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OMV AG — Annual Report 2014
Mar 30, 2015
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Annual Report
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Jahresfinanzbericht 2014
OMV Aktiengesellschaft
Jahresfinanzbericht 2014 – Inhaltsverzeichnis Jahresfinanzbericht 2014 – Inhaltsverzeichnis
Teil 1: Konzerngeschäftsbericht – beinhaltet:
| Vorwort des Vorstandsvorsitzenden | |
|---|---|
| Bericht des Aufsichtsrats | 20 |
| Corporate Governance Bericht | 22 |
| Konzernlagebericht | 56 |
| Konzernabschluss | 72 |
| Konzernanhang | 81 |
Teil 2: Einzelabschluss der OMV Aktiengesellschaft – beinhaltet: Bericht des Aufsichtsrats 180
| Corporate Governance Bericht | 182 |
|---|---|
| Lagebericht OMV Aktiengesellschaft | 196 |
| Bestätigungsvermerk | 201 |
| Jahresabschluss OMV Aktiengesellschaft | 202 |
| Anhang | 205 |
Teil 3: Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG 233
Geschäftsbericht 2014
OMV Aktiengesellschaft
"Wir streben danach, ein fokussiertes, integriertes Öl- und Gasunternehmen zu sein, mit gesteigerter Ertragskraft und Upstream-Wachstum."
Inhalt
Auf einen Blick
- Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
- Highlights 2014
Unternehmen
- Ziele und Strategie des OMV Konzerns
- Nachhaltigkeit
- Innovation und neue Technologien
- Bericht des Aufsichtsrats
- Corporate Governance Bericht
- Value Management
- OMV Aktie und Anleihen
- Wirtschaftliches Umfeld
Geschäftsbereiche
- Exploration und Produktion
- Gas und Power
- Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie
- Konzernlagebericht (inkl. Ausblick)
Konzernabschluss
- Bestätigungsvermerk
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- Konzernbilanz
- Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
- Konzern-Cashflow-Rechnung
Konzernanhang
- Grundlagen und Methoden
- Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
- Erläuterungen zur Bilanz
- Ergänzende Angaben zur Finanzlage
- Segmentberichterstattung
- Sonstige Angaben
- Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)
- Abkürzungen und Definitionen
- Fünf-Jahres-Übersicht
Kontakte Der OMV Konzern in Zahlen
Fokus Upstream
Auf einen Blick
| EUR Mio | 2014 | 2013 1) | Δ |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 35.913 | 42.414 | –15% |
| Betriebserfolg vor Abschreibung (EBITD) | 4.110 | 4.820 | –15% |
| Betriebserfolg (EBIT) | 1.054 | 2.602 | –59% |
| Den Aktionären zuzurechnender Jahresüberschuss | 357 | 1.162 | –69% |
| CCS Betriebserfolg vor Sondereffekten 2) | 2.238 | 2.645 | –15% |
| Den Aktionären zuzurechnender CCS Jahresüberschuss vor Sondereffekten 2) | 1.132 | 1.112 | 2% |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 3.666 | 4.124 | –11% |
| Investitionen | 3.832 | 5.239 | –27% |
| EUR | |||
| Ergebnis je Aktie | 1,09 | 3,56 | –69% |
| CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten 2) | 3,47 | 3,41 | 2% |
| Cashflow je Aktie | 11,24 | 12,64 | –11% |
| Dividende je Aktie | 1,25 3) | 1,25 | 0% |
| % | |||
| Return On Average Capital Employed (ROACE) | 4 | 11 | –68% |
| Return On Equity (ROE) | 4 | 11 | –64% |
1) Die Zahlen für 2013 wurden aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" angepasst
2) Das CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) aus den Fuels-Raffinerien und Petrol Ofisi
3) Wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2015
Ausschüttungsgrad in %
1) Basierend auf einer Dividende in Höhe von EUR 1,25 je Aktie, wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2015
Gas und Power
Ab 2011 sind Zahlen für Petrol Ofisi inkludiert Ab 2011 sind Zahlen für Petrol Ofisi inkludiert
Raffinerien und Marketing
Strategie: Profitables Wachstum
Wachsender Upstream-Bereich
Der Ausbau der Förderkapazitäten in sicheren EU/ OECD-Ländern wurde zielstrebig weitergeführt. Die Produktionsaktivitäten in der norwegischen Nordsee trugen signifikant zur Steigerung der Gesamtfördermengen und zur Cash-Generierung bei. Wichtige Feldentwicklungsprojekte befinden sich derzeit in Umsetzung und werden mittelfristig zu weiterem Produktionswachstum führen. Gezielte Investitionen in die Suche nach Erdöl und Erdgas, mit Fokus auf "near-field"-Möglichkeiten, die Nordsee-Region, das Schwarze Meer und Sub-Sahara-Afrika, werden zu langfristigem Wachstumspotenzial beitragen.
Optimierter Downstream-Bereich
Der Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing (R&M) wurde erheblich optimiert und leistete einen starken Cash-Beitrag für das Wachstum im Upstream-Bereich. R&M erreichte 2014 wichtige strategische Ziele, wie den Abschluss des geplanten EUR 1 Mrd Veräußerungsprogramms und die Fertigstellung der Petrobrazi Raffinerie-Modernisierung. In Gas und Power (G&P) wurde der langfristige Gasliefervertrag mit Gazprom auf eine neue Basis gestellt und spiegelt nun die veränderten Marktbedingungen wider. 2014 stieg der Anteil an Eigengas im Bezugsportfolio von G&P durch den Produktionsstart des Öl- und Gasfelds Gudrun in der Nordsee. Des Weiteren wurde das Gastransport-Geschäft in Österreich erfolgreich neu strukturiert. Um die Profitabilität zu steigern wird das Asset-Portfolio in G&P derzeit überprüft. Beginnend mit Jänner 2015 wurden die beiden Geschäftsbereiche R&M und G&P zu einem Geschäftsbereich Downstream zusammengeschlossen.
Fokus Zukunft
Verbesserte Performance
Der Abschluss des konzernweiten Performance-Steigerungsprogramms "energize OMV" zeigte maßgebliche Erfolge. Die erhebliche Reduktion des Working Capitals gemeinsam mit den Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur und Margen führten zu dem geplanten ROACE-Beitrag (Return On Average Capital Employed) von 2%-Punkten.
Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
2014 war ein schwieriges Jahr für die gesamte Ölund Gasindustrie – die Ölpreise fielen in der zweiten Jahreshälfte um bis zu 50%. Gemeinsam mit der anhaltenden politischen Instabilität in Libyen und im Jemen, die unsere Versorgung beeinträchtigte, hatte dies einen erheblich negativen Einfluss auf die finanzielle Performance von OMV. Die Produktion erhöhte sich jedoch um 8% gegenüber 2013, hauptsächlich aufgrund der erworbenen Assets in Norwegen. Diese Assets leisteten den zweitgrößten Beitrag zur OMV Produktion und dies bestätigt die Entscheidung, unser Engagement in sicheren EU/OECD-Ländern zu verstärken und eine starke Position in den zwei Upstream-Wachstumsregionen in Europa aufzubauen – in der Nordsee-Region und im Schwarzen Meer.
Norwegische Assets leisteten den zweitgrößten Beitrag zur OMV Produktion
Strategie "Profitables Wachstum" bestätigt
Der OMV Aufsichtsrat hat unsere Strategie im Oktober erneut bestätigt – der Fokus liegt weiter auf Wachstum im Upstream-Bereich, d.h. in Exploration und Produktion (E&P). Außerdem wurde beschlossen, die Geschäftsbereiche Gas und Power (G&P) und Raffinerien und Marketing (R&M) zu einem neuen Geschäftsbereich Downstream zu kombinieren. Das wird die Nutzung von Synergien zwischen den Bereichen ermöglichen und das aktuell schwierige Marktumfeld besser widerspiegeln. Um dem herausfordernderen Geschäftsumfeld Rechnung zu tragen, insbesondere dem signifikant gesunkenen Ölpreis und der Unberechenbarkeit unserer Produktion in Libyen, hat OMV das Investitionsprogramm für die nächsten drei Jahre überprüft und zurückgefahren. Zudem wurde ein Programm gestartet, um die Fitness des Unternehmens für ein potenziell andauerndes Umfeld niedriger Ölpreise sicherzustellen. Kernpunkte dabei sind weitere Kostensenkungsmaßnahmen und die Fokussierung auf einen effizienten Kapitaleinsatz. Unser wesentlicher Schwerpunkt für die Zukunft ist einen mittelfristig neutralen freien Cashflow nach Dividenden zu erzielen. Gleichzeitig stehen wir weiterhin zu unserem langfristigen Verschuldungsgrad-Ziel und zu unserer Dividendenpolitik.
Upstream
Der Geschäftsbereich Upstream profitierte von den kürzlich erworbenen Assets in stabileren Regionen, um die Unterbrechungen in Libyen und im Jemen auszugleichen. In Norwegen wurde die Produktion des Feldes Gudrun wie geplant kontinuierlich gesteigert, während der Ölfund Wisting durch die Hanssen-Erweiterungsbohrung im Juli das Potenzial des Gebiets bestätigte. Das Projekt Maari Growth in Neuseeland startete die Produktion gegen Ende 2014, ein weiterer Beweis der OMV Expertise in der Revitalisierung bestehender Felder. Weitere Bohraktivitäten in Maari sind bis Mitte 2015 vorgesehen. Die Bohrung Domino-2 im Neptun Block im rumänischen Schwarzen Meer wurde im vierten Quartal abgeschlossen. Die Daten, die derzeit evaluiert werden, sollen unseren Gasfund von Februar 2012 bestätigen. Die Explorationsaktivitäten wurden mit der Bohrung Pelican South-1 fortgesetzt. OMV setzte weitere Schritte zur Ausweitung der Exploration in Sub-Sahara-Afrika und beteiligte sich 2014 an einem Offshore-Explorationsprojekt in Namibia. Im Vorjahr wurden bereits Beteiligungen in Madagaskar und Gabun erworben. In Anbetracht des aktuellen Ölpreisumfelds werden die Explorationsaktivitäten 2015 jedoch nicht den Umfang der vorhergehenden Jahre erreichen. Mit Ende 2014 hatte sich OMV eine Projektpipeline von rund 1 Mrd Barrel Öläquivalent gesichert.
Downstream
2014 markierte den erfolgreichen Abschluss unseres 2011 angekündigten Veräußerungsprogramms mit einem Umfang von EUR 1 Mrd in
R&M. Die Vorteile aus der optimierten Asset-Basis im Raffinerie-Bereich, nach dem Verkauf des 45%-Anteils an Bayernoil im Juni und dem Abschluss des Modernisierungsprogramms in der Raffinerie Petrobrazi, spiegelten sich im soliden Raffinerie-Ergebnis 2014 wider. Die verbleibenden Raffinerien von OMV sind hervorragend in die Rohölproduktion und/oder die Petrochemie integriert, mit entsprechenden Wettbewerbsvorteilen in unseren Kernmärkten. OMV betreibt weiterhin drei Raffinerien mit einer Jahreskapazität von rund 17,4 Mio t. Die Raffinerien in Schwechat (Österreich) und Burghausen (Süddeutschland) verfügen über integrierte Petrochemie-Anlagen, während die Raffinerie in Petrobrazi (Rumänien) zur Gänze auf die Verarbeitung rumänischen Rohöls ausgerichtet und daher zu 100% in das Upstream-Geschäft integriert ist. Dank unseres integrierten Geschäftsmodells können wir in diesem herausfordernden Umfeld von den positiven Entwicklungen im Downstream-Geschäft profitieren. Darüber hinaus gelang es uns 2014 im Erdgas-Geschäft, die Verhandlungen über eine langfristige Lösung für unseren Gasbezugsvertrag erfolgreich abzuschließen. Zudem konsolidierten wir das Erdgastransport-Geschäft in Österreich und starteten eine Überprüfung des Asset-Portfolios von G&P.
OMV Petrom: Zehn Jahre Transformation
Mit der Akquisition von OMV Petrom 2004 wurde OMV ein internationaler Akteur und OMV Petrom zu einem international anerkannten Beispiel für eine gelungene Transformation. Dieser Erfolg war kein Zufall – im vergangenen Jahrzehnt wurden jedes Jahr ca. EUR 1 Mrd investiert. 90% der in Rumänien erwirtschafteten Gewinne wurden reinvestiert. OMV Petrom ist gut positioniert, um das führende integrierte Öl- und Gasunternehmen der Region zu bleiben, und wir gehen davon aus, dass Rumänien über ein bedeutendes Potenzial verfügt, seine Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern.
Nachhaltiger Erfolg
Das Programm "energize OMV", das 2011 zur Steigerung der Performance und der Rentabilität gestartet wurde, hat in drei Jahren durch eine Reduktion des Working Capitals und andere Transaktionen einen zusätzlichen Cashflow von
mehr als EUR 2 Mrd generiert. Wir stehen weiter zu unserem langfristigen Verschuldungsgrad-Ziel von ≤30% und zu unserem starken Investment-Grade Credit-Rating. Nachhaltiges Wachstum kann in der Öl- und Gasindustrie nur durch einen verantwortungsvollen Zugang zu Mensch und Umwelt erreicht werden. Bei OMV ist dieser Zugang als "Resourcefulness" bekannt und umfasst weltweit hunderte Initiativen. Ein hochinteressantes Gebiet ist Wasserstoff. OMV eröffnet nicht nur Wasserstoff-Tankstellen in Österreich und Deutschland, sondern finanziert auch die Erforschung der Gewinnung von Wasserstoff aus Wasser und Sonnenlicht in Zusammenarbeit mit Wissenschafterinnen und Wissenschaftern der britischen Universität Cambridge.
Ausblick
Unsere Prioritäten für die Zukunft sind: Cash und Dividende, Wachstum im Upstream-Bereich und hocheffiziente Performance.
Mit einem ausgewogenen internationalen Portfolio, technologischer Expertise, guten Erfolgsquoten in der Exploration und außergewöhnlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist OMV gut positioniert, um die Energieversorgung in den kommenden Jahrzehnten sicherzustellen.
Ich bin zuversichtlich, dass das Engagement und die Fähigkeiten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zusammen mit der Unterstützung durch unsere Kundinnen und Kunden und Aktionärinnen und Aktionäre, es dem Unternehmen ermöglichen werden, in den kommenden Jahren weiter erfolgreich zu sein.
Wien, März 2015
Gerhard Roiss
Petrobrazi-Modernisierungsprogramm erfolgreich abgeschlossen
Highlights 2014
März
Vereinbarung mit Hess über den Erwerb von vier Lizenzen im Gebiet westlich der Shetlandinseln (Großbritannien), darunter das Feld Cambo und das Explorationsgebiet Blackrock
April
Jänner
OMV und Partner schließen die größte 3D-Seismik-Studie in der Geschichte von OMV im bulgarischen Teil des Schwarzen Meeres ab
OMV beteiligt sich an einem Offshore-Explorationsprojekt in Namibia und stärkt damit die Position von OMV in Sub-Sahara-Afrika
Produktionsbeginn auf der neuen Plattform Gudrun in der norwegischen Nordsee
OMV erweitert das Portfolio in Madagaskar auf Onshore-Explorationsgebiete von mehr als 14.000 km²
Mai
Die OMV Hauptversammlung beschließt eine Dividende von EUR 1,25 je Aktie für das Geschäftsjahr 2013
OMV schließt den Ausbau der Butadien-Anlage in der Raffinerie Schwechat ab
OMV und die staatliche tunesische Mineralölgesellschaft ETAP treffen die finale Investitionsentscheidung für das Gasfeldentwicklungsprojekt Nawara in Tunesien mit einem OMV Investitionsvolumen von EUR 500 Mio
Juni
Pakistans Premierminister Nawaz Sharif eröffnet die OMV Gasverarbeitungsanlage Mehar
OMV schließt den Verkauf des 45%-Anteils am Raffine-
OMV findet mit der Bohrung Hanssen in Norwegen Öl und Gas und bestätigt das Potenzial von 200-500 Mio boe im Wisting-Gebiet
OMV Petrom entdeckt mit der Bohrung Marina 1 ein neues Ölvorkommen auf dem Festlandsockel im Schwarzen Meer
OMV Petrom schließt die 2010 gestartete Modernisierung der Raffinerie Petrobrazi ab
Oktober
OMV gibt die Schaffung eines gemeinsamen Geschäftsbereichs Downstream bekannt
OMV Petrom und ExxonMobil schließen die Bohrung Domino-2 ab und beginnen mit der Exploration eines neuen Gebiets im Offshore-Block Neptun im rumänischen Schwarzen Meer
OMV gibt "erstes Öl" aus der Bohrkampagne der Maari Feldneuentwicklung in Neuseeland bekannt
OMV Petrom und Hunt Oil entdecken ein neues Öl- und Gasfeld im Bezirk Buza˘u (Rumänien)
Unternehmen
Ziele und Strategie des OMV Konzerns
OMV 2014
OMV ist ein integriertes, internationales Öl- und Gasunternehmen mit Aktivitäten im Upstream- (Exploration und Produktion) und Downstream-Bereich (Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie; Gas und Power).
Der Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) von OMV verfügt über eine starke Basis in Rumänien und Österreich und erweitert kontinuierlich sein internationales Portfolio. OMV hatte zum Jahresende rund 1,1 Mrd boe an sicheren Reserven und förderte 2014 im Schnitt 309 kboe pro Tag. Rund 85% der Produktion 2014 wurde in EU/OECD-Ländern gefördert. Erdöl und Erdgas trugen jeweils rund 50% zur Produktion bei.
Der Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) betreibt drei Raffinerien: Schwechat (Österreich) und Burghausen (Süddeutschland), die beide über eine integrierte Petrochemie-Produktion verfügen, sowie die Raffinerie Petrobrazi (Rumänien). Der Verkauf des 45%-Anteils an der Raffinerie Bayernoil wurde im Juni 2014 abgeschlossen. OMV verfügt nun über eine Jahresgesamtkapazität von 17,4 Mio t (360 kbbl pro Tag). Das Tankstellennetz besteht aus rund 4.100 Tankstellen in 11 Ländern mit einem starken Markenportfolio. Zusammen mit
einem hochqualitativen Non-Oil-Retail-Geschäft (VIVA) und einem effizienten Commercial-Geschäft sind wir eines der führenden Unternehmen in unseren Märkten.
Der integrierte Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) von OMV ist entlang der gesamten Gaswertschöpfungskette tätig. Das Gasbezugsportfolio von G&P besteht aus Erdgas aus eigenen Produktionsstätten, das durch kontrahierte Volumina ergänzt wird. OMV betreibt ein Gasleitungsnetz in Österreich und verfügt über eigene Gasspeicher mit einer Kapazität von 2,7 Mrd m³ (30 TWh). Die gesamten Erdgas-Verkaufs- und Handelsmengen betrugen 486 TWh, davon waren 123 TWh Verkaufsmengen. Der Central European Gas Hub (CEGH) hat sich als wichtige Gashandelsplattform auf den Gaskorridoren von Ost nach West etabliert und betreibt auch eine Gasbörse. Der Erdgasknotenpunkt in Baumgarten ist die größte Drehscheibe für Gas aus Russland in Mitteleuropa. OMV betreibt zwei Gaskraftwerke in Rumänien und der Türkei.
Mit einem Konzernumsatz von EUR 36 Mrd, 25.501 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer Marktkapitalisierung zum Jahresende von EUR 7 Mrd ist die OMV Aktiengesellschaft eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen in Österreich.
OMV ist eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs
OMV Strategie "Profitables Wachstum"
2014 litt die gesamte Öl- und Gasindustrie unter dem Verfall der Ölpreise in der zweiten Jahreshälfte. Kombiniert mit anhaltenden politischen Unruhen in Libyen und im Jemen verursachte dies ein turbulentes Jahr für OMV bei der Transformation in ein auf Upstream fokussiertes Unternehmen und hatte negative Auswirkungen auf OMVs finanzielle Performance.
Trotz dieses Umfelds erreichte OMV eine Reihe strategischer Meilensteine: Fortschritte bei wesentlichen Upstream-Projekten und weitere Explorations- und Erweiterungsbohrungen im Schwarzen Meer und in der Barentssee. R&M schloss das Veräußerungsprogramm in Höhe von EUR 1 Mrd wie geplant ab. Des Weiteren wurde die Modernisierung der Petrobrazi Raffinerie erfolgreich abgeschlossen. Auf OMV Konzernebene wurde das "energize OMV" Performance-Steigerungsprogramm erfolgreich beendet. Alle
diese Schritte stehen mit der 2011 präsentierten Strategie "Profitables Wachstum" völlig in Einklang. OMVs Asset-Basis wurde erfolgreich weiter in Richtung Upstream verschoben – von 35% 2010 auf 55% 2014.
Um die Optimierung des Downstream-Geschäfts von OMV weiter voranzutreiben, wurde beschlossen, die Geschäftsbereiche Gas und Power sowie Raffinerien und Marketing mit Jahresbeginn 2015 zu kombinieren und somit einen starken und effizienten Geschäftsbereich Downstream zu schaffen. Der Geschäftsbereich Exploration und Produktion wurde zu Jahresbeginn 2015 in Upstream umbenannt.
Die Eckpfeiler der OMV Strategie auf einen Blick:
- Wachsender Upstream-Bereich
- Optimierter Downstream-Bereich
- Performance-Verbesserung im gesamten Konzern
Wichtige strategische Meilensteine erreicht
Wachsender Upstream-Bereich
Wachstum im Geschäftsbereich Upstream ist einer der Eckpfeiler der im September 2011 vom Vorstand präsentierten OMV Strategie. Diese Strategie wurde 2014 erneut vom Aufsichtsrat der OMV bestätigt. OMV wird die Mehrheit der zukünftigen Investitionsmittel in den Upstream-Bereich lenken, um die Performance kontinuierlich zu steigern, die Produktion zu erhöhen und die Basis für ein nachhaltiges, langfristiges Wachstum zu legen.
OMV hat 2014 neuerlich die Fähigkeit und Entschlossenheit demonstriert, die strategischen Ziele zu erreichen. OMV hatte zum Jahresende 2014 rund 1,1 Mrd boe sichere Reserven und förderte täglich 309 kboe, rund 8% über dem Niveau von 2013 (288 kboe/d). Etwa zwei Drittel dieser Produktion stammten aus Rumänien und Österreich. Mit einer täglichen Förderung von bis zu 50 kboe wurde Norwegen zum zweitgrößten Produktionsland von OMV. Die übrige Produktion kam aus dem wachsenden internationalen Portfolio.
Das Ergebnis von OMV war 2014 neuerlich durch die politische Instabilität in Libyen und im Jemen beeinträchtigt. In den Kernländern (Rumänien und Österreich) fokussierte OMV auf die Stabilisierung der Produktion und die Steigerung der Performance des Portfolios. Erfolgreich umgesetzte Performance-Initiativen, die Anwendung modernster Technologien und Neuentwicklungsprojekte halfen dabei, die Gesamtproduktion von Rumänien und Österreich im Bereich von 200-210 kboe/d zu stabilisieren. In Rumänien konnte die Produktion das zweite Jahr in Folge leicht gesteigert werden. Darüber hinaus wird OMV weiter in Österreich investieren, um den Produktionsrückgang zu minimieren und den technologischen Vorsprung des Konzerns zu sichern.
Mit unserem Projektportfolio, darunter etwa Edvard Grieg in Norwegen, Schiehallion in Großbritannien und Nawara in Tunesien, sind wir gut positioniert um mittelfristiges Wachstum zu erzielen. Einige wichtige Highlights 2014 waren der Produktionsstart von Gudrun in Norwegen, Habban im Jemen und Maari Growth in Neuseeland. Die Nordsee-Region entwickelt sich eindeutig zu einem mittelfristig wichtigen strategischen Pfeiler von OMV.
OMV ist weiterhin überzeugt, die Produktion zu steigern und hat bereits das Portfolio, um mittelfristig rund 400 kboe/d zu erreichen. Allerdings ist die Geschwindigkeit des Wachstums stark von zukünftigen wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen abhängig. Im derzeitigen Markt-
Mehrheit der zukünftigen Investitionsmittel für Upstream
umfeld bleibt unser Schwerpunkt auf Sicherheit, Cashflow Management und Optimierung unseres Portfolios. Daher wurde das Investitionsprogramm von OMV vorerst zurückgefahren. Wir werden Projekte und Aktivitäten priorisieren und die Zeitpläne für Investitionen und Bohraktivitäten entsprechend adaptieren. In den Kernländern Rumänien und Österreich haben wir als Priorität den Produktionsrückgang zu minimieren, jedoch erwarten wir negative Auswirkungen auf die zukünftige Produktion. Unsere wesentlichen in Umsetzung befindlichen Wachstumsprojekte, vorwiegend in Norwegen, Großbritannien, Tunesien und Rumänien werden wir abschließen. OMV erhält sich mittelfristige Optionen – sowohl die Flexibilität, um weitere Reduzierungen vorzunehmen als auch Aktivitäten hochzufahren, sollte sich das Marktumfeld verbessern.
Langfristiges Wachstum kommt aus der Exploration und der weiteren Entwicklung unserer Projekt-Pipeline (rund 1 Mrd boe Gesamtvolumen). Zahlreiche Projekte in der Evaluierungsund Entwicklungsphase wie etwa Rosebank und Cambo Hub im Gebiet westlich der Shetlandinseln in Großbritannien, Wisting in Norwegen, Domino im rumänischen Schwarzen Meer, Feldneuentwicklungsprojekte in Rumänien und Österreich sowie Shuwaihat in den Vereinigten Arabischen Emiraten werden wir abhängig
von der Erholung des Marktumfelds entwickeln. Explorationsaktivitäten wurden vorangetrieben, um zusätzliche Möglichkeiten für organisches Wachstum zu schaffen. 2014 gelangen Funde auf dem Festland (Padina Nord) und Offshore (Marina) in Rumänien sowie in Libyen. In Norwegen wurde der Wisting-Fund durch die Hanssen-Bohrung erfolgreich evaluiert. Das Bohrprogramm im Tiefwassersektor des Neptun-Blocks in Rumänien wurde wiederaufgenommen und wird 2015 weitergeführt. In den Lizenzgebieten in Abu Dhabi, Namibia, Gabun und Bulgarien wurden großflächige 3D-Seismik-Untersuchungen durchgeführt. In Hinblick auf zusätzliches langfristiges Wachstumspotenzial wird die Exploration auf"near-field"-Möglichkeiten, die Nordsee-Region, das Schwarze Meer und Sub-Sahara-Afrika fokussieren.
Optimierter Downstream-Bereich
Restrukturierter Öl-Downstream-Bereich
2014 war für R&M ein wichtiges Jahr, in dem wesentliche in der OMV Strategie von 2011 formulierte strategische Ziele erreicht wurden:
- Optimierung der Asset-Basis (Verringerung der Raffinerie-Kapazitäten und Marketing-Assets)
- Verbesserung der operativen Performance
- Stärkere Integration der Petrochemie
Wesentliche in Umsetzung befindliche Wachstumsprojekte werden abgeschlossen
EUR 1 Mrd Veräußerungsprogramm abgeschlossen
OMV hat die Bedeutung des Öl-Downstream-Geschäfts durch den Abschluss des EUR 1 Mrd Veräußerungsprogramms erfolgreich angepasst. 2014 schloss OMV den Verkauf des 45%-Anteils an der deutschen Raffinerie Bayernoil ab und veräußerte eine Beteiligung am Marmara-Terminal in der Türkei.
Der Abschluss des Modernisierungsprogramms für die Raffinerie Petrobrazi in Rumänien führte zu einer signifikanten Verbesserung der operativen Performance und unterstützt unsere Strategie einer Verschiebung in Richtung hochwertiger Produktausbeute. Das Projekt mit einem Umfang von EUR 600 Mio wurde erfolgreich zeit- und kostengerecht umgesetzt und führte zu einer nachhaltigen Verbesserung des Ergebnisses der Raffinerie.
Teil unserer Strategie zur Verbesserung der operativen Performance und Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit war der erfolgreiche Beitrag von R&M zum konzernweiten Performance-Steigerungsprogramm "energize OMV".
OMV setzte das Bestreben nach einer stärkeren Integration der Petrochemie mit Investitionen in Butadien-Produktionsanlagen fort. Das erste Projekt in Schwechat wurde im Mai 2014 abgeschlossen, während das Projekt in Burghausen wie geplant 2015 abgeschlossen werden soll. Mit diesen Investitionen wird OMV die Petrochemie-Kapazität bis 2016 auf ca. 2,2 Mio t erweitern.
Im Retail-Geschäft fokussiert OMV weiter auf eine Optimierung der Rentabilität und der Performance; es sind nur selektive Investitionen vorgesehen. Striktes Kostenmanagement im gesamten Tankstellennetz und ein Fokus auf qualitativ hochwertige Produkte (MaxxMotion) haben zu einem starken Retail-Ergebnis 2014 beigetragen.
OMV verfolgt in Österreich und Rumänien eine Mehr-Marken-Strategie mit OMV VIVA als Premiummarke, Avanti (Österreich) im Diskontbereich und Petrom (Rumänien) im Preis-Leistungs-Segment. In der Türkei ist Petrol Ofisi eine etablierte Premiummarke.
Unter Nutzung der Supply Synergien im Konzern wird OMV weiter auf die Optimierung des Türkei-Geschäfts fokussieren und sich dabei auf die starke Logistik-Infrastruktur und hohen Lieferkapazitäten stützen.
Mittelfristig fokussiert unsere Strategie auf folgenden Prioritäten:
- Maximierung der Marge durch starke Integration entlang der Wertschöpfungskette (Upstream, Retail, Petrochemie)
- Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Raffinerien durch Erhöhung der standortübergreifenden Integration
- Stärkung der Position in Kernmärkten
- Striktes Kosten- und Investitionsmanagement
Durch eine Verbesserung der Effizienz des Raffineriebetriebs, der Produktstruktur und ein fokussiertes Marketing-Geschäft strebt OMV an, den Raffinerie-Auslastungsgrad im gesamten Portfolio über 85% zu halten und einen robusten Cashflow für den Konzern zu erwirtschaften.
Langfristige Ziele von OMV sind eine Asset-Basis mit hervorragender Integration, herausragende operative Leistungen und eine starke finanzielle Performance im Downstream-Geschäft.
Integriertes Gasgeschäft
Die europäischen Gasmärkte waren in den letzten Jahren grundlegenden strukturellen Änderungen unterworfen. Der subventionierte Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und die starke Nutzung von Kohlekraftwerken haben sich weiterhin negativ auf die Erdgasnachfrage in Europa ausgewirkt. Besonders in Westeuropa waren die Gasmärkte von steigender Liquidität und starkem Wettbewerb geprägt. Von den Auswirkungen dieser Veränderungen war auch der Geschäftsbereich G&P von OMV betroffen. Als sauberster fossiler Energieträger wird Erdgas jedoch eine wichtige Rolle im Energiemix der Zukunft spielen.
In Reaktion auf dieses veränderte Umfeld und auf Basis einer eingehenden Prüfung der Geschäftsentwicklung wurde beschlossen, den
Geschäftsbereich G&P und den Geschäftsbereich R&M zu kombinieren und mit 1. Jänner 2015 einen starken und effizienten Geschäftsbereich Downstream zu schaffen.
Die strategischen Prioritäten bleiben unverändert. OMV überprüft und optimiert das Asset-Portfolio, um die Profitabilität in diesem herausfordernden Marktumfeld zu erhöhen. Ein wichtiger Schritt zur Realisierung dieses Ziels wurde mit der Anpassung des mit Gazprom vereinbarten Gasliefervertrags gesetzt. Der langfristige Vertrag wurde auf eine neue Basis gestellt und spiegelt nun die veränderten Marktbedingungen wider, gewährleistet die Versorgungssicherheit für Österreich und erhöht signifikant die Wettbewerbsfähigkeit des Erdgas-Verkaufsgeschäfts. In Einklang mit dem Dritten Energiepaket hat OMV die Restrukturierung des Erdgastransport-Geschäfts erfolgreich abgeschlossen. Sie beinhaltete die Fusion von Gas Connect Austria und Baumgarten Oberkappel GmbH sowie die Übertragung des Betriebs der TAG Pipeline an Trans Austria Gasleitung GmbH im Austausch gegen eine Erhöhung der Beteiligung von 11,0% auf 15,5%.
Eine weitere Priorität ist die Maximierung des Ertrags aus der zunehmenden Eigengasproduktion von OMV. Der Geschäftsbereich vermarktet Gasmengen aus den Nordsee-Gasfeldern von OMV und wird entscheidend für die Vermarktung potenzieller Gasmengen aus Eigenförderung im Schwarzen Meer sein. Mit diesen Eigengaspositionen wird OMV eine wichtige Rolle bei der weiteren Gewährleistung und Diversifizierung der Gasversorgung von Europa spielen.
Der Bereich Power verzeichnete 2014 einerseits eine starke operative Performance, war aber andererseits mit schwierigen Marktbedingungen insbesondere in Rumänien konfrontiert.
Fokus auf Optimierung des G&P-Asset-Portfolios
die Veräußerung des österreichischen Bevorratungsgeschäfts sowie Maßnahmen zur Optimierung der Beschaffungsservices inkludierte. Zusätzlich wurden rund EUR 700 Mio an EBIT-Verbesserungen durch verschiedene Projekte, die auf die Kostenbasis sowie Mengen- und Margenstruktur in allen Geschäftsbereichen
In Reaktion auf die fallenden Ölpreise in der zweiten Jahreshälfte 2014 und als Antwort auf ein potenziell andauerndes, niedriges Ölpreisumfeld startete OMV ein Programm, um die Robustheit, die Profitabilität und eine starke Bilanzstruktur sicherzustellen. Eine Anpassung des Investitionsprogramms sowie Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen stehen im Zentrum der Maßnahmen, um einen mittelfristig weitgehend neutralen freien Cashflow nach Dividende zu erreichen.
abzielten, erreicht.
Performance-Verbesserung im gesamten Konzern
2014 schloss OMV das konzernweite Performance-Steigerungsprogramm "energize OMV" erfolgreich ab und erreichte das Hauptziel, den Return On Average Capital Employed (ROACE) durch Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur, der Margen und des Kapitaleinsatzes um 2%-Punkte zu verbessern. Mehr als 130 Projekte wurden quer durch alle Abteilungen und Geschäftsfelder implementiert. Zu den bis Ende 2014 erzielten Verbesserungen gehörte eine Reduktion des Working Capitals um EUR 2 Mrd, das strukturelle Maßnahmen wie Verbriefung von Lieferforderungen, Factoring,
Investitionsprogramm angepasst und Kostensenkungen eingeleitet
| 2014 | Ziele |
|---|---|
| Strategische Ziele erreicht | ✔ Stabilisierte Produktion in Rumänien und Österreich bei 200-210 kboe/d ✔ R&M Veräußerungen von EUR 1 Mrd ✔ "energize OMV" erfolgreich umgesetzt: +2%-Punkte ROACE-Verbesserung ✔ Gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit im Gasverkaufs-Geschäft |
| Mittelfristiges Ziel | Leitprinzipien |
| Neutraler freier Cashflow nach Dividenden |
– Starker Fokus auf Investitions- und Kostenmanagement – Überprüfung von Veräußerungsoptionen – Implementierung von laufenden Projekten – Mittelfristiges Ergebnis: Produktion von ~400 kboe/d |
| Langfristiges Ziel | Leitprinzipien |
| Aufbau einer Position für langfristiges Wachstum |
– Fokussiertes Explorations-Portfolio – Nachhaltiges und ausgewogenes Upstream Portfolio, ergänzt durch ein effizientes Downstream-Geschäft |
Strategische Ziele
OMV hat eine lange Tradition des Verantwortungsbewusstseins gegenüber Gesellschaft und Umwelt. 2014 haben wir Nachhaltigkeit noch enger in unsere Geschäftstätigkeit integriert.
Die Öl- und Gasindustrie ist genauso wie der gesamte Energiesektor mit einer weltweit steigenden Nachfrage, genaueren Prüfungen und höheren Anforderungen im Umwelt- und Sozialbereich konfrontiert. Sie wird mit strengeren gesetzlichen Vorschriften im Umweltbereich konfrontiert, insbesondere in Europa in Zusammenhang mit den Emissionsreduktionszielen der Europäischen Union für 2020. OMV ist bewusst, dass die Vereinten Nationen neue Ziele im Rahmen der "nachhaltigen Entwicklungsziele nach 2015" erarbeiten werden, die es sorgfältig zu prüfen gilt.
Die OMV Nachhaltigkeitsstrategie: Resourcefulness
Die OMV Nachhaltigkeitsstrategie "Resourcefulness" ist unser Weg, nachhaltig und verantwortungsvoll profitables Wachstum zu erreichen. Als Unternehmen, das mit natürlichen Ressourcen arbeitet, übernimmt OMV Verantwortung für eine sichere Energieversorgung – heute und in Zukunft.
Resourcefulness vereint alle Verantwortlichkeiten von OMV in einer Strategie, ausgerichtet auf drei Schwerpunktbereiche:
- Eco-Efficiency
- Eco-Innovation
- Skills to Succeed
Nachhaltigkeits-Governance: Das Management und die Überwachung der OMV Strategie "Resourcefulness" obliegt zwei Gremien. Das Resourcefulness Executive Team ist aus je einem Vertreter jedes "Resourcefulness"-Themas und jedes Geschäftsbereichs zusammengesetzt und für die Weiterentwicklung der Resourcefulness-Strategie und ihre praktische Umsetzung verantwortlich. Das Resourcefulness Advisory Board ist ein externer Beirat aus anerkannten Expertinnen und Experten, der OMV bei der Weiterentwicklung der Strategie berät sowie Rückmeldungen zu laufenden Programmen gibt.
Performance: 2014 haben wir weitere Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit erzielt. Einzelheiten zur Performance befinden sich im OMV Nachhaltigkeitsbericht 2014.
Wir berichten führenden Ratingagenturen für Nachhaltigkeit wie oekom, Vigeo, MSCI und Ethibel und beteiligen uns am Carbon Disclosure Project (CDP). 2014 verbesserte sich die CDP-Bewertung von OMV signifikant von 81B auf 99B. OMV wurde in den DACH Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI) als eines der führenden Unternehmen im Öl- und Gassektor aufgenommen.
Eco-Efficiency: Wir bekennen uns zu einem aktiven Umwelt- und Energiemanagement, das eine nachhaltige und energieeffiziente Gewinnung und Verarbeitung unserer Produkte gewährleistet. Wir setzen unseren Eco-Efficiency Schwerpunkt auf die Reduktion unseres Treibhausgasausstoßes sowie die Verringerung des Wasserverbrauchs. OMV richtet den Fokus auf Erdgas als saubersten fossilen Energieträger.
Eco-Innovation: Wir nutzen unsere Kernkompetenzen, um mithilfe neuer Technologien zukünftige Energie- und Geschäftsfelder zu erschließen. Wir setzen unseren Schwerpunkt auf Biotreibstoffe der zweiten Generation und Wasserstoff in der Mobilität. Gemeinsam mit Partnern verfolgen wir das Ziel, bis 2023 bis zu 400 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland zu eröffnen. In Österreich hat OMV das Projekt Wind2Hydrogen
"Profitables Wachstum" in nachhaltiger und verantwortungsvoller Weise
gestartet, bei dem Strom aus Windenergie in Wasserstoff umgewandelt wird. Außerdem wurde in der Raffinerie Schwechat mit der Umwandlung von Biomasse in Diesel begonnen. 2014 wurden alle Tests abgeschlossen, die Wirtschaftlichkeit wird noch geprüft. Die Technologie funktioniert; die Erstellung eines soliden Business Case wird jedoch noch einige Arbeit erfordern.
Skills to Succeed: Wir investieren in die wirtschaftliche Entwicklung der Anrainergemeinden an unseren Standorten. Ein Beispiel ist das Women's Empowerment Program in Pakistan, das 2014 gestartet wurde. Ziel dieser Initiative ist, die Bildungschancen und wirtschaftliche Teilhabe von Frauen aus der lokalen Bevölkerung zu erhöhen. In Österreich unterzeichnete OMV eine Absichtserklärung mit der Austrian Development Agency mit dem Ziel, die beruflichen und unternehmerischen Kompetenzen in den Anrainergemeinden an ihren Standorten zu verbessern. Zudem werden in den OMV Kernmärkten umfassendere Bildungsinitiativen in den Bereichen Technik und Unternehmertum unterstützt, vor allem für Frauen. Beispielsweise führte OMV letztes Jahr die Initiative "Österreich sucht die Technikqueens" fort. 2014 stieg die Zahl der Registrierungen auf über 1.400 an. Ein zweiter unterstützender Industriepartner konnte gewonnen werden.
vor. Das ermöglichte OMV, die für das Unternehmen sowie für die wichtigsten Stakeholder besonders relevanten Aspekte von Nachhaltigkeit zu identifizieren. Mehr als 400 Stakeholder wurden eingeladen, an dem Prozess teilzunehmen. Zentrale Nachhaltigkeitsthemen wurden identifiziert und Prioritäten gesetzt, die intern vom Senior Management bestätigt wurden. Im Rahmen dieses Prozesses wurden die wesentlichen Aspekte in 18 unterschiedliche Themenbereiche gegliedert. Dadurch konnte mehr Klarheit über die Bereiche gewonnen werden, auf die fokussiert und über die berichtet werden muss (siehe Matrix unten).
Die Ergebnisse dieser Materialitätsanalyse sind für den gesamten OMV Konzern relevant und dienen als Grundpfeiler des OMV Nachhaltigkeitsberichts.
Performance
1. Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSSE)
HSSE ist ein zentraler Wert von OMV. Hauptanliegen sind das körperliche Wohlbefinden und die Sicherheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die Integrität der Produktionsanlagen. Schadensprävention und proaktives Risikomanagement sind unerlässlich, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Geschäftstätigkeit von OMV aufrechtzuerhalten. Leider waren 2014 drei arbeitsbedingte Todesfälle zu beklagen. Geleitet von der Vision "ZERO harm – NO losses" wird OMV weiter mit Nachdruck darauf
Unsere HSSE-Vision "ZERO harm – NO losses"
Berichterstattung zu wesentlichen Themen
2014 nahm OMV eine Materialitätsanalyse gemäß dem G4-Leitfaden der Global Reporting Initiative
hinarbeiten, ein unfallfreies Umfeld an allen Standorten zu schaffen. OMV hat die Sicherheitssituation genau überwacht und in Libyen sowie in der Region Kurdistan im Irak geordnete Evakuierungen durchgeführt, wobei es gelang, die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Geschäftskontinuität zu gewährleisten. In Hochrisikoländern hält OMV weiter engen Kontakt mit Sicherheitsexperten und ist dadurch in der Lage, vorausschauende Entscheidungen zur Gewährleistung der Sicherheit zu treffen (z.B. wurde in Tunesien eine zunehmende Bedrohung in der Wüstenregion im Süden festgestellt, und die Sicherheitsvorkehrungen konnten rasch dementsprechend verstärkt werden).
Zu den wichtigsten Maßnahmen 2014 gehörten:
- Einführung einer neuen HSSE-Vision: "ZERO Harm – NO Losses"
- Einführung computerbasierter Schulungsinitiativen zur Prozesssicherheit
- Abschluss eines Gefahrstoffprojekts zur Bewertung gesundheitsgefährdender Substanzen und Erarbeitung von Schulungsmaterialien für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Notfallteams
- Verstärkte Beteiligung der obersten Führungsebene an der Untersuchung von Zwischenfällen mit hohem Potenzial
- Fokus auf Kontraktorenmanagement
- Entwicklung der OMV Wasserstrategie
- Umsetzung von Projekten zur Reduktion von Abfackeln und Ablassen von Gas
- Start einer Kampagne zur Förderung der Gesundheit und zur Erhöhung des Gesundheitsbewusstseins
2014 organisierte OMV 281.952 HSSE-Schulungsstunden für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ziel ist eine Optimierung der Prozesse, um natürliche Ressourcen effizient zu nutzen, sowie Emissionen und Abfall zu reduzieren. Das Management des Risikos von Produktaustritten ist konzernweit ein wichtiger Schwerpunkt. 2014 gab es sieben bedeutende Austritte von Kohlenwasserstoffen (L3-L5 nach OMV Definition) mit einem Volumen von insgesamt 69.924 Litern, die durch Korrosion und in zwei Fällen durch Dritte verursacht wurden. OMV setzt laufend eine große Bandbreite von Maßnahmen, um die Energieeffizienz schrittweise zu verbessern, und konzentriert sich auf eine Verringerung der Treibhausgas (THG)-Emissionen sowie eine Einsparung von Energiekosten. OMV hat im gesamten Konzern Programme eingeführt, um den Energieverbrauch zu senken. Alle OMV Raffinerien, Gas Connect Austria sowie OMV Petrom wenden Energiemanagementsysteme an, die nach ISO 50001 zertifiziert sind. Zu den wichtigen Maßnahmen gehört die Verbesserung der Energieeffizienz der Raffinerie Schwechat mit geplanten Einsparungen von 350.000 Gigajoule zwischen 2012 und 2015. Auch das Modernisierungsprogramm für die Raffinerie Petrobrazi hat bereits signifikante Auswirkungen. Das Energieeinsparungsprogramm hat bisher zu THG-Einsparungen von rund 280.000t CO2 - Äquivalent geführt. In E&P wurde ein neuer Umweltstandard eingeführt. Dieser sieht unter anderem vor, bei neuen Upstream-Projekten ein kontinuierliches Abfackeln und Ablassen von Gas völlig zu vermeiden (außer aus Sicherheitsgründen) und bei bestehenden Projekten
Unfallhäufigkeit (LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden um 36% vs. 2012 verbessert
| Leistungskennzahlen | |||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2012 | |
| Sicherheit | |||
| Unfallhäufigkeit (LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden, eigene MitarbeiterInnen | 0,46 | 0,52 | 0,66 |
| Unfallhäufigkeit (LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden, Kontraktoren | 0,42 | 0,52 | 0,71 |
| Unfallhäufigkeit (LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden, gesamt | 0,44 | 0,52 | 0,69 |
| Häufigkeit der gesamtberichtspflichtigen Arbeitsunfälle (TRIR) | |||
| pro 1 Mio Arbeitsstunden, eigene MitarbeiterInnen | 0,98 | 1,11 | 1,15 |
| Häufigkeit der gesamtberichtspflichtigen Arbeitsunfälle (TRIR) | |||
| pro 1 Mio Arbeitsstunden, Kontraktoren | 0,96 | 1,30 | 1,72 |
| Häufigkeit der gesamtberichtspflichtigen Arbeitsunfälle (TRIR) | |||
| pro 1 Mio Arbeitsstunden, gesamt | 0,97 | 1,24 | 1,52 |
schrittweise zu reduzieren. In Tunesien konnten durch ein großes Projekt zur Reduktion von Abfackeln jährliche Einsparungen von 106.000t CO2 -Äquivalent erzielt werden. Felderneuerungs- und Feldoptimierungsprojekte in E&P-Rumänien führten zu einer signifikanten Verringerung der abgelassenen Gasmengen. Im Wassermanagement liegt der Fokus auf effizienter Wassernutzung und modernster Wasseraufbereitung. 2014 hat OMV eine konzernweite Analyse der Wasserrisiken durchgeführt, wobei das IPIECA Global Water Tool, das GEMI Local Water Tool und der Water Risk Filter eingesetzt wurden. Eine Wasserstrategie wurde entwickelt, die 2015 implementiert werden wird.
2. Business Ethik
Hohe Compliance-Standards an allen Standorten
Ziel von OMV ist die Einhaltung derselben hohen Compliance-Standards an allen Standorten. Eine zweckbestimmte länderübergreifende Compliance-Organisation, die sich aus 41 Personen mit Compliance-Expertise zusammensetzt, hat die Aufgabe, eine konzernweit einheitliche Einhaltung der OMV Standards zu gewährleisten. Es finden regelmäßig Schulungen statt, um die Einhaltung interner und externer Vorschriften und Gesetze sicherzustellen. 2014 wurden 1.376 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Business Ethik geschult, 516 in Wettbewerbsrecht und weitere 547 in Kapitalmarktrecht.
3. Diversity
OMV bekennt sich zu einer konzernweiten Diversity-Strategie, die sich bis 2020 auf zwei Aspekte der Vielfalt konzentriert: Geschlecht und Nationalität. In Bezug auf Frauen wird das Ziel verfolgt, den Anteil von Frauen in Senior Vice President-Positionen bis 2020 auf 30% zu erhöhen. In Bezug auf internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden drei Leistungsindikatoren festgelegt, die auf ein geeignetes Nationalitätenverhältnis in der Führung größerer Konzernunternehmen und im Senior Management insgesamt fokussieren. Ende 2014 wurden 14,6% der Senior Vice President-Positionen von Frauen eingenommen, 47,9% von Personen nicht österreichischer Staatsangehörigkeit. Im Hinblick auf den Frauenanteil bei den Entwicklungsprogrammen von OMV wurden Verbesserungen erzielt: Im integrierten Schulungsprogramm für Universitätsabsolventen hat der Frauenanteil von 29% 2013 auf 34% 2014 zugenommen, bei den OMV Programmen zur Talente- bzw. Führungskräfte-Entwicklung von 36% auf 42%.
4. Stakeholder und Community Engagement Eine effektive Einbindung der Stakeholder ermöglicht OMV, die sich rasch vollziehenden Änderungen in den gesellschaftlichen Erwartungen und im Geschäftsumfeld besser vorherzusehen und sich zunutze zu machen. 2014 organisierte OMV acht Stakeholderanalyse-Workshops, um sicherzustellen, dass die relevanten internen und externen Stakeholder im Geschäftsumfeld des Unternehmens involviert sind. In Rumänien organisierte OMV einen bedeutenden Stakeholderdialog mit 132 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen wichtigen Stakeholdergruppen, der langfristigen Umwelt- und sozialen Problemstellungen gewidmet war. Zudem werden OMV Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der effektiven Einbindung der lokalen Bevölkerung geschult. 2014 absolvierten 50 Line-Manager und Community-Manager in neun Ländern eine solche Schulung.
5. Menschenrechte
Wir haben neben verschiedenen Initiativen zur Schulung und Bewusstseinsbildung einen Due-Diligence-Prozess zu Menschenrechten implementiert. OMV ist Unterzeichner des United Nations Global Compact. 2014 definierte OMV neue Leistungsindikatoren für das Menschenrechtsbewusstsein unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und "A"-Lieferanten (jene Lieferanten, die 80% des Einkaufsvolumens im gesamten Konzern abdecken). 324 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Algerien, Österreich, Gabun, der Region Kurdistan im Irak, Madagaskar, Namibia, Neuseeland, Rumänien, Pakistan und Tunesien haben an Schulungen zum Thema Menschenrechte teilgenommen. Darüber hinaus wurden auch Trainings zum Thema Menschenrechte für jeden externen Prüfer der Lieferkette der "A"-Lieferanten sowie 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines potenziellen zukünftigen Lieferanten in Rumänien bereitgestellt.
Die Innovationsaktivitäten des OMV Konzerns fokussieren sich auf Forschung sowie auf die Konzeption und Umsetzung von Ideen, die Vorteile für unsere Kundinnen und Kunden, die Umwelt und das Unternehmen selbst schaffen. Innovation und neue Technologien helfen unseren Geschäftsbereichen, ihre Kernkompetenzen zu erweitern und eine hohe Produktqualität sowie hohe Servicestandards zu erreichen. OMV arbeitet eng mit Universitäten, anderen Forschungszentren und zahlreichen Partnern aus der Industrie zusammen und ist aktives Mitglied vieler Technologienetzwerke. Weitere Details zu Eco-Innovation-Projekten werden im Nachhaltigkeitsbericht von OMV veröffentlicht. Die Aufwendungen des Konzerns für Innovation und neue Technologien betrugen 2014 EUR 25 Mio (2013: EUR 17 Mio).
Im Upstream-Bereich wurden mehr als 70 Projekte mit einem Fokus auf Innovation und Technologie durchgeführt. Ein Großteil der Öl- und Gasproduktion von OMV kommt weiterhin aus den reifen Feldern in Rumänien und Österreich, und auf diese konzentrieren sich daher die technologischen Entwicklungsaktivitäten, wobei der Schwerpunkt auf Materialien und Korrosion sowie Verfahren zur verbesserten Entölung von Lagerstätten (Enhanced Oil Recovery, EOR) liegt. Korrosion ist eine der häufigsten Ursachen von Schadensfällen in der Produktion und im Transport von Kohlenwasserstoffen und ist mit langfristigen Sicherheits-, Umwelt-, Integritäts- und finanziellen Risiken verbunden. Durch eine optimierte Behandlung mit Korrosionsschutzmitteln und deren Überwachung wurden niedrige Korrosionsraten erzielt. Selbst in hochkorrosiven Umgebungen liegen die Korrosionsraten heute nur bei einigen Tausendstelmillimetern pro Jahr gegenüber mehreren Millimetern pro Jahr ohne Behandlung. Damit konnten Workovers und Pipeline-Leckagen verringert und nicht nur die operativen Kosten gesenkt, sondern auch die Produktionsverluste reduziert werden. Die Optimierung von EOR kann die Ölförderung erhöhen und die bei reifen Feldern auftretenden Begleitwassermengen verringern. Eine der vielversprechendsten EOR-Technologien ist die Polymer-Injektion, womit sich das Fließverhalten verändern und dadurch die Ausbeute signifikant steigern lässt. Im EOR-Bereich sind derzeit zahlreiche Projekte im Gange. Unter anderem befasst sich OMV in Labortests mit theoretischen Aspekten chemischer EOR und führt auch ein Pilotprojekt zur Polymer-Injektion durch, um den Einsatz der Technologie voranzutreiben. Nach der Prozess-Simulation wurde die Injektion der Polymer-Lösung getestet, und es dauerte länger als ein Jahr, bis es bei den Fördersonden zu einem Polymerdurchbruch kam. Die Ergebnisse werden noch analysiert; praktische Einsätze sind geplant. Unverzichtbare Voraussetzung
für eine möglichst effiziente Anordnung von Explorations-, Entwicklungs- und Förderbohrungen ist die Ausarbeitung detaillierter Pläne auf Basis seismischer Untergrunddaten. Unsere langfristige Zusammenarbeit mit CGG – einem der weltweit führenden Seismik-Unternehmen – hilft OMV, dieses Ziel zu erreichen und erlaubt uns, im Bereich der Geophysik an vorderster Front zu bleiben. OMV unterstützt auch europäische Universitäten und arbeitet mit ihnen zusammen, um Seismik-Technologien für zukünftige Herausforderungen in unerforschten Gebieten weiterzuentwickeln.
Im Downstream-Bereich optimieren und entwickeln wir kontinuierlich neue Technologien und Zusammensetzungen für die Herstellung hochqualitativer Premium-Treibstoffe. Wir arbeiten auch an der Entwicklung von Technologien für die Herstellung von fortschrittlichen erneuerbaren Biokraftstoffen. Die Verringerung der Treibhausgasintensität und erhöhte Effizienz sind wesentliche Bestandteile der Treibstoff-Forschung. In diesem Bereich kooperieren wir mit Universitäten, Forschungsinstitutionen und der Automobilbranche. Wasserstoff ist ein bedeutender zukünftiger Energieträger und OMV ist an Projekten zum Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes, zur Wasserstoffmobilität und -produktion beteiligt. Im Rahmen des Forschungsprojekts Power2Gas arbeitet OMV gemeinsam mit Partnern an der Umwandlung von Strom in Wasserstoff oder synthetisches Methan. Der Vorteil besteht hier in der Nutzung der bestehenden Gasinfrastruktur für den Transport und die Speicherung von Energie. Mit dem Projekt Wind2Hydrogen sollen die Voraussetzungen für die Produktion von "grünem Wasserstoff" aus erneuerbaren Energien geschaffen werden; in Wasserstoff umgewandelte elektrische Energie kann je nach Bedarf und Wunsch der Kundinnen und Kunden gespeichert, transportiert oder genutzt werden.
Fokus auf neue und verbesserte Verfahren (Enhanced Oil Recovery)
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
der Aufsichtsrat nahm 2014 seine Aufgabe der sorgfältigen Überwachung der Geschäftsführung von OMV durch den Vorstand und der Beratung des Vorstands wahr. Der Vorstand informierte uns zeitnah und umfassend über die Geschäftstätigkeit, die allgemeine wirtschaftliche Lage in den Kernmärkten des Unternehmens und das Geschäftsumfeld sowie über Chancen und Risiken für die Geschäftsentwicklung von OMV.
Tätigkeit des Aufsichtsrats
Einer der Schwerpunkte unserer Tätigkeit 2014 war eine eingehende Erörterung der zukünftigen strategischen Positionierung des Geschäftsbereichs Gas und Power unter Berücksichtigung der dramatischen Veränderungen im Marktumfeld. Im Oktober beschlossen wir, den Geschäftsbereich Gas und Power in den Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing zu integrieren und einen kombinierten Geschäftsbereich "Downstream" zu schaffen. Wir führten mit dem Vorstand auch intensive Diskussionen über den Fortschrittsbericht zur OMV Strategie und bestätigten erneut ihre Grundsätze, Wachstum im Upstream-Bereich und Optimierung im Downstream-Bereich, angepasst an die Änderungen im Marktumfeld. OMV wird ein integriertes Öl- und Gasunternehmen bleiben, das wertschaffendes Wachstum auf Basis einer in Zukunft noch ausgewogeneren Risikostrategie anstrebt. In diesem Zusammenhang ist ein besonderer Schwerpunkt auf Erhöhung der Rentabilität, ein optimiertes Risikoprofil sowie auf eine nachhaltige Dividendenpolitik zu legen. Im Einklang mit der Strategie Upstream-Wachstum diskutierten und genehmigten wir Upstream-Investitionsprojekte in Bulgarien, Neuseeland, Norwegen, Rumänien, Tunesien und Großbritannien, eine Veräußerung in der Region Kurdistan im Irak sowie Optimierungen des Downstream-Geschäfts in Österreich, Rumänien und der Türkei. Bezüglich der Konzern-Finanzierung unterstützten wir die Begebung eines neuen EUR 750 Mio Eurobonds, einen Darlehensvertrag mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie andere Refinanzierungen, die das Fälligkeitsprofil der Verbindlichkeiten von OMV verbesserten. Weitere Schwerpunkte waren der jährliche Planungsprozess für den mittelfristigen Zeitraum (2015-2017), das Budget
für das Geschäftsjahr 2015 und das laufende Investitionsprogramm, das die gesunkenen Ölpreise widerspiegelt. Schließlich befassten wir uns mit anderen wesentlichen Themen wie einer Investorenstudie und dem jährlichen Bericht des Compliance Officer.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Zur Stärkung der Expertise des Aufsichtsrats im Upstream-Geschäft wurde Roy Franklin, ein international renommierter Experte in der Öl- und Gasindustrie, von der OMV Hauptversammlung am 14. Mai 2014 erstmals zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Er folgte Norbert Zimmermann nach. Die folgenden Personen wurden erneut in den Aufsichtsrat gewählt: Murtadha Al Hashmi, Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti, Wolfgang C. Berndt, Elif Bilgi Zapparoli, Helmut Draxler, Rudolf Kemler, Wolfram Littich, Herbert Stepic und Herbert Werner. Im Hinblick auf die Vertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Aufsichtsrat gab es keine Änderungen.
Veränderungen im Vorstand
Am 16. September 2014 informierte Jaap Huijskes, Vorstandsmitglied verantwortlich für Exploration und Produktion, den Aufsichtsratsvorsitzenden von seiner Absicht, aus privaten Gründen in der ersten Jahreshälfte 2016 von seiner Funktion zurückzutreten. Am 14. Oktober 2014 einigten sich der Aufsichtsrat und Gerhard Roiss darauf, dass Gerhard Roiss mit 30. Juni 2015 aus seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor des Unternehmens ausscheidet. Zum 31. Dezember 2014 war der Prozess zur Identifizierung von geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachfolge als Vorstandsvorsitzende bzw. Vorstandsvorsitzender, Finanzvorstand (dessen Funktionsperiode planmäßig Ende März 2017 endet und der daher in den Suchprozess einbezogen wird) und als Vorstandsmitglied für Exploration und Produktion im Gange. Im Anschluss an die Entscheidung, mit 1. Jänner 2015 einen kombinierten Geschäftsbereich Downstream unter Führung von Manfred Leitner zu schaffen, einigten sich der Aufsichtsrat und Hans-Peter Floren darauf, dass Hans-Peter Floren, Vorstandsmitglied verantwortlich für Gas und Power, mit 31. Dezember 2014 aus seiner Funktion ausscheidet.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
In Vorbereitung der Hauptversammlung 2014 identifizierte der Präsidial- und Nominierungsausschuss die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl in den Aufsichtsrat. Er überwachte und begleitete zudem den Prozess, der zum Beschluss der Schaffung des Geschäftsbereichs "Downstream" durch die Integration von Gas und Power in den Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing führte. Schließlich leitete der Ausschuss den Prozess zur Identifizierung geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten für die Positionen der/des Vorstandsvorsitzenden, des Finanzvorstands und des für Exploration und Produktion verantwortlichen Vorstandsmitglieds ein. Der Vergütungsausschuss bereitete die Änderungen der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder Gerhard Roiss, Manfred Leitner und Hans-Peter Floren in Zusammenhang mit den Veränderungen im Vorstand vor und überwachte weiterhin die Auswirkung der 2012 vereinbarten Änderung der variablen Vergütung des Vorstands. Zur Förderung eines kombinierten Fokus auf die Erreichung der Ziele der OMV Strategie "Profitables Wachstum" führte der Ausschuss auch ein langfristiges Vergütungsinstrument für Vorstandsmitglieder ein (das sich auch an rund 250 Führungskräfte richtet). Dieser "Strategic Incentive Plan" basiert auf der Gewährung virtueller Aktien und der Auszahlung ihres Gegenwerts in bar in Abhängigkeit von der Erreichung definierter Leistungsziele am Ende der Laufzeit des Plans. Der Prüfungsausschuss behandelte wesentliche Themen der Rechnungslegungsprozesse, der internen Revision, des Risikomanagements sowie der Verbesserung des internen Kontrollsystems und der Steuerungsinstrumente des Konzerns. Zudem befasste sich der Prüfungsausschuss mit den Vorbereitungen von OMV auf die Änderungen, die mit der Umsetzung des österreichischen Rechnungslegungs-Kontrollgesetzes einhergehen, sowie mit den Abläufen im IT-Umfeld zum Schutz des Unternehmens und der Geschäftstätigkeit. Der Abschlussprüfer des OMV Konzerns, Ernst & Young, nahm an jedem Treffen des Prüfungsausschusses teil. Wir nahmen bei den Treffen auch regelmäßig die Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch mit dem Abschlussprüfer ohne Anwesenheit der Vorstandsmitglieder wahr. Auch dieses Jahr diente ein spezieller Workshop mit dem Abschlussprüfer des OMV Konzerns dazu, uns mit den jüngsten Entwicklungen zu Corporate Governance und zur Finanzberichterstattung vertraut zu machen. Mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung der Effizienz und Effektivität unserer Arbeit haben wir unsere jährliche Selbstevaluierung durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat weiterhin seiner Verantwortung gegenüber Aktionärinnen und Aktionären und allen weiteren Stakeholdern gerecht werden kann. Offene Diskussionen in einer Atmosphäre des Vertrauens sind die Grundlage unserer Beratungen und unserer Kommunikation mit dem Vorstand. Weitere Ausführungen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie im Corporate Governance Bericht.
Jahresabschluss und Dividende
Nach umfassender Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses mit dem Abschlussprüfer im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat, die keinen Anlass zu Einschränkungen gab, erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs. 1 Aktiengesetz (AktienG) erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss 2014, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktienG festgestellt ist. Das Gleiche gilt für den Konzernabschluss. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem vom Prüfungsausschuss geprüften Corporate Governance Bericht zu. Der Aufsichtsrat unterstützte den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 1,25 je Aktie auszuschütten und den sich danach ergebenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Abschließend möchten wir dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Konzern und in den assoziierten Unternehmen für ihren Einsatz und ihren persönlichen Beitrag im Geschäftsjahr 2014 sowie allen unseren Aktionärinnen und Aktionären, Kundinnen und Kunden und Partnerinnen und Partnern für ihr Vertrauen danken.
Wien, am 18. März 2015 Für den Aufsichtsrat
Rudolf Kemler
OMV als börsennotiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Österreich ist den Grundsätzen guter Corporate Governance verpflichtet. Das österreichische Recht, die Satzung, die Geschäftsordnungen der Organe des Unternehmens und der österreichische Corporate Governance Kodex (öCGK) bilden den Rahmen für die Corporate Governance von OMV. OMV hat die Einhaltung der Best Practice der Corporate Governance stets als wesentlichen Auftrag verstanden, um eine verantwortungsvolle Leitung und Kontrolle des OMV Konzerns, ein hohes Niveau an Transparenz für alle Stakeholder und letztlich eine nachhaltige und langfristige Wertschaffung sicherzustellen. OMV befolgt daher auch die R-Regeln des öCGK, die ausschließlich Empfehlungscharakter haben.
OMV entspricht dem öCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance. Dieser Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich. Die Einhaltung des öCGK durch OMV im Jahr 2014 wurde einer externen Evaluierung durch unabhängige Berater unterzogen. Der Bericht über die Evaluierung ist unter www.omv.com öffentlich zugänglich und bestätigt die Einhaltung sämtlicher C- und R-Regeln durch OMV. Im Hinblick auf Regel C-27 befindet sich eine Erklärung zum Strategic Incentive Plan im entsprechenden Abschnitt des Vergütungsberichts.
Vorstand
Von links nach rechts: Gerhard Roiss, David C. Davies, Manfred Leitner, Jaap Huijskes
Gerhard Roiss, *1952
Datum der Erstbestellung: 17. September 1997 Ende der laufenden Funktionsperiode: 30. Juni 2015 (gemäß Vereinbarung zwischen Gerhard Roiss und dem Aufsichtsrat vom 14. Oktober 2014).
Vorsitzender des Vorstands (seit 1. April 2011). Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens.
Seine Wirtschaftsausbildung in Wien, Linz und Stanford (USA) bildete die Basis für Führungsaufgaben in der Konsumgüterindustrie. 1990 wurde er in die Geschäftsführung der PCD Polymere GmbH berufen. 1997 wechselte er in den Vorstand des OMV Konzerns und war bis Ende 2001 für Exploration und Produktion sowie Kunststoffe verantwortlich. Von 2002 bis 2011 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender und für den Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing verantwortlich.
David C. Davies, *1955
Datum der Erstbestellung: 1. April 2002 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2017
Finanzvorstand (seit 1. April 2002) und stellvertretender Vorstandsvorsitzender (seit 1. April 2011). Verantwortungsbereich: Finanzen, OMV Solutions GmbH.
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Borealis AG und Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG und der CEESEG Aktiengesellschaft.
Er absolvierte 1978 das Studium der Volkswirtschaft an der Universität von Liverpool (Großbritannien) und begann seine Berufslaufbahn in der Wirtschaftsprüfung. Weiters war er in internationalen Konzernen in der Getränke-, Lebensmittelund Gesundheitsindustrie tätig. Vor dem Eintritt in den OMV Konzern war er Finanzvorstand in verschiedenen Unternehmen in Großbritannien.
Jaap Huijskes, *1965
Datum der Erstbestellung: 1. April 2010 Ende der laufenden Funktionsperiode: 30. September 2018. Jaap Huijskes hat jedoch angekündigt, seine Funktion als Vorstandsmitglied im ersten Halbjahr 2016 zurückzulegen. Führung des Geschäftsbereichs Exploration und Produktion (E&P) seit 1. Juli 2010. Dieser Geschäftsbereich wurde per 1. Jänner 2015 in Upstream umbenannt.
Er absolvierte eine Ausbildung als Maschinenbauingenieur und begann seine Berufslaufbahn bei Shell. Innerhalb des Shell Konzerns bekleidete er eine Reihe technischer und betriebswirtschaftlicher Positionen. Zuletzt war er als Executive Vice President für weltweite Großprojekte im Bereich Exploration und Produktion verantwortlich. Er arbeitete und lebte u.a. in Großbritannien, Norwegen, im Oman, in Australien und Russland.
Manfred Leitner, *1960
Datum der Erstbestellung: 1. April 2011 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2017. Führung des Geschäftsbereichs Raffinerien und Marketing (R&M) sowie Wahrnehmung der Interessen des OMV Konzerns bezüglich Kunststoffe und Chemie. Nach der Integration des Geschäftsbereichs Gas und Power in den Geschäftsbereich R&M per 1. Jänner 2015 übernahm Manfred Leitner die Führung des neuen gemeinsamen Geschäftsbereichs Downstream.
Mitglied des Aufsichtsrats der Borealis AG und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H.
Nach seinem Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien startete er seine berufliche Karriere 1985 bei OMV. Nach zweijähriger Tätigkeit im Finanzbereich von E&P leitete er in Libyen den Finanzbereich der OMV Niederlassung in Tripolis. Nach seiner Rückkehr nach Österreich war er bis zum Jahr 1997 für die Controlling-Aktivitäten in E&P verantwortlich. Danach wechselte er in den Geschäftsbereich R&M, wo er bis 2002 die Abteilung Planning & Controlling leitete und von 2003 bis 2011 als Senior Vice President für Downstream Optimization and Supply fungierte.
Hans-Peter Floren, *1961
Datum der Erstbestellung: 1. März 2012 Hans-Peter Floren legte seine Funktion als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2014 zurück. Führung des Geschäftsbereichs Gas und Power (G&P) bis 31. Dezember 2014.
Hans-Peter Floren absolvierte das Maschinenbauund Wirtschaftswissenschaftsstudium an der Universität Essen, Deutschland. Seit 1987 bekleidete er unterschiedliche Führungspositionen in der Energiewirtschaft. 1989 wechselte er zur Ruhrgas AG. Zuletzt war er als Mitglied des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG tätig.
Arbeitsweise des Vorstands
Genehmigungserfordernisse, Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, Beschlusserfordernisse sowie Vorgehen bei Interessenkonflikten sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Der Vorstand hält wöchentliche Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen Angelegenheiten, die der Genehmigung des Gesamtvorstands bedürfen, ab.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht gibt einen Überblick über die Vergütung der Vorstandsmitglieder. Er erläutert die Grundsätze der Vergütungspolitik und die unterschiedlichen Bestandteile der Vergütung einschließlich Leistungsanreize und anderer Bezüge.
2014 wurde die Struktur der Vergütung der Vorstandsmitglieder durch den Strategic Incentive Plan ergänzt, um die OMV Strategie "Profitables Wachstum" zu unterstützen.
Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand
Die Vorstandsmitglieder werden zu lokalen, österreichischen Bedingungen beschäftigt und die Gehälter sind daher in EUR festgelegt (brutto). Ihre Anstellungsverträge sind mit der OMV Aktiengesellschaft abgeschlossen und unterliegen österreichischem Recht. Um zusätzlichen Verantwortlichkeiten in Konzernunternehmen Rechnung zu tragen, wurden per 1. April 2014 auch neue Anstellungsverträge mit Gerhard Roiss für die OMV Exploration & Production GmbH und mit David C. Davies für die OMV Solutions GmbH abgeschlossen.
Die Vergütung der OMV Vorstandsmitglieder berücksichtigt die Gegebenheiten am relevanten Markt, verbunden mit einer starken individuellen Leistungskomponente. Die Marktorientierung wird durch ein regelmäßiges externes Benchmarking sowohl zur Branche, wie etwa europäischen Öl- und Gasunternehmen, als auch zu relevanten österreichischen und europäischen Industrieunternehmen sichergestellt. PricewaterhouseCoopers LLP (PwC) war ganzjährig für den Vergütungsausschuss beratend tätig.
Die leistungsbezogene Komponente beinhaltet sowohl kurz- als auch langfristige Elemente. Die verwendeten Indikatoren beruhen auf finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen. Ebenfalls berücksichtigt werden spezielle Projekte im Zuge der Implementierung der OMV Wachstumsstrategie.
Jährliche Vergütung Grundgehalt
Die fixe Vergütung der Vorstandsmitglieder wird monatlich als Gehalt ausbezahlt. In den Anstellungsverträgen sind 14 Zahlungen pro Jahr jeweils am letzten Banktag eines Monats vorgesehen.
Sachbezüge
Vorstandsmitglieder erhalten einen Dienstwagen und haben Anspruch auf eine Unfallversicherung. Die Krankenversicherung beschränkt sich auf die österreichische gesetzliche Sozialversicherung.
Bonifikation (Bonus)
Die jährliche Bonifikation besteht aus zwei Komponenten: der Barbonifikation und dem Matching Share Plan (MSP); für beide Komponenten gelten dieselben Leistungskriterien.
In Abhängigkeit vom Zielerreichungsgrad können höchstens 100% des Grundgehalts als variable Barvergütung im darauf folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt werden (Barbonifikation).
Es werden Ziele (Leistungskriterien) vereinbart und am Ende des Leistungsjahrs gemessen. Die Leistungskriterien für das Leistungsjahr 2014 sind aus den nachstehenden vier Bereichen zusammengesetzt:
| Bereich | Kriterien |
|---|---|
| Finanziell | CCS EBIT vor Sondereffekten; CCS ROACE vor Sondereffekten |
| Nichtfinanziell | Produktion; Reserven-Ersatzrate |
| Effizienz | Inkludiert beispielsweise die termin gerechte und budgetkonforme Durch führung von Investitionsprojekten |
| Nachhaltigkeit | Allgemeiner Fortschritt |
Das Erreichen der Ziele wird mittels Vergleich der vereinbarten Werte mit den tatsächlich erreichten Werten festgestellt. Die tatsächliche Zielerreichung wird von einem unabhängigen Experten überprüft. Die jährliche Barbonifikation hängt vom Ausmaß der Erreichung der Leistungskriterien ab. Es wurden Schwellen-, Ziel- und Zielüberschreitungswerte vereinbart, die einen Anspruch auf eine Bonifikation in Höhe von 50%, 70% oder 100% des jährlichen Grundgehalts begründen.
Aus der tatsächlichen Zielerreichung im Jahr 2014 ergibt sich eine Zahlung von 45,3% des Grundgehalts im Jahr 2015. Die finanzielle und nichtfinanzielle Zielerreichung wurde durch ein besonders herausforderndes Umfeld beeinträchtigt. Die Effizienzziele wurden großteils erreicht. Fortschritte in den Bereichen Bildung & Entwicklung, neue Technologien und im Umweltmanagement führten zu einer positiven Anpassung der Zielerreichung.
und der Aktionärinnen und Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen Barbonifikationen (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Barbonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen Barbonifikation durch den Vergütungsausschuss wird die MSP-Bonifikation (netto nach Steuern) in Form von Aktien des Unternehmens gewährt, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind. Vorstandsmitglieder können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits die vom Long Term Incentive Plan vorgesehene Mindesthöhe des Aktienbesitzerfordernisses erreicht haben.
| Ma xim um Tat |
Form von Aktien des Unternehmens gewährt, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind. Vorstandsmitglieder können |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| säc hlic h 0 20 40 60 |
80 | 100 | zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits die vom Long Term Incen tive Plan vorgesehene Mindesthöhe des Aktien besitzerfordernisses erreicht haben. |
|||
| Finanziell Nichtfinanziell Effizienz |
Nachhaltigkeit | In Übereinstimmung mit der jährlichen Bar | ||||
| bonifikation ergibt sich aus der tatsächlichen | ||||||
| Der von der Hauptversammlung 2014 geneh migte Matching Share Plan (MSP) für das Jahr |
Zielerreichung im Jahr 2014 eine Zahlung von 45,3% des Grundgehalts im Jahr 2015. |
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| 2014 ist die zweite Komponente der jährlichen Bonusvereinbarung. Er dient als langfristiges Ver |
Im Fall eines Rückzahlungsereignisses werden | |||||
| gütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, | die zugeteilten Aktien reduziert oder sind ge | |||||
| das die Bindung an OMV und die Angleichung | gebenenfalls auf Verlangen des Aufsichtsrats | |||||
| an Interessen der Aktionärinnen und Aktionäre | zurückzugeben. Als Rückzahlungsereignis gelten | |||||
| fördert, indem die Interessen des Managements | die folgenden Gründe: Erforderliche Berichtigung | |||||
| Vorstandsbezüge1) | EUR 1.000 | |||||
| Vergütung 2014 | Roiss | Davies | Huijskes | Leitner | Floren | Summe |
| Fix (Grundgehalt) | 913 2) | 841 3) | 713 | 579 | 600 | 3.645 |
| Variabel (Barbonifikation) | 610 | 533 | 478 | 381 | 506 4) | 2.508 |
| Sachbezüge (PKW, Unfallver sicherung und Aufwandersatz) |
10 | 10 | 10 | 9 | 6 | 45 |
| Summe | 1.532 | 1.385 | 1.202 | 969 | 1.112 | 6.199 |
| Variabel (Matching Share Plan; | ||||||
| Anzahl der Aktien) | 17.332 5) | 15.166 5) | 13.595 | 10.833 5) | 12.999 | 69.925 |
| Verhältnis fix zu variabel 6) | 44/56 | 45/55 | 44/56 | 44/56 | 51/49 | 46/54 |
| LTIP 2011: Anzahl der Aktien | 20.429 5) | 15.192 5) | 8.937 5) | 8.937 5) | — | 53.495 |
| 1) Aufgrund von Rundungsdifferenzen ergeben sich in den Einzelsummen Abweichungen. Die variablen Bezüge, deren Auszahlung 2014 erfolgte, beziehen sich auf den Zielerreichungsgrad im Jahr 2013. Das Grundgehalt von David C. Davies beinhaltet einen jährlichen Unterkunftszuschuss. Die Grundgehälter von Gerhard Roiss, David C. Davies und Manfred Leitner wurden per 1. April 2014 angepasst, das Grundgehalt von Jaap |
||||||
| Huijskes per 1. Oktober 2014 | ||||||
| 2) Davon wurden TEUR 300 gemäß dem Anstellungsvertrag mit OMV Exploration & Production GmbH ausbezahlt 3) Davon wurden TEUR 248 gemäß dem Anstellungsvertrag mit OMV Solutions GmbH ausbezahlt 4) Darin enthalten eine Fixbonus-Komponente in Höhe von TEUR 181, vereinbart bei Eintritt in die OMV 5) (Teilweise) in bar ausbezahlt 6) Fix inkludiert Grundgehalt, Sachbezüge und im Fall von Hans-Peter Floren die Fixbonus-Komponente; variabel inkludiert Barbonifikation |
des geprüften Jahresabschlusses aufgrund von Fehlkalkulationen, wesentliches Versagen des Risikomanagements, das zu signifikanten Verlusten führt, schwerwiegendes Fehlverhalten einzelner Vorstandsmitglieder aufgrund Verletzung österreichischen Rechts. Sofern die zugeteilten Aktien oder ihr Geldgegenwert auf einer fehlerhaften Berechnung der Bonifikation beruhen, sind die Vorstandsmitglieder außerdem verpflichtet, Vergütungen zurückzugeben oder zurückzuzahlen, die aufgrund solcher Berechnungsfehler bezogen wurden.
Überblick über die jährliche Vergütung
Unter der Annahme, dass alle Leistungskriterien für die Barbonifikation und den MSP im Ausmaß des Zielwerts erreicht werden, entspricht die jährliche Gesamtvergütung 240% der Grundgehälter der Vorstandsmitglieder.
Langfristige Vergütung und Leistungsanreize Long Term Incentive Plan
Der Long Term Incentive Plan (LTIP) wurde seit seiner Einführung im Jahr 2009 jährlich gewährt. Der von der Hauptversammlung 2014 beschlossene LTIP 2014 ist ein langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder und soll die mittel- und langfristige Wertschöpfung bei OMV fördern. Der Plan soll die Interessen des Managements und der Aktionärinnen und Aktionäre aneinander angleichen, indem dem Management eine leistungsabhängige Vergütung in Form von OMV Aktien gewährt wird, wobei die Leistung anhand von Schlüsselindikatoren gemessen wird, die mit der mittelfristigen Strategie und der Aktienrendite verknüpft sind.
Die Obergrenze der Aktienzuteilung für jedes Vorstandsmitglied ist ein Prozentsatz des jährlichen Grundgehalts (brutto): 175% für den Vorstandsvorsitzenden, 150% für den stellvertretenden Vorsitzenden, 125% für die übrigen Vorstandsmitglieder.
Der Leistungszeitraum beträgt drei Jahre (1. Jänner 2014 bis 31. Dezember 2016). Zu Beginn des Programms wurden Gewichtungen für Schlüsselindikatoren festgelegt:
| Indikator | Gewichtung |
|---|---|
| Relativer Total Shareholder Return (Relativer TSR) |
50% |
| Berichteter Return On Average Capital Employed (ROACE) |
40% |
| Nachhaltigkeitskomponente (einschließlich Sicherheit) |
10% |
Der relative TSR wird anhand einer ausgewogenen Vergleichsgruppe von zwölf Öl- und Gasunternehmen ermittelt (Shell, BP, Total, Eni, Statoil, BG Group, Repsol, Galp Energia, MOL, Tupras, Neste Oil und PKN). Die Zielerreichung ist mittels Vergleich der vereinbarten Indikatoren mit den tatsächlich erzielten Ergebnissen zu bestimmen.
Soweit das Aktienbesitzerfordernis nicht erreicht ist, erfolgt die Vergütung automatisch in Form von Aktien (netto nach Steuern). Soweit das Aktienbesitzerfordernis erreicht ist, kann die Vergütung in bar erfolgen. Die Berechnung der Anzahl der Aktien erfolgt auf Grundlage des durchschnittlichen Schlusskurses der OMV Aktie an der Wiener Börse während der drei Monate vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. März 2014 (EUR 33,33). Anspruchstag des LTIP 2014 ist der 31. März 2017. Die Höhe der Zuteilung für jede Leistungskennzahl ist den nachstehenden Tabellen zu entnehmen.
| ROACE und Nachhaltigkeit: Höhe der Zuteilung | ||
|---|---|---|
| Leistung | Zuteilung | |
| Zielüberschreitung | 100% | |
| Ziel | 70% | |
| Schwelle | 50% | |
| Unter der Schwelle | 0% |
| Relativer TSR: Höhe der Zuteilung | |
|---|---|
| Leistung | Zuteilung |
| Zielüberschreitung: Am oder über dem oberen Quartil (≥75. Perzentil) |
100% |
| Ziel: Am Median (=50. Perzentil) | 50% |
| Schwelle: Am unteren Quartil (=25. Perzentil) | 25% |
| Unter der Schwelle: Unter dem unteren Quartil (<25. Perzentil) |
0% |
Bei den Leistungskriterien ändert sich die Zuteilung zwischen den Leistungsschwellen bzw. den Quartilen jeweils linear.
| Aktienbesitzerfordernis und Erfüllung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Aktienbesitzerfordernis | Erfüllung | ||||
| In Aktien | In % des Gehalts | In Aktien (auf Treuhand depot des Unternehmens) |
In % der Anforderung |
||
| Roiss | 68.635 | 200% | 71.456 1) | 104,11% | |
| Davies | 52.487 | 175% | 46.070 | 87,77% | |
| Huijskes | 40.210 | 150% | 28.095 | 69,87% | |
| Leitner | 32.438 | 150% | 28.207 | 86,96% | |
| Floren | 33.848 | 150% | 22.725 | 67,14% |
1) Per 31. Jänner 2015
Unter der Annahme, dass alle Leistungskriterien des LTIP 2014 im Ausmaß des Zielwerts erreicht werden, werden die Zuteilungen 105%, 90% bzw. 75% des Grundgehalts des Vorstandsvorsitzenden, des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bzw. der anderen Vorstandsmitglieder betragen.
Vorstandsmitglieder müssen ein angemessenes Eigeninvestment in OMV akkumulieren und diese Aktien bis zum Pensionsantritt oder Ausscheiden aus dem Unternehmen halten. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des jährlichen Grundgehalts (brutto) definiert: 200% für den Vorstandsvorsitzenden, 175% für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, 150% für andere Vorstandsmitglieder. Das Eigeninvestment muss innerhalb von fünf Jahren ab Beginn des laufenden Anstellungsvertrags als Vorstandsmitglied aufgebaut und erreicht werden. Alle Vorstandsmitglieder haben die Anforderung des Aktienbesitzerfordernisses zumindest zum Teil bereits durch MSP-Auszahlungen, über frühere LTIP-Investments und/oder durch Übertragung privater Aktien erfüllt (siehe Tabelle).
Der Zielerreichungsgrad des LTIP 2012 beträgt 27,6% und die entsprechende Zuteilung von Aktien oder Barvergütung erfolgt 2015.
Strategic Incentive Plan
Der Strategic Incentive Plan (SIP) ist ein langfristiges Vergütungsinstrument für Vorstandsmitglieder (sowie für Führungskräfte und ausgewählte E&P-Expertinnen und Experten), das einen kombinierten Fokus auf die Erreichung der Ziele der OMV Strategie "Profitables Wachstum" fördert. Er basiert auf der Zuteilung virtueller Aktien, deren Gegenwert am Ende der
Planlaufzeit in Abhängigkeit von der Erreichung definierter Leistungsziele bar ausbezahlt wird.
Jedes Vorstandsmitglied muss bei Planbeginn oder mit Beginn des Anstellungsvertrags in einer Erklärung angeben, ob es am SIP teilnehmen will. Außerdem muss jedes teilnehmende Vorstandsmitglied in einer Erklärung angeben, ob es mit einem zusätzlichen Eigeninvestment teilnehmen will. Diese Erklärungen gelten für die gesamte Laufzeit des Planes.
Jedes teilnehmende Vorstandsmitglied erhält von OMV zwischen 2014 und 2018 in bis zu fünf aufeinanderfolgenden jährlichen Tranchen in Höhe von je 22,5% des jährlichen Brutto-Grundgehalts ("OMV Grant") eine Zuwendung in Form virtueller Aktien, welche die Kursentwicklung der zugrundeliegenden OMV Aktien widerspiegeln (die "Phantomaktien"). Vorstandsmitglieder, die erklärt haben, ein Eigeninvestment in Form von OMV Aktien einzubringen ("Investment-Aktien"), müssen jedes Jahr ein Eigeninvestment in Höhe von 11,25% des jährlichen Brutto-Grundgehalts einbringen. Auf OMV Treuhanddepots hinterlegte Aktien aus früheren Aktien-Anreizprogrammen werden nicht auf das Eigeninvestment gemäß dem SIP angerechnet. Erdiente Aktien aus bestehenden Aktien-Anreizprogrammen, die das gemäß diesen Programmen erforderliche Eigeninvestment übersteigen, können jedoch als Investment-Aktien angerechnet werden. Werden Investment-Aktien eingebracht, wird der OMV Grant von OMV durch eine komplementäre Zuwendung im Verhältnis 1:2 ergänzt (der "Complementary Grant"), d.h. jede Phantomaktie des OMV Grant wird gemäß des Complementary Grant durch zwei zusätzliche Phantomaktien ergänzt.
Es gelten folgende Leistungskriterien:
Durchschnittliche Tagesproduktion von Öl und Öläquivalent in Barrel auf jährlicher Basis (440 kboe/d – 520 kboe/d, keine Auszahlung falls Produktion <440 kboe/d); die Höhe der Zuteilung ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
| Produktion | |
|---|---|
| Leistung | Zuteilung |
| Zielüberschreitung | 130% |
| Ziel | 100% |
| Schwelle | 70% |
| Unter der Schwelle | 0% |
Relativer ROACE: Je nach Entwicklung des ROACE im Verhältnis zum Produktionswachstum (ermittelt anhand einer Vergleichsgruppe, zusammengesetzt aus Shell, BP, Total, Eni, Statoil, BG Group, Repsol, Galp Energia und MOL) im Leistungszeitraum wird die Zuteilung gemäß nachstehender Tabelle angepasst:
| Relativer ROACE Rangliste | |
|---|---|
| Leistung | Anpassungsfaktor |
| Zielüberschreitung: Am oder über dem oberen Quartil (≥75. Perzentil) |
150% |
| Ziel: Am Median (=50. Perzentil) | 100% |
| Schwelle: Am unteren Quartil (=25. Perzentil) | 50% |
| Unter der Schwelle: Unter dem unteren Quartil (<25. Perzentil) |
0% |
Bei beiden Leistungskriterien verändern sich die Zuteilung bzw. der Anpassungsfaktor zwischen Schwelle und Zielüberschreitung linear.
Voraussetzung für jegliche Auszahlung ist zudem die Erfüllung der folgenden Bedingungen:
- Die Zielerreichung muss nachhaltig sein 1P-Reserven mit zumindest 8 Jahren Lebensdauer
- Der durchschnittliche ROACE muss über einen Zeitraum von drei Jahren vor dem Anspruchstag des SIP über dem WACC (gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz) liegen. Falls der ROACE nach 2021 (oder früher) unter den WACC fällt, können die zukünftigen Zahlungen nach unten korrigiert werden (im alleinigen Ermessen des Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats)
- Keine Kapitalerhöhung während des Leistungszeitraums des SIP
Der Aufsichtsrat und/oder sein Vergütungsausschuss behalten sich vor, den Plan nach eigenem Ermessen jederzeit abzuändern, um wesentlich geänderten Umständen Rechnung zu tragen.
Unter bestimmten Umständen kann der Aufsichtsrat die vom SIP vorgesehene Auszahlung verringern, zur Gänze entfallen lassen oder eine Rückzahlung verlangen ("Clawback"). Die Clawback-Bestimmung kommt in definierten Fällen eines schwerwiegenden Fehlverhaltens zur Anwendung.
Die Auszahlung des Gegenwerts des OMV Grants und des Complementary Grants in bar unterliegt der Erreichung der oben angeführten Leistungskriterien und wird am Ende des Leistungszeitraums nach Berechnung der endgültigen Leistung erfolgen. Allfällige Auszahlungen werden über einen Zeitraum von drei Jahren erfolgen. Eine Auszahlung in Höhe der Dividendenäquivalente für den OMV Grant und den Complementary Grant – beides angepasst um die endgültige Zielerreichung – wird zusammen mit den drei Jahresauszahlungen in bar erfolgen. Alle Auszahlungen erfolgen netto, nach Abzug von Steuern und sonstigen Abgaben. Wird die festgelegte Produktionsschwelle nicht erreicht oder liegt der relative ROACE unter dem unteren Quartil, kommt es zu keiner Auszahlung.
Gemäß Regel C-27 des öCGK sind für variable Vergütungskomponenten bestimmte Höchstgrenzen im Voraus festzulegen. Der SIP basiert auf der Kursentwicklung der OMV Aktie, und zukünftige maximale Auszahlungsbeträge können daher nicht im Voraus berechnet werden.
Die Zielerreichung ist mittels Vergleich der vereinbarten Leistungskriterien mit den tatsächlich erzielten Ergebnissen zu bestimmen. Die tatsächliche Zielerreichung wird von einem unabhängigen Experten überprüft.
| Eckdaten | |
|---|---|
| Planbeginn | 1. Juli 2014 |
| Zuteilungszeitraum | 2014-2018 (fünf jährliche Tranchen) |
| Leistungszeitraum | 1. Juli 2014 – 31. Dezember 2021 (nur falls das Produktionsziel von 520 kboe/d bereits 2019 oder 2020 erreicht wird, werden Leistungs und Auszahlungszeitraum ent sprechend vorverlegt) |
| Anspruchstag | Letzter Tag des Monats nach offizieller Bestätigung der Leistung |
| Auszahlungszeitraum 2022-2024 (oder früher, analog zum Leistungszeitraum; die Beträge unterliegen Ver änderungen des Aktienkurses) |
|
| Behaltefrist (für Investment-Aktien) |
Bis zum Ende des Auszahlungs zeitraums |
Aktienoptionspläne
Langfristige Leistungsanreize wurden bis einschließlich 2008 durch die für Unternehmen vergleichbarer Größe üblichen Aktienoptionspläne abgedeckt. Die Aktienoptionspläne sehen eine Wartefrist von zwei Jahren und danach eine Ausübungsfrist von fünf Jahren vor. Ausgeübt werden darf in beliebigen Tranchen, sofern jeweils die Voraussetzungen (Erreichen eines bei Genehmigung des Planes durch die Hauptversammlung definierten Kursanstiegs der OMV Aktie) vorliegen und kein Handelsverbot besteht. Eine Aktie Eigeninvestment gewährt im Plan 2008 Optionen auf 20 Aktien zu einem Preis von EUR 47,55. Die Optionen aus dem Plan 2008 sind noch nicht ausgeübt. Nach 2008 wurden keine weiteren Aktienoptionen begeben.
Altersvorsorge
Gerhard Roiss hat Anspruch auf eine leistungsorientierte Pension. Die entsprechenden finanzmathematisch ermittelten Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG). David C. Davies, Jaap Huijskes, Manfred Leitner und Hans-Peter Floren haben Anspruch auf eine beitragsorientierte Pension. Die Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG). Die Höhe der Betriebspension ergibt sich aus dem vorhandenen Kapital in der Pensionskasse. Die Verrentung erfolgt gemäß dem genehmigten Geschäftsplan der Pensionskasse. Das Anfallsalter ist grundsätzlich das für jedes Vorstandsmitglied zur Anwendung kommende österreichische gesetzliche Pensionsantrittsalter.
| Pensionskassenbeiträge | EUR 1.000 |
|---|---|
| Roiss | 1.006 |
| Davies | 311 |
| Huijskes | 178 |
| Leitner | 145 |
| Floren | 150 |
| Summe | 1.790 |
Beendigungsansprüche
In Zusammenhang mit der Verlängerung der Vorstandsmandate von Gerhard Roiss und David C. Davies und einem geänderten Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten zur Unterstützung der OMV Strategie wurden ihre bestehenden Anstellungsverträge per 31. März 2014 beendet. Die Beendigungsansprüche aus diesen Verträgen wurden im März 2014 gemäß der Tabelle zur Gänze ausbezahlt. Seither findet auf alle Vorstandsmitglieder das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG) Anwendung.
In Übereinstimmung mit Regel C-27a öCGK sehen die Anstellungsverträge von Vorstandsmitgliedern vor, dass Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung solcher Verträge ohne wichtigen Grund den im öCGK angeführten Betrag nicht übersteigen dürfen. Im Falle einer vom Vorstandsmitglied initiierten vorzeitigen Beendigung wird keine Abfindung gewährt. Sonstige Anwartschaften und Ansprüche im Zuge der Beendigung der Funktion bestehen nicht.
| Beendigungsansprüche | EUR 1.000 | |
|---|---|---|
| Roiss | Davies | |
| Beendigungsansprüche | 2.340 | 737 |
| Urlaubsersatzleistung | 624 | — |
| Summe | 2.964 | 737 |
In Anhangangabe 31 befinden sich weitere Informationen über den Long Term Incentive Plan, den Matching Share Plan, den Strategic Incentive Plan und die Aktienoptionspläne (Bewertung, ausstehende Optionen und Ausübung in vorhergehenden Jahren).
Directors' and Officers' (D&O) Versicherung
OMV hat eine Directors and Officers Liability Insurance auf konzernweiter Basis abgeschlossen. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen. Versichert sind Vorstandsmitglieder, Aufsichtsratsmitglieder sowie andere OMV MitarbeiterInnen (Führungskräfte). Die Versicherung deckt die gesetzliche Haftpflicht versicherter Personen für finanzielle Verluste aufgrund eines Fehlverhaltens in Ausübung ihrer Funktion. Für den laufenden Versicherungszeitraum beträgt die Jahresprämie (inklusive Steuern) für die D&O Versicherung für den gesamten OMV Konzern ca. EUR 550.000.
Haftungsfreistellung
Für Mitglieder des Vorstands und weitere OMV MitarbeiterInnen in Organfunktionen von (direkten und indirekten) Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft besteht eine Haftungsfreistellung seitens der OMV Aktiengesellschaft für Inanspruchnahme durch Dritte in Ausübung der Organfunktion, sofern nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorliegt.
Grundsätze der Vergütung ausgewählter Führungskräfte und Expertinnen und Experten
Das Grundgehalt wird nach international anerkannten Verfahren zur Berücksichtigung der Marktgegebenheiten unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und kollektivvertraglichen Regelungen festgelegt. Die für den Vorstand geltenden Grundsätze werden in angepasster Form auch auf diese MitarbeiterInnen angewendet.
Daher nehmen definierte Mitglieder in Führungsebenen des Konzerns (99 Personen) am Long Term Incentive Plan teil. Ebenso gelten für sie jährliche Bonusvereinbarungen, wie im Folgenden dargestellt:
Für etwa 4.600 Führungskräfte und Expertinnen und Experten gab es 2014 ein gestuftes Management by Objectives-Programm (MbO), wonach Anspruch auf Bonifikation bei Erreichen der Ziele besteht. Länderweise unterschiedlich gibt es für sonstige MitarbeiterInnen Bonussysteme, an deren Ausgestaltung auch die ArbeitnehmerInnenvertretung mitwirkt.
Voraussetzung für Zahlungen ist in allen Systemen sowohl das Erreichen von finanziellen und nichtfinanziellen Unternehmenszielen als auch von individuell vereinbarten Zielen.
Die mit den Teilnehmenden am MbO getroffenen Zielvereinbarungen sind für alle TeilnehmerInnen über ein unternehmensweites Performance and Development System (PDS) einsehbar. Damit können die Teilnehmenden wechselseitig Ziele berücksichtigen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat von OMV besteht aus zehn von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern (KapitalvertreterInnen) sowie fünf von der Konzernvertretung entsendeten Mitgliedern. Alle zehn aktuellen KapitalvertreterInnen wurden in der ordentlichen Hauptversammlung 2014 für die im Aktiengesetz vorgesehene maximale Funktionsperiode bestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats von OMV im Jahr 2014 sowie ihre Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Unternehmen sind nachstehend angeführt.
Rudolf Kemler, *1956
(Vorstandsvorsitzender der Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG)), Vorsitzender Mandate: Österreichische Post AG (Vorsitz) und Telekom Austria AG (Vorsitz).
Wolfgang C. Berndt, *1942
Stv. Vorsitzender Mandate: GfK SE, Miba Aktiengesellschaft (Vorsitz).
Murtadha Al Hashmi, *1966
(Finanzvorstand, International Petroleum Investment Company (IPIC)), Stv. Vorsitzender Mandat: Banvit Bandirma Vitaminli Yem Sanayii A.S¸.
Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti, *1979
(Head of Midstream, Power & Utilities Investments, IPIC).
Elif Bilgi Zapparoli, *1967
(Co-Head of Emerging Markets (Ex-Asia) Investment Banking, Country Executive Türkei und Head of Global Sovereign Wealth Funds Coverage, Bank of America Merill Lynch).
Helmut Draxler, *1950 Mandat: RHI AG.
Roy A. Franklin, *1953 (seit 14. Mai 2014) Mandate: Keller Group plc. (Non-executive Chairman), SANTOS Group Ltd. und Boart Longyear Ltd.
Wolfram Littich, *1959 (Vorstandsvorsitzender Allianz Elementar Versicherungs-AG).
Herbert Stepic, *1946 (Konsulent).
Herbert Werner, *1948 Mandate: Innstadt Aktiengesellschaft (Vorsitz), Ottakringer Getränke AG (Stv. Vorsitz).
Norbert Zimmermann, *1947 (bis 14. Mai 2014) Mandate: Schoeller Bleckmann Oilfield Equipment AG (Vorsitz) und Oberbank AG (bis 13. Mai 2014).
Von der Konzernvertretung entsendet (ArbeitnehmerInnen):
Christine Asperger, *1964, Wolfgang Baumann, *1958, Herbert Lindner, *1961, Alfred Redlich, *1966, Martin Rossmann, *1970.
Nähere Informationen zu allen Mitgliedern des Aufsichtsrats von OMV, einschließlich ihrer Berufslaufbahnen, sind auf der Website von OMV unter www.omv.com > Über OMV > Corporate Governance & Organisation > Aufsichtsrat verfügbar.
Diversität
Bei der Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrats stehen einschlägiges Wissen und Erfahrung in Führungspositionen im Vordergrund. Darüber hinaus werden aber Aspekte der Diversität der Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Internationalität seiner Mitglieder, die Vertretung beider Geschlechter und die Altersstruktur berücksichtigt. Dem Aufsichtsrat gehören drei Frauen und vier Mitglieder nichtösterreichischer Nationalität an. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind zwischen 35 und 72 Jahre alt.
Unabhängigkeit
Der Aufsichtsrat hat die Kriterien für die Unabhängigkeit definiert (Beschlüsse vom 21. März 2006 und 25. März 2009). Zusätzlich zu den in Anhang 1 öCGK festgelegten Leitlinien hat der Aufsichtsrat die folgenden Kriterien für seine von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder beschlossen:
- Das Aufsichtsratsmitglied darf nicht Mitglied der Geschäftsführung einer OMV Konzerngesellschaft sein
- Das Aufsichtsratsmitglied darf von der Gesellschaft oder einer verbundenen Gesellschaft keine Aktienoptionen halten oder sonstige erfolgsbezogene Vergütungen von einer OMV Konzerngesellschaft beziehen
- Das Aufsichtsratsmitglied darf keine/kein AnteilseignerIn mit einer Kontrollbeteiligung (im Sinne der EU-Richtlinie 83/349 EWG – das ist eine Beteiligung von mehr als 50% der Stimmrechte oder eine Beherrschung, etwa durch Nominierungsrechte) sein oder eine/einen solche/solchen AnteilseignerIn vertreten
Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder, mit Ausnahme von (i) Rudolf Kemler in Bezug auf die Vertretung einer Anteilseignerin mit einer Kontrollbeteiligung und (ii) Helmut Draxler und Herbert Werner in Bezug auf die Dauer der Zugehörigkeit, haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2014 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (Regel C-53 öCGK). Gemäß Regel C-54 öCGK haben Wolfgang Berndt, Elif Bilgi Zapparoli, Helmut Draxler, Roy Franklin, Wolfram Littich, Herbert Stepic, Herbert Werner und Norbert Zimmermann erklärt, im Geschäftsjahr 2014 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung weder AnteilseignerIn mit einer Beteiligung von mehr als 10% gewesen zu sein noch die Interessen solcher AnteilseignerInnen vertreten zu haben. Im Fall von Norbert Zimmermann beziehen sich diese Erklärungen auf den Zeitraum bis zu seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat am 14. Mai 2014.
Arbeitsweise des Aufsichtsrats
Zur Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstands, diskutiert der Aufsichtsrat Lage und Ziele des Unternehmens in den Aufsichtsratssitzungen. Beschlüsse werden ebenfalls in diesen Sitzungen gefasst, abgesehen von Dringlichkeitsfällen, in denen auch Umlaufbeschlüsse gefasst werden können. Vier Ausschüsse gewährleisten den bestmöglichen Einsatz der Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder. Eine kurze Beschreibung der Ausschüsse findet sich nachfolgend (siehe auch den Bericht des Aufsichtsrats für einen Überblick über die Hauptaktivitäten der einzelnen Ausschüsse im Geschäftsjahr 2014).
Der Aufsichtsrat hat 2014 sechs Treffen abgehalten. Zwei dieser Treffen waren einer eingehenden Erörterung der OMV Strategie durch den Vorstand und den Aufsichtsrat gewidmet. Mit Ausnahme von Herbert Stepic hat kein Mitglied des Aufsichtsrats an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.
Der Aufsichtsrat hat eine Selbstevaluierung durchgeführt und die Effizienz seiner Aktivitäten diskutiert, insbesondere seiner Organisation und Arbeitsweisen.
Präsidial- und Nominierungsausschuss
Dieser Ausschuss ist ermächtigt, in dringenden Angelegenheiten zu entscheiden. Der Aufsichtsrat kann dem Präsidial- und Nominierungsausschuss im Einzelfall oder auf Dauer weitere Aufgaben und Genehmigungsbefugnisse übertragen. Als Nominierungsausschuss unterbreitet er dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung neuer oder frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit der Nachfolgeplanung. Ferner unterbreitet er der Hauptversammlung Vorschläge zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. 2014 haben neun Sitzungen des Präsidial- und Nominierungsausschusses stattgefunden, deren Fokus auf der OMV Strategie und der Zukunft der Aktivitäten der OMV Geschäftsbereiche R&M und G&P lag, was zur Schaffung eines gemeinsamen Geschäftsbereichs Downstream führte. Weitere zentrale Themen waren Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten sowie das System der Nachfolgeplanung von OMV.
Prüfungsausschuss
Dem Prüfungsausschuss obliegen die Aufgaben gemäß § 92 Abs. 4a Aktiengesetz (AktG). Es haben sechs Sitzungen des Prüfungsausschusses stattgefunden. In diesen wurden überwiegend die Vorbereitung der Abschlussprüfung, die Prüfung der Tätigkeit der Abschlussprüfer, der Internen Revision, des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements behandelt sowie die Präsentation des Jahresabschlusses erarbeitet.
Abschlussprüfer
Der Aufsichtsrat überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und überprüft eine Aufstellung des Prüfungsentgelts und der Entgelte für über die Prüfung hinausgehende zusätzliche Leistungen. Der Aufwand für den Abschlussprüfer Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. (einschließlich deren Netzwerk im Sinne des § 271b UGB) betrug 2014 für die jährliche Prüfung EUR 2,39 Mio, für andere Bestätigungsleistungen EUR 1,25 Mio und für sonstige Aufträge EUR 0,21 Mio.
Projektausschuss
Bei Bedarf unterstützt dieser Ausschuss den Vorstand bei der Vorbereitung komplexer Entscheidungen über grundlegende Fragen und berichtet über die Ergebnisse und allfällige Empfehlungen an den Aufsichtsrat. 2014 trat der Projektausschuss nicht zusammen.
Vergütungsausschuss
Dieser Ausschuss (dem keine ArbeitnehmervertreterInnen angehören) befasst sich mit allen Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er ist somit insbesondere zum Abschluss, der Änderung und Auflösung der Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern sowie zur Entscheidung über die Gewährung von Bonifikationen (variable Bezüge) und dergleichen an Vorstandsmitglieder ermächtigt. Der Vergütungsausschuss trat 2014 fünfmal zusammen. Vorstandsmitglieder wurden eingeladen, an Teilen der Sitzungen des Vergütungsausschusses teilzunehmen.
PwC beriet den Ausschuss in Vergütungsfragen. Die Leistungen inkludierten auf öffentlichen
| Name (aktuelle Mitglieder fett gedruckt) |
Funktion/ Ausschussmitglied 1) |
Vergütung (in EUR, für 2013) |
Amtsdauer 1) |
|---|---|---|---|
| Rudolf Kemler | Vorsitzender; Vorsitzender auch in PräsA, ProjA, PrüfA, VergA |
77.200 2) | 1. 11. 2012 – oHV 2019 |
| Wolfgang C. Berndt | Stv. Vorsitzender; Stv. Vorsitzender auch in PräsA, ProjA, PrüfA, VergA |
61.900 | 26.5.2010 – oHV 2019 |
| Murtadha Al Hashmi | Stv. Vorsitzender; Stv. Vorsitzender auch in PräsA, ProjA, PrüfA, VergA |
61.900 | 10.5.2012 – oHV 2019 |
| Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti | PräsA, ProjA | 30.600 | 14.5.2008 – oHV 2019 |
| Elif Bilgi Zapparoli | 14.600 | 13.5.2009 – oHV 2019 | |
| Helmut Draxler | PrüfA, VergA | 30.600 | 16.10.1990 – oHV 2019 |
| Roy A. Franklin | ProjA | — | 14.5.2014 – oHV 2019 |
| Wolfram Littich | ProjA, PrüfA | 30.600 | 23.5.2001 – oHV 2019 |
| Herbert Stepic | 14.600 | 18.5.2004 – oHV 2019 | |
| Herbert Werner | PrüfA | 22.600 | 4.6.1996 – oHV 2019 |
| Norbert Zimmermann | ProjA | 22.600 | 23.5.2001 – 14.5.2014 |
| Christine Asperger | — 3) | seit 1.1.2013 4) | |
| Wolfgang Baumann | PräsA, ProjA, PrüfA | — 3) | 16.12.1998 – 1.4.1999 und neuerlich seit 11.11.2004 4) |
| Herbert Lindner | ProjA, PrüfA | — 3) | seit 1.6.2013 4) |
| Alfred Redlich | — 3) | seit 1.6.2013 4) | |
| Martin Rossmann | PräsA, ProjA, PrüfA | — 3) | seit 5.5.2011 4) |
1) Erläuterung: PräsA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, ProjA = Projektausschuss, PrüfA = Prüfungsausschuss,
VergA = Vergütungsausschuss, oHV = ordentliche Hauptversammlung
2) Rudolf Kemler hat in Entsprechung seines Vorstandsvertrags mit der ÖIAG die Vergütung für seine Aufsichtsratsfunktion in der
OMV Aktiengesellschaft an die ÖIAG abgetreten
3) Von der Konzernvertretung entsendete Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Vergütung, sondern nur Sitzungsgelder 4) Die Entsendung durch die Konzernvertretung erfolgt auf unbestimmte Zeit; die ArbeitnehmervertreterInnen können jedoch jederzeit vom entsendenden Organ abberufen werden
Daten beruhende Marktinformationen, Beratung zur angemessenen Struktur von kurz- und langfristigen Anreizen (z.B. zur Gestaltung des Strategic Incentive Plan oder der Konzeption von Projektzielen im Rahmen der Anreizsysteme für Führungskräfte) sowie Information über die Vergütung und die Performance von Vergleichsgruppen. PwC wurde vom Vergütungsausschuss beauftragt und war nicht für den OMV Vorstand beratend tätig, womit die Unabhängigkeit im Sinne des öCGK gewährleistet war. Außerdem beriet PwC das Unternehmen 2014 in Steuerangelegenheiten und stellte Bewertungsleistungen bereit.
Interessenkonflikte, zustimmungspflichtige Geschäfte mit Mitgliedern des Aufsichtsrats
Zustimmungspflichtige Verträge gemäß § 95 Abs. 5 Z 12 AktG gab es nicht. Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats werden nach dem in der Geschäftsordnung ausführlich geregelten Verfahren behandelt.
Vergütung
Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung (HV) jährlich die Vergütungen der von der HV gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die HV 2014 hat für das Geschäftsjahr 2013 folgendes Vergütungsschema beschlossen:
| Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder | EUR |
|---|---|
| für den Vorsitzenden | 29.200 |
| für die Stellvertreter | 21.900 |
| für die Mitglieder | 14.600 |
| für den Vorsitzenden eines Ausschusses | 12.000 |
| für den stellvertretenden Ausschussvorsitzenden | 10.000 |
| für die Mitglieder eines Ausschusses | 8.000 |
Die bei den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern angeführten Beträge wurden 2014 für das Geschäftsjahr 2013 ausbezahlt. Aufwandersatz (Reisespesen, Sitzungsgeld) ist darin nicht enthalten.
Insgesamt betrug der Aufwand für den Aufsichtsrat im Jahr 2014 EUR 706.773; davon an bezahlten Vergütungen (für das Geschäftsjahr 2013) EUR 367.200, an Sitzungsgeldern EUR 73.073, an Reisespesen EUR 193.218 und an Technik, Organisation und Übersetzung EUR 73.282.
Mitwirkung der ArbeitnehmerInnenvertretung
Die Konzernvertretung hält regelmäßig Aussprachen mit dem Vorstand. Diese dienen der wechselseitigen Information über ArbeitnehmerInnen betreffende Entwicklungen im Unternehmen. Darüber hinaus hat die Konzernvertretung von ihrem Recht Gebrauch gemacht, Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden (eine Person aus der ArbeitnehmerInnenvertretung für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder). Demzufolge sind fünf der 15 Aufsichtsratsmitglieder aus der ArbeitnehmerInnenvertretung.
Minderheitenrechte der Aktionärinnen und Aktionäre
- Hauptversammlung: Wenn mindestens 5% der Aktionärinnen und Aktionäre dies verlangen, muss eine Hauptversammlung einberufen werden
- Mindestens 5% der Aktionärinnen und Aktionäre können die Aufnahme von Tagesordnungspunkten verlangen
- Mindestens 1% der Aktionärinnen und Aktionäre können zu jedem Punkt der Tagesordnung Beschlussvorschläge übermitteln. Diese sind auf Forderung der jeweiligen Aktionärinnen und Aktionäre von der Gesellschaft auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen
- Mindestens 10% der Aktionärinnen und Aktionäre können eine Sonderprüfung bei Vorliegen von Verdachtsgründen für Unredlichkeiten oder grobe Verletzungen von Gesetz oder Satzung durchsetzen
- Bei der Hauptversammlung sind alle Aktionärinnen und Aktionäre, die ihren Anteilsbesitz ordnungsgemäß nachgewiesen haben, zur Teilnahme, einschließlich Fragen und Abstimmung, berechtigt
Wahl des Aufsichtsrats: Wenn dieselbe Hauptversammlung zwei oder mehr Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat, muss über jede zu besetzende Stelle gesondert abgestimmt werden. Wenn dieselbe Hauptversammlung wenigstens drei Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat und sich vor der Abstimmung über die letzte zu besetzende Stelle ergibt, dass wenigstens ein Drittel aller abgegebenen Stimmen bei allen vorangegangen Wahlen zugunsten derselben Person, aber ohne Erfolg abgegeben wurde, muss diese Person zum Aufsichtsratsmitglied erklärt werden
Frauenförderung
- Als Industrieunternehmen mit sehr technischem Fokus ist es OMV ein besonderes Anliegen, ein ausgewogenes Verhältnis an weiblichen und männlichen Beschäftigten in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit zu erreichen. Daher ist die Schaffung eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses einer der beiden Schwerpunkte der OMV Diversity-Strategie. Dazu gehört auch die aktive Förderung von Frauen in Führungspositionen. Das strategische Ziel ist es, den bestmöglichen Diversity-Mix auf Senior-Managementebene zu erreichen und den Frauenanteil im Bereich der Senior Vice Presidents bis 2020 auf 30% zu erhöhen
- Mariana Gheorghe ist Vorstandsvorsitzende der OMV Petrom SA und Gülsüm Azeri ist Vorstandsvorsitzende von Petrol Ofisi. Dem Aufsichtsrat von OMV gehören drei Frauen an, das entspricht einem Anteil von 20%
- 14,6% der Senior Vice President-Positionen werden derzeit von Frauen besetzt. Der Frauenanteil im Gesamtkonzern beträgt rund 22,5%. Bei den OMV Programmen zur Talente- bzw. Führungskräfte-Entwicklung wurde 2014 ein Frauenanteil von 42% erreicht. Im Rahmen des für Absolventinnen und Absolventen technischer Studien entwickelten Einstiegsprogramms (Integrated Graduate Development Programm) hat sich der Frauenanteil von 11% 2011 auf 34% 2014 verdreifacht
Bisher wurde eine breite Palette von Maßnahmen zur Förderung der Vielfalt bei OMV initiiert und erfolgreich umgesetzt. Ein besonderes Anliegen ist der OMV auch die Einstellung und Entwicklung von Frauen in technischen Positionen. Unterstützende Maßnahmen hierfür sind beispielsweise Stipendien für Technikstudentinnen und das Projekt "Technikqueens", das bei Mädchen das Interesse für einen technischen Beruf wecken soll. Darüber
hinaus bietet OMV ein Mentoring-Programm für weibliche Top-Talente an
Durch neue flexible Arbeitszeitmodelle wie Job-Sharing, flexible Arbeitszeiten und die Option mittels Home-Office von zu Hause aus zu arbeiten, trägt OMV dazu bei, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu verbessern und unterstützt dadurch auch Elternteile, die ihre Karriere in Teilzeit fortsetzen möchten
Wien, am 18. März 2015
Der Vorstand
Gerhard Roiss David C. Davies
Jaap Huijskes Manfred Leitner
Value Management
Das Geschäftsmodell von OMV als integriertes Öl- und Gasunternehmen erfordert einen besonderen Fokus auf die Evaluierung langfristiger Investitionsprojekte sowie auf das Management kurz- bis mittelfristiger Cashflow- und Kostenpositionen. Daher ist Value Management ein integrales Element des Führungssystems. Um unmittelbare, geschäftsrelevante Unsicherheiten und Risiken angemessen zu erfassen, ist das Value Management eng mit dem Risikomanagement verbunden.
Der führenden Rolle des Value Managements wird in Planungs- und Entscheidungsprozessen sowie durch die Kennzahlen, Schlüsselindikatoren und Steuerungsfunktionen des Informationssystems von OMV Rechnung getragen. Der Value-Management-Ansatz von OMV ist auf folgende Fragestellungen ausgerichtet:
Wie schafft OMV Wert?
- Wie gut nutzt OMV das Ertragspotenzial?
- Wie partizipieren OMV Aktionärinnen und
- Aktionäre an der Wertsteigerung?
Auf Konzernebene sind Marktkapitalisierung und Unternehmenswert Beispiele mittel- bis langfristiger Messgrößen der Wertsteigerung. Der kurzfristige finanzielle Erfolg aus der Umsetzung von Strategien und Investitionsprojekten wird anhand verschiedener Best-Practice-Schlüsselindikatoren der Rentabilität gemessen. Zu den wichtigsten gehören der Return On Average Capital Employed (ROACE), der Return On Net Assets (RONA) sowie der Economic Value Added (EVA). Während der ROACE Relevanz für den Konzern insgesamt hat, ist der RONA eine effektive Kennzahl bei der internen Bewertung der finanziellen Performance der Geschäftsbereiche, da er eine Aufschlüsselung des ROACE-Konzernziels auf einzelne Bereiche ermöglicht. Die Partizipation der Aktionärinnen und Aktionäre an der Wertsteigerung wird anhand von Messgrößen wie Ausschüttungsgrad oder Total Shareholder Return gemessen. Ziel der Dividendenpolitik von OMV ist ein langfristiger Ausschüttungsgrad von 30% des
Jahresüberschusses. Als physisch integriertes Öl- und Gasunternehmen mit Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von den Ressourcen bis zu den Märkten, ist OMV in der Lage, Wertsteigerungen durch optimale Kapitalallokation und Risikominderung zu generieren und den gesamten Produktwert auszuschöpfen. Die Auswahl der richtigen Investitionsprojekte hat erheblichen Einfluss auf den zukünftigen Unternehmenserfolg. Die Rentabilität von Investitionsprojekten muss daher bereichsspezifische Mindestrenditen übersteigen. Zudem erfolgt eine Reihung der Investitionsprojekte nach der erwarteten Profitabilität. Value Management bedeutet auch Kostenmanagement. Während der Planungsphase werden Kostenziele sowohl relativ zu Produktionskennzahlen (z.B. Produktionskosten/boe) als auch als absolute Beträge der zu erzielenden Kostensenkungen formuliert. Im Rahmen der jährlichen Strategieplanung wird eine Unternehmenswert-Analyse durchgeführt, deren Zweck die Überprüfung der Strategie hinsichtlich der Erreichung der Wertsteigerungsziele des Konzerns ist. Zudem wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, das starke Investment Grade Kredit-Rating von OMV zu halten sowie einen neutralen freien Cashflow nach Dividenden zu erreichen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem geeigneten Management der Finanzierungsstruktur und des Working Capitals. OMV intern liefert das Value Management wesentliche Entscheidungsunterstützung und ermöglicht eine effektive Unternehmenssteuerung durch das Definieren und Ausbalancieren von Zielen.
| Kennzahlen | % | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | |
| Return On Average Capital Employed (ROACE) | 4 | 11 | 11 | 11 | 10 |
| Verschuldungsgrad | 34 | 30 | 26 | 34 | 46 |
| Ausschüttungsgrad | 114 1) | 35 | 29 | 32 | 32 |
1) Basierend auf einer Dividende in Höhe von EUR 1,25 je Aktie, wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2015
Integration schafft zusätzlichen Wert
2014 waren die Finanzmärkte von Volatilität geprägt. Der Kurs der OMV Aktie wurde durch den drastischen Rückgang der Ölpreise sowie durch politische Unruhen negativ beeinflusst und notierte zum Jahresende bei EUR 22,01. Somit ergab sich für die Aktionäre einschließlich der Dividende für das Geschäftsjahr 2013 ein Total Shareholder Return von minus 33% im Jahr. Vor diesem Hintergrund platzierte OMV erfolgreich einen Eurobond in Höhe von EUR 750 Mio mit vier Jahren Laufzeit und einem Kupon von 0,6%, um das Fälligkeitsprofil der Verbindlichkeiten zu verbessern.
Finanzmärkte
2014 verzeichneten die Finanzmärkte eine sehr volatile Entwicklung, die stark von der Anlegerstimmung gegenüber geopolitischen Spannungen beeinflusst war. Insbesondere gegenüber der Russland-Ukraine-Krise, die Mitte 2014 eskalierte, den folgenden Wirtschaftssanktionen gegen Russland sowie der anhaltenden politischen Instabilität in Nordafrika und im Mittleren Osten. Ein Überangebot von Rohöl sorgte zudem für einen signifikanten Rückgang der Ölpreise. Zum Jahresende lag der Brent-Rohölpreis mit USD 54,98 um 50% unter dem Niveau zu Jahresbeginn. Der FTSE Global Energy Index, der die weltweit größten Öl- und Gasunternehmen beinhaltet, fiel um 13%. Europäische und US-amerikanische Aktienindizes verzeichneten leichte Gewinne: DAX +3%, FTSE Eurotop 100 +3%, Dow Jones +8%. Der Wiener Aktienmarkt entwickelte sich schwächer als der europäische Trend. Der österreichische Leitindex ATX verlor 2014 um 15% an Wert, wobei die Performance hauptsächlich unter der relativ schwachen Kursentwicklung der Bank- und Energiewerte sowie der Werte von Unternehmen mit einem hohen Russland-Exposure litt.
Kursentwicklung und Umsätze der OMV Aktie
Nachdem die OMV Aktie 2013 mit EUR 34,79 geschlossen hat, tendierte sie zu Beginn des Jahres aufwärts und erreichte Mitte Jänner ihren Jahreshöchstwert von EUR 36,06. Bis Mitte des Jahres verlor die OMV Aktie nur geringfügig an Wert und notierte Ende des zweiten Quartals 2014 bei EUR 33,00. In einem von fallenden Rohölpreisen und geopolitischer Instabilität geprägten Umfeld verzeichnete der Kurs gegen Ende des Jahres 2014 einen signifikanten Rückgang, erreichte Mitte Dezember mit EUR 20,07 das Jahrestief und lag zum Jahresende bei EUR 22,01. Die Marktkapitalisierung der OMV Aktie betrug per Jahresende rund EUR 7 Mrd. Die gesamte Aktienkapitalisierung österreichischer Werte an der Wiener Börse verringerte sich um 7% auf EUR 76 Mrd, wobei die OMV Aktie 9% der Marktkapitalisierung ausmachte. Die Aktienumsätze an der Wiener Börse stiegen um 23% auf EUR 48 Mrd. Die Umsätze der OMV Aktie beliefen sich auf rund EUR 5 Mrd. Der OMV Anteil am Aktienumsatz der Wiener Börse betrug 11% (2013: 12%).
Fallende Rohölpreise und geopolitische Spannungen beeinflussten die Aktienkursentwicklung
| OMV Aktie | ISIN: AT0000743059 |
|---|---|
| Börsennotierungen | Wien, USA (ADR Level I) |
| Ticker | Wiener Börse: OMV |
| Reuters: OMVV.VI Bloomberg: OMV AV |
|
| ADR Informationen | Sponsored Level I 1 ADR entspricht 1 Aktie |
| Depositary | JPMorgan Chase Bank N.A. PO Box 64504, St. Paul, MN 55164-0504, USA |
| Custodian | UniCredit Bank Austria AG, Julius Tandler-Platz 3, 1090 Wien |
| Level I | OMVKY, CUSIP: 670875509 ISIN: US6708755094 |
| OMV Hybridanleihe | ISIN: XS0629626663 |
| OMV Eurobonds Laufzeit; Zinssatz |
ISIN: XS0434993431 2009 bis 22. Juni 2016; 5,250% |
| ISIN: XS0485316102 2010 bis 10. Februar 2020; 4,375% |
|
| ISIN: XS0690406243 2011 bis 12. Oktober 2021; 4,25% |
|
| ISIN: XS0834367863 2012 bis 27. Sept. 2022; 2,625% |
|
| ISIN: XS0834371469 2012 bis 27. Sept. 2027; 3,500% |
|
| ISIN: XS0996734868 2013 bis 25. Nov. 2019; 1,75% |
|
| ISIN: XS1138423774 |
Dividendenvorschlag für 2014: EUR 1,25 je Aktie
Ergebnisse der Hauptversammlung
Die wesentlichen Punkte der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Mai 2014 waren: 1) der Beschluss einer Dividende von EUR 1,25 je Aktie für das Geschäftsjahr 2013, was einem Ausschüttungsgrad von ca. 35% entspricht; 2) die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder gemäß Vorschlag; 3) die Genehmigung des Long Term Incentive Planes 2014, welcher ein langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder und ausgewählte Führungskräfte ist, um die mittel- und langfristige Wertschöpfung bei OMV zu fördern; 4) die Genehmigung des Matching Share Planes 2014 – ein integraler Teil der jährlichen Bonusvereinbarung und langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Interessen des Managements und der Aktionärinnen und Aktionäre zusammenführt.
2014 bis 19. Nov. 2018; 0,600%
Im Herbst 2014 gab es wie in den vergangenen Jahren ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell, im Zuge dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
beim Erwerb von jeweils drei Aktien eine Gratisaktie erhielten, wobei eine Haltefrist von zwei Jahren gilt.
Insgesamt hielt OMV per Jahresende 2014 1.015.102 eigene Aktien bzw. 0,3% des Grundkapitals. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien betrug somit 326.257.625 Stück. Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft beträgt EUR 327.272.727 und besteht aus 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien. Bei der nächsten Hauptversammlung am 19. Mai 2015 wird der Vorstand eine Dividende von EUR 1,25 je Aktie vorschlagen. Dies entspricht dem Niveau des Vorjahrs. Die Dividendenrendite, gemessen am Schlusskurs des Jahres 2014, wird 5,68% betragen.
Kredit-Rating
2014 konnte OMV weiterhin das Kredit-Rating von A3 von Moody's (zuletzt aktualisiert im Juni 2014) sowie A– von Fitch halten (zuletzt aktualisiert im Dezember 2014). Beide Rating-Agenturen bekräftigten sowohl ihr Rating als auch den stabilen Ausblick. Dies unterstreicht die starke Bonität des OMV Konzerns und steht im Einklang mit dem Ziel, ein starkes Investment Grade Kredit-Rating zu halten.
Anleihen
Im November 2014 hat OMV im Rahmen des Euro Medium Term Note (EMTN) Programms einen Eurobond mit einem Nominale von EUR 750 Mio und einem Kupon von 0,6% emittiert, um das Fälligkeitsprofil der Verbindlichkeiten zu verbessern.
OMV Aktionärsstruktur
Die OMV Aktionärsstruktur veränderte sich 2014 nur wenig und setzt sich daher per Jahresende 2014 aus 43,3% Streubesitz, 31,5% ÖIAG (vertritt den österreichischen Staat), 24,9% International Petroleum Investment Company (IPIC) und 0,3% eigenen Aktien zusammen. Das Grundkapital von OMV besteht aus Stammaktien und es gilt das Prinzip "one share – one vote", d.h. keine Aktie ist mit besonderen Rechten ausgestattet. Zwischen den Kernaktionären IPIC und ÖIAG besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.
Analystenberichte
Die OMV Aktie wird von mehr als 20 österreichischen und internationalen Investmentbanken beobachtet, die mit ihren regelmäßigen Researchberichten eine gute Sichtbarkeit von OMV in der Finanzwelt gewährleisten.
Investor Relations Aktivitäten
Auf zahlreichen Roadshows und Konferenzen in Europa und Nordamerika konnten der Vorstand und das Investor Relations Team den Kontakt mit Analysten und Investoren pflegen und vertiefen. 2014 fanden rund 290 persönliche Treffen und Präsentationen statt, an denen rund 530 Fondsmanager und Buy-Side Analysten teilnahmen. Insgesamt widmeten die Vorstände in direkten Gesprächen rund 250 Stunden der Information von Investoren und Analysten. Um Transparenz, Service und Aktualität zu gewährleisten, werden alle wichtigen Informationen und Neuigkeiten für Analysten und Investoren laufend im Internet
unter www.omv.com veröffentlicht. Darüber hinaus sind News zu Unternehmens- und Finanzinformationen des OMV Konzerns auf Twitter unter www.twitter.com/omv und über die OMV Investor Relations App (für die mobilen Betriebssysteme Android und iOS) verfügbar.
| Finanzkalender 2015 | Termin 1) |
|---|---|
| Trading Statement Q4 2014 und Business Update |
29. Jänner 2015 |
| Ergebnis Jänner–Dez. 2014 und Q4 2014 | 19. Februar 2015 |
| Veröffentlichung Geschäftsbericht 2014 | März 2015 |
| Trading Statement Q1 2015 | 23. April 2015 |
| Nachweisstichtag für die Hauptversammlung |
9. Mai 2015 |
| Ergebnis Jänner–März 2015 | 18. Mai 2015 |
| Ordentliche Hauptversammlung | 19. Mai 2015 |
| Dividenden-Extag | 27. Mai 2015 |
| Dividenden-Zahltag | 28. Mai 2015 |
| Trading Statement Q2 2015 | 23. Juli 2015 |
| Ergebnis Jänner–Juni und Q2 2015 | 12. August 2015 |
| Trading Statement Q3 2015 | 19. Oktober 2015 |
| Ergebnis Jänner–Sept. und Q3 2015 | 5. November 2015 |
1) Die angegebene Information ist vorläufig und bedarf der Bestätigung. Die aktuellen Termine finden Sie unter:
www.omv.com > Investor Relations > Finanzkalender und Events
Investor Relations Kontakt
Felix Rüsch, OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8, 1020 Wien Tel: +43 1 40440-21600, Fax: +43 1 40440-621600 E-Mail: [email protected]
| Auf einen Blick | in EUR | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | |
| Anzahl der ausstehenden Aktien in Mio Stück 1) | 326,26 | 326,23 | 326,19 | 326,07 | 298,80 |
| Marktkapitalisierung in EUR Mrd 1) | 7,18 | 11,35 | 8,92 | 7,64 | 9,29 |
| Aktienumsatz an der Wiener Börse in EUR Mrd | 5,21 | 4,82 | 3,98 | 7,34 | 7,78 |
| Höchstkurs des Jahres | 36,06 | 39,69 | 29,12 | 34,69 | 32,63 |
| Tiefstkurs des Jahres | 20,07 | 27,85 | 21,29 | 21,24 | 24,12 |
| Schlusskurs 1) | 22,01 | 34,79 | 27,36 | 23,44 | 31,10 |
| Ergebnis je Aktie 2), 3) | 1,09 | 3,56 | 4,18 | 3,43 | 3,08 |
| Buchwert je Aktie 1), 2), 3) | 35,77 | 35,60 | 36,49 | 33,41 | 30,13 |
| Cashflow je Aktie 3), 4) | 11,24 | 12,64 | 11,69 | 8,00 | 9,66 |
| Dividende je Aktie | 1,25 5) | 1,25 | 1,20 | 1,10 | 1,00 |
| Ausschüttungsgrad in % | 114 | 35 | 29 | 32 | 32 |
| Dividendenrendite in % 1) | 5,68 | 3,59 | 4,39 | 4,69 | 3,22 |
| Total Shareholder Return in % 6) | –33 | 32 | 21 | –21 | 5 |
1) Per 31. Dezember
2) Mit 31. März 2012 wurden die Zahlen für 2010 und 2011 entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen
nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst
3) Die Zahlen für 2013 wurden aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" angepasst 4) Cashflow aus der Betriebstätigkeit
5) Wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2015
6) Ohne Reinvestition der Dividende
Wirtschaftliches Umfeld
Weltölverbrauch 2014 leicht gestiegen
Entgegen den ursprünglichen allgemeinen Erwartungen brachte das Jahr 2014 keine spürbare Beschleunigung des globalen Wirtschaftswachstums. Das Welthandelsvolumen verzeichnete mit 3,1% ein relativ mäßiges Wachstum und auch die Wachstumsrate der Weltwirtschaft blieb wie im Vorjahr mit 3,3% unter dem langjährigen Durchschnitt. In den Entwicklungs- und Schwellenländern verlangsamte sich das Wachstumstempo auf 4,4%, während sich die Konjunktur in der OECD-Region mit einem BIP-Zuwachs von 1,8% leicht verbesserte. Innerhalb der OECD-Staaten war der Wirtschaftsaufschwung in Nordamerika mit 2,4% deutlich kräftiger als im Euroraum mit einer Zunahme von lediglich 0,8%.
Nach einer Stagnation im Jahr 2013 konnte die Wirtschaft der Europäischen Union ein moderates BIP-Wachstum von 1,3% erreichen. Die im Jahresverlauf sinkenden Exporte sowie die nach wie vor gebremste Investitions- und Konsumbereitschaft verhinderten ein stärkeres Wachstum.
Deutschland konnte 2014 trotz Abkühlungstendenzen im zweiten Halbjahr aufgrund eines kräftigen Exportwachstums einen BIP-Zuwachs von 1,5% verzeichnen. Österreichs Wirtschaft wuchs aufgrund eines Rückgangs in der zweiten Jahreshälfte nur um 0,3%. Die privaten Konsumausgaben wuchsen geringfügig um 0,2%. In Rumänien setzte sich der Aufwärtstrend der Wirtschaft fort und das BIP stieg um 2,9%. Die Industrieproduktion stieg um 6,1% an. Die Wirtschaftsleistung der Türkei
expandierte 2014 um 2,8%. Die Industrieproduktion wuchs um rund 3,6% und damit genauso stark wie im Vorjahr. Das hohe Leistungsbilanzdefizit konnte um rund ein Viertel auf 6% des BIP reduziert werden.
Der Weltölverbrauch stieg 2014 mit 0,8% deutlich schwächer als im Vorjahr auf insgesamt 92,5 Mio bbl/d. Mit einem Ölverbrauch im Ausmaß von 46,8 Mio bbl/d (+2,4%) übertraf die Nachfrage der Nicht-OECD-Länder erstmals jene der Industrieländer. Innerhalb der OECD-Region stagnierte der Ölverbrauch in Nordamerika und sank in europäischen und pazifischen OECD-Ländern um 2,2% bzw. 2,4%. Die globale Ölproduktion stieg um 1,9 Mio bbl/d bzw. 2,1% auf 93,3 Mio bbl/d. Die Lagerbestände nahmen im Jahresverlauf kontinuierlich zu und erhöhten sich im Gesamtjahr um durchschnittlich 0,8 Mio bbl/d. Die Nutzung neuer, unkonventioneller Ressourcen ermöglichte Nordamerika eine Ausweitung der Produktion um 9% bzw. 1,6 Mio bbl/d. Die Produktion der OPEC sank um 0,2 Mio bbl/d auf 30,3 Mio bbl/d Rohöl und 6,4 Mio bbl/d NGL. Die Halbierung der Produktion in Libyen und moderate Rückgänge in einigen anderen OPEC-Ländern wurden durch erhöhte Produktion im Irak, Iran und in Saudi-Arabien fast zur Gänze kompensiert.
Zu Jahresbeginn 2014 notierte die Rohölsorte Brent am Rotterdamer Spotmarkt bei rund USD 108/bbl. Mitte Juni wurde im Zuge der militärischen Konflikte im Irak, in Libyen, in Syrien und
in der Ukraine ein Jahreshöchststand von über USD 115/bbl erreicht. Danach setzten sich aufgrund der gedämpften globalen Wirtschaftsaussichten und des wachsenden Ölangebots immer mehr die preisdämpfenden Faktoren durch. Bis zur OPEC-Konferenz Ende November war der Rohölpreis auf unter 80 USD/bbl gefallen. Nachdem keine Anpassung der OPEC-Produktion beschlossen wurde, erfolgte bis Jahresende ein weiterer Preisrutsch um rund USD 25/bbl. Der Durchschnittspreis für Brent lag 2014 mit USD 98,95/bbl um 9% unter dem Vorjahresniveau von USD 108,66/bbl. Die am Rotterdamer Produktenmarkt in Euro gehandelten Mineralölprodukte verbilligten sich um 7 bis 10%.
Der in der ersten Jahreshälfte noch relativ starke Euro zeigte sich ab Sommer 2014 durch konjunkturellen Abschwung und zunehmend lockere Geldpolitik deutlich schwächer. Im Gesamtjahr erreichte der durchschnittliche EUR-USD-Wechselkurs den Vorjahreswert von USD 1,33 je EUR.
Nach einem Rückgang von 6% im Jahr 2013 verminderte sich die Erdgasnachfrage in Österreich 2014 um weitere 8% auf 7,4 Mrd m³ bzw. 83 TWh. Wiederum war die stark reduzierte Stromerzeugung der Gaskraftwerke Hauptursache für diese Entwicklung. Die Inlandsgasproduktion sank um 9% auf 1,2 Mrd m³, die Nettoimporte stiegen um 22% auf 7,4 Mrd m³. Der Überhang beim Erdgasaufkommen ermöglichte ein Auffüllen der Erdgasspeicher. Zusammen mit dem Ausbau der maximalen Speicherkapazität auf 8,1 Mrd m³ konnte eine deutliche Erhöhung der Versorgungssicherheit erreicht werden. Zum Jahresultimo betrug der Speicherstand 6,1 Mrd m³. Dies entsprach einem Füllungsgrad von 76%. In Rumänien sank der Gasverbrauch 2014 um 4% auf 12 Mrd m³ (129 TWh), in der Türkei war ein Anstieg von rund 6% auf 48 Mrd m³ (518 TWh) zu verzeichnen.
Der Stromverbrauch blieb in Rumänien mit 53 TWh stabil und stieg in der Türkei um ca. 4% auf 256 TWh.
Der Mineralölproduktenmarkt in dem für OMV relevanten Absatzgebiet (Mittel- und Südosteuropa sowie Türkei) sank 2014 aufgrund der schwachen Heizölnachfrage um rund 1% auf rund 169 Mio t. Der Markt für automotive Treibstoffe
dürfte um knapp 3 Mio t zugenommen haben, wobei die Nachfragesteigerung bei Dieselkraftstoff deutlich stärker war als bei Ottokraftstoffen. Der Heizölabsatz sank deutlich, wobei sich der Rückgang in Deutschland und Österreich auf rund 3,3 Mio t summierte. In Österreich sank der Mineralölproduktenabsatz um 3% auf 10,7 Mio t. Die Nachfrage nach Treibstoffen reduzierte sich bei Diesel um 1% und bei Ottokraftstoffen um 2%. Der Absatz von Flugpetroleum zeigte eine leichte Zunahme von 1%. Der Absatz von Heizölen verminderte sich analog zum witterungsbedingten Raumwärmebedarf um über 10%. In Deutschland sank der Mineralölproduktenabsatz um 2%. Während der Treibstoffabsatz bei Diesel um 5% und bei Ottokraftstoffen um über 2% zulegen konnte, zeigte der Markt für Heizöle einen massiven Absatzeinbruch von 13% im Jahresvergleich. Auch in Rumänien sank der Gesamtmarkt um 2%. Der Benzinabsatz schrumpfte mit 4% stärker als der Dieselabsatz (–2%). Die Nachfrage nach Flugpetroleum stieg um 13% deutlich an. Die Absatztrends für den Mineralölproduktenmarkt der Türkei signalisieren einen Mehrabsatz von 4%, der hauptsächlich auf die gestiegene Treibstoffnachfrage zurückzuführen ist.
Der westeuropäische Markt für Polyolefine zeigte 2014 ein deutliches Nachfrageplus von 0,6 Mio t bzw. 3,4%. Während die Preise für Polyethylen um 2% leicht anstiegen, sanken sie bei Polypropylen um 3%. Die integrierte Industriemarge lag um rund 25% über dem Vorjahresniveau.
1) Märkte Mineralölprodukte: Bulgarien, Deutschland, Moldawien, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechische
Republik, Türkei, Ungarn 2) Märkte Erdgas: Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Türkei, Ungarn
Brent-Preis fiel signifikant in der zweiten Jahreshälfte
Geschäftsbereiche
Exploration und Produktion
Anstieg der Produktion in Norwegen
2014 war ein herausforderndes Jahr für den Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P). Die Gesamtproduktion in den Kernländern (Rumänien und Österreich) wurde, wie in der Strategie vorgesehen, zwischen 200-210 kboe/d stabil gehalten. Die Produktion in Rumänien verzeichnete das zweite Jahr in Folge eine leichte Steigerung. Der Anstieg der Produktion in Norwegen auf 50 kboe/d gegen Jahresende ist ein deutliches Zeichen, dass die Nordsee-Region zu einem Kerngebiet des Konzerns wird. Im Gegensatz dazu war das übrige internationale Portfolio von Produktionsunterbrechungen in Libyen und im Jemen aufgrund von Sicherheitsproblemen beeinträchtigt. In Hinblick auf die Exploration war 2014 ein weniger erfolgreiches Jahr, mit einer signifikant niedrigeren Erfolgsquote gegenüber früheren Jahren. Funde gelangen dieses Jahr sowohl Offshore Rumänien als auch am dortigen Festland. Der Wisting-Ölfund in Norwegen wurde erfolgreich evaluiert. In Abu Dhabi, Namibia, Gabun und Bulgarien wurden großflächige 3D-Seismik-Kampagnen durchgeführt.
Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSSE) hat in E&P höchste Priorität
Die Lost-Time Injury Rate (LTIR) in E&P verbesserte sich (0,53) gegenüber dem Vorjahr (2013: 0,66). E&P musste bedauerlicherweise zwei tödliche Arbeitsunfälle bei Wartungsarbeiten beklagen. Diese Zwischenfälle wurden einer gründlichen Untersuchung durch das Senior Management von E&P unterzogen, um die Ursachen zu identifizieren, und es wurden weitreichende Maßnahmen gesetzt, um eine Wiederholung zu verhindern. 2014 war bei den Zwischenfällen mit hohem Schadenspotenzial ein signifikanter Rückgang zu verzeichnen. Diese Zwischenfälle werden untersucht und resultierende Empfehlungen sowie Maßnahmen werden bis zur vollständigen Umsetzung nachverfolgt. Neben dem ständigen Fokus auf Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sind Prozesssicherheit, Sicherheit im Straßenverkehr, im Förderbetrieb und im Rahmen elektrischer Wartungen weiter Schwerpunktbereiche mit höchster Priorität.
Finanzielle Performance
Das EBIT vor Sondereffekten sank vs. 2013 um 20% auf EUR 1.669 Mio, trotz des Beitrags aus Norwegen (Produktion inkludiert seit November 2013), der durch höhere Abschreibungen, gestiegene Produktionskosten und niedrigere Ölpreise mehr als ausgeglichen wurde. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns in USD/bbl sank um 9% während der durchschnittlich im Konzern erzielte Gaspreis um 13% vs. 2013 stieg. Die Explorationsaufwendungen verringerten sich 2014 um 10% auf EUR 460 Mio, da 2013 Abschreibungen von Explorationslizenzen in der Region Kurdistan im Irak sowie höhere Abschreibungen von Explorationsbohrungen in Norwegen enthalten waren. E&P investierte EUR 2.951 Mio, hauptsächlich in Feldneuentwicklungen, Bohrungen und Workover-Aktivitäten in Rumänien sowie Feldentwicklungen in Norwegen und Großbritannien. Die Investitionen gingen um 33% zurück, da 2013 der Erwerb von Vermögenswerten von Statoil enthalten war. Netto-Sonderaufwendungen 2014 in Höhe von EUR –203 Mio, die hauptsächlich der
| 2014 | 2013 | D | |
|---|---|---|---|
| Bereichsumsatz in EUR Mio | 5.773 | 5.378 | 7% |
| Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio | 1.466 | 1.990 | –26% |
| EBIT vor Sondereffekten in EUR Mio | 1.669 | 2.086 | –20% |
| Betriebserfolg vor Abschreibung (EBITD) in EUR Mio | 3.292 | 3.361 | –2% |
| Investitionen in EUR Mio | 2.951 | 4.431 | –33% |
| Produktion in Mio boe | 112,9 | 105,0 | 8% |
| Produktionskosten in USD/boe | 16,6 | 14,0 | 19% |
| Sichere Reserven zum 31. Dezember in Mio boe | 1.090 | 1.131 | –4% |
Auf einen Blick
Wertminderung des TOC-Assets in Kasachstan zuzurechnen sind, führten zu einem EBIT von EUR 1.466 Mio, 26% unter dem Niveau von 2013.
Die Produktion stieg verglichen mit dem Niveau von 2013 und spiegelte im Wesentlichen den höheren Beitrag von Norwegen, welcher teilweise durch geringere Produktionsmengen in Libyen ausgeglichen wurde, wider. Die OMV Gesamtproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas stieg um 8% auf 112,9 Mio boe. Dies entspricht einer Gesamttagesproduktion von 309 kboe/d.
In Rumänien trug das Investitionsprogramm dazu bei, dass bereits das zweite Jahr in Folge ein leichter Anstieg der Produktion erreicht werden konnte – im Schnitt lag die Förderrate bei 171,4 kboe/d. In Österreich war die Produktion durch technische Probleme beeinträchtigt und lag mit durchschnittlich 33,0 kboe/d unter dem Niveau des Vorjahrs. Im internationalen Portfolio war die Produktion vor allem aufgrund gestiegener Produktionsmengen in Norwegen, Pakistan, Neuseeland und im Jemen höher als im Vorjahr. In Libyen wurde die Produktion während des Jahres mehrfach unterbrochen und kam im vierten Quartal weitgehend zum Stillstand. Das neue Glen Lyon FPSO-Schiff für das Schiehallion Feldneuentwicklungsprojekt (Großbritannien) konnte fast fertiggebaut werden, und die Feldentwicklung Rosebank (Großbritannien) wurde einer signifikanten Optimierung unterzogen. In Neuseeland lieferte das Projekt Maari Growth gegen Jahresende den ersten Produktionsbeitrag. In Tunesien wurde die finale Investitionsentscheidung für das Nawara-Feldentwicklungsprojekt getroffen. In Pakistan konnte durch den Abschluss der Feldentwicklungen Mehar und Latif eine signifikante Produktionssteigerung verzeichnet werden. Im Jemen war die Produktion 2014 trotz der unbeständigen Sicherheitssituation signifikant höher als 2013.
Die Produktionskosten exkl. Lizenzgebühren (OPEX) in USD/boe stiegen, verglichen mit 2013, um 19%, überwiegend aufgrund der Änderung des Länderportfolios (Beitrag von Norwegen mit höheren Produktionskosten und geringere Produktionsmengen in Libyen) und der neuen Steuer auf Konstruktionen in Rumänien.
Herausforderndes Explorationsjahr
2014 wurden 34 Explorationsbohrungen (davon 29 abgeschlossen) in acht verschiedenen Ländern, von Neuseeland bis Norwegen, niedergebracht. 56% der Bohrungen erfolgten unter Betriebsführerschaft von OMV, die Erfolgsquote der Explorationsbohrungen betrug 21% (2013: 46%). 2014 wurden elf signifikante Explorationsund Erweiterungsbohrungen abgeteuft. Die Erweiterungsbohrung Hanssen-1 zur Evaluierung des Wisting-Funds in Norwegen bestätigte das Potenzial des Wisting-Gebiets. Zur Abgrenzung der Lagerstätte werden zusätzliche Erweiterungsbohrungen erforderlich sein. Im Schwarzen Meer wurden nach der Interpretation der 2013 gesammelten 3D-Daten Bohraktivitäten im Tiefwassersektor des Neptun Blocks (Rumänien) aufgenommen, um weitere Explorationsziele im Gebiet zu testen. Die 2013 im Block Han Asparuh in Bulgarien gesammelten 3D-Seismik-Daten wurden evaluiert und werden als Grundlage für die Positionierung zukünftiger Explorationsbohrungen dienen. In Sub-Sahara-Afrika wurden die Explorationsaktivitäten substanziell vorangetrieben. In den OMV Lizenzen in Namibia (5.000 km²) und in Gabun (8.570 km²) wurden zwei großflächige 3D-Seismik-Untersuchungen durchgeführt, die als Grundlage für die weitere Evaluierung des Potenzials in den jeweiligen Lizenzen dienen werden. Darüber hinaus hat sich OMV signifikante neue Explorationsgebiete westlich von Großbritannien, zwei neue Lizenzen in Neuseeland und bedeutende Explorationsgebiete in Pakistan (Kirthar-Formation) gesichert.
Die sicheren Öl- und Gasreserven (1P) per 31. Dezember 2014 betrugen 1.090 Mio boe (davon OMV Petrom: 690 Mio boe), die sicheren und wahrscheinlichen Öl- und Gasreserven (2P) beliefen sich auf 1.813 Mio boe (davon OMV Petrom: 977 Mio boe). Die Reserven-Ersatzrate (RRR) für das Einzeljahr 2014 belief sich auf 64%. Die Reserven-Ersatzrate im 3-Jahres-Durchschnitt betrug 2014 87% (2013: 93%). In Rumänien und Österreich sank die RRR im 3-Jahres-Durchschnitt auf 41% (2013: 49%). Im internationalen Portfolio sank die RRR im 3-Jahres-Durchschnitt unter Einschluss der Reserven aus den jüngsten Akquisitionen in Norwegen und Großbritannien auf 188% (2013: 203%).
Gesamtproduktion stieg um 8% vs. 2013
Leicht gestiegene Produktion in Rumänien, das zweite Jahr in Folge
OMV Kernländer Rumänien und Österreich
In Rumänien lag die Förderleistung mit 171,4 kboe/d geringfügig über dem Vorjahresniveau und markierte damit das zweite Jahr eines leichten Wachstums im vergangenen Jahrzehnt. Mit Projekten und Initiativen zur Optimierung der Produktion konnte der natürliche Produktionsrückgang nun bereits zwei Jahre kompensiert werden. Während des gesamten Jahres ging die Neuentwicklung wichtiger Felder stetig voran. OMV Petrom gelang es, zwölf Feldneuentwicklungsprojekte in die Durchführungsphase zu bringen; für sechs wurde 2014 die finale Investitionsentscheidung getroffen und zwei wurden abgeschlossen. Die Arbeiten zur Optimierung der Gasförderanlagen und zur Modernisierung von obertägigen Anlagen und Ausrüstungen in ausgewählten größeren Feldern wurden kontinuierlich fortgeführt. Die 2014 getätigten Explorationsinvestitionen waren die umfangreichsten seit der Privatisierung im Jahr 2004. 2014 betrug die Erfolgsquote der Explorationsbohrungen 60%. OMV Petrom konnte die Führungsposition in Rumänien durch die Verlängerung der Lizenzen von Explorationsblöcken für weitere drei Jahre sichern. Das Bohrprogramm im Tiefwassersektor des Offshore-Blocks Neptun im
rumänischen Schwarzen Meer wurde wieder aufgenommen. Die Erweiterungsbohrung Domino-2 wurde abgeteuft. Bei der Explorationsbohrung Pelican South-1 dauerten die Bohraktivitäten zu Jahresende noch an. Die Ergebnisse und gewonnenen Daten werden einer Evaluierung unterzogen.
In Österreich verringerte sich die Produktion 2014 auf 33,0 kboe/d (2013: 34,6 kboe/d). Dieses Niveau ist großteils auf Produktionsprobleme bei drei großen Gasbohrungen sowie geplante und ungeplante Unterbrechungen zurückzuführen. Die Förderrate in Österreich war jedoch zu Jahresende gleich hoch wie Anfang Jänner. Mehrere Aktivitäten trugen dazu bei, dieses Produktionsniveau aufrechtzuerhalten und den natürlichen Produktionsrückgang zu kompensieren, darunter die Inbetriebnahme von 15 neuen Fördersonden und der Abschluss von drei Feldneuentwicklungsprojekten. OMV Österreich hatte ein arbeitsreiches Jahr mit neun Workover- bzw. Sondenbehandlungs-Anlagen, die ca. 2 kboe/d beitrugen. Die Investitionen betrafen vor allem die Durchführung von vier größeren Projekten und mehrerer kleiner Projekte zur Beseitigung von Förderengpässen in obertägigen Anlagen.
Internationales OMV Portfolio
In Norwegen hat OMV das Portfolio erfolgreich erweitert. Nach der Akquisition zweier bedeutender Beteiligungen von Statoil im zweiten Halbjahr 2013 stieg die Produktion in Norwegen mit dem Feld Gullfaks (OMV Anteil: 19%) Anfang 2014 auf rund 28 kboe/d; dem folgte die Inbetriebnahme des Feldes Gudrun (OMV Anteil: 24%) im April, wo die Produktion im Jahresverlauf mit der Inbetriebnahme zusätzlicher Bohrungen weiter anstieg. Im Feld Gullfaks mit insgesamt 118 Produktionsbohrungen wurden 2014 neben der Rekomplettierung einiger bestehender Bohrungen fünf neue Fördersonden in Betrieb genommen. Die Produktion stieg 2014 signifikant, da die vier neuen Produktionsbohrungen im Feld Gudrun die Förderrate in Norwegen gegen Jahresende auf 50 kboe/d erhöhten. Im Jahresschnitt lag die Produktion bei 35,2 kboe/d. Die Ölfeldentwicklung Edvard Grieg (Betriebsführerschaft: Lundin) ging mit der erfolgreichen Verankerung des Jacket-Fundaments und der Verlegung der Gaspipeline gut voran; im September erfolgte der Start für die Entwicklungsbohrungen. Der Bau der Spar-Förderplattform für Aasta Hansteen, ein Gasentwicklungsprojekt im Tiefwassersektor der norwegischen See unter Betriebsführerschaft von Statoil, begann im zweiten Quartal 2014 in Südkorea. OMV beteiligt sich auch an Polarled, einer neuen Pipeline von 480 km Länge, und am Ausbau der bestehenden Gasverarbeitungsanlage Nyhamna. Beide Vorhaben sind erforderlich, um Gas von Aasta Hansteen und möglicherweise von dem Feldentwicklungsprojekt Zidane an Land zu bringen; es handelt sich um eine wichtige neue Infrastruktur für Norwegen. Die Explorationsbohrungen unter Betriebsführerschaft von OMV in der Produktionslizenz 537 (Barentssee), in der sich der Wisting-Ölfund von 2013 befindet, führten im Sommer 2014 zu einer erfolgreichen Erweiterungsbohrung (Hanssen). Diese Bohrung wurde ebenfalls getestet und bestätigte frühere Schätzungen des Potenzials des Wisting-Funds, der 2015 weiter evaluiert wird. Eine ebenfalls erfolgreiche Erweiterungsbohrung wurde im Fund Luno 2 in der Produktionslizenz 359 (Nordsee) niedergebracht; OMV erhöhte den Anteil von 15% auf 20%. Insgesamt erweiterte OMV das Portfolio auf insgesamt 36 Lizenzen (2013: 31), davon neun in Betriebsführerschaft.
In Neuseeland schloss OMV die Explorationskampagne mit der Bohrung Matuku-1 im Februar und der Bohrung Whio-1 im August ab. Beide Bohrungen erfolgten unter OMV Betriebsführerschaft. Kommerzielle Mengen von Kohlenwasserstoffen konnten nicht bestätigt werden. Im April wurde eine Offshore-Jack-Up-Bohrplattform ins Land gebracht, von der aus neue Entwicklungsbohrungen im Feld Maari niedergebracht wurden. Während der Bohr- und Installationsarbeiten in Maari wurde der Förderbetrieb kontinuierlich aufrechterhalten. Die erste neue Bohrung in Maari wurde im November in Produktion genommen. Mit insgesamt 18,7 kboe/d lag die Förderleistung in Neuseeland über dem Niveau des Vorjahrs (16,5 kboe/d). Im Great South Basin (Lizenz PEP 50119; OMV Anteil: 21,95%) verpflichtete sich das Joint Venture zur Niederbringung einer Bohrung bis Juni 2016. 2014 war OMV bei der Vergabe der Explorationsblöcke in Neuseeland erfolgreich und sicherte sich zwei neue Offshore-Lizenzen (OMV Anteil: 100%). Mit Jahresende war OMV an elf Lizenzen in Neuseeland beteiligt: drei Produktionslizenzen und acht Explorationslizenzen (davon sechs als Betriebsführer).
In Australien wurde der Zola-Fund mit der 2013 niedergebrachten Erweiterungsbohrung Bianchi evaluiert; es wurden mehrere gasführende Sande mit einer geschätzten Netto-Mächtigkeit von mehr als 100 m gefunden. OMV hält insgesamt sechs Lizenzen: zwei Lizenzen (retention lease) für die Funde Zola und Nasutus und vier Explorationslizenzen.
In Tunesien wurde im März 2014 die finale Investitionsentscheidung für das Nawara-Gasfeldentwicklungsprojekt getroffen. Das Projekt wird es OMV und der staatlichen tunesischen Ölgesellschaft ETAP ermöglichen, in Südtunesien produzierte Gas- und Kondensatmengen zu vermarkten; es umfasst eine zentrale Verarbeitungsanlage im Süden des Landes, eine 370 km lange Pipeline nach Gabes sowie eine Gasaufbereitungsanlage in Gabes. Die Aufträge für Planung, Einkauf, Errichtung sowie Inbetriebnahme wurden im August 2014 unterzeichnet und mit den Bauarbeiten begonnen. Erste Gasmengen werden für 2017 erwartet. Insgesamt verringerte sich die Produktion in Tunesien leicht auf
Ausführung der Gasfeldentwicklung Nawara gestartet
9,5 kboe/d (2013: 10,1 kboe/d). Der Rückgang war hauptsächlich auf natürlichen Produktionsrückgang sowie verzögerte Workover-Aktivitäten in den Lizenzen Cercina, Cherouq und Ashtart zurückzuführen. Dies wurde durch die Inbetriebnahme neuer Bohrungen nicht wettgemacht. In Südtunesien wurde das Gasaufbereitungsprojekt Cherouq abgeschlossen und im April 2014 in Betrieb genommen; es ermöglicht OMV Erdgas, das zuvor abgefackelt worden wäre, nun auf dem lokalen Markt abzusetzen und die Gesamtproduktion zu steigern. Außerdem wurde im Juni 2014 die finale Investitionsentscheidung für die Feldentwicklung Anaguid East getroffen. Im November 2014 wurde eine neue Entwicklungsbohrung in der Lizenz Guebiba abgeteuft (Betriebsführerschaft TPS; OMV Anteil: 49%); erstes Öl wird für Anfang 2015 erwartet. Die Sicherheitsperformance konnte in Tunesien signifikant erhöht werden. Auf der Ashtart Offshore-Anlage (Betriebsführer Serept, OMV Anteil: 50%) wurde 2014 kein einziger Unfall mit Arbeitszeitausfall verzeichnet und in der zentralen Verarbeitungsanlage Waha gelang dies bereits die letzten beiden Jahre.
In Libyen verzeichnete die Produktion während des Jahres signifikante Schwankungen, eine Folge der sich landesweit verschlechternden Sicherheitssituation. OMV beschloss daraufhin, Mitarbeiter nicht-libyscher Nationalität während des Sommers aus Tripoli zu evakuieren. Die Förderleistung im Gesamtjahr betrug rund 8,8 kboe/d (2013: 21,6 kboe/d). Dies entspricht rund 28% des OMV Produktionspotenzials in Libyen. Im ersten Halbjahr 2014 wurden drei Explorationsbohrungen im Murzuq-Becken niedergebracht, die zu einem neuen Ölfund führten (Wedan-Bohrung in der Lizenz NC186).
In Großbritannien liegt der Schwerpunkt auf Entwicklungen im Gebiet westlich der Shetlandinseln, wo OMV 2013 die Beteiligungen an den Feldentwicklungen Schiehallion und Rosebank auf rund 11,8% bzw. 50% erhöht hat. 2014 erhöhte OMV den Anteil am Feld Cambo von 15% auf 47,5% und übernahm die Betriebsführerschaft von Hess. Zusammen mit den Funden Tornado und Suilven (beide unter Betriebsführerschaft von OMV) positioniert sich OMV damit als Betriebsführer einer potenziellen Hub-Entwicklung von
Cambo. Dies unterstreicht die OMV Position als Schlüsselakteur im Gebiet westlich der Shetlandinseln. Die Rosebank-Feldentwicklung wurde einer signifikanten Optimierung unterzogen, womit die FEED-Phase (Front End Engineering and Design) abgeschlossen werden kann. Die Neuentwicklung des Feldes Schiehallion verzeichnet gute Fortschritte; das alte FPSO-Schiff (Floating Production Storage and Offloading) wurde aus dem Feld entfernt. An der Fertigstellung des neuen FPSO-Schiffes in Südkorea und der Installation der Unterwasser-Anlagen zur Verbindung bestehender und neuer Bohrungen mit dem FPSO-Schiff wird weiter gearbeitet. Insgesamt hält OMV 36 Lizenzen, davon elf als Betriebsführer.
In Pakistan war die Gesamtproduktion 2014 mit 15,6 kboe/d signifikant höher als im Vorjahr (11,0 kboe/d). Dies war auf den erfolgreichen Abschluss der Feldentwicklungen Latif und Mehar im letzten Quartal 2013 zurückzuführen. Die Vermarktungsprobleme für das Mehar-Kondensat, verursacht durch fehlende Verarbeitungskapazitäten der lokalen Raffinerien, wurden gelöst, und OMV exportiert nun einen Teil der Kondensatproduktion. Weitere Optionen für die Entwicklung des Feldes Mehar und des Satellitenfelds Sofiya wurden geprüft, aber bis zum Abschluss weiterer Evaluierungen im Gebiet zurückgestellt.
Im Jemen war die Sicherheitssituation 2014 weiterhin unbeständig. Obwohl die verstärkten Sicherheitsvorkehrungen rund um das Feld Habban einen sicheren Betrieb im Lizenzgebiet ermöglichten, wurde die Produktion von Zwischenfällen außerhalb des geschützten Bereichs beeinträchtigt. Transportprobleme durch Straßenblockaden sowie Streiks und mehrere Anschläge auf die Ölexportpipeline verursachten vereinzelte Produktionsstillstände. Im Schnitt lag die Förderleistung bei 6,4 kboe/d, ein Anstieg um 33% gegenüber 2013 (4,8 kboe/d). Das Feldentwicklungsprojekt Habban, das die Errichtung der zentralen Verarbeitungsanlage sowie Bohr- und Workover-Aktivitäten umfasst, ging planmäßig voran. Fünf neue Produktionsbohrungen wurden niedergebracht und in Betrieb genommen. Das gewählte Konzept für eine Kondensataufbereitungsanlage und eine Gasexportpipeline wird zu einer Senkung der CO2 -Emissionen beitragen.
Erhöhter Anteil am Feld Cambo für eine potenzielle Hub-Entwicklung
Die seismischen Untersuchungen wurden aufgrund der unbeständigen Sicherheitssituation aufgeschoben. Zur Begrenzung des finanziellen Risikos werden die Investitionen auf den durch die aktuellen Aktivitäten finanzierbaren Umfang beschränkt.
Nach dem Ölfund im Feld Bina Bawi in der Region Kurdistan im Irak wurden 2014 erweiterte Fördertests der Bohrungen Bina Bawi-4, -5 und -6 abgeschlossen, die nur begrenzte (nicht wirtschaftlich gewinnbare) Ölmengen ergaben, aber ein signifikantes Sauergas-Potenzial bestätigten. Die Aktivitäten zur Vermarktung von Bina Bawi-Sauergas wurden 2014 durchgehend fortgeführt, blieben aber erfolglos. Daher begann OMV Ende 2014 Farm-out-Verhandlungen mit Genel Energy, die noch andauern. Pearl Petroleum Company Limited erzielte 2014 eine Bruttoproduktionsmenge von 71,7 kboe/d (2013: 68,8 kboe/d). OMV ist zu 10% an dem Unternehmen beteiligt (at-Equity konsolidiert).
In Kasachstan sank die Produktion auf 8,9 kboe/d (2013: 11,2 kboe/d). Diese Entwicklung war auf die erforderliche Teilerneuerung der Turkmenoi-Pipeline sowie natürlichen Produktionsrückgang zurückzuführen.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnete OMV 2013 eine Vereinbarung mit ADNOC über die Öl- und Gasexploration im Osten des Landes. Das Konsortium (OMV und Wintershall) entwickelte ein drei Bohrungen umfassendes Evaluierungsprogramm für das Feld. Mit der ersten Bohrung, Shuwaihat-5, wurde im Mai 2014 begonnen. Die Bohrarbeiten sind noch im Gange. Auf Anforderung von ADNOC führten OMV und Wintershall auch eine technische Evaluierung möglicher weiterer Öl- und Gasfeldentwicklungen durch. Die Seismik-Akquisition begann im Juli 2014 und schreitet planmäßig voran. Im Fall eines Erfolgs des Explorationsprogramms beabsichtigen ADNOC und OMV, die potenziellen Funde gemeinsam zu erschließen. Die Vereinbarung über die Explorationsaktivitäten gilt für vier Jahre.
In Bulgarien schloss OMV (als Betriebsführer) eine 3D-Seismik-Kampagne im Schwarzen Meer ab, übernahm einen Großteil der Verarbeitung der seismischen Daten und nahm eine Untersuchung des Meeresbodens vor. Die Interpretation neuer seismischer Daten wurde vorangetrieben, um geeignete Bohrstandorte zu identifizieren. OMV übergab die Betriebsführerschaft für die Bohraktivitäten im April 2014 an Total.
3D-Seismik im Schwarzen Meer (Bulgarien) abgeschlossen
| Produktion 2014 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erdöl und NGL in Mio bbl |
in bcf | Erdgas 1) in Mio boe |
Gesamt in Mio boe |
|||
| Rumänien 2) | 28,0 | 186,8 | 34,6 | 62,6 | ||
| Österreich | 5,8 | 37,3 | 6,2 | 12,0 | ||
| Nordwesteuropa, Afrika und Australasien 3) | 18,1 | 53,1 | 8,9 | 27,0 | ||
| Mittlerer Osten und Kaspische Region 2), 4) | 5,9 | 32,5 | 5,4 | 11,3 | ||
| Gesamt | 57,8 | 309,7 | 55,1 | 112,9 |
| Sichere Reserven zum 31. Dezember 2014 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erdöl und NGL | Erdgas 1) | Gesamt | ||||
| in Mio bbl | in bcf | in Mio boe | in Mio boe | |||
| Rumänien 2) | 355,6 | 1.705,2 | 315,8 | 671,4 | ||
| Österreich | 45,4 | 278,9 | 46,5 | 91,9 | ||
| Nordwesteuropa, Afrika und Australasien 3) | 186,6 | 571,2 | 95,2 | 281,8 | ||
| Mittlerer Osten und Kaspische Region 2), 4) | 28,1 | 103,2 | 17,2 | 45,3 | ||
| Gesamt | 615,8 | 2.658,5 | 474,7 | 1.090,4 |
1) Für die Umrechnung von Gas in scf auf boe wurde in allen Ländern folgender Faktor verwendet: 1 boe = 6.000 scf; Ausnahme ist Rumänien,
wo folgender Faktor verwendet wurde: 1 boe = 5.400 scf
2) Da OMV zu 51% an OMV Petrom beteiligt ist, wird OMV Petrom vollkonsolidiert; die Vermögenswerte und Ergebnisse von OMV Petrom sind daher zu 100% in den Zahlen berücksichtigt
3) Region besteht aus Australien, den Färöer Inseln, Gabun, Großbritannien, Libyen, Madagaskar, Namibia, Neuseeland, Norwegen und Tunesien, und inkludiert Länder mit ausschließlich Explorationsaktivitäten
4) Region besteht aus Bulgarien, dem Jemen, Kasachstan, Pakistan, der Region Kurdistan im Irak und den Vereinigten Arabischen Emiraten, und inkludiert Länder mit ausschließlich Explorationsaktivitäten
Gasbezug spiegelt nun die veränderten Marktbedingungen wider
Für den Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) blieb das Marktumfeld insgesamt herausfordernd; dennoch wurden 2014 bedeutende Entscheidungen zur Steigerung der Rentabilität getroffen. Der Bereich Supply, Marketing und Trading schloss die Neuverhandlung des langfristigen Gasbezugsvertrags mit Gazprom ab und erreichte eine strukturelle Lösung, die die veränderten Marktbedingungen widerspiegelt. Der Bereich startete auch die Vermarktung von norwegischem Erdgas aus Eigenförderung mit einem Volumen von mehr als 8,4 TWh. Das Gas Logistik-Geschäft schloss die Konsolidierung des Erdgastransport-Geschäfts in Österreich erfolgreich ab.
Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSSE)
HSSE spielt in G&P eine entscheidende Rolle. Die Sicherheitsperformance hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert, zum Teil weil wir aktiven Kontakt zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern halten sowie an unseren Betriebsstandorten "Management Walk-Arounds" vornehmen. Wir haben die Unfallhäufigkeit mit Arbeitszeitausfall je eine Mio Arbeitsstunden (LTIR) von 1,86 2013 auf 0,00 2014 gesenkt, die Rate der Verletzungen mit notwendiger medizinischer Versorgung (Total Recordable Injury Rate) von 6,49 2013 auf 0,41 2014 und hatten im Berichtsjahr keine Zwischenfälle mit hohem Schadenspotenzial. Wir verzeichneten im Kraftwerk Brazi (Rumänien) seit November 2011 und im Kraftwerk Samsun (Türkei) seit September 2013 keine Unfälle mit Arbeitszeitausfall. 2014 verstärkten wir den Fokus auf HSSE durch Führungskräftetrainings und andere spezielle Schulungen zu unserem Zwischenfälle-Berichtssystem weiter. Der Schwerpunkt für 2015 liegt auf der allgemeinen OMV Vision "ZERO Harm – NO Losses", einer weiteren Verbesserung der Sicherheitsperformance, sichtbarem Einsatz für HSSE, Führungsqualität, Kontraktoren- und Risikomanagement, Entwicklung der HSSE-Kompetenzen sowie der Erhöhung des Bewusstseins von Gefahren.
Finanzielle Performance
Das EBIT vor Sondereffekten sank, getrieben durch die niedrigeren Beiträge aller Bereiche, um 27% auf EUR 101 Mio. Das EBIT fiel, durch Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –263 Mio, hauptsächlich den Wertminderungen des Gaskraftwerks Brazi in Rumänien und des Firmenwerts aus der Petrol Ofisi Akquisition zuzurechnen, auf EUR –162 Mio. Der Ergebnisbeitrag des Bereichs Supply, Marketing und Trading sank, hauptsächlich aufgrund niedrigerer Ergebnisse in Rumänien und der Türkei. Die gesamten Erdgas-Verkaufs- und Tradingmengen stiegen um 14% auf 486,08 TWh, getrieben durch höhere Trading-Aktivitäten. Das schwache Gas-Marktumfeld und die warmen Wetterverhältnisse führten zu einem Rückgang der Erdgas-Verkaufsmengen von EconGas sowie in Rumänien. Der Ergebnisbeitrag von EconGas lag auf dem Niveau des Vorjahrs, unterstützt durch angepasste langfristige Gasbezugsverträge. Die Erdgas-Verkaufsmarge in Rumänien wurde durch zusätzliche Speicher- und Transportkosten negativ beeinflusst. Das Erdgas-Geschäft in der Türkei war durch die unvorteilhafte Entwicklung des USD-TRY-Wechselkurses 2014 belastet, da die Gasbezugsmengen in USD gekauft wurden, jedoch der Verkaufspreis für Großhändler und Verbraucherinnen und Verbraucher vor Ort
| 2014 | 2013 | D | |
|---|---|---|---|
| Bereichsumsatz in EUR Mio | 6.799 | 12.236 | –44% |
| Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio | –162 | 1 | n.m. |
| EBIT vor Sondereffekten in EUR Mio | 101 | 137 | –27% |
| Betriebserfolg vor Abschreibung (EBITD) in EUR Mio | 206 | 224 | –8% |
| Investitionen in EUR Mio | 243 | 270 | –10% |
| Verkaufs- und Tradingmengen Erdgas in TWh | 486 | 425 | 14% |
| Verkaufte Gastransportmengen Entry/Exit in TWh | 1.676 | 1.664 | 1% |
| Verkaufte Speichermengen in TWh | 30,74 | 28,18 | 9% |
| Nettostromerzeugung in TWh | 5,81 | 4,34 | 34% |
Auf einen Blick
in TRY festgesetzt war und dieser vom Marktführer stark beeinflusst wurde. Der Bereich Gas Logistik verzeichnete ein geringfügig niedrigeres Ergebnis vs. 2013. Das Ergebnis des Erdgastransport-Geschäfts lag unter dem Niveau des Vorjahrs, hauptsächlich aufgrund der Restrukturierung des Betriebs der Trans Austria Gas (TAG) Pipeline. Der Ergebnisbeitrag des Speicher-Geschäfts sank vs. 2013, hauptsächlich aufgrund der Tarifreduktion für laufende Speicherverträge, die seit Juli 2013 für Kunden in Österreich bestehen. Der Bereich Power verzeichnete eine Nettostromerzeugung von 5,81 TWh, hauptsächlich durch die gesteigerte Stromerzeugung des Gaskraftwerks Samsun (Türkei). Die Stromerzeugung des Gaskraftwerks Brazi (Rumänien) fiel hingegen signifikant. Die Performance des Power-Geschäfts war durch ungünstige Marktbedingungen in Rumänien negativ beeinflusst. Das Kraftwerk Samsun lieferte ein positives Ergebnis, basierend auf den vorteilhaften Spark Spreads und dem zusätzlichen Einkommen aus Ausgleichs- und Nebenleistungen, ab.
Gas Logistik
Das Erdgastransport-Geschäft war mit zusätzlichen regulatorischen Richtlinien konfrontiert. Daher wurde Gas Connect Austria (GCA) im September 2014 mit der Baumgarten Oberkappel-Gasleitungsgesellschaft m.b.H. (BOG) fusioniert, während das Dienstleistungsgeschäft für die Trans Austria Gasleitung (TAG Pipeline) im Oktober 2014, im Austausch gegen zusätzliche Anteile, an die Trans Austria Gasleitung GmbH abgegeben wurde. 2014 erwies sich das neue Marktmodell im österreichischen Erdgastransport-Geschäft weiter als erfolgreich und führte zu einer Zunahme der kurzfristigen Transportverträge. Die Auslastung des GCA-Netzes war, trotz der generell rückläufigen Nachfrage auf den nationalen und internationalen Gasmärkten, stabil. Dies spiegelt die Position Österreichs als Erdgas-Drehscheibe und die Zunahme des Handelsvolumens am Central European Gas Hub (CEGH) wider. Die Fusion von GCA und BOG schuf weitere Kosten- und Marketingsynergien. Durch die Abspaltung des Dienstleistungsgeschäfts
Erfolgreiche Konsolidierung des Erdgastransport-Geschäfts in Österreich
der TAG wurden die nach europäischem und österreichischem Recht bestehenden Entflechtungsvorschriften erfüllt. Nach dieser Konsolidierung verbleiben im Erdgastransport-Geschäft in Österreich nun zwei Fernleitungsnetzbetreiber (TSO), die beide als unabhängige Fernleitungsnetzbetreiber (ITO) zertifiziert sind. GCA trieb mehrere Projekte voran, darunter die Umkehr der physischen Flussrichtung der Hungaria-Austria-Gasleitung (HAG) von Ungarn nach Österreich im Kontext der gesamteuropäischen Vorhaben von gemeinsamem Interesse, sowie das Konzept für eine Anbindung des Projekts South Stream am Knotenpunkt Baumgarten, und setzte auch die Arbeit am Pipelineprojekt "Bidirectional Austrian – Czech Interconnector" fort. Letzteres in Zusammenhang mit einer potenziellen zukünftigen österreichisch-tschechischen Handelsregion. Sämtliche Projektaktivitäten erfolgten in Kooperation mit den TSOs aus Österreich sowie aus den Nachbarländern unter Einbeziehung der jeweiligen Regulierungsbehörden.
OMV Trading startete die Vermarktung von Erdgas aus Eigenförderung vom Feld Gudrun
2014 verzeichnete das Speicher-Geschäft in Österreich das bisher höchste Speicherniveau zu Beginn der Wintersaison. Das Marktumfeld blieb aufgrund der weiter niedrigen Sommer/Winter-Spreads insgesamt herausfordernd. Trotzdem wurden alle in Österreich und Deutschland verfügbaren Speicherkapazitäten vermarktet. 2014 wurde die zweite Kavernentranche des Speichers Etzel in Deutschland mit 4 TWh erstbefüllt.
2014 belief sich das Handelsvolumen am virtuellen Handelspunkt des Central European Gas Hub (CEGH-VTP) auf 440 TWh, ein Plus von 12% gegenüber dem Vorjahr. Mit Jahresende 2014 hatte CEGH 180 registrierte Teilnehmer. Das Handelsvolumen an der CEGH Gas Exchange der Wiener Börse erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als 60% auf 21,27 TWh. Im August wurden auf dem CEGH Futures Markt in Österreich zusätzliche Handelsprodukte eingeführt: Quartals-, Saison- und Jahresfutures mit Lieferung am CEGH-VTP in Österreich. Das Volumen auf dem Futures Markt erhöhte sich 2014 gegenüber dem Vorjahr um mehr als das Sechsfache auf insgesamt 2,32 TWh. Im Dezember 2013 startete CEGH einen Gas Futures Markt in der Tschechischen Republik. 2014, im ersten vollen Betriebsjahr,
erreichte das Handelsvolumen am CEGH Czech Gas Futures-Markt 745 GWh, mit einem monatlichen Rekordwert von 317,6 GWh im Dezember 2014.
Supply, Marketing und Trading
Die Erdgas-Verkaufs- und Tradingmengen erhöhten sich insgesamt auf 486 TWh, eine Zunahme um 14% gegenüber 2013, die in erster Linie auf höhere Tradingmengen (363 TWh) zurückzuführen war. Die Erdgas-Verkaufsmengen betrugen 2014 123 TWh. Das Ergebnis von OMV Trading verbesserte sich 2014 signifikant gegenüber dem Vorjahr, obwohl das Unternehmen mit einem herausfordernden Marktumfeld konfrontiert war. Im April 2014 startete OMV Trading die Vermarktung von Erdgas aus Eigenförderung vom Feld Gudrun – zusätzlich zu den Gullfaks-Mengen – durch Verkaufs- und Handelsaktivitäten in den folgenden Marktgebieten: Titel Transfer Facility (TTF, Niederlande), Net Connect Germany (NCG, Deutschland), Gaspool (Deutschland) und National Balancing Point (NBP, Großbritannien). Der Marktzugang wurde durch bereits bestehende Pipeline-Verbindungen zu den niederländischen und deutschen Gasmärkten sowie durch OMV Speicheranlagen in Deutschland ermöglicht. Das Erdgas-Verkaufsgeschäft vermarktete Erdgas an Industriekunden, lokale Handelsunternehmen und Großhandelsunternehmen mit einem Fokus auf Abnehmerinnen und Abnehmer mit internationaler Präsenz.
Das Ergebnis von EconGas verbesserte sich 2014 leicht gegenüber dem Vorjahr, trotz der unüblich warmen Wetterverhältnisse in der Wintersaison und eines verschlechterten Marktumfelds, das von Nachfragerückgang und verstärktem Wettbewerb geprägt war. EconGas führte 2014 den 2013 begonnenen Restrukturierungsprozess erfolgreich weiter. Die neue langfristige Vereinbarung mit Gazprom und das optimierte Management des Speicher- und Transportportfolios werden die Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft verbessern. Darüber hinaus minimierte EconGas die Verluste des LNG-Geschäfts durch Umladungen und "In-Tank"-Geschäfte. Mit Aktivitäten in Österreich, Deutschland, Italien, Ungarn, Kroatien sowie an internationalen Handelszentren erzielte EconGas ein Gesamtverkaufs- und Tradingvolumen von
318 TWh (minus 7% gegenüber 2013), das sich aus Tradingmengen von 261 TWh und Verkaufsmengen von 58 TWh zusammensetzte.
Bei OMV Petrom in Rumänien verringerten sich die Gasverkaufsmengen um 9%, während die geschätzte rumänische Gasnachfrage einen Rückgang um 4% verzeichnete. Hauptursache war ein ungünstiges Marktumfeld, welches zu geringeren Speicherentnahmen und höheren Befüllungen vs. 2013 führte. Die geringere Nachfrage von Heiz- und Stromkraftwerken wurde nur teilweise durch höhere Verkaufsmengen an die chemische Industrie kompensiert. In Hinblick auf die Liberalisierung des Gasmarkts wurde die von der Regierung geplante schrittweise Erhöhung der regulierten Inlandsgaspreise 2013-2014 teilweise implementiert. Der regulierte Inlandspreis für Nicht-Privathaushalte blieb bis zur Ende 2014 abgeschlossenen Preisliberalisierung mit RON 89,4/MWh auf dem Niveau vom 1. April 2014. Die für 1. Oktober 2014 vorgesehene Erhöhung des Inlandgaspreises für Privathaushalte wurde verschoben, und der Gaspreis von RON 53,3/MWh blieb bis Ende des Jahres in Kraft. Gemäß einer neuen Bestimmung, die am 15. Juli 2014 in Kraft trat, waren Gasproduzenten verpflichtet, Teile ihrer Produktion auf dem lokalen, zentralisierten Markt zu verkaufen. OMV Petrom war 2014 das erste Unternehmen, das Erdgas auf der rumänischen Warenbörse (BRM) verkaufte, eine der beiden Handelsplattformen neben der OPCOM.
In der Türkei erhöhten sich die Verkaufsmengen von Erdgas und LNG 2014 um 23% auf 15 TWh. Trotz der höheren Erdgas-Verkaufsmengen war das Erdgas-Geschäft durch die zuvor erwähnte unvorteilhafte Entwicklung des USD-TRY-Wechselkurses belastet. Außerdem wurden im Rahmen einer Asset-Backed-Trading-Strategie, mit der die OMV Assets im Power-Bereich in einem einzigen Portfolio abgesichert werden, Aktivitäten zum Eintritt in den Strommarkt gesetzt.
Power
Der Bereich Power sicherte OMV weiterhin eine zusätzliche Vermarktungsform für Erdgas. Das Gaskraftwerk Samsun stellt dem türkischen Markt zusätzliche Stromkapazitäten von 870 MW aus kohlenstoffarmer, effizienter und verlässlicher
Erzeugung zur Verfügung. Das Gaskraftwerk Brazi (860 MW) in Rumänien hat den rumänischen Markt weiter mit Strom aus kohlenstoffarmer Erzeugung versorgt und seine Bedeutung für die Stromversorgung in Rumänien als flexibler und zuverlässiger Stromlieferant mit rascher Reaktionszeit bestätigt. Der 45 MW-Windpark Dorobantu in Rumänien hat den Markt mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt. Alle geplanten Stillstände wurden rascher als vorgesehen abgeschlossen und verliefen ohne HSSE-Zwischenfälle. Die Nettostromerzeugung 2014 belief sich auf insgesamt 5,81 TWh, die hauptsächlich auf das Kraftwerk Samsun entfielen. Ein herausforderndes Marktumfeld in Rumänien führte zu einem negativen durchschnittlichen Spark Spread und beeinträchtigte die Produktion des Kraftwerks Brazi. Das Kraftwerk Samsun verzeichnete im ersten vollen Betriebsjahr eine gute Performance. Aufgrund der hohen Flexibilität des Kraftwerks lieferte das Einkommen aus Ausgleichs- und Nebenleistungen einen starken Beitrag zum insgesamt guten Ergebnis. Mit den erzielten Verfügbarkeitsgraden gehören beide Gaskraftwerke zum Top-Quartil der Branche.
Gaspreisliberalisierung in Rumänien für Nicht-Privathaushalte abgeschlossen
Hochqualitatives integriertes Asset-Portfolio
Der Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) raffiniert, liefert und handelt mit Öl- und Petrochemie-Produkten mit einem geografischen Schwerpunkt in Zentralund Südosteuropa sowie in der Türkei. R&M betreibt Raffinerien in Schwechat (Österreich) und Burghausen (Süddeutschland), beide mit integrierten Petrochemie-Anlagen, sowie die Raffinerie Petrobrazi (Rumänien) und ist mit 36% an dem Petrochemie-Unternehmen Borealis beteiligt. Mit Ende 2014 verfügte OMV über eine Jahres-Raffineriekapazität von 17,4 Mio t (360.000 bbl/d). Das Tankstellennetz beinhaltet rund 4.100 Tankstellen in elf Ländern mit einem starken Markenportfolio: "OMV" in allen Ländern außer der Türkei und Moldawien, "Petrom" in Rumänien und Moldawien, "Petrol Ofisi" in der Türkei und "Avanti" in Österreich. Mit einem hochqualitativen integrierten Asset-Portfolio, starken Marken sowie branchenführenden Verfügbarkeits- und Auslastungsraten ist OMV in seinen Märkten vorteilhaft positioniert.
Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSSE)
Oberste Priorität für R&M ist ein sicherer Betrieb unseres Geschäfts ohne Zwischenfälle, die zu Verletzungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder unserer Kontraktoren führen könnten, im stetigen Bestreben, die HSSE-Vision von OMV "ZERO Harm – NO Losses" zu verwirklichen. Wir arbeiten kontinuierlich an einer Verbesserung unserer HSSE-Prozesse und -Verfahren und legen gleichzeitig einen Schwerpunkt auf die Wirksamkeit der implementierten Sicherheitsmaßnahmen. Wir sind ständig bestrebt, das Sicherheitsbewusstsein unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Kontraktoren zu verbessern. R&M musste 2014 bedauerlicherweise einen tödlichen Arbeitsunfall beklagen. Die Unfallhäufigkeit (LTIR) sowohl bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch Kontraktoren erhöhte sich 2014 auf 0,38 gegenüber 0,25 2013.
Finanzielle Performance
Das CCS EBIT vor Sondereffekten von EUR 503 Mio stieg, getrieben durch eine signifikant höhere OMV Referenz-Raffineriemarge und trotz eines etwas geringeren Raffinerie-Auslastungsgrads, aufgrund von Stillständen in unseren drei Raffinerien, um 9%. 2014 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –342 Mio verzeichnet, die hauptsächlich von der Wertminderung des Firmenwerts aus der Petrol Ofisi Akquisition resultierten. Fallende Rohölpreise über das Jahr trugen zu einem negativen CCS Effekt in Höhe von EUR –452 Mio bei und führten zu einem EBIT von EUR –290 Mio. Das Raffinerie-Ergebnis stieg im Vergleich zu 2013, hauptsächlich aufgrund der stark gestiegenen OMV Referenz-Raffineriemarge infolge geringerer Kosten für den Eigenenergieverbrauch sowie der Anpassung der Produktenstruktur in Petrobrazi nach Abschluss des Modernisierungsprogramms und trotz höherer Kosten in Zusammenhang mit den Raffinerie-Stillständen während des Jahres. Die OMV Referenz-Raffineriemarge stieg um 69% auf USD 3,28/ bbl. Die gesamte Raffinerie-Auslastung sank auf 89% 2014 im Vergleich zu 92% 2013 aufgrund von umfangreichen Stillständen in Burghausen, Petrobrazi und Schwechat. Das Petrochemie-EBIT vor Sondereffekten stieg aufgrund substanziell höherer Propylen- und Benzen-Margen, die die niedrigeren Ethylen-Margen und geringeren Verkaufsmengen (–10% vs. 2013) mehr als kompensierten, auf EUR 148 Mio (vs. EUR 140 Mio 2013).
| Auf einen Blick | |||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 1) | D | |
| Bereichsumsatz in EUR Mio | 27.830 | 29.384 | –5% |
| Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio | –290 | 658 | n.m. |
| CCS EBIT vor Sondereffekten in EUR Mio 2) | 503 | 461 | 9% |
| Betriebserfolg vor Abschreibung (EBITD) in EUR Mio | 530 | 1.240 | –57% |
| Investitionen in EUR Mio | 607 | 506 | 20% |
| Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte in Mio t | 31,10 | 31,48 | –1% |
| Marketing-Verkaufsmengen in Mio t | 20,38 | 21,36 | –5% |
1) Die Zahlen für 2013 wurden aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" angepasst
2) Das CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) aus den Fuels-Raffinerien und Petrol Ofisi
Das Marketing-Ergebnis vor Sondereffekten war, aufgrund der negativen Effekte der anhaltenden Margendeckelung in der Türkei und trotz eines verbesserten Kostenmanagements, geringer als 2013. Die Marketing-Verkaufsmengen waren im Vergleich zum Vorjahr um 5% geringer.
| Jahresnominalkapazitäten der Raffinerien | Mio t |
|---|---|
| Raffinerien West | |
| Schwechat | 9,6 |
| Burghausen | 3,6 |
| Raffinerien Ost | |
| Petrobrazi | 4,2 |
| Gesamt | 17,4 |
Raffinerien und Petrochemie
Der erfolgreiche Abschluss des Modernisierungsprogramms für die Raffinerie Petrobrazi, die weitere Integration der Petrochemie in den Raffinerien Schwechat und Burghausen sowie der Stillstand in Burghausen für die TÜV-Inspektion sind nur einige der Highlights von 2014. Generell wurde ein klarer Fokus auf die weitere Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der OMV Raffinerien durch eine kontinuierliche Erhöhung der standort- und geschäftsübergreifenden Integration gelegt. Gleichzeitig wird damit auf das herausfordernde Marktumfeld reagiert, indem das Kosten- und Performance-Management weiter verbessert und das Produkt-Portfolio in Richtung hochwertige Produkte verschoben wird.
Zur Stärkung der Integration der Petrochemie und in Reaktion auf Marktanforderungen wurde die jährliche Produktionskapazität der bestehenden Butadien-Anlage in der Raffinerie Schwechat im Mai 2014 um 30% auf rund 60.000 Tonnen ausgebaut. Auch die Errichtung der neuen Butadien-Anlage in Burghausen mit einer jährlichen Produktionskapazität von rund 70.000 Tonnen geht wie geplant voran. Es wird erwartet, dass die Anlage planmäßig 2015 den Betrieb aufnehmen wird. Butadien ist ein wichtiger Grundstoff in der Chemieindustrie und wird hauptsächlich im Automobilsektor eingesetzt.
Das Modernisierungsprogramm in Petrobrazi, das 2010 gestartet wurde, um die Produktenstruktur zu optimieren und die Energieeffizienz zu verbessern, wurde 2014 erfolgreich
abgeschlossen. Durch die Investitionen von insgesamt rund EUR 600 Mio ist OMV Petrom nun in der Lage, die gesamte inländische Eigenproduktion von Rohöl in der Raffinerie zu verarbeiten. Die Investitionen in die Rohöldestillation, die Diesel-Hydrieranlage, die katalytische Crackanlage (FCC), die Coker-Anlage sowie die zugehörige Infrastruktur ermöglichen eine Erhöhung des Mitteldestillat-Anteils auf bis zu etwa 45% und verringern den Energieverbrauch gegenüber 2009 um rund 25%.
Insgesamt lag der Raffinerie-Auslastungsgrad bei 89% gegenüber 92% 2013. Die geringere Auslastung war in erster Linie eine Folge des geplanten generellen Stillstands in der Raffinerie Burghausen. In Petrobrazi lag der Auslastungsgrad trotz der geplanten Stillstände in Zusammenhang mit dem Abschluss des Petrobrazi-Modernisierungsprogramms bei 89% (2013: 90%).
Im Juni 2014 schloss OMV den Verkauf des 45%-Anteils am deutschen Raffinerieverbund Bayernoil an Varo Energy B.V. ab. Der Verkauf markiert den Abschluss der geplanten Verringerung der jährlichen Raffineriekapazität von OMV um 4,6 Mio t auf 17,4 Mio t. Mit den verbleibenden drei Raffinerien – Schwechat, Burghausen und Petrobrazi – hat OMV die Zielstruktur im Raffineriegeschäft erreicht. Alle drei Standorte sind hervorragend in die Rohölproduktion und/oder die Petrochemie integriert, mit entsprechenden Wettbewerbsvorteilen in den Kernmärkten von OMV.
Borealis
2014 konnte sich Borealis in einem generell herausfordernden Marktumfeld gut behaupten und lieferte einen starken Ergebnisbeitrag. Hauptgrund waren stärkere Margen im Olefinund Polyolefin-Geschäft, die teilweise von einer etwas schwächeren Performance im Düngemittelgeschäft im Zusammenhang mit operativen Problemen in den neuerworbenen Werken in Frankreich wettgemacht wurden. Borouge, das Joint Venture von Borealis mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) verbesserte seit der schrittweisen Inbetriebnahme des Borouge 3 Projekts ab Mitte des Jahres seinen Beitrag zum Ergebnis von Borealis. Nach dem erfolgreichen Start des Crackers im Juni wurde bis Jahresende in drei von fünf Polyolefin-Anlagen die ProdukPetrobrazi-Modernisierungsprogramm erfolgreich abgeschlossen tion aufgenommen. Mit Abschluss des Projekts Borouge 3 wird die jährliche Produktionskapazität des integrierten Petrochemie-Standorts von 2 Mio t auf 4,5 Mio t anwachsen, wodurch Borouge zum größten integrierten Polyolefinkomplex der Welt aufsteigt. Die Strategie von Borealis – Wachstum im Polyolefin-Geschäft unter Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit – wurde mit einer Erhöhung der langfristigen Rohstoff-Flexibilität des petrochemischen Werks in Stenungsund, Schweden, erfolgreich vorangetrieben. Borealis unterzeichnete einen langfristigen Vertrag über die Lieferung von Ethan von der Nordsee sowie aus den USA. Das Projekt zur Ethan-Versorgung aus den USA inkludiert hohe Investitionen in die Modernisierung des Crackers und die Errichtung eines Ethantanks. Einen weiteren Wachstumsbeitrag lieferte die Übernahme von Speciality Polymers Antwerp N.V. in Zwijndrecht, Belgien.
Stabiler Marktanteil im Retail-Geschäft
Borealis baute seine Position in Brasilien mit Investitionen in seine Produktionsanlagen in
Itatiba bei São Paulo weiter aus. Die Investitionen werden es Borealis ermöglichen, Wachstumschancen bei bahnbrechenden Anwendungen in der Automobil- und Elektrogeräteindustrie besser zu nutzen. 2014 war für Borealis auch ein Jahr der Konsolidierung: Die Integration früherer Akquisitionen, darunter DEXPlastomers sowie die Düngemittelproduktion von Borealis in Frankreich, vormals GPN S.A., wurde weiter vorangetrieben.
Marketing
Trotz schwacher Nachfrage und höherer Treibstoffpreise in den meisten Märkten behauptete OMV den Marktanteil im Retail-Geschäft, unterstützt von Effizienzsteigerungen durch die Integration innerhalb der Downstream-Aktivitäten und die Optimierung des Asset-Portfolios.
2014 lag ein klarer Fokus im Retail-Geschäft auf der Premiumtreibstoff-Strategie, womit es gelang, MaxxMotion als eine führende Premium-Treibstoffmarke zu etablieren. Durch diese
Bemühungen konnte der Volumenanteil der MaxxMotion-Produkte (Maxx Motion Super 100, MaxxMotion Diesel) gegenüber dem Vorjahr signifikant um mehr als 10% gesteigert werden. Wir verfolgen unsere Zwei-Marken-Strategie in Österreich weiter, wobei OMV Tankstellen als Premiummarke und Avanti Automatentankstellen als Diskontmarke positioniert werden. Diese erfolgreiche Strategie hat neuerlich zu einer starken Absatzperformance der Marke Avanti geführt, während sie für die Marke OMV stabil blieb. Dies führte dazu, dass das Tankstellennetz um zusätzliche Automatentankstellen erweitert wurde und der Marktanteil in Österreich erhöht wurde. Bereits 2013 wurde eine Turnaround- und Optimierungsinitiative für rund 500 der ungünstigeren Standorte im Tankstellennetz gestartet. Die angestrebte Erhöhung der Rentabilität gegenüber vorhergehenden Jahren wurde erreicht und lieferte einen erheblichen Beitrag zum insgesamt starken Retail-Ergebnis. In Ungarn wurde eine Tankstellen-Kooperation mit Spar, die bereits 2013 an drei Standorten initiiert worden war, einer sorgfältigen Analyse unterzogen. Es wurde beschlossen, das Konzept auf weitere Tankstellen auszuweiten. 2014 verbesserte sich der durchschnittliche jährliche Durchsatz pro Tankstelle konzernweit gegenüber dem Vorjahr, mit Erhöhungen in Österreich, Ungarn, Slowenien und der Türkei. Durch effektives Kostenmanagement konnten die Vertriebskosten je Liter gegenüber dem Vorjahr um 5% gesenkt werden. Ein bedeutender Beitrag zur Kosteneinsparung war auf die kontinuierlichen Investitionen in die LED-Technologie zurückzuführen, wodurch sich der Energieverbrauch nachhaltig verringerte.
Im Bereich Supply und Logistik standen die Aktivitäten vor allem mit dem Verkauf des 45%-Anteils von OMV am deutschen Raffinerieverbund Bayernoil bei Ingolstadt (abgeschlossen am 30. Juni 2014) in Zusammenhang. Dadurch wurde es erforderlich, bisherige Lieferstrukturen, logistische Operationen und das Terminal-Management in Abstimmung mit unseren Geschäftspartnern anzupassen und neu zu optimieren. Im Commercial-Geschäft waren die Verkaufsmengen durch die Veräußerung von Bayernoil geringer als im Vorjahr. Trotzdem konnte durch einen hohen Kundenfokus, aktives
Preismanagement und Kostendisziplin ein ähnlicher Ergebnisbeitrag wie in den vorhergehenden Jahren erzielt werden. In Rumänien lag der Schwerpunkt auf erfolgreichen Vorbereitungsarbeiten der Lieferkette und dem Management des 30-tägigen Stillstands der Raffinerie Petrobrazi im Juni. Eine konstante Versorgung des gesamten Tankstellennetzes, der Kundinnen und Kunden und Terminals von OMV Petrom konnte sichergestellt werden. Die Modernisierung des Terminals Bacau, von dem aus der Nordosten Rumäniens versorgt wird, war ein signifikanter Schritt im Rahmen des Optimierungsprogramms von OMV Petrom für die Treibstoff-Terminals.
Nach dem raschen Wachstum in den letzten Jahren war auch 2014 in der Türkei ein schwieriges Marktumfeld mit moderateren Wachstumsraten gegeben, das zudem von Wahlen und einer hohen politischen Instabilität in den Nachbarländern beeinträchtigt war. 2014 intervenierte der türkische Energieregulator (EMRA) durch die Einführung einer Margendeckelung, die sich negativ auf die Profitabilität von Petrol Ofisi auswirkt. In diesem wirtschaftlichen Umfeld lag das operative Ergebnis von Petrol Ofisi unter dem von 2013. Dessen ungeachtet behauptete Petrol Ofisi die Marktführerschaft und konnte den Marktanteil bei weißen Produkten (Benzin, Diesel) gegenüber 2013 erhöhen. Wachstumstreiber waren hauptsächlich ein höherer Absatz im Retail-Geschäft, zusätzliche Lieferverträge für neue Infrastrukturprojekte (z.B. Liefervertrag für die Errichtung des dritten Flughafens in Istanbul) und neue Commercial-Kunden. Das Aviation-Geschäft von Petrol Ofisi erzielte eine signifikante Ergebnissteigerung, während die Schmierstoff-Sparte das fünfte Jahr in Folge die Marktführerschaft in einem sehr umkämpften Markt verteidigen konnte. Petrol Ofisi trieb die Verbesserung der Mehrwertdienste für Retail-Kunden durch eine neue Kooperation mit einer der größten Supermarktketten der Türkei (Migros) voran. Mit Ende 2014 betrieben 43 Petrol Ofisi Tankstellen Migros Jet Shops. Durch nachhaltige Absatzsteigerungen erhöhte sich der durchschnittliche Durchsatz pro Tankstelle um 10%. Unter Nutzung von Synergiepotenzialen mit dem OMV Konzern optimierte Petrol Ofisi seine Versorgungsstruktur und machte sich die überlegene Terminal-Infrastruktur zunutze.
Verkauf des 45%-Anteils an der Raffinerie Bayernoil abgeschlossen
| Konzern Finanzdaten | EUR Mio | ||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 1) | D | |
| Umsatzerlöse | 35.913 | 42.414 | –15% |
| Betriebserfolg (EBIT) | 1.054 | 2.602 | –59% |
| Jahresüberschuss | 613 | 1.729 | –65% |
| Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender Jahresüberschuss | 357 | 1.162 | –69% |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 3.666 | 4.124 | –11% |
| Investitionen 2) | 3.832 | 5.239 | –27% |
| MitarbeiterInnen per 31. Dezember | 25.501 | 26.863 | –5% |
1) Zahlen für 2013 wurden aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" angepasst 2) Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in at-equity bewertete Beteiligungen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte
Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investition definierte Zugänge
Der OMV Konzern erwirtschaftete 2014 ein operatives Ergebnis von EUR 1.054 Mio und lag damit 59% unter dem Vorjahresniveau, belastet durch ein geringeres R&M-Ergebnis aufgrund der Wertminderung in Petrol Ofisi (Türkei), ein geringeres E&P-Ergebnis aufgrund der gesunkenen Ölpreise und der Wertminderung der Tasbulat-Ölfelder in Kasachstan, sowie ein geringeres G&P-Ergebnis aufgrund der Wertminderungen des Kraftwerks Brazi (Rumänien) und des Geschäfts- und Firmenwerts resultierend aus der Petrol Ofisi Akquisition. Die Netto-Sondereffekte von EUR –822 Mio (2013: EUR 31 Mio) sind im Wesentlichen auf die Wertminderungen in Petrol Ofisi, des Gaskraftwerks Brazi und der E&P-Assets in Kasachstan zurückzuführen. Der Finanzerfolg lag mit EUR –177 Mio 2014 über dem Wert von 2013 in Höhe von EUR –311 Mio. Dies ist hauptsächlich auf ein besseres Fremdwährungsergebnis zurückzuführen. 2014 wurden laufende Ertragsteuern in Höhe von EUR –515 Mio und latente Steuern von EUR 251 Mio erfolgswirksam erfasst. Die effektive Steuerquote betrug 2014 30% (2013: 25%). Der den Aktionären zuzurechnende Jahresüberschuss lag mit EUR 357 Mio unter dem Niveau von 2013 mit EUR 1.162 Mio. Den nicht beherrschenden Anteilen und Hybridanteilen waren EUR 257 Mio (2013: EUR 566 Mio) zuzurechnen.
Der Return On Average Capital Employed (ROACE) lag mit 4% deutlich unter dem Vorjahresniveau (11%), hauptsächlich aufgrund der Sonderaufwendungen (Wertminderungen). Der
Return On Fixed Assets (ROFA) sank von 14% auf 5%, und der Return On Equity (ROE) ging von 11% auf 4% zurück. Die Definitionen dieser Kennzahlen können der Beilage "Abkürzungen und Definitionen", welche ein integraler Bestandteil des Lageberichts ist, entnommen werden.
Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
2014 war für den Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) ein herausforderndes Jahr. Die Produktion in den Kernländern (Rumänien und Österreich) wurde, wie in der Strategie vorgesehen, zwischen 200-210 kboe/d stabil gehalten. Die Produktion in Rumänien verzeichnete das zweite Jahr in Folge eine leichte Steigerung. Der gegen Jahresende erfolgte Anstieg der Produktion in Norwegen auf 50 kboe/d ist ein deutliches Zeichen, dass sich die Nordsee zu einem Kerngebiet des Konzerns entwickelt. Im Gegensatz dazu war die Produktion in Libyen und im Jemen durch Produktionsunterbrechungen aufgrund von Sicherheitsproblemen beeinträchtigt. Im Bereich Exploration war 2014 mit einer signifikant niedrigeren Erfolgsquote gegenüber früheren Jahren ein weniger erfolgreiches Jahr. Funde gelangen dieses Jahr in Rumänien sowohl offshore als auch onshore. Der Wisting-Ölfund in Norwegen wurde erfolgreich evaluiert. In Abu Dhabi, Namibia, Gabun und Bulgarien wurden großflächige 3D-Seismik-Kampagnen durchgeführt.
Für den Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) blieb das Marktumfeld insgesamt herausfordernd; dennoch wurden 2014 bedeutende
Stabile Produktion in den Kernländern
Entscheidungen zur Verbesserung der Rentabilität getroffen. Der Bereich Supply, Marketing und Trading schloss die Neuverhandlung des langfristigen Gasbezugsvertrags mit Gazprom ab und erreichte eine strukturelle Lösung, die die veränderten Marktbedingungen widerspiegelt. Derselbe Bereich startete die Vermarktung von norwegischem Erdgasvolumen aus Eigenförderung. Das Gas Logistik-Geschäft schloss die Konsolidierung des Erdgastransport-Geschäfts in Österreich erfolgreich ab.
Der Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) raffiniert, liefert und handelt mit Öl- und Petrochemie-Produkten mit geografischen Schwerpunkten in Zentralund Südosteuropa sowie in der Türkei. R&M betreibt Raffinerien in Schwechat (Österreich) und Burghausen (Süddeutschland), beide mit integrierten Petrochemie-Anlagen, sowie die Raffinerie Petrobrazi (Rumänien) und ist mit 36% an dem Petrochemie-Unternehmen Borealis beteiligt.
Mit Ende 2014 verfügte OMV über eine Jahres-Raffineriekapazität von 17,4 Mio t (360.000 bbl/d). Das Tankstellennetz beinhaltet rund 4.100 Tankstellen in elf Ländern mit einem starken Markenportfolio: "OMV" in allen Ländern außer der Türkei und Moldawien, "Petrom" in Rumänien und Moldawien, "Petrol Ofisi" in der Türkei und "Avanti" in Österreich. Mit einem hochqualitativen integrierten Asset-Portfolio, starken Marken sowie branchenführenden Verfügbarkeits- und Auslastungsraten ist OMV in seinen Märkten vorteilhaft positioniert.
Betriebserfolg (EBIT)
Das E&P EBIT sank trotz des Beitrags aus Norwegen (Produktion inkludiert seit November 2013) aufgrund höherer Abschreibungen, gestiegener Produktionskosten und niedrigerer Ölpreise um 26% auf EUR 1.466 Mio. Die OMV Gesamttagesproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas in Höhe von 309 kboe/d stieg um 8% im Vergleich zu 2013 und spiegelte im Wesentlichen den Beitrag aus Norwegen wider, welcher die aufgrund von Sicherheitsproblemen niedrigeren Produktionsmengen in Libyen mehr als ausgeglichen hat. Die OMV Erdöl- und NGL-Tagesproduktion stieg um 5%, was im Wesentlichen auf den Beitrag aus Norwegen, welche die geringeren Fördermengen aus Libyen mehr als ausglichen, zurückzuführen ist. Die OMV Erdgastagesproduktion stieg im Vergleich zu 2013 hauptsächlich aufgrund des Beitrags aus Norwegen und der gestiegenen Produktionsmengen in Pakistan und Rumänien um 10%. Die Gesamtverkaufsmenge stieg, vor allem getrieben durch die Liftings in Norwegen, um 12%. Die Netto-Sonderaufwendungen in Höhe von EUR –203 Mio 2014 sind hauptsächlich der Wertminderung der Tasbulat-Ölfelder in Kasachstan zuzurechnen.
Das G&P EBIT sank von EUR 1 Mio 2013 auf EUR –162 Mio 2014 im Wesentlichen bedingt durch Sondereffekte in Höhe von EUR –263 Mio, welche von den Wertminderungen des Gaskraftwerks Brazi in Rumänien und des Firmenwerts aus der Petrol Ofisi Akquisition verursacht wurden. Der Ergebnisbeitrag des Bereichs Supply, Marketing und Trading sank hauptsächlich aufgrund niedrigerer Ergebnisse in Rumänien
Hochqualitatives integriertes Asset-Portfolio in R&M
| Betriebserfolg (EBIT) | EUR Mio | ||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 1) | D | |
| Exploration und Produktion (E&P) 2) | 1.466 | 1.990 | –26% |
| Gas und Power (G&P) | –162 | 1 | n.m. |
| Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie (R&M) | –290 | 658 | n.m. |
| Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) | –63 | –53 | 19% |
| Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung | 104 | 7 | n.m. |
| OMV Konzern | 1.054 | 2.602 | –59% |
1) Zahlen für 2013 wurden aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" angepasst
2) Exklusive Zwischengewinneliminierung
und der Türkei. Das schwache Gas-Marktumfeld und die warmen Wetterverhältnisse führten zu einem Rückgang der Erdgas-Verkaufsmengen von EconGas sowie in Rumänien. Erhöhter Wettbewerb führte insgesamt zu einem niedrigeren Niveau der Erdgas-Verkaufsmargen. Der Ergebnisbeitrag von EconGas lag auf dem Vorjahresniveau, unterstützt durch angepasste langfristige Gasbezugsverträge, die jedoch durch die Kosten der nicht genutzten Kapazität des Gate LNG-Terminals belastet wurden. Die Erdgas-Verkaufsmengen in Rumänien sanken aufgrund des 4%-igen Rückgangs des gesamten Gas-Marktes und der geringeren Nachfrage von Kraftwerken um 9% auf 47,70 TWh (2013: 52,70 TWh). Die Erdgas-Verkaufsmarge in Rumänien wurde durch zusätzliche Speicher- und Transportkosten negativ beeinflusst. In der Türkei verkaufte OMV 2014 14,70 TWh Erdgas und LNG im Vergleich zu 11,96 TWh 2013. Die unvorteilhafte USD-TRY-Wechselkursentwicklung 2014 belastete das Erdgas-Geschäft in der Türkei, da die Liefermenge in USD bezogen wird, wohingegen der Absatz an Großhändler und an lokale türkische Konsumenten in TRY erfolgt und die Preise sehr stark vom lokalen Marktführer beeinflusst werden.
Gestiegenes Petrochemie-Ergebnis
Der Bereich Gas Logistik verzeichnete ein geringfügig niedrigeres Ergebnis im Vergleich zu 2013. Hauptsächlich aufgrund der Restrukturierung des Betriebs der TAG Pipeline lag das Ergebnis des Erdgastransport-Geschäfts unter dem Niveau des Vorjahrs.
Durch das im Juni 2013 in Betrieb genommene Gaskraftwerk in Samsun (Türkei) kam es zu einer gesteigerten Stromerzeugung im Bereich Power, während die Stromerzeugung des Gaskraftwerks in Brazi signifikant fiel. Insgesamt wurde eine Nettostromerzeugung von 5,81 TWh gegenüber 4,34 TWh 2013 erreicht. Die Performance des Power-Geschäfts war durch ungünstige Marktbedingungen in Rumänien beeinflusst.
Das R&M EBIT lag mit EUR –290 Mio signifikant unter den EUR 658 Mio von 2013. Das lag hauptsächlich an den Netto-Sondereffekten in Höhe von EUR –342 Mio aufgrund der Wertminderung des Firmenwerts aus der Petrol Ofisi Akquisition
und den gesunkenen Ölpreisen. Weiters war im Geschäftsjahr 2013 das Ergebnis aus dem Verkauf der LMG Lagermanagement GmbH in Höhe von EUR 440 Mio enthalten.
Infolge des starken Preisrückgangs gegen Jahresende sank das Raffinerie-Ergebnis signifikant im Vergleich zum Vorjahr. Des Weiteren wurden höhere Kosten in Zusammenhang mit der planmäßigen Generalüberholung der Raffinerie in Burghausen sowie mit dem Stillstand der Raffinerie Petrobrazi anlässlich der Fertigstellung des Modernisierungsprogramms verursacht. Die Effekte konnten nicht durch die höhere OMV Referenz-Raffineriemarge kompensiert werden. Die OMV Referenz-Raffineriemarge stieg von USD 1,94/bbl 2013 um rund 69% auf USD 3,28/bbl. Die höhere Raffineriemarge war auf das Modernisierungsprogramm von Petrobrazi zurückzuführen, welches zu einer Optimierung der Produktenstruktur führte.
Das Petrochemie-Ergebnis stieg, aufgrund substanziell höheren Propylen- und Benzen-Margen, die die niedrigeren Ethylen-Margen und geringeren Verkaufsmengen mehr als kompensierten.
Das Marketing-Ergebnis war aufgrund der negativen Effekte der anhaltenden Margendeckelung in der Türkei und trotz eines verbesserten Kostenmanagements geringer als 2013. Hauptsächlich aufgrund der fehlenden Mengen nach dem Verkauf des 45%-Anteils am Raffinerieverbund Bayernoil 2014 und durch den Verkauf der Marketing-Tochtergesellschaften in Kroatien und Bosnien-Herzegowina 2013 waren die Marketing-Verkaufsmengen im Vergleich zum Vorjahr um 5% geringer.
Das EBIT in Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) sank um 19% auf EUR –63 Mio 2014. OMV ist ein integrierter, internationaler Öl- und Gaskonzern. Da die Ölproduktion von E&P entweder in den eigenen Raffinerien verarbeitet oder – zum Großteil – über den Geschäftsbereich R&M (OMV Supply & Trading AG) vermarktet wird, hat der Geschäftsbereich R&M den größten Anteil am konsolidierten Konzernumsatz. Bedingt durch starke Schwankungen in den wesentlichen Einflussgrößen Rohölpreis und USD-Wechselkurse können sich beträchtliche Erhöhungen und Rückgänge bei den Umsätzen, aber auch bei den Umsatzkosten ergeben, sodass aus diesen nur eingeschränkt auf die Ergebnisauswirkung Rückschlüsse gezogen werden können.
Verglichen mit 2013 fiel der Konzernumsatz im Wesentlichen aufgrund niedrigerer Umsätze in G&P um 15% auf EUR 35.913 Mio. Umsätze im Geschäftsbereich E&P stiegen um 7% auf EUR 5.773 Mio an. Nach Berücksichtigung konzerninterner Umsätze von EUR 4.284 Mio ergab sich ein Beitrag zum Konzernumsatz von EUR 1.489 Mio. Dies entspricht einem Anteil von rund 4% am Gesamtumsatz (2013: EUR 1.043 Mio bzw. 2%). Der Bereichsumsatz in G&P fiel auf EUR 6.799 Mio (2013: EUR 12.236 Mio). Nach Abzug konzerninterner Umsätze mit den Raffinerien ergab sich ein Konzernbeitrag von G&P von EUR 6.632 Mio bzw. rund 18% des Gesamtumsatzes (2013: EUR 12.035 Mio bzw. 28%). R&M
trug EUR 27.787 Mio bzw. 77% zum Konzernumsatz bei (2013: EUR 29.330 Mio bzw. 69%).
Die regionale Umsatzaufteilung erfolgt nach dem Ort der Liefer- oder Leistungserfüllung. Unter den Absatzmärkten des Konzerns blieb Österreich mit einem Umsatz von EUR 9.005 Mio bzw. 25% des Konzernumsatzes unverändert der Wichtigste (2013: EUR 14.064 Mio bzw. 33%). Die Umsätze in Deutschland fielen von EUR 8.241 Mio im Jahr 2013 auf EUR 6.260 Mio im Jahr 2014, hauptsächlich aufgrund der Veräußerung des Anteils an Bayernoil. Dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 17% (2013: 19%). Die Umsätze in Rumänien blieben mit EUR 3.809 Mio bzw. 11% des Konzernumsatzes anteilsmäßig annähernd auf dem Niveau des Vorjahrs (2013: EUR 4.170 Mio bzw. 10%). Die Türkei verstärkte das Zuliefergeschäft und erhöhte ihren Beitrag auf 23% bzw. EUR 8.235 Mio zum Gesamtumsatz des OMV Konzerns 2014 (2013: EUR 6.699 Mio bzw. 16%). Umsätze in Höhe von EUR 3.779 Mio bzw. 11% des Gesamtumsatzes wurden im übrigen Mittel- und Osteuropa getätigt (2013: EUR 3.993 Mio bzw. 9%). Auf die restlichen europäischen Länder entfielen EUR 1.957 Mio bzw. 5% (2013: EUR 2.625 Mio bzw. 6%). Die Umsätze in der übrigen Welt stiegen leicht auf EUR 2.867 Mio, was einem Anteil von 8% am Gesamtumsatz entspricht (2013: EUR 2.622 Mio bzw. 6%).
Höherer Umsatz in der Türkei
| Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung) | EUR Mio | ||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 1) | D | |
| Umsatzerlöse | 35.913 | 42.414 | –15% |
| Direkte Vertriebskosten | –342 | –343 | 0% |
| Umsatzkosten | –32.504 | –37.699 | –14% |
| Sonstige betriebliche Erträge | 314 | 705 | –55% |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen | –1.366 | –1.407 | –3% |
| Explorationsaufwendungen, Forschung und Entwicklung | –485 | –530 | –9% |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –476 | –537 | –11% |
| Betriebserfolg (EBIT) | 1.054 | 2.602 | –59% |
| Finanzerfolg | –177 | –311 | –43% |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –264 | –562 | –53% |
| Jahresüberschuss | 613 | 1.729 | –65% |
| Davon Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen | 38 | 38 | 0% |
| Davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 219 | 528 | –59% |
| Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender Jahresüberschuss | 357 | 1.162 | –69% |
Die direkten Vertriebsaufwendungen betrafen hauptsächlich fremde Ausgangsfrachten und blieben annähernd stabil auf dem Niveau von EUR –342 Mio (2013: EUR –343 Mio). Die Umsatzkosten, welche die variablen und fixen Produktionskosten sowie Handelswareneinsätze beinhalten, fielen um 14% auf EUR –32.504 Mio.
Verbesserter Finanzerfolg
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken auf EUR 314 Mio (2013: EUR 705 Mio). Der Wert des Jahres 2013 beinhaltete den Verkauf der LMG Lagermanagement GmbH in Höhe von EUR 440 Mio. Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Summe EUR –1.366 Mio sanken um 3% im Vergleich zum Vorjahr, maßgeblich aufgrund von Veräußerungen in R&M (2013: EUR –1.407 Mio).
Die Aufwendungen für Exploration gingen um 10% auf EUR –460 Mio zurück, da 2013 Abschreibungen von Explorationslizenzen in der Region Kurdistan im Irak sowie höhere Abschreibungen von Explorationsbohrungen in Norwegen enthalten waren. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen um 48% auf EUR –25 Mio.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 11% und beliefen sich auf EUR –476 Mio. Der Vorjahreswert enthielt eine Wertminderung auf Vermögenswerte des Raffinerieverbunds
Bayernoil und des dazugehörigen Geschäfts, welche nach Umgliederung dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfasst wurde.
Der Finanzerfolg zeigte in Summe einen Wert von EUR –177 Mio (2013: EUR –311 Mio). Diese Verbesserung steht hauptsächlich im Zusammenhang mit einem verbesserten Fremdwährungsergebnis. Das Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen belief sich insgesamt auf EUR 180 Mio (2013: EUR 170 Mio) und kam hauptsächlich aus dem Borealis Konzern mit einem Betrag von EUR 205 Mio (2013: EUR 152 Mio). Die Dividendenerträge betrugen EUR 16 Mio (2013: EUR 11 Mio). Das Zinsergebnis zeigte einen Saldo von EUR –330 Mio (2013: EUR –237 Mio). Der Wert des Berichtsjahrs ist mit potenziellen Verzugszinsen aus einer Steuerprüfung der Jahre 2009 und 2010 belastet, denen niedrigere Zinsaufwendungen aufgrund der verbesserten Finanzierungsstruktur gegenüberstehen.
Die Aufwendungen für Ertragsteuern beliefen sich auf EUR –264 Mio (2013: EUR –562 Mio). Die Aufwendungen für laufende Ertragsteuern betrugen EUR –515 Mio (2013: EUR –693 Mio) und die Erträge aus latenten Steuern beliefen sich auf EUR 251 Mio (2013: EUR 131 Mio). Der Effektivsteuersatz des Konzerns erhöhte sich auf 30% (2013: 25%).
| Investitionen 1) | EUR Mio | ||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 2) | D | |
| Exploration und Produktion | 2.951 | 4.431 | –33% |
| Gas und Power | 243 | 270 | –10% |
| Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie | 607 | 506 | 20% |
| Konzernbereich und Sonstiges | 31 | 32 | –2% |
| Investitionen gesamt | 3.832 | 5.239 | –27% |
| +/– Konsolidierungskreisänderungen und sonstige Adaptierungen | 670 | 1.156 | –42% |
| – Investitionen in Finanzanlagen | –76 | –183 | –58% |
| Zugang laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) | 4.426 | 6.211 | –29% |
| +/– Nicht zahlungswirksame Änderungen | –592 | –1.443 | –59% |
| Zahlungswirksame Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | |||
| und Sachanlagen | 3.834 | 4.768 | –20% |
| + Zahlungswirksame Investitionen in Beteiligungen, Ausleihungen | |||
| und sonstige Finanzanlagen | 76 | 48 | 58% |
| Investitionen laut Cashflow-Rechnung | 3.910 | 4.816 | –19% |
1) Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in at-equity bewertete Beteiligungen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte
Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investition definierte Zugänge
Investitionen
Das Investitionsvolumen fiel auf EUR 3.832 Mio (2013: EUR 5.239 Mio).
E&P investierte EUR 2.951 Mio (2013: EUR 4.431 Mio), vor allem in Feldneuentwicklungen, Bohrungen und Workover-Aktivitäten in Rumänien und Feldentwicklungen in Norwegen und Großbritannien. Die Investitionen im Geschäftsbereich G&P, EUR 243 Mio (2013: EUR 270 Mio), betrafen hauptsächlich den Gasspeicher in Etzel, Deutschland. Das Investitionsvolumen in R&M belief sich auf EUR 607 Mio (2013: EUR 506 Mio) und enthielt hauptsächlich Investitionen in den Neubau einer Butadien-Anlage in Burghausen (Deutschland) und die Modernisierung der Raffinerie Petrobrazi (Rumänien). Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich Kb&S lag bei EUR 31 Mio (2013: EUR 32 Mio).
Die Überleitung der Investitionen auf die Zugänge laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) betrifft vor allem Konsolidierungskreisänderungen und nicht als Investitionen definierte Zugänge sowie Investitionen in Finanzanlagen. Der Unterschied zwischen den Zugängen laut Anlagespiegel und den Investitionen laut Cashflow-Rechnung war im Bereich des immateriellen Vermögens und der Sachanlagen auf in der Periode nicht zahlungswirksame Zugänge zurückzuführen (unter anderem Investitionsverbindlichkeiten, Rekultivierungsverpflichtungen und aktivierte Fremdkapitalkosten). Darüber hinaus sind in den Gesamtinvestitionen laut Cashflow-Rechnung zahlungswirksame Zugänge zu Finanzanlagen enthalten.
Investitionsvolumen von EUR 3,8 Mrd 2014
| Bilanz (Kurzfassung) | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | % | 2013 1) | % | |
| Aktiva | ||||
| Langfristiges Vermögen | 25.548 | 75 | 23.641 | 74 |
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 22.028 | 65 | 20.648 | 65 |
| At-equity bewertete Beteiligungen | 2.131 | 6 | 1.853 | 6 |
| Sonstiges langfristiges Vermögen | 933 | 3 | 748 | 2 |
| Latente Steuern | 456 | 1 | 392 | 1 |
| Kurzfristiges Vermögen | 8.298 | 24 | 7.564 | 24 |
| Vorräte | 2.231 | 7 | 2.456 | 8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.042 | 9 | 3.270 | 10 |
| Sonstiges kurzfristiges Vermögen | 3.026 | 9 | 1.838 | 6 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen | 93 | 0 | 643 | 2 |
| Passiva | ||||
| Eigenkapital | 14.602 | 43 | 14.545 | 46 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 10.445 | 31 | 8.894 | 28 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.115 | 3 | 1.022 | 3 |
| Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 4.642 | 14 | 3.899 | 12 |
| Rekultivierungsverpflichtungen | 3.148 | 9 | 2.765 | 9 |
| Rückstellungen und andere Verbindlichkeiten | 972 | 3 | 536 | 2 |
| Latente Steuern | 568 | 2 | 673 | 2 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 8.863 | 26 | 8.257 | 26 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.330 | 13 | 4.914 | 15 |
| Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 598 | 2 | 996 | 3 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 3.935 | 12 | 2.348 | 7 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten | 29 | 0 | 151 | 0 |
| Bilanzsumme | 33.938 | 100 | 31.848 | 100 |
Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme erhöhte sich um EUR 2.090 Mio auf EUR 33.938 Mio. Der Zuwachs im langfristigen Vermögen um EUR 1.907 Mio ist vor allem auf in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen getätigte Investitionen zurückzuführen, welche im Wesentlichen E&P-Investitionen in OMV Petrom, Feldentwicklungen in Norwegen und Großbritannien sowie Investitionen in Raffinerien in Deutschland und Rumänien enthält. Dieser Zuwachs wurde teilweise von im Laufe des Geschäftsjahrs erfassten Wertminderungen sowie planmäßigen Abschreibungen ausgeglichen.
Die at-equity bewerteten Beteiligungen erhöhten sich insgesamt um EUR 278 Mio. Die Veränderungen von at-equity bewerteten Beteiligungen beinhalten das Beteiligungsergebnis von Borealis und die anteiligen Ergebnisse der anderen at-equity bewerteten Beteiligungen sowie Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Änderungen. Das sonstige langfristige Vermögen, das im Wesentlichen langfristige Forderungen und Ausleihungen sowie Wertpapiere enthält, erhöhte sich um EUR 185 Mio auf EUR 933 Mio.
Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich auf EUR 456 Mio.
Das kurzfristige Vermögen stieg um EUR 735 Mio auf EUR 8.298 Mio zum 31. Dezember 2014. Die Volatilität des Ölpreises verursachte einen höheren Stand an Derivaten, der überwiegend zum Anstieg der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von EUR 1.188 Mio beitrug. Im Gegensatz hierzu verringerten sich die Vorräte um EUR 225 Mio und die Forderungen aus Lieferung und Leistung um EUR 229 Mio, hauptsächlich bedingt durch die reduzierte Geschäftstätigkeit resultierend aus der Veräußerung von Bayernoil.
Die zu Veräußerungszwecken gehaltenen kurzfristigen Vermögenswerte sind um EUR 551 Mio gefallen, hauptsächlich aufgrund der Veräußerung des 45%-Anteils am deutschen Raffinerieverbund Bayernoil zusammen mit dem dazugehörigen Geschäft, teilweise kompensiert durch Umgliederung gewisser Vermögenswerte in der Region Kurdistan im Irak.
Das Eigenkapital (inkl. nicht beherrschenden Anteilen) blieb nahezu unverändert, wobei die Eigenkapitalquote geringfügig auf 43% sank (2013: 46%).
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um EUR 94 Mio. Die langfristigen Rekultivierungsverpflichtungen stiegen um EUR 384 Mio, hauptsächlich aufgrund der Neubewertung der Verpflichtungen, welche primär durch niedrigere Zinssätze ausgelöst wurde.
Kurzfristige und langfristige Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten stiegen um EUR 345 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die Emission eines Eurobonds in Höhe von EUR 750 Mio und einen Anstieg an kurzfristigen Finanzierungen zurückzuführen und wurde durch Rückzahlungen während der Berichtsperiode teilweise kompensiert.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fielen um EUR 584 Mio, hauptsächlich aufgrund der Veräußerung der Raffinerie Bayernoil inklusive Geschäftsbetrieb und niedrigerer Ölpreise. Einen Anstieg von EUR 2.023 Mio gab es bei den sonstigen kurzfristigen und langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Der Anstieg war großteils durch um EUR 1.469 Mio höhere sonstige finanzielle Verbindlichkeiten bedingt, aufgrund höherer Positionen der Derivate, ausgelöst durch fallende Ölpreise. Andere Einflüsse kamen hauptsächlich von höheren Rückstellungen für potenzielle Zahlungsverzugszinsen aufgrund einer Steuerprüfung bei OMV Petrom SA für die Jahre 2009 und 2010 sowie höheren Finanzierungsleasingverbindlichkeiten.
Die passiven latenten Steuern verringerten sich auf EUR 568 Mio.
Verschuldungsgrad (Gearing ratio)
Zum 31. Dezember 2014 betrugen kurz- und langfristige Kreditverbindlichkeiten, Anleihen und Finanzierungsleasingverbindlichkeiten EUR 5.551 Mio (2013: EUR 5.076 Mio), während sich die liquiden Mittel auf EUR 649 Mio (2013: EUR 705 Mio) verringerten. Am 10. November 2014 begab OMV einen Eurobond in Höhe von EUR 750 Mio mit einem Kupon von 0,6% und
Veräußerung des 45%-Anteils am Raffinerieverbund Bayernoil
einer Laufzeit bis zum 19. November 2018. Die Nettoverschuldung erhöhte sich um EUR 531 Mio auf EUR 4.902 Mio (2013: EUR 4.371 Mio). In Relation zum Eigenkapital ergab sich damit per Ende 2014 ein Verschuldungsgrad von 34% (2013: 30%). Diese Erhöhung spiegelt den Anstieg von kurzfristigen Finanzierungen und des Finanzierungsleasings wider.
Cashflow
Die Konzern-Cashflow-Rechnung wird nach der indirekten Methode erstellt, wobei die Darstellung bereinigt um Konsolidierungskreisänderungen, Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige unbare Transaktionen erfolgt.
Mit EUR 3.666 Mio lag der Cashflow aus der Betriebstätigkeit um EUR 457 Mio bzw. 11% unter dem Vorjahr (2013: EUR 4.124 Mio). Aus der Überleitung vom Jahresüberschuss auf Zahlungsströme aus der Betriebstätigkeit (vor Änderungen der Working Capital Komponente) ergab sich für 2014 per Saldo eine Hinzurechnung von EUR 2.648 Mio (2013: EUR 1.748 Mio). Für Abschreibungen und Wertminderungen wurden EUR 3.058 Mio hinzugerechnet (2013: EUR 2.296 Mio) und für latente Steuern wurden EUR 251 Mio (2013: EUR 131 Mio) abgezogen. Der laufende Steueraufwand abzüglich Steuerzahlungen führte zu einem Abzug von EUR 54 Mio (2013: EUR 3 Mio). Die Beiträge von at-equity bewerteten Beteiligungen und Dividendenerträgen abzüglich der erhaltenen Dividendenzahlungen wirkten um EUR 153 Mio reduzierend (2013: EUR 147 Mio). Der Nettozinsaufwand von Krediten und sonstigen Verbindlichkeiten abzüglich bezahlter Zinsen bewirkte eine Verringerung von EUR 46 Mio (2013: EUR 26 Mio). Der Netto-Abbau langfristiger Rückstellungen (darunter Sozialkapital und Vorsorge für Rekultivierungsverpflichtungen) führte zu einer negativen Anpassung des Cashflows in Höhe von EUR 14 Mio (2013: EUR 38 Mio). Die Summe aus Zuschreibungen zum Anlagevermögen und sonstigen unbaren Positionen führte zu einer Hinzurechnung von EUR 102 Mio (2013: Abbau von EUR 209 Mio). Die sonstige unbare Position beinhaltete u.a. die Wertminderung auf Vorräte, welche im Wesentlichen auf den Preisrückgang zum Stichtag zurückzuführen ist. 2013 spiegelte
diese Position u.a. auch die Umgliederung des Gewinns aus dem Verkauf der LMG Lagermanagement GmbH wider.
Im kurzfristigen Nettovermögen wurden 2014 Mittel in Höhe von EUR 405 Mio freigesetzt (2013: EUR 647 Mio). Der Abbau von Forderungen und Vorräten führte zu einer Mittelfreisetzung von EUR 455 Mio (2013: EUR 116 Mio), der positive Effekt resultierte im Wesentlichen aus geringeren Rohölmengen in der OMV Deutschland, hauptsächlich aufgrund des Verkaufs des Anteils an Bayernoil. Durch den Abbau von Verbindlichkeiten wurden EUR 135 Mio gebunden (2013: EUR 536 Mio freigesetzt). Durch den Aufbau von kurzfristigen Rückstellungen wurden EUR 85 Mio freigesetzt (2013: EUR 5 Mio verwendet). Der höhere Beitrag aus den Net Working Capital Positionen 2013 ist im Wesentlichen auf die Einmaleffekte aus den Working Capital Verbesserungsmaßnahmen zurückzuführen, die erstmals 2013 implementiert wurden. Diese Maßnahmen wurden 2014 fortgesetzt jedoch mit einem niedrigeren Effekt.
Den Investitionsauszahlungen von
EUR 3.910 Mio (2013: EUR 4.816 Mio) standen Rückflüsse aus Verkäufen von Anlagevermögen, einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten, abzüglich liquider Mittel von EUR 516 Mio (2013: EUR 835 Mio) gegenüber, in erster Linie aus dem Verkauf des 45%-Anteils am Raffinerieverbund Bayernoil sowie aus anderen Veräußerungen. 2013 wurde der Verkauf der LMG Lagermanagement GmbH, ein Unternehmen, das einen Großteil von R&Ms österreichischer Pflichtnotstandsreserve hält und verwaltet, abgeschlossen. Der gesamte Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug EUR 3.394 Mio (2013: EUR 3.981 Mio).
Die Nettoerhöhung kurzfristiger und langfristiger Finanzierungen führte zu einem Mittelzufluss von EUR 331 Mio (2013: EUR 120 Mio). 2014 wurde ein Mittelzufluss von EUR 750 Mio durch die Emission eines neuen Eurobonds generiert, welcher durch die Rückzahlung eines Eurobonds im April in Höhe von EUR 702 Mio kompensiert wurde. 2013 wurde ein Eurobond mit einem Nominale von EUR 500 Mio emittiert, dem die
Emission eines neuen Eurobonds
Ziel der Risikopolitik ist es, den benötigten Cashflow des Konzerns abzusichern
Rückzahlung einer US Kapitalmarktanleihe in Höhe von EUR 138 Mio gegenüber stand. 2014 erwarb OMV zusätzliche Anteile von 1,8% an OMV Petrol Ofisi A.S˛ . sowie die restlichen nicht beherrschenden Anteile an der Adria-Wien Pipeline GmbH. 2013 erwarb OMV die nicht beherrschenden Anteile an der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H. von 49%. Weiters wurden die Put-Optionen, die im Besitz der Oberösterreichische Ferngas Aktiengesellschaft waren, ausgeübt. Dies führte zu einer Erhöhung des indirekten Anteils von OMV an der EconGas GmbH. Der daraus resultierende Mittelzufluss wurde durch die Verringerung der Anteile an der Austrian Gas Grid Management AG teilweise ausgeglichen. Der Mittelabfluss aus Dividendenzahlungen betrug EUR 650 Mio (2013: EUR 627 Mio), wovon EUR 408 Mio (2013: EUR 391 Mio) an Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft, EUR 191 Mio an nicht beherrschende Anteilseigner einbezogener Unternehmen (2013: EUR 185 Mio) und EUR 51 Mio (2013: EUR 51 Mio) an Hybridkapitalbesitzer flossen. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug EUR 342 Mio (2013: EUR 641 Mio).
Risikomanagement
OMV ist ein integrierter, internationaler Öl- und Gaskonzern. Die Aktivitäten erstrecken sich von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen, über die Verarbeitung, bis hin zu Handel und Vermarktung von Mineralölprodukten sowie Erdgas. Zudem betreibt der Konzern zwei Gaskraftwerke in Rumänien und der Türkei. Wie die gesamte Öl- und Gasindustrie ist auch OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, insbesondere Marktrisiken, operativen, strategischen, regulativen, finanziellen, politischen und Katastrophenrisiken. Der Konzern vertritt die Ansicht, dass durch die substanzielle Diversifikation und die damit verbundenen teilweise gegenläufigen Risiken das Gesamtrisiko signifikant reduziert wird. Die ausgleichende Wirkung von gegenläufigen Branchenrisiken durch das hohe Ausmaß an Integration erfolgt jedoch häufig zeitlich verzögert oder abgeschwächt. Daher konzentrieren sich die Konzern Risikomanagement-Aktivitäten auf die konzernweite Nettoposition der Risiken des aktuellen und zukünftigen Portfolios. Die Themenbereiche
Risikomanagement und Versicherung werden zentral durch den Bereich Corporate Finance koordiniert, welcher sicherstellt, dass im gesamten Konzern definierte und konsistente Prozesse, Methoden und Techniken in Bezug auf Risikomanagement angewandt werden.
Das generelle Ziel der Risikopolitik ist es, den benötigten Cashflow des Konzerns abzusichern und ein der Risikoneigung des OMV Konzerns entsprechend starkes Investment Grade Kredit-Rating zu behalten. Auch die Auswirkungen verschiedener Risiken von neuen Strategien auf das Rating werden verfolgt. Risikostrategien für finanzielle Risiken (z.B. Marktpreis und Währungen) werden quartalsweise im Financial Risk Committee überprüft. Ein funktionsübergreifendes Komitee ("Risk Committee"), bestehend aus Mitgliedern des Senior Managements, stellt sicher, dass ein unternehmensweites Risikomanagement (UWRM) Programm implementiert ist, um übergreifende Risiken innerhalb des Konzerns effektiv zu managen.
Das UWRM wird laufend verbessert, um einen höchstmöglichen Mehrwert für das Unternehmen durch risikobasierte Managemententscheidungen zu erreichen. Durch richtige Einschätzung der finanziellen, operativen und strategischen Risiken soll die Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten systematisch unterstützt werden, um somit den Wert des Konzerns nachhaltig zu erhöhen. Durch das UWRM-System wurden seit 2003 in allen Bereichen der Organisation, einschließlich der Tochtergesellschaften in mehr als 20 verschiedenen Ländern, das Risikobewusstsein und die Kenntnisse über das Risikomanagement deutlich verbessert.
Die Risikokultur des Konzerns wird dabei durch eine IT-Anwendung unterstützt, welche dem Risikomanagementprozess innerhalb des Konzerns folgt: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikobewältigung, Berichterstattung und Monitoring mittels fortlaufender Überwachung von Änderungen des Risikoprofils. Die durch einen Bottom-Up-Prozess ermittelten Konzernrisiken werden mit Hilfe einer Monte Carlo Simulation berechnet und mit den Planungsdaten des Konzerns verglichen. Diese
Herangehensweise wird in Bezug auf strategische Risiken mit einem Top-Down-Prozess seitens des Senior Managements kombiniert. Die Ergebnisse des UWRM-Prozesses werden zusammen mit einem Risikobericht von wesentlichen nicht voll konsolidierten Beteiligungen zweimal jährlich dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss präsentiert. In Übereinstimmung mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex wird die Funktionsfähigkeit des UWRM-Systems jährlich durch den Wirtschaftsprüfer evaluiert. Folgende nicht-finanziellen und finanziellen Schlüsselrisiken wurden in Bezug auf die Erreichung des Mittelfrist-Plans ermittelt: Marktpreisrisiken, Länderrisiken, rechtliche Risiken, Geschäftsprozessrisiken, Währungsrisiken (vor allem hinsichtlich USD, RON, NOK und TRY), Projektrisiken, Personalrisiken, sowie Risiken in Bezug auf Katastrophen.
Obwohl der Konzern über langjährige Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Mittel- und Osteuropa, Südosteuropa sowie der internationalen Märkte der Öl- und Erdgasproduktion verfügt, werden die politischen Entwicklungen in allen Märkten, in denen der Konzern tätig ist, kontinuierlich analysiert. Außerdem werden spezifische Länderrisiken vor dem Eintritt in neue Länder überprüft. Die Risiken im Zusammenhang mit dem EU-Emissionshandel (EU ETS) werden separat erfasst, konzernweit zusammengeführt und vom Carbon Steering Committee laufend überprüft. Speziell die Auswirkungen der geänderten Zuteilungsregeln im EU ETS ab 2013 werden detailliert analysiert. Darüber hinaus beobachtet der Konzern die Entwicklung klimapolitischer Regelungen in allen Ländern, in denen es Aktivitäten gibt. Im Bereich Human Resources wird durch gezielte Nachfolge- und Entwicklungsplanung für die Verfügbarkeit von geeigneten Führungskräften für weitere Wachstumsschritte zeitgerecht vorgesorgt, um damit Personalrisiken zu begegnen.
Die Steuerung und Kontrolle erkannter und bewerteter Risiken erfolgt unter Anwendung der definierten Risikorichtlinien auf allen Ebenen mit zugeordneten Verantwortlichkeiten. Das Management von Schlüsselrisiken wird zentral und durch spezielle Konzernrichtlinien geregelt, wie
beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Recht und Compliance, Human Resources, Corporate Social Responsibility mit Fokus auf Menschenrechte und Marktpreisrisiken.
Die Analyse und das Management finanzieller Risiken, welche aus Fremdwährungen, Zinssätzen, Güterpreisen, Kontrahenten, CO2 -Emissionen, Liquidität und versicherbaren Risiken resultieren, erfolgt zentral im Bereich Corporate Finance auf konsolidierter Basis.
Marktpreisrisiken werden zentral betrachtet und ihre möglichen Cashflow-Auswirkungen mittels eines spezifischen Risiko-Modells, das Portfolio-Effekte berücksichtigt, analysiert. Die Resultate der Risikoanalyse werden im Financial Risk Committee, das sich aus dem Management der Geschäftsbereiche sowie der Konzernfunktionen zusammensetzt, besprochen. Dem Vorstand werden entsprechende Vorschläge betreffend Hedging-Strategien zur Genehmigung unterbreitet.
Die größten Fremdwährungsrisiken werden durch Schwankungen von RON, USD, TRY und NOK verursacht. Im Rahmen seiner Öl- und Gasproduktion ergibt sich für den Konzern eine Netto-USD-Long-Position. Die Auswirkungen auf den Cashflow und/oder die Bilanz (Translationsrisiko) werden ebenso regelmäßig überwacht wie die Relation zum Ölpreis. Translationsrisiken im Konzerneigenkapital resultieren aus Beteiligungen mit divergierender funktionaler Währung wie RON, USD, TRY und NOK.
Zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Konzerns können im Rahmen definierter Regelungen Kredite von fixen auf variable Zinsen und vice versa umgestellt werden. Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzern- und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limitgrenzen für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht und gesteuert. Die Vorgehensweise ist sowohl beim Konzern als auch bei OMV Petrom und Petrol Ofisi in einer Richtlinie festgelegt.
Nachhaltigkeit & HSSE (Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz)
OMV hat eine lange Tradition des Verantwortungsbewusstseins gegenüber Gesellschaft und Umwelt. 2014 haben wir Nachhaltigkeit weiter in die Geschäftstätigkeit integriert. Die OMV Nachhaltigkeitsstrategie, "Resourcefulness", ist unser Weg, nachhaltig und verantwortungsvoll profitables Wachstum zu erreichen. Als Unternehmen, das mit natürlichen Ressourcen arbeitet, übernimmt OMV Verantwortung für eine sichere Energieversorgung heute und in Zukunft.
Das Management und die Überwachung der OMV Strategie "Resourcefulness" obliegt zwei Gremien: Das Resourcefulness Executive Team ist aus je einem Vertreter jedes "Resourcefulness"- Themas und jedes Geschäftsbereichs zusammengesetzt und für die Weiterentwicklung der Resourcefulness-Strategie und ihre praktische Umsetzung verantwortlich; das Resourcefulness Advisory Board ist ein externer Beirat aus anerkannten Expertinnen und Experten, der OMV bei der Weiterentwicklung der Strategie berät sowie Rückmeldungen zu laufenden Programmen gibt.
2014 haben wir weitere Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit erzielt. Einzelheiten zur Performance befinden sich im OMV Nachhaltigkeitsbericht. Wir stellen führenden Ratingagenturen für Nachhaltigkeit wie oekom, Vigeo, MSCI und Ethibel Informationen zur Verfügung und beteiligen uns am Carbon Disclosure Project (CDP). 2014 verbesserte sich die CDP-Bewertung von OMV signifikant von 81B auf 99B, und OMV wurde in den Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI) der DACH-Region als ein führendes Unternehmen im Öl- und Gassektor aufgenommen.
Carbon Disclosure Project Bewertung verbessert
Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSSE) sind ein zentraler Wert von OMV. Hauptanliegen sind das körperliche Wohlbefinden und die Sicherheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die Integrität der Produktionsanlagen. Schadensprävention und proaktives Risikomanagement sind unerlässlich, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Geschäftstätigkeit von OMV aufrechtzuerhalten. Leider waren 2014 drei arbeitsbedingte Todesfälle zu beklagen. Geleitet von der Vision "ZERO harm – NO losses" wird OMV weiter mit
Nachdruck darauf hinarbeiten, ein unfallfreies Umfeld an allen Standorten zu schaffen.
OMV hat die Sicherheitssituation genau überwacht und in Libyen sowie in der Region Kurdistan im Irak geordnete Evakuierungen durchgeführt, wobei es gelang, die Geschäftskontinuität und die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten. In Hochrisikoländern hält OMV weiter engen Kontakt mit Sicherheitsexperten und ist dadurch in der Lage, vorausschauende Entscheidungen zur Gewährleistung der Sicherheit zu treffen (z.B. wurde in Tunesien eine zunehmende Bedrohung in der Wüstenregion im Süden festgestellt, und die Sicherheitsvorkehrungen konnten rasch dementsprechend verstärkt werden).
Zu den wichtigsten Maßnahmen 2014 gehörten:
- Einführung computerbasierter Schulungsinitiativen zur Prozesssicherheit
- Abschluss eines Gefahrstoffprojekts zur Bewertung gesundheitsgefährdender Substanzen und Erarbeitung von Schulungsmaterialien für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Notfallteams
- Verstärkte Beteiligung der obersten Führungsebene an der Untersuchung von Zwischenfällen mit hohem Potenzial
- Umsetzung von Projekten zur Reduktion von Abfackeln und Ablassen von Gas
- Start einer Kampagne zur Förderung der Gesundheit und zur Erhöhung des Gesundheitsbewusstseins
2014 organisierte OMV 281.952 HSSE-Schulungsstunden für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Ziel ist eine Optimierung der Prozesse, um natürliche Ressourcen effizient zu nutzen, sowie Emissionen und Abfall zu reduzieren. Das Management des Risikos von Produktaustritten ist konzernweit ein wichtiger Schwerpunkt.
2014 gab es sieben bedeutende Austritte von Kohlenwasserstoffen (L3-L5 nach OMV Definition) mit einem Volumen von insgesamt 69.924 Litern, die durch Korrosion und in zwei Fällen durch Dritte verursacht wurden.
OMV setzt laufend eine große Bandbreite von Maßnahmen, um die Energieeffizienz schrittweise zu verbessern, und konzentriert sich auf eine Verringerung der Treibhausgas (THG)-Emissionen sowie eine Einsparung von Energiekosten. OMV hat im gesamten Konzern Programme eingeführt, um den Energieverbrauch zu senken.
Eco-Innovation
Wir nutzen unsere Kernkompetenzen und Technologien zur Entwicklung alternativer Energiequellen und erschließen dadurch neue Geschäftsfelder.
Beispielsweise investieren wir in Biotreibstoffe der zweiten Generation sowie in Wasserstoff und verfolgen gemeinsam mit Partnern das Ziel, bis 2023 bis zu 400 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland zu eröffnen. In Österreich hat OMV das Projekt Wind2Hydrogen gestartet, bei dem Strom aus Windenergie in Wasserstoff umgewandelt wird. Außerdem wurde in der Raffinerie Schwechat mit der Umwandlung von Biomasse in Diesel begonnen. 2014 wurden alle Tests abgeschlossen, die Wirtschaftlichkeit wird noch geprüft. Die Technologie funktioniert; die Erstellung eines soliden Business Case wird jedoch noch einige Arbeit erfordern.
Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)
Gemäß § 243a UGB sind die folgenden Informationen anzugeben:
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- Das Grundkapital beträgt EUR 327.272.727 und ist in 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
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- Zwischen den Kernaktionären Österreichische Industrieholding Aktiengesellschaft (ÖIAG) und International Petroleum Investment Company (IPIC) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.
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- ÖIAG hält 31,5% und IPIC hält 24,9% des Grundkapitals.
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- Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht.
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- Arbeitnehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
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- Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 Aktiengesetz (AktG) und Satzungsänderungen (ausgenommen Unternehmensgegenstand) genügt die einfache Stimmen- und Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
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- a) Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 77.900.000 durch Ausgabe von bis zu 77.900.000 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital). In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand auf Grundlage seiner Beschlüsse vom 16. Mai 2011 und 6. Juni 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft im Wege einer Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital von EUR 300.000.000 um EUR 27.272.727 auf EUR 327.272.727 durch Ausgabe von 27.272.727 neuen Aktien erhöht. Der Vorstand war in Folge der Durchführung der zuvor beschriebenen Kapitalerhöhung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis
Fokus auf Biotreibstoffe der zweiten Generation und Wasserstoff
zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 50.627.273 durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital).
- b) Der Vorstand wurde im Hinblick auf das Auslaufen des von der Hauptversammlung am 13. Mai 2009 geschaffenen genehmigten Kapitals am 13. Mai 2014 durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2014 ermächtigt, bis einschließlich 14. Mai 2019 das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage einmal oder in mehreren Tranchen, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz, zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre gegebenenfalls (i) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen einschließlich Matching Share Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungs-Modellen auszuschließen, sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.
- c) Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf
eigener Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Der Erwerb konnte bis zum 16. November 2013 über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen. Der Vorstand war auch ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss bis zum selben Datum einzuziehen.
- d) Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, bis einschließlich 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die eigenen Aktien können insbesondere (a) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/ der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen, (b) zur Bedienung von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, (c) als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und (d) zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck verwendet werden. Hierbei kann auch die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre ausgeschlossen werden, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.
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- Zusätzlich zur Kapitalerhöhung wurde am 25. Mai 2011 eine Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750 Mio erfolgreich platziert. Da die Rückzahlung des Hybridkapitals sowie die Zinszahlungen im alleinigen
Verfügungsbereich des Konzerns liegen, werden die Erlöse aus der Hybridanleihe laut IFRS (abzüglich Emissionskosten) zur Gänze als Eigenkapital behandelt. Das Hybridkapital wird bis zum 26. April 2018 mit einem festen Zinssatz von 6,75% verzinst. Anschließend wird das Hybridkapital bis 26. April 2023 mit einem noch festzulegenden festen Reset-Zinssatz und danach mit einem variablen Zinssatz mit einem step-up von 100 Basispunkten verzinst. Das Hybridkapital hat keinen Endfälligkeitstag und kann seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die Gesellschaft hat insbesondere das Recht, das Hybridkapital zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat der Konzern die Möglichkeit, die Hybridanleihe vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.
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- Weitere bedeutende Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft in Folge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden, bestehen zum 31. Dezember 2014 nicht.
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- Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.
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- Die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind: Standards für interne Kontrollsysteme werden in internen Konzernrichtlinien festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Standards durch regelmäßige Prüfungen, basierend entweder auf dem vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats genehmigten Jahresprüfungsplan oder in Form von ad hoc Prüfungen. Die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats präsentiert. Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen
durch das Konzern-IFRS-Accounting-Manual wird ebenfalls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem. Der Rechnungslegungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Für die wesentlichen "End-to-end" Prozesse (z.B. Purchase-to-Pay, Order-to-Cash) werden konzernweit gültige Standards definiert. Auf Basis eines rollierenden Zeitplans werden diese hinsichtlich Umsetzung und Effektivität überprüft. Zusätzlich beurteilen die Abschlussprüfer regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Siehe Anhangangabe 37 im Konzernabschluss.
Ausblick
Mittelfristiger Ausblick
Aufgrund des signifikant gesunkenen Ölpreises und der Unberechenbarkeit unserer Produktion in Libyen, haben wir unser Investitionsprogramm zurückgefahren. Die Erwartung für die durchschnittliche Investitionssumme des Konzerns für die Periode von 2015-2017 liegt bei rund EUR 2,5 bis 3,0 Mrd p.a. (das untere Ende der Bandbreite repräsentiert eine Ölpreis-Erwartung von rund USD 50/bbl für die nächsten drei Jahre), wobei rund 80% in Upstream investiert werden. Wir stehen weiterhin zu den Großprojekten, die zu unserem zuvor festgelegten Produktionsziel für 2016 von rund 400 kboe/d beitragen sollen. Die Änderungen in unserem Investitionsprogramm werden aber unausweichlich dazu führen, dass dieses Produktionsniveau erst später erreicht werden kann. Unser Ziel bleibt weiterhin einen mittelfristig weitgehend neutralen freien Cashflow nach Dividenden zu erreichen. Das geänderte Investitionsprogramm unterstützt uns bei diesem Ziel. Die mittelfristige Performance des ROACE wird von dem in Feldentwicklungsprojekte investierten Kapital sowie dem niedrigen Ölpreis negativ beeinflusst werden. Wir stehen weiterhin zu unserem langfristigen Verschuldungsgrad-Ziel von bis zu 30% und zu unserer Dividendenpolitik (langfristiges Ausschüttungsgrad-Ziel von 30%).
Durchschnittliche Investitionssumme des Konzerns für 2015-2017 von rund EUR 2,5 bis 3,0 Mrd p.a.
Marktumfeld
OMV erwartet für das Gesamtjahr 2015, dass der Brent-Rohölpreis im Durchschnitt zwischen USD 50/bbl und USD 60/bbl liegen wird. Die Brent-Urals Spanne wird weiterhin relativ niedrig erwartet. Das Gas-Marktumfeld wird weiterhin sehr herausfordernd erwartet. Für 2015 wird prognostiziert, dass die Raffinerie-Margen nach dem jüngsten Hoch wieder zurückgehen, da Überkapazitäten auf den europäischen Märkten bestehen bleiben. Im Petrochemie-Geschäft wird erwartet, dass die Margen auf ähnlichem Niveau wie 2014 bleiben. Aufgrund des niedrigen Ölpreises wird erwartet, dass niedrigere Produktpreise die Nachfrage im Marketing-Geschäft unterstützen. Das Marketing-Geschäft in der Türkei wird durch den Eingriff des Regulators weiterhin negativ beeinflusst werden.
Explorationsausgaben und Ausgaben für Erweiterungsbohrungen von rund EUR 0,5 Mrd 2015
2015 wird eine Investitionssumme von rund EUR 2,5 bis 2,8 Mrd erwartet. OMV hat ein Programm gestartet, um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens durch die Implementierung von Kostensenkungsmaßnahmen und die Fokussierung auf Kapitaleffizienz für ein potenziell andauerndes, niedriges Ölpreisumfeld sicherzustellen.
Upstream
Produktionsstillstände in Libyen und zu einem geringeren Ausmaß im Jemen haben unsere Gesamtproduktion seit Beginn der politischen Unruhen 2011 beeinträchtigt. Die unterbrechungsfreie Vollkapazität der beiden Länder könnte 2015 ~43 kboe/d liefern. Ohne diese beiden Länder wird das gesamte Produktionsniveau 2015 bei durchschnittlich rund 300 kboe/d erwartet. In Rumänien und Österreich wird die Produktion voraussichtlich am unteren Ende des Zielbereichs von 200-210 kboe/d liegen. In Norwegen stand die gemeinsame Produktion der Felder Gudrun und Gullfaks 2014 bei ~35 kboe/d und wird weiter steigen, da erwartet wird, dass zusätzliche Bohrungen im Feld Gudrun dieses Jahr in Betrieb genommen werden. In Neuseeland wird nach der Meldung "erstes Öl" aus dem Maari Growth Projekt eine weiter steigende Produktion erwartet, da in Maari bis Mitte 2015 der Abschluss zusätzlicher Bohrungen geplant ist. Die Investitionen in Upstream werden für 2015 rund 80% der gesamten Konzern-Investitionen
betragen. Die größten Investitionsprojekte sind Gullfaks, Aasta Hansteen, Edvard Grieg und Gudrun in Norwegen, sowie Feldneuentwicklungen in Rumänien, Nawara in Tunesien und Schiehallion in Großbritannien. Im Neptun Block (Rumänien, Schwarzes Meer) wurde die Bohrung Domino-2 in Q4/14 abgeschlossen und die Daten aus der Bohrung werden derzeit ausgewertet. Die Halbtaucher-Bohrplattform Ocean Endeavor wurde in der Zwischenzeit zu einer anderen Position gebracht und bohrt derzeit die Explorationsbohrung Pelican South-1. 2015 sind weitere Explorationsbohrungen geplant. Die Ergebnisse der Domino-2 und Pelican South-1 Bohrungen werden gemeinsam mit den Daten der zusätzlichen Explorationsbohrungen zur Evaluierung des gesamten Block-Potenzials verwendet werden. Explorationsausgaben und Ausgaben für Erweiterungsbohrungen werden 2015 rund EUR 0,5 Mrd betragen. 2015 sind signifikante Explorationsbohrungen in Rumänien (Schwarzes Meer), Norwegen (Barentssee und norwegische Nordsee) und westlich der Shetlandinseln geplant.
Downstream
Die Überprüfung des Asset-Portfolios von Gas und Power (inklusive Veräußerungsoptionen) wird in der ersten Jahreshälfte 2015 abgeschlossen. Wie im Oktober 2014 angekündigt, besteht seit 1. Jänner 2015 ein gemeinsamer Geschäftsbereich Downstream, der die Geschäftsbereiche Gas und Power und Raffinieren und Marketing beinhaltet.
Eine detaillierte Analyse und Planung der Integration von R&M und G&P in den gemeinsamen Geschäftsbereich Downstream wird derzeit durchgeführt und die notwendige Restrukturierung beginnt in der zweiten Jahreshälfte 2015. Die optimierte Asset-Struktur inklusive des Abschlusses des Modernisierungsprogramms der Raffinerie Petrobrazi und der Verkauf des Anteils am Raffinerieverbund Bayernoil unterstützen den stabilen Gewinn- und Cash-Beitrag des Raffinerie-Geschäfts, der sich in der Performance 2015 widerspiegeln wird. 2015 sind keine größeren Raffinerie-Stillstände geplant. Der anhaltende Eingriff des Regulators (Margendeckelung) sowie die Volatilität der wirtschaftlichen Entwicklung in der Türkei werden die
Profitabilität von Petrol Ofisi weiter negativ beeinflussen. Nach Vereinbarungen mit wichtigen Gaslieferanten spiegeln die langfristigen Gaslieferverträge nun die derzeitige Marktsituation wider. Dennoch wird erwartet, dass die Erdgas-Verkaufsmargen unter Druck bleiben. Im Gas-Logistik Bereich wird erwartet, dass sich das Erdgastransport-Geschäft aufgrund
einer 2014 durchgeführten Restrukturierung des Geschäfts auf einem niedrigeren Niveau stabilisiert. Es wird erwartet, dass die Spark Spreads in Rumänien schwach bleiben und den Beitrag des Kraftwerks Brazi beeinflussen. Trotz der volatilen Wirtschaftsentwicklung in der Türkei wird erwartet, dass das Kraftwerk Samsun 2015 einen positiven Beitrag liefert.
Wien, am 18. März 2015
Der Vorstand
Gerhard Roiss David C. Davies
Jaap Huijskes Manfred Leitner
Konzernabschluss
Inhalt
| Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers zum Konzernabschluss) | 73 |
|---|---|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014 | 74 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2014 | 75 |
| Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014 | 76 |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | 78 |
| Konzern-Cashflow-Rechnung 2014 | 80 |
| Konzernanhang | |
| Grundlagen und Methoden | 81 |
| Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung | 103 |
| Erläuterungen zur Bilanz | 108 |
| Ergänzende Angaben zur Finanzlage | 137 |
| Segmentberichterstattung | 151 |
| Sonstige Angaben | 153 |
| Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft) | 161 |
Bestätigungsvermerk Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers zum Konzernabschluss)
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben, mit Ausnahme der Angabe "Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)".
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 18. März 2015 Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Mag. Walter Krainz (Wirtschaftsprüfer) Mag. Gerhard Schwartz (Wirtschaftsprüfer)
Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (z.B. verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Konzernbuchführung
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Prüfungsurteil
Aussagen zum Konzernlagebericht
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | EUR Mio | |
|---|---|---|
| Anhangangabe | 2014 | 2013 1) |
| Umsatzerlöse | 35.913 | 42.414 |
| Direkte Vertriebskosten | -342 | -343 |
| Umsatzkosten | -32.504 | -37.699 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 3.067 | 4.371 |
| Sonstige betriebliche Erträge 7 |
314 | 705 |
| Vertriebsaufwendungen | -950 | -980 |
| Verwaltungsaufwendungen | -416 | -427 |
| Explorationsaufwendungen | -460 | -513 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -25 | -17 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 |
-476 | -537 |
| Betriebserfolg (EBIT) | 1.054 | 2.602 |
| Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 9 |
180 | 170 |
| Dividendenerträge | 16 | 11 |
| Zinserträge 9 |
33 | 67 |
| Zinsaufwendungen 9 |
-362 | -304 |
| Sonstiges Finanzergebnis 9 |
-44 | -255 |
| Finanzerfolg | -177 | -311 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 878 | 2.291 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 |
-264 | -562 |
| Jahresüberschuss | 613 | 1.729 |
| davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen | 357 | 1.162 |
| davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen | 38 | 38 |
| davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 219 | 528 |
| Unverwässerter Gewinn je Aktie in EUR 11 |
1,09 | 3,56 |
| Verwässerter Gewinn je Aktie in EUR 11 |
1,09 | 3,55 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2014 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2014
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | EUR Mio | ||
|---|---|---|---|
| Anhangangabe | 2014 | 2013 | |
| Jahresüberschuss | 613 | 1.729 | |
| Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | 311 | -886 | |
| Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres vor Ertragsteuern | 301 | -896 | |
| Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss | 9 | 10 | |
| Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte |
0 | -2 | |
| Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres vor Ertragsteuern | 0 | -2 | |
| Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss | 0 | 0 | |
| Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges | -42 | -17 | |
| Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres vor Ertragsteuern | -15 | 18 | |
| Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss | -27 | -34 | |
| Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis | 67 | -34 | |
| Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können |
337 | -938 | |
| Gewinne (+)/ Verluste(-) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | -145 | -98 | |
| Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis | -22 | 0 | |
| Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden |
-167 | -99 | |
| Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen |
3 | 9 | |
| Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen |
-56 | 25 | |
| Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern | 20 | -52 | 35 |
| Sonstiges Ergebnis des Jahres nach Steuern | 20 | 117 | -1.002 |
| Gesamtergebnis des Jahres | 730 | 726 | |
| davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen | 486 | 180 | |
| davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen | 38 | 38 | |
| davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 207 | 509 |
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014
| Vermögen | EUR Mio | ||
|---|---|---|---|
| Anhangangabe | 2014 | 2013 1) | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 12 | 3.528 | 3.597 |
| Sachanlagen | 13 | 18.500 | 17.051 |
| At-equity bewertete Beteiligungen | 14 | 2.131 | 1.853 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 17 | 816 | 635 |
| Sonstige Vermögenswerte | 18 | 117 | 113 |
| Latente Steuern | 24 | 456 | 392 |
| Langfristiges Vermögen | 25.548 | 23.641 | |
| Vorräte | 15 | 2.231 | 2.456 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 16 | 3.042 | 3.270 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 17 | 1.782 | 752 |
| Forderungen aus laufenden Ertragsteuern | 81 | 82 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 18 | 514 | 299 |
| Kassenbestand und Bankguthaben | 649 | 705 | |
| Kurzfristiges Vermögen | 8.298 | 7.564 | |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen | 19 | 93 | 643 |
| Summe Aktiva | 33.938 | 31.848 |
| Eigenkapital und Verbindlichkeiten | EUR Mio | ||
|---|---|---|---|
| Anhangangabe | 2014 | 2013 1) | |
| Grundkapital | 327 | 327 | |
| Hybridkapital | 741 | 741 | |
| Rücklagen | 10.602 | 10.546 | |
| OMV Anteilseigner | 11.670 | 11.614 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 21 | 2.932 | 2.931 |
| Summe Eigenkapital | 20 | 14.602 | 14.545 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 22 | 1.115 | 1.022 |
| Anleihen | 23 | 3.967 | 3.318 |
| Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 23 | 674 | 581 |
| Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen | 22 | 3.148 | 2.765 |
| Sonstige Rückstellungen | 22 | 329 | 306 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 23 | 466 | 224 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 23 | 176 | 6 |
| Latente Steuern | 24 | 568 | 673 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 10.445 | 8.894 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23 | 4.330 | 4.914 |
| Anleihen | 23 | 159 | 778 |
| Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 23 | 439 | 217 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 286 | 276 | |
| Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen | 22 | 78 | 84 |
| Sonstige Rückstellungen | 22 | 474 | 415 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 23 | 1.610 | 383 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 23 | 1.486 | 1.189 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 8.863 | 8.257 | |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten | 19 | 29 | 151 |
| Summe Passiva | 33.938 | 31.848 |
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2014 1)
| Grund kapital |
Kapital rücklage |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklage |
Umrechnung ausländischer Geschäfts betriebe |
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Jänner 2014 | 327 | 1.498 | 741 | 10.471 | -1.369 | 0 |
| Jahresüberschuss | — | — | — | 395 | — | — |
| Sonstiges Ergebnis des Jahres | — | — | — | -199 | 316 | 0 |
| Gesamtergebnis des Jahres | — | — | — | 196 | 316 | 0 |
| Dividendenausschüttung und Hybridkupon | — | — | — | -458 | — | — |
| Abgang eigener Anteile | — | 1 | — | — | — | — |
| Anteilsbasierte Vergütungen | — | 4 | — | — | — | — |
| Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht beherrschender Anteile |
— | — | — | -14 | — | — |
| 31. Dezember 2014 | 327 | 1.503 | 741 | 10.195 | -1.053 | 0 |
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2013 1)
| Grund kapital |
Kapital rücklage |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklage |
Umrechnung ausländischer Geschäfts betriebe |
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Jänner 2013 | 327 | 1.496 | 741 | 9.853 | -504 | 2 |
| Jahresüberschuss | — | — | — | 1.200 | — | — |
| Sonstiges Ergebnis des Jahres | — | — | — | -73 | -865 | -2 |
| Gesamtergebnis des Jahres | — | — | — | 1.127 | -865 | -2 |
| Dividendenausschüttung | — | — | — | -442 | — | — |
| Steuereffekte auf Transaktionen mit Eigentümern |
— | — | — | 13 | — | — |
| Abgang eigener Anteile | — | 1 | — | — | — | — |
| Anteilsbasierte Vergütungen | — | 2 | — | 1 | — | — |
| Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht | ||||||
| beherrschender Anteile | — | — | — | -80 | — | — |
| 31. Dezember 2013 | 327 | 1.498 | 741 | 10.471 | -1.369 | 0 |
1) Vgl. Anhangangabe 20
EUR Mio Hedges Sonstiges Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen Eigene Anteile OMV Anteilseigner Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital 6 -50 -11 11.614 2.931 14.545 — — — 395 219 613 -33 45 — 129 -12 117 -33 45 — 524 207 730 — — — -458 -194 -653 — — 0 1 — 1 — — — 4 — 4 — — — -14 -12 -26 -27 -4 -11 11.670 2.932 14.602
EUR Mio
| Hedges | Sonstiges Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen |
Eigene Anteile | OMV Anteilseigner | Nicht beherrschende Anteile |
Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|
| 15 | -16 | -12 | 11.902 | 2.628 | 14.530 |
| — | — | — | 1.200 | 528 | 1.729 |
| -9 | -34 | — | -983 | -20 | -1.002 |
| -9 | -34 | — | 218 | 509 | 726 |
| — | — | — | -442 | -188 | -630 |
| — | — | — | 13 | — | 13 |
| — | — | 0 | 1 | — | 1 |
| — | — | — | 2 | — | 2 |
| — | — | — | -80 | -17 | -97 |
| 6 | -50 | -11 | 11.614 | 2.931 | 14.545 |
Konzern-Cashflow-Rechnung 2014 Konzern-Cashflow-Rechnung 2014
| Konzern-Cashflow-Rechnung 1) | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 2) | |
| Jahresüberschuss | 613 | 1.729 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 3.058 | 2.296 |
| Zuschreibungen zum Anlagevermögen | -2 | -7 |
| Latente Steuern | -251 | -131 |
| Laufende Ertragsteuern | 515 | 693 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -577 | -842 |
| Ertragsteuerrückerstattungen | 8 | 146 |
| Verluste (+)/Gewinne (–) aus Abgängen von Anlagevermögen | 6 | 17 |
| Anteil am Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen und Dividendenerträge | -196 | -180 |
| Einzahlung aus Dividenden von at-equity bewerteten Beteiligungen und anderen Unternehmen | 43 | 34 |
| Zinsaufwendungen | 169 | 183 |
| Gezahlte Zinsen | -215 | -209 |
| Zinserträge | -22 | -39 |
| Erhaltene Zinsen | 22 | 28 |
| Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Personalrückstellungen | -45 | -59 |
| Erhöhung (+)/Verminderung (–) von langfristigen Rückstellungen | 31 | 20 |
| Sonstige Änderungen | 104 | -203 |
| 3.262 | 3.476 | |
| Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Vorräten | 271 | 108 |
| Verminderung (+)/Erhöhung (–) von Forderungen | 184 | 7 |
| Erhöhung (+)/Verminderung (–) von Verbindlichkeiten | -135 | 536 |
| Erhöhung (+)/Verminderung (–) von kurzfristigen Rückstellungen | 85 | -5 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 3.666 | 4.124 |
| Investitionen | ||
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -3.834 | -4.768 |
| Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | -76 | -48 |
| Veräußerungen | ||
| Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 175 | 89 |
| Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel |
341 | 746 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -3.394 | -3.981 |
| Zugänge aus langfristigen Finanzierungen | 892 | 497 |
| Rückzahlung von langfristigen Finanzierungen | -853 | -455 |
| Erhöhung (+)/Verminderung (–) von kurzfristigen Finanzierungen | 292 | 78 |
| Veränderung aus nicht beherrschenden Anteilen | -24 | -134 |
| Dividendenzahlungen an OMV Anteilseigner | -458 | -442 |
| Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner | -191 | -185 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -342 | -641 |
| Währungsdifferenz auf liquide Mittel | 14 | -24 |
| Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel | -56 | -522 |
| Liquide Mittel Jahresbeginn | 705 | 1.227 |
| Liquide Mittel Jahresende | 649 | 705 |
1) Vgl. Anhangangabe 25
Konzernanhang: Grundlagen und Methoden Konzernanhang: Grundlagen und Methoden
Die OMV Aktiengesellschaft (im österreichischen Firmenbuch eingetragen mit dem Sitz Trabrennstraße 6-8, 1020 Wien, Österreich) ist ein integrierter, internationaler Öl- und Gaskonzern, der Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Exploration und Produktion (E&P), Gas und Power (G&P) und Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) unterhält.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 245a (1) anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften gemäß dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) erstellt. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses ist grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips erfolgt. Hiervon ausgenommen sind gewisse Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, so wie das in der Anhangangabe 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze beschrieben ist.
Der Konzernabschluss 2014 wurde in Millionen Euro (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.
Der Konzernabschluss wurde am 18. März 2015 vom Aufsichtsrat genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Das Management ist der Meinung, dass etwaige Abweichungen von diesen Einschätzungen in naher Zukunft keine materielle Relevanz und Auswirkung auf den Konzernabschluss haben werden. Insbesondere in Bezug auf Öl- und Gasreserven, Rekultivierungsrückstellungen, Werthaltigkeit des immateriellen Vermögens und der Sachanlagen und Rückstellungen für belastende Verträge besteht die Notwendigkeit, Einschätzungen und Annahmen zu treffen.
Das Öl- und Gasproduktionsvermögen wird gemäß der leistungsabhängigen Abschreibungsmethode (UOP = Units of Production Methode) auf Basis der sicheren entwickelten bzw. gesamten sicheren Reserven abgeschrieben. Näheres dazu kann Anhangangabe 4.3g) entnommen werden. Reservenschätzungen werden durch firmeninterne Ingenieure vorgenommen. Zusätzlich werden in einem Zweijahresrhythmus externe Schätzungen durchgeführt. Die letzte Verifizierung erfolgte 2013 von DeGolyer und MacNaughton. Für weiterführende Details zum Ölund Gasvermögen innerhalb der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen wird auf die Anhangangaben 12 und 13 verwiesen.
Schätzungen der zukünftigen Rekultivierungskosten basieren ebenfalls auf von internen Technikern erstellten Gutachten sowie Erfahrungswerten der Vergangenheit. Näheres zur errechneten Rekultivierungsrückstellung liefert die Anhangangabe 22. Die Ermittlung der Rekultivierungsrückstellungen erfordert Einschätzungen über Diskontierungssätze, welche einen wesentlichen Einfluss auf die jeweiligen Positionen haben. Die zur Ermittlung der Rekultivierungsrückstellungen angewandten Diskontierungssätze betrugen zwischen 0,0% und 3,0% (2013: 0,5% und 3,0%).
OMV ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Vermögenswerten oder zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) vorliegen. Davon ausgenommen sind Geschäfts- und Firmenwerte, die, unabhängig vom Vorliegen eines Indikators, jährlich auf einen Wertminderungsbedarf überprüft werden. Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrags vorgenommen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE). Bei allen durchgeführten Werthaltigkeitstests wurde der erzielbare Betrag auf Basis des Nutzungswerts ermittelt. Die Ermittlung des Nutzungswerts erfordert die Anwendung nach Geschäftsbereich unterschiedlicher Schätzparameter, wie zum Beispiel Ölpreise, Diskontierungssätze, Reserven, Wachstumsraten, Margen und Spark Spreads.
Der Eingriff des Regulators (Margendeckelung) und die allgemein höhere Risikoeinschätzung in der Türkei führten zu einer Wertminderung des der OMV Petrol Ofisi A.Ş. zugeordneten Geschäfts- und Firmenwerts in Höhe von EUR 263 Mio. Der Buchwert des Geschäfts- und Firmenwerts betrug nach Wertminderung zum 31. Dezember 2014 EUR 297 Mio (2013: EUR 542 Mio). Der zur Diskontierung der zukünftigen Cashflows angewandte Abzinsungssatz vor Steuern betrug 9,2%. Die zukünftigen Cashflows werden für die ersten drei Jahre aus der Mittelfristplanung abgeleitet, und die Prognose der Cashflows für die weiteren sieben Jahre basiert auf eine Fortschreibung von Jahr 1 Rechtliche Grundlagen und allgemeine Vorgangsweise
2 Schätzungen und Annahmen
drei unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate von 3,0% und einer Inflationsrate von 1,3%. Insgesamt wurde damit dem Wertminderungstest ein Prognosezeitraum von zehn Jahren zugrunde gelegt, um dem erwarteten Marktwachstum bedingt durch die demographische Entwicklung der Türkei, Rechnung zu tragen. Nach dem zehnten Jahr wird eine ewige Rente angenommen. Für die ewige Rente wurde keine Wachstumsrate angenommen. Der erzielbare Betrag, welcher auf Basis des Nutzungswerts ermittelt wurde, betrug EUR 1.871 Mio. Ein Anstieg von einem Prozentpunkt des Diskontierungssatzes würde zu einer zusätzlichen Wertminderung von EUR 193 Mio führen. Eine 10%-ige Reduktion der Verkaufsmengen oder Margen würde eine zusätzliche Wertminderung in Höhe von EUR 475 Mio auslösen. Des Weiteren könnte eine Verringerung der Wachstumsrate von einem Prozentpunkt in eine zusätzliche Wertminderung von EUR 69 Mio resultieren.
Die der Überprüfung auf Wertminderung zugrunde gelegten nominalen Ölpreisannahmen und EUR-USD-Wechselkurse sind im Folgenden angeführt:
| 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2016 | 2017 | ab 2018 | |
| Brent Rohölpreis (USD/bbl) | 55 | 75 | 90 | 105 |
| EUR-USD Wechselkurs | 1,15 | 1,15 | 1,30 | 1,35 |
| Brent Rohölpreis (EUR/bbl) | 48 | 65 | 69 | 78 |
| 2013 | ||||
| 2014 | 2015 | 2016 | ab 2017 | |
| Brent Rohölpreis (USD/bbl) | 105 | 100 | 100 | 105 |
| EUR-USD Wechselkurs | 1,37 | 1,31 | 1,31 | 1,31 |
| Brent Rohölpreis (EUR/bbl) | 77 | 76 | 76 | 80 |
Die Annahmen für die Öl- und Gaspreise für die ersten drei Jahre basieren auf der bestmöglichen Schätzung des Managements und waren mit Schätzungen durch Broker sowie anderen externen Quellen konsistent. Die mittelund langfristigen Annahmen standen im Einklang mit externen Studien und berücksichtigen die langfristige Betrachtung von globaler Nachfrage und globalem Angebot.
Für Libyen und den Jemen wurden für die Cashflow-Prognosen mittelfristig schwerwiegende Produktionsstillstände berücksichtigt, die zu keinem Wertminderungsaufwand führten.
Der auf die ZGE Nordwesteuropa, Afrika und Australasien zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert resultierte aus der 2011 erfolgten Akquisition der Pioneer Gesellschaften in Tunesien und betrug per 31. Dezember 2014 EUR 327 Mio (2013: EUR 288 Mio). Die wesentlichen Bewertungsannahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde lagen, waren Öl- und Gaspreise, Produktionsmengen und der Diskontierungssatz. Die Produktion wurde aufgrund von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit geschätzt und stellt die beste Schätzung des Managements bezüglich der zukünftigen Produktionsmengen dar. Die Cashflow-Prognosen für die Jahre eins bis drei basieren auf der Mittelfristplanung und darüber hinaus auf einer "life of field"-Planung und umfassen damit die gesamte Lebensdauer des Feldes. Der Diskontierungssatz vor Steuern betrug 2014 18,6%. Das Management geht davon aus, dass es keine nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen des Diskontierungssatzes gibt, die eine Wertminderung auslösen würde. Des Weiteren würde eine langfristige Ölpreisannahme von USD 75/bbl keine Wertminderung auslösen.
Im Laufe der Berichtsperiode 2014 wurde die Feldneuentwicklung Tasbulat in Kasachstan abgeschlossen. Da die Produktionsergebnisse nicht den Erwartungen entsprachen, wurde das Förderprofil des Ölfelds nach unten berichtigt. Dies führte zu einem Wertminderungsaufwand in Höhe von EUR 135 Mio. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und belief sich auf EUR 18 Mio. Der angewandte Diskontierungssatz vor Steuer betrug 7,3%. Ein langfristiger Rohölpreis von USD 75/bbl würde zu einer gänzlichen Wertminderung des Restbuchwerts von EUR 18 Mio führen. Ein Anstieg von einem Prozentpunkt im Diskontierungssatz würde zu einer zusätzlichen Wertminderung von EUR 1 Mio führen.
Für das Produktionsvermögen des Geschäftsbereichs E&P würde eine Annahme des langfristigen Rohölpreises von USD 75/bbl zu einer zusätzlichen Wertminderung von rund EUR 750 Mio, ohne Berücksichtigung von Kostenund Investitionsreduktionsmaßnahmen und anderen Änderungen im weiteren Geschäftsumfeld, führen.
Aufgrund der schwierigen Marktbedingungen für Gaskraftwerke wurden beide Gaskraftwerke von OMV (Samsun in der Türkei und Brazi in Rumänien) per 31. Dezember 2014 auf Werthaltigkeit geprüft. Die erzielbaren Beträge wurden auf Basis der Nutzungswerte bestimmt. Die Ermittlung beruhte auf der zukünftigen Nutzung des Kraftwerks über die Restnutzungsdauer. Die geschätzten Cashflows wurden aus der aktuellen Mittelfristplanung, welche drei Jahre beinhaltet, abgeleitet. Für den darüber hinausgehenden Zeitrahmen wurden die Zahlen auf Basis makroökonomischer Annahmen ermittelt. Die wesentlichen Bewertungsannahmen für den erzielbaren Betrag der Gaskraftwerke sind die Spark Spreads, welche die Differenz zwischen den Strom-, Gas- und CO2-Preisen darstellen, und die erzeugten Strommengen. Die Annahmen für die ersten drei Jahre basieren auf Forward-Preisen, während sich die mittel- und langfristigen Annahmen nach externen Studien richten.
Der Anstieg der Produktion aus Wasserkraft und erneuerbaren Energiequellen auf dem rumänischen Strommarkt hatte einen nachteiligen Einfluss auf das Gaskraftwerk Brazi und löste eine Wertminderung in Höhe von EUR 144 Mio aus. Der erzielbare Betrag wurde unter Berücksichtigung eines Diskontierungssatz vor Steuern von 6,6% berechnet und belief sich auf EUR 374 Mio. Ein Anstieg von einem Prozentpunkt im angewandten Diskontierungssatz würde zu einer zusätzlichen Wertminderung von EUR 44 Mio führen. Weiters würde eine Verringerung des Spark Spreads um EUR 1/MWh zu einer zusätzlichen Wertminderung von EUR 45 Mio führen.
Entsprechend den aktuell positiven Marktbedingungen in der Türkei erbrachte das Kraftwerk Samsun 2014 eine planmäßige Leistung. Der Wertminderungstest führte zu keinem Wertminderungsbedarf für dieses Kraftwerk. Der Diskontierungssatz vor Steuern betrug 7,4%. Weder ein Anstieg von einem Prozentpunkt des Diskontierungssatzes noch eine Reduktion des Spark Spreads um EUR 1/MWh würde eine Wertminderung auslösen.
Der Geschäfts- und Firmenwert, welcher der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Trading im Geschäftsbereich G&P zugeordnet war, wurde zur Gänze abgeschrieben (EUR 70 Mio). Der Geschäfts- und Firmenwert betraf die Akquisition der OMV Petrol Ofisi A.Ş. 2010. Der angewandte Diskontierungssatz vor Steuern betrug 6,4% für den österreichischen Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und 11,7% für den türkischen Teil.
Aufgrund der nachteiligen Entwicklung des Strommarkts in Rumänien wurde auch der Windpark in Dorobantu auf Wertminderung überprüft. Dies führte zum Ansatz eines Wertminderungsaufwands von EUR 17 Mio. Der erzielbare Betrag basierte auf dem Nutzungswert und betrug EUR 43 Mio. Der Diskontierungssatz vor Steuern, der zur Anwendung kam, betrug 6,7%. Eine prognostizierte Reduktion von 35% in den Strompreisen würde zu einer zusätzlichen Wertminderung von EUR 19 Mio führen. Darüber hinaus würde ein Anstieg von einem Prozentpunkt im Diskontierungssatz eine zusätzliche Wertminderung von EUR 3 Mio auslösen.
2008 hat OMV eine langfristige Leasingvereinbarung für Gasspeicherkapazitäten in vier Salzkavernen in Etzel, Deutschland abgeschlossen. Zwei der Salzkavernen wurden 2013 übergeben, während die restlichen zwei inklusive der Hohlraumvolumen Mitte 2014 übergeben wurden. Seit der Vertragsunterzeichnung hat sich das wirtschaftliche Umfeld für das Gasspeicher-Geschäft merklich mit einer signifikanten Reduktion von Sommer/Winter-Spreads verschlechtert, welches zu einer Wertminderung von EUR 94 Mio 2013 führte, einhergehend mit einer Drohverlustrückstellung von EUR 13 Mio für die zwei Kavernen, die im Vorjahr noch nicht in Verwendung waren. Die Vermögenswerte wurden 2014 erneut auf Wertminderung überprüft. Der Wertminderungstest führte zu keinen zusätzlichen Auswirkungen. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug EUR 224 Mio per 31. Dezember 2014. Der Diskontierungssatz vor Steuern belief sich auf 5,8%. Die Profitabilität des Gasspeichers Etzel ist abhängig von den Sommer/Winter-Spreads der Gaspreise. Die kurzfristigen Einschätzungen basieren auf Marktdaten, wohingegen sich die langfristigen Prognosen auf Managementerwartungen stützen und im Einklang mit externen Studien stehen. Eine Reduzierung der Sommer/Winter-Spread-Einschätzungen um EUR 1/MWh würde in einer Wertminderung von EUR 107 Mio resultieren. Zudem könnte ein Anstieg von einem Prozentpunkt im Diskontierungssatz zu einer Wertminderung von EUR 33 Mio führen.
Die Verschlechterung der Marktbedingungen im Laufe des Jahres 2014 führte zu einer Wertminderung der Tankstellennetze in Ungarn (EUR 27 Mio) und Serbien (EUR 14 Mio). Die erzielbaren Beträge basieren auf Nutzungswerten in Höhe von EUR 37 Mio in Ungarn und EUR 52 Mio in Serbien. Es wurden Diskontierungssätze vor Steuern von 9,9% in Ungarn und 10,8% in Serbien angewendet.
2012 hat OMV eine Rückstellung für einen langfristigen, unkündbaren Vertrag für Regasifizierungs- und Speicherkapazität gebildet, da dieser aufgrund nachteiliger Veränderungen der europäischen Marktbedingungen für LNG-Terminalkapazitäten belastend wurde. Der Barwert der Rückstellung per 31. Dezember 2014 betrug EUR 123 Mio. Die Rückstellung wurde für drohende Verluste aus der Erfüllung der vertraglichen Pflichten gebildet. Dabei wurden Kosten und Erträge aus dem zukünftigen Erwerb zusätzlicher LNG-Kapazitäten berücksichtigt, da die Regasifizierung und der anschließende Verkauf des Gases zur Deckung der Fixkosten beitragen. Die Schätzung der relevanten Kapazitäten spiegelt die beste Schätzung des Managements bezüglich der in der Zukunft vorhandenen LNG-Kapazitäten wider. Die Preise basieren, sofern verfügbar, auf vorhandenen Forward-Preisen. Sind keine Forward-Preise vorhanden, stellen die Preise die beste Schätzung des Managements dar, welche sich an gegenwärtigen Marktpreisen oder an Forward-Preisen vergangener Perioden orientieren. Eine 50%-ige Reduktion des geplanten LNG-Volumens würde zur einer zusätzlichen Rückstellung von EUR 183 Mio führen. Des Weiteren würde ein Anstieg von einem Prozentpunkt im Diskontierungssatz eine zusätzliche Rückstellung von EUR 7 Mio auslösen.
3 Konsolidierung
Der Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft beinhaltet die Abschlüsse aller Unternehmen, die zum 31. Dezember 2014 beherrscht wurden (Tochterunternehmen).
Beherrschung ist gegeben, wenn OMV aufgrund des Engagements bei dem Unternehmen variablen wirtschaftlichen Erfolgen ausgesetzt ist oder Rechte daran hat und die Möglichkeit besitzt, diese wirtschaftlichen Erfolge durch seine Bestimmungsmacht über das Tochterunternehmen zu beeinflussen. Bestimmungsmacht ist gegeben, wenn OMV aufgrund bestehender Rechte gegenwärtig die Möglichkeit hat, die maßgeblichen Tätigkeiten zu bestimmen. Es wird grundsätzlich angenommen, dass die Stimmrechtsmehrheit zur Beherrschung führt. Zur Unterstützung dieser Annahme und im Falle, dass OMV nicht die Mehrheit der Stimmrechte besitzt, werden alle relevanten Umstände und Tatsachen analysiert, um die Bestimmungsmacht über ein Tochterunternehmen festzustellen, einschließlich vertraglicher Vereinbarungen mit den anderen Stimmrechtsinhabern, Rechte aus anderen vertraglichen Vereinbarungen sowie tatsächliche Stimmrechte und potenzielle Stimmrechte. Das Bestehen der Bestimmungsmacht über ein Unternehmen wird erneut analysiert, wenn Umstände und Tatsachen darauf hinweisen, dass es Veränderungen bei einem oder mehreren der Beherrschungsmerkmale gibt.
Die Einbeziehung eines Tochterunternehmens in den Konsolidierungskreis erfolgt, wenn OMV die Beherrschung erlangt und endet, wenn die Beherrschung verloren wird. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen von Tochterunternehmen, die während der Berichtsperiode gekauft oder verkauft werden, werden nur für den Zeitraum der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.
Eine Übersicht über einbezogene Tochterunternehmen, at-equity bewertete Unternehmen und sonstige Beteiligungen befindet sich in Anhangangabe 38 und enthält Angaben zur Konsolidierungsmethode, Geschäftsbereich, Standort und OMV Anteil.
Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf Basis konzerneinheitlicher Rechnungslegungsstandards mit Bilanzstichtag 31. Dezember erstellt.
Anzahl der einbezogenen Unternehmen
| Vollkonso lidierung |
Anteil an Vermögens werten und Schulden |
2014 Equity konso lidierung |
Vollkonso lidierung |
Anteil an Vermögens werten und Schulden |
2013 Equity konso lidierung |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Jänner | 100 | 1 | 11 | 102 | — | 12 |
| Im Berichtsjahr erstmals einbezogen | 18 | — | 1 | 8 | — | — |
| Im Berichtsjahr fusioniert | -3 | — | — | -1 | — | — |
| Wechsel von Vollkonsolidierung | — | 1 | — | — | — | — |
| Änderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 11 |
— | — | — | — | 1 | -1 |
| Im Berichtsjahr entkonsolidiert | -11 | -1 | -1 | -9 | — | — |
| Stand 31. Dezember | 104 | 1 | 11 | 100 | 1 | 11 |
| [davon mit Sitz und Betrieb im Ausland] | [50] | [1] | [6] | [53] | [1] | [7] |
| [davon mit Sitz in Österreich und Betrieb im Ausland] |
[25] | [—] | [—] | [22] | [—] | [—] |
Tochterunternehmen
Im Geschäftsbereich E&P wurden OMV Oystercatcher Exploration GmbH, eine Gesellschaft die Explorationslizenzen in den Färöer Inseln hält, OMV East Abu Dhabi Exploration GmbH und OMV (Namibia) Exploration GmbH, alle mit Sitz in Wien, beginnend mit 1. Jänner 2014 in den Konsolidierungskreis aufgenommen.
In Zusammenhang mit den neuen Explorationstätigkeiten in Afrika wurden drei Holding-Gesellschaften mit Sitz in Wien wie folgt erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen: OMV (AFRICA) Exploration & Production GmbH (ab 16. Jänner 2014), OMV Offshore (NAMIBIA) GmbH (ab 2. Februar 2014) und OMV (WEST AFRICA) Exploration & Production GmbH (ab 1. April 2014).
OMV (Mandabe) Exploration GmbH und OMV (Berenty) Exploration GmbH, beide mit Sitz in Wien und Gesellschaften, die Explorationslizenzen in Madagaskar halten, wurden beginnend mit 20. Jänner 2014 in den Konsolidierungskreis aufgenommen.
In Zusammenhang mit den Explorationstätigkeiten in Gabun wurden folgende Gesellschaften in den Konsolidierungskreis aufgenommen: OMV (Mbeli) Exploration GmbH und OMV (Ntsina) Exploration GmbH, beide mit Sitz in Wien, beginnend mit 30. Jänner 2014; OMV (Manga) Exploration GmbH und OMV (Gnondo) Exploration GmbH, beide mit Sitz in Wien, beginnend mit 2. Februar 2014; OMV (Manga) Exploration S.A. mit Sitz in Libreville, beginnend mit 8. September 2014; OMV (Gnondo) Exploration S.A. mit Sitz in Libreville, beginnend mit 6. Oktober 2014. OMV (Mbeli) Exploration S.A. und OMV (Ntsina) Exploration S.A, beide mit Sitz in Libreville, beginnend mit 10. Oktober 2014.
OMV Anaguid Ltd. und OMV South Tunisia Ltd., beide mit Sitz in Grand Cayman, wurden per 6. Juni 2014 liquidiert. OMV Dorra Limited mit Sitz in Road Town wurde per 10. Juli 2014 liquidiert. Dies führte zu keiner Auswirkung auf den Konzernabschluss, da Sachanlagen und Verbindlichkeiten vor der Liquidation an OMV (Tunesien) Production GmbH mit Sitz in Wien, übertragen wurden.
OMV erhöhte ihren Anteil an Explorationslizenzen am Cambo-Feld, Großbritannien, durch den Erwerb von Aktien an der Cambo North Sea Ltd. mit Sitz auf den Cayman Inseln im Zuge einer Transaktion, die am 11. September 2014 abgeschlossen wurde. Da die Transaktion zu keinem Erwerb eines Geschäftsbetriebs im Sinne von IFRS 3 führte, wurde sie als Zugang von Vermögenswerten erfasst. Die zugehörigen Vermögenswerte wurden an die OMV (U.K.) Limited übertragen und Cambo North Sea Ltd. wurde am 31. Dezember 2014 liquidiert.
OMV Exploration & Production Limited mit Sitz in Douglas, OMV Rovi Gmbh und OMV Sarta GmbH, beide mit Sitz in Wien, und PEI Venezuela Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Burghausen wurden per 31. Dezember 2014 entkonsolidiert.
Im Geschäftsbereich G&P wurden die EGBV Beteiligungsverwaltung GmbH mit Sitz in Wien und die OMV Gas Germany GmbH mit Sitz in Düsseldorf per 31. Dezember 2014 entkonsolidiert.
Im Geschäftsbereich R&M wurde die BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH, mit Sitz in Vohburg, beginnend mit 1. Jänner 2013 in den Konsolidierungskreis als Folge der Erstanwendung von IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" aufgenommen. Mit Abschluss des Verkaufs am 30. Juni 2014 wurde die Gesellschaft entkonsolidiert.
OMV Supply & Trading Limited mit Sitz in London wurde beginnend mit 1. Dezember 2014 in den Konsolidierungskreis aufgenommen.
OMV Supply & Trading Singapore PTE LTD. mit Sitz in Singapur wurde per 31. Dezember 2014 entkonsolidiert.
Im Geschäftsbereich Kb&S, wurde OMV Petrom Global Solutions SRL mit Sitz in Bukarest beginnend mit 15. Jänner 2014 in den Konsolidierungskreis aufgenommen.
Alle Gesellschaften, die 2014 und 2013 erstmalig in den Vollkonsolidierungskreis aufgenommen wurden, waren bereits bestehende bzw. neu gegründete Tochtergesellschaften. Diese gehören zu 100% OMV.
Änderungen der Beteiligungsquote an Tochterunternehmen
OMV hat 2014 den Beteiligungsanteil an Adria-Wien Pipeline GmbH (AWPIP) mit Sitz in Klagenfurt von 76% auf 100% und an OMV Petrol Ofisi A.Ş. mit Sitz in Istanbul von 96,98% auf 98,79% erhöht.
2013 hat OMV den Beteiligungsanteil an Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H (BOGL) mit Sitz in Wien, durch den Ankauf des Minderheitsanteils von 49% erhöht. Im selben Jahr hat OMV den Beteiligungsanteil an AGGM Austrian Gas Grid Management AG (AGGM), mit Sitz in Wien, von 100% auf 51% reduziert. Dabei ist die Beherrschung beibehalten worden. Ebenfalls 2013 hat die Oberösterreichische Ferngas AG eine Verkaufsoption über Anteile an der EconGas GmbH (ECOGAS) ausgeübt, was zu einem Anstieg der indirekten Beteiligung der OMV an der EconGas GmbH geführt hat. Die Verkaufsoption wurde 2012, als die Ausübung der Option wahrscheinlich wurde, erstmals bilanziell erfasst. Der anzuwendende Standard IFRS 3 (2014) hat zu einer Anpassung des Kaufpreises und somit des Firmenwerts geführt.
Die Effekte der beschriebenen Änderungen der Beteiligungsanteile, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führten, werden in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
| Änderung Beteiligungsanteil – ohne Verlust der Beherrschung | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Barwert erhalten von / (gezahlt an) nicht beherrschende Anteilseigentümer | -24 | -134 |
| Verbindlichkeiten (IFRS 3 2004) | — | 37 |
| Buchwert der zugehörigen nicht beherrschenden Anteilen | 10 | 17 |
| Differenz (in Gewinnrücklage verbucht) | -14 | -80 |
Die folgende Tabelle fasst die Effekte der Änderung der Beteiligungsanteile mit Verlust der Beherrschung zusammen:
| Änderung Beteiligungsanteil – mit Verlust der Beherrschung | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Gewinn / Verlust aus den Verkauf von Tochterunternehmen | 14 | 433 |
| davon Gewinn / Verlust aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | 0 | n.a. |
Abhängig davon, ob ein Gewinn oder ein Verlust aus dem Abgang der Beteiligungen entsteht, wird das Ergebnis in der Position "sonstige betriebliche Erträge" oder in der Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" gezeigt.
2014 hat OMV den Beteiligungsanteil an Marmara Depoculuk Hizmetleri Anonim Sirketi, mit Sitz in Istanbul, von 90% auf 45% verringert und somit die Beherrschung über das ehemalige Tochterunternehmen verloren. Gemäß der vertraglichen Vereinbarung ist die Beherrschung nun mit dem Käufer der Anteile geteilt. Da das Unternehmen hauptsächlich zur Versorgung der Anteilsinhaber mit Lagerkapazitäten ausgerichtet ist, wurde die gemeinschaftliche Vereinbarung als gemeinschaftliche Tätigkeit eingestuft. Dementsprechend wird nun nur der OMV Anteil an den Vermögenswerten und Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen im Konzernabschluss berücksichtigt. Es wurde kein Ergebnis aus der Bewertung der Beteiligung zum beizulegenden Zeitwert erzielt.
Das Ergebnis aus dem Abgang von Beteiligungsanteilen 2013 war auf den Verkauf der folgenden Tochterunternehmen zurückzuführen: LMG Lagermanagement GmbH (Gewinn von EUR 440 Mio), OMV Hrvatska d.o.o. (Verlust von EUR 3 Mio), OMV BH d.o.o (Gewinn von EUR 9 Mio), Petrom LPG SA (Verlust von EUR 9 Mio), Petrom Distributie Gaze SRL (Verlust von EUR 2 Mio) und Petrol Ofisi Arama üretim Sanayi ve Ticaret Sirketi (Verlust von EUR 2 Mio).
Gemeinschaftliche Vereinbarungen
Der Konzernabschluss beinhaltet auch den OMV Anteil an den Vermögenswerten, Verbindlichkeiten sowie Erträgen und Aufwendungen der gemeinschaftlichen Tätigkeiten im Sinne von IFRS 11.
Wesentliche gemeinschaftliche Explorations- und Produktionsaktivitäten werden im Rahmen nicht gesellschaftsrechtlicher sonstiger Vereinbarungen, welche die Kriterien für gemeinsame Führung nach IFRS 11 nicht erfüllen, ausgeführt.
Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die für eine Beherrschung erforderliche Mindeststimmenanzahl durch mehr als eine Kombination an involvierten Partnern, die sich einig sind, erlangt werden kann. Solche Vereinbarungen fallen aus dem Anwendungsbereich von IFRS 11 und werden entsprechend den anwendbaren IFRS bilanziert.
Der Ankauf eines zusätzlichen Anteils an dem Gemeinschaftsunternehmen Trans Austria Gasleitung GmbH (TAG), Wien, führte zur erstmaligen at-equity Konsolidierung der Gesellschaft beginnend mit 1. Oktober 2014.
| Name | Haupttätigkeit | Geschäfts bereich |
Sitz | %-Anteile 2014 |
%-Anteile 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Pohokura | Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen | E&P | Neuseeland | 26 | 26 |
| Onshore-Entwicklung und Produktion von | |||||
| Latif | Kohlenwasserstoffen | E&P | Pakistan | 33 | 33 |
| Onshore-Entwicklung und Produktion von | |||||
| Mehar | Kohlenwasserstoffen | E&P | Pakistan | 59 | 59 |
| Neptun | Offshore-Exploration nach Kohlenwasserstoffen | E&P | Rumänien | 50 | 50 |
| Cherouq | Onshore-Exploration nach Kohlenwasserstoffen | E&P | Tunesien | 50 | 50 |
| Nawara | Onshore-Exploration nach Kohlenwasserstoffen | E&P | Tunesien | 50 | 50 |
| Cambo | Offshore-Exploration nach Kohlenwasserstoffen | E&P | Großbritannien | 48 | 15 |
| Offshore-Exploration nach und Entwicklung von | |||||
| Rosebank | Kohlenwasserstoffreserven | E&P | Großbritannien | 50 | 50 |
| Offshore-Entwicklung von | |||||
| Schiehallion | Kohlenwasserstoffreserven | E&P | Großbritannien | 12 | 12 |
| Block S-2 | Onshore-Exploration nach Kohlenwasserstoffen | E&P | Jemen | 44 | 44 |
| Bayernoil | Raffinieren von Kohlenwasserstoffen | R&M | Deutschland | 0 | 45 |
| Marmara | Lager für Mineralölprodukte | R&M | Türkei | 45 | 90 |
Wesentliche gemeinschaftliche Tätigkeiten (IFRS 11)
OMV hat keine Beherrschung über die gemeinschaftliche Tätigkeit Mehar, da für die Entscheidungen der maßgeblichen Tätigkeiten mindestens 76% der Stimmrechte erforderlich sind.
| Anteile an anderen wesentlichen Tätigkeiten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Name | Haupttätigkeit | Geschäfts bereich |
Sitz | %-Anteile 2014 |
% Anteile 2013 |
| Nafoora - Augila | Onshore-Entwicklung von Kohlenwasserstoffreserven |
E&P | Libyen | 25 1) | 25 1) |
| Concession 103 | Onshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen |
E&P | Libyen | 25 1) | 25 1) |
| NC 115 | Onshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen |
E&P | Libyen | 30 1) | 30 1) |
| NC 186 | Onshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen |
E&P | Libyen | 24 1) | 24 1) |
| Maari | Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen | E&P | Neuseeland | 69 | 69 |
| Aasta Hansteen | Offshore-Entwicklung von Kohlenwasserstoffreserven |
E&P | Norwegen | 15 | 15 |
| Edvard Grieg | Offshore-Entwicklung von Kohlenwasserstoffreserven |
E&P | Norwegen | 20 | 20 |
| Gudrun | Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen | E&P | Norwegen | 24 | 24 |
| Gullfaks | Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen | E&P | Norwegen | 19 | 19 |
1) Anteil von OMV an der Beteiligung der internationalen Partner am Explorations- und Produktionsteilungsvertrag (EPSA) (siehe Anhangangabe 4.3e)
Bei der gemeinschaftlichen Tätigkeit Maari gibt es mehr als eine Kombination der Parteien, welche die notwendige Mehrheit (75%) für die Entscheidung der maßgeblichen Tätigkeiten sicherstellt, daher ist keine Beherrschung gegeben.
Für Details zu den at-equity bewerteten Beteiligungen siehe Anhangangabe 14 "At-equity bewerteten Bewegungen".
Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen
Der OMV Konzern verkauft seit Februar 2013 im Rahmen eines Securitization-Programms Lieferforderungen an Carnuntum Ltd. mit Sitz in Dublin.
Zum 31. Dezember 2014 wurden von OMV in den sonstigen Forderungen ausgewiesenen Seller Participation Notes in Höhe von EUR 129 Mio (2013: EUR 111 Mio) und Complementary Notes in Höhe von EUR 0 Mio (2013: EUR 46 Mio) gehalten, welche das maximale Verlustrisiko aus dem Securitization-Programm darstellen.
Die beizulegenden Zeitwerte der Seller Participation Notes und der Complementary Notes entsprechen deren Buchwerten. Eine Loss Reserve und eine Beteiligung durch einen Drittinvestor sind gegenüber der Seller Participation Note nachrangig. Die Complementary Notes sind im gleichen Rang wie die durch das Programm ausgegebenen Senior Notes. Das beim OMV Konzern verbleibende Risiko ist nicht signifikant, weshalb die veräußerten Lieferforderungen zur Gänze ausgebucht wurden. Die Forderungen werden zu ihrem Nominalbetrag abzüglich eines Kaufpreisabschlags verkauft. Die Kaufpreisabschläge, die 2014 in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht wurden, beliefen sich in Summe auf EUR 39 Mio (2013: EUR 37 Mio). Die Zinserträge auf die in Carnuntum Ltd. gehaltenen Notes betrugen 2014 EUR 4 Mio (2013: EUR 3 Mio). Weiters erhält OMV ein Serviceentgelt für das Debitorenmanagement der verkauften Forderungen.
OMV hat Carnuntum Ltd. nicht finanziell oder auf andere Weise unterstützt und beabsichtigt dies auch in Zukunft nicht.
1) Erstmals anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen mit Ausnahme der nachfolgenden Ände-
rungen jenen des vorangegangenen Geschäftsjahrs.
Die folgenden neuen bzw. überarbeiteten Standards, einschließlich Folgeänderungen in anderen Standards, zur Bilanzierung von Beteiligungen an anderen Unternehmen wurden mit Erstanwendungszeitpunkt 1. Jänner 2014 angewandt:
- IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IAS 27 "Einzelabschlüsse": IFRS 10 begründet ein einheitliches Beherrschungskonzept, welches auf alle Unternehmenstypen Anwendung findet und ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 zur Konzernrechnungslegung. Der Standard hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss des OMV Konzerns.
- IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen": IFRS 11 ist für jene Vereinbarungen anwendbar, die gemeinschaftlich geführt werden. Gemeinschaftliche Führung ist gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung aller Parteien oder einer Gruppe von Parteien erfordern. Abhängig vom Zugang zu Vermögenswerten und Verpflichtung für Schulden unterscheidet der Standard zwischen gemeinschaftlichen Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen. Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten hat ein gemeinschaftlicher Betreiber seine Rechte auf Vermögenswerte, Verpflichtungen für Schulden und seinen Anteil an Erlösen und Aufwendungen zu bilanzieren. Für Gemeinschaftsunternehmen hat ein Partnerunternehmen das Nettovermögen nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit IAS 28 zu bilanzieren. IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen", der die "Quoten"-Konsolidierung erlaubt hat, wurde abgeschafft und durch den neuen Standard ersetzt.
Die Anwendung des IFRS 11 führte zu einer retrospektiven Änderung der Bilanzierung der Beteiligung an BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH. Diese Vereinbarung ist in erster Linie auf die Lieferung von Produkten an die Parteien, welche gemeinsame Führung ausüben, ausgerichtet. Dies weist darauf hin, dass die Parteien Rechte am im Wesentlichen gesamten wirtschaftlichen Nutzen der Vermögenswerte haben. Bis zur Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte zum 31. Dezember 2013 wurde dieses gemeinschaftlich geführte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet. Gemäß IFRS 11 wurde diese Beteiligung als gemeinschaftliche Tätigkeit eingestuft. Dementsprechend wurde der Anteil an den Vermögenswerten und Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen retrospektiv zum 1. Jänner 2013 im Konzernabschluss des OMV Konzerns berücksichtigt. Die neuen Vorschriften haben keine Auswirkung auf den Konzern-Jahresüberschuss und das Eigenkapital, die Änderungen wirken sich allerdings auf bestimmte Positionen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernbilanz sowie auf die Konzern-Cashflow-Rechnung aus.
4 Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze
Die folgenden Tabellen fassen die Auswirkungen der rückwirkenden Anwendung von IFRS 11 auf die Vorjahreswerte zusammen:
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | EUR Mio | ||
|---|---|---|---|
| Angepasst 2013 |
Berichtet 2013 |
Δ | |
| Umsatzerlöse | 42.414 | 42.415 | -1 |
| Direkte Vertriebskosten | -343 | -343 | 0 |
| Umsatzkosten | -37.699 | -37.723 | 24 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 4.371 | 4.348 | 23 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 705 | 704 | 1 |
| Vertriebsaufwendungen | -980 | -963 | -17 |
| Verwaltungsaufwendungen | -427 | -418 | -9 |
| Explorationsaufwendungen | -513 | -513 | 0 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -17 | -17 | 0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -537 | -425 | -113 |
| Betriebserfolg | 2.602 | 2.717 | -114 |
| Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen | 170 | 163 | 6 |
| Dividendenerträge | 11 | 11 | 0 |
| Zinserträge | 67 | 67 | 0 |
| Zinsaufwendungen | -304 | -300 | -4 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -255 | -367 | 113 |
| Finanzerfolg | -311 | -427 | 115 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2.291 | 2.290 | 1 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -562 | -561 | -1 |
| Jahresüberschuss | 1.729 | 1.729 | 0 |
Konzernbilanz EUR Mio
| Angepasst | Berichtet | Δ | |
|---|---|---|---|
| 31. Dez. | 31. Dez. | ||
| 2013 | 2013 | ||
| Langfristiges Vermögen | 23.641 | 23.641 | 0 |
| Kurzfristiges Vermögen | 7.564 | 7.564 | 0 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen | 643 | 582 | 62 |
| Summe Aktiva | 31.848 | 31.786 | 62 |
| Eigenkapital | 14.545 | 14.545 | 0 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 8.894 | 8.894 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 8.257 | 8.257 | 0 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten | 151 | 89 | 62 |
| Summe Passiva | 31.848 | 31.786 | 62 |
| Verkürzte Cashflow-Rechnung | EUR Mio | ||
|---|---|---|---|
| Angepasst | Berichtet | Δ | |
| 2013 | 2013 | ||
| Jahresüberschuss | 1.729 | 1.729 | 0 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 2.289 | 2.246 | 43 |
| Latente Steuern | -131 | -131 | 0 |
| Verluste (+)/Gewinne (-) aus Abgängen von Anlagevermögen | 17 | 17 | 0 |
| Nettoveränderung langfristiger Rückstellungen | -38 | -41 | 2 |
| Sonstige Änderungen | -389 | -383 | -6 |
| 3.476 | 3.437 | 39 | |
| Verminderung (+)/Erhöhung (-) von Vorräten | 108 | 109 | 0 |
| Verminderung (+)/Erhöhung (-) von Forderungen | 7 | 9 | -2 |
| Erhöhung (+)/Verminderung (-) von Verbindlichkeiten | 536 | 560 | -24 |
| Erhöhung (+)/Verminderung (-) von kurzfristigen Rückstellungen | -5 | -4 | 0 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 4.124 | 4.110 | 13 |
| Investitionen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -4.768 | -4.755 | -13 |
| Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | -48 | -48 | 0 |
| Veräußerungen | |||
| Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 89 | 89 | 0 |
| Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten | |||
| abzüglich liquider Mittel | 746 | 746 | 0 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -3.981 | -3.968 | -13 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -641 | -641 | 0 |
| Währungsdifferenz auf liquide Mittel | -24 | -24 | 0 |
| Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel | -522 | -522 | 0 |
| Liquide Mittel Jahresbeginn | 1.227 | 1.227 | 0 |
| Liquide Mittel Jahresende | 705 | 705 | 0 |
Die Vergleichszahlen für 2013 in den einzelnen Anhangangaben wurden ebenfalls entsprechend angepasst.
IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen": Dieser neue Standard fasst alle Angabeverpflichtungen für Tochtergesellschaften, assoziierte und gemeinschaftlich geführte Unternehmen sowie für nicht konsolidierte strukturierte Einheiten zusammen. Er ersetzt die entsprechenden Regelungen in den Standards IAS 27, IAS 28 und IAS 31. IFRS 12 erforderte neue Anhangangaben (siehe Anhangangaben 3, 14 und 21), hatte aber keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Des Weiteren wurden folgende Änderungen von Standards und Interpretationen, die keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzern-Bilanz oder –Gewinn- und Verlustrechnung hatten, erstmals 2014 im Konzern angewandt:
- Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten": Die Änderungen klären die Bedeutung des Saldierungskriteriums "hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Rechtsanspruch auf Verrechnung" und die Anwendung der Saldierungsvorschriften in IAS 32 auf nicht simultane Brutto-Verrechnungssysteme (wie beispielsweise zentrale Clearing-Stellen).
- Änderungen an IAS 39 "Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung": Diese Änderung schafft eine Ausnahme zu den Regeln zur Beendigung der Sicherungsbilanzierung für bestimmte Fälle, in denen eine Änderung der Gegenpartei des Sicherungsinstruments erfolgt, um eine Abwicklung für dieses Instrument zu erreichen.
IFRIC 21 "Abgaben": IFRIC 21 stellt klar, dass Verpflichtungen zur Zahlung einer Abgabe anzusetzen sind, wenn das in der Gesetzgebung verpflichtende Ereignis eintritt. Für Schulden zur Zahlung einer Abgabe, die an das Erreichen eines bestimmten Schwellenwerts geknüpft sind, wird weiters festgelegt, dass sie erst dann im Abschluss zu erfassen sind, wenn der Schwellenwert erreicht ist. Die Interpretation ist in der EU für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Der OMV Konzern hat sich für eine vorzeitige Anwendung dieser Interpretation entschieden.
2) Noch nicht verpflichtend anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards
Die folgenden neuen Standards und Überarbeitungen, die bereits veröffentlicht aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten sind, wurden vom OMV Konzern nicht angewandt. Teilweise ist die Anerkennung dieser Standards durch die EU noch ausständig.
IFRS 9 "Finanzinstrumente": Im Juli 2014 schloss das IASB sein Projekt zur Ablösung von IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" mit der Veröffentlichung der finalen Version von IFRS 9 "Finanzinstrumente" ab. IFRS 9 sieht neue Grundsätze zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten auf Basis der Zahlungsstromeigenschaften und des Geschäftsmodells, nach dem sie gesteuert werden, vor. Weiters wird ein neues Modell zur Wertberichtigung von finanziellen Vermögenswerten, das auf die erwarteten Kreditausfälle abstellt, eingeführt. Darüber hinaus wurden die Vorschriften zur Sicherungsbilanzierung mit dem Ziel, die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser abzubilden und die Effektivitätsmessung zu vereinfachen, geändert.
Die Anwendung von IFRS 9 kann zu Änderungen in der Bewertung und dem Ausweis von bestimmten Finanzinstrumenten führen. Die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen führen generell zu einem früheren Ansatz von Kreditausfällen. Mit dem neuen Standard werden möglicherweise mehr Sicherungsstrategien die Kriterien für die Anwendung der Sicherungsbilanzierung erfüllen. IFRS 9 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung dieses Abschlusses war der Standard von der EU noch nicht übernommen. Der OMV Konzern prüft derzeit, welche Auswirkungen eine Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss hat, und entscheidet über eine vorzeitige Anwendung nach Übernahme durch die EU.
IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden": IFRS 15 wurde im Mai 2014 vom IASB veröffentlicht. Dieser Standard ersetzt alle derzeit bestehenden Vorschriften zur Umsatzrealisierung und ist auf alle Kundenverträge anzuwenden. Nach dem neuen Standard soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen im Tausch für diese Güter und Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält. Der Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2017 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.
Der OMV Konzern prüft derzeit, welche Auswirkungen eine Anwendung von IFRS 15 auf den Konzernabschluss hat und wird den Zeitpunkt der Erstanwendung sowie die Übergangsmethode festlegen. Entscheidende Erwägungen für Öl- und Gasunternehmen sind beispielsweise die Bilanzierung von Over- bzw. Underlifts im E&P-Geschäft sowie Leistungsverpflichtungen aus langfristigen Lieferverträgen wie Take-or-pay-Verträge im R&Mund G&P-Geschäft. Da der OMV Konzern die Sales-Methode, die generell im Einklang mit IFRS 15 gesehen wird, anwendet, wird keine Auswirkung auf die Bilanzierung von Over- bzw. Underlifts erwartet. Langfristige Lieferverträge sind in Hinblick auf die Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, die Bestimmung des Transaktionspreises und die Verteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtungen im Detail zu analysieren. Bei Take-or-pay-Verträgen sind insbesondere die neuen Vorschriften zu nicht ausgeübten Kundenrechten zu berücksichtigen.
IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten": IFRS 14 gestattet einem Unternehmen, das ein IFRS-Erstanwender ist, mit einigen begrenzten Einschränkungen, regulatorische Abgrenzungsposten weiter zu bilanzieren, die es nach seinen vorher angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen in seinem Abschluss erfasst hat. Dies gilt sowohl im ersten IFRS-Abschluss als auch in den Folgeabschlüssen. Regulatorische Abgrenzungsposten und Veränderungen müssen im Abschluss separat ausgewiesen werden. Außerdem sind bestimmte Angaben vorgeschrieben. Das Datum des Inkrafttretens dieses Standards ist der 1. Jänner 2016. IFRS 14 ist nur für IFRS-Erstanwender anwendbar und hat deshalb keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss des OMV Konzerns.
Änderungen zu IFRS 11 "Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten": Diese Überarbeitung verlangt, dass der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellt, im Umfang seiner Beteiligung die Grundsätze des IFRS 3 anwendet. Die aktuelle Bilanzierungsmethode im OMV Konzern ist, die Anschaffungskosten in Analogie zu IAS 16 - unabhängig davon, ob die gemeinschaftliche Tätigkeit einen Geschäftsbetrieb darstellt, auf die einzelnen Vermögenswerte zu verteilen. Transaktionskosten werden aktiviert und latente Steuern werden gemäß der Ausnahmebestimmungen für den erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten in IAS 12 nicht angesetzt. Mit dem geänderten IFRS 11 wird der Umfang von Transaktionen, die entsprechend den Vorschriften des IFRS 3 bilanziert werden, erweitert. Die Änderungen werden prospektiv angewendet. Der Zeitpunkt der verpflichtenden Erstanwendung ist der 1. Jänner 2016. Im OMV Konzern ist keine vorzeitige Anwendung dieser Änderungen geplant.
Weiters wurden die folgenden Änderungen an Standards, von denen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss des OMV Konzerns erwartet werden, herausgegeben.
| Datum des Inkrafttretens | |
|---|---|
| Änderungen von Standards bzw. Interpretationen | laut IASB |
| Änderungen zu IAS 19: Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge | 1. Juli 2014 |
| "Annual Improvements to IFRSs" 2010-2012 | 1. Juli 2014 |
| "Annual Improvements to IFRSs" 2011-2013 | 1. Juli 2014 |
| Änderungen zu IAS 1 "Disclosure Initiative" | 1. Jänner 2016 |
| Änderungen zu IAS 16 und IAS 38: Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden | 1. Jänner 2016 |
| Änderungen zu IAS 16 und IAS 41: Landwirtschaft: fruchttragende Gewächse | 1. Jänner 2016 |
| Änderungen zu IAS 27 Equity-Methode in Einzelabschlüssen | 1. Jänner 2016 |
| "Annual Improvements to IFRSs" 2012-2014 | 1. Jänner 2016 |
| Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten | |
| zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture | 1. Jänner 2016 |
| Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der | |
| Konsolidierungsausnahme | 1. Jänner 2016 |
3) Überblick über Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
a) Unternehmenszusammenschlüsse
Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden erfasst und mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Es wird für jeden Unternehmenszusammenschluss einzeln entschieden, ob die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil der bilanzierten Beträge des identifizierbaren Nettovermögens bewertet werden. Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen und gegebenenfalls dem beizulegenden Zeitwert des zuvor von OMV am erworbenen Unternehmen gehaltenen Eigenkapitalanteils über das zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Nettovermögen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte erfasst und mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung überprüft. Jede Wertminderung wird sofort ergebniswirksam berücksichtigt. Eine spätere Wertaufholung findet nicht statt.
b) Ertragsrealisierung
Grundsätzlich werden Erträge nach Erbringung der Lieferungen oder Leistungen und nach Anerkenntnis durch den Kunden realisiert, wenn der Wert der Forderung feststeht oder bestimmbar und die Einbringlichkeit wahrscheinlich ist. Im Speziellen werden in E&P-Erträge dann berücksichtigt, wenn das Produkt geliefert ist und Risiko und Eigentum auf den Kunden übergegangen sind. In G&P werden Verkäufe aus langfristigen Verträgen mit der Lieferung realisiert. Zusätzliche Erdgas-Mengen aus diesen Verträgen werden nach Anerkenntnis durch den Kunden vereinnahmt. Erträge aus dem Erdgasspeicher-Geschäft werden auf Basis von kommittierten Speicher- und Entnahmeraten realisiert. Ebenso werden Erträge aus dem Gastransport auf Basis kommittierter Mengen vereinnahmt. Umsatzerlöse aus Stromlieferungen werden zum Zeitpunkt der Erbringung realisiert. Im Tankstellen-Geschäft werden die Erträge bei eigenen Tankstellen mit der Abgabe an den Kunden vereinnahmt. Bei Tankstellen, die nicht im Eigentum des Konzerns stehen, erfolgt die Ertragsrealisierung mit der Lieferung an die Tankstellen. Prämiengutschriften in Zusammenhang mit Kundenbindungsprogrammen, die im Geschäftsbereich R&M ausgeführt werden, werden als eigenständige Komponente der Verkaufstransaktion, in der sie gewährt werden, erfasst. Die erhaltene Gegenleistung wird zwischen den verkauften Produkten und gewährten Prämiengutschriften aufgeteilt. Der beizulegende Zeitwert der ausgegebenen Punkte wird abgegrenzt und zum Zeitpunkt der Einlösung der Punkte als Ertrag erfasst. Sofern Warentermingeschäfte zu Handelszwecken und nicht mit dem Ziel der physischen Lieferung eingestuft werden, werden die entsprechenden Umsätze und Umsatzkosten netto innerhalb der Umsatzerlöse ausgewiesen.
c) Explorationsaufwendungen
Explorationsaufwendungen betreffen ausschließlich den Geschäftsbereich E&P und umfassen jene Kosten, die in Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen. Dazu zählen u.a. geologische und geophysikalische Kosten für die Identifikation und Untersuchung von Gebieten mit möglichen Öl- und Gasreserven sowie Exploration betreffende Verwaltungs-, Rechts- und Beratungskosten. Des Weiteren umfasst diese Position alle Wertminderungen von Explorationsbohrungen, die keine sicheren Reserven nachweisen konnten. Planmäßige Abschreibungen von fündigen Explorationsbohrungen sind Bestandteil der Umsatzkosten.
d) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
Unter den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) sind alle direkten und indirekten Material- und Personalkosten sowie Kosten für Fremdleistungen ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der gezielten Suche nach neuen Erkenntnissen hinsichtlich der Entwicklung und wesentlichen Verbesserung von Produkten, Leistungen oder Prozessen und im Zusammenhang mit Forschungsaktivitäten anfallen. Die im Zusammenhang mit Forschung in einer Periode anfallenden Ausgaben sind immer F&E-Aufwand der Periode. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 erfüllt sind.
Erhaltene Zuschüsse von Dritten werden grundsätzlich im sonstigen operativen Ertrag ausgewiesen. Wurden diese Zuschüsse für Projekte oder Leistungen gewährt, werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieser Vermögenswerte entsprechend gekürzt, sofern es sich um Zuwendungen der öffentlichen Hand handelt. Bei von Kunden erhaltenen Zuschüssen werden die Erlöse über die Leistungsperiode verteilt erfasst, wenn eine Dienstleistungsverpflichtung besteht. Besteht keine Leistungsverpflichtung, wird der gesamte Ertrag sofort realisiert.
e) Explorations- und Produktionsteilungsverträge
Ein Explorations- und Produktionsteilungsvertrag (Exploration and Production Sharing Agreement, EPSA) ist eine Vertragsform bei Erdöl- und Erdgaslizenzen, bei der sich eine oder mehrere Erdölfirmen und das Gastland bzw. die nationale Ölgesellschaft die Erdöl- bzw. Erdgasproduktion nach einem festgelegten Schlüssel teilen. Explorationsaufwendungen werden dabei grundsätzlich von den Ölgesellschaften bestritten und nur im Erfolgsfall vom Staat oder der nationalen Ölfirma in Form des sogenannten "cost oil" erstattet. In bestimmten EPSA-Verträgen stellen die dem Gastland/der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteile an der Produktion eine Form der Ertragsbesteuerung dar. In solchen Fällen werden sie dementsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertragsteueraufwand dargestellt.
f) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und, soweit abnutzbar, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten beinhalten direkt zurechenbare Kosten aus Großinspektionen und Generalüberholungen von Großanlagen, hauptsächlich in R&M, die in der Periode, in der sie anfallen, aktiviert und entsprechend der Komponentenabschreibungsmethode bis zur nächsten Anlagenüberholung bzw. -inspektion linear abgeschrieben werden. Kosten für bedeutende Ersatzteile werden aktiviert und die Buchwerte der ersetzten Teile ausgebucht. Kleinere Instandhaltungsleistungen und Reparaturen werden im Jahr des Anfallens als Aufwand gebucht.
Bei immateriellen Vermögenswerten wird zwischen Vermögenswerten mit begrenzter und unbegrenzter Nutzungsdauer unterschieden. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer und Geschäfts- und Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Wertminderungen überprüft. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer sowie abnutzbares Sachanlagevermögen werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf Wertminderungen überprüft, wenn ein Indikator für eine Wertminderung vorliegt.
Mit Ausnahme der E&P-Aktivitäten, die weitgehend nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben werden, erfolgt die planmäßige Abschreibung linear. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die planmäßigen Abschreibungen sowie Wertminderungen bei Tankstellen im Vertriebsaufwand, bei Explorationsvermögen im Explorationsaufwand und bei sonstigen Vermögenswerten unter Umsatzkosten bzw. den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.
| Jahre | |
|---|---|
| Unbestimmt | |
| 3–5 | |
| 5–20 bzw. Vertragslaufzeit | |
| Öl- bzw. Gasvermögen | Unit-of-Production-Methode |
| Gasleitungen | 30 |
| Gaskraftwerke | 8–30 |
| Windkraftanlagen | 10–20 |
| Hochbehälter | 40 |
| Verarbeitungsanlagen | 25 |
| Leitungssysteme | 20 |
| Tankstellen | 5–20 |
| 20–50 | |
| 10–20 | |
| 5–10 | |
| Immaterielle Vermögenswerte Bereichsspezifische Sachanlagen Produktions- und Verwaltungsgebäude Betriebs- und Geschäftsausstattung |
g) Öl- und Gasvermögen
E&P-Aktivitäten werden nach der Successful-Efforts-Methode bilanziert. Der Erwerb von geologischen und geophysikalischen Studien vor der Auffindung von sicheren Reserven wird im Periodenaufwand erfasst. Die Kosten einer Bohrung werden bis zu dem Zeitpunkt der Feststellung, ob potenziell wirtschaftlich förderbare Öl- oder Gasreserven vorliegen, aktiviert und als immaterielle Vermögenswerte dargestellt. Nicht wirtschaftlich fündige Bohrungen werden aufwandswirksam erfasst. Ist die wirtschaftliche Fündigkeit noch nicht geklärt, bleiben die Kosten einer Explorationsbohrung aktiviert, solange die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
- Durch die Bohrung wurden ausreichend Öl- oder Gasreserven gefunden, welche eine Fertigstellung als Produktionsbohrung rechtfertigen würden.
- Es werden ausreichende Fortschritte hinsichtlich der Einschätzung der wirtschaftlichen und technischen Realisierbarkeit für die Aufnahme der Feldentwicklung in naher Zukunft gemacht.
Zum Jahresende werden noch nicht fertiggestellte Bohrungen, die sich nach dem Bilanzstichtag als nicht fündig herausstellen, als nicht zu berücksichtigende Ereignisse behandelt, d.h. die Kosten für die Explorationsbohrung bleiben zum jeweiligen Periodenende aktiviert und werden in der Folgeperiode als Aufwand verbucht. Informationen über zu berücksichtigende Ereignisse sind in Anhangangabe 37 enthalten.
Lizenzanschaffungskosten sowie aktivierte Vermögenswerte aus Exploration und Evaluierung werden in der Regel nicht planmäßig abgeschrieben, solange sie im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen, aber auf Wertminderung überprüft. Sobald es sich um sichere und wirtschaftlich gewinnbare Mineralölvorkommen handelt, werden die damit im Zusammenhang stehenden Vermögenswerte in das Sachanlagevermögen umgegliedert. Entwicklungskosten für die Errichtung von Infrastruktureinrichtungen wie Ölplattformen und Pipelines sowie für Entwicklungsbohrungen werden innerhalb des Sachanlagevermögens aktiviert. Mit Produktionsbeginn erfolgt eine planmäßige Abschreibung der aktivierten Kosten. Aktivierte Explorations- und Entwicklungsaufwendungen sowie Hilfseinrichtungen werden grundsätzlich produktionsabhängig auf Basis sicherer entwickelter Reserven abgeschrieben. Davon ausgenommen sind aktivierte Kosten für Aufsuchungsrechte sowie erworbene Reserven, die auf Basis der gesamten sicheren Reserven abgeschrieben werden.
h) Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten
Gemäß IAS 36 ermittelt der Konzern an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Vermögenswerten vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert und wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. In diesem Fall wird der Wertminderungstest auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorgenommen. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den jeweiligen erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben.
Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Die Cashflows werden aus den aktuellen Budget- und Planungsrechnungen abgeleitet, die für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, denen die einzelnen Vermögenswerte zugeordnet sind, separat erstellt werden.
Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten werden, falls vorhanden, kürzlich erfolgte Markttransaktionen herangezogen. Sind keine derartigen Transaktionen identifizierbar, wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Falls in einer Folgeperiode die Gründe für eine Wertminderung wegfallen, wird eine ergebniswirksame Zuschreibung erfasst. Der infolge einer Wertaufholung erhöhte Buchwert eines Vermögenswerts darf nicht den Buchwert übersteigen, der bestimmt worden wäre (abzüglich Abschreibungen), wäre in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden.
Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich (zum 31. Dezember) überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) bestimmt, der (denen) der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.
i) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert durch Verkauf und nicht durch fortgesetzte Nutzung erlöst werden soll. Voraussetzung für diese Klassifikation ist, dass der Verkauf als sehr wahrscheinlich eingeschätzt wird und der Vermögenswert bzw. die Gruppe von Vermögenswerten im derzeitigen Zustand zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist. Langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten, die als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert werden, werden mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben, wenn sie als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind.
j) Leasing
Der Konzern nutzt für seine verschiedenen Aktivitäten eine Reihe von Vermögenswerten auf der Grundlage von Leasingvereinbarungen. Diese Leasingverträge werden basierend auf den in IAS 17 dargelegten Regeln analysiert, um operatives Leasing von Finanzierungsleasingverhältnissen zu unterscheiden. Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt. Alle anderen werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert.
Finanzierungsleasingverträge werden mit dem Barwert der Mindestleasingverpflichtung oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die kürzere Leasingdauer abgeschrieben. Die aktivierten Kosten werden als Verbindlichkeit verbucht und künftige Leasingzahlungen werden in einen Zins- und einen Tilgungsteil aufgespalten.
Im Fall von Operating-Leasingverhältnissen werden die vereinbarten Leasingzahlungen linear auf die Vertragslaufzeit verteilt im Aufwand erfasst.
Leasingverträge werden von Servicevereinbarungen unterschieden, welche nicht das Recht auf Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts einräumen. Der Konzern hat langfristige Verträge über die Nutzung von Lagerkapazitäten, Pipeline- oder sonstigen Transportkapazitäten, oder Verträge über die Verarbeitung, Produktion oder Bearbeitung von Gütern abgeschlossen. Derartige Kapazitätsvereinbarungen werden nicht als Leasingverträge betrachtet, wenn es sich nicht um einzelne, spezifizierte Vermögenswerte handelt oder wenn das Recht, die Verwendung des zugrunde liegenden Vermögenswerts zu kontrollieren, nicht übertragen wird. Die vertraglichen Zahlungen werden dann in jener Periode als Aufwand gebucht, in welcher die Kapazitäten OMV vereinbarungsgemäß zur Verfügung stehen.
k) Assoziierte Unternehmen und gemeinsame Vereinbarungen
Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung hat. Für gemeinsame Vereinbarungen, d.h. Vereinbarungen, die der gemeinsamen Führung durch den OMV Konzern und einer oder mehreren weiteren Parteien unterliegen, erfolgt eine Einstufung als Gemeinschaftsunternehmen oder gemeinschaftliche Tätigkeit. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden haben.
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wobei die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt werden und in den Folgeperioden um den Anteil des Konzerns am Gewinn oder Verlust abzüglich erhaltene Dividenden und um den Anteil des Konzerns am sonstigen Ergebnis und anderen Änderungen im Eigenkapital angepasst werden.
Zu jedem Bilanzstichtag werden die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen auf objektive Hinweise für Wertminderungen überprüft. Falls Hinweise dafür vorliegen, wird der Betrag der Wertminderung als Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag und Buchwert des assoziierten Unternehmens oder des Gemeinschaftsunternehmens bestimmt und in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten, die es in erster Linie im E&P-Bereich gibt, werden die dem Konzern zuordenbaren Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen in den Konzernabschluss einbezogen. Werden Anteile an gemeinschaftlichen Tätigkeiten erworben, werden die Anschaffungskosten auf die einzelnen erworbenen Vermögenswerte verteilt. Transaktionskosten werden aktiviert und latente Steuern werden aufgrund der Ausnahmebestimmungen für den erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten gemäß IAS 12 nicht angesetzt.
l) Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte
Der OMV Konzern klassifiziert finanzielle Vermögenswerte beim Erstansatz in die folgenden drei Kategorien: Finanzielle Vermögenswerte at-fair-value-through-profit-or-loss, Ausleihungen und Forderungen sowie finanzielle Vermögenswerte available-for-sale. Die Klassifizierung hängt von Art und Zweck des finanziellen Vermögenswerts ab. Käufe und Verkäufe von Wertpapieren im Rahmen handelsüblicher Verträge werden zum Handelstag – jenem Tag, an dem sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen – bilanziert.
Wertpapiere werden als at-fair-value-through-profit-or-loss eingestuft, wenn sie zu Handelszwecken gehalten werden oder als at-fair-value-through-profit-or-loss designiert werden. Wertpapiere at-fair-value-through-profit-orloss werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und die resultierenden Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst.
Ausleihungen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Ob Wertminderungen von Ausleihungen und Forderungen vorliegen, wird auf Ebene des einzelnen Vermögenswerts als auch auf kollektiver Ebene, sofern die Ausleihungen und Forderungen einzeln nicht wesentlich sind, beurteilt.
Available-for-sale-Wertpapiere, die hauptsächlich Investmentfonds und Anleihen umfassen, werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden bis zur Realisierung unter Berücksichtigung der Steuereffekte gesondert im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Bei objektiven Anzeichen für eine Wertminderung werden Wertminderungen, einschließlich in Vorperioden im sonstigen Ergebnis erfasster Beträge, ergebniswirksam erfasst. Ein Wegfall des Wertminderungsgrunds wird bei Schuldinstrumenten bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vor Berücksichtigung der Wertminderung ergebniswirksam und bei Eigenkapitalinstrumenten ergebnisneutral erfasst.
Beteiligungen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen, deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bewertet.
Zu jedem Bilanzstichtag werden die finanziellen Vermögenswerte, die nicht als at-fair-value-through-profit-or-loss eingestuft sind, überprüft, ob es einen objektiven Hinweis darauf gibt, dass eine Wertminderung eingetreten ist. Als Hinweise für eine Wertminderung gelten beispielsweise Hinweise, dass ein Schuldner oder Emittent sich in erheblichen Schwierigkeiten befindet, Ausfall von Zahlungen, die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schuldner oder Emittent Konkurs anmeldet oder erhebliche, nachteilige Änderungen im technologischen, wirtschaftlichen, rechtlichen oder Marktumfeld eines Schuldners oder Emittenten. Im Fall von Eigenkapitalinstrumenten ist darüber hinaus ein signifikanter oder länger anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten ein Indikator für eine Wertminderung. Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder wenn er den Vermögenswert und alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Wenn der Konzern weder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen überträgt noch beibehält und weiterhin die Verfügungsmacht über die übertragenen Vermögenswerte hat, erfasst der Konzern seinen verbleibenden Anteil am Vermögen und eine entsprechende Verbindlichkeit in Höhe der möglicherweise zu zahlenden Beträge. Für den Fall, dass der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken eines übertragenen finanziellen Vermögenswerts zurück behält, erfasst der Konzern weiterhin den finanziellen Vermögenswert sowie ein besichertes Darlehen für die erhaltene Gegenleistung.
m) Derivative Finanzinstrumente
Derivative Instrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der den geschätzten Betrag widerspiegelt, den OMV zahlen oder erhalten müsste, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Für die Schätzung der Tageswerte von Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag werden Preisanbote von Banken oder entsprechende Preismodelle verwendet. Bei diesen Modellen werden die zum Bilanzstichtag geltenden Terminpreise und Wechselkurse sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung herangezogen. Die Erfassung unrealisierter Gewinne und Verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen wird angewandt.
Derivate, die die Voraussetzungen für die Verbuchung als Sicherungsgeschäft erfüllen und als solches designiert wurden, werden klassifiziert als (i) Fair-Value-Hedge, wenn das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines verbuchten Vermögenswerts oder einer verbuchten Verbindlichkeit abgesichert wird, oder (ii) Cashflow-Hedge, wenn das Risiko von Schwankungen der Cashflows, das sich aus einem speziellen, mit einer erfassten Forderung oder Verbindlichkeit oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko ergibt, abgesichert wird.
Bei Fair-Value-Hedges werden sowohl das Grundgeschäft hinsichtlich des abgesicherten Risikos als auch das derivative Sicherungsinstrument ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte im sonstigen Ergebnis erfasst, der ineffektive Teil hingegen wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Führt die Cashflow-Absicherung zu einem Vermögenswert oder zu einer Verbindlichkeit, werden die Beträge, die im sonstigen Ergebnis abgegrenzt wurden, im gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die abgesicherte Position das Jahresergebnis beeinflusst.
Verträge über den Kauf oder Verkauf von nicht-finanziellen Posten, die durch einen Nettoausgleich in bar oder anderen Finanzinstrumenten erfüllt werden können, werden als Finanzinstrumente behandelt. Werden solche Verträge jedoch für den Empfang oder die Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Konzerns geschlossen und weiter gehalten, werden sie als schwebende Geschäfte bilanziert. Auch wenn solche Verträge keine Finanzinstrumente sind, können sie eingebettete Derivate enthalten. Eingebettete Derivate werden getrennt vom Basisvertrag bilanziert, sofern die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind.
Unter anderem sind eingebettete Derivate derzeit hauptsächlich in langfristigen Gasverträgen enthalten. Diese eingebetteten Derivate gelten als eng mit den Basisverträgen verbunden, da es derzeit keinen aktiven Markt für derartige Mengen gibt. Aus diesem Grund werden diese Instrumente nicht von den jeweiligen Basisverträgen abgespalten.
n) Fremdkapitalzinsen
Fremdkapitalzinsen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind, werden bis zu dem Zeitpunkt aktiviert, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit sind. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, ergebniswirksam erfasst.
o) Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand – mit Ausnahme von Emissionszertifikaten (vgl. Anhangangabe 4 r) – werden als Ertrag erfasst oder kürzen die Anschaffungskosten des subventionierten Vermögenswerts, wenn hinreichende Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.
p) Vorräte
Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Anwendung des Durchschnittspreisverfahrens bzw. im Fall nicht austauschbarer Güter mit ihren individuellen Kosten und unter Berücksichtigung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Für die Ermittlung der Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Darüber hinaus werden produktionsbezogene Verwaltungskosten und Kosten für die betriebliche Altersvorsorge und freiwillige Sozialleistungen berücksichtigt. Im Raffineriebereich kommt ein Tragfähigkeitsprinzip zur Anwendung, wonach die Herstellungskosten den produzierten Produktgruppen nach deren jeweiligen Marktwerten am Ende der Periode zugeordnet werden.
Eine spezielle Bewertungsmethode wird für Vorräte angewandt, die entsprechend den Mindestlagerverpflichtungen in Österreich und der Türkei gehalten werden. Die gemäß österreichischem Erdölbevorratungsgesetz 2013 gehaltenen erhöhten Bestände an Rohöl und Ölprodukten werden mittels eines langfristigen, gewogenen Durchschnittspreisverfahrens auf Basis von Erdöläquivalenten bewertet. Eine ähnliche Methode, allerdings basierend auf Produktgruppen, wird in der Türkei angewandt. Die Pflichtnotstandsreserve übersteigende Mengen werden mit den aktuellen Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet.
Vorräte, die für Handelszwecke gehalten werden, werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Änderungen im beizulegenden Zeitwert, der beispielsweise auf Basis von Notierungen an Rohölund Gashandelsplätzen bestimmt wird, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
q) Liquide Mittel
Die liquiden Mittel umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und jederzeit disponible kurzfristige Veranlagungen mit geringem Verwertungsrisiko, welches dann gegeben ist, wenn die kurzfristige Verwertung mit einem vernachlässigbaren Kurs- und Zinsrisiko verbunden ist. Die Veranlagungen dürfen zum Anschaffungszeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten aufweisen.
r) Rückstellungen
Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn deren Eintritt wahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Einzelverpflichtungen werden mit jenem Betrag rückgestellt, der aufgrund einer bestmöglichen Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird, im Fall von langfristigen Verpflichtungen abgezinst auf den Barwert.
Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltrückstellungen: Im Zusammenhang mit den Kernaktivitäten des Konzerns entstehen regelmäßig Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen sowie zur Bodensanierung. Diese Rekultivierungsverpflichtungen sind vor allem im Bereich E&P (Öl- und Gassonden, obertägige Einrichtungen) und bei Tankstellen auf fremdem Grund von großer Bedeutung. Zum Zeitpunkt der Entstehung einer Verpflichtung wird für diese durch Passivierung des Barwerts der künftigen Rekultivierungsausgaben vollständig vorgesorgt. In gleicher Höhe wird ein Vermögenswert als Teil des Buchwerts des langlebigen Anlagevermögens aktiviert. Die Berechnung der Verpflichtung beruht grundsätzlich auf bestmöglichen Schätzungen. Das aktivierte Anlagevermögen wird im Geschäftsbereich R&M linear und im Geschäftsbereich E&P nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben. Die Verpflichtung ist bis zum Anlagenrückbau von Stichtag zu Stichtag aufzuzinsen. Für sonstige Umweltrisiken und -maßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich sind und das Ausmaß vernünftig schätzbar ist.
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Im OMV Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen trifft OMV nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt, wobei das Risiko im Zusammenhang mit diesen leistungsorientierten Pensionsplänen bei OMV verbleibt. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen Rechnung getragen.
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung des "Laufenden Einmalprämienverfahrens" (Projected-Unit-Credit-Methode) berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Pensionspläne und Verpflichtungen aus Abfertigungen werden vollständig zum Zeitpunkt ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis (OCI) ohne spätere Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung ("Recycling") berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Verpflichtungen für Jubiläumsgelder werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Der Netto-Zinsaufwand wird auf Basis der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Plänen ermittelt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Differenz zwischen den Erträgen auf das Planvermögen und dem im Netto-Zinsaufwand enthaltenen Zinsertrag auf das Planvermögen wird im sonstigen Ergebnis erfasst.
Restrukturierungsrückstellungen für freiwillige und verpflichtende Personallösungen werden gebucht, wenn ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, der den Betroffenen kommuniziert wurde und dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann. Freiwillige Änderungen in den Bezügevereinbarungen werden auf Basis der geschätzten Anzahl der Beschäftigten, die das Angebot der Gesellschaft annehmen, gebucht. Die im Rahmen von Einzelvereinbarungen betragsmäßig fixierten Lösungsverpflichtungen, die über einen feststehenden Zeitraum zur Auszahlung gelangen, werden mit dem Barwert der Verpflichtung ausgewiesen.
Von Regierungsstellen gratis zugeteilte CO2-Emissionszertifikate (im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems für Treibhausgas-Emissionszertifikate) reduzieren die finanziellen Verpflichtungen in Zusammenhang mit CO2-Emissionen. Rückstellungen werden nur für bestehende Unterdeckungen im Konzern gebildet (vgl. Anhangangabe 22).
s) Nicht-derivative Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bewertet werden, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Langfristige Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst.
t) Ertragsteuern und latente Steuern
Neben Körperschaftsteuern und Gewerbesteuern werden im OMV Konzernabschluss auch die für den Geschäftsbereich E&P typischen Steuern auf den Netto-Zahlungsstrom aus der Öl- und Gasproduktion wie z.B. die Petroleum Revenue Tax (PRT) in Großbritannien oder die jeweiligen Anteile des Landes/der nationalen Ölgesellschaft aus bestimmten EPSA-Verträgen (vgl. Anhangangabe 4.3 e) als Ertragsteuern behandelt und ausgewiesen.
Auf temporäre Differenzen werden latente Steuern berechnet und bilanziert. Temporäre Differenzen sind Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Wert und dem Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld in der Bilanz. Verlustvorträge werden im Rahmen der aktiven latenten Steuern berücksichtigt. Aktive latente Steuern werden in dem Umfang aktiviert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiger zu versteuernder Gewinn zur Verfügung stehen wird, gegen den die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, noch nicht genutzten Steuergutschriften und abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Falls die latente Steuer durch einen Unternehmenszusammenschluss entsteht, wird diese zum Zeitpunkt der Akquisition berechnet. Die das anteilige Nettovermögen übersteigende Restgröße wird ergebnisneutral als Firmenwert aktiviert.
Latente Steuern werden nicht angesetzt für:
- temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Schulden bei einem Geschäftsvorfall, bei dem es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt und der weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst,
- temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures, sofern der Konzern in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sie sich in absehbarer Zeit nicht auflösen werden und
- zu versteuernde temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts
Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht auf die Aufrechnung der Steuern besteht und die Steuern sich auf Steuersubjekte innerhalb der gleichen Steuerhoheit beziehen.
u) Long Term Incentive (LTI) Pläne, Matching Share Plan (MSP) und Strategic Incentive Plan (SIP)
Seit dem Jahr 2009 wurden LTI Pläne für die Vorstandsmitglieder, einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte und ausgewählte Mitarbeiter mit besonderem Entwicklungspotenzial ausgegeben. Ergänzend wurde 2013 ein MSP für die Vorstandsmitglieder eingeführt. An jedem Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien. 2014 wurde der Strategic Incentive Plan (SIP) den Vorstandsmitgliedern, ausgewählten Führungskräften und ausgewählten E&P-Experten gewährt. Der SIP basiert auf der Zuteilung virtueller Aktien, deren Gegenwert am Ende der Planlaufzeit in Abhängigkeit von der Erreichung definierter Leistungsziele bar ausbezahlt wird.
Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe von Modellen ermittelt, welche auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruhen. Bei Vergütungen mit Barausgleich werden Rückstellungen auf Basis der beizulegenden Zeitwerte über den Beobachtungszeitraum der Sperrfrist verteilt gebildet. Bei Vergütungen mit Ausgleich durch Aktien erfolgt die Gegenbuchung für die Bewegung in den kumulierten Kosten im Eigenkapital. Weitere Details zu den Plänen befinden sich in Anhangangabe 31.
5 Währungsumrechnung
Monetäre Fremdwährungspositionen werden mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag bewertet, wobei eingetretene Kursgewinne und -verluste ergebniswirksam erfasst werden.
Die Umrechnung der Abschlüsse von Gesellschaften, bei denen die funktionale Währung von der Konzernwährung abweicht, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Dabei werden Differenzen, die sich aus der Umrechnung von Bilanzpositionen zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, im sonstigen Ergebnis erfasst. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Periodendurchschnittskursen (Devisenmittelkurs) umgerechnet. Differenzen aus der Anwendung von Durchschnittskursen gegenüber aktuellen Stichtagskursen werden gleichfalls im sonstigen Ergebnis verbucht.
Folgende wesentliche Kurse wurden für die Währungsumrechnung in EUR herangezogen:
Währungsumrechnung
| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| Stichtag | Durchschnitt | Stichtag | Durchschnitt | |
| Australischer Dollar (AUD) | 1,483 | 1,472 | 1,542 | 1,378 |
| Bulgarischer Lew (BGN) | 1,956 | 1,956 | 1,956 | 1,956 |
| Neuer Rumänischer Leu (RON) | 4,483 | 4,444 | 4,471 | 4,419 |
| Neuseeland Dollar (NZD) | 1,553 | 1,600 | 1,676 | 1,621 |
| Norwegische Krone (NOK) | 9,042 | 8,354 | 8,363 | 7,807 |
| Pfund Sterling (GBP) | 0,779 | 0,806 | 0,834 | 0,849 |
| Tschechische Krone (CZK) | 27,735 | 27,536 | 27,427 | 25,980 |
| Türkische Lira (TRY) | 2,832 | 2,907 | 2,961 | 2,534 |
| Ungarischer Forint (HUF) | 315,540 | 308,706 | 297,040 | 296,873 |
| US Dollar (USD) | 1,214 | 1,329 | 1,379 | 1,328 |
In den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Personalaufwendungen enthalten:
| Personalaufwendungen | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Löhne und Gehälter | 1.075 | 988 |
| Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen | 9 | 32 |
| Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen (Pensionskassenbeiträge) | 25 | 19 |
| Nettoaufwendungen im Zusammenhang mit Personallösungen | 46 | 16 |
| Sonstiger Personal- und Sozialaufwand | 143 | 113 |
| Gesamt | 1.298 | 1.169 |
Die Gesamtaufwendungen für Pensionen, welche in den Positionen "Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen", "Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen" und "Nettoaufwendungen im Zusammenhang mit Personallösungen" enthalten sind, betrugen EUR 47 Mio (2013: EUR 38 Mio).
Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
| Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Planmäßige Abschreibungen | 1.962 | 1.648 |
| Wertminderungen | 1.096 | 577 |
| Gesamt | 3.058 | 2.224 |
2014 betrafen die Wertminderungen hauptsächlich Wertminderungen des Firmenwerts aus der Petrol Ofisi Akquisition (EUR 263 Mio in R&M und EUR 70 Mio in G&P), des Kraftwerks Brazi in Rumänien (EUR 144 Mio), der Vermögenswerte der Tasbulat-Ölfelder in Kasachstan (EUR 135 Mio) sowie Wertminderungen auf Tankstellennetze in Ungarn (EUR 27 Mio) und Serbien (EUR 14 Mio). Des Weiteren betrafen die Wertminderungen hauptsächlich trockene Explorationsbohrungen in Neuseeland (EUR 81 Mio), in den Färöer Inseln (EUR 48 Mio), in Gabun (EUR 44 Mio), in Norwegen (EUR 27 Mio), in Rumänien (EUR 14 Mio) und die Abschreibung einer Explorationslizenz in Tunesien (EUR 23 Mio) sowie Wertminderungen nicht erfolgreicher Generalbehandlungen und von veralteten und ersetzten Sachanlagen in Rumänien (EUR 102 Mio).
2013 betrafen Wertminderungen hauptsächlich trockene Explorationsbohrungen und Wertminderungen von Explorationslizenzen in Norwegen (EUR 86 Mio), in der Region Kurdistan im Irak (EUR 67 Mio), in Großbritannien (EUR 39 Mio) und in Rumänien (EUR 22 Mio). Des Weiteren beinhalten die Wertminderungen nicht erfolgreiche Generalbehandlungen sowie Wertminderungen von ersetzten Sachanlagen in Rumänien (EUR 81 Mio) und Wertminderungen für produzierende Felder in der Region Kurdistan im Irak (EUR 54 Mio) und in Tunesien (EUR 37 Mio). Darüber hinaus wurden Wertminderungen für den Gasspeicher Etzel in Deutschland (EUR 94 Mio) und für bestimmte Tankstellen in Österreich (EUR 17 Mio) erfasst.
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Wertminderungen wie folgt ausgewiesen: EUR 781 Mio (2013: EUR 282 Mio) in den Umsatzkosten, EUR 259 Mio (2013: EUR 255 Mio) im Explorationsaufwand, EUR 43 Mio (2013: EUR 35 Mio) im Vertriebsaufwand und EUR 13 Mio (2013: EUR 4 Mio) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
6 Gesamtkosteninformation
| 7 Sonstige betriebliche Erträge |
Sonstige betriebliche Erträge | 2014 | EUR Mio 2013 |
|---|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge | 314 | 705 | |
| [davon Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Sachanlagevermögen und | |||
| immateriellen Vermögenswerten] | [27] | [34] | |
| [davon Kursgewinne aus operativen Geschäften] | [103] | [45] | |
| 2014 umfassten die sonstigen betrieblichen Erträge unter anderem Gewinne aus der Übertragung vom Geschäfts |
betrieb in Bezug auf Betreibung und Wartung der TAG Pipeline an Trans Austria Gasleitung GmbH in Höhe von EUR 13 Mio sowie aus der Veräußerung von Gesellschaftsanteilen an der Marmara Depoculuk Hizmetleri Anonim Sirketi in Höhe von EUR 14 Mio.
2013 umfassten die sonstigen betrieblichen Erträge unter anderem den Gewinn aus dem Verkauf der LMG Lagermanagement GmbH in Höhe von EUR 440 Mio.
| 8 Sonstige | Sonstige betriebliche Aufwendungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| betriebliche | 2014 | 2013 | ||||||
| Aufwendungen | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 476 | 537 | |||||
| [davon Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen und immateriellen | ||||||||
| Vermögenswerten] | [30] | [43] | ||||||
| [davon Kursverluste aus operativen Geschäften] | [108] | [49] | ||||||
| [davon Personallösungskosten] | [46] | [16] |
2014 beinhaltet die Position Sonstige betriebliche Aufwendungen negative Effekte, die aus der Veräußerung von Bayernoil und damit verbundenen Geschäftsaktivitäten resultierten, in Höhe von EUR 37 Mio. 2013 beliefen sich die Verluste aus Veräußerungsaktivitäten auf EUR 17 Mio.
Das Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen enthält Erträge in Höhe von EUR 209 Mio (2013: EUR 170 Mio) sowie Aufwendungen in Höhe von EUR 29 Mio (2013: EUR 1 Mio). 9 Finanzerfolg
| Zinserträge | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Zinserträge aus Finanzinstrumenten available-for-sale | 3 | 3 |
| Zinserträge aus Ausleihungen, Forderungen und Bankeinlagen | 19 | 26 |
| Zinserträge auf abgezinste Forderungen | 11 | 28 |
| Sonstige Zinserträge | 0 | 10 |
| Zinserträge | 33 | 67 |
Die Zinserträge aus Ausleihungen und Forderungen enthalten Erträge aus wertgeminderten Forderungen in Höhe von EUR 0,5 Mio (2013: EUR 0,3 Mio).
Die Zinserträge auf abgezinste Forderungen enthalten Erträge aus der Aufzinsung von Forderungen aus Rekultivierungs- und sonstigen Umweltschutzmaßnahmen gegenüber dem rumänischen Staat. Sonstige Zinserträge beinhalten hauptsächlich die Auflösung einer Rückstellung für Zahlungsverzugszinsen in OMV Petrom SA.
| Zinsaufwendungen | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten at-fair-value-through-profit-or-loss | 0 | 1 |
| Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 169 | 183 |
| Zinsaufwendungen aus Rückstellungen | 134 | 118 |
| Zinsaufwendungen aus nicht finanziellen Verbindlichkeiten | 59 | 3 |
| Zinsaufwendungen | 362 | 304 |
Die Position Zinsaufwendungen aus Rückstellungen enthält Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsund Abfertigungsrückstellungen in Höhe von EUR 29 Mio (2013: EUR 31 Mio) sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Jubiläumsrückstellungen, Rückstellungen für Lösungskosten und Rückstellungen für andere Leistungen an Arbeitnehmer in Höhe von EUR 5 Mio (2013: EUR 9 Mio). Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen werden mit den Erträgen aus dem Planvermögen EUR 17 Mio (2013: EUR 18 Mio) saldiert dargestellt.
Darüber hinaus enthält diese Position auch die Zinskomponenten aus der Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen in Höhe von EUR 83 Mio (2013: EUR 71 Mio).
Die Position Zinsaufwendungen aus nicht finanziellen Verbindlichkeiten enthält 2014 hauptsächlich Verzugszinsaufwendungen in Zusammenhang mit einer Steuerprüfung für die Jahre 2009 und 2010 in OMV Petrom SA.
Das sonstige Finanzergebnis für die Berichtsperiode beinhaltete hauptsächlich Netto-Fremdwährungsgewinne aus Finanzinstrumenten in Höhe von EUR 16 Mio (2013: Verluste von EUR 117 Mio), Finanzierungskosten für Securitization und Factoring in Höhe von EUR 40 Mio (2013: EUR 40 Mio) ebenso wie sonstige Finanzierungskosten, hauptsächlich Bankkosten, die sich auf EUR 21 Mio (2013: EUR 22 Mio) beliefen.
Zusätzlich wurde das das sonstige Finanzergebnis 2013 von der Abschreibung von Vermögenswerten in Verbindung mit dem Nabucco West Projekt (EUR 58 Mio) belastet.
In der laufenden Periode wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von EUR 18 Mio (2013: EUR 21 Mio) aktiviert, welche mittels der Anwendung eines durchschnittlichen Zinssatzes von 1,2% (2013: 6,6%) auf den Buchwert bestimmt wurden. Es wurden keine Wechselkurseffekte aktiviert (2013: Wechselkursverlust in Höhe von EUR 49 Mio). Diese Beträge bezogen sich 2014 auf die Vermögenswerte in der Entwicklungsphase in Norwegen und Großbritannien und 2013 weitgehend auf Fremdfinanzierungen für den Bau des Kraftwerks Samsun in der Türkei.
10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Im Jahr 2014 wurden Aufwendungen aus Ertragsteuern in Höhe von EUR 264 Mio (2013: EUR 562 Mio) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, davon EUR 515 Mio laufende Steueraufwendungen (2013: EUR 693 Mio) und EUR 251 Mio Erträge aus latenten Steuern (2013: EUR 131 Mio).
Die Entwicklung der latenten Steuern kann folgender Tabelle entnommen werden:
| Entwicklung der latenten Steuern | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Saldo latente Steuern zum 1. Jänner | -272 | -479 |
| Saldo latente Steuern zum 31. Dezember 1) | -112 | -272 |
| Veränderung latente Steuern | 160 | 207 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern | 47 | -33 |
| Konsolidierungskreisänderungen, Kursdifferenzen | 43 | -43 |
| Latente Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung | 251 | 131 |
| Die latenten Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung setzen sich wie folgt zusammen: | ||
| Steuersatzänderung | 9 | -4 |
| Auflösung und Bildung von Wertberichtigungen zu latenten Steuern | -525 | -40 |
| Anpassungen bei den Verlustvorträgen (in den Vorjahren nicht berücksichtigte oder verfallene | ||
| Verlustvorträge sowie sonstige Anpassungen) | -19 | -11 |
| Umkehrung von temporären Differenzen inklusive Neubildung und Verbrauch von | ||
| Verlustvorträgen | 786 | 185 |
1) Einschließlich latenter Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden von EUR Null (2013: EUR 8 Mio)
Der Gesamtbetrag der direkt im sonstigen Ergebnis verbuchten Ertragsteuern belief sich auf EUR 52 Mio (2013: EUR -35 Mio), davon EUR 47 Mio latente Steuern (2013: EUR -33 Mio) und EUR 5 Mio laufende Ertragsteuern (2013: EUR -1 Mio).
2014 wurden Verlustvorträge von EUR 41 Mio (2013: EUR 78 Mio) verwertet, auf die eine Steuerlatenz von EUR 11 Mio (2013: EUR 26 Mio) entfiel.
Die OMV Aktiengesellschaft bildet eine Steuergruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz 1988, in der das steuerpflichtige Ergebnis aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften sowie Verluste einiger ausländischer Tochtergesellschaften (OMV AUSTRALIA PTY LTD, OMV (U.K.) Limited, OMV Slovensko s.r.o. und OMV Ceská republika s.r.o.) zusammengefasst wird.
Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich in Österreich steuerbefreit. Dividenden von EU- und EWR-Beteiligungen sowie von Tochtergesellschaften, die in einem Staat ansässig sind, mit welchem Österreich ein umfassendes Amtshilfeabkommen abgeschlossen hat, sind ebenfalls in der Regel von der österreichischen Körperschaftsteuer befreit, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Dividenden sonstiger ausländischer Beteiligungen, an denen der Konzern einen Anteil von 10% oder mehr besitzt und mindestens ein Jahr hält, sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit.
Das "Abgabenänderungsgesetz 2014" trat mit 1. März 2014 in Kraft. Die wesentlichste Änderung für OMV gab es im Bereich der Einkommensteuer, welche die verpflichtende Nachversteuerung innerhalb eines festgelegten Zeitraums von Auslandsverlusten aus Nicht-EU-Ländern, mit denen keine umfassende Amtshilfe besteht, zum Inhalt hatte.
Im Jahr 2014 wurde eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern für die österreichische Steuergruppe erfasst. Es wurden somit aktive latente Steuern der österreichischen Steuergruppe in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zeit ein zu versteuernder Gewinn zur Verfügung stehen wird, gegen den die abzugsfähigen temporären Differenzen verwendet werden können. Die Wertberichtigung wurde als latenter Steueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, ausgenommen in dem Umfang, in welchem die
aktiven latenten Steuern aus Geschäftsvorfällen oder Ereignissen herrührten, welche außerhalb des Gewinns oder Verlusts erfasst wurden, dies bedeutet im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital.
Bei der Ermittlung des Effektivsteuersatzes wird der Ertragsteueraufwand, soweit dem Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuordenbar, diesem gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende Steuersatz wird mit dem österreichischen Regelsteuersatz von 25% verglichen, und die wesentlichen Abweichungen werden analysiert.
| Steuerüberleitungsrechnung | % | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Körperschaftsteuersatz in Österreich | 25,0 | 25,0 |
| Steuereffekte durch: | ||
| Abweichende ausländische Steuersätze | 9,6 | -0,5 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 28,7 | 6,7 |
| Steuerfreies Einkommen | -26,3 | -4,9 |
| Steuersatzänderung | -1,0 | 0,2 |
| Permanente Effekte aus Verlustvorträgen | 0,2 | -0,1 |
| Steuerliche Beteiligungsabschreibung auf Ebene der Muttergesellschaft | -59,1 | -0,4 |
| Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern | 59,9 | 1,7 |
| Steuern betreffend Vorjahre | -7,7 | 1,2 |
| Sonstige | 0,9 | -4,4 |
| Effektivsteuersatz im Konzernabschluss | 30,1 | 24,5 |
Die nicht abzugsfähigen Aufwendungen 2014 umfassten im Wesentlichen permanente Effekte aus Abschreibungen und Wertminderungen im Zusammenhang mit Akquisitionen und Firmenwerten. Das steuerfreie Einkommen 2014 ist insbesondere auf Steuerbegünstigungen in Norwegen und in Großbritannien sowie auf Ergebnisbeiträge von at-equity bewerteten Beteiligungen zurückzuführen.
Der Anstieg der steuerlichen Beteiligungsabschreibung auf Ebene der Muttergesellschaft resultiert hauptsächlich aus steuerlichen Abschreibungen der Anteile an OMV Petrol Ofisi A.Ş. und OMV Petrom SA 2014. Gemäß österreichischem Körperschaftsteuergesetz kann dieser Aufwand jedes Jahr zu einem Siebentel geltend gemacht werden.
Die Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern wurde maßgeblich von den Wertberichtigungen in der österreichischen Steuergruppe beeinflusst.
| Gewinn je Aktie | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||||
| Den Aktionären | Durchschnittliche | Gewinn je | Den Aktionären | Durchschnittliche | Gewinn | |
| des Mutter | Anzahl an Aktien | Aktie | des Mutter | Anzahl an Aktien | je Aktie | |
| unternehmens | in EUR | unternehmens | in EUR | |||
| zuzurechnender | zuzurechnender | |||||
| Gewinn in EUR | Gewinn in EUR | |||||
| Mio | Mio | |||||
| Unverwässert | 357 | 326.251.752 | 1,09 | 1.162 | 326.222.266 | 3,56 |
| Verwässert | 357 | 327.272.727 | 1,09 | 1.162 | 327.272.727 | 3,55 |
Für die Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie wurde die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Aktien berücksichtigt, welche sich nach Umwandlung aller potenziellen Aktien mit Verwässerungseffekten ergeben würde. Dies umfasst 1.071.907 (2013: 1.256.373) Stück aus den Long Term Incentive und Matching Share Plänen zu gewährende Bonusaktien.
11 Gewinn je Aktie
Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Bilanz
12 Immaterielle Vermögenswerte
| Immaterielle Vermögenswerte | EUR Mio | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | Konzess ionen, Software, Lizenzen, Rechte |
Öl- und Gas vermögen mit nicht sicheren Reserven |
Firmenwert | Geleistete Anzahlungen |
Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| 1. Jänner 2014 | 1.656 | 1.981 | 1.086 | 8 | 4.731 |
| Währungsdifferenz | 41 | 126 | 71 | 0 | 238 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | — | — | — | 0 |
| Zugang | 84 | 662 | — | 1 | 747 |
| Zugang selbstgeschaffener Vermögenswerte | 0 | 5 | — | — | 5 |
| Umbuchung | 24 | -110 | — | -5 | -92 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen | 0 | -52 | — | — | -52 |
| Abgang | -12 | -81 | -79 | -4 | -176 |
| 31. Dezember 2014 | 1.793 | 2.531 | 1.079 | — | 5.403 |
| Entwicklung der Abschreibung | |||||
| 1. Jänner 2014 | 788 | 346 | — | — | 1.134 |
| Währungsdifferenz | 11 | 37 | 7 | — | 55 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | — | — | — | 0 |
| Planmäßige Abschreibung | 160 | 0 | — | — | 160 |
| Wertminderung | 20 | 259 | 342 | 0 | 621 |
| Umbuchung | 1 | 0 | — | — | 1 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen | 0 | — | — | — | 0 |
| Abgang | -9 | -9 | -79 | 0 | -97 |
| Zuschreibung | — | 0 | — | — | 0 |
| 31. Dezember 2014 | 971 | 633 | 270 | — | 1.875 |
| Buchwert 1. Jänner 2014 | 868 | 1.635 | 1.086 | 8 | 3.597 |
| Buchwert 31. Dezember 2014 | 822 | 1.898 | 808 | — | 3.528 |
| 2013 | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| 1. Jänner 2013 | 1.801 | 1.384 | 1.296 | 4 | 4.485 |
| Währungsdifferenz | -227 | -98 | -206 | -1 | -532 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 15 | -3 | — | 1 | 13 |
| Zugang | 91 | 1.003 | — | 6 | 1.101 |
| Zugang selbstgeschaffener Vermögenswerte | 2 | 2 | — | — | 3 |
| Umbuchung | 11 | -83 | — | -2 | -73 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen | -20 | — | -4 | 0 | -25 |
| Abgang | -17 | -223 | — | 0 | -241 |
| 31. Dezember 2013 | 1.656 | 1.981 | 1.086 | 8 | 4.731 |
| Entwicklung der Abschreibung | |||||
| 1. Jänner 2013 | 673 | 332 | — | — | 1.005 |
| Währungsdifferenz | -50 | -14 | — | — | -63 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 12 | -3 | — | — | 9 |
| Planmäßige Abschreibung | 174 | 0 | — | — | 174 |
| Wertminderung | 9 | 254 | — | — | 262 |
| Umbuchung | -2 | — | — | — | -2 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen | -15 | — | — | — | -15 |
| Abgang | -13 | -221 | — | — | -234 |
| Zuschreibung | 0 | -1 | — | — | -1 |
| 31. Dezember 2013 | 788 | 346 | — | — | 1.134 |
| Buchwert 1. Jänner 2013 | 1.128 | 1.052 | 1.296 | 4 | 3.480 |
| Buchwert 31. Dezember 2013 | 868 | 1.635 | 1.086 | 8 | 3.597 |
Zum 31. Dezember 2014 enthielt die Position "Konzessionen, Software, Lizenzen, Rechte" den Markenwert der Petrol Ofisi (EUR 105 Mio) und kundenbezogene immaterielle Vermögenswerte (EUR 316 Mio), die aus der Akquisition der OMV Petrol Ofisi A.Ş. 2010 resultierten.
Zum Bilanzstichtag bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von EUR 830 Mio (2013: EUR 634 Mio).
Immaterielle Vermögenswerte mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 52 Mio (2013: EUR 10 Mio) wurden auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert. Für Details siehe Anhangsangabe 19, zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten.
Zum Bilanzstichtag gab es keine immateriellen Vermögenswerte, mit denen beschränkte Verfügungsrechte verbunden sind oder die als Sicherheit für Schulden verpfändet waren.
Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen
Die folgende Tabelle zeigt die Konzernbeiträge der Aktivitäten innerhalb des Geschäftsbereichs E&P, welche auf die Exploration und Entwicklung von Öl- und Gasressourcen entfallen.
| Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Abschreibungen von Explorationsaktivitäten | 259 | 254 |
| Sonstiger Explorationsaufwand | 201 | 260 |
| Explorationsaufwand | 460 | 513 |
| Vermögenswerte – aktivierte Explorations- und Evaluierungsausgaben inkl. Erwerb von | ||
| unsicheren Reserven | 1.898 | 1.635 |
| Mittelabfluss aus der Betriebstätigkeit | 218 | 254 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | 594 | 1.001 |
Geschäfts- und Firmenwerte, welche durch Unternehmenszusammenschlüsse erworben wurden, wurden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) und Gruppen von ZGEs zwecks Wertminderungstests zugeordnet:
| Firmenwertzuordnung zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Nordwesteuropa, Afrika und Australasien | 327 | 288 |
| Mittlerer Osten und Kaspische Region | 72 | 69 |
| E&P zugeordneter Firmenwert | 399 | 357 |
| Trading | — | 69 |
| G&P Österreich | 38 | 38 |
| G&P zugeordneter Firmenwert | 38 | 107 |
| Raffinerien West | 68 | 64 |
| Türkei | 297 | 542 |
| Slowakei | 7 | 7 |
| Ungarn | — | 9 |
| R&M zugeordneter Firmenwert | 371 | 623 |
| Gesamt | 808 | 1.086 |
| 13 Sachanlagen | Sachanlagen | EUR Mio | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten, einschließlich Bauten auf fremdem Grund |
Öl- und Gasvermögen |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus stattung |
Anlagen in Bau |
Geleistete Anzahlungen |
Gesamt | ||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
||||||||
| 1. Jänner 2014 | 2.963 | 16.434 | 7.851 | 2.053 | 520 | 25 | 29.846 | |
| Währungsdifferenz | -2 | 478 | 18 | 16 | 5 | 0 | 514 | |
| Konsolidierungskreis– änderungen |
-6 | — | — | -22 | 0 | 0 | -27 | |
| Zugang | 33 | 2.820 | 432 | 75 | 292 | 22 | 3.673 | |
| Umbuchung | 61 | 116 | 127 | 57 | -251 | -18 | 92 | |
| Zu Veräußerungszwecken | ||||||||
| gehaltenes Vermögen | -3 | -62 | 0 | 0 | -2 | — | -68 | |
| Abgang 31. Dezember 2014 |
-53 2.993 |
-312 19.473 |
-70 8.358 |
-51 2.129 |
-5 557 |
-29 0 |
-520 33.510 |
|
| Entwicklung der Abschreibung |
||||||||
| 1. Jänner 2014 | 1.260 | 6.136 | 4.067 | 1.304 | 28 | 0 | 12.796 | |
| Währungsdifferenz | -8 | 342 | -2 | 4 | 0 | 0 | 337 | |
| Konsolidierungskreis– änderungen |
0 | — | — | -5 | — | — | -5 | |
| Planmäßige Abschreibung | 97 | 1.222 | 350 | 133 | — | — | 1.802 | |
| Wertminderung | 36 | 238 | 169 | 5 | 27 | — | 475 | |
| Umbuchung | -1 | 0 | -5 | 5 | 0 | — | -1 | |
| Zu Veräußerungszwecken | ||||||||
| gehaltenes Vermögen | -2 | -53 | 0 | 0 | -1 | — | -56 | |
| Abgang | -21 | -204 | -61 | -46 | -2 | 0 | -335 | |
| Zuschreibung | 0 | 0 | -1 | 0 | 0 | — | -2 | |
| 31. Dezember 2014 | 1.361 | 7.681 | 4.517 | 1.401 | 51 | 0 | 15.010 | |
| Buchwert 1. Jänner 2014 Buchwert |
1.703 | 10.298 | 3.784 | 749 | 492 | 25 | 17.051 | |
| 31. Dezember 2014 | 1.632 | 11.792 | 3.841 | 728 | 506 | 0 | 18.500 |
| Grundstücke, Öl- und Technische Andere Anlagen in Geleistete Gesamt Gasvermögen Bau Anzahlungen grundstücks Anlagen und Anlagen, gleiche Maschinen Betriebs- und Rechte und Geschäftsaus Bauten, stattung einschließlich Bauten auf fremdem Grund Anschaffungs- und Herstellungskosten 1. Jänner 2013 3.057 12.731 7.069 2.073 1.072 34 26.036 Währungsdifferenz -101 -486 -104 -90 -43 -1 -826 Konsolidierungskreis– änderungen 39 — 684 25 4 1 753 Zugang 26 4.343 154 73 474 38 5.108 Umbuchung 56 139 824 60 -961 -44 73 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen -70 -2 -741 -36 -6 -2 -856 Abgang -45 -291 -34 -53 -19 — -442 31. Dezember 2013 2.963 16.434 7.851 2.053 520 25 29.846 Entwicklung der Abschreibung 1. Jänner 2013 1.198 5.497 3.719 1.233 42 0 11.689 Währungsdifferenz -17 -142 -14 -27 0 0 -199 Konsolidierungskreis– änderungen 13 — 431 18 0 — 462 Planmäßige Abschreibung 106 862 366 140 — — 1.474 Wertminderung 29 171 102 7 5 — 314 Umbuchung 3 3 -8 4 1 — 2 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen -40 — -498 -25 — — -563 |
Sachanlagen | EUR Mio | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Abgang | -29 | -255 | -30 | -47 | -19 | — | -380 | |
| Zuschreibung -4 — 0 0 -1 — -5 |
||||||||
| 31. Dezember 2013 1.260 6.136 4.067 1.304 28 0 12.796 |
||||||||
| Buchwert 1. Jänner 2013 1.859 7.234 3.350 839 1.030 34 14.347 |
||||||||
| Buchwert 31. Dezember 2013 1.703 10.298 3.784 749 492 25 17.051 |
In der Position Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich Bauten auf fremdem Grund sind Grundstücke in Höhe von EUR 688 Mio (2013: EUR 720 Mio) ausgewiesen.
Sachanlagen mit einem Buchwert von EUR 13 Mio (2013: EUR 309 Mio) wurden in die Position zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert. Es wurden keine Vermögenswerte zurück gegliedert (2013: EUR 16 Mio). Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 19 zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Anhangangabe 6 enthält Details zu den Wertminderungen.
Zum Bilanzstichtag bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von EUR 765 Mio (2013: EUR 631 Mio).
Zum Bilanzstichtag gibt es keine Sachanlagen, mit denen beschränkte Verfügungsrechte verbunden sind oder die als Sicherheit für Schulden verpfändet sind.
Finanzierungsleasing
Das Sachanlagevermögen aus Finanzierungsleasingverträgen beinhaltet hauptsächlich Gaskavernen in Deutschland, Grundstücke und Tankstellen in Österreich, Deutschland, der Slowakei und Tschechien, Erdgas-Tankstellen, eine Wasserstoffanlage in der Petrobrazi Raffinerie in Rumänien, Stromaggregate in E&P in Rumänien sowie Tanklager in der Türkei.
Der Anstieg in Finanzierungsleasing 2014 betraf hauptsächlich zwei neue Salzkavernen für Gasspeicherkapazitäten in Etzel.
| Leasing-, Miet- und Pachtverträge | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaf fungskosten |
Kumulierte Abschreibung |
2014 Buchwert |
Anschaf fungskosten |
Kumulierte Abschreibung |
2013 Buchwert |
|||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich |
||||||||
| Bauten auf fremdem Grund | 41 | 20 | 21 | 42 | 18 | 24 | ||
| Öl- und Gasvermögen | 12 | 4 | 7 | 12 | 3 | 9 | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 278 | 83 | 195 | 148 | 59 | 89 | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
22 | 17 | 5 | 22 | 15 | 7 | ||
| Summe | 352 | 124 | 228 | 225 | 95 | 129 |
Bedingte Leasingzahlungen für Finanzierungsleasingverträge wurden 2014 in Höhe von EUR 6 Mio (2013: EUR 2 Mio) geleistet.
| Verpflichtungen aus bestehenden Finanzierungsleasingverträgen per 31. Dezember | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ≤1 Jahr | 1–5 Jahre | 2014 >5 Jahre |
≤1 Jahr | 1–5 Jahre | 2013 >5 Jahre |
||
| Summe künftiger | |||||||
| Mindestleasingzahlungen | 34 | 112 | 470 | 24 | 76 | 244 | |
| [davon Zinsanteil] | [20] | [69] | [227] | [11] | [37] | [114] | |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen | 14 | 43 | 243 | 13 | 38 | 130 |
Operatives Leasing
OMV nimmt auch operatives Leasing in Anspruch, welches hauptsächlich für die Nutzung von Tankstellengrundstücken und -gebäuden, Bürogebäuden, EDV-Anlagen sowie im Bereich des Fuhrparks eingesetzt wird. Der Aufwand belief sich im Jahr 2014 auf EUR 128 Mio (2013: EUR 130 Mio). Für einige der gemieteten Tankstellengrundstücke und -gebäude bestehen Verlängerungsoptionen.
| Künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren operativen Leasingverhältnissen | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Fällig innerhalb 1 Jahres | 76 | 84 |
| Fällig zwischen 1 und 5 Jahren | 186 | 182 |
| Fällig nach mehr als 5 Jahren | 234 | 236 |
| Summe künftiger Mindestleasingzahlungen | 496 | 502 |
Ein assoziiertes Unternehmen ist gemäß IAS 28 "Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" ein Unternehmen, auf das ein Investor maßgeblichen Einfluss ausübt. Das ist im Allgemeinen gegeben, wenn der Investor Stimmrechte von 20% oder mehr hat.
Aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung zwischen OMV und Pearl Petroleum Company Limited (Pearl) hat OMV maßgeblichen Einfluss im Sinne von IAS 28 auf Pearl, da es für sämtliche strategische Entscheidungen einstimmiger Zustimmung bedarf. Daher wird dieses Unternehmen trotz eines nur 10%-Anteils at-equity einbezogen.
OMV hält 55,6% an der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. (ELG), welche den größten Teil der Pflichtnotstandreserve von Österreich aufbewahrt. Trotz Mehrheit der Stimmrechte in der Generalversammlung übt OMV keine Beherrschung über ELG aus. Die wesentlichen Entscheidungen über die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens an das Gremium der Ständigen Versammlung der Gesellschafter, in dem für Beschlüsse ein Quorum von 2/3 des Stammkapitals erforderlich ist, delegiert wurden.
Ein Gemeinschaftsunternehmen ist gemäß IFRS 11 eine gemeinschaftliche Vereinbarung, bei der die Parteien die gemeinschaftliche Führung innehaben und Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen.
Trans Austria Gasleitung GmbH (TAG) ist ein Gemeinschaftsunternehmen im Sinne von IFRS 11, da eine einstimmige Genehmigung für maßgebliche Tätigkeiten erforderlich ist. Darüber hinaus hat OMV entsprechend der rechtlichen Struktur Rechte auf das Nettovermögen der TAG.
Wesentliche assoziierte Unternehmen
Folgende assoziierte Unternehmen, die at-equity konsolidiert werden, werden für OMV als wesentlich erachtet:
OMV hält einen Anteil von 36% (2013: 36%) an Borealis AG, einem führenden Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe. Das Unternehmen mit Sitz in Wien ist weltweit tätig.
OMV hält einen Anteil von 10% (2013: 10%) an Pearl mit Sitz in Road Town, British Virgin Islands, welche in der Exploration und Produktion von Kohlenwasserstoffen in der Region Kurdistan im Irak tätig ist.
Beide Gesellschaften sind nicht börsennotiert und daher existiert kein notierter Marktpreis.
Folgende Tabellen zeigen die Eckdaten aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Buchwerte der wesentlichen assoziierten Unternehmen.
| Gesamtergebnisrechnung | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||
| Borealis | Pearl | Borealis | Pearl | |
| Umsatzerlöse | 8.365 | 466 | 8.143 | 433 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 570 | -281 | 422 | 127 |
| Sonstige Ergebnisse | 126 | 0 | -94 | 0 |
| Gesamtergebnis des Jahres | 696 | -281 | 328 | 127 |
| OMV Anteil | 251 | -28 | 118 | 13 |
| Erhaltene Dividende | 25 | 0 | 22 | 0 |
14 At-equity bewertete Beteiligungen
| Bilanz | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||
| Borealis | Pearl | Borealis | Pearl | |
| Kurzfristiges Vermögen | 2.257 | 288 | 2.331 | 473 |
| Langfristiges Vermögen | 6.093 | 2.987 | 5.374 | 2.648 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.554 | 80 | 1.438 | 35 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 2.285 | 204 | 2.381 | 183 |
| Eigenkapital | 4.511 | 2.989 | 3.885 | 2.903 |
| OMV Anteil | 1.624 | 299 | 1.399 | 290 |
| Firmenwert | 30 | — | 30 | — |
| Sonstige Änderungen | -4 | — | -2 | — |
| Buchwert der Investition | 1.649 | 299 | 1.427 | 290 |
| Überleitungsrechnung Buchwert | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||
| Borealis | Pearl | Borealis | Pearl | |
| 1. Jänner | 1.427 | 290 | 1.332 | 291 |
| Währungsdifferenz | — | 37 | — | -13 |
| Anteilige Jahresergebnisse | 205 | -28 | 152 | 13 |
| Sonstige Ergebnisse | 45 | — | -34 | 0 |
| Dividende und Zwischenergebniseliminierung | -28 | — | -23 | — |
| 31. Dezember | 1.649 | 299 | 1.427 | 290 |
Es gibt keinen nicht erfassten anteiligen Verlust der wesentlichen assoziierten Unternehmen.
Borealis hat eine Steuereventualverbindlichkeit aufgrund eines Beschlusses der finnischen Steuerbehörde. Der Beschluss erhöht den zu besteuernden Gewinn des Jahres 2008 um EUR 700 Mio, was zu einer zusätzlichen Zahlung von EUR 282 Mio (bestehend aus Steuern, Verzugszinsen und Strafen) führen würde. Die Zahlungsschuld ist aufgrund des Einspruchs von Borealis suspendiert. Die Konzernführung ist zuversichtlich, dass der Beschluss der finnischen Steuerbehörde in den nächsten Phasen des Verfahrens aufgehoben wird.
Einzeln unwesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Folgende Tabellen fassen Finanzinformationen der individuell unwesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen zusammen:
Gesamtergebnisrechnung für individuell unwesentliche assoziierte
| Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||
| Assoziierte | Gemein | Assoziierte | Gemein | |
| Unter | schafts | Unter | schafts | |
| nehmen | unternehmen | nehmen | unternehmen | |
| Umsatzerlöse | 517 | 8 | 584 | — |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2 | 2 | 5 | — |
| Gesamtergebnis des Jahres | 2 | 2 | 5 | — |
Überleitungsrechnung Buchwert für individuell unwesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen EUR Mio
| Assoziierte Unternehmen |
2014 Gemeinschafts unternehmen |
Assoziierte Unternehmen |
2013 Gemeinschafts unternehmen |
|
|---|---|---|---|---|
| 1. Jänner | 136 | — | 189 | — |
| Währungsdifferenz | 3 | — | -9 | — |
| Konsolidierungskreisänderungen | — | 56 | — | — |
| Zugang | — | — | 42 | — |
| Anteilige Jahresergebnisse | 2 | 1 | 5 | — |
| Veräußerungen und andere Änderungen | -13 | — | -83 | — |
| Dividenden und Zwischenergebniseliminierung | -2 | — | -3 | — |
| Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken | ||||
| gehaltenes Vermögen | — | — | -4 | — |
| 31. Dezember | 126 | 57 | 136 | — |
Die Position Veräußerungen und andere Änderungen beinhaltet 2014 den Verkauf von Congaz SA. 2013 beinhaltet die Position hauptsächlich die Umgliederung der BAYERNOIL Raffineriegesellschaft bmH von assoziierten Unternehmen auf gemeinschaftliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Erstanwendung von IFRS 11.
OMV hat Verpflichtungen in Höhe von EUR 8 Mio (2013: EUR Null) gegenüber der Trans Austria Gasleitung GmbH, welche hauptsächlich aus einem ungenutzten Kreditrahmen besteht.
Es gibt keine anderen nicht bilanzierte Verpflichtungen in Bezug auf die einzeln unwesentlichen assoziierten oder Gemeinschaftsunternehmen.
Das Vorratsvermögen setzt sich wie folgt zusammen:
| Vorratsbestand | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Rohöl | 560 | 630 |
| Gas | 320 | 372 |
| Sonstige Rohstoffe | 242 | 217 |
| Unfertige Mineralölprodukte | 98 | 128 |
| Sonstige unfertige Erzeugnisse | 1 | 2 |
| Fertige Mineralölprodukte | 976 | 1.031 |
| Sonstige fertige Erzeugnisse | 33 | 32 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 8 |
| Vorräte zu Anschaffungskosten oder niedrigerem Nettoveräußerungswert | 2.231 | 2.420 |
| Für Handelszwecke gehaltene Vorräte – Gas | — | 36 |
| Vorräte zum beizulegenden Zeitwert | — | 36 |
| Gesamt | 2.231 | 2.456 |
Während der Berichtsperiode aufwandswirksam erfasste Wertminderungen auf Vorräte beliefen sich auf EUR 77 Mio (2013: EUR 11 Mio) und waren im Wesentlichen auf den Ölpreisrückgang zum Stichtag zurückzuführen.
Das für Handelszwecke gehaltene Gas wird zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Die Bewertung des beizulegenden Zeitwertes wurde als Stufe 1 klassifiziert, da er auf Basis des TTF-Spotpreises zum Jahressende ermittelt wird.
Als Warenaufwand wurden in der Berichtsperiode EUR 26.039 Mio ergebniswirksam in den Umsatzkosten erfasst (2013: EUR 32.611 Mio).
15 Vorräte
16 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Buchwerte) | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Forderungen gegenüber at-equity bewertete Beteiligungen | 18 | 39 |
| Forderungen gegenüber sonstigen Unternehmen | 3.024 | 3.232 |
| Gesamt | 3.042 | 3.270 |
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen im Wesentlichen ihrem beizulegenden Zeitwert.
| Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| 1. Jänner | 101 | 110 |
| Zuführung (+)/Auflösung (–) | -3 | 9 |
| Abgänge | -5 | -9 |
| Währungsdifferenz und Konsolidierungskreisänderung | 1 | -8 |
| 31. Dezember | 95 | 101 |
| Buchwert der wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Vor Wertberichtigung | 123 | 134 |
| Nach Wertberichtigung | 28 | 33 |
Die Altersstruktur überfälliger, aber nicht wertberichtigter Forderungen stellt sich wie folgt dar:
| Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Bis 60 Tage überfällig | 115 | 152 |
| 61 bis 120 Tage überfällig | 11 | 5 |
| Mehr als 120 Tage überfällig | 23 | 18 |
| Gesamt | 149 | 175 |
Es bestehen keinerlei Hinweise auf negative Auswirkungen auf die Kreditqualität von finanziellen Vermögenswerten, die weder überfällig noch wertberichtigt sind.
Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
17 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | EUR Mio | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis wirksam zum Fair Value bewertet |
Ergebnis neutral zum Fair Value bewertet |
Zu fortgeführten Anschaffungs -kosten bewertet |
Summe Buchwerte |
[davon kurzfristig] |
[davon langfristig] |
|
| 31. Dezember 2014 | ||||||
| Anteile an sonstigen Unternehmen | — | — | 45 | 45 | [—] | [45] |
| Investmentfonds 1) | — | 7 | — | 7 | [—] | [7] |
| Anleihen | — | 79 | — | 79 | [65] | [14] |
| Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate |
1 | 183 | — | 184 | [149] | [35] |
| Sonstige Derivate | 1.013 | — | — | 1.013 | [907] | [106] |
| Ausleihungen | — | — | 62 | 62 | [29] | [33] |
| Sonstige Forderungen gegenüber at equity bewerteten Beteiligungen |
— | — | 5 | 5 | [5] | [—] |
| Übrige sonstige Forderungen | — | — | 1.203 | 1.203 | [627] | [576] |
| Gesamt | 1.014 | 270 | 1.314 | .598 | [1.782] | [816] |
| 31. Dezember 2013 | ||||||
| Anteile an sonstigen Unternehmen | — | — | 59 | 59 | [—] | [59] |
| Investmentfonds 1) | — | 7 | — | 7 | [—] | [7] |
| Anleihen | — | 119 | — | 119 | [83] | [35] |
| Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate |
3 | 35 | — | 37 | [35] | [3] |
| Sonstige Derivate | 71 | — | — | 71 | [67] | [4] |
| Ausleihungen | — | — | 28 | 28 | [3] | [25] |
| Sonstige Forderungen gegenüber at | ||||||
| equity bewerteten Beteiligungen | — | — | 3 | 3 | [3] | [—] |
| Übrige sonstige Forderungen | — | — | 1.063 | 1.063 | [561] | [502] |
| Gesamt | 74 | 160 | 1.153 | 1.386 | [752] | [635] |
1) Kredite des Abwasserverbandes Schwechat sind durch verpfändete Wertpapiere (Anteile am A&P-Fonds) mit EUR 2 Mio (2013: EUR 4 Mio) besichert
Mit Ausnahme der Anteile an sonstigen Unternehmen zu Anschaffungskosten, für welche die beizulegenden Zeitwerte nicht zuverlässig geschätzt werden können, entspricht der jeweilige Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte at-fair-value-through-profit-or-loss, wie in der Tabelle ersichtlich, betrug zum 31. Dezember 2014 EUR 1.013 Mio (2013: EUR 71 Mio). Darin sind ausschließlich finanzielle Vermögenswerte held-for-trading enthalten. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte available-for-sale betrug zum 31. Dezember 2014 EUR 131 Mio (2013: EUR 184 Mio).
Unter den Ausleihungen sind Gesellschafterdarlehen an at-equity bewerteten Beteiligungen, welche in Anhangangabe 36 detailliert beschrieben werden.
Die übrigen sonstigen Forderungen beinhalten eine Forderung in Höhe von EUR 527 Mio (2013: EUR 503 Mio) gegenüber dem rumänischen Staat in Zusammenhang mit Rekultivierungsverpflichtungen von OMV Petrom SA. Die Forderung besteht aus EUR 62 Mio (2013: EUR 79 Mio) für Kosten sonstiger Umweltschutzmaßnahmen und aus EUR 465 Mio (2013: EUR 424 Mio) für Rekultivierungskosten.
| Fortgeführte Anschaffungskosten der Wertpapiere | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Anteile an sonstigen Unternehmen | 45 | 59 |
| Investmentfonds | 6 | 6 |
| Anleihen | 79 | 118 |
| Aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen zu sonstigen finanziellen Forderungen 1) | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| 1. Jänner | 172 | 168 |
| Zuführung (+)/Auflösung (–) | 1 | 8 |
| Abgänge | -1 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 7 | -3 |
| 31. Dezember | 179 | 172 |
1) Betrifft die übrigen sonstigen Forderungen innerhalb der Position Sonstige finanzielle Vermögenswerte
| Buchwert der wertberichtigten sonstigen finanziellen Forderungen | ||
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Vor Wertberichtigung | 191 | 183 |
| Nach Wertberichtigung | 11 | 11 |
Die Altersstruktur überfälliger, aber nicht wertberichtigter sonstiger finanzieller Forderungen stellt sich wie folgt dar:
| Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter sonstiger finanzieller Forderungen | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Bis 60 Tage überfällig | 5 | 0 |
| 61 bis 120 Tage überfällig | 2 | 0 |
| Mehr als 120 Tage überfällig | 40 | 28 |
| Gesamt | 48 | 28 |
18 Sonstige Vermögenswerte
| Sonstige Vermögenswerte | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||
| Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | |
| Aktivische Abgrenzungen | 115 | 20 | 159 | 22 |
| Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagevermögen | 31 | — | — | — |
| Sonstige geleistete Anzahlungen | 158 | — | 11 | 0 |
| Forderungen aus sonstigen Steuern / Sozialversicherung | 114 | 45 | 84 | 46 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 96 | 52 | 46 | 45 |
| Sonstige Vermögenswerte | 514 | 117 | 299 | 113 |
2014 bestanden die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus E&P-Vermögenswerten in der Region Kurdistan im Irak und in Großbritannien. Des Weiteren beinhaltet die Position ebenso den 5%-Beteiligungsanteil an GATE LNG-Terminal, einige Tankstellen sowie weitere nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte im Geschäftsbereich R&M.
Für bestimmte Retail-Vermögenswerte in Tschechien wurde unmittelbar vor der Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten eine Wertminderung von EUR 5 Mio erfasst. Die Wertminderung stützt sich auf eine externe Bewertung, die in der Bewertungshierarchie eine Stufe 3-Bewertung darstellt.
Zum 31. Dezember 2014 hat das Management erwartet, dass diese Transaktionen innerhalb der nächsten 12 Monate abgeschlossen werden.
2013 bestanden die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus der 45%-igen Beteiligung an dem deutschen Raffinerieverbund Bayernoil und dem dazugehörigen Geschäft. Die Transaktion wurde im Juni 2014 geschlossen.
| Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Langfristiges Vermögen inkl. latente Steuern | 92 | 223 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1 | 420 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen | 93 | 643 |
| Rückstellungen | 29 | 73 |
| Verbindlichkeiten inkl. latente Steuern | 0 | 78 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten | 29 | 151 |
Die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte betrugen im Geschäftsbereich E&P EUR 66 Mio (2013: EUR 9 Mio), im Geschäftsbereich G&P EUR 11 Mio (2013: EUR 35 Mio) und im Geschäftsbereich R&M EUR 16 Mio (2013: EUR 600 Mio).
Die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 29 Mio waren zur Gänze dem Geschäftsbereich E&P zuzuordnen (2013: EUR 13 Mio). 2013 beliefen sich diese auf EUR 6 Mio im Geschäftsbereich G&P und in Höhe von EUR 133 Mio im Geschäftsbereich R&M.
Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 327.272.727 (2013: 327.272.727) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von EUR 327.272.727 (2013: EUR 327.272.727). Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Für das Geschäftsjahr 2014 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.
Der Vorstand war durch Beschluss der Hauptversammlung 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft um bis zu EUR 77.900.000 durch Ausgabe von maximal 77.900.000 Stückaktien bis zum 13. Mai 2014 zu erhöhen (genehmigtes Kapital). In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand auf Grundlage seiner Beschlüsse vom 16. Mai 2011 und 6. Juni 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft im Wege einer Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital von EUR 300.000.000 auf EUR 327.272.727 durch Ausgabe von 27.272.727 neuen Aktien erhöht. Infolge dieser Kapitalerhöhung war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 50.627.273 durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen.
Der Vorstand wurde im Hinblick auf das Auslaufen des von der Hauptversammlung am 13. Mai 2009 geschaffenen genehmigten Kapitals am 13. Mai 2014 durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2014 ermächtigt, bis einschließlich 14. Mai 2019 das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage einmal oder in mehreren Tranchen, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Über19 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten
20 Eigenkapital
nahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz, zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre gegebenenfalls (i) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen einschließlich Matching Share Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungs-Modellen auszuschließen, sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.
Am 25. Mai 2011 wurde die Begebung einer Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750.000.000 erfolgreich abgeschlossen. Da die Rückzahlung des Hybridkapitals sowie die Zinszahlungen im alleinigen Verfügungsbereich des Konzerns liegen, werden die Erlöse aus der Hybridanleihe (abzüglich Emissionskosten) zur Gänze als Eigenkapital behandelt. Das Hybridkapital ist bis zum 26. April 2018 mit einem festen Zinssatz von 6,75% verzinst. Anschließend wird das Hybridkapital bis 26. April 2023 mit einem noch festzulegenden festen Reset-Zinssatz und danach mit einem variablen Zinssatz mit einem step-up von 100 Basispunkten verzinst. Das Hybridkapital hat keinen Endfälligkeitstag und kann seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die Gesellschaft hat das Recht, das Hybridkapital zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat OMV die Möglichkeit, die Hybridanleihe vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.
Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Der Erwerb konnte bis zum 16. November 2013 über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen. Der Vorstand war auch ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss bis zum selben Datum einzuziehen.
Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, bis einschließlich 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die eigenen Aktien können insbesondere (a) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen, (b) zur Bedienung von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, (c) als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und (d) zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck verwendet werden. Hierbei kann auch die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre ausgeschlossen werden, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.
Kapitalrücklagen wurden durch Zufuhr von Mitteln gebildet, welche aufgrund der Eigentümerstellung über das Grundkapital hinaus der OMV Aktiengesellschaft zugeflossen sind.
Die Ergebnisse der vollkonsolidierten Unternehmen sowie der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind unter Berücksichtigung der Konsolidierungsvorgänge in den Gewinnrücklagen enthalten.
Die direkt im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Gewinne und Verluste und damit verbundenen Steuereffekte setzen sich wie folgt zusammen:
| Steuereffekte im Zusammenhang mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses EUR Mio |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | ||||||
| Brutto | Steuer | Netto | Brutto | Steuer | Netto | ||
| Aufwand (–) | Aufwand (–) | Aufwand (–) | Aufwand (–) | Aufwand (–) | Aufwand (–) | ||
| Ertrag (+) | Ertrag (+) 1) | Ertrag (+) | Ertrag (+) | Ertrag (+) | Ertrag (+) | ||
| Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer |
|||||||
| Geschäftsbetriebe | 311 | -8 | 303 | -886 | 4 | -881 | |
| Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung zur Veräußerung verfügbarer finanzieller |
|||||||
| Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | -2 | 1 | -2 | |
| Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges |
-42 | 11 | -30 | -17 | 5 | -12 | |
| Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen |
-145 | -56 | -201 | -98 | 25 | -73 | |
| Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen |
|||||||
| Ergebnis | 45 | – | 45 | -34 | – | -34 | |
| Sonstiges Ergebnis des Jahres | 169 | -52 | 117 | -1.037 | 35 | -1.002 |
1) Enthält Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern für die österreichische Steuergruppe. Weitere Details sind in Anhangangabe 10 zu finden
Für das Geschäftsjahr 2014 wird seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,25 (2013: EUR 1,25) je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung in 2015 zu genehmigen ist. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2013 erfolgte im Mai 2014 und betrug EUR 408 Mio (EUR 1,25 je Aktie). 2013 betrug die Ausschüttung EUR 391 Mio (EUR 1,20 je Aktie).
In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2011 (mit Ausnahme von 2010) wurde der Erwerb eigener Anteile genehmigt. Das Eigenkapital wird in Höhe der Anschaffungskosten der zurückgekauften eigenen Anteile gekürzt. Gewinne oder Verluste aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu den Anschaffungskosten erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.
Die eigenen Anteile entwickelten sich in den Berichtsperioden wie folgt:
Eigene Anteile
| Anzahl der Aktien | Anschaffungswert | |
|---|---|---|
| in EUR Mio | ||
| 1. Jänner 2013 | 1.078.780 | 11,8 |
| Abgang | -40.376 | -0,4 |
| 31. Dezember 2013 | 1.038.404 | 11,4 |
| Abgang | -23.302 | -0,3 |
| 31. Dezember 2014 | 1.015.102 | 11,1 |
Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar:
Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile
| Anzahl der Aktien | Eigene Anteile | Im Umlauf | |
|---|---|---|---|
| befindliche Anteile | |||
| 1. Jänner 2013 | 327.272.727 | 1.078.780 | 326.193.947 |
| Bedienung von aktienbasierten Vergütungen | — | -40.376 | 40.376 |
| 31. Dezember 2013 | 327.272.727 | 1.038.404 | 326.234.323 |
| Bedienung von aktienbasierten Vergütungen | — | -23.302 | 23.302 |
| 31. Dezember 2014 | 327.272.727 | 1.015.102 | 326.257.625 |
21 Nicht beherrschende Anteile OMV hat zwei Gruppen von Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen:
| Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen | EUR Mio | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | ||||||
| Tochterunternehmen | Haupt | Nicht | Auf nicht | Kumulierte | Nicht | Auf nicht | Kumulierte |
| geschäfts | beherrschen | beherrschen | nicht | beherrschen | beherrschen | nicht | |
| sitz | de Anteile | de Anteile | beherrschen | de Anteile | de Anteile | beherrschen | |
| (%) | entfallender | de Anteile | (%) | entfallender | de Anteile | ||
| Gewinn / | Gewinn / | ||||||
| Verlust | Verlust | ||||||
| OMV Petrom Konzern | n.a. | 49% | 225 | 2.914 | 49% | 530 | 2.902 |
| OMV PETROM SA | Rumänien | 49% | 264 | 2.762 | 49% | 475 | 2.654 |
| OMV PETROM | |||||||
| MARKETING SRL | Rumänien | 49% | 34 | 190 | 49% | 33 | 186 |
| TASBULAT OIL | |||||||
| CORPORATION LLP | Kasachstan | 49% | -72 | -67 | 49% | 3 | 11 |
| KOM MUNAI LLP | Kasachstan | 52% | -7 | -85 | 52% | 8 | -68 |
| Andere | n.a. | 0% | 6 | 115 | 0% | 12 | 119 |
| EconGas Konzern | n.a. | 36% | -9 | -15 | 36% | -16 | -9 |
| EconGas GmbH | Österreich | 36% | -9 | -17 | 36% | -13 | -11 |
| Andere | n.a. | 36% | 1 | 1 | 36% | -3 | 2 |
| Tochterunternehmen mit | |||||||
| einzeln unwesentlichen | |||||||
| nicht beherrschenden | |||||||
| Anteilen | n.a. | — | 3 | 33 | — | 15 | 39 |
| OMV Konzern | n.a. | n.a. | 219 | 2.932 | n.a. | 528 | 2.931 |
Die Beteiligungsquote der nicht beherrschenden Anteile stimmt in allen Fällen mit deren Stimmquote überein. OMV Petrom SA hält 95% an der KOM MUNAI LLP, folglich beträgt der nicht beherrschende Anteil 52%.
Die Haupttätigkeiten des OMV Petrom Konzerns sind Exploration nach und Produktion von Kohlenwasserstoffen (in Rumänien und Kasachstan), Raffineriebetrieb (in Rumänien), Verkauf von Erdölprodukten (in Rumänien, Bulgarien, Serbien und Moldawien) sowie Stromproduktion und -verkauf (in Rumänien).
Die Haupttätigkeiten des EconGas Konzerns sind der Vertrieb und Handel von Erdgas in Zentraleuropa (Österreich, Deutschland, Italien, Ungarn und Kroatien).
Die folgenden Tabellen fassen Finanzinformationen in Bezug auf Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen vor konzerninternen Eliminierungen zusammen:
| Gesamtergebnisrechnung | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||
| OMV | EconGas | OMV | EconGas | |
| Petrom SA | GmbH | Petrom SA | GmbH | |
| Umsatzerlöse | 3.645 | 3.975 | 4.013 | 9.643 |
| Jahresüberschuss /-fehlbetrag | 634 | -23 | 1.068 | -34 |
| Gesamtergebnis des Jahres | 634 | -15 | 1.030 | -43 |
| davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 311 | -6 | 505 | -15 |
| An nicht beherrschende Anteile gezahlte Dividende | 189 | — | 173 | — |
| Bilanz | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||
| OMV | EconGas | OMV | EconGas | |
| Petrom SA | GmbH | Petrom SA | GmbH | |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.267 | 1.287 | 992 | 1.241 |
| Langfristiges Vermögen | 8.239 | 65 | 7.688 | 53 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.391 | 1.272 | 1.038 | 1.236 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 2.070 | 123 | 1.806 | 86 |
| Cashflow-Rechnung | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||
| OMV | EconGas | OMV | EconGas | |
| Petrom SA | GmbH | Petrom SA | GmbH | |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 1.392 | -62 | 1.594 | 329 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -1.142 | -1 | -793 | -1 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -281 | 63 | -681 | -326 |
| Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel | -31 | 0 | 119 | 1 |
Es gibt keine Schutzrechte nicht beherrschender Anteile, die die Fähigkeit von OMV, Zugang zu Vermögenswerten zu haben oder diese zu nutzen und die Schulden zu begleichen, beschränken.
22 Rückstellungen
In der Berichtsperiode entwickelten sich die Rückstellungen wie folgt:
| Rückstellungen | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| Pensionen und ähnliche Verpflich tungen |
Rückstellung für Rekulti vierung |
Sonstige Rückstellungen |
Gesamt | |
| 1. Jänner 2014 | 1.022 | 2.849 | 721 | 4.592 |
| Währungsdifferenz | 0 | -4 | 5 | 1 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbrauch | -61 | -89 | -242 | -391 |
| Fondsdotierung | -25 | 0 | 0 | -25 |
| Zuweisung | 201 | 483 | 351 | 1.035 |
| Umbuchungen | -27 | 1 | -30 | -57 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten | 6 | -13 | -1 | -8 |
| 31. Dezember 2014 | 1.115 | 3.226 | 804 | 5.146 |
| [davon kurzfristig zum 31. Dezember 2014] | [—] | [78] | [474] | [552] |
| [davon kurzfristig zum 1. Jänner 2014] | [—] | [84] | [415] | [499] |
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
OMV hat an Mitarbeiter in Österreich und Deutschland Pensionszusagen in Form von beitrags- und leistungsorientierten Pensionszusagen gegeben. Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten fünf Kalenderjahre abhängig. Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Diese leistungsorientierten Pläne setzen den Konzern versicherungsmathematischen Risiken aus, wie beispielweise dem Langlebigkeitsrisiko, Zinsrisiko, Inflationsrisiko (aufgrund der Wertsicherung) und dem Marktrisiko. Bei den beitragsorientierten Plänen stimmt der Aufwand mit den Beitragsleistungen überein.
Der Großteil der Anwartschaften für Pensionszusagen in mehreren österreichischen OMV Gesellschaften wurde in den Vorjahren an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen.
Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, welche bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden, einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Mitarbeiter, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt. Ähnliche Verpflichtungen wie der Abfertigungsanspruch in Österreich bestehen auch in anderen Ländern, in denen der Konzern Mitarbeiter beschäftigt.
In Österreich und Deutschland erhalten Mitarbeiter nach Erreichung eines bestimmten Dienstalters Jubiläumsgelder. Die Pläne erfordern keine Mitarbeiterbeiträge und keine Wertpapierdeckung.
Rückstellungen für Lösungskosten werden für unwiderrufbare Zusagen im Rahmen von Personallösungen im OMV Konzern gebildet.
Die Entwicklung der leistungsorientierten Pensionspläne und Abfertigungen stellt sich wie folgt dar:
| Leistungsorientierte Pensionspläne und Abfertigungen | EUR Mio | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | |
| Barwert der über einen Fonds finanzierten | |||||
| Verpflichtung | 745 | 668 | 639 | 567 | 559 |
| Marktwert des Planvermögens | -471 | -461 | -460 | -408 | -400 |
| Rückstellung der über einen Fonds finanzierten | |||||
| Verpflichtung | 274 | 207 | 179 | 159 | 159 |
| Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten | |||||
| Verpflichtung | 530 | 508 | 493 | 479 | 501 |
| Rückstellung der nicht über einen Fonds finanzierten | |||||
| Verpflichtung | 530 | 508 | 493 | 479 | 501 |
| Barwert der Verpflichtungen für Abfertigungen | 163 | 146 | 109 | 114 | 120 |
| Gesamt | 967 | 861 | 780 | 753 | 780 |
Die Entwicklung der Rückstellung für Jubiläumsgelder, Lösungskosten und andere Leistungen an Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:
| Jubiläumsgelder, Lösungskosten und andere Leistungen an Arbeitnehmer | EUR Mio | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | |
| Rückstellung für Jubiläumsgelder | 32 | 30 | 30 | 22 | 25 |
| Rückstellung für Lösungskosten | 138 | 134 | 166 | 180 | 202 |
| [davon kurzfristige Rückstellung für Lösungskosten] | [49] | [39] | [59] | [66] | [81] |
| Rückstellungen für andere Leistungen an Arbeitnehmer | 28 | 36 | 60 | 50 | 79 |
| Gesamt | 198 | 200 | 256 | 252 | 306 |
Barwert der Verpflichtungen EUR Mio
| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| Pensionen und | Jubiläums | Pensionen und | Jubiläums | |
| Abfertigungen | gelder, | Abfertigungen | gelder, | |
| Lösungskosten | Lösungskosten | |||
| und andere | und andere | |||
| Leistungen an | Leistungen an | |||
| Arbeitnehmer | Arbeitnehmer | |||
| Barwert der Verpflichtungen zum 1. Jänner | 1.322 | 200 | 1.273 | 224 |
| Konsolidierungskreisänderungen | -2 | 0 | 43 | -1 |
| Währungsdifferenz | 0 | 0 | -1 | -1 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten | 3 | 4 | -48 | -2 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 9 | 3 | 9 | 3 |
| Zinsaufwand auf die Verpflichtung | 45 | 5 | 49 | 9 |
| Auszahlungen | -90 | -49 | -82 | -63 |
| Erwartete Verpflichtung zum 31. Dezember | 1.287 | 162 | 1.242 | 170 |
| Tatsächliche Verpflichtung zum 31. Dezember | 1.438 | 198 | 1.322 | 200 |
| Neubewertung der Periode (sonstiges Ergebnis) | 151 | — | 80 | — |
| davon aufgrund demografischer Annahmen | 5 | — | — | — |
| davon aufgrund finanztechnischer Annahmen | 153 | — | 77 | — |
| davon aufgrund erfahrungsbedingter Annahmen | -7 | — | 3 | — |
| Neubewertung (erfolgswirksam) | — | 35 | — | 30 |
Der Marktwert des Planvermögens, der über eine Pensionskasse finanzierten leistungsorientierten Pensionspläne, entwickelte sich wie folgt:
| Marktwert des Planvermögens | EUR Mio | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| VRG IV | VRG VI | 2014 Summe |
VRG IV | VRG VI | 2013 Summe |
|
| Marktwert des Planvermögens zum | ||||||
| 1. Jänner | 289 | 173 | 461 | 268 | 192 | 460 |
| Veräußerungen | -1 | — | -1 | — | — | — |
| Zinserträge | 10 | 6 | 17 | 11 | 8 | 18 |
| Fondsdotierung | 16 | 9 | 25 | 26 | 9 | 35 |
| Auszahlungen | -18 | -18 | -36 | -16 | -18 | -34 |
| Neubewertung der Periode (sonstiges | ||||||
| Ergebnis) | 4 | 1 | 6 | 0 | -18 | -18 |
| Marktwert des Planvermögens zum | ||||||
| 31. Dezember | 300 | 171 | 471 | 289 | 173 | 461 |
Rückstellungen und Aufwendungen der Periode entwickelten sich wie folgt:
| Rückstellungen und Aufwendungen | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||
| Pensionen und | Jubiläums | Pensionen und | Jubiläums | |
| Abfertigungen | gelder, | Abfertigungen | gelder, | |
| Lösungskosten | Lösungskosten | |||
| und andere | und andere | |||
| Leistungen an | Leistungen an | |||
| Arbeitnehmer | Arbeitnehmer | |||
| Rückstellung zum 1. Jänner | 861 | 200 | 812 | 224 |
| Periodenaufwand | 38 | 8 | 40 | 11 |
| Konsolidierungskreisänderungen | -1 | 0 | 43 | -1 |
| Fondsdotierung | -25 | — | -35 | — |
| Auszahlungen | -55 | -49 | -48 | -63 |
| Währungsdifferenz | 0 | 0 | -1 | -1 |
| Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten | 3 | 4 | -48 | -2 |
| Neubewertung | 145 | — | 98 | — |
| davon aufgrund demografischer Annahmen | 5 | — | — | — |
| davon aufgrund finanztechnischer Annahmen | 153 | — | 77 | — |
| davon aufgrund erfahrungsbedingter Annahmen | -12 | — | 22 | — |
| Neubewertung (erfolgswirksam) | — | 35 | — | 30 |
| Rückstellung zum 31. Dezember | 967 | 198 | 861 | 200 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 9 | 3 | 9 | 3 |
| Nettozinsaufwand | 29 | 5 | 31 | 9 |
| Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen der | ||||
| Periode | 38 | 8 | 40 | 11 |
Die gesamten Pensionskassenbeiträge für Vorstandsmitglieder beliefen sich 2014 auf EUR 2 Mio (2013: EUR 2 Mio).
Im Zinsaufwand sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Lösungskosten in Höhe von EUR 2 Mio (2013: EUR 4 Mio) enthalten.
Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31. Dezember
| Pensionspläne | 2014 Abferti gungen, Jubiläen |
Pensionspläne | 2013 Abferti gungen, Jubiläen |
|
|---|---|---|---|---|
| Kapitalmarktzinssatz | 2,25% | 2,25% | 3,50% | 3,50% |
| Gehaltstrend | 3,25% | 3,25% | 3,50% | 3,50% |
| Pensionstrend | 1,80% | — | 2,00% | — |
Für die österreichischen Konzerngesellschaften werden der Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008 P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt. In anderen Ländern werden ähnliche aktuarielle Berechnungsgrundlagen verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden altersspezifisch bzw. abhängig vom Dienstalter ermittelt. Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen des betreffenden Landes.
Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche werden als erheblich erachtet und in folgenden Bandbreiten einem Stresstest unterzogen. Die daraus resultierenden Steigerungen und Verringerungen im Vergleich zu den bilanzierten Werten der leistungsorientierten Ansprüche sind in prozentualen Veränderungen wie folgt:
Sensitivitäten
| 2014 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kapitalmarktzinssatz | Gehaltstrend | Fluktuation | ||||
| +0,50% | -0,50% | +0,25% | -0,25% | doppelt | halbe | |
| Pensionspläne | -5,67% | 6,02% | 2,74% | -2,57% | — | — |
| Abfertigungen | -3,96% | 4,90% | 2,01% | -1,97% | -0,98% | 0,52% |
Durchschnittliche Laufzeiten und Laufzeitprofile sind wie folgt:
Durchschnittliche Laufzeiten (Duration) und Laufzeitprofil leistungsorientierter Pensionspläne zum 31. Dezember EUR Mio
| 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Durchschnittliche | ||||
| Laufzeiten (Duration) | ||||
| 1–5 Jahre | 6–10 Jahre | >10 Jahre | in Jahren | |
| Pensionspläne | 347 | 281 | 647 | 13 |
| Abfertigungen | 39 | 49 | 75 | 10 |
Zahlungswirksame durchschnittliche Laufzeiten (Duration) und
| Laufzeitprofil zum 31. Dezember | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | ||||
| Laufzeitprofil | Durchschnittliche | |||
| Laufzeiten (Duration) | ||||
| 1–5 Jahre | 6–10 Jahre | >10 Jahre | in Jahren | |
| Pensionspläne | 366 | 331 | 1.082 | 16 |
| Abfertigungen | 44 | 70 | 155 | 11 |
Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember
| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| VRG IV | VRG VI | VRG IV | VRG VI | |
| Vermögenskategorien | ||||
| Anteilswertpapiere | 26,04% | 9,45% | 26,71% | 14,23% |
| Schuldverschreibungen | 59,98% | 33,74% | 53,12% | 10,42% |
| Cash und Geldmarktveranlagungen | 11,66% | 56,81% | 16,79% | 75,35% |
| Sonstige | 2,32% | — | 3,38% | — |
| Summe | 100,00% | 100,00% | 100,00% | 100,00% |
Ziele der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allokation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten.
Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppe VRG IV ist in internationale Aktien- und Anleihenfonds, alternative Veranlagungsstrategien (Absolute Return Strategien, Immobilien und Private Equity) sowie Anlagen auf dem Geldmarkt investiert. Im Zuge einer Risikodiversifizierung wurde bei der Auswahl der Asset Manager auf deren unterschiedliche Managementstile und Investmentansätze Bedacht genommen. Das langfristige Investitionsziel der VRG IV ist es, die Benchmark (20% globale Aktien, 45% globale Anleihe und 35% Absolute Return/ Geldmarktinstrumente, ab 2015 20% globale Aktien, 65% globale Anleihe, 5% Cash, 5% Alternatives, 5% Immobilien) zu übertreffen und ihre bestehenden und künftigen Zahlungen zu decken. Das Vermögen der VRG IV ist gemäß § 25 des österreichischen Pensionskassengesetzes so veranlagt, dass die Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität des der VRG IV zugeordneten Vermögens insgesamt gewährleistet ist. Eine zur Benchmark abweichenden Asset Allokation oder regionale Allokation ist erlaubt, wenn dies nach Beurteilung der APK durch die aktuellen Bewertungen oder zukünftigen erwarteten Renditen begründet ist. Für alle Asset Klassen können Investmentvehikeln, die nach einem aktiven Ansatz verwaltet werden eingesetzt werden, wenn dies durch Markteigenschaften oder Kosten-/Nutzenerwägungen begründet werden kann. Der Großteil des Vermögens der VRG IV wird in liquiden aktiven Märkten investiert, für die eine Preisnotierung (Börse oder OTC) existiert. Vermögenswerte für die keine aktive Marktpreisnotierung vorhanden ist (z.B. bestimmte Immobilien und Absolute-Return-Strategien), können auf vorsichtigem Niveau gehalten werden, wenn das Rendite-/Risikoprofil solcher Vermögenswerte als günstig erachtet wird. Das Risiko wird aktiv gesteuert, und es wird allgemein erwartet, dass die Volatilität und vor allem das Downsiderisiko niedriger sein werden als jenes der Benchmark.
Die Investitionspolitik für die Veranlagung des Vermögens der VRG VI erfolgt nach einem Modellansatz, der auf Value-at-Risk Berechnungen basiert. Bei diesem Investmentprozess wird risikoabhängig in globale Aktienmärkte, europäische Anleiheninstrumente und Geldmarktveranlagungen mit geringerem Risiko investiert, wobei die taktische Allokation sehr flexibel und modellgetrieben erfolgt und eine definierte Wertuntergrenze zu einem bestimmten Stichtag nicht unterschritten werden soll. Gleichzeitig soll aber auch die Chance auf eine Teilnahme an einer positiven Entwicklung des Aktienmarkts teilweise gewahrt bleiben. Das langfristige Anlageziel der VRG VI ist es stabile, berechenbare Renditen zu erwirtschaften, um die bestehenden und künftigen Auszahlungen aus dem Plan bestmöglich decken. Um die Effektivität der Portfolioverwaltung zu erleichtern, wird das Portfolio mit einer Futures Overlay Strategie aufgebaut. Das Basisportfolio besteht aus kurzfristigen Staatsanleihen. Für sämtliche Vermögenskategorien der VRG VI sind aktive Marktpreise vorhanden.
Aufgrund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRGs positive und negative Abweichungen zu der Planvermögensrendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG IV lag 2014 mit 6,75% knapp unter der Planvermögensrendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG VI betrug 3,72%.
Im Jahr 2015 sind für leistungsorientierte Pläne Zahlungen für das Jahr 2014 im Ausmaß von EUR 13 Mio an die APK-Pensionskasse AG geplant.
Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen
In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der aktivierten Anlagenentfernungskosten und der Rekultivierungsrückstellungen dargestellt. Bei Änderungen in den geschätzten Rekultivierungskosten ist in der Periode der Änderung der Barwert lediglich auf den Änderungseffekt zu ermitteln und im Falle der Erhöhung über die Restlaufzeit abzuschreiben bzw. bei einer Reduktion vom bereits aktivierten Vermögenswert abzuziehen.
| Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen | EUR Mio |
|---|---|
| Buchwert | |
| 1. Jänner 2014 | 2.849 |
| Währungsdifferenz | -9 |
| Neue Verpflichtungen | 9 |
| Erhöhung aus Parameteränderung | 462 |
| Kürzung aus Parameteränderung | -94 |
| Aufzinsung | 101 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten | -13 |
| Tilgungen laufende Periode | -78 |
| 31. Dezember 2014 | 3.226 |
| [davon kurzfristig zum 31. Dezember 2014] | [78] |
| [davon kurzfristig zum 1. Jänner 2014] | [84] |
Die Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen enthält Verpflichtungen von OMV Petrom SA in Höhe von EUR 1.655 Mio (2013: EUR 1.349 Mio). Zum 31. Dezember 2014 weist OMV Petrom SA eine Forderung gegenüber dem rumänischen Staat von EUR 527 Mio (2013: EUR 503 Mio) aus, welche als langfristiger Vermögenswert unter den sonstigen Finanzanlagen dargestellt wird (siehe Anhangangabe 17).
| Sonstige Rückstellungen | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||
| Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | |
| Umweltschutzkosten | 15 | 42 | 12 | 41 |
| Sonstige Personalrückstellungen | 107 | 2 | 83 | 0 |
| Sonstige | 353 | 286 | 320 | 264 |
| Sonstige Rückstellungen | 474 | 329 | 415 | 306 |
In den sonstigen Personalrückstellungen sind u.a. kurzfristige Lösungskosten in Höhe von EUR 49 Mio (2013: EUR 39 Mio) enthalten. Die Position Sonstige enthält EUR 16 Mio (2013: EUR 17 Mio) kurzfristige und EUR 69 Mio (2013: EUR 70 Mio) langfristige Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mit aktiven und ehemaligen Dienstnehmern betreffend verschiedene Klagen aus der unterschiedlichen Interpretation einzelner Bestimmungen des Kollektivvertrags von OMV Petrom. Des Weiteren sind in dieser Position auch Rückstellungen für belastende Verträge in Höhe von EUR 190 Mio (2013: EUR 184 Mio) enthalten, die im Wesentlichen auf langfristig abgeschlossene Transport- und LNG-Kapazitäten der EconGas GmbH und bestimmte Tankstellen in Österreich zurückzuführen sind. Der Anstieg der Rückstellungen im Vergleich zu 2013, ist im Wesentlichen auf die Rückstellungen für vermeintliche Verbindlichkeiten und Verzugszinsen resultierend aus einer Steuerprüfung der Jahre 2009 und 2010 der OMV Petrom SA zurückzuführen.
Emissionszertifikate
Auf Basis der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats über ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten wurden durch nationale Zuteilungspläne den betroffenen Gesellschaften im OMV Konzern für 2014 in Summe 6.529.196 Emissionszertifikate unentgeltlich zugeteilt (2013: 1.853.638), davon entfallen 3.690.188 auf die OMV Petrom SA (2013: Null). Der Marktwert der Emissionszertifikate betrug zum 31. Dezember 2014 EUR 67 Mio (31. Dezember 2013: EUR 37 Mio).
Zum Bilanzstichtag verfügte der OMV Konzern über 9.135.247 Emissionszertifikate. Für (noch nicht extern verifizierte) Emissionen 2014 werden 2015 voraussichtlich 5.560.323 Emissionszertifikate zurückgegeben werden.
| Entwicklung der Emissionszertifikate | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | ||||||
| Emissionszertifikate zum 1. Jänner | 7.555.728 | 11.412.188 | |||||
| Zuteilung für das Jahr | 6.529.196 | 1.853.638 | |||||
| Rückgabe für tatsächliche Emissionen des Vorjahres | -6.503.789 | -6.022.677 | |||||
| Netto-Zukäufe und -Verkäufe während des Jahres 1) | 1.554.112 | 312.579 | |||||
| Emissionszertifikate zum 31. Dezember | 9.135.247 | 7.555.728 |
1) Zukäufe werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet
Für eine Unterdeckung an Emissionszertifikaten würde mit einer Rückstellung vorgesorgt werden. Weder zum 31. Dezember 2014 noch zum 31. Dezember 2013 bestand für den OMV Konzern eine Unterdeckung.
| 23 Verbindlichkeiten | Verbindlichkeiten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | ||||||
| Kurzfristig | Langfristig | Gesamt | Kurzfristig | Langfristig | Gesamt | ||
| Anleihen | 159 | 3.967 | 4.127 | 778 | 3.318 | 4.096 | |
| Sonstige verzinsliche | |||||||
| Finanzverbindlichkeiten | 439 | 674 | 1.113 | 217 | 581 | 799 | |
| [davon gegenüber Banken] | [439] | [674] | [1.113] | [217] | [581] | [799] | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | |||||||
| Leistungen (kurzfristig) | 4.330 | — | 4.330 | 4.914 | — | 4.914 | |
| [davon gegenüber at-equity-bewerteten | |||||||
| Beteiligungen] | [41] | [—] | [41] | [35] | [—] | [35] | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.610 | 466 | 2.077 | 383 | 224 | 607 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.486 | 176 | 1.662 | 1.189 | 6 | 1.195 | |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltene | |||||||
| Verbindlichkeiten | 29 | — | 29 | 151 | — | 151 | |
| Gesamt | 8.054 | 5.284 | 13.338 | 7.633 | 4.129 | 11.762 |
Anleihen
Begebene Anleihen
| Nominale | Kupon | Rückzahlung | 2014 Buchwert zum 31. Dezember in EUR mn |
2013 Buchwert zum 31. Dezember in EUR mn |
|
|---|---|---|---|---|---|
| US Privatplatzierung 1) | USD 138.000.000 | 4,88% fix | 27.6.2015 | 115 | 103 |
| Internationale Industrieanleihe | EUR 701.730.000 | 6,25% fix | 7.4.2014 | — | 734 |
| EUR 250.000.000 | 5,25% fix | 22.6.2016 | 257 | 257 | |
| EUR 750.000.000 | 0,60% fix | 19.11.2018 | 749 | — | |
| EUR 500.000.000 | 1,75% fix | 25.11.2019 | 498 | 497 | |
| EUR 500.000.000 | 4,375% fix | 10.2.2020 | 517 | 517 | |
| EUR 500.000.000 | 4,25% fix | 12.10.2021 | 500 | 499 | |
| EUR 750.000.000 | 2,625% fix | 27.09.2022 | 746 | 744 | |
| EUR 750.000.000 | 3,5% fix | 27.09.2027 | 745 | 745 | |
| Gesamt | 4.127 | 4.096 |
1) Der Zinssatz wurde durch derivative Instrumente (Zinsswaps) mit einem Nominalwert von USD 50 Mio (2013: USD 50 Mio) teilweise von fix auf variabel gedreht
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
Einige der verzinslichen Kredite beinhalten Finanzklauseln, die im Wesentlichen adaptierte Eigenkapitalquoten, den Cashflow aus der Betriebstätigkeit ohne Zinsaufwand sowie das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) betreffen.
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten haben folgende Fristigkeiten:
| Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Kurzfristige Kreditfinanzierungen | 367 | 60 |
| Kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen | 231 | 935 |
| Gesamt kurzfristig | 598 | 996 |
| Fälligkeit langfristiger Finanzierungen | ||
| 2015/2014 (kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen) | 231 | 935 |
| 2016/2015 | 384 | 103 |
| 2017/2016 | 65 | 329 |
| 2018/2017 | 814 | — |
| 2019/2018 | 564 | — |
| 2020/2019 und folgende Jahre | 2.815 | 3.467 |
| Gesamt ab 2015/2014 | 4.873 | 4.834 |
| 2014 Gewogener Durchschnitts zinssatz |
2013 Gewogener Durchschnitts zinssatz |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten 1) | Anleihen und sonstige langfristige verzinsliche | ||||
| Fixe Zinssätze | EUR | 4.326 | 2,97% | 4.410 | 4,02% |
| USD | 105 | 4,07% | 67 | 4,88% | |
| Gesamt | 4.432 | 3,00% | 4.477 | 4,04% | |
| Variable Zinssätze EUR | 284 | 2,56% | 322 | 2,41% | |
| USD | 157 | 1,80% | 36 | 0,27% | |
| Gesamt | 441 | 2,29% | 358 | 2,19% | |
| Finanzverbindlichkeiten | Anleihen und sonstige kurzfristige verzinsliche | ||||
| EUR | 321 | 0,48% | 11 | 0,66% | |
| TRY | 19 | 6,00% | 18 | 8,74% | |
| HUF | 16 | 2,19% | 2 | 3,90% | |
| USD | 11 | 1,00% | 30 | 0,79% | |
| CHF | — | — | 1 | 3,59% | |
| Gesamt | 367 | 0,86% | 60 | 3,16% |
Gliederung der Anleihen und sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten nach Währungen und Zinssätzen EUR Mio
1) Inklusive kurzfristiger Teile langfristiger Kreditfinanzierungen
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt EUR 5.240 Mio (2013: EUR 4.895 Mio) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Der beizulegende Zeitwert der Anleihen betrug EUR 4.647 Mio (2013: EUR 4.310 Mio) zum Bilanzstichtag. Dieser ist aufgrund der vorhandenen Marktwerte zum Bilanzstichtag ermittelt und somit als Stufe 1 klassifiziert worden.
Der beizulegende Zeitwert der sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten ist durch die Diskontierung der künftigen Zahlungsströme mit jenem Zinssatz, der am Bilanzstichtag für gleichartige Verbindlichkeiten mit gleicher Restlaufzeit gültig war, ermittelt und ist somit als Stufe 2 (beobachtbare Inputs) klassifiziert. Dieser betrug zum Bilanzstichtag EUR 1.151 Mio (2013: EUR 825 Mio).
Der geschätzte beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten betrug insgesamt EUR 5.798 Mio (2013: EUR 5.135 Mio), wovon EUR 4.998 Mio (2013: EUR 4.760 Mio) auf fix verzinsliche und EUR 801 Mio (2013: EUR 375 Mio) auf variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten entfallen.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | EUR Mio | ||
|---|---|---|---|
| Kurzfristig | Langfristig | Gesamt | |
| 2014 | |||
| Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven | |||
| Derivaten | 198 | 34 | 232 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten | 898 | 108 | 1.005 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 14 | 286 | 300 |
| Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 500 | 38 | 538 |
| Gesamt | 1.610 | 466 | 2.077 |
| 2013 | |||
| Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven | |||
| Derivaten | 41 | 0 | 42 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten | 60 | 2 | 63 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 13 | 169 | 182 |
| Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 269 | 52 | 321 |
| Gesamt | 383 | 224 | 607 |
Fair-Value-Anpassungen der Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven Derivaten werden ergebnisneutral verbucht. Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten sind finanzielle Verbindlichkeiten at-fair-value-through-profit-or-loss. Sämtliche andere Positionen sind als Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, zu klassifizieren.
Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing betrug EUR 415 Mio (2013: EUR 212 Mio) und wurde durch die Diskontierung der künftigen Zahlungsströme mit jenem Zinssatz, der am Bilanzstichtag für gleichartige Verbindlichkeiten mit gleicher Restlaufzeit gültig war, ermittelt und ist somit als Stufe 2 (beobachtbare Inputs) klassifiziert worden.
Die nachfolgende Tabelle fasst die Fristigkeitsstruktur der vertraglichen, nicht diskontierten Mittelabflüsse aus Finanzverbindlichkeiten zusammen:
| Finanzverbindlichkeiten | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| <1 Jahr | 1–5 Jahre | >5 Jahre | Gesamt | |
| 2014 | ||||
| Anleihen | 232 | 2.507 | 2.244 | 4.983 |
| Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 445 | 475 | 277 | 1.197 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.330 | — | — | 4.330 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.649 | 283 | 473 | 2.405 |
| Gesamt | 6.655 | 3.265 | 2.994 | 12.915 |
| 2013 | ||||
| Anleihen | 861 | 868 | 3.333 | 5.063 |
| Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 225 | 358 | 309 | 892 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.914 | — | — | 4.914 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 413 | 88 | 178 | 679 |
| Gesamt | 6.415 | 1.314 | 3.820 | 11.548 |
Sonstige Verbindlichkeiten
| Sonstige Verbindlichkeiten | EUR Mio | ||
|---|---|---|---|
| Kurzfristig | Langfristig | Gesamt | |
| 2014 | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit | 972 | — | 972 |
| Fremde Vorauszahlungen | 259 | 174 | 434 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 256 | 1 | 257 |
| Gesamt | 1.486 | 176 | 1.662 |
| 2013 | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit | 900 | — | 900 |
| Fremde Vorauszahlungen | 153 | 6 | 160 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 136 | — | 136 |
| Gesamt | 1.189 | 6 | 1.195 |
Die langfristigen Vorauszahlungen beinhalten hauptsächlich die nicht rückzahlbare Vorauszahlung der Entgelte aus dem Lager- und Dienstleistungsvertrag seitens der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach.
Der Buchwert der sonstigen Verbindlichkeiten entspricht dem beizulegenden Zeitwert, da es sich hauptsächlich um kurzfristige Verbindlichkeiten handelt.
| 24 Latente Steuern | Latente Steuern | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Aktive | Nicht | Angesetzte | Passive | ||
| latente | angesetzte | aktive | latente | ||
| Steuern | aktive | latente | Steuern | ||
| (inkl. nicht | latente | Steuern | |||
| angesetzter | Steuern | ||||
| aktiver | |||||
| latenter | |||||
| Steuern) | |||||
| 2014 | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 155 | 91 | 64 | 423 | |
| Sachanlagen | 36 | 26 | 10 | 1.871 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 5 | 4 | 1 | 13 | |
| Vorräte | 35 | 2 | 33 | 23 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 50 | 11 | 40 | 136 | |
| Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes | |||||
| Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden | — | — | — | — | |
| Unversteuerte Rücklagen | 0 | — | 0 | 2 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 174 | 126 | 48 | 3 | |
| Sonstige Rückstellungen | 1.014 | 47 | 967 | 17 | |
| Verbindlichkeiten | 160 | 35 | 125 | 8 | |
| Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG) | 506 | 206 | 300 | — | |
| Verlustvorträge | 1.167 | 370 | 798 | — | |
| Gesamt | 3.300 | 916 | 2.384 | 2.496 | |
| Saldierung aufgrund gleicher Steuerhoheiten | -1.928 | -1.928 | |||
| Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes | |||||
| Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden | 0 | 0 | |||
| Latente Steuern laut Bilanz | 456 | 568 |
| Latente Steuern | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| Aktive | Nicht | Angesetzte | Passive | |
| latente | angesetzte | aktive | latente | |
| Steuern | aktive | latente | Steuern | |
| (inkl. nicht | latente | Steuern | ||
| angesetzter | Steuern | |||
| aktiver | ||||
| latenter | ||||
| Steuern) | ||||
| 2013 | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 66 | 43 | 22 | 568 |
| Sachanlagen | 132 | 8 | 125 | 1.429 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 7 | — | 7 | 15 |
| Vorräte | 39 | — | 39 | 60 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 67 | 9 | 57 | 26 |
| Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes | ||||
| Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden | 9 | — | 9 | 0 |
| Unversteuerte Rücklagen | — | — | — | 2 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 145 | — | 145 | 2 |
| Sonstige Rückstellungen | 946 | 12 | 934 | 17 |
| Verbindlichkeiten | 47 | 3 | 44 | 155 |
| Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG) | 58 | — | 58 | — |
| Verlustvorträge | 669 | 107 | 562 | — |
| Gesamt | 2.185 | 183 | 2.002 | 2.274 |
| Saldierung aufgrund gleicher Steuerhoheiten | -1.601 | -1.601 | ||
| Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes | ||||
| Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden | -9 | 0 | ||
| Latente Steuern laut Bilanz | 392 | 673 |
Latente Steuern werden auf einbehaltene Gewinne von Konzerngesellschaften in der Regel dann berücksichtigt, wenn es keine Möglichkeit gibt, diese Beträge steuerfrei beim Mutterunternehmen zu vereinnahmen.
Zum 31. Dezember 2014 waren steuerliche Verlustvorträge von EUR 2.797 Mio vorhanden (2013: EUR 1.580 Mio). Davon wurden EUR 1.384 Mio (2013: EUR 1.168 Mio) als werthaltig für die Berechnung latenter Steuern angesehen. Die zeitliche Verteilung der Vortragsfähigkeit stellt sich wie folgt dar:
| Steuerliche Verlustvorträge | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| Basiswert (vor Wertberichtigung) |
davon nicht angesetzt (Wertberichtigung) |
|||
| 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | |
| 2014 | — | 26 | — | 2 |
| 2015 | 34 | 35 | 20 | 17 |
| 2016 | 5 | 5 | 4 | 3 |
| 2017 | 10 | 17 | 8 | 7 |
| 2018 | 57 | 81 | 39 | 46 |
| 2019 | 219 | — | 28 | — |
| Nach 2019/2018 | 72 | 103 | 52 | 5 |
| Unbegrenzt | 2.400 | 1.312 | 1.262 | 331 |
| Gesamt | 2.797 | 1.580 | 1.413 | 411 |
Die Erhöhung der Verlustvorträge 2014 ist hauptsächlich auf die steuerlichen Abschreibungen der Anteile an OMV Petrol Ofisi A.Ş. und OMV Petrom SA (siehe auch Anhangangabe 10) sowie auf die beschleunigte steuerliche Abschreibung von E&P-Vermögenswerten in Großbritannien zurückzuführen.
| Aktive latente Steuern |
2014 Passive latente Steuern |
Aktive latente Steuern |
2013 Passive latente Steuern |
|
|---|---|---|---|---|
| Wertminderungen, Unterschiede in Abschreibungen sowie unterschiedliche Kostendefinition |
166 | 1.478 | 61 | 984 |
| Aktivierung von Anlagenentfernungen und Rekultivierungskosten | 925 | 591 | 884 | 670 |
| Bewertung von in Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen | ||||
| Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 2 | 273 | 10 | 335 |
| Diskontierung von Forderungen | 10 | 0 | 12 | — |
| Steuerliche Abschreibung von Beteiligungen | 300 | — | 58 | — |
| Bewertungsunterschiede bei Derivaten | 89 | 114 | 20 | 22 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 48 | 3 | 145 | 2 |
| Bewertungsunterschiede bei Personalrückstellungen | 8 | 0 | 5 | 2 |
| Andere unterschiedliche Bewertungsregeln | 106 | 107 | 115 | 95 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 798 | — | 562 | — |
| Sonstige Unterschiede | 34 | 30 | 162 | 196 |
| Saldierung | -101 | -101 | -32 | -32 |
| Gesamt | 2.384 | 2.496 | 2.002 | 2.274 |
Die latenten Steuern betreffen die folgenden Abweichungen zwischen Steuer- und IFRS-Bilanz: EUR Mio
Zum 31. Dezember 2014 bestanden temporäre Differenzen in Höhe von EUR 2.923 Mio (2013: EUR 2.912 Mio), die im Zusammenhang mit Anteilen an vollkonsolidierten Tochtergesellschaften und at-equity bewerteten Beteiligungen stehen und für die keine latente Steuerverbindlichkeit gebildet wurde. Die Realisierung von Gewinnen aus dem Verkauf von Unternehmensbeteiligungen ist in Abhängigkeit von der Strukturierung des Veräußerungsvorgangs auf verschiedenen Stufen des Konzerns möglich. Aufgrund der komplexen rechtlichen Struktur im Konzern und der damit verbundenen steuerlichen Implikationen wurden für die Ermittlung der temporären Differenzen vereinfachende Annahmen getroffen, um Kaskadeneffekte zu minimieren.
Ergänzende Angaben zur Finanzlage Ergänzende Angaben zur Finanzlage
2014 gab es keine Mittelabflüsse aus dem Erwerb von Unternehmen.
25 Cashflow-Rechnung
Das Nettovermögen von veräußerten Gesellschaften und Geschäftseinheiten war zum jeweiligen Transaktionsstichtag wie folgt:
| Nettovermögen veräußerter Gesellschaften und Geschäftseinheiten | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Langfristiges Vermögen | 190 | 5 |
| Kurzfristiges Vermögen | 452 | 379 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 47 | 22 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 228 | 83 |
| Nettovermögen veräußerter Gesellschaften und Geschäftseinheiten | 367 | 280 |
Die aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften und Geschäftseinheiten erhaltenen liquiden Mittel betrugen EUR 342 Mio (2013 EUR 760 Mio). Diese Position beinhaltet den Verkauf des 45%-Anteils am Raffinerieverbund Bayernoil. Die liquiden Mittel von Tochtergesellschaften, über welche die Beherrschung verloren wurde, betrug 2014 EUR 1 Mio (2013: EUR 14 Mio). 2013 beinhaltete diese Position den Verkauf der LMG Lagermanagement GmbH, in die ein Großteil von R&Ms österreichischer Pflichtnotstandsreserve eingebracht wurde.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet einen Netto-Mittelabfluss von EUR 24 Mio (2013: EUR 134 Mio) aus der Veränderung der nicht beherrschenden Anteile. Diese standen in Zusammenhang mit der Akquisition der zusätzlichen Anteile von 1,8% an OMV Petrol Ofisi A.Ş. sowie der restlichen nicht beherrschenden Anteile an Adria-Wien Pipeline GmbH. 2013 beinhaltete diese Position im Wesentlichen die Akquisition der nicht beherrschenden Anteile an der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H. von 49% sowie die Ausübung von Put-Optionen durch die Oberösterreichische Ferngas Aktiengesellschaft, die zu einer Erhöhung des indirekten Anteils von OMV an EconGas GmbH führte, welche durch die Verringerung der Anteile an der Austrian Gas Grid Management AG teilweise ausgeglichen wurde.
Am 1. Oktober 2014 wurden die Anteile an der Trans Austria Gasleitung GmbH um 4,53% erhöht. Als Teil der Gegenleistung wurde der Teilbetrieb für "operating and maintenance" an die Trans Austria Gasleitung GmbH übertragen, des Weiteren wurde ein Entgelt von EUR 21 Mio bezahlt.
Die nicht zahlungswirksamen Zugänge im Anlagevermögen beinhalteten 2014 u.a. Zugänge aus Finanzierungsleasing in Höhe von EUR 128 Mio. Diese standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit zwei neuen Salzkavernen für Speicherkapazitäten in Etzel, Deutschland.
Für Rechtsstreitigkeiten, aus denen wahrscheinlich Verpflichtungen resultieren, werden Rückstellungen gebildet. Der Vorstand vertritt den Standpunkt, dass jene Rechtsstreitigkeiten, die nicht durch Rückstellungen oder Versicherungen gedeckt sind, keinen wesentlichen Einfluss auf das Konzerneigenkapital haben werden. Jede Konzerngesellschaft unterliegt mit ihren Produktionsanlagen und ihrem Grundvermögen in den jeweiligen Ländern einer Reihe von Umweltschutzbestimmungen. Für die geschätzten Kosten bestehender Verpflichtungen aus Umweltschutzmaßnahmen wurde in Übereinstimmung mit den Bilanzierungsregeln des Konzerns bilanziell vorgesorgt. Für Rekultivierungen werden Rückstellungen gebildet, wenn zum Bilanzstichtag eine Verpflichtung bereits eingetreten ist.
Der Vorstand ist der Ansicht, dass die Einhaltung der gegenwärtigen Gesetze und Bestimmungen und der künftig strengeren Gesetze und Bestimmungen keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Konzernergebnisse, -bilanz und -cashflows der näheren Zukunft haben wird.
26 Haftungsverhältnisse
27 Risikomanagement
Kapitalrisikomanagement
Das Kapitalrisikomanagement im OMV Konzern ist Teil des Value Managements und orientiert sich an den zentralen Steuerungsgrößen Return On Average Capital Employed (ROACE) und Verschuldungsgrad (Gearing Ratio). OMV steht zu einem langfristigen Verschuldungsgrad-Ziel von bis zu 30%.
Liquiditätsrisiko
Zur Beurteilung des Liquiditätsrisikos werden konzernweit die geplanten operativen sowie finanziellen Ein- und Auszahlungsströme auf Monatsbasis analysiert und die geplante Nettoliquiditätsentwicklung dargestellt. Der geplanten Nettoliquiditätsentwicklung werden bestehende Geldanlagen und Finanzierungen, deren geplante Abreifung sowie bestehende Liquiditätsreserven gegenübergestellt. Diese Analyse stellt die Basis für Finanzierungsentscheidungen hinsichtlich Kapitalbindung dar.
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des OMV Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien gehalten. Zum 31. Dezember 2014 beträgt die durchschnittlich gewichtete Laufzeit des Schuldenportfolios des OMV Konzerns ca. sechs Jahre.
Das operative Liquiditätsmanagement umfasst einen Cash-Concentration-Prozess, durch den eine Zusammenführung von liquiden Mitteln erfolgt. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen des Konzerns sowie einzelner Konzerngesellschaften gesteuert werden.
Detaillierte Angaben zu den Finanzierungsverbindlichkeiten des Konzerns enthält Anhangangabe 23.
Politisches Risiko
Der Konzern ist unter anderem in Ländern tätig, die aktuell Schauplatz politischer Instabilität sind (Libyen, Jemen, Pakistan, Region Kurdistan im Irak sowie Tunesien). Unterbrechungen bzw. Rückgänge der Produktion, wie auch höhere Steuerraten, Restriktionen auf Eigentum ausländischer Investoren bis hin zur Enteignung könnten die Folge politischer Veränderungen sein, die sich auch auf die finanzielle Struktur des Konzerns auswirken könnte.
Marktrisiko
Zur Steuerung von Marktrisiken werden derivative und nicht-derivative Instrumente bei Bedarf eingesetzt, die sich aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen ergeben und einen negativen Effekt auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder erwartete zukünftige Zahlungsströme haben können. Derivate werden hauptsächlich zur Reduzierung von Risiken aus Grundgeschäften eingesetzt.
Derivate sind Verträge, deren Wert sich von einem oder mehreren zugrunde liegenden Finanzinstrumenten, Indizes oder Preisen ableitet, die im Vertrag definiert sind. Der erstmalige Ansatz von derivativen Instrumenten erfolgt ab Geltung der vertraglichen Bestimmungen, also ab Entstehen von Anspruch und Verpflichtung. Die Ausbuchung erfolgt bei Wegfall bzw. Übertragung der vertraglichen Rechte und Pflichten.
Risikomanagement von Güterpreisen
Im operativen Risikomanagement des G&P-Geschäfts werden zur Absicherung von Risiken auf der Beschaffungsund Absatzseite OTC-Swaps, Optionen, Futures sowie Forwards eingesetzt. Ziel ist das Preisrisiko aus Mengenbewegungen der Vorräte sowie aus dem Unterschied von Ein- und Verkaufsparametern abzusichern.
Im operativen Risikomanagement des Raffinerie-Geschäfts werden derivative Instrumente im begrenzten Ausmaß sowohl für die Ergebnisabsicherung selektiver Produktenverkäufe als auch zur Reduktion des Preisrisikos aus den volatilen Vorratsbeständen verwendet. Eingesetzt werden Rohöl- und Produktswaps, welche die Produktmarge (Crack-Spread), die Preisdifferenz zwischen Rohöl und den erzeugten Bulk-Produkten, absichern sollen. Das Ergebnis der Sicherungsgeschäfte wird in den Umsatzkosten erfasst.
Zur Sicherung des kurzfristigen Marktpreisrisikos im Bereich Supply, Marketing und Trading werden für Einkäufe wie Verkäufe börsengehandelte Ölfutures wie auch OTC-Kontrakte (Contracts for Difference und Swaps) eingesetzt. Das Ergebnis aus solchen Sicherungsgeschäften wird R&M zugeordnet. Die Bewertung erfolgt zu Marktwerten.
Um Marktzugang und Markterfahrung zu gewinnen, wurde im begrenzten Ausmaß auch Eigenhandel betrieben.
Swaps erfordern beim Vertragsabschluss kein initiales Investment. Der Zahlungsausgleich erfolgt regelmäßig zum Quartals- bzw. Monatsende. Die Prämien für gekaufte Optionen sind bei Vertragsabschluss zu bezahlen. Bei Ausübung der Option erfolgt die Auszahlung der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen Marktpreis der Periode am Ende der Laufzeit.
Die nachfolgenden Tabellen legen Markt- sowie Nominalwert der Finanzinstrumente dar. Der Nominalwert ist Brutto erfasst, stellt den Wert des den Derivaten zugrunde liegenden Vermögenswerts, Referenzsatzes oder Indizes dar und ist die Basis für die Messung der Änderungen des Marktwerts. Der Nominalwert gibt das Volumen der am Jahresende ausstehenden Transaktionen an und lässt weder auf Markt- noch auf Kreditrisiko schließen.
Die Stichtagsbetrachtung der Nominal- und Marktwerte der Commodity-Kontrakte zum 31. Dezember zeigt folgendes Bild:
| Nominal- und Marktwerte der Kontrakte | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| Nominale | 2014 Marktwert |
Nominale | 2013 Marktwert |
|
| Operatives Risikomanagement | ||||
| G&P | ||||
| Commodity-Swaps | 154 | -5 | 359 | -11 |
| Commodity-Optionen | — | — | 0 | — |
| Commodity-Future | 269 | -22 | 121 | 2 |
| Commodity-Forwards | 5.766 | 32 | 1.170 | 1 |
| R&M | ||||
| Commodity-Futures | 4.589 | 28 | 4.165 | 7 |
| Commodity-Swaps | 4.702 | -73 | 3.649 | 5 |
| Commodity-Optionen | — | — | 603 | 0 |
Die Marktwerte verteilen sich wie folgt:
| Marktwerte | EUR Mio | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominale | Marktwert aktiv |
2014 Marktwert passiv |
Nominale | Marktwert aktiv |
2013 Marktwert passiv |
|
| Cashflow-Hedges | ||||||
| G&P-Swaps | 1 | — | 0 | 328 | 0 | -11 |
| G&P-Optionen | — | — | — | 0 | — | — |
| R&M-Swaps | 1.773 | 183 | -235 | 662 | 35 | -31 |
| Derivate held-for-trading | ||||||
| G&P-Swaps | 152 | 10 | -15 | 31 | 1 | -1 |
| G&P-Futures | 269 | 4 | -26 | 121 | 3 | 0 |
| G&P-Forwards | 5.766 | 348 | -316 | 1.170 | 27 | -26 |
| R&M-Futures | 4.589 | 584 | -556 | 4.165 | 35 | -28 |
| R&M-Swaps | 2.928 | 66 | -88 | 2.987 | 4 | -3 |
| R&M-Optionen | — | — | — | 603 | 1 | 0 |
Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich
| Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| Periode der | Wertänderung | [davon: | [davon: | |
| erwarteten | direkt im sonstigen | Umgliederung aus | Umgliederung aus | |
| Cashflows bei | Ergebnis gezeigt | dem sonstigen | dem sonstigen | |
| Cashflow-Hedges | Ergebnis über die | Ergebnis in die | ||
| Gewinn- und | ursprünglichen | |||
| Verlustrechnung] | Anschaffungs | |||
| kosten] | ||||
| 2014 | ||||
| G&P-Sicherung Preisrisiko | ||||
| Swaps fix vs. floating – Erdgas | bis Q1/15 | 10 | [-17] | [—] |
| R&M-Sicherung Preisrisiko | ||||
| Swaps fix vs. floating – Brent | bis Q4/16 | -209 | [-17] | [—] |
| Swaps fix vs. floating – Produkte | bis Q4/16 | 157 | [13] | [—] |
| 2013 | ||||
| G&P-Sicherung Preisrisiko | ||||
| Swaps fix vs. floating – Erdgas | bis Q4/15 | -12 | [-7] | [—] |
| Erdgas-Optionen | bis Q1/14 | — | [0] | [—] |
| R&M-Sicherung Preisrisiko | ||||
| Swaps fix vs. floating – Brent | 2014 | 17 | [-24] | [—] |
| Swaps fix vs. floating – Produkte | 2014 | -22 | [-3] | [—] |
In R&M werden mit dem wirtschaftlichen Ziel der Absicherung künftiger Margen Produkte auf der Verkaufsseite und Rohöl auf der Beschaffungsseite voneinander getrennt abgesichert.
Die Absicherung erfolgt auf der Beschaffungsseite als Kauf fix und Verkauf variabel, auf der Produktenseite als Verkauf fix und Kauf variabel.
Die Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen wird als Cashflow-Hedge bilanziert und der effektive Teil der Wertänderung des in der Bilanz erfassten Derivats in das sonstige Ergebnis gebucht. Bei ergebniswirksamem Eintreten der zukünftigen Transaktion werden die bis dahin im sonstigen Ergebnis verbuchten Beträge gegen die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst. Der ineffektive Teil der Cashflow-Hedges in Höhe von EUR -2,3 Mio (2013: EUR 0,4 Mio) wurde im Geschäftsjahr ergebniswirksam dargestellt.
Sensitivitätsanalyse
Für die zuvor gezeigten offenen Absicherungskontrakte wird der Effekt einer Marktpreisschwankung (+/-10%) auf deren Marktwert mittels Sensitivitätsanalyse gemessen. Die Sensitivität der Gesamtergebnisse des Konzerns weicht von der unten gezeigten Sensitivität ab, da die abgeschlossenen Kontrakte zur Absicherung von operativen Positionen verwendet werden.
Die Unterscheidung zwischen der Auswirkung einer Marktpreisschwankung auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder auf das sonstige Ergebnis ist abhängig von der Art des eingesetzten Derivats und der Anwendung von Hedge-Accounting. Die Marktwertsensitivität für Derivate, für die Cashflow-Hedge-Accounting zulässig ist, ist in der Tabelle als Sensitivität des sonstigen Ergebnisses dargestellt. Marktpreisschwankungen für alle weiteren offenen Derivate werden in der Sensitivität der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.
Derzeit weisen die Marktwerte der offenen Derivate folgende Sensitivitäten auf:
| Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| Marktpreis +10% |
2014 Marktpreis -10% |
Marktpreis +10% |
2013 Marktpreis -10% |
|
| Operatives Risikomanagement | ||||
| G&P | ||||
| G&P-Swaps | 3 | -3 | -1 | 1 |
| G&P-Futures | 12 | -12 | 7 | -7 |
| G&P-Forwards | -17 | 17 | -1 | 1 |
| R&M | ||||
| Commodity-Futures | -5 | 5 | 4 | -4 |
| Commodity-Swaps | 1 | -1 | -4 | 4 |
| Commodity-Optionen | — | — | 0 | 1 |
| Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das sonstige Ergebnis | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| Marktpreis +10% |
2014 Marktpreis -10% |
Marktpreis +10% |
2013 Marktpreis -10% |
|
| Operatives Risikomanagement | ||||
| G&P | ||||
| G&P-Swaps | 0 | 0 | 0 | 0 |
| R&M | ||||
| Commodity-Swaps | 2 | -2 | -2 | 2 |
Risikomanagement im Fremdwährungsbereich
OMV ist in einer Vielzahl von Ländern und unterschiedlichen Währungsräumen aktiv. Daher müssen branchenspezifische Transaktions- und entsprechende Umrechnungsrisiken genau analysiert werden. Die größten Risikopositionen stellen der USD und die jeweilige Veränderung des USD im Verhältnis zum EUR, zum RON, zur TRY und zur NOK dar. Andere Währungen haben nur geringen Einfluss auf Cashflow und EBIT.
Das Transaktionsrisiko der USD-Zahlungsströme wird laufend beobachtet. Mindestens halbjährlich werden die Long- und Short-Nettopositionen des Konzerns und deren Sensitivität für den Konzern berechnet, die eine USD-Long-Position in E&P sowie eine vergleichsweise niedrigere USD-Short-Position im R&M-Geschäft aufzeigt. Der Konzern hat insgesamt eine Netto-USD-Long-Position. Diese Analyse stellt die Basis für das Risikomanagement des Transaktionsrisikos bei Währungen dar.
Per 31. Dezember 2014 gab es zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos bei Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für das Liquiditätsmanagement folgende Transaktionen:
| Währungsderivate | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||
| Nominale | Marktwert | Nominale | Marktwert | |
| Currency-Forwards | 146 | 0 | 856 | -3 |
| Currency-Swaps | 64 | -1 | 86 | 0 |
Die oben genannten Forwards und Swaps werden zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken in offenen Forderungen oder Verbindlichkeiten verwendet. Der Marktwert dieser Instrumente entwickelt sich bei einer Veränderung der zugrunde liegenden Wechselkurse genau gegenläufig zur Veränderung der Forderung oder Verbindlichkeit.
Cashflow-Hedging bei Währungsabsicherungen
2014 hat OMV keine zentral gesteuerten Währungshedges vorgenommen.
Für Absicherungen der Cashflows und um die Auswirkungen von Schwankungen des USD-TRY-Wechselkurses zu reduzieren, hat die OMV Enerji Ticaret Anonim Sirketi, eine Tochtergesellschaft in der Türkei, 2014 Absicherungen in Höhe von USD 190 Mio vorgenommen. Zum Bilanzstichtag wurden alle Absicherungen abgewickelt. Die Sicherung von Währungsrisiken aus zukünftigen USD-Zahlungsströmen wurde als Cashflow-Hedge bilanziert und der effektive Teil der Wertänderung des in der Bilanz erfassten Derivats in das sonstige Ergebnis gebucht. Bei ergebniswirksamem Eintreten der zukünftigen Transaktion wurden die bis dahin im sonstigen Ergebnis verbuchten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, diese betrugen EUR -6 Mio.
Ebenso wird das Translationsrisiko auf Konzernebene laufend beobachtet und die daraus resultierende Risikoposition bewertet. Als Translationsrisiko wird jenes Risiko bezeichnet, das aufgrund der Konsolidierung von Tochtergesellschaften entsteht, die in einer funktionalen Währung ungleich EUR bilanzieren. Die größten Risikopositionen stellen dabei auf RON, USD, TRY und NOK lautende Nettovermögenswerte dar bzw. deren jeweilige Veränderung im Verhältnis auf EUR lautende Nettovermögenswerte. Das langfristig bestehende Wechselkursrisiko von Investitionen in Beteiligungen, die nicht in EUR bilanzieren, wird kontinuierlich ermittelt und beurteilt.
Für die Finanzinstrumente wird eine Sensitivitätsanalyse zu Wechselkursänderungen durchgeführt, wobei die Hauptwährungsbeziehungen folgende Sensitivitäten aufweisen: Die Hauptpositionen sind per 31. Dezember 2014 der EUR-RON-, EUR-TRY- und der EUR-USD-Wechselkurs. Auf Konzernebene beinhaltet die EUR-RON-Sensitivität nicht nur die RON-Nettoposition gegenüber EUR, sondern auch die RON-Nettoposition gegenüber USD, da diese in eine EUR-RON- sowie eine EUR-USD-Position aufgeteilt werden kann. Gleiches gilt für die EUR-TRY-Position.
| Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1) EUR Mio |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||||
| EUR wird um 10% | EUR wird um 10% | EUR wird um 10% | EUR wird um 10% | |||
| stärker | schwächer | stärker | schwächer | |||
| EUR-RON | -6 | 6 | 13 | -13 | ||
| EUR-TRY | -26 | 26 | -34 | 34 | ||
| EUR-USD | -13 | 13 | -29 | 29 |
1) Bezieht sich nur auf Finanzinstrumente und entspricht nicht der vom Konzern berechneten Gesamt-EBIT-Währungssensitivität
Zinsmanagement
Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.
Fallweise werden festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa transferiert. Zum Bilanzstichtag wurde Fair-Value-Hedge-Accounting für einen Zinsswap von USD 50 Mio angewendet. Durch den Zinsswap werden feste Zinssätze in variable Zinssätze gedreht. Dieser wurde zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts einer Anleihe, die im OMV Konzern begeben wurde (vgl. Anhangangabe 23) eingesetzt und als Fair-Value-Hedge klassifiziert. Die Zinsdifferenz zwischen Swap und Kredit wird als Korrektur des Zinsaufwands verbucht.
Per 31. Dezember gab es folgende Kontrakte:
| Kontrakte | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| Nominale | 2014 Marktwert |
Nominale | 2013 Marktwert |
|
| Interest-Rate-Swaps (USD 50 Mio) | 41 | 1 | 36 | 3 |
Zinssensitivitäten
Der Effekt einer Zinserhöhung von 0,5%-Punkten würde am 31. Dezember 2014 zu einer Verringerung des Marktwerts um EUR 0,1 Mio führen (31. Dezember 2013: EUR 0,9 Mio). Der Effekt einer Zinssenkung von 0,5%-Punkten würde am 31. Dezember 2014 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 0,1 Mio führen (31. Dezember 2013: EUR 0,9 Mio).
OMV Petrom SA hält finanzielle Vermögenswerte, deren Marktwerte von Zinsänderungen beeinflusst werden. Der Marktwert dieser finanziellen Vermögenswerte wäre bei einer Zinssteigerung am 31. Dezember 2014 um 0,5%-Punkte um EUR 19 Mio niedriger (31. Dezember 2013: EUR 11 Mio). Eine Zinssenkung um 0,5%-Punkte würde am 31. Dezember 2014 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 20 Mio führen (31. Dezember 2013: EUR 12 Mio).
Des Weiteren analysiert OMV regelmäßig den Einfluss von Zinsänderungen auf das Zinsergebnis aus variabel verzinsten Geldanlagen und Aufnahmen. Derzeit werden Effekte aus dem Zinsänderungsrisiko nicht als substanzielles Risiko eingestuft.
Basierend auf dem variabel verzinsten Nettoschuldenportfolio per 31. Dezember 2014 würde der Nettozinsaufwand um EUR 0,7 Mio (per 31. Dezember 2013: EUR 1,9 Mio) steigen bzw. fallen, sollten Zinssätze um 0,5%-Punkte steigen bzw. fallen.
Kreditrisiko der Kontrahenten
Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzernebene und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limitgrenzen für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht. Für alle Geschäftspartner, Banken und Sicherheitengeber werden, basierend auf einer Risikobewertung, Limithöhe, interne Risikoklasse und Limitlaufzeit vergeben. Die Bonitätseinschätzung wird zumindest jährlich oder ad hoc überprüft. Diese Vorgehensweise ist bei OMV in einer Richtlinie festgelegt. Derivative Finanzinstrumente werden zum überwiegenden Teil mit Vertragspartnern mit "Investment Grade Rating" abgeschlossen. Zur Risikodiversifikation werden solche Finanzkontrakte stets mit einer Mehrzahl von Banken abgeschlossen.
Im Bereich des strategischen Risikomanagements, des Währungsrisikomanagements, des Zinsrisikomanagements und des Liquiditätsmanagements beträgt das maximale Kreditrisiko gegenüber Banken per 31. Dezember 2014 EUR 150,1 Mio (2013: EUR 282,5 Mio). Für das operative Risikomanagement im Bereich R&M beträgt das maximale Kreditrisiko gegenüber Banken und Dritten per 31. Dezember 2014 EUR 481,7 Mio (2013: EUR 625,9 Mio).
Nachfolgende Tabellen geben die Bewertung von Finanzinstrumenten (Aktiv- und Passivseite) bilanziert zum beizulegenden Zeitwert wieder. In Übereinstimmung mit IFRS 13 sind die einzelnen Stufen wie folgt definiert:
- Stufe 1: Börsennotierte Kurse in aktiven Märkten werden für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verwendet.
- Stufe 2: Entweder direkt (d.h. wie Kurse) oder indirekt feststellbare Vorgaben werden als Informationsgrundlage für die Berechnung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten verwendet (keine börsennotierten Kurse).
- Stufe 3: Als Informationsgrundlage für die Berechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden interne Modelle oder andere Bewertungsmethoden verwendet, keine am Markt (z.B. Kurse) feststellbaren Daten.
Es gab keine Umgruppierungen zwischen den verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie.
28 Bemessungshierarchie
| Bemessungshierarchie 2014 | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Investmentfonds | 7 | — | — | 7 |
| Anleihen | 79 | — | — | 79 |
| Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate | — | 184 | — | 184 |
| Sonstige Derivate | 588 | 425 | — | 1.013 |
| Summe | 675 | 610 | — | 1.284 |
| Bemessungshierarchie 2014 | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und | ||||
| effektiven Derivaten | — | 232 | — | 232 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten | 580 | 425 | — | 1.005 |
| Summe | 580 | 657 | — | 1.238 |
| Bemessungshierarchie 2013 | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Investmentfonds | 7 | — | — | 7 |
| Anleihen | 119 | — | — | 119 |
| Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate | — | 37 | — | 37 |
| Sonstige Derivate | 37 | 34 | — | 71 |
| Summe | 163 | 71 | — | 234 |
| Bemessungshierarchie 2013 | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und | ||||
| effektiven Derivaten | — | 42 | — | 42 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten | 28 | 35 | — | 63 |
| Summe | 28 | 76 | — | 105 |
29 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur saldiert, wenn der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat und die Absicht besteht, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, oder gleichzeig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Der OMV Konzern schließt im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs diverse Globalnettingvereinbarungen in Form von International Swaps and Derivatives Association (ISDA) Vereinbarungen, European Federation of Energy Traders (EFET) Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen ab, die die Kriterien für die Saldierung in der Bilanz nach IAS 32 nicht erfüllen.
Die nachfolgenden Tabellen stellen die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente dar, die diversen Aufrechnungsvereinbarungen unterliegen. Die Werte in der Spalte Netto würden die Positionen in der Bilanz darstellen, wenn alle Aufrechnungsrechte ausgeübt worden wären.
| Saldierung von finanziellen Vermögenswerten 2014 | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| Anhangangabe | Finanzinstrumente in der Konzernbilanz (brutto gleich netto) |
Verbindlichkeiten mit Saldierungsrechten (nicht saldiert) |
Netto | |
| Derivative Finanzinstrumente | 17 | 1.198 | -960 | 237 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
16 | 3.042 | -697 | 2.345 |
| Übrige sonstige Forderungen | 17 | 1.203 | -42 | 1.161 |
| Gesamt | 5.442 | -1.699 | 3.743 |
| Saldierung von finanziellen Verbindlichkeiten 2014 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anhangangabe | Finanzinstrumente | Vermögenswerte | Netto | |||
| in der | mit | |||||
| Konzernbilanz | Saldierungsrechten | |||||
| (brutto gleich | (nicht saldiert) | |||||
| netto) | ||||||
| Derivative Finanzinstrumente | 23 | 1.238 | -1.001 | 237 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | ||||||
| Leistungen | 23 | 4.330 | -697 | 3.633 | ||
| Übrige sonstige finanzielle | ||||||
| Verbindlichkeiten | 23 | 538 | -1 | 537 | ||
| Gesamt | 6.106 | -1.699 | 4.407 |
| Saldierung von finanziellen Vermögenswerten 2013 | EUR Mio | |||
|---|---|---|---|---|
| Anhangangabe | Finanzinstrumente | Verbindlichkeiten | Netto | |
| in der | mit | |||
| Konzernbilanz | Saldierungsrechten | |||
| (brutto gleich | (nicht saldiert) | |||
| netto) | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | 17 | 108 | -69 | 39 |
| Forderungen aus Lieferungen und | ||||
| Leistungen | 16 | 3.270 | -655 | 2.615 |
| Übrige sonstige Forderungen | 17 | 1.063 | -27 | 1.036 |
| Gesamt | 4.442 | -752 | 3.690 |
| Saldierung von finanziellen Verbindlichkeiten 2013 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anhangangabe | Vermögenswerte | Netto | ||||
| in der | mit | |||||
| Konzernbilanz | Saldierungsrechten | |||||
| (brutto gleich | (nicht saldiert) | |||||
| netto) | ||||||
| Derivative Finanzinstrumente | 23 | 105 | -85 | 20 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | ||||||
| Leistungen | 23 | 4.914 | -655 | 4.259 | ||
| Übrige sonstige finanzielle | ||||||
| Verbindlichkeiten | 23 | 321 | -12 | 309 | ||
| Gesamt | 5.339 | -752 | 4.588 |
30 Ergebnis aus Finanzinstrumenten
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten | EUR Mio |
|---|---|
| Betrag | Finanz instrumente-at fair-value through-profit and-loss |
Available for-sale Finanz instrumente |
Ausleihungen und Forderungen |
Zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | |||||
| Dividendenerträge | 16 | — | 16 | — | — |
| Zinserträge | 33 | -2 | 3 | 30 | 2 |
| Zinsaufwendungen | -362 | 0 | — | — | -169 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -43 | -1 | — | -40 | — |
| Ergebnis aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten |
0 | — | — | — | — |
| Ergebnis aus dem Verkauf von at-equity bewerteten Beteiligungen |
-1 | — | — | — | — |
| Wertminderung von Finanzinstrumenten | — | — | — | — | — |
| Aufwendungen für den Verkauf von | |||||
| Lieferforderungen | -40 | — | — | -40 | — |
| Fremdwährungsergebnis | 16 | -1 | — | — | — |
| Sonstige (hauptsächlich Bankkosten) | -17 | — | — | — | — |
| Finanzergebnis | -357 | -2 | 19 | -10 | -167 |
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten | EUR Mio | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Betrag | Finanz | Available | Ausleihungen | Zu fortgeführten | |
| instrumente-at | for-sale | und | Anschaffungs | ||
| fair-value | Finanz | Forderungen | kosten bewertete | ||
| through-profit | instrumente | finanzielle | |||
| and-loss | Verbindlichkeiten | ||||
| 2013 | |||||
| Dividendenerträge | 11 | — | 11 | — | — |
| Zinserträge | 67 | -2 | 3 | 54 | 2 |
| Zinsaufwendungen | -304 | -1 | — | — | -183 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -255 | 21 | -60 | -39 | — |
| Ergebnis aus dem Verkauf von | |||||
| Finanzinstrumenten | -1 | — | -1 | — | — |
| Ergebnis aus dem Verkauf von at-equity | |||||
| bewerteten Beteiligungen | — | — | — | — | — |
| Wertminderung von Finanzinstrumenten | -58 | — | -59 | 1 | — |
| Aufwendungen für den Verkauf von | |||||
| Lieferforderungen | -40 | — | — | -40 | — |
| Fremdwährungsergebnis | -117 | 21 | — | — | — |
| Sonstige (hauptsächlich Bankkosten) | -39 | — | — | — | — |
| Finanzergebnis | -481 | 19 | -47 | 15 | -181 |
Erträge bzw. Aufwendungen aus derivativen Instrumenten, die zur Absicherung operativer Risiken dienen und denen gegenläufige Aufwendungen bzw. Erträge in den Umsatzerlösen und Umsatzkosten gegenüberstehen, sind im Ergebnis aus Finanzinstrumenten nicht enthalten.
Die Zinsaufwendungen, die in der oberen Tabelle nicht auf IAS 39 Kategorien aufgeteilt wurden, beziehen sich im Wesentlichen auf die Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 134 Mio (2013: EUR 118 Mio) und auf Verzugszinsen als Folge einer Steuerprüfung für die Jahre 2009 und 2010 in der OMV Petrom SA in Höhe von EUR 58 Mio (2013: EUR Null).
Zusätzlich zu dem in der Tabelle angeführten Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale wurde ein Gewinn von EUR 0,4 Mio (2013: Verlust von EUR 2,1 Mio) ergebnisneutral direkt im sonstigen Ergebnis verbucht.
Long Term Incentive (LTI) Pläne 2009—2014
Seit 2009 werden LTI Pläne für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte gewährt. Von 2010 bis 2014 wurden weitere Pläne mit vergleichbaren Bedingungen gewährt. Teilnehmer der Pläne 2009, 2010 und 2011 müssen bis zum Ende der Behaltefrist Aktien halten. Am Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien. Seit 2011 wurde die Teilnahme am Plan auch ausgewählten Mitarbeitern mit besonderem Entwicklungspotenzial (Potentials) gewährt. Vorstand und Führungskräfte sind als Teilnehmer der LTI Pläne 2012, 2013 und 2014 verpflichtet, ein angemessenes Ausmaß an Aktien an der Gesellschaft aufzubauen und bis zu ihrer Pensionierung oder ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten.
Für zukünftige erwartete Kosten des LTI Plans besteht zum Bilanzstichtag eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht. Erwartete Dividenden wurden entsprechend der Mittelfristplanung der Gesellschaft einbezogen. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über den Beobachtungszeitraum von drei Jahren verteilt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2014 belief sich auf EUR 11 Mio (2013: EUR 19 Mio), die Nettoauflösung im Berichtsjahr auf EUR 8 Mio (2013: Nettodotierung EUR 4 Mio).
31 Anteilsbasierte Vergütung
| Bedingungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Plan 2014 | Plan 2013 | Plan 2012 | Plan 2011 | Plan 2010 | Plan 2009 | |
| Planbeginn | 01.01.2014 | 01.01.2013 | 01.01.2012 | 01.01.2011 | 01.01.2010 | 01.01.2009 |
| Ende Leistungszeitraum | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Anspruchstag | 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2015 | 31.03.2014 | 31.03.2013 | 31.03.2012 |
| Ende der Behaltefrist | — | — | — | 31.03.2016 | 31.03.2015 | 31.03.2014 |
| Aktienerfordernis (Pläne 2012 bis 2014)/Erforderliches Eigeninvestment (Pläne 2009 bis 2011) | ||||||
| Vorstandsvorsitzender | 200% vom | 200% vom | 200% vom | 100% vom | 100% vom | 100% vom |
| Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | |
| grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | |
| Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter | 175% vom | 175% vom | 175% vom | 85% vom | 85% vom | 85% vom |
| Brutto grundgehalt |
Brutto grundgehalt |
Brutto grundgehalt |
Brutto grundgehalt |
Brutto grundgehalt |
Brutto grundgehalt |
|
| Vorstandsmitglieder | 150% vom | 150% vom | 150% vom | 70% vom | 70% vom | 70% vom |
| Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | |
| grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | |
| Leitende Führungskräfte | EUR 15.000 | EUR 15.000 | EUR 15.000 | |||
| oder 30.000 | oder 30.000 | oder 30.000 | ||||
| oder 60.000 | oder 60.000 | oder 60.000 | ||||
| oder 90.000 | oder 90.000 | oder 90.000 | ||||
| 75% vom | 75% vom | 75% vom | oder | oder | oder | |
| Brutto grundgehalt |
Brutto grundgehalt |
Brutto grundgehalt |
120.000 in Aktien |
120.000 in Aktien |
120.000 in Aktien |
|
| Potentials | EUR 15.000 | |||||
| n.a. | n.a. | n.a. | in Aktien | |||
| Eigeninvestment | ||||||
| Mitglieder des Vorstands | ||||||
| Auli † | 20.096 | 20.096 | 20.096 | |||
| — | — | — | Aktien | Aktien | Aktien | |
| Davies | 46.070 | 46.070 | 32.855 | 25.614 | 20.096 | 20.096 |
| Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | |
| Floren | 22.725 | 16.226 | 7.500 | |||
| Aktien | Aktien | Aktien | — | — | — | |
| Huijskes | 28.095 | 21.298 | 12.136 | 12.136 | 12.136 | |
| Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | — | |
| Langanger | — | — | — | — | 20.096 Aktien |
20.096 Aktien |
| Leitner 1) | 28.207 | 27.406 | 16.060 | 12.993 | ||
| Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | — | — | |
| Roiss | 60.173 | 60.173 | 44.259 | 34.932 | 28.469 | 28.469 |
| Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | |
| Ruttenstorfer | 38.278 | 38.278 | ||||
| — | — | — | — | Aktien | Aktien | |
| Vorstände gesamt | 185.270 | 171.173 | 112.810 | 105.771 | 139.171 | 127.035 |
| Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | |
| Andere Führungskräfte gesamt | 263.809 | 271.434 | 278.497 | 299.449 | 240.390 | 202.412 |
| Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | |
| Potentials | 9.460 Aktien 2) |
|||||
| — | — | — | — | — | ||
| Eigeninvestment gesamt | 449.079 Aktien |
442.607 Aktien |
391.307 Aktien |
414.680 Aktien |
379.561 Aktien |
329.447 Aktien |
| Erwartete Bonusaktien zum | 485.342 | 496.183 | 255.135 | |||
| 31. Dezember 2014 | Aktien | Aktien | Aktien | — | — | — |
| Maximale Bonusaktien zum | 831.655 | 805.105 | 916.311 | |||
| 31. Dezember 2014 | Aktien | Aktien | Aktien | — | — | — |
| Beizulegender Zeitwert des Plans | ||||||
| (EUR Mio) | 12 | 12 | 6 | — | — | — |
1) An den Plänen 2009 und 2010 nimmt Manfred Leitner als leitende Führungskraft mit 5.742 Aktien teil
2) Eigenanteil wird von OMV zur Verfügung gestellt
Strategic Incentive Plan (SIP)
2014 wurde der Strategic Incentive Plan (SIP) dem Vorstand, ausgewählten Führungskräften und ausgewählten E&P-Experten gewährt. Der SIP ist ein langfristig ausgerichtetes Vergütungsmodell, das einen kombinierten Fokus auf die Erreichung der Ziele der OMV Strategie "Profitables Wachstum" fördert. Dieser Plan basiert auf der Zuteilung virtueller Aktien, deren Gegenwert am Ende der Planlaufzeit in Abhängigkeit von der Erreichung definierter Leistungsziele bar ausbezahlt wird. Zudem ist die Erfüllung weiterer Bedingungen Voraussetzung für jegliche Auszahlung (Zuteilungszeitraum 2014-2018, Leistungszeitraum 2014-2021, Auszahlungszeitraum 2022-2024).
Jeder potenzielle Teilnehmer muss bei Planbeginn in einer Erklärung angeben, ob er am SIP teilnehmen will. Außerdem müssen teilnehmende Vorstandsmitglieder und teilnehmende Führungskräfte in einer Erklärung angeben, ob sie mit einem zusätzlichen Eigeninvestment ("Investment-Aktien") teilnehmen wollen. Diese Erklärungen gelten für die gesamte Laufzeit des Planes.
Jeder Teilnehmer erhält von OMV zwischen 2014 und 2018 in bis zu fünf aufeinanderfolgenden jährlichen Tranchen eine Zuwendung ("OMV Grant") in Form virtueller Aktien, welche die Kursentwicklung der zugrundeliegenden OMV Aktien widerspiegeln (die "Phantomaktien"). Werden Investment-Aktien eingebracht, wird der OMV Grant von OMV durch eine komplementäre Zuwendung im Verhältnis 1:2 ergänzt (der "Complementary Grant"), d.h. jede Phantomaktie des OMV Grant wird gemäß des Complementary Grant durch zwei zusätzliche Phantomaktien ergänzt.
Zum 31. Dezember 2014 beträgt die maximale Anzahl der gewährten Phantomaktien 267.009 Stück, davon 43.210 Stück für den Vorstand.
Für zukünftige erwartete Kosten des Strategic Incentive Plans besteht zum Bilanzstichtag eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht, wobei eine Monte-Carlo-Simulation verwendet wird. Erwartete Dividenden wurden ebenfalls entsprechend der Mittelfristplanung der Gesellschaft einbezogen, wobei ein Diskontierungssatz von 0,71% zur Anwendung kam. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über den Beobachtungszeitraum verteilt. Die Rückstellung belief sich per 31. Dezember 2014 auf EUR 1 Mio (2013: EUR Null).
Matching Share Plan (MSP)
Der von der Hauptversammlung 2014 genehmigte Matching Share Plan für das Jahr 2014 ist ein integraler Teil der jährlichen Bonusvereinbarung und dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen Bonifikationen (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Bonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen Bonifikation durch den Vergütungsausschuss wird eine gleichwertige (netto nach Steuern) Bonifikation in Form von Aktien des Unternehmens gewährt werden, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind.
Vorstandsmitglieder können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits das vom LTI Plan 2012 bis 2014 vorgesehene Aktienerfordernis erreicht haben. Per 31. Dezember 2014 wurde eine Rückstellung in Höhe von EUR 1 Mio ausgewiesen (2013: EUR 2 Mio).
Aktienoptionspläne
Auf Basis der Beschlüsse der jeweiligen Hauptversammlungen wurden seitens der Gesellschaft für den Vorstand und für einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte des Konzerns von 2000 bis 2008 langfristige, erfolgsorientierte Entlohnungspläne aufgelegt. Danach werden dem angeführten Personenkreis unter der Voraussetzung eines Eigeninvestments Optionsrechte für den begünstigten Erwerb von OMV Aktien (bzw. Geldgegenwert) eingeräumt, sofern ein Anstieg im Aktienkurs von zumindest 15% erzielt wird (Planhürde Aktienkurs).
2014 und 2013 wurden keine Optionen von den Planteilnehmern ausgeübt. 524.820 Optionen aus dem Plan 2008 mit einem Ausübungspreis von EUR 47,55 werden am 31. August 2015 verfallen. Alle Optionen aus älteren Plänen sind bereits verfallen. 2014 verfielen 524.660 Optionen aus den Plänen 2007 und 2008. In Anbetracht der Planhürde von EUR 54,68 pro Aktie betrug der innere Wert der am 31. Dezember 2014 ausübbaren Optionen EUR Null, da der Aktienkurs am Jahresende unter den Planhürden der Pläne lag. Der Marktwert der ausstehenden Optionen war EUR Null Mio. Die Rückstellung belief sich per 31. Dezember 2014 auf EUR Null Mio, die Nettoauflösung im Berichtsjahr auf EUR 1 Mio.
Gesamtaufwand
2014 wurde ein Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von EUR 5 Mio erfasst (2013: EUR 22 Mio), davon EUR 4 Mio (2013: EUR 2 Mio) für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente. Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns sind zum Zweck der Unternehmenssteuerung in die drei operativen Geschäftsbereiche Exploration und Produktion (E&P), Gas und Power (G&P) und Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M), sowie in das Segment Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) gegliedert. Jeder Bereich stellt eine strategische Einheit dar und bietet unterschiedliche Produkte auf verschiedenen Märkten an. Die Führung der Geschäftsbereiche erfolgt eigenständig. Strategische Entscheidungen bezüglich der Geschäftstätigkeit werden vom OMV Vorstand getroffen. Mit Ausnahme des Kb&S entsprechen die berichtspflichtigen Segmente der OMV den operativen Geschäftssegmenten.
Die E&P-Aktivitäten bestehen aus der Suche, dem Auffinden und der Förderung von Erdöl und Erdgas und konzentrieren sich auf die zwei Kernländer Rumänien und Österreich sowie das internationale Portfolio (Nordwesteuropa, Afrika und Australasien Region, Mittlerer Osten und die Kaspische Region). Das geförderte Erdöl und Erdgas wird überwiegend konzernintern vermarktet.
Die Aktivitäten des G&P-Geschäftsbereichs sind der Transit von Erdgas durch bzw. der Transport in Österreich, sowie die Speicherung, Vermarktung und der Handel von Erdgas. OMV ist ein Betreiber von Erdgasfernleitungen durch Österreich. Mit dem Geschäftsfeld Power wird die Gaswertschöpfungskette in Richtung Gaskraftwerke verlängert.
Der Geschäftsbereich R&M betreibt die Raffinerien Schwechat (Österreich), Burghausen (Deutschland) und Petrobrazi (Rumänien). In diesen Raffinerien werden Erdöl und Erdgas zu Mineralölprodukten verarbeitet, die an Unternehmen und Privatpersonen verkauft werden. Der Vertrieb erfolgt unter anderem über ein eigenbetriebenes Tankstellennetz in Mittel- und Südosteuropa und über das türkische Tankstellennetz.
Die Konzernführung, Finanzierungs- und Versicherungsaktivitäten sowie gewisse Servicefunktionen sind im Geschäftsbereich Kb&S zusammengefasst.
Die zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße ist der Betriebserfolg (EBIT) entsprechend IFRS. In die Ermittlung des Vermögens fließen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ein. Für die regionale Aufteilung externer Umsätze wird der Ort der Liefer- oder Leistungserfüllung herangezogen. Die im Konzernanhang erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze stimmen mit jenen der operativen Segmente überein. Innenumsätze und Kostenzuordnungen des Mutterunternehmens wurden nach internen Grundsätzen von OMV ermittelt. Der Vorstand ist der Meinung, dass die Verrechnungspreise für Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten den Marktpreisen entsprechen. Geschäftsfälle, die den operativen Bereichen nicht zuordenbar sind, werden mit der Ergebnisauswirkung in Kb&S ausgewiesen.
| Segmentberichterstattung | EUR Mio | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| E&P | G&P | R&M | Kb&S | Gesamt | Konso | Konzern | |
| lidierung | abschluss | ||||||
| 2014 | |||||||
| Segmentumsätze 1) | 5.773 | 6.799 | 27.830 | 420 | 40.822 | -4.909 | 35.913 |
| Segmentumsätze mit | |||||||
| anderen Segmenten | -4.284 | -167 | -43 | -416 | -4.909 | 4.909 | 0 |
| Segmentumsätze mit Dritten | 1.489 | 6.632 | 27.787 | 4 | 35.913 | – | 35.913 |
| Segmentvermögen 2) | 14.619 | 1.937 | 5.263 | 209 | 22.028 | – | 22.028 |
| Investitionen SAV/IV | 3.618 | 189 | 588 | 31 | 4.426 | – | 4.426 |
| Planmäßige Abschreibungen | 1.295 | 111 | 514 | 42 | 1.962 | – | 1.962 |
| Wertminderungen | 532 | 257 | 307 | 0 | 1.096 | – | 1.096 |
| 2013 | |||||||
| Segmentumsätze 1) | 5.378 | 12.236 | 29.384 | 400 | 47.399 | -4.985 | 42.414 |
| Segmentumsätze mit | |||||||
| anderen Segmenten | -4.336 | -201 | -54 | -395 | -4.985 | 4.985 | 0 |
| Segmentumsätze mit Dritten | 1.043 | 12.035 | 29.330 | 5 | 42.414 | – | 42.414 |
| Segmentvermögen 2) | 12.831 | 2.090 | 5.486 | 241 | 20.648 | – | 20.648 |
| Investitionen SAV/IV | 5.522 | 151 | 508 | 32 | 6.212 | – | 6.212 |
| Planmäßige Abschreibungen | 945 | 103 | 559 | 41 | 1.648 | – | 1.648 |
| Wertminderungen | 429 | 121 | 27 | 0 | 577 | – | 577 |
1) Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten
2) Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV)
32 Geschäftsaktivitäten und Hauptmärkte
33 Segmentberichterstattung
| Segment- und Konzernergebnis | EUR Mio | |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| EBIT E&P 1) | 1.466 | 1.990 |
| EBIT G&P | -162 | 1 |
| EBIT R&M | -290 | 658 |
| EBIT Kb&S | -63 | -53 |
| EBIT Segment Summe | 950 | 2.595 |
| Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung | 104 | 7 |
| OMV Konzern EBIT | 1.054 | 2.602 |
| Finanzerfolg | -177 | -311 |
| OMV Konzern Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 878 | 2.291 |
1) Exklusive Zwischengewinneliminierung
| Informationen über geografische Bereiche | EUR Mio | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | Deutschland Rumänien | Türkei | Übriges MOE 2) |
Übriges Europa |
Übrige Welt 3) |
Gesamt | ||
| 2014 | ||||||||
| Umsätze mit Dritten | 9.005 | 6.260 | 3.809 | 8.235 | 3.779 | 1.957 | 2.867 | 35.913 |
| Zugeordnetes Vermögen 1) |
3.081 | 1.232 | 7.271 | 2.936 | 451 | 4.662 | 1.930 | 21.561 |
| Nicht zugeordnetes Vermögen |
— | — | — | — | — | — | — | 466 |
| Segmentvermögen | 22.028 | |||||||
| 2013 | ||||||||
| Umsätze mit Dritten | 14.064 | 8.241 | 4.170 | 6.699 | 3.993 | 2.625 | 2.622 | 42.414 |
| Zugeordnetes Vermögen 1) |
2.985 | 981 | 6.567 | 3.222 | 531 | 3.985 | 1.882 | 20.153 |
| Nicht zugeordnetes Vermögen |
— | — | — | — | — | — | — | 494 |
| Segmentvermögen | 20.648 |
1) Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV)
2) Übriges Mittel- und Osteuropa (MOE)
3) Übrige Welt: im Wesentlichen Australien, Gabun, Jemen, Kasachstan, Libyen, Madagaskar, Namibia, Neuseeland, Pakistan, Tunesien und der Region Kurdistan im Irak
EUR 466 Mio (2013: EUR 494 Mio), der aus den Akquisitionen von Petrol Ofisi und den tunesischen Tochtergesellschaften stammenden Geschäfts- und Firmenwert wurden keinem geografischen Bereich, sondern zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die in mehreren geografischen Bereichen tätig sind.
Sonstige Angaben Sonstige Angaben
| Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer 1) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | ||||
| OMV Konzern ohne OMV Petrom Konzern | 7.734 | 6.951 | |||
| OMV Petrom Konzern | 18.884 | 20.393 | |||
| Gesamtkonzern | 26.618 | 27.344 |
1) Berechnet als Durchschnitt der Monatsendstände an Arbeitnehmern während des Jahres
Die Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks im Sinne des § 271b UGB), setzen sich wie folgt zusammen:
| Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks) | ||
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Konzern- und Jahresabschlussprüfung | 2,39 | 2,67 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 1,25 | 0,90 |
| Steuerberatungsleistungen | 0,13 | 0,03 |
| Sonstige Beratungsleistungen | 0,08 | 0,87 |
| Gesamt | 3,85 | 4,46 |
2014 wurden folgende Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer, Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., erfasst: Für die Konzern- und Jahresabschlussprüfung EUR 0,73 Mio (2013: EUR 0,80 Mio), für sonstige Bestätigungsleistungen EUR 0,85 Mio (2013: EUR 0,72 Mio), für Steuerberatungsleistungen EUR 0,02 Mio (2013: EUR 0,02 Mio) und für sonstige Beratungsleistungen EUR 0,05 Mio (2013: EUR 0,06 Mio).
Gemäß IAS 24 müssen Beziehungen zu nahestehenden Personen sowie nahestehenden, nicht konsolidierten Unternehmen (Related Parties) offen gelegt werden. Unternehmen und Personen gelten als nahestehend, wenn ein Beherrschungsverhältnis oder maßgeblicher Einfluss vorliegt. Die Österreichische Industrieholding AG, Wien, hält einen Anteil von 31,5% und die International Petroleum Investment Company, Abu Dhabi, einen Anteil von 24,9% an der OMV Aktiengesellschaft; beide Gesellschaften sind Related Parties im Sinne des IAS 24.
2014 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem OMV Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen:
| Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen EUR Mio |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | ||||
| Umsätze und sonstige Erträge |
Forderungen | Umsätze und sonstige Erträge |
Forderungen | ||
| Borealis | 1.574 | 0 | 1.731 | 19 | |
| GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co | 169 | 13 | 223 | 17 | |
| Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. | 163 | 2 | 48 | 2 | |
| Trans Austria Gasleitung GmbH | 6 | 2 | — | — | |
| Gesamt | 1.912 | 18 | 2.002 | 39 |
2014 wurden Lieferungen oder Leistungen in der Höhe von EUR 244 Mio (2013: EUR 231 Mio) von Enerco Enerji Sanayi ve Ticaret A.Ş. bezogen, EUR 94 Mio (2013: EUR 68 Mio) von Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., EUR 45 Mio (2013: EUR 59 Mio) von Borealis und EUR 34 Mio (2013: EUR 41 Mio) von Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH. 34 Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer
35 Aufwendungen Konzernabschlussprüfer
36 Related Parties
Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Enerco Enerji Sanayi ve Ticaret A.Ş. in Höhe von EUR 31 Mio (2013: EUR 28 Mio) und gegenüber Borealis von EUR 9 Mio (2013: EUR 5 Mio).
Zum 31. Dezember 2014 bestanden Ausleihungen gegenüber Pearl Petroleum Company Limited in Höhe von EUR 19 Mio (2013: EUR 17 Mio) und gegenüber Trans Austria Gasleitung GmbH in Höhe von EUR 36 Mio.
Der Stand der von Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. erhaltenen Anzahlungen betrug zum 31. Dezember 2014 EUR 178 Mio und steht im Zusammenhang mit einem langfristigen Servicevertrag (2013: EUR Null).
Die Vorstandsbezüge der OMV Aktiengesellschaft verteilen sich wie folgt:
| Vorstandsbezüge | EUR Mio | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | Davies | Floren | Huijskes | Leitner | Roiss | Gesamt |
| Fixe Bezüge für 2014 | 0,84 | 0,60 | 0,71 | 0,58 | 0,91 | 3,65 |
| Variable Bezüge 1) | 0,53 | 0,51 | 0,48 | 0,38 | 0,61 | 2,51 |
| Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung) und Aufwandsersatz |
0,01 | 0,01 | 0,01 | 0,01 | 0,01 | 0,04 |
| Summe (exkl. Pensionskassenbeiträge, Urlaubsabfindungen und Bezüge anlässlich der Beendigung des Dienstverhältnisses) |
1,38 | 1,11 | 1,20 | 0,97 | 1,53 | 6,20 |
| Anzahl der Aktien aus dem Matching Share Plan 2) |
15.166 3) | 12.999 | 13.595 | 10.833 3) | 17.332 3) | 69.925 |
| Anzahl der Aktien aus dem Long Term Incentive Plan 2011 |
15.192 3) | — | 8.937 3) | 8.937 3) | 20.429 3) | 53.495 |
1) Die variablen Bezüge betreffen Zahlungen für die Zielerreichung 2013
2) Teil der variablen Bezüge des Vorstands. Erstmalig 2013 ausbezahlt 3) (Teilweise) in bar ausgezahlt
| Vorstandsbezüge | EUR Mio | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | Davies | Floren | Huijskes | Leitner | Roiss | Gesamt |
| Fixe Bezüge für 2013 | 0,74 | 0,60 | 0,63 | 0,50 | 0,80 | 3,28 |
| Variable Bezüge 1) | 0,69 | 0,00 | 0,52 | 0,49 | 0,79 | 2,49 |
| Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung) | ||||||
| und Aufwandsersatz | 0,01 | 0,00 | 0,01 | 0,01 | 0,01 | 0,04 |
| Summe (exkl. Pensionskassenbeiträge, | ||||||
| Urlaubsabfindungen und Bezüge | ||||||
| anlässlich der Beendigung des | ||||||
| Dienstverhältnisses) | 1,44 | 0,60 | 1,16 | 1,00 | 1,60 | 5,80 |
| Anzahl der Aktien aus dem Matching | ||||||
| Share Plan 2) | 24.433 3) | 17.452 | 18.324 | 17.452 3) | 27.923 3) | 105.584 |
| Anzahl der Aktien aus dem Long Term | ||||||
| Incentive Plan 2010 | 17.472 3) | — | 14.560 3) | 5.240 | 25.484 3) | 62.756 |
1) Die variablen Bezüge betreffen Zahlungen für die Zielerreichung 2012, Barauszahlung für Hans-Peter Floren erfolgte bereits 2012
2) Teil der variablen Bezüge des Vorstands. Erstmalig 2013 ausbezahlt 3) (Teilweise) in bar ausgezahlt
Die gesamten Vorstandsbezüge inklusive Pensionskassenbeiträge, Urlaubsabfindungen und Bezüge anlässlich der Beendigung des Dienstverhältnisses betrugen 2014 EUR 11,7 Mio (2013: EUR 7,5 Mio) (exkl. Matching Share Plan und Long Term Incentive Plan).
Anhangangabe 22 enthält Details zu den Pensionskassenbeiträgen.
Daneben sind die Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. Auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter sind Begünstigte dieser Versicherungen, und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.
Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 1,2 Mio (2013: EUR 3,6 Mio).
Die Gesamtvergütungen (inkl. aktienbasierte Vergütungen) für 53 leitende Führungskräfte, ohne Vorstandsmitglieder, (2013: 52) betrugen EUR 25,9 Mio (2013: EUR 27,6 Mio). Davon entfielen auf kurzfristige Leistungen wie Gehälter und Prämien EUR 19,7 Mio (2013: EUR 19,3 Mio) und EUR 1,8 Mio (2013: EUR 1,4 Mio) bezogen sich auf Pensionskassenbeiträge. Die Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Dienstverhältnissen betrugen EUR 0,9 Mio (2013: EUR 1,7 Mio); die sonstigen langfristigen Vergütungen beliefen sich auf EUR 0,1 Mio (2013: EUR 0,1 Mio).
Anhangangabe 31 enthält Details zu Long Term Incentive Plänen, Matching Share Plan, Aktienoptionsplänen und Strategic Incentive Plan.
Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen 2014 EUR 0,4 Mio (2013: EUR 0,4 Mio).
Der Aufsichtsrat hat beschlossen, den Geschäftsbereich Gas und Power in den Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing zu integrieren. Dadurch wird ein gemeinsamer Geschäftsbereich Downstream unter der Leitung von Vorstandsmitglied Manfred Leitner ab 1. Jänner 2015 geschaffen.
37 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
38 Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft
| Obergesell | Konso | Anteil der | Anteil der | |
|---|---|---|---|---|
| schaft | lidierungs | Obergesell | Obergesell | |
| art 1) | schaft am | schaft am | ||
| Kapital in % | Kapital in % | |||
| am 31. | am 31. | |||
| Dezember | Dezember | |||
| 2014 | 2013 | |||
| Exploration und Produktion | ||||
| KOM MUNAI LLP, Aktau | PETROM | VK | 95,00 | 95,00 |
| OMV Abu Dhabi E&P GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (AFRICA) Exploration & Production GmbH, Wien (OAFR) | OWEAFR | VK | 100,00 | |
| OMV AUSTRALIA PTY LTD, Perth (OAUST) | OMV AG | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Austria Exploration & Production GmbH, Wien (OEPA) | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (Berenty) Exploration GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | |
| OMV Bina Bawi GmbH, Wien | PETEX | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Block 70 Upstream GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (Croatia) Exploration GmbH, Wien | OMVEP | V0 | 100,00 | |
| OMV East Abu Dhabi Exploration GmbH, Wien 4) | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (EGYPT) Exploration GmbH, Wien | OMVEP | V0 | 100,00 | 100,00 |
| OMV Exploration & Production GmbH, Wien (OMVEP) | OMV AG | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (Namibia) Exploration GmbH, Wien 4) | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas 4) | OMVEP | V0 | 100,00 | 100,00 |
| OMV (FAROE ISLANDS) Exploration GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (IRAN) onshore Exploration GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (IRELAND) Exploration GmbH, Wien 7) | OMVEP | V0 | 100,00 | 100,00 |
| OMV Jardan Block 3 Upstream GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (Manga) Exploration GmbH, Wien | OAFR | VK | 100,00 | |
| OMV (Manga) Exploration S.A., Libreville | OWEAFR | VK | 100,00 | |
| OMV (Mandabe) Exploration GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | |
| OMV Maurice Energy GmbH, Wien (MAURI) | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Maurice Energy Limited, Port Louis | MAURI | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (Mbeli) Exploration GmbH, Wien | OAFR | VK | 100,00 | |
| OMV (Mbeli) Exploration S.A., Libreville | OWEAFR | VK | 100,00 | |
| OMV (Montenegro) Exploration GmbH, Wien | OMVEP | V0 | 100,00 | |
| OMV Myrre block 86 Upstream GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV New Zealand Limited, Wellington (NZEA) | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (Ntsina) Exploration GmbH, Wien | OAFR | VK | 100,00 | |
| OMV (Ntsina) Exploration S.A., Libreville | OWEAFR | VK | 100,00 | |
| OMV (NORGE) AS, Stavanger | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (Gnondo) Exploration GmbH, Wien | OAFR | VK | 100,00 | |
| OMV (Gnondo) Exploration S.A., Libreville | OWEAFR | VK | 100,00 | |
| OMV Oystercatcher Exploration GmbH, Wien 4) | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV OF LIBYA LIMITED, Douglas | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Offshore Bulgaria GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Offshore Morondava GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Offshore (Namibia) GmbH, Wien (ONAFRU) | OMVEP | VK | 100,00 | |
| OMV Offshore Silistar Bulgaria GmbH, Wien | OMVEP | V0 | 100,00 | 100,00 |
| OMV Oil and Gas Exploration GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Oil Exploration GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Oil Production GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| Obergesell | Konso | Anteil der | Anteil der | |
|---|---|---|---|---|
| schaft | lidierungs | Obergesell | Obergesell | |
| art 1) | schaft am | schaft am | ||
| Kapital in % | Kapital in % | |||
| am 31. | am 31. | |||
| Dezember | Dezember | |||
| 2014 | 2013 | |||
| OMV (PAKISTAN) Exploration Gesellschaft m.b.H., Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Petroleum Exploration GmbH, Wien (PETEX) | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Proterra GmbH, Wien | OEPA | V0 | 100,00 | 100,00 |
| OMV Rovi GmbH, Wien 4) | PETEX | V0 | 100,00 | 100,00 |
| OMV Roz Upstream GmbH, Wien | OMVEP | V0 | 100,00 | |
| OMV Sarta GmbH, Wien 4) | PETEX | V0 | 100,00 | 100,00 |
| OMV Southeast Caspian Upstream GmbH, Wien 7) | OMVEP | V0 | 100,00 | 100,00 |
| OMV Tellal Hydrocarbons GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (Tunesien) Production GmbH, Wien (OTNPRO) | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (TUNESIEN) Sidi Mansour GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (U.K.) Limited, London | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Upstream International GmbH, Wien (OUPI) | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (West Africa) Exploration & Production GmbH, Wien (OWEAFR) | SNO | VK | 100,00 | |
| OMV (YEMEN) Al Mabar Exploration GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (Yemen Block S 2) Exploration GmbH, Wien | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV (YEMEN) South Sanau Exploration GmbH, Wien | OMVEP | V0 | 100,00 | 100,00 |
| OMV Barrow Pty Ltd, Perth | OAUST | V0 | 100,00 | 100,00 |
| OMV Beagle Pty Ltd, Perth | OAUST | V0 | 100,00 | 100,00 |
| OMV Petroleum Pty Ltd, Perth | NZEA | V0 | 100,00 | 100,00 |
| Tasbulat Oil Corporation BVI, Saint Helier | PETROM | V0 | 100,00 | 100,00 |
| Pearl Petroleum Company Limited, Road Town | OUPI | AE | 10,00 | 10,00 |
| PEI Venezuela Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Burghausen 4) | OMVEP | V0 | 100,00 | 100,00 |
| Petroleum Infrastructure Limited, Wellington | NZEA | VK | 100,00 | 100,00 |
| PETROM EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas | PETROM | VK | 50,00 | 50,00 |
| Preussag Energie International GmbH, Burghausen | OMVEP | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Petrom Ukraine E&P GmbH, Wien | PETROM | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Petrom Ukraine Finance Services GmbH, Wien | PETROM | VK | 100,00 | 100,00 |
| Société de Recherches et d'Exploitation des Pétroles en Tunisie, | OTNPRO | S0 | 50,00 | 50,00 |
| Tunis | ||||
| TASBULAT OIL CORPORATION LLP, Aktau | PETROM | VK | 100,00 | 100,00 |
| Thyna Petroleum Services S.A., Sfax | OTNPRO | S0 | 50,00 | 50,00 |
| Gas und Power | ||||
| ADRIA LNG d.o.o., Zagreb 7) | OGI | S0 | 32,47 | 32,47 |
| AGCS Gas Clearing and Settlement AG, Wien | OGG | S0 | 23,13 | 23,13 |
| AGGM Austrian Gas Grid Management AG, Wien | OGG | VK | 51,00 | 51,00 |
| OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş., Istanbul (BORASC) 6) |
OGI (OPI) | VK | 100,00 | 100,00 |
| Central European Gas Hub AG, Wien | OGI | VK | 65,00 | 65,00 |
| EconGas Deutschland GmbH, Regensburg | ECOGAS | VK | 100,00 | 100,00 |
| EconGas GmbH, Wien (ECOGAS) | OGI | VK | 64,25 | 50,00 |
| (EGBV) | 0,00 | 14,25 | ||
| EconGas d.o.o. za opskrbu plinom, Zagreb | ECOGAS | VK | 100,00 | 100,00 |
| EconGas Hungária Földgázkereskedelmi Kft., Budapest | ECOGAS | VK | 100,00 | 100,00 |
| Obergesell | Konso | Anteil der | Anteil der | |
|---|---|---|---|---|
| schaft | lidierungs | Obergesell | Obergesell | |
| art 1) | schaft am | schaft am | ||
| Kapital in % | Kapital in % | |||
| am 31. | am 31. | |||
| Dezember 2014 |
Dezember 2013 |
|||
| EconGas Italia S.r.l, Mailand | ECOGAS | VK | 100,00 | 100,00 |
| EGBV Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien (EGBV) 4) | OGI | V0 | 100,00 | 100,00 |
| Enerco Enerji Sanayi Ve Ticaret A.Ş., Istanbul | OGI | AE | 40,00 | 40,00 |
| Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG, Bonn | OGSG | AE | 39,99 | 39,99 |
| NABUCCO Gas Pipeline International GmbH, Wien (NABUC) 7) | OGI | S0 | 35,86 | 35,86 |
| OMV Gas Germany GmbH, Düsseldorf 4), 7) | OGG | V0 | 100,00 | 100,00 |
| GAS CONNECT AUSTRIA GmbH, Wien (OGG) | OGI | VK | 80,90 | 100,00 |
| OMV AG | 19,10 | |||
| OMV Gas & Power GmbH, Wien (OGI) | OMV AG | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Gas Storage Germany GmbH, Köln (OGSG) | OGI | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Gas Storage GmbH, Wien | OGI | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Gaz Ve Enerji Holding Anonim Şirketi, Istanbul (GPTHOL) | OTHOLD | VK | 100,00 | 99,99 |
| OMV Enerji Ticaret Anonim Şirketi, Istanbul (GASTR) 5) | OTHOLD | VK | 90,40 | 57,56 |
| GPTHOL | 9,60 | 42,44 | ||
| OMV Kraftwerk Haiming GmbH, Haiming 6) | OGI (OPI) | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Trading GmbH, Wien (GPTRAD) | OGI | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV PETROM GAS SRL, Bukarest | PETROM | VK | 99,99 | 99,99 |
| Petrol Ofisi Gaz İletim A.Ş., Istanbul | GPTHOL | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Petrom Wind Power SRL, Bukarest | PETROM | VK | 99,99 | 99,99 |
| South Stream Austria GmbH, Vienna | OGI | S0 | 50,00 | 50,00 |
| Trans Austria Gasleitung GmbH, Wien | OGG | AE 3) | 15,53 | 11,00 |
| Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie | ||||
| Abu Dhabi Petroleum Investments LLC, Abu Dhabi | OMVRM | S0 | 25,00 | 25,00 |
| Adria-Wien Pipeline GmbH, Klagenfurt | OMVRM | VK | 100,00 | 76,00 |
| Aircraft Refuelling Company GmbH, Wien | OMVRM | S0 | 33,33 | 33,33 |
| Autobahn – Betriebe Gesellschaft m.b.H., Wien | OMVRM | S0 | 47,19 | 47,19 |
| Borealis AG, Wien | OMVRM | AE | 32,67 | 32,67 |
| OMV AG | 3,33 | 3,33 | ||
| BRAZI OIL & ANGHELESCU PROD COM SRL, Brazi 7) | PETROM | S0 | 37,70 | 37,70 |
| BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH, Wien | OMVRM | S0 | 26,00 | 26,00 |
| BTF Industriepark Schwechat GmbH, Wien | OMVRM | S0 | 50,00 | 50,00 |
| Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH, München | OMVD | AE | 25,00 | 25,00 |
| DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft., Budapest | OHUN | S0 | 48,28 | 48,28 |
| EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG, München | OMVD | AE | 20,66 | 20,66 |
| Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach | OMVRM | AE 1) | 55,60 | 55,60 |
| Erk Petrol Yatrmlar A.Ş., Istanbul (ERK) | POAS | VK | 100,00 | 99,96 |
| (OTHOLD) | 0,01 | |||
| (OCTS) | 0,01 | |||
| (OGI) | 0,01 | |||
| (OMVEP) | 0,01 | |||
| FONTEGAS PECO MEHEDINTI SA, Simian 7) | PETROM | S0 | 37,40 | 37,40 |
| FRANCIZA PETROM 2001 SA, Piteşti | PETROM | S0 | 40,00 | 40,00 |
| GENOL Gesellschaft m.b.H., Wien | OMVRM | S0 | 29,00 | 29,00 |
| Obergesell | Konso | Anteil der | Anteil der | |
|---|---|---|---|---|
| schaft | lidierungs | Obergesell | Obergesell | |
| art 1) | schaft am | schaft am | ||
| Kapital in % | Kapital in % | |||
| am 31. | am 31. | |||
| Dezember | Dezember | |||
| 2014 | 2013 | |||
| GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co, Wien | OMVRM | AE | 29,00 | 29,00 |
| ICS PETROM MOLDOVA SA, Chisinau | PETROM | VK | 100,00 | 100,00 |
| Marmara Depoculuk Hizmetleri Anonim Şirketi, Istanbul 4) | POAS | AE | 45,00 | 89,97 |
| (OTHOLD) | 0,01 | |||
| (PORAF) | 0,01 | |||
| (ERK) | 0,01 | |||
| OMV BULGARIA OOD, Sofia | PETROM | VK | 99,90 | 99,90 |
| OMVRM | 0,10 | 0,10 | ||
| OMV Česká republika, s.r.o., Prag | VIVTS | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Deutschland GmbH, Burghausen (OMVD) | OMVRM | VK | 90,00 | 90,00 |
| OMV AG | 10,00 | 10,00 | ||
| OMV Hungária Ásványolaj Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest (OHUN) |
VIVTS | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV – International Services Ges.m.b.H., Wien | OMVRM | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Refining & Marketing GmbH, Wien (OMVRM) | OMV AG | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV PETROM MARKETING SRL, Bukarest (ROMAN) | PETROM | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV SLOVENIJA trgovina z nafto in naftnimi derivati, d.o.o., Koper | VIVTS | VK | 92,25 | 92,25 |
| OMV Slovensko s.r.o., Bratislava | VIVTS | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV SRBIJA d.o.o., Belgrad | PETROM | VK | 99,96 | 99,96 |
| OMVRM | 0,04 | 0,04 | ||
| OMV Supply & Trading AG, Zug (OSUP) | OMVRM | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Supply & Trading Singapore PTE LTD., Singapur 4) | OSUP | V0 | 100,00 | 100,00 |
| OMV Supply & Trading Limited, London 4), 5) | OSUP | VK | 100,00 | 100,00 |
| PETROCHEMICALS ARGES SRL, Piteşti | PETROM | V0 | 95,00 | 95,00 |
| OMV Petrol Ofisi A.Ş., Istanbul (POAS) | OTHOLD | VK | 55,40 | 55,40 |
| OMV AG | 43,39 | 41,58 | ||
| Petrol Ofisi Havacilik Operasyonlari A.Ş., Istanbul (PORAF) | POAS | VK | 100,00 | 100,00 |
| PETROM NADLAC SRL, Nadlac | PETROM | V0 | 98,51 | 98,51 |
| PO Georgia LLC, Tiflis | POAS | V0 | 100,00 | 100,00 |
| Routex B.V., Amsterdam | OMVRM | S0 | 20,00 | 20,00 |
| SIOT Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A., Triest | OMVRM | AE | 25,00 | 25,00 |
| SuperShop Marketing GmbH, Budapest | OHUN | S0 | 50,00 | 50,00 |
| TGN Tankdienst-Gesellschaft Nürnberg GbR, Nürnberg | OMVD | S0 | 33,33 | 33,33 |
| TRANS GAS SERVICES SRL, Bukarest | PETROM | V0 | 80,00 | 80,00 |
| Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H., Matrei in Osttirol |
OMVRM | AE | 25,00 | 25,00 |
| Çankaya Bel-Pet Limited Sirketi, Ankara | POAS | S0 | 49,00 | 49,00 |
| PETROM AVIATION SA, Otopeni | PETROM | VK | 99,99 | 99,99 |
| OMVRM | 0,01 | 0,01 | ||
| Salzburg Fuelling GmbH, Salzburg | OMVRM | S0 | 33,33 | 33,33 |
| VIVA International Marketing- und Handels-GmbH, Wien (VIVTS) | OMVRM | VK | 100,00 | 100,00 |
| Obergesell | Konso | Anteil der | Anteil der | |
|---|---|---|---|---|
| schaft | lidierungs | Obergesell | Obergesell | |
| art 1) | schaft am | schaft am | ||
| Kapital in % | Kapital in % | |||
| am 31. | am 31. | |||
| Dezember | Dezember | |||
| 2014 | 2013 | |||
| Konzernbereich und Sonstiges | ||||
| Amical Insurance Limited, Douglas (AMIC) | OMV AG | VK | 100,00 | 100,00 |
| ASOCIATIA ROMANA PENTRU RELATIA CU INVESTITORII, Bukarest | PETROM | S0 | 20,00 | 20,00 |
| Diramic Insurance Limited, Gibraltar | AMIC | VK | 100,00 | 100,00 |
| Kompetenz- und Informationszentrum für Humanvermögen und | SNO | S0 | 24,44 | 24,44 |
| interdisziplinäre Arbeits- und Unternehmensforschung GmbH, | ||||
| Klosterneuburg | ||||
| OMV Clearing und Treasury GmbH, Wien (OCTS) | SNO | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV International Oil & Gas GmbH, Zug | OMV AG | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi, Istanbul (OTHOLD) | OMV AG | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV FINANCE LIMITED, Douglas | OMV AG | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Finance Services GmbH, Wien | SNO | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Finance Services NOK GmbH, Wien | SNO | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Finance Solutions USD GmbH, Wien | SNO | VK | 100,00 | 100,00 |
| OMV Insurance Broker GmbH, Wien | OMV AG | V0 | 100,00 | 100,00 |
| OMV Personal Service GmbH, Wien 7) | SNO | V0 | 100,00 | |
| OMV Petrom Global Solutions SRL, Bukarest | SNO | VK | 75,00 | |
| PETROM | 25,00 | |||
| OMV Solutions GmbH, Wien (SNO) | OMV AG | VK | 100,00 | 100,00 |
| PETROMED SOLUTIONS SRL, Bukarest | PETROM | VK | 99,99 | 99,99 |
| OMV Petrom | ||||
| OMV PETROM SA, Bukarest (PETROM) 2) | OMV AG | VK | 51,01 | 51,01 |
1) Konsolidierungsart:
VK Verbundene einbezogene Unternehmen
AE At-Equity bewertete Unternehmen
AE 1) Trotz Anteilsmehrheit keine Einbeziehung, da kein Beherrschungsverhältnis vorliegt
AE 2) Bislang at-equity bewertet, nun als zur Veräußerung gehaltenes Vermögen bilanziert
AE 3) Gemeinschaftsunternehmen at-equity bewertet
V0 Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen; Firmenmäntel und Vertriebsorganisationen, die einzeln und gesamt betrachtet für die Aussagekraft des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung sind
S0 Sonstige zu Anschaffungskosten bewertete, nicht konsolidierte Beteiligungen; assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage
von untergeordneter Bedeutung ist 2) In der Segmentberichterstattung wird OMV Petrom SA den jeweiligen Segmenten zugeordnet 3) Wirtschaftsrechtlicher Anteil 10,78%
4) Konsolidierungsart wurde im Vergleich zu 2013 geändert 5) Gesellschaftsbezeichnung wurde im Vergleich zu 2013 geändert
6) Obergesellschaft wurde im Vergleich zu 2013 geändert
7) In Liquidation befindlich
Bei den nicht in den Vollkonsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen handelt es sich ausschließlich um Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen sowie um Vertriebsgesellschaften, wobei deren Umsatzvolumina, Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und deren Eigenkapital insgesamt unter 1% der Konzernwerte liegen.
Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft) Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)
Die folgenden Tabellen stellen eine Zusatzinformation hinsichtlich der Öl- und Gasaktivitäten des Konzerns dar. Da dieser Themenbereich unter IFRS nicht detailliert geregelt ist, hat der Konzern beschlossen, jene Daten freiwillig zu veröffentlichen, die gemäß der ASC 932 vorgeschrieben sind, würde nach US GAAP berichtet werden.
zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)
Ergänzende Informationen
Sofern sich die nachfolgenden Zusatzangaben auf Jahresabschlussinformationen beziehen, beruhen diese auf den Daten des IFRS Konzernabschlusses.
Im Jahr 2009 erwarb OMV einen 10%-Anteil an Pearl Petroleum Company Limited, welcher als Investition nach der Equity-Methode bewertet wird.
Bis auf Österreich und Rumänien werden die einzelnen Länder in Regionen zusammengefasst. Diese umfassen folgende Länder:
| Nordwesteuropa, Afrika und Australasien: | Algerien (seit 2013), Australien, Ägypten (bis 2012), Färöer Inseln, Gabun (seit 2014), Großbritannien, Irland (bis 2012), Libyen, Mada gaskar (seit 2013), Namibia (seit 2014), Neuseeland, Norwegen, Slo wakei (bis 2012), Tunesien, Türkei (bis 2013) |
|---|---|
| Mittlerer Osten und Kaspische Region: | Bulgarien, Iran, Jemen, Kasachstan, Region Kurdistan im Irak, Pakistan, Ukraine (seit 2013), Vereinigte Arabische Emirate |
Die Vermögenswerte und Ergebnisse von OMV Petrom (OMV Anteil 51%, im Konzernabschluss vollkonsolidiert) sind zu 100% dargestellt.
Die nachfolgenden Darstellungen können Rundungsdifferenzen enthalten.
a) Aktivierte Kosten
Die aktivierten Kosten umfassen die Summe des aktivierten Öl- und Gasvermögens einschließlich sonstiges immaterielles Vermögen und Sachanlagen wie Grundvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Konzessionen, Lizenzen und Rechte.
| Aktivierte Kosten | EUR Mio | ||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2012 | |
| Öl- und Gasvermögen ohne sichere Reserven | 2.531 | 1.981 | 1.384 |
| Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven | 20.271 | 17.164 | 13.388 |
| Gesamt | 22.802 | 19.145 | 14.772 |
| Kumulierte Abschreibung | -8.792 | -6.776 | -6.106 |
| Aktivierte Kosten (abzüglich Abschreibung) | 14.010 | 12.369 | 8.665 |
b) Kosten der Periode
Die Kosten der Periode umfassen alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Anschaffung, Exploration und Entwicklung von Öl- und Gasvorkommen anfallen, unabhängig davon, ob diese Kosten aktiviert werden oder Aufwand der laufenden Periode sind.
| Kosten der Periode | EUR Mio | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Rumänien | Österreich | Nordwest europa, Afrika und Australasien |
Mittlerer Osten und Kaspische Region |
Gesamt | |
| 2014 | |||||
| Anschaffungskosten für sichere Reserven | 0 | — | 4 | — | 4 |
| Anschaffungskosten für nicht sichere Reserven | 15 | — | 159 | — | 174 |
| Rekultivierungskosten | 296 | 30 | 45 | 0 | 370 |
| Explorationskosten 1) | 289 | 31 | 311 | 61 | 693 |
| Entwicklungskosten | 915 | 273 | 1.161 | 160 | 2.510 |
| Kosten der Periode | 1.515 | 334 | 1.681 | 221 | 3.751 |
| 2013 | |||||
| Anschaffungskosten für sichere Reserven | — | — | 1.629 | — | 1.629 |
| Anschaffungskosten für nicht sichere Reserven | 1 | — | 633 | 14 | 648 |
| Rekultivierungskosten | -56 | 31 | 63 | 10 | 48 |
| Explorationskosten 1) | 108 | 5 | 243 | 162 | 518 |
| Entwicklungskosten | 930 | 198 | 627 | 210 | 1.965 |
| Kosten der Periode | 983 | 234 | 3.196 | 396 | 4.809 |
| 2012 | |||||
| Anschaffungskosten für sichere Reserven | — | — | 273 | — | 273 |
| Anschaffungskosten für nicht sichere Reserven | — | — | 168 | — | 168 |
| Rekultivierungskosten | -57 | 19 | 77 | 0 | 39 |
| Explorationskosten 1) | 132 | 30 | 139 | 88 | 389 |
| Entwicklungskosten | 756 | 91 | 155 | 133 | 1.134 |
| Kosten der Periode | 830 | 139 | 811 | 221 | 2.002 |
1) In Norwegen werden die Explorationen abzüglich der Erstattung von 78% der abzugsfähigen Explorationskosten dargestellt
c) Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion
Die folgende Tabelle stellt Erträge und Aufwendungen dar, die direkt im Zusammenhang mit der Öl- und Gasproduktion anfallen. Das Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion entspricht nicht dem Ergebnis des E&P-Bereichs, da Zinsen, allgemeine Verwaltungskosten und andere Aufwendungen nicht enthalten sind. Die Ertragsteuer wird nach Berücksichtigung von Investitionsbegünstigungen und Verlustvorträgen und unter Anwendung des lokalen Steuersatzes hypothetisch errechnet.
| Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion | EUR Mio | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Rumänien | Österreich | Nordwest europa, Afrika und Australasien |
Mittlerer Osten und Kaspische Region |
Gesamt | |
| 2014 | |||||
| Umsatz mit Dritten | 13 | 34 | 1.151 | 264 | 1.462 |
| Konzerninterner Umsatz | 2.707 | 626 | 628 | 133 | 4.094 |
| Ergebnis aus Anlagenverkäufen | 0 | -1 | -7 | 0 | -7 |
| 2.720 | 659 | 1.773 | 397 | 5.548 | |
| Produktionsaufwand | -738 | -109 | -377 | -110 | -1.335 |
| Förderzinsabgaben | -296 | -140 | -32 | -22 | -490 |
| Explorationsaufwand | -49 | -19 | -346 | -46 | -460 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -561 | -141 | -593 | -277 | -1.572 |
| Sonstige Kosten | -40 | -6 | -62 | 4 | -105 |
| -1.684 | -416 | -1.410 | -452 | -3.961 | |
| Ergebnis vor Steuern | 1.036 | 243 | 363 | -55 | 1.587 |
| Ertragsteuern 1) | -170 | -71 | -224 | -44 | -509 |
| Operatives Ergebnis | 866 | 172 | 139 | -99 | 1.078 |
| Speicherüberlassungsentgelt 2) | — | 48 | — | — | 48 |
| EUR Mio | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Rumänien | Österreich | Nordwest europa, Afrika und Australasien |
Mittlerer Osten und Kaspische Region |
Gesamt | |
| 2013 | |||||
| Umsatz mit Dritten | 9 | 43 | 667 | 249 | 968 |
| Konzerninterner Umsatz | 2.740 | 758 | 592 | 124 | 4.214 |
| Ergebnis aus Anlagenverkäufen | -2 | -1 | 11 | 0 | 7 |
| 2.747 | 799 | 1.270 | 373 | 5.189 | |
| Produktionsaufwand | -654 | -106 | -187 | -97 | -1.045 |
| Förderzinsabgaben | -226 | -141 | -43 | -19 | -429 |
| Explorationsaufwand | -102 | -12 | -142 | -148 | -404 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -508 | -104 | -360 | -167 | -1.139 |
| Sonstige Kosten 4) | -18 | -6 | 38 | 0 | 15 |
| -1.508 | -368 | -695 | -432 | -3.002 | |
| Ergebnis vor Steuern | 1.239 | 432 | 575 | -59 | 2.186 |
| Ertragsteuern 1) | -202 | -121 | -328 | 7 | -644 |
| Operatives Ergebnis | 1.037 | 311 | 247 | -52 | 1.543 |
| Speicherüberlassungsentgelt 2) | — | 56 | — | — | 56 |
| 2012 | |||||
| Umsatz mit Dritten 3) | -79 | 20 | 1.098 | 276 | 1.315 |
| Konzerninterner Umsatz | 2.700 | 828 | 1.011 | 55 | 4.594 |
| Ergebnis aus Anlagenverkäufen | -19 | -1 | 101 | 1 | 82 |
| 2.602 | 847 | 2.210 | 332 | 5.991 | |
| Produktionsaufwand | -672 | -107 | -170 | -98 | -1.047 |
| Förderzinsabgaben | -182 | -144 | -71 | -21 | -419 |
| Explorationsaufwand | -87 | -21 | -160 | -133 | -401 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -395 | -199 | -401 | -105 | -1.100 |
| Sonstige Kosten | -35 | -4 | -24 | -36 | -100 |
| -1.370 | -475 | -827 | -394 | -3.067 | |
| Ergebnis vor Steuern | 1.232 | 371 | 1.383 | -62 | 2.925 |
| Ertragsteuern 1) | -202 | -116 | -961 | -8 | -1.287 |
| Operatives Ergebnis | 1.030 | 256 | 422 | -69 | 1.638 |
| Speicherüberlassungsentgelt 2) | — | 50 | — | — | 50 |
1) In der Region Nordwesteuropa, Afrika und Australasien sind die PRT und die Körperschaftsteuer in Großbritannien enthalten. Die Bemessungsgrundlage für die PRT ist der Netto-Cashflow aus bestimmten produzierenden Feldern in der Nordsee. Weiters umfasst diese Region Aufwendungen aus dem Tax-Paid-Cost-System (TPC) für bestimmte Felder in Libyen sowie feldspezifische Steuern in Tunesien, die nicht zur Gänze gewinnabhängig sind. Die Ertragsteuer in Rumänien wurde mit
der angenommenen, hypothetischen Steuerrate von 16% berechnet 2) Das Speicherüberlassungsentgelt vor Steuern wird für die Bereitstellung von Gasspeicherkapazitäten vom Geschäftsbereich G&P bezahlt 3) Im Wert enthalten sind Hedgingeffekte
4) Im Wert enthalten ist die Veränderung der Lagerbestände in Libyen und Rückstellungen in Kasachstan
d) Öl- und Gasreserven
Sichere Reserven sind jene Mengen an Erdöl und Gas, für welche durch Analyse von geologischen und technischen Daten mit begründeter Sicherheit beurteilt werden kann, dass sie aus bekannten Lagerstätten unter gegenwärtigen wirtschaftlichen, produktionstechnischen und regulatorischen Bedingungen in der Zukunft und innerhalb der Konzessionsdauer – außer die Verlängerung der Konzession ist sicher – wirtschaftlich gefördert werden können.
Sichere, entwickelte Reserven sind jene Reserven, die voraussichtlich mittels bestehenden Bohrungen mit bestehenden Ausrüstungen und Verfahren oder wenn die Kosten der benötigten Ausrüstung relativ gering verglichen mit den Kosten einer neuen Bohrung sind, gefördert werden können. Weiters ist von sicheren entwickelten Reserven auszugehen, falls sichere Reserven voraussichtlich durch bereits vorhandene und zurzeit in Betrieb befindlicher Förderanlagen und -infrastruktur gefördert werden können. Es sollte sichergestellt sein, dass die benötigten zukünftigen Aufwendungen zur Sicherstellung der bestehenden Ausrüstungen innerhalb des aktuellen Budgets geleistet werden.
Sichere, nicht entwickelte Reserven sind jene sicheren Reserven, die voraussichtlich aus neuen Bohrungen in Gebieten, in denen noch keine Bohrungen stattgefunden haben oder aus bestehenden Bohrungen, die zur Rekomplettierung eine verhältnismäßig hohe Aufwendung oder substanzielle neue Investition benötigen, um den Zustand alternder Einrichtungen zu gewährleisten oder diese zu ersetzen, gefördert werden können.
| Erdöl und NGL | Mio bbl | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Rumänien | Österreich | Nordwest europa, Afrika und Australasien |
Mittlerer Osten und Kaspische Region |
Gesamt | |
| Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven | |||||
| zum 1. Jänner 2012 | 394,9 | 46,7 | 150,8 | 35,6 | 627,9 |
| Revision früherer Schätzungen | 15,0 | 7,6 | 6,6 | 2,2 | 31,5 |
| Erwerb von Reserven | — | — | 15,4 | — | 15,4 |
| Verkauf von Reserven | — | — | -2,4 | — | -2,4 |
| Erweiterungen und Neufunde | 1,3 | — | 0,3 | — | 1,7 |
| Produktion | -28,7 | -5,8 | -20,2 | -4,6 | -59,2 |
| Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven | |||||
| zum 31. Dezember 2012 | 382,5 | 48,5 | 150,5 | 33,3 | 614,8 |
| Revision früherer Schätzungen | 15,4 | 4,5 | 2,8 | 0,1 | 22,8 |
| Erwerb von Reserven | — | — | 50,8 | — | 50,8 |
| Verkauf von Reserven | — | — | — | — | — |
| Erweiterungen und Neufunde | 0,3 | 0,2 | 0,2 | 0 | 0,7 |
| Produktion | -28,6 | -5,7 | -15,3 | -5,3 | -54,9 |
| Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven zum 31. Dezember 2013 |
369,6 | 47,5 | 189,1 | 28,1 | 634,3 |
| Revision früherer Schätzungen | 12,4 | 3,6 | 10,1 | 5,8 | 32,0 |
| Erwerb von Reserven | — | — | — | — | 0,0 |
| Verkauf von Reserven | — | — | — | — | 0,0 |
| Erweiterungen und Neufunde | 1,6 | 0,1 | 5,5 | 0,1 | 7,3 |
| Produktion | -28,0 | -5,8 | -18,1 | -5,9 | -57,8 |
| Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven zum 31. Dezember 2014 |
355,6 | 45,4 | 186,6 | 28,1 | 615,8 |
| Sichere, entwickelte Reserven | |||||
| zum 31. Dezember 2012 | 327,3 | 40,1 | 107,2 | 27,3 | 501,9 |
| zum 31. Dezember 2013 | 324,0 | 43,4 | 127,3 | 23,1 | 517,7 |
| zum 31. Dezember 2014 | 315,6 | 43,2 | 127,8 | 26,4 | 513,1 |
| Erdgas | Mrd Kubikfuß (bcf) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Rumänien | Österreich | Nordwest europa, Afrika und Australasien |
Mittlerer Osten und Kaspische Region |
Gesamt | |
| Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven | |||||
| zum 1. Jänner 2012 | 2.112,9 | 382,0 | 183,1 | 118,5 | 2.796,5 |
| Revision früherer Schätzungen | -16,8 | 7,8 | 16,2 | 47,1 | 54,5 |
| Erwerb von Reserven | — | — | 174,8 | — | 174,8 |
| Verkauf von Reserven | — | — | -9,7 | — | -9,7 |
| Erweiterungen und Neufunde | 70,6 | — | — | — | 70,6 |
| Produktion | -182,1 | -48,6 | -27,8 | -32,0 | -290,6 |
| Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven zum 31. Dezember 2012 1) |
1.984,5 | 341,2 | 336,6 | 133,6 | 2.795,9 |
| Revision früherer Schätzungen | 12,3 | -7,1 | 13,7 | 16,0 | 34,9 |
| Erwerb von Reserven | — | — | 208,8 | — | 208,8 |
| Verkauf von Reserven | — | — | -3,0 | — | -3,0 |
| Erweiterungen und Neufunde | 10,9 | 9,0 | — | — | 19,9 |
| Produktion | -183,2 | -41,8 | -27,3 | -27,6 | -279,9 |
| Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven zum 31. Dezember 2013 1) |
1.824,6 | 301,2 | 528,8 | 122,0 | 2.776,7 |
| Revision früherer Schätzungen | 43,9 | 13,0 | 1,5 | 13,6 | 72,1 |
| Erwerb von Reserven | — | — | — | — | — |
| Verkauf von Reserven | — | — | — | — | — |
| Erweiterungen und Neufunde | 23,5 | 2,0 | 94,0 | — | 119,4 |
| Produktion | -186,8 | -37,3 | -53,1 | -32,5 | -309,7 |
| Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven | |||||
| zum 31. Dezember 2014 1) | 1.705,2 | 278,9 | 571,2 | 103,2 | 2.658,5 |
| Sichere, entwickelte Reserven | |||||
| zum 31. Dezember 2012 | 1.499,5 | 221,1 | 155,1 | 113,2 | 1.988,9 |
| zum 31. Dezember 2013 | 1.431,1 | 200,1 | 271,4 | 121,7 | 2.024,3 |
| zum 31. Dezember 2014 | 1.313,8 | 191,6 | 260,9 | 92,0 | 1.858,2 |
1) 2014: Inklusive rund 71 bcf an Polstergas in Gasspeicherreservoirs
2013: Inklusive rund 73 bcf an Polstergas in Gasspeicherreservoirs
2012: Inklusive rund 76 bcf an Polstergas in Gasspeicherreservoirs
e) Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
Die zukünftige Netto-Cashflow-Information wird unter der Annahme erstellt, dass die vorherrschenden wirtschaftlichen und operativen Rahmenbedingungen über die Produktionsdauer der sicheren Reserven bestehen bleiben. Weder zukünftige Veränderungen der Preise, noch Fortschritte in der Technologie oder Veränderungen der operativen Bedingungen werden berücksichtigt.
Der zukünftige Cash-Inflow beinhaltet die Erlöse aus dem Verkauf der Produktionsmengen, inklusive Polstergas, die zum Bilanzstichtag vorliegen, unter der Annahme, dass die zukünftige Produktion zu jenen Preisen verkauft wird, welche zur Schätzung der sicheren Reserven zu den Jahresend-Mengen dieser Reserven verwendet werden (12-Monats-Durchschnittspreis). Die zukünftigen Produktionskosten umfassen Ausgaben für die Förderung sicherer Reserven sowie entsprechende Steuern. In den zukünftigen Rekultivierungsausgaben sind die Kosten der Rekultivierung von Sonden und Produktionsanlagen enthalten. Die zukünftigen Entwicklungsausgaben umfassen die geschätzten Kosten für Entwicklungsbohrungen und Produktionsanlagen. Allen drei Bereichen liegt die Annahme zugrunde, dass das Kostenniveau zum Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung der Inflation beibehalten wird. Die zukünftigen Steuerzahlungen werden unter Verwendung des Steuersatzes jenes Landes berechnet, in dem OMV tätig ist. Der Barwert ergibt sich aus der Diskontierung des zukünftigen Netto-Cashflows mit einem Diskontfaktor von 10% pro Jahr. Die standardisierte Ermittlung stellt keine Schätzung des Tageswerts der sicheren Reserven im Konzern dar. Eine Schätzung des Tageswerts würde neben vielen anderen Faktoren auch die Gewinnungsmöglichkeit von Reserven, die über die Menge der sicheren Reserven hinausgeht, und voraussichtliche Veränderungen in den zukünftigen Preisen und Kosten sowie einen dem Risiko der Öl- und Gasproduktion entsprechenden Diskontzinssatz berücksichtigen.
| Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows | EUR Mio | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Rumänien | Österreich | Nordwest europa, Afrika und Australasien |
Mittlerer Osten und Kaspische Region |
Gesamt | |
| 2014 | |||||
| Zukünftiger Cash-Inflow | 31.187 | 5.047 | 17.954 | 1.883 | 56.071 |
| Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben | -14.649 | -3.240 | -4.498 | -784 | -23.171 |
| Zukünftige Entwicklungsausgaben | -2.733 | -822 | -1.542 | -197 | -5.294 |
| Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern | 13.806 | 985 | 11.914 | 902 | 27.606 |
| Zukünftige Ertragsteuern | -2.216 | -496 | -6.186 | -210 | -9.108 |
| Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert | 11.589 | 488 | 5.728 | 692 | 18.498 |
| 10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz des Cashflows |
-5.611 | 233 | -1.842 | -146 | -7.365 |
| Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows |
5.978 | 721 | 3.886 | 547 | 11.133 |
| 2013 | |||||
| Zukünftiger Cash-Inflow | 32.975 | 5.557 | 18.204 | 1.937 | 58.673 |
| Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben | -13.970 | -3.380 | -4.198 | -815 | -22.363 |
| Zukünftige Entwicklungsausgaben | -2.890 | -406 | -2.046 | -224 | -5.566 |
| Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern | 16.115 | 1.771 | 11.960 | 897 | 30.743 |
| Zukünftige Ertragsteuern | -2.587 | -629 | -6.140 | -179 | -9.534 |
| Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert | 13.528 | 1.142 | 5.819 | 719 | 21.209 |
| 10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz des Cashflows |
-6.963 | -199 | -2.055 | -173 | -9.390 |
| Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows |
6.565 | 943 | 3.765 | 546 | 11.818 |
| 2012 | |||||
| Zukünftiger Cash-Inflow | 34.671 | 6.540 | 15.498 | 2.383 | 59.091 |
| Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben | -13.961 | -3.299 | -2.666 | -867 | -20.792 |
| Zukünftige Entwicklungsausgaben | -3.808 | -327 | -1.439 | -276 | -5.851 |
| Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern | 16.902 | 2.914 | 11.393 | 1.241 | 32.448 |
| Zukünftige Ertragsteuern | -2.708 | -859 | -6.752 | -364 | -10.682 |
| Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert | 14.194 | 2.055 | 4.641 | 876 | 21.766 |
| 10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz | |||||
| des Cashflows | -7.341 | -641 | -1.901 | -262 | -10.145 |
| Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows |
6.853 | 1.414 | 2.740 | 615 | 11.622 |
f) Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
| Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows | |||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2012 | |
| 1. Jänner | 11.818 | 11.622 | 11.012 |
| Verkauf und Transfer von gefördertem Öl und Gas abzüglich Produktionsausgaben | -4.186 | -3.916 | -3.380 |
| Nettoveränderung der Preise und Produktionskosten | -1.384 | -1.409 | 1.496 |
| Nettoveränderung aus dem Kauf und Verkauf von Mineralvorkommen | 0 | 1.705 | 135 |
| Nettoveränderung aufgrund von Erweiterungen und neuen Funden | 469 | 4 | 16 |
| Entwicklungs- und Rekultivierungsausgaben der laufenden Periode | 1.556 | 974 | 728 |
| Veränderung der geschätzten zukünftigen Entwicklungs- und Rekultivierungskosten | |||
| in der Periode | -685 | -155 | -612 |
| Revision früherer Schätzungen | 2.107 | 724 | 947 |
| Zuwachs aus der Diskontierung | 1.087 | 1.067 | 1.003 |
| Nettoveränderung der Ertragsteuern | 459 | 1.246 | 317 |
| Sonstiges 1) | -110 | -44 | -41 |
| 31. Dezember | 11.133 | 11.818 | 11.622 |
1) Unter der Position Sonstiges sind vor allem die Wechselkursveränderungen gegenüber dem EUR ausgewiesen
Wien, am 18. März 2015
Der Vorstand
Gerhard Roiss Vorsitzender
David C. Davies Vorsitzender-Stellvertreter
Jaap Huijskes Manfred Leitner
Abkürzungen und Definitionen Abkürzungen und Definitionen
Ausschüttungsgrad %-Verhältnis der Dividende je Aktie zum Ergebnis je Aktie
bbl, bbl/d Barrel (Fass zu circa 159 Liter), bbl pro Tag
bcf, cf Milliarde Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F)
BIP Bruttoinlandsprodukt
boe, boe/d Barrel Öläquivalent, boe pro Tag
CCS Current Cost of Supply; zu aktuellen Beschaffungskosten
E&P Exploration und Produktion
EBIT Earnings Before Interest and Taxes; Betriebserfolg
EBITD
Earnings Before Interest, Taxes and Depreciation; Betriebserfolg vor planmäßigen Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen zum Anlagevermögen
EGT
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen
Eigenkapitalquote %-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital
Eingesetztes Kapital Eigenkapital inklusive Anteile anderer Gesellschafter zuzüglich Nettoverschuldung
EPSA
Exploration and Production Sharing Agreement; Explorations- und Produktionsteilungsvertrag
Ergebnis je Aktie
Den Aktionären zuzurechnender Jahresüberschuss dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Aktienanzahl
EU
Europäische Union
EUR
Euro
FX
Fremdwährungs-Wechselkurs
G&P Gas und Power
H1, H2 Erstes, zweites Halbjahr
HSSE Health, Safety, Security and Environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz
HV Hauptversammlung
IASs International Accounting Standards
IFRSs International Financial Reporting Standards
Jahresüberschuss Nettogewinn nach Zinsen, außerordentlichem Ergebnis und Steuern
Kb&S Konzernbereich und Sonstiges
kbbl, kbbl/d Tausend Barrel, tausend bbl pro Tag
kboe, kboe/d Tausend Barrel Öläquivalent, tausend boe pro Tag
km2 Quadratkilometer
KPI Key Performance Indicator; Leistungskennzahl, Schlüsselindikator
LNG
Liquefied Natural Gas; Flüssigerdgas
LTIR
Lost-Time Injury Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall pro 1 Mio Arbeitsstunden
m3 Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F)
Mio Million, Millionen
Mrd Milliarde, Milliarden
MW Megawatt
MWh Megawatt Stunde
n.a. Not available; Wert nicht verfügbar
n.m.
Not meaningful; Wert nicht aussagefähig
Nettoverschuldung
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inklusive Anleihen und Finanzierungsleasing abzüglich liquider Mittel
NGL
Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt
NOK
Norwegische Krone
NOPAT
Net Operating Profit After Tax; EGT nach Steuern zuzüglich Zinsergebnis auf Finanzverbindlichkeiten, +/– Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, +/– Steuereffekte aus Anpassungen
OECD
Organisation for Economic Cooperation and Development; Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
OPEX
Operating Expenditures; Produktionskosten; Materialund Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben
öCGK
Österreichischer Corporate Governance Kodex
PJ
Petajoule, 1 PJ entspricht ca. 278 Mio Kilowattstunden
ppm
Parts per million; Teile von einer Million
PRT, PRRT
Petroleum Revenue Tax, Petroleum Resource Rent Tax; diese Steuer gibt es in Großbritannien sowie Australien
Q1, Q2, Q3, Q4
Erstes, zweites, drittes, viertes Quartal
R&M
Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie
ROACE
Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital
ROE
Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss/ -fehlbetrag zu durchschnittlichem Eigenkapital
ROFA
Return On Fixed Assets; %-Verhältnis EBIT zu durchschnittlichem immateriellen und Sachanlagevermögen
RON
Neuer Rumänischer Leu
RRR
Reserve Replacement Rate; Reserven-Ersatzrate; Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion dividiert durch Gesamtproduktion
t, toe
Tonne, Tonne Öläquivalent
TEUR
Tausend Euro
TRIR
Total Recordable Injury Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen
TRY
Türkische Lira
TSR Total Shareholder Return; Aktienrendite
TUSD Tausend US Dollar
TWh Terawatt Stunde
UGB
Österreichisches Unternehmensgesetzbuch
Umsatzerlöse Umsatzerlöse exkl. Mineralölsteuer
USD US Dollar
Verschuldungsgrad
Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital
Weitere Abkürzungen und Definitionen finden Sie unter www.omv.com > Presse > Glossar.
Fünf-Jahres-Übersicht Fünf-Jahres-Übersicht
| Fünf-Jahres-Übersicht | EUR Mio | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 1) | 2012 | 2011 2) | 2010 2), 3) | |
| Umsatzerlöse | 35.913 | 42.414 | 42.649 | 34.053 | 23.323 |
| Betriebserfolg vor Abschreibung (EBITD) | 4.110 | 4.820 | 5.137 | 4.117 | 3.899 |
| Betriebserfolg (EBIT) | 1.054 | 2.602 | 3.104 | 2.494 | 2.334 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 878 | 2.291 | 2.857 | 2.221 | 1.961 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –264 | –562 | –1.067 | –633 | –747 |
| Jahresüberschuss | 613 | 1.729 | 1.790 | 1.588 | 1.214 |
| Den Aktionären des Mutterunternehmens | |||||
| zuzurechnender Jahresüberschuss | 357 | 1.162 | 1.363 | 1.079 | 921 |
| CCS EBIT vor Sondereffekten 4) | 2.238 | 2.645 | 3.407 | 2.530 | 2.470 |
| Den Aktionären des Mutterunternehmens | |||||
| zuzurechnender CCS Jahresüberschuss | |||||
| vor Sondereffekten 4) | 1.132 | 1.112 | 1.544 | 1.084 | 1.118 |
| Bilanzsumme | 33.938 | 31.848 | 30.519 | 28.413 | 26.419 |
| Eigenkapital | 14.602 | 14.545 | 14.530 | 13.404 | 11.238 |
| Nettoverschuldung | 4.902 | 4.371 | 3.747 | 4.603 | 5.167 |
| Durchschnittlich eingesetztes Kapital 5) | 19.762 | 17.669 | 18.118 | 17.060 | 13.970 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 3.666 | 4.124 | 3.813 | 2.514 | 2.886 |
| Investitionen | 3.832 | 5.239 | 2.426 | 3.146 | 3.207 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 3.058 | 2.296 | 2.036 | 1.626 | 1.578 |
| Net Operating Profit After Tax (NOPAT) 5) | 713 | 1.978 | 1.976 | 1.881 | 1.446 |
| Return On Average Capital Employed (ROACE) | 4% | 11% | 11% | 11% | 10% |
| Return On Equity (ROE) | 4% | 11% | 13% | 13% | 11% |
| Eigenkapitalquote | 43% | 46% | 48% | 47% | 43% |
| Verschuldungsgrad | 34% | 30% | 26% | 34% | 46% |
| Dividende je Aktie in EUR 6) | 1,25 | 1,25 | 1,20 | 1,10 | 1,00 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 1,09 | 3,56 | 4,18 | 3,43 | 3,08 |
| CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR 4) | 3,47 | 3,41 | 4,73 | 3,45 | 3,74 |
| Mitarbeiter per 31. Dezember | 25.501 | 26.863 | 28.658 | 29.800 | 31.398 |
1) Die Zahlen für 2013 wurden aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" angepasst 2) Mit 31. März 2012 wurden die Zahlen für 2010 und 2011 entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst 3) Mit 31. Dezember 2011 wurden die Zahlen für 2010 aufgrund der finalen Kaufpreisallokation für die OMV Petrol Ofisi A.Ş. angepasst 4) Das CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) aus den Fuels-Raffinerien und Petrol Ofisi 5) Mit 2012 wurden die Definitionen für NOPAT und durchschnittlich eingesetztes Kapital angepasst. Details entnehmen Sie bitte den "Abkürzungen und
Definitionen". Historische Zahlen wurden entsprechend angepasst 6) 2014: Wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2015
Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen
Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen und Annahmen von OMV sowie OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle von OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Weder OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. OMV lehnt jede Verpflichtung ab, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren von OMV dar.
Kontakte
OMV Aktiengesellschaft
Trabrennstraße 6-8 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40440-0 Fax: +43 1 40440-27900 [email protected]
OMV PETROM SA
Strada Coralilor 22, sector 1 013329 Bukarest, Rumänien Tel.: +40 372 868930 Fax: +40 372 868518 [email protected]
OMV Petrol Ofisi A.S˛.
Eski Büyükdere Caddesi No: 33 34398 Maslak/Istanbul, Türkei Tel.: +90 212 329 1500 Fax: +90 212 329 5282 [email protected]
Investor Relations
Felix Rüsch OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40440-21600 Fax: +43 1 40440-621600 [email protected]
Herausgeber: OMV Aktiengesellschaft, Wien Konzept, Design und Litho: ZUM GOLDENEN HIRSCHEN Campaigning GmbH Fotos: Eli Skaeveland Tengesdal – Statoil ASA (Gudrun Plattform, Seite 6), CGG (Seismik, Seite 6), OMV Archiv Bildbearbeitung: Vienna Paint Druck: Schwechater Druckerei Seyss GmbH
Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden im Konzernanhang des Geschäftsberichts geschlechterunspezifische Termini verwendet.
OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8 1020 Wien Österreich Tel +43 1 40440-0 www.omv.com www.omv.com/socialmedia
Geschäftsbericht 2014 der OMV Aktiengesellschaft
OMV Aktiengesellschaft
Geschäftsbericht 2014 der OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2014 der OMV Aktiengesellschaft
| Bericht des Aufsichtsrats | 180 | |
|---|---|---|
| Corporate Governance Bericht | 182 | |
| Lagebericht OMV Aktiengesellschaft | 196 | |
| Bestätigungsvermerk | 201 | |
| Jahresabschluss OMV Aktiengesellschaft | 202 | |
| Bilanz | 202 | |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 204 | |
| Anhang | 205 | |
| Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze | 206 | |
| Erläuterungen zur Bilanz | 211 | |
| Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung | 218 | |
| Ergänzende Angaben | 221 | |
| Entwicklung der unversteuerten Rücklagen | 224 | |
| Direkte Beteiligungen | 225 | |
| Aufsichtsrat | 226 | |
| Vorstand | 227 | |
| Anlagenspiegel | 228 | |
| Abkürzungen und Definitionen | 230 |
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
der Aufsichtsrat nahm 2014 seine Aufgabe der sorgfältigen Überwachung der Geschäftsführung von OMV durch den Vorstand und der Beratung des Vorstands wahr. Der Vorstand informierte uns zeitnah und umfassend über die Geschäftstätigkeit, die allgemeine wirtschaftliche Lage in den Kernmärkten des Unternehmens und das Geschäftsumfeld sowie über Chancen und Risiken für die Geschäftsentwicklung von OMV.
Tätigkeit des Aufsichtsrats
Einer der Schwerpunkte unserer Tätigkeit 2014 war eine eingehende Erörterung der zukünftigen strategischen Positionierung des Geschäftsbereichs Gas und Power unter Berücksichtigung der dramatischen Veränderungen im Marktumfeld. Im Oktober beschlossen wir, den Geschäftsbereich Gas und Power in den Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing zu integrieren und einen kombinierten Geschäftsbereich "Downstream" zu schaffen. Wir führten mit dem Vorstand auch intensive Diskussionen über den Fortschrittsbericht zur OMV Strategie und bestätigten erneut ihre Grundsätze, Wachstum im Upstream-Bereich und Optimierung im Downstream-Bereich, angepasst an die Änderungen im Marktumfeld. OMV wird ein integriertes Öl- und Gasunternehmen bleiben, das wertschaffendes Wachstum auf Basis einer in Zukunft noch ausgewogeneren Risikostrategie anstrebt. In diesem Zusammenhang ist ein besonderer Schwerpunkt auf Erhöhung der Rentabilität, ein optimiertes Risikoprofil sowie auf eine nachhaltige Dividendenpolitik zu legen. Im Einklang mit der Strategie Upstream-Wachstum diskutierten und genehmigten wir Upstream-Investitionsprojekte in Bulgarien, Neuseeland, Norwegen, Rumänien, Tunesien und Großbritannien, eine Veräußerung in der Region Kurdistan im Irak sowie Optimierungen des Downstream-Geschäfts in Österreich, Rumänien und der Türkei. Bezüglich der Konzern-Finanzierung unterstützten wir die Begebung eines neuen EUR 750 Mio Eurobonds, einen Darlehensvertrag mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie andere Refinanzierungen, die das Fälligkeitsprofil der Verbindlichkeiten von OMV verbesserten. Weitere Schwerpunkte waren der jährliche Planungsprozess für den mittelfristigen Zeitraum (2015-2017), das Budget
für das Geschäftsjahr 2015 und das laufende Investitionsprogramm, das die gesunkenen Ölpreise widerspiegelt. Schließlich befassten wir uns mit anderen wesentlichen Themen wie einer Investorenstudie und dem jährlichen Bericht des Compliance Officer.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Zur Stärkung der Expertise des Aufsichtsrats im Upstream-Geschäft wurde Roy Franklin, ein international renommierter Experte in der Öl- und Gasindustrie, von der OMV Hauptversammlung am 14. Mai 2014 erstmals zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Er folgte Norbert Zimmermann nach. Die folgenden Personen wurden erneut in den Aufsichtsrat gewählt: Murtadha Al Hashmi, Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti, Wolfgang C. Berndt, Elif Bilgi Zapparoli, Helmut Draxler, Rudolf Kemler, Wolfram Littich, Herbert Stepic und Herbert Werner. Im Hinblick auf die Vertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Aufsichtsrat gab es keine Änderungen.
Veränderungen im Vorstand
Am 16. September 2014 informierte Jaap Huijskes, Vorstandsmitglied verantwortlich für Exploration und Produktion, den Aufsichtsratsvorsitzenden von seiner Absicht, aus privaten Gründen in der ersten Jahreshälfte 2016 von seiner Funktion zurückzutreten. Am 14. Oktober 2014 einigten sich der Aufsichtsrat und Gerhard Roiss darauf, dass Gerhard Roiss mit 30. Juni 2015 aus seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor des Unternehmens ausscheidet. Zum 31. Dezember 2014 war der Prozess zur Identifizierung von geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachfolge als Vorstandsvorsitzende bzw. Vorstandsvorsitzender, Finanzvorstand (dessen Funktionsperiode planmäßig Ende März 2017 endet und der daher in den Suchprozess einbezogen wird) und als Vorstandsmitglied für Exploration und Produktion im Gange. Im Anschluss an die Entscheidung, mit 1. Jänner 2015 einen kombinierten Geschäftsbereich Downstream unter Führung von Manfred Leitner zu schaffen, einigten sich der Aufsichtsrat und Hans-Peter Floren darauf, dass Hans-Peter Floren, Vorstandsmitglied verantwortlich für Gas und Power, mit 31. Dezember 2014 aus seiner Funktion ausscheidet.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
In Vorbereitung der Hauptversammlung 2014 identifizierte der Präsidial- und Nominierungsausschuss die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl in den Aufsichtsrat. Er überwachte und begleitete zudem den Prozess, der zum Beschluss der Schaffung des Geschäftsbereichs "Downstream" durch die Integration von Gas und Power in den Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing führte. Schließlich leitete der Ausschuss den Prozess zur Identifizierung geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten für die Positionen der/des Vorstandsvorsitzenden, des Finanzvorstands und des für Exploration und Produktion verantwortlichen Vorstandsmitglieds ein. Der Vergütungsausschuss bereitete die Änderungen der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder Gerhard Roiss, Manfred Leitner und Hans-Peter Floren in Zusammenhang mit den Veränderungen im Vorstand vor und überwachte weiterhin die Auswirkung der 2012 vereinbarten Änderung der variablen Vergütung des Vorstands. Zur Förderung eines kombinierten Fokus auf die Erreichung der Ziele der OMV Strategie "Profitables Wachstum" führte der Ausschuss auch ein langfristiges Vergütungsinstrument für Vorstandsmitglieder ein (das sich auch an rund 250 Führungskräfte richtet). Dieser "Strategic Incentive Plan" basiert auf der Gewährung virtueller Aktien und der Auszahlung ihres Gegenwerts in bar in Abhängigkeit von der Erreichung definierter Leistungsziele am Ende der Laufzeit des Plans. Der Prüfungsausschuss behandelte wesentliche Themen der Rechnungslegungsprozesse, der internen Revision, des Risikomanagements sowie der Verbesserung des internen Kontrollsystems und der Steuerungsinstrumente des Konzerns. Zudem befasste sich der Prüfungsausschuss mit den Vorbereitungen von OMV auf die Änderungen, die mit der Umsetzung des österreichischen Rechnungslegungs-Kontrollgesetzes einhergehen, sowie mit den Abläufen im IT-Umfeld zum Schutz des Unternehmens und der Geschäftstätigkeit. Der Abschlussprüfer des OMV Konzerns, Ernst & Young, nahm an jedem Treffen des Prüfungsausschusses teil. Wir nahmen bei den Treffen auch regelmäßig die Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch mit dem Abschlussprüfer ohne Anwesenheit der Vorstandsmitglieder wahr. Auch dieses Jahr diente ein spezieller Workshop mit dem Abschlussprüfer des OMV Konzerns dazu, uns mit den jüngsten Entwicklungen zu Corporate Governance und zur Finanzberichterstattung vertraut zu machen. Mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung der Effizienz und Effektivität unserer Arbeit haben wir unsere jährliche Selbstevaluierung durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat weiterhin seiner Verantwortung gegenüber Aktionärinnen und Aktionären und allen weiteren Stakeholdern gerecht werden kann. Offene Diskussionen in einer Atmosphäre des Vertrauens sind die Grundlage unserer Beratungen und unserer Kommunikation mit dem Vorstand. Weitere Ausführungen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie im Corporate Governance Bericht.
Jahresabschluss und Dividende
Nach umfassender Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses mit dem Abschlussprüfer im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat, die keinen Anlass zu Einschränkungen gab, erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs. 1 Aktiengesetz (AktienG) erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss 2014, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktienG festgestellt ist. Das Gleiche gilt für den Konzernabschluss. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem vom Prüfungsausschuss geprüften Corporate Governance Bericht zu. Der Aufsichtsrat unterstützte den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 1,25 je Aktie auszuschütten und den sich danach ergebenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Abschließend möchten wir dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Konzern und in den assoziierten Unternehmen für ihren Einsatz und ihren persönlichen Beitrag im Geschäftsjahr 2014 sowie allen unseren Aktionärinnen und Aktionären, Kundinnen und Kunden und Partnerinnen und Partnern für ihr Vertrauen danken.
Wien, am 18. März 2015 Für den Aufsichtsrat
Rudolf Kemler
Corporate Governance Bericht
OMV als börsennotiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Österreich ist den Grundsätzen guter Corporate Governance verpflichtet. Das österreichische Recht, die Satzung, die Geschäftsordnungen der Organe des Unternehmens und der österreichische Corporate Governance Kodex (öCGK) bilden den Rahmen für die Corporate Governance von OMV. OMV hat die Einhaltung der Best Practice der Corporate Governance stets als wesentlichen Auftrag verstanden, um eine verantwortungsvolle Leitung und Kontrolle des OMV Konzerns, ein hohes Niveau an Transparenz für alle Stakeholder und letztlich eine nachhaltige und langfristige Wertschaffung sicherzustellen. OMV befolgt daher auch die R-Regeln des öCGK, die ausschließlich Empfehlungscharakter haben.
OMV entspricht dem öCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance. Dieser Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich. Die Einhaltung des öCGK durch OMV im Jahr 2014 wurde einer externen Evaluierung durch unabhängige Berater unterzogen. Der Bericht über die Evaluierung ist unter www.omv.com öffentlich zugänglich und bestätigt die Einhaltung sämtlicher C- und R-Regeln durch OMV. Im Hinblick auf Regel C-27 befindet sich eine Erklärung zum Strategic Incentive Plan im entsprechenden Abschnitt des Vergütungsberichts.
Vorstand
Von links nach rechts: Gerhard Roiss, David C. Davies, Manfred Leitner, Jaap Huijskes
Gerhard Roiss, *1952
Datum der Erstbestellung: 17. September 1997 Ende der laufenden Funktionsperiode: 30. Juni 2015 (gemäß Vereinbarung zwischen Gerhard Roiss und dem Aufsichtsrat vom 14. Oktober 2014).
Vorsitzender des Vorstands (seit 1. April 2011). Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens.
Seine Wirtschaftsausbildung in Wien, Linz und Stanford (USA) bildete die Basis für Führungsaufgaben in der Konsumgüterindustrie. 1990 wurde er in die Geschäftsführung der PCD Polymere GmbH berufen. 1997 wechselte er in den Vorstand des OMV Konzerns und war bis Ende 2001 für Exploration und Produktion sowie Kunststoffe verantwortlich. Von 2002 bis 2011 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender und für den Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing verantwortlich.
David C. Davies, *1955
Datum der Erstbestellung: 1. April 2002 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2017
Finanzvorstand (seit 1. April 2002) und stellvertretender Vorstandsvorsitzender (seit 1. April 2011). Verantwortungsbereich: Finanzen, OMV Solutions GmbH.
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Borealis AG und Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG und der CEESEG Aktiengesellschaft.
Er absolvierte 1978 das Studium der Volkswirtschaft an der Universität von Liverpool (Großbritannien) und begann seine Berufslaufbahn in der Wirtschaftsprüfung. Weiters war er in internationalen Konzernen in der Getränke-, Lebensmittelund Gesundheitsindustrie tätig. Vor dem Eintritt in den OMV Konzern war er Finanzvorstand in verschiedenen Unternehmen in Großbritannien.
Jaap Huijskes, *1965
Datum der Erstbestellung: 1. April 2010 Ende der laufenden Funktionsperiode: 30. September 2018. Jaap Huijskes hat jedoch angekündigt, seine Funktion als Vorstandsmitglied im ersten Halbjahr 2016 zurückzulegen. Führung des Geschäftsbereichs Exploration und Produktion (E&P) seit 1. Juli 2010. Dieser Geschäftsbereich wurde per 1. Jänner 2015 in Upstream umbenannt.
Er absolvierte eine Ausbildung als Maschinenbauingenieur und begann seine Berufslaufbahn bei Shell. Innerhalb des Shell Konzerns bekleidete er eine Reihe technischer und betriebswirtschaftlicher Positionen. Zuletzt war er als Executive Vice President für weltweite Großprojekte im Bereich Exploration und Produktion verantwortlich. Er arbeitete und lebte u.a. in Großbritannien, Norwegen, im Oman, in Australien und Russland.
Manfred Leitner, *1960
Datum der Erstbestellung: 1. April 2011 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2017. Führung des Geschäftsbereichs Raffinerien und Marketing (R&M) sowie Wahrnehmung der Interessen des OMV Konzerns bezüglich Kunststoffe und Chemie. Nach der Integration des Geschäftsbereichs Gas und Power in den Geschäftsbereich R&M per 1. Jänner 2015 übernahm Manfred Leitner die Führung des neuen gemeinsamen Geschäftsbereichs Downstream.
Mitglied des Aufsichtsrats der Borealis AG und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H.
Nach seinem Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien startete er seine berufliche Karriere 1985 bei OMV. Nach zweijähriger Tätigkeit im Finanzbereich von E&P leitete er in Libyen den Finanzbereich der OMV Niederlassung in Tripolis. Nach seiner Rückkehr nach Österreich war er bis zum Jahr 1997 für die Controlling-Aktivitäten in E&P verantwortlich. Danach wechselte er in den Geschäftsbereich R&M, wo er bis 2002 die Abteilung Planning & Controlling leitete und von 2003 bis 2011 als Senior Vice President für Downstream Optimization and Supply fungierte.
Hans-Peter Floren, *1961
Datum der Erstbestellung: 1. März 2012 Hans-Peter Floren legte seine Funktion als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2014 zurück. Führung des Geschäftsbereichs Gas und Power (G&P) bis 31. Dezember 2014.
Hans-Peter Floren absolvierte das Maschinenbauund Wirtschaftswissenschaftsstudium an der Universität Essen, Deutschland. Seit 1987 bekleidete er unterschiedliche Führungspositionen in der Energiewirtschaft. 1989 wechselte er zur Ruhrgas AG. Zuletzt war er als Mitglied des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG tätig.
Arbeitsweise des Vorstands
Genehmigungserfordernisse, Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, Beschlusserfordernisse sowie Vorgehen bei Interessenkonflikten sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Der Vorstand hält wöchentliche Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen Angelegenheiten, die der Genehmigung des Gesamtvorstands bedürfen, ab.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht gibt einen Überblick über die Vergütung der Vorstandsmitglieder. Er erläutert die Grundsätze der Vergütungspolitik und die unterschiedlichen Bestandteile der Vergütung einschließlich Leistungsanreize und anderer Bezüge.
2014 wurde die Struktur der Vergütung der Vorstandsmitglieder durch den Strategic Incentive Plan ergänzt, um die OMV Strategie "Profitables Wachstum" zu unterstützen.
Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand
Die Vorstandsmitglieder werden zu lokalen, österreichischen Bedingungen beschäftigt und die Gehälter sind daher in EUR festgelegt (brutto). Ihre Anstellungsverträge sind mit der OMV Aktiengesellschaft abgeschlossen und unterliegen österreichischem Recht. Um zusätzlichen Verantwortlichkeiten in Konzernunternehmen Rechnung zu tragen, wurden per 1. April 2014 auch neue Anstellungsverträge mit Gerhard Roiss für die OMV Exploration & Production GmbH und mit David C. Davies für die OMV Solutions GmbH abgeschlossen.
Die Vergütung der OMV Vorstandsmitglieder berücksichtigt die Gegebenheiten am relevanten Markt, verbunden mit einer starken individuellen Leistungskomponente. Die Marktorientierung wird durch ein regelmäßiges externes Benchmarking sowohl zur Branche, wie etwa europäischen Öl- und Gasunternehmen, als auch zu relevanten österreichischen und europäischen Industrieunternehmen sichergestellt. PricewaterhouseCoopers LLP (PwC) war ganzjährig für den Vergütungsausschuss beratend tätig.
Die leistungsbezogene Komponente beinhaltet sowohl kurz- als auch langfristige Elemente. Die verwendeten Indikatoren beruhen auf finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen. Ebenfalls berücksichtigt werden spezielle Projekte im Zuge der Implementierung der OMV Wachstumsstrategie.
Jährliche Vergütung Grundgehalt
Die fixe Vergütung der Vorstandsmitglieder wird monatlich als Gehalt ausbezahlt. In den Anstellungsverträgen sind 14 Zahlungen pro Jahr jeweils am letzten Banktag eines Monats vorgesehen.
Sachbezüge
Vorstandsmitglieder erhalten einen Dienstwagen und haben Anspruch auf eine Unfallversicherung. Die Krankenversicherung beschränkt sich auf die österreichische gesetzliche Sozialversicherung.
Bonifikation (Bonus)
Die jährliche Bonifikation besteht aus zwei Komponenten: der Barbonifikation und dem Matching Share Plan (MSP); für beide Komponenten gelten dieselben Leistungskriterien.
In Abhängigkeit vom Zielerreichungsgrad können höchstens 100% des Grundgehalts als variable Barvergütung im darauf folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt werden (Barbonifikation).
Es werden Ziele (Leistungskriterien) vereinbart und am Ende des Leistungsjahrs gemessen. Die Leistungskriterien für das Leistungsjahr 2014 sind aus den nachstehenden vier Bereichen zusammengesetzt:
| Bereich | Kriterien |
|---|---|
| Finanziell | CCS EBIT vor Sondereffekten; CCS ROACE vor Sondereffekten |
| Nichtfinanziell | Produktion; Reserven-Ersatzrate |
| Effizienz | Inkludiert beispielsweise die termin gerechte und budgetkonforme Durch führung von Investitionsprojekten |
| Nachhaltigkeit | Allgemeiner Fortschritt |
Das Erreichen der Ziele wird mittels Vergleich der vereinbarten Werte mit den tatsächlich erreichten Werten festgestellt. Die tatsächliche Zielerreichung wird von einem unabhängigen Experten überprüft. Die jährliche Barbonifikation hängt vom Ausmaß der Erreichung der Leistungskriterien ab. Es wurden Schwellen-, Ziel- und Zielüberschreitungswerte vereinbart, die einen Anspruch auf eine Bonifikation in Höhe von 50%, 70% oder 100% des jährlichen Grundgehalts begründen.
Aus der tatsächlichen Zielerreichung im Jahr 2014 ergibt sich eine Zahlung von 45,3% des Grundgehalts im Jahr 2015. Die finanzielle und nichtfinanzielle Zielerreichung wurde durch ein besonders herausforderndes Umfeld beeinträchtigt. Die Effizienzziele wurden großteils erreicht. Fortschritte in den Bereichen Bildung & Entwicklung, neue Technologien und im Umweltmanagement führten zu einer positiven Anpassung der Zielerreichung.
und der Aktionärinnen und Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen Barbonifikationen (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Barbonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen Barbonifikation durch den Vergütungsausschuss wird die MSP-Bonifikation (netto nach Steuern) in Form von Aktien des Unternehmens gewährt, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind. Vorstandsmitglieder können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits die vom Long Term Incentive Plan vorgesehene Mindesthöhe des Aktienbesitzerfordernisses erreicht haben.
| Ma xim um Tat säc hlic |
Form von Aktien des Unternehmens gewährt, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind. Vorstandsmitglieder können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits die vom Long Term Incen |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| h 0 20 40 60 |
80 | 100 | tive Plan vorgesehene Mindesthöhe des Aktien besitzerfordernisses erreicht haben. |
|||
| Finanziell Nichtfinanziell Effizienz Der von der Hauptversammlung 2014 geneh migte Matching Share Plan (MSP) für das Jahr 2014 ist die zweite Komponente der jährlichen Bonusvereinbarung. Er dient als langfristiges Ver gütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an OMV und die Angleichung an Interessen der Aktionärinnen und Aktionäre fördert, indem die Interessen des Managements Vorstandsbezüge1) |
Nachhaltigkeit | In Übereinstimmung mit der jährlichen Bar bonifikation ergibt sich aus der tatsächlichen Zielerreichung im Jahr 2014 eine Zahlung von 45,3% des Grundgehalts im Jahr 2015. Im Fall eines Rückzahlungsereignisses werden die zugeteilten Aktien reduziert oder sind gegebe nenfalls auf Verlangen des Aufsichtsrats zurück zugeben. Als Rückzahlungsereignis gelten die folgenden Gründe: Erforderliche Berichtigung |
EUR 1.000 | |||
| Vergütung 2014 | Roiss | Davies | Huijskes | Leitner | Floren | Summe |
| Fix (Grundgehalt) | 913 2) | 841 3) | 713 | 579 | 600 | 3.645 |
| Variabel (Barbonifikation) | 610 | 533 | 478 | 381 | 506 4) | 2.508 |
| Sachbezüge (PKW, Unfallver sicherung und Aufwandersatz) |
10 | 10 | 10 | 9 | 6 | 45 |
| Summe | 1.532 | 1.385 | 1.202 | 969 | 1.112 | 6.199 |
| Variabel (Matching Share Plan; Anzahl der Aktien) |
17.332 5) | 15.166 5) | 13.595 | 10.833 5) | 12.999 | 69.925 |
| Verhältnis fix zu variabel 6) | 44/56 | 45/55 | 44/56 | |||
| LTIP 2011: Anzahl der Aktien | 44/56 | 51/49 | 46/54 | |||
| 20.429 5) | 15.192 5) | 8.937 5) | 8.937 5) | — | 53.495 |
6) Fix inkludiert Grundgehalt, Sachbezüge und im Fall von Hans-Peter Floren die Fixbonus-Komponente; variabel inkludiert Barbonifikation
des geprüften Jahresabschlusses aufgrund von Fehlkalkulationen, wesentliches Versagen des Risikomanagements, das zu signifikanten Verlusten führt, schwerwiegendes Fehlverhalten einzelner Vorstandsmitglieder aufgrund Verletzung österreichischen Rechts. Sofern die zugeteilten Aktien oder ihr Geldgegenwert auf einer fehlerhaften Berechnung der Bonifikation beruhen, sind die Vorstandsmitglieder außerdem verpflichtet, Vergütungen zurückzugeben oder zurückzuzahlen, die aufgrund solcher Berechnungsfehler bezogen wurden.
Überblick über die jährliche Vergütung
Unter der Annahme, dass alle Leistungskriterien für die Barbonifikation und den MSP im Ausmaß des Zielwerts erreicht werden, entspricht die jährliche Gesamtvergütung 240% der Grundgehälter der Vorstandsmitglieder.
Langfristige Vergütung und Leistungsanreize Long Term Incentive Plan
Der Long Term Incentive Plan (LTIP) wurde seit seiner Einführung im Jahr 2009 jährlich gewährt. Der von der Hauptversammlung 2014 beschlossene LTIP 2014 ist ein langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder und soll die mittel- und langfristige Wertschöpfung bei OMV fördern. Der Plan soll die Interessen des Managements und der Aktionärinnen und Aktionäre aneinander angleichen, indem dem Management eine leistungsabhängige Vergütung in Form von OMV Aktien gewährt wird, wobei die Leistung anhand von Schlüsselindikatoren gemessen wird, die mit der mittelfristigen Strategie und der Aktienrendite verknüpft sind.
Die Obergrenze der Aktienzuteilung für jedes Vorstandsmitglied ist ein Prozentsatz des jährlichen Grundgehalts (brutto): 175% für den Vorstandsvorsitzenden, 150% für den stellvertretenden Vorsitzenden, 125% für die übrigen Vorstandsmitglieder.
Der Leistungszeitraum beträgt drei Jahre (1. Jänner 2014 bis 31. Dezember 2016). Zu Beginn des Programms wurden Gewichtungen für Schlüsselindikatoren festgelegt:
| Indikator | Gewichtung |
|---|---|
| Relativer Total Shareholder Return (Relativer TSR) |
50% |
| Berichteter Return On Average Capital Employed (ROACE) |
40% |
| Nachhaltigkeitskomponente (einschließlich Sicherheit) |
10% |
Der relative TSR wird anhand einer ausgewogenen Vergleichsgruppe von zwölf Öl- und Gasunternehmen ermittelt (Shell, BP, Total, Eni, Statoil, BG Group, Repsol, Galp Energia, MOL, Tupras, Neste Oil und PKN). Die Zielerreichung ist mittels Vergleich der vereinbarten Indikatoren mit den tatsächlich erzielten Ergebnissen zu bestimmen.
Soweit das Aktienbesitzerfordernis nicht erreicht ist, erfolgt die Vergütung automatisch in Form von Aktien (netto nach Steuern). Soweit das Aktienbesitzerfordernis erreicht ist, kann die Vergütung in bar erfolgen. Die Berechnung der Anzahl der Aktien erfolgt auf Grundlage des durchschnittlichen Schlusskurses der OMV Aktie an der Wiener Börse während der drei Monate vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. März 2014 (EUR 33,33). Anspruchstag des LTIP 2014 ist der 31. März 2017. Die Höhe der Zuteilung für jede Leistungskennzahl ist den nachstehenden Tabellen zu entnehmen.
| ROACE und Nachhaltigkeit: Höhe der Zuteilung | ||
|---|---|---|
| Leistung | Zuteilung | |
| Zielüberschreitung | 100% | |
| Ziel | 70% | |
| Schwelle | 50% | |
| Unter der Schwelle | 0% |
| Relativer TSR: Höhe der Zuteilung | |
|---|---|
| Leistung | Zuteilung |
| Zielüberschreitung: Am oder über dem oberen Quartil (≥75. Perzentil) |
100% |
| Ziel: Am Median (=50. Perzentil) | 50% |
| Schwelle: Am unteren Quartil (=25. Perzentil) | 25% |
| Unter der Schwelle: Unter dem unteren Quartil (<25. Perzentil) |
0% |
Bei den Leistungskriterien ändert sich die Zuteilung zwischen den Leistungsschwellen bzw. den Quartilen jeweils linear.
| Aktienbesitzerfordernis und Erfüllung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Aktienbesitzerfordernis | Erfüllung | ||||
| In Aktien | In % des Gehalts | In Aktien (auf Treuhand depot des Unternehmens) |
In % der Anforderung |
||
| Roiss | 68.635 | 200% | 71.456 1) | 104,11% | |
| Davies | 52.487 | 175% | 46.070 | 87,77% | |
| Huijskes | 40.210 | 150% | 28.095 | 69,87% | |
| Leitner | 32.438 | 150% | 28.207 | 86,96% | |
| Floren | 33.848 | 150% | 22.725 | 67,14% |
1) Per 31. Jänner 2015
Unter der Annahme, dass alle Leistungskriterien des LTIP 2014 im Ausmaß des Zielwerts erreicht werden, werden die Zuteilungen 105%, 90% bzw. 75% des Grundgehalts des Vorstandsvorsitzenden, des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bzw. der anderen Vorstandsmitglieder betragen.
Vorstandsmitglieder müssen ein angemessenes Eigeninvestment in OMV akkumulieren und diese Aktien bis zum Pensionsantritt oder Ausscheiden aus dem Unternehmen halten. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des jährlichen Grundgehalts (brutto) definiert: 200% für den Vorstandsvorsitzenden, 175% für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, 150% für andere Vorstandsmitglieder. Das Eigeninvestment muss innerhalb von fünf Jahren ab Beginn des laufenden Anstellungsvertrags als Vorstandsmitglied aufgebaut und erreicht werden. Alle Vorstandsmitglieder haben die Anforderung des Aktienbesitzerfordernisses zumindest zum Teil bereits durch MSP-Auszahlungen, über frühere LTIP-Investments und/oder durch Übertragung privater Aktien erfüllt (siehe Tabelle).
Der Zielerreichungsgrad des LTIP 2012 beträgt 27,6% und die entsprechende Zuteilung von Aktien oder Barvergütung erfolgt 2015.
Strategic Incentive Plan
Der Strategic Incentive Plan (SIP) ist ein langfristiges Vergütungsinstrument für Vorstandsmitglieder (sowie für Führungskräfte und ausgewählte E&P-Expertinnen und Experten), das einen kombinierten Fokus auf die Erreichung der Ziele der OMV Strategie "Profitables Wachstum" fördert. Er basiert auf der Zuteilung virtueller Aktien, deren Gegenwert am Ende der
Planlaufzeit in Abhängigkeit von der Erreichung definierter Leistungsziele bar ausbezahlt wird.
Jedes Vorstandsmitglied muss bei Planbeginn oder mit Beginn des Anstellungsvertrags in einer Erklärung angeben, ob es am SIP teilnehmen will. Außerdem muss jedes teilnehmende Vorstandsmitglied in einer Erklärung angeben, ob es mit einem zusätzlichen Eigeninvestment teilnehmen will. Diese Erklärungen gelten für die gesamte Laufzeit des Planes.
Jedes teilnehmende Vorstandsmitglied erhält von OMV zwischen 2014 und 2018 in bis zu fünf aufeinanderfolgenden jährlichen Tranchen in Höhe von je 22,5% des jährlichen Brutto-Grundgehalts ("OMV Grant") eine Zuwendung in Form virtueller Aktien, welche die Kursentwicklung der zugrundeliegenden OMV Aktien widerspiegeln (die "Phantomaktien"). Vorstandsmitglieder, die erklärt haben, ein Eigeninvestment in Form von OMV Aktien einzubringen ("Investment-Aktien"), müssen jedes Jahr ein Eigeninvestment in Höhe von 11,25% des jährlichen Brutto-Grundgehalts einbringen. Auf OMV Treuhanddepots hinterlegte Aktien aus früheren Aktien-Anreizprogrammen werden nicht auf das Eigeninvestment gemäß dem SIP angerechnet. Erdiente Aktien aus bestehenden Aktien-Anreizprogrammen, die das gemäß diesen Programmen erforderliche Eigeninvestment übersteigen, können jedoch als Investment-Aktien angerechnet werden. Werden Investment-Aktien eingebracht, wird der OMV Grant von OMV durch eine komplementäre Zuwendung im Verhältnis 1:2 ergänzt (der "Complementary Grant"), d.h. jede Phantomaktie des OMV Grant wird gemäß des Complementary Grant durch zwei zusätzliche Phantomaktien ergänzt.
Es gelten folgende Leistungskriterien:
Durchschnittliche Tagesproduktion von Öl und Öläquivalent in Barrel auf jährlicher Basis (440 kboe/d – 520 kboe/d, keine Auszahlung falls Produktion <440 kboe/d); die Höhe der Zuteilung ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
| Produktion | |
|---|---|
| Leistung | Zuteilung |
| Zielüberschreitung | 130% |
| Ziel | 100% |
| Schwelle | 70% |
| Unter der Schwelle | 0% |
Relativer ROACE: Je nach Entwicklung des ROACE im Verhältnis zum Produktionswachstum (ermittelt anhand einer Vergleichsgruppe, zusammengesetzt aus Shell, BP, Total, Eni, Statoil, BG Group, Repsol, Galp Energia und MOL) im Leistungszeitraum wird die Zuteilung gemäß nachstehender Tabelle angepasst:
| Relativer ROACE Rangliste | |
|---|---|
| Leistung | Anpassungsfaktor |
| Zielüberschreitung: Am oder über dem oberen Quartil (≥75. Perzentil) |
150% |
| Ziel: Am Median (=50. Perzentil) | 100% |
| Schwelle: Am unteren Quartil (=25. Perzentil) | 50% |
| Unter der Schwelle: Unter dem unteren Quartil (<25. Perzentil) |
0% |
Bei beiden Leistungskriterien verändern sich die Zuteilung bzw. der Anpassungsfaktor zwischen Schwelle und Zielüberschreitung linear.
Voraussetzung für jegliche Auszahlung ist zudem die Erfüllung der folgenden Bedingungen:
- Die Zielerreichung muss nachhaltig sein 1P-Reserven mit zumindest 8 Jahren Lebensdauer
- Der durchschnittliche ROACE muss über einen Zeitraum von drei Jahren vor dem Anspruchstag des SIP über dem WACC (gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz) liegen. Falls der ROACE nach 2021 (oder früher) unter den WACC fällt, können die zukünftigen Zahlungen nach unten korrigiert werden (im alleinigen Ermessen des Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats)
- Keine Kapitalerhöhung während des Leistungszeitraums des SIP
Der Aufsichtsrat und/oder sein Vergütungsausschuss behalten sich vor, den Plan nach eigenem Ermessen jederzeit abzuändern, um wesentlich geänderten Umständen Rechnung zu tragen.
Unter bestimmten Umständen kann der Aufsichtsrat die vom SIP vorgesehene Auszahlung verringern, zur Gänze entfallen lassen oder eine Rückzahlung verlangen ("Clawback"). Die Clawback-Bestimmung kommt in definierten Fällen eines schwerwiegenden Fehlverhaltens zur Anwendung.
Die Auszahlung des Gegenwerts des OMV Grants und des Complementary Grants in bar unterliegt der Erreichung der oben angeführten Leistungskriterien und wird am Ende des Leistungszeitraums nach Berechnung der endgültigen Leistung erfolgen. Allfällige Auszahlungen werden über einen Zeitraum von drei Jahren erfolgen. Eine Auszahlung in Höhe der Dividendenäquivalente für den OMV Grant und den Complementary Grant – beides angepasst um die endgültige Zielerreichung – wird zusammen mit den drei Jahresauszahlungen in bar erfolgen. Alle Auszahlungen erfolgen netto, nach Abzug von Steuern und sonstigen Abgaben. Wird die festgelegte Produktionsschwelle nicht erreicht oder liegt der relative ROACE unter dem unteren Quartil, kommt es zu keiner Auszahlung.
Gemäß Regel C-27 des öCGK sind für variable Vergütungskomponenten bestimmte Höchstgrenzen im Voraus festzulegen. Der SIP basiert auf der Kursentwicklung der OMV Aktie, und zukünftige maximale Auszahlungsbeträge können daher nicht im Voraus berechnet werden.
Die Zielerreichung ist mittels Vergleich der vereinbarten Leistungskriterien mit den tatsächlich erzielten Ergebnissen zu bestimmen. Die tatsächliche Zielerreichung wird von einem unabhängigen Experten überprüft.
| Eckdaten | |
|---|---|
| Planbeginn | 1. Juli 2014 |
| Zuteilungszeitraum | 2014-2018 (fünf jährliche Tranchen) |
| Leistungszeitraum | 1. Juli 2014 – 31. Dezember 2021 (nur falls das Produktionsziel von 520 kboe/d bereits 2019 oder 2020 erreicht wird, werden Leistungs und Auszahlungszeitraum ent sprechend vorverlegt) |
| Anspruchstag | Letzter Tag des Monats nach offizieller Bestätigung der Leistung |
| Auszahlungszeitraum 2022-2024 (oder früher, analog zum Leistungszeitraum; die Beträge unterliegen Ver änderungen des Aktienkurses) |
|
| Behaltefrist (für Investment-Aktien) |
Bis zum Ende des Auszahlungs zeitraums |
Aktienoptionspläne
Langfristige Leistungsanreize wurden bis einschließlich 2008 durch die für Unternehmen vergleichbarer Größe üblichen Aktienoptionspläne abgedeckt. Die Aktienoptionspläne sehen eine Wartefrist von zwei Jahren und danach eine Ausübungsfrist von fünf Jahren vor. Ausgeübt werden darf in beliebigen Tranchen, sofern jeweils die Voraussetzungen (Erreichen eines bei Genehmigung des Planes durch die Hauptversammlung definierten Kursanstiegs der OMV Aktie) vorliegen und kein Handelsverbot besteht. Eine Aktie Eigeninvestment gewährt im Plan 2008 Optionen auf 20 Aktien zu einem Preis von EUR 47,55. Die Optionen aus dem Plan 2008 sind noch nicht ausgeübt. Nach 2008 wurden keine weiteren Aktienoptionen begeben.
Altersvorsorge
Gerhard Roiss hat Anspruch auf eine leistungsorientierte Pension. Die entsprechenden finanzmathematisch ermittelten Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG). David C. Davies, Jaap Huijskes, Manfred Leitner und Hans-Peter Floren haben Anspruch auf eine beitragsorientierte Pension. Die Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG). Die Höhe der Betriebspension ergibt sich aus dem vorhandenen Kapital in der Pensionskasse. Die Verrentung erfolgt gemäß dem genehmigten Geschäftsplan der Pensionskasse. Das Anfallsalter ist grundsätzlich das für jedes Vorstandsmitglied zur Anwendung kommende österreichische gesetzliche Pensionsantrittsalter.
| Pensionskassenbeiträge | EUR 1.000 |
|---|---|
| Roiss | 1.006 |
| Davies | 311 |
| Huijskes | 178 |
| Leitner | 145 |
| Floren | 150 |
| Summe | 1.790 |
Beendigungsansprüche
In Zusammenhang mit der Verlängerung der Vorstandsmandate von Gerhard Roiss und David C. Davies und einem geänderten Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten zur Unterstützung der OMV Strategie wurden ihre bestehenden Anstellungsverträge per 31. März 2014 beendet. Die Beendigungsansprüche aus diesen Verträgen wurden im März 2014 gemäß der Tabelle zur Gänze ausbezahlt. Seither findet auf alle Vorstandsmitglieder das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG) Anwendung.
In Übereinstimmung mit Regel C-27a öCGK sehen die Anstellungsverträge von Vorstandsmitgliedern vor, dass Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung solcher Verträge ohne wichtigen Grund den im öCGK angeführten Betrag nicht übersteigen dürfen. Im Falle einer vom Vorstandsmitglied initiierten vorzeitigen Beendigung wird keine Abfindung gewährt. Sonstige Anwartschaften und Ansprüche im Zuge der Beendigung der Funktion bestehen nicht.
| Beendigungsansprüche | EUR 1.000 | |
|---|---|---|
| Roiss | Davies | |
| Beendigungsansprüche | 2.340 | 737 |
| Urlaubsersatzleistung | 624 | — |
| Summe | 2.964 | 737 |
In Anhangangabe 31 befinden sich weitere Informationen über den Long Term Incentive Plan, den Matching Share Plan, den Strategic Incentive Plan und die Aktienoptionspläne (Bewertung, ausstehende Optionen und Ausübung in vorhergehenden Jahren).
Directors' and Officers' (D&O) Versicherung
OMV hat eine Directors and Officers Liability Insurance auf konzernweiter Basis abgeschlossen. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen. Versichert sind Vorstandsmitglieder,
Aufsichtsratsmitglieder sowie andere OMV MitarbeiterInnen (Führungskräfte). Die Versicherung deckt die gesetzliche Haftpflicht versicherter Personen für finanzielle Verluste aufgrund eines Fehlverhaltens in Ausübung ihrer Funktion. Für den laufenden Versicherungszeitraum beträgt die Jahresprämie (inklusive Steuern) für die D&O Versicherung für den gesamten OMV Konzern ca. EUR 550.000.
Haftungsfreistellung
Für Mitglieder des Vorstands und weitere OMV MitarbeiterInnen in Organfunktionen von (direkten und indirekten) Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft besteht eine Haftungsfreistellung seitens der OMV Aktiengesellschaft für Inanspruchnahme durch Dritte in Ausübung der Organfunktion, sofern nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorliegt.
Grundsätze der Vergütung ausgewählter Führungskräfte und Expertinnen und Experten
Das Grundgehalt wird nach international anerkannten Verfahren zur Berücksichtigung der Marktgegebenheiten unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und kollektivvertraglichen Regelungen festgelegt. Die für den Vorstand geltenden Grundsätze werden in angepasster Form auch auf diese MitarbeiterInnen angewendet.
Daher nehmen definierte Mitglieder in Führungsebenen des Konzerns (99 Personen) am Long Term Incentive Plan teil. Ebenso gelten für sie jährliche Bonusvereinbarungen, wie im Folgenden dargestellt:
Für etwa 4.600 Führungskräfte und Expertinnen und Experten gab es 2014 ein gestuftes Management by Objectives-Programm (MbO), wonach Anspruch auf Bonifikation bei Erreichen der Ziele besteht. Länderweise unterschiedlich gibt es für sonstige MitarbeiterInnen Bonussysteme, an deren Ausgestaltung auch die ArbeitnehmerInnenvertretung mitwirkt.
Voraussetzung für Zahlungen ist in allen Systemen sowohl das Erreichen von finanziellen und nichtfinanziellen Unternehmenszielen als auch von individuell vereinbarten Zielen.
Die mit den Teilnehmenden am MbO getroffenen Zielvereinbarungen sind für alle TeilnehmerInnen über ein unternehmensweites Performance and Development System (PDS) einsehbar. Damit können die Teilnehmenden wechselseitig Ziele berücksichtigen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat von OMV besteht aus zehn von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern (KapitalvertreterInnen) sowie fünf von der Konzernvertretung entsendeten Mitgliedern. Alle zehn aktuellen KapitalvertreterInnen wurden in der ordentlichen Hauptversammlung 2014 für die im Aktiengesetz vorgesehene maximale Funktionsperiode bestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats von OMV im Jahr 2014 sowie ihre Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Unternehmen sind nachstehend angeführt.
Rudolf Kemler, *1956
(Vorstandsvorsitzender der Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG)), Vorsitzender Mandate: Österreichische Post AG (Vorsitz) und Telekom Austria AG (Vorsitz).
Wolfgang C. Berndt, *1942
Stv. Vorsitzender Mandate: GfK SE, Miba Aktiengesellschaft (Vorsitz).
Murtadha Al Hashmi, *1966
(Finanzvorstand, International Petroleum Investment Company (IPIC)), Stv. Vorsitzender Mandat: Banvit Bandirma Vitaminli Yem Sanayii A.S¸.
Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti, *1979
(Head of Midstream, Power & Utilities Investments, IPIC).
Elif Bilgi Zapparoli, *1967
(Co-Head of Emerging Markets (Ex-Asia) Investment Banking, Country Executive Türkei und Head of Global Sovereign Wealth Funds Coverage, Bank of America Merill Lynch).
Helmut Draxler, *1950 Mandat: RHI AG.
Roy A. Franklin, *1953 (seit 14. Mai 2014) Mandate: Keller Group plc. (Non-executive Chairman), SANTOS Group Ltd. und Boart Longyear Ltd.
Wolfram Littich, *1959 (Vorstandsvorsitzender Allianz Elementar Versicherungs-AG).
Herbert Stepic, *1946 (Konsulent).
Herbert Werner, *1948 Mandate: Innstadt Aktiengesellschaft (Vorsitz), Ottakringer Getränke AG (Stv. Vorsitz).
Norbert Zimmermann, *1947 (bis 14. Mai 2014) Mandate: Schoeller Bleckmann Oilfield Equipment AG (Vorsitz) und Oberbank AG (bis 13. Mai 2014).
Von der Konzernvertretung entsendet (ArbeitnehmerInnen):
Christine Asperger, *1964, Wolfgang Baumann, *1958, Herbert Lindner, *1961, Alfred Redlich, *1966, Martin Rossmann, *1970.
Nähere Informationen zu allen Mitgliedern des Aufsichtsrats von OMV, einschließlich ihrer Berufslaufbahnen, sind auf der Website von OMV unter www.omv.com > Über OMV > Corporate Governance & Organisation > Aufsichtsrat verfügbar.
Diversität
Bei der Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrats stehen einschlägiges Wissen und Erfahrung in Führungspositionen im Vordergrund. Darüber hinaus werden aber Aspekte der Diversität der Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Internationalität seiner Mitglieder, die Vertretung beider Geschlechter und die Altersstruktur berücksichtigt. Dem Aufsichtsrat gehören drei Frauen und vier Mitglieder nichtösterreichischer Nationalität an. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind zwischen 35 und 72 Jahre alt.
Unabhängigkeit
Der Aufsichtsrat hat die Kriterien für die Unabhängigkeit definiert (Beschlüsse vom 21. März 2006 und 25. März 2009). Zusätzlich zu den in Anhang 1 öCGK festgelegten Leitlinien hat der Aufsichtsrat die folgenden Kriterien für seine von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder beschlossen:
- Das Aufsichtsratsmitglied darf nicht Mitglied der Geschäftsführung einer OMV Konzerngesellschaft sein
- Das Aufsichtsratsmitglied darf von der Gesellschaft oder einer verbundenen Gesellschaft keine Aktienoptionen halten oder sonstige erfolgsbezogene Vergütungen von einer OMV Konzerngesellschaft beziehen
- Das Aufsichtsratsmitglied darf keine/kein AnteilseignerIn mit einer Kontrollbeteiligung (im Sinne der EU-Richtlinie 83/349 EWG – das ist eine Beteiligung von mehr als 50% der Stimmrechte oder eine Beherrschung, etwa durch Nominierungsrechte) sein oder eine/einen solche/solchen AnteilseignerIn vertreten
Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder, mit Ausnahme von (i) Rudolf Kemler in Bezug auf die Vertretung einer Anteilseignerin mit einer Kontrollbeteiligung und (ii) Helmut Draxler und Herbert Werner in Bezug auf die Dauer der Zugehörigkeit, haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2014 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (Regel C-53 öCGK). Gemäß Regel C-54 öCGK haben Wolfgang Berndt, Elif Bilgi Zapparoli, Helmut Draxler, Roy Franklin, Wolfram Littich, Herbert Stepic, Herbert Werner und Norbert Zimmermann erklärt, im Geschäftsjahr 2014 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung weder AnteilseignerIn mit einer Beteiligung von mehr als 10% gewesen zu sein noch die Interessen solcher AnteilseignerInnen vertreten zu haben. Im Fall von Norbert Zimmermann beziehen sich diese Erklärungen auf den Zeitraum bis zu seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat am 14. Mai 2014.
Arbeitsweise des Aufsichtsrats
Zur Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstands, diskutiert der Aufsichtsrat Lage und Ziele des Unternehmens in den Aufsichtsratssitzungen. Beschlüsse werden ebenfalls in diesen Sitzungen gefasst, abgesehen von Dringlichkeitsfällen, in denen auch Umlaufbeschlüsse gefasst werden können. Vier Ausschüsse gewährleisten den bestmöglichen Einsatz der Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder. Eine kurze Beschreibung der Ausschüsse findet sich nachfolgend (siehe auch den Bericht des Aufsichtsrats für einen Überblick über die Hauptaktivitäten der einzelnen Ausschüsse im Geschäftsjahr 2014).
Der Aufsichtsrat hat 2014 sechs Treffen abgehalten. Zwei dieser Treffen waren einer eingehenden Erörterung der OMV Strategie durch den Vorstand und den Aufsichtsrat gewidmet. Mit Ausnahme von Herbert Stepic hat kein Mitglied des Aufsichtsrats an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.
Der Aufsichtsrat hat eine Selbstevaluierung durchgeführt und die Effizienz seiner Aktivitäten diskutiert, insbesondere seiner Organisation und Arbeitsweisen.
Präsidial- und Nominierungsausschuss
Dieser Ausschuss ist ermächtigt, in dringenden Angelegenheiten zu entscheiden. Der Aufsichtsrat kann dem Präsidial- und Nominierungsausschuss im Einzelfall oder auf Dauer weitere Aufgaben und Genehmigungsbefugnisse übertragen. Als Nominierungsausschuss unterbreitet er dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung neuer oder frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit der Nachfolgeplanung. Ferner unterbreitet er der Hauptversammlung Vorschläge zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. 2014 haben neun Sitzungen des Präsidial- und Nominierungsausschusses stattgefunden, deren Fokus auf der OMV Strategie und der Zukunft der Aktivitäten der OMV Geschäftsbereiche R&M und G&P lag, was zur Schaffung eines gemeinsamen Geschäftsbereichs Downstream führte. Weitere zentrale Themen waren Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten sowie das System der Nachfolgeplanung von OMV.
Prüfungsausschuss
Dem Prüfungsausschuss obliegen die Aufgaben gemäß § 92 Abs. 4a Aktiengesetz (AktG). Es haben sechs Sitzungen des Prüfungsausschusses stattgefunden. In diesen wurden überwiegend die Vorbereitung der Abschlussprüfung, die Prüfung der Tätigkeit der Abschlussprüfer, der Internen Revision, des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements behandelt sowie die Präsentation des Jahresabschlusses erarbeitet.
Abschlussprüfer
Der Aufsichtsrat überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und überprüft eine Aufstellung des Prüfungsentgelts und der Entgelte für über die Prüfung hinausgehende zusätzliche Leistungen. Der Aufwand für den Abschlussprüfer Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. (einschließlich deren Netzwerk im Sinne des § 271b UGB) betrug 2014 für die jährliche Prüfung EUR 2,39 Mio, für andere Bestätigungsleistungen EUR 1,25 Mio und für sonstige Aufträge EUR 0,21 Mio.
Projektausschuss
Bei Bedarf unterstützt dieser Ausschuss den Vorstand bei der Vorbereitung komplexer Entscheidungen über grundlegende Fragen und berichtet über die Ergebnisse und allfällige Empfehlungen an den Aufsichtsrat. 2014 trat der Projektausschuss nicht zusammen.
Vergütungsausschuss
Dieser Ausschuss (dem keine ArbeitnehmervertreterInnen angehören) befasst sich mit allen Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er ist somit insbesondere zum Abschluss, der Änderung und Auflösung der Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern sowie zur Entscheidung über die Gewährung von Bonifikationen (variable Bezüge) und dergleichen an Vorstandsmitglieder ermächtigt. Der Vergütungsausschuss trat 2014 fünfmal zusammen. Vorstandsmitglieder wurden eingeladen, an Teilen der Sitzungen des Vergütungsausschusses teilzunehmen.
PwC beriet den Ausschuss in Vergütungsfragen. Die Leistungen inkludierten auf öffentlichen
| Name (aktuelle Mitglieder fett gedruckt) |
Funktion/ Ausschussmitglied 1) |
Vergütung (in EUR, für 2013) |
Amtsdauer 1) |
|---|---|---|---|
| Rudolf Kemler | Vorsitzender; Vorsitzender auch in PräsA, ProjA, PrüfA, VergA |
77.200 2) | 1. 11. 2012 – oHV 2019 |
| Wolfgang C. Berndt | Stv. Vorsitzender; Stv. Vorsitzender auch in PräsA, ProjA, PrüfA, VergA |
61.900 | 26.5.2010 – oHV 2019 |
| Murtadha Al Hashmi | Stv. Vorsitzender; Stv. Vorsitzender auch in PräsA, ProjA, PrüfA, VergA |
61.900 | 10.5.2012 – oHV 2019 |
| Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti | PräsA, ProjA | 30.600 | 14.5.2008 – oHV 2019 |
| Elif Bilgi Zapparoli | 14.600 | 13.5.2009 – oHV 2019 | |
| Helmut Draxler | PrüfA, VergA | 30.600 | 16.10.1990 – oHV 2019 |
| Roy A. Franklin | ProjA | — | 14.5.2014 – oHV 2019 |
| Wolfram Littich | ProjA, PrüfA | 30.600 | 23.5.2001 – oHV 2019 |
| Herbert Stepic | 14.600 | 18.5.2004 – oHV 2019 | |
| Herbert Werner | PrüfA | 22.600 | 4.6.1996 – oHV 2019 |
| Norbert Zimmermann | ProjA | 22.600 | 23.5.2001 – 14.5.2014 |
| Christine Asperger | — 3) | seit 1.1.2013 4) | |
| Wolfgang Baumann | PräsA, ProjA, PrüfA | — 3) | 16.12.1998 – 1.4.1999 und neuerlich seit 11.11.2004 4) |
| Herbert Lindner | ProjA, PrüfA | — 3) | seit 1.6.2013 4) |
| Alfred Redlich | — 3) | seit 1.6.2013 4) | |
| Martin Rossmann | PräsA, ProjA, PrüfA | — 3) | seit 5.5.2011 4) |
1) Erläuterung: PräsA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, ProjA = Projektausschuss, PrüfA = Prüfungsausschuss,
VergA = Vergütungsausschuss, oHV = ordentliche Hauptversammlung
2) Rudolf Kemler hat in Entsprechung seines Vorstandsvertrags mit der ÖIAG die Vergütung für seine Aufsichtsratsfunktion in der
OMV Aktiengesellschaft an die ÖIAG abgetreten
3) Von der Konzernvertretung entsendete Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Vergütung, sondern nur Sitzungsgelder 4) Die Entsendung durch die Konzernvertretung erfolgt auf unbestimmte Zeit; die ArbeitnehmervertreterInnen können jedoch jederzeit vom
entsendenden Organ abberufen werden
Daten beruhende Marktinformationen, Beratung zur angemessenen Struktur von kurz- und langfristigen Anreizen (z.B. zur Gestaltung des Strategic Incentive Plan oder der Konzeption von Projektzielen im Rahmen der Anreizsysteme für Führungskräfte) sowie Information über die Vergütung und die Performance von Vergleichsgruppen. PwC wurde vom Vergütungsausschuss beauftragt und war nicht für den OMV Vorstand beratend tätig, womit die Unabhängigkeit im Sinne des öCGK gewährleistet war. Außerdem beriet PwC das Unternehmen 2014 in Steuerangelegenheiten und stellte Bewertungsleistungen bereit.
Interessenkonflikte, zustimmungspflichtige Geschäfte mit Mitgliedern des Aufsichtsrats
Zustimmungspflichtige Verträge gemäß § 95 Abs. 5 Z 12 AktG gab es nicht. Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats werden nach dem in der Geschäftsordnung ausführlich geregelten Verfahren behandelt.
Vergütung
Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung (HV) jährlich die Vergütungen der von der HV gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die HV 2014 hat für das Geschäftsjahr 2013 folgendes Vergütungsschema beschlossen:
| Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder | EUR |
|---|---|
| für den Vorsitzenden | 29.200 |
| für die Stellvertreter | 21.900 |
| für die Mitglieder | 14.600 |
| für den Vorsitzenden eines Ausschusses | 12.000 |
| für den stellvertretenden Ausschussvorsitzenden | 10.000 |
| für die Mitglieder eines Ausschusses | 8.000 |
Die bei den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern angeführten Beträge wurden 2014 für das Geschäftsjahr ausbezahlt. Aufwandersatz (Reisespesen, Sitzungsgeld) ist darin nicht enthalten.
Insgesamt betrug der Aufwand für den Aufsichtsrat im Jahr 2014 EUR 706.773; davon an bezahlten Vergütungen (für das Geschäftsjahr 2013) EUR 367.200, an Sitzungsgeldern EUR 73.073, an Reisespesen EUR 193.218 und an Technik, Organisation und Übersetzung EUR 73.282.
Mitwirkung der ArbeitnehmerInnenvertretung
Die Konzernvertretung hält regelmäßig Aussprachen mit dem Vorstand. Diese dienen der wechselseitigen Information über ArbeitnehmerInnen betreffende Entwicklungen im Unternehmen. Darüber hinaus hat die Konzernvertretung von ihrem Recht Gebrauch gemacht, Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden (eine Person aus der ArbeitnehmerInnenvertretung für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder). Demzufolge sind fünf der 15 Aufsichtsratsmitglieder aus der ArbeitnehmerInnenvertretung.
Minderheitenrechte der Aktionärinnen und Aktionäre
- Hauptversammlung: Wenn mindestens 5% der Aktionärinnen und Aktionäre dies verlangen, muss eine Hauptversammlung einberufen werden
- Mindestens 5% der Aktionärinnen und Aktionäre können die Aufnahme von Tagesordnungspunkten verlangen
- Mindestens 1% der Aktionärinnen und Aktionäre können zu jedem Punkt der Tagesordnung Beschlussvorschläge übermitteln. Diese sind auf Forderung der jeweiligen Aktionärinnen und Aktionäre von der Gesellschaft auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen
- Mindestens 10% der Aktionärinnen und Aktionäre können eine Sonderprüfung bei Vorliegen von Verdachtsgründen für Unredlichkeiten oder grobe Verletzungen von Gesetz oder Satzung durchsetzen
- Bei der Hauptversammlung sind alle Aktionärinnen und Aktionäre, die ihren Anteilsbesitz ordnungsgemäß nachgewiesen haben, zur Teilnahme, einschließlich Fragen und Abstimmung, berechtigt
Wahl des Aufsichtsrats: Wenn dieselbe Hauptversammlung zwei oder mehr Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat, muss über jede zu besetzende Stelle gesondert abgestimmt werden. Wenn dieselbe Hauptversammlung wenigstens drei Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat und sich vor der Abstimmung über die letzte zu besetzende Stelle ergibt, dass wenigstens ein Drittel aller abgegebenen Stimmen bei allen vorangegangen Wahlen zugunsten derselben Person, aber ohne Erfolg abgegeben wurde, muss diese Person zum Aufsichtsratsmitglied erklärt werden
Frauenförderung
- Als Industrieunternehmen mit sehr technischem Fokus ist es OMV ein besonderes Anliegen, ein ausgewogenes Verhältnis an weiblichen und männlichen Beschäftigten in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit zu erreichen. Daher ist die Schaffung eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses einer der beiden Schwerpunkte der OMV Diversity-Strategie. Dazu gehört auch die aktive Förderung von Frauen in Führungspositionen. Das strategische Ziel ist es, den bestmöglichen Diversity-Mix auf Senior-Managementebene zu erreichen und den Frauenanteil im Bereich der Senior Vice Presidents bis 2020 auf 30% zu erhöhen
- Mariana Gheorghe ist Vorstandsvorsitzende der OMV Petrom SA und Gülsüm Azeri ist Vorstandsvorsitzende von Petrol Ofisi. Dem Aufsichtsrat von OMV gehören drei Frauen an, das entspricht einem Anteil von 20%
- 14,6% der Senior Vice President-Positionen werden derzeit von Frauen besetzt. Der Frauenanteil im Gesamtkonzern beträgt rund 22,5%. Bei den OMV Programmen zur Talente- bzw. Führungskräfte-Entwicklung wurde 2014 ein Frauenanteil von 42% erreicht. Im Rahmen des für Absolventinnen und Absolventen technischer Studien entwickelten Einstiegsprogramms (Integrated Graduate Development Programm) hat sich der Frauenanteil von 11% 2011 auf 34% 2014 verdreifacht
Bisher wurde eine breite Palette von Maßnahmen zur Förderung der Vielfalt bei OMV initiiert und erfolgreich umgesetzt. Ein besonderes Anliegen ist der OMV auch die Einstellung und Entwicklung von Frauen in technischen Positionen. Unterstützende Maßnahmen hierfür sind beispielsweise Stipendien für Technikstudentinnen und das Projekt "Technikqueens", das bei Mädchen das Interesse für einen technischen Beruf wecken soll. Darüber
hinaus bietet OMV ein Mentoring-Programm für weibliche Top-Talente an
Durch neue flexible Arbeitszeitmodelle wie Job-Sharing, flexible Arbeitszeiten und die Option mittels Home-Office von zu Hause aus zu arbeiten, trägt OMV dazu bei, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu verbessern und unterstützt dadurch auch Elternteile, die ihre Karriere in Teilzeit fortsetzen möchten
Wien, am 18. März 2015
Der Vorstand
Gerhard Roiss David C. Davies
Jaap Huijskes Manfred Leitner
Lagebericht Lagebericht
Geschäftsverlauf 2014
Die im Geschäftsjahr 2014 erwirtschafteten Umsatzerlöse betrugen EUR 132,09 Mio (2013: EUR 131,80 Mio). Da die OMV Aktiengesellschaft die Aufgaben einer Management-Holding wahrnimmt, bestehen die Umsatzerlöse hauptsächlich aus den an die Nachfolgegesellschaften verrechneten Konzernumlagen, welche im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen sind.
Das Betriebsergebnis (EBIT) beläuft sich auf EUR 36,35 Mio (2013: EUR -48,24 Mio). Das höhere Betriebsergebnis 2014 ist im Wesentlichen auf niedrigere Personalaufwendungen in Zusammenhang mit Incentiveprogrammen zurückzuführen.
Der Finanzerfolg errechnet sich im Geschäftsjahr 2014 mit EUR -775,24 Mio (2013: EUR 193,07 Mio). Das Finanzergebnis der OMV Aktiengesellschaft als Holding besteht im Wesentlichen aus Dividenden- und Beteiligungserträgen der operativen Gesellschaften. Die Netto-Erträge aus Beteiligungen betrugen EUR -697,36 Mio und lagen damit weit unter dem Niveau von 2013 (EUR 320,75 Mio), im Wesentlichen aufgrund der im Jahr 2014 vorgenommenen Beteiligungsabschreibungen. Die Beteiligung an der OMV Petrol Ofisi A.Ş. wurde um EUR 1.067,57 Mio (2013: EUR Null) wertberichtigt, hauptsächlich aufgrund eines Eingriffs des Regulators (Margendeckelung) und einer generell höheren Risikoeinschätzung in der Türkei.
Das Beteiligungsergebnis der Gesellschaften im Bereich Exploration und Produktion (E&P) exklusive OMV Petrom lag in etwa auf Vorjahresniveau EUR 200,00 Mio (2013: EUR 220,00 Mio).
Das Beteiligungsergebnis des Bereichs Gas und Power (G&P) exklusive OMV Petrom lag mit EUR 13,32 Mio über dem Vorjahresniveau (2013: EUR -102,85 Mio). Das Ergebnis 2013 war stark durch das schwierige Marktumfeld und vorgenommene Sonderabschreibungen beeinflusst.
Das Beteiligungsergebnis des Bereichs Raffinerien und Marketing (R&M) exklusive OMV Petrom sank auf EUR -67,40 Mio (2013: EUR Null). Das niedrigere Ergebnis im Vergleich zu 2013 ist im Wesentlichen auf die gegen Jahresende drastisch gesunkenen Öl- und Produktenpreise zurückzuführen, welche zu massiven Lagerbewertungseffekten führten. Im Jahr 2013 wurde eine satzungsmäßige Gewinnrücklage in der OMV Refining & Marketing GmbH durchgeführt weshalb das in der OMV Aktiengesellschaft gezeigte Beteiligungsergebnis bei EUR Null lag.
Investitionen
Die Investitionen im Jahr 2014 sind im Wesentlichen geprägt von Kapitalzuführungen an die OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi, an die OMV Solutions GmbH sowie an die OMV Exploration & Production GmbH.
Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit für das Geschäftsjahr 2014 betrug EUR 64,48 Mio (2013: EUR 948,72 Mio), der Cashflow aus der Investitionstätigkeit EUR -160,18 Mio (2013: EUR -1.697,99 Mio) und der Cashflow aus der Finanzierung EUR 17,10 Mio (2013: EUR 133,38 Mio).
Der Jahresfehlbetrag betrug EUR -920,31 Mio (2013: EUR 192,37 Mio Jahresüberschuss).
Die Bilanzsumme reduzierte sich 2014 auf EUR 13.386,42 Mio (2013: EUR 14.332,30 Mio).
Das Eigenkapital einschließlich unversteuerter Rücklagen wurde zum 31. Dezember 2014 mit EUR 6.333,26 Mio ermittelt (2013: EUR 7.657,55 Mio). Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2014 betrug 47,31% (2013: 53,43%).
Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2014 lag bei rund 93,69% (2013: 87,98%).
Der ROE (Return On Equity) wurde mit -13,16% (2013: 2,48%) ermittelt.
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter, die in der Konzernzentrale tätig waren, betrug 2014 442 (2013: 405).
Definitionen dieser Kennzahlen finden Sie in der Beilage "Abkürzungen und Definitionen", welche ein integraler Bestandteil des Lageberichts ist.
Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)
Gemäß § 243a UGB sind die folgenden Informationen anzugeben:
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Das Grundkapital beträgt EUR 327.272.727 und ist in 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
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Zwischen den Kernaktionären Österreichische Industrieholding Aktiengesellschaft (ÖIAG) und International Petroleum Investment Company (IPIC) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.
-
ÖIAG hält 31,5% und IPIC hält 24,9% des Grundkapitals.
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Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht.
-
Arbeitnehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
-
Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 Aktiengesetz (AktG) und Satzungsänderungen (ausgenommen Unternehmensgegenstand) genügt die einfache Stimmen- und Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
7.a) Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 77,9 Mio durch Ausgabe von bis zu 77.900.000 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital). In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand auf Grundlage seiner Beschlüsse vom 16. Mai 2011 und 6. Juni 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft im Wege einer Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital von EUR 300.000.000 um EUR 27.272.727 auf EUR 327.272.727 durch Ausgabe von 27.272.727 neuen Aktien erhöht. Der Vorstand war in Folge der Durchführung der zuvor beschriebenen Kapitalerhöhung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 50,6 Mio durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital).
b) Der Vorstand wurde im Hinblick auf das Auslaufen des von der Hauptversammlung am 13. Mai 2009 geschaffenen genehmigten Kapitals am 13. Mai 2014 durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2014 ermächtigt, bis einschließlich 14. Mai 2019 das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage einmal oder in mehreren Tranchen, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz, zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre gegebenenfalls (i) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen einschließlich Matching Share Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungs-Modellen auszuschließen, sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.
c) Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Der Erwerb konnte bis zum 16. November 2013 über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen. Der Vorstand war auch ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss bis zum selben Datum einzuziehen.
d) Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, bis einschließlich 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die eigenen Aktien können insbesondere (a) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungs-Modellen, (b) zur Bedienung von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, (c) als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und (d) zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck verwendet werden. Hierbei kann auch die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre ausgeschlossen werden, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.
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Zusätzlich zur Kapitalerhöhung wurde am 25. Mai 2011 eine Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750 Mio erfolgreich platziert. Das Hybridkapital wird bis zum 26. April 2018 mit einem festen Zinssatz von 6,75% verzinst. Anschließend wird das Hybridkapital bis 26. April 2023 mit einem noch festzulegenden festen Reset-Zinssatz und danach mit einem variablen Zinssatz mit einem step-up von 100 Basispunkten verzinst. Das Hybridkapital hat keinen Endfälligkeitstag und kann seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die Gesellschaft hat insbesondere das Recht, das Hybridkapital zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat der Konzern die Möglichkeit, die Hybridanleihe vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.
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Weitere bedeutende Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft in Folge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden, bestehen zum 31. Dezember 2014 nicht.
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Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.
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Die wichtigsten Merkmale des internen Kontrollund Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind: Standards für interne Kontrollsysteme werden in internen Konzernrichtlinien festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Standards durch regelmäßige Prüfungen, basierend entweder auf dem vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats genehmigten Jahresprüfungsplan oder in Form von ad hoc Prüfungen. Die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats präsentiert. Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen durch das Konzern-IFRS-Accounting-Manual wird ebenfalls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem. Der Rechnungslegungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Für die wesentlichen "End-toend" Prozesse (z.B. Purchase-to-Pay, Order-to-Cash) werden konzernweit gültige Standards definiert. Auf Basis eines rollierenden Zeitplans werden diese hinsichtlich Umsetzung und Effektivität überprüft. Zusätzlich beurteilen die Abschlussprüfer regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.
Risikomanagement
OMV ist ein integrierter, internationaler Öl- und Gaskonzern. Die Aktivitäten erstrecken sich von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen, über die Verarbeitung, bis hin zu Handel und Vermarktung
von Mineralölprodukten sowie Erdgas. Zudem betreibt der Konzern zwei Gaskraftwerke in Rumänien und der Türkei. Wie die gesamte Öl- und Gasindustrie ist auch OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, insbesondere Marktrisiken, operativen, strategischen, regulativen, finanziellen, politischen und Katastrophenrisiken. Der Konzern vertritt die Ansicht, dass durch die substanzielle Diversifikation und die damit verbundenen teilweise gegenläufigen Risiken das Gesamtrisiko signifikant reduziert wird. Die ausgleichende Wirkung von gegenläufigen Branchenrisiken durch das hohe Ausmaß an Integration erfolgt jedoch häufig zeitlich verzögert oder abgeschwächt. Daher konzentrieren sich die Konzern Risikomanagement-Aktivitäten auf die konzernweite Nettoposition der Risiken des aktuellen und zukünftigen Portfolios. Die Themenbereiche Risikomanagement und Versicherung werden zentral durch den Bereich Corporate Finance koordiniert, welcher sicherstellt, dass im gesamten Konzern definierte und konsistente Prozesse, Methoden und Techniken in Bezug auf Risikomanagement angewandt werden.
Das generelle Ziel der Risikopolitik ist es, den benötigten Cashflow des Konzerns abzusichern und ein der Risikoneigung des OMV Konzerns entsprechend starkes Investment Grade Kredit-Rating zu behalten. Auch die Auswirkungen verschiedener Risiken von neuen Strategien auf das Rating werden verfolgt. Risikostrategien für finanzielle Risiken (z.B. Marktpreis und Währungen) werden quartalsweise im Financial Risk Committee überprüft. Ein funktionsübergreifendes Komitee ("Risk Committee"), bestehend aus Mitgliedern des Senior Managements, stellt sicher, dass ein unternehmensweites Risikomanagement (UWRM) Programm implementiert ist, um übergreifende Risiken innerhalb des Konzerns effektiv zu managen.
Das UWRM wird laufend verbessert, um einen höchstmöglichen Mehrwert für das Unternehmen durch risikobasierte Managemententscheidungen zu erreichen. Durch richtige Einschätzung der finanziellen, operativen und strategischen Risiken soll die Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten systematisch unterstützt werden, um somit den Wert des Konzerns nachhaltig zu erhöhen. Durch das UWRM-System wurden seit 2003 in allen Bereichen der Organisation, einschließlich der Tochtergesellschaften in mehr als 20 verschiedenen Ländern, das Risikobewusstsein und die Kenntnisse über das Risikomanagement deutlich verbessert.
Die Risikokultur des Konzerns wird dabei durch eine IT-Anwendung unterstützt, welche dem Risikomanagementprozess innerhalb des Konzerns folgt: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikobewältigung, Berichterstattung und Monitoring mittels fortlaufender Überwachung von Änderungen des Risikoprofils. Die durch einen Bottom-Up-Prozess ermittelten Konzernrisiken werden mit Hilfe einer Monte Carlo Simulation berechnet und mit den Planungsdaten des Konzerns verglichen. Diese Herangehensweise wird in Bezug auf strategische Risiken mit einem Top-Down-Prozess seitens des Senior Managements kombiniert. Die Ergebnisse des UWRM-Prozesses werden zusammen mit einem Risikobericht von wesentlichen nicht voll konsolidierten Beteiligungen zweimal jährlich dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss präsentiert. In Übereinstimmung mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex wird die Funktionsfähigkeit des UWRM-Systems jährlich durch den Wirtschaftsprüfer evaluiert. Folgende nicht-finanziellen und finanziellen Schlüsselrisiken wurden in Bezug auf die Erreichung des Mittelfrist-Plans ermittelt: Marktpreisrisiken, Länderrisiken, rechtliche Risiken, Geschäftsprozessrisiken, Währungsrisiken (vor allem hinsichtlich USD, RON, NOK und TRY), Projektrisiken, Personalrisiken, sowie Risiken in Bezug auf Katastrophen.
Obwohl der Konzern über langjährige Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Mittel- und Osteuropa, Südosteuropa sowie der internationalen Märkte der Öl- und Erdgasproduktion verfügt, werden die politischen Entwicklungen in allen Märkten, in denen der Konzern tätig ist, kontinuierlich analysiert. Außerdem werden spezifische Länderrisiken vor dem Eintritt in neue Länder überprüft. Die Risiken im Zusammenhang mit dem EU-Emissionshandel (EU ETS) werden separat erfasst, konzernweit zusammengeführt und vom Carbon Steering Committee laufend überprüft. Speziell die Auswirkungen der geänderten Zuteilungsregeln im EU ETS ab 2013 werden detailliert analysiert. Darüber hinaus beobachtet der Konzern die Entwicklung klimapolitischer Regelungen in allen Ländern, in denen es Aktivitäten gibt. Im Bereich Human Resources wird durch gezielte Nachfolge- und Entwicklungsplanung für die Verfügbarkeit von geeigneten Führungskräften für weitere Wachstumsschritte zeitgerecht vorgesorgt, um damit Personalrisiken zu begegnen.
Die Steuerung und Kontrolle erkannter und bewerteter Risiken erfolgt unter Anwendung der definierten Risikorichtlinien auf allen Ebenen mit zugeordneten Verantwortlichkeiten. Das Management von Schlüsselrisiken wird zentral und durch spezielle Konzernrichtlinien geregelt, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Recht und Compliance, Human Resources, Corporate Social Responsibility mit Fokus auf Menschenrechte und Marktpreisrisiken.
Die Analyse und das Management finanzieller Risiken, welche aus Fremdwährungen, Zinssätzen, Güterpreisen, Kontrahenten, CO2-Emissionen, Liquidität und versicherbaren Risiken resultieren, erfolgt zentral im Bereich Corporate Finance auf konsolidierter Basis.
Marktpreisrisiken werden zentral betrachtet und ihre möglichen Cashflow-Auswirkungen mittels eines spezifischen Risiko-Modells, das Portfolio-Effekte berücksichtigt, analysiert. Die Resultate der Risikoanalyse werden im Financial Risk Committee, das sich aus dem Management der Geschäftsbereiche sowie der Konzernfunktionen zusammensetzt, besprochen. Dem Vorstand werden entsprechende Vorschläge betreffend Hedging-Strategien zur Genehmigung unterbreitet.
Die größten Fremdwährungsrisiken werden durch Schwankungen von RON, USD, TRY und NOK verursacht. Im Rahmen seiner Öl- und Gasproduktion ergibt sich für den Konzern eine Netto-USD-Long-Position. Die Auswirkungen auf den Cashflow und/oder die Bilanz (Translationsrisiko) werden ebenso regelmäßig überwacht wie die Relation zum Ölpreis. Translationsrisiken im Konzerneigenkapital resultieren aus Beteiligungen mit divergierender funktionaler Währung wie RON, USD, TRY und NOK.
Zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Konzerns können im Rahmen definierter Regelungen Kredite von fixen auf variable Zinsen und vice versa umgestellt werden. Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzern- und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limitgrenzen für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht und gesteuert. Die Vorgehensweise ist sowohl beim Konzern als auch bei OMV Petrom und Petrol Ofisi in einer Richtlinie festgelegt.
Nachhaltigkeit & HSSE
(Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit, Umwelt)
OMV hat eine lange Tradition des Verantwortungsbewusstseins gegenüber Gesellschaft und Umwelt. 2014 haben wir Nachhaltigkeit weiter in die Geschäftstätigkeit integriert. Zusammen mit der Öl- und Gasindustrie und dem Energiesektor ist OMV mit einer weltweit steigenden Nachfrage, genaueren Prüfungen und höheren Anforderungen im Umwelt- und Sozialbereich konfrontiert. Die Öl- und Gasindustrie wird mit strengeren gesetzlichen Vorschriften im Umweltbereich konfrontiert, insbesondere in Europa in Zusammenhang mit den Emissionsreduktionszielen der Europäischen Union für 2020. Die OMV Nachhaltigkeitsstrategie, "Resourcefulness", ist unser Weg, nachhaltig und verantwortungsvoll profitables Wachstum zu erreichen. Als Unternehmen, das mit natürlichen Ressourcen arbeitet, übernimmt OMV Verantwortung für eine sichere Energieversorgung heute und in Zukunft.
Nachhaltigkeitsgovernance: Das Management und die Überwachung der OMV Strategie "Resourcefulness" obliegt zwei Gremien. Das Resourcefulness Executive Team ist aus je einem Vertreter jedes "Resourcefulness"-Themas und jedes Geschäftsbereichs zusammengesetzt und für die Weiterentwicklung der
Resourcefulness-Strategie und ihre praktische Umsetzung verantwortlich; das Resourcefulness Advisory Board ist ein externer Beirat aus anerkannten Experten, der OMV bei der Weiterentwicklung der Strategie berät sowie Rückmeldungen zu laufenden Programmen gibt.
HSSE ist ein zentraler Wert von OMV. Hauptanliegen sind das körperliche Wohlbefinden und die Sicherheit von Mitarbeitern sowie die Integrität der Produktionsanlagen. Schadensprävention und proaktives Risikomanagement sind unerlässlich, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Geschäftstätigkeit von OMV aufrechtzuerhalten. 2014 organisierte OMV konzernweit 281.952 HSSE Schulungsstunden für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ziel ist eine Optimierung der Prozesse, um natürliche Ressourcen effizient zu nutzen, sowie Emissionen und Abfall zu reduzieren.
Forschung und Entwicklung
OMV Aktiengesellschaft betreibt selbst keine Forschung und Entwicklung, koordiniert jedoch die gruppenweiten Forschungs- und Entwicklungsprojekte.
Wesentliche Ereignisse im Konzern nach dem Bilanzstichtag
Der Aufsichtsrat hat beschlossen, den Geschäftsbereich Gas und Power in den Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie zu integrieren. Dadurch wird ein gemeinsamer Geschäftsbereich Downstream unter der Leitung von Vorstandsmitglied Manfred Leitner ab 1. Jänner 2015 geschaffen.
Wien, am 18. März 2015
Der Vorstand
Gerhard Roiss Vorsitzender
Ausblick für den OMV Konzern
Aufgrund des signifikant gesunkenen Ölpreises und der Unberechenbarkeit unserer Produktion in Libyen, haben wir unser Investitionsprogramm zurückgefahren. Die Erwartung für die durchschnittliche Investitionssumme des Konzerns für die Periode von 2015-2017 liegt bei rund EUR 2,5 bis 3,0 Mrd p.a. (das untere Ende der Bandbreite repräsentiert eine Ölpreis-Erwartung von rund USD 50/bbl für die nächsten drei Jahre), wobei rund 80% in Upstream investiert werden. Wir stehen weiterhin zu den Großprojekten, die zu unserem zuvor festgelegten Produktionsziel für 2016 von rund 400 kboe/d beitragen sollen. Die Änderungen in unserem Investitionsprogramm werden aber unausweichlich dazu führen, dass dieses Produktionsniveau erst später erreicht werden kann. Unser Ziel bleibt weiterhin einen mittelfristig weitgehend neutralen freien Cashflow nach Dividenden zu erreichen. Das geänderte Investitionsprogramm unterstützt uns bei diesem Ziel. Die mittelfristige Performance des ROACE wird von dem in Feldentwicklungsprojekte investierten Kapital sowie dem niedrigen Ölpreis negativ beeinflusst werden. Wir stehen weiterhin zu unserem langfristigen Verschuldungsgrad-Ziel von bis zu 30% und zu unserer Dividendenpolitik (langfristiges Ausschüttungsgrad-Ziel von 30%).
David C. Davies Vorsitzender-Stellvertreter
Jaap Huijskes Manfred Leitner
Bestätigungsvermerk Bestätigungsvermerk
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2014, die Gewinn und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 18. März 2015 Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Mag. Walter Krainz (Wirtschaftsprüfer) Mag. Gerhard Schwartz (Wirtschaftsprüfer)
Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (z.B. verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Prüfungsurteil
Aussagen zum Lagebericht
Jahresabschluss Bilanz zum 31. Dezember 2014 Jahresabschluss Bilanz zum 31. Dezember 2014
| Bilanz Aktiva | EUR | EUR 1.000 |
|---|---|---|
| Anhangangabe | 2014 | 2013 |
| Anlagevermögen 1 |
||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 1.210.836 | 1.136 |
| Finanzanlagen | 12.541.044.004 | 12.608.730 |
| 12.542.254.840 | 12.609.866 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2 |
||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | — | 72 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 545.712.068 | 1.469.452 |
| Forderungen gegenüber Unternehmen, mit | ||
| denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 35.725.979 | 40 |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 26.897.080 | 40.247 |
| 608.335.127 | 1.509.812 | |
| Wertpapiere und Anteile | ||
| Sonstige Wertpapiere | 128.765.997 — | 72 — |
| Eigene Anteile | 11.137.080 | 11.393 |
| 139.903.077 | 11.393 | |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 69.292.247 | 147.917 |
| 817.530.451 | 1.669.121 | |
| Latente Steuern | — | 23.048 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 26.633.664 | 30.269 |
| Summe Aktiva | 13.386.418.955 | 14.332.304 |
| Passiva | EUR | EUR 1.000 |
|---|---|---|
| Anhangangabe | 2014 | 2013 |
| Eigenkapital 3 |
||
| Grundkapital | 327.272.727 | 327.273 |
| Kapitalrücklagen | ||
| Gebundene | 1.729.337.821 | 1.729.338 |
| Nicht gebundene | 333.728 | 334 |
| Rücklage für anteilsbasierte Vergütungen | 10.158.756 | 6.311 |
| Gewinnrücklagen | ||
| Freie Rücklage | 3.760.798.226 | 5.160.542 |
| Rücklage für eigene Anteile | 11.137.080 | 11.393 |
| Bilanzgewinn, davon Gewinnvortrag EUR 14.101.938 (2013: TEUR 9.549) | 493.789.840 | 421.924 |
| 6.332.828.178 | 7.657.114 | |
| Unversteuerte Rücklagen 4 |
||
| Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen | 431.303 | 432 |
| Rückstellungen 5 |
||
| Rückstellungen für Abfertigungen | 8.007.009 | 11.634 |
| Rückstellungen für Pensionen | 4.241.649 | 3.681 |
| Steuerrückstellungen | 133.311.616 | 67.029 |
| Sonstige Rückstellungen | 43.356.333 | 56.749 |
| 188.916.607 | 139.093 | |
| Verbindlichkeiten 6 |
||
| Anleihen | 4.750.000.000 | 4.701.730 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 443.400.165 | 12.392 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.919.778 | 9.839 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.416.735.765 | 1.502.740 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, | ||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.087 | — |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 242.080.655 | 308.390 |
| 6.864.137.450 | 6.535.091 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 105.417 | 575 |
| Summe Passiva | 13.386.418.955 | 14.332.304 |
| Haftungsverhältnisse 7 |
1.504.774.756 | 1.445.875 |
Gewinn- und Verlustrechnung Gewinn- und Verlustrechnung
| EUR | EUR 1.000 | ||
|---|---|---|---|
| Anhangangabe | 2014 | 2013 | |
| 1. | Umsatzerlöse 8 |
132.092.696 | 131.796 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge 9 |
7.605.362 | 7.314 |
| 3. | Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen 10 |
–12.987.700 | –15.162 |
| 4a. | Personalaufwand 11 |
–73.984.701 | –78.490 |
| 4b. | Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche | ||
| Mitarbeitervorsorgekassen sowie Altersversorgung 12 |
–6.902.387 | –10.509 | |
| 5. | Abschreibungen | –150.982 | –116 |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen 13 |
–82.019.274 | –83.074 |
| 7. | Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebserfolg) | –36.346.986 | –48.241 |
| 8. | Erträge aus Beteiligungen | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 432.187.063 (2013: TEUR 421.297) | 437.611.911 | 423.593 | |
| 9. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des | ||
| Finanzanlagevermögens | |||
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 29.882.414 (2013: TEUR 38.441) | 30.972.576 | 39.382 | |
| 10. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 128.481.014 (2013: TEUR 140.024) | 150.050.799 | 169.289 | |
| 11. | Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und | ||
| Wertpapieren des Umlaufvermögens | |||
| davon aus Zuschreibungen EUR 6.444.261 (2013: TEUR Null) | 6.956.192 | 903 | |
| 12. | Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens | ||
| davon aus Abschreibungen EUR 1.067.565.700 (2013: TEUR 5.702) | |||
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.134.962.201 (2013: TEUR 102.848) | –1.134.972.341 | –108.587 | |
| 13. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| davon betreffend verbundene Unternehmen EUR 38.710.088 (2013: TEUR 113.788) |
–265.854.350 | –331.513 | |
| 14. | Zwischensumme aus Z 8 bis 13 (Finanzerfolg) 14 |
–775.235.213 | 193.067 |
| 15. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | –811.582.199 | 144.826 |
| 16. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15 |
–108.730.389 | 47.548 |
| 17. | Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss | –920.312.588 | 192.375 |
| 18. | Auflösung unversteuerter Rücklagen | 490 | 0 |
| 19. | Auflösung von Gewinnrücklagen | 1.400.000.000 | 220.000 |
| 20. | Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 14.101.938 | 9.549 |
| 21. | Bilanzgewinn | 493.789.840 | 421.924 |
Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 der OMV Aktiengesellschaft, Wien, ist nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuchs (UGB) in der aktuellen Fassung erstellt worden. Weiters erstellt die OMV Aktiengesellschaft als Mutterunternehmen des OMV Konzerns einen gesonderten Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRSs).
Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die detaillierte Darstellung erfolgt im Anhang. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.
Der Jahresabschluss wurde in Euro (EUR) erstellt. Die zahlenmäßige Darstellung im Anhang erfolgt in Tausend Euro (EUR 1.000 sowie TEUR). Aufgrund der Darstellung in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
| Kategorie | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4–10 Jahre |
In Anlehnung an die steuerrechtlichen Bestimmungen wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vorgenommen.
Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen bei Anlagegegenständen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Betrag von bis EUR 400 werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und voll abgeschrieben und im Anlagespiegel im Anschaffungsjahr als Zu- und Abgang ausgewiesen.
Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt. Die Beteiligungsbewertung erfolgte anhand der Discounted-Cash-Flow Methode unter Berücksichtigung der individuellen WACCs (Weighted Average Cost of Capital) für die jeweiligen Unternehmen. Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskursen oder bei Vorliegen niedrigerer Börsenstichtagskurse mit diesen bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungswerten bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Fremdwährungsforderungen werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Für alle erkennbaren Risiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.
Sonstige Wertpapiere und Anteile werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.
Mangels künftig ausreichend zu versteuernder Gewinne wurden im Berichtsjahr keine latenten Steuererträge gebucht. Der ausgewiesene latente Steueraufwand betrifft die Auflösung des Anfangsbestands, korrigiert um neutrale Anpassungen. Die latenten Steuern werden unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Mit Wirkung ab 1. Jänner 2005 besteht eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG mit der OMV Aktiengesellschaft als Gruppenträger. Im Rahmen der Gruppenbesteuerung erhält die OMV Aktiengesellschaft von jenen Gruppenmitgliedern, die im Wirtschaftsjahr ein positives Einkommen erzielen, eine Steuerumlage in Höhe der auf diesen Gewinn entfallenden Körperschaftsteuer. An jene Gruppenmitglieder, die im Wirtschaftsjahr einen steuerlichen Verlust erzielen, entrichtet die OMV Aktiengesellschaft eine Steuerumlage in Höhe von 25% bzw. den jeweils gültigen Körperschaftsteuersatz des überrechneten steuerlichen Verlusts. Die erhaltenen Steuerumlagen von den Gruppenmitgliedern und die an die Gruppenmitglieder bezahlten Steuerumlagen werden beim Gruppenträger ergebnisneutral erfasst. Auf Basis eines Ergebnisabführungsvertrags übernimmt die OMV Aktiengesellschaft Gewinne und Verluste ihrer Tochtergesellschaften. Darüber hinaus bestehen mit acht Gesellschaften Steuerumlageverträge nach der Belastungsmethode.
In der OMV Aktiengesellschaft gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen treffen die Gesellschaft nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen bzw. durch Zahlung an eine außerbetriebliche Pensionskasse Rechnung getragen. Das Risiko im Zusammenhang mit diesen leistungsorientierten Pensionsplänen verbleibt bei OMV.
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Method (laufendes Einmalprämienverfahren) berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt.
Bei der Berechnung von Pensions- und Abfertigungsrückstellungen werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die für das laufende Geschäftsjahr ermittelt werden, im Personalaufwand bzw. im sonstigen betrieblichen Ertrag dargestellt. Die offenen versicherungsmathematischen Verluste aus dem Wegfall der Korridormethode in Höhe von TEUR 4.248 mit Ende 2011 werden entsprechend den Ergänzungen zu den Fachgutachten KFS/RL2 und 3 über fünf Jahre verteilt in den Personalaufwand gebucht. Die nicht erfassten versicherungsmathematischen Verluste aus dem Wegfall der Korridormethode betragen zum 31. Dezember 2014 TEUR 1.700 (31. Dezember 2013: TEUR 2.549).
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzerfolg dargestellt.
Zahlungen für beitragsorientierte Pensionsverpflichtungen sind im laufenden Pensionsaufwand ausgewiesen.
Verbindlichkeiten für Personallösungen werden gebucht, wenn diese betragsmäßig fixiert sind und ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann.
Für nach kaufmännischer Beurteilung erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten wird durch die Bildung von entsprechenden Rückstellungen vorgesorgt.
Verbindlichkeiten werden mit den Nennwerten bzw. dem höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem höheren Rückzahlungsbetrag bewertet.
Die mit Banken sowie mit Konzernunternehmen abgeschlossenen Derivate bildeten eine Bewertungseinheit aus der Sicht der OMV Aktiengesellschaft; der bilanzielle Ausweis dieser Derivate erfolgte nicht in der OMV Aktiengesellschaft, sondern in den jeweiligen Konzerngesellschaften.
Long Term Incentive (LTI) Pläne 2009–2014
Seit 2009 werden LTI Pläne für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte gewährt. Von 2010 bis 2014 wurden weitere Pläne mit vergleichbaren Bedingungen gewährt. Teilnehmer der Pläne 2009, 2010 und 2011 müssen bis zum Ende der Behaltefrist Aktien halten. Am Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien. Seit 2011 wurde die Teilnahme am Plan auch ausgewählten Mitarbeitern mit besonderem Entwicklungspotenzial (Potentials) gewährt. Vorstand und Führungskräfte sind als Teilnehmer der LTI Pläne 2012, 2013 und 2014 verpflichtet, ein angemessenes Ausmaß an Aktien an der Gesellschaft aufzubauen und bis zu ihrer Pensionierung oder ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten.
Für zukünftige erwartete Kosten des LTI Plans besteht zum Bilanzstichtag eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht. Erwartete Dividenden wurden entsprechend der Mittelfristplanung der Gesellschaft einbezogen. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über den Beobachtungszeitraum von drei Jahren verteilt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2014 belief sich auf TEUR 11.324 (2013: TEUR 19.495), die Nettoauflösung im Berichtsjahr auf TEUR 8.171 (2013: Nettodotierung TEUR 4.049).
| Bedingungen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Plan 2014 | Plan 2013 | Plan 2012 | Plan 2011 | Plan 2010 | Plan 2009 | |||
| Planbeginn | 01.01.2014 | 01.01.2013 | 01.01.2012 | 01.01.2011 | 01.01.2010 | 01.01.2009 | ||
| Ende Leistungszeitraum | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2011 | ||
| Anspruchstag | 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2015 | 31.03.2014 | 31.03.2013 | 31.03.2012 | ||
| Ende der Behaltefrist | — | — | — | 31.03.2016 | 31.03.2015 | 31.03.2014 | ||
| Aktienerfordernis (Pläne 2012 bis 2014)/Erforderliches Eigeninvestment (Pläne 2009 bis 2011) | ||||||||
| Vorstandsvorsitzender | 200% vom | 200% vom | 200% vom | 100% vom | 100% vom | 100% vom | ||
| Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | |||
| grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | |||
| Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter | 175% vom | 175% vom | 175% vom | 85% vom | 85% vom | 85% vom | ||
| Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | |||
| grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | |||
| Vorstandsmitglieder | 150% vom | 150% vom | 150% vom | 70% vom | 70% vom | 70% vom | ||
| Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | Brutto | |||
| grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | |||
| Leitende Führungskräfte | EUR 15.000 | EUR 15.000 | EUR 15.000 | |||||
| oder 30.000 | oder 30.000 | oder 30.000 | ||||||
| oder 60.000 | oder 60.000 | oder 60.000 | ||||||
| oder 90.000 | oder 90.000 | oder 90.000 | ||||||
| 75% vom | 75% vom | 75% vom | oder | oder | oder | |||
| Brutto | Brutto | Brutto | 120.000 in | 120.000 in | 120.000 in | |||
| grundgehalt | grundgehalt | grundgehalt | Aktien | Aktien | Aktien | |||
| Potentials | EUR 15.000 | |||||||
| n.a. | n.a. | n.a. | in Aktien | |||||
| Eigeninvestment | ||||||||
| Mitglieder des Vorstands | ||||||||
| Auli † | 20.096 | 20.096 | 20.096 | |||||
| — | — | — | Aktien | Aktien | Aktien | |||
| Davies | 46.070 | 46.070 | 32.855 | 25.614 | 20.096 | 20.096 | ||
| Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | |||
| Floren | 22.725 Aktien |
16.226 Aktien |
7.500 Aktien |
— | — | — | ||
| Huijskes | 28.095 Aktien |
21.298 Aktien |
12.136 Aktien |
12.136 Aktien |
12.136 Aktien |
— | ||
| Langanger | 20.096 | 20.096 | ||||||
| — | — | — | — | Aktien | Aktien | |||
| Leitner 1) | 28.207 | 27.406 | 16.060 | 12.993 | ||||
| Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | — | — | |||
| Roiss | 60.173 | 60.173 | 44.259 | 34.932 | 28.469 | 28.469 | ||
| Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | |||
| Ruttenstorfer | 38.278 | 38.278 | ||||||
| — | — | — | — | Aktien | Aktien | |||
| Vorstände gesamt | 185.270 | 171.173 | 112.810 | 105.771 | 139.171 | 127.035 | ||
| Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | |||
| Andere Führungskräfte gesamt | 263.809 | 271.434 | 278.497 | 299.449 | 240.390 | 202.412 | ||
| Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | |||
| Potentials | 9.460 | |||||||
| — | — | — | Aktien 2) | — | — | |||
| Eigeninvestment gesamt | 449.079 | 442.607 | 391.307 | 414.680 | 379.561 | 329.447 | ||
| Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | Aktien | |||
| Erwartete Bonusaktien zum | 485.342 | 496.183 | 255.135 | |||||
| 31. Dezember 2014 | Aktien | Aktien | Aktien | — | — | — | ||
| Maximale Bonusaktien zum | 831.655 | 805.105 | 916.311 | |||||
| 31. Dezember 2014 | Aktien | Aktien | Aktien | — | — | — | ||
| Beizulegender Zeitwert des Plans | ||||||||
| (TEUR) | 12.156 | 11.501 | 5.577 | — | — | — |
1) An den Plänen 2009 und 2010 nimmt Manfred Leitner als leitende Führungskraft mit 5.742 Aktien teil
2) Eigenanteil wird von OMV zur Verfügung gestellt
Strategic Incentive Plan (SIP)
2014 wurde der Strategic Incentive Plan (SIP) dem Vorstand, ausgewählten Führungskräften und ausgewählten E&P-Experten gewährt. Der SIP ist ein langfristig ausgerichtetes Vergütungsmodell, das einen kombinierten Fokus auf die Erreichung der Ziele der OMV Strategie "Profitables Wachstum" fördert. Dieser Plan basiert auf der Zuteilung virtueller Aktien, deren Gegenwert am Ende der Planlaufzeit in Abhängigkeit von der Erreichung definierter Leistungsziele bar ausbezahlt wird. Zudem ist die Erfüllung weiterer Bedingungen Voraussetzung für jegliche Auszahlung (Zuteilungszeitraum 2014-2018, Leistungszeitraum 2014-2021, Auszahlungszeitraum 2022-2024).
Jeder potenzielle Teilnehmer muss bei Planbeginn in einer Erklärung angeben, ob sie oder er am SIP teilnehmen will. Außerdem müssen teilnehmende Vorstandsmitglieder und teilnehmende Führungskräfte in einer Erklärung angeben, ob sie mit einem zusätzlichen Eigeninvestment teilnehmen wollen. Diese Erklärungen gelten für die gesamte Laufzeit des Plans.
Jeder Teilnehmer erhält von OMV zwischen 2014 und 2018 in bis zu fünf aufeinanderfolgenden jährlichen Tranchen eine Zuwendung ("OMV Grant") in Form virtueller Aktien, welche die Kursentwicklung der zugrundeliegenden OMV Aktien widerspiegeln (die "Phantomaktien"). Werden Investment-Aktien eingebracht, wird der OMV Grant von OMV durch eine komplementäre Zuwendung im Verhältnis 1:2 ergänzt (der "Complementary Grant"), d.h. jede Phantomaktie des OMV Grant wird gemäß des Complementary Grant durch zwei zusätzliche Phantomaktien ergänzt.
Zum 31. Dezember 2014 beträgt die maximale Anzahl der gewährten Phantomaktien 267.009 Stück, davon 43.210 Stück für den Vorstand.
Für zukünftige erwartete Kosten des Strategic Incentive Plans besteht zum Bilanzstichtag eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht, wobei eine Monte-Carlo-Simulation verwendet wird. Erwartete Dividenden wurden ebenfalls entsprechend der Mittelfristplanung der Gesellschaft einbezogen. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über den Beobachtungszeitraum verteilt. Die Rückstellung belief sich per 31. Dezember 2014 auf TEUR 943 (2013: EUR Null).
Matching Share Plan (MSP)
Der von der Hauptversammlung 2014 genehmigte Matching Share Plan für das Jahr 2014 ist ein integraler Teil der jährlichen Bonusvereinbarung und dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen Bonifikationen (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Bonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen Bonifikation durch den Vergütungsausschuss wird eine gleichwertige (netto nach Steuern) Bonifikation in Form von Aktien des Unternehmens gewährt werden, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind.
Vorstandsmitglieder können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits das vom LTIP 2012 bis 2014 vorgesehene Aktienerfordernis erreicht haben. Per 31. Dezember 2014 wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 1.433 ausgewiesen (2013: TEUR 1.718).
Aktienoptionspläne
Auf Basis der Beschlüsse der jeweiligen Hauptversammlungen wurden seitens der Gesellschaft für den Vorstand und für einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte des Konzerns von 2000 bis 2008 langfristige, erfolgsorientierte Entlohnungspläne aufgelegt. Danach werden dem angeführten Personenkreis unter der Voraussetzung eines Eigeninvestments Optionsrechte für den begünstigten Erwerb von OMV Aktien (bzw. Geldgegenwert) eingeräumt, sofern ein Anstieg im Aktienkurs von zumindest 15% erzielt wird (Planhürde Aktienkurs).
2014 und 2013 wurden keine Optionen von den Planteilnehmern ausgeübt. 524.820 Optionen aus dem Plan 2008 mit einem Ausübungspreis von EUR 47,55 werden am 31. August 2015 verfallen. Alle Optionen aus älteren Plänen sind bereits verfallen. 2014 verfielen 524.660 Optionen aus den Plänen 2007 und 2008. In Anbetracht der Planhürde von EUR 54,68 pro Aktie betrug der innere Wert der am 31. Dezember 2014 ausübbaren Optionen TEUR Null, da der Aktienkurs am Jahresende unter den Planhürden der Pläne lag. Der Marktwert der ausstehenden Optionen war TEUR Null. Die Rückstellung belief sich per 31. Dezember 2014 auf TEUR Null, die Nettoauflösung im Berichtsjahr auf TEUR 909.
Gesamtaufwand
2014 wurde ein Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 5.194 erfasst (2013: TEUR 21.847), davon TEUR 3.848 (2013: TEUR 1.522) für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente.
Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Bilanz
Im Berichtsjahr wurde die Gliederung des Sachanlagevermögens nach den gesetzlichen Mindestanforderungen vorgenommen. Die Entwicklung des Anlagevermögens 2014 ist im Anlagespiegel dargestellt.
1 Anlagevermögen
In der Bilanzposition Grundstücke ist ein Grundwert von TEUR 790 (2013: TEUR 790) enthalten.
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen liegen in folgendem Umfang vor:
| EUR 1.000 | ||
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Im nächsten Jahr | 377 | 442 |
| In den nächsten fünf Jahren | 1.005 | 1.441 |
Ausleihungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr belaufen sich auf insgesamt TEUR 730.010 (2013: TEUR 10). Die OMV Aktiengesellschaft gewährte im abgelaufenen Geschäftsjahr an folgende Gesellschaften Darlehen: An die OMV (Tunesien) Production GmbH TUSD 40.000 sowie an GAS CONNECT AUSTRIA GmbH TEUR 280.000. OMV Finance Services GmbH erhielt weitere TUSD 13.360. Pearl Petroleum Company Limited hat einen Kreditrahmen von TUSD 31.128, zum Bilanzstichtag waren davon TUSD 23.109 ausgenutzt.
2014 wurden an folgende Gesellschaften Großmutterzuschüsse gewährt: An die OMV (Yemen Block S 2) Exploration GmbH in Höhe von TEUR 150.000, an die OMV (WEST AFRICA) Exploration & Production GmbH in Höhe von TEUR 277.000, an die OMV Finance Services NOK GmbH in Höhe von TNOK 2.674.759 und an die OMV (Tunesien) Production GmbH in Höhe von TUSD 3.600. Zusätzlich wurde ein Urgroßmutterzuschuss an die OMV Bina Bawi GmbH in Höhe von TEUR 8.000 gewährt.
Im Berichtsjahr wurden an OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi Zahlungen aus Kapitalerhöhungen in Höhe von TTRY 344.250 geleistet, sowie Aktienkäufe von Minderheitsaktionären der OMV Petrol Ofisi A.Ş. über TTRY 53.730 getätigt. Weiters wurde von der OMV Deutschland GmbH eine Kapitalherabsetzung beschlossen, wodurch sich der Beteiligungsansatz in Höhe von TEUR 69.300 reduzierte.
2014 wurde die Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H. mit der GAS CONNECT AUSTRIA GmbH verschmolzen.
| EUR 1.000 | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||
| ≤1 Jahr | >1 Jahr | ≤1 Jahr | >1 Jahr | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | — | — | 72 | — |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 545.712 | — | 1.469.453 | — |
| [davon aus Lieferungen und Leistungen] | [4.145] | [—] | [2.428] | [—] |
| Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein | ||||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 35.726 | — | 40 | — |
| [davon aus Lieferungen und Leistungen] | [—] | [—] | [8] | [—] |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 26.897 | — | 40.247 | — |
| Gesamt | 608.335 | — | 1.509.812 | — |
Die Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert größtenteils aus der Begleichung der Forderungen gegenüber OMV Refining & Marketing GmbH in Höhe von TEUR 830.925. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten einen Kredit an die Trans Austria Gasleitung GmbH in Höhe von TEUR 35.689 (2013: TEUR 15.024). Die Trans Austria Gasleitung GmbH wird aufgrund einer Änderung in der Beteiligungsstruktur ab 2014 als Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen. Sonstige Forderungen beinhalten eine Forderung an das Finanzamt von TEUR 24.639 (2013: TEUR 24.157) an Körperschaftssteuervorauszahlungen. In den sonstigen Forderungen sind keine wesentlichen Erträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
3 Eigenkapital
Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 327.272.727 (2013: 327.272.727) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von EUR 327.272.727 (2013: EUR 327.272.727). Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Für das Geschäftsjahr 2014 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.
Der Vorstand war durch Beschluss der Hauptversammlung 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft um bis zu EUR 77.900.000 durch Ausgabe von maximal 77.900.000 Stückaktien bis zum 13. Mai 2014 zu erhöhen (genehmigtes Kapital). In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand auf Grundlage seiner Beschlüsse vom 16. Mai 2011 und 6. Juni 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft im Wege einer Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital von EUR 300.000.000 auf EUR 327.272.727 durch Ausgabe von 27.272.727 neuen Aktien erhöht. Infolge dieser Kapitalerhöhung war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 50.627.273 durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen.
Der Vorstand wurde im Hinblick auf das Auslaufen des von der Hauptversammlung am 13. Mai 2009 geschaffenen genehmigten Kapitals am 13. Mai 2014 durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2014 ermächtigt, bis einschließlich 14. Mai 2019 das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage einmal oder in mehreren Tranchen, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz, zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre gegebenenfalls (i) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen einschließlich Matching Share Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungs-Modellen auszuschließen, sowie mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.
Am 25. Mai 2011 wurde die Begebung einer Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750.000.000 erfolgreich abgeschlossen. Da die Rückzahlung des Hybridkapitals sowie die Zinszahlungen im alleinigen Verfügungsbereich des Konzerns liegen, werden die Erlöse aus der Hybridanleihe (abzüglich Emissionskosten) zur Gänze als Eigenkapital behandelt. Das Hybridkapital ist bis zum 26. April 2018 mit einem festen Zinssatz von 6,75% verzinst. Anschließend wird das Hybridkapital bis 26. April 2023 mit einem noch festzulegenden festen Reset-Zinssatz und danach mit einem variablen Zinssatz mit einem step-up von 100 Basispunkten verzinst. Das Hybridkapital hat keinen Endfälligkeitstag und kann seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die Gesellschaft hat das Recht, das Hybridkapital zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat OMV die Möglichkeit, die Hybridanleihe vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.
Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, bis einschließlich 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die eigenen Aktien können insbesondere (a) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungs-Modellen, (b) zur Bedienung von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, (c) als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und (d) zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck verwendet werden. Hierbei kann auch die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre ausgeschlossen werden, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.
Kapitalrücklagen wurden durch Zufuhr von Mitteln gebildet, welche aufgrund der Eigentümerstellung über das Grundkapital hinaus der OMV Aktiengesellschaft zugeflossen sind.
Für das Geschäftsjahr 2014 wird seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,25 (2013: EUR 1,25) je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung 2015 zu genehmigen ist. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2013 erfolgte im Mai 2014 und betrug TEUR 407.822 (2013: TEUR 391.481).
In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2011 (mit Ausnahme von 2010) wurde der Erwerb eigener Anteile genehmigt.
Die eigenen Anteile entwickelten sich in den Berichtsperioden wie folgt:
| Eigene Anteile | ||
|---|---|---|
| Anzahl der Aktien | Anschaffungswert in EUR 1.000 |
|
|---|---|---|
| Stand 1.1.2013 | 1.078.780 | 11.847 |
| Abgang | –40.376 | –443 |
| Stand 31.12.2013 | 1.038.404 | 11.404 |
| Abgang | –23.302 | –256 |
| Stand 31.12.2014 | 1.015.102 | 11.148 |
Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar:
Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile
| Anzahl der Aktien | Eigene Anteile | Im Umlauf befindliche | |
|---|---|---|---|
| Anteile | |||
| Stand 1.1.2013 | 327.272.727 | 1.078.780 | 326.193.947 |
| Bedienung von aktienbasierten Vergütungen | — | –40.376 | 40.376 |
| Stand 31.12.2013 | 327.272.727 | 1.038.404 | 326.234.323 |
| Bedienung von aktienbasierten Vergütungen | — | –23.302 | 23.302 |
| Stand 31.12.2014 | 327.272.727 | 1.015.102 | 326.257.625 |
Die unversteuerten Rücklagen betreffen Bewertungsreserven von unbebautem und bebautem Grund in Höhe von TEUR 431 (2013: TEUR 432).
4 Unversteuerte Rücklagen
5 Rückstellungen
Die Bildung des Sozialkapitals erfolgt nach den Vorschriften von IAS 19. Die Anwartschaften für wertgesicherte Pensionszusagen wurden in den Vorjahren an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen. Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten fünf Kalenderjahre abhängig.
Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Die Entwicklung der leistungsorientierten Pläne und Jubiläumsgeldrückstellung stellt sich wie folgt dar:
| EUR 1.000 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Pensionen | Abfertigung | 2014 Jubiläums geld |
Pensionen | Abfertigung | 2013 Jubiläums geld |
|
| Barwert der über einen Fonds finanzierten Verpflichtung |
37.960 | — | — | 36.587 | — | — |
| Marktwert des Planvermögens | –31.427 | — | — | –29.468 | — | — |
| Nicht erfasster versicherungs | ||||||
| mathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) | –2.291 | — | — | –3.438 | — | — |
| Rückstellung der über einen Fonds finanzierten Verpflichtung |
4.242 | — | — | 3.681 | — | — |
| Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtung |
— | 7.416 | 1.616 | — | 10.746 | 1.589 |
| Nicht erfasster versicherungs mathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) |
— | 591 | — | — | 888 | — |
| Rückstellung der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtung |
— | 8.007 | 1.616 | — | 11.634 | 1.589 |
| Rückstellung zum 1.1. | 3.681 | 11.634 | 1.589 | 3.333 | 11.128 | 1.749 |
| Periodenaufwand | 2.796 | 34 | 177 | 3.633 | 1.700 | 127 |
| Fondsdotierung | –2.235 | — | — | –3.285 | — | — |
| Auszahlungen | — | –3.475 | –131 | — | –800 | –121 |
| Konzernübertrag | — | –186 | –19 | — | –394 | –166 |
| Rückstellung zum 31.12. | 4.242 | 8.007 | 1.616 | 3.681 | 11.634 | 1.589 |
| Zinsaufwand | 615 | 407 | 73 | 502 | 446 | 76 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 299 | 404 | 100 | 305 | 458 | 99 |
| Erwartete Erträge aus dem Planvermögen |
— | — | — | — | — | — |
| Realisierung versicherungs | ||||||
| mathematischer Verlust (+)/Gewinn (–) | 1.882 | –777 | 4 | 2.826 | 796 | –48 |
| Periodenaufwand | 2.796 | 34 | 177 | 3.633 | 1.700 | 127 |
Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31. Dezember:
| Pensionspläne | 2014 Abfertigungen, Jubiläen |
Pensionspläne | 2013 Abfertigungen, Jubiläen |
|
|---|---|---|---|---|
| Kapitalmarktzinssatz | 4,60% | 4,60% | 4,90% | 4,90% |
| Gehaltstrend | 3,25% | 3,25% | 3,50% | 3,50% |
| Pensionstrend | 1,80% | — | 2,00% | — |
| Langfristige Planvermögensrendite | 3,00% | — | 3,75% | — |
Für die Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008 P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden altersspezifisch bzw. abhängig vom Dienstalter geschätzt. Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach dem frühestmöglichen Pensionsantrittsalter gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des ASVG in geltender Fassung.
Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember
| VRG IV | 2014 VRG VI |
VRG IV | 2013 VRG VI |
|
|---|---|---|---|---|
| Vermögenskategorien | ||||
| Anteilswertpapiere | 26,04% | 9,45% | 26,71% | 14,23% |
| Schuldverschreibungen | 59,98% | 33,74% | 53,12% | 10,42% |
| Cash und Geldmarktveranlagungen | 11,66% | 56,81% | 16,79% | 75,35% |
| Sonstige | 2,32% | — | 3,38% | — |
| Summe | 100,00% | 100,00% | 100,00% | 100,00% |
Ziele der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allocation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten.
Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppe VRG IV ist in internationale Aktien- und Anleihenfonds, alternative Veranlagungsstrategien (Absolute Return Strategien, Immobilien und Private Equity) sowie Anlagen auf dem Geldmarkt investiert. Im Zuge einer Risikodiversifizierung wurde bei der Auswahl der Asset Manager auf deren unterschiedliche Managementstile und Investmentansätze Bedacht genommen. Das langfristige Investitionsziel der VRG IV ist es, die Benchmark (20% globale Aktien, 45% globale Anleihe und 35% Absolute Return / Geldmarktinstrumente, ab 2015 20% globale Aktien, 65% globale Anleihe, 5% Cash, 5% Alternatives, 5% Immobilien) zu übertreffen und ihre bestehenden und künftigen Zahlungen zu decken. Das Vermögen der VRG IV ist gemäß § 25 des österreichischen Pensionskassengesetzes so veranlagt, dass die Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität des der VRG IV zugeordneten Vermögens insgesamt gewährleistet ist. Eine zur Benchmark abweichenden Asset Allokation oder regionale Allokation ist erlaubt, wenn dies nach Beurteilung der APK durch die aktuellen Bewertungen oder zukünftigen erwarteten Renditen begründet ist. Für alle Asset Klassen können Investmentvehikeln, die nach einem aktiven Ansatz verwaltet werden eingesetzt werden, wenn dies durch Markteigenschaften oder Kosten-/Nutzenerwägungen begründet werden kann. Der Großteil des Vermögens der VRG IV wird in liquiden aktiven Märkten investiert, für die eine Preisnotierung (Börse oder OTC) existiert. Vermögenswerte für die keine aktive Marktpreisnotierung vorhanden ist (z.B. bestimmte Immobilien und Absolute-Return-Strategien), können auf
vorsichtigem Niveau gehalten werden, wenn das Rendite-/Risikoprofil solcher Vermögenswerte als günstig erachtet wird. Das Risiko wird aktiv gesteuert, und es wird allgemein erwartet, dass die Volatilität und vor allem das Downsiderisiko niedriger sein werden als jenes der Benchmark.
Die Investitionspolitik für die Veranlagung des Vermögens der VRG VI erfolgt nach einem Modellansatz, der auf Value-at-Risk Berechnungen basiert. Bei diesem Investmentprozess wird risikoabhängig in globale Aktienmärkte, europäische Anleiheninstrumente und Geldmarktveranlagungen mit geringerem Risiko investiert, wobei die taktische Allokation sehr flexibel und modellgetrieben erfolgt und eine definierte Wertuntergrenze zu einem bestimmten Stichtag nicht unterschritten werden soll. Gleichzeitig soll aber auch die Chance auf eine Teilnahme an einer positiven Entwicklung des Aktienmarkts teilweise gewahrt bleiben. Das langfristige Anlageziel der VRG VI ist es stabile, berechenbare Renditen zu erwirtschaften, um die bestehenden und künftigen Auszahlungen aus dem Plan bestmöglich zu decken. Um die Effektivität der Portfolioverwaltung zu erleichtern, wird das Portfolio mit einer Futures Overlay Strategie aufgebaut. Das Basisportfolio besteht aus kurzfristigen Staatsanleihen. Für sämtliche Vermögenskategorien der VRG VI sind aktive Marktpreise vorhanden.
Aufgrund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRGs positive und negative Abweichungen zu der Planvermögensrendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG IV lag 2014 mit 6,75% knapp unter der Planvermögensrendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG VI betrug 3,72%.
Im Jahr 2015 sind für leistungsorientierte Pläne Zahlungen für das Jahr 2014 im Ausmaß von TEUR 12.900 an die APK-Pensionskasse AG geplant.
Die sonstigen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
| EUR 1.000 | ||
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Personalrückstellungen | 26.788 | 37.307 |
| Übrige Rückstellungen | 16.568 | 19.442 |
| Gesamt | 43.356 | 56.749 |
Die Personalrückstellungen enthalten eine Rückstellung für den Long Term Incentive Plan in Höhe von TEUR 11.324 (2013: TEUR 19.495), für einen bestehenden Aktienoptionsplan TEUR Null (2013: TEUR 909), sowie dem Strategic Incentive Plan in Höhe von TEUR 943. In den übrigen Rückstellungen ist die mögliche Inanspruchnahme einer Rückversicherung in Höhe von TEUR 15.155 (2013: TEUR 18.345) ausgewiesen.
Aufgrund des Ausweises einer Körperschaftsteuerrückstellung für die Nachversteuerung von Verlusten von ausländischen Gruppenmitgliedern auf Gruppenträger-Ebene, wurde im Geschäftsjahr eine Rückstellung in Höhe von TEUR 50.801 (2013: TEUR 67.029) ausgewiesen. Weiters wurde im Geschäftsjahr eine Rückstellung für zukünftige Steuerumlageverpflichtungen aus der Überrechnung der Verluste von inländischen Gruppenmitgliedern in Höhe von TEUR 82.510 dotiert (2013: TEUR Null).
| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| ≤1 Jahr | >1 Jahr | ≤1 Jahr | >1 Jahr | |
| Anleihen | — | 4.750.000 | 701.730 | 4.000.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 330.954 | 112.446 | 12.392 | — |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.920 | — | 9.839 | — |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.416.736 | — | 1.227.798 | 274.942 |
| [davon aus Lieferungen und Leistungen] | [1.586] | [—] | [1.225] | [—] |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, | ||||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1 | — | — | — |
| [davon aus Lieferungen und Leistungen] | [—] | [—] | [—] | [—] |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 234.195 | 7.886 | 299.753 | 8.637 |
| [davon aus Steuern] | [150.173] | [—] | [184.955] | [—] |
| [davon im Rahmen der sozialen Sicherheit] | [832] | [—] | [767] | [—] |
| Gesamt | 1.993.806 | 4.870.332 | 2.251.512 | 4.283.579 |
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem Personallösungskosten in Höhe von TEUR 9.546 (2013: TEUR 10.432) und Zinsen für Anleihen in Höhe von TEUR 79.308 (2013: TEUR 111.100) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Aufwendungen 2014, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden. Die wesentlichen Beträge umfassen Zinsen für Anleihen in Höhe von TEUR 79.308 (2013: TEUR 111.100).
Im Geschäftsjahr wurde eine Anleihe in Höhe von TEUR 750.000 begeben.
In den Verbindlichkeiten größer als ein Jahr sind folgende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten: eine Verbindlichkeit aus Anleihen über TEUR 3.250.000 (2013: TEUR 3.750.000), sowie Kreditverbindlichkeiten über TUSD 16.000 (2013: TUSD Null).
Haftungsverhältnisse liegen in folgendem Umfang vor:
| EUR 1.000 | ||
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Garantien | 1.504.775 | 1.445.875 |
| [davon für verbundene Unternehmen] | [1.504.621] | [1.443.622] |
Die Veränderung der Haftungsverhältnisse resultiert im Wesentlichen aus der Begebung einer Garantie für OMV OF LIBYA LIMITED in Höhe von TUSD 40.500, einer Erhöhung der Garantie für OMV (NORGE) AS um TNOK 683.000, sowie der Reduzierung der gegebenen Garantien an die OMV Trading GmbH, an die OMV Exploration & Production GmbH sowie an OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş. um TEUR 54.455.
Für die Emission der USD-Anleihe in OMV (U.K.) Limited in Höhe von TUSD 138.000 (TEUR 113.664) haftet die OMV Aktiengesellschaft für deren Rückzahlung.
Nicht in der Bilanz und unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Die OMV Aktiengesellschaft hat sich gegenüber der OMV Clearing und Treasury GmbH, die das Konzern-Clearing betreibt, verpflichtet, deren Liquidität für die Dauer der Konzernzugehörigkeit aufrechtzuerhalten.
Für einige Explorations-, Produktions- und Vertriebsgesellschaften bestehen seitens der OMV Aktiengesellschaft Garantien und Patronatserklärungen für die Einhaltung von Konzessionen, Lizenzen und von verschiedenen Verträgen, die in ihrer Höhe unbestimmt sind.
Die OMV Aktiengesellschaft haftet für die Auszahlung der im Rahmen von Schuldbeitritten von den Konzernunternehmen übernommenen Pensionsansprüche, Nachschussverpflichtungen für an überbetriebliche Pensionskassen übertragene Ansprüche und Überbrückungszahlungen für Personallösungen.
7 Haftungsverhältnisse gemäß § 199 und sonstige Verpflichtungen gemäß § 237 UGB
EUR 1.000
6 Verbindlichkeiten
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
| EUR 1.000 | |||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | ||
| Inland | 123.918 | 123.973 | |
| Ausland | 8.175 | 7.823 | |
| Gesamt | 132.093 | 131.796 | |
| Da die OMV Aktiengesellschaft seit 1. Jänner 2011 zusätzlich operative Aufgaben wahrnimmt, bestehen die Um satzerlöse aus den an die Konzerngesellschaften verrechneten Konzernumlagen sowie Umsatzerlöse für die inner halb von Konzerngesellschaften wahrgenommenen operativen Aufgaben. |
|||
| 9 Sonstige | EUR 1.000 | ||
| betriebliche Erträge | 2014 | 2013 | |
| Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen | 28 | 3 | |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 6.552 | 3.924 | |
| Übrige | 1.025 | 3.387 | |
| Gesamt | 7.605 | 7.314 | |
| 10 Aufwendungen | |||
| für Material und | |||
| sonstige bezogene | EUR 1.000 | ||
| 2014 | 2013 | ||
| Leistungen | Materialaufwand | 228 | 303 |
| Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen | 12.760 | 14.859 | |
| Gesamt Die Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen setzen sich hauptsächlich aus Fremdleistungen für laufende Tätigkeiten zusammen. |
12.988 | 15.162 | |
| 11 Personalaufwand | EUR 1.000 | ||
| 2014 | 2013 | ||
| Gehälter | 63.136 | 68.634 | |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie | |||
| vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | 10.644 | 9.483 | |
| Sonstige Sozialaufwendungen Gesamt |
205 73.985 |
373 78.490 |
| EUR 1.000 | 12 Aufwendungen | ||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | für Abfertigungen und Leistungen an |
|
| Aufwendungen für Abfertigungen | — | 1.254 | betriebliche |
| Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | 623 | 542 | Mitarbeiter |
| Beitragsorientierter Personalaufwand | 3.296 | 2.729 | vorsorgekassen |
| Leistungsorientierter Personalaufwand | 2.983 | 5.984 | sowie |
| Gesamt | 6.902 | 10.509 | Altersversorgung |
In der Position Leistungsorientierter Personalaufwand sind auch Vorsorgen für Personallösungen in Höhe von TEUR 569 (2013: TEUR 2.588) enthalten.
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung bzw. die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen verteilen sich folgendermaßen:
| EUR 1.000 | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||
| Abfertigungen | Pensionen | Abfertigungen | Pensionen | |
| Vorstände | 165 | 973 | 187 | 713 |
| Leitende Angestellte | 167 | 802 | 190 | 640 |
| Andere Arbeitnehmer | 695 | 2.622 | 623 | 4.534 |
| Versicherungsmathematischer Verlust (+)/Gewinn (–) | –777 | 1.882 | 796 | 2.826 |
| EUR 1.000 | ||
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Steuern, soweit sie nicht unter Z 16 (Steuern vom Einkommen und Ertrag) fallen | 1.174 | 893 |
| Übrige | 80.845 | 82.181 |
| Gesamt | 82.019 | 83.074 |
In der Position Steuern sind zum Großteil Gebühren für die Finanzmarktaufsicht enthalten. Im übrigen Aufwand sind unter anderem enthalten: Versicherungsaufwand, Rechts- und Beratungskosten TEUR 21.053 (2013: TEUR 19.391), Werbeaufwand TEUR 16.635 (2013: TEUR 14.962), bezogene Serviceleistungen TEUR 23.644 (2013: TEUR 22.625).
13 Sonstige betriebliche Aufwendungen
14 Erträge und Aufwendungen im Finanzergebnis
15 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Von den Beteiligungserträgen in Höhe von TEUR 437.612 (2013: TEUR 423.593) resultieren TEUR 18.813 (2013: TEUR 15.620) aus Gewinngemeinschaften, aus verbundenen Unternehmen TEUR 413.374 (2013: TEUR 405.677) und TEUR 5.425 (2013: TEUR 2.296) aus sonstigen Beteiligungserträgen. Ergebnisabführungsverträge zum 31. Dezember 2014 liegen für folgende Gesellschaften vor: OMV Solutions GmbH, OMV Refining & Marketing GmbH, OMV Insurance Broker GmbH und OMV Gas & Power GmbH. In der Position Erträge aus Finanzanlagen sind Zuschreibungen von Ausleihungen in der Höhe von TEUR 6.444 (2013: TEUR Null) enthalten. In der Position Aufwendungen aus Finanzanlagen sind Aufwendungen aus Gewinngemeinschaften von TEUR 67.397 (2013: 102.848) sowie außerplanmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit der OMV Petrol Ofisi A.Ş. aufgrund des schwierigen Marktumfelds in Höhe von TEUR 1.067.565 (2013: TEUR Null) enthalten. Im Geschäftsjahr gab es keine Abschreibung von Ausleihungen (2013: TEUR 5.702).
| EUR 1.000 | ||
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Laufende Steuern | 85.729 | –52.376 |
| Latente Steuern | 23.001 | 4.828 |
| Gesamt | 108.730 | –47.548 |
Die laufende Steuer setzt sich zusammen aus einem Ertrag aus Vorjahren in Höhe von TEUR 22.381 (2013: TEUR 9.202) sowie aus dem Körperschaftsteueraufwand des Gruppenträgers in Höhe von TEUR 108.110 (2013: Körperschaftsteuerertrag TEUR 43.174) aufgrund der Gruppenbildung gemäß § 9 KStG nach den verrechneten Steuerumlagen. Aufgrund der Veränderung der Körperschaftsteuerrückstellung für die Nachversteuerung von Verlusten von ausländischen Gruppenmitgliedern ist im laufenden Körperschaftsteueraufwand ein Körperschaftsteuerertrag von TEUR 16.227 (2013: Körperschaftsteueraufwand von TEUR 32.781) enthalten. Aufgrund der Bildung einer Körperschaftsteuerrückstellung für zukünftige Steuerverpflichtungen aus der Überrechnung der Verluste von inländischen Gruppenmitgliedern ist im Körperschaftsteueraufwand ein Aufwand von TEUR 82.510 (2013: TEUR Null) enthalten.
Der latente Steueraufwand beträgt TEUR 23.001 (2013: TEUR 4.828).
Ergänzende Angaben Ergänzende Angaben
Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.
16 Zinsmanagement und Derivate
Fallweise werden festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa umgewandelt. Zum Bilanzstichtag sind Zinsen in einem Nominale von USD 50 Mio geswapt. Durch den Zinsswap werden feste Zinssätze in variable Zinssätze gedreht. Die Zinsdifferenz zwischen Swap und Kredit wird als Korrektur des Zinsaufwands verbucht.
| EUR 1.000 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |||||
| Nominale in TEUR |
Beizulegen der Zeitwert |
Bilanzansatz | Nominale in TEUR |
Beizulegen der Zeitwert |
Bilanzansatz | |
| Interest rate Swap (USD) | 41.183 | 901 | — | 36.256 | 2.504 | — |
| FX Swap EUR-CZK | 12.681 | –62 | –62 | 37.821 | 98 | — |
| FX Swap EUR-AUD | 31.632 | –717 | –762 | 24.822 | –315 | –315 |
| FX Swap EUR-NOK | 20.156 | 180 | — | — | — | — |
| FX Swap EUR-HUF | — | — | — | 22.869 | –18 | –18 |
Der beizulegende Zeitwert (Tageswert) der derivativen Finanzinstrumente spiegelt den geschätzten Betrag wider, den OMV zahlen oder erhalten müsste, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Für die Schätzung der Tageswerte von Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag werden Preisanbote von Banken oder entsprechende Preismodelle verwendet. Bei diesen Modellen werden die zum Bilanzstichtag geltenden Terminpreise und Wechselkurse sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung herangezogen. Der Bilanzansatz erfolgt unter den sonstigen Rückstellungen.
Die Gesellschaft sichert bei Bedarf entsprechende Fremdwährungsrisiken für die Gesellschaft sowie für Konzerngesellschaften ab. OMV Aktiengesellschaft hat Derivate mit Banken abgeschlossen und diese an Konzerngesellschaften weitergegeben.
17 Organe, Arbeitnehmer, Related Parties
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:
2014 2013 Angestellte 442 405 Gesamt 442 405
Die Vorstandsbezüge der OMV Aktiengesellschaft verteilen sich wie folgt:
| Vorstandsbezüge | EUR 1.000 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | Davies | Floren | Huijskes | Leitner | Roiss | Gesamt |
| Fixe Bezüge für 2014 | 841 1) | 600 | 713 | 579 | 913 2) | 3.645 |
| Variable Bezüge 3) | 533 | 506 | 478 | 381 | 610 | 2.508 |
| Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung) und Aufwandsersatz |
10 | 6 | 10 | 9 | 10 | 45 |
| Summe (exkl. Pensionskassenbeiträge, Urlaubsabfindungen und Bezüge anlässlich der Beendigung des Dienstverhältnisses) |
1.385 | 1.112 | 1.202 | 969 | 1.532 | 6.199 |
| Anzahl der Aktien aus den Matching Share Plan 4) |
15.166 5) | 12.999 | 13.595 | 10.833 5) | 17.332 5) | 69.925 |
| Anzahl der Aktien aus dem Long Term Incentive Plan 2011 |
15.192 5) | – | 8.937 5) | 8.937 5) | 20.429 5) | 53.495 |
1) Davon wurden TEUR 248 gemäß dem Anstellungsvertrag mit OMV Exploration & Production GmbH ausbezahlt
2) Davon wurden TEUR 300 gemäß dem Anstellungsvertrag mit OMV Solutions GmbH ausbezahlt
3) Die variablen Bezüge betreffen Zahlungen für die Zielerreichung 2013
4) Teil der variablen Bezüge des Vorstands. Erstmalig 2013 ausbezahlt 5) (Teilweise) in bar ausgezahlt
| Vorstandsbezüge | EUR 1.000 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | Davies | Floren | Huijskes | Leitner | Roiss | Gesamt |
| Fixe Bezüge für 2013 | 744 | 600 | 631 | 500 | 800 | 3.275 |
| Variable Bezüge 1) | 690 | – | 517 | 493 | 788 | 2.488 |
| Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung) | ||||||
| und Aufwandsersatz | 10 | 4 | 9 | 8 | 9 | 40 |
| Summe (exkl. Pensionskassenbeiträge, Urlaubsabfindungen und Bezüge anlässlich der Beendigung des |
||||||
| Dienstverhältnisses) | 1.443 | 604 | 1.157 | 1.001 | 1.597 | 5.802 |
| Anzahl der Aktien aus den Matching Share Plan 2) |
24.433 3) | 17.452 | 18.324 | 17.452 | 27.923 3) | 105.584 |
| Anzahl der Aktien aus dem Long Term | ||||||
| Incentive Plan 2010 | 17.472 3) | – | 14.560 3) | 5.240 | 25.484 3) | 62.756 |
1) Die variablen Bezüge betreffen Zahlungen für die Zielerreichung 2012, Barauszahlung für Hans-Peter Floren erfolgte bereits 2012 2) Teil der variablen Bezüge des Vorstands. Erstmalig 2013 ausbezahlt 3) (Teilweise) in bar ausgezahlt
Die gesamten Vorstandsbezüge inklusive Pensionskassenbeiträge, Urlaubsabfindungen und Bezüge anlässlich der Beendigung des Dienstverhältnisses betrugen 2014 TEUR 11.688 (2013: TEUR 7.452) (exkl. Matching Share Plan und Long Term Incentive Plan).
Daneben sind die Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. Auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter sind Begünstigte dieser Versicherungen, und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.
Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands sowie ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 1.166 (2013: TEUR 3.639).
An Aufsichtsratvergütungen wurden 2014 TEUR 398 aufgewendet (2013: TEUR 394).
Die OMV Aktiengesellschaft ist das Mutterunternehmen des OMV Konzerns und nimmt als solches eine Holdingfunktion ein. Weiters erbringt die OMV Aktiengesellschaft für die restlichen Konzerngesellschaften Finanzierungssowie Konzernsteuerungsdienstleistungen.
Alle Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.
Bezüglich der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer verweisen wir auf den Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft.
Der verteilungsfähige Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2014 wurde mit TEUR 493.790 (2013: TEUR 421.924) ermittelt.
Für das Geschäftsjahr 2014 wird seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,25 (2013: EUR 1,25) je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung zu genehmigen ist. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2013 erfolgte im Mai 2014 und betrug TEUR 407.822 (2013: TEUR 391.481).
18 Vorschlag zur Gewinnverteilung
Entwicklung der unversteuerten Rücklagen Entwicklung der unversteuerten Rücklagen
| EUR 1.000 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2014 |
Verbrauch | Übertragung | Stand 31.12.2014 |
|
| Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen | ||||
| Sachanlagen | ||||
| Grundstücke | 432 | 1 | — | 431 |
| Gesamt | 432 | 1 | — | 431 |
Direkte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20% Direkte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20%
| in angegebener Währung 1.000 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Anteil am Kapital in % |
Währung | Eigenkapital 31.12.2014 |
Jahresüber schuss/ Jahresfehl betrag 2014 |
|
| Inland | ||||
| OMV Exploration & Production GmbH, Wien 1) | 100,00 | EUR | 2.242.377 | 305.279 |
| OMV Gas & Power GmbH, Wien 1) | 100,00 | EUR | 181.802 | 13.322 |
| OMV Insurance Broker GmbH, Wien 1) | 100,00 | EUR | 45 | 13 |
| OMV Refining & Marketing GmbH, Wien 1) | 100,00 | EUR | 1.302.387 | –69.450 |
| OMV Solutions GmbH, Wien 1) | 100,00 | EUR | 3.209.882 | 5.323 |
| Ausland | ||||
| Amical Insurance Limited, Douglas | 100,00 | EUR | 63.160 | 11.958 |
| OMV AUSTRALIA PTY LTD, Sydney 1) | 100,00 | AUD | –107.890 | –4.233 |
| OMV FINANCE LIMITED, Douglas | 100,00 | EUR | 195 | –21 |
| OMV International Oil & Gas GmbH, Zug | 100,00 | EUR | 1.195 | 1.031 |
| OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi, Istanbul | 100,00 | TRY | 6.483.484 | 267.900 |
| OMV Petrol Ofisi A.Ş., Istanbul 2) | 43,39 | TRY | 1.387.696 | –148.302 |
| OMV PETROM SA, Bukarest | 51,01 | RON | 26.317.304 | 1.838.837 |
1) Gruppenmitglied gemäß § 9 KStG
2) 55,40% werden indirekt von OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi gehalten, insgesamt hält OMV 98,79%
Aufsichtsrat Aufsichtsrat
Rudolf Kemler Vorsitzender
Wolfgang C. Berndt Stv. Vorsitzender
Murtadha Al Hashmi Stv. Vorsitzender
Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti
Elif Bilgi Zapparoli
Helmut Draxler
Wolfram Littich
Roy A. Franklin (seit 14.Mai 2014)
Herbert Stepic
Herbert Werner
Norbert Zimmermann (bis 14.Mai 2014)
Vom Betriebsrat delegiert: Christine Asperger Wolfgang Baumann Herbert Lindner Alfred Redlich Martin Rossmann
Neben international erfahrenen Vorständen und Direktoren der Kernaktionäre setzt sich der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat aus hochqualifizierten unabhängigen Mitgliedern zusammen, wobei sich OMV bezüglich der Unabhängigkeit an den Empfehlungen der EU orientiert.
Präsidial- und Nominierungsausschuss:
Kemler (Vorsitzender), Berndt (Stellvertreter), Al Hashmi (Stellvertreter), Al Kuwaiti, Baumann, Rossmann
Prüfungsausschuss:
Kemler (Vorsitzender), Berndt (Stellvertreter), Al Hashmi (Stellvertreter), Draxler, Littich, Werner, Baumann, Lindner, Rossmann
Projektausschuss:
Kemler (Vorsitzender), Berndt (Stellvertreter), Al Hashmi (Stellvertreter), Al Kuwaiti, Littich, Zimmermann (bis 14. Mai 2014), Baumann, Franklin (seit 14. Mai 2014), Lindner, Rossmann
Vergütungsausschuss:
Kemler (Vorsitzender), Berndt (Stellvertreter), Al Hashmi (Stellvertreter), Draxler
Vorstand Vorstand
Wien, am 18. März 2015
Der Vorstand
Gerhard Roiss Vorsitzender
David C. Davies Vorsitzender-Stellvertreter
Jaap Huijskes Manfred Leitner
Anlagenspiegel gemäß § 226 Absatz 1 UGB Anlagenspiegel gemäß § 226 Absatz 1 UGB
| Stand 1.1.2014 |
Zugänge | |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Lizenzen | 3 | — |
| 3 | — | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke | 790 | — |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 986 | 253 |
| 1.776 | 253 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.415.891 | 898.415 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 2.039.705 | 322.066 |
| Beteiligungen | 26.634 | — |
| Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 165.136 | — |
| Sonstige Ausleihungen | 13.842 | 3.528 |
| 13.661.208 | 1.224.009 | |
| 13.662.987 | 1.224.262 |
| EUR 1.000 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Abgänge | Stand 31.12.2014 |
Abschrei bungen (kumuliert) |
Bilanzwert 31.12.2014 |
Bilanzwert 31.12.2013 |
Abschrei bungen |
Zuschrei bungen |
Außer planmäßige Abschreibung 2014 |
| 3 | — | — | — | 0 | 0 | — | — |
| 3 | — | — | — | 0 | 0 | — | — |
| — | 790 | — | 790 | 790 | — | — | — |
| 355 | 884 | 463 | 421 | 346 | 151 | — | — |
| 355 | 1.674 | 463 | 1.211 | 1.136 | 151 | — | — |
| 69.302 | 12.245.004 | 2.109.889 | 10.135.115 | 10.373.567 | — | — | 1.067.565 |
| — | 2.361.771 | — | 2.361.771 | 2.033.264 | — | 6.441 | — |
| 9 | 26.625 | — | 26.625 | 26.634 | — | — | — |
| 156.939 | 8.197 | 3.691 | 4.506 | 161.445 | — | — | — |
| 4.324 | 13.046 | 19 | 13.027 | 13.820 | — | 3 | — |
| 230.574 | 14.654.643 | 2.113.599 | 12.541.044 | 12.608.730 | — | — | — |
| 230.932 | 14.656.317 | 2.114.062 | 12.542.255 | 12.609.866 | 151 | 6.444 | 1.067.565 |
Abkürzungen und Definitionen Abkürzungen und Definitionen
Ausschüttungsgrad %-Verhältnis der Dividende je Aktie zum Ergebnis je Aktie bbl, bbl/d Barrel (Fass zu circa 159 Liter), bbl pro Tag bcf, cf Milliarde Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F) BIP Bruttoinlandsprodukt boe, boe/d Barrel Öläquivalent, boe pro Tag CCS Current Cost of Supply; zu aktuellen Beschaffungskosten E&P Exploration und Produktion EBIT Earnings Before Interest and Taxes; Betriebserfolg EBITD Earnings Before Interest, Taxes and Depreciation; Betriebserfolg vor planmäßigen Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen zum Anlagevermögen EGT Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen Eigenkapitalquote %-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital Eingesetztes Kapital Eigenkapital inklusive Anteile anderer Gesellschafter zuzüglich Nettoverschuldung EPSA Exploration and Production Sharing Agreement; Explorations- und Produktionsteilungsvertrag Ergebnis je Aktie Den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Aktienanzahl EU Europäische Union EUR Euro FX Fremdwährungs-Wechselkurs G&P Gas und Power H1, H2 Erstes, zweites Halbjahr HSSE Health, Safety, Security and Environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz HV
Hauptversammlung IASs International Accounting Standards
IFRSs
International Financial Reporting Standards Jahresüberschuss Nettogewinn nach Zinsen, außerordentlichem Ergebnis und Steuern Kb&S Konzernbereich und Sonstiges kbbl, kbbl/d Tausend Barrel, tausend bbl pro Tag kboe, kboe/d Tausend Barrel Öläquivalent, tausend boe pro Tag km2 Quadratkilometer KPI Key Performance Indicator; Leistungskennzahl, Schlüsselindikator LNG Liquefied Natural Gas; Flüssigerdgas LTIR Lost-Time Injury Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall pro 1 Mio Arbeitsstunden m3 Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F) Mio Million, Millionen Mrd Milliarde, Milliarden MW Megawatt MWh Megawatt Stunde n.a. Not available; Wert nicht verfügbar n.m. Not meaningful; Wert nicht aussagefähig Nettoverschuldung Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inklusive Anleihen und Finanzierungsleasing abzüglich liquider Mittel NGL Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt NOK Norwegische Krone NOPAT Net Operating Profit After Tax; EGT nach Steuern zuzüglich Zinsergebnis auf Finanzverbindlichkeiten, +/– Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, +/– Steuereffekte aus Anpassungen OECD Organisation for Economic Cooperation and Development; Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OPEX
Operating Expenditures; Produktionskosten; Material- und Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben
öCGK Österreichischer Corporate Governance Kodex PJ Petajoule, 1 PJ entspricht ca. 278 Mio Kilowattstunden ppm Parts per million; Teile von einer Million PRT, PRRT Petroleum Revenue Tax, Petroleum Resource Rent Tax; diese Steuer gibt es in Großbritannien sowie Australien Q1, Q2, Q3, Q4 Erstes, zweites, drittes, viertes Quartal R&M Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie ROACE Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital ROE Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss/ -fehlbetrag zu durchschnittlichem Eigenkapital ROFA Return On Fixed Assets; %-Verhältnis EBIT zu durchschnittlichem immateriellen und Sachanlagevermögen RON Neuer Rumänischer Leu RRR Reserve Replacement Rate; Reserven-Ersatzrate; Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion dividiert durch Gesamtproduktion t, toe Tonne, Tonne Öläquivalent TEUR Tausend Euro TRIR Total Recordable Injury Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen TRY Türkische Lira TSR Total Shareholder Return; Aktienrendite TUSD Tausend US Dollar TWh Terawatt Stunde UGB Österreichisches Unternehmensgesetzbuch Umsatzerlöse Umsatzerlöse exkl. Mineralölsteuer USD US Dollar Verschuldungsgrad Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital
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Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, am 18. März 2015
Gerhard Roiss
Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor
Jaap Huijskes
Mitglied des Vorstands, Upstream
David C. Davies
Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter, Finanzen
Manfred Leitner
Mitglied des Vorstands, Downstream
OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8 1020 Wien Österreich Tel +43 1 40440-0 www.omv.com www.omv.com/socialmedia