invest Zrt., Magnolia Finance Ltd und CEZ MH BV innerhalb von sechs Monaten nach der Hauptversammlung aufkündigt, und dass

diese vollumfänglich als eigene Aktien gemäß dem ungarischen Unternehmensgesetz zu behandeln sind, insbesondere im Hinblick auf die Berücksichtigung des Stimmrechtsverbots sowie den Verlust auf Dividendenanspruch.

    1. Ernennung eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers zur Revision der Vereinbarungen über "quasi-eigene" Aktien, die vom MOL Vorstand eingegangen wurden.
    1. Zeitnahe Veröffentlichung detaillierter Abstimmungsberichte der Hauptversammlung 2008, um allen MOL Aktionären präzise Information über die Identität der Aktionäre, deren Stimmrechte sowie Stimmverhalten bei der Hauptversammlung zu geben.

Weitere Informationen zu den Tagesordnungspunkten und Anträgen können unter HTUwww.omv.comUTH abgerufen werden.

Durch die Einreichung dieser Anträge verleiht OMV ihrer Missbilligung der jüngsten Handlungen des MOL Vorstands Nachdruck. Zudem ersucht OMV den MOL Vorstand, den Aktionären die eingebrachten Anträge leicht zugänglich und zeitnah zur Verfügung zu stellen und sie über diese abstimmen zu lassen.

1) CEZ hat die Zahlung von ca. EUR 560 Mio für insgesamt 7,68 Mio Aktien von MOL bekannt gegeben. Dies entspricht einem Preis pro Aktie in Höhe von ca. HUF 18.540 (Quelle: CEZ Pressekonferenz vom 20. Dezember 2007; der Aktienkurs basiert auf einem Wechselkurs von HUF/EUR 254,3 am Tag der Veröffentlichung.)

Wirtschaftliches Umfeld: Ölpreise und Wechselkurse

Die Rohölnachfrage stieg in 2007 um 1,2% auf 85,8 Mio bbl/d. Der Zuwachs setzt sich aus einem Nachfragerückgang der OECD-Länder von 0,1 Mio bbl/d und einem Mehrbedarf der Nicht-OECD-Länder von 1,1 Mio bbl/d zusammen. Zwei Drittel des zusätzlichen Ölbedarfs entfielen auf asiatische Länder.

Das Produktionsniveau von 85,5 Mio bbl/d lag knapp über dem Vorjahrsniveau, was in Folge der höheren Nachfrage zu einem geringfügigeren Abbau der Rohöllagerbestände führte. Inklusive der neuen Mitgliedsländer Angola und Ekuador förderte die OPEC 30,6 Mio bbl/d Rohöl und 4,8 Mio bbl/d NGL, was einem Marktanteil von 41% entspricht. Die Produktionsrückgänge in Saudi-Arabien, Venezuela und Nigeria beliefen sich auf 0,8 Mio bbl/d, im Irak stieg die Produktion um 0,2 Mio bbl/d bzw. 10%. Die Rohölproduktion der OECD erreichte 19,8 Mio bbl/d und lag damit um 0,2 Mio bbl/d unter dem Vorjahr. Nennenswerte Steigerungen der Rohölversorgung konnten Russland, die Kaspische Region und Kanada erreichen.

In 2007 stieg der Brent-Rohölpreis im Jahresverlauf 2007 um 63% auf USD 96,02/bbl. Wesentliche Gründe dafür waren die geopolitische Lage und Unsicherheiten in einigen Förderländern aber auch die anhaltende Nachfragedynamik sowie Verzögerungen bei wichtigen internationalen Explorationsprojekten, was auch spekulative Handelsaktivitäten und dadurch einen weiteren Preisanstieg verursachte. Brent lag im Durchschnitt in 2007 bei USD 72,39/bbl und somit um 11% über 2006 (USD 65,14/bbl). Durch die USD-Schwäche lagen am Rotterdamer Markt die Preise für wichtige Mineralölprodukte (2007 auf Euro-Basis) nur um 1% bis 7% über dem Niveau von 2006. Der Durchschnittspreis für Urals lag bei EUR 69,38/bbl in 2007, um 13% über 2006.

In 2007 verlor der USD kontinuierlich an Stärke zum EUR und lag im Schnitt bei 1,371 um 9% unter 2006. Obwohl der Rumänische Leu (RON) in Q4/07 gegenüber dem EUR an Stärke verlor, nahm er in 2007 im Schnitt um 5% zu und lag durchschnittlich bei 3,335 für 1 EUR.

U%
11
13
9
-5
-13
1
-2

Quelle: Reuters

OMV Aktienkursentwicklung

Die OMV Aktie zeigte in Q4/07 eine sehr starke Performance. Der Aktienkurs erreichte am 27. November seinen Quartalstiefpunkt bei EUR 46,70 und schloss Ende Dezember mit seinem Jahreshöchstwert von EUR 55,42. Die Performance der OMV Aktie an der Wiener Börse betrug in Q4/07 +18%. Im Vergleich dazu zeigten die internationalen Finanzmärkte in Q4/07 eine deutlich schwächere Entwicklung: FTSE Eurotop 100 -3%, Nikkei -7% und Dow Jones -5%. Österreichische Aktien entwickelten sich seitwärts, der ATX schloss Q4/07 auf etwa demselben Niveau wie Ende Q3/07. Der FTSE Global Energy Index (der aus den 40 größten Öl- und Gasunternehmen weltweit zusammengesetzt wird) erreichte einen Anstieg um 5%.

ISIN: AT0000743059 Marktkapitalisierung per 28. Dezember EUR 16.626 Mio
Wiener Börse: OMV Schlusskurs per 28. Dezember EUR 55,42
Reuters: OMV.VI Jahreshöchstkurs am 28. Dezember EUR 55,42
Bloomberg: OMV AV Jahrestiefstkurs am 10. Jänner EUR 39,10
ADR Level I: OMVKY Ausstehende Aktien (per 28. Dezember) 298.730.934
Ausstehende Aktien (gewichtet) in Q4/07 298.730.934
ISIN: AT0000341623 3,75% OMV Anleihe (2003-2010)

Abkürzungen

bbl: Fass (159 Liter); bcf: (billion cubic feet) Milliarden Kubikfuß; boe: Fass Öläquivalent; boe/d: Fass Öläquivalent pro Tag; E&P: Exploration und Produktion; EPS: (Earnings per share) Ergebnis pro Aktie; EUR: Euro; LNG: (Liquefied Natural Gas) verflüssigtes Erdgas; m: Meter; Mio: Million; n.a.: (not available) Wert nicht verfügbar; n.m.: (not meaningful) Wert nicht aussagekräftig; NGL: Natural Gas Liquids; NWE: (North-West European) Raffineriemarge für den nordwesteuropäischen Raum; R&M: Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie; RON: Rumänischer Leu; t: Tonne; USD: US Dollar

OMV Kontakte

Internet Homepage: HTUwww.omv.comUTH

Ana-Barbara Kunčič, Investor Relations Tel. +43 (1) 40 440-21600; E-Mail: [email protected] TThomas Huemer, Presseabteilung Tel. +43 (1) 40 440-21660; E-Mail: [email protected]