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OMV AG Annual Report 2015

Mar 30, 2016

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2015 Inhaltsverzeichnis

Teil 1: Konzerngeschäftsbericht – beinhaltet:

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden 02
Bericht des Aufsichtsrats 04
Konzernlagebericht 25
Corporate Governance Bericht 39
Konzernabschluss 53
Konzernanhang 61

Teil 2: Einzelabschluss der OMV Aktiengesellschaft – beinhaltet: Bericht des Aufsichtsrats 157 Corporate Governance Bericht 159 Lagebericht OMV Aktiengesellschaft 173 Bestätigungsvermerk 179 Jahresabschluss OMV Aktiengesellschaft 180 Anhang 183

Teil 3: Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG 215

Auf einen Blick

Fünf-Jahres-Übersicht EUR Mio (sofern nicht anders angegeben)
2015 2014 1) 2013 2) 2012 2011 3)
Umsatzerlöse 22.527 35.913 42.414 42.649 34.053
Betriebserfolg vor Abschreibung (EBITD) 3.145 4.134 4.820 5.137 4.117
Betriebserfolg (EBIT) –2.006 969 2.602 3.104 2.494
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit –1.909 792 2.291 2.857 2.221
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 654 –265 –562 –1.067 –633
Jahresüberschuss –1.255 527 1.729 1.790 1.588
Den Aktionären des Mutterunternehmens
zuzurechnender Jahresüberschuss
–1.100 278 1.162 1.363 1.079
CCS EBITD vor Sondereffekten 4) 3.770 4.569 4.469 5.279 4.095
CCS EBIT vor Sondereffekten 4) 1.390 2.238 2.645 3.407 2.530
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender
CCS Jahresüberschuss vor Sondereffekten 4)
1.148 1.132 1.112 1.544 1.084
Bilanzsumme 32.664 33.855 31.848 30.519 28.413
Eigenkapital 14.298 14.514 14.545 14.530 13.404
Nettoverschuldung 4.038 4.902 4.371 3.747 4.603
Durchschnittlich eingesetztes Kapital 5) 19.972 19.760 17.669 18.118 17.060
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.834 3.666 4.124 3.813 2.514
Investitionen 2.769 3.832 5.239 2.426 3.146
Freier Cashflow –39 272 142 1.533 –592
Freier Cashflow nach Dividenden –569 –377 –485 907 –1.034
Abschreibungen und Wertminderungen 5.153 3.165 2.296 2.036 1.626
Net Operating Profit After Tax (NOPAT) 5) –1.119 627 1.978 1.976 1.881
CCS NOPAT vor Sondereffekten 4), 5) 1.522 1.697 1.938 2.246 1.950
Return On Average Capital Employed (ROACE) –6% 3% 11% 11% 11%
CCS ROACE vor Sondereffekten 4) 8% 9% 11% 12% 11%
Return On Equity (ROE) –9% 4% 11% 13% 13%
Eigenkapitalquote 44% 43% 46% 48% 47%
Verschuldungsgrad 28% 34% 30% 26% 34%
Ergebnis je Aktie in EUR –3,37 0,85 3,56 4,18 3,43
CCS Ergebnis je Aktie in EUR 4) 3,52 3,47 3,41 4,73 3,45
Cashflow je Aktie in EUR 6) 8,68 11,24 12,64 11,69 8,00
Dividende je Aktie in EUR 7) 1,00 1,25 1,25 1,20 1,10
Ausschüttungsgrad n.m. 147% 35% 29% 32%
MitarbeiterInnen per 31. Dezember 24.124 25.501 26.863 28.658 29.800
Produktion in kboe/d 303 309 288 303 288
Sichere Reserven in Mio boe 1.028 1.090 1.131 1.118 1.133
Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte in Mio t 30,0 31,1 31,5 30,2 31,0
Erdgas-Verkaufsmengen in TWh 8) 110 114 126 148 136
Lost-Time Injury Rate (LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden 0,27 0,44 0,52 0,69 0,68

1) Die Zahlen für 2014 wurden gemäß IAS 8 angepasst

2) 2014 wurden die Zahlen für 2013 aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" angepasst

3) Mit 31. März 2012 wurden die Zahlen für 2011 entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des

Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst 4) Bereinigt um Sondereffekte. Das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) aus den Fuels-Raffinerien und OMV Petrol Ofisi

5) Mit 2012 wurden die Definitionen für NOPAT und durchschnittlich eingesetztes Kapital angepasst. Details entnehmen Sie bitte den

"Abkürzungen und Definitionen". Historische Zahlen wurden entsprechend angepasst

6) Cashflow aus der Betriebstätigkeit

7) 2015: Wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat bestätigt. Vorbehaltlich der Bestätigung der Hauptversammlung 2016

8) Ab 2015 spiegelt diese Kennzahl nur Mengen an Dritte wider und exkludiert Tradingmengen. Zuvor veröffentlichte Zahlen wurden entsprechend angepasst

Inhalt

Auf einen Blick

  • Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
  • Bericht des Aufsichtsrats

Unternehmen

  • Ziele und Strategie des OMV Konzerns
  • OMV Aktie und Anleihen
  • Nachhaltigkeit
  • Wirtschaftliches Umfeld
  • Upstream
  • Downstream
  • Konzernlagebericht (inkl. Ausblick)
  • Corporate Governance Bericht

Konzernabschluss

  • Bestätigungsvermerk
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • Konzern-Cashflow-Rechnung

Konzernanhang

  • Grundlagen und Methoden
  • Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
  • Erläuterungen zur Bilanz
  • Ergänzende Angaben zur Finanzlage
  • Segmentberichterstattung
  • Sonstige Angaben
  • Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)
  • Abkürzungen und Definitionen

Kontakte

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

als Vorstandsvorsitzender von OMV seit Juli 2015 freue ich mich über die Möglichkeit, mich erstmals in dieser Form an Sie zu wenden. Das vergangene Jahr hat sich aufgrund der niedrigen Ölpreise infolge eines signifikanten Überangebots als sehr herausfordernd für die gesamte Branche herausgestellt. Die Vorteile unseres integrierten Geschäftsmodells waren offenkundig: Eine starke Performance in Downstream sorgte im aktuellen Umfeld für eine natürliche Absicherung. Ergänzt wurde dies durch die Diversifizierung des Upstream-Portfolios. Die in den letzten Jahren getätigten Akquisitionen haben die Anfälligkeit von OMV gegenüber geopolitischen Risiken drastisch reduziert und 2015 stammten 90% der Produktion aus stabilen Regionen wie etwa Rumänien, Norwegen, Österreich und Neuseeland. Im Hinblick auf HSSE war 2015 ein Jahr, in dem wir unsere Sicherheitsperformance deutlich verbessert haben.

Fokus auf Cash und Kosten

Hauptziel für das Unternehmen in diesen schwierigen Zeiten ist die Sicherung unseres Cashflows. Wir haben das Jahr mit einem weitgehend neutralen freien Cashflow vor Dividenden beendet. Der Bereich Downstream erwirtschaftete einen sehr starken operativen Cashflow. Der Cashflow im Upstream-Bereich hat sich als widerstandsfähiger gegenüber dem Verfall der Ölpreise erwiesen als das operative Ergebnis: Im Wesentlichen erzielten alle produzierenden Assets einen positiven operativen Cashflow. Auch die Maßnahmen zur Reduktion der Ausgaben beginnen sich bereits signifikant auszuwirken: Die Investitionssumme des Konzerns verringerte sich gegenüber 2014 um 28% auf EUR 2,8 Mrd, während die operativen Kosten um rund EUR 200 Mio reduziert wurden. Die Reduktion der operativen Kostenbasis war bisher ein wichtiger Schwerpunkt und wird es auch bleiben. 2015 erzielte OMV eine Produktionskostensenkung von rund USD 3,4/boe; eine Auswirkung der vorteilhaften Wechselkursentwicklung sowie unternehmensinterner Bemühungen. Zu den konzernweiten strikten Kostenkontrollmaßnahmen gehörten die Kürzung externer Kosten (Leiharbeitskräfte, Dayraters und Beratung), die Straffung von Overheads und Neuverhandlungen mit Zulieferern.

Starke Performance des integrierten Geschäfts 2015

Der Geschäftsbereich Downstream hat 2015 ein sehr starkes Ergebnis erzielt, getrieben vom Downstream Öl-Geschäft, das den Ergebnisrückgang im Downstream Gas-Geschäft, das unter dem schwierigen Gasmarktumfeld litt, mehr als wettmachte. Nach der erfolgreichen Restrukturierung des Downstream Öl-Geschäfts war es OMV möglich, das 2015 vorteilhafte Margenumfeld im Raffineriegeschäft mit einem hohen Auslastungsgrad von 93% auszunutzen. Darüber hinaus profitierte der Bereich von verbesserten Petrochemie-Margen, und das Ergebnis wurde zusätzlich vom starken Beitrag von Borealis unterstützt. Während der Upstream-Bereich von den signifikant gesunkenen Ölpreisen negativ beeinflusst wurde, setzten wir die Umsetzung der laufenden Projekte fort und starteten gegen Ende 2015 die Produktion im Feld Edvard Grieg. Unsere Bilanz blieb mit einer Verbesserung des Verschuldungsgrads auf 28% weiter stark, unterstützt durch die Begebung von Hybridschuldverschreibungen im Dezember 2015, und zwar trotz der hohen Wertminderungen, die aufgrund von Änderungen unserer Öl- und Gaspreisannahmen 2015 im gesamten Portfolio verbucht wurden.

Fit für die Zukunft

2015 überprüften wir die OMV Strategie. Das herausfordernde Umfeld hat unmittelbare strategische Auswirkungen auf OMV. Unser Ziel ist klar: OMV fit für die Zukunft zu machen. Wir werden an der Verbesserung von Cashflow und Profitabilität arbeiten, wobei Wertsteigerung statt Produktionswachstum der Schlüssel für die Stabilisierung des Cashflows und der finanziellen Performance von OMV insgesamt sein wird. Zudem werden wir bei den Investitionen strenge Kriterien anlegen – Cashflow ist unsere Priorität und wird es auch bleiben. Unser Ziel ist ein weitgehend neutraler freier Cashflow nach Dividenden. Das bedeutet, dass wir ausreichend Cash generieren werden, um alle unsere Ausgaben zu finanzieren. Mittelfristiges Ziel von OMV ist die Finanzierung der Dividenden aus dem freien Cashflow unter Beibehaltung der Dividendenpolitik (langfristiges Ausschüttungsgrad-Ziel von 30% des Jahresüberschusses).

Weitgehend neutraler freier Cashflow vor Dividenden 2015 erreicht

Sicherstellung eines nachhaltigen Upstream-Portfolios

Upstream wird der Schwerpunkt für das Wachstum von OMV bleiben, doch müssen wir eine nachhaltige Ressourcenbasis schaffen. Die Marktbedingungen haben sich in den letzten fünf Jahren dramatisch verändert; wir haben uns anzupassen und wir werden uns anpassen. Neue Partnerschaften werden eine Schlüsselrolle spielen, und wir werden unsere Investitionen auf ein klar definiertes Portfolio von Kern- und Entwicklungsregionen konzentrieren. In der Öl- und Gasindustrie findet ein markanter Wandel statt, der sogar als Paradigmenwechsel bezeichnet werden könnte: Der Kampf um Wachstum wird von einem Kampf um die Kosten abgelöst. Es ist wenig sinnvoll, wachstumsorientierte Produktionsziele festzulegen, wenn sie keine Barrels inkludieren, die hohe Margen ermöglichen. Daher werden Russland und der Mittlere Osten potenziell ein Schwerpunkt für neue Projekte sein. OMV beabsichtigt, sich an der Entwicklung des Erdgas- und Kondensatprojekts Achimov IV/V in Russland auf Grundlage eines Asset-Tausches mit Gazprom zu beteiligen. Wir müssen unsere Produktion sichern. Daher werden wir ein nachhaltiges Upstream-Portfolio schaffen – nachhaltig bedeutet, dass wir die Reserven zu 100% ersetzen. Die Kernregionen sind Zentralund Mitteleuropa (Rumänien und Österreich), die Nordsee sowie der Mittlere Osten und Afrika. Wir fokussieren auf hochprofitable Barrels.

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Downstream Öl

Wir stehen nach wie vor zu unserem integrierten Geschäftsmodell, mit Downstream Öl als einem starken Pfeiler in unserem Portfolio. Der Bereich wurde erfolgreich restrukturiert und hat seinen Wert 2015 mit besonders guten Ergebnissen unter Beweis gestellt. Die Priorität ist nun, auf seiner starken Wettbewerbsposition aufzubauen. Downstream Öl wird weiter als starker Cash-Generator fungieren. Der Fokus liegt auf der Maximierung der integrierten Marge und der optimalen Auslastung der Raffinerien. In diesem Zusammenhang haben wir in Anbetracht der begrenzten Integration von OMV Petrol Ofisi mit den übrigen OMV Aktivitäten beschlossen, dieses gesunde, aber nicht strategische Asset zu veräußern.

Restrukturierung von Downstream Gas

Die Restrukturierung von Downstream Gas hat bereits begonnen. Die geplante vollständige Übernahme von EconGas wird zu einer Straffung der Organisationsstrukturen und zu einer signifikanten Erhöhung der Gasverkaufsmengen führen. Die geplante Veräußerung eines Minderheitsanteils an Gas Connect Austria wird im OMV Portfolio gebundenes Kapital freisetzen. Im September unterzeichneten OMV und Gazprom einen Gesellschaftervertrag über die Beteiligung am Pipelineprojekt Nord Stream 2. Im Kontext unserer breiteren strategischen Neuausrichtung markiert dies einen wichtigen Schritt weg von stabilen Renditen in einer regulierten Transportinfrastruktur (Gas Connect Austria) zu einer nicht regulierten Transportinfrastruktur (Nord Stream 2), die attraktivere Renditen bietet. Die Zusammenarbeit mit Gazprom wird OMV eine Beteiligung entlang der gesamten Gaswertschöpfungskette ermöglichen, während die Diversifizierung der Exportrouten die Versorgungssicherheit für die Kundinnen und Kunden von OMV erhöhen wird.

Zusammenarbeit entscheidend für Ergebnisse

Seit ich 2015 zu OMV gestoßen bin, bin ich weiter jeden Tag vom Talent, der Fachkompetenz und vom Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beeindruckt. Zusammen mit der guten Kommunikation zwischen den Führungsgremien sowie der starken Unterstützung durch Aktionärinnen und Aktionäre sowie Partnerinnen und Partner bin ich zuversichtlich, dass OMV nicht nur dem aktuellen Ölpreisumfeld standhalten, sondern die Leistungskennzahlen verbessern sowie mittel- und langfristig weiter kompetitiven Wert für Aktionärinnen und Aktionäre sowie Kundinnen und Kunden schaffen wird.

Wien, März 2016

Rainer Seele

Fokus auf die Schaffung eines nachhaltigen Upstream-Portfolios

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Öl- und Gasindustrie befand sich 2015 in einer extrem herausfordernden Situation, da der Ölpreis im Jahresverlauf von USD 57/bbl auf USD 37/bbl fiel. In diesem wirtschaftlichen Umfeld erzielte OMV 2015 einen negativen freien Cashflow nach Dividenden von EUR 569 Mio. Zukünftig ist es das zentrale Ziel von OMV, einen positiven freien Cashflow nach Dividenden zu erreichen. Die Lebensdauer der Reserven sank von 9,7 Jahren Ende 2014 auf 9,3 Jahre Ende 2015. OMV wird weiterhin vorwiegend in Upstream investieren, um eine nachhaltige Ressourcenbasis zu erhalten. Der Aktienkurs von OMV stieg 2015 um 19% und übertraf damit den FTSE Global Energy Index mit einer EUR-Kursperformance von -15% klar. OMV verbesserte 2015 die gute Sicherheitsbilanz noch weiter, wie die Senkung der Lost-Time Injury Rate von 0,44 im Jahr 2014 auf 0,27 im Jahr 2015 zeigt. Bedauerlicherweise waren im Konzern 2015 zwei arbeitsbezogene Todesfälle zu beklagen.

Neue Vorstandsmitglieder

2015 widmete sich der Aufsichtsrat eingehend der Identifizierung und Ernennung neuer Vorstandsmitglieder. Wie 2014 vereinbart, trat Gerhard Roiss am 30. Juni 2015 als Vorstandsvorsitzender zurück. Rainer Seele trat am 1. Juli 2015 seine Nachfolge an. Jaap Huijskes, Vorstandsmitglied verantwortlich für Upstream, beendete sein Mandat zum 31. August 2015. Der Aufsichtsrat ernannte Johann Pleininger zu seinem Nachfolger ab 1. September 2015. Darüber hinaus führten wir einen Prozess zur Identifikation eines geeigneten Nachfolgers für den Finanzvorstand durch, der Ende 2015 noch lief und zur Entscheidung am 19. Jänner 2016 führte, dass Reinhard Florey im Laufe des Jahres neuer Finanzvorstand wird.

Strategie

Am 15. Dezember 2015 genehmigte der Aufsichtsrat einstimmig die neue Strategie von OMV mit folgenden Eckpunkten: OMV wird ein integriertes Öl- und Gasunternehmen bleiben und strebt mit Investitionen in kostengünstige Assets eine nachhaltige Ressourcenbasis im Upstream-Geschäft an. Investitionen, Explorationsausgaben und operative Kosten werden auf das Ziel ausgerichtet, einen positiven freien Cashflow nach Dividenden zu erreichen.

Tätigkeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat überwachte 2015 sorgfältig die Geschäftsführung von OMV durch den Vorstand und beriet den Vorstand im Entscheidungsfindungsprozess auf Basis detaillierter mündlicher und schriftlicher Berichte sowie konstruktiver Diskussionen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Der Vorstand informierte uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftstätigkeit, die allgemeine wirtschaftliche Lage in den Kernmärkten des Unternehmens und das Geschäftsumfeld sowie über Chancen und Risiken für die Geschäftsentwicklung von OMV. Zahlreiche offene Diskussionen in einer Atmosphäre des Vertrauens bilden jederzeit die Grundlage unserer Beratungen und Kommunikation mit dem Vorstand. Besonderes Augenmerk wurde auf die geplante Beteiligung an der Pipeline Nord Stream 2 sowie an der Entwicklung der Gebiete IV und V der Achimov-Formation im Feld Urengoy gelegt, letzteres im Austausch für eine Beteiligung der Gazprom an OMV Assets. Eine Entscheidung über diese Transaktion wird erst gefällt, wenn die zu tauschenden Assets, deren Bewertung und die vertraglichen Bestimmungen festgelegt wurden. Weiters diskutierte und genehmigte der Aufsichtsrat Upstream-Investitionsprojekte in Norwegen, Großbritannien, Neuseeland und Abu Dhabi. Im Bereich Downstream waren zentrale Themen der beabsichtigte Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an Gas Connect Austria zur Optimierung des Portfolios und zur Stärkung von Cashflow und Bilanz sowie die vollständige Übernahme von EconGas, die einen wesentlichen Schritt zur Restrukturierung des Gasbereichs von OMV darstellten. Bezüglich der Konzernfinanzierung unterstützten wir die Emission von Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1,5 Mrd zur Verbesserung der finanziellen Flexibilität. Weitere Schwerpunkte waren der jährliche Planungsprozess für den mittelfristigen Zeitraum (2016-2018), das Budget für das Geschäftsjahr 2016 und das laufende Investitionsprogramm. Insbesondere vor dem Hintergrund der stark gefallenen Ölpreise betonte der Aufsichtsrat einen positiven freien Cashflow nach Dividenden als zentrales Ziel auch in einem sehr schwierigen Marktumfeld. Schließlich haben wir mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung der Effizienz und Effektivität unserer Arbeit unsere jährliche

Selbstevaluierung durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat seiner Verantwortung gegenüber Aktionärinnen und Aktionären und weiteren Stakeholdern gerecht werden kann.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Präsidial- und Nominierungsausschuss leitete die Suche für die Positionen des Vorstandsvorsitzenden, des Finanzvorstands und des für Upstream verantwortlichen Vorstandsmitglieds, und schlug dem Aufsichtsrat 2015 die bereits erwähnten Ernennungen von Rainer Seele und Johann Pleininger vor. Ebenso empfahl er die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl in den Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung. Schließlich diskutierte der Präsidial- und Nominierungsausschuss auch die OMV Strategie. Der Vergütungsausschuss verhandelte die Anstellungsverträge mit Rainer Seele und Johann Pleininger und genehmigte die Beendigung des Anstellungsvertrags mit Jaap Huijskes. Bei Anstellungsverträgen, die nach Juli 2015 abgeschlossen wurden, wurden die Abfindungszahlungen bei Beendigung während der Vertragslaufzeit auf 18 Monatsgehälter reduziert und auf die fixen Gehaltsbestandteile beschränkt. Darüber hinaus erarbeitete der Vergütungsausschuss Verbesserungen des variablen Vergütungssystems für den Vorstand, die die Grundlage kommender Bonussysteme für das Management bilden werden. Der Prüfungsausschuss behandelte wesentliche Themen der Rechnungslegungsprozesse, der internen Revision, des Risikomanagements sowie des internen Kontroll- und Steuerungssystems des Konzerns. Der Prüfungsausschuss untersuchte eingehend die bei Wertminderungen von Aktiva verwendeten Prozesse und Berechnungsmethoden (Werthaltigkeitstests). Der Abschlussprüfer des OMV Konzerns, Ernst & Young, nahm an jeder Sitzung des Prüfungsausschusses teil, wobei wir regelmäßig die Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch mit dem Abschlussprüfer ohne Anwesenheit der Vorstandsmitglieder nutzten. Auch dieses Jahr diente ein spezieller Workshop mit dem Abschlussprüfer des OMV Konzerns dazu, uns mit den jüngsten Entwicklungen zu Corporate Governance, Finanzberichterstattung und Prüfungsstandards vertraut zu machen. Im Einklang mit internationaler Best Practice liegt der Vorsitz des Prüfungsausschusses seit 19. Mai 2015 nicht

mehr beim Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Projektausschuss analysierte die geplanten Upstream-Investitionen in Russland und die Beteiligung am Pipelineprojekt Nord Stream 2.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Infolge des Rücktritts des Vorsitzenden Rudolf Kemler und von Roy Franklin wurden Peter Oswald und Gertrude Tumpel-Gugerell von der OMV Hauptversammlung am 19. Mai 2015 erstmals zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Peter Oswald wurde als neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats gewählt.

Jahresabschluss und Dividende

Nach umfassender Prüfung und Erörterung mit dem Abschlussprüfer im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat, die keinen Anlass zu Einschränkungen gaben, erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs. 1 Aktiengesetz erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss 2015, der damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt ist. Das Gleiche gilt für den Konzernabschluss. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem vom Prüfungsausschuss geprüften Corporate Governance Bericht zu. Der Aufsichtsrat akzeptierte den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung, eine Dividende von EUR 1,00 je Aktie auszuschütten und den sich danach ergebenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Abschließend danken wir herzlich dem Vorstand und der gesamten Belegschaft des Konzerns für ihren Einsatz und ihren Beitrag im Geschäftsjahr 2015 sowie allen Aktionärinnen und Aktionären, Kundinnen und Kunden und Partnerinnen und Partnern für ihr Vertrauen. Unser Dank geht auch an Rudolf Kemler als Vorsitzender des Aufsichtsrats bis Mai 2015, Gerhard Roiss als Vorstandsvorsitzender bis Juni 2015 und Jaap Huijskes als für Upstream verantwortliches Vorstandsmitglied bis August 2015.

Wien, am 22. März 2016 Für den Aufsichtsrat

Peter Oswald

Weitere Ausführungen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie im Corporate Governance Bericht

Unternehmen

Ziele und Strategie des OMV Konzerns

OMV im Überblick

OMV ist sowohl im Upstream- als auch im Downstream-Bereich aktiv

Marktkapitalisierung von EUR 9 Mrd zum Jahresende OMV ist ein internationales, integriertes Öl- und Gasunternehmen mit Sitz in Wien und Aktivitäten im Upstream- und Downstream-Bereich.

Im Geschäftsbereich Upstream fokussiert OMV auf drei Kernregionen, (1) Mittel- und Osteuropa (Rumänien und Österreich), (2) die Nordsee-Region und (3) den Mittleren Osten und Afrika, und ausgewählte Entwicklungsgebiete. OMV hatte zum Jahresende rund 1,03 Mrd boe an sicheren Reserven und förderte 2015 im Schnitt 303 kboe pro Tag. Rund 90% der Produktion 2015 wurden in EU/OECD-Ländern gefördert. Erdöl und Erdgas tragen jeweils rund 50% zur Produktion bei.

Der Geschäftsbereich Downstream umfasst die Bereiche Downstream Öl und Downstream Gas. Der Bereich Downstream Öl betreibt drei Raffinerien: Schwechat (Österreich) und Burghausen (Süddeutschland), die beide über eine integrierte Petrochemie-Produktion verfügen, sowie die Raffinerie Petrobrazi (Rumänien), die überwiegend rumänisches Rohöl verarbeitet. OMV verfügt über eine Jahres-Raffineriekapazität von 17,8 Mio t. Das Tankstellennetz besteht aus

rund 3.800 Tankstellen in 11 Ländern mit einem starken Mehr-Marken-Portfolio. Zusammen mit einem hochqualitativen Non-Oil-Retail-Geschäft und einem effizienten Commercial-Geschäft ist OMV eines der führenden Unternehmen in den OMV Märkten. Das Gasbezugsportfolio von Downstream Gas besteht aus Erdgas aus eigenen Produktionsstätten, das durch kontrahierte Volumina ergänzt wird. Die gesamten Erdgas-Verkaufsmengen 2015 betrugen 110 TWh. OMV betreibt ein Gasleitungsnetz in Österreich und verfügt über Gasspeicher mit einer Kapazität von 2,7 Mrd m³ (30 TWh). Der Central European Gas Hub (CEGH) hat sich als wichtige Gashandelsplattform auf den Gaskorridoren von Ost nach West etabliert und betreibt auch eine Gasbörse. Der Erdgasknotenpunkt in Baumgarten (Österreich) ist die größte Drehscheibe für Gas aus Russland in Mitteleuropa. OMV betreibt auch zwei Gaskraftwerke, eines in Rumänien und eines in der Türkei.

Mit einem Konzernumsatz von EUR 23 Mrd, 24.124 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer Marktkapitalisierung zum Jahresende von EUR 9 Mrd ist die OMV Aktiengesellschaft eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen in Österreich.

Upstream Downstream Wertsteigerung vor Produktionswachstum Restrukturierung und Absatzsteigerung Starker Cash-Generator Exploration Entwicklung Produktion Gas Öl

OMV – ein starkes, integriertes Öl- und Gas-Unternehmen

OMV Strategie

2015 wurde die OMV Strategie einer umfassenden Überprüfung unterzogen, die nach der Bestellung von Rainer Seele zum neuen Vorstandsvorsitzenden sowie in Reaktion auf grundlegende Veränderungen der Marktbedingungen initiiert wurde. Die neue Strategie wurde auf Basis der folgenden Marktperspektive entwickelt.

Marktperspektive

Dieser Strategie liegt die Annahme zugrunde, dass Öl und Gas in den kommenden Jahrzehnten weltweit weiter eine entscheidende Rolle als Primärenergiequellen spielen werden. Diese Annahme steht in Einklang mit den Prognosen führender globaler Energieorganisationen wie etwa der Internationalen Energieagentur. Öl wird weiter im Transportsektor dominieren, während Öl ebenso wie Gas bedeutende Grundstoffe für die petrochemische Industrie bleiben werden. Erdgas als fossiler Brennstoff mit den geringsten Emissionen von Kohlendioxid (CO2 ) wird ebenfalls weiter eine wichtige Rolle im zukünftigen Energie-Mix spielen.

Kurzfristig, für 2016, wird auf den Rohölmärkten weiter ein Überangebot erwartet. Die Öl- und Produktbestände werden daher voraussichtlich weiter zunehmen. Eine Trendumkehr wird gegen Ende 2016 erwartet. Günstigere Entwicklungen als in diesem Szenario können sich ergeben, wenn die Schieferölförderung in den USA rascher sinkt als derzeit erwartet und die weltweite Ölnachfrage aufgrund der außergewöhnlich niedrigen Rohölpreise trotz einer geringeren wirtschaftlichen Dynamik stark bleibt. Längerfristig, bis gegen Ende des Jahrzehnts, scheint auf dem Ölmarkt eine Angebotslücke zu entstehen, da in Reaktion auf den Verfall der Ölpreise substanzielle Investitionen gestrichen oder verschoben werden. Die zugrundeliegende Annahme ist daher, dass die Preise gegen Ende des Jahrzehnts wieder steigen werden. Die kurzfristige Flexibilität der US-Schieferölproduktion wird jedoch wahrscheinlich für eine Preisobergrenze sorgen, sodass nicht erwartet wird, dass die Ölpreise auf

Niveaus wie USD 100/bbl oder höher steigen, wie in den Jahren 2011 bis 2014 zu beobachten war. Die langfristige Ölpreisannahme von OMV ist derzeit USD 75/bbl ab 2020. Die Erdgaspreise in Europa waren im Winter 2015/16 außergewöhnlich niedrig. Dies ist teilweise eine Folge eines milden Winters, zum Teil aber auch eine Auswirkung höherer Lieferungen von Flüssiggas (LNG) nach Europa, da niedrige Ölpreise mit einem Rückgang der ölindexierten Gaspreise in Asien einhergehen. Es wird erwartet, dass Europa weiter eine ausgleichende Rolle im weltweiten LNG-Handel spielen wird. Maßgeblich für die LNG-Lieferungen nach Europa werden die Gasnachfrage in Asien und die Ölpreise sein. Die Gaspreise in Europa wiederum werden erstens davon bestimmt werden, wie entgegenkommend die traditionellen Lieferanten Europas gegenüber zusätzlichen LNG-Mengen sein werden, und zweitens davon, wie rasch die europäische Produktion zurückgeht. Die Gaspreisannahmen von OMV wurden angepasst und spiegeln die derzeit ungünstigen Marktbedingungen in Europa wider.

Es wird erwartet, dass die Raffinerie-Margen gegenüber den Rekordwerten von 2015 sinken werden. Die Grundbedingungen in Europa sind unverändert: Die Region verfügt über zu hohe Raffineriekapazitäten, und Mitteldestillate (z.B. Diesel) werden zu wettbewerbsfähigen Preisen aus Russland und dem Mittleren Osten geliefert. Schließlich ist derzeit aufgrund der Schieferöl-Revolution in den USA ein traditioneller Exportmarkt für europäische Ölprodukte praktisch ausgefallen. Der starke Wettbewerb in Europa wird voraussichtlich anhalten, und OMV ist in diesem Umfeld gut positioniert.

OMV Perspektive

Im Zusammenhang mit der Überprüfung der Strategie und im Kontext der ungünstigen Marktbedingungen wurden die Stärken und Schwächen von OMV analysiert. Die erste Stärke von OMV ist das integrierte Geschäftsmodell. Das Unternehmen ist im Bereich Downstream Öl gut positioniert, was 2015 seinen Wert unter Beweis gestellt hat, als hohe Raffinerie-Margen

Öl und Gas werden weiter eine entscheidende Rolle als Primärenergiequellen spielen

Eine wesentliche Stärke ist das integrierte Geschäftsmodell

den Auswirkungen niedriger Rohölpreise entgegenwirkten. Im Bereich Downstream Gas verfügt OMV über umfangreiche Marketingkompetenz und hat sich als Marktführer in Österreich und Rumänien etabliert. Eine wichtige Stärke ist zweitens die herausragende Expertise in der Förderung aus reifen Lagerstätten in Rumänien und Österreich. Drittens ist OMV bei mehr als 70% des Upstream-Portfolios Betriebsführer, was eine direkte Kostenkontrolle ermöglicht – eine außerordentlich wertvolle Ausgangsposition für die Anpassung der aktuellen Kostenniveaus. Ungeachtet dieser Stärken besteht in mehreren Bereichen Potenzial für Verbesserungen. Erstens sind die Portfolio-Kosten von OMV in Upstream vergleichsweise hoch. Dies ist zum Teil auf eine bedeutende Akquisition 2013 in der Nordsee zurückzuführen, einer Region mit hohen Produktionskosten. Zweitens muss das hohe Niveau der Ausgaben, d.h. sowohl Investitionen als auch Ausgaben für Exploration und Evaluierung, überprüft und gesenkt werden. Sowohl Kosten als auch Ausgaben müssen auf ein Niveau gebracht werden, das es OMV erlaubt, einen weitgehend neutralen freien Cashflow nach Dividenden zu erreichen. Darüber hinaus fehlt es dem OMV Upstream-Portfolio an Nachhaltigkeit, gemessen anhand der Reserven-Ersatzrate (RRR). Diese Kennzahl drückt aus, in welchem Ausmaß OMV die geförderten Reserven ersetzt. Für ein nachhaltiges Geschäftsmodell in

Strikter Fokus auf Cashflow-Sicherung

100% liegen, d.h. OMV muss die geförderten Reserven vollständig ersetzen. 2015 belief sich die RRR von OMV im 3-Jahres-Durchschnitt auf 73%. Schließlich benötigt der Bereich Downstream Gas eine Restrukturierung und eine optimierte Struktur, welche die aktuellen Marktbedingungen widerspiegelt. Diese Stärken und Schwächen bilden zusammen mit der Marktperspektive die Basis für die neue Strategie von OMV.

Upstream muss diese Kennzahl im Schnitt bei

Die strategischen Prioritäten von OMV

Eine makellose HSSE-Performance ist ein Grundprinzip der Geschäftstätigkeit von OMV. HSSE wird daher für OMV oberste Priorität bleiben, mit dem Ziel einer weiteren Erhöhung des Gesundheits- und Sicherheitsbewusstseins der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Kontraktoren.

Aufgrund des kurzfristig schwachen Ausblicks für die Ölpreise sowie der erwarteten nur langsamen langfristigen Erholung ist die erste strategische Priorität für OMV ein strikter Fokus auf Cashflow-Sicherung, um einen weitgehend neutralen freien Cashflow nach Dividenden auf nachhaltiger Basis zu erreichen. Dazu wird OMV die Investitionen und die Ausgaben für Exploration und Evaluierung (E&A, Exploration & Appraisal) weiter anpassen. Darüber hinaus hat OMV ein konzernweites Kostensenkungs- und Kapitaleffizienzprogramm

gestartet, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu stärken. Zusätzlich zu diesen internen Maßnahmen zur Cashflow-Sicherung hat OMV beschlossen, in Zukunft mehrere als nichtstrategisch betrachtete Assets zu veräußern, und zwar einen Minderheitsanteil von bis zu 49% an Gas Connect Austria, einem Gasinfrastrukturunternehmen, sowie bis zu 100% der Anteile an OMV Petrol Ofisi, dem Tankstellen- und Importterminalnetz von OMV in der Türkei.

Die zweite strategische Priorität ist die Fokussierung der Upstream-Aktivitäten von OMV und die Schaffung eines nachhaltigeren Upstream-Portfolios. Dies wird einen strikten Fokus der Upstream-Aktivitäten auf drei Kernregionen einschließen: (1) Mittel- und Osteuropa (Rumänien und Österreich), (2) die Nordsee und (3) den Mittleren Osten und Afrika. Eine Kernregion ist als Region mit einer jährlichen Produktion von mehr als 50 kboe/d definiert, die sich zudem selbst finanziert, d.h. der operative Cashflow aus der Region reicht aus, um ihren Kapitalbedarf zu decken. Außerdem wird OMV zusätzlich zu den zuvor genannten internen Kostensenkungsmaßnahmen gezielte Akquisitionen in kostengünstigen Regionen wie dem Mittleren Osten und Russland tätigen, um die Portfolio-Kosten zu verringern. In Russland plant OMV den Erwerb eines Anteils von 24,98% an der Achimov IV/V-Formation im Feld Urengoy. Assets in kostengünstigeren Regionen in Verbindung mit der Exploration von "near-field"-Möglichkeiten und modernster Fördertechnologie sollen die Reserven-Ersatzrate auf einen nachhaltigen Wert von 100% erhöhen.

Die dritte strategische Priorität von OMV ist das Downstream-Geschäft. OMV wird das integrierte Geschäftsmodell sowohl bei Öl als auch bei Gas beibehalten und weiter ausbauen. Downstream Gas wird derzeit mit dem Ziel restrukturiert, eine schlanke Organisation mit niedrigen Kosten zur Vermarktung der steigenden Erdgasbezugsmengen-Position in Nordwesteuropa zu schaffen. Downstream Öl ist aus einer Periode der Restrukturierung von 2011 bis 2014 gut positioniert hervorgegangen, mit Ausnahme von OMV Petrol Ofisi, einem weiterhin gesunden Unternehmen mit einem jedoch nur begrenzt integrierten Geschäft. In Zukunft wird Downstream Öl als

robuster Cash-Generator für den Konzern fungieren, mit dem Fokus auf der optimalen Auslastung der Raffinerien.

Fokus auf Cash und Kosten

Ziel von OMV ist, einen weitgehend neutralen freien Cashflow nach Dividenden auf nachhaltiger Basis zu erreichen, um

  • Dividendenzahlungen intern zu finanzieren,
  • unser langfristiges Verschuldungsgrad-Ziel von ≤30% einzuhalten und
  • unser starkes Investment-Grade Credit-Rating sicherzustellen.

Für 2017 hat sich OMV das Ziel gesetzt, einen neutralen freien Cashflow nach Dividenden bei einem Ölpreis von rund USD 55/bbl zu erreichen. Dazu startet OMV ein Kostensenkungs- und Kapitaleffizienzprogramm, das unter anderem Folgendes umfasst:

  • Reduktion der Investitionen 2016 um knapp 40% gegenüber 2014, von EUR 3,8 Mrd 2014 auf rund EUR 2,4 Mrd (einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben) 2016 und potenzieller weiterer Kürzungen.
  • Kürzung der Ausgabenbudgets für E&A 2016 um 35% vs. 2014 und 2017 um knapp 60% vs. 2014. Insgesamt werden die E&A-Ausgaben von EUR 693 Mio 2014 auf EUR 300 Mio 2017 verringert werden.
  • Nachhaltige Verringerung der Konzernkosten und Effizienzsteigerungen von EUR 100 Mio 2017 gegenüber 2015. Dies wird bei sämtlichen OMV Kostenhebeln in Upstream, Downstream und in der Konzernverwaltung ansetzen und auch Maßnahmen zur Verbesserung der Margen und der Produktivität einschließen.

Diese internen Maßnahmen zur Cashflow-Sicherung werden durch Veräußerungen nichtstrategischer Assets ergänzt. Der Minderheitsanteil an Gas Connect Austria wird Investorinnen und Investoren angeboten, die an einer Anlage mit einem attraktiven, stabilen Ertrag in einem regulierten Umfeld interessiert sind. Mit dem Beschluss zur Veräußerung von OMV Petrol Ofisi beendet OMV eine 2011 initiierte Investition in ein marktführendes, jedoch kaum integriertes

Ausbau des integrierten Geschäftsmodells sowohl bei Downstream Öl als auch bei Downstream Gas

Fokussiertes und nachhaltiges Upstream-Portfolio Unternehmen. OMV Petrol Ofisi verfügt weiterhin über eine marktführende Stellung als Tankstellenbetreiber in der Türkei, dem einzigen Wachstumsmarkt Europas. Außerdem verfügt das Unternehmen über das größte Importterminalnetz des Landes. Das Netz wird jedoch nicht von OMV Raffinerien versorgt und stellt insofern keinen internen Abnehmer dar. Es ist daher nicht integriert und trägt nicht zur optimalen Auslastung der OMV Raffinerien bei. Darüber hinaus war die Ertragskraft von OMV Petrol Ofisi in den letzten Jahren durch das schwierige regulatorische Umfeld beeinträchtigt. Da die entscheidenden 5-Jahres-Händlerverträge 2015 erfolgreich verlängert wurden, ist nun der richtige Zeitpunkt für OMV gekommen, sich aus einem gesunden, aber nicht strategischen Asset zurückzuziehen. Zusätzlich zu diesen zwei bedeutenden Veräußerungen sind 2016 bis 2018 auch weitere Veräußerungen kleinerer Assets geplant.

Nachhaltige Upstream-Position

Ziel von OMV ist ein fokussiertes Upstream-Portfolio und eine Reserven-Ersatzrate von 100%, d.h. die vollständige Ersetzung der geförderten Reserven. Anstatt Produktionswachstum wird OMV eine Maximierung des Portfoliowerts anstreben, gestützt auf strenge Kapital- und Ausgabendisziplin und einen Fokus auf hochprofitable Barrels. Ziele für die Zukunft sind eine Erhaltung des Produktionsniveaus von rund 300 kboe/d bis 2020 mit einem kumulierten Steigerungspotenzial von rund 60 kboe/d aus Russland, in Abhängigkeit von der erfolgreichen Akquisition und Entwicklung des Anteils von 24,98% an Achimov IV/V, sowie der Wiederaufnahme der Produktion in Libyen und im Jemen. Der geplante OMV Anteil an der kumulierten Produktion über die Lebensdauer von Achimov IV/V entspricht Reserven, die auf Grundlage von Daten der russischen Bergbaubehörde auf mehr als das Fünffache der OMV Produktion von 2015 geschätzt werden. Das Feld wird gegen Ende des Jahrzehnts in Produktion gehen und für mehr als 20 Jahre eine hohe Plateau-Produktion liefern. Mehr als 90-95% der geplanten kumulierten Upstream-Investitionen bis 2020 werden in die Erhaltung einer Basisproduktion von 300 kboe/d zuzüglich des Potenzials aus der Wiederaufnahme

der Produktion in Libyen und im Jemen fließen. Die übrigen 5-10% sind für die Entwicklung von Achimov IV/V bestimmt. Zusätzlich zu Russland fokussiert OMV auf den Mittleren Osten als zweite Region mit günstigen Produktionskosten. In den Vereinigten Arabischen Emiraten strebt OMV an, weitere Chancen jenseits der derzeitigen Position im Gasfeld Shuwaihat zu identifizieren. Im Iran kann OMV auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Vergangenheit zurückblicken. Nach Aufhebung der Sanktionen fasst OMV gemeinsame Aktivitäten ins Auge, die sowohl neue Entwicklungsprojekte als auch Neuentwicklungen bestehender Felder einschließen können.

Restrukturierung von Downstream Gas

OMV wird den Bereich Downstream Gas restrukturieren, der in den vergangenen Jahren mit erheblich nachteiligen Marktbedingungen konfrontiert war. Der Bereich ist darüber hinaus durch Kosten aus Altverträgen belastet, hauptsächlich im Zusammenhang mit langfristigen Buchungen von Infrastrukturkapazitäten, insbesondere am LNG-Regasifizierungs-Terminal Gate in den Niederlanden. Die Schaffung eines schlanken europäischen Erdgas-Verkaufsgeschäfts ist entscheidend für die Zukunft und wurde durch die Ende 2015 vereinbarte vollständige Übernahme von EconGas eingeleitet. Die Übernahme wird durch die Eliminierung paralleler Vertriebsorganisationen Synergieeffekte schaffen. Mit dieser neuen Vertriebsorganisation wird OMV eine Marketing-Offensive in Nordwesteuropa starten, dem Schwerpunkt der wachsenden OMV Erdgasbezugsmengen-Position. Das zunehmende Absatzvolumen wird auch eine bessere Auslastung der zuvor erwähnten Positionen aus Altverträgen und damit eine Finanzierung der damit verbundenen Fixkosten ermöglichen. OMV wird das Engagement im Bereich Power mangels strategischer Perspektive auf ein Minimum reduzieren. Der Windpark Dorobantu (Rumänien) wird veräußert werden und eine Veräußerung des Kraftwerks Samsun in der Türkei wird evaluiert. Das Kraftwerk Brazi in Rumänien wird aufgrund seiner Integration in OMV Petrom im Portfolio behalten werden. OMV veräußert einerseits den zuvor erwähnten Minderheitsanteil (bis zu 49%)

Potenzielles Produktionswachstum von Russland und der Wiederaufnahme der Produktion in Libyen und im Jemen

Fokus auf Steigerung der Erdgas-Verkäufe in Nordwesteuropa

an dem regulierten Infrastrukturgeschäft von Gas Connect Austria, beteiligt sich aber andererseits zu 10% an dem nicht regulierten Pipelineprojekt Nord Stream 2. Diese internationale Pipeline verläuft von der russischen Küste über etwa 1.200 km durch die Ostsee bis nahe bei Greifswald in Deutschland. Da das Projekt durch internationale Gewässer verläuft, unterliegen die Renditen keiner Regulierung. Das Projekt bietet eine garantierte, attraktive Rendite auf Basis langfristiger "Ship-or-Pay"-Verpflichtungen. Nord Stream 2 hat für OMV strategische Bedeutung, da das Projekt beständige, langfristige Gasströme zum Central European Gas Hub (CEGH) und über das Leitungsnetz von Gas Connect Austria sicherstellt. Dies wiederum gewährleistet eine langfristige Auslastung der von Gas Connect Austria betriebenen österreichischen Gasimport- und Gasexport-Infrastruktur.

Wettbewerbsfähiger Bereich Downstream Öl

Downstream Öl hat nach Abschluss eines erfolgreichen Restrukturierungsprogramms 2014 und insbesondere 2015 seinen Wert als starker Cash-Generator unter Beweis gestellt. In Zukunft wird der Bereich nach der Maßgabe der Cash-Generierung unter Einhaltung einer strikten Kapital- und Kostendisziplin geführt werden. Um die drei OMV Raffinerien optimal auszulasten, wird die Integration mit dem Upstream-Bereich und mit internen Abnehmern aufrechterhalten und weiter verstärkt werden. Dazu gehören das Tankstellennetz von OMV sowie die Integration der Petrochemie mit Borealis an den Raffinerien Schwechat und Burghausen. OMV Petrol Ofisi wird als nicht integriertes Tankstellennetz veräußert werden.

Integration unterstützt die optimale Auslastung der Raffinerien

Die OMV Strategie kurz zusammengefasst

Die neue OMV Strategie zielt darauf ab, die Leistungsfähigkeit des Konzerns zu verbessern und uns dadurch zu ermöglichen, flexibel auf das volatile Marktumfeld zu reagieren, mit dem wir konfrontiert sind. Die strategischen Prioritäten des Unternehmens in den kommenden Jahren sind die folgenden: Cashflow-Sicherung, nachhaltige Ressourcenbasis in Upstream,

Restrukturierung von Downstream Gas und ein weiterer Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit in Downstream Öl. Ziel bei all diesen Vorhaben ist eine verbesserte Profitabilität. Allem voran wird HSSE bei OMV weiterhin oberste Priorität haben. Eine gute HSSE-Performance bildet die Grundlage aller Geschäftstätigkeiten.

Vorbereitet auf das derzeit volatile Marktumfeld flexibel zu reagieren

  • Fokus auf Cash und Kosten
  • Aufbau einer nachhaltigen Position in Upstream
  • Restrukturierung von Downstream Gas
  • Weitere Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Downstream Öl

OMV Aktie und Anleihen

2015 war ein volatiles Jahr für die Rohstoffpreise und Finanzmärkte. Trotz des deutlichen Rückgangs des Brent-Rohölpreises stieg der Kurs der OMV Aktie gegenüber dem Jahresende 2014 um 19% und notierte zum Jahresende bei EUR 26,13. Somit ergab sich einschließlich der Dividende für das Geschäftsjahr 2014 ein attraktiver Total Shareholder Return von 24% für 2015.

Finanzmärkte

2015 waren die Finanzmärkte von anhaltender Volatilität geprägt. Bestimmende Faktoren waren die sinkenden Rohstoffpreise, starke Wechselkursschwankungen, die wirtschaftlichen Probleme in Griechenland und ein schwächeres Wachstum in China. Zudem hielt auch die politische Instabilität in Nordafrika und im Mittleren Osten an. Der Brent-Rohölpreis gab in der zweiten Jahreshälfte deutlich nach und lag zum Jahresende mit USD 37/bbl um 35% unter dem Niveau von Anfang 2015. Der FTSE Global Energy Index fiel 2015 um 24% (in EUR gerechnet um 15%), der FTSE Eurotop 100 stieg um 3% und der ATX um 11%.

Kursentwicklung und Umsätze der OMV Aktie

Vor diesem Hintergrund stieg der Kurs der OMV Aktie 2015 um 19%. Zu Jahresbeginn setzte die OMV Aktie den Abwärtstrend von Ende 2014 fort und erreichte Mitte Jänner mit EUR 20,70 das Jahrestief. Ab dann tendierte der Kurs der Aktie kontinuierlich aufwärts – stärker als die Brent-Ölpreis-Performance – und verzeichnete am 11. Mai mit EUR 30,46 den Jahreshöchstwert. Nach dieser Spitze fiel der Kurs bis zum 28. September auf EUR 21,01. Danach erholte sich der Kurs bis Ende 2015 entgegen dem Abwärtstrend des Brent-Rohölpreises wieder, und spiegelte

damit die robuste Performance des Konzerns in dem herausfordernden Marktumfeld wider. Zum Jahresende notierte die OMV Aktie bei EUR 26,13. Die Marktkapitalisierung der OMV Aktie betrug per Jahresende rund EUR 9 Mrd. Die gesamte Aktienkapitalisierung der an der Wiener Börse notierten Werte erhöhte sich um 11% auf EUR 85 Mrd, wobei die OMV Aktie 2015 10% der Marktkapitalisierung ausmachte.

Ergebnisse der Hauptversammlung

Die wesentlichen Punkte der ordentlichen Hauptversammlung vom 19. Mai 2015 waren: 1) der Beschluss einer Dividende von EUR 1,25 je Aktie für das Geschäftsjahr 2014; 2) die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder gemäß Vorschlag; 3) die Genehmigung des Long Term Incentive Plans 2015 und des Matching Share Planes 2015, beides langfristige Vergütungsinstrumente für Vorstandsmitglieder und ausgewählte Führungskräfte.

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft beträgt EUR 327.272.727 und besteht aus 327.272.727 auf Inhaber lautenden Stückaktien. Insgesamt hielt OMV per Jahresende 2015 912.824 eigene Aktien. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien betrug somit 326.359.903 Stück. Bei der nächsten ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2016 wird der Vorstand

2015 stieg der Kurs der OMV Aktie um 19%

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

OMV Aktie ISIN: AT0000743059
Börsennotierungen Wien, USA (ADR Level I)
Ticker Wiener Börse: OMV
Reuters: OMVV.VI
Bloomberg: OMV AV

eine Dividende von EUR 1,00 je Aktie vorschlagen. Die Dividendenrendite, gemessen am Schlusskurs des Jahres 2015, wird 3,83% betragen.

Kredit-Rating

OMV hat ein Kredit-Rating von Baa1 von Moody's sowie A– von Fitch. Dies unterstreicht die starke Bonität des OMV Konzerns und steht in Einklang mit dem Ziel, ein starkes Investment Grade Kredit-Rating zu halten.

Anleihen

Im Dezember 2015 hat OMV Hybridanleihen im Gesamtvolumen von EUR 1,5 Mrd in zwei Tranchen zu jeweils EUR 750 Mio begeben, um die Bilanz und die finanzielle Flexibilität des Konzerns weiter zu stärken. Die Hybridanleihen haben keinen Fälligkeitstag und werden nach IFRS zu 100% als Eigenkapital behandelt.

OMV Aktionärsstruktur

Die OMV Aktionärsstruktur veränderte sich 2015 nur wenig und setzt sich daher per Jahresende aus 43,3% Streubesitz, 31,5% Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH

(ÖBIB, vertritt den österreichischen Staat), 24,9% International Petroleum Investment Company (IPIC) und 0,3% eigenen Aktien zusammen. Das Grundkapital von OMV besteht aus Stammaktien und es gilt das Prinzip "one share – one vote", d.h. keine Aktie ist mit besonderen Rechten ausgestattet. Zwischen den Kernaktionären IPIC und ÖBIB besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.

Analystenberichte

Die OMV Aktie wird von mehr als 20 österreichischen und internationalen Investmentbanken beobachtet, die mit ihren regelmäßigen Researchberichten eine gute Sichtbarkeit von OMV in der Finanzwelt gewährleisten.

Investor Relations Aktivitäten

Auf zahlreichen Roadshows und Konferenzen in Europa und Nordamerika konnten der Vorstand und das Investor Relations Team den Kontakt mit Analystinnen und Analysten sowie Investorinnen und Investoren pflegen und vertiefen. 2015 fanden rund 220 persönliche Treffen und Präsentationen statt, an denen rund 520 Personen teilnahmen. Um Transparenz, Service und Aktualität zu gewährleisten, werden alle wichtigen Informationen und Neuigkeiten laufend im Internet unter www.omv.com veröffentlicht.

Weitere Informationen über das ADR-Programm, Anleihen, HVs, Kredit-Ratings sowie den Finanzkalender sind auf www.omv.com verfügbar

News sind auch unter www.twitter. com/omv sowie in der OMV Investor Relations App verfügbar

Auf einen Blick in EUR
2015 2014 1) 2013 2) 2012 20113)
Anzahl der ausstehenden Aktien in Mio Stück 4) 326,36 326,26 326,23 326,19 326,07
Marktkapitalisierung in EUR Mrd 4) 8,53 7,18 11,35 8,92 7,64
Aktienumsatz an der Wiener Börse in EUR Mrd 7,13 5,21 4,82 3,98 7,34
Höchstkurs des Jahres 30,46 36,06 39,69 29,12 34,69
Tiefstkurs des Jahres 20,70 20,07 27,85 21,29 21,24
Schlusskurs des Jahres 1) 26,13 22,01 34,79 27,36 23,44
Ergebnis je Aktie –3,37 0,85 3,56 4,18 3,43
Buchwert je Aktie 4) 35,76 35,53 35,60 36,49 33,41
Cashflow je Aktie5) 8,68 11,24 12,64 11,69 8,00
Dividende je Aktie6) 1,00 1,25 1,25 1,20 1,10
Ausschüttungsgrad in % n.m. 147 35 29 32
Dividendenrendite in % 4) 3,83 5,68 3,59 4,39 4,69
Total Shareholder Return (TSR) in %7) 24 –33 32 21 –21

1) Die Zahlen für 2014 wurden gemäß IAS 8 angepasst

2) 2014 wurden die Zahlen für 2013 aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" angepasst

3) Mit 31. März 2012 wurden die Zahlen für 2011 entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst

4) Per 31. Dezember

5) Cashflow aus der Betriebstätigkeit 6) 2015: Wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat bestätigt.

Vorbehaltlich der Bestätigung der Hauptversammlung 2016

7) Ohne Reinvestition der Dividende

Nachhaltigkeit

OMV hat eine lange Tradition des Verantwortungsbewusstseins gegenüber Umwelt und Gesellschaft. 2015 haben wir Nachhaltigkeit noch enger in unsere Geschäftstätigkeit integriert.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie: Resourcefulness

Die OMV Nachhaltigkeitsstrategie Resourcefulness vereint unser verantwortungsvolles Engagement in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Security, Umwelt, Vielfalt, Business Ethik, Menschenrechte und Stakeholder Engagement. Sie ist in drei Schwerpunktbereichen zusammengefasst:

  • Eco-Efficiency
  • Eco-Innovation
  • Skills to Succeed

Resourcefulness ist unser Weg, die wirtschaftlichen Ziele nachhaltig und verantwortungsvoll zu erreichen und ermöglicht uns, die gesellschaftliche Akzeptanz unserer Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten.

Nachhaltigkeits-Governance

Das Management und die Kontrolle unserer Nachhaltigkeitsstrategie Resourcefulness obliegt zwei Gremien. Das vom Generaldirektor geleitete Resourcefulness Executive Team ist aus je einem Vertreter bzw. einer Vertreterin jedes Resourcefulness-Themas und jedes Geschäftsbereichs zusammengesetzt und für die Weiterentwicklung unserer Strategie und ihre praktische Umsetzung verantwortlich. Es wird vom Resourcefulness Advisory Board beraten, das ebenfalls vom Generaldirektor geleitet wird und sich aus hochrangigen externen Expertinnen und Experten zusammensetzt. Es spielt eine Schlüsselrolle bei der Hinterfragung unserer Aktivitäten und einer kritischen Begleitung unserer Vorhaben und Fortschritte.

Alle Führungsebenen sind an der Umsetzung der Nachhaltigkeitsprojekte beteiligt, und Resourcefulness ist Teil ihrer jährlichen Leistungsbeurteilung. Auch unser höchstes Leitungsgremium wird im Hinblick auf Nachhaltigkeitsthemen bewertet. Methoden und Instrumente, welche die Auswirkungen von Resourcefulness messbar machen, erlauben uns, die besten Entscheidungen für OMV, die Umwelt und unsere Stakeholder zu treffen. OMV hat eine Reihe von Schlüsselindikatoren (KPI) für alle strategischen Bereiche von Resourcefulness entwickelt (Eco-Efficiency, Eco-Innovation, Skills to Succeed, HSSE, Stakeholder Engagement, Business Ethik, Menschenrechte und Vielfalt), um Nachhaltigkeit in der gesamten Organisation zu steuern.

Performance

2015 haben wir weitere Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit erzielt. Einzelheiten zur Performance befinden sich im eigenständigen OMV Nachhaltigkeitsbericht 2015. Wir berichten führenden Ratingagenturen für Nachhaltigkeit wie FTSE4Good, oekom, Vigeo, und Sustainalytics. 2015 wurde OMV in den FTSE4Good Global Index aufgenommen und ist weiter im Euronext-Vigeo Eurozone 120, Ethibel Sustainability Index Excellence Europe, STOXX ® Global EGS und im MSCI Global Sustainability Index vertreten. 2015 verbesserten wir neuerlich unsere Performance und erzielten eine Carbon Disclosure Project (CDP)-Bewertung von 98A–. Mit dieser Bewertung ist OMV Sector Leader und Country Leader in Österreich.

Berichterstattung zu wesentlichen Themen

Unser Resourcefulness-Ansatz sowie unser Fokus auf wesentliche Themen helfen uns sicherzustellen, dass wir uns mit den für unser Unternehmen und unsere Stakeholder wichtigsten Problemen befassen. OMV nahm eine Materialitätsanalyse gemäß dem G4-Leitfaden der Global Reporting Initiative vor, die uns ermöglichte, die wesentlichen Aspekte in 18 unterschiedliche Themenbereiche zu gliedern. Dadurch konnte mehr Klarheit über die Bereiche gewonnen werden, auf die fokussiert und über die berichtet werden muss. Die Ergebnisse dieser Materialitätsanalyse sind für den gesamten OMV Konzern relevant und bestimmen den Aufbau des OMV Nachhaltigkeitsberichts 2015.

Schwerpunkte

1. Gesundheit, Sicherheit und Security

HSSE hat für OMV höchste Priorität. Aus diesem Grund setzen wir auf strenge konzernweite Regeln, stringente Prozesse zur Gefahrenerkennung und Best Practices im Risikomanagement. Wir investieren in Technik, Programme und Prozesse, um sicherzustellen, dass unsere Anlagen und Standorte sicher sind. Die Unfallhäufigkeit

OMV wurde in den FTSE4Good Global Index aufgenommen

Weitere Einzelheiten zu den Schwerpunktbereichen befinden sich im Konzernlagebericht des Vorstands

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

pro eine Million Arbeitsstunden (Lost-Time Injury Rate; LTIR) verringerte sich weiter von 0,44 2014 auf 0,27 2015.

2. Umweltmanagement

Ziel ist eine Optimierung der Prozesse, um natürliche Ressourcen so effizient wie möglich zu nutzen, sowie Emissionen und Abfall zu reduzieren. OMV hat eine große Bandbreite von Maßnahmen zur schrittweisen Verbesserung der Energieeffizienz gesetzt, um die Treibhausgas-Emissionen zu verringern und Energiekosten einzusparen. Das Management des Risikos von Produktaustritten ist konzernweit ein weiterer wichtiger Schwerpunkt.

3. Personalentwicklung und Vielfalt

OMV bekennt sich zur Diversity-Strategie des Konzerns und ihren Schwerpunkten Geschlechtervielfalt und Internationalität. In Bezug auf Geschlechtervielfalt zielen wir darauf ab, den Frauenanteil im Bereich der Senior Vice Presidents bis 2020 auf 30% zu erhöhen. Für den Schwerpunkt Internationalität sind drei KPIs festgelegt, die auf ein geeignetes Nationalitätenverhältnis in der Führung größerer Geschäftseinheiten von OMV und auf Senior Vice President-Ebene abzielen. Per 31. Dezember 2015 besetzten Frauen 17% unserer Senior Vice President-Positionen und rund 45% wurden von Personen nicht-österreichischer Staatsangehörigkeit eingenommen.

4. Unternehmensgrundsätze und Ansatz Ziel von OMV ist die Einhaltung derselben hohen Compliance-Standards an allen Standorten. Eine zweckbestimmte länderübergreifende Compliance-Organisation, die sich aus

41 Personen mit Compliance-Expertise zusammensetzt, hat die Aufgabe, eine konzernweit einheitliche Einhaltung der OMV Standards zu gewährleisten. 2015 wurden mehr als 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschult, um die Einhaltung interner und externer Vorschriften und Gesetze sicherzustellen. Als Unterzeichner des United Nations Global Compact (UNGC) und Befürworter der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte betrachtet OMV Menschenrechte als allgemein gültige Werte, an denen wir unser Verhalten in allen Tätigkeitsbereichen ausrichten. 2015 bekam OMV Petrom den Vorsitz des UNGC Netzwerks Rumänien.

5. Community Engagement

OMV baut vertrauensvolle Beziehungen mit AnrainerInnengemeinden auf, um gesellschaftliche Akzeptanz zu gewinnen, und führt gleichzeitig ein effizientes Unternehmen. 2015 wurden in den Ländern mit OMV Upstream-Aktivitäten (z.B. Rumänien, Kasachstan, Abu Dhabi, Pakistan, Neuseeland, Großbritannien und Madagaskar) erfolgreich Beschwerdemechanismen eingeführt. OMV glaubt an die wirtschaftliche Entwicklung der AnrainerInnengemeinden an den Standorten und setzte 2015 die Umsetzung von Community-Relations-Projekten fort. Als neue Maßnahme unterzeichnete OMV auch einen Vertrag über eine strategische Partnerschaft mit der Austrian Development Agency. Ziel ist es, die Beschäftigungschancen von Frauen und Männern in unseren AnrainerInnengemeinden durch Berufsausbildung und lokale wirtschaftliche Entwicklung zu verbessern. Das erste Projekt wird in Tunesien umgesetzt werden.

2015 verbesserte sich die Lost-Time Injury Rate (LTIR) auf 0,27

Unsere Materialitätsmatrix

Das Wachstum der Weltwirtschaft fiel 2015 mit 3,1% um 0,3% geringer aus als im Vorjahr. Entgegen dem Trend der letzten Jahre verlangsamte sich das Wachstumstempo der Schwellen- und Entwicklungsländer von 4,6% auf 4%. Die Industrieländer konnten einen leichten Zuwachs ihrer Wirtschaftsleistung auf 1,9% verzeichnen. Innerhalb der OECD war der Wirtschaftsaufschwung in den USA mit +2,5% kräftiger als im Euroraum, dessen Wirtschaft um 1,5% wuchs. Wichtige Ölexportländer mussten im Gefolge des Ölpreisverfalls einen massiven konjunkturellen Einbruch bewältigen. In der EU-28 beschleunigte sich das BIP-Wachstum um 0,5% auf 1,9%. Diese Entwicklung wurde durch geldpolitische Maßnahmen der Europäischen Zentralbank, durch die für den Export günstige Abwertung des Euro und durch niedrigere Ausgaben für Rohstoffimporte begünstigt. In Deutschland war der BIP-Zuwachs mit 1,5% im Vergleich zu 2014 nur geringfügig höher. Österreichs Wirtschaft wuchs mit 0,8% das vierte Jahr in Folge unter der 1%-Marke. In Rumänien festigte sich der Aufwärtstrend des Vorjahrs und das BIP nahm um 3,7% zu. Steuersenkungen und Reallohnzuwächse ermöglichten eine Ausweitung des privaten Konsums um 5%. Trotz der innen- und außenpolitisch angespannten Lage konnte die Wirtschaft der Türkei um knapp 4% wachsen.

Der Weltölverbrauch stieg um 1,7% auf 94,4 Mio bbl/d während die Ölproduktion um 2,9% auf 96,4 Mio bbl/d stieg

Der Weltölverbrauch stieg 2015 um 1,7% auf insgesamt 94,4 Mio bbl/d. Davon entfielen 46,1 Mio bbl/d (+0,9%) auf die OECD und 48,3 Mio bbl/d (+2,5%) auf Nicht-OECD-Länder. Die globale Ölproduktion stieg um 2,6 Mio/bbl bzw. 2,9% auf 96,4 Mio bbl/d. Damit setzte sich die im ersten Quartal 2014 beginnende Über-

versorgung auch im gesamten Jahr 2015 fort und die Lagerbestände wuchsen um 2,0 Mio bbl/d. Die Rohölproduktion der OPEC stieg um 1,1 Mio bbl/d (+3,5%) auf 32,1 Mio bbl/d. Die größten Produktionszuwächse erzielten Saudi-Arabien und der Irak mit jeweils 0,6 Mio bbl/d. Noch stärker war der Zuwachs in den USA mit 0,9 Mio bbl/d (+7,7%). Die anhaltende Überversorgung des Marktes drückte die Rohölpreise bis Ende 2015 auf ein Niveau, das zuletzt am Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise Ende 2008 zu beobachten war. Der Durchschnittspreis für die Rohölsorte Brent sank 2015 auf USD 52,39/bbl und lag damit um 47% unter dem Vorjahresniveau.

Der EUR-USD-Wechselkurs sank im Jahresvergleich von USD 1,33 auf USD 1,11 je EUR.

Die Erdgasnachfrage in Österreich stieg 2015 um 6% auf knapp 7,9 Mrd m³ bzw. 89 TWh. Die Inlandsgasproduktion sank um 5% auf 1,2 Mrd m³, die Nettoimporte wurden um 1,6 Mrd m³ reduziert (-22%). Zusätzlich sank der Speicherstand zum Jahresultimo durch die stark erhöhte Speicherentnahme auf 5 Mrd m³. Dies entsprach einem Füllungsgrad von 60%. In Rumänien sank der Gasverbrauch 2015 um 5% auf 11,5 Mrd m³ (122 TWh).

Der Mineralölproduktenmarkt in dem für OMV relevanten Absatzgebiet (Mittel- und Südosteuropa sowie die Türkei) stieg 2015 um ca. 6 Mio t auf rund 174 Mio t. In Österreich erreichte der Mineralölproduktenabsatz ein Volumen von 10,8 Mio t (+2%), was nahezu zur Gänze auf die Absatzsteigerung bei Dieselkraftstoff zurückzuführen war. Auch in Deutschland war das Absatzplus von 1,2 Mio t der um über 4% gestiegenen Dieselnachfrage zu verdanken. Noch deutlicher stieg die Nachfrage in Rumänien, wo das gesamte Marktvolumen um 5% auf 8,1 Mio t kletterte. In der Türkei signalisieren die Absatztrends ebenfalls eine deutliche Belebung der Nachfrage von bis zu 14% – vor allem bei Dieselkraftstoff.

Der westeuropäische Markt für Polyolefine zeigte 2015 ein deutliches Nachfrageplus von 0,7 Mio t bzw. 4%, während die Preise für Polyolefine relativ stabil blieben (Polyethylen +2%, Polypropylen -7%).

Upstream

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

Der Geschäftsbereich Upstream ist als Betriebsführer oder Joint Venture Partner in 17 Ländern tätig und betreibt in der Mehrheit dieser Länder sowohl Produktions- als auch Explorationsaktivitäten. Unser Portfolio umfasst Mittel- und Osteuropa (Rumänien und Österreich), die Nordsee-Region (Norwegen und Großbritannien), den Mittleren Osten und Afrika, Neuseeland und Kasachstan. Erdöl und Erdgas tragen zu annähernd gleichen Teilen zur Produktion bei. Am Jahresende 2015 stammten rund zwei Drittel der Produktion von 303 kboe/d sowie der sicheren Reserven von 1.028 Mio boe aus unseren Kernländern Rumänien und Österreich. Unsere Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa werden durch ein ausgewogenes internationales Portfolio ergänzt, in dem sich die Nordsee-Region mit einem Produktionsbeitrag von beinahe 50 kboe/d 2015 zu einem Kerngebiet entwickelt hat. Die Schlüsselprojekte in unserem Explorations- und Entwicklungsportfolio sind Neptun Deep (Schwarzes Meer) und die Feldneuentwicklung Lebada Est in Rumänien, Cambo Hub, Rosebank und Schiehallion in Großbritannien, Gullfaks, Edvard Grieg, Aasta Hansteen und Wisting in Norwegen, Nawara in Tunesien sowie Shuwaihat und East Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSSE) HSSE hat im Upstream-Bereich weiterhin höchste Priorität. Durch den anhaltenden Fokus konnte die Lost-Time Injury Rate (LTIR) in Upstream (0,29) gegenüber dem Vorjahr signifikant verbessert werden (2014: 0,53). Der Upstream-Bereich musste 2015 jedoch bedauerlicherweise zwei tödliche Arbeitsunfälle beklagen. Beide Zwischenfälle wurden einer gründlichen Aufarbeitung durch das Senior Management unterzogen, um die Ursachen zu identifizieren, und es wurden konkrete Maßnahmen gesetzt, um eine Wiederholung zu verhindern. 2015 war bei den Zwischenfällen mit hohem Schadenspotenzial ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Neben dem ständigen Fokus auf Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sind Prozesssicherheit, Sicherheit im Straßenverkehr, im Förderbetrieb und im Rahmen elektrischer Wartungen weiter Schwerpunktbereiche mit höchster Priorität.

Finanzielle Performance

Das EBIT vor Sondereffekten sank deutlich – um 92% – auf EUR 139 Mio vs. EUR 1.669 Mio 2014. Dies spiegelte den signifikanten Rückgang der Ölund Gaspreise wider. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns sank um 46%. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis des Konzerns in USD/1.000 cf sank im Vergleich zu 2014 um 21%. Darüber hinaus wirkten sich niedrigere Verkaufsmengen und höhere Abschreibungen auf das Ergebnis aus. Dies wurde nur teilweise durch niedrigere Produktionskosten und niedrigere Explorationsaufwendungen vor Sondereffekten ausgeglichen. Wertminderungen von Explorationsvermögen in Höhe von EUR 327 Mio, die als Sondereffekte klassifiziert wurden, führten 2015 zu einem Anstieg der Explorationsaufwendungen von 54% auf EUR 707 Mio. Die Explorationsaufwendungen vor Sondereffekten sanken 2015 auf EUR 379 Mio (2014: EUR 437 Mio) und sind hauptsächlich Aktivitäten in Rumänien und Norwegen zuzuschreiben. Reduktionen der Öl- und Gaspreise zusammen mit erhöhter Marktvolatilität haben OMV veranlasst, die kurz- und längerfristigen Preisannahmen zu überprüfen. Diese geänderten Annahmen erforderten Wertminderungen bei den Vermögensbewertungen in Upstream, die sowohl Vermögenswerte in Produktion und Entwicklung als auch Explorationsvermögen betreffen, welche

2015 verbesserte sich die Lost-Time Injury Rate in Upstream auf 0,29

EBIT vor Sondereffekten deutlich durch den Rückgang der Öl- und Gaspreise beeinflusst

Auf einen Blick
2015 2014 D
Bereichsumsatz in EUR Mio 3.900 5.773 –32%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio –2.371 1.466 n.m.
EBIT vor Sondereffekten in EUR Mio 139 1.669 –92%
Betriebserfolg vor Abschreibung (EBITD) in EUR Mio 1.821 3.292 –45%
Investitionen in EUR Mio 2.140 2.951 –28%
Produktion in Mio boe 110,4 112,9 –2%
Produktionskosten in USD/boe 13,2 16,6 –20%
Sichere Reserven zum 31. Dezember in Mio boe 1.028 1.090 –6%

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Zweite Explorationsbohrkampagne in der Lizenz Neptun Deep abgeschlossen

Produktionskosten sanken um 20%

2015 im Gesamtausmaß von rund EUR 2,5 Mrd erfasst wurden. Netto-Sondereffekte von EUR -2.509 Mio 2015 sind hauptsächlich den zuvor genannten Wertminderungen zuzuschreiben und führten zu einem EBIT von EUR -2.371 Mio vs. EUR 1.466 Mio 2014.

Die Produktionskosten exkl. Lizenzgebühren in USD/boe (OPEX) sanken um 20% auf USD 13,24/ boe, im Wesentlichen aufgrund des vorteilhaften EUR-USD-Wechselkurses und des strikten Kostenmanagements, das zu niedrigeren Service-, Personal- und Materialkosten führte.

Die OMV Gesamttagesproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas sank um 2% auf 303 kboe/d. Der höhere Beitrag Norwegens wurde durch die Produktionsstillstände in Libyen und im Jemen mehr als ausgeglichen, da beide Länder von Sicherheitsproblemen betroffen waren. Norwegen profitierte von zusätzlichen Bohrungen, die in den Feldern Gudrun und Gullfaks in Betrieb genommen wurden, und vom Anlaufen der Produktion im Feld Edvard Grieg. Die Gesamtverkaufsmenge sank um 5%, getrieben durch niedrigere Verkaufsmengen in Libyen und im Jemen, welche teilweise von höheren Verkaufsmengen in Norwegen ausgeglichen wurden.

Explorations-Highlights

2015 wurden 17 Explorationsbohrungen (davon 16 abgeschlossen) in sechs verschiedenen Ländern niedergebracht. 47% der Bohrungen erfolgten

unter Betriebsführerschaft von OMV, die Erfolgsquote der Explorationsbohrungen betrug 44% (2014: 21%). 2015 wurden fünf signifikante Explorationsbohrungen niedergebracht. In der Lizenz Neptun Deep im rumänischen Schwarzen Meer wurde die zweite Explorationsbohrkampagne im Jänner 2016 abgeschlossen. In Norwegen wurden sieben Explorations- und Erweiterungsbohrungen abgeschlossen, unter anderem auch Wisting. Das Feld Shuwaihat in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde evaluiert und es sind weitere Bohraktivitäten geplant, um das Feld zu einem Entwickungsprojekt auszubauen. Die 2014 im Explorationsblock East Abu Dhabi gesammelten Seismik-Daten wurden evaluiert; die Ergebnisse werden dazu dienen, mögliche Standorte für eine erste Explorationsbohrung festzulegen. Offshore Madagaskar wurde die 3D-Seismik-Studie (3.000 km²) abgeschlossen, die Daten werden einer Evaluierung unterzogen. Weitere seismische Untersuchungen wurden in den Blöcken Mehar und Kalat in Pakistan sowie in vier Onshore-Lizenzen in Rumänien durchgeführt. Darüber hinaus gelang es OMV, in Norwegen neue Explorationsflächen in unmittelbarer Nähe zu bestehenden OMV Lizenzen zu erwerben, womit die OMV Position in diesem Kerngebiet gestärkt wurde. Die Explorationsausgaben sanken 2015 um 12% auf EUR 607 Mio vs. EUR 693 Mio 2014.

Die sicheren Öl- und Gasreserven (1P) per 31. Dezember 2015 betrugen 1.028 Mio boe (davon OMV Petrom: 647 Mio boe), die sicheren

Produktion 2015
Erdöl und NGL
in Mio bbl
in bcf Erdgas
1)
in Mio boe
Gesamt
in Mio boe
Rumänien 2) 27,4 186,2 34,5 61,9
Österreich 5,7 35,9 6,0 11,7
Großbritannien 0,3 1,3 0,2 0,5
Norwegen 11,3 35,1 5,9 17,1
Libyen 0,1 0,0 0,0 0,1
Tunesien 2,4 3,0 0,5 2,9
Pakistan 0,3 27,3 4,6 4,9
Jemen 0,7 0,0 0,0 0,7
Neuseeland 4,1 19,0 3,2 7,3
Kasachstan 2) 3,0 1,7 0,3 3,3
Gesamt 55,4 309,5 55,0 110,4

1) Für die Umrechnung von Gas in scf auf boe wurde in allen Ländern folgender Faktor verwendet: 1 boe = 6.000 scf;

Ausnahme ist Rumänien, wo folgender Faktor verwendet wurde: 1 boe = 5.400 scf

2) Da OMV zu 51% an OMV Petrom beteiligt ist, wird OMV Petrom vollkonsolidiert; die Vermögenswerte und Ergebnisse von OMV Petrom sind daher zu 100% in den Zahlen berücksichtigt

und wahrscheinlichen Öl- und Gasreserven (2P) beliefen sich auf 1.729 Mio boe (davon OMV Petrom: 917 Mio boe). Die Reserven-Ersatzrate (RRR) für das Einzeljahr 2015 belief sich auf 44% (2014: 64%). Die Reserven-Ersatzrate im 3-Jahres-Durchschnitt betrug 2015 73% (2014: 87%). In Rumänien und Österreich sank die RRR im 3-Jahres-Durchschnitt auf 34% (2014: 41%). Im internationalen Portfolio sank die RRR im 3-Jahres-Durchschnitt auf 155% (2014: 188%). Auf Basis der 2P-Reserven wurden 2015 24% der Produktion ersetzt.

Schlüsselprojekte

Gudrun (Norwegen, OMV 24%)

Im Feld Gudrun unter Betriebsführerschaft von Statoil wurden bis August 2015 sieben Förderbohrungen niedergebracht, womit das Feld seine volle Produktionskapazität erreicht hat. Nach der Feststellung von Schäden wurde der Hubschrauberlandeplatz des Feldes Gudrun vorläufig außer Betrieb genommen. Der Abschluss der Reparaturarbeiten ist für Mitte 2016 vorgesehen.

Gullfaks (Norwegen, OMV 19%)

Im Feld Gullfaks mit 136 Fördersonden wurden 2015 unter Betriebsführerschaft von Statoil fünf neue Bohrungen direkt von den Plattformen

sowie sechs neue Bohrungen mittels mobiler Bohranlagen abgeteuft. Zudem wurde während des Jahres eine Reihe von Projekten erfolgreich abgeschlossen, darunter das Gullfaks South Unterwasser-Tie-Back-Projekt, die Installation eines Unterwasser-Nassgaskompressors und die Modernisierung der Bohranlage der Förderplattform Gullfaks B. Die Abförderung der Gaskappe im Feldbereich Gullfaks Rimfaks Brent begann planmäßig im Oktober 2015.

Edvard Grieg (Norwegen, OMV 20%)

Die Offshore-Feldentwicklung Edvard Grieg unter Betriebsführerschaft von Lundin verzeichnete den Produktionsbeginn mit einer Fördersonde Ende November 2015, eine zweite Produktionssonde folgte vor Jahresende. Die Bohraktivitäten mit insgesamt zehn Fördersonden und vier Wasserinjektoren werden fortgesetzt.

Aasta Hansteen (OMV 15%) einschließlich Polarled (Norwegen)

Der Bau der Spar-Förderplattform in Südkorea für Aasta Hansteen, ein Gasentwicklungsprojekt im Tiefwasserbereich der norwegischen See unter Betriebsführerschaft von Statoil, geht voran. Die Installation der Unterwasser-Anlagen wurde im

Edvard Grieg, Offshore Norwegen, verzeichnete Produktionsbeginn 2015

Oktober 2015 erfolgreich abgeschlossen. Die 485 km lange Polarled Pipeline, die Erdgas aus Aasta Hansteen und Zidane zur Aufbereitungsanlage in Nyhamna transportieren wird, wurde Ende September 2015 fertiggestellt.

Schiehallion (Großbritannien, OMV 11,76%)

Die Feldneuentwicklung Schiehallion im Gebiet westlich der Shetlandinseln unter Betriebsführerschaft von BP machte 2015 gute Fortschritte. Nach dem Abschluss des Unterwasser-Programms für 2015 wurde Ende des Jahres die Bohrkampagne gestartet; das FPSO Schiff (Floating Production Storage and Offloading) wurde fertiggestellt und verließ Ende Dezember 2015 Südkorea. Die weiteren Projektschritte sind die Installation des Schiffs im Feld mit der Anbindung an die submarinen Fördereinrichtungen und die Inbetriebnahme. Der Produktionsbeginn ist für 2017 vorgesehen.

Nawara (Tunesien, OMV 50%)

Die Gaskondensat-Feldentwicklung Nawara unter OMV Betriebsführerschaft (genehmigt 2014) geht voran. Die Aufträge für bedeutende Teile mit langen Lieferzeiten wurden vergeben, die technische Planung ist fast abgeschlossen und die Bauarbeiten sind im Gange. Die ersten Abschnitte der Pipeline wurden bereits verlegt, die wichtigsten Bausiedlungen sind fertiggestellt und die Errichtung der Anlagen macht gute Fortschritte. Erste Gasmengen werden 2018 erwartet.

Maari Growth (Neuseeland, OMV 69%)

Das Infill-Bohrprojekt Maari Growth unter Betriebsführerschaft von OMV wurde Anfang Juli nach einem 15-monatigen Bohrprogramm ohne wesentliche Zwischenfälle erfolgreich abgeschlossen. Vier neue Fördersonden gingen in Betrieb, drei davon 2015.

Totea Deep, der bedeutendste Onshore Gasfund der letzten Jahre in Rumänien, erzielte im Jahresschnitt eine Produktion von 15 kboe/d

Totea Deep (Rumänien, OMV 100%) Die Feldentwicklung Totea Deep ist der bedeutendste Onshore Gasfund der letzten Jahre in Rumänien. Die drei Fördersonden, die größten im OMV Petrom Portfolio, leisteten einen signifikanten Beitrag zur Kompensation des Produktionsrückgangs in den reifen Feldern des Gebiets. Nach der erfolgreichen Explorationsbohrung Totea 4539 von 2011 wurde ein Investitionsprogramm im Umfang von rund EUR 200 Mio gestartet. 2015

investierte OMV Petrom weiter in die Optimierung der Förderleistung von Totea Deep. Durch Workover-Aktivitäten und die Beseitigung von Engpässen in oberirdischen Anlagen wurde im Jahresschnitt eine Produktion von 15 kboe/d erzielt. Der Erfolg der Feldentwicklung Totea Deep hat das durch Seismik-Technologie und Tiefbohrtechnik eröffnete Potenzial des Portfolios für neue Funde in tiefen Horizonten aufgezeigt.

Lebada Est (Rumänien, OMV 100%)

Das Feldneuentwicklungsprojekt zielt darauf ab, die Förderleistung von Lebada Est durch die Modernisierung der bestehenden Gaskompressionsanlagen für die nächsten 10 bis 15 Jahre zu optimieren, soweit es die Bohrplattform erlaubt, das heißt eine optimale Produktion von nichtassoziiertem Gas parallel zum Begleitgas des Feldes. Das Projekt ging planmäßig voran. Die erste Durchführungsphase, die Erweiterung der Kapazität des Niederdruckverdichters, wurde im November 2015 abgeschlossen. Zu den weiteren Phasen gehört die Modernisierung der Kompressionsanlagen für freies Gas. Der Abschluss des Projekts wird für 2016 erwartet.

Habban (Jemen, OMV 44%)

Im Jemen verschlechterte sich die Sicherheitslage im zweiten Quartal 2015 signifikant. Eine Blockade der jemenitischen Häfen verhinderte den Export von Rohöl. OMV musste Anfang April sämtliche Produktionsanlagen stilllegen und Force Majeure für alle Blöcke und offenen Verträge erklären. Der Standort des Feldes Habban ist sicher und war nicht von der verschlechterten Sicherheitslage betroffen. Die Kostenbasis der Aktivitäten im Jemen wurde signifikant verringert, um für einen längeren Stillstand der Aktivitäten vorbereitet zu sein. Jedoch ist nach wie vor eine rasche Wiederaufnahme der Aktivitäten möglich, sobald es die Sicherheitslage erlaubt.

Rosebank (Großbritannien, OMV 50%)

Die Vorarbeiten zur finalen Investitionsentscheidung für die Offshore Tiefwasserentwicklung Rosebank unter Betriebsführerschaft von Chevron wurden fortgesetzt. Der Schwerpunkt lag auf der Verringerung der Kapitalkosten durch die Optimierung des Projektumfangs und der Vergabestrategie.

Downstream

2015 führte OMV das Downstream Öl- und Gasgeschäft zu einem gemeinsamen Geschäftsbereich Downstream zusammen. Downstream Öl ist entlang der gesamten Ölwertschöpfungskette tätig: Der Bereich verarbeitet Rohöl aus Eigenförderung und aus Zukäufen in seinen drei Raffinerien und vermarktet Raffinerieprodukte an Commercial-Kunden und über sein Tankstellennetz, das per Jahresende 3.795 Tankstellen umfasste. Die Raffinerien in Schwechat und Burghausen verfügen über Petrochemie-Anlagen, mit dem Petrochemie-Unternehmen Borealis, an dem OMV mit 36% beteiligt ist, als Schlüsselkunden. Downstream Gas vermarktet Gas aus europäischer Eigenförderung sowie aus Zukäufen an Endverbraucher und an den wichtigsten europäischen Gashandelsplätzen. Der Bereich betreibt ein rund 900 km langes Hochdruck-Gasleitungsnetz in Österreich, verfügt über Speicherkapazitäten von 30 TWh und ist mit 65% am Central European Gas Hub (CEGH) beteiligt, einer wichtigen Gashandelsplattform in Mittel- und Osteuropa. Außerdem betreibt OMV zwei Gaskraftwerke mit einer Stromerzeugungskapazität von insgesamt 1,7 GW in Rumänien und der Türkei.

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSSE)

Im Einklang mit der HSSE-Vision von OMV "Zero Harm, NO losses" ist HSSE für den Downstream-Bereich oberste Priorität. 2015 wurden mehr als 63 Mio Arbeitsstunden ohne tödlichen Arbeitsunfall geleistet, und die Unfallhäufigkeit (LTIR) verbesserte sich signifikant auf 0,27 (2014: 0,36). Einer der wichtigen Schwerpunktbereiche war die Implementierung eines verbesserten Konzepts für Sicherheitsbegehungen mit einem verstärkten Fokus auf Verhaltensweisen und die Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Kontraktoren in Diskussionen über Sicherheitsaspekte ihrer Arbeit und den Umgang mit Gefahren. Kontraktorenmanagement, Straßenverkehr und die Kompetenz der Führungskräfte in Bezug auf Prozesssicherheit waren weitere Schwerpunkte.

Finanzielle Performance

Downstream erzielte 2015 mit EUR 1.178 Mio vs. EUR 604 Mio 2014 ein sehr starkes CCS EBIT vor Sondereffekten. Dies ist auf einen deutlich

gesteigerten Beitrag des Downstream Öl-Geschäfts zurückzuführen. 2015 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR -512 Mio verzeichnet, hauptsächlich getrieben durch die Wertminderung des Kraftwerks Samsun, die weitere Rückstellung, die für die Gate LNG-Verbindlichkeit und die damit verbundenen Transportverpflichtungen gebildet wurde, sowie die Wertminderung des Gasspeichers Etzel. Gesunkene Rohölpreise während des Jahres trugen zu negativen CCS Effekten von EUR -332 Mio bei und führten zu einem EBIT von EUR 334 Mio. Mit EUR 1.209 Mio war das Downstream Öl-CCS EBIT vor Sondereffekten 2015 deutlich über dem 2014 erzielten Ergebnis von EUR 503 Mio, hauptsächlich getrieben durch ein deutlich gesteigertes Raffinerie-Geschäftsergebnis. Die OMV Referenz-Raffineriemarge stieg von USD 3,28/bbl 2014 auf USD 7,24/bbl 2015, hauptsächlich aufgrund geringerer Kosten für den Eigenenergieverbrauch, besserer Produktspannen und der Anpassung der Standard-Produktenstruktur in Petrobrazi mit Q3/14. Der gesamte

2015 verbesserte sich die Lost-Time Injury Rate in Downstream auf 0,27

CCS EBIT vor Sondereffekten 2015 fast verdoppelt

Auf einen Blick
2015 2014 1) D
Bereichsumsatz in EUR Mio 21.589 34.518 –37%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio 334 –538 n.m.
CCS EBIT vor Sondereffekten in EUR Mio 2) 1.178 604 95%
Betriebserfolg vor Abschreibung (EBITD) in EUR Mio 1.255 759 65%
Investitionen in EUR Mio 608 850 –28%
Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte in Mio t 29,98 31,10 –4%
Raffinerie-Auslastungsgrad in % 3) 93% 89% 4%
Erdgas-Verkaufsmengen in TWh 4) 110,12 114,35 –4%

1) Die Zahlen für 2014 wurden gemäß IAS 8 angepasst

2) Bereinigt um außergewöhnliche, nicht wiederkehrende Effekte; das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) aus den Fuels-Raffinerien und OMV Petrol Ofisi

3) 2015 wurde die Raffineriekapazität, aufgrund des nachgewiesenen maximalen Durchsatzes basierend auf einem Zeitraum der besten 30 aufeinanderfolgenden Tage nach dem Abschluss der Modernisierung der Raffinerie Petrobrazi, von 17,4 Mio t auf 17,8 Mio t aktualisiert. Zuvor veröffentlichte Zahlen wurden nicht entsprechend angepasst

4) Ab 2015 spiegelt diese Kennzahl nur Mengen an Dritte wider und exkludiert Tradingmengen. Zuvor veröffentlichte Zahlen wurden entsprechend angepasst

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Raffinerie-Auslastungsgrad war stark bei 93% (vs. 89% 2014). Das Petrochemie-EBIT vor Sondereffekten verbesserte sich im Vergleich zu 2014 um 77% auf EUR 262 Mio, aufgrund der gestiegenen Ethylen/Propylen Netto-Marge und höherer Mengen. Die Retail-Performance wurde unterstützt von den positiven Effekten des besseren Marktumfelds durch höhere Verkaufsmengen, hauptsächlich beeinflusst vom Rückgang der Ölpreise. Das Downstream Gas-EBIT vor Sondereffekten betrug 2015 EUR -30 Mio vs. EUR 101 Mio 2014, hauptsächlich aufgrund eines schwachen Gas-Marktumfelds mit niedrigeren Erdgas-Verkaufsmengen und niedrigeren Gas-Margen. Die Erdgas-Verkaufsmengen sanken von 114,35 TWh 2014 auf 110,12 TWh 2015. Der Beitrag des Erdgas-Transportgeschäfts in Österreich sank auf EUR 123 Mio 2015 vs. EUR 150 Mio 2014, aufgrund der Abspaltung des Betriebs der TAG Pipeline in Q4/14.

Verlängerung des Vertrags mit Borealis über Bezug von Ethylen und Propylen bis 2028

Downstream Öl

Das Jahr 2015 markiert den erfolgreichen Abschluss eines bedeutenden Restrukturierungsprogramms für den Bereich Downstream Öl. In der abschließenden Phase, die der Umstrukturierung der Asset-und Kostenbasis folgte, wurde die Organisationsstruktur entsprechend angepasst. Sie ermöglicht nun ein effizientes Management des Geschäfts und einen verstärkten Fokus auf eine hohe Auslastung der Assets und auf die integrierte Marge.

Raffinerien inklusive Produktbeschaffung und -verkauf

2015 war von außergewöhnlich guten Raffinerieund Petrochemie-Margen geprägt. Nach der erfolgreichen Restrukturierung in den vorhergehenden Jahren konnte das Raffineriegeschäft von OMV von diesem günstigen Marktumfeld profitieren und erzielte eine hervorragende Performance. Aufgrund beträchtlicher Raffinerie-Überkapazitäten in Europa wird jedoch erwartet, dass 2015 eine Ausnahme bleiben wird und kein dauerhaftes Nachlassen des Wettbewerbsdrucks signalisiert. OMV fokussierte daher weiterhin auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Raffinerien. Unterstützt durch eine starke Absatzentwicklung erzielte OMV 2015 einen Auslastungsgrad von 93%, vier Prozentpunkte über dem Wert von 2014, der vom Wartungsstillstand in Burghausen und von

Hoher Raffinerie-Auslastungsgrad von 93%

Stillständen im Zusammenhang mit der Petrobrazi-Modernisierung negativ beeinflusst war. Beschaffungsseitig sorgten eine aktive Selektion der Rohölangebote sowie eine höhere Flexibilität beim Rohöleinsatz für eine kräftige Ergebnissteigerung. In diesem Zusammenhang markiert die Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit Gazprom mit dem Ziel einer Evaluierung zusätzlicher Versorgungsoptionen einen weiteren bedeutenden Schritt. Weitere klare Schwerpunkte waren 2015 die schrittweisen Anpassungen des Produkt-Portfolios in Richtung hochwertige Produkte, die kontinuierliche Optimierung der standortübergreifenden Integration der OMV Raffinerien sowie Kostensenkungen und Performanceverbesserungen. Absatzseitig markiert die Verlängerung des Vertrags mit Borealis über den Bezug von Ethylen und Propylen einen bedeutenden Erfolg. Die Verlängerung der Zusammenarbeit mit Borealis bis 2028 stärkt die Integration der Petrochemie in den OMV Raffinerien Schwechat und Burghausen und leistet einen signifikanten Beitrag zu ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Außerdem wurde im Juni 2015 die Butadien-Anlage in Burghausen eröffnet.

Jahresnominalkapazitäten der Raffinerien Mio t
Raffinerien West
Schwechat 9,6
Burghausen 3,8
Raffinerien Ost
Petrobrazi 4,5
Gesamt 17,8

Retail-Geschäft

Im Retail-Geschäft erhöhten sich die Verkaufsmengen gegenüber 2014 um 7%. Dies war einerseits eine Auswirkung des ständigen Fokus auf die Auslastung und Optimierung der Assets, andererseits war die Absatzentwicklung durch niedrigere Verkaufspreise infolge eines schwachen Ölpreisumfelds begünstigt. Somit erhöhte sich der durchschnittliche jährliche Durchsatz pro Tankstelle signifikant um 11% gegenüber 2014. Die weitere Schärfung der Marken-Strategie war ein wichtiger Schwerpunkt, um die Auslastung der OMV Assets zu steigern. In Österreich führte diese Strategie neuerlich zu einer starken Absatzperformance der Diskontmarke Avanti, während die Premiummarke OMV ein geringeres Wachstum verzeichnete. Dies führte dazu,

dass der Marktanteil in Österreich 2015 weiter erhöht wurde. In Fortsetzung dieser erfolgreichen Strategie beabsichtigt OMV, das österreichische Tankstellennetz durch die Unterzeichnung eines Anteilskaufvertrags über den Erwerb von FE-Trading GmbH, die Automatentankstellen in Österreich betreibt, zu erweitern. Um die Ertragskraft des Retail-Geschäfts weiter zu steigern, fokussierte OMV auf Performance-Optimierung, die kontinuierliche Erweiterung des Angebots im Non-Oil-Retail-Geschäft und auf hochwertige Produkte. Daher konnte der Volumenanteil von MaxxMotion als einer der führenden Premium-Treibstoffmarken gegenüber dem Vorjahr um 1,7%-Punkte gesteigert werden. Ungeachtet einer starken operativen Performance war die Profitabilität von OMV Petrol Ofisi durch eine Margendeckelung, die vom türkischen Energieregulator (EMRA) für einen Zeitraum von 60 Tagen eingeführt wurde, negativ beeinflusst. Der Absatz im Retail-Geschäft von OMV Petrol Ofisi erhöhte sich um 10% gegenüber dem Vorjahr, womit die Marktposition im türkischen Tankstellengeschäft weiter ausgebaut wurde.

Die erfolgreiche Verlängerung einer erheblichen Zahl von Händlerverträgen wird einen weiteren Beitrag zur Verteidigung dieser Position leisten. Aufgrund einer fehlenden starken Integration mit dem OMV Downstream Geschäft beschloss OMV im Februar 2016, einen Verkaufsprozess für OMV Petrol Ofisi zu starten.

Borealis

Im Gegensatz zu 2014 profitierte Borealis 2015 von einem starken Marktumfeld und lieferte einen Rekordbeitrag zum Ergebnis. Die Ergebnissteigerung gegenüber 2014 war von insgesamt stärkeren Margen im Polyolefin-Geschäft, einem höheren Beitrag des Geschäfts mit chemischen Grundstoffen und einem verbesserten Beitrag von Borouge, dem Joint Venture von Borealis mit Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des Borouge-3-Projekts getrieben. Mit dem Abschluss des Borouge-3 Projekts 2015 erhöhte sich die jährliche Produktionskapazität des integrierten Petrochemie-Standorts von 2 Mio t auf 4,5 Mio t. Diese Erweiterung macht Borouge zum größten

Starker Ergebnisbeitrag von Borealis

integrierten Polyolefin-Komplex der Welt und erhöhte den Beitrag zur Performance von Borealis signifikant.

Downstream Gas

Der Bereich war mit einem anhaltend schwachen Marktumfeld für Erdgas und Strom konfrontiert. In Reaktion auf diese Herausforderung wurde im Juli 2015 eine vereinfachte Organisationsstruktur geschaffen.

Supply, Marketing und Trading

Hauptsächlich aufgrund eines geringeren Absatzvolumens in der Türkei verringerten sich die Erdgas-Verkaufsmengen an Dritte gegenüber 2014 um 4% auf 110 TWh. Das anhaltend schwache Margenumfeld sowie Verluste aus der Bewertung von Termingeschäften führten zu einem Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr. Dessen ungeachtet war 2015 von wichtigen Entscheidungen geprägt, welche die Basis für die zukünftige Restrukturierung des Bereichs Supply, Marketing und Trading vorbereiten. Im Jänner 2015 erzielten OMV und Gazprom eine Vereinbarung über die Anpassung des Gasbezugsvertrags. Der langfristige Vertrag wurde damit auf eine neue Basis gestellt, spiegelt nun die veränderten Marktbedingungen in Europa wider und verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von EconGas. Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Unterzeichnung eines Vertrags über die vollständige Übernahme von EconGas im Dezember 2015. Mit dieser Transaktion wurden die Voraussetzungen für die Konsolidierung der Aktivitäten von OMV Trading und EconGas und die Steigerung der Effizienz des Erdgashandelsgeschäfts geschaffen. 2015 setzte OMV Trading die Vermarktung der Eigengasproduktion von OMV aus der Nordsee durch Verkaufs- und Handelsaktivitäten fort. Die Verkaufsmengen von EconGas blieben gegenüber dem Vorjahr annähernd stabil, während sich das Tradingvolumen stark erhöhte. Das Geschäft war jedoch weiterhin von Altverträgen beeinträchtigt, darunter die Buchungen ungenutzter Kapazitäten am Regasifizierungsterminal Gate LNG in Rotterdam und die damit verbundenen Transportverträge. Die Optimierung dieser Verträge blieb daher ein wichtiger Schwerpunkt für EconGas. In Rumänien sank die Gasnachfrage um 5%, womit die Preise unter Druck gerieten. In diesem Marktumfeld

fokussierte OMV Petrom auf die Erhaltung der starken Marktposition und den Aufbau eines verlässlichen Kundenstocks. Demzufolge erhöhten sich die Erdgasverkaufsmengen an Dritte um 2% gegenüber dem Vorjahr. In der Türkei führte die neu definierte Verkaufsstrategie trotz rückläufiger Erdgas-Verkaufsmengen zu einer signifikanten Ergebnisverbesserung gegenüber 2014, indem sich ein ungünstiges Wechselkursumfeld stark negativ auswirkte. Der Bereich Power litt weiterhin unter dem europaweit schwierigen wirtschaftlichen Umfeld für Gaskraftwerke. Die Nettostromerzeugung belief sich 2015 auf insgesamt 5,4 TWh, ein Rückgang von 7% gegenüber 2014. Beide Gaskraftwerke erzielten hohe Verfügbarkeitsgrade.

Gas Logistik

Im regulierten Erdgastransport-Geschäft wurden die regulatorischen Änderungen von 2014 in vollem Umfang wirksam. Dies führte 2015 zu einer schwächeren finanziellen Performance von Gas Connect Austria (GCA). Die operative Performance von GCA war jedoch weiterhin solide, und die verkauften Transportmengen erhöhten sich geringfügig gegenüber 2014. In Einklang mit dem Ziel, das Engagement im regulierten Transportgeschäft zu verringern, beschloss OMV im Oktober 2015 bis zu 49% der Anteile an GCA zu veräußern. Ein weiterer Meilenstein war die Unterzeichnung des Gesellschaftervertrags über die Umsetzung des Pipelineprojekts "Nord Stream 2" im September 2015. Das Projekt sieht die Errichtung zweier Offshore-Pipelines von Russland nach Deutschland durch die Ostsee mit einer jährlichen Kapazität von insgesamt 55 Mrd Kubikmeter Gas vor. Das Projekt, das eine attraktive Rendite für den 10%-Anteil von OMV vorsieht, wird nicht nur die Versorgungssicherheit in Europa verbessern, sondern auch die zukünftige Position von Baumgarten (Österreich) als bedeutender Gasverteilungsknoten in Europa und die Auslastung des Pipelinenetzes von GCA sicherstellen. Im Erdgasspeicher-Geschäft blieb das Marktumfeld 2015 aufgrund der weiter niedrigen Sommer/ Winter-Spreads insgesamt herausfordernd. Trotzdem erhöhte sich das durchschnittliche an Dritte verkaufte Speichervolumen um 16%. 2015 belief sich das Handelsvolumen am virtuellen Handelspunkt des Central European Gas Hub (CEGH-VTP) auf 478 TWh, ein Plus von 9% gegenüber 2014.

Vertrag über die vollständige Übernahme von EconGas durch OMV zur Konsolidierung der Konzern-Aktivitäten

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Lagebericht (inkl. Ausblick)

Konzernlagebericht des Vorstands

Konzern Finanzdaten EUR Mio
2015 2014 1) D
Umsatzerlöse 22.527 35.913 –37%
Betriebserfolg (EBIT) –2.006 969 n.m.
Jahresüberschuss –1.255 527 n.m.
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender Jahresüberschuss –1.100 278 n.m.
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.834 3.666 –23%
Investitionen 2) 2.769 3.832 –28%
MitarbeiterInnen per 31. Dezember 24.124 25.501 –5%

1) Die Zahlen für 2014 wurden gemäß IAS 8 angepasst

2) Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in at-equity bewertete Beteiligungen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investition definierte Zugänge

Das herausfordernde Marktumfeld 2015 führte zu einem operativen Verlust von EUR -2.006 Mio. Das Ergebnis lag damit um EUR 2.975 Mio unter dem Vorjahresgewinn, belastet durch Wertminderungen im gesamten Portfolio aufgrund der gesunkenen Öl- und Gaspreise. Dies wurde teilweise durch ein besseres Downstream Ergebnis aufgrund der höheren Raffineriemargen kompensiert. Die Netto-Sondereffekte von EUR -3.028 Mio (2014: EUR -908 Mio) sind im Wesentlichen auf die Wertminderungen in Upstream sowie für das Gaskraftwerk Samsun in der Türkei, den Gasspeicher in Deutschland (Etzel) und eine weitere Rückstellung für die Gate LNG Verbindlichkeit und die damit verbundenen Transportverpflichtungen zurückzuführen. Der Finanzerfolg lag mit EUR 97 Mio 2015 über dem Wert von 2014 (EUR -177 Mio). Dies ist hauptsächlich auf einen höheren Ergebnisbeitrag durch assoziierte Unternehmen (hauptsächlich Borealis) zurückzuführen. 2015 wurden laufende Ertragsteuern in Höhe von EUR -133 Mio und latente Steuern von EUR 787 Mio erfolgswirksam erfasst. Die effektive Steuerquote betrug 2015 34% und war durch die Wertminderungen beeinflusst (2014: 33%). Der den Aktionären zuzurechnende Jahresüberschuss lag mit EUR -1.100 Mio unter dem Niveau von 2014 mit EUR 278 Mio. Den nicht beherrschenden Anteilen und Hybridanteilen war ein Ergebnis von EUR -155 Mio (2014: EUR 249 Mio) zuzurechnen. Das herausfordernde Marktumfeld hatte deutliche Auswirkungen auf das OMV Ergebnis und dementsprechend auch auf die Profitabilitätskennzahlen: Der Return On Average Capital Employed (ROACE) lag mit -6% deutlich unter dem Vorjahresniveau von 3%. Der Return On Net Assets (RONA) sank von 3% auf -5%.

2015 war für den Geschäftsbereich Upstream ein herausforderndes Jahr. Der Geschäftsbereich Upstream ist als Betriebsführer oder Joint Venture Partner in 17 Ländern tätig und verfügt in der Mehrheit dieser Länder sowohl über Produktionsals auch Explorationsvermögen. Das Upstream Portfolio von OMV umfasst Rumänien, Österreich, Nordwesteuropa, Afrika und Australasien, Mittlerer Osten und Kaspische Region. Erdöl und Erdgas tragen zu annähernd gleichen Teilen zur Produktion bei. Annähernd zwei Drittel der Produktion von 303 kboe/d 2015 sowie der sicheren Reserven von 1.028 Mio boe per Jahresende stammten aus den Kernländern Rumänien und Österreich. Die Aktivitäten in Rumänien und Österreich werden durch ein ausgewogenes internationales Portfolio ergänzt, in dem sich 2015 die Nordsee-Region mit einem Produktionsbeitrag von 50 kboe/d zu einem Kerngebiet entwickelt hat. Die Schlüsselprojekte im Explorations- und Entwicklungsportfolio von OMV sind Neptun Deep (Schwarzes Meer) und Lebada Est in Rumänien, Cambo Hub, Rosebank und Schiehallion in Großbritannien, Gullfaks, Edvard Grieg, Aasta Hansteen und Wisting in Norwegen, Nawara in Tunesien sowie Shuwaihat und East Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

2015 führte OMV das Downstream Öl- und Gasgeschäft zu einem gemeinsamen Geschäftsbereich Downstream zusammen. Downstream Öl ist entlang der gesamten Ölwertschöpfungskette tätig: Der Bereich verarbeitet Rohöl aus Eigenförderung und Drittproduktion in seinen drei Raffinerien und vermarktet Raffinerieprodukte an Commercial-Kunden und über sein Tankstellen-

Öl- und Gasproduktion lag 2015 bei 303 kboe/d

Die Definitionen dieser Kennzahlen können der Beilage "Abkürzungen und Definitionen", welche ein integraler Bestandteil des Lageberichts ist, entnommen werden

Starkes Downstream-Ergebnis hat teilweise niedrigeres Upstream-Ergebnis kompensiert

netz, das 3.795 Tankstellen umfasst. Die Raffinerien in Schwechat und Burghausen betreiben u.a. Petrochemie-Anlagen, für deren Output das Petrochemie-Unternehmen Borealis, an dem OMV mit 36% beteiligt ist, Schlüsselkunde ist. Downstream Gas vermarktet Gas aus europäischer Eigenförderung sowie aus Zukäufen an Endverbraucher und an den wichtigsten europäischen Gashandelsplätzen. Der Bereich betreibt ein rund 900 km langes Hochdruck-Gasleitungsnetz in Österreich, verfügt über Speicherkapazitäten von 30 TWh und ist mit 65% am Central European Gas Hub (CEGH) beteiligt, einer wichtigen Gashandelsplattform in Mittel- und Osteuropa. Außerdem betreibt OMV zwei Gaskraftwerke mit einer Stromerzeugungskapazität von insgesamt 1,7 GW in Rumänien und der Türkei.

Betriebserfolg (EBIT)

Das Upstream EBIT sank deutlich um EUR -3.837 Mio auf EUR -2.371 Mio. Dies ist vor allem auf die Wertminderungen von EUR -2.449 Mio und die signifikant niedrigeren Öl- und Gaspreise zurückzuführen. Darüber hinaus wirkten sich niedrigere Verkaufsmengen und höhere planmäßige Abschreibungen auf das Ergebnis aus. Dies wurde nur teilweise durch niedrigere Produktions- und Explorationsaufwendungen ausgeglichen. Der Konzern hat Ölpreisabsicherungen abgeschlossen, die 2015 zu einer Ergebnisverbesserung von EUR 74 Mio führten. Die OMV Gesamttagesproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas in Höhe von 303 kboe/d sank um 2% im Vergleich zu 2014. Die Produktionsstillstände im Jemen und in Libyen konnten durch den höheren Beitrag Norwegens nicht ausgeglichen werden. Die OMV Gesamttagesproduktion von Erdöl und NGL befand sich um 4% unter dem Niveau von 2014 und spiegelte damit insbesondere

die Produktionsstillstände in Libyen und im Jemen wider. Die OMV Erdgastagesproduktion ist im Vergleich zu 2014 gleich geblieben. Die Gesamtverkaufsmenge sank um 5%. Die Netto-Sonderaufwendungen in Höhe von EUR -2.509 Mio 2015 sind hauptsächlich den Wertminderungen im gesamten Portfolio zuzurechnen.

Downstream erzielte 2015 ein sehr starkes EBIT mit EUR 334 Mio vs. EUR -538 Mio 2014. Dies ist auf einen deutlich gesteigerten Beitrag des Downstream Öl-Geschäfts zurückzuführen. Das Downstream Öl-EBIT lag 2015 mit EUR 890 Mio deutlich über dem 2014 erzielten Ergebnis von EUR -338 Mio, hauptsächlich aufgrund deutlich gestiegener Raffineriemargen 2015 und der Wertminderung des Firmenwerts von OMV Petrol Ofisi (EUR -334 Mio) 2014. Die OMV Referenz-Raffineriemarge stieg 2015 von USD 3,28/bbl 2014 auf USD 7,24/bbl. Der Beitrag von Petrochemie verbesserte sich im Vergleich zu 2014 aufgrund der gestiegenen Ethylen/Propylen Netto-Marge und höherer Mengen. Die Retail-Performance wurde durch höhere Verkaufsmengen, hauptsächlich beeinflusst vom Rückgang der Ölpreise, unterstützt. Dies wurde nur teilweise durch eine schwächere Performance von OMV Petrol Ofisi ausgeglichen, welche durch regulatorische Eingriffe negativ beeinflusst war. Das Downstream Gas-EBIT betrug 2015 EUR -555 Mio vs. EUR -200 Mio 2014, hauptsächlich aufgrund einer weiteren Rückstellung für die Gate LNG Verbindlichkeit und die damit verbundenen Transportverpflichtungen, der Wertminderung des Kraftwerks Samsun und des Gasspeichers Etzel sowie eines schwachen Gas-Marktumfelds mit niedrigeren Erdgas-Verkaufsmengen und niedrigeren Gas-Margen. Die Erdgas-Verkaufsmengen sanken 2015 von 114,35 TWh 2014 auf 110,12 TWh. Die Netto-

Betriebserfolg (EBIT) EUR Mio
2015 2014 1) D
Upstream –2.371 1.466 n.m.
Downstream 334 –538 n.m.
davon Downstream Öl 890 –338 n.m.
davon Downstream Gas –555 –200 178%
Konzernbereich und Sonstiges –48 –63 –23%
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 79 104 –24%
OMV Konzern –2.006 969 n.m.

1) Die Zahlen für 2014 wurden gemäß IAS 8 angepasst

stromerzeugung sank 2015 infolge der negativen Spark Spreads in der Türkei und damit niedrigeren Stromerzeugung im Kraftwerk Samsun auf 5,41 TWh im Vergleich zu 5,81 TWh 2014. Der Rückgang in der Türkei glich die höhere Nettostromerzeugung in Rumänien mehr als aus. Der Beitrag des Erdgas-Transportgeschäfts in Österreich sank auf EUR 123 Mio 2015 vs. EUR 150 Mio 2014, im Wesentlichen bedingt durch die Abspaltung des Betriebs der TAG Pipeline in Q4/14.

Das EBIT in Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) stieg um 23% auf EUR -48 Mio 2015.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

OMV ist ein integrierter, internationaler Ölund Gaskonzern. Da die Rohölproduktion von Upstream entweder in Downstream Öl in den eigenen Raffinerien verarbeitet oder – zum Großteil – über OMV Supply & Trading Limited vermarktet wird, hat Downstream Öl den größten Anteil am konsolidierten Konzernumsatz. Bedingt durch starke Schwankungen in den wesentlichen Einflussgrößen Rohölpreise, Gaspreise und USD-Wechselkurse können sich beträchtliche Erhöhungen und Rückgänge bei den Umsätzen, aber auch bei den Umsatzkosten ergeben, sodass aus diesen nur eingeschränkt auf die Ergebnisauswirkung Rückschlüsse gezogen werden können. Verglichen mit 2014 fiel der Konzernumsatz um 37% auf EUR 22.527 Mio im Wesentlichen aufgrund niedrigerer Umsätze in Downstream

Öl. Die Umsätze im Geschäftsbereich Upstream fielen um 32% auf EUR 3.900 Mio. Nach Berücksichtigung konzerninterner Umsätze von EUR 2.883 Mio ergab sich ein Beitrag zum Konzernumsatz von EUR 1.017 Mio. Dies entspricht einem Anteil von rund 5% am Gesamtumsatz (2014: EUR 1.489 Mio bzw. 4%). Downstream Öl trug EUR 17.290 Mio bzw. 77% zum Konzernumsatz bei (2014: EUR 27.787 Mio bzw. 77%). Der Umsatz in Downstream Gas verringerte sich auf EUR 4.382 Mio (2014: EUR 6.799 Mio). Nach Abzug konzerninterner Umsätze mit den Raffinerien ergab sich ein Konzernbeitrag von Downstream Gas von EUR 4.215 Mio bzw. rund 19% des Gesamtumsatzes (2014: EUR 6.632 Mio bzw. 18%). Die regionale Umsatzaufteilung erfolgt nach dem Ort der Liefer- oder Leistungserfüllung. Unter den Absatzmärkten des Konzerns blieb Österreich mit einem Umsatz von EUR 5.787 Mio bzw. 26% des Konzernumsatzes unverändert der Wichtigste (2014: EUR 9.005 Mio bzw. 25%). Die Umsätze in Deutschland fielen von EUR 6.260 Mio im Jahr 2014 auf EUR 3.595 Mio im Jahr 2015, hauptsächlich aufgrund der Veräußerung des Anteils an Bayernoil 2014. Dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 16% (2014: 17%). Die Umsätze in Rumänien betrugen EUR 3.307 Mio bzw. 15% des Konzernumsatzes (2014: EUR 3.809 Mio bzw. 11%). Der Umsatzbeitrag der Türkei verminderte sich 2015 auf EUR 5.638 Mio bzw. 25% des Gesamtumsatzes des OMV Konzerns (2014: EUR 8.235 Mio bzw. 23%). Umsätze in Höhe von EUR 2.669 Mio bzw. 12% des Gesamtumsatzes

Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung) EUR Mio
2015 2014 1) D
Umsatzerlöse 22.527 35.913 –37%
Direkte Vertriebskosten –327 –342 –4%
Umsatzkosten –22.174 –32.613 –32%
Sonstige betriebliche Erträge 392 337 16%
Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen –1.277 –1.366 –6%
Explorationsaufwendungen, Forschung und Entwicklung –734 –485 52%
Sonstige betriebliche Aufwendungen –413 –476 –13%
Betriebserfolg (EBIT) –2.006 969 n.m.
Finanzerfolg 97 –177 n.m.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 654 –265 n.m.
Jahresüberschuss –1.255 527 n.m.
davon Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 42 38 11%
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen –197 211 n.m.
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender Jahresüberschuss –1.100 278 n.m.

1) Die Zahlen für 2014 wurden gemäß IAS 8 angepasst

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

Verbesserter Finanzerfolg

wurden im übrigen Mittel- und Osteuropa getätigt (2014: EUR 3.779 Mio bzw. 11%). Auf die restlichen europäischen Länder entfielen EUR 914 Mio bzw. 4% (2014: EUR 1.957 Mio bzw. 5%). Die Umsätze in der übrigen Welt fielen auf EUR 616 Mio, was einem Anteil von 3% am Gesamtumsatz entspricht (2014: EUR 2.867 Mio bzw. 8%). Die direkten Vertriebsaufwendungen betrafen hauptsächlich fremde Ausgangsfrachten und blieben annähernd stabil auf dem Niveau von EUR -327 Mio (2014: EUR -342 Mio). Die Umsatzkosten, welche die variablen und fixen Produktionskosten sowie Handelswareneinsätze beinhalten, fielen um 32% auf EUR -22.174 Mio. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf EUR 392 Mio (2014: EUR 337 Mio). Der Anstieg ist in erster Linie durch eine 2015 erfasste Versicherungsentschädigung aus Schadenersatzansprüchen in Neuseeland von EUR 44 Mio sowie die Erträge aus einem erfolgreichen Rechtsstreit während des Geschäftsjahrs 2015 in OMV Petrom SA von EUR 25 Mio bedingt. Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungsaufwendungen von EUR -1.277 Mio sanken um 6% im Vergleich zum Vorjahr, wobei der Rückgang hauptsächlich aus den 2014 erfassten Wertminderungen von Tankstellen resultierte (2014: EUR -1.366 Mio). Die Aufwendungen für Exploration stiegen um 54% auf EUR -707 Mio an, wobei dies hauptsächlich auf die 2015 erfassten Wertminderungen zurückzuführen ist. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen um 11% auf EUR -28 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 13% auf EUR -413 Mio. Der Finanzerfolg zeigte in Summe einen Wert von EUR 97 Mio (2014: EUR -177 Mio). Diese Verbesserung steht hauptsächlich im Zusammenhang mit höheren Ergebnisbeiträgen von at-equity bewerteten Beteiligungen und einem verbesserten Zinsergebnis. Das Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen belief sich insgesamt auf EUR 345 Mio (2014: EUR 180 Mio) und kam hauptsächlich aus dem Borealis Konzern mit einem Betrag von EUR 356 Mio (2014: EUR 205 Mio). Die Dividendenerträge betrugen EUR 37 Mio (2014: EUR 16 Mio). Das Zinsergebnis zeigte einen Saldo von EUR -215 Mio (2014: EUR -330 Mio). Der Wert des Berichtsjahrs war über dem Vorjahr hauptsächlich bedingt durch niedrigere Zinsaufwendungen, der verbesserten Finanzierungsstruktur sowie der Einmaleffekte aus dem Vorjahr (Verzugszinsen aus einer Steuerprüfung der Jahre 2009 und 2010 in OMV Petrom SA). Die Erträge aus Ertragsteuern beliefen sich auf EUR 654 Mio (2014: Aufwendungen von EUR -265 Mio). Die Aufwendungen für laufende Ertragsteuern betrugen EUR -133 Mio (2014: EUR -515 Mio) und die Erträge aus latenten Steuern beliefen sich auf EUR 787 Mio (2014: EUR 250 Mio). Der Effektivsteuersatz des Konzerns erhöhte sich auf 34% (2014: 33%) und war durch Wertminderungen auf Vermögenswerte im Geschäftsbereich Upstream, die zu einer hohen Steuerentlastung führten, beeinflusst.

Investitionen 1) EUR Mio
2015 2014 D
Upstream 2.140 2.951 –27%
Downstream 608 850 –28%
davon Downstream Öl 546 607 –10%
davon Downstream Gas 62 243 –75%
Konzernbereich und Sonstiges 21 31 –32%
Investitionen gesamt 2.769 3.832 –28%
+/– Sonstige Adaptierungen 433 670 –35%
– Investitionen in Finanzanlagen –12 –76 –85%
Zugang laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) 3.190 4.426 –28%
+/– Nicht zahlungswirksame Änderungen –211 –592 –64%
Zahlungswirksame Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen 2.978 3.834 –22%
+ Zahlungswirksame Investitionen in Beteiligungen, Wertpapiere,
Ausleihungen und sonstige Finanzanlagen 88 76 15%
Investitionen laut Cashflow-Rechnung 3.066 3.910 –22%

1) Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in at-equity bewertete Beteiligungen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investition definierte Zugänge

Investitionen

Das Investitionsvolumen fiel auf EUR 2.769 Mio (2014: EUR 3.832 Mio). Upstream investierte EUR 2.140 Mio (2014: EUR 2.951 Mio), vor allem in Feldentwicklungen in Norwegen sowie Feldneuentwicklungen, Bohrungen und Workover-Aktivitäten in Rumänien. Die Investitionen im Geschäftsbereich Downstream fielen auf EUR 608 Mio (2014: EUR 850 Mio), davon EUR 546 Mio in Downstream Öl (2014: EUR 607 Mio) und EUR 62 Mio in Downstream Gas (2014: EUR 243 Mio). Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich Kb&S lag bei EUR 21 Mio (2014: EUR 31 Mio). Die Überleitung der Investitionen auf die Zugänge laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) betrifft im Wesentlichen die Zugänge, die nicht als Investitionen definiert sind, sowie Investitionen in Finanzanlagen. Der Unterschied zwischen den Zugängen laut Anlagespiegel und den Investitionen laut Cashflow-Rechnung war auf in der Periode nicht zahlungswirksame Zugänge im Bereich des immateriellen Vermögens und der Sachanlagen zurückzuführen (unter anderem Abgrenzungen für Investitionsverbindlichkeiten, neue Finanzierungsleasingvereinbarungen, Rekultivierungsverpflichtungen und aktivierte Fremdkapitalkosten). Darüber hinaus sind in den Gesamtinvestitionen laut Cashflow-Rechnung zahlungswirksame Zugänge zu Finanzanlagen enthalten.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme fiel um EUR 1.191 Mio auf EUR 32.664 Mio. Der Rückgang im langfristigen Vermögen um EUR 1.410 Mio ist vor allem auf die im Geschäftsjahr erfassten Wertminderungen sowie planmäßigen Abschreibungen zurückzuführen, welche teilweise von den getätigten Investitionen ausgeglichen wurden. Die at-equity bewerteten Beteiligungen erhöhten sich insgesamt um EUR 431 Mio. Die Veränderungen von at-equity bewerteten Beteiligungen beinhalteten großteils das Beteiligungsergebnis von Borealis und die anteiligen Ergebnisse der anderen at-equity bewerteten Beteiligungen sowie Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Änderungen. Das sonstige langfristige Vermögen, das im

Investitionen
verringerten sich
2015 auf
EUR 2.769 Mio
Bilanz (Kurzfassung) EUR Mio
Aktiva 2015 % 2014 1) %
Langfristiges Vermögen 24.054 74 25.464 75
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 19.715 60 21.941 65
At-equity bewertete Beteiligungen 2.562 8 2.131 6
Sonstiges langfristiges Vermögen 927 3 933 3
Latente Steuern 850 3 459 1
Kurzfristiges Vermögen 8.516 26 8.298 25
Vorräte 1.873 6 2.231 7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.567 8 3.042 9
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 4.076 12 3.026 9
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 94 0 93 0
Passiva
Eigenkapital 14.298 44 14.514 43
Langfristige Verbindlichkeiten 10.314 32 10.449 31
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.045 3 1.115 3
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 4.592 14 4.642 14
Rekultivierungsverpflichtungen 3.342 10 3.148 9
Rückstellungen und andere Verbindlichkeiten 1.105 3 972 3
Latente Steuern 229 1 572 2
Kurzfristige Verbindlichkeiten 8.021 25 8.863 26
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.380 10 4.330 13
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 494 2 598 2
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 4.147 13 3.935 12
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 32 0 29 0
Bilanzsumme 32.664 100 33.855 100

1) Die Zahlen für 2014 wurden gemäß IAS 8 angepasst

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

Verschuldungsgrad

2015 von 28%

Eigenkapitalquote stieg auf 44%

Wesentlichen langfristige Forderungen und Ausleihungen sowie Wertpapiere enthält, verminderte sich um EUR 6 Mio auf EUR 927 Mio. Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich hauptsächlich aufgrund von Wertminderungen auf Vermögenswerte im Geschäftsbereich Upstream auf EUR 850 Mio (2014: EUR 459 Mio). Das kurzfristige Vermögen stieg um EUR 218 Mio auf EUR 8.516 Mio zum 31. Dezember 2015. Die Volatilität der Öl- und Gaspreise verursachte einen höheren Stand an Derivaten, auf die hauptsächlich der Anstieg der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von EUR 1.051 Mio zurückzuführen ist.. Im Gegensatz hierzu verringerten sich die Vorräte um EUR 358 Mio und die Forderungen aus Lieferung und Leistung um EUR 474 Mio, hauptsächlich bedingt durch niedrigere Rohstoffpreise sowie durch die reduzierte Geschäftstätigkeit resultierend aus der Veräußerung von Bayernoil. Die zu Veräußerungszwecken gehaltenen kurzfristigen Vermögenswerte sind leicht um EUR 1 Mio gestiegen. Das Eigenkapital (inkl. nicht beherrschenden Anteilen) blieb nahezu unverändert, wobei die Eigenkapitalquote geringfügig auf 44% stieg (2014: 43%). Pensionen und ähnliche Verpflichtungen fielen um EUR 70 Mio. Die langfristigen Rekultivierungsverpflichtungen erhöhten sich um EUR 194 Mio, hauptsächlich aufgrund der Neubewertung der Verpflichtungen, welche primär durch Änderungen der Parameter in der OMV Petrom SA getrieben wurden. Kurzfristige und langfristige Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten sanken um EUR 153 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung einer Anleihe (US Privatplatzierung), und anderer langfristiger Schulden sowie die Rückzahlung kurzfristiger

Geldmarktaufnahmen zurückzuführen, welche teils durch Neuaufnahmen langfristiger Kredite kompensiert wurden. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fielen bedingt durch den niedrigeren Ölpreis um EUR 951 Mio. Einen Anstieg von EUR 346 Mio gab es bei den sonstigen kurzfristigen und langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Der Anstieg war großteils durch um EUR 674 Mio höhere sonstige finanzielle Verbindlichkeiten bedingt, wobei diese auf höhere Positionen der Derivate, in erster Linie ausgelöst durch fallende Öl- sowie Gaspreise, zurückzuführen sind. Andere Effekte kamen hauptsächlich von höheren Rückstellungen für die Gate

LNG Verpflichtung und die damit verbundenen Transportverpflichtungen. Die passiven latenten Steuern verringerten sich hauptsächlich infolge der Erfassung wesentlicher Wertminderungen auf Vermögenswerte im Geschäftsbereich Upstream auf EUR 229 Mio (2014: EUR 572 Mio).

Verschuldungsgrad (Gearing ratio)

Zum 31. Dezember 2015 betrugen kurz- und langfristige Kreditverbindlichkeiten, Anleihen und Finanzierungsleasingverbindlichkeiten EUR 5.386 Mio (2014: EUR 5.551 Mio), während sich die liquiden Mittel auf EUR 1.348 Mio (2014: EUR 649 Mio) erhöhten. Die Nettoverschuldung verringerte sich um EUR 864 Mio auf EUR 4.038 Mio (2014: EUR 4.902 Mio). In Relation zum Eigenkapital ergab sich damit per Ende 2015 ein Verschuldungsgrad von 28% (2014: 34%). Am 7. Dezember 2015 begab OMV Hybridanleihen mit einem Emissionsvolumen von insgesamt EUR 1,5 Mrd in zwei Tranchen von jeweils EUR 750 Mio. Die Nettoerlöse aus den Hybridanleihen werden gemäß IFRS zur Gänze als Eigenkapital behandelt.

Cashflow

Die Konzern-Cashflow-Rechnung wird nach der indirekten Methode erstellt, wobei die Darstellung bereinigt um Konsolidierungskreisänderungen, Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige unbare Transaktionen erfolgt. Mit EUR 2.834 Mio lag der Cashflow aus der Betriebstätigkeit um EUR 832 Mio bzw. 23% unter dem Vorjahr (2014: EUR 3.666 Mio). Aus der Überleitung vom Jahresüberschuss auf Zahlungsströme aus der Betriebstätigkeit (vor Änderungen der Net Working Capital Komponente) ergab sich für 2015 per Saldo eine Hinzurechnung von EUR 4.489 Mio (2014: EUR 2.734 Mio). Für Abschreibungen und Wertminderungen wurden EUR 5.159 Mio hinzugerechnet (2014: EUR 3.167 Mio) und für latente Steuern wurden EUR 787 Mio (2014: EUR 250 Mio) abgezogen. Der laufende Steueraufwand abzüglich Steuerzahlungen führte zu einem Abzug von EUR 115 Mio (2014: EUR 54 Mio). Die Beiträge von at-equity bewerteten Beteiligungen und Dividendenerträgen abzüglich der erhaltenen Dividendenzahlungen wirkten, hauptsächlich aufgrund der hohen unbaren Ergebnisbeiträge 2015 von Borealis, um

EUR 298 Mio reduzierend (2014: EUR 153 Mio). Der Nettozinsaufwand für Kredite und sonstige Verbindlichkeiten abzüglich bezahlter Zinsen bewirkte eine Verringerung von EUR 23 Mio (2014: EUR 46 Mio). Der Netto-Aufbau langfristiger Rückstellungen (darunter für Sozialkapital und Rekultivierungsverpflichtungen) führte zu einer positiven Anpassung des Cashflows in Höhe von EUR 233 Mio (2014: negative Anpassung von EUR 14 Mio). Dies ist im Wesentlichen auf die Gate LNG Verpflichtung und die damit verbundenen Transportverpflichtungen zurückzuführen. Die Summe aus Zuschreibungen zum Anlagevermögen und sonstigen unbaren Positionen führte zu einer Hinzurechnung von EUR 341 Mio (2014: EUR 79 Mio). Die sonstige unbare Position beinhaltete u.a. die Wertminderung auf Vorräte, welche im Wesentlichen auf den Preisrückgang zum Stichtag zurückzuführen ist, sowie unrealisierte Verluste aus Derivaten. Im kurzfristigen Nettovermögen wurden 2015 Mittel in Höhe von EUR 400 Mio gebunden (2014: EUR 405 Mio freigesetzt). Der Abbau von Forderungen und Vorräten führte zu einer Mittelfreisetzung von EUR 719 Mio (2014: EUR 455 Mio). Der Effekt resultierte im Wesentlichen aus niedrigeren Rohstoffpreisen sowie aus geringeren Vorratsbeständen. Durch den Abbau von Verbindlichkeiten wurden EUR 1.004 Mio gebunden (2014: EUR 135 Mio). Der negative Effekt ist im Wesentlichen auf die niedrigeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, welche hauptsächlich durch das tiefe Preisniveau getrieben war. Durch den Abbau von kurzfristigen Rückstellungen wurden EUR 114 Mio verwendet (2014: EUR 85 Mio freigesetzt). Den Investitionsauszahlungen von EUR 3.066 Mio (2014: EUR 3.910 Mio) standen Rückflüsse aus Verkäufen von Anlagevermögen von EUR 193 Mio (2014: EUR 516 Mio) gegenüber. 2014 beinhalteten die Rückflüsse aus Verkäufen von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten, abzüglich liquider Mittel von EUR 341 Mio, in erster Linie aus dem Verkauf des 45%-Anteils am Raffinerieverbund Bayernoil. Der gesamte Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug EUR 2.874 Mio (2014: EUR 3.394 Mio). Der geringere Mittelabfluss 2015 spiegelte die Maßnahmen zur Investitionskürzung wider. Der Nettorückgang kurzfristiger und langfristiger Finanzierungen führte zu einem Mittelabfluss von EUR 190 Mio (2014: Mittelzufluss

von EUR 331 Mio). 2015 wurden die US Kapitalmarktanleihe, andere langfristige Kredite, und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie kurzfristige Geldmarktaufnahmen rückgezahlt, welche teils durch Neuaufnahmen langfristiger Kredite kompensiert wurden. 2014 wurde ein Mittelzufluss von EUR 750 Mio durch die Emission eines neuen Eurobonds generiert, welcher durch die Rückzahlung eines Eurobonds im April in Höhe von EUR 702 Mio kompensiert wurde. 2015 erwarb OMV die restlichen nicht beherrschenden Anteile von 1,2% an OMV Petrol Ofisi A.S˛. 2014 erwarb OMV zusätzliche Anteile von 1,8% an OMV Petrol Ofisi A.S˛. sowie die restlichen nicht beherrschenden Anteile an der Adria-Wien Pipeline GmbH. Der Mittelabfluss aus Dividendenzahlungen betrug EUR 530 Mio (2014: EUR 650 Mio), wovon EUR 408 Mio (2014: EUR 408 Mio) an Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft, EUR 71 Mio an nicht beherrschende Anteilseigner einbezogener Unternehmen (2014: EUR 191 Mio) und EUR 51 Mio (2014: EUR 51 Mio) an Hybridkapitalbesitzer flossen. Durch die Begebung von Hybridschuldverschreibungen kam es 2015 zu einem signifikanten Mittelzufluss von EUR 1.490 Mio. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug EUR 758 Mio (2014: Mittelabfluss von EUR 342 Mio).

Risikomanagement

Genauso wie die gesamte Öl- und Gasbranche ist OMV einer Reihe von Risiken ausgesetzt – unter anderem Markt- und finanziellen Risiken, operativen sowie strategischen Risiken.

  • Markt- und finanzielle Risiken entstehen durch die Volatilität der Preise für Rohstoffe, Wechselkurse und Zinssätze. Kreditrisiken, die durch das Unvermögen von Vertragspartnern einer Zahlungs- oder Lieferverpflichtung nachzukommen entstehen, sind ebenfalls von Bedeutung. Als Öl- und Gasunternehmen ist OMV Öl- und Gaspreisrisiken ausgesetzt. Auf der Währungsseite sind USD, RON, NOK und TRY von Bedeutung.
  • Operative Risiken beinhalten vor allem mit Anlagen verbundene Risiken, HSSE, regulatorische bzw. Compliance-Risiken oder Projektrisiken.
  • Strategische Risiken entstehen zum Beispiel durch technologischen Fortschritt, beinhalten aber auch Reputations- und politische Risiken. OMV ist unter anderem in Ländern tätig, die aktuell Schauplatz politischer Instabilität sind

Mittelzufluss durch Begebung von Hybridschuldverschreibungen in Höhe von EUR 1.490 Mio

(vor allem in Libyen, im Jemen, in Pakistan und Tunesien). Unterbrechungen bzw. Rückgänge der Produktion, wie auch höhere Steuerraten, Restriktionen auf Eigentum ausländischer Investoren bis hin zur Enteignung könnten die Folge politischer Veränderungen sein.

Der Konzern vertritt die Ansicht, dass durch die substanzielle Diversifikation und die damit verbundenen teilweise gegenläufigen Risiken das Gesamtrisiko signifikant reduziert wird. Die ausgleichende Wirkung von gegenläufigen Branchenrisiken durch das hohe Ausmaß an Integration erfolgt jedoch häufig zeitlich verzögert oder abgeschwächt. Daher konzentrieren sich die Konzern-Risikomanagement-Aktivitäten auf die konzernweite Nettoposition der Risiken des aktuellen und zukünftigen Portfolios. Die Themenbereiche Risikomanagement und Versicherung werden zentral durch den Bereich Corporate Finance koordiniert, welcher sicherstellt, dass im gesamten Konzern klare und konsistente Prozesse, Methoden und Techniken in Bezug auf Risikomanagement angewandt werden. Jene Manager, die am besten geeignet sind entsprechende Risiken zu überwachen und zu managen, werden als Risk Owner definiert. Das generelle Ziel der Risikopolitik ist es, den benötigten Cashflow des Konzerns abzusichern und ein der Risikoneigung des OMV Konzerns entsprechend starkes Investment Grade Kredit-Rating zu behalten. Auch die Auswirkungen verschiedener Risiken von neuen Strategien auf das Rating werden verfolgt. Um den Konzern-Cashflow vom potenziell negativen Einfluss fallender Ölpreise abzusichern, wurden derivative Instrumente zur Absicherung der Erlöse aus dem Verkauf von 50.000 bbl/d für den Zeitraum Juli 2015 bis Juni 2016 verwendet. Bis August 2015, als OMV die Ölpreisabsicherungen für die Periode von Q4/15 bis inklusive Q2/16 monetisiert hat, wurde die Transaktion als Cashflow-Hedge verbucht, was 2015 zu einem positiven EBIT-Beitrag von EUR 74 Mio geführt hat. Weiters wird ein Bewertungsgewinn von EUR 12 Mio auf die Jänner bis Juni 2016 Hedging-Instrumente im sonstigen Ergebnis berichtet, der 2016 in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycled") wird. Im Downstream Geschäft ist OMV insbesondere volatilen Raffineriemargen sowie Lagerbestandsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu mitigieren werden entsprechende Hedging-Aktivitäten durchgeführt – hierunter fallen vor allem Margenhedges sowie Lagerbestandshedges. Weiters wird Emissions-Compliance-Management betrieben, wobei eine ausgeglichene Position an Emissionszertifikaten durch den Verkauf im Falle eines Überhangs bzw. Zukaufs im Falle einer Unterdeckung erzielt wird. Risikostrategien für finanzielle Risiken (z.B. Marktpreis und Währungen) werden quartalsweise im Financial Risk Committee überprüft. Ein funktionsübergreifendes Komitee ("Risk Committee"), bestehend aus Mitgliedern des Senior Managements, stellt sicher, dass ein unternehmensweites Risikomanagement (UWRM) Programm implementiert ist, um übergreifende Risiken innerhalb des Konzerns effektiv zu managen. Das UWRM wird laufend verbessert, um einen höchstmöglichen Mehrwert für das Unternehmen durch risikobasierte Managemententscheidungen zu erreichen. Durch richtige Einschätzung der finanziellen, operativen und strategischen Risiken soll die Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten systematisch unterstützt werden, um somit den Wert des Konzerns nachhaltig zu erhöhen. Durch das UWRM-System wurden seit 2003 in allen Bereichen der Organisation, einschließlich der Tochtergesellschaften in mehr als 20 Ländern, das Risikobewusstsein und die Kenntnisse über das Risikomanagement deutlich verbessert. Die Risikokultur des Konzerns wird dabei durch eine IT-Anwendung unterstützt, welche dem Risikomanagementprozess innerhalb des Konzerns folgt: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikobewältigung, Berichterstattung und Monitoring mittels fortlaufender Überwachung von Änderungen des Risikoprofils. Die durch einen Bottom-Up-Prozess ermittelten Konzernrisiken werden mit Hilfe einer Monte Carlo Simulation berechnet und mit den Planungsdaten des Konzerns verglichen. Diese Herangehensweise wird in Bezug auf strategische Risiken mit einem Top-Down-Prozess seitens des Senior Managements kombiniert. Nicht voll konsolidierte Gesellschaften sind in diesem Prozess inkludiert. Zweimal im Jahr werden die Ergebnisse dieses Prozesses zusammengeführt und dem Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss präsentiert. In Übereinstimmung mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex wird die Funktionsfähigkeit des UWRM-Systems jährlich durch den Wirtschaftsprüfer

Ziel der Risikopolitik ist es, den benötigten Cashflow des Konzerns abzusichern evaluiert. Folgende nicht-finanzielle und finanzielle Schlüsselrisiken wurden in Bezug auf die Erreichung des Mittelfrist-Plans ermittelt: Marktpreisrisiken, politische Risiken, regulatorische Risiken und Compliancerisiken, Geschäftsprozessrisiken, Währungsrisiken (vor allem hinsichtlich USD, RON, NOK und TRY), Projektrisiken, Personalrisiken sowie Risiken in Bezug auf Katastrophen. Der Konzern verfügt über langjährige Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Mittel- und Osteuropa und Südosteuropa. Die politischen Entwicklungen werden für alle Märkte, in denen der Konzern tätig ist, kontinuierlich analysiert. Außerdem werden spezifische Länderrisiken vor dem Eintritt in neue Länder überprüft. Die Risiken im Zusammenhang mit dem EU-Emissionshandel (EU ETS) werden separat erfasst und konzernweit zusammengeführt. Darüber hinaus beobachtet der Konzern die Entwicklung klimapolitischer Regelungen in allen Ländern, in denen es Aktivitäten gibt. Im Bereich Human Resources wird durch gezielte Nachfolge- und Entwicklungsplanung für die Verfügbarkeit von geeigneten Führungskräften für weitere Wachstumsschritte zeitgerecht vorgesorgt, um damit Personalrisiken zu begegnen. Die Steuerung und Kontrolle erkannter und bewerteter Risiken erfolgt unter Anwendung der definierten Risikorichtlinien auf allen Ebenen mit zugeordneten Verantwortlichkeiten. Das Management von Schlüsselrisiken wird zentral und durch spezielle Konzernrichtlinien geregelt, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Recht und Compliance, Human Resources, Corporate Social Responsibility mit Fokus auf Menschenrechte und Marktpreisrisiken. Die Analyse und das Management finanzieller Risiken, welche aus Fremdwährungen, Zinssätzen, Rohstoffpreisen, Kontrahenten, Liquidität und versicherbaren Risiken resultieren, erfolgt zentral im Bereich Corporate Finance auf konsolidierter Basis. Marktpreisrisiken werden zentral betrachtet und ihre möglichen Cashflow-Auswirkungen mittels eines spezifischen Risiko-Modells, das Portfolio-Effekte berücksichtigt, analysiert. Die Resultate der Risikoanalyse werden im Financial Risk Committee, das sich aus dem Management der Geschäftsbereiche sowie der Konzernfunktionen zusammensetzt, besprochen. Dem Vorstand werden entsprechende Vorschläge betreffend Hedging-Strategien zur Genehmigung

unterbreitet. Die größten Fremdwährungsrisiken werden durch Schwankungen von RON, USD, TRY und NOK verursacht. Aus dem Verkauf der Öl- und Gasproduktion ergibt sich für den Konzern eine Netto-USD-Long-Position. Die Auswirkungen auf den Cashflow und/oder die Bilanz (Translationsrisiko) werden ebenso regelmäßig überwacht wie die Relation zum Ölpreis. Translationsrisiken im Konzerneigenkapital resultieren aus Beteiligungen mit divergierender funktionaler Währung wie USD, RON, NOK und TRY. Zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Konzerns können im Rahmen definierter Regelungen Kredite von fixen auf variable Zinsen und vice versa umgestellt werden. Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzern- und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limitgrenzen für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht und gesteuert. Die Vorgehensweise ist sowohl beim Konzern als auch bei OMV Petrom und OMV Petrol Ofisi in einer Richtlinie festgelegt.

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSSE)

HSSE ist ein zentraler Wert von OMV. Hauptanliegen sind das körperliche Wohlbefinden und die Sicherheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie die Integrität der Produktionsanlagen. Schadensprävention und proaktives Risikomanagement sind unerlässlich, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Geschäftstätigkeit von OMV aufrechtzuerhalten und die Vision "ZERO harm – NO losses" zu erreichen. Leider waren 2015 zwei arbeitsbedingte Todesfälle zu beklagen. Mit dem konzernweit initiierten Projekt "Verhaltensbasierte Sicherheit" will sich OMV einem unfallfreien Umfeld weiter annähern. Der Hauptfokus im Bereich Sicherheit lag 2015 auf den neuen Gegebenheiten im Mittleren Osten und in Regionen Nordafrikas. Die politischen und sicherheitsrelevanten Entwicklungen in Tunesien, im Jemen, in Libyen und Pakistan erforderten permanentes Monitoring, um zeitnahe Entscheidungen zur Wahrung der Sicherheit zu ermöglichen. Aufgrund der Sicherheits-Vorfälle in Paris, Brüssel und der Türkei war Reiseinformation von großer Bedeutung. Am stärksten wurden die OMV Aktivitäten im Jemen und in Libyen durch Produktionstopps beeinträchtigt. Der lokale Bürobetrieb wurde aufrechterhalten. In Tunesien

OMV HSSE Vision "ZERO harm – NO losses"

erforderten die zunehmenden Aktivitäten ein striktes Sicherheitsprogramm. Zu den wichtigsten HSSE Maßnahmen 2015 gehörten:

  • Einführung einer neuen HSSE Politik und HSSE Richtlinie, darunter eine Richtlinie zur Verhinderung schwerer Unfälle
  • Einführung des konzernweiten Projekts "Verhaltensbasierte Sicherheit" mit dem Fokus auf Sicherheitsbewusstsein; in OMV Petrom zeigte das Projekt bereits erste positive Effekte
  • Überarbeitung der OMV Klimaschutzstrategie
  • Start einer Kampagne zur Bewusstseinsstärkung von Müdigkeit und Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Fertigstellung von acht Prozesssicherheitsund Integritätsbeurteilungen von risikobasiert ausgewählten Projekten in Upstream
  • Einführung einer systematischen, internen Leistungsbewertung zur Überprüfung von prozesssicherheitsrelevanten Regelungen in Downstream auf ihre Compliance und Wirksamkeit
  • Über 90% der Upstream MitarbeiterInnen haben alle sieben Module eines computerbasierten Prozesssicherheitstrainings abgeschlossen; in Downstream wurden diese Trainings für bestimmte Zielgruppen übernommen
  • Einführung eines verbesserten Safety Walk-Konzepts, das Gespräche über sicheres Verhalten und Gefahrenbewusstsein mit MitarbeiterInnen und Kontraktoren in den Vordergrund stellt
  • Reaktion auf reisebezogene Sicherheitsrisiken durch die Einführung eines neuen Reisesicherheitssystems, das einen Reisegenehmigungsprozess, Monitoring, Reiseempfehlungen und -informationen beinhaltet
  • Einführung eines Standardprozesses und einer Methodik für Sicherheitsrisikobewertungen für alle OMV Standorte; das Ergebnis ist ein für Entscheidungsträger verfügbares, konzernumfassendes Bild der Sicherheitsrisiken
  • Durchführung einer vollständigen Betriebssicherheitsprüfung in allen tunesischen OMV Standorten; diese führte zu einem erweiterten Sicherheitspaket am Arbeitsplatz und erhält das Vertrauen der OMV Kontraktoren
  • Durchführung einer Krisenübung in Tunesien
  • Verbesserung des Schutzes gegen und der Reaktion auf Entführungen und Lösegeldforderungen durch Workshops mit dem Senior

Management und dem Ländermanagement von Libyen, Tunesien, dem Jemen und Pakistan; zusätzliche Sensibilisierungstrainings für lokale MitarbeiterInnen in Tunesien und Dubai

Das Ziel von OMV ist eine Optimierung der Prozesse, um natürliche Ressourcen effizient zu nutzen, sowie Emissionen und Abfall zu reduzieren. Obwohl das Risikomanagement von Produktaustritten konzernweit ein wichtiger Schwerpunkt ist, kam es 2015 bedauerlicherweise zu sechs bedeutenden Austritten von Kohlenwasserstoffen (L3-L5 nach OMV Definition) mit einem Volumen von insgesamt 55.400 Litern. Drei dieser Austritte wurden durch Korrosion verursacht, zwei durch Integritätsprobleme und einer durch einen Verkehrsunfall. OMV hat die Klimastrategie überarbeitet und Treibhausgas (THG)-Intensität als neues konzernweites Leistungsziel eingeführt. OMV konzentriert sich auf die Verringerung der THG- Emissionen sowie auf die Einsparung von Energiekosten. Das Ziel ist die Reduktion der konzernweiten THG-Intensität um 10% bis 2021 im Vergleich zu 2013. OMV setzt laufend eine große Bandbreite von Maßnahmen, um die Energieeffizienz schrittweise zu verbessern. OMV Raffinerien, Gas Connect Austria sowie OMV Petrom wenden Energiemanagementsysteme an, die nach ISO 50001 zertifiziert sind. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen:

  • Durch die Modernisierung der Raffinerie Petrobrazi zeigen sich wesentliche Verbesserungen, das zugehörige Energieeinsparungsprogramm führt zu signifikanten THG-Emissionseinsparungen
  • Einführung einer Richtlinie zur vollständigen Vermeidung des kontinuierlichen Abfackelns und Ablassens von Gas (außer aus Sicherheitsgründen) bei neuen Upstream-Projekten und zur schrittweisen Reduktion bei bestehenden Projekten
  • Eine signifikante Reduktion der abgelassenen Gasmengen durch Gebietserneuerungs- und Optimierungsprojekte konnte im OMV Petrom Upstream-Bereich erreicht werden

Im Wassermanagement liegt der Fokus auf effizienter Wassernutzung und modernster Wasseraufbereitung. OMV hat 2015 begonnen, die konzernweite Wasserstrategie mit Schwerpunkt auf primären Wasserverbrauchern des Konzerns

OMV strebt Reduktion der Treibhausgas-Intensität um 10% bis 2021

vs. 2013 an

umzusetzen. Es wurden Wasserrisiken von ausgewählten Standorten mit hoher Priorität identifiziert und Wassermanagementpläne entwickelt. 2016 werden weitere relevante Standorte folgen.

Eco-Innovation

Die Forschung an neuen Technologien ist unerlässlich, um auf Herausforderungen des Klimawandels reagieren zu können. Außerdem schlägt sie eine Brücke zwischen dem heutigen Ist-Zustand und den Klimazielen der EU. Als Teil des Forschungsprojekts wind2hydrogen arbeitet OMV mit Partnern daran, Windstrom zu verwenden, um Wasser mittels Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Eine wind2hydrogen Pilotanlage wurde gemeinsam mit Partnern entwickelt. Ziel des Projekts ist, die nötigen Rahmenbedingungen für die Herstellung von "grünem Wasserstoff" aus erneuerbarer Energie zu schaffen. Denn dadurch kann Energie leichter gespeichert, transportiert und bedarfsgerecht eingesetzt werden. OMV hat zudem angefangen, Alternativen für die langfristige Zukunft auszuarbeiten. Am Christian-Doppler-Labor in Cambridge forschen Erwin Reisner und sein Team an Wegen zur Umwandlung von Sonnenlicht in nutzbare Energie (Syngas). Das Forscherteam will bis 2019 einen Reaktor-Prototyp entwickeln, der große Mengen an Wasserstoff herstellen kann.

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

Gemäß § 243a UGB sind die folgenden Informationen anzugeben:

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 327.272.727 und ist in 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Zwischen den Kernaktionären Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH

(ÖBIB) und International Petroleum Investment Company (IPIC) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.

    1. ÖBIB hält 31,5% und IPIC hält 24,9% des Grundkapitals.
    1. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht.
    1. Arbeitnehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
    1. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern gemäß § 87 Abs. 8 Aktiengesetz (AktG) bedarf der einfachen Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 AktG und Satzungsänderungen (ausgenommen Unternehmensgegenstand) genügt die einfache Stimmen- und Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
    1. a) Der Vorstand wurde im Hinblick auf das Auslaufen des von der Hauptversammlung am 13. Mai 2009 geschaffenen genehmigten Kapitals am 13. Mai 2014 durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2014 ermächtigt, bis einschließlich 14. Mai 2019 das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage einmal oder in mehreren Tranchen, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch
2015 2014 2013
0,26 0,46 0,52
0,28 0,42 0,52
0,27 0,44 0,52
0,59 0,98 1,11
0,79 0,96 1,30
0,73 0,97 1,24

Der in diesem Geschäftsbericht integrierte Corporate Governance Bericht ist auf der OMV Website unter www.omv.com > Investor Relations > Corporate Governance & Organisation abrufbar

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz, zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre gegebenenfalls (i) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen einschließlich Matching Share Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungs-Modellen auszuschließen, sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

  • b) Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Der Erwerb konnte bis zum 16. November 2013 über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen. Der Vorstand war auch ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss bis zum selben Datum einzuziehen.
  • c) Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, bis einschließlich 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die eigenen Aktien können insbesondere (a) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung der

Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen, (b) zur Bedienung von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, (c) als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und (d) zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck verwendet werden. Hierbei kann auch die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre ausgeschlossen werden, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.

    1. a) Am 25. Mai 2011 wurde eine Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750 Mio erfolgreich platziert. Da die Rückzahlung des Hybridkapitals sowie die Zinszahlungen im alleinigen Verfügungsbereich des Konzerns liegen, werden die Erlöse aus der Hybridanleihe laut IFRS (abzüglich Emissionskosten) zur Gänze als Eigenkapital behandelt. Das Hybridkapital wird bis zum 26. April 2018 mit einem festen Zinssatz von 6,75% verzinst. Anschließend wird das Hybridkapital bis 26. April 2023 mit einem noch festzulegenden festen Reset-Zinssatz und danach mit einem variablen Zinssatz mit einem Step-up von 100 Basispunkten verzinst. Das Hybridkapital hat keinen Endfälligkeitstag und kann seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die Gesellschaft hat insbesondere das Recht, das Hybridkapital zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat der Konzern die Möglichkeit, die Hybridanleihe vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.
  • b) Am 7. Dezember 2015 hat OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1,5 Mrd in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio auf dem Markt platziert. Da die Rückzahlung des Hybridkapitals sowie die Zinszahlungen im alleinigen Verfügungsbereich des Konzerns liegen, werden die Erlöse aus den Hybridschuldverschreibungen laut IFRS (abzüglich Emissionskosten) zur Gänze als Eigenkapital behandelt. Tranche 1 wird bis zum 9. Dezember 2021 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 1,

mit einem festen Zinssatz von 5,250% und Tranche 2 bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 2, mit einem festen Zinssatz von 6,250% verzinst. Vom 9. Dezember 2021 bis 9. Dezember 2025 (ausschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1 mit einem festen Reset-Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer Marge von 4,942% entspricht, und ab dem 9. Dezember 2025 zuzüglich einem Step-up von 100 Basispunkten, verzinst. Vom 9. Dezember 2025 werden die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 mit einem festen Reset-Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer Marge von 5,409% zuzüglich einem Step-up von 100 Basispunkten entspricht, verzinst. Die Hybridschuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. OMV hat insbesondere das Recht, die Hybridschuldverschreibungen zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat OMV die Möglichkeit, die Hybridschuldverschreibungen vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.

    1. Weitere bedeutende Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden, bestehen zum 31. Dezember 2015 nicht.
    1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.
    1. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind: Standards für interne Kontrollsysteme werden in internen Konzernrichtlinien festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Standards durch regelmäßige Prüfungen, basierend entweder auf dem vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats genehmigten Jahresprüfungsplan oder in Form von ad hoc

Prüfungen. Die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats präsentiert. Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen durch das Konzern-IFRS-Accounting-Manual wird ebenfalls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem. Der Rechnungslegungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Für die wesentlichen "End-to-end" Prozesse (z.B. Purchase-to-Pay, Order-to-Cash) werden konzernweit gültige Standards definiert. Auf Basis eines rollierenden Zeitplans werden diese hinsichtlich Umsetzung und Effektivität überprüft. Zusätzlich beurteilen die Abschlussprüfer regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

Ausblick

Marktumfeld: OMV erwartet für 2016, dass der Brent-Ölpreis im Jahresdurchschnitt bei USD ~40/bbl liegen wird. Es wird erwartet, dass die Brent-Urals Spanne höher als in den letzten Jahren sein wird. Das Gas-Marktumfeld wird für 2016 weiterhin herausfordernd erwartet. Es wird ein Rückgang der Raffineriemargen im Vergleich zum Niveau von 2015, aufgrund von weiterhin bestehenden Überkapazitäten auf den europäischen Märkten, erwartet. Im Petrochemie-Geschäft wird ebenfalls ein Rückgang der Margen vs. 2015 erwartet. Aufgrund des gesunkenen Ölpreises wird erwartet, dass niedrigere Produktpreise die Nachfrage nach Mineralölprodukten unterstützen.

Konzern: 2016 wird eine Investitionssumme von EUR ~2,4 Mrd erwartet. 2015 hat OMV ein Kostensenkungsprogramm zur Einsparung von EUR ~200 Mio vs. 2014 implementiert. Die Bemühungen zur Kostensenkung werden aufgrund des derzeitig schwierigen Umfelds weitergeführt, mit zusätzlich geplanten Einsparungen von EUR 100 Mio für 2017 vs. 2015. Der OMV Konzern hat seine Ölpreisabsicherungen in Q3/15 für die Periode von Q4/15 bis inklusive Q2/16 monetisiert. Dies wird das Upstream-EBIT in H1/16 um USD 13 Mio verbessern.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag: Siehe Anhangangabe 37 im Konzernabschluss

Investitionssumme 2016 von rund EUR 2,4 Mrd erwartet

Upstream: Es wird erwartet, dass die Produktion in Libyen und im Jemen aufgrund der andauernden kritischen Sicherheitssituation das ganze Jahr beeinträchtigt sein wird. Ohne diese Länder erwartet OMV im Jahr 2016 eine durchschnittliche Gesamtproduktion von rund 300 kboe/d. Für den Gesamtproduktionsbeitrag von Rumänien und Österreich wird ein durchschnittlicher Wert im Bereich von 190–200 kboe/d erwartet. In Rumänien sind Arbeiten an Onshore-Anlagen, die auch Produktionsstillstände bei wichtigen Bohrungen inkludieren und somit Einfluss auf die Produktion haben werden, in Q3/16 geplant. In Norwegen wird erwartet, dass die durchschnittliche Produktion 2016 aufgrund zusätzlicher Mengen, hauptsächlich durch den Produktionsanlauf im Feld Edvard Grieg, auf rund 60 kboe/d steigt. Das gesamte Produktionsniveau in Norwegen wird durch geplante Wartungsarbeiten während des Jahres beeinträchtigt sein. Die Investitionen in Upstream werden für 2016 rund 70% der gesamten Konzern-Investitionen betragen. Dies beinhaltet, unter anderem, Bohrungen und Workover-Aktivitäten in Rumänien und Österreich sowie die großen Investitionsprojekte Gullfaks, Aasta Hansteen und Edvard Grieg in Norwegen, Nawara in Tunesien und Schiehallion in Großbritannien. Im Neptun Deep Block (Rumänien, Schwarzes Meer) wurde die zweite Explorations-Bohrkampagne mit sieben fertiggestellten Bohrungen im Jänner 2016 abgeschlossen, wobei der Großteil auf Gas stieß. Zur Verbesserung der Beurteilung sowie der Bestimmung des gesamten Block-Potenzials sind weitere Interpretationen und Analysen der gesammelten Daten nötig. Die Ergebnisse der Bohrkampagne sind vielversprechend genug um detailliertere Arbeiten zur Festlegung der kommerziellen Realisierbarkeit durchzuführen. Ausgaben für Explorations- und Evaluierungsbohrungen werden mit rund EUR 450 Mio für 2016 erwartet.

Wien, am 22. März 2016

Der Vorstand

Unterzeichnung der Veräußerung von bis zu 49% der Anteile an Gas Connect Austria wird für 2016 erwartet

Rainer Seele David C. Davies Johann Pleininger Manfred Leitner

Downstream: Es wird erwartet, dass die um Wartungsperioden bereinigte Kapazitätsauslastung aufgrund der starken Performance in allen Vertriebskanälen weiterhin hoch bleibt und den stabilen Gewinn- und Cash-Beitrag des Downstream Öl-Geschäfts unterstützen wird. Größere Raffinerie-Stillstände sind für die Raffinerie Schwechat für rund ein Monat von Ende Q1/16 bis in Q2/16 hinein und für die Raffinerie Petrobrazi für rund ein Monat in Q2/16 geplant. Im Oktober 2015 hat OMV einen Kaufvertrag zum Erwerb von 100% der Anteile an der FE-Trading GmbH und der FE-Trading trgovina d.o.o. unterzeichnet. FE-Trading GmbH und FE-Trading trgovina d.o.o. betreiben unbemannte Tankstellen in Österreich und Slowenien. Das Closing wird für 2016 erwartet. OMV hat einen Verkaufsprozess für bis zu 100% am Tochterunternehmen OMV Petrol Ofisi A.S˛. gestartet. Derzeit läuft ein Verfahren zur Auswahl der Berater zur Unterstützung der Transaktion sowie der Strukturierung des geplanten Prozesses. Aufgrund des anhaltend schwachen Gas-Marktumfelds wird erwartet, dass die Erdgas-Verkaufsmargen auf einem niedrigen Niveau bleiben. Es wird erwartet, dass die Spark Spreads in Rumänien und der Türkei schwach bleiben. Die Veräußerung von bis zu 49% der Anteile an Gas Connect Austria wurde initiiert und die Unterzeichnung der Transaktion wird für 2016 erwartet. OMV hat eine Vereinbarung mit seinen Partnern für die Übernahme des restlichen 35,75%-Anteils an EconGas durch OMV unterzeichnet. Die diesbezügliche Genehmigung durch die Kartellbehörden wird im Laufe von 2016 erwartet. Infolgedessen wird EconGas in den OMV Konzern voll eingegliedert, was einen weiteren Schritt in Richtung Umstrukturierung und Effizienzsteigerung des Gas-Geschäfts bedeutet. Die endgültige Investitionsentscheidung für das Nord Stream 2-Pipelineprojekt soll im Laufe von 2016 getroffen werden.

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

Corporate Governance Bericht

OMV als börsennotiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Österreich ist den Grundsätzen guter Corporate Governance verpflichtet. Das österreichische Recht, die Satzung, die Geschäftsordnungen der Organe des Unternehmens und der österreichische Corporate Governance Kodex (öCGK) bilden den Rahmen für die Corporate Governance von OMV. OMV hat die Einhaltung der Best Practice der Corporate Governance stets als wesentlichen Auftrag verstanden, um eine verantwortungsvolle Leitung und Kontrolle des OMV Konzerns, ein hohes Niveau an Transparenz für alle Stakeholder und letztlich eine nachhaltige und langfristige Wertschaffung sicherzustellen. OMV befolgt daher auch die R-Regeln des öCGK, die ausschließlich Empfehlungscharakter haben.

OMV entspricht dem öCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance. Dieser Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich. Die Einhaltung des öCGK durch OMV im Jahr 2015 wurde einer externen Evaluierung durch unabhängige Berater unterzogen. Der Bericht über die Evaluierung ist unter www.omv.com öffentlich zugänglich und bestätigt die Einhaltung sämtlicher C- und R-Regeln durch OMV. Im Hinblick auf Regeln C-27 und C-28 befinden sich Erklärungen zu den variablen Vergütungsprogrammen in den entsprechenden Abschnitten des Vergütungsberichts.

Vorstand

Von links nach rechts: Johann Pleininger, David C. Davies, Rainer Seele, Manfred Leitner

Rainer Seele, *1960

Datum der Erstbestellung: 1. Juli 2015 Ende der laufenden Funktionsperiode: 30. Juni 2018 Vorsitzender des Vorstands (seit 1. Juli 2015). Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens.

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Borealis AG.

Nach seinem Doktorats-Studium der Chemie an der Universität Göttingen übernahm er leitende Funktionen im BASF Konzern, wo er 2000 zunächst Mitglied der Geschäftsführung und später Sprecher der Geschäftsführung der WINGAS GmbH wurde. Von 2009 bis 2015 war er Vorstandsvorsitzender der Wintershall Holding GmbH.

Gerhard Roiss, *1952

Datum der Erstbestellung: 17. September 1997 Gerhard Roiss legte per 30. Juni 2015 seine Funktion als Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens zurück.

Seine Wirtschaftsausbildung in Wien, Linz und Stanford (USA) bildete die Basis für Führungsaufgaben in der Konsumgüterindustrie. 1990 wurde er in die Geschäftsführung der PCD Polymere GmbH berufen. 1997 wechselte er in den Vorstand des OMV Konzerns und war bis Ende 2001 für Exploration und Produktion sowie Kunststoffe verantwortlich. Von 2002 bis 2011 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender und für den Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing verantwortlich.

David C. Davies, *1955

Datum der Erstbestellung: 1. April 2002 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2017 (am 19. Jänner 2016 hat der Aufsichtsrat von OMV beschlossen, dass Reinhard Florey spätestens per 1. August 2016 zum Finanzvorstand bestellt wird. David C. Davies wird sein Vorstandsmandat einen Monat nach Beginn der Funktionsperiode von Reinhard Florey zurücklegen.)

Finanzvorstand (seit 1. April 2002) und stellvertretender Vorstandsvorsitzender (seit 1. April 2011). Verantwortungsbereich: Finanzen, OMV Solutions GmbH.

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Borealis AG (bis 13. September 2015). Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG und der CEESEG Aktiengesellschaft sowie Mitglied des Verwaltungsrats der Xella International SA (bis 20. November 2015).

Er absolvierte 1978 das Studium der Volkswirtschaft an der Universität von Liverpool (Großbritannien) und begann seine Berufslaufbahn in der Wirtschaftsprüfung. Weiters war er in internationalen Konzernen in der Getränke-, Lebensmittel- und Gesundheitsindustrie tätig. Vor dem Eintritt in den OMV Konzern war er Finanzvorstand in verschiedenen Unternehmen in Großbritannien.

Johann Pleininger, *1962

Datum der Erstbestellung: 1. September 2015 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. August 2018 Führung des Geschäftsbereichs Upstream seit 1. September 2015.

Er begann seine berufliche Laufbahn bei OMV und absolvierte später eine Ausbildung als Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur. In seiner Zeit bei OMV bekleidete er verschiedene leitende Funktionen. Von 2007 bis 2013 war er als Vorstandsmitglied von OMV Petrom in Bukarest für Exploration und Produktion verantwortlich. Zuletzt war er als Senior Vice President für die Upstream Kernländer Rumänien, Österreich sowie für die Entwicklung im Schwarzen Meer verantwortlich.

Jaap Huijskes, *1965

Datum der Erstbestellung: 1. April 2010 Jaap Huijskes legte per 31. August 2015 seine Funktion als Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Geschäftsbereich Upstream zurück.

Er absolvierte eine Ausbildung als Maschinenbauingenieur und begann seine Berufslaufbahn bei Shell. Innerhalb des Shell Konzerns bekleidete er eine Reihe technischer und betriebswirtschaftlicher Positionen. Zuletzt war er als Executive Vice President für weltweite Großprojekte im Bereich Exploration und Produktion verantwortlich. Er arbeitete und lebte u.a. in Großbritannien, Norwegen, im Oman, in Australien und Russland.

Manfred Leitner, *1960

Datum der Erstbestellung: 1. April 2011 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2017 Führung des Geschäftsbereichs Downstream sowie Wahrnehmung der Interessen des OMV Konzerns bezüglich Kunststoffe und Chemie.

Mitglied des Aufsichtsrats der Borealis AG und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. (bis 20. November 2015).

Nach seinem Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien startete er seine berufliche Karriere 1985 bei OMV. Nach zweijähriger Tätigkeit im Finanzbereich von E&P leitete er in Libyen den Finanzbereich der OMV Niederlassung in Tripolis. Nach seiner Rückkehr nach Österreich war er bis zum Jahr 1997 für die Controlling-Aktivitäten in E&P verantwortlich. Danach wechselte er in den Geschäftsbereich R&M, wo er bis 2002 die Abteilung Planning & Controlling leitete und von 2003 bis 2011 als Senior Vice President für Downstream Optimization and Supply fungierte.

Arbeitsweise des Vorstands

Genehmigungserfordernisse, Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, Beschlusserfordernisse sowie Vorgehen bei Interessenkonflikten sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Der Vorstand hält zumindest alle zwei Wochen Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen Angelegenheiten, die der Genehmigung des gesamten Organs bedürfen, ab.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht gibt einen Überblick über die Vergütung der Vorstandsmitglieder. Er erläutert die Grundsätze der Vergütungspolitik und die unterschiedlichen Bestandteile der Vergütung einschließlich Leistungsanreize und anderer Bezüge.

Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand

Die Vorstandsmitglieder werden zu lokalen, österreichischen Bedingungen beschäftigt und die Gehälter sind daher in EUR festgelegt (brutto). Ihre Anstellungsverträge sind mit der OMV Aktiengesellschaft abgeschlossen und unterliegen österreichischem Recht. Um zusätzlichen Verantwortlichkeiten in Konzernunternehmen Rechnung zu tragen, hatte Gerhard Roiss bis 30. Juni 2015 einen weiteren Anstellungsvertrag mit OMV Exploration & Production GmbH und hat David C. Davies einen weiteren Anstellungsvertrag mit OMV Solutions GmbH.

Die Vergütung der OMV Vorstandsmitglieder berücksichtigt die Gegebenheiten in der relevanten Branche, verbunden mit einer starken individuellen Leistungskomponente. Die Marktorientierung der Vergütung wird durch ein regelmäßiges externes Benchmarking sowohl zur Branche, wie etwa europäischen Öl- und Gasunternehmen, als

auch zu relevanten österreichischen und europäischen Industrieunternehmen sichergestellt. PricewaterhouseCoopers LLP (PwC) war ganzjährig für den Vergütungsausschuss beratend tätig.

Die leistungsbezogene Komponente beinhaltet sowohl kurz- als auch langfristige Elemente. Die verwendeten Indikatoren beruhen auf finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen. Ebenfalls berücksichtigt werden spezielle Projekte im Zuge der Implementierung der OMV Strategie.

Jährliche Vergütung

Grundgehalt

Die fixe Vergütung der Vorstandsmitglieder wird monatlich als Gehalt ausbezahlt. In den Anstellungsverträgen sind 14 Zahlungen pro Jahr jeweils am letzten Banktag eines Monats vorgesehen.

Sachbezüge

Vorstandsmitglieder erhalten einen Dienstwagen und haben Anspruch auf eine Unfallversicherung. Die Krankenversicherung beschränkt sich auf die österreichische gesetzliche Sozialversicherung.

Bonifikation (Bonus)

Die jährliche Bonifikation besteht aus zwei integrierten Komponenten: einer Barvergütung (der Barbonifikation) und einer Aktienvergütung (dem Matching Share Plan). Beide Komponenten sind gleichwertig und unterliegen denselben Leistungskriterien.

Die Barbonifikation für das Jahr 2015 wurde vom Vergütungsausschuss des Aufsichtsrats genehmigt. In Abhängigkeit vom Zielerreichungsgrad können höchstens 100% des Grundgehalts als variable Barvergütung im darauf folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt werden.

Der Matching Share Plan (MSP) für das Jahr 2015 wurde von der Hauptversammlung 2015 genehmigt. Er dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an OMV und die Angleichung an Interessen der Aktionärinnen und Aktionäre fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionärinnen und Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen Barbonifikationen (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Barbonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen Barbonifikation durch den Vergütungsausschuss wird die MSP-Bonifikation (netto nach Steuern) in Form von Aktien des Unternehmens gewährt, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind. Vorstandsmitglieder können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits die vom Long Term Incentive Plan vorgesehene Mindesthöhe des Aktienbesitzerfordernisses erreicht haben.

Es werden Ziele (Leistungskriterien) vereinbart und am Ende des Leistungsjahrs gemessen. Die Leistungskriterien für das Leistungsjahr 2015 sind aus den nachstehenden vier Bereichen zusammengesetzt:

Bereich Kriterien
Finanziell CCS NOPAT vor Sondereffekten;
Freier Cashflow nach Dividenden und
vor Veräußerungen
Nichtfinanziell Produktion; Reserven-Ersatzrate
Effizienz Inkludiert beispielsweise die termin
gerechte und budgetkonforme Durch
führung von Investitionsprojekten
und Kosteneinsparungen
Nachhaltigkeit Allgemeiner Fortschritt

Das Erreichen der Ziele wird mittels Vergleich der vereinbarten Werte mit den erreichten Werten festgestellt. Die tatsächliche Zielerreichung wird von einem unabhängigen Experten überprüft. Die Barbonifikation hängt vom Ausmaß der Erreichung der Leistungskriterien ab. Es wurden Schwellen-, Ziel- und Zielüberschreitungswerte vereinbart, die einen Anspruch auf eine Bonifikation in Höhe von 50%, 70% oder 100% des jährlichen Grundgehalts begründen. 42 OMV Geschäftsbericht 2015 Corporate Governance Bericht Maximum Tatsächlich

Aus der tatsächlichen Zielerreichung im Jahr 2015 ergibt sich 2016 eine Zahlung von 72,1% des Grundgehalts. Derselbe Prozentsatz gilt auch für die Zahlungen unter dem MSP im Jahr 2016.

Das herausfordernde Marktumfeld belastete die Erreichung der finanziellen Zielgrößen, dies wurde teilweise durch die erfolgreiche Implementierung des Kostensenkungsprogramms und anderen Effizienzzielen kompensiert. Die positive LTIR Entwicklung und erfolgreiche Projekte im Bereich Nachhaltigkeit führten zu einer positiven Anpassung der Zielerreichung.

2015 Bonus-Zielerreichung in % der Grundgehälter

Im Fall eines Rückzahlungsereignisses werden die zugeteilten Aktien reduziert oder sind gegebenenfalls auf Verlangen des Aufsichtsrats zurückzugeben. Als Rückzahlungsereignis gelten die folgenden Gründe: Erforderliche Berichtigung des geprüften Jahresabschlusses aufgrund von Fehlkalkulationen, wesentliches Versagen des Risikomanagements, das zu signifikanten Verlusten führt, schwerwiegendes Fehlverhalten einzelner Vorstandsmitglieder aufgrund Verletzung österreichischen Rechts. Sofern die zugeteilten Aktien oder ihr Geldgegenwert auf einer fehlerhaften Berechnung der Bonifikation beruhen, sind die Vorstandsmitglieder verpflichtet, Vergütungen zurückzugeben oder zurückzuzahlen, die aufgrund solcher Berechnungsfehler bezogen wurden.

Überblick über die jährliche Vergütung

Unter der Annahme, dass alle Leistungskriterien für die Barbonifikation und den MSP im Ausmaß des Zielwerts erreicht werden, entspricht die jährliche Gesamtvergütung 240% der Grundgehälter der Vorstandsmitglieder.

Langfristige Vergütung und Leistungsanreize Long Term Incentive Plan

Der Long Term Incentive Plan (LTIP) wurde seit seiner Einführung 2009 jährlich gewährt. Der von der Hauptversammlung 2015 beschlossene LTIP 2015 ist ein langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder und soll die mittel-

Vorstandsbezüge1) EUR 1.000
Vergütung 2015 Roiss
2)
bis 30.6.2015
Seele
seit 1.7.2015
Davies 3) Huijskes
bis 31.8.2015
Pleininger
seit 1.9.2015
Leitner Summe
Fix (Grundgehalt) 478 451 880 464 183 700 3.155
Variabel (Barbonifikation) 4) 414 0 361 323 0 5) 261 1.359
Sachbezüge (PKW, Unfallver
sicherung und Aufwandersatz)
5 71 6) 10 6 3 10 106
Summe 896 522 7) 1.252 793 187 971 4.620
Variabel (Matching Share Plan;
Anzahl der Aktien) 8)
18.129 9) 0 15.845 14.161 0 11.424 59.559
Verhältnis fix zu variabel 10) 36/64 100/0 54/46 41/59 100/0 56/44 53/47
LTIP 2012: Anzahl der Aktien 11) 14.536 9) 0 10.902 6.489 0 12) 6.489 38.416

1) Aufgrund von Rundungsdifferenzen ergeben sich in den Einzelsummen Abweichungen. Die variablen Bezüge, deren Auszahlung 2015 erfolgte, beziehen sich auf den Zielerreichungsgrad im Jahr 2014 (dementsprechend wurden 2015 an Rainer Seele und Johann Pleininger keine Barbonifikationen ausbezahlt). Das Grundgehalt von David C. Davies beinhaltet einen jährlichen Unterkunftszuschuss. Die Grundgehälter von Gerhard Roiss und David C. Davies wurden per 1. April 2015 angepasst. Das Grundgehalt für Manfred Leitner wurde per 1. Jänner 2015 angepasst. Diese Anpassungen richten sich nach dem Inflationsindex

2) Teilweise gemäß dem Anstellungsvertrag mit OMV Exploration & Production GmbH ausbezahlt

3) Teilweise gemäß dem Anstellungsvertrag mit OMV Solutions GmbH ausbezahlt

4) Hans-Peter Floren erhielt eine Barbonifikation in der Höhe von TEUR 272 bezogen auf den Zielerreichungsgrad im Jahr 2014 5) Johann Pleininger erhielt eine Barbonifikation in der Höhe von TEUR 93 bezogen auf den Zielerreichungsgrad als Führungskraft im Jahr 2014

6) Darin enthalten Erstattungen für Unterkunft, Parkgebühren, Heimflüge, Mietauto, Umzugskosten und damit verbundene Steuern 7) Zusätzlich erhielt Rainer Seele eine einmalige Zahlung in Höhe von TEUR 1.517 mit der Verpflichtung zum Erwerb von OMV Aktien für das Aktienbesitzerfordernis gemäß LTIP

8) Hans-Peter Floren hatte Anspruch auf 11.921 Aktien bezogen auf den Zielerreichungsgrad im Jahr 2014

9) In bar ausbezahlt

10) Fix inkludiert Grundgehalt und Sachbezüge; variabel inkludiert Barbonifikation und Matching Share Plan

11) Hans-Peter Floren hatte Anspruch auf 6.489 Aktien bezogen auf den Zielerreichungsgrad in den Jahren 2012-2014 12) Johann Pleininger hatte Anspruch auf 3.504 Aktien aus dem LTIP 2012 für Führungskräfte (teilweise in bar ausbezahlt)

und langfristige Wertschöpfung bei OMV fördern. Der Plan soll die Interessen des Managements und der Aktionärinnen und Aktionäre aneinander angleichen, indem dem Management eine leistungsabhängige Vergütung in Form von OMV Aktien gewährt wird, wobei die Leistung anhand von Schlüsselindikatoren gemessen wird, die mit der mittelfristigen Strategie und der Aktienrendite verknüpft sind.

Die Obergrenze der Aktienzuteilung für jedes Vorstandsmitglied ist ein Prozentsatz des jährlichen Grundgehalts (brutto): 175% für den Vorstandsvorsitzenden, 150% für den stellvertretenden Vorsitzenden, 125% für die übrigen Vorstandsmitglieder.

Der Leistungszeitraum beträgt drei Jahre (1. Jänner 2015 bis 31. Dezember 2017). Zu Beginn des Programms wurden Gewichtungen für Schlüsselindikatoren festgelegt:

Indikator Gewichtung
Relativer Total Shareholder
Return (Relativer TSR)
70%
Freier Cashflow nach Dividenden
über drei Jahre
20%
Nachhaltigkeitskomponente 10%

Der relative TSR wird anhand einer ausgewogenen Vergleichsgruppe von zwölf Öl- und Gasunternehmen ermittelt (Shell, BP, Total, Eni, Statoil, BG Group, Repsol, Galp Energia, MOL, Tupras, Neste Oil und PKN). Die Zielerreichung ist mittels Vergleich der vereinbarten Indikatoren mit den tatsächlich erzielten Ergebnissen zu bestimmen.

Soweit das Aktienbesitzerfordernis nicht erreicht ist, erfolgt die Vergütung automatisch in Form von Aktien (netto nach Steuern). Soweit das Aktienbesitzerfordernis erreicht ist, kann die Vergütung in bar erfolgen. Die Berechnung der Anzahl der Aktien erfolgt auf Grundlage des durchschnittlichen Schlusskurses der OMV Aktie an der Wiener Börse während der drei Monate vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. März 2015 (EUR 23,75). Anspruchstag des LTIP 2015 ist der 31. März 2018. Die Höhe der Zuteilung für jede Leistungskennzahl ist den Tabellen zu entnehmen.

Freier Cashflow und Nachhaltigkeit: Höhe der Zuteilung
Leistung Zuteilung
Zielüberschreitung 100%
Ziel 70%
Schwelle 50%
Unter der Schwelle 0%
Relativer TSR: Höhe der Zuteilung
Leistung Zuteilung
Zielüberschreitung: Am oder über
dem oberen Quartil (≥75. Perzentil)
100%
Ziel: Am Median (=50. Perzentil) 50%
Schwelle: Am unteren Quartil (=25. Perzentil) 25%
Unter der Schwelle: Unter dem unteren
Quartil (<25. Perzentil)
0%

Bei den Leistungskriterien ändert sich die Zuteilung zwischen den Leistungsschwellen bzw. den Quartilen jeweils linear.

Unter der Annahme, dass alle Leistungskriterien des LTIP 2015 im Ausmaß des Zielwerts erreicht werden, werden die Zuteilungen 98%, 84% bzw. 70% des Grundgehalts des Vorstandsvorsitzenden, des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bzw. der anderen Vorstandsmitglieder betragen.

Vorstandsmitglieder müssen ein angemessenes Eigeninvestment in OMV akkumulieren und diese Aktien bis zum Pensionsantritt oder Ausscheiden aus dem Unternehmen halten. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des jährlichen Grundgehalts (brutto) definiert: 200% für den Vorstandsvorsitzenden, 175% für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, 150% für andere Vorstandsmitglieder. Das Eigeninvestment muss innerhalb von fünf Jahren ab Beginn des laufenden Anstellungsvertrags als Vorstandsmitglied aufgebaut und erreicht werden. Alle Vorstandsmitglieder haben die Anforderung des Aktienbesitzerfordernisses zumindest zum Teil bereits durch MSP-Auszahlungen, über frühere LTIP-Investments und/oder durch Übertragung privater Aktien erfüllt (siehe Tabelle).

Der Zielerreichungsgrad des LTIP 2013 beträgt 34,5% und die entsprechende Zuteilung von Aktien oder Barvergütung erfolgt 2016.

LTIP 2013-2015 Zielerreichung in %
Indikator Gewichtung
Relativer TSR zur Vergleichsgruppe 50%
ROACE 40%
Nachhaltigkeit: Action Item Response Rate 5%
Nachhaltigkeit: Kontraktorenmanagement 5%
Gesamthöhe der Zuteilung 34,5%

Strategic Incentive Plan

Der Strategic Incentive Plan (SIP) ist ein langfristiges Vergütungsinstrument für Vorstandsmitglieder (sowie für Führungskräfte und ausgewählte Upstream-Expertinnen und Experten), das einen kombinierten Fokus auf die Erreichung der strategischen Ziele der OMV fördert. Er basiert auf der Zuteilung virtueller Aktien, deren Gegenwert am Ende der Planlaufzeit in Abhängigkeit von der Erreichung definierter Leistungsziele bar ausbezahlt wird.

Jedes Vorstandsmitglied muss bei Planbeginn oder mit Beginn des Anstellungsvertrags in einer Erklärung angeben, ob es am SIP teilnehmen will. Außerdem muss jedes teilnehmende Vorstandsmitglied in einer Erklärung angeben, ob es mit einem zusätzlichen Eigeninvestment teilnehmen will. Diese Erklärungen gelten für die gesamte Laufzeit des Plans.

Jedes teilnehmende Vorstandsmitglied erhält von OMV zwischen 2014 und 2018 in bis zu fünf aufeinanderfolgenden jährlichen Tranchen in Höhe von je 22,5% des jährlichen Brutto-Grundgehalts ("OMV Grant") eine Zuwendung in Form virtueller Aktien, welche die Kursentwicklung der zugrundeliegenden OMV Aktien widerspiegeln (die "Phantomaktien"). Vorstandsmitglieder, die erklärt haben, ein Eigeninvestment in Form von OMV Aktien einzubringen ("Investment-Aktien"), müssen jedes Jahr ein Eigeninvestment in Höhe

Aktienbesitzerfordernis und Erfüllung
Aktienbesitzerfordernis Erfüllung
in Aktien in % des Gehalts in Aktien (auf Treuhand
depot des Unternehmens)
in % der
Anforderung
Roiss 80.600 200% 80.600 100,00%
Seele 75.790 200% 32.200 42,49%
Davies 61.770 175% 54.626 88,43%
Huijskes 45.879 150% 38.419 83,74%
Pleininger 34.737 150% 8.462 24,36%
Leitner 44.211 150% 37.163 84,06%

von 11,25% des jährlichen Brutto-Grundgehalts einbringen. Auf OMV Treuhanddepots hinterlegte Aktien aus früheren Aktien-Anreizprogrammen werden nicht auf das Eigeninvestment gemäß dem SIP angerechnet. Erdiente Aktien aus bestehenden Aktien-Anreizprogrammen, die das gemäß diesen Programmen erforderliche Eigeninvestment übersteigen, können jedoch als Investment-Aktien angerechnet werden. Werden Investment-Aktien eingebracht, wird der OMV Grant von OMV durch eine komplementäre Zuwendung im Verhältnis 1:2 ergänzt (der "Complementary Grant"), das heißt jede Phantomaktie des OMV Grant wird gemäß dem Complementary Grant durch zwei zusätzliche Phantomaktien ergänzt.

Es gelten folgende Leistungskriterien

(für weitere Details, wie etwa den Leistungszeitraum, siehe auch die Tabelle "Eckdaten"):

Durchschnittliche Tagesproduktion von Öl und Öläquivalent in Barrel auf jährlicher Basis (440kboe/d–520kboe/d, keine Auszahlung falls Produktion <440kboe/d); die Höhe der Zuteilung ist der Tabelle zu entnehmen:

Produktion
Leistung Zuteilung
Zielüberschreitung 130%
Ziel 100%
Schwelle 70%
Unter der Schwelle 0%

Relativer ROACE: Je nach der Entwicklung des ROACE im Verhältnis zum Produktionswachstum (ermittelt anhand einer Vergleichsgruppe, zusammengesetzt aus Shell, BP, Total, Eni, Statoil, BG Group, Repsol, Galp Energia und MOL) im Leistungszeitraum wird die Zuteilung gemäß Tabelle angepasst:

Relativer ROACE Rangliste

Leistung Anpassungsfaktor
Zielüberschreitung: Am oder über
dem oberen Quartil (≥75. Perzentil)
150%
Ziel: Am Median (=50. Perzentil) 100%
Schwelle: Am unteren Quartil (=25. Perzentil) 50%
Unter der Schwelle: Unter dem unteren
Quartil (<25. Perzentil)
0%

Bei beiden Leistungskriterien verändern sich die Zuteilung bzw. der Anpassungsfaktor zwischen Schwelle und Zielüberschreitung linear.

Voraussetzung für jegliche Auszahlung ist zudem die Erfüllung der folgenden Bedingungen:

  • Die Zielerreichung muss nachhaltig sein 1P-Reserven mit zumindest acht Jahren Lebensdauer.
  • Der durchschnittliche ROACE muss über einen Zeitraum von drei Jahren vor dem Anspruchstag des SIP über dem WACC (gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz) liegen. Falls der ROACE nach 2021 (oder früher) unter den WACC fällt, können die zukünftigen Zahlungen nach unten korrigiert werden (in alleinigem Ermessen des Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats).
  • Keine Kapitalerhöhung während des Leistungszeitraums des SIP.

Unter bestimmten Umständen kann der Aufsichtsrat die vom SIP vorgesehene Auszahlung verringern, zur Gänze entfallen lassen oder eine Rückzahlung verlangen ("Clawback"). Die Clawback-Bestimmung kommt in definierten Fällen eines schwerwiegenden Fehlverhaltens zur Anwendung.

Die Auszahlung des Gegenwerts des OMV Grants und des Complementary Grants in bar unterliegt der Erreichung der oben angeführten Leistungskriterien und wird am Ende des Leistungszeitraums nach Berechnung der endgültigen Leistung erfolgen. Allfällige Auszahlungen werden über einen Zeitraum von drei Jahren erfolgen. Eine Auszahlung in Höhe der Dividendenäquivalente für den OMV Grant und den Complementary Grant – beides angepasst um die endgültige Zielerreichung – wird zusammen mit den drei Jahresauszahlungen in bar erfolgen. Alle Auszahlungen erfolgen netto, nach Abzug von Steuern und sonstigen Abgaben. Wird die festgelegte Produktionsschwelle nicht erreicht oder liegt der relative ROACE unter dem unteren Quartil, kommt es zu keiner Auszahlung.

Gemäß Regel C-27 des öCGK sind für variable Vergütungskomponenten bestimmte Höchstgrenzen im Voraus festzulegen. Der SIP basiert auf der Kursentwicklung der OMV Aktie, und

zukünftige maximale Auszahlungsbeträge können daher nicht im Voraus berechnet werden.

Eckdaten
Planbeginn 1. Juli 2014
Zuteilungszeitraum 2014-2018 (fünf jährliche Tranchen)
Leistungszeitraum 1. Juli 2014 – 31. Dezember 2021
(nur falls das Produktionsziel von
520 kboe/d bereits 2019 oder 2020
erreicht wird, werden Leistungs
und Auszahlungszeitraum ent
sprechend vorverlegt)
Anspruchstag Letzter Tag des Monats nach
offizieller Bestätigung der Leistung
Auszahlungszeitraum 2022-2024 (oder früher,
analog zum Leistungszeitraum;
die Beträge unterliegen Ver
änderungen des Aktienkurses)
Behaltefrist (für
Investment-Aktien)
Bis zum Ende des Auszahlungs
zeitraums

Die Erreichung aller Leistungsziele wird von einem externen Experten überprüft.

Gemäß Regeln C-27 und C-28 des öCGK sind für variable Vergütungskomponenten zudem messbare Leistungskriterien im Voraus festzulegen. Aufgrund der industriespezifischen Volatilität der Rohstoffpreise und Marktbedingungen, politischer Länderrisiken sowie erhöhter Sicherheitsrisiken gewähren die variablen Vergütungsprogramme (Barbonifikation, MSP, LTIP und SIP) dem Aufsichtsrat bzw. dem Vergütungsausschuss, wie in der Öl- und Gasindustrie übliche Praxis, bestimmte Ermessensspielräume, um einzelne Komponenten im Falle von wesentlichen Änderungen der zugrundeliegenden Umstände anzupassen, sowie bei einzelnen Kriterien die Zielerreichung festzulegen, immer unter Berücksichtigung der relevanten Faktoren und innerhalb von jeweiligen Höchstgrenzen.

Aktienoptionspläne

Langfristige Leistungsanreize wurden bis einschließlich 2008 durch Aktienoptionspläne abgedeckt. Die Aktienoptionspläne sehen eine Wartefrist von zwei Jahren und danach eine Ausübungsfrist von fünf Jahren vor. Die Optionen aus dem Plan 2008 wurden nicht ausgeübt, da die Voraussetzungen (Erreichen eines bei Genehmigung des Planes durch die Hauptversammlung definierten Kursanstiegs der OMV Aktie) nicht eintraten. Nach 2008 wurden keine weiteren Aktienoptionen begeben.

Altersvorsorge

Gerhard Roiss hat Anspruch auf eine leistungsorientierte Pension. Die entsprechenden finanzmathematisch ermittelten Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG). Rainer Seele, David C. Davies, Jaap Huijskes, Johann Pleininger und Manfred Leitner haben Anspruch auf eine beitragsorientierte Pension. Die Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG). Die Höhe der Betriebspension ergibt sich aus dem vorhandenen Kapital in der Pensionskasse. Die Verrentung erfolgt gemäß dem genehmigten Geschäftsplan der Pensionskasse. Das Anfallsalter ist grundsätzlich das für jedes Vorstandsmitglied zur Anwendung kommende österreichische gesetzliche Pensionsantrittsalter.

Pensionskassenbeiträge EUR 1.000
Seele 113
Davies 321
Huijskes 181
Pleininger 49
Leitner 175
Floren 300
Summe 1.138

Beendigungsansprüche

Gerhard Roiss und Jaap Huijskes legten ihre Funktion als Vorstandsmitglied per 30. Juni 2015 bzw. per 31. August 2015 zurück. Hans-Peter Floren trat per 31. Dezember 2014 zurück. Sie erhielten weiterhin Zahlungen (einschließlich Sachbezüge) gemäß ihren Anstellungsverträgen.

Beendigungszahlungen EUR 1.000
Roiss Huijskes Floren
Relevanter Zeitraum Juli bis
Dez. 2015
Sept. bis
Dez. 2015
Jän. bis
Dez. 2015
Vergütung 485 372 902
Abfindungszahlungen 736 1) 750
Summe 1.220 372 1.652
Rückstellungen für
ausstehende, fixierte
Zahlungen
2.173 220 2)

1) Darin enthalten Gehaltsvorauszahlungen für den Zeitraum

Jänner 2016 bis März 2017 abzgl. Pensionszahlungen

2) Darin enthalten Pensionsrückstellungen

Gemäß ihren Anstellungsverträgen stehen ihnen zusätzliche Zahlungen in Folgejahren zu. Gerhard Roiss hat Anspruch auf Bonifikationen für den Zeitraum Jänner 2016 bis März 2017, welche als Pauschalzahlung vereinbart wurden. Die LTIP-

und SIP-Zahlungen werden gemäß Planbedingungen für "Good Leavers" per 31. März 2017 erfolgen. Jaap Huijskes hat Anspruch auf Gehaltszahlungen und Bonifikationen bis 31. März 2016. Die LTIP-Zahlungen werden gemäß Planbedingungen für "Good Leavers" per 31. März 2016 erfolgen. Für Hans-Peter Floren werden die LTIPund SIP-Zahlungen gemäß Planbedingungen für "Good Leavers" per 31. Dezember 2015 bzw. per 30. Juni 2015 erfolgen.

In Übereinstimmung mit Regel C-27a öCGK sehen die Anstellungsverträge von Vorstandsmitgliedern vor, dass Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung solcher Verträge ohne wichtigen Grund den im öCGK angeführten Betrag nicht übersteigen dürfen. Bei allen Anstellungsverträgen, die nach Juli 2015 abgeschlossen wurden, sind die Abfindungszahlungen bei Beendigung während der Vertragslaufzeit auf 18 Monatsgehälter und auf die fixen Gehaltsbestandteile beschränkt worden. Im Falle einer vom Vorstandsmitglied initiierten vorzeitigen Beendigung wird keine Abfindung gewährt.

Directors' and Officers' (D&O) Versicherung

OMV hat eine Directors and Officers Liability Insurance auf konzernweiter Basis abgeschlossen. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen. Versichert sind Vorstandsmitglieder, Aufsichtsratsmitglieder sowie andere OMV MitarbeiterInnen (Führungskräfte). Die Versicherung deckt die gesetzliche Haftpflicht versicherter Personen für finanzielle Verluste aufgrund eines Fehlverhaltens in Ausübung ihrer Funktion. Für den laufenden Versicherungszeitraum beträgt die Jahresprämie (inklusive Steuern) für die D&O Versicherung für den gesamten OMV Konzern ca. EUR 550.000.

Haftungsfreistellung

Für Mitglieder des Vorstands und weitere OMV MitarbeiterInnen in Organfunktionen von (direkten und indirekten) Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft besteht, soweit rechtlich zulässig, eine Haftungsfreistellung seitens der OMV Aktiengesellschaft für Inanspruchnahme durch Dritte in Ausübung der Organfunktion, sofern nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorliegt.

Grundsätze der Vergütung ausgewählter Führungskräfte und Expertinnen und Experten

Das Grundgehalt wird nach international anerkannten Verfahren zur Berücksichtigung der Marktgegebenheiten unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und kollektivvertraglichen Regelungen festgelegt. Die für den Vorstand geltenden Grundsätze werden in angepasster Form auch auf diese MitarbeiterInnen angewendet.

Daher nehmen definierte Mitglieder in Führungsebenen des Konzerns (98 Personen) am Long Term Incentive Plan teil. Ebenso gelten für sie jährliche Bonusvereinbarungen, wie im Folgenden dargestellt:

Für etwa 3.900 Führungskräfte und Expertinnen und Experten gab es 2015 ein gestuftes Management by Objectives-Programm (MbO), wonach Anspruch auf Bonifikation bei Erreichen der Ziele besteht. Länderweise unterschiedlich gibt es für sonstige MitarbeiterInnen Bonussysteme, an deren Ausgestaltung auch die Arbeitnehmervertretung mitwirkt. Voraussetzung für Zahlungen ist in allen Systemen sowohl das Erreichen von finanziellen und nichtfinanziellen Unternehmenszielen als auch von individuell vereinbarten Zielen.

Die mit den Teilnehmenden am MbO getroffenen Zielvereinbarungen sind für alle TeilnehmerInnen über ein unternehmensweites Performance and Development System (PDS) einsehbar. Damit können die Teilnehmenden wechselseitig Ziele berücksichtigen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat von OMV besteht aus zehn von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern (KapitalvertreterInnen) sowie fünf von der Konzernvertretung entsendeten Mitgliedern. Acht der aktuellen KapitalvertreterInnen wurden in der ordentlichen Hauptversammlung 2014 und zwei in der ordentlichen Hauptversammlung 2015 jeweils für die im Aktiengesetz vorgesehene maximale Funktionsperiode bestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats von OMV im Jahr 2015 sowie ihre Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Unternehmen sind nachstehend angeführt.

In Anhangangabe 31 befinden sich weitere Informationen über den Long Term Incentive Plan, den Matching Share Plan und den Strategic Incentive Plan (Bewertung und Ausübung in vorhergehenden Jahren)

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

Nähere Informationen zu allen Mitgliedern des Aufsichtsrats von OMV, einschließlich ihrer Berufslaufbahnen, sind auf der Website von OMV unter www.omv.com> Über OMV> Corporate Governance & Organisation> Aufsichtsrat verfügbar

Peter Oswald, *1962 (seit 19. Mai 2015; am 4. März 2016 hat Peter Oswald seinen Rücktritt als Mitglied des Aufsichtsrats mit Ablauf der Hauptversammlung am 18. Mai 2016 erklärt) (Vorstandsvorsitzender: Europe & International Division, Mondi Group), Vorsitzender Mandate: Mondi plc (Großbritannien), Mondi Ltd (Südafrika), Miba Aktiengesellschaft (bis 25. Juni 2015).

Rudolf Kemler, *1956 (bis 19. Mai 2015) (Vorstandsvorsitzender der Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB; vormals Österreichische Industrieholding AG) (bis 8. Juni 2015), Vorsitzender Mandate: Österreichische Post AG (Vorsitz) (bis 15. April 2015) und Telekom Austria AG (Vorsitz) (bis 27. Mai 2015).

Wolfgang C. Berndt, *1942

Stv. Vorsitzender Mandate: GfK SE, Miba Aktiengesellschaft (Vorsitz).

Murtadha Al Hashmi, *1966

(Finanzvorstand, International Petroleum Investment Company (IPIC)), Stv. Vorsitzender Mandat: Banvit Bandirma Vitaminli Yem Sanayii A.S¸.

Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti, *1979 (Head of Midstream, Power & Utilities Investments, IPIC).

Elif Bilgi Zapparoli, *1967

(Co-Head of Emerging Markets (Ex-Asia) Investment Banking, Country Executive Türkei und Head of Global Sovereign Wealth Funds Coverage, Bank of America Merrill Lynch).

Helmut Draxler, *1950 Mandat: RHI AG (Stv. Vorsitzender).

Roy A. Franklin, *1953 (bis 19. Mai 2015) Mandate: Keller Group plc. (Non-executive Chairman) sowie SANTOS Group Ltd. und Boart Longyear Ltd. (bis 25. Februar 2015).

Wolfram Littich, *1959

(Vorstandsvorsitzender Allianz Elementar Versicherungs-AG).

Herbert Stepic, *1946 (Konsulent).

Gertrude Tumpel-Gugerell, *1952

(seit 19. Mai 2015) Mandate: Commerzbank AG, Vienna Insurance Group AG.

Herbert Werner, *1948 Mandat: Ottakringer Getränke AG (Stv. Vorsitz).

Von der Konzernvertretung entsendet (ArbeitnehmerInnen):

Christine Asperger, *1964, Wolfgang Baumann, *1958, Herbert Lindner, *1961, Alfred Redlich, *1966, Martin Rossmann, *1970.

Diversität

Bei der Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrats stehen einschlägiges Wissen und Erfahrung in Führungspositionen im Vordergrund. Darüber hinaus werden aber Aspekte der Diversität der Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Internationalität seiner Mitglieder, die Vertretung beider Geschlechter und die Altersstruktur berücksichtigt. Dem Aufsichtsrat gehören vier Frauen und drei Mitglieder nichtösterreichischer Nationalität an. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind zwischen 36 und 73 Jahre alt.

Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat hat die Kriterien für die Unabhängigkeit definiert (Beschlüsse vom 21. März 2006 und 25. März 2009). Zusätzlich zu den in Anhang 1 öCGK festgelegten Leitlinien hat der Aufsichtsrat die folgenden Kriterien für seine von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder beschlossen:

  • Das Aufsichtsratsmitglied darf nicht Mitglied der Geschäftsführung einer OMV Konzerngesellschaft sein.
  • Das Aufsichtsratsmitglied darf von der Gesellschaft oder einer verbundenen Gesellschaft keine Aktienoptionen halten oder sonstige erfolgsbezogene Vergütungen von einer OMV Konzerngesellschaft beziehen.
  • Das Aufsichtsratsmitglied darf keine/kein AnteilseignerIn mit einer Kontrollbeteiligung (im Sinne der EU-Richtlinie 83/349 EWG – das ist

eine Beteiligung von mehr als 50% der Stimmrechte oder eine Beherrschung, etwa durch Nominierungsrechte) sein oder eine/einen solchen AnteilseignerIn vertreten.

Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder, mit Ausnahme von (i) Rudolf Kemler in Bezug auf die Vertretung einer Anteilseignerin mit einer Kontrollbeteiligung und (ii) Helmut Draxler und Herbert Werner in Bezug auf die Dauer der Zugehörigkeit, haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2015 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (Regel C-53 öCGK). Gemäß Regel C-54 öCGK haben Peter Oswald, Wolfgang Berndt, Elif Bilgi-Zapparoli, Helmut Draxler, Roy Franklin, Wolfram Littich, Herbert Stepic, Gertrude Tumpel-Gugerell und Herbert Werner erklärt, im Geschäftsjahr 2015 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung weder AnteilseignerIn mit einer Beteiligung von mehr als 10% gewesen zu sein noch die Interessen solcher Anteilseignerinnen und Anteilseigner vertreten zu haben. Im Fall von Rudolf Kemler und Roy Franklin beziehen sich ihre jeweiligen Erklärungen auf den Zeitraum bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat am 19. Mai 2015. Peter Oswald und Gertrude Tumpel-Gugerell wurden vom Nominierungskomitee der Österreichischen Bundesund Industriebeteiligungen GmbH zur Wahl als Mitglieder des Aufsichtsrats nominiert und in der Folge (nachdem sie vom Präsidial- und Nominierungsausschuss sowie vom Aufsichtsrat entsprechend vorgeschlagen wurden) am 19. Mai 2015 als Mitglieder des Aufsichtsrats gewählt.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Zur Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstands, diskutiert der Aufsichtsrat Lage und Ziele des Unternehmens in den Aufsichtsratssitzungen. Beschlüsse werden ebenfalls in diesen Sitzungen gefasst, abgesehen von Dringlichkeitsfällen, in denen auch Umlaufbeschlüsse gefasst werden können. Vier Ausschüsse gewährleisten den bestmöglichen Einsatz der Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder. Eine kurze Beschreibung der Ausschüsse findet sich nachstehend.

Der Aufsichtsrat hat 2015 sieben Treffen abgehalten. Zwei dieser Treffen waren einer eingehenden Erörterung der zukünftigen OMV Strategie durch den Vorstand und den Aufsichtsrat gewidmet. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat eine Selbstevaluierung durchgeführt und die Effizienz seiner Aktivitäten diskutiert, insbesondere seiner Organisation und Arbeitsweisen.

Präsidial- und Nominierungsausschuss

Dieser Ausschuss ist ermächtigt, in dringenden Angelegenheiten zu entscheiden. Der Aufsichtsrat kann dem Präsidial- und Nominierungsausschuss im Einzelfall oder auf Dauer weitere Aufgaben und Genehmigungsbefugnisse übertragen. Als Nominierungsausschuss unterbreitet er dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung neuer oder frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit der Nachfolgeplanung. Ferner unterbreitet er der Hauptversammlung Vorschläge zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. 2015 haben fünf Sitzungen des Präsidial- und Nominierungsausschusses stattgefunden, deren Fokus auf der OMV Strategie und Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten lag.

Prüfungsausschuss

Dem Prüfungsausschuss obliegen die Aufgaben gemäß §92 Abs. 4a Aktiengesetz (AktG). Es haben sechs Sitzungen des Prüfungsausschusses stattgefunden. In diesen wurden überwiegend die Vorbereitung der Abschlussprüfung, die Prüfung der Tätigkeit der Abschlussprüfer, der Internen Revision, des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements behandelt sowie die Präsentation des Jahresabschlusses erarbeitet.

Abschlussprüfer

Der Aufsichtsrat überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und überprüft eine Aufstellung des Prüfungsentgelts und der Entgelte für über die Prüfung hinausgehende zusätzliche Leistungen. Der Aufwand für den Abschlussprüfer Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. (einschließlich deren Netzwerk im Sinne des §271b UGB) betrug 2015 für die jährliche Prüfung EUR 2,6 Mio, für andere

Siehe auch den Bericht des Aufsichtsrats für einen Überblick über die Hauptaktivitäten der einzelnen Ausschüsse im Geschäftsjahr 2015

Name
(aktuelle Mitglieder fett gedruckt)
Funktion/
Ausschussmitglied 1)
Vergütung
(in EUR, für 2014) 6)
Amtsdauer 1)
Peter Oswald Vorsitzender; Vorsitzender auch in
PräsA, ProjA und VergA; PrüfA
19.5.2015 – oHV 2016 5)
Rudolf Kemler Vorsitzender; Vorsitzender auch in
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
77,200 2) 1.11.2012 – 19.5.2015
Wolfgang C. Berndt Stv. Vorsitzender; Vorsitzender
PrüfA (19.5.2015 – 29.9.2015); Stv.
Vorsitzender auch in PräsA, ProjA,
PrüfA, VergA
61,900 26.5.2010 – oHV 2019
Murtadha Al Hashmi Stv. Vorsitzender;
Stv. Vorsitzender auch in PräsA,
ProjA, PrüfA, VergA
61.900 10.5.2012 – oHV 2019
Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti PräsA, ProjA 30.600 14.5.2008 – oHV 2016 5)
Elif Bilgi Zapparoli 14.600 13.5.2009 – oHV 2019
Helmut Draxler PrüfA, VergA 30.600 16.10.1990 – oHV 2019
Roy A. Franklin ProjA 22.600 14.5.2014 – 19.5.2015
Wolfram Littich ProjA, PrüfA 30.600 23.5.2001 – oHV 2016 5)
Herbert Stepic 14.600 18.5.2004 – oHV 2019
Gertrude Tumpel-Gugerell Vorsitzende PrüfA (seit 29.9.2015) 19.5.2015 – oHV 2020
Herbert Werner PrüfA 22.600 4.6.1996 – oHV 2019
Christine Asperger — 3) seit 1.1.2013 4)
Wolfgang Baumann PräsA, ProjA, PrüfA — 3) 16.12.1998 – 1.4.1999
und neuerlich seit
11.11.2004 4)
Herbert Lindner ProjA, PrüfA — 3) seit 1.6.2013 4)
Alfred Redlich — 3) seit 1.6.2013 4)
Martin Rossmann PräsA, ProjA, PrüfA — 3) seit 5.5.2011 4)

1) Erläuterung: PräsA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, ProjA = Projektausschuss, PrüfA = Prüfungsausschuss,

VergA = Vergütungsausschuss, oHV = ordentliche Hauptversammlung 2) Rudolf Kemler hat in Entsprechung seines Vorstandsvertrags mit der ÖIAG (und nachfolgend mit der ÖBIB) die Vergütung für

seine Aufsichtsratsfunktion in der OMV Aktiengesellschaft an die ÖIAG/ÖBIB abgetreten

3) Von der Konzernvertretung entsendete Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Vergütung, sondern nur Sitzungsgelder

4) Die Entsendung durch die Konzernvertretung erfolgt auf unbestimmte Zeit; die ArbeiternehmervertreterInnen können jedoch

jederzeit vom entsendenden Organ abberufen werden

5) Rücktritt mit Ende der Hauptversammlung am 18. Mai 2016 erklärt

6) Das Sitzungsgeld in Höhe von EUR 365/Sitzung ist darin nicht enthalten

Bestätigungsleistungen EUR 1,25 Mio und für sonstige Aufträge EUR 0,13 Mio.

Projektausschuss

Bei Bedarf unterstützt dieser Ausschuss den Vorstand bei der Vorbereitung komplexer Entscheidungen über grundlegende Fragen und berichtet über die Ergebnisse und allfällige Empfehlungen an den Aufsichtsrat. 2015 trat der Projektausschuss ein Mal zusammen.

Vergütungsausschuss

Dieser Ausschuss (dem keine Arbeitnehmervertreter und -vertreterinnen angehören) befasst sich mit allen Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er ist somit insbesondere zum Abschluss, der Änderung und Auflösung der Anstellungsverträge mit

Vorstandsmitgliedern sowie zur Entscheidung über die Gewährung von Bonifikationen (variable Bezüge) und dergleichen an Vorstandsmitglieder ermächtigt. Der Vergütungsausschuss trat 2015 neun Mal zusammen. Vorstandsmitglieder wurden eingeladen, an Teilen der Sitzungen des Vergütungsausschusses teilzunehmen. PwC beriet den Ausschuss in Vergütungsfragen. Die Leistungen inkludierten auf öffentlichen Daten beruhende Marktinformationen, Beratung zur angemessenen Struktur von kurz- und langfristigen Anreizen sowie Information über die Vergütung und die Performance von Vergleichsgruppen. PwC wurde vom Vergütungsausschuss beauftragt und war nicht für den OMV Vorstand beratend tätig, womit die Unabhängigkeit im Sinne des öCGK gewährleistet war. Außerdem beriet PwC das Unternehmen 2015 in Steuerangelegenheiten und stellte Bewertungsleistungen bereit.

Interessenkonflikte, zustimmungspflichtige Geschäfte mit Mitgliedern des Aufsichtsrats

Zustimmungspflichtige Verträge gemäß §95 Abs.5 Z12 AktG gab es nicht. Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats werden nach dem in der Geschäftsordnung ausführlich geregelten Verfahren behandelt.

Vergütung

Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung (HV) jährlich die Vergütungen der von der HV gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die HV 2015 hat für das Geschäftsjahr 2014 folgendes Vergütungsschema beschlossen:

EUR
29.200
21.900
14.600
12.000
10.000
8.000

Die bei den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern angeführten Beträge wurden 2015 für das Geschäftsjahr 2014 ausbezahlt. Aufwandersatz (Reisespesen, Sitzungsgeld) ist darin nicht enthalten. Insgesamt betrug 2015 der Aufwand für den Aufsichtsrat EUR 1.275.107; davon an bezahlten Vergütungen (für das Geschäftsjahr 2014) EUR 367.200, an Sitzungsgeldern EUR 81.468, an Reisespesen EUR 757.826 (inklusive rückwirkendem Kostenersatz für 2012 bis 2014) und an Technik, Organisation und Übersetzung EUR 68.614.

Mitwirkung der ArbeitnehmerInnenvertretung

Die Konzernvertretung hält regelmäßig Besprechungen mit dem Vorstand. Diese dienen der wechselseitigen Information über ArbeitnehmerInnen betreffende Entwicklungen im Unternehmen. Darüber hinaus hat die Konzernvertretung von ihrem Recht Gebrauch gemacht, Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden (eine Person aus der ArbeitnehmerInnenvertretung für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder). Demzufolge sind fünf der 15 Aufsichtsratsmitglieder aus der ArbeitnehmerInnenvertretung.

Minderheitenrechte der Aktionärinnen und Aktionäre

  • Hauptversammlung: Wenn mindestens 5% der Aktionärinnen und Aktionäre dies verlangen, muss eine Hauptversammlung einberufen werden.
  • Mindestens 5% der Aktionärinnen und Aktionäre können die Aufnahme von Tagesordnungspunkten verlangen.
  • Mindestens 1% der Aktionärinnen und Aktionäre kann zu jedem Punkt der Tagesordnung Beschlussvorschläge übermitteln. Diese sind auf Forderung der jeweiligen Aktionärinnen und Aktionäre von der Gesellschaft auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen.
  • Mindestens 10% der Aktionärinnen und Aktionäre können eine Sonderprüfung bei Vorliegen von Verdachtsgründen für Unredlichkeiten oder grobe Verletzungen von Gesetz oder Satzung durchsetzen.
  • Bei der Hauptversammlung sind alle Aktionärinnen und Aktionäre, die ihren Anteilsbesitz ordnungsgemäß nachgewiesen haben, zur Teilnahme, einschließlich Fragen und Abstimmung, berechtigt.
  • Wahl des Aufsichtsrats: Wenn dieselbe Hauptversammlung zwei oder mehr Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat, muss über jede zu besetzende Stelle gesondert abgestimmt werden. Wenn dieselbe Hauptversammlung wenigstens drei Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat und sich vor der Abstimmung über die letzte zu besetzende Stelle ergibt, dass wenigstens ein Drittel aller abgegebenen Stimmen bei allen vorangegangen Wahlen zugunsten derselben Person, aber ohne Erfolg abgegeben wurde, muss diese Person zum Aufsichtsratsmitglied erklärt werden.

Frauenförderung

Als Unternehmen mit sehr technischem Fokus ist es OMV ein besonderes Anliegen, ein ausgewogenes Verhältnis an weiblichen und männlichen Beschäftigten in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit zu erreichen. Daher ist die Schaffung eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses einer der beiden Schwerpunkte der OMV Diversity-Strategie. Dazu gehört auch die aktive Förderung von Frauen in Führungspositionen. Das strategische Ziel ist es, den bestmöglichen DiversityMix auf Seniormanagement-Ebene zu erreichen und den Frauenanteil im Bereich der Senior Vice Presidents bis 2020 auf 30% zu erhöhen. Mariana Gheorghe ist Vorstandsvorsitzende der OMV Petrom SA und Lacramioara Diaconu-Pint¸ea ist seit April 2015 Mitglied des Vorstands von OMV Petrom. Gülsüm Azeri ist Vorstandsvorsitzende von OMV Petrol Ofisi. Dem Aufsichtsrat von OMV gehören vier Frauen an, das entspricht einem Anteil von rund 27%. Per Ende 2015 wurden 17% der Senior Vice President-Positionen von Frauen besetzt. Der Frauenanteil im Gesamtkonzern beträgt rund 24%. Bei den OMV Programmen zur Talente- bzw. Führungskräfte-Entwicklung wurde 2015 ein Frauenanteil von 35% erreicht. Im Rahmen des für Absolventinnen und Absolventen technischer Studien entwickelten Einstiegsprogramms (Integrated Graduate Development Programm) hat sich der Frauenanteil 2015 auf 35% erhöht. Bisher wurde eine breite Palette von Maßnahmen zur Förderung der Vielfalt bei OMV initiiert und erfolgreich umgesetzt. Ein konzernweites E-Learning-Programm zu m Thema Diversity wurde eingeführt, um die entsprechenden Fähigkeiten und das Bewusstsein innerhalb des Unternehmens zu erhöhen. Darüber hinaus wurde das Thema Diversity in alle Programme zur Talente- bzw. Führungskräfte-Entwicklung integriert. OMV fördert Talente mit unterschiedlichem Hintergrund und gewährleistet damit den besten Mix in vielfältigen Teams. Ein besonderes Anliegen von OMV ist auch die Einstellung und Entwicklung von Frauen in technischen Positionen. Durch die Implementierung einer geschlechtsneutralen Sprache in Stellenausschreibungen und in der internen Kommunikation leistet OMV einen Beitrag zur Chancengleichheit von Frauen und

Männern. Unterstützende Maßnahmen hierfür sind beispielsweise Stipendien für Technikstudentinnen und das Projekt "Technikqueens", das bei Mädchen bereits frühzeitig das Interesse für einen technischen Beruf wecken soll. Darüber hinaus nimmt OMV am Wiener Töchtertag und an der Initiative FIT (Frauen in die Technik) teil. Durch neue flexible Arbeitszeitmodelle wie Job-Sharing, flexible Arbeitszeiten und die Option, mittels Home-Office von zu Hause zu arbeiten, trägt OMV dazu bei, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu verbessern, und unterstützt dadurch auch Elternteile, die ihre Karriere in Teilzeit fortsetzen möchten. OMV fördert auch eine geringfügige Beschäftigung während einer Elternkarenz. Die OMV Konzernzentrale in Wien betreibt zwei betriebliche Kindergärten, die von Kindern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von OMV besucht werden. OMV überwacht ständig die Gehaltsgleichheit, um eine faire Behandlung und Chancengleichheit in allen Phasen der Berufslaufbahn sicherzustellen.

Externe Evaluierung der Corporate Governance

Die Einhaltung der Bestimmungen des öCGK durch OMV wird jedes Jahr einer externen Evaluierung unterzogen. Mit der Evaluierung für das Geschäftsjahr 2015 hat OMV Mathias Ettel von der Rechtsanwaltskanzlei Berger Ettel Rechtsanwälte beauftragt. Die Evaluierung erfolgte anhand des offiziellen Fragebogens des österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance und ergab, dass OMV alle Regeln des österreichischen Corporate Governance Kodex, einschließlich aller Regeln, die ausschließlich Empfehlungscharakter haben, eingehalten hat. Der Bericht über die Evaluierung ist auf der OMV Website verfügbar (www.omv.com).

Wien, am 22. März 2016

Der Vorstand

Rainer Seele David C. Davies Johann Pleininger Manfred Leitner

Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss

Konzernabschluss

Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers zum Konzernabschluss) Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers zum Konzernabschluss)

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben, mit Ausnahme der Angabe "Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)". Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben, mit Ausnahme der Angabe "Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)".

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen. Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend. Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 22. März 2016 Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. Wien, am 22. März 2016 Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Alexander Wlasto (Wirtschaftsprüfer) Mag. Gerhard Schwartz (Wirtschaftsprüfer) Mag. Alexander Wlasto (Wirtschaftsprüfer) Mag. Gerhard Schwartz (Wirtschaftsprüfer)

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (z.B. verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (z.B. verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Konzernbuchführung Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Konzernbuchführung

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Prüfungsurteil Prüfungsurteil

Aussagen zum Konzernlagebericht Aussagen zum Konzernlagebericht

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2015 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2015

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung EUR Mio
Anhangangabe 2015 2014 1)
Umsatzerlöse 22.527 35.913
Direkte Vertriebskosten -327 -342
Umsatzkosten -22.174 -32.613
Bruttoergebnis vom Umsatz 26 2.958
Sonstige betriebliche Erträge 7 392 337
Vertriebsaufwendungen -906 -950
Verwaltungsaufwendungen -371 -416
Explorationsaufwendungen -707 -460
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -28 -25
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 -413 -476
Betriebserfolg (EBIT) -2.006 969
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 9 345 180
Dividendenerträge 37 16
Zinserträge 9 89 33
Zinsaufwendungen 9 -304 -362
Sonstiges Finanzergebnis 9 -70 -44
Finanzerfolg 97 -177
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.909 792
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 654 -265
Jahresüberschuss -1.255 527
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen -1.100 278
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 42 38
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen -197 211
Unverwässerter Gewinn je Aktie in EUR 11 -3,37 0,85
Verwässerter Gewinn je Aktie in EUR 11 -3,37 0,85

Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2015 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2015

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

Konzern-Gesamtergebnisrechnung EUR Mio
Anhangangabe 2015 2014 1)
Jahresüberschuss -1.255 527
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe -109 309
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres vor Ertragsteuern -109 300
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss 9
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung zur Veräußerung verfügbarer
finanzieller Vermögenswerte -1 0
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres vor Ertragsteuern 9 0
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss -10 0
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges 119 -42
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres vor Ertragsteuern 104 -15
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss 15 -27
Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis 95 67
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden können 103 335
Gewinne (+)/ Verluste(-) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 19 -145
Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis 9 -22
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden
28 -167
Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen
-36 3
Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen
-5 -56
Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern 20 -41 -52
Sonstiges Ergebnis des Jahres nach Steuern 20 90 116
Gesamtergebnis des Jahres -1.166 643
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen -987 406
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 42 38
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen -221 199

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015

Vermögen EUR Mio
Anhangangabe 2015 2014 1)
Immaterielle Vermögenswerte 12 3.275 3.453
Sachanlagen 13 16.440 18.488
At-equity bewertete Beteiligungen 14 2.562 2.131
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 17 846 816
Sonstige Vermögenswerte 18 81 117
Latente Steuern 24 850 459
Langfristiges Vermögen 24.054 25.464
Vorräte 15 1.873 2.231
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16 2.567 3.042
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 17 2.245 1.782
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 108 81
Sonstige Vermögenswerte 18 374 514
Kassenbestand und Bankguthaben 1.348 649
Kurzfristiges Vermögen 8.516 8.298
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 19 94 93
Summe Aktiva 32.664 33.855

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

Eigenkapital und Verbindlichkeiten EUR Mio
Anhangangabe 2015 2014 1)
Grundkapital 327 327
Hybridkapital 2.231 741
Rücklagen 9.114 10.523
OMV Anteilseigner 11.672 11.591
Nicht beherrschende Anteile 21 2.626 2.924
Summe Eigenkapital 20 14.298 14.514
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 22 1.045 1.115
Anleihen 23 3.721 3.967
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 23 871 674
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 22 3.342 3.148
Sonstige Rückstellungen 22 535 329
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 23 410 466
Sonstige Verbindlichkeiten 23 160 176
Latente Steuern 24 229 572
Langfristige Verbindlichkeiten 10.314 10.449
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23 3.380 4.330
Anleihen 23 295 159
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 23 200 439
Ertragsteuerverbindlichkeiten 215 286
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 22 100 78
Sonstige Rückstellungen 22 418 474
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 23 2.341 1.610
Sonstige Verbindlichkeiten 23 1.074 1.486
Kurzfristige Verbindlichkeiten 8.021 8.863
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 19 32 29
Summe Passiva 32.664 33.855

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2015 1)

Grund
kapital
Kapital
rücklage
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklage
Umrechnung
ausländischer
Geschäfts
betriebe
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
1. Jänner 2015 327 1.503 741 10.117 -1.055 0
Jahresüberschuss -1.058
Sonstiges Ergebnis des Jahres 10 -87 -1
Gesamtergebnis des Jahres -1.048 -87 -1
Kapitalerhöhung 1.490
Dividendenausschüttung und Hybridkupon -459
Abgang eigener Anteile 1
Anteilsbasierte Vergütungen -4 3
Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht
beherrschender Anteile -1 -6
31. Dezember 2015 327 1.500 2.231 8.613 -1.148 0

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2014 1), 2)

Grund
kapital
Kapital
rücklage
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklage
Umrechnung
ausländischer
Geschäfts
betriebe
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
1. Jänner 2014 327 1.498 741 10.471 -1.369 0
Jahresüberschuss 316
Sonstiges Ergebnis des Jahres -199 314 0
Gesamtergebnis des Jahres 117 314 0
Dividendenausschüttung und Hybridkupon -458
Abgang eigener Anteile 1
Anteilsbasierte Vergütungen 4
Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht
beherrschender Anteile
-13
31. Dezember 2014 327 1.503 741 10.117 -1.055 0

1) Vgl. Anhangangabe 20

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

EUR Mio
Hedges Sonstiges Ergebnis
aus at-equity
bewerteten
Beteiligungen
Eigene Anteile OMV Anteilseigner Nicht
beherrschende
Anteile
Summe
Eigenkapital
-27 -4 -11 11.591 2.924 14.514
-1.058 -197 -1.255
87 104 113 -24 90
87 104 -945 -221 -1.166
1.490 1.490
-459 -72 -531
1 3 3
-1 -1
-7 -4 -12
60 99 -10 11.672 2.626 14.298

EUR Mio

Hedges Sonstiges Ergebnis
aus at-equity
bewerteten
Beteiligungen
Eigene Anteile OMV Anteilseigner Nicht
beherrschende
Anteile
Summe
Eigenkapital
6 -50 -11 11.614 2.931 14.545
316 211 527
-33 45 128 -12 116
-33 45 444 199 643
-458 -194 -653
0 1 1
4 4
-13 -13 -26
-27 -4 -11 11.591 2.924 14.514

Konzern-Cashflow-Rechnung 2015 Konzern-Cashflow-Rechnung 2015

Konzern-Cashflow-Rechnung 1) EUR Mio
2015 2014 2)
Jahresüberschuss -1.255 527
Abschreibungen und Wertminderungen 5.159 3.167
Zuschreibungen zum Anlagevermögen -6 -2
Latente Steuern -787 -250
Laufende Steuern 133 515
Gezahlte Ertragsteuern -310 -577
Steuerrückerstattungen 61 8
Verluste (+)/Gewinne (–) aus Abgängen von Anlagevermögen -19 6
Anteil am Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen und Dividendenerträge -382 -196
Einzahlung aus Dividenden von at-equity bewerteten Beteiligungen und anderen Unternehmen 84 43
Zinsaufwendungen 144 169
Gezahlte Zinsen -166 -215
Zinserträge -79 -22
Erhaltene Zinsen 78 22
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Personalrückstellungen -27 -45
Erhöhung (+)/Verminderung (–) langfristige Rückstellungen 260 31
Sonstige Änderungen 347 81
3.234 3.262
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Vorräte 207 271
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Forderungen 512 184
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Verbindlichkeiten -1.004 -135
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Rückstellungen -114 85
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.834 3.666
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -2.978 -3.834
Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte -88 -76
Veräußerungen
Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen 193 175
Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider
Mittel
341
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.874 -3.394
Zugänge langfristige Finanzierungen 332 892
Rückzahlung langfristige Finanzierungen -195 -853
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Finanzierungen -327 292
Veränderung nicht beherrschender Anteile -12 -24
Dividendenzahlungen an OMV Anteilseigner -459 -458
Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner -71 -191
Hybridanleihe 1.490
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 758 -342
Währungsdifferenz auf liquide Mittel -19 14
Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel 700 -56
Liquide Mittel Jahresbeginn 649 705
Liquide Mittel Jahresende 1.348 649

1) Vgl. Anhangangabe 25

Konzernanhang: Grundlagen und Methoden Konzernanhang: Grundlagen und Methoden

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

Die OMV Aktiengesellschaft (im österreichischen Firmenbuch eingetragen mit dem Sitz Trabrennstraße 6-8, 1020 Wien, Österreich) ist ein integrierter, internationaler Öl- und Gaskonzern, der Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Upstream und Downstream unterhält. Die Upstream-Aktivitäten bestehen aus der Suche, dem Auffinden und der Förderung von Erdöl und Erdgas und konzentrieren sich auf die zwei Kernländer Rumänien und Österreich sowie das internationale Portfolio (Nordwesteuropa, Afrika und Australasien Region, Mittlerer Osten und die Kaspische Region). Der Geschäftsbereich Downstream betreibt die Raffinerien Schwechat (Österreich), Burghausen (Deutschland) und Petrobrazi (Rumänien) sowie ein Tankstellennetz in Mittel- und Südosteuropa und in der Türkei (Downstream Öl). Downstream Gas tätigt Transit von Erdgas durch bzw. Transport in Österreich, sowie die Speicherung, Vermarktung und den Handel von Erdgas. Mit dem Geschäftsfeld Power wird die Gaswertschöpfungskette in Richtung Gaskraftwerke verlängert.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 245a (1) anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften gemäß dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) erstellt. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses ist grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips erfolgt. Hiervon ausgenommen sind gewisse Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, so wie das in der Anhangangabe 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze beschrieben ist.

Der Konzernabschluss 2015 wurde in Millionen Euro (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Der Konzernabschluss wurde am 22. März 2016 vom Aufsichtsrat genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Insbesondere in Bezug auf Öl- und Gasreserven, Rekultivierungsrückstellungen, Werthaltigkeit des immateriellen Vermögens und der Sachanlagen und Rückstellungen für belastende Verträge besteht die Notwendigkeit, Einschätzungen und Annahmen zu treffen.

Das Öl- und Gasproduktionsvermögen wird gemäß der leistungsabhängigen Abschreibungsmethode (UOP = Units of Production Methode) auf Basis der sicheren entwickelten bzw. gesamten sicheren Reserven abgeschrieben. Näheres dazu kann Anhangangabe 4.3g) entnommen werden. Reservenschätzungen werden durch firmeninterne Ingenieure vorgenommen. Eine externe Überprüfung wird derzeit von DeGolyer und MacNaughton durchgeführt, wobei die Ergebnisse im Juni 2016 erwartet werden. Für weiterführende Details zum Öl- und Gasvermögen innerhalb der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen wird auf die Anhangangaben 12 und 13 verwiesen.

Schätzungen der zukünftigen Rekultivierungskosten basieren ebenfalls auf von internen Technikern erstellten Gutachten sowie Erfahrungswerten der Vergangenheit. Näheres zur Rekultivierungsrückstellung liefert die Anhangangabe 22. Die Ermittlung der Rekultivierungsrückstellungen erfordert Einschätzungen über Diskontierungssätze, welche einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Rückstellung haben. Die zur Ermittlung der Rekultivierungsrückstellung angewandten Diskontierungssätze betrugen zwischen 0,0% und 3,0% (2014: 0,0% und 3,0%).

OMV ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Vermögenswerten oder zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) vorliegen. Davon ausgenommen sind Geschäfts- und Firmenwerte, die, unabhängig vom Vorliegen eines Indikators, mindestens jährlich auf einen Wertminderungsbedarf überprüft werden. Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrags vorgenommen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei allen durchgeführten Werthaltigkeitstests wurde der erzielbare Betrag auf Basis des Nutzungswerts ermittelt. Die Ermittlung des Nutzungswerts erfordert abhängig vom Geschäftsbereich die Anwendung unterschiedlicher Schätzparameter, wie zum Beispiel Öl- und Gaspreise, Diskontierungssätze, Reserven, Wachstumsraten, Margen und Spark Spreads.

1 Rechtliche Grundlagen und allgemeine Vorgangsweise

2 Schätzungen und Annahmen

Der weitere Rückgang der Öl- und Gaspreise und die Marktvolatilität führten 2015 zu einer weiteren Überprüfung der kurz- und langfristigen Öl- und Gaspreisannahmen der OMV. Die Gaspreisannahmen wurden an die aktuell in Europa vorherrschenden schlechten Marktbedingungen angepasst. Die der Überprüfung auf Wertminderung zugrunde gelegten nominalen Ölpreisannahmen und EUR-USD-Wechselkurse sind im Folgenden angeführt:

2015
2016 2017 2018 2019 2020 und
danach
Brent Rohölpreis (USD/bbl) 40 55 65 70 75
EUR-USD Wechselkurs 1,15 1,15 1,15 1,15 1,15
Brent Rohölpreis (EUR/bbl) 35 48 57 61 65
2014
2015 2016 2017 2018 und
danach
Brent Rohölpreis (USD/bbl) 55 75 90 105
EUR-USD Wechselkurs 1,15 1,15 1,30 1,35
Brent Rohölpreis (EUR/bbl) 48 65 69 78

Die kurz- und mittelfristigen Annahmen für die Öl- und Gaspreise basieren auf der bestmöglichen Schätzung des Managements und waren mit externen Quellen konsistent. Die langfristigen Annahmen standen im Einklang mit externen Studien und berücksichtigen die langfristige Betrachtung von globaler Nachfrage und globalem Angebot.

Wertminderungstests in Upstream

Der deutliche Rückgang der Öl- und Gaspreise und die Änderung in den langfristigen Preisannahmen der OMV lösten eine Überprüfung des gesamten Upstream-Portfolios auf Wertminderungen aus. Generell stellt im Geschäftsbereich Upstream jedes Feld eine ZGE dar. Sofern eine Gruppe von zwei oder mehr Feldern und die damit verbundenen Infrastrukturanlagen Cashflows generieren, die voneinander abhängig sind, werden diese Felder in eine ZGE zusammengefasst ("Gebiet"). Die wesentlichen Bewertungsparameter für die Ermittlung der erzielbaren Beträge für Vermögenswerte im Upstream-Bereich sind die Öl- und Gaspreise, Produktionsmengen und die Diskontierungssätze. Die Förderprofile wurden aufgrund von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit geschätzt und stellen die beste Schätzung des Managements bezüglich der zukünftigen Produktionsmengen dar. Die Cashflow-Prognosen für die ersten fünf Jahre basieren auf der Mittelfristplanung und darüber hinaus auf einer "life of field"- Planung und umfassen damit die gesamte Lebensdauer des Feldes. Die geänderten Annahmen führten 2015 zu Wertminderungen von EUR 2.449 Mio auf Vermögenswerte in der Explorations- (EUR 281 Mio), Entwicklungs- und Produktionsphase (EUR 2.101 Mio) sowie auf Firmenwerte (EUR 67 Mio). Diese Wertminderungen wurden in 12 verschiedenen Ländern über das gesamte Portfolio verteilt verbucht.

Die Firmenwertabschreibung betraf den auf die Region Mittlerer Osten und Kaspische Region zugeordneten Firmenwert, der vollständig abgeschrieben wurde. Der Firmenwert stammte aus der Akquisition von OMV Petrol Ofisi A.Ş. in 2010. Der im Wertminderungstest angewandte Diskontierungssatz nach Steuern betrug 10,4% (2014: 8,8%).

Der auf die Region Nordwesteuropa, Afrika und Australasien zugeordnete Firmenwert resultierte aus der 2011 erfolgten Akquisition der Pioneer Gesellschaften in Tunesien und betrug per 31. Dezember 2015 EUR 365 Mio (2014: EUR 327 Mio). Der angewandte Diskontierungssatz nach Steuern betrug 7,5% (2014: 7,1%). Eine Erhöhung des Diskontierungssatz um 1% würde zu keiner Wertminderung führen.

Für Libyen und den Jemen wurden für die Cashflow-Prognosen kurz- und mittelfristig schwerwiegende Produktionsstillstände berücksichtigt, die zusammen mit den geänderten Preisannahmen zu Wertminderungen führten. Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen Wertminderungen, die erzielbaren Beträge der wertgeminderten Vermögenswerte sowie die verwendeten Zinssätze zusammen:

Wesentliche Wertminderungen in Upstream 2015 1) EUR Mio
Wertminderungen je Land Wertminderung Erzielbarer Betrag der
wertgeminderten
Vermögenswerte
Diskontierungssatz
nach Steuern
Rumänien 554 820 7,8%
Tunesien 504 129 9,5%
Jemen 402 121 10,8%
Neuseeland 255 135 7,7%
Norwegen 205 1.751 7,0%
Pakistan 143 93 10,5%
Libyen 143 331 10,8%
Großbritannien 65 461 8,4%
Kasachstan 55 109 8,9%

1) Weitere Wertminderungen, welche nicht oben angeführt werden, bezogen sich auf Firmenwerte sowie auf Vermögenswerte in Australien, Österreich und Bulgarien

Die Diskontierungssätze vor Steuern lagen zwischen 7% und 48%. Die iterativ ermittelten Diskontierungssätze vor Steuern waren durch die hohe Besteuerung von Upstream-Aktivitäten in einigen Ländern und Steuereffekte wie permanente Differenzen beeinflusst. Eine Erhöhung des Diskontierungssatzes vor Steuern um einen Prozentpunkt würde zu einer zusätzlichen Wertminderung von EUR 581 Mio im gesamten Upstream-Portfolio führen. Weiters würde die Annahme eines langfristigen Rohölpreises von USD 65/bbl, ohne Berücksichtigung von Kosten- und Investitionsreduktionsmaßnahmen und anderen Änderungen im weiteren Geschäftsumfeld, zu einer zusätzlichen Wertminderung von Vermögenswerten in der Entwicklungs- und Produktionsphase von rund EUR 850 Mio führen.

Im Laufe der Berichtsperiode 2014 wurde in Kasachstan eine Wertminderung von EUR 135 Mio berücksichtigt, da das Förderprofil des Tasbulat-Feldes nach unten revidiert werden musste. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und belief sich auf EUR 18 Mio. Der angewandte Diskontierungssatz vor Steuer betrug 7,3%.

Wertminderungstests in Downstream

Der der OMV Petrol Ofisi A.Ş. zugeordnete Firmenwert betrug per 31. Dezember 2015 EUR 199 Mio (2014: EUR 224 Mio). Der zur Diskontierung der zukünftigen Cashflows angewandte Diskontierungssatz vor Steuern betrug 10,1% (2014: 9,2%). Die künftigen Cashflows werden für die ersten fünf Jahre von der Mittelfristplanung abgeleitet, und nach Jahr fünf wird eine ewige Rente angenommen. In der ewigen Rente wurde eine Inflationsrate von 1,7% berücksichtigt. Der Wertminderungstest zum 31. Dezember 2015 führte zu keinem Wertminderungsbedarf. Eine Erhöhung des Diskontierungssatzes um einen Prozentpunkt oder die Ermittlung der ewigen Rente ohne Berücksichtigung einer Inflationsrate würde zu keiner Wertminderung führen. Eine 10%-ige Reduktion der Margen oder der Verkaufsmengen würden in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit hingegen eine Wertminderung in Höhe von EUR 235 Mio auslösen.

2014 führten die Eingriffe des Regulators (Margendeckelung) und die allgemein höhere Risikoeinschätzung in der Türkei zu einer Wertminderung des der OMV Petrol Ofisi A.Ş. zugeordneten Geschäfts- und Firmenwerts in Höhe von EUR 334 Mio. Der Buchwert des Geschäfts- und Firmenwerts betrug nach Wertminderung zum 31. Dezember 2014 EUR 224 Mio. Weiters wurde der Firmenwert, welcher der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Trading im Geschäftsbereich Downstream Gas zugeordnet war, in Höhe von EUR 70 Mio zur Gänze abgeschrieben. Der Firmenwert betraf die Akquisition der OMV Petrol Ofisi A.Ş. 2010.

Ein Rückgang der Spark Spreads in der Türkei hatte eine nachteilige Auswirkung auf das Gaskraftwerk Samsun und führte 2015 zu einer Wertminderung in Höhe von EUR 194 Mio. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags beruhte auf der zukünftigen Nutzung des Kraftwerks über die Restnutzungsdauer. Die Cashflows basierten auf den mittelfristigen Planungsannahmen des OMV Konzerns und auf makroökonomischen Annahmen für den über die Mittelfristplanung hinausgehenden Zeitraum. Die wesentlichen Bewertungsannahmen für den erzielbaren Betrag sind die Spark Spreads, welche die Differenz zwischen den Strom- und Gaspreisen darstellen, und die erzeugten Strommengen. Die verwendeten Annahmen sind mit den Daten externer Studien konsistent. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis eines Diskontierungssatzes vor Steuern von 7,1% (2014: 7,4%) ermittelt und betrug EUR 337 Mio. Ein Anstieg von einem Prozentpunkt im angewandten Diskontierungssatz würde zu einer zusätzlichen Wertminderung von EUR 47 Mio führen. Weiters würde eine Verringerung des Spark Spreads um EUR 1/MWh zu einer zusätzlichen Wertminderung von EUR 80 Mio führen.

Das wirtschaftliche Umfeld für das Gasspeichergeschäft verschlechterte sich mit einer deutlichen Reduktion der Sommer/Winter-Spreads 2015 weiter und führte zu einer Wertminderung in Höhe von EUR 58 Mio des Etzel Gasspeichers in Deutschland. Der erzielbare Betrag betrug EUR 143 Mio. Der angewandte Diskontierungssatz vor Steuern betrug 4,5% (2014: 5,8%). Die Profitabilität des Etzel Gasspeichers hängt von den Sommer/Winter-Spreads der Gaspreise ab. Während die langfristigen Annahmen auf den Erwartungen des Managements basieren und mit externen Studien im Einklang stehen, beruhen die kurzfristigen Annahmen auf Marktdaten. Eine Reduktion der Sommer/Winter-Spreads um EUR 1/MWh würde zu einer weiteren Wertminderung von EUR 78 Mio führen. Weiters hätte die Erhöhung des Diskontierungssatzes um einen Prozentpunkt eine zusätzliche Wertminderung von EUR 22 Mio zur Folge. Der Vermögenswert wurde auch 2014 auf seine Werthaltigkeit überprüft und wurde um EUR 17 Mio wertgemindert.

2014 hatte der Anstieg der Stromproduktion aus Wasserkraft und erneuerbarer Energie im rumänischen Strommarkt nachteilige Auswirkungen auf das Gaskraftwerk Brazi und führte zu einer Wertminderung in Höhe von EUR 164 Mio. Der Berechnung des erzielbaren Betrags wurde ein Diskontierungssatz vor Steuern von 6,6% zu Grunde gelegt.

Ebenfalls aufgrund der nachteiligen Entwicklung des Strommarkts in Rumänien wurde der Windpark in Dorobantu auf Wertminderung überprüft, was 2014 zum Ansatz eines Wertminderungsaufwands von EUR 17 Mio führte. Der Diskontierungssatz vor Steuern betrug 6,7%.

Schließlich führte eine Verschlechterung der Marktbedingungen im Laufe des Jahres 2014 zu einer Wertminderung der Tankstellennetze in Ungarn (EUR 27 Mio) und Serbien (EUR 14 Mio). Es wurden Diskontierungssätze vor Steuern von 9,9% in Ungarn und 10,8% in Serbien angewendet.

Wesentliche Rückstellungen für belastende Verträge in Downstream

2012 hat OMV eine Rückstellung für einen langfristigen, unkündbaren Vertrag für Regasifizierungs- und Speicherkapazität gebildet, der aufgrund nachteiliger Veränderungen der europäischen Marktbedingungen für LNG-Terminalkapazitäten belastend wurde. Der Barwert der Rückstellung per 31. Dezember 2015 betrug EUR 336 Mio (2014: EUR 123 Mio). Die Rückstellung wurde für unvermeidbare Verluste aus der Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen gebildet. Dabei wurden Kosten und Erträge aus dem zukünftigen Erwerb von LNG-Volumen berücksichtigt, da die Regasifizierung und der anschließende Verkauf des Gases zur Deckung der Fixkosten beitragen. Die Mengenannahmen spiegeln die beste Schätzung des Managements bezüglich der in Zukunft verfügbaren LNG-Volumina wider. Die Preise basieren, sofern verfügbar, auf Forward-Preisen. Sind keine Forward-Preise vorhanden, stellen die Preise die beste Schätzung des Managements dar, wobei diese sich an gegenwärtigen Marktpreisen oder an Forward-Preisen vergangener Perioden orientieren. Eine 50%ige Reduktion des geplanten LNG-Volumens oder der LNG-Marge würde zu einer zusätzlichen Rückstellung von EUR 194 Mio führen. Des Weiteren würde ein Anstieg von einem Prozentpunkt im Diskontierungssatz eine zusätzliche Rückstellung von EUR 23 Mio auslösen.

3 Konsolidierung

Der Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft beinhaltet die Abschlüsse aller Unternehmen, die zum 31. Dezember 2015 beherrscht wurden (Tochterunternehmen).

Beherrschung ist gegeben, wenn OMV aufgrund des Engagements bei dem Unternehmen variablen wirtschaftlichen Erfolgen ausgesetzt ist oder Rechte daran hat und die Möglichkeit besitzt, diese wirtschaftlichen Erfolge durch seine Bestimmungsmacht über das Tochterunternehmen zu beeinflussen. Bestimmungsmacht ist gegeben, wenn OMV aufgrund bestehender Rechte gegenwärtig die Möglichkeit hat, die maßgeblichen Tätigkeiten zu bestimmen. Es wird grundsätzlich angenommen, dass die Stimmrechtsmehrheit zur Beherrschung führt. Zur Unterstützung dieser Annahme und im Falle, dass OMV nicht die Mehrheit der Stimmrechte besitzt, werden alle relevanten Umstände und Tatsachen analysiert, um die Bestimmungsmacht über ein Tochterunternehmen festzustellen, einschließlich vertraglicher Vereinbarungen mit den anderen Stimmrechtsinhabern, Rechte aus anderen vertraglichen Vereinbarungen sowie tatsächliche Stimmrechte und potenzielle Stimmrechte. Das Bestehen der Bestimmungsmacht über ein Unternehmen wird erneut analysiert, wenn Umstände und Tatsachen darauf hinweisen, dass es Veränderungen bei einem oder mehreren der drei Beherrschungsmerkmale gibt.

Die Einbeziehung eines Tochterunternehmens in den Konsolidierungskreis erfolgt, wenn OMV die Beherrschung erlangt und endet, wenn die Beherrschung verloren wird. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen von Tochterunternehmen, die während der Berichtsperiode gekauft oder verkauft werden, werden nur für den Zeitraum der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.

Eine Übersicht über einbezogene Tochterunternehmen, at-equity bewertete Unternehmen und sonstige Beteiligungen befindet sich in Anhangangabe 38 und enthält Angaben zur Konsolidierungsmethode, Geschäftsbereich, Standort und OMV Anteil.

Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf Basis konzerneinheitlicher Rechnungslegungsstandards mit Bilanzstichtag 31. Dezember erstellt.

Anzahl der einbezogenen Unternehmen

Vollkonso
lidierung
Anteil an
Vermögens
werten und
Schulden
2015
Equity
konso
lidierung
Vollkonso
lidierung
Anteil an
Vermögens
werten und
Schulden
2014
Equity
konso
lidierung
Stand 1. Jänner 104 1 11 100 1 11
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 1 18 1
Im Berichtsjahr fusioniert -3
Wechsel von Vollkonsolidierung 1
Im Berichtsjahr entkonsolidiert -1 -11 -1 -1
Stand 31. Dezember 104 1 11 104 1 11
[davon mit Sitz und Betrieb im Ausland] [50] [1] [6] [50] [1] [6]
[davon mit Sitz in Österreich und
Betrieb im Ausland]
[25] [—] [—] [25] [—] [—]

Tochterunternehmen

Im Geschäftsbereich Downstream wurde OMV Nord Stream II Holding AG, mit Sitz in Zug, beginnend mit dem 1. September 2015 in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Im Geschäftsbereich Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) wurde OMV FINANCE LIMITED, mit Sitz in Douglas, per 30. September 2015 entkonsolidiert.

Alle Gesellschaften, die 2015 und 2014 erstmalig in den Vollkonsolidierungskreis aufgenommen wurden, waren bereits bestehende bzw. neu gegründete Tochtergesellschaften. Diese gehören zu 100% OMV.

Am 12. Oktober 2015 hat OMV einen Kaufvertrag zum Erwerb von 100% der Anteile an der FE-Trading GmbH mit Sitz in Anif (Österreich) und der FE-Trading trgovina d.o.o. mit Sitz in Ljubljana (Slowenien) unterzeichnet. FE-Trading GmbH und FE-Trading trgovina d.o.o. betreiben unbemannte Tankstellen in Österreich und Slowenien. Zum Zeitpunkt der Genehmigung des Konzernabschlusses ist das Closing dieser Transaktion, das von aufschiebenden Bedingungen abhängt, noch nicht erfolgt.

Änderungen der Beteiligungsquote an Tochterunternehmen ohne Änderung des Beherrschungsverhältnisses OMV erhöhte 2015 den Beteiligungsanteil an OMV Petrol Ofisi A.Ş. auf 100% (2014: 98,79%) durch den Erwerb der restlichen nicht beherrschenden Anteile.

OMV erhöhte 2014 den Beteiligungsanteil an Adria-Wien Pipeline GmbH (AWPIP) mit Sitz in Klagenfurt von 76% auf 100% und an OMV Petrol Ofisi A.Ş. mit Sitz in Istanbul von 96,98% auf 98,79%.

Die Effekte der beschriebenen Änderungen der Beteiligungsanteile werden in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Änderung Beteiligungsanteil – ohne Änderung des Beherrschungsverhältnisses EUR Mio
2015 2014
Barmittel erhalten von / (-) gezahlt an nicht beherrschende Anteilseigentümer -12 -24
Buchwert der zugehörigen nicht beherrschenden Anteilen 4 10
Differenz (in Gewinnrücklage verbucht) -7 -13

Änderungen der Beteiligungsquote an Tochterunternehmen mit Gewinn / Verlust der Beherrschung

OMV ist 2015 keine Transaktionen eingegangen, die zum Gewinn oder Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen führten.

2014 hat OMV den Beteiligungsanteil an Marmara Depoculuk Hizmetleri Anonim Sirketi mit Sitz in Istanbul von 90% auf 45% verringert und somit die Beherrschung über das ehemalige Tochterunternehmen verloren. Gemäß der vertraglichen Vereinbarung ist die Beherrschung nun mit dem Käufer der Anteile geteilt. Da das Unternehmen hauptsächlich zur Versorgung der Anteilsinhaber mit Lagerkapazitäten ausgerichtet ist, wurde die gemeinschaftliche Vereinbarung als gemeinschaftliche Tätigkeit eingestuft. Dementsprechend wird nun nur der OMV Anteil an den Vermögenswerten, Verpflichtungen für Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen im Konzernabschluss berücksichtigt. Der verbleibende Anteil ist zum Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung zum beizulegenden Zeitwert bewertet worden.

Die folgende Tabelle fasst die oben beschriebenen Effekte zusammen:

Änderung Beteiligungsanteil – mit Verlust der Beherrschung EUR Mio
2015 2014
Gewinn / Verlust aus dem Verkauf von Tochterunternehmen 37
davon Gewinn / Verlust aus der Bewertung des zurückbehaltenen Anteils an ehemaligen
Tochterunternehmen zum beizulegenden Zeitwert 24

Abhängig davon, ob ein Gewinn oder ein Verlust aus dem Abgang eines Tochterunternehmens entsteht, wird das Ergebnis in der Position "sonstige betriebliche Erträge" oder in der Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" gezeigt.

Gemeinschaftliche Vereinbarungen

Der Konzernabschluss beinhaltet auch den OMV Anteil an den Vermögenswerten, Verpflichtungen für Verbindlichkeiten sowie Erträgen und Aufwendungen der gemeinschaftlichen Tätigkeiten im Sinne von IFRS 11.

Wesentliche gemeinschaftliche Explorations- und Produktionsaktivitäten werden im Rahmen nicht gesellschaftsrechtlicher sonstiger Vereinbarungen, welche die Kriterien für gemeinsame Führung nach IFRS 11 nicht erfüllen, ausgeführt. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die für eine Beherrschung erforderliche Mindeststimmenanzahl durch mehr als eine Kombination an involvierten Partnern, die sich einig sein müssen, erlangt werden kann. Solche Vereinbarungen fallen aus dem Anwendungsbereich von IFRS 11 und werden entsprechend den anwendbaren IFRS bilanziert.

Der Ankauf eines zusätzlichen Anteils am Gemeinschaftsunternehmen Trans Austria Gasleitung GmbH (TAG), Wien, führte zur erstmaligen at-equity Konsolidierung der Gesellschaft beginnend mit 1. Oktober 2014.

Wesentliche gemeinschaftliche Tätigkeiten (IFRS 11)

Name Tätigkeit Geschäfts
bereich
Sitz %-Anteile
2015
%-Anteile
2014
Pohokura Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen Upstream Neuseeland 26 26
Latif Onshore-Entwicklung und Produktion von
Kohlenwasserstoffen
Upstream Pakistan 33 33
Mehar 1) Onshore-Entwicklung und Produktion von
Kohlenwasserstoffen
Upstream Pakistan 59 59
Neptun Deep Offshore-Exploration nach Kohlenwasserstoffen Upstream Rumänien 50 50
Cherouq Onshore-Entwicklung und Produktion von
Kohlenwasserstoffen
Upstream Tunesien 50 50
Nawara Onshore-Entwicklung von
Kohlenwasserstoffreservoirs Upstream Tunesien 50 50
Cambo Offshore-Exploration nach Kohlenwasserstoffen Upstream Großbritannien 48 48
Rosebank Offshore-Exploration nach und Entwicklung von
Kohlenwasserstoffreservoirs
Upstream Großbritannien 50 50
Schiehallion Offshore-Entwicklung von
Kohlenwasserstoffreservoirs
Upstream Großbritannien 12 12
Block S(2) Onshore-Entwicklung und Produktion von
Kohlenwasserstoffen
Upstream Jemen 44 44
Marmara Lager für Ölprodukte Downstream Türkei 45 45

1) OMV hat keine Beherrschung über die gemeinschaftliche Tätigkeit Mehar, da für die Entscheidungen der maßgeblichen Tätigkeiten mindestens 76% der Stimmrechte erforderlich sind

Anteile an anderen wesentlichen Tätigkeiten

Name Tätigkeit Geschäfts
bereich
Sitz %-Anteile
2015
%-Anteile
2014
Nafoora - Onshore-Entwicklung von
Augila Kohlenwasserstoffreservoirs Upstream Libyen 25 1) 25 1)
Concession Onshore-Entwicklung und Produktion von
103 Kohlenwasserstoffen Upstream Libyen 25 1) 25 1)
NC 115 Onshore-Entwicklung und Produktion von
Kohlenwasserstoffen Upstream Libyen 30 1) 30 1)
NC 186 Onshore-Entwicklung und Produktion von
Kohlenwasserstoffen Upstream Libyen 24 1) 24 1)
Maari 2) Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen Upstream Neuseeland 69 69
Aasta Offshore-Entwicklung von
Hansteen Kohlenwasserstoffreservoirs Upstream Norwegen 15 15
Edvard Grieg Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen Upstream Norwegen 20 20
Gudrun Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen Upstream Norwegen 24 24
Gullfaks Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen Upstream Norwegen 19 19

1) Anteil von OMV an der Beteiligung der internationalen Partner am Explorations- und Produktionsteilungsvertrag (EPSA) (siehe Anhangangabe 4.3e) 2) Bei der gemeinschaftlichen Tätigkeit Maari gibt es mehr als eine Kombination der Parteien, welche die notwendige Mehrheit (75%) für die Entscheidung der

maßgeblichen Tätigkeiten sicherstellt, daher ist weder Beherrschung noch gemeinsame Führung gegeben

Für Details zu den at-equity bewerteten gemeinschaftlichen Vereinbarungen siehe Anhangangabe 14 "At-equity bewertete Beteiligungen".

Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen

Der OMV Konzern verkauft seit Februar 2013 im Rahmen eines Securitization-Programms Lieferforderungen an Carnuntum Ltd. mit Sitz in Dublin, Irland. 2015 hat OMV Lieferforderungen im Wert von EUR 4.485 Mio an Carnuntum Ltd. übertragen (2014: EUR 5.317 Mio).

Zum 31. Dezember 2015 wurden von OMV in den sonstigen Forderungen ausgewiesene Seller Participation Notes an Carnuntum Ltd. in Höhe von EUR 97 Mio (2014: EUR 129 Mio) gehalten. Zum Bilanzstichtag 2015 und 2014 wurden keine Complementary Notes gehalten. Das maximale Verlustrisiko aus dem Securitization-Programm zum 31. Dezember 2015 war EUR 104 Mio (2014: EUR 129 Mio).

Die beizulegenden Zeitwerte der Seller Participation Notes und der Complementary Notes entsprechen deren Buchwerten. Eine Loss Reserve und eine Beteiligung durch einen Drittinvestor sind gegenüber der Seller Participation Note nachrangig. Die Complementary Notes sind im gleichen Rang wie die durch das Programm ausgegebenen Senior Notes. Das beim OMV Konzern verbleibende Risiko ist nicht signifikant, weshalb die veräußerten Lieferforderungen zur Gänze ausgebucht wurden. Die Forderungen werden zu ihrem Nominalbetrag abzüglich eines Kaufpreisabschlags verkauft. Die Kaufpreisabschläge, die 2015 in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht wurden, beliefen sich in Summe auf EUR 28 Mio (2014: EUR 39 Mio). Die Zinserträge auf die an Carnuntum Ltd. gehaltenen Notes betrugen 2015 EUR 4 Mio (2014: EUR 4 Mio). Weiters erhielt OMV ein Serviceentgelt für das Debitorenmanagement der verkauften Forderungen.

OMV hat Carnuntum Ltd. nicht finanziell oder auf andere Weise unterstützt und beabsichtigt dies auch in Zukunft nicht.

4 Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze

1) Erstmals anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen

Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen mit Ausnahme der nachfolgenden Änderungen jenen des vorangegangenen Geschäftsjahrs.

Die folgenden überarbeiteten Standards wurden mit Erstanwendungszeitpunkt 1. Jänner 2015 angewandt:

  • Änderungen zu IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge
  • "Annual Improvements to IFRSs" 2010-2012
  • "Annual Improvements to IFRSs" 2011-2013

Diese Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss des OMV Konzerns.

2) Noch nicht verpflichtend anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards

Die folgenden neuen Standards und Überarbeitungen, die bereits veröffentlicht aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten sind, wurden vom OMV Konzern nicht angewandt. Teilweise ist die Anerkennung dieser Standards durch die EU noch ausständig.

IFRS 9 "Finanzinstrumente": Im Juli 2014 schloss das IASB sein Projekt zur Ablösung von IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" mit der Veröffentlichung der finalen Version von IFRS 9 "Finanzinstrumente" ab. IFRS 9 sieht neue Grundsätze zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten auf Basis der Zahlungsstromeigenschaften und des Geschäftsmodells, nach dem sie gesteuert werden, vor. Weiters wird ein neues Modell zur Wertberichtigung von finanziellen Vermögenswerten, das auf die erwarteten Kreditausfälle abstellt, eingeführt. Darüber hinaus wurden die Vorschriften zur Sicherungsbilanzierung mit dem Ziel, die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser abzubilden, geändert.

Der OMV Konzern evaluiert derzeit die Auswirkungen einer Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss. Ausgehend von einer vorläufigen High-Level-Analyse wird nicht erwartet, dass IFRS 9 wesentliche Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des OMV Konzerns haben wird. Die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen führen allerdings generell zu einem früheren Ansatz von Kreditausfällen. Mit dem neuen Standard werden möglicherweise mehr Sicherungsstrategien die Kriterien für die Anwendung der Sicherungsbilanzierung erfüllen. IFRS 9 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung dieses Abschlusses war der Standard von der EU noch nicht übernommen. Der OMV Konzern entscheidet über den Zeitpunkt der Erstanwendung nach Übernahme durch die EU.

IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden": IFRS 15 wurde im Mai 2014 vom IASB veröffentlicht. Dieser Standard ersetzt alle derzeit bestehenden Vorschriften zur Umsatzrealisierung und ist auf alle Kundenverträge anzuwenden. Nach dem neuen Standard soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen im Tausch für diese Güter und Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält. Der Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen.

Der OMV Konzern prüft derzeit, welche Auswirkungen eine Anwendung von IFRS 15 auf den Konzernabschluss haben wird. Entscheidende Erwägungen für Öl- und Gasunternehmen sind beispielsweise die Bilanzierung von Over- bzw. Underlifts im Upstream-Geschäft sowie Leistungsverpflichtungen aus langfristigen Lieferverträgen wie Take-or-pay-Verträge im Downstream-Geschäft. Da der OMV Konzern die Sales-Methode, die generell im Einklang mit IFRS 15 gesehen wird, anwendet, wird keine Auswirkung auf die Bilanzierung von Over- bzw. Underlifts erwartet. Langfristige Lieferverträge werden in Hinblick auf die Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, die Bestimmung des Transaktionspreises und die Verteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtungen im Detail analysiert. Bei Take-or-pay-Verträgen werden insbesondere die neuen Vorschriften zu nicht ausgeübten Kundenrechten berücksichtigt. Der OMV Konzern muss künftig noch weitere Analysen zur Bestimmung der Auswirkungen des IFRS 15 auf den Konzernabschluss durchführen und plant keine vorzeitige Anwendung des Standards.

  • IFRS 16 "Leasingverhältnisse": Im Jänner 2016 veröffentlichte das IASB IFRS 16 "Leasingverhältnisse", der den bisherigen Leasingstandard IAS 17 und mehrere Interpretationen ersetzt und neue Vorschriften für die Bilanzierung von Leasing enthält. Hinsichtlich der Bilanzierung aus Sicht des Leasingnehmers beseitigt IFRS 16 die nach IAS 17 vorgeschriebene Klassifizierung von Leasingverträgen in Operating- und Finanzierungsleasing und führt stattdessen ein einheitliches Modell für die Bilanzierung durch den Leasingnehmer ein. Unter Anwendung dieses Modells setzt der Leasingnehmer für die Mehrheit der Leasingverhältnisse Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Bilanz an und berücksichtigt neben der Abschreibung der Leasinggegenstände den Zinsaufwand aus den Leasingverbindlichkeiten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Für Leasinggeber ergeben sich nur geringfügige Änderungen im Vergleich zu IAS 17. Der OMV Konzern wird mit der Analyse der Auswirkungen des IFRS 16 in der nahen Zukunft beginnen. Das Datum des Inkrafttretens dieses Standards ist der 1. Jänner 2019.
  • Änderungen zu IFRS 11 "Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten": Diese Überarbeitung verlangt, dass der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellt, im Umfang seiner Beteiligung die Grundsätze des IFRS 3 anwendet. Die aktuelle Bilanzierungsmethode im OMV Konzern ist, die Anschaffungskosten in Analogie zu IAS 16, unabhängig davon, ob die gemeinschaftliche Tätigkeit einen Geschäftsbetrieb darstellt, auf die einzelnen Vermögenswerte zu verteilen. Transaktionskosten werden aktiviert und latente Steuern werden gemäß der Ausnahmebestimmungen für den erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten in IAS 12 nicht angesetzt. Mit dem geänderten IFRS 11 wird der Umfang von Transaktionen, die entsprechend den Vorschriften des IFRS 3 bilanziert werden, erweitert. Die Änderungen werden prospektiv angewendet. Der Zeitpunkt der verpflichtenden Erstanwendung ist der 1. Jänner 2016.
  • IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten": IFRS 14 ist nur anwendbar für IFRS Erstanwender und wird nicht von der EU übernommen. Dieser Standard ist deshalb für den Konzernabschluss des OMV Konzerns nicht relevant.

Weiters wurden die folgenden Änderungen an Standards, von denen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss des OMV Konzerns erwartet werden, herausgegeben.

Datum des Inkrafttretens
Änderungen von Standards laut IASB
Änderungen zu IAS 1 "Disclosure Initiative" 1. Jänner 2016
Änderungen zu IAS 16 und IAS 38: Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden 1. Jänner 2016
Änderungen zu IAS 16 und IAS 41: Landwirtschaft: Fruchttragende Gewächse 1. Jänner 2016
Änderungen zu IAS 27 Equity-Methode in Einzelabschlüssen 1. Jänner 2016
"Annual Improvements to IFRSs" 2012-2014 1. Jänner 2016
Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten
zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture
Auf unbestimmte Zeit
verschoben
Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der
Konsolidierungsausnahme 1. Jänner 2016
Änderungen zu IAS 12 Ansatz von latenten Steueransprüchen auf unrealisierte Verluste 1. Jänner 2017
Änderungen zu IAS 7 "Disclosure Initiative" 1. Jänner 2017

3) Überblick über Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

a) Unternehmenszusammenschlüsse

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden erfasst und mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Es wird für jeden Unternehmenszusammenschluss einzeln entschieden, ob die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil der bilanzierten Beträge des identifizierbaren Nettovermögens bewertet werden. Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen und gegebenenfalls dem beizulegenden Zeitwert des zuvor von OMV am erworbenen Unternehmen gehaltenen Eigenkapitalanteils über das zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Nettovermögen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte erfasst und mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung überprüft. Jede Wertminderung wird sofort ergebniswirksam berücksichtigt. Eine spätere Wertaufholung ist nicht möglich.

b) Ertragsrealisierung

Grundsätzlich werden Erträge nach Erbringung der Lieferungen oder Leistungen und nach Anerkenntnis durch den Kunden realisiert, wenn der Wert der Forderung feststeht oder bestimmbar und die Einbringlichkeit wahrscheinlich ist. Im Speziellen werden in Upstream Erträge dann berücksichtigt, wenn das Produkt geliefert ist und Risiko und Eigentum auf den Kunden übergegangen sind. Im Gasgeschäft werden Verkäufe aus langfristigen Verträgen mit der Lieferung realisiert. Zusätzliche Erdgas-Mengen aus diesen Verträgen werden nach Anerkenntnis durch den Kunden vereinnahmt. Erträge aus dem Erdgasspeicher-Geschäft werden auf Basis von kommittierten Speicherund Entnahmeraten realisiert. Ebenso werden Erträge aus dem Gastransport auf Basis kommittierter Mengen erfasst. Umsatzerlöse aus Stromlieferungen werden zum Zeitpunkt der Erbringung realisiert. Im Tankstellen-Geschäft werden die Erträge bei eigenen Tankstellen mit der Abgabe an den Kunden vereinnahmt. Bei Tankstellen, die nicht im Eigentum des Konzerns stehen, erfolgt die Ertragsrealisierung mit der Lieferung an die Tankstellen. Prämiengutschriften im Zusammenhang mit Kundenbindungsprogrammen im Downstream Öl-Geschäft werden als eigenständige Komponente der Verkaufstransaktion, in der sie gewährt werden, erfasst. Die erhaltene Gegenleistung wird zwischen den verkauften Produkten und in Form von Punkten gewährten Prämiengutschriften aufgeteilt. Der beizulegende Zeitwert der ausgegebenen Punkte wird abgegrenzt und zum Zeitpunkt der Einlösung der Punkte als Ertrag erfasst. Sofern Warentermingeschäfte zu Handelszwecken und nicht mit dem Ziel der physischen Lieferung eingestuft werden, werden die entsprechenden Umsätze und Umsatzkosten netto innerhalb der Umsatzerlöse ausgewiesen.

c) Explorationsaufwendungen

Explorationsaufwendungen betreffen ausschließlich den Geschäftsbereich Upstream und umfassen jene Kosten, die im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen. Dazu zählen u.a. geologische und geophysikalische Kosten für die Identifikation und Untersuchung von Gebieten mit möglichen Öl- und Gasreserven sowie Exploration betreffende Verwaltungs-, Rechts- und Beratungskosten. Des Weiteren umfasst diese Position alle Wertminderungen von Explorationsbohrungen, die keine sicheren Reserven nachweisen konnten. Planmäßige Abschreibungen von fündigen Explorationsbohrungen sind Bestandteil der Umsatzkosten.

d) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Unter den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) sind alle direkten und indirekten Material- und Personalkosten sowie Kosten für Fremdleistungen ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der gezielten Suche nach neuen Erkenntnissen hinsichtlich der Entwicklung und wesentlichen Verbesserung von Produkten, Leistungen oder Prozessen und im Zusammenhang mit Forschungsaktivitäten anfallen. Die im Zusammenhang mit Forschung in einer Periode anfallenden Ausgaben sind immer F&E-Aufwand der Periode. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 erfüllt sind.

Erhaltene Zuschüsse von Dritten werden grundsätzlich im sonstigen operativen Ertrag ausgewiesen. Wurden diese Zuschüsse für Projekte oder Leistungen gewährt, werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieser Vermögenswerte entsprechend gekürzt, sofern es sich um Zuwendungen der öffentlichen Hand handelt. Bei von Kunden erhaltenen Zuschüssen werden die Erlöse über die Leistungsperiode verteilt erfasst, wenn eine Dienstleistungsverpflichtung besteht. Besteht keine Leistungsverpflichtung, wird der gesamte Ertrag sofort realisiert.

e) Explorations- und Produktionsteilungsverträge

Ein Explorations- und Produktionsteilungsvertrag (Exploration and Production Sharing Agreement, EPSA) ist eine Vertragsform bei Erdöl- und Erdgaslizenzen, bei der sich eine oder mehrere Erdölfirmen und das Gastland bzw. die nationale Ölgesellschaft die Erdöl- bzw. Erdgasproduktion nach einem festgelegten Schlüssel teilen. Explorationsaufwendungen werden dabei grundsätzlich von den Ölgesellschaften bestritten und nur im Erfolgsfall vom Staat oder der nationalen Ölfirma in Form des sogenannten "cost oil" erstattet. In bestimmten EPSA-Verträgen stellen die dem Gastland bzw. der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteile an der Produktion eine Form der Ertragsbesteuerung dar. In solchen Fällen werden sie dementsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertragsteueraufwand dargestellt.

f) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und, soweit abnutzbar, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten beinhalten direkt zurechenbare Kosten aus Großinspektionen und Generalüberholungen von Großanlagen, die in der Periode, in der sie anfallen, aktiviert und entsprechend der Komponentenabschreibungsmethode bis zur nächsten Anlagenüberholung bzw. -inspektion linear abgeschrieben werden. Kosten für bedeutende Ersatzteile werden aktiviert und die Buchwerte der ersetzten Teile ausgebucht. Kleinere Instandhaltungsleistungen und Reparaturen werden im Jahr des Anfallens als Aufwand gebucht.

Bei immateriellen Vermögenswerten wird zwischen Vermögenswerten mit begrenzter und unbegrenzter Nutzungsdauer unterschieden. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer und Geschäfts- und Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Wertminderungen überprüft. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer (ausgenommen Explorationslizenzen, siehe Anhangangabe 4.3g) sowie abnutzbares Sachanlagevermögen werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf Wertminderungen überprüft, wenn ein Indikator für eine Wertminderung vorliegt.

Mit Ausnahme der Upstream-Aktivitäten, die weitgehend nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben werden, erfolgt die planmäßige Abschreibung linear. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die planmäßigen Abschreibungen sowie Wertminderungen bei Tankstellen im Vertriebsaufwand, bei Explorationsvermögen im Explorationsaufwand und bei sonstigen Vermögenswerten unter Umsatzkosten bzw. den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Nutzungsdauer Jahre
Immaterielle Vermögenswerte
Firmenwert Unbestimmt
Software 3–5
Konzessionen, Lizenzen u.Ä. 5–20 bzw. Vertragslaufzeit
Bereichsspezifische Sachanlagen
Upstream Öl- bzw. Gasvermögen Unit-of-Production-Methode
Downstream Gas Gasleitungen 30
Gaskraftwerke 8–30
Windkraftanlagen 10–20
Downstream Öl Hochbehälter 40
Verarbeitungsanlagen 25
Leitungssysteme 20
Tankstellen 5–20
Sonstige Sachanlagen
Produktions- und Verwaltungsgebäude 20–50
Sonstige technische Anlagen 10–20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5–10

g) Öl- und Gasvermögen

Upstream-Aktivitäten werden nach der Successful-Efforts-Methode bilanziert. Der Erwerb von geologischen und geophysikalischen Studien vor der Auffindung von sicheren Reserven wird im Periodenaufwand erfasst. Die Kosten einer Bohrung werden bis zu dem Zeitpunkt der Feststellung, ob potenziell wirtschaftlich förderbare Öl- oder Gasreserven vorliegen, aktiviert und als immaterielle Vermögenswerte dargestellt. Nicht wirtschaftlich fündige Bohrungen werden aufwandswirksam erfasst. Ist die wirtschaftliche Fündigkeit noch nicht geklärt, bleiben die Kosten einer Explorationsbohrung aktiviert, solange die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Durch die Bohrung wurden ausreichend Öl- oder Gasreserven gefunden, welche eine Fertigstellung als Produktionsbohrung rechtfertigen würden.
  • Es werden ausreichende Fortschritte hinsichtlich der Einschätzung der wirtschaftlichen und technischen Realisierbarkeit für die Aufnahme der Feldentwicklung in naher Zukunft gemacht.

Zum Jahresende werden noch nicht fertiggestellte Bohrungen, die sich nach dem Bilanzstichtag als nicht fündig herausstellen, als nicht zu berücksichtigende Ereignisse behandelt, d.h. die Kosten für die Explorationsbohrung bleiben zum jeweiligen Periodenende aktiviert und werden in der Folgeperiode als Aufwand verbucht. Informationen über zu berücksichtigende Ereignisse sind in Anhangangabe 37 enthalten.

Lizenzanschaffungskosten sowie aktivierte Vermögenswerte aus Exploration und Evaluierung werden in der Regel nicht planmäßig abgeschrieben, solange sie im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen, aber auf Wertminderung überprüft. Sobald es sich um sichere und wirtschaftlich gewinnbare Mineralölvorkommen handelt, werden die damit im Zusammenhang stehenden Vermögenswerte in das Sachanlagevermögen umgegliedert. Entwicklungskosten für die Errichtung von Infrastruktureinrichtungen wie Ölplattformen und Pipelines sowie für Entwicklungsbohrungen werden innerhalb des Sachanlagevermögens aktiviert. Mit Produktionsbeginn erfolgt eine planmäßige Abschreibung der aktivierten Kosten. Aktivierte Explorations- und Entwicklungsaufwendungen sowie Hilfseinrichtungen werden grundsätzlich produktionsabhängig auf Basis sicherer entwickelter Reserven abgeschrieben. Davon ausgenommen sind aktivierte Kosten für Aufsuchungsrechte sowie erworbene Reserven, die auf Basis der gesamten sicheren Reserven abgeschrieben werden.

h) Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Gemäß IAS 36 ermittelt der Konzern an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Vermögenswerten vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen

Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert und wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. In diesem Fall wird der Wertminderungstest auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorgenommen. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den jeweiligen erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes nach Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Der Diskontierungssatz vor Steuern wird iterativ ermittelt. Die Cashflows werden aus den aktuellen Budgetund Planungsrechnungen abgeleitet, die für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, denen die einzelnen Vermögenswerte zugeordnet sind, separat erstellt werden.

Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten werden, falls vorhanden, kürzlich erfolgte Markttransaktionen herangezogen. Sind keine derartigen Transaktionen identifizierbar, wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt.

Falls in einer Folgeperiode die Gründe für eine Wertminderung wegfallen, wird eine ergebniswirksame Zuschreibung erfasst. Der infolge einer Wertaufholung erhöhte Buchwert eines Vermögenswerts darf nicht den Buchwert übersteigen, der unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibung bestimmt worden wäre, wäre in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden.

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich (zum 31. Dezember) überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) bestimmt, der (denen) der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

i) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert durch Verkauf und nicht durch fortgesetzte Nutzung erlöst werden soll. Voraussetzung für diese Klassifikation ist, dass der Verkauf als sehr wahrscheinlich eingeschätzt wird und der Vermögenswert bzw. die Gruppe von Vermögenswerten im derzeitigen Zustand zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist. Langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten, die als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert werden, werden mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben, wenn sie als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind.

j) Leasing

Der Konzern nutzt für seine verschiedenen Aktivitäten eine Reihe von Vermögenswerten auf der Grundlage von Leasingvereinbarungen. Diese Leasingverträge werden basierend auf den in IAS 17 dargelegten Regeln analysiert, um operatives Leasing von Finanzierungsleasingverhältnissen zu unterscheiden. Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt. Alle anderen werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert.

Finanzierungsleasingverträge werden mit dem Barwert der Mindestleasingverpflichtung oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die kürzere Leasingdauer abgeschrieben. Die aktivierten Kosten werden als Verbindlichkeit verbucht und künftige Leasingzahlungen werden in einen Zins- und einen Tilgungsteil aufgespalten.

Im Fall von Operating-Leasingverhältnissen werden die vereinbarten Leasingzahlungen linear auf die Vertragslaufzeit verteilt im Aufwand erfasst.

Leasingverträge werden von Servicevereinbarungen unterschieden, welche nicht das Recht auf Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts einräumen. Der Konzern hat langfristige Verträge über die Nutzung von Lagerkapazitäten, Pipeline- oder sonstigen Transportkapazitäten sowie Verträge über die Verarbeitung, Produktion oder Bearbeitung von Gütern abgeschlossen. Derartige Kapazitätsvereinbarungen werden nicht als Leasingverträge betrachtet, wenn es sich nicht um einzelne, spezifizierte Vermögenswerte handelt oder wenn das Recht, die Verwendung des zugrunde liegenden Vermögenswerts zu kontrollieren, nicht übertragen wird. Die vertraglichen Zahlungen werden dann in jener Periode als Aufwand gebucht, in welcher die Kapazitäten OMV vereinbarungsgemäß zur Verfügung stehen.

k) Assoziierte Unternehmen und gemeinsame Vereinbarungen

Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung hat. Für gemeinsame Vereinbarungen, d.h. Vereinbarungen, die der gemeinsamen Führung durch den OMV Konzern und einer oder mehreren weiteren Parteien unterliegen, erfolgt eine Einstufung als Gemeinschaftsunternehmen oder gemeinschaftliche Tätigkeit. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden haben.

Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wobei die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt werden und in den Folgeperioden um den Anteil des Konzerns am Gewinn oder Verlust abzüglich erhaltene Dividenden und um den Anteil des Konzerns am sonstigen Ergebnis und anderen Änderungen im Eigenkapital angepasst werden.

Zu jedem Bilanzstichtag werden die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen auf objektive Hinweise für Wertminderungen überprüft. Falls Hinweise dafür vorliegen, wird der Betrag der Wertminderung als Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag und Buchwert des assoziierten Unternehmens oder des Gemeinschaftsunternehmens bestimmt und in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten, die es in erster Linie im Upstream-Bereich gibt, werden die dem Konzern zuordenbaren Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen in den Konzernabschluss einbezogen. Werden Anteile an gemeinschaftlichen Tätigkeiten erworben, werden die Anschaffungskosten auf die einzelnen erworbenen Vermögenswerte verteilt. Transaktionskosten werden aktiviert und latente Steuern werden aufgrund der Ausnahmebestimmungen für den erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten gemäß IAS 12 nicht angesetzt.

l) Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte

Der OMV Konzern klassifiziert finanzielle Vermögenswerte beim Erstansatz in die folgenden drei Kategorien: Finanzielle Vermögenswerte at-fair-value-through-profit-or-loss, Ausleihungen und Forderungen sowie finanzielle Vermögenswerte available-for-sale. Die Klassifizierung hängt von Art und Zweck des finanziellen Vermögenswerts ab. Käufe und Verkäufe von Wertpapieren im Rahmen handelsüblicher Verträge werden zum Handelstag – jenem Tag, an dem sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen – bilanziert.

Wertpapiere werden als at-fair-value-through-profit-or-loss eingestuft, wenn sie zu Handelszwecken gehalten werden oder als at-fair-value-through-profit-or-loss designiert werden. Wertpapiere at-fair-value-through-profit-orloss werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und die resultierenden Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst.

Ausleihungen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Ob Wertminderungen von Ausleihungen und Forderungen vorliegen, wird auf Ebene des einzelnen Vermögenswerts als auch auf kollektiver Ebene, sofern die Ausleihungen und Forderungen einzeln nicht wesentlich sind, beurteilt.

Available-for-sale-Wertpapiere, die hauptsächlich Investmentfonds und Anleihen umfassen, werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert dieser Instrumente ist der veröffentlichte Börsenkurs, da diese Instrumente zum Bilanzstichtag auf aktiven Märkten gehandelt wurden.

Unrealisierte Gewinne und Verluste werden bis zur Realisierung unter Berücksichtigung der Steuereffekte gesondert im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Bei objektiven Anzeichen für eine Wertminderung werden Wertminderungen, einschließlich in Vorperioden im sonstigen Ergebnis erfasster Beträge, ergebniswirksam erfasst. Bei Wegfall des Wertminderungsgrunds wird die Zuschreibung bei Schuldinstrumenten bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vor Berücksichtigung der Wertminderung ergebniswirksam und bei Eigenkapitalinstrumenten ergebnisneutral erfasst.

Beteiligungen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen, deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bewertet.

Zu jedem Bilanzstichtag wird für finanzielle Vermögenswerte, die nicht als at-fair-value-through-profit-or-loss eingestuft sind, überprüft, ob es einen objektiven Hinweis darauf gibt, dass eine Wertminderung eingetreten ist. Als Anzeichen für eine Wertminderung gelten beispielsweise Hinweise, dass ein Schuldner oder Emittent sich in erheblichen Schwierigkeiten befindet, Ausfall von Zahlungen, die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schuldner oder Emittent Konkurs anmeldet oder erhebliche, nachteilige Änderungen im technologischen, wirtschaftlichen, rechtlichen oder Marktumfeld eines Schuldners oder Emittenten. Im Fall von Eigenkapitalinstrumenten, welche als available-for-sale klassifiziert wurden, ist darüber hinaus ein signifikanter oder länger anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten ein Indikator für eine Wertminderung. Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder wenn er den Vermögenswert und alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Wenn der Konzern weder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen überträgt noch beibehält und weiterhin die Verfügungsmacht über die übertragenen Vermögenswerte hat, erfasst der Konzern seinen verbleibenden Anteil am Vermögen und eine entsprechende Verbindlichkeit in Höhe der möglicherweise zu zahlenden Beträge. Für den Fall, dass der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken eines übertragenen finanziellen Vermögenswerts zurück behält, erfasst der Konzern weiterhin den finanziellen Vermögenswert sowie ein besichertes Darlehen für die erhaltene Gegenleistung.

m) Derivative Finanzinstrumente

Derivative Instrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der den geschätzten Preis widerspiegelt, den OMV zahlen oder erhalten müsste, wären diese Positionen zum Bilanzstichtag übertragen worden. Für die Schätzung der beizulegenden Zeitwerte dieser Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag werden die Quotierungen der relevanten Börsen, Quotierungen von Banken oder entsprechende Preismodelle verwendet. Bei diesen Modellen werden die zum Bilanzstichtag geltenden Terminpreise und Wechselkurse, das Kreditrisiko der Gegenpartei sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung herangezogen. Die Erfassung unrealisierter Gewinne und Verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen wird angewandt.

Derivate, die die Voraussetzungen für die Verbuchung als Sicherungsgeschäft erfüllen und als solches designiert wurden, werden klassifiziert als (i) Fair-Value-Hedge, wenn das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines verbuchten Vermögenswerts oder einer verbuchten Verbindlichkeit abgesichert wird, oder (ii) Cashflow-Hedge, wenn das Risiko von Schwankungen der Cashflows, das sich aus einem speziellen, mit einer erfassten Forderung oder Verbindlichkeit oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko ergibt, abgesichert wird.

Bei Fair-Value-Hedges werden sowohl das Grundgeschäft hinsichtlich des abgesicherten Risikos als auch das derivative Sicherungsinstrument ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte im sonstigen Ergebnis erfasst, der ineffektive Teil hingegen wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Führt die Cashflow-Absicherung zu einem Vermögenswert oder zu einer Verbindlichkeit, werden die Beträge, die im sonstigen Ergebnis abgegrenzt wurden, im gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die abgesicherte Position das Jahresergebnis beeinflusst.

Verträge über den Kauf oder Verkauf von nicht-finanziellen Posten, die durch einen Nettoausgleich in bar oder anderen Finanzinstrumenten erfüllt werden können, werden als Finanzinstrumente behandelt. Werden solche Verträge jedoch für den Empfang oder die Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Konzerns geschlossen und weiter gehalten, werden sie als schwebende Geschäfte bilanziert. Auch wenn solche Verträge keine Finanzinstrumente sind, können sie eingebettete Derivate enthalten. Eingebettete Derivate werden getrennt vom Basisvertrag bilanziert, sofern die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind.

Unter anderem sind eingebettete Derivate derzeit hauptsächlich in langfristigen Gasverträgen enthalten. Diese eingebetteten Derivate gelten als eng mit den Basisverträgen verbunden, da es derzeit keinen aktiven Markt für derartige Mengen gibt. Aus diesem Grund werden diese Instrumente nicht von den jeweiligen Basisverträgen abgespalten.

n) Fremdkapitalzinsen

Fremdkapitalzinsen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind, werden bis zu dem Zeitpunkt aktiviert, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit sind. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, ergebniswirksam erfasst.

o) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand – mit Ausnahme von Emissionszertifikaten (vgl. Anhangangabe 4.3r) – werden als Ertrag erfasst oder kürzen die Anschaffungskosten des subventionierten Vermögenswerts, wenn hinreichende Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

p) Vorräte

Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Anwendung des Durchschnittspreisverfahrens bzw. im Fall nicht austauschbarer Güter mit ihren individuellen Kosten und unter Berücksichtigung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Für die Ermittlung der Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Darüber hinaus werden produktionsbezogene Verwaltungskosten und Kosten für die betriebliche Altersvorsorge und freiwillige Sozialleistungen berücksichtigt. Im Raffineriebereich kommt ein Tragfähigkeitsprinzip zur Anwendung, wonach die Herstellungskosten den produzierten Produktgruppen nach deren jeweiligen Marktwerten am Ende der Periode zugeordnet werden.

Eine spezielle Bewertungsmethode wird für Vorräte angewandt, die entsprechend den Mindestlagerverpflichtungen in Österreich und der Türkei gehalten werden. Die gemäß österreichischem Erdölbevorratungsgesetz 2013 gehaltenen erhöhten Bestände an Rohöl und Ölprodukten werden mittels eines langfristigen, gewogenen Durchschnittspreisverfahrens auf Basis von Erdöläquivalenten bewertet. Eine ähnliche Methode, allerdings basierend auf Produktgruppen, wird in der Türkei angewandt. Die Pflichtnotstandsreserve übersteigende Mengen werden mit den aktuellen Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet.

q) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und jederzeit disponible kurzfristige Veranlagungen mit geringem Verwertungsrisiko, welches dann gegeben ist, wenn die kurzfristige Verwertung mit einem vernachlässigbaren Kurs- und Zinsrisiko verbunden ist. Die Veranlagungen dürfen zum Anschaffungszeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten aufweisen.

r) Rückstellungen

Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn deren Eintritt wahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Einzelverpflichtungen werden mit jenem Betrag rückgestellt, der aufgrund einer bestmöglichen Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird, im Fall von langfristigen Verpflichtungen abgezinst auf den Barwert.

Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltrückstellungen: Im Zusammenhang mit den Kernaktivitäten des Konzerns entstehen regelmäßig Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen sowie zur Bodensanierung. Diese Rekultivierungsverpflichtungen sind vor allem im Geschäftsbereich Upstream (Öl- und Gassonden,

obertägige Einrichtungen) und bei Tankstellen auf fremdem Grund von großer Bedeutung. Zum Zeitpunkt der Entstehung einer Verpflichtung wird für diese durch Passivierung des Barwerts der künftigen Rekultivierungsausgaben vollständig vorgesorgt. In gleicher Höhe wird ein Vermögenswert als Teil des Buchwerts des langlebigen Anlagevermögens aktiviert. Die Berechnung der Verpflichtung beruht grundsätzlich auf bestmöglichen Schätzungen. Das aktivierte Anlagevermögen wird im Geschäftsbereich Downstream linear und im Geschäftsbereich Upstream nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben. Die Verpflichtung ist bis zum Anlagenrückbau von Stichtag zu Stichtag aufzuzinsen. Für sonstige Umweltrisiken und -maßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtung vernünftig schätzbar ist.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Im OMV Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen trifft OMV nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt, wobei das Risiko im Zusammenhang mit diesen leistungsorientierten Pensionsplänen bei OMV verbleibt. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen Rechnung getragen.

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Pensionspläne und Verpflichtungen aus Abfertigungen werden vollständig zum Zeitpunkt ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis (OCI) ohne spätere Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung ("Recycling") berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Verpflichtungen für Jubiläumsgelder werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Der Netto-Zinsaufwand wird auf Basis der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Plänen ermittelt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Differenz zwischen den Erträgen auf das Planvermögen und dem im Netto-Zinsaufwand enthaltenen Zinsertrag auf das Planvermögen wird im sonstigen Ergebnis erfasst.

Restrukturierungsrückstellungen für freiwillige und verpflichtende Personallösungen werden gebucht, wenn ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, der den Betroffenen kommuniziert wurde und dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann. Freiwillige Änderungen in den Bezügevereinbarungen werden auf Basis der geschätzten Anzahl der Beschäftigten, die das Angebot der Gesellschaft annehmen, gebucht. Die im Rahmen von Einzelvereinbarungen betragsmäßig fixierten Lösungsverpflichtungen, die über einen feststehenden Zeitraum zur Auszahlung gelangen, werden mit dem Barwert der Verpflichtung ausgewiesen.

Von Regierungsstellen gratis zugeteilte CO2-Emissionszertifikate (im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems für Treibhausgas-Emissionszertifikate) reduzieren die finanziellen Verpflichtungen im Zusammenhang mit CO2-Emissionen. Rückstellungen werden nur für bestehende Unterdeckungen im Konzern gebildet (vgl. Anhangangabe 22).

s) Nicht-derivative Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Langfristige Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst.

t) Ertragsteuern und latente Steuern

Neben Körperschaftsteuern und Gewerbesteuern werden im OMV Konzernabschluss auch die für den Geschäftsbereich Upstream typischen Steuern auf den Netto-Zahlungsstrom aus der Öl- und Gasproduktion wie z.B. die jeweiligen Anteile des Landes bzw. der nationalen Ölgesellschaft aus bestimmten EPSA-Verträgen (vgl. Anhangangabe 4.3 e) als Ertragsteuern behandelt und ausgewiesen.

Auf temporäre Differenzen werden latente Steuern berechnet und bilanziert. Temporäre Differenzen sind Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Wert und dem Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld in der Bilanz. Verlustvorträge werden im Rahmen der aktiven latenten Steuern berücksichtigt. Aktive latente Steuern werden in dem Umfang aktiviert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiger zu versteuernder Gewinn zur Verfügung stehen wird, gegen den die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, noch nicht genutzten Steuergutschriften und abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Falls die latente Steuer durch einen

Unternehmenszusammenschluss entsteht, wird diese zum Zeitpunkt der Akquisition berechnet. Die das anteilige Nettovermögen übersteigende Restgröße wird als Firmenwert aktiviert.

Latente Steuern werden nicht angesetzt für:

  • temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Schulden bei einem Geschäftsvorfall, bei dem es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt und der weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst,
  • temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, sofern der Konzern in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sie sich in absehbarer Zeit nicht auflösen werden und
  • zu versteuernde temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts.

Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht auf die Aufrechnung der Steuern besteht und die Steuern sich auf Steuersubjekte innerhalb der gleichen Steuerhoheit beziehen.

u) Long Term Incentive (LTI) Pläne, Matching Share Plan (MSP) und Strategic Incentive Plan (SIP)

Seit dem Jahr 2009 wurden LTI Pläne für die Vorstandsmitglieder, einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte und ausgewählte Mitarbeiter mit besonderem Entwicklungspotenzial ausgegeben. Ergänzend wurde 2013 ein MSP für die Vorstandsmitglieder eingeführt. An jedem Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien. 2014 wurde der SIP den Vorstandsmitgliedern, ausgewählten Führungskräften und ausgewählten Upstream-Experten gewährt. Der SIP basiert auf der Zuteilung virtueller Aktien, deren Gegenwert am Ende der Planlaufzeit in Abhängigkeit von der Erreichung definierter Leistungsziele bar ausbezahlt wird.

Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe von Modellen ermittelt, welche auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruhen. Bei Vergütungen mit Barausgleich werden Rückstellungen auf Basis der beizulegenden Zeitwerte über den Beobachtungszeitraum der Sperrfrist verteilt gebildet. Bei Vergütungen mit Ausgleich durch Aktien erfolgt die Gegenbuchung für die Bewegung in den kumulierten Kosten im Eigenkapital. Weitere Details zu den Plänen befinden sich in Anhangangabe 31.

4) Rückwirkende Anpassungen

Im Zuge einer Stichprobenprüfung der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) wurden der Konzernabschluss 2014 sowie die Halbjahresabschlüsse 2014 und 2015 des OMV Konzerns ausgewählt und einer Prüfung gemäß § 2 Abs. 1 Z 2 Rechnungslegungs-Kontrollgesetz unterzogen (Prüfung ohne besonderen Anlass).

OMV wurde von der OePR darüber informiert, dass die Auslegung des IFRS 10 in Verbindung mit IFRS 13 im Hinblick auf die Veräußerung des 45%-Anteils der Beteiligung an der Marmara Depoluk Hizmetleri ve Ticaret Anonim Sirketi (Marmara) am 16. Juni 2014, welche zu einem Kontrollverlust in der Gesellschaft führte, inkorrekt war. Zum Zeitpunkt des Verlusts der Kontrolle hätten die restlichen Anteile an Marmara zu ihrem beizulegenden Zeitwert nach IFRS 10.25 (b) neu bewertet werden sollen. Folglich wäre ein Gewinn von EUR 23 Mio zu realisieren gewesen.

Darüber hinaus hätten weitere Wertminderungen auf Firmenwerte, immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von EUR 109 Mio im Konzernabschluss 2014 erfasst werden sollen. Diese beziehen sich auf den Firmenwert aus der Petrol Ofisi Akquisition (EUR 71 Mio einschließlich der Auswirkungen aus der Neubewertung von Marmara, welche den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) erhöht), auf das Kraftwerk Brazi (EUR 20 Mio) sowie auf den Gasspeicher Etzel (EUR 17 Mio).

Die zur Ermittlung des Nutzungswerts dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugrundeliegenden Abzinsungssätze spiegelten nicht die gegenwärtigen Marktbewertungen zum Bilanzstichtag wider und entsprachen aus den folgenden zwei Gründen nicht den Anforderungen des IAS 36.55: die in den Abzinsungssätzen berücksichtigte Marktrisikoprämie basierte nicht auf den letztverfügbaren Daten und die Abzinsungssätze für Etzel und Brazi wurden auf Basis von Steuerraten bestimmt, welche durch außergewöhnliche, nicht wiederkehrende Aufwendungen verzerrt waren.

Fehler aus früheren Perioden werden rückwirkend angepasst. Der Konzernabschluss einschließlich Vergleichszahlen für frühere Perioden wird so dargestellt, als ob der Fehler aus früheren Perioden nicht aufgetreten wäre.

Die rückwirkende Anpassung hatte keine Auswirkung auf die Informationen in der Bilanz zu Beginn der vorangegangenen Periode (1. Jänner 2014).

Die Auswirkungen auf die jeweiligen Positionen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 sind in den folgenden Tabellen dargestellt:

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung EUR Mio
Angepasst Berichtet Δ
2014 2014
Umsatzerlöse 35.913 35.913
Direkte Vertriebskosten -342 -342
Umsatzkosten -32.613 -32.504 -109
Bruttoergebnis vom Umsatz 2.958 3.067 -109
Sonstige betriebliche Erträge 337 314 24
Vertriebsaufwendungen -950 -950
Verwaltungsaufwendungen -416 -416
Explorationsaufwendungen -460 -460
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -25 -25
Sonstige betriebliche Aufwendungen -476 -476
Betriebserfolg (EBIT) 969 1.054 -86
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 180 180
Dividendenerträge 16 16
Zinserträge 33 33
Zinsaufwendungen -362 -362
Sonstiges Finanzergebnis -44 -44
Finanzerfolg -177 -177
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 792 878 -86
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -265 -264 -1
Jahresüberschuss 527 613 -86
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 278 357 -79
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 38 38
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 211 219 -8
Unverwässerter Gewinn je Aktie in EUR 0,85 1,09 -0,24
Verwässerter Gewinn je Aktie in EUR 0,85 1,09 -0,24
Konzern-Gesamtergebnisrechnung EUR Mio
Angepasst
2014
Berichtet
2014
Δ
Jahresüberschuss 527 613 -86
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 309 311 -1
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung zur Veräußerung verfügbarer
finanzieller Vermögenswerte 0 0
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges -42 -42
Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis 67 67
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden können 335 337 -1
Gewinne (+)/Verluste(-) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen -145 -145
Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis -22 -22
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden -167 -167
Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen
3 3
Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen -56 -56
Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern -52 -52
Sonstiges Ergebnis des Jahres nach Steuern 116 117 -1
Gesamtergebnis des Jahres 643 730 -88
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 406 486 -80
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 38 38
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 199 207 -8
Angepasst
Berichtet
31. Dez.
31. Dez.
2014
2014
Δ
-74
Immaterielle Vermögenswerte
3.453
3.528
Sachanlagen
18.488
18.500
-12
At-equity bewertete Beteiligungen
2.131
2.131
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
816
816
Sonstige Vermögenswerte
117
117
Latente Steuern
459
456
3
Langfristiges Vermögen
25.464
25.548
-83
Kurzfristiges Vermögen
8.298
8.298
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
93
93
Summe Aktiva
33.855
33.938
-83
OMV Anteilseigner
11.591
11.670
-80
Nicht beherrschende Anteile
2.924
2.932
-8
Summe Eigenkapital
14.514
14.602
-88
Langfristige Verbindlichkeiten exkl. latente Steuern
9.877
9.877
Latente Steuern
572
568
4
Langfristige Verbindlichkeiten
10.449
10.445
4
Kurzfristige Verbindlichkeiten
8.863
8.863
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
29
29
Summe Passiva
33.855
33.938
-83
Verkürzte Konzerncashflow-Rechnung EUR Mio
Angepasst Berichtet Δ
2014 2014
Jahresüberschuss 527 613 -86
Abschreibungen und Wertminderungen einschl. Zuschreibungen 3.165 3.056 109
Latente Steuern -250 -251 1
Verluste (+)/Gewinne (-) aus Abgängen von Anlagevermögen 6 6
Nettoveränderung langfristige Rückstellungen -14 -14
Sonstige Änderungen -173 -150 -24
3.262 3.262
Verminderung (+)/Erhöhung (-) Vorräte 271 271
Verminderung (+)/Erhöhung (-) Forderungen 184 184
Erhöhung (+)/Verminderung (-) Verbindlichkeiten -135 -135
Erhöhung (+)/Verminderung (-) kurzfristige Rückstellungen 85 85
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.666 3.666
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -3.834 -3.834
Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte -76 -76
Veräußerungen
Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen 175 175
Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten
abzüglich liquider Mittel 341 341
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.394 -3.394
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -342 -342
Währungsdifferenz auf liquide Mittel 14 14
Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel -56 -56
Liquide Mittel Jahresbeginn 705 705
Liquide Mittel Jahresende 649 649

Monetäre Fremdwährungspositionen werden mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag bewertet, wobei eingetretene Kursgewinne und -verluste ergebniswirksam erfasst werden.

5 Währungsumrechnung

Die Umrechnung der Abschlüsse von Gesellschaften, bei denen die funktionale Währung von der Konzernwährung abweicht, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Dabei werden Differenzen, die sich aus der Umrechnung von Bilanzpositionen zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, im sonstigen Ergebnis erfasst. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Periodendurchschnittskursen (Devisenmittelkurs) umgerechnet. Differenzen aus der Anwendung von Durchschnittskursen gegenüber aktuellen Stichtagskursen werden gleichfalls im sonstigen Ergebnis verbucht.

Folgende wesentliche Kurse wurden für die Währungsumrechnung in EUR herangezogen:

Währungsumrechnung

Stichtag 2015
Durchschnitt
Stichtag 2014
Durchschnitt
Australischer Dollar (AUD) 1,490 1,478 1,483 1,472
Bulgarischer Lew (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Rumänischer Leu (RON) 4,524 4,445 4,483 4,444
Neuseeland Dollar (NZD) 1,592 1,593 1,553 1,600
Norwegische Krone (NOK) 9,603 8,950 9,042 8,354
Tschechische Krone (CZK) 27,023 27,279 27,735 27,536
Türkische Lira (TRY) 3,177 3,026 2,832 2,907
Ungarischer Forint (HUF) 315,980 309,996 315,540 308,706
US Dollar (USD) 1,089 1,110 1,214 1,329

6 Gesamtkosteninformation

In den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

Personalaufwendungen EUR Mio
2015 2014
Löhne und Gehälter 1.038 1.075
Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen 11 9
Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen (Pensionskassenbeiträge) 27 25
Nettoaufwendungen im Zusammenhang mit Personallösungen 38 46
Sonstiger Personal- und Sozialaufwand 147 143
Gesamt 1.260 1.298

Die Gesamtaufwendungen für Pensionen, welche in den Positionen "Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen", "Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen" und "Nettoaufwendungen im Zusammenhang mit Personallösungen" enthalten sind, betrugen EUR 43 Mio (2014: EUR 47 Mio).

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen setzten sich wie folgt zusammen:

Abschreibungen und Wertminderungen EUR Mio
2015 2014
Planmäßige Abschreibungen 2.147 1.963
Wertminderungen 3.010 1.204
Gesamt 5.157 3.167

Weitere Details zu den 2015 und 2014 durchgeführten Wertminderungstests und den erfassten Wertminderungen können in Anhangangabe 2 gefunden werden. Darüber hinaus betrafen 2015 die Wertminderungen hauptsächlich trockene Explorationsbohrungen in Rumänien (EUR 92 Mio), Norwegen (EUR 29 Mio), Tunesien (EUR 15 Mio), Pakistan (EUR 13 Mio) sowie Wertminderungen nicht erfolgreicher Generalbehandlungen und von veralteten und ersetzten Sachanlagen in Rumänien (EUR 93 Mio).

2014 betrafen die Wertminderungen zusätzlich trockene Explorationsbohrungen in Neuseeland (EUR 81 Mio), in den Färöer Inseln (EUR 48 Mio), in Gabun (EUR 44 Mio), in Norwegen (EUR 27 Mio), in Rumänien (EUR 14 Mio) und die Abschreibung einer Explorationslizenz in Tunesien (EUR 23 Mio) sowie Wertminderungen nicht erfolgreicher Generalbehandlungen und von veralteten und ersetzten Sachanlagen in Rumänien (EUR 102 Mio).

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Wertminderungen wie folgt ausgewiesen:

Ausweis der Wertminderungen
2015 2014
Umsatzkosten 2.546 890
Explorationsaufwendungen 456 259
Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen 3 43
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5 13
7 Sonstige
betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Erträge EUR Mio
2015 2014
Sonstige betriebliche Erträge 392 337
[davon Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Sachanlagevermögen und
immateriellen Vermögenswerten] [51] [27]
[davon Kursgewinne aus operativen Geschäften] [106] [103]

2015 umfassten die sonstigen betrieblichen Erträge unter anderem EUR 44 Mio Versicherungsentschädigungen aus Schadenersatzansprüchen in Neuseeland und EUR 25 Mio Erträge aus einem erfolgreichen Rechtsstreit während des Geschäftsjahrs 2015 in OMV Petrom SA.

2014 enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge unter anderem Gewinne aus der Übertragung des Teilbetriebs für "operating and maintenance" der TAG Pipeline an Trans Austria Gasleitung GmbH in Höhe von EUR 13 Mio sowie aus der Veräußerung von Gesellschaftsanteilen an der Marmara Depoculuk Hizmetleri Anonim Sirketi in Höhe von EUR 37 Mio.

Sonstige betriebliche Aufwendungen EUR Mio 8 Sonstige
2015 2014 betriebliche
Sonstige betriebliche Aufwendungen 413 476 Aufwendungen
[davon Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen und immateriellen
Vermögenswerten] [38] [30]
[davon Kursverluste aus operativen Geschäften] [136] [108]
[davon Personallösungskosten] [34] [46]

2015 beinhaltete die Position Sonstige betriebliche Aufwendungen eine Forderungswertberichtigung zweier rumänischer Kundenforderungen im Bereich Downstream Gas in Höhe von EUR 20 Mio.

2014 umfasste die Position Sonstige betriebliche Aufwendungen negative Effekte, die aus der Veräußerung von Bayernoil und damit verbundenen Geschäftsaktivitäten resultierten, in Höhe von EUR 37 Mio.

Das Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen enthielt Erträge in Höhe von EUR 369 Mio (2014: EUR 209 Mio) sowie Aufwendungen in Höhe von EUR 24 Mio (2014: EUR 29 Mio).

Zinserträge EUR Mio
2015 2014
Zinserträge aus Finanzinstrumenten available-for-sale 1 3
Zinserträge aus Ausleihungen, Forderungen und Bankeinlagen 37 19
Zinserträge auf abgezinste Forderungen 10 11
Sonstige Zinserträge 41 0
Zinserträge 89 33

Die Zinserträge aus Ausleihungen und Forderungen enthielten Erträge aus bereits wertgeminderten Forderungen in Höhe von EUR 0,3 Mio (2014: EUR 0,5 Mio).

Die Zinserträge auf abgezinste Forderungen enthielten Erträge aus der Aufzinsung von Forderungen aus Rekultivierungs- und sonstigen Umweltschutzmaßnahmen gegenüber dem rumänischen Staat. Sonstige Zinserträge beinhalteten 2015 hauptsächlich Erträge aus einem erfolgreichen Rechtsstreit in OMV Petrom SA.

Zinsaufwendungen EUR Mio
2015 2014
Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 143 169
Zinsaufwendungen aus Rückstellungen 152 134
Zinsaufwendungen aus nicht finanziellen Verbindlichkeiten 8 59
Zinsaufwendungen 304 362

9 Finanzerfolg

Die Position Zinsaufwendungen aus Rückstellungen enthielt Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsund Abfertigungsrückstellungen in Höhe von EUR 22 Mio (2014: EUR 29 Mio) sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Jubiläumsgeldrückstellungen, Rückstellungen für Lösungskosten und Rückstellungen für andere Leistungen an Arbeitnehmer in Höhe von EUR 4 Mio (2014: EUR 5 Mio). Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen wurden mit den Erträgen aus dem Planvermögen EUR 11 Mio (2014: EUR 17 Mio) saldiert dargestellt.

Darüber hinaus enthielt diese Position auch die Zinskomponenten aus der Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen in Höhe von EUR 85 Mio (2014: EUR 83 Mio).

Die Position Zinsaufwendungen aus nicht finanziellen Verbindlichkeiten enthielt 2014 hauptsächlich Verzugszinsaufwendungen im Zusammenhang mit einer Steuerprüfung für die Jahre 2009 und 2010 in OMV Petrom SA.

Sonstiges Finanzergebnis EUR Mio
2015 2014
Nettofremdwährungsgewinne (+) / -verluste (-) -27 16
Finanzierungskosten für Factoring und Securitization -32 -40
Sonstige -12 -19
Sonstiges Finanzergebnis -70 -44

Die Position Sonstige enthielt hauptsächlich sonstige Finanzierungskosten mit Bankgebühren von EUR 22 Mio (2014: EUR 21 Mio), teilweise kompensiert durch Gewinne aus der Veräußerung von Finanzvermögen von EUR 11 Mio (2014: Verlust von EUR 1 Mio).

In der laufenden Periode wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von EUR 25 Mio (2014: EUR 18 Mio) aktiviert, welche mittels der Anwendung eines durchschnittlichen Zinssatzes von 1,3% (2014: 1,2%) auf den Buchwert qualifizierter Vermögenswerte bestimmt wurden. Diese Beträge bezogen sich vorwiegend auf Öl- und Gasvermögen in der Entwicklungsphase in Norwegen und Großbritannien.

10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2015 wurden Erträge aus Ertragsteuern in Höhe von EUR 654 Mio (2014: Aufwendungen von EUR 265 Mio) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, davon EUR 133 Mio laufende Steueraufwendungen (2014: Aufwendungen von EUR 515 Mio) und EUR 787 Mio Erträge aus latenten Steuern (2014: Erträge von EUR 250 Mio). Die laufenden Steueraufwendungen beinhalteten Erträge aus Vorjahren von EUR 83 Mio (2014: Erträge von EUR 68 Mio). Die Wertminderungen von Vermögenswerten im Geschäftsbereich Upstream trugen wesentlich zu den latenten Steuererträgen 2015 bei.

Die Entwicklung der latenten Steuern kann folgender Tabelle entnommen werden:

Entwicklung der latenten Steuern EUR Mio
2015 2014
Latente Steuern zum 1. Jänner -113 -272
Latente Steuern zum 31. Dezember 1) 622 -113
Veränderung latente Steuern 735 159
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 35 47
Konsolidierungskreisänderungen, Kursdifferenzen 17 43
Latente Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung 787 250
Die latenten Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung setzen sich wie folgt zusammen:
Steuersatzänderung 26 9
Auflösung und Bildung von Wertberichtigungen zu latenten Steuern -753 -530
Anpassungen bei den Verlustvorträgen (in den Vorjahren nicht berücksichtigte oder verfallene
Verlustvorträge sowie sonstige Anpassungen) -56 -19
Umkehrung von temporären Differenzen inklusive Neubildung und Verbrauch von
Verlustvorträgen 1.570 790

1) Einschließlich latenter Steuern von EUR 1 Mio (2014: EUR Null), welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden

Der Gesamtbetrag der direkt im sonstigen Ergebnis verbuchten Ertragsteuern belief sich auf EUR 41 Mio (2014: EUR 52 Mio), davon EUR 35 Mio latente Steuern (2014: EUR 47 Mio) und EUR 6 Mio laufende Ertragsteuern (2014: EUR 5 Mio).

2015 wurden Verlustvorträge von EUR 169 Mio (2014: EUR 41 Mio) verwertet, auf die eine Steuerlatenz von EUR 44 Mio (2014: EUR 11 Mio) entfiel.

Die OMV Aktiengesellschaft bildet eine Steuergruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz 1988, in der das steuerpflichtige Ergebnis aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften sowie allfällige Verluste einiger ausländischer Tochtergesellschaften (OMV AUSTRALIA PTY LTD, OMV (U.K.) Limited und OMV Slovensko s.r.o.) zusammengefasst wird.

Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich in Österreich steuerbefreit. Dividenden von EU- und EWR-Beteiligungen sowie von Tochtergesellschaften, die in einem Staat ansässig sind, mit welchem Österreich ein umfassendes Amtshilfeabkommen abgeschlossen hat, sind ebenfalls in der Regel von der österreichischen Körperschaftsteuer befreit, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Dividenden sonstiger ausländischer Beteiligungen, an denen der Konzern einen Anteil von 10% oder mehr besitzt und mindestens ein Jahr hält, sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit.

2015 wurde wie auch im Vorjahr eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern für die österreichische Steuergruppe erfasst. Es wurden somit aktive latente Steuern der österreichischen Steuergruppe in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zeit ein zu versteuernder Gewinn zur Verfügung stehen wird, gegen den die abzugsfähigen temporären Differenzen verwendet werden können. Die Wertberichtigung wurde als latenter Steueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, ausgenommen in dem Umfang, in welchem die aktiven latenten Steuern aus Geschäftsvorfällen oder Ereignissen herrührten, welche außerhalb des Gewinns oder Verlusts erfasst wurden, dies bedeutet im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital.

Bei der Ermittlung des Effektivsteuersatzes wird der Ertragsteueraufwand, soweit dem Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuordenbar, diesem gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende Steuersatz wird mit dem österreichischen Regelsteuersatz von 25% verglichen, und die wesentlichen Abweichungen werden analysiert. Im Gegensatz zu 2014 gab es 2015 ein negatives Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, was in der Tabelle zu geänderten Vorzeichen führte.

Steuerüberleitungsrechnung %
2015 2014
Körperschaftsteuersatz in Österreich 25,0 25,0
Steuereffekte durch:
Abweichende ausländische Steuersätze 26,7 11,0
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -24,0 33,5
Steuerfreies Einkommen 14,5 -29,1
Steuersatzänderung 1,4 -1,1
Permanente Effekte aus Verlustvorträgen -0,4 0,2
Steuerliche Beteiligungsabschreibung auf Ebene der Muttergesellschaft 25,9 -65,5
Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern -39,4 66,9
Steuern betreffend Vorjahre 3,7 -8,5
Sonstige 0,9 1,0
Effektivsteuersatz im Konzernabschluss 34,3 33,4

Die nicht abzugsfähigen Aufwendungen umfassten 2015 vorwiegend permanente Effekte aus Wertminderungen im Geschäftsbereich Upstream sowohl von Vermögenswerten in Produktion und Entwicklung als auch von Explorationsvermögen. Die nicht abzugsfähigen Aufwendungen 2014 umfassten im Wesentlichen permanente Effekte aus Abschreibungen und Wertminderungen im Zusammenhang mit Akquisitionen und Firmenwerten.

Das steuerfreie Einkommen 2015 und 2014 ist insbesondere auf Steuerbegünstigungen in Norwegen und in Großbritannien sowie auf Ergebnisbeiträge von at-equity bewerteten Beteiligungen zurückzuführen.

Die Position steuerliche Beteiligungsabschreibung auf Ebene der Muttergesellschaft beinhaltete 2015 im Wesentlichen steuerliche Abschreibungen von Anteilen an Gesellschaften im Geschäftsbereich Upstream als auch an OMV Petrol Ofisi A.Ş., an OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi und an OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş. 2014 resultierten die steuerlichen Beteiligungsabschreibungen auf Ebene der Muttergesellschaft hauptsächlich aus steuerlichen Abschreibungen der Anteile an OMV Petrol Ofisi A.Ş. und OMV Petrom SA. Gemäß österreichischem Körperschaftsteuergesetz können diese Aufwendungen jedes Jahr zu einem Siebentel geltend gemacht werden.

Die Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern wurde sowohl 2015 als auch 2014 maßgeblich von den Wertberichtigungen in der österreichischen Steuergruppe beeinflusst.

Gewinn je Aktie 11 Gewinn je Aktie

Den Aktionären
des Mutter
unternehmens
zuzurechnender
Gewinn in EUR
Mio
Durchschnittliche
Anzahl an Aktien
2015
Gewinn
je Aktie
in EUR
Den Aktionären
des Mutter
unternehmens
zuzurechnender
Gewinn in EUR
Mio
Durchschnittliche
Anzahl an Aktien
2014
Gewinn
je Aktie
in EUR
Unverwässert -1.100 326.333.966 -3,37 278 326.251.752 0,85
Verwässert -1.100 326.637.889 -3,37 278 327.272.727 0,85

Für die Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie wurde die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Aktien berücksichtigt, welche sich nach Umwandlung aller potenziellen Aktien mit Verwässerungseffekten ergeben würde. Dies umfasst 303.923 (2014: 1.071.907) Stück aus den Long Term Incentive und Matching Share Plänen zu gewährende Bonusaktien.

Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögenswerte EUR Mio 12 Immaterielle
2015 Konzess Öl- und Gas Firmenwert Geleistete Gesamt Vermögenswerte
ionen, vermögen Anzahlungen
Software, mit nicht
Lizenzen, sicheren
Rechte Reserven
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jänner 2015 1.793 2.531 1.078 5.402
Währungsdifferenz -121 111 1 -9
Konsolidierungskreisänderungen
Zugang 211 422 633
Zugang selbstgeschaffener Vermögenswerte 3 3
Umbuchung 1 -54 -52
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen -10 0 -10
Abgang -28 -181 -67 0 -276
31. Dezember 2015 1.846 2.832 1.012 0 5.690
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner 2015 973 633 343 1.949
Währungsdifferenz -47 31 -16
Konsolidierungskreisänderungen
Planmäßige Abschreibung 157 157
Wertminderung 53 456 67 576
Umbuchung -13 -13
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen -7 -7
Abgang -7 -157 -67 0 -230
Zuschreibung 0 -2 -2
31. Dezember 2015 1.110 962 343 0 2.415
Buchwert 1. Jänner 2015 820 1.898 735 3.453
Buchwert 31. Dezember 2015 736 1.870 669 3.275
2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jänner 2014 1.656 1.981 1.086 8 4.731
Währungsdifferenz 41 126 70 0 237
Konsolidierungskreisänderungen 0 0
Zugang 84 662 1 747
Zugang selbstgeschaffener Vermögenswerte 5 5
Umbuchung 24 -110 -5 -92
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 0 -52 -52
Abgang -12 -81 -79 -4 -176
31. Dezember 2014 1.793 2.531 1.078 0 5.402
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner 2014 788 346 1.134
Währungsdifferenz 11 37 8 56
Konsolidierungskreisänderungen 0 0
Planmäßige Abschreibung 160 0 160
Wertminderung 22 259 413 0 694
Umbuchung 1 0 1
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 0 0
Abgang -9 -9 -79 0 -97
Zuschreibung 0 0
31. Dezember 2014 973 633 343 1.949
Buchwert 1. Jänner 2014 868 1.635 1.086 8 3.597
Buchwert 31. Dezember 2014 820 1.898 735 0 3.453

Zum 31. Dezember 2015 enthielt die Position "Konzessionen, Software, Lizenzen, Rechte" den Markenwert der Petrol Ofisi in Höhe von EUR 94 Mio (2014: EUR 105 Mio) und kundenbezogene immaterielle Vermögenswerte von EUR 263 Mio (2014: EUR 316 Mio), die aus der Akquisition der OMV Petrol Ofisi A.Ş. 2010 resultierten.

Zum Bilanzstichtag bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von EUR 859 Mio (2014: EUR 974 Mio).

Immaterielle Vermögenswerte mit einem Buchwert in Höhe von EUR 3 Mio (2014: EUR 52 Mio) wurden auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert. Für Details siehe Anhangangabe 19, zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten.

Zum Bilanzstichtag gab es keine immateriellen Vermögenswerte, mit denen beschränkte Verfügungsrechte verbunden sind oder die als Sicherheit für Schulden verpfändet waren.

Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen

Die folgende Tabelle zeigt die Konzernbeiträge der Aktivitäten innerhalb des Geschäftsbereichs Upstream, welche auf die Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen entfallen. All diese Aktivitäten sind im Segment Upstream ausgewiesen.

Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen
2015 2014
Wertminderungen von Explorationsaktivitäten 456 259
Sonstiger Explorationsaufwand 251 200
Explorationsaufwand 707 460
Vermögenswerte – aktivierte Exploration und Evaluierungsausgaben
inkl. Erwerb von unsicheren Reserven 1.870 1.898
Mittelabfluss aus der Betriebstätigkeit 187 218
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 427 594

Geschäfts- und Firmenwerte, welche durch Unternehmenszusammenschlüsse erworben wurden, wurden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) und Gruppen von ZGEs zwecks Wertminderungstests zugeordnet:

Firmenwertzuordnung EUR Mio
2015 2014
Nordwesteuropa, Afrika und Australasien 365 327
Mittlerer Osten und Kaspische Region 72
Upstream zugeordneter Firmenwert 365 399
Downstream Gas Österreich 38 38
Raffinerien West 60 68
Downstream Öl Türkei 199 224
Retail Slowakei 7 7
Downstream zugeordneter Firmenwert 304 336
Gesamt 669 735
Sachanlagen EUR Mio 13 Sachanlagen
Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten,
einschließlich
Öl- und
Gasvermögen
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Anlagen
in Bau
Geleistete
Anzahlungen
Gesamt
Bauten auf
fremdem
Grund
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
1. Jänner 2015 2.999 19.473 8.358 2.147 558 0 33.534
Währungsdifferenz -38 318 -63 -41 2 0 179
Konsolidierungskreis
änderungen
Zugang 23 2.107 139 86 200 2.555
Umbuchung 17 18 294 76 -352 52
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen
-61 -152 -71 -8 -293
Abgang -47 -257 -49 -63 -31 0 -447
31. Dezember 2015 2.892 21.507 8.607 2.198 376 0 35.580
Entwicklung der
Abschreibung
1. Jänner 2015 1.361 7.681 4.552 1.402 51 0 15.047
Währungsdifferenz -3 225 -15 -15 0 0 192
Konsolidierungskreis
änderungen
Planmäßige Abschreibung 92 1.404 363 131 1.990
Wertminderung 30 2.154 218 7 25 2.434
Umbuchung -4 1 13 3 0 13
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen -48 -152 -55 -7 -263
Abgang -7 -119 -61 -53 -28 0 -268
Zuschreibung -1 -1 0 0 -2 -4
31. Dezember 2015 1.420 11.193 5.014 1.468 46 0 19.140
Buchwert 1. Jänner 2015
Buchwert
1.638 11.792 3.806 745 507 0 18.488
31. Dezember 2015 1.473 10.314 3.593 730 330 0 16.440
Sachanlagen EUR Mio
Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten,
einschließlich
Bauten auf
fremdem
Grund
Öl- und
Gasvermögen
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Anlagen
in Bau
Geleistete
Anzahlungen
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
1. Jänner 2014 2.963 16.434 7.851 2.053 520 25 29.846
Währungsdifferenz -2 478 18 17 5 0 515
Konsolidierungskreis
änderungen 0 0 0 -4 0 0 -4
Zugang 33 2.820 432 75 292 22 3.673
Umbuchung 61 116 127 57 -251 -18 92
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen -3 -62 0 0 -2 -68
Abgang -53 -312 -70 -51 -5 -29 -520
31. Dezember 2014 2.999 19.473 8.358 2.147 558 0 33.534
Entwicklung der
Abschreibung
1. Jänner 2014 1.260 6.136 4.067 1.304 28 0 12.796
Währungsdifferenz -8 342 -2 4 0 0 336
Konsolidierungskreis
änderungen 0 0 0 -5 0 -5
Planmäßige Abschreibung 97 1.222 350 134 1.802
Wertminderung 36 238 204 5 27 511
Umbuchung -1 0 -5 5 0 -1
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen -2 -53 0 0 -1 0 -56
Abgang -21 -204 -61 -46 -2 0 -335
Zuschreibung 0 0 -1 0 0 -2
31. Dezember 2014 1.361 7.681 4.552 1.402 51 0 15.047
Buchwert 1. Jänner 2014 1.703 10.298 3.784 749 492 25 17.051
Buchwert
31. Dezember 2014 1.638 11.792 3.806 745 507 0 18.488

In der Position Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich Bauten auf fremdem Grund sind Grundstücke in Höhe von EUR 641 Mio (2014: EUR 692 Mio) ausgewiesen.

Sachanlagen mit einem Buchwert von EUR 33 Mio (2014: EUR 13 Mio) wurden in die Position zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert. Vermögenswerte mit einem Buchwert von EUR 3 Mio (2014: EUR Null) wurden in die Sachanlagen zurückgegliedert. Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 19, zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Anhangangabe 6, Gesamtkosteninformation enthält Details zu den Wertminderungen.

Zum 31. Dezember 2015 bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von EUR 1.049 Mio (2014: EUR 1.412 Mio).

Zum Bilanzstichtag gab es keine Sachanlagen, mit denen beschränkte Verfügungsrechte verbunden oder die als Sicherheit für Schulden verpfändet waren.

Finanzierungsleasing

Das Sachanlagevermögen aus Finanzierungsleasingverträgen beinhaltete hauptsächlich Gaskavernen in Deutschland, Grundstücke und Tankstellen in Österreich, Deutschland, der Slowakei und Tschechien, Erdgas-Tankstellen, eine Wasserstoffanlage in der Petrobrazi Raffinerie in Rumänien sowie Stromgeneratoren in Upstream in Rumänien.

Leasing-, Miet- und Pachtverträge EUR Mio
Anschaf
fungskosten
Kumulierte
Abschreibung
2015
Buchwert
Anschaf
fungskosten
Kumulierte
Abschreibung
2014
Buchwert
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten, einschließlich
Bauten auf fremdem Grund 39 21 18 41 20 21
Öl- und Gasvermögen 12 5 7 12 4 7
Technische Anlagen und Maschinen 276 157 119 278 98 180
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 4 3 1 22 17 5
Summe 331 185 146 352 139 213

Bedingte Leasingzahlungen für Finanzierungsleasingverträge wurden 2015 in Höhe von EUR 6 Mio (2014: EUR 6 Mio) geleistet.

Verpflichtungen aus bestehenden Finanzierungsleasingverträgen per 31. Dezember EUR Mio
≤1 Jahr 1-5 Jahre 2015
>5 Jahre
≤1 Jahr 1-5 Jahre 2014
>5 Jahre
Summe künftiger
Mindestleasingzahlungen 31 109 449 34 112 470
[davon Zinsanteil] [20] [67] [213] [20] [69] [227]
Barwert der Mindestleasingzahlungen 12 42 236 14 43 243

Operatives Leasing

OMV nimmt auch operatives Leasing in Anspruch, welches hauptsächlich für die Nutzung von Tankstellengrundstücken und -gebäuden, Bürogebäuden, EDV-Anlagen sowie im Bereich des Fuhrparks eingesetzt wird. Der Aufwand belief sich im Jahr 2015 auf EUR 129 Mio (2014: EUR 128 Mio). Für einige der gemieteten Tankstellengrundstücke und -gebäude bestehen Verlängerungsoptionen.

Künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren operativen Leasingverhältnissen EUR Mio
2015 2014
Fällig innerhalb 1 Jahres 82 76
Fällig zwischen 1 und 5 Jahren 194 186
Fällig nach mehr als 5 Jahren 205 234
Summe künftiger Mindestleasingzahlungen 482 496

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

14 At-equity bewertete Beteiligungen Ein assoziiertes Unternehmen ist gemäß IAS 28 ein Unternehmen, auf das ein Investor maßgeblichen Einfluss ausübt. Das ist im Allgemeinen gegeben, wenn der Investor Stimmrechte von 20% oder mehr hat.

Aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung zwischen OMV und Pearl Petroleum Company Limited (Pearl) hat OMV maßgeblichen Einfluss im Sinne von IAS 28 auf Pearl, da es für einige strategische Entscheidungen einstimmiger Zustimmung bedarf. Daher wird dieses Unternehmen trotz eines nur 10%-Anteils at-equity einbezogen.

OMV hält 55,6% an der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. (ELG), welche den größten Teil der Pflichtnotstandreserve von Österreich aufbewahrt. Trotz Mehrheit der Stimmrechte in der Generalversammlung übt OMV keine Beherrschung über ELG aus. Die wesentlichen Entscheidungen über die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens wurden an das Gremium der Ständigen Versammlung der Gesellschafter, in dem für Beschlüsse ein Quorum von zwei Drittel des Stammkapitals erforderlich ist, delegiert.

Ein Gemeinschaftsunternehmen ist gemäß IFRS 11 eine gemeinschaftliche Vereinbarung, bei der die Parteien die gemeinschaftliche Führung innehaben und Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen.

Trans Austria Gasleitung GmbH (TAG) ist ein Gemeinschaftsunternehmen im Sinne von IFRS 11, da eine einstimmige Genehmigung für relevante Tätigkeiten erforderlich ist. Darüber hinaus hat OMV entsprechend der rechtlichen Struktur Rechte auf das Nettovermögen der TAG.

Wesentliche assoziierte Unternehmen

OMV hält einen Anteil von 36% (2014: 36%) an Borealis AG, einem führenden Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe. Das Unternehmen mit Sitz in Wien ist weltweit tätig.

Darüber hinaus hält OMV einen Anteil von 10% (2014: 10%) an Pearl mit Sitz in Road Town, British Virgin Islands, welche in der Exploration und Produktion von Kohlenwasserstoffen in der Region Kurdistan im Irak tätig ist.

Beide Gesellschaften sind nicht börsennotiert und daher existieren keine notierten Marktpreise.

Folgende Tabellen zeigen die Eckdaten aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Buchwerte der wesentlichen assoziierten Unternehmen.

Gesamtergebnisrechnung EUR Mio
2015 2014
Borealis Pearl Borealis Pearl
Umsatzerlöse 7.700 322 8.365 466
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 988 -233 570 -281
Sonstige Ergebnisse 298 126
Gesamtergebnis des Jahres 1.286 -233 696 -281
OMV Anteil 463 -23 251 -28
Erhaltene Dividende 36 25
Bilanz EUR Mio
2015 2014
Borealis Pearl Borealis Pearl
Kurzfristiges Vermögen 2.524 1.950 2.271 1.679
Langfristiges Vermögen 6.737 630 6.082 568
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.486 80 1.540 80
Langfristige Verbindlichkeiten 2.078 211 2.302 205
Eigenkapital 5.697 2.289 4.511 1.962
OMV Anteil 2.051 229 1.624 196
Firmenwert 30 30
Sonstige Änderungen -5 81 -4 103
Buchwert der Investition 2.076 310 1.649 299
Überleitungsrechnung Buchwert EUR Mio
Borealis 2015
Pearl
Borealis 2014
Pearl
1. Jänner 1.649 299 1.427 290
Währungsdifferenz 34 37
Anteilige Jahresergebnisse 356 -23 205 -28
Sonstige Ergebnisse 107 45
Dividende und Zwischenergebniseliminierung -37 -28
31. Dezember 2.076 310 1.649 299

Es gibt keinen nicht erfassten anteiligen Verlust der wesentlichen assoziierten Unternehmen von OMV.

Eventualverbindlichkeiten

Am 30. Dezember 2015 erhielt Borealis Polymers Oy (BPOY), eine finnische Tochtergesellschaft von Borealis AG (BAG), einen Bescheid der finnischen Steuerbehörde (Finnish Tax Authority – FTA) über die Neufestsetzung von Steuern für das Jahr 2009. Gemäß dieser Neufestsetzung wurde das steuerpflichtige Einkommen von BPOY um EUR 364 Mio erhöht. Daraus ergab sich eine Gesamtforderung seitens der Behörde in Höhe von EUR 153 Mio, wobei EUR 95 Mio auf Steuernachzahlungen und EUR 58 Mio auf Strafzuschläge und Zinsen entfallen.

Die Neufestsetzung bezieht sich auf eine Lizenzvereinbarung und andere Vereinbarungen zwischen BPOY und BAG im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Lohnfertigungsvereinbarung, in der der Status der BPOY von einem Produzenten, der das volle Risiko trägt, zu einem Lohnfertiger geändert wurde. Diese Umstellung zur Lohnfertigung spiegelt die kommerzielle Realität einer zentralisierten Gruppensteuerung der Borealis Gruppe wider, die sich über die Jahre kontinuierlich entwickelt hat. Die Risiken und Verantwortlichkeiten zwischen BPOY und BAG wurden in dieser Vereinbarung geregelt.

Borealis hat im Februar 2016 bei der zuständigen Behörde eine Berufung gegen die Steuerneufestsetzung eingebracht.

Das Management von Borealis hält den Bescheid für ungerechtfertigt und ist zuversichtlich, dass dieser im Verlauf des Verfahrens aufgehoben wird.

Am 29. Dezember 2014 erhielt die Geschäftsführung der Borealis Technology Oy (TOY), einer finnischen Tochtergesellschaft von BAG, die sowohl die Polyolefin- als auch Katalysatortechnologien besitzt, einen Bescheid der FTA über die Neufestsetzung von Steuern betreffend der Polyolefin-Technologie.

Gemäß dieser Neufestsetzung für das Geschäftsjahr 2008 wurde das steuerpflichtige Einkommen von TOY um EUR 700 Mio erhöht. Daraus ergab sich eine Gesamtnachforderung seitens der Behörde in Höhe von EUR 282 Mio, bestehend aus Steuernachzahlungen, Säumnis- und Strafzuschlägen.

Am 9. Juni 2015 erhielt TOY einen zweiten Bescheid zur Neufestsetzung der FTA über eine Nachforderung von EUR 125 Mio an Steuernachzahlungen, Strafzuschlägen und Zinsen betreffend der Katalysator-Technologien. Die Forderung basiert auf einem zusätzlichen steuerpflichtigen Einkommen von EUR 340 Mio für das Geschäftsjahr 2010.

Borealis hält beide Entscheidungen für unbegründet und hat Berufungen gegen beide Steuerneufestsetzungen für das Jahr 2008 (mit 27. Februar 2015) bzw. für das Jahr 2010 (mit 13. November 2015) eingelegt.

Die Einhebung aller Forderungen wurde aufgrund der Berufungen bis zur endgültigen Entscheidung ausgesetzt.

Einzeln unwesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Folgende Tabellen fassen Finanzinformationen der individuell unwesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen zusammen:

Gesamtergebnisrechnung für individuell unwesentliche assoziierte Unternehmen und

Gemeinschaftsunternehmen – OMV Anteil EUR Mio
2015 2014
Assoziierte Gemeinschafts Assoziierte Gemeinschafts
Unternehmen unternehmen Unternehmen unternehmen
Umsatzerlöse 446 33 517 8
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 7 6 2 1
Gesamtergebnis des Jahres 7 6 2 1

Überleitungsrechnung Buchwert für individuell unwesentliche assoziierte Unternehmen

und Gemeinschaftsunternehmen EUR Mio
2015 2014
Assoziierte Gemeinschafts Assoziierte Gemeinschafts
Unternehmen unternehmen Unternehmen unternehmen
1. Jänner 126 57 136
Währungsdifferenz -4 3
Konsolidierungskreisänderungen 0 56
Anteilige Jahresergebnisse 7 6 2 1
Sonstige Ergebnisse -4 0 0
Veräußerungen und andere Änderungen -2 -13
Dividenden und Zwischenergebniseliminierung 0 -9 -2
31. Dezember 123 53 126 57

Die Position Veräußerungen und andere Änderungen beinhaltete 2014 hauptsächlich den Verkauf von Congaz SA.

OMV hatte 2014 Verpflichtungen in Höhe von EUR 8 Mio gegenüber der Trans Austria Gasleitung GmbH, welche hauptsächlich aus einem ungenutzten Kreditrahmen bestand (2015: EUR Null).

Es gibt keine anderen nicht bilanzierten Verpflichtungen in Bezug auf die einzeln unwesentlichen assoziierten oder Gemeinschaftsunternehmen.

Das Vorratsvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

Vorratsbestand EUR Mio
2015 2014
Rohöl 523 560
Gas 205 320
Sonstige Rohstoffe 231 242
Unfertige Mineralölprodukte 114 98
Sonstige unfertige Erzeugnisse 2 1
Fertige Mineralölprodukte 768 976
Sonstige fertige Erzeugnisse 31 33
Gesamt 1.873 2.231

Während der Berichtsperiode aufwandswirksam erfasste Wertminderungen auf Vorräte beliefen sich auf EUR 104 Mio (2014: EUR 77 Mio) und waren im Wesentlichen auf den Öl- und Gaspreisrückgang zum Stichtag zurückzuführen.

Als Material- und Warenaufwand wurden in der Berichtsperiode EUR 13.646 Mio ergebniswirksam erfasst (2014: EUR 26.039 Mio).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Buchwerte) EUR Mio
2015 2014
Forderungen gegenüber at-equity bewertete Beteiligungen 26 18 Leistungen
Forderungen gegenüber sonstigen Unternehmen 2.542 3.024
Gesamt 2.567 3.042

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen im Wesentlichen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR Mio
2015 2014
1. Jänner 95 101
Zuführung (+)/Auflösung (–) 27 -3
Abgänge -6 -5
Währungsdifferenz und Konsolidierungskreisänderungen -2 1
31. Dezember 114 95
Buchwert der wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR Mio
2015 2014
Vor Wertberichtigung 140 123
Nach Wertberichtigung 26 28

16 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

15 Vorräte

Die Altersstruktur überfälliger, aber nicht wertberichtigter Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR Mio
2015 2014
Bis 60 Tage überfällig 57 115
61 bis 120 Tage überfällig 1 11
Mehr als 120 Tage überfällig 6 23
Gesamt 64 149

Es bestehen keinerlei Hinweise auf negative Auswirkungen auf die Kreditqualität von finanziellen Vermögenswerten, die weder überfällig noch wertberichtigt sind.

17 Sonstige finanzielle Vermögenswerte Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige finanzielle Vermögenswerte EUR Mio
Ergebnis
wirksam
zum Fair
Value
bewertet
Ergebnis
neutral zum
Fair Value
bewertet
Zu fort
geführten
Anschaf
fungskosten
bewertet
Summe
Buchwerte
[davon
kurzfristig]
[davon
langfristig]
31. Dezember 2015
Anteile an sonstigen Unternehmen 44 44 [—] [44]
Investmentfonds 1) 7 7 [—] [7]
Anleihen 97 97 [62] [35]
Als Sicherungsinstrumente designierte
und effektive Derivate
165 165 [164] [1]
Sonstige Derivate 1.626 1.626 [1.558] [67]
Ausleihungen 25 25 [3] [22]
Sonstige Forderungen gegenüber at
equity bewerteten Beteiligungen
5 5 [5] [—]
Übrige sonstige Forderungen 1.122 1.122 [454] [669]
Gesamt 1.626 269 1.196 3.091 [2.245] [846]
31. Dezember 2014
Anteile an sonstigen Unternehmen
Investmentfonds 1)
45 45 [—] [45]
Anleihen
7
79

7
79
[—]
[65]
[7]
[14]
Als Sicherungsinstrumente designierte
und effektive Derivate
1 183 184 [149] [35]
Sonstige Derivate 1.013 1.013 [907] [106]
Ausleihungen 62 62 [29] [33]
Sonstige Forderungen gegenüber at
equity bewerteten Beteiligungen
5 5 [5] [—]
Übrige sonstige Forderungen 1.203 1.203 [627] [576]
Gesamt 1.014 270 1.314 2.598 [1.782] [816]

1) Kredite des Abwasserverbandes Schwechat sind durch verpfändete Wertpapiere (Anteile am A&P-Fonds) mit EUR 2 Mio (2014: EUR 2 Mio) besichert

Mit Ausnahme der zu Anschaffungskosten bewerteten Anteile an sonstigen Unternehmen, für welche die beizulegenden Zeitwerte nicht zuverlässig geschätzt werden können, entspricht der jeweilige Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte at-fair-value-through-profit-or-loss, wie in der Tabelle ersichtlich, betrug zum 31. Dezember 2015 EUR 1.626 Mio (2014: EUR 1.013 Mio). Darin sind ausschließlich finanzielle Vermögenswerte held-for-trading enthalten. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte available-for-sale betrug zum 31. Dezember 2015 EUR 149 Mio (2014: EUR 131 Mio).

In den Ausleihungen sind Gesellschafterdarlehen an at-equity bewerteten Beteiligungen enthalten, welche in Anhangangabe 36 detailliert beschrieben werden.

Die übrigen sonstigen Forderungen beinhalten eine Forderung in Höhe von EUR 568 Mio (2014: EUR 527 Mio) gegenüber dem rumänischen Staat im Zusammenhang mit Rekultivierungsverpflichtungen von OMV Petrom SA. Die Forderung besteht aus EUR 53 Mio (2014: EUR 62 Mio) für Kosten sonstiger Umweltschutzmaßnahmen und aus EUR 515 Mio (2014: EUR 465 Mio) für Rekultivierungskosten.

Fortgeführte Anschaffungskosten der Wertpapiere EUR Mio
2015 2014
Anteile an sonstigen Unternehmen 44 45
Investmentfonds 6 6
Anleihen 97 79
Wertberichtigungen zu sonstigen finanziellen Forderungen 1) EUR Mio
2015 2014
1. Jänner 179 172
Zuführung (+)/Auflösung (–) 12 1
Abgänge -1 -1
Währungsdifferenzen 5 7
31. Dezember 196 179

1) Betrifft die übrigen sonstigen Forderungen innerhalb der Position Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Buchwert der wertberichtigten sonstigen finanziellen Forderungen EUR Mio
2015 2014
Vor Wertberichtigung 210 191
Nach Wertberichtigung 14 11

Die Altersstruktur überfälliger, aber nicht wertberichtigter sonstiger finanzieller Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter sonstiger finanzieller Forderungen EUR Mio
2015 2014
Bis 60 Tage überfällig 7 5
61 bis 120 Tage überfällig 6 2
Mehr als 120 Tage überfällig 17 40
Gesamt 29 48

18 Sonstige Vermögenswerte

Sonstige Vermögenswerte EUR Mio
2015 2014
Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig
Aktivische Abgrenzungen 57 20 115 20
Geleistete Anzahlungen zum Sachanlagevermögen 78 0 31
Sonstige geleistete Anzahlungen 54 0 158 0
Forderungen aus sonstigen Steuern / Sozialversicherung 87 52 114 45
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 98 9 96 52
Sonstige Vermögenswerte 374 81 514 117

19 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten 2015 beinhalteten die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Wesentlichen Kissengas und einen Windpark in Downstream Gas sowie Upstream Vermögenswerte in Großbritannien. Des Weiteren beinhaltete die Position Tankstellen in Tschechien sowie weitere nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte in Downstream Öl.

Für die Retail-Vermögenswerte in Tschechien, Kissengas in Österreich und einen Windpark in Rumänien wurde vor der Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ein Wertminderungsaufwand in Höhe von EUR 34 Mio erfasst. Hinsichtlich der Bewertungshierarchie waren die Grundlagen für die erfassten Wertminderungen der vereinbarte Kaufpreis für die tschechischen Tankstellen (Stufe 2), notierte Marktpreise für das Kissengas (Stufe 2) und die für den Windpark erhaltenen Marktpreisindikationen (Stufe 2).

Zum 31. Dezember 2015 hat das Management erwartet, dass die Transaktionen im Wesentlichen innerhalb der nächsten 12 Monate abgeschlossen werden.

2014 bestanden die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus Upstream Vermögenswerten in der Region Kurdistan im Irak und einem 5%-Anteil an dem Unternehmen Gate Terminal c.v. Die Position beinhaltete zudem Upstream Vermögenswerte in Großbritannien, einige Tankstellen sowie weitere nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte im Geschäftsbereich Downstream. Die Transaktionen wurden 2015 abgeschlossen.

Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten EUR Mio
2015 2014
Langfristiges Vermögen inkl. latente Steuern 59 92
Kurzfristiges Vermögen 35 1
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 94 93
Rückstellungen 30 29
Verbindlichkeiten inkl. latente Steuern 2 0
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 32 29

Die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte betrugen im Geschäftsbereich Upstream EUR 10 Mio (2014: EUR 66 Mio) und im Geschäftsbereich Downstream EUR 84 Mio (2014: EUR 27 Mio).

Die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten betrugen im Geschäftsbereich Upstream EUR 25 Mio (2014: EUR 29 Mio) und im Geschäftsbereich Downstream EUR 7 Mio (2014: EUR Null).

20 Eigenkapital

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 327.272.727 (2014: 327.272.727) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von EUR 327.272.727 (2014: EUR 327.272.727). Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Für das Geschäftsjahr 2015 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.

Der Vorstand wurde im Hinblick auf das Auslaufen des von der Hauptversammlung am 13. Mai 2009 geschaffenen genehmigten Kapitals am 13. Mai 2014 durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2014 ermächtigt, bis einschließlich 14. Mai 2019 das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage einmal oder in mehreren Tranchen, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz, zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre gegebenenfalls (i) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen einschließlich Matching Share Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen auszuschließen, sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Am 25. Mai 2011 wurde die Begebung einer Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750.000.000 erfolgreich abgeschlossen. Da die Rückzahlung des Hybridkapitals sowie die Zinszahlungen im alleinigen Verfügungsbereich des Konzerns liegen, werden die Erlöse aus der Hybridanleihe laut IFRS (abzüglich Emissionskosten) zur Gänze als Eigenkapital behandelt. Das Hybridkapital ist bis zum 26. April 2018 mit einem festen Zinssatz von 6,75% verzinst. Anschließend wird das Hybridkapital bis 26. April 2023 mit einem noch festzulegenden festen Reset-Zinssatz und danach mit einem variablen Zinssatz mit einem step-up von 100 Basispunkten verzinst. Das Hybridkapital hat keinen Endfälligkeitstag und kann seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die Gesellschaft hat das Recht, das Hybridkapital zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat OMV die Möglichkeit, die Hybridanleihe vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.

Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Der Erwerb konnte bis zum 16. November 2013 über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen. Der Vorstand war auch ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss bis zum selben Datum einzuziehen.

Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, bis einschließlich 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die eigenen Aktien können insbesondere (a) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen, (b) zur Bedienung von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, (c) als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und (d) zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck verwendet werden. Hierbei kann auch die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre ausgeschlossen werden, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.

Am 7. Dezember 2015 begab OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1,5 Mrd in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio. Da die Rückzahlung des Hybridkapitals sowie die Zinszahlungen im alleinigen Verfügungsbereich des Konzerns liegen, werden die Erlöse aus der Hybridanleihe laut IFRS (abzüglich Emissionskosten) zur Gänze als Eigenkapital behandelt. Tranche 1 wird bis zum 9. Dezember 2021 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 1, mit einem festen Zinssatz von 5,25% und Tranche 2 bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 2, mit einem festen Zinssatz von 6,25% verzinst. Vom 9. Dezember 2021 bis 9. Dezember 2025 (ausschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1 mit einem festen Reset-Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer Marge von 4,942% entspricht, und ab dem 9. Dezember 2025 zuzüglich einem Step-up von 100 Basispunkten verzinst.

Vom 9. Dezember 2025 werden Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 mit einem festen Reset-Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres Swap-Satz zuzüglich einer Marge von 5,409% zuzüglich einem Step-up von 100 Basispunkten entspricht verzinst. Die Hybridschuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. OMV hat insbesondere das Recht, das Hybridkapital zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat OMV die Möglichkeit, die Hybridanleihe vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.

Kapitalrücklagen wurden durch Zufuhr von Mitteln gebildet, welche aufgrund der Eigentümerstellung über das Grundkapital hinaus der OMV Aktiengesellschaft zugeflossen sind.

Die Ergebnisse der vollkonsolidierten Unternehmen sowie der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind unter Berücksichtigung der Konsolidierungsvorgänge in den Gewinnrücklagen enthalten.

Die direkt im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Gewinne und Verluste und damit verbundenen Steuereffekte setzen sich wie folgt zusammen:

Steuereffekte im Zusammenhang mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses EUR Mio
Brutto
Aufwand (–)
Ertrag (+)
Steuer
Aufwand (–)
Ertrag (+)
2015
Netto
Aufwand (–)
Ertrag (+)
Brutto
Aufwand (–)
Ertrag (+)
Steuer
Aufwand (–)
Ertrag (+) 1)
2014
Netto
Aufwand (–)
Ertrag (+)
Währungsdifferenzen aus der
Umrechnung ausländischer
Geschäftsbetriebe
-109 -6 -115 309 -8 302
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der
Bewertung zur Veräußerung
verfügbarer finanzieller
Vermögenswerte -1 0 -1 0 0 0
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der
Bewertung von Hedges
119 -30 88 -42 11 -30
Gewinne (+)/ Verluste(-) aus der
Neubewertung von
leistungsorientierten Plänen
19 -5 14 -145 -56 -201
Auf at-equity bewertete Beteiligungen
entfallender Anteil am sonstigen
Ergebnis 104 104 45 45
Sonstiges Ergebnis des Jahres 131 -41 90 168 -52 116

1) Enthält Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern für die österreichische Steuergruppe. Weitere Details sind in Anhangangabe 10 zu finden

Für das Geschäftsjahr 2015 wurde seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,00 je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung in 2016 zu bestätigen ist. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2014 erfolgte im Mai 2015 und betrug EUR 408 Mio (EUR 1,25 je Aktie). 2014 betrug die Ausschüttung EUR 408 Mio (EUR 1,25 je Aktie).

In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2011 (mit Ausnahme von 2010) wurde der Erwerb eigener Anteile genehmigt. Das Eigenkapital wird in Höhe der Anschaffungskosten der zurückgekauften eigenen Anteile gekürzt. Gewinne oder Verluste aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu den Anschaffungskosten erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.

Die eigenen Anteile entwickelten sich wie folgt:

Eigene Anteile
Anzahl der Aktien Anschaffungswert
in EUR Mio
1. Jänner 2014 1.038.404 11,4
Abgang -23.302 -0,3
31. Dezember 2014 1.015.102 11,1
Abgang -102.278 -1,1
31. Dezember 2015 912.824 10,0

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar:

Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile

Anzahl der Aktien Eigene Anteile Im Umlauf
befindliche Anteile
1. Jänner 2014 327.272.727 1.038.404 326.234.323
Bedienung von aktienbasierten Vergütungen -23.302 23.302
31. Dezember 2014 327.272.727 1.015.102 326.257.625
Bedienung von aktienbasierten Vergütungen -102.278 102.278
31. Dezember 2015 327.272.727 912.824 326.359.903

OMV hat zwei Gruppen von Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen:

Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen EUR Mio
2015 2014
Tochterunternehmen Haupt Nicht Auf nicht Kumulierte Nicht Auf nicht Kumulierte
geschäfts beherr beherr nicht beherr beherr nicht
sitz schende schende beherr schende schende beherr
Anteile (%) Anteile schende Anteile (%) Anteile schende
entfallender Anteile entfallender Anteile
Gewinn / Gewinn /
Verlust Verlust
OMV Petrom Konzern n.a. 49% -76 2.736 49% 217 2.906
OMV PETROM SA Rumänien 49% -71 2.684 49% 256 2.753
OMV PETROM
MARKETING SRL Rumänien 49% 39 196 49% 34 190
TASBULAT OIL
CORPORATION LLP Kasachstan 49% -19 -84 49% -72 -67
KOM MUNAI LLP Kasachstan 52% -32 -127 52% -7 -85
Andere n.a. 6 67 7 115
EconGas Konzern n.a. 36% -124 -140 36% -9 -15
EconGas GmbH Österreich 36% -125 -141 36% -9 -17
Andere n.a. 36% 0 1 36% 1 1
Tochterunternehmen mit
einzeln unwesentlichen
nicht beherrschenden
Anteilen n.a. 3 30 3 33
OMV Konzern n.a. n.a. -197 2.626 n.a. 211 2.924

21 Nicht beherrschende Anteile Die Beteiligungsquote der nicht beherrschenden Anteile stimmt in allen Fällen mit deren Stimmquote überein. OMV Petrom SA hält 95% an der KOM MUNAI LLP, folglich beträgt der nicht beherrschende Anteil 52%.

OMV hat 2015 eine Vereinbarung zur Übernahme der nicht beherrschenden Anteile der EconGas mit den Mitgesellschaftern unterschrieben. Das Closing wird 2016 erwartet und ist abhängig von der Genehmigung der kartellrechtlichen Behörden.

Die Haupttätigkeiten des OMV Petrom Konzerns sind Exploration nach und Produktion von Kohlenwasserstoffen (in Rumänien und Kasachstan), Raffineriebetrieb (in Rumänien), Verkauf von Erdölprodukten (in Rumänien, Bulgarien, Serbien und Moldawien) sowie Stromproduktion und -verkauf (in Rumänien).

Die Haupttätigkeiten des EconGas Konzerns sind der Vertrieb und Handel von Erdgas in Zentraleuropa (Österreich, Deutschland, Italien, Ungarn und Kroatien).

Die folgenden Tabellen fassen Finanzinformationen in Bezug auf Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen vor konzerninternen Eliminierungen zusammen:

Gesamtergebnisrechnung EUR Mio
2015 2014
OMV EconGas OMV EconGas
Petrom SA GmbH Petrom SA GmbH
Umsatzerlöse 3.083 2.217 3.645 3.975
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -18 -348 617 -23
Gesamtergebnis des Jahres -30 -348 617 -15
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen -15 -125 302 -6
An nicht beherrschende Anteile gezahlte Dividende 69 0 189 0
Bilanz EUR Mio
2015 2014
OMV EconGas OMV EconGas
Petrom SA GmbH Petrom SA GmbH
Kurzfristiges Vermögen 951 1.346 1.267 1.287
Langfristiges Vermögen 7.886 28 8.222 65
Kurzfristige Verbindlichkeiten 960 1.398 1.391 1.272
Langfristige Verbindlichkeiten 2.137 397 2.070 123
Cashflow-Rechnung EUR Mio
2015 2014
OMV EconGas OMV EconGas
Petrom SA GmbH Petrom SA GmbH
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.302 -79 1.392 -62
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -996 0 -1.142 -1
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -371 80 -281 63
Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel -65 0 -31 0

Es gibt keine Schutzrechte nicht beherrschender Anteile, die die Fähigkeit von OMV, Zugang zu Vermögenswerten zu haben oder diese zu nutzen und die Schulden zu begleichen, wesentlich beschränken.

In der Berichtsperiode entwickelten sich die Rückstellungen wie folgt:

22 Rückstellungen
Rückstellungen EUR Mio
Pensionen
und ähnliche
Verpflich
tungen
Rückstellung
für Rekulti
vierung
Sonstige
Rückstellungen
Gesamt
1. Jänner 2015 1.115 3.226 804 5.146
Währungsdifferenz -1 -17 0 -18
Verbrauch -60 -67 -305 -431
Fondsdotierung -12 0 0 -12
Zuweisung 27 304 431 762
Umbuchungen -25 0 24 -1
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 0 -5 -1 -5
31. Dezember 2015 1.045 3.442 953 5.440
[davon kurzfristig zum 31. Dezember 2015] [—] [100] [418] [517]
[davon kurzfristig zum 1. Jänner 2015] [—] [78] [474] [552]

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

OMV hat an Mitarbeiter in Österreich und Deutschland Pensionszusagen in Form von beitrags- und leistungsorientierten Pensionszusagen gegeben. Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten fünf Kalenderjahre abhängig. Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Diese leistungsorientierten Pläne setzen den Konzern versicherungsmathematischen Risiken aus, wie beispielweise dem Langlebigkeitsrisiko, Zinsrisiko, Inflationsrisiko (aufgrund der Wertsicherung) und dem Marktrisiko. Bei den beitragsorientierten Plänen stimmt der Aufwand mit den Beitragsleistungen überein.

Der Großteil der Anwartschaften für Pensionszusagen von mehreren österreichischen OMV Gesellschaften wurde in den Vorjahren an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen.

Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, welche bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden, einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Mitarbeiter, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt. Ähnliche Verpflichtungen wie der Abfertigungsanspruch in Österreich bestehen auch in anderen Ländern, in denen der Konzern Mitarbeiter beschäftigt.

In Österreich und Deutschland erhalten Mitarbeiter nach Erreichung eines bestimmten Dienstalters Jubiläumsgelder. Die Pläne erfordern keine Mitarbeiterbeiträge und keine Wertpapierdeckung.

Rückstellungen für Lösungskosten werden für unwiderrufbare Zusagen im Rahmen von Personallösungen im OMV Konzern gebildet.

Die Entwicklung der leistungsorientierten Pensionspläne und Abfertigungen stellt sich wie folgt dar:

Leistungsorientierte Pensionspläne und Abfertigungen EUR Mio
2015 2014 2013 2012 2011
Barwert der über einen Fonds finanzierten
Verpflichtung 728 745 668 639 567
Marktwert des Planvermögens -460 -471 -461 -460 -408
Rückstellung der über einen Fonds finanzierten
Verpflichtung 268 274 207 179 159
Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten
Verpflichtung 497 530 508 493 479
Rückstellung der nicht über einen Fonds finanzierten
Verpflichtung 497 530 508 493 479
Barwert der Verpflichtungen für Abfertigungen 150 163 146 109 114
Gesamt 915 967 861 780 753

Die Entwicklung der Rückstellung für Jubiläumsgelder, Lösungskosten und andere Leistungen an Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:

Jubiläumsgelder, Lösungskosten und andere Leistungen an Arbeitnehmer EUR Mio
2015 2014 2013 2012 2011
Rückstellung für Jubiläumsgelder 31 32 30 30 22
Rückstellung für Lösungskosten 127 138 134 166 180
[davon kurzfristige Rückstellung für Lösungskosten] [51] [49] [39] [59] [66]
Rückstellungen für andere Leistungen an Arbeitnehmer 23 28 36 60 50
Gesamt 182 198 200 256 252

Barwert der Verpflichtungen EUR Mio

Pensionen und
Abfertigungen
2015
Jubiläumsgelder,
Lösungskosten
und andere
Leistungen an
Arbeitnehmer
Pensionen und
Abfertigungen
2014
Jubiläumsgelder,
Lösungskosten
und andere
Leistungen an
Arbeitnehmer
Barwert der Verpflichtungen zum 1. Jänner 1.438 198 1.322 200
Konsolidierungskreisänderungen -2 0
Währungsdifferenz -1 0 0 0
Zu Veräußerungszwecken gehaltene
Verbindlichkeiten
3 4
Laufender Dienstzeitaufwand 12 3 9 3
Zinsaufwand auf die Verpflichtung 33 4 45 5
Auszahlungen -90 -49 -90 -49
Erwartete Verpflichtung zum 31. Dezember 1.391 155 1.287 162
Tatsächliche Verpflichtung zum 31. Dezember 1.375 182 1.438 198
Neubewertung der Periode (sonstiges Ergebnis) -16 151
davon aufgrund demografischer Annahmen 5
davon aufgrund finanztechnischer Annahmen -13 153
davon aufgrund erfahrungsbedingter Annahmen -3 -7
Neubewertung (erfolgswirksam) 26 35

Der Marktwert des Planvermögens der über eine Pensionskasse finanzierten leistungsorientierten Pensionspläne entwickelte sich wie folgt:

Marktwert des Planvermögens EUR Mio
VRG IV VRG VI 2015
Summe
VRG IV VRG VI 2014
Summe
Marktwert des Planvermögens zum
1. Jänner 300 171 471 289 173 461
Veräußerungen -1 -1
Zinserträge 7 4 11 10 6 17
Fondsdotierung 6 6 12 16 9 25
Auszahlungen -19 -17 -37 -18 -18 -36
Neubewertung der Periode (sonstiges
Ergebnis) 8 -5 3 4 1 6
Marktwert des Planvermögens zum
31. Dezember 301 159 460 300 171 471

Rückstellungen und entsprechende Aufwendungen der Periode entwickelten sich wie folgt:

EUR Mio
2015 2014
Pensionen und Jubiläumsgelder, Pensionen und Jubiläumsgelder,
Abfertigungen Lösungskosten Abfertigungen Lösungskosten
und andere und andere
Leistungen an Leistungen an
Arbeitnehmer Arbeitnehmer
967 198 861 200
33 7 38 8
-1 0
-12 -25
-53 -49 -55 -49
-1 0 0 0
3 4
-19 145
5
-13 153
-6 -12
26 35
915 182 967 198
12 3 9 3
22 4 29 5
33 7 38 8

Die gesamten Pensionskassenbeiträge für Vorstandsmitglieder beliefen sich 2015 auf EUR 1 Mio (2014: EUR 2 Mio).

Im Zinsaufwand waren Aufwendungen aus der Aufzinsung von Lösungskosten in Höhe von EUR 2 Mio (2014: EUR 2 Mio) enthalten.

Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31. Dezember

2015
Pensionspläne Abferti Abferti
gungen,
Jubiläen
gungen,
Jubiläen
Kapitalmarktzinssatz 2,25% 2,25% 2,25% 2,25%
Gehaltstrend 3,25% 3,25% 3,25% 3,25%
Pensionstrend 1,60-1,80% 1,80%

Für die österreichischen Konzerngesellschaften werden der Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008 P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt. In anderen Ländern werden ähnliche aktuarielle Berechnungsgrundlagen verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden altersspezifisch bzw. abhängig vom Dienstalter ermittelt. Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen des betreffenden Landes.

Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche werden als erheblich erachtet und in folgenden Bandbreiten einem Stresstest unterzogen. Die daraus resultierenden Steigerungen und Verringerungen im Vergleich zu den bilanzierten Werten der leistungsorientierten Ansprüche sind in prozentualen Veränderungen wie folgt:

Sensitivitäten

2015
Kapitalmarktzinssatz Gehaltstrend Fluktuation
+0,50% -0,50% +0,25% -0,25% doppelt halbe
Pensionspläne -5,54% 6,12% 2,63% -2,50%
Abfertigungen -3,78% 4,03% 1,93% -1,88% -0,87% 0,47%

Durchschnittliche Laufzeiten und Laufzeitprofile sind wie folgt:

Durchschnittliche Laufzeiten (Duration) und Laufzeitprofil leistungsorientierter Pensionspläne zum 31. Dezember EUR Mio

2015
Laufzeitprofil Durchschnittliche
Laufzeiten (Duration)
1-5 Jahre 6-10 Jahre >10 Jahre in Jahren
Pensionspläne 350 276 599 12
Abfertigungen 41 43 65 10
Zahlungswirksame durchschnittliche Laufzeiten (Duration) und Laufzeitprofil zum 31. Dezember EUR Mio
Laufzeitprofil 2015
Durchschnittliche
Laufzeiten (Duration)
1-5 Jahre 6-10 Jahre >10 Jahre in Jahren
Pensionspläne 369 327 998 15
Abfertigungen 47 62 145 11

Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember

VRG IV 2015
VRG VI
VRG IV 2014
VRG VI
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere 23,36% 6,22% 26,04% 9,45%
Schuldverschreibungen 59,19% 29,26% 59,98% 33,74%
Cash und Geldmarktveranlagungen 14,22% 64,52% 11,66% 56,81%
Sonstige 3,23% 2,32%
Summe 100,00% 100,00% 100,00% 100,00%

Ziele der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allokation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten.

Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppe VRG IV ist in internationale Aktien- und Anleihenfonds, alternative Veranlagungsstrategien (Absolute Return Strategien, Immobilien und Private Equity) sowie Anlagen auf dem Geldmarkt investiert. Im Zuge einer Risikodiversifizierung wurde bei der Auswahl der Asset Manager auf deren unterschiedliche Managementstile und Investmentansätze Bedacht genommen. Das langfristige Investitionsziel der VRG IV ist es, die Benchmark (20% globale Aktien, 45% globale Anleihe und 35% Absolute Return bzw. Geldmarktinstrumente, ab 2015 20% globale Aktien, 65% globale Anleihe, 5% Cash, 5% Alternatives, 5% Immobilien) zu übertreffen und ihre bestehenden und künftigen Anspruchszahlungen zu decken. Das Vermögen der VRG IV ist gemäß § 25 des österreichischen Pensionskassengesetzes so veranlagt, dass die Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität des der VRG IV zugeordneten Vermögens insgesamt gewährleistet ist. Eine zur Benchmark abweichende Asset Allokation oder regionale Allokation ist erlaubt, wenn dies nach Beurteilung der APK durch die aktuellen Bewertungen oder zukünftigen erwarteten Renditen begründet ist. Für alle Asset Klassen können Investmentvehikel, die nach einem aktiven Ansatz verwaltet werden, eingesetzt werden, wenn dies durch Markteigenschaften oder Kosten-/Nutzenerwägungen begründet werden kann. Der Großteil des Vermögens der VRG IV wird in liquiden aktiven Märkten investiert, an welchen Preisnotierungen existieren. Vermögenswerte, für die keine aktive Marktpreisnotierung vorhanden ist (z.B. bestimmte Immobilien und Absolute-Return-Strategien), können auf vorsichtigem Niveau gehalten werden, wenn das Rendite-/Risikoprofil solcher Vermögenswerte als günstig erachtet wird. Das Risiko wird aktiv gesteuert und es wird allgemein erwartet, dass die Volatilität und vor allem das Downsiderisiko niedriger sein werden als jenes der Benchmark.

Die Investitionspolitik für die Veranlagung des Vermögens der VRG VI erfolgt nach einem Modellansatz, der auf Value-at-Risk Berechnungen basiert. Bei diesem Investmentprozess wird risikoabhängig in globale Aktienmärkte, europäische Anleiheninstrumente und Geldmarktveranlagungen mit geringerem Risiko investiert, wobei die taktische Allokation sehr flexibel und modellgetrieben erfolgt und eine definierte Wertuntergrenze zu einem bestimmten Stichtag nicht unterschritten werden soll. Gleichzeitig soll aber auch die Chance auf eine Teilnahme an einer positiven Entwicklung des Aktienmarkts teilweise gewahrt bleiben. Das langfristige Anlageziel der VRG VI ist es stabile, berechenbare Renditen zu erwirtschaften, um die bestehenden und künftigen Anspruchszahlungen aus dem Plan bestmöglich zu decken. Um die Effektivität der Portfolioverwaltung zu erleichtern, wird das Portfolio mit einer Futures Overlay Strategie aufgebaut. Das Basisportfolio besteht aus kurzfristigen Staatsanleihen. Für sämtliche Vermögenskategorien der VRG VI sind aktive Marktpreise vorhanden.

Aufgrund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRGs Abweichungen zu der Planvermögensrendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG IV lag 2015 mit 1,2% knapp unter der Benchmark-Rendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG VI war leicht negativ.

Im Jahr 2016 sind für leistungsorientierte Pläne Zahlungen für das Jahr 2015 im Ausmaß von EUR 14 Mio an die APK-Pensionskasse AG geplant.

Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen

In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der aktivierten Anlagenentfernungskosten und der Rekultivierungsrückstellungen dargestellt. Bei Änderungen in den Parameterannahmen wird der Effekt in der betreffenden Periode erfasst. Wenn sich der Wert erhöht, wird der Anstieg über die Restlaufzeit des Vermögenswerts abgeschrieben, vermindert sich der Wert, wird die Reduktion vom bereits aktivierten Vermögenswert abgezogen.

Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen EUR Mio
Buchwert
1. Jänner 2015 3.226
Währungsdifferenz -17
Neue Verpflichtungen 96
Erhöhung aus Parameteränderung 240
Kürzung aus Parameteränderung -131
Aufzinsung 99
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten -5
Verbrauch -67
31. Dezember 2015 3.442
[davon kurzfristig zum 31. Dezember 2015] [100]
[davon kurzfristig zum 1. Jänner 2015] [78]

Die Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen enthält Verpflichtungen von OMV Petrom SA in Höhe von EUR 1.804 Mio (2014: EUR 1.655 Mio). Zum 31. Dezember 2015 weist OMV Petrom SA eine Forderung gegenüber dem rumänischen Staat von EUR 568 Mio (2014: EUR 527 Mio) aus, welche als sonstiger finanzieller Vermögenswert dargestellt wird (siehe Anhangangabe 17).

Sonstige Rückstellungen EUR Mio
2015 2014
Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig
Umweltschutzkosten 22 37 15 42
Sonstige Personalrückstellungen 130 13 107 2
Sonstige 265 485 353 286
Sonstige Rückstellungen 418 535 474 329

In den sonstigen Personalrückstellungen sind u.a. kurzfristige Lösungskosten in Höhe von EUR 51 Mio (2014: EUR 49 Mio) enthalten. Die Position Sonstige enthält EUR 3 Mio (2014: EUR 16 Mio) kurzfristige und EUR 66 Mio (2014: EUR 69 Mio) langfristige Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mit aktiven und ehemaligen Dienstnehmern betreffend verschiedene Klagen aus der unterschiedlichen Interpretation einzelner Bestimmungen des Kollektivvertrags von OMV Petrom SA. Des Weiteren sind in dieser Position Rückstellungen für belastende Verträge in Höhe von EUR 413 Mio (2014: EUR 190 Mio) enthalten, die im Wesentlichen auf langfristig abgeschlossene Transport- und Gate LNG-Kapazitäten der EconGas GmbH und bestimmte Tankstellen in Österreich zurückzuführen sind.

Emissionszertifikate

Auf Basis der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats über ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten wurden durch nationale Zuteilungspläne den betroffenen Gesellschaften im OMV Konzern für 2015 in Summe 6.169.811 Emissionszertifikate unentgeltlich zugeteilt (2014: 6.529.196), davon entfallen 2.611.848 auf die OMV Petrom SA (2014: 3.690.188). Der Marktwert der Emissionszertifikate betrug zum 31. Dezember 2015 EUR 86 Mio (31. Dezember 2014: EUR 67 Mio).

Zum Bilanzstichtag verfügte der OMV Konzern über 10.446.287 Emissionszertifikate. Für (noch nicht extern verifizierte) Emissionen 2015 werden 2016 voraussichtlich 6.357.455 Emissionszertifikate zurückgegeben werden.

Entwicklung der Emissionszertifikate

2015 2014
Emissionszertifikate zum 1. Jänner 9.135.247 7.555.728
Zuteilung für das Jahr 6.169.811 6.529.196
Rückgabe für tatsächliche Emissionen des Vorjahres -5.633.323 -6.503.789
Netto-Zukäufe und -Verkäufe während des Jahres 1) 774.552 1.554.112
Emissionszertifikate zum 31. Dezember 10.446.287 9.135.247

1) Zukäufe werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet

Für eine Unterdeckung an Emissionszertifikaten würde mit einer Rückstellung vorgesorgt werden. Weder zum 31. Dezember 2015 noch zum 31. Dezember 2014 bestand für den OMV Konzern eine Unterdeckung.

Verbindlichkeiten EUR Mio 23 Verbindlichkeiten
2015 2014
Kurzfristig Langfristig Gesamt Kurzfristig Langfristig Gesamt
Anleihen 295 3.721 4.016 159 3.967 4.127
Sonstige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten 200 871 1.071 439 674 1.113
[davon gegenüber Banken] [200] [871] [1.071] [439] [674] [1.113]
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen (kurzfristig) 3.380 3.380 4.330 4.330
[davon gegenüber at-equity-bewerteten
Beteiligungen] [28] [—] [28] [41] [—] [41]
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.341 410 2.750 1.610 466 2.077
Sonstige Verbindlichkeiten 1.074 160 1.234 1.486 176 1.662
Zu Veräußerungszwecken gehaltene
Verbindlichkeiten 32 32 29 29
Gesamt 7.320 5.162 12.482 8.054 5.284 13.338

Anleihen

Begebene Anleihen

Nominale Kupon Rückzahlung 2015
Buchwert zum
31. Dezember
in EUR Mio
2014
Buchwert zum
31. Dezember
in EUR Mio
US Privatplatzierung 1) USD 138.000.000 4,88% fix 27.6.2015 115
Internationale Industrieanleihe EUR 250.000.000 5,25% fix 22.6.2016 257 257
EUR 750.000.000 0,60% fix 19.11.2018 750 749
EUR 500.000.000 1,75% fix 25.11.2019 498 498
EUR 500.000.000 4,375% fix 10.2.2020 518 517
EUR 500.000.000 4,25% fix 12.10.2021 501 500
EUR 750.000.000 2,625% fix 27.9.2022 747 746
EUR 750.000.000 3,5% fix 27.9.2027 746 745
Gesamt 4.016 4.127

1) Der Zinssatz wurde 2014 durch derivative Instrumente (Zinsswaps) mit einem Nominalwert von USD 50 Mio teilweise von fix auf variabel gedreht

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten

Einige der verzinslichen Kredite beinhalten Finanzklauseln, die im Wesentlichen adaptierte Eigenkapitalquoten, den Cashflow aus der Betriebstätigkeit ohne Zinsaufwand sowie das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) betreffen.

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten haben folgende Fristigkeiten:

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten EUR Mio
2015 2014
Kurzfristige Kreditfinanzierungen 33 367
Kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen 461 231
Gesamt kurzfristig 494 598
Fälligkeit langfristiger Finanzierungen
2016/2015 (kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen) 461 231
2017/2016 98 384
2018/2017 1.148 65
2019/2018 598 814
2020/2019 570 564
2021/2020 und folgende Jahre 2.178 2.815
Gesamt ab 2016/2015 5.053 4.873
Gliederung der Anleihen und sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten nach Währungen und Zinssätzen
2015 2014
Gewogener Gewogener
Durchschnitts Durchschnitts
zinssatz zinssatz
Finanzverbindlichkeiten 1) Anleihen und sonstige langfristige verzinsliche
Fixe Zinssätze EUR 4.313 2,97% 4.326 2,97%
USD 37 2,28% 105 4,07%
Gesamt 4.349 2,96% 4.432 3,00%
Variable Zinssätze EUR 543 1,21% 284 2,56%
USD 161 2,29% 157 1,80%
Gesamt 704 1,46% 441 2,29%
Sonstige kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
EUR 19 0,50% 321 0,48%
TRY 12 8,35% 19 6,00%
HUF 0 2,18% 16 2,19%
USD 11 1,00%
NOK 2 1,40%
Gesamt 33 3,40% 367 0,86%

1) Inklusive kurzfristiger Teile langfristiger Kreditfinanzierungen

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt EUR 5.087 Mio (2014: EUR 5.240 Mio) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Der beizulegende Zeitwert der Anleihen betrug EUR 4.348 Mio (2014: EUR 4.647 Mio) zum Bilanzstichtag. Dieser ist aufgrund der vorhandenen Marktwerte zum Bilanzstichtag ermittelt und somit als Bewertung gemäß Stufe 1 klassifiziert worden.

Der beizulegende Zeitwert der sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten (Stufe 2 Bewertung – beobachtbare Inputs) ist durch die Diskontierung der künftigen Zahlungsströme mit jenem Zinssatz, der am Bilanzstichtag für gleichartige Verbindlichkeiten mit gleicher Restlaufzeit gültig war, ermittelt und betrug EUR 1.101 Mio (2014: EUR 1.151 Mio).

Der geschätzte beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten betrug insgesamt EUR 5.449 Mio (2014: EUR 5.798 Mio), wovon EUR 4.709 Mio (2014: EUR 4.998 Mio) auf fix verzinsliche und EUR 739 Mio (2014: EUR 801 Mio) auf variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten entfallen.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten EUR Mio Kurzfristig Langfristig Gesamt 2015 Verbindlichkeiten gegenüber at-equity bewerteten Beteiligungen 1 0 1 Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven Derivaten 91 0 91 Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 1.604 93 1.696 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 12 278 290 Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 634 39 672 Gesamt 2.341 410 2.750 2014 Verbindlichkeiten gegenüber at-equity bewerteten Beteiligungen 0 0 0 Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven Derivaten 198 34 232 Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 898 108 1.005 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 14 286 300 Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 500 38 538 Gesamt 1.610 466 2.077

Fair-Value-Anpassungen der Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven Derivaten werden ergebnisneutral verbucht. Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten sind finanzielle Verbindlichkeiten at-fair-value-through-profit-or-loss. Sämtliche andere Positionen sind als Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, zu klassifizieren.

Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Finanzierungsleasingverbindlichkeiten betrug EUR 403 Mio (2014: EUR 415 Mio) und wurde durch die Diskontierung der künftigen Zahlungsströme mit jenen Zinssätzen, die am Bilanzstichtag für gleichartige Verbindlichkeiten mit gleicher Restlaufzeit gültig waren, ermittelt und ist somit als Stufe 2 Bewertung (beobachtbare Inputs) klassifiziert worden.

Die nachfolgende Tabelle fasst die Fristigkeitsstruktur der vertraglichen, nicht diskontierten Mittelabflüsse aus Finanzverbindlichkeiten zusammen:

Finanzverbindlichkeiten EUR Mio
≤1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Gesamt
2015
Anleihen 365 2.142 2.244 4.751
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 208 735 196 1.138
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.380 3.380
Verbindlichkeiten aus Derivaten 1.680 93 1.772
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 657 133 448 1.239
Gesamt 6.290 3.102 2.889 12.281
2014
Anleihen 232 1.918 2.833 4.983
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 445 475 277 1.197
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.330 4.330
Verbindlichkeiten aus Derivaten 1.105 133 1.238
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 544 150 473 1.167
Gesamt 6.655 2.676 3.583 12.915

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten EUR Mio
Kurzfristig Langfristig Gesamt
2015
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 797 797
Fremde Vorauszahlungen 170 158 329
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 106 1 108
Gesamt 1.074 160 1.234
2014
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 972 972
Fremde Vorauszahlungen 259 174 434
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 256 1 257
Gesamt 1.486 176 1.662

Die langfristigen Vorauszahlungen beinhalten hauptsächlich die nicht rückzahlbare Vorauszahlung der Entgelte aus dem Lager- und Dienstleistungsvertrag seitens der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach.

Der Buchwert der sonstigen Verbindlichkeiten entspricht dem beizulegenden Zeitwert, da es sich hauptsächlich um kurzfristige Verbindlichkeiten handelt.

Latente Steuern EUR Mio
Aktive Nicht Angesetzte Passive
latente angesetzte aktive latente latente
Steuern aktive latente Steuern Steuern
(inkl. nicht Steuern
angesetzter
aktiver
latenter
Steuern)
2015
Immaterielle Vermögenswerte 174 84 89 347
Sachanlagen 262 171 91 1.524
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 9 6 2 18
Vorräte 29 1 27 14
Derivate 160 47 113 192
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 50 11 38 32
Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden 2 2 1
Unversteuerte Rücklagen 1
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 166 123 43 6
Rückstellungen für Rekultivierungsmaßnahmen und
Umweltschutzkosten 987 83 905 0
Sonstige Rückstellungen 118 69 48 34
Verbindlichkeiten 41 11 30 7
Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG) 863 418 444
Verlustvorträge 1.610 644 966
Gesamt 4.470 1.671 2.798 2.176
Saldierung aufgrund gleicher Steuerhoheiten -1.947 -1.947
Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden -1
Latente Steuern laut Bilanz 850 229
Latente Steuern EUR Mio
Aktive Nicht Angesetzte Passive
latente angesetzte aktive latente latente
Steuern aktive latente Steuern Steuern
(inkl. nicht Steuern
angesetzter
aktiver
latenter
Steuern)
2014
Immaterielle Vermögenswerte 155 91 64 423
Sachanlagen 44 31 14 1.876
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5 4 1 13
Vorräte 35 2 33 23
Derivate 116 27 89 114
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 50 11 40 22
Unversteuerte Rücklagen 2
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 174 126 48 3
Rückstellungen für Rekultivierungsmaßnahmen und
Umweltschutzkosten 949 37 912 0
Sonstige Rückstellungen 64 9 55 17
Verbindlichkeiten 44 8 36 8
Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG) 506 206 300
Verlustvorträge 1.167 370 798
Gesamt 3.309 921 2.388 2.500
Saldierung aufgrund gleicher Steuerhoheiten -1.928 -1.928
Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden 0 0
Latente Steuern laut Bilanz 459 572

Latente Steuern resultierten im Wesentlichen aus unterschiedlichen Bewertungsregeln, Unterschieden bei Wertminderungen und Abschreibungen sowie unterschiedlichen Kostendefinitionen.

Latente Steuern auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte waren 2015 maßgeblich von Wertminderungen im Geschäftsbereich Upstream sowohl von Vermögenswerten in Produktion und Entwicklung als auch von Explorationsvermögen beeinflusst.

Latente Steuern werden auf einbehaltene Gewinne von Konzerngesellschaften in der Regel dann berücksichtigt, wenn es keine Möglichkeit gibt, diese Beträge steuerfrei beim Mutterunternehmen zu vereinnahmen.

Die Summe der angesetzten aktiven latenten Steuern von jenen Steuerhoheiten, welche entweder im Berichtsjahr oder im vorangegangenen Jahr einen steuerlichen Verlust aufgewiesen haben, belief sich auf EUR 327 Mio, wovon EUR 263 Mio der österreichischen Steuergruppe zuzuordnen sind (2014: EUR 195 Mio, davon EUR 178 Mio der österreichischen Steuergruppe zuordenbar). Die Realisierbarkeit der angesetzten aktiven latenten Steuern wurde aus Basis von detaillierten Steuerplanungen festgestellt.

Zum 31. Dezember 2015 waren steuerliche Verlustvorträge von EUR 4.226 Mio vorhanden (2014: EUR 2.797 Mio). Davon wurden EUR 1.775 Mio (2014: EUR 1.384 Mio) als werthaltig für die Berechnung latenter Steuern angesehen. Die zeitliche Verteilung der Vortragsfähigkeit stellt sich wie folgt dar:

Steuerliche Verlustvorträge EUR Mio
Basiswert
(vor Wertberichtigung)
davon nicht angesetzt
2015 2014 2015 2014
2015 34 20
2016 10 5 10 4
2017 6 10 5 8
2018 40 57 36 39
2019 192 219 112 28
2020 213 94
Nach 2020/2019 148 72 124 52
Unbegrenzt 3.618 2.400 2.069 1.262
Gesamt 4.226 2.797 2.451 1.413

Die Erhöhung der Verlustvorträge 2015 ist hauptsächlich auf die steuerlichen Abschreibungen von Anteilen an Gesellschaften im Geschäftsbereich Upstream als auch an OMV Petrol Ofisi A.Ş., an OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi und an OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş. zurückzuführen (siehe auch Anhangangabe 10) sowie auf die beschleunigte steuerliche Abschreibung von Upstream-Vermögenswerten und sonstige steuerliche Begünstigungen in Großbritannien.

Zum 31. Dezember 2015 bestanden temporäre Differenzen in Höhe von EUR 3.660 Mio (2014: EUR 2.923 Mio), die im Zusammenhang mit Anteilen an vollkonsolidierten Tochtergesellschaften und at-equity bewerteten Beteiligungen stehen und für die keine latente Steuerverbindlichkeit gebildet wurde. Die Realisierung von Gewinnen aus dem Verkauf von Unternehmensbeteiligungen ist in Abhängigkeit von der Strukturierung des Veräußerungsvorgangs auf verschiedenen Stufen des Konzerns möglich. Aufgrund der komplexen rechtlichen Struktur im Konzern und der damit verbundenen steuerlichen Implikationen wurden für die Ermittlung der temporären Differenzen vereinfachende Annahmen getroffen, um Kaskadeneffekte zu minimieren.

Ergänzende Angaben zur Finanzlage Ergänzende Angaben zur Finanzlage

25 Cashflow-Rechnung

2015 gab es keine Mittelabflüsse aus dem Erwerb von Unternehmen.

Das Nettovermögen von veräußerten Gesellschaften und Geschäftseinheiten war zum jeweiligen Transaktionsstichtag wie folgt:

Nettovermögen veräußerter Gesellschaften und Geschäftseinheiten EUR Mio
2015 2014
Langfristiges Vermögen 190
Kurzfristiges Vermögen 452
Langfristige Verbindlichkeiten 47
Kurzfristige Verbindlichkeiten 228
Nettovermögen veräußerter Gesellschaften und Geschäftseinheiten 367

2015 gab es keine Mittelzuflüsse aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften und Geschäftseinheiten (2014: EUR 342 Mio). Diese Position beinhaltete 2014 im Wesentlichen den Verkauf des 45%-Anteils am Raffinerieverbund Bayernoil. Die liquiden Mittel von Tochtergesellschaften, über welche die Beherrschung verloren wurde, betrug 2014 EUR 1 Mio.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltete einen Netto-Mittelzufluss von EUR 758 Mio (2014: Netto-Mittelabfluss von EUR 342 Mio), dies resultierte aus der Begebung von Hybridschuldverschreibungen (Mittelzufluss von EUR 1.490 Mio) sowie aus Neuaufnahmen langfristiger Kredite, kompensiert durch die Rückzahlung der US-Kapitalmarktanleihe, andere langfristige Kredite sowie kurzfristige Geldmarktaufnahmen. Diese Position beinhaltete weiters einen Netto-Mittelabfluss aus der Akquisition der restlichen nicht beherrschenden Anteile an OMV Petrol Ofisi A.Ş. in Höhe von EUR 12 Mio. 2014 beinhaltete diese Position einen Netto-Mittelabfluss von EUR 24 Mio im Zusammenhang mit der Akquisition von zusätzlichen Anteilen von 1,8% an OMV Petrol Ofisi A.Ş. sowie dem Erwerb der restlichen nicht beherrschenden Anteile an Adria-Wien Pipeline GmbH.

Am 1. Oktober 2014 wurden die Anteile an der Trans Austria Gasleitung GmbH um 4,53% erhöht. Als Teil der Gegenleistung wurde der Teilbetrieb für "operating and maintenance" der TAG Pipeline an die Trans Austria Gasleitung GmbH übertragen, des Weiteren wurde ein Entgelt von EUR 21 Mio bezahlt.

2015 beinhalteten nicht zahlungswirksame Zugänge im Anlagevermögen im Wesentlichen die Neubewertung der Rekultivierungsverpflichtungen. 2014 enthielten die nicht zahlungswirksamen Zugänge im Anlagevermögen u.a. Zugänge aus Finanzierungsleasing in Höhe von EUR 128 Mio. Diese standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit zwei neuen Salzkavernen für Speicherkapazitäten in Etzel, Deutschland.

26 Haftungsverhältnisse Für Rechtsstreitigkeiten, aus denen wahrscheinlich Verpflichtungen resultieren, werden Rückstellungen gebildet. Der Vorstand vertritt den Standpunkt, dass jene Rechtsstreitigkeiten, die nicht durch Rückstellungen oder Versicherungen gedeckt sind, keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage haben werden. Jede Konzerngesellschaft unterliegt mit ihren Produktionsanlagen und ihrem Grundvermögen in den jeweiligen Ländern einer Reihe von Umweltschutzbestimmungen. Für die geschätzten Kosten bestehender Verpflichtungen aus Umweltschutzmaßnahmen wurde in Übereinstimmung mit den Bilanzierungsregeln des Konzerns bilanziell vorgesorgt. Für Rekultivierungen werden Rückstellungen gebildet, wenn zum Bilanzstichtag eine Verpflichtung bereits besteht.

Der Vorstand ist der Ansicht, dass die Einhaltung der gegenwärtigen Gesetze und Bestimmungen und der künftig strengeren Gesetze und Bestimmungen keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Konzernergebnisse, -bilanz und -cashflows der näheren Zukunft haben wird.

OMV hat Eventualverbindlichkeiten in Höhe von EUR 48 Mio im Zusammenhang mit den aufgeschobenen Kaufpreiskomponenten aus dem 2014 erfolgten Erwerb eines erhöhten Anteils an vier Lizenzen im Gebiet westlich der Shetlandinseln (Großbritannien). Die Eventualverbindlichkeiten sind von erfolgreichen Bohrungen im Blackrock Explorationsgebiet und von der Entwicklung des Cambo-Feldes abhängig.

Kapitalrisikomanagement

Das Kapitalrisikomanagement im OMV Konzern ist Teil des Value Managements und orientiert sich an den zwei zentralen Steuerungsgrößen Return On Average Capital Employed (ROACE) und Verschuldungsgrad (Gearing Ratio). OMV steht zu einem langfristigen Verschuldungsgrad-Ziel von bis zu 30%.

Liquiditätsrisiko

Zur Beurteilung des Liquiditätsrisikos werden konzernweit die geplanten operativen sowie finanziellen Ein- und Auszahlungsströme auf Monatsbasis analysiert und die geplante Nettoliquiditätsentwicklung dargestellt. Der geplanten Nettoliquiditätsentwicklung werden bestehende Geldanlagen und Finanzierungen, deren geplante Abreifung sowie bestehende Liquiditätsreserven gegenübergestellt. Diese Analyse stellt die Basis für Finanzierungsentscheidungen hinsichtlich Kapitalbindung dar.

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des OMV Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien gehalten. Zum 31. Dezember 2015 beträgt die durchschnittlich gewichtete Laufzeit des Schuldenportfolios des OMV Konzerns knapp über fünf Jahre (31. Dezember 2014: ca. sechs Jahre).

Das operative Liquiditätsmanagement umfasst einen Cash-Concentration-Prozess, durch den eine Zusammenführung von liquiden Mitteln erfolgt. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen des Konzerns sowie einzelner Konzerngesellschaften gesteuert werden.

Detaillierte Angaben zu den finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns enthält Anhangangabe 23.

Politisches Risiko

Der Konzern ist unter anderem in Ländern tätig, die aktuell Schauplatz politischer Instabilität sind (Libyen, Jemen, Pakistan sowie Tunesien). Unterbrechungen bzw. Rückgänge der Produktion, wie auch höhere Steuerraten, Restriktionen auf ausländisches Eigentum bis hin zur Enteignung könnten die Folge politischer Veränderungen sein, die sich auch auf die finanzielle Struktur des Konzerns auswirken könnte.

Marktrisiko

Zur Steuerung von Marktrisiken werden derivative und nicht-derivative Instrumente bei Bedarf eingesetzt, die sich aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen ergeben und einen negativen Effekt auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder erwartete zukünftige Zahlungsströme haben können. In der Regel werden Derivate hauptsächlich zur Reduzierung von Risiken aus Grundgeschäften eingesetzt.

Derivate sind Verträge, deren Wert sich von einem oder mehreren zugrunde liegenden Finanzinstrumenten, Indizes oder Preisen ableitet, die im Vertrag definiert sind. Der erstmalige Ansatz von derivativen Instrumenten erfolgt ab Geltung der vertraglichen Bestimmungen, also ab Entstehen von Anspruch und Verpflichtung. Die Ausbuchung erfolgt bei Wegfall bzw. Übertragung der vertraglichen Rechte und Pflichten.

Risikomanagement von Güterpreisen

Um den Konzern-Cashflow vom potenziell negativen Einfluss fallender Ölpreise abzusichern, wurden derivative Instrumente zur Absicherung der Erlöse aus dem Verkauf von 50.000 bbl/d für den Zeitraum Juli 2015 bis Juni 2016 verwendet. OMV hat sich für diese Volumina mithilfe eines sogenannten "Zero-Cost-Collar" Programms gegen einen Ölpreisverfall von unter USD 55/bbl bis Juni 2016 abgesichert. Von Juli bis Dezember 2015 wurde dafür das Upside über USD ~68/bbl, von Jänner bis März 2016 über USD ~73/bbl und von April bis Juni 2016 über USD ~82/bbl aufgegeben. Bis August 2015, als OMV die Ölpreisabsicherungen für die Periode von Q4/15 bis inklusive Q2/16 monetisiert hat, wurde die Transaktion als Cashflow-Hedge verbucht, was 2015 zu einem positiven EBIT-Beitrag von EUR 74 Mio geführt hat. Weiters wird ein Bewertungsgewinn von EUR 12 Mio auf die Jänner bis Juni 2016 Hedging-Instrumente im sonstigen Ergebnis berichtet, der 2016 in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycled") wird.

27 Risikomanagement

Operatives Risikomanagement

Im Downstream Gas-Geschäft werden zur Absicherung von Risiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite OTC-Swaps, Optionen, Futures sowie Forwards eingesetzt. Ziel ist das Preisrisiko aus Mengenbewegungen der Vorräte sowie aus dem Unterschied von Ein- und Verkaufsparametern abzusichern.

Im Downstream Öl-Geschäft werden derivative Instrumente im begrenzten Ausmaß sowohl für die Ergebnisabsicherung selektiver Produktenverkäufe als auch zur Reduktion des Preisrisikos aus den volatilen Vorratsbeständen verwendet. Eingesetzt werden Rohöl- und Produktswaps, welche die Produktmarge (Crack-Spread), die Preisdifferenz zwischen Rohöl und den erzeugten Bulk-Produkten, absichern sollen.

Zur Sicherung des kurzfristigen Marktpreisrisikos im Bereich Supply, Marketing und Trading werden für Einkäufe wie Verkäufe börsengehandelte Ölfutures wie auch OTC-Kontrakte (Contracts for Difference und Swaps) eingesetzt. Das Ergebnis aus solchen Sicherungsgeschäften wird Downstream Öl zugeordnet. Die Bewertung erfolgt zu Marktwerten.

Um Marktzugang und Markterfahrung zu gewinnen, wurde im begrenzten Ausmaß auch Eigenhandel betrieben.

Swaps erfordern beim Vertragsabschluss kein initiales Investment. Der Zahlungsausgleich erfolgt regelmäßig zum Quartals- bzw. Monatsende. Die Prämien für gekaufte Optionen sind bei Vertragsabschluss zu bezahlen. Bei Ausübung der Option erfolgt die Auszahlung der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen Marktpreis der Periode am Ende der Laufzeit.

Die nachfolgenden Tabellen legen Markt- sowie Nominalwerte der Finanzinstrumente dar. Der Nominalwert ist Brutto erfasst, stellt den Wert des den Derivaten zugrunde liegenden Vermögenswerts, Referenzsatzes oder Indizes dar und ist die Basis für die Messung der Änderungen des Marktwerts. Der Nominalwert gibt das Volumen der am Jahresende ausstehenden Transaktionen an und lässt weder auf Markt- noch auf Kreditrisiko schließen.

Die Stichtagsbetrachtung der Nominal- und Marktwerte der Commodity-Kontrakte zum 31. Dezember zeigt folgendes Bild:

Nominal- und Marktwerte der Kontrakte EUR Mio
Nominale 2015
Marktwert
Nominale 2014
Marktwert
Strategisches Risikomanagement
Upstream
Commodity-Optionen 2.213 0
Operatives Risikomanagement
Downstream Öl
Commodity-Futures 6.289 26 4.589 28
Commodity-Swaps 6.865 14 4.702 -73
Downstream Gas
Commodity-Swaps 8 0 154 -5
Commodity-Futures 411 -73 269 -22
Commodity-Forwards 4.689 37 5.766 32

Die Marktwerte verteilten sich zum Bilanzstichtag wie folgt:

Marktwerte EUR Mio
Nominale Marktwert
aktiv
2015
Marktwert
passiv
Nominale Marktwert
aktiv
2014
Marktwert
passiv
Cashflow-Hedges
Downstream Öl-Swaps 664 171 -94 1.773 183 -235
Downstream Gas-Swaps 1 0
Derivate held-for-trading
Upstream-Optionen 2.213 68 -68
Downstream Öl-Futures 6.289 729 -703 4.589 584 -556
Downstream Öl-Swaps 6.201 255 -318 2.928 66 -88
Downstream Gas-Swaps 8 0 0 152 10 -15
Downstream Gas-Futures 411 3 -76 269 4 -26
Downstream Gas-Forwards 4.689 564 -527 5.766 348 -316

Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich

Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich EUR Mio
Periode der
erwarteten
Cashflows bei
Cashflow-Hedges
Wertänderung
direkt im sonstigen
Ergebnis gezeigt
[davon:
Umgliederung aus
dem sonstigen
Ergebnis über die
Gewinn- und
Verlustrechnung]
[davon:
Umgliederung aus
dem sonstigen
Ergebnis in die
ursprünglichen
Anschaffungs
kosten]
2015
Upstream-Sicherung Preisrisiko
Brent-Optionen bis Q2/16 12 [-38] [—]
Downstream Öl-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Brent bis Q4/16 110 [68] [—]
Swaps fix vs. floating – Produkte bis Q4/17 -4 [-15] [—]
Downstream Gas-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Erdgas bis Q1/15 0 [0] [—]
2014
Downstream Öl-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Brent bis Q4/16 -209 [-17] [—]
Swaps fix vs. floating – Produkte bis Q4/16 157 [13] [—]
Downstream Gas-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Erdgas bis Q1/15 10 [-17] [—]

Im Downstream Öl-Geschäft werden mit dem wirtschaftlichen Ziel der Absicherung künftiger Margen Produkte auf der Verkaufsseite und Rohöl auf der Beschaffungsseite voneinander getrennt abgesichert. Die Absicherung erfolgt auf der Beschaffungsseite als Kauf fix und Verkauf variabel, auf der Produktenseite als Verkauf fix und Kauf variabel.

Die Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen wird als Cashflow-Hedge bilanziert und der effektive Teil der Wertänderung des in der Bilanz erfassten Derivats in das sonstige Ergebnis gebucht. Bei ergebniswirksamem Eintreten der zukünftigen Transaktion werden die bis dahin im sonstigen Ergebnis verbuchten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Der ineffektive Teil der Cashflow-Hedges in Höhe von EUR -7,5 Mio (2014: EUR -2,3 Mio) wurde im Geschäftsjahr ergebniswirksam dargestellt.

Sensitivitätsanalyse

Für die zuvor gezeigten offenen Absicherungskontrakte wird der Effekt einer Marktpreisschwankung (+/-10%) auf deren Marktwert mittels Sensitivitätsanalyse gemessen. Die Sensitivität der Gesamtergebnisse des Konzerns weicht von der unten gezeigten Sensitivität ab, da die abgeschlossenen Kontrakte zur Absicherung von operativen Positionen verwendet werden.

Die Unterscheidung zwischen der Auswirkung einer Marktpreisschwankung auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder auf das sonstige Ergebnis ist abhängig von der Art des eingesetzten Derivats und der Anwendung von Hedge-Accounting. Die Marktwertsensitivität für Derivate, für die Cashflow-Hedge-Accounting angewendet wird, ist in der Tabelle als Sensitivität des sonstigen Ergebnisses dargestellt. Marktpreisschwankungen für alle weiteren offenen Derivate werden in der Sensitivität der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.

Zum 31. Dezember weisen die Marktwerte der offenen Derivate folgende Sensitivitäten auf:

Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Marktpreis
+10%
2015
Marktpreis
-10%
Marktpreis
+10%
2014
Marktpreis
-10%
Operatives Risikomanagement
Downstream Gas
Commodity-Swaps 0 0 3 -3
Commodity-Futures 25 -25 12 -12
Commodity-Forwards -17 17 -17 17
Downstream Öl
Commodity-Futures -31 31 -5 5
Commodity-Swaps 19 -19 1 -1
Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das sonstige Ergebnis EUR Mio
Marktpreis
+10%
2015
Marktpreis
-10%
Marktpreis
+10%
2014
Marktpreis
-10%
Operatives Risikomanagement
Downstream Gas
Downstream Gas-Swaps 0 0
Downstream Öl
Commodity-Swaps -20 20 2 -2

Risikomanagement im Fremdwährungsbereich

OMV ist in einer Vielzahl von Ländern und unterschiedlichen Währungsräumen aktiv. Daher müssen branchenspezifische Transaktions- und entsprechende Umrechnungsrisiken genau analysiert werden. Die größten Risikopositionen stellen der USD und die jeweilige Veränderung des USD im Verhältnis zum EUR, zum RON, zur TRY und zur NOK dar. Andere Währungen haben nur geringen Einfluss auf Cashflow und EBIT.

Das Transaktionsrisiko der USD-Zahlungsströme wird laufend beobachtet. Mindestens halbjährlich werden die Long- und Short-Nettopositionen des Konzerns und deren Sensitivität für den Konzern berechnet, die eine USD-Long-Position im Geschäftsbereich Upstream sowie eine vergleichsweise niedrigere USD-Short-Position im Bereich Downstream Öl aufzeigt. Der Konzern hat insgesamt eine Netto-USD-Long-Position. Diese Analyse stellt die Basis für das Risikomanagement des Transaktionsrisikos bei Währungen dar.

Per 31. Dezember gab es zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos bei Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für das Liquiditätsmanagement folgende Transaktionen:

Währungsderivate EUR Mio
2015 2014
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Currency-Forwards 157 0 146 0
Currency-Swaps 43 0 64 -1

Die oben genannten Forwards und Swaps werden zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken in offenen Forderungen oder Verbindlichkeiten verwendet. Der Marktwert dieser Instrumente entwickelt sich bei einer Veränderung der zugrunde liegenden Wechselkurse genau gegenläufig zur Veränderung der Forderung oder Verbindlichkeit.

Cashflow-Hedging bei Währungsabsicherungen

2015 hat OMV keine zentral gesteuerten Währungshedges vorgenommen.

Für Absicherungen der Cashflows und um die Auswirkungen von Schwankungen des USD-TRY-Wechselkurses zu reduzieren, hat die OMV Enerji Ticaret Anonim Sirketi, eine Tochtergesellschaft in der Türkei, 2014 Absicherungen in Höhe von USD 190 Mio vorgenommen. Zum Bilanzstichtag waren alle Absicherungen abgewickelt. Die Sicherung von Währungsrisiken aus zukünftigen USD-Zahlungsströmen wurde als Cashflow-Hedge bilanziert und der effektive Teil der Wertänderung des in der Bilanz erfassten Derivats in das sonstige Ergebnis gebucht. Bei ergebniswirksamem Eintreten der zukünftigen Transaktion wurden die bis dahin im sonstigen Ergebnis verbuchten Beträge 2014 in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, diese betrugen EUR -6 Mio.

Ebenso wird das Translationsrisiko auf Konzernebene laufend beobachtet und die daraus resultierende Risikoposition bewertet. Als Translationsrisiko wird jenes Risiko bezeichnet, das aufgrund der Konsolidierung von Tochtergesellschaften entsteht, die in einer funktionalen Währung ungleich EUR bilanzieren. Die größten Risikopositionen stellen dabei Veränderungen auf RON, USD, TRY und NOK lautende Nettovermögenswerte im Verhältnis zum EUR dar.

Für die Finanzinstrumente wird eine Sensitivitätsanalyse zu Wechselkursänderungen durchgeführt, wobei die Hauptwährungsbeziehungen folgende Sensitivitäten aufweisen: Die Hauptpositionen sind per 31. Dezember 2015 der EUR-RON-, EUR-USD- und der EUR-TRY-Wechselkurs. Auf Konzernebene beinhaltet die EUR-RON-Sensitivität nicht nur die RON-Nettoposition gegenüber EUR, sondern auch die RON-Nettoposition gegenüber USD, da diese in eine EUR-RON- sowie eine EUR-USD-Position aufgeteilt werden kann. Gleiches gilt für die EUR-TRY-Position.

Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1)
2015
EUR wird um EUR wird um EUR wird um EUR wird um
10% stärker 10% schwächer 10% stärker 10% schwächer
EUR-RON 7 -7 -6 6
EUR-TRY -27 27 -26 26
EUR-USD -37 37 -13 13

1) Bezieht sich nur auf Finanzinstrumente und entspricht nicht der vom Konzern berechneten Gesamt-EBIT-Währungssensitivität

Zinsmanagement

Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.

Fallweise werden festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa transferiert. Zum Bilanzstichtag gab es keine offenen Positionen, da der Zinsswap ausgelaufen war. Per 31. Dezember 2014 wurde Fair-Value-Hedge-Accounting für einen Zinsswap von USD 50 Mio angewendet. Durch den Zinsswap wurden feste Zinssätze in variable Zinssätze gedreht. Dieser wurde zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts einer Anleihe, die im OMV Konzern begeben wurde (vgl. Anhangangabe 23) eingesetzt und als Fair-Value-Hedge klassifiziert. Die Zinsdifferenz zwischen Swap und Kredit wurde als Korrektur des Zinsaufwands verbucht.

Per 31. Dezember gab es folgende Kontrakte:

Kontrakte EUR Mio
Nominale 2015
Marktwert
Nominale 2014
Marktwert
Interest-Rate-Swaps (USD 50 Mio) 41 1

Zinssensitivitäten

Der Effekt einer Zinserhöhung von 0,5%-Punkten würde am 31. Dezember 2014 zu einer Verringerung des Marktwerts um EUR 0,1 Mio führen. Der Effekt einer Zinssenkung von 0,5%-Punkten würde am 31. Dezember 2014 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 0,1 Mio führen.

OMV Petrom SA hält finanzielle Vermögenswerte, deren Marktwerte von Zinsänderungen beeinflusst werden. Der Marktwert dieser finanziellen Vermögenswerte wäre bei einer Zinssteigerung am 31. Dezember 2015 um 0,5%-Punkte um EUR 22 Mio niedriger (31. Dezember 2014: EUR 19 Mio). Eine Zinssenkung um 0,5%-Punkte würde am 31. Dezember 2015 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 23 Mio führen (31. Dezember 2014: EUR 20 Mio).

Des Weiteren analysiert OMV regelmäßig den Einfluss von Zinsänderungen auf das Zinsergebnis aus variabel verzinsten Geldanlagen und Aufnahmen. Derzeit werden Effekte aus dem Zinsänderungsrisiko nicht als substanzielles Risiko eingestuft.

Basierend auf dem variabel verzinsten Nettoschuldenportfolio per 31. Dezember 2015 würde das Nettozinsergebnis um EUR 3,2 Mio (per 31. Dezember 2014: EUR 0,7 Mio) steigen bzw. fallen, sollten Zinssätze um 0,5%-Punkte steigen bzw. fallen. 2015 war das variabel verzinste Nettoschuldenportfolio aufgrund des hohen Cash-Bestands positiv (2014: negativ).

Kreditrisiko der Kontrahenten

Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzernebene und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limitgrenzen für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht. Für alle Geschäftspartner, Banken und Sicherheitengeber werden, basierend auf einer Risikobewertung, Limithöhe, interne Risikoklasse und Limitlaufzeit vergeben. Die Bonitätseinschätzung wird zumindest jährlich oder ad hoc überprüft. Diese Vorgehensweise ist bei OMV in einer Richtlinie festgelegt. Derivative Finanzinstrumente werden zum überwiegenden Teil mit Vertragspartnern mit "Investment Grade Rating" abgeschlossen. Zur Risikodiversifikation werden solche Finanzkontrakte stets mit einer Mehrzahl von Banken abgeschlossen.

Im Bereich des strategischen Risikomanagements, des Währungsrisikomanagements, des Zinsrisikomanagements und des Liquiditätsmanagements beträgt das maximale Kreditrisiko gegenüber Banken per 31. Dezember 2015 EUR 884,1 Mio (2014: EUR 150,1 Mio). Für das operative Risikomanagement im Bereich Downstream Öl beträgt das maximale Kreditrisiko gegenüber Banken und Dritten per 31. Dezember 2015 EUR 343,8 Mio (2014: EUR 481,7 Mio).

Nachfolgende Tabellen geben die Bewertung von Finanzinstrumenten (Aktiv- und Passivseite) bilanziert zum beizulegenden Zeitwert wieder. In Übereinstimmung mit IFRS 13 sind die einzelnen Stufen wie folgt definiert:

  • 28 Bemessungshierarchie
  • Stufe 1: Börsennotierte Kurse in aktiven Märkten werden für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verwendet.
  • Stufe 2: Entweder direkt (d.h. wie Kurse) oder indirekt feststellbare Vorgaben werden als Informationsgrundlage für die Berechnung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten verwendet (keine börsennotierten Kurse).
  • Stufe 3: Als Informationsgrundlage für die Berechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden interne Modelle oder andere Bewertungsmethoden verwendet, keine am Markt (z.B. Kurse) feststellbaren Daten.

Es gab keine Umgruppierungen zwischen den verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie.

Bei den Bewertungen von Commodity-Futurekontrakten handelt es sich um Stufe 1 Bewertungen gemäß IFRS 13. Die Commodity-Forward-, Commodity-Swaps- sowie Commodity-Optionskontrakten fallen unter Stufe 2 Bewertungen.

Der Wertansatz in der Bilanz für Investmentfonds und Anleihen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der auf Basis von Börsenkursen ermittelt wird. Es handelt sich somit um Stufe-1 Bewertungen im Sinne von IFRS 13.

Bemessungshierarchie 2015 EUR Mio
Finanzielle Vermögenswerte Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Investmentfonds 7 7
Anleihen 97 97
Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate 165 165
Sonstige Derivate 732 894 1.626
Summe 836 1.059 1.895
Bemessungshierarchie 2015 EUR Mio
Finanzielle Verbindlichkeiten Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten 91 91
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 779 917 1.696
Summe 779 1.008 1.787
Bemessungshierarchie 2014 EUR Mio
Finanzielle Vermögenswerte Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Investmentfonds 7 7
Anleihen 79 79
Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate 184 184
Sonstige Derivate 588 425 1.013
Summe 675 610 1.284
Bemessungshierarchie 2014 EUR Mio
Finanzielle Verbindlichkeiten Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten 232 232
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 580 425 1.005
Summe 580 657 1.238

29 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden nur saldiert, wenn der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat und die Absicht besteht, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, oder gleichzeig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Der OMV Konzern schließt im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs diverse Globalnettingvereinbarungen in Form von International Swaps and Derivatives Association (ISDA) Vereinbarungen, European Federation of Energy Traders (EFET) Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen ab, die die Kriterien für die Saldierung in der Bilanz nach IAS 32 nicht erfüllen.

Die nachfolgenden Tabellen stellen die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente dar, die diversen Aufrechnungsvereinbarungen unterliegen. Die Werte in der Spalte Netto würden die Positionen in der Bilanz darstellen, wenn alle Aufrechnungsrechte ausgeübt worden wären.

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten 2015 EUR Mio

Anhang
angabe
Finanz
instrumente
(brutto)
Saldierte
Beträge in
der Bilanz
Finanz
instrumente
in der Bilanz
(netto)
Verbindlich
keiten mit
Saldierungs
rechten (nicht
saldiert)
Netto
Derivative Finanzinstrumente 17 1.870 -80 1.791 -1.408 383
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 16 2.567 2.567 -711 1.857
Übrige sonstige Forderungen 17 1.165 -43 1.122 -90 1.032
Gesamt 5.603 -122 5.480 -2.209 3.271

Saldierung von finanziellen Verbindlichkeiten 2015 EUR Mio

Anhang
angabe
Finanz
instrumente
(brutto)
Saldierte
Beträge in
der Bilanz
Finanz
instrumente
in der Bilanz
(netto)
Vermögens
werte mit
Saldierungs
rechten (nicht
saldiert)
Netto
Derivative Finanzinstrumente 23 1.867 -80 1.787 -1.498 289
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 23 3.380 3.380 -711 2.669
Übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten 23 715 -43 672 672
Gesamt 5.962 -122 5.839 -2.209 3.630
Saldierung von finanziellen Vermögenswerten 2014
EUR Mio
Anhang Finanz Saldierte Finanz Verbindlich Netto
angabe instrumente Beträge in instrumente keiten mit
(brutto) der Bilanz in der Bilanz Saldierungs
(netto) rechten (nicht
saldiert)
Derivative Finanzinstrumente 17 1.198 1.198 -960 237
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 16 3.042 3.042 -697 2.345
Übrige sonstige Forderungen 17 1.203 1.203 -42 1.161
Gesamt 5.442 5.442 -1.699 3.743
Saldierung von finanziellen Verbindlichkeiten 2014
EUR Mio
Anhang Finanz Saldierte Finanz Vermögens Netto
angabe instrumente Beträge in instrumente werte mit
(brutto) der Bilanz in der Bilanz Saldierungs
(netto) rechten (nicht
saldiert)
Derivative Finanzinstrumente 23 1.238 1.238 -1.001 237
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 23 4.330 4.330 -697 3.633
Übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten 23 538 538 -1 537
Gesamt 6.106 6.106 -1.699 4.407

30 Ergebnis aus Finanzinstrumenten

Ergebnis aus Finanzinstrumenten EUR Mio
Betrag Finanz Available Ausleihungen Zu fortgeführten
instrumente for-sale und Anschaffungs
at-fair-value Finanz Forderungen kosten bewertete
through-profit instrumente finanzielle
and-loss Verbindlichkeiten
2015
Dividendenerträge 37 37
Zinserträge 89 -1 1 47 1
Zinsaufwendungen -304 0 -143
Sonstiges Finanzergebnis -70 0 -32
Ergebnis aus dem Verkauf von
Finanzinstrumenten 0
Ergebnis aus dem Verkauf von sonstigen
Investments 11
Wertminderung von Finanzinstrumenten
Aufwendungen aus dem Verkauf von
Lieferforderungen -32 -32
Fremdwährungsergebnis -27 0
Sonstige (hauptsächlich Bankgebühren) -22
Finanzergebnis -248 0 38 16 -142
Ergebnis aus Finanzinstrumenten EUR Mio
Betrag Finanz Available Ausleihungen Zu fortgeführten
instrumente for-sale und Anschaffungs
at-fair-value Finanz Forderungen kosten bewertete
through-profit instrumente finanzielle
and-loss Verbindlichkeiten
2014
Dividendenerträge 16 16
Zinserträge 33 -2 3 30 2
Zinsaufwendungen -362 0 -169
Sonstiges Finanzergebnis -43 -1 -40
Ergebnis aus dem Verkauf von
Finanzinstrumenten 0
Ergebnis aus dem Verkauf von sonstigen
Investments -1
Wertminderung von Finanzinstrumenten
Aufwendungen aus dem Verkauf von
Lieferforderungen -40 -40
Fremdwährungsergebnis 16 -1
Sonstige (hauptsächlich Bankgebühren) -17
Finanzergebnis -357 -2 19 -10 -167

Erträge bzw. Aufwendungen aus derivativen Instrumenten, die zur Absicherung operativer Risiken dienen und denen gegenläufige Aufwendungen bzw. Erträge in den Umsatzerlösen und Umsatzkosten gegenüberstehen, sind im Ergebnis aus Finanzinstrumenten nicht enthalten.

Die Zinserträge, die nicht auf IAS 39 Kategorien aufgeteilt wurden, beinhalteten 2015 hauptsächlich Erträge aus einem erfolgreichen Rechtsstreit in OMV Petrom SA.

Die Zinsaufwendungen, die nicht auf IAS 39 Kategorien aufgeteilt wurden, beziehen sich im Wesentlichen auf die Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 152 Mio (2014: Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 134 Mio und Verzugszinsen als Folge einer Steuerprüfung für die Jahre 2009 und 2010 in der OMV Petrom SA in Höhe von EUR 58 Mio).

Zusätzlich zu dem in der Tabelle angeführten Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale wurde ein Verlust von EUR 1 Mio (2014: Gewinn von EUR 0,4 Mio) ergebnisneutral direkt im sonstigen Ergebnis verbucht.

Long Term Incentive (LTI) Pläne 31 Anteilsbasierte

Vergütung

Seit 2009 werden LTI Pläne für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte gewährt. Von 2010 bis 2015 wurden weitere Pläne mit vergleichbaren Bedingungen gewährt. Teilnehmer der Pläne 2009, 2010 und 2011 müssen bis zum Ende der Behaltefrist Aktien halten. Am Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien. Seit 2011 wurde die Teilnahme am Plan auch ausgewählten Mitarbeitern mit besonderem Entwicklungspotenzial (Potentials) gewährt. Vorstand und Führungskräfte sind als Teilnehmer der LTI Pläne 2012, 2013, 2014 und 2015 verpflichtet, ein angemessenes Ausmaß an Aktien an der Gesellschaft aufzubauen und bis zu ihrer Pensionierung oder ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten.

Für zukünftige erwartete Kosten des LTI Plans besteht zum Bilanzstichtag eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht. Erwartete Dividenden wurden entsprechend der Mittelfristplanung der Gesellschaft einbezogen. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über den Beobachtungszeitraum von drei Jahren verteilt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2015 belief sich auf EUR 15 Mio (2014: EUR 11 Mio), die Nettodotierung im Berichtsjahr auf EUR 4 Mio (2014: Nettoauflösung EUR 8 Mio).

Bedingungen

Plan 2015
Plan 2014
Plan 2013
Plan 2012
Planbeginn
01.01.2015
01.01.2014
01.01.2013
01.01.2012
Ende Leistungszeitraum
31.12.2017
31.12.2016
31.12.2015
31.12.2014
Anspruchstag
31.03.2018
31.03.2017
31.03.2016
31.03.2015
Aktienerfordernis
Vorstandsvorsitzender
200% vom Brutto
200% vom Brutto
200% vom Brutto
200% vom Brutto
grundgehalt
grundgehalt
grundgehalt
grundgehalt
Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter
175% vom Brutto
175% vom Brutto
175% vom Brutto
175% vom Brutto
grundgehalt
grundgehalt
grundgehalt
grundgehalt
Vorstandsmitglieder
150% vom Brutto
150% vom Brutto
150% vom Brutto
150% vom Brutto
grundgehalt
grundgehalt
grundgehalt
grundgehalt
Leitende Führungskräfte
75% vom Brutto
75% vom Brutto
75% vom Brutto
75% vom Brutto
grundgehalt
grundgehalt
grundgehalt
grundgehalt
Eigeninvestment
Mitglieder des Vorstands
Davies
54.626 Aktien
46.070 Aktien
46.070 Aktien
32.855 Aktien
Floren
31.929 Aktien
22.725 Aktien
16.226 Aktien
7.500 Aktien
Huijskes
38.419 Aktien
28.095 Aktien
21.298 Aktien
12.136 Aktien
Leitner
37.163 Aktien
28.207 Aktien
27.406 Aktien
16.060 Aktien
Pleininger 1)
8.462 Aktien



Roiss
80.600 Aktien
60.173 Aktien
60.173 Aktien
44.259 Aktien
Seele
32.200 Aktien



Vorstände gesamt
283.399 Aktien
185.270 Aktien
171.173 Aktien
112.810 Aktien
Andere Führungskräfte gesamt
287.397 Aktien
263.809 Aktien
271.434 Aktien
278.497 Aktien
Eigeninvestment gesamt
570.796 Aktien
449.079 Aktien
442.607 Aktien
391.307 Aktien
Erwartete Bonusaktien zum
31. Dezember 2015
875.438 Aktien
280.268 Aktien
271.858 Aktien

Maximale Bonusaktien zum
31. Dezember 2015
1.186.287 Aktien
800.918 Aktien
827.034 Aktien

Beizulegender Zeitwert des Plans
(EUR Mio)
20
6
7

1) Johann Pleininger nimmt auch an den Plänen 2013 bis 2015 als leitende Führungskraft teil. Das Eigeninvestment für die Pläne 2013 und 2014 betrug 8.217 Aktien

Strategic Incentive Plan (SIP)

2014 wurde der Strategic Incentive Plan (SIP) dem Vorstand, ausgewählten Führungskräften und ausgewählten Upstream-Experten gewährt. Der SIP ist ein langfristig ausgerichtetes Vergütungsmodell. Dieser Plan basiert auf der Zuteilung virtueller Aktien, deren Gegenwert am Ende der Planlaufzeit in Abhängigkeit von der Erreichung definierter Leistungsziele bar ausbezahlt wird. Zudem ist die Erfüllung weiterer Bedingungen Voraussetzung für jegliche Auszahlung (Zuteilungszeitraum 2014-2018, Leistungszeitraum 2014-2021, Auszahlungszeitraum 2022- 2024).

Jeder potenzielle Teilnehmer muss bei Planbeginn in einer Erklärung angeben, ob er am SIP teilnehmen will. Außerdem müssen teilnehmende Vorstandsmitglieder und teilnehmende Führungskräfte in einer Erklärung angeben, ob sie mit einem zusätzlichen Eigeninvestment ("Investment-Aktien") teilnehmen wollen. Diese Erklärungen gelten für die gesamte Laufzeit des Planes.

Jeder Teilnehmer erhält von OMV zwischen 2014 und 2018 in bis zu fünf aufeinanderfolgenden jährlichen Tranchen eine Zuwendung ("OMV Grant") in Form virtueller Aktien, welche die Kursentwicklung der zugrundeliegenden OMV Aktien widerspiegeln (die "Phantomaktien"). Werden Investment-Aktien eingebracht, wird der OMV Grant von OMV durch eine komplementäre Zuwendung im Verhältnis 1:2 ergänzt (der "Complementary Grant"), d.h. jede Phantomaktie des OMV Grant wird gemäß des Complementary Grant durch zwei zusätzliche Phantomaktien ergänzt.

Zum 31. Dezember 2015 beträgt die maximale Anzahl der gewährten Phantomaktien 697.801 Stück, davon 139.895 Stück für den Vorstand.

Für zukünftige erwartete Kosten des Strategic Incentive Plans besteht zum Bilanzstichtag eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht, wobei eine Monte-Carlo-Simulation verwendet wird. Erwartete Dividenden wurden ebenfalls entsprechend der Mittelfristplanung der Gesellschaft einbezogen, wobei ein Diskontierungssatz von 0,71% zur Anwendung kam. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über den Beobachtungszeitraum verteilt. Die Rückstellung belief sich per 31. Dezember 2015 auf EUR 2 Mio (2014: EUR 1 Mio).

Matching Share Plan (MSP)

Die von der Hauptversammlungen 2014 und 2015 genehmigte Matching Share Pläne für die Jahre 2014 und 2015 sind ein integraler Teil der jährlichen Bonusvereinbarung und dienen als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, die die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördern, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen Bonifikationen (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Bonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen Bonifikation durch den Vergütungsausschuss wird eine gleichwertige (netto nach Steuern) Bonifikation in Form von Aktien des Unternehmens gewährt werden, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind.

Vorstandsmitglieder können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits das vom LTI Plan 2012 bis 2015 vorgesehene Aktienerfordernis erreicht haben. Per 31. Dezember 2015 wurde eine Rückstellung in Höhe von EUR 2 Mio ausgewiesen (2014: EUR 1 Mio).

Gesamtaufwand

2015 wurde ein Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von EUR 10 Mio erfasst (2014: EUR 5 Mio), davon EUR -4 Mio (2014: EUR 4 Mio) für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente.

Segmentberichterstattung Segmentberichterstattung

Beginnend mit 1. Jänner 2015 wurde die interne Organisation aufgrund eines Aufsichtsratsbeschlusses umstrukturiert. Der Geschäftsbereich Gas und Power (Downstream Gas) wurde mit dem Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing (Downstream Öl) verschmolzen. Dadurch wurde ein gemeinsamer Geschäftsbereich Downstream geschaffen.

Die interne Berichterstattung und die relevanten Informationen, die dem Hauptentscheidungsträger im Hinblick auf die Beurteilung der Ertragskraft und zur Allokation von Ressourcen vorgelegt werden, wurden angepasst und spiegeln die neue Organisationsstruktur wider.

Die Segmentinformation der Vorperioden wurde dementsprechend angepasst.

Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns sind zum Zweck der Unternehmenssteuerung in die zwei operativen Geschäftsbereiche Upstream und Downstream, sowie in das Segment Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) gegliedert. Jeder Bereich stellt eine strategische Einheit dar und bietet unterschiedliche Produkte auf verschiedenen Märkten an. Die Führung der Geschäftsbereiche erfolgt eigenständig. Strategische Entscheidungen bezüglich der Geschäftstätigkeit werden vom OMV Vorstand getroffen. Mit Ausnahme des Kb&S entsprechen die berichtspflichtigen Segmente von OMV den operativen Geschäftssegmenten.

Die Upstream (U/S)-Aktivitäten bestehen aus der Suche, dem Auffinden und der Förderung von Erdöl und Erdgas und konzentrieren sich auf die zwei Kernländer Rumänien und Österreich sowie das internationale Portfolio (Nordwesteuropa, Afrika und Australasien Region, Mittlerer Osten und die Kaspische Region). Das geförderte Erdöl und Erdgas wird überwiegend konzernintern vermarktet.

Der Downstream Öl (D/S Öl)-Teil des Geschäftsbereichs Downstream (D/S) betreibt die Raffinerien Schwechat (Österreich), Burghausen (Deutschland) und Petrobrazi (Rumänien). In diesen Raffinerien wird Erdöl zu Mineralölprodukten verarbeitet, die an Unternehmen und Privatpersonen verkauft werden. Der Vertrieb erfolgt unter anderem über ein eigenbetriebenes Tankstellennetz in Mittel- und Südosteuropa und über das türkische Tankstellennetz. Downstream Gas (D/S Gas) tätigt den Transit von Erdgas durch bzw. den Transport in Österreich, sowie die Speicherung, Vermarktung und den Handel von Erdgas. OMV ist ein Betreiber von Erdgasfernleitungen durch Österreich. Mit dem Geschäftsfeld Power wird die Gaswertschöpfungskette in Richtung Gaskraftwerke verlängert.

Die Konzernführung, Finanzierungs- und Versicherungsaktivitäten sowie gewisse Servicefunktionen sind im Geschäftsbereich Kb&S zusammengefasst.

Die zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße ist der Betriebserfolg (EBIT) entsprechend IFRS. In die Ermittlung des Vermögens fließen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ein. Für die regionale Aufteilung externer Umsätze wird der Ort der Liefer- oder Leistungserfüllung herangezogen. Die im Konzernanhang erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze stimmen mit jenen der operativen Segmente überein. Innenumsätze und Kostenzuordnungen des Mutterunternehmens wurden nach internen Grundsätzen von OMV ermittelt. Der Vorstand ist der Meinung, dass die Verrechnungspreise für Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten den Marktpreisen entsprechen. Geschäftsfälle, die den operativen Bereichen nicht zuordenbar sind, werden mit der Ergebnisauswirkung in Kb&S ausgewiesen.

32 Geschäftsaktivitäten und Hauptmärkte

33 Segmentberichterstattung

U/S D/S davon
D/S Öl
davon
D/S Gas
davon
Segment
elim. D/S
Kb&S Gesamt Konsoli
dierung
Konzern
abschluss
2015
Segmentumsätze 1) 3.900 21.589 17.323 4.382 -116 397 25.886 -3.359 22.527
Segmentumsätze mit
anderen Segmenten -2.883 -83 -32 -167 116 -393 -3.359 3.359 0
Segmentumsätze mit
Dritten 1.017 21.506 17.290 4.215 4 22.527 22.527
Segmentvermögen 2) 13.036 6.492 4.985 1.507 188 19.715 19.715
Investitionen SAV/IV 2.570 599 537 62 21 3.190 3.190
Planmäßige
Abschreibungen 1.467 640 539 101 39 2.147 2.147
Wertminderungen 2.728 281 11 270 0 3.010 3.010
2014
Segmentumsätze 1) 5.773 34.518 27.830 6.799 -111 420 40.711 -4.799 35.913
Segmentumsätze mit
anderen Segmenten -4.284 -99 -43 -167 111 -416 -4.799 4.799 0
Segmentumsätze mit
Dritten 1.489 34.419 27.787 6.632 4 35.913 35.913
Segmentvermögen 2) 14.619 7.113 5.213 1.899 209 21.941 21.941
Investitionen SAV/IV 3.618 777 588 189 31 4.426 4.426
Planmäßige
Abschreibungen 1.295 626 514 111 42 1.963 1.963
Wertminderungen 532 673 379 294 0 1.204 1.204

Segmentberichterstattung EUR Mio

1) Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten

2) Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV)

Segment- und Konzernergebnis EUR Mio
2015 2014
EBIT Upstream -2.371 1.466
EBIT Downstream 334 -538
davon EBIT Downstream Öl 890 -338
davon EBIT Downstream Gas -555 -200
EBIT Kb&S -48 -63
EBIT Segment Summe -2.085 865
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 79 104
OMV Konzern EBIT -2.006 969
Finanzerfolg 97 -177
OMV Konzern Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.909 792
Informationen über geografische Bereiche EUR Mio
Österreich Deutschland Rumänien Türkei Übriges
MOE 2)
Übriges
Europa
Übrige
Welt 3)
Gesamt
2015
Umsätze mit Dritten 5.787 3.595 3.307 5.638 2.669 914 616 22.527
Zugeordnetes Vermögen 1) 2.976 1.144 6.749 1.560 411 4.847 1.604 19.291
Nicht zugeordnetes
Vermögen
424
Segmentvermögen 19.715
2014
Umsätze mit Dritten 9.005 6.260 3.809 8.235 3.779 1.957 2.867 35.913
Zugeordnetes Vermögen 1) 3.081 1.215 7.251 1.899 451 4.662 2.917 21.475
Nicht zugeordnetes
Vermögen 466
Segmentvermögen 21.941

1) Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV) 2) Übriges Mittel- und Osteuropa (MOE)

3) Übrige Welt: im Wesentlichen Australien, Kasachstan, Libyen, Madagaskar, Namibia, Neuseeland, Pakistan, Tunesien, Jemen und die Region Kurdistan im Irak

Die aus den Akquisitionen von OMV Petrol Ofisi und den tunesischen Tochtergesellschaften stammenden Geschäfts- und Firmenwerte von EUR 424 Mio (2014: EUR 466 Mio) wurden keinem geografischen Bereich, sondern zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die in mehreren geografischen Bereichen tätig sind.

Sonstige Angaben Sonstige Angaben

34 Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer 1)
Durchschnittliche 2015 2014
Anzahl OMV Konzern ohne OMV Petrom Konzern 8.238 7.734
Arbeitnehmer OMV Petrom Konzern 16.579 18.884
Gesamtkonzern 24.817 26.618
1) Berechnet als Durchschnitt der Monatsendstände an Arbeitnehmern während des Jahres
35 Aufwendungen
Konzernabschluss
prüfer
Die Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks im
Sinne des § 271b UGB) setzen sich wie folgt zusammen:
Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks) EUR Mio
2015 2014
Konzern- und Jahresabschlussprüfung 2,60 2,39
Sonstige Bestätigungsleistungen 1,25 1,25
Steuerberatungsleistungen 0,03 0,13
Sonstige Beratungsleistungen 0,10 0,08
Gesamt 3,99 3,85
36 Related Parties EUR 0,02 Mio) und für sonstige Beratungsleistungen EUR 0,09 Mio (2014: EUR 0,05 Mio).
Gemäß IAS 24 müssen Beziehungen zu nahe stehenden Personen sowie nahe stehenden, nicht konsolidierten
Unternehmen (Related Parties) offen gelegt werden. Unternehmen und Personen gelten als nahe stehend, wenn
ein Beherrschungsverhältnis oder maßgeblicher Einfluss vorliegt. Die Österreichische Bundes- und Industriebetei
ligungen GmbH, Wien, hält einen Anteil von 31,5% und die International Petroleum Investment Company, Abu
Dhabi, einen Anteil von 24,9% an der OMV Aktiengesellschaft; beide Gesellschaften sind Related Parties im Sinne
des IAS 24.
2015 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem OMV
Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen:
Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen EUR Mio
2015 2014
Umsätze und
sonstige
Erträge
Forderungen Umsätze und
sonstige
Erträge
Forderungen
Borealis 1.262 10 1.574 0
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co 285 14 169 13
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 44 0 163 2
Trans Austria Gasleitung GmbH 21 1 6 2

Gesamt 1.612 26 1.912 18

2015 wurden Lieferungen oder Leistungen in Höhe von EUR 219 Mio (2014: EUR 244 Mio) von Enerco Enerji Sanayi ve Ticaret A.Ş. bezogen, EUR 49 Mio (2014: EUR 133 Mio) von Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., EUR 41 Mio (2014: EUR 45 Mio) von Borealis und EUR 26 Mio (2014: EUR 34 Mio) von Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH.

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Enerco Enerji Sanayi ve Ticaret A.Ş. in Höhe von EUR 18 Mio (2014: EUR 31 Mio) und gegenüber Borealis von EUR 10 Mio (2014: EUR 9 Mio).

Zum 31. Dezember 2015 bestanden Ausleihungen gegenüber Pearl Petroleum Company Limited in Höhe von EUR 19 Mio (2014: EUR 19 Mio). Der Saldo per 31. Dezember 2014 enthielt eine Ausleihung gegenüber Trans Austria Gasleitung GmbH in Höhe von EUR 36 Mio, welche im Laufe des Jahres 2015 getilgt wurde.

Der Stand der von Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. erhaltenen Anzahlungen, die im Zusammenhang mit einem langfristigen Servicevertrag stehen, betrug zum 31. Dezember 2015 EUR 168 Mio (2014: EUR 178 Mio).

Die Vorstandsbezüge der OMV Aktiengesellschaft verteilten sich wie folgt:

Vorstandsbezüge EUR Mio
2015 Seele Davies Floren 7) Huijskes 6) Leitner Pleininger Roiss 3) Gesamt
Kurzfristige Vergütungen 2,04 1,25 0,87 0,79 0,97 0,19 0,90 7,01
Fixer Bezug
(Grundbezug) 1,97 4) 0,88 0,30 0,46 0,70 0,18 0,48 4,97
Variabel (Zahlung für
die Zielerreichung) 0,36 0,57 1) 0,32 0,26 0,41 1,93
Sachbezüge 0,07 5) 0,01 0,00 0,01 0,01 0,00 0,01 0,11
Leistungen nach
Beendigung des
Arbeitsverhältnisses 0,11 0,32 0,30 0,18 0,18 0,05 1,14
Pensionskassenbeiträge 0,11 0,32 0,30 0,18 0,18 0,05 1,14
Abfindungszahlungen 0,75 0,37 1,22 2,34
Abfindungszahlungen 0,75 0,37 1,22 2,34
Anteilsbasierte
Vergütungen 0,68 0,77 0,53 0,46 0,83 3,27
Variabel
(Matching Share Plan) 0,40 0,60 2) 0,36 0,29 0,46 2,13
Variabel (LTIP) 0,28 0,17 0,17 0,17 0,37 1,15
Gesamt 2,15 2,26 2,69 1,87 1,60 0,24 2,95 13,77

1) Inklusive variable Bezüge betreffend Zahlungen für 2015 in Höhe von EUR 0,30 Mio

2) Inklusive EUR 0,30 Mio für Matching Share Plan 2015

3) Zusätzlich zu den erhaltenen Bezügen 2015 hat Gerhard Roiss einen Anspruch auf eine Zahlung für die Zielerreichung (beinhaltet variablen Bezug betreffend Zielerreichung sowie Matching Share Plan) für 2015 bis zum 31. März 2017 in Höhe von EUR 2,17 Mio, zahlbar am 30. Juni 2016 und auf Zahlungen betreffend Long

Term Incentive Plänen und Strategic Incentive Plan bis zum 31. März 2017 auf Basis der Zielerreichung 4) Inklusive einer Einmalzahlung in Höhe von EUR 1,52 Mio, welche mit der Verpflichtung verknüpft ist, OMV Aktien für Anforderungen aus dem LTIP zu erwerben

5) Inklusive Miete, Parken, Heimflüge, Mietauto, Umzugskosten und damit verbundene Steuern 6) Zusätzlich zu den erhaltenen Bezügen 2015 hat Jaap Huijskes einen Anspruch auf einen Grundbezug und Pensionskassenbeiträge bis zum 31. März 2016 in Höhe von EUR 0,22 Mio, Zahlungen für die Zielerreichung und Zahlungen betreffend Long Term Incentive Plänen und Strategic Incentive Plan bis zum 31. März 2016 auf Basis der Zielerreichung

7) Hans-Peter Floren trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2014 zurück

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

Vorstandsbezüge EUR Mio
2014 Davies Floren Huijskes Leitner Roiss Gesamt
Kurzfristige Vergütungen 1,38 1,11 1,20 0,97 1,53 6,20
Fixer Bezug (Grundbezug) 0,84 0,60 0,71 0,58 0,91 3,65
Variabel (Zahlung für
die Zielerreichung) 0,53 0,51 0,48 0,38 0,61 2,51
Sachbezüge 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01 0,04
Leistungen nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses 0,31 0,15 0,18 0,14 1,01 1,79
Pensionskassenbeiträge 0,31 0,15 0,18 0,14 1,01 1,79
Abfertigungszahlungen 0,74 2,96 3,70
Abfertigungszahlungen 0,74 2,96 3,70
Anteilsbasierte Vergütungen 1,00 0,43 0,74 0,65 1,24 4,06
Variabel (Matching Share Plan) 0,50 0,43 0,45 0,36 0,57 2,30
Variabel (LTIP) 0,50 0,29 0,29 0,67 1,76
Gesamt 3,43 1,69 2,12 1,76 6,75 15,75

Daneben sind die Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. Auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter sind Begünstigte dieser Versicherungen, und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

Die Gesamtvergütungen (inkl. anteilsbasierte Vergütungen) für 51 leitende Führungskräfte, ohne Vorstandsmitglieder (2014: 53) betrugen EUR 26,3 Mio (2014: EUR 25,9 Mio). Davon entfielen auf kurzfristige Leistungen wie Gehälter und Prämien EUR 19,3 Mio (2014: EUR 19,7 Mio) und EUR 1,8 Mio (2014: EUR 1,8 Mio) bezogen sich auf Pensionskassenbeiträge. Die Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Dienstverhältnissen betrugen EUR 2,2 Mio (2014: EUR 0,9 Mio); die sonstigen langfristigen Vergütungen beliefen sich auf EUR 0,1 Mio (2014: EUR 0,1 Mio).

Anhangangabe 31 enthält Details zu Long Term Incentive Plänen, Matching Share Plan, Aktienoptionsplänen und Strategic Incentive Plan.

Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen 2015 EUR 0,5 Mio (2014: EUR 0,5 Mio).

37 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Beginnend mit 1. Jänner 2016 wird die interne Organisation im Geschäftsbereich Upstream geändert. Dies wird auch die regionale Aufteilung beeinflussen. Die neuen Regionen sind: Österreich, Rumänien, Nordsee, Mittlerer Osten und Afrika und Australasien.

OMV gab im Februar 2016 bekannt, einen Verkaufsprozess für bis zu 100% am Tochterunternehmen OMV Petrol Ofisi A.Ş. zu starten. Derzeit läuft ein Verfahren zur Auswahl der Berater zur Unterstützung der Transaktion sowie der Strukturierung des geplanten Prozesses.

Am 18. Jänner 2016 und am 25. Februar 2016 kündigte die bulgarische Kommission für Wettbewerbsschutz die Einleitung von mehreren Ermittlungen zu Verletzungen von Wettbewerbsregeln im Markt für Treibstoffe an. OMV BULGARIA OOD ist gemeinsam mit anderen großen Händlern im bulgarischen Markt davon betroffen. Die Sanktionen für Kartellrechtsverletzungen betragen bis zu 10% des Gesamtumsatzes des der Feststellung vorangegangenen Geschäftsjahres. Bislang wurde von den Behörden kein Ersuchen um die Zurverfügungstellung von Informationen erhalten. Am Tag der Genehmigung des Konzernabschlusses 2015 war es nicht möglich, den Ausgang der Ermittlungen zu beurteilen und es wurde keine Rückstellung erfasst.

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mind. 20% zum 31. Dezember

Obergesell Konso Anteil der Anteil der
schaft lidierungs Obergesell Obergesell
art 1) schaft am schaft am
Kapital in % Kapital in %
am 31. am 31.
Dezember Dezember
2015 2014
Upstream
KOM MUNAI LLP, Aktau PETROM VK 95,00 95,00
OMV Abu Dhabi E&P GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Abu Dhabi Offshore GmbH, Wien OMVEP V0 100,00
OMV (AFRICA) Exploration & Production GmbH, Wien (OAFR) OWEAFR VK 100,00 100,00
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Perth (OAUST) OMV AG VK 100,00 100,00
OMV Austria Exploration & Production GmbH, Wien (OEPA) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (Berenty) Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Bina Bawi GmbH, Wien PETEX VK 100,00 100,00
OMV Block 70 Upstream GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (Croatia) Exploration GmbH in Liqu., Wien 6) OMVEP V0 100,00 100,00
OMV East Abu Dhabi Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (EGYPT) Exploration GmbH, Wien OMVEP V0 100,00 100,00
OMV Exploration & Production GmbH, Wien (OMVEP) OMV AG VK 100,00 100,00
OMV (Namibia) Exploration GmbH, Wien ONAFRU VK 100,00 100,00
OMV EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas OMVEP V0 100,00 100,00
OMV (FAROE ISLANDS) Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (IRAN) onshore Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Jardan Block 3 Upstream GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (Manga) Exploration GmbH, Wien OAFR VK 100,00 100,00
OMV (Manga) Exploration S.A., Libreville OWEAFR VK 100,00 100,00
OMV (Mandabe) Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Maurice Energy GmbH, Wien (MAURI) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Maurice Energy Limited, Port Louis MAURI VK 100,00 100,00
OMV (Mbeli) Exploration GmbH, Wien OAFR VK 100,00 100,00
OMV (Mbeli) Exploration S.A., Libreville OWEAFR VK 100,00 100,00
OMV (Montenegro) Exploration GmbH in Liqu., Wien 6) OMVEP V0 100,00 100,00
OMV Myrre block 86 Upstream GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV New Zealand Limited, Wellington (NZEA) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (Ntsina) Exploration GmbH, Wien OAFR VK 100,00 100,00
OMV (Ntsina) Exploration S.A., Libreville OWEAFR VK 100,00 100,00
OMV (NORGE) AS, Stavanger OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (Gnondo) Exploration GmbH, Wien OAFR VK 100,00 100,00
OMV (Gnondo) Exploration S.A., Libreville OWEAFR VK 100,00 100,00
OMV Oystercatcher Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV OF LIBYA LIMITED, Douglas OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Offshore Bulgaria GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Offshore Morondava GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Offshore (Namibia) GmbH, Wien (ONAFRU) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Offshore Silistar Bulgaria GmbH, Wien OMVEP V0 100,00 100,00
OMV Oil and Gas Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Oil Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Oil Production GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00

38 Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft

Obergesell Konso Anteil der Anteil der
schaft lidierungs Obergesell Obergesell
art 1) schaft am schaft am
Kapital in % Kapital in %
am 31.
Dezember
am 31.
Dezember
2015 2014
OMV Orient Upstream GmbH, Wien OMVEP V0 100,00
OMV (PAKISTAN) Exploration Gesellschaft m.b.H., Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Petroleum Exploration GmbH, Wien (PETEX) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Proterra GmbH, Wien OEPA V0 100,00 100,00
OMV Rovi GmbH in Liqu., Wien 6) PETEX V0 100,00 100,00
OMV Roz Upstream GmbH, Wien OMVEP V0 100,00 100,00
OMV Sarta GmbH in Liqu., Wien 6) PETEX V0 100,00 100,00
OMV Tellal Hydrocarbons GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (Tunesien) Production GmbH, Wien (OTNPRO) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (TUNESIEN) Sidi Mansour GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (U.K.) Limited, London OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Upstream International GmbH, Wien (OUPI) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (West Africa) Exploration & Production GmbH, Wien (OWEAFR) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (YEMEN) Al Mabar Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (Yemen Block S 2) Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (YEMEN) South Sanau Exploration GmbH, Wien OMVEP V0 100,00 100,00
OMV Barrow Pty Ltd, Perth OAUST V0 100,00 100,00
OMV Beagle Pty Ltd, Perth OAUST V0 100,00 100,00
OMV Petroleum Pty Ltd, Perth NZEA V0 100,00 100,00
Tasbulat Oil Corporation BVI, Saint Helier PETROM V0 100,00 100,00
Pearl Petroleum Company Limited, Road Town OUPI AE 10,00 10,00
PEI Venezuela Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Burghausen OMVEP V0 100,00 100,00
Petroleum Infrastructure Limited, Wellington NZEA VK 100,00 100,00
PETROM EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas PETROM VK 99,99 50,00
Preussag Energie International GmbH, Burghausen OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Petrom Ukraine E&P GmbH in Liqu., Wien 6) PETROM VK 100,00 100,00
OMV Petrom Ukraine Finance Services GmbH in Liqu., Wien 6) PETROM VK 100,00 100,00
Société de Recherches et d'Exploitation des Pétroles en Tunisie,
Tunis OTNPRO S0 50,00 50,00
TASBULAT OIL CORPORATION LLP, Aktau PETROM VK 100,00 100,00
Thyna Petroleum Services S.A., Sfax OTNPRO S0 50,00 50,00
Downstream Gas
ADRIA LNG d.o.o., Zagreb 6) OGI S0 32,47 32,47
AGCS Gas Clearing and Settlement AG, Wien OGG S0 23,13 23,13
AGGM Austrian Gas Grid Management AG, Wien OGG VK 51,00 51,00
OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş., Istanbul
(BORASC) OGI VK 100,00 100,00
Central European Gas Hub AG, Wien OGI VK 65,00 65,00
EconGas Deutschland GmbH, Regensburg ECOGAS VK 100,00 100,00
EconGas GmbH, Wien (ECOGAS) OGI VK 64,25 64,25
EconGas d.o.o. za opskrbu plinom, Zagreb ECOGAS VK 100,00 100,00
EconGas Hungária Földgázkereskedelmi Kft., Budapest ECOGAS VK 100,00 100,00
EconGas Italia S.r.l., Mailand ECOGAS VK 100,00 100,00

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mind. 20% zum 31. Dezember

Obergesell Konso Anteil der Anteil der
schaft lidierungs Obergesell Obergesell
art 1) schaft am schaft am
Kapital in % Kapital in %
am 31. am 31.
Dezember Dezember
2015 2014
EGBV Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien (EGBV) OGI V0 100,00 100,00
Enerco Enerji Sanayi Ve Ticaret A.Ş., Istanbul OGI AE 40,00 40,00
Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG, Bonn OGSG AE 39,99 39,99
NABUCCO Gas Pipeline International GmbH in Liqu., Wien
(NABUC) 6)
OGI S0 35,86 35,86
OMV Gas Germany GmbH, Düsseldorf 6) OGG V0 100,00 100,00
GAS CONNECT AUSTRIA GmbH, Wien (OGG) OGI VK 80,90 80,90
OMV AG 19,10 19,10
OMV Gas & Power GmbH, Wien (OGI) OMV AG VK 100,00 100,00
OMV Gas Storage Germany GmbH, Köln (OGSG) OGI VK 100,00 100,00
OMV Gas Storage GmbH, Wien OGI VK 100,00 100,00
OMV Gaz Ve Enerji Holding Anonim Şirketi, Istanbul (GPTHOL) OTHOLD VK 100,00 100,00
OMV Enerji Ticaret Anonim Şirketi, Istanbul (GASTR) OTHOLD VK 90,40 90,40
GPTHOL 9,60 9,60
OMV Kraftwerk Haiming GmbH, Haiming OGI VK 100,00 100,00
OMV Nord Stream II Holding AG, Zug OGI VK 100,00
OMV Trading GmbH, Wien OGI VK 100,00 100,00
OMV PETROM GAS SRL, Bukarest PETROM VK 99,99 99,99
Petrol Ofisi Gaz İletim A.Ş., Istanbul GPTHOL VK 100,00 100,00
OMV Petrom Wind Power SRL, Bukarest PETROM VK 99,99 99,99
South Stream Austria GmbH, Vienna OGI S0 50,00 50,00
Trans Austria Gasleitung GmbH, Wien 3) OGG AE2 15,53 15,53
Downstream Öl
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC, Abu Dhabi OMVRM S0 25,00 25,00
Adria-Wien Pipeline GmbH, Klagenfurt OMVRM VK 100,00 100,00
Aircraft Refuelling Company GmbH, Wien OMVRM S0 33,33 33,33
Autobahn – Betriebe Gesellschaft m.b.H., Wien OMVRM S0 47,19 47,19
Borealis AG, Wien OMVRM AE 32,67 32,67
OMV AG 3,33 3,33
BRAZI OIL & ANGHELESCU PROD COM SRL, Brazi 6) PETROM S0 37,70 37,70
BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH, Wien OMVRM S0 26,00 26,00
BTF Industriepark Schwechat GmbH, Wien OMVRM S0 50,00 50,00
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH, München OMVD AE 25,00 25,00
DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft., Budapest OHUN S0 48,28 48,28
EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG, München OMVD AE 20,66 20,66
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach OMVRM AE1 55,60 55,60
Erk Petrol Yatrmlar A.Ş., Istanbul (ERK) POAS VK 100,00 100,00
FRANCIZA PETROM 2001 SA, Piteşti PETROM S0 40,00 40,00
Obergesell Konso Anteil der Anteil der
schaft lidierungs Obergesell Obergesell
art 1) schaft am schaft am
Kapital in % Kapital in %
am 31. am 31.
Dezember Dezember
2015 2014
GENOL Gesellschaft m.b.H., Wien OMVRM S0 29,00 29,00
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co, Wien OMVRM AE 29,00 29,00
ICS PETROM MOLDOVA SA, Chisinau PETROM VK 100,00 100,00
Marmara Depoculuk Hizmetleri Sanayi ve Ticaret Anonim Şirketi,
Istanbul POAS GT 45,00 45,00
OMV BULGARIA OOD, Sofia PETROM VK 99,90 99,90
OMVRM 0,10 0,10
OMV Česká republika, s.r.o., Prag VIVTS VK 100,00 100,00
OMV Deutschland GmbH, Burghausen (OMVD) OMVRM VK 90,00 90,00
OMV AG 10,00 10,00
OMV Hungária Ásványolaj Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest
(OHUN) VIVTS VK 100,00 100,00
OMV – International Services Ges.m.b.H., Wien OMVRM VK 100,00 100,00
OMV Refining & Marketing GmbH, Wien (OMVRM) OMV AG VK 100,00 100,00
OMV PETROM MARKETING SRL, Bukarest (ROMAN) PETROM VK 100,00 100,00
OMV SLOVENIJA trgovina z nafto in naftnimi derivati, d.o.o., Koper VIVTS VK 92,25 92,25
OMV Slovensko s.r.o., Bratislava VIVTS VK 99,99 99,99
OMV SRBIJA d.o.o., Belgrad PETROM VK 99,96 99,96
OMVRM 0,04 0,04
OMV Supply & Trading AG, Zug (OSUP) OMVRM VK 100,00 100,00
OMV Supply & Trading Singapore PTE LTD., Singapur OSUP V0 100,00 100,00
OMV Supply & Trading Limited, London 5) OMVRM VK 100,00
OSUP 100,00
OMV Petrol Ofisi A.Ş., Istanbul (POAS) OTHOLD VK 55,40 55,40
OMV AG 44,60 43,39
Petrol Ofisi Havacilik Operasyonlari A.Ş., Istanbul POAS VK 100,00 100,00
PETROM NADLAC SRL, Nadlac PETROM V0 100,00 98,51
Routex B.V., Amsterdam OMVRM S0 20,00 20,00
SIOT Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A., Triest OMVRM AE 25,00 25,00
SuperShop Marketing GmbH, Budapest OHUN S0 50,00 50,00
TGN Tankdienst-Gesellschaft Nürnberg GbR, Nürnberg OMVD S0 33,33 33,33
Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H., Matrei in
Osttirol OMVRM AE 25,00 25,00
TRANS GAS SERVICES SRL, Bukarest PETROM V0 80,00 80,00
PETROM AVIATION SA, Otopeni PETROM VK 99,99 99,99
OMVRM 0,01 0,01
Salzburg Fuelling GmbH, Salzburg OMVRM S0 33,33 33,33
VIVA International Marketing- und Handels-GmbH, Wien (VIVTS) OMVRM VK 100,00 100,00

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mind. 20% zum 31. Dezember

Obergesell
schaft
Konso
lidierungs
art 1)
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
am 31.
Dezember
2015
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
am 31.
Dezember
2014
Konzernbereich und Sonstiges
Amical Insurance Limited, Douglas (AMIC) OMV AG VK 100,00 100,00
ASOCIATIA ROMANA PENTRU RELATIA CU INVESTITORII, Bukarest PETROM S0 20,00 20,00
Diramic Insurance Limited, Gibraltar AMIC VK 100,00 100,00
Kompetenz- und Informationszentrum für Humanvermögen und
interdisziplinäre Arbeits- und Unternehmensforschung GmbH in
Liqu., Klosterneuburg 6) SNO S0 24,44 24,44
OMV Clearing und Treasury GmbH, Wien SNO VK 100,00 100,00
OMV International Oil & Gas GmbH, Zug OMV AG VK 100,00 100,00
OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi, Istanbul (OTHOLD) OMV AG VK 100,00 100,00
OMV FINANCE LIMITED, Douglas 4), 6) OMV AG V0 100,00 100,00
OMV Finance Services GmbH, Wien SNO VK 100,00 100,00
OMV Finance Services NOK GmbH, Wien SNO VK 100,00 100,00
OMV Finance Solutions USD GmbH, Wien SNO VK 100,00 100,00
OMV Insurance Broker GmbH, Wien OMV AG V0 100,00 100,00
OMV Petrom Global Solutions SRL, Bukarest SNO VK 75,00 75,00
PETROM 25,00 25,00
OMV Solutions GmbH, Wien (SNO) OMV AG VK 100,00 100,00
PETROMED SOLUTIONS SRL, Bukarest PETROM VK 99,99 99,99
OMV Petrom
OMV PETROM SA, Bukarest (PETROM) 2) OMV AG VK 51,01 51,01

1) Konsolidierungsart:

VK Verbundene einbezogene Unternehmen

AE At-Equity bewertete Unternehmen

AE1 Trotz Anteilsmehrheit keine Einbeziehung, da kein Beherrschungsverhältnis vorliegt

AE2 Gemeinschaftsunternehmen at-equity bewertet V0 Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen; Firmenmäntel und Vertriebsorganisationen, die einzeln und gesamt betrachtet für die Aussagekraft des

Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung sind S0 Sonstige zu Anschaffungskosten bewertete, nicht konsolidierte Beteiligungen; assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist

GT Gemeinschaftliche Tätigkeit, OMV Anteil an Vermögenswerten, Verpflichtungen für Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen 2) In der Segmentberichterstattung wird OMV Petrom SA den jeweiligen Segmenten zugeordnet 3) Wirtschaftlicher Anteil 10,78%

4) Konsolidierungsart wurde im Vergleich zu 2014 geändert 5) Obergesellschaft wurde im Vergleich zu 2014 geändert

6) In Liquidation befindlich

Bei den nicht in den Vollkonsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen handelt es sich ausschließlich um Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen sowie um Vertriebsgesellschaften, wobei deren Umsatzvolumina, Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und deren Eigenkapital insgesamt unter 1% der Konzernwerte liegen.

Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft) Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)

Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft) Die folgenden Tabellen stellen eine Zusatzinformation hinsichtlich der Öl- und Gasaktivitäten des Konzerns dar. Da dieser Themenbereich unter IFRS nicht detailliert geregelt ist, hat der Konzern beschlossen, jene Daten freiwillig zu veröffentlichen, die gemäß der ASC 932 vorgeschrieben sind, würde nach US GAAP berichtet werden.

Sofern sich die nachfolgenden Zusatzangaben auf Jahresabschlussinformationen beziehen, beruhen diese auf den Daten des IFRS Konzernabschlusses.

Im Jahr 2009 erwarb OMV einen 10%-Anteil an Pearl Petroleum Company Limited, welcher als at-equity bewertete Beteiligung bilanziert wird und in dieser Anhangangabe nicht enthalten ist.

Bis auf Österreich und Rumänien werden die einzelnen Länder in den folgenden zwei Regionen zusammengefasst. Diese umfassen folgende Länder:

Nordwesteuropa, Afrika und Australasien: Algerien, Australien, Färöer Inseln, Gabun (seit 2014), Großbritanni
en, Libyen, Madagaskar, Namibia (seit 2014), Neuseeland, Norwegen,
Tunesien, Türkei (bis 2013)
Mittlerer Osten und Kaspische Region: Bulgarien, Iran, Jemen, Kasachstan, Region Kurdistan im Irak,
Pakistan, Ukraine, Vereinigte Arabische Emirate

Die Vermögenswerte und Ergebnisse von OMV Petrom (OMV Anteil 51%, im Konzernabschluss vollkonsolidiert) sind zu 100% dargestellt.

Die nachfolgenden Darstellungen können Rundungsdifferenzen enthalten.

a) Aktivierte Kosten

Die aktivierten Kosten umfassen die Summe des aktivierten Öl- und Gasvermögens einschließlich sonstiges immaterielles Vermögen und Sachanlagen wie Grundvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Konzessionen, Lizenzen und Rechte.

Aktivierte Kosten EUR Mio
2015 2014 2013
Öl- und Gasvermögen ohne sichere Reserven 2.832 2.531 1.981
Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven 22.333 20.271 17.164
Gesamt 25.164 22.802 19.145
Kumulierte Abschreibung -12.572 -8.792 -6.776
Aktivierte Kosten (abzüglich Abschreibung) 12.592 14.010 12.369

b) Kosten der Periode

Die Kosten der Periode umfassen alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Anschaffung, Exploration und Entwicklung von Öl- und Gasvorkommen anfallen, unabhängig davon, ob diese Kosten aktiviert werden oder Aufwand der laufenden Periode sind.

Kosten der Periode EUR Mio
Rumänien Österreich Nordwest
europa,
Afrika und
Australasien
Mittlerer
Osten und
Kaspische
Region
Gesamt
2015
Anschaffungskosten für sichere Reserven
Anschaffungskosten für nicht sichere Reserven 22 22
Rekultivierungskosten 161 14 25 2 202
Explorationskosten 1) 331 26 178 72 607
Entwicklungskosten 592 110 1.133 59 1.894
Kosten der Periode 1.084 149 1.358 133 2.725
2014
Anschaffungskosten für sichere Reserven 0 4 4
Anschaffungskosten für nicht sichere Reserven 15 159 174
Rekultivierungskosten 296 30 45 0 370
Explorationskosten 1) 289 31 311 61 693
Entwicklungskosten 915 273 1.161 160 2.510
Kosten der Periode 1.515 334 1.681 221 3.751
2013
Anschaffungskosten für sichere Reserven 1.629 1.629
Anschaffungskosten für nicht sichere Reserven 1 633 14 648
Rekultivierungskosten -56 31 63 10 48
Explorationskosten 1) 108 5 243 162 518
Entwicklungskosten 930 198 627 210 1.965
Kosten der Periode 983 234 3.196 396 4.809

1) In Norwegen werden die Explorationen abzüglich der Erstattung von 78% der abzugsfähigen Explorationskosten dargestellt

c) Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion

Die folgende Tabelle stellt Erträge und Aufwendungen dar, die direkt im Zusammenhang mit der Öl- und Gasproduktion anfallen. Das Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion entspricht nicht dem Ergebnis des Upstream-Bereichs, da Zinsen, allgemeine Verwaltungskosten und andere Aufwendungen nicht enthalten sind. Die Ertragsteuer wird nach Berücksichtigung von Investitionsbegünstigungen und Verlustvorträgen und unter Anwendung des lokalen Steuersatzes hypothetisch errechnet.

Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion EUR Mio
Rumänien Österreich Nordwest
europa,
Afrika und
Australasien
Mittlerer
Osten und
Kaspische
Region
Gesamt
2015
Umsatz mit Dritten 3) 49 44 765 196 1.054
Konzerninterner Umsatz 1.866 437 452 34 2.789
Ergebnis aus Anlagenverkäufen -2 0 20 -2 16
1.913 480 1.237 228 3.858
Produktionsaufwand -664 -107 -376 -96 -1.243
Förderzinsabgaben -231 -81 -32 -17 -361
Explorationsaufwand -146 -16 -315 -230 -707
Abschreibungen und Wertminderungen -1.164 -167 -1.760 -646 -3.738
Sonstige Kosten 4) -27 -8 -11 -7 -52
-2.232 -379 -2.494 -997 -6.101
Ergebnis vor Steuern -319 101 -1.257 -769 -2.243
Ertragsteuern 1) 48 -38 57 -7 59
Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion -271 63 -1.201 -776 -2.184
Speicherüberlassungsentgelt 2) 45 45
Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion EUR Mio
2014 Rumänien Österreich Nordwest
europa,
Afrika und
Australasien
Mittlerer
Osten und
Kaspische
Region
Gesamt
Umsatz mit Dritten 13 34 1.151 264 1.462
Konzerninterner Umsatz 2.707 626 628 133 4.094
Ergebnis aus Anlagenverkäufen 0 -1 -7 0 -7
2.720 659 1.773 397 5.548
Produktionsaufwand -738 -109 -377 -110 -1.335
Förderzinsabgaben -296 -140 -32 -22 -490
Explorationsaufwand -49 -19 -346 -46 -460
Abschreibungen und Wertminderungen -561 -141 -593 -277 -1.572
Sonstige Kosten 4) -40 -6 -62 4 -105
-1.684 -416 -1.410 -452 -3.961
Ergebnis vor Steuern 1.036 243 363 -55 1.587
Ertragsteuern 1) -170 -71 -224 -44 -509
Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion 866 172 139 -99 1.078
Speicherüberlassungsentgelt 2) 48 48
2013
Umsatz mit Dritten 9 43 667 249 968
Konzerninterner Umsatz 2.740 758 592 124 4.214
Ergebnis aus Anlagenverkäufen -2 -1 11 0 7
2.747 799 1.270 373 5.189
Produktionsaufwand -654 -106 -187 -97 -1.045
Förderzinsabgaben -226 -141 -43 -19 -429
Explorationsaufwand -102 -12 -142 -148 -404
Abschreibungen und Wertminderungen -508 -104 -360 -167 -1.139
Sonstige Kosten -18 -6 38 0 15
-1.508 -368 -695 -432 -3.002
Ergebnis vor Steuern 1.239 432 575 -59 2.186
Ertragsteuern 1) -202 -121 -328 7 -644
Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion 1.037 311 247 -52 1.543
Speicherüberlassungsentgelt 2) 56 56

1) In der Region Nordwesteuropa, Afrika und Australasien sind Körperschaftsteuer und "Special Petroleum Taxes" enthalten. Die Ertragsteuer in Rumänien wurde mit

der angenommenen, hypothetischen Steuerrate von 16% berechnet 2) Das Speicherüberlassungsentgelt vor Steuern wird für die Bereitstellung von Gasspeicherkapazitäten vom Bereich Downstream Gas bezahlt

3) Im Wert enthalten sind Hedgingeffekte

4) Im Wert enthalten ist die Veränderung der Lagerbestände in Norwegen und Neuseeland

d) Öl- und Gasreserven

Sichere Reserven sind jene Mengen an Erdöl und Gas, für welche durch Analyse von geologischen und technischen Daten mit begründeter Sicherheit beurteilt werden kann, dass sie aus bekannten Lagerstätten unter gegenwärtigen wirtschaftlichen, produktionstechnischen und regulatorischen Bedingungen in der Zukunft und innerhalb der Konzessionsdauer – außer die Verlängerung der Konzession ist sicher – wirtschaftlich gefördert werden können.

Sichere, entwickelte Reserven sind jene Reserven, die voraussichtlich mittels bestehenden Bohrungen mit bestehenden Ausrüstungen und Verfahren oder wenn die Kosten der benötigten Ausrüstung relativ gering verglichen mit den Kosten einer neuen Bohrung sind, gefördert werden können. Weiters ist von sicheren entwickelten Reserven auszugehen, falls sichere Reserven voraussichtlich durch bereits vorhandene und zurzeit in Betrieb befindlicher Förderanlagen und -infrastruktur gefördert werden können. Es sollte sichergestellt sein, dass die benötigten zukünftigen Aufwendungen zur Sicherstellung der bestehenden Ausrüstungen innerhalb des aktuellen Budgets geleistet werden.

Sichere, nicht entwickelte Reserven sind jene sicheren Reserven, die voraussichtlich aus neuen Bohrungen in Gebieten, in denen noch keine Bohrungen stattgefunden haben oder aus bestehenden Bohrungen, die zur Rekomplettierung eine verhältnismäßig hohe Aufwendung oder substanzielle neue Investition benötigen, um den Zustand alternder Einrichtungen zu gewährleisten oder diese zu ersetzen, gefördert werden können.

Erdöl und NGL Mio bbl

Rumänien Österreich Nordwest
europa,
Afrika und
Australasien
Mittlerer
Osten und
Kaspische
Region
Gesamt
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 1. Jänner 2013 382,5 48,5 150,5 33,3 614,8
Revision früherer Schätzungen 15,4 4,5 2,8 0,1 22,8
Erwerb von Reserven 50,8 50,8
Verkauf von Reserven
Erweiterungen und Neufunde 0,3 0,2 0,2 0 0,7
Produktion -28,6 -5,7 -15,3 -5,3 -54,9
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2013
369,6 47,5 189,1 28,1 634,3
Revision früherer Schätzungen 12,4 3,6 10,1 5,8 32,0
Erwerb von Reserven 0,0 0,0
Verkauf von Reserven
Erweiterungen und Neufunde 1,6 0,1 5,5 0,1 7,3
Produktion -28,0 -5,8 -18,1 -5,9 -57,8
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2014
355,6 45,4 186,6 28,1 615,8
Revision früherer Schätzungen 13,6 3,2 20,2 6,8 43,8
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven
Erweiterungen und Neufunde 0,0 0,1 0,1
Produktion -27,4 -5,7 -18,3 -4,0 -55,4
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2015 341,8 43,0 188,5 30,9 604,3
Sichere, entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2013 324,0 43,4 127,3 23,1 517,7
zum 31. Dezember 2014 315,6 43,2 127,8 26,4 513,1
zum 31. Dezember 2015 311,4 40,6 131,7 29,7 513,5
Gas Mrd Kubikfuß (bcf)
Rumänien Österreich Nordwest
europa,
Afrika und
Australasien
Mittlerer
Osten und
Kaspische
Region
Gesamt
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 1. Jänner 2013 1.984,5 341,2 336,6 133,6 2.795,9
Revision früherer Schätzungen 12,3 -7,1 13,7 16,0 34,9
Erwerb von Reserven 208,8 208,8
Verkauf von Reserven -3,0 -3,0
Erweiterungen und Neufunde 10,9 9,0 19,9
Produktion -183,2 -41,8 -27,3 -27,6 -279,9
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2013 1)
1.824,6 301,2 528,8 122,0 2.776,6
Revision früherer Schätzungen 43,9 13,0 1,5 13,6 72,1
Erwerb von Reserven 0,0 0,0
Verkauf von Reserven
Erweiterungen und Neufunde 23,5 2,0 94,0 119,4
Produktion -186,8 -37,3 -53,1 -32,5 -309,7
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2014 1)
1.705,2 278,9 571,2 103,2 2.658,5
Revision früherer Schätzungen -2,4 2,8 10,1 3,5 14,0
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven
Erweiterungen und Neufunde 10,9 1,0 12,0
Produktion -186,2 -35,9 -58,4 -29,0 -309,5
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2015 1)
1.527,5 246,9 522,9 77,7 2.375,0
Sichere, entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2013 1.431,1 200,1 271,4 121,7 2.024,3
zum 31. Dezember 2014 1.313,8 191,6 260,9 92,0 1.858,2
zum 31. Dezember 2015 1.163,9 163,9 235,6 69,8 1.633,3

1) 2015: Inklusive rund 72 bcf an Kissengas in Gasspeicherreservoirs

2014: Inklusive rund 71 bcf an Kissengas in Gasspeicherreservoirs

2013: Inklusive rund 73 bcf an Kissengas in Gasspeicherreservoirs

e) Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Die zukünftige Netto-Cashflow-Information wird unter der Annahme erstellt, dass die vorherrschenden wirtschaftlichen und operativen Rahmenbedingungen über die Produktionsdauer der sicheren Reserven bestehen bleiben. Weder zukünftige Veränderungen der Preise, noch Fortschritte in der Technologie oder Veränderungen der operativen Bedingungen werden berücksichtigt.

Der zukünftige Cash-Inflow beinhaltet die Erlöse aus dem Verkauf der Produktionsmengen, inklusive Kissengas in Gasspeicherreservoirs, unter der Annahme, dass die zukünftige Produktion zu jenen Preisen verkauft wird, welche zur Schätzung der sicheren Reserven zu den Jahresend-Mengen dieser Reserven verwendet werden (12-Monats-Durchschnittspreis). Die zukünftigen Produktionskosten umfassen Ausgaben für die Förderung sicherer Reserven sowie entsprechende Steuern ohne Berücksichtigung der Inflation. In den zukünftigen Rekultivierungsausgaben sind die Kosten der Rekultivierung von Sonden und Produktionsanlagen enthalten. Die zukünftigen Entwicklungsausgaben umfassen die geschätzten Kosten für Entwicklungsbohrungen und Produktionsanlagen. Allen drei Bereichen liegt die Annahme zugrunde, dass das Kostenniveau zum Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung der Inflation beibehalten wird. Die zukünftigen Steuerzahlungen werden unter Verwendung des Steuersatzes jenes Landes berechnet, in dem OMV tätig ist. Der Barwert ergibt sich aus der Diskontierung des zukünftigen Netto-Cashflows mit einem Diskontfaktor von 10% pro Jahr. Die standardisierte Ermittlung stellt keine Schätzung des Tageswerts der sicheren Reserven im Konzern dar. Eine Schätzung des Tageswerts würde neben vielen anderen Faktoren auch die Gewinnungsmöglichkeit von Reserven, die über die Menge der sicheren Reserven hinausgeht, und voraussichtliche Veränderungen in den zukünftigen Preisen und Kosten sowie einen dem Risiko der Öl- und Gasproduktion entsprechenden Diskontzinssatz berücksichtigen.

Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
Rumänien Österreich Nordwest
europa,
Afrika und
Australasien
Mittlerer
Osten und
Kaspische
Region
Gesamt
2015
Zukünftiger Cash-Inflow 19.931 3.506 12.640 1.295 37.372
Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben -13.167 -2.265 -4.662 -701 -20.795
Zukünftige Entwicklungsausgaben -2.447 -364 -1.104 -180 -4.095
Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern 4.317 877 6.874 414 12.482
Zukünftige Ertragsteuern -701 -292 -2.866 -96 -3.955
Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert 3.617 584 4.007 318 8.527
10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz
des Cashflows -1.643 -148 -1.395 -46 -3.232
Standardisierte Berechnung des diskontierten
zukünftigen Netto-Cashflows
1.974 436 2.613 272 5.295
2014
Zukünftiger Cash-Inflow 31.187 5.047 17.954 1.883 56.071
Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben -14.649 -3.240 -4.498 -784 -23.171
Zukünftige Entwicklungsausgaben -2.733 -822 -1.542 -197 -5.294
Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern 13.806 985 11.914 902 27.606
Zukünftige Ertragsteuern -2.216 -496 -6.186 -210 -9.108
Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert 11.589 488 5.728 692 18.498
10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz
des Cashflows
-5.611 233 -1.842 -146 -7.365
Standardisierte Berechnung des diskontierten
zukünftigen Netto-Cashflows
5.978 721 3.886 547 11.133
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows EUR Mio
Rumänien Österreich Nordwest
europa,
Afrika und
Australasien
Mittlerer
Osten und
Kaspische
Region
Gesamt
2013
Zukünftiger Cash-Inflow 32.975 5.557 18.204 1.937 58.673
Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben -13.970 -3.380 -4.198 -815 -22.363
Zukünftige Entwicklungsausgaben -2.890 -406 -2.046 -224 -5.566
Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern 16.115 1.771 11.960 897 30.743
Zukünftige Ertragsteuern -2.587 -629 -6.140 -179 -9.534
Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert 13.528 1.142 5.819 719 21.209
10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz
des Cashflows -6.963 -199 -2.055 -173 -9.390
Standardisierte Berechnung des diskontierten
zukünftigen Netto-Cashflows 6.565 943 3.765 546 11.818

f) Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
2015 2014 2013
1. Jänner 11.133 11.818 11.622
Verkauf und Transfer von gefördertem Öl und Gas abzüglich Produktionsausgaben -4.193 -4.186 -3.916
Nettoveränderung der Preise und Produktionskosten -9.915 -1.384 -1.409
Nettoveränderung aus dem Kauf und Verkauf von Mineralvorkommen 0 0 1.705
Nettoveränderung aufgrund von Erweiterungen und neuen Funden 9 469 4
Entwicklungs- und Rekultivierungsausgaben der laufenden Periode 1.224 1.556 974
Veränderung der geschätzten zukünftigen Entwicklungs- und Rekultivierungskosten
in der Periode -214 -685 -155
Revision früherer Schätzungen 1.344 2.107 724
Zuwachs aus der Diskontierung 1.063 1.087 1.067
Nettoveränderung der Ertragsteuern 4.371 459 1.246
Sonstiges 1) 474 -110 -44
31. Dezember 5.295 11.133 11.818

1) Unter der Position Sonstiges sind vor allem die Wechselkursveränderungen gegenüber dem EUR ausgewiesen

Unternehmen Lagebericht Corporate Governance Konzernabschluss

Wien, am 22. März 2016

Der Vorstand

Rainer Seele Vorsitzender

Rainer Seele Vorsitzender Johann Pleininger

Johann Pleininger

David C. Davies Vorsitzender-Stellvertreter

Manfred Leitner

Manfred Leitner

Abkürzungen und Definitionen

Abkürzungen und Definitionen

Abkürzungen und Definitionen

Ausschüttungsgrad %-Verhältnis der Dividende je Aktie zum Ergebnis je Ausschüttungsgrad %-Verhältnis der Dividende je Aktie zum Ergebnis je Aktie

bbl, bbl/d Barrel (Fass zu circa 159 Liter), bbl pro Tag bbl, bbl/d Barrel (Fass zu circa 159 Liter), bbl pro Tag

bcf, cf Milliarde Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F) bcf, cf Milliarde Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F)

BIP

Bruttoinlandsprodukt Bruttoinlandsprodukt

boe, boe/d Barrel Öläquivalent, boe pro Tag boe, boe/d Barrel Öläquivalent, boe pro Tag

Current Cost of Supply; zu aktuellen Beschaffungskosten CCS Current Cost of Supply; zu aktuellen Beschaffungskosten

Earnings Before Interest and Taxes; Betriebserfolg EBIT Earnings Before Interest and Taxes; Betriebserfolg

EBITD EBITD

Earnings Before Interest, Taxes and Depreciation; Betriebserfolg vor planmäßigen Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen zum Anlagevermögen Earnings Before Interest, Taxes and Depreciation; Betriebserfolg vor planmäßigen Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen zum Anlagevermögen

EGT

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen

Eigenkapitalquote Eigenkapitalquote

%-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital %-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital

Eingesetztes Kapital Eingesetztes Kapital

Eigenkapital inklusive Anteile anderer Gesellschafter zuzüglich Nettoverschuldung Eigenkapital inklusive Anteile anderer Gesellschafter zuzüglich Nettoverschuldung

Exploration and Production Sharing Agreement; Explorations- und Produktionsteilungsvertrag EPSA Exploration and Production Sharing Agreement; Explorations- und Produktionsteilungsvertrag

Ergebnis je Aktie Ergebnis je Aktie

Den Aktionären zuzurechnender Jahresüberschuss dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Aktienanzahl Den Aktionären zuzurechnender Jahresüberschuss dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Aktienanzahl

EU

Europäische Union Europäische Union

EUR

Euro

H1, H2 Erstes, zweites Halbjahr H1, H2 Erstes, zweites Halbjahr

HSSE

Health, Safety, Security and Environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz Health, Safety, Security and Environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

HV Hauptversammlung Hauptversammlung

IASs International Accounting Standards International Accounting Standards

IFRSs

International Financial Reporting Standards International Financial Reporting Standards

Jahresüberschuss Nettogewinn nach Zinsen und Steuern Jahresüberschuss Nettogewinn nach Zinsen und Steuern

Kb&S Konzernbereich und Sonstiges Konzernbereich und Sonstiges

kbbl, kbbl/d Tausend Barrel, tausend bbl pro Tag kbbl, kbbl/d Tausend Barrel, tausend bbl pro Tag

kboe, kboe/d Tausend Barrel Öläquivalent, tausend boe pro Tag kboe, kboe/d Tausend Barrel Öläquivalent, tausend boe pro Tag

km2 Quadratkilometer Quadratkilometer

KPI

Key Performance Indicator; Leistungskennzahl, Schlüsselindikator Key Performance Indicator; Leistungskennzahl, Schlüsselindikator

LNG Liquefied Natural Gas; Flüssigerdgas Liquefied Natural Gas; Flüssigerdgas

LTIR Lost-Time Injury Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall pro 1 Mio Arbeitsstunden Lost-Time Injury Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall pro 1 Mio Arbeitsstunden

m3

Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F) Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F)

Mio Million, Millionen Million, Millionen

Mrd Milliarde, Milliarden Mrd Milliarde, Milliarden

MW

Megawatt Megawatt

MWh Megawatt Stunde Megawatt Stunde

n.a.

Not available; Wert nicht verfügbar n.a. Not available; Wert nicht verfügbar Not meaningful; Wert nicht aussagefähig n.m. Not meaningful; Wert nicht aussagefähig

Net assets Net assets

Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, at-equity bewertete Beteiligungen, Anteile an sonstigen Unternehmen, Ausleihungen an at-equity bewertete Beteiligungen, Summe Net Working Capital, abzüglich Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, at-equity bewertete Beteiligungen, Anteile an sonstigen Unternehmen, Ausleihungen an at-equity bewertete Beteiligungen, Summe Net Working Capital, abzüglich Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen

Nettoverschuldung Nettoverschuldung

Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inklusive Anleihen und Finanzierungsleasing abzüglich liquider Mittel Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inklusive Anleihen und Finanzierungsleasing abzüglich liquider Mittel

NGL

Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt

NOK

Norwegische Krone Norwegische Krone

NOPAT NOPAT

Net Operating Profit After Tax; EGT nach Steuern zuzüglich Zinsergebnis auf Finanzverbindlichkeiten, +/– Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, +/– Steuereffekte aus Anpassungen Net Operating Profit After Tax; EGT nach Steuern zuzüglich Zinsergebnis auf Finanzverbindlichkeiten, +/– Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, +/– Steuereffekte aus Anpassungen

OECD OECD

Organisation for Economic Cooperation and Development; Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Organisation for Economic Cooperation and Development; Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

OPEX

Operating Expenditures; Produktionskosten; Materialund Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben Operating Expenditures; Produktionskosten; Materialund Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben

öCGK

Österreichischer Corporate Governance Kodex Österreichischer Corporate Governance Kodex

PJ

Petajoule, 1 PJ entspricht ca. 278 Mio Kilowattstunden Petajoule, 1 PJ entspricht ca. 278 Mio Kilowattstunden

Q1, Q2, Q3, Q4 Q1, Q2, Q3, Q4

Erstes, zweites, drittes, viertes Quartal Erstes, zweites, drittes, viertes Quartal

ROACE ROACE

Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital

ROE

Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss/ -fehlbetrag zu durchschnittlichem Eigenkapital Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss/ -fehlbetrag zu durchschnittlichem Eigenkapital

RON

Rumänischer Leu Rumänischer Leu

RONA RONA

Return On Net Assets; %-Verhältnis NOPAT zu den durchschnittlichen net assets Return On Net Assets; %-Verhältnis NOPAT zu den durchschnittlichen net assets

RRR

Reserve Replacement Rate; Reserven-Ersatzrate; Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion dividiert durch Gesamtproduktion Reserve Replacement Rate; Reserven-Ersatzrate; Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion dividiert durch Gesamtproduktion

t, toe

Tonne, Tonne Öläquivalent Tonne, Tonne Öläquivalent

TEUR

Tausend Euro Tausend Euro

TRIR

Total Recordable Injury Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen Total Recordable Injury Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen

TRY Türkische Lira Türkische Lira

TSR

Total Shareholder Return; Aktienrendite Total Shareholder Return; Aktienrendite

TWh Terawatt Stunde Terawatt Stunde

UGB

Österreichisches Unternehmensgesetzbuch Österreichisches Unternehmensgesetzbuch

Umsatzerlöse Umsatzerlöse

Umsatzerlöse exkl. Mineralölsteuer Umsatzerlöse exkl. Mineralölsteuer

USD US Dollar

Verschuldungsgrad US Dollar Verschuldungsgrad

Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

Weitere Abkürzungen und Definitionen finden Sie unter www.omv.com > Presse > Glossar. Weitere Abkürzungen und Definitionen finden Sie unter www.omv.com > Presse > Glossar.

Kontakte

OMV Aktiengesellschaft

Trabrennstraße 6-8 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40440-0 Fax: +43 1 40440-27900 [email protected]

OMV PETROM SA

Strada Coralilor 22, sector 1 013329 Bukarest, Rumänien Tel.: +40 372 868930 Fax: +40 372 868518 [email protected]

Investor Relations

Felix Rüsch OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40440-21600 Fax: +43 1 40440-621600 [email protected]

Das Heft "OMV Konzern in Zahlen" wird nicht mehr in gedruckter Form produziert. Sie finden die elektronische Version auf der OMV Homepage unter www.omv.com > Investor Relations > Berichte und Präsentationen > OMV Konzern in Zahlen

Herausgeber: OMV Aktiengesellschaft, Wien Konzept, Design und Litho: ZUM GOLDENEN HIRSCHEN Campaigning GmbH Fotos: OMV Archiv, Foto von der offiziellen Website von Gazprom (www.gazprom.ru) (Urengoy, Seite 8), Lundin (Edvard Grieg, Seite 8) Bildbearbeitung: Farbantrieb Anhang: produziert mit FIRE.sys Druck: Schwechater Druckerei Seyss GmbH

Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden im Konzernanhang des Geschäftsberichts größtenteils geschlechterunspezifische Termini verwendet.

Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen:

Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "glauben" "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen von OMV sowie OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle von OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Weder OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren von OMV dar.

OMV Aktiengesellschaft

Geschäftsbericht 2015 der OMV Aktiengesellschaft

Bericht des Aufsichtsrats 157
Corporate Governance Bericht 159
Lagebericht OMV Aktiengesellschaft 173
Bestätigungsvermerk 179
Jahresabschluss OMV Aktiengesellschaft 180
Bilanz 180
Gewinn- und Verlustrechnung 182
Anhang 183
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 184
Erläuterungen zur Bilanz 188
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 197
Ergänzende Angaben 200
Entwicklung der unversteuerten Rücklagen 203
Direkte Beteiligungen 204
Aufsichtsrat 205
Vorstand 206
Anlagenspiegel 208
Abkürzungen und Definitionen 210

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Öl- und Gasindustrie befand sich 2015 in einer extrem herausfordernden Situation, da der Ölpreis im Jahresverlauf von USD 57/bbl auf USD 37/bbl fiel. In diesem wirtschaftlichen Umfeld erzielte OMV 2015 einen negativen freien Cashflow nach Dividenden von EUR 569 Mio. Zukünftig ist es das zentrale Ziel von OMV, einen positiven freien Cashflow nach Dividenden zu erreichen. Die Lebensdauer der Reserven sank von 9,7 Jahren Ende 2014 auf 9,3 Jahre Ende 2015. OMV wird weiterhin vorwiegend in Upstream investieren, um eine nachhaltige Ressourcenbasis zu erhalten. Der Aktienkurs von OMV stieg 2015 um 19% und übertraf damit den FTSE Global Energy Index mit einer EUR-Kursperformance von -15% klar. OMV verbesserte 2015 die gute Sicherheitsbilanz noch weiter, wie die Senkung der Lost-Time Injury Rate von 0,44 im Jahr 2014 auf 0,27 im Jahr 2015 zeigt. Bedauerlicherweise waren im Konzern 2015 zwei arbeitsbezogene Todesfälle zu beklagen.

Neue Vorstandsmitglieder

2015 widmete sich der Aufsichtsrat eingehend der Identifizierung und Ernennung neuer Vorstandsmitglieder. Wie 2014 vereinbart, trat Gerhard Roiss am 30. Juni 2015 als Vorstandsvorsitzender zurück. Rainer Seele trat am 1. Juli 2015 seine Nachfolge an. Jaap Huijskes, Vorstandsmitglied verantwortlich für Upstream, beendete sein Mandat zum 31. August 2015. Der Aufsichtsrat ernannte Johann Pleininger zu seinem Nachfolger ab 1. September 2015. Darüber hinaus führten wir einen Prozess zur Identifikation eines geeigneten Nachfolgers für den Finanzvorstand durch, der Ende 2015 noch lief und zur Entscheidung am 19. Jänner 2016 führte, dass Reinhard Florey im Laufe des Jahres neuer Finanzvorstand wird.

Strategie

Am 15. Dezember 2015 genehmigte der Aufsichtsrat einstimmig die neue Strategie von OMV mit folgenden Eckpunkten: OMV wird ein integriertes Öl- und Gasunternehmen bleiben und strebt mit Investitionen in kostengünstige Assets eine nachhaltige Ressourcenbasis im Upstream-Geschäft an. Investitionen, Explorationsausgaben und operative Kosten werden auf das Ziel ausgerichtet, einen positiven freien Cashflow nach Dividenden zu erreichen.

Tätigkeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat überwachte 2015 sorgfältig die Geschäftsführung von OMV durch den Vorstand und beriet den Vorstand im Entscheidungsfindungsprozess auf Basis detaillierter mündlicher und schriftlicher Berichte sowie konstruktiver Diskussionen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Der Vorstand informierte uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftstätigkeit, die allgemeine wirtschaftliche Lage in den Kernmärkten des Unternehmens und das Geschäftsumfeld sowie über Chancen und Risiken für die Geschäftsentwicklung von OMV. Zahlreiche offene Diskussionen in einer Atmosphäre des Vertrauens bilden jederzeit die Grundlage unserer Beratungen und Kommunikation mit dem Vorstand. Besonderes Augenmerk wurde auf die geplante Beteiligung an der Pipeline Nord Stream 2 sowie an der Entwicklung der Gebiete IV und V der Achimov-Formation im Feld Urengoy gelegt, letzteres im Austausch für eine Beteiligung der Gazprom an OMV Assets. Eine Entscheidung über diese Transaktion wird erst gefällt, wenn die zu tauschenden Assets, deren Bewertung und die vertraglichen Bestimmungen festgelegt wurden. Weiters diskutierte und genehmigte der Aufsichtsrat Upstream-Investitionsprojekte in Norwegen, Großbritannien, Neuseeland und Abu Dhabi. Im Bereich Downstream waren zentrale Themen der beabsichtigte Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an Gas Connect Austria zur Optimierung des Portfolios und zur Stärkung von Cashflow und Bilanz sowie die vollständige Übernahme von EconGas, die einen wesentlichen Schritt zur Restrukturierung des Gasbereichs von OMV darstellten. Bezüglich der Konzernfinanzierung unterstützten wir die Emission von Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1,5 Mrd zur Verbesserung der finanziellen Flexibilität. Weitere Schwerpunkte waren der jährliche Planungsprozess für den mittelfristigen Zeitraum (2016-2018), das Budget für das Geschäftsjahr 2016 und das laufende Investitionsprogramm. Insbesondere vor dem Hintergrund der stark gefallenen Ölpreise betonte der Aufsichtsrat einen positiven freien Cashflow nach Dividenden als zentrales Ziel auch in einem sehr schwierigen Marktumfeld. Schließlich haben wir mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung der Effizienz und Effektivität unserer Arbeit unsere jährliche

Weitere Ausführungen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie im Corporate Governance Bericht

Selbstevaluierung durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat seiner Verantwortung gegenüber Aktionärinnen und Aktionären und weiteren Stakeholdern gerecht werden kann.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Präsidial- und Nominierungsausschuss leitete die Suche für die Positionen des Vorstandsvorsitzenden, des Finanzvorstands und des für Upstream verantwortlichen Vorstandsmitglieds, und schlug dem Aufsichtsrat 2015 die bereits erwähnten Ernennungen von Rainer Seele und Johann Pleininger vor. Ebenso empfahl er die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl in den Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung. Schließlich diskutierte der Präsidial- und Nominierungsausschuss auch die OMV Strategie. Der Vergütungsausschuss verhandelte die Anstellungsverträge mit Rainer Seele und Johann Pleininger und genehmigte die Beendigung des Anstellungsvertrags mit Jaap Huijskes. Bei Anstellungsverträgen, die nach Juli 2015 abgeschlossen wurden, wurden die Abfindungszahlungen bei Beendigung während der Vertragslaufzeit auf 18 Monatsgehälter reduziert und auf die fixen Gehaltsbestandteile beschränkt. Darüber hinaus erarbeitete der Vergütungsausschuss Verbesserungen des variablen Vergütungssystems für den Vorstand, die die Grundlage kommender Bonussysteme für das Management bilden werden. Der Prüfungsausschuss behandelte wesentliche Themen der Rechnungslegungsprozesse, der internen Revision, des Risikomanagements sowie des internen Kontroll- und Steuerungssystems des Konzerns. Der Prüfungsausschuss untersuchte eingehend die bei Wertminderungen von Aktiva verwendeten Prozesse und Berechnungsmethoden (Werthaltigkeitstests). Der Abschlussprüfer des OMV Konzerns, Ernst & Young, nahm an jeder Sitzung des Prüfungsausschusses teil, wobei wir regelmäßig die Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch mit dem Abschlussprüfer ohne Anwesenheit der Vorstandsmitglieder nutzten. Auch dieses Jahr diente ein spezieller Workshop mit dem Abschlussprüfer des OMV Konzerns dazu, uns mit den jüngsten Entwicklungen zu Corporate Governance, Finanzberichterstattung und Prüfungsstandards vertraut zu machen. Im Einklang mit internationaler Best Practice liegt der Vorsitz des Prüfungsausschusses seit 19. Mai 2015 nicht

mehr beim Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Projektausschuss analysierte die geplanten Upstream-Investitionen in Russland und die Beteiligung am Pipelineprojekt Nord Stream 2.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Infolge des Rücktritts des Vorsitzenden Rudolf Kemler und von Roy Franklin wurden Peter Oswald und Gertrude Tumpel-Gugerell von der OMV Hauptversammlung am 19. Mai 2015 erstmals zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Peter Oswald wurde als neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats gewählt.

Jahresabschluss und Dividende

Nach umfassender Prüfung und Erörterung mit dem Abschlussprüfer im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat, die keinen Anlass zu Einschränkungen gaben, erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs. 1 Aktiengesetz erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss 2015, der damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt ist. Das Gleiche gilt für den Konzernabschluss. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem vom Prüfungsausschuss geprüften Corporate Governance Bericht zu. Der Aufsichtsrat akzeptierte den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung, eine Dividende von EUR 1,00 je Aktie auszuschütten und den sich danach ergebenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Abschließend danken wir herzlich dem Vorstand und der gesamten Belegschaft des Konzerns für ihren Einsatz und ihren Beitrag im Geschäftsjahr 2015 sowie allen Aktionärinnen und Aktionären, Kundinnen und Kunden und Partnerinnen und Partnern für ihr Vertrauen. Unser Dank geht auch an Rudolf Kemler als Vorsitzender des Aufsichtsrats bis Mai 2015, Gerhard Roiss als Vorstandsvorsitzender bis Juni 2015 und Jaap Huijskes als für Upstream verantwortliches Vorstandsmitglied bis August 2015.

Wien, am 22. März 2016 Für den Aufsichtsrat

Peter Oswald

Corporate Governance Bericht

OMV als börsennotiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Österreich ist den Grundsätzen guter Corporate Governance verpflichtet. Das österreichische Recht, die Satzung, die Geschäftsordnungen der Organe des Unternehmens und der österreichische Corporate Governance Kodex (öCGK) bilden den Rahmen für die Corporate Governance von OMV. OMV hat die Einhaltung der Best Practice der Corporate Governance stets als wesentlichen Auftrag verstanden, um eine verantwortungsvolle Leitung und Kontrolle des OMV Konzerns, ein hohes Niveau an Transparenz für alle Stakeholder und letztlich eine nachhaltige und langfristige Wertschaffung sicherzustellen. OMV befolgt daher auch die R-Regeln des öCGK, die ausschließlich Empfehlungscharakter haben.

OMV entspricht dem öCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance. Dieser Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich. Die Einhaltung des öCGK durch OMV im Jahr 2015 wurde einer externen Evaluierung durch unabhängige Berater unterzogen. Der Bericht über die Evaluierung ist unter www.omv.com öffentlich zugänglich und bestätigt die Einhaltung sämtlicher C- und R-Regeln durch OMV. Im Hinblick auf Regeln C-27 und C-28 befinden sich Erklärungen zu den variablen Vergütungsprogrammen in den entsprechenden Abschnitten des Vergütungsberichts.

Vorstand

Von links nach rechts: Johann Pleininger, David C. Davies, Rainer Seele, Manfred Leitner

Rainer Seele, *1960

Datum der Erstbestellung: 1. Juli 2015 Ende der laufenden Funktionsperiode: 30. Juni 2018 Vorsitzender des Vorstands (seit 1. Juli 2015). Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens.

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Borealis AG.

Nach seinem Doktorats-Studium der Chemie an der Universität Göttingen übernahm er leitende Funktionen im BASF Konzern, wo er 2000 zunächst Mitglied der Geschäftsführung und später Sprecher der Geschäftsführung der WINGAS GmbH wurde. Von 2009 bis 2015 war er Vorstandsvorsitzender der Wintershall Holding GmbH.

Gerhard Roiss, *1952

Datum der Erstbestellung: 17. September 1997 Gerhard Roiss legte per 30. Juni 2015 seine Funktion als Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens zurück.

Seine Wirtschaftsausbildung in Wien, Linz und Stanford (USA) bildete die Basis für Führungsaufgaben in der Konsumgüterindustrie. 1990 wurde er in die Geschäftsführung der PCD Polymere GmbH berufen. 1997 wechselte er in den Vorstand des OMV Konzerns und war bis Ende 2001 für Exploration und Produktion sowie Kunststoffe verantwortlich. Von 2002 bis 2011 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender und für den Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing verantwortlich.

David C. Davies, *1955

Datum der Erstbestellung: 1. April 2002 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2017 (am 19. Jänner 2016 hat der Aufsichtsrat von OMV beschlossen, dass Reinhard Florey spätestens per 1. August 2016 zum Finanzvorstand bestellt wird. David C. Davies wird sein Vorstandsmandat einen Monat nach Beginn der Funktionsperiode von Reinhard Florey zurücklegen.)

Finanzvorstand (seit 1. April 2002) und stellvertretender Vorstandsvorsitzender (seit 1. April 2011). Verantwortungsbereich: Finanzen, OMV Solutions GmbH.

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Borealis AG (bis 13. September 2015). Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG und der CEESEG Aktiengesellschaft sowie Mitglied des Verwaltungsrats der Xella International SA (bis 20. November 2015).

Er absolvierte 1978 das Studium der Volkswirtschaft an der Universität von Liverpool (Großbritannien) und begann seine Berufslaufbahn in der Wirtschaftsprüfung. Weiters war er in internationalen Konzernen in der Getränke-, Lebensmittel- und Gesundheitsindustrie tätig. Vor dem Eintritt in den OMV Konzern war er Finanzvorstand in verschiedenen Unternehmen in Großbritannien.

Johann Pleininger, *1962

Datum der Erstbestellung: 1. September 2015 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. August 2018 Führung des Geschäftsbereichs Upstream seit 1. September 2015.

Er begann seine berufliche Laufbahn bei OMV und absolvierte später eine Ausbildung als Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur. In seiner Zeit bei OMV bekleidete er verschiedene leitende Funktionen. Von 2007 bis 2013 war er als Vorstandsmitglied von OMV Petrom in Bukarest für Exploration und Produktion verantwortlich. Zuletzt war er als Senior Vice President für die Upstream Kernländer Rumänien, Österreich sowie für die Entwicklung im Schwarzen Meer verantwortlich.

Jaap Huijskes, *1965

Datum der Erstbestellung: 1. April 2010 Jaap Huijskes legte per 31. August 2015 seine Funktion als Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Geschäftsbereich Upstream zurück.

Er absolvierte eine Ausbildung als Maschinenbauingenieur und begann seine Berufslaufbahn bei Shell. Innerhalb des Shell Konzerns bekleidete er eine Reihe technischer und betriebswirtschaftlicher Positionen. Zuletzt war er als Executive Vice President für weltweite Großprojekte im Bereich Exploration und Produktion verantwortlich. Er arbeitete und lebte u.a. in Großbritannien, Norwegen, im Oman, in Australien und Russland.

Manfred Leitner, *1960

Datum der Erstbestellung: 1. April 2011 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2017 Führung des Geschäftsbereichs Downstream sowie Wahrnehmung der Interessen des OMV Konzerns bezüglich Kunststoffe und Chemie.

Mitglied des Aufsichtsrats der Borealis AG und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. (bis 20. November 2015).

Nach seinem Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien startete er seine berufliche Karriere 1985 bei OMV. Nach zweijähriger Tätigkeit im Finanzbereich von E&P leitete er in Libyen den Finanzbereich der OMV Niederlassung in Tripolis. Nach seiner Rückkehr nach Österreich war er bis zum Jahr 1997 für die Controlling-Aktivitäten in E&P verantwortlich. Danach wechselte er in den Geschäftsbereich R&M, wo er bis 2002 die Abteilung Planning & Controlling leitete und von 2003 bis 2011 als Senior Vice President für Downstream Optimization and Supply fungierte.

Arbeitsweise des Vorstands

Genehmigungserfordernisse, Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, Beschlusserfordernisse sowie Vorgehen bei Interessenkonflikten sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Der Vorstand hält zumindest alle zwei Wochen Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen Angelegenheiten, die der Genehmigung des gesamten Organs bedürfen, ab.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht gibt einen Überblick über die Vergütung der Vorstandsmitglieder. Er erläutert die Grundsätze der Vergütungspolitik und die unterschiedlichen Bestandteile der Vergütung einschließlich Leistungsanreize und anderer Bezüge.

Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand

Die Vorstandsmitglieder werden zu lokalen, österreichischen Bedingungen beschäftigt und die Gehälter sind daher in EUR festgelegt (brutto). Ihre Anstellungsverträge sind mit der OMV Aktiengesellschaft abgeschlossen und unterliegen österreichischem Recht. Um zusätzlichen Verantwortlichkeiten in Konzernunternehmen Rechnung zu tragen, hatte Gerhard Roiss bis 30. Juni 2015 einen weiteren Anstellungsvertrag mit OMV Exploration & Production GmbH und hat David C. Davies einen weiteren Anstellungsvertrag mit OMV Solutions GmbH.

Die Vergütung der OMV Vorstandsmitglieder berücksichtigt die Gegebenheiten in der relevanten Branche, verbunden mit einer starken individuellen Leistungskomponente. Die Marktorientierung der Vergütung wird durch ein regelmäßiges externes Benchmarking sowohl zur Branche, wie etwa europäischen Öl- und Gasunternehmen, als

auch zu relevanten österreichischen und europäischen Industrieunternehmen sichergestellt. PricewaterhouseCoopers LLP (PwC) war ganzjährig für den Vergütungsausschuss beratend tätig.

Die leistungsbezogene Komponente beinhaltet sowohl kurz- als auch langfristige Elemente. Die verwendeten Indikatoren beruhen auf finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen. Ebenfalls berücksichtigt werden spezielle Projekte im Zuge der Implementierung der OMV Strategie.

Jährliche Vergütung

Grundgehalt

Die fixe Vergütung der Vorstandsmitglieder wird monatlich als Gehalt ausbezahlt. In den Anstellungsverträgen sind 14 Zahlungen pro Jahr jeweils am letzten Banktag eines Monats vorgesehen.

Sachbezüge

Vorstandsmitglieder erhalten einen Dienstwagen und haben Anspruch auf eine Unfallversicherung. Die Krankenversicherung beschränkt sich auf die österreichische gesetzliche Sozialversicherung.

Bonifikation (Bonus)

Die jährliche Bonifikation besteht aus zwei integrierten Komponenten: einer Barvergütung (der Barbonifikation) und einer Aktienvergütung (dem Matching Share Plan). Beide Komponenten sind gleichwertig und unterliegen denselben Leistungskriterien.

Die Barbonifikation für das Jahr 2015 wurde vom Vergütungsausschuss des Aufsichtsrats genehmigt. In Abhängigkeit vom Zielerreichungsgrad können höchstens 100% des Grundgehalts als variable Barvergütung im darauf folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt werden.

Der Matching Share Plan (MSP) für das Jahr 2015 wurde von der Hauptversammlung 2015 genehmigt. Er dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an OMV und die Angleichung an Interessen der Aktionärinnen und Aktionäre fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionärinnen und Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen Barbonifikationen (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Barbonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen Barbonifikation durch den Vergütungsausschuss wird die MSP-Bonifikation (netto nach Steuern) in Form von Aktien des Unternehmens gewährt, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind. Vorstandsmitglieder können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits die vom Long Term Incentive Plan vorgesehene Mindesthöhe des Aktienbesitzerfordernisses erreicht haben.

Es werden Ziele (Leistungskriterien) vereinbart und am Ende des Leistungsjahrs gemessen. Die Leistungskriterien für das Leistungsjahr 2015 sind aus den nachstehenden vier Bereichen zusammengesetzt:

Bereich Kriterien
Finanziell CCS NOPAT vor Sondereffekten;
Freier Cashflow nach Dividenden und
vor Veräußerungen
Nichtfinanziell Produktion; Reserven-Ersatzrate
Effizienz Inkludiert beispielsweise die termin
gerechte und budgetkonforme Durch
führung von Investitionsprojekten
und Kosteneinsparungen
Nachhaltigkeit Allgemeiner Fortschritt

Das Erreichen der Ziele wird mittels Vergleich der vereinbarten Werte mit den erreichten Werten festgestellt. Die tatsächliche Zielerreichung wird von einem unabhängigen Experten überprüft. Die Barbonifikation hängt vom Ausmaß der Erreichung der Leistungskriterien ab. Es wurden Schwellen-, Ziel- und Zielüberschreitungswerte vereinbart, die einen Anspruch auf eine Bonifikation in Höhe von 50%, 70% oder 100% des jährlichen Grundgehalts begründen. 162 OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2015 Corporate Governance Bericht Maximum Tatsächlich

Aus der tatsächlichen Zielerreichung im Jahr 2015 ergibt sich 2016 eine Zahlung von 72,1% des Grundgehalts. Derselbe Prozentsatz gilt auch für die Zahlungen unter dem MSP im Jahr 2016.

Das herausfordernde Marktumfeld belastete die Erreichung der finanziellen Zielgrößen, dies wurde teilweise durch die erfolgreiche Implementierung des Kostensenkungsprogramms und anderen Effizienzzielen kompensiert. Die positive LTIR Entwicklung und erfolgreiche Projekte im Bereich Nachhaltigkeit führten zu einer positiven Anpassung der Zielerreichung.

2015 Bonus-Zielerreichung in % der Grundgehälter

Im Fall eines Rückzahlungsereignisses werden die zugeteilten Aktien reduziert oder sind gegebenenfalls auf Verlangen des Aufsichtsrats zurückzugeben. Als Rückzahlungsereignis gelten die folgenden Gründe: Erforderliche Berichtigung des geprüften Jahresabschlusses aufgrund von Fehlkalkulationen, wesentliches Versagen des Risikomanagements, das zu signifikanten Verlusten führt, schwerwiegendes Fehlverhalten einzelner Vorstandsmitglieder aufgrund Verletzung österreichischen Rechts. Sofern die zugeteilten Aktien oder ihr Geldgegenwert auf einer fehlerhaften Berechnung der Bonifikation beruhen, sind die Vorstandsmitglieder verpflichtet, Vergütungen zurückzugeben oder zurückzuzahlen, die aufgrund solcher Berechnungsfehler bezogen wurden.

Überblick über die jährliche Vergütung

Unter der Annahme, dass alle Leistungskriterien für die Barbonifikation und den MSP im Ausmaß des Zielwerts erreicht werden, entspricht die jährliche Gesamtvergütung 240% der Grundgehälter der Vorstandsmitglieder.

Langfristige Vergütung und Leistungsanreize Long Term Incentive Plan

Der Long Term Incentive Plan (LTIP) wurde seit seiner Einführung 2009 jährlich gewährt. Der von der Hauptversammlung 2015 beschlossene LTIP 2015 ist ein langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder und soll die mittel-

Vorstandsbezüge1) EUR 1.000
Vergütung 2015 Roiss
2)
bis 30.6.2015
Seele
seit 1.7.2015
Davies 3) Huijskes
bis 31.8.2015
Pleininger
seit 1.9.2015
Leitner Summe
Fix (Grundgehalt) 478 451 880 464 183 700 3.155
Variabel (Barbonifikation) 4) 414 0 361 323 0 5) 261 1.359
Sachbezüge (PKW, Unfallver
sicherung und Aufwandersatz)
5 71 6) 10 6 3 10 106
Summe 896 522 7) 1.252 793 187 971 4.620
Variabel (Matching Share Plan;
Anzahl der Aktien) 8)
18.129 9) 0 15.845 14.161 0 11.424 59.559
Verhältnis fix zu variabel 10) 36/64 100/0 54/46 41/59 100/0 56/44 53/47
LTIP 2012: Anzahl der Aktien 11) 14.536 9) 0 10.902 6.489 0 12) 6.489 38.416

1) Aufgrund von Rundungsdifferenzen ergeben sich in den Einzelsummen Abweichungen. Die variablen Bezüge, deren Auszahlung 2015 erfolgte, beziehen sich auf den Zielerreichungsgrad im Jahr 2014 (dementsprechend wurden 2015 an Rainer Seele und Johann Pleininger keine Barbonifikationen ausbezahlt). Das Grundgehalt von David C. Davies beinhaltet einen jährlichen Unterkunftszuschuss. Die Grundgehälter von Gerhard Roiss und David C. Davies wurden per 1. April 2015 angepasst. Das Grundgehalt für Manfred Leitner wurde per 1. Jänner 2015 angepasst. Diese Anpassungen richten sich nach dem Inflationsindex

2) Teilweise gemäß dem Anstellungsvertrag mit OMV Exploration & Production GmbH ausbezahlt

3) Teilweise gemäß dem Anstellungsvertrag mit OMV Solutions GmbH ausbezahlt

4) Hans-Peter Floren erhielt eine Barbonifikation in der Höhe von TEUR 272 bezogen auf den Zielerreichungsgrad im Jahr 2014 5) Johann Pleininger erhielt eine Barbonifikation in der Höhe von TEUR 93 bezogen auf den Zielerreichungsgrad als Führungskraft im Jahr 2014

6) Darin enthalten Erstattungen für Unterkunft, Parkgebühren, Heimflüge, Mietauto, Umzugskosten und damit verbundene Steuern 7) Zusätzlich erhielt Rainer Seele eine einmalige Zahlung in Höhe von TEUR 1.517 mit der Verpflichtung zum Erwerb von OMV Aktien für das Aktienbesitzerfordernis gemäß LTIP

8) Hans-Peter Floren hatte Anspruch auf 11.921 Aktien bezogen auf den Zielerreichungsgrad im Jahr 2014

9) In bar ausbezahlt

10) Fix inkludiert Grundgehalt und Sachbezüge; variabel inkludiert Barbonifikation und Matching Share Plan

11) Hans-Peter Floren hatte Anspruch auf 6.489 Aktien bezogen auf den Zielerreichungsgrad in den Jahren 2012-2014 12) Johann Pleininger hatte Anspruch auf 3.504 Aktien aus dem LTIP 2012 für Führungskräfte (teilweise in bar ausbezahlt)

und langfristige Wertschöpfung bei OMV fördern. Der Plan soll die Interessen des Managements und der Aktionärinnen und Aktionäre aneinander angleichen, indem dem Management eine leistungsabhängige Vergütung in Form von OMV Aktien gewährt wird, wobei die Leistung anhand von Schlüsselindikatoren gemessen wird, die mit der mittelfristigen Strategie und der Aktienrendite verknüpft sind.

Die Obergrenze der Aktienzuteilung für jedes Vorstandsmitglied ist ein Prozentsatz des jährlichen Grundgehalts (brutto): 175% für den Vorstandsvorsitzenden, 150% für den stellvertretenden Vorsitzenden, 125% für die übrigen Vorstandsmitglieder.

Der Leistungszeitraum beträgt drei Jahre (1. Jänner 2015 bis 31. Dezember 2017). Zu Beginn des Programms wurden Gewichtungen für Schlüsselindikatoren festgelegt:

Indikator Gewichtung
Relativer Total Shareholder
Return (Relativer TSR)
70%
Freier Cashflow nach Dividenden
über drei Jahre
20%
Nachhaltigkeitskomponente 10%

Der relative TSR wird anhand einer ausgewogenen Vergleichsgruppe von zwölf Öl- und Gasunternehmen ermittelt (Shell, BP, Total, Eni, Statoil, BG Group, Repsol, Galp Energia, MOL, Tupras, Neste Oil und PKN). Die Zielerreichung ist mittels Vergleich der vereinbarten Indikatoren mit den tatsächlich erzielten Ergebnissen zu bestimmen.

Soweit das Aktienbesitzerfordernis nicht erreicht ist, erfolgt die Vergütung automatisch in Form von Aktien (netto nach Steuern). Soweit das Aktienbesitzerfordernis erreicht ist, kann die Vergütung in bar erfolgen. Die Berechnung der Anzahl der Aktien erfolgt auf Grundlage des durchschnittlichen Schlusskurses der OMV Aktie an der Wiener Börse während der drei Monate vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. März 2015 (EUR 23,75). Anspruchstag des LTIP 2015 ist der 31. März 2018. Die Höhe der Zuteilung für jede Leistungskennzahl ist den Tabellen zu entnehmen.

Freier Cashflow und Nachhaltigkeit: Höhe der Zuteilung
Leistung Zuteilung
Zielüberschreitung 100%
Ziel 70%
Schwelle 50%
Unter der Schwelle 0%
Relativer TSR: Höhe der Zuteilung
Leistung Zuteilung
Zielüberschreitung: Am oder über
dem oberen Quartil (≥75. Perzentil)
100%
Ziel: Am Median (=50. Perzentil) 50%
Schwelle: Am unteren Quartil (=25. Perzentil) 25%
Unter der Schwelle: Unter dem unteren
Quartil (<25. Perzentil)
0%

Bei den Leistungskriterien ändert sich die Zuteilung zwischen den Leistungsschwellen bzw. den Quartilen jeweils linear.

Unter der Annahme, dass alle Leistungskriterien des LTIP 2015 im Ausmaß des Zielwerts erreicht werden, werden die Zuteilungen 98%, 84% bzw. 70% des Grundgehalts des Vorstandsvorsitzenden, des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bzw. der anderen Vorstandsmitglieder betragen.

Vorstandsmitglieder müssen ein angemessenes Eigeninvestment in OMV akkumulieren und diese Aktien bis zum Pensionsantritt oder Ausscheiden aus dem Unternehmen halten. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des jährlichen Grundgehalts (brutto) definiert: 200% für den Vorstandsvorsitzenden, 175% für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, 150% für andere Vorstandsmitglieder. Das Eigeninvestment muss innerhalb von fünf Jahren ab Beginn des laufenden Anstellungsvertrags als Vorstandsmitglied aufgebaut und erreicht werden. Alle Vorstandsmitglieder haben die Anforderung des Aktienbesitzerfordernisses zumindest zum Teil bereits durch MSP-Auszahlungen, über frühere LTIP-Investments und/oder durch Übertragung privater Aktien erfüllt (siehe Tabelle).

Der Zielerreichungsgrad des LTIP 2013 beträgt 34,5% und die entsprechende Zuteilung von Aktien oder Barvergütung erfolgt 2016.

LTIP 2013-2015 Zielerreichung in %
Indikator Gewichtung
Relativer TSR zur Vergleichsgruppe 50%
ROACE 40%
Nachhaltigkeit: Action Item Response Rate 5%
Nachhaltigkeit: Kontraktorenmanagement 5%
Gesamthöhe der Zuteilung 34,5%

Strategic Incentive Plan

Der Strategic Incentive Plan (SIP) ist ein langfristiges Vergütungsinstrument für Vorstandsmitglieder (sowie für Führungskräfte und ausgewählte Upstream-Expertinnen und Experten), das einen kombinierten Fokus auf die Erreichung der strategischen Ziele der OMV fördert. Er basiert auf der Zuteilung virtueller Aktien, deren Gegenwert am Ende der Planlaufzeit in Abhängigkeit von der Erreichung definierter Leistungsziele bar ausbezahlt wird.

Jedes Vorstandsmitglied muss bei Planbeginn oder mit Beginn des Anstellungsvertrags in einer Erklärung angeben, ob es am SIP teilnehmen will. Außerdem muss jedes teilnehmende Vorstandsmitglied in einer Erklärung angeben, ob es mit einem zusätzlichen Eigeninvestment teilnehmen will. Diese Erklärungen gelten für die gesamte Laufzeit des Plans.

Jedes teilnehmende Vorstandsmitglied erhält von OMV zwischen 2014 und 2018 in bis zu fünf aufeinanderfolgenden jährlichen Tranchen in Höhe von je 22,5% des jährlichen Brutto-Grundgehalts ("OMV Grant") eine Zuwendung in Form virtueller Aktien, welche die Kursentwicklung der zugrundeliegenden OMV Aktien widerspiegeln (die "Phantomaktien"). Vorstandsmitglieder, die erklärt haben, ein Eigeninvestment in Form von OMV Aktien einzubringen ("Investment-Aktien"), müssen jedes Jahr ein Eigeninvestment in Höhe

Aktienbesitzerfordernis und Erfüllung
Aktienbesitzerfordernis Erfüllung
in Aktien in % des Gehalts in Aktien (auf Treuhand
depot des Unternehmens)
in % der
Anforderung
Roiss 80.600 200% 80.600 100,00%
Seele 75.790 200% 32.200 42,49%
Davies 61.770 175% 54.626 88,43%
Huijskes 45.879 150% 38.419 83,74%
Pleininger 34.737 150% 8.462 24,36%
Leitner 44.211 150% 37.163 84,06%

von 11,25% des jährlichen Brutto-Grundgehalts einbringen. Auf OMV Treuhanddepots hinterlegte Aktien aus früheren Aktien-Anreizprogrammen werden nicht auf das Eigeninvestment gemäß dem SIP angerechnet. Erdiente Aktien aus bestehenden Aktien-Anreizprogrammen, die das gemäß diesen Programmen erforderliche Eigeninvestment übersteigen, können jedoch als Investment-Aktien angerechnet werden. Werden Investment-Aktien eingebracht, wird der OMV Grant von OMV durch eine komplementäre Zuwendung im Verhältnis 1:2 ergänzt (der "Complementary Grant"), das heißt jede Phantomaktie des OMV Grant wird gemäß dem Complementary Grant durch zwei zusätzliche Phantomaktien ergänzt.

Es gelten folgende Leistungskriterien

(für weitere Details, wie etwa den Leistungszeitraum, siehe auch die Tabelle "Eckdaten"):

Durchschnittliche Tagesproduktion von Öl und Öläquivalent in Barrel auf jährlicher Basis (440kboe/d–520kboe/d, keine Auszahlung falls Produktion <440kboe/d); die Höhe der Zuteilung ist der Tabelle zu entnehmen:

Produktion
Leistung Zuteilung
Zielüberschreitung 130%
Ziel 100%
Schwelle 70%
Unter der Schwelle 0%

Relativer ROACE: Je nach der Entwicklung des ROACE im Verhältnis zum Produktionswachstum (ermittelt anhand einer Vergleichsgruppe, zusammengesetzt aus Shell, BP, Total, Eni, Statoil, BG Group, Repsol, Galp Energia und MOL) im Leistungszeitraum wird die Zuteilung gemäß Tabelle angepasst:

Relativer ROACE Rangliste

Leistung Anpassungsfaktor
Zielüberschreitung: Am oder über
dem oberen Quartil (≥75. Perzentil)
150%
Ziel: Am Median (=50. Perzentil) 100%
Schwelle: Am unteren Quartil (=25. Perzentil) 50%
Unter der Schwelle: Unter dem unteren
Quartil (<25. Perzentil)
0%

Bei beiden Leistungskriterien verändern sich die Zuteilung bzw. der Anpassungsfaktor zwischen Schwelle und Zielüberschreitung linear.

Voraussetzung für jegliche Auszahlung ist zudem die Erfüllung der folgenden Bedingungen:

  • Die Zielerreichung muss nachhaltig sein 1P-Reserven mit zumindest acht Jahren Lebensdauer.
  • Der durchschnittliche ROACE muss über einen Zeitraum von drei Jahren vor dem Anspruchstag des SIP über dem WACC (gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz) liegen. Falls der ROACE nach 2021 (oder früher) unter den WACC fällt, können die zukünftigen Zahlungen nach unten korrigiert werden (in alleinigem Ermessen des Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats).
  • Keine Kapitalerhöhung während des Leistungszeitraums des SIP.

Unter bestimmten Umständen kann der Aufsichtsrat die vom SIP vorgesehene Auszahlung verringern, zur Gänze entfallen lassen oder eine Rückzahlung verlangen ("Clawback"). Die Clawback-Bestimmung kommt in definierten Fällen eines schwerwiegenden Fehlverhaltens zur Anwendung.

Die Auszahlung des Gegenwerts des OMV Grants und des Complementary Grants in bar unterliegt der Erreichung der oben angeführten Leistungskriterien und wird am Ende des Leistungszeitraums nach Berechnung der endgültigen Leistung erfolgen. Allfällige Auszahlungen werden über einen Zeitraum von drei Jahren erfolgen. Eine Auszahlung in Höhe der Dividendenäquivalente für den OMV Grant und den Complementary Grant – beides angepasst um die endgültige Zielerreichung – wird zusammen mit den drei Jahresauszahlungen in bar erfolgen. Alle Auszahlungen erfolgen netto, nach Abzug von Steuern und sonstigen Abgaben. Wird die festgelegte Produktionsschwelle nicht erreicht oder liegt der relative ROACE unter dem unteren Quartil, kommt es zu keiner Auszahlung.

Gemäß Regel C-27 des öCGK sind für variable Vergütungskomponenten bestimmte Höchstgrenzen im Voraus festzulegen. Der SIP basiert auf der Kursentwicklung der OMV Aktie, und

zukünftige maximale Auszahlungsbeträge können daher nicht im Voraus berechnet werden.

Eckdaten
Planbeginn 1. Juli 2014
Zuteilungszeitraum 2014-2018 (fünf jährliche Tranchen)
Leistungszeitraum 1. Juli 2014 – 31. Dezember 2021
(nur falls das Produktionsziel von
520 kboe/d bereits 2019 oder 2020
erreicht wird, werden Leistungs
und Auszahlungszeitraum ent
sprechend vorverlegt)
Anspruchstag Letzter Tag des Monats nach
offizieller Bestätigung der Leistung
Auszahlungszeitraum 2022-2024 (oder früher,
analog zum Leistungszeitraum;
die Beträge unterliegen Ver
änderungen des Aktienkurses)
Behaltefrist (für
Investment-Aktien)
Bis zum Ende des Auszahlungs
zeitraums

Die Erreichung aller Leistungsziele wird von einem externen Experten überprüft.

Gemäß Regeln C-27 und C-28 des öCGK sind für variable Vergütungskomponenten zudem messbare Leistungskriterien im Voraus festzulegen. Aufgrund der industriespezifischen Volatilität der Rohstoffpreise und Marktbedingungen, politischer Länderrisiken sowie erhöhter Sicherheitsrisiken gewähren die variablen Vergütungsprogramme (Barbonifikation, MSP, LTIP und SIP) dem Aufsichtsrat bzw. dem Vergütungsausschuss, wie in der Öl- und Gasindustrie übliche Praxis, bestimmte Ermessensspielräume, um einzelne Komponenten im Falle von wesentlichen Änderungen der zugrundeliegenden Umstände anzupassen, sowie bei einzelnen Kriterien die Zielerreichung festzulegen, immer unter Berücksichtigung der relevanten Faktoren und innerhalb von jeweiligen Höchstgrenzen.

Aktienoptionspläne

Langfristige Leistungsanreize wurden bis einschließlich 2008 durch Aktienoptionspläne abgedeckt. Die Aktienoptionspläne sehen eine Wartefrist von zwei Jahren und danach eine Ausübungsfrist von fünf Jahren vor. Die Optionen aus dem Plan 2008 wurden nicht ausgeübt, da die Voraussetzungen (Erreichen eines bei Genehmigung des Planes durch die Hauptversammlung definierten Kursanstiegs der OMV Aktie) nicht eintraten. Nach 2008 wurden keine weiteren Aktienoptionen begeben.

Altersvorsorge

Gerhard Roiss hat Anspruch auf eine leistungsorientierte Pension. Die entsprechenden finanzmathematisch ermittelten Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG). Rainer Seele, David C. Davies, Jaap Huijskes, Johann Pleininger und Manfred Leitner haben Anspruch auf eine beitragsorientierte Pension. Die Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG). Die Höhe der Betriebspension ergibt sich aus dem vorhandenen Kapital in der Pensionskasse. Die Verrentung erfolgt gemäß dem genehmigten Geschäftsplan der Pensionskasse. Das Anfallsalter ist grundsätzlich das für jedes Vorstandsmitglied zur Anwendung kommende österreichische gesetzliche Pensionsantrittsalter.

Pensionskassenbeiträge EUR 1.000
Seele 113
Davies 321
Huijskes 181
Pleininger 49
Leitner 175
Floren 300
Summe 1.138

Beendigungsansprüche

Gerhard Roiss und Jaap Huijskes legten ihre Funktion als Vorstandsmitglied per 30. Juni 2015 bzw. per 31. August 2015 zurück. Hans-Peter Floren trat per 31. Dezember 2014 zurück. Sie erhielten weiterhin Zahlungen (einschließlich Sachbezüge) gemäß ihren Anstellungsverträgen.

Beendigungszahlungen EUR 1.000
Roiss Huijskes Floren
Relevanter Zeitraum Juli bis
Dez. 2015
Sept. bis
Dez. 2015
Jän. bis
Dez. 2015
Vergütung 485 372 902
Abfindungszahlungen 736 1) 750
Summe 1.220 372 1.652
Rückstellungen für
ausstehende, fixierte
Zahlungen
2.173 220 2)

1) Darin enthalten Gehaltsvorauszahlungen für den Zeitraum

Jänner 2016 bis März 2017 abzgl. Pensionszahlungen

2) Darin enthalten Pensionsrückstellungen

Gemäß ihren Anstellungsverträgen stehen ihnen zusätzliche Zahlungen in Folgejahren zu. Gerhard Roiss hat Anspruch auf Bonifikationen für den Zeitraum Jänner 2016 bis März 2017, welche als Pauschalzahlung vereinbart wurden. Die LTIP-

und SIP-Zahlungen werden gemäß Planbedingungen für "Good Leavers" per 31. März 2017 erfolgen. Jaap Huijskes hat Anspruch auf Gehaltszahlungen und Bonifikationen bis 31. März 2016. Die LTIP-Zahlungen werden gemäß Planbedingungen für "Good Leavers" per 31. März 2016 erfolgen. Für Hans-Peter Floren werden die LTIPund SIP-Zahlungen gemäß Planbedingungen für "Good Leavers" per 31. Dezember 2015 bzw. per 30. Juni 2015 erfolgen.

In Übereinstimmung mit Regel C-27a öCGK sehen die Anstellungsverträge von Vorstandsmitgliedern vor, dass Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung solcher Verträge ohne wichtigen Grund den im öCGK angeführten Betrag nicht übersteigen dürfen. Bei allen Anstellungsverträgen, die nach Juli 2015 abgeschlossen wurden, sind die Abfindungszahlungen bei Beendigung während der Vertragslaufzeit auf 18 Monatsgehälter und auf die fixen Gehaltsbestandteile beschränkt worden. Im Falle einer vom Vorstandsmitglied initiierten vorzeitigen Beendigung wird keine Abfindung gewährt.

Directors' and Officers' (D&O) Versicherung

OMV hat eine Directors and Officers Liability Insurance auf konzernweiter Basis abgeschlossen. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen. Versichert sind Vorstandsmitglieder, Aufsichtsratsmitglieder sowie andere OMV MitarbeiterInnen (Führungskräfte). Die Versicherung deckt die gesetzliche Haftpflicht versicherter Personen für finanzielle Verluste aufgrund eines Fehlverhaltens in Ausübung ihrer Funktion. Für den laufenden Versicherungszeitraum beträgt die Jahresprämie (inklusive Steuern) für die D&O Versicherung für den gesamten OMV Konzern ca. EUR 550.000.

Haftungsfreistellung

Für Mitglieder des Vorstands und weitere OMV MitarbeiterInnen in Organfunktionen von (direkten und indirekten) Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft besteht, soweit rechtlich zulässig, eine Haftungsfreistellung seitens der OMV Aktiengesellschaft für Inanspruchnahme durch Dritte in Ausübung der Organfunktion, sofern nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorliegt.

Grundsätze der Vergütung ausgewählter Führungskräfte und Expertinnen und Experten

Das Grundgehalt wird nach international anerkannten Verfahren zur Berücksichtigung der Marktgegebenheiten unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und kollektivvertraglichen Regelungen festgelegt. Die für den Vorstand geltenden Grundsätze werden in angepasster Form auch auf diese MitarbeiterInnen angewendet.

Daher nehmen definierte Mitglieder in Führungsebenen des Konzerns (98 Personen) am Long Term Incentive Plan teil. Ebenso gelten für sie jährliche Bonusvereinbarungen, wie im Folgenden dargestellt:

Für etwa 3.900 Führungskräfte und Expertinnen und Experten gab es 2015 ein gestuftes Management by Objectives-Programm (MbO), wonach Anspruch auf Bonifikation bei Erreichen der Ziele besteht. Länderweise unterschiedlich gibt es für sonstige MitarbeiterInnen Bonussysteme, an deren Ausgestaltung auch die Arbeitnehmervertretung mitwirkt. Voraussetzung für Zahlungen ist in allen Systemen sowohl das Erreichen von finanziellen und nichtfinanziellen Unternehmenszielen als auch von individuell vereinbarten Zielen.

Die mit den Teilnehmenden am MbO getroffenen Zielvereinbarungen sind für alle TeilnehmerInnen über ein unternehmensweites Performance and Development System (PDS) einsehbar. Damit können die Teilnehmenden wechselseitig Ziele berücksichtigen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat von OMV besteht aus zehn von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern (KapitalvertreterInnen) sowie fünf von der Konzernvertretung entsendeten Mitgliedern. Acht der aktuellen KapitalvertreterInnen wurden in der ordentlichen Hauptversammlung 2014 und zwei in der ordentlichen Hauptversammlung 2015 jeweils für die im Aktiengesetz vorgesehene maximale Funktionsperiode bestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats von OMV im Jahr 2015 sowie ihre Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Unternehmen sind nachstehend angeführt.

In Anhangangabe 31 befinden sich weitere Informationen über den Long Term Incentive Plan, den Matching Share Plan und den Strategic Incentive Plan (Bewertung und Ausübung in vorhergehenden Jahren)

Peter Oswald, *1962 (seit 19. Mai 2015; am 4. März 2016 hat Peter Oswald seinen Rücktritt als Mitglied des Aufsichtsrats mit Ablauf der Hauptversammlung am 18. Mai 2016 erklärt) (Vorstandsvorsitzender: Europe & International Division, Mondi Group), Vorsitzender Mandate: Mondi plc (Großbritannien), Mondi Ltd (Südafrika), Miba Aktiengesellschaft (bis 25. Juni 2015).

Rudolf Kemler, *1956 (bis 19. Mai 2015) (Vorstandsvorsitzender der Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB; vormals Österreichische Industrieholding AG) (bis 8. Juni 2015), Vorsitzender Mandate: Österreichische Post AG (Vorsitz) (bis 15. April 2015) und Telekom Austria AG (Vorsitz) (bis 27. Mai 2015).

Wolfgang C. Berndt, *1942

Stv. Vorsitzender Mandate: GfK SE, Miba Aktiengesellschaft (Vorsitz).

Murtadha Al Hashmi, *1966

(Finanzvorstand, International Petroleum Investment Company (IPIC)), Stv. Vorsitzender Mandat: Banvit Bandirma Vitaminli Yem Sanayii A.S¸.

Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti, *1979 (Head of Midstream, Power & Utilities Investments, IPIC).

Elif Bilgi Zapparoli, *1967

(Co-Head of Emerging Markets (Ex-Asia) Investment Banking, Country Executive Türkei und Head of Global Sovereign Wealth Funds Coverage, Bank of America Merrill Lynch).

Helmut Draxler, *1950 Mandat: RHI AG (Stv. Vorsitzender).

Roy A. Franklin, *1953 (bis 19. Mai 2015) Mandate: Keller Group plc. (Non-executive Chairman) sowie SANTOS Group Ltd. und Boart Longyear Ltd. (bis 25. Februar 2015).

Wolfram Littich, *1959

(Vorstandsvorsitzender Allianz Elementar Versicherungs-AG).

Herbert Stepic, *1946 (Konsulent).

Gertrude Tumpel-Gugerell, *1952

(seit 19. Mai 2015) Mandate: Commerzbank AG, Vienna Insurance Group AG.

Herbert Werner, *1948 Mandat: Ottakringer Getränke AG (Stv. Vorsitz).

Von der Konzernvertretung entsendet (ArbeitnehmerInnen):

Christine Asperger, *1964, Wolfgang Baumann, *1958, Herbert Lindner, *1961, Alfred Redlich, *1966, Martin Rossmann, *1970.

Diversität

Bei der Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrats stehen einschlägiges Wissen und Erfahrung in Führungspositionen im Vordergrund. Darüber hinaus werden aber Aspekte der Diversität der Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Internationalität seiner Mitglieder, die Vertretung beider Geschlechter und die Altersstruktur berücksichtigt. Dem Aufsichtsrat gehören vier Frauen und drei Mitglieder nichtösterreichischer Nationalität an. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind zwischen 36 und 73 Jahre alt.

Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat hat die Kriterien für die Unabhängigkeit definiert (Beschlüsse vom 21. März 2006 und 25. März 2009). Zusätzlich zu den in Anhang 1 öCGK festgelegten Leitlinien hat der Aufsichtsrat die folgenden Kriterien für seine von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder beschlossen:

  • Das Aufsichtsratsmitglied darf nicht Mitglied der Geschäftsführung einer OMV Konzerngesellschaft sein.
  • Das Aufsichtsratsmitglied darf von der Gesellschaft oder einer verbundenen Gesellschaft keine Aktienoptionen halten oder sonstige erfolgsbezogene Vergütungen von einer OMV Konzerngesellschaft beziehen.
  • Das Aufsichtsratsmitglied darf keine/kein AnteilseignerIn mit einer Kontrollbeteiligung (im Sinne der EU-Richtlinie 83/349 EWG – das ist

eine Beteiligung von mehr als 50% der Stimmrechte oder eine Beherrschung, etwa durch Nominierungsrechte) sein oder eine/einen solchen AnteilseignerIn vertreten.

Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder, mit Ausnahme von (i) Rudolf Kemler in Bezug auf die Vertretung einer Anteilseignerin mit einer Kontrollbeteiligung und (ii) Helmut Draxler und Herbert Werner in Bezug auf die Dauer der Zugehörigkeit, haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2015 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (Regel C-53 öCGK). Gemäß Regel C-54 öCGK haben Peter Oswald, Wolfgang Berndt, Elif Bilgi-Zapparoli, Helmut Draxler, Roy Franklin, Wolfram Littich, Herbert Stepic, Gertrude Tumpel-Gugerell und Herbert Werner erklärt, im Geschäftsjahr 2015 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung weder AnteilseignerIn mit einer Beteiligung von mehr als 10% gewesen zu sein noch die Interessen solcher Anteilseignerinnen und Anteilseigner vertreten zu haben. Im Fall von Rudolf Kemler und Roy Franklin beziehen sich ihre jeweiligen Erklärungen auf den Zeitraum bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat am 19. Mai 2015. Peter Oswald und Gertrude Tumpel-Gugerell wurden vom Nominierungskomitee der Österreichischen Bundesund Industriebeteiligungen GmbH zur Wahl als Mitglieder des Aufsichtsrats nominiert und in der Folge (nachdem sie vom Präsidial- und Nominierungsausschuss sowie vom Aufsichtsrat entsprechend vorgeschlagen wurden) am 19. Mai 2015 als Mitglieder des Aufsichtsrats gewählt.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Zur Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstands, diskutiert der Aufsichtsrat Lage und Ziele des Unternehmens in den Aufsichtsratssitzungen. Beschlüsse werden ebenfalls in diesen Sitzungen gefasst, abgesehen von Dringlichkeitsfällen, in denen auch Umlaufbeschlüsse gefasst werden können. Vier Ausschüsse gewährleisten den bestmöglichen Einsatz der Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder. Eine kurze Beschreibung der Ausschüsse findet sich nachstehend.

Der Aufsichtsrat hat 2015 sieben Treffen abgehalten. Zwei dieser Treffen waren einer eingehenden Erörterung der zukünftigen OMV Strategie durch den Vorstand und den Aufsichtsrat gewidmet. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat eine Selbstevaluierung durchgeführt und die Effizienz seiner Aktivitäten diskutiert, insbesondere seiner Organisation und Arbeitsweisen.

Präsidial- und Nominierungsausschuss

Dieser Ausschuss ist ermächtigt, in dringenden Angelegenheiten zu entscheiden. Der Aufsichtsrat kann dem Präsidial- und Nominierungsausschuss im Einzelfall oder auf Dauer weitere Aufgaben und Genehmigungsbefugnisse übertragen. Als Nominierungsausschuss unterbreitet er dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung neuer oder frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit der Nachfolgeplanung. Ferner unterbreitet er der Hauptversammlung Vorschläge zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. 2015 haben fünf Sitzungen des Präsidial- und Nominierungsausschusses stattgefunden, deren Fokus auf der OMV Strategie und Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten lag.

Prüfungsausschuss

Dem Prüfungsausschuss obliegen die Aufgaben gemäß §92 Abs. 4a Aktiengesetz (AktG). Es haben sechs Sitzungen des Prüfungsausschusses stattgefunden. In diesen wurden überwiegend die Vorbereitung der Abschlussprüfung, die Prüfung der Tätigkeit der Abschlussprüfer, der Internen Revision, des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements behandelt sowie die Präsentation des Jahresabschlusses erarbeitet.

Abschlussprüfer

Der Aufsichtsrat überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und überprüft eine Aufstellung des Prüfungsentgelts und der Entgelte für über die Prüfung hinausgehende zusätzliche Leistungen. Der Aufwand für den Abschlussprüfer Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. (einschließlich deren Netzwerk im Sinne des §271b UGB) betrug 2015 für die jährliche Prüfung EUR 2,6 Mio, für andere

Siehe auch den Bericht des Aufsichtsrats für einen Überblick über die Hauptaktivitäten der einzelnen Ausschüsse im Geschäftsjahr 2015

(aktuelle Mitglieder fett gedruckt)
Ausschussmitglied 1)
(in EUR, für 2014) 6)
Amtsdauer 1)
Peter Oswald
Vorsitzender; Vorsitzender auch in

19.5.2015 – oHV 2016 5)
PräsA, ProjA und VergA; PrüfA
Rudolf Kemler
Vorsitzender; Vorsitzender auch in
77,200 2)
1.11.2012 – 19.5.2015
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Wolfgang C. Berndt
Stv. Vorsitzender; Vorsitzender
61,900
26.5.2010 – oHV 2019
PrüfA (19.5.2015 – 29.9.2015); Stv.
Vorsitzender auch in PräsA, ProjA,
PrüfA, VergA
Murtadha Al Hashmi
Stv. Vorsitzender;
61.900
10.5.2012 – oHV 2019
Stv. Vorsitzender auch in PräsA,
ProjA, PrüfA, VergA
Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti
PräsA, ProjA
30.600
14.5.2008 – oHV 2016 5)
Elif Bilgi Zapparoli
14.600
13.5.2009 – oHV 2019
Helmut Draxler
PrüfA, VergA
30.600
16.10.1990 – oHV 2019
Roy A. Franklin
ProjA
22.600
14.5.2014 – 19.5.2015
Wolfram Littich
ProjA, PrüfA
30.600
23.5.2001 – oHV 2016 5)
Herbert Stepic
14.600
18.5.2004 – oHV 2019
Vorsitzende PrüfA (seit 29.9.2015)

19.5.2015 – oHV 2020
Gertrude Tumpel-Gugerell
Herbert Werner
PrüfA
22.600
4.6.1996 – oHV 2019
Christine Asperger
— 3)
seit 1.1.2013 4)
Wolfgang Baumann
PräsA, ProjA, PrüfA
— 3)
16.12.1998 – 1.4.1999
und neuerlich seit
11.11.2004 4)
Herbert Lindner
ProjA, PrüfA
— 3)
seit 1.6.2013 4)
Name Funktion/ Vergütung
Alfred Redlich — 3) seit 1.6.2013 4)
PräsA, ProjA, PrüfA
— 3)
seit 5.5.2011 4)
Martin Rossmann

1) Erläuterung: PräsA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, ProjA = Projektausschuss, PrüfA = Prüfungsausschuss,

VergA = Vergütungsausschuss, oHV = ordentliche Hauptversammlung 2) Rudolf Kemler hat in Entsprechung seines Vorstandsvertrags mit der ÖIAG (und nachfolgend mit der ÖBIB) die Vergütung für

seine Aufsichtsratsfunktion in der OMV Aktiengesellschaft an die ÖIAG/ÖBIB abgetreten

3) Von der Konzernvertretung entsendete Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Vergütung, sondern nur Sitzungsgelder

4) Die Entsendung durch die Konzernvertretung erfolgt auf unbestimmte Zeit; die ArbeiternehmervertreterInnen können jedoch

jederzeit vom entsendenden Organ abberufen werden

sonstige Aufträge EUR 0,13 Mio.

5) Rücktritt mit Ende der Hauptversammlung am 18. Mai 2016 erklärt 6) Das Sitzungsgeld in Höhe von EUR 365/Sitzung ist darin nicht enthalten

Bestätigungsleistungen EUR 1,25 Mio und für

Projektausschuss

Bei Bedarf unterstützt dieser Ausschuss den Vorstand bei der Vorbereitung komplexer Entscheidungen über grundlegende Fragen und berichtet über die Ergebnisse und allfällige Empfehlungen an den Aufsichtsrat. 2015 trat der Projektausschuss ein Mal zusammen.

Vergütungsausschuss

Dieser Ausschuss (dem keine Arbeitnehmervertreter und -vertreterinnen angehören) befasst sich mit allen Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er ist somit insbesondere zum Abschluss, der Änderung und Auflösung der Anstellungsverträge mit

Vorstandsmitgliedern sowie zur Entscheidung über die Gewährung von Bonifikationen (variable Bezüge) und dergleichen an Vorstandsmitglieder ermächtigt. Der Vergütungsausschuss trat 2015 neun Mal zusammen. Vorstandsmitglieder wurden eingeladen, an Teilen der Sitzungen des Vergütungsausschusses teilzunehmen. PwC beriet den Ausschuss in Vergütungsfragen. Die Leistungen inkludierten auf öffentlichen Daten beruhende Marktinformationen, Beratung zur angemessenen Struktur von kurz- und langfristigen Anreizen sowie Information über die Vergütung und die Performance von Vergleichsgruppen. PwC wurde vom Vergütungsausschuss beauftragt und war nicht für den OMV Vorstand beratend tätig, womit die Unabhängigkeit im Sinne des öCGK gewährleistet war. Außerdem beriet PwC das Unternehmen 2015 in Steuerangelegenheiten und stellte Bewertungsleistungen bereit.

Interessenkonflikte, zustimmungspflichtige Geschäfte mit Mitgliedern des Aufsichtsrats

Zustimmungspflichtige Verträge gemäß §95 Abs.5 Z12 AktG gab es nicht. Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats werden nach dem in der Geschäftsordnung ausführlich geregelten Verfahren behandelt.

Vergütung

Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung (HV) jährlich die Vergütungen der von der HV gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die HV 2015 hat für das Geschäftsjahr 2014 folgendes Vergütungsschema beschlossen:

Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder EUR
für den Vorsitzenden 29.200
für die Stellvertreter 21.900
für die Mitglieder 14.600
für den Vorsitzenden eines Ausschusses 12.000
für den stellvertretenden Ausschussvorsitzenden 10.000
für die Mitglieder eines Ausschusses 8.000

Die bei den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern angeführten Beträge wurden 2015 für das Geschäftsjahr 2014 ausbezahlt. Aufwandersatz (Reisespesen, Sitzungsgeld) ist darin nicht enthalten. Insgesamt betrug 2015 der Aufwand für den Aufsichtsrat EUR 1.275.107; davon an bezahlten Vergütungen (für das Geschäftsjahr 2014) EUR 367.200, an Sitzungsgeldern EUR 81.468, an Reisespesen EUR 757.826 (inklusive rückwirkendem Kostenersatz für 2012 bis 2014) und an Technik, Organisation und Übersetzung EUR 68.614.

Mitwirkung der ArbeitnehmerInnenvertretung

Die Konzernvertretung hält regelmäßig Besprechungen mit dem Vorstand. Diese dienen der wechselseitigen Information über ArbeitnehmerInnen betreffende Entwicklungen im Unternehmen. Darüber hinaus hat die Konzernvertretung von ihrem Recht Gebrauch gemacht, Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden (eine Person aus der ArbeitnehmerInnenvertretung für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder). Demzufolge sind fünf der 15 Aufsichtsratsmitglieder aus der ArbeitnehmerInnenvertretung.

Minderheitenrechte der Aktionärinnen und Aktionäre

  • Hauptversammlung: Wenn mindestens 5% der Aktionärinnen und Aktionäre dies verlangen, muss eine Hauptversammlung einberufen werden.
  • Mindestens 5% der Aktionärinnen und Aktionäre können die Aufnahme von Tagesordnungspunkten verlangen.
  • Mindestens 1% der Aktionärinnen und Aktionäre kann zu jedem Punkt der Tagesordnung Beschlussvorschläge übermitteln. Diese sind auf Forderung der jeweiligen Aktionärinnen und Aktionäre von der Gesellschaft auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen.
  • Mindestens 10% der Aktionärinnen und Aktionäre können eine Sonderprüfung bei Vorliegen von Verdachtsgründen für Unredlichkeiten oder grobe Verletzungen von Gesetz oder Satzung durchsetzen.
  • Bei der Hauptversammlung sind alle Aktionärinnen und Aktionäre, die ihren Anteilsbesitz ordnungsgemäß nachgewiesen haben, zur Teilnahme, einschließlich Fragen und Abstimmung, berechtigt.
  • Wahl des Aufsichtsrats: Wenn dieselbe Hauptversammlung zwei oder mehr Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat, muss über jede zu besetzende Stelle gesondert abgestimmt werden. Wenn dieselbe Hauptversammlung wenigstens drei Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat und sich vor der Abstimmung über die letzte zu besetzende Stelle ergibt, dass wenigstens ein Drittel aller abgegebenen Stimmen bei allen vorangegangen Wahlen zugunsten derselben Person, aber ohne Erfolg abgegeben wurde, muss diese Person zum Aufsichtsratsmitglied erklärt werden.

Frauenförderung

Als Unternehmen mit sehr technischem Fokus ist es OMV ein besonderes Anliegen, ein ausgewogenes Verhältnis an weiblichen und männlichen Beschäftigten in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit zu erreichen. Daher ist die Schaffung eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses einer der beiden Schwerpunkte der OMV Diversity-Strategie. Dazu gehört auch die aktive Förderung von Frauen in Führungspositionen. Das strategische Ziel ist es, den bestmöglichen DiversityMix auf Seniormanagement-Ebene zu erreichen und den Frauenanteil im Bereich der Senior Vice Presidents bis 2020 auf 30% zu erhöhen. Mariana Gheorghe ist Vorstandsvorsitzende der OMV Petrom SA und Lacramioara Diaconu-Pint¸ea ist seit April 2015 Mitglied des Vorstands von OMV Petrom. Gülsüm Azeri ist Vorstandsvorsitzende von OMV Petrol Ofisi. Dem Aufsichtsrat von OMV gehören vier Frauen an, das entspricht einem Anteil von rund 27%. Per Ende 2015 wurden 17% der Senior Vice President-Positionen von Frauen besetzt. Der Frauenanteil im Gesamtkonzern beträgt rund 24%. Bei den OMV Programmen zur Talente- bzw. Führungskräfte-Entwicklung wurde 2015 ein Frauenanteil von 35% erreicht. Im Rahmen des für Absolventinnen und Absolventen technischer Studien entwickelten Einstiegsprogramms (Integrated Graduate Development Programm) hat sich der Frauenanteil 2015 auf 35% erhöht. Bisher wurde eine breite Palette von Maßnahmen zur Förderung der Vielfalt bei OMV initiiert und erfolgreich umgesetzt. Ein konzernweites E-Learning-Programm zu m Thema Diversity wurde eingeführt, um die entsprechenden Fähigkeiten und das Bewusstsein innerhalb des Unternehmens zu erhöhen. Darüber hinaus wurde das Thema Diversity in alle Programme zur Talente- bzw. Führungskräfte-Entwicklung integriert. OMV fördert Talente mit unterschiedlichem Hintergrund und gewährleistet damit den besten Mix in vielfältigen Teams. Ein besonderes Anliegen von OMV ist auch die Einstellung und Entwicklung von Frauen in technischen Positionen. Durch die Implementierung einer geschlechtsneutralen Sprache in Stellenausschreibungen und in der internen Kommunikation leistet OMV einen Beitrag zur Chancengleichheit von Frauen und

Männern. Unterstützende Maßnahmen hierfür sind beispielsweise Stipendien für Technikstudentinnen und das Projekt "Technikqueens", das bei Mädchen bereits frühzeitig das Interesse für einen technischen Beruf wecken soll. Darüber hinaus nimmt OMV am Wiener Töchtertag und an der Initiative FIT (Frauen in die Technik) teil. Durch neue flexible Arbeitszeitmodelle wie Job-Sharing, flexible Arbeitszeiten und die Option, mittels Home-Office von zu Hause zu arbeiten, trägt OMV dazu bei, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu verbessern, und unterstützt dadurch auch Elternteile, die ihre Karriere in Teilzeit fortsetzen möchten. OMV fördert auch eine geringfügige Beschäftigung während einer Elternkarenz. Die OMV Konzernzentrale in Wien betreibt zwei betriebliche Kindergärten, die von Kindern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von OMV besucht werden. OMV überwacht ständig die Gehaltsgleichheit, um eine faire Behandlung und Chancengleichheit in allen Phasen der Berufslaufbahn sicherzustellen.

Externe Evaluierung der Corporate Governance

Die Einhaltung der Bestimmungen des öCGK durch OMV wird jedes Jahr einer externen Evaluierung unterzogen. Mit der Evaluierung für das Geschäftsjahr 2015 hat OMV Mathias Ettel von der Rechtsanwaltskanzlei Berger Ettel Rechtsanwälte beauftragt. Die Evaluierung erfolgte anhand des offiziellen Fragebogens des österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance und ergab, dass OMV alle Regeln des österreichischen Corporate Governance Kodex, einschließlich aller Regeln, die ausschließlich Empfehlungscharakter haben, eingehalten hat. Der Bericht über die Evaluierung ist auf der OMV Website verfügbar (www.omv.com).

Wien, am 22. März 2016

Der Vorstand

Rainer Seele David C. Davies Johann Pleininger Manfred Leitner

Geschäftsverlauf 2015

Die im Geschäftsjahr 2015 erwirtschafteten Umsatzerlöse betrugen EUR 108,57 Mio (2014: EUR 132,09 Mio). Da die OMV Aktiengesellschaft die Aufgaben einer Management-Holding wahrnimmt, bestehen die Umsatzerlöse hauptsächlich aus den an die Tochtergesellschaften verrechneten Konzernumlagen, welche im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken sind.

Das Betriebsergebnis (EBIT) beläuft sich auf EUR -53,53 Mio (2014: EUR -36,35 Mio). Das niedrigere Betriebsergebnis 2015 ist im Wesentlichen auf die geringeren Umsatzerlöse zurückzuführen, die teilweise durch geringere Administrationskosten, aufgrund des Kosteneinsparungsprogrammes, kompensiert wurden.

Der Finanzerfolg beträgt im Geschäftsjahr 2015 EUR -578,20 Mio (2014: EUR -775,24 Mio). Das Finanzergebnis der OMV Aktiengesellschaft als Holding besteht im Wesentlichen aus Dividenden- und Beteiligungserträgen der operativen Gesellschaften. Die Netto-Erträge aus Beteiligungen betrugen EUR -424,46 Mio und lagen damit weit unter dem Niveau von 2014 (EUR -697,36 Mio), im Wesentlichen aufgrund der 2015 vorgenommenen Beteiligungsabschreibungen. Die Beteiligung an der OMV Petrol Ofisi A.Ş. wurde um EUR 424,36 Mio (2014: EUR 1.067,57 Mio) wertberichtigt, hauptsächlich aufgrund eines Eingriffs des Regulators (Margendeckelung) und einer generell höheren Risikoeinschätzung in der Türkei. Die Dividende von OMV Petrom lag unter dem Vorjahresniveau mit EUR 73,51 Mio (2014: EUR 200,00 Mio). 2015 wurde für die EconGas eine Drohverlustrückstellung in Höhe von EUR 272,10 Mio gebildet.

Das Beteiligungsergebnis der Gesellschaften im Bereich Upstream exklusive OMV Petrom lag für Dividenden unter dem Vorjahresniveau EUR Null (2014: EUR 200,00 Mio).

Das Beteiligungsergebnis der Gesellschaften im Bereich Downstream exklusive OMV Petrom lag über dem Vorjahresniveau EUR 323,04 Mio (2014: EUR -40,71 Mio). Das Beteiligungsergebnis des Bereichs Downstream Öl exklusive OMV Petrom stieg auf EUR 493,11 Mio (2014: EUR -67,40 Mio). Das höhere Ergebnis ist auf die gestiegenen Raffineriemargen zurückzuführen. Das Beteiligungsergebnis des Bereichs Downstream Gas exklusive OMV Petrom lag für Ergebnisabführungen mit EUR -184,71 Mio unter dem Vorjahresniveau (2014: EUR 13,32 Mio) und für Dividenden über dem Vorjahr mit EUR 21,97 Mio (2014: EUR 13,37 Mio). Das niedrigere Downstream Gas Ergebnis 2015 war stark durch das schwierige Marktumfeld beeinflusst.

Investitionen

Die Investitionen 2015 sind im Wesentlichen geprägt von Kapitalzuführungen an die OMV Solutions GmbH sowie an die OMV Exploration & Production GmbH.

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit für das Geschäftsjahr 2015 betrug EUR 177,26 Mio (2014: EUR 64,48 Mio), der Cashflow aus der Investitionstätigkeit EUR -542,70 Mio (2014: EUR -160,18 Mio) und der Cashflow aus der Finanzierung EUR 1.104,92 Mio (2014: EUR 17,10 Mio).

Der Jahresfehlbetrag betrug EUR -939,94 Mio (2014: EUR -920,31 Mio).

Die Bilanzsumme erhöhte sich 2015 auf EUR 14.258,31 Mio (2014: EUR 13.386,42 Mio).

Das Eigenkapital einschließlich unversteuerter Rücklagen wurde zum 31. Dezember 2015 mit EUR 4.984,79 Mio ermittelt (2014: EUR 6.333,26 Mio). Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2015 betrug 34,96% (2014: 47,31%).

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2015 lag bei rund 83,02% (2014: 93,69%).

Der ROE (Return On Equity) wurde mit -16,61% (2014: -13,16%) ermittelt.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter, die in der Konzernzentrale tätig waren, betrug 2015 430 (2014: 442).

Definitionen dieser Kennzahlen finden Sie in der Beilage "Abkürzungen und Definitionen", welche ein integraler Bestandteil des Lageberichts ist.

Corporate Governance Bericht

Der in diesem Geschäftsbericht integrierte Corporate Governance Bericht ist auf der OMV Website unter www.omv.com > Investor Relations > Corporate Governance & Organisation abrufbar.

Informationen gemäß § 243a

Unternehmensgesetzbuch (UGB) Gemäß § 243a UGB sind die folgenden Informationen anzugeben:

  1. Das Grundkapital beträgt EUR 327.272.727 und ist in 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.

  2. Zwischen den Kernaktionären Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB) und International Petroleum Investment Company (IPIC) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames

Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.

  1. ÖBIB hält 31,5% und IPIC hält 24,9% des Grundkapitals.

  2. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht.

  3. Arbeitnehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.

  4. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern gemäß § 87 Abs. 8 Aktiengesetz (AktG) bedarf der einfachen Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 AktG und Satzungsänderungen (ausgenommen Unternehmensgegenstand) genügt die einfache Stimmen- und Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.

7.a) Der Vorstand wurde im Hinblick auf das Auslaufen des von der Hauptversammlung am 13. Mai 2009 geschaffenen genehmigten Kapitals am 13. Mai 2014 durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2014 ermächtigt, bis einschließlich 14. Mai 2019 das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage einmal oder in mehreren Tranchen, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz, zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre gegebenenfalls (i) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen einschließlich Matching Share Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungs-Modellen auszuschließen, sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

b) Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Der Erwerb konnte bis zum 16. November 2013 über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen. Der Vorstand war auch ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss bis zum selben Datum einzuziehen.

c) Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, bis einschließlich 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die eigenen Aktien können insbesondere (a) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen, (b) zur Bedienung von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, (c) als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und (d) zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck verwendet werden. Hierbei kann auch die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre ausgeschlossen werden, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.

8.a) Am 25. Mai 2011 wurde eine Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750 Mio erfolgreich platziert. Das Hybridkapital wird bis zum 26. April 2018 mit einem festen Zinssatz von 6,75% verzinst. Anschließend wird das Hybridkapital bis 26. April 2023 mit einem noch festzulegenden festen Reset-Zinssatz und danach mit einem variablen Zinssatz mit einem Step-up von 100 Basispunkten verzinst. Das Hybridkapital hat keinen Endfälligkeitstag und kann seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die Gesellschaft hat insbesondere das Recht, das Hybridkapital zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat der Konzern die Möglichkeit, die Hybridanleihe vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.

b) Am 7. Dezember 2015 hat OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1,5 Mrd in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio auf dem Markt platziert. Tranche 1 wird bis zum 9. Dezember 2021 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 1, mit einem festen Zinssatz von 5,250% und Tranche 2 bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 2, mit einem festen Zinssatz von 6,250% verzinst. Vom 9. Dezember 2021 bis 9. Dezember 2025 (ausschließlich) werden die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1 mit einem festen Reset-Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer Marge von 4,942% entspricht, und ab dem 9. Dezember 2025 zuzüglich einem Step-up von 100 Basispunkten, verzinst. Vom 9. Dezember 2025 werden die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 mit einem festen Reset-Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres Swapsatz zuzüglich einer Marge von 5,409% zuzüglich einem Step-up von 100 Basispunkten entspricht, verzinst. Die Hybridschuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. OMV hat insbesondere das Recht, die Hybridschuldverschreibungen zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat OMV die Möglichkeit, die Hybridschuldverschreibungen vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.

  1. Weitere bedeutende Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden, bestehen zum 31. Dezember 2015 nicht.

  2. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.

  3. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontrollund Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind: Standards für interne Kontrollsysteme werden in internen Konzernrichtlinien festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Standards durch regelmäßige Prüfungen, basierend entweder auf dem vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats genehmigten Jahresprüfungsplan oder in Form von ad hoc Prüfungen. Die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats präsentiert. Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen durch das Konzern-IFRS-Accounting-Manual wird ebenfalls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem. Der Rechnungslegungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Für die wesentlichen "End-toend" Prozesse (z.B. Purchase-to-Pay, Order-to-Cash) werden konzernweit gültige Standards definiert. Auf Basis eines rollierenden Zeitplans werden diese hinsichtlich Umsetzung und Effektivität überprüft. Zusätzlich beurteilen die Abschlussprüfer regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

Risikomanagement

Genauso wie die gesamte Öl- und Gasbranche ist OMV einer Reihe von Risiken ausgesetzt – unter anderem Markt- und finanziellen Risiken, operativen sowie strategischen Risiken.

  • Markt- und finanzielle Risiken entstehen durch die Volatilität der Preise für Rohstoffe, Wechselkurse und Zinssätze. Kreditrisiken, die durch das Unvermögen von Vertragspartnern einer Zahlungs- oder Lieferverpflichtung nachzukommen, entstehen, sind ebenfalls von Bedeutung. Als Öl- und Gasunternehmen ist OMV Öl- und Gaspreisrisiken ausgesetzt. Auf der Währungsseite sind USD, RON, NOK und TRY von Bedeutung.
  • Operative Risiken beinhalten vor allem mit Anlagen verbundene Risiken, HSSE, regulatorische bzw. Compliance- oder Projektrisiken.
  • Strategische Risiken entstehen zum Beispiel durch technologischen Fortschritt, beinhalten aber auch Reputations- und politische Risiken. OMV ist unter anderem in Ländern tätig, die aktuell Schauplatz politischer Instabilität sind (vor allem in Libyen, im Jemen, in Pakistan und Tunesien). Unterbrechungen bzw. Rückgänge der Produktion, wie auch höhere Steuerraten, Restriktionen auf Eigentum ausländischer Investoren bis hin zur Enteignung könnten die Folge politischer Veränderungen sein.

Der Konzern vertritt die Ansicht, dass durch die substanzielle Diversifikation und die damit verbundenen teilweise gegenläufigen Risiken das Gesamtrisiko signifikant reduziert wird. Die ausgleichende Wirkung von gegenläufigen Branchenrisiken durch das hohe Ausmaß an Integration erfolgt jedoch häufig zeitlich verzögert oder abgeschwächt. Daher konzentrieren sich die Konzern Risikomanagement-Aktivitäten auf die konzernweite Nettoposition der Risiken des aktuellen und zukünftigen Portfolios. Die Themenbereiche Risikomanagement und Versicherung werden zentral durch den Bereich Corporate Finance koordiniert, welcher sicherstellt, dass im gesamten Konzern klare und konsistente Prozesse, Methoden und Techniken in Bezug auf Risikomanagement angewandt werden. Jene Manager, die am besten geeignet sind entsprechende Risiken zu überwachen und zu managen, werden als Risk Owner definiert. Das generelle Ziel der Risikopolitik ist es, den benötigten Cashflow des Konzerns abzusichern und ein der Risikoneigung des OMV Konzerns entsprechend starkes Investment Grade Kredit-Rating zu behalten. Auch die Auswirkungen verschiedener

Risiken von neuen Strategien auf das Rating werden verfolgt. Um den Konzern-Cashflow vom potenziell negativen Einfluss fallender Ölpreise abzusichern, wurden derivative Instrumente zur Absicherung der Erlöse aus dem Verkauf von 50.000 bbl/d für den Zeitraum Juli 2015 bis Juni 2016 verwendet. Bis August 2015, als OMV Konzern die Ölpreisabsicherungen für die Periode von Q4/15 bis inklusive Q2/16 monetisiert hat, wurde die Transaktion als Cashflow-Hedge verbucht, was 2015 zu einem positiven EBIT-Beitrag von EUR 74 Mio geführt hat. Weiters wird ein Bewertungsgewinn von EUR 12 Mio auf die Jänner bis Juni 2016 Hedging-Instrumente im Sonstigen Ergebnis berichtet, der 2016 in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycled") wird. Im Downstream Geschäft ist OMV insbesondere volatilen Raffineriemargen sowie Lagerbestandsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu mitigieren werden entsprechende Hedging-Aktivitäten durchgeführt – hierunter fallen vor allem Margenhedges sowie Lagerbestandshedges. Weiters wird Emissions-Compliance-Management betrieben, wobei eine ausgeglichene Position an Emissionszertifikaten durch den Verkauf im Falle eines Überhangs bzw. Zukaufs im Falle einer Unterdeckung erzielt wird. Risikostrategien für finanzielle Risiken (z.B. Marktpreis und Währungen) werden quartalsweise im Financial Risk Committee überprüft. Ein funktionsübergreifendes Komitee ("Risk Committee"), bestehend aus Mitgliedern des Senior Managements, stellt sicher, dass ein unternehmensweites Risikomanagement (UWRM) Programm implementiert ist, um übergreifende Risiken innerhalb des Konzerns effektiv zu managen. Das UWRM wird laufend verbessert, um einen höchstmöglichen Mehrwert für das Unternehmen durch risikobasierte Managemententscheidungen zu erreichen. Durch richtige Einschätzung der finanziellen, operativen und strategischen Risiken soll die Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten systematisch unterstützt werden, um somit den Wert des Konzerns nachhaltig zu erhöhen. Durch das UWRM-System wurden seit 2003 in allen Bereichen der Organisation, einschließlich der Tochtergesellschaften in mehr als 20 Ländern, das Risikobewusstsein und die Kenntnisse über das Risikomanagement deutlich verbessert. Die Risikokultur des Konzerns wird dabei durch eine IT-Anwendung unterstützt, welche dem Risikomanagementprozess innerhalb des Konzerns folgt: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikobewältigung, Berichterstattung und Monitoring mittels fortlaufender Überwachung von Änderungen des Risikoprofils. Die durch einen Bottom-Up-Prozess ermittelten Konzernrisiken werden mit Hilfe einer Monte Carlo Simulation berechnet und mit den Planungsdaten des Konzerns verglichen. Diese Herangehensweise wird in Bezug auf strategische Risiken mit einem Top-Down-Prozess seitens des Senior Managements kombiniert. Nicht voll konsolidierte Gesellschaften sind in diesem Prozess inkludiert. Zweimal im Jahr werden die Ergebnisse dieses Prozesses zusammengeführt und

dem Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss präsentiert. In Übereinstimmung mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex wird die Funktionsfähigkeit des UWRM-Systems jährlich durch den Wirtschaftsprüfer evaluiert. Folgende nicht-finanzielle und finanzielle Schlüsselrisiken wurden in Bezug auf die Erreichung des Mittelfrist-Plans ermittelt: Marktpreisrisiken, politische Risiken, regulatorische Risiken und Compliancerisiken, Geschäftsprozessrisiken, Währungsrisiken (vor allem hinsichtlich USD, RON, NOK und TRY), Projektrisiken, Personalrisiken sowie Risiken in Bezug auf Katastrophen. Der Konzern verfügt über langjährige Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Mittel- und Osteuropa und Südosteuropa. Die politischen Entwicklungen werden für alle Märkte, in denen der Konzern tätig ist, kontinuierlich analysiert. Außerdem werden spezifische Länderrisiken vor dem Eintritt in neue Länder überprüft. Die Risiken im Zusammenhang mit dem EU-Emissionshandel (EU ETS) werden separat erfasst und konzernweit zusammengeführt. Darüber hinaus beobachtet der Konzern die Entwicklung klimapolitischer Regelungen in allen Ländern, in denen es Aktivitäten gibt. Im Bereich Human Resources wird durch gezielte Nachfolge- und Entwicklungsplanung für die Verfügbarkeit von geeigneten Führungskräften für weitere Wachstumsschritte zeitgerecht vorgesorgt, um damit Personalrisiken zu begegnen. Die Steuerung und Kontrolle erkannter und bewerteter Risiken erfolgt unter Anwendung der definierten Risikorichtlinien auf allen Ebenen mit zugeordneten Verantwortlichkeiten. Das Management von Schlüsselrisiken wird zentral und durch spezielle Konzernrichtlinien geregelt, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Recht und Compliance, Human Resources, Corporate Social Responsibility mit Fokus auf Menschenrechte und Marktpreisrisiken. Die Analyse und das Management finanzieller Risiken, welche aus Fremdwährungen, Zinssätzen, Rohstoffpreisen, Kontrahenten, Liquidität und versicherbaren Risiken resultieren, erfolgt zentral im Bereich Corporate Finance auf konsolidierter Basis. Marktpreisrisiken werden zentral betrachtet und ihre möglichen Cashflow-Auswirkungen mittels eines spezifischen Risiko-Modells, das Portfolio-Effekte berücksichtigt, analysiert. Die Resultate der Risikoanalyse werden im Financial Risk Committee, das sich aus dem Management der Geschäftsbereiche sowie der Konzernfunktionen zusammensetzt, besprochen. Dem Vorstand werden entsprechende Vorschläge betreffend Hedging-Strategien zur Genehmigung unterbreitet. Die größten Fremdwährungsrisiken werden durch Schwankungen von RON, USD, TRY und NOK verursacht. Aus dem Verkauf der Öl- und Gasproduktion ergibt sich für den Konzern eine Netto-USD-Long-Position. Die Auswirkungen auf den Cashflow und/oder die Bilanz (Translationsrisiko) werden ebenso regelmäßig überwacht wie die Relation zum Ölpreis. Translationsrisiken im Konzerneigenkapital resultieren aus Beteiligungen mit

divergierender funktionaler Währung wie USD, RON, NOK und TRY. Zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Konzerns können im Rahmen definierter Regelungen Kredite von fixen auf variable Zinsen und vice versa umgestellt werden. Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzern- und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limitgrenzen für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht und gesteuert. Die Vorgehensweise ist sowohl beim Konzern als auch bei OMV Petrom und OMV Petrol Ofisi in einer Richtlinie festgelegt.

Nachhaltigkeit & HSSE

(Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit, Umwelt) OMV hat eine lange Tradition des Verantwortungsbewusstseins gegenüber Umwelt und Gesellschaft. 2015 haben wir Nachhaltigkeit noch enger in unsere Geschäftstätigkeit integriert. Die OMV Nachhaltigkeitsstrategie "Resourcefulness" vereint unser verantwortungsvolles Engagement in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Security, Umwelt, Vielfalt, Business Ethik, Menschenrechte und Stakeholder Engagement. Sie ist in drei Schwerpunktbereichen zusammengefasst: Eco-Efficiency, Eco-Innovation und Skills to Succeed. Resourcefulness ist unser Weg, die wirtschaftlichen Ziele nachhaltig und verantwortungsvoll zu erreichen und ermöglicht uns, die gesellschaftliche Akzeptanz unserer Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten. Nachhaltigkeits-Governance: Das Management und die Kontrolle unserer Nachhaltigkeitsstrategie "Resourcefulness" obliegt zwei Gremien. Das vom Generaldirektor geleitete Resourcefulness Executive Team ist aus je einem Vertreter jedes "Resourcefulness"-Themas und jedes Geschäftsbereichs zusammengesetzt und für die Weiterentwicklung unserer Strategie und ihre praktische Umsetzung verantwortlich. Es wird vom Resourcefulness Advisory Board beraten, das ebenfalls vom Generaldirektor geleitet wird und sich aus hochrangigen externen Expertinnen und Experten zusammensetzt. HSSE ist ein zentraler Wert von OMV. Hauptanliegen sind das körperliche Wohlbefinden und die Sicherheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie die Integrität der Produktionsanlagen. Schadensprävention und proaktives Risikomanagement sind unerlässlich, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Geschäftstätigkeit von OMV aufrechtzuerhalten und die Vision "ZERO harm – NO losses" zu erreichen. Der Hauptfokus im Bereich Sicherheit lag 2015 auf der Lage im Mittleren Osten und in Regionen Nordafrikas. Das Ziel von OMV ist eine Optimierung der Prozesse, um natürliche Ressourcen so effizient wie möglich zu nutzen, sowie Emissionen und Abfall zu reduzieren. OMV hat die Klimastrategie überarbeitet und "Treibhausgas-Intensität" als neues konzernweites Leistungsziel eingeführt. OMV konzentriert sich auf die Verringerung der Treibhausgas- Emissionen sowie auf die Einsparung von Energiekosten.

Forschung und Entwicklung

OMV Aktiengesellschaft betreibt selbst keine Forschung und Entwicklung, koordiniert jedoch die gruppenweiten Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Wesentliche Ereignisse im Konzern nach dem Bilanzstichtag

Beginnend mit 1. Jänner 2016 wird die interne Organisation im Geschäftsbereich Upstream geändert. Dies wird auch die regionale Aufteilung beeinflussen. Die neuen Regionen sind: Österreich, Rumänien, Nordsee, Mittlerer Osten und Afrika und Australasien.

OMV gab im Februar 2016 bekannt, einen Verkaufsprozess für bis zu 100% am Tochterunternehmen OMV Petrol Ofisi A.Ş. zu starten. Derzeit läuft ein Verfahren zur Auswahl der Berater zur Unterstützung der Transaktion sowie der Strukturierung des geplanten Prozesses.

Am 18. Jänner 2016 und am 25. Februar 2016 kündigte die bulgarische Kommission für Wettbewerbsschutz die Einleitung von mehreren Ermittlungen zu Verletzungen von Wettbewerbsregeln im Markt für Treibstoffe an. OMV BULGARIA OOD ist gemeinsam mit anderen großen Händlern im bulgarischen Markt davon betroffen. Die Sanktionen für Kartellrechtsverletzungen betragen bis zu 10% des Gesamtumsatzes des der Feststellung vorangegangenen Geschäftsjahres. Bislang wurde von den Behörden kein Ersuchen um die Zurverfügungstellung von Informationen erhalten. Am Tag der Genehmigung des Konzernabschlusses 2015 war es nicht möglich, den Ausgang der Ermittlungen zu beurteilen und es wurde keine Rückstellung erfasst.

Ausblick für den OMV Konzern

Marktumfeld: OMV erwartet für 2016, dass der Brent-Ölpreis im Jahresdurchschnitt bei USD ~40/bbl liegen wird. Es wird erwartet, dass die Brent-Urals Spanne höher als in den letzten Jahren sein wird. Das Gas-Marktumfeld wird für 2016 weiterhin herausfordernd erwartet. Es wird ein Rückgang der Raffineriemargen im Vergleich zum Niveau von 2015, aufgrund von weiterhin bestehenden Überkapazitäten auf den europäischen Märkten, erwartet. Im Petrochemie-Geschäft wird ebenfalls ein Rückgang der Margen vs. 2015 erwartet. Aufgrund des gesunkenen Ölpreises wird erwartet, dass niedrigere Produktpreise die Nachfrage nach Mineralölprodukten unterstützen.

Konzern: 2016 wird eine Investitionssumme von EUR ~2,4 Mrd erwartet. 2015 hat OMV ein Kostensenkungsprogramm zur Einsparung von EUR ~200 Mio vs. zu 2014 implementiert. Die Bemühungen zur Kostensenkung werden aufgrund des derzeitig schwierigen Umfelds weitergeführt, mit zusätzlich geplanten Einsparungen von EUR 100 Mio für 2017 vs. 2015. Der OMV Konzern hat seine Ölpreisabsicherungen in Q3/15 für die Periode von Q4/15 bis inklusive Q2/16 monetisparungen von EUR 100 Mio für 2017 vs. 2015. Der OMV Konzern hat seine Ölpreisabsicherungen in Q3/15 für die Periode von Q4/15 bis inklusive Q2/16 monetisiert. Dies wird das Upstream-EBIT in H1/16 um USD 13 Mio verbessern.

Mio verbessern. Upstream: Es wird erwartet, dass die Produktion in Libyen und im Jemen aufgrund der andauernden kritischen Sicherheitssituation das ganze Jahr beeinträchtigt sein wird. Ohne diese Länder erwartet OMV für 2016 eine durchschnittliche Gesamtproduktion von rund 300 kboe/d. Für den Gesamtproduktionsbeitrag von Rumänien und Österreich wird ein durchschnittlicher Wert im Bereich von 190–200 kboe/d erwartet. In Rumänien sind Arbeiten an Onshore-Anlagen, die auch Produktionsstillstände bei wichtigen Bohrungen inkludieren und somit Einfluss auf die Produktion haben werden, im dritten Quartal geplant. In Norwegen wird erwartet, dass die durchschnittliche Produktion 2016 aufgrund zusätzlicher Mengen, hauptsächlich durch den Produktionsanlauf im Feld Edvard Grieg, auf rund 60 kboe/d steigt. Das gesamte Produktionsniveau in Norwegen wird durch geplante Wartungsarbeiten während des Jahres beeinträchtigt sein. Die Investitionen in Upstream werden für 2016 rund 70% der gesamten Konzern-Investitionen betragen. Dies beinhaltet, unter anderem, Bohrungen und Workover-Aktivitäten in Rumänien und Österreich sowie die großen Investitionsprojekte Gullfaks, Aasta Hansteen und Edvard Grieg in Norwegen, Nawara in Tunesien und Schiehallion in Großbritannien. Im Neptun Deep Block (Rumänien, Schwarzes Meer) wurde die zweite Explorations-Bohrkampagne mit sieben fertiggestellten Bohrungen im Jänner 2016 abgeschlossen, wobei der Großteil auf Gas stieß. Zur Verbesserung der Beurteilung sowie der Bestimmung des gesamten Block-Potenzials sind weitere Interpretationen und Analysen der gesammelten Daten nötig. Die Ergebnisse der Bohrkampagne sind vielversprechend genug um detailliertere Arbeiten zur Upstream: Es wird erwartet, dass die Produktion in Libyen und im Jemen aufgrund der andauernden kritischen Sicherheitssituation das ganze Jahr beeinträchtigt sein wird. Ohne diese Länder erwartet OMV für 2016 eine durchschnittliche Gesamtproduktion von rund 300 kboe/d. Für den Gesamtproduktionsbeitrag von Rumänien und Österreich wird ein durchschnittlicher Wert im Bereich von 190–200 kboe/d erwartet. In Rumänien sind Arbeiten an Onshore-Anlagen, die auch Produktionsstillstände bei wichtigen Bohrungen inkludieren und somit Einfluss auf die Produktion haben werden, im dritten Quartal geplant. In Norwegen wird erwartet, dass die durchschnittliche Produktion 2016 aufgrund zusätzlicher Mengen, hauptsächlich durch den Produktionsanlauf im Feld Edvard Grieg, auf rund 60 kboe/d steigt. Das gesamte Produktionsniveau in Norwegen wird durch geplante Wartungsarbeiten während des Jahres beeinträchtigt sein. Die Investitionen in Upstream werden für 2016 rund 70% der gesamten Konzern-Investitionen betragen. Dies beinhaltet, unter anderem, Bohrungen und Workover-Aktivitäten in Rumänien und Österreich sowie die großen Investitionsprojekte Gullfaks, Aasta Hansteen und Edvard Grieg in Norwegen, Nawara in Tunesien und Schiehallion in Großbritannien. Im Neptun Deep Block (Rumänien, Schwarzes Meer) wurde die zweite Explorations-Bohrkampagne mit sieben fertiggestellten Bohrungen im Jänner 2016 abgeschlossen, wobei der Großteil auf Gas stieß. Zur Verbesserung der Beurteilung sowie der Bestimmung des gesamten Block-Potenzials sind weitere Interpretationen und Analysen der gesammelten Daten nötig. Die Ergebnisse der Bohrkampagne sind vielversprechend genug um detailliertere Arbeiten zur Festlegung der kommerziellen Realisierbarkeit durchzuführen. Ausgaben für Explorations- und Evaluierungsbohrungen werden mit rund EUR 450 Mio für 2016 erwartet.

erwartet. Downstream: Es wird erwartet, dass die um Wartungsperioden bereinigte Kapazitätsauslastung aufgrund der starken Performance in allen Vertriebskanälen weiterhin hoch bleibt und den stabilen Gewinn- und Cash-Beitrag des Downstream Öl-Geschäfts unterstützen wird. Größere Raffinerie-Stillstände sind für die Raffinerie Schwechat für rund ein Monat von Ende Q1/16 bis in Q2/16 hinein und für die Raffinerie Petrobrazi für rund ein Monat in Q2/16 geplant. Im Oktober 2015 hat OMV einen Kaufvertrag zum Erwerb von 100% der Anteile an der FE-Trading GmbH und der FE-Trading trgovina d.o.o. unterzeichnet. FE-Trading GmbH und FE-Trading trgovina d.o.o. betreiben unbemannte Tankstellen in Österreich und Slowenien. Das Closing wird für 2016 erwartet. OMV hat einen Verkaufsprozess für bis zu 100% am Tochterunternehmen OMV Petrol Ofisi A.Ş. gestartet. Derzeit läuft ein Verfahren zur Auswahl der Berater zur Unterstützung der Transaktion sowie der Strukturierung des geplanten Prozesses. Aufgrund des anhaltend schwachen Gas-Marktumfelds wird erwartet, dass die Erdgas-Verkaufsmargen auf einem niedrigen Niveau bleiben. Es wird erwartet, dass die Spark Spreads in Rumänien und der Türkei schwach bleiben. Die Veräußerung von bis zu 49% der Anteile an Gas Connect Austria wurde initiiert und die Unterzeichnung der Transaktion wird für 2016 erwartet. OMV hat eine Vereinbarung mit seinen Partnern für die Übernahme des restlichen 35,75%-Anteils an EconGas durch OMV unterzeichnet. Die diesbezügliche Genehmigung durch die Kartellbehörden wird im Laufe von 2016 erwartet. Infolgedessen wird EconGas in den OMV Konzern voll eingegliedert, was einen weiteren Schritt in Richtung Umstrukturierung und Effizienzsteigerung des Gas-Geschäfts bedeutet. Die endgültige Investitionsent-Downstream: Es wird erwartet, dass die um Wartungsperioden bereinigte Kapazitätsauslastung aufgrund der starken Performance in allen Vertriebskanälen weiterhin hoch bleibt und den stabilen Gewinn- und Cash-Beitrag des Downstream Öl-Geschäfts unterstützen wird. Größere Raffinerie-Stillstände sind für die Raffinerie Schwechat für rund ein Monat von Ende Q1/16 bis in Q2/16 hinein und für die Raffinerie Petrobrazi für rund ein Monat in Q2/16 geplant. Im Oktober 2015 hat OMV einen Kaufvertrag zum Erwerb von 100% der Anteile an der FE-Trading GmbH und der FE-Trading trgovina d.o.o. unterzeichnet. FE-Trading GmbH und FE-Trading trgovina d.o.o. betreiben unbemannte Tankstellen in Österreich und Slowenien. Das Closing wird für 2016 erwartet. OMV hat einen Verkaufsprozess für bis zu 100% am Tochterunternehmen OMV Petrol Ofisi A.Ş. gestartet. Derzeit läuft ein Verfahren zur Auswahl der Berater zur Unterstützung der Transaktion sowie der Strukturierung des geplanten Prozesses. Aufgrund des anhaltend schwachen Gas-Marktumfelds wird erwartet, dass die Erdgas-Verkaufsmargen auf einem niedrigen Niveau bleiben. Es wird erwartet, dass die Spark Spreads in Rumänien und der Türkei schwach bleiben. Die Veräußerung von bis zu 49% der Anteile an Gas Connect Austria wurde initiiert und die Unterzeichnung der Transaktion wird für 2016 erwartet. OMV hat eine Vereinbarung mit seinen Partnern für die Übernahme des restlichen 35,75%-Anteils an EconGas durch OMV unterzeichnet. Die diesbezügliche Genehmigung durch die Kartellbehörden wird im Laufe von 2016 erwartet. Infolgedessen wird EconGas in den OMV Konzern voll eingegliedert, was einen weiteren Schritt in Richtung Umstrukturierung und Effizienzsteigerung des Gas-Geschäfts bedeutet. Die endgültige Investitionsentscheidung für das Nord Stream 2-Pipelineprojekt soll im Laufe von 2016 getroffen werden.

führen. Ausgaben für Explorations- und Evaluierungs-Wien, am 22. März 2016

Wien, am 22. März 2016 Der Vorstand

Rainer Seele Rainer Seele Vorsitzender

Vorsitzender

Johann Pleininger Manfred Leitner

David C. Davies Vorsitzender-Stellvertreter

Johann Pleininger Manfred Leitner

Bestätigungsvermerk Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang. Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 en-Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

  1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gege-Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein mög-Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

lichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen. Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen. Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend. Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend. Wien, am 22. März 2016 Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. Wien, am 22. März 2016 Wien, am 22. März 2016 Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. Mag. Alexander Wlasto (Wirtschaftsprüfer) Mag. Gerhard Schwartz (Wirtschaftsprüfer)

Mag. Alexander Wlasto (Wirtschaftsprüfer) Mag. Gerhard Schwartz (Wirtschaftsprüfer) verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden.

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (z.B. verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden. Mag. Alexander Wlasto (Wirtschaftsprüfer) Mag. Gerhard Schwartz (Wirtschaftsprüfer) Mag. Alexander Wlasto (Wirtschaftsprüfer) Mag. Gerhard Schwartz (Wirtschaftsprüfer) Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (z.B.

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (z.B. verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Jahresabschluss

Buchführung

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen

von Art und Umfang

Abschlussprüfung

Prüfungsurteil Prüfungsurteil Abschlussprüfung Prüfungsurteil

Aussagen zum Lagebericht Aussagen zum Lagebericht Aussagen zum Lagebericht

Jahresabschluss Jahresabschluss Bilanz zum 31. Dezember 2015

Bilanz Aktiva EUR EUR 1.000
Anhangangabe 2015 2014
Anlagevermögen
1
Sachanlagen 1.202.919 1.211
Finanzanlagen 11.836.616.645 12.541.044
11.837.819.564 12.542.255
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.504
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 1.472.360.240 545.712
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 45.026 35.726
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 9.371.072 26.897
1.481.806.842 608.335
Wertpapiere und Anteile
Sonstige Wertpapiere 96.629.951 — 128.766 72
Eigene Anteile 10.015.543 11.137
106.645.494 139.903
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 808.763.904 69.292
2.397.216.240 817.530
Latente Steuern
Rechnungsabgrenzungsposten 23.276.698 26.634
Summe Aktiva 14.258.312.502 13.386.419
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom
Passiva
EUR EUR 1.000
1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss
umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 en
Anhangangabe 2015 2014
Eigenkapital
dende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
3
Grundkapital 327.272.727 327.273
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresab
Kapitalrücklagen
Verantwortung der
schlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft
Gebundene
1.729.337.821 gesetzlichen
1.729.338
in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwor
Nicht gebundene
333.728 Vertreter für den
334
tung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für
Rücklage für anteilsbasierte Vergütungen
die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-,
6.272.140 Jahresabschluss
10.159
und für die
Gewinnrücklagen
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen
Buchführung
Freie Rücklage
ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter
2.465.227.348 3.760.798
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gege
Rücklage für eigene Anteile
10.015.543 11.137
benen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Bilanzgewinn, davon Gewinnvortrag EUR 85.842.151 (2014: TEUR 14.102)
445.897.811 493.790
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage 4.984.357.119 6.332.828
Verantwortung des
unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften
Unversteuerte Rücklagen
4 Abschlussprüfers
und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die
Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen
Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit
431.303 und Beschreibung
431
von Art und Umfang
ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung
Rückstellungen
5 der gesetzlichen
beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der
Rückstellungen für Abfertigungen
7.235.403 Abschlussprüfung
8.007
Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemä
Rückstellungen für Pensionen
ßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens
8.504.806 4.242
Steuerrückstellungen
wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vor
447.627.948 133.312
Sonstige Rückstellungen
nahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die
315.881.158 43.356
Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz 779.249.314 188.917
und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeig
Verbindlichkeiten
nete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kon
6
Anleihen
trollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der
6.250.000.000 4.750.000
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
468.315.051 443.400
wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auf
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
10.532.911 11.920
fassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
1.533.379.555 1.416.736
hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
1
Prüfungsurteil
Sonstige Verbindlichkeiten
entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein mög
232.013.618 242.081
lichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage 8.494.241.135 6.864.138
der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit
den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Rechnungsabgrenzungsposten 33.631 105
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in
Summe Passiva
Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Ge
14.258.312.502 Aussagen zum
13.386.419
Lagebericht
Haftungsverhältnisse
sellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit
7 1.711.974.682 1.504.775

Gewinn- und Verlustrechnung

EUR EUR 1.000
Anhangangabe 2015 2014
1. Umsatzerlöse 8 108.568.505 132.093
2. Sonstige betriebliche Erträge 9 1.677.717 7.605
3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen 10 –8.424.745 –12.988
4a. Personalaufwand 11 –75.399.516 –73.985
4b. Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen sowie Altersversorgung 12 –13.389.584 –6.902
5. Abschreibungen –150.804 –151
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13 –66.415.176 –82.019
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebserfolg) –53.533.603 –36.347
8. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 593.758.128 (2014: TEUR 432.187) 602.096.820 437.612
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 73.664.590 (2014: TEUR 29.882) 74.677.589 30.973
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 18.731.000 (2014: TEUR 128.481) 67.871.391 150.051
11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens
davon aus Zuschreibungen EUR 18.834 (2014: TEUR 6.444) 1.519.557 6.956
12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
davon aus Abschreibungen EUR 569.747.893 (2014: TEUR 1.067.566)
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.026.551.740 (2014: TEUR 1.134.962) –1.026.551.740 –1.134.972
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon betreffend verbundene Unternehmen EUR 61.288.766
(2014: TEUR 38.710) –297.809.135 –265.854
14. Zwischensumme aus Z 8 bis 13 (Finanzerfolg) 14 –578.195.518 –775.235
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit –631.729.121 –811.582
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15 –308.215.219 -108.730
17. Jahresfehlbetrag –939.944.340 –920.313
18. Auflösung unversteuerter Rücklagen 0
19. Auflösung von Gewinnrücklagen 1.300.000.000 1.400.000
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 85.842.151 14.102
21. Bilanzgewinn 445.897.811 493.790

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 der OMV Aktiengesellschaft, Wien, ist nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuchs (UGB) in der aktuellen Fassung erstellt worden. Weiters erstellt die OMV Aktiengesellschaft als Mutterunternehmen des OMV Konzerns einen gesonderten Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRSs). Euro (EUR 1.000 sowie TEUR). Aufgrund der Darstellung in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen kommen. Anhang

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwor-Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die detaillierte Darstellung erfolgt im Anhang. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen Der Jahresabschluss wurde in Euro (EUR) erstellt. Die zahlenmäßige Darstellung im Anhang erfolgt in Tausend

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Kategorie Nutzungsdauer
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4–10 Jahre

In Anlehnung an die steuerrechtlichen Bestimmungen wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vorgenommen.

Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen bei Anlagegegenständen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Betrag von bis EUR 400 werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und voll abgeschrieben und im Anlagespiegel im Anschaffungsjahr als Zu- und Abgang ausgewiesen.

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt. Die Beteiligungsbewertung erfolgte anhand der Discounted-Cash-Flow Methode unter Berücksichtigung der individuellen WACCs (Weighted Average Cost of Capital) für die jeweiligen Unternehmen. Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskursen oder bei Vorliegen niedrigerer Börsenstichtagskurse mit diesen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungswerten bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Fremdwährungsforderungen werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Für alle erkennbaren Risiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Sonstige Wertpapiere und Anteile werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die latenten Steuern werden unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Mit Wirkung ab 1. Jänner 2005 besteht eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz (KStG) mit der OMV Aktiengesellschaft als Gruppenträger. Im Rahmen der Gruppenbesteuerung erhält die OMV Aktiengesellschaft von jenen Gruppenmitgliedern, die im Wirtschaftsjahr ein positives Einkommen erzielen, eine Steuerumlage in Höhe der auf diesen Gewinn entfallenden Körperschaftsteuer. An jene Gruppenmitglieder, die im Wirtschaftsjahr einen steuerlichen Verlust erzielen, entrichtet die OMV Aktiengesellschaft eine Steuerumlage in Höhe von 25% bzw. den jeweils gültigen Körperschaftsteuersatz des überrechneten steuerlichen Verlusts. Auf Basis von Ergebnisabführungsverträgen übernimmt die OMV Aktiengesellschaft Gewinne und Verluste der meisten ihrer Tochtergesellschaften. Darüber hinaus bestehen mit acht Gesellschaften Steuerumlageverträge nach der Belastungsmethode.

In der OMV Aktiengesellschaft gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen treffen die Gesellschaft nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen bzw. durch Zahlung an eine außerbetriebliche Pensionskasse Rechnung getragen. Das Risiko im Zusammenhang mit diesen leistungsorientierten Pensionsplänen verbleibt bei OMV.

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Method (laufendes Einmalprämienverfahren) berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt.

Bei der Berechnung von Pensions- und Abfertigungsrückstellungen werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die für das laufende Geschäftsjahr ermittelt werden, im Personalaufwand bzw. im sonstigen betrieblichen Ertrag dargestellt. Die offenen versicherungsmathematischen Verluste aus dem Wegfall der Korridormethode in Höhe von TEUR 4.248 mit Ende 2011 werden entsprechend den Ergänzungen zu den Fachgutachten KFS/RL 2

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 enund 3 über fünf Jahre verteilt in den Personalaufwand gebucht. Die nicht erfassten versicherungsmathematischen Verluste aus dem Wegfall der Korridormethode betragen zum 31. Dezember 2015 TEUR 850 (31. Dezember 2014: TEUR 1.700).

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresab-Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzerfolg dargestellt.

in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwor-Zahlungen für beitragsorientierte Pensionsverpflichtungen sind im laufenden Pensionsaufwand ausgewiesen.

die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter und für die Verbindlichkeiten für Personallösungen werden gebucht, wenn diese betragsmäßig fixiert sind und ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann.

benen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. Für nach kaufmännischer Beurteilung erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten wird durch die Bildung von entsprechenden Rückstellungen vorgesorgt.

unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Verbindlichkeiten werden mit den Nennwerten bzw. dem höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem höheren Rückzahlungsbetrag bewertet.

ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemä-Die mit Banken sowie mit Konzernunternehmen abgeschlossenen Derivate bildeten eine Bewertungseinheit aus der Sicht der OMV Aktiengesellschaft; der bilanzielle Ausweis dieser Derivate erfolgte nicht in der OMV Aktiengesellschaft, sondern in den jeweiligen Konzerngesellschaften.

wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vor-Long Term Incentive (LTI) Pläne

nahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine Seit 2009 werden LTI Pläne für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte gewährt. Von 2010 bis 2015 wurden weitere Pläne mit vergleichbaren Bedingungen gewährt. Teilnehmer der Pläne 2009, 2010 und 2011 müssen bis zum Ende der Behaltefrist Aktien halten. Am Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien. Seit 2011 wurde die Teilnahme am Plan auch ausgewählten Mitarbeitern mit besonderem Entwicklungspotenzial (Potentials) gewährt. Vorstand und Führungskräfte sind als Teilnehmer der LTI Pläne 2012, 2013, 2014 und 2015 verpflichtet, ein angemessenes Ausmaß an Aktien an der Gesellschaft aufzubauen und bis zu ihrer Pensionierung oder ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Prüfungsurteil Für zukünftige erwartete Kosten des LTI Plans besteht zum Bilanzstichtag eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht. Erwartete Dividenden wurden entsprechend der Mittelfristplanung der Gesellschaft einbezogen. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über den Beobachtungszeitraum von drei Jahren verteilt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2015 belief sich auf TEUR 11.100 (2014: TEUR 11.324), die Nettoveränderung im Berichtsjahr auf TEUR -224 (2014: Nettoveränderung TEUR -8.171).

Bedingungen
Plan 2015 Plan 2014 Plan 2013 Plan 2012
Planbeginn 01.01.2015 01.01.2014 01.01.2013 01.01.2012
Ende Leistungszeitraum 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2014
Anspruchstag 31.03.2018 31.03.2017 31.03.2016 31.03.2015
Aktienerfordernis
Vorstandsvorsitzender 200% vom Brutto 200% vom Brutto 200% vom Brutto 200% vom Brutto
grundgehalt grundgehalt grundgehalt grundgehalt
Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter 175% vom Brutto 175% vom Brutto 175% vom Brutto 175% vom Brutto
grundgehalt grundgehalt grundgehalt grundgehalt
Vorstandsmitglieder 150% vom Brutto 150% vom Brutto 150% vom Brutto 150% vom Brutto
grundgehalt grundgehalt grundgehalt grundgehalt
Leitende Führungskräfte 75% vom Brutto 75% vom Brutto 75% vom Brutto 75% vom Brutto
grundgehalt grundgehalt grundgehalt grundgehalt
Eigeninvestment
Mitglieder des Vorstands
Davies 54.626 Aktien 46.070 Aktien 46.070 Aktien 32.855 Aktien
Floren 31.929 Aktien 22.725 Aktien 16.226 Aktien 7.500 Aktien
Huijskes 38.419 Aktien 28.095 Aktien 21.298 Aktien 12.136 Aktien
Leitner 37.163 Aktien 28.207 Aktien 27.406 Aktien 16.060 Aktien
Pleininger 1) 8.462 Aktien
Roiss 80.600 Aktien 60.173 Aktien 60.173 Aktien 44.259 Aktien
Seele 32.200 Aktien
Vorstände gesamt 283.399 Aktien 185.270 Aktien 171.173 Aktien 112.810 Aktien
Andere Führungskräfte gesamt 287.397 Aktien 263.809 Aktien 271.434 Aktien 278.497 Aktien
Eigeninvestment gesamt 570.796 Aktien 449.079 Aktien 442.607 Aktien 391.307 Aktien
Erwartete Bonusaktien zum
31. Dezember 2015 875.438 Aktien 280.268 Aktien 271.858 Aktien
Maximale Bonusaktien zum
31. Dezember 2015 1.186.287 Aktien 800.918 Aktien 827.034 Aktien
Beizulegender Zeitwert des Plans
(EUR 1.000) 20.176 6.316 7.053

1) Johann Pleininger nimmt auch an den Plänen 2013 bis 2015 als leitende Führungskraft teil. Das Eigeninvestment für die Pläne 2013 und 2014 betrug 8.217 Aktien

Strategic Incentive Plan (SIP)

2014 wurde der Strategic Incentive Plan (SIP) dem Vorstand, ausgewählten Führungskräften und ausgewählten Upstream-Experten gewährt. Der SIP ist ein langfristig ausgerichtetes Vergütungsmodell. Dieser Plan basiert auf der Zuteilung virtueller Aktien, deren Gegenwert am Ende der Planlaufzeit in Abhängigkeit von der Erreichung definierter Leistungsziele bar ausbezahlt wird. Zudem ist die Erfüllung weiterer Bedingungen Voraussetzung für jegliche Auszahlung (Zuteilungszeitraum 2014-2018, Leistungszeitraum 2014-2021, Auszahlungszeitraum 2022- 2024).

Jeder potenzielle Teilnehmer muss bei Planbeginn in einer Erklärung angeben, ob er am SIP teilnehmen will. Außerdem müssen teilnehmende Vorstandsmitglieder und teilnehmende Führungskräfte in einer Erklärung angeben, ob sie mit einem zusätzlichen Eigeninvestment ("Investment-Aktien") teilnehmen wollen. Diese Erklärungen gelten für die gesamte Laufzeit des Planes.

Jeder Teilnehmer erhält von OMV zwischen 2014 und 2018 in bis zu fünf aufeinanderfolgenden jährlichen Tranchen eine Zuwendung ("OMV Grant") in Form virtueller Aktien, welche die Kursentwicklung der zugrundeliegenden OMV Aktien widerspiegeln (die "Phantomaktien"). Werden Investment-Aktien eingebracht, wird der OMV Grant von OMV durch eine komplementäre Zuwendung im Verhältnis 1:2 ergänzt (der "Complementary Grant"), d.h. jede Phantomaktie des OMV Grant wird gemäß des Complementary Grant durch zwei zusätzliche Phantomaktien ergänzt.

Zum 31. Dezember 2015 beträgt die maximale Anzahl der gewährten Phantomaktien 697.801 Stück, davon 139.895 Stück für den Vorstand.

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft Für zukünftige erwartete Kosten des Strategic Incentive Plans besteht zum Bilanzstichtag eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht, wobei eine Monte-Carlo-Simulation verwendet wird. Erwartete Dividenden wurden ebenfalls entsprechend der Mittelfristplanung der Gesellschaft einbezogen, wobei ein Diskontierungssatz von 0,71% zur Anwendung kam. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über den Beobachtungszeitraum verteilt. Die Rückstellung belief sich per 31. Dezember 2015 auf TEUR 777 (2014: TEUR 943).

tung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für Matching Share Plan (MSP)

die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung und für die Buchführung von Art und Umfang Die von der Hauptversammlungen 2014 und 2015 genehmigte Matching Share Pläne für die Jahre 2014 und 2015 sind ein integraler Teil der jährlichen Bonusvereinbarung und dienen als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, die die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördern, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen Bonifikationen (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Bonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen Bonifikation durch den Vergütungsausschuss wird eine gleichwertige (netto nach Steuern) Bonifikation in Form von Aktien des Unternehmens gewährt werden, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind.

Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vor-Vorstandsmitglieder können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits das vom LTI Plan 2012 bis 2015 vorgesehene Aktienerfordernis erreicht haben. Per 31. Dezember 2015 wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 2.002 ausgewiesen (2014: TEUR 1.433).

Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz-Gesamtaufwand

und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kon-2015 wurde ein Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 4.585 erfasst (2014: TEUR 5.194), davon TEUR -3.887 (2014: TEUR 4.266) für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente.

1 Anlagevermögen

Im Berichtsjahr wurde die Gliederung des Sachanlagevermögens nach den gesetzlichen Mindestanforderungen vorgenommen. Die Entwicklung des Anlagevermögens 2015 ist im Anlagespiegel dargestellt.

In der Bilanzposition Grundstücke ist ein Grundwert von TEUR 776 (2014: TEUR 790) enthalten.

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen liegen in folgendem Umfang vor:

EUR 1.000
2015 2014
Im nächsten Jahr 608 377
In den nächsten fünf Jahren 1.760 1.005

Ausleihungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr belaufen sich auf insgesamt TEUR 1.145.236 (2014: TEUR 730.010).

Ausleihungen EUR 1.000
2015 2014
Inland
OMV Exploration & Production GmbH 795.226.156 795.226
OMV Clearing und Treasury GmbH 630.000
OMV Refining & Marketing GmbH 750.000.000 350.000
GAS CONNECT AUSTRIA GmbH 300.000.000 280.000
OMV Gas & Power GmbH 100.000
OMV Finance Services GmbH 160.396.321 174.417
OMV (Tunesien) Production GmbH 62.932.950 32.129
BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH 1.388.010 1.222
EGW Heimstätte GmbH 120.352 112
Ausland
Pearl Petroleum Company Limited 9.782.844 11.693
Gesamt 2.079.846.633 2.374.799

Die OMV Aktiengesellschaft gewährte im abgelaufenen Geschäftsjahr an folgende Gesellschaften Darlehen: An die OMV (Tunesien) Production GmbH weitere TUSD 35.000 sowie an OMV Refining & Marketing GmbH weitere TEUR 400.000. GAS CONNECT AUSTRIA GmbH erhielt weitere TEUR 60.000 und tilgte TEUR 40.000. OMV Finance Services GmbH erhielt weitere TUSD 473 und tilgte TUSD 15.810. OMV Clearing und Treasury GmbH tilgte TEUR 630.000 und OMV Gas & Power GmbH tilgte TEUR 100.000. Pearl Petroleum Company Limited hat einen Kreditrahmen von TUSD 32.574.

2015 wurden an folgende Gesellschaften Großmutterzuschüsse gewährt: An die OMV (Yemen Block S 2) Exploration GmbH in Höhe von TEUR 36.194, an die OMV Finance Services NOK GmbH in Höhe von TNOK 613.773, an die OMV (Tunesien) Production GmbH in Höhe von TUSD 50.000.

Im Berichtsjahr wurden weitere Aktienkäufe von Minderheitsaktionären der OMV Petrol Ofisi A.Ş. über TTRY 33.709 getätigt.

umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 en EUR 1.000
dende Geschäftsjahr sowie den Anhang. 2015 2014
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresab ≤1 Jahr >1 Jahr ≤1 Jahr >1 Jahr
schlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
31 gesetzlichen
in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwor
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
1.472.360 545.712
tung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für
[davon aus Lieferungen und Leistungen]
[4.906] [—] [4.145] [—]
die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-,
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
und für die
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen
Beteiligungsverhältnis besteht
45 35.726 Buchführung
ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter
[davon aus Lieferungen und Leistungen]
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gege
[8] [—] [—] [—]
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
benen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
9.371 26.897
Gesamt 1.481.807 608.335

und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemä-Die Reduzierung der Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert größtenteils aus der Begleichung der Forderungen gegenüber der Trans Austria Gasleitung GmbH. Sonstige Forderungen beinhalten eine Forderung an das Finanzamt von TEUR 7.597 (2014: TEUR 24.639) an Körperschaftsteuervorauszahlungen. In den sonstigen Forderungen sind keine wesentlichen Erträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Verantwortung der 2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

3 Eigenkapital

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 327.272.727 (2014: 327.272.727) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von EUR 327.272.727 (2014: EUR 327.272.727). Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Für das Geschäftsjahr 2015 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.

Der Vorstand wurde im Hinblick auf das Auslaufen des von der Hauptversammlung am 13. Mai 2009 geschaffenen genehmigten Kapitals am 13. Mai 2014 durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2014 ermächtigt, bis einschließlich 14. Mai 2019 das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage einmal oder in mehreren Tranchen, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz, zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre gegebenenfalls (i) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen einschließlich Matching Share Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen auszuschließen, sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Der Erwerb konnte bis zum 16. November 2013 über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen. Der Vorstand war auch ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss bis zum selben Datum einzuziehen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, bis einschließlich 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die eigenen Aktien können insbesondere (a) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen, (b) zur Bedienung von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, (c) als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und (d) zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck verwendet werden. Hierbei kann auch die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre ausgeschlossen werden, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.

Kapitalrücklagen wurden durch Zufuhr von Mitteln gebildet, welche aufgrund der Eigentümerstellung über das Grundkapital hinaus der OMV Aktiengesellschaft zugeflossen sind.

Die eigenen Anteile entwickelten sich in den Berichtsperioden wie folgt:

Eigene Anteile
Anzahl der Aktien Anschaffungswert
in EUR 1.000
Stand 1.1.2014 1.038.404 11.404
Abgang –23.302 –256
Stand 31.12.2014 1.015.102 11.148
Abgang –102.278 –1.122
Stand 31.12.2015 912.824 10.026

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar:

umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 en-Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile

dende Geschäftsjahr sowie den Anhang. Anzahl der Aktien Eigene Anteile Im Umlauf befindliche
Anteile
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresab
Stand 1.1.2014
327.272.727 1.038.404 Verantwortung der
326.234.323
schlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft
Bedienung von aktienbasierten Vergütungen
in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwor
–23.302 gesetzlichen
23.302
Vertreter für den
Stand 31.12.2014
tung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für
327.272.727 1.015.102 326.257.625
Jahresabschluss
Bedienung von aktienbasierten Vergütungen
die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-,
–102.278 102.278
und für die
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen
Stand 31.12.2015
327.272.727 912.824 Buchführung
326.359.903

benen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften Verantwortung des Für das Geschäftsjahr 2015 wird seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,00 (2014: EUR 1,25) je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung 2016 zu bestätigen ist. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2014 erfolgte im Mai 2015 und betrug TEUR 407.948 (2014: TEUR 407.822).

ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter

wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Die unversteuerten Rücklagen betreffen Bewertungsreserven von unbebautem und bebautem Grund in Höhe von TEUR 431 (2014: TEUR 431).

4 Unversteuerte Rücklagen

5 Rückstellungen

Die Bildung des Sozialkapitals erfolgt nach den Vorschriften von IAS 19. Die Anwartschaften für wertgesicherte Pensionszusagen wurden in früheren Jahren an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen. Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten fünf Kalenderjahre abhängig.

Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Die Entwicklung der leistungsorientierten Pläne und Jubiläumsgeldrückstellung stellt sich wie folgt dar:

EUR 1.000
Pensionen Abfertigung 2015
Jubiläums
geld
Pensionen Abfertigung 2014
Jubiläums
geld
Barwert der über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 41.317 37.960
Marktwert des Planvermögens –31.667 –31.427
Nicht erfasster versicherungs
mathematischer Gewinn (+)/Verlust (–)
–1.146 –2.291
Rückstellung der über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung
8.504 4.242
Barwert der nicht über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung
6.939 1.708 7.416 1.616
Nicht erfasster versicherungs
mathematischer Gewinn (+)/Verlust (–)
296 591
Rückstellung der nicht über einen
Fonds finanzierten Verpflichtung
7.235 1.708 8.007 1.616
Rückstellung zum 1.1. 4.242 8.007 1.616 3.681 11.634 1.589
Periodenaufwand 4.733 613 338 2.796 34 177
Fondsdotierung –471 –2.235
Auszahlungen –892 –167 –3.475 –131
Konzernübertrag –493 –79 –186 –19
Rückstellung zum 31.12. 8.504 7.235 1.708 4.242 8.007 1.616
Zinsaufwand 764 303 67 615 407 73
Laufender Dienstzeitaufwand 79 300 94 299 404 100
Erwartete Erträge aus dem
Planvermögen
Realisierung versicherungs
mathematischer Verlust (+)/Gewinn (–) 3.890 10 177 1.882 –777 4
Periodenaufwand 4.733 613 338 2.796 34 177

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31. Dezember:

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresab 2015 2014
Verantwortung der
schlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft
in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwor
Pensionspläne Abfertigungen,
Jubiläen
Pensionspläne Abfertigungen,
gesetzlichen
Jubiläen
Vertreter für den
tung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für
Kapitalmarktzinssatz
3,90% 3,90% 4,60% Jahresabschluss
4,60%
die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-,
Gehaltstrend
3,25% 3,25% 3,25% und für die
3,25%
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen
Pensionstrend
1,80% 1,80% Buchführung
ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter
Langfristige Planvermögensrendite
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gege
2,60% 3,00%

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Für die Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008 P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden altersspezifisch bzw. abhängig vom Dienstalter geschätzt. Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach dem frühestmöglichen Pensionsantrittsalter gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des ASVG in geltender Fassung.

ßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember

wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vor
nahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die
Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz
VRG IV 2015
VRG VI
VRG IV 2014
VRG VI
und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeig
Vermögenskategorien
nete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kon
Anteilswertpapiere
trollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der
23,36% 6,22% 26,04% 9,45%
Schuldverschreibungen
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen
59,19% 29,26% 59,98% 33,74%
wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auf
Cash und Geldmarktveranlagungen
14,22% 64,52% 11,66% 56,81%
fassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine
Sonstige
3,23% 2,32%
hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Summe
100,00% 100,00% 100,00% 100,00%

entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen. Aussagen zum Ziele der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allokation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend. Wien, am 22. März 2016 Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. Mag. Alexander Wlasto (Wirtschaftsprüfer) Mag. Gerhard Schwartz (Wirtschaftsprüfer) Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (z.B. verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden. Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppe VRG IV ist in internationale Aktien- und Anleihenfonds, alternative Veranlagungsstrategien (Absolute Return Strategien, Immobilien und Private Equity) sowie Anlagen auf dem Geldmarkt investiert. Im Zuge einer Risikodiversifizierung wurde bei der Auswahl der Asset Manager auf deren unterschiedliche Managementstile und Investmentansätze Bedacht genommen. Das langfristige Investitionsziel der VRG IV ist es, die Benchmark (20% globale Aktien, 45% globale Anleihe und 35% Absolute Return bzw. Geldmarktinstrumente, ab 2015 20% globale Aktien, 65% globale Anleihe, 5% Cash, 5% Alternatives, 5% Immobilien) zu übertreffen und ihre bestehenden und künftigen Anspruchszahlungen zu decken. Das Vermögen der VRG IV ist gemäß § 25 des österreichischen Pensionskassengesetzes so veranlagt, dass die Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität des der VRG IV zugeordneten Vermögens insgesamt gewährleistet ist. Eine zur Benchmark abweichende Asset Allokation oder regionale Allokation ist erlaubt, wenn dies nach Beurteilung der APK durch die aktuellen Bewertungen oder zukünftigen erwarteten Renditen begründet ist. Für alle Asset Klassen können Investmentvehikel, die nach einem aktiven Ansatz verwaltet werden, eingesetzt werden, wenn dies durch Markteigenschaften oder Kosten-/Nutzenerwägungen begründet werden kann. Der Großteil des Vermögens der VRG IV

wird in liquiden aktiven Märkten investiert, an welchen Preisnotierungen existieren. Vermögenswerte, für die keine aktive Marktpreisnotierung vorhanden ist (z.B. bestimmte Immobilien und Absolute-Return-Strategien), können auf vorsichtigem Niveau gehalten werden, wenn das Rendite-/Risikoprofil solcher Vermögenswerte als günstig erachtet wird. Das Risiko wird aktiv gesteuert und es wird allgemein erwartet, dass die Volatilität und vor allem das Downsiderisiko niedriger sein werden als jenes der Benchmark.

Die Investitionspolitik für die Veranlagung des Vermögens der VRG VI erfolgt nach einem Modellansatz, der auf Value-at-Risk Berechnungen basiert. Bei diesem Investmentprozess wird risikoabhängig in globale Aktienmärkte, europäische Anleiheninstrumente und Geldmarktveranlagungen mit geringerem Risiko investiert, wobei die taktische Allokation sehr flexibel und modellgetrieben erfolgt und eine definierte Wertuntergrenze zu einem bestimmten Stichtag nicht unterschritten werden soll. Gleichzeitig soll aber auch die Chance auf eine Teilnahme an einer positiven Entwicklung des Aktienmarkts teilweise gewahrt bleiben. Das langfristige Anlageziel der VRG VI ist es stabile, berechenbare Renditen zu erwirtschaften, um die bestehenden und künftigen Anspruchszahlungen aus dem Plan bestmöglich zu decken. Um die Effektivität der Portfolioverwaltung zu erleichtern, wird das Portfolio mit einer Futures Overlay Strategie aufgebaut. Das Basisportfolio besteht aus kurzfristigen Staatsanleihen. Für sämtliche Vermögenskategorien der VRG VI sind aktive Marktpreise vorhanden.

Aufgrund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRGs Abweichungen zu der Planvermögensrendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG IV lag 2015 mit 1,2% knapp unter der Benchmark-Rendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG VI war leicht negativ.

Im Jahr 2016 sind für leistungsorientierte Pläne Zahlungen für das Jahr 2015 im Ausmaß von TEUR 14.000 an die APK-Pensionskasse AG geplant.

EUR 1.000
2015 2014
Personalrückstellungen 28.497 26.788
Übrige Rückstellungen 287.384 16.568
Gesamt 315.881 43.356

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

Die Personalrückstellungen enthalten eine Rückstellung für den Long Term Incentive Plan in Höhe von TEUR 11.100 (2014: TEUR 11.324), sowie den Strategic Incentive Plan in Höhe von TEUR 777 (2014: TEUR 943). In den übrigen Rückstellungen ist eine theoretische Ausstiegsprämie für ein Rückversicherungsverhältnis in Höhe von TEUR 14.788 (2014: TEUR 15.155) sowie drohende Verluste in Höhe von TEUR 272.098 (2014: TEUR 824) betreffend die verschlechterte wirtschaftliche Situation der EconGas GmbH aufgrund gravierender Veränderungen im Gasmarkt enthalten. In diesem Zusammenhang ist die OMV Aktiengesellschaft Verpflichtungen in Form von gegebenen Zusicherungen eingegangen.

Aufgrund der Bildung einer Körperschaftsteuerrückstellung für die Nachversteuerung von Verlusten von ausländischen Gruppenmitgliedern auf Gruppenträger-Ebene, wird im Geschäftsjahr eine Rückstellung in Höhe von TEUR 74.782 (2014: TEUR 50.801) ausgewiesen. Weiters wurde im Geschäftsjahr eine Rückstellung für zukünftige Steuerumlageverpflichtungen aus der Überrechnung der Verluste von inländischen Gruppenmitgliedern in Höhe von TEUR 290.336 dotiert (2014: TEUR 82.510).

Erläuterungen zur Bilanz OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2015 195
Anhang OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2014 1
1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss
umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 en 2015 2014
dende Geschäftsjahr sowie den Anhang. ≤1 Jahr >1 Jahr ≤1 Jahr >1 Jahr
Anleihen 250.000 6.000.000 4.750.000
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresab
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
99.426 368.890 330.954 Verantwortung der
112.446
schlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
10.533 11.920 gesetzlichen
in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwor
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
1.533.379 1.416.736 Vertreter für den
tung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für
[davon aus Lieferungen und Leistungen]
die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-,
[1.013] [—] [1.586] Jahresabschluss
[—]
und für die
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen
Buchführung
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter
1
[davon aus Lieferungen und Leistungen]
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gege
[—] [—] [—] [—]
benen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Sonstige Verbindlichkeiten
224.764 7.249 234.195 7.886
[davon aus Steuern] [133.892] [—] [150.173] [—]
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage
[davon im Rahmen der sozialen Sicherheit]
[720] [—] [832] Verantwortung des
[—]
unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften
Gesamt
und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die
2.118.102 6.376.139 1.993.806 Abschlussprüfers
4.870.332
und Beschreibung

ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemä-Abschlussprüfung Am 25. Mai 2011 wurde eine Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750.000.000 begeben. Am 7. Dezember 2015 begab OMV weitere Hybridschuldverschreibungen mit einem Gesamtvolumen von EUR 1,5 Mrd in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio.

wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vor-Begebene Anleihen

nahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die
Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz
und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeig
Nominale Kupon Rückzahlung
nete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kon
Internationale Industrieanleihe
trollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der
EUR 250.000.000 5.25% fix 22.06.2016
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen EUR 750.000.000 0.60% fix 19.11.2018
wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auf
fassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine
EUR 500.000.000 1.75% fix 25.11.2019
hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt. EUR 500.000.000 4.375% fix 10.02.2020
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse EUR 500.000.000 4.25% fix 12.10.2021
entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein mög EUR 750.000.000 2.625% fix 27.09.2022
lichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage EUR 750.000.000 3.5% fix 27.09.2027
der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit
Hybridanleihe
den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
EUR 750.000.000
EUR 750.000.000
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in
Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Ge
EUR 750.000.000
sellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit
Gesamt
EUR 6.250.000.000

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend. Wien, am 22. März 2016 In den sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem Zinsen für Anleihen in Höhe von TEUR 85.035 (2014: TEUR 79.308) und Personallösungskosten in Höhe von TEUR 9.108 (2014: TEUR 9.546) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Aufwendungen, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden. Die wesentlichen Beträge umfassen Zinsen für Anleihen in Höhe von TEUR 85.035 (2014: TEUR 79.308).

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. In den Verbindlichkeiten größer als ein Jahr sind folgende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten: eine Verbindlichkeit aus Anleihen über TEUR 4.250.000 (2014: TEUR 3.250.000), sowie Kreditverbindlichkeiten über TUSD 15.000 (2014: TUSD 16.000).

6 Verbindlichkeiten

EUR 1.000

7 Haftungsverhältnisse gemäß § 199 und sonstige Verpflichtungen gemäß § 237 UGB Haftungsverhältnisse liegen in folgendem Umfang vor:

EUR 1.000
2015 2014
Garantien 1.711.975 1.504.775
[davon für verbundene Unternehmen] [1.711.821] [1.504.621]

Die Veränderung der Haftungsverhältnisse resultiert im Wesentlichen aus der Begebung von Garantien für OMV Supply & Trading Limited in Höhe von TUSD 378.260, aus der Erhöhung einer Garantie für OMV Deutschland GmbH um TEUR 150.000, sowie der Tilgung bzw. Reduzierung der Garantien für OMV Supply & Trading AG von TUSD 193.450 und für OMV (U.K.) Limited um TUSD 138.000.

Nicht in der Bilanz und unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Die OMV Aktiengesellschaft hat sich gegenüber der OMV Clearing und Treasury GmbH, die das Konzern-Clearing betreibt, verpflichtet, deren Liquidität für die Dauer der Konzernzugehörigkeit aufrechtzuerhalten.

Für einige Explorations-, Produktions- und Vertriebsgesellschaften bestehen seitens der OMV Aktiengesellschaft Garantien und Patronatserklärungen für die Einhaltung von Konzessionen, Lizenzen und von verschiedenen Verträgen, die in ihrer Höhe unbestimmt sind.

Gegenüber der OMV Gas Storage Germany GmbH hat sich die OMV Aktiengesellschaft mit einem Letter of Financial Support zu finanzieller Unterstützung im Bedarfsfall verpflichtet.

Ebenso hat sich die OMV Aktiengesellschaft gegenüber der OMV (U.K.) Limited mit einem Letter of Financial Support verpflichtet, deren Liquidität im Bedarfsfall aufrechtzuerhalten.

Die OMV Aktiengesellschaft haftet für die Auszahlung der im Rahmen von Schuldbeitritten von den Konzernunternehmen übernommenen Pensionsansprüche, Nachschussverpflichtungen für an überbetriebliche Pensionskassen übertragene Ansprüche und Überbrückungszahlungen für Personallösungen.

Bestätigungsvermerk Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

EUR 1.000
1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss
umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 en 2015 2014
dende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Inland
103.035 123.918
Ausland
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresab
5.534 8.175
Verantwortung der
Gesamt
schlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft
108.569 132.093
gesetzlichen

die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen Die Umsatzerlöse bestehen aus den an die Konzerngesellschaften verrechneten Konzernumlagen sowie Erlösen aus den innerhalb von Konzerngesellschaften wahrgenommenen operativen Aufgaben.

benen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. EUR 1.000 9 Sonstige
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage 2015 2014 betriebliche Erträge
Verantwortung des
unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen
13 28 Abschlussprüfers
und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
556 6.552 und Beschreibung
Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit
Übrige
1.109 1.025 von Art und Umfang
ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung
Gesamt
beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der
1.678 7.605 der gesetzlichen
Abschlussprüfung

ßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren aus der Rückstellung für Rückversicherung sowie aus Rückstellungen für Personal.

und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeig
nete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kon
EUR 1.000
trollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der 2015 2014
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen
Materialaufwand
157 228
wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auf
Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen
8.267 12.760
fassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine
Gesamt
hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
8.424 12.988

entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage Die Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen setzen sich hauptsächlich aus Fremdleistungen für laufende Tätigkeiten zusammen.

EUR 1.000 11 Personalaufwand
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in
Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Ge
2015 2014 Aussagen zum
Lagebericht
Gehälter
sellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit
64.071 63.136
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie
dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 11.261 10.644
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a
Sonstige Sozialaufwendungen
68 205
UGB sind zutreffend.
Gesamt
75.400 73.985

10 Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen

8 Umsatzerlöse

Anhang | OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2014 | 1 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2015 197

EUR 1.000
2015 2014
Aufwendungen für Abfertigungen 3.904
Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 643 623
Beitragsorientierter Personalaufwand 3.344 3.296
Leistungsorientierter Personalaufwand 5.498 2.983
Gesamt 13.389 6.902

Für Personallösungen sind in der Position Aufwendungen für Abfertigungen TEUR 3.594 (2014: EUR Null) und in der Position Leistungsorientierter Personalaufwand TEUR 1.293 (2014: TEUR 569) enthalten.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung verteilen sich folgendermaßen:

EUR 1.000
2015 2014
Abfertigungen Pensionen Abfertigungen Pensionen
Vorstände und ehemalige Vorstände 1.804 1.138 165 973
Leitende Angestellte 166 885 167 802
Andere Arbeitnehmer 2.567 2.929 695 2.622
Versicherungsmathematischer Verlust (+)/Gewinn (–) 10 3.890 —777 1.882
EUR 1.000
2015 2014
Steuern, soweit sie nicht unter Z 16 (Steuern vom Einkommen und Ertrag) fallen 1.473 1.174
Übrige 64.942 80.845
Gesamt 66.415 82.019

In der Position Steuern sind zum Großteil Gebühren für die Finanzmarktaufsicht enthalten. Im übrigen Aufwand sind unter anderem enthalten: von der OMV-internen Dienstleistungsgesellschaft bezogene Serviceleistungen von TEUR 21.843 (2014: TEUR 23.644), Werbeaufwand TEUR 9.365 (2014: TEUR 16.635), Rechts- und Beratungskosten TEUR 10.968 (2014: TEUR 18.726), diverse Fremdleistungen TEUR 7.344 (TEUR 6.535) und Versicherungsaufwand TEUR 2.782 (2014: TEUR 2.327).

13 Sonstige betriebliche Aufwendungen 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. Buchführung Von den Beteiligungserträgen in Höhe von TEUR 602.097 (2014: TEUR 437.612) resultieren TEUR 497.653 (2014: TEUR 18.813) aus Gewinngemeinschaften, TEUR 96.105 (2014: TEUR 413.374) aus Dividenden von verbundenen Unternehmen und TEUR 8.339 (2014: TEUR 5.425) aus sonstigen Beteiligungserträgen. Ergebnisabführungsverträge zum 31. Dezember 2015 liegen für folgende Gesellschaften vor: OMV Solutions GmbH, OMV Refining & Marketing GmbH, OMV Insurance Broker GmbH und OMV Gas & Power GmbH. In der Position Erträge aus Finanzanlagen sind Zuschreibungen von Ausleihungen in der Höhe von TEUR 19 (2014: TEUR 6.444) enthalten. Die Aufwendungen aus Finanzanlagen enthalten Verlustübernahmen in Höhe von TEUR 184.706 (2014: TEUR 67.397) auf der Basis von Ergebnisabführungsverträgen sowie außerplanmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit der OMV Petrol Ofisi A.Ş. aufgrund des schwierigen Marktumfelds in Höhe von TEUR 424.363 (2014:TEUR 1.067.565) und an OMV AUSTRALIA PTY LTD aufgrund der Neubewertung der bestehenden Lizenzen im Rahmen des niedrigeren Ölpreisumfelds in Höhe von TEUR 145.385 (2014: EUR Null) . Aufgrund gravierender Veränderungen im Gasmarkt und dessen Umfeld verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation der EconGas GmbH. Aus diesem Grund ist ein Aufwand für drohende Verluste in Höhe von TEUR 272.098 enthalten.

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage EUR 1.000 Verantwortung des
15 Steuern vom
unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften
und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die
2015 2014 Einkommen und
Abschlussprüfers
und Beschreibung
vom Ertrag
Laufende Steuern
Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit
308.346 85.729 von Art und Umfang
ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung
Latente Steuern
—131 23.001 der gesetzlichen
beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der
Gesamt
308.215 108.730 Abschlussprüfung
Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemä

wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine Die laufende Steuer setzt sich zusammen aus einem Aufwand aus Vorjahren in Höhe von TEUR 956 (2014: Ertrag von TEUR 22.381) sowie aus dem Körperschaftsteueraufwand des Gruppenträgers in Höhe von TEUR 307.390 (2014: TEUR 108.110) aufgrund der Gruppenbildung gemäß § 9 KStG nach den verrechneten Steuerumlagen. Aufgrund der Veränderung der Körperschaftsteuerrückstellung für die Nachversteuerung von Verlusten von ausländischen Gruppenmitgliedern ist im laufenden Körperschaftsteueraufwand ein Aufwand von TEUR 23.981 (2014: Körperschaftsteuerertrag von TEUR 16.227) enthalten. Weiters wurde im Geschäftsjahr eine Rückstellung für zukünftige Steuerumlageverpflichtungen aus der Überrechnung der Verluste von inländischen Gruppenmitgliedern in Höhe von TEUR 290.336 dotiert (2014: TEUR 82.510).

hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein mög-Mangels ausreichender künftig zu versteuernder Gewinne wurden im Berichtsjahr keine latenten Steuererträge gebucht. Der ausgewiesene latente Steuerertrag in Höhe von TEUR 131 (2014: latenter Steueraufwand von TEUR 23.001) betrifft die Auflösung neutraler Anpassungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2015 199

Anhang | OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2014 | 1

14 Erträge und Aufwendungen im Finanzergebnis

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung 15 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

16 Zinsmanagement und Derivate Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.

Die Gesellschaft sichert bei Bedarf entsprechende Fremdwährungsrisiken für die Gesellschaft selbst sowie für Konzerngesellschaften ab. OMV Aktiengesellschaft hat Derivate mit Banken abgeschlossen und diese an Konzerngesellschaften weitergegeben. Fallweise werden festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa umgewandelt. Im Jahr 2015 ist der Zinsswap im Nominale von USD 50 Mio ausgelaufen. Durch den Zinsswap werden feste Zinssätze in variable Zinssätze gedreht. Die Zinsdifferenz zwischen Swap und Kredit wird als Korrektur des Zinsaufwands verbucht.

EUR 1.000
2015 2014
Nominale in Beizulegen Bilanzansatz Nominale in Beizulegen Bilanzansatz
TEUR der Zeitwert TEUR der Zeitwert
Interest rate Swap (USD) 41.183 901
FX Swap EUR-CZK 12.681 –62 –62
FX Swap EUR-AUD 31.632 –717 –762
FX Swap EUR-NOK 42.782 96 20.156 180

Der beizulegende Zeitwert (Tageswert) der derivativen Finanzinstrumente spiegelt den geschätzten Betrag wider, den OMV zahlen oder erhalten müsste, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Für die Schätzung der Tageswerte von Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag werden Preisanbote von Banken oder entsprechende Preismodelle verwendet. Bei diesen Modellen werden die zum Bilanzstichtag geltenden Terminpreise und Wechselkurse sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung herangezogen. Der Bilanzansatz erfolgt unter den sonstigen Rückstellungen.

umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 en-Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:

17 Organe, Arbeitnehmer, Related Parties

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresab 2015 2014 Verantwortung der
schlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft
Angestellte
in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwor
430 442 gesetzlichen
Vertreter für den
tung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für
Gesamt
430 442 Jahresabschluss

ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Die Vorstandsbezüge der OMV Aktiengesellschaft verteilen sich wie folgt:

2015
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage
Seele Davies Floren 7) Huijskes 6) Leitner Pleininger Roiss 3) Verantwortung des
Gesamt
unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften Abschlussprüfers
Kurzfristige Vergütungen
und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die
2.039 1.251 874 793 971 187 897 und Beschreibung
7.012
Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit
Fixer Bezug (Grundbezug)
ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung
1.970 4) 880 300 464 700 183 478 von Art und Umfang
4.975
der gesetzlichen
beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der
Variabel (Zahlung für die
Abschlussprüfung
Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemä
Zielerreichung)
361 572 1) 323 261 414 1.931
ßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens
Sachbezüge
wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vor
69 5) 10 3 6 10 3 5 106
nahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die
Leistungen nach Beendigung
Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz
des Arbeitsverhältnisses
und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeig
113 321 300 181 175 49 1.138
nete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kon
Pensionskassenbeiträge
113 321 300 181 175 49 1.138
trollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der
Abfindungszahlungen
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen
750 372 1.220 2.343
wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auf
Abfindungszahlungen
750 372 1.220 2.343
fassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine
hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Anteilsbasierte Vergütungen
684 771 528 458 835 3.275
Variabel (Matching Share
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Plan)
entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein mög
405 605 2) 362 292 463 Prüfungsurteil
2.127
lichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage
Variabel (LTIP)
279 166 166 166 372 1.148
der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit
den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Gesamt
2.151 2.256 2.695 1.874 1.604 236 2.952 13.767

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in 1) Inklusive variable Bezüge betreffend Zahlungen für 2015 in Höhe von TEUR 300

Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Ge-2) Inklusive TEUR 300 für Matching Share Plan 2015

sellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit 3) Zusätzlich zu den erhaltenen Bezügen 2015 hat Gerhard Roiss einen Anspruch auf eine Zahlung für die Zielerreichung (beinhaltet variablen Bezug betreffend

dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen. Zielerreichung sowie Matching Share Plan) für 2015 bis zum 31. März 2017 in Höhe von TEUR 2.173, zahlbar am 30. Juni 2016 und auf Zahlungen betreffend Long Term Incentive Plänen und Strategic Incentive Plan bis zum 31. März 2017 auf Basis der Zielerreichung 4) Inklusive einer Einmalzahlung in Höhe von TEUR 1.517, welche mit der Verpflichtung verknüpft ist, OMV Aktien für Anforderungen aus dem LTIP zu erwerben

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a

5) Inklusive Miete, Parken, Heimflüge, Mietauto, Umzugskosten und damit verbundene Steuern 6) Zusätzlich zu den erhaltenen Bezügen 2015 hat Jaap Huijskes einen Anspruch auf einen Grundbezug und Pensionskassenbeiträge bis zum 31. März 2016 in Höhe

UGB sind zutreffend. Wien, am 22. März 2016 von TEUR 220, Zahlungen für die Zielerreichung und Zahlungen betreffend Long Term Incentive Plänen und Strategic Incentive Plan bis zum 31. März 2016 auf Basis der Zielerreichung 7) Hans-Peter Floren trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2014 zurück

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Alexander Wlasto (Wirtschaftsprüfer) Mag. Gerhard Schwartz (Wirtschaftsprüfer) Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (z.B. Vergütungen für Gerhard Roiss wurden teilweise gemäß dem Anstellungsvertrag mit OMV Exploration & Production GmbH ausbezahlt, Vergütungen für David C. Davies teilweise gemäß dem Anstellungsvertrag mit OMV Solutions GmbH.

Vorstandsbezüge EUR 1.000
2014 Davies Floren Huijskes Leitner Roiss Gesamt
Kurzfristige Vergütungen 1.385 1.112 1.202 969 1.532 6.199
Fixer Bezug (Grundbezug) 841 600 713 579 913 3.645
Variabel (Zahlung für die
Zielerreichung)
533 506 478 381 610 2.508
Sachbezüge 10 6 10 9 10 45
Leistungen nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
311 150 178 145 1.006 1.790
Pensionskassenbeiträge 311 150 178 145 1.006 1.790
Abfertigungszahlungen 737 2.963 3.700
Abfertigungszahlungen 737 2.963 3.700
Anteilsbasierte Vergütungen 1.000 428 742 651 1.244 4.065
Variabel (Matching Share Plan) 499 428 448 357 571 2.303
Variabel (LTIP) 500 294 294 673 1.762
Gesamt 3.432 1.690 2.122 1.765 6.745 15.753

Daneben sind die Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. Auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter sind Begünstigte dieser Versicherungen, und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

An Aufsichtsratsvergütungen wurden 2015 TEUR 482 aufgewendet (2014: TEUR 479).

Die OMV Aktiengesellschaft ist das Mutterunternehmen des OMV Konzerns und nimmt als solches eine Holdingfunktion ein. Weiters erbringt die OMV Aktiengesellschaft für die restlichen Konzerngesellschaften Finanzierungssowie Konzernsteuerungsdienstleistungen.

Alle Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Bezüglich der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer verweisen wir auf den Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft.

18 Vorschlag zur Gewinnverteilung Der verteilungsfähige Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2015 wurde mit TEUR 445.898 (2014: TEUR 493.790) ermittelt.

Für das Geschäftsjahr 2015 wird seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,00 (2014: EUR 1,25) je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung zu bestätigen ist. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2014 erfolgte im Mai 2015 und betrug TEUR 407.948 (2014: TEUR 407.822).

Bestätigungsvermerk Entwicklung der unversteuerten Rücklagen Entwicklung der unversteuerten Rücklagen

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom EUR 1.000
1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss
umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 en
dende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Stand
1.1.2015
Verbrauch Übertragung Stand
31.12.2015
Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresab
Sachanlagen
Verantwortung der
schlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft
Grundstücke
431 gesetzlichen
431
in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwor
Gesamt
tung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für
431 Vertreter für den
431
Jahresabschluss
in angegebener Währung 1.000
Anteil am
Kapital in %
Währung Eigenkapital
31.12.2015
Jahresüber
schuss/
Jahresfehl
betrag 2015
Inland
OMV Exploration & Production GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 1.446.838 –879.627
OMV Gas & Power GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 181.802 –189.733
OMV Insurance Broker GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 45 –5
OMV Refining & Marketing GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 1.254.445 490.308
OMV Solutions GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 3.274.405 4.512
Ausland
Amical Insurance Limited, Douglas 100,00 EUR 75.142 11.982
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Sydney 1) 100,00 AUD –149.219 –41.329
OMV FINANCE LIMITED, Douglas 2) 100,00 GBP 136 –3
OMV International Oil & Gas GmbH, Zug 100,00 EUR 1.402 836
OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi, Istanbul 100,00 TRY 6.483.484 –345.606
OMV Petrol Ofisi A.Ş., Istanbul 3) 44,60 TRY 613.915 –379.279
OMV PETROM SA, Bukarest 51,01 RON 25.091.190 –630.640

1) Gruppenmitglied gemäß § 9 KStG

2) In Liquidation per 31. Dezember 2015

3) 55,40% werden indirekt über OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi gehalten, insgesamt hält OMV 100%

Aufsichtsrat

  1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 en-Peter Oswald (seit 19.Mai 2015) Vorsitzender

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft Rudolf Kemler (bis 19.Mai 2015) Vorsitzender

in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Wolfgang C. Berndt Stv. Vorsitzender

Murtadha Al Hashmi Stv. Vorsitzender

Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti

unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Elif Bilgi Zapparoli

Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung Helmut Draxler

beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemä-Roy A. Franklin (bis 19.Mai 2015)

wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vor-Wolfram Littich

Herbert Stepic

Gertrude Tumpel-Gugerell (ab 19.Mai 2015)

Herbert Werner

Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gege-Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage Vom Betriebsrat delegiert: Christine Asperger Wolfgang Baumann Herbert Lindner Alfred Redlich Martin Rossmann

und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Neben international erfahrenen Vorständen und Direktoren der Kernaktionäre setzt sich der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat aus hochqualifizierten unabhängigen Mitgliedern zusammen, wobei sich OMV bezüglich der Unabhängigkeit an den Empfehlungen der EU orientiert.

Präsidial- und Nominierungsausschuss:

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein mög-Prüfungsurteil Oswald (Vorsitzender) (seit 19. Mai 2015) Kemler (Vorsitzender) (bis 19. Mai 2015), Berndt (Stellvertreter), Al Hashmi (Stellvertreter), Al Kuwaiti, Baumann, Rossmann

den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Prüfungsausschuss:

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Ge-Oswald (Vorsitzender) (seit 19. Mai 2015) Kemler (Vorsitzender) (bis 19. Mai 2015), Tumpel-Gugerell (Vorsitzende) (seit 29. September 2015), Berndt (Stellvertreter; Vorsitzender (vom 19. Mai 2015 bis 29. September 2015) ), Al Hashmi (Stellvertreter), Draxler, Littich, Werner, Baumann, Lindner, Rossmann

Projektausschuss:

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend. Oswald (Vorsitzender) (seit 19. Mai 2015) Kemler (Vorsitzender) (bis 19. Mai 2015), Berndt (Stellvertreter), Al Hashmi (Stellvertreter), Al Kuwaiti, Franklin (bis 19. Mai 2015),Littich, Baumann, Lindner, Rossmann

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. Vergütungsausschuss:

Oswald (Vorsitzender) (seit 19. Mai 2015) Kemler (Vorsitzender) (bis 19. Mai 2015), Berndt (Stellvertreter), Al Hashmi (Stellvertreter), Draxler

Vorstand

Rainer Seele

Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor

David C. Davies

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Finanzen

Johann Pleininger

Upstream

Manfred Leitner

Downstream

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom Wien, am 22. März 2016

umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 en-Der Vorstand

schlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen

Rainer Seele Vorsitzender

unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die

ßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens Johann Pleininger Manfred Leitner

ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gege-David C. Davies Vorsitzender-Stellvertreter

Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemä-

Anlagenspiegel gemäß § 226 Absatz 1 UGB Anlagenspiegel gemäß § 226 Absatz 1 UGB

Stand
1.1.2015
Zugänge
Sachanlagen
Grundstücke 790
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 884 261
1.674 261
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.245.004 160.453
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.361.771 591.206
Beteiligungen 26.625
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 8.197
Sonstige Ausleihungen 13.046 607
14.654.643 752.266
14.656.317 752.527
EUR 1.000 Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom
Außer
planmäßige
Abschreibung
2015
Zuschrei
bungen
1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss
Abschrei
umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 en
bungen
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresab
Bilanzwert
31.12.2014
Bilanzwert
31.12.2015
Abschrei
bungen
(kumuliert)
Stand
31.12.2015
dende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Abgänge
schlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft
in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwor

tung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für
790 776 776 14
151
die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-,
421 427 587 1.014 131
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen
151
1.211 1.203 587 1.790 145
ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter
569.747 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gege
10.135.115 9.725.639 2.679.636
benen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
12.405.276 182
2.361.771 2.068.555 2.068.555 884.422
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage
26.625 26.625 26.625
unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften
4.506 4.506 4.506 3.691
19 und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die
13.027 11.291 11.291 2.362
569.747 19 Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit
151
ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung
12.541.044 11.836.616 2.679.636 14.516.253 890.657
569.747 19 beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der
151
12.542.255 11.837.819 2.680.223 14.518.043 890.802

Abkürzungen und Definitionen

Abkürzungen und Definitionen

Abkürzungen und Definitionen

Ausschüttungsgrad %-Verhältnis der Dividende je Aktie zum Ergebnis je Ausschüttungsgrad %-Verhältnis der Dividende je Aktie zum Ergebnis je

bbl, bbl/d Barrel (Fass zu circa 159 Liter), bbl pro Tag Aktie bbl, bbl/d Barrel (Fass zu circa 159 Liter), bbl pro Tag

bcf, cf Milliarde Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F) bcf, cf Milliarde Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F)

Bruttoinlandsprodukt BIP Bruttoinlandsprodukt

boe, boe/d Barrel Öläquivalent, boe pro Tag boe, boe/d Barrel Öläquivalent, boe pro Tag

Current Cost of Supply; zu aktuellen Beschaffungskosten CCS Current Cost of Supply; zu aktuellen Beschaffungskosten

Earnings Before Interest and Taxes; Betriebserfolg EBIT Earnings Before Interest and Taxes; Betriebserfolg

EBITD EBITD

Earnings Before Interest, Taxes and Depreciation; Betriebserfolg vor planmäßigen Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen zum Anlagevermögen Earnings Before Interest, Taxes and Depreciation; Betriebserfolg vor planmäßigen Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen zum Anlagevermögen

EGT

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen

Eigenkapitalquote Eigenkapitalquote

%-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital %-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital

Eingesetztes Kapital Eingesetztes Kapital

Eigenkapital inklusive Anteile anderer Gesellschafter zuzüglich Nettoverschuldung Eigenkapital inklusive Anteile anderer Gesellschafter zuzüglich Nettoverschuldung

EPSA

Exploration and Production Sharing Agreement; Explorations- und Produktionsteilungsvertrag Exploration and Production Sharing Agreement; Explorations- und Produktionsteilungsvertrag

Ergebnis je Aktie Ergebnis je Aktie

Den Aktionären zuzurechnender Jahresüberschuss dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Aktienanzahl Den Aktionären zuzurechnender Jahresüberschuss dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Aktienanzahl

Europäische Union EU Europäische Union

EUR Euro

H1, H2 Erstes, zweites Halbjahr H1, H2 Erstes, zweites Halbjahr

HSSE

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresab-Health, Safety, Security and Environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz Health, Safety, Security and Environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

Bestätigungsvermerk

HV Hauptversammlung Hauptversammlung

schlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für IASs International Accounting Standards International Accounting Standards

die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gege-IFRSs International Financial Reporting Standards International Financial Reporting Standards

benen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage Jahresüberschuss Nettogewinn nach Zinsen und Steuern Jahresüberschuss Nettogewinn nach Zinsen und Steuern

unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften Kb&S Konzernbereich und Sonstiges Konzernbereich und Sonstiges

und Grundsätze ordnungsgemäßer Absc Standesregeln einhalten und die Prüfun kbbl, kbbl/d Tausend Barrel, tausend bbl pro Tag kbbl, kbbl/d Tausend Barrel, tausend bbl pro Tag

ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die ßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschl kboe, kboe/d Tausend Barrel Öläquivalent, tausend boe pro Tag kboe, kboe/d Tausend Barrel Öläquivalent, tausend boe pro Tag

km2 Quadratkilometer Quadratkilometer

KPI

Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung ei und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Key Performance Indicator; Leistungskennzahl, Schlüsselindikator Key Performance Indicator; Leistungskennzahl, Schlüsselindikator

wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auf-LNG Liquefied Natural Gas; Flüssigerdgas Liquefied Natural Gas; Flüssigerdgas

LTIR

fassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage Lost-Time Injury Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall pro 1 Mio Arbeitsstunden Lost-Time Injury Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall pro 1 Mio Arbeitsstunden

m3

der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F) Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F)

Not available; Wert nicht verfügbar

Not available; Wert nicht verfügbar

Mio

Million, Millionen Million, Millionen

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen. Mrd Milliarde, Milliarden Mrd Milliarde, Milliarden

MW Megawatt Megawatt

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend. Wien, am 22. März 2016 Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. MWh Megawatt Stunde Megawatt Stunde

n.a.

n.a.

n.m.

Not meaningful; Wert nicht aussagefähig Not meaningful; Wert nicht aussagefähig

Net assets Net assets

Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, at-equity bewertete Beteiligungen, Anteile an sonstigen Unternehmen, Ausleihungen an at-equity bewertete Beteiligungen, Summe Net Working Capital, abzüglich Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, at-equity bewertete Beteiligungen, Anteile an sonstigen Unternehmen, Ausleihungen an at-equity bewertete Beteiligungen, Summe Net Working Capital, abzüglich Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen

Nettoverschuldung Nettoverschuldung

Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inklusive Anleihen und Finanzierungsleasing abzüglich liquider Mittel Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inklusive Anleihen und Finanzierungsleasing abzüglich liquider Mittel

NGL

Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt

NOK

Norwegische Krone Norwegische Krone

NOPAT NOPAT

Net Operating Profit After Tax; EGT nach Steuern zuzüglich Zinsergebnis auf Finanzverbindlichkeiten, +/– Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, +/– Steuereffekte aus Anpassungen Net Operating Profit After Tax; EGT nach Steuern zuzüglich Zinsergebnis auf Finanzverbindlichkeiten, +/– Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, +/– Steuereffekte aus Anpassungen

OECD OECD

Organisation for Economic Cooperation and Development; Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Organisation for Economic Cooperation and Development; Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

OPEX

Operating Expenditures; Produktionskosten; Materialund Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben Operating Expenditures; Produktionskosten; Materialund Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben

öCGK

Österreichischer Corporate Governance Kodex Österreichischer Corporate Governance Kodex

Erstes, zweites, drittes, viertes Quartal

PJ

Petajoule, 1 PJ entspricht ca. 278 Mio Kilowattstunden Petajoule, 1 PJ entspricht ca. 278 Mio Kilowattstunden

Q1, Q2, Q3, Q4 Q1, Q2, Q3, Q4

Erstes, zweites, drittes, viertes Quartal

ROACE Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital ROACE Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital

ROE

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresab-Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss/ -fehlbetrag zu durchschnittlichem Eigenkapital Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss/ -fehlbetrag zu durchschnittlichem Eigenkapital

Bestätigungsvermerk

RON

Rumänischer Leu Rumänischer Leu

RONA

schlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen Return On Net Assets; %-Verhältnis NOPAT zu den durchschnittlichen net assets Return On Net Assets; %-Verhältnis NOPAT zu den durchschnittlichen net assets

RRR

ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften Reserve Replacement Rate; Reserven-Ersatzrate; Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion dividiert durch Gesamtproduktion Reserve Replacement Rate; Reserven-Ersatzrate; Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion dividiert durch Gesamtproduktion

und Grundsätze ordnungsgemäßer Absc Standesregeln einhalten und die Prüfun t, toe Tonne, Tonne Öläquivalent Tonne, Tonne Öläquivalent

TEUR

Tausend Euro Tausend Euro

TRIR

ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die ßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschl Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung ei Total Recordable Injury Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen Total Recordable Injury Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen

TRY

Türkische Lira Türkische Lira

und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auf-TSR Total Shareholder Return; Aktienrendite Total Shareholder Return; Aktienrendite

TWh Terawatt Stunde Terawatt Stunde

UGB

fassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein mög-Österreichisches Unternehmensgesetzbuch Österreichisches Unternehmensgesetzbuch

Umsatzerlöse Umsatzerlöse

lichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Umsatzerlöse exkl. Mineralölsteuer Umsatzerlöse exkl. Mineralölsteuer

USD US Dollar US Dollar

Verschuldungsgrad Verschuldungsgrad

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen. Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend. Wien, am 22. März 2016 Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. Weitere Abkürzungen und Definitionen finden Sie unter www.omv.com > Presse > Glossar. Weitere Abkürzungen und Definitionen finden Sie unter www.omv.com > Presse > Glossar.

Investor Relations Kontakt:

OMV Aktiengesellschaft Investor Relations Trabrennstraße 6-8, 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40440-21600 Fax: +43 1 40440-621600 E-Mail: [email protected] Internet: www.omv.com Twitter: www.twitter.com/omv Social Media: www.omv.com/socialmedia

Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden im Lagebericht und Anhang des Geschäftsberichts geschlechterunspezifische Termini verwendet.

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 22. März 2016

Rainer Seele

Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor

Johann Pleininger

Mitglied des Vorstands, Upstream

David C. Davies

Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter, Finanzen

Manfred Leitner

Mitglied des Vorstands, Downstream