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OMV AG Annual Report 2018

Mar 29, 2019

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2018

Gründe, warum wir uns auf morgen freuen

Inhalt

Teil 1: Konzerngeschäftsbericht – beinhaltet:

Teil 2: Einzelabschluss der OMV Aktiengesellschaft – beinhaltet:

Teil 3: Erklärung des Vorstands – beinhaltet:

321 Erklärung gemäß § 124 Abs. 1 BörseG 2018

Geschäftsbericht 2018

Gründe, warum wir uns auf morgen freuen

Auf einen Blick

Fünf-Jahres-Übersicht

Umsatzerlöse2
22.930
20.222
19.260
22.527
35.913
in EUR Mio
Operatives Ergebnis
3.524
1.732
– 32
– 1.661
1.149
in EUR Mio
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
3.298
1.486
– 230
– 1.909
792
in EUR Mio
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
– 1.305
– 634
47
654
– 265
in EUR Mio
Jahresüberschuss
1.993
853
– 183
– 1.255
527
in EUR Mio
Den Aktionären des Mutterunternehmens
zuzurechnender Jahresüberschuss
1.438
435
– 403
– 1.100
278
in EUR Mio
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3
3.646
2.958
1.535
1.737
2.418
in EUR Mio
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender CCS
Jahresüberschuss vor Sondereffekten 3
1.594
1.624
995
1.148
1.132
in EUR Mio
Bilanzsumme
36.961
31.576
32.112
32.664
33.855
in EUR Mio
Eigenkapital
15.342
14.334
13.925
14.298
14.514
in EUR Mio
Nettoverschuldung
2.014
2.005
2.969
4.038
4.902
in EUR Mio
Durchschnittlich eingesetztes Kapital
16.850
15.550
17.943
19.972
19.760
in EUR Mio
Cashflow aus der Betriebstätigkeit
4.396
3.448
2.878
2.834
3.666
in EUR Mio
Investitionen
3.676
3.376
1.878
2.769
3.832
in EUR Mio
Organische Investitionen4
1.893
1.636
1.868
2.749
3.580
in EUR Mio
Freier Cashflow
1.043
1.681
1.081
– 39
272
in EUR Mio
Freier Cashflow nach Dividenden
263
1.013
615
– 569
– 377
in EUR Mio
Net Operating Profit After Tax (NOPAT)
2.097
987
– 88
– 1.119
627
in EUR Mio
CCS NOPAT vor Sondereffekten3
2.196
2.169
1.325
1.522
1.697
in EUR Mio
Return On Average Capital Employed (ROACE)
12
6
0
– 6
3
in %
CCS ROACE vor Sondereffekten3
13
14
7
8
9
in %
Return On Equity (ROE)
14
6
– 1
– 9
4
in %
Eigenkapitalquote
42
45
43
44
43
in %
Verschuldungsgrad
13
14
21
28
34
in %
Ergebnis je Aktie
4,40
1,33
– 1,24
– 3,37
0,85
in EUR
CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten3
4,88
4,97
3,05
3,52
3,47
in EUR
Cashflow je Aktie5
13,46
10,56
8,82
8,68
11,24
in EUR
Dividende je Aktie6
1,75
1,50
1,20
1,00
1,25
in EUR
Ausschüttungsgrad
40
113
n.m.
n.m.
147
in %
Mitarbeiteranzahl per 31. Dezember
20.231
20.721
22.544
24.124
25.501
Produktion
427
348
311
303
309
in kboe/d
Sichere Reserven
1.270
1.146
1.030
1.028
1.090
in Mio boe
Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte
20
24
31
30
31
in Mio t
Erdgas-Verkaufsmengen7
114
113
109
110
114
in TWh
2018 2017 2016 2015 20141
0,30
0,34
0,40
0,27
0,44
Arbeitsstunden
Lost-Time Injury Rate (LTIR) pro 1 Mio

1 2015 wurden die Zahlen für 2014 gemäß IAS 8 angepasst.

2 Umsätze exklusive Mineralölsteuer

3 Bereinigt um Sondereffekte; das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien und der OMV Petrol Ofisi.

4 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben exklusive Akquisitionen und

bedingter Gegenleistungen. 5 Cashflow aus der Betriebstätigkeit

6 2018: wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat bestätigt. Vorbehaltlich der Bestätigung der Hauptversammlung 2019.

7 Ab 2015 spiegelt diese Kennzahl nur Mengen an Dritte wider und exkludiert Tradingmengen. Zuvor veröffentlichte Zahlen wurden entsprechend angepasst.

Geschäftsfelder

Upstream

OMV Upstream sucht und fördert Öl und Gas in den fünf Kernregionen Mittel- und Osteuropa, Russland, Nordsee, Mittlerer Osten und Afrika sowie Asien-Pazifik. 2018 wurden täglich 427 kboe/d (entspricht 156 Mio boe) produziert. Während Erdgas 57% zur Produktion beitrug, erreichte der Erdölanteil 43%. Zum Jahresende betrugen die sicheren Reserven 1,27 Mrd boe.

1 Das Upstream-Geschäft in Pakistan wurde am 28. Juni 2018 veräußert.

2 Am 31. Jänner 2019 erwarb die OMV eine 50% Beteiligung an SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. Zusätzlich zu der Präsenz in Malaysia verfügt die SapuraOMV Upstream über Explorationsvermögen in Neuseeland, Australien und Mexiko.

GESCHÄFTSFELDER

Downstream

Downstream Öl (einschl. Petrochemie) betreibt drei Raffinerien in Österreich, Deutschland und Rumänien, ein internationales Mehr-Marken-Tankstellennetzwerk sowie ein hochqualitatives Commercial-Geschäft. 2018 betrug die Gesamtjahreskapazität 17,8 Mio t. Downstream Gas ist mit einem vollständig integrierten Erdgasgeschäft über die gesamte Gaswertschöpfungskette vom Bohrloch bis zum Verbrauchspunkt beim Endkunden tätig.1 Mit einem Gaskraftwerk in Rumänien beinhaltet dieser Geschäftsbereich auch die Konzernaktivitäten im Stromgeschäft.

Downstream Öl- und Gas-Markt Downstream Öl-Markt Downstream Gas-Markt

Österreich Moldawien Türkei Rumänien Serbien Ungarn Slowakei Slowenien Tschechien

Deutschland Bulgarien Niederlande

1 Das Erdgasgeschäft der OMV wird unter strikter Einhaltung der anwendbaren Gas Unbundling Vorschriften geführt. 2 Die OMV hat das Kraftwerk Samsun in der Türkei am 6. September 2018 verkauft

7 Gründe, warum wir uns auf morgen freuen

7 Gründe, die beschreiben, was über den künftigen Erfolg in unserer Branche entscheiden wird. 7 Gründe, die zeigen, was unser Unternehmen besonders macht.

Die OMV hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie hält, was sie verspricht. Wir haben uns eine kerngesunde Basis geschaffen, haben eine klare Strategie formuliert und lassen sie gemeinsam mit weltweit mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Wirklichkeit werden. Wir verstehen unser Geschäft, wissen, was heute zählt und was es braucht, damit wir auch morgen erfolgreich sind. Nicht zuletzt haben wir Kundinnen und Kunden, Eigentümerinnen und Eigentümer, Partnerinnen und Partner, die uns seit Jahrzehnten ihr Vertrauen schenken.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Reise durch die Welt der OMV.

FINANZKALENDER

10. April 2019 Trading Update Q1 2019
3. Mai 2019 Ergebnis Jänner–März 2019
4. Mai 2019 Nachweisstichtag für die ordentliche
Hauptversammlung
14. Mai 2019 Ordentliche Hauptversammlung
21. Mai 2019 Dividenden-Extag
22. Mai 2019 Dividenden-Nachweisstichtag
23. Mai 2019 Dividenden-Zahltag
9. Juli 2019 Trading Update Q2 2019
31. Juli 2019 Ergebnis Jänner–Juni und Q2 2019
9. Oktober 2019 Trading Update Q3 2019
30. Oktober 2019 Ergebnis Jänner–September und Q3 2019
Jänner 2020 Trading Update Q4 2019
Februar 2020 Ergebnis Jänner–Dezember und Q4 2019"
März 2020 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2019
Die bestätigten Termine finden Sie unter:
www.omv.com/finanzkalender

Inhalt

7 GRÜNDE, WARUM WIR UNS AUF MORGEN FREUEN

1—AN UNSERE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE

2—KONZERNLAGEBERICHT

3—KONSOLIDIERTER CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

4—KONZERNABSCHLUSS UND KONZERNANHANG

5—ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN

1. Wir wissen, wie man Erfolg perfekt ausbalanciert.

Zukunft hat, wer fest auf gesunden Beinen steht und dabei trotzdem beweglich ist. Die OMV sucht, findet, fördert, transportiert und verarbeitet Öl und Gas. Beides vermarktet sie – auch über eigene Vertriebskanäle – bis zu den Kundinnen und Kunden. Das integrierte Geschäftsmodell mit Upstream und Downstream ermöglicht dabei den Ausgleich von Marktschwankungen und sichert den Unternehmenserfolg gegenüber volatilen Öl- und Gaspreisen ab. Das Wachstum des Upstream-Portfolios sowie die Erweiterung der Wertschöpfungskette im Downstream-Geschäft eröffnen dem Unternehmen zusätzliche Chancen zur Wertsteigerung.

Liudmila Konovalova, Erste Solotänzerin des Wiener Staatsballetts. Die OMV ist Generalsponsorin der Wiener Staatsoper.

Zukunft hat, wer fest auf gesunden Beinen steht und dabei trotzdem beweglich ist. Die OMV sucht, findet, fördert, transportiert und verarbeitet Öl und Gas. Beides vermarktet sie – auch über eigene Vertriebskanäle – bis zu den Kundinnen und Kunden. Das integrierte Geschäftsmodell mit Upstream und Downstream ermöglicht dabei den Ausgleich von Marktschwankungen und sichert den Unternehmenserfolg gegenüber volatilen Öl- und Gaspreisen ab. Das Wachstum des Upstream-Portfolios sowie die Erweiterung der Wertschöpfungskette im Downstream-Geschäft eröffnen dem Unternehmen zusätzliche Chancen zur Wertsteigerung.

1.

Wir wissen,

wie man Erfolg

perfekt

ausbalanciert.

Wer sich auf morgen freuen will, muss bereit sein, neue Wege zu gehen. Die OMV hat 2018 substanzielle Assets in Abu Dhabi und Neuseeland erworben und mit einer Upstream-Beteiligung in Malaysia einen ersten Schritt nach Südostasien gesetzt. Mit dem Aufbau der Region Asien-Pazifik zur fünften Kernregion sichert sich der Upstream-Bereich wertvolle Ressourcen und stellt sich geografisch breiter auf. Ein strategischer Mehrwert: Künftig kann die OMV geopolitische Krisen noch besser abfedern. Die Internationalisierung von Downstream in Richtung Mittlerer Osten und Asien eröffnet ebenfalls attraktive Potenziale

2.

Wir

erschließen

neue Welten.

in der weltweit größten Wachstumsregion für Öl, Gas und Petrochemie.

Wir erschließen neue Welten.

Wer sich auf morgen freuen will, muss bereit sein, neue Wege zu gehen. Die OMV hat 2018 substanzielle Assets in Abu Dhabi und Neuseeland erworben und mit einer Upstream-Beteiligung in Malaysia einen ersten Schritt nach Südostasien gesetzt. Mit dem Aufbau der Region Asien-Pazifik zur fünften Kernregion sichert sich der Upstream-Bereich wertvolle Ressourcen und stellt sich geografisch breiter auf. Ein strategischer Mehrwert: Künftig kann die OMV geopolitische Krisen noch besser abfedern. Die Internationalisierung von Downstream in Richtung Mittlerer Osten und Asien eröffnet ebenfalls attraktive Potenziale in der weltweit größten Wachstumsregion für Öl, Gas und Petrochemie.

Wir steigern Produktion, Profitabilität und Reserven.

Wohin man auch schaut: Der Energiebedarf weltweit steigt. Um für die internationalen Märkte optimal aufgestellt zu sein, setzt die OMV auf organisches Wachstum und strategische Akquisitionen profitabler Assets. Das Ziel bis 2025 lautet: Verdoppelung der Produktion auf täglich 600.000 Fass und der Reserven auf mehr als zwei Milliarden Fass Öläquivalent. Ebenso erfreulich ist die Steigerung der Effizienz: In den vergangenen drei Jahren konnten die Produktionskosten nahezu halbiert werden.

Offshore-Feld Umm Lulu, Abu Dhabi. OMV Beteiligung: 20 Prozent.

Wohin man auch schaut: Der Energiebedarf weltweit steigt. Um für die internationalen

Akquisitionen profitabler Assets. Das Ziel bis 2025 lautet: Verdoppelung der Produktion auf täglich 600.000 Fass und der Reserven auf mehr als zwei Milliarden Fass Öläquivalent. Ebenso erfreulich ist die Steigerung der Effizienz: In den vergangenen drei Jahren konnten

die Produktionskosten nahezu halbiert werden.

Märkte optimal aufgestellt zu sein, setzt die OMV auf organisches Wachstum und strategische

3.

Wir steigern

Produktion,

Profitabilität und

Reserven.

4. Wir geben bei der Energiezukunft richtig Gas.

Gas hat nicht nur bei den Themen Mobilität und Wärme wachsende Bedeutung. Als wichtiger Träger der Energiewende ermöglicht es auch den Ausstieg aus Kohle und leistet damit einen sofortigen und unverzichtbaren Beitrag zu CO2 -Reduktion und Klimaschutz. Die OMV Strategie, um in Zukunft richtig Gas zu geben: Steigerung des Gasanteils im Upstream-Portfolio auf über 50 Prozent, Aufstieg zum führenden integrierten Downstream-Gasversorger von Nordwestbis Südosteuropa, Verdoppelung der Verkaufsmengen in Europa und Steigerung des Marktanteils in Deutschland auf 10 Prozent. Außerdem werden die OMV Logistikdienstleistungen im Transport, im Speicher und an der Gasdrehscheibe Baumgarten weiter ausgebaut.

Gas hat nicht nur bei den Themen Mobilität und Wärme wachsende Bedeutung. Als wichtiger Träger der Energiewende ermöglicht es auch den Ausstieg aus Kohle und leistet damit einen

4.

Wir geben bei

der Energiezukunft

richtig Gas.

um in Zukunft richtig Gas zu geben: Steigerung des Gasanteils im Upstream-Portfolio auf über 50 Prozent, Aufstieg zum führenden integrierten Downstream-Gasversorger von Nordwestbis Südosteuropa, Verdoppelung der Verkaufsmengen in Europa und Steigerung des Marktanteils in Deutschland auf 10 Prozent. Außerdem werden die OMV Logistikdienstleistungen

im Transport, im Speicher und an der Gasdrehscheibe Baumgarten weiter ausgebaut.

-Reduktion und Klimaschutz. Die OMV Strategie,

sofortigen und unverzichtbaren Beitrag zu CO2

Wir veredeln, was Zukunft hat.

5.

Erdöl ist ein wertvoller Rohstoff. Aber auch bei Erdöl kommt es letztlich darauf an, was man daraus macht. Die Strategie der OMV für die Zukunft lautet daher: veredeln statt verbrennen. Dazu setzt sie zunehmend auf die Entwicklung und Herstellung höherwertiger Produkte. So wird in der Petrochemie die Produktion innovativer Vorprodukte zum Beispiel für leichtere Autos, moderne Verpackungslösungen oder Medizinanwendungen forciert. Gleichzeitig erweitert die OMV ihre Produktionskapazitäten für Flugtreibstoff. All das resultiert in höherer Profitabilität und glänzenden Ergebnissen, über die sich alle Stakeholder freuen können.

Erdöl ist ein wertvoller Rohstoff. Aber auch bei Erdöl kommt es letztlich darauf an, was man daraus macht. Die Strategie der OMV für die Zukunft lautet daher: veredeln statt verbrennen. Dazu setzt sie zunehmend auf die Entwicklung und Herstellung höherwertiger Produkte.

5.

Wir veredeln,

was Zukunft hat.

So wird in der Petrochemie die Produktion innovativer Vorprodukte zum Beispiel für leichtere

Autos, moderne Verpackungslösungen oder Medizinanwendungen forciert. Gleichzeitig erweitert die OMV ihre Produktionskapazitäten für Flugtreibstoff. All das resultiert in höherer Profitabilität und glänzenden Ergebnissen, über die sich alle Stakeholder freuen können.

Wer die Nutzung von Rohstoffen nachhaltig verändern will, muss die Dinge selbst in die Hand nehmen. Die OMV investiert daher bis 2025 bis zu 500 Millionen Euro in innovative Projekte. Bestes Beispiel dafür ist das ReOil®-Forschungsprojekt: Durch die Rückverwandlung von

6.

Wir forschen

für die

Ressourcen

von morgen.

Plastikmüll in Öl können in unserer Pilotanlage in der Raffinerie Schwechat aus 100 kg Altkunststoff 100 Liter Rohöl pro Stunde gewonnen werden. Darüber hinaus zielt die Nachhaltigkeits-

Sie soll bis 2025 im Betrieb um 19 Prozent und im Produktportfolio um vier Prozent gegenüber

-Intensität ab.

strategie 2025 auf die kontinuierliche unternehmensweite Verbesserung der CO2

2010 sinken.

6. Wir forschen für die Ressourcen von morgen.

Wer die Nutzung von Rohstoffen nachhaltig verändern will, muss die Dinge selbst in die Hand nehmen. Die OMV investiert daher bis 2025 bis zu 500 Millionen Euro in innovative Projekte. Bestes Beispiel dafür ist das ReOil®-Forschungsprojekt: Durch die Rückverwandlung von Plastikmüll in Öl können in unserer Pilotanlage in der Raffinerie Schwechat aus 100 kg Altkunststoff 100 Liter Rohöl pro Stunde gewonnen werden. Darüber hinaus zielt die Nachhaltigkeitsstrategie 2025 auf die kontinuierliche unternehmensweite Verbesserung der CO2 -Intensität ab. Sie soll bis 2025 im Betrieb um 19 Prozent und im Produktportfolio um vier Prozent gegenüber 2010 sinken.

Ein wichtiges Ziel der OMV: Stakeholder mit Erfolg zum Lächeln zu bringen. Das gelingt, weil das Unternehmen operativ erfolgreich ist, wirtschaftlich kerngesund dasteht und eine progressive Dividendenpolitik verfolgt. Mit der OMV Strategie 2025 wurden zusätzliche Voraussetzungen geschaffen, damit dies auch in Zukunft so bleibt: durch profitable

Cashflow finanziert.

Investitionen und Akquisitionen, hocheffiziente Kostenstrukturen sowie ein starkes Cashflow-Management. Beachtliches Beispiel für die Leistungsfähigkeit der OMV: Sowohl die Upstream-Akquisitionen im Jahr 2018 als auch die OMV Rekorddividende für 2017 wurden aus dem

7.

Wir schaffen Wert,

der anderen

Freude macht.

Wir schaffen Wert, der anderen Freude macht.

7.

Ein wichtiges Ziel der OMV: Stakeholder mit Erfolg zum Lächeln zu bringen. Das gelingt, weil das Unternehmen operativ erfolgreich ist, wirtschaftlich kerngesund dasteht und eine progressive Dividendenpolitik verfolgt. Mit der OMV Strategie 2025 wurden zusätzliche Voraussetzungen geschaffen, damit dies auch in Zukunft so bleibt: durch profitable Investitionen und Akquisitionen, hocheffiziente Kostenstrukturen sowie ein starkes Cashflow-Management. Beachtliches Beispiel für die Leistungsfähigkeit der OMV: Sowohl die Upstream-Akquisitionen im Jahr 2018 als auch die OMV Rekorddividende für 2017 wurden aus dem Cashflow finanziert.

Wachstum braucht Strategie, Augenmaß und Leidenschaft.

Die OMV hat sich zu einem kerngesunden und wettbewerbsstarken Unternehmen entwickelt. Der Umbau des Portfolios in Upstream und Downstream und das konsequente Management von Kosten und Cashflow haben das Unternehmen auf zwei hocheffiziente, ertragsstarke Beine gestellt. Zwei Beine, auf denen wir mit Zuversicht in die Zukunft gehen.

Mit der im März 2018 präsentierten Strategie 2025 hat die OMV ein weiteres Kapitel auf dem Weg in Richtung Zukunft aufgeschlagen. Das Leitmotiv lautet: profitables Wachstum entlang des erfolgreichen integrierten Geschäftsmodells. Wachstum in Wert und Größe, international

Mit dem im Jänner 2019 angekündigten Erwerb von 15 Prozent an ADNOC Refining und an einem geplanten globalen Trading Joint Venture wird die OMV auch in Abu Dhabi vom Bohrloch bis zur Petrochemie in der gesamten Wertschöpfungskette vertreten sein. Dadurch können wir unsere nachgewiesene Expertise in der Nutzung des integrierten Geschäftsmodells an einem der zukünftig potenziell größten Verbundstandorte der Welt einsetzen. Zudem werden wir mit Abschluss der Transaktion unsere Raffineriekapazität mit einem Schlag um 40 Prozent erhöhen und 70 Prozent der Produktion in die Wachstumsmärkte Asien,

19

Mittlerer Osten und Afrika exportieren können.

Im Upstream-Bereich wollen wir Produktion und Reserven verdoppeln und unser Geschäft durch ein kostenoptimiertes Portfolio langfristig absichern. Strategisches Wachstum setzt aber auch ein geografisch ausgewogenes Portfolio voraus, mit dem wir wirtschaftliche und politische Risiken so gut wie möglich ausgleichen können. Der Erwerb der Shell-Assets in Neuseeland war deshalb ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Region Asien-Pazifik zur fünften OMV Kernregion. Außerdem sind wir mit dem Erwerb eines 50-Prozent-Anteils an dem neuen malaysischen Joint Venture SapuraOMV Upstream erstmals in Südostasien aktiv. Neben einer zukünftig steigenden Tagesproduktion in malaysischen Offshore-Gasfeldern gibt uns diese Beteiligung Zugang zu Explorationsblöcken in Neuseeland, Australien und Mexiko. Unsere 20-Prozent-Anteile an den attraktiven Offshore-Gasfeldern SARB und Umm Lulu in Abu Dhabi haben unsere Wachstumsperspektive bei Produktion und Reserven verbessert. Dasselbe erwarten wir von der geplanten Beteiligung an zwei Achimov-Blöcken in Sibirien. In Norwegen konnten wir uns sowohl über einen substanziellen Explorationserfolg mit dem Hades- und Iris-Fund als auch über die ersten Erdgaslieferungen aus dem Feld Aasta Hansteen freuen.

und nachhaltig.

Die OMV Strategie 2025:

von Prozessen und Performance.

integriertes Wachstum, Internationalisierung, Ausbau der Gasposition, weitere Verbesserung

Aasta Hansteen – einer der Bausteine zur neuen OMV Rekordfördermenge.

Mit der im März 2018 präsentierten Strategie 2025 hat die OMV ein weiteres Kapitel auf dem Weg in Richtung Zukunft aufgeschlagen. Das Leitmotiv lautet: profitables Wachstum entlang des erfolgreichen integrierten Geschäftsmodells. Wachstum in Wert und Größe, international und nachhaltig.

Im Upstream-Bereich wollen wir Produktion und Reserven verdoppeln und unser Geschäft durch ein kostenoptimiertes Portfolio langfristig absichern. Strategisches Wachstum setzt aber auch ein geografisch ausgewogenes Portfolio voraus, mit dem wir wirtschaftliche und politische Risiken so gut wie möglich ausgleichen können. Der Erwerb der Shell-Assets in Neuseeland war deshalb ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Region Asien-Pazifik zur fünften OMV Kernregion. Außerdem sind wir mit dem Erwerb eines 50-Prozent-Anteils an dem neuen malaysischen Joint Venture SapuraOMV Upstream erstmals in Südostasien aktiv. Neben einer zukünftig steigenden Tagesproduktion in malaysischen Offshore-Gasfeldern gibt uns diese Beteiligung Zugang zu Explorationsblöcken in Neuseeland, Australien und Mexiko. Unsere 20-Prozent-Anteile an den attraktiven Offshore-Gasfeldern SARB und Umm Lulu in Abu Dhabi haben unsere Wachstumsperspektive bei Produktion und Reserven verbessert. Dasselbe erwarten wir von der geplanten Beteiligung an zwei Achimov-Blöcken in Sibirien. In Norwegen konnten wir uns sowohl über einen substanziellen Explorationserfolg mit dem Hades- und Iris-Fund als auch über die ersten Erdgaslieferungen aus dem Feld Aasta Hansteen freuen.

Mit dem im Jänner 2019 angekündigten Erwerb von 15 Prozent an ADNOC Refining und an einem geplanten globalen Trading Joint Venture wird die OMV auch in Abu Dhabi vom Bohrloch bis zur Petrochemie in der gesamten Wertschöpfungskette vertreten sein. Dadurch können wir unsere nachgewiesene Expertise in der Nutzung des integrierten Geschäftsmodells an einem der zukünftig potenziell größten Verbundstandorte der Welt einsetzen. Zudem werden wir mit Abschluss der Transaktion unsere Raffineriekapazität mit einem Schlag um 40 Prozent erhöhen und 70 Prozent der Produktion in die Wachstumsmärkte Asien, Mittlerer Osten und Afrika exportieren können.

Die OMV Strategie 2025: integriertes Wachstum, Internationalisierung, Ausbau der Gasposition, weitere Verbesserung von Prozessen und Performance.

Wachstum braucht Strategie,

Augenmaß und Leidenschaft.

Zuversicht in die Zukunft gehen.

Die OMV hat sich zu einem kerngesunden und wettbewerbsstarken

Unternehmen entwickelt. Der Umbau des Portfolios in Upstream

und Downstream und das konsequente Management von Kosten

und Cashflow haben das Unternehmen auf zwei hocheffiziente,

ertragsstarke Beine gestellt. Zwei Beine, auf denen wir mit

Aasta Hansteen – einer der Bausteine zur neuen OMV Rekordfördermenge.

Gas bekommt in unserer Produktion immer größere Bedeutung.

Mit Weitblick veredeln, was wertvoll ist

Die OMV verfügt über eines der profitabelsten Downstream-Geschäfte in Europa. Zudem hat unser Retail-Business im Jahr 2018 das beste Ergebnis seit Bestehen erzielt. Der hoch entwickelte Raffinerieverbund Schwechat-Burghausen-Petrobrazi und der Absatz eines großen Teils unserer Produkte über eigene Vertriebskanäle sind nur zwei Gründe dafür. Unseren eigenen Vertrieb werden wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Insbesondere unser avanti Automatentankstellennetz soll bis 2025 von 240 auf 440 Stationen wachsen. Im Bereich der alternativen Kraftstoffe ist die OMV mit Tankstellen für Erdgas, Wasserstoff und Strom, einschließlich der mit IONITY eröffneten ersten High-Power-Ladestationen Österreichs und unseres Joint Ventures SMATRICS für alle künftigen Marktentwicklungen gut aufgestellt.

Langfristig sichern wir unsere Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit durch die Herstellung höherwertiger Produkte und die Veredelung des Rohstoffs Erdöl. So planen wir alleine in Burghausen Investitionen von mehreren Hundert Millionen Euro in die Erweiterung der Petrochemie-Kapazitäten, die ab 2021 zu Produktionssteigerungen beitragen werden. Der Marktentwicklung entsprechend werden wir auch mehr Flugtreibstoff produzieren und unseren Wettbewerbsvorteil dadurch weiter ausbauen. Das erfolgreiche integrierte Raffinerie-Petrochemie-Modell werden wir in internationale Wachstumsmärkte exportieren. Insbesondere die in Asien stark steigende Nachfrage nach Raffinerie-, Petrochemie- und nachgelagerten Produkten wollen wir für weiteres Wachstum nützen.

Gas: vielseitiger Zukunftsmotor und Träger der Energiewende

Führender integrierter Gasversorger von Nordwest- bis Südosteuropa: So ambitioniert das Ziel der Strategie 2025 auch klingen mag, so hat die OMV doch ausgezeichnete Voraussetzungen, diese Position zu erreichen. Vor allem ist Gas in Kombination mit erneuerbaren Energien die aktuell beste Antwort auf die Herausforderung Klimawandel: Der unvermeidliche Ausstieg aus Kohle ist nur mit Gas möglich, gasbetriebene Autos sowie LNG für Lkws und Schiffe können den CO2 -Ausstoß sofort substanziell verringern und die Power-to-Gas-Technologie wird künftig die Speicherung nachhaltigen Stroms ermöglichen.

Prognosen der Internationalen Energieagentur zufolge wird die Europäische Union 2030 mehr als 80 Prozent ihres steigenden Erdgasbedarfs importieren. Die OMV deckt von der Produktion über den Transport und die Speicherung bis zum Vertrieb die gesamte Wertschöpfungskette ab: Wir fördern in Österreich, Rumänien, Russland und Norwegen eigenes Gas. Unsere Infrastruktur reicht von der Erdgasdrehscheibe in Baumgarten über LNG-Regasifizierungskapazitäten am Gate-Terminal in Rotterdam, die Handelsplattform- und Gasbörsefunktionen am Central European Gas Hub und ein von der Gas Connect Austria betriebenes Pipeline-Netz bis hin zu substanziellen Speicherkapazitäten mit zukunftsorientierten Dienstleistungen und Erdgastankstellen. Nicht zuletzt haben wir eine über Jahrzehnte funktionierende Partnerschaft mit Gazprom. Sie wurde 2018 durch die Verlängerung der Lieferverträge bis 2040 und die Ausweitung der Liefermenge für Österreich um eine Milliarde Kubikmeter pro Jahr bestätigt. Ein wichtiger Baustein für die Energieversorgung Österreichs und Europas ist der Bau der Nord Stream 2 Pipeline. Die Verlegung schreitet zügig voran, Ende 2019 sollen die ersten Gasmengen für Europa transportiert werden.

21

Bei Digitalisierung in die Liga der Besten aufsteigen.

Digital denken in allen Dimensionen

Die Gasdrehscheibe Baumgarten spielt eine wesentliche Rolle

in der europäischen Energieversorgung.

Geschäftsprozesse.

Der künftige Erfolg der OMV wird auch von ihrer digitalen Fitness abhängen. Vom intelligenten Bohrkopf in Tausenden Metern Tiefe über die virtuelle Abbildung gesamter Raffinerieprozesse bis zur Implementierung von Robotics und Process Automation im Rahmen von Finance 4.0 können wir enorme Potenziale heben. Die 2018 beschlossene OMV Digital Journey legt fest, wie wir künftig in die Liga der Besten aufsteigen: Upstream wird im Rahmen der DigitUP-Initiative fünf Leuchtturmprojekte und über 70 Einzelprojekte umsetzen. So werden mit dem "Digital Office of the Future" alle relevanten Daten und Dokumente weltweit mit nur einem Klick in Echtzeit abrufbar sein. Und im "Realtime Digital Oilfield" können mittels Sensortechnik und künstlicher Intelligenz Prozesse automatisiert und digitalisiert werden. Downstream Öl macht mit der digitalen "Stop-Tapete" (eTOP) schon heute in allen Raffinerien das komplexe Turnaround-Management intuitiv erfassbar. Und Downstream Gas kann dank "autoTRADER" mithilfe von Algorithmen rund um die Uhr automatisierte Handelsstrategien für den europäischen Gasmarkt entwickeln. Die Digitalisierung der gesamten OMV wird durch zentrale IT-Plattformen unterstützt, die wir stufenweise konzernweit ausbauen. Wir führen mit SAP S/4HANA die neueste SAP-Softwareversion ein und schaffen damit die Basis für die Optimierung und Automatisierung unserer

Auch in einer digitalisierten Welt werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen. Vieles wird für sie einfacher, vieles auch neu und anders. Deshalb wollen wir eine innovationsfreundliche Unternehmenskultur, technische Kompetenzen und Kollaborationen weiterentwickeln. In diesem Sinne planen wir auch, die Projekte der Digital Journey in Partnerschaften mit Schlumberger und weiteren Partnern

inklusive Start-ups und Universitäten voranzutreiben.

Als eines der profitabelsten Downstream-Geschäfte Europas werden wir unser Know-how und unser Geschäftsmodell in internationale Zukunftsmärkte tragen.

Die Gasdrehscheibe Baumgarten spielt eine wesentliche Rolle in der europäischen Energieversorgung.

Mit Weitblick veredeln, was wertvoll ist

Gas bekommt in unserer Produktion

immer größere Bedeutung.

gut aufgestellt.

Als eines der profitabelsten Downstream-Geschäfte Europas werden wir unser Know-how und unser Geschäftsmodell in internationale Zukunftsmärkte tragen.

Die OMV verfügt über eines der profitabelsten Downstream-Geschäfte in Europa. Zudem hat unser Retail-Business im Jahr 2018 das beste Ergebnis seit Bestehen erzielt. Der hoch entwickelte Raffinerieverbund Schwechat-Burghausen-Petrobrazi und der Absatz eines großen Teils unserer

Produkte über eigene Vertriebskanäle sind nur zwei Gründe dafür. Unseren eigenen Vertrieb werden wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Insbesondere unser avanti Automatentankstellennetz soll bis 2025 von 240 auf 440 Stationen wachsen. Im Bereich der alternativen Kraftstoffe ist die OMV mit Tankstellen für Erdgas, Wasserstoff und Strom, einschließlich der mit IONITY eröffneten ersten High-Power-Ladestationen Österreichs und unseres Joint Ventures SMATRICS für alle künftigen Marktentwicklungen

Langfristig sichern wir unsere Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit durch die Herstellung höherwertiger Produkte und die Veredelung des Rohstoffs Erdöl. So planen wir alleine in Burghausen Investitionen von mehreren Hundert Millionen Euro in die Erweiterung der Petrochemie-Kapazitäten, die ab 2021 zu Produktionssteigerungen beitragen werden. Der Marktentwicklung entsprechend werden wir auch mehr Flugtreibstoff produzieren und unseren Wettbewerbsvorteil dadurch weiter ausbauen. Das erfolgreiche integrierte Raffinerie-Petrochemie-Modell werden wir in internationale Wachstumsmärkte exportieren. Insbesondere die in Asien stark steigende Nachfrage nach Raffinerie-, Petrochemie- und nachgelagerten Produkten wollen wir für weiteres Wachstum nützen.

Gas: vielseitiger Zukunftsmotor und Träger der Energiewende

LNG für Lkws und Schiffe können den CO2

nachhaltigen Stroms ermöglichen.

20

Führender integrierter Gasversorger von Nordwest- bis Südosteuropa: So ambitioniert das Ziel der Strategie 2025 auch klingen mag, so hat die OMV doch ausgezeichnete Voraussetzungen, diese Position zu erreichen. Vor allem ist Gas in Kombination mit erneuerbaren Energien die aktuell beste Antwort auf die Herausforderung Klimawandel: Der unvermeidliche Ausstieg aus Kohle ist nur mit Gas möglich, gasbetriebene Autos sowie

verringern und die Power-to-Gas-Technologie wird künftig die Speicherung

Prognosen der Internationalen Energieagentur zufolge wird die Europäische Union 2030 mehr als 80 Prozent ihres steigenden Erdgasbedarfs importieren. Die OMV deckt von der Produktion über den Transport und die Speicherung bis zum Vertrieb die gesamte Wertschöpfungskette ab: Wir fördern in Österreich, Rumänien, Russland und Norwegen eigenes Gas. Unsere Infrastruktur reicht von der Erdgasdrehscheibe in Baumgarten über LNG-Regasifizierungskapazitäten am Gate-Terminal in Rotterdam, die Handelsplattform- und Gasbörsefunktionen am Central European Gas Hub und ein von der Gas Connect Austria betriebenes Pipeline-Netz bis hin zu substanziellen Speicherkapazitäten mit zukunftsorientierten Dienstleistungen und Erdgastankstellen. Nicht zuletzt haben wir eine über Jahrzehnte funktionierende Partnerschaft mit Gazprom. Sie wurde 2018 durch die Verlängerung der Lieferverträge bis 2040 und die Ausweitung der Liefermenge für Österreich um eine Milliarde Kubikmeter pro Jahr bestätigt. Ein wichtiger Baustein für die Energieversorgung Österreichs und Europas ist der Bau der Nord Stream 2 Pipeline. Die Verlegung schreitet zügig voran, Ende 2019 sollen die ersten Gasmengen für Europa transportiert werden.

-Ausstoß sofort substanziell

Digital denken in allen Dimensionen

Der künftige Erfolg der OMV wird auch von ihrer digitalen Fitness abhängen. Vom intelligenten Bohrkopf in Tausenden Metern Tiefe über die virtuelle Abbildung gesamter Raffinerieprozesse bis zur Implementierung von Robotics und Process Automation im Rahmen von Finance 4.0 können wir enorme Potenziale heben. Die 2018 beschlossene OMV Digital Journey legt fest, wie wir künftig in die Liga der Besten aufsteigen: Upstream wird im Rahmen der DigitUP-Initiative fünf Leuchtturmprojekte und über 70 Einzelprojekte umsetzen. So werden mit dem "Digital Office of the Future" alle relevanten Daten und Dokumente weltweit mit nur einem Klick in Echtzeit abrufbar sein. Und im "Realtime Digital Oilfield" können mittels Sensortechnik und künstlicher Intelligenz Prozesse automatisiert und digitalisiert werden. Downstream Öl macht mit der digitalen "Stop-Tapete" (eTOP) schon heute in allen Raffinerien das komplexe Turnaround-Management intuitiv erfassbar. Und Downstream Gas kann dank "autoTRADER" mithilfe von Algorithmen rund um die Uhr automatisierte Handelsstrategien für den europäischen Gasmarkt entwickeln. Die Digitalisierung der gesamten OMV wird durch zentrale IT-Plattformen unterstützt, die wir stufenweise konzernweit ausbauen. Wir führen mit SAP S/4HANA die neueste SAP-Softwareversion ein und schaffen damit die Basis für die Optimierung und Automatisierung unserer Geschäftsprozesse.

Auch in einer digitalisierten Welt werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen. Vieles wird für sie einfacher, vieles auch neu und anders. Deshalb wollen wir eine innovationsfreundliche Unternehmenskultur, technische Kompetenzen und Kollaborationen weiterentwickeln. In diesem Sinne planen wir auch, die Projekte der Digital Journey in Partnerschaften mit Schlumberger und weiteren Partnern inklusive Start-ups und Universitäten voranzutreiben.

Bei Digitalisierung in die Liga der Besten aufsteigen.

Öl bleibt, Gas wächst – beides mit Verantwortung.

Als Öl- und Gasunternehmen ist die OMV in einer der global herausforderndsten Branchen tätig. Unser Geschäft mit Verantwortung führen heißt, eine Vielfalt an legitimen Interessen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Aktionärinnen und Aktionären, Umwelt und Gesellschaft miteinander zu vereinen. Wir adressieren diese Bedürfnisse in der OMV Nachhaltigkeitsstrategie 2025. Als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie definiert sie in fünf Schwerpunktbereichen 15 messbare Ziele. Sie legen unter anderem fest, welchen Beitrag wir zu einer Trendwende in der Klimaentwicklung leisten und was wir bei Themen wie Arbeitssicherheit, Menschenrechten oder Innovationen erreichen müssen.

Solange es keine Ersatztechnologien gibt, die den wachsenden Energie bedarf auch nur annähernd decken, werden wir auf Öl nicht verzichten können. Entscheidend ist, dass wir es so achtsam und verantwortungsvoll wie möglich nützen. Wir nennen das "Oil & Gas at its best". Das bedeutet: Wir wollen künftig mehr Öl veredeln und weniger zur Energiegewinnung verbrennen. Wir verarbeiten es zu Vorprodukten der Kunststoffindustrie für wichtige medizinische, industrielle und Alltagsprodukte. So schaffen wir Mehrwert für die OMV, unsere Kundinnen und Kunden und für die Umwelt. Zudem leisten wir mit unseren Innovationsprojekten internationale Pionierarbeit. In unserem ReOil®-Forschungsprojekt recyceln wir Altkunststoff zu wertvollem synthetischem Öl für Kraftstoffe und petrochemische Anwendungen. Im Projekt Co-Processing erzeugen wir durch die Mitverarbeitung biogenen Öls in unserer Raffinerie nachhaltigeren Treibstoff ohne Qualitätsverlust. In Upstream sind wir mit unseren Enhanced Oil Recovery-Methoden international führend. Mit umweltfreundlichen Fördermethoden erzielen wir eine im Branchenvergleich exzellente Entölungsrate und können so Fördergebiete besser und ökologisch effizienter nützen. Konzernweit werden wir die CO2 -Effizienz unseres Betriebs und unseres Produktportfolios konsequent erhöhen. Dazu soll nicht zuletzt die Erhöhung des Gasanteils an unserer Gesamtproduktion auf deutlich über 50 Prozent beitragen.

Im Bereich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht das Thema Diversity bis 2025 ganz oben auf der Agenda. Wir wollen den Frauenanteil auf Führungsebene von 18 Prozent im Jahr 2017 auf 25 Prozent erhöhen.

Kerngesund und wettbewerbsstark

Vorjahres halten.

Nachhaltig wirtschaften: aus Altkunststoff Öl für hochwertige Kraftstoffe und petrochemische Anwendungen gewinnen.

Wir wollen unsere Dividende jährlich erhöhen oder zumindest auf dem Niveau des jeweiligen

Vorjahres halten.

morgen zu freuen.

Die OMV hat auch 2018 bewiesen, dass sie nachhaltig Wert schaffen kann. Wir haben das höchste Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens erwirtschaftet. Die Akquisitionen in Abu Dhabi und Neuseeland im Jahr 2018 sowie die OMV Rekorddividende für das Jahr 2017 wurden aus dem Cashflow finanziert. Eine solide Finanzlage, die Steigerung des Unternehmenswertes und eine attraktive Rendite für Aktionärinnen und Aktionäre bleiben die Leitplanken unserer wertorientierten Finanzstrategie. Im Sinne einer progressiven Dividendenpolitik wollen wir unsere Dividende jährlich erhöhen oder zumindest auf dem Niveau des jeweiligen

Die Kombination aus starkem Cashflow und einer kerngesunden Bilanz ist unsere Basis für weiteres Wachstum und ein weiterer Grund, sich auf

2018 wurde die OMV als einziges österreichisches Unternehmen im Dow Jones Sustainability Index gelistet.

Für alle künftigen Antriebstechnologien gut aufgestellt.

Nachhaltig wirtschaften: aus Altkunststoff Öl für hochwertige Kraftstoffe und petrochemische Anwendungen gewinnen.

Wir wollen unsere Dividende jährlich erhöhen oder zumindest auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres halten.

Als Öl- und Gasunternehmen ist die OMV in einer der global herausforderndsten Branchen tätig. Unser Geschäft mit Verantwortung führen heißt, eine Vielfalt an legitimen Interessen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Aktionärinnen und Aktionären, Umwelt und Gesellschaft miteinander zu vereinen. Wir adressieren diese Bedürfnisse in der OMV Nachhaltigkeitsstrategie 2025. Als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie definiert sie in fünf Schwerpunktbereichen 15 messbare Ziele. Sie legen unter anderem fest, welchen Beitrag wir zu einer Trendwende in der Klimaentwicklung leisten und was wir bei Themen wie Arbeitssicherheit, Menschenrechten oder Innovationen erreichen müssen.

Solange es keine Ersatztechnologien gibt, die den wachsenden Energie bedarf auch nur annähernd decken, werden wir auf Öl nicht verzichten können. Entscheidend ist, dass wir es so achtsam und verantwortungsvoll wie möglich nützen. Wir nennen das "Oil & Gas at its best". Das bedeutet: Wir wollen künftig mehr Öl veredeln und weniger zur Energiegewinnung verbrennen. Wir verarbeiten es zu Vorprodukten der Kunststoffindustrie für wichtige medizinische, industrielle und Alltagsprodukte. So schaffen wir Mehrwert für die OMV, unsere Kundinnen und Kunden und für die Umwelt. Zudem leisten wir mit unseren Innovationsprojekten internationale Pionierarbeit. In unserem ReOil®-Forschungsprojekt recyceln wir Altkunststoff zu wertvollem synthetischem Öl für Kraftstoffe und petrochemische Anwendungen. Im Projekt Co-Processing erzeugen wir durch die Mitverarbeitung biogenen Öls in unserer Raffinerie nachhaltigeren Treibstoff ohne Qualitätsverlust. In Upstream sind wir mit unseren Enhanced Oil Recovery-Methoden international führend. Mit umweltfreundlichen Fördermethoden erzielen wir eine im Branchenvergleich exzellente Entölungsrate und können so Fördergebiete besser und ökologisch effizienter nützen.

Produktportfolios konsequent erhöhen. Dazu soll nicht zuletzt die Erhöhung des Gasanteils an unserer Gesamtproduktion auf deutlich über 50 Prozent

Im Bereich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht das Thema Diversity bis 2025 ganz oben auf der Agenda. Wir wollen den Frauenanteil auf Führungsebene von 18 Prozent im Jahr 2017 auf 25 Prozent erhöhen.

-Effizienz unseres Betriebs und unseres

Konzernweit werden wir die CO2

Öl bleibt, Gas wächst –

beides mit Verantwortung.

beitragen.

2018 wurde die OMV als einziges österreichisches Unternehmen im Dow Jones Sustainability Index gelistet.

Für alle künftigen Antriebstechnologien gut aufgestellt.

Kerngesund und wettbewerbsstark

Die OMV hat auch 2018 bewiesen, dass sie nachhaltig Wert schaffen kann. Wir haben das höchste Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens erwirtschaftet. Die Akquisitionen in Abu Dhabi und Neuseeland im Jahr 2018 sowie die OMV Rekorddividende für das Jahr 2017 wurden aus dem Cashflow finanziert. Eine solide Finanzlage, die Steigerung des Unternehmenswertes und eine attraktive Rendite für Aktionärinnen und Aktionäre bleiben die Leitplanken unserer wertorientierten Finanzstrategie. Im Sinne einer progressiven Dividendenpolitik wollen wir unsere Dividende jährlich erhöhen oder zumindest auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres halten.

Die Kombination aus starkem Cashflow und einer kerngesunden Bilanz ist unsere Basis für weiteres Wachstum und ein weiterer Grund, sich auf morgen zu freuen.

AN UNSERE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE 25 – 40

Interview mit dem VorstandsvorsitzendenOMV VorstandBericht des AufsichtsratsDie OMV an den Kapitalmärkten

"Die OMV Strategie erwies sich als wesentlicher Erfolgsfaktor."

Ein Gespräch mit Rainer Seele, OMV Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor, über das Geschäftsjahr 2018, die Strategie der OMV und das Thema Freude.

Herr Seele, ist Freude eigentlich eine Kategorie im Management?

Ich denke schon. Denn nur das, was man mit Begeisterung und Freude tut, macht man auch wirklich gut. Aber selbstverständlich geht es nicht nur um meine Freude, sondern auch um die Freude anderer – der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Aktionärinnen und Aktionäre. Letztlich kommt es darauf an, das Unternehmen auf einen nachhaltigen Erfolgskurs zu führen und Werte zu schaffen, die für alle von Nutzen sind: für das Unternehmen, die Eigentümerinnen und Eigentümer und die Gesellschaft.

Was hat Sie 2018 am meisten gefreut?

Offen gesagt hat mich ziemlich vieles gefreut. Wir haben im März die neue "OMV Strategie 2025" präsentiert und sofort begonnen, sie umzusetzen. Am Ende des Jahres spiegelte sich eine Reihe erfolgreicher Aktivitäten in einer höchst erfreulichen Zahl wider: Wir konnten mit einem CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten von 3,6 Milliarden Euro das höchste Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens erwirtschaften. Das freut uns, aber ich denke auch unsere Aktionärinnen und Aktionäre, denn wir werden gemeinsam mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von EUR 1,75 je Aktie vorschlagen – auch das ist ein Rekord.

Gab es 2018 auch Grund zur Sorge?

Die geopolitische Lage betrachte ich bis zu einem gewissen Grad mit Sorge. Handelskonflikte und Sanktionsdrohungen beeinflussen das konjunkturelle Klima und der Ölpreis zeigt eine hohe Volatilität. 2018 fiel er von einem Jahreshoch von 86,2 Dollar im Oktober auf ein Jahrestief von 50,2 Dollar zum Jahresende. In diesem herausfordernden Umfeld erwies sich die Strategie der OMV als wesentlicher Erfolgsfaktor. Durch unser integriertes Upstream- und Downstream-Geschäftsmodell konnten wir Markt- und Preisschwankungen gut ausgleichen und eine beeindruckende Ertragsstabilität zeigen. Außerdem greifen unsere Maßnahmen zur geografischen Diversifizierung unseres Portfolios. Die OMV ist hinsichtlich regionaler Konflikte heute viel widerstandsfähiger als früher.

Sie haben die neue Strategie angesprochen. Wie ist hier der Stand der Dinge? Wie viel konnten Sie bereits umsetzen?

Gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es uns tatsächlich gelungen, den größten Teil der strategischen Maßnahmen bereits umzusetzen. Wir haben die Integration gestärkt, die geografische Diversifizierung vorangetrieben und mit vier Akquisitionen und vier Devestitionen unsere Portfoliobereinigung fortgesetzt. Darüber hinaus sind wir auch deutlich gewachsen. Die beiden Transaktionen in Abu Dhabi unterstreichen unser langfristiges Engagement im Land unseres zweitgrößten Kernaktionärs. Mit der Beteiligung in Malaysia und der Übernahme der Shell-Assets in Neuseeland konnten wir unsere mittler

Wir haben die Integration gestärkt, die geografische Diversifizierung vorangetrieben und unsere Portfoliobereinigung fortgesetzt.

RAINER SEELE Vorstandsvorsitzender

weile fünfte Kernregion Asien-Pazifik aufbauen. Damit verfügen wir über ein international breites Portfolio.

Sie haben 2018 sämtliche Milliarden-Akquisitionen und die Dividende aus dem laufenden Geschäft gezahlt. Wie macht man das?

Wesentlich ist, dass man auf Profitabilität achtet und seine Kosten im Griff hat. Wir konnten unsere Produktionskosten im vergangenen Jahr auf durchschnittlich 7 Dollar pro Barrel senken und haben bei jedem Wachstumsschritt auf Profitabilität und zeitnahe Cashflows geachtet. Das heißt, wir haben uns bei den Zukäufen auf Regionen mit geringen Kosten und auf Projekte mit bereits laufender Geschäftstätigkeit oder mit baldigem Produktionsstart konzentriert. Dadurch waren wir in der Lage, den operativen Cashflow im Jahr 2018 auf über 4 Milliarden Euro zu erhöhen. Gleichzeitig haben wir das Fundament für weiteres Wachstum gelegt. Wir werden das starke Niveau des letzten Jahres also nicht nur halten, sondern weiter ausbauen – mittelfristig streben wir einen operativen Cashflow von über 5 Milliarden Euro an.

Im Rahmen zunehmender Klimaschutzdiskussionen wird die Kritik an Öl- und Gaskonzernen immer lauter. Wie gehen Sie damit um?

Indem wir zeigen, dass wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wir haben vergangenes Jahr eine Nachhaltigkeitsstrategie präsentiert, die integraler Bestandteil unserer Geschäftsstrategie ist. Darin haben wir uns klare und messbare Ziele gesetzt, auch und insbesondere im Bereich der CO2-Effizienz. Ausgehend von den Werten im Jahr 2010 werden wir die CO2-Intensität unserer Geschäftstätigkeit bis 2025 um 19 Prozent senken. Parallel dazu werden wir auch die CO2-Intensität unseres Produktportfolios um 4 Prozent reduzieren, unter anderem deshalb, weil wir verstärkt auf Gas setzen.

Sie gelten als ausgesprochener Befürworter von Gas. Warum?

Weil Gas ein echter Problemlöser ist. Ich gebe Ihnen zwei Beispiele: Mit Erdgasautos, genauer gesagt mit der Nutzung von CNG für Pkws und LNG im Lkw-Fernverkehr, könnten wir die CO2-Emmissionen im Straßenverkehr um zumindest 20 Prozent reduzieren. Und

wenn wir in der Stromerzeugung Kohle zur Gänze durch Gas ersetzen, würde das eine Reduktion der CO2-Belastung von 50 Prozent bedeuten. Dafür muss keine neue Technologie entwickelt werden. Das ist sofort umsetzbar. Aus diesem Grund wird die Gasnachfrage in den nächsten Jahren steigen. Die OMV stellt sich auf diese Entwicklung ein. Wir fördern bereits heute mit 57 Prozent mehr Gas als Öl. Diesen Kurs setzen wir fort.

Ist das nicht nur eine kurzfristige Lösung?

Ganz im Gegenteil. Gas wurde lange Zeit als Brückentechnologie verkannt. Wahr ist aber vielmehr, dass Gas nicht nur einen wesentlichen und sofortigen Lösungsbeitrag liefert, sondern in Form der Power-to-Gas-Technologie die Speicherung und Nutzung alternativer Energiequellen in größerem Ausmaß erst ermöglicht. Gas ist also vielmehr eine tragende Säule der Energiewende.

Sollte eine Nachhaltigkeitsstrategie nicht mehr beinhalten als nur CO2-Effizienz?

Da gebe ich Ihnen Recht. Und das tut sie auch. Wir haben darüber hinaus weitere Bereiche definiert, in denen wir uns verbessern wollen. Diese reichen von Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bis hin zu Diversity, sozialer Verantwortung und innovativen Energielösungen.

Können Sie mir da Beispiele für konkrete Ziele nennen?

Wir werden zum Beispiel den Frauenanteil auf Führungsebene bis 2025 auf 25 Prozent anheben. Das ist übrigens keinesfalls nur eine Frage von Geschlechterinteressen. Es wäre schlichtweg unklug, das enorme Potenzial von Mitarbeiterinnen nicht zu nützen. Außerdem werden wir im selben Zeitraum bis zu 500 Millionen Euro in die Entwicklung innovativer Energielösungen für eine CO2-ärmere Zukunft investieren.

An welche Innovationen denken Sie da?

Ich denke da vor allem an unser ReOil®-Projekt. Wir sind hier in der Pilotphase und die Forschungsanlage läuft vielversprechend.

Worum geht es bei diesem Projekt?

Vereinfacht gesagt geht es beim ReOil®-Verfahren darum, Altkunststoffe in hochwertiges synthetisches Rohöl zurückzuverwandeln, das wiederum zu Treibstoffen oder hochwertigen Kunststoffen weiterverarbeitet werden kann. Für dieses spezielle, von uns entwickelte und verwendete Verfahren haben wir ein Patent in allen wichtigen Märkten.

Es gibt immer wieder Stimmen, die von einer Welt ohne Öl sprechen. Wie denken Sie darüber?

Ich halte das nicht für realistisch, und nach gegenwärtigem Wissensstand auch nicht für möglich. Im Straßenverkehr wird die Nachfrage nach fossilen Treibstoffen zwar zurückgehen, aber im Schwerverkehr und Flugbetrieb wird man auf Öl und Gas nicht verzichten können. Darüber hinaus denke ich an die Petrochemie. Schauen Sie sich nur um. Nahezu alle Gegenstände des Alltags enthalten erdölbasierte Hochleistungswerkstoffe. Praktisch alles, was uns umgibt und was wir verwenden, geht in irgendeiner Form auf Öl als Ausgangsstoff zurück. Öl ist ein hochwertiger Rohstoff, den wir in Zukunft mehr veredeln und weniger verbrennen werden.

Auch Kunststoffe geraten immer wieder ins Visier der Kritik

Wir müssen hier zwischen dem Material als solchem und seiner teilweise mangelhaften Entsorgung unterscheiden. Außerdem denke ich vor allem an hochwertige Kunststoffe, die zum Beispiel für die Leichtbauweise von Elektroautos oder für Medizinprodukte notwendig sind. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien werden Kunststoffe eingesetzt, denken wir nur an die Beschichtung von Windrädern oder die Produktion von Solarpaneelen. Am Ende ihres Lebenszyklus können wir die Altkunststoffe dann mit unserem ReOil®-Verfahren in Rohöl zurückverwandeln, wieder zu Kunststoff weiterverarbeiten und so eine umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft etablieren.

Gehen Sie davon aus, dass die Nachfrage nach Öl und Gas weiter steigen wird?

Ja, davon gehe ich aus. Die Zahlen der Internationalen Energieagentur sprechen eine klare Sprache. Allerdings wird es kontinental unterschiedliche Entwicklungen geben. Wir werden in Europa eine andere Nachfrage sehen als beispielsweise in Asien. Asien ist für unsere Branche einer der größten Wachstumsmärkte. Deshalb haben wir dort auch investiert und in Malaysia mit unserem lokalen Partner Sapura ein Upstream-Unternehmen gegründet, das Gas für den regionalen Markt produziert.

Ist für Sie auch der Downstream-Markt in Asien interessant?

Dieser Markt ist für uns hochinteressant. Wir werden ihn aber mit Raffineriekapazitäten im Mittleren Osten versorgen, die wir kürzlich zugekauft haben. Es handelt sich dabei um den Erwerb eines 15-Prozent-Anteils an ADNOC Refining und an einem künftigen globalen Trading Joint Venture in Abu Dhabi. Diese Transaktion bildet die gesamte Logik unserer Strategie 2025 in einem einzigen Projekt ab. Wir beteiligen uns an einem der weltweit größten und qualitativ hochwertigsten Raffinerie-Assets und steigern somit unsere Raffineriekapazität mit einem Schlag um 40 Prozent. Damit sind wir in Abu Dhabi vom Bohrloch bis zur Petrochemie, das heißt von der Förderung bis zur Veredelung des Rohöls, in der gesamten Wertschöpfungskette vertreten. Und 70 Prozent der Produktion werden exportiert, vor allem in den Wachstumsmarkt Asien.

Was können wir im kommenden Jahr von der OMV erwarten?

Die OMV wird den Kurs profitablen Wachstums fortsetzen. Im vergangenen Jahr haben wir wichtige Meilensteine unserer Strategie erreicht. Im Upstream-Bereich verfügen wir bereits jetzt über eine Projektpipeline, die uns eine Ausweitung der Produktion im Jahr 2019 auf 500.000 Barrel täglich erlauben wird, eine stabile Situation in Libyen vorausgesetzt. Wir wollen uns nun auf die Entwicklung dieser Projekte sowie den Abschluss der bereits kommunizierten Zukäufe konzentrieren. Namentlich betrifft dies unseren Einstieg in ADNOC Refining in Abu Dhabi sowie die Beteiligung an Achimov 4/5 in Russland. Weitere größere Transaktionen stehen derzeit nicht auf unserer Agenda. Auch der Bereich Downstream wird unseren Geschäftserfolg im Jahr 2019 erneut stützen: Der Auslastungsgrad unserer Raffinerien wird oberhalb des Niveaus des Vorjahres liegen, die Verkaufsmengen im Erdgas-Geschäft werden wir weiter steigern.

Wien, im März 2019

Rainer Seele e.h.

Reinhard Florey Finanzvorstand

Rainer Seele

Generaldirektor

Vorstandsvorsitzender

OMV

Vorstand

Manfred Leitner Vorstandsmitglied Downstream

Johann Pleininger Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Upstream

OMV Vorstand

Rainer Seele Vorstandsvorsitzender Generaldirektor

Vorstandsmitglied Upstream 31

Johann Pleininger

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

mit großer Freude blicke ich auf ein außerordentlich erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Die OMV überzeugte im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht nur mit einer herausragenden finanziellen Performance, sondern machte auch entscheidende Fortschritte bei der Umsetzung der langfristigen Unternehmensstrategie.

Wichtige Meilensteine wurden erreicht: Die OMV konnte das erfolgreiche integrierte Geschäftsmodell gemäß der Anfang 2018 veröffentlichten Strategie weiter ausbauen und stärker internationalisieren. Damit rüstet sich die OMV für die Herausforderungen der Zukunft und stärkt ihre Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft. Die finanziellen Erfolge des abgelaufenen Geschäftsjahres haben entscheidend zur Umsetzung des Wachstumskurses der OMV beigetragen. Dank des historisch höchsten CCS Operativen Ergebnisses vor Sondereffekten ist es gelungen, trotz der abgeschlossenen Großakquisitionen einen positiven freien Cashflow nach Dividende zu erwirtschaften. Die starke finanzielle Position der OMV spiegelt sich auch in der vorgeschlagenen Rekorddividende von EUR 1,75 je Aktie wider, durch die Sie, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, an den Erfolgen der OMV teilhaben.

Im Folgenden möchte ich Sie über die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018 informieren:

Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat

Mit der Verlängerung des Vorstandsmandats von Reinhard Florey im Mai 2018 wurde das Vorstandsteam in seiner aktuellen Zusammensetzung bestätigt. Die Funktionsperiode von Reinhard Florey wurde um zwei Jahre bis Juni 2021 verlängert. Nach den Rücktritten von Murtadha Al Hashmi und Ahmed Matar Al Mazrouei wählte die OMV Hauptversammlung am 22. Mai 2018 Alyazia Ali Al Kuwaiti und Mansour Mohamed Al Mulla zu Mitgliedern des Aufsichtsrats. Alyazia Ali Al Kuwaiti wurde zur zweiten stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats bestellt. Ich, Peter Löscher, kündigte im September 2018 meinen Rücktritt mit Ablauf der Hauptversammlung im Mai 2019 an.

Die Belegschaftsvertreterinnen und Belegschaftsvertreter entsandten Angela Schorna im März 2018 erstmals in den Aufsichtsrat. Wolfgang Baumann schied mit diesem Zeitpunkt aus dem Aufsichtsrat aus.

Tätigkeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Er überwachte die Geschäftsführung der OMV durch den Vorstand und beriet diesen bei Entscheidungsfindungsprozessen auf Basis detaillierter mündlicher und schriftlicher Berichte sowie konstruktiver Diskussionen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftstätigkeit, die allgemeine wirtschaftliche Lage in den Kernmärkten des Unternehmens und das Geschäftsumfeld sowie über Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung.

Die OMV konnte das erfolgreiche integrierte Geschäftsmodell weiter ausbauen und stärker internationalisieren.

PETER LÖSCHER Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die OMV setzte im Geschäftsjahr 2018 ihren Wachstumskurs erfolgreich fort und machte entscheidende Fortschritte bei der Umsetzung ihrer strategischen Ziele. Der Schwerpunkt der Tätigkeit des Aufsichtsrats lag daher insbesondere auf der Evaluierung großer Investitionsund Akquisitionsmöglichkeiten.

Das Anfang des Jahres mit der ADNOC unterzeichnete Offshore-Konzessionsabkommen für zwei Ölfelder in Abu Dhabi wird die Reserven erhöhen und die Produktion steigern und damit maßgeblich zur Erreichung der strategischen Ziele beitragen. Mit der Unterzeichnung eines weiteren Konzessionsabkommens für Offshore-Gasfelder in Abu Dhabi im Dezember 2018 stärkte die OMV ihre Zusammenarbeit mit der ADNOC auch entlang der Wertschöpfungskette im Gasgeschäft.

Der Aufsichtsrat befasste sich außerdem intensiv mit dem Erwerb einer 15-Prozent--Beteiligung an der ADNOC Refining und an einem noch zu gründenden globalen Trading Joint Venture. Anfang 2019 wurde die diesbezügliche Vereinbarung unterzeichnet. Damit schafft die OMV die Möglichkeit, ein wettbewerbsfähiges, integriertes Raffinerie- und Petrochemie-Zentrum um die bereits bestehenden Raffinerieanlagen der ADNOC aufzubauen.

Die OMV verfolgt das Ziel, Asien-Pazifik als neue Kernregion zu etablieren. Hier wurden wichtige Meilensteine erreicht: Die OMV übernahm das Upstream-Geschäft von Shell in Neuseeland und bildete ein Joint Venture mit Sapura Energy.

Tätigkeit der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Präsidial- und Nominierungsausschuss bereitete im Geschäftsjahr 2018 die Entscheidung über die Verlängerung des Vorstandsmandats von Reinhard Florey vor und befasste sich insbesondere mit dem Thema der langfristigen Vorstandsnachfolgeplanung.

Das vom Präsidial- und Nominierungsausschuss im Vorjahr entwickelte kontinuierliche Fortbildungsprogramm für Aufsichtsratsmitglieder wurde im Geschäftsjahr 2018 umgesetzt. Das Programm dient unter anderem als Plattform für einen regen Austausch mit externen Expertinnen und Experten zu aktuellen Themen der Öl- und Gasbranche.

Der Vergütungsausschuss unterzog das Vorstandsvergütungssystem 2018 einer umfassenden, extern begleiteten Evaluierung. Im Zuge dieser erfolgte eine marktabgeleitete Überarbeitung der variablen Vergütungspläne. Dabei flossen neben regulatorischen Vorgaben auch aktuellste Entwicklungen zu einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Anreizgestaltung ein. Nennenswert in diesem Zusammenhang ist insbesondere die Einführung einer Auszahlungsobergrenze für die jährliche Gesamtvergütung sowie eines marktüblichen Malus-Mechanismus. Besonderes Augenmerk galt auch der Vereinfachung der Vergütungspläne und einer noch transparenteren Darstellung im jährlichen Vergütungsbericht.

Die OMV überzeugte im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht nur mit einer herausragenden finanziellen Performance, sondern machte auch entscheidende Fortschritte bei der Umsetzung der langfristigen Unternehmensstrategie.

Der Prüfungsausschuss behandelte im Jahr 2018 wichtige Themen der Rechnungslegungsprozesse, der internen Revision, des Risikomanagements sowie des internen Kontrollund Steuerungssystems des Konzerns. Der Abschlussprüfer des OMV Konzerns, die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., nahm an jeder Sitzung des Prüfungsausschusses teil, wobei regelmäßig die Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch mit dem Abschlussprüfer ohne Anwesenheit der Vorstandsmitglieder genutzt wurde.

Die Sitzungen des Portfolio- und Projektausschusses finden regelmäßig vor den Aufsichtsratssitzungen statt. Im Jahr 2018 bereitete der Ausschuss in seinen Sitzungen auf der Grundlage von umfangreichen Informationen und intensiven Diskussionen die Entscheidungen zu den wichtigsten Investitions- und M&A-Projekten vor. Darüber hinaus stellte er wiederholt strategische Überlegungen zur langfristigen Portfolioausrichtung an.

Weitere Ausführungen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie im (konsolidierten) Corporate-Governance-Bericht.

Jahresabschluss und Dividende

Nach umfassender Prüfung und Erörterung mit dem Abschlussprüfer im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs.1 Aktiengesetz vorgelegten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss 2018, die damit gemäß § 96 Abs.4 Aktiengesetz festgestellt sind. Sowohl der Jahresabschluss als auch der Konzernabschluss 2018 erhielten vom Abschlussprüfer, der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem vom Prüfungsausschuss und von ihm geprüften (konsolidierten) Corporate-Governance-Bericht und dem (konsolidierten) Bericht über Zahlungen an staatliche Stellen zu. Der Aufsichtsrat stellte bei den Prüfungen keine Beanstandungen fest. Nach Prüfung akzeptierte der Aufsichtsrat den Vorschlag des Vorstands, der Hauptversammlung gemeinsam vorzuschlagen, eine Dividende von EUR 1,75 je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Der gesonderte konsolidierte nicht finanzielle Bericht (Nachhaltigkeitsbericht) wird vom Aufsichtsrat getrennt geprüft und im Anschluss an den Geschäftsbericht gemeinsam mit dem diesbezüglichen Bericht des Aufsichtsrats separat veröffentlicht.

Das Jahr 2018 war nicht nur finanziell erfolgreich – es wird die OMV durch die getätigten Großakquisitionen auch in Zukunft nachhaltig prägen. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats bedanke ich mich herzlich beim Vorstand sowie bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2018. Mein besonderer Dank gilt den Aktionärinnen und Aktionären für ihr fortwährendes Vertrauen sowie allen Kundinnen und Kunden und Partnerinnen und Partnern der OMV.

Wien, am 13. März 2019

Für den Aufsichtsrat

Peter Löscher e.h.

Die OMV an den Kapitalmärkten

Für die europäischen Aktienmärkte war 2018 ein herausforderndes Jahr, da Spannungen im Handel und geopolitische Unsicherheiten die Stimmung und Performance der Märkte beeinträchtigten. In Europa waren sämtliche Länderindizes im Jahr 2018 rückläufig, wobei die überwiegende Mehrheit zweistellige Rückgänge verzeichnete. Die Aktie der OMV schloss das Jahr bei EUR 38,25 ab, ein Minus von 28% gegenüber dem Jahresende 2017.

Finanzmärkte

Zunehmende Handelsspannungen und geopolitische Ereignisse waren einer der Gründe für die Marktschwäche im Jahr 2018, womit sich die Sorge um das zukünftige globale Wirtschaftswachstum verstärkte. In Europa verbuchten praktisch alle Sektoren Verluste. Vor allem konjunkturabhängige Branchen schnitten unterdurchschnittlich ab. Die Frage des Austritts Großbritanniens aus der EU blieb weiter unklar. Die wachsende Wahrscheinlichkeit eines harten Brexits drückte die Stimmung der Investoren, insbesondere gegenüber Großbritannien und Irland. Auch auf dem Kontinent nahmen

die politischen Turbulenzen zu – vor allem in Italien, wo die neue Regierung ambitionierte Ausgabenpläne ankündigte, aber auch in Frankreich, wo es zu wochenlangen Protesten kam. Auch hinsichtlich der Ölpreise war 2018 ein volatiles Jahr: Der Markt verzeichnete einerseits die höchsten Preise seit fast vier Jahren, andererseits einige der stärksten Tagesrückgänge. Der Ölpreis sank auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2017. Dementsprechend war der Öl- und Gasaktienmarkt von hoher Volatilität gekennzeichnet. Während einige Öl- und Gasaktien eine starke Aufwärtsbewegung zeigten, entwickelten sich andere rückläufig. Im Durchschnitt gaben die Öl- und Gasaktien jedoch leicht nach.

Auf einen Blick

2018
2017 2016 2015 20141
326,73 326,50 326,45 326,36 326,26
12,50 17,29 10,96 8,53 7,18
9,13 8,84 6,04 7,13 5,21
56,24 54,14 34,78 30,46 36,06
37,65 32,37 21,45 20,70 20,07
38,25 52,83 33,56 26,13 22,01
4,40 1,33 – 1,24 – 3,37 0,85
36,44 34,35 33,44 35,76 35,53
13,45 10,56 8,82 8,68 11,24
1,75 1,50 1,20 1,00 1,25
40 113 n.m. n.m. 147
4,58 2,84 3,58 3,83 5,68
– 25 61 34 24 – 34
in Mio
in EUR Mrd
in EUR Mrd
in EUR
in EUR
in EUR
in EUR
in EUR
in EUR
in EUR
in %
in %
in %

1 2015 wurden die Zahlen für 2014 gemäß IAS 8 angepasst

2 Per 31. Dezember

3 Cashflow aus der Betriebstätigkeit

4 2018: wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat bestätigt; vorbehaltlich der Bestätigung der Hauptversammlung 2019

5 Inklusive Reinvestition der Dividende

Kursentwicklung und Handelsvolumen der OMV Aktie

Die OMV Aktie beendete das Jahr mit einem Verlust von 28% im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres. Eine Reinvestition der Dividenden vorausgesetzt, betrug die Gesamtrendite für Aktionärinnen und Aktionäre minus 25%. Der Kurs der OMV Aktie lag zu Jahresbeginn bei EUR 52,83 und erreichte am 10. Jänner sein Jahreshoch von EUR 56,24. In der

Folge war der Aktienkurs rückläufig und fiel im Februar unter das Niveau von EUR 50, bevor er sich im April wieder zu erholen begann. Im zweiten Halbjahr zeigte die OMV Aktie einen Abwärtstrend, erreichte am 27. Dezember ihren Tiefstand von EUR 37,65 und schloss das Jahr mit EUR 38,25 ab. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der OMV Aktie lag 2018 bei 385.176 (2017: 407.689). Zum Jahresende 2018 belief sich die Marktkapitalisierung der OMV auf EUR 12,5 Mrd gegenüber EUR 17,3 Mrd zum Jahresende 2017.

Während sich die OMV Aktie 2017 deutlich besser als der Markt entwickelt hatte, blieb sie 2018 in einem negativen Marktumfeld hinter Vergleichsindizes und Mitbewerbern zurück. Der österreichische ATX verzeichnete 2018 einen Wertverlust von 20%. Im selben Zeitraum sanken der globale Branchenindex FTSEurotop 100 um 13% und der FTSEurofirst E300 Oil & Gas um 5%. Gemessen

über einen Zeitraum von fünf Jahren übertraf die Rendite der OMV Aktie die Indexrenditen. Hätte ein Anleger Ende 2013 einen Betrag von EUR 100 in OMV Aktien investiert und die Dividenden in zusätzlichen OMV Aktien angelegt, so wäre der Wert der Anlagen bis Ende 2018 auf EUR 132 angewachsen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 5,7%.

Langfristige Wertentwicklung der OMV Aktie im Marktvergleich Durchschnittliche jährliche Steigerung bei Wiederanlage der Dividende1

1 Die Datengrundlage für die Berechnung bildet der "Total Return Index (RI)" von Datastream. Für die Berechnung der durchschnittlichen jährlichen Steigerung bei Wiederanlage der Dividende wurde die Methodik der jährlichen Wachstumsrate verwendet.

Dividendenvorschlag für das Jahr 2018: EUR 1,75 je Aktie

Am 22. Mai 2018 genehmigte die Jahreshauptversammlung der OMV für das Jahr 2017 eine Dividende von EUR 1,50 pro Aktie. Sie erteilte auch ihre Zustimmung zu allen anderen Tagesordnungspunkten einschließlich der Aufsichtsratswahl, des Long Term Incentive Plan 2018 und des Matching Share Plan 2018. Für das Jahr 2018 wird der Vorstand bei der nächsten ordentlichen Hauptversammlung am 14. Mai 2019 eine Dividendenzahlung von EUR 1,75 je Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer Steigerung von 17% gegenüber dem Vorjahr. Gemessen am Schlusskurs des Jahres 2018 würde die Dividendenrendite damit 4,58% betragen.

Dividendenpolitik

Die OMV hat sich dazu verpflichtet, den OMV Aktionärinnen und Aktionären über einen Geschäftszyklus einen attraktiven und kalkulierbaren Shareholder Return zu bieten. Im Rahmen ihrer Dividendenpolitik hat sich die OMV zum Ziel gesetzt, die Dividende jedes Jahr zu erhöhen oder zumindest auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten.

Aktionärsstruktur der OMV

Die Aktionärsstruktur der OMV blieb 2018 relativ unverändert und stellte sich zum Jahresende wie folgt dar: 43,0% Streubesitz, 31,5% Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG vertritt die österreichische Regierung)1 , 24,9% Mubadala Petroleum and Petrochemicals Holding Company (MPPH), 0,4% Aktienprogramme für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 0,2% eigene Aktien.

Die jüngste Analyse der Aktionärsstruktur der OMV erfolgte Ende 2018. Sie ergab, dass institutionelle Investoren 28,1% der OMV Aktien hielten. Mit 32% stellen Anleger aus den USA die größte regionale Gruppe institutioneller Investoren dar. Anleger aus Großbritannien machten 21% aus, Anleger aus Frankreich machten 11% aus. Investoren aus Norwegen und Österreich hielten jeweils 5% der Aktien.

1 Mit Wirksamkeit zum 20. Februar 2019 wurde die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und der Firmenwortlaut auf Österreichische Beteiligungs AG geändert.

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft beträgt EUR 327.272.727 und besteht aus 327.272.727 auf Inhaber lautenden Stückaktien. Zum Jahresende 2018 hielt die OMV insgesamt 542.151 eigene Aktien. Somit waren 326.730.576 Aktien im Umlauf. Das Grundkapital besteht vollständig aus Stammaktien. Die OMV folgt dem Grundsatz "one share – one vote", das heißt, dass keine Aktie mit besonderen Rechten ausgestattet ist. Zwischen den Kernaktionärinnen ÖBAG und MPPH besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.

Leistung im Bereich Umwelt, Gesellschaft und Governance (ESG)

Die OMV legt großen Wert auf die Zusammenarbeit mit ESG-Ratingagenturen und ist bestrebt, gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft verantwortungsvoll zu handeln. Dies spiegelt sich in einer weiteren Verbesserung des ESG-Ratings der OMV im Jahr 2018 wider. Die OMV wurde als einziges österreichisches Unternehmen in den Dow Jones Sustainability Index (DJSI World) aufgenommen. Damit gehört die OMV im Hinblick auf Umwelt, Gesellschaft und Governance zu den besten 10% der Erdöl- und Erdgasunternehmen. Der 1999 lancierte DJSI World ist der Goldstandard für unternehmerische Nachhaltigkeit und der erste globale Index, der die weltweit führenden Unternehmen in Bezug auf unternehmerische Nachhaltigkeit abbildet.

Im Rating von ISS-oekom hat die OMV den Prime--Status und die Beurteilung B– erreicht. Damit zählt das Unternehmen zu den besten 5% der Erdöl- und Erdgasunternehmen hinsichtlich seiner Leistung in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Governance. Neben diesen herausragenden Erfolgen ist die OMV weiterhin in mehreren ESG-Indizes gelistet. So erhielt das Unternehmen zum sechsten Mal in Folge die höchste Bewertung (AAA) in den "MSCI Global Sustainability"-Indizes. Die Notierung der OMV in zwei MSCI-Indizes – dem ACWI ESG Leaders Index und dem ACWI SRI Index – wurde erneut bestätigt. Auch in der FTSE4Good-Indexfamilie ist die OMV wieder vertreten. Diese Indizes werden von einer Vielzahl von Marktteilnehmern genutzt, um verantwortliche Investmentfonds zusammenzustellen und zu beurteilen. Beim Klimaschutz wurde die OMV 2018 vom CDP mit dem Rating A– (Leadership-Status) ausgezeichnet. Auch im STOXX® Global ESG Leaders Index und in den ECPI®-Indizes war das Unternehmen erneut vertreten. Nach einer neuerlichen Bewertung durch EcoVadis – einer

Plattform zur Analyse der ESG-Leistung von Lieferanten – behielt die OMV ihren Silber-Status bei.

Günstige Bonitätseinstufung

Der OMV Konzern wird von den Ratingagenturen Moody's und Fitch bewertet. Am 21. Mai 2018 hob Moody's das Emittentenrating der OMV von Baa1 auf A3 mit stabilem Ausblick an. Dies spiegelt das verbesserte Geschäftsprofil nach dem Transformationsprozess der letzten zwei Jahre und die solide finanzielle Lage der OMV wider. Am 7. Juni 2018 bestätigte Fitch der OMV das Rating A– mit stabilem Ausblick.

Analystenberichte

Zum Jahresende 2018 wurde die OMV von 21 Finanzanalysten bewertet, die regelmäßig über die OMV berichten. Dies trägt zu einer hohen Sichtbarkeit der OMV in der Finanzwelt bei. Ende 2017 hatte rund ein Viertel der Analysten eine Verkaufsempfehlung für Aktien der OMV abgegeben; die anderen Empfehlungen lauteten zu gleichen Teilen "Halten" und "Kaufen". Ende 2018 gab keiner der Analysten eine Verkaufsempfehlung für die OMV Aktie ab und knapp drei Viertel der Analysten rieten zum Kauf. Die durchschnittliche Kurszielbewertung stieg von EUR 52 je Aktie im Vorjahr auf EUR 58 Ende 2018.

Investor Relations-Aktivitäten

Der aktive und offene Dialog mit dem Kapitalmarkt hat für die OMV höchste Priorität. Investor Relations hat das Ziel, allen Finanzmarktteilnehmerinnen und Finanzmarktteilnehmern einen umfassenden Einblick in die Strategie und Geschäftstätigkeit der OMV zu gewähren und die Gleichbehandlung aller Stakeholder sicherzustellen. Die OMV tauschte sich 2018 laufend mit Anlegern sowie Analysten aus und veranstaltete einen Kapitalmarkttag in London, auf dem die OMV Strategie 2025 vorgestellt wurde. Zwei Veranstaltungen mit Investorengruppen und ein gemeinsamer Besuch von Analysten in Österreich gaben Einblicke in das Upstream- und Downstream-Geschäft des Unternehmens. Zudem konnten der Vorstand und die Abteilung für Investor Relations bei zahlreichen Roadshows und Konferenzen in Europa, Nordamerika und Asien den Kontakt zu Analysten sowie Investoren pflegen und vertiefen.

KONZERNLAGEBERICHT 41 – 82

OMV im ÜberblickStrategieNachhaltigkeitGesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSSE)Mitarbeiterinnen und MitarbeiterGeschäftsjahr des OMV KonzernsUpstreamDownstreamAusblickRisikomanagementWeitere Informationen

OMV im Überblick

Die Marktkapitalisierung der OMV betrug EUR 12,5 Mrd

Die OMV fördert und vermarktet Öl und Gas, innovative Energielösungen und hochwertige petrochemische Produkte – auf verantwortungsvolle Weise. Im Bereich Upstream verfügt die OMV über ein ausgeglichenes internationales Portfolio. In Europa ist der Konzern mit seinen Geschäftsbereichen Downstream Öl und Downstream Gas präsent. Der Konzernumsatz 2018 belief sich auf EUR 23 Mrd und die Marktkapitalisierung zum Jahresende lag bei rund EUR 12,5 Mrd. Die Mehrheit der 20.231 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der OMV ist an den integrierten europäischen Standorten des Konzerns tätig.

Im Geschäftsbereich Upstream konzentriert sich die OMV auf die Exploration, Erschließung und Förderung von Öl und Gas in den fünf Kernregionen Mittel- und Osteuropa, Russland, Nordsee, Mittlerer Osten und Afrika sowie Asien-Pazifik. Ende 2018 hatte die OMV sichere Reserven (1P) von 1,27 Mrd boe sowie sichere und wahrscheinliche Reserven (2P) von 2,16 Mrd boe. Die Reservenersatzrate (RRR) lag 2018 bei 180%. Die Tagesproduktion belief sich 2018 auf 427 kboe/d (2017: 348 kboe/d), was einer Gesamtproduktion von 156 Mio boe entspricht. Während Erdgas 57% zur Produktion beitrug, erreichte der Erdölanteil 43%.

Die OMV ist eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs

Der Geschäftsbereich Downstream umfasst die Bereiche Downstream Öl und Downstream Gas. Der Bereich Downstream Öl betreibt drei Raffinerien: Schwechat (Österreich) und Burghausen (Deutschland), die beide über eine integrierte Petrochemie-Produktion verfügen, sowie die

Raffinerie Petrobrazi (Rumänien), die überwiegend rumänisches Rohöl verarbeitet. Die OMV verfügt über eine Jahres-Raffineriekapazität von 17,8 Mio t. Die Gesamtverkaufsmenge der Raffinerieprodukte belief sich 2018 auf 20,26 Mio t (2017: 23,82 Mio t). Das Retail-Netz umfasst 2.064 Tankstellen in zehn Ländern mit einem starken Mehrmarkenportfolio.

Im Bereich Downstream Gas lagen die Erdgas-Verkaufsmengen 2018 bei 113,8 TWh (2017: 113,4 TWh). Die OMV besitzt Erdgasspeicher mit einer Kapazität von 30 TWh und ist zu 51% an der Gas Connect Austria beteiligt, die ein 900 km langes Gasleitungsnetz betreibt. Der Central European Gas Hub (CEGH) ist eine etablierte Gashandelsplattform. Der Erdgasknotenpunkt in Baumgarten (Österreich) ist die größte Drehscheibe für russisches Gas in Mitteleuropa. Zudem betreibt die OMV ein Gaskraftwerk in Rumänien.

Unsere Wertschöpfungskette

Strategie

Die OMV Strategie 2025 basiert auf dem bewährten Konzept der Integration. Auf Basis einer ausgewogenen Wachstumsstrategie in Upstream und Downstream baut die OMV ihre Größe und geografische Präsenz deutlich aus, um von den attraktiven Wachstumschancen außerhalb Europas zu profitieren. Die OMV ist bestrebt ihr CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten bis 2025 signifikant auf mindestens EUR 5 Mrd zu steigern. Seit Einführung der Strategie im März 2018 haben wir wichtige Meilensteine erreicht.

Marktausblick

Der ständig steigende globale Energiebedarf wird auch weiterhin überwiegend durch traditionelle Energieträger gedeckt.

Quelle: IEA New Policies Scenario, World Energy Outlook 2018

Der globale Energiebedarf wird infolge des Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums bis 2030 voraussichtlich um 16% zunehmen. Die Öl- und Gasnachfrage steigt weiter an und wird auch in Zukunft mehr als 50% des weltweiten Energiebedarfs ausmachen. Unter den fossilen Brennstoffen wird Erdgas der Primärenergieträger mit dem stärksten Wachstum sein.

Dennoch wird Erdöl auch im nächsten Jahrzehnt mit einem Marktanteil von rund 30% und einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 0,7% bis 2030 der wichtigste Primärenergieträger bleiben. Länder in Asien, dem Mittleren Osten und Afrika werden hauptverantwortlich für den Anstieg des Verbrauchs sein. Der wachsende Rohölbedarf resultiert aus der gestiegenen Nachfrage nach petrochemischen Produkten und im Transportsektor in diesen aufstrebenden Märkten. Während sich die Nachfrage nach Rohölprodukten in gesättigten Märkten wie Nordamerika und Nordwesteuropa voraussichtlich negativ entwickeln wird, wird sie dank der Schwellenländer in Asien, Afrika und dem Mittleren Osten über das Jahr 2030 hinaus weltweit ansteigen.

Begünstigt durch die Dekarbonisierungspolitik und strengere Emissionsnormen wird Erdgas der am stärksten wachsende Primärenergieträger unter den fossilen Brennstoffen sein. Die Gasnachfrage wird bis 2030 jährlich um 1,6% zunehmen. Die Nachfrage in der Stromerzeugung – dem wichtigsten gasverbrauchenden Sektor – wird auf der ganzen Welt, auch in Europa, weiterhin steigen und die Stromerzeugung aus Kohle ersetzen.

Die Zunahme der weltweiten Nachfrage nach petrochemischen Produkten geht Hand in Hand mit der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung. Der wachsende Markt petrochemischer Produkte wird ebenfalls ein wichtiger Öl- und Gasabnehmer sein. Olefine wie Ethylen, Propylen und Butadien sind wesentliche Bausteine für die chemische Industrie. Ihre Derivate, etwa Polyolefine, bieten einzigartige Eigenschaften und wirtschaftliche Vorteile wie niedrige Materialkosten sowie eine einfache und schnelle Verarbeitung. Dank ihrer günstigen Eigenschaften werden petrochemische Produkte immer stärker eingesetzt und verdrängen andere energieintensive Materialien. Petrochemische Produkte sind für verschiedene Branchen wie Verpackungsherstellung, Bauwesen, Transport, Gesundheitswesen, Pharmaindustrie und Elektronik unerlässlich.

Die Region Asien-Pazifik wird infolge ihrer wirtschaftlichen Entwicklung ein wichtiger Motor dieses Wachstums sein. Die Nachfrage in reifen Märkten wie Europa, Nordamerika und Japan wird weiterhin gut bleiben und sich im Einklang mit dem BIP entwickeln.

Naphtha, ein Erdölderivat, wird voraussichtlich auch weiterhin der wichtigste Rohstoff für die petrochemische Industrie bleiben. Zu den sonstigen Rohstoffen zählen Kohle (vor allem in China), Erdölbegleitgas im Mittleren Osten und Schiefergas in Nordamerika.

Strategische Eckpfeiler – die OMV soll größer und wertvoller werden

Die OMV Strategie 2025 baut auf dem bewährten Konzept der Integration auf, das einen starken Cashflow und Resilienz sicherstellt. Die OMV strebt an sowohl im Upstream- als auch im DownstreamDie Nachfrage nach Öl und Gas wird in der nächsten Dekade weiter steigen

Die OMV Strategie 2025 baut auf dem bewährten Konzept der Integration auf

Die OMV möchte ihr CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten bis 2020 auf mindestens EUR 4 Mrd und bis 2025 auf mindestens EUR 5 Mrd steigern

Geschäft zu wachsen. Im Bereich Upstream wollen wir die Produktion und Reserven in definierten Kernregionen erhöhen. Im Downstream-Geschäft werden wir die Verarbeitungskapazitäten und die geografische Reichweite der OMV signifikant ausbauen. Zudem wird die OMV ihre Position im europäischen Gasmarkt stärken. Wir werden unsere Leistung weiter verbessern und unsere Betriebsabläufe optimieren. Die OMV möchte ihr CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten bis 2020 auf mindestens EUR 4 Mrd und bis 2025 auf mindestens EUR 5 Mrd steigern. Das Wachstum soll zu gleichen Teilen von Upstream und Downstream kommen und sowohl organisch als auch durch Akquisitionen erfolgen. Strategische Partnerschaften werden weiterhin ein wichtiger Hebel für den Zugang zu attraktiven Projekten mit langfristigen Perspektiven und hoher Wertschöpfung sein.

Upstream

Der Upstream-Bereich der OMV wird durch Aufwertung seines Portfolios profitabel wachsen und dabei den Fokus weiterhin auf Cash-Generierung legen. Für 2020 bzw. 2025 streben wir weiterhin Produktionsniveaus von 500 kboe/d bzw. 600 kboe/d an. Die Produktion wird in Zukunft einen Erdgasanteil von über 50% sicherstellen. Damit verbessern wir die langfristige CO2-Effizienz und können uns an den sich verändernden Mix des globalen Energiebedarfs anpassen. Um langfristig eine Reservenersatzrate von mehr als 100% (Dreijahresdurchschnitt) und eine durchschnittliche Reservenreichweite von acht bis zehn Jahren zu gewährleisten, planen wir bis 2025 eine Verdoppelung der sicheren Reserven (1P) auf über 2 Mrd boe. Das Portfoliowachstum werden wir hauptsächlich durch Akquisitionen in kostengünstigen und reservereichen Regionen, aber

Bis 2025 sollen die Upstream-Reserven auf mehr als 2 Mrd boe nahezu verdoppelt werden

auch durch organische Exploration und Investitionen vorantreiben. Die durchschnittlichen Produktionskosten sollen dabei unter USD 8/boe liegen. Ein striktes Kostenmanagement, die Fokussierung auf Rentabilität und ein umsichtiger, disziplinierter Kapitaleinsatz werden auf unserem Weg zu diesen Zielen von entscheidender Bedeutung sein.

Die OMV wird ihr Portfolio auch weiterhin auf fünf Kernregionen konzentrieren. Mit Projekten in unseren Kernregionen werden wir unser Portfolio weiter ausbauen. Den Schwerpunkt legen wir dabei auf den Mittleren Osten und Afrika, Russland sowie Asien-Pazifik. Damit können wir einen nachhaltigen Ersatz durch preiswerte Barrel sichern und die Resilienz des Unternehmens insgesamt verbessern.

Strategische Partnerschaften mit langfristigen Wertschöpfungsperspektiven sind und bleiben für die OMV ein wichtiger Hebel für den Zugang zu erheblichen Mengen an Öl- und Gasreserven. Die Kooperation mit ausgewählten nationalen Ölgesellschaften sowie starken internationalen Ölkonzernen unterstützt unsere Expansion in den OMV Kernregionen, stärkt unsere technologische Kompetenz und minimiert operative und finanzielle Risiken.

Der Upstream-Bereich der OMV plant bis 2025 jährliche Investitionen in das organische Wachstum und den laufenden Betrieb in Höhe von EUR 1,3 bis 1,7 Mrd. Angesichts der zunehmenden Notwendigkeit produzierte Reserven zu ersetzen, wird die OMV 2019 ihr jährliches Budget für die Exploration und Evaluierung möglicher Vorkommen von EUR 300 Mio (2018) auf EUR 350 Mio erhöhen. Dies entspricht 15 bis 20 geplanten Explorationsbohrungen pro Jahr.

Upstream – strategische Erfolge

Seit die OMV im März 2018 ihre Strategie 2025 vorgestellt hat, wurden wichtige Fortschritte bei der Umsetzung dieser Strategie erzielt. Die Highlights sind im Folgenden zusammengefasst:

  • Gute Ertragslage mit einem Operativen Ergebnis vor Sondereffekten 2018 von EUR 2,0 Mrd
  • Steigerung der Gasproduktion auf 57% des Gesamtportfolios
  • Senkung der Produktionskosten 2018 auf USD 7/boe
  • Schnellere Strategieumsetzung: weitere Aufwertung des Portfolios durch Akquisitionen in Neuseeland, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Malaysia
  • Entwicklung von Asien-Pazifik zu einer Kernregion durch den Ausbau der Präsenz in Neuseeland und den Erwerb einer 50%igen Beteiligung an dem neugegründeten Joint Venture SapuraOMV Upstream
  • Erhöhung der Reservenersatzrate im Dreijahresdurchschnitt auf 160%
  • Anstieg der Basis der sicheren Reserven (1P) zum Jahresende 2018 auf 1,3 Mrd boe

Maßgebliche Transaktionen

Neuseeland

  • Ausbau der Präsenz durch Erhöhung der Beteiligung an bestehenden Assets zu einem Preis von USD 579 Mio
  • Bis zu 100 Mio boe zusätzlich an förderbaren Ressourcen
  • Sofortiger Produktionsbeitrag beim Closing
  • Starker Beitrag zum freien Cashflow
  • Zur Steigerung der Ausbeuteraten der Öl- und Gasfelder nutzt die OMV ihre bis ins Jahr 1990 zurückreichenden Erfahrungen in Neuseeland.

Abu Dhabi

  • Erwerb einer 20%igen Beteiligung an zwei Ölfeldern in Abu Dhabi um USD 1,5 Mrd
  • Greenfield-Erschließungen mit großen Reserven von 450 Mio boe
  • Langfristiges Plateau von 43 kboe/d ab 2023
  • Langfristig stabiler und substanzieller Beitrag zum freien Cashflow
  • Stärkung der strategischen Partnerschaft mit ADNOC und Aufbau einer wichtigen Position in einer der kohlenwasserstoffreichsten Regionen der Welt

Malaysia

  • Erwerb einer 50%igen Beteiligung an dem neuen Joint Venture SapuraOMV Upstream um USD 540 Mio und Vereinbarung von bedingten Zahlungen in Höhe von USD 85 Mio
  • Produktion über die Lebensdauer der Felder von 260 Mio boe, 90% Gas
  • Voraussichtliche maximale Förderrate von ~60 kboe/d (100%) bis 2023
  • Positiver freier Cashflow von SapuraOMV Upstream für 2020 erwartet
  • Die OMV profitiert von der steigenden LNG-Nachfrage und den wachsenden asiatischen Märkten.
  • SapuraOMV Upstream wird eine Plattform für weiteres regionales Wachstum sein.

Downstream Öl

Im Bereich Downstream Öl wird die OMV ihre Wettbewerbsposition in Europa weiter stärken. Bei der Anpassung ihrer europäischen Raffinerie-Assets wird die OMV die erwarteten Marktveränderungen berücksichtigen und zu höherwertigen Produkten übergehen. Bis 2025 werden wir bis zu EUR 1 Mrd in die Raffinerien in Österreich, Deutschland und Rumänien investieren. Mehr als 50% der Investitionen werden zur Expansion der OMV Position im Petrochemiegeschäft genutzt. Die drei Standorte werden wir weiterhin als Raffinerieverbund betreiben: So können wir die Anlagenauslastung optimieren und die Margen durch den Austausch von Zwischenprodukten maximieren. Die OMV ist gut aufgestellt, um die Vorteile der Veränderungen des Schiffskraftstoffmarktes infolge der neuen IMO-Standards im Jahr 2020 zu nutzen. Dank der hohen Flexibilität ihrer Anlagen kann die OMV ihre Produktion von Schweröl von derzeit niedrigen 2% ohne zusätzliche Investitionen bis 2020 weiter verringern. Bis 2025 sollen die Raffinerien im Westen kein Schweröl mehr produzieren.

Das Retail-Geschäft wird den Absatz der von den OMV Raffinerien produzierten Kraftstoffe im Premium- und Diskontsegment steigern. Wir werden die Anzahl der Diskonttankstellen in Österreich, Slowenien und Deutschland erhöhen. Außerdem wird das Konzept auch in Ungarn erprobt. Beim Premium-Retail-Netz liegt unser Fokus auf der Steigerung des Marktanteils des Premiumprodukts MaxxMotion sowie der Entwicklung zusätzlicher kundenorientierter Service- und Shopangebote. Zur Sicherung des Umsatzes und der Rentabilität in Europa werden wir den Anteil der Produktion unserer Raffinerien, der über unsere eigenen Vertriebskanäle verkauft wird, bis 2025 von 47% auf 55% erhöhen. Damit stellen wir eine hohe Resilienz und einen Raffinerieauslastungsgrad von langfristig über 90% sicher, deutlich oberhalb des Durchschnitts in Europa.

Hervorragend positioniert, um vom Upside der neuen IMO-Standards zu profitieren

Downstream Öl wird das erfolgreiche europäische Raffinerie- und Petrochemie-Geschäft in internationale Wachstumsmärkte exportieren

Mit unserer umfangreichen Expertise als eine der führenden europäischen Raffineriebetreiberinnen wollen wir unser erfolgreiches europäisches Raffinerie- und Petrochemie-Geschäftsmodell in internationale Wachstumsmärkte exportieren. Der Kraftstoffbedarf in Asien sowie im Mittleren Osten und in Afrika wird bis 2030 voraussichtlich signifikant steigen. Die Nachfrage nach petrochemischen Produkten wird in allen Regionen wachsen, insbesondere in den asiatischen Märkten. Alles in allem werden mehr als 90% des Anstiegs der globalen Ölnachfrage auf Asien entfallen. Aus diesem Grund plant die OMV eine annähernde Verdoppelung ihrer Raffineriekapazität bis 2025 und den Aufbau von ein bis zwei Kernregionen außerhalb Europas.

Downstream Öl – strategische Erfolge

Seit die OMV im März 2018 ihre Strategie 2025 vorgestellt hat, wurden wichtige Fortschritte bei der Umsetzung dieser Strategie erzielt. Die Highlights sind im Folgenden zusammengefasst:

  • Starker Beitrag zum Gruppenergebnis mit einem CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 1,6 Mrd
  • Zügige Strategieumsetzung: Kauf eines 15%-Anteils an ADNOC Refining und an einem zu gründenden globalen Trading Joint Venture Ende Jänner 2019
  • Erhöhung des über eigene Vertriebskanäle verkauften Anteils der Raffinerieproduktion auf 49%, unterstützt durch Übernahmen von Tanklagern und die Steigerung der Anzahl von Diskonttankstellen
  • Erreichen eines Auslastungsgrades der Raffinerien von 92% trotz der sechswöchigen Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi
  • ReOil®: Die Produktion von Kraftstoffen aus Kunststoffabfällen hat sich von einer F&E-Phase zu einem in unsere Raffinerien integrierten Pilotprojekt entwickelt.

Maßgebliche Transaktionen: die OMV wird Anteilseignerin von ADNOC Refining

  • Unterzeichnung einer Vereinbarung über den Erwerb eines 15%igen Anteils an ADNOC Refining und Beteiligung an einem noch zu gründenden Trading Joint Venture
  • Der Raffineriekomplex befindet sich in Ruwais in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
  • Entscheidender Schritt zum Ausbau des

Downstream-Öl-Geschäfts außerhalb Europas gesetzt

  • Die OMV wird strategische Partnerin der weltweit viertgrößten Raffinerie mit Petrochemieintegration (Gesamtkapazität 922 kbbl/d).
  • Ausbau der Raffinerie- und Petrochemiekapazität der OMV um rund 40% bzw. 10%
  • Die OMV wird an einem bereits profitablen Geschäft mit starken Inlandsumsätzen und Zugang zu attraktiven Märkten wie Asien-Pazifik teilhaben.
  • Zukünftig signifikante Wertschöpfung durch selbst finanziertes, organisches Wachstum
  • Weitere Steigerung der Rentabilität durch die erstklassige Expertise der OMV auf operativer und geschäftlicher Ebene

Downstream Gas

Die OMV wird sich als führende integrierte Anbieterin mit einer starken Marktpräsenz von Nordwest- bis Südosteuropa etablieren. Bis 2025 sollen die Gasverkäufe der OMV auf über 20 Mrd m³ steigen. Dazu streben wir in Deutschland, dem größten europäischen Gasmarkt, einen Marktanteil von 10% an. Die OMV wird zunehmend Erdgas aus eigener Upstream-Produktion sowie importierte Gasmengen verkaufen. Die europäische Nachfrage nach Erdgas wird bis 2030 voraussichtlich stabil bleiben. Ein zusätzliches Potenzial von 40 Mrd m³ besteht vor allem durch die Umstellung von Kohle auf Erdgas in der Stromerzeugung. Im gleichen Zeitraum wird die europäische Erdgasproduktion rapide zurückgehen. Dies wird zu einer zunehmenden Versorgungslücke führen, die es zu schließen gilt. Vor diesem Hintergrund wird die OMV ihre integrierte Position im europäischen Markt durch zusätzliche, selbst produzierte Gasmengen aus Projekten in Norwegen und Rumänien sowie durch langfristige Lieferverträge mit Gazprom stärken.

Große Bedeutung für die Gasstrategie der OMV hat die Pipeline Nord Stream 2, die eine beständige, zuverlässige und langfristige Erdgasversorgung Europas und des Central European Gas Hub in Baumgarten, Österreich, sicherstellen und steigern wird.

Downstream Gas – strategische Erfolge

Seit die OMV im März 2018 ihre Strategie 2025 vorgestellt hat, wurden wichtige Fortschritte bei der Umsetzung dieser Strategie erzielt. Die Highlights sind im Folgenden zusammengefasst:

  • Anstieg der Gasverkäufe in Deutschland um 50%, womit 2018 ein Marktanteil von 2,6% erreicht wurde
  • Erfolgreicher Markteintritt in den Niederlanden
  • Ausbau der Erdgaslieferungen von Russland nach Österreich bis 2040; Steigerung des Gasbezugs von Gazprom um 1 Mrd m³ pro Jahr
  • Verkauf des Gaskraftwerks Samsun in der Türkei

Finanzen

Die wertorientierte Finanzstrategie der OMV soll Wachstum ermöglichen, die Leistung steigern und das Vertrauen der Aktionärinnen und Aktionäre belohnen. Bei Investitionsentscheidungen werden wir eine Reihe von strategischen und finanziellen Kriterien berücksichtigen. Das Wachstum wird auf einer soliden finanziellen Basis erfolgen. Die folgenden langfristigen Ziele bilden die Grundlage der Finanzstrategie der OMV:

  • Positiver freier Cashflow nach Dividenden unter Berücksichtigung einer progressiven Dividendenpolitik
  • CCS ROACE vor Sondereffekten von mindestens 12%
  • Steigerung des CCS Operativen Ergebnisses vor Sondereffekten auf mindestens EUR 4 Mrd bis 2020 und auf mindestens EUR 5 Mrd bis 2025
  • Mittelfristige Erhöhung der Cashflow-Generierung1 auf über EUR 5 Mrd
  • Wachstum des den Aktionären zuzurechnenden CCS Jahresüberschusses vor Sondereffekten
  • Gewährleistung von finanzieller Stabilität durch einen Verschuldungsgrad von ≤ 30%
  • Beibehaltung eines starken Investment-Grade-Ratings

Die OMV beabsichtigt das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten bis 2020 auf mindestens EUR 4 Mrd und bis 2025 auf mindestens EUR 5 Mrd zu steigern. Unser Ziel ist es, attraktive Renditen für unsere Aktionärinnen und Aktionäre zu generieren und die Dividende jährlich zu erhöhen oder zumindest auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten.

Weiteres Wachstum wird durch Investitionen und die bereits angekündigten Akquisitionen ermöglicht. Für den Zeitraum 2018 bis 2025 planen wir jährliche Investitionen in Höhe von durchschnittlich EUR 2,0 bis 2,5 Mrd. Das über einen Zeitraum von acht Jahren vorgesehene Akquisitionsbudget von EUR 10 Mrd soll zu gleichen Teilen auf Upstream und Downstream verteilt werden.

Seit der Präsentation der Strategie 2025 hat die OMV den größten Teil ihrer Bemühungen um die Neuausrichtung des Unternehmens und die neue Strategie umgesetzt. Durch Akquisitionen in den Bereichen Upstream und Downstream wurden das Portfolio und die Profitabilität wesentlich gestärkt. Abgesehen von den bereits angekündigten Akquisitionen (wie dem Erwerb einer 24,98%igen Beteiligung an Achimov 4A/5A) sind kurz- und mittelfristig keine weiteren größeren Übernahmen geplant.

Bei Investitionsentscheidungen berücksichtigen wir eine Reihe von strategischen und finanziellen Kriterien. Das Wachstum wird auf einer soliden finanziellen Basis mit einem Verschuldungsgrad kleiner oder gleich 30% bei Erhaltung eines starken Investment-Grade-Ratings erfolgen. Die Finanzstrategie wird die Performance durch den Fokus auf Cash-Generierung, eine weitere Optimierung der Betriebsabläufe und die Resilienz des Portfolios steigern. Darüber hinaus werden wir unsere operative Effizienz weiter verbessern. Das Ziel des neuen Effizienzprogramms ist eine Reduktion der Kosten um EUR 100 Mio bis 2020 im Vergleich zum Jahr 2017.

2018 wurden wichtige Meilensteine zur Erfüllung unserer langfristigen finanziellen Ziele erreicht:

  • Steigerung des CCS Operativen Ergebnisses vor Sondereffekten von EUR 3,0 Mrd im Jahr 2017 auf EUR 3,6 Mrd im Jahr 2018
  • Positiver freier Cashflow zum Jahresende nach Dividenden sowie Akquisitionen
  • CCS ROACE vor Sondereffekten von 13%
  • Vorzeitige Erfüllung des Betriebskosteneinsparungszieles von EUR 100 Mio im Jahr 2018
  • Aufrechterhaltung einer starken Bilanz mit einem Verschuldungsgrad von 13%
  • Ausschüttung einer Rekorddividende von EUR 1,50 je Aktie
  • Höherstufung der Bonitätsbewertung durch Moody's von Baa1 auf A3

Vorzeitige Erfüllung des Betriebskosteneinsparungszieles von EUR 100 Mio im Jahr 2018

1 Definiert als Mittelzufluss nach unbaren Posten

Nachhaltigkeit

Die OMV stellt auf verantwortungsvolle Weise leistbare Energie für eine nachhaltige Versorgung bereit: die Energie für ein besseres Leben. Nachhaltiges Handeln ist für die OMV entscheidend. Nur so können wir langfristig Wert schaffen und sichern, vertrauensvolle Partnerschaften aufbauen und Kundinnen und Kunden wie auch die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Investorinnen und Investoren sowie Lieferantinnen und Lieferanten gewinnen.

Der Nachhaltigkeitsansatz der OMV

In Zeiten der Energiewende ist es das Ziel der Geschäftstätigkeit der OMV, "Oil & Gas at its best" zu liefern. Der steigende Energiebedarf und der fortschreitende Klimawandel stellen die Energiewirtschaft vor große Herausforderungen. Es bedarf eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Klimaschutzmaßnahmen, leistbarer Energie und Versorgungssicherheit. Öl und Gas müssen so sinnvoll und verantwortungsbewusst wie möglich gefördert und genutzt werden, um eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten. Wir verpflichten uns, unsere Geschäfte verantwortungsvoll zu führen, indem wir die Umwelt schonen, als attraktive Arbeitgeberin agieren und langfristig Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden, Aktionärinnen und Aktionäre und die Gesellschaft schaffen.

15 Nachhaltigkeitsziele

Investitionen von bis zu EUR 500 Mio in innovative Energielösungen

  • Im Sinne ihres nachhaltigen Geschäftsansatzes entwickelte die OMV die Nachhaltigkeitsstrategie 2025 als Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie 2025. Die Nachhaltigkeitsstrategie umfasst 15 messbare Ziele, die sich auf fünf Schwerpunktbereiche verteilen: Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSSE); CO2-Effizienz; Innovation; Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; Geschäftsgrundsätze und soziale Verantwortung. Für eine CO2-ärmere Zukunft wird die OMV bis 2025 bis zu EUR 500 Mio in innovative Energielösungen wie ReOil® und Co-Processing investieren und Maßnahmen zur CO2-Effizienz umsetzen.
  • Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSSE): Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz haben bei allen Tätigkeiten oberste Priorität. Ein proaktives Risikomanagement ist entscheidend für die Verwirklichung der HSSE-Vision der OMV "ZERO harm – NO losses". Die OMV Ziele sind:
    • Keine Arbeitsunfälle mit Todesfolge
    • Stabilisierung der Unfallhäufigkeit 1 bei unter 0,30 (pro eine Mio Arbeitsstunden)
  • Aufrechterhaltung der führenden Position bei der Prozesssicherheitsvorfallrate2
  • Weitere Einzelheiten dazu finden Sie im Kapitel Gesundheit, Sicherheit und Umwelt auf Seite 51.
  • CO2 -Effizienz: Die OMV konzentriert sich auf die Verbesserung der CO2-Effizienz ihrer Geschäftstätigkeit und ihres Produktportfolios. Die OMV engagiert sich für Klimaschutz und verantwortungsvolles Ressourcenmanagement. Die OMV Ziele sind:
    • Reduzierung der CO2-Intensität der Geschäftstätigkeit der OMV3 um 19% bis 2025 (vs. 2010)
    • Reduzierung der CO2-Intensität des Produktportfolios der OMV4 um 4% bis 2025 (vs. 2010)
    • Abschaffung des routinemäßigen Abfackelns oder Ablassens von Erdölbegleitgas bis 2030
  • Innovation: In ihren Innovationsaktivitäten konzentriert sich die OMV auf die Optimierung der Produktion, die Erforschung von petrochemischen High-End-Lösungen, die Entwicklung von innovativen Energielösungen und die Nutzung digitaler Technologien. Wir fördern Innovation durch Investitionen und Partnerschaften zur Erforschung und Entwicklung innovativer technologischer Lösungen. Die OMV Ziele sind:
    • Entwicklung von ReOil® zu einem rentablen, großtechnischen Verfahren (Kapazität ~200.000 t pro Jahr)
    • Steigerung des Anteils an nachhaltigen Rohstoffen, die in den Raffinerien mitverarbeitet werden, auf rund 200.000 t jährlich bis 2025
    • Erhöhung der Entölungsrate in ausgewählten Feldern in der MOE-Region um 5 bis 15 Prozentpunkte bis 2025 durch innovative Enhanced-Oil-Recovery-Methoden
  • Weitere Einzelheiten dazu finden Sie in den Kapiteln Upstream (Seite 64) und Downstream (Seite 71)

1 Unfallhäufigkeit (Lost-Time Injury Rate, LTIR) bezeichnet die Häufigkeit von Unfällen, die zu Ausfalltagen geführt haben, bezogen auf eine Million Arbeitsstunden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der OMV oder von Vertragsunternehmen.

2 Definition von Prozesssicherheitsvorfall (Process Safety Event, PSE): siehe Abkürzungen und Definitionen 3 Emissionen in CO2-Äquivalent, die zur Generierung eines bestimmten Outputs unter Verwendung geschäftsspezifischer Kennzahlen erzeugt werden (Upstream: t CO2-Äquivalent pro erzeugter toe, Raffinerien: t CO2-Äquivalent pro t Durchsatz, Strom: t CO2-Äquivalent pro erzeugter MWh). Diese werden auf der Basis des gewichteten Mittelwertes der CO2-Intensität der Geschäftsbereiche zu einem OMV CO2-Intensitätsindex der Geschäftstätigkeit auf Konzernebene konsolidiert.

4 Die CO2-Intensität des Produktportfolios der OMV misst die Emissionen in CO2-Äquivalent, die durch die Nutzung von an Dritte verkauften OMV Produkten erzeugt werden, in t CO2-Äquivalent pro verkaufter toe.

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Die OMV bemüht sich um den Aufbau und Erhalt eines talentierten und kompetenten Teams für internationales und integriertes Wachstum. Die Schwerpunkte unserer Diversitätsstrategie sind Geschlechtergleichstellung und Internationalität. Die OMV Ziele sind:
    • Erhöhung des Frauenanteils auf Führungsebene1 auf 25% bis 2025
    • Beibehaltung des hohen Anteils von 75% an Executives mit internationaler Erfahrung2

Weitere Einzelheiten dazu finden Sie im Kapitel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Seite 53.

  • Geschäftsgrundsätze und soziale Verantwortung: Die OMV möchte an allen Standorten dieselben hohen ethischen Standards einhalten. Wir haben den UN Global Compact unterzeichnet, befürworten die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und unterstützen die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Die OMV Ziele sind:
    • Förderung des Bewusstseins für ethische Werte und Prinzipien: Durchführung von persönlichen oder Online-Business-Ethik-Schulungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
    • Überprüfung des Beschwerdemechanismus für Gemeinden an allen Standorten nach den UN-Wirksamkeitskriterien3 bis 2025
    • Durchführung von Menschenrechtsschulungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Menschenrechtsrisiken ausgesetzt sind, 4 bis 2025
    • Erhöhung der Anzahl der Lieferantenaudits mit Nachhaltigkeitselementen auf mehr als 20 pro Jahr bis 2025

Performance im Bereich CO2-Effizienz

Die OMV betrachtet den Klimawandel als eine der größten globalen Herausforderungen. Bei der Entwicklung unserer Geschäftsstrategie und der Planung unserer betrieblichen Tätigkeiten berücksichtigen wir klimarelevante Risiken und Chancen. Um die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit und unseres Produktportfolios auf den Klimawandel zu mindern, werden wir unsere CO2-Bilanz verbessern.

Zur Reduktion der Treibhausgasemissionen unserer Geschäftstätigkeit setzen wir auf Maßnahmen zur Optimierung der betrieblichen Prozesse, zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Verringerung der Methanemissionen durch Leckerkennung und Verbesserung der Anlagenintegrität. Die OMV Petrom installierte beispielsweise im Rahmen des Upstream-Energieeffizienzprogramms 30 Gas-to-Power- und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Die schrittweise Einstellung des routinemäßigen Abfackelns und Ablassens von Erdölbegleitgas bis 2030 ist Teil des Commitments der OMV zur Weltbank-Initiative "Zero Routine Flaring by 2030".

Die OMV traf 2018 wichtige unternehmerische Entscheidungen, die zu einem höheren Anteil von Erdgas am OMV Upstream-Produktionsportfolio führen werden. So hat die OMV mit der Produktion der überwiegend gasbasierten Assets von Aasta Hansteen in Norwegen begonnen und die Verhandlungen über das direkte Interesse an der russischen Gasförderung aus der Gasformation Achimov 4A/5A fortgesetzt. Weiters wird die OMV auch von der zukünftigen Gasproduktion der SapuraOMV Upstream in Malaysia profitieren. Zusätzlich hat die OMV die russischen Erdgaslieferverträge bis 2040 verlängert. Nicht zuletzt dank des höheren Anteils an Erdgas in unserem gesamten Produktangebot werden wir die CO2-Intensität unseres Produktportfolios reduzieren.

2018 erzielte die OMV zum dritten Mal in Folge ein hervorragendes CDP-Klimaschutz-Rating von A– (Leadership). Mit ihrem CDP-Klimaschutz-Rating ist die OMV eines von elf Unternehmen im globalen Öl- und Gassektor mit Leadership-Status und unter den besten vier Unternehmen aller Branchen in Österreich.

Performance im Bereich Geschäftsgrundsätze und soziale Verantwortung

Geschäftsethik und Compliance

Die OMV verfügt über einen Code of Business Ethics, der für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bindend ist. Eine spezielle länderübergreifende Compliance-Organisation, die sich aus 29 Personen mit Compliance-Expertise zusammensetzt, stellt die konzernweit einheitliche Einhaltung der OMV Standards sicher. Im Jahr 2018 nahmen 2.238 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2017: 688) an persönlichen oder Online-Business-Ethik-Schulungen

Anteil von Erdgas im Produktportfolio gesteigert

CDP-Klimaschutz-Rating von A–

1 Führungsebene: Executives und fortgeschrittene Karrierestufen

2 Drei oder mehr Jahre Arbeitsaufenthalt im Ausland

3 Legitim, zugänglich, berechenbar, ausgewogen, transparent, rechtekompatibel, eine Quelle kontinuierlichen Lernens, auf Dialog und Austausch aufbauend 4 1.059 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Konzernfunktionen, die Menschenrechtsrisiken managen, sowie in entsprechenden Funktionen in Ländern mit erhöhtem Menschenrechtsrisiko

teil. Die "Integritätsplattform" bietet einen anonymen Whistleblowing-Mechanismus für OMV Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und externe Stakeholder, wie zum Beispiel Lieferantinnen und Lieferanten, über den sie Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen, den Code of Business Ethics oder andere interne Richtlinien des OMV Konzerns melden können.

Compliance der Lieferantinnen und Lieferanten

Der Verhaltenskodex der OMV stellt sicher, dass Lieferantinnen und Lieferanten die Grundsätze der OMV unterstützen, und verringert damit das Risiko von Zwangsarbeit, Sklaverei, Menschenhandel oder Korruption in der Lieferkette. Alle Lieferantinnen und Lieferanten sind zur Einhaltung dieses Verhaltenskodex verpflichtet. Im Jahr 2018 führte die OMV bei fünf Vertragsunternehmen ein umfassendes Audit ihrer Performance in Bezug auf Umwelt, Gesellschaft und Governance (Environmental, Social and Governance, ESG) durch. Außerdem wurden neun Audits mit Nachhaltigkeitselementen durchgeführt. Die OMV wird der Roadmap folgen und plant bis 2020 mehr als zehn Audits mit Nachhaltigkeitselementen durchzuführen.

191 soziale Initiativen, die die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung unterstützen, umgesetzt

Menschenrechte

Gemäß den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte betrachten wir die Menschenrechte als einen wichtigen Aspekt unseres Risikomanagements und integralen Bestandteil unserer Entscheidungsprozesse. Im Jahr 2018 führten wir 30 Risikobewertungen zum Thema Menschenrechte auf Länderebene durch, um die Aktivitäten der OMV bei bestehenden Engagements entsprechend zu evaluieren und die Risiken für Menschenrechtsverletzungen bei potenziellen zukünftigen Engagements abzuschätzen. Mithilfe von E-Learning-Modulen und Präsenzschulungen schulten wir insgesamt 243 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Menschenrechtsfragen (2017: 423). Für die Umsetzung unserer menschenrechtlichen Verpflichtungen sind professionelle Schulungen unabdingbar. Daher haben wir uns zum Ziel gesetzt, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Menschenrechtsfragen konfrontiert sind, bis 2025 entsprechend zu schulen. 11% der Zielgruppe wurden bis Ende 2018 geschult. Darüber hinaus führten wir eine interne Kampagne zur Bewusstseinsbildung durch. Im Jahr 2018 wurden keine Menschenrechtsverletzungen (Kinderarbeit, Verletzung der Rechte indigener Völker oder Diskriminierung) gemeldet (2017: 0).

Community Relations und Entwicklung

Die OMV pflegt aktive Partnerschaften mit den Gemeinden in allen Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist und ist bestrebt Mehrwert für die lokale Bevölkerung zu schaffen. Im Rahmen unseres Stakeholderdialogs haben wir an allen Betriebsstandorten ein eigenes Community-Beschwerdesystem eingeführt. Im Jahr 2018 gingen bei der OMV über dieses System insgesamt 1.058 Beschwerden (2017: 1.226) ein. Alle Beschwerden wurden nach den internen Verfahren der OMV bearbeitet.

Die OMV wird ihr System für das Community--Beschwerdemanagement (Community Grievances Management, CGM) an den Wirksamkeitskriterien der Leitprinzipien der Vereinten Nationen ausrichten und hat bei der OMV Petrom in Rumänien ein CGM-Pilotaudit durchgeführt. Die im Zuge dieses Audits identifizierten Empfehlungen werden analysiert und bei der OMV Petrom umgesetzt. Damit wollen wir die Wirksamkeit des CGM als Instrument zur Einbindung der lokalen Bevölkerung steigern. Mit 965 verzeichneten Beschwerden entfielen 91% aller im Jahr 2018 bei der OMV eingegangenen Beschwerden auf Rumänien. Die OMV setzte in 17 Ländern insgesamt 191 soziale Initiativen um, die sich der Bedürfnisse der Gemeinden vor Ort annehmen und die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung unterstützen. Im Jahr 2018 nahmen über 2.800 Community-Mitglieder (2017: 5.100) an Schulungen zur Verbesserung ihrer beruflichen Aussichten teil oder erhielten finanzielle Unterstützung für eine Existenzgründung. Insgesamt profitierten über 900.000 Personen von unseren Community-Entwicklungsprojekten.

  • Weitere Informationen über Ratings und Indexaufnahmen der OMV in Bezug auf Umwelt, Gesellschaft und Governance (ESG) finden Sie im Kapitel OMV an den Kapitalmärkten auf Seite 36.
  • Managementansätze und Leistungsdetails zu allen wesentlichen Themen finden Sie im OMV Nachhaltigkeitsbericht 2018. Dieser Bericht stellt auch den separaten konsolidierten nicht finanziellen Bericht der OMV Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht (§ 267a UGB) dar.

Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSSE)

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz sind für die OMV zentrale Werte. Die Integrität der Betriebsanlagen der OMV, Schadenverhütung, proaktives Risikomanagement und Maßnahmen gegen den Klimawandel sind entscheidend für die Verwirklichung der HSSE-Vision der OMV: "ZERO harm – NO losses".

HSSE-Strategie

Zur Verwirklichung dieser Vision etablierte die OMV die HSSE-Strategie 2020/2025 als integralen Bestandteil ihrer Nachhaltigkeitsstrategie im Konzern. Die HSSE-Strategie konzentriert sich auf die funktionsübergreifenden Ziele eines starken HSSE--Engagements und entsprechender Führung, die Steigerung der Effizienz und Effektivität von HSSE--Prozessen, das Management von HSSE-Risiken und kompetentes Personal sowie spezifische Ziele in den einzelnen Bereichen:

  • Gesundheit: Die Arbeitsfähigkeit durch integriertes Gesundheitsmanagement verbessern.
  • Arbeitsschutz: Nachhaltige Sicherheit für Menschen und Anlagen schaffen.
  • Sicherheit: Menschen und Anlagen vor böswillig herbeigeführten Bedrohungen schützen.
  • Umwelt: Den ökologischen Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus minimieren.

Gesundheit und Sicherheit

Im Jahr 2018 lagen die Unfallhäufigkeit (Lost-Time Injury Rate, LTIR) für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der OMV sowie von Vertragsunternehmen bei insgesamt 0,30 (2017: 0,34) und die Häufigkeit der meldepflichtigen Arbeitsunfälle (Total Recordable Injury Rate, TRIR) bei insgesamt 0,78 (2017: 0,79).

Im Geschäftsbereich Upstream erreichten wir durch unsere gemeinsamen Bemühungen eine LTIR von 0,38 (2017: 0,28). Allerdings beklagten wir 2018 den Verlust von drei Mitarbeitern – einem der OMV und zwei eines Vertragsunternehmens – bei einem explosionsbedingten Brand im Zuge einer routinemäßigen Aufwältigung einer Sonde in Komsomolskoje, Kasachstan. Im Jahr 2018 setzten wir unsere Bemühungen um die Verbesserung unserer Sicherheitskultur fort und konzentrierten uns insbesondere auf die interaktive Kommunikation vor Ort und den Einsatz benutzerfreundlicher Tools zur Vermittlung von grundlegenden Sicherheitsregeln für Mitarbeitende und Vorgesetzte. Zur Unterstützung unserer Goldenen HSSE-Regeln führten wir eine Reihe zusätzlicher Regeln für lebensrettende Maßnahmen ein. Untersuchungen hochgefährlicher Tätigkeiten, insbesondere solcher, die in der Vergangenheit zu schweren Unfällen führten, setzten wir fort. Die Schwerpunkte lagen 2018 auf elektrischer Sicherheit, Prozesssicherheit, Risikobewertung und Arbeitsfreigabe.

Im Geschäftsbereich Downstream lag der Schwerpunkt zum einen auf der Einbeziehung von Führungskräften und zum anderen auf der Qualität und Effektivität von Maßnahmen wie Sicherheitsbegehungen, Unfalluntersuchungen und HSSE-Audits bei Vertragsunternehmen. Die LTIR lag bei 0,25 (2017: 0,40). Besonderes Augenmerk legten wir 2018 auf die Schulung in verschiedenen Notfall- und Krisenmanagementszenarien. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die erfolgreich abgeschlossenen Wartungsarbeiten in der Raffinerie Petrobrazi, die 2018 mit bis zu 5.000 zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Vertragsunternehmen vor Ort ohne einen einzigen medizinisch zu behandelnden Vorfall durchgeführt wurden.

Sicherheitskennzahlen des OMV Konzerns

Pro eine Mio Arbeitsstunden
2018 2017
Konzern
Unfallhäufigkeit 1 0,29 0,24
Häufigkeit der gesamtberichts
pflichtigen Arbeitsunfälle
0,88 0,73
Vertragsunternehmen
Unfallhäufigkeit 1 0,31 0,39
Häufigkeit der gesamtberichts
pflichtigen Arbeitsunfälle
0,74 0,82
Gesamt (Konzern und Vertrags
unternehmen)
Unfallhäufigkeit 1 0,30 0,34
Häufigkeit der gesamtberichts
pflichtigen Arbeitsunfälle
0,78 0,79

1 Häufigkeit der berichtspflichtigen Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen

Das Wohlergehen und die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind grundlegend für den Unternehmenserfolg, da sie wesentlich dazu beitragen, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Die OMV setzte 2018 ihre lange Tradition der Gesundheitsversorgung und -vorsorge für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Maßnahmen wie Herz-Kreislauf-Vorsorgeprogrammen, Krebsaufklärungsaktionen, Impfungen, Erste-Hilfe-Kursen und Gesundheitsveranstaltungen fort, die weit über die lokalen gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.

Im Jahr 2018 führten wir eine Reihe wichtiger Sicherheitsmaßnahmen durch:

Wir setzten das Rollout des konzernweiten Programms zur Förderung der Sicherheitskultur mit Schwerpunkt auf der Qualität der vom Management geführten Sicherheitsgespräche fort. Damit Rollout des konzernweiten Programms zur Förderung der Sicherheitskultur fortgesetzt

Erfolgreich

Ziele zur Reduktion der CO2-Intensität und weiteren Verbesserung der Energieeffizienz

schaffen wir ein besseres Verständnis für die Herausforderungen im operativen Bereich und stärken das Vertrauen zwischen Belegschaft und Management. In einem Pilot-Workshop in Rumänien erarbeiteten wir neue Formen von Mitarbeiterengagement und Coaching zu Sicherheitsthemen.

  • Das HSSE-Management unserer Vertragspartner ist für die Sicherheitsleistung des OMV Konzerns entscheidend. Deshalb überarbeiteten wir das Rahmenwerk der internen Vorschriften, um diese verständlicher zu gestalten und damit ihre Anwendung in der Praxis zu erleichtern.
  • Wir setzten einen systematischen Überprüfungsund Aktualisierungsprozess der internen HSSE--Vorschriften und -Prozesse fort, und wir förderten und verbesserten den Erfahrungsaustausch der aus Sicherheitsmeldungen und Unfalluntersuchungen gewonnenen Erkenntnisse.

Aufgrund der instabilen geopolitischen Lage mit anhaltenden regionalen Konflikten lag der Sicherheitsschwerpunkt auch 2018 auf dem Mittleren Osten und Nordafrika. Die sichere Fortführung der Geschäftstätigkeit im Jemen, in Libyen und in Tunesien ist eine Herausforderung. Doch auch auf dem europäischen Festland und andernorts haben die Terroranschläge und die Terrorbedrohung zugenommen. Daher bleiben die Sicherheitsrichtlinien und -verfahren der OMV für alle Geschäftsreisenden weiter aufrecht. Neben der anhaltenden Terrorbedrohung sind politischer Extremismus, Kriminalität und Cyberbedrohungen weiterhin sehr ernst zu nehmende Gefahren.

Wir überarbeiteten den OMV Security Standard, um auch in Zukunft über eine starke und flexible Sicherheitsstrategie zu verfügen. Sie soll es der OMV ermöglichen, in unterschiedlichen schwierigen und dynamischen Umgebungen tätig zu sein.

Bei der Resilienz erzielten wir auch 2018 Fortschritte, indem wir die praktischen und arbeitstechnischen Aspekte des Krisenmanagementund Business-Continuity-Projekts verbesserten.

Umweltmanagement

Die Geschäftstätigkeit der OMV wirkt sich auf die Umwelt aus. Wir sind stets bemüht, diese Auswirkungen insbesondere in den Bereichen Produktaustritte, Energieeffizienz, Treibhausgasemissionen (THG) sowie Wasser- und Abfallmanagement so gering wie möglich zu halten. Die OMV bemüht sich laufend um die Optimierung ihrer Prozesse, damit natürliche Ressourcen so effizient wie möglich genutzt und Emissionen und Abfälle reduziert werden.

Die OMV engagiert sich für Klimaschutz und verantwortungsvolles Ressourcenmanagement und hat sich entsprechende Ziele für eine bessere CO2-Bilanz ihrer Geschäftstätigkeit und ihrer Produkte gesetzt. Vorrangige Anliegen sind die Senkung der CO2-Intensität der gesamten Geschäftstätigkeit der OMV um 19% bis 2025 sowie die Reduktion der CO2-Intensität der Produkte um 4% bis 2025, jeweils im Vergleich zu 2010. Dies wollen wir erreichen, indem wir die Energieeffizienz in allen operativen Aktivitäten verbessern, die direkten Treibhausgasemissionen senken und den Erdgasanteil in unserem Produktportfolio erhöhen.

Die OMV unterstützt die Weltbank-Initiative "Zero Routine Flaring by 2030". Das routinemäßige Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas wird stufenweise beendet. Das trägt wesentlich zur Erreichung der OMV Klimaschutzziele bei. Die OMV Petrom hat 2018 im Bereich Upstream die CO2--Intensität mit weiteren neuen Gas-to-Power- und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen reduziert.

2018 gab es zwei größere Kohlenwasserstoffaustritte (Schweregrad 3 bis 5 gemäß Definition der OMV) mit einem Volumen von insgesamt 36.874 Litern (2017: ein Austritt mit 120.000 Litern). Die OMV hat ihre Einsatzpläne und Kapazitäten für die Beherrschung von Kohlenwasserstoffaustritten weiter verbessert.

Zentrale Umweltmaßnahmen im Jahr 2018:

  • Einführung der Richtlinie zur Beendigung des routinemäßigen Abfackelns oder Ablassens von Erdölbegleitgas entsprechend Umweltmanagementstandard
  • Erster Bericht an die Weltbank im Rahmen der Initiative "Zero Routine Flaring by 2030" über routinemäßig abgefackeltes Begleitgas
  • Entwicklung einer Umweltstrategie 2025 im Rahmen der HSSE-Strategie 2020/2025 mit Fokus auf Management von Treibhausgasemissionen und Wasserressoucen sowie Angleichung an ISO 14001 und 50001
  • Self-Assessment zur Bestimmung des Konformitätsgrades mit dem Umweltmanagementstandard des OMV Konzerns und Angleichung an ISO 14001 und 50001
  • Fortsetzung der Umweltrisikobewertung mit optimierter Datenverarbeitung und Maßnahmennachverfolgung
  • Validierung von drei Upstream-Projekten zur Reduzierung der THG-Emissionen gemäß ISO 14064-2
  • Erstzertifizierung der OMV Tunesien nach der Energiemanagementnorm ISO 50001 und Erneuerung des ISO-14001-Zertifikats

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Jahr 2018 legte die OMV auf ihrem Wachstumskurs erneut zu. Die hervorragenden Geschäftsergebnisse, die wir gemeinsam mit unseren 20.231 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erzielt haben, erfüllen uns mit Stolz und stimmen uns zuversichtlich für die Zukunft. Unterstützt durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verwandeln wir Energie in Lebensqualität. Wir wollen ein Umfeld schaffen, in dem sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beruflich weiterentwickeln und ihre persönlichen Ambitionen im Einklang mit unseren geschäftlichen Anforderungen und unseren Prinzipien verwirklichen können (das "Wie").

Arbeitgeberin erster Wahl

Im Jahr 2018 definierten wir klar und deutlich, warum die OMV als Arbeitgeberin für Toptalente sowohl auf lokalen Märkten als auch international attraktiv ist. Wir fragten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was sie stolz darauf macht, bei der OMV zu arbeiten. Ihr Feedback haben wir als die "Fünf Gründe, sich für die OMV zu entscheiden" zusammengefasst:

    1. Unsere internationale Expansion
    1. Einsatz neuester Technologien
    1. Wie wir miteinander arbeiten (unsere Prinzipien)
    1. Persönliche und berufliche Entwicklung in der
  • internationalen OMV Familie 5. Teil eines vielfältigen Teams sein

Im Oktober 2018 starteten wir eine Employer--Branding-Kampagne.

Die Personalstrategie der OMV

Es sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihren Erfahrungen und Fähigkeiten, ihren Einstellungen und ihrem Engagement unsere Strategie mitgestalten. Um das Potenzial unseres Unternehmens voll auszuschöpfen, verfolgen wir weiterhin die HR-Prioritäten zur Unterstützung des Wachstums der OMV:

  • Stärkung von Führungskompetenzen
  • Fokus auf Unternehmenskultur und Performance
  • Steigerung der organisatorischen Flexibilität
  • OMV als attraktive Arbeitgeberin

Konsistenz, Transparenz und Standardisierung in unseren Personalprozessen sind die Basis für Wachstum. Im Rahmen unserer HR-Digitalisierung arbeiten wir deshalb weiter an der Integration und Bündelung dieser Prozesse in einer zentralen konzernweiten IT-Plattform ("My Success Factors").

Highlights 2018

Nur mit Führungsstärke können wir sicherstellen, dass wir schnell, profitabel und nachhaltig wachsen. Wir investieren in die Stärkung der Führungsqualitäten und -kompetenzen unserer Managerinnen und Manager durch Initiativen zur Führungskräfteentwicklung, die wir 2017 im Konzern verankerten:

  • 360°-Feedback für Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter zur Unterstützung einer Kultur des offenen Feedbacks und Lernens
  • Bereichsübergreifende Veranstaltungen für Führungskräfte der mittleren Ebene mit ihren Teams zur Förderung der gemeinsamen Führungsverantwortung
  • "First Time Leaders"- und "Leading Leader"-Programme zur Vorbereitung der Teilnehmenden auf die Ausübung ihrer Führungsrolle

Für ein noch schnelleres Wachstum brauchen wir leistungsstarke, vielfältige Teams und eine nachhaltige Pipeline für geschäftskritische Positionen. 2018 führten wir einen konzernweiten Nachfolgeplanungsprozess ein. Rund 1.800 Führungskräfte identifizierten Nachfolgerinnen und Nachfolger, bewerteten diese anhand der PxP-Matrix (potential vs. personal impact) und gaben Feedback zu deren Entwicklung.

Im Rahmen unserer Agenda zur HR-Digitalisierung haben wir unsere Personalprozesse noch weiter vereinfacht und unter Verwendung von My Success Factors automatisiert. Dieses hochmoderne SAPbasierte Tool hilft uns dabei, unsere Unternehmenskultur in den Bereichen Leistung, Lernen und Digitalisierung zu stärken. Darüber hinaus führten wir im Oktober letzten Jahres My Self Service, basierend auf der neuesten SAP-Fiori-Anwendung, ein. Auf dieser Plattform können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Daten einfacher und unkomplizierter denn je verwalten.

Mit beiden Tools können wir die Flexibilität am Arbeitsplatz erhöhen, da sich nun verschiedenste organisatorische Aufgaben jederzeit und überall mit mobilen Geräten erledigen lassen. Aufbauend Fünf Gründe, sich für die OMV zu entscheiden

OMV HR hat den nächsten Schritt der Digitalisierung erreicht

auf diesem Trend setzen wir den nächsten Schritt zur Digitalisierung unserer Arbeitsweisen.

Unser neues konzernweites Anerkennungsprogramm fördert das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unterstützt unsere leistungsorientierte und prinzipiengeleitete Unternehmenskultur. Im Rahmen dieses Programms würdigen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter außergewöhnliche Ergebnisse und vorbildhaftes Verhalten ihrer Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz mit attraktiven Auszeichnungen. Dank eines einfachen Workflows kann eine Kollegin bzw. ein Kollege oder ein Team mit wenigen Klicks für eine Auszeichnung nominiert werden.

Zur Erfüllung der OMV Strategie des Ausbaus und der Entwicklung neuer Kernregionen benötigen wir eine solide Pipeline von Fachkräften mit hoher fachlicher Expertise, die auch eine internationale Karriere bei der OMV anstreben.

Deshalb investieren wir in die Weiterbildung und die Entwicklung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2018 erweiterten wir unser Weiterbildungsangebot und bieten nun neue Kurse, einschließlich Online-Inhalten, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Entwicklung von fachlichen, OMV-spezifischen, persönlichen sowie Führungskompetenzen an. Wir haben die Karrierepfade für alle Geschäftsbereiche neu definiert, um Expertenkarrieren zu fördern und internationale Karrierevorteile klar und transparent zu machen.

Österreich4 2.158
Rumänien/übriges Europa 12.149
Mittlerer Osten/Afrika 691
Rest der Welt 338

Rest der Welt 324.800

In EUR

In EUR
Österreich4 1.439.500
Rumänien/übriges Europa 2.928.900
Mittlerer Osten/Afrika 213.700

1 Ausgenommen Konferenzen und Trainings für externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Mittlerer Osten/Afrika 144.238 Rest der Welt 385.599

2 Die Darstellungen können Rundungsdifferenzen enthalten.

3 Anzahl der Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter, die an mindestens einem Training teilgenommen haben

4 Ausgenommen GAS CONNECT AUSTRIA GmbH, Avanti GmbH und DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft.

Unsere Programme für eine frühe Karriereentwicklung und die Zusammenarbeit mit der Gubkin--Universität in Russland zeigen weiterhin vielversprechende Ergebnisse bei der Stärkung unserer Talente-Pipeline.

Als Grundlage für alle unsere Weiterbildungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentrieren wir uns nach wie vor hauptsächlich auf unseren "Learning on the job"-Ansatz, der durch internen Wissenstransfer, Mentoring und Coaching sowie formale Schulungen unterstützt wird. Im Jahr 2018 nahmen in Österreich 2.682 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und konzernweit insgesamt 14.618 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Trainings teil.

Diversity

Vielfalt ist eine enorme Stärke. Darauf bauen wir aktiv auf, jetzt und in Zukunft. Deshalb entwickeln wir kontinuierlich neue Initiativen und Maßnahmen zur Förderung der Vielfalt und Chancengleichheit in der OMV. Die Diversity-Strategie des OMV Konzerns umfasst zwei Schwerpunktbereiche: Geschlecht und Internationalität. Für die OMV als Unternehmen in einer stark technisch orientierten Branche ist es eine besondere Herausforderung, in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit ein ausgewogenes Geschlechter-

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 1

2018 2017 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pro Region Österreich 3.632 3.482 Rumänien/übriges Europa 15.232 15.722 Mittlerer Osten/Afrika 683 1.093 Rest der Welt 684 424 Gesamtzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 20.231 20.721 Diversity Frauen in % 26 25 Männer in % 74 75 Weibliche Senior Vice Presidents in % 17 18 Anzahl der Nationalitäten2 74 74

1 Per Jahresende

2 Ausgenommen GAS CONNECT AUSTRIA GmbH, Avanti GmbH und DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft.

verhältnis zu erreichen. Die OMV unterstützt den Aufstieg von Frauen in Führungspositionen. Das strategische Ziel ist es, auf oberster Führungsebene die bestmögliche Diversität zu erreichen und den Frauenanteil in Führungspositionen von derzeit 18% bis 2025 auf 25% zu erhöhen. Wir unterstützen dies mit einer Vielzahl an Initiativen wie Mentoring, Nachfolgeplanung und spezifischen Trainings sowie Initiativen für eine gesunde Work-Life-Balance.

Der Frauenanteil im Gesamtkonzern beträgt rund 26%. In den Programmen der OMV zur Entwicklung von Führungskräften lag der Frauenanteil 2018 bei 26% (2017: 22%). Im integrierten Programm zur Absolventenförderung für technische Kompetenzen der OMV Upstream lag der Frauenanteil 2018 bei 25% (2017: 22%). "Diversity" ist Bestandteil aller Programme zur Führungskräfteentwicklung und der Personalstrategie der OMV.

Wichtige Mitarbeiterkennzahlen

Ende 2018 waren bei der OMV 20.231 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 26 Ländern beschäftigt. Gegenüber 2017 erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreich um 4,3%, während sie sich im gesamten Konzern um 2,4% verringerte.

Die Diversity-Strategie des OMV Konzerns umfasst zwei Schwerpunktbereiche: Geschlecht und Internationalität

Geschäftsjahr des OMV Konzerns

Im Jahr 2018 konnte die OMV ein deutlich verbessertes CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 3,6 Mrd erreichen. In beiden Segmenten, sowohl Upstream als auch Downstream, war eine starke Performance sowie die erfolgreiche Fortsetzung des Kostensenkungsprogramms maßgebend für das bemerkenswerte Ergebnis und einen operativen Cashflow von EUR 4,4 Mrd. Der freie Cashflow nach Dividenden betrug EUR 0,3 Mrd trotz Großakquisitionen und Auszahlung einer Rekorddividende.

Wirtschaftliches Umfeld

Mitte 2018 wurde der Höhepunkt einer mehrjährigen Phase des globalen Konjunkturaufschwungs überschritten. Die Wachstumsrate der Weltwirtschaft lag mit einem Plus von 3,7% um 0,1% unter dem Vorjahresniveau. Das Welthandelsvolumen expandierte mit 4,0% um 1,3 Prozentpunkte weniger stark als 2017. Die Wirtschaftsleistung der Entwicklungsund Schwellenländer war mit +4,6% doppelt so stark wie jene der Industrieländer mit +2,3%, wobei jeweils ein Rückgang um 0,1% zu verzeichnen war.

Eine schuldenfinanzierte Steuerreform verschaffte den USA ein von Investitionen und Konsum gestütztes deutliches BIP-Plus von 2,9%, während das BIP--Wachstum der Eurozone mit 1,9% wesentlich geringer ausfiel. Im Gegensatz zur weiterhin stimulierend wirkenden expansiven Geldpolitik drückten Handelskonflikte und Sanktionsdrohungen auf das Konjunktur- und Investitionsklima.

Innerhalb der EU-28 wirkte sich vor allem das zwischen 0,4 und 0,7 Prozentpunkte niedrigere Wirtschaftswachstum großer Länder wie Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien aus, die über 80% der EU-Wirtschaftsleistung ausmachen. Deutlich stabiler erwies sich die Konjunkturlage in den mittel- und osteuropäischen EU-Ländern. Die Wirtschaft expandierte in dieser Ländergruppe mit +4,2% wiederum kräftig und damit um 2,3 Prozentpunkte stärker als im EU-Durchschnitt.

In Deutschland dämpften die nachlassende Exportnachfrage und ein Angebotsengpass in der Automobilindustrie das Wirtschaftswachstum, das sich 2018 deutlich auf 1,5% abschwächte. Im Inland lieferten Investitionen und Konsum die größten Wachstumsbeiträge. Nachdem jedoch das Importvolumen stärker zunahm als die Exporte, wirkte der Außenbeitrag wachstumsbremsend.

In Österreich blieb das Wirtschaftswachstum 2018 noch sehr stabil und stieg gegenüber 2017 um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7%. Vor allem die kräftige Expansion der Industrieproduktion um 4,2% und das Wachstum der Investitionen von 3,5% stützten die erfreuliche Konjunkturlage, zu der auch eine leichte Belebung des Konsumwachstums beitragen konnte. Die Exporte nahmen mit +4,7% deutlich stärker zu als die Importe mit +3,0%.

In Rumänien, 2017 mit +7,0% das wachtumsstärkste Land der Region, fiel die Zunahme des BIP-Wachtums im Jahr 2018 mit +4,0% spürbar schwächer aus. Während der Inlandskonsum mit 5,3% und die Industrieproduktion mit 4% expandierten, trübten die zunehmende Inflation, die negative Leistungsbilanz und das 3,5%ige Budgetdefizit das Konjunkturbild.

Die Weltölnachfrage stieg 2018 um 1,2% bzw. 1,2 Mio bbl/d auf 99,2 Mio bbl/d. Der Zuwachs entfiel zu einem Drittel auf die OECD (Nachfragezunahme ausschließlich Nordamerika) und zu zwei Dritteln auf die Nicht-OECD-Länder (hauptsächlich asiatische Länder). Im vierten Quartal 2018 wurde erstmals ein globales Nachfragevolumen von über 100 Mio bbl/d überschritten.

Die globale Ölproduktion stieg 2018 um 2,5 Mio bbl/d auf 99,9 Mio bbl/d und damit mehr als doppelt so stark wie die Nachfrage, was zu einem Zuwachs der Lagerbestände um 0,7 Mio bbl/d führte. Der globale Produktionsanstieg resultierte zu fast 90% aus der Mehrproduktion der USA, die ihre Ölförderung um 16% auf 15,4 Mio bbl/d steigern konnte.

Das Rohölförderniveau der OPEC-Länder blieb mit 32,5 Mio bbl/d bzw. -0,3% gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die Produktionsrückgänge in Venezuela (-30%) und im Iran (-6%) konnten von anderen OPEC-Mitgliedern kompensiert werden.

Die Verlängerung der Produktionsbegrenzung der aus 24 Ländern bestehenden OPEC-Allianz und der Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran, verbunden mit Sanktionsdrohungen, bewirkten bis Mitte Mai 2018 einen Anstieg des Brent-Ölpreises von USD 66,5/bbl auf über USD 80/bbl. Nach einer vorübergehenden Preisberuhigung im Frühsommer stieg der Ölpreis von Mitte August bis Anfang Oktober um 25% auf ein Jahresmaximum von USD 86,2/bbl. Umso drastischer war dann der Preisrückgang um USD 36/bbl auf ein Jahresminimum von USD 50,2/bbl bis zum Jahresende. Hauptgründe für diesen Preiseinbruch waren die deutlich höher als ursprünglich prognostizierte US-Förderung, die abgeschwächten US-Sanktionsdrohungen für Importe iranischen Rohöls sowie die zunehmende Sorge über eine konjunkturelle Nachfrageschwäche.

Weltölnachfrage stieg 2018 um 1,2%

Brent-Rohöl wurde 2018 mit durchschnittlich USD 71,31/bbl gehandelt und war damit um 32% teurer als im Vorjahr. Der EUR/USD-Wechselkurs bewegte sich 2018 in einer Bandbreite zwischen 1,25 und 1,13. Im Jahresverlauf zeigte sich die US-Währung etwas gefestigt, lag aber im Jahresdurchschnitt bei 1,18, was einem Wertverlust von 4,5% entspricht. Am Rotterdamer Mineralölproduktenmarkt stiegen die auf Euro umgerechneten Preise für Hauptprodukte zwischen 15% für Benzin und 24% für Mitteldestillate und Heizöl Schwer.

Schwächer als im Vorjahr entwickelte sich der Erdgasmarkt in Österreich. Die Nachfrage sank gegenüber dem Vorjahr um 4% auf rund 8,6 Mrd m3 bzw. 96,7 TWh. Der witterungsbedingte Rückgang im Raumwärmemarkt betrug 5%, in Gaskraftwerken wurde um 9% weniger Strom erzeugt, nur der Industrieverbrauch zeigte einen konjunkturbedingten Anstieg. Die inländische Erdgasproduktion

sank um 18% auf 11,1 TWh, womit auch die Marktdeckung auf 11% zurückging. Nettoimporte und ein geringfügiger Speicherabbau deckten 85,6 TWh des Bedarfs. Der Speicherstand per Jahresultimo betrug 58,4 TWh, womit der Füllungsgrad von 63,7% gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert blieb.

Der Mineralölproduktabsatz in zehn Zentral- und Osteuropäischen Ländern – dem relevanten Marktgebiet der OMV – sank 2018 um ca. 1% auf rund 144 Mio t. In Österreich stagnierte das Marktvolumen bei 11,3 Mio t, wobei dieTreibstoffnachfrage um rund 1% höher, die Heizölnachfrage hingegen um knapp 15% niedriger war. In Deutschland sank der Gesamtabsatz um 1,9 Mio t bzw. 2% auf 95 Mio t, wobei alle Hauptprodukte bis auf den kaum veränderten Flugpetroleumabsatz weniger nachgefragt waren. In Rumänien stieg der Absatz um rund 1% auf knapp 9 Mio t.

Finanzieller Lagebericht

Der Konzernumsatz stieg um 13% auf

EUR 22.930 Mio. Höhere Öl-, Gas- und Produktpreise sowie gesteigerte Verkaufsvolumina wurden teilweise durch den fehlenden Beitrag der OMV Petrol Ofisi, welche im Jahr 2017 verkauft wurde, kompensiert. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verbesserte sich um 23% von EUR 2.958 Mio im Jahr 2017 auf EUR 3.646 Mio. Ursächlich war vor allem das bessere Upstream-Ergebnis in Höhe von EUR 2.027 Mio (2017: EUR 1.225 Mio). Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream sank auf EUR 1.643 Mio (2017: EUR 1.770 Mio). Die Konzernsteuerquote vor Sondereffekten betrug 39% (2017: 25%). Dies war bedingt durch erheblich höhere Ergebnisbeiträge im Bereich Upstream aus Hochsteuerländern, vornehmlich Norwegen und Libyen. Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten betrug EUR 2.108 Mio (2017: EUR 2.035 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten verringerte sich leicht auf EUR 1.594 Mio (2017: EUR 1.624 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten sank marginal auf EUR 4,88 (2017: EUR 4,97).

2018 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR – 149 Mio verzeichnet (2017: EUR – 1.281 Mio). Im Bereich Upstream entwickelten sich die Netto-Sondereffekte von EUR – 7 Mio im Jahr 2017 auf EUR 95 Mio im Jahr 2018. Netto-Sondereffekte enthielten 2018 hauptsächlich Zuschreibungen in Höhe von EUR 105 Mio in Rumänien und Norwegen, temporäre Hedging-Effekte von EUR 89 Mio sowie Desinvestitionen in Pakistan (EUR 52 Mio) und

Rekord CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 3.646 Mio

Tunesien (EUR 39 Mio). Eine Forderung, welche im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Anteils am Rosebank-Feld und OMV (UK) Ltd besteht, wurde aufgrund einer Verzögerung der finalen Investitionsentscheidung um EUR – 78 Mio wertberichtigt. Zusätzlich enthielten die Netto-Sondereffekte im Jahr 2018 die Veräußerung des OMV Anteils an der Polarled Pipeline und den Nyhamna Gasverarbeitungsanlagen in der Nordsee Region in Höhe von EUR – 38 Mio.

Die Netto-Sondereffekte im Bereich Downstream betrugen EUR – 219 Mio (2017: EUR – 1.242 Mio) und waren durch den Verkauf des Samsun Kraftwerks in der Türkei (EUR – 150 Mio) und die Wertminderung des Düngemittelgeschäfts der Borealis in Höhe von EUR – 33 Mio geprägt. Die Netto--Sondereffekte 2017 sind vor allem auf die Veräußerung der OMV Petrol Ofisi zurückzuführen.

Im Geschäftsbereich Konzernbereich und Sonstiges betrugen die Netto-Sondereffekte 2018 EUR –26 Mio (2017: EUR –32 Mio). 2018 wurden positive CCS Effekte von EUR 27 Mio (2017: EUR 55 Mio) verzeichnet.

Das Operative Konzernergebnis hat sich im Jahr 2018 mit EUR 3.524 Mio mehr als verdoppelt (2017: EUR 1.732 Mio). Der Finanzerfolg verbesserte sich auf EUR – 226 Mio (2017: EUR – 246 Mio). Bei einer Konzernsteuerquote von 40% (2017: 43%) betrug der Periodenüberschuss EUR 1.993 Mio (2017: EUR 853 Mio). Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss betrug EUR 1.438 Mio, verglichen mit EUR 435 Mio in 2017. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich mit EUR 4,40 im Vergleich zu EUR 1,33 in 2017 auf mehr als das Dreifache.

Ergebnisse auf einen Blick

2018 2017
Umsatz 1 in EUR Mio 22.930 20.222 13%
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten2 in EUR Mio 3.646 2.958 23%
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Upstream in EUR Mio 2.027 1.225 66%
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Downstream in EUR Mio 1.643 1.770 –7%
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Konzernbereich und Sonstiges in EUR Mio –21 –16 31%
Konsolidierung vor Sondereffekten: Zwischengewinneliminierung in EUR Mio –3 –21 –87%
Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten in % in % 39 25 n.m.
CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten2 in EUR Mio 2.108 2.035 4%
Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss
vor Sondereffekten 2, 3 in EUR Mio 1.594 1.624 –2%
CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten2 in EUR 4,88 4,97 –2%
Sondereffekte in EUR Mio –149 –1.281 –88%
davon Upstream in EUR Mio 95 –7 n.m.
davon Downstream in EUR Mio –219 –1.242 n.m.
davon Konzernbereich und Sonstiges in EUR Mio –26 –32 n.m.
CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) in EUR Mio 27 55 n.m.
Operatives Ergebnis Konzern in EUR Mio 3.524 1.732 103%
Operatives Ergebnis Upstream in EUR Mio 2.122 1.218 74%
Operatives Ergebnis Downstream in EUR Mio 1.420 584 143%
Operatives Ergebnis Konzernbereich und Sonstiges in EUR Mio –47 –48 –3%
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung in EUR Mio 28 –21 –234%
Finanzerfolg in EUR Mio –226 –246 –8%
Steuerquote des Konzerns in % 40 43 n.m.
Jahresüberschuss in EUR Mio 1.993 853 134%
Den Aktionären zuzurechnender Jahresüberschuss in EUR Mio 1.438 435 231%
Ergebnis je Aktie in EUR 4,40 1,33 n.m.
Cashflow aus der Betriebstätigkeit in EUR Mio 4.396 3.448 28%
Freier Cashflow vor Dividenden in EUR Mio 1.043 1.681 –38%
Freier Cashflow nach Dividenden in EUR Mio 263 1.013 –74%

1 Umsätze exklusive Mineralölsteuer

2 Bereinigt um Sondereffekte; das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoff- und Mineralölprodukte aus den Raffinerien

3 Nach Abzug des den Hybridkapitalbesitzern sowie den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnenden Jahresüberschusses

Positiver freier Cashflow nach Dividenden von EUR 263 Mio trotz Ausschüttung einer Rekorddividende und großer Akquisitionen

Sondereffekte und CCS Effekte

In EUR Mio

2018 2017
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 3.646 2.958 23%
Sondereffekte –149 –1.281 –88%
davon Personallösungen –40 –31 n.m.
davon Wertminderungen und Zuschreibungen 51 16 n.m.
davon Anlagenverkäufe 3 –31 n.m.
davon Sonstiges –164 –1.235 n.m.
CCS Effekte 27 55 n.m.
Operatives Ergebnis 3.524 1.732 103%

Weitere Informationen zu Sondereffekten und CCS Effekten sind in der Anhangangabe 4 des Konzernabschlusses zu finden.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsätze
In EUR Mio 2018 2017 %-Anteil
an
Gesamt
summe
Umsätze mit Dritten
Upstream 2.170 1.329 63% 9%
Downstream 20.756 18.887 10% 91%
davon Downstream Öl 14.707 14.065 5% 64%
davon Downstream Gas 6.049 4.822 25% 26%
Konzernbereich und Sonstiges 4 6 – 28% 0%
Gesamt 22.930 20.222 13% 100%
Umsätze mit anderen Segmenten
Upstream 3.386 2.839 19% 89%
Downstream 74 79 – 7% 2%
davon Downstream Öl 48 34 39% 1%
davon Downstream Gas 166 161 3% 4%
davon Umsatzeliminierung innerhalb des Segments – 139 – 116 – 21% – 4%
Konzernbereich und Sonstiges 335 349 – 4% 9%
Gesamt 3.795 3.267 16% 100%
Umsätze (nicht konsolidiert)
Upstream 5.556 4.168 33% 21%
Downstream 20.830 18.967 10% 78%
davon Downstream Öl 14.755 14.099 5% 55%
davon Downstream Gas 6.215 4.983 25% 23%
davon Umsatzeliminierung innerhalb des Segments – 139 – 116 – 21% – 1%
Konzernbereich und Sonstiges 339 355 – 4% 1%
Gesamt 26.725 23.490 14% 100%

Konzernumsatz um 13% gestiegen Der Umsatz des Geschäftsbereichs Upstream ist um 33% gestiegen, wesentlich beeinflusst durch das im Dezember 2017 erworbene Gasgeschäft in Russland. Darüber hinaus haben das verbesserte Marktumfeld sowie höhere geförderte Mengen in Norwegen und Libyen zu den gestiegenen Umsätzen beigetragen. Der Anstieg im Geschäftsbereich Downstream war im Wesentlichen auf erhöhte Preise zurückzuführen, wobei die Umsätze von Downstream Öl 55% der gesamten nicht konsolidierten Umsätze ausmachten. Diese positiven Effekte wurden zum Teil durch den Verkauf von OMV Petrol Ofisi im Juni 2017 kompensiert. Nach der Eliminierung von Umsätzen mit anderen Segmenten sind die gesamten Umsätze mit Dritten um 13% auf EUR 22.930 Mio gestiegen. Die regionale Umsatzaufteilung mit Dritten ist im Anhang des Konzernabschlusses (Anhangangabe 4 – Segmentberichterstattung) zu finden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich 2018 auf EUR 517 Mio (2017: EUR 488 Mio). 2018 war beeinflusst von Wertaufholungen in Höhe von EUR 105 Mio in Rumänien und Norwegen infolge einer wesentlich verbesserten Betriebsleistung. Ebenso enthielten die sonstigen Erträge Gewinne aus dem Verkauf der in Pakistan aktiven Upstream Unternehmen in Höhe von EUR 52 Mio sowie Erträge aus der Veräußerung der Tochtergesellschaft OMV Tunisia Upstream GmbH in Höhe von EUR 39 Mio. 2017 war durch einen Gewinn von EUR 137 Mio aus der Veräußerung der OMV (U.K.) Limited beeinflusst.

Das Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen belief sich auf EUR 391 Mio (2017: EUR 510 Mio) und enthielt im Wesentlichen den 36%-Anteil des

Borealis Konzernergebnisses in Höhe von EUR 327 Mio (2017: EUR 394 Mio). Der Rückgang gegenüber 2017 ergab sich hauptsächlich dadurch, dass das Ergebnis der Pearl Petroleum Company Limited im Jahr 2017 durch eine Einigung im Rechtsstreit über Punkte aus der Vereinbarung ("Heads of Agreement") für die Felder Khor Mor und Chemchemal mit EUR 90 Mio positiv beeinflusst war.

Die Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) beliefen sich auf EUR – 14.094 Mio (2017: EUR – 12.331 Mio). Diese Position beinhaltet Aufwendungen für Waren und Materialien, die für die Umwandlung in End- oder Zwischenerzeugnisse verwendet werden, sowie Aufwendungen für zum Wiederverkauf bestimmte Waren, Bestandsveränderungen und Wertminderungen von Vorräten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf EUR – 485 Mio (2017: EUR – 1.491 Mio) in 2018. 2017 enthielt einen Verlust über EUR –1.209 Mio aus dem Verkauf der OMV Petrol Ofisi Veräußerungsgruppe, während 2018 einen Verlust aus der Veräußerung der OMV Samsun Üretim Sanayi ve Ticaret A.S¸. in Höhe von EUR – 150 Mio enthielt. Weitere Details zu Änderungen der Konzernstruktur sind in der Anhangangabe 3 des Konzernabschlusses zu finden. Die Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" beinhaltet Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von EUR – 40 Mio (2017: EUR – 33 Mio).

Das Finanzergebnis verbesserte sich auf EUR – 226 Mio (2017: EUR – 246 Mio), vor allem aufgrund höherer Zinserträge, teilweise kompensiert durch höhere Bankgebühren. Die Dividendenerträge beliefen sich auf EUR 20 Mio (2017: EUR 15 Mio).

Ertragsteuern

2018 2017
Laufende Steuern in EUR Mio – 1.007 – 492
Latente Steuern in EUR Mio – 298 – 142
Steuern vom Einkommen und Ertrag in EUR Mio – 1.305 – 634
Effektivsteuersatz in % 40 43

Der Effektivsteuersatz des Konzerns fiel leicht auf 40% (2017: 43%). Weitere Details zu Ertragsteuern können der Anhangangabe 12 des Konzernabschlusses entnommen werden.

Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)

In EUR Mio
2018 2017
Umsatzerlöse 22.930 20.222 13%
Sonstige betriebliche Erträge 517 488 6%
Ergebnis aus at- equity bewerteten Beteiligungen 391 510 – 23%
Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) – 14.094 – 12.331 14%
Produktions-  und operative Aufwendungen – 1.594 – 1.645 – 3%
Produktionsbezogene Steuern – 392 – 311 26%
Abschreibungen und Wertminderungen – 1.827 – 1.852 – 1%
Vertriebs-  und Verwaltungsaufwendungen – 1.749 – 1.636 7%
Explorationsaufwendungen – 175 – 221 – 21%
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 485 – 1.491 – 67%
Operatives Ergebnis 3.524 1.732 103%
Finanzerfolg – 226 – 246 – 8%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 1.305 – 634 106%
Jahresüberschuss 1.993 853 134%
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 78 103 – 24%
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 477 315 51%
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender Jahresüberschuss 1.438 435 n.m.

Operatives Ergebnis erhöhte sich wesentlich auf EUR 3.524 Mio

Cashflow-Performance

Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Höhe von EUR 4.396 Mio lag um EUR 948 Mio über dem Niveau von 2017, unterstützt durch positive Net-Working-Capital Effekte, ein verbessertes Marktumfeld sowie höhere Dividendenzahlungen von Borealis.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigte 2018 einen Mittelabfluss von EUR –3.353 Mio gegenüber EUR –1.766 Mio im Jahr 2017 und enthielt einen Mittelabfluss von USD –1,5 Mrd, resultierend aus dem Erwerb eines 20%-Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi sowie einen Mittelabfluss von EUR –350 Mio aus dem Erwerb des Shell Upstream Geschäfts in Neuseeland. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltete 2018 auch einen Mittelabfluss von EUR –275 Mio für die Finanzierungsvereinbarungen für das Pipelineprojekt Nord Stream 2. Im Jahr 2017 führten die Veräußerungen der OMV (U.K.) Limited und der OMV Petrol Ofisi zu einem Mittelzufluss von EUR 1.689 Mio, welcher durch den Mittelabfluss von EUR –1.644 Mio aus dem Erwerb eines Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje kompensiert wurde.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

zeigte 2018 einen Mittelabfluss von EUR –975 mn (2017: Mittelzufluss von EUR 27 Mio). 2018 begab die OMV zwei Eurobonds mit einer Summe von EUR 1.000 Mio sowie eine Hybridanleihe von EUR 500 Mio, was durch die Rückzahlungen eines Eurobonds von EUR 750 Mio, einer Hybridanleihe von EUR 750 Mio sowie anderer langfristiger Schulden und Dividendenzahlungen mehr als ausgeglichen wurde.

Trotz wesentlicher Akquisitionen in Abu Dhabi und Neuseeland ergab der freie Cashflow nach Dividenden einen Mittelzufluss von EUR 263 Mio auf (2017: EUR 1.013 Mio).

Investitionen

Das Investitionsvolumen belief sich 2018 auf EUR 3.676 Mio (2017: EUR 3.376 Mio). Dies ist vor allem auf den Kauf eines 20%-Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi von ADNOC als auch auf den Erwerb des Upstream Geschäfts von Shell in Neuseeland zurückzuführen. Das Upstream Investitionsvolumen erhöhte sich auf EUR 3.075 Mio (2017: EUR 2.781 Mio). Neben den Akquisitionen in Abu Dhabi und Neuseeland investierte der Geschäftsbereich Upstream überwiegend in Feldneuentwicklungen, Bohrungen und Workover-Aktivitäten in Rumänien als auch in Feldentwicklungen in Norwegen und Österreich. Die Investitionen im Geschäftsbereich Downstream sind leicht gesunken und beliefen sich auf EUR 576 Mio (2017: EUR 580 Mio), wovon EUR 506 Mio auf Downstream Öl (2017: EUR 491 Mio) und EUR 70 Mio (2017: EUR 90 Mio) auf Downstream Gas entfielen. Die Hauptinvestitionen standen im Zusammenhang mit Wartungsaktivitäten der Raffinerien und Pipelines. Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich Konzernbereich und Sonstiges lag bei EUR 25 Mio (2017: EUR 15 Mio).

Erhöhung des Cashflows aus der Betriebstätigkeit um EUR 948 Mio im Vergleich zum Vorjahr

Investitionen1
In EUR Mio
2018 2017
Upstream 3.075 2.781 11%
Downstream 576 580 – 1%
davon Downstream Öl 506 491 3%
davon Downstream Gas 70 90 – 22%
Konzernbereich und Sonstiges 25 15 69%
Investitionen gesamt 3.676 3.376 9%
+/– Konsolidierungskreisänderungen und sonstige Anpassungen 2 – 86 – 1.595 – 95%
– Investitionen in Finanzanlagen und Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen – 4 – 20 – 78%
Zugang laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) 3.585 1.762 104%
+/– Nicht zahlungswirksame Änderungen – 393 – 176 123%
Zahlungswirksame Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 3.193 1.586 101%
+ Zahlungswirksame Investitionen, Ausleihungen und sonstige Finanzanlagen 305 366 –17%
+ Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liqui
der Mittel 357 1.644 – 78%
Investitionen laut Cashflow-Rechnung 3.855 3.596 7%

1 Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in at-equity bewertete Beteiligungen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investition definierte Zugänge

2 2017 enthielt EUR 1,7 Mrd aus dem Erwerb eines 24,99% Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje.

Die Überleitung der Investitionen auf die Zugänge laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) betrifft im Wesentlichen die Zugänge, die nicht als Investitionen definiert sind, sowie Investitionen in Finanzanlagen und Konsolidierungskreisänderungen.

Der Unterschied zwischen den Zugängen laut Anlagespiegel und den Investitionen aus der Cashflow-Rechnung war zum Teil auf in der Periode nicht zahlungswirksame Zugänge im Bereich des immateriellen Vermögens und der Sachanlagen zurückzuführen (unter anderem Abgrenzungen für Investitionsverbindlichkeiten, neue Finanzierungsleasingvereinbarungen, Rekultivierungsverpflichtungen und aktivierte Fremdkapitalkosten). Darüber hinaus sind in den Gesamtinvestitionen der Cashflow-Rechnung Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen sowie für den Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten enthalten.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Bedeutende Akquisitionen in Abu Dhabi und Neuseeland

Die Bilanzsumme erhöhte sich um EUR 5.385 Mio auf EUR 36.961 Mio. Das langfristige Vermögen wurde vor allem durch die Akquisition eines 20%--Anteils an zwei Offshore-Ölfeldern in Abu Dhabi, sowie durch die Übernahme des Shell Upstream Geschäfts in Neuseeland beeinflusst. Weitere

Details hierzu befinden sich in der Anhangangabe 3 des Konzernabschlusses. At-equity bewertete Beteiligungen stiegen um EUR 98 Mio und beinhalteten größtenteils das Ergebnis von Borealis und anteilige Ergebnisse von anderen at-equity bewerteten Beteiligungen sowie Währungsumrechnungen ausländischer Beteiligungen und sonstige Änderungen, wie unter anderem vereinnahmte Dividenden in Höhe von EUR 422 Mio. Inanspruchnahmen im Rahmen der Finanzierungsvereinbarungen für das Pipelineprojekt Nord Stream 2 sowie höhere Derivate-Positionen waren die wesentlichen Treiber der Erhöhung des sonstigen langfristigen Vermögens. Das kurzfristige Vermögen stieg um EUR 2.619 Mio auf EUR 12.017 Mio zum 31. Dezember 2018. Das zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögen sank um EUR 158 Mio, hauptsächlich bedingt durch den Verkauf der in Pakistan aktiven Upstream Unternehmen.

Das Eigenkapital (inklusive nicht beherrschender Anteile) stieg gegenüber 2017 um 7%. Die Eigenkapitalquote sank auf 42% (2017: 45%). Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um EUR 92 Mio. Die langfristigen Rekultivierungsverpflichtungen erhöhten sich um EUR 603 Mio vor allem aufgrund von neuen Verpflichtungen durch den Erwerb eines 20%-Anteils an zwei Offshore--Ölfeldern in Abu Dhabi, sowie durch die Übernahme des Shell Upstream Geschäfts in Neuseeland.

Bilanz (Kurzfassung)

In EUR Mio
2018 2017
Aktiva
Langfristiges Vermögen 24.896 21.972 13%
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 18.432 16.301 13%
At-equity bewertete Beteiligungen 3.011 2.913 3%
Sonstiges langfristiges Vermögen 2.695 2.014 34%
Latente Steuern 759 744 2%
Kurzfristiges Vermögen 12.017 9.398 28%
Vorräte 1.571 1.503 5%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.420 2.503 37%
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 7.026 5.392 30%
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 47 206 – 77%
Passiva
Eigenkapital 15.342 14.334 7%
Langfristige Verbindlichkeiten 11.917 10.352 15%
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.096 1.003 9%
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 4.909 4.792 2%
Rekultivierungsverpflichtungen 3.673 3.070 20%
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.508 1.050 44%
Latente Steuern 731 437 67%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 9.680 6.826 42%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.401 3.262 35%
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 843 902 – 7%
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 4.436 2.662 67%
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 22 63 – 65%
Bilanzsumme 36.961 31.576 17%

Kurzfristige und langfristige Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten stiegen um

EUR 58 Mio auf EUR 5.752 Mio im Vergleich zu 2017, bedingt durch die Emission von zwei Euroanleihen von in Summe EUR 1.000 Mio im Dezember 2018, teilweise kompensiert durch die Rückzahlung einer Euroanleihe von EUR 750 Mio sowie anderer Rückzahlungen langfristiger Verbindlichkeiten.

Sonstige kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten stiegen vor allem aufgrund höherer Derivate--Positionen. Die passiven latenten Steuern stiegen auf EUR 731 Mio (2017: EUR 437 Mio), maßgeblich bedingt durch die Übernahme des Shell Upstream Geschäfts in Neuseeland. Weitere Details hierzu befinden sich in der Anhangangabe 3 des Konzernabschlusses. Die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten verringerten sich auf EUR 22 Mio, was hauptsächlich auf den Verkauf der in Pakistan aktiven Upstream Unternehmen zurückzuführen ist.

Verschuldungsgrad (Gearing Ratio)

Gearing Ratio

2018 2017
Anleihen in EUR Mio 5.007 4.757 5%
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in EUR Mio 745 937 – 20%
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in EUR Mio 288 292 – 1%
Schulden in EUR Mio 6.040 5.986 1%
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente1 in EUR Mio 4.026 3.981 1%
Nettoverschuldung in EUR Mio 2.014 2.005 0%
Eigenkapital in EUR Mio 15.342 14.334 7%
Verschuldungsgrad in % 132 14 n.m.

1 Inklusive liquider Mittel, welche auf "zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden

2 Mit der Implementierung von IFRS 16 am 1. Jänner 2019 wird der Verschuldungsgrad 18% sein.

Upstream

Im Geschäftsbereich Upstream setzte die OMV 2018 die Neuausrichtung ihres Portfolios entsprechend dem Fokus auf eine verbesserte Qualität der Assets und den Ausbau der Reserven fort. Zu den Maßnahmen, die ergriffen wurden, zählten unter anderem die Übernahme der Upstream-Assets von Shell in Neuseeland und die Unterzeichnung von neuen Offshore-Konzessionen in Abu Dhabi. Die Produktionskosten sanken auf USD 7,0/boe und die jährliche Reservenersatzrate lag zum Jahresende bei 180%.

Auf einen Blick

2018 2017
Operatives Ergebnis vor Sondereffekten in EUR Mio 2.027 1.225 66%
Sondereffekte in EUR Mio 95 – 7 n.m.
Operatives Ergebnis in EUR Mio 2.122 1.218 74%
Investitionen1 in EUR Mio 3.075 2.781 11%
Explorationsausgaben in EUR Mio 300 230 31%
Explorationsaufwendungen in EUR Mio 175 222 – 21%
Produktionskosten2 in USD/boe 7,01 8,79 – 20%
Gesamtproduktion2 in kboe/d 427 348 23%
Gesamtproduktion2 in Mio boe 156 127 23%
Gesamtverkaufsmenge in Mio boe 148,7 118,3 26%
Sichere Reserven per 31. Dezember in Mio boe 1.270 1.146 11%
Durchschnittlicher Brent-Preis in USD/bbl 71,31 54,19 32%
Durchschnittlich realisierter Rohölpreis in USD/bbl 62,13 49,95 24%
Durchschnittlich realisierter Gaspreis 2 in USD/1.000 cf 4,72 5,10 – 8%

Hinweise: Das Nettoergebnis der at-equity bewerteten Beteiligung Pearl ist in allen operativen Ergebnissen der dargestellten Perioden enthalten. Nach Abschluss der Akquisition des 24,99%-Anteils am Feld Juschno Russkoje wird seit 1. Dezember 2017 der OMV Anteil von 24,99% an Severnefte gazprom ("SNGP", Betriebsführer des Erdgasfelds Juschno Russkoje) nach der Equity-Methode berücksichtigt und das Ergebnis der JSC Gazprom YRGM Development ("Trader"), an der die OMV 99,99% hält, voll konsolidiert.

1 Investitionen beinhalten Akquisitionen, insbesondere den Erwerb eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Feldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd in Q2/18.

2 Berücksichtigt den Anteil der OMV am Erdgasfeld Juschno Russkoje, beginnend mit 1. Dezember 2017

Finanzielle Performance

Operatives Ergebnis vor Sondereffekten stieg deutlich um 66% auf EUR 2.027 Mio

Produktionskosten auf USD 7/boe

gesenkt

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg deutlich von EUR 1.225 Mio 2017 auf EUR 2.027 Mio im Jahr 2018. Ursächlich war eine signifikant erhöhte operative Performance von EUR 582 Mio. Diese ist im Wesentlichen auf höhere Verkaufsmengen infolge der Akquisition des Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje in Q4/17 sowie des erhöhten Beitrags aus Libyen zurückzuführen. Zusätzlich hat der Beitrag aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, infolge der Akquisition eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Ölfeldern in Abu Dhabi in Q2/18, das Ergebnis positiv beeinflusst. Diese Beiträge wurden teilweise kompensiert durch geringere Produktionsbeiträge aus Rumänien und Neuseeland sowie den fehlenden Produktionsbeitrag aus Pakistan aufgrund der Veräußerung des OMV Upstream-Geschäfts in Q2/18. Nettomarkteffekte in Höhe von EUR 276 Mio beeinflussten das Ergebnis positiv. Höhere durchschnittliche Preise wurden teilweise durch Hedging--Verluste sowie negative FX-Effekte, resultierend

aus der Abwertung des US Dollar gegenüber dem Euro, kompensiert. Das Ergebnis im Jahr 2017 wurde von einem einmaligen Effekt in Höhe von EUR 90 Mio positiv beeinflusst. Die OMV Petrom trug 2018 EUR 693 Mio (2017: EUR 363 Mio) zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten bei.

Die 2018 erfassten Sondereffekte beliefen sich auf EUR 95 Mio (2017: EUR –7 Mio), hauptsächlich aufgrund temporärer Hedging-Effekte in Höhe von EUR 89 Mio. Das Operative Ergebnis verbesserte sich signifikant auf EUR 2.122 Mio (2017: EUR 1.218 Mio).

Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren fielen um 20% auf USD 7,0/boe. Die höhere Produktion sowie das laufende Kostensenkungsprogramm führten zu niedrigeren Produktionskosten. Diese Effekte wurden teilweise durch die unvorteilhafte FX-Entwicklung aufgrund der Abwertung des US Dollar kompensiert. Vor allem aufgrund niedrigerer Volumina stiegen die Produktionskosten der OMV Petrom um 3% auf USD 11,2/boe.

Die Gesamtproduktion erhöhte sich um 23% auf 427 kboe/d, vor allem infolge des Beitrags aus Russland in Höhe von 100 kboe/d. Dieser wurde durch geringere Produktionsbeiträge aus Rumänien und Norwegen, aufgrund des natürlichen Förderrückgangs, Neuseeland, aufgrund von Reparaturarbeiten an der Pohokura-Pipeline, sowie Pakistan, aufgrund der Veräußerung des OMV Upstream-Geschäfts in Q2/18, teilweise kompensiert. Die Gesamttagesproduktion der OMV Petrom fiel hauptsächlich aufgrund des natürlichen Förderrückgangs um 8 kboe/d auf 160 kboe/d. Die Gesamtverkaufsmenge stieg um 26%, vornehmlich aufgrund des Beitrags aus Russland und höherer Verkaufsvolumina in Libyen, die teilweise durch geringere Verkaufsvolumina in Rumänien, Neuseeland und Österreich sowie Pakistan kompensiert wurden.

Trotz der Änderung der Marktstimmung von einer Unterversorgung zu einer Überversorgung gegen Jahresende stieg der durchschnittliche Brent-Preis im Jahresverlauf 2018 um 32% auf USD 71/bbl. Ursächlich waren eine solide Nachfrage, rückläufige Produktionsmengen in Venezuela und die Befürchtung einer Verknappung des globalen Marktes im

Vorfeld der US-Sanktionen gegen den Iran. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns verbesserte sich um 24%. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in USD/1.000 cf war im Jahr 2018 um 8% niedriger, infolge des Beitrags aus Russland. Die von der OMV realisierten Preise 2018 wurden von realisierten Hedging-Verlusten in Höhe von EUR –308 Mio beeinflusst.

Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben stiegen 2018 auf EUR 3.075 Mio (2017: EUR 2.781 Mio) und beinhalteten vor allem den Erwerb eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Ölfeldern in Abu Dhabi von ADNOC in Höhe von USD 1,5 Mrd sowie den Erwerb des Upstream-Geschäfts von Shell in Neuseeland in Höhe von USD 579 Mio. 2017 beinhalteten die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben im Wesentlichen die Akquisition des Anteils am Gasfeld Juschno Russkoje in Q4/17. Organische Investitionen wurden vorwiegend in Rumänien, Norwegen und den Vereinigten Arabischen Emiraten getätigt. Die Explorationsausgaben, die sich vor allem auf Aktivitäten in Rumänien, Norwegen und Österreich bezogen, stiegen um 31% auf EUR 300 Mio.

Gesamtproduktion stieg um 23% auf 427 kboe/d

Produktion

2018 2017
Erdöl und NGL Erdgas 1 Gesamt Erdöl und NGL Erdgas 1 Gesamt
in Mio bbl in bcf in Mio boe in Mio boe in Mio bbl in bcf in Mio boe in Mio boe
Rumänien2 24,6 168,7 31,2 55,8 25,0 181,6 33,6 58,6
Österreich 4,3 30,9 5,2 9,4 4,6 34,2 5,7 10,3
Kasachstan2 2,2 1,7 0,3 2,5 2,3 1,3 0,2 2,6
Großbritannien 0,0 0,0 0,0 0,0
Norwegen 17,1 60,9 10,1 27,3 18,7 61,6 10,3 29,0
Libyen 10,9 10,9 9,1 9,1
Tunesien 1,3 2,9 0,5 1,8 1,9 2,9 0,5 2,4
Pakistan3 0,1 7,0 1,2 1,3 0,2 15,3 2,6 2,7
Jemen 1,1 1,1
Region Kurdistan
im Irak
0,9 11,6 1,9 2,8 0,9 11,2 1,9 2,7
Vereinigte Arabi
sche Emirate
1,8 1,8
Neuseeland 2,1 16,0 2,7 4,8 2,9 20,0 3,3 6,2
Russland 218,4 36,4 36,4 19,8 3,3 3,3
Gesamt 66,5 518,2 89,5 156,0 65,6 347,9 61,3 127,0

1 Für die Umrechnung von Gas von cf in boe wurde in allen Ländern folgender Faktor verwendet: 1 boe = 6.000 cf. Ausnahme ist Rumänien,

wo folgender Faktor verwendet wurde: 1 boe = 5.400 cf.

2 Da die OMV zu 51% an der OMV Petrom beteiligt ist, wird die OMV Petrom voll konsolidiert. Die Produktionsvolumina der OMV Petrom sind daher zu 100% in den Zahlen berücksichtigt.

3 Veräußerung des Upstream-Geschäfts in Pakistan am 28. Juni 2018.

Entwicklungen im Portfolio

Erwerb eines 20%igen Anteils an Offshore-Konzessionen

Die OMV setzte 2018 die Optimierung ihres Upstream-Portfolios entsprechend dem Fokus auf eine verbesserte Qualität der Assets und den Ausbau der Reserven fort. Maßgeblich dafür waren insbesondere die Übernahme der Upstream-Assets von Shell in Neuseeland und der Erwerb eines 20%igen Anteils an Offshore-Konzessionen in Abu Dhabi, aber auch die Veräußerung des Upstream--Geschäfts in Pakistan, eines Teils der Upstream--Assets in Tunesien, marginaler Felder in Rumänien und der Polarled-Pipeline in Norwegen. Darüber hinaus wurden 2018 strategische Partnerschaften mit bedeutenden Akteurinnen und Akteuren in wachstumsstarken Regionen geschlossen bzw. ausgebaut. Die OMV unterzeichnete mit Gazprom das Basic Sales Agreement über einen 24,98%igen Anteil an den Blöcken Achimov 4A/5A und bildete eine strategische Partnerschaft mit Sapura.

Mittel- und Osteuropa

Die Optimierung des Portfolios wurde mit einer am 28. September 2018 unterzeichneten Vereinbarung zur Übertragung von neun Feldern an Mazarine Energy fortgesetzt. Die Transaktion ist seit dem 1. März 2019 wirksam. Der Verkauf dieser neun Felder in der Region Moinesti Zemes (Rumänien), mit einer kumulierten Öl- und Gasproduktion von rund 1.000 boe/Tag, ist Teil des Programms zur Optimierung des Upstream- Portfolios der OMV Petrom.

Die OMV setzte die Bohraktivitäten 2018 mit durchschnittlich 13 Bohrtürmen, die in den von der OMV Petrom betriebenen Lizenzen aktiv sind, auf hohem Niveau fort. Bis Ende 2018 wurden 110 neue Bohrungen und Sidetracks abgeteuft – ein im Vergleich zu den Vorjahren deutlicher Anstieg. Zu diesen Aktivitäten gehörten zwei Entwicklungsbohrungen, die einen signifikanten Beitrag zur Produktion der OMV Petrom leisten werden, sowie komplexe und tiefe (>4.000 m) Explorationsbohrungen (6600 Baicoi und 4461 Totea South).

Russland

Nach der Etablierung von Russland als neue Kernregion im Jahr 2017 und nach dem Abschluss des Erwerbs eines 24,99%igen Anteils am Erdgasfeld Juschno Russkoje unterzeichnete die OMV 2018 ein "Basic Sale Agreement", das die mögliche Übernahme einer 24,98%igen Beteiligung an der Entwicklung der Phasen Achimov 4A/5A im Gas- und Kondensatfeld Urengoi vorsieht. Das "Basic Sale Agreement" ersetzt das zwischen der OMV und Gazprom am 14. Dezember 2016 geschlossene

"Basic Agreement", das einen möglichen Asset-Tausch im Gegenzug für eine Beteiligung von Gazprom an der OMV (Norge) AS vorsah. Die Durchführung und Umsetzung der potenziellen Transaktion erfolgen vorbehaltlich der mit Gazprom zu treffenden Vereinbarung über die finalen Transaktionsunterlagen sowie der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und Aufsichtsräte der beiden Unternehmen, die zu einem späteren Zeitpunkt erwartet werden.

Zusätzlich stärkte die OMV ihre Partnerschaft mit Gazprom durch Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur strategischen Kooperation. Das Dokument sieht die Gründung eines gemeinsamen Koordinationskomitees für die Zusammenarbeit im Erdgasbereich – sowohl Upstream wie auch Downstream, in Wissenschaft und Technologie sowie zur Personalweiterbildung – vor.

Nordsee

Zur Optimierung ihres Portfolios verkaufte die OMV 2018 ihren 9,1%igen Anteil an der Polarled-Pipeline sowie ihren 3,8%igen Anteil an der Gasaufbereitungsanlage Nyhamna an CapeOmega. Die Transaktion ist seit dem 1. Jänner 2018 wirksam.

Mittlerer Osten und Afrika

Im Dezember 2018 unterzeichneten die OMV und ADNOC einen Konzessionsvertrag mit einer Laufzeit von 40 Jahren ab November 2018, mit dem ein 5%iger Anteil an der Ghasha-Konzession an die OMV vergeben wurde. Die Konzession befindet sich vor der Küste Abu Dhabis und besteht aus drei großen Gas- und Kondensat-Entwicklungsprojekten – Hail, Ghasha und Dalma – sowie weiteren Offshore--Feldern für Öl, Gas und Kondensat einschließlich Nasr, SARB und Mubarraz. Laut Planung von ADNOC wird das Projekt etwa Mitte des nächsten Jahrzehnts mit der Produktion beginnen. Das erwartete Plateau der Felder liegt bei mindestens 1,5 Mrd Kubikfuß pro Tag (40 Mio Kubikmeter) und soll brutto mehr als 120 kboe/d Öl und hochwertiges Kondensat produzieren.

Im April 2018 unterzeichneten die OMV und ADNOC ein neues Offshore-Konzessionsabkommen über die Vergabe eines 20%igen Anteils an der Offshore--Konzession Abu Dhabi – Satah Al Razboot (SARB) mit den Satellitenfeldern Bin Nasher und Al Bateel sowie Umm Lulu mit der zugehörigen Infrastruktur. Der vereinbarte Beteiligungsbetrag beläuft sich auf USD 1,5 Mrd, die Vertragslaufzeit wurde auf 40 Jahre festgelegt. Die Konzession wurde rückwirkend mit 9. März 2018 wirksam.

Die Portfoliooptimierung wurde 2018 mit dem Abschluss der Veräußerungen des Upstream--Geschäfts in Pakistan im Juni 2018 sowie eines Teils des Upstream-Geschäfts in Tunesien fortgesetzt.

Am 28. Juni 2018 schloss die OMV den Verkauf ihrer in Pakistan aktiven Upstream-Unternehmen an die Dragon Prime Hong Kong Limited ab. Die Dragon Prime Hong Kong Limited ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der United Energy Group Limited, eines unabhängigen Explorations- und Produktionsunternehmens. Der endgültige Kaufpreis betrug rund EUR 158 Mio.

Am 21. Dezember 2018 schloss die OMV den Verkauf ihrer 100%igen Tochter OMV Tunisia Upstream GmbH an eine Tochtergesellschaft der Panoro Energy ASA ab. Die OMV Tunisia Upstream GmbH hält einen 49%igen Anteil an den Konzessionen Cercina/Cercina Sud, El Ain/Gremda, El Hajeb/Guebiba und Rhemoura in Tunesien sowie eine Beteiligung von 50% an der Betreibergesellschaft Thyna Petroleum Services S.A. (TPS). Der vereinbarte Kaufpreis betrug USD 65 Mio. Stichtag der Transaktion ist der 1. Jänner 2018. Die durchschnittliche Produktion der veräußerten Assets lag 2018 bei rund 1,6 kboe/d netto für die OMV.

Asien-Pazifik

Mit der Übernahme der Upstream-Assets von Shell in Neuseeland setzte die OMV 2018 einen wichtigen Schritt, um den wachsenden asiatisch-pazifischen Raum zu einer Kernregion zu entwickeln. Die Akquisition wurde am 28. Dezember 2018 abgeschlossen und umfasst einen Anteil von 48% am Gaskondensatfeld Pohokura, Neuseelands größtem produzierenden Feld, sowie einen Anteil von 83,75% am Gaskondensatfeld Maui sowie die zugehörige Infrastruktur für Produktion, Lagerung und Transport. Die OMV war bereits zuvor an beiden Assets als Partner beteiligt (mit 26% an Pohokura und 10% an Maui) und übernahm nach dem Closing die Betriebsführerschaft. Wirtschaftlicher Stichtag der Transaktion ist der 1. Jänner 2018. Die durchschnittliche Produktionsmenge der erworbenen Assets lag in den ersten zwei Monaten 2018 bei rund 31 kboe/d. Der Kaufpreis betrug USD 579 Mio. Zusätzlich hat die OMV einen 6,25%-Anteil am Gaskondensatfeld Maui von Todd Energy übernommen und hält infolgedessen seit Jahresende 100%.

Parallel dazu erwarb die OMV auch den Shell-Anteil von 60,98% am Explorationsblock Great South Basin (GSB). Die Übertragung erfolgte mit Wirkung zum 15. März 2018 und erhöhte den Anteil der OMV am GSB auf 82,93%.

Im Einklang mit der Strategie der OMV, Partnerschaften mit wichtigen Akteurinnen und Akteuren in wachstumsstarken Regionen einzugehen, haben OMV und Sapura Energy Berhad die Vereinbarung zur Bildung einer strategischen Partnerschaft am 31. Jänner 2019 abgeschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarung hat die OMV Exploration & Production GmbH (OMV E&P), eine 100%ige Tochter der OMV Aktiengesellschaft, eine 50%-Beteiligung am gesamten ausgegebenen Aktienkapital eines in 2019 neugegründeten Joint Venture Unternehmens, SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. erworben. Für den 50%-Anteil an SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. hat die OMV USD 540 Mio gezahlt. Zusätzlich haben die Vertragsparteien bedingte Zahlungen von bis zu USD 85 Mio vereinbart. Diese sind größtenteils vom Ressourcenvolumen im Block 30, Mexiko, zum Zeitpunkt der finalen Investitionsentscheidung abhängig. Beide Parteien haben die Refinanzierung der konzerninternen Verbindlichkeiten von USD 350 Mio vereinbart. Das Management der Partnerschaft wird ihren Sitz in Malaysia haben und von beiden Seiten im Vorstand paritätisch vertreten sein. Das neugegründete Unternehmen, SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd., wird im OMV Jahresabschluss vollständig konsolidiert werden. SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. ist ein führendes, unabhängiges Öl- und Gasunternehmen in Malaysia, mit einer erwarteten Produktion über die gesamte Lebensdauer der Felder von rund 260 Mio boe und einer starken Wachstumsperspektive.

OMV schließt erfolgreich Übernahme des Shell Upstream-Geschäfts in Neuseeland ab

Schlüsselprojekte

Neptun (Rumänien, OMV 50%)

Neptun Deep repräsentiert den Tiefseesektor des Blocks XIX Neptun im rumänischen Schwarzen Meer, wo die OMV Petrom durch ein Joint Venture mit ExxonMobil (Betreiber) aktiv ist. Nach der ersten Gasentdeckung während der Explorationsbohrkampagne in den Jahren 2011 und 2012 (Domino-1-Bohrung) wurden umfangreiche seismische Akquisitionen und weitere Explorationsund Erweiterungsbohrungen einschließlich Tests durchgeführt. Im Jahr 2018 erfolgten Tätigkeiten technisch-planerischer, vertraglicher und regulatorischer Art. Am 17. November 2018 trat eine neue Gesetzgebung für den Offshore-Bereich in Kraft, die den rechtlichen Rahmen für Offshore-Projekte im rumänischen Teil des Schwarzen Meeres bildet. Unter diesen rechtlichen Rahmenbedingungen sind momentan die notwendigen Voraussetzungen für eine Multi-Milliarden-Investmententscheidung nicht gegeben. OMV Petrom ist weiterhin an einer Entwicklung des Schwarzen Meeres interessiert und wird daher den Dialog mit den Behörden zu den weiteren Schritten fortführen.

Weitere Großprojekte (Rumänien, OMV 100%)

Rund EUR 90 Mio wurden 2018 in die Modernisierung, Erweiterung und Errichtung neuer Öl- und Gasaufbereitungsanlagen und Pipelines investiert. Beim Projekt CHD (Central Hydrocarbon Dewpointing) Hurezani, das den Bau einer neuen Tieftemperaturabscheidungsanlage und der zugehörigen Rohrleitungen vorsieht, wurden signifikante Fortschritte im Hinblick auf eine Inbetriebnahme in der ersten Jahreshälfte 2019 erzielt.

Das 2015 begonnene Offshore-Erneuerungsprogramm umfasst mehrere Projekte mit dem Ziel, die Offshore-Anlagen und Pipelines zu modernisieren, das operative Risiko zu verringern und die Prozesssicherheit zu erhöhen. Die geschätzten Gesamtinvestitionen werden sich bis 2023 auf voraussichtlich über EUR 200 Mio belaufen. Von den 2018 verzeichneten Erfolgen sind die Modernisierung der Brand- und Gaserkennungssysteme auf allen Plattformen, die Nachrüstung von Kranen und die Installation von Steigleitungsschutzvorrichtungen erwähnenswert.

Erfolgreicher Produktionsstart von Aasta Hansteen im Dezember

Juschno Russkoje (Russland, OMV 24,99%)

Um die Plateauproduktion in dem von Gazprom betriebenen Gasfeld Juschno Russkoje aufrechtzuerhalten, wurde im Oktober 2018 eine 135 Bohrungen umfassende Kampagne zur Förderung der Turon-Schicht gestartet. Neben den bestehenden drei produzierenden Turon-Bohrungen wurden 2018 vier weitere Bohrungen fertiggestellt; acht weitere Bohrungen sollen 2019 abgeschlossen werden. Darüber hinaus hat der Betreiber ein Projekt zur Untersuchung des Potenzials der tieferen Schichten des Feldes gestartet, das 2019 weiter bewertet werden soll.

Gullfaks (Norwegen, OMV 19%)

Im Feld Gullfaks, wo 183 Fördersonden für Produktion/Injektion zur Verfügung stehen, wurden 2018 unter der Betriebsführerschaft von Equinor 13 Bohrungen direkt von den Plattformen neu abgeteuft und fertiggestellt. Die neue Cat J Bohrplattform traf in Q1/18 in Norwegen ein und hat zwei Unterwasserbohrungen neu abgeteuft und abgeschlossen. Diese Hubinsel ist speziell für effizienteres Bohren bei Offshore-Projekten zusätzlich zu den herkömmlichen Oberflächenbohrungen von den drei fixen Bohrplattformen ausgelegt. Eine Änderung des PDO1 zur Umsetzung der Wasserinjektion in der produzierenden Shetland/Lista-Formation wurde Ende Dezember 2018 den Behörden vorgelegt.

Gudrun (Norwegen, OMV 24%)

Das Feld Gudrun unter Betriebsführerschaft von Equinor hat weiter eine sehr gute Produktion von den vorhandenen Bohrplattformen geliefert, die vor allem einem verzögerten Produktionsrückgang und gestiegenen Reserven zu verdanken ist. Die Lizenzpartner starteten 2018 ein Projekt zur Verbesserung der Ölförderung, das neue Bohrungen und eine Änderung der Förderstrategie durch Wasserinjektion umfasst. Dieses Projekt wird 2019 weiterverfolgt.

Edvard Grieg (Norwegen, OMV 20%)

Die Produktion in dem von Lundin betriebenen Offshore-Ölfeld Edvard Grieg lag aufgrund der hohen Anlagenverfügbarkeit im Jahr 2018 deutlich über den Erwartungen. Der Feldentwicklungsplan wurde 2018 mit den letzten vier Bohrungen des 14 Bohrungen umfassenden Programms erfolgreich abgeschlossen.

Aasta Hansteen (Norwegen, OMV 15%)

Die Plattform Aasta Hansteen wurde 2018 erfolgreich an den Standort transportiert, angeschlossen und in Betrieb genommen. Der Produktionsstart erfolgte am 16. Dezember 2018. Alle Entwicklungsbohrungen wurden 2018 abgeschlossen.

Wisting (Norwegen, OMV 25%)

Die Wisting-Ölfunde befinden sich im Hoop-Becken der Barentssee in PL537, ungefähr 310 Kilometer vom norwegischen Festland entfernt. Mit einer Beteiligung von 25% ist die OMV Betriebsführer von Wisting. Das aktuelle Referenzkonzept für die Wisting Entwicklung ist ein FPSO mit einem Unterwasserproduktionssystem, das aus 19 Sonden und 15 Wasserinjektoren besteht. Zwei FPSO-Konzepte in Form eines runden und eines schiffförmigen Rumpfes sind herangereift. Die endgültige Auswahl des Konzepts in der Lizenzgruppe wird für 2020 erwartet. Die an die norwegische Erdöldirektion für 2018 gemeldeten förderbaren Mengen in PL537 werden auf rund 440 Mio Fass Öl geschätzt, verglichen mit 350 Mio Fass im Jahr 2017.

Nawara (Tunesien, OMV 50%)

Die Entwicklung des Gaskondensatfeldes Nawara unter Betriebsführerschaft der OMV war Ende 2018 zu rund 97% abgeschlossen und blieb damit aufgrund weiterer sozialer Unruhen in Südtunesien

1 PDO – Plan of Development and Organization, Entwicklungs- und Organisationsplan

hinter dem Zeitplan zurück. Während die mechanischen Arbeiten an der Pipeline kurz vor der Fertigstellung stehen, verzögerten Proteste und Streiks die Arbeiten an der Gasaufbereitungsanlage in Gabes und der zentralen Aufbereitungsanlage. Die OMV arbeitet jedoch weiterhin mit Partner- und Vertragsunternehmen an Lösungen, um weitere Verzögerungen zu minimieren. Die erste Gaslieferung über die Nawara-Pipeline wird voraussichtlich gegen Ende 2019 erfolgen.

Umm Lulu und SARB (VAE, OMV 20%)

Die Offshore-Ölfelder Umm Lulu und Satah Al Razboot (SARB) befinden sich im Flachwasserbereich vor der Küste Abu Dhabis. Beide Felder sind über Pipelines mit eigenen Aufbereitungsanlagen, Lagern und Verladeeinrichtungen auf Zirku Island verbunden. Die Fertigstellung der kompletten Anlagen und Infrastrukturen des Feldes Umm Lulu wird für 2020 erwartet. Die Entwicklungsbohrungen werden bis 2023 fortgesetzt. Die OMV wurde zum Asset Lead für Umm Lulu ernannt.

Der Produktionsstart der Felder Umm Lulu und SARB erfolgte im September 2018 und zeigte eine anfängliche Kapazität von 50 kboe/d (10 kboe/d netto für die OMV), die im Dezember 2018 auf rund 125 kboe/d (25 kboe/d netto für die OMV) anstieg. Bis 2023 soll die Produktion aus dem Konzessionsgebiet auf 215 kboe/d (43 kboe/d netto für die OMV) steigen.

Highlights Exploration und Evaluierung

2018 schloss die OMV 16 Explorations- und Erweiterungsbohrungen1 in vier verschiedenen Ländern ab. Zehn davon waren erfolgreich; zwei davon gingen bereits in Produktion. Vier Bohrungen waren zum Jahresende noch nicht abgeschlossen, wovon drei im März 2019 zum Abschluss gebracht wurden.

In Norwegen wurden vier Explorationsbohrungen abgeschlossen, zwei davon waren erfolgreich; zusätzlich war eine Bohrung zum Jahresende noch nicht beendet. Ein Highlight war die Hochdruckund Hochtemperatur-(HPHT-)Explorationsbohrung 6506/11-10 in der Norwegischen See (PL644), bei der die OMV die Betriebsführerschaft innehatte. Die Bohrung hatte zwei Ziele (Hades und Iris) und stieß auf signifikante Gas- und Kondensatmengen. Eine weitere Evaluierung ist für 2019 geplant. Zusätzlich wurden drei Evaluierungsbohrungen durchgeführt, die alle erfolgreich verliefen.

In Rumänien wurde die OMV Petrom nach dem Ausstieg von Repsol aus dem Land zur alleinigen Titelinhaberin und Betreiberin von vier Onshore--Explorationslizenzen in der Getischen Hochebene. Fünf Explorationsbohrungen wurden abgeschlossen, zwei davon stießen auf Kohlenwasserstoffe und eine Bohrung war zu Jahresende noch nicht abgeschlossen. Bei zwei dieser komplexen und tiefen Erkundungsbohrungen werden in der ersten Jahreshälfte 2019 weitere Tests durchgeführt.

In Österreich schloss die OMV 2018 zwei Explorationsbohrungen und eine Erweiterungsbohrung mit einem tieferen Explorationsziel ab. Alle Bohrungen stießen auf Kohlenwasserstoffe. Eine Bohrung war zum Jahresende noch im Gange.

In Neuseeland und Österreich schloss die OMV 2018 zwei seismische Untersuchungen ab. In Österreich wurden 600 km2 seismische Daten nordöstlich von Wien erfasst und auf mögliche tiefere Ziele konzentriert. Eine Erweiterung der Untersuchung (insgesamt ~ 1.500 km2) wurde im Oktober 2018 begonnen und war zum Jahresende noch nicht beendet.

Die Explorations- und Evaluierungsausgaben stiegen 2018 auf EUR 300 Mio (2017: EUR 230 Mio). Dieser Anstieg resultierte aus verstärkten Tätigkeiten, einer verbesserten Erfolgsquote und einem höheren Anteil bei den rumänischen Aktivitäten.

Reservenentwicklung

Zum 31. Dezember 2018 stiegen die sicheren Reserven (1P) auf 1.270 Mio boe (davon OMV Petrom2: 532 Mio boe). Die jährliche Reservenersatzrate konnte mit 180% ähnlich dem letzten Jahr (2017: 191%) weit über dem Durchschnitt der Vergangenheit gehalten werden. Der Dreijahresdurchschnitt der Reservenersatzrate stieg auf 160% (2017: 116%). Die Erhöhung der sicheren Reserven ist vor allem bedingt durch den Kauf der 20%-Anteile an den Offshore-Konzessionen Umm Lulu und SARB in den Vereinigten Arabischen Emiraten und die Bohrtätigkeit im russischen Gasfeld Juschno Russkoje. Weitere signifikante Revisionen konnten aufgrund der Erhöhung unserer Anteile in Neuseeland sowie der positiven Produktionsentwicklung und erfolgreicher Entwicklungstätigkeit in Norwegen gemacht werden.

Dreijahresdurchschnitt der Reservenersatzrate stieg auf 160%

1 Sieben unter Betriebsführerschaft der OMV

2 Die OMV Petrom beinhaltet Rumänien und Kasachstan.

Die sicheren und wahrscheinlichen Reserven (2P) stiegen auf 2.157 Mio boe (davon OMV Petrom1 : 810 Mio boe). Dies ist maßgeblich auf die Akquisitionen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Neuseeland zurückzuführen.

Innovation und neue Technologien

Die Upstream-Strategie der OMV wird durch die Entwicklung und Anwendung modernster eigener Technologien vorangetrieben. Dabei hilft der Zugang zu gut gewarteten Anlagen zur Durchführung von Pilotversuchen und zum zukünftigen weltweiten Feldeinsatz. Aktuelle Technologieschwerpunkte verbessern die Ölausbeute, erhöhen die Lebensdauer von Ölfeldeinrichtungen und ermöglichen eine effizientere Exploration – auch in herausfordernden Umgebungen.

Die OMV setzt verschiedene Methoden zur verbesserten Erdölförderung ("Enhanced Oil Recovery") ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Projekten zur intelligenten Wasserinjektion, die im "Smart Oil Recovery 3.0"-Programm (SOR 3.0) zusammengefasst sind. Dadurch kann die OMV die Ausbeuterate von Ölfeldern um bis zu 15 Prozentpunkte steigern und die Lebensdauer alternder Felder erhöhen. 2018 wurden im Feld Matzen in Österreich zwei horizontale Fördersonden und ein eine Injektionssonde abgeteuft. Bis Ende des Jahres 2018 produzierte die OMV insgesamt über 230 kboe zusätzliches Öl aus dem SOR 3.0 Programm. Weiters wurden die Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit Total und Gazprom im Jahr 2018 fortgesetzt. Die OMV setzte die Tests innovativer Technologien zur Lagerstättenwasseraufbereitung im Pilotmaßstab fort. Die Wasseraufbereitung und Injektion des Lagerstättenwassers in bestehende Reservoirs ermöglichen eine kosteneffiziente Durchführung von SOR 3.0.

Durch die Förderung von komplexeren Lagerstättenmedien werden Pipelines und Aufbereitungsanlagen stärker beansprucht. Um diesen Effekten entgegenzuwirken, baut der Bereich OMV Upstream die Kompetenz bei der Anwendung von Nanotechnologieprodukten weiter aus. 2018 zeigte ein laufender Pilotversuch zur Verhinderung von Paraffinablagerungen in Bohrlöchern und zur Reduzierung des Verschleißes an Gestängetiefpumpen vielversprechende Ergebnisse. Die Anwendung wurde daher auf weitere Felder ausgedehnt. Zusätzliche Forschungsbereiche sind Nanobeschichtungen zum Schutz vor Korrosion und Ablagerungen.

1 Die OMV Petrom beinhaltet Rumänien und Kasachstan.

Die OMV kooperiert mit führenden internationalen Universitäten (z.B. University of Cambridge, Stanford University, TU Wien, Montanuniversität Leoben, Johannes Kepler Universität Linz, Universität für Bodenkultur Wien) sowie mit internationalen Forschungseinrichtungen (z.B. Fraunhofer, Forschungszentrum Jülich, Austrian Institute of Technology, Joanneum Graz) und engagiert sich in einem Austausch mit weltweit führenden Industriepartnern und Forschungsinitiativen.

Mit DigitUP möchte OMV Upstream zum "digitalen Spitzenreiter" in der Öl- und Gasbranche aufsteigen. Bis 2025 will die OMV digitale Technologien und voll integrierte Arbeitsmethoden auf internationales Spitzenniveau bringen. Dies macht unsere Arbeitsumgebung noch sicherer und steigert die Profitabilität unseres Geschäfts. Damit positioniert sich die OMV zukünftig sowohl als attraktive Arbeitgeberin für neue und bestehende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch als attraktives Unternehmen für neue Partnerschaften.

Die Umsetzung des DigitUP-Programms soll in zwei Phasen erfolgen: Die erste Phase erstreckt sich über die nächsten drei Jahre. Der Fokus in dieser Phase liegt darauf, modernste Systeme für die Explorations- und Produktionstätigkeiten der OMV zu implementieren, Vertrauen in zukünftige Technologien aufzubauen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf vorzubereiten, die Systeme in ihrer täglichen Arbeit einzusetzen. In der zweiten Phase, die bis 2025 laufen wird, strebt die OMV eine Position als digitale Spitzenreiterin an.

Downstream

Der Geschäftsbereich Downstream der OMV umfasst die Bereiche Downstream Öl und Downstream Gas. Downstream Öl betreibt drei Raffinerien in Mittel- und Osteuropa, zwei davon mit einer stark integrierten Produktion von petrochemischen Produkten. Die OMV betreibt ein Retail-Netz von rund 2.100 Tankstellen in Europa. Downstream Gas ist entlang der gesamten Gaswertschöpfungskette tätig. Die Verkaufsmengen von Erdgas lagen bei 114 TWh.

Auf einen Blick

2018 2017
CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten1 in EUR Mio 1.643 1.770 – 7%
davon Downstream Öl in EUR Mio 1.439 1.554 – 7%
davon Downstream Gas in EUR Mio 204 217 – 6%
Sondereffekte in EUR Mio – 219 – 1.242 82%
CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 1 in EUR Mio – 4 55 n.m.
Operatives Ergebnis in EUR Mio 1.420 584 143%
Investitionen2 in EUR Mio 576 580 – 1%
Downstream Öl-Kennzahlen
OMV Referenz-Raffineriemarge3 in USD/bbl 5,24 6,05 – 13%
Netto-Marge Ethylen/Propylen3,4 in EUR/t 448 427 5%
Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt 92% 90% 2%
Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte in Mio t 20,26 23,82 – 15%
davon Retail-Verkaufsmengen in Mio t 6,33 8,13 – 22%
davon Petrochemie in Mio t 2,41 2,15 12%
Downstream Gas-Kennzahlen
Erdgas-Verkaufsmengen in TWh 113,76 113,40 0%
Nettostromerzeugung in TWh 5,06 7,10 – 29%

Hinweis: Die OMV Petrol Ofisi wurde am 13. Juni 2017 veräußert.

1 Current Cost of Supply (CCS): Das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Sondereffekte und Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) der Treibstoffund Mineralölprodukte aus den Raffinerien und der OMV Petrol Ofisi.

2 Investitionen beinhalten Akquisitionen.

3 Die tatsächlich von der OMV realisierten Raffinerie- und Petrochemiemargen können aufgrund von Faktoren wie einer anderen Rohölzusammensetzung, Produktausbeute und Betriebsbedingungen sowie einem anderen Grundstoff von der OMV Referenz-Raffineriemarge, von der Ethylen/Propylen Netto-Marge und von den Marktmargen abweichen.

4 Berechnet auf Basis von West European Contract Prices (WECP) mit Naphtha als Grundstoff

Finanzielle Performance

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank von EUR 1.770 Mio auf EUR 1.643 Mio im Jahr 2018 hauptsächlich aufgrund eines niedrigeren Ergebnisses in Downstream Öl.

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl verringerte sich 2018 um EUR 114 Mio auf EUR 1.439 Mio. Dieser Rückgang ist vor allem auf den Verkauf der OMV Petrol Ofisi im Juni 2017, die EUR 98 Mio zum Ergebnis 2017 beigetragen hatte, wie auch auf ein schwächeres Raffinerie-Marktumfeld zurückzuführen. Die OMV Referenz-Raffineriemarge sank um 13% von USD 6,0/bbl auf USD 5,2/bbl. Gestiegene Rohölpreise führten zu höheren Bezugskosten, die sich negativ auf die Referenz-Raffineriemarge auswirkten. Während die Margen für Mitteldestillate stiegen, sanken die Margen für Benzin und Schweröl. Der Raffinerie-Auslastungsgrad lag 2018 bei sehr hohen 92% (2017: 90%), obwohl eine planmäßige sechswöchige Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi in Q2/18 stattfand. Mit 20,3 Mio t fiel die Verkaufsmenge an Raffinerieprodukten um 15% infolge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi in Q2/17, die im Jahr 2017 einen Beitrag von 4,0 Mio t leistete. Die OMV Petrol Ofisi nicht berücksichtigend erhöhte sich die Verkaufsmenge an Raffinerieprodukten geringfügig. Im Retail-Geschäft stiegen die Verkaufsmengen und Margen. Im Commercial--Geschäft stiegen die Verkaufsmengen, während die Margen leicht unterhalb derer im Jahr 2017 lagen. Zusätzlich profitierte das Commercial-Geschäft in Deutschland und Österreich von Versorgungsstörungen in Süddeutschland, verursacht durch einen extrem niedrigen Rheinpegel und den Ausfall einer Raffinerie. Die OMV Petrom trug EUR 286 Mio (2017: EUR 336 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Öl bei.

Der Ergebnisbeitrag des Petrochemiegeschäfts zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten stieg um 12% auf EUR 275 Mio (2017: EUR 245 Mio). Der

Anstieg der Ethylen/Propylen Netto-Marge wurde durch gesunkene Petrochemiemargen für Butadien und Benzol kompensiert. Zusätzlich wurde das Ergebnis des Vorjahres durch die Auswirkung der planmäßigen Generalüberholung des petrochemischen Teiles der Raffinerie Schwechat negativ beeinträchtigt. Der Beitrag von Borealis zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten sank um EUR 39 Mio auf EUR 360 Mio (2017: EUR 399 Mio) hauptsächlich infolge niedrigerer Polyolefinmargen und eines herausfordernden Düngemittelmarktes, teilweise kompensiert durch ein starkes Borouge--Ergebnis.

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Downstream Gas sank von EUR 217 Mio auf EUR 204 Mio 2018. Im Jahr 2017 wurde das Downstream Gas-Ergebnis durch einmalige Bewertungseffekte unterstützt. Die Performance von Gas Connect Austria stieg von EUR 97 Mio im Jahr 2017 auf EUR 102 Mio. Dies war hauptsächlich bedingt durch einen höheren Beitrag von Beteiligungen und eine Versicherungsleistung infolge des Vorfalls in Baumgarten im Jahr 2017 und wurde teilweise durch das Auslaufen langfristiger Verträge und gestiegene Energiekosten ausgeglichen. Die Erdgas-Verkaufsmengen lagen mit 113,8 TWh (2017: 113,4 TWh) auf dem Vorjahresniveau, höhere Volumina in Deutschland wurden durch niedrigere Volumina in Rumänien und der Türkei kompensiert. Die Nettostromerzeugung verringerte sich von 7,1 TWh auf 5,1 TWh im Jahr 2018; während das Kraftwerk Brazi die Stromerzeugung erhöhte, konnte es den fehlenden Anteil des Kraftwerks

Hoher Raffinerie-Auslastungsgrad bei 92%

Das Operative Ergebnis im Downstream-Geschäft stieg 2018 von EUR 584 Mio auf EUR 1.420 Mio stark an. Das Ergebnis 2018 reflektiert Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –219 Mio, die sich hauptsächlich im Zuge des Verkaufs des Kraftwerks Samsun und einer Abschreibung des Düngemittelgeschäfts von Borealis ergaben. Netto-Sondereffekte 2017 betrugen EUR –1.242 Mio infolge des Recyclings von FX-Verlusten im Zuge des Verkaufs der OMV Petrol Ofisi. Aufgrund fallender Rohölpreise wurden CCS Effekte in Höhe von EUR – 4 Mio gebucht.

Samsun infolge des Verkaufs in Q3/18 nicht ausgleichen. Die OMV Petrom trug EUR 77 Mio (2017: EUR 50 Mio) zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream Gas bei.

Die Investitionen in Downstream betrugen EUR 576 Mio (2017: EUR 580 Mio). Im Downstream Öl-Geschäft stiegen die Investitionen um EUR 16 Mio auf EUR 506 Mio (2017: EUR 491 Mio), vornehmlich aufgrund von höheren Investitionen der OMV Petrom, die teilweise durch den Verkauf der OMV Petrol Ofisi in Q2/17 kompensiert wurden. Aufgrund des Verkaufs des Kraftwerks Samsun sanken die Investitionen im Downstream Gas-Geschäft auf EUR 70 Mio (2017: EUR 90 Mio).

Downstream Öl

Downstream Öl ist entlang der gesamten Ölwertschöpfungskette tätig: In seinen drei äußerst wettbewerbsfähigen Raffinerien in Schwechat (Österreich), Burghausen (Deutschland) und Petrobrazi (Rumänien) mit einer Jahreskapazität von 17,8 Miot verarbeitet der Bereich Rohöl aus Eigenförderung und aus Zukäufen sowie andere Rohstoffe. In Österreich und Deutschland ist die OMV in die Petrochemie, mit Borealis (OMV Anteil 36%) als einem der Hauptabnehmer, integriert. Die jährliche Produktionskapazität von petrochemischen Produkten inklusive Rumänien beläuft sich auf insgesamt 2,5 Mio t. Weiters vermarktet die OMV Raffinerieprodukte an Geschäftskunden und über ihr Retail-Netz, das 2.064 Tankstellen umfasst. Die Gesamtverkaufsmenge der Raffinerieprodukte belief sich auf 20,3 Mio t.

Raffinerien inklusive Produktbeschaffung und -verkauf

Der Anstieg der Rohölpreise im Laufe des Jahres 2018 setzte die Raffineriemargen unter Druck, die im Durchschnitt geringfügig unter dem Niveau von 2017 lagen. Trotz des Rückgangs gegenüber dem Vorjahr ist die gesamtwirtschaftliche Lage für Raffinerieprodukte nach wie vor gesund. Einerseits besteht eine starke Nachfrage nach Mitteldestillaten, andererseits herrscht in Europa aus logistischen Gründen weiterhin eine Versorgungsknappheit mit hohen Binnenaufschlägen. Trotz der planmäßigen Wartungsarbeiten in der Raffinerie Petrobrazi und kleinerer Instandhaltungsmaßnahmen in der Raffinerie Burghausen erreichte die Gesamtauslastung der Raffinerien 2018 mit 92% ein sehr hohes Niveau (2017: 90%).

Dank der räumlichen Nähe der drei Standorte kann die OMV diese als ein integriertes Raffineriesystem betreiben. Zwischenerzeugnisse werden zwischen den Raffinerien ausgetauscht, um Produktströme zu optimieren und Erträge zu steigern. Dieser Ansatz erlaubt die strategische Ausrichtung von Investitionen, die volle Ausnutzung der Verarbeitungsflexibilitäten für eine bestmögliche Aufwertung des gesamten Produktportfolios sowie die Nutzung von Skaleneffekten.

Im Petrochemiegeschäft lagen die Verkaufsmengen über denen von 2017, da es in den Raffinerien Schwechat und Burghausen keine größeren Stillstandsarbeiten gab. Einen wesentlichen Beitrag

leisteten die gestiegenen Verkaufsmengen der Raffinerie Schwechat. Die durchschnittlichen Petrochemiemargen, die in Q4/18 besonders hoch ausfielen, lagen über das Gesamtjahr gesehen jedoch unter jenen von 2017. In der ersten Jahreshälfte 2018 standen insbesondere den Preisen für Butadien höhere Preise für Naphtha als erwartet gegenüber. Die Verbesserung der Nachfrage in Europa wie auch in den USA führte jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2018 zu höheren Margen, die bis zum Jahresende auf einem gesunden Niveau blieben. Durch einen überversorgten europäischen Markt gerieten die Benzolmargen ab Q2/18 unter Druck. Der Rückgang bei den Butadien- und Benzolmargen konnte durch die gestiegenen Propylenmargen nicht ausgeglichen werden.

Jahresnominalkapazitäten der Raffinerien

In Mio t

Schwechat (Österreich) 9,6
Burghausen (Deutschland) 3,8
Petrobrazi (Rumänien) 4,5
Gesamt 17,8

Retail

Das Retail-Geschäft setzte 2018 seine starke Performance fort und erwies sich als stabiler Abnehmer für Raffinerieerzeugnisse sowie als starker Cash--Generator. Die Gesamtverkaufsmenge sank infolge der Veräußerung der OMV Petrol Ofisi in Q2/17 um 22% auf 6,3 Mio t. Dennoch stieg der mittlere Durchsatz pro Tankstelle aufgrund der starken Performance in allen Schlüsselmärkten und eines günstigen Marktumfelds erneut um 1%. Das Netzwerk umfasste zum Jahresende 2.064 Tankstellen (2017: 2.039). Die OMV konzentriert sich weiterhin auf ihre erfolgreiche Mehrmarkenstrategie und plant auf der Basis einer Vereinbarung mit Aldi Süd eine weitere Expansion in Deutschland. Die Marke OMV ist als Premiummarke positioniert und steht mit VIVA für ein starkes Shop-, Gastronomie- und Serviceangebot. Die Automatentankstellenmarke Avanti steht für Diskont, die Marke Petrom für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Diese Strategie liefert weiterhin gute Ergebnisse, während die Rentabilität pro Standort weiter gestiegen ist. Die OMV Premiummarke MaxxMotion erzielte eine sehr gute Performance, die sie dem Fokus auf Premiumqualität verdankt. Allerdings ist das Kraftstoffpreisniveau im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt gestiegen. Das Non-Oil-Geschäft – hierzu zählen unter anderem VIVA Shops und Autowaschanlagen – setzte mit einem gegenüber 2017 gestiegenen Ergebnisbeitrag seine nachhaltige und sehr positive Entwicklung fort. Der Fokus auf hochwertige Produkte und Services im Netzwerk der Premiumtankstellen bleibt eines unserer Alleinstellungsmerkmale.

Borealis

Trotz des Rückgangs gegenüber 2017 profitierte Borealis von stabilen integrierten Polyolefinmargen und leistete 2018 einen sehr guten Beitrag von EUR 360 Mio zum Operativen Ergebnis vor Sondereffekten (2017: EUR 399 Mio). Ein weiteres herausragendes Jahr wurde erneut von einem sich zwar abschwächenden, aber immer noch gesunden Marktumfeld für Olefine und Polyolefine getragen. Dadurch konnten die aufgrund gesunkener Nachfrage und höherer Gaspreise anhaltend schwierigen Bedingungen im Bereich Düngemittel überkompensiert werden. Zudem profitierte Borouge, das Joint Venture von Borealis und der Abu Dhabi National Oil Company, von starken Margen und erzielte erneut ein hervorragendes Ergebnis.

Im September 2018 gab Bayport Polymers, das 50/50-Joint-Venture von Total und Novealis Holdings (50/50-Joint-Venture von Borealis und NOVA Chemicals), die endgültige Investitionsentscheidung für den Bau einer Polyethylenanlage in Bayport, Texas, mit einer Produktionskapazität von 625.000 t pro Jahr bekannt.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Planungsphase (Front-End Engineering Design, FEED) traf Borealis im Oktober 2018 die endgültige Investitionsentscheidung für den Bau einer neuen Propan-Dehydrierungsanlage (PDH-Anlage) im Weltmaßstab. Die Anlage wird am bestehenden Produktionsstandort von Borealis in Kallo (Antwerpen), Belgien, errichtet und soll in der ersten Jahreshälfte 2022 in Betrieb gehen. Die geplante Produktionskapazität der PDH-Anlage beträgt 750.000 t pro Jahr.

Darüber hinaus übernahm Borealis den österreichischen Kunststoffrecycler Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH (Ecoplast). Das in Wildon, Österreich, ansässige Unternehmen verarbeitet jährlich rund 35.000 t Post-Consumer-Kunststoffabfälle von Haushalten und Industrie zu Polyethylen-Rezyklaten niedriger und hoher Dichte (LDPE bzw. HDPE). Diese sind hauptsächlich, aber nicht ausschließlich für den Kunststofffolienmarkt bestimmt.

Downstream Gas

Downstream Gas ist mit einem vollständig integrierten Erdgasgeschäft über die gesamte Gaswertschöpfungskette vom Bohrloch bis zum Verbrauchspunkt beim Endkunden tätig.1 Mit einem Gaskraftwerk in Rumänien beinhaltet dieser Geschäftsbereich auch die Konzernaktivitäten im Stromgeschäft.

Sehr guter Beitrag von der Borealis nach exzellentem Borouge-Ergebnis

Solide Retail-Leistung steigerte mittleren Durchsatz weiter

1 Das Erdgasgeschäft der OMV wird unter strikter Einhaltung der anwendbaren Gas Unbundling Vorschriften geführt.

Supply, Marketing und Trading

Die OMV vermarktet und verkauft Erdgas in acht europäischen Ländern (Österreich, Deutschland, Niederlande, Rumänien, Ungarn, Italien, Slowenien und Frankreich) sowie in der Türkei. Die Verkaufsmengen von Erdgas beliefen sich 2018 auf 113,8 TWh (2017: 113,4 TWh). Das Gasbezugsportfolio besteht aus Erdgas aus eigenen Produktionsstätten und einem diversifizierten Portfolio von internationalen Zulieferern. Zusätzlich wird das dynamische Gasbezugsportfolio der OMV durch kurzfristige Aktivitäten an den wichtigen internationalen Handelsplätzen ergänzt.

Die Verkaufsaktivitäten der OMV Gas Marketing & Trading GmbH (OMV Gas) konzentrieren sich auf Großindustrie und Kommunen. 2018 war die OMV Gas in Österreich, Deutschland, Ungarn und den Niederlanden vertreten. Die externen Verkaufsmengen beliefen sich in diesen Ländern auf 65,2 TWh. Das ist ein Anstieg um 15% gegenüber 2017. Italien, Slowenien und Frankreich sind über Handelsaktivitäten abgedeckt. In Anbetracht des schwierigen Marktumfelds ist das eine beträchtliche Leistung. Die Margen blieben aufgrund der wettbewerbsintensiven und zunehmend volatilen Lage am europäischen Gasmarkt weiter unter Druck. Diese Situation wird voraussichtlich weiter anhalten. In Deutschland strebt die OMV Gas einen Marktanteil von 10% bis 2025 an und ist auf einem guten Weg, dieses Ziel zu erreichen. Die Verkaufsmenge lag zum Jahresende 2018 bei 25,4 TWh. Das ist ein Anstieg um 49% gegenüber dem Vorjahr und ein Marktanteil von 3%.

In Rumänien erzielten die Gasaktivitäten der OMV Petrom ein exzellentes CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten. Im Kontext von nach wie vor volatilen gesetzlichen Rahmenbedingungen gingen die Verkaufsmengen von Erdgas an Dritte 2018 gegenüber dem Vorjahr auf 38,9 TWh zurück. In der Türkei sanken die Verkaufsmengen von Erdgas von 10,9 TWh im Jahr 2017 auf 8,6 TWh im Jahr 2018.

659 TWh: neues Rekordvolumen am virtuellen Handelspunkt des CEGH gehandelt

Im Jahr 2018 verbesserte die OMV Gas auch die Auslastung des Regasifizierungsterminals Gate und schloss ein weiteres wichtiges mittelfristiges LNG--Geschäft über die Lieferung mehrerer Ladungen LNG nach Europa ab. Diese LNG-Ladungen bilden eine zusätzliche Gasbezugsquelle für die Verwirklichung der ambitionierten Umsatzwachstumsziele der OMV in Nordwesteuropa und sorgen zudem für eine noch höhere Versorgungssicherheit für das geografisch diversifizierte Gasbezugsportfolio der OMV.

Die OMV Gas schloss den Verkauf des Kraftwerks Samsun in der Türkei erfolgreich ab. Der Abschluss dieser Transaktion ist der letzte Schritt zur Straffung unseres Stromgeschäfts. Im Stromgeschäft der OMV Gas sorgten hohe Strompreise in Rumänien für ein gutes Ergebnis. Die Nettostromerzeugung sank auf 5,1 TWh. Während das Kraftwerk Brazi die Stromerzeugung erhöhte, konnte es den fehlenden Beitrag des veräußerten Kraftwerks Samsun dennoch nicht ausgleichen. Die finanziellen Auswirkungen der Nichtverfügbarkeit eines Netztransformators im Kraftwerk Brazi (Rumänien) für mehr als die Hälfte des Jahres 2017 wurden 2018 durch eine Betriebsunterbrechungsversicherung ausgeglichen.

Gas Logistik

Die OMV betreibt Gasspeicher in Österreich und Deutschland mit einer Speicherkapazität von 30 TWh und ist mit 65% am Central European Gas Hub (CEGH), einer wichtigen Gashandelsplattform in Mittel- und Osteuropa, beteiligt. Die OMV Tochtergesellschaft Gas Connect Austria betreibt ein rund 900 km langes Hochdruck-Gasleitungsnetz in Österreich.

Die ein- und ausgehenden Transportmengen gingen im Jahr 2018 gegenüber dem hohen Niveau von 2017 um 6% zurück, was vor allem auf die ungewöhnlich warme Witterung gegen Ende des Jahres und den geringeren Verbrauch für die Stromerzeugung zurückzuführen war.

Der österreichische Erdgasspeichermarkt war erneut von niedrigen Sommer/Winter-Spreads unter EUR 1/MWh geprägt. Nach einem sehr niedrigen Füllstand von 6% im April 2018 aufgrund von Kälteeinbrüchen in Q1/18 erreichte der Lagerstand im November 2018 ein relativ niedriges Maximum von 75% (November 2017: 98%). Der relativ niedrige Gasspeicherstand 2018 wurde hauptsächlich durch hohe Gaspreise im Sommer und entsprechend niedrige Spreads zu den Winter-Forward-Preisen verursacht.

2018 wurden am virtuellen Handelspunkt des Central European Gas Hub 659 TWh Erdgas gehandelt, ein Zuwachs von 6% gegenüber 2017. Auf dem PEGAS CEGH Gas Exchange Market wurden 2018 in Österreich 133 TWh gehandelt, was einer Steigerung von beinahe 50% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Beide Ergebnisse sind neue Allzeithochs in der Geschichte des CEGH. Im November 2018 wurde die CEGH Gas Storage Marketing Platform etabliert. Über diesen neue Service können Gasspeicherbetreiber Speicherkapazitäten anbieten.

2018 wurde mit dem Bau der Pipeline Nord Stream 2 begonnen und bis Ende des Jahres wurden rund 400 km Rohre in deutschen, finnischen und schwedischen Gewässern verlegt. Für dieses Projekt stellte die OMV im Jahr 2018 Mittel in Höhe von EUR 275 Mio bereit. Damit betrugen die gesamten Ausleihungen aus Inanspruchnahmen im Rahmen der Finanzierungsvereinbarungen für das Projekt Nord Stream 2 rund EUR 600 Mio.

Innovation und neue Technologien

Die OMV erkundet aktiv alternative Einsatzstoffe, Technologien und Kraftstoffe, um ein gut diversifiziertes und wettbewerbsfähiges Portfolio für die Zukunft zu entwickeln. Der Schwerpunkt der Aktivitäten und Ressourcen liegt auf der Produktion von nachhaltigen Biokraftstoffen und fortschrittlichen Kraftstoffen, zukünftiger Energie für den Transport sowie innovativen Lösungen.

Aus diesem Grund entwickelt die OMV konsequent neue Technologien wie das Co-Processing, um die Qualität und Stabilität von Kraftstoffen mit biogenen Komponenten zu verbessern. Üblicherweise wird die biogene Komponente dem Kraftstoff erst nach der Produktion zugemischt. Beim Co-Processing geschieht dies bereits während der Produktion. Dieses Konzept ermöglicht es der OMV, aus verschiedenen biogenen Einsatzstoffen wie heimischem Rapsöl, Altspeiseöl oder Algenöl in bestehenden Raffinerieanlagen Treibstoffe herzustellen. 2018 setzte die OMV ihre Entwicklungsaktivitäten im Co-Processing von nachwachsenden Rohstoffen durch weitere Tests in Labors und Pilotanlagen fort. Im Mittelpunkt stand die Feinabstimmung des technischen Konzepts in Bezug auf Produktqualität, biogene Ausbeute und Energieverbrauch.

Darüber hinaus befasst sich die OMV mit der Produktion von fortschrittlichen Kraftstoffen, die nicht in direkter Konkurrenz zu Nahrungsmitteln stehen. In Zusammenarbeit mit dem Christian Doppler Labor in Cambridge untersucht die OMV Methoden zur Umwandlung von CO2 und Wasser in Synthesegas unter Verwendung von Sonnenlicht und Katalysatoren. Dieses Synthesegas kann dann in flüssige Kraftstoffe umgewandelt werden. Zudem beteiligt sich die OMV mit externen Partnern an verschiedenen geförderten Forschungsprojekten, wie beispielsweise der Umwandlung von CO2 und Bioabfällen in Alkohole in Zusammenarbeit mit der TU Wien und der Verflüssigung von Bioabfällen zu biobasiertem Rohöl in Zusammenarbeit mit der Montanuniversität Leoben.

Anfang 2018 stellte die Europäische Kommission das neue Kreislaufwirtschaftspaket vor, das die Kunststoffrecyclingquoten erhöhen und die Freisetzung von Kunststoffen in die Umwelt minimieren soll. In der ReOil®-Pilotanlage am Raffineriestandort Schwechat werden Kunststoffabfälle von Haushalten und aus der Industrie bereits mit einer eigenen Technologie der OMV in einem Pyrolyseverfahren zu synthetischem Rohöl recycelt. Dieses Rohöl lässt sich zu jedem beliebigen Raffinerieprodukt verarbeiten. Die mechanische Fertigstellung der Pilotanlage mit einer Kapazität von 100 kg/h erfolgte Ende 2017. 2018 nahm die OMV weitere Verbesserungen an der Pilotanlage vor, um die nächsten Scale-up-Schritte hin zu einem großtechnischen Verfahren vorzubereiten.

Die OMV ist aktiv an der Entwicklung von alternativen Kraftstoffen für wichtige Mobilitätsanwendungen beteiligt, um über die Marktentwicklungen im Hinblick auf Emissionssenkungen informiert zu bleiben.

Die OMV hält 40% an SMATRICS, Österreichs größtem Anbieter für E-Mobilität. SMATRICS betreibt derzeit 428 Ladestationen an 166 öffentlich zugänglichen Standorten. Als Enabler für E-Mobilität bietet SMATRICS zudem ein komplettes B2C- und B2B-Servicepaket an. Zudem kooperiert die OMV mit IONITY, deren "High Power Charging"-Netz an sieben OMV Standorten verfügbar ist; weitere sollen in naher Zukunft folgen. Mit der OMV E-Mobilitätskarte können ROUTEX-Kunden problemlos ihren bevorzugten Kraftstoff tanken.

Komprimiertes Erdgas (CNG) und Flüssiggas (LNG) können die CO2- und Partikelemissionen von Fahrzeugen um 20% bzw. 90% reduzieren. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, führt die OMV derzeit eine strategische Bewertung von LNG als alternativem Kraftstoff für Schwerfahrzeuge durch. Darüber hinaus startete die OMV erste Aktivitäten mit Industriepartnern zur Erhöhung der Auslastung des bestehenden CNG-Netzes in Österreich.

Als Vorreiterin in der Wasserstoffmobilität betreibt die OMV derzeit fünf Wasserstofftankstellen in Österreich und ist an der Initiative H2 MOBILITY beteiligt, deren Ziel es ist, bis Ende 2023 ein deutschlandweites Wasserstofftankstellennetz zu betreiben. Die OMV fördert mehrere Initiativen zur Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff in einer Reihe von Branchen, um das Potenzial dieses Kraftstoffs zu erschließen und die OMV entsprechend zu positionieren.

ReOil®: der Ansatz der OMV in Richtung Kreislaufwirtschaft

Ausblick

Marktumfeld

Die OMV erwartet für das Jahr 2019 einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von USD 65/bbl (2018: USD 71/bbl). Für das Jahr 2019 werden an den europäischen Spotmärkten niedrigere durchschnittliche Gaspreise als im Jahr 2018 prognostiziert.

Konzern

Die organischen Investitionen (inklusive aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben sowie exklusive Akquisitionen) werden sich im Jahr 2019 voraussichtlich auf rund EUR 2,3 Mrd belaufen (2018: EUR 1,9 Mrd).

Upstream

Die OMV erwartet für das Jahr 2019 eine Gesamtproduktion von rund 500 kboe/d (2018: 427 kboe/d). Die Produktion des Feldes El Sharara in Libyen wurde im März 2019 wieder aufgenommen. Wir prognostizieren für den Zeitraum von Mitte März bis Dezember einen durchschnittlichen Produktionsbeitrag aus Libyen von 35 kboe/d – abhängig von der Sicherheitslage (2018: 30 kboe/d). Die organischen Investitionen in Upstream (inklusive aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben sowie exklusive Akquisitionen) werden sich im Jahr 2019 voraussichtlich auf rund EUR 1,5 Mrd belaufen. Im Jahr 2019 werden Explorations- und Evaluierungsausgaben in Höhe von EUR 350 Mio prognostiziert (2018: EUR 300 Mio).

Downstream

Die Raffineriemarge wird auf einem Niveau von rund USD 5/bbl erwartet (2018: USD 5,2/bbl). Die Petrochemiemargen werden etwas niedriger als im Jahr 2018 sein (2018: EUR 448/t). Die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte wird 2019 auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2018 prognostiziert (2018: 20,3 Mio t). Für die OMV Märkte werden ähnliche Retail- und Commercial-Margen wie im Jahr 2018 erwartet. Für das Jahr 2019 ist keine Generalüberholung der Raffinerien geplant. Daher wird der Raffinerie-Auslastungsgrad höher als im Jahr 2018 sein (2018: 92%).

Die Erdgas-Verkaufsmengen im Jahr 2019 sollten über denen von 2018 liegen (2018: 114 TWh). Die Erdgasverkaufsmargen im Jahr 2019 werden auf einem niedrigeren Niveau als im Jahr 2018 erwartet. Aufgrund des Verkaufs des Kraftwerks Samsun in der Türkei in Q3/18 wird die Nettostromerzeugung im Jahr 2019 niedriger als 2018 sein (2018: 5,1 TWh). Die Nettostromerzeugung des Kraftwerks Brazi in Rumänien wird voraussichtlich über der von 2018 liegen. Die OMV wird die Finanzierung der Pipeline Nord Stream 2 fortführen.

Informationen über den längerfristigen Ausblick finden Sie im Kapitel Strategie (Seite 43).

Risikomanagement

Ebenso wie die gesamte Öl- und Gasbranche ist die OMV einer Reihe von Risiken ausgesetzt – unter anderem Marktpreisrisiken und anderen finanziellen Risiken, operativen sowie strategischen Risiken. Im Risikomanagementprozess des Konzerns wird der Schwerpunkt auf die Identifizierung, Bewertung und Beurteilung dieser Risiken und ihrer Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität und Rentabilität gelegt. Risiken werden aktiv im Rahmen des Risikoappetits und der festgelegten Risikotoleranzen des Konzerns gesteuert.

Der Konzern vertritt die Ansicht, dass durch sein integriertes Geschäftsmodell und die damit verbundenen teilweise gegenläufigen Risiken das Gesamtrisiko signifikant reduziert wird. Die ausgleichende Wirkung von gegenläufigen Branchenrisiken erfolgt jedoch häufig zeitlich verzögert oder abgeschwächt. Die Risikomanagementaktivitäten fokussieren sich auf die konzernweite Nettoposition der Risiken des aktuellen und zukünftigen Geschäftsportfolios. Die wechselseitigen Abhängigkeiten und Korrelationen zwischen den einzelnen Risiken spiegeln sich auch im konzernweiten Risikoprofil wider. Die Themenbereiche Risikomanagement und Versicherung werden zentral durch den Bereich Treasury and Risk Management koordiniert, wodurch sichergestellt wird, dass im gesamten Konzern klare und konsistente Prozesse, Methoden und Techniken in Bezug auf das Risikomanagement angewendet werden. Für jedes Risiko wird ein Risk Owner definiert, der am besten geeignet ist, die Überwachung und Steuerung des entsprechenden Risikos zu verantworten.

Das generelle Ziel der Risikopolitik ist es, die Liquidität des Konzerns abzusichern und ein dem Risikoappetit des OMV Konzerns entsprechend starkes Investment-Grade-Rating zu erhalten.

Unternehmensweites Risikomanagement

Nicht finanzielle und finanzielle Risiken werden regelmäßig im Rahmen des Unternehmensweiten Risikomanagement-Prozesses (UWRM) identifiziert, beurteilt und berichtet.

Hauptzweck des UWRM ist es, einen wesentlichen Wertbeitrag für das Unternehmen zu leisten, indem risikobasierte Managemententscheidungen ermöglicht werden. Durch richtige Einschätzung der finanziellen, operativen und strategischen Risiken wird die Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten systematisch unterstützt, um somit den Wert des Konzerns nachhaltig zu erhöhen. Durch das UWRM-System wurden seit 2003 in allen Bereichen der Organisation, einschließlich der Tochtergesellschaften in mehr als 20 Ländern, das Risikobewusstsein und

die Kenntnisse über das Risikomanagement deutlich verbessert. Der UWRM-Prozess wird laufend gemäß den internen und externen Anforderungen verbessert.

Ein funktionsübergreifendes Komitee ("Risk Committee"), bestehend aus Mitgliedern des Senior Managements und unter Leitung des CFO, stellt sicher, dass im Rahmen des UWRM die wesentlichen Risiken innerhalb des Konzerns effektiv erfasst und gesteuert werden.

Der Prozess wird durch ein konzernweites IT-System unterstützt, in dem sämtliche festgelegten Prozessschritte dokumentiert werden: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikosteuerung, Berichterstattung und Monitoring führen zu fortlaufender Überwachung von Änderungen des Risikoprofils. Die Auswirkungen der durch einen Bottomup-Prozess ermittelten Konzernrisiken werden mithilfe einer Monte-Carlo-Simulation bewertet und den Planungsdaten gegenübergestellt. Diese Herangehensweise wird vom Senior Management in einem Top-down-Prozess unter Einbeziehung der mit der Strategie verbundenen Risiken ergänzt. Auch nicht voll konsolidierte Gesellschaften sind in diesem Prozess inkludiert. Zweimal im Jahr werden die Ergebnisse dieses Prozesses zusammengeführt und dem Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss präsentiert. In Übereinstimmung mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex wird die Funktionsfähigkeit des UWRM jährlich durch den Wirtschaftsprüfer evaluiert. Folgende nicht finanzielle und finanzielle Schlüsselrisiken wurden in Bezug auf die Erreichung des Mittelfristplans ermittelt:

  • Operative Risiken inklusive aller mit Anlagen verbundenen Risiken, Produktionsrisiken, Projektrisiken, Personalrisiken, IT-Risiken, HSSEund regulatorische bzw. Compliance-Risiken
  • Strategische Risiken, die zum Beispiel durch technologischen Fortschritt entstehen aber auch Reputationsrisiken und politische Risiken wie Sanktionen beinhalten
  • Finanzielle Risiken wie Marktpreisrisiken und Währungsrisiken

Die OMV ist unter anderem in Ländern tätig, die aktuell Schauplatz politischer Instabilität sind (vor allem im Jemen, in Libyen, Kasachstan, Pakistan, Russland, Tunesien und der Türkei) oder verfügt über Vermögenswerte in diesen Ländern. Unterbrechungen bzw. Rückgänge der Produktion sowie höhere Steuersätze, Begrenzung von Eigentum ausländischer Investorinnen und Investoren bis hin zur Enteignung könnten die Folge möglicher politischer Veränderungen sein. Der Konzern verfügt allerdings über langjährige Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Die politischen Entwicklungen werden für alle Märkte, in denen der Konzern tätig ist, kontinuierlich beobachtet. Spezifische Länderrisiken werden vor dem Eintritt in neue Länder überprüft. Es wurde eine Analyse durchgeführt, um die möglichen Auswirkungen eines harten Brexit-Szenarios auf die Unternehmen der OMV-Gruppe zu bewerten. Aus der Analyse geht hervor, dass keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten sind. Die OMV analysiert das Risiko potenzieller US- oder EU-Sanktionen und ihrer Auswirkungen auf geplante oder bestehende Aktivitäten, um stets die geltenden Sanktionen einzuhalten. Insbesondere Risiken aufgrund von US-Sanktionen gegen das Nord Stream 2-Projekt und Aktivitäten in Russland werden regelmäßig bewertet und überwacht. Die Risiken im Zusammenhang mit dem EU-Emissionshandel werden separat erfasst und konzernweit zusammengeführt. Darüber hinaus beobachtet der Konzern die Entwicklung der Bestimmungen zu Klimawandel und Dekarbonisierung in allen Ländern, in denen es Aktivitäten gibt. Im Bereich Personalmanagement gibt es eine gezielte Nachfolge- und Entwicklungsplanung, um geeignete Führungskräfte für weitere Wachstumsschritte zu entwickeln und damit Personalrisiken zu begegnen. Der OMV Konzern ist einer Vielzahl von Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltrisiken ausgesetzt, die bedeutende Verluste verursachen können.

Die Steuerung und Kontrolle bewerteter Risiken erfolgen unter Anwendung der definierten Risikorichtlinien und mit klar zugeordneten Verantwortlichkeiten. Das Management von Schlüsselrisiken, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz, Recht und Compliance, Personalmanagement, Corporate Social Responsibility mit Fokus auf Menschenrechte sowie Marktpreisrisiken, wird zentral durch definierte Konzernrichtlinien geregelt, um sicherzustellen, dass Planungsziele erreicht werden können.

Management der finanziellen Risiken

Marktpreis- und andere finanzielle Risiken entstehen durch die Volatilität von Rohstoffpreisen, Wechselkursen und Zinssätzen. Kreditrisiken, die durch die Unfähigkeit einer Geschäftspartnerin oder eines Geschäftspartners entstehen können einer Zahlungsoder Lieferverpflichtung nachzukommen, zählen ebenfalls zu den wesentlichen Risiken. Als Öl- und Gasunternehmen ist die OMV substanziell den Preisschwankungen der entsprechenden Rohstoffe ausgesetzt. Auf der Währungsseite hat der Konzern wesentliche Risikopositionen in USD, RON, NOK, NZD und RUB. Aus dem Verkauf von Rohöl resultiert eine Netto-USD-Long-Position in der OMV. Die vergleichsweise weniger signifikanten Short-Positionen in RON, NOK und RUB entstehen aus Kosten in lokalen Währungen in den jeweiligen Ländern.

Risikomanagement von Marktpreisrisiken und Währungsrisiko

Die Analyse und das Management finanzieller Risiken, die aus Fremdwährungen, Zinssätzen, Rohstoffpreisen, Kontrahentinnen bzw. Kontrahenten, Liquidität und versicherbaren Risiken resultieren, erfolgen zentral auf konsolidierter Basis. Marktpreisrisiken werden konzernweit betrachtet und ihre möglichen Cash- flow-Auswirkungen werden mittels eines Risikomodells analysiert, das Portfolioeffekte berücksichtigt. Die Auswirkungen der finanziellen Risiken (in erster Linie bezüglich Rohstoffpreisen und Währungen) auf Cashflow und Liquidität des Konzerns werden quartalsweise im Risk Committee präsentiert. Dieses Komitee unter Leitung des CFO setzt sich aus den Mitgliedern des Senior Managements der Geschäftsbereiche und Konzernfunktionen zusammen. Das Risk Committee ist auch für die Überprüfung der Risikoorganisation und der entsprechenden Regelungen zur Risikosteuerung im OMV Konzern verantwortlich sowie dafür, dem OMV Vorstand gegebenenfalls Änderungsvorschläge zur Genehmigung zu unterbreiten.

In Bezug auf Marktpreisrisiken und Währungsrisiken entscheidet der Vorstand bei Bedarf über Hedging-Strategien zur Reduzierung dieser Risiken. Um die Konzernliquidität gegen den potenziell negativen Einfluss fallender Öl- und Gaspreise im Upstream-Geschäft abzusichern, setzt die OMV Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken ein.

Im Downstream-Geschäft ist die OMV insbesondere volatilen Raffineriemargen sowie Preisrisiken bei Lagerbeständen ausgesetzt. Um diese Risiken zu reduzieren, werden entsprechende Hedging-Aktivitäten durchgeführt. Hierunter fallen insbesondere Margenhedges sowie Lagerbestandshedges. Weiters werden Emissionszertifikate gehandelt, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, wobei eine ausgeglichene Position an Emissionszertifikaten durch den Verkauf im Falle eines Überhangs bzw. Zukaufs im Falle einer Unterdeckung angestrebt wird.

Zinsrisikomanagement

Zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Konzerns können im Rahmen definierter Regelungen Kredite von fixer auf variable Zinsbindung und vice versa umgestellt werden. Des Weiteren analysiert die OMV regelmäßig den Einfluss von Zinsänderungen auf das Zinsergebnis aus variabel verzinsten Geldanlagen und -aufnahmen. Derzeit werden Effekte aus dem Zinsänderungsrisiko nicht als substanzielles Risiko eingestuft.

Kreditrisikomanagement

Das Kreditrisiko der Hauptkontrahentinnen und Hauptkontrahenten wird auf Konzern- und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limits für Banken, Geschäftspartnerinnen bzw. Geschäftspartner und Sicherheitengeberinnen bzw. Sicherheitengeber überwacht und gesteuert. Die Vorgehensweise ist sowohl auf Konzernebene als auch bei der OMV Petrom in einer Richtlinie festgelegt.

  • Weitere Details zum Risikomanagement und zur Verwendung von Finanzinstrumenten sind in der Anhangangabe 28 zu finden.
  • Weitere Details zu den mit dem Klimawandel verbundenen Risiken und deren Management finden Sie im OMV Nachhaltigkeitsbericht 2018.

Weitere Informationen

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 327.272.727 und ist in 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Zwischen den Kernaktionären Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG) und Mubadala Petroleum and Petrochemicals Holding Company L.L.C (MPPH) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.
    1. ÖBAG hält 31,5% und MPPH hält 24,9% des Grundkapitals.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Arbeitnehmer, die Aktien halten, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
    1. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern gemäß § 87 Abs. 8 Aktiengesetz (AktG) bedarf der einfachen Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 AktG und Satzungsänderungen (ausgenommen Änderungen des Unternehmensgegenstands) genügt die einfache Stimmen- und Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
    1. a) Da das von der Hauptversammlung am 13. Mai 2009 geschaffene genehmigte Kapital am 13. Mai 2014 auslief, beschloss die Hauptversammlung am 14. Mai 2014 ein neues genehmigtes Kapital. Die Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand bis einschließlich 14. Mai 2019 das Grundkapital der OMV mit Zustimmung des Aufsichtsrats – auf einmal oder in mehreren Tranchen – um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden

Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung kann auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz durchgeführt werden. Der Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen können durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgesetzt werden. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung

  • (i) dem Ausgleich von Spitzenbeträgen oder
  • (ii) der Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen (einschließlich Matching Share Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens) sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen dient.

Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben.

b) Die Hauptversammlung vom 18. Mai 2016 ermächtigte den Vorstand, für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 17. Mai 2021, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und/oder Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term--Incentive-Plänen einschließlich Matching--Share-Plänen oder sonstigen Beteiligungsprogrammen, unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit der Aktionäre zu veräußern oder zu verwenden (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Tranchen durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z. 7 Unternehmensgesetzbuch) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.

    1. a) Die 2011 begebene Hybridanleihe mit einem Volumen von EUR 750 Mio wurde von der OMV zur ersten Kündigungsmöglichkeit, dem 26. April 2018, gekündigt und zu ihrem Nennbetrag zuzüglich Zinsen zurückgezahlt.
    2. b) Die OMV hat unbefristete Hybridschuldverschreibungen im Ausmaß von EUR 1.987 Mio begeben, die gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangig sind. Die Erlöse aus den Hybridschuldverschreibungen werden gemäß IFRS zur Gänze als Eigenkapital klassifiziert, da die Rück- sowie Zinszahlungen im alleinigen Ermessen der OMV liegen.

Am 7. Dezember 2015 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.500 Mio in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio mit folgender Verzinsung:

  • (i) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche1 werden bis zum 9. Dezember 2021 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche1, mit einem festen Zinssatz von 5,250% verzinst. Von 9. Dezember 2021 bis 9. Dezember 2025 (ausschließlich) wird die Tranche 1 mit einem Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer Marge von 4,942% entspricht, und ab dem 9. Dezember 2025 ist zusätzlich ein Step-up von 1% per annum anwendbar.
  • (ii) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche2 werden bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche2, mit einem festen Zinssatz von 6,250% verzinst. Ab 9. Dezember 2025 wird die Tranche 2 mit einem Reset-Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer Marge von 5,409% zuzüglich eines Step-ups von 1% per annum entspricht, verzinst.

Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 9. Dezember eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.

Am 19. Juni 2018 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 500 Mio. Die Hybridschuldverschreibungen werden bis zum 19. Juni 2024 (ausschließlich) mit einem festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Von 19. Juni 2024 bis 19. Juni 2028 (ausschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer Marge von 2,335 % per annum entspricht, und ab dem 19. Juni 2028 ist zusätzlich ein Step-up von 1% per annum anwendbar. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 19. Juni eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere, wenn die Hauptversammulung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.

Die zum 31. Dezember 2018 ausstehenden Hybridschuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die OMV hat insbesondere das Recht, die Hybridschuldverschreibungen zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Bei Rückzahlung werden sämtliche ausständige Zinsen zur Zahlung fällig. Im Fall eines Kontrollwechsels hat die OMV die Möglichkeit, die Hybridschuldverschreibungen vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.

    1. Die wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, und von OMV begebene Anleihen beinhalten übliche Standardklauseln für den Fall eines Kontrollwechsels.
    1. Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
    1. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind: Die Governance für das interne Kontrollsystem wird in einer internen Konzernrichtlinie (Richtlinie internes Kontrollsystem und ihre

Anhänge) festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Grundsätze und Anforderungen durch regelmäßige Prüfungen, basierend entweder auf dem vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats genehmigten Jahresprüfungsplan oder in Form von Ad-hoc-Prüfungen. Die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats präsentiert. Für die Überwachung der wesentlichen "End-to-End"-Prozesse (z. B. Purchase-to-Pay, Order-to-Cash) werden konzernweit gültige Mindestanforderungen definiert. Diese werden nach einem festgelegten Zeitplan hinsichtlich Umsetzung und Effektivität überprüft. Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen durch das Konzern-IFRS-Accounting-Manual wird ebenfalls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem. Der Rechnungslegungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Zusätzlich beurteilen die Abschlussprüfer regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

  1. Gemäß § 267a Abs. 6 UGB wird ein gesonderter konsolidierter nichtfinanzieller Bericht erstellt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Weitere Informationen dazu finden Sie in der Anhangangabe 37 im Konzernabschluss.

Wien, am 13. März 2019

Der Vorstand

Johann Pleininger e.h. Reinhard Florey e.h. Rainer Seele e.h. Manfred Leitner e.h.

Konsolidierter Corporate-Governance-Bericht

Die OMV als börsennotiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Österreich ist den Grundsätzen guter Corporate Governance verpflichtet und hat die Einhaltung der Best Practice der Corporate Governance stets als wesentlichen Auftrag verstanden, um eine verantwortungsvolle Leitung und Kontrolle des OMV Konzerns, ein hohes Niveau an Transparenz für alle Stakeholder und letztlich eine nachhaltige und langfristige Wertschaffung sicherzustellen.

Das österreichische Recht, die Satzung, die Geschäftsordnungen der Organe des Unternehmens und der österreichische Corporate Governance Kodex (öCGK) bilden den Rahmen für die Corporate Governance der OMV. Die OMV entspricht dem vom österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance herausgegebenen öCGK. Der Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich. Die Einhaltung des öCGK durch die OMV im Jahr 2018 wurde einer externen Evaluierung durch unabhängige Berater unterzogen. Der Bericht über die Evaluierung ist unter www.omv.com öffentlich zugänglich und bestätigt die Einhaltung sämtlicher verpflichtenden C-Regeln (Comply or Explain) sowie aller empfohlenen R-Regeln (Recommendations) durch die OMV. Im Hinblick auf die C-Regeln 27 und 28 befinden sich Erklärungen zu den variablen Vergütungsprogrammen im Vergütungsbericht.

Der Corporate-Governance-Bericht der OMV Petrom SA, ein Unternehmen, das im Konzernabschluss der OMV konsolidiert wird und dessen Aktien an der Bukarester Börse sowie an der Londoner Börse notiert sind, ist unter www.omvpetrom.com/en/about-us/corporategovernance-aboutus verfügbar.

Vorstand

Rainer Seele, *1960

Datum der Erstbestellung: 1. Juli 2015 Ende der laufenden Funktionsperiode: 30. Juni 2020 Vorsitzender des Vorstands und Generaldirektor

Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens

Nach seinem Doktoratsstudium der Chemie an der Universität Göttingen übernahm Rainer Seele leitende Funktionen im BASF-Konzern, wo er 2000 zunächst Mitglied der Geschäftsführung und später Sprecher der Geschäftsführung der WINGAS GmbH wurde. Von 2009 bis 2015 war er Vorstandsvorsitzender der Wintershall Holding GmbH.

Funktionen in wesentlichen Tochterunternehmen des OMV Konzerns

Unternehmen Funktion
OMV Petrom SA Präsident des Aufsichtsrats
Borealis AG Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
OMV Exploration &
Production GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Refining &
Marketing GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Gas & Power
GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Solutions GmbH Vorsitzender des Aufsichtsrats
(bis 31. Jänner 2018)

Johann Pleininger, *1962

Datum der Erstbestellung: 1. September 2015 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. August 2020

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Leitung des Geschäftsbereichs Upstream

Johann Pleininger begann seine berufliche Laufbahn 1977 bei der OMV und absolvierte später eine Ausbildung als Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur. In seiner Zeit bei der OMV bekleidete er verschiedene leitende Funktionen. Von 2007 bis 2013 war er als Vorstandsmitglied der OMV Petrom in Bukarest für den Bereich Exploration & Production verantwortlich. Vor seiner Bestellung als Vorstandsmitglied der OMV war er als Senior Vice President für die Upstream-Kernländer Rumänien und Österreich sowie für die Entwicklung im Schwarzen Meer verantwortlich.

Mitglied des Aufsichtsrats der FK Austria Wien AG

Funktionen in wesentlichen Tochterunternehmen des OMV Konzerns

Unternehmen Funktion
OMV Petrom SA Mitglied des Aufsichtsrats
(bis 26. April 2018)
OMV Petrom Global
Solutions SRL
Mitglied des Aufsichtsrats
(bis 1. September 2018)
OMV Petrom Gas SRL Mitglied des Aufsichtsrats
OMV Exploration &
Production GmbH
Geschäftsführer
OMV Austria
Exploration &
Production GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats
OMV Gas & Power
GmbH
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Refining &
Marketing GmbH
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Solutions GmbH Mitglied des Aufsichtsrats
(bis 31. Jänner 2018)

Reinhard Florey, *1965

Datum der Erstbestellung: 1. Juli 2016 Ende der laufenden Funktionsperiode: 30. Juni 2021 Finanzvorstand

Verantwortungsbereich: Finanzen

Reinhard Florey absolvierte sein Studium an der Technischen Universität Graz im Bereich Maschinenbau und Wirtschaft parallel zu seinem Musikstudium an der Akademie der bildenden Künste. Er begann seine Berufslaufbahn im Bereich der Unternehmens- und Strategieberatung. Von 2002 bis 2012 war er weltweit in verschiedenen Positionen für die Thyssen Krupp AG tätig. Bis Juni 2016 war er Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Outokumpu Oyj.

Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG und der CEESEG Aktiengesellschaft

Funktionen in wesentlichen Tochterunternehmen des OMV Konzerns

Unternehmen Funktion
OMV Petrom SA Mitglied des Aufsichtsrats
OMV Petrom Global
Solutions SRL
Präsident des Aufsichtsrats
Central European
Gas Hub AG
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
OMV Solutions GmbH Geschäftsführer
(bis 31. Jänner 2018)
OMV Exploration &
Production GmbH
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Gas & Power
GmbH
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Refining &
Marketing GmbH
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)

Manfred Leitner, *1960

Datum der Erstbestellung: 1. April 2011 Ende der laufenden Amtszeit: 31. Dezember 2019

Verantwortungsbereich: Geschäftsbereich Downstream sowie Wahrnehmung der Interessen des OMV Konzerns bezüglich Kunststoffen und Chemie

Manfred Leitner absolvierte das Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien und begann 1985 seine Laufbahn bei der OMV. Nach zweijähriger Tätigkeit im Finanzbereich von Exploration & Production übernahm er den Finanzbereich der OMV Niederlassung in Tripolis, Libyen. Nach seiner Rückkehr nach Österreich war er bis zum Jahr 1997 für die Controllingaktivitäten des Bereichs Exploration & Production verantwortlich. Anschließend wechselte er in den Geschäftsbereich Refining & Marketing und übernahm dort bis 2002 die Leitung der Abteilung Planung und Controlling. Von 2003 bis 2011 war er Senior Vice President für Downstream Optimization & Supply.

Funktionen in wesentlichen Tochterunternehmen des OMV Konzerns

Unternehmen Funktion
OMV Petrom SA Mitglied des Aufsichtsrats
Borealis AG Mitglied des Aufsichtsrats
OMV Supply & Trading
Limited
Vorsitzender des Aufsichtsrats
OMV Gas & Power
GmbH
Geschäftsführer
OMV Refining &
Marketing GmbH
Geschäftsführer
OMV Exploration &
Production GmbH
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Solutions GmbH Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
(bis 31. Jänner 2018)
Central European
Gas Hub AG
Vorsitzender des Aufsichtsrats
GAS CONNECT
AUSTRIA GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats
OMV Gas Storage
GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats
OMV Samsun Elektrik
Üretim Sanayi ve
Ticaret A.S.
Vorsitzender des
Verwaltungsrats
(bis 6. September 2018)
OMV Gaz Iletim A.S. Vorsitzender des
Verwaltungsrats
OMV Enerji
Ticaret A.S.
Vorsitzender des
Verwaltungsrats

Arbeitsweise des Vorstands

Genehmigungserfordernisse, Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, Beschlusserfordernisse sowie Vorgehen bei Interessenkonflikten sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Der Vorstand hält zumindest alle zwei Wochen Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen Angelegenheiten, die der Genehmigung des gesamten Organs bedürfen, ab.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht bietet einen Überblick über die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder und erläutert die Vergütungsgrundsätze. Die OMV unterscheidet zwischen fixen und variablen Vergütungsbestandteilen, aber auch zwischen monetären und nicht monetären Elementen.

Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand

Vergütungs
element
Beschreibung Zweck und Verbindung
zur Strategie
Angleichung an Interessen der
Aktionärinnen und Aktionäre
Grundgehalt Für die Höhe des Grundgehalts
werden die Verantwortung
und Leistungen der einzelnen
Vorstandsmitglieder, die Situ
ation der OMV sowie die übli
che Vergütungshöhe bei euro
päischen Öl- und Gasunterneh
men vergleichbarer Größe und
bei vergleichbaren österreichi
schen Unternehmen berück
sichtigt. Die Vergütung erfolgt
auf einem wettbewerbsfähigen
Niveau.
Bereitstellung eines fixen Ein
kommens, das Umfang und
Komplexität des Geschäfts so
wie die Rolle und Verantwortung
der einzelnen Vorstandsmitglie
der reflektiert und wettbewerbs
fähig am Markt ist.
Wettbewerbsfähige Vergütung,
um die qualifiziertesten Manager
der Öl- und Gasbranche zu
gewinnen, zu halten und zu
motivieren, die das Unternehmen
im besten Interesse der Aktio
närinnen und Aktionäre führen.
Sachbezüge Vorstandsmitglieder erhalten
einen Dienstwagen und ha
ben Anspruch auf eine Unfall
versicherung. Die Krankenver
sicherung beschränkt sich auf
die österreichische gesetzliche
Krankenversicherung.
Bereitstellung von Sachbezügen,
die mit jenen von OMV Mitarbei
terinnen und Mitarbeitern ver
gleichbar sind, um Vorstands
mitglieder zu gewinnen und zu
halten.
Teil eines wettbewerbsfähigen
Vergütungspakets, um die quali
fiziertesten Vorstandsmitglieder
zu gewinnen und zu halten.
Pensions
beiträge
Beitragsorientierte Pensionen
werden über eine Pensions
kasse geleistet. Die Höhe der
Pension hängt von der Höhe
des verfügbaren Kapitals in
der Pensionskasse ab. Das
Pensionsantrittsalter ist das
österreichische gesetzliche
Pensionsantrittsalter.
Die Regelungen zu beitragsorien
tierten Pensionen entsprechen
jenen von OMV Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern und stellen si
cher, dass die Vergütungspakete
der üblichen Praxis in Österreich
und in der Öl- und Gasindustrie
entsprechen.
Die Nutzung einer Pensionskasse
beschränkt die von der OMV ge
tragenen Risiken. Die Höhe der
Pensionsbeiträge hängt alleine
von der Höhe des verfügbaren
Kapitals in der Pensionskasse ab.
Eine Verrentung erfolgt gemäß
dem genehmigten Geschäftsplan
der Pensionskasse.
Jahresbonus Die Leistung wird anhand von
jährlichen Kriterien gemessen.
2/3 des Jahresbonus werden
in bar ausgezahlt. 1/3 wird in
Aktien zugeteilt, die ab dem
Zuteilungstag für drei Jahre
gehalten werden müssen. Die
Bonifikation ist als Zieljahres
bonus in Euro im Vorstands
vertrag definiert und auf 180%
dieses Zieljahresbonus be
grenzt (150% +/- 20% Nach
haltigkeitsmultiplikator).
Bereitstellung einer variablen Ver
gütung auf Basis von jährlichen
finanziellen und nicht finanziellen
Leistungskriterien, die für die
Strategie der OMV und die Öl
und Gasindustrie relevant sind.
Die Kriterien werden vom Auf
sichtsrat bzw. dem Vergütungs
ausschuss festgelegt und gewähr
leisten ein Gleichgewicht von
finanziellen, Effizienz- und Nach
haltigkeitsindikatoren inklusive
Indikatoren für Gesundheit,
Sicherheit und Umwelt.
Die Leistungskriterien sind mit
der Strategie der OMV abge
stimmt, stellen eine leistungs
abhängige Vergütung sicher und
fördern eine Aktienkultur. Einzel
heiten zu den Leistungskriterien
werden im Geschäftsbericht
veröffentlicht. Die Zahlungen
unterliegen Rückzahlungsbe
stimmungen.
Long Term
Incentive Plan
Die Zuteilung erfolgt im Rah
men eines Performance Share
Plan. Die Anzahl der zugeteil
ten Aktien ist abhängig von
der Erreichung von finanziel
len Leistungskriterien sowie
vom relativen Total Sharehol
der Return. Die Bonifikation
ist als Ziel Long Term Incentive
in Euro im Vorstandsvertrag
definiert und auf 200% dieses
Ziel Long Term Incentives
begrenzt. Im Rahmen eines
Health, Safety, Security oder
Environmental (HSSE)-Malus
kann die Gesamtzielerreichung
nach Ermessen des Aufsichts
rats angepasst werden.
Förderung der mittel- und lang
fristigen Wertschöpfung der
OMV. Die Leistung wird anhand
von Schlüsselkriterien in Ver
bindung mit der Strategie und
der Aktienrendite der OMV
gemessen.
Abstimmung der Interessen von
Vorstand und Aktionärinnen und
Aktionären, Sicherstellung von
leistungsabhängiger Vergütung
und Förderung einer Aktienkultur
durch Zuteilen von OMV Aktien
abhängig von Leistungskriterien
mit Fokus auf finanzielle Leis
tung (Gewichtung: 50%) und
einer Wertsteigerung gegenüber
anderen europäischen Öl- und
Gasunternehmen (Gewichtung:
50%). Einzelheiten zu den Krite
rien werden im Geschäftsbericht
veröffentlicht. Die Zahlungen
unterliegen Malus- und Rück
zahlungsbestimmungen.

Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand

Vergütungs
element
Beschreibung Zweck und Verbindung
zur Strategie
Angleichung an Interessen der
Aktionärinnen und Aktionäre
Aktienbesitzer
fordernisse
Aktien im Wert von 200% des
Grundgehalts für den Vor
standsvorsitzenden, 175% für
den stellvertretenden Vor
standsvorsitzenden und 150%
für die übrigen Vorstandsmit
glieder, die innerhalb von fünf
Jahren nach der Erstbestellung
aufgebaut werden müssen.
Sicherstellung langfristiger Inter
essensübereinstimmung, da das
private Vermögen der Vorstands
mitglieder betroffen ist.
Angleichung von Interessen, in
dem die Vorstandsmitglieder zu
Aktionärinnen und Aktionären
gemacht werden. Die potenzielle
Auswirkung auf privates Ver
mögen der Vorstandsmitglieder
erzeugt eine vergleichbare Wir
kung wie Malus und Rückzah
lung.
Begrenzung der
Auszahlung
Zusätzlich zu den Begrenzun
gen des Jahresbonus und des
Long Term Incentive Plans
kommt je Vorstandsmitglied
ein Maximalbetrag für die
jährliche Gesamtvergütung
zur Anwendung.
Betragsmäßige Begrenzung zur
Vermeidung nicht intendierter
Vergütungshöhen und Beschrän
kung der von OMV getragenen
Risiken.
Angleichung der Interessen von
Vorstand und Aktionärinnen und
Aktionären durch die Förderung
einer nachhaltigen und langfris
tigen Unternehmensentwicklung
und die Vermeidung des Ein
gehens von unangemessenen
Risiken.

Die Mitglieder des OMV Vorstands werden zu lokalen, österreichischen Bedingungen beschäftigt. Die Gehälter sind daher in Euro festgelegt (brutto). Ihre Anstellungsverträge sind mit der OMV Aktiengesellschaft abgeschlossen und unterliegen österreichischem Recht.

Die Vergütung der OMV Vorstandsmitglieder zielt darauf ab, ein konkurrenzfähiges Niveau zu erreichen, verbunden mit einer starken Leistungskomponente. Die Marktorientierung der Vergütung wird durch ein regelmäßiges externes Benchmarking sowohl zur Branche, wie etwa europäischen Öl- und Gasunternehmen, als auch zu relevanten österreichischen Industrieunternehmen sichergestellt.

Die langfristigen Interessen der Aktionärinnen und Aktionäre sowie der Stakeholder werden in der leistungsbezogenen Vergütung berücksichtigt, die sowohl kurz- als auch langfristige Elemente beinhaltet. Die Leistung des Vorstands wird anhand von finanziellen und nicht finanziellen Kriterien bewertet. Ebenfalls berücksichtigt werden spezielle Projekte im Zuge der Umsetzung der OMV Strategie.

Gemäß C-Regel 27 und 28 des öCGK sind für variable Vergütungskomponenten messbare Leistungskriterien im Voraus festgelegt. Aufgrund der industriespezifischen Volatilität der Rohstoffpreise und Marktbedingungen, politischer Länderrisiken sowie erhöhter Sicherheitsrisiken gewähren die variablen Vergütungsprogramme dem Aufsichtsrat bzw. dem Vergütungsausschuss, wie in der Öl- und Gasindustrie übliche Praxis, bestimmte Ermessensspielräume, um einzelne Komponenten im Falle von wesentlichen Änderungen wichtiger externer Faktoren (etwa Ölpreis) anzupassen sowie bei einzelnen Kriterien die Zielerreichung festzulegen. Alle Anpassungen erfolgen immer unter Berücksichtigung der relevanten Faktoren und innerhalb von jeweiligen Höchstgrenzen.

Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand

Die Vorstandsvergütung beinhaltet fixe und variable Vergütungselemente und Sachbezüge. Das Vergütungspaket des einzelnen Vorstandmitglieds beinhaltet eine Grundvergütung, einen Jahresbonus (der teilweise um drei Jahre verzögert in OMV Aktien ausgezahlt wird), einen Long Term Incentive Plan (LTIP) sowie Pensionsbeiträge und nicht monetäre Elemente.

Der Großteil der Zielvergütung der Vorstandsmitglieder wird in Form von variablen Vergütungselementen zugeteilt. Für das Geschäftsjahr 2018 machten die variablen Elemente zwischen 67% und 73% der Zielvergütung der Vorstandsmitglieder aus (die Varianz ist auf den höheren LTIP-Anteil für den Vorsitzenden zurückzuführen). Gemäß österreichischem Recht und den Anforderungen des öCGK basiert ein großer Teil der variablen Vergütung auf der Leistung über mehrere Jahre. Für das Geschäftsjahr 2018 orientieren sich 52% bis 67% der variablen Zielvergütung an der langfristigen Leistung, entweder über den LTIP oder den verzögert ausgezahlten Teil des Jahresbonus (Equity Deferral).

Überblick über die Vorstandsvergütung

Anteil der gesamten Zielvergütung

Nicht leistungsbezogene Vergütungen

Grundgehalt

Die fixe Grundvergütung der Vorstandsmitglieder wird monatlich als Gehalt ausbezahlt. In den Anstellungsverträgen sind 14 Zahlungen pro Jahr geregelt.

Sachbezüge

Vorstandsmitglieder erhalten einen Dienstwagen und haben Anspruch auf eine Unfallversicherung. Die Vorstände sind durch die österreichische Sozialversicherung krankenversichert.

Pensionsbeiträge

Alle Vorstandsmitglieder haben Anspruch auf eine beitragsorientierte Pension. Dadurch werden die von der OMV getragenen Risiken begrenzt. Die Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse eingezahlt (APK Pensionskasse AG). Die tatsächliche Höhe der Betriebspension hängt von der Höhe des verfügbaren Kapitals in der Pensionskasse ab. Die Verrentung erfolgt gemäß dem genehmigten Geschäftsplan der Pensionskasse. Das Pensionsantrittsalter für alle Vorstandsmitglieder ist das österreichische gesetzliche Pensionsantrittsalter.

Leistungsbezogene Vergütungen

Jahresbonus

Der Jahresbonus belohnt finanzielle Leistung, Operational Excellence sowie die nachhaltige Unternehmensentwicklung der OMV. Der Aufsichtsrat

legt für jedes Geschäftsjahr eine Reihe von Leistungskriterien fest. Die Auszahlung kann maximal 180% (150% +/- 20% Nachhaltigkeitsmultiplikator) des im Vorstandsvertrag definierten Zieljahresbonus betragen.

Die Auszahlung wird auf Basis der Erreichung der finanziellen und operativen Ziele bestimmt. Zusätzlich ist ein Nachhaltigkeitsmultiplikator auf die Gesamtzielerreichung anwendbar, welcher nach Ermessen des OMV Aufsichtsrats auf der Grundlage eines vordefinierten Kriterienkatalogs bestimmt wird. Im Fall von wesentlichen Änderungen wichtiger externer Faktoren (etwa Ölpreis) kann der Aufsichtsrat die Zielwerte der Leistungskriterien abändern. Die im Geschäftsjahr 2018 zur Anwendung kommenden Leistungskriterien werden im Folgenden genauer erläutert.

Die Auszahlung des Jahresbonus wird in eine im folgenden Geschäftsjahr ausgezahlte Barbonifikation (2/3) und ein Equity Deferral 1 (1/3) aufgeteilt, das in OMV Aktien zugeteilt wird, die für drei Jahre gehalten werden müssen (Haltefrist). Die Aktien werden nach Steuern im folgenden Geschäftsjahr zugeteilt und müssen für die Dauer der Haltefrist auf einem von der OMV verwalteten Treuhanddepot hinterlegt werden. Das Equity Deferral – zusammen mit dem LTIP – dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an die OMV und die Angleichung an Interessen der Aktionärinnen und Aktionäre fördert.

Jahresbonus 2018

Zu Beginn des Leistungsjahres werden Ziele (Leistungskriterien) vereinbart und am Ende des Jahres gemessen. Die Leistungskriterien für das Geschäftsjahr 2018 setzen sich aus den in der folgenden Tabelle angeführten Bereichen und Anpassungen zusammen:

Leistungskriterien – Jahresbonus 2018 (Barbonifikation und Equity Deferral)

Bereich Kriterien Gewichtung
Finanzen Jahresüberschuss vor
Sondereffekten
40%
CCS ROACE vor Sonder
effekten, Dreijahresdurch
schnitt (2016 – 2018)
40%
Operatives
Ziel
Nettobarwertbewertung der
laufenden Großinvestitionen
einschließlich Akquisitionen
auf Basis der jährlichen Bar
wertveränderung
20%
Nachhaltig
keits
multiplikator
Wert zwischen 0,8 und 1,2
wird nach Ermessen des
Aufsichtsrats auf der Grund
lage eines vordefinierten
Kriterienkatalogs für die
Gesamtzielerreichung fest
gelegt.
+/– 20%
Multi­
plikator/
diskretionär
Anpassung
der
finanziellen
Zielwerte
Bei wesentlichen Ände
rungen externer Faktoren
(z.B. Ölpreis) liegt es im
Ermessen des OMV Auf
sichtsrats, die Zielwerte
der Leistungskriterien an
zupassen.
diskretionär

Die tatsächliche Auszahlung ist abhängig von der Höhe der Zuteilung für das jeweilige Leistungskriterium. Diese wird wiederum mittels Vergleich der vereinbarten Ziele mit den erreichten Werten ermittelt und als Prozentsatz ausgedrückt. Die tatsächliche Zielerreichung wird von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Die Zuteilung zwischen den Leistungsschwellen erfolgt linear.

Höhe der Zuteilung

Kriterien Leistung Zuteilung
Alle Maximum 150%
Kriterien Zielwert 100%
Schwelle 50%
Unter der Schwelle 0%

Der Zielwert des Jahresbonus der einzelnen Vorstandsmitglieder ist unter Annahme von einer Zuteilung von 100% wie folgt definiert:

Variable Zielvergütung – Jahresbonus 2018

In EUR Seele Pleininger Florey Leitner
Barbonifikation 1.000.000 700.000 675.000 675.000
Equity Deferral 500.000 350.000 337.500 337.500

Aus der tatsächlichen Zielerreichung im Jahr 2018 ergibt sich insgesamt ein tatsächlicher Jahresbonus in der Höhe von 124,6%. Die Barkomponente von 2/3 des Gesamtjahresbonus wird im Jahr 2019 ausgezahlt. Im Rahmen des Equity Deferral wird das verbleibende Drittel in Aktien zugeteilt, die für drei Jahre gehalten werden müssen.

Performance Scorecard – Jahresbonus 2018 (Barbonifikation und Equity Deferral)

Kriterien Schwelle Zielwert Maximum Ist
wert
Gewich
tung
Zuteilung
(% des
Zielwerts)
Jahresüberschuss
vor Sondereffekten
in
EUR Mio
1.560 1.835 2.110 2.233 40% 60%
CCS ROACE vor
Sondereffekten (Drei
jahresdurchschnitt) 10,2% 10,7% 11,2% 11,7% 40% 60%
Operatives Ziel Verminderung
des nicht
Keine Verän
derung des nicht
Erhöhung
des nicht
marktbezogenen marktbezogenen marktbezogenen
Nettobarwerts Nettobarwerts Nettobarwerts
um EUR – 50 Mio gegenüber dem um EUR +50 Mio
gegenüber dem
Ausgangswert
Ausgangswert
(EUR 11 Mio)
gegenüber dem
Ausgangswert
– 124 20% 0%
Zielerreichung vor An
wendung des Finanz
ziel-Modifikators und
des Nachhaltigkeits
multiplikators
120%
Zielerreichung nach
Anwendung des
Finanzziel-Modifi
kators 113,2%
Nachhaltigkeits
multiplikator
0,8 1 1,2 1,1 1,1
Gesamthöhe
der Zuteilung
124,6%

Die Ziele für Jahresüberschuss und CCS ROACE vor Sondereffekten (Dreijahresdurchschnitt) wurden im Geschäftsjahr 2018 erreicht. Das operative Ziel, die Nettobarwertbeurteilung ausgewählter Großinvestitionen, erreichte den Schwellenwert nicht. Aufgrund einer deutlichen Verbesserung des Marktumfelds im Vergleich zu den Annahmen, die dem Jahresbonus zugrunde liegen, machte der Aufsichtsrat von seinem Ermessensspielraum Gebrauch, die Zielwerte im Rahmen des Finanzziel-Modifikators anzuheben und dadurch die Zielerreichung von 120% auf 124,6% anzupassen. Die Ermessensentscheidung des Aufsichtsrats im Zusammenhang mit dem Nachhaltigkeitsmultiplikator erfolgt anhand eines vorab definierten Kriterienkatalogs. Zur Anpassung der Zielerreichung wurde ein Nachhaltigkeitsmultiplikator von 1,1 angewendet, der insbesondere Verbesserungen in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Nachhaltigkeit sowie die Anzahl der Arbeitsunfälle mit Todesfolge berücksichtigt.

Long Term Incentive Plan

Der Long Term Incentive Plan (LTIP) ist ein langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder und soll die mittel- und langfristige Wertschöpfung der OMV fördern. Der Plan soll die Interessen des Managements und der Aktionärinnen und Aktionäre aneinander angleichen, indem dem Management eine leistungsabhängige Vergütung in Form von OMV Aktien gewährt wird, wobei die Leistung anhand von Schlüsselkriterien gemessen wird, die mit der mittelfristigen Strategie und der Aktienrendite verknüpft sind. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verhindern. Der Ziel Long Term Incentive ist im jeweiligen Vorstandsvertrag definiert.

Die Vorstandsmitglieder haben seit der Einführung des Plans im Jahr 2009 eine jährliche Zuteilung erhalten. Der LTIP 2018 wurde von der Hauptversammlung 2018 genehmigt.

Long Term Incentive Plan (LTIP) 2018

Zu Beginn des dreijährigen Leistungszeitraums werden Ziele (Leistungskriterien) vereinbart und am Ende dieses Zeitraums gemessen. Auch die Gewichtung der einzelnen Kriterien wird am Anfang des Leistungszeitraums festgelegt. Für den LTIP 2018 (Leistungszeitraum: 1. Jänner 2018 bis 31. Dezember 2020) gelten folgende Leistungskriterien:

Leistungskriterien – LTIP 2018

Kriterien Gewichtung
Relativer Total Shareholder Return
(Relativer TSR)
50%
Freier Cashflow vor Dividenden und
exkl. Veräußerungen und Akquisitionen
über drei Jahre 50%

Die tatsächliche Auszahlung des LTIP ist abhängig von der Höhe der Zuteilung für das jeweilige Leistungskriterium. Diese wird wiederum mittels Vergleich der vereinbarten Ziele mit den erreichten Werten ermittelt und als Prozentsatz ausgedrückt. Die tatsächliche Zielerreichung wird von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Die Zuteilung zwischen den Leistungsschwellen bzw. den Quartilen erfolgt linear.

Ein Health, Safety, Security oder Environmental (HSSE)-Malus kann auf die Gesamtzielerreichung angewendet werden. In Fällen, in denen ein schwerwiegender HSSE-Verstoß vorliegt, kann

der Aufsichtsrat die Höhe der LTIP-Auszahlung überprüfen und je nach Ausmaß der Verletzung nach Ermessen, gegebenenfalls auch auf Null reduzieren.

Die Zuteilung des LTIP 2018 erfolgt am 31. März 2021. Die Höhe der Zuteilung für die einzelnen Leistungskriterien ist den Tabellen – unten stehend – zu entnehmen.

Der relative TSR wird anhand einer ausgewogenen Upstream/Downstream Vergleichsgruppe von zwölf Öl- und Gasunternehmen ermittelt (Shell, BP, Total, Eni, Equinor, Lundin Petroleum, Repsol, Galp Energia, MOL, Tupras, Neste Oil und PKN Orlen).

Höhe der Zuteilung

Kriterien Leistung Zuteilung
Freier Cashflow
vor Dividenden und
exkl. Veräußerungen
und Akquisitionen
Maximum 200%
Zielwert 100%
Schwelle 50%
Dreijahresdurch Unter der Schwelle
schnitt 0%
Relativer TSR Zielüberschreitung:
am oder über dem
3. Quartil
(≥ 75. Perzentil)
200%
Zielwert: am Median
(= 50. Perzentil)
100%
Schwelle: am oder
unter dem 1. Quartil
(≤ 25. Perzentil)
0%

Der Ziel Long Term Incentive jedes Vorstandsmitglieds ist unter Annahme von einer Zuteilung von 100% wie folgt definiert:

Variable Zielvergütung – LTIP 2018

In EUR Seele Pleininger Florey Leitner
LTIP 2018 1.500.000 500.000 387.500 387.500

Der Prozentsatz der Gesamtzuteilung im Rahmen des LTIP 2016 beträgt 92,6% der maximalen Zuteilung und die entsprechende Übertragung von Aktien oder Barvergütung erfolgt 2019. Die tatsächliche Zielerreichung wird von einem unabhängigen Experten überprüft.

Performance Scorecard – LTIP 2016

Zielüber Zuteilung
(% max.
Kriterien Schwelle Zielwert schreitung Istwert Gewichtung Zuteilung)
Relativer TSR
zur Vergleichsgruppe
am oder
unter dem
am am oder
über dem
1. Quartil
(≤ 25.
Perzentil)
Median
(= 50.
Perzentil)
3. Quartil
(≥ 75.
Perzentil)
am oder
über dem
3. Quartil
70% 70%
Freier Cashflow nach Dividen
den exkl. Veräußerungen
(Dreijahresdurchschnitt)
in
EUR Mio
– 300
Ø p.a.
200
Ø p.a.
500
Ø p.a.
– 218
Ø p.a.
10% 3,2%
Action Item Response Rate:
Unfälle und Beinaheunfälle
(Dreijahresdurchschnitt)
89% 93% 97% 96% 2,5% 2,3%
Action Item Response Rate:
Erkenntnisse und Gefahren
(Dreijahresdurchschnitt)
86% 90% 94% 94% 2,5% 2,5%
Kontraktorenmanagement
(Dreijahresdurchschnitt)
≥ 75% > 85% > 95% 92% 5% 4,6%
Entwicklung von Verkäufen
und Akquisitionen
Basierend auf vorab definierten
Kriterien, insbesondere der
Wertgenerierung für das
Gesamthöhe der Zuteilung Unternehmen 10% 10%
100%
10%
92,6%

Aktienbesitzerfordernisse für die Vorstandsmitglieder

Vorstandsmitglieder müssen ein angemessenes Eigeninvestment an der OMV akkumulieren und diese Aktien bis zum Pensionsantritt oder Ausscheiden aus dem Unternehmen halten. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des jährlichen Grundgehalts (brutto) definiert: 200% für den Vorstandsvorsitzenden, 175% für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und 150% für andere Vorstandsmitglieder. Das Eigeninvestment muss innerhalb von fünf Jahren nach der ersten Anstellung als Vorstandsmitglied aufgebaut und erreicht werden. Alle Vorstandsmitglieder haben die Anforderung des Aktienbesitzerfordernisses zum Teil bereits erfüllt.

Soweit das Aktienbesitzerfordernis nicht erreicht ist, erfolgt die Zuteilung aus dem LTIP automatisch in Form von Aktien (netto nach Steuerabzug). Soweit das Aktienbesitzerfordernis erreicht ist, kann die Zuteilung in bar oder in Aktien erfolgen. Die Berechnung der jeweiligen Anzahl der Aktien erfolgt auf Grundlage des durchschnittlichen Schlusskurses der OMV Aktie an der Wiener Börse während der drei Monate vom 1. Jänner 2018 bis zum 31. März 2018 (EUR 50,02).

In Anhangsangabe 32 finden sich weitere Informationen zum Long Term Incentive Plan und zum Equity Deferral.

Aktienbesitzerfordernis und Erfüllung

Aktienbesitz
erfordernis
Erfüllung
in Aktien in %
des
Gehalts
in Aktien1 in %
der Anfor
derung
Seele 91.974 200 70.890 77,08
Pleininger 47.032 1752 28.511 60,62
Florey 43.897 150 13.401 30,53
Leitner 43.897 150 65.245 148,63

1 Auf Treuhanddepots des Unternehmens

2 Das angegebene Aktienbesitzerfordernis ergibt sich aus dem LTIP 2016, als Herr Pleininger noch eine Verpflichtung von 150% seines Bruttojahresgehalts hatte; seit seiner Ernennung zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden gilt ein Aktienbesitzerfordernis von 175%.

Rückzahlung

Vorstandsbezüge1

Equity Deferral und LTIP unterliegen Rückzahlungsbestimmungen, die unter bestimmten Umständen

Höhe der Vergütungen 2018

die Anpassung von ausstehenden Vergütungen und/ oder das Rückfordern von bereits ausgezahlten Vergütungen zulassen. Im Fall eines Rückzahlungsereignisses werden die im Rahmen von Equity Deferral oder LTIP zugeteilten Barauszahlung oder Aktien reduziert oder sind gegebenenfalls auf Verlangen des Aufsichtsrats zurückzugeben. Als Rückzahlungsereignis gelten die folgenden Gründe: erforderliche Berichtigung des geprüften Jahresabschlusses aufgrund eines Fehlers; wesentliches Versagen des Risikomanagements, das zu signifikanten Verlusten führt; schwerwiegendes Fehlverhalten einzelner Vorstandsmitglieder aufgrund Verletzung österreichischen Rechts. Sofern die zugeteilten Aktien oder ihr Geldgegenwert auf einer fehlerhaften Berechnung der Bonifikation beruhen, sind die Vorstandsmitglieder verpflichtet, Vergütungen zurückzugeben oder zurückzuzahlen, die aufgrund solcher Berechnungsfehler bezogen wurden.

Vergütung 2018 Seele Pleininger Florey Leitner Summe
Fix (Grundgehalt) 1.100.000 750.000 700.000 700.000 3.250.000
Variabel (Barbonifikation 2017) 900.000 575.000 600.000 700.000 2.775.000
Sachbezüge (Dienstwagen, Unfall
versicherung und Aufwandersatz)
13.025 12.665 51.1902 12.544 89.424
Summe 2.013.025 1.337.665 1.351.190 1.412.544 6.114.424
Variabel (Equity Deferral 2017;
Anzahl der Aktien) 3
16.888 10.790 11.259 13.135 52.072
Verhältnis fix/variabel 4 26/74 33/67 40/60 19/81 27/73
LTIP 2015 (bar) 5 0 0 0 1.724.101 1.724.101
LTIP 2015 (Anzahl der Aktien) 5 33.014 9.607 0 0 42.621

1 Aufgrund von Rundungsdifferenzen ergeben sich in den Einzelsummen Abweichungen. Die variablen Bezüge, deren Auszahlung 2018 erfolgte, beziehen sich auf den Zielerreichungsgrad im Jahr 2017

2 Einschließlich Schulkosten, Umzugskosten und damit verbundener Steuern

3 Das Equity Deferral aus dem Jahresbonus wurde zum Zeitpunkt der Zuteilung noch als "Share Part of the Annual Bonus" bezeichnet

4 Aufteilung der Gesamtvergütung. Fix inkludiert Grundgehalt und Sachbezüge; variabel umfasst Barbonifikation, Equity Deferral ("Share Part of the

Annual Bonus") und LTIP 2015

5 LTIP-Auszahlung in bar oder in Form von Aktien abhängig von der Erfüllung des Aktienbesitzerfordernisses:

Rainer Seele erhielt anteilig Auszahlungen in Aktien, da er dem Vorstand per 1. Juli 2015 beigetreten ist

Johann Pleininger erhielt anteilig Auszahlungen in Aktien und hatte zusätzlich Anspruch auf Auszahlungen von EUR 0,52 Mio aus dem LTIP Plan 2015 als Senior Manager

Seit der schrittweisen Neubesetzung des Vorstands hat sich die OMV in bemerkenswerter Weise entwickelt. Mit der 52%igen Kurssteigerung ihrer Aktie zwischen Juli 2015 und Dezember 2018 hat die OMV relevante Benchmarks deutlich übertroffen, wie etwa den FTSEurofirst E300 Oil & Gas (plus 2%). Der Vorstand verfolgt konsequent eine Wachstumsstrategie, die auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft der OMV abzielt. Um die Leistung des Vorstands angemessen zu entlohnen und zusätzliche Anreize zu bieten, hat der Vergütungsausschuss die Höhe der Gesamtvergütungen aller Vorstandsmitglieder überprüft und an einer

relevanten Vergleichsgruppe europäischer Öl- und Gasunternehmen gemessen. Dabei wurden die Leistung der Vorstandsmitglieder, ihre Funktionen und Verantwortlichkeiten sowie die Gesamtsituation des Unternehmens berücksichtigt. Auf Basis dieser Analyse und unter Berücksichtigung möglicher Retentions-Risiken und der mit der Neugestaltung des Vergütungssystems eingeführten Deckelung der Gesamtvergütung wurde das Gehalt ausgewählter Vorstandsmitglieder auf ein wettbewerbsfähiges Marktniveau angehoben. Wie schon bisher unterliegen die Gehälter keiner automatischen Anpassung an die Verbraucherpreisentwicklung, sondern werden

jährlich zusammen mit der Leistung der Vorstandsmitglieder überprüft.

Pensionskassenbeiträge

Summe 812.500
Leitner 175.000
Florey 175.000
Pleininger 187.500
Seele 275.000
In EUR

Gerhard Roiss, David C. Davies, Hans-Peter Floren und Jaap Huijskes haben 2018 Zahlungen gemäß ihren ehemaligen Anstellungsverträgen erhalten. David C. Davies hat in 2018 Bonifikations- und LTIP--Zahlungen erhalten. Jaap Huijskes, Gerhard Roiss und Hans-Peter Floren haben 2018 LTIP-Zahlungen erhalten.

Zahlungen an ehemalige Vorstandsmitglieder

In EUR
Davies Huijskes Roiss Floren
Vergütungs
ansprüche für
2018 (Bonifika
tion und LTIP) 1
2.735.317 1.776.177 3.300.387 1.477.774
Zahlungen für
vertragliche Ver
pflichtungen2
0 0 0 0
Summe 2.735.317 1.776.177 3.300.387 1.477.774

1 Barbonifikation und Equity Deferral (MSP) hängen vom Zielerreichungsgrad 2017 ab. LTIP hängt vom Zielerreichungsgrad 2015 – 2017 ab

2 Grundvergütung und Sachbezüge

In Übereinstimmung mit C-Regel 27a öCGK sehen die Anstellungsverträge von Vorstandsmitgliedern vor, dass Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung solcher Verträge ohne wichtigen Grund den im öCGK angeführten Betrag (maximal zwei Jahresgesamtvergütungen) nicht übersteigen dürfen. Bei allen Anstellungsverträgen, die nach Juli 2015 abgeschlossen wurden, sind die Abfindungszahlungen bei Beendigung während der Vertragslaufzeit auf 18 Monatsgehälter und auf die fixen Gehaltsbestandteile beschränkt worden. Im Falle einer vom Vorstandsmitglied initiierten vorzeitigen Beendigung wird keine Abfindung gewährt.

D&O-Versicherung (Directors-and-Officers-Versicherung)

Die OMV hat eine D&O-Versicherung (Directors and Officers Liability Insurance) auf konzernweiter Basis abgeschlossen. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen. Versichert sind Vorstandsmitglieder, Aufsichtsratsmitglieder sowie andere OMV Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Führungskräfte). Die Versicherung deckt die gesetzliche Haftpflicht versicherter Personen für finanzielle Verluste aufgrund eines Fehlverhaltens in Ausübung ihrer Funktion. Für den laufenden Versicherungszeitraum beträgt die Jahresprämie (inklusive Steuern) für die D&O-Versicherung für den gesamten OMV Konzern ca. EUR 600.000.

Haftungsfreistellung

Für Mitglieder des Vorstands und weitere OMV Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Organfunktionen von (direkten und indirekten) Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft besteht, soweit rechtlich zulässig, eine Haftungsfreistellung seitens der OMV Aktiengesellschaft für Inanspruchnahme durch Dritte in Ausübung der Organfunktion, sofern nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorliegt.

Grundsätze der Vergütung innerhalb des OMV Konzerns

Ziel der OMV sind wettbewerbsfähige Vergütungsund Benefitspakete, die die Strategie optimal fördern und unterstützen. Die OMV will die am besten qualifizierten Talente weltweit gewinnen, motivieren und halten und verfolgt hierzu kontinuierlich die Markttrends und international bewährte Vorgehensweisen. Die OMV strebt langanhaltende Anstellungsverhältnisse an. Das Grundgehalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird nach international anerkannten Verfahren zur Bestimmung einer marktüblichen Vergütungsstruktur festgelegt. Dabei werden die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen und Kollektivvereinbarungen eingehalten.

Die für den Vorstand geltenden Grundsätze werden auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in angepasster Form angewendet. Die Vergütung des Vorstands der OMV Petrom unterliegt ebenfalls den Vergütungsregelungen der OMV. Generell ist die Vergütungsstruktur der OMV auf eine hohe Wettbewerbsfähigkeit auf den relevanten Arbeitsmärkten im Öl- und Gasgeschäft ausgerichtet. Dies wird durch jährliche Gehaltsüberprüfungen sichergestellt. Zudem umfassen die Vergütungspakete eine ausgewogene und transparente Mischung aus festen und variablen, monetären und nicht monetären Bestandteilen. Die Grundgehälter sind marktgerecht und fair und orientieren sich an der Position und der Expertise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zusätzlich stärkt die OMV die Position als attraktiver Arbeitgeber im Öl- und Gasgeschäft durch verschiedene Vergütungselemente, darunter:

  • Leistungsboni
  • Long Term Incentive Plans
  • Mitarbeiterbeteiligungsprogramm
  • Dienstfahrzeuge

Darüber hinaus ist das Leistungsportfolio in jedem Land, in dem die OMV tätig ist, individuell zugeschnitten und entspricht somit den Bedürfnissen der lokalen Beschäftigten. Abhängig von den lokalen Bedingungen kann das Leistungsportfolio beispielsweise die folgenden zusätzlichen Anreize umfassen:

  • Pensionspläne
  • Subventionierung der Kantine
  • Gesundheitszentren
  • Kindergärten
  • Jubiläumsgelder
  • Recognition thx!

Ausgewählte Beschäftigte der obersten Führungsebene des Konzerns (79 Personen) haben Anspruch auf eine Teilnahme am Long Term Incentive Plan. Diese Mitarbeitergruppe hat auch Anspruch auf ein Bonifikationsprogramm wie unten angeführt. Zusätzlich gewährte der Vorstand ausgewählten Beschäftigten der obersten Führungsebene des Konzerns Anspruch auf Teilnahme am Transformationsbonusplan, der an die Erreichung vordefinierter Zielerreichungskriterien geknüpft ist. Die erfolgreiche Zielerreichung führte im Jahr 2018 zu einer Auszahlung. Eine etwaige weitere Auszahlung erfolgt im Jahr 2021.

2018 nahmen insgesamt rund 4.200 Führungskräfte und Expertinnen und Experten an einem Management-by-Objectives-Programm (MbO-Programm) teil, das sie zu Bonifikationen bei Erreichen der Ziele berechtigt. Auch für andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es Bonussysteme, die je nach Land unterschiedlich sind. An der Ausgestaltung dieser Anreizsysteme sind auch Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter beteiligt. Die Bonuszahlungen sind in allen Systemen sowohl an finanzielle und nicht finanzielle Unternehmensziele als auch an individuell vereinbarte Ziele geknüpft.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der OMV besteht aus zehn von der Hauptversammlung gewählten Vertreterinnen und Vertretern (Kapitalvertreterinnen und -vertretern) und fünf von der Konzernvertretung entsandten Mitgliedern. Vier der derzeitigen Kapitalvertreterinnen und -vertreter wurden in der Hauptversammlung 2014 gewählt, ein Mitglied wurde in der Hauptversammlung 2015, drei in der Hauptversammlung 2016 und zwei in der Hauptversammlung 2018 gewählt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der OMV im Jahr 2018 und ihre Aufsichtsratsmandate in anderen in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen sowie ihre allfälligen Management-Funktionen sind nachstehend angeführt.

Peter Löscher, *1957

Vorsitzender Mandate: Sulzer AG (Vorsitzender), Telefonica, S.A.

Gertrude Tumpel-Gugerell, *1952

Stellvertretende Vorsitzende Mandate: Commerzbank AG, Vienna Insurance Group AG

Murtadha Al Hashmi, *1966

(bis 22. Mai 2018) Stellvertretender Vorsitzender (Senior Advisor, Mubadala Investment Company (seit 2. Jänner 2018)) Mandat: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Alyazia Ali Al Kuwaiti, *1979

(seit 22. Mai 2018) Stellvertretende Vorsitzende (Executive Director Upstream & Integrated, Mubadala Investment Company PJSC) Mandate: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Ahmed Matar Al Mazrouei, * 1972

(bis 22. Mai 2018) (Senior Advisor, Mubadala Investment Company PJSC) Mandate: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Wolfgang C. Berndt, *1942

Mandate: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Helmut Draxler, *1950

Mandate: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Marc H. Hall, *1958

(Geschäftsführer, R&EM – Restructuring & Energy Management e.U.) Mandate: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Mansour Mohamed Al Mulla, * 1979

(seit 22. Mai 2018) (Finanzvorstand Petroleum & Petrochemicals, Mubadala Investment Company PJSC) Mandate: Aldar Properties PJSC, Waha Capital PJSC

Karl Rose, *1961

(Strategy Advisor, Abu Dhabi National Oil Company) Mandate: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Herbert Werner, *1948

(Geschäftsführer, HCW Verkehrsbetriebe GmbH; Geschäftsführer, HCW Vermögensverwaltungs GmbH) Mandate: Ottakringer Getränke AG (Stellvertre-

tender Vorsitzender)

Elif Bilgi Zapparoli, *1967

(Global Co-Head Capital Markets, Bank of America Merrill Lynch)

Mandate: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Von der Konzernvertretung entsandt (Arbeitnehmervertreterin und -vertreter)

Christine Asperger, *1964 Herbert Lindner, *1961 Alfred Redlich, *1966 Gerhard Singer, *1960 Wolfgang Baumann, *1958 (bis 23. März 2018) Angela Schorna, *1980 (seit 23. März 2018)

Ausführlichere Informationen zu allen Mitgliedern des Aufsichtsrats der OMV und ihren beruflichen Laufbahnen stehen auf der Website der OMV zum Download zur Verfügung: www.omv.com > Über uns > Aufsichtsrat.

Diversity

Bei der Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrats stehen einschlägiges Wissen, die persönliche Integrität und die Erfahrung in Führungspositionen im Vordergrund. Darüber hinaus werden bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats verschiedene Aspekte der Diversität berücksichtigt: Internationalität der Mitglieder, die Vertretung beider Geschlechter

und die Altersstruktur. Dem Aufsichtsrat gehören fünf Frauen und drei nicht-österreichische Staatsangehörige an. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind zwischen 38 und 76 Jahre alt.

Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat hat die Kriterien für die Unabhängigkeit definiert (Beschlüsse vom 21. März 2006 und 25. März 2009). Zusätzlich zu den in Anhang 1 öCGK festgelegten Leitlinien hat der Aufsichtsrat die folgenden Kriterien für seine von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder beschlossen:

  • Das Aufsichtsratsmitglied darf nicht Mitglied der Geschäftsführung einer OMV Konzerngesellschaft sein.
  • Das Aufsichtsratsmitglied darf von der Gesellschaft oder einer verbundenen Gesellschaft keine Aktienoptionen halten oder sonstige leistungsbezogene Vergütungen von einer OMV Konzerngesellschaft beziehen.
  • Das Aufsichtsratsmitglied darf keine/kein AnteilseignerIn mit einer Kontrollbeteiligung (im Sinne der EU-Richtlinie 83/349 EWG – das ist eine Beteiligung von mehr als 50% der Stimmrechte oder eine Beherrschung, etwa durch Nominierungsrechte) sein oder eine/einen solchen AnteilseignerIn vertreten.

Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder, mit Ausnahme von Helmut Draxler und Herbert Werner in Bezug auf die Dauer der Zugehörigkeit, haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2018 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (C-Regel 53 öCGK). Gemäß C-Regel 54 öCGK haben Peter Löscher, Wolfgang C. Berndt, Elif Bilgi Zapparoli, Helmut Draxler, Karl Rose, Marc H. Hall, Gertrude Tumpel-Gugerell und Herbert Werner erklärt, im Geschäftsjahr 2018 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung weder AnteilseignerInnen mit einer Beteiligung von mehr als 10% gewesen zu sein noch die Interessen solcher Aktionärinnen und Aktionäre vertreten zu haben. Peter Löscher, Gertrude Tumpel-Gugerell, Marc H. Hall und Karl Rose wurden vom Nominierungskomitee der Österreichischen Bundesund Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB)1 zur Wahl als Mitglieder des Aufsichtsrats nominiert und in der Folge (nachdem sie vom Präsidial- und Nominierungsausschuss sowie vom Aufsichtsrat entsprechend vorgeschlagen wurden) zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt.

1 Mit Wirksamkeit zum 20. Februar 2019 wurde die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und der Firmenwortlaut auf Österreichische Beteiligungs AG geändert.

Name Aufsichtsrat und
Vergütung
Ausschüsse 20181
für 20172
für 20183 Amtsdauer
AR PNA PPA PrüfA VergA in EUR in EUR
Peter Löscher V V SV M V 80.000 80.000 18. Mai 2016 bis HV 2020
Gertrude Tumpel-
Gugerell
SV SV M V M 61.000 67.110 19. Mai 2015 bis HV 2020
Murtadha Al Hashmi SV SV SV SV SV 73.000 28.400 10. Mai 2012 bis 22. Mai 2018
Alyazia Ali Al Kuwaiti SV SV SV SV SV 44.600 14. Mai 2008 bis 18. Mai 2016
und 22. Mai 2018 bis HV 2019
Wolfgang C. Berndt M SV SV 44.000 44.000 26. Mai 2010 bis HV 2019
Helmut Draxler M M M 40.000 40.000 16. Oktober 1990 bis HV 2019
Marc H. Hall M M 30.000 30.000 18. Mai 2016 bis HV 2019
Ahmed Matar Al
Mazrouei
M M M 40.000 15.562 18. Mai 2016 bis 22. Mai 2018
Mansour Mohamed
Al Mulla
M M M 24.438 22. Mai 2018 bis HV 2019
Karl Rose M V 34.000 34.000 18. Mai 2016 bis HV 2019
Herbert Werner M M 30.000 30.000 4. Juni 1996 bis HV 2019
Elif Bilgi Zapparoli M 20.000 20.000 13. Mai 2009 bis HV 2019
Christine Asperger M M6 M7 – 4 – 4 seit 1. Jän. 20135
Wolfgang Baumann von 16. Dez. 1998 bis
1. April 1999 und
erneut von 11. Nov. 2004
M M M – 4 – 4 bis 23. März 20185
Herbert Lindner M M M – 4 – 4 seit 1. Juni 20135
Alfred Redlich M M M6 – 4 – 4 seit 1. Juni 20135
Gerhard Singer M M M – 4 – 4 seit 26. Sept. 20165
Angela Schorna M M7 M – 4 – 4 seit 23. März 20185

Funktionen und Mitgliedschaften

1 Abkürzungen: AR = Aufsichtsrat, PNA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, PPA = Portfolio- und Projektausschuss, PrüfA = Prüfungsausschuss, VergA = Vergütungsausschuss. V = Vorsitzende/Vorsitzender; SV = Stellvertretende Vorsitzende/Stellvertretender Vorsitzender; M = Mitglied;

HV = Hauptversammlung; Mitglieder des Aufsichtsrats, deren Funktionsperiode in 2017 endete, sind hier nicht angeführt

2 Das Sitzungsgeld in Höhe von EUR 400/Sitzung sowie eventuell erstattungsfähige Quellensteuern sind darin nicht enthalten

3 Basierend auf der in der HV 2018 beschlossenen Vergütung und vorbehaltlich der Genehmigung in der HV 2019

4 Vom Konzernbetriebsrat entsandte Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Vergütung, sondern nur Sitzungsgelder 5 Die Entsendung durch den Konzernbetriebsrat erfolgt auf unbestimmte Zeit; die Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter können jedoch jederzeit

vom entsendenden Organ abberufen werden

6 seit 27. Juni 2018

7 bis 27. Juni 2018

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Zur Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und strategischen Unterstützung des Vorstands, diskutiert der Aufsichtsrat in den Aufsichtsratssitzungen Lage und Ziele des Unternehmens. Beschlüsse werden ebenfalls in diesen Sitzungen gefasst, abgesehen von Dringlichkeitsfällen, in denen auch Umlaufbeschlüsse gefasst werden können. Vier Ausschüsse gewährleisten den bestmöglichen Einsatz der Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder. Die Ausschüsse werden im Folgenden kurz beschrieben (ein Überblick über die wichtigsten Aktivitäten der einzelnen Ausschüsse im Geschäftsjahr 2018 findet sich auch im Bericht des Aufsichtsrats).

2018 wurden sechs Sitzungen des Aufsichtsrats und 16 Ausschusssitzungen abgehalten. Bei mehreren dieser Treffen beschäftigten sich der Vorstand und der Aufsichtsrat mit der Strategie der OMV. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse war 2018 wie folgt:

Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse 20181

Name AR PNA PPA PrüfA VergA
Peter Löscher 6/6 3/3 4/4 6/6 3/3
Gertrude Tumpel
Gugerell 6/6 2/3 2/4 5/6 1/13
Murtadha Al Hashmi2 1/2 2/2 0/1 3/3 2/2
Alyazia Ali Al Kuwaiti3 2/4 1/1 2/3 2/3 1/1
Wolfgang C. Berndt 6/6 6/6 3/3
Helmut Draxler 6/6 5/6 3/3
Marc H. Hall 6/6 4/4
Ahmed Matar
Al Mazrouei2 2/2 2/2 1/1
Mansour Mohamed
Al Mulla3 4/4 1/1 2/3
Karl Rose 5/6 3/4
Herbert Werner 6/6 6/6
Elif Bilgi Zapparoli 4/6
Christine Asperger 6/6 1/16 1/17
Wolfgang Baumann4 1/1 1/1 2/2
Herbert Lindner 6/6 4/4 6/6
Alfred Redlich 6/6 3/3 3/36
Angela Schorna5 5/5 1/17 3/4
Gerhard Singer 6/6 4/4 5/6

1 Abkürzungen: AR = Aufsichtsrat, PNA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, PPA = Portfolio- und Projektausschuss, PrüfA = Prüfungsausschuss.

2 bis 22. Mai 2018

3 seit 22. Mai 2018

4 bis 23. März 2018

5 seit 23. März 2018 6 seit 27. Juni 2018

7 bis 27. Juni 2018

Der Aufsichtsrat hat eine Selbstevaluierung durchgeführt und die Effizienz seiner Aktivitäten diskutiert, insbesondere seiner Organisation und Arbeitsweisen.

Präsidial- und Nominierungsausschuss

Dieser Ausschuss ist ermächtigt, in dringenden Angelegenheiten zu entscheiden. Der Aufsichtsrat kann dem Präsidial- und Nominierungsausschuss im Einzelfall oder auf Dauer weitere Aufgaben und Genehmigungsbefugnisse übertragen. Als Nominierungsausschuss unterbreitet er dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung neuer oder frei werdender Mandate im Vorstand. Ferner unterbreitet er der Hauptversammlung Vorschläge zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. 2018 fanden drei Sitzungen des Präsidial- und Nominierungsausschusses statt, deren zentrales Thema Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten waren.

Prüfungsausschuss

Dem Prüfungsausschuss obliegen die Aufgaben gemäß § 92 Abs. 4a Aktiengesetz (AktG). Im Berichtsjahr haben sechs Sitzungen des Prüfungsausschusses stattgefunden. Der Prüfungsausschuss befasste sich vorrangig mit der Vorbereitung der jährlichen Abschlussprüfung, mit der Prüfung der Tätigkeit der Abschlussprüfer, der internen Revision, des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements sowie mit der Präsentation des Jahresabschlusses. Gertrude Tumpel-Gugerell ist die Finanzexpertin im Prüfungsausschuss im Sinne von § 92 Abs. 4a Z 1 AktG.

Abschlussprüfer

Der Aufsichtsrat überwacht die Unabhängigkeit der Abschlussprüfer und überprüft eine Aufstellung des Prüfungsentgelts und der Entgelte für über die Prüfung hinausgehende zusätzliche Leistungen. Der Aufwand für den Abschlussprüfer Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. (einschließlich dessen Netzwerks im Sinne des § 271b UGB) betrug 2018 für die jährliche Prüfung EUR 2,94 Mio, für andere Bestätigungsleistungen EUR 0,64 Mio, für Steuerberatungsleistungen EUR 0,05 Mio und für sonstige Beratungsleistungen EUR 0,24 Mio.

Portfolio- und Projektausschuss

Bei Bedarf unterstützt dieser Ausschuss den Vorstand bei der Vorbereitung komplexer Entscheidungen über grundlegende Fragen und berichtet über die Ergebnisse und allfällige Empfehlungen an den Aufsichtsrat. 2018 fanden vier Sitzungen des Portfolio- und Projektausschusses statt.

Vergütungsausschuss

Dieser Ausschuss (dem keine Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter angehören) befasst sich mit allen Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er ist somit insbesondere zum Abschluss, der Änderung und Auflösung der Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern sowie zur Entscheidung über die Gewährung von Bonifikationen (variable Bezüge) und dergleichen an Vorstandsmitglieder ermächtigt. 2018 fanden drei Sitzungen des Vergütungsausschusses statt. Vorstandsmitglieder wurden eingeladen, an Teilen der Sitzungen des Vergütungsausschusses teilzunehmen.

Die HKP Group beriet den Ausschuss in Vergütungsfragen. Dies umfasste die Erarbeitung von Vergütungsbenchmarks mit Vergleichsunternehmen sowie die Beratung zur angemessenen Höhe und Struktur der einzelnen Vergütungselemente.

Die HKP Group wurde vom Vergütungsausschuss beauftragt und war nicht für den Vorstand der OMV beratend tätig, womit die Unabhängigkeit im Sinne des öCGK gewährleistet ist.

Interessenkonflikte und zustimmungspflichtige Geschäfte der Mitglieder des Aufsichtsrats

Zustimmungspflichtige Verträge gemäß § 95 Abs. 5 Z 12 AktG gab es nicht. Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats werden nach dem in der Geschäftsordnung ausführlich geregelten Verfahren behandelt.

Vergütung

Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung (HV) jährlich die Vergütungen der von der HV gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die HV 2018 hat für das Geschäftsjahr 2017 ein Vergütungsschema wie in der Tabelle unten dargestellt beschlossen.

Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder

In EUR 1

Vorsitzende/Vorsitzender 30.000
Stellvertretende/-r Vorsitzende/-r 25.000
Mitglied 20.000
Vorsitzende/Vorsitzender eines Ausschusses 14.000
Stellvertretende/-r Vorsitzende/-r eines
Ausschusses 12.000
Mitglied eines Ausschusses 10.000

1 Sitzungsgelder in Höhe von EUR 400/Sitzung sowie etwaige Erstattungen der Quellensteuer sind darin nicht enthalten

Die bei den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern angeführten Beträge für das Geschäftsjahr 2017 wurden 2018 ausbezahlt. Aufwandersatz (Reisespesen und Sitzungsgeld) ist darin nicht enthalten.

2018 belief sich die Vergütung des Aufsichtsrats (für das Geschäftsjahr 2017 und inklusive Rückerstattung der jeweiligen Quellensteuer) auf EUR 0,51 Mio, die Sitzungsgelder betrugen EUR 0,07 Mio und die Reisespesen EUR 0,25 Mio.

Mitwirkung der Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmervertretung

Die Konzernvertretung hält regelmäßig Aussprachen mit dem Vorstand. Diese dienen der wechselseitigen Information über Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betreffende Entwicklungen im Unternehmen.

Darüber hinaus hat die Konzernvertretung von ihrem Recht Gebrauch gemacht, Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden (eine Person aus der Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmervertretung für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder). Somit sind fünf der 15 Aufsichtsratsmitglieder Personen aus der Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmervertretung.

Minderheitenrechte der Aktionärinnen und Aktionäre

  • Hauptversammlung: Wenn mindestens 5% der Aktionärinnen und Aktionäre dies verlangen, muss eine Hauptversammlung einberufen werden.
  • Mindestens 5% der Aktionärinnen und Aktionäre können die Aufnahme von Tagesordnungspunkten verlangen.
  • Mindestens 1% der Aktionärinnen und Aktionäre können zu jedem Punkt der Tagesordnung Beschlussvorschläge übermitteln. Diese sind auf Forderung der jeweiligen Aktionärinnen und Aktionäre von der Gesellschaft auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen.
  • Mindestens 10% der Aktionärinnen und Aktionäre können eine Sonderprüfung bei Vorliegen von Verdachtsgründen für Unredlichkeiten oder grobe Verletzungen von Gesetz oder Satzung durchsetzen.
  • Bei der Hauptversammlung sind alle Aktionärinnen und Aktionäre, die ihren Anteilsbesitz ordnungsgemäß nachgewiesen haben, zur Teilnahme, einschließlich Fragen und Abstimmung, berechtigt.
  • Wahl des Aufsichtsrats: Wenn dieselbe Hauptversammlung zwei oder mehr Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat, muss über jede zu besetzende Stelle gesondert abgestimmt werden. Wenn dieselbe Hauptversammlung wenigstens drei Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat und sich vor der Abstimmung über die letzte zu besetzende Stelle ergibt, dass wenigstens ein Drittel aller abgegebenen Stimmen bei allen vorangegangenen Wahlen zugunsten derselben Person, aber ohne Erfolg abgegeben wurde, muss diese Person zum Aufsichtsratsmitglied erklärt werden.

Frauenförderung und Diversitätskonzept

Vielfalt ist eine enorme Stärke. Darauf baut die OMV aktiv auf, jetzt und in Zukunft. Deshalb entwickelt die OMV kontinuierlich neue Initiativen und Maßnahmen zur Förderung der Vielfalt und Chancengleichheit. Die Diversity-Strategie des OMV Konzerns umfasst zwei Schwerpunktbereiche: Geschlecht und Internationalität. Für die OMV als Unternehmen in einer stark technisch orientierten Branche ist es eine besondere Herausforderung, in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu erreichen. Die OMV unterstützt den Aufstieg von Frauen in Führungspositionen. Das strategische Ziel ist es, auf oberster Führungsebene die bestmögliche Diversität zu erreichen und den Frauenanteil in Führungspositionen von derzeit 18% bis 2025 auf 25% zu erhöhen. Wir unterstützen dies mit einer Vielzahl an Initiativen wie Mentoring, Nachfolgeplanung und spezifischen Trainings sowie Initiativen für eine gesunde Work-Life-Balance.

Der Frauenanteil im Gesamtkonzern beträgt rund 25%. In den Programmen der OMV zur Entwicklung von Führungskräften lag der Frauenanteil 2018 bei 28% (2017: 22%). Im "First Time Leaders"-Programm für neue Führungskräfte erreichte die OMV einen beachtlichen Anteil von 38% an Teilnehmerinnen. Im integrierten Programm zur Absolventenförderung für technische Kompetenzen der OMV Upstream lag der Frauenanteil 2018 bei 25% (2017: 22%). "Diversity" ist Bestandteil aller Programme zur Führungskräfteentwicklung und der Personalstrategie der OMV.

Die OMV fördert Talente mit unterschiedlichem Hintergrund und gewährleistet damit eine optimale Zusammensetzung vielfältiger Teams. Ein besonderes Anliegen der OMV ist auch die Einstellung und Entwicklung von Frauen in technischen Positionen.

Durch eine geschlechtsneutrale Sprache in Stellenausschreibungen der OMV und durch die interne Veröffentlichung aller Stellenausschreibungen sowie die laufende Beobachtung der Gleichstellung bei Geschlecht, Alter, Hintergrund der Mitarbeitenden, Betriebszugehörigkeit und Gehältern stellt die OMV eine faire Behandlung und Chancengleichheit in allen Phasen der Berufslaufbahn sicher.

Mitarbeiterinnen initiierten ein Diversity-Netzwerk, um das Bewusstsein für Fragen zum Thema Diversity zu erhöhen und Karrieren von Frauen im technischen Bereich durch eine gemeinschaftliche Plattform und gemeinsame Aktivitäten zu fördern.

Die OMV Konzernzentrale in Wien betreibt zwei betriebliche Kindergärten, die von Kindern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der OMV besucht werden. Um bei Mädchen bereits frühzeitig das Interesse für einen technischen Beruf zu wecken, nahm die OMV erneut am Wiener Töchtertag teil.

Die beschriebenen Maßnahmen und Programme zur Förderung der Vielfalt der Belegschaft werden von Aufsichtsrat und Vorstand als ein Schlüsselelement zur Stärkung der Diversität des internen Pools an Vorstandsnachfolgekandidatinnen und -kandidaten gesehen. Im Rahmen der internen Nachfolgeplanung befasst sich der Präsidial- und Nominierungsausschuss zumindest einmal jährlich mit der Identifizierung und Weiterentwicklung von internen Potenzialträgerinnen und -trägern. Zur bestmöglichen Besetzung freier Vorstandspositionen bedient sich der Aufsichtsrat zusätzlich zur internen Nachfolgeplanung auch der Möglichkeit der externen Rekrutierung. Neben der fachlichen Eignung wird sowohl bei der internen als auch der externen Auswahl von Vorstandsmitgliedern besonderes Augenmerk auf ein ausgewogenes Verhältnis von Geschlechtern, Alter und internationaler Erfahrung gelegt.

Dem Vorstand der OMV gehört aktuell keine Frau an. Die Vorstandsmitglieder der OMV Aktiengesellschaft sind zwischen 53 und 58 Jahre alt, kommen aus zwei unterschiedlichen Nationen und verfügen über umfassende internationale Managementerfahrung.

Die von der Hauptversammlung auf Grundlage der Nominierung der ÖBIB zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder wurden bis 2018 vom Nominierungskomitee der österreichischen Bundesregierung vorgeschlagen. Die Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten erfolgt anhand einer Vielzahl von Kriterien, die insbesondere die fachliche Eignung, persönliche Integrität, Unabhängigkeit und Unbefangenheit der Kandidatinnen und Kandidaten umfassen. Zusätzlich wird auf Aspekte der Diversität des Aufsichtsrats hinsichtlich der Vertretung beider Geschlechter, einer ausgewogenen Altersstruktur und der Internationalität der Mitglieder Bedacht genommen.

Derzeit gehören dem Aufsichtsrat der OMV fünf Frauen an, was einem Anteil von 30% entspricht. Besonderes Augenmerk gilt auch der weiteren Stärkung der industriespezifischen Kompetenzen und der Internationalität des Aufsichtsrats im Einklang mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Die Mitglieder des Aufsichtsrats weisen mit einem Alter zwischen 38 und 76 Jahren eine ausgewogene Altersstruktur auf.

Externe Evaluierung der Corporate Governance

Die Einhaltung der Bestimmungen des öCGK durch die OMV wird jedes Jahr einer externen Evaluierung unterzogen. Für das Geschäftsjahr 2018 hat die OMV Dr. Mathias Ettel von der Rechtsanwaltskanzlei Berger Ettel Rechtsanwälte beauftragt. Die Evaluierung erfolgte anhand des offiziellen Fragebogens des österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance und ergab, dass die OMV alle Regeln des österreichischen Corporate Governance Kodex einschließlich aller Regeln, die ausschließlich Empfehlungscharakter haben, vollständig eingehalten hat. Der Bericht über die Evaluierung ist auf der OMV Website verfügbar (www.omv.com).

Wien, am 13. März 2019

Der Vorstand

Johann Pleininger e.h. Reinhard Florey e.h. Rainer Seele e.h. Manfred Leitner e.h.

KONZERNABSCHLUSS UND KONZERNANHANG 103 – 233

BestätigungsvermerkKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2018Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2018Konzern-Cashflow-Rechnung 2018

Konzernanhang

Grundlagen der Abschlusserstellung und BilanzierungsgrundsätzeSegmentberichterstattungErläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungErläuterungen zur BilanzErgänzende Angaben zur FinanzlageSonstige AngabenErgänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)Vorstand

Bestätigungsvermerk1

Bericht zum Konzernabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der

OMV Aktiengesellschaft, Wien,

und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang ausgenommen "Ergänzende Informationen zu Ölund Gasreserven (ungeprüft)", geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

    1. Kaufpreisallokation der Akquisition des Upstream Geschäfts in Neuseeland
    1. Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte für Exploration und Evaluierung
    1. Schätzung von Öl- und Gasreserven
    1. Werthaltigkeit der Forderungen gegenüber dem rumänischen Staat
    1. Bewertung der Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen

1 Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Kaufpreisallokation der Akquisition des Upstream Geschäfts in Neuseeland

Mit Wirkung vom 28. Dezember 2018 hat OMV das Upstream Geschäft von Shell in Neuseeland übernommen. Das erworbene Nettovermögen zum 28. Dezember 2018 betrug EUR 468 Mio.

Gemäß IFRS ist eine Gesellschaft verpflichtet, im Rahmen der Kaufpreisallokation die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt anzusetzen.

Die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden ist komplex und erfordert erhebliche Einschätzungen des Managements bei der Anwendung von Vorhersagen und Annahmen.

Das Hauptrisiko liegt in der anfänglichen Schätzung des beizulegenden Zeitwerts der durch die Akquisition übernommene Vermögenswerte und Rekultivierungsverpflichtungen sowie der latenten Steuern im Rahmen der Kaufpreisallokation.

Den Ermessensspielraum beim Bewerten dieser Vermögenswerte und Verpflichtungen erachten wir als erhebliches Risiko von wesentlichen falschen Darstellungen bei der Berechnung der beizulegenden Zeitwerte.

Das Management hat zur Unterstützung für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verpflichtungen gemäß IFRS 3 einen unabhängigen Experten beauftragt.

Die Angaben der OMV zur Akquisition des Upstream Geschäfts in Neuseeland sind in Anhangangabe 3 (Änderungen in der Konzernstruktur) enthalten.

der Abschlussprüfung adressiert haben

Wir haben die vom Management vorgenommene Kaufpreisallokation beurteilt. Unsere Prüfungshandlungen haben unter anderem folgende Tätigkeiten umfasst:

  • Lesen des Kaufvertrags, um ein Verständnis über die wesentlichen Bedingungen und Konditionen zu gewinnen und um die Angemessenheit der Bilanzierung zu beurteilen;
  • Beurteilen der Kompetenz der externen Spezialisten sowie deren Objektivität und Unabhängigkeit, um zu beurteilen, ob diese entsprechend qualifiziert sind, die Bewertung durchzuführen;
  • Beurteilen des Bewertungsmodels, der Cash Flow Prognosen und der wesentlichen Annahmen, welche in der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Verpflichtungen verwendet wurden;
  • Einbeziehen unserer internen Bewertungsspezialisten zur Prüfung der Kaufpreisallokation und der verwendeten Abzinsungssätze; und
  • Beurteilen der Angemessenheit der Anhangangaben.

Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte für Exploration und Evaluierung (E&E)

Der Buchwert der immateriellen E&E Vermögenswerte betrug EUR 1,906 Mio zum 31. Dezember 2018, nach einer außerplanmäßigen Abschreibung von EUR 51 Mio in 2018.

Gemäß IFRS 6, Exploration und Evaluierung von Bodenschätzen, sind Vermögenswerte aus Exploration und Evaluierung auf Wertminderung zu überprüfen, wenn Tatsachen und Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes für Exploration und Evaluierung seinen erzielbaren Betrag übersteigt.

Die Beurteilung des Buchwertes erfordert Ermessensentscheidungen und Schätzungen durch das Management, ob zum Jahresende ein Wertminderungsbedarf besteht und wie hoch ein solcher ist.

Das wesentliche Risiko liegt in der Absicht des Managements mit den Arbeiten an Erkundungsbohrungen und Lizenzen fortzufahren, der Wahrscheinlichkeit einer Lizenzverlängerung und dem bisherigen Erfolg von Bohrungen und geologischen Analysen.

Die Angaben der OMV zu immateriellen E&E Vermögenswerten für Exploration und Evaluierung und der damit verbundenen Werthaltigkeitsprüfung sind in Anhangangabe 2 (Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen), Anhangangabe 7 (Abschreibungen und Wertminderungen) und Anhangangabe 14 (Immaterielle Vermögenswerte) enthalten.

der Abschlussprüfung adressiert haben

Wir haben die Beurteilung des Buchwertes der immateriellen E&E Vermögenswerte durch das Management unter Bezug auf die Kriterien des IFRS 6 und der Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns untersucht. Unsere Prüfungshandlungen haben unter anderem folgende Tätigkeiten umfasst:

  • Untersuchen der Absicht des Managements zur Fortführung von Explorations- und Evaluierungstätigkeiten in relevanten Explorationsgebieten mittels Durchsicht von Budgets und Gesprächen mit dem Senior Management über die Absichten und Strategien des Konzerns;
  • Durchsehen der Vorstandssitzungsprotokolle auf negative Hinweise, welche auf erfolglose Projekte schließen lassen könnten;
  • Befragen des Managements über den Status der größten Explorationsprojekte;
  • Beurteilen, ob der Konzern in der Lage ist, geplante Explorations- und Evaluierungsaktivitäten zu finanzieren;
  • Identifizieren von Öl- und Gasfeldern, bei welchen die Explorationsrechte des Konzerns entweder abgelaufen oder nahe dem Ablaufdatum sind und Beurteilen der Einschätzung des Managements hinsichtlich etwaiger Risiken im Zusammenhang mit der Verlängerung der Lizenzen;
  • Prüfen von Detailunterlagen, wenn ein E&E Vermögenswert außerplanmäßig abgeschrieben wurde; und
  • Beurteilen der Angemessenheit der Anhangangaben.

Schätzung von Öl- und Gasreserven

Öl- und Gasreserven sind ein Indikator für das zukünftige Leistungsvermögen des Konzerns. Sie sind für den Konzernabschluss relevant, da sie als Basis

  • für Produktionspläne in der Schätzung zukünftiger Zahlungsströme,
  • für Abschreibungen und
  • für die Bewertung des finanziellen Vermögenswertes im Zusammenhang mit der Neufeststellung von Reserven aus der vorjährigen Akquisition eines Anteils am Juschno Russkoje Feld dienen.

Die Bewertung von Öl- und Gasreserven erfordert Ermessensentscheidungen und Einschätzungen durch das Management und Techniker aufgrund der technischen Unsicherheiten beim Beurteilen der Mengen.

Das wesentliche Risiko liegt in der Auswirkung der Öl- und Gasreserven auf den Konzernabschluss im Rahmen von Wertminderungstests, Abschreibungen, der Bewertung der Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen und der Bewertung des finanziellen Vermögenswertes im Zusammenhang mit der Neufeststellung von Reserven.

Die Angaben der OMV zu Öl- und Gasreserven und den damit verbundenen Wertminderungstests sind in Anhangangabe 2 (Bilanzierungsgrundsätze, Ermessenentscheidungen und Schätzungen), Anhangangabe 7 (Abschreibungen und Wertminderungen) und Anhangangabe 23 (Rückstellungen) enthalten.

der Abschlussprüfung adressiert haben

Unsere Prüfungstätigkeiten konzentrierten sich auf den Schätzprozess von Öl- und Gasreserven durch das Management. Unsere Prüfungshandlungen haben unter anderem folgende Tätigkeiten umfasst:

  • Nachvollziehen und Verstehen des Prozesses und der Kontrollen im Zusammenhang mit der Schätzung von Öl- und Gasreserven;
  • Testen von Kontrollen im Überprüfungsprozess für Öl- und Gasreserven;
  • Analyse des internen Zertifizierungsprozesses für technische und kaufmännische Spezialisten, welche für den Schätzprozess von Öl- und Gasreserven verantwortlich sind;
  • Beurteilen der Kompetenz von internen und externen Spezialisten sowie der Objektivität und Unabhängigkeit von externen Spezialisten, ob diese entsprechend qualifiziert sind, die Schätzung der Öl- und Gasreserven durchzuführen;
  • Analyse des Berichtes von DeGolyer and MacNaughton (D&M) über deren Überprüfung der Öl- und Gasreserven des Konzerns zum 31. Dezember 2017 und Analyse des Berichtes eines weiteren unabhängigen externen Experten in einem Fall in 2018;
  • Überprüfen, ob wesentliche Zu- oder Abgänge bei den Öl- und Gasreserven in der Periode, in der neue Informationen verfügbar waren, erfasst wurden und ob diese in Einklang mit den Richtlinien des Konzerns für Reserven und Ressourcen stehen;
  • Überprüfen, ob die aktualisierten Schätzungen der Öl- und Gasreserven in der Beurteilung von Wertminderungen, der Berechnung der Abschreibung und der Bewertung des finanziellen Vermögenswertes im Zusammenhang mit der Neufeststellung von Reserven entsprechend berücksichtigt wurden; und
  • Beurteilen der Angemessenheit der Anhangangaben.

Werthaltigkeit der Forderungen gegenüber dem rumänischen Staat

Als Teil der Privatisierungsvereinbarung betreffend OMV Petrom SA ist der Konzern dazu berechtigt, einen Teil der im Zuge der Rekultivierung gewisser Gebiete angefallenen Rekultivierungs- und Umweltkosten, welche auf Aktivitäten vor der Privatisierung in 2004 zurückzuführen sind, durch den rumänischen Staat erstattet zu bekommen. Folglich hat der Konzern Forderungen gegenüber dem rumänischen Staat in Höhe von EUR 378 Mio zum 31. Dezember 2018 ausgewiesen.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Forderung gegenüber dem rumänischen Staat erfordert Ermessensentscheidungen und Einschätzungen des Managements um Unsicherheiten von erstattungsfähigen Kosten durch den rumänischen Staat zu schätzen. Diese Schätzung berücksichtigt unter anderem die Entwicklung der beanspruchten Beträge, die Anforderungen an den Dokumentationsprozess und Schiedsgerichtsverfahren.

Die Angaben der OMV zu Forderungen im Zusammenhang mit Rekultivierungsverpflichtungen gegenüber dem rumänischen Staat sind in Anhangangabe 2 (Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen) und Anhangangabe 18 (Finanzielle Vermögenswerte) enthalten.

der Abschlussprüfung adressiert haben

Wir haben die Einschätzung des Managements im Zusammenhang mit den Forderungen gegenüber dem rumänischen Staat beurteilt. Unsere Prüfungshandlungen haben unter anderem folgende Tätigkeiten umfasst:

  • Durchsehen des Annex P der Privatisierungsvereinbarung im Zusammenhang mit der Übernahme durch die OMV Aktiengesellschaft von Anteilen an der nationalen Mineralölunternehmen Petrom SA vom 23. Juli 2004, genehmigt durch das Gesetz Nummer 555/2004. Der Annex P beinhaltet Bestimmungen über die Verpflichtungen des Verkäufers (Ministerium für Wirtschaft und Handel) im Zusammenhang mit der Erstattung von historischen Umwelt- und Rekultivierungskosten an die Gesellschaft, unter der Voraussetzung, dass gewisse Bedingungen erfüllt sind;
  • Beurteilen der Einschätzung des Managements betreffend die Werthaltigkeit der Forderungen gegenüber dem rumänischen Staat, einschließlich der bisher beanspruchten und erstatteten Kosten, sowie Besprechung mit dem Management betreffend den Status der eingereichten Forderungen durch den Konzern und das Schiedsgerichtsverfahren;
  • Abstimmen der eingereichten Forderungen mit den zugrundeliegenden Erstattungsanträgen;
  • Abstimmen der Forderungen für bereits angefallene Rekultivierungskosten, welche noch nicht zur Erstattung eingereicht wurden, mit den zugrundeliegenden Rekultivierungskosten;
  • Abstimmen der Forderungen für noch nicht durchgeführte Rekultivierungen mit der entsprechenden Rekultivierungsrückstellung;
  • Befragen des Managements hinsichtlich dessen Einschätzung des Zeitpunktes des Eingangs der Forderung;
  • Einbeziehen unserer internen Bewertungsspezialisten zur Prüfung der verwendeten Abzinsungssätze und Inflationsraten;
  • Prüfung der mathematischen Richtigkeit der Berechnung des Barwerts der gebuchten Forderungen; und
  • Beurteilen der Angemessenheit der Anhangangaben.

Bewertung der Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen

Die Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2018 EUR 3,736 Mio.

Im Zusammenhang mit den Kernaktivitäten des Konzerns entstehen regelmäßig Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen sowie zur Bodensanierung.

Das wesentliche Risiko liegt in der Schätzung des Managements von zukünftigen Kosten, Diskontierungssätzen und Inflationsraten, welche in die Berechnung der Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen einfließen.

Die Angaben der OMV zur Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen sind in Anhangangabe 2 (Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen) und in Anhangangabe 23 (Rückstellungen) enthalten.

der Abschlussprüfung adressiert haben

Wir haben die jährliche Bewertung der Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen durch das Management beurteilt. Unsere Prüfungshandlungen haben unter anderem folgende Tätigkeiten umfasst:

  • Beurteilen der Konzeption und Wirksamkeit der Kontrollen im Bewertungsprozess für Rekultivierungsverpflichtungen;
  • Vergleichen der aktuellen Kostenschätzungen mit bisher angefallenen Rekultivierungskosten. Wo solche nicht verfügbar waren, haben wir die Kostenschätzungen mit jenen Dritter oder Technikern des Konzerns verglichen;
  • Abstimmen wesentlicher Änderungen in den Kostenschätzungen während des Geschäftsjahres mit entsprechenden Detailunterlagen;
  • Überprüfen, ob der Zeitpunkt der Rekultivierung in Einklang mit dem Budget und Geschäftsplan des Konzerns steht;
  • Einbeziehen unserer Bewertungsspezialisten zur Analyse der Diskontierungssätze und Inflationsraten;
  • Prüfen der mathematischen Richtigkeit der Berechnung der Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen; und
  • Beurteilen der Angemessenheit der Anhangangaben.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld, wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im

Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Konzernabschluss stehen, oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 22. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 7. Juni 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2011 Abschlussprüfer.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Gerhard Schwartz.

Wien, am 13. März 2019

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b. H.

Mag. Gerhard Schwartz e.h. Wirtschaftsprüfer

Mag. Alexander Wlasto e.h. Wirtschaftsprüfer

OMV GESCHÄFTSBERICHT 2018 / KONZERNABSCHLUSS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

In EUR Mio
Anhangangabe 2018 2017
Umsatzerlöse 4, 5 22.930 20.222
Sonstige betriebliche Erträge 6 517 488
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 6, 16 391 510
Summe Erlöse und sonstige Erträge 23.839 21.220
Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) 17 – 14.094 – 12.331
Produktions- und operative Aufwendungen – 1.594 – 1.645
Produktionsbezogene Steuern – 392 – 311
Abschreibungen und Wertminderungen 7 – 1.827 – 1.852
Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen – 1.749 – 1.636
Explorationsaufwendungen 7, 8 – 175 – 221
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 – 485 – 1.491
Operatives Ergebnis 3.524 1.732
Dividendenerträge 31 20 15
Zinserträge 11, 31 117 64
Zinsaufwendungen 11, 31 – 290 – 265
Sonstiges Finanzergebnis 11, 31 – 72 – 60
Finanzerfolg – 226 – 246
Ergebnis vor Steuern 3.298 1.486
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12 – 1.305 – 634
Jahresüberschuss 1.993 853
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.438 435
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 78 103
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 477 315
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 13 4,40 1,33
Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 13 4,40 1,33

Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2018

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

In EUR Mio
Anhangangabe 2018 2017
Jahresüberschuss 1.993 853
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 28 340
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres vor Ertragsteuern – 87 – 734
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss 3, 6, 9 115 1.075
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges 28 195 32
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres vor Ertragsteuern 43 15
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss 152 18
Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis 16 59 – 161
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden können 282 212
Gewinne (+)/ Verluste(–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 23 – 114 7
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten 18 26 n.a.
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die nachfolgend auf den
Buchwert des Grundgeschäftes übertragen werden 28 9 n.a.
Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis 16 – 3 – 10
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden – 82 – 3
Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen – 52 5
Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen – 3 2
Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern 21 – 55 7
Sonstiges Ergebnis des Jahres nach Steuern 21 144 216
Gesamtergebnis des Jahres 2.137 1.069
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.587 716
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 78 103
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 472 250

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018

Vermögen
Anhangangabe 2018 2017
14 3.317 2.648
15 15.115 13.654
16 3.011 2.913
18 2.659 1.959
19 36 55
25 759 744
24.896 21.972
17 1.571 1.503
18 3.420 2.503
18 2.727 1.140
9 15
19 264 265
26 4.026 3.972
12.017 9.398
20 47 206
36.961 31.576

Eigenkapital und Verbindlichkeiten

2018 2017
327 327
1.987 2.231
9.591 8.658
11.905 11.216
3.436 3.118
15.342 14.334
1.096 1.003
4.468 3.968
441 823
3.673 3.070
446 497
924 405
138 148
731 437
11.917 10.352
4.401 3.262
539 788
304 114
349 140
63 110
355 349
2.806 1.288
863 775
9.680 6.826
22 63
36.961 31.576

1 2017 enthielt EUR 42 Mio im sonstigen Ergebnis erfasste und im Eigenkapital kumulierte Beträge betreffend der Veräußerungsgruppe Pakistan.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2018

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2018 1

In EUR Mio
Grund
kapital
Kapital
rücklage
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklage
Umrech
nung aus
ländischer
Geschäfts
betriebe
1. Jänner 2018 327 1.517 2.231 8.006 – 838
Erstanpassung aus IFRS 9 und IFRS 15 39
Angepasste Werte 1. Jänner 2018 327 1.517 2.231 8.045 – 838
Jahresüberschuss 1.516
Sonstiges Ergebnis des Jahres – 87 29
Gesamtergebnis des Jahres 1.429 29
Kapitalerhöhung 496
Dividendenausschüttung und Hybridkupon – 576
Veränderungen Hybridkapital – 741 – 60
Abgang eigener Anteile 4
Anteilsbasierte Vergütungen – 11 0
Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht beherrschender Anteile – 8 – 0
Umgliederung von Cashflow-Hedges in die Bilanz 2
31. Dezember 2018 327 1.511 1.987 8.830 – 809

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2017 1

In EUR Mio Umrechnung
ausländischer
Grund Kapital Hybrid Gewinn Geschäfts
kapital rücklage kapital rücklage betriebe
1. Jänner 2017 327 1.507 2.231 7.990 – 1.251
Jahresüberschuss 537
Sonstiges Ergebnis des Jahres 8 413
Gesamtergebnis des Jahres 545 413
Dividendenausschüttung und Hybridkupon – 529
Abgang eigener Anteile 1
Anteilsbasierte Vergütungen 9
31. Dezember 2017 327 1.517 2.231 8.006 – 838

1 Siehe Anhangangabe 21

2 Der Betrag bezog sich zum Großteil auf Vorräte, die zum 31. Dezember 2018 bereits verbraucht und daher in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst waren.

3 2017 enthielt EUR 42 Mio im sonstigen Ergebnis erfasste und im Eigenkapital kumulierte Beträge betreffend der Veräußerungsgruppe Pakistan.

Nicht Sonstiges Ergebnis
aus at-equity
Summe beherrschende Eigenkapital der bewerteten
Eigenkapital Anteile OMV Anteilseigner 3 Eigene Anteile Beteiligungen Hedges
14.334 3.118 11.216 – 8 – 27 8
42 0 42 3
14.377 3.118 11.259 – 8 – 24 8
1.993 477 1.516
144 – 5 149 55 152
2.137 472 1.665 55 152
496 496
– 737 – 161 – 576
– 800 – 800
7 7 3
– 10 – 10
– 2 7 – 9
– 126 0 – 126 – 5 – 122
15.342 3.436 11.905 – 6 26 39
Sonstiges Ergebnis
Nicht Eigenkapital der aus at-equity
Summe beherrschende OMV bewerteten
Eigenkapital Anteile Anteilseigner 3 Eigene Anteile Beteiligungen Hedges
13.925 3.010 10.915 – 9 144 – 24
853 315 537
216 – 66 282 – 171 32
1.069 250 819 – 171 32
– 670 – 141 – 529
2 2 1
9 9
14.334 3.118 11.216 – 8 – 27 8

Konzern-Cashflow-Rechnung 2018

Konzern-Cashflow-Rechnung

In EUR Mio
Anhangangabe 2018 2017
Jahresüberschuss 1.993 853
Abschreibungen und Wertminderungen 7 1.886 1.988
Zuschreibungen zum langfristigen Vermögen 6 – 106 – 47
Latente Steuern 12 298 142
Laufende Steuern 12 1.007 492
Gezahlte Ertragsteuern – 831 – 551
Steuerrückerstattungen 2 23
Verluste (+)/Gewinne (-) aus Abgängen von Anlagevermögen und
Geschäftseinheiten
6, 9 – 2 0
Anteil am Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen und
Dividendenerträge
6, 18, 31 – 411 – 525
Einzahlung aus Dividenden von at-equity bewerteten Beteiligungen
und anderen Unternehmen 437 384
Zinsaufwendungen 11, 31 131 126
Gezahlte Zinsen – 149 – 149
Zinserträge 11, 31 – 108 – 55
Erhaltene Zinsen 44 33
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Personalrückstellungen 23 – 54 – 35
Erhöhung (+)/Verminderung (–) langfristige Rückstellungen 23 62 45
Sonstige Änderungen 26 93 1.148
Mittelzufluss nach unbaren Posten 4.293 3.871
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Vorräte 17 – 73 70
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Forderungen 18, 19 – 1.041 – 51
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Verbindlichkeiten 24 1.287 – 347
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Rückstellungen 23 – 70 – 96
Veränderungen in den Net Working Capital-Positionen 103 – 424
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 4.396 3.448
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 3, 14, 15 – 3.193 – 1.586
Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 18 – 305 – 366
Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten
abzüglich liquider Mittel
3 – 357 – 1.644
Veräußerungen
Erlöse aus Anlagevermögen 60 72
Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und
Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel
3 442 1.758
Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 3.353 – 1.766
Zugänge langfristige Finanzierungen 26 1.011 1.001
Rückzahlung langfristige Finanzierungen 26 – 1.805 – 217
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Finanzierungen 26 102 – 89
Dividendenzahlungen an OMV Anteilseigner 21 – 621 – 529
Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner 22 – 158 – 140
Zugänge Hybridanleihe 21 496
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit – 975 27
Währungsdifferenz auf liquide Mittel – 22 – 42
Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel 45 1.667
Liquide Mittel Jahresbeginn 26 3.981 2.314
Liquide Mittel Jahresende 26 4.026 3.981
Davon Liquide Mittel umgegliedert auf "Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen"
9
In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
ausgewiesen 26 4.026 3.972

Konzernanhang

Grundlagen der Abschlusserstellung und Bilanzierungsgrundsätze

1 Grundlagen der Abschlusserstellung

Die OMV Aktiengesellschaft (im österreichischen Firmenbuch eingetragen mit dem Sitz Trabrennstraße 6–8, 1020 Wien, Österreich) ist ein integrierter, internationaler Öl- und Gaskonzern, der Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Upstream und Downstream unterhält.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 245a (1) anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften gemäß dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) erstellt. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses ist grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips erfolgt. Hiervon ausgenommen sind bestimmte Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, so wie in der Anhangangabe 2 Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen beschrieben.

Der Konzernabschluss 2018 wurde in Millionen Euro (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Der Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft beinhaltet die Abschlüsse aller Unternehmen, die zum 31. Dezember 2018 beherrscht wurden (Tochterunternehmen). Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf Basis konzerneinheitlicher Rechnungslegungsstandards mit Bilanzstichtag 31. Dezember erstellt. Eine Übersicht der einbezogenen Tochterunternehmen, at-equity bewerteten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen befindet sich in Anhangangabe 38 und enthält Angaben zu Konsolidierungsmethode, Geschäftsbereich, Standort und OMV Anteil.

Der Konzernabschluss 2018 wurde am 13. März 2019 vom Aufsichtsrat genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

2 Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen

1) Erstmals angewendete neue und überarbeitete Standards

Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen mit Ausnahme der nachfolgenden Änderungen jenen des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Der Konzern hat mit 1. Jänner 2018 erstmals IFRS 9 Finanzinstrumente und IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (inkl. Klarstellungen) angewendet. Die Auswirkungen dieser Standards werden in den folgenden Abschnitten beschrieben.

Des Weiteren wurden die folgenden überarbeiteten Standards mit Erstanwendungszeitpunkt 1. Jänner 2018 angewandt:

  • ► Änderung zu IFRS 2 Einstufung und Bewertung anteilsbasierter Vergütungen
  • ► Änderung zu IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge
  • ► Jährliche Verbesserungen 2014-2016 (Änderungen an IAS 28 und IFRS 1)
  • ► IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und im Voraus erbrachte oder erhaltene Gegenleistungen
  • ► Änderung zu IAS 40 Übertragungen in den und aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien

Diese Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der OMV.

2) IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 sieht neue Grundsätze zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten auf Basis der Zahlungsstromeigenschaften und des Geschäftsmodells, nach dem sie gesteuert werden, vor. Weiters wird ein neues Modell für Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten, das auf die erwarteten Kreditausfälle abstellt, eingeführt. Darüber hinaus wurden die Vorschriften zur Sicherungsbilanzierung mit dem Ziel, die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser abzubilden, geändert.

Abgesehen von den Änderungen zur Sicherungsbilanzierung wurde IFRS 9 retrospektiv angewendet. Die Zahlen der Vergleichsperiode wurden aber, so

wie nach IFRS 9 zulässig, nicht anpasst. Die retrospektiven Auswirkungen durch die Anwendung von IFRS 9 wurden durch eine Anpassung der Eröffnungswerte der entsprechenden Positionen im Eigenkapital zum 1. Jänner 2018 erfasst.

IFRS 9 sieht drei Hauptkategorien zur Klassifizierung von Finanzinstrumenten vor: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch das sonstige Ergebnis bewertet (FVOCI) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVTPL).

Die folgende Tabelle und nachfolgenden Erläuterungen beschreiben die ursprünglichen und neuen Bewertungskategorien nach IAS 39 und IFRS 9 für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten des Konzerns zum 1. Jänner 2018.

Änderungen der Bewertungskategorien von IAS 39 zu IFRS 9

In EUR Mio Bewertungskategorie Absatz Buchwert
IAS 39 IFRS 9 Ursprüng
lich
(IAS 39)
Neu
(IFRS 9)
Bewertungs
änderung
Vermögenswerte per
1. Jänner 2018
At-equity bewertete
Beteiligungen
n.a. n.a. 1. 2.913 2.916 3
Anteile an sonstigen
Unternehmen
Available-for-sale FVOCI 2. 39 82 43
Investmentfonds Available-for-sale FVTPL 3. 6 6
zu fortgeführten
Anschaffungs
Anleihen Available-for-sale kosten 3. 78 78 – 0
Ausleihungen und zu fortgeführten
Anschaffungs
Ausleihungen Forderungen kosten 4. 348 345 – 2
Sonstige finanzielle Ausleihungen und zu fortgeführten
Anschaffungs
Vermögenswerte Forderungen 1 kosten 1 4. 1.019 1.015 – 4
FVTPL FVTPL 641 641
Derivative
Finanzinstrumente:
Available-for-sale FVTPL 139 139
Fair value –
Hedging
Fair value –
Hedging
a) Cashflow-Hedge Instrument Instrument 97 97
b) Sonstige
Derivate
Held-for-trading FVTPL 732 732
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
Ausleihungen und
Forderungen
zu fortgeführten
Anschaffungs
kosten
4. 2.306 2.304 – 2
Ausleihungen und
Forderungen
FVTPL 5. 197 197

1 Sonstige finanzielle Vermögenswerte enthalten Forderungen für erstattungsfähigen Kosten gegenüber dem rumänischen Staat in Höhe von EUR 434 Mio, die außerhalb des Anwendungsbereiches von IAS 39 und IFRS 9 sind.

  1. Durch die Implementierung von IFRS 9 erhöhte sich der Buchwert der At-equity bewerteten Beteiligungen um EUR 3 Mio. Die entsprechende Auswirkung nach Steuern auf das Eigenkapital des OMV Konzerns beträgt EUR 3 Mio.

  2. IFRS 9 beseitigt die Ausnahme für die Bewertung von nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten, nach der sie bisher mit den Anschaffungskosten anstelle des beizulegenden Zeitwerts bewertet werden können, wenn die Schwankungsbreite der vernünftigen Schätzungen des beizulegenden Zeitwertes signifikant ist und die Wahrscheinlichkeit unterschiedlicher Schätzungen nicht eindeutig beurteilt werden kann. Der neue Standard erlaubt nur eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert und führt Indikatoren an, wann die Anschaffungskosten nicht der beste Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert sind. Die OMV designierte nach IFRS 9 alle Eigenkapitalinstrumente als zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet, da sie mit einer langfristigen strategischen Zielsetzung gehalten werden. Folglich werden alle Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis (FVOCI) erfasst. Es werden weder Wertminderungsaufwendungen im Gewinn oder Verlust verbucht noch Gewinne oder Verluste im Rahmen des Abgangs in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital abzüglich Steuereffekte betrugen EUR 42 Mio.

  3. Available-for-sale Finanzinstrumente, die hauptsächlich Investmentfonds und Schuldinstrumente umfassen, wurden nach IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bilanziert. Nach IFRS 9 werden die Investmentfonds zum FVTPL bilanziert. Basierend auf der Einschätzung des Konzerns werden die bisher als Available-for-sale eingestuften Schuldinstrumente, die hauptsächlich Anleihen umfassen, im Rahmen eines Geschäftsmodells mit dem Ziel der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten. Nach IFRS 9 werden diese Finanzanlagen deshalb zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, was zu einer Anpassung des kumulierten sonstigen Ergebnisses gegen ihren Buchwert führt. Die Auswirkungen beider Änderungen auf das Konzerneigenkapital sind unwesentlich.

  4. Die finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten unterliegen den neuen Wertminderungsvorschriften des IFRS 9, das den Ansatz von Wertminderungen auf Basis von erwarteten Kreditausfällen und nicht von eingetretenen Verlusten, wie dies unter IAS 39 der Fall war, verlangt. Im Allgemeinen führt die Anwendung des Modells der erwarteten Kreditausfälle zu einer früheren Erfassung der Kreditverluste und zu einer höheren erfassten Wertberichtigung auf die relevanten Positionen. Im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 wurden Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital abzüglich Steuereffekten von EUR –6 Mio erfasst.

  5. Nach IAS 39 wurden alle Lieferforderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen bewertet. Nach IFRS 9 werden die Forderungsportfolios, die für einen Verkauf im Rahmen von Factoring- oder Securitization-Programmen vorgesehen sind, zum FVTPL bewertet. Weiters werden Lieferforderungen aus Verträgen mit einer vorläufigen Preisfestsetzung zum FVTPL bewertet, da die vertraglichen Zahlungsströme nicht ausschließlich Tilgung und Zinszahlungen auf ausstehende Rückzahlungsbeträge darstellen. Die Anpassung der Gewinnrücklagen durch diese Neueinstufung durch IFRS 9 ist unwesentlich.

Überleitung von Wertberichtigungen nach Bewertungskategorien

In EUR Mio
Bewertungskategorie Wertberichti
gungen
Bewertungs
änderungen
aufgrund IFRS 9
Angepasste
Wert
berichtigungen
Ausleihungen und Forderungen/Finanzielle Vermögens
werte zu fortgeführten Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 76 2 78
Übrige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1 224 4 228
Ausleihungen 2 2
Available-for-sale-Wertpapiere/Finanzielle Vermögens
werte zu fortgeführten Anschaffungskosten
0 0 0
Anleihen 0 0
Gesamt 300 9 308

1 Wertberechtigungen für Übrige sonstige Forderungen und Vermögenswerte enthalten die Wertberechtigung für Forderungen erstattungsfähiger Kosten gegenüber dem rumänischen Staat in Höhe von EUR 8 Mio, die außerhalb des Anwendungsbereiches von IAS 39 und IFRS 9 sind.

Gemäß IFRS 9 kann Hedge Accounting generell für mehr Sicherungsinstrumente und Grundgeschäfte angewendet werden. Hedge Accounting konnte für die Sicherungsbeziehungen des Konzerns auch nach Erstanwendung von IFRS 9 angewendet werden. Für Cashflow-Hedges von erwarteten Transaktionen, die zum Ansatz von nicht-finanziellen Posten führen,

muss der Buchwert dieser Posten gemäß IFRS 9 um die kumulierten Gewinne und Verluste, die im sonstigen Ergebnis verbucht wurden, angepasst werden. Die Anpassung wirkt sich auf den Gewinn oder Verlust in gleicher Weise und den gleichen Perioden aus, wie sich die betroffenen nicht-finanziellen Posten auf den Gewinn oder Verlust auswirken. Die kumulierten

Gewinne und Verluste für diese Cashflow-Hedges werden innerhalb der "Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können" in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen, und die Anpassung des Buchwerts der nicht-finanziellen Posten wird in der Eigenkapitalveränderungsrechnung außerhalb des Gesamtergebnisses der Periode ausgewiesen. Gemäß IAS 39 wurde die Bewertungsmethode gewählt, nach der die Cashflow-Hedge Reserven im Eigenkapital verblieben und in derselben Periode in den Gewinn und Verlust umgegliedert wurden, in der sich die nicht-finanziellen Posten auf den Gewinn und Verlust ausgewirkt haben.

3) IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden

IFRS 15 ersetzte die bisherigen Vorschriften zur Umsatzrealisierung und ist auf alle Kundenverträge anzuwenden. Nach dem neuen Standard soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen im Tausch für diese Güter und Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält.

Der Konzern wendet den neuen Standard erstmalig ab 1. Jänner 2018 mit Umstellung entsprechend der modifizierten retrospektiven Methode, nach der die kumulierten Anpassungsbeträge aus der erstmaligen Anwendung zum 1. Jänner 2018 erfasst werden, an. Die Anforderungen des IFRS 15 wurden folglich

nicht auf die dargestellte Vergleichsperiode angewendet.

Gemäß IFRS 15 wurden zusätzliche Transaktionen identifiziert, bei welchen der Konzern nur als Agent tätig ist. Ein Agent realisiert als Umsatz die erhaltene Kommission oder Gebühr für die Ermöglichung der Übertragung von Waren oder die Bereitstellung von Dienstleistungen. Bei der Beurteilung nach IFRS 15 ist ausschlaggebend, ob der Konzern die Verfügungsmacht über die Waren oder Dienstleistungen erhält, bevor sie auf den Kunden übertragen werden und stellt weniger darauf ab, welchen Chancen und Risiken das Unternehmen beim Verkauf unterliegt. Weiters wurden nach IFRS 15 zusätzliche Transaktionen als nicht-monetäre Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen derselben Branche eingestuft, die keine Ertragsrealisierung ermöglichen. Ohne diese Änderung durch IFRS 15 wären die Umsatzerlöse und entsprechenden Kostenpositionen um EUR 270 Mio ohne Auswirkung auf die Gewinnspanne höher gewesen.

Darüber hinaus gibt es im Konzern wenige langfristige Lieferverträge mit unterschiedlichen Preisen in den verschiedenen Perioden, bei welchen die Preise nicht den Wert der Güter zum Lieferzeitpunkt widerspiegeln. Während nach IAS 18 der in Rechnung gestellte Betrag als Umsatz erfasst wurde, erfolgt nach IFRS 15 die Ertragsrealisierung auf Basis des durchschnittlichen Vertragspreises. Im Zuge der Erstanwendung von IFRS 15 erfolgte für diese Verträge per 1. Jänner 2018 eine Anpassung der Gewinnrücklagen um plus EUR 3 Mio.

Die folgende Tabelle fasst die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 15 auf die Gewinn- und Verlustrechnung und das Gesamtergebnis der Periode für

2018 zusammen. Die Auswirkungen auf die Konzernbilanz und die Konzern-Cashflow-Rechnung waren unwesentlich.

Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung für 2018 In EUR Mio

Werte ohne
Anwendung
Wie berichtet Anpassungen von IFRS 15
Umsatzerlöse 22.930 271 23.201
Sonstige betriebliche Erträge 517 10 528
Summe Erlöse und sonstige Erträge 23.839 281 24.120
Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) – 14.094 – 178 – 14.272
Produktions- und operative Aufwendungen – 1.594 0 – 1.593
Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen – 1.749 – 101 – 1.850
Operatives Ergebnis 3.524 1 3.525
Finanzerfolg – 226 0 – 226
Ergebnis vor Steuern 3.298 1 3.299
Steuern vom Einkommen und Ertrag – 1.305 0 – 1.305
Jahresüberschuss 1.993 1 1.994
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.438 1 1.439
Gesamtergebnis des Jahres 2.137 1 2.138
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.587 1 1.588

4) Noch nicht verpflichtend anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen

Die folgenden neuen bzw. überarbeiteten Standards und Interpretationen, die bereits veröffentlicht aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten sind, wurden vom OMV Konzern nicht angewandt. Teilweise ist die Anerkennung dieser Standards durch die EU noch ausständig.

a) IFRS 16 Leasingverhältnisse

Dieser Standard ersetzt IAS 17 und enthält neue Vorschriften für die Bilanzierung von Leasing. Hinsichtlich der Bilanzierung aus Sicht des Leasingnehmers beseitigt IFRS 16 die nach IAS 17 vorgeschriebene Klassifizierung von Leasingverträgen in Operating- und Finanzierungsleasing und wird stattdessen ein einheitliches Modell für die Bilanzierung durch den Leasingnehmer einführen. Unter Anwendung dieses Modells setzt der Leasingnehmer für Leasingverhältnisse im Anwendungsbereich des Standards Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Bilanz an und berücksichtigt neben der Abschreibung der Leasinggegenstände den Zinsaufwand aus den Leasingverbindlichkeiten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Für Leasinggeber ergeben sich nur geringfügige Änderungen im Vergleich zu IAS 17.

Die größte Auswirkung von IFRS 16 ist der Ansatz von neuen Vermögenswerten und Schulden für die operativen Leasingverhältnisse des Konzerns, für die IFRS 16 anwendbar ist. Im Rahmen der Erstanwendung beabsichtigt die OMV, die Vereinfachungsregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition eines Leasingverhältnisses zu nutzen. D.h. die OMV wendet IFRS 16 nur für Verträge an, die bisher als Leasingverträge identifiziert wurden. Verträge, die nach den bisherigen Standards nicht als Leasingverträge identifiziert wurden, werden nicht nach den Vorschriften des IFRS 16 neuerlich daraufhin überprüft, ob sie Leasingverhältnisse darstellen. Leasingverhältnisse für die Exploration und die Nutzung von Öl und Erdgas, die hauptsächlich Pachtverträge für Grundstücke für solche Aktivitäten umfassen, sind weder im Anwendungsbereich von IAS 17 noch von IFRS 16. Weiters erfüllen die unterirdischen Wegerechte, die der OMV das Recht für die Verlegung von unterirdischen Leitungen übertragen, wo der Eigentümer weiterhin die Nutzung der oberirdischen Flächen behält, nach Beurteilung durch die OMV nicht die Definition für Leasing nach dem bisherigen und dem neuen Standard. Zusätzlich werden einige Verpflichtungen von der Ausnahme für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse umfasst sein. Für diese Verträge werden folglich keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten angesetzt. Für die bestehenden Finanzierungsleasingverhältnisse wird keine wesentliche Auswirkung erwartet.

Der Ansatz eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit für die operativen Leasingverhältnisse wird am 1. Jänner 2019 voraussichtlich zu einer Erhöhung der Sachanlagen und Schulden um rund EUR 700 Mio führen. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden künftig Abschreibungen und Zinsaufwendungen anstelle von Leasingaufwendungen verbucht. Dies wird zu einer geringen Erhöhung des operativen Ergebnisses führen, der jedoch höhere Zinsaufwendungen gegenüberstehen.

Die geschätzte Auswirkung der Erstanwendung dieses Standards basiert auf den bisherigen Analysen. Die endgültige Auswirkung kann sich ändern bis der Konzern seinen Abschluss, der das Datum der Erstanwendung enthält, veröffentlicht.

Die OMV wird IFRS 16 erstmalig zum 1. Jänner 2019 mit einer Umstellung entsprechend der modifizierten retrospektiven Methode, d.h. ohne Anpassung der Vergleichswerte in der berichteten Vergleichsperiode, anwenden. Die Nutzungsrechte für die bisherigen

operativen Leasingverhältnisse werden zum Übergangszeitpunkt in Höhe der Leasingverbindlichkeiten bewertet, die um den Betrag der im Voraus geleisteten oder abgegrenzten Leasingzahlungen berichtigt werden. Weiters wird die OMV die diversen Erleichterungsvorschriften für den Übergang anwenden. Es werden etwa keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Verträge, die im Laufe von 2019 auslaufen, angesetzt.

b) Andere noch nicht verpflichtend anzuwendende, neue und geänderte Standards und Interpretationen

Weiters wurden die folgenden Standards, Interpretationen und Änderungen, durch die keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet werden, herausgegeben:

Standards, Interpretationen und Änderungen Datum des Inkrafttretens laut IASB

Änderungen zu IFRS 9 Negative Vorfälligkeitsentschädigungen 1. Jänner 2019
Änderungen zu IAS 28 Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
1. Jänner 2019
Jährliche Verbesserungen 2015-2017 (Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23) 1. Jänner 2019
Änderungen zu IAS 19 Zusageänderungen, Leistungskürzungen oder Leistungsabgeltungen 1. Jänner 2019
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung 1. Jänner 2019
Änderung zu IFRS 3 Definition eines Geschäftsbetriebs 1. Jänner 2020
Änderungen zu IAS 1 und IAS 8 Definition von wesentlich 1. Jänner 2020
Überarbeitung des IFRS Rahmenkonzepts 1. Jänner 2020
IFRS 17 Versicherungsverträge 1. Jänner 2021

5) Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Schätzungen und Annahmen

Schätzungen und Annahmen

Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen. Diese Schätzungen und Annahmen basieren auf Erfahrungswerten und anderen Faktoren, die zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung als angemessen betrachtet werden. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und Annahmen mit dem größten Einfluss auf die Ergebnisse des OMV Konzerns sind im Folgenden hervorgehoben und sollten gemeinsam mit den betreffenden Anhangangaben gelesen werden. Wesentliche Schätzungen und Annahmen wurden vor allem in Bezug auf Öl- und Gasreserven, Rekultivierungsrückstellungen, Rückstellungen für belastende Verträge und die Werthaltigkeit des immateriellen und Sachanlagevermögens als auch

der sonstigen finanziellen Vermögenswerte – hauptsächlich im Zusammenhang mit der vertraglichen Position gegenüber Gazprom in Zusammenhang mit einer Neufeststellung der Reserven des Juschno Russkoje Felds sowie der Rückerstattung von Kosten für Rekultivierungs-, Wiederherstellungs- und Umweltverpflichtungen vom rumänischen Staat – getroffen.

a) Unternehmenszusammenschlüsse und Firmenwerte

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden erfasst und mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Es wird für jeden Unternehmenszusammenschluss einzeln entschieden, ob die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil der bilanzierten Beträge des identifizierbaren Nettovermögens bewertet werden.

Bedingte Kaufpreiszahlungen werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Folgebewertung von bedingten Kaufpreiszahlungen, die als finanzielle Vermögenswerte oder Schulden eingestuft werden, erfolgt zum beizulegenden Zeitwert mit Verbuchung der Wertänderungen im Gewinn oder Verlust.

Der Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen und gegebenenfalls dem beizulegenden Zeitwert des zuvor von der OMV am erworbenen Unternehmen gehaltenen Eigenkapitalanteils über das zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Nettovermögen. Firmenwerte werden als Vermögenswerte erfasst und mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung überprüft. Jede Wertminderung wird sofort ergebniswirksam berücksichtigt. Eine spätere Wertaufholung ist nicht möglich. Ein Gewinn aus einem günstigen Unternehmenserwerb wird sofort als Ertrag erfasst.

b) Umsatzerlöse

Grundsätzlich werden die Umsatzerlöse bei Kontrollübergang der Produkte oder Dienstleistungen auf die Kundin oder den Kunden realisiert. Die Ertragsrealisierung erfolgt auf Basis der mit der Kundin oder dem Kunden vereinbarten Gegenleistung mit Ausnahme von Beträgen, die im Auftrag Dritter eingezogen werden.

Beim Verkauf von Gütern wie Rohöl, LNG, Ölprodukte und ähnliche Produkte stellt grundsätzlich die Lieferung einer Mengeneinheit eine separate Leistungsverpflichtung dar. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Kontrolle über die Güter an die Kundin oder den Kunden übertragen wird, wobei dies der Zeitpunkt ist, an dem die Eigentumsrechte sowie das Untergangsrisiko auf die Kundin oder den Kunden übergehen. Dieser Zeitpunkt kann auf Basis der im Kundenvertrag vereinbarten Incoterms festgestellt werden. Diese Verkäufe erfolgen mit entsprechend dem Industriestandard üblichen Zahlungszielen.

Umsatzerlöse aus der Rohölproduktion, an der die OMV mit anderen Produzenten beteiligt ist, werden gemäß der Umsatzmethode verbucht. Das bedeutet, dass die Umsatzerlöse auf Basis der tatsächlichen Verkäufe an Dritte, unabhängig vom prozentualen Anteil oder Anspruch des Konzerns, verbucht werden. Für die Differenz zwischen den Kosten der verkauften Mengen und den Kosten auf Basis der Menge für die ein Anspruch besteht, wird eine Anpassung der Produktionskosten auf Basis der durchschnittlichen Kosten mit Gegenbuchung in den

sonstigen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten erfasst.

Im Downstream Öl Tankstellengeschäft werden die Umsätze aus dem Verkauf von Treibstoffen realisiert, wenn die Produkte an die Kundin oder den Kunden abgegeben werden. Abhängig davon, ob die OMV beim Verkauf von Tankstellenshopware als Prinzipal oder Agent handelt, werden die Erlöse und diesen Erlösen zuordenbaren Kosten in der Gewinn- und Verlustrechnung brutto oder netto dargestellt. Die OMV ist Prinzipal, wenn sie vor dem Verkauf Kontrolle über die Güter hat, wofür der Hauptindikator das Lagerrisiko bei der OMV ist. An Tankstellen sind die Zahlungen sofort zum Zeitpunkt des Kaufs fällig.

Die Gas- und Stromlieferverträge der OMV enthalten eine Leistungsverpflichtung, die über den vereinbarten Lieferzeitraum erbracht wird. Die Umsatzerlöse werden entsprechend den von den Kunden abgenommenen Mengen und in Übereinstimmung mit dem Betrag, den die OMV in Rechnung stellen darf. Nur in Ausnahmefällen enthalten langfristige Lieferverträge unterschiedliche Preise in den verschiedenen Perioden, bei welchen die Preise nicht den Wert der Güter zum Lieferzeitpunkt widerspiegeln. In diesen Fällen werden die Umsatzerlöse auf Basis der durchschnittlichen Vertragspreise verbucht.

In einigen Kundenverträgen für die Lieferung von Erdgas umfasst das der Kundin oder dem Kunden verrechnete Entgelt einen Fixbetrag und ein variables Entgelt abhängig von der gelieferten Menge. Diese Verträge enthalten nur eine Leistungsverpflichtung und zwar eine Zusage, über einen bestimmten Zeitraum für die Lieferung von Gas bereitzustehen. Die Erlöse aus dem fixen und variablen Entgelt werden entsprechend den Beträgen, die die OMV den Kunden in Rechnung stellen darf, verbucht. Gas- und Stromlieferungen werden monatlich in Rechnung gestellt und gezahlt.

Gasspeicher- und –transportverträge enthalten eine Zusage, Speicher- und Transportleistungen über einen vereinbarten Zeitraum zu erbringen. Die Umsatzerlöse werden entsprechend den Beträgen, die die OMV den Kunden in Rechnung stellen darf, verbucht. Gas- und Stromlieferungen werden monatlich in Rechnung gestellt und gezahlt.

Da die OMV die modifizierte retrospektive Methode für die Umstellung auf IFRS 15 anwandte, wurde die Vergleichsinformation nicht angepasst und wird weiter nach dem früheren Standard für die Ertragsrealisierung IAS 18 berichtet. Unterschiede zwischen der Ertragsrealisierung nach IFRS 15 und IAS 18

werden in Abschnitt 3 dieser Anhangangabe erläutert.

In der OMV gibt es einige Kundenverträge für Ölund Gaslieferungen sowie für Gasspeicher- und Transportleistungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Gemäß IFRS 15 sind die gesamten auf die noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen entfallenden Teil der Transaktionspreise grundsätzlich für solche Verträge anzugeben. Die Verträge für Öllieferungen enthalten, so wie in der Ölindustrie üblich, variable Preise auf Basis der Marktpreise zum Lieferzeitpunkt, weshalb für diese Verträge eine Zuordnung des Transaktionspreises auf die nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen nicht möglich ist. Für Gaslieferverträge sowie Gasspeicher- und Transportverträge wendet die OMV die Erleichterungsvorschriften gemäß IFRS 15.121 (b) an, wonach diese Informationen für Verträge, bei denen die Erlöse dem Wert, für die die OMV das Recht zur in Rechnungstellung hat, entsprechen, nicht veröffentlicht werden müssen. Die OMV veröffentlicht diese Information daher nicht.

c) Sonstige Erlöse

Umsatzerlöse und Kosten für Rohstoffe werden netto innerhalb der sonstigen Erlöse dargestellt, wenn die Warentermingeschäfte zu Handelszwecken und nicht mit dem Ziel der finalen physischen Lieferung abgeschlossen eingestuft wurden und deshalb in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen.

Die sonstigen Erlöse enthalten weiters die Anpassung der Umsatzerlöse aus der Berücksichtigung des der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteils an der Produktion als Ertragssteueraufwand bei bestimmten Produktionsteilungsverträgen im Upstream Segment (siehe 2.5f), realisierte und unrealisierte Ergebnisse aus der Absicherung von Umsatztransaktionen sowie Miet- und Pachterlöse.

d) Explorationsaufwendungen

Explorationsaufwendungen betreffen ausschließlich den Geschäftsbereich Upstream und umfassen jene Kosten, die im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen. Dazu zählen u.a. geologische und geophysikalische Kosten für die Identifikation und Untersuchung von Gebieten mit möglichen Öl- und Gasreserven sowie Verwaltungs-, Rechts- und Beratungskosten in Zusammenhang mit Explorationsaktivitäten. Des Weiteren umfasst diese Position alle Wertminderungen von Explorationsbohrungen, die keine sicheren Reserven nachweisen konnten. Planmäßige Abschreibungen von fündigen Explorationsbohrungen werden innerhalb der Abschreibungen und Wertminderungen dargestellt.

e) Forschung und Entwicklung

Die im Zusammenhang mit Forschungsaktivitäten anfallenden Ausgaben werden in der Periode als Aufwand verbucht, in der sie angefallen sind. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E), die in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen werden, umfassen alle direkten und indirekten Material- und Personalkosten sowie Kosten für Fremdleistungen, die im Zusammenhang mit der gezielten Suche nach neuen Erkenntnissen hinsichtlich der Entwicklung und wesentlichen Verbesserung von Produkten, Leistungen oder Prozessen und im Zusammenhang mit Forschungsaktivitäten anfallen. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 erfüllt sind.

f) Explorations- und Produktionsteilungsverträge

Ein Explorations- und Produktionsteilungsvertrag (Exploration and Production Sharing Agreement, EPSA) ist eine Vertragsform bei Erdöl- und Erdgaslizenzen, bei der sich eine oder mehrere Ölunternehmen und das Gastland bzw. die nationale Ölgesellschaft die Erdöl- bzw. Erdgasproduktion nach einem festgelegten Schlüssel teilen. Explorationsaufwendungen werden dabei grundsätzlich von den Ölgesellschaften bestritten und nur im Erfolgsfall vom Staat oder der nationalen Ölfirma in Form des sogenannten "cost oil" erstattet. In bestimmten EPSA-Verträgen stellen die dem Gastland bzw. der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteile an der Produktion eine Form der Ertragsbesteuerung dar. In solchen Fällen werden sie dementsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertragsteueraufwand dargestellt.

g) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert (inklusive Kosten für Großinspektionen und Generalüberholungen). Die Anschaffungsbzw. Herstellungskosten enthalten den Barwert für die erwarteten Rückbaukosten von Anlagen nach deren Nutzung, wenn eine Rückstellung für Rückbaukosten angesetzt wurde (siehe 2.5s). Kosten für den Austausch von Anlagenteilen werden aktiviert und die Buchwerte der ersetzten Teile ausgebucht. Kleinere Instandhaltungsleistungen und Reparaturen werden im Jahr des Anfallens als Aufwand gebucht.

Immaterielle Vermögenswerte und abnutzbare Sachanlagen werden (mit Ausnahme von Öl- und Gasvermögen und einem vertraglichen Vermögenswert in Upstream, siehe 2.5h) linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte
Firmenwerte Unbestimmt
Software 3–5
Konzessionen, Lizenzen, vertragliche immaterielle Vermögenswerte u.Ä. 5–20, Vertragslaufzeit oder Unit-of
Production-Methode
Bereichsspezifische Sachanlagen
Upstream Öl- bzw. Gasvermögen Unit-of-Production-Methode
Downstream Gas Gasleitungen 30
Gaskraftwerke 8–30
Downstream Öl Hochbehälter 40
Verarbeitungsanlagen 25
Leitungssysteme 20
Tankstellen 5–20
Sonstige Sachanlagen
Produktions- und Verwaltungsgebäude 20–50
Sonstige technische Anlagen 10–20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4–10

Nutzungsdauer Jahre

h) Öl- und Gasvermögen

Upstream-Aktivitäten werden nach der Successful-Efforts-Methode bilanziert. Der Erwerb von geologischen und geophysikalischen Studien vor der Auffindung von sicheren Reserven wird im Periodenaufwand erfasst. Die Kosten einer Bohrung werden bis zu dem Zeitpunkt der Feststellung, ob potenziell wirtschaftlich förderbare Öl- oder Gasreserven vorliegen, aktiviert und als immaterielle Vermögenswerte dargestellt. Nicht wirtschaftlich fündige Bohrungen werden aufwandswirksam erfasst. Ist die wirtschaftliche Fündigkeit noch nicht geklärt, bleiben die Kosten einer Explorationsbohrung aktiviert, solange die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • ► Durch die Bohrung wurden ausreichend Öloder Gasreserven gefunden, welche eine Fertigstellung als Produktionsbohrung rechtfertigen würden.
  • ► Es werden ausreichende Fortschritte hinsichtlich der Einschätzung der wirtschaftlichen und technischen Realisierbarkeit gemacht, die die Aufnahme der Feldentwicklung in naher Zukunft rechtfertigen.

Zum Jahresende werden noch nicht fertiggestellte Bohrungen, die sich nach dem Bilanzstichtag als nicht fündig herausstellen, als nicht zu berücksichtigende Ereignisse behandelt, d.h. die Kosten für die Explorationsbohrung bleiben zum jeweiligen Periodenende aktiviert und werden in der Folgeperiode als Aufwand verbucht. Informationen über nicht zu berücksichtigende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind in Anhangangabe 37 enthalten.

Lizenzanschaffungskosten sowie aktivierte Vermögenswerte aus Exploration und Evaluierung werden in der Regel nicht planmäßig abgeschrieben, solange sie im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen, aber auf Wertminderung überprüft. Sobald es sich um sichere und wirtschaftlich förderbare Mineralölvorkommen handelt, werden die damit im Zusammenhang stehenden Vermögenswerte in das Sachanlagevermögen umgegliedert. Entwicklungskosten für die Errichtung von Infrastruktureinrichtungen wie Ölplattformen und Pipelines sowie für Entwicklungsbohrungen werden innerhalb des Sachanlagevermögens aktiviert. Mit Produktionsbeginn erfolgt eine planmäßige Abschreibung der aktivierten Kosten. Aktivierte Explorations- und Entwicklungsaufwendungen sowie Hilfseinrichtungen werden grundsätzlich produktionsabhängig auf Basis sicherer entwickelter Reserven abgeschrieben. Davon ausgenommen sind aktivierte Kosten für Aufsuchungsrechte sowie erworbene Reserven, die auf Basis der gesamten sicheren Reserven abgeschrieben werden, sofern nicht eine andere Basis von Reserven für die Abschreibung angemessener ist.

Wesentliche Schätzung: Öl- und Gasreserven

Die Öl- und Gasreserven des OMV Konzern werden durch firmeninterne Ingenieure unter Anwendung von Industriestandards geschätzt. Zusätzlich werden alle zwei Jahre externe Überprüfungen durchgeführt. 2018 wurde eine externe Überprüfung für die Reserven zum 31. Dezember 2017 von DeGolyer und MacNaughton (D&M) durchgeführt. Die Ergebnisse des externen Reviews zeigten mit einer Ausnahme keine wesentlichen Abweichungen zu den internen Schätzungen. Die OMV beauftragte einen unabhängigen, externen Experten mit einer Stellungnahme zur Vorgehensweise der OMV bei der Feststellung der Reserven, um ausreichend Sicherheit über die Höhe der Reserven in dem Feld mit wesentlicher Abweichung zu bekommen. Die Vorgehensweise der OMV wurde als angemessen bestätigt.

Sichere Reserven sind jene Mengen an Erdöl und -gas, für welche durch Analysen von geologischen und technischen Daten mit begründeter Sicherheit die Einschätzung gemacht werden kann, dass sie aus bekannten Lagerstätten unter gegenwärtigen wirtschaftlichen, produktionstechnischen und regulatorischen Bedingungen in der Zukunft und innerhalb der Konzessionsdauer – außer die Verlängerungen der Konzessionen sind hinreichend sicher – wirtschaftlich gefördert werden können.

Die sicheren Reserven wurden auf Basis eines 12-Monats-Durchschnittspreises ermittelt, es sei denn, die Preise sind vertraglich festgelegt.

Die Reserven werden vom Konzern zumindest einmal jährlich neu beurteilt. Schätzungsänderungen der sicheren Reserven haben prospektiv eine Auswirkung auf die Höhe der Abschreibungen.

Die Schätzung der Öl- und Gasreserven haben eine wesentliche Auswirkung auf die Beurteilung der Werthaltigkeit der Öl- und Gasvermögenswerte des Konzerns. Korrekturen dieser Schätzungen nach unten können zu einer Wertminderung des Buchwerts des Vermögenswerts und zu einem niedrigeren Abschreibungsaufwand in der folgenden Periode führen.

i) Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (inklusive Öl- und Gasvermögen) werden auf Wertminderung überprüft, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände einen Anhaltspunkt für eine potentielle

Wertminderung eines Vermögenswerts geben. Überprüfungen auf Werthaltigkeit werden auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE), die Zahlungsmittel weitgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten generieren, durchgeführt.

Wenn festgestellt wurde, dass Vermögenswerte wertgemindert sind, werden die Buchwerte bis zu ihrem erzielbaren Betrag, der dem höheren aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert entspricht, abgeschrieben.

Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes nach Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Der Diskontierungssatz vor Steuern wird iterativ ermittelt. Die Cashflows werden aus den aktuellen Budgetund Planungsrechnungen abgeleitet, die für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, denen die einzelnen Vermögenswerte zugeordnet sind, separat erstellt werden.

Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten werden, falls vorhanden, kürzlich erfolgte Markttransaktionen herangezogen. Sind keine derartigen Transaktionen identifizierbar, wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt.

Falls in einer Folgeperiode die Gründe für eine Wertminderung wegfallen, wird eine ergebniswirksame Wertaufholung erfasst. Der infolge einer Wertaufholung erhöhte Buchwert eines Vermögenswerts darf nicht den Buchwert übersteigen, der unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibung bestimmt worden wäre, wäre in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Werthaltigkeit von Öl- und Gasvermögen mit nicht sicheren Reserven

Es kann Fälle geben, bei denen die Kosten für Ölund Gasvermögen mit nicht sicheren Reserven über einen längeren Zeitraum aktiviert bleiben, während die verschiedenen Evaluierungsaktivitäten und seismischen Analysen zur Beurteilung der Größe des Reservoirs und dessen Wirtschaftlichkeit fortgesetzt werden. Weitere Entscheidungen über den optimalen Zeitpunkt für solche Entwicklungen werden aus einer Ressourcen- und

Portfoliosichtweise getroffen. Sobald keine Absichten mehr bestehen, den Fund zu entwickeln, wird eine sofortige Wertminderung auf die Vermögenswerte erfasst.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Beurteilung, ob Vermögenswerte oder ZGE wertgemindert sind oder ob vergangene Wertminderungen wieder zugeschrieben werden sollen, erfordert die Anwendung verschiedener Schätzungen und Annahmen über den Geschäftsverlauf, wie zum Beispiel Öl- und Gaspreise, Inflation, Diskontierungssätze, Reserven, Produktionsprofile, Wachstumsraten, Margen und Spark Spreads. Mit den Schüsselannahmen und –schätzungen ist das Risiko verbunden, dass sie sich aufgrund der den verschiedenen makroökonomischen Faktoren inhärenten Volatilität und der Unsicherheit in vermögenswert- oder CGUspezifischen Faktoren wie Mengen- und Produktionsprofilen ändern, was eine Auswirkung auf den erzielbaren Betrag der Vermögenswerte und/oder ZGE haben kann.

Die wesentlichen Bewertungsparameter für die Ermittlung der erzielbaren Beträge für Vermögenswerte im Upstream-Bereich sind die Öl- und Gaspreise, Produktionsmengen, Wechselkurse und die Diskontierungssätze. Die Förderprofile wurden aufgrund von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit geschätzt und stellen die beste Schätzung des Managements bezüglich der zukünftigen Produktionsmengen dar. Die Cashflow-Prognosen für die ersten fünf Jahre basieren auf der Mittelfristplanung und darüber hinaus auf einer "life of field"-Planung und umfassen damit die gesamte Lebensdauer des Feldes.

Die nominalen Öl- und Gaspreisannahmen und EUR-USD-Wechselkurse sind im Folgenden angeführt:

2018

2019 2020 2021 2022 2023
Brent Rohölpreis (USD/bbl) 70 70 75 75 75
EUR-USD Wechselkurs 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20
Brent Rohölpreis (EUR/bbl) 58 58 63 63 63
CEGH gas price (EUR/MWh) 20 20 20 20 20

2017

2018 2019 2020 2021 2022
Brent Rohölpreis (USD/bbl) 55 65 70 75 75
EUR-USD Wechselkurs 1,15 1,15 1,15 1,15 1,15
Brent Rohölpreis (EUR/bbl) 48 57 61 65 65
CEGH gas price (EUR/MWh) 18 19 20 20 20

Die langfristigen Preisannahmen ab 2024 basieren auf USD 75 pro Barrel für Brent sowie EUR 20 pro MWh für CEGH und werden über die Restnutzungsdauer der jeweiligen Vermögenswerte inflationiert. Die kurz- und mittelfristigen Annahmen für die Öl- und Gaspreise basieren auf der bestmöglichen Schätzung des Managements und waren mit externen Quellen konsistent. Die langfristigen Annahmen standen im Einklang mit externen Studien und berücksichtigen die langfristige Betrachtung von globaler Nachfrage und globalem Angebot.

Im Downstream Öl Geschäft werden die erzielbaren Beträge neben den Diskontierungssätzen in erster Linie durch die Raffineriemarge, den Auslastungsgrad in den Raffinerien, die integrierte Marge und die Verkaufsmengen im Tankstellengeschäft beeinflusst.

Im Geschäftsbereich Downstream Gas sind neben den Diskontierungssätzen die Spark Spreads für Gaskraftwerke und die Sommer/Winter-Spreads für Gasspeicher die wesentlichen Bewertungsannahmen für die Ermittlung des erzielbaren Betrags.

j) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zu "Veräußerungszwecken gehalten" klassifiziert, wenn ihr Buchwert durch Verkauf und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Voraussetzung für diese Klassifikation ist, dass der Verkauf als sehr wahrscheinlich eingeschätzt wird und der Vermögenswert bzw. die Gruppe von Vermögenswerten im derzeitigen Zustand zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist. Langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten, die als zu "Veräußerungszwecken gehalten" klassifiziert werden, werden mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wurden, werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben.

k) Leasing

Der Konzern nutzt für seine verschiedenen Aktivitäten eine Reihe von Vermögenswerten auf der Grundlage von Leasingvereinbarungen. Diese Leasingverträge werden basierend auf den in IAS 17 dargelegten Regeln analysiert, um operatives Leasing von Finanzierungsleasingverhältnissen zu unterscheiden. Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Alle Leasingverträge, die nicht der Definition von Finanzierungsleasing entsprechen, werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert.

Finanzierungsleasingverträge werden mit dem Barwert der Mindestleasingverpflichtung oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die kürzere Leasingdauer abgeschrieben. Die aktivierten Kosten werden als Verbindlichkeit verbucht und künftige Leasingzahlungen werden in einen Zinsund einen Tilgungsteil aufgespalten.

Im Fall von Operating-Leasingverhältnissen werden die vereinbarten Leasingzahlungen linear auf die Vertragslaufzeit verteilt im Aufwand erfasst.

Leasingverträge werden von Servicevereinbarungen unterschieden, welche nicht das Recht auf Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts einräumen. Der Konzern hat langfristige Verträge über die Nutzung von Lagerkapazitäten, Pipeline- oder sonstigen Transportkapazitäten sowie Verträge über die Verarbeitung von Gütern abgeschlossen. Derartige Kapazitätsvereinbarungen werden nicht als Leasingverträge betrachtet, wenn es sich nicht um einzelne, spezifizierte Vermögenswerte handelt oder wenn

das Recht, die Verwendung des zugrundeliegenden Vermögenswerts zu kontrollieren, nicht übertragen wird. Die vertraglichen Zahlungen werden dann in jener Periode als Aufwand gebucht, in welcher die Kapazitäten der OMV vereinbarungsgemäß zur Verfügung stehen.

l) Assoziierte Unternehmen und gemeinsame Vereinbarungen

Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung hat. Für gemeinsame Vereinbarungen, d.h. Vereinbarungen, die der gemeinsamen Führung durch den OMV Konzern und einer oder mehreren weiteren Parteien unterliegen, erfolgt eine Einstufung als Gemeinschaftsunternehmen oder gemeinschaftliche Tätigkeit. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden haben.

Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wobei die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt werden und in den Folgeperioden um den Anteil des Konzerns am Gewinn oder Verlust abzüglich erhaltene Dividenden und um den Anteil des Konzerns am sonstigen Ergebnis und anderen Änderungen im Eigenkapital angepasst werden.

Zu jedem Bilanzstichtag werden die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen auf objektive Hinweise für Wertminderungen überprüft. Falls Hinweise dafür vorliegen, wird der Betrag der Wertminderung als Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag und Buchwert des assoziierten Unternehmens oder des Gemeinschaftsunternehmens bestimmt und in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Wesentliche gemeinsame Explorations- und Produktionsaktivitäten im Upstream-Bereich werden über gemeinschaftliche Tätigkeiten ausgeübt, die nicht als eigenständiges Vehikel aufgebaut sind. Die OMV bilanziert im Konzernabschluss für diese gemeinschaftlichen Tätigkeiten ihren Anteil an den mit den anderen Partnern gehaltenen Vermögenswerten und eingegangenen Verbindlichkeiten und Aufwendungen sowie die Erlöse des Konzerns aus dem Verkauf ihres Anteils an der Produktion sowie Verbindlichkeiten und Aufwendungen, die der Konzern für die gemeinschaftliche Tätigkeit eingegangen ist. Akquisitionen von Beteiligungen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, bei denen die gemeinschaftliche Tätigkeit einen Geschäftsbetrieb darstellt, wird nach den Vorschriften des IFRS 3 als Unternehmenszusammenschluss bilanziert (siehe 2.5a).

Zusätzlich gibt es vertragliche Vereinbarungen ähnlich zu den gemeinschaftlichen Tätigkeiten, bei denen aber keine gemeinschaftliche Führung besteht und die deshalb nicht die Definition einer gemeinschaftlichen Tätigkeit gemäß IFRS 11 erfüllen. Das ist der Fall, wenn die wesentlichen Entscheidungen durch mehr als eine Kombination der Zustimmung durch die involvierten Parteien getroffen werden können oder eine Partei über Beherrschung verfügt. Die Beurteilung, ob die Vereinbarungen inner- oder außerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 11 sind, wird von der OMV auf Basis der relevanten rechtlichen Vereinbarungen wie Konzessions-, Lizenz- oder gemeinsamen Betriebsvereinbarungen vorgenommen, die festlegen, wie und durch wen die relevanten Entscheidungen für diese Aktivitäten getroffen werden. Die Bilanzierung dieser Vereinbarungen erfolgt grundsätzlich analog zu den gemeinschaftlichen Tätigkeiten. Da Erwerbe von Anteilen an solchen Vereinbarungen nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 3 fallen, bilanziert die OMV solche Transaktionen als Anschaffung von Anlagevermögen.

m) Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte

Beim Erstansatz stuft die OMV ihre finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien zu fortgeführten Anschaffungskosten, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) oder zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) ein. Die Einstufung erfolgt abhängig vom Geschäftsmodell, nach dem sie vom Konzern gesteuert werden, sowie den vertraglichen Zahlungsstromeigenschaften der finanziellen Vermögenswerte. Käufe und Verkäufe im Rahmen handelsüblicher Verträge werden zum Handelstag – jenem Tag, an dem sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen – bilanziert.

Schuldinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, wenn sie die folgenden beiden Voraussetzungen erfüllen:

  • ► Der Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells mit dem Ziel der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten; und
  • ► die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu Zahlungsströmen zu festgelegten Zeitpunkten, die ausschließlich Tilgung und Zinszahlungen auf ausstehende Rückzahlungsbeträge darstellen.

Die Folgebewertung dieser Vermögenswerte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Zinserträge, Wertminderungsaufwendungen und Gewinne oder Verluste aus dem Abgang werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die OMV berücksichtigt für alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte Wertberichtungen auf Basis der erwarteten Kreditausfälle (ECL). Die erwarteten Kreditausfälle werden auf Basis externer oder interner Ratings der Kontrahenten und den entsprechenden Ausfallswahrscheinlichkeiten ermittelt. Verfügbare zukunftsgerichtete Informationen werden berücksichtigt, sofern sie eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der erfassten Wertberichtigungen haben.

Erwartete Kreditausfälle werden in zwei Stufen erfasst. Wenn es seit dem Erstansatz keine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos gegeben hat, wird die Wertberichtigung auf Basis des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts bemessen. Der 12-Monats-Kreditverlust ist der Kreditverlust, der aus Ausfallereignissen resultiert, der innerhalb der nächsten zwölf Monate möglich ist. Ein finanzieller Vermögenswert weist aus Sicht des Konzerns ein geringes Ausfallrisiko auf, wenn sein Kreditrisikorating der Definition von "Investment Grade" entspricht.

Wenn das Kreditrisiko hingegen seit dem Erstansatz wesentlich angestiegen ist, ist eine Wertberichtigung in Höhe des über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts erforderlich, d.h. die erwarteten Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen während der erwarteten Laufzeit des Finanzinstruments resultieren. Für diese Einschätzung berücksichtigt der Konzern alle angemessenen und belastbaren Informationen, die ohne unangemessenen Zeit- und Kostenaufwand verfügbar sind. Darüber hinaus nimmt die OMV an, dass das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswertes signifikant angestiegen ist, wenn er mehr als 30 Tage überfällig ist. Wenn die Bonität sich wiederum verbessert, geht die OMV auf den Ansatz eines 12-Monats-Kreditverlusts zurück. Ein finanzieller Vermögenswert wird als

ausgefallen betrachtet, wenn er für mehr als 90 Tage überfällig ist, es sei denn, es liegen vernünftige und vertretbare Informationen vor, dass ein längeres Ausfallskriterium angemessener ist. Ein finanzieller Vermögenswert wird abgeschrieben, wenn keine realistische Aussicht besteht, dass die vertraglichen Cashflows realisierbar sind.

Für Lieferforderungen und vertragliche Vermögenswerte aus Kundenverträgen wird eine vereinfachte Vorgehensweise, bei der die Wertberichtigungen mit den über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusten berücksichtigt werden, angewandt. Im Fall, dass es für die ausstehenden Salden eine Kreditversicherung oder Sicherheiten gibt, werden die erwarteten Kreditverluste für den versicherten bzw. garantierten Betrag auf Basis der Ausfallswahrscheinlichkeit des Versicherers bzw. Garantiegebers und für den verbleibenden Betrag auf Basis der Ausfallswahrscheinlichkeit des Kontrahenten ermittelt.

Die nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) bewertet werden, enthalten Lieferforderungen aus Verkaufsverträgen mit vorläufiger Preisfestlegung und Investmentfonds, da die vertraglichen Zahlungsströme nicht ausschließlich Tilgung und Zinszahlungen auf ausstehende Rückzahlungsbeträge darstellen. Weiters sind in dieser Bewertungskategorie Portfolios von Lieferforderungen enthalten, für die eine Verkaufsabsicht besteht. Diese Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei alle Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

Eigenkapitalinstrumente können unwiderruflich als zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) bewertet designiert werden, wenn sie nicht mit einer Handelsabsicht gehalten werden. Die OMV hat sich dafür entschieden, die nicht börsennotierten Beteiligungen, die mit einer strategischen Zielsetzung gehalten werden, dieser Bewertungskategorie zuzuordnen. Gewinne und Verluste aus zum FVOCI bewerteten Beteiligungen werden niemals in die Gewinnund Verlustrechnung umgegliedert ("recycled") und unterliegen keiner Wertminderungsüberprüfung. Dividenden werden im Gewinn oder Verlust verbucht, es sei denn, die Dividende stellt eine Deckung eines Teils der Kosten der Beteiligung dar.

Die OMV bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder wenn er den Vermögenswert und alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt.

Die Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften des IFRS 9 wurden retrospektiv ohne Anpassung der Zahlen der Vergleichsperiode, die weiter nach den Vorschriften des bisherigen Bilanzierungsstandards für Finanzinstrumente IAS 39 bilanziert werden, angewandt. Änderungen zwischen den Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften des IAS 39 und IFRS 9 werden in Abschnitt 2 dieser Anhangangabe erläutert.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Beizulegender Zeitwert und Werthaltigkeit von finanziellen Vermögenswerten

Das Management bewertet periodisch die Forderungen in Zusammenhang mit vom rumänischen Staat rückerstattbaren Ausgaben für Rekultivierungs- und Entsorgungskosten der OMV Petrom SA. Die Schätzung berücksichtigt unter anderem die Entwicklung der eingeforderten Beträge, die Anforderungen an den Dokumentationsprozess und mögliche Gerichts-oder Schiedsgerichtsverfahren.

2017 übernahm die OMV als Teil des Erwerbs einer Beteiligung am Juschno Russkoje Gasfeld eine vertragliche Position gegenüber Gazprom in Zusammenhang mit einer Neufeststellung der Reserven. Die Gasreserven im Juschno Russkoje Feld wurden vertraglich vereinbart, und falls die Reserven höher oder niedriger sind als in der Vereinbarung festgelegt, kann entweder die OMV verpflichtet sein, Gazprom zu entschädigen (würde in diesem Fall aber in der Zukunft von höheren Absatzvolumen profitieren), oder kann umgekehrt Gazprom verpflichtet sein, die OMV zu entschädigen. Die Zahlung für die Neufeststellung der Reserven ist an die tatsächlich vorhandenen Gasreserven gebunden. Die Vereinbarung über die tatsächlich vorhandenen Gasreserven in Juschno Russkoje wird für 2023 erwartet. Es wird von der OMV erwartet, dass die Mengen der Gasreserven in dem Feld niedriger sind als die vertraglich vereinbarten Mengen. Die Einschätzung basiert auf einer Beurteilung der Erdölingenieurinnen und Erdölingenieuren des Konzerns (für nähere Details siehe Anhangangabe 18).

n) Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte

Derivative Instrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Warenpreisen eingesetzt. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Erfassung unrealisierter Gewinne und Verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen wird angewandt.

Derivate, die die Voraussetzungen für die Verbuchung als Sicherungsgeschäft erfüllen und als solches designiert wurden, werden klassifiziert als (i) Fair-Value-Hedge, wenn das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines verbuchten Vermögenswerts oder einer verbuchten Verbindlichkeit abgesichert wird, oder (ii) Cashflow-Hedge, wenn das Risiko von Schwankungen der Cashflows, das sich aus einem speziellen, mit einer erfassten Forderung oder Verbindlichkeit oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko ergibt, abgesichert wird.

Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte im sonstigen Ergebnis erfasst, der ineffektive Teil hingegen wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Führt die Cashflow-Absicherung zum Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit, wird der Buchwert dieser Position um die kumulierten Gewinne oder Verluste, die im sonstigen Ergebnis abgegrenzt wurden, angepasst.

Die Vorschriften für die Sicherungsbilanzierung nach IFRS 9 wurden prospektiv ohne Anpassung der Zahlen der Vergleichsperiode, die weiter nach den Vorschriften des bisherigen Bilanzierungsstandards für Finanzinstrumente IAS 39 bilanziert werden, angewandt. Änderungen zwischen der Sicherungsbilanzierung nach IAS 39 und IFRS 9 werden in Abschnitt 2 dieser Anhangangabe erläutert.

Verträge über den Kauf oder Verkauf von nicht-finanziellen Posten, die durch einen Nettoausgleich in bar oder anderen Finanzinstrumenten erfüllt werden können, werden als Finanzinstrumente behandelt und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Damit verbundene Gewinne oder Verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Werden solche Verträge jedoch für den Empfang oder die Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Konzerns geschlossen und weiter gehalten, werden sie als schwebende Geschäfte bilanziert.

o) Fremdkapitalzinsen

Fremdkapitalzinsen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind, werden bis zu dem Zeitpunkt aktiviert, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit sind. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, ergebniswirksam erfasst.

p) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Ertrag erfasst oder kürzen die Anschaffungskosten des subventionierten Vermögenswerts, wenn hinreichende Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

q) Vorräte

Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Anwendung des Durchschnittspreisverfahrens bzw. im Fall nicht austauschbarer Güter mit ihren individuellen Kosten und unter Berücksichtigung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Für die Ermittlung der Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Darüber hinaus werden produktionsbezogene Verwaltungskosten und Kosten für die betriebliche Altersvorsorge und freiwillige Sozialleistungen berücksichtigt. Im Raffineriebereich kommt ein Tragfähigkeitsprinzip zur Anwendung, wonach die Herstellungskosten den produzierten Produktgruppen nach deren jeweiligen Marktwerten am Ende der Periode zugeordnet werden.

Eine spezielle Bewertungsmethode wird für Vorräte angewandt, die entsprechend den Mindestlagerverpflichtungen in Österreich gehalten werden. Die gemäß österreichischem Erdölbevorratungsgesetz 2013 gehaltenen erhöhten Bestände an Rohöl und Ölprodukten werden mittels eines langfristigen, gewogenen Durchschnittspreisverfahrens auf Basis von Erdöläquivalenten bewertet. Die Pflichtnotstandsreserve übersteigende Mengen werden mit den aktuellen Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet.

r) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und jederzeit disponible kurzfristige Veranlagungen mit geringem Verwertungsrisiko, welches dann gegeben ist, wenn die kurzfristige Verwertung mit einem vernachlässigbaren Kurs- und Zinsrisiko verbunden ist.

Die Veranlagungen dürfen zum Anschaffungszeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten aufweisen.

s) Rückstellungen

Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn deren Eintritt wahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Einzelverpflichtungen werden mit jenem Betrag rückgestellt, der aufgrund einer bestmöglichen Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird, im Fall von langfristigen Verpflichtungen abgezinst auf den Barwert.

Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltrück-

stellungen: Im Zusammenhang mit den Kernaktivitäten des Konzerns entstehen regelmäßig Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen sowie zur Bodensanierung. Diese Rekultivierungsverpflichtungen sind vor allem im Geschäftsbereich Upstream (Öl- und Gassonden, obertägige Einrichtungen) und bei Tankstellen auf fremdem Grund von großer Bedeutung. Zum Zeitpunkt der Entstehung einer Verpflichtung wird für diese durch Passivierung des Barwerts der künftigen Rekultivierungsausgaben vollständig vorgesorgt. In gleicher Höhe wird ein Vermögenswert als Teil des Buchwerts des langlebigen Anlagevermögens aktiviert. Die Berechnung der Verpflichtung beruht grundsätzlich auf bestmöglichen Schätzungen. Die Verpflichtung ist bis zum Anlagenrückbau von Stichtag zu Stichtag aufzuzinsen. Für sonstige Umweltrisiken und -maßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtung vernünftig schätzbar ist.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Rekultivierungsrückstellungen

Die wesentlichsten Verpflichtungen für Rekultivierungen bestehen im Konzern für die Versiegelung von Bohrlöchern, die Stilllegung von Anlagen und die Beseitigung und Entsorgung von Offshore-Anlagen. Die Durchführung eines Großteils dieser Tätigkeiten ist in vielen Jahren in der Zukunft geplant, während Technologien für die Rekultivierung, Kosten, Vorschriften und öffentliche Erwartungen sich laufend ändern. Schätzungen künftiger Wiederherstellungskosten basieren auf Berichten interner Ingenieurinnen und Ingenieuren und auf Erfahrungen aus der Vergangenheit. Änderungen in den erwarteten künftigen Kosten nach unten oder Verschiebungen in die Zukunft werden über eine Änderung der Rückstellung und des dazugehörigen Vermögenswerts berücksichtigt, sofern ein Buchwert in ausreichender

Höhe vorliegt. Sonst wird die Rückstellung über das Ergebnis aufgelöst. Bei wesentlichen Erhöhungen wird eine Beurteilung der Werthaltigkeit des zugrundeliegenden Vermögenswerts erforderlich.

Rückstellung für Rekultivierungs- und Entsorgungsverpflichtungen erfordern die Schätzung von Abzinsungssätzen, die eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Rückstellung haben. Die realen Abzinsungssätze, die für die Berechnung der Rekultivierungs- und Entsorgungsverpflichtungen verwendet wurden, lagen zwischen 0,0% und 3,0% (2017: 0,0% und 3,0%).

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Im OMV Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne in Österreich und Deutschland und leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne in Neuseeland. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen trifft die OMV nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Bei den beitragsorientierten Plänen stimmt der Aufwand mit den Beitragsleistungen überein.

Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Die Ansprüche sind bei leistungsorientierten Pensionsplänen grundsätzlich vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten fünf Kalenderjahre abhängig. Diese leistungsorientierten Pläne setzen den Konzern versicherungsmathematischen Risiken aus, wie beispielweise dem Langlebigkeitsrisiko, Zinsrisiko, Inflationsrisiko (aufgrund der Wertsicherung) und dem Marktrisiko. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen Rechnung getragen.

Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, welche bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden, einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Mitarbeiter, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt. Ähnliche Verpflichtungen wie der Abfertigungsanspruch in Österreich bestehen auch in anderen Ländern, in denen der Konzern Mitarbeiter beschäftigt.

In Österreich und Deutschland erhalten Mitarbeiter nach Erreichung eines bestimmten Dienstalters Jubiläumsgelder. Diese Pläne erfordern keine Mitarbeiterbeiträge und keine Wertpapierdeckung.

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Pensionspläne und Verpflichtungen aus Abfertigungen werden vollständig zum Zeitpunkt ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis (OCI) ohne spätere Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung ("Recycling") berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Verpflichtungen für Jubiläumsgelder werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Der Netto-Zinsaufwand wird auf Basis der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Plänen ermittelt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Differenz zwischen den Erträgen auf das Planvermögen und dem im Netto-Zinsaufwand enthaltenen Zinsertrag auf das Planvermögen wird im sonstigen Ergebnis erfasst.

Restrukturierungsrückstellungen für freiwillige und verpflichtende Personallösungen werden gebucht, wenn ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, der den Betroffenen kommuniziert wurde und dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann. Freiwillige Änderungen in den Bezügevereinbarungen werden auf Basis der geschätzten Anzahl der Beschäftigten, die das Angebot der Gesellschaft annehmen, gebucht. Die im Rahmen von Einzelvereinbarungen betragsmäßig fixierten Lösungsverpflichtungen, die über einen feststehenden Zeitraum zur Auszahlung gelangen, werden mit dem Barwert der Verpflichtung ausgewiesen.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Berechnung von Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode erfordert Schätzungen von Abzinsungssätzen, Gehaltstrends und Pensionstrends. Für die versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der erwarteten leistungsorientierten

Ansprüche und die entsprechenden Sensitivitäten siehe Anhangangabe 23.

Für die österreichischen Konzerngesellschaften werden der Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2018 P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt. In anderen Ländern werden ähnliche versicherungsmathematische Berechnungsgrundlagen verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden altersspezifisch bzw. abhängig vom Dienstalter ermittelt. Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen des betreffenden Landes.

Rückstellungen für belastende Verträge: Bei Existenz belastender Verträge, bei denen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtung höher sind als der erwartete Nutzen aus dem Vertragsverhältnis, werden Rückstellungen mit dem niedrigeren Betrag aus den Kosten bei Vertragserfüllung und eventuellen Straf- oder Entschädigungszahlungen im Falle einer Nichterfüllung des Vertrages angesetzt.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Rückstellungen für belastende Verträge

Die OMV ging in der Vergangenheit einige langfristige, nicht kündbare Verträge ein, die auf Grund von negativen Marktentwicklungen zu belastenden Verträgen wurden. Dies führte im Konzernabschluss zum Ansatz von Rückstellungen für belastenden Verträge für die unvermeidbaren Kosten für die Erfüllung dieser Verträge.

Die für die Berechnung der positiven Beiträge, die die Fixkosten teilweise decken, erfolgten Schätzungen basieren auf externen Quellen und Erwartungen des Managements. Für nähere Details über wesentliche Rückstellungen siehe Anhangangabe 23.

Von Regierungsstellen gratis zugeteilte CO2- Emissionszertifikate (im Rahmen des EU Emissionshandelssystems für Treibhausgas-Emissionszertifikate) reduzieren die finanziellen Verpflichtungen im Zusammenhang mit CO2-Emissionen. Rückstellungen werden nur für bestehende Unterdeckungen im Konzern gebildet (vgl. Anhangangabe 23).

t) Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Langfristige Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst.

u) Ertragsteuern und latente Steuern

Neben Körperschaftsteuern und Gewerbesteuern werden im OMV Konzernabschluss auch die für den Geschäftsbereich Upstream typischen Steuern aus der Öl- und Gasproduktion wie z.B. die jeweiligen Anteile des Landes bzw. der nationalen Ölgesellschaft aus bestimmten EPSA-Verträgen (vgl. 4.5f) als Ertragsteuern behandelt und ausgewiesen. Für temporäre Differenzen werden latente Steuern berechnet und bilanziert.

Aktive latente Steuern werden in dem Umfang aktiviert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiger zu versteuernder Gewinn zur Verfügung stehen wird, gegen den die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, noch nicht genutzten Steuergutschriften und abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Die Realisierbarkeit der angesetzten aktiven latenten Steuern wird auf Basis von detaillierten Steuerplanungen festgestellt.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern

Der Ansatz von aktiven latenten Steuern erfordert eine Einschätzung darüber, wann sie sich wahrscheinlich umkehren werden und ob zu versteuernde Gewinne in ausreichender Höhe den aktiven latenten Steuern im Zeitpunkt ihrer Umkehrung entgegenstehen. Diese Beurteilung der Realisierbarkeit macht Annahmen über künftige Gewinne erforderlich und unterliegt deshalb Unsicherheiten. In der OMV erfolgt diese Beurteilung auf Basis einer Planung über die Feldlebensdauern bei Upstream-Konzerngesellschaften bzw. über einen Zeitraum von 5 Jahren bei allen anderen Konzerngesellschaften.

Änderungen in Annahmen über künftige Gewinne können zu einem Anstieg oder einer Reduktion der aktiven latenten Steuern führen, was eine Auswirkung auf den Jahresüberschuss der Periode hat, in der die Änderung stattfindet.

Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht auf die Aufrechnung der Steuern besteht und die Steuern

sich auf Steuersubjekte innerhalb der gleichen Steuerhoheit beziehen.

v) Long Term Incentive (LTI) Pläne und Equity Deferral

Der beizulegende Zeitwert der aktienbasierten Vergütungen aus dem Long-term Incentive Plan (LTIP) – dem wesentlichen aktienbasierten Vergütungsplan in der OMV - wird mit Hilfe eines Modells ermittelt, das auf erwarteten Zielerreichungen und Aktienkursen beruht. Bei Vergütungen mit Barausgleich wird eine Rückstellung auf Basis der beizulegenden Zeitwerte des zu zahlenden Betrags über den Erdienungszeitraum verteilt gebildet. Die Rückstellung wird zu jedem Bilanzstichtag sowie zum Fälligkeitszeitpunkt neu bewertet, wobei Änderungen im beizulegenden Zeitwert in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht werden. Bei Vergütungen mit Ausgleich in Aktien wird der beizulegende Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt als Aufwand (inklusive Einkommensteuer) mit einer Gegenbuchung im Eigenkapital über den Erdienungszeitraum der Vergütung erfasst. Der als Aufwand berücksichtigte Betrag wird um nachträgliche Änderungen in den Leistungsbedingungen, die nicht Marktbedingungen darstellen, angepasst. Zusätzlich erfolgt die Vergütung für den Equity Deferral Teil der jährlichen Bonifikation in Aktien. Dementsprechend werden die damit verbundenen Aufwendungen mit Gegenbuchung im Eigenkapital erfasst. Die Erfüllung von Vergütungen mit Ausgleich in Aktien erfolgt an die Teilnehmer nach Abzug der Einkommensteuer.

w) Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert

Der beizulegende Zeitwert ist der Betrag, der den geschätzten Preis widerspiegelt, den die OMV zahlen oder erhalten müsste, wären diese Positionen zum Bilanzstichtag übertragen worden. Dabei wird von einem Transfer zwischen Teilnehmern im Hauptmarkt und ggf. von einer bestmöglichen Nutzung des Vermögenswerts ausgegangen.

Die beizulegenden Zeitwerte werden entsprechend der folgenden Hierarchie ermittelt:

  • Stufe 1: Börsennotierte Kurse in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Diese Kategorie ist im OMV Konzern zumeist nur relevant für Aktien, Anleihen, Investmentfonds und Futures.
  • Stufe 2: Bewertungstechniken mit der Verwendung von direkt und indirekt beobachtbaren Inputs. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten innerhalb der Stufe 2 werden üblicherweise Terminpreise für Rohöl und Erdgas, Zinssätze und

Wechselkurse als Inputs für das Bewertungsmodell herangezogen. Zusätzlich werden das Kreditrisiko der Gegenpartei und ggf. ein Volatilitätsfaktor berücksichtigt.

Stufe 3: Bewertungstechniken wie z.B. Discounted Cashflow-Modelle mit der Verwendung von wesentlichen nicht beobachtbaren Inputs (z.B. langfristige Preisannahmen und Schätzungen von Reserven).

6) Währungsumrechnung

Monetäre Fremdwährungspositionen werden mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag bewertet, wobei eingetretene Kursgewinne und -verluste ergebniswirksam erfasst werden.

Die Umrechnung der Abschlüsse von Gesellschaften, bei denen die funktionale Währung von der Konzernwährung abweicht, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Dabei werden Differenzen, die sich aus der Umrechnung von Bilanzpositionen zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, im sonstigen Ergebnis erfasst. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Periodendurchschnittskursen umgerechnet. Differenzen aus der Anwendung von Durchschnittskursen gegenüber aktuellen Stichtagskursen werden gleichfalls im sonstigen Ergebnis verbucht.

Folgende wesentliche Kurse wurden für die Währungsumrechnung in EUR herangezogen:

Währungsumrechnung

2018 2017
Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
Australischer Dollar (AUD) 1,622 1,580 1,535 1,473
Bulgarischer Lew (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Tschechische Krone (CZK) 25,724 25,647 25,535 26,326
Ungarischer Forint (HUF) 320,980 318,890 310,330 309,193
Neuseeland Dollar (NZD) 1,706 1,707 1,685 1,590
Norwegische Krone (NOK) 9,948 9,598 9,840 9,327
Rumänischer Leu (RON) 4,664 4,654 4,659 4,569
Russischer Rubel (RUB) 79,715 74,042 69,392 65,938
Türkische Lira (TRY) 6,059 5,708 4,546 4,121
US Dollar (USD) 1,145 1,181 1,199 1,130

3 Änderungen in der Konzernstruktur

Konsolidierungskreisänderungen – Upstream

Am 28. Dezember 2018 hat die OMV die Übernahme des Shell Upstream Geschäfts in Neuseeland, das Joint Venture-Beteiligungen an Pohokura (48%), dem größten Gasproduktionsfeld in Neuseeland, und Maui (83,75%) umfasst sowie die zugehörige Infrastruktur für Produktion, Lagerung und Transport, abgeschlossen. Die OMV war Partner in den erworbenen Assets (die früheren Anteile der OMV: 26% in Pohokura und 10% in Maui) und übernimmt nun die Betriebsführung in beiden Assets. Die Übernahme war ein wichtiger Schritt um die Asien-Pazifik Region in eine Kernregion in Einklang mit der OMV Strategie zu entwickeln und hat bis zu 100 Mio boe förderbare Ressourcen zum Upstream-Portfolio beigetragen.

Der von OMV an Shell bezahlte Kaufpreis betrug USD 579 Mio und unterlag den üblichen Anpassungen bei Abschluss der Transaktion. Infolge der Transaktion hat die OMV gemeinschaftliche Kontrolle über die Felder Pohokura und Maui erworben, da für strategische und operative Entscheidungen nun Einstimmigkeit erforderlich ist. Die Bilanzierung der bisherigen Anteile an den beiden Vermögenswerten war außerhalb des Anwendungsbereichs von IFRS 11, da die wesentlichen Entscheidungen durch mehr als eine Kombination an involvierten Parteien, die sich einig sein müssen, getroffen werden konnten. Da die OMV nun gemeinschaftliche Kontrolle und zusammen mit den anderen involvierten Parteien die Rechte an den Vermögenswerten und die Verpflichtungen für Schulden hat, wurden die Anteile in Pohokura infolge dieser Transaktion als gemeinschaftliche Tätigkeiten klassifiziert.

Darüber hinaus hat die OMV am 28. Dezember 2018 6,25% der Anteile an Maui für ein Entgelt von NZD 1 von Todd Petroleum Mining Company Limited erworben. Resultierend aus dieser Transaktion hat die OMV 100% Anteile an Maui erhalten und übernahm somit die Beherrschung.

Da der Abschluss der Transaktionen per Ende 2018 stattfand, haben die Akquisitionen in Neuseeland keinen Beitrag zu den konsolidierten Umsatzerlösen bzw. zum konsolidierten Jahresüberschuss geleistet.

Am 28. Juni 2018 hat die OMV den Verkauf ihrer in Pakistan aktiven Upstream-Unternehmen abgeschlossen. Der Gewinn aus der Veräußerung der Tochtergesellschaften belief sich auf EUR 52 Mio und wurde in den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" erfasst. Der Gewinn ist größtenteils der Umgliederung ("Recycling") von FX-Gewinnen vom

sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung zuzuschreiben.

Am 21. Dezember 2018 hat die OMV den Verkauf von OMV Tunisia Upstream GmbH abgeschlossen. Der Gewinn aus der Veräußerung der Tochtergesellschaft belief sich auf EUR 39 Mio und wurde in den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" erfasst.

Konsolidierungskreisänderungen – Downstream

Am 1. Oktober 2018 hat die OMV zusätzliche 51,72% Anteile an DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft. (DUNATÀR) erworben, welche früher als nicht konsolidierte Beteiligung eingestuft wurde (bisheriger OMV Anteil 48,28%). Der Erwerb erfolgte mittels Kauf von 100% der Anteile an PETRODYNE-CSEPEL Zrt., die die restlichen Anteile an DUNATÀR hält.

Infolge der Intensivierung der strategischen Partnerschaft zwischen der OMV und dem Emirat Abu Dhabi im Bereich Downstream wird die OMV gemeinschaftliche Führung über Abu Dhabi Petroleum Investments LLC (ADPI, OMV Anteil 25%) ausüben. ADPI ist eine Holding Gesellschaft mit 40% Anteil an der in Pakistan gelegenen Pak-Arab Refinery Limited (PARCO; indirekte Beteiligung der OMV beträgt 10%). Beginnend mit 31. Dezember 2018 bilanzierte die OMV daher beide Beteiligungen at-equity. Der 25% Anteil an ADPI wurde früher zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) bewertet.

Am 6. September 2018 hat die OMV den Verkauf von OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş. abgeschlossen. Der Verlust aus der Veräußerung der Tochtergesellschaft belief sich auf EUR 150 Mio und wurde in den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst. Der Verlust ist größtenteils der Umgliederung ("Recycling") von FX-Verlusten vom sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung zuzuschreiben.

Erworbenes Vermögen und Berechnung des Firmenwerts

Die beizulegenden Zeitwerte des erworbenen Nettovermögens in Neuseeland entsprachen dem gezahlten Kaufpreis und werden in der untenstehenden Tabelle näher dargestellt. Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprach im Wesentlichen deren Buchwert, wobei eine Vereinnahmung aller vertraglichen Cashflows abzüglich immaterieller Kreditausfälle erwartet wird.

Beizulegende Zeitwerte des erworbenen Vermögens

In EUR Mio
Shell U/S
Neuseeland Sonstiges 1
Immaterielle Vermögenswerte 357 29
Sachanlagen 772 21
Langfristiges Vermögen 1.129 50
Vorräte 4 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42 0
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte 9 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 119 3
Kurzfristiges Vermögen 174 3
Summe Aktiva 1.303 52
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 642 46
Latente Steuern 117 0
Langfristige Verbindlichkeiten 764 45
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34 0
Ertragsteuerverbindlichkeiten 17
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 3
Sonstige Rückstellungen 17
Sonstige Verbindlichkeiten 2
Kurzfristige Verbindlichkeiten 72 0
Summe Verbindlichkeiten 835 45
Nettovermögen 468 7 ²
Erworbenes Nettovermögen 468 4

1 Beinhaltete Todd und DUNATÀR

2 Der OMV Konzern hat 51,72% Anteile an DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft erworben. Die bisherigen Anteile betrugen 48,28% und wurden als sonstige nicht konsolidierte Beteiligung bilanziert.

Berechnung des Firmenwerts

In EUR Mio
Shell U/S
Neuseeland Sonstiges 1
Bezahlter Kaufpreis (Geldmittel) 500 10
Effekt aus der Absicherung von Fremdwährungsrisiken – 32
Erworbenes Nettovermögen 468 4
Firmenwerte 7

1 Beinhaltete Todd und DUNATÀR

Änderungen der Beteiligungsquote an Tochterunternehmen ohne Gewinn/Verlust der Beherrschung

Am 7. Juni 2018 erhöhte die OMV den Beteiligungsansatz an KOM MUNAI LLP mit Sitz in Aktau (Kasachstan) auf 100% durch den Erwerb der restlichen nicht beherrschenden Anteile.

Sonstige wesentliche Transaktionen

Am 29. April 2018 unterzeichnete die OMV ein Abkommen für die Erteilung eines 20%-Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi – SARB und Umm Lulu – mit der dazugehörigen Infrastruktur. Der vereinbarte Beteiligungsbetrag von

USD 1,5 Mrd wurde auf die erworbenen Vermögenswerte aufgeteilt und in der Bilanz in den Positionen "Immaterielle Vermögenswerte" und "Sachanlagen" erfasst.

Am 19. Dezember 2018 unterzeichnete die OMV ein Konzessionsabkommen für die Vergabe eines 5%- Anteils an der Ghasha-Konzession, die das Mega-Projekt Ghasha umfasst.

Konsolidierungskreisänderungen nach dem Ende der Berichtsperiode — Upstream

Am 31. Januar 2019 hat die OMV eine 50% Beteiligung am gesamten ausgegebenen Aktienkapital der SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. um USD 540 Mio

erworben. Zusätzlich haben die Vertragsparteien bedingte Zahlungen von bis zu USD 85 Mio vereinbart. Diese sind größtenteils vom Ressourcenvolumen im Block 30, Mexiko zum Zeitpunkt der finalen Investitionsentscheidung abhängig. Beide Parteien haben auch die Refinanzierung der konzerninternen Verbindlichkeiten von USD 350 Mio vereinbart.

Die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses ist noch nicht abgeschlossen und wurde auf Basis der vorläufigen, ungeprüften Finanzdaten der SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. erstellt. Die voraussichtliche Auswirkung auf den OMV Konzernabschluss wird in der nachfolgender Tabelle näher dargestellt.

Beizulegende Zeitwerte des erworbenen Vermögens

In EUR Mio
SapuraOMV
Immaterielle Vermögenswerte 708
Sachanlagen 669
Latente Steuern 4
Langfristiges Vermögen 1.381
Vorräte 17
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte 59
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8
Kurzfristiges Vermögen 96
Summe Aktiva 1.476
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 247
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 69
Latente Steuern 410
Langfristige Verbindlichkeiten 726
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 68
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43
Ertragsteuerverbindlichkeiten 1
Sonstige Verbindlichkeiten 35
Kurzfristige Verbindlichkeiten 147
Summe Verbindlichkeiten 872
Nettovermögen 604
Nicht beherrschende Anteile – 302
Erworbenes Nettovermögen 302
Berechnung des Firmenwerts
In EUR Mio SapuraOMV
Bezahlter Kaufpreis (Geldmittel) 470
Effekt aus der Absicherung von Fremdwährungsrisiken 2
Erworbenes Nettovermögen 302
Firmenwerte 170

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. werden zum anteiligen Wert des erworbenen identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Der vorläufige Firmenwert resultiert hauptsächlich aus latenten Steuerverbindlichkeiten aus der Differenz zwischen Buchwerten und Steuerwerten der erworbenen Vermögenswerte. Der Firmenwert ist voraussichtlich nicht steuerlich verwertbar.

Auswirkung von Akquisitionen und Veräußerungen auf den Cashflow

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthielt einen Mittelabfluss von USD 1,5 Mrd aus dem Erwerb eines 20% Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi, SARB und Umm Lulu, mit der dazugehörigen Infrastruktur, ausgewiesen in der Zeile "Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" in der Cashflow-Rechnung.

Zudem enthielt der Cashflow aus der Investitionstätigkeit einen Netto-Mittelabfluss von EUR 350 Mio aus dem Erwerb des Shell Upstream Geschäfts in

Neuseeland, ausgewiesen in der Zeile "Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel".

Netto-Mittelabfluss aus dem Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten

In EUR Mio
2018
Bezahlter Kaufpreis 478
Abzüglich übernommener liquider Mittel – 121
Netto-Mittelabfluss aus dem Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten 357

Die Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten (abzüglich abgegangener liquider Mittel) bezogen sich im Wesentlichen auf die Veräußerungen des Upstream Geschäfts der OMV in Pakistan, Teile des Upstream Geschäfts der OMV in Tunesien, des OMV Anteils an der Polarled

Pipeline und den Nyhamna Gasverarbeitungsanlagen in der Nordsee Region sowie aus dem Verkauf von OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş., wie in nachfolgender Tabelle zusammengefasst wird:

Netto-Mittelzuflüsse aus der Veräußerung von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten

In EUR Mio
2018
Erhaltener Kaufpreis 465
abzüglich abgegangene liquide Mittel – 23
Netto-Mittelzuflüsse aus der Veräußerung von einbezogenen
Unternehmen und Geschäftseinheiten 442

Veräußertes Nettovermögen von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten

In EUR Mio
2018
Langfristiges Vermögen 497
Kurzfristiges Vermögen 132
Langfristige Verbindlichkeiten 157
Kurzfristige Verbindlichkeiten 80
Veräußertes Nettovermögen von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten 391

Segmentberichterstattung

4 Segmentberichterstattung

Geschäftsaktivitäten und Hauptmärkte

Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns sind zum Zweck der Unternehmenssteuerung in die zwei operativen Geschäftsbereiche Upstream und Downstream, sowie in das Segment Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) gegliedert. Jeder Bereich stellt eine strategische Einheit dar und bietet unterschiedliche Produkte auf verschiedenen Märkten an. Die Führung der Geschäftsbereiche erfolgt eigenständig. Strategische Entscheidungen bezüglich der Geschäftstätigkeit werden vom OMV Vorstand getroffen. Mit Ausnahme des Kb&S entsprechen die berichtspflichtigen Segmente von OMV den operativen Geschäftssegmenten.

Die Upstream (U/S)-Aktivitäten bestehen aus der Suche, dem Auffinden und der Förderung von Erdöl und Erdgas und konzentrieren sich auf die Regionen Mittel- und Osteuropa, Nordsee, Russland, Mittlerer Osten und Afrika und Asien-Pazifik.

Der Downstream Öl (D/S Öl)-Teil des Geschäftsbereichs Downstream (D/S) raffiniert und vermarktet Brennstoffe und Petrochemikalien. Es betreibt die Raffinerien Schwechat (Österreich), Burghausen (Deutschland) und Petrobrazi (Rumänien) mit einer jährlichen Kapazität von 17,8 Mio t. In diesen Raffinerien wird Erdöl zu Mineralölprodukten verarbeitet, die an Unternehmen und Privatpersonen verkauft werden. Die OMV besitzt eine starke Marktposition innerhalb der Bereiche Versorgung, Betreuung gewerblicher Kunden und Betrieb eines Einzelhandelsnetzwerks von etwa 2.100 Tankstellen. Downstream Gas (D/S Gas) operiert mit einem erfolgreichen Gasvertriebs- und –logistikgeschäft in Europa. Die OMV betreibt Speicherkapazitäten in Österreich und Deutschland und hält einen Anteil an GAS CONNECT AUSTRIA GmbH, welche im regulierten Gastransportgeschäft in Österreich tätig ist. Die Aktivitäten umfassen zudem die Versorgung, das Marketing und den Handel von Gas in Europa und der Türkei und die Aktivitäten des Konzerns im Stromgeschäft mit einem Gaskraftwerk in Rumänien.

Die Konzernführung, Finanzierungs- und Versicherungsaktivitäten sowie gewisse Servicefunktionen sind im Geschäftsbereich Kb&S zusammengefasst.

Die zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße ist das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten. In die Ermittlung des Vermögens fließen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ein. Für die regionale Aufteilung externer Umsätze wird der Ort der Liefer- oder Leistungserfüllung herangezogen. Die im Konzernanhang erläuterten Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze stimmen mit jenen der operativen Segmente überein, mit bestimmten Ausnahmen betreffend Innenumsätze und Kostenzuordnungen des Mutterunternehmens, welche nach internen Grundsätzen der OMV ermittelt wurden. Der Vorstand ist der Meinung, dass die Verrechnungspreise für Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten den Marktpreisen entsprechen. Geschäftsfälle, die den operativen Bereichen nicht zuordenbar sind, werden mit der Ergebnisauswirkung in Kb&S ausgewiesen.

Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird die Offenlegung von Sondereffekten als angemessen erachtet. Um vergleichbare Werte wiedergeben zu können, werden bestimmte das Ergebnis beeinflussende Effekte hinzugefügt oder abgezogen. Diese Effekte können in vier Unterkategorien unterteilt werden: Personallösungen, Wertminderungen und Zuschreibungen, Anlagenverkäufe und Sonstiges.

Des Weiteren wird der Current Cost of Supply (CCS) Effekt aus dem Jahresergebnis eliminiert, um ein effektives Performance- Management in einem Umfeld mit volatilen Preisen sowie Vergleichbarkeit mit Mitbewerbern ermöglichen zu können. Der CCS Effekt, auch als Lagerhaltungsgewinne und -verluste bezeichnet, ist die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten von Einkäufen des vorherigen Monats und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitende Durchschnittskosten) zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse führen. Diese Leistungskennzahl erhöht die Transparenz der Ergebnisse und wird üblicherweise in der Erdölindustrie verwendet. Die OMV veröffentlicht daher diese Ergebniskennzahl zusätzlich zum gemäß IFRS ermittelten operativen Ergebnis.

Segmentberichterstattung

In EUR Mio U/S D/S davon D/S Öl davon D/S Gas davon Segmentelim. D/S Kb&S Gesamt Konsolidierung Gesamtkonzern 2018 Umsatzerlöse 1 5.556 20.830 14.755 6.215 – 139 339 26.725 – 3.795 22.930 Segmentumsätze mit anderen Segmenten – 3.386 – 74 – 48 – 166 139 – 335 – 3.795 3.795 — Umsatzerlöse mit Dritten 2.170 20.756 14.707 6.049 — 4 22.930 — 22.930 Sonstige betriebliche Erträge 329 127 59 69 — 61 517 — 517 davon Zuschreibung zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 106 1 1 — — — 106 — 106 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 40 352 327 25 — — 391 — 391 Planmäßige Abschreibungen 1.231 467 398 69 — 20 1.718 — 1.718 Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung) 165 3 3 — — 0 168 — 168 Operatives Ergebnis 2.122 1.420 1.402 18 — – 47 3.495 28 3.524 Sondereffekte für Personallösungen 11 4 3 1 — 24 40 — 40 Sondereffekte für Wertminderungen und Zuschreibungen – 52 1 1 — — — – 51 — – 51 Sondereffekte für Anlagenverkäufe – 2 – 3 – 4 1 — 2 – 3 — – 3 Sonstige Sondereffekte – 52 216 32 184 — — 164 — 164 Sondereffekte – 95 219 33 185 — 26 149 — 149 CCS Effekte — 4 4 — — — 4 – 31 – 27 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 2.027 1.643 1.439 204 — – 21 3.649 – 3 3.646 Segmentvermögen 2 13.536 4.755 3.798 957 — 141 18.432 — 18.432 Zugänge SAV/IV 3 3.003 558 501 56 — 25 3.585 — 3.585 At-equity bewertete Beteiligungen 428 2.582 2.509 74 — — 3.011 — 3.011

1 Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten

2 Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV); Zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert.

3 Zugänge zu Vermögenswerten, welche in die Bilanzposition "zu Veräußerungszwecken gehalten" umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert.

Segmentberichterstattung

In EUR Mio
davon
Seg
ment
U/S D/S davon
D/S Öl
davon
D/S Gas
elim.
D/S
Kb&S Gesamt Konsoli
dierung
Gesamt
konzern
2017
Umsatzerlöse 1 4.168 18.967 14.099 4.983 – 116 355 23.490 – 3.267 20.222
Segmentumsätze mit
anderen Segmenten – 2.839 – 79 – 34 – 161 116 – 349 – 3.267 3.267
Umsatzerlöse mit Dritten 1.329 18.887 14.065 4.822 6 20.222 20.222
Sonstige betriebliche
Erträge 260 174 91 82 54 488 488
davon Zuschreibung
zu Sachanlagen und
immateriellen
Vermögenswerten 34 14 13 47 47
Ergebnis aus at-equity
bewerteten Beteili
gungen 107 403 395 8 510 510
Planmäßige
Abschreibungen 1.264 471 396 75 26 1.761 1.761
Wertminderungen (inkl.
Exploration und
Evaluierung) 209 17 2 14 226 226
Operatives Ergebnis 1.218 584 412 171 – 48 1.753 – 21 1.732
Sondereffekte für
Personallösungen 2 3 3 27 31 31
Sondereffekte für
Wertminderungen und
Zuschreibungen – 19 2 – 12 14 – 16 – 16
Sondereffekte für
Anlagenverkäufe 26 5 2 3 31 31
Sonstige Sondereffekte – 3 1.232 1.204 28 6 1.235 1.235
Sondereffekte 7 1.242 1.197 45 32 1.281 1.281
CCS Effekte – 55 – 55 – 55 – 55
CCS Operatives Ergebnis
vor Sondereffekten 1.225 1.770 1.554 217 – 16 2.979 – 21 2.958
Segmentvermögen 2 11.322 4.839 3.704 1.135 140 16.301 16.301
Zugänge SAV/IV 3 1.274 474 409 64 15 1.762 1.762
At-equity bewertete
Beteiligungen 430 2.482 2.411 72 2.913 2.913

1 Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten

2 Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV); Zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert.

3 Zugänge zu Vermögenswerten, welche in die Bilanzposition "zu Veräußerungszwecken gehalten" umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert.

Sonstige Sondereffekte enthielten 2018 im Bereich Upstream temporäre Hedging-Effekte in Höhe von EUR 89 Mio, Gewinne aus der Veräußerungen in Pakistan in Höhe von EUR 52 Mio und Tunesien in Höhe von EUR 39 Mio, teilweise kompensiert durch Sondereffekte in Zusammenhang mit der Veräußerung von Rosebank und OMV (U.K.) Limited von EUR –78 Mio, verursacht hauptsächlich durch eine

Verzögerung in der finalen Investmententscheidung. Im Bereich Downstream waren die sonstigen Sondereffekte beeinflusst durch die Veräußerung des Samsun Kraftwerks in der Türkei in Höhe von EUR –150 Mio und durch eine Wertminderung des Düngergeschäftszweiges der Borealis in Höhe von EUR –33 Mio.

2017 beinhalteten die Sonstige Sondereffekte im Bereich Downstream Öl im Wesentlichen die Veräußerung der OMV Petrol Ofisi.

Informationen über geografische Bereiche

In EUR Mio
2018 2017
Umsätze mit Zugeordnetes Umsätze mit Zugeordnetes
Dritten Vermögen 1 Dritten Vermögen 1
Österreich 8.264 3.046 6.416 3.002
Deutschland 3.717 962 3.065 985
Rumänien 3.973 6.165 3.449 6.159
Russland 697 868 137 1.093
Neuseeland 256 1.406 276 270
Vereinigte Arabische Emirate 77 1.630 18
Übriges MOE 3.322 487 2.765 465
Übriges Europa 1.241 2.070 963 2.395
Übrige Welt 2 1.384 1.450 3.132 1.581
Gesamt 22.930 18.084 20.222 15.950
Nicht zugeordnetes Vermögen 348 351
Segmentvermögen 18.432 16.301

1 Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV)

2 Übrige Welt: Im Wesentlichen Australien, Kasachstan, Libyen, Pakistan, Tunesien, Jemen, Singapur, Hong Kong und Region Kurdistan im Irak.

Nicht zugeordnetes Vermögen enthielt einen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Raffinerien West" zugeordneten Firmenwert in Höhe von EUR 29 Mio (2017: EUR 40 Mio) sowie einen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Mittlerer Osten und Afrika" zugeordneten Firmenwert in Höhe

von EUR 319 Mio (2017: EUR 311 Mio), da diese ZGEs in mehreren geografischen Bereichen tätig sind.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5 Umsatzerlöse

Umsatzerlöse

In EUR Mio
2018
Umsätze aus Kundenverträgen 22.607
Umsätze aus anderen Quellen 323
Umsatzerlöse 22.930

Umsätze aus Kundenverträgen

In EUR Mio

2018
Upstream Down
stream
Öl
Down
stream
Gas
Konzern
bereich&
Sonstiges
Gesamt
Rohöl, NGL und Kondensate 1.181 795 1.976
Erdgas und LNG 744 4 5.136 5.884
Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerie
produkte 11.130 11.130
Petrochemische Produkte 1.981 1.981
Gasspeicherung, Transit, Verteilung und Transport 11 207 218
Sonstige Produkte und Dienstleistungen 1 39 843 533 2 1.417
Gesamt 1.975 14.754 5.876 2 22.607

1 Im Wesentlichen Non-Oil-Geschäft in Downstream Öl und Stromgeschäft in Downstream Gas

6 Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen

Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen

In EUR Mio
2018 2017
Fremdwährungskursgewinne aus operativen Geschäften 95 88
Gewinne aus Marktwertänderungen finanzieller Vermögenswerte 23 13
Gewinne aus Abgängen von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen,
Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten
105 152
Zuschreibungen zum Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten 106 47
Übrige sonstige betriebliche Erträge 188 188
Sonstige betriebliche Erträge 488
Erträge aus at-equity bewerteten Beteiligungen 394 512
Aufwendungen aus at-equity bewerteten Beteiligungen 2 3
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 510

Gewinne aus Abgängen von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen, Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten enthielten einen Gewinn aus dem Verkauf der in Pakistan aktiven Up-

stream Unternehmen in Höhe von EUR 52 Mio, sowie Erträge aus der Veräußerung der Tochtergesellschaft OMV Tunisia Upstream GmbH in Höhe von EUR 39 Mio. Weitere Details zu Änderungen der Konzernstruktur können der Anhangangabe 3 entnommen werden.

2017 enthielt einen Gewinn von EUR 137 Mio aus dem Verkauf der OMV (U.K.) Limited.

Zuschreibungen zu Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten

Im Zuge der regelmäßigen Überprüfung auf Wertminderungsindikatoren wurden einige zahlungsmittelgenerierende Einheiten im Bereich Upstream identifiziert, die eine wesentlich verbesserte Betriebsleistung, aufgewiesen haben. Infolgedessen

wurden Wertaufholungen für Öl- und Gasvermögenswerte in Höhe von EUR 105 Mio in Rumänien (Asset VII) und Norwegen (Gudrun) basierend auf der Berechnung des Nutzungswertes erfasst.

2017 beinhalteten die Zuschreibungen zum Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten hauptsächlich eine Wertaufholung im Zusammenhang mit zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in Pakistan in Höhe von EUR 26 Mio infolge der Unterzeichnung einer Verkaufsvereinbarung für die beiden pakistanischen Tochtergesellschaften und der Umgliederung in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehalten".

Übrige sonstige betriebliche Erträge beinhalteten Versicherungsentschädigungen aus Schadensersatzansprüchen betreffend das Kraftwerk Brazi und der Gasverteilerstation Baumgarten in Höhe von EUR 34 Mio (2017: EUR 40 Mio).

Das Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen sank 2018 im Vergleich zu 2017, hauptsächlich da das Ergebnis der Pearl Petroleum Company Limited durch eine Einigung im Rechtsstreit über Punkte aus der Vereinbarung ("Heads of Agreement") für die Felder Khor Mor und Chemchemal in 2017 mit EUR 90 Mio positiv beeinflusst war.

7 Abschreibungen und Wertminderungen

Wertminderungen sind in der Zeile "Abschreibungen und Wertminderungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten, mit Ausnahme der Wertminderungen auf Vermögenswerte aus Exploration und

Evaluierung, welche in den "Explorationsaufwendungen" gezeigt werden. Die folgenden Tabellen zeigen eine Überleitung zu den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträgen:

Abschreibungen und Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung)

In EUR Mio
2018 2017
Planmäßige Abschreibungen 1.761
Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung) 109 90
Gesamt 1.827 1.852
Summe Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung)
In EUR Mio
2018 2017
Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung) 109 90
Wertminderungen (Exploration und Evaluierung) 59 135
Gesamt 168 226
Abschreibungen und Wertminderungen – Aufteilung auf die Funktionen
In EUR Mio
2018 2017
Planmäßige Abschreibungen:
davon Explorationsaufwendungen
davon Produktions- und operative Aufwendungen 1.549 1.594
Gesamt
1.718
Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung):
davon Explorationsaufwendungen
59
davon Produktions- und operative Aufwendungen
108
davon Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen
2
Gesamt
168
davon Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen 169 167
1.761
135
87
3
226

Wertminderungen in Upstream

In der Region Nordsee wurde der Verkauf des OMV Anteils an der Polarled Pipeline und den Nyhamna Gasverarbeitungsanlagen abgeschlossen und resultierte in einer Wertminderung vor Steuern in Höhe von EUR 36 Mio. Die übrigen Wertminderungen im Jahr 2018 sind hauptsächlich auf nicht erfolgreiche Generalbehandlungen und veraltete oder ersetzte Sachanlagen in Rumänien (EUR 58 Mio), trockene Explorationsbohrungen in Rumänien, Norwegen und Bulgarien (EUR 37 Mio) als auch auf eine Explorationslizenz in Madagaskar (EUR 14 Mio) in Folge der Entscheidung über den Ausstieg zurückzuführen.

2017 beinhaltete die Summe der Wertminderungen im Geschäftsbereich Upstream hauptsächlich trockene Explorationsbohrungen in Rumänien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bulgarien und Norwegen (EUR 116 Mio) sowie nicht erfolgreiche Generalbehandlungen und veraltete oder ersetzte Sachanlagen in Rumänien (EUR 63 Mio).

Wertminderungen in Downstream

Weder in 2018 noch in 2017 gab es wesentlichen Wertminderungen im Geschäftsbereich Downstream.

8 Explorationsaufwendungen

Die folgende Tabelle zeigt die Konzernbeiträge der Aktivitäten innerhalb des Geschäftsbereichs Upstream, welche auf die Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen entfallen. All diese Aktivitäten sind im Segment Upstream ausgewiesen.

Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen In EUR Mio

2018 2017
Wertminderungen (Exploration und Evaluierung) 59 135
Sonstiger Explorationsaufwand 115 86
Explorationsaufwand 175 221
Vermögenswerte – aktivierte Explorations- und Evaluierungsausgaben
inkl. Erwerb von unsicheren Reserven
1.906 1.019
Mittelabfluss aus der Betriebstätigkeit 133 99
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 1 474 118

1 Beinhaltet nicht die Akquisitionen des Shell Upstream Geschäfts in Neuseeland (siehe Anhangangabe 3 für mehr Details)

9 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen
In EUR Mio
2018 2017
Fremdwährungskursverluste aus operativen Geschäften 64 105
Verluste aus dem Abgang von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen,
Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten 162 1.228
Verluste aus Marktwertänderungen finanzieller Vermögenswerte 85 32
Netto–Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten
Anschaffungskosten 11 5
Lösungskosten 34 16
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 40 33
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 90 71
Sonstige betriebliche Aufwendungen 485 1.491

Die Position Verluste aus dem Abgang von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen, Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten zeigte 2018 einen Verlust aus dem Verkauf der OMV

Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş. in

Höhe von EUR 150 Mio. Weitere Details zu Änderungen der Konzernstruktur können der Anhangangabe 3 entnommen werden.

2017 beinhaltete einen Verlust aus dem Verkauf der OMV Petrol Ofisi Veräußerungsgruppe in Höhe von EUR 1.209 Mio, hauptsächlich bedingt durch die Umgliederung ("Recycling") von Fremdwährungsverlusten aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung.

Verluste aus Marktwertänderungen finanzieller Vermögenswerte enthielten eine negative Fair Value Anpassung von EUR 88 Mio (2017: EUR 36 Mio) aufgrund der kürzlichen Entwicklungen der Rosebank Lizenz, die zu einer Verzögerung des Zeitpunktes der erwarteten finalen Investitionsentscheidung führten. Weitere Details können der Anhangangabe 18 entnommen werden.

Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhalteten im Wesentlichen Wertminderungen von Forderungen gegenüber dem rumänischen Staat. Weitere Details können der Anhangangabe 18 entnommen werden.

2017 beinhaltete die Position Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen einen positiven Effekt der OMV Petrom SA aus der teilweisen Auflösung einer Rückstellung im Zusammenhang mit dem positiven Ausgang eines Rechtsstreits mit Mitarbeitern auf Basis einer gerichtlichen Entscheidung.

10 Personalaufwendungen

Personalaufwendungen
In EUR Mio
2018 2017
Löhne und Gehälter 788 744
Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen 8 12
Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen 25 25
Nettoaufwendungen im Zusammenhang mit Personallösungen 34 16
Sonstiger Personal- und Sozialaufwand 134 150
Steuern und Sozialabgaben 120 169
Gesamt 1.108 1.116

Die Gesamtaufwendungen für Pensionen, welche in den Positionen "Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen", "Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen" und "Nettoaufwendungen im Zusammenhang mit Personallösungen" enthalten sind, betrugen EUR 41 Mio (2017: EUR 37 Mio).

11 Finanzerfolg

Zinserträge
In EUR Mio
2018 2017
Derivate 8
Abgezinste Forderungen 9 10
Ausleihungen, Forderungen und Bankeinlagen 98 51
Sonstige 2 4
Zinserträge 117 64

Die Position Zinserträge aus Ausleihungen, Forderungen und Bankeinlagen enthielt EUR 51 Mio (2017: EUR 20 Mio) Zinserträge aus der Nord

Stream 2 Finanzierungsvereinbarung. Weitere Details können der Anhangangabe 18 entnommen werden.

Zinsaufwendungen

In EUR Mio
2018 2017
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 151 150
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten 11 8
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 84 73
Rückstellungen für Jubiläumsgeld, Lösungskosten und andere Leistungen
an Arbeitnehmer 3 3
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 15 15
Sonstige 46 42
Zinsaufwendungen, brutto 311 291
Aktivierte Fremdkapitalzinsen – 21 – 26
Zinsaufwendungen 290 265

Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen wurden mit den Erträgen aus dem Planvermögen von EUR 7 Mio (2017: EUR 7 Mio) saldiert dargestellt.

Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Rekultivierungsrückstellung der OMV Petrom SA wurde mit den Zinserträgen aus der Forderung gegenüber dem rumänischen Staat saldiert. Weitere Details können der Anhangangabe 18 entnommen werden.

Sonstige Zinsaufwendungen beinhalteten Aufwendungen aus der Aufzinsung auf abgeschlossene

Transport- und Gate LNG-Terminalkapazitäten der OMV Gas Marketing & Trading GmbH in Höhe von EUR 21 Mio (2017: EUR 18 Mio). Weitere Details können der Anhangangabe 23 entnommen werden.

Die für qualifizierte Vermögenswerte aktivierten Fremdkapitalzinsen bezogen sich auf den Buchwert und bezogen sich vorwiegend auf Öl- und Gasvermögen in der Entwicklungsphase in Norwegen. Der durchschnittliche verwendete Zinssatz war 2,4% (2017: 2,6%).

Sonstiges Finanzergebnis
In EUR Mio
2018 2017
Finanzierungskosten für Factoring und Securitization – 31 – 27
Nettofremdwährungsgewinne/(-verluste) – 11 – 26
Sonstige – 30 – 8
Sonstiges Finanzergebnis – 72 – 60

Die Position Sonstige enthielt hauptsächlich Bankgebühren, die Kosten für vorzeitige Kreditrückzahlungen beinhalten, von EUR 30 Mio (2017: EUR 12 Mio). 2017 war die Position Sonstige auch durch Erlöse aus der Liquidation von NABUCCO Gas Pipeline GmbH in Höhe von EUR 4 Mio beeinflusst.

12 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In EUR Mio
2018 2017
Laufende Steuern 1.007 492
davon betreffend Vorjahre 21 – 26
Latente Steuern 298 142
Summe Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.305 634

Entwicklung der latenten Steuern

In EUR Mio
2018 2017
Latente Steuern zum 1. Jänner 338 837
Erstanpassungen aus IFRS 9 und IFRS 15 1
Angepasste latente Steuern zum 1. Jänner 339
Latente Steuern zum 31. Dezember 1 28 338
Veränderung latente Steuern – 310 – 499
Im Eigenkapital erfasste latente Steuern 22 – 2
Konsolidierungskreisänderungen, Kursdifferenzen und Sonstiges 2 – 9 359
Latente Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung – 298 – 142
Die latenten Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung setzen sich wie folgt zusammen:
Steuersatzänderung 8 13
Auflösung und Bildung von Wertberichtigungen zu latenten Steuern 118 122
Anpassungen bei den Verlustvorträgen (in den Vorjahren nicht berücksichtigte
oder verfallene Verlustvorträge sowie sonstige Anpassungen) – 17 5
Umkehrung von temporären Differenzen inklusive Neubildung und Verbrauch
von Verlustvorträgen – 406 – 282

1 Einschließlich latenter Steuern von EUR 0 Mio (2017: EUR 31 Mio), welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden.

2 2018 enthielt die Akquisition des Upstream-Geschäfts von Shell in Neuseeland (EUR 117 Mio) sowie die Veräußerung des OMV Anteils an der Polarled Pipeline und Nyhamna Gasverarbeitungsanlagen in der Nordsee Region (EUR –100 Mio). 2017 enthielt im Wesentlichen die Akquisition von JSC Gazprom YRGM Development (EUR 221 Mio), die Veräußerung von OMV (U.K.) Limited (EUR 177 Mio) und der OMV Petrol Ofisi Veräußerungsgruppe (EUR –74 Mio).

Gesamtbetrag der direkt im sonstigen Ergebnis verbuchten Ertragsteuern

In EUR Mio
2018 2017
Latente Steuern 53 – 2
Laufende Steuern 3 – 6
Gesamt 55 – 7

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten latenten Steuern aus der Verwertung von Verlustvorträgen betrugen 2018 EUR 205 Mio (2017: EUR 139 Mio).

Die OMV Aktiengesellschaft bildet eine Steuergruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz 1988, in der das steuerpflichtige Ergebnis aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften sowie allfällige Verluste einer ausländischen Tochtergesellschaft (OMV AUSTRALIA PTY LTD) zusammengefasst werden.

Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich in Österreich steuerbefreit. Dividenden von EU- und EWR-Beteiligungen sowie von Tochtergesellschaften, die in einem Staat ansässig sind, mit welchem Österreich ein umfassendes Amtshilfeabkommen abgeschlossen hat, sind ebenfalls in der Regel von der österreichischen Körperschaftsteuer befreit, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Dividenden sonstiger ausländischer Beteiligungen, an denen der Konzern einen Anteil von 10% oder mehr besitzt und mindestens ein Jahr hält, sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit.

2018 ist ebenso wie im Vorjahr eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern für die österreichische Steuergruppe erfasst. Die Wertberichtigung wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, ausgenommen in dem Umfang, in welchem die aktiven latenten Steuern aus Geschäftsvorfällen oder Ereignissen herrührten, welche außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden, dies bedeutet im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital.

Bei der Ermittlung des Effektivsteuersatzes werden die Ertragsteuern dem Ergebnis vor Steuern gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende Steuersatz wird mit dem österreichischen Regelsteuersatz von 25% verglichen, und die wesentlichen Abweichungen werden analysiert.

Steuerüberleitungsrechnung in %

2018 2017
Körperschaftsteuersatz in Österreich 25 25
Steuereffekte durch:
Abweichende ausländische Steuersätze 16 15
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 5 31
Steuerfreies Einkommen – 5 – 20
Steuersatzänderung – 0 – 1
Permanente Effekte aus Verlustvorträgen 0 0
Steuerliche Beteiligungsabschreibungen und -zuschreibungen auf Ebene
der Muttergesellschaft – 0 3
Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern – 4 – 8
Steuern betreffend Vorjahre 1 – 2
Sonstige 2 – 0
Effektivsteuersatz im Konzernabschluss 40 43

Steuerüberleitungsrechnung in EUR Mio

2018 2017
Theoretische Steuern vom Einkommen und Ertrag auf Basis des österreichischen
Körperschaftssteuersatzes 824 372
Steuereffekte durch:
Abweichende ausländische Steuersätze 528 225
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 166 457
Steuerfreies Einkommen – 178 – 295
Steuersatzänderung – 8 – 13
Permanente Effekte aus Verlustvorträgen 2 0
Steuerliche Beteiligungsabschreibungen und -zuschreibungen auf Ebene der
Muttergesellschaft – 6 38
Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern – 118 – 122
Steuern betreffend Vorjahre 35 – 25
Sonstige 59 – 2
Summe Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.305 634

Die Effektivsteuersätze des Konzerns waren 2018 und 2017 wesentlich bedingt durch hohe Ergebnisbeiträge des Geschäftsbereich Upstreams in Hochsteuerländern wie zum Beispiel Norwegen und Libyen. 2017 war die Effektivsteuer zudem durch die Veräußerung der OMV Petrol Ofisi beeinflusst.

Die nicht abzugsfähigen Aufwendungen 2018 umfassten im Wesentlichen nicht abzugsfähige FX-

Verluste, die im Zuge der Veräußerung des Kraftwerks Samsun in der Türkei vom sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden ("Recycling") sowie permanente Effekte aus Abschreibungen. Die nicht abzugsfähigen Aufwendungen beinhalteten 2017 vorwiegend nicht abzugsfähige FX-Verluste, die im Zuge der Veräußerung der OMV Petrol Ofisi Veräußerungsgruppe vom sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung

umgegliedert wurden ("Recycling") sowie permanente Effekte aus Abschreibungen in Zusammenhang mit Akquisitionen.

Das steuerfreie Einkommen 2018 und 2017 war insbesondere auf Ergebnisbeiträge von at-equity bewerteten Beteiligungen und auf Steuerbegünstigungen in Norwegen zurückzuführen.

2017 beinhaltete die Position steuerliche Beteiligungsabschreibungen und -zuschreibungen auf Ebene der Muttergesellschaft im Wesentlichen steuerliche Zuschreibungen von Anteilen an Gesellschaften im Geschäftsbereich Downstream. Gemäß österreichischem Körperschaftsteuergesetz können diese Aufwendungen jedes Jahr zu einem Siebentel geltend gemacht werden.

13 Ergebnis je Aktie

Ergebnis je Aktie

2018 2017
Den Aktio
nären des
Mutterunter
nehmens zu
zurechnendes
Ergebnis in
EUR Mio
Durchschnitt
liche Anzahl
an Aktien
Ergebnis je
Aktie in
EUR
Den Aktio
nären des
Mutterunter
nehmens zu
zurechnendes
Ergebnis in
EUR Mio
Durchschnitt
liche Anzahl an
Aktien
Ergebnis je
Aktie in
EUR
Unverwässert 1.438 326.651.395 4,40 435 326.486.772 1,33
Verwässert 1.438 327.145.348 4,40 435 327.272.727 1,33

Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wurde die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Aktien berücksichtigt, welche sich nach Umwandlung aller potenziellen Aktien mit Verwässerungseffekten ergeben würde. Dies umfasst 493.953 (2017: 930.424) Stück aus den Long Term Incentive Plänen und aus dem Equity Deferral zu gewährende Bonusaktien.

Erläuterungen zur Bilanz

14 Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte

In EUR Mio

Konzessionen, Öl- und Gas
Software, vermögen mit
Lizenzen, nicht sicheren
Rechte Reserven Firmenwerte Gesamt
2018
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jänner 2018 1.932 1.423 416 3.771
Fremdwährungsdifferenz – 153 8 4 – 141
Konsolidierungskreisänderungen 0 386 7 393
Zugang 23 553 576
Zugang selbstgeschaffener Vermögenswerte 2 2
Umbuchung 4 – 15 – 11
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen – 34 – 2 – 7 – 43
Abgang – 3 – 103 – 107
31. Dezember 2018 1.769 2.252 420 4.441
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner 2018 719 404 1.123
Fremdwährungsdifferenz – 17 1 – 15
Planmäßige Abschreibung 109 109
Wertminderung 0 51 51
Umbuchung 0 – 6 – 6
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen – 30 – 2 – 32
Abgang – 2 – 103 – 105
31. Dezember 2018 779 346 1.125
Buchwert 1. Jänner 2018 1.213 1.019 416 2.648
Buchwert 31. Dezember 2018 991 1.906 420 3.317
2017
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jänner 2017 859 1.707 492 3.059
Fremdwährungsdifferenz – 24 – 89 – 56 – 168
Konsolidierungskreisänderungen
1.106 1.106
Zugang 9 162 171
Zugang selbstgeschaffener Vermögenswerte 1 1 2
Umbuchung 20 – 198 – 178
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen – 3 – 111 – 20 – 134
Abgang – 36 – 50 – 86
31. Dezember 2017 1.932 1.423 416 3.771
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner 2017 733 612 1.346
Fremdwährungsdifferenz – 19 – 42 – 62
Planmäßige Abschreibung 31 31
Wertminderung 0 119 119
Umbuchung 13 – 133 – 121
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen – 3 – 111 – 114
Abgang – 36 – 40 – 76
Zuschreibung 0 – 1 – 1
31. Dezember 2017
Buchwert 1. Jänner 2017
719
126
404
1.095

492
1.123
1.713

2018 enthielt Konsolidierungskreisänderungen von EUR 386 Mio betreffend Akquisitionen in Neuseeland im Geschäftsbereich Upstream. Zugänge zu Ölund Gasvermögen mit nicht sicheren Reserven inkludierten EUR 261 Mio im Zusammenhang mit den Offshore Feldern Umm Lulu und SARB in Abu Dhabi (inklusive Rekultivierungs- und sonstige Verpflichtungen). Für zusätzliche Details siehe Anhangangabe 3.

Immaterielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von EUR 11 Mio (2017: EUR 20 Mio) wurden auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert und bezogen sich auf OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş. als auch auf den OMV Tunisia Upstream GmbH zugeordneten Firmenwert. Beide Gesellschaften wurden innerhalb des gleichen Jahres verkauft. Für Details siehe Anhangangabe 3 und Anhangangabe 20.

Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen wurden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) und Gruppen von ZGEs zwecks Wertminderungstests zugeordnet:

Firmenwertzuordnung

In EUR Mio

2018 2017
Mittlerer Osten und Afrika 319 311
Upstream zugeordnete Firmenwerte 319 311
Downstream Gas Österreich 38 38
Raffinerien West 29 40
Retail Slowakei 7 7
Raffinerie Österreich 27 20
Downstream zugeordnete Firmenwerte 101 105
Gesamt 420 416

2018 ist der Firmenwert Mittlerer Osten und Afrika aufgrund positiver Fremdwährungsdifferenzen gestiegen, was zum Teil durch die Umgliederung des OMV Tunisia Upstream GmbH zugeordneten Firmenwerts auf die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehalten" kompensiert wurde.

Im Geschäftsbereich Downstream ist der Firmenwert der Raffinerie Österreich durch den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft. um EUR 7 Mio gestiegen (siehe Anhangangabe 3 für nähere Details). Der Firmenwert der Raffinerien West ist aufgrund negativer Fremdwährungsdifferenzen gesunken.

Alle Firmenwerte wurden auf Basis des Nutzungswerts auf Werthaltigkeit überprüft, wobei die erzielbaren Beträge höher als die Buchwerte waren. Für die Überprüfung der Werthaltigkeit des auf die Region Mittlerer Osten und Afrika zugeordneten Firmenwerts wurde ein Diskontierungszinssatz nach Steuern von 11,19% (2017: 8,72%) angewandt. Keine vernünftige Änderung des Diskontierungszinssatzes würde zu einer Wertminderung führen. Des Weiteren würde auch ein langfristiger Ölpreis von USD 60 pro Barrel zu keiner Wertminderung führen.

Anhangangabe 15 Sachanlagen enthält Details zu vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten.

15 Sachanlagen

Sachanlagen

In EUR Mio

Andere
Anlagen,
Technische Betriebs
Grund Öl- und Anlagen und
stücke und Gas und Geschäfts Anlagen
Bauten vermögen Maschinen ausstattung in Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jänner 2018 2.760 20.603 8.734 1.836 385 34.317
Fremdwährungsdifferenz – 14 192 – 62 – 3 – 2 111
Konsolidierungskreisänderungen 3 778 5 7 0 793
Zugang 62 2.401 235 76 235 3.008
Umbuchung 17 – 25 119 73 – 173 11
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen – 31 – 446 – 244 – 4 – 11 – 735
Abgang – 22 – 470 – 96 – 30 – 24 – 642
31. Dezember 2018 2.774 23.033 8.691 1.953 411 36.862
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner 2018 1.556 12.144 5.559 1.375 30 20.663
Fremdwährungsdifferenz – 8 109 – 38 – 3 0 61
Planmäßige Abschreibung 84 1.091 349 84 1.609
Wertminderung 1 109 1 0 5 117
Umbuchung 3 – 9 – 19 33 – 0 7
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen – 13 – 174 – 148 – 2 – 338
Abgang – 15 – 107 – 93 – 28 – 23 – 266
Zuschreibung – 1 – 103 – 2 – 0 – 0 – 106
31. Dezember 2018 1.607 13.060 5.608 1.459 12 21.747
Buchwert 1. Jänner 2018 1.203 8.459 3.175 461 355 13.654
Buchwert 31. Dezember 2018 1.167 9.972 3.083 494 399 15.115

Sachanlagen

In EUR Mio
Andere
Anlagen,
Betriebs
Technische und
Grund Öl- und Anlagen Geschäfts
stücke und Gas und aus Anlagen
Bauten vermögen Maschinen stattung in Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jänner 2017 2.717 21.480 8.578 1.871 339 34.987
Fremdwährungsdifferenz – 15 – 1.372 – 124 – 12 – 13 – 1.536
Zugang 55 1.071 214 50 199 1.589
Umbuchung 22 186 138 – 28 – 135 182
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen 0 – 482 – 1 – 5 – 3 – 491
Abgang – 19 – 281 – 71 – 41 – 2 – 414
31. Dezember 2017 2.760 20.603 8.734 1.836 385 34.317
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner 2017 1.499 12.144 5.322 1.380 29 20.374
Fremdwährungsdifferenz – 4 – 879 – 76 – 8 – 1 – 968
Planmäßige Abschreibung 85 1.205 355 85 1.730
Wertminderung 1 83 12 1 3 100
Umbuchung 0 149 17 – 41 0 125
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen 0 – 408 – 1 – 3 – 413
Abgang – 14 – 116 – 68 – 38 – 2 – 238
Zuschreibung – 10 – 33 – 2 – 1 – 46
31. Dezember 2017 1.556 12.144 5.559 1.375 30 20.663
Buchwert 1. Jänner 2017 1.219 9.336 3.257 491 310 14.613
Buchwert 31. Dezember 2017 1.203 8.459 3.175 461 355 13.654

Die Konsolidierungskreisänderungen von EUR 793 Mio in 2018 beinhalteten hauptsächlich die Akquisitionen von Upstream Vermögenswerten in Neuseeland. Zugänge zu Öl- und Gasvermögen enthielten EUR 1.263 Mio im Zusammenhang mit den Offshore Feldern Umm Lulu und SARB in Abu Dhabi (inklusive Rekultivierungs- und sonstige Verpflichtungen). Für zusätzliche Details siehe Anhangangabe 3.

Die Abgänge des Öl- und Gasvermögens sind hauptsächlich auf die Kürzung aus Parameteränderungen der Rekultivierungsverpflichtungen zurückzuführen (EUR 349 Mio).

Sachanlagen mit einem Buchwert von EUR 397 Mio (2017: EUR 78 Mio) wurden in die Position zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert und sind hauptsächlich auf den OMV Anteil an der Polarled Pipeline und den Nyhamna Gasverarbeitungsanlagen in der Nordsee Region und OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş. zurückzuführen. Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 7 und Anhangangabe 20.

Vertragliche Verpflichtungen
In EUR Mio
2018 2017
Immaterielle Vermögenswerte 329 303
Sachanlagen 674 672
Summe vertraglichen Verpflichtungen 1.003 974

2018 bestanden vertragliche Verpflichtungen hauptsächlich in Verbindung mit Explorations- und Produktionstätigkeiten im Bereich Upstream.

Finanzierungsleasing

Das Sachanlagevermögen aus Finanzierungsleasingverträgen beinhaltete hauptsächlich Gasspeicher in Deutschland, Grundstücke und Tankstellen in Österreich, Deutschland, der Slowakei und Tschechien, Erdgas-Tankstellen, eine Wasserstoffanlage in der Petrobrazi Raffinerie in Rumänien, Stromgeneratoren in Upstream in Rumänien sowie ein Bürogebäude in Österreich. Die OMV hat für den Finanzierungsleasingvertrag für Gasspeicherkavernen in Deutschland eine Verlängerungsoption für zusätzliche 10 Jahre.

Leasing-, Miet- und Pachtverträge

In EUR Mio
2018 2017
Kumulierte Kumulierte
Anschaf Abschrei Anschaf Abschrei
fungskosten bung Buchwert fungskosten bung Buchwert
Grundstücke und
Bauten 71 23 49 66 21 45
Öl- und Gasvermögen 15 7 7 16 6 10
Technische Anlagen
und Maschinen 267 236 31 267 230 37
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung 3 1 2 3 1 2
Summe 355 266 89 351 257 94

Bedingte Leasingzahlungen für Finanzierungsleasingverträge wurden 2018 in Höhe von EUR 8 Mio (2017: EUR 9 Mio) geleistet.

Verpflichtungen aus bestehenden Finanzierungsleasingverträgen per 31. Dezember

In EUR Mio
2018 2017
≤1 Jahr 1 – 5
Jahre
>5 Jahre ≤1 Jahr 1 – 5
Jahre
>5 Jahre
Summe künftiger
Mindestleasingzahlungen 30 99 412 31 100 431
abzüglich Zinsanteil – 17 – 60 – 176 – 17 – 62 – 191
Barwert der Mindestleasingzahlungen 14 38 236 14 38 240

Operatives Leasing

Die OMV nimmt auch operatives Leasing in Anspruch, welches hauptsächlich für die Nutzung von Tankstellengrundstücken und -gebäuden, Bürogebäuden sowie im Bereich des Fuhrparks eingesetzt wird. Der Aufwand belief sich im Jahr 2018 auf

EUR 129 Mio (2017: EUR 128 Mio). Für einige operative Leasingverhältnisse, darunter zahlreiche Tankstellengrundstücke und -gebäude, bestehen Verlängerungsoptionen.

Künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren operativen Leasingverhältnissen

In EUR Mio
2018 2017
Fällig innerhalb 1 Jahres 100 103
Fällig zwischen 1 und 5 Jahren 205 214
Fällig nach mehr als 5 Jahren 175 185
Summe künftiger Mindestleasingzahlungen 480 501

16 At-equity bewertete Beteiligungen

Wesentliche assoziierte Unternehmen

Die OMV hält einen Anteil von 36% (2017: 36%) an Borealis AG, einem führenden Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe. Das Unternehmen mit Sitz in Wien, Österreich ist weltweit tätig.

Darüber hinaus hält die OMV einen Anteil von 10% (2017: 10%) an Pearl Petroleum Company Limited mit Sitz in Road Town, British Virgin Islands, welche in der Exploration und Produktion von Kohlenwasserstoffen in der Region Kurdistan im Irak tätig ist.

Aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung zwischen der OMV und Pearl Petroleum Company Limited

(Pearl) hat die OMV maßgeblichen Einfluss im Sinne von IAS 28 auf Pearl, da es für einige strategische Entscheidungen einstimmiger Zustimmung bedarf. Daher wird dieses Unternehmen trotz eines nur 10%-Anteils at-equity einbezogen.

Beide Gesellschaften sind nicht börsennotiert und daher existieren keine notierten Marktpreise.

Folgende Tabellen zeigen die Eckdaten aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Buchwerte der wesentlichen assoziierten Unternehmen.

Gesamtergebnisrechnung

In EUR Mio
2018 2017
Borealis Pearl Borealis Pearl
Umsatzerlöse 8.334 309 7.564 247
Jahresüberschuss 907 256 1.095 1.075
Sonstige Ergebnisse 154 – 475
Gesamtergebnis des Jahres 1.061 256 619 1.075
OMV Anteile am Gesamtergebnis 382 26 223 108
Erhaltene Dividende 360 34 270 67

Bilanz

In EUR Mio
2018 2017
Borealis Pearl Borealis Pearl
Kurzfristiges Vermögen 2.658 327 2.554 422
Langfristiges Vermögen 7.290 1.733 6.840 1.600
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.023 108 1.431 86
Langfristige Verbindlichkeiten 1.504 38 1.599 1
Eigenkapital 6.421 1.914 6.365 1.935
OMV Anteil 2.312 191 2.291 194
Firmenwerte 30 30
Anpassungen OMV Konzern – 22 144 – 15 135
Buchwert der Investition 2.319 336 2.307 329

Überleitungsrechnung Buchwert

2018 2017
Borealis Pearl Borealis Pearl
1. Jänner 2.307 329 2.360 334
Erstanpassung aus IFRS 9 3 n.a. n.a.
Währungsdifferenz 16 – 46
Anteilige Jahresergebnisse 327 26 394 108
Sonstige Ergebnisse 55 – 171
Umgliederung von Cashflow-Hedges in die Bilanz – 5
Dividende und Zwischenergebniseliminierung – 367 – 34 – 276 – 67
31. Dezember 2.319 336 2.307 329

Eventualverbindlichkeiten

Am 5. Jänner 2017 erhielt Borealis zwei Entscheidungen des finnischen "Board of Adjustment" in Bezug auf Borealis Technology Oy. Das "Board of Adjustment" bestätigte darin die Ansicht der finnischen Steuerbehörde, dass die Lizenzvereinbarungen, die Borealis Technology Oy und Borealis AG in den Jahren 2008 und 2010 getroffen hatten, als Unternehmensverkauf zu betrachten sind. Darauf basierend, fordert das "Board of Adjustment" von Borealis die Zahlung von EUR 297 Mio, bestehend aus Steuernachzahlungen, Strafzuschlägen und Zinsen.

Borealis ist der Ansicht, dass diese Entscheidung weder finnischem noch internationalem Steuerrecht entspricht und die relevanten Fakten des Falls nicht angemessen berücksichtigt wurden. Aus diesem Grund hat Borealis am 6. März 2017 Berufung gegen diese Entscheidungen beim "Helsinki Administrative Court" eingelegt. Die Einhebung aller Forderungen wurde ausgesetzt.

Am 11. Oktober 2017 erhielt Borealis eine Entscheidung des "Board of Adjustment" betreffend Borealis Polymers Oy. Im Gegensatz zur "Finnish Tax Authority" hat das "Board of Adjustment" die Lizenzvereinbarung, welche zwischen Borealis Polymers Oy und Borealis AG im Zusammenhang mit der Einführung einer Lohnfertigungsvereinbarung im Jahr 2009 abgeschlossen wurde, anerkannt. Das "Board of Adjustment" hat allerdings entschieden, dass der Lizenzgebührensatz von 1 % auf 2,6 % erhöht werden sollte und dass im Zuge der Einführung des Lohnfertigungskonzepts "etwas anderes von Wert" in der Höhe von EUR 142 Mio transferiert wurde. Daraus ergibt sich eine Forderung für das Jahr 2009 in der Höhe von EUR 62 Mio, bestehend aus Steuernachzahlungen, Strafzuschlägen und Zinsen. Die Entscheidung des "Board of Adjustment" betraf keine anderen Jahre als 2009, und es wurden bisher keine Neufestsetzungsklagen für andere Jahre erhalten.

Borealis ist der Ansicht, dass diese Entscheidung weder finnischem noch internationalem Steuerrecht entspricht und die relevanten Fakten des vorliegenden Falls nicht angemessen berücksichtigt wurden. Aus diesem Grund hat Borealis am 15. Dezember 2017 Berufung gegen diese Entscheidung beim "Helsinki Administrative Court" eingelegt. Die Einhebung aller Forderungen wurde ausgesetzt.

Einzeln unwesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Die OMV hält 55,6% (2017: 55,6%) an der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. (ELG), welche den größten Teil der Pflichtnotstandsreserve für Rohöl- und Erdölprodukte in Österreich hält. Trotz Mehrheit der Stimmrechte in der Generalversammlung übt die OMV keine Beherrschung über ELG aus. Die wesentlichen Entscheidungen über die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens wurden an das Gremium der Ständigen Versammlung der Gesellschafter, in dem für Beschlüsse ein Quorum von zwei Drittel des Stammkapitals erforderlich ist, delegiert.

Die OMV hält 15,53% (2017: 15,53%) an Trans Austria Gasleitung GmbH. Da eine einstimmige Genehmigung für relevante Tätigkeiten erforderlich ist und die OMV entsprechend der rechtlichen Struktur Rechte auf das Nettovermögen von Trans Austria Gasleitung GmbH hat, wird das Unternehmen als Gemeinschaftsunternehmen im Sinne von IFRS 11 bilanziert.

Die OMV übt gemeinschaftliche Führung über Abu Dhabi Petroleum Investments LLC (ADPI, OMV Anteil 25%) und Pak-Arab Refinery Limited (PARCO; indirekte Beteiligung der OMV beträgt 10%) aus und bilanzierte beide Beteiligungen at-equity beginnend mit 31. Dezember 2018. ADPI ist eine Holding Gesellschaft mit 40% Anteil an PARCO. Da für die Entscheidungen über relevante Aktivitäten eine einstimmige Zustimmung der Parteien erforderlich ist und OMV aufgrund der rechtlichen Struktur Rechte am Nettovermögen hat, stufte die OMV die Unternehmen gemäß IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen ein (siehe Anhangangabe 3 für nähere Details).

Gesamtergebnisrechnung für individuell unwesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen – OMV Anteil

In EUR Mio

2018 2017
Assoziierte
Unternehmen
Gemeinschafts
unternehmen
Assoziierte
Unternehmen
Gemeinschafts
unternehmen
Umsatzerlöse 555 35 396 34
Jahresüberschuss 19 20 3 5
Gesamtergebnis des Jahres 19 20 3 5

Überleitungsrechnung Buchwert für individuell unwesentliche assoziierte Unternehmen

und Gemeinschaftsunternehmen

In EUR Mio

2018 2017
Assoziierte Gemeinschafts Assoziierte Gemeinschafts
Unternehmen unternehmen Unternehmen unternehmen
1. Jänner 214 63 116 49
Währungsdifferenz – 18 – 4
Konsolidierungskreisänderungen 85 117 19
Anteilige Jahresergebnisse 19 20 3 5
Veräußerungen und andere
Änderungen – 1 3
Dividende – 13 – 15 – 21 – 11
31. Dezember 202 154 214 63

17 Vorräte

Vorratsbestand
In EUR Mio
2018 2017
Rohöl 401 440
Erdgas 233 169
Sonstige Rohstoffe 206 199
Unfertige Mineralölprodukte 115 101
Sonstige unfertige Erzeugnisse 3 2
Fertige Mineralölprodukte 571 553
Sonstige fertige Erzeugnisse 43 40
Gesamt 1.571 1.503

Aufwendungen aus Vorräten

In EUR Mio
2018 2017
Material- und Warenaufwand 14.100 12.356
Bestandsveränderungen – 21 – 37
Wertminderungen zum Nettoveräußerungswert und Abschreibungen von Vorräten 16 13
Wertaufholungen von Vorräten – 2 – 2
Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) 12.331

18 Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte 1

In EUR Mio
-- ------------ -- --
Ergebnis
wirksam
Ergebnis
neutral zum
Zu fort
geführten
zum Fair
Value be
wertet
Fair Value
bewertet
Anschaf
fungskosten
bewertet
Summe
Buchwerte
davon
kurzfristig
davon
langfristig
2018
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen mit Kunden
82 1.460 1.541 1.541
Sonstige Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
1.878 1.878 1.878
Summe Forderungen aus Liefe
rungen und Leistungen
82 3.338 3.420 3.420
Anteile an sonstigen
Unternehmen
21 21 21
Investmentfonds 6 6 6
Anleihen 78 78 32 46
Als Sicherungsinstrumente
designierte und effektive
Derivate 392 392 258 134
Sonstige Derivate 2.384 2.384 1.983 401
Ausleihungen 671 671 2 669
Übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte
725 1.108 1.833 452 1.381
Summe sonstige finanzielle
Vermögenswerte 3.115 414 1.857 5.386 2.727 2.659
Gesamt 3.197 414 5.195 8.806 6.147 2.659
2017
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 2.503 2.503 2.503
Anteile an sonstigen
Unternehmen 39 39 39
Investmentfonds 6 6 6
Anleihen 78 78 17 61
Als Sicherungsinstrumente
designierte und effektive
Derivate 97 97 97
Sonstige Derivate 732 732 668 64
Ausleihungen 348 348 2 346
Übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte 641 139 1.019 1.799 355 1.444
Summe sonstige finanzielle
Vermögenswerte 1.373 320 1.406 3.099 1.140 1.959
Gesamt 1.373 320 3.909 5.602 3.643 1.959

1 2018 wurden finanzielle Vermögenswerte basierend auf den Bewertungskategorien nach IFRS 9 und 2017 basierend auf den Bewertungskategorien nach IAS 39 dargestellt.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte atfair-value-through-profit-or-loss betrug zum 31. Dezember 2018 EUR 3.197 Mio (2017: EUR 1.373 Mio). Darin sind finanzielle Vermögenswerte held-for-trading sowie eine erworbene vertragliche Position gegenüber Gazprom hinsichtlich der Neufeststellung von Reserven in Höhe von EUR 664 Mio enthalten (2017: EUR 641 Mio), resultierend aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno Russkoje.

Die OMV erfasste übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte in Verbindung mit den bedingten Gegenleistungen aus der Veräußerung des 30%-Anteils an Rosebank und der Veräußerung der OMV (U.K.) Limited, die vom Datum der finalen Investmententscheidung der Rosebank-Projektpartner abhängig sind. Die Forderungen in Höhe von EUR 61 Mio (2017: EUR 139 Mio; ergebnisneutral über das sonstige Ergebnis bewertet) sind in den übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten, welche ergebniswirksam zum Fair Value bewertet werden, enthalten. Nähere Details können den Anhangangaben 9 entnommen werden.

Die Position Ausleihungen enthielt 2018 Ausleihungen sowie damit verbundene abgegrenzte Zinsen aus Inanspruchnahmen im Rahmen der Finanzierungsvereinbarungen für das Pipelineprojekt Nord Stream 2 in der Höhe von EUR 669 Mio (2017: EUR 344 Mio). In 2018 beliefen sich die Inanspruchnahmen auf EUR 275 Mio (2017: EUR 324 Mio). Nähere Details können der Anhangangabe 11 entnommen werden.

Die übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalteten vom rumänischen Staat erstattungsfähige Kosten in Höhe von EUR 378 Mio (2017: EUR 434 Mio) im Zusammenhang mit Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltschutzmaßnahmen von OMV Petrom SA. Die Forderung besteht aus EUR 341 Mio (2017: EUR 390 Mio) für Rekultivierungskosten und aus EUR 37 Mio (2017: EUR 44 Mio) für Kosten sonstiger Umweltschutzmaßnahmen.

Am 7. März 2017 hat die OMV, als Partei der Privatisierungsvereinbarung, ein Schiedsgerichtsverfahren gegen den rumänischen Staat gemäß der ICC Regeln (International Chamber of Commerce/Internationale Handelskammer, Paris/Frankreich) zu unbezahlten Forderungen hinsichtlich Verpflichtungen für Rekultivierungskosten und Umwerltschutzmaßnahmen über EUR 33 Mio eingeleitet. Am 6. Oktober 2017 wurde der ICC eine zusätzliche Anfrage zur Ergänzung des laufenden Schiedsgerichtsverfahrens zu bestimmten, unbezahlten Forderungen hinsichtlich Verpflichtungen für Rekultivierungskosten und Umweltschutzmaßnahmen von Bohrungen in Höhe von EUR 29 Mio vorgelegt. Anfang Juli 2018 hat das Schiedsgericht die zusätzlich eingebrachten Ansprüche für zulässig erklärt.

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthielten des Weiteren Forderungen gegenüber Partnern im Geschäftsbereich Upstream sowie Seller Participation und Complementary Notes an Carnuntum DAC (siehe Anhangsangabe 36 für nähere Details).

In EUR Mio
2018
Marktwert
änderungen
im sonstigen Dividenden
Beteiligungen Marktwert Ergebnis ertrag
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC 1 21 8
APK-Pensionskasse Aktiengesellschaft 2 – 0 0
BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH 3
CEESEG Aktiengesellschaft 6 3 0
CISMO Clearing Integrated Services and Market Operations GmbH 3 1 0
FSH Flughafen-Schwechat-Hydranten-Gesellschaft GmbH & Co OG 2 0 0
H2 Mobility Deutschland GmbH & Co KG 3
Sonstige 3 – 0 6
Gesamt 21 26 15

Eigenkapitalinstrumente zum FVOCI

1 Abu Dhabi Petroleum Investments LLC wurde zum 31.Dezember 2018 in die Position At-equity bewertete Beteiligungen umgegliedert. Weitere Details können der Anhangsangabe 3 entnommen werden.

Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In EUR Mio
2018 2017
1. Jänner 76 98
Erstanpassung aus IFRS 9 2
1. Jänner, angepasst 78 98
Ausbuchungen – 3 – 2
Zuführung (+)/Auflösung (–) – 4
Nettobewertung des erwarteten Verlusts 5
Währungsdifferenzen und Konsolidierungskreisänderungen 1 – 0 – 17
31. Dezember 79 76

1 Konsolidierungskreisänderungen enthielten 2017 die OMV Petrol Ofisi Veräußerungsgruppe

Die Nettobewertungen des erwarteten Verlustes sind hauptsächlich auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Kunden zurückzuführen.

Kreditqualität von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In EUR Mio

.

2018
Äquivalent
zum externen
credit rating
Ausfall
wahrscheinlichkeit
Bruttobuch
wert
Erwarteter
Ausfall
Risiko Klasse 1 AAA, AA+, AA,
AA-, A+, A, A-
0,08% 1.935 1
Risiko Klasse 2 BBB+, BBB,
BBB-
0,25% 725 1
Risiko Klasse 3 BB+, BB, BB-
B+, B, B-,
1,25% 638 4
Risiko Klasse 4 CCC/CC 10,33% 41 1
Risiko Klasse 5 SD/D 100,00% 78 71
Gesamt 3.417 79

Wertminderung von sonstigen finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten

In EUR Mio

2017
12-Monate
ECL
Lifetime ECL
not credit
impaired
Lifetime ECL
credit
impaired
Gesamt
1. Jänner 54 170 224 242
Erstanpassung aus IFRS 9 3 3 6
1. Jänner, angepasst 3 57 170 230 242
Ausbuchungen – 0 – 3 – 3
Zuführung (+)/Auflösung (–) – 3
Nettobewertung des erwarteten
Verlusts
0 1 – 9 – 8
Währungsdifferenzen und
Konsolidierungskreisänderungen 1
0 3 – 0 3 – 15
31. Dezember 2 4 59 158 221 224

1 Konsolidierungskreisänderungen enthielten 2017 die OMV Petrol Ofisi Veräußerungsgruppe.

2 "12-Monate ECL" enthielt einen Betrag in Höhe von EUR 1 Mio und "Lifetime ECL credit impaired" einen Betrag von EUR 15 Mio in Zusammenhang mit erstattungsfähigen Kosten gegenüber dem rumänischen Staat, die außerhalb des Anwendungsbereiches von IFRS 9 sind.

In EUR Mio
2018
Äquivalent
zum externen
credit rating
Ausfall
wahrschein
lichkeit
12-Monate
ECL
Lifetime ECL
not credit
impaired
Lifetime
ECL credit
impaired
Gesamt
Risiko Klasse 1 AAA, AA+,
AA, AA-, A+,
A, A-
0,08% 410 4 414
Risiko Klasse 2 1 BBB+, BBB,
BBB-
0,25% 1.258 15 1.273
Risiko Klasse 3 BB+, BB, BB- 1,25% 85 165 2 252
Risiko Klasse 4
Risiko Klasse 5
Gesamt
B+, B, B-,
CCC/CC
SD/D
10,33%
100,00%
0
0
1.753


165
22
117
159
22
117
2.078

Kreditqualität von sonstigen finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten – Bruttobuchwerte

1 "12-Monate ECL" enthielt einen Betrag in Höhe von EUR 378 Mio und "Lifetime ECL credit impaired" einen Betrag von EUR 15 Mio in Zusammenhang mit erstattungsfähigen Kosten gegenüber dem rumänischen Staat, die außerhalb des Anwendungsbereiches von IFRS 9 sind.

Kreditqualität von sonstigen finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten – erwarteter Ausfall

In EUR Mio

2018
Äquivalent
zum externen
Ausfall
wahrschein
12-Monate Lifetime ECL
not credit
Lifetime
ECL credit
Gesamt
AAA, AA+,
AA, AA-, A+,
4
BBB- 0,25% 2 15 17
BB+, BB, BB- 1,25% 1 59 1 61
B+, B, B-,
CCC/CC
10,33% 0 22 22
SD/D 100,00% 0 117 117
4 59 158 221
credit rating
A, A-
BBB+, BBB,
lichkeit
0,08%
ECL
1
impaired
impaired
3

1 "12-Monate ECL" enthielt einen Betrag in Höhe von EUR 1 Mio und "Lifetime ECL credit impaired" einen Betrag von EUR 15 Mio in Zusammenhang mit erstattungsfähigen Kosten gegenüber dem rumänischen Staat, die außerhalb des Anwendungsbereiches von IFRS 9 sind.

19 Sonstige Vermögenswerte

Sonstige Vermögenswerte

In EUR Mio
2018 2017
Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig
Aktivische Abgrenzungen 44 14 38 8
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagevermögen 16 31
Sonstige geleistete Anzahlungen 103 69
Forderungen aus sonstigen Steuern und Sozial
versicherung
77 15 55 40
Vertragsvermögenswerte 1 1
Emissionsrechte 7 23
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 16 7 49 6
Sonstige Vermögenswerte 264 36 265 55

Aus dem Saldo der Vertragsvermögenswerte von EUR 4 Mio, welcher bei der Erstanwendung von IFRS 15 zum 1. Jänner 2018 erfasst wurde, wurden 2018 Umsatzerlöse in der Höhe von EUR 1 Mio realisiert. Der Vertragsvermögenswert resultierte aus einem langfristigen Liefervertrag mit unterschiedlichen Preisen in unterschiedlichen Perioden, die nicht den Wert der Güter zum Lieferzeitpunkt reflektieren, und betrugen zum 31. Dezember 2018 EUR 3 Mio.

20 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten

Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten

In EUR Mio
2018 2017
Langfristiges Vermögen 47 121
Latente Steuern 0 31
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 0 45
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 206
Rückstellungen 22 29
Latente Steuern 0
Verbindlichkeiten 0 34
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 63

Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten – Aufteilung auf die Segmente

In EUR Mio
2018 2017
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
Upstream 27 181
Downstream 20 24
Gesamt 47 206
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
Upstream 22 62
Downstream 0 2
Gesamt 22 63

Zum 31. Dezember 2018 beinhalteten die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten marginale Felder in Rumänien als auch verschiedene nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte in Downstream Öl.

2018 hat die OMV das Upstream Geschäft in Pakistan, das per 31. Dezember 2017 als "zu Veräußerungszwecken gehalten" klassifiziert war, verkauft (siehe Anhangangabe 3). Darüber hinaus wurden in 2018 die OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş. und OMV Tunisia Upstream GmbH (siehe Anhangangabe 3) als auch der OMV Anteil an der Polarled Pipeline und den Nyhamna Gasverarbeitungsanlagen in der Nordsee Region (siehe Anhangangabe 7) auf "zu Veräußerungszwecken gehalten" umgegliedert und innerhalb des gleichen Jahres verkauft.

Zum 31. Dezember 2017 beinhalteten die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten die Veräußerungsgruppe Pakistan, Tankstellen in Tschechien und weitere nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte in Downstream Öl. Zum 31. Dezember 2017 enthielt das Eigenkapital der OMV Anteilseigner EUR 42 Mio betreffend der Veräußerungsgruppe Pakistan, die im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital kumuliert wurden.

21 Eigenkapital der OMV Anteilseigner

Grundkapital

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 327.272.727 (2017: 327.272.727) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von EUR 327.272.727 (2017: EUR 327.272.727). Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Für das Geschäftsjahr 2018 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.

Da das von der Hauptversammlung am 13. Mai 2009 geschaffene genehmigte Kapital am 13. Mai 2014 auslief, beschloss die Hauptversammlung am 14. Mai 2014 ein neues genehmigtes Kapital. Die Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand bis einschließlich 14. Mai 2019 das Grundkapital von OMV mit Zustimmung des Aufsichtsrats – auf einmal oder in mehreren Tranchen – um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung kann auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz durchgeführt werden. Der Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen können durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgesetzt werden.

Der Vorstand wurde auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung (i) dem Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) der Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen (einschließlich Matching Share Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens) sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen dient.

Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben.

Kapitalrücklagen

Kapitalrücklagen wurden bei der OMV Aktiengesellschaft durch Mittel gebildet, die der OMV Aktiengesellschaft von ihren Anteilseignern aufgrund ihrer Eigentümerstellung über das Grundkapital zugeführt wurden.

Hybridkapital

Das im Eigenkapital ausgewiesene Hybridkapital in der Höhe von EUR 1.987 Mio besteht aus unbefristeten Hybridschuldverschreibungen, die gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangig sind. Die Erlöse aus den Hybridschuldverschreibungen werden gemäß IFRS zur Gänze als Eigenkapital klassifiziert, da die Rück- sowie Zinszahlungen im alleinigen Ermessen der OMV liegen.

Am 7. Dezember 2015 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.500 Mio in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio mit folgender Verzinsung:

  • ► Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1 werden bis zum 9. Dezember 2021 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 1, mit einem festen Zinssatz von 5,250% verzinst. Von 9. Dezember 2021 bis 9. Dezember 2025 (ausschließlich) wird die Tranche 1 mit einem Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer Marge von 4,942% entspricht, und ab dem 9. Dezember 2025 ist zusätzlich ein Stepup von 1% per annum anwendbar.
  • ► Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 2, mit einem festen Zinssatz von 6,250% verzinst. Ab 9. Dezember 2025 wird die Tranche 2 mit einem Reset-Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer Marge von 5,409% zuzüglich eines Step-ups von 1% per annum entspricht, verzinst.

Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 9. Dezember eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.

Am 19. Juni 2018 begab die OMV Hybridschuldverschrei-bungen im Gesamtvolumen von EUR 500 Mio. Die Hybridschuldverschreibungen werden bis zum 19. Juni 2024 (ausschließlich) mit einem festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Von 19. Juni 2024 bis 19. Juni 2028 (ausschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres

Swapsatz zuzüglich einer Marge von 2,335 % per annum entspricht, und ab dem 19. Juni 2028 ist zusätzlich ein Step-up von 1% per annum anwendbar. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 19. Juni eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere, wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.

Die zum 31. Dezember 2018 ausstehenden Hybridschuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die OMV hat insbesondere das Recht, die Hybridschuldverschreibungen zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Bei Rückzahlung werden sämtliche ausständige Zinsen zur Zahlung fällig. Im Fall eines Kontrollwechsels hat die OMV die Möglichkeit, die Hybridschuldverschreibungen vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.

Die 2011 begebene Hybridanleihe mit einem Volumen von EUR 750 Mio wurde von der OMV zur ersten Kündigungsmöglichkeit, dem 26. April 2018, gekündigt und zu ihrem Nennbetrag zuzüglich Zinsen zurückgezahlt.

Gewinnrücklagen

Die Ergebnisse der vollkonsolidierten Unternehmen sowie der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind unter Berücksichtigung der Konsolidierungsvorgänge in den Gewinnrücklagen enthalten.

Eigene Anteile

In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2011 (mit Ausnahme von 2010) wurde der Erwerb eigener Anteile genehmigt. Das Eigenkapital wurde in Höhe der Anschaffungskosten der zurückgekauften eigenen Anteile gekürzt. Gewinne oder Verluste aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu den Anschaffungskosten erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.

In der Hauptversammlung vom 18. Mai 2016 wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 17. Mai 2021, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und/oder Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen einschließlich Matching Share Plänen oder sonstigen Beteiligungsprogrammen, unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit der Aktionäre zu veräußern oder zu verwenden (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Tranchen durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 Unternehmensgesetzbuch) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.

Die direkt im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Gewinne und Verluste und damit verbundenen Steuereffekte setzen sich wie folgt zusammen:

Steuereffekte im Zusammenhang mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses

In EUR Mio

2018 2017
Brutto Steuer Netto Brutto Steuer Netto
Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–)
Ertrag (+) Ertrag (+) 1 Ertrag (+) Ertrag (+) Ertrag (+) 1 Ertrag (+)
Währungsdifferenzen aus der
Umrechnung ausländischer
Geschäftsbetriebe 28 – 3 25 340 6 346
Gewinne (+)/Verluste (–) aus
der Bewertung von Hedges 195 – 49 146 32 – 0 32
Gewinne (+)/ Verluste(–) aus
der Neubewertung von
leistungsorientierten Plänen – 114 6 – 108 7 2 10
Gewinne (+)/Verluste (–) aus
der Bewertung von
Eigenkapitalinstrumente 26 – 6 19 n.a. n.a. n.a.
Gewinne (+)/Verluste (–) aus
der Bewertung von Hedges,
die nachfolgend auf den
Buchwert des
Grundgeschäftes übertragen
werden 9 – 3 6 n.a. n.a. n.a.
Auf at-equity bewertete
Beteiligungen entfallender
Anteil am sonstigen Ergebnis 552 n.a. 55 – 1712 n.a. – 171
Sonstiges Ergebnis des Jahres 199 – 55 144 209 7 216

1 Enthält Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern für die österreichische Steuergruppe. Weitere Details sind in der Anhangangabe 12 zu finden. 2 Stellt das Nettoergebnis (nach Steuern) dar

Für das Geschäftsjahr 2018 wurde seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,75 je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung in 2019 zu bestätigen ist. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2017 erfolgte im Juni

2018 und betrug EUR 490 Mio (EUR 1,50 je Aktie). 2017 betrug die Ausschüttung EUR 392 Mio (EUR 1,20 je Aktie). Im Jahr 2018 beliefen sich die Zinsen für Hybridanleihen auf EUR 86 Mio (2017: EUR 137 Mio).

Eigene Anteile

Anschaffungswert in
Anzahl der Aktien EUR Mio
1. Jänner 2017 824.369 9,1
Abgang – 52.139 – 0,6
31. Dezember 2017 772.230 8,5
Abgang – 230.079 – 2,5
31. Dezember 2018 542.151 6,0

Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile

Im Umlauf
Anzahl der Eigene befindliche
Aktien Anteile Anteile
1. Jänner 2017 327.272.727 824.369 326.448.358
Bedienung von aktienbasierten Vergütungen – 52.139 52.139
31. Dezember 2017 327.272.727 772.230 326.500.497
Bedienung von aktienbasierten Vergütungen – 230.079 230.079
31. Dezember 2018 327.272.727 542.151 326.730.576

22 Nicht beherrschende Anteile

Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen

In EUR Mio
2018 2017
Nicht Kumu Nicht Kumu
beherr lierte beherr lierte
Nicht schenden nicht Nicht schenden nicht
beherr Anteilen zu beherr beherr Anteilen zu beherr
Haupt schende geordnetes schende schende geordnetes schende
Tochterunternehmen geschäftssitz Anteile Ergebnis Anteile Anteile Ergebnis Anteile
OMV Petrom Konzern n.a. 49% 434 3.279 49% 276 2.961
OMV PETROM SA Rumänien 49% 364 2.974 49% 225 2.813
OMV PETROM
MARKETING SRL Rumänien 49% 47 205 49% 36 198
TASBULAT OIL
CORPORATION LLP Kasachstan 49% 6 – 8 49% 2 – 13
KOM MUNAI LLP Kasachstan 49% – 1 11 52% – 5 – 132
Andere n.a. 17 96 18 95
Gas Connect Gruppe 1 n.a. 49% 39 129 49% 36 130
GAS CONNECT
AUSTRIA GmbH Österreich 49% 39 127 49% 35 129
AGGM Austrian Gas
Grid Management AG Österreich 74% 1 1 74% 1 1
Tochterunternehmen mit
einzeln unwesentlichen
nicht beherrschenden
Anteilen n.a. 4 29 4 27
OMV Konzern n.a. n.a 477 3.436 n.a. 315 3.118

1 Enthält das Ergebnis der at-equity bewerteten Beteiligung Trans Austria Gasleitung GmbH

Die Beteiligungsquote der nicht beherrschenden Anteile stimmt in allen Fällen mit deren Stimmrechtsquote überein.

Die Haupttätigkeiten des OMV Petrom Konzerns sind die Auffindung und Produktion von Kohlenwasserstoffen (in Rumänien und Kasachstan), Raffineriebetrieb (in Rumänien), der Verkauf von Mineralölprodukten (in Rumänien, Bulgarien, Serbien und Moldawien) und Erdgas sowie Stromproduktion und -verkauf (in Rumänien). 2018 erwarb OMV Petrom SA die verbleibenden 5% der Anteile an KOM MUNAI LLP, was zu 100% (2017: 95%) Eigentum

führte und damit zu einem nicht beherrschenden Anteil von 49% (2017: 52%).

GAS CONNECT AUSTRIA GmbH betreibt ein rund 900 km langes Erdgas-Hochdruckleitungsnetz in Österreich und ist zuständig für die Vermarktung und Bereitstellung von Transportkapazitäten für den inländischen Bedarf sowie für Exporte nach Europa.

Die folgenden Tabellen fassen Finanzinformationen in Bezug auf Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen vor konzerninternen Eliminierungen zusammen:

Gesamtergebnisrechnung

In EUR Mio

2018 2017
GAS GAS
CONNECT CONNECT
OMV AUSTRIA OMV AUSTRIA
Petrom SA GmbH Petrom SA GmbH
Umsatzerlöse 3.681 198 3.167 213
Jahresüberschuss 831 72 460 78
Gesamtergebnis des Jahres 838 68 269 80
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 410 33 132 39
an nicht beherrschende Anteile gezahlte Dividende 117 39 89 45

Bilanz

In EUR Mio

2018 2017
GAS GAS
CONNECT CONNECT
OMV AUSTRIA OMV AUSTRIA
Petrom SA GmbH Petrom SA GmbH
Kurzfristiges Vermögen 2.004 38 1.649 41
Langfristiges Vermögen 7.640 684 7.492 672
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 27
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.259 388 991 71
Langfristige Verbindlichkeiten 1.437 69 1.790 366
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 22

Cashflow-Rechnung

In EUR Mio

2018 2017
GAS GAS
CONNECT CONNECT
OMV AUSTRIA OMV AUSTRIA
Petrom SA GmbH Petrom SA GmbH
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.379 102 1.231 127
Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 1.050 – 42 – 579 – 40
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit – 89 – 61 – 230 – 86
Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel 240 0 403 – 0

23 Rückstellungen

Rückstellungen

In EUR Mio

Pensionen
Verpflich für Rekulti Rück
tungen vierung stellungen Gesamt
1.003 3.180 846 5.029
– 0 5 2 6
4 692 17 712
– 62 – 456 – 280 – 798
– 5 – 5
176 367 198 741
– 20 20 – 0
– 0 – 51 – 2 – 53
1.096 3.736 801 5.633
63 355 418
110 349 459
und ähnliche Rückstellung Sonstige

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Großteil der Anwartschaften für Pensionszusagen von mehreren österreichischen OMV Gesellschaften wurde in den Vorjahren an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen.

Leistungsorientierte Pensionspläne und Abfertigungen

Der Pensionsplan in Neuseeland wird von AMP Wealth Management New Zealand Limited, bekannt als New Zealand Retirement Trust (NZTR), verwaltet.

In EUR Mio
2018 2017 2016 2015 2014
Barwert der über einen Fonds finanzierten
Verpflichtung 776 729 764 728 745
Marktwert des Planvermögens – 413 – 436 – 453 – 460 – 471
Rückstellung der über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 363 293 311 268 274
Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten
Verpflichtung 490 463 479 497 530
Rückstellung der nicht über einen Fonds finanzierten
Verpflichtung 490 463 479 497 530
Barwert der Verpflichtungen für Abfertigungen 129 135 144 150 163
Gesamt 982 891 935 915 967

Barwert der Verpflichtungen

In EUR Mio

2018 2017
Pensions Abferti Pensions
pläne gungen pläne Abfertigungen
Barwert der Verpflichtungen zum 1. Jänner 1.191 135 1.243 144
Konsolidierungskreisänderungen 23
Fremdwährungsdifferenz 0 – 0 0 – 1
Zu Veräußerungszwecken gehaltene
Verbindlichkeiten
– 0 0
Laufender Dienstzeitaufwand 3 5 3 5
Zinsaufwand auf die Verpflichtung 20 3 19 2
Auszahlungen – 74 – 9 – 75 – 13
Erwartete Verpflichtung zum 31. Dezember 1.164 134 1.192 138
Tatsächliche Verpflichtung zum 31. Dezember 1.266 129 1.191 135
Neubewertung der Periode (sonstiges Ergebnis) 102 – 5 – 0 – 3
davon aufgrund demografischer Annahmen 96 0 0
davon aufgrund finanztechnischer Annahmen – 5 – 7 – 6 – 2
davon aufgrund erfahrungsbedingter Annahmen 11 1 6 – 1

Marktwert des Planvermögens

In EUR Mio
2018 2017
VRG IV -
Öster
reich
VRG VI –
Öster
reich
Neuseeland Summe VRG IV -
Öster
reich
VRG VI –
Öster
reich
Summe
Marktwert des Planvermögens
zum 1. Jänner 285 151 436 298 155 453
Konsolidierungskreisänderungen 20 20
Zinserträge 5 2 7 5 2 7
Fondsdotierung 5 5 0 9 9
Auszahlungen – 22 – 17 – 38 – 21 – 17 – 38
Neubewertung der Periode
(sonstiges Ergebnis) – 12 – 5 – 17 3 1 4
Marktwert des Planvermögens
zum 31. Dezember 256 137 20 413 285 151 436

Rückstellungen und Aufwendungen

In EUR Mio
2018 2017
Pensions
pläne
Abferti
gungen
Pensions
pläne
Abferti
gungen
Rückstellung zum 1. Jänner 756 135 791 144
Konsolidierungskreisänderungen 4
Fremdwährungsdifferenz 0 – 0 0 – 1
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten – 0 0
Periodenaufwand 16 8 16 8
Auszahlungen – 35 – 9 – 37 – 13
Fondsdotierung – 5 – 9
Neubewertung 119 – 5 – 5 – 3
davon aufgrund demografischer Annahmen 96 0 0
davon aufgrund finanztechnischer Annahmen 12 – 7 – 10 – 2
davon aufgrund erfahrungsbedingter Annahmen 11 1 6 – 1
Rückstellung zum 31. Dezember 853 129 756 135
Laufender Dienstzeitaufwand 3 5 3 5
Nettozinsaufwand 13 3 12 2
Aufwendungen aus leistungsorientierten
Plänen der Periode 16 8 16 8

Die gesamten Pensionskassenbeiträge für Vorstandsmitglieder und frühere Vorstandsmitglieder beliefen sich 2018 auf EUR 1 Mio (2017: EUR 1 Mio).

Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31. Dezember

2018 2017
Österreich und Österreich und
Deutschland Rumänien Deutschland Rumänien
Pensions Abferti Abferti Pensions Abferti Abferti
pläne gungen gungen pläne gungen gungen
Kapitalmarktzinssatz 1,90% 1,60% 4,75% 1,70% 1,30% 4,10%
Gehaltstrend 3,00% 3,00% 2,61% 3,00% 3,00% 3,15%
Pensionstrend 2,00% 1,80%

Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche werden als erheblich erachtet und in folgenden Bandbreiten einem Stresstest unterzogen. Die daraus resultierenden Steigerungen und Verringerungen im Vergleich zu den Verpflichtungen der leistungsorientierten Ansprüche sind in prozentualen und absoluten Veränderungen wie folgt:

Sensitivitäten - prozentuale Veränderung

2018
Kapitalmarktzinssatz Gehaltstrend
+0,50% – 0,50% +0,25% – 0,25%
Pensionspläne – 5,75% 6,36% 2,47% – 2,36%
Abfertigungen – 4,09% 4,36% 2,13% – 2,08%

Sensitivitäten - absolute Veränderung

In EUR Mio

2018
Kapitalmarktzinssatz Gehaltstrend
+0,50% – 0,50% +0,25% – 0,25%
Pensionspläne – 73 80 31 – 30
Abfertigungen – 5 6 3 – 3

Durchschnittliche Laufzeiten (Duration) und Laufzeitprofile leistungsorientierter Pensionspläne zum 31. Dezember

In EUR Mio
2018
Laufzeitprofile Durchschnitt
liche Laufzeiten
(Duration)
1–5 Jahre 6–10 Jahre >10 Jahre in Jahren
Pensionspläne 342 278 646 12
Abfertigungen 43 37 49 9

Zahlungswirksame durchschnittliche Laufzeiten (Duration) und Laufzeitprofile zum 31. Dezember

In EUR Mio
2018
Laufzeitprofile Durchschnitt
liche Laufzeiten
(Duration)
1–5 Jahre 6–10 Jahre >10 Jahre in Jahren
Pensionspläne 359 324 1.158 14
Abfertigungen 50 55 135 11

Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember

2018 2017
VRG IV -
Öster
reich
VRG VI -
Österreich
Neusee
land
VRG IV -
Öster
reich
VRG VI -
Österreich
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere 22,14% 21,81% 53,63% 23,75% 24,10%
Schuldverschreibungen 62,21% 62,48% 25,41% 61,03% 60,42%
Liquide Mittel und Geldmarktveranlagungen 6,76% 6,70% 15,73% 7,55% 7,68%
Sonstige 8,89% 9,01% 5,23% 7,67% 7,80%
Summe 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00%

Ziele der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens in Österreich wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allokation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten oder EUR gesichert sind.

Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppen VRG IV und VRG VI ist in internationale Aktienund Anleihenfonds, alternative Veranlagungsstrategien (Absolute Return Strategien, Immobilien und Private Equity) sowie Anlagen auf dem Geldmarkt investiert. Das langfristige Investitionsziel der VRG IV und VRG VI ist es, die Benchmark (20% globale Aktien, 65% globale Anleihe, 5% Cash, 5% Alternatives, 5% Immobilien) zu übertreffen und ihre bestehenden und künftigen Anspruchszahlungen zu decken. Das Vermögen der VRG IV und VRG VI ist gemäß § 25 des österreichischen Pensionskassengesetzes so veranlagt, dass die Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität des der VRG IV und VRG VI zugeordneten Vermögens insgesamt gewährleistet ist. Eine zur Benchmark abweichende Asset Allokation oder regionale Allokation ist erlaubt, wenn dies nach Beurteilung der APK durch die aktuellen Bewertungen oder zukünftigen erwarteten Renditen begründet ist. Für alle Asset Klassen können Investmentvehikel, die nach einem aktiven Ansatz verwaltet werden, eingesetzt werden, wenn dies durch Markteigenschaften oder Kosten-/Nutzenerwägungen begründet werden kann. Der Großteil des Vermögens der VRG IV und VRG VI wird in liquiden aktiven Märkten investiert, an welchen Preisnotierungen existieren. Vermögenswerte, für die keine aktive Marktpreisnotierung vorhanden ist (z.B. bestimmte Immobilien und Absolute-Return-Strategien), können auf vorsichtigem Niveau gehalten werden, wenn das Rendite-/Risikoprofil solcher Vermögenswerte als günstig erachtet wird. Das Risiko wird aktiv gesteuert und es wird allgemein erwartet, dass die Volatilität und vor allem das Downsiderisiko niedriger sein werden als jenes der Benchmark.

Aufgrund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRGs Abweichungen zu der Planvermögensrendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG IV 2018 lag bei –5,1% und das Veranlagungsergebnis der VRG VI bei –4,6%, vor allem bedingt durch eine negative Entwicklung auf dem Wertpapier- und Schuldverschreibungsmarkt.

Im Jahr 2019 sind für leistungsorientierte Pläne Zahlungen für das Jahr 2018 im Ausmaß von EUR 50 Mio an die APK-Pensionskasse AG geplant.

Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen

Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen

In EUR Mio
Buchwert
1. Jänner 2018 3.180
Fremdwährungsdifferenz 5
Konsolidierungskreisänderungen 692
Neue Verpflichtungen 144
Erhöhung aus Parameteränderung 124
Kürzung aus Parameteränderung – 411
Aufzinsung 96
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten – 51
Verbrauch und Abgänge – 44
31. Dezember 2018 3.736
davon kurzfristig zum 31. Dezember 2018 63
davon kurzfristig zum 1. Jänner 2018 110

Konsolidierungskreisänderungen bezogen sich auf den Erwerb des Upstream Geschäfts in Neuseeland. Die Zeile neue Verpflichtungen war größtenteils durch den Erwerb eines 20% Anteils an zwei Offshore Konzessionen in Abu Dhabi beeinflusst. Weitere Details können der Anhangangabe 3 entnommen werden.

Die Netto-Parameteränderungen belief sich auf EUR –286 Mio. Die Kürzungen aus Parameteränderungen waren vor allem durch eine Erhöhung der Diskontierungssätze, verglichen mit 2017, für RON und USD bedingt.

Geschätzte Fälligkeit der Rekultivierungsverpflichtungen

In EUR Mio
2018
≤1 Jahr 63
1 – 5 Jahre 374
5 – 10 Jahre 837
10 – 20 Jahre 1.956
20 – 30 Jahre 298
30 – 40 Jahre 208
>40 Jahre 1
Gesamt 3.736

Ein Rückgang um 1 Prozentpunkt bei den realen Diskontierungszinssätzen, die für die Berechnung der Rekultivierungsrückstellungen angewandt werden, würde zu einer zusätzlichen Rückstellung von EUR 356 Mio (2017: EUR 242 Mio) führen.

Höhe von EUR 1.311 Mio (2017: EUR 1.622 Mio). Gemäß der Privatisierungsvereinbarung sollte ein Teil der Verpflichtung vom rumänischen Staat refundiert werden. Zum 31. Dezember 2018 weist OMV Petrom SA eine Forderung in Zusammenhang mit Rekultivierungsverpflichtungen gegenüber dem rumänischen Staat von EUR 341 Mio (2017: EUR 390 Mio) aus.

Die Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen enthält Verpflichtungen von OMV Petrom SA in

Sonstige Rückstellungen

2018 2017
Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig
Umweltschutzkosten 26 33 32 39
Belastende Verträge 60 375 69 388
Sonstige Personalrückstellungen 109 11 127 21
Sonstige 160 26 121 49
Sonstige Rückstellungen 355 446 349 497

In den sonstigen Personalrückstellungen sind kurzfristige Lösungskosten in Höhe von EUR 30 Mio (2017: EUR 33 Mio) enthalten.

In der Position Sonstige sind Rückstellungen für belastende Verträge in Höhe von EUR 435 Mio (2017: EUR 457 Mio) enthalten, die im Wesentlichen auf abgeschlossene Transport- und Gate LNG-Terminalkapazitäten der OMV Gas Marketing & Trading GmbH, auf reservierte Gasleitungskapazitäten in Norwegen und auf bestimmte Tankstellen in Österreich zurückzuführen sind.

Die Rückstellung für die Gate LNG Terminalkapazitäten wurde in 2012 für einen langfristigen, unkündbaren Vertrag für Regasifizierungs- und Speicherkapazität gebildet, der aufgrund nachteiliger Veränderungen der europäischen Marktbedingungen belastend wurde. Der Barwert der Rückstellung per 31. Dezember 2018 betrug EUR 340 Mio (2017: EUR 348 Mio). Die Rückstellung wurde für unvermeidbare Verluste aus der Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen gebildet. Dabei wurden Kosten und Erträge aus dem zukünftigen Erwerb von LNG-Volumen berücksichtigt, da die Regasifizierung und der anschließende Verkauf des Gases zur Deckung der Fixkosten beitragen. Die Mengenannahmen spiegeln die beste Schätzung des Managements bezüglich der in Zukunft verfügbaren LNG-Volumina wider. Die Preise basieren, sofern verfügbar, auf Forward-Preisen. Sind keine Forward-Preise vorhanden, stellen die Preise die beste Schätzung des Managements dar, wobei diese sich an gegenwärtigen Marktpreisen oder an Forward-Preisen vergangener Perioden orientieren. Die Berechnung basiert auf einem Diskontierungszinssatz von 4,9% (2017: 5,2%). Eine 50%ige Reduktion des geplanten LNG-Volumens oder der LNG-Marge würde zu einer zusätzlichen Rückstellung von EUR 156 Mio führen. Des Weiteren würde ein Rückgang von einem Prozentpunkt im Diskontierungssatz eine zusätzliche Rückstellung von EUR 26 Mio auslösen.

Die Rückstellung für unkündbare Transportverpflichtungen von OMV Gas Marketing & Trading GmbH betrug 2018 EUR 68 Mio (2017: EUR 62 Mio). Die Ermittlung der Rückstellung wurde als Differenz zwischen den Fixkosten der Nutzung der Kapazitäten und dem erwarteten Gewinn aus der Verwendung der Kapazitäten ermittelt. Der angewandte Diskontierungssatz betrug 4,9% (2017: 5,2%). Neben dem Diskontierungssatz sind die Schlüsselannahmen die erwarteten Preise der relevanten Gas Hubs. Diese Preise basieren, wenn verfügbar, auf den Forward-Preisen und auf den Managementannahmen für die Restlaufzeit des Vertrages.

Emissionszertifikate

Auf Basis der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats über ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten wurden durch nationale Zuteilungspläne den betroffenen Gesellschaften im OMV Konzern für 2018 in Summe 3.213.524 Emissionszertifikate unentgeltlich zugeteilt (2017: 3.328.837).

Auf Basis des Plans 2002 zur Anpassung an den Klimawandel über ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten haben neuseeländische Gesellschaften keinen Anspruch auf eine Zuteilung von Gratiszertifikaten.

Der Marktwert der Emissionszertifikate betrug zum 31. Dezember 2018 EUR 225 Mio (31. Dezember 2017: EUR 74 Mio).

Für (noch nicht extern verifizierte) Emissionen werden 2019 voraussichtlich 7.916.134 Emissionszertifikate zurückgegeben werden.

Entwicklung der Emissionszertifikate

2018 2017
Emissionszertifikate zum 1. Jänner 9.091.596 9.273.402
Zuteilung für das Jahr 3.213.524 3.328.837
Rückgabe für tatsächliche Emissionen des Vorjahres – 6.335.946 – 6.459.422
Konsolidierungskreisänderungen 2.271
Netto-Zukäufe und -Verkäufe während des Jahres 3.105.973 2.948.779
Emissionszertifikate zum 31. Dezember 9.077.418 9.091.596

Zum 31. Dezember 2018 war eine Rückstellung für die Unterdeckung an Emissionszertifikaten in Neuseeland in Höhe von EUR 15 Mio in der Position Sonstige Rückstellungen enthalten.

Zum 31. Dezember 2017 bestand für den OMV Konzern keine Unterdeckung.

24 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten
In EUR Mio
2018 2017
Kurzfristig Langfristig Gesamt Kurzfristig Langfristig Gesamt
Anleihen 539 4.468 5.007 788 3.968 4.757
Sonstige verzinsliche Finanzver
bindlichkeiten 304 441 745 114 823 937
davon gegenüber Banken 157 441 598 114 676 790
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 4.401 4.401 3.262 3.262
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.806 924 3.730 1.288 405 1.693
Sonstige Verbindlichkeiten 863 138 1.002 775 148 922
Zu Veräußerungszwecken gehaltene
Verbindlichkeiten 22 22 63 63
Gesamt 8.936 5.971 14.907 6.291 5.344 11.635

Anleihen

Begebene Anleihen

2018 2017
Buchwert zum Buchwert zum
31. Dezember 31. Dezember
Nominale Kupon Rückzahlung in EUR Mio in EUR Mio
Internationale
Unternehmensanleihe EUR 750.000.000 0,60% fix 19.11.2018 750
EUR 500.000.000 1,75% fix 25.11.2019 500 500
EUR 500.000.000 4,375% fix 10.02.2020 519 518
EUR 500.000.000 4,25% fix 12.10.2021 503 502
EUR 750.000.000 2,625% fix 27.09.2022 750 749
EUR 500.000.000 0,75% fix 04.12.2023 497
EUR 1.000.000.000 1,00% fix 14.12.2026 991 990
EUR 750.000.000 3,50% fix 27.09.2027 748 748
EUR 500.000.000 1,875% fix 04.12.2028 499
Gesamt 5.007 4.757

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2018 erfüllte der OMV Konzern alle in den Kreditvereinbarungen festgelegten Finanzkennzahlen (Covenants).

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten

In EUR Mio
2018 2017
Kurzfristige Kreditfinanzierungen 101 20
Kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen 742 882
Gesamt kurzfristig 843 902
Fälligkeit langfristiger Finanzierungen
2019/2018 (kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen) 742 882
2020/2019 556 734
2021/2020 855 588
2022/2021 768 867
2023/2022 500 781
2024/2023 und folgende Jahre 2.230 1.822
Gesamt ab 2019/2018 5.651 5.674
In EUR Mio
2018 2017
Gewogener Gewogener
Durch Durch
schnittszins schnittszins

Gliederung der Anleihen und sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten nach Währungen und Zinssätzen

schnittszins schnittszins
satz satz
Anleihen und sonstige langfristige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten 1
Fixe Zinssätze
EUR
5.386 2,29% 5.332 2,49%
USD 21 2,28% 27 2,28%
Gesamt 5.407 2,29% 5.358 2,49%
Variable Zinssätze EUR 147 1,06% 211 1,72%
USD 98 3,05% 105 1,97%
Gesamt 245 1,85% 315 1,80%
Sonstige kurzfristige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten
HUF 58 0,38% 19 0,39%
EUR 43 0,50% 1 0,50%
Gesamt 101 0,43% 20 0,40%

1 Inklusive kurzfristiger Teile langfristiger Finanzierungen

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

In EUR Mio
Kurzfristig Langfristig Gesamt
2018
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten 223 125 348
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 2.042 410 2.452
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 14 275 288
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 527 114 641
Gesamt 2.806 924 3.730
2017
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten 97 97
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 829 51 879
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 15 278 292
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 347 77 424
Gesamt 1.288 405 1.693

Die nachfolgende Tabelle fasst die Fristigkeitsstruktur der vertraglichen, nicht diskontierten Mittelabflüsse aus Finanzverbindlichkeiten zusammen:

Finanzverbindlichkeiten

In EUR Mio
≤1 Jahr 1 – 5 Jahre >5 Jahre Gesamt
2018
Anleihen 621 2.571 2.432 5.624
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 308 448 756
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.401 4.401
Verbindlichkeiten aus Derivaten 2.265 535 2.800
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 549 170 428 1.147
Gesamt 8.145 3.724 2.859 14.728
2017
Anleihen 862 2.590 1.921 5.374
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 118 743 91 953
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.262 3.262
Verbindlichkeiten aus Derivaten 926 51 977
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 369 165 418 952
Gesamt 5.538 3.549 2.431 11.518

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten

In EUR Mio
Kurzfristig Langfristig Gesamt
2018
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen
Sicherheit 698 698
Fremde Vorauszahlungen 14 3 18
Vertragsverbindlichkeiten 63 129 192
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 88 6 94
Gesamt 863 138 1.002
2017
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen
Sicherheit 628 628
Fremde Vorauszahlungen 7 4 10
Vertragsverbindlichkeiten 62 140 202
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 78 3 82
Gesamt 775 148 922

Vertragsverbindlichkeiten

In EUR Mio

Buchwert
1. Jänner 2018 202
Realisierte Umsatzerlöse, die zu Jahresbeginn in den Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren – 72
Anstieg aufgrund von Zahlungseingängen, exklusive während der Periode als Umsatzerlöse realisierte
Beträge
62
31. Dezember 2018 192

Die Vertragsverbindlichkeiten beinhalteten hauptsächlich die nicht rückzahlbare Vorauszahlung der Entgelte aus dem Lager- und Dienstleistungsvertrag seitens der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach. Für Details hinsichtlich zu Veräußerungszwecken gehaltener Verbindlichkeiten wird auf die Anhangangabe 20 verwiesen.

25 Latente Steuern

Latente Steuern

In EUR Mio

Nicht
Aktive angesetzte Angesetzte
latente aktive aktive Passive
Steuern latente latente latente
Summe Steuern Steuern Steuern
2018
Immaterielle Vermögenswerte 89 22 67 456
Sachanlagen 134 47 87 1.370
Vorräte 21 3 18 33
Derivate 300 300 372
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 67 33 34 74
Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten
umgegliedert wurden 0 0 0
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 202 142 57 16
Rückstellungen für Rekultivierungsmaßnahmen und
Umweltschutzkosten 1.212 27 1.182 0
Sonstige Rückstellungen 134 58 76 11
Verbindlichkeiten 42 16 32 16
Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG) 445 445
Verlustvorträge 1.134 1.049 85
Outside basis Differenzen 8
Gesamt 3.781 1.396 2.385 2.357
Saldierung aufgrund gleicher Steuerhoheiten – 1.626 – 1.626
Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten
umgegliedert wurden – 0
Latente Steuern laut Bilanz 759 731

Latente Steuern

In EUR Mio

Nicht
Aktive angesetzte Angesetzte
latente aktive aktive Passive
Steuern latente latente latente
Summe Steuern Steuern Steuern
2017
Immaterielle Vermögenswerte 88 21 68 332
Sachanlagen 171 125 46 1.015
Vorräte 17 4 13 28
Derivate 145 121 25 111
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 48 16 32 57
Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten
umgegliedert wurden 58 25 33 2
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 176 130 46 10
Rückstellungen für Rekultivierungsmaßnahmen und
Umweltschutzkosten 956 47 909 0
Sonstige Rückstellungen 138 80 59 61
Verbindlichkeiten 44 13 31 27
Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG) 632 95 536
Verlustvorträge 1.037 847 191
Outside basis Differenzen 6
Gesamt 3.511 1.524 1.987 1.649
Saldierung aufgrund gleicher Steuerhoheiten – 1.212 – 1.212
Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten
umgegliedert wurden – 31 0
Latente Steuern laut Bilanz 744 437

Latente Steuern resultierten im Wesentlichen aus unterschiedlichen Bewertungsregeln, Unterschieden bei Wertminderungen und Abschreibungen sowie unterschiedlichen Kostendefinitionen.

2018 waren die latenten Steuern hauptsächlich durch die Akquisition des Upstream-Geschäfts von Shell in Neuseeland beeinflusst (für weitere Details siehe Anhangangabe 3).

Latente Steuern, welche 2017 auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert waren, bezogen sich auf die Veräußerungsgruppe Pakistan und enthielten hauptsächlich latente Steuern auf nicht verwertete Verlustvorträge.

Die Summe der angesetzten aktiven latenten Steuern von jenen Steuerhoheiten, welche entweder im Berichtsjahr oder im vorangegangenen Jahr einen steuerlichen Verlust aufgewiesen haben, belief sich auf EUR 354 Mio, wovon EUR 279 Mio der österreichischen Steuergruppe zuzuordnen sind (2017: EUR 368 Mio, davon EUR 274 Mio der österreichischen Steuergruppe zuordenbar).

Zum 31. Dezember 2018 waren steuerliche Verlustvorträge von EUR 4.138 Mio vorhanden (2017: EUR 3.470 Mio). Davon wurden EUR 182 Mio (2017: EUR 243 Mio) als werthaltig für die Berechnung latenter Steuern angesehen. Die zeitliche Verteilung der Vortragsfähigkeit stellte sich wie folgt dar:

Steuerliche Verlustvorträge In EUR Mio Basiswert (vor Wertberichtigung) davon nicht angesetzt 2018 2017 2018 2017 2018 27 22 2019 — 85 — 50 2020 5 28 5 28 2021 5 109 5 29 2022 0 14 0 94 2023 198 107 Nach 2023/2022 90 141 23 54 Unbegrenzt 3.840 3.065 3.806 2.950 Gesamt 4.138 3.470 3.946 3.227

Zum 31. Dezember 2018 bestanden temporäre Differenzen in Höhe von EUR 4.459 Mio (2017:

EUR 3.728 Mio), die im Zusammenhang mit Anteilen an vollkonsolidierten Tochtergesellschaften und atequity bewerteten Beteiligungen stehen und für die keine latente Steuerverbindlichkeit gebildet wurde. Die Realisierung von Gewinnen aus dem Verkauf von Unternehmensbeteiligungen ist in Abhängigkeit von der Strukturierung des Veräußerungsvorgangs

auf verschiedenen Stufen des Konzerns möglich. Aufgrund der komplexen rechtlichen Struktur im Konzern und der damit verbundenen steuerlichen Implikationen wurden für die Ermittlung der temporären Differenzen vereinfachende Annahmen getroffen, um Kaskadeneffekte zu minimieren.

Ergänzende Angaben zur Finanzlage

26 Cashflow-Rechnung

2018 konnte über das Bankguthaben der OMV Supply & Trading Limited nicht zur Gänze frei verfügt werden, da EUR 42 Mio als Sicherheit für ein Dokumentenakkreditiv gesperrt waren.

Wesentliche unbare Effekte

2017 enthielt der Jahresüberschuss einen Verlust aus dem Verkauf der OMV Petrol Ofisi Veräußerungsgruppe in Höhe von EUR 1.209 Mio, hauptsächlich bedingt durch die Umgliederung ("Recycling") von Fremdwährungsverlusten aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung. Dieser Effekt wurde in der Cashflow-Rechnung in der Zeile "Sonstige Änderungen" neutralisiert.

2018 beinhalteten die nicht zahlungswirksamen Zugänge im Anlagevermögen, wie bereits in 2017, im Wesentlichen die Neubewertung der Rekultivierungsverpflichtungen.

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Nähere Details zu Zahlungen in Bezug auf das Nord Stream 2 Pipelineprojekt sind in Anhangangabe 18 Finanzielle Vermögenswerte zu finden und Details zu zahlungswirksamen Effekten von Akquisitionen und Veräußerungen in Anhangangabe 3 Änderungen in der Konzernstruktur.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

2018 begab die OMV einen Eurobond in Höhe von EUR 500 Mio mit einer Laufzeit bis zum 4. Dezember 2028 und einen Eurobond in Höhe von EUR 500 Mio mit einer Laufzeit bis zum 4. Dezember 2023. Diese Transaktionen sind in der Zeile "Zugänge langfristige Finanzierungen" ausgewiesen.

Die Zeile "Rückzahlung langfristige Finanzierungen" zeigt die Rückzahlung eines EUR 750 Mio Eurobonds sowie einer EUR 750 Mio Hybridanleihe. Vor der Tilgung wurde die Hybridanleihe vom Eigenkapital in finanzielle Verbindlichkeiten umgegliedert, nachdem der Aufsichtsrat am 14. März 2018 die Rückzahlung beschlossen hatte.

Eine neue Hybridanleihe mit einem Volumen von EUR 500 Mio wurde in 2018 begeben und in der Zeile "Zugänge Hybridanleihe" ausgewiesen.

Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit

In EUR Mio
2018
Sonstige ver Verbindlich
zinsliche keiten aus
Finanzver Finanzierungs
Anleihen bindlichkeiten leasing Gesamt
1. Jänner 2018 4.757 937 292 5.986
Zugänge langfristige Finanzierungen 994 17 1.011
Rückzahlung langfristige Finanzierungen – 1.500 – 293 – 11 – 1.805
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige
Finanzierungen 102 102
Summe Mittelflüsse aus der Finanzierungstätigkeit – 506 – 175 – 11 – 692
Fremdwährungsdifferenz – 35 – 0 – 35
Umgliederung der Hybridanleihe vom Eigenkapital
zu finanzielle Verbindlichkeiten 800 800
Differenz Zinsaufwendungen und gezahlte Zinsen – 0 3 3
Sonstige Änderungen 14 8 1 22
Summe nicht zahlungswirksamer Änderungen 800 – 17 8 791
Kuponzahlung der Hybridanleihe bevor
Umgliederung vom Eigenkapital 2 – 45 – 45
31. Dezember 2018 5.007 745 288 6.040

1 Hauptsächlich resultierend aus neuen Leasingvereinbarungen

2 In der Cashflow-Rechnung in der Zeile "Dividendenzahlungen an OMV Anteilseigner" ausgewiesen

Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit

In EUR Mio
2017
Sonstige ver
zinsliche
Finanzver
Verbindlich
keiten aus
Finanzierungs
Anleihen bindlichkeiten leasing Gesamt
1. Jänner 2017 3.763 1.234 278 5.275
Zugänge langfristige Finanzierungen 989 12 1.001
Rückzahlung langfristige Finanzierungen – 202 – 15 – 217
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige
Finanzierungen – 89 – 89
Summe Mittelflüsse aus der Finanzierungstätigkeit 989 – 279 – 15 695
Fremdwährungsdifferenz – 50 – 1 – 51
Differenz Zinsaufwendungen und gezahlte Zinsen 5 – 1 4
Sonstige Änderungen 34 30 1 64
Summe nicht zahlungswirksamer Änderungen 5 – 17 29 16
31. Dezember 2017 4.757 937 292 5.986

1 Hauptsächlich resultierend aus neuen Leasingvereinbarungen

Am 31. Dezember 2018 betrugen die nicht in Anspruch genommenen, zugesagten Kreditlinien, welche ohne Einschränkungen für künftige Aktivitäten verwendet werden können, EUR 3.264 Mio (31. Dezember 2017: EUR 3.538 Mio).

Per 31. Dezember 2018 bestanden Kreditzusagen in Höhe von EUR 351 Mio an Nord Stream 2 AG für die geplante weitere Finanzierung des Nord Stream 2 Projektes (31. Dezember 2017: EUR 626 Mio).

27 Eventualverbindlichkeiten

Für Rechtsstreitigkeiten, aus denen wahrscheinlich Verpflichtungen resultieren, werden Rückstellungen gebildet. Der Vorstand vertritt den Standpunkt, dass jene Rechtsstreitigkeiten, die nicht durch Rückstellungen oder Versicherungen gedeckt sind, keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage haben werden.

Jede Konzerngesellschaft unterliegt mit ihren Produktionsanlagen und ihrem Grundvermögen in den jeweiligen Ländern einer Reihe von Umweltschutzbestimmungen. Für die geschätzten Kosten bestehender Verpflichtungen aus Umweltschutzmaßnahmen wurde in Übereinstimmung mit den Bilanzierungsregeln des Konzerns bilanziell vorgesorgt. Für Rekultivierungen werden Rückstellungen gebildet, wenn zum Bilanzstichtag eine Verpflichtung bereits besteht.

Der Vorstand ist der Ansicht, dass die Einhaltung der gegenwärtigen Gesetze und Bestimmungen und der künftig strengeren Gesetze und Bestimmungen keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Konzernergebnisse, -bilanz und -cashflows der näheren Zukunft haben wird.

Abhängig von den Anforderungen der lokalen Umweltbehörden können die Konzernaktivitäten in Rumänien im Zusammenhang mit der Raffinierung von Mineralölerzeugnissen die Verpflichtung zur Bodensanierung nach der Beendigung der Aktivitäten begründen. Für den Raffineriestandort Arpechim kann am Tag der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses die Existenz bzw. der Umfang der potenziellen Sanierungsverpflichtung nicht verlässlich beurteilt werden. Dies erfordert die Erstellung von Fachstudien zur Bestimmung des Umfanges etwaiger Verschmutzungen. Es wurde daher keine Rückstellung in diesem Zusammenhang erfasst.

Im Mai 2009 hat die OMV eine Vereinbarung mit den Verkäufern Crescent Petroleum Company International und Dana Gas PJSC für den Kauf eines 10%-Anteils an der Pearl Petroleum Company Limited (Pearl), eine Gesellschaft welche die Gasfelder Khor Mor und Chemchemal in der irakischen Region Kurdistan betreibt, abgeschlossen. Die Vereinbarung umfasste bedingte Zahlungsverpflichtungen für die OMV, welche abhängig von der weiteren Feststellung der Reserven sind. Die Feststellung der Reserven hat von einem gemeinsam beauftragten unabhängigen Experten zu erfolgen. Bis vor kurzem wurde die Wahrscheinlichkeit zusätzlicher Zahlungsverpflichtungen als unwahrscheinlich eingestuft. Zurzeit werden Evaluierungsbohrungen in den oben genannten Feldern durchgeführt, die potenziell als Grundlage für Feldentwicklungspläne (Field Development Plans) verwendet werden könnten. Diese Pläne bedürfen der Zustimmung der Gesellschafter von Pearl sowie der Regierung der irakischen Region Kurdistan. Abhängig vom weiteren Fortschritt, dem Zeitpunkt sowie der Verfügbarkeit der notwendigen Freigaben und der Feststellung der Reserven in den genehmigten Feldentwicklungsplänen könnte eine mögliche Zahlungsverpflichtung entstehen. Am Tag der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses kann keine verlässliche Schätzung möglicher weiterer Zahlungen getroffen werden, sofern diese überhaupt eintreten. Daher wurde keine Rückstellung im Konzernabschluss erfasst.

28 Risikomanagement

Kapitalrisikomanagement

Die Finanzsteuerungsstrategie der OMV basiert auf den Prinzipien der operativen Effizienz, Kapitaleffizienz, Finanzierungseffizienz sowie des nachhaltigen Portfoliomanagements. Mit dem Fokus auf eine Stärkung der OMV Bilanz, des Erzielens eines positiven freien Cashflows und der Verbesserung der Profitabilität ist die Finanzsteuerungsstrategie die Basis für eine nachhaltige, risikobewusste und zukunftsorientierte Wertsteigerung für die OMV und ihre Stakeholder.

Die OMV steuert ihre Kapitalstruktur zur Sicherung der Kapitalbasis, um das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und des Kapitalmarkts zu erhalten sowie um eine nachhaltige finanzielle Basis für die zukünftige operative Entwicklung des Konzerns zu schaffen. Die Finanzierungsstrategie der OMV fokussiert sich auf den Cashflow und die finanzielle Stabilität des Konzerns. Die wichtigsten Ziele sind das Erreichen eines positiven freien Cashflows nach Dividenden sowie ein starkes Investment Grade Rating auf Basis einer gesunden Bilanz und eines langfristigen Verschuldungsgrads von unter 30%.

Kapitalmanagement – wichtige Leistungskennzahlen

In EUR Mio
2018 2017
Anleihen 5.007 4.757
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 745 937
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 288 292
Schulden 6.040 5.986
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 4.026 3.981
Nettoverschuldung 2.014 2.005
Eigenkapital 15.342 14.334
Verschuldungsgrad 2 13% 14%

1 Inklusive liquider Mittel, welche auf "zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden.

2 Mit der Implementierung von IFRS 16 am 1. Jänner 2019 wird der Verschuldungsgrad 18% sein.

Liquiditätsrisiko

Zur Beurteilung des Liquiditätsrisikos werden konzernweit die jährlich geplanten operativen sowie finanziellen Zahlungsströme auf Monatsbasis beobachtet und analysiert. In der Folge werden der monatlich geplanten Nettoliquiditätsentwicklung die zum Monatsende bestehenden Geldanlagen und Finanzierungen, deren geplante Abreifung sowie bestehende Liquiditätsreserven gegenübergestellt. Diese Analyse stellt die Basis für Finanzierungsentscheidungen und Kapitalanlagen dar.

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des OMV Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von zugesagten Kreditlinien und kurzfristigen Geldmarktaufnahmen gehalten. Zum 31. Dezember 2018 beträgt die durchschnittlich gewichtete Laufzeit des Schuldenportfolios des OMV Konzerns 5,0 Jahre (31. Dezember 2017: 4,8 Jahre).

Das operative Liquiditätsmanagement des Konzerns wird zentral durchgeführt und umfasst einen Cash-Concentration-Prozess, durch den eine Zusammenführung von liquiden Mitteln (Cash Pooling) erfolgt. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen der einzelnen Teilnehmer dieses Prozesses und somit zum optimalen Nutzen des Konzerns gesteuert werden.

Detaillierte Angaben zu den finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns enthält Anhangangabe 24.

Politisches Risiko

Die OMV ist unter anderem in Ländern tätig, die aktuell Schauplatz politischer Instabilität sind (vor allem im Jemen, in Libyen, Kasachstan, Pakistan, Russland, Tunesien und der Türkei), oder verfügt über Vermögenswerte in diesen Ländern. Unterbrechungen bzw. Rückgänge der Produktion sowie höhere Steuersätze, Begrenzung von Eigentum ausländischer Investoren bis hin zur Enteignung könnten

die Folge möglicher politischer Veränderungen sein. Der Konzern verfügt allerdings über langjährige Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Die politischen Entwicklungen werden für alle Märkte, in denen der Konzern tätig ist, kontinuierlich beobachtet. Spezifische Länderrisiken werden vor dem Eintritt in neue Länder überprüft.

Es wurde eine Analyse durchgeführt, um die möglichen Auswirkungen eines harten Brexit-Szenarios auf die Unternehmen der OMV-Gruppe zu bewerten. Aus der Analyse geht hervor, dass keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten sind.

Die OMV analysiert das Risiko potenzieller US- oder EU-Sanktionen und ihrer Auswirkungen auf geplante oder bestehende Aktivitäten, um stets die geltenden Sanktionen einzuhalten. Insbesondere Risiken aufgrund von US Sanktionen gegen das Nord Stream 2 Projekt und Aktivitäten in Russland werden regelmäßig bewertet und überwacht.

Marktrisiko

Derivative und nicht-derivative Instrumente werden bei Bedarf zur Steuerung von Marktrisiken eingesetzt, welche sich aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Warenpreisen ergeben und einen negativen Effekt auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder erwartete zukünftige Zahlungsströme haben können.

Risikomanagement von Warenpreisen – Upstream

Um Konzernergebnis und -Cashflow vor dem potenziell negativen Einfluss fallender Öl- und Gaspreise zu schützen sowie ausreichende Liquiditätsreserven sicherzustellen, werden von Zeit zu Zeit derivative Instrumente zur Sicherung von günstigen Marktpreisen eingesetzt. Im Zuge dessen geht die OMV Positionen in derivativen Finanzinstrumenten zum Verkauf der zukünftigen Produktion ein, um so den zukünftigen Öl- bzw. Gaspreis zu fixieren und dadurch das Marktpreisrisiko für jene Zeiträume, für welche die Hedges abgeschlossen werden, zu reduzieren. Die OMV greift dabei auf einen flexiblen Ansatz zurück, welcher auch die Realisierung von Hedges mittels Rückkäufen beinhalten kann, mit dem Ziel einen positiven Ergebnisbeitrag zu leisten.

Im Jahr 2018 wurden zusätzlich zu den bereits bestehenden Öl-und-Gas-Swaps weitere Swaps für Gasvolumina sowie Optionen für Ölvolumina eingegangen. Der Beitrag zum Operativen Ergebnis dieser Absicherungsgeschäfte belief sich auf EUR –219 Mio (Öl: EUR –98 Mio, Gas: EUR –121 Mio).

Im Jahr 2017 lag der Beitrag zum Operativen Ergebnis der abgeschlossenen Öl- und Gas-Absicherungsgeschäfte bei EUR –72 Mio (Öl: EUR –128 Mio, Gas: EUR 56 Mio).

Für diese derivativen Finanzinstrumente kam kein Hedge-Accounting zur Anwendung.

Operatives Risikomanagement Warenpreisen – Downstream

Risikomanagement von Warenpreisen im Bereich Downstream umfasst die Analyse, Bewertung, Berichterstattung und Absicherung von Marktpreisrisiken, welche aus Handels- und Nicht-Handelsaktivitäten entstehen. Dies umfasst Raffinerie- (Raffineriemarge, Petrochemie-Marge, Lagerbestände bis zu einem vordefinierten Schwellenwert) sowie Öl- und Gasverkaufsaktivitäten (Verkaufsmarge, Lagerbestände bis zu einem vordefinierten Schwellenwert) ebenso wie die Stromerzeugung (Spark Spreads) und die Aktivitäten im Eigenhandel.

Um Marktzugang zu Öl-, Strom- sowie Gasmärkten zu gewinnen, wird im begrenzten Ausmaß auch Eigenhandel betrieben. In Downstream Gas werden

OTC Swaps, Optionen, Futures und Forwards zur Absicherung von Risiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite eingesetzt. Ziel ist es, das Preisrisiko aus Mengenbewegungen der Vorräte sowie aus dem Unterschied von Ein- und Verkaufsparametern abzusichern.

In Downstream Öl werden Derivate sowohl für die Ergebnisabsicherung selektiver Produktenverkäufe als auch zur Reduktion des Preisrisikos aus den volatilen Vorratsbeständen verwendet. Eingesetzt werden Rohöl- und Produktswaps, welche die Produktmarge (Crack-Spread), die Preisdifferenz zwischen Rohöl und den erzeugten Bulk-Produkten, absichern sollen.

Darüber hinaus werden börsengehandelte Ölfutures wie auch OTC-Kontrakte (Contracts for Difference und Swaps) zur Absicherung von kurzfristigen Einkaufs- wie Verkaufspreisrisiken eingesetzt.

Swaps erfordern beim Vertragsabschluss kein initiales Investment. Der Zahlungsausgleich erfolgt regelmäßig zum Quartals- bzw. Monatsende. Die Prämien für gekaufte Optionen sind bei Vertragsabschluss zu bezahlen. Bei Ausübung der Option erfolgt die Auszahlung der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen Marktpreis der Periode am Ende der Laufzeit.

Die nachfolgenden Tabellen legen Markt- sowie Nominalwerte der derivativen Finanzinstrumente dar. Der Nominalwert ist Brutto erfasst, stellt den Wert des den Derivaten zugrundeliegenden Vermögenswerts, Referenzsatzes oder Indizes dar und ist die Basis für die Messung der Änderungen des Marktwerts. Der Nominalwert gibt das Volumen der am Jahresende ausstehenden Transaktionen an und lässt weder auf Markt- noch auf Kreditrisiko schließen.

Nominal- und Marktwerte offener Warenkontrakte

In EUR Mio
2018 2017
Nomi Marktwert Marktwert Nomi Marktwert Marktwert
nale aktiv passiv nale aktiv passiv
Derivate zum FVOCI – Cashflow Hedges
Downstream Öl-Swaps 1 4.284 391 – 351 1.417 97 – 97
Derivate zum FVTPL
Upstream Öl-Swaps 859 – 128
Upstream Gas-Swaps 705 39 – 75 961 41 – 27
Upstream 705 39 – 75 1.820 41 – 155
Downstream Öl-Futures 12.282 1.202 – 1.181 7.860 358 – 358
Downstream Öl-Swaps 11.063 202 – 224 5.589 38 – 41
Downstream Öl 23.345 1.404 – 1.405 13.449 397 – 400
Downstream Gas-Optionen 1 0 – 0
Downstream Gas-Swaps 329 15 – 35 162 5 – 5
Downstream Gas-Futures 195 4 – 11 77 2 – 2
Downstream Gas-Forwards 16.737 905 – 910 8.136 287 – 314
Downstream Gas 17.260 925 – 957 8.376 295 – 321

1 Inklusive dem ineffizienten Teil von Cashflow Hedges

Risikomanagement im Fremdwährungsbereich

Die OMV ist in einer Vielzahl von Ländern und unterschiedlichen Währungsräumen aktiv. Daher müssen branchenspezifische Transaktions- und entsprechende Umrechnungsrisiken genau analysiert werden. Die größten Risikopositionen stellen der USD und die jeweilige Veränderung des USD im Verhältnis zum EUR sowie zu anderen Hauptwährungen des OMV Konzerns (RON, RUB, NOK und NZD) dar. Veränderungen dieser Währungen im Verhältnis zum EUR spielen auch eine wichtige Rolle in der Risikobetrachtung. Andere Währungen haben nur geringen Einfluss auf Cashflow und Operatives Ergebnis. Das Transaktionsrisiko der Fremdwährungszahlungsströme wird laufend beobachtet. Mindestens halbjährlich werden die Long- und Short-Nettopositionen des Konzerns und deren Sensitivität für den Konzern berechnet. Diese Analyse stellt die Basis für das Risikomanagement des Transaktionsrisikos bei Währungen dar. Als Produzent von hauptsächlich in USD gehandelten Rohstoffen weist der OMV Konzern eine USD-Long-Position auf.

FX Forwards und Swaps werden ausschließlich zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken in offenen Forderungen oder Verbindlichkeiten verwendet. Der Marktwert dieser Instrumente entwickelt sich bei einer Veränderung der zugrundeliegenden Wechselkurse genau gegenläufig zur Veränderung der Forderung oder Verbindlichkeit.

Per 31. Dezember gab es zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos bei Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für das Liquiditätsmanagement folgende Transaktionen:

Währungsderivate

In EUR Mio

2018 2017
Marktwert Marktwert Marktwert Marktwert
Nominale aktiv passiv Nominale aktiv passiv
Currency-Optionen (FVOCI) 238 1
Currency-Forwards (FVTPL) 1.701 16 – 12 334 1 – 5
Currency-Swaps (FVTPL) 65 0 168 1 0

Cashflow-Hedge Accounting

Im Downstream Öl-Geschäft ist die OMV insbesondere schwankenden Raffineriemargen und Bestandsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu reduzieren werden entsprechende Absicherungsgeschäfte getätigt. Diese umfassen die Absicherung künftiger Raffineriemargen (margin hedges) sowie die Absicherung der Bestände (stock hedges).

Das Ziel der Risikomanagementaktivitäten ist es, die Bepreisung von Produktenverkäufen und –zukäufen zu harmonisieren, um stets innerhalb eines genehmigten Zielbereichs der bepreisten Lagerbestände zu bleiben. Dies wird durch Bestands-Hedging erreicht, in dem das Preisrisiko reduziert wird. Der genehmigte Zielbereich definiert sich als Maximalabweichung vom Zielwert, welcher im Rahmen des Jahresplans für Hedging-Aktivitäten freigegeben wird.

Beim Hedging der Raffineriemargen werden Rohöl und daraus gewonnene Erzeugnisse separat behandelt, um zukünftige Margen zu sichern. Die Mandate sind im Rahmen des Jahresplans für Hedging-Aktivitäten dokumentiert und freigegeben.

Bestands-Hedging wird dazu eingesetzt, das Marktpreisrisiko zu verringern, sobald die tatsächlichen bepreisten Bestände von den Zielwerten abweichen. Die geplanten Verkäufe von Produkten und Zukäufe von Rohöl sowie Ölprodukten stellen das abgesicherte Grundgeschäft dar. Erfahrungsgemäß ist

Rohöl die wesentlichste Risikokomponente der Bestandspreise, allerdings werden in vereinzelten Fällen auch Ölprodukte für die Absicherung von Beständen eingesetzt. In solchen Fällen werden Platts Produktnotierungen als Risikokomponente definiert. Weitere Komponenten, wie Produktmargen oder lokale Marktkosten, werden nicht abgesichert.

Im Falle von Absicherungen künftiger Raffineriemargen ist das abgesicherte Grundgeschäft die Produktmarge, dabei erfolgt Kauf von Rohöl auf fixer Basis und Verkauf von Produkten auf fixer Basis. Die Marge der verschiedenen Ölprodukte ist eine separat identifizierbare Komponente und stellt daher die spezifische Risikokomponente dar, welche als abgesicherte Risikokomponente designiert wird. Um eine übermäßige Absicherung zu verhindern, werden hinsichtlich der geplanten Verkäufe Höchstgrenzen festgesetzt.

Die Sicherungsbeziehungen werden mit einer Absicherungsquote von 1:1 aufgebaut, da das zugrundeliegende Risiko der Commodity Derivate identisch mit dem abgesicherten Risiko der Komponenten ist. Ineffektivität von Sicherungsgeschäften kann entstehen im Falle von unterschiedlichen Zeitpunkten zwischen Absicherungsinstrument und Lieferung vom Grundgeschäft und unterschiedlicher Preisbildung (Derivate werden auf Basis zukünftiger Monatsdurchschnittspreise (oder anderer Perioden) bewertet und Zu-/Verkäufe zum Stichtagskurs zum Zeitpunkt der Transaktion/Lieferung).

Cashflow-Hedging – Auswirkung des Hedge Accounting auf die Bilanz
------------------------------------------------------------------- -- -- --
In EUR Mio
2018
Swaps fix vs. floating
– Planbeschaffung
Swaps fix vs. floating
– Planumsätze
Option - feste Ver
pflichtung zum
Erwerb eines
Geschäfts im Rahmen
von Unternehmens
zusammenschlüssen
Gesamt
Warenpreisrisiko Fremdwährungsrisiko
Nominalwert 204 4.080 238 4.522
innerhalb eines Jahres 204 2.336 238 2.778
länger als ein Jahr 1.744 1.744
Marktwert – aktiv 391 1 392
Marktwert – passiv 44 304 348
sonstige finanzielle
Vermögenswerte/Ver
sonstige finanzielle
Vermögenswerte/Ver
sonstige finanzielle
Vermögenswerte/Ver
Posten in der Bilanz bindlichkeiten bindlichkeiten bindlichkeiten n.a.
Cashflow-Hedge Rücklage
(vor Steuern)
– 44 94 – 2 49
davon "cost of
hedging" Rücklage
– 2 – 2

Cashflow-Hedging – Auswirkung des Hedge Accounting auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie das sonstige Ergebnis (OCI)

In EUR Mio

2018
Forward - feste Option - feste
Verpflichtung Verpflichtung
zum Erwerb zum Erwerb
Swaps eines Geschäfts eines Geschäfts
fix vs. im Rahmen von im Rahmen von
Swaps fix vs. floating – Unternehmens Unternehmens
floating – Plan Plan zusammen zusam
beschaffung umsätze schlüssen menschlüssen Gesamt
Warenpreisrisiko Fremdwährungsrisiko
Im sonstigen Ergebnis erfasste
Gewinne (+)/Verluste (–) – 21 43 32 – 2 52
In der Gewinn- und Verlustrech
nung erfasste Ineffektivitäten
– 1 – 14 – 15
Zukäufe
Posten in der Gewinn- und (inklusive
Verlustrechnung (Hedge-In Bestands Umsatz
effektivität) veränderungen) erlöse n.a. n.a. n.a.
Umgliederung aus dem
sonstigen Ergebnis in die
Gewinn-und Verlustrechnung 152 152
Posten in der Gewinn- und Umsatz
Verlustrechnung (recycling) n.a. erlöse n.a. n.a. n.a.

Cashflow-Hedging – Auswirkung des Hedge Accounting auf das Eigenkapital

In EUR Mio

2018
Forward - feste Ver Option - feste Ver
pflichtung zum pflichtung zum
Erwerb eines Erwerb eines
Swaps fix Swaps fix Geschäfts im Geschäfts im
vs. floating – vs. floating Rahmen von Rahmen von Unter
Plan – Plan Unternehmens nehmenszusam
beschaffung umsätze zusammenschlüssen menschlüssen Gesamt
Warenpreisrisiko Fremdwährungsrisiko
Cashflow-Hedge Rücklage
zum 1. Jänner (netto nach
Steuern) 81 – 72 8
Im sonstigen Ergebnis
erfasste Gewinne (+)/
Verluste (–) – 21 43 32 – 2 52
Umgliederung in die
Gewinn- und
Verlustrechnung 152 152
Umgliederung in die
Bilanz – 132 – 32 – 163
Steuereffekte 40 – 50 0 – 10
Cashflow-Hedge Rücklage
zum 31. Dezember (netto
nach Steuern) – 33 73 – 1 39

Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich

|--|

2017
Periode der er
warteten Cash
flows bei Cash
flow Hedges
Wertänderung
direkt im sonstigen
Ergebnis gezeigt
davon:
Umgliederung aus dem
sonstigen Ergebnis
über die Gewinn- und
Verlustrechnung
Downstream Öl-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Brent bis Q4/18 99 – 5
Swaps fix vs. floating – Produkte bis Q4/18 – 66 23

Sensitivitätsanalyse

Für die offenen Absicherungskontrakte wird der Effekt einer Marktpreisschwankung (+/–10%) auf deren Marktwert mittels Sensitivitätsanalyse gemessen. Die Sensitivität der Gesamtergebnisse des Konzerns weicht von der unten gezeigten Sensitivität ab, da die abgeschlossenen Kontrakte zur Absicherung von operativen Positionen verwendet werden.

rechnung oder auf das sonstige Ergebnis ist abhängig von der Art des eingesetzten Derivats und der Anwendung von Hedge-Accounting. Die Marktpreissensitivität für Derivate, für die Cashflow-Hedge-Accounting angewendet wird, ist in der Tabelle als Sensitivität des sonstigen Ergebnisses dargestellt. Marktpreissensitivitäten für alle weiteren offenen Derivate werden in der Sensitivität des Ergebnisses vor Steuern gezeigt.

Die Unterscheidung zwischen der Auswirkung einer Marktpreisschwankung auf die Gewinn- und Verlust-

Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das Ergebnis vor Steuern

In EUR Mio
2018 2017
Marktpreis Marktpreis Marktpreis Marktpreis
+10% – 10% +10% – 10%
Upstream
Upstream Commodity-Öl-Swaps – 99 99
Upstream Commodity-Gas-Swaps – 40 40 – 34 34
Downstream
Downstream Öl
Downstream Öl Commodity-Futures 6 – 6 6 – 6
Downstream Öl Commodity-Swaps – 2 2 9 – 9
Downstream Gas
Downstream Gas Commodity-Swaps 1 – 1 – 5 5
Downstream Gas Commodity-Futures 4 – 4 0 – 0
Downstream Gas Commodity-Forwards – 51 51 – 34 34

Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das sonstige Ergebnis

In EUR Mio
-- -- -- ------------ --
2018 2017
Marktpreis Marktpreis Marktpreis Marktpreis
+10% – 10% +10% – 10%
Downstream Öl
Downstream Öl Commodity-Swaps 26 – 26 – 7 7

Für Finanzinstrumente wird eine Sensitivitätsanalyse zu Wechselkursänderungen durchgeführt. Auf Konzernebene beinhaltet die EUR-RON-Sensitivität nicht nur die RON-Nettoposition gegenüber EUR,

sondern auch die RON-Nettoposition gegenüber USD, da diese in eine EUR-RON- sowie eine EUR-USD-Position aufgeteilt werden kann. Gleiches gilt für die EUR-NOK-, sowie EUR-NZD-Position.

Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das Ergebnis vor Steuern 1

In EUR Mio
2018 2017
EUR wird um
10% stärker
EUR wird um
10% schwächer
EUR wird um
10% stärker
EUR wird um
10% schwächer
EUR-RON – 4 4 15 – 15
EUR-USD – 48 48 – 43 43
EUR-NZD 9 – 9 2 – 2
EUR-NOK 14 – 14 12 – 12

1 Bezieht sich nur auf Finanzinstrumente und entspricht nicht der vom Konzern berechneten Gesamt-Währungssensitivität auf das Operative Ergebnis.

Translationsrisiko

Das Translationsrisiko auf Konzernebene wird ebenfalls laufend beobachtet und die daraus resultierende Risikoposition bewertet. Als Translationsrisiko wird jenes Risiko bezeichnet, das aufgrund der Konsolidierung von Tochtergesellschaften entsteht, die in einer funktionalen Währung ungleich EUR bilanzieren. Die größten Risikopositionen stellen dabei Veränderungen auf RON, USD, RUB, NOK und NZD lautende Nettovermögenswerte im Verhältnis zum EUR dar.

Zinsmanagement

Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskenn-zahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.

Fallweise können festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa konvertiert werden. Zum Bilanzstichtag gab es keine offenen Positionen, da keine neuen Zinsswaps während des Geschäftsjahres 2018 eingegangen wurden (2017: keine offenen Positionen).

Zinssensitivitäten

Die OMV hält finanzielle Vermögenswerte, deren Marktwerte von Zinsänderungen beeinflusst werden. Der Marktwert der wesentlichen finanziellen Vermögenswerte wäre bei einer Zinssteigerung am 31. Dezember 2018 um 0,5%-Punkte um EUR 30 Mio niedriger (31. Dezember 2018: EUR 35 Mio). Eine Zinssenkung um 0,5%-Punkte würde am 31. Dezember 2017 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 31 Mio führen (31. Dezember 2017: EUR 37 Mio).

Des Weiteren analysiert die OMV regelmäßig den Einfluss von Zinsänderungen auf das Zinsergebnis aus variabel verzinsten Geldanlagen und -aufnahmen. Derzeit werden Effekte aus dem Zinsänderungsrisiko nicht als substanzielles Risiko eingestuft.

Kreditrisiko der Kontrahenten

Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzernebene und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limitgrenzen für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht. Für alle Geschäftspartner, Banken und Sicherheitengeber werden, basierend auf einer Risikobewertung, Limithöhe, interne Risikoklasse und Limitlaufzeit vergeben. Die Bonitätseinschätzung wird zumindest jährlich oder ad hoc überprüft. Diese Vorgehensweise ist bei der OMV in einer Konzernrichtlinie festgelegt, in der konzernweite Mindestanforderungen definiert und vorgegeben werden. Derivative Finanzinstrumente werden zum überwiegenden Teil mit Vertragspartnern mit "Investment Grade Rating" abgeschlossen.

Kreditrisiko ist das Risiko, dass die Kontrahenten des OMV Konzerns ihren Verpflichtungen aus einem Finanzinstrument oder Kundenvertrag nicht nachkommen, was zu einem finanziellen Verlust führen würde. Der Konzern ist einem Kreditrisiko aus Kundenforderungen aus der operativen Geschäftstätigkeit (siehe Anhangangabe 18) sowie aus Finanzanlagen einschließlich Einlagen bei Banken und Finanzinstituten (siehe Anhangangabe 26), Fremdwährungstransaktionen und sonstigen Finanzinstrumenten (siehe Anhangangabe 18) ausgesetzt.

29 Bemessungshierarchie

Bemessungshierarchie der finanziellen Vermögenswerte und zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte 2018

In EUR Mio
Buchwert Stufe des beizulegenden Zeitwerts
Zu fort
geführten An
schaffungs
kosten
Zum bei
zulegen
den Zeit
wert
Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
3.338 82 3.420 82 82
Anteile an sonstigen
Unternehmen designiert zum
FVOCI 1
21 21 21 21
Investmentfonds 6 6 6 6
Anleihen 2 78 78
Als Sicherungsinstrumente
designierte und effektive Derivate
392 392 392 392
Sonstige Derivate 2.384 2.384 1.206 1.178 2.384
Ausleihungen 671 671
Übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte 3
1.107 725 1.833 725 725
Nettobetrag zu
Veräußerungszwecken gehaltene
Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten n.a.
Summe 5.195 3.610 8.805 1.212 1.651 747 3.610

1 Im Zuge der Implementierung von IFRS 9 änderte sich die Klassifizierung auf zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderung im

sonstigen Ergebnis. Für nähere Informationen siehe Anhangangabe 2.

2 Im Zuge der Implementierung von IFRS 9 änderte sich die Klassifizierung auf fortgeführte Anschaffungskosten. Für nähere Informationen siehe Anhangangabe 2.

3 Enthält einen Vermögenswert hinsichtlich der Neufeststellung von Reserven aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno Russkoje und bedingte Gegenleistungen aus dem Verkauf des 30%-Anteils am Feld Rosebank und aus der Veräußerung der OMV (U.K.) Limited. Für nähere Informationen siehe Anhangangabe 18.

Bemessungshierarchie der finanziellen Verbindlichkeiten 2018

Buchwert Stufe des beizulegenden Zeitwerts
Zu fort
schaffungs legenden
kosten Zeitwert Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
5.007 5.007
745 745
4.401 4.401
348
2.452 2.452 1.192 1.260 2.452
288 288
641 641
11.083 2.800 13.883 1.192 1.608 2.800
geführten An
Zum beizu
348
348 348

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für die der beizulegende Zeitwert angegeben

wird 2018

In EUR Mio
Beizulegender
Zeitwert
Stufe des beizulegenden Zeitwerts
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Anleihen 77 5 72
Finanzielle Vermögenswerte 77 5 72
Anleihen 5.323 5.323
Sonstige verzinsliche Finanz
verbindlichkeiten 759 759
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
leasing 386 386
Finanzielle Verbindlichkeiten 6.467 5.323 1.144

Bemessungshierarchie der finanziellen Vermögenswerte inklusive zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte 2017

In EUR Mio

Buchwert Stufe des beizulegenden Zeitwerts
Zu fortgeführten
Anschaffungs
Zum beizu
legenden
kosten Zeitwert Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
2.503 2.503
Anteile an sonstigen
Unternehmen 39 39
Investmentfonds 6 6 6 6
Anleihen 78 78 5 73 78
Als Sicherungsinstrumente
designierte und effektive
Derivate 97 97 97 97
Sonstige Derivate 732 732 360 372 732
Ausleihungen 348 348
Übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte1
1.018 780 1.798 780 780
Nettobetrag zu
Veräußerungszwecken
gehaltene Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten n.a. 2 2 2 2
Summe 3.908 1.695 5.604 371 542 782 1.695

1 Enthält einen Vermögenswert hinsichtlich der Neufeststellung von Reserven aus dem Erwerb von Anteilen an dem Feld Juschno Russkoje und bedingte Gegenleistungen aus dem Verkauf des 30%-Anteils am Feld Rosebank und aus der Veräußerung der OMV (U.K.) Limited. Für nähere Informationen siehe Anhangangabe 18.

Bemessungshierarchie der finanziellen Verbindlichkeiten 2017

In EUR Mio Buchwert Stufe des beizulegenden Zeitwerts Zu fortgeführten Anschaffungs kosten Zum beizulegenden Zeitwert Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Sonstige verzinsliche Finanz-Verbindlichkeiten aus Liefe-Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven

Anleihen 4.757 4.757
Sonstige verzinsliche Finanz
verbindlichkeiten
937 937
Verbindlichkeiten aus Liefe
rungen und Leistungen
3.262 3.262
Verbindlichkeiten aus als
Sicherungsinstrumenten
designierten und effektiven
Derivaten
97 97 97 97
Verbindlichkeiten aus
sonstigen Derivaten
879 879 360 519 879
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing
292 292
Übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
424 424
Summe 9.672 977 10.649 360 616 977

Finanzielle Verbindlichkeiten, für die der beizulegende Zeitwert angegeben wird 2017

In EUR Mio

Beizulegender
Zeitwert
Stufe des beizulegenden Zeitwerts
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Anleihen 5.169 5.169
Sonstige verzinsliche Finanz
verbindlichkeiten 981 981
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 399 399
Finanzielle Verbindlichkeiten 6.549 5.169 1.380

30 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden nur saldiert, wenn der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat und die Absicht besteht, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

Der OMV Konzern schließt im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs diverse Globalnettingvereinbarungen in Form von International Swaps and Depean Federation of Energy Traders (EFET) Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen ab, die die Kriterien für die Saldierung in der Bilanz nach IAS 32 nicht erfüllen.

rivatives Association (ISDA) Vereinbarungen, Euro-

Die nachfolgenden Tabellen stellen die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente dar, die diversen Aufrechnungsvereinbarungen unterliegen. Die Werte in der Spalte Netto würden die Positionen in der Bilanz darstellen, wenn alle Aufrechnungsrechte ausgeübt worden wären.

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten
In EUR Mio
2018
Verbind
Finanz lichkeiten mit
Finanz Saldierte instrumente in Saldierungs
instrumente Beträge in der der Bilanz rechten (nicht
Anhangangabe (brutto) Bilanz (netto) saldiert) Netto
Derivative Finanzinstrumente 18 2.776 2.776 –2.446 330
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 18 3.451 –31 3.420 –1.656 1.764
Übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte 18 1.837 –4 1.833 –27 1.806
Gesamt 8.065 – 36 8.029 – 4.129 3.900

Saldierung von finanziellen Verbindlichkeiten

In EUR Mio

2018
Finanz Saldierte Finanz
instrumente
Vermögenswerte
mit Saldierungs
instrumente Beträge in in der Bilanz rechten (nicht
Anhangangabe (brutto) der Bilanz (netto) saldiert) Netto
Derivative Finanzinstrumente 24 2.800 2.800 –2.471 329
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 24 4.432 –31 4.401 –1.656 2.745
Übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten 24 1.152 –4 1.147 –2 1.145
Gesamt 8.385 – 36 8.349 – 4.129 4.220

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten

In EUR Mio

2017
Anhangangabe Finanz
instrumente
(brutto)
Saldierte
Beträge in
der Bilanz
Finanz
instrumente
in der Bilanz
(netto)
Verbindlichkeiten
mit Saldierungs
rechten (nicht
saldiert)
Netto
Derivative Finanzinstrumente 18 829 829 –748 82
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
18 2.503 2.503 –892 1.611
Übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte
18 1.795 –2 1.793 –31 1.762
Gesamt 5.127 – 2 5.126 – 1.671 3.455

Saldierung von finanziellen Verbindlichkeiten

In EUR Mio

2017
Anhangangabe Finanz
instrumente
(brutto)
Saldierte
Beträge in
der Bilanz
Finanz
instrumente
in der Bilanz
(netto)
Vermögenswerte
mit Saldierungs
rechten (nicht
saldiert)
Netto
Derivative Finanzinstrumente 24 977 977 –777 200
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
24 3.262 3.262 –892 2.371
Übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
24 426 –2 424 –2 422
Gesamt 4.665 – 2 4.663 – 1.671 2.992

31 Ergebnis aus Finanzinstrumenten

Ergebnis aus Finanzinstrumenten

In EUR Mio

Eigenkapital
instrumente Finanzielle Finanzielle
Finanz designiert zum Vermögens Verbindlich
instrumente fair value werte zu keiten zu
at-fair-value through other fortgeführten fortgeführten
through-profit comprehen Anschaffungs Anschaffungs
Betrag or-loss sive income kosten kosten
2018
Marktwertänderungen finanzieller
Vermögenswerte und Derivate – 321 – 321
Wertminderungen auf finanzielle
Vermögenswerte, Netto – 13 – 13
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
im operativen Ergebnis – 334 – 321 – 13
Dividendenerträge 20 20
Zinserträge 117 8 108
Zinsaufwendungen – 290 – 131
Aufwendungen aus dem Verkauf
von Lieferforderungen – 31 – 31
Wertminderung von
Finanzinstrumenten, Netto 1 1
Sonstige (hauptsächlich
Bankgebühren) – 30 – 30
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
im Finanzergebnis – 214 – 23 20 109 – 161

Ergebnis aus Finanzinstrumenten

In EUR Mio

Betrag Finanz
instrumente-at
fair-value
through-profit
or-loss
Available-for
sale Finanz
instrumente
Ausleihungen
und
Forderungen
Zu fortgeführ
ten Anschaf
fungskosten
bewertete
finanzielle Ver
bindlichkeiten
2017
Marktwertänderungen finanzieller
Vermögenswerte und Derivate
– 135 – 102 – 32
Wertminderungen auf finanzielle
Vermögenswerte, Netto
– 18 – 18
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
im operativen Ergebnis
– 153 – 102 – 32 – 18
Dividendenerträge 15 15
Zinserträge 64 60
Zinsaufwendungen – 265 – 124
Ergebnis aus dem Verkauf von
sonstigen Investments
4 4
Wertminderung von
Finanzinstrumenten, Netto
– 1
Aufwendungen aus dem Verkauf
von Lieferforderungen
– 27 – 27
Sonstige (hauptsächlich
Bankgebühren)
– 11 – 12
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
im Finanzergebnis
– 220 19 34 – 136

Die Zinsaufwendungen, die nicht aufgeteilt wurden, beziehen sich im Wesentlichen auf die Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 149 Mio (2017: EUR 133 Mio).

32 Anteilsbasierte Vergütungen

Long Term Incentive (LTI) Pläne

Im Konzern werden jährlich LTI Pläne mit vergleichbaren Bedingungen für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte gewährt. Zum Ausübungszeitpunkt erfolgt die Zuteilung der Bonusaktien an die Teilnehmer. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. Die Auszahlung erfolgt in bar oder in Form von Aktien. Von 2011 bis 2015 wurde die Teilnahme am Plan auch ausgewählten Mitarbeitern mit besonderem Entwicklungspotenzial (Potentials) gewährt. Vorstand und Führungskräfte sind verpflichtet, ein angemessenes Ausmaß an Aktien an der Gesellschaft aufzubauen und bis zu ihrer Pensionierung oder ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des Bruttojahresgehalts definiert. Vorstandsmitglieder müssen dieses Aktienbesitzerfordernis innerhalb von fünf Jahren nach der ersten

diesbezüglichen Vereinbarung erfüllen. Bis zur Erfüllung des Aktienbesitzerfordernisses erfolgt die Auszahlung in Form von Aktien, während die Planteilnehmer danach zwischen Barzahlung und Zahlung in Form von Aktien entscheiden können. Solange das Aktienbesitzerfordernis nicht erfüllt ist, werden die gewährten Aktien netto nach Abzug von Steuern auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot hinterlegt.

Bei den auf Aktien basierenden Zahlungen werden die beizulegenden Zeitwerte zum Gewährungszeitpunkt als Aufwand über den dreijährigen Leistungszeitraum verteilt, bei gleichzeitiger Erhöhung des Eigenkapitals. Im Falle zu erwartender Barzahlungen wird für die erwarteten zukünftigen Kosten des LTI Plans zum Bilanzstichtag auf Basis von beizulegenden Zeitwerten eine Rückstellung gebildet.

Long Term Incentive Pläne

Plan 2018 Plan 2017 Plan 2016 Plan 2015
Planbeginn 01.01.2018 01.01.2017 01.01.2016 01.01.2015
Ende Leistungszeitraum 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2017
Anspruchstag 31.03.2021 31.03.2020 31.03.2019 31.03.2018
Aktienerfordernis
200% vom 200% vom 200% vom 200% vom
Vorstandsvorsitzender Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt
Vorstandsvorsitzender 175% vom 175% vom 175% vom 175% vom
Stellvertreter Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt
150% vom 150% vom 150% vom 150% vom
Vorstandsmitglieder Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt
75% vom 75% vom 75% vom 75% vom
Leitende Führungskräfte Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt
Erwartete Bonusaktien
zum 31. Dezember 2018 180.687 Aktien 392.978 Aktien 733.322 Aktien
Maximale Bonusaktien
zum 31. Dezember 2018 273.302 Aktien 420.518 Aktien 869.228 Aktien
Beizulegender Zeitwert
des Plans (in EUR Mio)
zum 31. Dezember 2018 7 16 30
Rückstellungen
(in EUR Mio) zum 31.
Dezember 2018 2 7 19
Geschätzte
Steuerzahlungen für
Vergütungen durch
Eigenkapitalinstrumente
(in EUR Mio) 1
1 2 5

1 Diese Position enthält die geschätzten Steuerverpflichtungen der Teilnehmer des Plans in Bezug auf die Vergütung durch Eigenkapitalinstrumente für den gesamten Plan. Die Zahlung erfolgt durch OMV in bar im Namen der Teilnehmer nach dem Anspruchsdatum.

Eigeninvestment

31.12.2018 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2015
Aktive Vorstandsmitglieder
Seele 70.890 Aktien 48.435 Aktien 38.038 Aktien 32.200 Aktien
Pleininger 1 28.511 Aktien 19.333 Aktien 12.979 Aktien 8.462 Aktien
Florey 13.401 Aktien 8.335 Aktien
Leitner 65.245 Aktien 59.335 Aktien 51.249 Aktien 37.163 Aktien
Ehemalige Vorstandsmitglieder ²
Davies 54.626 Aktien
Floren 31.929 Aktien
Huijskes 38.419 Aktien
Roiss 81.831 Aktien 80.600 Aktien
Vorstände gesamt 178.047 Aktien 135.438 Aktien 184.097 Aktien 283.399 Aktien
Andere Führungskräfte gesamt 2 299.997 Aktien 256.202 Aktien 317.840 Aktien 287.397 Aktien
Eigeninvestment gesamt 478.044 Aktien 391.640 Aktien 501.937 Aktien 570.796 Aktien

1 Johann Pleininger hat auch am Plan 2015 als leitende Führungskraft teilgenommen.

2 Eigeninvestments von ehemaligen Vorstandsmitgliedern und Führungskräften sind nur enthalten, sofern diese Aktien auf dem OMV Treuhanddepot gehalten werden.

Equity Deferral

Das Equity Deferral (Aktienteil des Jahresbonus, vormals OMV Share Part of the Annual Bonus) dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, welches die Bindung an die OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in Aktien mit eingeschränkter Verfügbarkeit zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, dem Eingehen unangemessener Risiken vorzubeugen.

Der Jahresbonus ist mit 180% des Zieljahresbonus (bis 2017: 200% des Bruttojahresgehalts) begrenzt. Ein Drittel (bis 2017: 50%) des Jahresbonus wird in Form von Aktien zugeteilt. Die festgestellte Bonuserreichung wird am 31. März des Folgejahres festgestellt, wobei die Zielerreichung und der Aktienkurs am Bilanzstichtag geschätzt werden, letzterer auf Basis von Marktnotierungen. Im Falle wesentlicher Änderungen externer Faktoren darf der Aufsichtsrat die Zielwerte der Leistungskriterien für den Jahresbonus verändern. Die gewährten Aktien werden netto nach Abzug von Steuern für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot hinterlegt.

2018 wurden Aufwendungen von EUR 2 Mio erfasst, bei gleichzeitiger Erhöhung des Eigenkapitals (2017: EUR 3 Mio).

Gesamte Aufwendungen

2018 wurden folgende Aufwendungen in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungen erfasst:

Aufwendungen in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungen In EUR Mio

2018 2017
Ausgleich in bar 6 44
Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 6 12
Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen 12 56

Sonstige Angaben

33 Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer

Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer 1

2018 2017
OMV Konzern ohne OMV Petrom Konzern 2 6.864 7.206
OMV Petrom Konzern 13.409 14.210
Gesamtkonzern 20.272 21.416

1 Berechnet als Durchschnitt der Monatsendstände an Arbeitnehmern des Jahres

2 Die Verminderung der durchschnittlichen Anzahl an Mitarbeitern im Vergleich zu 2017 ist im Wesentlichen auf die Veräußerungen der OMV Petrol Ofisi und OMV (PAKISTAN) Exploration Gesellschaft m.b.H. zurückzuführen. Die Veräußerung der OMV Petrol Ofisi hat eine Auswirkung auf den Vergleich 2018 zu 2017, da die Gesellschaft per Juni 2017 veräußert wurde und bis zur Veräußerung zu der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl in 2017 beigetragen hat.

34 Aufwendungen Konzernabschlussprüfer

Die Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks im Sinne des § 271b UGB) setzten sich wie folgt zusammen:

Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks)

In EUR Mio
2018 2017
Konzern
abschlussprüfer
davon
Ernst&Young
Wirtschafts
prüfungsgesell
schaft m.b.H
Konzern
abschlussprüfer
davon
Ernst&Young
Wirtschafts
prüfungsgesell
schaft m.b.H
Konzern- und Jahresabschluss
prüfung 2,94 1,34 2,48 0,89
Sonstige Bestätigungsleistungen 0,64 0,54 1,07 0,95
Steuerberatungsleistungen 0,05 0,00 0,18 0,00
Sonstige Beratungsleistungen 0,24 0,00 0,03 0,03
Gesamt 3,86 1,88 3,76 1,87

35 Nahestehende Unternehmen und Personen

Gemäß IAS 24 müssen Beziehungen zu nahestehenden Personen sowie nahestehenden, nicht konsolidierten Unternehmen (Related Parties) offengelegt werden. Unternehmen und Personen gelten als nahestehend, wenn ein Beherrschungsverhältnis oder maßgeblicher Einfluss vorliegt. Die Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG; früher Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB)), Wien, hält einen Anteil von 31,5% und die Mubadala Petroleum and Petrochemicals Holding Company L.L.C. (MPPH), einen Anteil von 24,9% an der OMV

Aktiengesellschaft; beide Gesellschaften sind Related Parties im Sinne des IAS 24.

2018 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem OMV Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen, ausgenommen Gaszukäufe von OJSC Severneftegazprom, welche nicht auf Marktpreisen, sondern auf Kosten zuzüglich einer definierten Marge basieren.

Transaktionen mit at-equity bewerteten Beteiligungen – Umsätze und Forderungen

In EUR Mio
2018 2017
Forderungen Forderungen
Umsätze und aus Liefe Umsätze und aus Liefe
sonstige rungen und sonstige rungen und
Erträge Leistungen Erträge Leistungen
Borealis 1.432 55 1.126 101
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG 208 16 164 20
Enerco Enerji Sanayi Ve Ticaret A.Ş. 4 1 3 1
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 41 38 0
PEGAS CEGH Gas Exchange Services GmbH 1 0 1 0
Trans Austria Gasleitung GmbH 11 1 29 1
Gesamt 1.696 72 1.360 123

Transaktionen mit at-equity bewerteten Beteiligungen – Zukäufe und Verbindlichkeiten

In EUR Mio
2018 2017
Verbindlich Verbindlich
keiten aus keiten aus
Zukäufe und Lieferungen Zukäufe und Lieferungen
erhaltene und erhaltene und
Leistungen Leistungen Leistungen Leistungen
Borealis 48 7 44 5
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH 30 3 28 1
Enerco Enerji Sanayi Ve Ticaret A.Ş. 157 8 171 16
EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG 2
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 62 30 77 56
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG 2 0 2 0
OJSC Severneftegazprom 161 18 16 18
Trans Austria Gasleitung GmbH 22 1 21 2
Gesamt 482 67 359 100

Einzahlung aus Dividenden von at-equity bewerteten Beteiligungen

In EUR Mio
2018 2017
Borealis AG 360 270
Enerco Enerji Sanayi Ve Ticaret A.Ş. 1 5
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG 1 0
OJSC SEVERNEFTEGAZPROM 10 15
Pearl Petroleum Company Limited 34 67
Trans Austria Gasleitung GmbH 15 11
Gesamtkonzern 422 369

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Forderungen in Höhe von EUR 6 Mio (2017: EUR 6 Mio) gegenüber Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG.

Per 31. Dezember 2018 bestanden sonstige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 3 Mio (2017: EUR 4 Mio) gegenüber Trans Austria Gasleitung GmbH.

Der Stand der von Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. im Zusammenhang mit einem langfristigen Servicevertrag erhaltenen Anzahlung betrug zum 31. Dezember 2018 EUR 140 Mio (2017: EUR 153 Mio) und wurde unter Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen.

Unternehmen mit staatlichem Naheverhältnis

Über die ÖBAG besitzt die OMV ein Naheverhältnis zur Republik Österreich, die damit ebenso wie die im Mehrheitsbesitz der Republik stehenden Unternehmen – im Wesentlichen die Österreichische Post AG, die Verbund AG, die Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft, die Bundesbeschaffung GmbH und jeweils deren Tochtergesellschaften – als nahestehende Parteien einzustufen

sind. Transaktionen mit diesen Unternehmen erfolgten zu fremdüblichen Konditionen.

Über die MPPH sind weiters das Emirat Abu Dhabi sowie die im Mehrheitsbesitz von Abu Dhabi stehenden Gesellschaften als nahestehende Unternehmen einzustufen. Liefer- und Leistungsbeziehungen bestanden in 2018 zum Beispiel mit Compañía Española de Petróleos (CEPSA) und Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC). Die OMV hat mehrere Kooperationen mit ADNOC im Bereich Upstream, insbesondere ein technisches Abkommen zur Evaluierung von unerschlossenen Öl- und Gasfeldern in North-West Offshore Abu Dhabi. Aus diesem Abkommen hat die OMV eine langfristige Forderung gegenüber ADNOC.

Weiters erwarb die OMV in 2018 von ADNOC einen 20%-Anteil an den Offshore-Feldern SARB und Umm Lulu, wobei CEPSA ein Partner dieser Konzession ist. Zudem hat die OMV einen 5%-Anteil an der Ghasha Konzession vor der Küste von Abu Dhabi von ADNOC erworben (siehe Anhangangabe 3 für nähere Details).

Bezüge von Führungskräften

Vorstandsbezüge

In EUR Mio

2018
Vorstandsmitglieder zum
31. Dezember 2018
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Seele Pleininger Florey Leitner Davies 6 Floren 7 Huijskes 8 Roiss 9 Gesamt
Kurzfristige Vergütungen 2,01 1,34 1,35 1,41 0,15 6,26
Fixer Bezug
(Grundbezug) 1,10 0,75 0,70 0,70 3,25
Variabel (Zahlung für
die Zielerreichung) 1 0,90 0,58 0,60 0,70 0,15 2,92
Sachbezüge 0,01 0,01 0,05 5 0,01 0,09
Leistungen nach
Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
0,28 0,19 0,18 0,18 0,81
Pensionskassen
beiträge 0,28 0,19 0,18 0,18 0,81
Anteilsbasierte
Vergütungen 1
2,35 0,96 0,53 2,34 2,59 1,48 1,78 3,30 15,32
Variabel (Equity
Deferral 2017) 2 0,80 0,51 0,53 0,62 0,13 2,59
Variabel (LTIP) 1,55 3 0,45 4 1,72 2,45 1,48 1,78 3,30 12,73
Gesamt 4,64 2,49 2,06 3,93 2,74 1,48 1,78 3,30 22,40

1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen in 2017, für die Prämien in 2018 ausbezahlt wurden.

2 Das Equity Deferral aus der jährlichen Bonifikation wurde von "Share Part of the Annual Bonus" zum Zeitpunkt der Zuteilung umbenannt. 3 Rainer Seele erhielt anteilig Auszahlungen in Aktien, da er dem Vorstand per 01. Juli 2015 beigetreten ist.

4 Johann Pleininger erhielt anteilig Auszahlungen in Aktien und hatte zusätzlich Anspruch auf Auszahlungen von EUR 0,52 Mio aus dem LTIP Plan 2015 als Senior Manager.

5 Inklusive Schulkosten, Umzugskosten und damit verbundenen Steuern

6 David C. Davies trat als Vorstandsmitglied per 31. Juli 2016 zurück.

7 Hans-Peter Floren trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2014 zurück.

8 Jaap Huijskes trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2015 zurück.

9 Gerhard Roiss trat als Vorstandsmitglied per 30. Juni 2015 zurück.

Vorstandsbezüge

In EUR Mio

2017
Vorstandsmitglieder zum
31. Dezember 2017
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Seele Pleininger Florey Leitner Davies 3,4 Floren 5 Huijskes 6 Roiss 7 Gesamt
Kurzfristige Vergütungen 1,65 1,04 0,90 1,29 0,82 0,15 5,85
Fixer Bezug
(Grundbezug) 0,90 0,57 0,60 0,70 0,22 3,00
Variabel (Zahlung für
die Zielerreichung) 0,74 0,45 0,25 0,57 0,60 0,15 2,76
Sachbezüge 0,01 0,01 0,06 2 0,01 0,00 0,10
Leistungen nach
Beendigung des
Arbeitsverhältnisses 0,23 0,14 0,15 0,18 0,05 0,75
Pensionskassen
beiträge 0,23 0,14 0,15 0,18 0,05 0,75
Anteilsbasierte
Vergütungen 0,85 0,52 0,28 0,73 0,81 0,08 0,27 0,18 3,73
Variabel
(Matching Share Plan) 0,85 0,52 0,28 0,66 0,69 0,17 3,18
Variabel (LTIP) — 1 0,07 0,12 0,08 0,10 0,18 0,54
Gesamt 2,73 1,70 1,34 2,19 1,68 0,08 0,42 0,18 10,32

1 Johann Pleininger hatte Anspruch auf EUR 0,04 Mio aus dem LTIP Plan 2014 für Senior Manager (in bar ausbezahlt).

2 Inklusive Schulkosten und damit verbundenen Steuern

3 David C. Davies trat als Vorstandsmitglied per 31. Juli 2016 zurück.

4 David C. Davies erhielt Zahlungen im Rahmen seines Dienstvertrages bis zum 31. März 2017, sowie Bonuszahlungen gemäß Zielerreichung vom Vorjahr und Zahlungen aus den Long Term Incentive Plänen im April 2017.

5 Hans-Peter Floren trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2014 zurück.

6 Jaap Huijskes trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2015 zurück.

7 Gerhard Roiss trat als Vorstandsmitglied per 30. Juni 2015 zurück.

Vergütung für leitende Führungskräfte (exkl. Vorstand) 1 In EUR Mio

2018 2017
Gehälter und Prämien 23,2 18,5
Pensionskassenbeiträge 1,8 1,3
Abfertigungsbeträge 0,8 1,8
Anteilsbasierte Vergütungen 21,7 3,8
Sonstige langfristige Vergütungen 0,0 0,1
Gesamt 47,4 25,4

1 2018 gab es 41 leitende Führungskräfte (2017: 44).

Daneben sind die Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Straf-Rechtsschutzversicherung versichert. Auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter sind Begünstigte dieser Versicherungen, und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

Anhangangabe 32 enthält Details zu Long Term Incentive Plänen und Equity Deferral.

Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen 2018 EUR 0,6 Mio (2017: EUR 0,7 Mio).

36 Nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen

Der OMV Konzern verkauft im Rahmen eines Securitization-Programms Lieferforderungen an Carnuntum DAC mit Sitz in Dublin, Irland. 2018 hat OMV Lieferforderungen im Wert von EUR 4.868 Mio an Carnuntum DAC übertragen (2017: EUR 4.275 Mio).

Zum 31. Dezember 2018 wurden von der OMV in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene Seller Participation Notes und Complementary Notes an Carnuntum DAC in Höhe von EUR 183 Mio (2017: Seller Participation Notes von EUR 138 Mio) gehalten. Das maximale Verlustrisiko aus dem Securitization-Programm zum 31. Dezember 2018 betrug EUR 150 Mio (2017: EUR 120 Mio).

Eine Loss Reserve und eine Beteiligung durch einen Drittinvestor sind gegenüber den Seller Participation Notes nachrangig. Die Complementary Notes sind

37 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 27. Jänner 2019 unterzeichnete die OMV Vereinbarungen für den Erwerb eines 15%-Anteils an ADNOC Refining. Der voraussichtliche Kaufpreis beträgt für den OMV Anteil USD 2,5 Mrd, basierend auf der Nettoverschuldung zum Jahresende 2018. Der finale Kaufpreis ist abhängig von der Nettoverschuldung zum Closing und von bestimmten Kaufpreisanpassungen.

Am 31. Jänner 2019 hat die OMV eine 50% Beteiligung am gesamten ausgegebenen Aktienkapital der SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. um USD 540 Mio

vorrangig zu den Seller Participation Notes und haben den gleichen Rang wie die durch das Programm ausgegebenen Senior Notes. Das beim OMV Konzern verbleibende Risiko ist nicht signifikant, weshalb die veräußerten Lieferforderungen zur Gänze ausgebucht wurden. Die Forderungen werden zu ihrem Nominalbetrag abzüglich eines Kaufpreisabschlags verkauft. Die Kaufpreisabschläge, die 2018 in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht wurden, beliefen sich in Summe auf EUR 30 Mio (2017: EUR 25 Mio). Die Zinserträge auf die an Carnuntum DAC gehaltenen Notes betrugen 2018 EUR 4 Mio (2017: EUR 3 Mio). Weiters erhielt die OMV ein Serviceentgelt für das Debitorenmanagement der verkauften Forderungen.

erworben. Zusätzlich haben die Vertragsparteien bedingte Zahlungen von bis zu USD 85 Mio vereinbart. Diese sind größtenteils vom Ressourcenvolumen im Block 30, Mexiko zum Zeitpunkt der finalen Investitionsentscheidung abhängig. Beide Parteien haben auch die Refinanzierung der konzerninternen Verbindlichkeiten von USD 350 Mio vereinbart. Nähere Angaben können der Anhangangabe 3 entnommen werden.

38 Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft

Konsolidierungskreisänderungen

Firma Sitz Art der Veränderung 1 Wirksamkeitsdatum
Upstream
OMV GSB LIMITED Wellington Erstkonsolidierung (A) 16. März 2018
OMV Abu Dhabi Production GmbH Wien Erstkonsolidierung 29. April 2018
Energy Infrastructure Limited Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
Energy Petroleum Holdings Limited Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
Energy Petroleum Investments Limited Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
Energy Petroleum Taranaki Limited Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
OMV New Zealand Production Limited Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
OMV New Zealand Services Limited Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
OMV Taranaki Limited Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
Taranaki Offshore Petroleum Company Wellington Erstkonsolidierung (A) 28. Dezember 2018
OMV Maurice Energy Limited Port Louis Entkonsolidierung 28. Juni 208
OMV (PAKISTAN) Exploration
Gesellschaft m.b.H. Wien Entkonsolidierung 28. Juni 208
OMV (Gnondo) Exploration S.A. Libreville Entkonsolidierung (L) 10. September 2018
OMV (Manga) Exploration S.A. Libreville Entkonsolidierung (L) 10. September 2018
OMV (Mbeli) Exploration S.A. Libreville Entkonsolidierung (L) 10. September 2018
OMV (Ntsina) Exploration S.A. Libreville Entkonsolidierung (L) 10. September 2018
OMV (Gnondo) Exploration GmbH in Liqu. Wien Entkonsolidierung (L) 20. Dezember 2018
OMV (Manga) Exploration GmbH in Liqu. Wien Entkonsolidierung (L) 20. Dezember 2018
OMV (Mbeli) Exploration GmbH in Liqu. Wien Entkonsolidierung (L) 20. Dezember 2018
OMV (Ntsina) Exploration GmbH in Liqu. Wien Entkonsolidierung (L) 20. Dezember 2018
OMV Tunisia Upstream GmbH Wien Entkonsolidierung 21. Dezember 2018
Downstream Öl
DUNATÀR Köolajtermék Tároló és
Kereskedelmi Kft. Budapest Erstkonsolidierung 2 1. Oktober 2018
PETRODYNE-CSEPEL Zrt. Budapest Erstkonsolidierung (A) 2 1. Oktober 2018
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC Abu Dhabi Erstkonsolidierung (Q) 3 31. Dezember 2018
Pak-Arab Refinery Limited Karachi Erstkonsolidierung (Q) 3 31. Dezember 2018
Downstream Gas
OMV Gas, Marketing & Trading Belgium BVBA Brüssel Erstkonsolidierung 26. Dezember 2018
OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi
ve Ticaret A.Ş. Istanbul Entkonsolidierung 6. September 2018

1 "Erstkonsolidierung" verweist auf bereits bestehende bzw. neu gegründete Tochtergesellschaften, wohingegen "Erstkonsolidierung (A)" bedeutet, dass die Gesellschaft erworben wurde. "Erstkonsolidierung (Q)" verweist auf die erstmalige At-Equity Konsolidierung einer Gesellschaft, welche bislang nicht konsolidiert wurde.

"Entkonsolidierung" kennzeichnet verkaufte Gesellschaften wohingegen Gesellschaften, welche aufgrund eines Liquidationsprozesses entkonsolidiert wurden, mit "Entkonsolidierung (L)" gekennzeichnet sind.

2 DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft. wurde früher als nicht konsolidierte Beteiligung eingestuft (OMV Anteil 48,28%). Nach dem Erwerb von 100% der Anteile an PETRODYNE-CSEPEL Zrt., die die restlichen Anteile an der Gesellschaft hält, wurden beide Gesellschaften in den Konsolidierungskreis aufgenommen (siehe Anhangangabe 3 für weitere Details).

3 Für zusätzliche Details über PakArab Refinery Limited und Abu Dhabi Petroleum Investments LLC siehe Anhangangabe 3.

Weitere Informationen betreffend Akquisitionen und Veräußerungen sind in der Anhangangabe 3 Änderungen in der Konzernstruktur zu finden.

Anzahl der einbezogenen Unternehmen

2018 2017
Anteil an
Equity Vermögens Equity
Vollkonsoli konsoli Vollkonsoli werten und konsoli
dierung dierung dierung Schulden dierung
Stand 1. Jänner 98 15 101 1 12
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 13 2 6 3
Im Berichtsjahr fusioniert – 2
Im Berichtsjahr entkonsolidiert – 12 – 7 – 1
Stand 31. Dezember 99 17 98 15
davon mit Sitz und Betrieb im Ausland 53 9 47 7
davon mit Sitz in Österreich und
Betrieb im Ausland 22 26

Investmentliste

Register der Tochtergesellschaften, at-equity bewerteten Gesellschaften und anderen Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mind. 20%

Anteil der Anteil der
Obergesell Obergesell
schaft am schaft am
Kapital in % Kapital
Konsoli am 31. De in % am
Oberge dierungs zember 31. Dezem
sellschaft art 1 2018 ber 2017
Upstream
Energy Infrastructure Limited, Wellington NZEA VK 100,00
Energy Petroleum Holdings Limited, Wellington (EPHNZ) OPLNZ VK 100,00
Energy Petroleum Investments Limited, Wellington
(EPILNZ) OSLNZ VK 100,00
Energy Petroleum Taranaki Limited, Wellington (EPTLNZ) OPLNZ VK 100,00
ENERGY PRODUCTION ENHANCEMENT SRL, Bukarest PETROM V0 99,99 99,99
ROMAN 0,01 0,01
JSC GAZPROM YRGM Development, Salekhard 2 OMVEP VK 0,00 0,00
KOM MUNAI LLP, Aktau 3 PETROM VK 100,00 95,00
Maui Development Limited, Wellington EPTLNZ 38,75
EPILNZ 20,00
EPHNZ V0 18,75
NZEA 16,25
TOPNZ 6,25
OJSC SEVERNEFTEGAZPROM, Krasnoselkup OMVEP AE 24,99 24,99
OMV Abu Dhabi E&P GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Abu Dhabi Offshore GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Abu Dhabi Production GmbH, Wien 4 OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (AFRICA) Exploration & Production GmbH in Liqu.,
Wien (OAFR) 5 OWEAFR VK 100,00 100,00
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Perth (OAUST) OMV AG VK 100,00 100,00
OMV Austria Exploration & Production GmbH, Wien (OEPA) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Barrow Pty Ltd, Perth OAUST V0 100,00 100,00
OMV Beagle Pty Ltd, Perth OAUST V0 100,00 100,00
OMV (Berenty) Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Bina Bawi GmbH, Wien PETEX VK 100,00 100,00
OMV Block 70 Upstream GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV East Abu Dhabi Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (EGYPT) Exploration GmbH, Wien 5, 6 OMVEP V0 100,00 100,00
OMV Exploration & Production GmbH, Wien (OMVEP) OMV AG VK 100,00 100,00
OMV EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas OMVEP V0 100,00 100,00
OMV (FAROE ISLANDS) Exploration GmbH, Wien OMVEP V0 100,00 100,00
OMV (Gnondo) Exploration GmbH in Liqu., Wien OAFR 100,00
OMV (Gnondo) Exploration S.A., Libreville OWEAFR 100,00
OMV GSB LIMITED, Wellington NZEA VK 100,00
OMV (IRAN) onshore Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Jardan Block 3 Upstream GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (Mandabe) Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (Manga) Exploration GmbH in Liqu., Wien OAFR 100,00
OMV (Manga) Exploration S.A., Libreville OWEAFR 100,00
OMV Maurice Energy GmbH, Wien (MAURI) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Maurice Energy Limited, Port Louis MAURI 100,00
OMV (Mbeli) Exploration GmbH in Liqu., Wien OAFR 100,00
OMV (Mbeli) Exploration S.A., Libreville OWEAFR 100,00
OMV Middle East & Africa GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Myrre Block 86 Upstream GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00

Register der Tochtergesellschaften, at-equity bewerteten Gesellschaften und anderen Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mind. 20%

Anteil der Anteil der
Obergesell Obergesell
schaft am schaft am
Kapital Kapital in %
in % am am 31. De
Oberge Konsolidie 31. Dezem zember
sellschaft rungsart 1 ber 2018 2017
OMV (Namibia) Exploration GmbH, Wien ONAFRU VK 100,00 100,00
OMV New Zealand Limited, Wellington (NZEA) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV New Zealand Production Limited, Wellington (OPLNZ) NZEA VK 100,00
OMV New Zealand Services Limited, Wellington (OSLNZ) NZEA VK 100,00
OMV (NORGE) AS, Stavanger OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (Ntsina) Exploration GmbH in Liqu., Wien OAFR 100,00
OMV (Ntsina) Exploration S.A., Libreville OWEAFR 100,00
OMV OF LIBYA LIMITED, Douglas OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Offshore (Namibia) GmbH, Wien (ONAFRU) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Offshore Bulgaria GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Offshore Morondava GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Oil and Gas Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Oil Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Oil Production GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Orient Hydrocarbon GmbH, Wien OMVEP V0 100,00 100,00
OMV Orient Upstream GmbH, Wien OMVEP V0 100,00 100,00
OMV Oystercatcher Exploration GmbH, Wien OMVEP V0 100,00 100,00
OMV (PAKISTAN) Exploration Gesellschaft m.b.H., Wien OMVEP 100,00
OMV Petroleum Exploration GmbH, Wien (PETEX) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Petroleum Pty Ltd, Perth NZEA V0 100,00 100,00
OMV Proterra GmbH, Wien OEPA V0 100,00 100,00
OMV Russia Upstream GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Taranaki Limited, Wellington NZEA VK 100,00
OMV (Tunesien) Production GmbH, Wien (OTNPRO) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (TUNESIEN) Sidi Mansour GmbH, Wien OMVEP V0 100,00 100,00
OMV Tunisia Upstream GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV Upstream International GmbH, Wien (OUPI) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (West Africa) Exploration & Production GmbH,
Wien (OWEAFR) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (YEMEN) Al Mabar Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (Yemen Block S 2) Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (YEMEN) South Sanau Exploration GmbH, Wien OMVEP V0 100,00 100,00
Pearl Petroleum Company Limited, Road Town OUPI AE 10,00 10,00
PEI Venezuela Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Burghausen OMVEP V0 100,00 100,00
Petroleum Infrastructure Limited, Wellington NZEA VK 100,00 100,00
PETROM EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas PETROM VK 99,99 99,99
Preussag Energie International GmbH, Burghausen OMVEP VK 100,00 100,00
Taranaki Offshore Petroleum Company, Wellington (TOPNZ) OPLNZ VK 100,00
TASBULAT OIL CORPORATION LLP, Aktau PETROM VK 100,00 100,00
Thyna Petroleum Services S.A., Sfax OTNPRO S0 50,00 50,00

Register der Tochtergesellschaften, at-equity bewerteten Gesellschaften und anderen Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mind. 20%

Anteil der Anteil der
Obergesell Obergesell
schaft am schaft am
Kapital Kapital in %
in % am am 31. De
Oberge Konsolidie 31. Dezem zember
sellschaft rungsart 1 ber 2018 2017
Downstream Öl
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC, Abu Dhabi (ADPI) 4 OMVRM AE2 25,00 25,00
Aircraft Refuelling Company GmbH, Wien OMVRM S0 33,33 33,33
Autobahn – Betriebe Gesellschaft m.b.H., Wien OMVRM S0 47,19 47,19
Avanti Deutschland GmbH, Berchtesgaden 6 FETRAT VK 100,00 100,00
Avanti GmbH, Anif (FETRAT) 6 OMVRM VK 100,00 100,00
Borealis AG, Wien OMVRM AE 32,67 32,67
OMV AG 3,33 3,33
BRAZI OIL & ANGHELESCU PROD COM SRL, Brazi 5 PETROM S0 37,70 37,70
BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH, Wien OMVRM S0 26,00 26,00
BTF Industriepark Schwechat GmbH, Wien OMVRM S0 50,00 50,00
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH, München OMVD AE 25,00 25,00
DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft., OHUN 48,28
Budapest 3, 4, 7 PDYNHU VK 51,72 48,28
E-Mobility Provider Austria GmbH, Wien OMVRM AE2 40,00 40,00
EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG, München OMVD AE 20,66 20,66
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach OMVRM AE1 55,60 55,60
FE-Trading trgovina d.o.o., Ljubljana FETRAT VK 100,00 100,00
GENOL Gesellschaft m.b.H., Wien OMVRM S0 29,00 29,00
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co, Wien OMVRM AE 29,00 29,00
Haramidere Depoculuk Anonim Şirketi, Istanbul OMVRM VK 51,00 51,00
GASTR 49,00 49,00
KSW Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Feldkirch (SWJS) OMVRM V0 100,00 100,00
KSW Elektro- und Industrieanlagenbau Gesellschaft m.b.H.,
Feldkirch SWJS S0 25,10 25,10
OMV Adriatic Marketing d.o.o., Zagreb OMVRM V0 100,00 100,00
OMV BULGARIA OOD, Sofia PETROM VK 99,90 99,90
OMVRM 0,10 0,10
OMV Česká republika, s.r.o., Prag OMVRM VK 100,00 100,00
OMV Deutschland GmbH, Burghausen (OMVD) OMVRM VK 90,00 90,00
OMV AG 10,00 10,00
OMV Hungária Ásványolaj Korlátolt Felelösségü Társaság,
Budapest (OHUN) OMVRM VK 100,00 100,00
OMV – International Services Ges.m.b.H., Wien OMVRM VK 100,00 100,00
OMV PETROM Aviation S.A., Otopeni PETROM VK 99,99 99,99
ROMAN 0,01 0,01
OMV PETROM MARKETING SRL, Bukarest (ROMAN) PETROM VK 100,00 100,00
OMV Refining & Marketing GmbH, Wien (OMVRM) OMV AG VK 100,00 100,00
OMV Refining & Marketing Middle East & Asia GmbH, Wien OMVRM VK 100,00 100,00
OMV SLOVENIJA trgovina z nafto in naftnimi derivati,
d.o.o., Koper OMVRM VK 92,25 92,25
OMV Slovensko s.r.o., Bratislava OMVRM VK 99,96 99,96
Register der Tochtergesellschaften, at-equity bewerteten Gesellschaften und anderen Beteiligungen der OMV
Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mind. 20%
Anteil der Anteil der
Obergesell Obergesell
schaft am schaft am
Kapital Kapital in %
in % am am 31. De
Oberge Konsolidie 31. Dezem zember
sellschaft rungsart 1 ber 2018 2017
OMV SRBIJA d.o.o., Belgrad PETROM VK 99,96 99,96
OMVRM 0,04 0,04
OMV Supply & Trading AG, Zug OMVRM VK 100,00 100,00
OMV Supply & Trading Italia S.r.l., Triest OMVRM V0 100,00
OMV Supply & Trading Limited, London (OTRAD) OMVRM VK 100,00 100,00
OMV Supply & Trading Singapore PTE LTD., Singapur 7 OTRAD V0 100,00 100,00
Pak-Arab Refinery Limited, Karachi ADPI AE2 40,00
PETRODYNE-CSEPEL Zrt., Budapest (PDYNHU) OHUN VK 100,00
Petrom-Moldova S.R.L., Chisinau PETROM VK 100,00 100,00
Routex B.V., Amsterdam OMVRM S0 20,00 20,00
Salzburg Fuelling GmbH, Salzburg OMVRM S0 33,33 33,33
SMATRICS GmbH & Co KG, Wien OMVRM AE2 40,00 40,00
Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A., Trieste OMVRM AE 25,00 25,00
SuperShop Marketing GmbH, Budapest OHUN S0 50,00 50,00
TGN Tankdienst-Gesellschaft Nürnberg GbR, Nürnberg OMVD S0 33,33 33,33
TRANS GAS LPG SERVICES SRL, Bukarest PETROM V0 80,00 80,00
Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H.,
Matrei in Osttirol OMVRM AE 25,00 25,00
Downstream Gas
AGCS Gas Clearing and Settlement AG, Wien OGG S0 23,13 23,13
AGGM Austrian Gas Grid Management AG, Wien OGG VK 51,00 51,00
Central European Gas Hub AG, Wien (HUB) OGI VK 65,00 65,00
Enerco Enerji Sanayi Ve Ticaret A.Ş., Istanbul OGI AE 40,00 40,00
Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG, Bonn OGSG AE 39,99 39,99
GAS CONNECT AUSTRIA GmbH, Wien (OGG) OGI VK 51,00 51,00
OMV Enerji Ticaret Anonim Şirketi, Istanbul (GASTR) OGI VK 100,00 100,00
ECOGAS 99,9
OMV Gas, Marketing & Trading Belgium BVBA, Brüssel ECONDE VK 0,01
OMV Gas & Power GmbH, Wien (OGI) OMV AG VK 100,00 100,00
OMV Gas Marketing & Trading d.o.o., Zagreb ECOGAS VK 100,00 100,00
OMV Gas Marketing & Trading Deutschland GmbH,
Regensburg (ECONDE) ECOGAS VK 100,00 100,00
OMV Gas Marketing & Trading GmbH, Wien (ECOGAS) OGI VK 100,00 100,00
OMV Gas Marketing & Trading Hungária Kft., Budapest ECOGAS VK 100,00 100,00
OMV Gas Marketing & Trading Italia S.r.l., Mailand ECOGAS VK 100,00 100,00
OMV Gas Marketing Trading & Finance B.V., Amsterdam OFS VK 100,00 100,00
OMV Gas Storage Germany GmbH, Köln (OGSG) OGI VK 100,00 100,00
OMV Gas Storage GmbH, Wien OGI VK 100,00 100,00
OMV Gaz Iletim A.S., Istanbul OGI VK 100,00 100,00
OMV Kraftwerk Haiming GmbH, Haiming OGI VK 100,00 100,00
OMV PETROM GAS SRL, Bukarest PETROM VK 99,99 99,99
OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş.,
Istanbul OGI 100,00
OMV Switzerland Holding AG, Zug OGI VK 100,00 100,00

Register der Tochtergesellschaften, at-equity bewerteten Gesellschaften und anderen Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mind. 20%

Anteil der Anteil der
Obergesell Obergesell
schaft am schaft am
Kapital in % Kapital in %
am 31. De am 31. De
Oberge Konsolidie zember zember
sellschaft rungsart 1 2018 2017
PEGAS CEGH Gas Exchange Services GmbH, Wien HUB AE 49,00 49,00
South Stream Austria GmbH, Wien OGI S0 50,00 50,00
Trans Austria Gasleitung GmbH, Wien 8 OGG AE2 15,53 15,53
Konzernbereich und Sonstiges
Amical Insurance Limited, Douglas OMV AG 100,00
ASOCIATIA ROMANA PENTRU RELATIA CU INVESTITORII,
Bukarest PETROM S0 20,00 20,00
Diramic Insurance Limited, Gibraltar OMV AG VK 100,00 100,00
OMV Clearing und Treasury GmbH, Wien SNO VK 100,00 100,00
OMV Finance Services GmbH, Wien (OFS) SNO VK 100,00 100,00
OMV Finance Services NOK GmbH, Wien SNO VK 100,00 100,00
OMV Finance Solutions USD GmbH, Wien SNO VK 100,00 100,00
OMV Insurance Broker GmbH, Wien OMV AG V0 100,00 100,00
OMV International Oil & Gas GmbH, Baar 9 OMV AG VK 100,00 100,00
OMV Petrom Global Solutions SRL, Bukarest SNO VK 75,00 75,00
PETROM 25,00 25,00
OMV Solutions GmbH, Wien (SNO) OMV AG VK 100,00 100,00
PETROMED SOLUTIONS SRL, Bukarest PETROM VK 99,99 99,99
Petrom
OMV PETROM SA, Bukarest (PETROM) 10 OMV AG VK 51,01 51,01

1 Konsolidierungsart:

VK Verbundene einbezogene Unternehmen

AE Assoziierte Unternehmen at-equity bewertet

AE1 Trotz Anteilsmehrheit keine Einbeziehung, da kein Beherrschungsverhältnis vorliegt

AE2 Gemeinschaftsunternehmen at-equity bewertet

V0 Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen; Firmenmäntel und Vertriebsorganisationen, die einzeln und gesamt betrachtet für die Aussagekraft des Konzernabschlusses von untergeordneten Bedeutung sind

S0 Sonstige, nicht konsolidierte Beteiligungen; assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist

2 Wirtschaftlicher Anteil 99,99%

3 Antei der Obergesellschaft am Kapital hat sich im Verglich zu 2017 geändert.

4 Konsolidierungsart wurde im Vergleich zu 2017 geändert.

5 In Liquidation befindlich

6 Der eingetragene Name der Gesellschaft wurde im Vergleich zu 2017 geändert.

7 Obergesellschaft wurde im Vergleich zu 2017 geändert.

8 Wirtschaftlicher Anteil 10,78%

9 Der Sitz der Gesellschaft hat sich im Vergleich zu 2017 geändert.

10 In der Segmentberichterstattung wird OMV Petrom SA den jeweiligen Segmenten zugeordnet.

Bei den nicht in den Vollkonsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen handelt es sich ausschließlich um Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen sowie um Vertriebsgesellschaften,

wobei deren Umsatzvolumina, Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und deren Eigenkapital insgesamt unter 1% der Konzernwerte liegen.

Wesentliche gemeinschaftliche Tätigkeiten (IFRS 11)

Name Tätigkeit Geschäfts
bereich
Sitz %-Anteile
2018
%-Anteile
2017
Onshore-Entwicklung von
Nafoora – Augila 1 Kohlenwasserstoffreservoirs Upstream Libyen 100 100
Concession 103 1 Onshore-Entwicklung und Produktion
von Kohlenwasserstoffen
Upstream Libyen 100 100
Onshore-Entwicklung und Produktion
Latif 2 von Kohlenwasserstoffen Upstream Pakistan 33
Onshore-Entwicklung und Produktion
Mehar 2, 3 von Kohlenwasserstoffen Upstream Pakistan 59
Offshore-Produktion von
Pohokura 4 Kohlenwasserstoffen Upstream Neuseeland 74
Neptun Deep Offshore-Exploration nach
Kohlenwasserstoffen
Upstream Rumänien 50 50
Nawara Onshore-Entwicklung von
Kohlenwasserstoffreservoirs
Upstream Tunesien 50 50
Onshore-Entwicklung und Produktion
Block S(2) von Kohlenwasserstoffen Upstream Jemen 44 44

1 Die OMV hält 100% der Second Party Beteiligung. Der libyschen staatlichen Ölgesellschaft NOC stehen 88% bis 90% der Produktion zu ("primary split").

2 Teil der Veräußerungsgruppe Pakistan, welche per 28. Juni 2018 veräußert wurde 3 Die OMV hatte keine Beherrschung über die gemeinschaftliche Tätigkeit Mehar, da für die Entscheidungen der maßgeblichen Tätigkeiten mindestens 76% der Stimmrechte erforderlich sind.

4 Zum 28. Dezember 2018 erhöhte die OMV ihre Anteile an Pohokura, was zu einer Klassifizierung als wesentliche gemeinschaftliche Tätigkeit gemäß IFRS 11 führte (vormals Anteil an anderen wesentlichen Tätigkeiten).

Anteile an anderen wesentlichen Tätigkeiten

Name Tätigkeit Geschäfts
bereich
Sitz %-Anteile
2018
%-Anteile
2017
NC 115 1 Onshore-Entwicklung und Produktion
von Kohlenwasserstoffen
Upstream Libyen 30 30
NC 186 1 Onshore-Entwicklung und Produktion
von Kohlenwasserstoffen
Upstream Libyen 24 24
Maari 2 Offshore-Produktion von
Kohlenwasserstoffen
Upstream Neusee
land
69 69
Pohokura 3 Offshore-Produktion von
Kohlenwasserstoffen
Upstream Neusee
land
26
Aasta Hansteen Offshore Entwicklung und Produktion
von Kohlenwasserstoffen
Upstream Norwegen 15 15
Edvard Grieg Offshore-Produktion von
Kohlenwasserstoffen
Upstream Norwegen 20 20
Gudrun Offshore-Produktion von
Kohlenwasserstoffen
Upstream Norwegen 24 24
Gullfaks Offshore-Produktion von
Kohlenwasserstoffen
Upstream Norwegen 19 19
Wisting Offshore-Exploration nach
Kohlenwasserstoffen
Upstream Norwegen 25 25
Sarb & Umm
Lulu
Offshore-Entwicklung nach und
Produktion von Kohlenwasserstoffen
Upstream Abu Dhabi 20
Ghasha Offshore-Exploration Upstream Abu Dhabi 5

1 Die OMV hält 100% der Second Party Beteiligung. Der libyschen staatlichen Ölgesellschaft NOC stehen 88% bis 90% der Produktion zu ("primary split").

2 Bei der gemeinschaftlichen Tätigkeit Maari gibt es mehr als seine Kombination der Parteien, welche die notwendige Mehrheit (75%) für die

Entscheidung der maßgeblichen Tätigkeiten sicherstellt, daher ist weder Beherrschung noch gemeinsame Führung gegeben. 3 Zum 28. Dezember 2018 erhöhte die OMV ihre Anteile an Pohokura, was zu einer Klassifizierung als wesentliche gemeinschaftliche Tätigkeit gemäß

IFRS 11 führte (vormals Anteil an anderen wesentlichen Tätigkeiten).

Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)

Die folgenden Tabellen stellen eine Zusatzinformation hinsichtlich der Öl- und Gasaktivitäten des Konzerns dar. Da dieser Themenbereich unter IFRS nicht detailliert geregelt ist, hat der Konzern beschlossen, jene Daten freiwillig zu veröffentlichen, die gemäß der ASC 932 vorgeschrieben sind, würde nach US GAAP berichtet werden.

Sofern sich die nachfolgenden Zusatzangaben auf Jahresabschlussinformationen beziehen, beruhen diese auf den Daten des IFRS Konzernabschlusses.

Die regionale Aufteilung wird unten beschrieben:

Rumänien und Schwarzes Meer Kasachstan und Rumänien
Österreich Österreich
Nordsee Norwegen und Großbritannien (bis 2017)
Australasien Australien und Neuseeland
Russland Russland
Mittlerer Osten und Afrika Bulgarien, Iran (Evaluierung ausgesetzt), Region Kurdistan im Irak,
Libyen, Madagaskar, Pakistan, Tunesien, Vereinigte Arabische Emi
rate, Jemen, Algerien (bis 2016), Gabun (bis 2016) und Namibia
(bis 2016)

Akquisitionen

Am 29. April 2018 unterzeichnete die OMV ein Abkommen für die Erteilung eines 20%-Anteils an einer Offshore-Konzession in Abu Dhabi – SARB und Umm Lulu – mit der dazugehörigen Infrastruktur.

Am 19. Dezember 2018 unterzeichnete die OMV ein Konzessionsabkommen für die Vergabe eines 5%- Anteils an der Ghasha-Konzession Offshore Abu Dhabi, die das Mega-Projekt Ghasha umfasst.

Am 28. Dezember 2018 hat die OMV die Übernahme des Shell Upstream Geschäfts in Neuseeland, das Beteiligungen an Pohokura (48%) und Maui (83,75%) sowie die zugehörige Infrastruktur für Produktion, Lagerung und Transport umfasst, abgeschlossen.

Darüber hinaus hat die OMV am 28. Dezember 2018 6,25% der Anteile an Maui von Todd Petroleum Mining Company Limited erworben. Resultierend aus dieser Transaktion hat die OMV 100% Anteile an Maui erhalten und übernahm somit die Beherrschung.

Siehe Anhangangabe 3 für nähere Details zu Akquisitionen im Jahr 2018.

2017 hat die OMV einen Anteil von 24,99% am Erdgasfeld Juschno Russkoje in Russland erworben.

Die Transaktion wurde am 30. November 2017 abgeschlossen und beinhaltete einen 24,99%-Anteil an OJSC Severneftegazprom (at-equity bilanziert) und einen wirtschaftlichen Anteil von 99,99% an JSC Gazprom YRGM Development (vollkonsolidiert).

Veräußerungen

Am 28. Juni 2018 hat die OMV den Verkauf ihrer in Pakistan aktiven Upstream-Unternehmen abgeschlossen.

Am 21. Dezember 2018 hat die OMV den Verkauf von OMV Tunisia Upstream GmbH finalisiert, die einen Teil des OMV Upstream Geschäfts in Tunesien beinhaltet.

Siehe Anhangangabe 3 für nähere Details zu Veräußerungen im Jahr 2018.

Das Tochterunternehmen in Großbritannien wurde am 13. Jänner 2017 verkauft.

Nicht beherrschende Anteile

Da die OMV 51% an OMV Petrom hält, ist diese vollkonsolidiert; es sind daher 100% der OMV Petrom Vermögenswerte und Ergebnisse beinhaltet. OMV Petrom hält 100% an Tochterunternehmen in Kasachstan, daher sind auch 100% der KOM MUNAI LLP und TASBULAT OIL CORPORATION LLP Vermögenswerte und Ergebnisse beinhaltet.

At-equity bewertete Beteiligungen

Aktivierte Kosten – Tochtergesellschaften

Die OMV hält 10% an Pearl Petroleum Company Limited (Region Mittlerer Osten und Afrika).

Die OMV hat 24,99%-Anteile an OJSC Severneftegazprom (Region Russland).

Die nachfolgenden Angaben zu den at-equity bewerteten Beteiligungen entsprechen dem OMV Anteil an den Unternehmen.

Die nachfolgenden Darstellungen können Rundungsdifferenzen enthalten.

a) Aktivierte Kosten

Die aktivierten Kosten umfassen die Summe des aktivierten Öl- und Gasvermögens einschließlich sonstiges immaterielles Vermögen und Sachanlagen wie Grundvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Konzessionen, Lizenzen und Rechte.

In EUR Mio
2018 2017 2016
Öl- und Gasvermögen ohne sichere Reserven 2.587 2.116 2.392
Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven 24.510 22.372 23.561
Gesamt 27.097 24.489 25.952
Kumulierte Abschreibung – 13.961 – 13.487 – 14.266
Aktivierte Kosten (abzüglich Abschreibung) 13.136 11.002 11.686

Aktivierte Kosten – at-equity bewertete Beteiligungen

In EUR Mio
2018 2017 2016
Öl- und Gasvermögen ohne sichere Reserven 249 262 237
Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven 202 157 119
Gesamt 451 420 356
Kumulierte Abschreibung – 35 – 22 – 16
Aktivierte Kosten (abzüglich Abschreibung) 417 397 340

b) Kosten der Periode

Die Kosten der Periode umfassen alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Anschaffung, Exploration

und Entwicklung von Öl- und Gasvorkommen anfallen, unabhängig davon, ob diese Kosten aktiviert werden oder Aufwand der laufenden Periode sind.

Kosten der Periode

In EUR Mio
Rumänien
und Mittlerer
Schwarzes Asien Osten und
Meer Österreich Nordsee Pazifik Russland Afrika Gesamt
2018
Tochterunternehmen
Anschaffungskosten für
sichere Reserven 788 1.014 1.801
Anschaffungskosten für
nicht sichere Reserven 0 386 321 707
Explorationskosten 102 61 99 9 28 300
Entwicklungskosten 412 59 210 10 196 887
Kosten der Periode 514 120 309 1.193 1.558 3.695
At-equity bewertete
Beteiligungen 9 12 21
2017
Tochterunternehmen
Anschaffungskosten für
sichere Reserven 2 521 523
Anschaffungskosten für
nicht sichere Reserven 584 584
Explorationskosten 53 16 55 14 92 230
Entwicklungskosten 327 53 265 4 108 756
Kosten der Periode 380 68 322 18 1.106 199 2.093
At-equity bewertete
Beteiligungen 117 5 122
Tochterunternehmen 2016
Anschaffungskosten für
sichere Reserven
1 302 304
Anschaffungskosten für
nicht sichere Reserven
1 1
Explorationskosten 1 77 5 106 18 103 307
Entwicklungskosten 291 31 531 3 186 1.042
Kosten der Periode 368 36 638 21 591 1.653
At-equity bewertete
Beteiligungen

1 In Norwegen werden die Explorationen abzüglich der Erstattung von 78% der abzugsfähigen Explorationskosten dargestellt.

c) Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion

Die folgende Tabelle stellt Erträge und Aufwendungen dar, die direkt im Zusammenhang mit der Ölund Gasproduktion anfallen. Das Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion entspricht nicht dem Ergebnis des Upstream-Bereichs, da Zinsen, allgemeine

Verwaltungskosten und andere Aufwendungen nicht enthalten sind. Die Ertragsteuer wird nach Berücksichtigung von Investitionsbegünstigungen und Verlustvorträgen und unter Anwendung des lokalen Steuersatzes hypothetisch errechnet.

Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion

In EUR Mio
Rumänien und Mittlerer
Schwarzes Asien Osten und
Meer Österreich Nordsee Pazifik Russland Afrika Gesamt
2018
Tochterunternehmen
Umsatz mit Dritten 1 105 – 194 1.051 84 605 520 2.172
Konzerninterner
Umsatz 1.981 418 394 132 427 3.351
2.086 224 1.445 216 605 947 5.523
Produktionsaufwand – 509 – 86 – 156 – 50 0 – 72 – 872
Förderzinsabgaben – 267 – 79 – 25 – 21 – 392
Explorationsaufwand – 39 – 33 – 50 – 8 – 44 – 175
Abschreibungen und
Wertminderungen – 513 – 114 – 422 – 64 – 90 – 129 – 1.331
Sonstige Kosten 2 – 51 – 21 – 102 – 10 – 406 – 7 – 598
– 1.379 – 333 – 729 – 157 – 496 – 274 – 3.368
Ergebnis vor Steuern 707 – 109 716 59 109 673 2.155
Ertragsteuern 3 – 127 26 – 540 – 21 – 21 – 470 – 1.152
Operatives Ergebnis
aus der Öl- und
Gasproduktion 580 – 83 176 37 89 203 1.003
Ergebnis aus at-equity
bewerteten Beteili
gungen 14 26 40
2017
Tochterunternehmen
Umsatz mit Dritten 1 95 – 50 810 116 56 301 1.329
Konzerninterner Umsatz 1.698 382 316 137 258 2.791
1.792 333 1.126 253 56 559 4.118
Produktionsaufwand – 550 – 89 – 191 – 45 0 – 62 – 937
Förderzinsabgaben – 203 – 70 – 33 – 5 – 311
Explorationsaufwand – 69 – 17 – 52 – 14 – 69 – 222
Abschreibungen und
Wertminderungen – 529 – 120 – 485 – 79 – 10 – 107 – 1.330
Sonstige Kosten 2 – 52 – 10 – 39 – 9 – 41 – 26 – 177
– 1.404 – 306 – 767 – 180 – 51 – 269 – 2.978
Ergebnis vor Steuern 388 27 359 72 5 289 1.141
Ertragsteuern 3 – 65 – 7 – 276 – 17 – 1 – 273 – 640

Gasproduktion 323 19 83 55 4 16 501

Ergebnis aus at-equity
bewerteten Beteili
gungen – 1 108 107

Operatives Ergebnis aus der Öl- und

Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion

In EUR Mio
Rumänien und Mittlerer
Schwarzes Asien Osten
Meer Österreich Nordsee Pazifik Russland und Afrika Gesamt
2016
Tochterunternehmen
Umsatz mit Dritten 1 93 13 673 145 88 1.013
Konzerninterner Umsatz 1.533 292 204 82 89 2.201
Ergebnis aus
Anlagenverkäufen 2 – 1 – 20 15 1 – 2
1.628 304 857 243 179 3.211
Produktionsaufwand – 506 – 85 – 236 – 48 – 63 – 938
Förderzinsabgaben – 201 – 56 – 27 – 6 – 290
Explorationsaufwand – 60 – 6 – 660 – 19 – 63 – 808
Abschreibungen und
Wertminderungen – 563 – 132 – 1.095 – 71 – 186 – 2.047
Sonstige Kosten 2 – 160 – 13 – 20 – 10 – 28 – 230
– 1.490 – 293 – 2.010 – 174 – 347 – 4.314
Ergebnis vor Steuern 138 11 – 1.153 69 – 168 – 1.103
Ertragsteuern 3 – 20 – 1 – 5 – 11 – 10 – 47
Operatives Ergebnis aus
der Öl- und Gasproduktion 118 10 – 1.158 58 – 179 – 1.150
Ergebnis aus at-equity
bewerteten Beteiligungen 14 14

1 Enthält Hedging-Effekte aus Derivaten; die Region Österreich enthält Hedging-Effekte zentral gesteuerter Derivate (2018: EUR –219 Mio, 2017:

EUR –72 Mio, 2016: EUR –9 Mio)

2 Enthält Bestandsveränderungen von Vorräten

3 In den Regionen Nordsee und Mittlerer Osten und Afrika sind Körperschaftssteuern und "Special Petroleum Taxes" enthalten.

d) Öl- und Gasreserven

Sichere Reserven sind jene Mengen an Erdöl und -gas, für welche durch Analysen von geologischen und technischen Daten mit begründeter Sicherheit beurteilt werden kann, dass sie aus bekannten Lagerstätten unter gegenwärtigen wirtschaftlichen, produktionstechnischen und regulatorischen Bedingungen in der Zukunft und innerhalb der Konzessionsdauer – außer die Verlängerung der Konzession ist sicher – wirtschaftlich gefördert werden können.

Sichere, entwickelte Reserven sind jene Reserven, die voraussichtlich mittels bestehenden Bohrungen mit bestehenden Ausrüstungen und Verfahren oder wenn die Kosten der benötigten Ausrüstung relativ gering verglichen mit den Kosten einer neuen Bohrung sind, gefördert werden können. Weiters ist von sicheren entwickelten Reserven auszugehen, falls sichere Reserven voraussichtlich durch bereits vorhandene und zurzeit in Betrieb befindlicher Förderanlagen und -infrastruktur gefördert werden können. Es sollte sichergestellt sein, dass die benötigten zukünftigen Aufwendungen zur Sicherstellung der bestehenden Ausrüstungen innerhalb des aktuellen Budgets geleistet werden.

Sichere, nicht entwickelte Reserven sind jene sicheren Reserven, die voraussichtlich aus neuen Bohrungen in Gebieten, in denen noch keine Bohrungen stattgefunden haben oder aus bestehenden Bohrungen, die zur Rekomplettierung eine verhältnismäßig hohe Aufwendung oder substanzielle neue Investition benötigen, um den Zustand alternder Einrichtungen zu gewährleisten oder diese zu ersetzen, gefördert werden können.

Erdöl und NGL

In Mio bbl
Rumänien und Mittlerer
Schwarzes Asien Osten und
Meer Österreich Nordsee Pazifik Russland Afrika Gesamt
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven – Tochterunternehmen
zum 1. Jänner 2016 361,2 43,0 82,1 10,0 108,0 604,3
Revision früherer
Schätzungen 19,3 3,3 14,4 1,9 – 1,6 37,3
Erwerb von Reserven 35,1 35,1
Verkauf von Reserven – 0,5 – 0,5
Erweiterungen und
Neufunde 0,2 0,4 0,6
Produktion – 29,1 – 5,1 – 17,3 – 3,3 – 3,0 – 57,9
zum 31. Dezember 2016 351,5 41,2 78,7 8,5 138,9 618,9
Revision früherer
Schätzungen 19,5 1,4 15,1 – 0,6 2,1 37,5
Verkauf von Reserven – 2,3 – 27,5 – 3,5 – 33,4
Erweiterungen und
Neufunde 0,4 0,4
Produktion – 27,3 – 4,6 – 18,7 – 2,9 – 11,2 – 64,8
zum 31. Dezember 2017 341,4 38,0 47,6 5,0 126,7 558,6
Revision früherer
Schätzungen 9,5 3,3 15,8 1,0 – 1,8 27,7
Erwerb von Reserven 6,3 100,3 106,6
Verkauf von Reserven – 2,4 – 2,4
Erweiterungen und
Neufunde 0,3 2,2 0,8 3,3
Produktion – 26,8 – 4,3 – 17,1 – 2,1 – 15,3 – 65,6
zum 31. Dezember 2018 324,4 37,0 48,4 10,2 208,3 628,3
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven – At-equity bewertete Beteiligungen
zum 31. Dezember 2016 8,6 8,6
zum 31. Dezember 2017 12,2 12,2
zum 31. Dezember 2018 13,3 13,3
322,5 39,2 43,5 8,5 123,4 537,1
309,5 36,5 38,9 5,0 112,7 502,5
295,9 35,5 42,6 9,1 162,1 545,2
Sichere, entwickelte Reserven – Tochterunternehmen

Sichere, entwickelte Reserven – At-equity bewertete Beteiligungen

zum 31. Dezember 2016 8,6 8,6
zum 31. Dezember 2017 12,2 12,2
zum 31. Dezember 2018 13,3 13,3

Erdgas

In Mrd Kubikfuß (bcf)
Rumänien und Mittlerer
Schwarzes Asien Osten und
Meer Österreich Nordsee Pazifik Russland Afrika Gesamt
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven – Tochterunternehmen
zum 1. Jänner 2016 1.542,9 246,9 380,3 90,4 114,5 2.375,0
Revision früherer
Schätzungen 18,9 13,6 33,1 2,7 – 3,5 64,7
Verkauf – 0,6 – 0,6
Erweiterungen und
Neufunde 1,1 1,1 7,0 9,1
Produktion – 187,0 – 31,2 – 52,3 – 20,3 – 24,1 – 314,9
zum 31. Dezember 2016 1 1.375,9 230,3 360,5 72,8 93,9 2.133,4
Revision früherer
Schätzungen 24,1 23,0 92,8 5,5 – 1,1 144,4
Verkauf – 3 – 16,6 – 2 – 21,3
Erweiterungen und
Neufunde 0,0 0,0 1 1,4
Produktion – 182,9 – 34,2 – 61,6 – 20,0 – 18,2 – 316,9
zum 31. Dezember 2017 1 1.214,1 219,1 375,0 58,4 74,3 1.941,0
Revision früherer
Schätzungen 77,4 8,6 110,3 27,1 17,3 240,7
Erwerb von Reserven 166,1 166,1
Verkauf – 26,6 – 26,6
Erweiterungen und
Neufunde 3,5 4,9 0,3 8,8
Produktion – 170,4 – 30,9 – 60,9 – 16,0 – 9,9 – 288,1
zum 31. Dezember 2018 1 1.124,7 196,8 429,4 235,6 55,5 2.041,9
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven – At-equity bewertete Beteiligungen
zum 31. Dezember 2016 131,0 131,0
zum 31. Dezember 2017 1.166,3 209,0 1.375,3
zum 31. Dezember 2018 1.392,0 212,6 1.604,7

Sichere, entwickelte Reserven – Tochterunternehmen

zum 31. Dezember 2016 1.208,4 148,7 155,8 72,8 39,6 1.625,3
zum 31. Dezember 2017 1.071,9 141,7 159,7 58,4 29,2 1.460,9
zum 31. Dezember 2018 1.026,6 120,3 410,6 202,3 7,3 1.767,1
Sichere, entwickelte Reserven – At-equity bewertete Beteiligungen
zum 31. Dezember 2016 131,0 131,0
zum 31. Dezember 2017 1.166,3 209,0 1.375,3
zum 31. Dezember 2018 997,3 212,6 1.209,9

1 2018: Inklusive rund 68,4 bcf an Kissengas in Gasspeicherreservoirs

2017: Inklusive rund 68,4 bcf an Kissengas in Gasspeicherreservoirs

2016: Inklusive rund 72 bcf an Kissengas in Gasspeicherreservoirs

e) Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Die zukünftige Netto-Cashflow-Information wird unter der Annahme erstellt, dass die vorherrschenden wirtschaftlichen und operativen Rahmenbedingungen über die Produktionsdauer der sicheren Reserven bestehen bleiben. Weder zukünftige Veränderungen der Preise, noch Fortschritte in der Technologie oder Veränderungen der operativen Bedingungen werden berücksichtigt.

Der zukünftige Cash-Inflow beinhaltet die Erlöse aus dem Verkauf der Produktionsmengen, inklusive Kissengas in Gasspeicherreservoirs, unter der Annahme, dass die zukünftige Produktion zu jenen Preisen verkauft wird, welche zur Schätzung der sicheren Reserven zu den Jahresend-Mengen dieser Reserven verwendet werden (12-Monats-Durchschnittspreis). Die zukünftigen Produktionskosten umfassen Ausgaben für die Förderung sicherer Reserven sowie entsprechende Steuern ohne Berücksichtigung der Inflation. In den zukünftigen Rekultivierungsausgaben sind die Kosten der Rekultivierung von Sonden und Produktionsanlagen enthalten. Die zukünftigen Entwicklungsausgaben umfassen die geschätzten Kosten für Entwicklungsbohrungen und Produktionsanlagen. Allen drei Bereichen liegt die Annahme zugrunde, dass das Kostenniveau zum Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung der Inflation beibehalten wird. Die zukünftigen Steuerzahlungen werden unter Verwendung des Steuersatzes jenes Landes berechnet, in dem die OMV tätig ist. Der Barwert ergibt sich aus der Diskontierung des zukünftigen Netto-Cashflows mit einem Diskontfaktor von 10% pro Jahr. Die standardisierte Ermittlung stellt keine Schätzung des Tageswerts der sicheren Reserven im Konzern dar. Eine Schätzung des Tageswerts würde neben vielen anderen Faktoren auch die Gewinnungsmöglichkeit von Reserven, die über die Menge der sicheren Reserven hinausgeht, und voraussichtliche Veränderungen in den zukünftigen Preisen und Kosten sowie einen dem Risiko der Öl- und Gasproduktion entsprechenden Diskontierungssatz berücksichtigen.

In EUR Mio

Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Tochterunternehmen und at-equity bewertete Beteiligungen
Rumänien und Mittlerer
Schwarzes Asien Osten und
Meer Österreich Nordsee Pazifik Russland Afrika Gesamt
Tochterunternehmen 2018
Zukünftiger Cash-Inflow 20.818 3.436 5.477 1.843 3.673 12.932 48.179
Zukünftige Produktions
und Rekultivierungs
ausgaben – 9.738 – 1.933 – 1.982 – 1.734 – 2.902 – 3.154 – 21.443
Zukünftige
Entwicklungsausgaben
– 1.921 – 401 – 166 – 69 – 613 – 3.171
Zukünftiger Netto
Cashflow vor
Ertragsteuern 9.158 1.102 3.329 40 771 9.164 23.564
Zukünftige Ertragsteuern – 846 – 92 – 2.117 61 – 155 – 5.422 – 8.571
Zukünftiger Netto
Cashflow undiskontiert 8.312 1.010 1.212 101 616 3.742 14.993
10% jährlicher Diskont
satz für die zeitliche
Differenz des Cashflows – 4.036 – 413 – 120 166 – 140 – 1.145 – 5.689
Standardisierte
Berechnung des
diskontierten
zukünftigen Netto
Cashflows 4.275 597 1.092 267 476 2.597 9.304
At-equity bewertete
Beteiligungen 166 152 318
Tochterunternehmen 2017
Zukünftiger Cash-Inflow 18.067 2.803 4.131 551 3.080 6.390 35.021
Zukünftige Produktions
und Rekultivierungs
ausgaben – 9.927 – 1.856 – 1.922 – 489 – 2.176 – 1.346 – 17.716
Zukünftige
Entwicklungsausgaben
– 1.811 – 381 – 273 – 24 – 418 – 2.907
Zukünftiger Netto
Cashflow vor
Ertragsteuern 6.329 566 1.936 38 904 4.626 14.398
Zukünftige Ertragsteuern – 447 – 43 – 677 11 – 223 – 2.929 – 4.308
Zukünftiger Netto
Cashflow undiskontiert 5.882 523 1.259 48 681 1.697 10.091
10% jährlicher Diskont
satz für die zeitliche
Differenz des Cashflows – 2.643 – 119 – 192 44 – 167 – 714 – 3.790
Standardisierte
Berechnung des
diskontierten
zukünftigen Netto
Cashflows
At-equity bewertete
3.239 404 1.067 92 515 983 6.300

Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

In EUR Mio Tochterunternehmen und at-equity bewertete Beteiligungen
Rumänien und
Schwarzes
Meer Österreich Nordsee Asien
Pazifik
Russland Mittlerer
Osten und
Afrika
Gesamt
Tochterunternehmen 2016
Zukünftiger Cash-Inflow 15.489 2.481 4.697 597 5.056 28.321
Zukünftige Produktions
und Rekultivierungs
ausgaben
Zukünftige
– 11.266 – 1.668 – 2.540 – 598 – 1.416 – 17.488
Entwicklungsausgaben – 2.009 – 336 – 421 – 34 – 662 – 3.462
Zukünftiger Netto
Cashflow vor
Ertragsteuern 2.214 478 1.736 – 35 2.978 7.370
Zukünftige Ertragsteuern – 24 – 46 226 17 – 1.694 – 1.521
Zukünftiger Netto
Cashflow undiskontiert
2.189 432 1.962 – 18 1.284 5.849
10% jährlicher Diskont
satz für die zeitliche
Differenz des Cashflows
– 869 – 114 – 470 54 – 579 – 1.978
Standardisierte
Berechnung des
diskontierten
zukünftigen Netto
Cashflows
1.321 318 1.491 36 705 3.872
At-equity bewertete
Beteiligungen
110 110

f) Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

In EUR Mio
Tochterunternehmen 2018 2017 2016
1. Jänner 6.300 3.872 5.546
Verkauf und Transfer von gefördertem Öl und Gas abzüglich Produktions
ausgaben – 2.323 – 1.365 – 1.842
Nettoveränderung der Preise und Produktionskosten 4.183 4.140 – 3.719
Nettoveränderung aus dem Kauf und Verkauf von Mineralvorkommen 2.706 309 294
Nettoveränderung aufgrund von Erweiterungen und neuen Funden 133 3
Entwicklungs- und Rekultivierungsausgaben der laufenden Periode 669 795 999
Veränderung der geschätzten zukünftigen Entwicklungs- und
Rekultivierungskosten in der Periode – 420 – 536 – 351
Revision früherer Schätzungen 983 748 1.246
Zuwachs aus der Diskontierung 550 324 517
Nettoveränderung der Ertragsteuern (inkl. Steuereffekte aus Zukäufen
und Verkäufen) – 3.310 – 1.780 1.279
Sonstiges 1 – 168 – 207 – 100
31. Dezember 9.304 6.300 3.872
At-equity bewertete Beteiligungen 318 225 110

1 Unter der Position Sonstiges sind vor allem Wechselkursveränderungen gegenüber dem EUR ausgewiesen.

Wien, am 13. März 2019

Der Vorstand

Rainer Seele e.h. Vorstandsvorsitzender Reinhard Florey e.h.

Johann Pleininger e.h. Manfred Leitner e.h. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

OMV GESCHÄFTSBERICHT 2018 / KONZERNABSCHLUSS

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN 233 – 243

234 — Bericht über Zahlungen an staatliche Stellen 240 — Abkürzungen und Definitionen 243 — Kontakte und Impressum

Bericht über Zahlungen an staatliche Stellen

§ 267c österreichisches Unternehmensgesetzbuch

Laut § 267c des österreichischen Unternehmensgesetzbuchs (UGB) haben große Gesellschaften und Unternehmen von öffentlichem Interesse, die in der mineralgewinnenden Industrie oder auf dem Gebiet des Holzeinschlags in Primärwäldern tätig sind, jährlich einen Bericht über Zahlungen an staatliche Stellen zu erstellen. Dieser Paragraf setzt Abschnitt 10 der EU-Rechnungslegungsrichtlinie (2013/34/EU) um. Der Abschnitt "Grundlagen der Erstellung" enthält Informationen über den Inhalt des Berichts. Zudem enthält dieser Abschnitt Informationen über die Zahlungen, die offengelegt werden müssen, sowie darüber, wie die OMV die Bestimmungen bei der Erstellung des Berichts umgesetzt hat.

Grundlagen der Erstellung

Berichtende Unternehmen

Nach den Anforderungen der Bestimmung muss die OMV Aktiengesellschaft einen konsolidierten Bericht erstellen, in dem alle Geld- und Sachleistungen auszuweisen sind, die je Geschäftsjahr für die Tätigkeit in der mineralgewinnenden Industrie durch die OMV Aktiengesellschaft oder eine ihrer im Konzernabschluss enthaltenen Tochtergesellschaften an eine staatliche Stelle geleistet werden.

Tätigkeiten im Sinne dieses Berichts

In diesem Bericht werden Geld- und Sachleistungen ausgewiesen, die vom OMV Konzern (nachstehend die OMV) für eine Tätigkeit auf dem Gebiet der Exploration, Prospektion, Entdeckung, Weiterentwicklung und Gewinnung von Mineralien, Erdöloder Erdgasvorkommen oder anderen Stoffen in diesen Wirtschaftszweigen geleistet werden.

Staatliche Stellen

"Staatliche Stellen" sind nationale, regionale oder lokale staatliche Behörden oder von solchen kontrollierte Abteilungen, Agenturen oder Unternehmen einschließlich nationaler Ölgesellschaften.

Bei Tätigkeiten einer staatseigenen Gesellschaft außerhalb des eigenen Hoheitsgebiets gilt diese nicht als berichtspflichtige staatliche Stelle im Sinne dieser Bestimmung und Geld- und Sachleistungen an diese Gesellschaften müssen unter diesen Bedingungen nicht ausgewiesen werden.

Definition von Projekt

Die Bestimmung verlangt zudem, dass Geld- und Sachleistungen sowohl nach "Projekt" als auch nach staatlicher Stelle ausgewiesen werden. Als Projekt ist die Gesamtheit der operativen Tätigkeiten anzusehen, die auf einem einzigen Vertrag oder einer Lizenz, einem Pachtvertrag, einer Konzession oder einer ähnlichen rechtlichen Vereinbarung basieren, welche die Grundlage für die Leistungen an die staatliche Stelle bildet. Mehrere inhaltlich miteinander verbundene Vereinbarungen werden im Sinne dieser Bestimmung als ein einziges Projekt behandelt.

"Inhaltlich miteinander verbunden" ist definiert als eine Reihe von mit einer staatlichen Stelle geschlossenen operativ und geografisch verbundenen Verträgen, Lizenzen, Verpachtungen, Konzessionen oder verbundenen Vereinbarungen mit ähnlichen Bedingungen, welche die Grundlage für die Leistungen an die staatliche Stelle bilden. Solche Vereinbarungen können bestimmt werden durch einen einzelnen Vertrag, eine Joint-Venture-Vereinbarung, einen Produktionsteilungsvertrag oder sonstige übergeordnete rechtliche Vereinbarungen.

Es kann Fälle geben – beispielsweise die Körperschaftssteuer –, bei denen sich Leistungen nicht einem einzelnen Projekt zuordnen lassen. Diese Leistungen werden auf Landesebene ausgewiesen.

Geld- und Sachleistungen

Gemäß der Bestimmung müssen die Leistungen zahlungsbezogen angegeben werden. Das bedeutet, dass sie in der Periode angegeben werden, in der sie geleistet werden, und nicht in der Periode, in der sie periodengerecht zugeordnet werden.

Rückzahlungen werden ebenfalls in der Periode angegeben, in der sie vereinnahmt werden, und werden entweder mit in der Periode geleisteten Zahlungen verrechnet oder als Negativbeträge im Bericht ausgewiesen.

An eine staatliche Stelle entrichtete Sachleistungen werden nach der angemessensten und relevantesten Bewertungsmethode für die jeweilige Leistungsart in einen entsprechenden Geldwert umgerechnet. Das können Kosten oder Verkehrswerte sein. Der Bericht enthält eine Erläuterung der Bewertungsmethode. Gegebenenfalls werden die zugrundeliegenden Mengen ebenfalls im Bericht angegeben.

Methodik der Berichterstattung

Die Bestimmungen verlangen, dass die Leistungen da angegeben werden, wo sie von der OMV an staatliche Stellen geleistet werden. Der Bericht muss den Inhalt jeder Transaktion und Tätigkeit angeben. Auf Basis dieser Anforderungen ist die OMV ihrer Berichtspflicht wie folgt nachgekommen:

  • Wenn die OMV direkt eine Zahlung an eine staatliche Stelle leistet, wird diese Zahlung vollständig ausgewiesen, unabhängig davon, ob sie alleine im Namen der OMV oder von der OMV in ihrer Eigenschaft als Betriebsführer einer gemeinschaftlichen Tätigkeit geleistet wird.
  • In Fällen, in denen die OMV Mitglied einer gemeinschaftlichen Tätigkeit ist, deren Betriebsführer eine staatseigene Gesellschaft (das heißt eine staatliche Stelle) ist, werden an diese staatseigene Gesellschaft geleistete Zahlungen ausgewiesen, wo es möglich ist, die berichtspflichtige Zahlung von anderen Kostenpositionen zu trennen.
  • Für Produktionszahlungsansprüche staatlicher Stellen von Gastländern sind die Bestimmungen der Vereinbarung zu berücksichtigen. Wo die OMV Betriebsführer ist, wird sie die Zahlungsansprüche staatlicher Stellen vollständig angeben.

Wesentlichkeit

Einzelne oder verbundene Leistungen, deren Gegenwert im Geschäftsjahr unter EUR 100.000 liegt, werden nicht in diesem Bericht ausgewiesen.

Berichtswährung

In anderen Währungen als Euro geleistete Zahlungen werden zum durchschnittlichen Wechselkurs des Berichtszeitraums umgerechnet.

Ausgewiesene Geld- und Sachleistungen

Produktionszahlungsansprüche

Im Rahmen von Produktionsteilungsverträgen hat die staatliche Stelle des Gastlandes Anspruch auf einen Anteil der Öl- und Gasproduktion, der häufig in Sachleistungen abgegolten wird. Der Bericht weist Wert und Menge der Produktionszahlungsansprüche der staatlichen Stelle für die relevante Periode in Barrel Öläquivalent (boe) aus.

Der Anteil der staatlichen Stelle an Produktionszahlungsansprüchen wird auch etwaige Ansprüche aus Anteilen umfassen, die eine staatseigene Gesellschaft als Investor an Projekten im eigenen Hoheitsgebiet hält. Aus Tätigkeiten oder Anteilen außerhalb des Hoheitsgebiets der staatseigenen Gesellschaft entstehende Produktionszahlungsansprüche werden nicht ausgewiesen.

Steuern

Auf die Erträge, die Produktion oder die Gewinne von Unternehmen erhobene Steuern werden ausgewiesen. Rückzahlungen werden mit Zahlungen verrechnet und entsprechend ausgewiesen. Verbrauchssteuern, Lohnsteuern, Umsatzsteuern, Vermögenssteuern und Umweltsteuern werden gemäß dieser Bestimmung nicht ausgewiesen. Obwohl in Österreich eine Steuergruppe besteht, beziehen sich die ausgewiesenen Ertragssteuern für Österreich ausschließlich auf in der mineralgewinnenden Industrie tätige österreichische Tochtergesellschaften. Ertragssteuern für andere Tätigkeiten der OMV in Österreich werden nicht ausgewiesen.

Nutzungsentgelte

An eine staatliche Stelle gezahlte Nutzungsentgelte in Verbindung mit der Gewinnung von Mineralien, Erdöl oder Erdgasvorkommen sind auszuweisen. Werden Nutzungsentgelte in Form von Sachleistungen entrichtet, werden zusätzlich Wert und Menge angegeben.

Dividenden

Gemäß den Bestimmungen werden anstelle von Produktionszahlungsansprüchen oder Nutzungsentgelten an eine staatliche Stelle gezahlte Dividenden ausgewiesen. An eine staatliche Stelle als normalen Anteilseigner ausgezahlte Dividenden werden nicht ausgewiesen, sofern die Dividenden zu denselben Bedingungen an alle Anteilseigner ausgezahlt werden.

In der Berichtsperiode 2018 hat die OMV keine derartigen berichtspflichtigen Dividendenzahlungen an staatliche Stellen auszuweisen.

Boni

Unterzeichnungs-, Entdeckungs- und Produktionsboni werden angegeben, sofern sie in Verbindung mit entsprechenden Tätigkeiten bezahlt wurden.

Gebühren

Lizenz-, Miet- und Zugangsgebühren sowie sonstige Gegenleistungen für den Zugang zu dem Gebiet, in dem Gewinnungstätigkeiten ausgeführt werden.

Nicht ausgewiesen werden an staatliche Stellen gezahlte Gebühren, die nicht spezifisch mit Gewinnungstätigkeiten oder dem Zugang zu Rohstoffressourcen in Verbindung stehen. Als Gegenleistung für von einer staatlichen Stelle bereitgestellte Dienstleistungen geleistete Zahlungen werden ebenfalls nicht ausgewiesen.

Beiträge für die Verbesserung der Infrastruktur

Von der OMV geleistete Zahlungen für Verbesserungen der Infrastruktur (zum Beispiel Bau von Straßen oder Brücken), von denen die Allgemeinheit profitiert, werden im Bericht ausgewiesen, unabhängig davon, ob die OMV den Betrag an nicht staatliche Stellen gezahlt hat. Diese Zahlungen werden in der Periode ausgewiesen, in der die Infrastruktur für die Allgemeinnutzung zur Verfügung gestellt wird.

Überblick über Geld- und Sachleistungen

Die folgende Übersichtstabelle zeigt die relevanten Geld- und Sachleistungen der OMV an staatliche Stellen im Berichtsjahr 2018.

Von den sieben Zahlungsarten, zu denen die österreichische Bestimmung eine Berichterstattung vorsieht, hat die OMV keine Dividenden, Boni oder Beiträge zur Verbesserung der Infrastruktur geleistet, die den Definitionen der entsprechenden Rechnungslegungsrichtlinie entsprechen. Diese Kategorien werden daher nicht angeführt.

Überblick über Geld- und Sachleistungen

In EUR 1.000
Produktions
zahlungs
ansprüche
Steuern Nutzungs
entgelte
Gebühren Gesamt
Land
Österreich 24.033 75.726 99.759
Kasachstan 24.848 781 25.629
Madagaskar 414 414
Norwegen 127.898 5.911 133.809
Neuseeland 27.619 33.490 471 61.580
Pakistan 1.923 1.777 633 4.333
Rumänien 178.477 162.918 19.684 361.079
Tunesien 17.981 7.361 25.342
Vereinigte Arabische Emirate 12.567 1.271.015 1.283.582
Jemen 50.946 4.836 55.782
Total 50.946 402.779 298.675 1.298.909 2.051.309

Für Libyen wurden für das Jahr 2018 keine Zahlungen ausgewiesen, da die OMV nicht Betriebsführer war.

Am 29. April 2018 unterzeichnete die OMV ein Konzessionsabkommen für die Erteilung eines 20%-Anteils an zwei Offshore-Ölfeldern in Abu Dhabi von ADNOC. Die Konzession beinhaltet die beiden Offshore-Entwicklungsfelder Umm Lulu und Satah Al Razboot (SARB) sowie die zwei Satellitenfelder Bin Nasher und Al Bateel. Der vereinbarte Beteiligungsbetrag beträgt USD 1,5 Mrd.

Am 28. Juni 2018 hat die OMV den Verkauf ihrer in Pakistan aktiven Upstream-Unternehmen abgeschlossen. Wesentliche Zahlungen im Jahr 2018, getätigt vor dem 28. Juni 2018, wurden berichtet.

Am 30. November 2017 erwarb die OMV einen 24,99%-Anteil an OJSC Severneftegazprom (SNGP). Da SNGP als assoziiertes Unternehmen mit der At-Equity-Methode bewertet wird und nicht als vollkonsolidierte Gesellschaft in den Konzernabschluss der OMV einbezogen wird, ist diese Gesellschaft von der im Unternehmensgesetzbuch festgelegten Berichtspflicht befreit.

Zahlungen je Land

In EUR 1.000 Produktions
zahlungs
Steuern Nutzungs
entgelte
Gebühren Gesamt
ansprüche
Österreich
Staatliche Stellen
Bundesministerium für Digitalisierung
und Wirtschaftsstandort
75.726 75.726
Bundesministerium für Finanzen 24.033 24.033
Gesamt 24.033 75.726 99.759
Projekte
Niederösterreich 24.033 75.726 99.759
Gesamt 24.033 75.726 99.759
Kasachstan
Staatliche Stellen
State Revenue Committee 24.848 214 25.062
Schulungszentren von Universitäten 5671 567
Gesamt 24.848 781 25.629
Projekte
Tasbulat 9.926 533 10.459
Komsomolskoe 14.922 248 15.170
Gesamt 24.848 781 25.629
1 Finanzierung verschiedener Ausgaben für Schulungszentren von Universitäten gemäß Konzessionsvereinbarung
Madagaskar
Staatliche Stellen
Office des Mines Nationales
et des Industries Stratégiques 414 414
Gesamt 414 414
Projekte
Explorationsprojekte 414 414
Gesamt 414 414
Norwegen
Staatliche Stellen
Oljedirektoratet 5.834 5.834
Skatteetaten 127.898 77 127.975
Gesamt 127.898 5.911 133.809
Projekte
Gulfaks 51 51
Gudrun 51 51
Explorationsprojekte in Norwegen 5.905 5.905
Keinen Projekten zuzuordnende Zahlungen 127.796 6 127.802

Gesamt 127.898 5.911 133.809

Zahlungen je Land

In EUR 1.000 Produktions
zahlungs
ansprüche
Steuern Nutzungs
entgelte
Gebühren Gesamt
Neuseeland
Staatliche Stellen
Crown Minerals 33.490 33.490
Inland Revenue 27.456 27.456
Ministry of Business and Innovation 163 129 292
Environmental Protection Authority 231 231
Maritime Safety Authority 111 111
Gesamt 27.619 33.490 471 61.580
Projekte
Maari 10 6.770 289 7.069
Maui 2 1.926 1.928
Pohokura 689 24.794 25.483
Explorationsprojekte in Neuseeland 152 182 334
Keinen Projekten zuzuordnende Zahlungen 26.766 26.766
Gesamt 27.619 33.490 471 61.580
Pakistan
Staatliche Stellen
Federal Board of Revenue 1.923 1.923
Generaldirektor für Erdölkonzessionen 1.777 372 2.149
Kommunalverwaltung, Distrikt Sukker 261 261
Gesamt 1.923 1.777 633 4.333
Projekte
Mehar 432 204 636
Miano 258 326 584
Sawan 1.087 64 1.151
Explorationsprojekte in Pakistan 39 39
Keinen Projekten zuzuordnende Zahlungen 1.923 1.923
Gesamt 1.923 1.777 633 4.333
Rumänien
Staatliche Stellen
Staatshaushalt 178.477 162.918 341.395
Gemeindeverwaltungen 4.840 4.840
Nationale Agentur für Bodenschätze (ANRM) 566 566
Staatliche Forstverwaltung 13.425 13.425
CONPET SA 106 106
Nationale Stromregulierungsbehörde (ANRE) 569 569
Regulierungsbehörde für Offshore-Aktivitäten
(ACROPO)
178 178
Gesamt 178.477 162.918 19.684 361.079
Projekte
Onshore-Produktionszonen 123.809 18.901 142.710
Onshore Joint Ventures 1.233 10 1.243
Offshore Schwarzes Meer 37.876 217 38.093
Keinen Projekten zuzuordnende Zahlungen 178.477 556 179.033
Gesamt 178.477 162.918 19.684 361.079

Zahlungen je Land

In EUR 1.000
Produktions
zahlungs
ansprüche
Steuern Nutzungs
entgelte
Gebühren Gesamt
Tunesien
Staatliche Stellen
Receveur des Finances 16.418 16.418
Receveur des Douanes 1.563 1.563
Entreprise Tunisienne d'Activites Petrolieres 6.848 1 6.848
Tresorerie Generale de Tunisie 513 513
Gesamt 17.981 7.361 25.342
Projekte
TPS 11.299 11.299
Südtunesien 6.682 7.3611 14.043
Gesamt 17.981 7.361 25.342

1 Beinhaltet Sachleistungen für 112.781 bbl Rohöl, bewertet nach dem durchschnittlichen monatlichen Preis pro boe

Für jene Projekte in Tunesien, in denen die OMV nicht Betriebsführer ist, hätte der proportionale Anteil der OMV an den Produktionszahlungsansprüchen staatlicher Stellen für 2018 EUR 6,42 Mio für 113.890 bbl Rohöl betragen, bewertet nach dem durchschnittlichen monatlichen Preis pro boe.

Zahlungen je Land

Produktions Steuern Nutzungs Gebühren Gesamt
ansprüche
905 905
12.567 1.270.110 1.282.677
12.567 1.271.015 1.283.582
12.567 1.271.015 1.283.582
12.567 1.271.015 1.283.582
50.9461 4.8362 55.782
50.946 4.836 55.782
50.9461 4.8362 55.782
50.946 4.836 55.782
zahlungs entgelte

1 Beinhaltet Sachleistungen in Höhe von 882.342 boe, bewertet nach festgelegten Preisen des Yemen Crude Oil Marketing Directorate 2 Beinhaltet Sachleistungen in Höhe von 83.738 boe, bewertet nach festgelegten Preisen des Yemen Crude Oil Marketing Directorate

Wien, am 13. März 2019

Der Vorstand

Johann Pleininger e.h. Reinhard Florey e.h. Rainer Seele e.h. Manfred Leitner e.h.

Abkürzungen und Definitionen

A

Ausschüttungsgrad

%-Verhältnis der Dividende je Aktie zum Ergebnis je Aktie

B

bbl Barrel (Fass zu zirka 159 Liter)

bbl/d Barrel pro Tag

bcf Milliarde Standard-Kubikfuß (cf)

BIP Bruttoinlandsprodukt

boe Barrel Öläquivalent

boe/d Barrel Öläquivalent pro Tag

C

CAPEX

Capital Expenditure, Investitionen

CCS/CCS Effekte/Lagerhaltungsgewinne/-verluste

(Current Cost of Supply; zu aktuellen Beschaffungskosten) Lagerhaltungsgewinne und -verluste stellen die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen – falls der Nettoveräußerungswert der Vorräte geringer ist als die Anschaffungskosten – dar. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitenden Durchschnittskosten) zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse (operatives Ergebnis, Jahresüberschuss etc.) führen. Der als CCS Effekt offengelegte Wert stellt die Differenz zwischen dem in der Gewinn- und Verlustrechnung für Vorräte erfassten Betrag auf Basis der Durchschnittsmethode (angepasst um Wertminderungen, bezogen auf den Nettoveräußerungswert) und dem zu aktuellen Beschaffungskosten bewerteten Betrag dar. Die aktuellen Beschaffungskosten werden monatlich auf Basis von Daten der Versorgungs- und Produktionssysteme auf Ebene des Bereichs Downstream Öl berechnet

CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten

Operatives Ergebnis vor Sondereffekten, bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte. Das Konzern CCS operative Ergebnis vor Sondereffekten stellt die Summe des CCS operativen Ergebnisses vor Sondereffekten von Downstream Öl, der operativen Ergebnisse vor Sondereffekten der anderen Geschäftsbereiche und den berichteten Konsolidierungseffekt, bereinigt um Änderungen von Wertberichtigungen – falls der Nettoveräußerungswert der Vorräte geringer ist als die Anschaffungskosten –, dar

CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten

CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten wird wie folgt berechnet: den Aktionären zuzurechnender CCS Jahresüberschuss vor Sondereffekten dividiert durch durchschnittlich gewichtete Aktienanzahl

CCS ROACE vor Sondereffekten

CCS Return On Average Capital Employed vor Sondereffekten wird wie folgt berechnet: NOPAT, bereinigt um Nach-Steuer-Effekte von Sondereffekten und CCS

Effekten, dividiert durch durchschnittlich eingesetztes Kapital (auf rollierender Basis, als Durchschnitt der letzten vier Quartale; in %)

Den Aktionären zuzurechnender CCS Jahresüberschuss vor Sondereffekten

Den Aktionären zuzurechnender Jahresüberschuss, bereinigt um Nach-Steuer-Effekte von Sondereffekten und CCS Effekten

CEE

Mittel- und Osteuropa

cf Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F)

CEGH

Central European Gas Hub

E

EFET

European Federation of Energy Traders; Verband europäischer Energiehändler

EGT

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen

Eigenkapitalquote

%-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital

Eingesetztes Kapital

Eigenkapital inklusive Anteilen anderer Gesellschafter, zuzüglich Nettoverschuldung

EPSA

Exploration and Production Sharing Agreement; Explorations- und Produktionsteilungsvertrag

Ergebnis je Aktie

Den Aktionären zuzurechnender Jahresüberschuss dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Aktienanzahl

EU Europäische Union

EUR

Euro

F

FX Fremdwährungs-Wechselkurs

H

H1, H2 Erstes, zweites Halbjahr

HSSE

Health, Safety, Security, and Environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

HV Hauptversammlung

I

IASs International Accounting Standards

IFRSs International Financial Reporting Standards

J

Jahresüberschuss

Nettogewinn bzw. Nettoverlust nach Zinsen und Steuern

K

Kb&S Konzernbereich und Sonstiges

kbbl Tausend Barrel kbbl/d Tausend Barrel pro Tag

kboe Tausend Barrel Öläquivalent

kboe/d Tausend Barrel Öläquivalent pro Tag

km2 Quadratkilometer

KPI Key Performance Indicator; Leistungskennzahl, Schlüsselindikator

KStG Körperschaftssteuergesetz

LNG

L

Liquefied Natural Gas; Flüssigerdgas

LTIR

Lost-Time Injury Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall pro 1 Mio Arbeitsstunden

M

m3 Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F)

Mio Million, Millionen

Min Minute

MPPH

Mubadala Petroleum and Petrochemicals Holding Company L.L.C

Mrd Milliarde, Milliarden

MW Megawatt

MWh Megawattstunde

N

n.a. Not available; Wert nicht verfügbar

n.m. Not meaningful; Wert nicht aussagefähig

NCG Net Connect Germany

Net assets

Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, at-equity bewertete Beteiligungen, Anteile an sonstigen Unternehmen, Ausleihungen an at-equity bewertete Beteiligungen, Summe Net Working Capital, abzüglich Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen

Nettoverschuldung

Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inklusive Anleihen und Finanzierungsleasing, abzüglich liquider Mittel

NGL

Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt

NOK Norwegische Krone

NOPAT

Net Operating Profit After Tax, Jahresüberschuss

    • Nettozinseffekt aus Finanzierungsaktivitäten
  • Steuereffekt auf den Nettozinseffekt aus Finanzierungsaktivitäten NOPAT ist eine Kennzahl, die das finanzielle Unternehmensergebnis nach Steuern, unabhängig von der Finanzierungsstruktur einer Firma, zeigt

NZD Neuseeland Dollar

O

OECD

Organisation for Economic Cooperation and Development; Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

OPEX

Operating Expenditures; Produktionskosten; Materialund Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben

ÖBAG

Österreichische Beteiligungs AG

ÖCGK

Österreichischer Corporate Governance Kodex

P

Pearl Pearl Petroleum Company Limited

PJ

Petajoule, 1 PJ entspricht ca. 278 Mio Kilowattstunden

Q

Q1, Q2, Q3, Q4 Erstes, zweites, drittes, viertes Quartal

R

ROACE

Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital

ROE

Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss/-fehlbetrag zu durchschnittlichem Eigenkapital

ROFA

Return On Fixed Assets; %-Verhältnis EBIT zu durchschnittlichem immateriellen und Sachanlagevermögen

RON

Neuer Rumänischer Leu

RONA

Return On Net Assets; %-Verhältnis NOPAT zu den durchschnittlichen net assets

RRR

Reserve Replacement Rate; Reserven-Ersatzrate; Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion, dividiert durch Gesamtproduktion

RUB

Russischer Rubel

S

Sondereffekte

Sondereffekte sind Aufwendungen und Erträge, welche separat offengelegt werden, da sie nicht der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzurechnen sind. Diese Effekte werden separat ausgewiesen, um Investoren zu ermöglichen, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des OMV Konzerns besser verstehen und beurteilen zu können

T

t

TEUR Tausend Euro

toe Tonne Öläquivalent

TRIR

Total Recordable Injury Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen

TRY

Türkische Lira

TSR

Total Shareholder Return; Aktienrendite

TWh Terawattstunde

U

UGB Österreichisches Unternehmensgesetzbuch

Umsatzerlöse Umsatzerlöse ausgenommen

Mineralölsteuer

USD

US Dollar

V

VAE

Vereinigte Arabische Emirate

Verschuldungsgrad

Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

Z

ZGE

Zahlungsmittelgenerierende Einheit

Tonne

Kontakte und Impressum

OMV Aktiengesellschaft

Trabrennstraße 6 – 8 1020 Wien, Österreich Tel. +43 1 40440-0 [email protected] www.omv.com

OMV Petrom SA

Strada Coralilor 22, sector 1 013329 Bukarest, Rumänien Tel. +40 372 161930 Fax +40 372 868518 [email protected]

Investor Relations

Florian Greger OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6 – 8 1020 Wien, Österreich Tel. +43 1 40440-21600 Fax +43 1 40440-621600 [email protected]

Herausgeber OMV Aktiengesellschaft, Wien

Konzept und Design

klar. & Erdgeschoss & Schreibkraft, Wien

Fotos

Titel: Andreas Jakwerth

Seiten 1, 4–5, 27, 30–31, 33: Andreas Jakwerth; Seiten 6–7: Getty Images David Gray; Seiten 8–9, 19, 21: OMV Aktien gesellschaft; Seiten 10 – 11: GettyImages Jose A. Bernat Bacete; Seiten 12–13: Alexander Schleissing; Seiten 14 – 15: GettyImages DTP; Seiten 16 – 17: GettyImages Niels Busch; Seite 18: Equinor Bjørn Ivo Krokeid; Seite 20: Ionity

Bildbearbeitung

Kristina Reissland

Anhang

Produziert mit FIRE.sys

Weitere Publikationen

OMV Factbook

www.omv.com/factbook

  • OMV Nachhaltigkeitsbericht
  • www.omv.com/nachhaltigkeitsbericht

Die Investor Relations App

Die App versorgt Sie mit den neuesten Aktionärsinformationen sowie Informationen zum Aktienkurs und zu Berichten, Präsentationen, bevorstehenden Events und den Social-Media-Kanälen der OMV.

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Hinweise:

Zahlen in Tabellen und Grafiken lassen sich möglicherweise aufgrund von Rundungsdifferenzen nicht aufaddieren.

Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden im Konzernanhang des Geschäftsberichts größtenteils geschlechterunspezifische Termini verwendet.

Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen: Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "glauben", "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen der OMV sowie der OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle der OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Weder die OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. Die OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der OMV dar.

OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6–8 1020 Wien Österreich Tel. + 43 1 40440-0 www.omv.com www.omv.com/socialmedia

Geschäftsbericht 2018 der OMV Aktiengesellschaft

Gründe, warum wir uns auf morgen freuen

Inhalt

248 Bericht des Aufsichtsrats
252 Konsolidierter Corporate-Governance-Bericht
271 Lagebericht
278 Bestätigungsvermerk
283 Jahresabschluss
284 Bilanz zum 31. Dezember 2018
286 Gewinn- und Verlustrechnung
287 Anhang
288 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
292 Erläuterungen zur Bilanz
300 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
303 Ergänzende Angaben
309 Direkte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft
mit einem Anteil von mindestens 20%
310 Aufsichtsrat
311 Vorstand
314 Anlagenspiegel gemäß § 226 Absatz 1 UGB

316 Abkürzungen und Definitionen

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

mit großer Freude blicke ich auf ein außerordentlich erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Die OMV überzeugte im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht nur mit einer herausragenden finanziellen Performance, sondern machte auch entscheidende Fortschritte bei der Umsetzung der langfristigen Unternehmensstrategie.

Wichtige Meilensteine wurden erreicht: Die OMV konnte das erfolgreiche integrierte Geschäftsmodell gemäß der Anfang 2018 veröffentlichten Strategie weiter ausbauen und stärker internationalisieren. Damit rüstet sich die OMV für die Herausforderungen der Zukunft und stärkt ihre Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft. Die finanziellen Erfolge des abgelaufenen Geschäftsjahres haben entscheidend zur Umsetzung des Wachstumskurses der OMV beigetragen. Dank des historisch höchsten CCS Operativen Ergebnisses vor Sondereffekten ist es gelungen, trotz der abgeschlossenen Großakquisitionen einen positiven freien Cashflow nach Dividende zu erwirtschaften. Die starke finanzielle Position der OMV spiegelt sich auch in der vorgeschlagenen Rekorddividende von EUR 1,75 je Aktie wider, durch die Sie, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, an den Erfolgen der OMV teilhaben.

Im Folgenden möchte ich Sie über die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018 informieren:

Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat

Mit der Verlängerung des Vorstandsmandats von Reinhard Florey im Mai 2018 wurde das Vorstandsteam in seiner aktuellen Zusammensetzung bestätigt. Die Funktionsperiode von Reinhard Florey wurde um zwei Jahre bis Juni 2021 verlängert. Nach den Rücktritten von Murtadha Al Hashmi und Ahmed Matar Al Mazrouei wählte die OMV Hauptversammlung am 22. Mai 2018 Alyazia Ali Al Kuwaiti und Mansour Mohamed Al Mulla zu Mitgliedern des Aufsichtsrats. Alyazia Ali Al Kuwaiti wurde zur zweiten stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats bestellt. Ich, Peter Löscher, kündigte im September 2018 meinen Rücktritt mit Ablauf der Hauptversammlung im Mai 2019 an.

Die Belegschaftsvertreterinnen und Belegschaftsvertreter entsandten Angela Schorna im März 2018 erstmals in den Aufsichtsrat. Wolfgang Baumann schied mit diesem Zeitpunkt aus dem Aufsichtsrat aus.

Tätigkeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Er überwachte die Geschäftsführung der OMV durch den Vorstand und beriet diesen bei Entscheidungsfindungsprozessen auf Basis detaillierter mündlicher und schriftlicher Berichte sowie konstruktiver Diskussionen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftstätigkeit, die allgemeine wirtschaftliche Lage in den Kernmärkten des Unternehmens und das Geschäftsumfeld sowie über Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung.

Die OMV konnte das erfolgreiche integrierte Geschäftsmodell weiter ausbauen und stärker internationalisieren.

PETER LÖSCHER Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die OMV setzte im Geschäftsjahr 2018 ihren Wachstumskurs erfolgreich fort und machte entscheidende Fortschritte bei der Umsetzung ihrer strategischen Ziele. Der Schwerpunkt der Tätigkeit des Aufsichtsrats lag daher insbesondere auf der Evaluierung großer Investitionsund Akquisitionsmöglichkeiten.

Das Anfang des Jahres mit der ADNOC unterzeichnete Offshore-Konzessionsabkommen für zwei Ölfelder in Abu Dhabi wird die Reserven erhöhen und die Produktion steigern und damit maßgeblich zur Erreichung der strategischen Ziele beitragen. Mit der Unterzeichnung eines weiteren Konzessionsabkommens für Offshore-Gasfelder in Abu Dhabi im Dezember 2018 stärkte die OMV ihre Zusammenarbeit mit der ADNOC auch entlang der Wertschöpfungskette im Gasgeschäft.

Der Aufsichtsrat befasste sich außerdem intensiv mit dem Erwerb einer 15-Prozent-Beteiligung an der ADNOC Refining und an einem noch zu gründenden globalen Trading Joint Venture. Anfang 2019 wurde die diesbezügliche Vereinbarung unterzeichnet. Damit schafft die OMV die Möglichkeit, ein wettbewerbsfähiges, integriertes Raffinerie- und Petrochemie-Zentrum um die bereits bestehenden Raffinerieanlagen der ADNOC aufzubauen.

Die OMV verfolgt das Ziel, Asien-Pazifik als neue Kernregion zu etablieren. Hier wurden wichtige Meilensteine erreicht: Die OMV übernahm das Upstream-Geschäft von Shell in Neuseeland und bildete ein Joint Venture mit Sapura Energy.

Tätigkeit der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Präsidial- und Nominierungsausschuss bereitete im Geschäftsjahr 2018 die Entscheidung über die Verlängerung des Vorstandsmandats von Reinhard Florey vor und befasste sich insbesondere mit dem Thema der langfristigen Vorstandsnachfolgeplanung.

Das vom Präsidial- und Nominierungsausschuss im Vorjahr entwickelte kontinuierliche Fortbildungsprogramm für Aufsichtsratsmitglieder wurde im Geschäftsjahr 2018 umgesetzt. Das Programm dient unter anderem als Plattform für einen regen Austausch mit externen Expertinnen und Experten zu aktuellen Themen der Öl- und Gasbranche.

Der Vergütungsausschuss unterzog das Vorstandsvergütungssystem 2018 einer umfassenden, extern begleiteten Evaluierung. Im Zuge dieser erfolgte eine marktabgeleitete Überarbeitung der variablen Vergütungspläne. Dabei flossen neben regulatorischen Vorgaben auch aktuellste Entwicklungen zu einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Anreizgestaltung ein. Nennenswert in diesem Zusammenhang ist insbesondere die Einführung einer Auszahlungsobergrenze für die jährliche Gesamtvergütung sowie eines marktüblichen Malus-Mechanismus. Besonderes Augenmerk galt auch der Vereinfachung der Vergütungspläne und einer noch transparenteren Darstellung im jährlichen Vergütungsbericht.

Die OMV überzeugte im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht nur mit einer herausragenden finanziellen Performance, sondern machte auch entscheidende Fortschritte bei der Umsetzung der langfristigen Unternehmensstrategie.

Der Prüfungsausschuss behandelte im Jahr 2018 wichtige Themen der Rechnungslegungsprozesse, der internen Revision, des Risikomanagements sowie des internen Kontrollund Steuerungssystems des Konzerns. Der Abschlussprüfer des OMV Konzerns, die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., nahm an jeder Sitzung des Prüfungsausschusses teil, wobei regelmäßig die Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch mit dem Abschlussprüfer ohne Anwesenheit der Vorstandsmitglieder genutzt wurde.

Die Sitzungen des Portfolio- und Projektausschusses finden regelmäßig vor den Aufsichtsratssitzungen statt. Im Jahr 2018 bereitete der Ausschuss in seinen Sitzungen auf der Grundlage von umfangreichen Informationen und intensiven Diskussionen die Entscheidungen zu den wichtigsten Investitions- und M&A-Projekten vor. Darüber hinaus stellte er wiederholt strategische Überlegungen zur langfristigen Portfolioausrichtung an.

Weitere Ausführungen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie im (konsolidierten) Corporate-Governance-Bericht.

Jahresabschluss und Dividende

Nach umfassender Prüfung und Erörterung mit dem Abschlussprüfer im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs.1 Aktiengesetz vorgelegten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss 2018, die damit gemäß § 96 Abs.4 Aktiengesetz festgestellt sind. Sowohl der Jahresabschluss als auch der Konzernabschluss 2018 erhielten vom Abschlussprüfer, der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem vom Prüfungsausschuss und von ihm geprüften (konsolidierten) Corporate-Governance-Bericht und dem (konsolidierten) Bericht über Zahlungen an staatliche Stellen zu. Der Aufsichtsrat stellte bei den Prüfungen keine Beanstandungen fest. Nach Prüfung akzeptierte der Aufsichtsrat den Vorschlag des Vorstands, der Hauptversammlung gemeinsam vorzuschlagen, eine Dividende von EUR 1,75 je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Der gesonderte konsolidierte nicht finanzielle Bericht (Nachhaltigkeitsbericht) wird vom Aufsichtsrat getrennt geprüft und im Anschluss an den Geschäftsbericht gemeinsam mit dem diesbezüglichen Bericht des Aufsichtsrats separat veröffentlicht.

Das Jahr 2018 war nicht nur finanziell erfolgreich – es wird die OMV durch die getätigten Großakquisitionen auch in Zukunft nachhaltig prägen. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats bedanke ich mich herzlich beim Vorstand sowie bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2018. Mein besonderer Dank gilt den Aktionärinnen und Aktionären für ihr fortwährendes Vertrauen sowie allen Kundinnen und Kunden und Partnerinnen und Partnern der OMV.

Wien, am 13. März 2019

Für den Aufsichtsrat

Peter Löscher e.h.

Konsolidierter Corporate-Governance-Bericht

Die OMV als börsennotiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Österreich ist den Grundsätzen guter Corporate Governance verpflichtet und hat die Einhaltung der Best Practice der Corporate Governance stets als wesentlichen Auftrag verstanden, um eine verantwortungsvolle Leitung und Kontrolle des OMV Konzerns, ein hohes Niveau an Transparenz für alle Stakeholder und letztlich eine nachhaltige und langfristige Wertschaffung sicherzustellen.

Das österreichische Recht, die Satzung, die Geschäftsordnungen der Organe des Unternehmens und der österreichische Corporate Governance Kodex (öCGK) bilden den Rahmen für die Corporate Governance der OMV. Die OMV entspricht dem vom österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance herausgegebenen öCGK. Der Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich. Die Einhaltung des öCGK durch die OMV im Jahr 2018 wurde einer externen Evaluierung durch unabhängige Berater unterzogen. Der Bericht über die Evaluierung ist unter www.omv.com öffentlich zugänglich und bestätigt die Einhaltung sämtlicher verpflichtenden C-Regeln (Comply or Explain) sowie aller empfohlenen R-Regeln (Recommendations) durch die OMV. Im Hinblick auf die C-Regeln 27 und 28 befinden sich Erklärungen zu den variablen Vergütungsprogrammen im Vergütungsbericht.

Der Corporate-Governance-Bericht der OMV Petrom SA, ein Unternehmen, das im Konzernabschluss der OMV konsolidiert wird und dessen Aktien an der Bukarester Börse sowie an der Londoner Börse notiert sind, ist unter www.omvpetrom.com/en/about-us/corporategovernance-aboutus verfügbar.

Vorstand

Rainer Seele, *1960

Datum der Erstbestellung: 1. Juli 2015 Ende der laufenden Funktionsperiode: 30. Juni 2020 Vorsitzender des Vorstands und Generaldirektor

Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens

Nach seinem Doktoratsstudium der Chemie an der Universität Göttingen übernahm Rainer Seele leitende Funktionen im BASF-Konzern, wo er 2000 zunächst Mitglied der Geschäftsführung und später Sprecher der Geschäftsführung der WINGAS GmbH wurde. Von 2009 bis 2015 war er Vorstandsvorsitzender der Wintershall Holding GmbH.

Funktionen in wesentlichen Tochterunternehmen des OMV Konzerns

Unternehmen Funktion
OMV Petrom SA Präsident des Aufsichtsrats
Borealis AG Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
OMV Exploration &
Production GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Refining &
Marketing GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Gas & Power
GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Solutions GmbH Vorsitzender des Aufsichtsrats
(bis 31. Jänner 2018)

Johann Pleininger, *1962

Datum der Erstbestellung: 1. September 2015 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. August 2020

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Leitung des Geschäftsbereichs Upstream

Johann Pleininger begann seine berufliche Laufbahn 1977 bei der OMV und absolvierte später eine Ausbildung als Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur. In seiner Zeit bei der OMV bekleidete er verschiedene leitende Funktionen. Von 2007 bis 2013 war er als Vorstandsmitglied der OMV Petrom in Bukarest für den Bereich Exploration & Production verantwortlich. Vor seiner Bestellung als Vorstandsmitglied der OMV war er als Senior Vice President für die Upstream-Kernländer Rumänien und Österreich sowie für die Entwicklung im Schwarzen Meer verantwortlich.

Mitglied des Aufsichtsrats der FK Austria Wien AG

Funktionen in wesentlichen Tochterunternehmen des OMV Konzerns

Unternehmen Funktion
OMV Petrom SA Mitglied des Aufsichtsrats
(bis 26. April 2018)
OMV Petrom Global
Solutions SRL
Mitglied des Aufsichtsrats
(bis 1. September 2018)
OMV Petrom Gas SRL Mitglied des Aufsichtsrats
OMV Exploration &
Production GmbH
Geschäftsführer
OMV Austria
Exploration &
Production GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats
OMV Gas & Power
GmbH
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Refining &
Marketing GmbH
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Solutions GmbH Mitglied des Aufsichtsrats
(bis 31. Jänner 2018)

Reinhard Florey, *1965

Datum der Erstbestellung: 1. Juli 2016 Ende der laufenden Funktionsperiode: 30. Juni 2021 Finanzvorstand

Verantwortungsbereich: Finanzen

Reinhard Florey absolvierte sein Studium an der Technischen Universität Graz im Bereich Maschinenbau und Wirtschaft parallel zu seinem Musikstudium an der Akademie der bildenden Künste. Er begann seine Berufslaufbahn im Bereich der Unternehmens- und Strategieberatung. Von 2002 bis 2012 war er weltweit in verschiedenen Positionen für die Thyssen Krupp AG tätig. Bis Juni 2016 war er Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Outokumpu Oyj.

Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG und der CEESEG Aktiengesellschaft

Funktionen in wesentlichen Tochterunternehmen des OMV Konzerns

Unternehmen Funktion
OMV Petrom SA Mitglied des Aufsichtsrats
OMV Petrom Global
Solutions SRL
Präsident des Aufsichtsrats
Central European
Gas Hub AG
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
OMV Solutions GmbH Geschäftsführer
(bis 31. Jänner 2018)
OMV Exploration &
Production GmbH
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Gas & Power
GmbH
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Refining &
Marketing GmbH
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)

Manfred Leitner, *1960

Datum der Erstbestellung: 1. April 2011 Ende der laufenden Amtszeit: 31. Dezember 2019

Verantwortungsbereich: Geschäftsbereich Downstream sowie Wahrnehmung der Interessen des OMV Konzerns bezüglich Kunststoffen und Chemie

Manfred Leitner absolvierte das Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien und begann 1985 seine Laufbahn bei der OMV. Nach zweijähriger Tätigkeit im Finanzbereich von Exploration & Production übernahm er den Finanzbereich der OMV Niederlassung in Tripolis, Libyen. Nach seiner Rückkehr nach Österreich war er bis zum Jahr 1997 für die Controllingaktivitäten des Bereichs Exploration & Production verantwortlich. Anschließend wechselte er in den Geschäftsbereich Refining & Marketing und übernahm dort bis 2002 die Leitung der Abteilung Planung und Controlling. Von 2003 bis 2011 war er Senior Vice President für Downstream Optimization & Supply.

Funktionen in wesentlichen Tochterunternehmen des OMV Konzerns

Unternehmen Funktion
OMV Petrom SA Mitglied des Aufsichtsrats
Borealis AG Mitglied des Aufsichtsrats
OMV Supply & Trading
Limited
Vorsitzender des Aufsichtsrats
OMV Gas & Power
GmbH
Geschäftsführer
OMV Refining &
Marketing GmbH
Geschäftsführer
OMV Exploration &
Production GmbH
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
(bis 30. September 2018)
OMV Solutions GmbH Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
(bis 31. Jänner 2018)
Central European
Gas Hub AG
Vorsitzender des Aufsichtsrats
GAS CONNECT
AUSTRIA GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats
OMV Gas Storage
GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats
OMV Samsun Elektrik
Üretim Sanayi ve
Ticaret A.S.
Vorsitzender des
Verwaltungsrats
(bis 6. September 2018)
OMV Gaz Iletim A.S. Vorsitzender des
Verwaltungsrats
OMV Enerji
Ticaret A.S.
Vorsitzender des
Verwaltungsrats

Arbeitsweise des Vorstands

Genehmigungserfordernisse, Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, Beschlusserfordernisse sowie Vorgehen bei Interessenkonflikten sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Der Vorstand hält zumindest alle zwei Wochen Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen Angelegenheiten, die der Genehmigung des gesamten Organs bedürfen, ab.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht bietet einen Überblick über die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder und erläutert die Vergütungsgrundsätze. Die OMV unterscheidet zwischen fixen und variablen Vergütungsbestandteilen, aber auch zwischen monetären und nicht monetären Elementen.

Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand

Vergütungs
element
Beschreibung Zweck und Verbindung
zur Strategie
Angleichung an Interessen der
Aktionärinnen und Aktionäre
Grundgehalt Für die Höhe des Grundgehalts
werden die Verantwortung
und Leistungen der einzelnen
Vorstandsmitglieder, die Situ
ation der OMV sowie die übli
che Vergütungshöhe bei euro
päischen Öl- und Gasunterneh
men vergleichbarer Größe und
bei vergleichbaren österreichi
schen Unternehmen berück
sichtigt. Die Vergütung erfolgt
auf einem wettbewerbsfähigen
Niveau.
Bereitstellung eines fixen Ein
kommens, das Umfang und
Komplexität des Geschäfts so
wie die Rolle und Verantwortung
der einzelnen Vorstandsmitglie
der reflektiert und wettbewerbs
fähig am Markt ist.
Wettbewerbsfähige Vergütung,
um die qualifiziertesten Manager
der Öl- und Gasbranche zu
gewinnen, zu halten und zu
motivieren, die das Unternehmen
im besten Interesse der Aktio
närinnen und Aktionäre führen.
Sachbezüge Vorstandsmitglieder erhalten
einen Dienstwagen und ha
ben Anspruch auf eine Unfall
versicherung. Die Krankenver
sicherung beschränkt sich auf
die österreichische gesetzliche
Krankenversicherung.
Bereitstellung von Sachbezügen,
die mit jenen von OMV Mitarbei
terinnen und Mitarbeitern ver
gleichbar sind, um Vorstands
mitglieder zu gewinnen und zu
halten.
Teil eines wettbewerbsfähigen
Vergütungspakets, um die quali
fiziertesten Vorstandsmitglieder
zu gewinnen und zu halten.
Pensions
beiträge
Beitragsorientierte Pensionen
werden über eine Pensions
kasse geleistet. Die Höhe der
Pension hängt von der Höhe
des verfügbaren Kapitals in
der Pensionskasse ab. Das
Pensionsantrittsalter ist das
österreichische gesetzliche
Pensionsantrittsalter.
Die Regelungen zu beitragsorien
tierten Pensionen entsprechen
jenen von OMV Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern und stellen si
cher, dass die Vergütungspakete
der üblichen Praxis in Österreich
und in der Öl- und Gasindustrie
entsprechen.
Die Nutzung einer Pensionskasse
beschränkt die von der OMV ge
tragenen Risiken. Die Höhe der
Pensionsbeiträge hängt alleine
von der Höhe des verfügbaren
Kapitals in der Pensionskasse ab.
Eine Verrentung erfolgt gemäß
dem genehmigten Geschäftsplan
der Pensionskasse.
Jahresbonus Die Leistung wird anhand von
jährlichen Kriterien gemessen.
2/3 des Jahresbonus werden
in bar ausgezahlt. 1/3 wird in
Aktien zugeteilt, die ab dem
Zuteilungstag für drei Jahre
gehalten werden müssen. Die
Bonifikation ist als Zieljahres
bonus in Euro im Vorstands
vertrag definiert und auf 180%
dieses Zieljahresbonus be
grenzt (150% +/- 20% Nach
haltigkeitsmultiplikator).
Bereitstellung einer variablen Ver
gütung auf Basis von jährlichen
finanziellen und nicht finanziellen
Leistungskriterien, die für die
Strategie der OMV und die Öl
und Gasindustrie relevant sind.
Die Kriterien werden vom Auf
sichtsrat bzw. dem Vergütungs
ausschuss festgelegt und gewähr
leisten ein Gleichgewicht von
finanziellen, Effizienz- und Nach
haltigkeitsindikatoren inklusive
Indikatoren für Gesundheit,
Sicherheit und Umwelt.
Die Leistungskriterien sind mit
der Strategie der OMV abge
stimmt, stellen eine leistungs
abhängige Vergütung sicher und
fördern eine Aktienkultur. Einzel
heiten zu den Leistungskriterien
werden im Geschäftsbericht
veröffentlicht. Die Zahlungen
unterliegen Rückzahlungsbe
stimmungen.
Long Term
Incentive Plan
Die Zuteilung erfolgt im Rah
men eines Performance Share
Plan. Die Anzahl der zugeteil
ten Aktien ist abhängig von
der Erreichung von finanziel
len Leistungskriterien sowie
vom relativen Total Sharehol
der Return. Die Bonifikation
ist als Ziel Long Term Incentive
in Euro im Vorstandsvertrag
definiert und auf 200% dieses
Ziel Long Term Incentives
begrenzt. Im Rahmen eines
Health, Safety, Security oder
Environmental (HSSE)-Malus
kann die Gesamtzielerreichung
nach Ermessen des Aufsichts
rats angepasst werden.
Förderung der mittel- und lang
fristigen Wertschöpfung der
OMV. Die Leistung wird anhand
von Schlüsselkriterien in Ver
bindung mit der Strategie und
der Aktienrendite der OMV
gemessen.
Abstimmung der Interessen von
Vorstand und Aktionärinnen und
Aktionären, Sicherstellung von
leistungsabhängiger Vergütung
und Förderung einer Aktienkultur
durch Zuteilen von OMV Aktien
abhängig von Leistungskriterien
mit Fokus auf finanzielle Leis
tung (Gewichtung: 50%) und
einer Wertsteigerung gegenüber
anderen europäischen Öl- und
Gasunternehmen (Gewichtung:
50%). Einzelheiten zu den Krite
rien werden im Geschäftsbericht
veröffentlicht. Die Zahlungen
unterliegen Malus- und Rück
zahlungsbestimmungen.

Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand

Vergütungs
element
Beschreibung Zweck und Verbindung
zur Strategie
Angleichung an Interessen der
Aktionärinnen und Aktionäre
Aktienbesitzer
fordernisse
Aktien im Wert von 200% des
Grundgehalts für den Vor
standsvorsitzenden, 175% für
den stellvertretenden Vor
standsvorsitzenden und 150%
für die übrigen Vorstandsmit
glieder, die innerhalb von fünf
Jahren nach der Erstbestellung
aufgebaut werden müssen.
Sicherstellung langfristiger Inter
essensübereinstimmung, da das
private Vermögen der Vorstands
mitglieder betroffen ist.
Angleichung von Interessen, in
dem die Vorstandsmitglieder zu
Aktionärinnen und Aktionären
gemacht werden. Die potenzielle
Auswirkung auf privates Ver
mögen der Vorstandsmitglieder
erzeugt eine vergleichbare Wir
kung wie Malus und Rückzah
lung.
Begrenzung der
Auszahlung
Zusätzlich zu den Begrenzun
gen des Jahresbonus und des
Long Term Incentive Plans
kommt je Vorstandsmitglied
ein Maximalbetrag für die
jährliche Gesamtvergütung
zur Anwendung.
Betragsmäßige Begrenzung zur
Vermeidung nicht intendierter
Vergütungshöhen und Beschrän
kung der von OMV getragenen
Risiken.
Angleichung der Interessen von
Vorstand und Aktionärinnen und
Aktionären durch die Förderung
einer nachhaltigen und langfris
tigen Unternehmensentwicklung
und die Vermeidung des Ein
gehens von unangemessenen
Risiken.

Die Mitglieder des OMV Vorstands werden zu lokalen, österreichischen Bedingungen beschäftigt. Die Gehälter sind daher in Euro festgelegt (brutto). Ihre Anstellungsverträge sind mit der OMV Aktiengesellschaft abgeschlossen und unterliegen österreichischem Recht.

Die Vergütung der OMV Vorstandsmitglieder zielt darauf ab, ein konkurrenzfähiges Niveau zu erreichen, verbunden mit einer starken Leistungskomponente. Die Marktorientierung der Vergütung wird durch ein regelmäßiges externes Benchmarking sowohl zur Branche, wie etwa europäischen Öl- und Gasunternehmen, als auch zu relevanten österreichischen Industrieunternehmen sichergestellt.

Die langfristigen Interessen der Aktionärinnen und Aktionäre sowie der Stakeholder werden in der leistungsbezogenen Vergütung berücksichtigt, die sowohl kurz- als auch langfristige Elemente beinhaltet. Die Leistung des Vorstands wird anhand von finanziellen und nicht finanziellen Kriterien bewertet. Ebenfalls berücksichtigt werden spezielle Projekte im Zuge der Umsetzung der OMV Strategie.

Gemäß C-Regel 27 und 28 des öCGK sind für variable Vergütungskomponenten messbare Leistungskriterien im Voraus festgelegt. Aufgrund der industriespezifischen Volatilität der Rohstoffpreise und Marktbedingungen, politischer Länderrisiken sowie erhöhter Sicherheitsrisiken gewähren die variablen Vergütungsprogramme dem Aufsichtsrat bzw. dem Vergütungsausschuss, wie in der Öl- und Gasindustrie übliche Praxis, bestimmte Ermessensspielräume, um einzelne Komponenten im Falle von wesentlichen Änderungen wichtiger externer Faktoren (etwa Ölpreis) anzupassen sowie bei einzelnen Kriterien die Zielerreichung festzulegen. Alle Anpassungen erfolgen immer unter Berücksichtigung der relevanten Faktoren und innerhalb von jeweiligen Höchstgrenzen.

Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand

Die Vorstandsvergütung beinhaltet fixe und variable Vergütungselemente und Sachbezüge. Das Vergütungspaket des einzelnen Vorstandmitglieds beinhaltet eine Grundvergütung, einen Jahresbonus (der teilweise um drei Jahre verzögert in OMV Aktien ausgezahlt wird), einen Long Term Incentive Plan (LTIP) sowie Pensionsbeiträge und nicht monetäre Elemente.

Der Großteil der Zielvergütung der Vorstandsmitglieder wird in Form von variablen Vergütungselementen zugeteilt. Für das Geschäftsjahr 2018 machten die variablen Elemente zwischen 67% und 73% der Zielvergütung der Vorstandsmitglieder aus (die Varianz ist auf den höheren LTIP-Anteil für den Vorsitzenden zurückzuführen). Gemäß österreichischem Recht und den Anforderungen des öCGK basiert ein großer Teil der variablen Vergütung auf der Leistung über mehrere Jahre. Für das Geschäftsjahr 2018 orientieren sich 52% bis 67% der variablen Zielvergütung an der langfristigen Leistung, entweder über den LTIP oder den verzögert ausgezahlten Teil des Jahresbonus (Equity Deferral).

Überblick über die Vorstandsvergütung

Anteil der gesamten Zielvergütung

Nicht leistungsbezogene Vergütungen

Grundgehalt

Die fixe Grundvergütung der Vorstandsmitglieder wird monatlich als Gehalt ausbezahlt. In den Anstellungsverträgen sind 14 Zahlungen pro Jahr geregelt.

Sachbezüge

Vorstandsmitglieder erhalten einen Dienstwagen und haben Anspruch auf eine Unfallversicherung. Die Vorstände sind durch die österreichische Sozialversicherung krankenversichert.

Pensionsbeiträge

Alle Vorstandsmitglieder haben Anspruch auf eine beitragsorientierte Pension. Dadurch werden die von der OMV getragenen Risiken begrenzt. Die Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse eingezahlt (APK Pensionskasse AG). Die tatsächliche Höhe der Betriebspension hängt von der Höhe des verfügbaren Kapitals in der Pensionskasse ab. Die Verrentung erfolgt gemäß dem genehmigten Geschäftsplan der Pensionskasse. Das Pensionsantrittsalter für alle Vorstandsmitglieder ist das österreichische gesetzliche Pensionsantrittsalter.

Leistungsbezogene Vergütungen

Jahresbonus

Der Jahresbonus belohnt finanzielle Leistung, Operational Excellence sowie die nachhaltige Unternehmensentwicklung der OMV. Der Aufsichtsrat

legt für jedes Geschäftsjahr eine Reihe von Leistungskriterien fest. Die Auszahlung kann maximal 180% (150% +/- 20% Nachhaltigkeitsmultiplikator) des im Vorstandsvertrag definierten Zieljahresbonus betragen.

Die Auszahlung wird auf Basis der Erreichung der finanziellen und operativen Ziele bestimmt. Zusätzlich ist ein Nachhaltigkeitsmultiplikator auf die Gesamtzielerreichung anwendbar, welcher nach Ermessen des OMV Aufsichtsrats auf der Grundlage eines vordefinierten Kriterienkatalogs bestimmt wird. Im Fall von wesentlichen Änderungen wichtiger externer Faktoren (etwa Ölpreis) kann der Aufsichtsrat die Zielwerte der Leistungskriterien abändern. Die im Geschäftsjahr 2018 zur Anwendung kommenden Leistungskriterien werden im Folgenden genauer erläutert.

Die Auszahlung des Jahresbonus wird in eine im folgenden Geschäftsjahr ausgezahlte Barbonifikation (2/3) und ein Equity Deferral 1 (1/3) aufgeteilt, das in OMV Aktien zugeteilt wird, die für drei Jahre gehalten werden müssen (Haltefrist). Die Aktien werden nach Steuern im folgenden Geschäftsjahr zugeteilt und müssen für die Dauer der Haltefrist auf einem von der OMV verwalteten Treuhanddepot hinterlegt werden. Das Equity Deferral – zusammen mit dem LTIP – dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an die OMV und die Angleichung an Interessen der Aktionärinnen und Aktionäre fördert.

Jahresbonus 2018

Zu Beginn des Leistungsjahres werden Ziele (Leistungskriterien) vereinbart und am Ende des Jahres gemessen. Die Leistungskriterien für das Geschäftsjahr 2018 setzen sich aus den in der folgenden Tabelle angeführten Bereichen und Anpassungen zusammen:

Leistungskriterien – Jahresbonus 2018 (Barbonifikation und Equity Deferral)

Bereich Kriterien Gewichtung
Finanzen Jahresüberschuss vor
Sondereffekten
40%
CCS ROACE vor Sonder
effekten, Dreijahresdurch
schnitt (2016 – 2018)
40%
Operatives
Ziel
Nettobarwertbewertung der
laufenden Großinvestitionen
einschließlich Akquisitionen
auf Basis der jährlichen Bar
wertveränderung
20%
Nachhaltig
keits
multiplikator
Wert zwischen 0,8 und 1,2
wird nach Ermessen des
Aufsichtsrats auf der Grund
lage eines vordefinierten
Kriterienkatalogs für die
Gesamtzielerreichung fest
gelegt.
+/– 20%
Multi
plikator/
diskretionär
Anpassung
der
finanziellen
Zielwerte
Bei wesentlichen Ände
rungen externer Faktoren
(z.B. Ölpreis) liegt es im
Ermessen des OMV Auf
sichtsrats, die Zielwerte
der Leistungskriterien an
zupassen.
diskretionär

Die tatsächliche Auszahlung ist abhängig von der Höhe der Zuteilung für das jeweilige Leistungskriterium. Diese wird wiederum mittels Vergleich der vereinbarten Ziele mit den erreichten Werten ermittelt und als Prozentsatz ausgedrückt. Die tatsächliche Zielerreichung wird von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Die Zuteilung zwischen den Leistungsschwellen erfolgt linear.

Höhe der Zuteilung

Kriterien Leistung Zuteilung
Alle Maximum 150%
Kriterien Zielwert 100%
Schwelle 50%
Unter der Schwelle 0%

Der Zielwert des Jahresbonus der einzelnen Vorstandsmitglieder ist unter Annahme von einer Zuteilung von 100% wie folgt definiert:

Variable Zielvergütung – Jahresbonus 2018

In EUR Seele Pleininger Florey Leitner
Barbonifikation 1.000.000 700.000 675.000 675.000
Equity Deferral 500.000 350.000 337.500 337.500

Aus der tatsächlichen Zielerreichung im Jahr 2018 ergibt sich insgesamt ein tatsächlicher Jahresbonus in der Höhe von 124,6%. Die Barkomponente von 2/3 des Gesamtjahresbonus wird im Jahr 2019 ausgezahlt. Im Rahmen des Equity Deferral wird das verbleibende Drittel in Aktien zugeteilt, die für drei Jahre gehalten werden müssen.

Performance Scorecard – Jahresbonus 2018 (Barbonifikation und Equity Deferral)

Kriterien Schwelle Zielwert Maximum Ist
wert
Gewich
tung
Zuteilung
(% des
Zielwerts)
Jahresüberschuss
vor Sondereffekten
in
EUR Mio
1.560 1.835 2.110 2.233 40% 60%
CCS ROACE vor
Sondereffekten (Drei
jahresdurchschnitt) 10,2% 10,7% 11,2% 11,7% 40% 60%
Operatives Ziel Verminderung
des nicht
Keine Verän
derung des nicht
Erhöhung
des nicht
marktbezogenen
Nettobarwerts
marktbezogenen
Nettobarwerts
marktbezogenen
Nettobarwerts
um EUR – 50 Mio gegenüber dem um EUR +50 Mio
gegenüber dem Ausgangswert gegenüber dem
Ausgangswert (EUR 11 Mio) Ausgangswert – 124 20% 0%
Zielerreichung vor An
wendung des Finanz
ziel-Modifikators und
des Nachhaltigkeits
multiplikators
120%
Zielerreichung nach
Anwendung des
Finanzziel-Modifi
kators 113,2%
Nachhaltigkeits
multiplikator
0,8 1 1,2 1,1 1,1
Gesamthöhe
der Zuteilung
124,6%

Die Ziele für Jahresüberschuss und CCS ROACE vor Sondereffekten (Dreijahresdurchschnitt) wurden im Geschäftsjahr 2018 erreicht. Das operative Ziel, die Nettobarwertbeurteilung ausgewählter Großinvestitionen, erreichte den Schwellenwert nicht. Aufgrund einer deutlichen Verbesserung des Marktumfelds im Vergleich zu den Annahmen, die dem Jahresbonus zugrunde liegen, machte der Aufsichtsrat von seinem Ermessensspielraum Gebrauch, die Zielwerte im Rahmen des Finanzziel-Modifikators anzuheben und dadurch die Zielerreichung von 120% auf 124,6% anzupassen. Die Ermessensentscheidung des Aufsichtsrats im Zusammenhang mit dem Nachhaltigkeitsmultiplikator erfolgt anhand eines vorab definierten Kriterienkatalogs. Zur Anpassung der Zielerreichung wurde ein Nachhaltigkeitsmultiplikator von 1,1 angewendet, der insbesondere Verbesserungen in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Nachhaltigkeit sowie die Anzahl der Arbeitsunfälle mit Todesfolge berücksichtigt.

Long Term Incentive Plan

Der Long Term Incentive Plan (LTIP) ist ein langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder und soll die mittel- und langfristige Wertschöpfung der OMV fördern. Der Plan soll die Interessen des Managements und der Aktionärinnen und Aktionäre aneinander angleichen, indem dem Management eine leistungsabhängige Vergütung in Form von OMV Aktien gewährt wird, wobei die Leistung anhand von Schlüsselkriterien gemessen wird, die mit der mittelfristigen Strategie und der Aktienrendite verknüpft sind. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verhindern. Der Ziel Long Term Incentive ist im jeweiligen Vorstandsvertrag definiert.

Die Vorstandsmitglieder haben seit der Einführung des Plans im Jahr 2009 eine jährliche Zuteilung erhalten. Der LTIP 2018 wurde von der Hauptversammlung 2018 genehmigt.

Long Term Incentive Plan (LTIP) 2018

Zu Beginn des dreijährigen Leistungszeitraums werden Ziele (Leistungskriterien) vereinbart und am Ende dieses Zeitraums gemessen. Auch die Gewichtung der einzelnen Kriterien wird am Anfang des Leistungszeitraums festgelegt. Für den LTIP 2018 (Leistungszeitraum: 1. Jänner 2018 bis 31. Dezember 2020) gelten folgende Leistungskriterien:

Leistungskriterien – LTIP 2018

Kriterien Gewichtung
Relativer Total Shareholder Return
(Relativer TSR)
50%
Freier Cashflow vor Dividenden und
exkl. Veräußerungen und Akquisitionen
über drei Jahre 50%

Die tatsächliche Auszahlung des LTIP ist abhängig von der Höhe der Zuteilung für das jeweilige Leistungskriterium. Diese wird wiederum mittels Vergleich der vereinbarten Ziele mit den erreichten Werten ermittelt und als Prozentsatz ausgedrückt. Die tatsächliche Zielerreichung wird von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Die Zuteilung zwischen den Leistungsschwellen bzw. den Quartilen erfolgt linear.

Ein Health, Safety, Security oder Environmental (HSSE)-Malus kann auf die Gesamtzielerreichung angewendet werden. In Fällen, in denen ein schwerwiegender HSSE-Verstoß vorliegt, kann

der Aufsichtsrat die Höhe der LTIP-Auszahlung überprüfen und je nach Ausmaß der Verletzung nach Ermessen, gegebenenfalls auch auf Null reduzieren.

Die Zuteilung des LTIP 2018 erfolgt am 31. März 2021. Die Höhe der Zuteilung für die einzelnen Leistungskriterien ist den Tabellen – unten stehend – zu entnehmen.

Der relative TSR wird anhand einer ausgewogenen Upstream/Downstream Vergleichsgruppe von zwölf Öl- und Gasunternehmen ermittelt (Shell, BP, Total, Eni, Equinor, Lundin Petroleum, Repsol, Galp Energia, MOL, Tupras, Neste Oil und PKN Orlen).

Höhe der Zuteilung

Kriterien Leistung Zuteilung
Freier Cashflow Maximum 200%
vor Dividenden und Zielwert 100%
exkl. Veräußerungen
und Akquisitionen
Schwelle 50%
Dreijahresdurch Unter der Schwelle
schnitt 0%
Relativer TSR Zielüberschreitung:
am oder über dem
3. Quartil
(≥ 75. Perzentil)
200%
Zielwert: am Median
(= 50. Perzentil)
100%
Schwelle: am oder
unter dem 1. Quartil
(≤ 25. Perzentil)
0%

Der Ziel Long Term Incentive jedes Vorstandsmitglieds ist unter Annahme von einer Zuteilung von 100% wie folgt definiert:

Variable Zielvergütung – LTIP 2018
------------------------------------ --
In EUR Seele Pleininger Florey Leitner
LTIP 2018 1.500.000 500.000 387.500 387.500

Der Prozentsatz der Gesamtzuteilung im Rahmen des LTIP 2016 beträgt 92,6% der maximalen Zu teilung und die entsprechende Übertragung von Aktien oder Barvergütung erfolgt 2019. Die tatsächliche Zielerreichung wird von einem unabhängigen Experten überprüft.

In Anhangsangabe 32 finden sich weitere Informationen

Performance Scorecard – LTIP 2016

Zielüber Zuteilung
(% max.
Kriterien Schwelle Zielwert schreitung Istwert Gewichtung Zuteilung)
Relativer TSR
zur Vergleichsgruppe
am oder
unter dem
1. Quartil
(≤ 25.
am
Median
(= 50.
am oder
über dem
3. Quartil
(≥ 75.
am oder
über dem
Perzentil) Perzentil) Perzentil) 3. Quartil 70% 70%
Freier Cashflow nach Dividen
den exkl. Veräußerungen
(Dreijahresdurchschnitt)
in
EUR Mio
– 300
Ø p.a.
200
Ø p.a.
500
Ø p.a.
– 218
Ø p.a.
10% 3,2%
Action Item Response Rate:
Unfälle und Beinaheunfälle
(Dreijahresdurchschnitt)
89% 93% 97% 96% 2,5% 2,3%
Action Item Response Rate:
Erkenntnisse und Gefahren
(Dreijahresdurchschnitt)
86% 90% 94% 94% 2,5% 2,5%
Kontraktorenmanagement
(Dreijahresdurchschnitt)
≥ 75% > 85% > 95% 92% 5% 4,6%
Entwicklung von Verkäufen
und Akquisitionen
Basierend auf vorab definierten
Kriterien, insbesondere der
Wertgenerierung für das
10% 10% 10%
Gesamthöhe der Zuteilung Unternehmen 100% 92,6%

Aktienbesitzerfordernisse für die Vorstandsmitglieder

Vorstandsmitglieder müssen ein angemessenes Eigeninvestment an der OMV akkumulieren und diese Aktien bis zum Pensionsantritt oder Ausscheiden aus dem Unternehmen halten. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des jährlichen Grundgehalts (brutto) definiert: 200% für den Vorstandsvorsitzenden, 175% für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und 150% für andere Vorstandsmitglieder. Das Eigeninvestment muss innerhalb von fünf Jahren nach der ersten Anstellung als Vorstandsmitglied aufgebaut und erreicht werden. Alle Vorstandsmitglieder haben die Anforderung des Aktienbesitzerfordernisses zum Teil bereits erfüllt.

Soweit das Aktienbesitzerfordernis nicht erreicht ist, erfolgt die Zuteilung aus dem LTIP automatisch in Form von Aktien (netto nach Steuerabzug). Soweit das Aktienbesitzerfordernis erreicht ist, kann die Zuteilung in bar oder in Aktien erfolgen. Die Berechnung der jeweiligen Anzahl der Aktien erfolgt auf Grundlage des durchschnittlichen Schlusskurses der OMV Aktie an der Wiener Börse während der drei Monate vom 1. Jänner 2018 bis zum 31. März 2018 (EUR 50,02).

zum Long Term Incentive Plan und zum Equity Deferral.

Aktienbesitzerfordernis und Erfüllung

Erfüllung
in Aktien in %
des
Gehalts
in Aktien1 in %
der Anfor
derung
91.974 200 70.890 77,08
47.032 1752 28.511 60,62
43.897 150 13.401 30,53
43.897 150 65.245 148,63
Aktienbesitz
erfordernis

1 Auf Treuhanddepots des Unternehmens

2 Das angegebene Aktienbesitzerfordernis ergibt sich aus dem LTIP 2016, als Herr Pleininger noch eine Verpflichtung von 150% seines Bruttojahresgehalts hatte; seit seiner Ernennung zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden gilt ein Aktienbesitzerfordernis von 175%.

Rückzahlung

Vorstandsbezüge1

Equity Deferral und LTIP unterliegen Rückzahlungsbestimmungen, die unter bestimmten Umständen

Höhe der Vergütungen 2018

die Anpassung von ausstehenden Vergütungen und/ oder das Rückfordern von bereits ausgezahlten Vergütungen zulassen. Im Fall eines Rückzahlungsereignisses werden die im Rahmen von Equity Deferral oder LTIP zugeteilten Barauszahlung oder Aktien reduziert oder sind gegebenenfalls auf Verlangen des Aufsichtsrats zurückzugeben. Als Rückzahlungsereignis gelten die folgenden Gründe: erforderliche Berichtigung des geprüften Jahresabschlusses aufgrund eines Fehlers; wesentliches Versagen des Risikomanagements, das zu signifikanten Verlusten führt; schwerwiegendes Fehlverhalten einzelner Vorstandsmitglieder aufgrund Verletzung österreichischen Rechts. Sofern die zugeteilten Aktien oder ihr Geldgegenwert auf einer fehlerhaften Berechnung der Bonifikation beruhen, sind die Vorstandsmitglieder verpflichtet, Vergütungen zurückzugeben oder zurückzuzahlen, die aufgrund solcher Berechnungsfehler bezogen wurden.

Vergütung 2018 Seele Pleininger Florey Leitner Summe
Fix (Grundgehalt) 1.100.000 750.000 700.000 700.000 3.250.000
Variabel (Barbonifikation 2017) 900.000 575.000 600.000 700.000 2.775.000
Sachbezüge (Dienstwagen, Unfall
versicherung und Aufwandersatz)
13.025 12.665 51.1902 12.544 89.424
Summe 2.013.025 1.337.665 1.351.190 1.412.544 6.114.424
Variabel (Equity Deferral 2017;
Anzahl der Aktien) 3
16.888 10.790 11.259 13.135 52.072
Verhältnis fix/variabel 4 26/74 33/67 40/60 19/81 27/73
LTIP 2015 (bar) 5 0 0 0 1.724.101 1.724.101
LTIP 2015 (Anzahl der Aktien) 5 33.014 9.607 0 0 42.621

1 Aufgrund von Rundungsdifferenzen ergeben sich in den Einzelsummen Abweichungen. Die variablen Bezüge, deren Auszahlung 2018 erfolgte, beziehen sich auf den Zielerreichungsgrad im Jahr 2017

2 Einschließlich Schulkosten, Umzugskosten und damit verbundener Steuern

3 Das Equity Deferral aus dem Jahresbonus wurde zum Zeitpunkt der Zuteilung noch als "Share Part of the Annual Bonus" bezeichnet

4 Aufteilung der Gesamtvergütung. Fix inkludiert Grundgehalt und Sachbezüge; variabel umfasst Barbonifikation, Equity Deferral ("Share Part of the

Annual Bonus") und LTIP 2015

5 LTIP-Auszahlung in bar oder in Form von Aktien abhängig von der Erfüllung des Aktienbesitzerfordernisses:

Rainer Seele erhielt anteilig Auszahlungen in Aktien, da er dem Vorstand per 1. Juli 2015 beigetreten ist

Johann Pleininger erhielt anteilig Auszahlungen in Aktien und hatte zusätzlich Anspruch auf Auszahlungen von EUR 0,52 Mio aus dem LTIP Plan 2015 als Senior Manager

Seit der schrittweisen Neubesetzung des Vorstands hat sich die OMV in bemerkenswerter Weise entwickelt. Mit der 52%igen Kurssteigerung ihrer Aktie zwischen Juli 2015 und Dezember 2018 hat die OMV relevante Benchmarks deutlich übertroffen, wie etwa den FTSEurofirst E300 Oil & Gas (plus 2%). Der Vorstand verfolgt konsequent eine Wachstumsstrategie, die auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft der OMV abzielt. Um die Leistung des Vorstands angemessen zu entlohnen und zusätzliche Anreize zu bieten, hat der Vergütungsausschuss die Höhe der Gesamtvergütungen aller Vorstandsmitglieder überprüft und an einer

relevanten Vergleichsgruppe europäischer Öl- und Gasunternehmen gemessen. Dabei wurden die Leistung der Vorstandsmitglieder, ihre Funktionen und Verantwortlichkeiten sowie die Gesamtsituation des Unternehmens berücksichtigt. Auf Basis dieser Analyse und unter Berücksichtigung möglicher Retentions-Risiken und der mit der Neugestaltung des Vergütungssystems eingeführten Deckelung der Gesamtvergütung wurde das Gehalt ausgewählter Vorstandsmitglieder auf ein wettbewerbsfähiges Marktniveau angehoben. Wie schon bisher unterliegen die Gehälter keiner automatischen Anpassung an die Verbraucherpreisentwicklung, sondern werden

jährlich zusammen mit der Leistung der Vorstandsmitglieder überprüft.

Pensionskassenbeiträge

Summe 812.500
Leitner 175.000
Florey 175.000
Pleininger 187.500
Seele 275.000
In EUR

Gerhard Roiss, David C. Davies, Hans-Peter Floren und Jaap Huijskes haben 2018 Zahlungen gemäß ihren ehemaligen Anstellungsverträgen erhalten. David C. Davies hat in 2018 Bonifikations- und LTIP-Zahlungen erhalten. Jaap Huijskes, Gerhard Roiss und Hans-Peter Floren haben 2018 LTIP-Zahlungen erhalten.

Zahlungen an ehemalige Vorstandsmitglieder

In EUR
Davies Huijskes Roiss Floren
Vergütungs
ansprüche für
2018 (Bonifika
tion und LTIP) 1
2.735.317 1.776.177 3.300.387 1.477.774
Zahlungen für
vertragliche Ver
pflichtungen2
0 0 0 0
Summe 2.735.317 1.776.177 3.300.387 1.477.774

1 Barbonifikation und Equity Deferral (MSP) hängen vom Zielerreichungsgrad 2017 ab. LTIP hängt vom Zielerreichungsgrad 2015 – 2017 ab

2 Grundvergütung und Sachbezüge

In Übereinstimmung mit C-Regel 27a öCGK sehen die Anstellungsverträge von Vorstandsmitgliedern vor, dass Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung solcher Verträge ohne wichtigen Grund den im öCGK angeführten Betrag (maximal zwei Jahresgesamtvergütungen) nicht übersteigen dürfen. Bei allen Anstellungsverträgen, die nach Juli 2015 abgeschlossen wurden, sind die Abfindungszahlungen bei Beendigung während der Vertragslaufzeit auf 18 Monatsgehälter und auf die fixen Gehaltsbestandteile beschränkt worden. Im Falle einer vom Vorstandsmitglied initiierten vorzeitigen Beendigung wird keine Abfindung gewährt.

D&O-Versicherung (Directors-and-Officers-Versicherung)

Die OMV hat eine D&O-Versicherung (Directors and Officers Liability Insurance) auf konzernweiter Basis abgeschlossen. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen. Versichert sind Vorstandsmitglieder, Aufsichtsratsmitglieder sowie andere OMV Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Führungskräfte). Die Versicherung deckt die gesetzliche Haftpflicht versicherter Personen für finanzielle Verluste aufgrund eines Fehlverhaltens in Ausübung ihrer Funktion. Für den laufenden Versicherungszeitraum beträgt die Jahresprämie (inklusive Steuern) für die D&O-Versicherung für den gesamten OMV Konzern ca. EUR 600.000.

Haftungsfreistellung

Für Mitglieder des Vorstands und weitere OMV Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Organfunktionen von (direkten und indirekten) Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft besteht, soweit rechtlich zulässig, eine Haftungsfreistellung seitens der OMV Aktiengesellschaft für Inanspruchnahme durch Dritte in Ausübung der Organfunktion, sofern nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorliegt.

Grundsätze der Vergütung innerhalb des OMV Konzerns

Ziel der OMV sind wettbewerbsfähige Vergütungsund Benefitspakete, die die Strategie optimal fördern und unterstützen. Die OMV will die am besten qualifizierten Talente weltweit gewinnen, motivieren und halten und verfolgt hierzu kontinuierlich die Markttrends und international bewährte Vorgehensweisen. Die OMV strebt langanhaltende Anstellungsverhältnisse an. Das Grundgehalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird nach international anerkannten Verfahren zur Bestimmung einer marktüblichen Vergütungsstruktur festgelegt. Dabei werden die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen und Kollektivvereinbarungen eingehalten.

Die für den Vorstand geltenden Grundsätze werden auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in angepasster Form angewendet. Die Vergütung des Vorstands der OMV Petrom unterliegt ebenfalls den Vergütungsregelungen der OMV. Generell ist die Vergütungsstruktur der OMV auf eine hohe Wettbewerbsfähigkeit auf den relevanten Arbeitsmärkten im Öl- und Gasgeschäft ausgerichtet. Dies wird durch jährliche Gehaltsüberprüfungen sichergestellt. Zudem umfassen die Vergütungspakete eine ausgewogene und transparente Mischung aus festen und variablen, monetären und nicht monetären Bestandteilen. Die Grundgehälter sind marktgerecht und fair und orientieren sich an der Position und der Expertise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zusätzlich stärkt die OMV die Position als attraktiver Arbeitgeber im Öl- und Gasgeschäft durch verschiedene Vergütungselemente, darunter:

  • Leistungsboni
  • Long Term Incentive Plans
  • Mitarbeiterbeteiligungsprogramm
  • Dienstfahrzeuge

Darüber hinaus ist das Leistungsportfolio in jedem Land, in dem die OMV tätig ist, individuell zugeschnitten und entspricht somit den Bedürfnissen der lokalen Beschäftigten. Abhängig von den lokalen Bedingungen kann das Leistungsportfolio beispielsweise die folgenden zusätzlichen Anreize umfassen:

  • Pensionspläne
  • Subventionierung der Kantine
  • Gesundheitszentren
  • Kindergärten
  • Jubiläumsgelder
  • Recognition thx!

Ausgewählte Beschäftigte der obersten Führungsebene des Konzerns (79 Personen) haben Anspruch auf eine Teilnahme am Long Term Incentive Plan. Diese Mitarbeitergruppe hat auch Anspruch auf ein Bonifikationsprogramm wie unten angeführt. Zusätzlich gewährte der Vorstand ausgewählten Beschäftigten der obersten Führungsebene des Konzerns Anspruch auf Teilnahme am Transformationsbonusplan, der an die Erreichung vordefinierter Zielerreichungskriterien geknüpft ist. Die erfolgreiche Zielerreichung führte im Jahr 2018 zu einer Auszahlung. Eine etwaige weitere Auszahlung erfolgt im Jahr 2021.

2018 nahmen insgesamt rund 4.200 Führungskräfte und Expertinnen und Experten an einem Management-by-Objectives-Programm (MbO-Programm) teil, das sie zu Bonifikationen bei Erreichen der Ziele berechtigt. Auch für andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es Bonussysteme, die je nach Land unterschiedlich sind. An der Ausgestaltung dieser Anreizsysteme sind auch Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter beteiligt. Die Bonuszahlungen sind in allen Systemen sowohl an finanzielle und nicht finanzielle Unternehmensziele als auch an individuell vereinbarte Ziele geknüpft.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der OMV besteht aus zehn von der Hauptversammlung gewählten Vertreterinnen und Vertretern (Kapitalvertreterinnen und -vertretern) und fünf von der Konzernvertretung entsandten Mitgliedern. Vier der derzeitigen Kapitalvertreterinnen und -vertreter wurden in der Hauptversammlung 2014 gewählt, ein Mitglied wurde in der Hauptversammlung 2015, drei in der Hauptversammlung 2016 und zwei in der Hauptversammlung 2018 gewählt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der OMV im Jahr 2018 und ihre Aufsichtsratsmandate in anderen in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen sowie ihre allfälligen Management-Funktionen sind nachstehend angeführt.

Peter Löscher, *1957

Vorsitzender Mandate: Sulzer AG (Vorsitzender), Telefonica, S.A.

Gertrude Tumpel-Gugerell, *1952

Stellvertretende Vorsitzende Mandate: Commerzbank AG, Vienna Insurance Group AG

Murtadha Al Hashmi, *1966

(bis 22. Mai 2018) Stellvertretender Vorsitzender (Senior Advisor, Mubadala Investment Company (seit 2. Jänner 2018)) Mandat: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Alyazia Ali Al Kuwaiti, *1979

(seit 22. Mai 2018) Stellvertretende Vorsitzende (Executive Director Upstream & Integrated, Mubadala Investment Company PJSC) Mandate: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Ahmed Matar Al Mazrouei, * 1972

(bis 22. Mai 2018) (Senior Advisor, Mubadala Investment Company PJSC) Mandate: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Wolfgang C. Berndt, *1942

Mandate: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Helmut Draxler, *1950

Mandate: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Marc H. Hall, *1958

(Geschäftsführer, R&EM – Restructuring & Energy Management e.U.) Mandate: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Mansour Mohamed Al Mulla, * 1979

(seit 22. Mai 2018) (Finanzvorstand Petroleum & Petrochemicals, Mubadala Investment Company PJSC) Mandate: Aldar Properties PJSC, Waha Capital PJSC

Karl Rose, *1961

(Strategy Advisor, Abu Dhabi National Oil Company) Mandate: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Herbert Werner, *1948

(Geschäftsführer, HCW Verkehrsbetriebe GmbH; Geschäftsführer, HCW Vermögensverwaltungs GmbH) Mandate: Ottakringer Getränke AG (Stellvertre-

tender Vorsitzender)

Elif Bilgi Zapparoli, *1967

(Global Co-Head Capital Markets, Bank of America Merrill Lynch)

Mandate: keine Mandate in in- oder ausländischen börsennotierten Unternehmen

Von der Konzernvertretung entsandt (Arbeitnehmervertreterin und -vertreter)

Christine Asperger, *1964 Herbert Lindner, *1961 Alfred Redlich, *1966 Gerhard Singer, *1960 Wolfgang Baumann, *1958 (bis 23. März 2018) Angela Schorna, *1980 (seit 23. März 2018)

Ausführlichere Informationen zu allen Mitgliedern des Aufsichtsrats der OMV und ihren beruflichen Laufbahnen stehen auf der Website der OMV zum Download zur Verfügung: www.omv.com > Über uns > Aufsichtsrat.

Diversity

Bei der Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrats stehen einschlägiges Wissen, die persönliche Integrität und die Erfahrung in Führungspositionen im Vordergrund. Darüber hinaus werden bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats verschiedene Aspekte der Diversität berücksichtigt: Internationalität der Mitglieder, die Vertretung beider Geschlechter

und die Altersstruktur. Dem Aufsichtsrat gehören fünf Frauen und drei nicht-österreichische Staatsangehörige an. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind zwischen 38 und 76 Jahre alt.

Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat hat die Kriterien für die Unabhängigkeit definiert (Beschlüsse vom 21. März 2006 und 25. März 2009). Zusätzlich zu den in Anhang 1 öCGK festgelegten Leitlinien hat der Aufsichtsrat die folgenden Kriterien für seine von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder beschlossen:

  • Das Aufsichtsratsmitglied darf nicht Mitglied der Geschäftsführung einer OMV Konzerngesellschaft sein.
  • Das Aufsichtsratsmitglied darf von der Gesellschaft oder einer verbundenen Gesellschaft keine Aktienoptionen halten oder sonstige leistungsbezogene Vergütungen von einer OMV Konzerngesellschaft beziehen.
  • Das Aufsichtsratsmitglied darf keine/kein AnteilseignerIn mit einer Kontrollbeteiligung (im Sinne der EU-Richtlinie 83/349 EWG – das ist eine Beteiligung von mehr als 50% der Stimmrechte oder eine Beherrschung, etwa durch Nominierungsrechte) sein oder eine/einen solchen AnteilseignerIn vertreten.

Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder, mit Ausnahme von Helmut Draxler und Herbert Werner in Bezug auf die Dauer der Zugehörigkeit, haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2018 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (C-Regel 53 öCGK). Gemäß C-Regel 54 öCGK haben Peter Löscher, Wolfgang C. Berndt, Elif Bilgi Zapparoli, Helmut Draxler, Karl Rose, Marc H. Hall, Gertrude Tumpel-Gugerell und Herbert Werner erklärt, im Geschäftsjahr 2018 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung weder AnteilseignerInnen mit einer Beteiligung von mehr als 10% gewesen zu sein noch die Interessen solcher Aktionärinnen und Aktionäre vertreten zu haben. Peter Löscher, Gertrude Tumpel-Gugerell, Marc H. Hall und Karl Rose wurden vom Nominierungskomitee der Österreichischen Bundesund Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB)1 zur Wahl als Mitglieder des Aufsichtsrats nominiert und in der Folge (nachdem sie vom Präsidial- und Nominierungsausschuss sowie vom Aufsichtsrat entsprechend vorgeschlagen wurden) zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt.

1 Mit Wirksamkeit zum 20. Februar 2019 wurde die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und der Firmenwortlaut auf Österreichische Beteiligungs AG geändert.

Name Aufsichtsrat und
Ausschüsse 20181
Vergütung
für 20172
für 20183
Amtsdauer
AR PNA PPA PrüfA VergA in EUR in EUR
Peter Löscher V V SV M V 80.000 80.000 18. Mai 2016 bis HV 2020
Gertrude Tumpel 19. Mai 2015 bis HV 2020
Gugerell SV SV M V M 61.000 67.110
Murtadha Al Hashmi SV SV SV SV SV 73.000 28.400 10. Mai 2012 bis 22. Mai 2018
Alyazia Ali Al Kuwaiti SV SV SV SV SV 44.600 14. Mai 2008 bis 18. Mai 2016
und 22. Mai 2018 bis HV 2019
Wolfgang C. Berndt M SV SV 44.000 44.000 26. Mai 2010 bis HV 2019
Helmut Draxler M M M 40.000 40.000 16. Oktober 1990 bis HV 2019
Marc H. Hall M M 30.000 30.000 18. Mai 2016 bis HV 2019
Ahmed Matar Al 18. Mai 2016 bis 22. Mai 2018
Mazrouei M M M 40.000 15.562
Mansour Mohamed
Al Mulla
M M M 24.438 22. Mai 2018 bis HV 2019
Karl Rose M V 34.000 34.000 18. Mai 2016 bis HV 2019
Herbert Werner M M 30.000 30.000 4. Juni 1996 bis HV 2019
Elif Bilgi Zapparoli M 20.000 20.000 13. Mai 2009 bis HV 2019
Christine Asperger M M6 M7 – 4 – 4 seit 1. Jän. 20135
Wolfgang Baumann von 16. Dez. 1998 bis
1. April 1999 und
erneut von 11. Nov. 2004
M M M – 4 – 4 bis 23. März 20185
Herbert Lindner M M M – 4 – 4 seit 1. Juni 20135
Alfred Redlich M M M6 – 4 – 4 seit 1. Juni 20135
Gerhard Singer M M M – 4 – 4 seit 26. Sept. 20165
Angela Schorna M M7 M – 4 – 4 seit 23. März 20185

Funktionen und Mitgliedschaften

1 Abkürzungen: AR = Aufsichtsrat, PNA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, PPA = Portfolio- und Projektausschuss, PrüfA = Prüfungsausschuss, VergA = Vergütungsausschuss. V = Vorsitzende/Vorsitzender; SV = Stellvertretende Vorsitzende/Stellvertretender Vorsitzender; M = Mitglied;

HV = Hauptversammlung; Mitglieder des Aufsichtsrats, deren Funktionsperiode in 2017 endete, sind hier nicht angeführt

2 Das Sitzungsgeld in Höhe von EUR 400/Sitzung sowie eventuell erstattungsfähige Quellensteuern sind darin nicht enthalten

3 Basierend auf der in der HV 2018 beschlossenen Vergütung und vorbehaltlich der Genehmigung in der HV 2019

4 Vom Konzernbetriebsrat entsandte Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Vergütung, sondern nur Sitzungsgelder

5 Die Entsendung durch den Konzernbetriebsrat erfolgt auf unbestimmte Zeit; die Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter können jedoch jederzeit vom entsendenden Organ abberufen werden

6 seit 27. Juni 2018

7 bis 27. Juni 2018

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Zur Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und strategischen Unterstützung des Vorstands, diskutiert der Aufsichtsrat in den Aufsichtsratssitzungen Lage und Ziele des Unternehmens. Beschlüsse werden ebenfalls in diesen Sitzungen gefasst, abgesehen von Dringlichkeitsfällen, in denen auch Umlaufbeschlüsse gefasst werden können. Vier Ausschüsse gewährleisten den bestmöglichen Einsatz der Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder. Die Ausschüsse werden im Folgenden kurz beschrieben (ein Überblick über die wichtigsten Aktivitäten der einzelnen Ausschüsse im Geschäftsjahr 2018 findet sich auch im Bericht des Aufsichtsrats).

2018 wurden sechs Sitzungen des Aufsichtsrats und 16 Ausschusssitzungen abgehalten. Bei mehreren dieser Treffen beschäftigten sich der Vorstand und der Aufsichtsrat mit der Strategie der OMV. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse war 2018 wie folgt:

Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse 20181

Name AR PNA PPA PrüfA VergA
Peter Löscher 6/6 3/3 4/4 6/6 3/3
Gertrude Tumpel
Gugerell 6/6 2/3 2/4 5/6 1/13
Murtadha Al Hashmi2 1/2 2/2 0/1 3/3 2/2
Alyazia Ali Al Kuwaiti3 2/4 1/1 2/3 2/3 1/1
Wolfgang C. Berndt 6/6 6/6 3/3
Helmut Draxler 6/6 5/6 3/3
Marc H. Hall 6/6 4/4
Ahmed Matar
Al Mazrouei2 2/2 2/2 1/1
Mansour Mohamed
Al Mulla3 4/4 1/1 2/3
Karl Rose 5/6 3/4
Herbert Werner 6/6 6/6
Elif Bilgi Zapparoli 4/6
Christine Asperger 6/6 1/16 1/17
Wolfgang Baumann4 1/1 1/1 2/2
Herbert Lindner 6/6 4/4 6/6
Alfred Redlich 6/6 3/3 3/36
Angela Schorna5 5/5 1/17 3/4
Gerhard Singer 6/6 4/4 5/6

1 Abkürzungen: AR = Aufsichtsrat, PNA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, PPA = Portfolio- und Projektausschuss, PrüfA = Prüfungsausschuss.

2 bis 22. Mai 2018

3 seit 22. Mai 2018

4 bis 23. März 2018

5 seit 23. März 2018

6 seit 27. Juni 2018

7 bis 27. Juni 2018

Der Aufsichtsrat hat eine Selbstevaluierung durchgeführt und die Effizienz seiner Aktivitäten diskutiert, insbesondere seiner Organisation und Arbeitsweisen.

Präsidial- und Nominierungsausschuss

Dieser Ausschuss ist ermächtigt, in dringenden Angelegenheiten zu entscheiden. Der Aufsichtsrat kann dem Präsidial- und Nominierungsausschuss im Einzelfall oder auf Dauer weitere Aufgaben und Genehmigungsbefugnisse übertragen. Als Nominierungsausschuss unterbreitet er dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung neuer oder frei werdender Mandate im Vorstand. Ferner unterbreitet er der Hauptversammlung Vorschläge zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. 2018 fanden drei Sitzungen des Präsidial- und Nominierungsausschusses statt, deren zentrales Thema Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten waren.

Prüfungsausschuss

Dem Prüfungsausschuss obliegen die Aufgaben gemäß § 92 Abs. 4a Aktiengesetz (AktG). Im Berichtsjahr haben sechs Sitzungen des Prüfungsausschusses stattgefunden. Der Prüfungsausschuss befasste sich vorrangig mit der Vorbereitung der jährlichen Abschlussprüfung, mit der Prüfung der Tätigkeit der Abschlussprüfer, der internen Revision, des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements sowie mit der Präsentation des Jahresabschlusses. Gertrude Tumpel-Gugerell ist die Finanzexpertin im Prüfungsausschuss im Sinne von § 92 Abs. 4a Z 1 AktG.

Abschlussprüfer

Der Aufsichtsrat überwacht die Unabhängigkeit der Abschlussprüfer und überprüft eine Aufstellung des Prüfungsentgelts und der Entgelte für über die Prüfung hinausgehende zusätzliche Leistungen. Der Aufwand für den Abschlussprüfer Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. (einschließlich dessen Netzwerks im Sinne des § 271b UGB) betrug 2018 für die jährliche Prüfung EUR 2,94 Mio, für andere Bestätigungsleistungen EUR 0,64 Mio, für Steuerberatungsleistungen EUR 0,05 Mio und für sonstige Beratungsleistungen EUR 0,24 Mio.

Portfolio- und Projektausschuss

Bei Bedarf unterstützt dieser Ausschuss den Vorstand bei der Vorbereitung komplexer Entscheidungen über grundlegende Fragen und berichtet über die Ergebnisse und allfällige Empfehlungen an den Aufsichtsrat. 2018 fanden vier Sitzungen des Portfolio- und Projektausschusses statt.

Vergütungsausschuss

Dieser Ausschuss (dem keine Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter angehören) befasst sich mit allen Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er ist somit insbesondere zum Abschluss, der Änderung und Auflösung der Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern sowie zur Entscheidung über die Gewährung von Bonifikationen (variable Bezüge) und dergleichen an Vorstandsmitglieder ermächtigt. 2018 fanden drei Sitzungen des Vergütungsausschusses statt. Vorstandsmitglieder wurden eingeladen, an Teilen der Sitzungen des Vergütungsausschusses teilzunehmen.

Die HKP Group beriet den Ausschuss in Vergütungsfragen. Dies umfasste die Erarbeitung von Vergütungsbenchmarks mit Vergleichsunternehmen sowie die Beratung zur angemessenen Höhe und Struktur der einzelnen Vergütungselemente.

Die HKP Group wurde vom Vergütungsausschuss beauftragt und war nicht für den Vorstand der OMV beratend tätig, womit die Unabhängigkeit im Sinne des öCGK gewährleistet ist.

Interessenkonflikte und zustimmungspflichtige Geschäfte der Mitglieder des Aufsichtsrats

Zustimmungspflichtige Verträge gemäß § 95 Abs. 5 Z 12 AktG gab es nicht. Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats werden nach dem in der Geschäftsordnung ausführlich geregelten Verfahren behandelt.

Vergütung

Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung (HV) jährlich die Vergütungen der von der HV gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die HV 2018 hat für das Geschäftsjahr 2017 ein Vergütungsschema wie in der Tabelle unten dargestellt beschlossen.

Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder

In EUR 1
----------
Vorsitzende/Vorsitzender 30.000
Stellvertretende/-r Vorsitzende/-r 25.000
Mitglied 20.000
Vorsitzende/Vorsitzender eines Ausschusses 14.000
Stellvertretende/-r Vorsitzende/-r eines
Ausschusses 12.000
Mitglied eines Ausschusses 10.000

1 Sitzungsgelder in Höhe von EUR 400/Sitzung sowie etwaige Erstattungen der Quellensteuer sind darin nicht enthalten

Die bei den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern angeführten Beträge für das Geschäftsjahr 2017 wurden 2018 ausbezahlt. Aufwandersatz (Reisespesen und Sitzungsgeld) ist darin nicht enthalten.

2018 belief sich die Vergütung des Aufsichtsrats (für das Geschäftsjahr 2017 und inklusive Rückerstattung der jeweiligen Quellensteuer) auf EUR 0,51 Mio, die Sitzungsgelder betrugen EUR 0,07 Mio und die Reisespesen EUR 0,25 Mio.

Mitwirkung der Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmervertretung

Die Konzernvertretung hält regelmäßig Aussprachen mit dem Vorstand. Diese dienen der wechselseitigen Information über Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betreffende Entwicklungen im Unternehmen.

Darüber hinaus hat die Konzernvertretung von ihrem Recht Gebrauch gemacht, Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden (eine Person aus der Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmervertretung für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder). Somit sind fünf der 15 Aufsichtsratsmitglieder Personen aus der Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmervertretung.

Minderheitenrechte der Aktionärinnen und Aktionäre

  • Hauptversammlung: Wenn mindestens 5% der Aktionärinnen und Aktionäre dies verlangen, muss eine Hauptversammlung einberufen werden.
  • Mindestens 5% der Aktionärinnen und Aktionäre können die Aufnahme von Tagesordnungspunkten verlangen.
  • Mindestens 1% der Aktionärinnen und Aktionäre können zu jedem Punkt der Tagesordnung Beschlussvorschläge übermitteln. Diese sind auf Forderung der jeweiligen Aktionärinnen und Aktionäre von der Gesellschaft auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen.
  • Mindestens 10% der Aktionärinnen und Aktionäre können eine Sonderprüfung bei Vorliegen von Verdachtsgründen für Unredlichkeiten oder grobe Verletzungen von Gesetz oder Satzung durchsetzen.
  • Bei der Hauptversammlung sind alle Aktionärinnen und Aktionäre, die ihren Anteilsbesitz ordnungsgemäß nachgewiesen haben, zur Teilnahme, einschließlich Fragen und Abstimmung, berechtigt.
  • Wahl des Aufsichtsrats: Wenn dieselbe Hauptversammlung zwei oder mehr Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat, muss über jede zu besetzende Stelle gesondert abgestimmt werden. Wenn dieselbe Hauptversammlung wenigstens drei Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat und sich vor der Abstimmung über die letzte zu besetzende Stelle ergibt, dass wenigstens ein Drittel aller abgegebenen Stimmen bei allen vorangegangenen Wahlen zugunsten derselben Person, aber ohne Erfolg abgegeben wurde, muss diese Person zum Aufsichtsratsmitglied erklärt werden.

Frauenförderung und Diversitätskonzept

Vielfalt ist eine enorme Stärke. Darauf baut die OMV aktiv auf, jetzt und in Zukunft. Deshalb entwickelt die OMV kontinuierlich neue Initiativen und Maßnahmen zur Förderung der Vielfalt und Chancengleichheit. Die Diversity-Strategie des OMV Konzerns umfasst zwei Schwerpunktbereiche: Geschlecht und Internationalität. Für die OMV als Unternehmen in einer stark technisch orientierten Branche ist es eine besondere Herausforderung, in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu erreichen. Die OMV unterstützt den Aufstieg von Frauen in Führungspositionen. Das strategische Ziel ist es, auf oberster Führungsebene die bestmögliche Diversität zu erreichen und den Frauenanteil in Führungspositionen von derzeit 18% bis 2025 auf 25% zu erhöhen. Wir unterstützen dies mit einer Vielzahl an Initiativen wie Mentoring, Nachfolgeplanung und spezifischen Trainings sowie Initiativen für eine gesunde Work-Life-Balance.

Der Frauenanteil im Gesamtkonzern beträgt rund 25%. In den Programmen der OMV zur Entwicklung von Führungskräften lag der Frauenanteil 2018 bei 28% (2017: 22%). Im "First Time Leaders"-Programm für neue Führungskräfte erreichte die OMV einen beachtlichen Anteil von 38% an Teilnehmerinnen. Im integrierten Programm zur Absolventenförderung für technische Kompetenzen der OMV Upstream lag der Frauenanteil 2018 bei 25% (2017: 22%). "Diversity" ist Bestandteil aller Programme zur Führungskräfteentwicklung und der Personalstrategie der OMV.

Die OMV fördert Talente mit unterschiedlichem Hintergrund und gewährleistet damit eine optimale Zusammensetzung vielfältiger Teams. Ein besonderes Anliegen der OMV ist auch die Einstellung und Entwicklung von Frauen in technischen Positionen.

Durch eine geschlechtsneutrale Sprache in Stellenausschreibungen der OMV und durch die interne Veröffentlichung aller Stellenausschreibungen sowie die laufende Beobachtung der Gleichstellung bei Geschlecht, Alter, Hintergrund der Mitarbeitenden, Betriebszugehörigkeit und Gehältern stellt die OMV eine faire Behandlung und Chancengleichheit in allen Phasen der Berufslaufbahn sicher.

Mitarbeiterinnen initiierten ein Diversity-Netzwerk, um das Bewusstsein für Fragen zum Thema Diversity zu erhöhen und Karrieren von Frauen im technischen Bereich durch eine gemeinschaftliche Plattform und gemeinsame Aktivitäten zu fördern.

Die OMV Konzernzentrale in Wien betreibt zwei betriebliche Kindergärten, die von Kindern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der OMV besucht werden. Um bei Mädchen bereits frühzeitig das Interesse für einen technischen Beruf zu wecken, nahm die OMV erneut am Wiener Töchtertag teil.

Die beschriebenen Maßnahmen und Programme zur Förderung der Vielfalt der Belegschaft werden von Aufsichtsrat und Vorstand als ein Schlüsselelement zur Stärkung der Diversität des internen Pools an Vorstandsnachfolgekandidatinnen und -kandidaten gesehen. Im Rahmen der internen Nachfolgeplanung befasst sich der Präsidial- und Nominierungsausschuss zumindest einmal jährlich mit der Identifizierung und Weiterentwicklung von internen Potenzialträgerinnen und -trägern. Zur bestmöglichen Besetzung freier Vorstandspositionen bedient sich der Aufsichtsrat zusätzlich zur internen Nachfolgeplanung auch der Möglichkeit der externen Rekrutierung. Neben der fachlichen Eignung wird sowohl bei der internen als auch der externen Auswahl von Vorstandsmitgliedern besonderes Augenmerk auf ein ausgewogenes Verhältnis von Geschlechtern, Alter und internationaler Erfahrung gelegt.

Dem Vorstand der OMV gehört aktuell keine Frau an. Die Vorstandsmitglieder der OMV Aktiengesellschaft sind zwischen 53 und 58 Jahre alt, kommen aus zwei unterschiedlichen Nationen und verfügen über umfassende internationale Managementerfahrung.

Die von der Hauptversammlung auf Grundlage der Nominierung der ÖBIB zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder wurden bis 2018 vom Nominierungskomitee der österreichischen Bundesregierung vorgeschlagen. Die Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten erfolgt anhand einer Vielzahl von Kriterien, die insbesondere die fachliche Eignung, persönliche Integrität, Unabhängigkeit und Unbefangenheit der Kandidatinnen und Kandidaten umfassen. Zusätzlich wird auf Aspekte der Diversität des Aufsichtsrats hinsichtlich der Vertretung beider Geschlechter, einer ausgewogenen Altersstruktur und der Internationalität der Mitglieder Bedacht genommen.

Derzeit gehören dem Aufsichtsrat der OMV fünf Frauen an, was einem Anteil von 30% entspricht. Besonderes Augenmerk gilt auch der weiteren Stärkung der industriespezifischen Kompetenzen und der Internationalität des Aufsichtsrats im Einklang mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Die Mitglieder des Aufsichtsrats weisen mit einem Alter zwischen 38 und 76 Jahren eine ausgewogene Altersstruktur auf.

Externe Evaluierung der Corporate Governance

Die Einhaltung der Bestimmungen des öCGK durch die OMV wird jedes Jahr einer externen Evaluierung unterzogen. Für das Geschäftsjahr 2018 hat die OMV Dr. Mathias Ettel von der Rechtsanwaltskanzlei Berger Ettel Rechtsanwälte beauftragt. Die Evaluierung erfolgte anhand des offiziellen Fragebogens des österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance und ergab, dass die OMV alle Regeln des österreichischen Corporate Governance Kodex einschließlich aller Regeln, die ausschließlich Empfehlungscharakter haben, vollständig eingehalten hat. Der Bericht über die Evaluierung ist auf der OMV Website verfügbar (www.omv.com).

Wien, am 13. März 2019

Der Vorstand

Johann Pleininger e.h. Reinhard Florey e.h. Rainer Seele e.h. Manfred Leitner e.h.

Lagebericht

Geschäftsverlauf 2018

Die im Geschäftsjahr 2018 erwirtschafteten Umsatzerlöse betrugen EUR 213,50 Mio (2017: EUR 129,00 Mio). Da die OMV Aktiengesellschaft die Aufgaben einer Management-Holding wahrnimmt, bestehen die Umsatzerlöse hauptsächlich aus den an die Tochtergesellschaften verrechneten Konzernumlagen und Servicedienstleistungen. Letztere sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Übernahme des operativen Geschäftsbetriebs der OMV Solutions GmbH deutlich angestiegen.

Das Betriebsergebnis beläuft sich auf EUR – 70,84 Mio (2017: EUR – 43,07 Mio). Das niedrigere Betriebsergebnis 2018 ist im Wesentlichen durch höhere Personalaufwendungen zu begründen, welche unter anderem auf eine Neubewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund von neuen Sterbetafeln zurückzuführen sind.

Der Finanzerfolg beträgt im Geschäftsjahr 2018 EUR 502,86 Mio (2017: EUR 838,00 Mio). Das Finanzergebnis der OMV Aktiengesellschaft als Holding besteht im Wesentlichen aus Dividenden- und Beteiligungserträgen der operativen Gesellschaften. Die Netto-Erträge aus Beteiligungen betrugen EUR 608,97 Mio und lagen damit deutlich unter dem Niveau von 2017 (EUR 990,16 Mio). Die Dividende von OMV Petrom lag mit EUR 124,18 Mio (2017: EUR 95,77) über dem Vorjahresniveau.

Das Beteiligungsergebnis der Gesellschaften im Bereich Upstream exklusive OMV Petrom lag mit EUR – 3,86 Mio unter dem Vorjahresniveau (EUR Null).

Das Beteiligungsergebnis der Gesellschaften im Bereich Downstream exklusive OMV Petrom lag mit EUR 469,85 Mio deutlich unter dem Vorjahresniveau (2017: EUR 884,43 Mio). Das Beteiligungsergebnis des Bereichs Downstream Öl exklusive OMV Petrom verringerte sich auf EUR 607,35 Mio (2017: EUR 797,66 Mio). Das Ergebnis ist auf die niedrigeren Raffineriemargen zurückzuführen. Das Beteiligungsergebnis des Bereichs Downstream Gas exklusive OMV Petrom lag für Ergebnisabführungen mit EUR – 137,51 Mio (2017: EUR 86,77 Mio) deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Aus dem Bereich Downstream Gas wurden keine Dividenden ausgeschüttet, ebenso wie im Vorjahr. Das höhere Downstream Gas Ergebnis 2017 war durch das verbesserte Marktumfeld beeinflusst.

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2018 wurden im Wesentlichen geprägt von Kapitalzuführungen an die OMV Exploration & Production GmbH im

Zusammenhang mit deren Investitionen in die Tochtergesellschaft OMV Abu Dhabi Production GmbH.

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit für das Geschäftsjahr 2018 betrug EUR 1.966,89 Mio (2017: EUR 53,47 Mio), der Cashflow aus der Investitionstätigkeit EUR – 2.081,59 Mio (2017: EUR 1.033,80 Mio) und der Cashflow aus der Finanzierung EUR – 290,26 Mio (2017: EUR 223,51 Mio).

Der Jahresüberschuss betrug EUR 411,38 Mio (2017: EUR 782,20 Mio).

Die Bilanzsumme erhöhte sich 2018 auf EUR 18.383,31 Mio (2017: EUR 18.071,12 Mio).

Das Eigenkapital wurde zum 31. Dezember 2018 mit EUR 5.220,76 Mio ermittelt (2017: EUR 5.298,24 Mio). Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2018 betrug 28,40% (2017: 29,32%).

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2018 lag bei rund 77,53% (2017: 71,46%).

Die Eigenkapitalrendite (Return On Equity) wurde mit 7,82% (2017: 15,34%) ermittelt.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Konzernzentrale tätig waren, betrug 2018 623 (2017: 379). Dieser Anstieg ist auf den Betriebsübergang der OMV Global Solutions GmbH zurückzuführen.

Definitionen dieser Kennzahlen finden Sie in der Beilage "Abkürzungen und Definitionen", welche ein integraler Bestandteil des Lageberichts ist.

Eigene Anteile

An eigenen Aktien wurden zum Bilanzstichtag 2018 insgesamt 542.151 Stück gehalten (EUR 542.151), was 0,17% des Grundkapitals entspricht.

Zum Erwerb der eigenen Anteile verweisen wir auf den Punkt "Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)".

Im Geschäftsjahr wurden zur Bedienung von aktienbasierten Vergütungsprogrammen 230.079 Stück, das entspricht 0,07% des Grundkapitals, mit einem Kurswert von TEUR 9.861 verwendet. Die Differenz zum historischen Rückkaufswert in Höhe von TEUR 7.336 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Corporate Governance Bericht

Der im Geschäftsbericht integrierte Corporate Governance Bericht ist auf der OMV Website unter www.omv.com > Investoren> Geschäftsberichte abrufbar.

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 327.272.727 und ist in 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Zwischen den Kernaktionären Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG) und Mubadala Petroleum and Petrochemicals Holding Company L.L.C (MPPH) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.
    1. ÖBAG hält 31,5% und MPPH hält 24,9% des Grundkapitals.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Arbeitnehmer, die Aktien halten, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
    1. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern gemäß § 87 Abs. 8 Aktiengesetz (AktG) bedarf der einfachen Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 AktG und Satzungsänderungen (ausgenommen Änderungen des Unternehmensgegenstands) genügt die einfache Stimmenund Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
    1. a) Da das von der Hauptversammlung am 13. Mai 2009 geschaffene genehmigte Kapital am 13. Mai 2014 auslief, beschloss die Hauptversammlung am 14. Mai 2014 ein neues genehmigtes Kapital. Die Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand bis einschließlich 14. Mai 2019 das Grundkapital der OMV mit Zustimmung des

Aufsichtsrats – auf einmal oder in mehreren Tranchen – um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung kann auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz durchgeführt werden. Der Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen können durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgesetzt werden. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung

  • (i) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder
  • (ii) der Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen (einschließlich Matching Share Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens) sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen dient.

Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus genehmigten Kapital ergeben.

  1. b) Die Hauptversammlung vom 18. Mai 2016 ermächtigte den Vorstand, für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 17. Mai 2021, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und/oder Mitglieder des Vorstands/ der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen einschließlich Matching-Share-Plänen oder sonstigen Beteiligungsprogrammen, unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit der Aktionäre zu veräußern oder zu verwenden (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Tranchen durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z. 7 Unternehmensgesetzbuch) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.

    1. a) Die 2011 begebene Hybridanleihe mit einem Volumen von EUR 750 Mio. wurde von der OMV zur ersten Kündigungsmöglichkeit, dem 26. April 2018, gekündigt und zu ihrem Nennbetrag zuzüglich Zinsen zurückgezahlt.
  2. 8.b) Die OMV hat unbefristete Hybridschuldverschreibungen im Ausmaß von EUR 1.987 Mio begeben, die gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangig sind. Die Erlöse aus den Hybridschuldverschreibungen werden gemäß IFRS zur Gänze als Eigenkapital klassifiziert, da die Rück- sowie Zinszahlungen im alleinigen Ermessen der OMV liegen.

Am 7. Dezember 2015 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.500 Mio in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio mit folgender Verzinsung:

  • (i) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche1 werden bis zum 9. Dezember 2021 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche1, mit einem festen Zinssatz von 5,250% verzinst. Von 9. Dezember 2021 bis 9. Dezember 2025 (ausschließlich) wird die Tranche 1 mit einem Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer Marge von 4,942% entspricht, und ab dem 9. Dezember 2025 ist zusätzlich ein Step-up von 1% per annum anwendbar.
  • (ii) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche2 werden bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 2, mit einem festen Zinssatz von 6,250% verzinst. Ab 9. Dezember 2025 wird die Tranche 2 mit einem Reset-Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer Marge von 5,409% zuzüglich eines Step-ups von 1% per annum entspricht, verzinst.

Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 9. Dezember eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.

Am 19. Juni 2018 begab die OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 500 Mio. Die Hybridschuldverschreibungen werden bis zum 19. Juni 2024 (ausschließlich) mit einem festen Zinssatz von 2,875% verzinst.

Von 19. Juni 2024 bis 19. Juni 2028 (ausschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen mit einem Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer Marge von 2,335% per annum entspricht, und ab dem 19. Juni 2028 ist zusätzlich ein Stepup von 1% per annum anwendbar. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 19. Juni eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich die OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere, wenn die Hauptversammlung der OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten.

Die zum 31. Dezember 2018 ausstehenden Hybridschuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die OMV hat insbesondere das Recht, die Hybridschuldverschreibungen zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Bei Rückzahlung werden sämtliche ausständige Zinsen zur Zahlung fällig. Im Fall eines Kontrollwechsels hat die OMV die Möglichkeit, die Hybridschuldverschreibungen vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.

    1. Die wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, und von OMV begebene Anleihen beinhalten übliche Standardklauseln für den Fall eines Kontrollwechsels.
    1. Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
    1. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind: Die Governance für das interne Kontrollsystem wird in einer internen Konzernrichtlinie (Richtlinie internes Kontrollsystem und ihre Anhänge) festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Grundsätze und Anforderungen durch regelmäßige Prüfungen, basierend entweder auf dem vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats genehmigten Jahresprüfungsplan oder in Form von Ad-hoc-Prüfungen. Die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats präsentiert. Für die Überwachung der

wesentlichen "End-to-End"-Prozesse (z. B. Purchase-to-Pay, Order-to-Cash) werden konzernweit gültige Mindestanforderungen definiert. Diese werden nach einem festgelegten Zeitplan hinsichtlich Umsetzung und Effektivität überprüft. Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen durch das Konzern-IFRS Accounting-Manual wird ebenfalls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem. Der Rechnungslegungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Zusätzlich beurteilen die Abschlussprüfer regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

Risikomanagement

Ebenso wie die gesamte Öl- und Gasbranche ist die OMV einer Reihe von Risiken ausgesetzt – unter anderem Marktpreisrisiken und anderen finanziellen Risiken, operativen sowie strategischen Risiken. Im Risikomanagementprozess des Konzerns wird der Schwerpunkt auf die Identifizierung, Bewertung und Beurteilung dieser Risiken und ihrer Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität und Rentabilität gelegt. Risiken werden aktiv im Rahmen des Risikoappetits und der festgelegten Risikotoleranzen des Konzerns gesteuert.

Der Konzern vertritt die Ansicht, dass durch sein integriertes Geschäftsmodell und die damit verbundenen teilweise gegenläufigen Risiken das Gesamtrisiko signifikant reduziert wird. Die ausgleichende Wirkung von gegenläufigen Branchenrisiken erfolgt jedoch häufig zeitlich verzögert oder abgeschwächt. Die Risikomanagementaktivitäten fokussieren sich auf die konzernweite Nettoposition der Risiken des aktuellen und zukünftigen Geschäftsportfolios. Die wechselseitigen Abhängigkeiten und Korrelationen zwischen den einzelnen Risiken spiegeln sich auch im konzernweiten Risikoprofil wider. Die Themenbereiche Risikomanagement und Versicherung werden zentral durch den Bereich Treasury and Risk Management koordiniert, wodurch sichergestellt wird, dass im gesamten Konzern klare und konsistente Prozesse, Methoden und Techniken in Bezug auf das Risikomanagement angewendet werden. Für jedes Risiko wird ein Risk Owner definiert, der am besten geeignet ist, die Überwachung und Steuerung des entsprechenden Risikos zu verantworten.

Das generelle Ziel der Risikopolitik ist es, die Liquidität des Konzerns abzusichern und ein dem Risikoappetit des OMV Konzerns entsprechend starkes Investment-Grade-Rating zu erhalten.

Unternehmensweites Risikomanagement

Nicht finanzielle und finanzielle Risiken werden regelmäßig im Rahmen des Unternehmensweiten Risikomanagement-Prozesses (UWRM) identifiziert, beurteilt und berichtet.

Hauptzweck des UWRM ist es, einen wesentlichen Wertbeitrag für das Unternehmen zu leisten, indem risikobasierte Managemententscheidungen ermöglicht werden. Durch richtige Einschätzung der finanziellen, operativen und strategischen Risiken wird die Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten systematisch unterstützt, um somit den Wert des Konzerns nachhaltig zu erhöhen. Durch das UWRM-System wurden seit 2003 in allen Bereichen der Organisation, einschließlich der Tochtergesellschaften in mehr als 20 Ländern, das Risikobewusstsein und die Kenntnisse über das Risikomanagement deutlich verbessert. Der UWRM-Prozess wird laufend gemäß den internen und externen Anforderungen verbessert.

Ein funktionsübergreifendes Komitee ("Risk Committee"), bestehend aus Mitgliedern des Senior Managements und unter Leitung des CFO, stellt sicher, dass im Rahmen des UWRM die wesentlichen Risiken innerhalb des Konzerns effektiv erfasst und gesteuert werden.

Der Prozess wird durch ein konzernweites IT-System unterstützt, in dem sämtliche festgelegten Prozessschritte dokumentiert werden: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikosteuerung, Berichterstattung und Monitoring führen zu fortlaufender Überwachung von Änderungen des Risikoprofils. Die Auswirkungen der durch einen Bottomup-Prozess ermittelten Konzernrisiken werden mithilfe einer Monte-Carlo-Simulation bewertet und den Planungsdaten gegenübergestellt. Diese Herangehensweise wird vom Senior Management in einem Top-down-Prozess unter Einbeziehung der mit der Strategie verbundenen Risiken ergänzt. Auch nicht voll konsolidierte Gesellschaften sind in diesem Prozess inkludiert. Zweimal im Jahr werden die Ergebnisse dieses Prozesses zusammengeführt und dem Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss präsentiert. In Übereinstimmung mit dem Österreichischen Corporate Governance-Kodex wird die Funktionsfähigkeit des UWRM jährlich durch den Wirtschaftsprüfer evaluiert. Folgende nicht finanzielle und finanzielle Schlüsselrisiken wurden in Bezug auf die Erreichung des Mittelfristplans ermittelt:

  • Operative Risiken inklusive aller mit Anlagen verbundenen Risiken, Produktionsrisiken, Projektrisiken, Personalrisiken, IT-Risiken, HSSEund regulatorischen bzw. Compliance-Risiken
  • Strategische Risiken, die zum Beispiel durch technologischen Fortschritt entstehen, aber auch Reputationsrisiken und politische Risiken wie Sanktionen beinhalten
  • Finanzielle Risiken wie Marktpreisrisiken und Währungsrisiken

Die OMV ist unter anderem in Ländern tätig, die aktuell Schauplatz politischer Instabilität sind (vor allem im Jemen, in Libyen, Kasachstan, Pakistan, Russland, Tunesien und der Türkei), oder verfügt über Vermögenswerte in diesen Ländern. Unterbrechungen bzw. Rückgänge der Produktion sowie höhere Steuersätze, Begrenzung von Eigentum ausländischer Investorinnen und Investoren bis hin zur Enteignung könnten die Folge möglicher politischer Veränderungen sein. Der Konzern verfügt allerdings über langjährige Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Die politischen Entwicklungen werden für alle Märkte, in denen der Konzern tätig ist, kontinuierlich beobachtet. Spezifische Länderrisiken werden vor dem Eintritt in neue Länder überprüft. Es wurde eine Analyse durchgeführt, um die möglichen Auswirkungen eines harten Brexit-Szenarios auf die Unternehmen der OMV-Gruppe zu bewerten. Aus der Analyse geht hervor, dass keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten sind. Die OMV analysiert das Risiko potenzieller US oder EU-Sanktionen und ihrer Auswirkungen auf geplante oder bestehende Aktivitäten, um stets die geltenden Sanktionen einzuhalten. Insbesondere Risiken aufgrund von US-Sanktionen gegen das Nord Stream 2-Projekt und Aktivitäten in Russland werden regelmäßig bewertet und überwacht. Die Risiken im Zusammenhang mit dem EU-Emissionshandel werden separat erfasst und konzernweit zusammengeführt. Darüber hinaus beobachtet der Konzern die Entwicklung der Bestimmungen zu Klimawandel und Dekarbonisierung in allen Ländern, in denen es Aktivitäten gibt. Im Bereich Personalmanagement gibt es eine gezielte Nachfolge- und Entwicklungsplanung, um geeignete Führungskräfte für weitere Wachstumsschritte zu entwickeln und damit Personalrisiken zu begegnen. Der OMV Konzern ist einer Vielzahl von Gesundheits-, Sicherheits-und Umweltrisiken ausgesetzt, die bedeutende Verluste verursachen können.

Die Steuerung und Kontrolle bewerteter Risiken erfolgt unter Anwendung der definierten Risikorichtlinien und mit klar zugeordneten Verantwortlichkeiten. Das Management von Schlüsselrisiken, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz, Recht und Compliance, Personalmanagement, Corporate Social Responsibility mit Fokus auf Menschenrechten sowie Marktpreisrisiken, wird zentral durch definierte Konzernrichtlinien geregelt, um sicherzustellen, dass Planungsziele erreicht werden können.

Management der finanziellen Risiken

Marktpreis- und andere finanzielle Risiken entstehen durch die Volatilität von Rohstoffpreisen, Wechselkursen und Zinssätzen. Kreditrisiken, die durch die Unfähigkeit einer Geschäftspartnerin oder eines Geschäftspartners entstehen können, einer Zahlungsoder Lieferverpflichtung nachzukommen, zählen ebenfalls zu den wesentlichen Risiken. Als Öl- und Gasunternehmen ist die OMV substanziell den Preisschwankungen der entsprechenden Rohstoffe ausgesetzt. Auf der Währungsseite hat der Konzern wesentliche Risikopositionen in USD, RON, NOK, NZD und RUB. Aus dem Verkauf von Rohöl resultiert eine Netto-USD Long-Position in der OMV. Die vergleichsweise weniger signifikanten Short-Positionen in RON, NOK und RUB entstehen aus Kosten in lokalen Währungen in den jeweiligen Ländern.

Risikomanagement von Marktpreisrisiken und Währungsrisiko

Die Analyse und das Management finanzieller Risiken, die aus Fremdwährungen, Zinssätzen, Rohstoffpreisen, Kontrahentinnen bzw. Kontrahenten, Liquidität und versicherbaren Risiken resultieren, erfolgen zentral auf konsolidierter Basis. Marktpreisrisiken werden konzernweit betrachtet und ihre möglichen Cashflow-Auswirkungen werden mittels eines Risikomodells analysiert, das Portfolioeffekte berücksichtigt. Die Auswirkungen der finanziellen Risiken (in erster Linie bezüglich Rohstoffpreisen und Währungen) auf Cashflow und Liquidität des Konzerns werden quartalsweise im Risk Committee präsentiert. Dieses Komitee unter Leitung des CFO setzt sich aus den Mitgliedern des Senior Managements der Geschäftsbereiche und Konzernfunktionen zusammen. Das Risk Committee ist auch für die Überprüfung der Risikoorganisation und der entsprechenden Regelungen zur Risikosteuerung im OMV Konzern verantwortlich sowie dafür, dem OMV Vorstand gegebenenfalls Änderungsvorschläge zur Genehmigung zu unterbreiten.

In Bezug auf Marktpreisrisiken und Währungsrisiken entscheidet der Vorstand bei Bedarf über Hedging-Strategien zur Reduzierung dieser Risiken. Um die Konzernliquidität gegen den potenziell negativen

Einfluss fallender Öl- und Gaspreise im Upstream-Geschäft abzusichern, setzt die OMV Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken ein.

Im Downstream-Geschäft ist die OMV insbesondere volatilen Raffineriemargen sowie Preisrisiken bei Lagerbeständen ausgesetzt. Um diese Risiken zu reduzieren, werden entsprechende Hedging-Aktivitäten durchgeführt. Hierunter fallen insbesondere Margenhedges sowie Lagerbestandshedges. Weiters werden Emissionszertifikate gehandelt, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, wobei eine ausgeglichene Position an Emissionszertifikaten durch den Verkauf im Falle eines Überhangs bzw. Zukaufs im Falle einer Unterdeckung angestrebt wird.

Zinsrisikomanagement

Zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Konzerns können im Rahmen definierter Regelungen Kredite von fixer auf variable Zinsbindung und vice versa umgestellt werden. Des Weiteren analysiert die OMV regelmäßig den Einfluss von Zinsänderungen auf das Zinsergebnis aus variabel verzinsten Geldanlagen und Aufnahmen. Derzeit werden Effekte aus dem Zinsänderungsrisiko nicht als substanzielles Risiko eingestuft.

Kreditrisikomanagement

Das Kreditrisiko der Hauptkontrahentinnen und Hauptkontrahenten wird auf Konzern- und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limits für Banken, Geschäftspartnerinnen bzw. Geschäftspartner und Sicherheitengeberinnen bzw. Sicherheitengeber überwacht und gesteuert. Die Vorgehensweise ist sowohl auf Konzernebene als auch bei der OMV Petrom in einer Richtlinie festgelegt.

Nachhaltigkeit & HSSE (Gesundheit, Sicherheit und Umwelt)

In Zeiten der Energiewende ist es das Ziel der Geschäftstätigkeit der OMV, "Oil & Gas at its best" zu liefern. Der steigende Energiebedarf und der fortschreitende Klimawandel stellen die Energiewirtschaft vor große Herausforderungen. Es bedarf eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Klimaschutzmaßnahmen, leistbarer Energie und Versorgungssicherheit. Öl und Gas müssen so sinnvoll und verantwortungsbewusst wie möglich gefördert und genutzt werden, um eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten. Wir verpflichten uns, unsere Geschäfte verantwortungsvoll zu führen, indem wir die Umwelt schonen, als attraktive

Arbeitgeberin agieren und langfristig Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden, Aktionärinnen und Aktionäre und die Gesellschaft schaffen.

Im Sinne ihres nachhaltigen Geschäftsansatzes entwickelte die OMV die Nachhaltigkeitsstrategie 2025 als Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie 2025. Die Nachhaltigkeitsstrategie umfasst 15 messbare Ziele, die sich auf fünf Schwerpunktbereiche verteilen: Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSSE); CO2-Effizienz; Innovation; Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; Geschäftsgrundsätze und soziale Verantwortung. Für eine CO2-ärmere Zukunft wird die OMV bis 2025 bis zu EUR 500 Mio in innovative Energielösungen wie ReOil® und Co-Processing investieren und Maßnahmen zur CO2-Effizienz umsetzen.

Zur Verwirklichung dieser Vision etablierte die OMV die HSSE-Strategie 2020/2025 als integralen Bestandteil ihrer Nachhaltigkeitsstrategie im Konzern. Die HSSE-Strategie konzentriert sich auf die funktionsübergreifenden Ziele eines starken HSSE-Engagements und entsprechender Führung, die Steigerung der Effizienz und Effektivität von HSSE-Prozessen, das Management von HSSE-Risiken und kompetentes Personal sowie spezifische Ziele in den einzelnen Bereichen: Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit und Umwelt.

Im Jahr 2018 lagen die Unfallhäufigkeit (Lost-Time Injury Rate, LTIR) für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der OMV sowie von Vertragsunternehmen bei insgesamt 0,30 (2017: 0,34) und die Häufigkeit der meldepflichtigen Arbeitsunfälle (Total Recordable Injury Rate, TRIR) bei insgesamt 0,78 (2017: 0,79).

Die OMV engagiert sich für Klimaschutz und verantwortungsvolles Ressourcenmanagement und hat sich entsprechende Ziele für eine bessere CO2- Bilanz ihrer Geschäftstätigkeit und ihrer Produkte gesetzt. Vorrangige Anliegen sind die Senkung der CO2-Intensität der gesamten Geschäftstätigkeit der OMV um 19% bis 2025 sowie die Reduktion der CO2-Intensität der Produkte um 4% bis 2025, jeweils im Vergleich zu 2010. Dies wollen wir erreichen, indem wir die Energieeffizienz in allen operativen Aktivitäten verbessern, die direkten Treibhausgasemissionen senken und den Erdgasanteil in unserem Produktportfolio erhöhen.CO2-Intensität der Produkte um 4% bis 2025, jeweils im Vergleich zu 2010. Dies wollen wir erreichen, indem wir die Energieeffizienz in allen operativen Aktivitäten verbessern, die direkten Treibhausgasemissionen senken und den Erdgasanteil in unserem Produktportfolio erhöhen.

Forschung und Entwicklung

Die OMV Aktiengesellschaft betreibt selbst keine Forschung und Entwicklung, koordiniert jedoch die gruppenweiten Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Ausblick für den OMV Konzern

Marktumfeld

Die OMV erwartet für das Jahr 2019 einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von USD 65/bbl (2018: USD 71/bbl). Für das Jahr 2019 werden an den europäischen Spotmärkten niedrigere durchschnittliche Gaspreise als im Jahr 2018 prognostiziert.

Konzern

Die organischen Investitionen (inklusive aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben sowie exklusive Akquisitionen) werden sich im Jahr 2019 voraussichtlich auf rund EUR 2,3 Mrd belaufen (2018: EUR 1,9 Mrd).

Upstream

Die OMV erwartet für das Jahr 2019 eine Gesamtproduktion von rund 500 kboe/d (2018: 427 kboe/d). Die Produktion des Feldes El Sharara in Libyen ist aktuell ausgesetzt. Es wird erwartet, dass die Produktion im März 2019 wieder aufgenommen wird.

Wir prognostizieren nach Wiederaufnahme der Produktion bis Jahresende und abhängig von der Sicherheitslage einen Produktionsbeitrag aus Libyen von 35 kboe/d (2018: 30 kboe/d). Die organischen Investitionen in Upstream (inklusive aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben sowie exklusive Akquisitionen) werden sich im Jahr 2019 voraussichtlich auf rund EUR 1,5 Mrd belaufen. Im Jahr 2019 werden die Explorations- und Evaluierungsausgaben in Höhe von EUR 350 Mio prognostiziert (2018: EUR 300 Mio).

Downstream

Die Raffineriemarge wird auf einem Niveau von rund USD 5/bbl erwartet (2018: USD 5,2/bbl). Die Petrochemiemargen werden etwas niedriger als im Jahr 2018 sein (2018: EUR 448/t). Die Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte wird 2019 auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2018 prognostiziert (2018: 20,3 Mio t). Für die OMV Märkte werden ähnliche Retail- und Commercial-Margen wie im Jahr 2018 erwartet. Für das Jahr 2019 ist keine Generalüberholung der Raffinerien geplant. Daher wird der Raffinerie-Auslastungsgrad höher als im Jahr 2018 sein (2018: 92%).

Die Erdgas-Verkaufsmengen im Jahr 2019 sollten über denen von 2018 liegen (2018: 114 TWh). Die Erdgasverkaufsmargen im Jahr 2019 werden auf einem niedrigeren Niveau als im Jahr 2018 erwartet. Aufgrund des Verkaufs des Kraftwerks Samsun in der Türkei in Q3/18 wird die Nettostromerzeugung im Jahr 2019 niedriger als 2018 sein (2018: 5,1 TWh). Die Nettostromerzeugung des Kraftwerks Brazi in Rumänien wird voraussichtlich über der von 2018 liegen. Die OMV wird die Finanzierung der Pipeline Nord Stream 2 fortführen.

Wien, am 13. März 2019

Der Vorstand

Rainer Seele e.h. Vorstandsvorsitzender Johann Pleininger e.h. Reinhard Florey e.h. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Manfred Leitner e.h.

Bestätigungsvermerk1

Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der

OMV Aktiengesellschaft, Wien,

bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2018 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die

Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

1 Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Besonders wichtiger Prüfungssachverhalt Wie wir den Sachverhalt im Rahmen

Werthaltigkeit des Buchwerts von Anteilen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen.

Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen beträgt zum 31. Dezember 2018 EUR 8.187 Mio nach einer außerplanmäßigen Abschreibung von EUR 704 Mio im Jahr 2018. Der Buchwert der Ausleihungen an verbundene Unternehmen beträgt EUR 6.008 Mio.

Die Beurteilung der Wertminderung von Anteilen bzw. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen erfordert Ermessensentscheidungen, ob ein Wertminderungsbedarf eines bestimmten Vermögenswertes besteht und wie hoch ein solcher ist.

Das wesentliche Risiko liegt in der Einschätzung zukünftiger Zahlungsströme und Diskontierungssätze durch das Management.

Die Angaben der Gesellschaft zu Anteilen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind in den Anhangangaben "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze", Punkt 1 (Anlagevermögen), Punkt 12 (Erträge und Aufwendungen im Finanzergebnis) und dem Anlagespiegel enthalten.

der Abschlussprüfung adressiert haben

Wir haben die Einschätzung des Managements betreffend die Werthaltigkeit des Buchwerts von Anteilen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen hinterfragt und geprüft. Unsere Prüfungshandlungen haben unter anderem folgende Tätigkeiten umfasst:

  • Nachvollziehen und Evaluieren der Beurteilung des Managements betreffend das Bestehen von Wertminderungsanzeichen;
  • Abstimmen der Annahmen (prognostizierte Umsätze, Aufwendungen, Investitionen und Änderungen im Working Capital), welche zur Ermittlung der zukünftigen Zahlungsströme verwendet wurden, mit den genehmigten Budgets und Geschäftsplänen;
  • Beiziehen unserer Bewertungsspezialisten zur Beurteilung der Diskontierungssätze.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu

modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.

Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraus-

Wien, 13. März 2019

Ernst & Young

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b. H.

Mag. Gerhard Schwartz e.h. Wirtschaftsprüfer

sichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben. In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Jahresabschluss stehen, oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 22. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 7. Juni 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 Abschlussprüfer.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Gerhard Schwartz.

Mag. Alexander Wlasto e.h. Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss

Bilanz Aktiva
Anhangangabe in EUR in EUR
1.000
2018 2017
A. Anlagevermögen 1
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
13.942.513
II. Sachanlagen
1.
Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken
2.405.589 722
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.113.914 498
10.519.503 1.220
III. Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
8.187.092.386 8.390.756
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.007.883.481 4.488.444
3. Beteiligungen 26.624.460 26.624
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 4.506.435 4.506
5. sonstige Ausleihungen 1.735.241 1.746
14.227.842.003 12.912.077
14.252.304.019 12.913.298
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2
1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
30.755 12
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 1.684.425.105 2.265.580
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 4.719 11
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
4. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 49.103.169 48.700
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 20.000
1.733.563.748 2.314.304
II. Wertpapiere und Anteile
1.
sonstige Wertpapiere
183.264.914 227.615
III. Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 2.186.851.273 2.591.812
4.103.679.934 5.133.730
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.329.766 24.089
D. Aktive latente Steuern 3
18.383.313.719 18.071.117

Bilanz Passiva

Anhangangabe in EUR in EUR
1.000
2018 2017
A. Eigenkapital 4
I. eingefordertes und eingezahltes Grundkapital
übernommenes Grundkapital 327.272.727 327.273
Nennbetrag eigener Anteile – 542.151 – 772
326.730.576 326.500
II. Kapitalrücklagen
1.
gebundene
1.739.256.045 1.731.920
2. nicht gebundene 333.728 334
1.739.589.773 1.732.253
III. Rücklage für anteilsbasierte Vergütungen 13.712.120 20.961
IV. Gewinnrücklagen
1.
freie Rücklagen
2.419.732.717 2.418.585
2. Rücklage für eigene Anteile 542.151 772
2.420.274.868 2.419.357
V. Bilanzgewinn 720.449.301 799.166
davon Gewinnvortrag 309.070.124 16.969
5.220.756.638 5.298.238
B. Rückstellungen 5
1. Rückstellungen für Abfertigungen 13.974.549 7.641
2. Rückstellungen für Pensionen 53.047.219 17.059
3. Steuerrückstellungen 318.719.488 385.345
4. sonstige Rückstellungen 49.925.482
435.666.738
50.265
460.310
C. Verbindlichkeiten 6
1. Anleihen 7.000.000.000 7.000.000
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 500.000.000 750.000
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
6.500.000.000
480.973.103
6.250.000
461.160
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 98.606.633 56.026
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 382.366.470 405.133
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.767.988 9.886
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 26.654.189 9.886
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 113.799
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.940.200.263 4.595.920
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 4.940.200.263 4.595.920
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
9.022
9.022

davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
6. sonstige Verbindlichkeiten 278.939.968 245.602
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 236.459.272 239.163
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 42.480.696 6.439
davon aus Steuern 173.964.403 155.501
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 173.964.403 155.501
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.244.625 733
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 1.244.625 733
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 5.801.929.379 5.650.995
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 6.924.960.965 6.661.573
12.726.890.343 12.312.568
18.383.313.719 18.071.117

Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhangangabe in EUR in EUR 1.000
2018 2017
1. Umsatzerlöse
7
213.495.146 129.005
2. sonstige betriebliche Erträge
8
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
29
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3.338.312 19.068
c) übrige 893.092 1.224
4.231.405 20.321
3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene
Herstellungsleistungen
9
a) Materialaufwand
– 485.847 – 167
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen – 42.335.868 – 6.120
– 42.821.715 – 6.287
4. Personalaufwand
10
a) Gehälter – 85.871.879 – 90.069
b) soziale Aufwendungen – 68.090.912 – 20.453
davon Aufwendungen für Altersversorgung
aa) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
– 47.569.735 – 8.345
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen – 3.259.654 – 1.930
bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
– 16.630.692 – 9.778
– 153.962.791 – 110.522
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen – 8.252.590 – 118
6. sonstige betriebliche Aufwendungen
11
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag fallen
– 768.009 – 1.386
b) übrige – 82.762.820 – 74.084
– 83.530.828 – 75.470
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebserfolg) – 70.841.372 – 43.072
8. Erträge aus Beteiligungen 1.450.340.016 1.990.160
davon aus verbundenen Unternehmen 1.411.370.510 1.961.171
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 130.596.787 75.773
davon aus verbundenen Unternehmen 130.591.987 75.765
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 266.731.380 115.560
davon aus verbundenen Unternehmen 38.349.139 88.781
11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen 5.964.583 21.110
davon aus Zuschreibungen 5.964.583
12. Aufwendungen aus Finanzanlagen – 842.956.341 – 1.008.990
davon Abschreibungen – 705.448.635 – 1.008.990
davon aus verbundenen Unternehmen – 842.956.341 – 1.008.990
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon betreffend verbundene Unternehmen
– 507.815.901
– 71.573.551
– 355.610
– 20.856
14. Zwischensumme aus Z 8 bis 13 (Finanzerfolg)
12
502.860.524 838.002
15. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 7 und Z 14) 432.019.152 794.930
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
13
– 20.639.975 – 12.733
davon latente Steuern – 5.562.655 164
17. Jahresüberschuss 411.379.176 782.197
18. Auflösung von Kapitalrücklagen 184.789
19. Zuweisung zu Gewinnrücklagen – 184.789
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 309.070.124 16.969
21. Bilanzgewinn 720.449.301 799.166

Anhang

Der vorliegende Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien zum 31. Dezember 2018 ist nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuchs (UGB) in der aktuellen Fassung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung, sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen und der Grundsatz der Einzelbewertung angewendet.

Dem Vorsichtsprinzip wird dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne ausgewiesen werden. Für alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wird vorgesorgt.

Weiters erstellt die OMV Aktiengesellschaft als Mutterunternehmen des OMV Konzerns einen gesonderten Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRSs). Der Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft liegt zur Einsichtnahme beim Handelsgericht Wien unter Nummer FN 93363z auf bzw. ist im Internet veröffentlicht.

Eine detaillierte Darstellung der einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt im Anhang. Die Darstellung der Gewinnund Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Der Jahresabschluss wurde in Euro (EUR) erstellt. Die zahlenmäßige Darstellung im Anhang erfolgt in Tausend Euro (EUR 1.000 sowie TEUR). Aufgrund der Darstellung in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Durch die Übernahme des operativen Geschäftsbetriebes der OMV Solutions GmbH per 1.1.2018 sind manche Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zum Vorjahr nur bedingt vergleichbar.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Kategorie

Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände 4–5 Jahre
Bauten auf fremden Grundstücken 15 Jahre
Maschinen und maschinelle Anlagen 4–10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4–10 Jahre

In Anlehnung an die steuerrechtlichen Bestimmungen wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vorgenommen.

Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen bei Anlagegegenständen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Betrag von bis EUR 400 werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und voll abgeschrieben und im Anlagespiegel im Anschaffungsjahr als Zu- und Abgang ausgewiesen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt. Beim Wegfall der Gründe für eine vorangegangene außerplanmäßige Abschreibung wird eine Zuschreibung im Umfang der Werterhöhung vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

werden mit den Anschaffungswerten bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden bei Wesentlichkeit abgezinst. Fremdwährungsforderungen werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Für alle erkennbaren Risiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Sonstige Wertpapiere und Anteile werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet.

Die latenten Steuern werden in der Bilanz entweder unter der Position aktive latente Steuern oder Steuerrückstellungen und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Mit Wirkung ab

  1. Jänner 2005 besteht eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz (KStG) mit der OMV Aktiengesellschaft als Gruppenträger. Im Rahmen der Gruppenbesteuerung erhält die OMV Aktiengesellschaft von jenen Gruppenmitgliedern, die im Wirtschaftsjahr ein positives Einkommen erzielen, eine Steuerumlage in Höhe der auf diesen Gewinn entfallenden Körperschaftsteuer. An jene Gruppenmitglieder, die im Wirtschaftsjahr einen steuerlichen Verlust erzielen, entrichtet die OMV Aktiengesellschaft eine Steuerumlage in Höhe von 25% bzw. den jeweils gültigen Körperschaftsteuersatz des überrechneten steuerlichen Verlusts. Auf Basis von Ergebnisabführungsverträgen übernimmt die OMV Aktiengesellschaft Gewinne und Verluste der meisten ihrer inländischen Tochtergesellschaften. Darüber hinaus bestehen mit 20 Gesellschaften Steuerumlageverträge nach der Belastungsmethode. Die OMV Aktiengesellschaft bildet eine Steuergruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz 1988, in der das steuerpflichtige Ergebnis aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften sowie allfällige Verluste einer ausländischen Tochtergesellschaft (OMV AUSTRALIA PTY LTD) zusammengefasst werden.

Die Bilanzierung latenter Steuern basiert auf dem bilanzorientierten Konzept. Dabei sind aktive und passive Steuern verpflichtend zu bilanzieren, wenn temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der Aktiva und Passiva in der Bilanz nach UGB im Vergleich zu den Wertansätzen nach den steuerlichen Vorschriften bestehen. Für aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge besteht grundsätzlich ein Ansatzwahlrecht.

Der Nennbetrag der erworbenen Eigenen Anteile wird gemäß § 229 Abs. 1a UGB offen vom Grundkapital abgezogen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

In der OMV Aktiengesellschaft gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen treffen die Gesellschaft nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen bzw. durch Zahlung an eine außerbetriebliche Pensionskasse Rechnung getragen. Das Risiko im Zusammenhang mit diesen leistungsorientierten Pensionsplänen verbleibt bei OMV.

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Method (laufendes Einmalprämienverfahren) berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Die Darstellung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die für das laufende Geschäftsjahr ermittelt werden, erfolgt im Rahmen der Gesamtbetrachtung im Personalaufwand bzw. im sonstigen betrieblichen Ertrag.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzerfolg dargestellt.

Zahlungen für beitragsorientierte Pensionsverpflichtungen sind im laufenden Pensionsaufwand ausgewiesen.

Verbindlichkeiten für Personallösungen werden mit dem Erfüllungsbetrag gebucht, wenn diese betragsmäßig fixiert sind und ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann.

Rückstellungen und langfristige Verbindlichkeiten

werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet, weshalb zukünftige Kostensteigerungen berücksichtigt sind. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit einem marktüblichen Zinssatz abgezinst. In den sonstigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe sowie dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach der bestmöglichen Schätzung erforderlich sind.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem höheren Rückzahlungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Die mit Banken sowie mit Konzernunternehmen abgeschlossenen Derivate bilden Bewertungseinheiten aus der Sicht der OMV Aktiengesellschaft; der bilanzielle Ausweis dieser Derivate erfolgt nicht in der OMV Aktiengesellschaft, sondern in den jeweiligen Konzerngesellschaften.

Long Term Incentive (LTI) Pläne

Im Konzern werden jährlich LTI Pläne mit vergleichbaren Bedingungen für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte gewährt. Zum Ausübungszeitpunkt erfolgt die Zuteilung der Bonusaktien an die Teilnehmer. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. Die Auszahlung erfolgt in bar oder in Form von Aktien. Von 2011 bis 2015 wurde die Teilnahme am Plan auch ausgewählten Mitarbeitern mit besonderem Entwicklungspotenzial (Potentials) gewährt. Vorstand und Führungskräfte sind verpflichtet, ein angemessenes Ausmaß an Aktien an der Gesellschaft aufzubauen und bis zu ihrer Pensionierung oder ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten. Das Aktienerfordernis ist als Prozentsatz des Bruttojahresgehalts definiert. Vorstandsmitglieder müssen dieses Aktienbesitzerfordernis innerhalb von fünf Jahren nach der ersten diesbezüglichen Vereinbarung erfüllen. Bis zur Erfüllung des Aktienerfordernisses erfolgt die Auszahlung in Form von Aktien, während die Planteilnehmer danach zwischen Barzahlung und Zahlung in Form von Aktien entscheiden können. Solange das Aktienbesitzerfordernis nicht erfüllt ist, werden die gewährten Aktien netto nach Abzug von Steuern auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot hinterlegt.

Bei den auf Aktien basierenden Zahlungen werden die beizulegenden Zeitwerte zum Gewährungszeitpunkt als Aufwand über den dreijährigen Leistungszeitraum verteilt, bei gleichzeitiger Erhöhung des Eigenkapitals. Im Falle zu erwartender Barzahlungen wird für die erwarteten zukünftigen Kosten des LTI Plans zum Bilanzstichtag auf Basis von beizulegenden Zeitwerten eine Rückstellung gebildet. Für die Rückstellungsberechnung kam ein Diskontierungssatz von 3,5% zur Anwendung.

Plan 2018 Plan 2017 Plan 2016 Plan 2015
Planbeginn 01.01.2018 01.01.2017 01.01.2016 01.01.2015
Ende Leistungszeitraum 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2017
Anspruchstag 31.03.2021 31.03.2020 31.03.2019 31.03.2018
Aktienerfordernis
200% vom Brutto 200% vom Brutto 200% vom Brutto 200% vom Brutto
Vorstandsvorsitzender grundgehalt grundgehalt grundgehalt grundgehalt
Vorstandsvorsitzender-Stell 175% vom Brutto 175% vom Brutto 175% vom Brutto 175% vom Brutto
vertreter grundgehalt grundgehalt grundgehalt grundgehalt
150% vom Brutto 150% vom Brutto 150% vom Brutto 150% vom Brutto
Vorstandsmitglieder grundgehalt grundgehalt grundgehalt grundgehalt
75% vom Brutto 75% vom Brutto 75% vom Brutto 75% vom Brutto
Leitende Führungskräfte grundgehalt grundgehalt grundgehalt grundgehalt
Erwartete Bonusaktien zum
31. Dezember 2018 (OMV
Konzern) 180.687 Aktien 392.978 Aktien 733.322 Aktien
Maximale Bonusaktien zum
31. Dezember 2018 (OMV
Konzern)
273.302 Aktien 420.518 Aktien 869.228 Aktien
Beizulegender Zeitwert des
Plans (in EUR 1.000) zum
31. Dezember 2018
7.188 15.876 30.198
Rückstellungen (in EUR
1.000) zum 31. Dezember
2018
1.030 3.911 9.671
Geschätze Steuerzahlungen
für Vergütungen durch
Eigenkapitalinstrumente (in
EUR 1.000) 1
133 912 2.815

Bedingungen

1 Diese Position enthält die geschätzten Steuerverpflichtungen der Teilnehmer des Plans in Bezug auf die Vergütung durch Eigenkapitalinstrumente für den gesamten Plan. Die Zahlung erfolgt durch OMV in bar im Namen der Teilnehmer nach dem Ausübungsdatum.

Die folgende Tabelle bezieht sich auf den OMV Konzern:

Eigeninvestment

31.12.2018 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2015
Aktive Vorstandsmitglieder
Seele 70.890 Aktien 48.435 Aktien 38.038 Aktien 32.200 Aktien
Florey 13.401 Aktien 8.335 Aktien
Pleininger 1 28.511 Aktien 19.333 Aktien 12.979 Aktien 8.462 Aktien
Leitner 65.245 Aktien 59.335 Aktien 51.249 Aktien 37.163 Aktien
Ehemalige Vorstandsmitglieder 2
Davies 54.626 Aktien
Floren 31.929 Aktien
Huijskes 38.419 Aktien
Roiss 81.831 Aktien 80.600 Aktien
Vorstände gesamt 178.047 Aktien 135.438 Aktien 184.097 Aktien 283.399 Aktien
Andere Führungskräfte gesamt 2 299.997 Aktien 256.202 Aktien 317.840 Aktien 287.397 Aktien
Eigeninvestment gesamt 478.044 Aktien 391.640 Aktien 501.937 Aktien 570.796 Aktien

1 Johann Pleininger nimmt auch an den Plänen 2013 bis 2015 als leitende Führungskraft teil.

2 Eigeninvestments von ehemaligen Vorstandsmitgliedern und Führungskräften sind nur enthalten, sofern diese Aktien auf dem OMV Treuhanddepot gehalten werden.

Equity Deferral

Das Equity Deferral (Aktienteil des Jahresbonus, vormals OMV Share Part of the Annual Bonus) dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, welches die Bindung an die OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in Aktien mit eingeschränkter Verfügbarkeit zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, dem Eingehen unangemessener Risiken vorzubeugen.

Der Jahresbonus ist mit 180% des Zieljahresbonus (bis 2017: 200% des Bruttojahresgehalts) begrenzt. Ein Drittel (bis 2017: 50%) des Jahresbonus wird in Form von Aktien zugeteilt. Die festgestellte Bonuserreichung wird am 31. März des Folgejahres festgestellt, wobei die Zielerreichung und der Aktienkurs am Bilanzstichtag geschätzt werden, letzterer auf Basis von Marktnotierungen. Im Falle wesentlicher Änderungen externer Faktoren darf der Aufsichtsrat die Zielwerte der Leistungskriterien für den Jahresbonus verändern. Die gewährten Aktien werden netto nach Abzug von Steuern für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot hinterlegt.

Gesamte Aufwendungen

2018 wurden folgende Aufwendungen in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungen erfasst:

Aufwendungen in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungen In EUR 1.000

2018 2017
Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen 6.740 35.917
davon in bar ausgezahlt [3.874] [26.280]
davon Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente [2.866] [9.637]

Erläuterungen zur Bilanz

1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens 2018 ist im Anlage- und Abschreibungsspiegel dargestellt. In der Bilanzposition Grundstücke ist ein Grundwert von TEUR 722 (2017: TEUR 722) enthalten.

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen liegen in folgendem Umfang vor:

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

In EUR 1.000
2018 2017
Im nächsten Jahr 2.830 446
In den nächsten fünf Jahren 9.882 1.012

Ausleihungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr belaufen sich auf insgesamt TEUR 192.069 (2017: TEUR 32.563).

Ausleihungen

In EUR 1.000
-------------- --
2018 2017
Inland
OMV Exploration & Production GmbH 4.120.000 3.250.000
OMV Finance Services GmbH 389.863 90.264
OMV Austria Exploration & Production GmbH 332.000 399.000
OMV Gas & Power GmbH 300.000 450.000
OMV Refining & Marketing GmbH 300.000
GAS CONNECT AUSTRIA GmbH 153.000 153.000
OMV (Tunesien) Production GmbH 115.855 130.208
OMV Hungária Ásványolaj Korlátolt Felelösségü Társaság 31.155 15.972
BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH 1.646 1.646
EGW Heimstätte GmbH 89 99
Ausland
OMV New Zealand Ltd 263.837
OMV Gas Marketing & Trading Hungaria Kft 2.174
Gesamt 6.009.619 4.490.190

Die OMV Aktiengesellschaft gewährte im abgelaufenen Geschäftsjahr Darlehen an folgende Gesellschaften: An die OMV Exploration & Production GmbH weitere TEUR 870.000 und an die OMV Hungária Ásványolaj Korlátolt Felelösségü Társaság weitere THUF 5.000.000. OMV (Tunesien) Production GmbH erhielt weitere TUSD 20.000 und tilgte TUSD 41.556. OMV Finance Services GmbH erhielt TEUR 299.599, OMV Refining & Marketing GmbH TEUR 300.000, OMV Gas Marketing & Trading Hungária Kft. THUF 700.000 und OMV New Zealand Limited

TNZD 450.000. OMV Austria Exploration & Production GmbH tilgte TEUR 67.000 und OMV Gas & Power GmbH TEUR 150.000.

2018 wurden ein Eigenkapitalzuschuss an die OMV Exploration & Production GmbH in Höhe von TEUR 500.000 und ein Eigenkapitalzuschuss an die OMV Switzerland Holding AG (via OMV Gas & Power GmbH) in Höhe von TEUR 200 gewährt.

2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In EUR 1.000
2018 2017
≤1 Jahr >1 Jahr ≤1 Jahr >1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31 12
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 1.684.425 2.265.580
davon aus Lieferungen und Leistungen 22.354 24.863
davon aus Finanzierung 62.758 24.238
davon aus Gewinnübernahmen 1.267.895 1.852.999
davon sonstige 331.418 363.480
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 5 11
davon aus Lieferungen und Leistungen 5 11
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 49.103 28.700 20.000
Gesamt 1.733.564 2.294.304 20.000

In den sonstige Forderungen sind unter anderem eine Forderung aus dem im Jahr 2017 stattgefunenen Verkauf der OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi über TEUR 47.057 enhalten, welche einen später fälligen Kaufpreisbestandteil in Höhe von TEUR 20.000 beinhaltet, sowie eine Forderung an

das Finanzamt von TEUR 1.661 (2017: TEUR 1.348). Die sonstigen Forderungen beinhalten Erträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden. Die wesentlichen Beträge umfassen Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 47.057 (2017: TEUR 47.057).

3 Latente Steuern

Latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Bewertungsregeln, unterschiedlichen Verteilungsnormen und unterschiedlichen Abschreibungen. Mangels ausreichender zu versteuernder Ergebnisse in der Zukunft wurden im Geschäftsjahr keine aktiven latenten Steuern

4 Eigenkapital

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 327.272.727 (2017: 327.272.727) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von EUR 327.272.727 (2017: EUR 327.272.727). Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Für das Geschäftsjahr 2018 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.

Da das von der Hauptversammlung am 13. Mai 2009 geschaffene genehmigte Kapital am 13. Mai 2014 auslief, beschloss die Hauptversammlung am 14. Mai 2014 ein neues genehmigtes Kapital. Die Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand bis einschließlich 14. Mai 2019 das Grundkapital von

angesetzt. Das Wahlrecht zum Ansatz der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge wird ausgeübt, mangels ausreichender zu versteuernder Ergebnisse in der Zukunft wurden im Geschäftsjahr 2018 jedoch keine aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge angesetzt.

OMV mit Zustimmung des Aufsichtsrats – auf einmal oder in mehreren Tranchen – um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung kann auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz durchgeführt werden. Der Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen können durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgesetzt werden.

Der Vorstand wurde auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung (i)

dem Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) der Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen (einschließlich Matching Share Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens) sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen dient.

Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben..

Kapitalrücklagen wurden durch Zufuhr von Mitteln gebildet, welche aufgrund der Eigentümerstellung über das Grundkapital hinaus der OMV Aktiengesellschaft zugeflossen sind.

Eigene Anteile: In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2011 (mit Ausnahme von 2010) wurde der Erwerb eigener Anteile genehmigt. Das Eigenkapital wurde in Höhe der Anschaffungskosten der zurückgekauften eigenen Anteile gekürzt. Gewinne oder Verluste aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu den Anschaffungskosten erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.

In der Hauptversammlung vom 18. Mai 2016 wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 17. Mai

2021, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und/oder Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen einschließlich Matching Share Plänen oder sonstigen Beteiligungsprogrammen, unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit der Aktionäre zu veräußern oder zu verwenden (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Tranchen durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 Unternehmensgesetzbuch) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.

Der Nennbetrag der erworbenen Eigenen Anteile wird gemäß § 229 Abs. 1a UGB offen vom Grundkapital abgezogen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die eigenen Anteile entwickelten sich in den Berichtsperioden wie folgt:

Eigene Anteile

In EUR 1.000
Anzahl der Aktien Anschaffungswert
Stand 1.1.2017 824.369 9.056
Abgang – 52.139 – 572
Stand 31.12.2017 772.230 8.485
Abgang – 230.079 – 2.525
Stand 31.12.2018 542.151 5.960

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar:

Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile

Anzahl der Aktien Eigene Anteile Im Umlauf
befindliche Anteile
327.272.727 824.369 326.448.358
– 52.139 52.139
327.272.727 772.230 326.500.497
– 230.079 230.079
327.272.727 542.151 326.730.576

5 Rückstellungen

Die Bildung des Sozialkapitals erfolgt nach dem laufenden Einmalprämienverfahren. Die Anwartschaften für wertgesicherte Pensionszusagen wurden an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen. Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten fünf Kalenderjahre abhängig.

Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Die Entwicklung der leistungsorientierten Pläne und Jubiläumsgeldrückstellung stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung leistungsorientierter Pläne und Jubiläumsgelder

In EUR 1.000

2018 2017
Pensions Abferti Jubiläums Pensions Abferti Jubiläums
pläne gung geld pläne gung geld
Barwert der über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 102.788 47.081
Marktwert des Planvermögens – 49.741 – 30.022
Rückstellung der über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 53.047 17.059
Barwert der nicht über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 13.975 4.312 7.641 2.026
Rückstellung der nicht über einen
Fonds finanzierten Verpflichtung 13.975 4.312 7.641 2.026
Rückstellung zum 1.1. 17.059 7.641 2.066 12.949 7.879 2.026
Periodenaufwand 23.010 1.845 654 4.138 900 251
Fondsdotierung – 28
Auszahlungen – 1.301 – 264 – 526 – 93
Konzernübertrag 12.978 5.790 1.856 – 611 – 118
Rückstellung zum 31.12. 53.047 13.975 4.312 17.059 7.641 2.066
Zinsaufwand 2.380 315 105 1.397 206 58
Laufender Dienstzeitaufwand 548 247 342 141
Erwartete Erträge aus dem
Planvermögen – 1.923 – 891
Realisierung
versicherungsmathematischer
Verlust (+)/Gewinn (–) 22.553 982 302 3.632 352 52
Periodenaufwand 23.010 1.845 654 4.138 900 251

Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31. Dezember:

Annahmen zur Berechnung

2018 2017
Pensions Abferti Pensions Abferti
pläne gungen Jubiläen pläne gungen Jubiläen
Kapitalmarktzinssatz 2,10% 1,70% 2,00% 2,80% 2,30% 2,60%
Gehaltstrend 3,00% 3,00% 3,00% 3,00% 3,00% 3,00%
Pensionstrend 2,00% 1,80%
Langfristige Planvermögensrendite 3,50% 3,50%

Für die Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2018 P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt. Die Auswirkungen der diesjährigen Änderung der biometrischen Rechnungsgrundlagen (Umstellung von AVÖ 2008 auf AVÖ 2018) wurden zur Gänze im Periodenaufwand 2018 erfasst und sind in der obigen Tabelle in den realisierten versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten enthalten. Im Wesentlichen führte dies zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellungen um TEUR 5.532.

Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden altersspezifisch bzw. abhängig vom Dienstalter geschätzt.

Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember

Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach dem frühestmöglichen Pensionsantrittsalter gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des ASVG in geltender Fassung.

Unter Anwendung der AFRAC-Stellungnahme 27 "Personalrückstellungen (UGB)" wurde für die Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellung der jeweilige Durchschnittszinssatz aus dem Zinssatz des aktuellen Stichtags und den Zinssätzen der 6 vorangegangenen Abschlussstichtage anhand der jeweiligen durchschnittlichen Restlaufzeit der Gesamtverpflichtung ermittelt.

2018 2017
VRG IV
Österreich
VRG VI
Österreich
VRG IV
Österreich
VRG VI
Österreich
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere 22,14% 21,81% 23,75% 24,10%
Schuldverschreibungen 62,21% 62,48% 61,03% 60,42%
Liquide Mittel und Geldmarktveranlagungen 6,76% 6,70% 7,55% 7,68%
Sonstige 8,89% 9,01% 7,67% 7,80%
Gesamt 100,00% 100,00% 100,00% 100,00%

Ziele der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allokation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten oder EUR-gesichert sind.

Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppen VRG IV und VRG VI ist in internationale Aktienund Anleihenfonds, alternative Veranlagungsstrategien (Absolute Return Strategien, Immobilien und Private Equity) sowie Anlagen auf dem Geldmarkt investiert. Das langfristige Investitionsziel der VRG IV und VRG VI ist es, die Benchmark (20% globale Aktien, 65% globale Anleihe, 5% Cash, 5% Alternatives, 5% Immobilien) zu übertreffen und ihre bestehenden und künftigen Anspruchszahlungen zu decken. Das Vermögen der VRG IV und VRG VI ist gemäß § 25 des österreichischen Pensionskassengesetzes so veranlagt, dass die Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität des der VRG IV und VRG VI zugeordneten Vermögens insgesamt gewährleistet ist. Eine zur Benchmark abweichende Asset Allokation oder regionale Allokation ist erlaubt, wenn dies nach Beurteilung der APK durch die aktuellen Bewertungen oder zukünftigen erwarteten Renditen begründet ist. Für alle Asset Klassen können Investmentvehikel, die nach einem aktiven Ansatz verwaltet werden, eingesetzt werden, wenn dies durch Markteigenschaften oder Kosten-/Nutzenerwägungen begründet werden kann. Der Großteil des Vermögens der VRG IV und VRG VI wird in liquiden aktiven Märkten investiert, an welchen Preisnotierungen existieren. Vermögenswerte, für die keine aktive Marktpreisnotierung vorhanden ist (z.B. bestimmte Immobilien und Absolute-Return-Strategien), können auf vorsichtigem Niveau gehalten werden, wenn das Rendite-/Risikoprofil solcher Vermögenswerte als günstig erachtet wird. Das Risiko wird aktiv gesteuert und es wird allgemein erwartet, dass die Volatilität und vor allem das Downsiderisiko niedriger sein werden als jenes der Benchmark.

Aufgrund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRGs Abweichungen zu der Planvermögensrendite. Aufgrund konservativer Risikoverteilung lag das Veranlagungsergebnis der VRG IV 2018 bei -5,1% und das Veranlagungsergebnis der VRG VI lag bei -4,6%. Im Jahr 2019 sind für leistungsorientierte Pläne Zahlungen für das Jahr 2018 im Ausmaß von TEUR 49.500 (2017: TEUR 5.750) an die APK-Pensionskasse AG geplant.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

Sonstige Rückstellungen

In EUR 1.000
2018 2017
Personalrückstellungen 38.608 49.650
Übrige Rückstellungen 11.317 615
Gesamt 49.925 50.265

Die Personalrückstellungen enthalten eine Rückstellung für den Long Term Incentive Plan in Höhe von TEUR 14.612 (2017: TEUR 33.151). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem Zinssatz von 3,5% abgezinst.

In der Position Steuerrückstellungen ist eine Körperschaftsteuerrückstellung für die Nachversteuerung

von Verlusten ausländischer Gruppenmitglieder auf Gruppenträger-Ebene in Höhe von TEUR 28.274 (2017: TEUR 28.274) sowie eine Rückstellung für zukünftige Steuerumlageverpflichtungen aus der Überrechnung der Verluste von inländischen Gruppenmitgliedern in Höhe von TEUR 290.445 (2017: TEUR 357.071) ausgewiesen.

6 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten
In EUR 1.000
2018 2017
≤1 Jahr >1 Jahr ≤1 Jahr >1 Jahr
Anleihen 500.000 6.500.000 750.000 6.250.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 98.607 382.366 56.026 405.133
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.654 114 9.886
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 4.940.200 4.595.920
davon aus Lieferungen und Leistungen 5.636 1.847
davon aus Finanzierung 3.410.338 3.462.526
davon aus Clearing 1.143.795 904.747
davon aus Gewinnübernahmen 137.508
davon sonstige 242.923 226.799
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 9
Sonstige Verbindlichkeiten 236.459 42.481 239.163 6.439
davon aus Steuern 173.964 155.501
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.245 733
Gesamt 5.801.929 6.924.961 5.650.995 6.661.573

Im Geschäftsjahr wurde eine Anleihe in Höhe von EUR 1.000.000.000 in zwei Tranchen von je EUR 500 Mio begeben.

Weiters wurde am 19. Juni 2018 eine weitere Hybridanleihe im Gesamtvolumen von EUR 500.000.000 begeben, die bis 19. Juni 2024 (ausschließlich) mit einem festen Zinssatz von 2,875% verzinst wird.

Die 2011 begebene Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750.000.000 wurde zur ersten Kündigungsmöglichkeit, dem 26. April 2018 gekündigt und zu ihrem Nennbetrag zuzüglich Zinsen zurückgezahlt. Weiters wurde eine im Jahr 2014 begebene Anleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750.000.000 im November 2018 zurückbezahlt.

Am 7. Dezember 2015 begab OMV weitere Hybridschuldverschreibungen mit einem Gesamtvolumen von EUR 1,5 Mrd in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio. Tranche 1 wird bis zum 9. Dezember 2021 (ausschließlich) mit einem festen Zinssatz von 5,250% und Tranche 2 bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich) mit einem festen Zinssatz von 6,250% verzinst.

Die Position Verbindlichkeiten aus Finanzierung gegenüber verbundenen Unternehmen beinhaltet kurzfristige Aufnahmen (Geldmarktgeschäfte) von diversen Tochergesellschaften im Rahmen des Liquiditätsmanagements der OMV Gruppe.

Begebene Anleihen

Nominale 1 Kupon Rückzahlung
Internationale Industrieanleihe EUR 500.000.000 1,75% fix 25.11.2019
EUR 500.000.000 4,375% fix 10.02.2020
EUR 500.000.000 4,25% fix 12.10.2021
EUR 750.000.000 2,625% fix 27.09.2022
EUR 500.000.000 0,75% fix 04.12.2023
EUR 1.000.000.000 1,0% fix 14.12.2026
EUR 750.000.000 3,5% fix 27.09.2027
EUR 500.000.000 1,875% fix 04.12.2028
Hybridanleihe EUR 750.000.000
EUR 750.000.000
EUR 500.000.000
Gesamt EUR 7.000.000.000

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem Zinsen für Anleihen in Höhe von TEUR 51.817 (2017: TEUR 78.296) und Personallösungskosten in Höhe von TEUR 48.862 (2017: TEUR 8.354), wobei von Letzteren TEUR 27.345 aus dem Betriebsübergang der OMV Solutions GmbH stammen. Diese Posten werden erst nach dem Abschlussstichtag

zahlungswirksam. In den Verbindlichkeiten größer als ein Jahr sind folgende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten: eine Verbindlichkeit aus Anleihen über TEUR 4.250.000 (2017: TEUR 4.000.000) sowie eine Verbindlichkeit aus Personallösungen in Höhe von TEUR 18.734 (2017: TEUR 1.712).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

7 Umsatzerlöse

Umsatzerlöse
In EUR 1.000
2018 2017
Inland 181.357 114.964
Ausland 32.138 14.041
Gesamt 213.495 129.005

Die Umsatzerlöse bestehen aus den an die Konzerngesellschaften verrechneten Konzernumlagen und Erlösen aus den für Konzerngesellschaften wahrgenommenen operativen Aufgaben. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist durch die Übernahme des operativen Geschäftsbetriebs der OMV

Solutions Gmbh per 1.1.2018 und die dadurch hauptsächlich für den Konzern erbrachten Servicedienstleistungen in den Bereichen IT, Rechnungswesen, Personalwesen, Facility Management und betriebliche Medizin begründet.

8 Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge

In EUR 1.000
2018 2017
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 29
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3.338 19.068
Übrige 893 1.224
Gesamt 4.231 20.321

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 3.338 (2017: TEUR Null). In 2017 war in dieser Position die Auflösung einer theoretischen Ausstiegsprämie für ein

Rückversicherungsverhältnis in Höhe von TEUR 19.068 enthalten.

9 Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen

Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen
In EUR 1.000
2018 2017
Materialaufwand 486 167
Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen 42.336 6.120
Gesamt 42.822 6.287

Die Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen umfassen im Wesentlichen von Dritten zugekaufte Fremdleistungen in Höhe von TEUR 16.170 (2017: TEUR 3.574) und sonstige Leistungen von

OMV Petrom Global Solutions SRL in Höhe von TEUR 15.320 (2017: TEUR Null). Für die Servicierung von Software wurden Fremdleistungen in Höhe von TEUR 8.241 (2017: TEUR 829) zugekauft.

10 Personalaufwand

In den Aufwendungen für Gehälter sind Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen enthalten. Wir verweisen diesbezüglich auf den Punkt "Gesamtaufwand" im Abschnitt Long Term Incentive (LTI) Pläne und Equity Deferral of the Annual Bonus.

Die Aufwendungen für Rückstellungen für Jubiläumsgeld betragen TEUR 594 (2017: TEUR 193).

Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sowie Altersversorgung

In EUR 1.000
2018 2017
Aufwendungen für Abfertigungen 2.225 1.253
Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 1.034 677
Beitragsorientierter Personalaufwand 4.153 2.659
Leistungsorientierter Personalaufwand 43.417 5.686
Gesamt 50.829 10.275

In der Position Aufwendungen für Abfertigungen sind TEUR 695 (2017: EUR 559) und in der Position Leistungsorientierter Personalaufwand TEUR 20.683 (2017: TEUR 1.865) für Personallösungen enthalten.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung verteilen sich folgendermaßen:

Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung

In EUR 1.000

2018 2017
Abferti Pensions Abferti Pensions
gungen pläne gungen pläne
Vorstände und ehemalige Vorstände 188 813 112 694
Leitende Angestellte 281 1.108 344 622
Andere Arbeitnehmer 1.808 23.096 1.122 3.397
Versicherungsmathematischer Verlust (+)/Gewinn (–) 982 22.553 352 3.632

11 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen
In EUR 1.000
2018 2017
Steuern, soweit sie nicht unter Z 17 (Steuern vom Einkommen und Ertrag) fallen 768 1.386
Übrige 82.763 74.084
Gesamt 83.531 75.470

In der Position Steuern sind zum Großteil Gebühren für die Finanzmarktaufsicht enthalten. Im übrigen Aufwand sind unter anderem enthalten: Konzernverrechnungen von TEUR 16.586 (2017: TEUR 18.057), Werbeaufwand TEUR 12.131 (2017: TEUR 6.704), Rechts- und Beratungskosten TEUR 31.183

(2017: TEUR 35.185), diverse Fremdleistungen TEUR 3.160 (2017: TEUR 3.386), Versicherungsaufwand TEUR 2.154 (2017: TEUR 2.239), Nachrichtenaufwand TEUR 5.142 (2017: TEUR 8) und Instandhaltungsaufwand TEUR 2.818 (2017: TEUR 366).

12 Erträge und Aufwendungen im Finanzergebnis

Von den Beteiligungserträgen in Höhe von TEUR 1.450.340 (2017: TEUR 1.990.160) resultieren TEUR 1.267.895 (2017: TEUR 1.852.999) aus Gewinngemeinschaften, TEUR 143.476 (2017: TEUR 108.172) aus Dividenden von verbundenen Unternehmen und TEUR 38.970 (2017: TEUR 28.988) aus sonstigen Beteiligungserträgen. Ergebnisabführungsverträge zum 31. Dezember 2018 liegen für folgende Gesellschaften vor: OMV Solutions GmbH, OMV Refining & Marketing GmbH, OMV Insurance Broker GmbH und OMV Gas & Power GmbH.

Die Position Erträge aus Finanzanlagen beinhaltet eine Zuschreibung zu Finanzanlagen in Höhe von TEUR 5.965 (2017: TEUR Null). In 2018 gab es keine Gewinne aus dem Abgang von verbundenen Unternehmen (2017: TEUR 52). Im Vorjahr war noch ein Ertrag aus der Übernahme der Anteile zum beizulegenden Wert an der Diramic Insurance Ltd in Höhe von TEUR 21.057 in dieser Position ausgewiesen.

Die Aufwendungen aus Finanzanlagen enthalten Verlustübernahmen in Höhe von TEUR 137.508 (2017: TEUR Null) auf der Basis von Ergebnisabführungsverträgen, eine ausschüttungsbedingte Abschreibung im Zusammenhang mit der OMV Solutions GmbH in Höhe von TEUR 700.000 (2017: TEUR 1.000.000) und eine Beteiligungsabschreibung der OMV AUSTRALIA PTY LTD in Höhe von TEUR 3.864 (2017: TEUR Null).

13 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Steuern vom Einkommen und Ertrag
In EUR 1.000
2018 2017
Laufende Steuern 15.077 12.897
Latente Steuern 5.563 – 164
Gesamt 20.640 12.733

Die laufende Steuer setzt sich aus einem Ertrag aus Vorjahren in Höhe von TEUR 3.859 (2017: TEUR 11.641) sowie aus dem Körperschaftsteueraufwand des Gruppenträgers in Höhe von TEUR 18.937 (2017: TEUR 24.538) aufgrund der Gruppenbildung gemäß § 9 KStG nach den verrechneten Steuerumlagen zusammen. Im Steuerertrag aus Vorjahren ist ein Ergebnis in Höhe von TEUR Null (2017: Ertrag von TEUR 10.506) enthalten, welcher aus der Auflösung der Körperschaftsteuerrückstellung für die Nachversteuerung von Verlusten von ausländischen Gruppenmitgliedern stammt. Im Körperschaftsteueraufwand des laufenden Jahres ist zusätzlich zur laufenden Steuerumlage die Auflösung der Rückstellung für zukünftige Steuerumlageverpflichtungen aus der Überrechnung der Verluste von inländischen Gruppenmitgliedern in Höhe von TEUR 66.626 (2017: Aufwand von TEUR 4.511) enthalten.

Der ausgewiesene latente Steueraufwand in Höhe von TEUR 5.563 (2017: latenter Steuerertrag von TEUR 164) betrifft die Wertberichtigung neutraler Anpassungen.

Ergänzende Angaben

14 Zinsmanagement und Derivate

Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.

Fallweise werden festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa umgewandelt. Die letzte Zinssicherung ist im Jahr 2015 ausgelaufen, danach wurden keine weiteren Zinsderivate mehr abgeschlossen.

Die Gesellschaft sichert bei Bedarf entsprechende Fremdwährungsrisiken für die Gesellschaft selbst sowie für Konzerngesellschaften ab. Die OMV Aktiengesellschaft hat Derivate mit Banken abge-

schlossen und diese an Konzerngesellschaften weitergegeben. Die Hauptpositionen per 31. Dezember 2018 betreffen den EUR-USD, EUR-GBP und den EUR-HUF Wechselkurs. Mit den Devisentermingeschäften wurde der Zeitraum bis Dezember 2020 abgesichert.

Per 31. Dezember gab es zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos für die Konzerngesellschaften folgende Transaktionen, welche aufgrund der Bildung von Bewertungseinheiten in der OMV Aktiengesellschaft nicht angesetzt werden:

Währungsderivate: Forwards

In EUR 1.000
2018 2017
Beizulegender Beizulegender
Zeitwert Zeitwert
Bilanz Bilanz
Nominale aktiv passiv ansatz Nominale aktiv passiv ansatz
Currency-Forwards 1.359.876 16.785 – 16.726 622.916 3.351 – 3.325

Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird retrospektiv auf Basis des Wechselkurses des Sicherungsgeschäftes und der Korrelation mit dem Wechselkurs des dazugehörigen Grundgeschäftes ermittelt. Dabei wird die Kursdifferenz aus dem Grundgeschäft durch die Kursdifferenz aus dem Sicherungsgeschäft ausgeglichen. Prospektiv erfolgt die Effektivitätsmessung durch Überprüfung der Übereinstimmung der Critical Terms zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft (Critical Term Match).

Ohne Bildung von Bewertungseinheiten wären aufgrund des imparitätischen Bewertungsprinzips Drohverlustrückstellungen in Höhe des passiven Marktwertes von TEUR 16.726 (2017: TEUR 3.325) zu bilden gewesen.

Für eine M&A Transaktion wurde das EURUSD Wechselkursrisiko mit einer Option abgesichert. OMV Aktiengesellschaft kaufte für eine Konzerngesellschaft eine EUR Put / USD Call Option mit einem Strike Preis von EURUSD 1,135 mit Fälligkeit 30.01.2019, um ein Nominale von USD 270 Mio gegen einen stärkeren USD abzusichern. Die Optionsprämie von TEUR 2.440 wurde an die Konzerngesellschaft weiterbelastet.

Zur Liquiditätssteuerung verwendet die OMV Aktiengesellschaft Devisenswaps.

Per 31. Dezember gab es zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos für die OMV Aktiengesellschaft folgende Transaktionen:

Währungsderivate: FX Swaps

In EUR 1.000
2018 2017
Nominale Beizulegen
der Zeitwert
Bilanzansatz Nominale Beizulegen
der Zeitwert
Bilanzansatz
FX Swap EUR-NZD 263.973 1.052
FX Swap EUR-NOK 656.272 – 5.343 – 5.343
FX Swap EUR-RUB 109.501 – 5.463 – 5.463
FX Swap EUR-USD 65.407 95 167.572 – 808

Der beizulegende Zeitwert (Tageswert) der derivativen Finanzinstrumente spiegelt den geschätzten Betrag wider, den OMV zahlen oder erhalten müsste, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Für die Schätzung der Tageswerte von Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag werden Preis-

anbote von Banken oder entsprechende Preismodelle verwendet. Bei diesen Modellen werden die zum Bilanzstichtag geltenden Terminpreise und Wechselkurse sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung herangezogen. Der Bilanzansatz erfolgt unter den sonstigen Rückstellungen.

15 Organe, Arbeitnehmer, Related Parties

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:

Durchschnitt

2018 2017
Angestellte 623 379
Gesamt 623 379

Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl ist auf den Betriebsübergang der OMV Solutions GmbH zurückzuführen.

Die Vorstandsbezüge der OMV Aktiengesellschaft verteilen sich wie folgt:

Vorstandsbezüge

In EUR 1.000
2018
Vorstandsmitglieder zum
31. Dezember 2018
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Seele Pleininger Florey Leitner Davies 6 Floren 7 Huijskes 8 Roiss 9 Gesamt
Kurzfristige
Vergütungen 2.013 1.338 1.351 1.413 150 6.264
Fixer Bezug
(Grundbezug) 1.100 750 700 700 3.250
Variabel
(Zahlung für die
Zielerreichung) 1 900 575 600 700 150 2.925
Sachbezüge 13 13 51 5 13 89
Leistungen nach
Beendigung des
Arbeitsverhältnisses 275 188 175 175 813
Pensionskassen
beiträge
275 188 175 175 813
Anteilsbasierte
Vergütungen 1 2.348 960 531 2.343 2.586 1.478 1.776 3.300 15.322
Variabel (Equity
Deferral 2017) 2 796 509 531 619 132 2.587
Variabel (LTIP) 1.552 3 452 4 1.724 2.453 1.478 1.776 3.300 12.735
Gesamt 4.636 2.485 2.057 3.931 2.735 1.478 1.776 3.300 22.399

1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen in 2017, für die Prämien in 2018 ausbezahlt wurden.

2 Das Equity Deferral aus der jährlichen Bonifikation wurde vom "Share Part of the Annual Bonus" zum Zeitpunkt der Zuteilung umbenannt. 3 Rainer Seele erhielt anteilig Auszahlungen in Aktien vor Steuern, da er dem Vorstand per 01. Juli 2015 beigetreten ist.

4 Johann Pleininger erhielt anteilig Auszahlungen in Aktien vor Steuern und hatte zusätzlich Anspruch auf Auszahlungen von TEUR 516 aus dem LTIP 2015

als Senior Manager.

5 Inklusive Schulkosten, Umzugskosten und damit verbundene Steuern 6 David C. Davies trat als Vorstandsmitglied per 31. Juli 2016 zurück.

7 Hans-Peter Floren trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2014 zurück.

8 Jaap Huijskes trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2015 zurück.

9 Gerhard Roiss trat als Vorstandsmitglied per 30. Juni 2015 zurück.

Vorstandsbezüge

In EUR 1.000
2017
Vorstandsmitglieder zum
31. Dezember 2017
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Seele Pleininger Florey Leitner Davies 3,4 Floren 5 Huijskes 6 Roiss 7 Gesamt
Kurzfristige
Vergütungen 1.651 1.038 902 1.287 821 149 5.848
Fixer Bezug
(Grundbezug) 900 575 600 700 221 2.996
Variabel
(Zahlung für die
Zielerreichung) 738 451 246 574 598 149 2.756
Sachbezüge 13 12 56 1 13 1 96
Leistungen nach
Beendigung des
Arbeitsverhältnisses 225 144 150 175 54 748
Pensionskassen
beiträge 225 144 150 175 54 748
Anteilsbasierte
Vergütungen
852 521 284 732 807 83 270 177 3.726
Variabel
(Matching Share
Plan) 852 521 284 663 691 172 3.182
Variabel (LTIP) — 2 69 116 83 98 177 543
Gesamt 2.728 1.703 1.336 2.194 1.682 83 419 177 10.322

1 Inklusive Schulungskosten und damit verbundene Steuern

2 Johann Pleininger hatte Anspruch auf TEUR 42 aus dem LTIP Plan 2014 für Senior Manager (in bar ausbezahlt).

3 David C. Davies trat als Vorstandsmitglied per 31. Juli 2016 zurück.

4 David C. Davies erhielt Zahlungen im Rahmen seines Dienstvertrages bis zum 31. März 2017, sowie Bonuszahlungen gemäß Zielerreichung vom Vorjahr und Zahlungen aus den Long Term Incentive Plänen im April 2017.

5 Hans-Peter Floren trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2014 zurück.

6 Jaap Huijskes trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2015 zurück.

7 Gerhard Roiss trat als Vorstandsmitglied per 30. Juni 2015 zurück.

Daneben sind die Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. Auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter sind Begünstigte dieser Versicherungen, und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

An Aufsichtsratsvergütungen wurden 2018 TEUR 593 aufgewendet (2017: TEUR 705).

Die OMV Aktiengesellschaft ist das Mutterunternehmen des OMV Konzerns und nimmt als solches eine Holdingfunktion ein. Die OMV Aktiengesellschaft erbringt für die restlichen Konzerngesellschaften Finanzierungs- sowie Konzernsteuerungsdienstleistungen. Durch die Übernahme des operativen Geschäftsbetriebs der OMV Solutions GmbH werden des weiteren Servicedienstleistungen für den OMV Konzern erbracht.

Die Fremdüblichkeit der Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen wird laufend dokumentiert und überwacht.

Bezüglich der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer verweisen wir auf den OMV Konzernabschluss.

16 Haftungsverhältnisse gemäß § 199 und sonstige Verpflichtungen gemäß § 237 UGB

Haftungsverhältnisse liegen in folgendem Umfang vor:

Haftungsverhältnisse

In EUR 1.000
2018 2017
Garantien 2.198.986 2.117.551
davon für verbundene Unternehmen 2.198.846 2.117.436

Die Veränderung der Haftungsverhältnisse resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung folgender Garantien für: OMV Gas Marketing & Trading GmbH um TEUR 106.747, OMV Supply & Trading Limited um TUSD 98.191, OMV New Zealand Limited um TXDR 38.360, OMV Gas Marketing Trading & Finance B.V. um TEUR 22.015 sowie OMV Refining & Marketing GmbH um TEUR 39.360. Die Garantien für OMV Deutschland GmbH wurden um TEUR 61.500 reduziert, die Garantien für OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş. in Höhe von TEUR 176.667 sind entfallen.

Nicht in der Bilanz und unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Die OMV Aktiengesellschaft hat sich gegenüber der OMV Clearing und Treasury GmbH, die das Konzern-Clearing betreibt, verpflichtet, deren Liquidität für die Dauer der Konzernzugehörigkeit aufrechtzuerhalten.

Für einige Explorations-, Produktions- und Vertriebsgesellschaften bestehen seitens der OMV Aktiengesellschaft Garantien und Patronatserklärungen für die Einhaltung von Konzessionen, Lizenzen und von verschiedenen Verträgen, die in ihrer Höhe unbestimmt sind.

Gegenüber der OMV Gas Storage Germany GmbH hat sich die OMV Aktiengesellschaft mit einem Letter of Financial Support zu finanzieller Unterstützung im Bedarfsfall verpflichtet.

Die OMV Aktiengesellschaft haftet für die Auszahlung der im Rahmen von Schuldbeitritten von den Konzernunternehmen übernommenen Pensionsansprüche, Nachschussverpflichtungen für an überbetriebliche Pensionskassen übertragene Ansprüche und Überbrückungszahlungen für Personallösungen.

17 Vorschlag zur Gewinnverteilung

Der verteilungsfähige Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2018 wurde mit TEUR 720.449 (2017: TEUR 799.166) ermittelt.

Für das Geschäftsjahr 2018 wird seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüt-

18 Bericht über Zahlungen an staatliche Stellen

Der in den Geschäftsbericht des OMV Konzerns integrierte konsolidierte Bericht über Zahlungen an staatliche Stellen ist auf der OMV Website unter www.omv.com > Investoren > Berichte abrufbar.

19 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 27. Jänner 2019 unterzeichnete die OMV Vereinbarungen für den Erwerb eines 15%-Anteils an ADNOC Refining. Der voraussichtliche Kaufpreis beträgt für den OMV Anteil USD 2,5 Mrd, basierend auf der Nettoverschuldung zum Jahresende 2018. Der finale Kaufpreis ist abhängig von der Nettoverschuldung zum Closing und von bestimmten Kaufpreisanpassungen.

Am 31. Jänner 2019 hat die OMV eine 50% Beteiligung am gesamten ausgegebenen Aktienkapital der tung in Höhe von EUR 1,75 (2017: EUR 1,50) je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung zu bestätigen ist. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2017 erfolgte im Juni 2018 und betrug TEUR 490.096 (2017: TEUR 391.800).

SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. um USD 540 Mio erworben. Zusätzlich haben die Vertragsparteien bedingte Zahlungen von bis zu USD 85 Mio vereinbart. Diese sind größtenteils vom Ressourcenvolumen im Block 30, Mexiko zum Zeitpunkt der finalen Investitionsentscheidung abhängig. Beide Parteien haben auch die Refinanzierung der konzerninternen Verbindlichkeiten von USD 350 Mio vereinbart.

Direkte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20%

Direkte Beteiligungen

Währung Eigenkapital
31.12.2018
Jahresüber
schuss/
Jahresfehl
betrag 2018
Anteil am
Kapital in %
Inland
OMV Exploration & Production GmbH, Wien 1 in EUR 1.000 2.256.647 – 254.304 100
OMV Gas & Power GmbH, Wien 1 in EUR 1.000 544.002 – 137.508 100
OMV Insurance Broker GmbH, Wien 1 in EUR 1.000 45 31 100
OMV Refining & Marketing GmbH, Wien 1 in EUR 1.000 1.303.646 554.720 100
OMV Solutions GmbH, Wien 1 in EUR 1.000 1.916.709 13.144 100
Ausland
Diramic Insurance Limited, Gibraltar in EUR 1.000 98.089 1.053 100
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Perth 1 in AUD 1.000 – 157.457 – 1.359 100
OMV International Oil & Gas GmbH, Zug 2 in CHF 1.000 918 458 100
OMV PETROM SA, Bukarest in RON 1.000 30.313.550 3.891.810 51,01

1 Gruppenmitglied gemäß § 9 KStG

2 Werte aus 2017

Aufsichtsrat

Peter Löscher Karl Rose
Vorsitzender
Herbert Werner
Gertrude Tumpel-Gugerell
Stellvertreterin Elif Bilgi Zapparoli
Alyazia Ali Al Kuwaiti
Stellvertreterin
Wolfgang C. Berndt
Vom Betriebsrat delegiert:
Helmut Draxler Angela Schorna
Christine Asperger
Marc H. Hall Herbert Lindner
Alfred Redlich
Mansour Mohamed Al Mulla Gerhard Singer

Neben international erfahrenen Vorständen und Direktoren der Kernaktionäre setzt sich der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat aus hochqualifizierten unabhängigen Mitgliedern zusammen, wobei sich OMV bezüglich der Unabhängigkeit an den Empfehlungen der EU orientiert.

Präsidial- und Nominierungsausschuss:

Löscher (Vorsitzender) , Tumpel-Gugerell (Stellvertreterin), Al Kuwaiti (Stellvertreterin), Al Mulla, Asperger, Redlich

Prüfungsausschuss:

Tumpel-Gugerell (Vorsitzende), Berndt (Stellvertreter), Al Kuwaiti (Stellvertreterin), Draxler , Löscher, Werner, Schorna, Lindner, Singer

Projektausschuss:

Rose (Vorsitzender), Löscher (Stellvertreter), Al Kuwaiti (Stellvertreterin), Al Mulla, Hall, Tumpel-Gugerell, Redlich, Lindner, Singer

Vergütungsausschuss:

Löscher (Vorsitzender), Berndt (Stellvertreter), Al Kuwaiti (Stellvertreterin), Draxler, Tumpel-Gugerell

Vorstand

Rainer Seele

Vorstandsvorsitzender Generaldirektor

Reinhard Florey

Finanzvorstand

Johann Pleininger

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Upstream

Manfred Leitner

Vorstandsmitglied Downstream

Wien, am 13. März 2019

Der Vorstand

Rainer Seele e.h. Vorstandsvorsitzender Reinhard Florey e.h.

Johann Pleininger e.h. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Manfred Leitner e.h.

OMV AKTIENGESELLSCHAFT GESCHÄFTSBERICHT 2018 / EINZELABSCHLUSS

Anlagespiegel gemäß § 226 Absatz 1 UGB

Entwicklung der Anschaffungskosten

In EUR 1.000

Stand 01.01.2018 Zugänge
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
17.130 1
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten auf fremden Grund 722 2.020
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 920 12.556 1
1.642 14.576
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.465.365 500.200
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.497.434 1.768.669
Beteiligungen 26.624
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 4.506
Sonstige Ausleihungen 1.746
14.995.676 2.268.870
14.997.318 2.300.576

1 Inklusive von OMV Solutions GmbH übernommene Vermögenswerte: TEUR 7.630 Immaterielle Vermögensgegenstände und TEUR 9.546 Sachanlagen

Abschreibungen
Stand 31.12.2018 Bilanzwert Bilanzwert
Abgang 31.12.2018 (kumuliert) 31.12.2018 31.12.2017
85 17.044 3.102 13.943
2.742 337 2.406 722
370 13.106 4.992 8.114 498
370 15.848 5.329 10.520 1.220
10.965.565 2.778.473 8.187.092 8.390.756
253.610 6.012.494 4.610 6.007.883 4.488.444
26.624 26.624 26.624
4.506 4.506 4.506
11 1.735 1.735 1.746
253.621 17.010.924 2.783.083 14.227.842 12.912.077
254.076 17.043.817 2.791.514 14.252.304 12.913.298

Entwicklung der Abschreibungen

In EUR 1.000

01.01.2018 Plan
mäßige
Abschrei
bungen
Außerplan
mäßige
Abschrei
bungen
2018
Zu
schrei
bungen
Abgang 31.12.2018
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen 3.105 3 3.102
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten auf
fremden Grund
337 337
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
421 4.811 240 4.992
421 5.148 240 5.329
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen
Unternehmen
2.074.609 703.864 2.778.473
Ausleihungen an verbundene
Unternehmen 8.990 1.585 5.965 4.610
Beteiligungen
Wertpapiere (Wertrechte) des
Anlagevermögens
Sonstige Ausleihungen
2.083.599 705.449 5.965 2.783.083
2.084.020 8.253 705.449 5.965 243 2.791.514

Abkürzungen und Definitionen

A

Ausschüttungsgrad

%-Verhältnis der Dividende je Aktie zum Ergebnis je Aktie

B

bbl Barrel (Fass zu zirka 159 Liter)

bbl/d Barrel pro Tag

bcf Milliarde Standard-Kubikfuß (cf)

BIP Bruttoinlandsprodukt

boe Barrel Öläquivalent

boe/d Barrel Öläquivalent pro Tag

C

CAPEX

Capital Expenditure, Investitionen

CCS/CCS Effekte/Lagerhaltungsgewinne/-verluste

(Current Cost of Supply; zu aktuellen Beschaffungskosten) Lagerhaltungsgewinne und -verluste stellen die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen – falls der Nettoveräußerungswert der Vorräte geringer ist als die Anschaffungskosten – dar. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitenden Durchschnittskosten) zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse (operatives Ergebnis, Jahresüberschuss etc.) führen. Der als CCS Effekt offengelegte Wert stellt die Differenz zwischen dem in der Gewinn- und Verlustrechnung für Vorräte erfassten Betrag auf Basis der Durchschnittsmethode (angepasst um Wertminderungen, bezogen auf den Nettoveräußerungswert) und dem zu aktuellen Beschaffungskosten bewerteten Betrag dar. Die aktuellen Beschaffungskosten werden monatlich auf Basis von Daten der Versorgungs- und Produktionssysteme auf Ebene des Bereichs Downstream Öl berechnet

CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten

Operatives Ergebnis vor Sondereffekten, bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte. Das Konzern CCS operative Ergebnis vor Sondereffekten stellt die Summe des CCS operativen Ergebnisses vor Sondereffekten von Downstream Öl, der operativen Ergebnisse vor Sondereffekten der anderen Geschäftsbereiche und den berichteten Konsolidierungseffekt, bereinigt um Änderungen von Wertberichtigungen – falls der Nettoveräußerungswert der Vorräte geringer ist als die Anschaffungskosten –, dar

CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten

CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten wird wie folgt berechnet: den Aktionären zu zurechnender CCS Jahresüberschuss vor Sondereffekten dividiert durch durchschnittlich gewichtete Aktienanzahl

CCS ROACE vor Sondereffekten

CCS Return On Average Capital Employed vor Sondereffekten wird wie folgt berechnet: NOPAT, bereinigt um Nach-Steuer-Effekte von Sondereffekten und CCS

Effekten, dividiert durch durchschnittlich eingesetztes Kapital (auf rollierender Basis, als Durchschnitt der letzten vier Quartale; in %)

Den Aktionären zuzurechnender CCS Jahresüberschuss vor Sondereffekten

Den Aktionären zuzurechnender Jahresüberschuss, bereinigt um Nach-Steuer-Effekte von Sondereffekten und CCS Effekten

CEE

Mittel- und Osteuropa

cf Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F)

CEGH

Central European Gas Hub

E

EFET

European Federation of Energy Traders; Verband europäischer Energiehändler

EGT

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen

Eigenkapitalquote

%-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital

Eingesetztes Kapital

Eigenkapital inklusive Anteilen anderer Gesellschafter, zuzüglich Nettoverschuldung

EPSA

Exploration and Production Sharing Agreement; Explorations- und Produktionsteilungsvertrag

Ergebnis je Aktie

Den Aktionären zuzurechnender Jahresüberschuss dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Aktienanzahl

EU Europäische Union

EUR

Euro

F

FX Fremdwährungs-Wechselkurs

H

H1, H2 Erstes, zweites Halbjahr

HSSE

Health, Safety, Security, and Environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

HV Hauptversammlung

I

IASs International Accounting Standards

IFRSs International Financial Reporting Standards

J

Jahresüberschuss

Nettogewinn bzw. Nettoverlust nach Zinsen und Steuern

K

Kb&S Konzernbereich und Sonstiges

kbbl Tausend Barrel

kbbl/d Tausend Barrel pro Tag

kboe Tausend Barrel Öläquivalent

kboe/d Tausend Barrel Öläquivalent pro Tag

km2 Quadratkilometer

KPI Key Performance Indicator; Leistungskennzahl,

Schlüsselindikator KStG

Körperschaftssteuergesetz

LNG

L

Liquefied Natural Gas; Flüssigerdgas

LTIR

Lost-Time Injury Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall pro 1 Mio Arbeitsstunden

M

m3 Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F)

Mio Million, Millionen

Min Minute

MPPH

Mubadala Petroleum and Petrochemicals Holding Company L.L.C

Mrd Milliarde, Milliarden

MW Megawatt

MWh Megawattstunde

N

n.a. Not available; Wert nicht verfügbar

n.m. Not meaningful; Wert nicht aussagefähig

NCG Net Connect Germany

Net assets

Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, at-equity bewertete Beteiligungen, Anteile an sonstigen Unternehmen, Ausleihungen an at-equity bewertete Beteiligungen, Summe Net Working Capital, abzüglich Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen

Nettoverschuldung

Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inklusive Anleihen und Finanzierungsleasing, abzüglich liquider Mittel

NGL

Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt

NOK Norwegische Krone

NOPAT

Net Operating Profit After Tax, Jahresüberschuss + Nettozinseffekt aus

  • Finanzierungsaktivitäten – Steuereffekt auf den
  • Nettozinseffekt aus Finanzierungsaktivitäten NOPAT ist eine Kennzahl, die das finanzielle Unternehmensergebnis nach Steuern, unabhängig von der Finanzierungsstruktur einer Firma, zeigt

NZD Neuseeland Dollar

O

OECD

Organisation for Economic Cooperation and Development; Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

OPEX

Operating Expenditures; Produktionskosten; Materialund Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben

ÖBAG

Österreichische Beteiligungs AG

ÖCGK

Österreichischer Corporate Governance Kodex

P

Pearl Pearl Petroleum Company Limited

PJ

Petajoule, 1 PJ entspricht ca. 278 Mio Kilowattstunden

Q

Q1, Q2, Q3, Q4 Erstes, zweites, drittes, viertes Quartal

R

ROACE

Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital

ROE

Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss/-fehlbetrag zu durchschnittlichem Eigenkapital

ROFA

Return On Fixed Assets; %-Verhältnis EBIT zu durchschnittlichem immateriellen und Sachanlagevermögen

RON

Neuer Rumänischer Leu

RONA

Return On Net Assets; %-Verhältnis NOPAT zu den durchschnittlichen net assets

RRR

Reserve Replacement Rate; Reserven-Ersatzrate; Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion, dividiert durch Gesamtproduktion

RUB

Russischer Rubel

S

Sondereffekte

Sondereffekte sind Aufwendungen und Erträge, welche separat offengelegt werden, da sie nicht der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzurechnen sind. Diese Effekte werden separat ausgewiesen, um Investoren zu ermöglichen, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des OMV Konzerns besser verstehen und beurteilen zu können

T

t

TEUR Tausend Euro

toe Tonne Öläquivalent

TRIR

Total Recordable Injury Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen

TRY

Türkische Lira

TSR

Total Shareholder Return; Aktienrendite

TWh Terawattstunde

U

UGB Österreichisches Unternehmensgesetzbuch

Umsatzerlöse Umsatzerlöse ausgenommen

Mineralölsteuer

USD

US Dollar

V

VAE

Vereinigte Arabische Emirate

Verschuldungsgrad

Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

Z

ZGE

Zahlungsmittelgenerierende Einheit

Tonne

Investor Relations Kontakt:

OMV Aktiengesellschaft Investor Relations Trabrennstraße 6–8 1020 Wien, Österreich Tel. +43 1 40440-21600 Fax +43 1 40440-621600 [email protected] [email protected] www.omv.com www.twitter.com/omv www.omv.com/socialmedia

Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden im Konzernanhang des Geschäftsberichts größtenteils geschlechterunspezifische Termini verwendet.

OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6–8 1020 Wien Österreich Tel. + 43 1 40440-0 www.omv.com www.omv.com/socialmedia

Erklärung gemäß § 124 Abs. 1 BörseG 2018

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Ein klang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Abschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 13. März 2019

Rainer Seele e.h. Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor

Johann Pleininger e.h. Vorsitzender-Stellvertreter, Upstream

Reinhard Florey e.h. Mitglied des Vorstands, Finanzen

Manfred Leitner e.h. Mitglied des Vorstands, Downstream

OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6–8 1020 Wien Österreich Tel. + 43 1 40440-0 www.omv.com www.omv.com/socialmedia