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OMV AG Annual Report 2013

Apr 2, 2014

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2013

OMV Aktiengesellschaft

Jahresfinanzbericht 2013 – Inhaltsverzeichnis Jahresfinanzbericht 2013 – Inhaltsverzeichnis

Teil 1: Konzerngeschäftsbericht – beinhaltet:

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden 04
Bericht des Aufsichtsrats 18
Corporate Governance Bericht 20
Konzernlagebericht 52
Konzernabschluss 69
Konzernanhang 77

Teil 2: Einzelabschluss der OMV Aktiengesellschaft – beinhaltet:

Bericht des Aufsichtsrats 172
Corporate Governance Bericht 174
Lagebericht OMV Aktiengesellschaft 186
Bestätigungsvermerk 191
Jahresabschluss OMV Aktiengesellschaft 192
Anhang 195

Teil 3: Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG 225

OMV Aktiengesellschaft

Inhalt

Auf einen Blick

  • Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
  • Highlights 2013

Unternehmen

  • Ziele und Strategie des OMV Konzerns
  • Nachhaltigkeit
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • Corporate Governance Bericht
  • Value Management
  • OMV Aktie und Anleihen
  • Wirtschaftliches Umfeld

Geschäftsbereiche

  • Exploration und Produktion
  • Gas und Power
  • Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie
  • Konzernlagebericht (inkl. Ausblick)

Konzernabschluss

  • Bestätigungsvermerk
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • Konzern-Cashflow-Rechnung

Konzernanhang

  • Grundlagen und Methoden
  • Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
  • Erläuterungen zur Bilanz
  • Ergänzende Angaben zur Finanzlage
  • Segmentberichterstattung
  • Sonstige Angaben
  • Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)
  • Abkürzungen und Definitionen
  • Fünf-Jahres-Übersicht

Kontakte Der OMV Konzern in Zahlen

Wachstum mit Weitblick

Auf einen Blick

EUR Mio 2013 2012 Δ
Umsatz 42.415 42.649 –1%
Betriebserfolg (EBIT) 2.717 3.104 –12%
Den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss 1.162 1.363 –15%
CCS EBIT vor Sondereffekten 1) 2.647 3.407 –22%
Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 1) 1.112 1.544 –28%
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 4.110 3.813 8%
Investitionen 5.226 2.426 115%
EUR
Ergebnis je Aktie 3,56 4,18 –15%
CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten 1) 3,41 4,73 –28%
Cashflow je Aktie 12,60 11,69 8%
Dividende je Aktie 1,25 2) 1,20 4%
%
Return On Average Capital Employed (ROACE) 11 11 3%
Return On Equity (ROE) 11 13 –10 %

1) Das CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) aus den Fuels-Raffinerien und Petrol Ofisi

2) Wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2014

1) Basierend auf einer Dividende in Höhe von EUR 1,25 je Aktie, wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2014

Exploration und Produktion

Gas und Power

Raffinerien und Marketing

Wachsender Upstream-Bereich

In Exploration und Produktion (E&P) wurde das Portfolio durch die größte Akquisition in der Geschichte von OMV gestärkt, die weitere Produktionsmengen bringen und zusätzliche Entwicklungs- und Explorationsmöglichkeiten eröffnen wird. Die Feldentwicklungen Mehar und Latif in Pakistan wurden in Produktion genommen. Die wichtigsten Wachstumsgebiete von E&P sind das Schwarze Meer, die Nordsee-Region und Sub-Sahara-Afrika.

Integriertes Gasgeschäft

Der Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) wird optimiert werden, um die wachsende Eigengasposition von OMV in und rund um Europa bestmöglich zu unterstützen. 2013 vereinbarte G&P Anpassungen der langfristigen Gaslieferverträge und vermarktete die ersten Nordsee-Gasmengen. In der Türkei nahm das Gaskraftwerk Samsun den kommerziellen Betrieb auf.

Restrukturierter Öl-Downstream-Bereich

Raffinerien und Marketing (R&M) trieb sein Veräußerungsprogramm durch den erfolgreichen Verkauf des Marketing-Geschäfts in Kroatien und durch die Unterzeichnung von Vereinbarungen zum Verkauf des 45%-Anteils am Raffinerieverbund Bayernoil und der Schmierstoff-Sparte voran. R&M verringerte das eingesetzte Kapital signifikant und generierte einen starken Cashflow für die Wachstumsstrategie von OMV in E&P.

Mit klaren Zielen zum Erfolg

Verbesserte Performance

Die Umsetzung des Programms zur Performance-Steigerung im gesamten OMV Konzern, "energize OMV", kommt gut voran. Bedeutende Erfolge waren 2013 eine Reduktion des Working Capitals um EUR 1.400 Mio und Maßnahmen zur Verbesserung der Kosten- und Margenstruktur, die ca. EUR 500 Mio zum EBIT beitrugen.

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Das Jahr der Transformation in einen auf Upstream fokussierten integrierten Konzern

Größte Akquisition in der Geschichte von OMV

2013 war für OMV ein entscheidendes Jahr. Ein Jahr, in dem wir unser Versprechen erfüllt haben, uns von einem auf Downstream fokussierten in einen auf Upstream fokussierten integrierten Ölund Gaskonzern umzuwandeln. Das Tempo, mit dem wir unsere Strategie "Profitables Wachstum" umgesetzt haben, wurde von den Kapitalmärkten gut aufgenommen – der Kurs der OMV Aktie erhöhte sich im Laufe des Jahres um 27%. Trotz des herausfordernden Umfelds mit Schwierigkeiten in Libyen und im Jemen, historisch niedrigen Raffineriemargen und schwachen Spotpreisen auf den Gasmärkten übertraf die OMV Aktie 2013 den Index der europäischen Öl- und Gasindustrie (FTSEurofirst Oil & Gas) um mehr als 20 Prozentpunkte. Was aber wichtiger ist: Wir haben das Fundament für eine stark profitable Zukunft gelegt. Eine Schlüsselkomponente ist die Investition von USD 2,65 Mrd, die uns signifikante Assets von Statoil in Norwegen und Großbritannien (westlich der Shetlandinseln) gesichert hat. Es handelt sich um die größte Akquisition in der Geschichte von OMV. Die Transaktion wurde großteils durch Veräußerungen und eine Reduktion des Working Capitals finanziert und bringt OMV auf Kurs, um unsere Ziele für Produktion und Reserven-Ersatzrate für 2016 zu erreichen.

Performance-Verbesserung und Nachhaltigkeit Die Investitionen in den profitablen Upstream-Bereich gingen Hand in Hand mit Downstream-Veräußerungen. Dies war von einer signifikanten Verbesserung des von Raffinerien und Marketing (R&M) erwirtschafteten Cashflows begleitet. Tatsächlich hat das Programm "energize OMV", das 2011 zur Steigerung der Performance und der Rentabilität gestartet wurde, in nur zwei Jahren durch eine Reduktion des Working Capitals und Asset-Verkäufe einen zusätzlichen Cashflow von mehr als EUR 2 Mrd generiert. Trotz höherer Investitionen in 2013 steht der Verschuldungsgrad von OMV in Einklang mit dem langfristigen Ziel von ≤30%, und wir konnten unser starkes Investment Grade Credit-Rating halten. Als internationaler Öl- und Gaskonzern können wir nur auf nachhaltige Weise wachsen, wenn wir die Auswirkungen unserer Aktivitäten auf Mensch und Umwelt berücksichtigen. Bei OMV ist dieser Zugang als "Resourcefulness" bekannt und umfasst derzeit 300 Initiativen in 25 Ländern. Diese reichen von der ersten Wasserstofftankstelle Österreichs bis zu einem Programm in Tunesien, mit dem arbeitslose Jugendliche zu hochqualifizierten Schweißern ausgebildet werden.

Upstream-Wachstum

Der Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) hat bei der Erweiterung seines ausgewogenen internationalen Portfolios signifikante Fortschritte erzielt und ist in den zwei Upstream-Wachstumsregionen Europas gut positioniert – der Nordsee-Region und dem Schwarzen Meer. Die Transaktion mit Statoil wird 2014 zusätzliche Produktionsmengen von bis zu 40 kboe/d bringen. Im Schwarzen Meer geht die Interpretation der Seismik-Daten nach dem massiven Gasfund im Neptun-Block vor der rumänischen Schwarzmeerküste planmäßig voran. Das Wachstum von E&P ist auch der Grund für eine Kampagne zur Einstellung von 1.600 Spezialisten und Absolventen technischer Universitäten bis 2016. Zur weiteren Stärkung des Explorationsportfolios hat OMV Beteiligungen in Madagaskar und Gabun erworben. Mit dem Eintritt in Sub-Sahara-Afrika hat E&P Zugang zu vielversprechenden Explorationsgebieten gewonnen und eine Basis für langfristiges Wachstum in der Region gelegt. Zusätzlich zu den neuen Akquisitionen gelangen E&P 2013 ein Ölfund in der Barentssee und ein Erdgas- und Kondensatfund in Pakistan, womit sich ein Trend der letzten Jahre bestätigte: Die Explorations-Erfolgsrate von OMV ist etwa

doppelt so hoch wie im Branchenschnitt. Per Ende des Jahres hatte OMV eine Projektpipeline mit einem Volumen von rund einer Milliarde Barrel Öläquivalent sichergestellt – eine Verdoppelung gegenüber 2011 – und befindet sich auf gutem Kurs, die Produktion bis 2016 auf ca. 400 kboe/d zu steigern.

Integriertes Gasgeschäft

Das Umfeld des Geschäftsbereichs Gas und Power (G&P) blieb 2013 problematisch. Das Ergebnis war durch ölpreisgebundene Gaspreise und ein Überangebot auf den Spotmärkten beeinflusst, während der Gas Logistik-Bereich unter einem herausfordernden Speichermarkt litt. Die Antwort von OMV auf dieses schwierige Umfeld heißt "integriertes Gasgeschäft". Die Integration der gesamten Wertschöpfungskette steigert den Wert von Gas aus Eigenförderung, indem sie uns ermöglicht, den Marktzugang zu managen und Gas an Handelspunkte zu liefern, Preise über Hub-Preise zu erzielen und die Preisvolatilität zu begrenzen. Die Akquisition der Nordsee-Assets wird sich auch auf G&P auswirken, da sie den Anteil von Gas aus Eigenförderung erhöhen. 2013 wurde auch der langfristige Gasbezugsvertrag mit Statoil neu verhandelt; mit Gazprom wurde eine Übergangslösung erreicht. G&P wird ein bedeutender Geschäftsbereich bleiben, da die Bedeutung von Erdgas als sauberster fossiler Brennstoff in Zukunft zunehmen wird.

Downstream-Optimierung

R&M bleibt weiter ein wichtiger Bestandteil der integrierten Wertschöpfungskette von OMV und erreichte 2013 einen Raffinerie-Auslastungsgrad von 92%. Zusammen mit einer starken Performance des Marketing-Geschäfts und Veräußerungsgewinnen führte das zu einer Ergebnissteigerung von 85%, trotz eines branchenweiten Rückgangs der Raffineriemargen. Der größte Schritt zur Realisierung des Ziels, bis Ende 2014 durch Veräußerungen bis zu EUR 1 Mrd zu generieren, gelang durch die Unterzeichnung des Verkaufs des 45%-Anteils am Raffinerieverbund Bayernoil. Die Bayernoil-Veräußerung markiert auch den Abschluss der geplanten Reduktion der Raffineriekapazität. Das Ergebnis ist eine Asset-Basis mit hervorragender Integration und somit einem starken Wettbewerbsvorteil. Gut voran

ging auch die Modernisierung der Raffinerie Petrobrazi, die eine optimale Verarbeitung des rumänischen Rohöls gewährleisten soll. Die Vorteile der Integration werden zunehmend sichtbar: Verbesserungen bei Angebot, Absatzsicherung, Flexibilität, Effizienz und Wertschöpfung. Ein anderer Schwerpunktbereich ist das Petrochemie-Geschäft, wo OMV eine Optimierung der petrochemischen Wertschöpfung plant.

Was kommt als nächstes?

Wenn 2011 das Jahr der Einleitung einer umfassenden strategischen Neuausrichtung war, dann war 2013 das Jahr, in dem wir unsere Versprechen erfüllt haben. Mit dem Schritt von Downstream zu Upstream durch unser erfolgreiches Optimierungsprogramm und signifikante Investitionen wurden die Weichen gestellt – nicht nur für 2014, sondern auf Jahre hinaus. In unserer Branche ist Voraussicht und bis zu einem gewissen Grad auch Geduld erforderlich. Es kann ein Jahrzehnt dauern, bis ein Öl- oder Gasfund von heute in Produktion geht. Die Kapitalmärkte haben anerkannt, dass OMV mit der Verdoppelung der Projektpipeline in nur zwei Jahren einen signifikanten Erfolg erzielt hat. OMV wird sich weiter auf die Stabilisierung der Produktion in Rumänien und Österreich konzentrieren, unser Programm "energize OMV" abschließen, die zuletzt erworbenen Assets in Norwegen und Großbritannien entwickeln und die Evaluierungstätigkeiten im Schwarzen Meer vorantreiben. Wir werden auch weiter die Zukunft mitgestalten, indem wir auf Bildung fokussieren – mit der Eröffnung der International Petroleum Academy an der Montanuniversität Leoben im Herbst 2014. Das Engagement unserer Mitarbeiter und das Vertrauen, das unsere Kunden und Investoren in uns setzen, hat unser Unternehmen vorangebracht, und ich freue mich darauf, diese spannende Reise gemeinsam mit Ihnen fortzusetzen.

Gerhard Roiss

Produktionssteigerung auf ca. 400 kboe/d bis 2016 auf gutem Kurs

Highlights 2013

August

Akquisition von Statoil-Assets in Norwegen und Großbritannien für USD 2,65 Mrd, um OMVs Upstream-Portfolio zu stärken

Oktober

OMV schließt Akquisition mit Statoil ab

September

Signifikanter Erdölfund der Explorationsbohrung Wisting in der Barentssee

Dezember

OMV kurbelt mit erfolgreichen Entwicklungen der Felder Mehar und Latif die Produktion von Erdgas in Pakistan an

OMV erreicht Übergangsvereinbarung mit Gazprom für den langfristigen Gasbezugsvertrag

OMV steigt bei Explorationsprojekten in Gabun ein und expandiert damit in Sub-Sahara-Afrika

Veräußerung des 45%- Anteils am Raffinerieverbund Bayernoil an Varo Energy B.V. unterzeichnet

Unternehmen

Ziele und Strategie des OMV Konzerns

OMV in 2013

OMV ist ein integriertes, internationales Öl- und Gasunternehmen mit Aktivitäten im Upstream- (Exploration und Produktion) und Downstream-Bereich (Gas und Power; Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie).

Der Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) von OMV verfügt über eine starke Basis in Rumänien und Österreich und erweitert kontinuierlich sein internationales Portfolio. OMV hatte zum Jahresende rund 1.131 Mio boe sichere Reserven und förderte 2013 täglich 288 kboe. Rund 70% der Produktion stammten aus Rumänien und Österreich, der Rest aus einem wachsenden internationalen Portfolio. Erdöl und Erdgas tragen jeweils rund 50% zur Produktion bei.

Der integrierte Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) von OMV ist entlang der gesamten Gaswertschöpfungskette tätig. Das Gasbezugsportfolio von G&P besteht aus Erdgas aus eigenen Produktionsstätten, das durch kontrahierte Volumina ergänzt wird. Über ein 2.000 km langes Gasleitungsnetz sowie eigene Gasspeicher mit einer Kapazität von 2,6 Mrd m³ wird das Gas zu den Märkten geliefert und über eigene Vertriebskanäle verkauft. Der Central European Gas Hub (CEGH)

hat sich als wichtige Gashandelsplattform auf den Gaskorridoren von Ost nach West etabliert und betreibt auch eine Gasbörse. Der Erdgasknotenpunkt in Baumgarten ist die größte Drehscheibe für Gas aus Russland in Mitteleuropa. OMV betreibt auch zwei Gaskraftwerke in Rumänien und der Türkei.

Der Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) betreibt drei Raffinerien: Schwechat (Österreich) und Burghausen (Süddeutschland), die beide über eine integrierte Petrochemie-Produktion verfügen, sowie die Raffinerie Petrobrazi (Rumänien). Eine Vereinbarung zum Verkauf des 45%-Anteils an Bayernoil wurde im Dezember 2013 unterzeichnet. OMV verfügt (exklusive Bayernoil) über eine Jahresgesamtkapazität von 17,4 Mio t (360.000 bbl/d). Das Tankstellennetz besteht aus rund 4.200 Tankstellen in 11 Ländern mit einem starken Markenportfolio. Zusammen mit einem hochqualitativen Non-Oil-Retail-Geschäft (VIVA) und einem effizienten Commercial-Geschäft ist OMV eines der führenden Unternehmen in ihren Märkten.

Mit einem Konzernumsatz von EUR 42,41 Mrd, 26.863 Mitarbeitern und einer Marktkapitalisierung zum Jahresende von EUR 11,35 Mrd ist die OMV Aktiengesellschaft das größte börsennotierte Industrieunternehmen in Österreich.

OMV ist das größte börsennotierte Industrieunternehmen Österreichs

OMV Strategie "Profitables Wachstum"

2013 war für OMV bei ihrer Transformation in ein auf Upstream fokussiertes Unternehmen ein entscheidendes Jahr.

OMV setzte erfolgreich strategische Schritte wie etwa die wesentliche Stärkung des Upstream-Projektportfolios durch den Abschluss der größten Akquisition in der Geschichte von OMV, die Positionierung für weiteres organisches Wachstum mittels Exploration (erfolgreiche Lizenzrunden, Ländereintritte in Sub-Sahara-Afrika), eine signifikante Reduktion des Working Capitals und weitere Downstream-Veräußerungen. Alle diese Schritte stehen mit der 2011 präsentierten Strategie "Profitables Wachstum" völlig in Einklang.

Die Asset-Basis hat sich weiter in Richtung Upstream verschoben – von 35% in 2010 auf 51% in 2013 – und diese Verlagerung wird sich fortsetzen, denn ca. 80% der Investitionsmittel werden bis 2016 in E&P gelenkt werden. Der Downstream-Bereich wird weiter optimiert und darauf ausgerichtet werden, die Upstream-Investitionen von OMV zu unterstützen. Die Optimierung von G&P spielt weiterhin eine Schlüsselrolle, um ein zukünftiges Wachstum der Eigengasproduktion zu ermöglichen. Nach den erfolgreichen Restrukturierungsmaßnahmen wird R&M weiter auf operative Leistungsfähigkeit und finanzielle Performance fokussieren.

Die Eckpfeiler der OMV Strategie auf einen Blick:

  • Wachsender Upstream-Bereich
  • Integriertes Gasgeschäft
  • Restrukturierter Öl-Downstream-Bereich
  • Performance-Verbesserung im gesamten OMV Konzern

Rund 80% der Investitionsmittel für E&P

Wachsender Upstream-Bereich

Projektpipeline stieg auf >1 Mrd boe

Der Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) wurde in der 2011 präsentierten Strategie als Wachstumstreiber festgelegt. OMV wird rund 80% der zukünftigen Investitionsmittel in E&P lenken, um die Performance kurzfristig zu steigern, die Produktion bis 2016 auf ca. 400 kboe/d zu erhöhen, eine Reserven-Ersatzrate von 100% im 3-Jahres-Schnitt zu erreichen und die Basis für ein nachhaltiges, langfristiges Wachstum zu legen. OMV hat in 2013 neuerlich die Fähigkeit und Entschlossenheit demonstriert, die strategischen Ziele zu erreichen.

Realisierung von strategischen Zielen

Die kurzfristigen Ziele sind die Stabilisierung der Produktion in den Kernländern Rumänien und Österreich sowie die Steigerung der Performance im gesamten Portfolio. Diese Ziele wurden durch Performance-Initiativen, die Anwendung modernster Technologien und Neuentwicklungsprojekte realisiert, die zu einer Stabilisierung der Produktion in Rumänien und Österreich auf dem oberen Ende des Zielbereichs von 200-210 kboe/d geführt haben. OMV hat dieses Ziel auf Basis des aus Sicht des Unternehmens weiter bestehenden Potenzials, den natürlichen Produktionsrückgang zu kompensieren, bis 2016 verlängert. Zudem zeigt der Produktionsbeginn in den beiden Feldentwicklungsprojekten Mehar und Latif in Pakistan, dass OMV auf gutem Weg ist, die Versprechen zu erfüllen und die Performance im Portfolio zu steigern.

Mittelfristiges Wachstum ist auf Kurs. OMV wird die Produktion bis 2016, ausgehend vom derzeitigen Portfolio, auf ca. 400 kboe/d steigern (um bis zu 4% pro Jahr inklusive Akquisitionen, basierend auf 2010), unter Annahme voller Beiträge aus Nordafrika und dem Mittleren Osten. Ein herausragender Erfolg ist die Akquisition von Statoil-Assets in Norwegen und Großbritannien, die größte in der Geschichte von OMV. Die Produktion aus Libyen und dem Jemen bleibt jedoch bis zu einem bestimmten Grad unvorhersehbar. Basis für das Wachstum auf ca. 400 kboe/d in 2016 ist nicht nur die Stabilisierung der Produktion in Rumänien und Österreich, sondern auch eine Pipeline von Projekten. Das Gesamtvolumen der Projektpipeline erhöhte sich 2013 von ca. 0,9 Mrd boe auf ca. 1,1 Mrd boe, ausgehend von weniger als 0,5 Mrd boe in 2011. Die Pipeline beinhaltet zahlreiche Projekte, die ab 2016 zur Produktion beitragen werden, darunter Nawara in Tunesien, Schiehallion in Großbritannien, Habban im Jemen, Maari Growth in Neuseeland sowie auch den Beitrag der Akquisitionen in Norwegen: Gullfaks, Gudrun und Edvard Grieg. Norwegen wird mittelfristig ein Kernland sowie ein wichtiger Faktor bei der Vertiefung der Offshore- und Tiefwasser-Expertise von OMV werden. Schließlich wird erwartet, dass das bestehende Portfolio es ermöglicht, bis 2016 eine Reserven-Ersatzrate von 100% im 3-Jahres-Durchschnitt zu erreichen.

Exploration und eine kontinuierliche Stärkung der Projektpipeline sichern das langfristige Wachstum. Die Pipeline der Projekte, die nach 2016 in Produktion gehen werden, beinhaltet Aasta Hansteen und Zidane in Norwegen, Rosebank in Großbritannien, Neuentwicklungsprojekte in Rumänien und Österreich sowie zahlreiche Projekte in der Evaluierungsphase wie etwa Projekte westlich der Shetlandinseln in Großbritannien, Domino im Schwarzen Meer oder Shuwaihat in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Um kontinuierlich zusätzliche Möglichkeiten für organisches Wachstum zu erschließen, hat OMV die Explorationsausgaben weiter erhöht und wird einen größeren Anteil der Ausgaben in potenziell hochwertige (hohes Risiko, hoher Ertrag) Explorationsziele lenken. Das Explorationsportfolio wurde über die Lizenzrunden in Großbritannien und Norwegen

und über die Farm-In-Vereinbarung für Statoil-Explorationslizenzen im Rahmen der jüngsten Akquisition nachhaltig erneuert. Highlights waren der Ölfund Wisting in der norwegischen Barentssee und die erfolgreiche Evaluierung des Gasfunds Zola in Australien. Die Exploration wird auf drei Regionen fokussieren: Das Schwarze Meer, die Nordsee-Region (Norwegen, Großbritannien und die Färöer Inseln) und Sub-Sahara-Afrika, wo OMV durch Farm-In-Vereinbarungen in Madagaskar und Gabun präsent ist. Diese sowie andere vielversprechende Explorationsmöglichkeiten im gesamten Portfolio werden zusätzliches Wachstumspotenzial bis 2021 und darüber hinaus eröffnen.

Integriertes Gasgeschäft

Die europäischen Gasmärkte waren in den letzten Jahren grundlegenden strukturellen Änderungen unterworfen. Der subventionierte Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und die starke Nutzung von Kohlekraftwerken wirkten sich weiterhin negativ auf die Erdgasnachfrage in Europa aus. Besonders in Westeuropa waren die Gasmärkte von steigender Liquidität und starkem Wettbewerb geprägt. Von den Auswirkungen dieser Veränderungen war auch der Geschäftsbereich G&P von OMV betroffen. Als sauberster fossiler Energieträger wird Erdgas jedoch eine wichtige Rolle im Energiemix der Zukunft spielen. Daher fokussiert G&P auf zwei Prioritäten. Erstens überprüft und optimiert

G&P sein Asset-Portfolio, um die Profitabilität in diesem herausfordernden Marktumfeld zu erhöhen. Ein wichtiger Schritt zur Realisierung dieses Ziels wurde mit der Neuverhandlung des langfristigen Gasliefervertrags mit Statoil und der Übergangsvereinbarung mit Gazprom gesetzt. Die mit Statoil vereinbarte Preisgestaltung auf Basis der relevanten Gasmarktindizes reflektiert die Änderungen der nordwesteuropäischen Märkte. Eine akzeptable Übergangsvereinbarung wurde auch mit Gazprom erreicht, zusammen mit einer Option, die Vertragsbedingungen neuerlich zu überprüfen. G&P wird sich weiter um den Abschluss einer langfristigeren Vereinbarung bemühen, die die aktuellen Marktbedingungen widerspiegelt, und an der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Gashandelsgeschäfts arbeiten.

Eine weitere Priorität ist die Maximierung des Ertrags aus der zunehmenden Eigengasproduktion von OMV. G&P hat mit der Vermarktung erster Gasmengen aus Nordsee-Gasfeldern begonnen, die 2013 von Statoil akquiriert wurden. Die Vermarktung dieser Gasmengen wird 2014 ein wichtiger Schwerpunkt bleiben.

Im Juni 2013 entschied das Shah Deniz II-Konsortium, Nabucco West nicht als bevorzugte Pipeline-Route für den Transport von Gas aus Aserbaidschan nach Europa zu wählen. Auf Basis der wachsenden Upstream-Position in der Nordsee und der potenziellen Gasmengen aus Eigenförderung im Schwarzen Meer wird OMV eine wichtige Rolle bei der weiteren Gewährleistung und Diversifizierung der Gasversorgung von Europa spielen.

Der Bereich Power verzeichnete 2013 einerseits operative Erfolge, war aber andererseits mit schwierigen Marktbedingungen konfrontiert. Das Gaskraftwerk Samsun in der Türkei nahm im Juni 2013 den kommerziellen Betrieb auf. Ein geringeres Wachstum der Stromnachfrage in der Türkei in 2013 belastete die finanzielle Performance des Kraftwerks. Im aktuellen Marktumfeld sind keine weiteren Investitionen in das Stromgeschäft geplant.

Bedeutender Ölfund in der Barentssee

Fokus auf Steigerung der G&P-Profitabilität

Restrukturierter Öl-Downstream-Bereich

In der 2011 präsentierten Strategie kündigte OMV eine Anpassung der Bedeutung des Öl-Downstream-Geschäfts durch eine Bereinigung des Portfolios des Geschäftsbereichs Raffinerien und Marketing (R&M) an, die Veräußerungen bis zu einer Höhe von EUR 1 Mrd bis 2014 inkludiert, mit einem Fokus auf profitable und integrierte Assets sowie auf die Verbesserung der operativen Performance.

Erfolgreiche Umsetzung des Veräußerungsprogramms

2013 veräußerte R&M in Einklang mit der definierten Strategie das Marketing-Geschäft in Kroatien und unterzeichnete Verkaufsvereinbarungen für die Schmierstoff-Sparte und den 45%-Anteil am Raffinerieverbund Bayernoil.

Im Retail-Geschäft hat R&M die Positionierung der Tankstellen durch eine weitere Lokalisierung von Vertrieb und Non-Oil-Geschäft optimiert und damit eine Stärkung des Retail-Markenportfolios erreicht, das darauf ausgerichtet ist, möglichst viele unterschiedliche Kundengruppen anzusprechen. In Österreich und Rumänien wird die ZweiMarken-Strategie mit VIVA als Premiummarke und Avanti (Österreich) im Diskontbereich und Petrom (Rumänien) im Preis-Leistungs-Segment weiter fortgesetzt. In der Türkei bleibt die Marke Petrol Ofisi eine Premiummarke. Im Retail-Geschäft liegt weiterhin ein starker Fokus auf Kosten, es sind nur selektive Investitionen vorgesehen, um die Effizienz der Standorte zu erhalten und die operative Performance zu verbessern.

R&M ist es gelungen, durch die Einführung neuer Finanzierungsmodelle und den Verkauf des Bevorratungsgeschäfts in Österreich das eingesetzte Kapital signifikant zu reduzieren. Der Bereich hat 2013 insgesamt einen sehr starken Cashflow erwirtschaftet und damit die Wachstumsstrategie in E&P von OMV unterstützt.

Die mittelfristige Strategie von R&M ist auf Kurs. Die Kernelemente sind eine Verschiebung in Richtung hochwertige Produkte und die stärkere Integration der Petrochemie. OMV hat in die Raffinerie Petrobrazi in Rumänien investiert, um die Struktur der Produktausbeute zu verbessern. 2013 wurden mehrere wichtige Initiativen abgeschlossen, darunter die Inbetriebnahme der aufgerüsteten Koker-Anlage und die Fertigstellung der Entschwefelungsanlage in der Raffinerie Petrobrazi. OMV setzt die Bemühungen um eine stärkere Integration der Petrochemie durch Investitionen in Butadien-Produktionsanlagen fort, mit dem Ziel einer Verdreifachung der Produktion in den nächsten drei Jahren.

Langfristige Ziele von R&M sind eine Asset-Basis mit hervorragender Integration, herausragende operative Leistungen und eine starke finanzielle Performance.

Performance-Verbesserung im gesamten OMV Konzern

OMV führte ein Performance-Steigerungsprogramm ein, das sich seit Sommer 2012 in der Implementierungsphase befindet. Ziel von "energize OMV" ist es, den Return On Average Capital Employed (ROACE) bis 2014 durch Maßnahmen zur Ertragssteigerung, Kostensenkungen und Kapitaloptimierung um 2%-Punkte zu erhöhen. Mehr als 130 Projekte wurden quer durch alle Abteilungen und Geschäftsfelder initiiert. Bis 2013 wurden bedeutende Verbesserungen erzielt, die aus einer Reduktion des Working Capitals um EUR 1.400 Mio (EUR 690 Mio bis 2012) durch strukturelle Maßnahmen wie Verbriefung von Lieferforderungen, Factoring, Veräußerung des österreichischen Bevorratungsgeschäfts sowie Maßnahmen zur Optimierung der Beschaffungsservices resultierten. Zusätzlich wurden rund EUR 500 Mio an EBIT-Verbesserungen durch verschiedene Projekte, die auf die Kostenbasis sowie Mengen- und Margenstruktur in allen Geschäftsbereichen abzielten, erreicht.

EUR 1,4 Mrd Working Capital Reduktion

Strategische Ziele

2014
Das wichtigste Ziel ist
eine kurzfristige Steigerung
der Performance
– R&M-Veräußerungen (bis zu EUR 1 Mrd)
– Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit
des Gashandelsgeschäfts
– Performance-Steigerungsprogramm
(+2%-Punkte ROACE)
2016
Der mittelfristige Fokus
liegt auf Wachstum
– Stabilisierung der Produktion
in Rumänien und Österreich (200-210 kboe/d)
– Produktionswachstum auf ca. 400 kboe/d
– Reserven-Ersatzrate von 100%
im 3-Jahres-Durchschnitt (inkl. Akquisitionen)
– Explorationsausgaben von EUR 700 Mio/Jahr
– Wachstum des Gasgeschäfts
abhängig von zukünftigem Gas aus Eigenförderung
2021
Aufbau einer Position
für langfristiges Wachstum
– Erweitertes Explorationsportfolio
– Ausgewogenes Wachstum des Upstream
Portfolios ergänzt durch ein effizientes
Downstream-Geschäft

Nachhaltigkeit

OMV hat eine lange Geschichte im Nachhaltigkeitsmanagement und eine Erfolgsbilanz vorzuweisen, die ein starkes Verantwortungsbewusstsein gegenüber Umwelt und Gesellschaft widerspiegelt. 2013 hat OMV bei der Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzepts "Resourcefulness" gute Fortschritte erzielt – neue Meilensteine wurden gesetzt und Nachhaltigkeit weiter in die Geschäftstätigkeit integriert.

Resourcefulness schafft langfristige Win-Win-Situationen

Als integriertes, international tätiges Öl- und Gasunternehmen ist es ein Ziel von OMV, zur Gewährleistung einer nachhaltigen Energieversorgung beizutragen – heute wie in der Zukunft. Mit dem weltweit stetig wachsenden Energiebedarf werden Ressourcen zusehends knapper, während Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit ein immer höherer Stellenwert zukommt. Verantwortungsbewusstes Handeln, ein sorgsamer Umgang mit Ressourcen und Investitionen in Innovation sind die Prinzipien, auf die das Verhalten des Unternehmens aufbaut. Ein Zugang, der es OMV ermöglichen wird, sich als Teil der langfristigen Lösung der globalen Energieproblematik zu positionieren.

Das OMV Nachhaltigkeitskonzept: Resourcefulness

Das 2012 ausgerollte Konzept Resourcefulness stellt Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit. Ziel ist es, langfristige, nachhaltige Win-Win-Situationen für die Gesellschaft, die Umwelt und OMV zu schaffen.

Das Konzept ist ein Schlüsselelement der OMV Strategie "Profitables Wachstum".

Resourcefulness vereint alle Verantwortlichkeiten von OMV in einem übergreifenden Konzept, ausgerichtet auf drei Schwerpunktbereiche:

  • Eco-Efficiency
  • Eco-Innovation
  • Skills to Succeed

Das Resourcefulness-Programm umfasst 300 Projekte in 25 Ländern. Starke Governance-Strukturen gewährleisten die Entwicklung und die Integration des Konzepts in das Kerngeschäft. Das interne Resourcefulness Executive Team unter Leitung von Gerhard Roiss, Generaldirektor von OMV, ist für die Festlegung strategischer Prioritäten verantwortlich und wird dabei vom Resourcefulness Advisory Board unterstützt, das sich aus anerkannten externen Fachleuten zusammensetzt und OMV bei der Weiterentwicklung von Resourcefulness berät.

Performance: OMV erzielte 2013 in allen Schwerpunktbereichen signifikante Fortschritte. Einzelheiten zur Performance befinden sich im OMV Nachhaltigkeitsbericht. OMV stellt führenden Ratingagenturen für Nachhaltigkeit Informationen zur Verfügung und beteiligt sich am Carbon Disclosure Project (CDP). OMV wird von oekom research AG, einer der weltweit führenden Ratingagenturen im nachhaltigen Anlagesegment, als Anlage mit "Prime Status" eingestuft. OMV ist auch im österreichischen Nachhaltigkeitsindex (VÖNIX) der Wiener Börse sowie im United Nations Global Compact 100 Index gelistet. 2013 verbesserte sich die CDP-Bewertung von OMV signifikant auf einen Wert über dem Durchschnitt des Öl- und Gassektors sowie der österreichischen Unternehmen.

Eco-Efficiency: OMV bekennt sich zu einem aktiven Umwelt- und Energiemanagement, das eine nachhaltige und energieeffiziente Gewinnung und Verarbeitung von Produkten gewährleistet.

OMV setzt den Eco-Efficiency-Schwerpunkt auf die Reduktion des Treibhausgasausstoßes sowie die Verringerung des Wasserverbrauchs. Zudem legt OMV den Fokus vermehrt auf Erdgas als saubersten fossilen Energieträger. Energieeffizienz ist der Schlüssel zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen (THG). OMV hat eine Reihe von Programmen eingerichtet, um den Energieverbrauch im gesamten Konzern zu senken. Alle Raffinerien, Gas Connect Austria sowie Petrom E&P haben nach ISO 50001 zertifizierte Energiemanagementsysteme eingeführt. Ein wesentlicher Beitrag ist die Verbesserung der Energieeffizienz in der Raffinerie Schwechat – zwischen 2012 und 2015 werden Einsparungen von 350.000 Gigajoule erwartet. Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt des Energieeffizienzprogramms bei Petrom auf der Nutzung von Begleitgas aus der Förderung von Kohlenwasserstoffen zur gemeinsamen Erzeugung von Strom und Wärme. Dies führte 2013 zu einer Reduktion der THG-Emissionen um rund 13.000 t CO2 -Äquivalent. OMV nutzt Erdgas zur Stromerzeugung in hocheffizienten Gaskraftwerken. Das Gaskombikraftwerk Samsun in der Türkei hat eine Effizienz von nahezu 60% erreicht und erzeugt Strom mit einer THG-Intensität auf branchenführendem Niveau. Im Wassermanagement liegt der Fokus auf effizienter Wassernutzung und modernster Wasseraufbereitung. OMV investiert in neue oder modernisierte Wasseraufbereitungsanlagen an einer Reihe von Standorten – darunter in Schönkirchen in Österreich und in der Raffinerie Petrobrazi in Rumänien.

Eco-Innovation: Eco-Innovation trägt langfristig zu profitablem und nachhaltigem Wirtschaften bei. OMV nutzt Kernkompetenzen, um mit Hilfe neuer Technologien zukünftige Energie- und Geschäftsfelder zu erschließen. OMV setzt hierbei den Schwerpunkt auf Biotreibstoffe der zweiten Generation und Wasserstoff in der Mobilität. OMV trägt weiterhin zur Entwicklung eines Wasserstoff-Tankstellennetzes bei und unterstützt generell die Implementierung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen. 2012 eröffnete OMV die erste öffentliche Wasserstoff-Tankstelle in Österreich. 2013 wurde ein neuer ehrgeiziger Meilenstein gesetzt: OMV hat mit Partnern im Rahmen der Initiative "H2 Mobility" einen Handlungsplan für den

Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes für Brennstoffzellenfahrzeuge vereinbart. Das derzeitige Netz soll bis 2023 auf rund 400 Tankstellen in Deutschland ausgebaut werden. In Österreich arbeitet OMV an der Erstellung eines genauen Plans für Forschung und Entwicklung im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik. Die hochinnovative BioCrack™-Anlage der zweiten Generation in der Raffinerie Schwechat, die Biomasse, wie etwa Hackschnitzel und Stroh verwendet, um Dieselkraftstoff zu erzeugen, wurde für einen kontinuierlichen Testbetrieb mit unterschiedlichen Rohstoffen aufgerüstet. Das ermöglicht es OMV, weitere wertvolle Daten und praktische Erfahrung mit dieser neuen Technologie zu sammeln.

Skills to Succeed: OMV unterstützt gezielt die Entwicklung von Fähigkeiten, die Menschen brauchen, um erfolgreich zu sein. OMV unterstützt lokale Wertschöpfung durch Schaffung von Arbeitsplätzen und lokale Lieferantenentwicklung. OMV unterstützt Bildungsinitiativen in ihren Märkten mit einem Fokus auf Frauen in technischer Ausbildung. OMV unterhält enge Partnerschaften mit renommierten Universitäten, um die Fähigkeiten junger Talente zu entwickeln, eine Talente-Pipeline für die Zukunft zu sichern und Forschung und Entwicklung zu fördern. 2013 starteten OMV und die Wirtschaftsuniversität Wien eine umfassende Kooperation im Bereich Forschung und Lehre. Darüber hinaus erweitern OMV und die Montanuniversität Leoben ihre bestehende Kooperation und führen eine neue Studienrichtung ein – die International Petroleum Academy. OMV führte 2013 die erste Generation der Initiative "Österreich sucht die Technikqueens" fort, ein Bildungsprogramm mit dem Ziel, das Interesse 14- bis 16-jähriger Mädchen für einen technischen Beruf zu wecken. Des Weiteren bietet ein Projekt in Tataouine (Süd-Tunesien) Berufsausbildungen an, um die Beschäftigungschancen der lokalen Bevölkerung in verschiedenen Branchen zu verbessern, bei gleichzeitig hoher Marktorientierung und engem Kontakt mit lokalen Unternehmen.

Umfassende Zusammenarbeit mit Top-Universitäten

Berichterstattung zu wesentlichen Themen

1. Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSSE)

HSSE hat bei OMV eine Top-Priorität und ist eine Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg. Sicherheit wird höchster Stellenwert beigemessen und Notfall- und Krisenmanagementpläne sind an allen OMV Standorten eingerichtet. In Einklang mit der risikobasierten Sicherheitsstrategie arbeitet OMV kontinuierlich daran, die Anpassungsfähigkeit der Geschäftstätigkeit gegenüber soziopolitischen Veränderungen zu erhöhen. Hauptanliegen ist das körperliche Wohlbefinden und die Sicherheit von Mitarbeitern und Kontraktoren sowie die Integrität der Produktionsanlagen. Schadensprävention und insbesondere proaktives Risikomanagement sind unerlässlich, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Geschäftstätigkeit von OMV aufrechtzuerhalten. Leider waren 2013 vier arbeitsbedingte Todesfälle zu beklagen. OMV wird weiter mit Nachdruck daran arbeiten, solche Tragödien zu vermeiden.

Die wichtigsten Maßnahmen in 2013 waren:

  • Erstellung eines überarbeiteten HSSE-Risikomanagement-Ansatzes nach ISO 31000 sowie Beginn der Implementierung
  • Verbesserung der Bewertung schwerer Unfälle und Aufbau eines konzernweiten Netzwerks für Prozesssicherheit zur Förderung hervorragender operativer Leistungen
  • Verstärkte Beteiligung der obersten Führungsebene an der Untersuchung von Zwischenfällen und Konzentration auf Zwischenfälle mit hohem Potenzial
  • Forum über Sicherheit im Straßenverkehr bei Petrom und die Einführung einer Fahrzeugüberwachung mittels "Black Box" wurde vorangetrieben

2013 organisierte OMV 353.349 HSSE-Schulungsstunden für Mitarbeiter. OMV sorgt für ein verantwortungsvolles Management der Umweltauswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ziel ist eine Optimierung der Prozesse, um natürliche Ressourcen effizient zu nutzen, sowie Emissionen und Abfall zu reduzieren. Das Management des Risikos von Produktaustritten ist konzernweit ein wichtiger Schwerpunkt. In 2013 gab es keine signifikanten Austritte von Kohlenwasserstoffen. Petrom hat die Einführung der Spill Risk Map, die bereits an sechs E&P-Standorten implementiert wurde, weiter vorangetrieben. Ebenso wurden Notfallübungen zu Produktaustritten durchgeführt. OMV setzt laufend eine große Bandbreite von Maßnahmen, um die Energieeffizienz schrittweise zu verbessern. Beispielsweise wurden in der Raffinerie Petrobrazi Dampfbegleitheizungen durch elektrische ersetzt sowie Dampfwärmetauscher implementiert.

2. Menschenrechte

Als Unterzeichner des United Nations Global Compact betrachtet OMV die Menschenrechte als universelle Werte, die das Verhalten des Unternehmens in allen Bereichen bestimmen. Das Bekenntnis zum Schutz der Menschenrechte ist eine der wichtigsten Prioritäten, und OMV ist bemüht, dieser Verpflichtung durch ein professionelles Risikomanagementsystem systematisch gerecht zu werden. 2013 arbeitete OMV mit externen Menschenrechtsexperten zusammen, um einen robusten Due-Diligence-Prozess zu Menschenrechten zu implementieren. Jeder potenzielle Markteintritt in ein neues Land wurde einer Bewertung unterzogen, um eine informierte Managemententscheidung im Zuge der Wachstumsstrategie sicherzustellen. Durch Schulungen werden die Mitarbeiter beim täglichen Umgang mit Menschenrechtsfragen unterstützt. 2013 gehörten dazu auch Schulungen für Mitarbeiter in Abu Dhabi, Rumänien, Kasachstan und im Jemen.

3. Diversity und Human Resources

OMV beschäftigt Mitarbeiter aus vielen verschiedenen Ländern und ist sich dessen bewusst, dass eine Vielfalt der Mitarbeiter dem Unternehmen hilft, die Besten aus den Talente-Pools rund um die Welt anzuziehen – dies führt zu mehr Innovationskraft und höherer Produktivität. Die Themen Chancengleichheit und Vielfalt stehen an allen Unternehmensstandorten ganz oben auf der Tagesordnung, insbesondere da OMV beabsichtigt, bis 2016

Überarbeitung des HSSE Risikomanagements

zusätzlich 1.600 technische Mitarbeiter einzustellen. OMV hat sich im Hinblick auf Diversität klare quantitative Ziele gesetzt: 18% Frauen und 38% internationale Mitarbeiter im Bereich der Senior Vice President-Positionen bis 2015 (30% und 50% bis 2020). Ende 2013 betrugen die Anteile in diesem Bereich 14% Frauen und 41% internationale Mitarbeiter. OMV will Chancen für Wachstum und Karriereentwicklung anbieten, herausragende Leistungen belohnen und Dialog fördern.

Wichtige HR-Meilensteine 2013:

  • Ein neues Bildungszentrum, die TÜV AUS-TRIA-OMV AKADEMIE, wird mehr als 100 OMV Lehrlinge ausbilden; 2013 starteten 37 neue Lehrlinge ihre OMV Karriere
  • Resourcefulness-Ziele wurden in die Management Objectives integriert – mit dem Ergebnis, dass 3.698 individuelle Ziele und vier neue Resourcefulness-Projekte in die Programme zur Talenteförderung einbezogen wurden

4. Compliance und Business Ethik

Ziel von OMV ist die Einhaltung derselben hohen Compliance-Standards an allen Standorten. Eine zweckbestimmte regionenübergreifende Compliance-Organisation, die sich aus 42 Compliance-Experten zusammensetzt, hat die Aufgabe, eine konzernweit einheitliche Einhaltung der OMV Standards zu gewährleisten. 2013 wurde eine externe Prüfung des

organisatorischen Konzepts, der Umsetzung und der Wirksamkeit in Zusammenhang mit Korruptionsbekämpfung, Kapitalmarkt- und Wettbewerbsrecht sowie Handelsembargos erfolgreich abgeschlossen. Als erstes im österreichischen Börsenindex ATX gelistetes Unternehmen verfügt OMV über ein Compliance Management System, das dem strengen und umfassenden Standard IDW PS 980 entspricht.

5. Stakeholder Engagement und Community Management

Stakeholder Engagement ist für den Unternehmenserfolg entscheidend und hilft OMV, die Interessen und Ansichten der Stakeholder zu verstehen, sodass sie bei den Entscheidungsprozessen und Handlungen des Unternehmens einbezogen werden können. 2013 organisierte OMV zwei bedeutende Stakeholderdialoge in Wien und Bukarest. 212 Stakeholder nahmen an offenen Dialogen und Workshops zu den drei Schwerpunktbereichen von Resourcefulness teil. OMV betrachtet Anrainergemeinden an ihren Standorten als wesentliche Stakeholdergruppe. Ein Netzwerk von Community Relations Experten wurde an allen Standorten eingerichtet, um den Dialog zu erleichtern, Beschwerden zu behandeln und das lokale Linienmanagement bei allen Fragen in Zusammenhang mit Anrainern, Stakeholdern und Nachhaltigkeit zu unterstützen.

OMV ist Vorreiter bei Compliance Management

Leistungskennzahlen
2013 2012 2011
Sicherheit
Unfallhäufigkeit (LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden, eigene Mitarbeiter 0,52 0,66 0,66
Unfallhäufigkeit (LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden, Kontraktoren 0,52 0,71 0,68
Unfallhäufigkeit (LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden, gesamt 0,52 0,69 0,68
Häufigkeit der gesamtberichtspflichtigen Arbeitsunfälle (TRIR)
pro 1 Mio Arbeitsstunden, eigene Mitarbeiter 1,11 1,15 1,01
Häufigkeit der gesamtberichtspflichtigen Arbeitsunfälle (TRIR)
pro 1 Mio Arbeitsstunden, Kontraktoren 1,30 1,72 1,14
Häufigkeit der gesamtberichtspflichtigen Arbeitsunfälle (TRIR)
pro 1 Mio Arbeitsstunden, gesamt 1,24 1,52 1,10
Diversity
Frauen im Seniormanagement (Senior Vice Presidents) in % 14,0 12,8 11,9

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Der Aufsichtsrat nahm 2013 seine Aufgabe der sorgfältigen Überwachung der Geschäftsführung von OMV durch den Vorstand und der Beratung des Vorstands auf Basis einer guten Corporate Governance, detaillierter Informationen und konstruktiver Diskussionen mit dem Vorstand wahr. Der Vorstand informierte uns zeitnah und umfassend über die Geschäftstätigkeit, die allgemeine wirtschaftliche Lage in den Kernmärkten des Unternehmens und das Geschäftsumfeld sowie über Chancen und Risiken für die Geschäftsentwicklung von OMV. Unsere Hauptanstrengungen galten 2013 in erster Linie der Umsetzung der 2011 eingeführten OMV Strategie "Profitables Wachstum".

Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Einer der Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im Berichtsjahr war die OMV Strategie. Bei dem zweitägigen Treffen des Aufsichtsrats im September, bei einem Treffen des Präsidial- und Nominierungsausschusses im Oktober und beim Treffen des Aufsichtsrats im November führten wir mit dem Vorstand intensive Diskussionen über den Fortschrittsbericht, analysierten alternative Szenarien und bestätigten erneut die Eckpfeiler der Strategie des profitablen Wachstums von OMV als integriertes Unternehmen.

Upstream-Investitionen wurden sorgfältig geprüft

Darüber hinaus prüften wir sorgfältig eine der größten Akquisitionen in der Geschichte von OMV, den Erwerb von Assets von Statoil, die Beteiligungen an Öl- und Gasfeldern sowie an Entwicklungsprojekten in Norwegen und Großbritannien beinhalten. Gleichzeitig befassten wir uns mit der optionalen Beteiligung an einigen Explorationslizenzen von Statoil sowie mit der vereinbarten strategischen Partnerschaft für Forschung und Entwicklung. Im Einklang mit der auf Wachstum des Upstream-Bereichs ausgerichteten Strategie diskutierte und genehmigte der Aufsichtsrat auch andere Upstream-Investitionsprojekte in Österreich, Neuseeland, Rumänien und Großbritannien.

Außerdem genehmigten wir die Veräußerung des 45%-Anteils von OMV am Raffinerieverbund Bayernoil im Zuge der Restrukturierung des

Downstream-Bereichs. Wir genehmigten auch ausgewählte Maßnahmen für "energize OMV", das umfassende Performance-Steigerungsprogramm von OMV, und überwachten die Umsetzung des Programms. Im Hinblick auf die Konzern-Finanzierung unterstützten wir die Begebung eines neuen Eurobonds mit einem Nominale von EUR 500 Mio, womit sich das Fälligkeitsprofil der Verbindlichkeiten von OMV verbesserte.

Zu den weiteren Schwerpunkten gehörten der jährliche Planungsprozess für den mittelfristigen Zeitraum (2014-2016), das Budget für das Geschäftsjahr 2014 und das laufende Investitionsprogramm. Schließlich widmeten wir uns während des Jahres auch zentralen Themen wie Entwicklungen im Bereich Human Resources, Compliance einschließlich Zertifizierungsprozess und Corporate Governance sowie "Resourcefulness", dem OMV Konzept eines verantwortungsbewussten unternehmerischen Handelns.

Der Projektausschuss befasste sich eingehend mit Explorationsprojekten in Afrika südlich der Sahara und auf der arabischen Halbinsel.

Der Präsidial- und Nominierungsausschuss bereitete die Verlängerung der Funktionsperioden der Vorstandsmitglieder vor, erörterte das System der Nachfolgeplanung von OMV und begann mit der Identifizierung potenzieller Kandidaten für den Aufsichtsrat in Vorbereitung der Hauptversammlung 2014.

Der Vergütungsausschuss bereitete die Vergütung für die Vorstandsmitglieder in Zusammenhang mit der Verlängerung der jeweiligen Funktionsperioden vor und überwachte die Auswirkung der 2012 vereinbarten Änderung der variablen Vergütung des Vorstands. Längere Zeit wurde auch der Identifizierung zusätzlicher Möglichkeiten einer Verbesserung des Anreizsystems des Unternehmens mit dem Ziel einer weiteren Stärkung der Bindung zwischen der Vergütung und den Aktionärsinteressen gewidmet. Dabei wurden der Finanzbedarf der OMV Strategie "Profitables Wachstum" und nichtfinanzielle Maßnahmen angemessen berücksichtigt.

Der Prüfungsausschuss behandelte wesentliche Themen der Rechnungslegungsprozesse, der internen Revision, des Risikomanagements sowie der Verbesserung des internen Kontrollsystems und der Steuerungsinstrumente des Konzerns. Zudem befasste sich der Prüfungsausschuss mit den Reservenschätzungen und den Vorbereitungen von OMV auf die Änderungen, die mit der Umsetzung des österreichischen Rechnungslegungs-Kontrollgesetzes einhergehen. Der Abschlussprüfer des OMV Konzerns nahm an jedem Treffen des Prüfungsausschusses teil. Wir nahmen bei den Treffen auch regelmäßig die Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch mit dem Abschlussprüfer ohne Anwesenheit der Vorstandsmitglieder wahr. Auch dieses Jahr diente ein spezieller Workshop mit dem Abschlussprüfer des OMV Konzerns dazu, uns mit den jüngsten Entwicklungen zu Corporate Governance und zur Finanzberichterstattung vertraut zu machen.

Mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung der Effizienz und Effektivität unserer Arbeit haben wir unsere jährliche Selbstevaluierung durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat weiterhin seiner Verantwortung gegenüber Aktionären und allen weiteren Stakeholdern gerecht werden kann. Offene Diskussionen in einer Atmosphäre des Vertrauens sind die Grundlage unserer Beratungen und unserer Kommunikation mit dem Vorstand. Weitere Ausführungen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie im Corporate Governance Bericht.

Jahresabschluss und Dividende

Nach umfassender Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses mit dem Abschlussprüfer im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat, die keinen Anlass zu Einschränkungen gab, erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs. 1 Aktiengesetz (AktienG) erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss 2013, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktienG festgestellt ist. Das gleiche gilt für den Konzernabschluss. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem vom Prüfungsausschuss geprüften Corporate Governance Bericht zu.

Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 1,25 je Aktie auszuschütten und den sich danach ergebenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorstandsmitglieder erneut bestätigt

Gerhard Roiss, Vorsitzender des Vorstands und Generaldirektor, sowie David C. Davies, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands und Finanzvorstand, wurden in ihren Funktionen bis 31. März 2017 erneut bestätigt. Manfred Leitner, Vorstandsmitglied verantwortlich für Raffinerien und Marketing, wurde in seiner Funktion bis 31. März 2016 erneut bestätigt, womit er seine Funktion wie ursprünglich vorgesehen für einen Zeitraum von fünf Jahren ausüben wird. Der bestehende Vertrag von Jaap Huijskes, Vorstandsmitglied verantwortlich für Exploration und Produktion, wurde einvernehmlich aufgelöst und für einen Zeitraum vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2018 neu abgeschlossen.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Seit 1. Jänner 2013 gehören Christine Asperger als Nachfolgerin von Leopold Abraham und seit 1. Juni 2013 Alfred Redlich und Herbert Lindner als Nachfolger von Franz Kaba bzw. Ferdinand Nemesch zu den Arbeitnehmervertretern in unserem Aufsichtsrat.

Abschließend möchten wir dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Konzern und in den assoziierten Unternehmen für ihren Einsatz und ihren persönlichen Beitrag im Geschäftsjahr 2013 sowie allen unseren Aktionären, Kunden und Partnern für ihr Vertrauen danken.

Wien, am 19. März 2014

Für den Aufsichtsrat

Rudolf Kemler

Jährliche Selbstevaluierung durchgeführt

Corporate Governance Bericht

OMV als börsennotiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Österreich ist den Grundsätzen guter Corporate Governance verpflichtet. Das österreichische Recht, die Satzung, die Geschäftsordnungen der Organe des Unternehmens und der österreichische Corporate Governance Kodex (öCGK) bilden den Rahmen für die Corporate Governance von OMV. OMV hat die Einhaltung der Best Practice der Corporate Governance stets als wesentlichen Auftrag verstanden, um eine verantwortungsvolle Leitung und Kontrolle des OMV Konzerns, ein hohes Niveau an Transparenz für alle Stakeholder und letztlich eine nachhaltige und langfristige Wertschaffung sicherzustellen. OMV befolgt daher auch die R-Regeln des öCGK, die ausschließlich Empfehlungscharakter haben.

OMV entspricht dem öCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance. Dieser Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich. Die Einhaltung des öCGK durch OMV im Jahr 2013 wurde einer externen Evaluierung durch unabhängige Berater unterzogen. Der Bericht über die Evaluierung ist unter www.omv.com ebenfalls öffentlich zugänglich und bestätigt das Einhalten sämtlicher C- und R-Regeln durch OMV. Im Hinblick auf Regel C 45 ist anzumerken, dass ein Mitglied des OMV Aufsichtsrats bis 9. Dezember 2013 eine Organfunktion in einer Gesellschaft wahrnahm, die bezüglich eines einzelnen Projekts als im Wettbewerb zu OMV stehend aufgefasst hätte werden können.

Vorstand

Von links nach rechts: Hans-Peter Floren, Manfred Leitner, Gerhard Roiss, David C. Davies, Jaap Huijskes

Gerhard Roiss, *1952

Datum der Erstbestellung: 17. September 1997 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2014 Neue Funktionsperiode: 1. April 2014 bis 31. März 2017 Vorsitzender des Vorstands (seit 1. April 2011). Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens.

Seine Wirtschaftsausbildung in Wien, Linz und Stanford (USA) bildete die Basis für Führungsaufgaben in der Konsumgüterindustrie. 1990 wurde

er in die Geschäftsführung der PCD Polymere GmbH berufen. 1997 wechselte er in den Vorstand des OMV Konzerns und war bis Ende 2001 für Exploration und Produktion sowie Kunststoffe verantwortlich. Von 2002 bis 2011 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender und für den Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing verantwortlich.

David C. Davies, *1955

Datum der Erstbestellung: 1. April 2002 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2014

Neue Funktionsperiode:

  1. April 2014 bis 31. März 2017 Finanzvorstand (seit 1. April 2002) und stellvertretender Vorstandsvorsitzender seit 1. April 2011. Verantwortungsbereich: Finanzen, OMV Solutions GmbH.

Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG und der CEESEG Aktiengesellschaft.

Er absolvierte 1978 das Studium der Volkswirtschaft an der Universität von Liverpool (Großbritannien) und begann seine Berufslaufbahn in der Wirtschaftsprüfung. Weiters war er in internationalen Konzernen in der Getränke-, Lebensmittelund Gesundheitsindustrie tätig. Vor dem Eintritt in den OMV Konzern war er Finanzvorstand in verschiedenen Unternehmen in Großbritannien.

Jaap Huijskes, *1965

Datum der Erstbestellung: 1. April 2010 Ende der laufenden Funktionsperiode: 30. September 2018 Führung des Geschäftsbereichs Exploration und Produktion seit 1. Juli 2010.

Er absolvierte eine Ausbildung als Maschinenbauingenieur und begann seine Berufslaufbahn bei Shell. Innerhalb des Shell Konzerns bekleidete er eine Reihe technischer und betriebswirtschaftlicher Positionen. Zuletzt war er als Executive Vice President für weltweite Großprojekte im Bereich Exploration und Produktion verantwortlich. Er arbeitete und lebte u.a. in Großbritannien, Norwegen, im Oman, in Australien und Russland.

Manfred Leitner, *1960

Datum der Erstbestellung: 1. April 2011 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2016

Führung des Geschäftsbereichs Raffinerien und Marketing sowie Wahrnehmung der Interessen des OMV Konzerns bezüglich Kunststoffe und Chemie.

Nach seinem Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien startete er seine berufliche Karriere 1985 bei OMV. Nach zweijähriger Tätigkeit im Finanzbereich von E&P leitete er in Libyen den Finanzbereich der OMV

Niederlassung in Tripolis. Nach seiner Rückkehr nach Österreich war er bis zum Jahr 1997 für die Controlling-Aktivitäten in E&P verantwortlich. Danach wechselte er in den Geschäftsbereich R&M, wo er bis 2002 die Abteilung Planning & Controlling leitete und von 2003 bis 2011 als Senior Vice President für Downstream Optimization and Supply fungierte.

Hans-Peter Floren, *1961

Datum der Erstbestellung: 1. März 2012 Ende der laufenden Funktionsperiode: 28. Februar 2015 Führung des Geschäftsbereichs Gas und Power.

Hans-Peter Floren absolvierte das Maschinenbauund Wirtschaftswissenschaftsstudium an der Universität Essen, Deutschland. Seit 1987 bekleidete er unterschiedliche Führungspositionen in der Energiewirtschaft. 1989 wechselte er zur Ruhrgas AG. Zuletzt war er als Mitglied des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG tätig.

Arbeitsweise des Vorstands

Genehmigungserfordernisse, Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder und Abläufe (z.B. Beschlusserfordernisse) sowie Vorgehen bei Interessenkonflikten sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Der Vorstand hält wöchentliche Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen Angelegenheiten, die der Genehmigung des gesamten Organs bedürfen.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht gibt einen Überblick über die Vergütung der Vorstandsmitglieder. Er erläutert die Grundsätze der Vergütungspolitik und die unterschiedlichen Bestandteile der Vergütung einschließlich Leistungsanreize und anderer Bezüge.

2013 blieb die Struktur der Vergütung der Vorstandsmitglieder unverändert. Nach einer eingehenden Prüfung der Bestandteile der Vergütung in 2012 erachtete der Vergütungsausschuss die bestehende Struktur, die den Fokus auf strategische langfristige Perspektiven und die Unternehmensbindung legt, als für das Geschäftsjahr 2013 angemessen.

Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand

Die Vorstandsmitglieder werden zu lokalen, österreichischen Bedingungen beschäftigt und die Gehälter sind daher in EUR festgelegt (brutto). Ihre Anstellungsverträge sind mit der OMV Aktiengesellschaft abgeschlossen und unterliegen österreichischem Recht.

Die Vergütung der OMV Vorstandsmitglieder berücksichtigt die Gegebenheiten am relevanten Markt, verbunden mit einer starken individuellen Leistungskomponente. Die Marktorientierung wird durch ein regelmäßiges externes Benchmarking sowohl zur Branche, wie etwa europäischen Öl- und Gasunternehmen, als auch zu relevanten österreichischen und europäischen Industrieunternehmen sichergestellt. Pricewaterhouse-Coopers LLP war ganzjährig für den Vergütungsausschuss beratend tätig.

Die leistungsbezogene Komponente beinhaltet sowohl kurz- als auch langfristige Elemente. Die verwendeten Indikatoren beruhen auf finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen. Ebenfalls berücksichtigt werden spezielle Projekte im Zuge der Implementierung der OMV Wachstumsstrategie.

Fixgehalt

Die fixe Vergütung der Vorstandsmitglieder wird monatlich als Gehalt ausbezahlt. In den Anstellungsverträgen sind 14 Zahlungen pro Jahr jeweils am letzten Banktag eines Monats vorgesehen.

Sachbezüge

Vorstandsmitglieder erhalten einen Dienstwagen und haben Anspruch auf eine Unfallversicherung. Die Krankenversicherung beschränkt sich auf die österreichische gesetzliche Sozialversicherung.

Kurzfristige variable Vergütung

In Abhängigkeit vom Zielerreichungsgrad können höchstens 100% des Fixgehalts als variable Barvergütung im darauf folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt werden.

Es werden Ziele (Leistungskriterien) vereinbart und am Ende des Leistungsjahrs gemessen. Die Leistungskriterien für das Leistungsjahr 2013 sind aus den nachstehenden vier Bereichen zusammengesetzt:

Bereich Kriterien
Finanziell CCS EBIT vor Sondereffekten;
CCS ROACE vor Sondereffekten
Nichtfinanziell Produktion; Reserven-Ersatzrate
Effizienz Inkludiert beispielsweise
Projektmanagement
Nachhaltigkeit Allgemeiner Fortschritt

Das Erreichen der Ziele wird mittels Vergleich der vereinbarten Werte mit den tatsächlich erreichten Werten festgestellt. Die tatsächliche Zielerreichung wird von einem unabhängigen Experten überprüft werden. Die jährliche Bonifikation hängt vom Ausmaß der Erreichung der Leistungskriterien ab. Es wurden Schwellen-, Ziel- und Zielüberschreitungswerte vereinbart, die einen Anspruch auf eine Bonifikation in Höhe von 50%, 70% oder 100% des jährlichen Fixgehalts begründen.

Aus dem tatsächlichen Zielerreichungsgrad im Jahr 2013 ergibt sich eine Zahlung von 76,2% des Fixgehalts im Jahr 2014. Die finanzielle und nichtfinanzielle Zielerreichung wurde durch ein herausforderndes wirtschaftliches und politisches Umfeld beeinträchtigt. Die Effizienzziele wurden großteils erreicht. Auch der Fortschritt im Bereich Nachhaltigkeit war stark, was zu einer positiven Anpassung der Zielerreichung führte.

Matching Share Plan

Der von der Hauptversammlung 2013 genehmigte Matching Share Plan (MSP) für das Jahr 2013 ist ein integraler Teil der jährlichen Bonusvereinbarung und dient als langfristiges Vergütungs-

Vorstandsbezüge1) EUR 1.000
Vergütung 2013 Roiss Davies Huijskes Leitner Floren Summe
Fixgehalt 800 744 631 500 600 3.275
Variable Vergütung (bar) 788 690 517 493 —2) 2.488
Sachbezüge (PKW, Unfallver
sicherung und Aufwandersatz)
9 10 9 8 4 40
Summe 1.597 1.443 1.157 1.001 604 5.802
Variable Vergütung (Matching
Share Plan; Anzahl der Aktien)
27.9234) 24.4334) 18.324 17.452 17.452 105.584
Verhältnis fix3) zu variabel 32/68 33/67 36/64 32/68 36/64 36/64
LTIP 2010: Anzahl der Aktien 25.4844) 17.4724) 14.5604) 5.240 62.756

1) Aufgrund von Rundungsdifferenzen ergeben sich in den Einzelsummen Abweichungen. Die variablen Bezüge, deren Auszahlung 2013 erfolgte, beziehen sich auf den Zielerreichungsgrad im Jahr 2012. Das Fixgehalt von David C. Davies beinhaltet einen jährlichen Unterkunftszuschuss. Das Basisgehalt von Jaap Huijskes wurde per 1. Oktober 2013 angepasst

2) Die variable Barvergütung von Hans-Peter Floren für die Zielerreichung im Jahr 2012 in Höhe von EUR 492.500 wurde bereits 2012 ausbezahlt

3) Fixgehalt inkludiert Sachbezüge; variable Vergütung inkludiert Matching Share Plan

4) (Teilweise) in bar ausbezahlt

instrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen variablen Barvergütung (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Bonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen variablen Barvergütung durch den Vergütungsausschuss wird eine gleichwertige (netto nach Steuern) Bonifikation in Form von Aktien des Unternehmens gewährt werden, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind. Vorstandsmitglieder können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits die vom LTIP vorgesehene Mindesthöhe des Eigeninvestments erreicht haben.

In Übereinstimmung mit der variablen Barvergütung ergibt sich aus dem tatsächlichen Zielerreichungsgrad im Jahr 2013 eine Zahlung von 76,2% des Fixgehalts im Jahr 2014.

Rückzahlungsregelung (Clawback)

Im Fall eines Rückzahlungsereignisses werden die zugeteilten Aktien reduziert oder sind gegebenenfalls auf Verlangen des Aufsichtsrats zurückzugeben. Als Rückzahlungsereignis gelten die folgenden Gründe: Erforderliche Berichtigung des geprüften Jahresabschlusses aufgrund von Fehlkalkulationen, wesentliches Versagen des Risikomanagements, das zu signifikanten Verlusten führt, schwerwiegendes Fehlverhalten einzelner Vorstandsmitglieder aufgrund Verletzung österreichischen Rechts. Sofern die zugeteilten Aktien oder ihr Geldgegenwert auf einer fehlerhaften Berechnung der Bonifikation beruhen, sind die Vorstandsmitglieder außerdem verpflichtet, Vergütungen zurückzugeben oder zurückzuzahlen, die aufgrund solcher Berechnungsfehler bezogen wurden.

Überblick über die jährliche Vergütung

Ein Überblick über die Zusammensetzung der jährlichen OMV Vorstandsbezüge auf Basis der Fixgehälter per 31. Dezember 2013 ist der nachstehenden Grafik zu entnehmen. Die Darstellung beruht auf der Annahme, dass alle Leistungskriterien im Ausmaß des Zielwerts erreicht werden.

Langfristige Ziele und Leistungsanreize Long Term Incentive Plan

Der Long Term Incentive Plan (LTIP) wurde seit seiner Einführung im Jahr 2009 jährlich gewährt. Der von der Hauptversammlung 2013 beschlossene LTIP 2013 ist ein langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder und soll die mittel- und langfristige Wertschöpfung bei OMV fördern. Der Plan soll die Interessen des Managements und der Aktionäre aneinander angleichen, indem dem Management eine leistungsabhängige Vergütung in Form von OMV Aktien gewährt wird, wobei die Leistung anhand von Schlüsselindikatoren gemessen wird, die mit der mittelfristigen Strategie und der Aktionärsrendite verknüpft sind.

Die Obergrenze der Aktienzuteilung für jedes Vorstandsmitglied ist ein Prozentsatz des jährlichen Fixgehalts (brutto): 175% für den Vorstandsvorsitzenden, 150% für den stellvertretenden Vorsitzenden, 125% für die übrigen Vorstandsmitglieder.

Der Leistungszeitraum beträgt drei Jahre (1. Jänner 2013 – 31. Dezember 2015). Zu Beginn des Programms wurden Gewichtungen für Schlüsselindikatoren festgelegt:

Indikator Gewichtung
Relativer Total Shareholder
Return (Relativer TSR)
50%
Berichteter Return On Average
Capital Employed (ROACE)
40%
Safety Performance 10%

Der relative TSR wird anhand einer ausgewogenen Vergleichsgruppe von zwölf Öl- und Gasunternehmen ermittelt. Die Zielerreichung ist mittels Vergleich der vereinbarten Indikatoren mit den tatsächlich erzielten Ergebnissen zu bestimmen.

Soweit das Aktienbesitzerfordernis (siehe unten) nicht erreicht ist, erfolgt die Vergütung automatisch in Form von Aktien (netto nach Steuern). Soweit das Aktienbesitzerfordernis erreicht ist, kann die Vergütung in bar erfolgen. Die Berechnung der Anzahl der Aktien erfolgt auf Grundlage des durchschnittlichen Schlusskurses der OMV Aktie an der Wiener Börse während der drei Monate vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. März 2013 (EUR 31,51). Anspruchstag des LTIP 2013 ist der 31. März 2016. Die Höhe der Zuteilung für jede Leistungskennzahl ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

ROACE und Nachhaltigkeit: Höhe der Zuteilung
Leistung Zuteilung
Zielüberschreitung 100%
Ziel 70%
Schwelle 50%
Unter der Schwelle 0%
Relativer TSR: Höhe der Zuteilung
Leistung Leistung relativ zur
TSR-Vergleichsgruppe
Zuteilung
Zielüberschreitung Am oder über
dem oberen Quartil
(≥75. Perzentil)
100%
Ziel Am Median 50%
Schwelle Am unteren Quartil 25%
Unter der Schwelle Unter dem unteren
Quartil (<25. Perzentil)
0%

Zwischen den Quartilen errechnet sich die Zuteilung linear.

Die nachstehende Grafik zeigt die Zielwerte des LTIP 2013 für den OMV Vorstand. Die Darstellung beruht auf der Annahme, dass alle Leistungskriterien im Ausmaß des Zielwerts erreicht werden.

Aktienbesitzerfordernis und Erfüllung
Aktienbesitzerfordernis Erfüllung
In Aktien In % des Gehalts In Aktien (auf Treuhand
depot des Unternehmens)
In % der
Anforderung
Roiss 60.173 200% 60.173 100,00%
Davies 46.070 175% 46.070 100,00%
Huijskes 40.053 150% 21.298 53,17%
Leitner 28.207 150% 27.406 97,16%
Floren 33.848 150% 16.226 47,94%

Aktienbesitzerfordernis

Vorstandsmitglieder müssen ein angemessenes Eigeninvestment in OMV akkumulieren und diese Aktien bis zum Pensionsantritt oder Ausscheiden aus dem Unternehmen halten. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des jährlichen Fixgehalts (brutto) definiert: 200% für den Vorstandsvorsitzenden, 175% für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, 150% für andere Vorstandsmitglieder. Das Eigeninvestment muss innerhalb von fünf Jahren ab Beginn des laufenden Anstellungsvertrags als Vorstandsmitglied aufgebaut und erreicht werden. Alle Vorstandsmitglieder haben die Anforderung des Aktienbesitzerfordernisses zumindest zum Teil bereits durch MSP-Auszahlungen, über frühere LTIP-Investments und/oder durch Übertragung privater Aktien erfüllt (siehe Tabelle oben).

Der Zielerreichungsgrad des LTIP 2011 beträgt 81% und die entsprechende Zuteilung von Aktien oder Barvergütung wird 2014 erfolgen.

Aktienoptionspläne

Langfristige Leistungsanreize wurden bis einschließlich 2008 durch die für Unternehmen vergleichbarer Größe üblichen Aktienoptionspläne abgedeckt. Die Aktienoptionspläne sehen eine Wartefrist von zwei Jahren und danach eine Ausübungsfrist von fünf Jahren vor. Ausgeübt werden darf in beliebigen Tranchen, sofern jeweils die Voraussetzungen (Erreichen eines bei Genehmigung des Planes durch die Hauptversammlung definierten Kursanstiegs der OMV Aktie) vorliegen und kein Handelsverbot besteht. Eine Aktie Eigeninvestment gewährt im Plan 2008 Optionen auf 20 Aktien zu einem ebenfalls durch die Hauptversammlung definierten Preis.

Die Optionen aus den Plänen 2007 bis 2008 sind noch nicht ausgeübt. Nach 2008 wurden keine weiteren Aktienoptionen begeben.

Altersvorsorge

Gerhard Roiss hat Anspruch auf eine leistungsorientierte Pension. Die entsprechenden finanzmathematisch ermittelten Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG). Voraussetzung für die Pension ist eine Funktionsperiode von zumindest fünf Jahren. Der Anspruch erlischt im Fall eines Rücktritts des Vorstandsmitglieds. Die Vorstandsmitglieder David C. Davies, Jaap Huijskes, Manfred Leitner und Hans-Peter Floren haben Anspruch auf eine beitragsorientierte Pension. Die Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG). Die Höhe der Betriebspension ergibt sich aus dem vorhandenen Kapital in der Pensionskasse. Die Verrentung erfolgt gemäß dem genehmigten Geschäftsplan der Pensionskasse. Das Anfallsalter ist grundsätzlich das für jedes Vorstandsmitglied zur Anwendung kommende österreichische gesetzliche Pensionsantrittsalter.

Pensionskassenbeiträge EUR 1.000
Roiss 937
Davies 280
Huijskes 158
Leitner 125
Floren 150
Summe 1.650

Beendigungsansprüche Abfertigung

Die Vorstandsmitglieder Gerhard Roiss und David C. Davies haben die Möglichkeit der Wahl zwischen einer Abfertigung gemäß §23 österreichisches Angestelltengesetz oder 10% des Jahresbasisbruttobezugs für jedes volle Dienstjahr ab vereinbartem Stichtag, wobei im letzteren Fall ein Jahresbasisbruttobezug nicht überschritten werden darf. Auf Jaap Huijskes, Manfred Leitner und Hans-Peter Floren findet das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG) Anwendung.

In Übereinstimmung mit C-Regel 27a öCGK sehen die Anstellungsverträge von Vorstandsmitgliedern vor, dass Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung solcher Verträge ohne wichtigen Grund den im öCGK angeführten Betrag nicht übersteigen dürfen. Im Falle einer vom Vorstandsmitglied initiierten vorzeitigen Beendigung wird keine Abfindung gewährt. Sonstige Anwartschaften und Ansprüche im Zuge der Beendigung der Funktion bestehen nicht.

In Anhangangabe 30 befinden sich weitere Informationen über den Long Term Incentive Plan, den Matching Share Plan und die Aktienoptionspläne (Bewertung, ausstehende Optionen und Ausübung in vorhergehenden Jahren).

Directors' and Officers' (D&O) Versicherung

OMV hat eine Directors and Officers Liability Insurance auf konzernweiter Basis abgeschlossen. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen. Versichert sind Vorstandsmitglieder, Aufsichtsratsmitglieder sowie andere OMV Mitarbeiter (Führungskräfte). Die Versicherung deckt die gesetzliche Haftpflicht versicherter Personen für finanzielle Verluste aufgrund eines Fehlverhaltens in Ausübung ihrer Funktion. Für den laufenden Versicherungszeitraum beträgt die Jahresprämie (inklusive Steuern) für die D&O-Versicherung für den gesamten OMV Konzern ca. EUR 500.000.

Haftungsfreistellung

Für Mitglieder des Vorstands und weitere OMV Mitarbeiter in Organfunktionen von (direkten und indirekten) Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft besteht subsidiär eine Haftungsfreistellung seitens der OMV Aktiengesellschaft für Inanspruchnahme durch Dritte in Ausübung der Organfunktion, sofern nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorliegt.

Grundsätze der Vergütung ausgewählter Führungskräfte und Experten

Das Grundgehalt wird nach international anerkannten Verfahren zur Berücksichtigung der Marktgegebenheiten unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und kollektivvertraglichen Regelungen festgelegt. Die für den Vorstand geltenden Grundsätze werden in angepasster Form auch auf diese Mitarbeiter angewendet.

Daher nehmen definierte Mitglieder in Führungsebenen des Konzerns (insgesamt 96 Personen) am Long Term Incentive Plan teil. Ebenso gelten für sie jährliche Bonusvereinbarungen, wie im Folgenden dargestellt:

Für etwa 4.000 Führungskräfte und Experten gab es 2013 ein gestuftes Management by Objectives-Programm (MbO), wonach Anspruch auf Bonifikation bei Erreichen der Ziele besteht. Länderweise unterschiedlich gibt es für sonstige Mitarbeiter Bonussysteme, an deren Ausgestaltung auch die Arbeitnehmervertreter mitwirken.

Voraussetzung für Zahlungen ist in allen Systemen sowohl das Erreichen von finanziellen und nichtfinanziellen Unternehmenszielen als auch von individuell vereinbarten Zielen.

Die mit den Teilnehmern am MbO getroffenen Zielvereinbarungen sind für alle Teilnehmer über ein unternehmensweites Performance and Development System (PDS) einsehbar. Damit können die Teilnehmer wechselseitig Ziele berücksichtigen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat von OMV besteht aus zehn von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern sowie fünf von der Konzernvertretung entsendeten Mitgliedern. Die nächste Wahl der Aufsichtsratsmitglieder erfolgt in der Hauptversammlung 2014. Die Mitglieder des Aufsichtsrats von OMV sowie ihre Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Unternehmen sind nachstehend angeführt.

Rudolf Kemler, *1956

(Vorstandsvorsitzender der Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG)), Vorsitzender Mandate: Österreichische Post AG – Vorsitz und Telekom Austria AG – Vorsitz.

Wolfgang C. Berndt, *1942 Stv. Vorsitzender Mandate: GfK SE, Miba Aktiengesellschaft.

Murtadha Al Hashmi, *1966

(Finanzvorstand, International Petroleum Investment Company (IPIC)), Stv. Vorsitzender Mandate: Compania Española de Petróleos S.A.U. (bis 9. Dez. 2013) und Banvit Bandirma Vitaminli Yem Sanayii A.S¸ .

Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti, *1979 (Manager Evaluation & Execution, IPIC).

Elif Bilgi-Zapparoli, *1967

(Vorstandsvorsitzende, Merrill Lynch Yatirim Bank A.S. und Merrill Lynch Menkul Degerler A.S.).

Helmut Draxler, *1950 Mandat: RHI AG.

Wolfram Littich, *1959 (Vorstandsvorsitzender Allianz Elementar Versicherungs-AG).

Herbert Stepic, *1946

(Vorstandsvorsitzender (bis 7. Juni 2013) und danach Senior Advisor von Raiffeisen Bank International AG).

Herbert Werner, *1948 Mandat: Ottakringer Getränke AG.

Norbert Zimmermann, *1947

Mandate: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG – Vorsitz, Oberbank AG.

Von der Konzernvertretung entsendet (Arbeitnehmer):

Christine Asperger, *1964 (seit 1. Jän. 2013), Wolfgang Baumann, *1958, Franz Kaba, *1953 (bis 31. Mai 2013), Herbert Lindner, *1961 (seit 1. Juni 2013), Ferdinand Nemesch, *1951 (bis 31. Mai 2013), Alfred Redlich, *1966 (seit 1. Juni 2013), Martin Rossmann, *1970.

Nähere Informationen zu allen Mitgliedern des Aufsichtsrats von OMV, einschließlich ihrer Berufslaufbahnen, sind auf der Website von OMV unter www.omv.com > Über OMV > Corporate Governance & Organisation > Aufsichtsrat verfügbar.

Diversität

Bei der Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrats stehen einschlägiges Wissen und Erfahrung in Führungspositionen im Vordergrund. Darüber hinaus werden aber Aspekte der Diversität der Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Internationalität seiner Mitglieder, die Vertretung beider Geschlechter und die Altersstruktur berücksichtigt. Dem Aufsichtsrat gehören drei Frauen und drei Mitglieder nichtösterreichischer Nationalität an. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind zwischen 34 und 71 Jahre alt.

Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat hat die Kriterien für die Unabhängigkeit definiert (Beschlüsse vom 21. März 2006 und 25. März 2009). Zusätzlich zu den in Anhang 1 öCGK festgelegten Leitlinien hat der Aufsichtsrat die folgenden Kriterien für seine von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder beschlossen:

Das Aufsichtsratsmitglied darf nicht Mitglied der Geschäftsführung einer OMV Konzerngesellschaft sein

  • Das Aufsichtsratsmitglied darf von der Gesellschaft oder einer verbundenen Gesellschaft keine Aktienoptionen halten oder sonstige erfolgsbezogene Vergütungen von einer OMV Konzerngesellschaft beziehen
  • Das Aufsichtsratsmitglied darf kein Anteilseigner mit einer Kontrollbeteiligung (im Sinne der EU-Richtlinie 83/349 EWG – das ist eine Beteiligung von mehr als 50% der Stimmrechte oder eine Beherrschung, etwa durch Nominierungsrechte) sein oder einen solchen Anteilseigner vertreten

Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder, mit Ausnahme von Helmut Draxler und Herbert Werner in Bezug auf die Dauer der Zugehörigkeit, haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2013 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (Regel C 53 öCGK). Gemäß Regel C 54 öCGK haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Wolfgang Berndt, Elif Bilgi-Zapparoli, Helmut Draxler, Wolfram Littich, Herbert Stepic, Herbert Werner und Norbert Zimmermann erklärt, im Geschäftsjahr 2013 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung weder Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% gewesen zu sein noch die Interessen solcher Anteilseigner vertreten zu haben.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Zur Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstands, diskutiert der Aufsichtsrat Lage und Ziele des Unternehmens in jenen Sitzungen, in denen auch (abgesehen von Dringlichkeitsfällen) die Beschlüsse gefasst werden. Vier Ausschüsse gewährleisten den bestmöglichen Einsatz der Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder. Eine kurze Beschreibung der Ausschüsse folgt unten (siehe auch Bericht des Aufsichtsrats).

Der Aufsichtsrat hat 2013 sieben Treffen abgehalten. Zwei dieser Treffen waren einer eingehenden Erörterung der OMV Strategie durch den Vorstand und den Aufsichtsrat gewidmet. Mit Ausnahme von Elif Bilgi-Zapparoli hat kein Mitglied des Aufsichtsrats an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat eine Selbstevaluierung durchgeführt und die Effizienz seiner Aktivitäten diskutiert, insbesondere seiner Organisation und Arbeitsweisen.

Präsidial- und Nominierungsausschuss

Dieser Ausschuss ist ermächtigt, in dringenden Angelegenheiten zu entscheiden. Der Aufsichtsrat kann dem Präsidial- und Nominierungsausschuss im Einzelfall oder auf Dauer weitere Aufgaben und Genehmigungsbefugnisse übertragen. Als Nominierungsausschuss unterbreitet er dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung neuer oder frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit der Nachfolgeplanung. Ferner unterbreitet er der Hauptversammlung Vorschläge zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. 2013 haben vier Sitzungen des Präsidialund Nominierungsausschusses stattgefunden, deren Fokus auf der OMV Strategie, auf dem System der Nachfolgeplanung von OMV, der Vorbereitung der Verlängerung der Funktionsperioden der Vorstandsmitglieder und der Identifizierung potenzieller Kandidaten für den Aufsichtsrat lag.

Prüfungsausschuss

Dem Prüfungsausschuss obliegen die Aufgaben gemäß § 92 Abs. 4a Aktiengesetz (AktG). Es haben sechs Sitzungen des Prüfungsausschusses stattgefunden. In diesen wurden überwiegend die Vorbereitung der Abschlussprüfung, die Prüfung der Tätigkeit der Abschlussprüfer, der Internen Revision, des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements behandelt sowie die Präsentation des Jahresabschlusses erarbeitet.

Abschlussprüfer

Der Aufsichtsrat überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und überprüft eine Aufstellung des Prüfungsentgelts und der Entgelte für über die Prüfung hinausgehende zusätzliche Leistungen. Der Aufwand für den Abschlussprüfer Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. (einschließlich deren Netzwerk im Sinne des § 271b UGB) betrug 2013 für die jährliche Prüfung EUR 2,67 Mio, für andere Bestätigungsleistungen EUR 0,89 Mio und für sonstige Aufträge EUR 0,89 Mio.

Projektausschuss

Bei Bedarf unterstützt dieser Ausschuss den Vorstand bei der Vorbereitung komplexer Entscheidungen über grundlegende Fragen und berichtet über die Ergebnisse und allfällige Empfehlungen an den Aufsichtsrat. 2013 trat der Projektausschuss einmal zusammen und traf eine Entscheidung per Umlaufbeschluss. Der Projektausschuss genehmigte Explorationsprojekte in Afrika südlich der Sahara und auf der Arabischen Halbinsel sowie eine Veräußerung im Geschäftsbereich R&M.

Vergütungsausschuss

Dieser Ausschuss (dem keine Arbeitnehmervertreter angehören) befasst sich mit allen Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er ist somit insbesondere zum Abschluss, der Änderung und Auflösung der Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern sowie zur Entscheidung über die Gewährung von Bonifikationen (variable Bezüge) und dergleichen an Vorstandsmitglieder ermächtigt. Der Vergütungsausschuss trat 2013 viermal zusammen. Vorstandsmitglieder wurden eingeladen, an Teilen der Sitzungen des Vergütungsausschusses teilzunehmen.

PricewaterhouseCoopers LLP (PwC) beriet den Ausschuss in Vergütungsfragen. Die Leistungen inkludierten auf öffentlichen Daten beruhende Marktinformationen, Information zu Corporate Governance-Entwicklungen und deren Anwendung auf das Unternehmen, Beratung zur angemessenen Struktur von kurz- und langfristigen Anreizen sowie Information über die Vergütung und die Performance von Vergleichsgruppen. PwC wurde vom Vergütungsausschuss beauftragt und war nicht für den OMV Vorstand beratend tätig, womit die Unabhängigkeit im Sinne des öCGK gewährleistet war. Ansonsten berät PwC das Unternehmen in Zusammenhang mit dem Risikomanagement und Steuerangelegenheiten. Schließlich nahm der OMV Vorstand Beratungsleistungen von Towers Watson Austria GmbH zum Benchmarking von Führungskräften in Anspruch.

Interessenkonflikte, zustimmungspflichtige Geschäfte mit Mitgliedern des Aufsichtsrats

Zustimmungspflichtige Verträge gemäß § 95 Abs. 5 Z 12 AktG gab es nicht; hingewiesen sei auf Transaktionen im Umfang von ca. EUR 1,87 Mrd mit Unternehmen der Raiffeisengruppe (Herbert Stepic war bis 7. Juni 2013 Vorstandsvorsitzender von Raiffeisen Bank International AG; die erwähnten Transaktionen repräsentieren weniger als 1,5% der Bilanzsumme der Raiffeisengruppe). Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats werden nach dem in der Geschäftsordnung ausführlich geregelten Verfahren behandelt.

Vergütung

Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung (HV) jährlich die Vergütungen der von der HV gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die HV 2013 hat für das Geschäftsjahr 2012 folgendes Vergütungsschema beschlossen:

Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder EUR
für den Vorsitzenden 29.200
für die Stellvertreter 21.900
für die Mitglieder 14.600
für den Vorsitzenden eines Ausschusses 12.000
für den stellvertretenden Ausschussvorsitzenden 10.000
für die Mitglieder eines Ausschusses 8.000

Die bei den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern angeführten Beträge wurden 2013 für das Geschäftsjahr 2012 ausbezahlt. Aufwandersatz (Reisespesen, Sitzungsgeld) ist darin nicht enthalten.

Insgesamt betrug der Aufwand für den Aufsichtsrat im Jahr 2013 EUR 640.951; davon an bezahlten Vergütungen (für das Geschäftsjahr 2012) EUR 367.200, an Sitzungsgeldern EUR 75.847, an Reisespesen EUR 113.723 und an Technik, Organisation und Übersetzung EUR 84.181.

Mitwirkung der Arbeitnehmervertretung

Die Konzernvertretung hält regelmäßig Aussprachen mit dem Vorstand. Diese dienen der wechselseitigen Information über Arbeitnehmer betreffende Entwicklungen im Unternehmen. Darüber hinaus hat die Konzernvertretung von ihrem Recht Gebrauch gemacht, Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden (ein

Name
(aktuelle Mitglieder fett gedruckt)
Funktion/
Ausschussmitglied 1)
Vergütung
(in EUR)
Dauer 1)
Rudolf Kemler Vorsitzender; auch in PräsA,
ProjA, PrüfA, VergA
12.8672) 1.11.2012 – oHV 2014
Markus Beyrer Vorsitzender; auch in PräsA,
ProjA, PrüfA, VergA
64.3332) 17.5.2011 – 31.10.2012
Wolfgang C. Berndt Stv. Vorsitzender; auch in
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
61.900 26.5.2010 – oHV 2014
Murtadha Al Hashmi Stv. Vorsitzender; auch in
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
39.914 10.5.2012 – oHV 2014
Khadem Al Qubaisi Stv. Vorsitzender; auch in
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
21.9863) 26.5.2010 – 10.5.2012
Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti PräsA, ProjA 30.600 14.5.2008 – oHV 2014
Elif-Bilgi Zapparoli 14.600 13.5.2009 – oHV 2014
Helmut Draxler PrüfA, VergA4) 22.600 16.10.1990 – oHV 2014
Wolfram Littich ProjA, PrüfA 30.600 23.5.2001 – oHV 2014
Herbert Stepic 14.600 18.5.2004 – oHV 2014
Herbert Werner PrüfA 22.600 4.6.1996 – oHV 2014
Norbert Zimmermann ProjA, VergA4) 30.600 23.5.2001 – oHV 2014
Christine Asperger —5) seit 1.1.20136)
Wolfgang Baumann PräsA, ProjA, PrüfA —5) 16.12.1998 – 1.4.1999
und neuerlich seit
11.11.20046)
Franz Kaba ProjA —5) 1.4.1999 – 31.5.2013
Herbert Lindner ProjA, PrüfA —5) seit 1.6.20136)
Ferdinand Nemesch ProjA, PrüfA —5) 1.11.2003 – 31.5.2013
Alfred Redlich —5) seit 1.6.20136)
Martin Rossmann PräsA, ProjA, PrüfA —5) seit 5.5.20116)

1) Erläuterung: PräsA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, ProjA = Projektausschuss, PrüfA = Prüfungsausschuss, VergA = Vergütungsausschuss, oHV = ordentliche Hauptversammlung

2) Rudolf Kemler und Markus Beyrer haben in Entsprechung ihres Vorstandsvertrags mit der ÖIAG die Vergütung für ihre Aufsichtsratsfunktion in der OMV Aktiengesellschaft an die ÖIAG abgetreten

3) Die Vergütung von Khadem Al Qubaisi für 2012 war zum 31. Dezember 2013 noch nicht ausbezahlt

4) Helmut Draxler folgte per 12. August 2013 Norbert Zimmermann als Mitglied des VergA nach

5) Von der Konzernvertretung entsendete Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Vergütung, sondern nur Sitzungsgelder 6) Die Entsendung durch die Konzernvertretung erfolgt auf unbestimmte Zeit; die Arbeiternehmervertreter können jedoch jederzeit vom entsendenden Organ abberufen werden

Arbeitnehmervertreter je zwei von der HV gewählte Mitglieder). Demzufolge sind fünf der 15 Aufsichtsratsmitglieder Arbeitnehmervertreter.

Minderheitenrechte der Aktionäre

  • Hauptversammlung: Wenn mindestens 5% der Aktionäre dies verlangen, muss eine Hauptversammlung einberufen werden
  • Mindestens 5% der Aktionäre können die Aufnahme von Tagesordnungspunkten verlangen
  • Mindestens 1% der Aktionäre können zu jedem Punkt der Tagesordnung Beschlussvorschläge übermitteln. Diese sind auf Forderung der jeweiligen Aktionäre von der Gesellschaft auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen
  • Mindestens 10% der Aktionäre können eine Sonderprüfung bei Vorliegen von Verdachtsgründen für Unredlichkeiten oder grobe Ver-

letzungen von Gesetz oder Satzung durchsetzen

  • Bei der Hauptversammlung sind alle Aktionäre, die ihren Anteilsbesitz ordnungsgemäß nachgewiesen haben, zur Teilnahme, einschließlich Fragen und Abstimmung, berechtigt
  • Wahl des Aufsichtsrats: Wenn dieselbe Hauptversammlung zwei oder mehr Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat, muss über jede zu besetzende Stelle gesondert abgestimmt werden. Wenn dieselbe Hauptversammlung wenigstens drei Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat und sich vor der Abstimmung über die letzte zu besetzende Stelle ergibt, dass wenigstens ein Drittel aller abgegebenen Stimmen bei allen vorangegangen Wahlen zugunsten derselben Person, aber ohne Erfolg abgegeben wurde, muss diese Person zum Aufsichtsratsmitglied erklärt werden

Frauenförderung

  • Das Unternehmen ist bemüht, die Entwicklung von Frauen in Führungspositionen zu fördern. Zwar ist im Vorstand der OMV Aktiengesellschaft keine Frau vertreten, doch leitet Mariana Gheorghe als Vorstandsvorsitzende der OMV Petrom SA das größte Unternehmen des Konzerns, und Gülsüm Azeri ist Vorstandsvorsitzende von Petrol Ofisi. In den Aufsichtsrat der OMV Aktiengesellschaft wurden von der Hauptversammlung zwei Frauen gewählt, das sind 20% der Kapitalvertreter. Seit 1. Jänner 2013 gehört auch Christine Asperger dem Aufsichtsrat an. Sie ist die erste Frau, die von der Konzernvertretung entsandt wurde
  • 14,3% der Senior Vice President-Positionen werden von Frauen eingenommen. Der Frauenanteil im Konzern insgesamt beträgt etwa 22,4%.

Als sehr technikorientiertes Unternehmen ist es eine signifikante Herausforderung, in allen Bereichen eine adäquate Frauenquote zu erzielen, in den nichttechnischen Bereichen stellen sich die Aufnahmequoten als ausgewogen dar

  • Der Vorstand hat eine Diversity-Strategie beschlossen. Langfristiges Ziel ist es, bis 2020 im Senior Management einen "Diversity-Mix" von 30% weiblichen und 50% internationalen Mitarbeitern zu erreichen
  • Darüber hinaus wurde ein Zielwert für den Frauenanteil im Rahmen der Programme des Unternehmens zur Talenteförderung festgelegt
  • Zur Unterstützung berufstätiger Eltern junger Kinder unterhält die OMV Konzernzentrale zwei Betriebskindergärten für Kinder von OMV Mitarbeitern. Während der Elternteilzeit besteht auch die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten

Wien, am 19. März 2014

Der Vorstand

Gerhard Roiss David C. Davies

Hans-Peter Floren Jaap Huijskes Manfred Leitner

Value Management

Das Geschäftsmodell von OMV als integriertes Öl- und Gasunternehmen erfordert einen besonderen Fokus auf die Evaluierung langfristiger Investitionsprojekte sowie auf das Management kurz- bis mittelfristiger Cashflow- und Kostenpositionen. Daher ist Value Management ein integrales Element des Führungssystems. Um unmittelbare, geschäftsrelevante Unsicherheiten und Risiken angemessen zu erfassen, ist das Value Management eng mit dem Risikomanagement verbunden.

Integration schafft zusätzlichen Wert

Der führenden Rolle des Value Managements wird in Planungs- und Entscheidungsprozessen sowie durch die Kennzahlen, Schlüsselindikatoren und Steuerungsfunktionen des Informationssystems von OMV Rechnung getragen. Der Value-Management-Ansatz von OMV ist auf folgende Fragestellungen ausgerichtet:

  • Wie schafft OMV Wert?
  • Wie gut nutzt OMV das Ertragspotenzial?
  • Wie partizipieren OMV Aktionäre an der

Wertsteigerung?

Auf Konzernebene sind Marktkapitalisierung und Unternehmenswert Beispiele mittel- bis langfristiger Messgrößen der Wertsteigerung. Der kurzfristige finanzielle Erfolg aus der Umsetzung von Strategien und Investitionsprojekten wird anhand verschiedener Best-Practice-Schlüsselindikatoren der Rentabilität gemessen. Zu den wichtigsten gehören der Return On Average Capital Employed (ROACE), der Return On Average Net Assets (RONA) sowie der Economic Value Added (EVA). Während der ROACE Relevanz für den Konzern insgesamt hat, ist der RONA eine effektive Kennzahl bei der internen Bewertung der finanziellen Performance der Geschäftsbereiche, da er eine Aufschlüsselung des ROACE-Zieles von 13% auf einzelne Bereiche ermöglicht. Die Partizipation der Aktionäre an der Wertsteigerung wird anhand von Messgrößen wie Ausschüttungsgrad oder Total Shareholder Return gemessen. Ziel der Dividendenpolitik von OMV ist ein langfristiger Ausschüttungsgrad von 30% des Jahresüberschusses. Als physisch integriertes Öl- und Gasunternehmen mit Aktivitäten entlang

der gesamten Wertschöpfungskette, von den Ressourcen bis zu den Märkten, ist OMV in der Lage, Wertsteigerungen durch optimale Kapitalallokation und Risikominderung zu generieren und den gesamten Produktwert auszuschöpfen. Die Auswahl der richtigen Investitionsprojekte hat erheblichen Einfluss auf den zukünftigen Unternehmenserfolg. Die Rentabilität von Investitionsprojekten muss daher bereichsspezifische Mindestrenditen übersteigen. Zudem erfolgt eine Reihung der Investitionsprojekte nach der erwarteten Profitabilität. Value Management bedeutet auch Kostenmanagement. Während der Planungsphase werden Kostenziele sowohl relativ zu Produktionskennzahlen (z.B. Produktionskosten/boe) als auch als absolute Beträge der zu erzielenden Kostensenkungen formuliert. Im Rahmen der jährlichen Strategieplanung wird eine Unternehmenswert-Analyse durchgeführt, deren Zweck die Überprüfung der Strategie hinsichtlich der Erreichung der Wertsteigerungsziele des Konzerns ist. Zudem wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, das starke Investment Grade Kredit-Rating von OMV zu halten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem geeigneten Management der Finanzierungsstruktur und des Working Capitals. Mit der neuen Strategie in 2011 kündigte OMV ein Performance-Steigerungsprogramm mit dem Ziel, den ROACE bis 2014 unter vergleichbaren Marktbedingungen um 2%-Punkte zu erhöhen, an. Die Strategie von OMV und deren erfolgreiche Umsetzung auf Basis der Prinzipien des Value Managements stellen die Grundlage eines attraktiven, langfristigen Ertragspotenzials für Investoren dar.

Kennzahlen %
Ziel 1) 2013 2012 2011 2010 2009
Return On Average Capital Employed (ROACE) 13 11 11 11 10 6
Verschuldungsgrad ≤30 30 26 34 46 33
Ausschüttungsgrad 30 35 2) 29 32 32 52

1) Werte basieren auf Mittelfristannahmen

2) Basierend auf einer Dividende in Höhe von EUR 1,25 je Aktie, wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2014

OMV Aktie und Anleihen

Der Kurs der OMV Aktie entwickelte sich 2013 stark positiv und stieg unter dem Einfluss der erfolgreichen Umsetzung der Strategie und der guten operativen Performance des Konzerns um insgesamt 27%. Die Aktie notierte zum Jahresende bei EUR 34,79, womit sich für Aktionäre einschließlich der Dividende für das Geschäftsjahr 2012 ein Total Shareholder Return von 32% im Jahr ergab.

Finanzmärkte

2013 war von einer fortschreitenden Stabilisierung des Umfelds auf den Finanzmärkten geprägt. Die Entwicklung wurde durch die Reformen in der Eurozone zur Sicherstellung einer robusteren Währungsunion sowie durch die wirtschaftliche Erholung in den USA unterstützt. Negativ wirkte sich vor allem die politische Instabilität in Nordafrika und im Mittleren Osten in der zweiten Jahreshälfte aus. Der FTSE Global Energy Index, der die weltweit größten Öl- und Gasunternehmen beinhaltet, stieg gegenüber Ende 2012 um 17%. Europäische und US-amerikanische Aktienindizes verzeichneten signifikante Zuwächse: DAX +25%, FTSE Eurotop 100 +15%, Dow Jones +27%. Der Wiener Aktienmarkt entwickelte sich schwächer als der europäische Trend. Der österreichische Leitindex ATX gewann 2013 6% an Wert, wobei die Performance hauptsächlich unter der relativ schwachen Kursentwicklung einiger großer Finanzwerte litt.

Kursentwicklung und Umsätze der OMV Aktie

Nachdem die OMV Aktie im Vorjahr mit EUR 27,36 geschlossen hatte, stieg sie in der ersten Jahreshälfte 2013 signifikant. Dies war von der erfolgreichen Umsetzung der Strategie (Investitionen im Upstream-Bereich, Veräußerungen im Downstream-Bereich), einem starken Cashflow

und mehreren verbesserten Analystenempfehlungen getragen und führte die OMV Aktie am 21. Mai zum Jahreshöchstwert von EUR 39,69. In der Folge tendierte die OMV Aktie, hauptsächlich vor dem Hintergrund der Unsicherheiten in der Weltwirtschaft, vorübergehend abwärts. Aufgrund der Sicherheitsprobleme und Streiks in Libyen fiel der Kurs am 10. Juli auf ein Zwischentief von EUR 32,89. Unter dem Einfluss eines vorteilhaften Ölpreisumfelds und mehrerer weiterer Schritte zur Umsetzung der OMV Strategie erholte sich der Kurs kontinuierlich und schwankte das restliche Jahr zwischen etwa EUR 33 und EUR 37. Zum Jahresende notierte die OMV Aktie bei EUR 34,79. Berücksichtigt man die am 23. Mai ausgeschüttete Dividende von EUR 1,20 je Aktie, ergibt sich für OMV Aktionäre eine Wertsteigerung von 32% für 2013. Die Marktkapitalisierung betrug per Jahresende ca. EUR 11 Mrd (+27% gegenüber 2012). Die gesamte Aktienkapitalisierung österreichischer Werte an der Wiener Börse erhöhte sich um 6% auf EUR 82 Mrd, mit einem Anteil der Marktkapitalisierung der OMV Aktie von 13%. Die Aktienumsätze an der Wiener Börse stiegen um 7% auf EUR 39 Mrd. Die Umsätze der OMV Aktie erhöhten sich um 21% auf ca. EUR 5 Mrd. Der OMV Anteil am Aktienumsatz der Wiener Börse betrug 12% (2012: 11%).

Total Shareholder Return von 32% in 2013

34
OMV Geschäftsbericht 2013
OMV Aktie und Anleihen
OMV Aktie ISIN: AT0000743059
Börsennotierungen Wien, USA (ADR Level I)
Ticker Wiener Börse: OMV
Reuters: OMVV.VI
Bloomberg: OMV AV
ADR Informationen Sponsored Level I und Rule
144A, 1 ADR entspricht 1 Aktie
Depositary JPMorgan Chase Bank N.A.
PO Box 64504,
St. Paul, MN 55164-0504, USA
Custodian UniCredit Bank Austria AG,
Julius Tandler-Platz 3, 1090 Wien
Level I OMVKY, CUSIP: 670875509
ISIN: US6708755094
Rule 144A OMVZY, CUSIP: 670875301
ISIN: US6708753016
OMV Hybridanleihe ISIN: XS0629626663
OMV Eurobonds
Laufzeit; Zinssatz
ISIN: XS0422624980
2009 bis 7. April 2014; 6,25%
ISIN: XS0434993431
2009 bis 22. Juni 2016; 5,250%
ISIN: XS0485316102
2010 bis 10. Februar 2020; 4,375%
ISIN: XS0690406243
2011 bis 12. Oktober 2021; 4,25%
ISIN: XS0834367863
2012 bis 27. Sept. 2022; 2,625%
ISIN: XS0834371469
2012 bis 27. Sept. 2027; 3,500%
ISIN: XS0996734868
2013 bis 25. Nov. 2019; 1,75%

Ergebnisse der Hauptversammlung

Die wesentlichen Punkte der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 waren der Beschluss einer Dividende von EUR 1,20 je Aktie für das Geschäftsjahr 2012, dies entspricht einem Ausschüttungsgrad von 29%, die Genehmigung des Long Term Incentive Planes 2013, welcher ein langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder und ausgewählte Führungskräfte ist, um die mittel- und langfristige Wertschöpfung bei OMV zu fördern, sowie die Genehmigung des Matching Share Planes 2013 – ein integraler Teil der jährlichen Bonusvereinbarung und langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden.

Im Herbst 2013 gab es wie in den vergangenen Jahren ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell, im

Zuge dessen Mitarbeiter beim Erwerb von jeweils drei Aktien eine Gratisaktie erhielten, wobei eine Behaltefrist von zwei Jahren gilt. Insgesamt hielt OMV per Jahresende 2013 1.038.404 eigene Aktien bzw. 0,32% des Grundkapitals. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien betrug somit 326.234.323 Stück. Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft beträgt EUR 327.272.727 und besteht aus 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien. Bei der nächsten Hauptversammlung am 14. Mai 2014 wird der Vorstand eine Dividende von EUR 1,25 je Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer Erhöhung um 4% gegenüber dem Vorjahr und stellt einen attraktiven Ausschüttungsgrad von 35% dar, weitgehend in Einklang mit der langfristigen Dividendenpolitik von OMV, 30% des Jahresüberschusses auszuschütten. Die Dividendenrendite, gemessen am Schlusskurs des Jahres 2013, wird 3,59% betragen.

Kredit-Ratings

In 2013 konnte OMV weiterhin das Kredit-Rating von A3 von Moody's sowie A– von Fitch halten. Beide Rating-Agenturen bekräftigten sowohl ihr Rating als auch die mit einem stabilen Ausblick versehenen Rating-Einschätzungen. Dies unterstreicht die starke Bonität des OMV Konzerns und steht in Einklang mit dem Ziel, ein starkes Investment Grade Kredit-Rating zu halten.

Anleihen

Im November 2013 hat OMV im Rahmen des Euro Medium Term Note (EMTN) Programms einen neuen Eurobond mit einem Nominale von EUR 500 Mio emittiert.

OMV Aktionärsstruktur

Die OMV Aktionärsstruktur veränderte sich 2013 kaum und setzt sich daher per Jahresende 2013 aus 43,3% Streubesitz, 31,5% ÖIAG (repräsentiert den österreichischen Staat), 24,9% International Petroleum Investment Company (IPIC) und 0,3% eigenen Aktien zusammen. Das Grundkapital von OMV besteht zur Gänze aus Stammaktien und es gilt das Prinzip "one share – one vote" d.h., keine Aktie ist mit besonderen Rechten ausgestattet. Zwischen den Kernaktionären IPIC und ÖIAG besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.

Dividendenvorschlag für 2013: EUR 1,25 pro Aktie

Analystenberichte

Die OMV Aktie wird von mehr als 20 österreichischen und internationalen Investmentbanken analysiert, die mit ihren regelmäßigen Researchberichten eine gute Sichtbarkeit von OMV in der Finanzwelt gewährleisten.

Investor Relations Aktivitäten

Auf zahlreichen Roadshows und Konferenzen in Europa und Nordamerika konnten der Vorstand und das Investor Relations Team den Kontakt mit Analysten und Investoren pflegen und vertiefen. 2013 fanden rund 260 persönliche Treffen und Präsentationen statt, an denen rund 700 Fondsmanager und Buy-Side Analysten teilnahmen. Insgesamt widmeten die Vorstände in direkten Gesprächen rund 290 Stunden der Information von Investoren und Analysten. Um Transparenz, Service und Aktualität zu gewährleisten, werden alle wichtigen Informationen und Neuigkeiten für Analysten und Investoren laufend im Internet

unter www.omv.com veröffentlicht. Darüber hinaus sind News zu Unternehmens- und Finanzinformationen des OMV Konzerns auf Twitter unter www.twitter.com/omv und über die OMV Investor Relations App (für die mobilen Betriebssysteme Android und iOS) verfügbar.

Finanzkalender Termin 1)
Trading Statement Q4 2013 30. Jänner 2014
Ergebnis Jänner–Dez. 2013 und Q4 2013 19. Februar 2014
Exploration und Produktion Update 20. Februar 2014
Veröffentlichung Geschäftsbericht 2013 März 2014
Trading Statement Q1 2014 23. April 2014
Nachweisstichtag für die
ordentliche Hauptversammlung
4. Mai 2014
Ergebnis Jänner–März 2014 13. Mai 2014
Ordentliche Hauptversammlung 14. Mai 2014
Dividenden-Extag 20. Mai 2014
Dividenden-Zahltag 21. Mai 2014
Trading Statement Q2 2014 23. Juli 2014
Ergebnis Jänner–Juni und Q2 2014 12. August 2014
Trading Statement Q3 2014 20. Oktober 2014
Ergebnis Jänner–Sept. und Q3 2014 6. November 2014

1) Die angegebene Information ist vorläufig und bedarf der Bestätigung. Die aktuellen Termine finden Sie unter:

www.omv.com > Investor Relations > Finanzkalender und Events

Investor Relations Kontakt

Felix Rüsch OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8, 1020 Wien Tel: +43 1 40440-21600, Fax: +43 1 40440-621600 E-Mail: [email protected]

Auf einen Blick in EUR
2013 2012 2011 2010 2009
Anzahl der ausstehenden Aktien in Mio Stück 1) 326,23 326,19 326,07 298,80 298,78
Marktkapitalisierung in EUR Mrd 1) 11,35 8,92 7,64 9,29 9,17
Aktienumsatz an der Wiener Börse in EUR Mrd 4,82 3,98 7,34 7,78 8,36
Höchstkurs des Jahres 39,69 29,12 34,69 32,63 31,00
Tiefstkurs des Jahres 27,85 21,29 21,24 24,12 18,02
Schlusskurs 1) 34,79 27,36 23,44 31,10 30,70
Ergebnis je Aktie 2) 3,56 4,18 3,43 3,08 1,91
Buchwert je Aktie 1), 2) 35,60 36,49 33,41 30,13 27,10
Cashflow 3) je Aktie 12,60 11,69 8,00 9,66 6,18
Dividende je Aktie 1,254) 1,20 1,10 1,00 1,00
Ausschüttungsgrad in % 35 29 32 32 52
Dividendenrendite in % 1) 3,59 4,39 4,69 3,22 3,26
Total Shareholder Return in % 5) 32 21 -21 5 69

1) Per 31. Dezember

2) Mit 31. März 2012 wurden die Zahlen für 2010 und 2011 entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach

Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst

3) Aus der Betriebstätigkeit

4) Wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2014

5) Ohne Reinvestition der Dividende

Mehr als 20 Investmentbanken analysieren OMV

Weltölverbrauch um 1,4% gestiegen

Obwohl sich die internationale Konjunkturlage ab Sommer 2013 verbesserte, erreichte das Wachstum der Weltwirtschaft in 2013 nur +2,8% und fiel zum dritten Mal in Folge schwächer aus als im Vorjahr. Während die Entwicklungs- und Schwellenländer das Wachstumstempo halten konnten, flaute die Konjunktur in der OECD-Region weiter ab. Auch das Welthandelsvolumen wuchs mit 2,5% deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Ausgehend von der rückläufigen Nachfrage im Euro-Raum blieb das Wachstum auch in anderen Industrieländern gedämpft. In den USA verlangsamte sich das BIP-Wachstum auf 1,9%.

Die Wirtschaft der Europäischen Union löste sich im Jahresverlauf nur langsam aus der Rezession und stagnierte in 2013. Im Euro-Raum sank die Wirtschaftsleistung um 0,4%, obwohl die Kredithilfen der EZB und eine teilweise Lockerung der Fiskalpolitik ab Jahresmitte eine Trendwende ermöglichten.

Deutschland konnte 2013 einen geringfügigen Zuwachs des BIP von 0,4 % verzeichnen. Österreichs Wirtschaftsleistung zeigte ebenfalls ein moderates Wachstum von 0,3%, das aufgrund eines 2,3% igen Exportwachstums zustande kam. Die privaten und öffentlichen Konsumausgaben stagnierten und die Investitionen gingen um 1,7% zurück. Rumänien konnte 2013 das BIP-Wachstum auf +3,5% steigern. Diese Steigerung ist in erster Linie der bemerkenswerten Expansion des Exportvolumens zuzurechnen, welches um 13,6% zulegen konnte. Nach einem "soft landing" 2012 konnte die

Wirtschaft der Türkei 2013 wieder um 3,8% expandieren. Die türkische Lira verlor jedoch gegenüber dem Euro im Jahresverlauf 27% an Wert.

Der Weltölverbrauch stieg 2013 um 1,4% auf 91,3 Mio bbl/d. Über 90% des Zuwachses entfiel auf Nicht-OECD-Länder. Innerhalb der OECD wurde der Nachfrageanstieg in Nordamerika von 0,4 Mio bbl/d durch den Rückgang in Europa und den pazifischen OECD-Ländern nahezu kompensiert. Die globale Rohölproduktion konnte von 80,7 auf 81,0 Mio bbl/d und die weltweite Ölproduktion (inkl. NGL und Biokraftstoffe) um 0,6 Mio bbl/d auf 91,6 Mio bbl/d gesteigert werden. Die Lagerbestände, die bereits in 2012 um 1,0 Mio bbl/d zunahmen, wurden in 2013 um weitere 0,3 Mio bbl/d aufgestockt. Durch die verstärkte Nutzung unkonventioneller Ressourcen erreichte Nordamerika einen Produktionsanstieg von knapp 9% bzw. 1,3 Mio bbl/d. Die Produktion der OPEC sank um 0,8 Mio bbl/d. Dies ist in erster Linie auf die Produktionsausfälle in Libyen und Nigeria sowie auf die Sanktionen gegen den Iran zurückzuführen. Mit einer Rohölproduktion von 30,5 Mio bbl/d und einer NGL-Produktion von 6,4 Mio bbl/d deckte die OPEC rund 40% der globalen Nachfrage.

Ausgehend von einem Preisniveau von USD 110/bbl zu Jahresbeginn zeigte der Ölpreis für Brent 2013 die niedrigste Volatilität seit 10 Jahren. Die Notierung für Brent-Rohöl am Spotmarkt in Rotterdam erreichte Mitte Februar einen Jahreshöchstpreis von USD 119 bbl. Die Abschwächung der Konjunktur, die Eurozonen-

krise und die Entspannung im Konflikt um das iranische Atomprogramm drückten das Ölpreisniveau bis Mitte April auf rund USD 97/bbl. Im Sommer war der Markt durch die Destabilisierung der politischen Lage in Ägypten, den Bürgerkrieg in Syrien und den Produktionsausfall in Libyen beunruhigt. Im Jahresdurchschnitt notierte Brent bei USD 108,66/bbl im Vergleich zu USD 111,67/bbl in 2012. Am Rotterdamer Markt lagen die Euro-Preise für die wichtigsten Mineralölprodukte zwischen 7% und 12% unter dem Vorjahresniveau.

Durch das vor allem in der zweiten Jahreshälfte zu beobachtende wiedergewonnene Vertrauen in den Euro stieg der durchschnittliche US-Dollar-Wechselkurs auf USD 1,33 je EUR (2012: 1,28).

Die Erdgasnachfrage in Österreich verminderte sich um 6% auf 8,0 Mrd m³ bzw. 90 TWh. Dieser Rückgang ist großteils auf die um 32% drastisch reduzierte Stromerzeugung der Gaskraftwerke zurückzuführen. Die Inlandsgasproduktion sank um 28% auf 1,3 Mrd m³, die Nettoimporte fielen um 18% von 7,4 auf 6,1 Mrd m³. Aus den Speichern wurden netto 0,7 Mrd m³ entnommen, sodass der Speicherstand per Ultimo auf 4,9 Mrd m³ sank. Der Erdgasverbrauch in Rumänien ging um 8% auf 12,5 Mrd m³ in 2013 zurück. In der Türkei stieg die Gasnachfrage um 2% auf 46 Mrd m³ in 2013.

In Rumänien sank der Stromverbrauch um 4% auf rund 54 TWh. In der Türkei nahm der Stromverbrauch um 1% auf rund 245 TWh zu.

Der Mineralölproduktenmarkt in dem für OMV relevanten Absatzgebiet (Mittel- und Südosteuropa sowie Türkei) stieg 2013 um knapp 1% auf rund 169 Mio t. Bei den automotiven Treibstoffen setzte sich der Trend zum Dieselkraftstoff fort und die Nachfrage stieg um über 2%. Der Absatz von Ottokraftstoffen war mit Ausnahme der Türkei in allen Ländern rückläufig und sank um ca. 1,5%. Am Heizölmarkt zeigte sich – ebenso wie bei den sonstigen Hauptprodukten – eine nahezu unveränderte Nachfrage. In Österreich stieg der Mineralölproduktenabsatz um 1% auf 10,8 Mio t. Die Nachfrage nach automotiven Treibstoffen erhöhte sich um 3% mit einem sich verstärkenden Trend zu Dieselkraftstoff. Der Absatz von Flugpetroleum sank um 5%. Bei Heizölen flaute die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte deutlich ab. Im Gesamtjahr betrug der Rückgang bei Heizöl Extraleicht 1% und bei Heizöl Mittel und Schwer 3%. In Deutschland wurden 2013 mit 94,1 Mio t um knapp 1% mehr Mineralölprodukte abgesetzt. Sowohl bei den Treibstoffen als auch bei den Heizölen war die Marktsituation je nach Produkt unterschiedlich. Während die Absatzmenge bei Diesel um über 1% zunahm, stagnierte sie bei Ottokraftstoff und Flugpetroleum. Heizöl Leicht wurde um 4% mehr, Heizöl Schwer um 9% weniger nachgefragt. In Rumänien sank der Gesamtmarkt um 0,3 Mio t bzw. um 4% auf 7,7 Mio t, wobei zwei Drittel dieses Absatzrückgangs auf Heizöle und sonstige Produkte entfiel. Wie im Vorjahr schrumpfte der Benzinabsatz (-5%) deutlich stärker als der Dieselabsatz (-1%). Die Nachfrage nach Flugpetroleum stieg um 2%. Die kumulierten Absatzdaten lassen für den Mineralölproduktenmarkt der Türkei einen Zuwachs von ca. 5% erwarten. Bei den Treibstoffen fiel vor allem der Mehrabsatz von Dieselkraftstoff von über 6% ins Gewicht. Die Benzinnachfrage lag um knapp 2% über dem Vorjahresniveau.

Der westeuropäische Markt für Polyolefine war 2013 konjunkturbedingt insgesamt leicht rückläufig (-1%). Die Nachfrage sank bei Polyethylen um 2%, während sie bei Polypropylen um 1% zunahm. Die integrierte Industriemarge verbesserte sich spürbar.

Mineralölproduktennachfrage in OMV Märkten gestiegen

1) Märkte Mineralölprodukte: Bulgarien, Deutschland, Moldawien, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechische

Republik, Türkei, Ungarn 2) Märkte Erdgas: Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Türkei, Ungarn

Exploration und Produktion

2013 war ein ereignisreiches Jahr für den Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P). Die Produktion in den Kernländern (Rumänien und Österreich) wurde, wie in der Strategie vorgesehen, zwischen 200-210 kboe/d stabil gehalten. Besonders erwähnenswert ist hier, dass die Produktion in Rumänien erstmals seit der Akquisition von Petrom in 2004 eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete. Im Gegensatz dazu war das internationale Portfolio von Produktionsunterbrechungen in Libyen und Neuseeland betroffen, womit die Produktion insgesamt unter dem Niveau des Vorjahrs blieb. Mit der Akquisition von Beteiligungen in Norwegen und Großbritannien von Statoil wurde die OMV Position in der für den Konzern als Wachstumsregion definierten Nordsee-Region weiter gestärkt. 2013 war neuerlich ein erfolgreiches Explorationsjahr. Der Ölfund Wisting eröffnete neues Explorationspotenzial in der Barentssee. Der Eintritt in Sub-Sahara-Afrika wurde durch Farm-In-Vereinbarungen in Madagaskar und Gabun gesichert.

Portfolio in der Nordsee-Region gestärkt

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSSE) hat in E&P höchste Priorität

Die Lost-Time Injury Rate (LTIR) in E&P sank im Jahresvergleich geringfügig und lag Ende 2013 bei 0,66. E&P musste 2013 bedauerlicherweise zwei tödliche Arbeitsunfälle beklagen. Der HSSE-Fokus wurde 2013 weiter verstärkt. Beginnend mit 2013 werden alle Zwischenfälle mit hohem Schadenspotenzial vom Senior Management untersucht. Weitere Schwerpunktbereiche bei der Verbesserung der HSSE-Leistungen sind verstärkte Präsenz des Managements im Feld, Kontraktorenmanagement und Prozesssicherheit.

Finanzielle Performance

Das EBIT vor Sondereffekten fiel um 26% auf EUR 2.086 Mio (davon Petrom: EUR 1.254 Mio). Dies war vor allem auf geringere Produktionsmengen in Libyen, Großbritannien (Verkauf der Assets im Beryl-Gebiet 2012 und der geplante Produktionsstopp im Feld Schiehallion),

Österreich und Neuseeland zurückzuführen, die sich negativ auf die Verkaufsmengen auswirkten. Der durchschnittlich realisierte Ölpreis in USD des OMV Konzerns stieg um 1%, der durchschnittlich realisierte Gaspreis um 10%. Die Explorationsaufwendungen stiegen, hauptsächlich getrieben durch den Erwerb von Lizenzen in Norwegen, Abschreibungen in Verbindung mit der Rückgabe von einigen Explorationsblöcken sowie höheren Explorationsaufwendungen für Bohrungen in Rumänien, um 5% auf EUR 513 Mio in 2013. Mit insgesamt EUR 4.431 Mio lagen die Investitionen von E&P um 177% über dem Wert von 2012, was im Wesentlichen auf die Akquisition der Statoil-Assets (USD 2,65 Mrd) zurückzuführen war. Die Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –96 Mio betrafen vor allem Abschreibungen von Vermögenswerten in der Region Kurdistan im Irak und Tunesien. Damit verringerte sich das EBIT auf EUR 1.990 Mio (davon Petrom: EUR 1.251 Mio), ein Rückgang um 27% gegenüber 2012.

2013 2012 D
Bereichsumsatz in EUR Mio 5.378 6.075 –11%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio 1.990 2.743 –27%
EBIT vor Sondereffekten in EUR Mio 2.086 2.824 –26%
Investitionen in EUR Mio 4.431 1.598 177%
Produktion in Mio boe 105,0 111,1 –6%
Produktionskosten exkl. Lizenzgebühren in USD/boe 14,0 12,8 9%
Sichere Reserven zum 31. Dezember in Mio boe 1.131 1.118 1%

Auf einen Blick

Die Produktion lag 2013 vor allem aufgrund von Unruhen in Libyen sowie operativen Problemen in Neuseeland und Österreich unter dem Niveau von 2012. Sowohl in Rumänien als auch im Jemen verzeichnete OMV eine bessere Produktionsperformance als in 2012. Die Produktion von Erdöl, NGL und Erdgas sank um 6% auf 105,0 Mio boe. Im Schnitt belief sich die Förderrate auf 288 kboe/d.

In Rumänien wurde erstmals seit der Akquisition von Petrom in 2004 ein Anstieg der Produktion im Jahresvergleich verzeichnet – im Schnitt lag die Förderrate um 1 kboe/d höher als 2012. In Österreich war die Produktion von Stürmen und Überschwemmungen sowie technischen Problemen beeinträchtigt und lag mit 34,6 kboe/d unter dem Vorjahresniveau. Im internationalen Portfolio war die Produktion insgesamt niedriger als im Vorjahr. In Libyen wurde die Produktion während des Jahres mehrmals unterbrochen, lag aber bei voller Leistung weiterhin auf dem Vorkrisenniveau. In Großbritannien wurde die Produktion in Schiehallion im Rahmen der Feldneuentwicklung planmäßig gestoppt, und in Neuseeland kam es auf dem FPSO-Schiff Raroa zu technischen Problemen, die zu einer fünfmonatigen Produktionsunterbrechung führten. In Pakistan gingen die Feldentwicklungen Mehar und Latif gegen Jahresende in Produktion und wurden erfolgreich hochgefahren. Im Jemen war die Produktion trotz der unbeständigen Sicherheitslage im Jahresverlauf weitgehend konstant, womit sich die Förderleistung gegenüber 2012 verdoppelte. Im November verzeichnete OMV die erste Produktion in Norwegen aus dem Feld Gullfaks. In den letzten beiden Monaten des Jahres lag der Netto-Förderanteil von OMV im Schnitt bei etwas mehr als 27 kboe/d.

Die Produktionskosten/boe exklusive Lizenzgebühren (OPEX) stiegen um 9% auf USD 14,0 (2012: USD 12,8). Die Erhöhung war vor allem auf das niedrigere Produktionsniveau zurückzuführen.

Erfolgreiches Explorationsjahr

2013 wurden 33 Explorationsbohrungen (davon 26 abgeschlossen) in neun verschiedenen

Ländern, von Neuseeland bis Norwegen, niedergebracht. 65% der Bohrungen erfolgten unter Betriebsführerschaft von OMV, die Erfolgsquote der Explorationsbohrungen betrug 46% (2012: 61%). Die Mehrheit der Erweiterungsbohrungen wurde auf dem rumänischen Festland niedergebracht. 2013 wurden drei signifikante Explorationsbohrungen durchgeführt; bedeutend war der Wisting Ölfund (200 bis 500 Mio bbl förderbares Öl in der Lizenz) in Norwegen, der ein neues Explorationspotenzial in der Barentssee eröffnete. Der Fund Zola-1 in Australien wurde mit der Bohrung Bianchi-1 erfolgreich bestätigt. Vor der rumänischen Schwarzmeerküste wurde 2013 eine Tiefwasser-3D-Seismik-Kampagne abgeschlossen, und die Evaluierung des Fundes Domino und des zusätzlichen Potenzials im Neptun-Block wird kontinuierlich vorangetrieben. Mit signifikanten Chancen in dieser Lizenz sowie in den jüngst erworbenen angrenzenden Explorationsflächen in den Nachbarländern Bulgarien und der Ukraine ist das Schwarze Meer ein wichtiger Schwerpunkt der Explorationsaktivitäten in den kommenden Jahren. In Bulgarien wurden 7.740 km² Seismik akquiriert, und die weitere Evaluierung des Blocks Han-Asparuh wird es ermöglichen, die Position von Explorationsbohrungen festzulegen. Außerdem akquirierte OMV erfolgreich substanzielle neue Explorationsflächen in Norwegen und den Färöer Inseln. In Sub-Sahara-Afrika wurden Explorationsmöglichkeiten untersucht und Explorationsflächen in Madagaskar und Gabun akquiriert.

Die sicheren Öl- und Gasreserven (1P) per

  1. Dezember 2013 betrugen 1.131 Mio boe (davon Petrom: 728 Mio boe), die sicheren und wahrscheinlichen Öl- und Gasreserven (2P) beliefen sich auf 1.916 Mio boe (davon Petrom: 1.025 Mio boe). Die Reserven-Ersatzrate (RRR) für das Einzeljahr 2013 belief sich auf 113%. Die Reserven-Ersatzrate im 3-Jahres-Durchschnitt betrug 2013 93% (2012: 79%). In Rumänien und Österreich sank die RRR im 3-Jahres-Durchschnitt auf 49% (2012: 60%). Im internationalen Portfolio stieg die RRR im 3-Jahres-Durchschnitt unter Einschluss der Reserven aus den jüngsten Akquisitionen in Norwegen und Großbritannien

Erstmaliger Produktionsanstieg in Rumänien gegenüber dem Vorjahr seit Petroms Privatisierung 2004

Reserven-Ersatzrate von 113% für das Einzeljahr 2013

auf 203% (2012: 122%). Auf Basis der 2P-Reserven wurden 2013 241% der Produktion ersetzt, woraus ersichtlich wird, dass sich das Entwicklungsportfolio weiter verbessert.

OMV Kernländer Rumänien und Österreich

In Rumänien erreichte die durchschnittliche Förderleistung 171,4 kboe/d (2012: 170,5 kboe/d), womit die Produktion 2013 erstmals seit der Privatisierung in 2004 gegenüber dem Vorjahr zunahm (plus 0,53% gegenüber 2012). Der Rückgang der Inlandsproduktion von Petrom wurde erfolgreich durch Initiativen zur Optimierung der Produktion wettgemacht. Der Umfang der Bohraktivitäten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr signifikant – 2013 wurden 169 Bohrungen abgeteuft, 2012 118 Bohrungen.

Feldneuentwicklungsprojekte massiv vorangetrieben

Im Verlauf des Jahres wurden die Feldneuentwicklungsprojekte massiv vorangetrieben. Petrom brachte vier Feldneuentwicklungsprojekte in die Durchführungsphase, zwei weitere profitieren nun von Erkenntnissen, die bereits 2012 im Zuge multidisziplinärer Workshops eingebracht

wurden. Die Arbeiten zur Optimierung der Gasförderanlagen und zur Modernisierung von oberirdischen Anlagen und Ausrüstungen in ausgewählten größeren Feldern wurden kontinuierlich fortgeführt. Die Produktion der PEC (Production Enhancement Contract) Standorte Ticleni, Turnu und Timis mit insgesamt 31 Feldern stieg 2013 auf insgesamt 9,6 kboe/d.

Das größte 3D-Seismik-Programm im rumänischen Teil des Schwarzen Meeres, mit 6.000 km² im Tiefwassersektor und zusätzlichen 1.600 km² im Flachwasserbereich des Neptun-Blocks, wurde abgeschlossen. Die Seismik-Akquisition im Tiefwasser wurde von Petrom für die Joint-Venture-Partner durchgeführt. Es wurden wichtige Schritte gesetzt, um zusätzliche Explorationslizenzen in den an den Neptun-Block angrenzenden Tiefwasserbereichen sicherzustellen. Die Verhandlungen über den Tiefwasser-Explorationsblock Skifska in der Ukraine wurden 2013 fortgesetzt. Die Farm-Out-Vereinbarung mit Repsol für die tiefen Schichten der Onshore-Lizenzen im Bereich der Karpaten wurde abgeschlossen, die Ergebnisse

der seismischen Messungen werden gemeinsam evaluiert und mögliche Explorationsbohrungen identifiziert.

Die Produktionskosten in Rumänien verringerten sich 2013 aufgrund erfolgreicher Sparmaßnahmen auf RON/boe Basis um 4%. Auf USD/boe Basis blieben sie weitgehend unverändert.

In Österreich verringerte sich die Produktion 2013 auf 34,6 kboe/d (2012: 38,0 kboe/d). Dieses Niveau ist sowohl auf geplante als auch ungeplante Unterbrechungen zurückzuführen. Während der Stillstand in der Sauergasanlage Aderklaa geplant war, waren mehrere Produktionsstandorte von Überschwemmungen betroffen, die Stromausfälle zur Folge hatten. Technische Probleme in den oberirdischen Anlagen führten zum Verlust einer wichtigen Förderung im Feld Ebenthal. Für drei Projekte wurde 2013 die finale Investitionsentscheidung getroffen. Ein wichtiger Schritt war die erfolgreiche Abteufung der Horizontalbohrung in Bockfließ. Die Investitionen erhöhten sich gegenüber 2012, in erster Linie aufgrund des Wasseraufbereitungsprojekts, das sich in der Durchführungsphase befindet. Das Pilotprojekt, bei dem Polymer in den 8. Torton-Horizont injiziert wird, um die Entölungs-Effizienz zu erhöhen, wurde fortgeführt und es wurden Spuren von Polymer an einer Ölfördersonde festgestellt.

Internationales OMV Portfolio

In Norwegen hat OMV das Portfolio durch die Akquisition acht neuer Explorationslizenzen signifikant erweitert, sechs davon in der 22. Lizenzierungsrunde, die höchste Zuteilung für ein nichtnorwegisches Unternehmen. Explorationsbohrungen unter Betriebsführerschaft von OMV führten zum Ölfund Wisting, der ein neues Explorationspotenzial in der Region eröffnete. OMV erwarb zwei Beteiligungen von Statoil: Einen 19%-Anteil am produzierenden Feld Gullfaks und einen 24%-Anteil am Feld Gudrun, das voraussichtlich in Q1/14 in Produktion gehen wird. Ebenfalls erworben wurden zwei Explorationslizenzen, die den Fund Luno 2 beinhalten. Die Akquisition wurde am 31. Oktober abgeschlossen und trug im November und Dezember ca. 27 kboe/d zur Produktion bei. Das Zidane-Projekt befindet sich in der FEED-Phase (Front End Engineering und Design). Nach einer 2012 in der Zidane 2-Struktur niedergebrachten Explorationsbohrung wurden die Schätzungen der Vorkommen nach oben korrigiert. Der Bau der weltweit größten schwimmenden Spar-Förderplattform für das Projekt Aasta Hansteen geht voran. OMV beteiligt sich auch an einer neuen Pipeline von 480 km Länge, Polarled, um das Gas von Aasta Hansteen und Zidane an Land zu bringen, und am Ausbau der bestehenden Gasverarbeitungsanlage Nyhamna. Die Ölfeldentwicklung Edvard Grieg befindet sich in der Durchführungsphase, und die Errichtung des Jacket-Fundaments machte Fortschritte; die Verankerung ist für Sommer 2014 geplant. Insgesamt erweiterte OMV das Portfolio auf 31 Lizenzen (2012: 17), davon acht in Betriebsführerschaft.

In Neuseeland waren Reparaturen am Maari FPSO-Schiff (Floating Production, Storage and Offloading) Raroa erforderlich, die zu einer fünfmonatigen Produktionsunterbrechung führten. Die Reparaturen wurden jedoch sicher und erfolgreich abgeschlossen und die Produktion wurde im Dezember wieder aufgenommen. Aufgrund des Produktionsstopps in der zweiten Jahreshälfte lag die Förderleistung 2013 mit 16,5 kboe/d unter dem Niveau des Vorjahrs (2012: 19,4 kboe/d). Für das Projekt Maari Growth wurde 2013 die finale Investitionsentscheidung getroffen. Eine Hubinsel und eine Halbtaucher-Bohrinsel wurden unter Vertrag genommen, und alle Vorbereitungen für die ausgedehnte Bohrkampagne in 2014 wurden abgeschlossen.

In Australien wurde der Zola-Fund evaluiert. Im April wurde die Erweiterungsbohrung Bianchi-1 niedergebracht, die erfolgreich verlief und den Fund bestätigte. Weitere Erweiterungsbohrungen sind gegen Ende 2014 oder Anfang 2015 vorgesehen.

In Tunesien verringerte sich die Produktion auf 10,1 kboe/d (2012: 11,2 kboe/d). Der Rückgang war hauptsächlich auf die enttäuschende Lagerstättenleistung und eine teilweise erfolglose Bohrkampagne zurückzuführen. 2013 wurden die Bohraktivitäten fortgesetzt und die erfolgreiche Erweiterungsbohrung Amani-2

Erste Produktion in Norwegen

Einstieg in Sub-Sahara-Afrika

abgeteuft. Das Front End Engineering und Design (FEED) für die Entwicklung des Gasfelds Nawara und die südtunesische Gas-Pipeline wurde abgeschlossen. Der Streckenverlauf der Pipeline wurde beschlossen und die finale Investitionsentscheidung wird für 2014 erwartet. Die Ashtart-Offshore-Anlage beging ihren 40. Jahrestag, während das Modernisierungsprojekt die Phase der mechanischen Fertigstellung erreichte.

In Libyen stieg die Produktion 2012 kontinuierlich und blieb in der ersten Jahreshälfte 2013 stabil. Die politische Situation war 2013 jedoch herausfordernd. Unruhen führten in der zweiten Jahreshälfte zu einem Produktionsstillstand im Osten sowie zu mehreren Produktionsunterbrechungen im Westen. Im Schnitt fiel ein Drittel der Produktion aus, was 2013 zu einer Förderleistung von 21,6 kboe/d führte (2012: 29,5 kboe/d). 2013 wurden wieder Explorationsaktivitäten aufgenommen, und im Oktober wurde der erste Ölfund seit der Revolution verzeichnet.

In Großbritannien betrug die Produktion von OMV 1,7 kboe/d (2012: 7,1 kboe/d). Der Rückgang ergab sich durch den geplanten Produktionsstopp in Schiehallion im Rahmen der Neuentwicklung des Feldes mit einem neuen FPSO-Schiff, das 2016 die Produktion aufnehmen soll. Im Zuge der Akquisition der Assets von Statoil hat OMV die Beteiligungen an den Entwicklungsprojekten Schiehallion und Rosebank auf ca. 11,8% bzw. 50% erhöht. Die Rosebank Feldentwicklung wird derzeit optimiert, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts zu verbessern; die finale Investitionsentscheidung ist vorläufig für 2015 geplant (Einschätzung von OMV). Die Funde Cambo und Tornado werden als gemeinsames Entwicklungsprojekt weiter evaluiert. Das Feldentwicklungsprojekt Jackdaw im zentralen Nordseebereich ist auf Kurs, die finale Investitionsentscheidung ist für 2016 und der Beginn der Gasförderung für 2019 geplant. OMV erwarb auch zusätzliche Explorationslizenzen auf den Färöer Inseln, wo 2014 zwei signifikante Explorationsbohrungen vorgesehen sind.

2013 markierte den Einstieg von OMV in Sub-Sahara-Afrika. Madagaskar war mit der Akquisition eines 40%-Anteils am Explorationsblock Grand Prix der erste Schritt. 2014 wird die Betriebsführerschaft für diesen Block übernommen werden. Eine zweite Farm-In-Vereinbarung (vorbehaltlich des Closings) ermöglichte OMV den Erwerb von Beteiligungen von 10% bzw. 30% an vier Offshore-Blöcken vor der Küste von Gabun; für 2014 sind vier signifikante Explorationsbohrungen geplant.

In Pakistan lag die Gesamtproduktion mit 11,0 kboe/d unter jener des Vorjahrs (2012: 12,8 kboe/d), doch sind Schlüsselprojekte sowie Explorations- und Entwicklungsaktivitäten im Gange, um diesen Produktionsrückgang wettzumachen. Im Oktober wurde nach einer Umsetzungsphase von nur einem Jahr die Entwicklung des Feldes Latif mit der Abteufung von vier Bohrungen und der Errichtung einer 50 km langen Pipeline zur Verbindung dieser Bohrungen mit der Sawan-Aufbereitungsanlage abgeschlossen. Im November wurde die Gas- und Kondensataufbereitungsanlage im Feld Mehar in Betrieb genommen, die Produktion begann Ende des Jahres. Die Feldentwicklung umfasste die Niederbringung und den Abschluss zusätzlicher Förderbohrungen sowie den Bau einer zentralen Gas- und Kondensataufbereitungsanlage. Die Explorationsbohrung Sofiya-2 stieß auf Gas und Kondensat im Mehar-Block. Die Vorkommen wurden durch Tests bestätigt und bestehen aus 18 Mio scf/d Gas und 1.550 bbl/d Kondensat (zusammen 4.500 boe/d brutto). Weitere Evaluierungstätigkeiten sind vorgesehen, um das Ausmaß des Fundes zu bestimmen.

Im Jemen war die Sicherheitssituation 2013 weiter unbeständig. Eine Reihe von Sabotageanschlägen auf die Pipeline führte zu mehreren Produktionsstopps. Im Schnitt betrug die Förderleistung 2013 jedoch 4,8 kboe/d (2012: 2,1 kboe/d). Ein wichtiger Schritt für das Feld Habban war die erfolgreiche Wiederaufnahme der Durchführung des Projekts, das die Errichtung der zentralen Verarbeitungsanlage sowie Bohr- und Workover-Aktivitäten umfasst. Die Sicherheitsmaßnahmen vor Ort wurden erheblich verstärkt: Mehrere Verteidigungsbarrieren wurden rund um den Bereich der operativen Aktivitäten errichtet und eine Flugpiste innerhalb des geschützten Gebiets gebaut. Zur Begrenzung des finanziellen Risikos werden die Investitionen auf den durch die aktuellen Aktivitäten finanzierbaren Umfang beschränkt.

Nach dem Ölfund im Feld Bina Bawi in der Region Kurdistan im Irak konnte im März 2013 dahingehend die Wirtschaftlichkeit erklärt werden. Ausgedehnte Fördertests der Erweiterungsbohrungen ergaben wesentlich kleinere Mengen von Erdöl, aber ein signifikant höheres Sauergas-Potenzial. Im dritten Quartal wurde entschieden, die Erschließung der Gasvorkommen zu priorisieren und die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Nutzung des Gases zu analysieren. Pearl Petroleum Company Limited erzielte 2013 neuerlich eine Bruttoproduktion von 68,8 kboe/d (2012: 68,1 kboe/d). OMV ist zu 10% an dem Unternehmen beteiligt (At-Equity konsolidiert).

In Kasachstan fiel die Produktion 2013 auf 11,2 kboe/d (2012: 12,2 kboe/d). 2013 wurde mit der Wasserinjektion im Feld Komsomolskoe begonnen, um den Lagerstättendruck zu erhöhen. Die Tasbulat Oil Company führte das Bohrprogramm zur Neuentwicklung der Felder Tasbulat, Turkmenoi und Aktas weiter.

Nachdem die erste Upstream-Position in den Vereinigten Arabischen Emiraten 2012 durch eine Vereinbarung über das Sauergas- und Kondensatfeld Shuwaihat sichergestellt wurde, unterzeichnete OMV im Juni 2013 eine Vereinbarung über die Öl- und Gasexploration im Osten von Abu Dhabi. OMV und die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) werden ein hochmodernes Explorationsprogramm durchführen, das Seismik-Studien und Explorationsbohrungen beinhaltet. Im Fall eines Erfolgs des Explorationsprogramms beabsichtigen ADNOC und OMV, die potenziellen Funde gemeinsam zu erschließen. Die Vereinbarung über die Explorationsaktivitäten gilt für vier Jahre.

Explorationsvereinbarung für Abu Dhabi unterzeichnet

Produktion 2013
Erdöl und NGL
in Mio bbl
in bcf Erdgas 1)
in Mio boe
Gesamt
in Mio boe
Rumänien 2) 28,6 183,2 33,9 62,5
Österreich 5,7 41,8 7,0 12,6
Nordwesteuropa, Afrika und Australasien 3) 15,3 27,3 4,6 19,9
Mittlerer Osten und Kaspische Region 2), 4) 5,3 27,6 4,6 9,9
Gesamt 54,9 279,9 50,0 105,0
Sichere Reserven zum 31. Dezember 2013
Erdöl und NGL
in Mio bbl
in bcf Erdgas 1)
in Mio boe
Gesamt
in Mio boe
Rumänien 2) 369,6 1.824,6 337,9 707,5
Österreich 47,5 301,2 50,2 97,7
Nordwesteuropa, Afrika und Australasien 3) 189,1 528,8 88,1 277,2
Mittlerer Osten und Kaspische Region 2), 4) 28,1 122,0 20,3 48,4
Gesamt 634,3 2.776,7 496,5 1.130,9

1) Für die Umrechnung von Gas in scf auf boe wurde in allen Ländern folgender Faktor verwendet: 1 boe = 6.000 scf; Ausnahme ist Rumänien,

wo folgender Faktor verwendet wurde: 1 boe = 5.400 scf

2) Da OMV zu 51% an Petrom beteiligt ist, wird Petrom vollkonsolidiert; die Vermögenswerte und Ergebnisse von Petrom sind daher zu 100% in den Zahlen

berücksichtigt 3) Region besteht aus Tunesien, Libyen, der Türkei, Norwegen, Großbritannien, den Färöer Inseln, Madagaskar, Neuseeland und Australien und inkludiert Länder mit ausschließlich Explorationsaktivitäten

4) Region besteht aus Pakistan, dem Jemen, der Region Kurdistan im Irak, Kasachstan, Bulgarien, der Ukraine und den Vereinigten Arabischen Emiraten und inkludiert Länder mit ausschließlich Explorationsaktivitäten

Gas und Power

Für den Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) blieb das Marktumfeld insgesamt herausfordernd, dennoch wurden 2013 die ersten Meilensteine bei der Steigerung der Rentabilität erreicht. Der Bereich Supply, Marketing und Trading schloss die Neuverhandlung des langfristigen Gasbezugsvertrags mit Statoil ab, erreichte eine Übergangsvereinbarung mit Gazprom und verbesserte so die Wettbewerbsposition. Im Bereich Power nahm das Gaskraftwerk Samsun in der Türkei erfolgreich den kommerziellen Betrieb auf. Der Gas Logistik-Bereich implementierte ein Entry/Exit-System einschließlich eines neuen Tarifsystems in Österreich. Der Central European Gas Hub verzeichnete eine wesentliche Steigerung des Börsehandelsvolumens.

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSSE)

Langfristige Gasbezugsverträge angepasst

HSSE spielt in G&P eine entscheidende Rolle. In den letzten Jahren war eine positive Entwicklung zu verzeichnen. 2013 wurde die Unfallhäufigkeit je eine Mio Arbeitsstunden (LTIR) um 23% gegenüber 2012 verringert und der Fokus auf HSSE insgesamt verstärkt. Im Vergleich zu 2012 hat Gas Connect Austria (GCA) die LTIR um 80% verringert, die Zahl der Beobachtungen, Gefährdungen und Beinaheunfälle hat sich mehr als verdoppelt und es wurde ein neues Reporting Tool implementiert. OMV entwickelte einen Aktionsplan für das Gaskraftwerk Samsun, um eine bessere Sicherheitsperformance zu gewährleisten und gleichzeitig den Übergang von der Errichtungszur Betriebsphase zu unterstützen. Schwerpunkte für 2014 sind eine weitere Verbesserung der Sicherheitsperformance, sichtbares Engagement, Führungsqualität, Kontraktoren- und Risikomanagement, Entwicklung der HSSE-Kompetenzen sowie eine Erhöhung des Risikobewusstseins.

Finanzielle Performance

Das EBIT vor Sondereffekten fiel um 25% auf EUR 137 Mio gegenüber EUR 184 Mio in 2012, hauptsächlich aufgrund niedrigerer Erdgas-Margen sowie von Kundenverträgen nicht gedeckten Gasspeicherkosten. Das EBIT fiel auf EUR 1 Mio gegenüber EUR 43 Mio in 2012 aufgrund von Sondereffekten in Höhe von EUR –137 Mio, die

vor allem die Wertberichtigung des Gasspeichers Etzel in Deutschland betrafen. Im Bereich Supply, Marketing und Trading verringerte sich das Gasverkaufsvolumen gegenüber 2012 um 3%. Das Ergebnis von EconGas war geringfügig positiv, eine Folge der neuverhandelten langfristigen Gasbezugsverträge, einer verbesserten Position am Gate LNG Terminal sowie verringerter Logistikkosten. Bei Petrom blieben die Gasverkaufsmengen mit einem Plus von 1% gegenüber 2012 relativ stabil. Die Margen lagen jedoch unter dem Vorjahresniveau. In der Türkei verkaufte OMV 2013 rund 12 TWh Erdgas und LNG. Die Abwertung der türkischen Lira gegenüber dem US-Dollar führte zu höheren Gasbezugskosten, weshalb die Erdgas-Margen in der Türkei unter dem Niveau von 2012 lagen. Im Gas Logistik-Geschäft verringerte sich der Ergebnisbeitrag des Speichergeschäfts aufgrund von Tarif- und Kapazitätsreduktionen für laufende Gasspeicherverträge signifikant. Im Erdgas-Transportgeschäft verbesserte sich das Ergebnis vor allem wegen der Inbetriebnahme der Erweiterung der West-Austria-Gas Pipeline im Jänner 2013. Der Bereich Power verzeichnete eine Nettostromerzeugung von 4,34 TWh, die hauptsächlich auf das Gaskraftwerk Brazi (Rumänien) sowie auf das Gaskraftwerk Samsun (Türkei), das im Juni 2013 den Betrieb aufnahm, entfielen. Die Performance des Bereichs Power litt jedoch unter einem ungünstigen Marktumfeld.

Auf einen Blick
2013 2012 D
Bereichsumsatz in EUR Mio 12.236 11.883 3%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio 1 43 –99%
EBIT vor Sondereffekten in EUR Mio 137 184 –25%
Investitionen in EUR Mio 270 351 –23%
Verkaufsmengen Erdgas in TWh 425 437 –3%
Verkaufte Gastransportmengen Entry/Exit in TWh 1.664 n.a.
Verkaufte Speichermengen in Mrd m³ 2,5 2,4 4%

Gas Logistik

Das Jahr 2013 war von der Umsetzung des Dritten Energiepakets in Österreich, von bedeutenden Entscheidungen über die Transportroute für Erdgas aus Aserbaidschan und einer signifikanten Änderung des Produktportfolios für Speicherkunden geprägt.

Im Erdgas-Transportgeschäft wurde in Österreich per 1. Jänner 2013 ein neues Gasmarktmodell eingeführt. Die Kernelemente des Modells sind im österreichischen Gaswirtschaftsgesetz 2011 und in der Gas-Marktmodell-Verordnung 2012 festgelegt, die zur Umsetzung des Dritten Energiepakets beschlossen wurden. Insbesondere der Wechsel von Punkt-zu-Punkt-Transporten zu einem nationalen Entry/Exit-System stellte einen radikalen Paradigmenwechsel in der österreichischen Gaslogistik dar. Ein neues Entry/Exit Tarifsystem für den Gastransport trat am 1. Jänner 2013 in Kraft. Auf Grundlage der neuen Berechnungsmethode betrugen die verkauften Transportmengen 1.664 TWh. Im Rahmen des neuen Marktmodells übernimmt Gas Connect Austria (GCA) zusätzlich

zu der Rolle als unabhängiger Fernleitungsnetzbetreiber (ITO) auch die Funktion des Marktgebietsmanagers (MGM) für das Marktgebiet Ost. Der MGM registriert Marktteilnehmer im System, koordiniert Gasflüsse innerhalb des Landes, sorgt für die Abstimmung mit den Stakeholdern, nimmt die "ex-ante"-Bilanzierung vor und trägt daher eine zentrale Verantwortung für die Versorgungssicherheit. Im Zuge der strukturellen Umgestaltung der österreichischen Fernleitungsnetzbetreiber, ausgelöst durch die Verordnung (EG 715/2009) zum Dritten Energiepaket, erwarb die OMV Aktiengesellschaft einen 49%-Anteil an der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H. (BOG). Zudem verkaufte GCA 49% ihres Anteils an der AGGM Austrian Gas Grid Management AG an verschiedene österreichische Verteilergesellschaften. Das Pipelineprojekt "Bidirectional Austrian – Czech Interconnector (BACI)" wurde von der Europäischen Union auf die offizielle Liste der Vorhaben von gemeinsamem Interesse aufgenommen. PRISMA, die neue europäische Online-Handelsplattform für Erdgas-Transportkapazitäten, die von GCA gemeinsam

mit anderen europäischen Fernleitungsnetzbetreibern als bedeutender Schritt in Richtung eines integrierten europäischen Gasmarkts gegründet wurde, startete am 1. April 2013 erfolgreich ihre Auktionstätigkeit. Seither auktioniert GCA alle ihre Kapazitäten an den grenzüberschreitenden Entry/Exit-Punkten auf PRISMA und steigerte ihre Kundenbasis um 36%. PRISMA wird im integrierten Gasmarkt der Europäischen Union eine wachsende Rolle spielen.

Das Nabucco West Gaspipeline-Projekt wurde im Juni 2013 nicht vom Shah Deniz II-Konsortium dazu ausgewählt, kaspisches Erdgas nach Europa zu transportieren. Daher stellten alle Nabucco-Gesellschaften ihre Aktivitäten ein. Weitere internationale Gastransportprojekte wurden entwickelt, um die technisch besten und wirtschaftlichsten Infrastrukturlösungen für die Verbindung von OMV Standorten mit Eigengasproduktion mit den Zielmärkten bereitzustellen. 2013 konzentrierten sich die Aktivitäten auf die Region Nordwesteuropa, wo OMV mehrere Beteiligungen an Öl- und Gasfeldern erworben hat. G&P hat den Geschäftsbereich E&P im Prozess der Akquisition von Beteiligungen an Gasfeldern bei Analysen in Zusammenhang mit der Gas-Infrastruktur unterstützt. Dabei handelte es sich hauptsächlich um zwei Öl- und Gasfelder in Norwegen (Gullfaks und Gudrun) sowie zwei Öl- und Gasfelder in Großbritannien (Schiehallion und Rosebank). Gleichzeitig arbeiten Teams von wirtschaftlichen und technischen Experten gemeinsam mit E&P Norwegen an der Realisierung des norwegischen Pipelineprojekts Polarled, das sich in der Durchführungsphase befindet. Das Projekt, das die Errichtung einer Offshore-Pipeline von 480 km Länge und eine Erweiterung einer bestehenden Gasanlage in Norwegen umfasst, wird es OMV ermöglichen, Erdgas aus Eigenförderung aus den Feldern Aasta Hansteen und Zidane nach Europa zu transportieren.

2013 verzeichnete das Speicher-Geschäft infolge des ersten Betriebsjahrs des Speichers Etzel (Start im April 2013) einen Anstieg der verkauften Speichermengen um 4% auf 2,5 Mrd m³. Das Marktumfeld blieb herausfordernd, da ein Überangebot an allen europäischen Handelszentren

die Nachfrage nach zusätzlichen Speicherkapazitäten senkte. Die Sommer/Winter-Spreads verringerten sich in 2013 weiter. Trotz des schwierigen Marktumfelds wurden alle verfügbaren Kapazitäten des Speichers Etzel verkauft. In Österreich bot OMV den Speicherkunden in Reaktion auf das aktuelle Marktumfeld die Option an, gebuchte und gebündelte Kapazitäten in eine neue Bündelstruktur umzuwandeln, was zu einer Tarifreduktion für die Kunden führte. Die zurückgegebenen Kapazitäten wurden über zwei Auktionen für das verbleibende Speicherjahr 2013/2014 sowie für das Speicherjahr 2014/2015 verkauft.

2013 vervierfachte sich das Börsehandelsvolumen des Central European Gas Hub (CEGH) auf 13,2 TWh gegenüber 3,1 TWh in 2012. Das Gashandelsvolumen auf dem OTC-Markt belief sich auf insgesamt 393 TWh. Im Rahmen des neuen österreichischen Gasmarktmodells ist CEGH Betreiber des neu eingerichteten virtuellen Handelspunkts in Österreich. Am 9. Dezember 2013 startete CEGH in Kooperation mit dem tschechischen Partner PXE (Power Exchange Central Europe) den Czech Gas Futures Markt, der den Handel von Derivativprodukten mit physischer Lieferung am tschechischen virtuellen Handelspunkt ermöglicht.

Supply, Marketing und Trading

Die Erdgas-Verkaufs- und Handelsmengen verringerten sich auf insgesamt 425 TWh, ein Rückgang um 3% gegenüber 2012, der in erster Linie auf eine geringere Nachfrage von Industrieund Kraftwerkskunden zurückzuführen war. Im November 2013 startete OMV Trading die Vermarktung von Gas aus Eigenförderung aus der norwegischen Nordsee durch Verkaufs- und Handelsaktivitäten in den Marktgebieten Title Transfer Facility (TTF, Niederlande) und NetConnect Germany (NCG, Deutschland). Der Marktzugang wurde durch bereits bestehende Pipeline-Verbindungen zu den niederländischen und deutschen Gasmärkten sowie durch Speicheranlagen von OMV in Deutschland ermöglicht. Das Ergebnis von EconGas verbesserte sich 2013 aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen. Die Anpassung des langfristigen Gasbezugsvertrags mit Statoil sowie die Übergangsvereinbarung mit Gazprom

CEGH vervierfachte das Börsehandelsvolumen

Gaskraftwerk Samsun

Export für den langfristigen Erdgasbezug haben EconGas ermöglicht, die Wettbewerbsposition zu verbessern. Weiters wurde die Performance des LNG-Geschäfts durch Umleitungen, Umladungen und "In-Tank"-Geschäfte verbessert. Das allgemeine Marktumfeld bleibt jedoch aufgrund des anhaltend hohen Margendrucks herausfordernd, obwohl sich die Spannen zwischen langfristigen, ölpreisgebundenen Vertragspreisen und Hubpreisen 2013 weiter verringert haben. Mit Aktivitäten in Österreich, Deutschland, Italien, Ungarn, Kroatien sowie an internationalen Handelszentren erzielte EconGas ein Gesamtverkaufsvolumen von 343 TWh (minus 9% gegenüber 2012), das sich aus Handelsmengen von 266 TWh und Verkaufsmengen von 76 TWh zusammensetzte.

Bei Petrom blieben die Gasverkaufsmengen mit einem Anstieg um 1% gegenüber 2012 auf 53 TWh relativ stabil, obwohl der geschätzte Erdgasverbrauch in Rumänien um 8% schrumpfte. Die höheren Gasverkaufsmengen von Petrom waren hauptsächlich auf die Integration des Gaskraftwerks Brazi in die Gaswertschöpfungskette zurückzuführen. Die Liberalisierung der Gaspreise in Rumänien, die für die Nicht-Privathaushalte im Februar 2013 und für Privathaushalte im Juli 2013 begann, wurde bisher planmäßig implementiert. Der regulierte Gaspreis für Inlandsgas erhöhte sich im Verlauf des Jahres gegenüber dem Ausgangswert von RON 45,71/MWh um 49% für Nicht-Privathaushalte und um 9% für Privathaushalte bis Ende 2013.

In der Türkei erhöhten sich die Verkaufsmengen von Erdgas und LNG 2013 geringfügig um 3% auf 12 TWh. Zudem gelang mit Handelsaktivitäten und über Großhandelsmärkte der Start der Vermarktung der Stromerzeugung des Gaskraftwerks Samsun.

Power

Der Bereich Power sicherte OMV weiterhin eine zusätzliche Vermarktungsform für Erdgas. Im Juni 2013 nahm das Gaskraftwerk Samsun in der Türkei den Betrieb auf, womit dem türkischen Markt zusätzliche Stromkapazitäten von 870 MW aus kohlenstoffarmer, effizienter und verlässlicher Erzeugung zur Verfügung gestellt wurden. Das Gaskraftwerk Brazi (860 MW) in Rumänien hat den rumänischen Markt weiter mit Strom aus kohlenstoffarmer Erzeugung versorgt und seine Bedeutung für die Stromversorgung in Rumänien als zuverlässiger Stromlieferant mit rascher Reaktionszeit bewiesen. Der 45 MW-Windpark Dorobantu in Rumänien hat den Markt mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt. In Österreich wurde die Abwärmenutzungsanlage in Weitendorf mit einer Kapazität von 16 MW weiter betrieben und ermöglichte den Betrieb der Erdgaskompressorstation mit geringeren CO2 - Emissionen. Die Nettostromerzeugung in 2013 belief sich insgesamt auf 4,34 TWh, die hauptsächlich auf die Kraftwerke Samsun und Brazi entfielen. Mit den erzielten Verfügbarkeitsgraden gehören beide Gaskraftwerke zum Top-Quartil der Branche.

Beginn der Liberalisierung der Gaspreise in Rumänien in 2013 Der Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) raffiniert, liefert und handelt mit Öl- und Petrochemie-Produkten mit einem geographischen Schwerpunkt in Zentralund Südosteuropa sowie in der Türkei. R&M betreibt Raffinerien in Schwechat (Österreich) und Burghausen (Süddeutschland), beide mit integrierten Petrochemie-Anlagen, sowie die Raffinerie Petrobrazi (Rumänien) und ist mit 36% an Borealis beteiligt. Im Dezember 2013 wurde eine Vereinbarung zum Verkauf des 45%-Anteils am Raffinerieverbund Bayernoil unterzeichnet. OMV verfügt (exklusive Bayernoil) über eine Jahres-Raffineriekapazität von 17,4 Mio t (360.000 bbl/d). Das Tankstellennetz beinhaltet rund 4.200 Tankstellen in elf Ländern mit einem starken Markenportfolio: "OMV" in allen Ländern außer der Türkei und Moldawien, "Petrom" in Rumänien und Moldawien, "Petrol Ofisi" in der Türkei und "Avanti" in Österreich. Mit einem hochqualitativen integrierten Asset-Portfolio, branchenführenden Verfügbarkeits- und Auslastungsraten sowie starken Marken ist OMV in ihren Märkten vorteilhaft positioniert.

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSSE)

R&M fokussiert kontinuierlich auf eine Verbesserung der HSSE-Prozesse, gemeinsam mit den eigenen Mitarbeitern als auch mit jenen der Kontraktoren. Zusammen mit einer erfolgreichen Integration von Petrol Ofisi, wo die HSSE-Prozesse nun den Standards des OMV Konzerns entsprechen, sowie einer sichtlichen Verbesserung bei Petrom erzielte R&M die bisher beste Sicherheits-Performance mit einer Unfallhäufigkeit (LTIR) von 0,25 sowohl bei Mitarbeitern als auch Kontraktoren. Die in den letzten Jahren vorgenommenen Investitionen in die Raffinerie Petrobrazi hatten eine starke Auswirkung auf die Energieeffizienz der Raffinerie. Der Energieverbrauch verringerte sich seit dem Jahr 2004 um mehr als 30% und wird in den kommenden Jahren weiter signifikant sinken.

Raffinerie-Kapazitätsauslastung auf 92% gestiegen

Finanzielle Performance

Das CCS EBIT vor Sondereffekten war mit EUR 462 Mio etwas geringer als die EUR 488 Mio in 2012, trotz einer signifikant geringeren OMV Referenz-Raffineriemarge, hauptsächlich durch eine bessere Performance im Marketing-Geschäft. In 2013 wurden Netto-Sondererträge

in Höhe von EUR 383 Mio verzeichnet, die im Wesentlichen auf den abgeschlossenen Verkauf von der LMG Lagermanagement GmbH in Q1/13 zurückzuführen sind. Fallende Rohölpreise über das Jahr trugen zu einem negativen CCS Effekt in Höhe von EUR –73 Mio (vs. EUR 1 Mio in 2012) bei und führten zu einem EBIT von EUR 772 Mio vs. EUR 417 Mio in 2012.

Das Raffinerie-Ergebnis war signifikant geringer im Vergleich zu 2012, hauptsächlich aufgrund der stark gefallenen OMV Referenz-Raffineriemarge von USD 3,85/bbl in 2012 auf USD 1,94/bbl in 2013, infolge geringerer Benzin- und Mitteldestillatspannen. Die OMV Referenz-Raffineriemarge Ost blieb mit USD –2,83/bbl negativ, verglichen mit dem Level von 2012 von USD –1,39/bbl.

Die gesamte Kapazitätsauslastung stieg auf 92% in 2013 im Vergleich zu 88% im Jahr 2012, welches durch den geplanten sechswöchigen Stillstand der Raffinerie Petrobrazi in Q2/12 beeinflusst wurde. Der Raffinerie-Ausstoß stieg dementsprechend um 4% im Jahresvergleich. Das Petrochemie-EBIT vor Sondereffekten stieg aufgrund höherer Ethylen- und Propylen-

Auf einen Blick
2013 2012 D
Bereichsumsatz in EUR Mio 29.384 29.608 –1%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio 772 417 85%
CCS EBIT vor Sondereffekten in EUR Mio 1) 462 488 –5%
Investitionen in EUR Mio 493 435 13%
Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte in Mio t 31,48 30,23 4%
Marketing-Verkaufsmengen in Mio t 21,36 21,48 –1%

1) Bereinigt um einmalige Sondereffekte; das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) aus den Fuels-Raffinerien und Petrol Ofisi

Margen, die die niedrigeren Butadien-Margen mehr als kompensierten, auf EUR 140 Mio (vs. EUR 102 Mio in 2012).

Jahresnominalkapazitäten der Raffinerien Mio t
Raffinerien West
Schwechat 9,6
Burghausen 3,6
Raffinerien Ost
Petrobrazi 4,2
Gesamt 17,4

Das Marketing-Ergebnis vor Sondereffekten war aufgrund höherer Margen und eines verbesserten Kostenmanagements sowohl im Retail- als auch im Commercial-Geschäft und trotz etwas geringerer Verkaufsmengen, hauptsächlich durch den Verkauf der Marketing-Tochtergesellschaften in Kroatien und Bosnien-Herzegowina, höher als in 2012.

Raffinerien und Petrochemie

2013 lag der Fokus im Raffinerie-Geschäft auf hoher Anlagenverfügbarkeit, standort- und bereichsübergreifender Integration entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie auf Kosten- und Performance-Management. Insgesamt stieg die Kapazitätsauslastung auf 92% gegenüber 88% in 2012. In den Raffinerien West lag der Auslastungsgrad bei 93%, während sich die Kapazitätsauslastung bei Petrom auf 90% gegenüber 73% im Vorjahr erhöhte, was auf den Stillstand in 2012 sowie auf höhere Verkaufsmengen zurückzuführen war. Insgesamt erhöhte sich der Raffinerie-Ausstoß 2013 um 4%.

In den Raffinerien Burghausen und Schwechat wurde ein Site-Integration-Residue-Transfer-Projekt mit dem Ziel gestartet, geringwertige Produkte durch die Nutzung der Kapazitäten bestehender Konversionsanlagen in höherwertige Produkte umzuwandeln. Zusätzlich wurden weitere Schritte gesetzt, um die Integration der Petrochemie und die Rentabilität durch die Ausschöpfung des Wertpotenzials von Naphtha-Produkten zu stärken. Die finale Investitionsentscheidung (Gesamtwert EUR 235 Mio) für den Ausbau der bestehenden Butadien-Anlage in der Raffinerie Schwechat (geplante Fertigstellung in 2014) und die Errichtung einer neuen Anlage in der Raffinerie Burghausen, die 2015 in Betrieb

gehen wird, wurde getroffen. Die Investition wird die jährliche Butadien-Produktionskapazität auf 140 kt/Jahr erhöhen.

In Petrobrazi trugen vor allem die Verbesserungen der Produktenstruktur der Raffinerie, striktes Kostenmanagement sowie die positive Auswirkung der Energieeffizienz-Programme zur operativen Performance bei. Außerdem wurde die neue Gasentschwefelungs- und Schwefelrückgewinnungsanlage Mitte des Jahres in Betrieb genommen. Im ersten Halbjahr wurde die aufgerüstete Koker-Anlage im Rahmen des Modernisierungsprogramms, das 2014 abgeschlossen werden wird, in Betrieb genommen.

Im Dezember 2013 unterzeichnete OMV eine Vereinbarung zum Verkauf des 45%-Anteils am deutschen Raffinerieverbund Bayernoil an Varo Energy B.V. Neben dem Anteil am Raffinerieverbund sind in der Transaktion auch die zugehörigen Vorräte, die Bitumenanlage in Großmehring sowie das zur Bayernoil gehörige Großkundengeschäft inkludiert. Der Verkauf markiert den Abschluss der geplanten Verringerung der jährlichen Raffineriekapazität von OMV um 4,6 Mio t auf 17,4 Mio t in den Raffinerien Schwechat, Burghausen und Petrobrazi.

Borealis

Trotz der herausfordernden Bedingungen auf dem Petrochemie-Markt verzeichnete Borealis im gesamten Jahr einen anhaltend guten Geschäftsverlauf, steigerte den Umsatz und leistete einen starken Ergebnisbeitrag. Das Borouge Joint Venture (JV) unterstützte Borealis ein starkes Ergebnis zu erzielen, obwohl das erste Quartal von Wartungsarbeiten und laufenden Vorbereitungen für die Inbetriebnahme von Borouge 3 negativ beeinträchtigt war. Borouge 3 ist ein derzeit laufendes Expansionsprojekt des Borouge JV, das die jährliche Produktionskapazität des integrierten Petrochemie-Standorts von rund 2 Mio t auf rund 4,5 Mio t erhöhen wird. Borouge ist ein JV zwischen der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC, 60%) und Borealis (40%) und ein führender Anbieter von Chemikalien und innovativen Kunststofflösungen für die Bereiche Infrastruktur, Automobil und anspruchsvolle Verpackungen. Die Strategie von Borealis –

Verkauf des Anteils an der Raffinerie Bayernoil unterzeichnet

Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit im Polyolefin-Geschäft und Stärkung der Präsenz in der Düngemittelindustrie – wurde 2013 erfolgreich fortgesetzt. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, strebt Borealis Investitionen in ihre modernsten Polyolefin-Anlagen in Europa an und kündigte an, die High Density Polyethylen- (HDPE)-Anlage in Burghausen 2014 stillzulegen. Grund dafür ist, dass die Anlage eine weniger innovative, nicht unternehmenseigene Technologie anwendet und daher eine im Vergleich zum übrigen Portfolio von Borealis deutlich schlechtere Rendite erwirtschaftet. Die abgeschlossenen Investitionen und Akquisitionen demonstrieren die Entschlossenheit von Borealis, in ihren Kernmärkten weiter zu wachsen. Die Investition von EUR 21 Mio in das C4-Projekt in Stenungsund (Schweden) zur Aufrüstung der Raffinat-1- und Raffinat-2-Linien bis März 2015

Marktanteil im Retail-Geschäft behauptet sowie die Investition von EUR 25 Mio in Porvo (Finnland) zur Ersetzung eines Heißölerhitzers im Phenol-Komplex werden die regionalen Belieferungs- und Support-Kapazitäten von Borealis durch eine höhere Energie- und Produktionseffizienz stärken. Im März 2013 wurde die Akquisition von DEXPlastomers in Geleen, (Niederlande) von DSM Nederland BV und ExxonMobil Benelux Holdings BV erfolgreich abgeschlossen. Die neue Katalysatoranlage in Linz, in der die Sirius Katalysatortechnologie von Borealis erstmals angewendet wird, wurde im Juni eröffnet; im Juli wurde der Erwerb von 100% der Anteile an GPN SA von Total sowie der Erwerb des 56,86%-Anteils von Total an Rosier SA abgeschlossen.

Marketing

Trotz einer schwachen Nachfrage in der Mehrheit der Märkte behauptete OMV den Marktanteil

im Retail-Geschäft, während die Effizienz durch eine Integration mit Downstream-Aktivitäten und eine Optimierung des Asset-Portfolios gesteigert wurde.

Eine Neuorganisation im Retail-Geschäft in 2013 führte zu einer verstärkten Dezentralisierung und zu einem stärkeren Fokus auf die Aktivitäten und Strategien in den einzelnen Ländern, womit mehr Nähe zu den lokalen Märkten und eine raschere Reaktion auf lokale Ereignisse gewährleistet wurde.

Ein besonderer Schwerpunkt in allen Ländern war ein Turnaround und eine Optimierung der schlechten Standorte im Tankstellennetz mit rund 500 betroffenen Tankstellen. Im Vergleich zur Performance in früheren Jahren wurden signifikante Verbesserungen sowohl bei Umsatz als auch Kosten erzielt. In der Mehrheit der Länder wurden die Turnarounds erfolgreich durchgeführt, wobei in der Tschechischen Republik, in Slowenien und in Serbien infolge der rückläufigen Marktentwicklung die größten Herausforderungen zu bewältigen waren.

In Österreich wird eine konsequente Zwei-Marken-Strategie verfolgt, wobei OMV Tankstellen als Premiummarke und Avanti Automatentankstellen als Diskontmarke positioniert sind. Das Ergebnis war eine starke Absatzperformance der Marke Avanti, während sie für die Marke OMV stabil blieb. In Rumänien leistete die weitere Stärkung der Zwei-Marken-Strategie, OMV und Petrom, einen starken Beitrag zur stabilen Entwicklung der Retail-Verkaufsmengen. Die Marke Petrom gewann durch die ausgedehnte Werbekampagne für den Kauf rumänischer Produkte weiter an Bekanntheit.

2013 blieb der durchschnittliche jährliche Durchsatz pro Tankstelle konzernweit gegenüber dem Vorjahr unverändert, erhöhte sich jedoch in Österreich, Bulgarien und der Türkei.

Im Commercial-Geschäft wurden die maßgeschneiderten Konzepte für Landwirtschaft, Bauwirtschaft sowie im Straßen- und Seetransportsektor optimiert, um dem Absatzrückgang entgegenzuwirken. Der Multikanal-Ansatz

(Nutzung unterschiedlicher Vertriebskanäle für unterschiedliche Commercial-Kunden) wurde im Diesel- und Aviation-Geschäft in Rumänien verbessert, womit die Profitabilität nachhaltig gestärkt wurde.

Ein starker Fokus auf Margen-Management führte zu einer signifikanten Ergebnissteigerung trotz eines anhaltend herausfordernden Marktumfelds.

Dem Aviation-Geschäft von Petrom gelang Anfang 2013 der Markteinstieg am Flughafen in Sofia (Bulgarien), womit das Angebot für internationale Kunden weiter verbessert wurde.

Im Bereich Supply und Logistik machte das Optimierungs-Programm für die Treibstoff-Terminals Fortschritte. Die Modernisierung des Terminals Bacau in Rumänien wurde im November 2013 abgeschlossen. Ziel des Programms ist, die Zahl der in Rumänien betriebenen Terminals auf sechs zu optimieren, wobei alle zu den modernsten und sichersten Terminals in Europa gehören (drei neu und drei modernisiert).

Nach einem Jahrzehnt des wirtschaftlichen Aufschwungs erlebte die türkische Wirtschaft 2013 ein schwierigeres Jahr. In diesem Umfeld und trotz starker Konkurrenz hat Petrol Ofisi erfolgreich den Umsatz gesteigert, die Marktführerschaft verteidigt und eine solide finanzielle Performance erzielt. Das Unternehmen verteidigte seine profitable Marktstellung bei weißen Produkten (Benzin, Diesel) mit einem Marktanteil von 24,6%. Durch den kundenorientierten Ansatz und die Mehrwert-Services positionierte sich Petrol Ofisi als Unternehmen, das mehr als nur ein Treibstoffhändler ist. Mit erfolgreichen Partnerschaften wurden innovative Projekte für Produkte und Dienstleistungen im Non-Oil-Geschäft realisiert. Die Nutzung von Synergiepotenzialen mit dem OMV Konzern bei der Produktbeschaffung, eine optimierte Versorgungsstruktur von Petrol Ofisi, die Etablierung eines neuen Vertriebskanals für Großhändler sowie LPG-Importe trugen signifikant zum Gesamtergebnis bei. Durch den Fokus auf Rentabilität, Kostenmanagement und operative Performance erzielte Petrol Ofisi 2013 neuerlich ein ausgezeichnetes operatives Ergebnis.

Petrol Ofisi: Marktführerschaft verteidigt

Konzernlagebericht des Vorstands

Konzern Finanzdaten EUR Mio
2013 2012 D
Umsatzerlöse 42.415 42.649 –1%
Betriebserfolg (EBIT) 2.717 3.104 –12%
Jahresüberschuss 1.729 1.790 –3%
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender Jahresüberschuss 1.162 1.363 –15%
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 4.110 3.813 8%
Investitionen 1) 5.226 2.426 115%
Mitarbeiter per 31. Dezember 26.863 28.658 –6%

1) Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in at-equity bewertete Beteiligungen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investition definierte Zugänge

Der OMV Konzern erwirtschaftete 2013 ein operatives Ergebnis von EUR 2.717 Mio und lag damit 12% unter dem Vorjahresniveau. Dies ist auf niedrigere E&P-Verkaufsmengen und niedrigere Ölpreise zurückzuführen. Die Netto-Sondererträge in Höhe von EUR 143 Mio (2012: EUR –304 Mio) beziehen sich im Wesentlichen auf den Verkauf der LMG Lagermanagement GmbH und wurden teilweise kompensiert durch die Abschreibung von E&P-Anlagen in der Region Kurdistan im Irak sowie des Gasspeichers Etzel in Deutschland. Der Finanzerfolg lag mit EUR –427 Mio in 2013 unter dem Wert von 2012 in Höhe von EUR –246 Mio. Die wesentlichen Gründe hierfür waren die Abschreibung der finanziellen Vermögenswerte die als Teil des laufenden R&M-Veräußerungsprogramms verkauft werden sowie die Abschreibung von Vermögenswerten in Verbindung mit dem Nabucco West Projekt, welche als Sondereffekte im Finanzergebnis verbucht wurden. Das Ergebnis von at-equity bewerteten Beteiligungen war ebenfalls niedriger. Die effektive Steuerquote betrug 25% (2012: 37%). Die Verringerung der effektiven Steuerquote resultierte hauptsächlich aus dem deutlich niedrigeren Ergebnisbeitrag aus dem hoch besteuerten Libyen. Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss lag mit EUR 1.162 Mio unter dem Niveau von 2012 (EUR 1.363 Mio). Den nicht beherrschenden Anteilen und Hybridanteilen waren EUR 566 Mio zuzurechnen (2012: EUR 427 Mio).

ROACE bei 11%

Der Return On Average Capital Employed (ROACE) lag mit 11% auf Vorjahresniveau, der Return On Fixed Assets (ROFA) sank von 18%

auf 15%, und der Return On Equity (ROE) ging von 13% auf 11% zurück. Die Definitionen dieser Kennzahlen finden Sie in der Beilage "Abkürzungen und Definitionen", welche ein integraler Bestandteil des Lageberichts ist.

2013 war ein ereignisreiches Jahr für den Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P). Die Produktion in den Kernländern (Rumänien und Österreich) wurde in Einklang mit dem strategischen Ziel auf 200-210 kboe/d stabilisiert. Zudem verzeichnete die Produktion in Rumänien erstmals seit der Akquisition von Petrom in 2004 eine Steigerung im Jahresvergleich. Im Gegensatz dazu war das internationale Portfolio von Produktionsunterbrechungen in Libyen und Neuseeland betroffen, womit die Produktion insgesamt unter dem Niveau des Vorjahrs blieb. Mit der Akquisition von Assets in Norwegen und Großbritannien von Statoil wurde die OMV Position in der Nordsee-Region, einer Wachstumsregion für den Konzern, weiter gestärkt. Weitere Details sind im Konzernabschluss in der Anhangangabe 3 zu finden. 2013 war neuerlich ein erfolgreiches Explorationsjahr. Der Ölfund Wisting eröffnete neues Explorationspotenzial in der Barentssee. Der Eintritt in Sub-Sahara-Afrika wurde durch Farm-In-Vereinbarungen in Madagaskar und Gabun gesichert.

Für den Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) blieb das Marktumfeld insgesamt herausfordernd, dennoch wurden 2013 die ersten Meilensteine bei der Steigerung der Rentabilität erreicht. Der Bereich Supply, Marketing und Trading schloss die Neuverhandlung des

langfristigen Gasbezugsvertrags mit Statoil ab, erreichte eine Übergangsvereinbarung mit Gazprom und verbesserte so die Wettbewerbsposition. Im Bereich Power nahm das Gaskraftwerk Samsun in der Türkei erfolgreich den kommerziellen Betrieb auf. Der Gas Logistik-Bereich implementierte ein Entry/Exit-System einschließlich eines neuen Tarifsystems in Österreich. Der Central European Gas Hub steigerte das Börsehandelsvolumen substanziell.

Das Ergebnis des Geschäftsbereichs Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) stieg im Vergleich zu 2012, hauptsächlich zurückzuführen auf den Verkauf der LMG Lagermanagement GmbH in Q1/13. Der Fokus im Raffinerie-Geschäft lag auf hoher Anlagenverfügbarkeit, standort- und bereichsübergreifender Integration entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie auf Kosten- und Performance-Management. Insgesamt stieg die Kapazitätsauslastung auf 92% gegenüber 88% in 2012. Das Raffinerie-Ergebnis war signifikant geringer im Vergleich zu 2012, hauptsächlich aufgrund der stark gefallenen OMV Referenz-Raffineriemarge. Das Petrochemie-Ergebnis stieg im Vergleich zu 2012, aufgrund höherer Ethylen- und Propylen-Margen, die die niedrigeren Butadien-Margen mehr als kompensierten. Das Marketing-Ergebnis lag deutlich über dem Niveau von 2012, hervorgerufen durch höhere Margen und ein verbessertes Kostenmanagement. Insgesamt sank das Marketingvolumen um 1% gegenüber 2012, hauptsächlich durch den Verkauf der Marketing-Tochtergesellschaften in Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Petrol Ofisi konnte die erfolgreichen Ergebnisse durch Konzentration auf Profitabilität, Kostenmanagement und operative Performance in 2013 fortsetzen.

Betriebserfolg (EBIT)

Das E&P EBIT sank um 27% auf EUR 1.990 Mio, vor allem aufgrund der deutlich niedrigeren Verkaufsmengen in Libyen und einer geringeren Produktion in Großbritannien, Österreich und Neuseeland. Die Gesamttagesproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas lag mit 288 kboe/d um 5% unter dem Vorjahresniveau, aufgrund geringerer Mengen in Libyen und Großbritannien (bedingt durch die veräußerten Beteiligungen in der britischen Nordsee) sowie niedrigerer Beiträge aus Österreich. Die OMV Erdöl- und NGL-Tagesproduktion sank, im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs der Produktion in Libyen und Großbritannien, um 7%. Die OMV Erdgastagesproduktion sank vs. 2012 um 3%, da die geringeren Mengen in Pakistan und Großbritannien durch Produktionsanstiege in Rumänien und Tunesien nicht kompensiert werden konnten. Netto-Sonderaufwendungen in Höhe von EUR –96 Mio in 2013 bezogen sich auf Abschreibungen von Vermögenswerten in der Region Kurdistan im Irak und in Tunesien.

Das G&P EBIT sank von EUR 43 Mio in 2012 auf EUR 1 Mio, bedingt durch Sonderaufwendungen in Höhe von EUR –137 Mio hauptsächlich bezogen auf die Abschreibung des Gasspeichers Etzel in Deutschland. Der Bereich Supply, Marketing und Trading verzeichnete im Vergleich zu 2012 einen Rückgang des gesamten Gasverkaufsvolumens um 3%. Der Beitrag von EconGas war leicht positiv. Dies ist auf die Neuverhandlung der langfristigen Gaslieferverträge, die verbesserte Gate LNG Position sowie die reduzierten Logistikkosten zurückzuführen. Die Erdgas-Verkaufsmengen von Petrom sind stabil geblieben wobei die Margen gegenüber 2012 gesunken sind.

Marketing-Ergebnis deutlich über dem Vorjahresniveau

Betriebserfolg (EBIT) EUR Mio
2013 2012 D
Exploration und Produktion (E&P) 1) 1.990 2.743 –27%
Gas und Power (G&P) 1 43 –99%
Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie (R&M) 772 417 85%
Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) –53 –66 –19%
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 7 –33 n.m.
OMV Konzern 2.717 3.104 –12%

1) Exklusive Zwischengewinneliminierung

In der Türkei führte die schwächere türkische Lira gegenüber USD in 2013 zu höheren Gaslieferkosten und somit geringeren Margen als in 2012. Im Bereich Gas Logistik wurde der Ergebnisbeitrag aufgrund von Tarif- und Kapazitätsreduktionen für bestehende Gasspeicherverträge in Österreich deutlich reduziert. Der Bereich Erdgas Transport konnte den Beitrag aufgrund der Expansion der West-Austria-Gas Leitung im Jänner 2013 erhöhen. Der Bereich Power verzeichnete eine Nettostromerzeugung von 4,34 TWh, hauptsächlich aus dem gasbefeuerten Kraftwerk Brazi (Rumänien) und aus dem gasbefeuerten Kraftwerk Samsun (Türkei), welches im Juni 2013 den Betrieb aufgenommen hat. Der Gesamtbeitrag des Bereichs Power war insgesamt von ungünstigen Marktbedingungen beeinflusst.

+85% R&M EBIT

Das R&M EBIT lag mit EUR 772 Mio signifikant über den EUR 417 Mio von 2012. Dies war hauptsächlich auf Sondereffekte aus den Verkäufen der LMG Lagermanagement GmbH, in die ein Großteil von R&Ms österreichischer Pflichtnotstandsreserve eingebracht wurde, des LPG Geschäftsfelds in Rumänien sowie von Marketing Tochtergesellschaften in Kroatien und Bosnien-Herzegowina zurückzuführen. Das Raffinerie-Ergebnis war im Vergleich zu 2012 deutlich niedriger, im Wesentlichen durch einen Rückgang der OMV Referenz-Raffineriemarge, welcher auf niedrigere Benzin- und MitteldestillatSpannen zurückzuführen war. Die OMV Referenz-Raffineriemarge Ost blieb mit USD –2,83/bbl negativ verglichen mit USD –1,39/bbl in 2012. Das Petrochemie-Ergebnis stieg aufgrund höherer Ethylen- und Propylen-Margen, welche die niedrigeren Butadien-Margen deutlich ausglichen. Das Marketing-Ergebnis lag, aufgrund höherer Margen und einem verbesserten Kostenmanagement in beiden Geschäftsfeldern, Retail und Commercial, über dem Niveau von 2012. Niedrigere Absatzmengen waren auf den Verkauf des Marketingbereichs in Kroatien und Bosnien-Herzegowina zurückzuführen.

Das EBIT in Konzernbereich und Sonstiges

(Kb&S) verbesserte sich um 19% auf EUR –53 Mio in 2013, da das Vorjahresergebnis durch höhere Verwaltungskosten belastet war.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

OMV ist ein integrierter, internationaler Öl- und Gaskonzern. Da die Ölproduktion von E&P entweder in den eigenen Raffinerien verarbeitet oder – zum Großteil – über den Geschäftsbereich R&M (OMV Supply & Trading AG) vermarktet wird, hat der Geschäftsbereich R&M den weitaus größten Anteil am konsolidierten Konzernumsatz. Bedingt durch starke Schwankungen in den wesentlichen Einflussgrößen Rohölpreis und USD-Wechselkurse können sich beträchtliche Erhöhungen und Rückgänge bei den Umsätzen, aber auch bei

Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung) EUR Mio
2013 2012 D
Umsatzerlöse 42.415 42.649 –1%
Direkte Vertriebskosten –343 –364 –6%
Umsatzkosten –37.723 –36.971 2%
Sonstige betriebliche Erträge 704 258 172%
Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen –1.381 –1.440 –4%
Explorationsaufwendungen, Forschung und Entwicklung –530 –510 4%
Sonstige betriebliche Aufwendungen –425 –520 –18%
Betriebserfolg (EBIT) 2.717 3.104 –12%
Finanzerfolg –427 –246 73%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –561 –1.067 –47%
Jahresüberschuss 1.729 1.790 –3%
Davon Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 38 38 0%
Davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 528 389 36%
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender Jahresüberschuss 1.162 1.363 –15%

den Umsatzkosten ergeben, sodass aus diesen nur eingeschränkt auf die Ergebnisauswirkung Rückschlüsse gezogen werden können.

Der 1%ige Rückgang im Konzernumsatz auf EUR 42.415 Mio spiegelt vor allem die geringeren Öl- und Marketing-Verkaufsmengen wider. Aufgrund dessen ging der Bereichsumsatz von E&P um 11% auf EUR 5.378 Mio zurück. Nach Berücksichtigung konzerninterner Umsätze von EUR 4.336 Mio ergab sich ein Beitrag zum Konzernumsatz von EUR 1.043 Mio. Dies entspricht einem Anteil von rund 2% am Gesamtumsatz (2012: EUR 1.387 Mio bzw. 3%). Der Bereichsumsatz in G&P stieg auf EUR 12.236 Mio (2012: EUR 11.883 Mio) an. Nach Abzug konzerninterner Umsätze mit den Raffinerien ergab sich ein Konzernbeitrag von EUR 12.035 Mio bzw. rund 28% des Gesamtumsatzes (2012: EUR 11.707 Mio bzw. 27%). R&M trug EUR 29.331 Mio bzw. 69% zum Konzernumsatz bei (2012: EUR 29.551 Mio bzw. 69%).

Die regionale Umsatzaufteilung erfolgt nach dem Ort der Liefer- oder Leistungserfüllung. Unter den Absatzmärkten des Konzerns blieb Österreich mit einem Umsatz von EUR 14.732 Mio bzw. 35% des Konzernumsatzes unverändert der wichtigste (2012: EUR 15.978 Mio bzw. 37%). Die Umsätze in Deutschland stiegen von EUR 6.983 Mio im Jahr 2012 auf EUR 7.443 Mio im Jahr 2013. Dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 18% (2012: 16%). Die Umsätze in Rumänien blieben mit EUR 4.172 Mio bzw. 10% des Konzernumsatzes anteilsmäßig circa auf dem Niveau des Vorjahrs (2012: EUR 4.667 Mio bzw. 11%). Die Türkei leistete einen Beitrag von 16% bzw. EUR 6.699 Mio zum Gesamtumsatz des OMV Konzerns in 2013 (2012: EUR 5.491 Mio bzw. 13%). Umsätze in Höhe von EUR 4.025 Mio bzw. 9% des Gesamtumsatzes wurden im übrigen Mittelund Osteuropa getätigt (2012: EUR 4.161 Mio bzw. 10%), auf die restlichen europäischen Länder entfielen EUR 2.706 Mio bzw. 6% (2012: EUR 2.082 Mio bzw. 5%). Die Umsätze in der übrigen Welt gingen von EUR 3.287 Mio auf EUR 2.638 Mio zurück, was einem Anteil von 6% am Gesamtumsatz entspricht (2012: 8%).

Die direkten Vertriebsaufwendungen betrafen hauptsächlich fremde Ausgangsfrachten und sanken um 6% auf EUR –343 Mio. Die Umsatzkosten, welche die variablen und fixen Produktionskosten sowie Handelswareneinsätze beinhalten, erhöhten sich um 2% auf EUR –37.723 Mio. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 704 Mio waren großteils auf den Verkauf der LMG Lagermanagement GmbH in Höhe von EUR 440 Mio zurückzuführen. Die Vertriebsaufwendungen sanken im Vergleich zu 2012 um 5% und beliefen sich damit auf EUR –963 Mio. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken um 1% auf EUR –418 Mio.

Die Aufwendungen für Exploration erhöhten sich um 5% auf EUR –513 Mio, hauptsächlich getrieben durch Abschreibungen in Verbindung mit der Rückgabe von einigen Explorationsblöcken sowie höheren Explorationsaufwendungen für Bohrungen in Rumänien, während die Forschungsund Entwicklungsaufwendungen um 19% auf EUR –17 Mio sanken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 18% und beliefen sich auf EUR –425 Mio. Diese Verringerung war bedingt durch die im Vorjahr erfasste Drohverlust-Rückstellung für belastende Verträge aufgrund von langfristig abgeschlossenen Transport- und LNG-Kapazitäten von EconGas.

Der Finanzerfolg zeigte in Summe einen Verlust von EUR –427 Mio (2012: EUR –246 Mio). Dieser Aufwandsanstieg steht hauptsächlich im Zusammenhang mit der Abschreibung der finanziellen Vermögenswerte die als Teil des laufenden R&M-Veräußerungsprogramms verkauft werden sowie mit der Abschreibung von Vermögenswerten in Verbindung mit dem Nabucco West Projekt, welche als Sondereffekte im Finanzergebnis verbucht wurden. Das Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen belief sich insgesamt auf EUR 163 Mio (2012: EUR 200 Mio) und kam hauptsächlich aus der Borealis Gruppe mit einem Betrag von EUR 152 Mio (2012: EUR 172 Mio). Die Dividendenerträge betrugen EUR 11 Mio (2012: EUR 12 Mio). Das Zinsergebnis zeigte

Niedrigerer Zinsaufwand aufgrund verbesserter Finanzierungsstruktur

einen Aufwandssaldo von EUR –233 Mio (2012: EUR –376 Mio). Dies spiegelt im Wesentlichen die Verminderung der Zinsaufwendungen aufgrund der verbesserten Finanzierungsstruktur wider, sowie den Einmaleffekt der in 2012 rückgestellten, vermeintlichen Zahlungsverzugszinsen für die Steuerprüfung bei OMV Petrom SA.

Die Aufwendungen für Ertragsteuern sanken

gegenüber 2012 um EUR –506 Mio auf EUR –561 Mio. Dies resultierte hauptsächlich aus der Verringerung der laufenden Ertragsteuern um EUR –514 Mio auf EUR –692 Mio. Aus latenten Steuern ergab sich ein positiver Effekt von EUR 131 Mio (2012: EUR 139 Mio). Der Effektivsteuersatz des Konzerns verringerte sich auf 24,5% (37,3% in 2012). Die Verringerung der effektiven Steuerquote resultierte hauptsächlich aus dem deutlich niedrigeren Ergebnisbeitrag aus dem hoch besteuerten Libyen.

Investitionen

Das Investitionsvolumen erhöhte sich auf EUR 5.226 Mio (2012: EUR 2.426 Mio).

E&P investierte EUR 4.431 Mio (2012: EUR 1.598 Mio), vor allem in den Erwerb von Statoil-Assets sowie in Feldneuentwicklungen in Rumänien und Österreich und in die Entwicklung von Feldern in Norwegen und Großbritannien. Die Investitionen im Geschäftsbereich G&P,

EUR 270 Mio (2012: EUR 351 Mio), standen hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Kauf des nicht beherrschenden Anteils an der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H. und der Ausübung von Put-Optionen im Besitz der Oberösterreichische Ferngas Aktiengesellschaft, die zu einer Erhöhung des indirekten Anteils von OMV an EconGas GmbH führte. Des Weiteren beinhalten die Investitionen die Übernahme des Anteils von RWE an der NABUCCO Gas Pipeline International GmbH sowie Investitionen in das Kraftwerksprojekt in Samsun (Türkei). Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich R&M belief sich auf EUR 493 Mio (2012: EUR 435 Mio) und enthielt hauptsächlich Investitionen in die Modernisierung der Raffinerie Petrobrazi in Rumänien, in Petrol Ofisi, die Umbauarbeiten der Butadien-Anlage in Schwechat und den Neubau einer Butadien-Anlage in Burghausen. Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich Kb&S lag bei EUR 32 Mio (2012: EUR 42 Mio).

Die Überleitung der Investitionen auf die Zugänge laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) betrifft vor allem Konsolidierungskreisänderungen und nicht als Investitionen definierte Zugänge sowie Investitionen in Finanzanlagen. Der Unterschied zwischen den Zugängen laut Anlagespiegel und den Investitionen laut Cashflow-Rechnung war im

Investitionen 1) EUR Mio
2013 2012 D
Exploration und Produktion 4.431 1.598 177%
Gas und Power 270 351 –23%
Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie 493 435 13%
Konzernbereich und Sonstiges 32 42 –25%
Investitionen gesamt 5.226 2.426 115%
+/– Konsolidierungskreisänderungen und sonstige Adaptierungen 1.156 370 213%
– Investitionen in Finanzanlagen –183 –11 n.m.
Zugang laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) 6.199 2.785 123%
+/– Nicht zahlungswirksame Änderungen –1.443 –300 381%
Zahlungswirksame Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 4.755 2.485 91%
und Sachanlagen
+ Zahlungswirksame Investitionen in Beteiligungen, Ausleihungen
und sonstige Finanzanlagen 48 13 271%
Investitionen laut Cashflow-Rechnung 4.803 2.498 92%

1) Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in at-equity bewertete Beteiligungen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investition definierte Zugänge

Bilanz (Kurzfassung) EUR Mio
2013 % 2012 %
Aktiva
Langfristiges Vermögen 23.641 74 21.073 69
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 20.648 65 17.827 58
At-equity bewertete Beteiligungen 1.853 6 1.811 6
Sonstiges langfristiges Vermögen 748 2 1.136 4
Latente Steuern 392 1 300 1
Kurzfristiges Vermögen 7.564 24 9.191 30
Vorräte 2.456 8 3.202 10
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.270 10 3.822 13
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 1.838 6 2.167 7
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 582 2 255 1
Passiva
Eigenkapital 14.545 46 14.530 48
Langfristige Verbindlichkeiten 8.894 28 8.713 29
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.022 3 978 3
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 3.899 12 4.413 14
Rekultivierungsverpflichtungen 2.765 9 1.995 7
Rückstellungen und andere Verbindlichkeiten 536 2 548 2
Latente Steuern 673 2 778 3
Kurzfristige Verbindlichkeiten 8.257 26 7.180 24
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.914 15 4.290 14
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 996 3 376 1
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 2.348 7 2.514 8
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 89 0 96 0
Bilanzsumme 31.786 100 30.519 100

Bereich des immateriellen Vermögens und der Sachanlagen auf in der Periode nicht zahlungswirksame Zugänge (unter anderem Investitionsverbindlichkeiten, Rekultivierungsverpflichtungen und aktivierte Fremdkapitalkosten) zurückzuführen. Darüber hinaus sind in den Gesamtinvestitionen laut Cashflow-Rechnung zahlungswirksame Zugänge zu Finanzanlagen enthalten.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme erhöhte sich um EUR 1.267 Mio auf EUR 31.786 Mio. Der Zuwachs im langfristigen Vermögen um EUR 2.568 Mio ist vor allem auf getätigte Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, welche den Erwerb von Statoil-Assets sowie E&P-Investitionen in Petrom und Feldentwicklungen in Norwegen und Großbritannien beinhalten, zurückzuführen.

Die at-equity bewerteten Beteiligungen erhöhten sich insgesamt um EUR 42 Mio. Die Veränderungen von at-equity bewerteten Beteiligungen

beinhalten das Beteiligungsergebnis von Borealis und die anteiligen Ergebnisse der anderen atequity bewerteten Beteiligungen sowie Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Änderungen. Das sonstige langfristige Vermögen, das im Wesentlichen langfristige Forderungen und Ausleihungen sowie Wertpapiere enthält, verringerte sich um EUR 388 Mio auf EUR 748 Mio.

Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich auf EUR 392 Mio.

Das kurzfristige Vermögen ist um EUR 1.627 Mio zurückgegangen. Der Hauptgrund hierfür ist der Vorratsrückgang von EUR 747 Mio, welcher durch den Verkauf der LMG Lagermanagement GmbH, jener Gesellschaft die die österreichische Pflichtnotstandsreserve verwaltet, und durch wesentliche Verkäufe aus dem Gasspeicher erzielt wurde. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 551 Mio

Erhöhte E&P Asset-Basis

erfolgte hauptsächlich aufgrund von Factoring und Verbriefung (Securitization) von Lieferforderungen. Des Weiteren sind die Kassenbestände und Bankguthaben um EUR 522 Mio gesunken.

Die zu Veräußerungszwecken gehaltenen kurzfristigen Vermögensgegenstände sind um EUR 326 Mio gestiegen, hauptsächlich aufgrund des geplanten Verkaufs des 45%-Anteils an dem Raffinerieverbund Bayernoil zusammen mit dem dazugehörigen Geschäft, teilweise kompensiert durch Veräußerungen im Geschäftsbereich R&M.

Das Eigenkapital (inkl. nicht beherrschenden Anteilen) blieb nahezu unverändert, wobei die Eigenkapitalquote geringfügig auf 46% sank (2012: 48%).

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um EUR 44 Mio. Die langfristigen Rekultivierungsverpflichtungen stiegen um EUR 769 Mio, hauptsächlich aufgrund der Akquisition der Statoil-Assets in Norwegen und Großbritannien.

Kurzfristige und langfristige Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten stiegen um EUR 106 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die Emission eines Eurobonds in Höhe von EUR 500 Mio zurückzuführen und wurde durch Rückzahlungen teilweise kompensiert.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um EUR 623 Mio, hauptsächlich aufgrund erhöhter Investitionstätigkeit und positiver Effekte auf das Working Capital aus dem Performance-Steigerungsprogramm "energize OMV".

Einen Rückgang von EUR 179 Mio gab es bei den sonstigen kurzfristigen und langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten aufgrund der Auflösung einer Rückstellung für vermeintliche Zahlungsverzugszinsen aufgrund einer Steuerprüfung bei OMV Petrom SA für die Jahre 2009 und 2010 sowie der Derivatbewertungen von EconGas und OMV Trading.

Die passiven latenten Steuern verringerten sich auf EUR 673 Mio.

Verschuldungsgrad (Gearing ratio)

Zum 31. Dezember 2013 betrugen kurz- und langfristige Kreditverbindlichkeiten, Anleihen und Finanzierungsleasingverbindlichkeiten EUR 5.076 Mio (2012: EUR 4.974 Mio), während sich die liquiden Mittel auf EUR 705 Mio (2012: EUR 1.227 Mio) verringerten. Die Nettoverschuldung erhöhte sich um EUR 625 Mio auf EUR 4.371 Mio (2012: EUR 3.747 Mio). In Relation zum Eigenkapital ergab sich damit per Ende 2013 ein Verschuldungsgrad von 30% (2012: 26%). Diese Erhöhung spiegelt die Emission einer neuen Anleihe sowie die Verringerung der Zahlungsmittelbestände wider. Der Eurobond in Höhe von EUR 500 Mio, mit einem Kupon von 1,75% und einer Fälligkeit am 25. November 2019, wurde am 18. November 2013 emittiert.

Cashflow

Die Konzern-Cashflow-Rechnung wird nach der indirekten Methode erstellt, wobei die Darstellung bereinigt um Konsolidierungskreisänderungen, Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige unbare Transaktionen erfolgt.

Mit EUR 4.110 Mio lag der Cashflow aus der Betriebstätigkeit um EUR 297 Mio bzw. 8% über dem Vorjahr (2012: EUR 3.813 Mio). Aus der Überleitung vom Jahresüberschuss auf Zahlungsströme aus der Betriebstätigkeit (vor Änderungen im Working Capital) ergab sich für 2013 per Saldo eine Hinzurechnung von EUR 1.709 Mio (2012: EUR 1.785 Mio). Für Abschreibungen und Wertminderungen wurden EUR 2.253 Mio hinzugerechnet (2012: EUR 2.036 Mio) und für latente Steuern wurden EUR 131 Mio (2012: EUR 139 Mio) abgezogen. Der laufende Steueraufwand abzüglich Steuerzahlungen führte zu einem Abbau von EUR 3 Mio (2012: Aufbau von EUR 53 Mio). Die Beiträge von at-equity bewerteten Beteiligungen und Dividendenerträgen abzüglich der erhaltenen Dividendenzahlungen wirkten um EUR 140 Mio reduzierend (2012: EUR 160 Mio). Der Nettozinsaufwand von Krediten und sonstigen Verbindlichkeiten abzüglich bezahlter Zinsen wirkte um EUR 26 Mio

+8% Cashflow aus der Betriebstätigkeit

reduzierend (2012: EUR 47 Mio). Der Netto-Abbau langfristiger Rückstellungen (darunter Sozialkapital und Vorsorge für Rekultivierungsverpflichtungen) führte zu einer negativen Anpassung des Cashflows in Höhe von EUR 41 Mio (2012: Positive Anpassung von EUR 73 Mio). Die Summe aus Zuschreibungen zum Anlagevermögen und sonstigen unbaren Positionen führte zu einem Abbau von EUR 208 Mio (2012: Aufbau von EUR 69 Mio).

Im kurzfristigen Nettovermögen wurden 2013 Mittel in Höhe von EUR 673 Mio freigesetzt (2012: EUR 237 Mio). Der Abbau von Forderungen und Vorräten führte zu einer Mittelfreisetzung von EUR 118 Mio (2012: Aufbau von EUR 570 Mio). Durch den Aufbau von Verbindlichkeiten wurden EUR 560 Mio freigesetzt (2012: EUR 920 Mio). Für den Abbau von kurzfristigen Rückstellungen wurden EUR 4 Mio verwendet (2012: EUR 113 Mio).

Den Investitionsauszahlungen von

EUR 4.803 Mio (2012: EUR 2.498 Mio) standen Rückflüsse aus Verkäufen von Anlagevermögen, einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten, abzüglich liquider Mittel, von EUR 835 Mio (2012: EUR 218 Mio) gegenüber, die im Wesentlichen auf den abgeschlossenen Verkauf der LMG Lagermanagement GmbH, ein Unternehmen, das einen Großteil von R&Ms österreichischer Pflichtnotstandsreserve hält und verwaltet, sowie auf andere Veräußerungen zurückzuführen sind. Der gesamte Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug EUR 3.968 Mio (2012: EUR 2.279 Mio).

Die Nettoerhöhung kurzfristiger und langfristiger Finanzierungen führte zu Mittelzuflüssen von EUR 120 Mio (2012: Nettoverringerung von EUR 38 Mio). In 2013 erwarb OMV die nicht beherrschenden Anteile an der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H. von 49%. Weiters wurden die Put-Optionen, die im Besitz der Oberösterreichische Ferngas Aktiengesellschaft waren, ausgeübt. Dies führte zu einer Erhöhung des indirekten Anteils von OMV an der EconGas GmbH, welche durch die Verringerung der Anteile an der Austrian Gas Grid Management AG teilweise ausgeglichen wurde. In 2012

verkaufte der Konzern einen 15%-Anteil an der Central European Gas Hub AG für EUR 7 Mio. Der Mittelabfluss aus Dividendenzahlungen betrug EUR 627 Mio (2012: EUR 626 Mio), wovon EUR 391 Mio (2012: EUR 359 Mio) an Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft flossen, EUR 185 Mio an nicht beherrschende Anteilseigner einbezogener Unternehmen (2012: EUR 222 Mio) und EUR 51 Mio (2012: EUR 45 Mio) an Hybridkapitalbesitzer. In 2013 wurde ein Eurobond mit einem Nominale von EUR 500 Mio emittiert. In 2012 wurde ein Mittelzufluss von EUR 1.500 Mio durch die Emission neuer Eurobonds generiert. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug EUR 641 Mio (2012: EUR 658 Mio).

Risikomanagement

OMV ist ein integrierter, internationaler Öl- und Gaskonzern. Die Aktivitäten erstrecken sich von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen, über die Verarbeitung, bis hin zu Handel und Vermarktung von Mineralölprodukten sowie Erdgas. Zudem betreibt der Konzern zwei Gaskraftwerke in Rumänien und der Türkei. Wie die gesamte Öl- und Gasindustrie ist auch OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, insbesondere Marktrisiken, operativen, strategischen, regulativen, politischen und Katastrophenrisiken. Der Konzern vertritt die Ansicht, dass durch die substanzielle Diversifikation und die damit verbundenen teilweise gegenläufigen Risiken das Gesamtrisiko signifikant reduziert wird. Die ausgleichende Wirkung von gegenläufigen Branchenrisiken durch das hohe Ausmaß an Integration erfolgt jedoch häufig zeitlich verzögert oder abgeschwächt. Daher konzentrieren sich die Konzern Risikomanagement-Aktivitäten auf die konzernweite Nettoposition der Risiken des aktuellen und zukünftigen Portfolios. Die Themenbereiche Risikomanagement und Versicherung werden zentral durch den Bereich Corporate Finance koordiniert, welcher sicherstellt, dass im gesamten Konzern definierte und konsistente Prozesse, Methoden und Techniken in Bezug auf Risikomanagement angewandt werden.

Das generelle Ziel der Risikopolitik ist es, den für Wachstum benötigten Cashflow des Konzerns abzusichern und ein der Risikoneigung des OMV Konzerns entsprechendes starkes Investment Grade Kredit-Rating zu behalten. Auch die Auswirkungen verschiedener Risiken von neuen Strategien auf das Rating werden verfolgt. Risikostrategien für finanzielle Risiken (z.B. Marktpreis und Währungen) werden quartalsweise im Financial Risk Committee überprüft. Ein funktionsübergreifendes Komitee ("Risk Committee"), bestehend aus Mitgliedern des Senior Managements, stellt sicher, dass ein unternehmensweites Risikomanagement (UWRM) Programm implementiert ist, um übergreifende Risiken innerhalb des Konzerns effektiv zu managen.

Das UWRM wird laufend verbessert, um einen höchstmöglichen Mehrwert für das Unternehmen durch risikobasierte Managemententscheidungen zu erreichen. Durch richtige Einschätzung der finanziellen, operativen und strategischen Risiken soll die Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten systematisch unterstützt werden, um somit den Wert des Konzerns nachhaltig zu erhöhen. Durch das UWRM-System wurden seit 2003 in allen Bereichen der Organisation, einschließlich der Tochtergesellschaften in mehr als 20 verschiedenen Ländern, das Risikobewusstsein und die Kenntnisse über das Risikomanagement deutlich verbessert.

Die Risikokultur des Konzerns wird dabei durch eine IT-Anwendung unterstützt, welche dem Risikomanagementprozess innerhalb des Konzerns folgt: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikobewältigung, Berichterstattung und Monitoring mittels fortlaufender Überwachung von Änderungen des Risikoprofils. Die durch einen Bottom-Up-Prozess ermittelten Konzernrisiken werden mit Hilfe einer Monte Carlo Simulation berechnet und mit den Planungsdaten des Konzerns verglichen. Diese Herangehensweise wird in Bezug auf strategische Risiken mit einem Top-Down-Prozess seitens des Senior Managements kombiniert. Die Ergebnisse des UWRM-Prozesses werden zusammen mit einem Risikobericht von wesentlichen nicht voll konsolidierten Beteiligungen zweimal jährlich dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss präsentiert. In Anwendung des Österreichischen Corporate Governance Kodex wird die Funktionsfähigkeit des UWRM-Systems jährlich durch den Wirtschaftsprüfer evaluiert. Folgende nicht-finanzielle und finanzielle Schlüsselrisiken wurden in Bezug auf die Erreichung des Mittelfrist-Planes ermittelt: Marktpreisrisiken, Länderrisiken, rechtliche Risiken, Geschäftsprozessrisiken, Währungsrisiken (vor allem hinsichtlich USD, RON und TRY), Projektrisiken, Personalrisiken, sowie Risiken in Bezug auf Katastrophen.

Obwohl der Konzern über langjährige Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Mittel- und Osteuropa, Südosteuropa sowie der internationalen Märkte der Öl- und Erdgasproduktion verfügt, werden die politischen Entwicklungen in allen Märkten, in denen der Konzern tätig ist, kontinuierlich analysiert. Außerdem werden spezifische Länderrisiken vor dem Eintritt in neue Länder überprüft. Die Risiken im Zusammenhang mit dem EU-Emissionshandel (EU ETS) werden separat erfasst, konzernweit zusammengeführt und vom Carbon Steering Committee laufend überprüft. Speziell die Auswirkungen der geänderten Zuteilungsregeln im EU ETS ab 2013 werden detailliert analysiert. Darüber hinaus beobachtet der Konzern die Entwicklung klimapolitischer Regelungen in allen Ländern, in denen es Aktivitäten gibt. Im Bereich Human Resources wird durch gezielte Nachfolge- und Entwicklungsplanung für die Verfügbarkeit von geeigneten Führungskräften für weitere Wachstumsschritte zeitgerecht vorgesorgt, um damit Personalrisiken zu begegnen.

Die Steuerung und Kontrolle erkannter und bewerteter Risiken erfolgt unter Anwendung der definierten Risikopolitik auf allen Ebenen mit zugeordneten Verantwortlichkeiten. Das Management von Schlüsselrisiken wird zentral und durch spezielle Konzernrichtlinien geregelt, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Recht und Compliance, Human Resources, Corporate Social Responsibility mit Fokus auf Menschenrechte und Marktpreisrisiken.

Die Analyse und das Management finanzieller Risiken, welche aus Fremdwährungen, Zinssätzen, Güterpreisen, Kontrahenten, CO2 -Emissionen, Liquidität und versicherbaren Risiken resultieren, erfolgt zentral im Bereich Corporate Finance auf konsolidierter Basis.

Marktpreisrisiken werden zentral betrachtet und ihre möglichen Cashflow Auswirkungen mittels eines spezifischen Risiko-Modells, das Portfolio-Effekte berücksichtigt, analysiert. Die Resultate der Risikoanalyse werden im Financial Risk Committee, das sich aus dem Management der Geschäftsbereiche sowie der Konzernfunktionen zusammensetzt, besprochen. Dem Vorstand werden entsprechende Vorschläge betreffend Hedging-Strategien zur Genehmigung unterbreitet.

Die größten Fremdwährungsrisiken werden durch Schwankungen des USD gegenüber EUR, RON und TRY verursacht. Der Konzern ist hauptsächlich aufgrund der Verkäufe aus der Öl- und Gasproduktion in einer Netto-USD-long-Position. Die Auswirkungen auf den Cashflow und/oder die Bilanz (Translationsrisiko) werden ebenso wie die Relation zum Ölpreis regelmäßig überwacht. Auch im Zusammenhang mit Beteiligungen in Rumänien, der Türkei und in Norwegen ist der Konzern Währungsumrechnungsrisiken ausgesetzt.

Zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Konzerns wurden im Rahmen definierter Regelungen USD- und EUR-Kredite von fixen auf variable Zinsen und vice versa umgestellt. Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzern- und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limitgrenzen für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht und gesteuert. Die Vorgehensweise ist sowohl beim Konzern als auch bei Petrom und Petrol Ofisi in einer Richtlinie festgelegt.

Nachhaltigkeit & HSSE (Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz)

OMV hat eine lange Geschichte im Nachhaltigkeitsmanagement und eine Erfolgsbilanz vorzuweisen, die ein starkes Verantwortungsbewusstsein gegenüber Umwelt und Gesellschaft widerspiegelt. 2013 hat OMV bei der Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzepts "Resourcefulness" gute Fortschritte erzielt – neue Meilensteine wurden gesetzt und Nachhaltigkeit weiter in die Geschäftstätigkeit integriert. Das 2012 eingeführte Konzept Resourcefulness stellt Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit. Ziel ist

es, langfristige, nachhaltige Win-Win-Situationen für die Gesellschaft, die Umwelt und OMV zu schaffen. Das Konzept ist ein Schlüsselelement der OMV Strategie "Profitables Wachstum". Der Fokus der Initiativen, die im Rahmen von Resourcefulness umgesetzt werden, liegt in den Bereichen Bildung & Entwicklung, Umweltmanagement und Neue Energien.

Starke Governance-Strukturen gewährleisten die Entwicklung und die Integration des Konzepts in das Kerngeschäft. Das interne Resourcefulness Executive Team, unter Leitung von Gerhard Roiss, Vorstandsvorsitzender von OMV, ist für die Festlegung strategischer Prioritäten verantwortlich und wird dabei vom Resourcefulness Advisory Board unterstützt, das sich aus anerkannten externen Fachleuten zusammensetzt und OMV bei der Weiterentwicklung von Resourcefulness berät.

OMV erzielte 2013 in allen Schwerpunktbereichen signifikante Fortschritte. OMV stellt führenden Ratingagenturen für Nachhaltigkeit Informationen zur Verfügung und beteiligt sich am Carbon Disclosure Project (CDP). OMV wird von oekom research AG, einer der weltweit führenden Ratingagenturen im nachhaltigen Anlagesegment, als Anlage mit "Prime Status" eingestuft. OMV ist auch im österreichischen Nachhaltigkeitsindex (VÖNIX) der Wiener Börse sowie im United Nations Global Compact 100 Index gelistet. 2013 verbesserte sich der CDP-Score von OMV signifikant auf einen Wert über dem Durchschnitt des Öl- und Gassektors sowie der österreichischen Unternehmen.

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSSE) haben bei OMV eine Top-Priorität und sind eine Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg. Der Sicherheit der Mitarbeiter wird höchster Stellenwert beigemessen und Notfall- und Krisenmanagementpläne sind an allen OMV Standorten eingerichtet. In Einklang mit einer risikobasierten Sicherheitsstrategie arbeitet OMV kontinuierlich daran, die Anpassungsfähigkeit der Geschäftstätigkeit gegenüber soziopolitischen Veränderungen zu erhöhen. Hauptanliegen ist das körperliche Wohlbefinden und die Sicherheit der Mitarbeiter von OMV sowie die Integrität der

Carbon Disclosure Project Score verbessert

Produktionsanlagen. Schadensprävention und insbesondere proaktives Risikomanagement sind unerlässlich, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Geschäftstätigkeit von OMV aufrechtzuerhalten. Leider waren 2013 vier arbeitsbedingte Todesfälle zu beklagen. OMV wird weiter mit Nachdruck daran arbeiten, solche Tragödien zu vermeiden.

Die wichtigsten Maßnahmen in 2013 waren:

  • Erstellung eines überarbeiteten HSSE-Risikomanagement-Ansatzes nach ISO 31000 sowie Beginn der Implementierung
  • Verbesserung der Bewertung schwerer Unfälle (Major Accident Events, MAEs) und Aufbau eines konzernweiten Netzwerks für Prozesssicherheit zur Förderung hervorragender operativer Leistungen
  • Verstärkte Beteiligung der obersten Führungsebene an der Untersuchung von Zwischenfällen und Konzentration auf Zwischenfälle mit hohem Potenzial
  • Sicherheit im Straßenverkehr war Gegenstand eines Transportation Safety Forums bei Petrom und die Einführung einer Fahrzeugüberwachung mittels "Black Box" wurde vorangetrieben

2013 organisierte OMV 353.349 HSSE-Schulungsstunden für Mitarbeiter.

OMV sorgt für ein verantwortungsvolles Management der Umweltauswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ziel ist eine Optimierung der Prozesse, um natürliche Ressourcen effizient zu nutzen sowie Emissionen und Abfall auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Das Management des Risikos von Produktaustritten ist konzernweit ein wichtiger Schwerpunkt. 2013 verzeichnete OMV keine signifikanten Austritte von Kohlenwasserstoffen. Petrom hat die Einführung der Spill Risk Map, die bereits in sechs E&P-Standorten implementiert wurde, weiter vorangetrieben. Ebenso wurden Notfallübungen

zu Produktaustritten durchgeführt. OMV setzt laufend eine große Bandbreite von Maßnahmen, um die Energieeffizienz schrittweise zu verbessern. Beispielsweise wurden in der Raffinerie Petrobrazi Dampfbegleitheizungen durch elektrische ersetzt sowie Dampfwärmetauscher implementiert.

Eco-Innovation

Eco-Innovation trägt langfristig zu profitablem und nachhaltigem Wirtschaften bei. OMV nutzt Kernkompetenzen, um mit Hilfe neuer Technologien zukünftige Energie- und Geschäftsfelder zu erschließen. OMV setzt hierbei den Schwerpunkt auf Biotreibstoffe der zweiten Generation und Wasserstoff in der Mobilität.

OMV trägt weiterhin zur Entwicklung eines Wasserstoff-Tankstellennetzes bei und unterstützt generell die Implementierung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen. 2012 eröffnete OMV die erste öffentliche Wasserstoff-Tankstelle in Österreich. 2013 wurde ein neuer ehrgeiziger Meilenstein gesetzt: OMV hat mit Partnern im Rahmen der Initiative "H2 Mobility" einen Handlungsplan für den Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes für Brennstoffzellenfahrzeuge vereinbart. Das derzeitige Netz soll bis 2023 auf rund 400 Tankstellen in Deutschland ausgebaut werden. In Österreich arbeitet OMV an der Ausarbeitung einer Roadmap für Forschung und Entwicklung im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik.

Die hochinnovative BioCrack™-Anlage der zweiten Generation in der Raffinerie Schwechat, die Biomasse, wie etwa Hackschnitzel und Stroh verwendet um Dieselkraftstoff zu erzeugen, wurde für einen kontinuierlichen Testbetrieb mit unterschiedlichen Rohstoffen ausgerüstet. Das ermöglicht OMV, weitere wertvolle Daten und praktische Erfahrungen mit dieser neuen Technologie zu sammeln.

Fokus auf Wasserstoff in der Mobilität und Biotreibstoffe der zweiten Generation

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

Gemäß § 243a UGB sind die folgenden Informationen anzugeben:

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 327.272.727 und ist in 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Zwischen den Kernaktionären Österreichische Industrieholding Aktiengesellschaft (ÖIAG) und International Petroleum Investment Company (IPIC) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.
    1. ÖIAG hält 31,5% und IPIC hält 24,9% des Grundkapitals.
    1. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht.
    1. Arbeitnehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
    1. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 Aktiengesetz (AktG) und Satzungsänderungen (ausgenommen Unternehmensgegenstand) genügt die einfache Stimmen- und Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
    1. a) Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 77,9 Mio durch Ausgabe von bis zu 77.900.000 Stück

neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital). In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand auf Grundlage seiner Beschlüsse vom 16. Mai 2011 und 6. Juni 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft im Wege einer Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital von EUR 300.000.000 um EUR 27.272.727 auf EUR 327.272.727 durch Ausgabe von 27.272.727 neuen Aktien erhöht. Der Vorstand ist in Folge der Durchführung der zuvor beschriebenen Kapitalerhöhung nunmehr ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 50,6 Mio durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital).

  • b) Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Ziffer 1 AktG um bis zu EUR 50,6 Mio durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 13. Mai 2009 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.
  • c) Die Summe der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen aktuell oder potenziell auszugebenden Bezugsaktien und die Anzahl der aus dem

genehmigten Kapital auszugebenden Aktien darf 50.627.273 Stück nicht überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen nach lit. a) und b), wobei das Wandlungsrecht der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen jedenfalls gewahrt sein muss.

  • d) Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Der Erwerb konnte bis zum 16. November 2013 über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen. Der Vorstand war auch ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss bis zum selben Datum einzuziehen.
  • e) Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, bis einschließlich 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die eigenen Aktien können insbesondere (a) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/ der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen, (b) zur Bedienung von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, (c) als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und (d) zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen

Zweck verwendet werden. Hierbei kann auch die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre ausgeschlossen werden, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.

    1. Zusätzlich zur Kapitalerhöhung wurde am 25. Mai 2011 eine Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750 Mio erfolgreich platziert. Da die Rückzahlung des Hybridkapitals sowie die Zinszahlungen im alleinigen Verfügungsbereich des Konzerns liegen, werden die Erlöse aus der Hybridanleihe laut IFRS (abzüglich Emissionskosten) zur Gänze als Eigenkapital behandelt. Das Hybridkapital wird bis zum 26. April 2018 mit einem festen Zinssatz von 6,75% verzinst. Anschließend wird das Hybridkapital bis 26. April 2023 mit einem noch festzulegenden festen Reset-Zinssatz und danach mit einem variablen Zinssatz mit einem step-up von 100 Basispunkten verzinst. Das Hybridkapital hat keinen Endfälligkeitstag und kann seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die Gesellschaft hat insbesondere das Recht, das Hybridkapital zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat der Konzern die Möglichkeit, die Hybridanleihe vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.
    1. Weitere bedeutende Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft in Folge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden, bestehen zum 31. Dezember 2013 nicht.
    1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.
    1. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind: Standards für interne Kontrollsysteme

werden in internen Konzernrichtlinien festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Standards durch regelmäßige Prüfungen, basierend entweder auf dem vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates genehmigten Jahresprüfungsplan oder in Form von ad hoc Prüfungen. Die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats präsentiert. Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen durch das Konzern-IFRS-Accounting-Manual wird ebenfalls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem. Der Rechnungslegungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Für die wesentlichen "End-to-end" Prozesse (z.B. Purchase-to-Pay, Order-to-Cash) werden konzernweit gültige Standards definiert. Auf Basis eines rollierenden Zeitplans werden diese hinsichtlich Umsetzung und Effektivität überprüft. Zusätzlich beurteilen die Abschlussprüfer regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Siehe Anhangangabe 36 im Konzernabschluss.

Ausblick

Mittelfristiger Ausblick

Das aktuelle Upstream-Portfolio einschließlich der Fertigstellung von Entwicklungsprojekten sollte es OMV ermöglichen, ein Produktionslevel von rund 400 kboe/d und eine Reserven-Ersatzrate von 100% im 3-Jahres-Durchschnitt bis 2016 zu erreichen. Ein durchschnittliches Investitionsvolumen des Konzerns von rund EUR 3,9 Mrd pro Jahr wird für den Zeitraum 2014-2016 erwartet, wovon ca. 80% in E&P investiert werden. Unter der Annahme eines ähnlichen Marktumfelds wie derzeit vorherrschend, wird erwartet, dass der Cashflow aus der Betriebstätigkeit sowie die geplanten Veräußerungen ausreichen, um das Investitionsprogramm sowie die Dividenden an Aktionäre zu finanzieren, während der Verschuldungsgrad in Einklang mit dem langfristigen Ziel von ≤30% bleibt. Die mittelfristige Performance des ROACE wird negativ von dem in Entwicklungsprojekten gebundenen Kapital beeinflusst, wobei die Performance zu den Zielwerten zurückkehren wird, sobald die Entwicklungen die Produktion aufnehmen. Es wird ein Dividendenwachstum in Einklang mit dem den Aktionären zuzurechnenden Jahresüberschuss erwartet (Ausschüttungsgrad von 30%).

Marktumfeld

OMV erwartet für das Jahr 2014, dass der durchschnittliche Brent-Rohölpreis weiterhin über USD 100/bbl liegen wird. Die Brent-Urals Spanne wird weiterhin relativ niedrig erwartet. In Rumänien wurden die geplanten Inlandsgaspreiserhöhungen für Jänner bereits implementiert, weitere Erhöhungen sind für April, Juli und Oktober 2014 vorgesehen. Das G&P Marktumfeld wird weiterhin sehr herausfordernd erwartet. Es wird prognostiziert, dass die Raffinerie-Margen in 2014 aufgrund schleppender wirtschaftlicher Erholung und bestehender Überkapazitäten an den europäischen Märkten unter Druck bleiben werden. Im Petrochemie-Geschäft wird erwartet, dass die Margen auf ähnlichem Niveau wie 2013 bleiben. Es wird erwartet, dass die Marketingverkaufsmengen aufgrund anhaltend gedämpfter Nachfrage, verursacht durch ein schwaches wirtschaftliches Umfeld in den Kernmärkten von OMV, unter Druck bleiben werden, während bei den Margen ein Verbleiben auf dem oder etwas unter dem Niveau von 2013 erwartet wird.

Ziel ist die Erreichung von erstklassiger HSSE-Performance mit sicherem Arbeitsumfeld sowie Prozessen und die weitere Reduktion der Unfallhäufigkeit (Lost-Time Injury Rate). In 2014 wird eine Investitionssumme von rund EUR 3,9 Mrd erwartet. Das konzernweite Performance-Steigerungsprogramm "energize OMV", mit dem Ziel einen ROACE Beitrag von 2%-Punkten zu erreichen, ist auf Kurs dieses Ziel mit Ende 2014 zu erreichen.

Im Geschäftsbereich E&P bleibt die Sicherheitslage in Libyen und im Jemen weiterhin sehr schwer prognostizierbar. Dies berücksichtigend, EUR ~3,9 Mrd CAPEX geplant für 2014

Produktionsanstieg in Norwegen erwartet

Abschluss des Modernisierungsprogramms in der Raffinerie Petrobrazi in 2014

wird das Produktionsniveau für 2014 in einer Bandbreite von 320-340 kboe/d erwartet. In Rumänien und Österreich wird die Produktion voraussichtlich im Zielbereich von 200-210 kboe/d bleiben. In Norwegen wird erwartet, dass die Produktion von Gudrun (Inbetriebnahme in Q1/14) und Gullfaks im Laufe des Jahres 2014 auf rund 40 kboe/d ansteigen wird. In Neuseeland wird die Produktion im Jahresvergleich, nach dem erfolgreichen Wartungsprogramm in Maari in 2013 und der zusätzlichen Produktion aus dem Maari Growth Projekt in 2014, höher erwartet. Die Investitionen in E&P werden für 2014 rund EUR 3 Mrd betragen. Die größten Projekte, in die investiert wird, sind Gullfaks, Aasta Hansteen, Edvard Grieg und Gudrun in Norwegen, Schiehallion in Großbritannien, Habban Phase 2 im Jemen, Nawara in Tunesien sowie Feldneuentwicklungen in Rumänien und Österreich. In Rumänien wird, nach der Interpretation der Daten der 3D Seismik-Studie des Neptun Blocks, der Start weiterer Bohrungen für ca. Mitte 2014 erwartet. In Norwegen wird der Start von Erweiterungsarbeiten nach dem Ölfund in Wisting Central für H1/14 erwartet. Die Explorationsausgaben und Ausgaben für Erweiterungsbohrungen werden rund EUR 0,7 Mrd betragen, mit bis zu 12 Explorationsbohrungen mit hohem Potenzial in Rumänien (Schwarzes Meer), Norwegen (Barentssee), Gabun, Neuseeland, Färöer Inseln (westlich der Shetlandinseln) und Österreich.

Im Geschäftsbereich G&P werden in EconGas die Nachverhandlungen des langfristigen Gasbezugsvertrags mit Gazprom, mit dem Ziel, eine vollständig marktbasierte Preisbildung zu erreichen, weitergeführt. Der Fokus auf die Verbesserung der Gate LNG-Position wird ebenfalls weitergeführt. In Rumänien wird erwartet, dass die Erdgas-Nachfrage weiter sinkt, und zu erhöhtem Wettbewerb und Margendruck in 2014 führen wird. Für das Gasgeschäft in der Türkei wird erwartet, dass es durch die von dem dominanten lokalen Erdgasversorger Botas festgesetzten Gaspreise sowie durch die erwartete FX-Entwicklung signifikant belastet wird. Im Erdgasspeicher-Geschäft wird Mitte 2014 die zweite Tranche an Kavernen in Etzel dem Betrieb übergeben. Es wird erwartet, dass das sehr niedrige Niveau der Sommer/Winter Spreads und der Gasspeicherpreise die Profitabilität weiter verschlechtern. Aufgrund von zu implementierenden Restrukturierungsmaßnahmen, die aus der Umsetzung des Gaswirtschaftsgesetzes in Österreich resultieren, wird ein signifikant geringerer Beitrag des Erdgas Transport-Geschäfts in Österreich erwartet. In Rumänien, teilweise aufgrund der Erhöhung der rumänischen Gaspreise, und der Türkei, wird eine weitere Verschlechterung der Spark Spreads erwartet. Insgesamt wird dies zu einem negativen Power-Ergebnis in 2014 führen.

Im Geschäftsbereich R&M wird das Modernisierungsprogramm in der Raffinerie Petrobrazi in 2014 abgeschlossen werden und zu Verbesserungen in der Raffinerieeffizienz und der Produktenstruktur führen. In diesem Zusammenhang ist ein 30-tägiger Stillstand der Raffinerie in Q2 geplant. Weitere große Raffinerie-Stillstände sind in Schwechat in Q2 (15 Tage Reinigung der Rohölanlage) und in Burghausen in Q4 (40 Tage genereller Stillstand für die regelmäßige TÜV-Inspektion) in 2014 geplant. Der Abschluss des Bayernoil-Verkaufs wird in der ersten Jahreshälfte 2014 erwartet. Das Veräußerungsprogramm ist auf Kurs den erwarteten Zielwert von bis zu EUR 1 Mrd bis Ende 2014 zu erreichen. Die jüngste Volatilität in der wirtschaftlichen Entwicklung der Türkei stellt eine Herausforderung für die Profitabilität von Petrol Ofisi dar.

Wien, am 19. März 2014

Der Vorstand

Gerhard Roiss David C. Davies

Hans-Peter Floren Jaap Huijskes Manfred Leitner

Konzernabschluss

Inhalt

Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers zum Konzernabschluss) 69
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013 70
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2013 71
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013 72
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 74
Konzern-Cashflow-Rechnung 76
Konzernanhang 77
Grundlagen und Methoden 77
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 92
Erläuterungen zur Bilanz 97
Ergänzende Angaben zur Finanzlage 124
Segmentberichterstattung 141
Sonstige Angaben 144
Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft) 152

Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers zum Konzernabschluss) Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers zum Konzernabschluss)

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2013 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben, mit Ausnahme der Angabe "Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)".

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2013 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 19. März 2014 Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Helmut Maukner (Wirtschaftsprüfer) Mag. Gerhard Schwartz (Wirtschaftsprüfer)

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (z.B. verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Konzernbuchführung

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Prüfungsurteil

Aussagen zum Konzernlagebericht

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung EUR 1.000
Anhangangabe 2013 2012
Umsatzerlöse 42.414.699 42.649.231
Direkte Vertriebskosten –343.490 –363.547
Umsatzkosten –37.723.136 –36.970.523
Bruttoergebnis vom Umsatz 4.348.073 5.315.160
Sonstige betriebliche Erträge 7 703.942 258.355
Vertriebsaufwendungen –963.049 –1.018.745
Verwaltungsaufwendungen –417.694 –421.752
Explorationsaufwendungen –513.046 –488.488
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen –16.937 –21.037
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 –424.690 –519.773
Betriebserfolg (EBIT) 2.716.599 3.103.721
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 9 163.422 200.441
Dividendenerträge 10.661 11.888
Zinserträge 9 66.723 37.641
Zinsaufwendungen 9 –300.089 –413.708
Sonstiges Finanzergebnis 9 –367.320 –82.489
Finanzerfolg –426.604 –246.227
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.289.995 2.857.495
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 –561.429 –1.067.031
Jahresüberschuss 1.728.566 1.790.464
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.162.350 1.363.352
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 37.969 38.040
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 528.247 389.072
Unverwässerter Gewinn je Aktie in EUR 11 3,56 4,18
Verwässerter Gewinn je Aktie in EUR 11 3,55 4,17

Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2013 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2013

Konzern-Gesamtergebnisrechnung EUR 1.000
Anhangangabe 2013 2012
Jahresüberschuss 1.728.566 1.790.464
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe –885.580 –50.918
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres vor Ertragsteuern –895.502 –50.952
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss 9.922 34
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung zur Veräußerung verfügbarer
finanzieller Vermögenswerte –2.314 3.847
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres vor Ertragsteuern –2.085 3.847
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss –229
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges –16.703 74.537
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres vor Ertragsteuern 17.625 –116.565
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss –34.328 191.102
Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis –33.706 4.350
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres –33.706 4.350
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden können –938.303 31.816
Gewinne (+)/ Verluste(–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen –98.310 –76.425
Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis –303 –14.272
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres –303 –14.272
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden –98.613 –90.697
Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen 9.464 –16.564
Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen 25.178 19.166
Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern
20
34.642 2.602
Sonstiges Ergebnis des Jahres nach Steuern
20
–1.002.274 –56.279
Gesamtergebnis des Jahres 726.292 1.734.184
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 179.786 1.354.529
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 37.969 38.040
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 508.538 341.615

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013

Vermögen EUR 1.000
Anhangangabe 2013 2012
Immaterielle Vermögenswerte 12 3.596.917 3.479.574
Sachanlagen 13 17.050.756 14.347.110
At-equity bewertete Beteiligungen 14 1.853.137 1.811.003
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 17 634.600 1.016.236
Sonstige Vermögenswerte 18 113.263 119.271
Latente Steuern 23 392.335 299.918
Langfristiges Vermögen 23.641.008 21.073.112
Vorräte 15 2.455.508 3.202.244
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16 3.270.470 3.821.749
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 17 751.699 477.167
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 81.666 152.120
Sonstige Vermögenswerte 18 299.390 310.137
Kassenbestand und Bankguthaben 704.922 1.227.298
Kurzfristiges Vermögen 7.563.654 9.190.713
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 19 581.586 255.344
Summe Aktiva 31.786.248 30.519.170
Eigenkapital und Verbindlichkeiten EUR 1.000
Anhangangabe 2013 2012
Grundkapital 327.273 327.273
Hybridkapital 740.794 740.794
Rücklagen 10.545.840 10.834.397
Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens 11.613.907 11.902.464
Anteile anderer Gesellschafter 2.931.430 2.627.510
Summe Eigenkapital 20
14.545.337
14.529.974
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21
1.021.983
978.027
Anleihen 22
3.317.820
3.527.151
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 22
581.286
886.083
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 21
2.764.544
1.995.124
Sonstige Rückstellungen 21
305.804
298.297
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 22
223.574
243.012
Sonstige Verbindlichkeiten 22
6.337
6.783
Latente Steuern 23
672.836
778.388
Langfristige Verbindlichkeiten 8.894.184 8.712.865
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22
4.913.909
4.290.438
Anleihen 22
778.209
213.615
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 22
217.420
162.127
Ertragsteuerverbindlichkeiten 275.888 193.727
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 21
84.022
81.438
Sonstige Rückstellungen 21
415.407
568.904
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 22
383.475
408.720
Sonstige Verbindlichkeiten 22
1.189.071
1.261.263
Kurzfristige Verbindlichkeiten 8.257.402 7.180.231
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 19
89.325
96.100
Summe Passiva 31.786.248 30.519.170

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in 2013 1)

Grund
kapital
Kapital
rücklage
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklage
Umrechnung
ausländischer
Geschäfts
betriebe
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
1. Jänner 2013 327.273 1.495.803 740.794 9.853.099 –504.021 1.943
Jahresüberschuss 1.200.319
Sonstiges Ergebnis des Jahres –73.027 –864.975 –1.782
Gesamtergebnis des Jahres 1.127.293 –864.975 –1.782
Dividendenausschüttung und Hybridkupon –442.106
Steuereffekte auf Transaktionen
mit Eigentümern
12.656
Abgang eigener Anteile 897
Anteilsbasierte Vergütungen 1.523 544
Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht
beherrschender Anteile
–80.269
31. Dezember 2013 327.273 1.498.223 740.794 10.471.218 –1.368.996 161

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in 2012 1)

Grund
kapital
Kapital
rücklage
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklage
Umrechnung
ausländischer
Geschäfts
betriebe
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
1. Jänner 2012 327.273 1.489.132 740.794 8.901.400 –514.111 –981
Jahresüberschuss 1.401.392
Sonstiges Ergebnis des Jahres –57.258 10.090 2.924
Gesamtergebnis des Jahres 1.344.133 10.090 2.924
Dividendenausschüttung –404.127
Steuereffekte auf Transaktionen
mit Eigentümern
12.680
Abgang eigener Anteile 1.883
Anteilsbasierte Vergütungen 4.788
Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht
beherrschender Anteile
–987
31. Dezember 2012 327.273 1.495.803 740.794 9.853.099 –504.021 1.943

1) Vgl. Anhangangabe 20

EUR 1.000
Hedges Sonstiges Ergebnis
aus at-equity
bewerteten
Beteiligungen
Eigene Anteile Eigenkapital der
Gesellschafter des
Mutter
unternehmens
Anteile anderer
Gesellschafter
Summe
Eigenkapital
15.018 –15.600 –11.847 11.902.464 2.627.510 14.529.974
1.200.319 528.247 1.728.566
–8.772 –34.008 –982.565 –19.710 –1.002.274
–8.772 –34.008 217.755 508.538 726.292
–442.106 –187.827 –629.933
12.656 12.656
443 1.340 1.340
2.068 2.068
–80.269 –16.791 –97.060
6.246 –49.608 –11.404 11.613.907 2.931.430 14.545.337

EUR 1.000

Hedges Sonstiges Ergebnis
aus at-equity
bewerteten
Beteiligungen
Eigene Anteile Eigenkapital der
Gesellschafter des
Mutter
unternehmens
Anteile anderer
Gesellschafter
Summe
Eigenkapital
–30.326 –5.678 –13.164 10.894.340 2.509.559 13.403.900
1.401.392 389.072 1.790.464
45.344 –9.922 –8.823 –47.457 –56.279
45.344 –9.922 1.392.569 341.615 1.734.184
–404.127 –225.421 –629.548
12.680 12.680
1.317 3.200 3.200
4.788 4.788
–987 1.756 770
15.018 –15.600 –11.847 11.902.464 2.627.510 14.529.974

Konzern-Cashflow-Rechnung Konzern-Cashflow-Rechnung

Konzern-Cashflow-Rechnung 1) EUR 1.000
2013 2012
Jahresüberschuss 1.728.566 1.790.464
Abschreibungen und Wertminderungen 2.252.905 2.035.809
Zuschreibungen zum Anlagevermögen –6.698 –2.101
Latente Steuern –130.718 –138.919
Laufende Steuern 692.147 1.205.950
Gezahlte Ertragsteuern –841.961 –1.242.698
Steuerrückerstattungen 146.346 90.093
Verluste (+)/Gewinne (–) aus Abgängen von Anlagevermögen 16.598 –96.358
Anteil am Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen und Dividendenerträge –174.082 –212.329
Einzahlungen aus Dividenden von at-equity bewerteten Beteiligungen und anderen Unternehmen 33.654 52.617
Zinsaufwendungen 183.146 189.865
Gezahlte Zinsen –209.185 –236.258
Zinserträge –38.757 –32.931
Erhaltene Zinsen 27.575 28.456
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Personalrückstellungen –59.463 –39.750
Erhöhung (+)/Verminderung (–) langfristige Rückstellungen 18.882 112.660
Sonstige Änderungen –201.782 71.125
3.437.174 3.575.696
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Vorräte 108.717 –125.433
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Forderungen 8.910 –444.814
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Verbindlichkeiten 559.970 920.396
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Rückstellungen –4.453 –112.876
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 4.110.318 3.812.967
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –4.754.950 –2.484.859
Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte –48.176 –12.699
Veräußerungen
Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen 88.998 183.609
Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten
abzüglich liquider Mittel 746.040 34.457
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –3.968.087 –2.279.491
Zugänge langfristiger Finanzierungen 496.620 1.651.079
Rückzahlung langfristiger Finanzierungen –454.600 –1.032.642
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristiger Finanzierungen 78.341 –656.684
Veränderung nicht beherrschender Anteile –133.678 6.600
Dividendenzahlungen –627.274 –626.277
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –640.591 –657.925
Währungsdifferenz auf liquide Mittel –24.016 –7.082
Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel –522.376 868.469
Liquide Mittel Jahresbeginn 1.227.298 358.828
Liquide Mittel Jahresende 704.922 1.227.298

1) Vgl. Anhangangabe 24

Konzernanhang: Grundlagen und Methoden Konzernanhang: Grundlagen und Methoden

Die OMV Aktiengesellschaft (im österreichischen Firmenbuch eingetragen mit dem Sitz Trabrennstraße 6-8, 1020 Wien, Österreich) ist ein integrierter, internationaler Öl- und Gaskonzern, der Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Exploration und Produktion (E&P), Gas und Power (G&P) und Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) unterhält.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 245a (1) anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften gemäß dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) erstellt. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses ist grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips erfolgt. Hiervon ausgenommen sind gewisse Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, so wie das in der Anhangangabe 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze beschrieben ist.

Der Konzernabschluss 2013 wurde in Tausend Euro (TEUR, EUR 1.000) erstellt. Durch die Angabe in TEUR können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Der Konzernabschluss wurde am 19. März 2014 vom Vorstand genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Das Management ist der Meinung, dass etwaige Abweichungen von diesen Einschätzungen in naher Zukunft keine materielle Relevanz und Auswirkung auf den Konzernabschluss haben werden. Insbesondere in Bezug auf Öl- und Gasreserven, Rekultivierungsrückstellungen, Werthaltigkeit des immateriellen Vermögens und der Sachanlagen und Rückstellungen für belastende Verträge besteht die Notwendigkeit, Einschätzungen und Annahmen zu treffen.

Öl- und Gasproduktionsvermögen wird gemäß der Units of Production (UOP) Methode auf Basis der sicheren entwickelten bzw. gesamten sicheren Reserven abgeschrieben. Näheres dazu liefert die Anhangangabe 4.3g). Reservenschätzungen werden durch firmeninterne Ingenieure vorgenommen. Zusätzlich werden in einem Zweijahresrhythmus externe Schätzungen durchgeführt. Für weiterführende Details zum Öl- und Gasvermögen innerhalb der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen wird der Querverweis auf die Anhangangaben 12 und 13 gemacht.

Die Schätzung der zukünftigen Rekultivierungskosten basiert ebenfalls auf von internen Technikern erstellten Gutachten sowie Erfahrungswerten der Vergangenheit. Näheres zu der errechneten Rekultivierungsrückstellung liefert die Anhangangabe 21. Für die Ermittlung der Rekultivierungsrückstellungen wurden Einschätzungen von Zinsen getroffen, welche einen wesentlichen Einfluss auf die jeweiligen Positionen haben. Die zur Ermittlung der Rekultivierungsrückstellungen angewandten Zinssätze betrugen zwischen 0,5% und 3,0% (2012: 1,1% und 3,3%).

OMV ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Vermögenswerten oder zahlungsmittelgenerierende Einheiten (ZGE) vorliegen. Davon ausgeschlossen sind Geschäfts- und Firmenwerte die, unabhängig vom Vorliegen eines Indikators, jährlich auf einen Wertminderungsbedarf überprüft werden. Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird eine formale Schätzung des erzielbaren Betrags vorgenommen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE). Bei allen realisierten Werthaltigkeitstests wurde der erzielbare Betrag auf Basis des Nutzungswerts ermittelt. Die Ermittlung des Nutzungswerts erfordert die Anwendung je nach Geschäftsbereich unterschiedlicher Schätzparameter wie zum Beispiel Ölpreise, Diskontierungssätze, Reserven, Wachstumsraten, Margen und Spark Spreads.

1 Rechtliche Grundlagen und allgemeine Vorgangsweise

2 Schätzungen und Annahmen

Die Diskontierungssätze vor Steuern liegen je nach Land zwischen

  • 8,4% und 28,6% für E&P (2012: von 8,7% bis 30,0%)
  • 6,2% und 6,9% für G&P (2012: von 7,0% bis 8,2%)
  • 6,6% und 7,7% für R&M (2012: von 6,8% bis 8,1%)

Der auf die ZGE Türkei zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert resultierte aus der in 2010 erfolgten Akquisition der OMV Petrol Ofisi A.Ş. und betrug per 31. Dezember 2013 TEUR 542.381 (2012: TEUR 681.806). Der zur Diskontierung der zukünftigen Cashflows, welche auf Basis der jährlichen Planungen ermittelt wurden, angewandte Abzinsungssatz vor Steuern betrug in 2013 7,7%. Die Planungsprämissen beinhalteten eine jährliche Steigerungsrate der zukünftigen Cashflows in Höhe von 3% für die ersten 10 Jahre, um das erwartete Marktwachstum abzubilden. Eine Erhöhung des Diskontierungssatzes um bis zu 12,7% würde zu keinem Wertminderungsbedarf führen. Die Annahme eines Marktwachstums von Null bzw. eine potenzielle Verminderung der Margen um 10% würde ebenfalls keinen Wertminderungsbedarf auslösen.

Der auf die ZGE Nordwesteuropa, Afrika und Australasien zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert resultierte aus der in 2011 erfolgten Akquisition der Pioneer Gesellschaften in Tunesien und betrug per 31. Dezember 2013 TEUR 287.956 (2012: TEUR 300.985). Die Schlüsselannahmen für die Ermittlung des Nutzungswertes sind Öl- und Gaspreise, Produktionsmengen und der Diskontierungssatz. Die Annahmen für die Öl- und Gaspreise für die ersten drei Jahre basieren auf Forward-Preisen. Die mittel- und langfristigen Ölpreisannahmen wurden anhand von externen Studien bestimmt und basieren auf der langfristigen Betrachtung von globaler Nachfrage und globalem Angebot. Die Produktion wurde aufgrund von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit geschätzt und stellt die beste Schätzung des Managements bezüglich der zukünftigen Produktionsmengen dar. Der Diskontierungssatz vor Steuer betrug in 2013 16,7%. Das Management geht davon aus, dass bei nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen des Diskontierungssatzes der erzielbare Betrag den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts übertrifft. Des Weiteren würden weder eine Ölpreisverminderung von 10% noch eine Produktionsreduktion von 10% einen Wertminderungsbedarf auslösen.

Aufgrund der schwierigen Marktbedingungen für Gaskraftwerke wurden beide Gaskraftwerke der OMV (Samsun in der Türkei und Brazi in Rumänien) auf Werthaltigkeit per 31. Dezember 2013 geprüft. Die erzielbaren Beträge wurden auf Basis der Nutzungswerte ermittelt. Die geschätzten Cashflows wurden aus der aktuellen Mittelfristplanung, welche drei Jahre beinhaltet, abgeleitet. Darüber hinaus wurden die Zahlen auf Basis makroökonomischer Annahmen ermittelt. Die wichtigsten Bewertungsannahmen für den erzielbaren Betrag der Gaskraftwerke sind die Spark Spreads und erzeugte Strommengen, welche die Differenz zwischen den Strom- und den Gaspreisen darstellen. Die Annahmen für die ersten drei Jahre basieren auf Forward-Preisen, während sich die langfristigen Annahmen nach externen Studien richten. Die Diskontierungssätze betrugen 6,90% für Samsun und 6,16% für Brazi.

In 2008 hat OMV eine langfristige Leasingvereinbarung für Gasspeicherkapazitäten für vier Salzkavernen in Etzel, Deutschland abgeschlossen. Zwei der Salzkavernen werden seit 2012 verwendet, während die restlichen zwei inklusive der Hohlraumvolumen erst Mitte 2014 verfügbar sind. Seit der Vertragsunterzeichnung hat sich das wirtschaftliche Umfeld für das Gasspeichergeschäft merklich mit einer signifikanten Reduktion von Sommer/Winter Spreads verschlechtert. Per 31. Dezember 2013 wurde eine Wertminderung von TEUR 94.376 verbucht. Für die zwei Kavernen, die noch nicht in Verwendung sind, wurde mit einer Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 12.940 vorgesorgt, hier wurden die gleichen Annahmen herangezogen. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug TEUR 75.617 per 31. Dezember 2013. Der Diskontierungssatz vor Steuern belief sich auf 6,76%.

In 2012 hat OMV eine Rückstellung für einen langfristigen, unkündbaren Vertrag für Regasifizierung und Speicherkapazität, welcher aufgrund nachteiliger Veränderungen der europäischen Marktbedingungen für LNG Terminalkapazitäten belastend wurde, gebildet. In 2013 gab es keine wesentliche Änderung hierzu. Die Rückstellung stellt die unvermeidlichen Kosten für die Erfüllung der vertraglichen Pflichten dar. Die zukünftigen Cashflows inkludieren auch Kosten für den Erwerb zusätzlicher LNG Kapazitäten, da die Regasifizierung und der anschließende Verkauf des Gases zur Deckung der Fixkosten beitragen. Die Schätzung der relevanten Kapazitäten spiegelt die beste Schätzung des Managements bezüglich der in der Zukunft vorhandenen LNG Kapazitäten wider. Die Preise basieren, sofern verfügbar, auf vorhandenen Forward-Preisen. Sind keine Forward-Preise vorhanden, stellen die Preise die beste Schätzung des Managements dar, welche sich nach gegenwärtigen Marktpreisen oder nach Forward-Preisen vergangener Perioden orientieren.

Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf Basis konzerneinheitlicher Standards mit Bilanzstichtag 31. Dezember erstellt.

3 Konsolidierung

Eine Übersicht über einbezogene Unternehmen, at-equity bewertete Unternehmen und sonstige Beteiligungen befindet sich in Anhangangabe 37.

Anzahl der einbezogenen Unternehmen

Voll
konsolidierung
2013
Equity
konsolidierung
Voll
konsolidierung
2012
Equity
konsolidierung
Stand 1.1. 102 12 98 13
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 8 5
Im Berichtsjahr fusioniert –1
Im Berichtsjahr entkonsolidiert –9 –1 –1
Stand 31.12. 100 12 102 12
[davon mit Sitz und Betrieb im Ausland] [53] [8] [58] [8]
[davon mit Sitz in Österreich und Betrieb im Ausland] [24] [—] [22] [—]

Im Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) wurden OMV Tellal Hydrocarbons GmbH, OMV Offshore Morondava GmbH und OMV Myrre Block 86 Upstream GmbH, alle mit Sitz in Wien, beginnend mit 1. Jänner 2013 in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

OMV Petrom Ukraine E&P GmbH, Wien, wurde beginnend mit 21. August 2013 in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

OMV Petrom Ukraine Finance Services GmbH, Wien, wurde beginnend mit 1. Dezember 2013 in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

OMV (EGYPT) Exploration GmbH, OMV (IRELAND) Exploration GmbH und OMV (SLOVAKIA) Exploration GmbH, alle mit Sitz in Wien, wurden per 1. Jänner 2013 entkonsolidiert.

Der Verkauf von Petrol Ofisi Arama Üretim Sanayi ve Ticaret Anonim Şirketi, Ankara, wurde am 14. März 2013 abgeschlossen.

Im Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) wurde die OMV Gaz ve Enerji Satş Anonim Şirketi, Instanbul, in die OMV Enerji Ticaret Limited Şirketi, Istanbul, per 1. August 2013 verschmolzen.

Der Verkauf von Petrom Distributie Gaze SRL, Bukarest, wurde am 30. November 2013 abgeschlossen.

Im Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) wurde LMG Lagermanagement GmbH, Wiener Neustadt, in die ein Großteil von R&Ms österreichischer Pflichtnotstandsreserve eingebracht wurde, beginnend mit 1. Jänner 2013 in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Der Verkauf der Gesellschaft wurde am 20. März 2013 abgeschlossen.

Der Verkauf von PETROM LPG SA, Otopeni, wurde am 7. Jänner 2013 abgeschlossen.

Der Verkauf von OMV BH d.o.o., Sarajevo, wurde am 28. Februar 2013 abgeschlossen.

Der Verkauf von OMV Hrvatska d.o.o., Zagreb, wurde am 31. Mai 2013 abgeschlossen.

Im Geschäftsbereich Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) wurde OMV International Oil & Gas GmbH, Zug, beginnend mit 1. November 2013 in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

OMV Finance Solutions USD GmbH, Wien, wurde beginnend mit 8. November 2013 in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Alle Gesellschaften, die in 2013 und 2012 erstmalig in den Vollkonsolidierungskreis aufgenommen wurden, sind bereits bestehende bzw. neu gegründete Tochtergesellschaften. Diese gehören zu 100% der OMV.

Am 31. Oktober 2013 hat OMV die Akquisition zur Übernahme von Statoil-Assets in Norwegen und Großbritannien (westlich der Shetlandinseln) abgeschlossen. OMV hat Anteile an folgenden gemeinschaftlichen Tätigkeiten (joint operations) erworben: 19% des Produktionsfeldes Gullfaks und 24% des Gudrun Feldes, beide sind offshore Ölund Gasfelder auf der norwegischen Kontinentalplatte. Weiters hat OMV eine zusätzliche Beteiligung von 30% an Rosebank und einen 5,88%-Anteil an Schiehallion übernommen; beide Felder befinden sich in der Region westlich der Shetlandinseln. OMV hält bereits Anteile an beiden Assets. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze hierzu sind in Anhangangabe 4.3 k) enthalten.

Die Akquisitionskosten wurden auf die individuellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aufgeteilt:

Buchwerte des erworbenen Vermögens in EUR Millionen

Immaterielle Vermögenswerte 586
Sachanlagen 2.288
Kurzfristiges Vermögen 99
Summe Aktiva 2.973
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 750
Kurzfristige Verbindlichkeiten 297
Nettovermögen 1.926

4 Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze

1) Erstmals anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen

Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen mit Ausnahme der nachfolgenden Änderungen in den IFRS und Änderungen in Bilanzierungsgrundsätzen jenen des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Die folgenden neuen bzw. überarbeiteten Standards, einschließlich Folgeänderungen in anderen Standards, wurden mit Erstanwendungszeitpunkt 1. Jänner 2013 angewandt:

  • IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts": Der Standard definiert den Begriff des beizulegenden Zeitwerts, stellt Leitlinien zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts auf und regelt die erforderlichen Anhangangaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts. Die Vorschriften beschränken sich nicht auf Finanzinstrumente, sondern betreffen auch die Bemessung beizulegender Zeitwerte gemäß anderen IFRSs (mit Ausnahme von IAS 17 und IFRS 2). Entsprechend den Übergangsbestimmungen des IFRS 13 wendet der Konzern die neuen Vorschriften zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts prospektiv an. Die Änderungen hatten keine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Zusätzlich erforderliche Anhangangaben sind in den betreffenden Angaben zu den Vermögenswerten und Schulden, deren beizulegender Zeitwert bestimmt wurde, enthalten. Erläuterungen zur Bemessungshierarchie sind in Anhangangabe 27 enthalten.
  • Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses Darstellung der Positionen im Sonstigen Ergebnis": Die Änderung des IAS 1 verlangt in der Gesamtergebnisrechnung eine Gruppierung der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses (OCI) danach, ob die darin erfassten Aufwendungen und Erträge zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht werden oder ob diese nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umzubuchen sind. Die Darstellung der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses (OCI) wurde entsprechend geändert.

  • Änderungen an IAS 36 "Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte": Diese Änderungen beseitigen die unbeabsichtigten Auswirkungen von IFRS 13 auf die Angabevorschriften nach IAS 36. Es wird klargestellt, dass die Angabe des erzielbaren Betrags von Vermögenswerten (oder zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) in Perioden erforderlich ist, in denen ein Wertminderungsaufwand für den betreffenden Vermögenswert (oder zahlungsmittelgenerierende Einheit) erfasst oder aufgehoben wurde. Darüber hinaus wurden die Angabepflichten ausgeweitet, wenn der erzielbare Betrag auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt wird. Der Konzern wendet diese Änderungen des IAS 36 vorzeitig an. Die Änderungen wurden bei der Erstellung der Angaben zu Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten in den Anhangangaben 2 und 6 berücksichtigt.

  • Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten". Entsprechend den Änderungen in IFRS 7 wurden die Angaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten erweitert und sind in Angabe 28 enthalten.
  • Verbesserungen der IFRS 2009-2011 veröffentlicht im Mai 2012: Dieser Sammelstandard, der im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprozesses des IASB veröffentlicht wurde, enthält spezifische Änderungen zu IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32 und IAS 34. Die Änderungen hatten keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
  • Des Weiteren waren die Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards – Darlehen der öffentlichen Hand" und IFRIC 20 "Abraumbeseitigungskosten im Tagbergbau" erstmals anzuwenden, hatten aber keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss des OMV Konzerns.

2) Noch nicht verpflichtend anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen

Die folgenden neuen Standards, Überarbeitungen und Interpretationen, die bereits veröffentlicht aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten sind, wurden vom OMV Konzern nicht angewandt. Teilweise ist die Anerkennung dieser Standards durch die EU noch ausständig. Der Konzern beabsichtigt keine frühzeitige Anwendung dieser Standards.

  • IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IAS 27 "Einzelabschlüsse": IFRS 10 begründet ein einheitliches Beherrschungskonzept, welches auf alle Unternehmenstypen Anwendung findet. Dieser Standard ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 zur Konzernrechnungslegung und beinhaltet Fragestellungen, die bislang in SIC-12 "Konsolidierung – Zweckgesellschaften" geregelt waren. In der EU sind IFRS 10 und IAS 27 erstmals für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen, anzuwenden. Basierend auf vorläufigen Analysen wird nicht erwartet, dass IFRS 10 eine wesentliche Auswirkung auf derzeit von der Gruppe gehaltene Beteiligungen hat.
  • IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen": IFRS 11 regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und ersetzt IAS 31 "Anteile an Joint Ventures". Das Kernprinzip von IFRS 11 besteht in der Vorschrift, dass eine an einer gemeinsamen Vereinbarung beteiligte Partei die Art der gemeinsamen Vereinbarung, in die sie eingebunden ist, mittels Beurteilung ihrer Rechte und Verpflichtungen zu bestimmen und diese Rechte und Verpflichtungen entsprechend der Art der gemeinsamen Vereinbarung zu bilanzieren hat. Das bisherige Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen wurde aufgehoben. IAS 28 wurde entsprechend angepasst. In der EU sind IFRS 11 und der überarbeitete IAS 28 erstmals für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen, anzuwenden.

Die Anwendung dieses neuen Standards wird zu einer retrospektiven Änderung der Bilanzierung der Beteiligung an BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH führen. Bis zur Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte wurde dieses gemeinschaftlich geführte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet. Gemäß IFRS 11 wird diese Beteiligung als gemeinschaftliche Tätigkeit eingestuft. Dementsprechend wird der Anteil des Konzerns an den Vermögenswerten und Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen retrospektiv im Konzernabschluss des OMV Konzerns berücksichtigt.

  • IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen": Dieser neue Standard fasst alle Angabeverpflichtungen für Tochtergesellschaften, assoziierte und gemeinschaftlich geführte Unternehmen sowie für nicht konsolidierte strukturierte Einheiten zusammen. Er ersetzt die entsprechenden Regelungen in den Standards IAS 27, IAS 28 und IAS 31. In der EU ist IFRS 12 erstmals für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen, anzuwenden. Dieser neue Standard erfordert neue Anhangangaben hat aber keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
  • Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten": Die Änderungen klären die Bedeutung des Saldierungskriteriums "hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Rechtsanspruch auf Verrechnung". Weiters wird die Anwendung der Saldierungsvorschriften in IAS 32 auf Brutto-Verrechnungssysteme (wie beispielsweise zentrale Clearing-Stellen) klargestellt. Von diesen Änderungen, die erstmals in Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen, anzuwenden sind, wird keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.
  • IFRS 9 "Finanzinstrumente". IFRS 9 (2009) ersetzt die Vorschriften des IAS 39 zur Einstufung und Bewertung von Vermögenswerten. Gemäß IFRS 9 erfolgt die Bestimmung, ob ein Finanzinstrument zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, auf Basis eines einheitlichen Ansatzes, der auf der Art und Weise des Managements der Finanzinstrumente sowie auf den Eigenschaften der vertraglichen Cashflows der finanziellen Vermögenswerte beruht. 2010 wurde eine Neufassung des IFRS 9 herausgegeben, in welche neue Vorschriften für die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen und die Vorschriften für die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus IAS 39 übernommen wurden. Im IFRS 9 (2013) wurde der Standard um neue Vorschriften für Hedge Accounting ergänzt. Derzeit läuft ein Projekt des IASB zur Durchführung begrenzter Änderungen hinsichtlich der Einstufungs- und Bewertungsanforderungen des IFRS 9 und hinsichtlich der Einführung neuer Anforderungen in Bezug auf die Wertminderung finanzieller Vermögenswerte. Gleichzeitig wurde der ursprünglich geplante Zeitpunkt für eine verpflichtende Erstanwendung aufgehoben, und ein neues Datum wurde noch nicht verabschiedet. Der Konzern wird potenzielle Auswirkungen dieses Standards nach Veröffentlichung eines finalen Standards, der alle Phasen des Projekts umfasst, evaluieren.
  • IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten": IFRS 14 gestattet einem Unternehmen, das ein IFRS-Erstanwender ist, mit einigen begrenzten Einschränkungen, regulatorische Abgrenzungsposten weiter zu bilanzieren, die es nach seinen vorher angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen in seinem Abschluss erfasst hat. Dies gilt sowohl im ersten IFRS-Abschluss als auch in den Folgeabschlüssen. Regulatorische Abgrenzungsposten und Veränderungen müssen im Abschluss separat ausgewiesen werden. Außerdem sind bestimmte Angaben vorgeschrieben. Das Datum des Inkrafttretens dieses Standards ist der 1. Jänner 2016. IFRS 14 ist nur für IFRS-Erstanwender anwendbar und hat deshalb keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss des OMV Konzerns.

Weiters wurden die folgenden Änderungen an Standards und Interpretationen, von denen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss des OMV Konzerns erwartet werden, herausgegeben.

Datum des Inkrafttretens
Änderungen von Standards bzw. Interpretationen laut IASB
Änderungen an IFRS 10, 11 und 12 – Übergangsvorschriften 1. Jänner 2013 1)
Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 – Investmentgesellschaften 1. Jänner 2014
Änderungen an IAS 19 Arbeitnehmerbeiträge zu leistungsorientierten Plänen 1. Jänner 2014
Änderungen an IAS 39 Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung 1. Jänner 2014
Verbesserungen der IFRS 2010(2012) 1. Juli 2014
Verbesserungen der IFRS 2011(2013) 1. Juli 2014
IFRIC 21 Abgaben 1. Jänner 2014

1) Die verpflichtende Anwendung von IFRS 10, 11 und 12 wurde auf das Geschäftsjahr beginnend mit 1. Jänner 2014 verschoben

3) Überblick über Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

a) Unternehmenszusammenschlüsse

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden erfasst und mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Es wird für jeden Unternehmenszusammenschluss einzeln entschieden, ob die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil der bilanzierten Beträge des identifizierbaren Nettovermögens bewertet werden. Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen und gegebenenfalls dem beizulegenden Zeitwert des zuvor von OMV am erworbenen Unternehmen gehaltenen Eigenkapitalanteils über das zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Nettovermögen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte erfasst und mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung überprüft. Jede Wertminderung wird sofort ergebniswirksam berücksichtigt. Eine spätere Wertaufholung findet nicht statt.

b) Ertragsrealisierung

Grundsätzlich werden Erträge nach Erbringung der Lieferungen oder Leistungen und nach Anerkenntnis durch den Kunden realisiert, wenn der Wert der Forderung feststeht oder bestimmbar und die Einbringlichkeit wahrscheinlich ist. Im Speziellen werden in E&P Erträge dann berücksichtigt, wenn das Produkt geliefert ist und Risiko und Eigentum auf den Kunden übergegangen sind. In G&P werden Verkäufe aus langfristigen Verträgen mit der Lieferung realisiert. Zusätzliche Erdgas-Mengen aus diesen Verträgen werden nach Anerkenntnis durch den Kunden realisiert. Erträge aus dem Erdgasspeicher-Geschäft werden auf Basis von kommittierten Speicher- und Entnahmeraten realisiert. Ebenso werden Erträge aus dem Gastransport auf Basis kommittierter Mengen vereinnahmt. Umsatzerlöse aus Stromlieferungen werden zum Zeitpunkt der Erbringung realisiert. Im Tankstellen-Geschäft werden die Erträge bei eigenen Tankstellen mit der Abgabe an den Kunden vereinnahmt. Bei Tankstellen, die nicht im Eigentum des Konzerns stehen, erfolgt die Ertragsrealisierung mit der Lieferung an die Tankstellen. Prämiengutschriften in Zusammenhang mit Kundenbindungsprogrammen, die im R&M Segment betrieben werden, werden als eigenständige Komponente der Verkaufstransaktion, in der sie gewährt werden, erfasst. Die erhaltene Gegenleistung wird zwischen den verkauften Produkten und gewährten Prämiengutschriften aufgeteilt. Der beizulegende Zeitwert der ausgegebenen Punkte wird abgegrenzt und zum Zeitpunkt der Einlösung der Punkte als Ertrag erfasst.

c) Explorationsaufwendungen

Explorationsaufwendungen betreffen ausschließlich den Geschäftsbereich E&P und umfassen jene Kosten, die in Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen. Dazu zählen u.a. geologische und geophysikalische Kosten für die Identifikation und Untersuchung von Gebieten mit möglichen Öl- und Gasreserven sowie Exploration betreffende Verwaltungs-, Rechts- und Beratungskosten. Des Weiteren umfasst diese Position alle Wertminderungen von Explorationsbohrungen, die keine sicheren Reserven nachweisen konnten. Planmäßige Abschreibungen von fündigen Explorationsbohrungen sind Bestandteil der Umsatzkosten.

d) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Unter den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) sind alle direkten und indirekten Material- und Personalkosten sowie Kosten für Fremdleistungen ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der gezielten Suche nach neuen Erkenntnissen hinsichtlich der Entwicklung und wesentlichen Verbesserung von Produkten, Leistungen oder Prozessen und im Zusammenhang mit Forschungsaktivitäten anfallen. Die im Zusammenhang mit Forschung in einer Periode anfallenden Ausgaben sind immer F&E-Aufwand der Periode. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 erfüllt sind.

Erhaltene Zuschüsse von Dritten werden grundsätzlich im sonstigen operativen Ertrag ausgewiesen. Wurden diese Zuschüsse für Projekte oder Leistungen gewährt, werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieser Vermögenswerte entsprechend gekürzt, sofern es sich um Zuwendungen der öffentlichen Hand handelt. Bei von Kunden erhaltenen Zuschüssen werden die Erlöse verteilt über die Leistungsperiode erfasst, wenn eine Dienstleistungsverpflichtung besteht. Besteht keine Leistungsverpflichtung, wird der gesamte Ertrag sofort realisiert.

e) Explorations- und Produktionsteilungsverträge

Ein Explorations- und Produktionsteilungsvertrag (Exploration and Production Sharing Agreement, EPSA) ist eine Vertragsform für Erdöl- und Erdgaslizenzen, bei der sich eine oder mehrere Erdölfirmen und das Gastland bzw. die nationale Ölgesellschaft die Erdöl- bzw. Erdgasproduktion nach einem festgelegten Schlüssel teilen. In bestimmten EPSA-Verträgen stellen die dem Gastland/der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteile an der Produktion eine Form der Ertragsbesteuerung dar. In solchen Fällen werden sie dementsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertragsteueraufwand dargestellt.

f) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und, soweit abnutzbar, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten beinhalten direkt zurechenbare Kosten aus Großinspektionen und Generalüberholungen von Großanlagen, hauptsächlich in R&M, die in der Periode, in der sie anfallen, aktiviert und entsprechend der Komponentenabschreibungsmethode bis zur nächsten Anlagenüberholung bzw. -inspektion linear abgeschrieben werden. Kosten für bedeutende Ersatzteile werden aktiviert und die Buchwerte der ersetzten Teile ausgebucht. Kleinere Instandhaltungsleistungen und Reparaturen werden im Jahr des Anfallens als Aufwand gebucht.

Bei immateriellen Vermögenswerten wird zwischen Vermögenswerten mit begrenzter und unbegrenzter Nutzungsdauer unterschieden. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer und Geschäfts- und Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Wertminderungen überprüft. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer sowie abnutzbares Sachanlagevermögen werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf Wertminderungen überprüft, wenn ein Indikator für eine Wertminderung vorliegt.

Mit Ausnahme der E&P-Aktivitäten, die weitgehend nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben werden, erfolgt die planmäßige Abschreibung linear. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die planmäßigen Abschreibungen sowie Wertminderungen bei Tankstellen im Vertriebsaufwand, bei Explorationsvermögen im Explorationsaufwand und bei sonstigen Vermögenswerten unter Umsatzkosten bzw. den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Nutzungsdauer Jahre
Immaterielle Vermögenswerte
Firmenwert Unbestimmt
Software 3–5
Konzessionen, Lizenzen u.Ä. 5–20 bzw. Vertragslaufzeit
Bereichsspezifische Sachanlagen
E&P Öl- bzw. Gasvermögen Unit-of-Production-Methode
G&P Gasleitungen 20–30
Gaskraftwerke 8–30
Windkraftanlagen 10–20
R&M Hochbehälter 40
Verarbeitungsanlagen 25
Leitungssysteme 20
Tankstellen 5–20
Sonstige Sachanlagen
Produktions- und Verwaltungsgebäude 20–50
Sonstige technische Anlagen 10–20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5–10

g) Öl- und Gasvermögen

Der Ansatz der E&P-Aktivitäten erfolgt nach der Successful-Efforts-Methode. Der Erwerb von geologischen und geophysikalischen Studien vor der Auffindung von sicheren Reserven wird im Periodenaufwand erfasst. Die Kosten einer Bohrung werden bis zu dem Zeitpunkt der Feststellung, ob potenzielle wirtschaftliche Öl- oder Gasreserven vorliegen, aktiviert und als immaterielle Vermögenswerte dargestellt. Nicht wirtschaftlich fündige Bohrungen werden aufwandswirksam erfasst. Ist die wirtschaftliche Fündigkeit noch nicht geklärt, bleiben die Kosten einer Explorationsbohrung aktiviert, solange die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Durch die Bohrung wurden ausreichend Öl- oder Gasreserven gefunden, welche eine Fertigstellung als Produktionsbohrung rechtfertigen würden.
  • Es werden ausreichende Fortschritte hinsichtlich der Einschätzung der wirtschaftlichen und technischen Realisierbarkeit für die Aufnahme der Feldentwicklung in naher Zukunft gemacht.

Zum Jahresende werden noch nicht fertiggestellte Bohrungen, die sich nach dem Bilanzstichtag als nicht fündig herausstellen, als nicht zu berücksichtigende Ereignisse behandelt, d.h. die Kosten für die Explorationsbohrung bleiben zum jeweiligen Periodenende aktiviert und werden in der Folgeperiode als Aufwand verbucht. Informationen über zu berücksichtigende Ereignisse sind in Anhangangabe 36 enthalten.

Aktivierte Konzessionserwerbskosten sowie Vermögenswerte aus Exploration und Evaluierung werden in der Regel nicht planmäßig abgeschrieben, solange sie im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen, aber auf Wertminderung überprüft. Sobald es sich um sichere und wirtschaftlich gewinnbare Mineralölvorkommen handelt, werden die damit im Zusammenhang stehenden Vermögenswerte in das Sachanlagevermögen umgegliedert. Entwicklungskosten für die Errichtung von Infrastruktureinrichtungen wie Ölplattformen und Pipelines sowie für Entwicklungsbohrungen werden innerhalb des Sachanlagevermögens aktiviert. Mit Produktionsbeginn erfolgt eine planmäßige Abschreibung der aktivierten Kosten. Aktivierte Explorations- und Entwicklungsaufwendungen sowie Hilfseinrichtungen werden grundsätzlich produktionsabhängig auf Basis sicherer entwickelter Reserven abgeschrieben. Davon ausgenommen sind aktivierte Kosten für Aufsuchungsrechte sowie erworbene Reserven, die auf Basis der gesamten sicheren Reserven abgeschrieben werden.

h) Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Gemäß IAS 36 ermittelt der Konzern an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Vermögenswerten vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert und wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. In diesem Fall wird der Wertminderungstest auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorgenommen. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den jeweiligen erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Die Cashflows werden aus den aktuellen Budget- und Planungsrechnungen abgeleitet, die für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, denen die einzelnen Vermögenswerte zugeordnet sind, separat erstellt werden.

Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten werden, falls vorhanden, kürzlich erfolgte Markttransaktionen herangezogen. Sind keine derartigen Transaktionen identifizierbar, wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt.

Falls in einer Folgeperiode die Gründe für eine Wertminderung wegfallen, wird eine ergebniswirksame Zuschreibung erfasst. Der infolge einer Wertaufholung erhöhte Buchwert eines Vermögenswertes darf nicht den Buchwert übersteigen, der bestimmt worden wäre (abzüglich Amortisationen oder Abschreibungen), wäre in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden.

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich (zum 31. Dezember) überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) bestimmt, der (denen) der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

i) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert durch Verkauf und nicht durch fortgesetzte Nutzung erlöst werden soll. Voraussetzung für diese Klassifikation ist, dass der Verkauf als sehr wahrscheinlich eingeschätzt wird und der Vermögenswert bzw. die Gruppe von Vermögenswerten im derzeitigen Zustand zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist. Langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten, die als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert werden, werden mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben, wenn sie als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind.

j) Leasing

Der Konzern nutzt für seine verschiedenen Aktivitäten eine Reihe von Vermögenswerten auf der Grundlage von Leasingvereinbarungen. Diese Leasingverträge werden basierend auf den in IAS 17 dargelegten Situationen und Indikatoren analysiert, um operatives Leasing von Finanzierungsleasingverhältnissen zu unterscheiden. Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt. Alle anderen werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert.

Finanzierungsleasingverträge werden mit dem Barwert der Mindestleasingverpflichtung oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die kürzere Leasingdauer abgeschrieben. Die aktivierten Kosten werden als Verbindlichkeit verbucht und künftige Leasingzahlungen werden in einen Zins- und einen Tilgungsteil aufgespalten.

Im Fall von Operating-Leasingverhältnissen werden die vereinbarten Leasingzahlungen linear auf die Vertragslaufzeit verteilt im Aufwand erfasst.

Leasingverträge werden von Servicevereinbarungen unterschieden, welche nicht das Recht auf Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts einräumen. Der Konzern hat langfristige Verträge über die Nutzung von Lagerkapazitäten, Pipeline- oder sonstigen Transportkapazitäten, oder Verträge über die Verarbeitung, Produktion oder Bearbeitung von Gütern abgeschlossen. Derartige Kapazitätsvereinbarungen werden nicht als Leasingverträge betrachtet, wenn es sich nicht um einzelne, spezifizierte Vermögenswerte handelt oder wenn das Recht, die Verwendung des zugrunde liegenden Vermögenswerts zu kontrollieren, nicht übertragen wird. Die vertraglichen Zahlungen werden dann in jener Periode als Aufwand gebucht, in welcher die Kapazitäten OMV vereinbarungsgemäß zur Verfügung stehen.

k) Assoziierte Unternehmen und Joint Ventures

Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Venture-Gesellschaften werden nach der At-Equity-Methode bilanziert, wobei die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt werden und in den Folgeperioden um den Anteil des Konzerns am Gewinn oder Verlust abzüglich erhaltene Dividenden und um den Anteil des Konzerns am sonstigen Ergebnis und anderen Änderungen im Eigenkapital angepasst werden.

Zu jedem Bilanzstichtag werden die Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Venture-Gesellschaften auf objektive Hinweise für Wertminderungen überprüft. Falls Hinweise dafür vorliegen, wird der Betrag der Wertminderung als Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag und Buchwert des assoziierten Unternehmens oder der Joint-Venture-Gesellschaft bestimmt und in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten und gemeinschaftlich geführten Vermögenswerten, die es in erster Linie im E&P-Bereich gibt, werden die dem Konzern zuordenbaren Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen in den Konzernabschluss einbezogen. Werden Anteile an gemeinschaftlichen Tätigkeiten erworben, werden die Anschaffungskosten auf die einzelnen erworbenen Vermögenswerte verteilt. Transaktionskosten werden aktiviert und latente Steuern werden aufgrund der Ausnahmebestimmungen für den erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten gemäß IAS 12 nicht angesetzt.

l) Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte

Der OMV Konzern klassifiziert finanzielle Vermögenswerte beim Erstansatz in die folgenden drei Kategorien: Finanzielle Vermögenswerte at-fair-value-through-profit-or-loss, Ausleihungen und Forderungen und finanzielle Vermögenswerte available-for-sale. Die Klassifizierung hängt von Art und Zweck des finanziellen Vermögenswerts ab. Käufe und Verkäufe von Wertpapieren im Rahmen handelsüblicher Verträge werden zum Handelstag – jenem Tag, an dem sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen – bilanziert.

Wertpapiere werden als at-fair-value-through-profit-or-loss eingestuft, wenn sie zu Handelszwecken gehalten werden oder als at-fair-value-through-profit-or-loss designiert werden. Wertpapiere at-fair-value-through-profit-orloss werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und die resultierenden Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst.

Ausleihungen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Ob Wertminderungen von Ausleihungen und Forderungen vorliegen, wird auf Ebene des einzelnen Vermögenswerts als auch auf kollektiver Ebene, sofern die Ausleihungen und Forderungen einzeln nicht wesentlich sind, beurteilt.

Available-for-sale-Wertpapiere, die hauptsächlich Investmentfonds und Anleihen umfassen, werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden bis zur Realisierung unter Berücksichtigung der Steuereffekte gesondert im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Bei objektiven Anzeichen für eine Wertminderung werden Wertminderungen, einschließlich in Vorperioden im sonstigen Ergebnis erfasster Beträge, ergebniswirksam erfasst. Ein Wegfall des Wertminderungsgrunds wird bei Schuldinstrumenten bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vor Berücksichtigung der Wertminderung ergebniswirksam und bei Eigenkapitalinstrumenten ergebnisneutral erfasst.

Beteiligungen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen, deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bewertet.

Zu jedem Bilanzstichtag werden die finanziellen Vermögenswerte, die nicht als at-fair-value-through-profit-or-loss eingestuft sind, überprüft, ob es einen objektiven Hinweis darauf gibt, dass eine Wertminderung eingetreten ist. Als Hinweise für eine Wertminderung gelten beispielsweise Hinweise, dass ein Schuldner oder Emittent sich in erheblichen Schwierigkeiten befindet, Ausfall von Zahlungen, die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schuldner oder Emittent Konkurs anmeldet oder erhebliche, nachteilige Änderungen im technologischen, wirtschaftlichen, rechtlichen oder Marktumfeld eines Schuldners oder Emittenten. Im Fall von Eigenkapitalinstrumenten ist darüber hinaus ein signifikanter oder länger anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten ein Indikator für eine Wertminderung. Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder den Vermögenswert und alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Wenn der Konzern weder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen überträgt noch beibehält und weiterhin die Verfügungsmacht über die übertragenen Vermögenswerte hat, erfasst der Konzern seinen verbleibenden Anteil am Vermögen und eine entsprechende Verbindlichkeit in Höhe der möglicherweise zu zahlenden Beträge. Für den Fall, dass der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken eines übertragenen finanziellen Vermögenswerts zurück behält, erfasst der Konzern weiterhin den finanziellen Vermögenswert sowie ein besichertes Darlehen für die erhaltene Gegenleistung.

m) Derivative Finanzinstrumente

Derivative Instrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der den geschätzten Betrag widerspiegelt, den OMV zahlen oder erhalten müsste, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Für die Schätzung der Tageswerte von Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag werden Preisanbote von Banken oder entsprechende Preismodelle verwendet. Bei diesen Modellen werden die zum Bilanzstichtag geltenden Terminpreise und Wechselkurse sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung herangezogen. Die Erfassung unrealisierter Gewinne und Verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer Hedge-Accounting (Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen) wird angewandt.

Derivate, die die Voraussetzungen für die Verbuchung als Sicherungsgeschäft erfüllen und als solches designiert wurden, werden klassifiziert als (i) Fair-Value-Hedge, wenn das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines verbuchten Vermögenswerts oder einer verbuchten Verbindlichkeit abgesichert wird, oder (ii) Cashflow-Hedge, wenn das Risiko von Schwankungen der Cashflows, das sich aus einem speziellen, mit einer erfassten Forderung oder Verbindlichkeit oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko ergibt, abgesichert wird.

Bei Fair-Value-Hedges werden sowohl das Grundgeschäft hinsichtlich des abgesicherten Risikos als auch das derivative Sicherungsinstrument ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte im sonstigen Ergebnis erfasst, der ineffektive Teil hingegen wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Führt die Cashflow-Absicherung zu einem Vermögenswert oder zu einer Verbindlichkeit, werden die Beträge, die im sonstigen Ergebnis abgegrenzt wurden, im gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die abgesicherte Position das Jahresergebnis beeinflusst.

Verträge über den Kauf oder Verkauf von nicht-finanziellen Posten, die durch einen Nettoausgleich in bar oder anderen Finanzinstrumenten erfüllt werden können, werden als Finanzinstrumente behandelt. Werden solche Verträge jedoch für den Empfang oder die Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Konzerns geschlossen und weiter gehalten, werden sie als schwebende Geschäfte bilanziert. Auch wenn solche Verträge keine Finanzinstrumente sind, können sie eingebettete Derivate enthalten. Eingebettete Derivate werden getrennt vom Basisvertrag bilanziert, sofern die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind.

Unter anderem sind eingebettete Derivate derzeit hauptsächlich in langfristigen Gasverträgen enthalten. Diese eingebetteten Derivate gelten als eng mit den Basisverträgen verbunden, da es derzeit keinen aktiven Markt für derartige Mengen gibt. Aus diesem Grund werden diese Instrumente nicht von den jeweiligen Basisverträgen abgespalten.

n) Fremdkapitalzinsen

Fremdkapitalzinsen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind, werden bis zu dem Zeitpunkt aktiviert, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit sind. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, ergebniswirksam erfasst.

o) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand – mit Ausnahme von Emissionszertifikaten (vgl. Anhangangabe 4 r) – werden als Ertrag erfasst oder kürzen die Anschaffungskosten des subventionierten Vermögenswerts, wenn hinreichende Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

p) Vorräte

Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Anwendung des Durchschnittspreisverfahrens und unter Berücksichtigung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bzw. im Fall nicht austauschbarer Güter mit ihren individuellen Kosten angesetzt. Für die Ermittlung der Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Darüber hinaus werden produktionsbezogene Verwaltungskosten und Kosten für die betriebliche Altersvorsorge und freiwillige Sozialleistungen berücksichtigt. Im Raffineriebereich kommt ein Tragfähigkeitsprinzip zur Anwendung, wonach die Herstellungskosten den produzierten Produktgruppen nach deren jeweiligen Marktwerten am Ende der Periode zugeordnet werden.

Eine spezielle Bewertungsmethode wird für Vorräte angewandt, die entsprechend den Mindestlagerverpflichtungen in Österreich und der Türkei gehalten werden. Die gemäß österreichischem Erdölbevorratungsgesetz 2012 gehaltenen erhöhten Bestände an Rohöl und Ölprodukten werden mittels eines langfristigen, gewogenen Durchschnittspreisverfahrens auf Basis von Erdöläquivalenten bewertet. Eine ähnliche Methode, allerdings basierend auf Produktgruppen, wird in der Türkei angewandt. Die Pflichtnotstandsreserve übersteigende Mengen werden mit den aktuellen Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet.

Vorräte, die für Handelszwecke gehalten werden, werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Änderungen im beizulegenden Zeitwert, der beispielsweise auf Basis von Notierungen an Rohölund Gashandelsplätzen bestimmt wird, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

q) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und jederzeit disponible kurzfristige Veranlagungen mit geringem Verwertungsrisiko, welches dann gegeben ist, wenn die kurzfristige Verwertung mit einem vernachlässigbaren Kurs- und Zinsrisiko verbunden ist. Die Veranlagungen dürfen zum Anschaffungszeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten aufweisen.

r) Rückstellungen

Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn deren Eintritt wahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Einzelverpflichtungen werden mit jenem Betrag rückgestellt, der aufgrund einer bestmöglichen Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird, im Fall von langfristigen Verpflichtungen abgezinst auf den Barwert.

Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltrückstellungen: Im Zusammenhang mit den Kernaktivitäten des Konzerns entstehen regelmäßig Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen sowie zur Bodensanierung. Diese Rekultivierungsverpflichtungen sind vor allem im Bereich E&P (Öl- und Gassonden, obertägige Einrichtungen) und bei Tankstellen auf fremdem Grund von großer Bedeutung. Zum Zeitpunkt der Entstehung einer Verpflichtung wird für diese durch Passivierung des Barwerts der künftigen Rekultivierungsausgaben vollständig vorgesorgt. In gleicher Höhe wird ein Vermögenswert als Teil des Buchwerts des langlebigen Anlagevermögens aktiviert. Die Berechnung der Verpflichtung beruht grundsätzlich auf bestmöglichen Schätzungen. Das aktivierte Anlagevermögen wird im Geschäftsbereich R&M linear und im Geschäftsbereich E&P nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben. Die Verpflichtung ist bis zum Anlagenrückbau von Stichtag zu Stichtag aufzuzinsen. Für sonstige Umweltrisiken und -maßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich sind und das Ausmaß vernünftig schätzbar ist.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Im OMV Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen trifft OMV nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt, wobei das Risiko im Zusammenhang mit diesen leistungsorientierten Pensionsplänen bei OMV verbleibt. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen Rechnung getragen.

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Pensionspläne und Verpflichtungen aus Abfertigungen werden vollständig zum Zeitpunkt ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis (OCI) ohne spätere Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung ("Recycling") berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Verpflichtungen für Jubiläumsgelder werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Der Netto-Zinsaufwand wird auf Basis der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Plänen ermittelt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Differenz zwischen den Erträgen auf das Planvermögen und dem im Netto-Zinsaufwand enthaltenen Zinsertrag auf das Planvermögen wird im sonstigen Ergebnis erfasst.

Restrukturierungsrückstellungen für freiwillige und verpflichtende Personallösungen werden gebucht, wenn ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, der den Betroffenen kommuniziert wurde und dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann. Freiwillige Änderungen in den Bezügevereinbarungen werden auf Basis der geschätzten Anzahl der Beschäftigten, die das Angebot der Gesellschaft annehmen, gebucht. Die im Rahmen von Einzelvereinbarungen betragsmäßig fixierten Lösungsverpflichtungen, die über einen feststehenden Zeitraum zur Auszahlung gelangen, werden mit dem Barwert der Verpflichtung ausgewiesen.

Von Regierungsstellen gratis zugeteilte CO2-Emissionszertifikate (im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems für Treibhausgas-Emissionszertifikate) reduzieren die finanziellen Verpflichtungen in Zusammenhang mit CO2-Emissionen. Rückstellungen werden nur für bestehende Unterdeckungen im Konzern gebildet (vgl. Anhangangabe 21).

s) Nicht-derivative Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bewertet werden, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Langfristige Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst.

t) Ertragsteuern und latente Steuern

Neben Körperschaftsteuern und Gewerbesteuern werden im OMV Konzernabschluss auch die für den Geschäftsbereich E&P typischen Steuern auf den Netto-Zahlungsstrom aus der Öl- und Gasproduktion wie z.B. die Petroleum Revenue Tax (PRT) in Großbritannien oder die jeweiligen Anteile des Landes/der nationalen Ölgesellschaft aus bestimmten EPSA-Verträgen (vgl. Anhangangabe 4.3 e) als Ertragsteuern behandelt und ausgewiesen.

Auf temporäre Differenzen werden latente Steuern berechnet und bilanziert. Temporäre Differenzen sind Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Wert und dem Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld in der Bilanz. Verlustvorträge werden im Rahmen der aktiven latenten Steuern berücksichtigt. Aktive latente Steuern werden in dem Umfang aktiviert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiger zu versteuernder Gewinn zur Verfügung stehen wird, gegen den die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, noch nicht genutzten Steuergutschriften und abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Falls die latente Steuer durch einen Unternehmenszusammenschluss entsteht, wird diese zum Zeitpunkt der Akquisition berechnet. Die das anteilige Nettovermögen übersteigende Restgröße wird ergebnisneutral als Firmenwert aktiviert.

Latente Steuern werden nicht angesetzt für:

  • temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Schulden bei einem Geschäftsvorfall, bei dem es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt und der weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst,
  • temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures, sofern der Konzern in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sie sich in absehbarer Zeit nicht auflösen werden und
  • zu versteuernde temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts.

Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht auf die Aufrechnung der Steuern besteht und die Steuern sich auf Steuersubjekte innerhalb der gleichen Steuerhoheit beziehen.

u) Long Term Incentive (LTI) Pläne, Matching Share Plan (MSP) und Aktienoptionspläne

Seit dem Jahr 2009 wurden LTI Pläne für die Vorstandsmitglieder, einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte und ausgewählte Mitarbeiter mit besonderem Entwicklungspotenzial ausgegeben. Ergänzend wurde in 2012 ein MSP für die Vorstandsmitglieder eingeführt. An jedem Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht. Bei Vergütungen mit Barausgleich werden Rückstellungen auf Basis der beizulegenden Zeitwerte über den Zeitraum der Sperrfrist verteilt gebildet. Bei Vergütungen mit Ausgleich durch Aktien erfolgt die Gegenbuchung für die Bewegung in den kumulierten Kosten im Eigenkapital.

Von 2000 bis 2008 wurden, basierend auf den Hauptversammlungsbeschlüssen, Aktienoptionspläne an Vorstände und leitende Angestellte ausgegeben. Diese Vergütungen können durch Bezug von Aktien zu einem festgelegten Ausübungspreis oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs zum Ausübungsstichtag und Ausübungspreis in Geldform oder in Form von Aktien in Anspruch genommen werden. Für die begebenen Aktienoptionspläne werden zum Zeitpunkt der Begebung und an den nachfolgenden Bilanzstichtagen auf Basis des Black-Scholes-Modells Marktwerte ermittelt. Rückstellungen auf Basis der jeweiligen Marktwerte werden über den Zeitraum der Sperrfrist verteilt gebildet. Nach Ablauf der Sperrfrist ist für die noch in Umlauf befindlichen Optionen mittels einer Rückstellung in Höhe der Marktwerte vorgesorgt.

Monetäre Fremdwährungspositionen werden mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag bewertet, wobei eingetretene Kursgewinne und -verluste ergebniswirksam erfasst werden.

Die Umrechnung der Abschlüsse von Gesellschaften, bei denen die funktionale Währung von der Konzernwährung abweicht, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Dabei werden Differenzen, die sich aus der Umrechnung von Bilanzpositionen zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, im sonstigen Ergebnis erfasst. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Periodendurchschnittskursen (Devisenmittelkurs) umgerechnet. Differenzen aus der Anwendung von Durchschnittskursen gegenüber aktuellen Stichtagskursen werden gleichfalls im sonstigen Ergebnis verbucht.

Folgende wesentliche Kurse wurden für die Währungsumrechnung in EUR herangezogen:

Währungsumrechnung

2013 2012
Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
Australischer Dollar (AUD) 1,542 1,378 1,271 1,241
Bulgarischer Lew (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Neuer Rumänischer Leu (RON) 4,471 4,419 4,445 4,459
Neuseeland Dollar (NZD) 1,676 1,621 1,605 1,587
Norwegische Krone (NOK) 8,363 7,807 7,348 7,475
Pfund Sterling (GBP) 0,834 0,849 0,816 0,811
Tschechische Krone (CZK) 27,427 25,980 25,151 25,149
Türkische Lira (TRY) 2,961 2,534 2,355 2,314
Ungarischer Forint (HUF) 297,040 296,873 292,300 289,249
US Dollar (USD) 1,379 1,328 1,319 1,285

5 Währungsumrechnung

6 Gesamtkosteninformation

In den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

Personalaufwendungen EUR 1.000
2013 2012
Löhne und Gehälter 960.725 917.774
Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen 31.357 35.998
Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen (Pensionskassenbeiträge) 19.245 16.555
Nettoaufwendungen im Zusammenhang mit Personallösungen 16.442 39.552
Sonstiger Personal- und Sozialaufwand 112.344 115.040
Gesamt 1.140.113 1.124.919

Die Gesamtaufwendungen für Pensionen, welche in den Positionen "Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen", "Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen" und "Nettoaufwendungen im Zusammenhang mit Personallösungen" enthalten sind, betrugen TEUR 38.323 (2012: TEUR 46.151).

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen EUR 1.000
2013 2012
Planmäßige Abschreibungen 1.604.688 1.605.634
Wertminderungen 576.632 429.980
Gesamt 2.181.320 2.035.613

Im Jahr 2013 betrafen die Wertminderungen hauptsächlich trockene Explorationsbohrungen und Wertminderungen von Explorationslizenzen in Norwegen (TEUR 86.272), in der Region Kurdistan im Irak (TEUR 67.050), in Großbritannien (TEUR 38.668) und in Rumänien (TEUR 22.075). Des Weiteren beinhalten die Wertminderungen nicht erfolgreiche Generalbehandlungen sowie die Wertminderung von ersetzten Sachanlagen in Rumänien (TEUR 80.870) und Wertminderungen für produzierende Felder in der Region Kurdistan im Irak (TEUR 53.890) und in Tunesien (TEUR 37.392). Darüber hinaus wurden Wertminderungen für den Gasspeicher Etzel in Deutschland (TEUR 94.376) und für bestimmte Retail-Assets in Österreich (TEUR 16.797) erfasst.

Im Jahr 2012 betrafen die Wertminderungen hauptsächlich trockene Explorationsbohrungen in der Region Kurdistan im Irak (TEUR 88.521), in Norwegen (TEUR 71.078), in Tunesien (TEUR 28.682) und in Großbritannien (TEUR 15.023). Weiters gab es Wertminderungen aufgrund von geringeren Reserven für produzierende Felder in Österreich (TEUR 88.513) sowie im Tankstellengeschäft (TEUR 44.831).

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Wertminderungen wie folgt ausgewiesen: TEUR 281.750 (2012: TEUR 138.309) in den Umsatzkosten, TEUR 255.080 (2012: TEUR 217.722) im Explorationsaufwand, TEUR 35.497 (2012: TEUR 47.063) im Vertriebsaufwand und TEUR 4.304 (2012: TEUR 26.885) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

7 Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge EUR 1.000
2013 2012
Sonstige betriebliche Erträge 703.942 258.355
[davon Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Sachanlagevermögen und
immateriellen Vermögenswerten] [33.152] [136.633]
[davon Kursgewinne aus operativen Geschäften] [44.674] [40.657]

In 2013 umfassten die sonstigen betrieblichen Erträge unter anderem den Gewinn aus dem Verkauf der LMG Lagermanagement GmbH in der Höhe von TEUR 439.966.

In 2012 entfielen auf die Position Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen im Wesentlichen Veräußerungen in der britischen Nordsee in Höhe von TEUR 101.196.

Sonstige betriebliche Aufwendungen EUR 1.000 8 Sonstige
2013 2012 betriebliche
Sonstige betriebliche Aufwendungen 424.690 519.773 Aufwendungen
[davon Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen und
immateriellen Vermögenswerten] [42.563] [38.121]
[davon Kursverluste aus operativen Geschäften] [49.395] [45.275]
[davon Personallösungskosten] [16.442] [39.552]

In 2013 beinhaltet die Position Sonstige betriebliche Aufwendungen keine wesentlichen Einzelsachverhalte. Der Rückgang im Vergleich zu 2012 ist im Wesentlichen auf die Bildung einer Rückstellung für belastende Verträge aufgrund von langfristig abgeschlossenen Transport- und LNG-Kapazitäten der EconGas GmbH in Höhe von TEUR 128.408 in 2012 zurückzuführen. In 2013 ist eine Rückstellung für belastende Verträge aufgrund bestimmter Tankstellen in Österreich in Höhe von TEUR 20.982 in dieser Position enthalten.

Das Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen enthält Erträge in Höhe von TEUR 170.417 (2012: TEUR 207.510) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.995 (2012: TEUR 7.068).

Zinserträge EUR 1.000
2013 2012
Zinserträge aus Finanzinstrumenten available-for-sale 3.155 3.311
Zinserträge aus Ausleihungen und Forderungen 25.654 29.618
Zinserträge auf abgezinste Forderungen 27.966 4.710
Sonstige Zinserträge 9.947 2
Zinserträge 66.723 37.641

Die Zinserträge aus Ausleihungen und Forderungen enthalten Erträge aus wertgeminderten Forderungen in Höhe von TEUR 288 (2012: TEUR 958).

Die Zinserträge auf abgezinste Forderungen enthalten Erträge aus der Aufzinsung von Forderungen aus Rekultivierungs- und sonstigen Umweltschutzmaßnahmen gegenüber dem rumänischen Staat. Des Weiteren beinhaltet die Position Erträge aus der Neubewertung dieser Forderungen resultierend aus der Anwendung eines niedrigeren Diskontierungssatzes. Sonstige Zinserträge beinhalten hauptsächlich die Auflösung einer Rückstellung für Zahlungsverzugszinsen in OMV Petrom SA.

Zinsaufwendungen EUR 1.000
2013 2012
Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten at-fair-value-through-profit-or-loss 529 897
Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 182.617 188.297
Zinsaufwendungen aus Rückstellungen 114.006 223.843
Zinsaufwendungen aus nicht finanziellen Verbindlichkeiten 2.937 672
Zinsaufwendungen 300.089 413.708

9 Finanzerfolg

In der Position Zinsaufwendungen aus Rückstellungen sind bei den Beträgen der Personalrückstellung die Zinsaufwendungen und die jeweiligen Erträge saldiert dargestellt. Die sonstigen Zinsaufwendungen enthielten die Aufzinsung der Pensions- und Abfertigungsrückstellung in Höhe von TEUR 31.780 (2012: TEUR 42.432), Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Jubiläumsrückstellungen und Rückstellungen für Lösungskosten in Höhe von TEUR 5.334 (2012: TEUR 5.746). Größtenteils wurden diese Zinsaufwendungen mit den Erträgen aus dem Planvermögen in Höhe von TEUR 18.390 (2012: TEUR 16.478) verrechnet.

Darüber hinaus enthält diese Position auch die Zinskomponenten aus der Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 70.955 (2012: TEUR 74.793).

Das sonstige Finanzergebnis für die Berichtsperiode beinhaltete hauptsächlich Netto-Fremdwährungsverluste aus Finanzinstrumenten in Höhe von TEUR 116.746 (2012: Verluste von TEUR 6.727), ebenso wie sonstige Finanzierungskosten, die sich auf TEUR 22.309 (2012: TEUR 74.151) beliefen.

In 2013 wurden auch folgende Effekte im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen: Die Abschreibungen von finanziellen Vermögenswerten die als Teil des R&M-Veräußerungsprogramms verkauft werden (TEUR 117.088), sowie die Abschreibung von Vermögenswerten in Verbindung mit dem Nabucco West Projekt (TEUR 58.181).

In der laufenden Periode wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 21.144 (2012: TEUR 40.680) und damit in Zusammenhang stehende Wechselkursverluste in der Höhe von TEUR 48.508 (2012: Wechselkursgewinne in der Höhe von TEUR 6.939) aktiviert, welche mittels der Anwendung eines durchschnittlichen Zinssatzes von 6,6% (2012: 4,0%) auf den Buchwert bestimmt wurden. Diese Beträge bezogen sich weitgehend auf Fremdfinanzierungen für den Bau des Kraftwerks Samsun in der Türkei.

Die Ertragsteuerbelastung sowie die Ergebnisse vor Steuern für die Ermittlung des Effektivsteuersatzes zeigen folgendes Bild: 10 Steuern vom Einkommen und

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag EUR 1.000
2013 2012
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Österreich 702.794 199.127
Ausland 1.587.201 2.658.368
Gesamt 2.289.995 2.857.495
Ertragsteuern
Österreich 100.641 1.428
Ausland 591.506 1.204.516
Latente Steuern –130.718 –138.913
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 561.429 1.067.031

Die Entwicklung der latenten Steuern kann folgender Tabelle entnommen werden:

vom Ertrag

Entwicklung der latenten Steuern EUR 1.000
2013 2012
Saldo latente Steuern zum 1. Jänner –478.909 –681.477
Saldo latente Steuern zum 31. Dezember 1) –272.013 –478.909
Veränderung latente Steuern 206.896 202.568
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern –33.500 –15.262
Konsolidierungskreisänderungen, Kursdifferenzen –42.678 –48.392
Latente Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung 130.718 138.913
Die Saldogröße latente Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
Steuersatzänderung –3.529 694
Auflösung und Bildung von Wertberichtigungen zu latenten Steuern –39.508 –40.538
Anpassungen bei den Verlustvorträgen (in den Vorjahren nicht berücksichtigte oder
verfallene Verlustvorträge sowie sonstige Anpassungen) –11.093 –4.954
Aus der Umkehrung von temporären Differenzen inklusive Neubildung und
Verbrauch von Verlustvorträgen 184.848 183.712

1) Einschließlich latenter Steuern aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen von TEUR 8.488 in 2013 (2012: TEUR –440)

Bei der Ermittlung des Effektivsteuersatzes wird der Ertragsteueraufwand, soweit dem Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuordenbar, diesem gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende Steuersatz wird mit dem österreichischen Regelsteuersatz von 25% verglichen, und die wesentlichen Abweichungen werden analysiert.

Steuerüberleitungsrechnung %
2013 2012
Körperschaftsteuersatz in Österreich 25,0 25,0
Steuereffekte durch:
Abweichende ausländische Steuersätze –0,5 13,4
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 7,0 3,8
Steuerfreies Einkommen –5,3 –4,5
Steuersatzänderung 0,2 0,0
Permanente Effekte aus Verlustvorträgen 0,5 0,2
Steuerliche Beteiligungsabschreibung auf Ebene der Muttergesellschaft –0,4 –1,4
Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern 1,7 1,4
Sonstige –3,7 –0,6
Effektivsteuersatz im Konzernabschluss 24,5 37,3

Die Verringerung der effektiven Steuerquote gegenüber 2012 resultierte hauptsächlich aus dem deutlich niedrigeren Ergebnisbeitrag aus dem hoch besteuerten Libyen.

Die OMV Aktiengesellschaft bildet eine Steuergruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz 1988, in der das steuerpflichtige Ergebnis aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften sowie Verluste einiger ausländischer Tochtergesellschaften (OMV Australia PTY LTD, OMV (U.K.) Ltd., OMV Slovensko s.r.o., OMV Gas Storage Germany GmbH und OMV Ceská republika s.r.o.) zusammengefasst wird.

Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich in Österreich steuerbefreit. Dividenden von EU- und EWR-Beteiligungen sowie von Tochtergesellschaften, die in einem Staat ansässig sind, mit welchem Österreich ein umfassendes Amtshilfeabkommen abgeschlossen hat, sind ebenfalls in der Regel von der österreichischen Körperschaftsteuer befreit, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Dividenden sonstiger ausländischer Beteiligungen, an denen der Konzern einen Anteil von 10% oder mehr besitzt und mindestens ein Jahr hält, sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit.

Der Gesamtbetrag der direkt im sonstigen Ergebnis verbuchten Ertragsteuern beläuft sich auf TEUR –34.642 (2012: TEUR –2.602), davon TEUR –33.500 (2012: TEUR –15.262) latente Steuern und TEUR –1.142 (2012: TEUR 12,660) laufende Ertragssteuern. 2013 wurden Verlustvorträge von TEUR 77.795 (2012: TEUR 171.304) verwertet, auf die eine Steuerlatenz von TEUR 26.236 (2012: TEUR 62.562) entfiel.

Gewinn je Aktie 11 Gewinn je Aktie

Den Aktionären
des Mutter
unternehmens
zuzurechnender
Gewinn in TEUR
Durchschnittliche
Anzahl an
Stückaktien
2013
Gewinn
je Aktie
in EUR
Den Aktionären
des Mutter
unternehmens
zuzurechnender
Gewinn in TEUR
Durchschnittliche
Anzahl an
Stückaktien
2012
Gewinn
je Aktie
in EUR
Unverwässert 1.162.350 326.222.266 3,56 1.363.352 326.138.264 4,18
Verwässert 1.162.350 327.272.727 3,55 1.363.352 327.159.794 4,17

Für die Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie wurde die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stückaktien berücksichtigt, welche sich nach Umwandlung aller potenziellen Stückaktien mit Verwässerungseffekten ergeben würde. Dies umfasst 1.256.373 (2012: 1.021.530) Stück aus den Long Term Incentive- und Matching Share Plänen zu gewährende Bonusaktien.

12 Immaterielle Vermögenswerte

Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögenswerte EUR 1.000
2013 Konzess Öl- und Gas Firmenwert Geleistete Gesamt
ionen, vermögen Anzahlungen
Software, mit nicht
Lizenzen, sicheren
Rechte Reserven
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jänner 2013 1.801.011 1.383.539 1.296.182 3.866 4.484.597
Währungsdifferenz –227.005 –98.383 –205.622 –747 –531.757
Konsolidierungskreisänderung –122 –2.974 –3.096
Zugang 90.734 1.002.949 6.398 1.100.081
Zugang selbstgeschaffener Vermögenswerte 1.559 1.749 3.308
Umbuchung 11.455 –82.540 –1.785 –72.870
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –4.034 –4.372 –8.406
Abgang –17.211 –223.230 –13 –240.454
31. Dezember 2013 1.656.388 1.981.110 1.086.189 7.718 4.731.403
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner 2013 673.388 331.635 1.005.023
Währungsdifferenz –49.750 –13.578 –63.328
Konsolidierungskreisänderung –17 –2.974 –2.991
Planmäßige Abschreibung 172.714 1 172.715
Wertminderung 8.694 253.501 262.195
Umbuchung –2.427 –2.427
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –1.647 –1.647
Abgang –12.777 –220.799 –233.576
Zuschreibung –1 –1.477 –1.479
31. Dezember 2013 788.177 346.308 1.134.486
Buchwert 1. Jänner 2013 1.127.623 1.051.905 1.296.182 3.866 3.479.574
Buchwert 31. Dezember 2013 868.210 1.634.802 1.086.189 7.718 3.596.918
2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jänner 2012 1.722.498 1.256.612 1.229.748 5.420 4.214.279
Währungsdifferenz 23.951 –9.317 28.649 228 43.511
Konsolidierungskreisänderung
Zugang 102.653 366.342 37.786 2.066 508.847
Zugang selbstgeschaffener Vermögenswerte 2.066 2.821 4.887
Umbuchung 10.770 –121.908 –3.833 –114.971
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –13.579 –6.359 –19.938
Abgang –47.348 –104.653 –17 –152.018
31. Dezember 2012 1.801.011 1.383.539 1.296.182 3.866 4.484.597
Entwicklung der Abschreibung
1. Jänner 2012 556.997 230.143 787.140
Währungsdifferenz –5.676 –5.364 –11.040
Konsolidierungskreisänderung
Planmäßige Abschreibung 166.277 5 166.281
Wertminderung 378 217.686 218.064
Umbuchung 2.438 2.438
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –6.401 –6.241 –12.642
Abgang –40.480 –104.586 –145.066
Zuschreibung –145 –7 –152
31. Dezember 2012 673.388 331.635 1.005.023
Buchwert 1. Jänner 2012 1.165.501 1.026.469 1.229.748 5.420 3.427.139
Buchwert 31. Dezember 2012 1.127.623 1.051.905 1.296.182 3.866 3.479.574

Erläuterungen zur Bilanz OMV Geschäftsbericht 2013 97 Erläuterungen zur Bilanz | OMV Geschäftsbericht 2013 | 97 Zum Bilanzstichtag bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 19.015 (2012: TEUR 52.635). Davon betreffen TEUR 11.662 (2012: TEUR 39.069) vertragliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit Gemeinschaftsunternehmen.

Zum Bilanzstichtag gibt es keine immateriellen Vermögenswerte, mit denen beschränkte Verfügungsrechten verbunden sind oder die als Sicherheit für Schulden verpfändet sind.

Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen

Die folgende Tabelle zeigt die Konzernbeiträge der Aktivitäten innerhalb des E&P-Segments, welche auf die Exploration und Entwicklung von Öl- und Gasressourcen entfallen.

Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen EUR 1.000
2013 2012
Abschreibungen von Exploration 253.501 217.686
Sonstiger Explorationsaufwand 259.545 270.802
Explorationsaufwand 513.046 488.488
Vermögenswerte – aktivierte Exploration und Evaluierungsausgaben
inkl. Erwerb von unsicheren Reserven 1.622.512 1.051.905
Mittelabfluss aus der Betriebstätigkeit 627.019 476.006
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 870.848 322.657

Geschäfts- und Firmenwerte, welche durch Unternehmenszusammenschlüsse erworben wurden, wurden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) und Gruppen von ZGEs zwecks Wertminderungstests zugeordnet:

Firmenwertzuordnung zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten EUR 1.000
2013 2012
Nordwesteuropa, Afrika und Australasien 287.956 300.985
Mittlerer Osten und Kaspische Region 68.756 86.430
E&P zugeordneter Firmenwert 356.712 387.415
Trading 68.756 86.430
G&P Österreich 37.786 37.786
G&P zugeordneter Firmenwert 106.542 124.216
Raffinerien West 64.384 86.430
Türkei 542.381 681.806
Slowakei 7.207 7.207
Ungarn 8.962 9.108
R&M zugeordneter Firmenwert 622.935 784.551
Gesamt 1.086.189 1.296.182
Sachanlagen EUR 1.000 13 Sachanlagen
Grundstücke,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten,
einschließlich
Bauten auf
fremdem
Grund
Öl- und Gas
vermögen
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs
und
Geschäfts
ausstattung
Anlagen in
Bau
Geleistete
Anzahlungen
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
1. Jänner 2013 3.057.299 12.179.828 7.068.834 2.072.788 1.623.821 33.667 26.036.237
Währungsdifferenz –101.431 –480.085 –104.045 –89.701 –49.031 –1.375 –825.667
Konsolidierungskreis–
änderung
–13.512 –1.108 –14.620
Zugang 25.752 3.945.495 148.278 72.324 866.615 36.764 5.095.228
Umbuchung 55.718 546.887 820.478 59.989 –1.366.015 –44.187 72.870
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen
–30.391 –1.539 –38.375 –9.925 –44 –80.274
Abgang –44.210 –249.644 –30.196 –52.324 –61.042 –437.417
31. Dezember 2013 2.962.737 15.940.941 7.851.463 2.053.151 1.013.196 24.869 29.846.357
Entwicklung der
Abschreibung
1. Jänner 2013 1.198.131 5.493.384 3.718.723 1.233.356 45.454 78 11.689.127
Währungsdifferenz –16.794 –141.543 –13.980 –26.555 –47 –5 –198.925
Konsolidierungskreis–
änderung
–13.614 –206 –13.820
Planmäßige Abschreibung 104.686 861.607 326.422 138.938 322 1.431.973
Wertminderung 29.335 131.260 102.105 6.818 44.919 314.436
Umbuchung 2.661 6.184 –7.888 3.743 –2.272 2.427
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen
–25.408 –17.742 –5.795 –48.945
Abgang –28.819 –217.184 –26.584 –46.243 –56.624 –375.455
Zuschreibung –3.772 –275 –126 –1.046 –5.219
31. Dezember 2013 1.260.019 6.133.707 4.067.167 1.304.136 30.499 73 12.795.600
Buchwert 1. Jänner 2013 1.859.168 6.686.444 3.350.111 839.432 1.578.367 33.589 14.347.110
Buchwert
31. Dezember 2013
1.702.718 9.807.234 3.784.296 749.016 982.697 24.796 17.050.756
Sachanlagen EUR 1.000
Grundstücke,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten,
einschließlich
Bauten auf
fremdem
Grund
Öl- und Gas
vermögen
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs
und
Geschäfts
ausstattung
Anlagen in
Bau
Geleistete
Anzahlungen
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
1. Jänner 2012 3.184.019 11.195.971 6.020.949 2.050.634 1.858.587 428.785 24.738.945
Währungsdifferenz –2.898 –135.889 –19.620 8.609 –6.346 –12.877 –169.021
Konsolidierungskreis–
änderung
Zugang 36.780 1.099.694 398.067 74.425 631.856 30.760 2.271.583
Umbuchung 73.433 440.809 756.693 78.618 –822.990 –411.590 114.973
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –197.112 –384.496 –31.616 –43.793 –13.566 –670.582
Abgang –36.922 –36.263 –55.640 –95.705 –23.720 –1.410 –249.660
31. Dezember 2012 3.057.299 12.179.828 7.068.834 2.072.788 1.623.821 33.667 26.036.237
Entwicklung der
Abschreibung
1. Jänner 2012 1.148.701 4.905.281 3.492.655 1.183.777 27.226 110 10.757.751
Währungsdifferenz –1.324 –48.355 –10.307 372 –813 –0 –60.427
Konsolidierungskreis–
änderung
Planmäßige Abschreibung 113.697 885.989 290.459 149.208 1.439.353
Wertminderung 42.117 108.903 7.373 10.826 42.697 211.916
Umbuchung –5.271 –8.125 9.338 2.041 –421 –2.438
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –82.509 –332.243 –24.353 –27.658 –88 –466.852
Abgang –17.155 –17.610 –46.420 –84.478 –22.566 –188.228
Zuschreibung –125 –456 –23 –732 –581 –32 –1.949
31. Dezember 2012 1.198.131 5.493.384 3.718.723 1.233.356 45.454 78 11.689.127
Buchwert 1. Jänner 2012 2.035.318 6.290.690 2.528.294 866.857 1.831.361 428.675 13.981.194
Buchwert
31. Dezember 2012 1.859.168 6.686.444 3.350.111 839.432 1.578.367 33.589 14.347.110

In der Position Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich Bauten auf fremdem Grund sind Grundstücke in Höhe von TEUR 719.574 (2012: TEUR 786.930) ausgewiesen.

Sachanlagen mit einem Buchwert von TEUR 47.060 (2012: TEUR 203.730) wurden in die Position zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert. In 2013 wurden Vermögenswerte im Wert von TEUR 15.731 in die Sachanlagen unter der Position Grundstücke zurück gegliedert. Für Details siehe Anhangangabe 19 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten.

Anhangangabe 6 enthält Details zu den Wertminderungen.

Zum Bilanzstichtag bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.246.224 (2012: TEUR 798.868). Davon betreffen TEUR 1.053.548 (2012: TEUR 381.441) vertragliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit Gemeinschaftsunternehmen.

Zum Bilanzstichtag gibt es keine Sachanlagen, mit denen beschränkte Verfügungsrechten verbunden sind oder die als Sicherheit für Schulden verpfändet sind.

Finanzierungsleasing

Das Sachanlagevermögen aus Finanzierungsleasingverträgen beinhaltet hauptsächlich Tankstellen und Grundstücke u.a. in Österreich, Deutschland, der Slowakei und Tschechien, Erdgas-Tankstellen, eine Wasserstoffanlage in der Petrobrazi Raffinerie in Rumänien, Stromaggregate in E&P Rumänien, Gaskavernen in Deutschland und Tanklager in der Türkei.

2013 hat OMV die Kaufoption für ein FPSO-Schiff (Floating Production, Storage and Offloading Vessel) in Neuseeland, das 2012 als Finanzierungsleasing bilanziert wurde, ausgeübt.

Leasing-, Miet- und Pachtverträge EUR 1.000

Anschaf
fungskosten
Kumulierte
Abschreibung
2013
Buchwert
Anschaf
fungskosten
Kumulierte
Abschreibung
2012
Buchwert
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten, einschließlich
Bauten auf fremdem Grund 42.461 18.109 24.352 52.629 18.158 34.470
Öl- und Gasvermögen 11.890 2.733 9.157 241.321 116.759 124.563
Technische Anlagen und Maschinen 148.126 9.665 138.460 110.309 4.412 105.897
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 22.313 15.236 7.077 30.799 20.491 10.308
Summe 224.790 45.743 179.046 435.058 159.819 275.239

Bedingte Leasingzahlungen für Finanzierungsleasingverträge wurden 2013 in Höhe von TEUR 2.417 (2012: TEUR 1.986) geleistet.

Verpflichtungen aus bestehenden Finanzierungsleasingverträgen per 31. Dezember EUR 1.000
≤1 Jahr 1–5 Jahre 2013
>5 Jahre
≤1 Jahr 1–5 Jahre 2012
>5 Jahre
Summe künftiger
Mindestleasingzahlungen 23.639 75.650 243.985 48.828 65.636 236.749
[davon Zinsanteil] [10.857] [37.162] [113.621] [10.232] [34.501] [121.420]
Barwert der Mindestleasingzahlungen 12.782 38.488 130.364 38.595 31.136 115.329

2012 gab es auch Verpflichtungen für eine Mitteldruckdampf- und eine Wasserstoffanlage in der Raffinerie Petrobrazi, für welche das wirtschaftliche Eigentumsrecht in 2013 an den Konzern übertragen wurde. Der Gesamtbetrag der künftigen Mindestleasingzahlungen für diese Anlagen betrug TEUR 39.038.

Operatives Leasing

OMV nimmt auch operatives Leasing in Anspruch, welches hauptsächlich für die Nutzung von Tankstellengrundstücken und -gebäuden, Bürogebäuden, EDV-Anlagen sowie im Bereich des Fuhrparks eingesetzt wird. Der Aufwand belief sich im Jahr 2013 auf TEUR 130.058 (2012: TEUR 134.341). Für einen wesentlichen Teil der gemieteten Tankstellengrundstücke und -gebäuden bestehen Verlängerungsoptionen.

Künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren operativen Leasingverhältnissen
2013 2012
Fällig innerhalb 1 Jahres 92.126 90.088
Fällig zwischen 1 und 5 Jahren 216.755 194.413
Fällig nach mehr als 5 Jahren 284.173 264.311
Summe künftiger Mindestleasingzahlungen 593.054 548.812
At-equity bewertete Beteiligungen EUR 1.000
Buchwert 2013 2012
1. Jänner 1.811.003 1.671.074
Währungsdifferenz –22.092 –4.589
Anteilige Jahresergebnisse 163.422 200.441
Sonstige Ergebnisse –34.008 –9.922
Veräußerungen –2.499 –3.824
Dividenden und Zwischenergebniseliminierung –25.590 –42.178
Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –37.098
31. Dezember 1.853.137 1.811.003

Zum 31. Dezember 2013 bestanden die größten Buchwerte an der Borealis AG, Wien, mit TEUR 1.426.638 (2012: TEUR 1.331.590) und an der Pearl Petroleum Company Limited, Road Town, mit einem Konzernbuchwert von TEUR 290.252 (2012: TEUR 290.650). Die Dividenden 2013 stammen zum überwiegenden Teil von der Borealis AG mit einem Betrag von TEUR 21.600 (2012: TEUR 39.600).

Aufgrund eines Joint Venture-Agreements zwischen OMV und der Pearl Petroleum Company Limited (Pearl) hat OMV maßgeblichen Einfluss im Sinne von IAS 28 (Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen) auf Pearl, da es für sämtliche strategische Entscheidungen einstimmige Zustimmung bedarf. Daher wird dieses Unternehmen trotz eines nur 10%-Anteils at-equity einbezogen.

Folgende Tabelle zeigt die Eckdaten aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der at-equity bewerteten Beteiligungen:

Eckdaten der at-equity bewerteten Beteiligungen(zu 100% Anteil)
2013 2012
Umlaufvermögen 3.246.294 3.021.831
Anlagevermögen 9.422.058 9.280.205
Fremdkapital 5.354.645 5.214.761
Nettoumsatz 10.616.940 9.967.625
Betriebserfolg (EBIT) 322.784 297.444
Jahresüberschuss 548.286 610.590

Das Vorratsvermögen verteilt sich wie folgt:

Vorratsbestand EUR 1.000
2013 2012
Rohöl 630.475 738.660
Gas 372.379 496.203
Sonstige Rohstoffe 216.929 281.495
Unfertige Mineralölprodukte 127.590 196.137
Sonstige unfertige Erzeugnisse 1.623 2.078
Fertige Mineralölprodukte 1.030.825 1.437.986
Sonstige fertige Erzeugnisse 32.437 41.694
Anzahlungen 7.593 7.992
Vorräte zu Anschaffungskosten oder niedrigerem Nettoveräußerungswert 2.419.851 3.202.244
Für Handelszwecke gehaltene Vorräte – Gas 35.657
Vorräte zu beizulegendem Zeitwert 35.657
Gesamt 2.455.508 3.202.244

Die aufwandswirksam erfassten Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen TEUR 100.485 (2012: TEUR 111.171).

Das für Handelszwecke gehaltene Gas wird zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Die Bewertung des beizulegenden Zeitwertes wurde als Stufe 1 klassifiziert, da es auf Basis der TTF Spotpreis zum Jahressende ermittelt wird.

Als Warenaufwand wurden in der Berichtsperiode TEUR 32.611.205 ergebniswirksam in den Umsatzkosten erfasst (2012: TEUR 31.718.335).

15 Vorräte

16 Forderungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Buchwerte) EUR 1.000
Lieferungen und 2013 2012
Leistungen Forderungen gegenüber at-equity bewerteten Beteiligungen 38.709 30.634
Forderungen gegenüber sonstigen Unternehmen 3.231.761 3.791.115
Gesamt 3.270.470 3.821.749

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen im Wesentlichen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 1.000
2013 2012
1. Jänner 109.789 126.975
Zuführung (+)/Auflösung (–) 8.773 –5.161
Abgänge –9.061 –6.532
Währungsdifferenz und Konsolidierungskreisänderung –8.048 –5.492
31. Dezember 101.454 109.789
Buchwert der wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 1.000
2013 2012
Vor Wertberichtigung 134.148 161.027
Nach Wertberichtigung 32.695 51.238

Die Altersstruktur überfälliger, aber nicht wertberichtigter Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 1.000
2013 2012
Bis 60 Tage überfällig 152.204 134.846
61 bis 120 Tage überfällig 4.700 3.591
Mehr als 120 Tage überfällig 17.928 27.151
Gesamt 174.832 165.588

Es bestehen keinerlei Hinweise auf negative Auswirkungen auf die Kreditqualität von finanziellen Vermögenswerten, die weder überfällig noch wertberichtigt sind.

Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige finanzielle Vermögenswerte) EUR 1.000
Ergebnis
wirksam
zum Fair
Value
bewertet
Ergebnis
neutral zum
Fair Value
bewertet
Zu
fortgeführten
Anschaffungs
-kosten
bewertet
Summe
Buchwerte
[davon
kurzfristig]
[davon
langfristig]
31. Dezember 2013
Anteile an sonstigen Unternehmen 58.512 58.512 [—] [58.512]
Investmentfonds 1) 6.649 6.649 [—] [6.649]
Anleihen 118.560 118.560 [83.281] [35.279]
Als Sicherungsinstrumente designierte
und effektive Derivate
2.504 34.852 37.356 [34.844] [2.512]
Sonstige Derivate 71.138 71.138 [67.280] [3.858]
Ausleihungen 27.821 27.821 [2.401] [25.420]
Sonstige Forderungen gegenüber
at-equity bewerteten Beteiligungen
3.262 3.262 [3.262] [—]
Übrige sonstige Forderungen 1.063.000 1.063.000 [560.631] [502.369]
Gesamt
31. Dezember 2012
73.642 160.061 1.152.596 1.386.299 [751.699] [634.600]
Anteile an sonstigen Unternehmen 84.452 84.452 [—] [84.452]
Investmentfonds 1) 6.863 6.863 [—] [6.863]
Anleihen 129.896 129.896 [18.233] [111.663]
Als Sicherungsinstrumente designierte
und effektive Derivate 4.252 34.504 38.756 [34.475] [4.281]
Sonstige Derivate 100.469 100.469 [99.178] [1.291]
Ausleihungen 264.035 264.035 [3.925] [260.109]
Sonstige Forderungen gegenüber
at-equity bewerteten Beteiligungen
1.753 1.753 [1.753] [—]
Übrige sonstige Forderungen 867.180 867.180 [319.603] [547.577]
Gesamt 104.721 171.263 1.217.420 1.493.403 [477.167] [1.016.236]

1) Kredite des Abwasserverbandes Schwechat sind durch verpfändete Wertpapiere (Anteile am A&P-Fonds) mit TEUR 3.670 (2012: TEUR 3.670) besichert

17 Sonstige finanzielle Vermögenswerte Mit Ausnahme der Anteile an sonstigen Unternehmen zu Anschaffungskosten, für welche die beizulegenden Zeitwerte nicht zuverlässig geschätzt werden können, entspricht der jeweilige Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte at-fair-value-through-profit-or-loss (exklusive der als Sicherungsinstrumente designierten und effektiven Derivate, die nicht als finanzielle Vermögenswerte at-fair-value-throughprofit-or-loss gelten) betrug zum 31. Dezember 2013 TEUR 71.138 (2012: TEUR 100.469). Darin sind ausschließlich finanzielle Vermögenswerte held-for-trading enthalten. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte availablefor-sale betrug zum 31. Dezember 2013 TEUR 183.721(2012: TEUR 221.211).

Unter den Ausleihungen sind Gesellschafterdarlehen an at-equity bewerteten Beteiligungen, welche in Anhangangabe 35 detailliert beschrieben werden.

Die übrigen sonstigen Forderungen beinhalten eine Forderung in Höhe von TEUR 503.217 (2012: TEUR 514.867) gegenüber dem rumänischen Staat in Zusammenhang mit Rekultivierungsverpflichtungen von OMV Petrom SA. Die Forderung besteht aus TEUR 79.212 (2012: TEUR 74.722) für Kosten sonstiger Umweltschutzmaßnahmen und aus TEUR 424.005 (2012: TEUR 440.145) für Rekultivierungskosten.

Fortgeführte Anschaffungskosten der Wertpapiere EUR 1.000
2013 2012
Anteile an sonstigen Unternehmen 58.512 84.452
Investmentfonds 6.101 6.101
Anleihen 118.073 127.308
Aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen zu sonstigen finanziellen Forderungen 1) EUR 1.000
2013 2012
1. Jänner 100.374 82.588
Zuführung (+)/Auflösung (–) 7.832 17.728
Abgänge –92 –5.399
Währungsdifferenzen –1.261 5.457
31. Dezember 106.853 100.374

1) Betrifft die übrigen sonstigen Forderungen innerhalb der Position Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Buchwert der wertberichtigten sonstigen finanziellen Forderungen EUR 1.000
2013 2012
Vor Wertberichtigung 117.645 124.264
Nach Wertberichtigung 10.793 23.890

Die Altersstruktur überfälliger, aber nicht wertberichtigter sonstiger finanzieller Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter sonstiger finanzieller Forderungen EUR 1.000
2013 2012
Bis 60 Tage überfällig 54 53
61 bis 120 Tage überfällig 1 1
Mehr als 120 Tage überfällig 27.518 25.079
Gesamt 27.573 25.132

Der OMV Konzern verkaufte im Rahmen eines Securitization-Programms Lieferforderungen an Carnuntum Ltd., das im Februar 2013 eingeführt wurde. Zum 31. Dezember 2013 wurden von OMV die in den sonstigen Forderungen ausgewiesenen Seller Participation Notes in der Höhe von TEUR 110.647 und Complementary Notes in der Höhe von TEUR 46.291 gehalten und stellen das maximale Verlustrisiko aus dem Securitization-Programm dar. Der beizulegende Zeitwert der Seller Participation Notes und der Complementary Notes entspricht deren Buchwert. Eine Loss Reserve und eine Beteiligung durch einen Drittinvestor sind gegenüber der Seller Participation Note nachrangig. Die Complementary Notes sind im gleichen Rang wie die durch das Programm ausgegebenen Senior Notes. Das beim OMV Konzern verbleibende Risiko ist nicht signifikant, weshalb die veräußerten Lieferforderungen zur Gänze ausgebucht wurden. Die Forderungen werden zu ihrem Nominalbetrag abzüglich eines Kaufpreisabschlags verkauft. Die Kaufpreisabschläge, die 2013 in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht wurden, beliefen sich in Summe auf TEUR 36.776. Die Zinserträge auf die in Carnuntum gehaltenen Notes betrugen in 2013 TEUR 2.828. Weiters erhält OMV ein Serviceentgelt für das Debitorenmanagement der verkauften Forderungen.

Sonstige Vermögenswerte EUR 1.000 18 Sonstige
2013 2012 Vermögenswerte
Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig
Aktivische Abgrenzungen 158.978 22.321 90.132 31.430
Sonstige eigene Anzahlungen 10.687 132.059 12
Forderungen aus sonstigen Steuern / Sozialversicherung 83.772 45.811 79.150 41.318
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 45.954 45.131 8.796 46.510
Sonstige Vermögenswerte 299.390 113.263 310.137 119.271

2013 bestanden die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus dem 45%-Anteil am Raffinerieverbund Bayernoil zusammen mit dem dazugehörigen Geschäft. Des Weiteren beinhaltet die Position das Wärmekraftwerk in Weitendorf sowie den Teilbetrieb für "operating and maintenance"- Leistungen für die Trans Austria Gasleitung GmbH. Darüber hinaus enthalten die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten die Schmierstoff-Sparte, Tankstellen, weitere nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte im Geschäftsbereich R&M sowie E&P Anlagen in Großbritannien.

Zum 31. Dezember 2013 hat das Management erwartet, dass die meisten dieser Transaktionen innerhalb der nächsten sechs Monate abgeschlossen werden.

Unmittelbar vor der Umgliederung des Anteils am Raffinerieverbund Bayernoil und dem dazugehörigen Geschäft auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden die einzelnen Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe nach Maßgabe der jeweiligen IFRS Regelungen bewertet, und es konnte kein Wertminderungsbedarf festgestellt werden. Nach der Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurde eine Wertminderung in Höhe von TEUR 129.183 erfasst (nach Steuern TEUR 112.736), um den Buchwert der in der Veräußerungsgruppe enthaltenen Vermögenswerte auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu verringern. TEUR 12.095 der Wertminderung wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, TEUR 117.088 im sonstigen Finanzergebnis. Die einmalige Bewertung zum beizulegenden Zeitwert des Anteils an Bayernoil und dem dazugehörigen Geschäft basiert auf dem mit dem Käufer vereinbarten Verkaufspreis und stellt damit eine Bewertung der Stufe 3 dar.

Für bestimmte Retail-Vermögenswerte in Tschechien und in Serbien wurde unmittelbar vor der Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten eine Wertminderung von TEUR 8.237 erfasst.

2013 haben OMV Petrom SA und Raiffeisen Evolution Tochtergesellschaften die Auflösung eines zuvor unterzeichneten Kaufvertrages für Land in Bukarest vereinbart. Dies führte zu einer Umgliederung der Vermögenswerte von zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte zurück auf Sachanlagen.

2012 bestanden die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus den Gesellschaften: OMV Hrvatska d.o.o., OMV BH d.o.o., PETROM LPG SA und Petrol Ofisi Arama Üretim Sanayi ve Ticaret Anonim Şirketi. Diese Gesellschaften wurden in 2013 verkauft.

19 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten

Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten EUR 1.000
2013 2012
Langfristiges Vermögen inkl. latente Steuern 181.111 179.764
Kurzfristiges Vermögen 400.475 75.581
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 581.586 255.344
Rückstellungen 22.561 9.134
Verbindlichkeiten inkl. latente Steuern 66.764 86.967
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 89.325 96.100

Die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte betrugen im E&P-Bereich TEUR 8.909 (2012: TEUR 6.134), im Geschäftsbereich G&P TEUR 34.857 (2012: TEUR Null), im Geschäftsbereich R&M TEUR 537.820 (2012: TEUR 233.211) und in Kb&S TEUR Null (2012: TEUR 16.000).

Die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten betrugen im Geschäftsbereich E&P TEUR 12.571 (2012: TEUR 46.882), TEUR 5.641 im Geschäftsbereich G&P (2012: TEUR Null) und TEUR 71.114 im Geschäftsbereich R&M (2012: TEUR 49.218).

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 327.272.727 (2012: 327.272.727) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von TEUR 327.273 (2012: TEUR 327.273). Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Für das Geschäftsjahr 2013 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien. 20 Eigenkapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft um bis zu TEUR 77.900 durch Ausgabe von maximal 77.900.000 Stückaktien bis zum 13. Mai 2014 zu erhöhen (genehmigtes Kapital). In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand auf Grundlage seiner Beschlüsse vom 16. Mai 2011 und 6. Juni 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft im Wege einer Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital von EUR 300.000.000 auf EUR 327.272.727 durch Ausgabe von 27.272.727 neuen Aktien erhöht. Infolge dieser Kapitalerhöhung ist der Vorstand nunmehr ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu TEUR 50.627 durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen.

Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 Aktiengesetz um bis zu TEUR 50.627 durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 13. Mai 2009 allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Zusätzlich zur Kapitalerhöhung wurde am 25. Mai 2011 die Begebung einer Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von TEUR 750.000 erfolgreich abgeschlossen. Da die Rückzahlung des Hybridkapitals sowie die Zinszahlungen im alleinigen Verfügungsbereich des Konzerns liegen, werden die Erlöse aus der Hybridanleihe (abzüglich Emissionskosten) zur Gänze als Eigenkapital behandelt. Das Hybridkapital ist bis zum 26. April 2018 mit einem festen Zinssatz von 6,75% verzinst. Anschließend wird das Hybridkapital bis 26. April 2023 mit einem noch festzulegenden festen Reset-Zinssatz und danach mit einem variablen Zinssatz mit einem step-up von 100 Basispunkten verzinst. Das Hybridkapital hat keinen Endfälligkeitstag und kann seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die Gesellschaft hat das Recht, das Hybridkapital zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat OMV die Möglichkeit, die Hybridanleihe vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.

Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß (derzeit 10% des Grundkapitals) während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Die eigenen Aktien können zur Bedienung von Aktienoptionen oder Long Term Incentive Plänen verwendet oder jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Anbot veräußert werden. Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, eigene Aktien einzuziehen oder eigene Aktien zum Bedienen von allenfalls

ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, zum Aktientausch zum Zweck der Beteiligung an anderen Unternehmen und zu jedem beliebigen, gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden.

Kapitalrücklagen wurden durch Zufuhr von Mitteln gebildet, welche aufgrund der Eigentümerstellung über das Grundkapital hinaus der OMV Aktiengesellschaft zugeflossen sind.

Die Ergebnisse der vollkonsolidierten Unternehmen sowie der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind unter Berücksichtigung der Konsolidierungsvorgänge in den Gewinnrücklagen enthalten.

Die direkt im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Gewinne und Verluste und damit verbundenen Steuereffekte setzen sich wie folgt zusammen:

Steuereffekte im Zusammenhang mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses EUR 1.000
2013 2012
Brutto Steuer Netto Brutto Steuer Netto
Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–)
Ertrag (+) Ertrag (+) Ertrag (+) Ertrag (+) Ertrag (+) Ertrag (+)
Währungsdifferenzen aus der
Umrechnung ausländischer
Geschäftsbetriebe
–885.580 4.120 –881.460 –50.918 –50.918
Gewinne (+)/Verluste (–) aus
der Bewertung zur Veräußerung
verfügbarer finanzieller
Vermögenswerte –2.314 529 –1.785 3.847 –913 2.934
Gewinne (+)/Verluste (–) aus
der Bewertung von Hedges
–16.703 4.815 –11.888 74.537 –15.651 58.886
Gewinne (+)/Verluste(–) aus
der Neubewertung von
leistungsorientierten Plänen
–98.310 25.178 –73.132 –76.425 19.166 –57.259
Auf at-equity bewertete Beteiligungen
entfallender Anteil am sonstigen
Ergebnis –34.008 –34.008 –9.922 –9.922
Sonstiges Ergebnis des Jahres –1.036.916 34.642 –1.002.274 –58.881 2.602 –56.279

Für das Geschäftsjahr 2013 wird seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,25 (2012: EUR 1,20) je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung in 2014 zu genehmigen ist. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2012 erfolgte im Mai 2013 und betrug TEUR 391.481 (2012: TEUR 358.758).

In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2011 (mit Ausnahme von 2010) wurde der Erwerb eigener Anteile genehmigt. Das Eigenkapital wird in Höhe der Anschaffungskosten der zurückgekauften eigenen Anteile gekürzt. Gewinne oder Verluste aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu den Anschaffungskosten erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.

Die eigenen Anteile entwickelten sich in den Berichtsperioden wie folgt:

Eigene Anteile
----------------
Stückaktien Anschaffungswert
in EUR 1.000
1. Jänner 2012 1.198.875 13.164
Abgang –120.095 –1.317
31. Dezember 2012 1.078.780 11.847
Abgang –40.376 –443
31. Dezember 2013 1.038.404 11.404

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar:

Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile

Stückaktien Eigene Anteile Im Umlauf
befindliche Anteile
1. Jänner 2012 327.272.727 1.198.875 326.073.852
Bedienung von Aktienoptionen –120.095 120.095
31. Dezember 2012 327.272.727 1.078.780 326.193.947
Bedienung von Aktienoptionen –40.376 40.376
31. Dezember 2013 327.272.727 1.038.404 326.234.323

21 Rückstellungen

In der Berichtsperiode entwickelten sich die Rückstellungen wie folgt:

Rückstellungen
---------------- --
Rückstellungen EUR 1.000
Pensionen
und ähnliche
Verpflich
tungen
Rückstellung
für Rekulti
vierung
Sonstige
Rückstel
lungen
Gesamt
1. Jänner 2013 978.027 2.076.562 867.201 3.921.790
Währungsdifferenz –1.680 –76.118 –11.968 –89.766
Konsolidierungskreisänderung –827 –949 –1.776
Verbrauch –58.054 –83.529 –313.916 –455.499
Fondsdotierung –34.755 –34.755
Zuweisung 169.615 944.705 203.524 1.317.844
Umbuchungen –25.988 –22.125 –48.113
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten –4.356 –13.053 –555 –17.965
31. Dezember 2013 1.021.983 2.848.566 721.211 4.591.761
[davon kurzfristig zum 31. Dezember 2013] [—] 84.022 415.407 499.430
[davon kurzfristig zum 1. Jänner 2013] [—] 81.438 568.904 650.342

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

OMV hat an Mitarbeiter in Österreich und Deutschland Pensionszusagen in Form von beitrags- und leistungsorientierten Pensionszusagen gegeben. Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten fünf Kalenderjahre abhängig. Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Diese leistungsorientierten Pläne setzen den Konzern versicherungsmathematischen Risiken aus, wie beispielweise dem Langlebigkeitsrisiko, Zinsrisiko, Inflationsrisiko (aufgrund der Wertsicherung) und dem Marktrisiko. Bei den beitragsorientierten Plänen stimmt der Aufwand mit den Beitragsleistungen überein.

Der Großteil der Anwartschaften für Pensionszusagen in mehreren österreichischen OMV Gesellschaften wurden in den Vorjahren an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen.

Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, welche bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden, einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Mitarbeiter, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt. Ähnliche Verpflichtungen wie der Abfertigungsanspruch in Österreich bestehen auch in anderen Ländern, in denen der Konzern Mitarbeiter beschäftigt.

In Österreich und Deutschland erhalten Mitarbeiter nach Erreichung eines bestimmten Dienstalters Jubiläumsgelder. Die Pläne erfordern keine Mitarbeiterbeiträge und keine Wertpapierdeckung. Ähnliche Verpflichtungen wie der Abfertigungsanspruch in Österreich bestehen auch in anderen Ländern, in denen der Konzern Mitarbeiter beschäftigt.

Rückstellungen für Lösungskosten werden für unwiderrufbare Zusagen im Rahmen von Personallösungen im OMV Konzern gebildet.

Die Entwicklung der leistungsorientierten Pensionspläne und Abfertigungen stellt sich wie folgt dar:

Leistungsorientierte Pensionspläne und Abfertigungen EUR 1.000
2013 2012 2011 2010 2009
Barwert der über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 668.449 639.077 567.071 559.399 535.943
Marktwert des Planvermögens –461.042 –460.267 –407.763 –400.450 –379.477
Rückstellung der über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 207.407 178.810 159.308 158.949 156.466
Barwert der nicht über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 507.695 492.780 478.958 500.604 502.344
Rückstellung der nicht über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 507.695 492.780 478.958 500.604 502.344
Barwert der Verpflichtungen für Abfertigungen 114.092 108.567 114.343 120.446 109.596
Gesamt 829.194 780.157 752.609 779.999 768.406

Die Entwicklung der Rückstellung für Jubiläumsgelder, Lösungskosten und andere Leistungen an Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:

Jubiläumsgelder, Lösungskosten und andere Leistungen an Arbeitnehmer
2013 2012 2011 2010 2009
Rückstellung für Jubiläumsgelder 29.520 29.868 22.016 24.894 24.738
Rückstellung für Lösungskosten 133.948 166.255 179.695 202.062 189.944
[davon kurzfristige Rückstellung für Lösungskosten] [39.142] [58.550] [65.826] [81.294] [99.041]
Rückstellungen für andere Leistungen an
Arbeitnehmer 68.463 60.297 49.822 78.905 75.300
Gesamt 231.931 256.420 251.533 305.861 289.982

Barwert der Verpflichtungen EUR 1.000

2013 2012
Pensionen Jubiläums Pensionen Jubiläums
und gelder, und gelder,
Abfertigungen Lösungskosten Abfertigungen Lösungskosten
und andere und andere
Leistungen an Leistungen an
Arbeitnehmer Arbeitnehmer
Barwert der Verpflichtungen zum 1. Jänner 1.240.424 256.420 1.160.372 251.533
Konsolidierungskreisänderung –1.603
Währungsdifferenz –1.142 –503 –1.804
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten –3.336 –1.252 –1.654 –1.268
Laufender Dienstzeitaufwand 8.861 2.666 16.205 2.849
Zinsaufwand auf die Verpflichtung 46.685 8.820 53.383 11.274
Auszahlungen –81.114 –62.919 –92.974 –64.350
Erwartete Verpflichtung zum 31. Dezember 1.210.379 201.629 1.135.332 198.233
Tatsächliche Verpflichtung zum 31. Dezember 1.290.237 231.931 1.240.424 256.420
Neubewertung der Periode (Sonstiges Ergebnis) 79.858 105.092
davon aufgrund demografischer Annahmen –2.938
davon aufgrund finanztechnischer Annahmen 76.570 110.449
davon aufgrund erfahrungsbedingter Annahmen 3.287 –2.419
Neubewertung (ergebniswirksam) 30.302 58.187

Der Marktwert des Planvermögens, der über eine Pensionskasse finanzierten leistungsorientierten Pensionspläne, entwickelte sich wie folgt:

Marktwert des Planvermögens EUR 1.000
2013 2012
VRG IV VRG VI Summe VRG IV VRG VI Summe
Marktwert des Planvermögens
zum 1. Jänner 267.987 192.280 460.267 230.246 177.517 407.763
Zinserträge 10.821 7.569 18.390 9.425 7.052 16.478
Fondsdotierung 26.128 8.627 34.755 29.364 11.314 40.678
Auszahlungen –16.146 –17.771 –33.917 –13.866 –19.373 –33.239
Neubewertung der Periode (Sonstiges
Ergebnis) –257 –18.196 –18.453 12.818 15.770 28.587
Marktwert des Planvermögens
zum 31. Dezember 288.533 172.509 461.042 267.987 192.280 460.267

Rückstellungen und Aufwendungen der Periode entwickelten sich wie folgt:

Rückstellungen und Aufwendungen EUR 1.000

Pensionen und
Abfertigungen
2013
Jubiläums
gelder,
Lösungskosten
und andere
Leistungen an
Arbeitnehmer
Pensionen und
Abfertigungen
2012
Jubiläums
gelder,
Lösungskosten
und andere
Leistungen an
Arbeitnehmer
Rückstellung zum 1. Jänner 780.157 256.420 752.609 251.533
Periodenaufwand 37.155 11.485 53.109 14.123
Konsolidierungskreisänderung –1.603
Fondsdotierung –34.755 –40.678
Auszahlungen –47.196 –62.919 –59.736 –64.350
Währungsdifferenz –1.142 –503 –1.804
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten –3.336 –1.252 –1.654 –1.268
Neubewertung 98.310 76.507
davon aufgrund demografischer Annahmen –2.938
davon aufgrund finanztechnischer Annahmen 76.570 110.449
davon aufgrund erfahrungsbedingter Annahmen 21.740 –31.004
Neubewertung (ergebniswirksam) 30.302 58.187
Rückstellung zum 31. Dezember 829.194 231.931 780.157 256.420
Laufender Dienstzeitaufwand 8.861 2.666 16.205 2.849
Nettozinsaufwand 28.294 8.820 36.904 11.274
Aufwendungen aus leistungsorientierten
Plänen der Periode
37.155 11.485 53.109 14.123

Die gesamten Pensionskassenbeiträge für Vorstandsmitglieder beliefen sich in 2013 auf TEUR 1.650 (2012: TEUR 1.299).

Im Zinsaufwand sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Lösungskosten in Höhe von TEUR 4.217 (2012: TEUR 4.749) enthalten.

Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31.12.

2013 2012
Pensionspläne Abfertigungen,
Jubiläen
Pensionspläne Abfertigungen,
Jubiläen
Kapitalmarktzinssatz 3,50% 3,50% 3,85% 3,85%
Gehaltstrend 3,50% 3,50% 3,85% 3,85%
Pensionstrend 2,00% 1,80%

Für die österreichischen Konzerngesellschaften werden der Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008 P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt. In anderen Ländern werden ähnliche aktuarielle Berechnungsgrundlagen verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden altersspezifisch bzw. abhängig vom Dienstalter ermittelt. Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen des betreffenden Landes.

Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche werden als erheblich erachtet und in folgenden Bandbreiten einem Stresstest unterzogen. Die daraus resultierenden Steigerungen und Verringerungen im Vergleich zu den bilanzierten Werten der leistungsorientierten Ansprüche sind in prozentualen Veränderungen wie folgt:

Sensitivitäten

2013
Kapitalmarktzinssatz Gehaltstrend Fluktuation
+0,5% –0,5% +0,25% –0,25% doppelt halbe
Pensionspläne –5,32% 5,87% 2,35% –2,70%
Abfertigungen –3,83% 4,08% 1,97% –1,92% –0,79% 0,43%

Durchschnittliche Laufzeiten und Laufzeitprofile sind wie folgt:

Durchschnittliche Laufzeiten (Duration) und Laufzeitprofil leistungsorientierter

Pensionspläne zum 31. Dezember EUR 1.000
2013
Laufzeitprofil Durchschnittliche
Laufzeiten (Duration)
1–5 Jahre 6–10 Jahre >10 Jahre in Jahren
Pensionspläne 346.138 265.673 563.930 11
Abfertigungen 38.833 38.506 37.131 9
EUR 1.000 Zahlungswirksame durchschnittliche Laufzeiten (Duration) und Laufzeitprofil zum 31. Dezember
2013
Durchschnittliche Laufzeitprofil
Laufzeiten (Duration)
1–5 Jahre 6–10 Jahre >10 Jahre in Jahren
Pensionspläne 328.335 292.458 819.850 14
Abfertigungen 45.288 61.907 107.452 11

Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember

VRG IV 2013
VRG VI
VRG IV 2012
VRG VI
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere 26,71% 14,23% 24,23%
Schuldverschreibungen 53,12% 10,42% 52,88% 1,52%
Cash und Geldmarktveranlagungen 16,79% 75,35% 20,52% 98,48%
Sonstige 3,38% 2,37%
Summe 100,00% 100,00% 100,00% 100,00%

Ziele der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allocation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten.

Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppe VRG IV ist in internationale Anleihen- und Aktienfonds, alternative Veranlagungsstrategien (Absolute Return Strategien, Immobilien und Private Equity), sowie Anlagen auf dem Geldmarkt investiert. Im Zuge einer Risikodiversifizierung wurde bei der Auswahl der Asset Manager auf deren unterschiedliche Managementstile und Investmentansätze Bedacht genommen. Das langfristige Investitionsziel der VRG IV ist es, die Benchmark (20% globale Aktien, 45% globale Anleihe und 35% Absolute Return / Geldmarktinstrumente) zu übertreffen und ihre bestehenden und künftigen Zahlungen zu decken. Das Vermögen der VRG IV ist gemäß § 25 des österreichischen Pensionskassengesetzes so veranlagt, dass die Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität des der VRG IV zugeordneten Vermögens insgesamt gewährleistet ist. Eine zur Benchmark abweichenden Asset Allokation oder regionale Allokation ist erlaubt, wenn dies nach Beurteilung der APK durch die aktuellen Bewertungen oder zukünftigen erwarteten Renditen begründet ist. Für alle Asset Klassen können Investmentvehikeln, die nach einem aktiven Ansatz verwaltet werden eingesetzt werden, wenn dies durch Markteigenschaften oder Kosten-/Nutzenerwägungen begründet werden kann. Der Großteil des Vermögens der VRG IV wird in liquiden aktiven Märkten investiert, für die eine Preisnotierung (Börse oder OTC) existiert. Vermögenswerte für die keine aktive Marktpreisnotierung vorhanden ist (z.B. bestimmte Immobilien und Absolute-Return-Strategien), können auf vorsichtigem Niveau gehalten werden, wenn das Rendite-/Risikoprofil solcher Vermögenswerte als günstig erachtet wird. Das Risiko wird aktiv gesteuert, und es wird allgemein erwartet, dass die Volatilität und vor allem das Downsiderisiko niedriger sein werden als jenes der Benchmark.

Die Investitionspolitik für die Veranlagung des Vermögens der VRG VI erfolgt nach einem Modellansatz, der auf Value-at-Risk Berechnungen basiert. Bei diesem Investmentprozess wird risikoabhängig in globale Aktienmärkte, europäische Anleiheninstrumente und Geldmarktveranlagungen mit geringerem Risiko investiert, wobei die taktische Allokation sehr flexibel und modellgetrieben erfolgt und eine definierte Wertuntergrenze zu einem bestimmten Stichtag nicht unterschritten werden soll. Gleichzeitig soll aber auch die Chance auf eine Teilnahme an einer positiven Entwicklung des Aktienmarkts teilweise gewahrt bleiben. Das langfristige Anlageziel der VRG VI ist es stabile, berechenbare Renditen zu erwirtschaften, um die bestehenden und künftigen Auszahlungen aus dem Plan bestmöglich decken. Um die Effektivität der Portfolioverwaltung zu erleichtern, wird das Portfolio mit einer Futures Overlay Strategie aufgebaut. Das Basisportfolio besteht aus kurzfristigen Staatsanleihen. Für sämtliche Vermögenskategorien der VRG VI sind aktive Marktpreise vorhanden.

Aufgrund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRGs positive und negative Abweichungen zu der Planvermögensrendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG IV lag in 2013 mit 4,51% über der Planvermögensrendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG VI betrug 2,65%.

Im Jahr 2014 sind für leistungsorientierte Pläne Zahlungen für das Jahr 2013 im Ausmaß von TEUR 23.000 an die APK-Pensionskasse AG geplant.

Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen

In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der aktivierten Anlagenentfernungskosten und der Rekultivierungsrückstellungen dargestellt. Bei Änderungen in den geschätzten Rekultivierungskosten ist in der Periode der Änderung der Barwert lediglich auf den Änderungseffekt zu ermitteln und im Falle der Erhöhung über die Restlaufzeit abzuschreiben bzw. bei einer Reduktion vom bereits aktivierten Vermögenswert abzuziehen.

Aktivierte Anlagenentfernungskosten und Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen
Anschaffungswert Planmäßige
Abschreibung
Buchwert
Aktivierte Anlagenentfernungskosten
1. Jänner 2013 567.807 298.817 268.991
Währungsdifferenz –69.312 –8.586 –60.726
Neue Verpflichtungen 760.498 760.498
Erhöhung aus Parameteränderung 147.299 147.299
Abschreibung laufende Periode 77.901 –77.901
Abgänge/Liquidationen laufende Periode –2.208 –1.957 –251
Kürzung aus Parameteränderung –11.388 –11.388
Umgliederungen als zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –39 –2.781 2.742
31. Dezember 2013 1.392.658 363.395 1.029.264
Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen
1. Jänner 2013 2.076.560
Währungsdifferenz –77.961
Neue Verpflichtungen 760.498
Erhöhung aus Parameteränderung 147.299
Kürzung aus Parameteränderung –67.479
Abgrenzung Diskontierung/Aufzinsung 97.054
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten –13.053
Tilgungen laufende Periode –74.354
31. Dezember 2013 2.848.564
[davon kurzfristig zum 31. Dezember 2013] [—] [—] [84.022]
[davon kurzfristig zum 1. Jänner 2013] [—] [—] [81.438]

Die Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen enthält Verpflichtungen von OMV Petrom SA in Höhe von TEUR 1.349.510 (2012: TEUR 1.374.675). Zum 31. Dezember 2013 weist OMV Petrom SA eine Forderung gegenüber dem rumänischen Staat von TEUR 503.217 (2012: TEUR 514.867) aus, welche als langfristiger Vermögenswert unter den sonstigen Finanzanlagen dargestellt wird (siehe Anhangangabe 17). Davon stehen TEUR 424.005 im Zusammenhang mit Rekultivierungen (2012: TEUR 440.145), TEUR 79.212 betreffen Umweltschutzkosten (2012: TEUR 74.722).

Sonstige Rückstellungen
2013 2012
Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig
Umweltschutzkosten 12.051 41.033 26.610 45.212
Sonstige Personalrückstellungen 83.418 313 99.950 376
Sonstige 319.938 264.458 442.343 252.709
Sonstige Rückstellungen 415.407 305.804 568.904 298.297

In den sonstigen Personalrückstellungen sind u.a. kurzfristige Lösungskosten in Höhe von TEUR 39.142 (2012: TEUR 58.550) enthalten. Die Position Sonstige enthält TEUR 17.192 (2012: TEUR 21.433) kurzfristige und TEUR 70.023 (2012: TEUR 69.477) langfristige Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mit aktiven und ehemaligen Dienstnehmern betreffend verschiedener Klagen aus der unterschiedlichen Interpretation einzelner Bestimmungen des Kollektivvertrags von Petrom. Des Weiteren sind in dieser Position auch Rückstellungen für belastende Verträge in Höhe von TEUR 184.045 (2012: TEUR 146.349) enthalten, die im Wesentlichen auf langfristig abgeschlossene Transport- und LNG-Kapazitäten der EconGas GmbH, bestimmte Tankstellen in Österreich, sowie auf Förderzinsen und LTI Pläne zurückzuführen sind.

Emissionszertifikate

Auf Basis der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats über ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten wurden durch nationale Zuteilungspläne den betroffenen Gesellschaften im OMV Konzern für 2013 in Summe 1.853.638 Emissionszertifikate unentgeltlich zugeteilt (2012: 8.366.477), der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Petrom SA zwar Anspruch auf unentgeltliche Emissionszertifikate hatte, diese allerdings zum Bilanzstichtag noch nicht zugeteilt waren. OMV Petrom SA hat Anspruch auf ca. 3.006.806 für 2013. (2012: 4.287.525 für 14 Anlagen zugeteilt). Der Marktwert der Emissionszertifikate betrug zum 31. Dezember 2013 TEUR 37.351 (31. Dezember 2012: TEUR 70.405).

Zum Bilanzstichtag verfügte der OMV Konzern über 7.555.728 Emissionszertifikate. Für (noch nicht extern verifizierte) Emissionen in 2013 werden in 2014 voraussichtlich 6.514.957 Emissionszertifikate zurückgegeben werden.

Entwicklung der Emissionszertifikate

2013 2012
Emissionszertifikate zum 1. Jänner 11.412.188 8.605.609
Zuteilung für das Jahr 1.853.638 8.366.477
Rückgabe für tatsächliche Emissionen des Vorjahres –6.022.677 –5.561.099
Netto-Zukäufe und -Verkäufe während des Jahres 1) 312.579 1.201
Emissionszertifikate zum 31. Dezember 7.555.728 11.412.188

1) Zukäufe werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet

Für eine Unterdeckung an Emissionszertifikaten würde mit einer Rückstellung vorgesorgt werden. Bis zum 31. Dezember 2013 bestand für den OMV Konzern keine Unterdeckung.

Verbindlichkeiten EUR 1.000 22 Verbindlichkeiten
2013 2012
Kurzfristig Langfristig Gesamt Kurzfristig Langfristig Gesamt
Anleihen 778.209 3.317.820 4.096.029 213.615 3.527.151 3.740.766
Sonstige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten 217.420 581.286 798.706 162.127 886.083 1.048.210
[davon gegenüber Banken] [217.420] [581.268] [798.706] [162.127] [886.083] [1.048.210]
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen (kurzfristig) 4.913.909 4.913.909 4.290.438 4.290.438
[davon gegenüber at-equity-bewerteten
Beteiligungen] [34.695] [—] [34.695] [83.397] [—] [83.397]
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 383.475 223.574 607.049 408.720 243.012 651.731
Sonstige Verbindlichkeiten 1.189.071 6.337 1.195.408 1.261.263 6.783 1.268.046
Zu Veräußerungszwecken gehaltene
Verbindlichkeiten 89.325 89.325 96.100 96.100
Gesamt 7.571.409 4.129.017 11.700.426 6.432.263 4.663.028 11.095.292

Anleihen

Begebene Anleihen

Nominale Kupon Rückzahlung 2013
Buchwert zum
31. Dezember
in EUR 1.000
2012
Buchwert zum
31. Dezember
in EUR 1.000
US Privatplatzierung 1) USD 182.000.000 4,73% fix 27.6.2013 138.015
USD 138.000.000 4,88% fix 27.6.2015 102.623 108.900
Internationale Industrieanleihe EUR 701.730.000 2) 6,25% fix 7.4.2014 734.138 733.856
EUR 250.000.000 5,25% fix 22.6.2016 256.843 256.806
EUR 500.000.000 4,375% fix 10.2.2020 516.788 516.412
EUR 500.000.000 4,25% fix 12.10.2021 499.297 498.730
EUR 750.000.000 3,50% fix 27.9.2027 744.561 744.252
EUR 750.000.000 2,625% fix 27.9.2022 744.489 743.795
EUR 500.000.000 1,75% fix 25.11.2019 497.290
Gesamt 4.096.029 3.740.766

1) Der Zinssatz wurde durch derivative Instrumente (Zinsswaps) mit einem Nominalwert von TUSD 50.000 (2012: TUSD 50.000) teilweise von fix auf variabel gedreht 2) In 2012 wurden TEUR 298.270 aus dem Eurobond 2014 mit einer Nominale von TEUR 1.000.000 zurückgekauft

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten

Einige der verzinslichen Kredite beinhalten Finanzklauseln, die im Wesentlichen adaptierte Eigenkapitalquoten, den Cashflow aus der Betriebstätigkeit ohne Zinsaufwand und -ertrag sowie das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) betreffen.

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten haben folgende Fristigkeiten:

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten EUR 1.000
2013 2012
Kurzfristige Kreditfinanzierungen 60.419 86.585
Kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen 935.207 289.157
Gesamt kurzfristig 995.626 375.742
Fälligkeit langfristiger Finanzierungen
2014/2013 (kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen) 935.207 289.157
2015/2014 102.623 876.849
2016/2015 329.403 197.335
2017/2016 461.930
2018/2017 58.114
2019/2018 und folgende Jahre 3.467.084 2.819.006
Gesamt ab 2014/2013 4.834.317 4.702.391
Gliederung der Anleihen und sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten nach Währungen und Zinssätzen
2013
Gewogener
Durchschnitts
zinssatz
2012
Gewogener
Durchschnitts
zinssatz
Anleihen und sonstige langfristige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten 1)
Fixe Zinssätze
EUR
4.409.932 4,02% 3.923.680 4,18%
USD 102.623 4,88% 242.534 4,79%
Gesamt 4.512.555 4,04% 4.166.214 4,21%
Variable Zinssätze EUR 321.759 2,41% 536.177 2,83%
Gesamt 321.759 2,41% 536.177 2,83%
Anleihen und sonstige kurzfristige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten
EUR 10.829 0,66% 61.805 2,85%
TRY 17.506 8,74% 17.554 2,74%
HUF 1.819 3,90% 11 5,75%
RON 70 6,33%
USD 29.522 0,79% 7.145 0,20%
CHF 746 3,59%
Gesamt 60.422 3,16% 86.585 2,61%

1) Inklusive kurzfristiger Teile langfristiger Kreditfinanzierungen

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 4,894,735 (2012: TEUR 4.788.976) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Der beizulegende Zeitwert der Anleihen betrug TEUR 4.309.973 (2012: TEUR 4.065.939) zum Bilanzstichtag. Dieser ist aufgrund der vorhandenen Marktwerte zum Bilanzstichtag ermittelt und somit als Stufe 1 klassifiziert worden.

Der beizulegende Zeitwert der sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten ist durch die Diskontierung der künftigen Zahlungsströme mit jenem Zinssatz, der am Bilanzstichtag für gleichartige Verbindlichkeiten mit gleicher Restlaufzeit gültig war, ermittelt und ist somit als Stufe 2 (beobachtbare Inputs) klassifiziert. Dieser betrug zum Bilanzstichtag EUR 825.077 (2012: EUR 1.104.556).

Der geschätzte beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten war insgesamt TEUR 5.135.049 (2012: TEUR 5.170.495), wovon TEUR 4.759.945 (2012: TEUR 4.465.564) auf fix verzinsliche und TEUR 375.104 (2012: TEUR 704.931) auf variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten entfallen.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten EUR 1.000
Kurzfristig Langfristig Gesamt
2013
Verbindlichkeiten gegenüber at-equity bewertete Beteiligungen 2 2
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven
Derivaten 41.473 155 41.628
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 60.450 2.443 62.893
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 12.782 168.852 181.634
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 268.770 52.122 320.892
Gesamt 383.475 223.574 607.049
2012
Verbindlichkeiten gegenüber at-equity bewertete Beteiligungen 6.802 6.802
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten 24.087 334 24.421
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 99.418 625 100.043
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 38.595 146.464 185.060
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 246.617 88.788 335.406
Gesamt 408.717 243.014 651.731

Fair-Value-Anpassungen der Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven Derivaten werden ergebnisneutral verbucht. Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten sind finanzielle Verbindlichkeiten at-fair-value-through-profit-or-loss. Sämtliche andere Positionen sind als Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, zu klassifizieren.

Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing war TEUR 212.331 und wurde durch die Diskontierung der künftigen Zahlungsströme mit jenem Zinssatz, der am Bilanzstichtag für gleichartige Verbindlichkeiten mit gleicher Restlaufzeit gültig war, ermittelt und ist somit als Stufe 2 (beobachtbare Inputs) klassifiziert worden.

Die nachfolgende Tabelle fasst die Fristigkeitsstruktur der vertraglichen, nicht diskontierten Mittelabflüsse aus Finanzverbindlichkeiten zusammen:

Finanzverbindlichkeiten EUR 1.000
<1 Jahr 1–5 Jahre >5 Jahre Gesamt
2013
Anleihen 861.409 867.806 3.333.438 5.062.653
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 225.454 358.074 308.844 892.372
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.914.198 4.914.198
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten ohne Derivate 413.490 87.946 177.706 679.142
Gesamt 6.414.551 1.313.825 3.819.988 11.548.365
2012
Anleihen 294.554 1.483.813 2.994.232 4.772.599
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 198.201 614.115 308.643 1.120.960
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.330.043 4.330.043
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten ohne Derivate 420.822 76.370 150.222 647.413
Gesamt 5.243.620 2.174.297 3.453.097 10.871.014

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten EUR 1.000
Kurzfristig Langfristig Gesamt
2013
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 899.872 899.872
Fremde Vorauszahlungen 153.449 6.337 159.786
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 135.750 135.750
Gesamt 1.189.071 6.337 1.195.408
2012
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 984.496 984.496
Fremde Vorauszahlungen 206.193 6.783 212.976
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 70.574 70.574
Gesamt 1.261.263 6.783 1.268.046

Der Buchwert der sonstigen Verbindlichkeiten entspricht dem beizulegenden Zeitwert, da es sich hauptsächlich um kurzfristige Verbindlichkeiten handelt.

23 Latente Steuern

Latente Steuern EUR 1.000
Aktive latente Wert Aktive Passive
Steuern ohne berichtigung latente latente
Wertberichtigung Steuern Steuern
2013
Immaterielle Vermögenswerte 65.538 43.083 22.455 568.301
Sachanlagevermögen 132.402 7.539 124.862 1.429.096
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 7.384 7.384 14.813
Vorräte 39.070 39.070 59.757
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 75.307 9.499 65.808 25.932
Unversteuerte Rücklagen 2.271
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen 144.789 144.789 2.099
Sonstige Rückstellungen 946.082 12.482 933.600 17.480
Verbindlichkeiten 47.150 2.892 44.258 154.584
Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG) 58.366 58.366
Verlustvorträge 668.737 107.011 561.726
Gesamt 2.184.825 182.507 2.002.318 2.274.331
Saldierung aufgrund gleicher Steuerhoheiten –1.601.454 –1.601.454
Latente Steuern in zu Veräußerungszwecken
gehaltenem Vermögen –8.529 –41
Latente Steuern laut Bilanz 392.335 672.836
Latente Steuern EUR 1.000
Aktive latente Wert Aktive Passive
Steuern ohne berichtigung latente latente
Wertberichtigung Steuern Steuern
2012
Immaterielle Vermögenswerte 89.543 45.160 44.382 393.476
Sachanlagevermögen 120.431 4.032 116.399 761.269
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.252 –64 5.316 27.989
Vorräte 74.715 1.845 72.870 85.707
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 91.637 16.851 74.785 61.418
Unversteuerte Rücklagen 3.308
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen 128.872 128.872 1.925
Sonstige Rückstellungen 359.003 359.003 31.789
Verbindlichkeiten 75.502 2.071 73.431 198.781
Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG) 56.518 56.518
Verlustvorträge 265.225 110.049 155.176
Gesamt 1.266.697 179.944 1.086.753 1.565.662
Saldierung aufgrund gleicher Steuerhoheiten –786.347 –786.347
Latente Steuern in zu Veräußerungszwecken
gehaltenem Vermögen –487 –927
Latente Steuern laut Bilanz 299.918 778.388

Latente Steuern werden auf einbehaltene Gewinne von Konzerngesellschaften in der Regel dann berücksichtigt, wenn es keine Möglichkeit gibt, diese Beträge steuerfrei beim Mutterunternehmen zu vereinnahmen.

Zum 31. Dezember 2013 waren steuerliche Verlustvorträge von TEUR 1.579.540 vorhanden (2012: TEUR 924.273). Davon wurden TEUR 1.168.265 (2012: TEUR 509.468) als werthaltig für die Berechnung latenter Steuern angesehen. Die zeitliche Verteilung der Vortragsfähigkeit stellt sich wie folgt dar:

Steuerliche Verlustvorträge EUR 1.000
Basiswert
(vor Wertberichtigung)
davon nicht angesetzt
(Wertberichtigung)
2013
2013 2013
2012
17.306
2012
15.122
2014 26.228 30.105 1.642 1.730
2015 35.352 43.499 16.959 21.892
2016 5.108 27.226 2.911 18.176
2017 17.071 43.311 7.485 5.217
2018 80.821 46.009
Nach 2018/2017 103.046 71.319 4.984
Unbegrenzt 1.311.915 691.507 331.284 352.668
Gesamt 1.579.540 924.273 411.275 414.805
Die latenten Steuern betreffen die folgenden Abweichungen zwischen Steuer- und IFRS-Bilanz:
EUR 1.000
2013 2012
Aktive Passive Aktive Passive
latente latente latente latente
Steuern Steuern Steuern Steuern
Wertminderungen, Unterschiede in Abschreibungen sowie
unterschiedliche Kostendefinition 60.935 983.559 91.352 403.215
Aktivierung von Anlagenentfernungen und Rekultivierungskosten 884.399 670.008 288.663 91.433
Bewertung von in Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 9.826 334.781 113.135 646.547
Diskontierung von Forderungen 11.894 15.173 14.884
Steuerliche Abschreibung von Beteiligungen 58.366 56.518
Bewertungsunterschiede bei Derivaten 19.777 22.149 28.686
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 144.789 2.099 128.872 1.925
Bewertungsunterschiede bei Personalrückstellungen 5.457 2.226 16.277 1.024
Andere unterschiedliche Bewertungsregeln 114.764 95.495 47.974 53.376
Steuerliche Verlustvorträge 561.726 155.176
Sonstige Unterschiede 130.387 164.015 144.927 353.258
Gesamt 2.002.318 2.274.331 1.086.753 1.565.662

Zum 31. Dezember 2013 bestanden temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 72.314 (2012: TEUR 90.618), die im Zusammenhang mit Investitionen in Tochtergesellschaften stehen und für die keine latente Steuer gebildet wurde.

Ergänzende Angaben zur Finanzlage Ergänzende Angaben zur Finanzlage

24 Cashflow-Rechnung

In 2013 gab es keine Mittelabflüsse aus dem Erwerb von Unternehmen.

Das Nettovermögen von veräußerten Gesellschaften war zum jeweiligen Transaktionsstichtag wie folgt:

Nettovermögen veräußerter Gesellschaften und Geschäftseinheiten EUR 1.000
2013 2012
Langfristiges Vermögen 5.172
Kurzfristiges Vermögen 379.396 46
Langfristige Verbindlichkeiten 22.333
Kurzfristige Verbindlichkeiten 82.569 1.191
Nettovermögen veräußerter Gesellschaften 279.667 –1.145

Die aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften und Geschäftseinheiten erhaltenen liquiden Mittel betrugen TEUR 760.019 (2012: TEUR 34.457). Diese Position beinhaltet den Verkauf der LMG Lagermanagement GmbH, in die ein Großteil von R&Ms österreichischer Pflichtnotstandsreserve eingebracht wurde. Die liquiden Mittel von Tochtergesellschaften, über welche die Beherrschung verloren wurde, betrug in 2013 TEUR 13.979 (2012: Null).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet einen Netto-Mittelabfluss von TEUR 133.678 aus der Veränderung der nicht beherrschenden Anteile. Diese standen in Zusammenhang mit der Akquisition der nicht beherrschenden Anteile an der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H. von 49% sowie der Ausübung von Put-Optionen durch die Oberösterreichische Ferngas Aktiengesellschaft, die zu einer Erhöhung des indirekten Anteils von OMV an EconGas GmbH führte, welche durch die Verringerung der Anteile an der Austrian Gas Grid Management AG teilweise ausgeglichen wurde.

25 Haftungs-Verhältnisse

Für Rechtsstreitigkeiten, aus denen wahrscheinlich Verpflichtungen resultieren, werden Rückstellungen gebildet. Der Vorstand vertritt den Standpunkt, dass jene Rechtsstreitigkeiten, die nicht durch Rückstellungen oder Versicherungen gedeckt sind, keinen wesentlichen Einfluss auf das Konzerneigenkapital haben werden. Jede Konzerngesellschaft unterliegt mit ihren Produktionsanlagen und ihrem Grundvermögen in den jeweiligen Ländern einer Reihe von Umweltschutzbestimmungen. Für die geschätzten Kosten bestehender Verpflichtungen aus Umweltschutzmaßnahmen wurde in Übereinstimmung mit den Bilanzierungsregeln des Konzerns bilanziell vorgesorgt. Für Rekultivierungen werden Rückstellungen gebildet, wenn zum Bilanzstichtag eine Verpflichtung bereits eingetreten ist.

Der Vorstand ist der Ansicht, dass die Einhaltung der gegenwärtigen Gesetze und Bestimmungen und der künftig strengeren Gesetze und Bestimmungen keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Konzernergebnisse, -bilanz und -cashflows der näheren Zukunft haben wird.

In Bezug auf die besondere Ausgleichsregelung für stromintensive Unternehmen (Erneuerbare- Energien-Gesetz-EEG) bestanden zum 31. Dezember 2013 folgende Haftungsverhältnisse:

Die Europäische Kommission hat am 18. Dezember 2013 ein förmliches Prüfverfahren gegen Deutschland eröffnet. Gegenstand des Verfahrens ist die Prüfung, ob die Befreiung stromintensiver Unternehmen von der Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien ("EEG-Umlage") in Deutschland einen Verstoß gegen das Europäische-Beihilferecht darstellt. Durch das eingeleitete Prüfverfahren besteht das Risiko einer Nachzahlungspflicht, falls dieses Prüfverfahren zu dem Ergebnis gelangt, dass diese besondere Ausgleichsregelung nach §§ 40ff. EEG eine unzulässige Beihilfe darstellt. Der Eintritt der Nachforderung wurde von OMV als unwahrscheinlich beurteilt, weshalb keine Rückstellung im Konzernabschluss gebildet wurde. Im Falle einer Nachforderung ist mit zusätzlichen Kosten in der OMV Deutschland GmbH für die Jahre 2012 und 2013 von insgesamt ca. TEUR 21.313 zu rechnen, davon entfallen TEUR 5.778 auf at-equity bewertete Beteiligungen.

Darüber hinaus bestanden zum Bilanzstichtag keine weiteren wesentlichen Haftungsverhältnisse.

Kapitalrisikomanagement

Das Kapitalrisikomanagement im OMV Konzern ist Teil des Value Managements und orientiert sich an den zentralen Steuerungsgrößen Return On Average Capital Employed (ROACE) und Verschuldungsgrad (Gearing Ratio). Basierend auf den Mittelfristannahmen plant OMV über den Geschäftszyklus einen ROACE von 13% sowie eine langfristige Kapitalstruktur mit einem Verschuldungsgrad von bis zu 30%.

Liquiditätsrisiko

Zur Beurteilung des Liquiditätsrisikos werden konzernweit die geplanten operativen sowie finanziellen Ein- und Auszahlungsströme auf Monatsbasis analysiert und die geplante Nettoliquiditätsentwicklung dargestellt. Der geplanten Nettoliquiditätsentwicklung werden bestehende Geldanlagen und Finanzierungen, deren geplante Abreifung sowie bestehende Liquiditätsreserven gegenübergestellt. Diese Analyse stellt die Basis für Finanzierungsentscheidungen hinsichtlich Kapitalbindung dar.

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des OMV Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien gehalten. Zum 31. Dezember 2013 beträgt die durchschnittlich gewichtete Laufzeit des Schuldenportfolios des OMV Konzerns mehr als sechs Jahre.

Das operative Liquiditätsmanagement umfasst einen Cash-Concentration-Prozess, durch den eine Zusammenführung von liquiden Mitteln erfolgt. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen des Konzerns sowie einzelner Konzerngesellschaften gesteuert werden.

Detaillierte Angaben zu den Finanzierungsverbindlichkeiten des Konzerns enthält Anhangangabe 22.

Politisches Risiko

Der Konzern ist unter anderem in Ländern tätig, die aktuell Schauplatz politischer Instabilität sind (Libyen, Jemen, Pakistan, Region Kurdistan im Irak sowie Tunesien). Unterbrechungen bzw. Rückgänge der Produktion, wie auch höhere Steuerraten, Restriktionen auf Eigentum ausländischer Investoren bis hin zur Enteignung könnten die Folge politischer Veränderungen sein, die sich auch auf die finanzielle Struktur des Konzerns auswirken könnte.

Marktrisiko

Zur Steuerung von Marktrisiken werden derivative und nicht-derivative Instrumente bei Bedarf eingesetzt, die sich aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen ergeben und einen negativen Effekt auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder erwartete zukünftige Zahlungsströme haben können. Derivate werden hauptsächlich zur Reduzierung von Risiken aus Grundgeschäften eingesetzt.

Derivate sind Verträge, deren Wert sich von einem oder mehreren zugrunde liegenden Finanzinstrumenten, Indizes oder Preisen ableitet, die im Vertrag definiert sind. Der erstmalige Ansatz von derivativen Instrumenten erfolgt ab Geltung der vertraglichen Bestimmungen, also ab Entstehen von Anspruch und Verpflichtung. Die Ausbuchung erfolgt bei Wegfall bzw. Übertragung der vertraglichen Rechte und Pflichten.

Risikomanagement von Güterpreisen

Wesentliche Branchenrisiken aufgrund der Preisvolatilität, z.B. stark negative Auswirkungen von niedrigen Ölpreisen auf den Cashflow, werden gemäß einer Konzernrichtlinie Risikomanagement (Marktpreisrisiko) gegebenenfalls mit Finanzinstrumenten begrenzt.

Basierend auf einem Portfoliomodell ist das Ziel des strategischen Waren-Risikomanagements, den für das Unternehmenswachstum erforderlichen Cashflow bei Aufrechterhaltung einer starken Bonitätseinstufung abzusichern. Für das Jahr 2013 wurden keine strategischen Waren-Risikomanagementabsicherungstransaktionen abgeschlossen. 2012 wurden, um den Cashflow des Konzerns gegen einen nachteiligen Einfluss von sinkenden Ölpreisen zu schützen, derivative Instrumente eingesetzt, welche die Erlöse von 50.000 bbl/d absicherten. Als Absicherungsinstrument wurden Swaps eingesetzt, die einen Durchschnittspreis von USD 101,45/bbl absichern.

26 Risikomanagement

Im operativen Risikomanagement des G&P Geschäfts werden zur Absicherung von Risiken auf der Beschaffungsund Absatzseite OTC-Swaps, Optionen, Futures sowie Forwards eingesetzt. Ziel ist das Preisrisiko aus Mengenbewegungen der Vorräte sowie aus dem Unterschied von Ein- und Verkaufsparametern abzusichern.

Im operativen Risikomanagement des Raffinerie-Geschäfts werden derivative Instrumente im begrenzten Ausmaß sowohl für die Ergebnisabsicherung selektiver Produktenverkäufe als auch zur Reduktion des Preisrisikos aus den volatilen Vorratsbeständen verwendet. Eingesetzt werden Rohöl- und Produktswaps, welche die Produktmarge (Crack-Spread), die Preisdifferenz zwischen Rohöl und den erzeugten Bulk-Produkten, absichern sollen. Das Ergebnis der Sicherungsgeschäfte wird in den Umsatzkosten erfasst.

Zur Sicherung des kurzfristigen Marktpreisrisikos im Bereich Supply, Marketing und Trading werden für Einkäufe wie Verkäufe börsengehandelte Ölfutures wie auch OTC-Kontrakte (Contracts for Difference und Swaps) eingesetzt. Das Ergebnis aus solchen Sicherungsgeschäften wird R&M zugeordnet. Die Bewertung erfolgt zu Marktwerten.

Um Marktzugang und Markterfahrung in den Öl-, Strom-, und Gasmärkten zu gewinnen, wurde im begrenzten Ausmaß auch Eigenhandel betrieben.

Swaps erfordern beim Vertragsabschluss kein initiales Investment. Der Zahlungsausgleich erfolgt regelmäßig zum Quartals- bzw. Monatsende. Die Prämien für gekaufte Optionen sind bei Vertragsabschluss zu bezahlen. Bei Ausübung der Option erfolgt die Auszahlung der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen Marktpreis der Periode am Ende der Laufzeit.

Die nachfolgenden Tabellen legen Markt- sowie Nominalwert der Finanzinstrumente dar. Der Nominalwert ist Brutto erfasst, stellt den Wert des den Derivaten zugrunde liegenden Vermögenswerts, Referenzsatzes oder Indizes dar und ist die Basis für die Messung der Änderungen des Marktwerts. Der Nominalwert gibt das Volumen der am Jahresende ausstehenden Transaktionen an und lässt weder auf Markt- noch auf Kreditrisiko schließen.

Die Stichtagsbetrachtung der Nominal- und Marktwerte der Commodity-Kontrakte zum 31. Dezember zeigt folgendes Bild:

Nominal- und Marktwerte der Kontrakte EUR 1.000
Nominale 2013
Marktwert
Nominale 2012
Marktwert
Operatives Risikomanagement
G&P
Commodity-Swaps 359.470 –10.556 426.371 909
Commodity-Optionen 5.867 183
Commodity-Future 121.142 2.421 333.142 –180
Commodity-Forwards 1.170.126 1.242 6.438.908 –45
R&M
Commodity-Futures 4.165.323 6.889 3.877.904 8.404
Commodity-Swaps 3.648.943 4.511 2.356.476 8.722
Commodity-Optionen 603.292 424

Die Marktwerte verteilen sich wie folgt:

Marktwerte EUR 1.000
2013 2012
Nominale Marktwert
aktiv
Marktwert
passiv
Nominale Marktwert
aktiv
Marktwert
passiv
Cashflow-Hedges
G&P-Swaps 327.977 237 –10.950 426.371 8.844 –7.935
G&P-Optionen 5.867 183
R&M-Swaps 661.935 34.806 –31.089 1.297.687 25.791 –16.541
Derivate held-for-trading
G&P-Swaps 31.493 1.124 –967
G&P-Futures 121.142 2.553 –132 333.142 800 –981
G&P-Forwards 1.170.126 27.323 –26.081 6.438.908 86.748 –86.793
R&M-Futures 4.165.323 34.804 –27.915 3.877.904 10.145 –1.741
R&M-Swaps 2.987.008 3.698 –2.904 1.058.789 –528
R&M-Optionen 603.292 829 –405

Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich

Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich EUR 1.000
Periode der
erwarteten
Cashflows bei
Cashflow-Hedges
Wertänderung
direkt im sonstigen
Ergebnis gezeigt
[davon:
Umgliederung aus
dem sonstigen
Ergebnis über die
Gewinn- und
Verlustrechnung]
[davon:
Umgliederung aus
dem sonstigen
Ergebnis in die
ursprünglichen
Anschaffungs
kosten]
2013
G&P-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Erdgas bis Q4/15 –11.622 [–7.415] [—]
Erdgas-Optionen bis Q1/14 [183] [—]
R&M-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Brent 2014 16.731 [–23.988] [—]
Swaps fix vs. floating – Produkte 2014 –21.968 [–2.924] [—]
2012
E&P-Sicherung Preisrisiko
Brent-Swaps 2012 47.574 [140.967] [—]
G&P-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Erdgas bis Q4/14 532 [–4.741] [—]
Erdgas-Optionen bis Q1/14 –2.095 [—] [—]
R&M-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Brent 2013 16.569 [18.764] [—]
Swaps fix vs. floating – Produkte 2013 –17.301 [1.206] [—]

In R&M werden mit dem wirtschaftlichen Ziel der Absicherung künftiger Margen Produkte auf der Verkaufsseite und Rohöl auf der Beschaffungsseite voneinander getrennt abgesichert.

Die Absicherung erfolgt auf der Beschaffungsseite als Kauf fix und Verkauf variabel, auf der Produktenseite als Verkauf fix und Kauf variabel.

Die Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen wird als Cashflow-Hedge bilanziert und der effektive Teil der Wertänderung des in der Bilanz erfassten Derivats in das sonstige Ergebnis gebucht. Bei ergebniswirksamem Eintreten der zukünftigen Transaktion werden die bis dahin im sonstigen Ergebnis verbuchten Beträge gegen die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst. Der ineffektive Teil der Cashflow-Hedges in Höhe von TEUR 381 (2012: TEUR –176) wurde im Geschäftsjahr ergebniswirksam dargestellt.

Sensitivitätsanalyse

Für die zuvor gezeigten offenen Absicherungskontrakte wird der Effekt einer Marktpreisschwankung (+/–10%) auf deren Marktwert mittels Sensitivitätsanalyse gemessen. Die Sensitivität der Gesamtergebnisse des Konzerns weicht von der unten gezeigten Sensitivität ab, da die abgeschlossenen Kontrakte zur Absicherung von operativen Positionen verwendet werden.

Die Unterscheidung zwischen der Auswirkung einer Marktpreisschwankung auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder auf das sonstige Ergebnis ist abhängig von der Art des eingesetzten Derivats und der Anwendung von Hedge-Accounting. Die Marktwertsensitivität für Derivate, für die Cashflow-Hedge-Accounting zulässig ist, ist in der Tabelle als Sensitivität des sonstigen Ergebnisses dargestellt. Marktpreisschwankungen für alle weiteren offenen Derivate werden in der Sensitivität der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.

Derzeit weisen die Marktwerte der offenen Derivate folgende Sensitivitäten auf:

Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit EUR 1.000
2013 2012
Marktpreis Marktpreis Marktpreis Marktpreis
+10% –10% +10% –10%
Operatives Risikomanagement
G&P
G&P-Swaps –563 563 726 –726
G&P-Futures 7.286 –7.286 7.585 –7.585
G&P-Forwards –1.440 1.440 –14.036 14.036
G&P-Optionen
R&M
Commodity-Futures 3.565 –3.565 –5.977 5.977
Commodity-Swaps –3.951 3.951 –2.485 –2.485
Commodity-Optionen –317 812
Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das sonstige Ergebnis EUR 1.000
--------------------------------------------------------------------- -----------
Marktpreis
+10%
2013
Marktpreis
–10%
Marktpreis
+10%
2012
Marktpreis
–10%
Operatives Risikomanagement
G&P
G&P-Swaps –378 378 976 –976
G&P-Optionen 314 –84
R&M
Commodity-Swaps –2.284 2.284 –4.483 4.489

Risikomanagement für den Wechselkurs

OMV ist in einer Vielzahl von Ländern und unterschiedlichen Währungsräumen aktiv. Daher müssen branchenspezifische Transaktions- und entsprechende Umrechnungsrisiken genau analysiert werden. Die größten Risikopositionen stellen der USD und die jeweilige Veränderung des USD im Verhältnis zum EUR, zum RON und zur TRY dar. Andere Währungen haben nur geringen Einfluss auf Cashflow und EBIT.

Das Transaktionsrisiko der USD-Zahlungsströme wird laufend beobachtet. Mindestens halbjährlich werden die Long- und Short-Nettopositionen des Konzerns und deren Sensitivität für den Konzern berechnet, die eine USD-Long-Position in E&P sowie eine vergleichsweise niedrigere USD-Short-Position im R&M-Geschäft aufzeigt. Der Konzern hat insgesamt eine Netto-USD-Long-Position, da sich die USD-Positionen aus dem operativen Geschäft der Geschäftsbereiche E&P und R&M nur zu einem geringen Teil ausgleichen. Diese Analyse stellt die Basis für das Risikomanagement des Transaktionsrisikos bei Währungen dar.

Per 31. Dezember 2013 gab es zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos bei Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für das Liquiditätsmanagement folgende Transaktionen:

Währungsderivate EUR 1.000
2013 2012
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Currency-Forwards 856.498 –3.227 150.575 –145
Currency-Swaps 85.512 –235 1.745.993 –7.266

Die oben genannten Forwards und Swaps werden zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken in offenen Forderungen oder Verbindlichkeiten verwendet. Der Marktwert dieser Instrumente entwickelt sich bei einer Veränderung der zugrunde liegenden Wechselkurse genau gegenläufig zur Veränderung der Forderung oder Verbindlichkeit.

Cashflow-Hedging bei Währungsabsicherungen

2013 hat OMV keine zentral gesteuerten Währungshedges vorgenommen. Zum 31. Dezember 2013 gab es daher keine Cashflow-Hedges zur Absicherung des Wechselkursrisikos.

Cashflow-Hedging bei Währungsabsicherungen EUR 1.000
Periode der erwarteten
Cashflows bei
Cashflow-Hedges
Wertänderung direkt
im sonstigen Ergebnis
gezeigt
[davon: Umgliederung
aus dem sonstigen
Ergebnis über die
Gewinn- und
Verlustrechnung]
[davon: Umgliederung
aus dem sonstigen
Ergebnis in die
ursprünglichen
Anschaffungs-kosten]
2012
Currency-Forwards 2012 34.928 [34.928] [—]

Die Sicherung von Währungsrisiken aus zukünftigen USD-Zahlungsströmen wird als Cashflow-Hedge bilanziert und der effektive Teil der Wertänderung des in der Bilanz erfassten Derivats in das sonstige Ergebnis gebucht. Bei ergebniswirksamem Eintreten der zukünftigen Transaktion werden die bis dahin im sonstigen Ergebnis verbuchten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Ebenso wird das Translationsrisiko auf Konzernebene laufend beobachtet und die daraus resultierende Risikoposition bewertet. Als Translationsrisiko wird jenes Risiko bezeichnet, das aufgrund der Konsolidierung von Tochtergesellschaften entsteht, die in einer funktionalen Währung ungleich EUR bilanzieren. Die größten Risikopositionen stellen dabei auf RON, TRY, NOK und USD lautende Nettovermögenswerte dar bzw. deren jeweilige Veränderung im Verhältnis auf EUR lautende Nettovermögenswerte. Das langfristig bestehende Wechselkursrisiko von Investitionen in Beteiligungen, die nicht in EUR bilanzieren, wird kontinuierlich ermittelt und beurteilt.

Für die Finanzinstrumente wird eine Sensitivitätsanalyse zu Wechselkursänderungen durchgeführt, wobei die Hauptwährungsbeziehungen folgende Sensitivitäten aufweisen: Die Hauptpositionen sind per 31. Dezember 2013 der EUR-RON-, EUR-TRY- und der EUR-USD-Wechselkurs. Auf Konzernebene beinhaltet die EUR-RON-Sensitivität nicht nur die RON-Nettoposition gegenüber EUR, sondern auch die RON-Nettoposition gegenüber USD, da diese in eine EUR-RON- sowie eine EUR-USD-Position aufgeteilt werden kann. Gleiches gilt für die EUR-TRY-Position.

Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1) EUR 1.000
2013 2012
EUR wird um EUR wird um EUR wird um EUR wird um
10% stärker 10% schwächer 10% stärker 10% schwächer
EUR-RON 13.288 –13.288 –3.329 3.329
EUR-TRY –33.950 33.950 –27.730 27.730
EUR-USD –29.405 29.405 –14.247 14.247

1) Bezieht sich nur auf Finanzinstrumente und entspricht nicht der vom Konzern berechneten Gesamt-EBIT-Währungssensitivität

Zinsmanagement

Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.

Fallweise werden festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa transferiert. Zum Bilanzstichtag wurde Fair-Value-Hedge-Accounting für einen Zinsswap von TUSD 50.000 angewendet. Durch den Zinsswap werden feste Zinssätze in variable Zinssätze gedreht. Dieser wurde zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts einer Anleihe, die im OMV Konzern begeben wurde (vgl. Anhangangabe 22) eingesetzt und als Fair-Value-Hedge klassifiziert. Die Zinsdifferenz zwischen Swap und Kredit wird als Korrektur des Zinsaufwands verbucht.

Per 31. Dezember gab es folgende Kontrakte:

Kontrakte EUR 1.000
Nominale 2013
Marktwert
Nominale 2012
Marktwert
Interest-Rate-Swaps (kein Hedge Accounting) 45.475 –286
Interest-Rate-Swaps (TUSD 50.000) 36.256 2.504 37.896 4.251

Zinssensitivitäten

Der Effekt einer Zinserhöhung von 0,5%-Punkten würde am 31. Dezember 2013 zu einer Verringerung des Marktwerts um EUR 0,9 Mio führen (31. Dezember 2012: EUR 0,5 Mio). Der Effekt einer Zinssenkung von 0,5%-Punkten würde am 31. Dezember 2013 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 0,9 Mio führen (31. Dezember 2012: EUR 0,5 Mio).

OMV Petrom SA hält finanzielle Vermögenswerte, deren Marktwerte von Zinsänderungen beeinflusst werden. Der Marktwert dieser finanziellen Vermögenswerte wäre bei einer Zinssteigerung am 31. Dezember 2013 um 0,5%- Punkte um EUR 0,7 Mio niedriger (31. Dezember 2012: EUR 0,7 Mio). Eine Zinssenkung um 0,5%-Punkte würde am 31. Dezember 2013 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 0,7 Mio führen (31. Dezember 2012: EUR 0,7 Mio).

Des Weiteren analysiert OMV regelmäßig den Einfluss von Zinsänderungen auf das Zinsergebnis aus variabel verzinsten Geldanlagen und Aufnahmen. Derzeit werden Effekte aus dem Zinsänderungsrisiko nicht als substanzielles Risiko eingestuft.

Basierend auf dem variabel verzinsten Nettoschuldenportfolio per 31. Dezember 2013 würde der Nettozinsaufwand um EUR 1,9 Mio (per 31. Dezember 2012: EUR 1,9 Mio) steigen bzw. fallen, sollten Zinssätze um 0,5%-Punkte steigen bzw. fallen.

Kreditrisiko der Kontrahenten

Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzernebene und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limitgrenzen für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht. Für alle Geschäftspartner, Banken und Sicherheitengeber werden, basierend auf einer Risikobewertung, Limithöhe, interne Risikoklasse und Limitlaufzeit vergeben. Die Bonitätseinschätzung wird zumindest jährlich oder ad hoc überprüft. Diese Vorgehensweise ist bei OMV in einer Richtlinie festgelegt. Derivative Finanzinstrumente werden zum überwiegenden Teil mit Vertragspartnern mit "Investment Grade Rating" abgeschlossen. Zur Risikodiversifikation werden solche Finanzkontrakte stets mit einer Mehrzahl von Banken abgeschlossen.

Im Bereich des strategischen Risikomanagements, des Währungsrisikomanagements, des Zinsrisikomanagements und des Liquiditätsmanagements beträgt das maximale Kreditrisiko gegenüber Banken per 31. Dezember 2013 EUR 282,5 Mio (2012: EUR 1.019,1 Mio). Für das operative Risikomanagement im Bereich R&M beträgt das maximale Kreditrisiko gegenüber Banken und Dritten per 31. Dezember 2013 EUR 625,9 Mio (2012: EUR 727,1 Mio).

Nachfolgende Tabellen geben die Bewertung von Finanzinstrumenten (Aktiv- und Passivseite) bilanziert zum beizulegenden Zeitwert wieder. In Übereinstimmung mit IFRS 13 sind die einzelnen Stufen wie folgt definiert:

Stufe 1: Börsennotierte Kurse in aktiven Märkten werden für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verwendet.

Stufe 2: Entweder direkt (d.h. wie Kurse) oder indirekt feststellbare Vorgaben werden als Informationsgrundlage für die Berechnung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten verwendet (keine börsennotierten Kurse).

Stufe 3: Als Informationsgrundlage für die Berechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden interne Modelle oder andere Bewertungsmethoden verwendet, keine am Markt (z.B. Kurse) feststellbaren Daten.

Im OMV Konzern gibt es keine Finanzinstrumente, die gemäß Stufe 3 bewertet werden. Es gab keine Umgruppierungen zwischen den verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie.

Bemessungshierarchie 2013 EUR 1.000
Finanzielle Vermögenswerte Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Investmentfonds 6.649 6.649
Anleihen 118.560 118.560
Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate 37.357 37.357
Sonstige Derivate 2.553 68.585 71.138
Summe 127.762 105.941 233.703
Bemessungshierarchie 2013 EUR 1.000
Finanzielle Verbindlichkeiten Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten 41.628 41.628
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 132 62.761 62.893
Summe 132 104.389 104.521
Bemessungshierarchie 2012 EUR 1.000
Finanzielle Vermögenswerte Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Investmentfonds 6.863 6.863
Anleihen 129.896 129.896
Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate 38.756 38.756
Sonstige Derivate 10.945 89.523 100.468
Summe 147.704 128.279 275.983
Bemessungshierarchie 2012 EUR 1.000
Finanzielle Verbindlichkeiten Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten 24.420 24.420
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 2.721 97.321 100.043
Summe 2.721 121.742 124.463

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur saldiert, wenn der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat und die Absicht besteht, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, oder gleichzeig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Der OMV Konzern schließt im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs diverse Globalnettingvereinbarungen in Form von International Swaps and Derivatives Association (ISDA) Vereinbarungen, European Federation of Energy Traders (EFET) Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen ab, die die Kriterien für die Saldierung in der Bilanz nach IAS 32 nicht erfüllen.

28 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Die nachfolgenden Tabellen legen die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente dar, die diversen Aufrechnungsvereinbarungen unterliegen. Die Werte in der Spalte Netto würden die Positionen in der Bilanz darstellen, wenn alle Aufrechnungsrechte ausgeübt worden wären.

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten 2013
Anhangangabe Finanzinstrumente
in der Konzern
bilanz (brutto
gleich netto)
Finanzielle Ver
bindlichkeiten mit
Saldierungsrechten
(nicht saldiert)
Netto
Derivative Finanzinstrumente 17 108.494 –69.279 39.215
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
16 3.270.470 –655.151 2.615.319
Übrige sonstige Forderungen 17 1.063.000 –27.194 1.035.806
Gesamt 4.441.964 –751.625 3.690.339
Saldierung von finanziellen Verbindlichkeiten 2013
EUR 1.000
Anhangangabe Finanzinstrumente
in der Konzern
bilanz (brutto
gleich netto)
Finanzielle Ver
mögenswerte mit
Saldierungsrechten
(nicht saldiert)
Netto
Derivative Finanzinstrumente 22 104.521 –84.802 19.719
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
22 4.913.909 –655.151 4.258.758
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 22 607.049 –11.672 595.377
Gesamt 5.625.479 –751.625 4.873.854

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten 2012 EUR 1.000

Anhangangabe Finanzinstrumente
in der Konzern
bilanz (brutto
gleich netto)
Finanzielle Ver
bindlichkeiten mit
Saldierungsrechten
(nicht saldiert)
Netto
Derivative Finanzinstrumente 17 139.224 –81.342 57.882
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 16 3.821.749 –698.798 3.122.950
Übrige sonstige Forderungen 17 867.180 –3.618 863.562
Gesamt 4.828.153 –783.759 4.044.394

Saldierung von finanziellen Verbindlichkeiten 2012 EUR 1.000

Anhangangabe Finanzinstrumente
in der Konzern
bilanz (brutto
gleich netto)
Finanzielle Ver
mögenswerte mit
Saldierungsrechten
(nicht saldiert)
Netto
Derivative Finanzinstrumente 22 124.463 –84.960 39.503
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 22 4.290.438 –698.798 3.591.640
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 22 651.731 651.731
Gesamt 5.066.632 –783.759 4.282.874

29 Ergebnis aus Finanzinstrumenten

2013 2012
Ergebnis aus Finanzinstrumenten-at-fair-value-through-profit-or-loss 20.504 –4.399
Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale –46.432 14.951
Ergebnis aus Ausleihungen und Forderungen –132.136 –14.683
Ergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten –204.393 –167.314
Summe –362.458 –171.444

Ergebnis aus Finanzinstrumenten EUR 1.000

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten beinhaltet Dividendenerträge (exklusive at-equity bewertete Beteiligungen), Zinserträge und -aufwendungen, Fremdwährungsgewinne und -verluste, Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Finanzvermögen, Wertminderungen von und Zuschreibungen zu Finanzvermögen sowie ergebniswirksame Fair-Value-Anpassungen von Finanzinstrumenten-at-fair-value-through-profit-or-loss. Erträge bzw. Aufwendungen aus derivativen Instrumenten, die zur Absicherung operativer Risiken dienen und denen gegenläufige Aufwendungen bzw. Erträge in den Umsatzerlösen und Umsatzkosten gegenüberstehen, sind im Ergebnis aus Finanzinstrumenten nicht enthalten. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten-at-fair-value-through-profit-or-loss besteht ausschließlich aus dem Ergebnis aus Finanzinstrumenten-held-for-trading.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten kann in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR –14.537 (2012: TEUR –23.441) dem Betriebserfolg (EBIT) und in Höhe von TEUR –347.921 (2012: TEUR –148.003) dem Finanzerfolg zugeordnet werden.

Zusätzlich zu dem in der Tabelle angeführten Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale wurde ein Verlust von TEUR –2.085 (2012: Ertrag von TEUR 3.847) ergebnisneutral direkt im sonstigen Ergebnis verbucht.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale enthält eine Abschreibung an Vermögenswerten in Verbindung mit dem Nabucco West Projekt im Ausmaß von TEUR 58.181 (2012: TEUR 196 betrafen andere Wertminderungen).

Das Ergebnis aus Ausleihungen und Forderungen enthält Wertminderungen im Ausmaß von TEUR 120.863 (2012: TEUR 49.839). Dies ist im Wesentlichen auf die Abschreibung einer Ausleihung der BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH zurückzuführen, die auf zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert wurde. Dem gegenüber stehen Zuschreibungen zu Ausleihungen und Forderungen in Höhe von TEUR 31.057 (2012: TEUR 30.886).

Long Term Incentive (LTI) Pläne 2009-2013

Im Jahr 2009 wurden die Aktienoptionspläne durch einen LTI Plan für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte ersetzt. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien. Von 2010 bis 2013 wurden weitere Pläne mit vergleichbaren Bedingungen gewährt. Teilnehmer der Pläne 2009, 2010 und 2011 müssen bis zum Ende der Behaltefrist Aktien halten. Am Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. In 2011, 2012 und 2013 wurde die Teilnahme am Plan auch ausgewählten Mitarbeitern mit besonderem Entwicklungspotenzial (Potentials) gewährt. Vorstand und Führungskräfte sind als Teilnehmer der LTI Pläne 2012 und 2013 verpflichtet, ein angemessenes Ausmaß an Aktien an der Gesellschaft aufzubauen und bis zu ihrer Pensionierung oder ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten.

Für zukünftige erwartete Kosten des LTI Plans besteht zum Bilanzstichtag eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht. Erwartete Dividenden wurden ebenfalls entsprechend der Mittelfristplanung der Gesellschaft einbezogen. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über den Beobachtungszeitraum von drei Jahren verteilt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2013 belief sich auf TEUR 19.495 (2012: TEUR 15.446), die Nettodotierung im Berichtsjahr auf TEUR 4.049 (2012: Nettoauflösung TEUR 8.531).

30 Anteilsbasierte Vergütung

Bedingungen

Plan 2013 Plan 2012 Plan 2011 Plan 2010 Plan 2009
Planbeginn 01.01.2013 01.01.2012 01.01.2011 01.01.2010 01.01.2009
Ende Leistungszeitraum 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
Anspruchstag 31.03.2016 31.03.2015 31.03.2014 31.03.2013 31.03.2012
Ende der Behaltefrist 31.03.2016 31.03.2015 31.03.2014
Aktienerfordernis (Pläne 2012 und 2013)/Erforderliches Eigeninvestment (Pläne 2009 bis 2011)
Vorstandsvorsitzender 200% vom 200% vom 100% vom 100% vom 100% vom
Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund
gehalt gehalt gehalt gehalt gehalt
Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter 175% vom 175% vom 85% vom 85% vom 85% vom
Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund
gehalt gehalt gehalt gehalt gehalt
Vorstandsmitglieder 150% vom 150% vom 70% vom 70% vom 70% vom
Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund
gehalt gehalt gehalt gehalt gehalt
Leitende Führungskräfte EUR 15.000 EUR 15.000 EUR 15.000
oder 30.000 oder 30.000 oder 30.000
oder 60.000 oder 60.000 oder 60.000
75% vom 75% vom oder 90.000 oder 90.000 oder 90.000
Bruttogrund Bruttogrund oder 120.000 oder 120.000 oder 120.000
gehalt gehalt in Aktien in Aktien in Aktien
Potentials n.a. n.a. EUR 15.000
in Aktien
Eigeninvestment
Mitglieder des Vorstands
Auli 20.096 Aktien 20.096 Aktien 20.096 Aktien
Davies 46.070 Aktien 32.855 Aktien 25.614 Aktien 20.096 Aktien 20.096 Aktien
Floren 16.226 Aktien 7.500 Aktien
Huijskes 21.298 Aktien 12.136 Aktien 12.136 Aktien 12.136 Aktien
Langanger 20.096 Aktien 20.096 Aktien
Leitner 1) 27.406 Aktien 16.060 Aktien 12.993 Aktien
Roiss 60.173 Aktien 44.259 Aktien 34.932 Aktien 28.469 Aktien 28.469 Aktien
Ruttenstorfer 38.278 Aktien 38.278 Aktien
Vorstände gesamt 171.173 Aktien 112.810 Aktien 105.771 Aktien 139.171 Aktien 127.035 Aktien
Andere Führungskräfte gesamt 271.434 Aktien 278.497 Aktien 299.449 Aktien 240.390 Aktien 202.412 Aktien
Potentials 9.460 Aktien 2)
Eigeninvestment gesamt 442.607 Aktien 391.307 Aktien 414.680 Aktien 379.561 Aktien 329.447 Aktien
Erwartete Bonusaktien
zum 31. Dezember 2013 496.183 Aktien 501.049 Aktien 163.576 Aktien 356.905 Aktien
Maximale Bonusaktien
zum 31. Dezember 2013 827.034 Aktien 924.599 Aktien 582.225 Aktien 450.945 Aktien
Beizulegender Zeitwert des Plans (TEUR) 17.270 17.688 8.878

1) An den Plänen 2009 und 2010 nimmt Manfred Leitner als leitende Führungskraft mit 5.742 Aktien teil

2) Eigenanteil wird von OMV zur Verfügung gestellt

Matching Share Plan (MSP)

Der von der Hauptversammlung 2013 genehmigte Matching Share Plan für das Jahr 2013 ist ein integraler Teil der jährlichen Bonusvereinbarung und dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen Bonifikationen (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Bonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen Bonifikation durch den Vergütungsausschuss wird eine gleichwertige (netto nach Steuern) Bonifikation in Form von Aktien des Unternehmens gewährt werden, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind.

Vorstandsmitglieder können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits das vom LTIP 2012 und LTIP 2013 vorgesehene Aktienerfordernis erreicht haben. Per 31. Dezember 2013 wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 2.049 ausgewiesen (2012: TEUR 3.125).

Gesamtaufwand

2013 wurde ein Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 21.847 erfasst (2012: TEUR 9.349), davon TEUR 1.522 für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (2012: TEUR 4.788).

Aktienoptionspläne 2005-2008

Auf Basis der Beschlüsse der jeweiligen Hauptversammlungen wurden seitens der Gesellschaft für den Vorstand und für einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte des Konzerns beginnend mit dem Jahr 2000 langfristige, erfolgsorientierte Entlohnungspläne aufgelegt. Danach werden dem angeführten Personenkreis unter der Voraussetzung eines Eigeninvestments Optionsrechte für den begünstigten Erwerb von OMV Aktien (bzw. Geldgegenwert) eingeräumt, sofern ein Anstieg im Aktienkurs von zumindest 15% erzielt wird (Planhürde Aktienkurs).

In den folgenden Darstellungen wurde der am 11. Juli 2005 vorgenommene Aktiensplit im Verhältnis 1:10 sowohl bei der Stückanzahl als auch bei den Werten berücksichtigt.

Zum Zeitpunkt der Gewährung stellten sich die Pläne wie folgt dar:

Wesentliche Bedingungen

Plan 2008 Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005
Planbeginn 1.9.2008 1.9.2007 1.9.2006 1.9.2005
Planende 31.8.2015 31.8.2014 31.8.2013 31.8.2012
Sperrfrist 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre
Ausübungspreis Optionen EUR 47.550 EUR 47.850 EUR 45.190 EUR 34.700
Anzahl Optionen je Aktie Eigeninvestment 20 20 20 20
Voraussetzung für Planteilnahme
Eigeninvestment für Vorstände 1.136 Aktien 1) 1.230 Aktien 1) 1.242 Aktien 1) 2.390 Aktien 1)
Eigeninvestment andere Führungskräfte 379 Aktien 1) 410 Aktien 1) 414 Aktien 1) 800 Aktien 1)
Stückanzahl der eingeräumten Optionen
Mitglieder des Vorstands
Auli 2) 22.720 24.600 8.280
Davies 22.720 24.600 24.840 47.800
Langanger 3) 22.720 24.600 24.840 47.800
Leitner 4) 7.580 8.200 8.280 16.000
Roiss 22.720 24.600 24.840 47.800
Ruttenstorfer 5) 22.720 24.600 24.840 47.800
Vorstände gesamt 121.180 131.200 115.920 207.200
Andere Führungskräfte gesamt 420.700 432.560 351.940 516.000
Insgesamt eingeräumte Optionen 541.880 563.760 467.860 723.200
Planhürde: Aktienkurs in Höhe von EUR 54,680 EUR 55,030 EUR 51,970 EUR 39,910

1) Oder 25%, 50%, 75% davon

2) Mitglied des Vorstands vom 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2011

3) Mitglied des Vorstands bis 30. September 2010

4) Mitglied des Vorstands seit 1. April 2011 5) Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor bis 31. März 2011

Zum Bilanzstichtag waren die Pläne 2005 und 2006 vollständig ausgeübt oder retourniert, und die Pläne 2007 und 2008 teilweise retourniert. Zum 31. Dezember 2012 war der Plan 2005 vollständig ausgeübt oder retourniert und die Pläne 2006, 2007 und 2008 teilweise retourniert.

Für die Aktienoptionspläne gelten weiters folgende Voraussetzungen und Bedingungen:

    1. Voraussetzung für die Teilnahme an den Aktienoptionsplänen ist ein Eigeninvestment, welches die Planteilnehmer am Planbeginn und während des ganzen Zeitraums bis zur Einlösung halten müssen.
    1. Die Aktienanzahl für das Eigeninvestment ergibt sich für alle Pläne aus dem genehmigten maximalen Eigeninvestment im Verhältnis zum mittleren Kurswert der Aktie des Monats Mai des Jahres der Ausgabe. Es ist auch eine Ausübung von 25%, 50% bzw. 75% des maximalen Volumens möglich.
    1. Bei einem Verkauf von Aktien aus dem Eigeninvestment geht das Optionsrecht verloren. Die Optionen sind nicht übertragbar und verfallen bei Nichtausübung.
    1. Der Ausübungspreis ergibt sich aus dem mittleren Kurswert für den Zeitraum 20. Mai bis 20. August.
    1. Für die Pläne 2005-2008 sind die Ausübungsfenster jene Perioden, in denen die Ausübung nach den folgenden Grundsätzen nicht verboten ist. Die Ausübung ist verboten:
  • wenn der Ausübende über Insiderinformationen verfügt;
  • während der Sperrfristen nach der Emittenten-Compliance-Verordnung (sechs Wochen vor geplanter Veröffentlichung des Jahresberichts, drei Wochen vor Veröffentlichung des Quartalsberichts, jede vom Compliance-Verantwortlichen in Einzelfällen festgesetzte Sperrfrist);
  • wenn der Vorstand die Ausübung auf die Dauer eines jeweils konkret vom Vorstand festgelegten Zeitraums untersagt.
    1. Das Eigeninvestment muss bei Ausübung nachgewiesen werden. Die Optionen können durch Kauf von Aktien oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis in Geldform oder in Form von Aktien ausgeübt werden, wenn der Kurswert der OMV Aktie zum Ausübungszeitpunkt um zumindest 15% über dem Ausübungspreis liegt.

Zusammenfassend entwickelten sich die Aktienoptionspläne in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 wie folgt:

Aktienoptionspläne

Anzahl Optionen 2013
Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis
in EUR
Anzahl Optionen 2012
Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis
in EUR
Ausstehende Optionen per 1. Jänner 1.486.280 46.962 1.885.740 44.519
Ausgeübte Optionen
Retournierte Optionen –436.800 45.190 –399.460 35.431
Ausstehende Optionen per 31. Dezember 1.049.480 47.699 1.486.280 46.962
Per Jahresende ausübbar 1)

1) Die Optionen für die Pläne 2007 und 2008 wären per 31. Dezember 2013 ausübbar gewesen, wenn der Aktienkurs die jeweilige Planhürde überschritten hätte. Die Optionen für die Pläne 2006, 2007 und 2008 wären am 31. Dezember 2012 ausübbar gewesen, vorausgesetzt der Aktienkurs hätte die jeweilige Planhürde überschritten

In 2013 verfielen 436.800 Optionen aus dem Plan 2006. In Anbetracht der Planhürde betrug der innere Wert der am 31. Dezember 2013 ausübbaren Optionen EUR Null, da der Aktienkurs am 31. Dezember 2013 unter den Planhürden der Pläne 2007 und 2008 lag.

In 2012 verfielen 375.400 Optionen aus dem Plan 2005 und 24.060 Optionen aus den Plänen 2006, 2007 und 2008 wurden retourniert. In Anbetracht der Planhürde betrug der innere Wert der am 31. Dezember 2012 ausübbaren Optionen EUR Null, da der Aktienkurs am 31. Dezember 2012 unter den Planhürden der Pläne 2006, 2007 und 2008 lag.

2013 und 2012 wurden von den Planteilnehmern keine Optionen ausgeübt.

Per 31. Dezember 2013 stellen sich die in Umlauf befindlichen Optionen der einzelnen Pläne wie folgt dar:

In Umlauf befindliche Optionen

Ausübungs
preis in EUR
Anzahl
ausstehender
Restlaufzeit Per
Jahresende
Plan Optionen ausübbar 1)
2007 47,85 522.760 0,7
2008 47,55 526.720 1,7
Summe 1.049.480

1) Die Optionen für die Pläne 2007 und 2008 wären am Jahresende ausübbar gewesen, wenn der Aktienkurs die jeweilige Planhürde überschritten hätte

Die Bewertung der Optionen erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die erwartete durchschnittliche Volatilität wurde aufgrund der Volatilität der vergangenen fünf Jahre ermittelt. Die Möglichkeit einer vorzeitigen Ausübung wurde bei der Festsetzung des risikofreien Zinssatzes berücksichtigt, der basierend auf Marktwerten zum Bilanzstichtag ermittelt wurde.

Der Marktwert per 31. Dezember 2013 bezieht sich auf die noch ausstehenden Optionen, während sich der Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung auf die gesamten begebenen Optionen bezieht. Unter der Annahme, dass die Bedingungen während der Ausübungsfrist erfüllt werden, ergeben sich nachfolgende Marktwerte der Aktienoptionspläne:

Bewertung per 31. Dezember 2013

Plan 2008 Plan 2007
Marktwert Aktienoptionsplan in EUR 1.000 718 191
Berechnungsparameter
Marktpreis der Aktie in EUR 34,79 34,79
Risikofreier Zinssatz 0,31% 0,12%
Laufzeit Optionen (inkl. Sperrfrist) 1,7 Jahre 0,7 Jahre
Durchschnittliche Dividendenrendite 3,94% 3,45%
Volatilität Aktienkurs 30% 30%

Ausgehend von den Tageswerten der zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeübten Optionsrechte wird für künftige Ausübungen mittels einer Rückstellung vorgesorgt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2013 belief sich auf TEUR 909 (2012: TEUR 936), die Nettoauflösung im Berichtsjahr auf TEUR 27 (2012: TEUR 752).

Segmentberichterstattung Segmentberichterstattung

Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns sind zum Zweck der Unternehmenssteuerung in die drei operativen Geschäftsbereiche Exploration und Produktion (E&P), Gas und Power (G&P) und Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M), sowie in das Segment Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) gegliedert. Jeder Bereich stellt eine strategische Einheit dar und bietet unterschiedliche Produkte auf verschiedenen Märkten an. Die Führung der Geschäftsbereiche erfolgt eigenständig. Strategische Entscheidungen bezüglich der Geschäftstätigkeit werden vom OMV Vorstand getroffen. Mit Ausnahme des Kb&S, entsprechen die berichtspflichtigen Segmente der OMV den operativen Geschäftssegmenten.

Die E&P-Aktivitäten bestehen aus der Suche, dem Finden und der Förderung von Erdöl und Erdgas und konzentrieren sich auf die zwei Kernländer Rumänien und Österreich sowie das internationale Portfolio (Nordwesteuropa, Afrika und Australasien Region, Mittlerer Osten und die Kaspische Region). Das geförderte Erdöl und Erdgas wird überwiegend konzernintern vermarktet.

Die Aktivitäten des G&P-Bereichs sind der Transit von Erdgas durch bzw. der Transport in Österreich, sowie die Speicherung, Vermarktung und der Handel von Erdgas. OMV ist der einzige Betreiber von Erdgasfernleitungen durch Österreich. Mit dem Geschäftsfeld Power wird die Gaswertschöpfungskette in Richtung Gaskraftwerke verlängert.

Der Geschäftsbereich R&M betreibt die Raffinerien Schwechat (Österreich), Burghausen (Deutschland) und Petrobrazi (Rumänien) und hält einen 45%-Anteil am Raffinerieverbund Bayernoil (Deutschland), für diesen wurde eine Vereinbarung zum Verkauf unterzeichnet. In diesen Raffinerien werden Erdöl und Erdgas zu Mineralölprodukten verarbeitet, die an Unternehmen und Privatpersonen verkauft werden. Der Vertrieb erfolgt unter anderem über ein eigenbetriebenes Tankstellennetz in Mittel- und Südosteuropa und über das türkische Tankstellennetz.

Die Konzernführung, Finanzierungs- und Versicherungsaktivitäten sowie gewisse Servicefunktionen sind im Geschäftsbereich Kb&S zusammengefasst.

Die zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße ist der Betriebserfolg (EBIT) entsprechend IFRS. In die Bewertung des Vermögens fließen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ein. Für die regionale Aufteilung externer Umsätze wird der Ort der Liefer- oder Leistungserfüllung herangezogen. Die im Konzernanhang erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze stimmen mit jenen der operativen Segmente überein. Innenumsätze und Kostenzuordnungen des Mutterunternehmens wurden nach internen Grundsätzen von OMV ermittelt. Der Vorstand ist der Meinung, dass die Verrechnungspreise für Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten den Marktpreisen entsprechen. Geschäftsfälle, die den operativen Bereichen nicht zuordenbar sind, werden mit der Ergebnisauswirkung in Kb&S ausgewiesen.

31 Geschäftsaktivitäten und Hauptmärkte

32 Segmentberichterstattung

Segmentberichterstattung EUR Mio

E&P
2013
Segmentumsätze 1)
5.378,48
Segmentumsätze mit
anderen Segmenten
–4.335,75
Segmentumsätze
mit Dritten
1.042,73
G&P R&M Kb&S Gesamt Konso
lidierung
Konzern
abschluss
12.235,92 29.384,45 400,36 47.399,22 –4.984,52 42.414,70
–200,56 –53,91 –394,30 –4.984,52 4.984,52
12.035,36 29.330,55 6,06 42.414,70 42.414,70
Segmentvermögen 2)
12.831,03
2.089,76 5.486,21 240,67 20.647,67 20.647,67
Investitionen SAV/IV
5.521,70
150,89 494,45 31,57 6.198,62 6.198,62
Planmäßige
Abschreibungen
944,85
103,10 515,69 41,05 1.604,69 1.604,69
Wertminderungen
429,00
120,57 27,00 0,07 576,63 576,63
2012
Segmentumsätze 1)
6.074,71
11.882,93 29.608,19 393,68 47.959,50 –5.310,27 42.649,23
Segmentumsätze mit
anderen Segmenten
–4.687,39
–176,34 –57,50 –389,04 –5.310,27 5.310,27
Segmentumsätze
mit Dritten
1.387,32
11.706,59 29.550,68 4,63 42.649,23 42.649,23
Segmentvermögen 2)
9.188,36
2.348,81 6.053,77 235,74 17.826,68 17.826,68
Investitionen SAV/IV
1.898,89
403,84 441,43 41,16 2.785,32 2.785,32
Planmäßige
Abschreibungen
967,19
Wertminderungen
348,96
66,25 531,96 40,24 1.605,63 1.605,63

1) Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten

2) Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV)

Segment- und Konzernergebnis EUR Mio
2013 2012
EBIT E&P 1) 1.989,58 2.743,32
EBIT G&P 0,57 42,53
EBIT R&M 772,46 416,82
EBIT Kb&S –52,91 –65,55
EBIT Segment Summe 2.709,71 3.137,11
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 6,89 –33,39
OMV Konzern EBIT 2.716,60 3.103,72
Finanzerfolg –426,60 –246,23
OMV Konzern Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.290,00 2.857,49

1) Exklusive Zwischengewinneliminierung

Informationen über geografische Bereiche EUR Mio
Österreich Deutschland Rumänien Türkei Übriges
MOE 2)
Übriges
Europa
Übrige
Welt 3)
Gesamt
2013
Umsätze mit Dritten 14.731,81 7.442,65 4.171,83 6.699,06 4.024,69 2.706,28 2.638,38 42.414,70
Zugeordnetes
Vermögen 1)
2.985,30 980,51 6.567,40 3.221,75 531,40 3.984,63 1.882,46 20.153,46
Nicht zugeordnetes
Vermögen
494,22
Segmentvermögen 20.647,67
2012
Umsätze mit Dritten 15.977,65 6.983,20 4.666,97 5.491,38 4.161,08 2.081,71 3.287,23 42.649,23
Zugeordnetes
Vermögen 1)
2.997,37 1.062,47 6.134,88 3.071,21 594,73 855,53 2.587,97 17.304,15
Nicht zugeordnetes
Vermögen
522,53
Segmentvermögen 17.826,68

1) Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV) 2) Übriges Mittel- und Osteuropa (MOE)

3) Übrige Welt: Im Wesentlichen Australien, Jemen, Kasachstan, Libyen, Neuseeland, Pakistan, Tunesien und der Region Kurdistan im Irak

EUR 494,22 Mio (2012: EUR 522,53 Mio), der aus den Akquisitionen von Petrol Ofisi und den tunesischen Tochtergesellschaften stammenden Geschäfts- und Firmenwerte wurden keinem geografischen Bereich, sondern zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die in mehreren geografischen Bereichen tätig sind.

Sonstige Angaben Sonstige Angaben

33 Durchschnitt Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer 1)
liche Anzahl 2013 2012
Arbeitnehmer OMV Konzern ohne Petrom Gruppe 6.951 6.892
Petrom Gruppe 20.393 22.255
Gesamtkonzern 27.344 29.147
1) Berechnet als Durchschnitt der Monatsendstände an Arbeitnehmern während des Jahres
34 Aufwendungen
Konzernabschluss
prüfer
Die Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks im
Sinne des § 271b UGB), setzen sich wie folgt zusammen:
Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks) EUR 1.000
2013 2012
Konzern- und Jahresabschlussprüfung 2.665 2.202
Sonstige Bestätigungsleistungen 898 655
Steuerberatungsleistungen 27 34
Sonstige Beratungsleistungen 871 176
Gesamt 4.462 3.066
35 Related Parties sellschaft m.b.H., erfasst: Für die Konzern- und Jahresabschlussprüfung TEUR 804 (2012: TEUR 703), für sonstige
Bestätigungsleistungen TEUR 716 (2012: TEUR 583), für Steuerberatungsleistungen TEUR 18 (2012: TEUR 10) und
für sonstige Beratungsleistungen TEUR 63 (2012: TEUR 126).
Gemäß IAS 24 muss OMV Beziehungen zu nahe stehenden Personen sowie nahestehenden, nicht konsolidierten
Unternehmen (Related Parties) offen legen. Unternehmen und Personen gelten als nahestehend, wenn ein Beherr
schungsverhältnis oder maßgeblicher Einfluss vorliegt. Die Österreichische Industrieholding AG, Wien, hält einen
Anteil von 31,5% und die International Petroleum Investment Company, Abu Dhabi, einen Anteil von 24,9% an der
OMV Aktiengesellschaft; beide Gesellschaften sind Related Parties im Sinne des IAS 24.
In 2013 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem OMV
Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen:
Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen EUR 1.000
2013 2012
Umsätze Forderungen Umsätze Forderungen
Borealis AG 1.730.823 19.471 1.754.959 2.910
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co 223.125 17.175 324.947 27.061
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 45.978 1.911 59.153 28
BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH 907 149 3.787 633
Sonstige 3 2

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH in Höhe von TEUR 61.404 (2012: TEUR 52.885). Diese wurden unter zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Gesamt 2.000.833 38.709 2.142.846 30.634

Zum Bilanzstichtag bestanden Ausleihungen gegenüber Pearl Petroleum Company Limited in Höhe von TEUR 17.232 (2012: EUR 36.263) und gegenüber Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. in Höhe von TEUR 0 (2012: TEUR 6.800).

Die Ausleihungen gegenüber der BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH waren zum Bilanzstichtag TEUR 189.900 TEUR. Nach der Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte wurde eine Wertminderung erfasst, um den Buchwert der in der Veräußerungsgruppe enthaltenen Vermögenswerte auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu verringern. Von der gesamten Wertminderung (siehe Anhangangabe 19 für Details) wurden TEUR 79.990 der Verbindlichkeit zugeordnet, die somit einen Buchwert von TEUR 109.910 (2012: TEUR 212.400) hatte.

Die Vorstandsbezüge der OMV Aktiengesellschaft verteilen sich wie folgt:

Vorstandsbezüge EUR 1.000
2013 Davies Floren Huijskes Leitner Roiss Gesamt
Fixe Bezüge für 2013 744 600 631 500 800 3.275
Variable Bezüge 1) 690 517 493 788 2.488
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz
10 4 9 8 9 40
Summe (exkl. Pensionskassenbeiträge,
Urlaubsabfindungen und Bezüge
anlässlich der Beendigung des
Dienstverhältnisses)
1.443 604 1.157 1.001 1.597 5.802
Anzahl der Aktien aus dem
Matching Share Plan 2)
24.433 3) 17.452 18.324 17.452 27.923 3) 105.584
Anzahl der ausgeübten Aktien aus
dem LTI Plan 2010
17.472 3) 14.560 3) 5.240 25.484 3) 62.756

1) Die variablen Bezüge betreffen Zahlungen für die Zielerreichung 2012, Barauszahlung für Hans-Peter Floren erfolgte bereits in 2012 2) Teil der variablen Bezüge des Vorstands. Erstmalig in 2013 ausbezahlt

3) (Teilweise) in bar ausgezahlt

Vorstandsbezüge EUR 1.000
2012 Davies Floren Huijskes Leitner Roiss Gesamt
Fixe Bezüge für 2012 744 500 529 500 800 3.072
Variable Bezüge 1) 784 625 406 436 1.051 3.302
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz
10 7 8 8 8 41
Summe (exkl. Pensionskassenbeiträge,
Urlaubsabfindungen und Bezüge
anlässlich der Beendigung des
Dienstverhältnisses) 1.538 1.132 943 944 1.859 6.415
Anzahl der ausgeübten Aktien aus
dem LTI Plan 2009
27.362 9.044 39.906 76.312

1) Die variablen Bezüge betreffen Zahlungen für 2011 mit Ausnahme von TEUR 625, welche eine Vorauszahlung für 2012 betreffen

Die gesamten Vorstandsbezüge inklusive Pensionskassenbeiträge, Urlaubsabfindungen und Bezüge anlässlich der Beendigung des Dienstverhältnisses betrugen in 2013 TEUR 10.955 (2012: TEUR 7.715).

Anhangangabe 21 enthält Details zu den Pensionskassenbeiträgen.

Die Vorstandsmitglieder und die Mitglieder des Aufsichtsrats sind auch im Rahmen der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. Auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter sind Begünstigte dieser Versicherungen, und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands sowie ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 3.639 (2012: TEUR 5.035).

Die Gesamtaufwendungen (exklusive Aktienoptionspläne) für 52 Executives (ohne Vorstandsmitglieder; 2012: 52) betrugen TEUR 27.559 (2012: TEUR 28.712). Davon entfallen auf kurzfristige Leistungen wie Gehälter, abgegrenzte Verbindlichkeiten für nicht konsumierte Urlaube und Prämien TEUR 19.305 (2012: TEUR 18.663) und TEUR 1.448 (2012: TEUR 1.525) auf Aufwendungen für die Altersvorsorge. Für Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Dienstverhältnissen fiel ein Aufwand in Höhe von TEUR 1.750 (2012: TEUR 1.717) an; die sonstigen langfristigen Vergütungen beliefen sich auf TEUR 57 (2012: TEUR 196).

Anhangangabe 30 enthält Details zu den LTI Plänen und Aktienoptionsplänen.

An Aufsichtsratsvergütungen wurden in 2013 TEUR 394 aufgewendet (2012: TEUR 394).

36 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Matuku-1 Explorationsbohrung in Neuseeland ist Ende Jänner 2014 finalisiert worden. Die endgültigen Ergebnisse haben das Vorkommen von kommerziellen Mengen von Kohlenwasserstoffen nicht bestätigt. Somit wird dies zu einer Abschreibung von ca. EUR 40 Mio in Q1/14 führen.

Am 28. Februar 2014 wurde das Abgabenänderungsgesetz 2014, das zahlreiche Änderungen im österreichischen Steuerrecht brachte, veröffentlicht. Viele dieser Änderungen sind bereits mit 1. März 2014 wirksam geworden. Die größte Bedeutung für OMV hat eine Änderung des Körperschaftsteuergesetzes, nach der unter bestimmten Umständen Verluste aus ausländischen Betriebsstätten nachzuversteuern sind, was in den Jahren 2016 bis 2018 zu einer Erhöhung der Steuerbasis führen würde. Da die betroffenen Verluste auch nach bisher geltender Rechtslage nachversteuert werden hätten müssen, sobald die ausländischen Aktivitäten einen Gewinn erzielen und die lokalen Verlustvorträge genützt werden können, führt eine vorgezogene Nachversteuerung lediglich zu unwesentlichen Zinseffekten.

Obergesell
schaft
Konso
lidierungs
art 1)
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
am 31.
Dezember
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
am 31.
Dezember
2013 2012
Exploration und Produktion
KOM MUNAI LLP, Aktau
OMV Abu Dhabi E&P GmbH, Wien
PETROM
OMVEP
VK
VK
95,00
100,00
95,00
100,00
OMV Anaguid Ltd., Grand Cayman OTNPRO VK 100,00 100,00
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Perth (OAUST) OMV AG VK 100,00 100,00
OMV Austria Exploration & Production GmbH, Wien (OEPA) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Bina Bawi GmbH, Wien PETEX VK 100,00 100,00
OMV Block 70 Upstream GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Dorra Limited, Road Town OTNPRO VK 100,00 100,00
OMV East Abu Dhabi Exploration GmbH, Wien
OMV (EGYPT) Exploration GmbH, Wien 4)
OMVEP V0 100,00 100,00
OMVEP V0 100,00 100,00
OMV Exploration & Production GmbH, Wien (OMVEP) OMV AG VK 100,00 100,00
OMV (Namibia) Exploration GmbH, Wien OMVEP V0 100,00
OMV EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (FAROE ISLANDS) Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (IRAN) onshore Exploration GmbH, Wien
OMV (IRELAND) Exploration GmbH, Wien 4)
OMVEP VK 100,00 100,00
OMVEP V0 100,00 100,00
OMV Jardan Block 3 Upstream GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Maurice Energy GmbH, Wien (MAURI) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Maurice Energy Limited, Port Louis
OMV Myrre block 86 Upstream GmbH, Wien 4)
MAURI VK 100,00 100,00
OMVEP VK 100,00 100,00
OMV New Zealand Limited, Wellington (NZEA) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (NORGE) AS, Stavanger OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Oystercatcher Exploration GmbH, Wien OMVEP V0 100,00
OMV OF LIBYA LIMITED, Douglas OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Offshore Bulgaria GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Offshore Morondava GmbH, Wien 4) 5) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Offshore Silistar Bulgaria GmbH, Wien OMVEP V0 100,00 100,00
OMV Oil and Gas Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Oil Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Oil Production GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (PAKISTAN) Exploration Gesellschaft m.b.H., Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Petroleum Exploration GmbH, Wien (PETEX) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Proterra GmbH, Wien OEPA V0 100,00 100,00
OMV Rovi GmbH, Wien PETEX VK 100,00 100,00
OMV Sarta GmbH, Wien PETEX VK 100,00 100,00
OMV South Tunisia Ltd., Grand Cayman OTNPRO VK 100,00 100,00
OMV Southeast Caspian Upstream GmbH, Wien OMVEP V0 100,00 100,00
OMV Tellal Hydrocarbons GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (Tunesien) Production GmbH, Wien (OTNPRO) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (TUNESIEN) Sidi Mansour GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (U.K.) Limited, London OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Upstream International GmbH, Wien (OUPI) OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (YEMEN) Al Mabar Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00

37 Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft

Obergesell
schaft
Konso
lidierungs
art 1)
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
am 31.
Dezember
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
am 31.
Dezember
2013 2012
OMV (Yemen Block S 2) Exploration GmbH, Wien OMVEP VK 100,00 100,00
OMV (YEMEN) South Sanau Exploration GmbH, Wien OMVEP V0 100,00 100,00
OMV Barrow Pty Ltd, Perth OAUST V0 100,00 100,00
OMV Beagle Pty Ltd, Perth OAUST V0 100,00 100,00
OMV Petroleum Pty Ltd, Perth NZEA V0 100,00 100,00
Tasbulat Oil Corporation BVI, Saint Helier PETROM V0 100,00 100,00
Pearl Petroleum Company Limited, Road Town OUPI AE 10,00 10,00
PEI Venezuela Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Burghausen OMVEP VK 100,00 100,00
Petroleum Infrastructure Limited, Wellington NZEA VK 100,00 100,00
PETROM EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas PETROM VK 50,00 50,00
Preussag Energie International GmbH, Burghausen OMVEP VK 100,00 100,00
OMV Petrom Ukraine E&P GmbH, Wien PETROM VK 100,00
OMV Petrom Ukraine Finance Services GmbH, Wien PETROM VK 100,00
Société de Recherches et d'Exploitation des Pétroles en Tunisie,
Tunis
OTNPRO S0 50,00 50,00
TASBULAT OIL CORPORATION LLP, Aktau PETROM VK 100,00 100,00
Thyna Petroleum Services S.A., Sfax OTNPRO S0 50,00 50,00
Gas und Power
ADRIA LNG d.o.o., Zagreb OGI S0 32,47 32,47
AGCS Gas Clearing and Settlement AG, Wien OGG S0 23,13 23,13
AGGM Austrian Gas Grid Management AG, Wien OGG VK 51,00 100,00
Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H., Wien OGG
OMV
VK 51,00
49,00
51,00
OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş., Istanbul
(BORASC) 3)
OPI VK 100,00 100,00
Caspian Energy Company Limited, London OGI S0 50,00 50,00
Central European Gas Hub AG, Wien OGI VK 65,00 65,00
CONGAZ SA, Constanţa PETROM AE 28,59 28,59
EconGas Deutschland GmbH, Regensburg ECOGAS VK 100,00 100,00
EconGas GmbH, Wien (ECOGAS) OGI VK 50,00 50,00
EGBV 14,25 14,25
EconGas d.o.o. za opskrbu plinom, Zagreb ECOGAS VK 100,00 100,00
EconGas Hungária Földgázkereskedelmi Kft., Budapest ECOGAS VK 100,00 100,00
EconGas Italia S.r.l, Mailand ECOGAS VK 100,00 100,00
EGBV Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien (EGBV) OGI VK 100,00 65,00
Enerco Enerji Sanayi Ve Ticaret A.Ş., Istanbul OGI AE 40,00 40,00
Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG, Bonn OGSG AE 39,99 39,99
Nabucco Doğal Gaz Boru Hatt Inşaat ve İşletmeciliği Limited Şirketi, NABUC S0 98,00 98,00
Ankara OGI 0,50 0,50
NABUCCO Gas Pipeline International GmbH, Wien (NABUC) OGI S0 35,86 20,00
OMV Gas Germany GmbH, Düsseldorf OGG VK 100,00 100,00
GAS CONNECT AUSTRIA GmbH, Wien (OGG) 3) OGI VK 100,00 100,00
OMV Gas & Power GmbH, Wien (OGI) OMV AG VK 100,00 100,00
OMV Gas Storage Germany GmbH, Köln (OGSG) OGI VK 100,00 100,00
Obergesell
schaft
Konso
lidierungs
art 1)
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
am 31.
Dezember
2013
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
am 31.
Dezember
2012
OMV Gas Storage GmbH, Wien OGI VK 100,00 100,00
OMV Gaz Depolama A.Ş., Istanbul GPTHOL VK 99,60 99,60
OMV 0,10
OGI 0,10
SNO 0,10
OTHOLD 0,10
OMV Gaz Ve Enerji Holding Anonim Şirketi, Istanbul (GPTHOL) 3) OTHOLD VK 99,99 99,99
OMV Enerji Ticaret Limited Şirketi, Istanbul (GASTR) 6) OTHOLD VK 57,56
(GPTRAD) 99,90
GPTHOL
(OGI)
42,44 0,10
OMV Kraftwerk Haiming GmbH, Haiming OPI VK 100,00 100,00
OMV Power International GmbH, Wien (OPI) OGI VK 100,00 100,00
OMV Trading GmbH, Wien (GPTRAD) OGI VK 100,00 100,00
OMV PETROM GAS SRL, Bukarest PETROM VK 99,99 99,99
Petrol Ofisi Gaz İletim A.Ş., Istanbul (POGI) 6) GPHOL VK 100,00
(POAS) 99,75
(OGI) 0,10
(OTHOLD) 0,05
(OCTS) 0,05
(ERK) 0,05
SOLAR JIU SRL, Bukarest PETROM V0 99,99
OMV Petrom Wind Power SRL, Bukarest
South Stream Austria GmbH, Vienna
PETROM
OGI
VK
S0
99,99
50,00
99,99
50,00
Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC, Abu Dhabi OMVRM S0 25,00 25,00
Adria-Wien Pipeline GmbH, Klagenfurt OMVRM VK 76,00 76,00
Aircraft Refuelling Company GmbH, Wien OMVRM S0 33,33 33,33
Autobahn – Betriebe Gesellschaft m.b.H., Wien OMVRM S0
AE 2)
47,19 47,19
BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH, Vohburg
Borealis AG, Wien
OMVD
OMVRM
AE 45,00
32,67
45,00
32,67
OMV AG 3,33 3,33
BRAZI OIL & ANGHELESCU PROD COM SRL, Brazi PETROM S0 37,70 37,70
BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH, Wien OMVRM S0 26,00 26,00
BTF Industriepark Schwechat GmbH, Wien OMVRM S0 50,00 50,00
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH, München OMVD AE 25,00 25,00
DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft., Budapest OHUN S0 48,28 48,28
EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG, München OMVD AE 20,66 20,66
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach OMVRM AE 1) 55,60 55,60
Erk Petrol Yatrmlar A.Ş., Istanbul (ERK) POAS VK 99,96 99,96
OTHOLD 0,01 0,01
OCTS 0,01 0,01
OGI 0,01 0,01
OMVEP 0,01 0,01
Obergesell
schaft
Konso
lidierungs
art 1)
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
am 31.
Dezember
2013
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
am 31.
Dezember
2012
FONTEGAS PECO MEHEDINTI SA, Simian PETROM S0 37,40 37,40
FRANCIZA PETROM 2001 SA, Piteşti PETROM S0 40,00 40,00
GENOL Gesellschaft m.b.H., Wien OMVRM S0 29,00 29,00
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co, Wien OMVRM AE 29,00 29,00
Heating Innovations Austria GmbH, Wien OMVRM V0 100,00 100,00
ICS PETROM MOLDOVA SA, Chisinau PETROM VK 100,00 100,00
Marmara Depoculuk Hizmetleri Sanayi ve Ticaret Anonim Şirketi,
Istanbul
POAS
OTHOLD
VK 89,97
0,01
89,97
0,01
PORAF
ERK
0,01
0,01
0,01
0,01
OMV BULGARIA OOD, Sofia PETROM
OMVRM
VK 99,90
0,10
99,90
0,10
OMV Česká republika, s.r.o., Prag VIVTS VK 100,00 100,00
OMV Deutschland GmbH, Burghausen (OMVD) OMVRM
OMV AG
VK 90,00
10,00
90,00
10,00
OMV Hungária Ásványolaj Korlátolt Felelösségü Társaság,
Budapest (OHUN)
VIVTS VK 100,00 100,00
OMV – International Services Ges.m.b.H., Wien OMVRM VK 100,00 100,00
OMV Refining & Marketing GmbH, Wien (OMVRM) OMV AG VK 100,00 100,00
OMV PETROM MARKETING SRL, Bukarest (ROMAN) PETROM VK 100,00 100,00
OMV SLOVENIJA trgovina z nafto in naftnimi derivati, d.o.o., Koper VIVTS VK 92,25 92,25
OMV Slovensko s.r.o., Bratislava VIVTS VK 100,00 100,00
OMV SRBIJA d.o.o., Belgrad PETROM VK 99,96 99,90
OMVRM 0,04 0,10
OMV Supply & Trading AG, Zug (OSUP) OMVRM VK 100,00 100,00
OMV Supply & Trading Singapore PTE LTD., Singapur OSUP VK 100,00 100,00
OMV TRADING SERVICES LIMITED, London OSUP V0 100,00 100,00
OMV-VIVA Kereskedelmi és Szolgáltatató Korlátolt Felelösségü
Társaság, Budapest
OHUN V0 96,67 96,67
PETROCHEMICALS ARGES SRL, Piteşti PETROM V0 95,00 95,00
OMV Petrol Ofisi A.Ş., Istanbul (POAS) OTHOLD
OMV AG
VK 55,40
41,58
55,40
41,58
Petrol Ofisi Havacilik Operasyonlari A.Ş., Istanbul (PORAF) 3) POAS VK 100,00 100,00
PETROM NADLAC SRL, Nadlac PETROM V0 98,51 98,51
PO Georgia LLC, Tiflis POAS V0 100,00 100,00
Routex B.V., Amsterdam OMVRM S0 20,00 20,00
SIOT Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A., Triest OMVRM AE 25,00 25,00
SuperShop Marketing GmbH, Budapest OHUN S0 50,00 50,00
TGN Tankdienst-Gesellschaft Nürnberg GbR, Nürnberg OMVD S0 33,33 33,33
Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H.,
Matrei in Osttirol
OMVRM AE 25,00 25,00
TRANS GAS LPG SERVICES SRL, Bukarest PETROM V0 80,00 80,00
Çankaya Bel-Pet Limited Sirketi, Ankara POAS S0 49,00 49,00
PETROM AVIATION SA, Otopeni PETROM VK 99,99 99,99
OMVRM 0,01 0,01
Obergesell
schaft
Konso
lidierungs
art 1)
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
am 31.
Dezember
2013
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
am 31.
Dezember
2012
Salzburg Fuelling GmbH, Salzburg OMVRM S0 33,33 33,33
VIVA International Marketing- und Handels-GmbH, Wien (VIVTS) OMVRM VK 100,00 100,00
Konzernbereich und Sonstiges
Amical Insurance Limited, Douglas (AMIC) OMV AG VK 100,00 100,00
ASOCIATIA ROMANA PENTRU RELATIA CU INVESTITORII, Bukarest PETROM S0 20,00 20,00
Diramic Insurance Limited, Gibraltar AMIC VK 100,00 100,00
Kompetenz- und Informationszentrum für Humanvermögen und
interdisziplinäre Arbeits- und Unternehmensforschung GmbH,
Klosterneuburg
SNO S0 24,44 24,44
OMV Clearing und Treasury GmbH, Wien (OCTS) SNO VK 100,00 100,00
OMV International Oil & Gas GmbH, Zug OMV AG VK 100,00
OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi, Istanbul (OTHOLD) 3) OMV AG VK 100,00 100,00
OMV FINANCE LIMITED, Douglas OMV AG VK 100,00 100,00
OMV Finance Services GmbH, Wien SNO VK 100,00 100,00
OMV Finance Services NOK GmbH, Wien 5) SNO VK 100,00 100,00
OMV Finance Solutions USD GmbH, Wien SNO VK 100,00
OMV Insurance Broker GmbH, Wien OMV AG V0 100,00 100,00
OMV Solutions GmbH, Wien (SNO) OMV AG VK 100,00 100,00
PETROMED SOLUTIONS SRL, Bukarest PETROM VK 99,99 99,99
students4excellence GmbH, Wien OMV AG S0 20,00 20,00
VA OMV Personalholding GmbH, Linz SNO S0 50,00 50,00
Petrom
OMV PETROM SA, Bukarest (PETROM) 2) OMV AG VK 51,01 51,01

1) Konsolidierungsart:

VK Verbundene einbezogene Unternehmen

AE At-Equity bewertete Unternehmen

AE 1) Trotz Anteilsmehrheit keine Einbeziehung, da ein Beherrschungsverhältnis nicht vorliegt

AE 2) Bislang at-equity bewertet, nun als zur Veräußerung gehaltenes Vermögen bilanziert

V0 Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen; Firmenmäntel und Vertriebsorganisationen, die einzeln und gesamt betrachtet für die Aussagekraft des

Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung sind

S0 Sonstige zu Anschaffungskosten bewertete, nicht konsolidierte Beteiligungen; assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist 2) In der Segmentberichterstattung wird OMV Petrom SA den jeweiligen Segmenten zugeordnet

3) Einzelne Aktien werden von anderen Konzerngesellschaften gehalten (in Summe unter 0,01%)

4) Konsolidierungsart wurde geändert im Vergleich zu 2012 5) Gesellschaftsbezeichnung wurde geändert im Vergleich zu 2012

6) Obergesellschaft wurde geändert im Vergleich zu 2012

Bei den nicht in den Vollkonsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen handelt es sich ausschließlich um Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen sowie um Vertriebsgesellschaften, wobei deren Umsatzvolumina, Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und deren Eigenkapital insgesamt unter 1% der Konzernwerte liegen.

Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft) Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)

Ergänzende Informationen zu Ölund Gasreserven (ungeprüft) Die folgenden Tabellen stellen eine Zusatzinformation hinsichtlich der Öl- und Gasaktivitäten des Konzerns dar. Da dieser Themenbereich unter IFRS nicht detailliert geregelt ist, hat der Konzern beschlossen, jene Daten freiwillig zu veröffentlichen, die gemäß der ASC 932 vorgeschrieben sind, würde nach US GAAP berichtet werden.

Sofern sich die nachfolgenden Zusatzangaben auf Jahresabschlussinformationen beziehen, beruhen diese auf den Daten des IFRS Konzernabschlusses.

Im Jahr 2009 erwarb OMV einen 10%-Anteil an Pearl Petroleum Company Limited, welcher als Investition nach der Equity-Methode bewertet wird.

Bis auf Österreich und Rumänien werden die einzelnen Länder in Regionen zusammengefasst. Diese umfassen folgende Länder:

Nordwesteuropa, Afrika und Australasien: Algerien (seit 2013), Australien, Ägypten (bis 2012), Färöer Inseln,
Großbritannien, Irland (bis 2012), Libyen, Madagaskar (seit 2013),
Neuseeland, Norwegen, Slowakei (bis 2012), Tunesien, Türkei (bis
2013)
Mittlerer Osten und Kaspische Region: Bulgarien, Iran, Jemen, Kasachstan, Region Kurdistan im Irak,
Pakistan, Ukraine (seit 2013), Vereinigte Arabische Emirate

Die Vermögenswerte und Ergebnisse von Petrom (OMV Anteil 51%, im Konzernabschluss vollkonsolidiert) sind zu 100% dargestellt.

Die nachfolgenden Darstellungen können Rundungsdifferenzen enthalten.

a) Aktivierte Kosten

Die aktivierten Kosten umfassen die Summe des aktivierten Öl- und Gasvermögens einschließlich sonstiges immaterielles Vermögen und Sachanlagen wie Grundvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Konzessionen, Lizenzen und Rechte.

Aktivierte Kosten EUR 1.000
2013 2012 2011
Öl- und Gasvermögen ohne sichere Reserven 1.981.108 1.383.539 1.256.612
Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven 17.164.073 13.388.063 12.373.806
Gesamt 19.145.182 14.771.602 13.630.418
Kumulierte Abschreibung –6.776.449 –6.106.353 –5.381.938
Aktivierte Kosten (abzüglich Abschreibung) 12.368.733 8.665.249 8.248.480

b) Kosten der Periode

Die Kosten der Periode umfassen alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Anschaffung, Exploration und Entwicklung von Öl- und Gasvorkommen anfallen, unabhängig davon, ob diese Kosten aktiviert werden oder Aufwand der laufenden Periode sind.

Kosten der Periode EUR 1.000
Rumänien Österreich Nordwest
europa,
Afrika und
Australasien
Mittlerer
Osten und
Kaspische
Region
Gesamt
2013
Anschaffungskosten für sichere Reserven 1.629.199 1.629.199
Anschaffungskosten für nicht sichere Reserven 892 633.156 14.408 648.456
Rekultivierungskosten –55.936 31.052 62.927 10.321 48.364
Explorationskosten 1) 108.048 4.749 243.030 161.719 517.546
Entwicklungskosten 930.057 198.454 627.267 209.550 1.965.328
Kosten der Periode 983.060 234.255 3.195.580 395.997 4.808.892
2012
Anschaffungskosten für sichere Reserven 272.525 272.525
Anschaffungskosten für nicht sichere Reserven 167.765 167.765
Rekultivierungskosten –57.256 18.780 76.976 276 38.776
Explorationskosten 1) 131.750 29.748 139.130 88.079 388.707
Entwicklungskosten 755.999 90.632 154.528 132.995 1.134.153
Kosten der Periode 830.493 139.160 810.924 221.350 2.001.926
2011
Anschaffungskosten für sichere Reserven 492.096 12.024 504.120
Anschaffungskosten für nicht sichere Reserven 191.932 156.330 348.262
Rekultivierungskosten 62.047 21.338 34.680 –20.923 97.142
Explorationskosten 1) 107.495 14.379 275.982 68.668 466.524
Entwicklungskosten 695.923 112.204 87.451 152.609 1.048.186
Kosten der Periode 865.465 147.921 1.082.141 368.708 2.464.235

1) In Norwegen werden die Explorationen abzüglich der Erstattung von78% der abzugsfähigen Explorationskosten dargestellt

c) Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion

Die folgende Tabelle stellt Erträge und Aufwendungen dar, die direkt im Zusammenhang mit der Öl- und Gasproduktion anfallen. Das Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion entspricht nicht dem Ergebnis des E&P-Bereichs, da Zinsen, allgemeine Verwaltungskosten und andere Aufwendungen nicht enthalten sind. Die Ertragsteuer wird nach Berücksichtigung von Investitionsbegünstigungen und Verlustvorträgen und unter Anwendung des lokalen Steuersatzes hypothetisch errechnet.

Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion EUR 1.000
Rumänien Österreich Nordwest
europa,
Afrika und
Australasien
Mittlerer
Osten und
Kaspische
Region
Gesamt
2013
Umsatz mit Dritten 9.024 42.535 667.290 248.871 967.720
Konzerninterner Umsatz 2.739.858 757.826 591.575 124.333 4.213.592
Ergebnis aus Anlagenverkäufen –2.165 –874 10.746 –444 7.264
2.746.717 799.487 1.269.612 372.760 5.188.576
Produktionsaufwand –654.458 –105.570 –187.298 –97.427 –1.044.753
Förderzinsabgaben –226.243 –141.079 –43.096 –19.010 –429.428
Explorationsaufwand –101.513 –11.673 –141.932 –148.405 –403.523
Abschreibungen und Wertminderungen –508.102 –103.596 –360.472 –167.278 –1.139.447
Sonstige Kosten –17.663 –5.649 37.900 226 14.815
–1.507.979 –367.566 –694.899 –431.893 –3.002.337
Ergebnis vor Steuern 1.238.739 431.921 574.713 –59.133 2.186.239
Ertragsteuern 1) –201.722 –120.646 –327.981 6.710 –643.639
Operatives Ergebnis 1.037.017 311.274 246.732 –52.424 1.542.600
Speicherüberlassungsentgelt 2) 55.720 55.720
Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion EUR 1.000
Rumänien Österreich Nordwest
europa,
Afrika und
Australasien
Mittlerer
Osten und
Kaspische
Region
Gesamt
2012
Umsatz mit Dritten 3) –78.853 19.552 1.098.206 276.481 1.315.387
Konzerninterner Umsatz 2.700.142 827.734 1.010.580 55.237 4.593.692
Ergebnis aus Anlagenverkäufen –18.895 –645 101.206 750 82.416
2.602.393 846.641 2.209.992 332.468 5.991.494
Produktionsaufwand –671.535 –106.967 –170.090 –98.464 –1.047.056
Förderzinsabgaben –182.456 –143.739 –71.297 –21.433 –418.925
Explorationsaufwand –86.783 –21.020 –160.452 –132.934 –401.189
Abschreibungen und Wertminderungen –394.899 –199.157 –400.857 –105.159 –1.100.073
Sonstige Kosten4) –34.771 –4.293 –24.209 –36.297 –99.569
–1.370.444 –475.176 –826.905 –394.287 –3.066.812
Ergebnis vor Steuern 1.231.950 371.465 1.383.088 –61.820 2.924.682
Ertragsteuern 1) –202.033 –115.935 –961.471 –7.530 –1.286.969
Operatives Ergebnis 1.029.917 255.530 421.617 –69.350 1.637.713
Speicherüberlassungsentgelt 2) 49.946 49.946
2011
Umsatz mit Dritten –75.342 –27.681 525.821 228.397 651.195
Konzerninterner Umsatz 2.627.733 864.136 498.354 59.460 4.049.683
Ergebnis aus Anlagenverkäufen –1.784 191 332 –691 –1.952
2.550.607 836.645 1.024.507 287.167 4.698.925
Produktionsaufwand –683.852 –99.455 –142.493 –95.106 –1.020.905
Förderzinsabgaben –173.380 –143.395 –49.084 –18.963 –384.823
Explorationsaufwand –78.558 –9.060 –189.708 –51.444 –328.771
Abschreibungen und Wertminderungen –384.374 –100.010 –243.920 –84.477 –812.781
Sonstige Kosten 20.878 –4.927 –6.218 592 10.325
–1.299.286 –356.847 –631.423 –249.398 –2.536.955
Ergebnis vor Steuern 1.251.321 479.798 393.084 37.768 2.161.971
Ertragsteuern 1) –202.370 –139.820 –250.156 –25.912 –618.258
Operatives Ergebnis5) 1.048.951 339.978 142.928 11.857 1.543.713
Speicherüberlassungsentgelt 2) 54.182 54.182

1) In der Region Nordwesteuropa, Afrika und Australasien sind die PRT und die Körperschaftsteuer in Großbritannien enthalten. Die Bemessungsgrundlage für die PRT ist der Netto-Cashflow aus bestimmten produzierenden Feldern in der Nordsee. Weiters umfasst diese Region Aufwendungen aus dem Tax-Paid-Cost-System (TPC) für bestimmte Felder in Libyen sowie feldspezifische Steuern in Tunesien, die nicht zur Gänze gewinnabhängig sind. Die Ertragsteuer in Rumänien wurde mit der angenommenen, hypothetischen Steuerrate von 16% berechnet

2) Das Speicherüberlassungsentgelt vor Steuern wird für die Bereitstellung von Gasspeicherkapazitäten vom Geschäftsbereich G&P bezahlt 3) Im Wert enthalten sind Hedging-Effekte

4) Im Wert enthalten ist die Veränderung der Lagerbestände in Libyen und Rückstellungen in Kasachstan 5) Die Zahlen für 2011 wurden aufgrund der geänderten Bilanzierungsregeln für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst

d) Öl- und Gasreserven

Sichere Reserven sind jene Mengen an Erdöl und Gas, für welche durch Analyse von geologischen und technischen Daten mit begründeter Sicherheit beurteilt werden kann, dass sie aus bekannten Lagerstätten unter gegenwärtigen wirtschaftlichen, produktionstechnischen und regulatorischen Bedingungen in der Zukunft und innerhalb der Konzessionsdauer – außer die Verlängerung der Konzession ist sicher – wirtschaftlich gefördert werden können.

Sichere, entwickelte Reserven sind jene Reserven, die voraussichtlich mittels bestehenden Bohrungen mit bestehenden Ausrüstungen und Verfahren oder wenn die Kosten der benötigten Ausrüstung relativ gering verglichen mit den Kosten einer neuen Bohrung sind, gefördert werden können. Weiters ist von sicher entwickelten Reserven auszugehen, falls sichere Reserven voraussichtlich durch bereits vorhandene und zurzeit in Betrieb befindlicher Förderanlagen und –infrastruktur gefördert werden können. Es sollte sichergestellt sein, dass die benötigten zukünftigen Aufwendungen zur Sicherstellung der bestehenden Ausrüstungen innerhalb des aktuellen Budgets geleistet werden.

Sichere, nicht entwickelte Reserven sind jene sichere Reserven, die voraussichtlich aus neuen Bohrungen in Gebieten, in denen noch keine Bohrungen stattgefunden haben oder aus bestehenden Bohrungen, die zur Rekomplettierung eine verhältnismäßig hohe Aufwendung oder substanzielle neue Investition benötigen, um den Zustand alternder Einrichtungen zu gewährleisten oder diese zu ersetzen, gefördert werden können.

Erdöl und NGL Mio bbl
Rumänien Österreich Nordwest
europa,
Afrika und
Australasien
Mittlerer
Osten und
Kaspische
Region
Gesamt
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 1. Jänner 2011 419,1 48,3 146,7 45,9 659,9
Revision früherer Schätzungen 3,9 3,9 9,5 –7,9 9,4
Erwerb von Reserven 6,9 2,4 9,3
Verkauf von Reserven
Erweiterungen und Neufunde 1,2 0,3 0,1 1,5
Produktion –29,3 –5,8 –12,4 –4,7 –52,2
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2011
394,9 46,7 150,8 35,6 627,9
Revision früherer Schätzungen 15,0 7,6 6,6 2,2 31,5
Erwerb von Reserven 15,4 15,4
Verkauf von Reserven –2,4 –2,4
Erweiterungen und Neufunde 1,3 0,3 1,7
Produktion –28,7 –5,8 –20,2 –4,6 –59,2
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2012 382,5 48,5 150,5 33,3 614,8
Revision früherer Schätzungen 15,4 4,5 2,8 0,1 22,8
Erwerb von Reserven 50,8 50,8
Verkauf von Reserven
Erweiterungen und Neufunde 0,3 0,2 0,2 0,7
Produktion –28,6 –5,7 –15,3 –5,3 –54,9
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2013 369,6 47,5 189,1 28,1 634,3
Sichere, entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2011 330,4 39,0 126,1 22,7 518,2
zum 31. Dezember 2012 327,3 40,1 107,2 27,3 501,9
zum 31. Dezember 2013 324,0 43,4 127,3 23,1 517,7
∟raa÷
۰
------------
Erdgas Mrd Kubikfuß (bcf)
Rumänien Österreich Nordwest
europa,
Afrika und
Australasien
Mittlerer
Osten und
Kaspische
Region
Gesamt
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 1. Jänner 2011 2.083,7 414,6 130,6 97,8 2.726,7
Revision früherer Schätzungen 193,9 16,2 73,8 21,9 305,8
Erwerb von Reserven 6,0 34 40,2
Verkauf von Reserven
Erweiterungen und Neufunde 19,5 0,4 0,3 20,2
Produktion –184,1 –49,2 –27,6 –35,4 –296,4
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2011 1)
2.112,9 382,0 183,1 118,5 2.796,5
Revision früherer Schätzungen –16,8 7,8 16,2 47,1 54,5
Erwerb von Reserven 174,8 0,0 174,8
Verkauf von Reserven –9,7 –9,7
Erweiterungen und Neufunde 70,6 0,0 0,0 70,6
Produktion –182,1 –48,6 –27,8 –32,0 –290,6
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2012 1)
1.984,5 341,2 336,6 133,6 2.795,9
Revision früherer Schätzungen 12,3 –7,1 13,7 16,0 34,9
Erwerb von Reserven 208,8 208,8
Verkauf von Reserven –3,0 –3,0
Erweiterungen und Neufunde 10,9 9,0 19,9
Produktion –183,2 –41,8 –27,3 –27,6 –279,9
Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2013 1) 1.824,6 301,2 528,8 122,0 2.776,7
Sichere, entwickelte Reserven
zum 31. Dezember 2011 1.601,9 258,8 174,9 84,8 2.120,3
zum 31. Dezember 2012 1.499,5 221,1 155,1 113,2 1.988,9
zum 31. Dezember 2013 1.431,1 200,1 271,4 121,7 2.024,3

1) 2013: Inklusive rund 73 bcf an Polstergas in Gasspeicherreservoirs

2012: Inklusive rund 76 bcf an Polstergas in Gasspeicherreservoirs

2011: Inklusive rund 76 bcf an Polstergas in Gasspeicherreservoirs

e) Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Die zukünftige Netto-Cashflow-Information wird unter der Annahme erstellt, dass die vorherrschenden wirtschaftlichen und operativen Rahmenbedingungen über die Produktionsdauer der sicheren Reserven bestehen bleiben. Weder zukünftige Veränderungen der Preise, noch Fortschritte in der Technologie oder Veränderungen der operativen Bedingungen werden berücksichtigt.

Der zukünftige Cash Inflow beinhaltet die Erlöse aus dem Verkauf der Produktionsmengen, inklusive Polstergas, die zum Bilanzstichtag vorliegen, unter der Annahme, dass die zukünftige Produktion zu jenen Preisen verkauft wird, welche zur Schätzung der sicheren Reserven zu den Jahresend-Mengen dieser Reserven verwendet werden (12 Monats-Durchschnittspreis). Die zukünftigen Produktionskosten umfassen Ausgaben für die Förderung sicherer Reserven sowie entsprechende Steuern. In den zukünftigen Rekultivierungsausgaben sind die Kosten der Rekultivierung von Sonden und Produktionsanlagen enthalten. Die zukünftigen Entwicklungsausgaben umfassen die geschätzten Kosten für Entwicklungsbohrungen und Produktionsanlagen. Allen drei Bereichen liegt die Annahme zugrunde, dass das Kostenniveau zum Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung der Inflation beibehalten wird. Die zukünftigen Steuerzahlungen werden unter Verwendung des Steuersatzes jenes Lands berechnet, in dem OMV tätig ist. Der Barwert ergibt sich aus der Diskontierung des zukünftigen Netto-Cashflows mit einem Diskontfaktor von 10% pro Jahr. Die standardisierte Ermittlung stellt keine Schätzung des Tageswerts der sicheren Reserven im Konzern dar. Eine Schätzung des Tageswerts würde neben vielen anderen Faktoren auch die Gewinnungsmöglichkeit von Reserven, die über die Menge der sicheren Reserven hinausgeht, und voraussichtliche Veränderungen in den zukünftigen Preisen und Kosten sowie einen dem Risiko der Öl- und Gasproduktion entsprechenden Diskontzinssatz berücksichtigen.

Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows EUR 1.000
Rumänien Österreich Nordwest
europa,
Afrika und
Australasien
Mittlerer
Osten und
Kaspische
Region
Gesamt
2013
Zukünftiger Cash Inflow 32.974.966 5.556.699 18.204.181 1.936.787 58.672.632
Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben –13.970.194 –3.379.501 –4.198.251 –815.174 –22.363.120
Zukünftige Entwicklungsausgaben –2.889.883 –406.315 –2.046.008 –224.283 –5.566.488
Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern 16.114.889 1.770.883 11.959.922 897.330 30.743.024
Zukünftige Ertragsteuern –2.586.583 –628.832 –6.140.457 –178.604 –9.534.477
Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert 13.528.306 1.142.051 5.819.465 718.726 21.208.548
10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche
Differenz des Cashflows
–6.963.439 –199.254 –2.054.515 –173.101 –9.390.308
Standardisierte Berechnung des diskontierten
zukünftigen Netto-Cashflows
6.564.868 942.797 3.764.950 545.625 11.818.240
2012
Zukünftiger Cash Inflow 34.670.508 6.539.851 15.497.838 2.382.980 59.091.177
Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben –13.960.821 –3.298.841 –2.665.820 –866.708 –20.792.190
Zukünftige Entwicklungsausgaben –3.808.065 –327.400 –1.439.436 –275.628 –5.850.528
Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern 16.901.623 2.913.610 11.392.582 1.240.644 32.448.459
Zukünftige Ertragsteuern –2.707.638 –858.551 –6.751.555 –364.389 –10.682.133
Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert 14.193.984 2.055.059 4.641.027 876.255 21.766.326
10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche
Differenz des Cashflows –7.341.128 –640.725 –1.901.202 –261.600 –10.144.656
Standardisierte Berechnung des diskontierten
zukünftigen Netto-Cashflows 6.852.857 1.414.334 2.739.825 614.655 11.621.671
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows EUR 1.000
Rumänien Österreich Nordwest
europa,
Afrika und
Australasien
Mittlerer
Osten und
Kaspische
Region
Gesamt
2011
Zukünftiger Cash Inflow 33.744.859 6.240.300 12.771.073 2.314.279 55.070.510
Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben –14.496.070 –3.288.542 –2.238.423 –883.470 –20.906.504
Zukünftige Entwicklungsausgaben –3.329.572 –471.380 –531.492 –191.946 –4.524.390
Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern 15.919.217 2.480.378 10.001.158 1.238.864 29.639.616
Zukünftige Ertragsteuern –2.547.075 –664.452 –6.060.800 –316.965 –9.589.291
Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert 13.372.143 1.815.926 3.940.358 921.899 20.050.324
10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche
Differenz des Cashflows –6.911.929 –429.828 –1.464.179 –232.191 –9.038.127
Standardisierte Berechnung des diskontierten
zukünftigen Netto-Cashflows 6.460.213 1.386.097 2.476.180 689.708 11.012.197

f) Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows EUR 1.000
2013 2012 2011
1. Jänner 11.621.671 11.012.197 6.574.064
Verkauf und Transfer von gefördertem Öl und Gas abzüglich Produktionsausgaben –3.915.810 –3.380.298 –2.703.439
Nettoveränderung der Preise und Produktionskosten –1.408.594 1.496.488 7.361.441
Nettoveränderung aus dem Kauf und Verkauf von Mineralvorkommen 1.705.197 135.046 219.437
Nettoveränderung aufgrund von Erweiterungen und neuen Funden 4.012 16.106 6.314
Entwicklungs- und Rekultivierungsausgaben der laufenden Periode 974.428 728.296 671.604
Veränderung der geschätzten zukünftigen Entwicklungs- und Rekultivierungskosten
in der Periode –155.159 –611.794 –768.512
Revision früherer Schätzungen 723.863 946.773 595.462
Zuwachs aus der Diskontierung 1.066.912 1.002.991 582.787
Nettoveränderung der Ertragsteuern 1.245.826 316.640 –1.423.161
Sonstiges 1) –44.106 –40.776 –103.792
31. Dezember 11.818.240 11.621.671 11.012.197

1) Unter der Position Sonstiges sind vor allem die Wechselkursveränderungen gegenüber dem EUR ausgewiesen

Wien, am 19. März 2014

Der Vorstand

Gerhard Roiss Vorsitzender

Hans-Peter Floren Jaap Huijskes Manfred Leitner

David C. Davies Vorsitzender-Stellvertreter

Abkürzungen und Definitionen Abkürzungen und Definitionen

Ausschüttungsgrad %-Verhältnis der Dividende je Aktie zum Ergebnis je Aktie

bbl, bbl/d Barrel (Fass zu circa 159 Liter), bbl pro Tag

bcf, cf Milliarde Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F)

BIP Bruttoinlandsprodukt

Bitumen Ein nicht flüchtiges, klebriges und abdichtendes rohölstämmiges Produkt, Grundstoff für Asphalt

boe, boe/d Barrel Öläquivalent, boe pro Tag CCS

Current Cost of Supply; zu aktuellen Beschaffungskosten

E&P Exploration und Produktion

EBIT Earnings Before Interest and Taxes; Betriebserfolg

EGT

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen

Eigenkapitalquote %-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital

Eingesetztes Kapital Eigenkapital inklusive Anteile anderer Gesellschafter zuzüglich Nettoverschuldung

EPSA

Exploration and Production Sharing Agreement; Explorations- und Produktionsteilungsvertrag

Ergebnis je Aktie

Den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Aktienanzahl

EU

Europäische Union

EUR

Euro

G&P Gas und Power

H1, H2 Erstes, zweites Halbjahr

HSSE Health, Safety, Security and Environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

HV Hauptversammlung

IASs International Accounting Standards

IFRSs International Financial Reporting Standards

Jahresüberschuss Nettogewinn nach Zinsen, außerordentlichem Ergebnis und Steuern

Kb&S Konzernbereich und Sonstiges

kbbl, kbbl/d Tausend Barrel, tausend bbl pro Tag

kboe, kboe/d Tausend Barrel Öläquivalent, tausend boe pro Tag

km² Quadratkilometer

Key Performance Indicator; Leistungskennzahl, Schlüsselindikator

LNG

KPI

Liquefied Natural Gas; Flüssigerdgas

LTIR

Lost-Time Injury Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall pro 1 Mio Arbeitsstunden

m3

Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F)

Mio Million

Monomere

Begriff für Ethylen und Propylen

Mrd Milliarde

Megawatt

MW

FX Fremdwährungs-Wechselkurs

MWh

Megawatt Stunde

n.a.

Not available; Wert nicht verfügbar

n.m.

Not meaningful; Wert nicht aussagefähig

Nettoverschuldung

Finanzverbindlichkeiten inklusive Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing abzüglich liquider Mittel

NGL

Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt

NOK

Norwegische Krone

NOPAT

Net Operating Profit After Tax; EGT nach Steuern zuzüglich Zinsergebnis auf Finanzverbindlichkeiten,

+/– Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen,

+/– Steuereffekte aus Anpassungen

OECD

Organisation for Economic Cooperation and Development; Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

OPEX

Operating Expenditures; Produktionskosten; Materialund Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben

öCGK

Österreichischer Corporate Governance Kodex

PJ

Petajoule, 1 PJ entspricht ca. 278 Mio Kilowattstunden

Polymere, Polyolefine

Monomere in Kettenform, Begriff für Polyethylen und Polypropylen

ppm

Parts per million; Teile von einer Million

PRT, PRRT

Petroleum Revenue Tax, Petroleum Resource Rent Tax; diese Steuer gibt es in Großbritannien sowie Australien

Q1, Q2, Q3, Q4

Erstes, zweites, drittes, viertes Quartal

R&M

Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

ROACE

Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital

ROE

Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss zu durchschnittlichem Eigenkapital

ROFA

Return On Fixed Assets; %-Verhältnis EBIT zu durchschnittlichem immateriellen und Sachanlagevermögen

RON

Neuer Rumänischer Leu

RRR

Reserve Replacement Rate; Reserven-Ersatzrate; Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion dividiert durch Gesamtproduktion

t, toe

Tonne, Tonne Öläquivalent

TEUR Tausend Euro

TRIR

Total Recordable Injury Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen

TRY Türkische Lira

TSR

Total Shareholder Return; Aktienrendite

TUSD Tausend US Dollar

TWh

Terawatt Stunde

UGB

Österreichisches Unternehmensgesetzbuch

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse exkl. Mineralölsteuer

USD

US Dollar

Verschuldungsgrad

Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

Weitere Abkürzungen und Definitionen finden Sie unter www.omv.com > Presse > Glossar.

Fünf-Jahres-Übersicht Fünf-Jahres-Übersicht

Fünf-Jahres-Übersicht EUR Mio
2013 2012 2011 1) 2010 1), 2) 2009
Umsatzerlöse 42.415 42.649 34.053 23.323 17.917
Betriebserfolg (EBIT) 2.717 3.104 2.494 2.334 1.410
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.290 2.857 2.221 1.961 1.182
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –561 –1.067 –633 –747 –465
Periodenüberschuss 1.729 1.790 1.588 1.214 717
Den Aktionären des Mutterunternehmens
zuzurechnender Periodenüberschuss 1.162 1.363 1.079 921 572
CCS EBIT vor Sondereffekten 3) 2.647 3.407 2.530 2.470 1.418
Den Aktionären des Mutterunternehmens
zuzurechnender CCS Periodenüberschuss
vor Sondereffekten 3) 1.112 1.544 1.084 1.118 596
Bilanzsumme 31.786 30.519 28.413 26.419 21.415
Eigenkapital 14.545 14.530 13.404 11.238 10.035
Nettoverschuldung 4.371 3.747 4.603 5.167 3.314
Durchschnittlich eingesetztes Kapital 4) 17.669 18.118 17.060 13.970 12.952
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 4.110 3.813 2.514 2.886 1.847
Investitionen 5.226 2.426 3.146 3.207 2.355
Abschreibungen 2.253 2.036 1.626 1.578 1.325
Betriebserfolg vor Abschreibung (EBITD) 4.891 5.137 4.117 3.899 2.734
Net Operating Profit After Tax (NOPAT) 4) 1.978 1.976 1.881 1.446 820
Return On Average Capital Employed (ROACE) 11% 11% 11% 10% 6%
Return On Equity (ROE) 12% 13% 13% 11% 7%
Eigenkapitalquote 46% 48% 47% 43% 47%
Verschuldungsgrad 30% 26% 34% 46% 33%
Dividende je Aktie in EUR 5) 1,25 1,20 1,10 1,00 1,00
Ergebnis je Aktie in EUR 3,56 4,18 3,43 3,08 1,91
CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR 3) 3,41 4,73 3,45 3,74 1,99
Mitarbeiter per 31. Dezember 26.863 28.658 29.800 31.398 34.676

1) Mit 31. März 2012 wurden die Zahlen für 2010 und 2011 entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach

Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst 2) Mit 31. Dezember 2011 wurden die Zahlen für 2010 aufgrund der finalen Kaufpreisallokation für die OMV Petrol Ofisi A.Ş. angepasst 3) Das CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) aus den Fuels-Raffinerien und Petrol Ofisi 4) Mit 2012 wurden die Definitionen für NOPAT und durchschnittlich eingesetztes Kapital angepasst. Details entnehmen Sie bitte den

"Abkürzungen und Definitionen". Historische Zahlen wurden entsprechend angepasst 5) 2013: Wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2014

Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen

Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen und Annahmen von OMV sowie OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle von OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Weder OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. OMV lehnt jede Verpflichtung ab, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren von OMV dar.

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1020 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40440-0 Fax: +43 1 40440-27900 [email protected]

OMV PETROM SA

Strada Coralilor 22, sector 1 013329 Bukarest, Rumänien Tel.: +40 372 868930 Fax: +40 372 868518 [email protected]

OMV Petrol Ofisi A.S˛. Eski Büyükdere Caddesi No: 33 34398 Maslak/Istanbul, Türkei Tel.: +90 212 329 1500 Fax: +90 212 329 5282 [email protected]

Investor Relations Felix Rüsch OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40440-21600 Fax: +43 1 40440-621600 [email protected]

Herausgeber: OMV Aktiengesellschaft, Wien Konzept, Design und Litho: ZUM GOLDENEN HIRSCHEN Campaigning GmbH Fotos: Ole Jørgen Bratland – Statoil ASA (Gullfaks Plattform; Seite 2, 3 und 7), OMV Archiv, Shutterstock Bildbearbeitung: Farbantrieb Druck: Schwechater Druckerei Seyss GmbH

Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden im Geschäftsbericht durchgehend geschlechterunspezifische Termini verwendet.

OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8 1020 Wien Österreich Tel +43 (1) 40440-0 www.omv.com

Geschäftsbericht 2013 der OMV Aktiengesellschaft

OMV Aktiengesellschaft

Geschäftsbericht 2013 der OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2013 der OMV Aktiengesellschaft

Bericht des Aufsichtsrats 172
Corporate Governance Bericht 174
Lagebericht OMV Aktiengesellschaft 186
Bestätigungsvermerk 191
Jahresabschluss OMV Aktiengesellschaft 192
Bilanz 192
Gewinn- und Verlustrechnung 194
Anhang 195
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 196
Erläuterungen zur Bilanz 202
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 210
Ergänzende Angaben 213
Entwicklung der unversteuerten Rücklagen 216
Direkte Beteiligungen 217
Anlagenspiegel 218
Aufsichtsrat 220
Vorstand 221
Abkürzungen und Definitionen 222

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Der Aufsichtsrat nahm 2013 seine Aufgabe der sorgfältigen Überwachung der Geschäftsführung von OMV durch den Vorstand und der Beratung des Vorstands auf Basis einer guten Corporate Governance, detaillierter Informationen und konstruktiver Diskussionen mit dem Vorstand wahr. Der Vorstand informierte uns zeitnah und umfassend über die Geschäftstätigkeit, die allgemeine wirtschaftliche Lage in den Kernmärkten des Unternehmens und das Geschäftsumfeld sowie über Chancen und Risiken für die Geschäftsentwicklung von OMV. Unsere Hauptanstrengungen galten 2013 in erster Linie der Umsetzung der 2011 eingeführten OMV Strategie "Profitables Wachstum".

Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Einer der Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im Berichtsjahr war die OMV Strategie. Bei dem zweitägigen Treffen des Aufsichtsrats im September, bei einem Treffen des Präsidial- und Nominierungsausschusses im Oktober und beim Treffen des Aufsichtsrats im November führten wir mit dem Vorstand intensive Diskussionen über den Fortschrittsbericht, analysierten alternative Szenarien und bestätigten erneut die Eckpfeiler der Strategie des profitablen Wachstums von OMV als integriertes Unternehmen.

Upstream-Investitionen wurden sorgfältig geprüft

Darüber hinaus prüften wir sorgfältig eine der größten Akquisitionen in der Geschichte von OMV, den Erwerb von Assets von Statoil, die Beteiligungen an Öl- und Gasfeldern sowie an Entwicklungsprojekten in Norwegen und Großbritannien beinhalten. Gleichzeitig befassten wir uns mit der optionalen Beteiligung an einigen Explorationslizenzen von Statoil sowie mit der vereinbarten strategischen Partnerschaft für Forschung und Entwicklung. Im Einklang mit der auf Wachstum des Upstream-Bereichs ausgerichteten Strategie diskutierte und genehmigte der Aufsichtsrat auch andere Upstream-Investitionsprojekte in Österreich, Neuseeland, Rumänien und Großbritannien.

Außerdem genehmigten wir die Veräußerung des 45%-Anteils von OMV am Raffinerieverbund Bayernoil im Zuge der Restrukturierung des

Downstream-Bereichs. Wir genehmigten auch ausgewählte Maßnahmen für "energize OMV", das umfassende Performance-Steigerungsprogramm von OMV, und überwachten die Umsetzung des Programms. Im Hinblick auf die Konzern-Finanzierung unterstützten wir die Begebung eines neuen Eurobonds mit einem Nominale von EUR 500 Mio, womit sich das Fälligkeitsprofil der Verbindlichkeiten von OMV verbesserte.

Zu den weiteren Schwerpunkten gehörten der jährliche Planungsprozess für den mittelfristigen Zeitraum (2014-2016), das Budget für das Geschäftsjahr 2014 und das laufende Investitionsprogramm. Schließlich widmeten wir uns während des Jahres auch zentralen Themen wie Entwicklungen im Bereich Human Resources, Compliance einschließlich Zertifizierungsprozess und Corporate Governance sowie "Resourcefulness", dem OMV Konzept eines verantwortungsbewussten unternehmerischen Handelns.

Der Projektausschuss befasste sich eingehend mit Explorationsprojekten in Afrika südlich der Sahara und auf der arabischen Halbinsel.

Der Präsidial- und Nominierungsausschuss bereitete die Verlängerung der Funktionsperioden der Vorstandsmitglieder vor, erörterte das System der Nachfolgeplanung von OMV und begann mit der Identifizierung potenzieller Kandidaten für den Aufsichtsrat in Vorbereitung der Hauptversammlung 2014.

Der Vergütungsausschuss bereitete die Vergütung für die Vorstandsmitglieder in Zusammenhang mit der Verlängerung der jeweiligen Funktionsperioden vor und überwachte die Auswirkung der 2012 vereinbarten Änderung der variablen Vergütung des Vorstands. Längere Zeit wurde auch der Identifizierung zusätzlicher Möglichkeiten einer Verbesserung des Anreizsystems des Unternehmens mit dem Ziel einer weiteren Stärkung der Bindung zwischen der Vergütung und den Aktionärsinteressen gewidmet. Dabei wurden der Finanzbedarf der OMV Strategie "Profitables Wachstum" und nichtfinanzielle Maßnahmen angemessen berücksichtigt.

Der Prüfungsausschuss behandelte wesentliche Themen der Rechnungslegungsprozesse, der internen Revision, des Risikomanagements sowie der Verbesserung des internen Kontrollsystems und der Steuerungsinstrumente des Konzerns. Zudem befasste sich der Prüfungsausschuss mit den Reservenschätzungen und den Vorbereitungen von OMV auf die Änderungen, die mit der Umsetzung des österreichischen Rechnungslegungs-Kontrollgesetzes einhergehen. Der Abschlussprüfer des OMV Konzerns nahm an jedem Treffen des Prüfungsausschusses teil. Wir nahmen bei den Treffen auch regelmäßig die Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch mit dem Abschlussprüfer ohne Anwesenheit der Vorstandsmitglieder wahr. Auch dieses Jahr diente ein spezieller Workshop mit dem Abschlussprüfer des OMV Konzerns dazu, uns mit den jüngsten Entwicklungen zu Corporate Governance und zur Finanzberichterstattung vertraut zu machen.

Mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung der Effizienz und Effektivität unserer Arbeit haben wir unsere jährliche Selbstevaluierung durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat weiterhin seiner Verantwortung gegenüber Aktionären und allen weiteren Stakeholdern gerecht werden kann. Offene Diskussionen in einer Atmosphäre des Vertrauens sind die Grundlage unserer Beratungen und unserer Kommunikation mit dem Vorstand. Weitere Ausführungen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie im Corporate Governance Bericht.

Jahresabschluss und Dividende

Nach umfassender Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses mit dem Abschlussprüfer im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat, die keinen Anlass zu Einschränkungen gab, erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs. 1 Aktiengesetz (AktienG) erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss 2013, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktienG festgestellt ist. Das gleiche gilt für den Konzernabschluss. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem vom Prüfungsausschuss geprüften Corporate Governance Bericht zu.

Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 1,25 je Aktie auszuschütten und den sich danach ergebenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorstandsmitglieder erneut bestätigt

Gerhard Roiss, Vorsitzender des Vorstands und Generaldirektor, sowie David C. Davies, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands und Finanzvorstand, wurden in ihren Funktionen bis 31. März 2017 erneut bestätigt. Manfred Leitner, Vorstandsmitglied verantwortlich für Raffinerien und Marketing, wurde in seiner Funktion bis 31. März 2016 erneut bestätigt, womit er seine Funktion wie ursprünglich vorgesehen für einen Zeitraum von fünf Jahren ausüben wird. Der bestehende Vertrag von Jaap Huijskes, Vorstandsmitglied verantwortlich für Exploration und Produktion, wurde einvernehmlich aufgelöst und für einen Zeitraum vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2018 neu abgeschlossen.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Seit 1. Jänner 2013 gehören Christine Asperger als Nachfolgerin von Leopold Abraham und seit 1. Juni 2013 Alfred Redlich und Herbert Lindner als Nachfolger von Franz Kaba bzw. Ferdinand Nemesch zu den Arbeitnehmervertretern in unserem Aufsichtsrat.

Abschließend möchten wir dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Konzern und in den assoziierten Unternehmen für ihren Einsatz und ihren persönlichen Beitrag im Geschäftsjahr 2013 sowie allen unseren Aktionären, Kunden und Partnern für ihr Vertrauen danken.

Wien, am 19. März 2014

Für den Aufsichtsrat

Rudolf Kemler

Jährliche Selbstevaluierung durchgeführt

Corporate Governance Bericht

OMV als börsennotiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Österreich ist den Grundsätzen guter Corporate Governance verpflichtet. Das österreichische Recht, die Satzung, die Geschäftsordnungen der Organe des Unternehmens und der österreichische Corporate Governance Kodex (öCGK) bilden den Rahmen für die Corporate Governance von OMV. OMV hat die Einhaltung der Best Practice der Corporate Governance stets als wesentlichen Auftrag verstanden, um eine verantwortungsvolle Leitung und Kontrolle des OMV Konzerns, ein hohes Niveau an Transparenz für alle Stakeholder und letztlich eine nachhaltige und langfristige Wertschaffung sicherzustellen. OMV befolgt daher auch die R-Regeln des öCGK, die ausschließlich Empfehlungscharakter haben.

OMV entspricht dem öCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance. Dieser Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich. Die Einhaltung des öCGK durch OMV im Jahr 2013 wurde einer externen Evaluierung durch unabhängige Berater unterzogen. Der Bericht über die Evaluierung ist unter www.omv.com ebenfalls öffentlich zugänglich und bestätigt das Einhalten sämtlicher C- und R-Regeln durch OMV. Im Hinblick auf Regel C 45 ist anzumerken, dass ein Mitglied des OMV Aufsichtsrats bis 9. Dezember 2013 eine Organfunktion in einer Gesellschaft wahrnahm, die bezüglich eines einzelnen Projekts als im Wettbewerb zu OMV stehend aufgefasst hätte werden können.

Vorstand

Von links nach rechts: Hans-Peter Floren, Manfred Leitner, Gerhard Roiss, David C. Davies, Jaap Huijskes

Gerhard Roiss, *1952

Datum der Erstbestellung: 17. September 1997 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2014 Neue Funktionsperiode: 1. April 2014 bis 31. März 2017 Vorsitzender des Vorstands (seit 1. April 2011). Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens.

Seine Wirtschaftsausbildung in Wien, Linz und Stanford (USA) bildete die Basis für Führungsaufgaben in der Konsumgüterindustrie. 1990 wurde

er in die Geschäftsführung der PCD Polymere GmbH berufen. 1997 wechselte er in den Vorstand des OMV Konzerns und war bis Ende 2001 für Exploration und Produktion sowie Kunststoffe verantwortlich. Von 2002 bis 2011 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender und für den Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing verantwortlich.

David C. Davies, *1955

Datum der Erstbestellung: 1. April 2002 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2014

Neue Funktionsperiode:

  1. April 2014 bis 31. März 2017 Finanzvorstand (seit 1. April 2002) und stellvertretender Vorstandsvorsitzender seit 1. April 2011. Verantwortungsbereich: Finanzen, OMV Solutions GmbH.

Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG und der CEESEG Aktiengesellschaft.

Er absolvierte 1978 das Studium der Volkswirtschaft an der Universität von Liverpool (Großbritannien) und begann seine Berufslaufbahn in der Wirtschaftsprüfung. Weiters war er in internationalen Konzernen in der Getränke-, Lebensmittelund Gesundheitsindustrie tätig. Vor dem Eintritt in den OMV Konzern war er Finanzvorstand in verschiedenen Unternehmen in Großbritannien.

Jaap Huijskes, *1965

Datum der Erstbestellung: 1. April 2010 Ende der laufenden Funktionsperiode: 30. September 2018 Führung des Geschäftsbereichs Exploration und Produktion seit 1. Juli 2010.

Er absolvierte eine Ausbildung als Maschinenbauingenieur und begann seine Berufslaufbahn bei Shell. Innerhalb des Shell Konzerns bekleidete er eine Reihe technischer und betriebswirtschaftlicher Positionen. Zuletzt war er als Executive Vice President für weltweite Großprojekte im Bereich Exploration und Produktion verantwortlich. Er arbeitete und lebte u.a. in Großbritannien, Norwegen, im Oman, in Australien und Russland.

Manfred Leitner, *1960

Datum der Erstbestellung: 1. April 2011 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2016

Führung des Geschäftsbereichs Raffinerien und Marketing sowie Wahrnehmung der Interessen des OMV Konzerns bezüglich Kunststoffe und Chemie.

Nach seinem Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien startete er seine berufliche Karriere 1985 bei OMV. Nach zweijähriger Tätigkeit im Finanzbereich von E&P leitete er in Libyen den Finanzbereich der OMV

Niederlassung in Tripolis. Nach seiner Rückkehr nach Österreich war er bis zum Jahr 1997 für die Controlling-Aktivitäten in E&P verantwortlich. Danach wechselte er in den Geschäftsbereich R&M, wo er bis 2002 die Abteilung Planning & Controlling leitete und von 2003 bis 2011 als Senior Vice President für Downstream Optimization and Supply fungierte.

Hans-Peter Floren, *1961

Datum der Erstbestellung: 1. März 2012 Ende der laufenden Funktionsperiode: 28. Februar 2015 Führung des Geschäftsbereichs Gas und Power.

Hans-Peter Floren absolvierte das Maschinenbauund Wirtschaftswissenschaftsstudium an der Universität Essen, Deutschland. Seit 1987 bekleidete er unterschiedliche Führungspositionen in der Energiewirtschaft. 1989 wechselte er zur Ruhrgas AG. Zuletzt war er als Mitglied des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG tätig.

Arbeitsweise des Vorstands

Genehmigungserfordernisse, Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder und Abläufe (z.B. Beschlusserfordernisse) sowie Vorgehen bei Interessenkonflikten sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Der Vorstand hält wöchentliche Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen Angelegenheiten, die der Genehmigung des gesamten Organs bedürfen.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht gibt einen Überblick über die Vergütung der Vorstandsmitglieder. Er erläutert die Grundsätze der Vergütungspolitik und die unterschiedlichen Bestandteile der Vergütung einschließlich Leistungsanreize und anderer Bezüge.

2013 blieb die Struktur der Vergütung der Vorstandsmitglieder unverändert. Nach einer eingehenden Prüfung der Bestandteile der Vergütung in 2012 erachtete der Vergütungsausschuss die bestehende Struktur, die den Fokus auf strategische langfristige Perspektiven und die Unternehmensbindung legt, als für das Geschäftsjahr 2013 angemessen.

Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand

Die Vorstandsmitglieder werden zu lokalen, österreichischen Bedingungen beschäftigt und die Gehälter sind daher in EUR festgelegt (brutto). Ihre Anstellungsverträge sind mit der OMV Aktiengesellschaft abgeschlossen und unterliegen österreichischem Recht.

Die Vergütung der OMV Vorstandsmitglieder berücksichtigt die Gegebenheiten am relevanten Markt, verbunden mit einer starken individuellen Leistungskomponente. Die Marktorientierung wird durch ein regelmäßiges externes Benchmarking sowohl zur Branche, wie etwa europäischen Öl- und Gasunternehmen, als auch zu relevanten österreichischen und europäischen Industrieunternehmen sichergestellt. Pricewaterhouse-Coopers LLP war ganzjährig für den Vergütungsausschuss beratend tätig.

Die leistungsbezogene Komponente beinhaltet sowohl kurz- als auch langfristige Elemente. Die verwendeten Indikatoren beruhen auf finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen. Ebenfalls berücksichtigt werden spezielle Projekte im Zuge der Implementierung der OMV Wachstumsstrategie.

Fixgehalt

Die fixe Vergütung der Vorstandsmitglieder wird monatlich als Gehalt ausbezahlt. In den Anstellungsverträgen sind 14 Zahlungen pro Jahr jeweils am letzten Banktag eines Monats vorgesehen.

Sachbezüge

Vorstandsmitglieder erhalten einen Dienstwagen und haben Anspruch auf eine Unfallversicherung. Die Krankenversicherung beschränkt sich auf die österreichische gesetzliche Sozialversicherung.

Kurzfristige variable Vergütung

In Abhängigkeit vom Zielerreichungsgrad können höchstens 100% des Fixgehalts als variable Barvergütung im darauf folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt werden.

Es werden Ziele (Leistungskriterien) vereinbart und am Ende des Leistungsjahrs gemessen. Die Leistungskriterien für das Leistungsjahr 2013 sind aus den nachstehenden vier Bereichen zusammengesetzt:

Bereich Kriterien
Finanziell CCS EBIT vor Sondereffekten;
CCS ROACE vor Sondereffekten
Nichtfinanziell Produktion; Reserven-Ersatzrate
Effizienz Inkludiert beispielsweise
Projektmanagement
Nachhaltigkeit Allgemeiner Fortschritt

Das Erreichen der Ziele wird mittels Vergleich der vereinbarten Werte mit den tatsächlich erreichten Werten festgestellt. Die tatsächliche Zielerreichung wird von einem unabhängigen Experten überprüft werden. Die jährliche Bonifikation hängt vom Ausmaß der Erreichung der Leistungskriterien ab. Es wurden Schwellen-, Ziel- und Zielüberschreitungswerte vereinbart, die einen Anspruch auf eine Bonifikation in Höhe von 50%, 70% oder 100% des jährlichen Fixgehalts begründen.

Aus dem tatsächlichen Zielerreichungsgrad im Jahr 2013 ergibt sich eine Zahlung von 76,2% des Fixgehalts im Jahr 2014. Die finanzielle und nichtfinanzielle Zielerreichung wurde durch ein herausforderndes wirtschaftliches und politisches Umfeld beeinträchtigt. Die Effizienzziele wurden großteils erreicht. Auch der Fortschritt im Bereich Nachhaltigkeit war stark, was zu einer positiven Anpassung der Zielerreichung führte.

Matching Share Plan

Der von der Hauptversammlung 2013 genehmigte Matching Share Plan (MSP) für das Jahr 2013 ist ein integraler Teil der jährlichen Bonusvereinbarung und dient als langfristiges Vergütungs

Vorstandsbezüge1) EUR 1.000
Vergütung 2013 Roiss Davies Huijskes Leitner Floren Summe
Fixgehalt 800 744 631 500 600 3.275
Variable Vergütung (bar) 788 690 517 493 —2) 2.488
Sachbezüge (PKW, Unfallver
sicherung und Aufwandersatz)
9 10 9 8 4 40
Summe 1.597 1.443 1.157 1.001 604 5.802
Variable Vergütung (Matching
Share Plan; Anzahl der Aktien)
27.9234) 24.4334) 18.324 17.452 17.452 105.584
Verhältnis fix3) zu variabel 32/68 33/67 36/64 32/68 36/64 36/64
LTIP 2010: Anzahl der Aktien 25.4844) 17.4724) 14.5604) 5.240 62.756

1) Aufgrund von Rundungsdifferenzen ergeben sich in den Einzelsummen Abweichungen. Die variablen Bezüge, deren Auszahlung 2013 erfolgte, beziehen sich auf den Zielerreichungsgrad im Jahr 2012. Das Fixgehalt von David C. Davies beinhaltet einen jährlichen Unterkunftszuschuss. Das Basisgehalt von Jaap Huijskes wurde per 1. Oktober 2013 angepasst

2) Die variable Barvergütung von Hans-Peter Floren für die Zielerreichung im Jahr 2012 in Höhe von EUR 492.500 wurde bereits 2012 ausbezahlt

3) Fixgehalt inkludiert Sachbezüge; variable Vergütung inkludiert Matching Share Plan 4) (Teilweise) in bar ausbezahlt

instrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen variablen Barvergütung (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Bonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen variablen Barvergütung durch den Vergütungsausschuss wird eine gleichwertige (netto nach Steuern) Bonifikation in Form von Aktien des Unternehmens gewährt werden, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind. Vorstandsmitglieder können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits die vom LTIP vorgesehene Mindesthöhe des Eigeninvestments erreicht haben.

In Übereinstimmung mit der variablen Barvergütung ergibt sich aus dem tatsächlichen Zielerreichungsgrad im Jahr 2013 eine Zahlung von 76,2% des Fixgehalts im Jahr 2014.

Rückzahlungsregelung (Clawback)

Im Fall eines Rückzahlungsereignisses werden die zugeteilten Aktien reduziert oder sind gegebenenfalls auf Verlangen des Aufsichtsrats zurückzugeben. Als Rückzahlungsereignis gelten die folgenden Gründe: Erforderliche Berichtigung des geprüften Jahresabschlusses aufgrund von Fehlkalkulationen, wesentliches Versagen des Risikomanagements, das zu signifikanten Verlusten führt, schwerwiegendes Fehlverhalten einzelner Vorstandsmitglieder aufgrund Verletzung österreichischen Rechts. Sofern die zugeteilten Aktien oder ihr Geldgegenwert auf einer fehlerhaften Berechnung der Bonifikation beruhen, sind die Vorstandsmitglieder außerdem verpflichtet, Vergütungen zurückzugeben oder zurückzuzahlen, die aufgrund solcher Berechnungsfehler bezogen wurden.

Überblick über die jährliche Vergütung

Ein Überblick über die Zusammensetzung der jährlichen OMV Vorstandsbezüge auf Basis der Fixgehälter per 31. Dezember 2013 ist der nachstehenden Grafik zu entnehmen. Die Darstellung beruht auf der Annahme, dass alle Leistungskriterien im Ausmaß des Zielwerts erreicht werden.

Langfristige Ziele und Leistungsanreize Long Term Incentive Plan

Der Long Term Incentive Plan (LTIP) wurde seit seiner Einführung im Jahr 2009 jährlich gewährt. Der von der Hauptversammlung 2013 beschlossene LTIP 2013 ist ein langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder und soll die mittel- und langfristige Wertschöpfung bei OMV fördern. Der Plan soll die Interessen des Managements und der Aktionäre aneinander angleichen, indem dem Management eine leistungsabhängige Vergütung in Form von OMV Aktien gewährt wird, wobei die Leistung anhand von Schlüsselindikatoren gemessen wird, die mit der mittelfristigen Strategie und der Aktionärsrendite verknüpft sind.

Die Obergrenze der Aktienzuteilung für jedes Vorstandsmitglied ist ein Prozentsatz des jährlichen Fixgehalts (brutto): 175% für den Vorstandsvorsitzenden, 150% für den stellvertretenden Vorsitzenden, 125% für die übrigen Vorstandsmitglieder.

Der Leistungszeitraum beträgt drei Jahre (1. Jänner 2013 – 31. Dezember 2015). Zu Beginn des Programms wurden Gewichtungen für Schlüsselindikatoren festgelegt:

Indikator Gewichtung
Relativer Total Shareholder
Return (Relativer TSR)
50%
Berichteter Return On Average
Capital Employed (ROACE)
40%
Safety Performance 10%

Der relative TSR wird anhand einer ausgewogenen Vergleichsgruppe von zwölf Öl- und Gasunternehmen ermittelt. Die Zielerreichung ist mittels Vergleich der vereinbarten Indikatoren mit den tatsächlich erzielten Ergebnissen zu bestimmen.

Soweit das Aktienbesitzerfordernis (siehe unten) nicht erreicht ist, erfolgt die Vergütung automatisch in Form von Aktien (netto nach Steuern). Soweit das Aktienbesitzerfordernis erreicht ist, kann die Vergütung in bar erfolgen. Die Berechnung der Anzahl der Aktien erfolgt auf Grundlage des durchschnittlichen Schlusskurses der OMV Aktie an der Wiener Börse während der drei Monate vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. März 2013 (EUR 31,51). Anspruchstag des LTIP 2013 ist der 31. März 2016. Die Höhe der Zuteilung für jede Leistungskennzahl ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

ROACE und Nachhaltigkeit: Höhe der Zuteilung
Leistung Zuteilung
Zielüberschreitung 100%
Ziel 70%
Schwelle 50%
Unter der Schwelle 0%
Relativer TSR: Höhe der Zuteilung
Leistung Leistung relativ zur
TSR-Vergleichsgruppe
Zuteilung
Zielüberschreitung Am oder über
dem oberen Quartil
(≥75. Perzentil)
100%
Ziel Am Median 50%
Schwelle Am unteren Quartil 25%
Unter der Schwelle Unter dem unteren
Quartil (<25. Perzentil)
0%

Zwischen den Quartilen errechnet sich die Zuteilung linear.

Die nachstehende Grafik zeigt die Zielwerte des LTIP 2013 für den OMV Vorstand. Die Darstellung beruht auf der Annahme, dass alle Leistungskriterien im Ausmaß des Zielwerts erreicht werden.

Aktienbesitzerfordernis und Erfüllung
Aktienbesitzerfordernis Erfüllung
In Aktien In % des Gehalts In Aktien (auf Treuhand
depot des Unternehmens)
In % der
Anforderung
Roiss 60.173 200% 60.173 100,00%
Davies 46.070 175% 46.070 100,00%
Huijskes 40.053 150% 21.298 53,17%
Leitner 28.207 150% 27.406 97,16%
Floren 33.848 150% 16.226 47,94%

Aktienbesitzerfordernis

Vorstandsmitglieder müssen ein angemessenes Eigeninvestment in OMV akkumulieren und diese Aktien bis zum Pensionsantritt oder Ausscheiden aus dem Unternehmen halten. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des jährlichen Fixgehalts (brutto) definiert: 200% für den Vorstandsvorsitzenden, 175% für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, 150% für andere Vorstandsmitglieder. Das Eigeninvestment muss innerhalb von fünf Jahren ab Beginn des laufenden Anstellungsvertrags als Vorstandsmitglied aufgebaut und erreicht werden. Alle Vorstandsmitglieder haben die Anforderung des Aktienbesitzerfordernisses zumindest zum Teil bereits durch MSP-Auszahlungen, über frühere LTIP-Investments und/oder durch Übertragung privater Aktien erfüllt (siehe Tabelle oben).

Der Zielerreichungsgrad des LTIP 2011 beträgt 81% und die entsprechende Zuteilung von Aktien oder Barvergütung wird 2014 erfolgen.

Aktienoptionspläne

Langfristige Leistungsanreize wurden bis einschließlich 2008 durch die für Unternehmen vergleichbarer Größe üblichen Aktienoptionspläne abgedeckt. Die Aktienoptionspläne sehen eine Wartefrist von zwei Jahren und danach eine Ausübungsfrist von fünf Jahren vor. Ausgeübt werden darf in beliebigen Tranchen, sofern jeweils die Voraussetzungen (Erreichen eines bei Genehmigung des Planes durch die Hauptversammlung definierten Kursanstiegs der OMV Aktie) vorliegen und kein Handelsverbot besteht. Eine Aktie Eigeninvestment gewährt im Plan 2008 Optionen auf 20 Aktien zu einem ebenfalls durch die Hauptversammlung definierten Preis.

Die Optionen aus den Plänen 2007 bis 2008 sind noch nicht ausgeübt. Nach 2008 wurden keine weiteren Aktienoptionen begeben.

Altersvorsorge

Gerhard Roiss hat Anspruch auf eine leistungsorientierte Pension. Die entsprechenden finanzmathematisch ermittelten Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG). Voraussetzung für die Pension ist eine Funktionsperiode von zumindest fünf Jahren. Der Anspruch erlischt im Fall eines Rücktritts des Vorstandsmitglieds. Die Vorstandsmitglieder David C. Davies, Jaap Huijskes, Manfred Leitner und Hans-Peter Floren haben Anspruch auf eine beitragsorientierte Pension. Die Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG). Die Höhe der Betriebspension ergibt sich aus dem vorhandenen Kapital in der Pensionskasse. Die Verrentung erfolgt gemäß dem genehmigten Geschäftsplan der Pensionskasse. Das Anfallsalter ist grundsätzlich das für jedes Vorstandsmitglied zur Anwendung kommende österreichische gesetzliche Pensionsantrittsalter.

Pensionskassenbeiträge EUR 1.000
Roiss 937
Davies 280
Huijskes 158
Leitner 125
Floren 150
Summe 1.650

Beendigungsansprüche Abfertigung

Die Vorstandsmitglieder Gerhard Roiss und David C. Davies haben die Möglichkeit der Wahl zwischen einer Abfertigung gemäß §23 österreichisches Angestelltengesetz oder 10% des Jahresbasisbruttobezugs für jedes volle Dienstjahr ab vereinbartem Stichtag, wobei im letzteren Fall ein Jahresbasisbruttobezug nicht überschritten werden darf. Auf Jaap Huijskes, Manfred Leitner und Hans-Peter Floren findet das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG) Anwendung.

In Übereinstimmung mit C-Regel 27a öCGK sehen die Anstellungsverträge von Vorstandsmitgliedern vor, dass Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung solcher Verträge ohne wichtigen Grund den im öCGK angeführten Betrag nicht übersteigen dürfen. Im Falle einer vom Vorstandsmitglied initiierten vorzeitigen Beendigung wird keine Abfindung gewährt. Sonstige Anwartschaften und Ansprüche im Zuge der Beendigung der Funktion bestehen nicht.

In Anhangangabe 30 befinden sich weitere Informationen über den Long Term Incentive Plan, den Matching Share Plan und die Aktienoptionspläne (Bewertung, ausstehende Optionen und Ausübung in vorhergehenden Jahren).

Directors' and Officers' (D&O) Versicherung

OMV hat eine Directors and Officers Liability Insurance auf konzernweiter Basis abgeschlossen. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen. Versichert sind Vorstandsmitglieder, Aufsichtsratsmitglieder sowie andere OMV Mitarbeiter (Führungskräfte). Die Versicherung deckt die gesetzliche Haftpflicht versicherter Personen für finanzielle Verluste aufgrund eines Fehlverhaltens in Ausübung ihrer Funktion. Für den laufenden Versicherungszeitraum beträgt die Jahresprämie (inklusive Steuern) für die D&O-Versicherung für den gesamten OMV Konzern ca. EUR 500.000.

Haftungsfreistellung

Für Mitglieder des Vorstands und weitere OMV Mitarbeiter in Organfunktionen von (direkten und indirekten) Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft besteht subsidiär eine Haftungsfreistellung seitens der OMV Aktiengesellschaft für Inanspruchnahme durch Dritte in Ausübung der Organfunktion, sofern nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorliegt.

Grundsätze der Vergütung ausgewählter Führungskräfte und Experten

Das Grundgehalt wird nach international anerkannten Verfahren zur Berücksichtigung der Marktgegebenheiten unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und kollektivvertraglichen Regelungen festgelegt. Die für den Vorstand geltenden Grundsätze werden in angepasster Form auch auf diese Mitarbeiter angewendet.

Daher nehmen definierte Mitglieder in Führungsebenen des Konzerns (insgesamt 96 Personen) am Long Term Incentive Plan teil. Ebenso gelten für sie jährliche Bonusvereinbarungen, wie im Folgenden dargestellt:

Für etwa 4.000 Führungskräfte und Experten gab es 2013 ein gestuftes Management by Objectives-Programm (MbO), wonach Anspruch auf Bonifikation bei Erreichen der Ziele besteht. Länderweise unterschiedlich gibt es für sonstige Mitarbeiter Bonussysteme, an deren Ausgestaltung auch die Arbeitnehmervertreter mitwirken.

Voraussetzung für Zahlungen ist in allen Systemen sowohl das Erreichen von finanziellen und nichtfinanziellen Unternehmenszielen als auch von individuell vereinbarten Zielen.

Die mit den Teilnehmern am MbO getroffenen Zielvereinbarungen sind für alle Teilnehmer über ein unternehmensweites Performance and Development System (PDS) einsehbar. Damit können die Teilnehmer wechselseitig Ziele berücksichtigen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat von OMV besteht aus zehn von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern sowie fünf von der Konzernvertretung entsendeten Mitgliedern. Die nächste Wahl der Aufsichtsratsmitglieder erfolgt in der Hauptversammlung 2014. Die Mitglieder des Aufsichtsrats von OMV sowie ihre Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Unternehmen sind nachstehend angeführt.

Rudolf Kemler, *1956

(Vorstandsvorsitzender der Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG)), Vorsitzender Mandate: Österreichische Post AG – Vorsitz und Telekom Austria AG – Vorsitz.

Wolfgang C. Berndt, *1942 Stv. Vorsitzender Mandate: GfK SE, Miba Aktiengesellschaft.

Murtadha Al Hashmi, *1966

(Finanzvorstand, International Petroleum Investment Company (IPIC)), Stv. Vorsitzender Mandate: Compania Española de Petróleos S.A.U. (bis 9. Dez. 2013) und Banvit Bandirma Vitaminli Yem Sanayii A.S¸ .

Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti, *1979 (Manager Evaluation & Execution, IPIC).

Elif Bilgi-Zapparoli, *1967

(Vorstandsvorsitzende, Merrill Lynch Yatirim Bank A.S. und Merrill Lynch Menkul Degerler A.S.).

Helmut Draxler, *1950 Mandat: RHI AG.

Wolfram Littich, *1959 (Vorstandsvorsitzender Allianz Elementar Versicherungs-AG).

Herbert Stepic, *1946

(Vorstandsvorsitzender (bis 7. Juni 2013) und danach Senior Advisor von Raiffeisen Bank International AG).

Herbert Werner, *1948 Mandat: Ottakringer Getränke AG.

Norbert Zimmermann, *1947

Mandate: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG – Vorsitz, Oberbank AG.

Von der Konzernvertretung entsendet (Arbeitnehmer):

Christine Asperger, *1964 (seit 1. Jän. 2013), Wolfgang Baumann, *1958, Franz Kaba, *1953 (bis 31. Mai 2013), Herbert Lindner, *1961 (seit 1. Juni 2013), Ferdinand Nemesch, *1951 (bis 31. Mai 2013), Alfred Redlich, *1966 (seit 1. Juni 2013), Martin Rossmann, *1970.

Nähere Informationen zu allen Mitgliedern des Aufsichtsrats von OMV, einschließlich ihrer Berufslaufbahnen, sind auf der Website von OMV unter www.omv.com > Über OMV > Corporate Governance & Organisation > Aufsichtsrat verfügbar.

Diversität

Bei der Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrats stehen einschlägiges Wissen und Erfahrung in Führungspositionen im Vordergrund. Darüber hinaus werden aber Aspekte der Diversität der Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Internationalität seiner Mitglieder, die Vertretung beider Geschlechter und die Altersstruktur berücksichtigt. Dem Aufsichtsrat gehören drei Frauen und drei Mitglieder nichtösterreichischer Nationalität an. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind zwischen 34 und 71 Jahre alt.

Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat hat die Kriterien für die Unabhängigkeit definiert (Beschlüsse vom 21. März 2006 und 25. März 2009). Zusätzlich zu den in Anhang 1 öCGK festgelegten Leitlinien hat der Aufsichtsrat die folgenden Kriterien für seine von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder beschlossen:

Das Aufsichtsratsmitglied darf nicht Mitglied der Geschäftsführung einer OMV Konzerngesellschaft sein

  • Das Aufsichtsratsmitglied darf von der Gesellschaft oder einer verbundenen Gesellschaft keine Aktienoptionen halten oder sonstige erfolgsbezogene Vergütungen von einer OMV Konzerngesellschaft beziehen
  • Das Aufsichtsratsmitglied darf kein Anteilseigner mit einer Kontrollbeteiligung (im Sinne der EU-Richtlinie 83/349 EWG – das ist eine Beteiligung von mehr als 50% der Stimmrechte oder eine Beherrschung, etwa durch Nominierungsrechte) sein oder einen solchen Anteilseigner vertreten

Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder, mit Ausnahme von Helmut Draxler und Herbert Werner in Bezug auf die Dauer der Zugehörigkeit, haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2013 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (Regel C 53 öCGK). Gemäß Regel C 54 öCGK haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Wolfgang Berndt, Elif Bilgi--Zapparoli, Helmut Draxler, Wolfram Littich, Herbert Stepic, Herbert Werner und Norbert Zimmermann erklärt, im Geschäftsjahr 2013 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung weder Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% gewesen zu sein noch die Interessen solcher Anteilseigner vertreten zu haben.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Zur Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstands, diskutiert der Aufsichtsrat Lage und Ziele des Unternehmens in jenen Sitzungen, in denen auch (abgesehen von Dringlichkeitsfällen) die Beschlüsse gefasst werden. Vier Ausschüsse gewährleisten den bestmöglichen Einsatz der Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder. Eine kurze Beschreibung der Ausschüsse folgt unten (siehe auch Bericht des Aufsichtsrats).

Der Aufsichtsrat hat 2013 sieben Treffen abgehalten. Zwei dieser Treffen waren einer eingehenden Erörterung der OMV Strategie durch den Vorstand und den Aufsichtsrat gewidmet. Mit Ausnahme von Elif Bilgi-Zapparoli hat kein Mitglied des Aufsichtsrats an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat eine Selbstevaluierung durchgeführt und die Effizienz seiner Aktivitäten diskutiert, insbesondere seiner Organisation und Arbeitsweisen.

Präsidial- und Nominierungsausschuss

Dieser Ausschuss ist ermächtigt, in dringenden Angelegenheiten zu entscheiden. Der Aufsichtsrat kann dem Präsidial- und Nominierungsausschuss im Einzelfall oder auf Dauer weitere Aufgaben und Genehmigungsbefugnisse übertragen. Als Nominierungsausschuss unterbreitet er dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung neuer oder frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit der Nachfolgeplanung. Ferner unterbreitet er der Hauptversammlung Vorschläge zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. 2013 haben vier Sitzungen des Präsidialund Nominierungsausschusses stattgefunden, deren Fokus auf der OMV Strategie, auf dem System der Nachfolgeplanung von OMV, der Vorbereitung der Verlängerung der Funktionsperioden der Vorstandsmitglieder und der Identifizierung potenzieller Kandidaten für den Aufsichtsrat lag.

Prüfungsausschuss

Dem Prüfungsausschuss obliegen die Aufgaben gemäß § 92 Abs. 4a Aktiengesetz (AktG). Es haben sechs Sitzungen des Prüfungsausschusses stattgefunden. In diesen wurden überwiegend die Vorbereitung der Abschlussprüfung, die Prüfung der Tätigkeit der Abschlussprüfer, der Internen Revision, des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements behandelt sowie die Präsentation des Jahresabschlusses erarbeitet.

Abschlussprüfer

Der Aufsichtsrat überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und überprüft eine Aufstellung des Prüfungsentgelts und der Entgelte für über die Prüfung hinausgehende zusätzliche Leistungen. Der Aufwand für den Abschlussprüfer Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. (einschließlich deren Netzwerk im Sinne des § 271b UGB) betrug 2013 für die jährliche Prüfung EUR 2,67 Mio, für andere Bestätigungsleistungen EUR 0,89 Mio und für sonstige Aufträge EUR 0,89 Mio.

Projektausschuss

Bei Bedarf unterstützt dieser Ausschuss den Vorstand bei der Vorbereitung komplexer Entscheidungen über grundlegende Fragen und berichtet über die Ergebnisse und allfällige Empfehlungen an den Aufsichtsrat. 2013 trat der Projektausschuss einmal zusammen und traf eine Entscheidung per Umlaufbeschluss. Der Projektausschuss genehmigte Explorationsprojekte in Afrika südlich der Sahara und auf der Arabischen Halbinsel sowie eine Veräußerung im Geschäftsbereich R&M.

Vergütungsausschuss

Dieser Ausschuss (dem keine Arbeitnehmervertreter angehören) befasst sich mit allen Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er ist somit insbesondere zum Abschluss, der Änderung und Auflösung der Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern sowie zur Entscheidung über die Gewährung von Bonifikationen (variable Bezüge) und dergleichen an Vorstandsmitglieder ermächtigt. Der Vergütungsausschuss trat 2013 viermal zusammen. Vorstandsmitglieder wurden eingeladen, an Teilen der Sitzungen des Vergütungsausschusses teilzunehmen.

PricewaterhouseCoopers LLP (PwC) beriet den Ausschuss in Vergütungsfragen. Die Leistungen inkludierten auf öffentlichen Daten beruhende Marktinformationen, Information zu Corporate Governance-Entwicklungen und deren Anwendung auf das Unternehmen, Beratung zur angemessenen Struktur von kurz- und langfristigen Anreizen sowie Information über die Vergütung und die Performance von Vergleichsgruppen. PwC wurde vom Vergütungsausschuss beauftragt und war nicht für den OMV Vorstand beratend tätig, womit die Unabhängigkeit im Sinne des öCGK gewährleistet war. Ansonsten berät PwC das Unternehmen in Zusammenhang mit dem Risikomanagement und Steuerangelegenheiten. Schließlich nahm der OMV Vorstand Beratungsleistungen von Towers Watson Austria GmbH zum Benchmarking von Führungskräften in Anspruch.

Interessenkonflikte, zustimmungspflichtige Geschäfte mit Mitgliedern des Aufsichtsrats

Zustimmungspflichtige Verträge gemäß § 95 Abs. 5 Z 12 AktG gab es nicht; hingewiesen sei auf Transaktionen im Umfang von ca. EUR 1,87 Mrd mit Unternehmen der Raiffeisengruppe (Herbert Stepic war bis 7. Juni 2013 Vorstandsvorsitzender von Raiffeisen Bank International AG; die erwähnten Transaktionen repräsentieren weniger als 1,5% der Bilanzsumme der Raiffeisengruppe). Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats werden nach dem in der Geschäftsordnung ausführlich geregelten Verfahren behandelt.

Vergütung

Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung (HV) jährlich die Vergütungen der von der HV gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die HV 2013 hat für das Geschäftsjahr 2012 folgendes Vergütungsschema beschlossen:

Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder EUR
für den Vorsitzenden 29.200
für die Stellvertreter 21.900
für die Mitglieder 14.600
für den Vorsitzenden eines Ausschusses 12.000
für den stellvertretenden Ausschussvorsitzenden 10.000
für die Mitglieder eines Ausschusses 8.000

Die bei den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern angeführten Beträge wurden 2013 für das Geschäftsjahr 2012 ausbezahlt. Aufwandersatz (Reisespesen, Sitzungsgeld) ist darin nicht enthalten.

Insgesamt betrug der Aufwand für den Aufsichtsrat im Jahr 2013 EUR 640.951; davon an bezahlten Vergütungen (für das Geschäftsjahr 2012) EUR 367.200, an Sitzungsgeldern EUR 75.847, an Reisespesen EUR 113.723 und an Technik, Organisation und Übersetzung EUR 84.181.

Mitwirkung der Arbeitnehmervertretung

Die Konzernvertretung hält regelmäßig Aussprachen mit dem Vorstand. Diese dienen der wechselseitigen Information über Arbeitnehmer betreffende Entwicklungen im Unternehmen. Darüber hinaus hat die Konzernvertretung von ihrem Recht Gebrauch gemacht, Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden (ein

Name Funktion/ Vergütung
(aktuelle Mitglieder fett gedruckt)
Rudolf Kemler
Ausschussmitglied 1)
Vorsitzender; auch in PräsA,
ProjA, PrüfA, VergA
(in EUR)
12.8672)
Dauer 1)
1.11.2012 – oHV 2014
Markus Beyrer Vorsitzender; auch in PräsA,
ProjA, PrüfA, VergA
64.3332) 17.5.2011 – 31.10.2012
Wolfgang C. Berndt Stv. Vorsitzender; auch in
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
61.900 26.5.2010 – oHV 2014
Murtadha Al Hashmi Stv. Vorsitzender; auch in
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
39.914 10.5.2012 – oHV 2014
Khadem Al Qubaisi Stv. Vorsitzender; auch in
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
21.9863) 26.5.2010 – 10.5.2012
Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti PräsA, ProjA 30.600 14.5.2008 – oHV 2014
Elif-Bilgi Zapparoli 14.600 13.5.2009 – oHV 2014
Helmut Draxler PrüfA, VergA4) 22.600 16.10.1990 – oHV 2014
Wolfram Littich ProjA, PrüfA 30.600 23.5.2001 – oHV 2014
Herbert Stepic 14.600 18.5.2004 – oHV 2014
Herbert Werner PrüfA 22.600 4.6.1996 – oHV 2014
Norbert Zimmermann ProjA, VergA4) 30.600 23.5.2001 – oHV 2014
Christine Asperger —5) seit 1.1.20136)
Wolfgang Baumann PräsA, ProjA, PrüfA —5) 16.12.1998 – 1.4.1999
und neuerlich seit
11.11.20046)
Franz Kaba ProjA —5) 1.4.1999 – 31.5.2013
Herbert Lindner ProjA, PrüfA —5) seit 1.6.20136)
Ferdinand Nemesch ProjA, PrüfA —5) 1.11.2003 – 31.5.2013
Alfred Redlich —5) seit 1.6.20136)
Martin Rossmann PräsA, ProjA, PrüfA —5) seit 5.5.20116)

1) Erläuterung: PräsA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, ProjA = Projektausschuss, PrüfA = Prüfungsausschuss, VergA = Vergütungsausschuss, oHV = ordentliche Hauptversammlung

2) Rudolf Kemler und Markus Beyrer haben in Entsprechung ihres Vorstandsvertrags mit der ÖIAG die Vergütung für ihre Aufsichtsratsfunktion in der OMV Aktiengesellschaft an die ÖIAG abgetreten

3) Die Vergütung von Khadem Al Qubaisi für 2012 war zum 31. Dezember 2013 noch nicht ausbezahlt

4) Helmut Draxler folgte per 12. August 2013 Norbert Zimmermann als Mitglied des VergA nach

5) Von der Konzernvertretung entsendete Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Vergütung, sondern nur Sitzungsgelder 6) Die Entsendung durch die Konzernvertretung erfolgt auf unbestimmte Zeit; die Arbeiternehmervertreter können jedoch jederzeit vom entsendenden Organ abberufen werden

Arbeitnehmervertreter je zwei von der HV gewählte Mitglieder). Demzufolge sind fünf der 15 Aufsichtsratsmitglieder Arbeitnehmervertreter.

Minderheitenrechte der Aktionäre

  • Hauptversammlung: Wenn mindestens 5% der Aktionäre dies verlangen, muss eine Hauptversammlung einberufen werden
  • Mindestens 5% der Aktionäre können die Aufnahme von Tagesordnungspunkten verlangen
  • Mindestens 1% der Aktionäre können zu jedem Punkt der Tagesordnung Beschlussvorschläge übermitteln. Diese sind auf Forderung der jeweiligen Aktionäre von der Gesellschaft auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen
  • Mindestens 10% der Aktionäre können eine Sonderprüfung bei Vorliegen von Verdachtsgründen für Unredlichkeiten oder grobe Ver-

letzungen von Gesetz oder Satzung durchsetzen

  • Bei der Hauptversammlung sind alle Aktionäre, die ihren Anteilsbesitz ordnungsgemäß nachgewiesen haben, zur Teilnahme, einschließlich Fragen und Abstimmung, berechtigt
  • Wahl des Aufsichtsrats: Wenn dieselbe Hauptversammlung zwei oder mehr Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat, muss über jede zu besetzende Stelle gesondert abgestimmt werden. Wenn dieselbe Hauptversammlung wenigstens drei Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat und sich vor der Abstimmung über die letzte zu besetzende Stelle ergibt, dass wenigstens ein Drittel aller abgegebenen Stimmen bei allen vorangegangen Wahlen zugunsten derselben Person, aber ohne Erfolg abgegeben wurde, muss diese Person zum Aufsichtsratsmitglied erklärt werden

Frauenförderung

  • Das Unternehmen ist bemüht, die Entwicklung von Frauen in Führungspositionen zu fördern. Zwar ist im Vorstand der OMV Aktiengesellschaft keine Frau vertreten, doch leitet Mariana Gheorghe als Vorstandsvorsitzende der OMV Petrom SA das größte Unternehmen des Konzerns, und Gülsüm Azeri ist Vorstandsvorsitzende von Petrol Ofisi. In den Aufsichtsrat der OMV Aktiengesellschaft wurden von der Hauptversammlung zwei Frauen gewählt, das sind 20% der Kapitalvertreter. Seit 1. Jänner 2013 gehört auch Christine Asperger dem Aufsichtsrat an. Sie ist die erste Frau, die von der Konzernvertretung entsandt wurde
  • 14,3% der Senior Vice President-Positionen werden von Frauen eingenommen. Der Frauenanteil im Konzern insgesamt beträgt etwa 22,4%.

Als sehr technikorientiertes Unternehmen ist es eine signifikante Herausforderung, in allen Bereichen eine adäquate Frauenquote zu erzielen, in den nichttechnischen Bereichen stellen sich die Aufnahmequoten als ausgewogen dar

  • Der Vorstand hat eine Diversity-Strategie beschlossen. Langfristiges Ziel ist es, bis 2020 im Senior Management einen "Diversity-Mix" von 30% weiblichen und 50% internationalen Mitarbeitern zu erreichen
  • Darüber hinaus wurde ein Zielwert für den Frauenanteil im Rahmen der Programme des Unternehmens zur Talenteförderung festgelegt
  • Zur Unterstützung berufstätiger Eltern junger Kinder unterhält die OMV Konzernzentrale zwei Betriebskindergärten für Kinder von OMV Mitarbeitern. Während der Elternteilzeit besteht auch die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten

Wien, am 19. März 2014

Der Vorstand

Gerhard Roiss David C. Davies

Hans-Peter Floren Jaap Huijskes Manfred Leitner

Lagebericht Lagebericht

Geschäftsverlauf 2013

Die im Geschäftsjahr 2013 erwirtschafteten Umsatzerlöse betrugen EUR 131,80 Mio (2012: EUR 133,66 Mio). Da die OMV Aktiengesellschaft die Aufgaben einer Management-Holding wahrnimmt, bestehen die Umsatzerlöse hauptsächlich aus den an die Nachfolgegesellschaften verrechneten Konzernumlagen, welche im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken sind.

Das Betriebsergebnis (EBIT) beläuft sich auf EUR –48,24 Mio (2012: EUR –34,73 Mio). Das niedrigere Betriebsergebnis 2013 ist im Wesentlichen auf höhere Marketing- und Vertriebskosten zurückzuführen.

Der Finanzerfolg errechnet sich im Geschäftsjahr 2013 mit EUR 193,07 Mio (2012: EUR 811,34 Mio). Das Finanzergebnis der OMV Aktiengesellschaft als Holding besteht im Wesentlichen aus Dividenden- und Beteiligungserträgen der operativen Gesellschaften. Die Netto-Erträge aus Beteiligungen betrugen EUR 320,75 Mio und lagen damit weit unter dem Niveau von 2012 (EUR 1.013,69 Mio).

Die Gesellschaften im Bereich Exploration und Produktion (E&P) exklusive Petrom verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr, vor allem aufgrund des gekündigten Ergebnisabführungsvertrags der OMV Exploration & Production GmbH sowie gesunkenen Fördermengen einen Rückgang des Beteiligungsergebnisses auf EUR 220,00 Mio (2012: EUR 666,40 Mio).

Das Beteiligungsergebnis des Bereichs Gas und Power (G&P) exklusive Petrom lag mit EUR –102,85 Mio unter dem Vorjahresniveau (2012: EUR 37,16 Mio). Das niedrige Ergebnis ist auf das schwierige Marktumfeld zurückzuführen.

Das Beteiligungsergebnis des Bereichs Raffinerien und Marketing (R&M) exklusive Petrom sank auf EUR Null (2012: EUR 48,82 Mio). Das niedrigere Ergebnis im Vergleich zu 2012 ist im Wesentlichen auf die Dotierung einer satzungsmäßigen Gewinnrücklage in der OMV Refining & Marketing GmbH zurückzuführen.

Investitionen

Die Investitionen im Jahr 2013 sind im Wesentlichen geprägt von Kapitalzuführungen an die OMV Australia PTY LTD, an die OMV Solutions GmbH sowie an die OMV Exploration & Production GmbH.

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit für das Geschäftsjahr 2013 betrug EUR 948,72 Mio (2012: EUR 603,45 Mio), der Cashflow aus der Investitionstätigkeit EUR –1.697,99 Mio (2012: EUR –103,74 Mio) und der Cashflow aus der Finanzierung EUR 133,38 Mio (2012: EUR 240,71 Mio).

Der Jahresüberschuss betrug EUR 192,37 Mio (2012: EUR 817,75 Mio).

Die Bilanzsumme erhöhte sich 2013 auf EUR 14.332,30 Mio (2012: EUR 13.889,14 Mio).

Das Eigenkapital einschließlich unversteuerter Rücklagen wurde zum 31. Dezember 2013 mit EUR 7.657,55 Mio ermittelt (2012: EUR 7.855,30). Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2013 betrug 53,43% (2012: 56,56%).

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2013 lag bei rund 87,98% (2012: 65,16%).

Der ROE (Return On Equity, Jahresüberschuss/durchschnittliche Eigenmittel) wurde mit 2,48% (2012: 10,74%) ermittelt.

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter, die in der Konzernzentrale tätig waren, betrug 2013 405 (2012: 419).

Informationen gemäß § 243a

Unternehmensgesetzbuch (UGB) Gemäß § 243a UGB sind die folgenden Informationen anzugeben:

  1. Das Grundkapital beträgt EUR 327.272.727 und ist in 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.

  2. Zwischen den Kernaktionären Österreichische Industrieholding Aktiengesellschaft (ÖIAG) und International Petroleum Investment Company (IPIC) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.

  3. ÖIAG hält 31,5% und IPIC hält 24,9% des Grundkapitals.

  4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht.

  5. Arbeitnehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.

  6. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 Aktiengesetz (AktG) und Satzungsänderungen (ausgenommen Unternehmensgegenstand) genügt die einfache Stimmen- und

Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.

7.a) Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 77,9 Mio durch Ausgabe von bis zu 77.900.000 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital). In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand auf Grundlage seiner Beschlüsse vom 16. Mai 2011 und 6. Juni 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft im Wege einer Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital von EUR 300.000.000 um EUR 27.272.727 auf EUR 327.272.727 durch Ausgabe von 27.272.727 neuen Aktien erhöht. Der Vorstand ist in Folge der Durchführung der zuvor beschriebenen Kapitalerhöhung nunmehr ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 50,6 Mio durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital).

b) Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Ziffer 1 AktG um bis zu EUR 50,6 Mio durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 13. Mai 2009 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

c) Die Summe der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen aktuell oder potenziell auszugebenden Bezugsaktien und die Anzahl der aus dem genehmigten Kapital auszugebenden Aktien darf 50.627.273 Stück nicht überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen nach lit. a) und b), wobei das Wandlungsrecht der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen jedenfalls gewahrt sein muss.

d) Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Der Erwerb konnte bis zum 16. November 2013 über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen. Der Vorstand ist auch ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

e) Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, bis einschließlich 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die eigenen Aktien können insbesondere (a) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen, (b) zur Bedienung von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, (c) als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und (d) zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck verwendet werden. Hierbei kann auch die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre ausgeschlossen werden, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.

  1. Zusätzlich zur Kapitalerhöhung wurde am 25. Mai 2011 eine Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750 Mio erfolgreich platziert. Das Hybridkapital wird bis zum 26. April 2018 mit einem festen Zinssatz von 6,75% verzinst. Anschließend wird das Hybridkapital bis 26. April 2023 mit einem noch festzulegenden festen Reset-Zinssatz und danach mit einem variablen Zinssatz mit einem step-up von 100 Basispunkten verzinst. Das Hybridkapital hat keinen Endfälligkeitstag und kann seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die Gesellschaft hat insbesondere das Recht, das Hybridkapital zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat der Konzern die Möglichkeit, die Hybridanleihe vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.

  2. Weitere bedeutende Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft in Folge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden, bestehen zum 31. Dezember 2013 nicht.

  3. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.

  4. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontrollund des Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind: Standards für interne Kontrollsysteme werden in internen Konzernrichtlinien festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Standards durch regelmäßige Prüfungen, basierend entweder auf dem vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats genehmigten Jahresprüfungsplan oder in Form von ad hoc Prüfungen. Die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats präsentiert. Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen durch das Konzern-IFRS-Accounting-Manual wird ebenfalls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagement-System. Der Rechnungslegungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Für die wesentlichen "End-toend" Prozesse (z.B. Purchase-to-Pay, Order-to-Cash) werden konzernweit gültige Standards definiert. Auf Basis eines rollierenden Zeitplans werden diese hinsichtlich Umsetzung und Effektivität überprüft. Zusätzlich beurteilen die Abschlussprüfer regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

Risikomanagement

OMV ist ein integrierter, internationaler Öl- und Gaskonzern. Die Aktivitäten erstrecken sich von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen, über die Verarbeitung, bis hin zu Handel und Vermarktung von Mineralölprodukten sowie Erdgas. Zudem betreibt der Konzern zwei Gaskraftwerke in Rumänien und der Türkei. Wie die gesamte Öl- und Gasindustrie ist auch OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, insbesondere Marktrisiken, operativen, strategischen, regulativen, politischen und Katastrophenrisiken. Der Konzern vertritt die Ansicht, dass durch die substanzielle Diversifikation und die damit verbundenen teilweise gegenläufigen Risiken das Gesamtrisiko signifikant reduziert wird. Die ausgleichende Wirkung von gegenläufigen Branchenrisiken durch das hohe Ausmaß an Integration erfolgt jedoch häufig zeitlich verzögert oder abgeschwächt. Daher konzentrieren sich die Konzern-Risikomanagement-Aktivitäten auf die konzernweite Nettoposition der Risiken des aktuellen und zukünftigen Portfolios. Die Themenbereiche Risikomanagement und Versicherung werden zentral durch den Bereich Corporate Finance koordiniert, welcher sicherstellt, dass im gesamten Konzern definierte und konsistente

Prozesse, Methoden und Techniken in Bezug auf Risikomanagement angewandt werden.

Das generelle Ziel der Risikopolitik ist es, den für Wachstum benötigten Cashflow des Konzerns abzusichern und ein der Risikoneigung des OMV Konzerns entsprechendes starkes Investment Grade Kredit-Rating zu behalten. Auch die Auswirkungen verschiedener Risiken von neuen Strategien auf das Rating werden verfolgt. Risikostrategien für finanzielle Risiken (z.B. Marktpreis und Währungen) werden quartalsweise im Financial Risk Committee überprüft. Ein funktionsübergreifendes Komitee ("Risk Committee"), bestehend aus Mitgliedern des Senior Managements, stellt sicher, dass ein unternehmensweites Risikomanagement (UWRM) Programm implementiert ist, um übergreifende Risiken innerhalb des Konzerns effektiv zu managen.

Das UWRM wird laufend verbessert, um einen höchstmöglichen Mehrwert für das Unternehmen durch risikobasierte Managemententscheidungen zu erreichen. Durch richtige Einschätzung der finanziellen, operativen und strategischen Risiken soll die Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten systematisch unterstützt werden, um somit den Wert des Konzerns nachhaltig zu erhöhen. Durch das UWRM-System wurden seit 2003 in allen Bereichen der Organisation, einschließlich der Tochtergesellschaften in mehr als 20 verschiedenen Ländern, das Risikobewusstsein und die Kenntnisse über das Risikomanagement deutlich verbessert.

Die Risikokultur des Konzerns wird dabei durch eine IT-Anwendung unterstützt, welche dem Risikomanagementprozess innerhalb des Konzerns folgt: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikobewältigung, Berichterstattung und Monitoring mittels fortlaufender Überwachung von Änderungen des Risikoprofils. Die durch einen Bottom-Up-Prozess ermittelten Konzernrisiken werden mit Hilfe einer Monte Carlo Simulation berechnet und mit den Planungsdaten des Konzerns verglichen. Diese Herangehensweise wird in Bezug auf strategische Risiken mit einem Top-Down-Prozess seitens des Senior Managements kombiniert. Die Ergebnisse des UWRM-Prozesses werden zusammen mit einem Risikobericht von wesentlichen nicht voll konsolidierten Beteiligungen zweimal jährlich dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss präsentiert. In Anwendung des Österreichischen Corporate Governance Kodex wird die Funktionsfähigkeit des UWRM-Systems jährlich durch den Wirtschaftsprüfer evaluiert. Folgende nichtfinanzielle und finanzielle Schlüsselrisiken wurden in Bezug auf die Erreichung des Mittelfrist-Plans ermittelt: Marktpreisrisiken, Länderrisiken, rechtliche Risiken, Geschäftsprozessrisiken, Währungsrisiken (vor allem hinsichtlich USD, RON und TRY), Projektrisiken, Personalrisiken, sowie Risiken in Bezug auf Katastrophen.

Obwohl der Konzern über langjährige Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Mittel- und Osteuropa, Südosteuropa sowie der internationalen Märkte der Öl- und Erdgasproduktion verfügt, werden die politischen Entwicklungen in allen Märkten, in denen der Konzern tätig ist, kontinuierlich analysiert. Außerdem werden spezifische Länderrisiken vor dem Eintritt in neue Länder überprüft. Betreffend Umweltrisiken existiert ein konzernweites Berichtssystem, das bestehende und potenzielle Verpflichtungen bewertet. Die Risiken im Zusammenhang mit dem EU Emissionshandel (EU ETS) werden separat erfasst, konzernweit zusammengeführt und vom Carbon Steering Committee laufend überprüft. Speziell die Auswirkungen der geänderten Zuteilungsregeln im EU ETS ab 2013 werden detailliert analysiert. Darüber hinaus beobachtet der Konzern die Entwicklung klimapolitischer Regelungen in allen Ländern, in denen es Aktivitäten gibt. Im Bereich Human Resources wird durch gezielte Nachfolge- und Entwicklungsplanung für die Verfügbarkeit von geeigneten Führungskräften für weitere Wachstumsschritte zeitgerecht vorgesorgt, um damit Personalrisiken zu begegnen.

Die Steuerung und Kontrolle erkannter und bewerteter Risiken erfolgt unter Anwendung der definierten Risikopolitik auf allen Ebenen mit zugeordneten Verantwortlichkeiten. Das Management von Schlüsselrisiken wird zentral und durch spezielle Konzernrichtlinien geregelt, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Recht und Compliance, Human Resources, Corporate Social Responsibility mit Fokus auf Menschenrechte und Marktpreisrisiken.

Die Analyse und das Management finanzieller Risiken, welche aus Fremdwährungen, Zinssätzen, Güterpreisen, Kontrahenten, CO2-Emissionen, Liquidität und versicherbaren Risiken resultieren, erfolgt zentral im Bereich Corporate Finance auf konsolidierter Basis.

Marktpreisrisiken werden zentral betrachtet und ihre möglichen Cashflow Auswirkungen mittels eines spezifischen Risiko-Modells, das Portfolio-Effekte berücksichtigt, analysiert. Die Resultate der Risikoanalyse werden im Financial Risk Committee, das sich aus dem Management der Geschäftsbereiche sowie der Konzernfunktionen zusammensetzt, besprochen. Dem Vorstand werden entsprechende Vorschläge betreffend Hedging-Strategien zur Genehmigung unterbreitet.

Die größten Fremdwährungsrisiken werden durch Schwankungen des USD gegenüber EUR, RON und TRY verursacht. Der Konzern ist hauptsächlich aufgrund der Verkäufe aus der Öl- und Gasproduktion in einer Netto-USD-long-Position. Die Auswirkungen auf den Cashflow und/oder die Bilanz (Translationsrisiko) werden ebenso wie die Relation zum Ölpreis regelmäßig überwacht.

Auch im Zusammenhang mit Beteiligungen in Rumänien, der Türkei und in Norwegen ist der Konzern Währungsumrechnungsrisiken ausgesetzt.

Zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Konzerns wurden im Rahmen definierter Regelungen USD- und EUR-Kredite von fixen auf variable Zinsen und vice versa umgestellt. Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzern- und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limitgrenzen für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht und gesteuert. Die Vorgehensweise ist sowohl beim Konzern als auch bei Petrom und Petrol Ofisi in einer Richtlinie festgelegt.

Nachhaltigkeit & HSSE

(Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit, Umwelt)

OMV hat eine lange Geschichte im Nachhaltigkeitsmanagement und eine Erfolgsbilanz vorzuweisen, die ein starkes Verantwortungsbewusstsein gegenüber Umwelt und Gesellschaft widerspiegelt. 2013 hat OMV bei der Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzepts "Resourcefulness" gute Fortschritte erzielt – neue Meilensteine wurden gesetzt und Nachhaltigkeit weiter in die Geschäftstätigkeit integriert. Ziel ist es, langfristige, nachhaltige Win-Win-Situationen für die Gesellschaft, die Umwelt und OMV zu schaffen. Das Konzept ist ein Schlüsselelement der OMV Strategie "Profitables Wachstum". Der Fokus der Initiativen, die im Rahmen von Resourcefulness umgesetzt werden, liegt in den Bereichen Bildung & Entwicklung, Umweltmanagement und Neue Energien. Starke Governance-Strukturen gewährleisten die Entwicklung und die Integration des Konzepts in das Kerngeschäft. Das interne Resourcefulness Executive Team, unter Leitung von Gerhard Roiss, Generaldirektor von OMV, ist für die Festlegung strategischer Prioritäten verantwortlich und wird dabei vom Resourcefulness Advisory Board unterstützt, das sich aus anerkannten externen Fachleuten zusammensetzt und OMV bei der Weiterentwicklung von Resourcefulness berät.

Die Corporate HSSE-Abteilung leitet und koordiniert in Absprache mit den Geschäftsbereichen und Petrom die Formulierung der konzernweiten HSSE-Strategie und der jährlichen HSSE-Ziele in der Balanced Scorecard.

2013 wurde die in 2011 entwickelte konzernweite Funktionalstrategie für HSSE weiter implementiert.

2013 gab es in der OMV Aktiengesellschaft keinen berichteten Unfall. Einen Beinahe-Unfall sowie 126 Gefährdungen und Beobachtungen wurden gemeldet.

Auch 2013 wurden Trainings- und Informationsveranstaltungen durchgeführt, um das Bewusstsein für Gesundheits-, Sicherheit- und Umweltfragen zu stärken. Am 20. Juni 2013 fand zum zweiten Mal der OMV Global Safety Day statt. Bei diesem globalen Event konnten Mitarbeiter in der OMV Zentrale sowie an den OMV Standorten insbesondere prozesssicherheitsrelevante Themen sowie die bereits 2012 eingeführten 8 Goldenen HSSE-Regeln diskutieren. Konzernweit wurden 2013 353.349 HSSE-Trainingsstunden absolviert.

Das arbeitsmedizinische Zentrum bietet neben der regelmäßigen ambulanten, ärztlichen Ordinationsbetreuung zahlreiche Trainingskurse. Mitarbeiterinnen für Physiotherapie und Ernährungsberatung stehen regelmäßig zur Verfügung. Im Bereich Gesundheitsvorsorge wurden im vergangenen Jahr u.a. eine Blutspendekampagne durchgeführt sowie Pilotaktivitäten zur Evaluierung und Prävention psychischer Belastungen am Arbeitsplatz durchgeführt. Diese werden in den Folgejahren weiter ausgerollt.

2013 wurden die Hauptversammlung, die Aufsichtsratssitzungen und das Jahrestreffen der Rechtsexperten klimaneutral durchgeführt.

Forschung und Entwicklung

OMV Aktiengesellschaft betreibt selbst keine Forschung und Entwicklung, koordiniert jedoch die gruppenweiten Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Wesentliche Ereignisse im Konzern nach dem Bilanzstichtag

Die Matuku-1 Explorationsbohrung in Neuseeland ist Ende Jänner 2014 finalisiert worden. Die endgültigen Ergebnisse haben die Anwesenheit von kommerziellen Mengen von Kohlenwasserstoffen nicht bestätigt. Somit wird dies zu einer Abschreibung von ca. EUR 40 Mio in Q1/14 führen.

Am 28. Februar 2014 wurde das Abgabenänderungsgesetz 2014, das zahlreiche Änderungen im österreichi-

Wien, am 19. März 2014

Der Vorstand

Hans-Peter Floren Jaap Huijskes Manfred Leitner

schen Steuerrecht brachte, veröffentlicht. Viele dieser Änderungen sind bereits mit 1. März 2014 wirksam geworden. Die größte Bedeutung für OMV hat eine Änderung des Körperschaftsteuergesetzes, nach der unter bestimmten Umständen Verluste aus ausländischen Betriebsstätten nachzuversteuern sind, was in den Jahren 2016 bis 2018 zu einer Erhöhung der Steuerbasis führen würde. Da die betroffenen Verluste auch nach bisher geltender Rechtslage nachversteuert werden hätten müssen, sobald die ausländischen Aktivitäten einen Gewinn erzielen und die lokalen Verlustvorträge genützt werden können, führt eine vorgezogene Nachversteuerung lediglich zu unwesentlichen Zinseffekten.

Ausblick für den OMV Konzern

Das aktuelle Upstream-Portfolio einschließlich der Fertigstellung von Entwicklungsprojekten sollte es OMV ermöglichen, ein Produktionslevel von rund 400 kboe/d und eine Reserven-Ersatzrate von 100% im 3-Jahres-Durchschnitt bis 2016 zu erreichen. Ein durchschnittliches Investitionsvolumen des Konzerns von rund EUR 3,9 Mrd pro Jahr wird für den Zeitraum 2014-2016 erwartet, wovon ca. 80% in E&P investiert werden. Unter der Annahme eines ähnlichen Marktumfelds wie derzeit vorherrschend, wird erwartet, dass der Cashflow aus der Betriebstätigkeit sowie die geplanten Veräußerungen ausreichen, um das Investitionsprogramm sowie die Dividenden an Aktionäre zu finanzieren, während der Verschuldungsgrad in Einklang mit dem langfristigen Ziel von ≤30% bleibt. Die mittelfristige Performance des ROACE wird negativ von dem in Entwicklungsprojekten gebundenen Kapital beeinflusst, wobei die Performance zu den Zielwerten zurückkehren wird, sobald die Entwicklungen die Produktion aufnehmen. Es wird ein Dividendenwachstum in Einklang mit dem den Aktionären zuzurechnenden Jahresüberschuss erwartet (Ausschüttungsgrad von 30%).

Gerhard Roiss David C. Davies

Bestätigungsvermerk Bestätigungsvermerk

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Der Lagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 19. März 2014

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Helmut Maukner Wirtschaftsprüfer

Mag. Gerhard Schwartz Wirtschaftsprüfer

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Prüfungsurteil

Aussagen zum Lagebericht

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (z.B. verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden.

Jahresabschluss Bilanz zum 31. Dezember 2013 Jahresabschluss Bilanz zum 31. Dezember 2013

Bilanz Aktiva EUR EUR 1.000
Anhangangabe 2013 2012
Anlagevermögen
1
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0
Sachanlagen 1.135.767 1.205
Finanzanlagen 12.608.729.874 9.048.529
12.609.865.641 9.049.734
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 71.615 0
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 1.469.452.315 3.912.890
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 40.399 97
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 40.247.279 91.549
1.509.811.608 4.004.536
Eigene Anteile 11.393.365 11.836
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 147.916.695 763.810
1.669.121.668 4.780.182
Latente Steuern 23.048.167 27.987
Rechnungsabgrenzungsposten 30.268.947 30.523
Summe Aktiva 14.332.304.423 13.888.426
Passiva EUR EUR 1.000
Anhangangabe 2013 2012
Eigenkapital 3
Grundkapital 327.272.727 327.273
Kapitalrücklagen
gebundene 1.729.337.821 1.729.338
nicht gebundene 333.728 334
Rücklage für anteilsbasierte Vergütungen 6.310.599 4.788
Gewinnrücklagen
freie Rücklage 5.160.541.942 5.379.555
Rücklage für eigene Anteile 11.393.365 11.836
Bilanzgewinn, davon Gewinnvortrag EUR 9.549.172 (2012: TEUR 33.277) 421.923.969 401.030
7.657.114.151 7.854.154
Unversteuerte Rücklagen 4
Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen 431.793 432
Rückstellungen 5
Rückstellungen für Abfertigungen 11.633.793 11.128
Rückstellungen für Pensionen 3.681.310 3.332
Steuerrückstellungen 67.028.604 63.836
Sonstige Rückstellungen 56.749.288 58.896
139.092.995 137.192
Verbindlichkeiten 6
Anleihen 4.701.730.000 4.201.730
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.392.375
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.838.655 6.899
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.502.739.882 1.370.637
Sonstige Verbindlichkeiten 308.389.911 315.474
6.535.090.823 5.894.740
Rechnungsabgrenzungsposten 574.661 1.908
Summe Passiva 14.332.304.423 13.888.426
Haftungsverhältnisse 7 1.445.875.400 3.039.127

Gewinn- und Verlustrechnung Gewinn- und Verlustrechnung

EUR EUR 1.000
Anhangangabe 2013 2012
1. Umsatzerlöse 8 131.795.900 133.663
2. Sonstige betriebliche Erträge 9 7.313.594 5.104
3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen 10 –15.161.537 –12.636
4a. Personalaufwand 11 –78.490.017 –66.624
4b. Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung 12 –10.508.921 –6.672
5. Abschreibungen –115.704 –153
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13 –83.074.039 –87.412
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebserfolg) –48.240.724 –34.730
8. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 421.296.748 (2012: TEUR 1.009.403) 423.593.168 1.013.686
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 38.441.290 (2012: TEUR 47.256) 39.381.719 48.823
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 140.024.085 (2012: TEUR 67.179) 169.288.517 91.323
11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens
903.391 1.884
12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
davon aus Abschreibungen EUR 5.701.820 (2012: TEUR 395)
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 102.848.090 (2012: TEUR 0) –108.586.910 –395
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon betreffend verbundene Unternehmen EUR 113.788.201 (2012: TEUR 52.270)
–331.512.799 –343.984
14. Zwischensumme aus Z 8 bis 13 (Finanzerfolg) 14 193.067.086 811.337
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 144.826.362 776.607
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15 47.548.327 41.146
17. Jahresüberschuss 192.374.689 817.753
18. Auflösung unversteuerter Rücklagen 108 0
19. Auflösung von Gewinnrücklagen 220.000.000
20. Zuweisung zu Gewinnrücklagen –450.000
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.549.172 33.277
22. Bilanzgewinn 421.923.969 401.030

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 der OMV Aktiengesellschaft, Wien, ist nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuchs (UGB) in der aktuellen Fassung erstellt worden. Weiters erstellt die OMV Aktiengesellschaft als Mutterunternehmen des OMV Konzerns einen gesonderten Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRSs).

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die detaillierte Darstellung erfolgt im Anhang. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Der Jahresabschluss wurde in Euro (EUR) erstellt. Die zahlenmäßige Darstellung im Anhang erfolgt in Tausend Euro (EUR 1.000 sowie TEUR). Aufgrund der Darstellung in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Kategorie Nutzungsdauer
Technische Anlagen und Maschinen 4–15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4–10 Jahre

In Anlehnung an die steuerrechtlichen Bestimmungen wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vorgenommen.

Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen bei Anlagegegenständen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Betrag von bis EUR 400 werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und voll abgeschrieben und im Anlagespiegel im Anschaffungsjahr als Zu- und Abgang ausgewiesen.

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskursen oder bei Vorliegen niedrigerer Börsenstichtagskurse mit diesen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungswerten bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Fremdwährungsforderungen werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Für alle erkennbaren Risiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Gemäß § 198 Absätze 9 und 10 UGB werden im Berichtsjahr latente Steuern aus temporären Differenzen gebildet. Die latenten Steuern werden unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Mit Wirkung ab 1. Jänner 2005 besteht eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG mit der OMV Aktiengesellschaft als Gruppenträger. Im Rahmen der Gruppenbesteuerung erhält die OMV Aktiengesellschaft von jenen Gruppenmitgliedern, die im Wirtschaftsjahr ein positives Einkommen erzielen, eine Steuerumlage in Höhe der auf diesen Gewinn entfallenden Körperschaftsteuer. An jene Gruppenmitglieder, die im Wirtschaftsjahr einen steuerlichen Verlust erzielen, entrichtet die OMV Aktiengesellschaft eine Steuerumlage in Höhe von 25% bzw. den jeweils gültigen Körperschaftsteuersatz des überrechneten steuerlichen Verlusts. Die erhaltenen Steuerumlagen von den Gruppenmitgliedern und die an die Gruppenmitglieder bezahlten Steuerumlagen werden beim Gruppenträger ergebnisneutral erfasst. Auf Basis eines Ergebnisabführungsvertrags übernimmt die OMV Aktiengesellschaft Gewinne und Verluste ihrer Tochtergesellschaften. Darüber hinaus bestehen mit sechs Gesellschaften Steuerumlageverträge nach der Belastungsmethode.

In der OMV Aktiengesellschaft gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen treffen die Gesellschaft nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen bzw. durch Zahlung an eine außerbetriebliche Pensionskasse Rechnung getragen. Das Risiko im Zusammenhang mit diesen leistungsorientierten Pensionsplänen verbleibt bei OMV.

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Method (laufendes Einmalprämienverfahren) berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt.

Bei der Berechnung von Pensions- und Abfertigungsrückstellungen werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die für das laufende Geschäftsjahr ermittelt werden, im Personalaufwand bzw. im sonstigen betrieblichen Ertrag dargestellt. Die offenen versicherungsmathematischen Verluste aus dem Wegfall der Korridormethode in Höhe von TEUR 4.248 mit Ende 2011 werden entsprechend den Ergänzungen zu den Fachgutachten KFS/RL2 und 3 über fünf Jahre verteilt in den Personalaufwand gebucht. Die nicht erfassten versicherungsmathematischen Verluste aus dem Wegfall der Korridormethode betragen zum 31. Dezember 2013 TEUR 2.549 (31. Dezember 2012: TEUR 3.398).

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzerfolg dargestellt.

Zahlungen für beitragsorientierte Pensionsverpflichtungen sind im laufenden Pensionsaufwand ausgewiesen.

Verbindlichkeiten für Personallösungen werden gebucht, wenn diese betragsmäßig fixiert sind und ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann.

Für nach kaufmännischer Beurteilung erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten wird durch die Bildung von entsprechenden Rückstellungen vorgesorgt.

Verbindlichkeiten werden mit den Nennwerten bzw. dem höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem höheren Rückzahlungsbetrag bewertet.

Die mit Banken sowie mit Konzernunternehmen abgeschlossenen Derivate bildeten eine Bewertungseinheit aus der Sicht der OMV Aktiengesellschaft; der bilanzielle Ausweis dieser Derivate erfolgte nicht in der OMV Aktiengesellschaft, sondern in den jeweiligen Konzerngesellschaften.

Long Term Incentive (LTI) Pläne 2009-2013

Im Jahr 2009 wurden die Aktienoptionspläne durch einen LTI Plan für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte ersetzt. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien. Von 2010 bis 2013 wurden weitere Pläne mit vergleichbaren Bedingungen gewährt. Teilnehmer der Pläne 2009, 2010 und 2011 müssen bis zum Ende der Behaltefrist Aktien halten. Am Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. In 2011, 2012 und 2013 wurde die Teilnahme am Plan auch ausgewählten Mitarbeitern mit besonderem Entwicklungspotenzial (Potentials) gewährt. Vorstand und Führungskräfte sind als Teilnehmer der LTI Pläne 2012 und 2013 verpflichtet, ein angemessenes Ausmaß an Aktien an der Gesellschaft aufzubauen und bis zu ihrer Pensionierung oder ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten.

Für zukünftige erwartete Kosten des LTI Plans besteht zum Bilanzstichtag eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht. Erwartete Dividenden wurden ebenfalls entsprechend der Mittelfristplanung der Gesellschaft einbezogen. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über den Beobachtungszeitraum von drei Jahren verteilt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2013 belief sich auf TEUR 19.495 (2012: TEUR 15.446), die Nettodotierung im Berichtsjahr auf TEUR 4.049 (2012: Nettoauflösung TEUR 8.531).

Bedingungen

Plan 2013 Plan 2012 Plan 2011 Plan 2010 Plan 2009
Planbeginn 01.01.2013 01.01.2012 01.01.2011 01.01.2010 01.01.2009
Ende Leistungszeitraum 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
Anspruchstag 31.03.2016 31.03.2015 31.03.2014 31.03.2013 31.03.2012
Ende der Behaltefrist 31.03.2016 31.03.2015 31.03.2014
Aktienerfordernis (Pläne 2012 und 2013)/Erforderliches Eigeninvestment (Pläne 2009 bis 2011)
Vorstandsvorsitzender 200% vom 200% vom 100% vom 100% vom 100% vom
Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund
gehalt gehalt gehalt gehalt gehalt
Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter 175% vom 175% vom 85% vom 85% vom 85% vom
Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund
gehalt gehalt gehalt gehalt gehalt
Vorstandsmitglieder 150% vom 150% vom 70% vom 70% vom 70% vom
Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund Bruttogrund
gehalt gehalt gehalt gehalt gehalt
Leitende Führungskräfte EUR 15.000 EUR 15.000 EUR 15.000
oder 30.000 oder 30.000 oder 30.000
oder 60.000 oder 60.000 oder 60.000
75% vom 75% vom oder 90.000 oder 90.000 oder 90.000
Bruttogrund Bruttogrund oder 120.000 oder 120.000 oder 120.000
gehalt gehalt in Aktien in Aktien in Aktien
Potentials n.a. n.a. EUR 15.000 in
Aktien
Eigeninvestment
Mitglieder des Vorstands
Auli 20.096 Aktien 20.096 Aktien 20.096 Aktien
Davies 46.070 Aktien 32.855 Aktien 25.614 Aktien 20.096 Aktien 20.096 Aktien
Floren 16.226 Aktien 7.500 Aktien
Huijskes 21.298 Aktien 12.136 Aktien 12.136 Aktien 12.136 Aktien
Langanger 20.096 Aktien 20.096 Aktien
Leitner 1) 27.406 Aktien 16.060 Aktien 12.993 Aktien
Roiss 60.173 Aktien 44.259 Aktien 34.932 Aktien 28.469 Aktien 28.469 Aktien
Ruttenstorfer 38.278 Aktien 38.278 Aktien
Vorstände gesamt 171.173 Aktien 112.810 Aktien 105.771 Aktien 139.171 Aktien 127.035 Aktien
Andere Führungskräfte gesamt 271.434 Aktien 278.497 Aktien 299.449 Aktien 240.390 Aktien 202.412 Aktien
Potentials 9.460 Aktien 2)
Eigeninvestment gesamt 442.607 Aktien 391.307 Aktien 414.680 Aktien 379.561 Aktien 329.447 Aktien
Erwartete Bonusaktien zum
31. Dezember 2013 496.183 Aktien 501.049 Aktien 163.576 Aktien 356.905 Aktien
Maximale Bonusaktien zum
31. Dezember 2013 827.034 Aktien 924.599 Aktien 582.225 Aktien 450.945 Aktien
Beizulegender Zeitwert des Plans (TEUR) 17.270 17.688 8.878

1) An den Plänen 2009 und 2010 nimmt Manfred Leitner als leitende Führungskraft mit 5.742 Aktien teil

2) Eigenanteil wird von OMV zur Verfügung gestellt

Matching Share Plan (MSP)

Der von der Hauptversammlung 2013 genehmigte Matching Share Plan für das Jahr 2013 ist ein integraler Teil der jährlichen Bonusvereinbarung und dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen Bonifikationen (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Bonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen Bonifikation durch den Vergütungsausschuss wird eine gleichwertige (netto nach Steuern) Bonifikation in Form von Aktien des Unternehmens gewährt werden, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind.

Vorstandsmitglieder können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits das vom LTIP 2012 und LTIP 2013 vorgesehene Aktienerfordernis erreicht haben. Per 31. Dezember 2013 wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 2.049 ausgewiesen (2012: TEUR 3.125).

Gesamtaufwand

2013 wurde ein Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 21.847 erfasst (2012: TEUR 9.349), davon TEUR 1.522 für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (2012: TEUR 4.788).

Aktienoptionspläne 2005-2008

Auf Basis der Beschlüsse der jeweiligen Hauptversammlungen wurden seitens der Gesellschaft für den Vorstand und für einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte des Konzerns beginnend mit dem Jahr 2000 langfristige, erfolgsorientierte Entlohnungspläne aufgelegt. Danach werden dem angeführten Personenkreis unter der Voraussetzung eines Eigeninvestments Optionsrechte für den begünstigten Erwerb von OMV Aktien (bzw. Geldgegenwert) eingeräumt, sofern ein Anstieg im Aktienkurs von zumindest 15% erzielt wird (Planhürde Aktienkurs). In den folgenden Darstellungen wurde der am 11. Juli 2005 vorgenommene Aktiensplit im Verhältnis 1:10 sowohl bei der Stückanzahl als auch bei den Werten berücksichtigt.

Zum Zeitpunkt der Gewährung stellten sich die Pläne wie folgt dar:

Wesentliche Bedingungen

Plan 2008 Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005
Planbeginn 1.9.2008 1.9.2007 1.9.2006 1.9.2005
Planende 31.8.2015 31.8.2014 31.8.2013 31.8.2012
Sperrfrist 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre
Ausübungspreis Optionen EUR 47,550 EUR 47,850 EUR 45,190 EUR 34,700
Anzahl Optionen je Aktie Eigeninvestment 20 20 20 20
Voraussetzung für Planteilnahme
Eigeninvestment für Vorstände 1.136 Aktien 1) 1.230 Aktien 1) 1.242 Aktien 1) 2.390 Aktien 1)
Eigeninvestment andere Führungskräfte 379 Aktien 1) 410 Aktien 1) 414 Aktien 1) 800 Aktien 1)
Stückanzahl der eingeräumten Optionen
Mitglieder des Vorstands
Auli 2) 22.720 24.600 8.280
Davies 22.720 24.600 24.840 47.800
Langanger 3) 22.720 24.600 24.840 47.800
Leitner 4) 7.580 8.200 8.280 16.000
Roiss 22.720 24.600 24.840 47.800
Ruttenstorfer 5) 22.720 24.600 24.840 47.800
Vorstände gesamt 121.180 131.200 115.920 207.200
Andere Führungskräfte gesamt 420.700 432.560 351.940 516.000
Insgesamt eingeräumte Optionen 541.880 563.760 467.860 723.200
Planhürde: Aktienkurs in Höhe von EUR 54,680 EUR 55,030 EUR 51,970 EUR 39,910

1) Oder 25%, 50%, 75% davon 2) Mitglied des Vorstands vom 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2011

3) Mitglied des Vorstands bis 30. September 2010

4) Mitglied des Vorstands seit 1. April 2011

5) Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor bis 31. März 2011

Zum Bilanzstichtag waren die Pläne 2005 und 2006 vollständig ausgeübt oder retourniert, und die Pläne 2007 und 2008 teilweise retourniert. Zum 31. Dezember 2012 war der Plan 2005 vollständig ausgeübt oder retourniert und die Pläne 2006, 2007 und 2008 teilweise retourniert.

Für die Aktienoptionspläne gelten weiters folgende Voraussetzungen und Bedingungen:

    1. Voraussetzung für die Teilnahme an den Aktienoptionsplänen ist ein Eigeninvestment, welches die Planteilnehmer am Planbeginn und während des ganzen Zeitraums bis zur Einlösung halten müssen.
    1. Die Aktienanzahl für das Eigeninvestment ergibt sich für alle Pläne aus dem genehmigten maximalen Eigeninvestment im Verhältnis zum mittleren Kurswert der Aktie des Monats Mai des Jahres der Ausgabe. Es ist auch eine Ausübung von 25%, 50% bzw. 75% des maximalen Volumens möglich.
    1. Bei einem Verkauf von Aktien aus dem Eigeninvestment geht das Optionsrecht verloren. Die Optionen sind nicht übertragbar und verfallen bei Nichtausübung.
    1. Der Ausübungspreis ergibt sich aus dem mittleren Kurswert für den Zeitraum 20. Mai bis 20. August.
    1. Für die Pläne 2005-2008 sind die Ausübungsfenster jene Perioden, in denen die Ausübung nach den folgenden Grundsätzen nicht verboten ist. Die Ausübung ist verboten:
  • wenn der Ausübende über Insiderinformationen verfügt;
  • während der Sperrfristen nach der Emittenten-Compliance-Verordnung (sechs Wochen vor geplanter Veröffentlichung des Jahresberichts, drei Wochen vor Veröffentlichung des Quartalsberichts, jede vom Compliance-Verantwortlichen in Einzelfällen festgesetzte Sperrfrist);
  • wenn der Vorstand die Ausübung auf die Dauer eines jeweils konkret vom Vorstand festgelegten Zeitraums untersagt.
    1. Das Eigeninvestment muss bei Ausübung nachgewiesen werden. Die Optionen können durch Kauf von Aktien oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis in Geldform oder in Form von Aktien ausgeübt werden, wenn der Kurswert der OMV Aktie zum Ausübungszeitpunkt um zumindest 15% über dem Ausübungspreis liegt.

Zusammenfassend entwickelten sich die Aktienoptionspläne in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 wie folgt:

Aktienoptionspläne

Anzahl Optionen 2013
Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis
in EUR
Anzahl Optionen 2012
Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis
in EUR
Ausstehende Optionen per 1. Jänner 1.486.280 46,962 1.885.740 44,519
Ausgeübte Optionen
Retournierte Optionen –436.800 45,190 –399.460 35,431
Ausstehende Optionen per 31. Dezember 1.049.480 47,699 1.486.280 46,962
Per Jahresende ausübbar 1)

1) Die Optionen für die Pläne 2007 und 2008 wären per 31. Dezember 2013 ausübbar gewesen, wenn der Aktienkurs die jeweilige Planhürde überschritten hätte. Die Optionen für die Pläne 2006, 2007 und 2008 wären am 31. Dezember 2012 ausübbar gewesen, vorausgesetzt der Aktienkurs hätte die jeweilige Planhürde überschritten

2013 verfielen 436.800 Optionen aus dem Plan 2006. In Anbetracht der Planhürde betrug der innere Wert der am 31. Dezember 2013 ausübbaren Optionen EUR Null, da der Aktienkurs am 31. Dezember 2013 unter den Planhürden der Pläne 2007 und 2008 lag.

2012 verfielen 375.400 Optionen aus dem Plan 2005 und 24.060 Optionen aus den Plänen 2006, 2007 und 2008 wurden retourniert. In Anbetracht der Planhürde betrug der innere Wert der am 31. Dezember 2012 ausübbaren Optionen EUR Null, da der Aktienkurs am 31. Dezember 2012 unter den Planhürden der Pläne 2006, 2007 und 2008 lag.

2013 und 2012 wurden von den Planteilnehmern keine Optionen ausgeübt.

Per 31. Dezember 2013 stellen sich die in Umlauf befindlichen Optionen der einzelnen Pläne wie folgt dar:

In Umlauf befindliche Optionen

Plan Ausübungs
preis in EUR
Anzahl
ausstehender
Optionen
Restlaufzeit Per
Jahresende
ausübbar 1)
2007 47,85 522.760 0,7
2008 47,55 526.720 1,7
Summe 1.049.480

1) Die Optionen für die Pläne 2007 und 2008 wären am Jahresende ausübbar gewesen, wenn der Aktienkurs die jeweilige Planhürde überschritten hätte

Die Bewertung der Optionen erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die erwartete durchschnittliche Volatilität wurde aufgrund der Volatilität der vergangenen fünf Jahre ermittelt. Die Möglichkeit einer vorzeitigen Ausübung wurde bei der Festsetzung des risikofreien Zinssatzes berücksichtigt, der basierend auf Marktwerten zum Bilanzstichtag ermittelt wurde.

Der Marktwert per 31. Dezember 2013 bezieht sich auf die noch ausstehenden Optionen, während sich der Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung auf die gesamten begebenen Optionen bezieht. Unter der Annahme, dass die Bedingungen während der Ausübungsfrist erfüllt werden, ergeben sich nachfolgende Marktwerte der Aktienoptionspläne:

Bewertung per 31. Dezember 2013

Plan 2008 Plan 2007
Marktwert Aktienoptionsplan in EUR 1.000 718 191
Berechnungsparameter
Marktpreis der Aktie in EUR 34,79 34,79
Risikofreier Zinssatz 0,31% 0,12%
Laufzeit Optionen (inkl. Sperrfrist) 1,7 Jahre 0,7 Jahre
Durchschnittliche Dividendenrendite 3,94% 3,45%
Volatilität Aktienkurs 30% 30%

Ausgehend von den Tageswerten der zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeübten Optionsrechte wird für künftige Ausübungen mittels einer Rückstellung vorgesorgt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2013 belief sich auf TEUR 909 (2012: TEUR 936), die Nettoauflösung im Berichtsjahr auf TEUR 27 (2012: TEUR 752).

Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Bilanz

1 Anlagevermögen

Im Berichtsjahr wurde die Gliederung des Sachanlagevermögens nach den gesetzlichen Mindestanforderungen vorgenommen. Die Entwicklung des Anlagevermögens 2013 ist im Anlagespiegel dargestellt.

In der Bilanzposition Grundstücke ist ein Grundwert von TEUR 790 (2012: TEUR 790) enthalten.

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen liegen in folgendem Umfang vor:

EUR 1.000
2013 2012
Im nächsten Jahr 442 444
In den nächsten fünf Jahren 1.441 1.590

Ausleihungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr belaufen sich auf insgesamt TEUR 10 (2012: TEUR 10). Die OMV Aktiengesellschaft gewährte im abgelaufenen Geschäftsjahr an folgende Gesellschaften Darlehen: An die OMV Refining & Marketing GmbH TEUR 350.000 sowie an OMV Exploration & Production GmbH TEUR 795.226. OMV Finance Services GmbH tilgte das Darlehen von TEUR 76.500 und erhielt weitere TUSD 160.850. Weiters wurden folgende Darlehen zurückbezahlt: OMV Pakistan Exploration GmbH TUSD 2.395; EconGas GmbH TEUR 100.000 sowie OMV Australia PTY LTD TUSD 74.800 und TAUD 41.100. Pearl Petroleum Company Limited hat einen offenen Kreditrahmen von TUSD 103.871, zum Bilanzstichtag waren davon TUSD 23.721 ausgenutzt.

2013 wurden an folgende Gesellschaften Großmutterzuschüsse gewährt: An die OMV Petrom Ukraine E&P GmbH in der Höhe von TEUR 44.500, an die OMV Finance Services NOK GmbH in Höhe von TNOK 12.419.544 und an die OMV Finance Solutions USD GmbH in Höhe von TUSD 690.719. Zusätzlich wurde ein Urgroßmutterzuschuss an die OMV Bina Bawi GmbH in Höhe von TEUR 117.000 gewährt.

Im Berichtsjahr wurden an OMV FINANCE LIMITED Zahlungen aus Kapitalerhöhungen in Höhe von TGBP 150 geleistet, sowie Zahlungen für Preference Shares an OMV Australia PTY LTD über TAUD 200.000 getätigt.

2013 wurde die Gesellschaft LMG Lagermanagement GmbH verkauft, sowie 49% der Anteile an der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H gekauft.

2 Forderungen und EUR 1.000
sonstige 2013 2012
Vermögens ≤1 Jahr >1 Jahr ≤1 Jahr >1 Jahr
gegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 72
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 1.469.453 3.912.890
[davon aus Lieferungen und Leistungen] [2.428] [—] [13.991] [—]
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 40 97
[davon aus Lieferungen und Leistungen] [8] [—] [27] [—]
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 40.247 91.549
Gesamt 1.509.812 4.004.536

Sonstige Forderungen beinhalten einen revolvierenden Kredit an die Trans Austria Gasleitung GmbH in Höhe von TEUR 15.024 (2012: TEUR 14.496) sowie eine Forderung an das Finanzamt von TEUR 24.157 (2012: TEUR 72.935) an Körperschaftsteuervorauszahlungen.

3 Eigenkapital

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 327.272.727 (2012: 327.272.727) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von TEUR 327.273 (2012: TEUR 327.273). Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Für das Geschäftsjahr 2013 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft um bis zu TEUR 77.900 durch Ausgabe von maximal 77.900.000 Stückaktien bis zum 13. Mai 2014 zu erhöhen (genehmigtes Kapital). In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand auf Grundlage seiner Beschlüsse vom 16. Mai 2011 und 6. Juni 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft im Wege einer Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital von EUR 300.000.000 auf EUR 327.272.727 durch Ausgabe von 27.272.727 neuen Aktien erhöht. Infolge dieser Kapitalerhöhung ist der Vorstand nunmehr ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu TEUR 50.627 durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen.

Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 Aktiengesetz um bis zu TEUR 50.627 durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 13. Mai 2009 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß (derzeit 10% des Grundkapitals) während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Die eigenen Aktien können zur Bedienung von Aktienoptionen oder Long Term Incentive Plänen verwendet oder jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Anbot veräußert werden. Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, eigene Aktien einzuziehen oder eigene Aktien zum Bedienen von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, zum Aktientausch zum Zweck der Beteiligung an anderen Unternehmen und zu jedem beliebigen, gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden.

Kapitalrücklagen wurden durch Zufuhr von Mitteln gebildet, welche aufgrund der Eigentümerstellung über das Grundkapital hinaus der OMV Aktiengesellschaft zugeflossen sind.

Es wurde eine Umbuchung von der Rücklage für anteilsbasierte Vergütungen in Gewinnrücklagen über TEUR 544 vorgenommen.

Für das Geschäftsjahr 2013 wird seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,25 (2012: EUR 1,20) je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung in 2014 zu genehmigen ist. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2012 erfolgte im Mai 2013 und betrug TEUR 391.481 (2012: TEUR 358.758).

In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2011 (mit Ausnahme von 2010) wurde der Erwerb eigener Anteile genehmigt.

Die eigenen Anteile entwickelten sich in den Berichtsperioden wie folgt:

Eigene Anteile
Stückaktien Anschaffungswert
in EUR 1.000
Stand 1.1.2012 1.198.875 13.164
Abgang –120.095 –1.317
Stand 31.12.2012 1.078.780 11.847
Abgang –40.376 –443
Stand 31.12.2013 1.038.404 11.404

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar:

Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile

Stückaktien Eigene Anteile Im Umlauf
befindliche Anteile
Stand 1.1.2012 327.272.727 1.198.875 326.073.852
Bedienung von Aktienoptionen –120.095 120.095
Stand 31.12.2012 327.272.727 1.078.780 326.193.947
Bedienung von Aktienoptionen –40.376 40.376
Stand 31.12.2013 327.272.727 1.038.404 326.234.323

4 Unversteuerte Rücklagen

Die unversteuerten Rücklagen betreffen Bewertungsreserven von unbebautem und bebautem Grund in Höhe von TEUR 432 (2012: TEUR 432).

Die Bildung des Sozialkapitals erfolgt nach den Vorschriften von IAS 19. Die Anwartschaften für wertgesicherte Pensionszusagen wurden in den Vorjahren an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen. Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten fünf Kalenderjahre abhängig.

Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Die Entwicklung der leistungsorientierten Pläne und Jubiläumsgeldrückstellung stellt sich wie folgt dar:

EUR 1.000
Pensionen Abfertigung 2013
Jubiläums
geld
Pensionen Abfertigung 2012
Jubiläums
geld
Barwert der über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 36.587 35.565
Marktwert des Planvermögens –29.468 –27.648
Nicht erfasster versicherungs
mathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) 3.438 4.584
Rückstellung der über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung
3.681 3.333
Barwert der nicht über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung
10.746 1.589 9.944 1.749
Nicht erfasster versicherungs
mathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) 888 1.184
Rückstellung der nicht über einen
Fonds finanzierten Verpflichtung
11.634 1.589 11.128 1.749
Rückstellung zum 1.1. 3.333 11.128 1.749 6.463 11.862 1.146
Periodenaufwand 3.633 1.700 127 757 17 737
Fondsdotierung –3.285 –3.887
Auszahlungen –800 –121 –966 –167
Konzernübertrag –394 –166 215 33
Rückstellung zum 31.12. 3.681 11.634 1.589 3.333 11.128 1.749
Zinsaufwand 502 446 76 588 503 55
Laufender Dienstzeitaufwand 305 458 99 352 1.231 131
Erwartete Erträge aus dem
Planvermögen
Realisierung versicherungs
mathematischer Verlust (+)/Gewinn (–) 2.826 796 –48 –183 –1.717 551
Periodenaufwand 3.633 1.700 127 757 17 737

5 Rückstellungen

Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31. Dezember:

Pensionspläne 2013
Abfertigungen,
Jubiläen
Pensionspläne 2012
Abfertigungen,
Jubiläen
Kapitalmarktzinssatz 4,90% 4,90% 5,00% 5,00%
Gehaltstrend 3,50% 3,50% 3,85% 3,85%
Pensionstrend 2,00% 1,80%
Langfristige Planvermögensrendite 3,75% 4,25%

Für die Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008 P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden altersspezifisch bzw. abhängig vom Dienstalter geschätzt. Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach dem frühestmöglichen Pensionsantrittsalter gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des ASVG in geltender Fassung.

Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember

VRG IV 2013
VRG VI
VRG IV 2012
VRG VI
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere 26,71% 14,23% 24,23%
Schuldverschreibungen 53,12% 10,42% 52,88% 1,52%
Cash und Geldmarktveranlagungen 16,79% 75,35% 20,52% 98,48%
Sonstige 3,38% 2,37%
Summe 100,00% 100,00% 100,00% 100,00%

Ziele der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allocation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten.

Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppe VRG IV ist in internationale Anleihen- und Aktienfonds, alternative Veranlagungsstrategien (Absolute Return Strategien, Immobilien und Private Equity), sowie Anlagen auf dem Geldmarkt investiert. Im Zuge einer Risikodiversifizierung wurde bei der Auswahl der Asset Manager auf deren unterschiedliche Managementstile und Investmentansätze Bedacht genommen. Das langfristige Investitionsziel der VRG IV ist es, die Benchmark (20% globale Aktien, 45% globale Anleihe und 35% Absolute Return / Geldmarktinstrumente) zu übertreffen und ihre bestehenden und künftigen Zahlungen zu decken. Das Vermögen der VRG IV ist gemäß § 25 des österreichischen Pensionskassengesetzes so veranlagt, dass die Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität des der VRG IV zugeordneten Vermögens insgesamt gewährleistet ist. Eine zur Benchmark abweichenden Asset Allokation oder regionale Allokation ist erlaubt, wenn dies nach Beurteilung der APK durch die aktuellen Bewertungen oder zukünftigen erwarteten Renditen begründet ist. Für alle Asset Klassen können Investmentvehikeln, die nach einem aktiven Ansatz verwaltet werden eingesetzt werden, wenn dies durch Markteigenschaften oder Kosten-/Nutzenerwägungen begründet werden kann. Der Großteil des Vermögens der VRG IV wird in liquiden aktiven Märkten investiert, für die eine Preisnotierung (Börse oder OTC) existiert. Vermögenswerte für die keine aktive Marktpreisnotierung vorhanden ist (z.B. bestimmte Immobilien und Absolute-Return-Strategien), können auf vorsichtigem Niveau gehalten werden, wenn das Rendite-/Risikoprofil solcher Vermögenswerte als günstig erachtet wird. Das Risiko wird aktiv gesteuert und es wird allgemein erwartet, dass die Volatilität und vor allem das Downsiderisiko niedriger sein wird als jenes der Benchmark.

Die Investitionspolitik für die Veranlagung des Vermögens der VRG VI erfolgt nach einem Modellansatz, der sich auf Value-at-Risk Berechnungen basiert. Bei diesem Investmentprozess wird risikoabhängig in globale Aktienmärkte, europäische Anleiheninstrumente und Geldmarktveranlagungen mit geringerem Risiko investiert, wobei die taktische Allokation sehr flexibel und modellgetrieben erfolgt und eine definierte Wertuntergrenze zu einem bestimmten Stichtag nicht unterschritten werden soll. Gleichzeitig soll aber auch die Chance auf eine Teilnahme an einer positiven Entwicklung des Aktienmarkts teilweise gewahrt bleiben. Das langfristige Anlageziel der VRG VI ist es stabile, berechenbare Renditen zu erwirtschaften, und die bestehenden und künftigen Auszahlungen aus dem Plan bestmöglich zu decken. Um die Effektivität der Portfolioverwaltung zu erleichtern, wird das Portfolio mit einer Futures Overlay Strategie aufgebaut. Das Basisportfolio besteht aus kurzfristigen Staatsanleihen. Für sämtliche Vermögenskategorien der VRG VI sind aktive Marktpreise vorhanden.

Aufgrund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRGs positive und negative Abweichungen zu der Planvermögensrendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG IV lag 2013 mit 4,51% über der Planvermögensrendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG VI betrug 2,65%.

2014 sind für leistungsorientierte Pläne Zahlungen im Ausmaß von TEUR 23.000 an die APK-Pensionskasse AG geplant.

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

EUR 1.000
2013 2012
Personalrückstellungen 37.307 34.285
Übrige Rückstellungen 19.442 24.611
Gesamt 56.749 58.896

Die Personalrückstellungen enthalten eine Rückstellung für begebene Aktienoptionen in Höhe von TEUR 20.404 (2012: TEUR 16.381), darin enthalten sind in 2013 der bestehende Aktienoptionsplan mit TEUR 909, und der Long Term Incentive Plan in Höhe von TEUR 19.495. In den übrigen Rückstellungen ist die mögliche Inanspruchnahme einer Rückversicherung in Höhe von TEUR 18.345 (2012: TEUR 22.104) ausgewiesen.

Aufgrund des Ausweises einer Körperschaftsteuerrückstellung für die Nachversteuerung von Verlusten von ausländischen Gruppenmitgliedern auf Gruppenträger-Ebene, wurde im Geschäftsjahr eine Rückstellung in Höhe von TEUR 67.029 (2012: TEUR 34.248) ausgewiesen. Weiters wurde im Geschäftsjahr die Rückstellung für zukünftige Steuerverpflichtungen aus der Überrechnung eines Verlusts von einem Gruppenmitglied, der mit künftigen positiven Steuerumlagen des Gruppenmitglieds verrechnet wird, in Höhe von TEUR 29.588 aufgrund des Ausscheidens des Gruppenmitglieds aufgelöst.

6 Verbindlichkeiten EUR 1.000
2013 2012
≤1 Jahr >1 Jahr ≤1 Jahr >1 Jahr
Anleihen 701.730 4.000.000 4.201.730
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.392
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.839 6.899
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.227.798 274.942 867.201 503.436
[davon aus Lieferungen und Leistungen] [1.225] [—] [9.654] [—]
Sonstige Verbindlichkeiten 299.753 8.637 300.622 14.852
[davon aus Steuern] [184.955] [—] [181.510] [—]
[davon im Rahmen der sozialen Sicherheit] [767] [—] [700] [—]
Gesamt 2.251.512 4.283.579 1.174.722 4.720.018

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem Personallösungskosten in Höhe von TEUR 10.432 (2012: TEUR 9.156) und Zinsen für Anleihen in Höhe von TEUR 111.100 (2012: TEUR 110.220) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Aufwendungen in 2013, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden. Die wesentlichen Beträge umfassen Zinsen für Anleihen in Höhe von TEUR 111.100 (2012: TEUR 110.220).

Im Geschäftsjahr wurde eine Anleihe in Höhe von TEUR 500.000 begeben.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beinhalten eine Verbindlichkeit aus Anleihen über TEUR 3.750.000 (2012: TEUR 3.250.000).

Haftungsverhältnisse liegen in folgendem Umfang vor:

EUR 1.000
2013 2012
Garantien 1.445.875 3.039.127
[davon für verbundene Unternehmen] [1.443.622] [3.024.341]

Die Veränderung der Haftungsverhältnisse resultiert im Wesentlichen aus der Beendigung der Garantie für OMV FINANCE LIMITED (2012: TEUR 1.500.000) sowie der Reduzierung der gegebenen Garantie an die OMV Supply & Trading AG um TEUR 119.521.

Für die Emission der USD-Anleihe in OMV (U.K.) Limited in Höhe von TUSD 138.000 (TEUR 100.065) haftet die OMV Aktiengesellschaft für deren Rückzahlung.

Nicht in der Bilanz und unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Die OMV Aktiengesellschaft hat sich gegenüber der OMV Clearing und Treasury GmbH, die das Konzern-Clearing betreibt, verpflichtet, deren Liquidität für die Dauer der Konzernzugehörigkeit aufrechtzuerhalten.

Für einige Explorations-, Produktions- und Vertriebsgesellschaften bestehen seitens der OMV Aktiengesellschaft Garantien und Patronatserklärungen für die Einhaltung von Konzessionen, Lizenzen und von verschiedenen Verträgen, die in ihrer Höhe unbestimmt sind.

Die OMV Aktiengesellschaft haftet für die Auszahlung der im Rahmen von Schuldbeitritten von den Konzernunternehmen übernommenen Pensionsansprüche, Nachschussverpflichtungen für an überbetriebliche Pensionskassen übertragene Ansprüche und Überbrückungszahlungen für Personallösungen.

Ein Kreditangebot von TEUR 500.000 wurde von der OMV Aktiengesellschaft an die OMV Petrom SA zur Finanzierung allgemeiner betrieblicher Zwecke unterbreitet. Der Kredit ist nicht besichert und wurde zum 31. Dezember 2013 nicht ausgenutzt. Dieses Angebot ist per 15. Jänner 2014 ausgelaufen.

7 Haftungsverhältnisse gemäß § 199 und sonstige Verpflichtungen gemäß § 237 UGB

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

8 Umsatzerlöse EUR 1.000
2013 2012
Inland 123.973 126.142
Ausland 7.823 7.521
Gesamt 131.796 133.663
Da die OMV Aktiengesellschaft seit 1. Jänner 2011 zusätzlich operative Aufgaben wahrnimmt, bestehen die Um
satzerlöse aus den an die Konzerngesellschaften verrechneten Konzernumlagen sowie Umsatzerlöse für die inner
halb von Konzerngesellschaften wahrgenommenen operativen Aufgaben.
9 Sonstige EUR 1.000
betriebliche Erträge 2013 2012
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 3 1.658
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3.924 1.714
Übrige 3.387 1.732
Gesamt
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren ausschließlich aus der Rückstellung für Rückversi
cherung. Die übrigen betrieblichen Erträge resultieren aus Kursdifferenzen sowie Weiterverrechnungen an Tochter
gesellschaften.
7.314 5.104
10 Aufwendungen EUR 1.000
für Material und 2013 2012
sonstige bezogene Materialaufwand 303 394
Leistungen Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen 14.859 12.242
Gesamt 15.162 12.636
11 Personalaufwand Die Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen setzen sich hauptsächlich aus Fremdleistungen für laufende
Tätigkeiten zusammen.
EUR 1.000
2013 2012
Gehälter 68.634 56.949
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie
vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
Sonstige Sozialaufwendungen
9.483
373
9.510
165
EUR 1.000 12 Aufwendungen
2013 2012 für Abfertigungen
Aufwendungen für Abfertigungen 1.254 und
Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 542 489 Altersversorgung
Beitragsorientierter Personalaufwand 2.729 2.526
Leistungsorientierter Personalaufwand 5.984 3.657
Gesamt 10.509 6.672

In der Position Leistungsorientierter Personalaufwand sind auch Vorsorgen für Personallösungen in Höhe von TEUR 2.588 (2012: TEUR 3.228) enthalten.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung bzw. die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen verteilen sich folgendermaßen:

EUR 1.000
2013 2012
Abfertigungen Pensionen Abfertigungen Pensionen
Vorstände 187 713 484 845
Leitende Angestellte 190 640 245 632
Andere Arbeitnehmer 623 4.534 991 4.889
Versicherungsmathematischer Verlust (+)/Gewinn (–) 796 2.826 –1.717 –183
EUR 1.000
2013 2012
Steuern, soweit sie nicht unter Z 16 (Steuern vom Einkommen und Ertrag) fallen 893 1.271
Übrige 82.181 86.141
Gesamt 83.074 87.412

In der Position Steuern sind zum Großteil Gebühren für die Finanzmarktaufsicht enthalten. Im übrigen Aufwand sind unter anderem enthalten: Versicherungsaufwand, Rechts- und Beratungskosten TEUR 19.391 (2012: TEUR 26.298), Werbeaufwand TEUR 14.962 (2012: TEUR 10.090), bezogene Serviceleistungen TEUR 22.625 (2012: TEUR 22.512).

Von den Beteiligungserträgen in Höhe von TEUR 423.593 (2012: TEUR 1.013.686) resultieren TEUR 15.620 (2012: TEUR 805.148) aus Gewinngemeinschaften, aus verbundenen Unternehmen TEUR 405.677 (2012: TEUR 204.255) und TEUR 2.296 (2012: TEUR 4.283) aus sonstigen Beteiligungserträgen. Ergebnisabführungsverträge zum 31. Dezember 2013 liegen für folgende Gesellschaften vor: OMV Solutions GmbH, OMV Refining & Marketing GmbH, OMV Insurance Broker GmbH und OMV Gas & Power GmbH. In der Position Aufwendungen aus Finanzanlagen sind Aufwendungen aus Gewinngemeinschaften von TEUR 102.848 (2012: Null), sowie eine Abschreibung von Ausleihungen von EUR 5.702 (2012: TEUR 395) enthalten.

In der Position Aufwendungen im Finanzergebnis sind TEUR 32.979 realisierte Kursverluste für die Finanzierung von Akquisitionen in Norwegen und Großbritannien enthalten.

13 Sonstige betriebliche Aufwendungen

14 Erträge und Aufwendungen im Finanzergebnis

Erläuterungen zur Gewinn Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung - und Verlustrechnung OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2013 | OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2013 211| 41

15 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

EUR 1.000
2013 2012
Laufende Steuern –52.376 –45.974
Latente Steuern 4.828 4.828
Gesamt –47.548 –41.146

Die laufende Steuer setzt sich zusammen aus einem Ertrag aus Vorjahren in Höhe von TEUR 9.202 (2012: TEUR 5.041) sowie aus dem Körperschaftsteuerertrag des Gruppenträgers in Höhe von TEUR 43.174 (2012: TEUR 40.934) aufgrund der Gruppenbildung gem. § 9 KStG nach den verrechneten Steuerumlagen. Aufgrund der Dotierung einer Körperschaftsteuerrückstellung für die Nachversteuerung von Verlusten von ausländischen Gruppenmitgliedern, ist im laufenden Körperschaftsteuerertrag ein Körperschaftsteueraufwand von TEUR 32.781 (2012: TEUR 495) enthalten. Aufgrund der Auflösung der Körperschaftsteuerrückstellung für zukünftige Steuerverpflichtungen aus der Überrechnung eines Verlusts von einem Gruppenmitglied, der mit künftigen positiven Steuerumlagen des Gruppenmitglieds verrechnet wird, ist im Körperschaftsteuerertrag ein Ertrag von TEUR 27.100 (2012: Laufender Körperschaftsteueraufwand TEUR 29.588) enthalten.

Der latente Steueraufwand beträgt TEUR 4.828 (2012: TEUR 4.828).

Ergänzende Angaben Ergänzende Angaben

Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.

16 Zinsmanagement und Derivate

Fallweise werden festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa umgewandelt. Zum Bilanzstichtag sind Zinsen in einem Nominale von USD 50 Mio geswapt. Durch den Zinsswap werden feste Zinssätze in variable Zinssätze gedreht. Die Zinsdifferenz zwischen Swap und Kredit wird als Korrektur des Zinsaufwands verbucht.

EUR 1.000
Nominale in
TEUR
Beizulegen
der Zeitwert
2013
Bilanzansatz
Nominale in
TEUR
Beizulegen
der Zeitwert
2012
Bilanzansatz
Interest rate Swap (USD) 36.256 2.504 37.896 4.251
FX Swap EUR-CZK 37.821 98
FX Swap EUR-AUD 24.822 –315 –315 31.652 –224 –224
FX Swap EUR-HUF 22.869 –18 –18 74.814 308
FX Swap EUR-NOK 500.803 –3.597 –3.597
FX Swap EUR-USD 418.637 29

Der beizulegende Zeitwert (Tageswert) der derivativen Finanzinstrumente spiegelt den geschätzten Betrag wider, den OMV zahlen oder erhalten müsste, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Für die Schätzung der Tageswerte von Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag werden Preisanbote von Banken oder entsprechende Preismodelle verwendet. Bei diesen Modellen werden die zum Bilanzstichtag geltenden Terminpreise und Wechselkurse sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung herangezogen. Der Bilanzansatz erfolgt unter den sonstigen Rückstellungen.

Die Gesellschaft sichert bei Bedarf entsprechende Fremdwährungsrisiken für die Gesellschaft sowie für Konzerngesellschaften ab. OMV Aktiengesellschaft hat Derivate mit Banken abgeschlossen und diese an Konzerngesellschaften weitergegeben.

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:

2013 2012
Angestellte 405 419
Gesamt 405 419

17 Organe, Arbeitnehmer, Related Parties

Die Vorstandsbezüge der OMV Aktiengesellschaft verteilen sich wie folgt:

Vorstandsbezüge EUR 1.000
2013 Davies Floren Huijskes Leitner Roiss Gesamt
Fixe Bezüge für 2013 744 600 631 500 800 3.275
Variable Bezüge 1) 690 517 493 788 2.488
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz
10 4 9 8 9 40
Summe (exkl. Pensionskassenbeiträge,
Urlaubsabfindungen und Bezüge
anlässlich der Beendigung des
Dienstverhältnisses)
1.443 604 1.157 1.001 1.597 5.802
Anzahl der Aktien aus dem
Matching Share Plan 2)
24.433 3) 17.452 18.324 17.452 27.923 3) 105.584
Anzahl der ausgeübten Aktien aus
dem LTI Plan 2010
17.472 3) 14.560 3) 5.240 25.484 3) 62.756

1) Die variablen Bezüge betreffen Zahlungen für die Zielerreichung 2012, Barauszahlung für Hans-Peter Floren erfolgte bereits in 2012 2) Teil der variablen Bezüge des Vorstandes. Erstmalig in 2013 ausbezahlt

3) (Teilweise) in bar ausgezahlt

Vorstandsbezüge EUR 1.000
2012 Davies Floren Huijskes Leitner Roiss Summe
Fixe Bezüge für 2012 744 500 529 500 800 3.072
Variable Bezüge 1) 784 625 406 436 1.051 3.302
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz
10 7 8 8 8 41
Summe (exkl. Pensionskassenbeiträge,
Urlaubsabfindungen und Bezüge
anlässlich der Beendigung des
Dienstverhältnisses) 1.538 1.132 943 944 1.859 6.415
Anzahl der ausgeübten Aktien aus
dem LTI Plan 2009
27.362 9.044 39.906 76.312

1) Die variablen Bezüge betreffen Zahlungen für 2011 mit Ausnahme von TEUR 625, welche eine Vorauszahlung für 2012 betreffen

Die gesamten Vorstandsbezüge inklusive Pensionskassenbeiträge, Urlaubsabfindungen und Bezüge anlässlich der Beendigung des Dienstverhältnisses betrugen 2013 TEUR 10.955 (2012: TEUR 7.715).

Die Vorstandsmitglieder und die Mitglieder des Aufsichtsrats sind auch im Rahmen der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. In diesen beiden Fällen ist auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter versichert und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands sowie ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 3.639 (2012: TEUR 5.035).

An Aufsichtsratvergütungen wurden 2013 TEUR 394 aufgewendet (2012: TEUR 394).

Die OMV Aktiengesellschaft ist das Mutterunternehmen des OMV Konzerns und nimmt als solches eine Holdingfunktion ein. Weiters erbringt die OMV Aktiengesellschaft für die restlichen Konzerngesellschaften Finanzierungssowie Konzernsteuerungsdienstleistungen.

Alle Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Bezüglich der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer verweisen wir auf den Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft.

Der verteilungsfähige Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2013 wurde mit TEUR 421.924 (2012: TEUR 401.030) ermittelt.

Für das Geschäftsjahr 2013 wird seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,25 (2012: EUR 1,20) je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung zu genehmigen ist. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2012 erfolgte im Mai 2013 und betrug TEUR 391.481 (2012: TEUR 358.758).

18 Vorschlag zur Gewinnverteilung

Entwicklung der unversteuerten Rücklagen Entwicklung der unversteuerten Rücklagen

EUR 1.000
Stand
1.1.2013
Zuführung/
Verbrauch
Übertragung Stand
31.12.2013
Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen
Sachanlagen
Grundstücke 432 432
432 432

Direkte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20% Direkte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20%

in angegebener Währung 1.000
Anteil am
Kapital in %
Eigenkapital/negatives
Eigenkapital
zum 31.12.2013
Inland
Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H., Wien 49,00 EUR 27.337 22.586
OMV Exploration & Production GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 1.976.596 431.265
OMV Gas & Power GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 181.803 –102.854
OMV Insurance Broker GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 45 14
OMV Refining & Marketing GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 1.304.441 461.714
OMV Solutions GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 2.610.187 14.749
students4excellence GmbH, Wien 2) 24,75 EUR 48 3
Ausland
Amical Insurance Limited, Douglas 100,00 EUR 51.202 11.466
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Sydney 1) 100,00 AUD –103.657 –7.794
OMV FINANCE LIMITED, Douglas 100,00 EUR 216 12
OMV International Oil & Gas GmbH, Zug 100,00 EUR 164 148
OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi, Istanbul 3) 100,00 TRY 5.870.646 233.754
OMV Petrol Ofisi A. Ş., Istanbul 4) 41,58 TRY 1.535.753 –21.340
OMV PETROM SA, Bukarest 51,01 RON 26.164.747 4.839.327

1) Gruppenmitglied gem. § 9 KStG

2) Werte aus 2012

3) Einzelne Aktien werden von anderen Konzerngesellschaften gehalten (in Summe unter 0,01%)

4) 55,40% werden indirekt von OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi gehalten, insgesamt hält OMV 96,98%

Anlagenspiegel gemäß § 226 Absatz 1 UGB Anlagenspiegel gemäß § 226 Absatz 1 UGB

Stand
1.1.2013
Zugänge
Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 3
3
Sachanlagen
Grundstücke 790
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 943 47
1.733 47
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.986.923 2.432.405
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.035.659 1.265.980
Beteiligungen 26.632 2
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 8.198 156.938
Sonstige Ausleihungen 37.900 1.345
10.095.312 3.856.670
10.097.048 3.856.717

EUR 1.000 Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2013 Abschreibungen (kumuliert) Bilanzwert 31.12.2013 Bilanzwert 31.12.2012 Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibung 2013 — — 3 3 — 0 0 — — — 3 3 — 0 0 — — — 790 — 790 790 — — — — — — — — — — — 4 986 640 346 414 116 — — 4 1.776 640 1.136 1.204 116 — — 3.437 11.415.891 1.042.324 10.373.567 7.944.599 — — — 261.934 2.039.705 6.441 2.033.264 1.034.920 5.702 — — — 26.634 — 26.634 26.632 — — — — 165.136 3.691 161.445 4.507 — — — 25.403 13.842 22 13.820 37.872 — — — 290.774 13.661.208 1.052.478 12.608.730 9,048,530 5.702 — — 290.778 13.662.987 1.053.121 12.609.866 9.049.734 5.818 —

Aufsichtsrat Aufsichtsrat

Rudolf Kemler Vorsitzender

Wolfgang C. Berndt Stv. Vorsitzender

Murtadha Al Hashmi Stv. Vorsitzender

Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti

Elif Bilgi-Zapparoli

Helmut Draxler

Wolfram Littich

Herbert Stepic

Herbert Werner

Norbert Zimmermann

Vom Betriebsrat delegiert: Christine Asperger (seit 1. Jän. 2013) Wolfgang Baumann Franz Kaba (bis 31. Mai 2013) Herbert Lindner (seit 1. Juni 2013) Ferdinand Nemesch (bis 31. Mai 2013) Alfred Redlich (seit 1. Juni 2013) Martin Rossmann

Neben international erfahrenen Vorständen und Direktoren der Kernaktionäre setzt sich der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat aus hochqualifizierten unabhängigen Mitgliedern zusammen, wobei sich OMV bezüglich der Unabhängigkeit an den Empfehlungen der EU orientiert.

Präsidial- und Nominierungsausschuss:

Kemler (Vorsitzender), Berndt (Stellvertreter), Al Hashmi (Stellvertreter), Al Kuwaiti, Baumann, Rossmann

Prüfungsausschuss:

Kemler (Vorsitzender), Berndt (Stellvertreter), Al Hashmi (Stellvertreter), Draxler, Littich, Werner, Baumann, Nemesch (bis 31. Mai 2013), Lindner (seit 1. Juni 2013), Rossmann

Projektausschuss:

Kemler (Vorsitzender), Berndt (Stellvertreter), Al Hashmi (Stellvertreter), Al Kuwaiti, Littich, Zimmermann, Baumann, Kaba (bis 31. Mai 2013), Lindner (seit 1. Juni 2013), Nemesch (bis 31. Mai 2013), Rossmann

Vergütungsausschuss:

Kemler (Vorsitzender), Berndt (Stellvertreter), Al Hashmi (Stellvertreter), Draxler, Zimmermann

Vorstand Vorstand

Wien, am 19. März 2014

Der Vorstand

Gerhard Roiss Vorsitzender

Hans-Peter Floren Jaap Huijskes Manfred Leitner

David C. Davies Vorsitzender-Stellvertreter

Abkürzungen und Definitionen Abkürzungen und Definitionen

Ausschüttungsgrad

%-Verhältnis der Dividende je Aktie zum Ergebnis je Aktie

bbl, bbl/d

Barrel (Fass zu circa 159 Liter), bbl pro Tag

bcf, cf Milliarde Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F)

BIP

Bruttoinlandsprodukt

Bitumen

Ein nicht flüchtiges, klebriges und abdichtendes rohölstämmiges Produkt, Grundstoff für Asphalt

boe, boe/d

Barrel Öläquivalent, boe pro Tag

CCS

Current Cost of Supply; zu aktuellen Beschaffungskosten

E&P

Exploration und Produktion

EBIT

Earnings Before Interest and Taxes; Betriebserfolg

EGT

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen

Eigenkapitalquote

%-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital

Eingesetztes Kapital

Eigenkapital inklusive Anteile anderer Gesellschafter zuzüglich Nettoverschuldung

EPSA

Exploration and Production Sharing Agreement; Explorations- und Produktionsteilungsvertrag

Ergebnis je Aktie

Den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Aktienanzahl

EU

Europäische Union

EUR

Euro

FX

Fremdwährungs-Wechselkurs

G&P Gas und Power

H1, H2

Erstes, zweites Halbjahr

HSSE Health, Safety, Security and Environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

HV

Hauptversammlung

IASs

International Accounting Standards

IFRSs International Financial Reporting Standards

52 222| OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2013 OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2013 | Abkürzungen und Definitionen Abkürzungen und Definitionen

Weitere Abkürzungen und Definitionen finden Sie unter www.omv.com > Presse > Glossar.

Jahresüberschuss

Nettogewinn nach Zinsen, außerordentlichem Ergebnis und Steuern

Kb&S Konzernbereich und Sonstiges

kbbl, kbbl/d

Tausend Barrel, tausend bbl pro Tag

kboe, kboe/d Tausend Barrel Öläquivalent, tausend boe pro Tag

km²

Quadratkilometer

KPI

Key Performance Indicator; Leistungskennzahl, Schlüsselindikator

LNG Liquefied Natural Gas; Flüssigerdgas

LTIR

Lost-Time Injury Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall pro 1 Mio Arbeitsstunden

m3

Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F)

Mio Million

Monomere Begriff für Ethylen und Propylen

Mrd Milliarde

MW Megawatt

MWh

Megawatt Stunde

n.a. Not available; Wert nicht verfügbar

n.m. Not meaningful; Wert nicht aussagefähig

Nettoverschuldung

Finanzverbindlichkeiten inklusive Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing abzüglich liquider Mittel

NGL

Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt

NOK

Norwegische Krone

NOPAT

Net Operating Profit After Tax; EGT nach Steuern zuzüglich Zinsergebnis auf Finanzverbindlichkeiten,

+/– Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen,

+/– Steuereffekte aus Anpassungen

OECD

Organisation for Economic Cooperation and Development; Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

OPEX

Operating Expenditures; Produktionskosten; Material- und Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben

öCGK

Österreichischer Corporate Governance Kodex PJ

Petajoule, 1 PJ entspricht ca. 278 Mio Kilowattstunden

Polymere, Polyolefine

Monomere in Kettenform, Begriff für Polyethylen und Polypropylen

ppm

Parts per million; Teile von einer Million

PRT, PRRT

Petroleum Revenue Tax, Petroleum Resource Rent Tax; diese Steuer gibt es in Großbritannien sowie Australien

Q1, Q2, Q3, Q4

Erstes, zweites, drittes, viertes Quartal

R&M

Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

ROACE

Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital

ROE

Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss zu durchschnittlichem Eigenkapital

Return On Fixed Assets; %-Verhältnis EBIT zu durchschnittlichem immateriellen und Sach-

Reserve Replacement Rate; Reserven-Ersatzrate; Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion dividiert durch Gesamtproduktion

Total Recordable Injury Rate; Zwischenfallrate

Total Shareholder Return; Aktienrendite

Österreichisches Unternehmensgesetzbuch

Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung

Umsatzerlöse exkl. Mineralölsteuer

ROFA

RON

RRR

t, toe

TEUR Tausend Euro TRIR

TRY Türkische Lira

TSR

TUSD

TWh

UGB

USD US Dollar

Tausend US Dollar

Terawatt Stunde

Umsatzerlöse

Verschuldungsgrad

zu Eigenkapital

anlagevermögen

Neuer Rumänischer Leu

Tonne, Tonne Öläquivalent

aller Unfälle mit Verletzungen

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Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 19. März 2014

Gerhard Roiss

Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender

David C. Davies

Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter, Finanzen

Hans-Peter Floren

Mitglied des Vorstands, Gas und Power

Jaap Huijskes

Mitglied des Vorstands, Exploration und Produktion

Manfred Leitner

Mitglied des Vorstands, Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie

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