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OMV AG Annual Report 2012

Apr 12, 2013

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Annual Report

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OMV Aktiengesellschaft

Jahresfinanzbericht 2012 – Inhaltsverzeichnis Jahresfinanzbericht 2012 – Inhaltsverzeichnis

Teil 1: Konzerngeschäftsbericht – beinhaltet:

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden 04
Bericht des Aufsichtsrats 18
Corporate Governance Bericht 20
Konzernlagebericht 52
Konzernabschluss 69
Konzernanhang 77

Teil 2: Einzelabschluss der OMV Aktiengesellschaft – beinhaltet:

Bericht des Aufsichtsrats 168
Corporate Governance Bericht 170
Lagebericht OMV Aktiengesellschaft 182
Bestätigungsvermerk 187
Jahresabschluss OMV Aktiengesellschaft 188
Anhang 191

Teil 3: Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG 221

Geschäftsbericht 2012

OMV Aktiengesellschaft

Inhalt

Auf einen Blick

  • Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
  • Highlights 2012

Unternehmen

  • Ziele und Strategie des OMV Konzerns
  • Nachhaltigkeit
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • Corporate Governance Bericht
  • Value Management
  • OMV Aktie und Anleihen
  • Wirtschaftliches Umfeld

Geschäftsbereiche

  • Exploration und Produktion
  • Gas und Power
  • Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie
  • Konzernlagebericht (inkl. Ausblick 2013)

Konzernabschluss

  • Bestätigungsvermerk
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • Konzern-Cashflow-Rechnung

Konzernanhang

  • Grundlagen und Methoden
  • Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
  • Erläuterungen zur Bilanz
  • Ergänzende Angaben zur Finanzlage
  • Segmentberichterstattung
  • Sonstige Angaben
  • Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)
  • Abkürzungen und Definitionen
  • Fünf-Jahres-Übersicht

Kontakte Der OMV Konzern in Zahlen

"Profitables Wachstum" auf einem guten Weg

Wachsender Upstream-Bereich

Exploration und Produktion erreichte die Stabilisierung der Produktion in Rumänien und Österreich. Die Projektpipeline wurde signifikant gestärkt. Akquisitionen in Norwegen legen eine neue Basis für Wachstum und Stabilität. 2012 war ein außergewöhnlich erfolgreiches Explorationsjahr, mit dem potenziell größten Gasfund in der Geschichte von OMV im rumänischen Schwarzen Meer.

Integriertes Gasgeschäft

Gas und Power positionierte sich erfolgreich im Gasvertriebsgeschäft in der Türkei und traf Vorbereitungen für zukünftiges Absatzwachstum. Nabucco West wurde als bevorzugte Route vom Shah Deniz II Gasfeld in Aserbaidschan nach Zentraleuropa ausgewählt. Das Gaskraftwerk Brazi (Rumänien) nahm den kommerziellen Betrieb auf.

Restrukturierter Öl-Downstream-Bereich Raffinerien und Marketing startete sein Veräußerungsprogramm und verkaufte erfolgreich Petrom LPG sowie das Marketing-Geschäft in Bosnien-Herzegowina. Das Modernisierungsprogramm für die Raffinerie Petrobrazi machte weitere Fortschritte. Striktes Margenund Kostenmanagement führte zu einer signifikanten Performance-Steigerung von Petrol Ofisi.

Verbesserte Performance

Nach einer erfolgreichen Diagnosephase ging "energize OMV", das Programm zur Performance-Steigerung im gesamten OMV Konzern, Mitte 2012 in die Umsetzungsphase. Rund 130 Projekte wurden quer durch alle Geschäftsbereiche initiiert. Ein erster wichtiger Schritt war die Reduktion des Working Capitals um EUR 690 Mio mit Jahresende 2012.

Auf einen Blick

EUR Mio 2012 20111) Δ
Umsatz 42.649 34.053 25%
Betriebserfolg (EBIT) 3.104 2.494 24%
Den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss 1.363 1.079 26%
CCS EBIT vor Sondereffekten 2) 3.407 2.530 35%
Den Aktionären zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 2) 1.544 1.084 42%
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.813 2.514 52%
Investitionen 2.426 3.146 –23%
EUR
Ergebnis je Aktie 4,18 3,43 22%
CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten 2) 4,73 3,45 37%
Cashflow je Aktie 11,69 8,00 46%
Dividende je Aktie 1,20 3) 1,10 9%
%
Return On Average Capital Employed (ROACE) 4) 11 11 –1%
Return On Equity (ROE) 13 13 –1%

1) Zahlen für 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst.

2) Das CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) aus den Fuels-Raffinerien und Petrol Ofisi.

3) Wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2013.

4) Mit 2012 wurden die Definitionen für NOPAT und durchschnittlich eingesetztes Kapital angepasst. Details entnehmen Sie bitte den "Abkürzungen und Definitionen". Historische Zahlen wurden entsprechend angepasst.

2008 2009 2010 2011 2012 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 4.500 3.547 2.355 3.207 3.146 2.426 Investitionen in EUR Mio

Ausschüttungsgrad in %

1) Basierend auf einer Dividende in Höhe von EUR 1,20 je Aktie, wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2013.

Exploration und Produktion

Gas und Power

Raffinerien und Marketing

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Rekordergebnis erzielt

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Jahr 2012 hat wieder gezeigt, dass wir außerordentlich erfolgreich sein können. Wir haben ein Rekordergebnis erzielt und gleichzeitig unsere Strategie weiter vorangetrieben. Die Produktion hat in wichtigen Märkten fast wieder das Vorkrisen-Niveau erreicht, und die Strategie, auf den Upstream-Bereich zu fokussieren um profitables Wachstum zu erzielen, hat Fahrt aufgenommen. Ein bedeutender Gasfund, mehrere wichtige Akquisitionen und eine überzeichnete Anleihenemission haben zusammen die Basis für eine viel versprechende Zukunft gelegt. Das CCS EBIT vor Sondereffekten von EUR 3.407 Mio, eine Steigerung um 35% gegenüber 2011, ist das höchste in der Geschichte von OMV. Zusätzlich haben wir einen freien Cashflow nach Dividenden von EUR 907 Mio generiert – ein beachtlicher Erfolg in einem Jahr mit bedeutenden Investitionen.

Start des Programms "energize OMV"

Im vergangenen Jahr haben wir unser Versprechen erfüllt, unser Portfolio zu straffen. Das Performance-Programm "energize OMV" wurde erfolgreich im gesamten Konzern eingeführt und ist auf einem guten Weg, den Return On Average Capital Employed (ROACE) bis 2014 um 2%- Punkte zu erhöhen. Die Reduktion des Working

Capitals und höhere Kosteneffizienz haben dazu beigetragen, unser Ergebnis weiter zu verbessern und das Vertrauen zu rechtfertigen, das die Investoren in uns setzen.

OMV Resourcefulness

Eine weitere wichtige Initiative war unser neues Nachhaltigkeitskonzept – "Resourcefulness". Es ermöglicht OMV, die Verbindung zwischen zwei Kernressourcen zu gewährleisten – den Energiereserven der Natur und dem Potenzial der Menschen. Die drei Säulen des Konzepts – Eco-Innovation, Eco-Efficiency und Skills to Succeed – stellen eine Plattform für Themen bereit, die von Biokraftstoffen der zweiten Generation und H2 -Mobilität bis zu CO2 - und Wassermanagement sowie Bildungsinitiativen und Berufsausbildungen reichen. Resourcefulness ist mehr als nur ein Konzept, es steht für unsere Grundeinstellung – wir streben an, Win-Win-Situationen für die Gesellschaft, die Umwelt und OMV zu schaffen.

Bisher größte Anleihenemission

2012 war das Jahr der bisher größten Anleihenemission des OMV Konzerns. Die lang-laufenden Eurobonds mit einem Gesamtnominale von EUR 1,5 Mrd wurden in zwei Tranchen mit sehr attraktiven Finanzierungskonditionen und einer Laufzeit von 10 bzw. 15 Jahren begeben.

Unsere Strategie

Upstream-Wachstum: Der Tiefwasser-Gasfund vor der rumänischen Schwarzmeerküste im ersten Quartal war ein gutes Beispiel dafür, wie wir unsere Strategie umsetzen, indem wir auf größere, potenziell hochwertige Explorationsziele fokussieren. Nach vorläufigen Schätzungen haben die Gasreserven im Tiefwasser-Block Neptun ein Volumen von bis zu 84 Mrd m³. Dieser Fund könnte sich zwar als bisher größter Gasfund in der Geschichte von OMV herausstellen, war aber nicht der einzige Upstream-Erfolg in 2012. Wir sicherten uns weitere Schwarzmeer-Blöcke in Bulgarien und der Ukraine, während wir in der Nordsee-Region, einem erklärten Schwerpunktgebiet, signifikante Akquisitionen tätigten, darunter ein 20%-Anteil am Edvard Grieg-Ölfeld mit Zugang zu 2P-Reserven von mehr als 38 Mio boe. Eine Reihe von Asset-Transaktionen in Großbritannien sowie eine UpstreamVereinbarung in Abu Dhabi wurden abgeschlossen, und wir haben einen bedeutenden Schritt in Richtung Energiesicherheit in Pakistan gesetzt, indem wir eine Vereinbarung zur Entwicklung des Latif Gasfelds unterzeichneten. Die starke operative Performance von OMV war von der Produktion in Libyen getrieben, während die Produktion in Österreich und Rumänien weiter im Zielbereich lag. Das Volumen der E&P-Projektpipeline wurde seit dem Capital Markets Day im September 2011 von 430 Mio boe auf 900 Mio boe erhöht und hat sich damit mehr als verdoppelt.

Downstream-Optimierung: Der europäische Downstream-Markt stand seit geraumer Zeit unter Druck, doch während die Nachfrage nach Erdölprodukten in der EU-27 signifikant zurückging, ist der OMV Produktmarkt in Zentral- und Südosteuropa sowie in der Türkei leicht gewachsen. In R&M ging das Veräußerungsprogramm im Umfang von EUR 1 Mrd planmäßig voran. Wir implementierten auch ein stringentes Kapitalmanagementsystem und es gelang uns, unser ehrgeiziges Ziel, das Working Capital um EUR 500 Mio zu reduzieren, mit einer Reduktion um EUR 690 Mio mit Jahresende sogar zu übertreffen – ein viel versprechender Erfolg von "energize OMV". Ein wichtiger Meilenstein im Zuge der Modernisierung der Raffinerie Petrobrazi in Rumänien wurde ohne Unterbrechungen der rumänischen Rohölförderung und Produktversorgung erreicht. Als Ausdruck sowohl von Resourcefulness als auch Innovation wurde in der Raffinerie Schwechat eine Pilotanlage eröffnet, die feste Biomasse in Biodieselkraftstoff konvertiert, die weltweit erste Anlage ihrer Art.

Integriertes Gasgeschäft: Im März freuten wir uns, unser neues Vorstandsmitglied für Gas und Power, Hans-Peter Floren, zu begrüßen. Er war eine treibende Kraft bei der Bewältigung der Aufgaben in einem sich ständig ändernden, herausfordernden Marktumfeld. Ein Schlüsselvorteil von G&P ist die Abdeckung der gesamten Wertschöpfungskette. Erdgas aus Eigenförderung repräsentiert bereits einen signifikanten Teil unserer Gasversorgungsstruktur, wir nutzen unsere eigene Infrastruktur für Transport und Speicherung von Gas sowie unsere eigenen Vertriebskanäle, um das Gas an Großkunden und Großhändler zu verkaufen. Zu

den signifikanten Entwicklungen von G&P gehörte die kommerzielle Inbetriebnahme des Gaskraftwerks Brazi, das mit seiner Kapazität bis zu 9% des rumänischen Strombedarfs decken kann. Gute Nachrichten gab es im Juni, als das neue Konzept Nabucco West vom Shah Deniz II Konsortium als bevorzugte Pipelineroute nach Zentraleuropa ausgewählt wurde.

Erdgas ist die Zukunft

Die weltweite Energieversorgung ist im Wandel begriffen, und es ist eine Lücke zwischen den klassischen Energieträgern und den so genannten grünen Energien entstanden – eine Lücke, die nach Ansicht von OMV von Erdgas ausgefüllt werden kann. Wir stellen sicher, dass OMV bei diesem Wandel an vorderster Front steht.

Ein Blick in die Zukunft

Der Erfolg von 2012 steht für eine OMV, die fit für die Zukunft ist, und die jüngsten Entwicklungen werden uns weiter voranbringen. Unser Upstream-Bereich tritt in eine neue Wachstumsphase ein, und wir werden unseren Fokus auf größere, potenziell hochwertige Explorationsziele beibehalten. Wir werden die Produktion in Rumänien und Österreich weiter stabil halten und das Produktionswachstum in Tunesien und Pakistan beschleunigen. Der Kursanstieg unserer Aktie im Jahr 2012 zeigte, dass der Kapitalmarkt unser Vertrauen in unsere neue Strategie teilt, und wir werden diesen Weg mit weiteren Investitionen zur Expansion unseres internationalen Portfolios und zur Verstärkung unserer Explorationsaktivitäten energisch weiterverfolgen. Die Neuausrichtung unserer Geschäftsbereiche sieht zumindest zwei Drittel der Investitionsmittel für E&P und eine weitere Optimierung in R&M vor. Eine noch sicherere, profitablere und ressourcenreichere OMV nimmt Gestalt an, und wir sind zuversichtlich, dass wir – mit Ihrer weiteren Unterstützung – weiterhin erfolgreich sein werden.

Gerhard Roiss

Upstream tritt in eine neue Wachstumsphase ein

Highlights 2012

Jänner

Februar

  • Hans-Peter Floren wird als neuer Vorstandsdirektor verantwortlich für Gas und Power ab 1. März 2012 bestellt Petrom bestätigt einen potenziell bedeutenden
  • Gasfund bei der Domino-1 Bohrung vor der rumänischen Schwarzmeerküste

April

Mai

Die OMV Hauptversammlung beschließt eine Dividende von EUR 1,10 je Aktie, was einer Erhöhung von 10% gegenüber dem Vorjahr entspricht

Bekanntgabe der Veräußerung von Beteiligungen in der britischen Nordsee, um sich auf die Region westlich der Shetlandinseln zu fokussieren OMV und Wintershall unterzeichnen eine Upstream-Vereinbarung mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), um das Gasfeld in Shuwaihat im Westen von Abu Dhabi auszuwerten Das Nabucco-West-Projekt wird vom Shah Deniz II Konsortium als bevorzugte Pipelineroute nach Zentraleuropa ausgewählt Juni

Juli

Erwerb eines 15%-Anteils an der Aasta Hansteen Gasfeldentwicklung und Erhöhung des Anteils am "Norwegian Sea Gas Infrastructure" Projekt

August

Der OMV Konzern bekommt weitere Explorationsflächen vor der Schwarzmeerküste der Ukraine und Bulgarien zugesprochen

Start des kommerziellen Betriebs des Gaskraftwerks Brazi (Rumänien)

September

OMV begibt für EUR 1,5 Mrd langlaufende Eurobonds und gibt Rückkaufangebote für anstehende Fälligkeiten bekannt

Oktober

Rudolf Kemler wird von der außerordentlichen Hauptversammlung in den Aufsichtsrat gewählt und übernimmt per 1. November 2012 den Vorsitz

Erwerb eines 20%-Anteils an der Edvard Grieg-Ölfeldentwicklung in Norwegen

November

Verkauf der Marketing-Tochtergesellschaft in Bosnien-Herzegowina an das serbische Unternehmen NIS

Unternehmen

Ziele und Strategie des OMV Konzerns

OMV in 2012

OMV integriert drei Kerngeschäfte: E&P, G&P und R&M OMV ist ein integriertes, internationales Ölund Gasunternehmen mit drei Kerngeschäften: Exploration und Produktion (E&P), Gas und Power (G&P) sowie Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M).

In E&P ist OMV in zwei Kernländern tätig, Rumänien und Österreich, und verfügt über ein ausgewogenes internationales Portfolio. OMV hatte zum Jahresende rund 1,12 Mrd boe sichere Reserven und förderte 2012 täglich rund 303 kboe.

In G&P betrugen die Erdgas-Verkaufsmengen rund 437 TWh. OMV betreibt in Österreich ein 2.000 km langes Gasleitungsnetz mit einer verkauften Transportkapazität von rund 103 Mrd m3 . OMVs Gashandelsplattform, der Central European Gas Hub, hat sich mit einem Handelsvolumen von rund 528 TWh als wichtiger Gashub auf

den Gaskorridoren von Ost nach West etabliert. Das Gaskraftwerk Brazi (Rumänien) nahm im August 2012 den kommerziellen Betrieb auf.

In R&M verfügt OMV über eine Jahres-Raffineriekapazität von 22 Mio t und zum Jahresende über ein Netz von rund 4.400 Tankstellen in 13 Ländern inklusive der Türkei. Mit starken Marken, einem hochqualitativen Non-Oil-Geschäft (VIVA) und einem effizienten Commercial-Geschäft ist OMV eines der führenden Unternehmen in ihren Märkten.

Mit einem Konzernumsatz von EUR 43 Mrd, 28.658 Mitarbeitern und einer Marktkapitalisierung zum Jahresende von rund EUR 9 Mrd ist die OMV Aktiengesellschaft das größte börsennotierte Industrieunternehmen in Österreich.

OMV Strategie "Profitables Wachstum"

Die Ausrichtung der Strategie "Profitables Wachstum", die vom OMV Vorstand im September 2011 in Istanbul präsentiert wurde, bleibt aufrecht. OMV wird sich zu einem integrierten, internationalen Öl- und Gasunternehmen mit verbesserter Profitabilität und starkem Wachstum im Upstream-Bereich entwickeln.

In den kommenden Jahren wird der Geschäftsbereich E&P im OMV Konzern einen deutlich größeren Stellenwert einnehmen. Der Geschäftsbereich G&P wird die Positionen des OMV Gasportfolios optimieren und Verbindungen zwischen den OMV Märkten ermöglichen. Die Integration mit dem Upstream-Geschäft wird einen Mehrwert für das Gas aus Eigenförderung schaffen. R&M wird weiterhin ein wichtiger Bestandteil der integrierten Wertschöpfungskette bleiben, aber in seiner relativen Bedeutung im Portfolio reduziert. In Anbetracht des herausfordernden Marktumfelds wird der Fokus auf Optimierung und Effizienzsteigerung liegen.

Die Eckpfeiler der OMV Strategie auf einen Blick:

  • Wachsender Upstream-Bereich.
  • Integriertes Gasgeschäft.
  • Restrukturierter Öl-Downstream-Bereich.
  • Performance-Verbesserung im gesamten OMV Konzern.

Wachsender Upstream-Bereich

E&P ist der Wachstumstreiber innerhalb des OMV Portfolios. Mehr als zwei Drittel der zukünftigen Investitionsmittel werden in Suche, Erschließung und Förderung von Rohöl und Erdgas gelenkt. OMV wird die Produktion in reifen Feldern stabilisieren und die Entwicklung von Ressourcen zu Reserven und Produktion beschleunigen. Gezielte Akquisitionen bringen zusätzliche Produktionsmengen und weitere Entwicklungs- und Explorationsmöglichkeiten. Gesteigerte Explorationsaktivitäten sichern die Nachhaltigkeit des E&P-Portfolios und bieten die Grundlage für langfristiges Wachstum. Die wichtigsten Wachstumsregionen von E&P sind

Simple Strategie: Wachstum in Upstream, Optimierung in Downstream

das Schwarze Meer, die Nordsee-Region, die Kaspische Region, der Mittlere Osten und Afrika.

Integriertes Gasgeschäft

Erdgas ist der sauberste fossile Energieträger. Trotz der grundlegenden strukturellen Änderungen in den europäischen Gasmärkten wird Erdgas eine wichtige Rolle als Ergänzung zum wachsenden Anteil an erneuerbaren Energien spielen. In Anbetracht des sich ändernden Marktumfelds sowie der neuen Optionen für Gas aus Eigenförderung wurde die Strategie von G&P neu bewertet. Der Fokus wird auf einer integrierten Gasposition basierend auf Erdgas aus eigenen Produktionsstätten in der Nähe der europäischen Märkte liegen, ergänzt durch kommerziell und strategisch attraktive Verträge mit Dritten. Die Wettbewerbsfähigkeit des Gasverkaufsgeschäfts wird durch die Neuverhandlung langfristiger Gasbezugsverträge verbessert werden. Zentral- und Osteuropa, Südosteuropa und die Türkei werden erwartungsgemäß die attraktivsten Wachstumsmärkte in Europa sein und daher auch Schwerpunktregionen für OMV darstellen. Um den Wert von Erdgas voll auszuschöpfen, optimiert OMV verschiedene Vertriebskanäle. Erdgas kann entweder an große Industriekunden und Gasweiterverteiler verkauft oder alternativ in Gaskraftwerken zur Stromerzeugung genutzt werden. Soweit erforderlich wird das Wachstum des Gasportfolios durch die Entwicklung zusätzlicher Infrastruktur unterstützt werden.

Restrukturierter Öl-Downstream-Bereich

Auf Grund der sinkenden Nachfrage nach Erdölprodukten in Europa wird R&M seine Assets reduzieren. Bis 2014 sollen bis zu EUR 1 Mrd durch Veräußerungen von nicht integrierten R&M-Assets generiert werden. Zudem wird die Herstellung von Erdölprodukten entsprechend der Marktnachfrage, hin zu mehr Mitteldestillaten und petrochemischen Produkten, verändert. Die Modernisierung der Raffinerie Petrobrazi wird abgeschlossen. Der Ausbau des Asset-backed Tradinggeschäfts wird die optimale Nutzung und Auslastung der bestehenden Anlagen unterstützen. Ein effektives Management von Kapital und Kosteneffizienz steht dabei im Vordergrund.

Performance-Verbesserung im gesamten OMV Konzern

OMV führte ein Performance-Steigerungsprogramm ein, das sich seit Sommer 2012 in der Implementierungsphase befindet. Ziel von "energize OMV" ist es, den Return On Average Capital Employed (ROACE) bis 2014 durch Maßnahmen zur Ertragssteigerung, Kostensenkung und Kapitaloptimierung um 2%-Punkte zu erhöhen. Rund 130 Projekte wurden quer durch alle Abteilungen und Geschäftsfelder initiiert. 2012 wurden bereits erste Verbesserungen erzielt, z.B. eine Reduktion des Working Capitals um EUR 690 Mio, die Beseitigung von Engpässen in E&P-Anlagen in Österreich und Maßnahmen in der Raffinerie Petrobrazi.

Strategische Ziele

Unser wichtigstes Ziel ist eine kurzfristige Steigerung der Performance bis 2014

  • Stabilisierung der Produktion in Rumänien und Österreich (200-210 kboe/d).
  • Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit des Gashandelsgeschäfts.
  • R&M-Veräußerungen (bis zu EUR 1 Mrd).
  • Performance-Steigerungsprogramm (+2%-Punkte ROACE).

Unser mittelfristiger Fokus liegt auf Wachstum bis 2016

Organisches Produktionswachstum von rund 2% pro Jahr (bis zu 4% pro Jahr inklusive Akquisitionen) basierend auf 2010.

  • Reserven-Ersatzrate von rund 100% im 3-Jahres-Durchschnitt (inkl. Akquisitionen).
  • Wachstum des Gasgeschäfts in der Türkei und Pre-Marketing von zukünftigem Gas aus Eigenförderung.
  • Gesteigerte Explorationsausgaben.

Aufbau einer Position für langfristiges Wachstum bis 2021

  • Erweitertes Explorationsportfolio.
  • Nabucco West für ein integriertes Gastransportsystem nach Europa.
  • Investitionen in das Gasportfolio abhängig von Gas aus Eigenförderung.

eine integrierte Gasposition basierend auf Erdgas aus eigenen Produktionsstätten

Fokus auf

Exploration und Produktion

Der Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) setzt die 2011 präsentierte Strategie erfolgreich um, nutzt die Kern-Assets in Rumänien und Österreich und verfügt über ein ausgewogenes internationales E&P-Portfolio. Die sicheren Reserven von OMV beliefen sich zum Jahresende auf rund 1,12 Mrd boe, die tägliche Produktion betrug 2012 rund 303 kboe. Rund zwei Drittel der Produktion stammten aus Rumänien und Österreich, der Rest aus einem wachsenden internationalen Portfolio. Erdöl und Erdgas tragen jeweils rund 50% zur Gesamtproduktion bei.

Strategie "Wachsender Upstream-Bereich" auf gutem Weg

In der 2011 präsentierten Strategie hat sich OMV kommittiert, rund zwei Drittel der zukünftigen Investitionsmittel in E&P zu lenken, um die Produktion bis 2016 organisch auf rund 350 kboe/d zu erhöhen. OMV hat in 2012 die Fähigkeit und Entschlossenheit demonstriert, die strategischen Ziele zu erreichen. Die kurzfristigen Ziele werden durch Performance-Initiativen, die Anwendung modernster Technologien und Neuentwicklungsprojekte realisiert, die zu einer Stabilisierung der Produktion in Rumänien und Österreich am oberen Ende des Zielbereichs von 200-210 kboe/d führen. Das mittelfristige Wachstum wird von einer starken Projektpipeline mit rund 450 Mio boe in Entwicklung getrieben, z.B. Nawara in Tunesien (Gas), die Schiehallion Neuentwicklung in Großbritannien, Mehar und Latif in Pakistan sowie mehrere Neuentwicklungsprojekte in Rumänien und Österreich. Diese und weitere Projekte werden neben anderen zum Produktionsziel von rund 350 kboe/d in 2016 beitragen. Zusätzliches Wachstum wird durch Transaktionen sichergestellt, z.B. erfolgreiche Akquisitionen vor der norwegischen Küste und die erste Upstream-Vereinbarung in Abu Dhabi. Einige Assets in der britischen Nordsee wurden veräußert, um den Fokus auf die Region westlich der Shetlandinseln zu verstärken. Exploration sichert das langfristige Wachstum. OMV wird die Explorationsausgaben erhöhen und vermehrt auf potenziell hochwertige (hohes Risiko, hoher Ertrag) Explorationsziele fokussieren. Das Explorationsportfolio wurde dynamisch erneuert, und auf Basis des außergewöhnlichen Erfolgs der Bohrung Domino-1 vor der rumänischen Schwarzmeerküste wurden zusätzliche Explorationsgebiete in direkter Nachbarschaft gesichert. Außerdem wird OMV in neue Gebiete im Mittleren Osten, in der Kaspischen Region und in Afrika expandieren.

Wichtigste Erfolge in 2012

  • Stabilisierung der Produktion in Rumänien und Österreich auf 208 kboe/d.
  • Rückkehr der Produktion in Libyen.
  • Erfolgreiche Entwicklung von Projekten; wesentlich gestärkte Projektpipeline.
  • Veräußerungen in der britischen Nordsee.
  • Aufbau einer neuen Basis für Wachstum und
  • Stabilität durch Akquisitionen in Norwegen. Upstream-Vereinbarung mit Abu Dhabi National Oil Company.
  • Fokus auf größere, potenziell höherwertige Explorationsziele.
  • Domino der potenziell größte Gasfund in der Geschichte von OMV im Neptun Block (im rumänischen Schwarzen Meer).
  • Sicherung zusätzlicher Tiefwasser-Explorationsgebiete in Nachbarschaft zum Neptun Block.

Wichtigste Initiativen in E&P

Alle Initiativen folgen drei Prioritäten: Erstens HSSE, zweitens Produktion und drittens Kosten.

Kurzfristige Performance-Steigerung (2014):

  • Stabilisierung der Produktion in Rumänien und Österreich (200-210 kboe/d).
  • Steigerung der Produktionsperformance im gesamten Portfolio.
  • Mittelfristiges Wachstum (2016):
  • Organisches Produktionswachstum von rund 2% pro Jahr (bis zu 4% inkl. Akquisitionen) auf Basis 2010.
  • Rund 100% Reserven-Ersatzrate (3-Jahres-Durchschnitt inkl. Akquisitionen).
  • Wachstum des internationalen Portfolios.
  • Steigerung der Explorationsausgaben.
  • Positionierung für langfristiges Wachstum (2021):
  • Upstream-Möglichkeiten in Zusammenhang mit Nabucco.
  • Weitere Steigerung der Explorationsausgaben.

Projektpipeline deutlich gestärkt

Gasfund im Schwarzen Meer

Gas und Power

Der integrierte Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) von OMV ist entlang der gesamten Gaswertschöpfungskette tätig. Das Gasbezugsportfolio von G&P besteht aus Erdgas aus eigenen Produktionsstätten, das durch kontrahierte Volumina ergänzt wird. Über ein 2.000 km langes Gasleitungsnetz sowie eigene Gasspeicher mit einer Kapazität von 2,6 Mrd m³ wird das Gas zu den Märkten geliefert und über eigene Vertriebskanäle verkauft. Der Central European Gas Hub (CEGH) hat sich als wichtige Gashandelsplattform auf den Gaskorridoren von Ost nach West etabliert und betreibt auch eine Gasbörse. Der Gashub in Baumgarten ist die größte Drehscheibe für Gas aus Russland in Mitteleuropa.

Strategie "Integriertes Gasgeschäft" neu bewertet

G&P war in 2012 von den Auswirkungen der grundlegenden strukturellen Änderungen in den europäischen Gasmärkten während der letzten Jahre geprägt. Die Hub-Preise entkoppelten sich von den ölpreisgebundenen Vertragspreisen, wodurch das klassische Midstream-Modell der Gasvermarktung unter erheblichen Druck geriet. Davon war besonders EconGas betroffen, die OMV Tochtergesellschaft für den Verkauf von Erdgas in Österreich und benachbarten Ländern. Die Neuverhandlung der langfristigen Gasbezugsverträge wird 2013 ein wichtiger Schwerpunkt bleiben, um zur Profitabilität zurückzukehren. Gleichzeitig eröffnen neue Optionen für Gas aus Eigenförderung Wachstumschancen für G&P. OMV wird auf eine integrierte Position im Gasgeschäft auf Basis von Gas aus eigenen Produktionsstätten in der Nähe ihrer europäischen Märkte fokussieren. In Einklang mit der Strategie verstärkte OMV die Expansion ihrer Aktivitäten in der Türkei, einem der attraktivsten Wachstumsmärkte in Europa. Ein erster Schritt hin zum Ziel einer Gaskraftwerkskapazität von 1,7 GW erfolgte im August 2012 mit dem Start des kommerziellen Betriebs des Gaskraftwerks Brazi (Rumänien). Die Errichtung des Kraftwerks in Samsun (Türkei) wurde fertiggestellt. Fortschritte wurden auch beim Nabucco Gas Pipeline Projekt erzielt. Im Juni 2012 wurde Nabucco West als bevorzugte Route für den Transport von Erdgas aus dem Shah Deniz II Gasfeld in Aserbaidschan nach Zentraleuropa ausgewählt. Anfang 2013 wurde eine Vereinbarung über die gemeinsame Finanzierung der Entwicklungskosten und die Beteiligung des Shah Deniz II Konsortiums am Nabucco Projekt im Fall seiner Auswahl zur endgültigen Pipelineroute erzielt.

Wichtigste Erfolge in 2012

  • Die Gasverkaufsmengen stiegen vor allem auf Grund der Handelsaktivitäten auf 437 TWh, doch hielt der Druck auf die Margen an.
  • Start des Direktverkaufs von Gas in der Türkei (11,6 TWh inkl. LNG).
  • Gute operative Performance des Gas Logistik-Geschäfts.
  • Nabucco West als eine der beiden möglichen Transportrouten für Gas aus dem Shah Deniz II Gasfeld in Aserbaidschan nach Europa ausgewählt.
  • Implementierung des neuen Gasmarktmodells in Einklang mit dem Dritten Energiepaket abgeschlossen.
  • Slowakische Eustream beteiligt sich am CEGH (15%-Anteil).
  • Beginn des kommerziellen Betriebs des Gaskraftwerks Brazi (Rumänien) im August.

Wichtigste Initiativen in G&P

Kurzfristige Performance-Steigerung (2014):

  • Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit des Gashandelsgeschäfts.
  • Inbetriebnahme von Samsun (Türkei) in H1/13, um die Gaskraftwerkskapazität auf 1,7 GW zu erhöhen.

Mittelfristiges Wachstum (2016):

Wachstum des Gasgeschäfts in der Türkei und Pre-Marketing von zukünftigem Gas aus Eigenförderung.

Positionierung für langfristiges Wachstum (2021):

  • Nabucco West für ein integriertes Gastransportsystem nach Europa.
  • Investitionen in das Gasportfolio in Abhängigkeit von Gas aus Eigenförderung.

Gasverkauf in der Türkei erfolgreich gestartet

Erstes Gaskraftwerk in Betrieb

Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

Der Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie betreibt Raffinerien in Schwechat (Österreich) und Burghausen (Süddeutschland), die beide über eine integrierte Petrochemie-Produktion verfügen. Gemeinsam mit der Raffinerie Petrobrazi (Rumänien) und dem 45%-Anteil am Raffinerieverbund Bayernoil (Süddeutschland) verfügt OMV über eine Jahresgesamtkapazität von rund 22 Mio t (450.000 bbl/d). Das Tankstellennetz besteht aus rund 4.400 Tankstellen in 13 Ländern. Mit starken Marken, einem hochqualitativen Non-Oil-Geschäft (VIVA) und einem effizienten Commercial-Geschäft ist OMV eines der führenden Unternehmen in ihren Märkten.

Strategie "Restrukturierter Öl-Downstream-Bereich" auf gutem Weg

Auf Grund der sinkenden Nachfrage nach Erdölprodukten in Europa passt OMV die Bedeutung des Geschäftsbereichs entsprechend an. In der 2011 präsentierten Strategie wurden Veräußerungen von R&M-Assets von bis zu EUR 1 Mrd angekündigt. 2012 verkaufte R&M das LPG-Geschäft von Petrom und veräußerte das Marketing-Geschäft in Bosnien-Herzegowina. Im Raffinerie-Geschäft wird OMV die Herstellung von Erdölprodukten entsprechend der Marktnachfrage hin zu mehr Mitteldestillaten und hochwertigen petrochemischen Produkten verändern. Außerdem investiert OMV in die Raffinerie Petrobrazi in Rumänien, um die Struktur der Produktausbeute zu verbessern. 2012 wurden in der Raffinerie Petrobrazi mehrere bedeutende Modernisierungsmaßnahmen abgeschlossen, darunter die Fertigstellung der Rohöl-Destillationsanlage, um 100% rumänisches Rohöl zu verarbeiten, und die Aufrüstung der Koker-Anlage. In der Raffinerie Schwechat wurden mehrere Projekte zur Optimierung der Produktausbeute abgeschlossen. Die Bemühungen um eine stärkere Integration der Petrochemie werden fortgesetzt. R&M wird auf Basis des Markenportfolios, Premium oder Diskont, eine klare Positionierung der Tankstellen vornehmen und gleichzeitig die Gesamtzahl verringern. In Österreich und Rumänien wird die bereits gestartete Zwei-Marken-Strategie mit OMV VIVA als Premiummarke und Avanti/Petrom im Diskontbereich weiter fortgesetzt. Der Ausstieg aus dem nicht integrierten Tankstellengeschäft außerhalb der Kernmärkte von OMV geht voran. In der Türkei wird das Tankstellengeschäft weiter optimiert. Der Handel mit Rohöl und Produkten in Verbindung mit den Raffinerie-Anlagen wird an Bedeutung gewinnen, um die Auslastung der

Raffinerieanlagen zu unterstützen. Ein effektives Management des Kapitals und Kosteneffizienz stehen dabei im Vordergrund.

Wichtigste Erfolge in 2012

  • Erfolgreiche Durchführung des planmäßigen Wartungsstillstands der Raffinerie Petrobrazi.
  • Weiterer Fortschritt des Modernisierungsprogramms für Petrobrazi und damit Abschluss der Kapazitätsreduktion auf 4,2 Mio t.
  • Verkauf des LPG-Geschäfts von Petrom an Crimbo Gas International.
  • Verkauf des Marketing-Geschäfts in Bosnien-Herzegowina an das serbische Unternehmen NIS.
  • Implementierung des Asset-backed Tradings abgeschlossen.
  • Reduktion des Working Capitals um EUR 690 Mio und stringentes Kapitalmanagement.
  • Signifikante Verbesserung der Performance von Petrol Ofisi durch Margen- und Kostenmanagement.

Wichtigste Initiativen in R&M

Kurzfristige Performance-Steigerung (2014):

  • Erlöse von bis zu EUR 1 Mrd durch Veräußerungen.
  • Steigerung der Performance.
  • Optimierung des Marketing-Geschäfts in der Türkei.
  • Mittelfristiges Wachstum (2016):
  • Erhöhung der Produktausbeute und weitere Integration der Petrochemie.
  • Integration mit Borealis, einem Top-Player der petrochemischen Industrie.

Positionierung für langfristiges Wachstum (2021):

Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit des restrukturierten Geschäftsbereichs.

R&M Veräußerungsprogramm wurde weiter vorangetrieben

Reduktion des Working Capitals um EUR 690 Mio

Nachhaltigkeit

OMV hat eine lange Tradition im Nachhaltigkeitsmanagement und eine Bilanz vorzuweisen, die unser starkes Verantwortungsbewusstsein gegenüber Umwelt und Gesellschaft widerspiegelt. 2012 haben wir unsere Verantwortung neuerlich bekräftigt, indem wir unser Bekenntnis zu Nachhaltigkeit unter der Bezeichnung "Resourcefulness" weiterentwickelt haben.

Unser Nachhaltigkeitskonzept: Resourcefulness

Unser Konzept Resourcefulness, das wir 2011 eingeführt haben, stützt sich auf unsere Reputation, Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt unserer Geschäftstätigkeit zu stellen – mit einem Fokus auf konkrete Verpflichtungen. Resourcefulness ist unser Weg, auf nachhaltige und verantwortungsbewusste Weise profitabel zu wachsen. Resourcefulness ergänzt unsere Strategie für profitables Wachstum und schafft langfristige Win-Win-Situationen für die Gesellschaft, die Umwelt und OMV.

Resourcefulness schafft langfristige Win-Win-Situationen

Als integriertes, international tätiges Öl- und Gasunternehmen ist OMV mit großen Herausforderungen konfrontiert. Mit dem stetig wachsenden weltweiten Energiebedarf werden Ressourcen zusehends knapper, während dem Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit ein immer höherer Stellenwert zukommen. Verantwortungsbewusstes Handeln, ein sorgsamer Umgang mit

Ressourcen und Investitionen in Innovation sind die Prinzipien, die unser Handeln bestimmen. Das finale Ziel ist die Gewährleistung einer nachhaltigen Energieversorgung – für heute und in der Zukunft. Resourcefulness vereint die Themen Gesundheit, Sicherheit, Umwelt, Diversität, Unternehmensethik, Menschenrechte und Stakeholder Engagement in einem einzigen, übergreifenden Konzept – und kommt in den drei Schwerpunktbereichen zum Ausdruck:

Eco-Efficiency: OMV trägt eine besondere Verantwortung, weil wir mit begrenzten natürlichen Ressourcen arbeiten. Wir tun dies so effizient und sicher wie möglich und verpflichten uns dazu die besten Umweltverfahren und -prozesse anzuwenden. Wir werden unseren Fokus noch mehr auf Erdgas als sauberster fossiler Energieträger legen.

Eco-Innovation: Eco-Innovation wird uns dabei helfen, langfristig profitabel zu wirtschaften. Wir nutzen unsere Kernkompetenzen, um alternative Energiequellen und neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Skills to Succeed: Wir unterstützen gezielt Fähigkeiten, die Menschen brauchen, um erfolgreich zu sein. Wir investieren in die wirtschaftliche Entwicklung unserer Anrainergemeinden durch Schaffung von Arbeitsplätzen und lokale Lieferantenentwicklung. OMV unterstützt Bildungsinitiativen in den Bereichen Energie und Management mit Fokus auf Frauen.

Die drei Schwerpunkte unseres Konzepts Resourcefulness

Mit Resourcefulness integriert OMV ihre Nachhaltigkeitsarbeit in ihr Kerngeschäft. Der Fokus der Initiativen, die im Rahmen von Resourcefulness umgesetzt werden, liegt in den Bereichen Bildung & Entwicklung (Skills to Succeed), Öko-Effizienz (Eco-Efficiency) und Neue Energien (Eco-Innovation). Bisher wurden weltweit mehr als 300 Projekte in mehr als 25 Ländern initiiert.

Eco-Efficiency: Besonderes Augenmerk bei unseren Initiativen im Bereich Eco-Efficiency wird auf CO2 -, Energie- und Wassermanagement gelegt. Nach dem Strategie-Update "Profitables Wachstum" setzen wir die in früheren Jahren initiierte Arbeit fort und aktualisieren unsere Klimaschutzstrategie.

Gleichzeitig entwickeln wir ständig Initiativen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Verringerung der CO2 -Intensität unserer Aktivitäten. Wir führen auch diverse Wassermanagementprojekte durch, in Einklang mit unserer Verpflichtung, die Umweltauswirkungen unserer Aktivitäten zu minimieren und natürliche Ressourcen effizient zu nutzen. Wir investieren in modernste Technologien, um die Nutzung von Erdgas im Energiesektor zu fördern. 2012 eröffnete Petrom das Gaskombikraftwerk Brazi, das größte private Kraftwerksneubauprojekt in Rumänien. Dieses Projekt sorgt für eine Expansion des rumänischen Energiesektors, erhöht die Energiesicherheit für rumänische Verbraucher bei hohem Effizienzgrad und relativ geringen CO2 -Emissionen. Als ein Ergebnis der Implementierung eines nach ISO 50001 zertifizierten Energiemanagementsystem, haben wir 2012 in der Raffinerie Schwechat Verbesserungen der Energieeffizienz im Umfang von rund 190.000 Gigajoule erzielt. Unser Ziel sind Energieeinsparungen von bis zu 350.000 Gigajoule zwischen 2012 und 2015.

Eco-Innovation: OMV nutzt ihre Kernkompetenzen um alternative Energien und neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Wir stützen uns auf unsere Erfahrung und unser Know-how, um innerhalb der nächsten Jahre selbst Biotreibstoffe der zweiten Generation zu produzieren, anstatt uns auf das Angebot am Markt zu verlassen. 2012 haben wir in eine BioCrack™-Pilotanlage in unserer Raffinerie Schwechat investiert, die zum menschlichen Verzehr ungeeignete, feste Biomasse wie Hackschnitzel und Stroh verwendet, um Dieselkraftstoff zu erzeugen. OMV und BDI verfolgen dieses innovative Projekt seit 2009 gemeinsam, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie und des österreichischen Klima- und Energiefonds.

Fahrzeuge mit Brennstoffzellen sind für OMV eine weitere Zukunftschance. Sie ermöglichen langfristig eine CO2 -freie Mobilität ohne Einschränkungen für den Konsumenten. Daher unterstützen wir die Initiative "H2 Mobility" – den Marktaufbau der Wasserstoff-Mobilität in Deutschland. OMV ist Mitglied in einem Konsortium mit Partnern u.a. aus der Automobilindustrie und Energieversorgern. Dieses plant ein Tankstellennetz in Deutschland als Leitmarkt für Europa zu errichten. Einen bedeutenden Meilenstein setzte OMV im Oktober 2012 mit der Eröffnung der ersten öffentlichen Wasserstoff-Tankstelle in Österreich.

Skills to Succeed: Im Rahmen des Schwerpunkts "Skills to Succeed" unterstützt OMV gezielt die Entwicklung von Fähigkeiten, die Menschen brauchen, um erfolgreich zu sein.

Die technische Ausbildung von Frauen ist ein besonderer Schwerpunkt. Mit unserer Initiative "Österreich sucht die Technikqueens" verfolgen wir das Ziel, den Bekanntheitsgrad technischer Arbeitsplätze zu erhöhen, 14- bis 16-Jährige zu motivieren, einen technischen Beruf in Betracht zu ziehen und sie durch Stipendien und Mentoring zu unterstützen. Ein weiteres herausragendes Beispiel ist das OMV Libya Youth Center. Nach der Krise in Libyen von 2011 arbeitete OMV mit dem Hilfswerk Austria International zusammen, um ein Jugendzentrum in der Hauptstadt Tripolis aufzubauen, das jungen Menschen in Libyen hilft, Selbstvertrauen, Glauben an sich selbst und individuelle Ausdruckskraft zu entwickeln. 2012 nahm das Libya Youth Center seine Tätigkeit in vollem Umfang auf und betreute 2.054 Kinder und Jugendliche.

OMV hilft jungen Menschen in Libyen

Berichterstattung zu wesentlichen Themen

Wir haben fünf zentrale Themen identifiziert, die sich wesentlich auf die Performance unseres Unternehmens auswirken. Wir messen die Effekte unseres Handelns, was es uns ermöglicht, jetzt und in Zukunft die besten Entscheidungen für OMV und unsere Stakeholder zu treffen. Einige ausgewählte Kennzahlen (KPIs) sind nachstehend angeführt. Ausführlichere Informationen zu KPIs befinden sich im OMV Nachhaltigkeitsbericht.

1. Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSSE)

HSSE hat bei OMV höchste Priorität. Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz sind Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit und Pfeiler unseres Konzepts Resourcefulness, Schlüsselelemente in unserer Risikomanagement-Strategie und unabdingbar, um die gesellschaftliche Akzeptanz unserer Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten. Zu unseren Hauptanliegen gehört es, das körperliche Wohlbefinden und die Sicherheit unserer Mitarbeiter bei der Erfüllung ihrer Aufgaben sicherzustellen. Wir glauben, dass Unfälle u.a. durch Gefahrenanalysen, Risikomanagement und Sicherheitsschulungen vermieden werden können. Leider hatten wir im Jahr 2012 drei tödliche Arbeitsunfälle zu beklagen. Ein Mitarbeiter und zwei Kontraktoren verloren ihr Leben. OMV hat eine Reihe von Programmen eingerichtet, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter unsere Gesundheits- und Sicherheitsstandards verstehen und sich entsprechend verhalten, darunter die umfassende Kommunikation und Schulung der "Goldenen HSSE-Regeln", gründliche Schulungen zur Arbeitssicherheit und das Audit unserer HSSE-Managementsysteme. Wir werden niemals die Sicherheit unserer Mitarbeiter riskieren und haben in Übereinstimmung mit unserer informationsgeleiteten Sicherheitsstrategie Notfall- und Krisenmanagementpläne an allen unseren Standorten eingerichtet. Daher nimmt die Anpassungsfähigkeit unserer Geschäftstätigkeit gegenüber soziopolitischen Veränderungen zu. Wir sorgen für ein verantwortungsvolles Management der Umweltauswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unser Ziel

ist eine Optimierung der Prozesse, um natürliche Ressourcen effizient zu nutzen, sowie Emissionen und Abfall auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Unserem Ansatz liegen das Vorsorgeprinzip und eine proaktive Steuerung und Minimierung der Umweltauswirkungen zugrunde. Die OMV Direktive "Umweltmanagement" enthält für den gesamten Konzern gültige Vorgaben für Umweltmanagementprozesse. 2012 wurde eine breite Palette von Maßnahmen durchgeführt, um den Schutz der Umwelt zu fördern. Beispielsweise wurde unserem Ziel, Ölaustritte zu vermeiden und ihre Umweltauswirkungen zu reduzieren, durch zwei Initiativen bei Petrom entsprochen. Das Projekt "Spill Risk Map" entwickelt ein Tool, das detaillierte Informationen zum Risiko einer Verschmutzung durch Pipelines im E&P-Bereich von Petrom bereitstellen soll. Ein Programm zur Notfallvorsorge und Gefahrenabwehr soll unsere Fähigkeit erhöhen, Ölaustritte bei Petrom E&P zu vermeiden bzw. effektiv darauf zu reagieren. In der Raffinerie Petrobrazi werden 2012 abgeschlossene Modernisierungen der Abwasseraufbereitungsanlagen die Qualität des Abwassers erhöhen und die Menge des Abfallschlamms verringern.

2. Menschenrechte

Der Schutz der Menschenrechte ist eine unserer wichtigsten Prioritäten und ein zentraler Bestandteil unseres Konzepts Resourcefulness. Wir haben unser Bekenntnis zum Schutz der Menschenrechte durch die Unterzeichnung des UN Global Compact formell bekräftigt und stellen diese Verpflichtung durch die konzernweite Einhaltung unserer Menschenrechtspolitik und des OMV Code of Conducts täglich unter Beweis. Lieferanten sind zur Einhaltung unseres Code of Conducts verpflichtet, und ihre Einhaltung von Menschenrechtsstandards unterliegt unabhängigen Audits.

3. Diversity und Human Resources

Wir beschäftigen Mitarbeiter aus vielen verschiedenen Ländern, und die Themen Vielfalt, Chancengleichheit und Karriereförderung gehören an allen unseren Standorten zum Alltag. Wir bemühen uns ständig, talentierte Mitarbeiter zu gewinnen und stellen ihnen die

Kommunikation und Schulung der "Goldenen HSSE-Regeln"

Instrumente und Fähigkeiten zur Verfügung, die sie brauchen, um ihr Potenzial voll zu entwickeln. OMV ist als Arbeitgeber erster Wahl anerkannt, und wir sind fest entschlossen, das auch zu bleiben. Das persönliche Engagement unserer Mitarbeiter ist für uns von großem Wert. Der Erfolg des Konzepts Resourcefulness erfordert die Beteiligung von Mitarbeitern auf allen Ebenen der Organisation. Wir haben Resourcefulness-Ziele in den Management by Objectives-Prozess, die individuellen Zielvereinbarungen für Mitarbeiter und in Programme zur Talenteförderung integriert. 2012 haben 17 aktuelle und potenzielle Führungskräfte, sowie 25 High Potentials an unseren Resourcefulness-Projekten teilgenommen. Unser Ziel ist es, im Bereich der Senior Vice President-Positionen bis 2015 einen Diversity-Mix von 18% Frauen und 38% internationalen Mitarbeitern und bis 2020 von 30% Frauen und 50% internationalen Mitarbeitern zu erreichen (2012: 13% bzw. 38%). Wir streben einen Frauenanteil von 30% in allen Programmen zur Führungskräfteentwicklung an (2012: 29%).

4. Business Ethik und Governance

Vertrauen und Integrität sind unabdingbar für die gesellschaftliche Akzeptanz unserer Geschäftstätigkeit und stellen die Grundlage aller Aktivitäten unseres Unternehmens dar. Unsere Governance-Verfahren konzentrieren sich auf unsere neue Konzernrichtlinie "Code of Business Ethics", die klare Regeln zu Interessenkonflikten, Geschenken und Einladungen, Spenden, Vermittlern und Lobbyisten sowie zum Verbot von Bestechung und Bewirkungsgeldern beinhaltet. Ein Compliance-System hilft, die Einhaltung dieser Regeln sicherzustellen. Regelmäßige Schulungen erhöhen das Bewusstsein unserer Mitarbeiter über Compliance-Fragen und sie werden ermutigt mit dem Compliance-Verantwortlichen über eine Hotline oder ein Webformular Kontakt aufzunehmen. Zur Unterstützung unserer Compliance-Abteilung wurden lokale Compliance-Verantwortliche in allen Ländern mit OMV Aktivitäten ernannt, und wir haben einen insgesamt 18 Monate dauernden Prozess gestartet, um unser Compliance Management System extern zertifizieren zu lassen.

5. Stakeholder Engagement und Community Management

Stakeholder Engagement ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Wir wollen die Interessen und Ansichten unserer Stakeholder kennenlernen, um noch besser in der Lage zu sein, zukünftige Herausforderungen zu identifizieren. Dies wird uns helfen, unsere Leistungen kontinuierlich zu verbessern. Wir führen daher einen regelmäßigen Dialog mit allen unseren Stakeholdern. Beispielsweise konfrontiert uns ein neuer externer Beirat zu Nachhaltigkeitsthemen mit wichtigen Fragestellungen, und wir veranstalten Events, die uns den direkten Austausch mit Stakeholdern ermöglichen. Zwei Stakeholderdialoge fanden im November 2012 in Wien und in Bukarest statt.

Neue Konzernrichtlinie "Code of Business Ethics"

Leistungskennzahlen (KPI)
2012 2011 2010
Sicherheit 1)
Unfallhäufigkeit (LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden, eigene Mitarbeiter 0,66 0,66 0,74
Unfallhäufigkeit (LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden, Kontraktoren 0,71 0,68 0,56
Häufigkeit der gesamtberichtspflichtigen Arbeitsunfälle (TRIR)
pro 1 Mio Arbeitsstunden, eigene Mitarbeiter 1,15 1,01 1,29
Häufigkeit der gesamtberichtspflichtigen Arbeitsunfälle (TRIR)
pro 1 Mio Arbeitsstunden, Kontraktoren 1,72 1,14 1,23
Umwelt 2)
Energieverbrauch in PJ (gesamt) 125,2 131,7 134,1
Wasserentnahme in Mio m3
(gesamt)
47 52 59
Diversity
Frauen im Seniormanagement (Senior Vice Presidents) in % 12,8 11,9 6,0

1) Angaben enthalten ab 2011 auch Zahlen für Petrol Ofisi.

2) Exklusive Petrol Ofisi, da sich die Berichtssysteme noch im Integrationsprozess befinden.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Der Aufsichtsrat nahm 2012 seine Aufgabe der sorgfältigen Überwachung der Geschäftsführung von OMV durch den Vorstand und der Beratung des Vorstands auf der Basis einer guten Corporate Governance, detaillierter Informationen und konstruktiver Diskussionen mit dem Vorstand wahr. Der Vorstand informierte uns zeitnah und umfassend über die Geschäftstätigkeit, die allgemeine wirtschaftliche Lage in den Kernmärkten des Unternehmens und die daraus resultierenden Rahmenbedingungen, sowie über Chancen und Risiken für die Geschäftsentwicklung von OMV. Unsere Anstrengungen galten 2012 in erster Linie der Umsetzung der 2011 eingeführten OMV Strategie "Profitables Wachstum".

Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Schwerpunkt der Aufsichtsratstätigkeit im Berichtsjahr war der Fortschrittsbericht zur OMV Strategie. Im Rahmen eines zweitägigen Treffens bei der OMV Tochter Petrom in Rumänien führten wir intensive Diskussionen mit dem Vorstand über die Eckpfeiler der integrierten Wachstumsstrategie von OMV und bestätigten die strategischen Prinzipien. Im Rahmen des Strategietreffens besuchten wir auch einige bedeutende Aktivitäten und Kern-Assets des Konzerns: Petrom City, den Hauptsitz von Petrom in Bukarest, eine Explorationsbohrung, das neue Gaskombikraftwerk in Brazi und die Raffinerie Petrobrazi. In Einklang mit der auf Wachstum und auf den Upstream-Bereich ausgerichteten Strategie prüften wir sorgfältig bedeutende Investitionen, etwa in Norwegen den Erwerb eines 20%-Anteils an der Ölfeldentwicklung Edvard Grieg und eines 15%-Anteils an der Gasfeldentwicklung Aasta Hansteen, sowie Investitionen in das OMV Portfolio in Großbritannien, das Lizenzen für 16 Blöcke westlich der Shetlandinseln umfasst. Wir genehmigten außerdem

einige ausgewählte Veräußerungen im Zuge der Restrukturierung des Downstream-Bereichs von OMV. Ein umfassendes Performance-Steigerungsprogramm – "energize OMV" – wurde eingeführt, um die operative Leistungsfähigkeit und die Kapitaleffizienz im gesamten OMV Konzern zu erhöhen. Ziel des Programms ist es, den Return On Average Capital Employed (ROACE) bis 2014 um 2%-Punkte zu steigern. Hohe Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat auch dem jährlichen Planungsprozess für den mittelfristigen Zeitraum (2013-2015), dem Budget für das Geschäftsjahr 2013 und dem laufenden Investitionsprogramm. Ein besonderer Punkt der Agenda war die Diskussion über ein festes, bedingtes Tarifangebot für das Gas Pipeline Projekt Nabucco West. Im Hinblick auf die Konzern-Finanzierung befassten wir uns mit der Begebung von Eurobonds mit einem Nominale von EUR 1,5 Mrd. Dieses bedeutende Finanzierungsprojekt führte zu einer signifikanten Verlängerung des Fälligkeitsprofils der Verbindlichkeiten von OMV. Darüber hinaus widmeten wir uns zentralen Themen wie Compliance und Corporate Governance. Der Vorstand informierte uns auch über "Resourcefulness", das neue OMV Konzept einer verantwortungsbewussten Geschäftstätigkeit, das in das Kerngeschäft des Unternehmens integriert ist und die Wachstumsstrategie unterstützt.

Der Projektausschuss befasste sich eingehend mit der Akquisition des 20%-Anteils an der Ölfeldentwicklung Edvard Grieg in Norwegen. Der Präsidial- und Nominierungsausschuss erörterte das System der Nachfolgeplanung von OMV.

Der Vergütungsausschuss führte ein Benchmarking der variablen Bezüge des Vorstands durch, wobei Empfehlungen externer Berater, branchenspezifische Best-Practice-Modelle, das Vergütungsniveau in vergleichbaren Unternehmen sowie internationale Entwicklungen im

Bedeutende E&P-Investitionen wurden geprüft

Bereich der Corporate Governance berücksichtigt wurden. Auf Basis der Ergebnisse beschlossen wir, den möglichen jährlichen Bonus für das Geschäftsjahr 2012 um 50 Prozentpunkte durch die Einführung eines Matching Share Plans zu erhöhen. Der Matching Share Plan sieht eine Rückzahlungsregelung sowie höhere Investmentverpflichtungen des Vorstands vor. Diese Änderungen waren ein wichtiger Schritt, um das Anreizsystem des Unternehmens an die Risiken eines ausgewogenen und profitablen Wachstums anzugleichen und die Bindung zwischen der Vergütung und den Aktionärsinteressen zu stärken.

Der Prüfungsausschuss behandelte wesentliche Themen der Rechnungslegungsprozesse, der internen Revision, des Risikomanagements sowie des internen Kontrollsystems und der Steuerungsinstrumente des Konzerns. Besonderes Augenmerk wurde auf die Verbesserung des Risikomanagementsystems und die Überwachung seiner Funktionsfähigkeit gelegt. Der Abschlussprüfer des OMV Konzerns nahm an jedem Treffen des Prüfungsausschusses teil. Wir nahmen bei den Treffen auch regelmäßig die Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch mit dem Abschlussprüfer ohne Anwesenheit von Vorstandsmitgliedern wahr. Ein spezieller Workshop mit dem Abschlussprüfer des OMV Konzerns diente dazu, uns mit den jüngsten Entwicklungen zu Corporate Governance und zur Finanzberichterstattung vertraut zu machen.

Mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung der Effizienz und Effektivität unserer Arbeit haben wir unsere jährliche Selbstevaluierung durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat weiterhin seiner Verantwortung gegenüber Aktionären und allen weiteren Stakeholdern gerecht werden kann. Offene Diskussionen in einer Atmosphäre des Vertrauens sind die Grundlage unserer Beratungen und unserer Kommunikation mit dem Vorstand. Weitere Ausführungen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie im Corporate Governance Bericht.

Jahresabschluss und Dividende

Nach umfassender Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses mit dem Abschlussprüfer im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat, erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs. 1 Aktiengesetz (AktienG) erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss 2012, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktienG festgestellt ist. Das gleiche gilt für den Konzernabschluss. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem vom Prüfungsausschuss geprüften Corporate Governance Bericht zu.

Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 1,20 je Aktie auszuschütten und den sich danach ergebenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Veränderungen im Vorstand

Hans-Peter Floren wurde mit Wirksamkeit 1. März zum Vorstandsmitglied für den Geschäftsbereich Gas und Power bestellt.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Nach dem Rücktritt von Khadem Al Qubaisi mit Ende der Hauptversammlung wurde Murtadha Al Hashmi von der ordentlichen Hauptversammlung am 10. Mai in den Aufsichtsrat gewählt. Rudolf Kemler wurde von der außerordentlichen Hauptversammlung am 9. Oktober in den Aufsichtsrat gewählt und übernahm nach dem Rücktritt von Markus Beyrer mit Wirksamkeit 1. November den Vorsitz. Seit 1. Jänner 2013 gehört Christine Asperger als Nachfolgerin von Leopold Abraham zu den fünf Arbeitnehmervertretern in unserem Aufsichtsrat.

Abschließend möchten wir dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Konzern und in den assoziierten Unternehmen für ihren Einsatz und ihren persönlichen Beitrag im Geschäftsjahr 2012 danken.

Wien, am 20. März 2013

Für den Aufsichtsrat

Rudolf Kemler

Matching Share Plan stärkt Bindung zwischen Vergütung und Aktionärsinteressen OMV ist überzeugt, dass eine solide Corporate Governance und die Transparenz der Führungs- und Kontrollstruktur das Vertrauen im Kapitalmarkt sowie bei den weiteren Stakeholdern festigt. OMV hat deshalb die Einhaltung der Best Practice der Corporate Governance stets als wesentlichen Auftrag verstanden und sich seit seiner Einführung 2002 zur Beachtung des Österreichischen Corporate Governance Kodex (öCGK) verpflichtet. OMV befolgt auch die R-Regeln des öCGK, die ausschließlich Empfehlungscharakter haben. OMV ist Unterzeichner des UN Global Compacts und bekennt sich konzernweit zu einem umfassenden Verhaltenskodex und einer darauf beruhenden Business Ethik.

Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex OMV entspricht dem öCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance. Dieser Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich. Die Einhaltung des öCGK durch OMV in 2012 wurde einer externen Evaluierung durch unabhängige Berater unterzogen. Der Bericht über die Evaluierung ist unter www.omv.com ebenfalls öffentlich zugänglich und bestätigt das Einhalten sämtlicher C- und R-Regeln durch OMV.

Vorstand

Von links nach rechts: Hans-Peter Floren, Manfred Leitner, Gerhard Roiss, David C. Davies, Jacobus Huijskes

Gerhard Roiss, *1952

Datum der Erstbestellung: 17. September 1997 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2014

Vorsitzender des Vorstands (seit 1. April 2011). Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens. Interimsmäßige Führung des Geschäftsbereichs Gas und Power (1. Jänner 2012 bis 29. Februar 2012).

Seine Wirtschaftsausbildung in Wien, Linz und Stanford (USA) bildete die Basis für Führungsaufgaben in der Konsumgüterindustrie. 1990 wurde er in die Geschäftsführung der PCD Polymere GmbH berufen. 1997 wechselte er in den Vorstand des OMV Konzerns und war bis Ende 2001 für Exploration und Produktion sowie Kunststoffe verantwortlich. Von 2002 bis 2011 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender und für den Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing verantwortlich.

David C. Davies, *1955

Datum der Erstbestellung: 1. April 2002 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2014 Finanzvorstand (seit 1. April 2002) und stellvertretender Vorstandsvorsitzender seit 1. April 2011. Verantwortungsbereich: Finanzen, OMV Solutions GmbH.

Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG und der CEESEG AG.

Er absolvierte 1978 das Studium der Volkswirtschaft an der Universität von Liverpool (Großbritannien) und begann seine Berufslaufbahn in der Wirtschaftsprüfung. Weiters war er in internationalen Konzernen in der Getränke-, Lebensmittelund Gesundheitsindustrie tätig. Vor dem Eintritt in den OMV Konzern war er Finanzvorstand in verschiedenen Unternehmen in Großbritannien.

Jacobus Huijskes, *1965

Datum der Erstbestellung: 1. April 2010 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2015 Führung des Geschäftsbereichs Exploration und

Produktion seit 1. Juli 2010.

Er absolvierte eine Ausbildung als Maschinenbauingenieur und begann seine Berufslaufbahn bei Shell. Innerhalb des Shell Konzerns bekleidete er eine Reihe technischer und betriebswirtschaftlicher Positionen. Zuletzt war er als Executive Vice President für weltweite Großprojekte im Bereich Exploration und Produktion verantwortlich. Er arbeitete und lebte u.a. in Großbritannien, Norwegen, im Oman, in Australien und Russland.

Manfred Leitner, *1960

Datum der Erstbestellung: 1. April 2011 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2014

Führung des Geschäftsbereichs Raffinerien und Marketing sowie Wahrnehmung der Interessen des OMV Konzerns bezüglich Kunststoffe und Chemie.

Nach seinem Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien startete er seine berufliche Karriere 1985 bei OMV. Nach zweijähriger Tätigkeit im Finanzbereich von E&P leitete er in Libyen den Finanzbereich der OMV Niederlassung in Tripolis. Nach seiner Rückkehr nach Österreich war er bis zum Jahr 1997 für die Controlling-Aktivitäten in E&P verantwortlich. Danach wechselte er in den Bereich R&M, wo er bis 2002 die Abteilung Planning & Controlling leitete und von 2003 bis 2011 als Senior Vice President für Downstream Optimization and Supply fungierte.

Hans-Peter Floren, *1961

Datum der Erstbestellung: 1. März 2012 Ende der laufenden Funktionsperiode:

  1. Februar 2015 Führung des Geschäftsbereichs Gas und Power.

Vorstandsmitglieder

Hans-Peter Floren absolvierte das Maschinenbauund Wirtschaftswissenschaftsstudium an der Universität Essen, Deutschland. Seit 1987 bekleidete er unterschiedliche Führungspositionen in der Energiewirtschaft. 1989 wechselte er zur Ruhrgas AG. Zuletzt war er als Mitglied des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG tätig.

Arbeitsweise des Vorstands

Genehmigungserfordernisse, Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder und Abläufe (z.B. Beschlusserfordernisse) sowie Vorgehen bei Interessenkonflikten sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Der Vorstand hält wöchentliche Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen Angelegenheiten, die der Genehmigung des gesamten Organs bedürfen.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht gibt einen Überblick über die Vergütung der Vorstandsmitglieder. Er erläutert die Grundsätze der Vergütungspolitik und die unterschiedlichen Bestandteile der Vergütung einschließlich Leistungsanreize und anderer Bezüge.

2012 unterzog der Vergütungsausschuss das Vergütungssystem einer Überprüfung und nahm Änderungen mit dem Ziel vor, den Fokus auf strategische langfristige Perspektiven und die Unternehmensbindung zu legen. Dies war nach einhelliger Auffassung erforderlich, um den langfristigen Charakter von Investitionen in Öl- und Gas-Assets besser im Anreizsystem abzubilden. Unterstützt wurde dies durch eine Änderung des Long Term Incentive Plans (LTIP), der nun ein Aktienbesitzerfordernis von Vorstandsmitgliedern vorsieht, sowie die Einführung eines neuen, mit der jährlichen Bonusvereinbarung verknüpften Matching Share Plans (MSP).

Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand

Die Vorstandsmitglieder werden zu lokalen, österreichischen Bedingungen beschäftigt und die Gehälter sind daher in EUR festgelegt (brutto). Ihre Anstellungsverträge sind mit der OMV Aktiengesellschaft abgeschlossen und unterliegen österreichischem Recht. Die OMV Vorstandsvergütung berücksichtigt die Gegebenheiten am relevanten Markt, verbunden mit einer starken individuellen Leistungskomponente. Die Marktorientierung wird durch ein regelmäßiges externes Benchmarking sowohl zur Branche, wie etwa europäischen Öl- und Gasunternehmen, als auch zu relevanten österreichischen und europäischen Industrieunternehmen sichergestellt. Die Vergütungsstruktur für 2012 wurde mit Unterstützung von PricewaterhouseCoopers LLP (PwC) festgelegt. PwC war 2012 ganzjährig für den Vergütungsausschuss beratend tätig.

Die Leistungskomponente beinhaltet sowohl kurz- als auch langfristige Elemente. Die verwendeten Indikatoren beruhen auf finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen. Ebenfalls berücksichtigt werden spezielle Projekte im Zuge der Implementierung der OMV Wachstumsstrategie.

Vergütung der Vorstandsmitglieder

Fixgehalt, variable Jahresvergütung und Sachbezüge

Die fixe Vergütung der Vorstandsmitglieder wird monatlich als Gehalt ausbezahlt. In den Anstellungsverträgen sind 14 Zahlungen pro Jahr jeweils am letzten Banktag eines Monats vorgesehen. Für jedes Geschäftsjahr werden Ziele (Leistungskriterien) vereinbart, bei deren Erreichen höchstens 100% des Fixgehalts zusätzlich als variable Vergütung im darauf folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt werden. Dieser Prozentsatz wurde nach der Einführung des Matching Share Plans von bisher 150% auf 100% verringert.

Die Leistungskriterien sind aus den nachstehenden vier Bereichen zusammengesetzt:

Bereich Kriterien
Finanziell CCS EBIT vor Sondereffekten;
CCS ROACE vor Sondereffekten
Nicht-finanziell Produktion; Reserven-Ersatzrate
Effizienz Inkludiert beispielsweise Wartungs
stillstand der Raffinerie Petrobrazi
Nachhaltigkeit Fokus auf Gesundheit, Sicherheit
und Umweltschutz

Das Erreichen der Ziele wird mittels Vergleich der vereinbarten Werte mit den tatsächlich erreichten Werten festgestellt.

Aus dem tatsächlichen Zielerreichungsgrad im Jahr 2012 ergibt sich eine Zahlung von 98,5% des Fixgehalts im Jahr 2013.

Vorstandsmitglieder erhalten einen Dienstwagen und haben Anspruch auf eine Unfallversicherung. Die Krankenversicherung beschränkt sich auf die österreichische gesetzliche Sozialversicherung.

Matching Share Plan

Der von der Hauptversammlung 2012 genehmigte Matching Share Plan (MSP) für das Jahr 2012 ist ein integraler Teil der jährlichen Bonusvereinbarung und dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen Bonifikationen (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Bonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen Bonifikation durch den Vergütungsausschuss wird eine gleichwertige (netto nach Steuern) Bonifikation in Form von Aktien des Unternehmens gewährt werden, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind.

EUR 1.000
Davies Floren Huijskes Leitner Roiss Summe
744 500 529 500 800 3.072
784 625 406 436 1.051 3.302
10 7 8 8 8 41
1.538 1.132 943 944 1.859 6.415
49/51 45/55 57/43 54/46 43/57 49/51
27.362 9.044 39.906 76.312

1) Auf Grund von Rundungsdifferenzen ergeben sich in den Einzelsummen Abweichungen. Die variablen Bezüge, deren Auszahlung 2012 erfolgte, beziehen sich auf den Zielerreichungsgrad im Jahr 2011 (für Hans-Peter Floren eine Bonusvorauszahlung für 2012). Die variable Vergütung von Gerhard Roiss beinhaltet einen speziellen Bonus für die Übernahme der zusätzlichen Verantwortung für Gas und Power zu Beginn des Jahres. Das Fixgehalt von David C. Davies beinhaltet einen jährlichen Unterkunftszuschuss. Das Basisgehalt von Jacobus Huijskes wurde per 1. Oktober 2012 angepasst. Hans-Peter Floren ist am 1. März 2012 eingetreten.

2) Inkludiert Sachbezüge.

Vorstandsmitglieder, die an früheren Long Term Incentive Plänen teilgenommen haben, können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits das vom LTIP 2012 vorgesehene Aktienbesitzerfordernis erreicht haben.

In Übereinstimmung mit der Bonifikation ergibt sich aus dem tatsächlichen Zielerreichungsgrad im Jahr 2012 eine Zahlung von 98,5% des Fixgehalts im Jahr 2013.

Rückzahlungsregelung (Clawback)

Im Fall eines Rückzahlungsereignisses werden die zugeteilten Aktien auf Verlangen des Aufsichtsrats reduziert oder sind zurückzugeben. Als Rückzahlungsereignis gelten die folgenden Gründe: Erforderliche Berichtigung des geprüften Jahresabschlusses auf Grund von Fehlkalkulationen, wesentliches Versagen des Risikomanagements, das zu signifikanten Verlusten führt, schwerwiegendes Fehlverhalten einzelner Vorstandsmitglieder auf Grund Verletzung österreichischen Rechts. Sofern die zugeteilten Aktien oder ihr Geldgegenwert auf einer fehlerhaften Berechnung der Bonifikation beruhen, sind die Vorstandsmitglieder außerdem verpflichtet, Vergütungen zurückzugeben oder zurückzuzahlen, die auf Grund solcher Berechnungsfehler bezogen wurden.

Ein Überblick über die Zusammensetzung der Vorstandsbezüge von OMV ist der nachstehenden Grafik zu entnehmen.

Die jährliche Bonifikation hängt vom Ausmaß der Erreichung der Leistungskriterien ab. Es wurden Schwellen-, Ziel- und Zielüberschreitungswerte vereinbart, die einen Anspruch auf eine Bonifikation in Höhe von 50%, 70% oder 100% des jährlichen Fixgehalts begründen.

Langfristige Ziele und Leistungsanreize Long Term Incentive Plan

Der Long Term Incentive Plan (LTIP) besteht seit seiner Einführung im Jahr 2009. Der von der Hauptversammlung 2012 beschlossene LTIP 2012 ist ein langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder und soll die mittel- und langfristige Wertschöpfung bei OMV fördern.

Der Plan soll die Interessen des Managements und der Aktionäre aneinander angleichen, indem dem Management eine leistungsabhängige Vergütung in Form von OMV Aktien gewährt wird, wobei die Leistung anhand von

Rückzahlungsregelung eingeführt

Details zum Long Term Incentive Plan Schlüsselindikatoren gemessen wird, die mit der mittelfristigen Strategie und der Aktionärsinteressen verknüpft sind.

Die Obergrenze der Aktienzuteilung für jedes Vorstandsmitglied ist ein Prozentsatz des jährlichen Fixgehalts (brutto): 175% für den Vorstandsvorsitzenden, 150% für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, 125% für die übrigen Vorstandsmitglieder.

Der Leistungszeitraum beträgt drei Jahre (1. Jänner 2012 – 31. Dezember 2014). Zu Beginn des Programms wurden Gewichtungen für Schlüsselindikatoren festgelegt:

Indikator Gewichtung
Relativer Total Shareholder
Return (Relativer TSR) 45%
Berichteter Return On Average
Capital Employed (ROACE) 45%
Safety Performance 10%

Der relative TSR wird anhand einer ausgewogenen Vergleichsgruppe von zwölf Öl- und Gasunternehmen ermittelt. Die Zielerreichung ist mittels Vergleich der vereinbarten Indikatoren mit den tatsächlich erzielten Ergebnissen zu bestimmen.

Soweit das Aktienbesitzerfordernis nicht erreicht ist, erfolgt die Vergütung automatisch in Form von Aktien (netto nach Steuern). Soweit das Aktienbesitzerfordernis erreicht ist, kann die Vergütung in bar erfolgen. Die Berechnung der Anzahl der Aktien erfolgt auf Grundlage des durchschnittlichen Schlusskurses der OMV Aktie an der Wiener Börse während der drei Monate vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. März 2012. Anspruchstag des LTIP 2012 ist der 31. März 2015. Die Höhe der Zuteilung für jede Leistungskennzahl ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

ROACE und Nachhaltigkeit: Höhe der Zuteilung
Leistung Zuteilung
Zielüberschreitung 100%
Ziel 70%
Schwelle 50%
Unter der Schwelle 0%
Relativer TSR: Höhe der Zuteilung
Leistung Leistung relativ zur
TSR Vergleichsgruppe
Zuteilung
Zielüberschreitung Am oder über
dem oberen Quartil
(≥ 75. Perzentil)
100%
Ziel Am Median 50%
Schwelle Am unteren Quartil 25%
Unter der Schwelle Unter dem unteren
Quartil (< 25. Perzentil)
0%

Zwischen den Quartilen erhöht sich die Zuteilung linear.

Die nachstehende Grafik zeigt die Zielwerte des LTIP 2012 für den OMV Vorstand.

Die Teilnahme am LTIP 2012 ist nicht an ein Vorab-Eigeninvestment in OMV Aktien gebunden. Vorstandsmitglieder müssen jedoch ein angemessenes Eigeninvestment in OMV akkumulieren und diese Aktien bis zum Pensionsantritt oder Ausscheiden aus dem Unternehmen halten. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des jährlichen Fixgehalts (brutto) definiert: 200% für den Vorstandsvorsitzenden, 175% für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, 150% für andere Vorstandsmitglieder. Das Eigeninvestment muss innerhalb von fünf Jahren ab Beginn des laufenden Anstellungsvertrags als Vorstandsmitglied aufgebaut und erreicht werden. Die Bedingung eines Aktienbesitzerfordernisses (das das verpflichtende Vorausinvestment in OMV Aktien für die früheren LTI Pläne ersetzt) wurde eingeführt, um die langfristige Entwicklung des Konzerns zu unterstützen, den geforderten Aktienerwerb zu erleichtern und die Wettbewerbsfähigkeit im Hinblick auf die externe

Rekrutierung sicherzustellen. Obwohl die Teilnahme am LTIP 2012 nicht an ein Vorausinvestment in OMV Aktien gebunden ist, haben bereits alle Vorstandsmitglieder die Anforderung des Aktienbesitzerfordernisses zumindest zum Teil erfüllt, entweder über frühere LTIP-Investments oder durch Übertragung privater Aktien.

Der Zielerreichungsgrad des LTIP 2010 beträgt 140%, und die entsprechende Zuteilung von Aktien oder Barvergütung wird 2013 erfolgen.

Aktienbesitz von Vorstandsmitgliedern

Die Mitglieder des Vorstands hielten mit Stichtag 31. Dezember 2012 folgende Anzahl an Aktien der OMV Aktiengesellschaft (siehe Tabelle unten).

Aktienoptionspläne

Langfristige Leistungsanreize wurden bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2008 durch die für Unternehmen vergleichbarer Größe üblichen Aktienoptionspläne abgedeckt. Die Aktienoptionspläne sehen eine Wartefrist von zwei Jahren und danach eine Ausübungsfrist von fünf Jahren vor. Ausgeübt werden darf in beliebigen Tranchen, sofern jeweils die Voraussetzungen (Erreichen eines bei Genehmigung des Plans durch die Hauptversammlung definierten Kursanstiegs der OMV Aktie) vorliegen und kein Handelsverbot besteht. Eine Aktie Eigeninvestment gewährt im

Plan 2008 Optionen auf 20 Aktien zu einem ebenfalls durch die Hauptversammlung definierten Preis. Die Optionen aus den Plänen 2006 bis 2008 sind noch nicht bzw. nicht vollständig ausgeübt. Nach 2008 wurden keine weiteren Aktienoptionen begeben.

Altersvorsorge

Gerhard Roiss hat Anspruch auf eine leistungsorientierte Pension. Die entsprechenden finanzmathematisch ermittelten Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG).

Voraussetzung für die Pension ist eine Funktionsperiode von zumindest fünf Jahren. Der Anspruch erlischt im Fall eines Rücktritts des Vorstandsmitglieds. Die Vorstandsmitglieder David C. Davies, Hans-Peter Floren, Jacobus Huijskes und Manfred Leitner haben Anspruch auf eine beitragsorientierte Pension. Die Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG). Die Höhe der Betriebspension ergibt sich aus dem vorhandenen Kapital in der Pensionskasse. Die Verrentung erfolgt gemäß dem genehmigten Geschäftsplan der Pensionskasse. Das Anfallsalter ist grundsätzlich das für jedes Vorstandsmitglied zur Anwendung kommende österreichische gesetzliche Pensionsantrittsalter.

Aktienbesitz von Vorstandsmitgliedern

Aktienbesitz von Vorstandsmitgliedern
Persönliches Depot Treuhanddepot des
Unternehmens
Summe
Roiss 144.477 44.259 188.736
Davies 10.048 32.855 42.903
Huijskes 12.136 12.136
Leitner 16.060 16.060
Floren 7.500 7.500
Aktienbesitzerfordernis Erfüllung
In Aktien In % des Gehalts In % des Gehalts In % der Anforderung
Roiss 60.173 200% 147,10% 73,55%
Davies 46.070 175% 124,81% 71,32%
Huijskes 33.848 150% 53,78% 35,85%
Leitner 28.207 150% 85,41% 56,94%
Floren 33.848 150% 33,24% 22,16%
Pensionskassenbeiträge1) EUR 1.000
Davies 280
Floren 129
Huijskes 132
Leitner 125
Roiss 634
Summe 1.299

1) Auf Grund von Rundungsdifferenzen ergeben sich in den Einzelsummen Abweichungen.

Beendigungsansprüche Abfertigung

Die Vorstandsmitglieder Gerhard Roiss und David C. Davies haben die Möglichkeit der Wahl zwischen einer Abfertigung gemäß § 23 österreichisches Angestelltengesetz oder 10% des Jahresbasisbruttobezugs für jedes volle Dienstjahr ab vereinbartem Stichtag, wobei ein Jahresbasisbruttobezug nicht überschritten werden darf. Auf Jacobus Huijskes, Hans-Peter Floren und Manfred Leitner findet das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG) Anwendung.

In Übereinstimmung mit C-Regel 27a öCGK sehen die Anstellungsverträge von Vorstandsmitgliedern vor, dass Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung solcher Verträge ohne wichtigen Grund den im öCGK angeführten Betrag nicht übersteigen dürfen. Im Falle einer vom Vorstandsmitglied initiierten vorzeitigen Beendigung wird keine Abfindung gewährt. Sonstige Anwartschaften und Ansprüche im Zuge der Beendigung der Funktion bestehen nicht. Weitere Informationen über den Long Term Incentive Plan, den Matching Share Plan und die Aktienoptionspläne (Bewertung, ausstehende Optionen und Ausübung in vorhergehenden Jahren) befinden sich in Anhangangabe 29.

Directors and Officers (D&O) Versicherung

OMV hat eine Directors and Officers Liability Versicherung auf konzernweiter Basis abgeschlossen. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen. Versichert sind Vorstandsmitglieder, Aufsichtsratsmitglieder sowie andere OMV Mitarbeiter (Führungskräfte). Die Versicherung deckt die gesetzliche Haftpflicht versicherter Personen für finanzielle Verluste auf Grund eines Fehlverhaltens in Ausübung ihrer Funktion. Für den laufenden Versicherungszeitraum beträgt

die Jahresprämie (inklusive Steuern) für die D&O Versicherung für den gesamten OMV Konzern ca. EUR 500.000.

Haftungsfreistellung

Für Mitglieder des Vorstands und weitere OMV Mitarbeiter in Organfunktionen von (direkten und indirekten) Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft besteht subsidiär eine Haftungsfreistellung seitens der OMV Aktiengesellschaft für Inanspruchnahme durch Dritte in Ausübung der Organfunktion, sofern nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorliegt.

Grundsätze der Vergütung ausgewählter Führungskräfte und Experten

Das Grundgehalt wird nach international anerkannten Verfahren zur Berücksichtigung der Marktgegebenheiten unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und kollektivvertraglichen Regelungen festgelegt. Die für den Vorstand geltenden Grundsätze werden in angepasster Form auch auf diese Mitarbeiter angewendet.

Daher nehmen definierte Mitglieder in Führungsebenen des Konzerns (insgesamt 93 Personen) am Long Term Incentive Plan teil. Ebenso gelten für sie jährliche Bonusvereinbarungen, wie im Folgenden dargestellt:

Für etwa 3.900 Führungskräfte und Experten gab es 2012 ein gestuftes Management by Objectives-Programm (MbO), wonach Anspruch auf Bonifikation bei Erreichen der Ziele besteht. Länderweise unterschiedlich gibt es für sonstige Mitarbeiter Bonussysteme, an deren Ausgestaltung auch die Arbeitnehmervertreter mitwirken.

Voraussetzung für Zahlungen ist in allen Systemen sowohl das Erreichen von finanziellen und nicht-finanziellen Unternehmenszielen als auch von individuell vereinbarten Zielen.

Die mit den MbO-Teilnehmern getroffenen Zielvereinbarungen sind für alle Teilnehmer über ein unternehmensweites Performance and Development System (PDS) einsehbar. Damit können die Teilnehmer wechselseitig Ziele berücksichtigen.

Aufsichtsratsmitglieder

Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats von OMV sowie ihre Aufsichtsratsmandate für andere in- und ausländische börsenotierte Unternehmen sind nachstehend angeführt. Nach dem Rücktritt von Markus Beyrer fand eine außerordentliche Hauptversammlung am 9. Oktober 2012 statt, bei der Rudolf Kemler als neues Mitglied des Aufsichtsrats gewählt wurde. Der Aufsichtsrat wählte ihn zum Vorsitzenden.

Markus Beyrer, *1965

(Vorstandsvorsitzender der ÖIAG bis 31. Oktober 2012), Vorsitzender (bis 31. Oktober 2012); Mandate: Österreichische Post AG – Vorsitz (bis 31. Oktober 2012), Telekom Austria AG – Vorsitz (bis 31. Oktober 2012).

Rudolf Kemler, *1956

(Vorstandsvorsitzender der ÖIAG seit 1. November 2012), Vorsitzender (seit 1. November 2012); Mandate: Österreichische Post AG – Vorsitz (seit 1. November 2012) und Telekom Austria AG – Vorsitz (seit 1. November 2012).

Wolfgang C. Berndt, *1942

Stv. Vorsitzender Mandate: GfK SE, MIBA AG.

Khadem Al Qubaisi, *1971

(Managing Director, International Petroleum Investment Company (IPIC)) Stv. Vorsitzender (bis 10. Mai 2012) Mandate: Aabar Investments PJSC – Vorsitz, Abu Dhabi National Takaful Co. PJSC – Vorsitz, Compania Espanola de Petroleos S.A. (CEPSA) – Vorsitz.

Murtadha Al Hashmi, *1966

(Finanzvorstand, International Petroleum Investment Company (IPIC)) Stv. Vorsitzender (seit 10. Mai 2012) Mandate: Aabar Investments PJSC, Compania Espanola de Petroleos S.A. (CEPSA).

Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti, *1975 (Manager Evaluation & Execution, IPIC). Elif Bilgi-Zapparoli, *1967 (Vorstandsvorsitzende, Merrill Lynch Yatirim Bank A.S. und Merrill Lynch Menkul Degerler A.S.).

Helmut Draxler, *1950 Mandate: RHI AG.

Wolfram Littich, *1959

(Vorstandsvorsitzender Allianz Elementar Versicherungs-AG).

Herbert Stepic, *1946

(Vorstandsvorsitzender Raiffeisen Bank International AG).

Herbert Werner, *1948

Mandate: Innstadt Brauerei AG – Vorsitz, Ottakringer Getränke AG.

Norbert Zimmermann, *1947

Mandate: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG – Vorsitz, Oberbank AG.

Von der Konzernvertretung entsendet (Arbeitnehmer):

Leopold Abraham, *1947 (bis 31. Dez. 2012), Christine Asperger, *1964 (seit 1. Jän. 2013), Wolfgang Baumann, *1958, Franz Kaba, *1953, Ferdinand Nemesch, *1951, Martin Rossmann, *1967.

Diversität

Bei der Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrats stehen einschlägiges Wissen und Erfahrung in Führungspositionen im Vordergrund. Darüber hinaus werden aber Aspekte der Diversität der Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Internationalität seiner Mitglieder, die Vertretung beider Geschlechter und die Altersstruktur berücksichtigt. Dem Aufsichtsrat gehören zwei Frauen (seit 1. Jänner 2013 drei Frauen) und drei Mitglieder nicht-österreichischer Nationalität an. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind zwischen 37 und 70 Jahre alt.

Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat hat die in Anhang 1 öCGK festgelegten und darüber hinaus folgende Leitlinien für die von der Hauptversammlung gewählten

Mitglieder des Aufsichtsrats beschlossen: Das Aufsichtsratsmitglied darf nicht Mitglied der Geschäftsführung einer verbundenen Gesellschaft sein. Das Aufsichtsratsmitglied darf von der Gesellschaft oder einer verbundenen Gesellschaft keine Aktienoptionen oder sonstige erfolgsbezogene Vergütungen beziehen. Das Aufsichtsratsmitglied darf kein Anteilseigner mit einer Kontrollbeteiligung (im Sinne der EU-Richtlinie 83/349 EWG – das ist eine Beteiligung von mehr als 50% der Stimmrechte oder Beherrschung, etwa durch Nominierungsrechte) sein oder einen solchen vertreten.

Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder, mit Ausnahme von Helmut Draxler und Herbert Werner in Bezug auf die Dauer der Zugehörigkeit, haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2012 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (Regel C 53 öCGK). Gemäß Regel C 54 öCGK haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Bilgi-Zapparoli, Berndt, Draxler, Littich, Stepic, Werner und Zimmermann erklärt, im Geschäftsjahr 2012 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung weder Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% gewesen zu sein noch die Interessen solcher Anteilseigner vertreten zu haben.

Aufgaben des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Zur Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstands, diskutiert der Aufsichtsrat Lage und Ziele des Unternehmens in jenen Sitzungen, in denen auch (abgesehen von Dringlichkeitsfällen) die Beschlüsse gefasst werden. Vier Ausschüsse gewährleisten den bestmöglichen Einsatz der Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder. Im Folgenden dazu ein kurzer Überblick (siehe auch Bericht des Aufsichtsrats):

Der Aufsichtsrat hat 2012 sieben Treffen abgehalten, wovon eines der Strategie gewidmet war. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat eine Selbstevaluierung durchgeführt und die Effizienz seiner Aktivitäten diskutiert, insbesondere seiner Organisation und Arbeitsweisen.

Präsidial- und Nominierungsausschuss

Dieser Ausschuss ist ermächtigt, in dringenden Angelegenheiten zu entscheiden. Der Aufsichtsrat kann dem Präsidial- und Nominierungsausschuss im Einzelfall oder auf Dauer weitere Aufgaben und Genehmigungsbefugnisse übertragen. Als Nominierungsausschuss unterbreitet er dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung neuer oder frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit der Nachfolgeplanung. Ferner unterbreitet er der jährlichen Hauptversammlung Vorschläge zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. Es hat eine Sitzung des Präsidial- und Nominierungsausschusses stattgefunden, deren Fokus auf der Nachfolgeplanung lag.

Prüfungsausschuss

Dem Prüfungsausschuss obliegen die Aufgaben gemäß § 92 Abs. 4a Aktiengesetz (AktG). Es haben sechs Sitzungen des Prüfungsausschusses stattgefunden. In diesen wurden überwiegend die Vorbereitung der Abschlussprüfung, die Prüfung der Tätigkeit der Abschlussprüfer, der Internen Revision, des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements behandelt sowie die Präsentation des Jahresabschlusses erarbeitet.

Abschlussprüfer

Der Aufsichtsrat überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und überprüft eine Aufstellung des Prüfungsentgelts und der Entgelte für über die Prüfung hinausgehende zusätzliche Leistungen. Der Aufwand für den Abschlussprüfer, der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. (einschließlich deren Netzwerk im Sinne des § 271b UGB), betrug 2012 für die Konzernprüfung EUR 2,20 Mio, für andere Bestätigungsleistungen EUR 0,66 Mio und für sonstige Aufträge EUR 0,21 Mio.

Projektausschuss

Bei Bedarf unterstützt dieser Ausschuss den Vorstand bei der Vorbereitung komplexer Entscheidungen über grundlegende Fragen und berichtet über die Ergebnisse und allfällige Empfehlungen an den Aufsichtsrat. Bei seiner einzigen Sitzung im Jahr 2012 genehmigte der Projektausschuss die Akquisition eines 20%- Anteils am norwegischen Ölfeld Edvard Grieg.

Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Vergütungsausschuss

Dieser Ausschuss (dem keine Arbeitnehmervertreter angehören) befasst sich mit allen Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er ist somit insbesondere zum Abschluss, der Änderung und Auflösung der Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern sowie zur Entscheidung über die Gewährung von Bonifikationen (variable Bezüge) und dergleichen an Vorstandsmitglieder ermächtigt. Der Vergütungsausschuss trat 2012 fünfmal zusammen. Vorstandsmitglieder wurden eingeladen, an Teilen der Sitzungen des Vergütungsausschusses teilzunehmen.

PricewaterhouseCoopers LLP (PwC) beriet den Ausschuss in Vergütungsfragen. Die Leistungen inkludierten auf öffentlichen Daten beruhende Marktinformationen, Information zu Corporate Governance-Entwicklungen und deren Anwendung auf das Unternehmen, Beratung zur angemessenen Struktur von kurz- und langfristigen Anreizen sowie Information über die Vergütung und die Performance von Vergleichsgruppen. PwC wurde vom Vergütungsausschuss beauftragt und war nicht für den OMV Vorstand beratend tätig, womit die Unabhängigkeit im Sinne des öCGK gewährleistet war. Außerdem berät PricewaterhouseCoopers LLP das Unternehmen in Zusammenhang mit dem Risikomanagement und in Steuerangelegenheiten. Schließlich nahm der OMV Vorstand Beratungsleistungen von Towers Watson Austria GmbH zum Benchmarking von Führungskräften in Anspruch.

Interessenkonflikte, zustimmungspflichtige Geschäfte mit Mitgliedern des Aufsichtsrats

Zustimmungspflichtige Verträge gemäß § 95 Abs. 5 Z 12 AktG gab es nicht; hingewiesen sei auf Transaktionen im Umfang von ca. EUR 2,1 Mrd mit Unternehmen der Raiffeisengruppe (Herbert Stepic ist Vorstandsvorsitzender von Raiffeisen Bank International AG; die erwähnten Transaktionen repräsentieren weniger als 1% der Bilanzsumme der Raiffeisengruppe).

Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats werden nach dem in der Geschäftsordnung ausführlich geregelten Verfahren behandelt.

Vergütung

Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung (HV) jährlich die Vergütungen der von ihr gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die HV 2012 hat für das Geschäftsjahr 2011 folgendes Vergütungsschema beschlossen:

Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder EUR
für den Vorsitzenden 29.200
für die Stellvertreter 21.900
für die Mitglieder 14.600
für den Vorsitzenden eines Ausschusses 12.000
für den stellvertretenden Ausschussvorsitzenden 10.000
für die Mitglieder eines Ausschusses 8.000

Die bei den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern angeführten Beträge wurden 2012 für das Geschäftsjahr 2011 ausbezahlt. Aufwandersatz (Reisespesen, Sitzungsgeld) ist darin nicht enthalten.

Insgesamt betrug der Aufwand für den Aufsichtsrat im Jahr 2012 EUR 694.588; davon an bezahlten Vergütungen (für das Geschäftsjahr 2011) EUR 367.200, an Sitzungsgeldern EUR 54.458, an Reisespesen EUR 199.591 und an Technik, Organisation und Übersetzung EUR 73.338.

Mitwirkung der Arbeitnehmervertretung

Die Konzernvertretung hält regelmäßig Aussprachen mit dem Vorstand. Diese dienen der wechselseitigen Information über Arbeitnehmer betreffende Entwicklungen im Unternehmen.

Name Funktion/Ausschussmitglied 1) Vergütung (in EUR) Dauer 1)
Markus Beyrer 2) Vorsitzender; auch in 48.435 17.5.2011 – 31.10.2012
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Rudolf Kemler Vorsitzender; auch in
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
1.11.2012 – oHV 2014
Peter Michaelis 2) Vorsitzender; auch in 28.765 23.5.2001 – oHV 2011
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Wolfgang C. Berndt Stv. Vorsitzender; auch in 61.900 26.5.2010 – oHV 2014
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Khadem Al Qubaisi Stv. Vorsitzender; auch in 61.900 26.5.2010 – oHV 2012
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Murtadha Al Hashmi Stv. Vorsitzender; auch in 10.5.2012 – oHV 2014
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti PräsA, ProjA 30.600 14.5.2008 – oHV 2014
Elif Bilgi-Zapparoli 14.600 13.5.2008 – oHV 2014
Helmut Draxler PrüfA 22.600 16.10.1990 – oHV 2014
Wolfram Littich ProjA, PrüfA 30.600 13.5.2001 – oHV 2014
Herbert Stepic 14.600 18.5.2004 – oHV 2014
Herbert Werner PrüfA 22.600 4.6.1996 – oHV 2014
Norbert Zimmermann ProjA, VergA 30.600 23.5.2001 – oHV 2014
Leopold Abraham Bis 31.12.2012 3)
Wolfgang Baumann PräsA, PrüfA 3)
Franz Kaba ProjA 3)
Ferdinand Nemesch ProjA, PrüfA 3)
Martin Rossmann PräsA, ProjA, PrüfA 3)
Christine Asperger Seit 1.1.2013 3)

1) Erläuterung: PräsA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, ProjA = Projektausschuss,

PrüfA = Prüfungsausschuss, VergA = Vergütungsausschuss, oHV = ordentliche Hauptversammlung.

2) Markus Beyrer und Peter Michaelis haben in Entsprechung ihres Vorstandsvertrags mit der ÖIAG die Vergütung

für ihre Aufsichtsratsfunktion in der OMV Aktiengesellschaft an die ÖIAG abgetreten.

3) Die Entsendung durch die Konzernvertretung erfolgt auf unbestimmte Zeit; die Arbeiternehmervertreter können jedoch jederzeit abberufen werden.

Minderheitenrechte der Aktionäre

Minderheitenrechte der Aktionäre

  • Hauptversammlung: Wenn mindestens 5% der Aktionäre dies verlangen, muss eine Hauptversammlung einberufen werden.
  • Mindestens 5% der Aktionäre können die Aufnahme von Tagesordnungspunkten verlangen.
  • Mindestens 1% der Aktionäre können zu jedem Punkt der Tagesordnung Beschlussvorschläge übermitteln. Diese sind auf Forderung der jeweiligen Aktionäre von der Gesellschaft auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen.
  • Mindestens 10% der Aktionäre können eine Sonderprüfung bei Vorliegen von Verdachtsgründen für Unredlichkeiten oder grobe Verletzungen von Gesetz oder Satzung durchsetzen.
  • Bei der Hauptversammlung sind alle Aktionäre, die ihren Anteilsbesitz ordnungsgemäß nachgewiesen haben, zur Teilnahme, einschließlich Fragen und Abstimmung, berechtigt.
  • Wahl des Aufsichtsrats: Wenn dieselbe Hauptversammlung zwei oder mehr Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat, muss über jede zu besetzende Stelle gesondert abgestimmt werden. Wenn dieselbe Hauptversammlung wenigstens drei Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat und sich vor der Abstimmung über die letzte zu besetzende Stelle ergibt, dass wenigstens ein Drittel aller abgegebenen Stimmen bei allen vorangegangen Wahlen zugunsten derselben Person, aber ohne Erfolg abgegeben wurde, muss diese Person zum Aufsichtsratsmitglied erklärt werden.

Frauenförderung

  • Das Unternehmen ist bemüht, die Entwicklung von Frauen in Führungspositionen zu fördern. Zwar ist im Vorstand der OMV Aktiengesellschaft keine Frau vertreten, doch leitet Mariana Gheorghe als Vorstandsvorsitzende der OMV Petrom SA das größte Unternehmen des Konzerns, und Gülsüm Azeri ist Vorstandsvorsitzende von Petrol Ofisi. In den Aufsichtsrat der OMV Aktiengesellschaft wurden von der Hauptversammlung zwei Frauen gewählt, das sind 20% der Kapitalvertreter. Seit 1. Jänner 2013 gehört auch Christine Asperger dem Aufsichtsrat an. Sie ist die erste Frau, die von der Konzernvertretung entsandt wurde.
  • 13% der Senior Vice President-Positionen werden von Frauen eingenommen. Der Frauenanteil im Konzern insgesamt beträgt etwa 23%. Als sehr technikorientiertes Unternehmen ist es eine signifikante Herausforderung, in allen Bereichen eine adäquate Frauenquote zu erzielen, in den nicht-technischen Bereichen stellen sich die Aufnahmequoten als ausgewogen dar.
  • Der Vorstand hat eine Diversity-Strategie beschlossen. Langfristiges Ziel ist es, bis 2020 im Senior Management einen "Diversity-Mix" von 30% weiblichen und 50% internationalen Mitarbeitern zu erreichen.

OMVs Diversity-Strategie

Wien, am 20. März 2013

Der Vorstand

Gerhard Roiss David C. Davies

Hans-Peter Floren Jacobus Huijskes Manfred Leitner

Value Management

Das Geschäftsmodell von OMV als integriertes Öl- und Gasunternehmen erfordert einen besonderen Fokus auf die Evaluierung langfristiger Investitionsprojekte sowie auf das Management kurz- bis mittelfristiger Cashflow- und Kostenpositionen. Daher ist Value Management ein integrales Element des Führungssystems. Um unmittelbare, geschäftsrelevante Unsicherheiten und Risiken angemessen zu erfassen, ist das Value Management eng mit dem Risikomanagement verbunden.

Integration schafft zusätzlichen Wert

ROACE, RONA und EVA als Messgrößen der Wertsteigerung

Der führenden Rolle des Value Managements wird in Planungs- und Entscheidungsprozessen sowie durch die Kennzahlen, Schlüsselindikatoren und Steuerungsfunktionen des Informationssystems von OMV Rechnung getragen. Der Value Management Ansatz von OMV ist auf folgende Fragestellungen ausgerichtet:

  • Wie schafft OMV Wert?
  • Wie gut nutzt OMV das Ertragspotenzial?
  • Wie partizipieren OMV Aktionäre an der

Wertsteigerung?

Auf Konzernebene sind Marktkapitalisierung und Unternehmenswert Beispiele mittel- bis langfristiger Messgrößen der Wertsteigerung. Der kurzfristige finanzielle Erfolg aus der Umsetzung von Strategien und Investitionsprojekten wird anhand verschiedener Best-Practice-Schlüsselindikatoren der Rentabilität gemessen. Zu den wichtigsten gehören der Return On Average Capital Employed (ROACE), der Return On Average Net Assets (RONA) sowie der Economic Value Added (EVA). Während der ROACE Relevanz für den Konzern insgesamt hat, ist der RONA eine effektive Kennzahl bei der internen Bewertung der finanziellen Performance der Geschäftsbereiche, da er eine Aufschlüsselung des ROACE-Ziels von 13% auf einzelne Bereiche ermöglicht. Die Partizipation der Aktionäre an der Wertsteigerung wird anhand von Messgrößen wie Ausschüttungsgrad oder Total Shareholder Return gemessen. Ziel der Dividendenpolitik von OMV ist ein langfristiger Ausschüttungsgrad von 30% des Jahresüberschusses. Als physisch integriertes Öl- und Gasunternehmen mit Aktivitäten

entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von den Ressourcen bis zu den Märkten, ist OMV in der Lage, Wertsteigerungen durch optimale Kapitalallokation und Risikominderung zu generieren und den gesamten Produktwert auszuschöpfen. Die Auswahl der richtigen Investitionsprojekte hat erheblichen Einfluss auf den zukünftigen Unternehmenserfolg. Die Rentabilität von Investitionsprojekten muss daher bereichsspezifische Mindestrenditen übersteigen. Zudem erfolgt eine Reihung der Investitionsprojekte nach der erwarteten Profitabilität. Value Management bedeutet auch Kostenmanagement. Während der Planungsphase werden Kostenziele sowohl relativ zu Produktionskennzahlen (z.B. Produktionskosten/boe) als auch als absolute Beträge der zu erzielenden Kostensenkungen formuliert. Im Rahmen der jährlichen Strategieplanung wird eine Unternehmenswert-Analyse durchgeführt, deren Zweck die Überprüfung der Strategie hinsichtlich der Erreichung der Wertsteigerungsziele des Konzerns ist. Zudem wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, das starke Investment Grade Kredit-Rating von OMV zu halten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem geeigneten Management der Finanzierungsstruktur und des Working Capitals. Mit der neuen Strategie in 2011 kündigte OMV ein Performance-Steigerungsprogramm mit dem Ziel, den ROACE bis 2014 unter vergleichbaren Marktbedingungen um 2%-Punkte zu erhöhen, an. Die Strategie von OMV und deren erfolgreiche Umsetzung auf Basis der Prinzipien des Value Managements stellen die Grundlage eines attraktiven, langfristigen Ertragspotenzials für Investoren dar.

Kennzahler
Kennzahlen %
Ziel 1) 2012 2011 2010 2009 2008
Return On Average Capital Employed (ROACE) 2) 13 11 11 10 6 12
Verschuldungsgrad ≤30 26 34 46 33 37
Ausschüttungsgrad 30 29 3) 32 32 52 22

1) Werte basieren auf Mittelfristannahmen.

2) Mit 2012 wurden die Definitionen für NOPAT und durchschnittlich eingesetztes Kapital angepasst.

Details entnehmen Sie bitte den "Abkürzungen und Definitionen". Historische Zahlen wurden entsprechend angepasst.

3) Basierend auf einer Dividende in Höhe von EUR 1,20 je Aktie, wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2013.

OMV Aktie und Anleihen

Der Kurs der OMV Aktie unterlag auf Grund der Eurokrise starken Schwankungen, stieg aber 2012 unter dem Einfluss der guten operativen Performance des Konzerns insgesamt um 16,7%. Die Aktie notierte zum Jahresende bei EUR 27,36, womit sich für die Aktionäre inklusive der Dividende für das Geschäftsjahr 2011 ein Total Shareholder Return von 21% im Jahr ergab. OMV platzierte erfolgreich lang-laufende Eurobonds mit einem Gesamtnominal von EUR 1,5 Mrd zu sehr attraktiven Finanzierungskonditionen.

Finanzmärkte

2012 war neuerlich ein sehr volatiles Jahr, das von der andauernden Staatsschuldenkrise in der Eurozone sowie von der Unsicherheit über die künftige wirtschaftliche Entwicklung geprägt war. Die Lage in Nordafrika und im Mittleren Osten stabilisierte sich weiter, einige inhärente Risiken blieben jedoch bestehen. Der FTSE Global Energy Index, der die weltweit größten Öl- und Gasunternehmen beinhaltet, blieb 2012 unverändert. Europäische und US-amerikanische Aktienindizes verzeichneten Gewinne, insbesondere der DAX stieg signifikant (DAX +29%; FTSE Eurotop 100 +12%; Dow Jones +7%). Beflügelt von der deutlichen Erholung der Bank- und Immobilienwerte entwickelte sich der Wiener Aktienmarkt besser als der europäische Trend, und der österreichische Leitindex ATX gewann 2012 27% an Wert.

Kursentwicklung und Umsätze der OMV Aktie

Nachdem die OMV Aktie mit EUR 23,44 ins Jahr gestartet war, tendierte sie im Gleichschritt mit dem Ölpreis nach oben und erreichte mit dem potenziell bedeutenden Gasfund im Neptun Block vor der rumänischen Schwarzmeerküste am 24. Februar ein Zwischenhoch von EUR 28,85. Im zweiten Quartal war die Entwicklung der

Kapitalmärkte vom politischen Ringen um die Vermeidung einer Staatspleite in Griechenland dominiert. Diese allgemeine Unsicherheit sowie der Rückgang des Ölpreises drückten den Kurs der Aktie am 5. Juni auf den Jahrestiefstwert von EUR 21,29. Mit einem Ölpreis über USD 110/bbl und der erfolgreichen Umsetzung wichtiger strategischer Maßnahmen erreichte die OMV Aktie am 17. Oktober den Jahreshöchstwert von EUR 29,12. In weiterer Folge bewegte sich der Kurs auf einem Niveau von ca. EUR 27,50 seitwärts und die OMV Aktie notierte zum Jahresende bei EUR 27,36. Berücksichtigt man die am 16. Mai ausgeschüttete Dividende von EUR 1,10 je Aktie, ergab sich für die Aktionäre ein Total Shareholder Return von 21% für 2012. Die Marktkapitalisierung der OMV Aktie betrug per Jahresende rund EUR 9 Mrd (+17% vs. 2011). Die gesamte Aktienkapitalisierung österreichischer Werte an der Wiener Börse erhöhte sich um 22% auf EUR 77 Mrd. Die kumulierten Aktienumsätze an der Wiener Börse fielen um 40% auf EUR 36 Mrd. Die Umsätze der OMV Aktie gingen entsprechend dem allgemeinen Trend um 46% auf EUR 4 Mrd zurück. Der OMV Anteil am Aktienumsatz der Wiener Börse betrug 11% (2011: 12%).

Europäische und US-amerikanische Aktienindizes verzeichneten Gewinne

+21% Total Shareholder Return

OMV Aktie ISIN: AT0000743059
Börsennotierungen Wien, USA (ADR Level I)
Ticker Wiener Börse: OMV
Reuters: OMVV.VI
Bloomberg: OMV AV
ADR Informationen Sponsored Level I und Rule
144A, 1 ADR entspricht 1 Aktie
Depositary JPMorgan Chase Bank N.A.
PO Box 64504,
St. Paul, MN 55164-0504, USA
Custodian UniCredit Bank Austria AG,
Julius Tandler-Platz 3, 1090 Wien
Level I OMVKY, CUSIP: 670875509
ISIN: US6708755094
Rule 144A OMVZY, CUSIP: 670875301
ISIN: US6708753016
OMV Hybridanleihe ISIN: XS0629626663
OMV Eurobonds
Laufzeit; Zinssatz
ISIN: XS0422624980
2009 bis 7. April 2014; 6,250%
ISIN: XS0434993431
2009 bis 22. Juni 2016; 5,250%
ISIN: XS0485316102
2010 bis 10. Februar 2020; 4,375%
ISIN: XS0690406243
2011 bis 12. Oktober 2021; 4,25%
ISIN: XS0834367863
2012 bis 27. Sept. 2022; 2,625%
ISIN: XS0834371469
2012 bis 27. Sept. 2027; 3,500%

Ergebnisse der Hauptversammlungen

EUR 1,5 Mrd Eurobonds emittiert Die wesentlichen Punkte der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2012 waren der Beschluss einer Dividende von EUR 1,10 je Aktie für das Geschäftsjahr 2011, die Genehmigung des Long Term Incentive Plans 2012, welcher ein langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder und ausgewählte Führungskräfte ist, die Genehmigung des neu eingeführten Matching Share Plans 2012 – ein integrierter Bestandteil der jährlichen Bonusvereinbarung für die Vorstandsmitglieder – sowie die Wahl eines Aufsichtsratsmitglieds. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 9. Oktober 2012 wurde Rudolf Kemler bis zum Ende der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2013 beschließt, als Aufsichtsratsmitglied gewählt. Mit Wirkung vom 1. November 2012 übernahm er die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden nach dem Rücktritt von Markus Beyrer.

Im Herbst 2012 gab es wie in den vergangenen Jahren ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell, im

Zuge dessen Mitarbeiter beim Erwerb von jeweils drei Aktien eine Gratisaktie erhielten, wobei eine Behaltefrist von zwei Jahren gilt. Insgesamt hielt OMV per Jahresende 2012 1.078.780 eigene Aktien bzw. 0,33% des Grundkapitals. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien betrug somit 326.193.947 Stück. Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft beträgt EUR 327.272.727 und besteht aus 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien. Bei der nächsten ordentlichen Hauptversammlung am 15. Mai 2013 wird der Vorstand eine Dividende von EUR 1,20 je Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer Erhöhung um 9% gegenüber dem Vorjahr und stellt einen attraktiven Ausschüttungsgrad von 29% dar, im Einklang mit der langfristigen Dividendenpolitik von OMV, 30% des Jahresüberschusses auszuschütten. Die Dividendenrendite, gemessen am Schlusskurs des Jahres 2012, wird 4,39% betragen.

Kredit-Ratings

In 2012 konnte OMV weiterhin die Kredit-Ratings von A3 von Moody's sowie A– von Fitch halten. Beide Rating-Agenturen bekräftigten sowohl ihr Rating als auch die mit einem stabilen Ausblick versehenen Rating-Einschätzungen. Dies unterstreicht die starke Bonität des OMV Konzerns und steht in Einklang mit dem Ziel, ein starkes Investment Grade Kredit-Rating zu halten.

Anleihen

Im September 2012 hat OMV, im Rahmen ihres Euro Medium Term Note (EMTN) Programms, neue lang-laufende Eurobonds mit einem Gesamtnominale von EUR 1,5 Mrd emittiert. Die Transaktion umfasste zwei Tranchen zu jeweils EUR 750 Mio mit einer Laufzeit von 10 bzw. 15 Jahren.

OMV Aktionärsstruktur

Die OMV Aktionärsstruktur veränderte sich 2012 nur wenig und setzt sich daher per Jahresende 2012 aus 43,3% Streubesitz, 31,5% ÖIAG (repräsentiert den österreichischen Staat), 24,9% International Petroleum Investment Company (IPIC) und 0,3% eigenen Aktien zusammen. Das Grundkapital von OMV besteht zur Gänze aus Stammaktien und es gilt das Prinzip "one share – one vote", d.h. keine Aktie ist mit besonderen Rechten ausgestattet. Zwischen den Kernaktionären IPIC und ÖIAG besteht ein Syndikatsvertrag,

für 2012: EUR 1,20

Dividendenvorschlag

der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.

Analystenberichte

Die OMV Aktie wird von mehr als 20 österreichischen und internationalen Investmentbanken analysiert, die mit ihren regelmäßigen Researchberichten eine gute Sichtbarkeit von OMV in der Finanzwelt gewährleisten.

Investor Relations Aktivitäten

Auf zahlreichen Roadshows und Konferenzen in Europa und Amerika konnten der Vorstand und das Investor Relations Team den Kontakt mit Analysten und Investoren pflegen und vertiefen. 2012 fanden rund 250 persönliche Treffen und Präsentationen statt, an denen rund 600 Fondsmanager und Buy-Side Analysten teilnahmen. Insgesamt widmeten die Vorstände in direkten Gesprächen rund 230 Stunden der Information von Investoren und Analysten. Um Transparenz, Service und Aktualität zu gewährleisten, werden alle wichtigen Informationen und Neuigkeiten für Analysten und Investoren laufend im Internet unter www.omv.com veröffentlicht. Darüber hinaus sind News zu Unternehmens- und Finanzinformationen des OMV Konzerns auf Twitter unter www.twitter.com/omv verfügbar.

Finanzkalender Termin 1)
Trading Statement Q4 2012 1. Februar 2013
Ergebnis Jänner–Dezember und Q4 2012 21. Februar 2013
Veröffentlichung Geschäftsbericht 2012 März 2013
Trading Statement Q1 2013 26. April 2013
Nachweisstichtag für die 5. Mai 2013
Hauptversammlung
Ergebnis Jänner–März 2013 14. Mai 2013
Ordentliche Hauptversammlung 15. Mai 2013
Dividenden-Extag 22. Mai 2013
Dividenden-Zahltag 23. Mai 2013
Trading Statement Q2 2013 24. Juli 2013
Ergebnis Jänner–Juni und Q2 2013 13. August 2013
Trading Statement Q3 2013 18. Oktober 2013
Ergebnis Jänner–Sept. und Q3 2013 7. November 2013

1) Die angegebene Information ist vorläufig und bedarf der Bestätigung. Die aktuellen Termine finden Sie unter:

www.omv.com > Investor Relations > Events.

Investor Relations Kontakt

La˘cra˘mioara Diaconu-Pint¸ea OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8, 1020 Wien Tel: +43 1 40440-21600, Fax: +43 1 40440-621600 E-Mail: [email protected]

Auf einen Blick in EUR
2012 2011 2010 2009 2008
Anzahl der ausstehenden Aktien in Mio Stück 1) 326,19 326,07 298,80 298,78 298,75
Marktkapitalisierung in EUR Mrd 1) 8,92 7,64 9,29 9,17 5,59
Aktienumsatz an der Wiener Börse in EUR Mrd 3,98 7,34 7,78 8,36 15,68
Höchstkurs des Jahres 29,12 34,69 32,63 31,00 57,80
Tiefstkurs des Jahres 21,29 21,24 24,12 18,02 16,70
Schlusskurs 1) 27,36 23,44 31,10 30,70 18,72
Ergebnis je Aktie 2) 4,18 3,43 3,08 1,91 4,60
Buchwert je Aktie 1), 2) 36,49 33,41 30,13 27,10 24,77
Cashflow 3) je Aktie 11,69 8,00 9,66 6,18 10,76
Dividende je Aktie 1,20 4) 1,10 1,00 1,00 1,00
Ausschüttungsgrad in % 29 32 32 52 22
Dividendenrendite in % 1) 4,39 4,69 3,22 3,26 5,34
Total Shareholder Return in % 5) 21 –21 5 69 –64

1) Per 31. Dezember.

2) Mit 31. März 2012 wurden die Zahlen für 2010 und 2011 entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst.

3) Aus der Betriebstätigkeit.

4) Wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2013.

5) Ohne Reinvestition der Dividende.

Mehr als 20 Investmentbanken analysieren OMV

Wirtschaftliches Umfeld

Mit Ausnahme des 1. Quartals hat sich die Abschwächung der internationalen Konjunktur im Laufe des Jahres 2012 fortgesetzt. Das Wachstum der Weltwirtschaft fiel von 3,9% im Jahr 2011 auf 3,2% in 2012. Die Entwicklungs- und Schwellenländer (+5,1%) zeigten erneut einen großen Wachstumsvorsprung gegenüber der OECD-Region (+1,3%). Während in den Industrieländern die Sorge um die Stabilität der Finanzmärkte und die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte konjunkturdämpfend wirkte, kamen positive Impulse von der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken. In den USA beschleunigte sich das BIP-Wachstum auf 2,3% und in Japan auf 1,7%.

In der Europäischen Union fiel der Rückgang der Wirtschaftsleistung – bei zunehmenden Unterschieden zwischen den Ländern – mit 0,3% stärker aus als erwartet. Die von der Schuldenkrise besonders betroffenen Länder litten unter dem Rückgang der Inlandsnachfrage und der steigenden Langzeit- und Jugendarbeitslosigkeit. Ein positiver Wachstumsbeitrag kam nur vom Export, der um 2,3% expandierte. Konsumausgaben und Investitionen blieben unter dem Vorjahresniveau.

In Deutschland zeigte sich im Jahresverlauf eine markante Abkühlung des Konjunkturklimas und das BIP-Wachstum – 2011 noch bei 3% – erreichte nur 0,7%. Österreichs Wirtschaft konnte sich dem schwierigen internationalen konjunkturellen Umfeld nicht entziehen. Die Wirtschaftsleistung zeigte mit 0,8% Wachstum wenig Dynamik.

Einen 1,7%igen Anstieg und somit auch einen Marktanteilsgewinn Österreichs gab es bei den Exporten. Die Investitionen – getragen durch Wohnbau und den öffentlichen Bereich – wuchsen um 1,3%. Der öffentliche Bereich reduzierte die Konsumausgaben um 0,2%, während der private Konsum trotz sinkender verfügbarer Haushaltseinkommen moderat zunahm (+0,4%). Rumänien konnte 2012 nur ein geringfügiges BIP-Wachstum von 0,3% erzielen. Die Exporte waren auf Grund der schwachen EU-Konjunktur leicht rückläufig und der wichtige Agrarsektor trug witterungsbedingt deutlich weniger zur Wertschöpfung bei. Die Investitionen lieferten den einzigen positiven Wachstumsbeitrag, obwohl der Anteil der Auslandsinvestitionen auf 1% des BIP zurückging. Die Ausgaben des öffentlichen Sektors und auch der private Konsum erreichten nicht das Vorjahresniveau. Die Türkei konnte nach einer besonders dynamischen Entwicklung in 2011 (BIP +8,5%) im Jahr 2012 ein "soft landing" der Konjunktur mit einer BIP-Wachstumsrate von 3,0% erreichen.

Der Weltölverbrauch nahm 2012 wie im Vorjahr um 1% zu und erreichte ein Niveau von 89,8 Mio bbl/d. In den Nicht-OECD-Ländern wurde um 1,5 Mio bbl/d bzw. 3,5% mehr Öl nachgefragt. Der Nachfragerückgang in der OECD summierte sich auf 0,7 Mio bbl/d, wobei der Rückgang in Europa mit 4,5%, deutlich stärker ausfiel als in den USA mit 1,2%. Die weltweite Ölproduktion wurde um 2,5 Mio bbl/d bzw. um

Der Weltölverbrauch nahm um 1% zu

2,8% auf 90,9 Mio bbl/d (davon 80,7 Mio bbl/d Rohöl) ausgeweitet. Dadurch konnten die Lagerbestände um 1,1 Mio bbl/d aufgestockt werden. Die OPEC erzielte mit einer Rohölproduktion von 31,4 Mio bbl/d und einer NGL-Produktion von 6,2 Mio bbl/d eine Marktdeckung von über 41%.

Der Ölpreis blieb 2012 auf dem relativ hohen Niveau des Vorjahrs. Innerhalb der ersten 10 Wochen des Jahres 2012 kletterte der Ölpreis auf Grund von Lieferausfällen in einigen Ölexportländern und des von USA und EU beschlossenen Ölembargos gegen den Iran auf einen Jahreshöchstpreis von USD 128,17/bbl. Danach sorgten die Eintrübung des internationalen Konjunkturklimas und die Krise im Euroraum für ein Jahresminimum von 88,62 USD/bbl zur Jahresmitte. Mit der Zuspitzung des Konflikts in Syrien und der Entspannung am Finanzmarkt setzte in der zweiten Jahreshälfte wieder ein deutlicher Aufwärtstrend ein. Im Jahresdurchschnitt kostete ein Fass Brent-Rohöl USD 111,67 im Vergleich zu USD 111,26 in 2011. Am Rotterdamer Markt stiegen die Preise in EUR für Mineralölprodukte auf Grund des starken USD um 10-13%.

Durch die bis Juli zu beobachtende Schwäche des Euro sank der durchschnittliche US-Dollar-Wechselkurs auf USD 1,28 je EUR (2011: USD 1,39).

Der Erdgasverbrauch in Österreich reduzierte sich von 9,0 auf 8,6 Mrd m³ bzw. 96 TWh. Im Bereich der kalorischen Kraftwerke sank der Erdgaseinsatz um 2 TWh bzw. 19%. Die Inlandsgasproduktion konnte um 7% auf 1,8 Mrd m³ gesteigert werden. Die Nettoimporte fielen mit 7,4 Mrd m³ um 20% niedriger aus, da im Vorjahreszeitraum neue Erdgasspeicherkapazitäten mit Importgas gefüllt wurden. Zum Ultimo 2012 betrug der Speicherstand 5,6 Mrd m³ und war damit um 13% höher als im Vorjahr. Der Erdgasverbrauch in Rumänien ging um 3,5% zurück, von 14,2 Mrd m³ in 2011 auf 13,7 Mrd m³ in 2012. In der Türkei stieg die Gasnachfrage von 44,1 Mrd m³ auf 45,7 Mrd m³ in 2012.

Der geschätzte Stromverbrauch in Rumänien erhöhte sich im Jahr 2012 leicht um 0,2% auf 53 TWh.

Nachdem der Mineralölproduktenabsatz 2011 in dem für OMV relevanten Markt bei rund 96 Mio t stagnierte, kam es 2012 sogar zu einem Rückgang der Nachfrage auf rund 94 Mio t. Der Absatz von Ottokraftstoffen ging zum Teil deutlich und auch in allen Ländern zurück. Bei der Entwicklung des Dieselabsatzes zeigten sich unterschiedliche Tendenzen. In einigen Ländern wirkte sich die konjunkturelle Schwäche besonders deutlich aus. In Österreich fiel das Absatzvolumen bei Mineralölprodukten um 3% auf 10,7 Mio t. Die wichtigsten Treibstoffsorten verzeichneten durchwegs rückläufige Absätze (Benzin –5%, Diesel –1%, Flugpetroleum –3%). In Bayern betrug der Marktrückgang rund 1%. Die Treibstoffnachfrage zeigte einen starken Rückgang bei Benzin von 6% und ein moderates Plus bei Diesel. In Rumänien schrumpfte der Gesamtmarkt um 5,7% auf 8,0 Mio t. Alle Treibstoffe waren von Absatzrückgängen betroffen, die bei Benzin (–6%) und bei Flugpetroleum (–7%) deutlich stärker ausfielen als bei Diesel (–2%). In der Türkei stieg der Treibstoffabsatz bei einem um 4% rückläufigen Benzinmarkt und einem um 5% expandierenden Dieselmarkt insgesamt um 0,7 Mio t bzw. knapp 4%. Die kumulierten Absatzdaten lassen für den türkischen Gesamtmarkt des Jahres 2012 einen moderaten Zuwachs erwarten.

In Westeuropa sank die Nachfrage nach Polyolefinen konjunkturbedingt um rund 5%. Die Auslastung der Cracker fiel auf 80% und auch die Industriemarge geriet für die westeuropäischen Produzenten bei schwachem Marktumfeld zunehmend unter Druck.

Gasnachfrage in der Türkei gestiegen

1) Märkte Mineralölprodukte: Österreich, Bayern, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Tschechische Republik, Ungarn, Moldawien, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Türkei.

2) Märkte Erdgas: Österreich, Deutschland, Italien, Ungarn, Rumänien, Türkei.

Geschäftsbereiche

Exploration und Produktion

2012 war ein starkes Jahr für den Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P). Mit der Einkehr relativer Ruhe nach dem Arabischen Frühling nahm OMV ihre Aktivitäten in Nordafrika und im Mittleren Osten wieder auf und erhöhte die Gesamtproduktion gegenüber 2011 um rund 6%. Die Produktion in Rumänien und Österreich, den Kernländern im Gesamtportfolio von E&P, wurde erfolgreich auf ca. 208 kboe/d stabilisiert. Die Explorationsbohrung Domino-1 im Schwarzen Meer war 2012 der größte Fund und hat das Potenzial, die rumänische Energielandschaft langfristig zu verändern. Mit der Akquisition von Anteilen an zwei wichtigen Assets vor der norwegischen Küste – der Aasta Hansteen-Gasfeldentwicklung und der Edvard Grieg-Ölfeldentwicklung – wurde die Wachstumsstrategie von OMV weiter untermauert. Das Portfolio wurde zudem durch die Veräußerung von älteren Assets in der britischen Nordsee weiter rationalisiert.

HSSE ist für E&P erste Priorität

Trotz einer positiven Entwicklung in den letzten Jahren erhöhte sich die Lost-Time Injury Rate (LTIR) 2012 geringfügig und lag zu Jahresende über dem Niveau des Vorjahrs. Im Sommer 2012 musste E&P bedauerlicherweise einen tödlichen Arbeitsunfall beklagen. Insgesamt wurde 2012 die Konzentration auf HSSE weiter verstärkt, und wir arbeiten an zusätzlichen Maßnahmen, um unsere HSSE-Leistungen zu verbessern.

Rekordjahr trotz anhaltender Unsicherheit

Das EBIT vor Sondereffekten stieg vor allem auf Grund einer stärkeren operativen Performance in Libyen sowie einer günstigen Wechselkursentwicklung um 31% auf EUR 2.824 Mio (davon Petrom: EUR 1.292 Mio). Der durchschnittlich realisierte Ölpreis des OMV Konzerns in USD stieg um 4%, während der durchschnittlich realisierte Gaspreis in EUR unverändert blieb. Die Explorationsaufwendungen erhöhten sich 2012 um 38%, während die Erfolgsquote der Explorationsbohrungen mit 61% dasselbe hohe Niveau wie im Vorjahr erreichte. Die Aufwendungen waren großteils auf Abschreibungen

nicht erfolgreicher Bohrungen und/oder Lizenzen in Norwegen (Peking Duck), in Großbritannien (Aberlour), in der Region Kurdistan im Irak (Mala Omar und Shorish) sowie in Tunesien (El-Hamra) zurückzuführen. Mit insgesamt EUR 1.598 Mio lagen die Investitionen von E&P um 23% unter dem Wert von 2011, einem auf Grund der Akquisitionen in Tunesien und Pakistan starken Jahr (2011: EUR 2.066 Mio). Die Investitionen von 2012 inkludieren die Akquisitionen der Entwicklungsprojekte Aasta Hansteen und Edvard Grieg (beide in Norwegen). Die verbleibenden Investitionen entfielen großteils auf Rumänien. Die Sondereffekte in Höhe von EUR –81 Mio, die u.a. den erfolgreichen Abschluss von Veräußerungen in der britischen Nordsee (Beryl und Boa) und eine Wertberichtigung des Gasfelds Strasshof (Österreich) betrafen, lagen über dem Niveau von 2011 (EUR –64 Mio). Damit stieg das EBIT gegenüber 2011 um 31% auf EUR 2.743 Mio (davon Petrom: EUR 1.228 Mio).

Die Produktion stieg 2012 auf Grund der Wiederaufnahme der Aktivitäten in Libyen. Die Produktion von Erdöl, NGL und Erdgas erhöhte sich um

Auf einen Blick
2012 20111) D
Bereichsumsatz in EUR Mio 6.075 4.960 22%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio 2.743 2.091 31%
EBIT vor Sondereffekten in EUR Mio 2.824 2.154 31%
Investitionen in EUR Mio 1.598 2) 2.066 3) –23%
Produktion in Mio boe 111,1 105,0 6%
Produktionskosten in USD/boe 12,8 14,3 –11%
Sichere Reserven zum 31. Dezember in Mio boe 1.118 1.133 –1%

1) Zahlen für 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen

nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst.

2) Inklusive Akquisitionen in Norwegen.

3) Inklusive Akquisitionen in Tunesien und Pakistan.

EBIT vor Sondereffekten stieg um 31%

6% auf 111,1 Mio boe (davon Petrom: 66,9 Mio boe). Im Schnitt belief sich die Förderrate auf 303,5 kboe/d (davon Petrom: 182,7 kboe/d). In Libyen wurde die Produktion im November 2011 wieder aufgenommen und 2012 bis nahe an das Vorkrisenniveau gesteigert. In Rumänien betrug die Förderleistung 170,5 kboe/d, womit der Produktionsrückgang auf nur 2% minimiert wurde. In Österreich gelang es, die Produktion bei 38,0 kboe/d zu stabilisieren. Im internationalen Portfolio war die Produktion in Tunesien, Großbritannien und Kasachstan höher als 2011. In Neuseeland, Pakistan und im Jemen lag sie dagegen unter dem Vorjahresniveau. Die Verkaufsmengen stiegen gegenüber 2011 um 8%, was hauptsächlich auf höhere Mengen in Libyen, Kasachstan, Tunesien und Großbritannien zurückzuführen war, womit die geringeren Mengen in Österreich, Rumänien, Neuseeland und Pakistan mehr als ausgeglichen wurden. Die Produktionskosten/boe exklusive Lizenzgebühren (OPEX/boe) sanken um 11% auf USD 12,8 (2011: USD 14,3). Dieser Rückgang ist weitgehend auf günstige Wechselkursentwicklungen und höhere Produktionsmengen vor allem in Libyen sowie auf strenge Kostenkontrolle zurückzuführen.

Erfolgreiches Explorationsjahr

2012 wurden 18 Explorationsbohrungen in acht verschiedenen Ländern, von Neuseeland bis Großbritannien, abgeteuft. Vier weitere Explorationsbohrungen wurden 2012 niedergebracht und 2013 abgeschlossen. 77% der Bohrungen erfolgten unter Betriebsführerschaft von OMV, und die Erfolgsquote der Explorationsbohrungen blieb mit 61% hoch (2011: 61%). Insgesamt wurden zehn Erweiterungsbohrungen niedergebracht, die Mehrheit davon auf dem rumänischen Festland. Die Bohrung Domino-1 im Neptun Block vor der rumänischen Schwarzmeerküste war der bedeutendste Fund des Jahres 2012 und könnte sich als bisher größter Gasfund von OMV herausstellen. Es handelt sich um den ersten signifikanten Erfolg der 2011 eingeführten neuen Explorationsstrategie. Gegen Ende 2012 wurde mit der Akquisition von 6.700 km² 3D-Seismik begonnen, um den Fund sowie das zusätzliche Potenzial des Neptun Blocks weiter zu evaluieren. Auf Grund der signifikanten Chancen in dieser Lizenz sowie

in den kürzlich akquirierten angrenzenden Explorationsgebieten in den Nachbarländern Bulgarien und Ukraine wird das nordwestliche Schwarze Meer ein wichtiger Schwerpunkt für die Exploration in den kommenden Jahren sein. Zusätzlich sicherte sich OMV auch neue Explorationsgebiete in Norwegen (vier neue Lizenzen) und in Großbritannien (fünf neue Lizenzen westlich der Shetlandinseln). Die Evaluierung von weiteren Explorationsmöglichkeiten wurde auf Afrika südlich der Sahara und auf Gebiete, die an bestehende E&P-Länder angrenzen, ausgedehnt.

Die sicheren Öl- und Gasreserven (1P) per 31. Dezember 2012 betrugen 1.118 Mio boe (davon Petrom: 775 Mio boe), die sicheren und wahrscheinlichen Öl- und Gasreserven (2P) beliefen sich auf 1.767 Mio boe (davon Petrom: 1.091 Mio boe). Die Reserven-Ersatzrate (RRR) für das Einzeljahr 2012 belief sich auf 86%. Die Reserven-Ersatzrate im 3-Jahres-Durchschnitt betrug 2012 79% (2011: 78%). In Rumänien und Österreich sank die RRR im 3-Jahres-Durchschnitt auf 60% (2011: 66%). Im internationalen Portfolio stieg die RRR im 3-Jahres-Durchschnitt unter Berücksichtigung der Reserven aus den jüngsten Akquisitionen in Norwegen auf 122% (2011: 107%). Auf Basis der 2P-Reserven wurden 158% der Produktion in 2012 ersetzt, woraus ersichtlich wird, dass sich das Entwicklungsportfolio weiter verbessert. 2012 wurden die Reserven von OMV von einem externen unabhängigen Berater evaluiert, dessen Schätzungen im Wesentlichen mit den von OMV für 2011 berichteten Zahlen übereinstimmen.

OMV Kernländer Rumänien und Österreich

In Rumänien erreichte die Förderleistung in 2012 170,5 kboe/d (2011: 173,7 kboe/d), womit der Produktionsrückgang mit nur 2% auf ein Mindestmaß gesenkt wurde. Durch mehrere Initiativen zur Optimierung der Produktion, darunter Workovers und neue Förderbohrungen, konnte der erhebliche Effekt der strengen Wetterbedingungen in Q1/12 sowie der natürliche Produktionsrückgang in einigen wichtigen Gasfeldern fast vollständig kompensiert werden. 2012 erhöhte sich die Workover-Aktivität auf rund 1.600 Sondenbehandlungen, während insgesamt ca. 120 neue Bohrungen abgeteuft

Erfolgsquote der Explorationsbohrungen erneut bei 61%

wurden. Signifikante Fortschritte wurden bei ca. zehn Feldneuentwicklungsprojekten erzielt, wobei der Fokus auf Wasser-, Dampf- und Polymerinjektionen lag. Darüber hinaus wurden 2012 mehrere zusätzliche Projekte zur Neuentwicklung von Öl- und Gasfeldern identifiziert und in Angriff genommen. Nach einer ersten Erweiterungsbohrung in Totea erwies sich das Potenzial für Erdgasfunde in tiefen Horizonten als signifikant. Die Testförderung des Funds Totea sowie Erweiterungsbohrungen lieferten auch einen Beitrag zur Gesamtproduktion in Rumänien. Die Explorationsbohrung Domino-1 im Schwarzen Meer war der größte Fund von OMV im Jahr 2012. Die Gasmengen werden auf 1,5 bis 3 Billionen Kubikfuß geschätzt. Im Neptun Block wurde eine umfangreiche 3D-Seismik-Kampagne gestartet, weitere Explorations- und Erweiterungsbohrungen sind für die nahe Zukunft vorgesehen.

Stabile Produktion in Österreich

In Österreich wurde die Produktion 2012 mit 38,0 kboe/d erfolgreich stabilisiert (2011: 38,3 kboe/d). Hohe Anstrengungen waren erforderlich, um den natürlichen Produktionsrückgang der reifen Felder bei null zu halten. Weitere Fortschritte wurden bei der Optimierung der Stillstände von Fördersonden und der Nutzungsdauer der elektrisch betriebenen Tauchpumpen erzielt. Mehrere Initiativen wurden gestartet, um neue Konzepte und Techniken in den reifen Feldern einzusetzen. Durch die Beseitigung von Engpässen in den oberirdischen Anlagen konnte eine zusätzliche Kapazität von ca. 900 boe/d beinahe ohne Investitionskosten freigesetzt werden. Ein planmäßiger Wartungsstillstand in der Sauergasanlage Aderklaa konnte rascher als vorgesehen durchgeführt werden. Das Pilotprojekt, bei dem Polymer in den 8. Torton-Horizont injiziert wird, um die Entölungs-Effizienz zu erhöhen, wurde 2012 planmäßig fortgeführt und trägt zur Produktion bei. Weitere Erkenntnisse über den Erfolg der Technik werden für 2013 erwartet. Die drei 2011 gestarteten Feldneuentwicklungsprojekte machten weitere Fortschritte, 2012 wurden zwei weitere Projekte in Angriff genommen. Der zweite Teil der 3D-Seismik Akquisition im Gebiet Mistelbach geht ebenfalls voran. Das Projekt für unkonventionelle Gasvorkommen wurde eingestellt.

Produktionsanlage Tunesien

Internationales OMV Portfolio

Im Mai feierte die Niederlassung in Pakistan 15 Mio Arbeitsstunden ohne Unfälle mit Ausfallstagen, ein beachtlicher Erfolg im operativen Umfeld. Die Gesamtproduktion lag mit 12,8 kboe/d zwar unter jener des Vorjahrs (2011: 14,6 kboe/d), doch sind einige wichtige Projekte und Neuentwicklungen im Gange, um den Produktionsrückgang wettzumachen. Ein wichtiger Meilenstein war die Unterzeichnung der Vereinbarung über die Entwicklung des Gasfelds Latif im Oktober. Das frühere Petronas-Geschäft (2011 akquiriert) wurde vollständig in die bestehenden Aktivitäten integriert. Das Mehar-Projekt befindet sich in Bau. Die Bohrung Mehar-3 wurde erfolgreich abgeteuft und getestet, die Ergebnisse werden analysiert. Der Produktionsbeginn ist für 2013 vorgesehen.

Im Jemen hielten die politischen Unruhen 2012 an. Auf Grund wiederholter Sabotageanschläge auf die Ölexport-Pipeline konnte in der ersten Jahreshälfte nicht produziert werden. Die Förderung wurde im Juli nach der Reparatur der Pipeline wieder aufgenommen, und im vierten Quartal des Jahres konnte wieder Öl exportiert werden. Die Sicherheitslage ist weiterhin volatil, da es nach wie vor regelmäßig zu Anschlägen auf die Pipeline kommt. Im November war die Produktion neuerlich für mehrere Wochen unterbrochen. Die Produktion belief sich 2012 auf 2,1 kboe/d, was

etwa dem Niveau des Vorjahrs entspricht (2011: 2,6 kboe/d). Ende 2012 wurde beschlossen, die Entwicklungsaktivitäten in Habban wieder aufzunehmen und die Errichtung der zentralen Verarbeitungsanlage fortzusetzen. Geeignete Sicherheitsvorkehrungen werden getroffen.

Nach dem Kohlenwasserstoff-Fund durch die Bina Bawi-3-Bohrung in der Region Kurdistan im Irak stellte sich heraus, dass ein Testprogramm und zwei zusätzliche Erweiterungsbohrungen erforderlich sind. 2012 wurde mit der Errichtung einer Anlage für erweiterte Bohrungstests für Bina Bawi-3 begonnen. Der Beginn der Testförderung ist für 2013 geplant. Die Erweiterungsbohrung Bina Bawi-4 wurde abgeteuft und traf an zwei Zielen auf Kohlenwasserstoffe, während die Bohrung zu einem tiefer gelegenen Ziel zu Jahresende noch in Gang war. Das Bohrprogramm Bina Bawi-5 geht planmäßig voran. Für die Blöcke Rovi und Sarta wurde vom Betriebsführer Chevron ein Arbeitsprogramm für 2013 erstellt. Die Aktivitäten in Zusammenhang mit einer Explorationsbohrung im Mala Omar Block wurden auf Grund unbefriedigender Ergebnisse eingestellt. Der Block wurde gemeinsam mit dem Shorish Block aufgegeben. Pearl Petroleum Company Limited erzielte 2012 eine Bruttoproduktion von 68,1 kboe/d (2011: 53,8 kboe/d). OMV ist zu 10% an dem Unternehmen beteiligt (At-Equity konsolidiert).

Vielversprechende Ergebnisse von Bina Bawi

In Kasachstan stieg die Produktion 2012 leicht auf 12,2 kboe/d (2011: 12,0 kboe/d). Gute Fortschritte machte 2012 auch die Implementierung des Stimulationsprogramms mit dem Beginn der Wasserinjektion im Feld Komsomolskoe und in den Feldern Tasbulat, Turkmenoi und Aktas der Tasbulat Oil Company (TOC). Die finale Investmententscheidung für die Neuentwicklung der TOC-Felder wurde ebenfalls 2012 getroffen.

Einstieg in die Vereinigten Arabischen Emirate 2012 hat sich OMV ihre erste Upstream-Position in den Vereinigten Arabischen Emiraten vertraglich gesichert. Gemeinsam mit den Partnern Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) und Wintershall wird OMV eine Evaluierung des Sauergas- und Kondensatfelds Shuwaihat durchführen.

In Tunesien erhöhte sich die Produktion auf 11,2 kboe/d (2011: 10,1 kboe/d). Die zusätzlichen Mengen stammten hauptsächlich von neuen Explorationsbohrungen im Süden Tunesiens. 2012 wurde das Bohrprogramm für das südtunesische Explorations- und Entwicklungsprojekt mit zwei Bohrtürmen gestartet. Die Konzessionen Cherouq und Durra wurden zusammen mit anderen nahegelegenen Explorationsflächen zu einem einzigen südtunesischen Ölentwicklungsprojekt zusammengelegt. Die Felder werden durch explorative Anschlussbohrungen erschlossen und produzieren im Rahmen eines erweiterten Fördertests. Die Nawara-Gasfeldentwicklung und die südtunesische Gas-Pipeline befinden sich weiterhin in der Front End Engineering und Design (FEED)-Phase. Der Streckenverlauf der Pipeline ist Gegenstand von Diskussionen mit der Regierung.

Produktion in Libyen in 2012 kontinuierlich gesteigert

In Libyen wurde die Produktion Ende 2011 wieder aufgenommen und 2012 kontinuierlich gesteigert. Die politische Situation blieb 2012 jedoch instabil, und es kam wegen Unruhen einige Male zu Produktionsunterbrechungen. Die Produktion betrug 2012 29,5 kboe/d (2011: 7,1 kboe/d) und lag damit etwa 10% unter dem Vorkrisenniveau. In der zweiten Jahreshälfte wurden die Bohraktivitäten wieder fortgesetzt, doch zukünftige Entwicklungsprojekte liegen weiter auf Eis. Um die lokale Bevölkerung in der Zeit nach der Revolution zu unterstützen, hat OMV das Libya Youth

Center initiiert, ein Zentrum, das Kindern und Jugendlichen hilft, die Auswirkungen der Ereignisse zu verarbeiten.

In Ägypten hält OMV keine Explorationslizenzen. Im Rahmen der Rationalisierung des internationalen Portfolios von OMV wurde beschlossen, das Büro in Ägypten zu schließen.

In Großbritannien konnte OMV die Produktion auf Grund einer besseren operativen Performance in Schiehallion auf 7,1 kboe/d steigern (2011: 6,6 kboe/d). 2012 kam es zu einer Konsolidierung des Portfolios durch die Abgabe nicht zu den Kern-Assets gehörender Anteile, d.h. durch die Veräußerung der Lizenzen Boa und Beryl und den Austausch von Mariner East gegen die Tobermory- und Bunnehaven-Funde, die sich im Schwerpunktgebiet westlich der Shetlandinseln (WoS) befinden. Auch die Explorationsaktivitäten konzentrierten sich auf das WoS-Gebiet, und OMV konnte sich fünf neue Lizenzen sichern. Das bedeutende Neuentwicklungsprojekt Schiehallion kam stetig voran, die Produktion wurde Anfang 2013 gestoppt und das bestehende FPSO-Schiff (Floating Production, Storage and Offloading) wird außer Betrieb genommen. Mit dem Bau des neuen Schiffs wurde in Südkorea bereits begonnen. Die FEED-Phase für das Rosebank-Projekt wurde gestartet. Die Bewertung der Funde Cambo und Tornado wird fortgesetzt. OMV UK hält auch Explorationslizenzen in Irland und auf den Färöer Inseln.

In Norwegen erweiterte OMV 2012 das Portfolio durch die Akquisition zweier weiterer Assets, nämlich einen 15%-Anteil an der Aasta Hansteen-Gasfeldentwicklung und einen 20%-Anteil an der Edvard Grieg-Ölfeldentwicklung. Die Explorationsbohrung Zidane-2 wurde im zweiten Quartal 2012 niedergebracht und führte zu weiteren Kohlenwasserstoff-Funden. Die Ergebnisse der Bohrungen werden ausgewertet. Die finale Investitionsentscheidung für Aasta Hansteen wurde von den Joint-Venture-Partnern im Dezember 2012 getroffen. Bei dem Projekt wird die weltweit größte, schwimmende Spar-Förderplattform zum Einsatz kommen. OMV wird sich auch an der Investition in eine neue Gas-Pipeline von 480 km Länge, Polarled, und am Ausbau der Gasverarbeitungsanlage Nyhamna beteiligen. Die Edvard Grieg-Ölfeldentwicklung befindet sich in der Durchführungsphase. Alle wichtigen Verträge für die Bohraktivitäten und Bauarbeiten wurden vergeben und mit der Errichtung des Jacket-Fundaments wurde bereits begonnen. OMV Norwegen hat zudem ihr Explorationsportfolio auf 17 Lizenzen erweitert (2011: 13), davon 8 in Betriebsführerschaft (2011: 7).

In Neuseeland wurden operative Herausforderungen in Zusammenhang mit dem Maari Ölfeld durch ein strukturiertes Verbesserungsprogramm bewältigt. Wegen des natürlichen Produktionsrückgangs erreichte die Förderleistung 2012 mit 19,4 kboe/d jedoch nicht das Niveau des Vorjahrs (2011: 22,0 kboe/d). Mehrere Projekte zur Produktionssteigerung in Maari wurden vorangetrieben und für 2013 ist eine ausgedehnte Bohrkampagne geplant. Ein wichtiger Schritt für den Betrieb des Felds Maari war der Erwerb des FPSO-Schiffes Raroa, das von OMV betrieben wird. Im Oktober 2012 gab OMV New Zealand bekannt, dass die Produktion des Felds Maari seit Beginn der Förderung 2009 20 Mio boe erreicht hat. Einige Explorationsprojekte rund um das Feld Maari

im Taranaki-Becken wurden zur Durchführungsreife gebracht. Die Bohraktivitäten werden 2013 beginnen. Im Great South Basin schloss OMV eine großflächige 3D-Seismik-Studie (4.820 km²) ab, und die Vorarbeiten für die Durchführung von Explorationsprojekten gehen weiter.

In Australien wird die Auswertung des Zola-Fundes inklusive der für 2013 geplanten Entwicklungsbohrung Bianchi-1 fortgesetzt. Das Büro in Perth wurde 2012 geschlossen, und die Niederlassung in Neuseeland übernimmt nun auch das Management der Aktivitäten in Australien.

20 Mio boe in Maari gefördert

Produktion 2012
Erdöl und NGL
in Mio bbl
in bcf Erdgas 1)
in Mio boe
Gesamt
in Mio boe
Rumänien 2) 28,7 182,1 33,7 62,4
Österreich 5,8 48,6 8,1 13,9
Nordafrika und Offshore 3) 20,2 27,8 5,3 24,8
Mittlerer Osten und Kaspische Region 2), 4) 4,6 32,0 4,7 9,9
Gesamt 59,2 290,6 51,8 111,1

Sichere Reserven zum 31. Dezember 2012 Erdöl und NGL in Mio bbl in bcf Erdgas 1) in Mio boe Gesamt in Mio boe Rumänien 2) 382,5 1.984,5 367,5 750,1 Österreich 48,5 341,2 56,9 105,4 Nordafrika und Offshore 3) 150,5 336,6 56,1 206,6 Mittlerer Osten und Kaspische Region 2), 4) 33,3 133,6 22,3 55,5 Gesamt 614,8 2.795,9 502,8 1.117,6

1) Für die Umrechnung von Gas in scf auf boe wurde in allen Ländern folgender Faktor verwendet: 1 boe = 6.000 scf; Ausnahme ist Rumänien, wo folgender Faktor verwendet wurde: 1 boe = 5.400 scf.

3) Region besteht aus Tunesien, Libyen, Türkei, Norwegen, Großbritannien, Irland, Färöer Inseln, Neuseeland und Australien und inkludiert Länder mit ausschließlich Explorationsaktivitäten.

2) Da OMV zu 51% an Petrom beteiligt ist, wird Petrom vollkonsolidiert; die Vermögenswerte und Ergebnisse von Petrom sind daher zu 100% in den Zahlen berücksichtigt.

4) Region besteht aus Pakistan, Jemen, Region Kurdistan im Irak, Kasachstan, Bulgarien, Ukraine und den Vereinigten Arabischen Emiraten und inkludiert Länder mit ausschließlich Explorationsaktivitäten.

Gas und Power

Der Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) setzte die Erweiterung der Verkaufs- und Handelsaktivitäten fort und stärkte die integrierte Gasposition in seinen Märkten. Im Gas Logistik-Bereich wurden mit der Entwicklung zusätzlicher Transportkapazitäten Vorbereitungen für den zukünftigen Bedarf getroffen, und auch das Nabucco Gas Pipeline Projekt wurde weiter vorangetrieben. Der Bereich Supply, Marketing und Trading baute das internationale Marketing-Geschäft weiter aus und steigerte die Handelsaktivitäten. Im Bereich Power nahm das Gaskraftwerk in Brazi (Rumänien) im August 2012 den kommerziellen Betrieb auf. Die Errichtung des Gaskraftwerks in Samsun (Türkei) wurde abgeschlossen.

Nabucco West als bevorzugte Route nach Zentraleuropa ausgewählt

Das EBIT vor Sondereffekten fiel um 23% auf EUR 184 Mio gegenüber EUR 240 Mio in 2011, hauptsächlich wegen des negativen Beitrags von EconGas auf Grund der großen Spanne zwischen langfristigem ölpreisgebundenen Gasbezug und hubpreisgebundenen Verkäufen. Das EBIT fiel signifikant um 82% auf EUR 43 Mio gegenüber EUR 239 Mio im Vorjahr, was vor allem auf erhebliche Drohverlust-Rückstellungen in Verbindung mit Transport- und LNG-Kapazitätsbuchungen zurückzuführen war. Das Gas Logistik-Geschäft verzeichnete eine gute Performance und erhöhte den Ergebnisbeitrag gegenüber 2011. Das Transportgeschäft profitierte in erster Linie von der Erhöhung der verkauften Transportkapazitäten um 2%. Im Speicher-Geschäft erhöhten sich die durchschnittlich verkauften Speicherkapazitäten durch die Inbetriebnahme des Speichers Etzel (Deutschland). Im Bereich Supply, Marketing und Trading stieg das Verkaufsvolumen vor allem auf Grund verstärkter Handelsaktivitäten um 60% auf 437 TWh. Bei Petrom verringerten sich die Verkaufsmengen entsprechend dem Rückgang des Gasverbrauchs in Rumänien um 4% auf 52 TWh. Der Ergebnisbeitrag des Gasgeschäfts von Petrom stieg signifikant, da sich die Margen in erster Linie auf Grund von besseren Konditionen bei Inlandsgasverkäufen erhöhten. In der Türkei startete OMV im Jänner

2012 erfolgreich den Direktverkauf von Gas. Die Verkaufsmengen von Erdgas und LNG betrugen 2012 rund 12 TWh.

Gas Logistik

Das Nabucco Gas Pipeline Projekt erarbeitete die Pipeline-Variante Nabucco West, die kaspisches Erdgas von der türkisch-bulgarischen Grenze über Bulgarien, Rumänien und Ungarn bis zur Erdgasstation Baumgarten (Österreich) transportieren soll. Als zentrale Komponente des südlichen Gaskorridors ist Nabucco West für die Diversifizierung der Gasversorgung von Zentralund Südosteuropa sowie den Weitertransport nach Westeuropa ideal platziert. Im Mai 2012 wurde dem Shah Deniz II Konsortium ein festes Tarif-Angebot vorgelegt, und Nabucco West wurde als bevorzugte Route nach Zentral- und Südosteuropa ausgewählt. Am 8. Oktober 2012 bekräftigte der politische Nabucco-Ausschuss das zwischenstaatliche Abkommen zwischen den Transitländern (Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Türkei), das auch für den Gastransit über die Route Nabucco West gleiche rechtliche Rahmenbedingungen vorsieht. Damit wurde das Fundament für die Finanzierung und Durchführung des Projekts gelegt, das Europa Zugang zu den großen Gasreserven in der Kaspischen Region und im Mittleren Osten verschaffen

Auf einen Blick
2012 20111) D
Bereichsumsatz in EUR Mio 11.883 7.000 70%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio 43 239 –82%
EBIT vor Sondereffekten in EUR Mio 184 240 –23%
Investitionen in EUR Mio 351 468 –25%
Verkaufte Erdgasmengen in Mrd m³ 437 272 60%
Verkaufte Transportkapazität in Mrd m³ 103,2 101,4 2%
Verkaufte Speichermengen in Mio m³ 2.429 2.358 3%

1) Zahlen für 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen

nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst.

Speicher Etzel

soll. Dieses Projekt verbindet die Absatzregionen von OMV und schafft gleichzeitig Potenzial für die Unterstützung und Optimierung der Marketing- und Handelsaktivitäten. Die Unterzeichnung von Gaslieferverträgen wird es dem Shah Deniz II Konsortium ermöglichen, 2013 die finale Investitionsentscheidung (FID) über die Entwicklung des entsprechenden Gasfelds im Kaspischen Meer vorzunehmen, die zusammen mit der FID über die Auswahl der europäischen Pipeline-Variante getroffen werden wird.

Im Erdgas-Transportgeschäft wurde das österreichische Gasnetz weiter ausgebaut und das Dritte Energiepaket zur Gänze umgesetzt. Die Erweiterung der West-Austria-Gas (WAG) Pipeline wurde abgeschlossen, der Betrieb im Jänner 2013 aufgenommen. 2012 wurden im österreichischen Gasnetz Transportverträge über mehr als 103 Mrd m³ pro Jahr abgeschlossen. Als weiterer Schritt im Zuge der Umsetzung des Dritten Energiepakets wurde am 1. Jänner 2012 die Marke Gas Connect Austria (zu 100% im Eigentum von OMV; zuvor OMV Gas) eingeführt. In Einklang mit den Anforderungen des Dritten Energiepakets wurde Gas Connect Austria 2012 als unabhängiger Transportnetzbetreiber zertifiziert. Der Antrag wurde von der österreichischen Regulierungsbehörde E-Control am 6. Juli 2012 genehmigt. Im April 2012 wurde Gas Connect Austria für einen anfänglichen Zeitraum von zwei Jahren als Marktgebietsmanager benannt, dessen Aufgabe vor allem die Koordination der österreichischen Fernleitungsnetzbetreiber umfasst. AGGM

Austrian Gas Grid Management (eine Tochtergesellschaft von Gas Connect Austria) wurde als Verteilergebietsmanager benannt, eine Funktion, die mit der Erfüllung bestimmter Aufgaben für alle österreichischen Verteilernetzbetreiber verbunden ist. Beide Benennungen sind bedeutende Erfolge. Das Ende 2011 beschlossene österreichische Gaswirtschaftsgesetz sieht – neben anderen bedeutenden Änderungen – die Einführung eines neuen Gasmarktmodells einschließlich eines Entry/Exit Tarifsystems per 1. Jänner 2013 vor, was die Umwandlung der bestehenden Punkt-zu-Punkt Verträge erforderlich machte. Trotz eines sehr engen Zeitrahmens für die Anpassung aller Verträge und den Aufbau der erforderlichen IT-Infrastruktur wurden alle Anforderungen des neuen Gasmarktmodells erfüllt. Am 4. Dezember 2012 unterzeichnete Gas Connect Austria zusammen mit den österreichischen Fernleitungsnetzbetreibern BOG und TAG sowie 16 anderen Fernleitungsnetzbetreibern aus sieben Ländern eine Vereinbarung zur Gründung einer neuen europäischen Online-Plattform (PRISMA) zur Versteigerung von Erdgas-Transportkapazitäten.

2012 verzeichnete das Speicher-Geschäft infolge der Inbetriebnahme des Speichers Etzel einen Anstieg der verkauften Speichermengen um 3% auf 2,43 Mrd m³. Das Marktumfeld war weiterhin herausfordernd, da ein Überangebot an allen europäischen Handelszentren die Nachfrage nach zusätzlichen Speicherkapazitäten senkte. Das Speicherprojekt Etzel wurde im Juni 2012 in Betrieb genommen. Die Initialbefüllung der

Drittes Energiepaket umgesetzt

Speicher Etzel in Betrieb genommen

ersten Kavernen wurde in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen und Kapazitäten für den Zeitraum April 2013 bis April 2014 wurden über Kapazitätsversteigerungen nach dem Grundsatz "first come, first served" erfolgreich verkauft.

+21% CEGH Handelsvolumen

2012 erhöhte sich das Handelsvolumen des Central European Gas Hub (CEGH) um 21% auf 528 TWh. Das monatliche OTC-Handelsvolumen erreichte im April 2012 mit 48 TWh einen neuen Höchstwert. Durch den Spot- und Terminmarkt der CEGH Gas Exchange der Wiener Börse sowie den Einstieg des slowakischen Fernleitungsnetzbetreibers Eustream, der einen 15%-Anteil an CEGH erwarb, wurde die Position von CEGH als führende Gashandelsplattform in Zentral- und Südosteuropa weiter gestärkt.

Supply, Marketing und Trading

Das Gasverkaufsvolumen stieg auf insgesamt 437 TWh, eine Steigerung um 60% gegenüber 2011, was vor allem auf kurzfristige Optimierung des Portfolios und Handelsaktivitäten von EconGas zurückzuführen war. Das Ergebnis von EconGas litt 2012 signifikant unter einem herausfordernden Marktumfeld und einem Rückgang der Rentabilität auf Grund der anhaltend großen Spanne zwischen langfristigen ölpreisgebundenen Vertragspreisen und Hubpreisen. Der erhebliche Druck auf die Margen führte zusammen mit den Drohverlust-Rückstellungen in Verbindung mit langfristigen Transport- und LNG-Kapazitätsbuchungen zu einem negativen Ergebnis. EconGas erzielte 2012 ein Absatzvolumen von 374 TWh (plus 71% im Vergleich zu 2011) und einen Nettoumsatz von EUR 10 Mrd. Die Hauptaktivitäten des

Kraftwerk Brazi

Unternehmens konzentrieren sich auf Österreich, Deutschland, Italien, Ungarn und auf internationale Handelsplätze. Bei Petrom fielen die Gasverkaufsmengen 2012 um 4%, im Gleichschritt mit dem Rückgang des Gasverbrauchs in Rumänien auf Grund einer allgemein geringeren Nachfrage. Der von der rumänischen Regulierungsbehörde anerkannte Erdgaspreis für inländische Produzenten blieb mit RON 495/1.000 m³ unverändert. In der Türkei stieg OMV mit der Aufnahme der Lieferungen per 1. Jänner 2012 erfolgreich in das Erdgasgeschäft ein. 2012 wurde Erdgas an 22 Standorte geliefert. OMV wurde 2012 in der Türkei mit einem Marktanteil von 25% auch das führende Unternehmen im LNG-Transportgeschäft mit Tanklastwagen. OMV lieferte LNG mit Tanklastwagen an Endverbraucher an beinahe 280 Standorte und konnte mit einem erfolgreichen Logistik-Management weiter die Versorgungssicherheit ihrer Kunden gewährleisten. Die OMV Verkaufsmengen von Erdgas und LNG in der Türkei betrugen 2012 rund 12 TWh.

Power

Der Bereich Power führte die Umsetzung seiner Strategie fort, OMV durch den erfolgreichen Betrieb seiner Assets und die Fertigstellung der

initiierten Kraftwerksprojekte eine zusätzliche Vermarktungsform für Erdgas zu sichern. Das Gaskraftwerk in Brazi (860 MW) in Rumänien nahm im August 2012 den kommerziellen Betrieb auf und hat seither den rumänischen Markt mit Strom aus kohlenstoffarmer Erzeugung versorgt. Im Kontext der langen Dürreperiode hat das Kraftwerk Brazi seine Bedeutung für den rumänischen Energiesektor unter Beweis gestellt. Der 45 MW-Windpark Dorobantu in Rumänien hat den Markt mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt. In Österreich nahm die Abwärmenutzungsanlage in Weitendorf mit einer Kapazität von 16 MW Mitte 2012 den kommerziellen Betrieb auf. Dabei wird die Abwärme der Gaskompressorstation in Weitendorf ohne Erzeugung zusätzlicher CO2 -Emissionen in Strom verwandelt. Insgesamt belief sich die Nettostromerzeugung auf 1,7 TWh, die hauptsächlich auf Brazi entfielen. In der Türkei wurde die Errichtung des Gaskraftwerks in Samsun (870 MW) abgeschlossen und die Einheiten am Standort werden für den Betriebsstart vorbereitet. Außerdem wurde auch die Projektentwicklung für ein mögliches Gaskraftwerk der 800 MW-Klasse in Haiming (Deutschland) fortgesetzt.

Start des kommerziellen Betriebs des Gaskraftwerks Brazi

12 TWh Erdgas und LNG in der Türkei verkauft Das CCS EBIT vor Sondereffekten des Geschäftsbereichs Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) erhöhte sich gegenüber 2011, was auf ein verbessertes wirtschaftliches Umfeld im Raffineriegeschäft, die weitere Modernisierung der Raffinerie Petrobrazi sowie eine bessere Performance von Petrol Ofisi zurückzuführen war. Die negativen Auswirkungen des hohen Ölpreises auf den Eigenenergieverbrauch und Verlust wurden 2012 durch die höheren Raffineriemargen mehr als ausgeglichen. Die Petrochemie-Margen blieben in H1/12 hoch, während der wirtschaftliche Abschwung in wichtigen Endmärkten in der zweiten Jahreshälfte zu einer Margenerosion führte. Hohe Rohölpreise in Kombination mit dem schwachen Margenumfeld in den meisten europäischen Ländern belasteten die Nachfrage und die Rentabilität des Marketing-Geschäfts. Petrol Ofisi gelang es jedoch, von der positiven Marktentwicklung in der Türkei zu profitieren: Das Ergebnis verbesserte sich neuerlich gegenüber 2011 und leistete einen signifikanten Beitrag zum starken R&M-Ergebnis von 2012.

CCS EBIT vor Sondereffekten um 101% gestiegen

Das Ergebnis von R&M war 2012 von einem verbesserten Margenumfeld, einer positiven Performance des Petrochemie-Geschäfts und einem höheren Beitrag von Petrol Ofisi getrieben. Das CCS EBIT vor Sondereffekten lag mit EUR 488 Mio um 101% über dem Niveau des Vorjahrs (EUR 243 Mio). Die Entwicklung der Rohölpreise war 2012 von starker Volatilität gekennzeichnet, und der Brent-Preis lag Ende des Jahres auf demselben Niveau wie 2011. Dies führte zu einem geringfügigen positiven CCS-Effekt von EUR 1 Mio gegenüber EUR 176 Mio in 2011 (auf Grund steigender Rohölpreise). Mit diesem CCS-Effekt sowie Netto-Sondereffekten von EUR –72 Mio (2011: EUR –138 Mio) betrug das EBIT EUR 417 Mio und lag damit erheblich über dem Vorjahresniveau von EUR 282 Mio. Die Sondereffekte bezogen sich 2012 hauptsächlich auf Wertberichtigungen im Tankstellen-Geschäft in Ungarn, der Tschechischen Republik und Moldawien, eine Folge der Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds in diesen Ländern.

Das CCS EBIT vor Sondereffekten im Raffinerie-Geschäft erhöhte sich gegenüber 2011 geringfügig. Die in EUR hohen Ölpreise und eine geringere Brent-Urals Spanne im Vergleich zu 2011 führten zu höheren Kosten für den Eigenenergieverbrauch der OMV. Dieser negative Effekt wurde durch höhere Produktmargen, insbesondere bei Benzin und Diesel, und damit durch gegenüber 2011 höheren Raffineriemargen mehr als ausgeglichen. Außerdem trugen kontinuierliche Verbesserungen der operativen Performance sowie strenge Kostenkontrolle positiv zum Ergebnis bei. Der geplante sechswöchige Stillstand in der Raffinerie Petrobrazi im zweiten Quartal wurde erfolgreich abgeschlossen, ein bedeutender Schritt im Modernisierungsprogramm, der mit einer Verbesserung des Ergebnisses der Raffinerien Ost im zweiten Halbjahr 2012 verbunden war. Die Kapazitätsauslastung stieg auf 88% gegenüber 87% im Vorjahr. Der Raffinerie-Ausstoß blieb gegenüber 2011 unverändert (18,94 Mio t in 2012 vs. 18,97 Mio t in 2011).

Das Petrochemie-Ergebnis war weiterhin solide und erreichte das Niveau des Vorjahrs. Die Petrochemie-Margen blieben in H1/12 hoch, verschlechterten sich jedoch im zweiten Halbjahr

Auf einen Blick
2012 20111) D
Bereichsumsatz in EUR Mio 29.608 26.472 12%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio 417 282 48%
CCS EBIT vor Sondereffekten in EUR Mio 2) 488 243 101%
Investitionen in EUR Mio 435 575 –24%
Gesamtverkaufsmenge Raffinerieprodukte in Mio t 30,23 30,98 –2%
Marketing-Verkaufsmengen in Mio t 21,48 22,61 –5%

1) Zahlen für 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst.

2) Bereinigt um einmalige Sondereffekte; das bereinigte CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) aus den Fuels-Raffinerien und Petrol Ofisi.

2012 mit dem wirtschaftlichen Abschwung. Die Verkaufsmengen im Petrochemie-Geschäft lagen über jenen des Vorjahrs, in dem sich der planmäßige Stillstand in der Raffinerie Schwechat negativ auswirkte.

Jahresnominalkapazitäten der Raffinerien Mio t
Raffinerien West
Schwechat 9,6
Burghausen 3,6
Bayernoil (OMV Anteil) 4,6
Raffinerien Ost
Petrobrazi 4,2
Gesamt 22,0

Das Marketing-Ergebnis vor Sondereffekten lag auf dem Niveau des Vorjahrs. Während Petrol Ofisi das Vorjahresergebnis übertraf und einen starken Beitrag zum gesamten Marketing-Ergebnis lieferte, verschlechterte sich die Entwicklung in anderen Absatzländern. Hauptursache dieser Entwicklung war ein weiterer Rückgang der Nachfrage in Kombination mit anhaltendem Margendruck, beides eine Folge des schwachen wirtschaftlichen Umfelds in Europa und der Belastung durch die hohen Ölpreise. Daher gingen die Verkaufsmengen verglichen mit 2011 zurück. Die Margen blieben jedoch auf dem Niveau des Vorjahrs.

Petrom

Das CCS Ergebnis vor Sondereffekten litt unter dem allgemein herausfordernden Marktumfeld und einer schwachen Nachfrage, auch wenn das Unternehmen im gesamten Jahresverlauf die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen gut bewältigte. Durch die starke Abwertung des RON gegenüber dem USD, war das Raffinerie-Ergebnis durch die gegenüber 2011 höheren Urals-Preise in RON signifikant belastet. Hinzukam, dass die Raffinerie Petrobrazi auf Grund des geplanten sechswöchigen Stillstands nicht von den hohen Benzinpreis-Spannen Mitte des Jahres profitieren konnte, um den höheren Urals-Preis-Effekt auszugleichen. Ungeachtet dieser negativen Markteffekte war der Abschluss der Aufrüstung der Rohöl-Destillationsanlage im Zuge des Modernisierungsprogramms für Petrobrazi einer der Meilensteine von 2012. Die Kapazitätsauslastung stieg daher in den späteren Monaten des Jahres und lag im 4. Quartal im Schnitt bei 93%.

Im Bereich Marketing lag der Fokus 2012 auf der weiteren Stärkung der Zwei-Marken-Strategie – OMV und Petrom. Im Tankstellengeschäft-Geschäft waren die Margen auf Grund der hohen Ölpreise und des anhaltenden wirtschaftlichen Abschwungs in der Region ganzjährig unter Druck. Der durchschnittliche, jährliche Durchsatz pro Tankstelle ging um 1% zurück und erreichte 4,4 Mio Liter, entsprechend der Entwicklung des Gesamtmarkts. Im Commercial-Geschäft wurden maßgeschneiderte Konzepte für Landwirtschaft, Bauwirtschaft sowie für den Straßen- und Seetransportsektor optimiert, um dem gesunkenen Absatz entgegenzuwirken. Darüber hinaus wurde der Vertriebskanal-Ansatz im Diesel- und Aviation-Geschäft in Rumänien verbessert, womit die Nachhaltigkeit der Rentabilität verstärkt wurde. In Reaktion auf das herausfordernde Umfeld wurde die Verwaltung des Marketingbereichs weiter zentralisiert, um zu einer Verbesserung der Kostenposition beizutragen.

Starke Performance von Petrol Ofisi

Die Realisierung der 2011 identifizierten Synergie- und Optimierungspotenziale führte 2012 zu einer signifikanten Ergebnissteigerung. Ein Beispiel ist die Integration der Versorgungs-Strukturen auf dem Seeweg von OMV und Petrol Ofisi, die eine Verbesserung gegenüber 2011 zur Folge hatte. Trotz des intensiven Wettbewerbs am Markt erzielte Petrol Ofisi ein Absatzvolumen von 5,1 Mio t bei weißen Produkten (Benzin, Diesel, Flugturbinenkraftstoff), 0,6 Mio t bei schwarzen Produkten (Heizöl, Schweröl, Bitumen), 0,4 Mio t bei Flüssiggas für Kraftfahrzeuge und 0,1 Mio t bei Schmiermitteln. Petrol Ofisi entwickelte sich weiter erfolgreich und konnte die Verkaufsmengen steigern. Daher verteidigte das Unternehmen seine Marktführerschaft bei weißen Produkten mit einem Marktanteil von 24,5%, während der Marktanteil bei schwarzen Produkten mit 60% das Niveau von 2011 sogar übertraf, und zwar trotz einer Verschlechterung des generellen Marktumfelds. Bei Diesel und Benzin erzielte Petrol Ofisi einen Marktanteil von 21,7% bzw. 24,9%.

Aufrüstung der Rohöl-Destillationsanlage abgeschlossen

Petrol Ofisi: Sämtliche Bereiche übertrafen 2011

Ein durchgehender Fokus auf Rentabilität, Produktmargen sowie strikte Kostenkontrolle führten 2012 zu einer signifikanten Verbesserung des operativen Ergebnisses. Bei der Produktbeschaffung wurden Synergiepotenziale mit dem OMV Konzern genutzt. Die optimierte Versorgungs-Struktur und die 2012 aufgenommenen Flüssiggas-Importe über neue LPG-Terminals lieferten einen starken Beitrag zur Ergebnissteigerung. Die erfolgreiche Veräußerung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswerten wirkte sich 2012 ebenfalls positiv auf die Performance aus. Durch den Fokus auf hervorragende operative Leistungen und ein erfolgreiches Rentabilitätsmanagement übertrafen sämtliche Bereiche ihre Ergebnisse von 2011.

Solider Ergebnisbeitrag von Borealis

Für Borealis begann das Geschäftsjahr 2012 nach dem wirtschaftlichen Abschwung von Ende 2011 vielversprechend. Auf Grund der gedrückten Grundstimmung in einem Umfeld sinkender Produktpreise, verschlechterte sich jedoch das Marktumfeld und blieb im gesamten Jahresverlauf volatil. Der Abschwung in wichtigen Endmärkten wirkte sich negativ auf die europäische Polyolefinindustrie aus und bewirkte einen Margenverfall. Während das Geschäftsfeld Polyolefine stark beeinträchtigt war, erwies sich das Basischemikalien-Geschäft als etwas resistenter und konnte den Rückgang der Rentabilität zum Teil kompensieren. Insbesondere bei Düngemitteln wurden starke Margen und eine solide Rentabilität verzeichnet.

Die Integration des französischen Düngemittelherstellers PEC-Rhin (die Akquisition wurde am 31. Jänner 2012 abgeschlossen) trug positiv zum Ergebnis bei. Darüber hinaus lieferte Borouge, das Joint Venture zwischen Borealis und der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), einen starken Beitrag zum Ergebnis in 2012. Borealis investierte weiter in Forschung und Entwicklung. Die Errichtung der semikommerziellen Katalysatoranlage in Linz (Österreich) wurde Ende August abgeschlossen und die Katalysatorproduktion begann im Dezember 2012. Mit dieser Investition verstärkte Borealis seine Forschungsressourcen in den Bereichen Katalysatorentwicklung und Polyolefinproduktion. Im November 2012 unterzeichnete Borealis eine Vereinbarung über den Erwerb von 100% der Anteile an DEX Plastomers, einem 50/50-Joint Venture im Letzteigentum von Royal DSM und ExxonMobil Chemical Company. Mit der Vereinbarung untermauert Borealis die auf "Wertschöpfung durch Innovation" basierende Strategie, da Borealis vom signifikanten Potenzial der Technologie von DEX Plastomers überzeugt ist. 2012 begab Borealis erfolgreich die zweite Anleihe in Österreich mit einer Laufzeit von sieben Jahren. Auf Grund der starken Anlegernachfrage konnte Borealis das Emissionsvolumen von ursprünglich EUR 100 Mio auf EUR 125 Mio erhöhen. Außerdem geht die Errichtung des Borouge 3-Expansionsprojekts in Abu Dhabi planmäßig voran. Das Projekt wird die Produktionskapazität der integrierten Olefin/ Polyolefin-Anlage von Borouge bis Mitte 2014 von rund 2 Mio t/Jahr auf rund 4,5 Mio t erhöhen.

Borouge 3- Expansionsprojekt im Plan

Raffinerie Schwechat

Lagebericht

Konzernlagebericht des Vorstands

Konzern Finanzdaten EUR Mio
2012 20111) D
Umsatzerlöse 42.649 34.053 25%
Betriebserfolg (EBIT) 3.104 2.494 24%
Jahresüberschuss 1.790 1.588 13%
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender Jahresüberschuss 1.363 1.079 26%
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.813 2.514 52%
Investitionen 2) 2.426 3.146 –23%
Mitarbeiter per 31. Dezember 28.658 29.800 –4%

1) Zahlen für 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des

Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst.

2) Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in assoziierte Unternehmen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte

Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investition definierte Zugänge.

EBIT stieg um 24%

Der OMV Konzern erwirtschaftete 2012 ein starkes operatives Ergebnis von EUR 3.104 Mio und lag damit 24% über dem Vorjahresniveau, was auf höhere Ölpreise und den stärkeren EUR/ USD Kurs zurückzuführen war, aber teilweise durch niedrigere Marketing-Verkaufsmengen und ungünstige Gasbezugsverträge in EconGas kompensiert wurde. Die Netto-Sonderaufwendungen in der Höhe von EUR –304 Mio (2011: EUR –212 Mio) beziehen sich im Wesentlichen auf die in EconGas gebuchten Drohverlust-Rückstellungen, die Wertberichtigung des Gasfelds Strasshof (Österreich) und Wertberichtigungen im Tankstellengeschäft in Ungarn und Moldawien, die teilweise durch Erlöse auf Grund von Veräußerungen in der britischen Nordsee verringert wurden. Der Finanzerfolg lag mit EUR –246 Mio über dem Vorjahresniveau von EUR –273 Mio, was hauptsächlich auf deutlich gesunkene Zinsen und Wechselkursverluste auf Grund der verbesserten Finanzierungsstruktur des Konzerns zurückzuführen ist. Diese Verbesserung wurde zum Teil durch eine Rückstellung für vermeintliche Zahlungsverzugszinsen im Zusammenhang mit der Steuerprüfung bei OMV Petrom SA sowie durch ein verringertes Ergebnis aus assoziierten Unternehmen kompensiert. Die effektive Steuerquote betrug 37% (2011: 29%). Dieser Anstieg resultierte hauptsächlich aus dem signifikant höheren Ergebnisbeitrag der hoch besteuerten libyschen Gesellschaften. Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss lag mit EUR 1.363 Mio über 2011 (EUR 1.079 Mio). Den nicht beherrschenden Anteilen und Hybridanteilen waren EUR 427 Mio zuzurechnen (2011: EUR 509 Mio).

Der Return On Average Capital Employed

(ROACE) lag mit 11% auf dem Vorjahresniveau, der Return On Fixed Assets (ROFA) stieg von 14% auf 18%, und der Return On Equity (ROE) blieb mit 13% auf dem Niveau von 2011. Die Definitionen dieser Kennzahlen finden Sie in der Beilage "Abkürzungen und Definitionen", welche ein integraler Bestandteil des Lageberichts ist.

Der Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) verzeichnete ein starkes Jahr. Mit der Rückkehr zu relativ stabilen Verhältnissen nach dem Arabischen Frühling hat der Konzern seine Tätigkeit in Nordafrika und dem Mittleren Osten wieder aufgenommen und steigerte die Gesamtproduktion um 5% im Vergleich zu 2011. Die Produktion in Rumänien und Österreich konnte erfolgreich auf einem Niveau von rund 208.000 boe/d gehalten werden, was einen wichtigen Beitrag zum gesamten E&P-Portfolio leistete. Die Erfolgsquote der Explorationsbohrungen blieb mit 61% hoch (2011: 61%). Die Domino-1 Explorationsbohrung im Schwarzen Meer war der größte Fund im Jahr 2012 und hat das Potenzial, die rumänische Energielandschaft auf lange Sicht zu verändern. Mit den Akquisitionen von Anteilen an zwei wichtigen Offshore-Feldern in Norwegen, der Aasta Hansteen Gas- und der Edvard Grieg-Ölfeldentwicklung, setzt der Konzern seine Wachstumsstrategie fort. Das Portfolio wurde durch die Veräußerung von Altanlagen in der britischen Nordsee weiter bereinigt.

Der Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) hat die Erweiterung der Vertriebs- und Handelsaktivitäten fortgesetzt und stärkte seine integrierte Gas-Position auf den Märkten. Das Gas

Logistik-Geschäft wurde durch den Ausbau von zusätzlichen Transportkapazitäten auf künftige Bedürfnisse vorbereitet und auch das Nabucco Gas Pipeline Projekt wurde vorangetrieben. Das Supply, Marketing und Trading-Geschäft setzte die Expansion des internationalen Gasvertriebsgeschäfts fort und steigerte die Handelstätigkeiten. Im Bereich Power wurde im August 2012 der kommerzielle Betrieb des Gaskraftwerks in Brazi (Rumänien) aufgenommen. In der Türkei wurde die Errichtung des Gaskraftwerks in Samsun (870 MW) fertiggestellt und die Einheiten am Standort werden für den Betriebsstart vorbereitet.

Das EBIT des Geschäftsbereichs Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) stieg im Vergleich zu 2011, unterstützt von einem besseren wirtschaftlichen Umfeld im Raffineriegeschäft, einer weiteren Modernisierung der Raffinerie Petrobrazi und einem besseren Ergebnisbeitrag von Petrol Ofisi. Gestiegene Raffineriemargen konnten dem durch den hohen Ölpreis hohen Eigenverbrauch in 2012 entgegenwirken. Die Petrochemie-Margen blieben in H1/12 hoch, fielen aber in der zweiten Jahreshälfte durch den wirtschaftlichen Abschwung in wichtigen Endmärkten. Hohe Ölpreise gekoppelt mit einem schwachen Margenumfeld in den meisten europäischen Ländern wirkten sich negativ auf die Nachfrage und die Profitabilität des Marketingbereichs aus. Petrol Ofisi konnte jedoch der positiven Marktentwicklung in der Türkei folgen und das Ergebnis im Vergleich zu 2011 weiter verbessern, und lieferte so einen wesentlichen Beitrag zum starken R&M-Ergebnis in 2012.

Betriebserfolg (EBIT)

Das E&P EBIT stieg um 31% auf EUR 2.743 Mio, vor allem auf Grund der deutlich höheren Verkaufsmengen in Libyen und eines vorteilhaften Fremdwährungsumfelds. Die Gesamttagesproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas lag mit 303.000 boe/d um 5% über dem Vorjahresniveau, da höhere Mengen aus Libyen die niedrigeren Mengen aus Rumänien und Neuseeland kompensieren konnten. Die OMV Erdöl- und NGL-Tagesproduktion stieg, im Wesentlichen auf Grund des Wiederanstiegs der Produktion in Libyen (in 2011 konnte von März bis November keine Produktion aus Libyen berichtet werden), um 13%. Die OMV Erdgastagesproduktion sank vs. 2011 um 2%, da die niedrigeren Mengen in Pakistan und Rumänien durch Produktionsanstiege in Neuseeland und Tunesien nicht zur Gänze kompensiert werden konnten. Netto-Sonderaufwendungen in Höhe von EUR –81 Mio in 2012 bezogen sich unter anderem auf den Ertrag der Veräußerungen in der britischen Nordsee und die Wertberichtigung des Gasfelds Strasshof (Österreich).

Das G&P EBIT sank um 82% von EUR 239 Mio in 2011 auf EUR 43 Mio, getrieben durch den gestiegenen Margendruck und signifikante Drohverlust-Rückstellungen für Transport- und LNG-Kapazitätsbuchungen im Supply, Marketing und Trading-Geschäft, trotz eines Anstiegs der Gasverkaufsmengen um 60% im Vergleich zu 2011. Das Gas Logistik-Geschäft profitierte von höheren verkauften Transportmengen, jedoch war das Ergebnis des Speicher-Geschäfts unter dem Niveau von 2011, was auf die Inbetriebnahme des Speichers Etzel in Deutschland zurückzuführen war. Der Bereich Power verzeichnete, durch die Beiträge der ersten in Betrieb genommenen Kraftwerke, ein verbessertes Ergebnis. Der Baufortschritt des Kraftwerks Samsun in der Türkei wirkte sich mit einem erhöhten Kosten-Niveau aus. In Summe betrug die Nettostromerzeugung

Höhere Verkaufsmengen stützen E&P-Ergebnis

Betriebserfolg (EBIT) EUR Mio
2012 20111) D
Exploration und Produktion (E&P) 2) 2.743 2.091 31%
Gas und Power (G&P) 43 239 –82%
Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie (R&M) 417 282 48%
Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) –66 –69 –4%
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung –33 –48 –31%
OMV Konzern 3.104 2.494 24%

1) Zahlen für 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen

nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst.

2) Exklusive Zwischengewinneliminierung.

Raffineriemargen verbesserten sich vs. 2011

1,69 TWh und kam hauptsächlich vom – im August 2012 in Betrieb genommenen – gasbefeuerten Kraftwerk Brazi (Rumänien), welches ab September 2012 ausschließlich mit Inlandsgas beliefert wurde.

Das R&M EBIT lag mit EUR 417 Mio signifikant über den EUR 282 Mio von 2011, was hauptsächlich das bessere Margenumfeld im Bereich Raffinerien widerspiegelt. Das Raffinerie-Ergebnis war im Vergleich zu 2011 höher, im Wesentlichen durch einen Anstieg der OMV Referenz-Raffineriemarge, welcher auf höhere Benzin- und Mitteldestillat-Spannen in den Raffinerien West zurückzuführen ist. Die OMV Referenz-Raffineriemarge Ost blieb mit USD –1,39/bbl negativ, verbesserte sich jedoch verglichen mit USD –2,40/bbl in 2011. Die gesamte Kapazitätsauslastung verblieb mit 88% auf ähnlichem Niveau wie 2011 (87%). Der Raffinerie-Ausstoß war stabil. Das Petrochemie-Ergebnis blieb auf dem Niveau von 2011, trotz höherer Mengen und höherer Ethylen-Margen, da diese durch niedrigere Propylen- und Butadien-Margen ausgeglichen wurden. Das Marketing-Ergebnis lag über dem Niveau von 2011, hauptsächlich auf Grund einer in 2011 in Petrom gebuchten Rückstellung in Bezug auf kartellrechtliche Untersuchungen. Das Marketing-Ergebnis vor Sondereffekten lag, trotz des stark verbesserten Beitrags von Petrol Ofisi, auf Grund des schwierigen Marktumfelds, unter dem Niveau von 2011.

Das EBIT in Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) verbesserte sich um 4% auf EUR –66 Mio in 2012, da das Vorjahresergebnis durch höhere Verwaltungskosten belastet war.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

OMV ist ein integrierter, internationaler Öl- und Gaskonzern. Da die Ölproduktion von E&P entweder in den eigenen Raffinerien verarbeitet oder – zum Großteil – über den Geschäftsbereich R&M (OMV Supply & Trading AG) vermarktet wird, hat der Geschäftsbereich R&M den weitaus größten Anteil am konsolidierten Konzernumsatz. Bedingt durch starke Schwankungen in den wesentlichen Einflussgrößen Rohölpreis und USD-Wechselkurse können sich beträchtliche Erhöhungen und Rückgänge bei den Umsätzen, aber auch bei den Umsatzkosten ergeben, sodass aus diesen nur eingeschränkt auf die Ergebnisauswirkung Rückschlüsse gezogen werden können.

Der 25%ige Anstieg im Konzernumsatz auf EUR 42.649 Mio spiegelt vor allem den allgemeinen Preisanstieg und die Stabilisierung der Produktion in Libyen wider. Auf Grund dessen stieg der Bereichsumsatz von E&P um 22% auf EUR 6.075 Mio. Nach Berücksichtigung konzerninterner Umsätze von EUR 4.687 Mio ergab sich ein Beitrag zum Konzernumsatz von EUR 1.387 Mio, was einem Anteil von rund 3% am Gesamtumsatz entspricht (2011: EUR 766 Mio bzw. 2%). Der Bereichsumsatz in G&P stieg auf

Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung) EUR Mio
2012 20111) D
Umsatzerlöse 42.649 34.053 25%
Direkte Vertriebskosten –364 –305 19%
Umsatzkosten –36.971 –29.285 26%
Sonstige betriebliche Erträge 258 289 –10%
Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen –1.440 –1.380 4%
Explorationsaufwendungen, Forschung und Entwicklung –510 –370 38%
Sonstige betriebliche Aufwendungen –520 –508 2%
Betriebserfolg (EBIT) 3.104 2.494 24%
Finanzerfolg –246 –273 –10%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –1.067 –633 69%
Jahresüberschuss 1.790 1.588 13%
Davon Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 38 22 73%
Davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 389 487 –20%
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender Jahresüberschuss 1.363 1.079 26%

1) Zahlen für 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst.

EUR 11.883 Mio (2011: EUR 7.000 Mio) an. Nach Abzug konzerninterner Umsätze mit den Raffinerien ergab sich ein Konzernbeitrag von EUR 11.707 Mio bzw. rund 27% des Gesamtumsatzes (2011: EUR 6.856 Mio bzw. 20%). R&M trug EUR 29.551 Mio bzw. 69% zum Konzernumsatz bei (2011: EUR 26.426 Mio bzw. 78%).

Die regionale Umsatzaufteilung erfolgt nach dem Ort der Liefer- oder Leistungserfüllung. Unter den Absatzmärkten des Konzerns blieb Österreich mit einem Umsatz von EUR 15.978 Mio bzw. 37% des Konzernumsatzes unverändert der wichtigste (2011: EUR 11.501 Mio bzw. 34%). Die Umsätze in Deutschland stiegen von EUR 5.804 Mio im Jahr 2011 auf EUR 6.983 Mio im Jahr 2012, was einem Anteil am Gesamtumsatz von 16% entspricht (2011: 17%). Die Umsätze in Rumänien blieben mit EUR 4.667 Mio bzw. 11% des Konzernumsatzes anteilsmäßig auf dem Niveau vom Vorjahr (2011: EUR 4.016 Mio bzw. 12%). Die Türkei leistete einen Beitrag von 13% oder EUR 5.491 Mio zu den Umsätzen des OMV Konzerns in 2012 (2011: EUR 5.023 Mio bzw. 15%). Umsätze in Höhe von EUR 4.161 Mio bzw. 10% des Gesamtumsatzes wurden im übrigen Mittel- und Osteuropa getätigt (2011: EUR 4.202 Mio bzw. 12%), auf die restlichen europäischen Länder entfielen EUR 2.082 Mio bzw. 5% (2011: EUR 1.997 Mio bzw. 6%). Die Umsätze in der übrigen Welt stiegen von EUR 1.510 Mio auf EUR 3.287 Mio, was einem Anteil von 8% am Gesamtumsatz entspricht (2011: 4%).

Die direkten Vertriebsaufwendungen betrafen hauptsächlich fremde Ausgangsfrachten und stiegen um 19% auf EUR –364 Mio. Die Umsatzkosten, welche die variablen und fixen Produktionskosten sowie Handelswareneinsätze beinhalten, erhöhten sich um 26% auf EUR –36.971 Mio, was die Entwicklung der Umsätze widerspiegelt. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 258 Mio waren größtenteils auf die Veräußerung von Anteilen in der britischen Nordsee zurückzuführen. Daneben werden in dieser Position hauptsächlich Wechselkursgewinne ausgewiesen. Die Vertriebsaufwendungen nahmen im Vergleich zu 2011 um 8% zu und beliefen sich damit auf EUR –1.019 Mio. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken um 3% auf EUR –422 Mio.

Die Aufwendungen für Exploration erhöhten sich um 38% auf EUR –488 Mio, während die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen um 31% auf EUR –21 Mio stiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 2% zu und beliefen sich damit auf EUR –520 Mio, was auch die Drohverlust-Rückstellung für belastende Verträge auf Grund von langfristig abgeschlossenen Transport und LNG Kapazitäten der EconGas beinhaltet. Verglichen mit 2011 waren die Aufwendungen für Personallösungen geringfügig höher.

Der Finanzerfolg zeigte in Summe einen Aufwand von EUR –246 Mio (2011: EUR –273 Mio). Diese Aufwandsverminderung steht hauptsächlich im Zusammenhang mit der verbesserten Finanzierungsstruktur des Konzerns, welche zu geringeren Zinsaufwendungen und wesentlich reduzierten Fremdwährungsverlusten führte. Dieser Effekt wurde durch eine Rückstellung für vermeintliche Zahlungsverzugszinsen im Zusammenhang mit einer bei OMV Petrom SA für die Jahre 2009 und 2010 durchgeführten Steuerprüfung sowie einen schwächeren Ergebnisbeitrag von assoziierten Unternehmen teilweise ausgeglichen. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen belief sich gesamt auf EUR 200 Mio (2011: EUR 224 Mio). Darin enthalten waren der Ergebnisanteil an der Borealis Gruppe von EUR 172 Mio (2011: EUR 186 Mio) und der At-Equity-Beitrag der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. in Höhe von EUR 21 Mio (2011: EUR 11 Mio). Die Dividendenerträge betrugen EUR 12 Mio (2011: EUR 8 Mio). Das Zinsergebnis zeigte einen Aufwandssaldo von EUR –376 Mio (2011: EUR –352 Mio), was im Wesentlichen die rückgestellten, vermeintlichen Zahlungsverzugszinsen für die Steuerprüfung bei OMV Petrom SA und die dagegenstehende Reduktion der Zinsaufwendungen auf Grund der verbesserten Finanzierungsstruktur widerspiegelt.

Die Aufwendungen für Ertragsteuern stiegen gegenüber 2011 um EUR –434 Mio auf EUR –1.067 Mio. Dieser Anstieg resultierte einerseits aus einer Steigerung der laufenden Ertragssteuern um EUR –646 Mio auf EUR –1.206 Mio und andererseits aus der Tatsache, dass sich 2012 im Unterschied zum Vorjahr aus der Veränderung der latenten Steuern ein positiver

Finanzierungsstruktur des Konzerns verbessert

Effekt in Höhe von EUR 139 Mio an Stelle eines Aufwandes in Höhe von –73 Mio ergab. Daraus errechnet sich für den Konzern ein Effektivsteuersatz von 37,3% (28,5% in 2011). Diese Erhöhung der Steuerbelastung war im Wesentlichen durch deutlich stärkere Beiträge der hoch besteuerten libyschen E&P-Gesellschaften bedingt.

Investitionen

Das Investitionsvolumen fiel auf EUR 2.426 Mio (2011: EUR 3.146 Mio).

E&P investierte EUR 1.598 Mio (2011: EUR 2.066 Mio), vor allem in die Entwicklung von Feldern in Rumänien und Österreich sowie in den Erwerb von Anteilen an den norwegischen Feldern Aasta Hansteen und Edvard Grieg. Die Investitionen im Geschäftsbereich G&P, EUR 351 Mio (2011: EUR 468 Mio), standen im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Gasspeichers Etzel (Deutschland), Investitionen in die Kraftwerksprojekte in Brazi (Rumänien) und Samsun (Türkei) sowie mit dem Expansionsprojekt der West-Austria-Gas Pipeline (WAG). Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich R&M belief sich auf EUR 435 Mio (2011: EUR 575 Mio) und enthielt hauptsächlich Investitionen in die Modernisierung der Raffinerie Petrobrazi in Rumänien sowie in Bau- und Umgestaltungsmaßnahmen von Tankstellen und Terminals. Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich Kb&S lag bei EUR 42 Mio (2011: EUR 37 Mio).

Die Überleitung der Investitionen auf die Zugänge laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) betrifft vor allem Konsolidierungskreisänderungen und nicht als Investitionen definierte Zugänge sowie Investitionen in Finanzanlagen. Der Unterschied zwischen den Zugängen laut Anlagespiegel und den Investitionen laut Cashflow-Rechnung war im Bereich des immateriellen Vermögens und der Sachanlagen auf in der Periode nicht zahlungswirksame Zugänge (unter anderem Investitionsverbindlichkeiten und aktivierte Fremdkapitalkosten) zurückzuführen. Darüber hinaus sind in den Gesamtinvestitionen laut Cashflow-Rechnung zahlungswirksame Zugänge zu Finanzanlagen enthalten.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme erhöhte sich um EUR 2.106 Mio auf EUR 30.519 Mio. Der Zuwachs im langfristigen Vermögen um EUR 513 Mio ist vor allem auf getätigte Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, welche auch den Erwerb von Anteilen an den norwegischen Entwicklungsfeldern Aasta Hansteen und Edvard Grieg beinhalten, zurückzuführen.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen er-

höhten sich insgesamt um EUR 140 Mio, wobei dies maßgeblich auf das Beteiligungsergebnis von Borealis und die anteiligen Ergebnisse der anderen assoziierten Unternehmen sowie auf die

Investitionen 1) EUR Mio
2012 2011 D
Exploration und Produktion 1.598 2.066 –23%
Gas und Power 351 468 –25%
Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie 435 575 –24%
Konzernbereich und Sonstiges 42 37 14%
Investitionen gesamt 2.426 3.146 –23%
+/– Konsolidierungskreisänderungen und sonstige Adaptierungen 370 336 10%
– Investitionen in Finanzanlagen –11 –849 –99%
Zugang laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) 2.785 2.633 6%
+/– Nicht zahlungswirksame Änderungen –300 –171 76%
Zahlungswirksame Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen 2.485 2.462 1%
+ Zahlungswirksame Investitionen in Beteiligungen, Ausleihungen
und sonstige Finanzanlagen 13 58 –78%
Investitionen laut Cashflow-Rechnung 2.498 2.520 –1%

1) Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in assoziierte Unternehmen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investition definierte Zugänge.

Zwei Drittel der Investitionen flossen in E&P

Bilanz (Kurzfassung) 1) EUR Mio
2012 % 2011 %
Aktiva
Langfristiges Vermögen 21.073 69 20.560 72
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 17.827 58 17.408 61
Anteile an assoziierten Unternehmen 1.811 6 1.671 6
Sonstiges langfristiges Vermögen 1.136 4 1.282 5
Latente Steuern 300 1 198 1
Kurzfristiges Vermögen 9.446 31 7.853 28
Vorräte 3.202 10 3.149 11
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.822 13 3.541 12
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 2.422 8 1.164 4
Passiva
Eigenkapital 14.530 48 13.404 47
Langfristige Verbindlichkeiten 8.713 29 8.519 30
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 978 3 938 3
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 4.413 14 4.286 15
Rekultivierungsverpflichtungen 1.995 7 1.984 7
Rückstellungen und andere Verbindlichkeiten 548 2 432 2
Latente Steuern 778 3 879 3
Kurzfristige Verbindlichkeiten 7.276 24 6.491 23
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.290 14 3.431 12
Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 376 1 559 2
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 2.610 9 2.500 9
Bilanzsumme 30.519 100 28.413 100

1) Zahlen für 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen

nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst.

Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen und sonstige Änderungen zurückzuführen ist. Das sonstige langfristige Vermögen, das im Wesentlichen langfristige Forderungen und Ausleihungen sowie Wertpapiere enthält, verringerte sich um EUR 147 Mio auf EUR 1.136 Mio.

Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich auf EUR 300 Mio.

Der Anstieg des kurzfristigen Vermögens um EUR 1.593 Mio ist in erster Linie bedingt durch die Zunahme von Kassenbestand und Bankguthaben um EUR 868 Mio, die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 281 Mio (hauptsächlich durch höhere Umsätze) und den Anstieg von zu Veräußerungszwecken gehaltenen kurzfristigen Vermögensgegenständen um EUR 235 Mio (auf Grund der designierten Verkäufe von OMV Hrvatska d.o.o., OMV BH d.o.o. und PETROM LPG SA).

Das Eigenkapital (inkl. nicht beherrschenden Anteilen) erhöhte sich um EUR 1.126 Mio, die Eigenkapitalquote erhöhte sich damit leicht auf 48% (2011: 47%). Positive Effekte auf das Eigenkapital kamen hauptsächlich vom Jahresüberschuss, während Ausschüttungen gegenläufig wirkten.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um EUR 40 Mio. Die langfristigen Rekultivierungsverpflichtungen stiegen leicht um EUR 11 Mio, hauptsächlich auf Grund von Parameteranpassungen und Aufzinsungseffekten.

Kurzfristige und langfristige Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten verminderten sich um EUR 56 Mio.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

erhöhten sich um EUR 859 Mio, hauptsächlich auf Grund höherer Gaseinkäufe und positiver Effekte aus dem Performance-Steigerungsprogramm "energize OMV" auf das Working Capital.

Einen Anstieg von EUR 226 Mio gab es bei den sonstigen kurzfristigen und langfristigen "energize OMV" führte zur Reduktion des Working Capitals Rückstellungen und Verbindlichkeiten auf Grund von Drohverlust-Rückstellungen für Verträge hinsichtlich langfristiger Transport- und LNG-Kapazitäten von EconGas und einer Rückstellung für vermeintliche Zahlungsverzugszinsen auf Grund einer Steuerprüfung bei OMV Petrom SA für die Jahre 2009 und 2010. Reduzierend wirkte die Verwendung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung für Strafzahlungen an die rumänische Wettbewerbsbehörde.

Die passiven latenten Steuern verringerten sich auf EUR 778 Mio.

Verschuldungsgrad (Gearing Ratio)

Verschuldungsgrad sank von 34% auf 26% Zum 31. Dezember 2012 betrugen kurz- und langfristige Kreditverbindlichkeiten, Anleihen und Finanzierungsleasingverbindlichkeiten EUR 4.974 Mio (2011: EUR 4.962 Mio), während sich die liquiden Mittel auf EUR 1.227 Mio (2011: EUR 359 Mio) stark erhöhten. Die Nettoverschuldung verringerte sich damit um EUR 856 Mio auf EUR 3.747 Mio (2011: EUR 4.603 Mio). In Relation zum Eigenkapital ergab sich damit per Ende 2012 ein Verschuldungsgrad von 26% (2011: 34%). Diese deutliche Verbesserung ist hauptsächlich auf den Anstieg der liquiden Mittel durch einen starken Cashflow aus der Betriebstätigkeit, einen gegenüber 2011 reduzierten Cashflow aus der Investitionstätigkeit und einen Anstieg des Eigenkapitals auf Grund des in 2012 gestiegenen Jahresüberschusses zurückzuführen.

Cashflow

Die Konzern-Cashflow-Rechnung wird nach der indirekten Methode erstellt, wobei die Darstellung bereinigt um Konsolidierungskreisänderungen, Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige unbare Transaktionen erfolgt.

Mit EUR 3.813 Mio lag der Cashflow aus der Betriebstätigkeit um EUR 1.299 Mio bzw. 52% über dem Vorjahr (2011: EUR 2.514 Mio). Aus der Überleitung vom Jahresüberschuss auf Zahlungsströme aus der Betriebstätigkeit (vor Änderungen im Working Capital) ergab sich für 2012 per Saldo eine Hinzurechnung von EUR 1.785 Mio (2011: EUR 1.458 Mio). Für Abschreibungen und Wertminderungen wurden EUR 2.036 Mio hinzugerechnet (2011:

EUR 1.626 Mio), für den latenten Steueraufwand EUR –139 Mio (2011: EUR 73 Mio). Der laufende Steueraufwand abzüglich Steuerzahlungen führte zu einem Aufbau von EUR 53 Mio (2011: EUR 70 Mio). Die Beiträge von assoziierten Unternehmen und Dividendenerträge abzüglich der erhaltenen Dividendenzahlungen wirkten um EUR 160 Mio reduzierend (2011: EUR 187 Mio). Der Nettozinsaufwand von Krediten und sonstigen Verbindlichkeiten abzüglich bezahlter Zinsen wirkte um EUR 47 Mio reduzierend (2011: EUR 40 Mio). Der Netto-Aufbau langfristiger Rückstellungen (darunter Sozialkapital und Vorsorge für Rekultivierungsverpflichtungen) führte zu einer positiven Anpassung des Cashflows in Höhe von EUR 73 Mio (2011: Negative Anpassung von EUR 83 Mio). Die Summe aus Zuschreibungen zum Anlagevermögen und sonstigen unbaren Positionen führte zu einem Aufbau von EUR 69 Mio (2011: EUR 4 Mio).

Im kurzfristigen Nettovermögen wurden 2012 Mittel in Höhe von EUR 237 Mio freigesetzt (2011: EUR 532 Mio gebunden). Der Aufbau von Forderungen und Vorräten führte zu einer Mittelbindung von EUR 570 Mio (2011: EUR 862 Mio), während durch den Aufbau von Verbindlichkeiten EUR 920 Mio freigesetzt wurden (2011: EUR 317 Mio). Durch den Abbau von kurzfristigen Rückstellungen wurden EUR 113 Mio freigesetzt (2011: Aufbau von EUR 12 Mio).

Den Investitionsauszahlungen von

EUR 2.498 Mio (2011: EUR 2.521 Mio) standen Rückflüsse aus Verkäufen von Anlagevermögen von EUR 218 Mio (2011: EUR 210 Mio) gegenüber. Aus dem Erwerb einbezogener Unternehmen abzüglich übernommener liquider Mittel resultierten in 2011 Mittelabflüsse in Höhe von EUR 795 Mio, wovon EUR 660 Mio auf den Erwerb von tunesischen Tochtergesellschaften von Pioneer und Medco entfielen. Der gesamte Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug EUR 2.279 Mio (2011: EUR 3.106 Mio).

Die Nettoverringerung kurzfristiger und langfristiger Finanzierungen führte zu Mittelabflüssen von EUR 38 Mio (2011: EUR 988 Mio). In 2012 verkaufte der Konzern einen 15%-Anteil an Central European Gas Hub AG für EUR 7 Mio. 2011

wurden weitere Anteile an Petrol Ofisi zugekauft, was zu einem Mittelabfluss von EUR 23 Mio führte. Der Mittelabfluss aus Dividendenzahlungen betrug EUR 626 Mio (2011: EUR 441 Mio), wovon EUR 359 Mio (2011: EUR 299 Mio) an Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft flossen, EUR 222 Mio an nicht beherrschende Anteilseigner einbezogener Unternehmen (2011: EUR 142 Mio) und EUR 45 Mio (2011: EUR Null) an Hybridkapitalbesitzer. 2011 konnten Mittelzuflüsse in Höhe von EUR 1.473 durch die Ausgabe neuer Aktien (EUR 732 Mio) und die Ausgabe einer Hybridanleihe (EUR 741 Mio) aufgebracht werden. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug EUR 658 Mio (2011: Mittelzufluss von EUR 21 Mio).

Risikomanagement

OMV ist ein integrierter, internationaler Öl- und Gaskonzern. Die Aktivitäten erstrecken sich von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen, über die Verarbeitung, bis hin zu Handel und Vermarktung von Mineralölprodukten sowie Erdgas. Zudem betreibt der Konzern ein Gaskraftwerk in Rumänien und hat die Errichtung eines weiteren in der Türkei fertiggestellt. Wie die gesamte Öl- und Gasindustrie ist auch OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, insbesondere Marktrisiken, operativen, strategischen, regulativen, politischen und Katastrophenrisiken. Der Konzern vertritt die Ansicht, dass durch die substanzielle Diversifikation und die damit verbundenen teilweise gegenläufigen Risiken das Gesamtrisiko signifikant reduziert wird. Die ausgleichende Wirkung von gegenläufigen Branchenrisiken durch das hohe Ausmaß an Integration erfolgt jedoch häufig zeitlich verzögert oder abgeschwächt. Daher konzentrieren sich die Konzern Risikomanagement-Aktivitäten auf die konzernweite Nettoposition der Risiken des aktuellen und zukünftigen Portfolios. Die Themenbereiche Risikomanagement und Versicherung werden zentral durch den Bereich Corporate Finance koordiniert, welcher sicherstellt, dass im gesamten Konzern definierte und konsistente Prozesse, Methoden und Techniken in Bezug auf Risikomanagement angewandt werden.

Das generelle Ziel der Risikopolitik ist es, den für Wachstum benötigten Cashflow des Konzerns

abzusichern und ein der Risikoneigung des OMV Konzerns entsprechendes starkes Investment Grade Kredit-Rating zu behalten. Auch die Auswirkungen verschiedener Risiken von neuen Strategien auf das Rating werden verfolgt. Risikostrategien für finanzielle Risiken (z.B. Marktpreis und Währungen) werden quartalsweise im Financial Risk Committee überprüft. Ein funktionsübergreifendes Komitee ("Risk Committee"), bestehend aus Mitgliedern des Senior Managements, stellt sicher, dass ein unternehmensweites Risikomanagement (UWRM) Programm implementiert ist, um übergreifende Risiken innerhalb des Konzerns effektiv zu managen.

Das UWRM wird laufend verbessert, um einen höchstmöglichen Mehrwert für das Unternehmen durch risikobasierte Managemententscheidungen zu erreichen. Durch richtige Einschätzung der finanziellen, operativen und strategischen Risiken soll die Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten systematisch unterstützt werden, um somit den Wert des Konzerns nachhaltig zu erhöhen. Durch das UWRM-System wurden seit 2003 in allen Bereichen der Organisation, einschließlich der Tochtergesellschaften in mehr als 20 verschiedenen Ländern, das Risikobewusstsein und die Kenntnisse über das Risikomanagement deutlich verbessert.

Die Risikokultur des Konzerns wird dabei durch eine IT-Anwendung unterstützt, welche dem Risikomanagementprozess innerhalb des Konzerns folgt: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikobewältigung, Berichterstattung und Monitoring mittels fortlaufender Überwachung von Änderungen des Risikoprofils. Die durch einen Bottom-Up-Prozess ermittelten Konzernrisiken werden mit Hilfe einer Monte Carlo Simulation berechnet und mit den Planungsdaten des Konzerns verglichen. Diese Herangehensweise wird in Bezug auf strategische Risiken mit einem Top-Down-Prozess seitens des Senior Managements kombiniert. Die Ergebnisse des UWRM-Prozesses werden zusammen mit einem Risikobericht von wesentlichen nicht voll konsolidierten Beteiligungen zweimal jährlich dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss präsentiert. In Anwendung des Österreichischen Corporate Governance Kodex wird die Funktionsfähigkeit

Diversifikation reduziert Gesamtrisiko des Konzerns

des UWRM-Systems jährlich durch den Wirtschaftsprüfer evaluiert. Folgende nicht-finanzielle und finanzielle Schlüsselrisiken wurden in Bezug auf die Erreichung des Mittelfrist-Plans ermittelt: Marktpreisrisiken, Länderrisiken, rechtliche Risiken, Geschäftsprozessrisiken, Währungsrisiken (vor allem hinsichtlich USD, RON und TRY), Personalrisiken, sowie Risiken in Bezug auf Katastrophen.

Obwohl der Konzern über langjährige Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Mittel- und Osteuropa, Südosteuropa sowie der internationalen Märkte der Öl- und Erdgasproduktion verfügt, werden die politischen Entwicklungen in allen Märkten, in denen der Konzern tätig ist, kontinuierlich analysiert. Außerdem werden spezifische Länderrisiken vor dem Eintritt in neue Länder überprüft. Betreffend Umweltrisiken existiert ein konzernweites Berichtssystem, das bestehende und potenzielle Verpflichtungen bewertet. Die Risiken im Zusammenhang mit dem EU-Emissionshandel (EU ETS) werden separat erfasst, konzernweit zusammengeführt und vom Carbon Steering Committee laufend überprüft. Speziell die Auswirkungen der geänderten Zuteilungsregeln im EU ETS ab 2013 werden detailliert analysiert. Darüber hinaus beobachtet der Konzern die Entwicklung klimapolitischer Regelungen in allen Ländern, in denen es Aktivitäten gibt. Im Bereich Human Resources wird durch gezielte Nachfolge- und Entwicklungsplanung für die Verfügbarkeit von geeigneten Führungskräften für weitere Wachstumsschritte zeitgerecht vorgesorgt, um damit Personalrisiken zu begegnen.

Management von Schlüsselrisiken wird zentral geregelt

Die Steuerung und Kontrolle erkannter und bewerteter Risiken erfolgt unter Anwendung der definierten Risikopolitik auf allen Ebenen mit zugeordneten Verantwortlichkeiten. Das Management von Schlüsselrisiken wird zentral und durch spezielle Konzernrichtlinien geregelt, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Recht und Compliance, Human Resources, Corporate Social Responsibility mit Fokus auf Menschenrechte und Marktpreisrisiken.

Die Analyse und das Management finanzieller Risiken, welche aus Fremdwährungen, Zinssätzen, Güterpreisen, Kontrahenten, Pensionen,

CO2 -Emissionen, Liquidität und versicherbaren Risiken resultieren, erfolgt zentral im Bereich Corporate Finance auf konsolidierter Basis. Marktpreisrisiken werden zentral betrachtet und ihre möglichen Cashflow Auswirkungen mittels eines spezifischen Risiko-Modells, das Portfolio-Effekte berücksichtigt, analysiert. Die Resultate der Risikoanalyse werden im Financial Risk Committee, das sich aus dem Management der Geschäftsbereiche sowie der Konzernfunktionen zusammensetzt, besprochen. Dem Vorstand werden entsprechende Vorschläge betreffend Hedging-Strategien zur Genehmigung unterbreitet.

Die größten Fremdwährungsrisiken werden durch Schwankungen des USD gegenüber EUR, RON und TRY verursacht. Der Konzern ist hauptsächlich auf Grund der Verkäufe aus der Öl- und Gasproduktion in einer Netto-USD-long-Position. Die Auswirkungen auf den Cashflow und/oder die Bilanz (Translationsrisiko) werden ebenso wie die Relation zum Ölpreis regelmäßig überwacht. Auch im Zusammenhang mit Beteiligungen in Rumänien und der Türkei ist der Konzern Währungsumrechnungsrisiken ausgesetzt.

Für das Jahr 2012 wurden Swaps für ein Volumen von 50.000 bbl/d zu einem durchschnittlichen Preis von USD 101,45/bbl eingesetzt. Diese Absicherungen haben zu einem negativen Cashflow von USD 186 Mio geführt (davon USD –39,7 Mio in 2013). Für dieselbe Periode wurden Währungsderivate (EUR-USD) in einem Ausmaß von USD 748 Mio zu einem durchschnittlichen Wechselkurs von 1,3616 abgeschlossen. Diese Absicherungen führten zu einem negativen Cashflow von EUR 33 Mio (davon EUR –6,9 Mio in 2013).

Zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Konzerns wurden im Rahmen definierter Regelungen USD- und EUR-Kredite von fixen auf variable Zinsen und vice versa umgestellt. Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzern- und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limitgrenzen für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht und gesteuert. Die Vorgehensweise ist sowohl beim Konzern als auch bei Petrom und Petrol Ofisi in einer Richtlinie festgelegt.

Nachhaltigkeit & HSSE

(Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz) Aufbauend auf einer langen Tradition hat der Konzern sein Nachhaltigkeitskonzept 2012 weiterentwickelt: Resourcefulness ist der neue Weg von OMV, nachhaltig und verantwortungsvoll profitables Wachstum zu erreichen. Der Konzern übernimmt damit entlang der gesamten Wertschöpfungskette Verantwortung für Menschen und Umwelt und setzt sich für innovative Lösungen mit dem Ziel ein, langfristige Win-Win-Situationen für Gesellschaft, Umwelt und den Konzern zu schaffen. Der Fokus der Initiativen, die im Rahmen von Resourcefulness umgesetzt werden, liegt in den Bereichen Bildung & Entwicklung, Umweltmanagement und Neue Energien. Diese Initiativen werden dabei stets an die Bedürfnisse und Anforderungen der Gesellschaft und der Menschen in den Regionen, in denen OMV tätig ist, angepasst.

Das "Resourcefulness Executive Team" steuert die Implementierungen des Konzepts innerhalb des OMV Konzerns. Ferner stellt das neu gegründete "OMV Resourcefulness Advisory Board" externe Führung und Beratung zum Resourcefulness Konzept des Konzerns zur Verfügung.

Weiterhin sind Nachhaltigkeitsziele wichtig für die Messung der Leistung auf einem individuellen Level. Ein Prozentsatz der nicht-EBIT bezogenen individuellen variablen Kompensation wurde für Erreichung von Nachhaltigkeitszielen vergeben.

Im Jahr 2012 wurde ein besonderer Fokus auf HSSE-Trainings gelegt, um das Bewusstsein hinsichtlich HSSE weiter zu steigern. Über 439.000 Stunden an HSSE-Trainings wurden abgehalten (2011: 279.100), mehr als zwei Drittel davon in Rumänien. Darüber hinaus ist eine transparente Berichterstattung ein Schlüssel zur Verbesserung der HSSE-Kultur. Fast 260.000 (2011: 220.000) Einträge (Meldungen von Zwischenfällen, Beinaheunfälle, Beobachtungen, Gefährdungen, Evaluierungen und Maßnahmen) in CARE, einer konzernweiten Software, waren die Grundlage für die Definition von über 80.000 (2011: 76.000) Maßnahmen im Jahr 2012. Von diesen Maßnahmen wurden 88% (2011: 86%) zeitgerecht

umgesetzt. Als wichtige Maßnahme wurden acht Goldene Regeln mit dem Ziel der Erläuterung grundlegender Prinzipien konzernweit eingeführt, um arbeitsplatzbezogene Zwischenfälle zu reduzieren.

Trotz der Bemühungen, die HSSE Kultur und vor allem das Sicherheitsbewusstsein zu stärken, konnte die Leistung im Bereich Arbeitssicherheit im OMV Konzern im Jahr 2012 gegenüber dem Jahr 2011 nicht weiter verbessert werden. Obwohl die Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall (LTIR, Lost-Time Injury Rate) bei 0,66 (2011: 0,66) pro Million Arbeitsstunden für eigene Mitarbeiter unverändert war, stieg die LTIR für Kontraktoren auf 0,71 (2011: 0,68). Die Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen (TRIR, Total Recordable Injury Rate) lag 2012 für eigene Mitarbeiter bei 1,15 (2011: 1,01) pro Million Arbeitsstunden, für Kontraktoren bei 1,72 (2011: 1,14). Ein Mitarbeiter von E&P Petrom und zwei Kontraktoren innerhalb des R&M Retail Geschäfts starben in Folge von Arbeitsunfällen (2011: ein Mitarbeiter, drei Kontraktoren). Die Rate von tödlichen Arbeitsunfällen lag bei 1,88 (2011: 1,90) pro 100 Millionen Arbeitsstunden für eigene Mitarbeiter und bei 2,02 (2011: 2,89) für Kontraktoren.

Die Anzahl der Wegunfälle sank auf 21 (2011: 30), allerdings war einer davon tödlich. Nach der Unterzeichnung der European Road Safety Charter im Jahr 2010 bekannte sich der Konzern zur "UN Decade of Action for Road Safety 2011– 2020", z.B. durch den Einsatz automatischer Fahrzeugüberwachungen und Fahrerausbildungen für die Prävention von Autounfällen. Mit der Einführung in Petrom mit geplantem Abschluss im Jahr 2013 wurde ein 2012 begonnen.

Im Rahmen einer Studie über mögliche große Unfälle wurden Standorte und Aktivitäten mit hohem Unfallpotenzial klassifiziert und spezifische Handlungspläne gestartet, um die Effektivität des Managementsystems und der Systeme bezüglich technischer Integrität zu verbessern. 2012 wurde unter Einbeziehung des Managements das Reporting von Zwischenfällen mit hohem Potenzial fortgesetzt, um die Wahrscheinlichkeit des Wiederauftretens zu reduzieren. Im Jahr 2012 wurde der

In 2012 wurde ein starker Fokus auf HSSE-Trainings gelegt

Prozesssicherheit besondere Aufmerksamkeit geschenkt und mit der Einführung der Prozesssicherheitsstrategie begonnen.

Nach dem Arabischen Frühling wurden in Libyen, Tunesien, Ägypten, im Jemen und in Pakistan die operativen Aktivitäten sowie die Sicherheitsaspekte sorgfältig geplant und berücksichtigt.

2012 gab es im Konzern neun bedeutende Austritte von Kohlenwasserstoffen auf Grund von Pipeline-Korrosion, eines Verkehrsunfalles und unerlaubten, kriminellen Zugriffs auf Öl-Pipelines sowie 1.895 kleinere Austritte mit einem Volumen von >300.000 Liter (2011: 6 bzw. 2.001).

Die OMV Kohlenstoff-Strategie, welche im Jahr 2008 lanciert wurde, hat die Reduktion der Treibhausgasemissionen sowie eine Verringerung der Kohlenstoff-Intensität des Produktportfolios zum Ziel. Petrom konzentriert sich weiterhin auf die Einhaltung nationaler und EU-Vorschriften im Bereich HSSE.

Eco-Innovation

Forschung und Entwicklung Als Energieunternehmen muss sich der Konzern einer wachsenden Energienachfrage, der Endlichkeit fossiler Energieträger sowie dem Klimawandel stellen. Diesen Herausforderungen begegnet OMV mit Forschung und Entwicklung und innovativen Projekten im Bereich erneuerbarer Energien. Im November 2012 präsentierte die Internationale Energie Agentur auf Einladung von OMV den World Energy Outlook 2012 in Wien. Der Bericht bestätigt den Trend, dass erneuerbare Energien in Europa und darüber hinaus eine immer größere Rolle spielen, während die Bedeutung fossiler Brennstoffe im Energiemix weiterhin ungebrochen bleibt.

Als internationales, integriertes Öl- und Gasunternehmen kann der Konzern die Energielandschaft der Zukunft wegweisend mitgestalten. Verantwortungsvolles Handeln, sorgsames Ressourcenmanagement sowie Investitionen in innovative Lösungen bestimmen unsere Geschäftstätigkeit. Ziel ist es, die nachhaltige Energieversorgung von heute und morgen zu sichern.

Die Kompetenz des Konzerns

Als eine der drei Säulen der Resourcefulness-Strategie bildet Eco-Innovation das Fundament für die langfristige Profitabilität unseres Geschäfts. Dank der Kernkompetenzen kann OMV das Potenzial alternativer Energiequellen und neuer Geschäftschancen voll ausschöpfen. So schafft OMV die Grundlage für zukünftiges Umsatz- und Geschäftswachstum. Durch ökologische Innovationen wird das Unternehmen widerstandsfähiger, da sich dadurch neue Umsatzquellen ergeben, die das bisherige Geschäft mit fossilen Energieträgern ergänzen – und nicht ersetzen werden.

Mit Eco-Innovation nutzt OMV ihre Kernkompetenzen um alternative Energien und neue Geschäftsfelder zu erschließen und so langfristig profitabel zu wirtschaften. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Biotreibstoffen der zweiten Generation und Wasserstoffmobilität.

Ausgehend von den Ergebnissen einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2012 hat OMV beschlossen, den Bereich Geothermie vorerst nicht weiter zu verfolgen. Die Studie belegt, dass die Marktchancen für Geothermie begrenzt sind. Somit liegen unsere Schwerpunkte mit Beginn des Jahres 2013 eindeutig auf der Wasserstoff-Mobilität sowie auf Biokraftstoffen der zweiten Generation.

Wasserstoff-Mobilität

In einer Welt, die ohne Straßenverkehr kaum denkbar ist, bildet der Wasserstoffantrieb eine praktikablere Alternative nicht nur für herkömmliche fossile Brennstoffe wie Diesel und Benzin, sondern auch für Elektrofahrzeuge. Wasserstoff lässt sich als CO2 -neutrale Energieform aus Gas erzeugen und fällt damit in einen Bereich, in dem OMV über einschlägige und umfangreiche Erfahrungen und Kompetenzen verfügt. Darüber hinaus ist Wasserstoff ein idealer Treibstoff, um den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken.

OMV geht davon aus, dass sich Wasserstoff in Verbindung mit Brennstoffzellen als die Mobilitätstechnologie der Zukunft etablieren kann. Seit 2009 ist OMV aktives Mitglied der

Initiative Wasserstoff-Mobilität. Im Laufe des Jahres 2012 verzeichnete dieses Projekt mit der Eröffnung der ersten öffentlichen Wasserstofftankstelle Österreichs durch den Konzern einen beachtlichen Fortschritt. Die Betankung dauert nur drei Minuten und eine Tankfüllung reicht für bis zu 400 Kilometer.

Biokraftstoffe der zweiten Generation

Während Biokraftstoffe der ersten Generation wie Getreide oder Rapsöl in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen, zeichnen sich ihre Nachfolger in der zweiten Generation durch einen geringeren CO2 -Fußabdruck und eine höhere Nachhaltigkeit aus.

Im Jahr 2012 hat OMV in der Raffinerie in Schwechat eine BioCrack™ Anlage errichtet. Hier wird aus biogenen Stoffen, die als Lebensmittel ungeeignet sind – zum Beispiel Hackschnitzeln oder Stroh – Diesel erzeugt. Das Projekt verbindet das Know-how im Bereich der Raffinierung mit den technischen Möglichkeiten der Anlage in Schwechat.

Der Schwerpunkt für 2013/2014 liegt auf dem weiteren Aufbau von Expertise in diesem Sektor. Erweisen sich die Anstrengungen als erfolgreich, wird der Konzern auf vielfältige Weise davon profitieren. Insbesondere wird OMV langfristig ihren gesamten Bedarf an Biokraftstoffen nicht von Drittanbietern einkaufen müssen, wodurch Kosten sinken werden und die Profitabilität steigen wird.

Das Ergebnis des Raffinierungsprozesses ist ein Endprodukt, das direkt in die Brennstoffkette einbezogen werden kann. Selbst wenn die Nutzung alternativer Energien wie Wasserstoff zur Folge hat, dass der herkömmliche Verbrennungsmotor nach und nach aus dem Straßenverkehr verschwindet und durch andere Systeme ersetzt wird, werden biogene Kraftstoffe noch viele Jahre eine wichtige Rolle spielen, nicht zuletzt im Luft- und Schiffsverkehr sowie bei Schwertransporten.

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB) Gemäß § 243a UGB sind die folgenden Informationen anzugeben:

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 327.272.727 und ist in 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Zwischen den Kernaktionären Österreichische Industrieholding Aktiengesellschaft (ÖIAG) und International Petroleum Investment Company (IPIC) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.
    1. ÖIAG hält 31,5% und IPIC hält 24,9% des Grundkapitals.
    1. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht.
    1. Arbeitnehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
    1. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 Aktiengesetz (AktG) und Satzungsänderungen (ausgenommen Unternehmensgegenstand) genügt die einfache Stimmen- und Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
    1. a) Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 77,9 Mio durch Ausgabe von bis zu 77.900.000 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter

Österreichs erste Wasserstofftankstelle eröffnet Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital). In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand auf Grundlage seiner Beschlüsse vom 16. Mai 2011 und 6. Juni 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft im Wege einer Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital von EUR 300.000.000 um EUR 27.272.727 auf EUR 327.272.727 durch Ausgabe von 27.272.727 neuen Aktien erhöht. Der Vorstand ist in Folge der Durchführung der zuvor beschriebenen Kapitalerhöhung nunmehr ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 50,6 Mio durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital).

  • b) Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Ziffer 1 AktG um bis zu EUR 50,6 Mio durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 13. Mai 2009 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.
  • c) Die Summe der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen aktuell oder potenziell auszugebenden Bezugsaktien und die Anzahl der aus dem genehmigten Kapital auszugebenden Aktien darf 50.627.273 Stück nicht

überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen nach lit. a und b), wobei das Wandlungsrecht der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen jedenfalls gewahrt sein muss.

  • d) Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Der Erwerb kann über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen. Der Vorstand ist auch ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.
  • e) Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, bis einschließlich 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die eigenen Aktien können insbesondere (a) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/ der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen, (b) zur Bedienung von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, (c) als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und (d) zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck verwendet werden. Hierbei kann auch die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre ausgeschlossen werden, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.

    1. Zusätzlich zur Kapitalerhöhung wurde am 25. Mai 2011 eine Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750 Mio erfolgreich platziert. Da die Rückzahlung des Hybridkapitals sowie die Zinszahlungen im alleinigen Verfügungsbereich des Konzerns liegen, werden die Erlöse aus der Hybridanleihe laut IFRS (abzüglich Emissionskosten) zur Gänze als Eigenkapital behandelt. Das Hybridkapital wird bis zum 26. April 2018 mit einem festen Zinssatz von 6,75% verzinst. Anschließend wird das Hybridkapital bis 26. April 2023 mit einem noch festzulegenden festen Reset-Zinssatz und danach mit einem variablen Zinssatz mit einem step-up von 100 Basispunkten verzinst. Das Hybridkapital hat keinen Endfälligkeitstag und kann seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die Gesellschaft hat insbesondere das Recht, das Hybridkapital zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat der Konzern die Möglichkeit, die Hybridanleihe vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.
    1. Weitere bedeutende Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft in Folge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden, bestehen zum 31. Dezember 2012 nicht.
    1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.
    1. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind: Standards für interne Kontrollsysteme werden in internen Konzernrichtlinien festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Standards durch regelmäßige Prüfungen einzelner Konzerngesellschaften und berichtet dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen.

Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen durch das Konzern-IFRS-Accounting-Manual wird ebenfalls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagement-System. Der Rechnungslegungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Die identifizierten Teilprozesse werden basierend auf einem rollierenden Zeitplan hinsichtlich ihrer Effektivität geprüft und an Best-Practice ausgerichtet (z.B. Derivate, Forderungsmanagement, Bilanzierung von Anlagevermögen). Zusätzlich beurteilen die Abschlussprüfer regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Siehe Anhangangabe 35 im Konzernabschluss.

Ausblick 2013

Wir erwarten für 2013, dass der durchschnittliche Brent-Rohölpreis über USD 100/bbl liegen wird. Die Brent-Urals Spanne wird weiterhin niedrig erwartet. Auf den europäischen Gasmärkten wird erwartet, dass die Marktpreise zunehmend durch Hubpreise statt durch an den Ölpreis gebundene Gaspreise beeinflusst werden. In Rumänien sieht der veröffentlichte Plan zur Liberalisierung des Gaspreises drei weitere Inlandsgaspreiserhöhungen für Industriekunden in 2013 vor. Nach dem Hoch der Raffinerie-Margen in 2012, wird für 2013 eine Rückkehr zu einem moderateren Niveau erwartet. Im Petrochemie-Geschäft wird erwartet, dass die Margen auf dem Niveau von 2012 bleiben. Die Marketingverkaufsmengen werden auf einem ähnlichen Niveau wie 2012 erwartet.

OMV erwartet nach den jüngsten Zukäufen in Norwegen einen Anstieg der Investitionssumme (vor Akquisitionen) auf rund EUR 2,8 Mrd in 2013. Ziel ist die Erreichung von erstklassigen HSSE-Standards ohne Todesfälle und die Reduktion der Unfallhäufigkeit (LTIR) von 0,69 in 2012. Das konzernweite Performance-Steigerungsprogramm

Anstieg der Investitionssumme in 2013

"energize OMV", mit dem Ziel, eine ROACE Verbesserung von 2%-Punkten bis 2014 zu erreichen, ist auf Kurs und wird weiter vorangetrieben.

Während E&P 2013 die Wachstumsstrategie wei-

Neuverhandlung langfristiger Gaslieferverträge

Explorationsausgaben werden wesentlich steigen ter verfolgt, wird die Produktion weitestgehend ähnlich zu 2012 erwartet. In den Kernländern Rumänien und Österreich ist die stabile Produktion im Bereich 200-210 kboe/d weiterhin das Ziel. Um dies zu erreichen, liegt der Fokus darauf, die Feldneuentwicklungen schneller in ihre Implementierungsphase zu bringen und die Produktionssteigerungsmaßnahmen aus dem "energize OMV" Programm anzuwenden. Im internationalen Portfolio wird durch die Rückkehr von relativ stabilen politischen Verhältnissen nach dem Arabischen Frühling in Libyen eine Produktion auf dem Niveau von 2012 erwartet, während im Jemen davon ausgegangen wird, dass die Produktion über dem Niveau von 2012 liegen wird. Die Sicherheitslage bleibt jedoch in beiden Ländern, speziell im Jemen, ungewiss. In Großbritannien wird das Schiehallion FPSO-Schiff außer Betrieb genommen und die Produktion wurde Anfang 2013 gestoppt. Das organische Wachstumsziel für 2016 wird durch den weiteren Fortschritt vieler Feldentwicklungsprojekte im internationalen Portfolio unterstützt. Wichtige Feldentwicklungen in 2013 sind u.a. Latif und Mehar (Pakistan), Edvard Grieg und Aasta Hansteen (Norwegen), Nawara (Tunesien), Rosebank (Großbritannien) und Habban (Jemen). E&P wird die Explorationsausgaben vs. 2012 im gesamten Portfolio wesentlich steigern und sich weiter auf große, signifikante Explorationsziele konzentrieren. OMV beabsichtigt in 2013 bis zu acht signifikante Explorations- und Erweiterungsbohrungen durchzuführen, die Hälfte davon in Norwegen. In 2011 und 2012 wurde eine hohe Erfolgsrate von 61% für Explorationsbohrungen erzielt. Basierend darauf werden die Ausgaben für Erweiterungsbohrungen in 2013 weiter gesteigert, um eine schnellere Reifung der Funde zu erzielen. In Rumänien sind die weitere Bewertung des Totea Feldes sowie eine große 3D Seismik-Studie und die weiterführende Bewertung des Neptun Blocks die wesentlichen Evaluierungstätigkeiten. Im Rahmen des konzernweiten Performance-Steigerungsprogramms werden die Maßnahmen

im Bereich der operativen Leistungsfähigkeit und der Kapitaleffizienz durchgeführt, um die Gesamtrentabilität weiter zu steigern.

Im Geschäftsbereich G&P liegt der Hauptfokus des Supply, Marketing und Trading Bereichs in der Neuverhandlung langfristiger Gaslieferverträge, um die Preisgestaltung an die aktuellen Marktgegebenheiten für EconGas anzupassen. Der Vertrag mit Gazprom beinhaltet die Möglichkeit einer Preisanpassung ab April 2013. OMV Trading wird Gashandelsaktivitäten starten und alle relevanten G&P Anlagen zur Vermarktung nutzen. In Rumänien wird sich der Gasbereich auf die Beibehaltung der Marktführerschaft im freien Gasmarkt fokussieren, mit Adaptierung der Vertriebsstrategie, um der erwarteten Liberalisierung unter dem neuen Energiegesetz Folge zu leisten. In der Türkei werden Aktivitäten im Stromvertrieb und Trading gestartet, die Wachstumsstrategie im Erdgasabsatz weiter verfolgt und die Marktposition im LNG-Geschäft mit Tanklastwagen verbessert. Im Bereich Gas Logistik haben Nabucco West, das als bevorzugte Route nach Zentraleuropa ausgewählt wurde, und das Shah Deniz II Konsortium kürzlich Verträge über Zusammenarbeit und Aktienoptionen unterzeichnet. Die endgültige Entscheidung durch das Shah Deniz II Konsortium für ihren bevorzugten Transportpartner wird für 2013 erwartet. Gas Connect Austria wird weitere Schritte zur Entwicklung und Verfeinerung der operativen Tätigkeit als Marktgebietsmanager treffen. Der Speichermarkt wird in 2013 voraussichtlich weiterhin auf Grund der allgemeinen Situation des Überangebots an Gas an allen europäischen Handelspunkten und niedrigen Sommer/Winter Spreads herausfordernd bleiben. Die Speicherkapazität ist jedoch für das Jahr 2013 voll ausgebucht. Mit der Einführung des neuen österreichischen Gasmarktmodells am 1. Januar 2013 hat CEGH den virtuellen Handelspunkt in Österreich in Betrieb genommen und auch den "CEGH Gas Exchange Within-Day Market der Wiener Börse" gestartet. Der "Within-Day Market" wird den Handel und die Liquidität des "CEGH Gas Exchange der Wiener Börse" im Jahr 2013 erhöhen. Im Bereich Power hat das Gaskraftwerk Brazi im August 2012 den kommerziellen Betrieb aufgenommen und wird die Position

auf dem Markt weiterhin festigen, wodurch der Wert von eigenproduziertem Gas gesteigert wird. Ein einmonatiger Stillstand des Kraftwerks Brazi für die Installation einer Gasaufbereitungsanlage ist, abhängig von der weiteren Abstimmung mit dem rumänischen Netzbetreiber, für Q2/13 geplant. Es wird erwartet, dass das Gaskraftwerk Samsun in H1/13 bereit für den Betriebsstart ist. Der kommerzielle Betrieb ist jedoch abhängig von der endgültigen Gerichtsentscheidung zur Rechtsgültigkeit des Flächenwidmungsplans und der Stromerzeugungslizenz.

Der Geschäftsbereich R&M wird weiter vom herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld, das sich in der gedämpften Nachfrage und unter Druck stehenden Margen widerspiegelt, beeinflusst werden. Es wird erwartet, dass die Marketingverkaufsmengen weiterhin unter Druck und auf dem Niveau von 2012 bleiben werden, da nicht erwartet wird, dass die reifen westlichen

Märkte wachsen werden und die Wirtschaft in Südosteuropa weiterhin durch die gedämpfte Konjunktur und die Schuldenkrise beeinflusst ist. In der Raffinerie Petrobrazi sind weitere Schritte des Modernisierungsprogramms, mit dem geplanten Abschluss im Jahr 2014, im Laufen. In Q1/13 ist ein vierwöchiger Stillstand der Bayernoil Rohöl-Destillationsanlage in Vohburg für reguläre Wartungsarbeiten geplant. Für 2013 sind sonst keine weiteren größeren Stillstände geplant. Das Veräußerungsprogramm mit dem Ziel, bis 2014 bis zu EUR 1 Mrd zu generieren, wird weiter verfolgt. Bei Petrol Ofisi wird für 2013 eine weiterhin starke Performance und eine zusätzliche Steigerung der Profitabilität erwartet. Als Teil von "energize OMV" wird das Working Capital um weitere rund EUR 350 Mio reduziert werden. Der Verkauf von Teilen von OMVs Pflichtnotstandsreserve wird dazu, bei Abschluss der Transaktion, rund EUR 180 Mio beitragen.

Weiterhin starke Performance von Petrol Ofisi erwartet

Wien, am 20. März 2013

Der Vorstand

Gerhard Roiss David C. Davies

Hans-Peter Floren Jacobus Huijskes Manfred Leitner

Konzernabschluss Unternehmen | Geschäftsbereiche | Lagebericht | Konzernabschluss

Inhalt

Konzernabschluss

Bestätigungsvermerk 69
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012 70
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2012 71
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012 72
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 74
Konzern-Cashflow-Rechnung 76
Konzernanhang 77
Grundlagen und Methoden 77
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 91
Erläuterungen zur Bilanz 96
Ergänzende Angaben zur Finanzlage 122
Segmentberichterstattung 138
Sonstige Angaben 141
Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft) 149

Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers zum Konzernabschluss) Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers zum Konzernabschluss)

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2012 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben, mit Ausnahme der Angabe "Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)".

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 20. März 2013 Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Helmut Maukner (Wirtschaftsprüfer) Mag. Gerhard Schwartz (Wirtschaftsprüfer)

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (z.B. verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung EUR 1.000
Anhangangabe 2012 2011
angepasst 1)
Umsatzerlöse 42.649.231 34.053.193
Direkte Vertriebskosten –363.547 –304.930
Umsatzkosten –36.970.523 –29.285.306
Bruttoergebnis vom Umsatz 5.315.160 4.462.958
Sonstige betriebliche Erträge
7
258.355 288.635
Vertriebsaufwendungen –1.018.745 –946.197
Verwaltungsaufwendungen –421.752 –433.665
Explorationsaufwendungen –488.488 –353.814
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen –21.037 –15.943
Sonstige betriebliche Aufwendungen
8
–519.773 –507.832
Betriebserfolg (EBIT) 3.103.721 2.494.142
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
9
200.441 224.116
Dividendenerträge 11.888 8.040
Zinserträge
9
37.641 31.051
Zinsaufwendungen
9
–413.708 –382.836
Sonstiges Finanzergebnis
9
–82.489 –153.656
Finanzerfolg –246.227 –273.285
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.857.495 2.220.858
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
10
–1.067.031 –632.960
Jahresüberschuss 1.790.464 1.587.898
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.363.352 1.078.993
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 38.040 21.993
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 389.072 486.912
Unverwässerter Gewinn je Aktie in EUR
11
4,18 3,43
Verwässerter Gewinn je Aktie in EUR
11
4,17 3,42
Vorgeschlagene Dividende 2)
20
392.727 360.000
Vorgeschlagene Dividende je Aktie in EUR 2)
20
1,20 1,10

1) Die Zahlen für 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet)

angepasst. Siehe Anhangangabe 4.1. für nähere Details. 2) 2012: Wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2013.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2012 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2012

Konzern-Gesamtergebnisrechnung EUR 1.000
2012 2011
Anhangangabe angepasst 1)
Jahresüberschuss 1.790.464 1.587.898
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe –50.918 –354.281
Gewinne (+)/Verluste (–) des Jahres –50.952 –355.626
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss 34 1.345
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung zur Veräußerung
verfügbarer finanzieller Vermögenswerte 3.847 –1.966
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres vor Ertragsteuern 3.847 –1.966
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges 74.537 –58.778
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahres vor Ertragsteuern –116.565 –224.653
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss 191.102 165.875
Gewinne (+)/ Verluste(-) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen –76.425 –19.636
Auf assoziierte Unternehmen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis –9.922 –9.465
Gewinne (+)/Verluste (–) des Jahres –9.922 –9.465
Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern
20
2.602 16.622
Sonstiges Ergebnis des Jahres nach Steuern
20
–56.279 –427.504
Gesamtergebnis des Jahres 1.734.184 1.160.395
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.354.529 701.849
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 38.040 21.993
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 341.615 436.553

1) Die Zahlen für 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst. Siehe Anhangangabe 4.1. für nähere Details.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012

Vermögen EUR 1.000
Anhangangabe 2012 2011
angepasst 1)
2010
angepasst 1)
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 12 3.479.574 3.427.139 3.013.785
Sachanlagen 13 14.347.110 13.981.194 12.922.756
Anteile an assoziierten Unternehmen 14 1.811.003 1.671.074 1.487.632
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 17 1.016.236 1.165.128 1.152.675
Sonstige Vermögenswerte 18 119.271 117.234 108.454
Latente Steuern 23 299.918 198.484 189.650
21.073.112 20.560.253 18.874.954
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 15 3.202.244 3.148.987 2.818.134
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16 3.821.749 3.540.609 2.930.543
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 17 477.167 383.501 352.615
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 152.120 164.164 103.074
Sonstige Vermögenswerte 18 310.137 237.021 299.942
Kassenbestand und Bankguthaben 1.227.298 358.828 946.132
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 19 255.344 20.108 93.540
9.446.058 7.853.218 7.543.979
Summe Aktiva 30.519.170 28.413.471 26.418.932

1) Die Zahlen für 2010 und 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst. Siehe Anhangangabe 4.1. für nähere Details.

2012
2011
2010
angepasst 1)
angepasst 1)
Anhangangabe
Eigenkapital
20
Grundkapital
327.273
327.273
300.000
Hybridkapital
740.794
740.794

Rücklagen
10.834.397
9.826.273
8.703.954
Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens
11.902.464
10.894.340
9.003.954
Anteile anderer Gesellschafter
2.627.510
2.509.559
2.233.868
Summe Eigenkapital
14.529.974
13.403.900
11.237.822
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
21
978.027
938.316
1.001.924
Anleihen
22
3.527.151
2.492.672
1.990.128
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
22
886.083
1.792.835
3.015.054
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
21
1.995.124
1.983.862
1.932.573
Sonstige Rückstellungen
21
298.297
287.791
295.572
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
22
243.012
136.511
193.444
Sonstige Verbindlichkeiten
22
6.783
7.604
9.148
Latente Steuern
23
778.388
879.361
522.822
8.712.865
8.518.952
8.960.664
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
22
4.290.438
3.431.210
3.361.585
Anleihen
22
213.615
77.169
72.606
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
22
162.127
482.328
895.524
Ertragsteuerverbindlichkeiten
21
193.727
160.521
121.480
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
21
81.438
75.077

Sonstige Rückstellungen
21
568.904
560.961
451.268
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
22
408.720
539.154
309.222
Sonstige Verbindlichkeiten
22
1.261.263
1.163.470
1.000.514
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
19
96.100
730
8.247
7.276.331
6.490.620
6.220.446
Summe Passiva
30.519.170
28.413.471
26.418.932
Eigenkapital und Verbindlichkeiten EUR 1.000

1) Die Zahlen für 2010 und 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst. Siehe Anhangangabe 4.1. für nähere Details.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in 2012 1)

Grund
kapital
Kapital
rücklage
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklage
Umrechnung
ausländischer
Geschäfts
betriebe
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
1. Jänner 2012 327.273 1.489.132 740.794 8.901.400 –514.111 –981
Jahresüberschuss 1.401.392
Sonstiges Ergebnis des Jahres –57.258 10.090 2.924
Gesamtergebnis des Jahres 1.344.133 10.090 2.924
Dividendenausschüttung und Hybridkupon –404.127
Steuereffekte auf Transaktionen 12.680
mit Eigentümern
Abgang eigener Anteile 1.883
Anteilsbasierte Vergütungen 4.788
Erhöhung (+)/Verminderung (–)
nicht beherrschender Anteile
–987
31. Dezember 2012 327.273 1.495.803 740.794 9.853.099 –504.021 1.943

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in 2011 angepasst 1), 2)

Grund
kapital
Kapital
rücklage
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklage
Umrechnung
ausländischer
Geschäfts
betriebe
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
1. Jänner 2011 300.000 783.896 8.198.653 –197.999 498
Auswirkung der Änderung von
Rechnungslegungsmethoden –76.629
1. Jänner 2011 angepasst 300.000 783.896 8.122.024 –197.999 498
Jahresüberschuss 1.100.986
Sonstiges Ergebnis des Jahres –14.804 –316.112 –1.478
Gesamtergebnis des Jahres 1.086.182 –316.112 –1.478
Kapitalerhöhung 27.273 705.164 740.794
Dividendenausschüttung –298.797
Steuereffekte auf Transaktionen
mit Eigentümern 7.331
Verkauf eigener Anteile 72
Erhöhung (+)/Verminderung (–)
nicht beherrschender Anteile –15.340
31. Dezember 2011 327.273 1.489.132 740.794 8.901.400 –514.111 –981

1) Vgl. Anhangangabe 20.

2) Die Zahlen für 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst. Siehe Anhangangabe 4.1. für nähere Details.

EUR 1.000
Hedges Sonstiges Ergebnis
aus assoziierten
Unternehmen
Eigene Anteile Eigenkapital der
Gesellschafter des
Mutterunter
nehmens
Anteile anderer
Gesellschafter
Summe
Eigenkapital
–30.326 –5.678 –13.164 10.894.340 2.509.559 13.403.900
1.401.392 389.072 1.790.464
45.344 –9.922 –8.823 –47.457 –56.279
45.344 –9.922 1.392.569 341.615 1.734.184
–404.127 –225.421 –629.548
12.680 12.680
1.317 3.200 3.200
4.788 4.788
–987 1.756 770
15.018 –15.600 –11.847 11.902.464 2.627.510 14.529.974

EUR 1.000

Hedges Sonstiges Ergebnis
aus assoziierten
Unternehmen
Eigene Anteile Eigenkapital der
Gesellschafter des
Mutterunter
nehmens
Anteile anderer
Gesellschafter
Summe
Eigenkapital
4.959 3.787 –13.211 9.080.583 2.233.905 11.314.488
–76.629 –37 –76.666
4.959 3.787 –13.211 9.003.954 2.233.868 11.237.822
1.100.986 486.912 1.587.898
–35.284 –9.465 –377.144 –50.360 –427.504
–35.284 –9.465 723.842 436.553 1.160.395
1.473.231 1.473.231
–298.797 –144.865 –443.662
7.331 7.331
47 119 119
–15.340 –15.996 –31.336
–30.326 –5.678 –13.164 10.894.340 2.509.559 13.403.900

Konzern-Cashflow-Rechnung Konzern-Cashflow-Rechnung

Konzern-Cashflow-Rechnung 1) EUR 1.000
2012 2011
angepasst 2)
Jahresüberschuss 1.790.464 1.587.898
Abschreibungen und Wertminderungen 2.035.809 1.625.939
Zuschreibungen zum Anlagevermögen –2.101 –2.094
Latente Steuern –138.919 73.072
Laufende Steuern 1.205.950 559.887
Gezahlte Ertragsteuern –1.242.698 –520.134
Steuerrückerstattungen 90.093 30.651
Verluste (+)/Gewinne (–) aus Abgängen von Anlagevermögen –96.358 –2.741
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen und Dividendenerträge –212.329 –232.156
Einzahlungen aus Dividenden von assoziierten und anderen Unternehmen 52.617 45.259
Zinsaufwendungen 189.865 248.973
Gezahlte Zinsen –236.258 –288.917
Zinserträge –32.931 –31.051
Erhaltene Zinsen 28.456 28.329
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Personalrückstellungen –39.750 –94.030
Erhöhung (+)/Verminderung (–) langfristige Rückstellungen 112.660 10.778
Sonstige Änderungen 71.125 6.240
3.575.696 3.045.904
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Vorräte –125.433 –358.015
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Forderungen –444.814 –503.498
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Verbindlichkeiten 920.396 317.424
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Rückstellungen –112.876 12.186
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.812.967 2.514.001
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –2.484.859 –2.462.285
Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte –12.699 –58.468
Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftsbetrieben abzüglich liquider Mittel –795.295
Veräußerungen
Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen 183.609 197.485
Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen abzüglich liquider Mittel 34.457 12.220
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –2.279.491 –3.106.342
Zugänge langfristige Finanzierungen 1.651.079 848.014
Rückzahlung langfristige Finanzierungen –1.032.642 –1.396.186
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Finanzierungen –656.684 –439.803
Veränderung nicht beherrschender Anteile 6.600 –22.971
Dividendenzahlungen –626.277 –441.456
Kapitalzuführung inklusive Verkauf eigener Anteile 1.473.350
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –657.925 20.949
Währungsdifferenz auf liquide Mittel –7.082 –15.911
Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel 868.469 –587.303
Liquide Mittel Jahresbeginn 358.828 946.132
Liquide Mittel Jahresende 1.227.298 358.828

1) Vgl. Anhangangabe 24.

2) Die Zahlen für 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst. Siehe Anhangangabe 4.1. für nähere Details.

Konzernanhang: Grundlagen und Methoden Konzernanhang: Grundlagen und Methoden

Die OMV Aktiengesellschaft (im österreichischen Firmenbuch eingetragen mit dem Sitz Trabrennstraße 6-8, 1020 Wien, Österreich) ist ein integrierter, internationaler Öl- und Gaskonzern, der Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Exploration und Produktion (E&P), Gas und Power (G&P) und Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) unterhält.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRSs) erstellt und entspricht damit den IFRSs, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 254a (1) anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften gemäß dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB). Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember.

Der Konzernabschluss ist grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips erfolgt. Hiervon ausgenommen sind gewisse Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, so wie das in der Anhangangabe 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze beschrieben ist.

Der Konzernabschluss 2012 wurde in Tausend Euro (TEUR, EUR 1.000) erstellt. Durch die Angabe in TEUR können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Der Konzernabschluss wurde am 20. März 2013 vom Vorstand genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Das Management ist der Meinung, dass etwaige Abweichungen von diesen Einschätzungen in naher Zukunft keine materielle Relevanz und Auswirkung auf den Konzernabschluss haben werden. Insbesondere in Bezug auf Reservenmengen, Rekultivierungsrückstellungen, Zinsen und Ölpreisentwicklung besteht die Notwendigkeit, Einschätzungen und Annahmen zu treffen.

Planungsannahmen hinsichtlich der Ölpreisentwicklung spiegeln die Einschätzung des Vorstands wider. Reservenschätzungen werden durch firmeninterne Ingenieure vorgenommen. Zusätzlich werden in einem Zweijahresrhythmus externe Schätzungen durchgeführt. Für weiterführende Details zum Öl- und Gasvermögen innerhalb der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen wird der Querverweis auf die Anhangangaben 12 und 13 gemacht. Die Schätzung der zukünftigen Rekultivierungskosten basiert ebenfalls auf von internen Technikern erstellten Gutachten sowie Erfahrungswerten der Vergangenheit. Näheres zu der errechneten Rekultivierungsrückstellung liefert die Anhangangabe 21. Für die Ermittlung der Rekultivierungsrückstellungen wurden Einschätzungen von Zinsen getroffen, welche einen wesentlichen Einfluss auf die jeweiligen Positionen haben. Die zur Ermittlung der Rekultivierungsrückstellungen angewandten Zinssätze betragen zwischen 1,1% und 3,3% (2011: 1,2% und 3,9%).

Gemäß IAS 36 ermittelt der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Vermögenswerten vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer ZGE den jeweils erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und ist auf seinen erzielbaren Betrag abzuschreiben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten werden, falls vorhanden, kürzlich erfolgte Markttransaktionen berücksichtigt. Sind keine derartigen Transaktionen identifizierbar, wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Bei allen durchgeführten Wertminderungstests basierte der erzielbare Betrag auf dem Nutzungswert.

1 Rechtliche Grundlagen und allgemeine Vorgangsweise

2 Schätzungen und Annahmen Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich (zum 31. Dezember) überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) bestimmt, der (denen) der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

Die Diskontierungssätze vor Steuern liegen je Land

  • von 8,7% bis 30,0% für E&P (2011: von 8,9% bis 30,1%)
  • von 7,0% bis 8,2% für G&P (2011: von 6,9% bis 7,8%)
  • von 6,8% bis 8,1% für R&M (2011: von 6,8% bis 8,1%)

Der Konzern legt seiner Wertminderungsbeurteilung detaillierte Budget- und Prognoserechnungen zugrunde, die für jede der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, denen einzelne Vermögenswerte zugeordnet sind, separat erstellt werden. Solche Budget- und Prognoserechnungen erstrecken sich in der Regel über fünf Jahre. Für längere Zeiträume wird eine langfristige Wachstumsrate bestimmt und zur Prognose der künftigen Cashflows nach dem fünften Jahr gegebenenfalls angewandt.

Der auf die ZGE Türkei zugeordnete Firmenwert aus der in 2010 erfolgten Akquisition der OMV Petrol Ofisi A.Ş., in Höhe von TEUR 681.806 per 31. Dezember 2012 (2011: TEUR 657.222), wird einmal jährlich auf eine Wertminderung hin überprüft. Der zur Diskontierung der zukünftigen Cashflows, welche auf Basis der jährlichen Planungen ermittelt werden, angewandte Abzinsungssatz vor Steuern betrug in 2012 8,1%. Die Planungsprämissen beinhalteten auch eine jährliche Steigerungsrate der zukünftigen Cashflows in Höhe von 3% für die ersten 10 Jahre der Planung, um das erwartete Marktwachstum abzubilden. Durch den ausreichenden Spielraum würde eine Erhöhung des Diskontierungssatzes um bis zu 25% zu keinem Wertminderungsbedarf führen. Die Annahme eines Marktwachstums von Null würde ebenfalls keinen Wertminderungsbedarf auslösen.

Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf Basis konzerneinheitlicher Standards mit Bilanzstichtag 31. Dezember erstellt. 3 Konsolidierung

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden erfasst und mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter sind bei Zugang entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil der bilanzierten Beträge des identifizierbaren Nettovermögens zu bewerten, wobei dieses Wahlrecht bei jedem Unternehmenszusammenschluss neu ausgeübt werden kann. Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und gegebenenfalls dem beizulegenden Zeitwert des zuvor von OMV an dem erworbenen Unternehmen gehaltenen Eigenkapitalanteils über das zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Nettovermögen.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte erfasst und mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung hin überprüft. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam berücksichtigt. Eine spätere Wertaufholung findet nicht statt.

Gemeinschaftliche Tätigkeiten sowie gemeinschaftlich geführte Vermögenswerte des Geschäftsbereichs E&P werden entsprechend den zuordenbaren Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen in den Konzernabschluss einbezogen.

Eine Übersicht über einbezogene Unternehmen, at-equity bewertete Unternehmen und sonstige Beteiligungen befindet sich in Anhangangabe 36.

Anzahl der einbezogenen Unternehmen

2012 2011
Voll Equity Voll Equity
konsolidierung konsolidierung konsolidierung konsolidierung
Stand 1.1. 98 13 99 13
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 5 6
Im Berichtsjahr fusioniert –2
Im Berichtsjahr entkonsolidiert –1 –1 –5
Stand 31.12. 102 12 98 13
[davon mit Sitz und Betrieb im Ausland] [58] [8] [56] [8]
[davon mit Sitz in Österreich und Betrieb im Ausland] [22] [—] [20] [—]

Im Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) wurde die OMV Abu Dhabi E&P GmbH, Wien, ab dem 1. Juli 2012 vollkonsolidiert.

Die OMV Offshore Bulgaria GmbH, Wien, wurde ab dem 1. Oktober 2012 vollkonsolidiert.

Der Verkauf der Korned LLP, Almaty, wurde am 2. Oktober 2012 abgeschlossen.

Im Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) wurden EconGas d.o.o. za opskrbu plinom, Zagreb, ab dem 1. April 2012 und OMV Gaz Depolama A.Ş., Istanbul, ab dem 1. Oktober 2012 vollkonsolidiert.

Im Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) wurde die neu gegründete OMV Supply & Trading Singapore PTE LTD., Singapur, mit 25. Juli 2012 in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Im Jahr 2012 gab es keine Akquisitionen von Gesellschaften. Alle erstmalig in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften waren neu gegründete Gesellschaften mit 100%igem Konzernanteil.

Die Akquisitionen in 2011 bezogen sich auf den Erwerb der in Tunesien operativen OMV Anaguid Ltd., OMV South Tunisia Ltd. und OMV Dorra Limited sowie der OMV Maurice Energy Limited und wirkten sich 2011 wie folgt aus.

Beizulegende Zeitwerte des erworbenen Vermögens EUR 1.000
2011
Tunesien Sonstige Gesamt
Immaterielle Vermögenswerte 133.208 152.269 285.477
Sachanlagen 474.082 17.854 491.936
Vorräte 11.702 11.702
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.938 2.232 20.170
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 47.562 11.442 59.004
Nicht finanzielle Vermögenswerte 2.219 2.219
Summe Aktiva 686.711 183.796 870.507
Rückstellungen –23.450 –2.770 –26.220
Finanzielle Verbindlichkeiten –27.308 –11.604 –38.912
Latente Steuern –256.474 –28.013 –284.487
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten –366 –366
Nettovermögen 379.114 141.409 520.523
Nicht beherrschende Anteile
Summe erworbenes Nettovermögen 379.114 141.409 520.523
Bezahlter Kaufpreis (Geldmittel) 673.092 141.409 814.501
Firmenwert 293.978 293.979

Der Firmenwert aus den Unternehmenserwerben 2011 resultiert hauptsächlich aus den latenten Steuern, die für die Differenz zwischen Buchwert und Steuerwerten der erworbenen Vermögenswerte angesetzt wurden.

In 2011 trugen die in Tunesien operativen Akquisitionen seit ihrer Einbeziehung in den Konzernabschluss TEUR 126.917 zum Umsatz und TEUR 10.721 zum Jahresüberschuss der OMV Gruppe bei. Wären diese Akquisitionen bereits seit 1. Jänner 2011 in den Konzernabschluss der OMV Gruppe einbezogen gewesen, hätten diese rechnerisch einen Umsatz sowie Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 156.380 beziehungsweise TEUR 12.870 beigetragen.

OMV Maurice Energy Limited trug in 2011 seit ihrer Einbeziehung in den Konzernabschluss TEUR 2.227 zum Umsatz und TEUR –8.222 zum Jahresüberschuss der OMV Gruppe bei. Wäre diese Akquisition bereits seit 1. Jänner 2011 in den Konzernabschluss der OMV Gruppe einbezogen gewesen, hätte diese rechnerisch einen Umsatz sowie Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.672 beziehungsweise TEUR –17.247 beigetragen.

1) Erstmals anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen 4 Bilanzierungsund Bewertungs-

Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen mit Ausnahme der nachfolgenden Änderungen in den IFRS und Änderungen in Bilanzierungsgrundsätzen jenen des vorangegangenen Geschäftsjahrs.

Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer"

grundsätze

Die Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2013 mit Möglichkeit zu vorzeitiger Anwendung), die im Juni 2012 von der EU übernommen wurden, wurden in diesem Jahresabschluss vorzeitig angewandt. Der überarbeitete Standard enthält eine Reihe von Änderungen, die sowohl fundamentale Änderungen als auch einfache Klarstellungen und Umformulierungen umfassen. Die wichtigste Änderung betrifft die Verpflichtung, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Zeitpunkt ihres Entstehens ohne spätere Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung ("Recycling") im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Die bisher vom Konzern angewandte Korridormethode, nach der versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Verpflichtungen über mehrere Jahre verteilt erfasst werden, ist nicht mehr zulässig. Des Weiteren wird der Ertrag aus dem Planvermögen nicht mehr auf Basis der erwarteten Planvermögensrendite bemessen sondern unter Zugrundelegung desselben Zinssatzes wie für die Diskontierung der leistungsorientierten Verpflichtung bewertet. Darüber hinaus sieht der überarbeitete IAS 19 erweiterte Angabepflichten zu leistungsorientierten Plänen sowie Änderungen in der Bilanzierung von Leistungen aus dem Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor. Die Änderungen wurden rückwirkend in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IAS 19 angewandt, was zu einer Anpassung der Vorjahreszahlen führte.

Auf Grund der Anwendung des überarbeiteten IAS 19 wurden die folgenden Anpassungen der Finanzinformationen vorgenommen:

Anpassungen der Gewinn- und Verlustrechnung EUR 1.000
2011
Umsatzkosten 6.090
Bruttoergebnis vom Umsatz 6.090
Vertriebsaufwendungen 904
Verwaltungsaufwendungen 3.801
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.940
Betriebserfolg (EBIT) 20.735
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 20.735
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –5.185
Jahresüberschuss 15.550
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 15.552
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen –2
Unverwässerter Gewinn je Aktie in EUR 0,05
Verwässerter Gewinn je Aktie in EUR 0,05
Anpassungen der Gesamtergebnisrechnung EUR 1.000
2011
Jahresüberschuss 15.550
Neubewertungen der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen –19.636
Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern 4.817
Sonstiges Ergebnis des Jahres nach Steuern –14.820
Gesamtergebnis des Jahres 731
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 748
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen –17
Anpassungen der Bilanz EUR 1.000
2011 1. Jänner 2011
Aktive latente Steuern 85 55
Summe Aktiva 85 55
Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens –75.882 –76.629
Anteile anderer Gesellschafter –54 –37
Summe Eigenkapital –75.936 –76.666
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 101.495 102.594
Latente Steuern –25.475 –25.873
Summe Passiva 85 55

Die Verluste aus der Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen in 2012 betrugen TEUR 76.425.

Ferner waren 2012 die folgenden überarbeiteten Standards erstmals anzuwenden, hatten jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den OMV Konzernabschluss:

  • Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben Übertragung finanzieller Vermögenswerte": Der geänderte Standard verlangt zusätzliche Angaben für finanzielle Vermögenswerte, die trotz einer Übertragung der Rechte nicht vollständig ausgebucht wurden oder die zwar vollständig ausgebucht wurden, für die aber bestimmte Risiken beim übertragenden Unternehmen verbleiben.
  • Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung Ausgeprägte Hochinflation und Beseitigung der festen Zeitpunkte für Erstanwender": Das IASB stellt mit diesen Änderungen klar, wie die Bilanzierung gemäß IFRS nach einer Periode, in der das Unternehmen die IFRS auf Grund einer von drastischer Hochinflation geprägten funktionalen Währung nicht einhalten konnte, wieder aufgenommen wird.
  • Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte": Die Änderung bietet eine praktische Lösung für die Bewertung von latenten Steuern auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die gemäß IAS 40 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden sowie auf neubewertete, nicht planmäßig abzuschreibende Vermögenswerte.

2) Noch nicht verpflichtend anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen Die folgenden neuen Standards, Überarbeitungen und Interpretationen, die bereits veröffentlicht aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten sind, wurden vom OMV Konzern nicht angewandt.

In EU-Recht übernommen und im Amtsblatt der EU veröffentlicht:

  • Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses Darstellung der Positionen im Sonstigen Ergebnis" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Juli 2012): Demnach sind die Bestandteile des sonstigen Ergebnisses (OCI) künftig danach zu gruppieren, ob die darin erfassten Aufwendungen und Erträge zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht werden (z.B. im Fall von Cashflow-Hedges oder Fremdwährungsumrechnungen), oder ob diese nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umzubuchen sind (z.B. bestimmte OCI-Positionen nach IFRS 9 und IAS 19).
  • IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IAS 27 "Einzelabschlüsse" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2013): IFRS 10 begründet ein einheitliches Beherrschungskonzept, welches auf alle Unternehmenstypen Anwendung findet. Dieser Standard ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 zur Konzernrechnungslegung und beinhaltet Fragestellungen, die bislang in SIC-12 "Konsolidierung – Zweckgesellschaften" geregelt waren.
  • IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2013): IFRS 11 regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und ersetzt IAS 31 "Anteile an Joint Ventures". Das Kernprinzip von IFRS 11 besteht in der Vorschrift, dass eine an einer gemeinsamen Vereinbarung beteiligte Partei die Art der gemeinsamen Vereinbarung, in die sie eingebunden ist, mittels Beurteilung ihrer Rechte und Verpflichtungen zu bestimmen und diese Rechte und Verpflichtungen entsprechend der Art der gemeinsamen Vereinbarung zu bilanzieren hat. Das bisherige Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen wurde aufgehoben. IAS 28 wurde entsprechend angepasst.
  • IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2013): Dieser neue Standard fasst alle Angabeverpflichtungen für Tochtergesellschaften, assoziierte und gemeinschaftlich geführte Unternehmen, sowie für nicht konsolidierte strukturierte Einheiten zusammen. Er ersetzt die entsprechenden Regelungen in den Standards IAS 27, IAS 28 und IAS 31.

Die verpflichtende Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 und die überarbeiteten Standards IAS 27 und IAS 28 wird in der EU auf am 1. Jänner 2014 beginnende Geschäftsjahre verschoben.

IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2013): Der Standard definiert den Begriff des beizulegenden Zeitwerts, stellt Leitlinien zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts auf und regelt die erforderlichen Anhangangaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts. Die Vorschriften beschränken sich nicht auf Finanzinstrumente, sondern betreffen auch die Bemessung beizulegender Zeitwerte gemäß anderen IFRSs (mit Ausnahme von IAS 17 und IFRS 2).

  • Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten" und Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2013 bzw. 1. Jänner 2014): Das IASB stellt mit diesen Änderungen klar, unter welchen Voraussetzungen eine Saldierung von Finanzinstrumenten in der Bilanz zulässig ist und führt neue Angabeverpflichtungen in IFRS 7 ein.
  • IFRIC 20 "Abraumbeseitigungskosten im Tagbergbau" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2013): Diese Interpretation betrifft Abraumbeseitigungskosten, die in der Produktionsphase einer Tagbergbaumine anfallen. Sie definiert, wann und wie ein Nutzen, der aus einer solchen Aktivität entstehen kann, zu bemessen und zu bilanzieren ist.

Noch nicht in EU-Recht übernommen:

  • IFRS 9 "Finanzinstrumente" (veröffentlicht am 12. November 2009) und 2010 und 2011 herausgegebene Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2015): Der neue IFRS 9 war der erste Teil jenes Projekts, durch das der IAS 39 abgelöst werden soll. IFRS 9 verfolgt einen neuen, weniger komplexen Ansatz für die Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und unterscheidet nur noch zwischen zwei Bewertungskategorien (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten), zum einen basierend auf dem Geschäftsmodell des Unternehmens, zum anderen auf charakteristischen Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des jeweiligen finanziellen Vermögenswerts. Am 28. Oktober 2010 gab das IASB eine neue Fassung des IFRS 9 heraus, in welche neue Vorschriften für die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen und die Vorschriften für die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus IAS 39 übernommen wurden. Mit den im Dezember 2011 veröffentlichten Änderungen wurde der Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 9 auf Geschäftsjahre geändert, die am oder nach dem 1. Jänner 2015 beginnen. Ferner wurden die Erleichterungsvorschriften hinsichtlich Vergleichszahlen und damit zusammenhängende Angaben in IFRS 7 geändert.
  • Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards Darlehen der öffentlichen Hand" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2013): Diese Änderung in Bezug auf Darlehen der öffentlichen Hand, die zu einem unter dem Markt liegenden Zins ausgereicht werden, gibt Erstanwendern die Möglichkeit, von einer vollständigen retrospektiven Anwendung der IFRS bei der Bilanzierung solcher Darlehen abzusehen.
  • Verbesserungen der IFRS Mai 2012 (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2013): Dieser Sammelstandard, der im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprozesses des IASB veröffentlicht wurde, enthält spezifische Änderungen zu IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32 und IAS 34.
  • Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 "Übergangsleitlinien" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2013): Die Änderungen betreffen in erster Linie die erstmalige Anwendung von IFRS 10 und zusätzliche Angaben nach IFRS 12.
  • Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 "Investmentgesellschaften" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2014): Diese Änderungen für Investmentgesellschaften führt eine Ausnahme von der Konsolidierung des IFRS 10 von Tochterunternehmen gemäß IFRS 10 "Konzernabschlüsse" für Unternehmen ein, die die Definition einer "Investmentgesellschaft" (z.B. bestimmte Investmentfonds) erfüllen. Solche Unternehmen bilanzieren bestimmte Tochtergesellschaften hingegen zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der resultierenden Gewinne und Verluste im Periodenergebnis.

Die genannten Neufassungen und Interpretationen werden nicht frühzeitig angewandt. Mögliche Auswirkungen der überarbeiteten Standards und Interpretationen im jeweiligen Jahr der erstmaligen Anwendung werden derzeit durch das Management analysiert.

3) Überblick über Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze a) Ertragsrealisierung

Grundsätzlich werden Erträge nach Erbringung der Lieferungen oder Leistungen und nach Anerkenntnis durch den Kunden realisiert, wenn der Wert der Forderung feststeht oder bestimmbar und die Einbringlichkeit wahrscheinlich ist. Im Speziellen werden in E&P Erträge dann berücksichtigt, wenn das Produkt geliefert ist und Risiko und Eigentum auf den Kunden übergegangen sind. Im Tankstellen-Geschäft werden die Erträge bei eigenen Tankstellen mit der Abgabe an den Kunden vereinnahmt. Bei Tankstellen, die nicht im Eigentum des Konzerns stehen, erfolgt die Ertragsrealisierung mit der Lieferung an die Tankstellen. Prämiengutschriften in Zusammenhang mit Kundenbindungsprogrammen, die im R&M-Segment betrieben werden, werden als eigenständige Komponente der Verkaufstransaktion, in der sie gewährt werden, erfasst. Die erhaltene Gegenleistung wird zwischen den verkauften Produkten und gewährten Prämiengutschriften aufgeteilt. Der beizulegende Zeitwert der ausgegebenen Punkte wird abgegrenzt und zum Zeitpunkt der Einlösung der Punkte als Ertrag erfasst. In G&P werden Verkäufe aus langfristigen Verträgen mit der Lieferung realisiert. Zusätzliche Erdgas-Mengen aus diesen Verträgen werden nach Anerkenntnis durch den Kunden realisiert. Erträge aus dem Erdgasspeicher-Geschäft werden auf Basis von kommittierten Speicher- und Entnahmeraten realisiert. Ebenso werden Erträge aus dem Gastransport auf Basis kommittierter Mengen vereinnahmt.

b) Explorationsaufwendungen

Explorationsaufwendungen betreffen ausschließlich den Geschäftsbereich E&P und umfassen jene Kosten, die im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen. Dazu zählen u.a. geologische und geophysikalische Kosten für die Identifikation und Untersuchung von Gebieten mit möglichen Öl- und Gasreserven sowie Exploration betreffende Verwaltungs-, Rechts- und Beratungskosten. Des Weiteren umfasst diese Position alle Wertminderungen von Explorationsbohrungen, die keine sicheren Reserven nachweisen konnten. Planmäßige Abschreibungen von fündigen Explorationsbohrungen sind Bestandteil der Umsatzkosten.

c) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Unter den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) sind alle direkten und indirekten Material- und Personalkosten sowie Kosten für Fremdleistungen ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der gezielten Suche nach neuen Erkenntnissen hinsichtlich der Entwicklung und wesentlichen Verbesserung von Produkten, Leistungen oder Prozessen und im Zusammenhang mit Forschungsaktivitäten anfallen. Die im Zusammenhang mit Forschung in einer Periode anfallenden Ausgaben sind immer F&E-Aufwand der Periode. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 erfüllt sind.

Erhaltene Zuschüsse von Dritten werden grundsätzlich im sonstigen operativen Ertrag ausgewiesen. Wurden diese Zuschüsse für Projekte oder Leistungen gewährt, werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieser Vermögenswerte entsprechend gekürzt sofern es sich um Zuwendungen der öffentlichen Hand handelt. Bei von Kunden erhaltenen Zuschüssen werden die Erlöse verteilt über die Leistungsperiode erfasst, wenn eine Dienstleistungsverpflichtung besteht. Besteht keine Leistungsverpflichtung, wird der gesamte Ertrag sofort realisiert.

d) Explorations- und Produktionsteilungsverträge

Ein Explorations- und Produktionsteilungsvertrag (Exploration and Production Sharing Agreement, EPSA) ist eine Vertragsform bei Erdöl- und Erdgaslizenzen, bei der sich eine oder mehrere Erdölfirmen und das Gastland bzw. die nationale Ölgesellschaft die Erdöl- bzw. Erdgasproduktion nach einem festgelegten Schlüssel teilen. In bestimmten EPSA-Verträgen stellen die dem Gastland/der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteile an der Produktion eine Form der Ertragsbesteuerung dar. In solchen Fällen werden sie dementsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertragsteueraufwand dargestellt.

e) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und, soweit abnutzbar, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Mit Ausnahme der E&P-Aktivitäten, die weitgehend nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben werden, erfolgt die planmäßige Abschreibung linear.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die planmäßigen Abschreibungen sowie Wertminderungen bei Tankstellen im Vertriebsaufwand, bei Explorationsvermögen im Explorationsaufwand und bei sonstigen Vermögenswerten unter Umsatzkosten bzw. den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Die bei Werthaltigkeits-Tests angewendeten Prinzipien werden in Anhangangabe 2 erläutert.

Nutzungsdauer Jahre
Immaterielle Vermögenswerte
Firmenwert unbestimmt
Software 3–5
Konzessionen, Lizenzen u.Ä. 5–20 bzw. Vertragslaufzeit
Bereichsspezifische Sachanlagen
E&P Öl- bzw. Gasvermögen Unit-of-Production-Methode
G&P Gasleitungen 20–30
Gaskraftwerke 8–30
Windkraftanlagen 10–20
R&M Hochbehälter 40
Verarbeitungsanlagen 25
Leitungssysteme 20
Tankstellen 5–20
Sonstige Sachanlagen
Produktions- und Verwaltungsgebäude 20–50
Sonstige technische Anlagen 10–20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5–10

Die Bilanzierung und Bewertung der Exploration und der Evaluierung von Öl- und Gasförderaktivitäten erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 6. Für nicht in IFRS 6 geregelte Sachverhalte sowie für sonstige E&P-Aktivitäten werden die Vorschriften des US-GAAP Ölindustriestandards ASC 932, welcher ein international anerkannter Branchenstandard ist, angewandt. Die Anwendung von ASC 932 erfolgt im Rahmen des IFRS 6 bzw. der anderen jeweils relevanten IFRSs.

Der Ansatz der E&P-Aktivitäten erfolgt nach der Successful-Efforts-Methode. Der Erwerb von geologischen und geophysikalischen Studien vor der Auffindung von sicheren Reserven wird im Periodenaufwand erfasst. Die Kosten einer Bohrung werden bis zu dem Zeitpunkt der Feststellung, ob potenzielle wirtschaftliche Öl- oder Gasreserven vorliegen, aktiviert und als immaterielle Vermögenswerte dargestellt. Nicht wirtschaftlich fündige Bohrungen werden aufwandswirksam erfasst. Ist die wirtschaftliche Fündigkeit noch nicht geklärt, bleiben die Kosten einer Explorationsbohrung aktiviert, solange die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

    1. Durch die Bohrung wurden ausreichend Öl- oder Gasreserven gefunden, welche eine Fertigstellung als Produktionsbohrung rechtfertigen würden.
    1. Es werden ausreichende Fortschritte hinsichtlich der Einschätzung der wirtschaftlichen und technischen Realisierbarkeit für die Aufnahme der Feldentwicklung in naher Zukunft gemacht.

Aktivierte Konzessionserwerbskosten sowie Vermögenswerte aus Exploration und Evaluierung werden in der Regel nicht planmäßig abgeschrieben, solange sie im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen, aber auf Wertminderung überprüft. Sobald es sich um sichere und wirtschaftlich gewinnbare Mineralölvorkommen handelt, werden die damit im Zusammenhang stehenden Vermögenswerte in die Sachanlagen umgegliedert und mit Produktionsbeginn planmäßig abgeschrieben. Aktivierte Explorations- und Entwicklungsaufwendungen sowie Hilfseinrichtungen werden grundsätzlich produktionsabhängig auf Basis sicherer entwickelter Reserven abgeschrieben. Davon ausgenommen sind aktivierte Kosten für Aufsuchungsrechte sowie erworbene Reserven, die auf Basis der gesamten sicheren Reserven abgeschrieben werden.

Direkt zuordenbare Kosten aus Großinspektionen und Generalüberholungen von Großanlagen, hauptsächlich in R&M, werden aktiviert und entsprechend der Komponentenabschreibungsmethode bis zur nächsten Anlagenüberholung bzw. -inspektion linear abgeschrieben. Kosten für bedeutende Ersatzteile werden aktiviert und die Buchwerte der ersetzten Teile ausgebucht. Kleinere Instandhaltungsleistungen und Reparaturen werden im Jahr des Anfallens als Aufwand gebucht.

f) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert durch Verkauf und nicht durch fortgesetzte Nutzung erlöst werden soll. Voraussetzung für diese Klassifikation ist, dass der Verkauf als sehr wahrscheinlich eingeschätzt wird und der Vermögenswert bzw. die Gruppe von Vermögenswerten im derzeitigen Zustand zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist. Langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten, die als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert werden, werden mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben, wenn sie als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind.

g) Leasing

Für seine verschiedenen Aktivitäten nutzt der Konzern eine Reihe von Vermögenswerten auf der Grundlage von Leasingvereinbarungen. Diese Leasingverträge werden basierend auf den in IAS 17 dargelegten Situationen und Indikatoren analysiert, um operatives Leasing von Finanzierungsleasingverhältnissen zu unterscheiden. Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt. Alle anderen werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert.

Finanzierungsleasingverträge werden mit dem Barwert der Mindestleasingverpflichtung oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die kürzere Leasingdauer abgeschrieben. Die aktivierten Kosten werden als Verbindlichkeit verbucht und künftige Leasingzahlungen werden in einen Zins- und einen Tilgungsteil aufgespalten.

Im Fall von Operating-Leasingverhältnissen werden die vereinbarten Leasingzahlungen linear auf die Vertragslaufzeit verteilt im Aufwand erfasst.

Leasingverträge werden von Servicevereinbarungen unterschieden, welche nicht das Recht auf Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts einräumen. Einige Konzerngesellschaften haben langfristige Verträge über die Nutzung von Lagerkapazitäten, Pipeline- oder sonstigen Transportkapazitäten, oder Verträge über die Verarbeitung, Produktion oder Bearbeitung von Gütern abgeschlossen. Derartige Kapazitätsvereinbarungen werden nicht als Leasingverträge betrachtet, wenn es sich nicht um einzelne, spezifizierte Vermögenswerte handelt oder wenn das Recht, die Verwendung des zugrunde liegenden Vermögenswerts zu kontrollieren, nicht übertragen wird. Die vertraglichen Zahlungen werden dann in jener Periode als Aufwand gebucht, in welcher die Kapazitäten OMV vereinbarungsgemäß zur Verfügung stehen.

h) Finanzielle Vermögenswerte

Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint-Venture-Gesellschaften werden nach der At-Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert.

Available-for-Sale-Wertpapiere werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert von Available-for-Sale-Wertpapieren wird auf Basis von börsennotierten Kursen in aktiven Märkten für diese Vermögenswerte bestimmt. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden bis zur Realisierung unter Berücksichtigung latenter Steuern gesondert im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Bei objektiven Anzeichen für eine Wertminderung werden Wertminderungen ergebniswirksam erfasst. Ein Wegfall des Wertminderungsgrunds wird bei Schuldinstrumenten bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vor Berücksichtigung der Wertminderung ergebniswirksam und bei Eigenkapitalinstrumenten ergebnisneutral erfasst.

Wertpapiere ohne Börsen- oder Marktwert, deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen ausgewiesen.

Wertpapiere-at-fair-Value-through-Profit-or-Loss werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und die resultierenden Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst.

Käufe und Verkäufe von Wertpapieren im Rahmen handelsüblicher Verträge werden zum Handelstag bilanziert.

Verzinsliche Ausleihungen werden zu Nennwerten, niedrig verzinsliche zu Barwerten bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bilanziert werden, mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Diese können als angemessene Schätzwerte des Tageswerts betrachtet werden, weil überwiegend eine Restlaufzeit von unter einem Jahr anzunehmen ist. Langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst.

i) Derivative Finanzinstrumente

Derivative Instrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Tageswert). Der Tageswert der derivativen Finanzinstrumente spiegelt den geschätzten Betrag wider, den OMV zahlen oder erhalten müsste, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Für die Schätzung der Tageswerte von Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag werden Preisanbote von Banken oder entsprechende Preismodelle verwendet. Bei diesen Modellen werden die zum Bilanzstichtag geltenden Terminpreise und Wechselkurse sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung herangezogen.

Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, und die Erfassung unrealisierter Gewinne und Verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer Hedge-Accounting (Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen) wird angewandt.

Derivate, die die Voraussetzungen für die Verbuchung als Sicherungsgeschäft erfüllen und als solches designiert wurden, werden klassifiziert als (i) Fair-Value-Hedge, wenn das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines verbuchten Vermögenswerts oder einer verbuchten Verbindlichkeit abgesichert wird, oder (ii) Cashflow-Hedge, wenn das Risiko von Schwankungen der Cashflows, das sich aus einem speziellen, mit einer erfassten Forderung oder Verbindlichkeit oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko ergibt, abgesichert wird.

Bei Fair-Value-Hedges werden sowohl das Grundgeschäft hinsichtlich des abgesicherten Risikos als auch das derivative Sicherungsinstrument erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte im sonstigen Ergebnis erfasst, der ineffektive Teil hingegen wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Führt die Cashflow-Absicherung zu einem Vermögenswert oder zu einer Verbindlichkeit, werden die Beträge, die im sonstigen Ergebnis abgegrenzt wurden, im gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die abgesicherte Position das Jahresergebnis beeinflusst.

Unter anderem sind eingebettete Derivate derzeit hauptsächlich in langfristigen Gasverträgen enthalten; diese eingebetteten Derivate gelten als eng mit den Basisverträgen verbunden, da es derzeit keinen aktiven Markt für derartige Mengen gibt. Aus diesem Grund werden diese Instrumente nicht von den jeweiligen Basisverträgen abgespalten.

j) Fremdkapitalzinsen

Fremdkapitalzinsen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind, werden bis zu dem Zeitpunkt aktiviert, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit sind. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst.

k) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand – mit Ausnahme von Emissionszertifikaten (vgl. Anhangangabe 4 m) – werden als Ertrag erfasst oder kürzen die Anschaffungskosten des subventionierten Vermögenswerts, wenn hinreichende Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

l) Vorräte

Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Anwendung des Durchschnittspreisverfahrens und unter Berücksichtigung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bzw. im Fall nicht austauschbarer Güter mit ihren individuellen Kosten angesetzt. Für die Ermittlung der Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Darüber hinaus werden produktionsbezogene Verwaltungskosten und Kosten für die betriebliche Altersvorsorge und freiwillige Sozialleistungen berücksichtigt. Im Raffineriebereich kommt ein Tragfähigkeitsprinzip zur Anwendung, wonach die Herstellungskosten den produzierten Produktgruppen nach deren jeweiligen Marktwerten am Ende der Periode zugeordnet werden.

In Ländern wie Österreich, der Türkei, Rumänien und Bulgarien ist OMV gesetzlich verpflichtet, bestimmte Mindestlagerbestände zu halten. Sofern sie wesentlich sind, unterliegen diese Mengen einer speziellen Bewertung. Die gemäß österreichischem Erdölbevorratungsgesetz 1982 gehaltenen erhöhten Bestände an Rohöl und Ölprodukten werden mittels eines langfristigen, gewogenen Durchschnittspreisverfahrens auf Basis von Erdöläquivalenten bewertet. Eine sehr ähnliche Methode, allerdings basierend auf Produktgruppen, wird in der Türkei angewandt. Die Pflichtnotstandsreserve übersteigenden Mengen, werden mit den aktuellen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.

m) Rückstellungen

Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn deren Eintritt wahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Einzelverpflichtungen werden mit jenem Betrag rückgestellt, der auf Grund einer bestmöglichen Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird, im Fall von langfristigen Verpflichtungen abgezinst auf den Barwert.

Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltrückstellungen: Im Zusammenhang mit den Kernaktivitäten des Konzerns entstehen regelmäßig Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen sowie zur Bodensanierung. Diese Rekultivierungsverpflichtungen sind vor allem im Bereich E&P (Öl- und Gassonden, obertägige Einrichtungen) und bei Tankstellen auf fremdem Grund von großer Bedeutung. Zum Zeitpunkt der Entstehung einer Verpflichtung wird für diese durch Passivierung des Barwerts der künftigen Rekultivierungsausgaben vollständig vorgesorgt. In gleicher Höhe wird ein Vermögenswert als Teil des Buchwerts des langlebigen Anlagevermögens aktiviert. Die Berechnung der Verpflichtung beruht grundsätzlich auf bestmöglichen Schätzungen. Das aktivierte Anlagevermögen wird im Geschäftsbereich R&M linear und im Geschäftsbereich E&P nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben. Die Verpflichtung ist bis zum Anlagenrückbau von Stichtag zu Stichtag aufzuzinsen. Für sonstige Umweltrisiken und -maßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich sind und das Ausmaß vernünftig schätzbar ist.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Im OMV Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen trifft OMV nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt, wobei das Risiko im Zusammenhang mit diesen leistungsorientierten Pensionsplänen bei OMV verbleibt. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen Rechnung getragen.

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Pensionspläne und Verpflichtungen aus Abfertigungen werden vollständig zum Zeitpunkt ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in den Gewinnrücklagen ohne spätere Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung ("Recycling") berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Verpflichtungen für Jubiläumsgelder werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Der Netto-Zinsaufwand wird auf Basis der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Plänen ermittelt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Differenz zwischen den Erträgen auf das Planvermögen und dem im Netto-Zinsaufwand enthaltenen Zinsertrag auf das Planvermögen wird im sonstigen Ergebnis erfasst.

Restrukturierungsrückstellungen für freiwillige und verpflichtende Personallösungen werden gebucht, wenn ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, der den Betroffenen kommuniziert wurde und dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann. Freiwillige Änderungen in den Bezügevereinbarungen werden auf der Basis der geschätzten Anzahl der das Angebot der Gesellschaft annehmenden Beschäftigten gebucht. Die im Rahmen von Einzelvereinbarungen betragsmäßig fixierten Lösungsverpflichtungen, die über einen feststehenden Zeitraum zur Auszahlung gelangen, werden mit dem Barwert der Verpflichtung ausgewiesen.

Von Regierungsstellen gratis zugeteilte CO2-Emissionszertifikate (im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems für Treibhausgas-Emissionszertifikate) reduzieren die finanziellen Verpflichtungen in Zusammenhang mit CO2-Emissionen. Rückstellungen werden nur für bestehende Unterdeckungen im Konzern gebildet (vgl. Anhangangabe 21).

n) Verbindlichkeiten

Diese werden mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bewertet werden, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Langfristige Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst. Der Buchwert sonstiger Verbindlichkeiten deckt sich im Wesentlichen mit dem beizulegenden Zeitwert, weil diese Verbindlichkeiten überwiegend kurzfristig sind.

o) Ertragsteuern und latente Steuern

Neben Körperschaftsteuern und Gewerbesteuern werden im OMV Konzernabschluss auch die für den Geschäftsbereich E&P typischen Steuern auf den Netto-Zahlungsstrom aus der Öl- und Gasproduktion wie z.B. die Petroleum Revenue Tax (PRT) in Großbritannien oder die jeweiligen Anteile des Landes/der nationalen Ölgesellschaft aus bestimmten EPSA-Verträgen (vgl. Anhangangabe 4.3 d) als Ertragsteuern behandelt und ausgewiesen. Auf temporäre Differenzen werden latente Steuern berechnet und bilanziert. Temporäre Differenzen sind Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Wert und dem Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld in der Bilanz. Verlustvorträge werden im Rahmen der aktiven latenten Steuern berücksichtigt. Aktive latente Steuern werden aktiviert, wenn die Wahrscheinlichkeit der Realisierbarkeit höher als 50% ist. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht auf die Aufrechnung der Steuern besteht und die Steuern sich auf Steuersubjekte innerhalb der gleichen Steuerhoheit beziehen.

Falls die latente Steuer durch einen Unternehmenszusammenschluss entsteht, wird diese zum Zeitpunkt der Akquisition berechnet. Die das anteilige Nettovermögen übersteigende Restgröße wird ergebnisneutral als Firmenwert aktiviert.

p) Long Term Incentive (LTI) Pläne, Matching Share Plan (MSP) und Aktienoptionspläne (siehe Anhangangabe 29)

Seit dem Jahr 2009 wurden LTI Pläne für die Vorstandsmitglieder, einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte und ausgewählte Mitarbeiter mit besonderem Entwicklungspotenzial ausgegeben. Ergänzend wurde in 2012 ein MSP für die Vorstandsmitglieder eingeführt. An jedem Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht. Bei Vergütungen mit Barausgleich werden Rückstellungen auf Basis der beizulegenden Zeitwerte über den Zeitraum der Sperrfrist verteilt gebildet. Bei Vergütungen mit Ausgleich durch Aktien erfolgt die Gegenbuchung für die Bewegung in den kumulierten Kosten seit dem letzten Bilanzstichtag im Eigenkapital.

Von 2000 bis 2008 wurden, basierend auf den Hauptversammlungsbeschlüssen, Aktienoptionspläne (vgl. Anhangangabe 29) an Vorstände und leitende Angestellte ausgegeben. Diese Vergütungen können durch Bezug von Aktien zu einem festgelegten Ausübungspreis oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs zum Ausübungsstichtag und Ausübungspreis in Geldform oder in Form von Aktien in Anspruch genommen werden. Für die begebenen Aktienoptionspläne werden zum Zeitpunkt der Begebung und an den nachfolgenden Bilanzstichtagen auf Basis des Black-Scholes-Modells Marktwerte ermittelt. Rückstellungen auf Basis der jeweiligen Marktwerte werden über den Zeitraum der Sperrfrist verteilt gebildet. Nach Ablauf der Sperrfrist ist für die noch in Umlauf befindlichen Optionen mittels einer Rückstellung in Höhe der Marktwerte vorgesorgt.

5 Währungsumrechnung Monetäre Fremdwährungspositionen werden mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag bewertet, wobei eingetretene Kursgewinne und -verluste erfolgswirksam erfasst werden.

Die Umrechnung der Abschlüsse von Gesellschaften, bei denen die funktionale Währung von der Konzernwährung abweicht, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Dabei werden Differenzen, die sich aus der Umrechnung von Bilanzpositionen zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, in der Eigenkapitalentwicklung verrechnet. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Periodendurchschnittskursen (Devisenmittelkurs) umgerechnet. Differenzen aus der Anwendung von Durchschnittskursen gegenüber aktuellen Stichtagskursen führen gleichfalls zu direkten Adaptierungen im Eigenkapital.

Folgende wesentliche Kurse wurden für die Währungsumrechnung in EUR herangezogen:

Währungsumrechnung

2012 2011
Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
Australischer Dollar (AUD) 1,271 1,241 1,272 1,348
Bulgarischer Lew (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Neuer Rumänischer Leu (RON) 4,445 4,459 4,323 4,239
Neuseeland Dollar (NZD) 1,605 1,587 1,674 1,760
Norwegische Krone (NOK) 7,348 7,475 7,754 7,793
Pfund Sterling (GBP) 0,816 0,811 0,835 0,868
Tschechische Krone (CZK) 25,151 25,149 25,787 24,590
Türkische Lira (TRY) 2,355 2,314 2,443 2,338
Ungarischer Forint (HUF) 292,300 289,249 314,580 279,373
US Dollar (USD) 1,319 1,285 1,294 1,392

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

6 Gesamtkosteninformation

Personalaufwendungen
2012 2011
Löhne und Gehälter 917.774 874.997
Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen 35.998 36.374
Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen (Pensionskassenbeiträge) 16.555 16.192
Nettoaufwendungen im Zusammenhang mit Personallösungen 39.552 38.661
Sonstiger Personal- und Sozialaufwand 115.040 94.994
Gesamt 1.124.919 1.061.218

Der Gesamtaufwand für Pensionen, welche in den Positionen "Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen", "Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen" und "Nettoaufwendungen im Zusammenhang mit Personallösungen" enthalten sind, beträgt TEUR 46.151(2011: TEUR 52.230).

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen EUR 1.000
2012 2011
Planmäßige Abschreibungen 1.605.634 1.389.015
Wertminderungen 429.980 235.760
Gesamt 2.035.613 1.624.775

Im Jahr 2012 betrafen die Wertminderungen hauptsächlich trockene Explorationsbohrungen in der Region Kurdistan im Irak (TEUR 88.521), Norwegen (TEUR 71.078), Tunesien (TEUR 28.682) und Großbritannien (TEUR 15.023). Weiters gab es Wertminderungen auf Grund von geringeren Reserven für produzierende Felder in Österreich (TEUR 88.513) sowie im Tankstellengeschäft (TEUR 44.831).

Im Jahr 2011 betrafen die Wertminderungen hauptsächlich trockene Explorationsbohrungen in Australien (TEUR 49.340), Großbritannien (TEUR 53.297) und Rumänien (TEUR 47.862) sowie eine Explorationslizenz in Kasachstan (TEUR 25.163).

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Wertminderungen wie folgt ausgewiesen: TEUR 138.309 (2011: TEUR 28.862) in den Umsatzkosten, TEUR 217.722 (2011: TEUR 188.657) im Explorationsaufwand, TEUR 47.063 (2011: TEUR 18.154) im Vertriebs- und Verwaltungsaufwand und TEUR 26.885 (2011: TEUR 87) in den sonstigen operativen Aufwendungen.

betriebliche
Erträge
2012 2011
Sonstige betriebliche Erträge 258.355 288.635
[davon Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Sachanlagevermögen und
immateriellen Vermögenswerten] [136.633] [31.813]
[davon Kursgewinne aus operativen Geschäften] [40.657] [66.485]
Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen enthielten Veräußerungen in der britischen Nordsee in Höhe
von TEUR 101.196 (2011: TEUR Null).
In 2011 inkludierten die Sonstigen betrieblichen Erträge unter anderem auch die Auswirkung der Abwärtsbewer
tung der Rückstellungen für Abfertigungen im Wert von TEUR 24.821, welche auf Grund der Erhöhung der Diskon
tierungssätze in Petrom verbucht wurde.
8 Sonstige Sonstige betriebliche Aufwendungen EUR 1.000
betriebliche
Aufwendungen
2012 2011
Sonstige betriebliche Aufwendungen 519.773 507.832
[davon Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen und
immateriellen Vermögenswerten]
[38.121] [21.463]
[davon Kursverluste aus operativen Geschäften] [45.275] [68.772]
[davon Personallösungskosten] [39.552] [38.661]
Sonstige betriebliche Aufwendungen enthielten eine Rückstellung für belastende Verträge auf Grund von langfris
tig abgeschlossenen Transport- und LNG-Kapazitäten der EconGas in Höhe von TEUR 128.408 (2011: TEUR Null).
2011 enthielt die Position Sonstige betriebliche Aufwendungen auch eine Rückstellung von TEUR 118.850 für die
gegen Petrom verhängte Strafe auf Grund der kartellrechtlichen Untersuchung der rumänischen Wettbewerbsbe
hörde.
9 Finanzerfolg Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen enthält Erträge in Höhe von TEUR 207.510 (2011: TEUR 232.940) sowie
Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.068 (2011: TEUR 8.824).
Zinserträge EUR 1.000
2012 2011
Zinserträge aus Finanzinstrumenten available-for-sale 3.311 4.111
Zinserträge aus Ausleihungen und Forderungen 29.618 23.875

Sonstige betriebliche Erträge EUR 1.000

Zinserträge auf abgezinste Forderungen 4.710 923 Sonstige Zinserträge 2 2.141 Zinserträge 37.641 31.051

7 Sonstige

Die Zinserträge aus Ausleihungen und Forderungen enthalten Erträge aus wertgeminderten Forderungen in Höhe von TEUR 958 (2011: TEUR 795).

Zinsaufwendungen
2012 2011
Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten at-fair-value-through-profit-or-loss 897 1.477
Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 188.297 243.489
Zinsaufwendungen aus Rückstellungen 223.843 133.862
Zinsaufwendungen aus nicht finanziellen Verbindlichkeiten 672 4.008
Zinsaufwendungen 413.708 382.836

In der Position Zinsaufwendungen aus Rückstellungen sind bei den Beträgen der Personalrückstellung die Zinsaufwendungen und die jeweiligen Erträge saldiert dargestellt. Die sonstigen Zinsaufwendungen enthielten die Aufzinsung der Pensions- und Abfertigungsrückstellung in Höhe von TEUR 42.432 (2011: TEUR 39.084), Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Jubiläumsrückstellungen und Rückstellungen für Lösungskosten in Höhe von TEUR 5.746 (2011: TEUR 10.288). Größtenteils wurden diese Zinsaufwendungen mit den Erträgen aus dem Planvermögen in Höhe von TEUR 28.587 (2011: TEUR 19.913) verrechnet.

Darüber hinaus enthält diese Position auch die Zinskomponenten aus der Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 74.793 (2011: TEUR 69.618).

Das sonstige Finanzergebnis für die Berichtsperiode beinhaltete hauptsächlich Netto-Fremdwährungsverluste aus Finanzinstrumenten in Höhe von TEUR 6.727 (2011: Verluste von TEUR 94.238), ebenso wie sonstige Finanzierungskosten, die sich auf TEUR 74.151 (2011: TEUR 56.057) beliefen.

In der laufenden Periode wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 40.680 (2011: TEUR 49.849) und damit in Zusammenhang stehende Wechselkursgewinne in der Höhe von TEUR 6.939 (2011: Wechselkursverluste in der Höhe von TEUR 22.540) aktiviert, welche mittels der Anwendung eines durchschnittlichen Zinssatzes von 4,0% (2011: 6,2%) auf den Buchwert bestimmt wurden. Diese Beträge bezogen sich weitgehend auf Fremdfinanzierungen für den Bau der Kraftwerke in Rumänien und der Türkei.

Die Ertragsteuerbelastung sowie die Ergebnisse vor Steuern für die Ermittlung des Effektivsteuersatzes zeigen folgendes Bild:

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag EUR 1.000
2012 2011
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Österreich 199.127 617.210
Ausland 2.658.368 1.603.648
Gesamt 2.857.495 2.220.858
Ertragsteuern
Österreich 1.428 94.038
Ausland 1.204.516 465.849
Latente Steuern –138.913 73.073
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.067.031 632.960

10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Entwicklung der latenten Steuern kann folgender Tabelle entnommen werden:

Entwicklung der latenten Steuern EUR 1.000
2012 2011
Saldo latente Steuern zum 1. Jänner –681.477 –334.372
Saldo latente Steuern zum 31. Dezember 1) –478.909 –681.477
Veränderung latente Steuern 202.568 –347.105
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern –15.262 –4.855
Konsolidierungskreisänderungen, Kursdifferenzen –48.392 278.887
Latente Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung 138.913 –73.073
Die Saldogröße latente Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
Steuersatzänderung 694 –13.077
Auflösung und Bildung von Wertberichtigungen zu latenten Steuern –40.538 –65.152
In den Vorjahren nicht berücksichtigte Verlustvorträge –4.954 –501
Aus der Umkehrung von temporären Differenzen inklusive
Neubildung und Verbrauch von Verlustvorträgen 183.712 5.658

1) Einschließlich latenter Steuern aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen von TEUR -440 in 2012 (2011: TEUR -600).

Bei der Ermittlung des Effektivsteuersatzes wird der Ertragsteueraufwand, soweit dem Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuordenbar, diesem gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende Steuersatz wird mit dem österreichischen Regelsteuersatz von 25% verglichen, und die wesentlichen Abweichungen werden analysiert.

Steuerüberleitungsrechnung %
2012 2011
Körperschaftsteuersatz in Österreich 25,0 25,0
Steuereffekte durch:
Abweichende ausländische Steuersätze 13,4 –0,7
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 3,8 3,5
Steuerfreies Einkommen –4,5 –5,1
Steuersatzänderung –0,0 0,6
Verfallene Verlustvorträge 0,2 0,0
Steuerliche Beteiligungsabschreibung auf Ebene der Muttergesellschaft –1,4 0,0
Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern 1,4 2,9
Sonstige –0,6 2,4
Effektivsteuersatz im Konzernabschluss 37,3 28,5

Der deutliche Anstieg der Konzernsteuerquote gegenüber 2011 wurde hauptsächlich durch signifikant höhere Ergebnisbeiträge der hochbesteuerten libyschen Gesellschaften verursacht.

Die OMV Aktiengesellschaft bildet eine Steuergruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz 1988, in der das steuerpflichtige Ergebnis aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften sowie einiger ausländischer Tochtergesellschaften (OMV Australia PTY LTD, OMV (U.K.) Ltd., OMV Slovensko s.r.o., OMV Gas Storage Germany GmbH und OMV Ceská republika s.r.o.) zusammengefasst wird.

Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich in Österreich steuerbefreit. Seit 2009 sind Dividenden von EU- und EWR-Beteiligungen ebenfalls in der Regel von der österreichischen Körperschaftsteuer befreit sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Dividenden sonstiger ausländischer Beteiligungen, an denen der Konzern einen Anteil von 10% oder mehr besitzt, sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit.

Der Gesamtbetrag der direkt im sonstigen Ergebnis verbuchten Ertragsteuern beläuft sich auf TEUR –2.602 (2011: TEUR –16.622). 2012 wurden Verlustvorträge von TEUR 171.304 (2011: TEUR 54.753) verwertet, auf die eine Steuerlatenz von TEUR 62.562 (2011: TEUR 14.260) entfiel.

Gewinn je Aktie
2012 2011
Den Aktionären Durchschnittliche Gewinn je Aktie Den Aktionären Durchschnittliche Gewinn je Aktie
des Mutter Anzahl an in EUR des Mutter Anzahl an in EUR
unternehmens Stückaktien unternehmens Stückaktien
zuzurechnender zuzurechnender
Gewinn in TEUR Gewinn in TEUR
Unverwässert 1.363.352 326.138.264 4,18 1.078.993 314.190.528 3,43
Verwässert 1.363.352 327.159.794 4,17 1.078.993 315.385.343 3,42

Für die Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie wurde die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stückaktien berücksichtigt, welche sich nach Umwandlung aller potenziellen Stückaktien mit Verwässerungseffekten ergeben würde. Dies umfasst 1.021.530 (2011: 1.194.815) Stück aus den Long Term Incentive und Matching Share Plänen zu gewährende Bonusaktien.

11 Gewinn je Aktie

Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Bilanz

12 Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte EUR 1.000
2012 Konzes
sionen,
Software,
Lizenzen,
Rechte
Öl- und Gas
vermögen
mit nicht
sicheren
Reserven
Firmenwert Geleistete
Anzahlungen
Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2012 1.722.498 1.256.612 1.229.748 5.420 4.214.279
Währungsdifferenz 23.951 –9.317 28.649 228 43.511
Konsolidierungskreisänderung
Zugang 102.653 366.342 37.786 2.066 508.847
Zugang selbstgeschaffener Vermögenswerte 2.066 2.821 4.887
Umbuchung 10.770 –121.908 –3.833 –114.971
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –13.579 –6.359 –19.938
Abgang –47.348 –104.653 –17 –152.018
31.12.2012 1.801.011 1.383.539 1.296.182 3.866 4.484.597
Entwicklung der Abschreibung
1.1.2012 556.997 230.143 787.140
Währungsdifferenz –5.676 –5.364 –11.040
Konsolidierungskreisänderung
Planmäßige Abschreibung 166.277 5 166.281
Wertminderung 378 217.686 218.064
Umbuchung 2.438 2.438
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –6.401 –6.241 –12.642
Abgang –40.480 –104.586 –145.066
Zuschreibung –145 –7 –152
31.12.2012 673.388 331.635 1.005.023
Buchwert 1.1.2012 1.165.501 1.026.469 1.229.748 5.420 3.427.139
Buchwert 31.12.2012 1.127.623 1.051.905 1.296.182 3.866 3.479.574
2011
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2011 1.771.990 694.432 1.087.809 43.221 3.597.452
Währungsdifferenz –171.108 31.644 –152.040 –2.059 –293.563
Konsolidierungskreisänderung –6 285.477 293.979 579.451
Zugang 129.779 397.181 2.927 529.887
Zugang selbstgeschaffener Vermögenswerte 2.128 2.547 4.675
Umbuchung 38.535 –3.990 –38.669 –4.123
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –1.894 –1.894
Abgang –48.820 –148.785 –197.605
31.12.2011 1.722.498 1.256.612 1.229.748 5.420 4.214.279
Entwicklung der Abschreibung
1.1.2011 417.034 166.632 583.666
Währungsdifferenz –7.853 6.610 –1.242
Konsolidierungskreisänderung
Planmäßige Abschreibung 165.949 794 166.743
Wertminderung 11.006 188.657 199.663
Umbuchung –181 –181
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –800 –800
Abgang –28.958 –131.679 –160.637
Zuschreibung –72 –72
31.12.2011 556.997 230.143 787.140
Buchwert 1.1.2011 1.354.956 527.800 1.087.809 43.221 3.013.785
Buchwert 31.12.2011 1.165.501 1.026.469 1.229.748 5.420 3.427.139

Zum Bilanzstichtag bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 52.635 (2011: TEUR 45.632). Davon betreffen TEUR 39.069 (2011: TEUR 18.183) vertragliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit Gemeinschaftsunternehmen.

Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen

Die folgende Tabelle zeigt die Konzernbeiträge der Aktivitäten innerhalb des E&P-Segments, welche auf die Exploration und Entwicklung von Öl- und Gasressourcen entfallen.

Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen EUR 1.000
2012 2011
Abschreibungen von Exploration 217.686 188.657
Sonstiger Explorationsaufwand 270.802 165.157
Explorationsaufwand 488.488 353.814
Vermögenswerte – aktivierte Exploration und Evaluierungsausgaben
inkl. Erwerb von unsicheren Reserven 1.051.905 1.026.469
Mittelabfluss aus der Betriebstätigkeit 476.006 274.135
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 322.657 557.003

In 2012 wurde die Ausübung von Put Optionen wahrscheinlich, die von der Oberösterreichischen Ferngas Aktiengesellschaft gehalten werden, welche Anteile an EconGas GmbH hält. Dadurch ergaben sich eine Anpassung der Anschaffungskosten gemäß IFRS3 (2004) und ein entsprechender Anstieg des Firmenwerts. Die Put Optionen wurden zum Zeitpunkt der ursprünglichen Transaktion als bedingte Gegenleistung eingestuft und nicht in der Bilanz angesetzt, da die Ausübung nicht wahrscheinlich war.

Firmenwerte, welche durch unbefristete Unternehmenszusammenschlüsse erworben wurden, wurden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten – die auch operative und berichtspflichtige Segmente darstellen – zwecks Wertminderungstests zugeordnet:

Firmenwertzuordnung zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten EUR 1.000
2012 2011
Nordafrika und Offshore 300.985 306.917
Mittlerer Osten und Kaspische Region 86.430 83.313
E&P zugeordneter Firmenwert 387.415 390.230
Trading 86.430 83.313
G&P Österreich 37.786
G&P zugeordneter Firmenwert 124.216 83.313
Raffinerien West 86.430 83.313
Türkei 681.806 657.222
Slowakei 7.207 7.207
Ungarn 9.108 8.463
R&M zugeordneter Firmenwert 784.551 756.205
Gesamt 1.296.182 1.229.748
13 Sachanlagen
-- ---------------- -- -- --
EUR 1.000
Sachanlagen EUR 1.000
Grundstücke,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten,
einschließlich
Bauten auf
fremdem
Grund
Öl- und
Gasvermögen
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsaus
stattung
Anlagen
in Bau
Geleistete
Anzahlungen
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
1.1.2012 3.184.019 11.195.971 6.020.949 2.050.634 1.858.587 428.785 24.738.945
Währungsdifferenz –2.898 –135.889 –19.620 8.609 –6.346 –12.877 –169.021
Konsolidierungskreis–
änderung
Zugang 36.780 1.099.694 398.067 74.425 631.856 30.760 2.271.583
Umbuchung 73.433 440.809 756.693 78.618 –822.990 –411.590 114.973
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen
–197.112 –384.496 –31.616 –43.793 –13.566 –670.582
Abgang –36.922 –36.263 –55.640 –95.705 –23.720 –1.410 –249.660
31.12.2012 3.057.299 12.179.828 7.068.834 2.072.788 1.623.821 33.667 26.036.237
Entwicklung der
Abschreibung
1.1.2012 1.148.701 4.905.281 3.492.655 1.183.777 27.226 110 10.757.751
Währungsdifferenz –1.324 –48.355 –10.307 372 –813 –0 –60.427
Konsolidierungskreis–
änderung
Planmäßige Abschreibung 113.697 885.989 290.459 149.208 1.439.353
Wertminderung 42.117 108.903 7.373 10.826 42.697 211.916
Umbuchung –5.271 –8.125 9.338 2.041 –421 –2.438
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –82.509 –332.243 –24.353 –27.658 –88 –466.852
Abgang –17.155 –17.610 –46.420 –84.478 –22.566 –188.228
Zuschreibung –125 –456 –23 –732 –581 –32 –1.949
31.12.2012 1.198.131 5.493.384 3.718.723 1.233.356 45.454 78 11.689.127
Buchwert 1.1.2012 2.035.318 6.290.690 2.528.294 866.857 1.831.361 428.675 13.981.194
Buchwert 31.12.2012 1.859.168 6.686.444 3.350.111 839.432 1.578.367 33.589 14.347.110
Sachanlagen EUR 1.000
Grundstücke,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten,
einschließlich
Bauten auf
fremdem
Grund
Öl- und
Gasvermögen
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsaus
stattung
Anlagen
in Bau
Geleistete
Anzahlungen
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
1.1.2011 3.159.940 9.829.226 5.546.548 2.062.834 1.521.376 446.061 22.565.986
Währungsdifferenz –92.832 80.928 –20.900 –60.727 –61.760 –13.695 –168.986
Konsolidierungskreis–
änderung –916 482.608 9.328 –3.931 –86 –1 487.002
Zugang 60.041 632.854 199.870 74.532 1.056.392 74.644 2.098.333
Umbuchung 89.668 222.408 349.527 70.830 –650.215 –78.094 4.123
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –3.156 –3.156
Abgang –28.726 –52.052 –63.423 –92.905 –7.120 –131 –244.357
31.12.2011 3.184.019 11.195.971 6.020.949 2.050.634 1.858.587 428.785 24.738.945
Entwicklung der
Abschreibung
1.1.2011 1.063.900 4.164.157 3.282.236 1.118.560 14.221 155 9.643.229
Währungsdifferenz –12.286 62.635 –11.849 –7.319 –446 –2 30.734
Konsolidierungskreis–
änderung –9 –496 –505
Planmäßige Abschreibung 108.402 713.240 251.613 149.017 1.222.272
Wertminderung 10.882 7.624 1.241 16.351 36.097
Umbuchung –2.308 –15.440 19.940 –3.750 1.738 181
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –2.480 –2.480
Abgang –15.595 –19.312 –56.798 –73.448 –4.601 –2 –169.755
Zuschreibung –1.805 –110 –29 –38 –41 –2.023
31.12.2011 1.148.701 4.905.281 3.492.655 1.183.777 27.226 110 10.757.751
Buchwert 1.1.2011 2.096.040 5.665.069 2.264.312 944.274 1.507.155 445.906 12.922.756
Buchwert 31.12.2011 2.035.318 6.290.690 2.528.294 866.857 1.831.361 428.675 13.981.194

In der Position Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich Bauten auf fremdem Grund sind Grundstücke in Höhe von TEUR 786.930 (2011: TEUR 831.127) ausgewiesen.

Sachanlagen mit einem Buchwert von TEUR 203.730 (2011: TEUR 699) wurden in die Position zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert. 2012 wurden keine Sachanlagen wieder in die Position Sachanlagen zurückgegliedert (2011: TEUR 23).

Anhangangabe 6 enthält Details zu den Wertminderungen.

Zum Bilanzstichtag bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 798.868 (2011: TEUR 549.656). Davon betreffen TEUR 381.441 (2011: TEUR 156.331) vertragliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit Gemeinschaftsunternehmen.

Finanzierungsleasing

Das Sachanlagevermögen aus Finanzierungsleasingverträgen beinhaltet auch ein FPSO-Schiff (Floating Production, Storage and Offloading Vessel) in Neuseeland, für welches nach 4 und 15 Jahren Kaufoptionen bestehen. Während der Laufzeit des Leasingvertrags trägt im Schadensfalle der Leasinggeber das Risiko. Während das FPSO-Schiff nicht operieren kann, werden die laufenden Leasingraten reduziert. Die Kaufoption wird im Jahr 2013 ausgeübt werden. Des Weiteren bestehen Finanzierungsleasingverträge für Tankstellen und Grundstücke u.a. in Österreich, Deutschland, der Slowakei und Tschechien, für Erdgas-Tankstellen, für Stromaggregate in E&P Rumänien, für Gaskavernen in Deutschland und für Tanklager in der Türkei.

Leasing-, Miet- und Pachtverträge EUR 1.000

2012 2011
Anschaf Kumulierte Buchwert Anschaf Kumulierte Buchwert
fungskosten Abschreibung fungskosten Abschreibung
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten, einschließlich
Bauten auf fremdem Grund 52.629 18.158 34.470 51.393 15.214 36.179
Öl- und Gasvermögen 241.321 116.759 124.563 232.114 76.529 155.585
Technische Anlagen und Maschinen 110.309 4.412 105.897 6.652 2.968 3.684
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 30.799 20.491 10.308 29.247 18.853 10.394
Summe 435.058 159.819 275.239 319.407 113.563 205.843

Bedingte Leasingzahlungen für Finanzierungsleasingverträge wurden 2012 in Höhe von TEUR 1.986 (2011: TEUR 3.458) geleistet.

Verpflichtungen aus bestehende Finanzierungsleasingverträge per 31.12. EUR 1.000
2012 2011
≤1 Jahr 1–5 Jahre >5 Jahre ≤1 Jahr 1–5 Jahre >5 Jahre
Summe künftiger
Mindestleasingzahlungen 48.828 65.636 236.749 52.676 55.622 50.334
[davon Zinsanteil] [10.232] [34.501] [121.420] [6.580] [9.788] [25.352]
Barwert der Mindestleasingzahlungen 38.595 31.136 115.329 46.096 45.834 24.982

Zusätzlich zu den oben genannten Verpflichtungen gibt es Verpflichtungen aus einer Mitteldruckdampfanlage für die Raffinerie Petrobrazi, für welche das wirtschaftliche Eigentumsrecht mit Beginn 2014 an OMV Petrom SA übertragen wird. Daher wurde dieses Finanzierungsleasing nicht in die Bilanz aufgenommen. Der Gesamtbetrag der künftigen Mindestleasingzahlungen für diese Anlage beträgt TEUR 39.038. 2011 gab es Verpflichtungen aus einem Finanzierungsleasingvertrag für Gaskavernenspeicher, die 2012 in das wirtschaftliche Eigentum des Konzerns übergingen. Der Gesamtbetrag für die Mindestleasingzahlungen für die Gaskavernen betrug in 2011 TEUR 300.564.

Operatives Leasing

OMV nimmt auch operatives Leasing in Anspruch, welches hauptsächlich für die Nutzung von Tankstellengrundstücken, EDV-Anlagen sowie im Bereich des Fuhrparks eingesetzt wird. Der Aufwand belief sich im Jahr 2012 auf TEUR 134.341 (2011: TEUR 131.750). Für einen wesentlichen Teil der gemieteten Tankstellengrundstücke bestehen Verlängerungsoptionen.

Künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren operativen Leasingverhältnissen EUR 1.000
2012 2011
Fällig innerhalb 1 Jahres 90.088 90.561
Fällig zwischen 1 und 5 Jahren 194.413 160.740
Fällig nach mehr als 5 Jahren 264.311 211.364
Summe künftiger Mindestleasingzahlungen 548.812 462.665
Anteile an assoziierten Unternehmen EUR 1.000
Buchwert 2012 2011
1.1. 1.671.074 1.487.632
Währungsdifferenz –4.589 2.829
Zugang 3.191
Anteilige Jahresergebnisse 200.441 224.116
Sonstige Ergebnisse –9.922 –9.465
Veräußerungen –3.824
Dividenden und Zwischenergebniseliminierung –42.178 –37.230
31.12. 1.811.003 1.671.074

Zum 31. Dezember 2012 bestanden die größten Buchwerte an der Borealis AG, Wien, mit TEUR 1.331.590 (2011: TEUR 1.208.222) und an der Pearl Petroleum Company Limited, Road Town, mit einem Konzernbuchwert von TEUR 290.650 (2011: TEUR 286.673). Die Dividenden 2012 stammen zum überwiegenden Teil von der Borealis AG mit einem Betrag von TEUR 39.600 (2011: TEUR 36.000).

Auf Grund eines Joint Venture Agreement zwischen OMV und der Pearl Petroleum Company Limited (Pearl) hat OMV maßgeblichen Einfluss im Sinne von IAS 28 (Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen) auf Pearl. Daher wird dieses Unternehmen trotz eines nur 10%-Anteils at-equity einbezogen.

Folgende Tabelle zeigt die Eckdaten aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der at-equity bilanzierten Unternehmen:

Eckdaten der at-equity bilanzierten Unternehmen (zu 100% Anteil) EUR 1.000
2012 2011
Umlaufvermögen 3.021.831 2.934.092
Anlagevermögen 9.280.205 8.401.926
Fremdkapital 5.214.761 4.653.594
Nettoumsatz 9.967.625 9.344.070
Betriebserfolg (EBIT) 297.444 665.305
Jahresüberschuss 610.590 859.072

14 Anteile an assoziierten Unternehmen

15 Vorräte

Das Vorratsvermögen verteilt sich wie folgt:

Vorratsbestand EUR 1.000
2012 2011
Rohöl 738.660 738.892
Gas 496.203 584.067
Sonstige Rohstoffe 281.495 310.038
Unfertige Mineralölprodukte 196.137 135.798
Sonstige unfertige Erzeugnisse 2.078 3.749
Fertige Mineralölprodukte 1.437.986 1.324.050
Sonstige fertige Erzeugnisse 41.694 49.659
Anzahlungen und Rechte aus Take-or-Pay Verträgen 7.992 2.734
Gesamt 3.202.244 3.148.987

Als Warenaufwand wurden in der Berichtsperiode TEUR 31.718.335 ergebniswirksam in den Umsatzkosten erfasst (2011: TEUR 24.764.617).

Die aufwandswirksam erfassten Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen TEUR 111.171 (2011: TEUR 104.333).

16 Forderungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Buchwerte)
Lieferungen und
Leistungen
2012 2011
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen 30.634 175.130
Forderungen gegenüber sonstigen Unternehmen 3.791.115 3.365.478
Gesamt 3.821.749 3.540.609

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen im Wesentlichen ihrem beizulegenden Zeitwert.

EUR 1.000
2012 2011
126.975 137.628
–5.161 9.208
–6.532 –7.924
–5.492 –11.936
109.789 126.975
Buchwert der wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 1.000
2012 2011
Vor Wertberichtigung 161.027 156.486
Nach Wertberichtigung 51.238 29.510

Die Altersstruktur überfälliger, aber nicht wertberichtigter Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 1.000
2012 2011
Bis 60 Tage überfällig 134.846 142.065
61 bis 120 Tage überfällig 3.591 5.112
Mehr als 120 Tage überfällig 27.151 32.973
Gesamt 165.588 180.150

Es bestehen keinerlei Hinweise auf negative Auswirkungen auf die Kreditqualität von finanziellen Vermögenswerten, die weder überfällig noch wertberichtigt sind.

Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige finanzielle Vermögenswerte (Buchwerte nach Bewertung)
Ergebnis
wirksam
zum Fair
Value
bewertet
Ergebnis
neutral zum
Fair Value
bewertet
Zu
fortgeführten
Anschaf
fungskosten
bewertet
Summe
Buchwerte
[davon
kurzfristig]
[davon
langfristig]
31.12.2012
Anteile an sonstigen Unternehmen 84.452 84.452 [—] [84.452]
Investmentfonds 1) 6.863 6.863 [—] [6.863]
Anleihen 129.896 129.896 [18.233] [111.663]
Als Sicherungsinstrumente designierte
und effektive Derivate
4.252 34.504 38.756 [34.475] [4.281]
Sonstige Derivate 100.469 100.469 [99.178] [1.291]
Ausleihungen 264.035 264.035 [3.925] [260.109]
Sonstige Forderungen gegenüber
assoziierten Unternehmen
1.753 1.753 [1.753] [—]
Übrige sonstige Forderungen 867.180 867.180 [319.603] [547.577]
Gesamt 104.721 171.263 1.217.420 1.493.403 [477.167] [1.016.236]
31.12.2011
Anteile an sonstigen Unternehmen 70.591 70.591 [—] [70.591]
Investmentfonds 1) 4 6.396 6.400 [4] [6.396]
Anleihen 127.644 127.644 [23] [127.621]
Als Sicherungsinstrumente designierte
und effektive Derivate 5.471 63.808 69.279 [56.272] [13.007]
Sonstige Derivate 152.007 152.007 [146.764] [5.243]
Ausleihungen 307.383 307.383 [2.654] [304.728]
Sonstige Forderungen gegenüber
assoziierten Unternehmen 5.055 5.055 [5.055] [—]
Übrige sonstige Forderungen 810.270 810.270 [172.729] [637.542]
Gesamt 157.482 197.848 1.193.299 1.548.629 [383.501] [1.165.128]

1) Kredite des Abwasserverbandes Schwechat sind durch verpfändete Wertpapiere (Anteile am A&P-Fonds) mit TEUR 3.670 (2011: TEUR 3.670) besichert.

Mit Ausnahme der Anteile an sonstigen Unternehmen zu Anschaffungskosten, für welche die beizulegenden Zeitwerte nicht zuverlässig geschätzt werden können, entspricht der jeweilige Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte at-fair-value-through-profit-or-loss (exklusive der als Sicherungsinstrumente designierten und effektiven Derivate, die nicht als finanzielle Vermögenswerte at-fair-value-throughprofit-or-loss gelten) beträgt zum 31. Dezember 2012 TEUR 100.469 (2011: TEUR 152.011). Darin sind ausschließlich finanzielle Vermögenswerte held-for-trading enthalten. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte availablefor-sale beträgt zum 31. Dezember 2012 TEUR 221.211 (2011: TEUR 204.631).

Unter den Ausleihungen sind Gesellschafterdarlehen an assoziierte Gesellschaften, welche in Anhangangabe 34 detailliert beschrieben werden.

Die übrigen sonstigen Forderungen beinhalten eine Forderung in Höhe von TEUR 514.867 (2011: TEUR 609.186) gegenüber dem rumänischen Staat in Zusammenhang mit Rekultivierungsverpflichtungen von OMV Petrom SA. Die Forderung besteht aus TEUR 74.722 (2011: TEUR 108.856) für Kosten sonstiger Umweltschutzmaßnahmen und aus TEUR 440.145 (2011: TEUR 500.300) für Rekultivierungskosten. OMV Petrom SA hat zwei Anträge zur Kostenrückerstattung von sonstigen Umweltschutzmaßnahmen in Höhe von TEUR 21.500 (2011: TEUR 21.500) eingebracht. Bisher hat der rumänische Staat die Anträge nicht bezahlt. Am 6. Dezember 2011 hat OMV Petrom SA Schiedsverfahren am International Court of Arbitration in Paris angestoßen, wobei allerdings von einer langen Verfahrensdauer auszugehen ist.

Fortgeführte Anschaffungskosten der Wertpapiere EUR 1.000
2012 2011
Anteile an sonstigen Unternehmen 84.452 70.591
Investmentfonds 6.101 6.101
Anleihen 127.308 128.412
Aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen zu sonstigen finanziellen Forderungen 1) EUR 1.000
2012 2011
1.1. 82.588 83.485
Zuführung (+)/Auflösung (–) 17.728 366
Abgänge –5.399 –99
Währungsdifferenzen 5.457 –1.164
31.12. 100.374 82.588

1) Betrifft die übrigen sonstigen Forderungen innerhalb der Position Sonstige finanzielle Vermögenswerte.

Buchwert der wertberichtigten sonstigen finanziellen Forderungen
2012 2011
Vor Wertberichtigung 124.264 83.724
Nach Wertberichtigung 23.890 1.136

Die Altersstruktur überfälliger, aber nicht wertberichtigter sonstiger finanzieller Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter sonstiger finanzieller Forderungen
2012 2011
Bis 60 Tage überfällig 53 333
61 bis 120 Tage überfällig 1 14
Mehr als 120 Tage überfällig 25.079 675
Gesamt 25.132 1.022
Sonstige Vermögenswerte EUR 1.000
2012 2011
Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig
Aktivische Abgrenzungen 90.132 31.430 75.180 37.873
Sonstige eigene Anzahlungen 132.059 12 7.295 4
Forderungen aus sonstigen Steuern / Sozialversicherung 79.150 41.318 134.432 30.133
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 8.796 46.510 20.114 49.224
Sonstige Vermögenswerte 310.137 119.271 237.021 117.234

2012 bestanden die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus den Gesellschaften: OMV Hrvatska d.o.o., OMV BH d.o.o., PETROM LPG SA und Petrol Ofisi Arama Üretim Sanayi ve Ticaret Anonim Şirketi.

Zum 31. Dezember 2012 hat das Management erwartet, dass die meisten dieser Transaktionen innerhalb der nächsten sechs Monate abgeschlossen werden.

2011 bestanden die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Liegenschaften von OMV Petrom SA, und OMV Deutschland GmbH und einer Explorationslizenz der OMV (U.K.) Limited.

Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten
2012 2011
Langfristiges Vermögen 179.277 19.979
Kurzfristiges Vermögen und latente Steuern 76.068 130
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 255.344 20.108
Rückstellungen 9.134
Verbindlichkeiten und latente Steuern 86.967 730
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 96.100 730

Die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögensgegenstände betrugen im E&P-Bereich TEUR 6.134 (2011: TEUR 1.729), im Geschäftsbereich R&M TEUR 233.211 (2011: TEUR 1.125) und in Kb&S TEUR 16.000 (2011: TEUR 17.254).

Die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten betrugen im Geschäftsbereich E&P TEUR 46.882 (2011: TEUR 730) und TEUR 49.218 im Geschäftsbereich R&M (2011: TEUR Null).

werte

18 Sonstige Vermögens-

19 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten 20 Eigenkapital

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 327.272.727 (2011: 327.272.727) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von TEUR 327.273 (2011: TEUR 327.273). Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Für das Geschäftsjahr 2012 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft um bis zu TEUR 77.900 durch Ausgabe von maximal 77.900.000 Stückaktien bis zum 13. Mai 2014 zu erhöhen (genehmigtes Kapital). In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand auf Grundlage seiner Beschlüsse vom 16. Mai 2011 und 6. Juni 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft im Wege einer Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital von EUR 300.000.000 auf EUR 327.272.727 durch Ausgabe von 27.272.727 neuen Aktien erhöht. Infolge dieser Kapitalerhöhung ist der Vorstand nunmehr ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu TEUR 50.627 durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen.

Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 Aktiengesetz um bis zu TEUR 50.627 durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 13. Mai 2009 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Zusätzlich zur Kapitalerhöhung wurde am 25. Mai 2011 die Begebung einer Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von TEUR 750.000 erfolgreich abgeschlossen. Da die Rückzahlung des Hybridkapitals sowie die Zinszahlungen im alleinigen Verfügungsbereich der Gruppe liegen, werden die Erlöse aus der Hybridanleihe (abzüglich Emissionskosten) zur Gänze als Eigenkapital behandelt. Das Hybridkapital wird bis zum 26. April 2018 mit einem festen Zinssatz von 6,75% verzinst. Anschließend wird das Hybridkapital bis 26. April 2023 mit einem noch festzulegenden festen Reset-Zinssatz und danach mit einem variablen Zinssatz mit einem step-up von 100 Basispunkten verzinst. Das Hybridkapital hat keinen Endfälligkeitstag und kann seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die Gesellschaft hat das Recht, das Hybridkapital zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat OMV die Möglichkeit, die Hybridanleihe vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.

Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß (derzeit 10% des Grundkapitals) während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Die eigenen Aktien können zur Bedienung von Aktienoptionen oder Long Term Incentive Plänen verwendet oder jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Anbot veräußert werden. Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, eigene Aktien einzuziehen oder eigene Aktien zum Bedienen von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, zum Aktientausch zum Zweck der Beteiligung an anderen Unternehmen und zu jedem beliebigen, gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden.

Kapitalrücklagen wurden durch Zufuhr von Mitteln gebildet, welche auf Grund der Eigentümerstellung über das Grundkapital hinaus der OMV Aktiengesellschaft zugeflossen sind.

Die Ergebnisse der vollkonsolidierten Unternehmen sowie der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind unter Berücksichtigung der Konsolidierungsvorgänge in den Gewinnrücklagen enthalten.

Die direkt im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Gewinne und Verluste und damit verbundenen Steuereffekte setzen sich wie folgt zusammen:

Steuereffekte im Zusammenhang mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses EUR 1.000
2012 2011
Brutto Steuer Netto Brutto Steuer Netto
Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–)
Ertrag (+) Ertrag (+) Ertrag (+) Ertrag (+) Ertrag (+) Ertrag (+)
Währungsdifferenzen aus der
Umrechnung ausländischer
Geschäftsbetriebe –50.918 –50.918 –354.281 –354.281
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der
Bewertung zur Veräußerung
verfügbarer finanzieller
Vermögenswerte 3.847 –913 2.934 –1.966 491 –1.475
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der
Bewertung von Hedges 74.537 –15.651 58.886 –58.778 11.314 –47.464
Gewinne (+)/ Verluste(-) aus der
Neubewertung von
leistungsorientierten Plänen –76.425 19.166 –57.259 –19.636 4.817 –14.819
Auf assoziierte Unternehmen
entfallender Anteil am sonstigen
Ergebnis –9.922 –9.922 –9.465 –9.465
Sonstiges Ergebnis des Jahres –58.881 2.602 –56.279 –444.125 16.622 –427.504

Für das Geschäftsjahr 2012 wird seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,20 (2011: EUR 1,10) je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung zu genehmigen ist. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2011 erfolgte im Mai 2012 und betrug TEUR 358.758 (2011: TEUR 298.797).

In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2011 (mit Ausnahme von 2010) wurde der Erwerb eigener Anteile genehmigt. Das Eigenkapital wird in Höhe der Anschaffungskosten der zurückgekauften eigenen Anteile gekürzt. Gewinne oder Verluste aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu den Anschaffungskosten erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.

Die eigenen Anteile entwickelten sich in den Berichtsperioden wie folgt:

Eigene Anteile

Stückaktien Anschaffungswert
in EUR 1.000
Stand 1.1.2011 1.203.195 13.211
Abgang –4.320 –47
Stand 31.12.2011 1.198.875 13.164
Abgang –120.095 –1.317
Stand 31.12.2012 1.078.780 11.847

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar:

Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile

Stückaktien Eigene Anteile Im Umlauf
befindliche Anteile
Stand 1.1.2011 300.000.000 1.203.195 298.796.805
Bedienung von Aktienoptionen –4.320 4.320
Kapitalerhöhung 27.272.727 27.272.727
Stand 31.12.2011 327.272.727 1.198.875 326.073.852
Bedienung von Aktienoptionen –120.095 120.095
Stand 31.12.2012 327.272.727 1.078.780 326.193.947

21 Rückstellungen

In der Berichtsperiode entwickelten sich die Rückstellungen wie folgt:

Rückstellungen EUR 1.000
Pensionen und
ähnliche
Verpflich
tungen
Rückstellung
für Rekulti
vierung
Sonstige
Rückstel
lungen
Gesamt
1.1.2012 938.316 2.058.940 848.752 3.846.009
Währungsdifferenz –1.061 –37.452 –12.370 –50.882
Konsolidierungskreisänderung –267 –267
Verbrauch –71.208 –50.848 –371.768 –493.823
Fondsdotierung –40.678 –40.678
Zuweisung 182.743 157.132 379.245 719.121
Umbuchungen –27.164 –1.888 29.044 –8
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten –2.922 –49.323 –5.437 –57.681
31.12.2012 978.027 2.076.562 867.201 3.921.790
[davon kurzfristig zum 31. Dezember 2012] [—] [81.438] [568.904] [650.342]
[davon kurzfristig zum 1. Jänner 2012] [—] [75.077] [560.961] [636.038]

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

OMV hat an Mitarbeiter in Österreich und Deutschland Pensionszusagen in Form von beitrags- und leistungsorientierten Pensionszusagen gegeben. Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten fünf Kalenderjahre abhängig. Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Bei den beitragsorientierten Plänen stimmt der Aufwand mit den Beitragsleistungen überein. Beide Pläne beinhalten keine Verpflichtungen zur Deckung der Verpflichtungen durch Planvermögen.

Die Anwartschaften für wertgesicherte Pensionszusagen in mehreren österreichischen OMV Gesellschaften wurden in den Vorjahren an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen.

Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, welche bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden, einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Mitarbeiter, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt. In Österreich und Deutschland erhalten Mitarbeiter nach Erreichung eines bestimmten Dienstalters Jubiläumsgelder. Die Pläne erfordern keine Mitarbeiterbeiträge und keine Wertpapierdeckung.

Rückstellungen für Lösungskosten werden für unwiderrufbare Zusagen im Rahmen von Personallösungen im OMV Konzern gebildet.

Die Entwicklung der leistungsorientierten Pensionspläne und Abfertigungen stellt sich wie folgt dar:

Leistungsorientierte Pensionspläne und Abfertigungen 1) EUR 1.000
2012 2011 2010 2009 2008
Barwert der über einen Fonds finanzierten
Verpflichtung 639.077 567.071 559.399 535.943 522.420
Marktwert des Planvermögens –460.267 –407.763 –400.450 –379.477 –349.295
Rückstellung der über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 178.810 159.308 158.949 156.466 173.125
Barwert der nicht über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 492.780 478.958 500.604 502.344 524.123
Rückstellung der nicht über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 492.780 478.958 500.604 502.344 524.123
Barwert der Verpflichtungen für Abfertigungen 108.567 114.343 120.446 109.596 106.880
Gesamt 780.157 752.609 779.999 768.406 804.128

1) Die Zahlen für 2008 bis 2011 wurden entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst. Siehe Anhangangabe 4.1. für nähere Details.

Die Entwicklung der Rückstellung für Jubiläumsgelder, Lösungskosten und andere Leistungen an Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:

Jubiläumsgelder, Lösungskosten und andere Leistungen an Arbeitnehmer EUR 1.000
2012 2011 2010 2009 2008
Rückstellung für Jubiläumsgelder 29.868 22.016 24.894 24.738 24.515
Rückstellung für Lösungskosten 166.255 179.695 202.062 189.944 268.705
[davon kurzfristige Rückstellung für Lösungskosten] [58.550] [65.826] [81.294] [99.041] [149.826]
Rückstellungen für andere Leistungen an
Arbeitnehmer 60.297 49.822 78.905 75.300 68.982
Gesamt 256.420 251.533 305.861 289.982 362.202
Barwert der Verpflichtungen EUR 1.000
2012 2011
Pensionen und Jubiläums Pensionen und Jubiläums
Abfertigungen gelder, Abfertigungen gelder,
Lösungskosten Lösungskosten
und andere und andere
Leistungen an Leistungen an
Arbeitnehmer Arbeitnehmer
Barwert der Verpflichtungen zum 1.1. 1.160.372 251.533 1.180.449 303.137
Konsolidierungskreisänderung –908
Währungsumrechnung –1.804 –1.470
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten –1.654 –1.268
Laufender Dienstzeitaufwand 16.205 2.849 16.700 6.291
Nettozinsaufwand 53.383 11.274 54.209 13.557
Auszahlungen –92.974 –64.350 –90.710 –67.588
Erwartete Verpflichtung zum 31.12. 1.135.332 198.233 1.160.648 253.018
Tatsächliche Verpflichtung zum 31.12. 1.240.424 256.420 1.160.372 251.533
Neubewertung der Periode (Sonstiges Ergebnis) 105.092 –276
davon auf Grund demografischer Annahmen –2.938
davon auf Grund finanztechnischer Annahmen 110.449
davon auf Grund erfahrungsbedingter Annahmen –2.419 –276
Neubewertung (erfolgswirksam) 58.187 –1.486

Der Marktwert des Planvermögens für über einen Fonds finanzierte leistungsorientierte Pensionspläne entwickelte sich wie folgt:

Marktwert des Planvermögens EUR 1.000
VRG IV VRG VI 2012
Summe
VRG IV VRG VI 2011
Summe
Marktwert des Planvermögens zum 1.1. 230.246 177.517 407.763 217.694 182.756 400.450
Zinserträge 9.425 7.052 16.478 10.134 8.252 18.386
Fondsdotierung 29.364 11.314 40.678 25.741 11.533 37.274
Auszahlungen –13.866 –19.373 –33.239 –10.354 –18.080 –28.434
Neubewertung der Periode
(Sonstiges Ergebnis) 12.818 15.770 28.587 –12.969 –6.944 –19.913
Marktwert des Planvermögens zum 31.12. 267.987 192.280 460.267 230.246 177.517 407.763

Rückstellungen und Aufwendungen der Periode entwickelten sich wie folgt:

Rückstellungen und Aufwendungen EUR 1.000
2012 2011
Pensionen und Jubiläums Pensionen und Jubiläums
Abfertigungen gelder, Abfertigungen gelder,
Lösungskosten Lösungskosten
und andere und andere
Leistungen an Leistungen an
Arbeitnehmer Arbeitnehmer
Rückstellung zum 1.1. 752.609 251.533 779.966 303.137
Periodenaufwand 53.109 14.123 52.515 19.848
Konsolidierungskreisänderung –908
Fondsdotierung –40.678 –37.273
Auszahlungen –59.736 –64.350 –62.236 –67.588
Währungsumrechnung –1.804 –1.470
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten –1.654 –1.268
Neubewertung 76.507 19.637
davon auf Grund demografischer Annahmen –2.938
davon auf Grund finanztechnischer Annahmen 110.449
davon auf Grund erfahrungsbedingter Annahmen –31.004 19.637
Neubewertung (erfolgswirksam) 58.187 –1.486
Rückstellung zum 31.12. 780.157 256.420 752.609 251.533
Laufender Dienstzeitaufwand 16.205 2.849 16.700 6.291
Nettozinsaufwand 36.904 11.274 35.815 13.557
Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen der
Periode 53.109 14.123 52.515 19.848

Die gesamten Pensionskassenbeiträge für Vorstandsmitglieder beliefen sich in 2012 auf TEUR 1.299 (2011: TEUR 1.406).

Im Zinsaufwand sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Lösungskosten in Höhe von TEUR 4.749 (2011: TEUR 9.161) enthalten.

Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31.12.

2012 2011
Pensionspläne Abferti Pensionspläne Abferti
gungen, gungen,
Jubiläen Jubiläen
Kapitalmarktzinssatz 3,85% 3,85% 4,75% 4,75%
Gehaltstrend 3,85% 3,85% 3,85% 3,85%
Pensionstrend 1,80% 1,80%

Für die österreichischen Konzerngesellschaften werden der Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008 P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt. In anderen Ländern werden ähnliche aktuarische Berechnungsgrundlagen verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden altersspezifisch bzw. abhängig vom Dienstalter geschätzt. Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen des betreffenden Landes.

Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche werden als erheblich erachtet und in folgenden Bandbreiten einem Stresstest unterzogen. Die daraus resultierenden Steigerungen und Verringerungen im Vergleich zu den bilanzierten Werten der leistungsorientierten Ansprüche sind in prozentualen Veränderungen wie folgt:

Sensitivitäten EUR 1.000
2012
Kapitalmarktzinssatz Gehaltstrend Fluktuation
+0,5% –0,5% +0,25% –0,25% doppelt halbe
Pensionspläne 4,44% –5,43% –2,32% 2,52%
Abfertigungen 4,21% –4,13% –2,04% 2,07% –0,49% 0,89%

Durchschnittliche Laufzeiten und Laufzeitprofile sind wie folgt:

Durchschnittliche Laufzeiten (Duration) und Laufzeitprofil leistungsorientierter Pensionspläne zum 31.12.
Laufzeitprofil 2012
Durchschnittliche
Laufzeiten (Duration)
1–5 Jahre 6–10 Jahre >10 Jahre in Jahren
Pensionspläne 339.796 258.809 533.391 11
Abfertigungen 32.358 38.788 38.947 9
Zahlungswirksame durchschnittliche Laufzeiten (Duration) und Laufzeitprofil zum 31.12. EUR 1.000
2012
Laufzeitprofil Durchschnittliche
Laufzeiten (Duration)
1–5 Jahre 6–10 Jahre >10 Jahre in Jahren
Pensionspläne 373.063 344.182 1.201.714 16
Abfertigungen 37.882 64.588 121.735 12

Veranlagung des Planvermögens zum 31.12.

2012 2011
VRG IV VRG VI VRG IV VRG VI
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere 24,23% 24,00% 18,80%
Schuldverschreibungen 52,88% 1,52% 43,80% 15,00%
Cash und Geldmarktveranlagungen 20,52% 98,48% 20,70% 66,20%
Sonstige 2,37% 11,50%
Summe 100,00% 100,00% 100,00% 100,00%

Ziele der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allocation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten.

Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppe VRG IV ist in internationale Anleihen- und Aktienfonds, alternative Veranlagungsstrategien (Absolute Return Strategien, Immobilien und Private Equity), sowie Anlagen auf dem Geldmarkt investiert. Im Zuge einer Risikodiversifizierung wurde bei der Auswahl der Asset Manager auf deren unterschiedliche Managementstile und Investmentansätze Bedacht genommen.

Für die Veranlagung des Vermögens der VRG VI wurde ein Wertsicherungskonzept implementiert. Bei diesem Investmentprozess wird risikoabhängig in globale Aktienmärkte, europäische Anleiheninstrumente und Geldmarktveranlagungen mit geringerem Risiko investiert, wobei die taktische Allokation sehr flexibel und modellgetrieben erfolgt und eine definierte Wertuntergrenze zu einem bestimmten Stichtag nicht unterschritten werden soll. Gleichzeitig soll aber auch die Chance auf eine Teilnahme an einer positiven Entwicklung des Aktienmarkts teilweise gewahrt bleiben.

Auf Grund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRGn positive und negative Abweichungen zu der Planvermögensrendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG IV lag in 2012 mit 9,76% über der Planvermögensrendite, während das Veranlagungsergebnis der VRG VI mit 3,03% unter der Planrendite lag.

Für 2013 sind leistungsorientierte Zahlungen an die APK-Pensionskasse AG im Ausmaß von TEUR 17.500 geplant.

Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen

In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der aktivierten Anlagenentfernungskosten und der Rekultivierungsrückstellung dargestellt. Bei Änderungen in den geschätzten Rekultivierungskosten ist in der Periode der Änderung der Barwert lediglich auf den Änderungseffekt zu ermitteln und im Falle der Erhöhung über die Restlaufzeit abzuschreiben bzw. bei einer Reduktion vom bereits aktivierten Vermögenswert abzuziehen.

Aktivierte Anlagenentfernungskosten und Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen
Anschaffungswert Planmäßige
Abschreibung
Buchwert
Aktivierte Anlagenentfernungskosten
1.1.2012 490.468 250.505 239.964
Währungsdifferenz 4.930 561 4.369
Neue Verpflichtungen 3.669 3.669
Erhöhung aus Parameteränderung 108.500 108.500
Abschreibung laufende Periode 63.551 –63.551
Abgänge/Liquidationen laufende Periode –6.758 –923 –5.835
Kürzung aus Parameteränderung –3.352 –3.352
Umgliederungen als zu Veräußerungszwecken gehaltenes
Vermögen –29.650 –14.877 –14.773
31.12.2012 567.807 298.817 268.991
Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen
1.1.2012 2.058.940
Währungsdifferenz –37.452
Neue Verpflichtungen 40.151
Erhöhung aus Parameteränderung 73.083
Kürzung aus Parameteränderung –66.702
Abgrenzung Diskontierung/Aufzinsung 108.713
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten –49.323
Tilgungen laufende Periode –50.848
31.12.2012 2.076.562
[davon kurzfristig zum 31. Dezember 2012] [—] [—] [81.438]
[davon kurzfristig zum 1. Jänner 2012] [—] [—] [75.077]

Die Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen enthält Verpflichtungen von OMV Petrom SA in Höhe von TEUR 1.374.675 (2011: TEUR 1.411.496). Zum 31. Dezember 2012 weist OMV Petrom SA eine Forderung gegenüber dem rumänischen Staat von TEUR 514.867 (2011: TEUR 609.186) aus, welche als langfristigen Vermögenswerten unter den sonstigen Finanzanlagen dargestellt wird (siehe Anhangangabe 17). Davon stehen TEUR 440.145 im Zusammenhang mit Rekultivierungen (2011: TEUR 500.330), TEUR 74.722 betreffen Umweltschutzkosten (2011: TEUR 108.856).

Sonstige Rückstellungen 2012
Kurzfristig
Langfristig
Kurzfristig
EUR 1.000
2011
Langfristig
Umweltschutzkosten 26.610 45.212 47.336 82.507
Sonstige Personalrückstellungen 99.950 376 107.717 491
Sonstige 442.343 252.709 405.909 204.793
Sonstige Rückstellungen 568.904 298.297 560.961 287.791

In den sonstigen Personalrückstellungen sind u.a. kurzfristige Lösungskosten in Höhe von TEUR 58.550 (2011: TEUR 65.826) enthalten. Die Position Sonstige enthält TEUR 21.433 (2011: TEUR 26.847) kurzfristige und TEUR 69.477 (2011: TEUR 71.424) langfristige Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mit aktiven und ehemaligen Dienstnehmern betreffend verschiedener Klagen aus der unterschiedlichen Interpretation einzelner Bestimmungen des Kollektivvertrags von Petrom. Des Weiteren sind in dieser Position auch Rückstellungen für belastende Verträge von EconGas GmbH in Höhe von TEUR 128.408 (2011: TEUR Null), eine Rückstellung für eine Steuerprüfung bei OMV Petrom SA sowie für Förderzinsen und LTI Pläne enthalten. 2011 enthielt die Position auch Rückstellungen für die von der rumänischen Wettbewerbsbehörde auferlegte Strafe im Zusammenhang mit der Rücknahme des Tankstellenprodukts Eco Premium vom rumänischen Treibstoffmarkt, welche im Jahr 2012 vollständig bezahlt wurde.

Emissionszertifikate

Auf Basis der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats über ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten wurden durch nationale Zuteilungspläne den betroffenen Gesellschaften im OMV Konzern für 2012 in Summe 8.366.477 Emissionszertifikate unentgeltlich zugeteilt (2011: 8.523.301). Davon betrug die Zuteilung für insgesamt 14 Anlagen von Petrom 4.287.525 Zertifikate (2011: 4.444.349 für 17 Anlagen). Der Marktwert der Emissionszertifikate beträgt zum 31. Dezember 2012 TEUR 70.405 (31. Dezember 2011: TEUR 58.752).

Zum Bilanzstichtag verfügte der OMV Konzern über 11.412.188 Emissionszertifikate. Für (noch nicht extern verifizierte) Emissionen in 2012 werden in 2013 voraussichtlich 5.897.310 Emissionszertifikate zurückgegeben werden.

Entwicklung der Emissionszertifikate

2012 2011
Emissionszertifikate zum 1.1. 8.605.609 7.011.569
Zuteilung für das Jahr 8.366.477 8.523.301
Rückgabe für tatsächliche Emissionen des Vorjahrs –5.561.099 –5.846.305
Netto-Zukäufe und -Verkäufe während des Jahres 1) 1.201 –1.082.956
Emissionszertifikate zum 31.12. 11.412.188 8.605.609

1) Zukäufe werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Für eine Unterdeckung an Emissionszertifikaten würde mit einer Rückstellung vorgesorgt werden. Bis zum 31. Dezember 2012 bestand für den OMV Konzern keine Unterdeckung.

22 Verbindlich-

keiten
Verbindlichkeiten EUR 1.000
2012 2011
Kurzfristig Langfristig Gesamt Kurzfristig Langfristig Gesamt
Anleihen 213.615 3.527.151 3.740.766 77.169 2.492.672 2.569.842
Sonstige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten 162.127 886.083 1.048.210 482.328 1.792.835 2.275.163
[davon gegenüber Banken] [162.127] [886.083] [1.048.210] [482.328] [1.792.835] [2.275.163]
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen (kurzfristig) 4.290.438 4.290.438 3.431.210 3.431.210
[davon gegenüber assoziierten
Unternehmen] [83.397] [—] [83.397] [69.200] [—] [69.200]
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 408.720 243.012 651.731 539.154 136.511 675.664
Sonstige Verbindlichkeiten 1.261.263 6.783 1.268.046 1.163.470 7.604 1.171.073
Zu Veräußerungszwecken gehaltene
Verbindlichkeiten 96.100 96.100 730 730
Gesamt 6.432.263 4.663.028 11.095.292 5.694.061 4.429.621 10.123.682

Anleihen

Begebene Anleihen

EUR 750.000.000
EUR 750.000.000
3,5% fix
2,625% fix
27.9.2027
27.9.2022
744.252
743.795

EUR 500.000.000 4,25% fix 12.10.2021 498.730 498.186
EUR 500.000.000 4,375% fix 10.2.2020 516.412 516.052
EUR 250.000.000 5,25% fix 22.6.2016 256.806 256.772
Internationale Industrieanleihe EUR 701.730.000 2) 6,25% fix 7.4.2014 733.856 1.045.923
USD 138.000.000 4,88% fix 27.6.2015 108.900 112.175
US Privatplatzierung 1) USD 182.000.000 4,73% fix 27.6.2013 138.015 140.733
1.000 1.000
31.12. in EUR 31.12. in EUR
Nominale Kupon Rückzahlung 2012
Buchwert zum
2011
Buchwert zum

1) Der Zinssatz wurde durch derivative Instrumente (Zinsswaps) mit einem Nominalwert von TUSD 50.000 (2011: TUSD 50.000) teilweise von fix auf variabel gedreht. 2) In 2012 wurden TEUR 298.270 aus dem Eurobond 2014 mit einem Nominale von TEUR 1.000.000 zurückgekauft.

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten

Einige der verzinslichen Kredite beinhalten Finanzklauseln, die im Wesentlichen adaptierte Eigenkapitalquoten, den Cashflow aus der Betriebstätigkeit ohne Zinsaufwand und -ertrag sowie das EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) betreffen.

Anleihen und sonstige verzinslichen Finanzverbindlichkeiten haben folgende Fristigkeiten:

Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten EUR 1.000

2012 2011
Kurzfristige Kreditfinanzierungen 86.585 272.156
Kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen 289.157 287.342
Gesamt kurzfristig 375.742 559.498
Fälligkeit langfristiger Finanzierungen
2013/2012 (kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen) 289.157 287.342
2014/2013 876.849 647.210
2015/2014 197.335 1.628.818
2016/2015 461.930 195.118
2017/2016 58.114 478.866
2018/2017 und folgende Jahre 2.819.006 1.335.496
Gesamt ab 2013/2012 4.702.391 4.572.850
Gliederung der Anleihen und sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten nach Währungen und Zinssätzen EUR 1.000
2012 2011
Gewogener Gewogener
Durchschnitts Durchschnitts
zinssatz zinssatz
Anleihen und sonstige langfristige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten 1)
Fixe Zinssätze EUR 3.923.680 4,18% 3.048.010 4,94%
USD 242.534 4,79% 297.991 4,74%
Gesamt 4.166.214 4,21% 3.346.001 4,92%
Variable Zinssätze AUD 16.832 4,73%
EUR 536.177 2,83% 1.196.241 3,99%
USD 13.776 0,78%
Gesamt 536.177 2,83% 1.226.849 3,96%
Anleihen und sonstige kurzfristige verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten
EUR 61.805 2,85% 31.247 0,39%
GBP 28.313 1,35%
TRY 17.554 2,74% 35.169 9,73%
HUF 11 5,75% 51.476 6,93%
RON 70 6,33% 41 5,07%
USD 7.145 0,20% 2.006 0,19%
NOK 96.724 3,20%
AUD 21.143 5,00%
CHF 877 0,87%
HRK 5.159 3,33%
Gesamt 86.585 2,61% 272.156 4,35%

1) Inklusive kurzfristiger Teile langfristiger Kreditfinanzierungen.

Anleihen und sonstige verzinslichen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 4.788.976 (2011: TEUR 4.845.005) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der geschätzte Tageswert dieser Verbindlichkeiten beträgt TEUR 5.170.495 (2011: TEUR 5.119.290), wovon TEUR 4.465.564 (2011: TEUR 3.577.082) auf fix verzinsliche und TEUR 704.931 (2011: TEUR 1.542.208) auf variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten entfallen. Dabei wurde der Tageswert von Finanzverbindlichkeiten, für die kein Marktpreis verfügbar war, durch Diskontierung der künftigen Zahlungsströme mit jenem Zinssatz, der am Bilanzstichtag für gleichartige Verbindlichkeiten mit gleicher Restlaufzeit gültig war, ermittelt.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten EUR 1.000
Kurzfristig Langfristig Gesamt
2012
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 6.802 6.802
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven
Derivaten 24.087 334 24.421
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 99.418 625 100.043
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 38.595 146.464 185.060
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 246.617 88.788 335.406
Gesamt 408.717 243.014 651.731
2011
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 6.800 6.800
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven
Derivaten 123.562 5.787 129.349
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 146.202 843 147.045
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 46.096 70.816 116.912
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 223.294 52.265 275.559
Gesamt 539.154 136.511 675.664

Fair-Value-Anpassungen der Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven Derivaten werden ergebnisneutral verbucht. Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten sind finanzielle Verbindlichkeiten at-fair-value-through-profit-or-loss. Sämtliche andere Positionen sind als Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, zu klassifizieren.

Die nachfolgende Tabelle fasst die Fristigkeitsstruktur der vertraglichen, nicht diskontierten Mittelabflüsse aus Finanzverbindlichkeiten zusammen:

Finanzverbindlichkeiten EUR 1.000
<1 Jahr 1–5 Jahre >5 Jahre Gesamt
2012
Anleihen 294.554 1.483.813 2.994.232 4.772.599
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 198.201 614.115 308.643 1.120.960
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.330.043 4.330.043
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten ohne Derivate 420.822 76.370 150.222 647.413
Gesamt 5.243.620 2.174.297 3.453.097 10.871.014
2011
Anleihen 130.739 1.863.653 1.193.750 3.188.142
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 510.304 1.530.770 398.589 2.439.663
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.498.818 3.498.818
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten ohne Derivate 544.564 92.943 69.863 707.371
Gesamt 4.684.426 3.487.366 1.662.203 9.833.994

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten EUR 1.000
Kurzfristig Langfristig Gesamt
2012
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 984.496 984.496
Fremde Vorauszahlungen 206.193 6.783 212.976
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 70.574 70.574
Gesamt 1.261.263 6.783 1.268.046
2011
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 902.955 902.955
Fremde Vorauszahlungen 198.369 7.604 205.972
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 62.146 62.146
Gesamt 1.163.470 7.604 1.171.073
EUR 1.000
Aktive latente Wertberich Aktive Passive
Steuern ohne tigung latente latente
Wertberichtigung Steuern Steuern
89.543 45.160 44.382 393.476
120.431 4.032 116.399 761.269
5.252 –64 5.316 27.989
74.715 1.845 72.870 85.707
91.637 16.851 74.785 61.418
0 0 3.308
128.872 128.872 1.925
359.003 359.003 31.789
75.502 2.071 73.431 198.781
56.518 56.518
265.225 110.049 155.176
1.266.697 179.944 1.086.753 1.565.662
–786.347 –786.347
–487 –927
299.918 778.388
Latente Steuern EUR 1.000
Aktive latente Wertberich Aktive Passive
Steuern ohne tigung latente latente
Wertberichtigung Steuern Steuern
2011
Immaterielle Vermögenswerte 66.357 34.315 32.042 447.331
Sachanlagevermögen 142.141 142.141 807.638
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.592 5.592 39.118
Abgrenzung Petroleum Revenue Tax (PRT) 6.563 6.563 4.069
Vorräte 63.576 3.079 60.497 80.744
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 43.449 9.914 33.535 64.825
Unversteuerte Rücklagen 0 0 3.385
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 117.356 117.356 922
Sonstige Rückstellungen 343.158 2.866 340.292 31.281
Verbindlichkeiten 89.393 89.393 184.661
Sonstige, keiner Bilanzposition zuordenbare latente Steuern 74.173
Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG) 49.950 49.950
Verlustvorträge 267.663 88.355 179.308
Gesamt 1.195.200 138.530 1.056.670 1.738.147
Saldierung auf Grund gleicher Steuerhoheiten –858.057 –858.057
Latente Steuern in zu Veräußerungszwecken
gehaltenem Vermögen –130 –730
Latente Steuern laut Bilanz 198.483 879.360

Latente Steuern werden auf einbehaltene Gewinne von Konzerngesellschaften in der Regel dann berücksichtigt, wenn es keine Möglichkeit gibt, diese Beträge steuerfrei beim Mutterunternehmen zu vereinnahmen.

Zum 31. Dezember 2012 waren steuerliche Verlustvorträge von TEUR 924.273 vorhanden (2011: TEUR 878.794). Davon wurden TEUR 509.468 (2011: TEUR 545.341) als werthaltig für die Berechnung latenter Steuern angesehen. Die zeitliche Verteilung der Vortragsfähigkeit stellt sich wie folgt dar:

Steuerliche Verlustvorträge EUR 1.000
Basiswert davon steuerliche
Verlustvorträge
2012 2011 2012 2011
2012 13.376 12.675
2013 17.306 3.395 15.122 278
2014 30.105 14.856 1.730 49
2015 43.499 60.385 21.892 9.765
2016 27.226 66.708 18.176 6.396
2017 43.311 5.217
Nach 2017/2016 71.319 110.956
Unbegrenzt 691.507 609.118 352.668 304.289
Gesamt 924.273 878.794 414.805 333.452

Die latenten Steuern betreffen die folgenden Abweichungen zwischen Steuer- und IFRS-Bilanz:

2012 2011
Aktive Passive Aktive Passive
latente latente latente latente
Steuern Steuern Steuern Steuern
Unterschied in Abschreibungen 52.066 383.302 54.834 467.118
Aktivierung von Anlagenentfernungen und Rekultivierungskosten 288.663 91.433 279.315 87.687
Bewertung von in Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 113.135 646.547 82.387 604.462
Wertminderungen 39.286 19.914 27.078 38.372
Diskontierung von Forderungen 15.173 14.884 8.765 8.364
Steuerliche Abschreibung von Beteiligungen 56.518 49.950
Bewertungsunterschiede bei Derivaten 28.686 0 62.589
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 128.872 1.925 117.356 922
Bewertungsunterschiede bei Personalrückstellungen 16.277 1.024 13.491 1.303
Unterschied zwischen Marktwerten und steuerlichen Werten 47.974 53.376 21.968 58.271
Petroleum Revenue Tax (PRT) 6.563 4.069
Steuerliche Verlustvorträge 155.176 179.308
Sonstige Unterschiede und Vermögenswerte 144.927 353.258 153.066 467.581
Gesamt 1.086.753 1.565.662 1.056.671 1.738.148

Zum 31. Dezember 2012 bestanden temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 90.618 (2011: TEUR 89.244), die im Zusammenhang mit Investitionen in ausländische Tochtergesellschaften stehen und für die keine latente Steuer gebildet wurde.

24 Cashflow-Rechnung

Die liquiden Mittel umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und jederzeit disponible kurzfristige Veranlagungen mit geringem Verwertungsrisiko, welches dann gegeben ist, wenn die kurzfristige Verwertung mit einem vernachlässigbaren Kurs- oder Zinsrisiko verbunden ist. Die Veranlagungen dürfen zum Anschaffungszeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten aufweisen. Über das Bankguthaben der Amical Insurance Limited in Höhe von TEUR 7.424 (2011: TEUR 1.868) kann aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht zur Gänze frei verfügt werden. Über TEUR 13.354 (2011: TEUR 20.914) der OMV Petrom SA und PETROM LPG SA kann auf Grund schwebender Gerichtsverfahren nicht frei verfügt werden. Weitere TEUR 5.745 (2011: TEUR 2.907) betreffen verpfändete Bankkonten der OMV Petrom SA.

In 2012 gab es keine Mittelabflüsse aus dem Erwerb von Unternehmen.

Die Zahlen für 2011 beinhalten die Akquisitionen von OMV Anaguid Ltd., OMV South Tunisia Ltd. und OMV Dorra Limited (alle in Tunesien aktiv) sowie den Erwerb von OMV Maurice Energy Limited.

Netto-Mittelabfluss aus dem Erwerb von Unternehmen EUR 1.000
2012 2011
Gesamt Tunesien Sonstige Gesamt
Bezahlter Kaufpreis 673.092 141.409 814.501
Liquide Mittel durch Wechsel der Konsolidierungsart –13.177 –6.029 –19.206
Netto-Mittelabfluss aus dem Erwerb von Unternehmen 659.915 135.380 795.295

Das Nettovermögen von veräußerten Gesellschaften war zum jeweiligen Transaktionsstichtag wie folgt:

Nettovermögen veräußerter Gesellschaften EUR 1.000
2012 2011
Langfristiges Vermögen 3.521
Kurzfristiges Vermögen 46 40.075
Langfristige Verbindlichkeiten 908
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.191 18.204
Nettovermögen veräußerter Gesellschaften –1.145 24.484

Die aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften erhaltenen liquiden Mittel betrugen TEUR 34.457 (2011: TEUR 37.647). Die liquiden Mittel von Tochtergesellschaften, über welche die Beherrschung verloren wurde, betrug in 2012 TEUR Null (2011: TEUR –25.427).

25 Haftungsverhältnisse Für Rechtsstreitigkeiten, aus denen wahrscheinlich Verpflichtungen resultieren, werden Rückstellungen gebildet. Der Vorstand vertritt den Standpunkt, dass jene Rechtsstreitigkeiten, die nicht durch Rückstellungen oder Versicherungen gedeckt sind, keinen wesentlichen Einfluss auf das Konzerneigenkapital haben werden. Jede Konzerngesellschaft unterliegt mit ihren Produktionsanlagen und ihrem Grundvermögen in den jeweiligen Ländern einer Reihe von Umweltschutzbestimmungen. Für die geschätzten Kosten bestehender Verpflichtungen aus Umweltschutzmaßnahmen wurde in Übereinstimmung mit den Bilanzierungsregeln des Konzerns bilanziell vorgesorgt. Für Rekultivierungen werden Rückstellungen gebildet, wenn zum Bilanzstichtag eine Verpflichtung bereits eingetreten ist.

Der Vorstand ist der Ansicht, dass die Einhaltung der gegenwärtigen Gesetze und Bestimmungen und der künftig strengeren Gesetze und Bestimmungen keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Konzernergebnisse, -bilanz und -cashflows der näheren Zukunft haben wird.

Kapitalrisikomanagement

Das Kapitalrisikomanagement im OMV Konzern ist Teil des Value Managements und orientiert sich an den zentralen Steuerungsgrößen Return On Average Capital Employed (ROACE) und Verschuldungsgrad (Gearing Ratio). Basierend auf den Mittelfristannahmen plant OMV über den Geschäftszyklus einen ROACE von 13% sowie eine langfristige Kapitalstruktur mit einem Verschuldungsgrad von bis zu 30%.

Liquiditätsrisiko

Zur Beurteilung des Liquiditätsrisikos werden konzernweit die geplanten operativen sowie finanziellen Ein- und Auszahlungsströme auf Monatsbasis analysiert und die geplante Nettoliquiditätsentwicklung dargestellt. Der geplanten Nettoliquiditätsentwicklung werden bestehende Geldanlagen und Finanzierungen, deren geplante Abreifung sowie bestehende Liquiditätsreserven gegenübergestellt. Diese Analyse stellt die Basis für Finanzierungsentscheidungen hinsichtlich Kapitalbindung dar.

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des OMV Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien gehalten. Zum 31. Dezember 2012 beträgt die durchschnittlich gewichtete Laufzeit des Schuldenportfolios des OMV Konzerns mehr als sieben Jahre.

Das operative Liquiditätsmanagement umfasst einen Cash-Concentration-Prozess, durch den eine Zusammenführung von liquiden Mitteln erfolgt. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen des Konzerns sowie einzelner Konzerngesellschaften gesteuert werden.

Detaillierte Angaben zu den Finanzierungsverbindlichkeiten des Konzerns enthält Anhangangabe 22.

Politisches Risiko

Der Konzern ist unter anderem in Ländern tätig, die aktuell Schauplatz politischer Instabilität sind (Libyen, Jemen, Pakistan, Region Kurdistan im Irak sowie Tunesien). Unterbrechungen bzw. Rückgänge der Produktion, wie auch höhere Steuerraten, Restriktionen auf Eigentum ausländischer Investoren bis hin zur Enteignung könnten die Folge politischer Veränderungen sein, die sich auch auf die finanzielle Struktur des Konzerns auswirken könnte.

Marktrisiko

Zur Steuerung von Marktrisiken werden derivative und nicht-derivative Instrumente bei Bedarf eingesetzt, die sich aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen ergeben und einen negativen Effekt auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder erwartete zukünftige Zahlungsströme haben können. Derivate werden hauptsächlich zur Reduzierung von Risiken aus Grundgeschäften eingesetzt.

Derivate sind Verträge, deren Wert sich von einem oder mehreren zugrunde liegenden Finanzinstrumenten, Indizes oder Preisen ableitet, die im Vertrag definiert sind. Der erstmalige Ansatz von derivativen Instrumenten erfolgt ab Geltung der vertraglichen Bestimmungen, also ab Entstehen von Anspruch und Verpflichtung. Die Ausbuchung erfolgt bei Wegfall bzw. Übertragung der vertraglichen Rechte und Pflichten.

Risikomanagement von Güterpreisen

Wesentliche Branchenrisiken auf Grund der Preisvolatilität, z.B. stark negative Auswirkungen von niedrigen Ölpreisen auf den Cashflow, werden gemäß einer Konzernrichtlinie Risikomanagement (Marktpreisrisiko) gegebenenfalls mit Finanzinstrumenten begrenzt.

26 Risikomanagement Basierend auf einem Portfoliomodell ist das Ziel des strategischen Waren-Risikomanagements, den für das Unternehmenswachstum erforderlichen Cashflow bei Aufrechterhaltung einer starken Bonitätseinstufung abzusichern.

2012 wurden, um den Cashflow des Konzerns gegen einen nachteiligen Einfluss von sinkenden Ölpreisen zu schützen, derivative Instrumente eingesetzt, welche die Erlöse von 50.000 bbl/d absicherten. Als Absicherungsinstrument wurden Swaps eingesetzt, die einen Durchschnittspreis von USD 101,45/bbl absichern. 2011 wurden 50.000 bbl/d zu einem Durchschnittspreis von USD 97,07/bbl abgesichert. Alle Absicherungsgeschäfte wurden mit erstklassigen Banken auf Over-the-Counter (OTC) Basis abgeschlossen.

In G&P werden zur Absicherung von Risiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite OTC-Swaps und Optionen eingesetzt. Ziel ist das Preisrisiko aus Mengenbewegungen der Vorräte sowie aus dem Unterschied von Ein- und Verkaufsparametern abzusichern.

Um Marktzugang und Markterfahrung zu gewinnen, wurde im begrenzten Ausmaß im G&P-Segment auch Eigenhandel betrieben. Im operativen Risikomanagement des Raffinerie-Geschäfts werden derivative Instrumente im begrenzten Ausmaß sowohl für die Ergebnisabsicherung selektiver Produktenverkäufe als auch zur Reduktion des Preisrisikos aus den volatilen Vorratsbeständen verwendet. Eingesetzt werden Rohöl- und Produktswaps, welche die Produktmarge (Crack-Spread), die Preisdifferenz zwischen Rohöl und den erzeugten Bulk-Produkten, absichern sollen. Das Ergebnis der Sicherungsgeschäfte wird in den Umsatzkosten erfasst.

Zur Sicherung des kurzfristigen Marktpreisrisikos im Bereich Supply, Marketing und Trading werden für Einkäufe wie Verkäufe börsengehandelte Öl-Futures wie auch OTC-Kontrakte (Contracts for Difference und Swaps) eingesetzt. Das Ergebnis aus dem Sicherungsgeschäft wird R&M zugeordnet. Die Bewertung erfolgt zu Marktwerten.

Swaps erfordern beim Vertragsabschluss kein initiales Investment. Der Zahlungsausgleich erfolgt regelmäßig zum Quartals- bzw. Monatsende. Die Prämien für gekaufte Optionen sind bei Vertragsabschluss zu bezahlen. Bei Ausübung der Option erfolgt die Auszahlung der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen Marktpreis der Periode am Ende der Laufzeit.

Die nachfolgenden Tabellen legen Markt- sowie Nominalwert der Finanzinstrumente dar. Der Nominalwert ist Brutto erfasst, stellt den Wert des den Derivaten zugrunde liegenden Vermögenswerts, Referenzsatzes oder Indizes dar und ist die Basis für die Messung der Änderungen des Marktwerts. Der Nominalwert gibt das Volumen der am Jahresende ausstehenden Transaktionen an und lässt weder auf Markt- noch auf Kreditrisiko schließen.

Die Stichtagsbetrachtung der Nominal- und Marktwerte der Commodity-Kontrakte zum 31. Dezember zeigt folgendes Bild:

Nominal- und Marktwerte der Kontrakte EUR 1.000
2012 2011
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Strategisches Risikomanagement
E&P
Commodity-Swaps 1.434.876 –48.619
Operatives Risikomanagement
G&P
Commodity-Swaps 426.371 909 772.153 386
Commodity-Optionen 5.867 183 35.632 7.338
Commodity-Future 333.142 –180 538.202 –2.128
Commodity-Forwards 6.438.908 –45 2.053.132 1.303
R&M
Commodity-Futures 3.877.904 8.404 8.961.828 –1.039
Commodity-Swaps 2.356.476 8.722 2.491.939 10.946

Die Marktwerte verteilen sich wie folgt:

Marktwerte
-------------------
Marktwerte EUR 1.000
2012 2011
Nominale Marktwert Marktwert Nominale Marktwert Marktwert
aktiv passiv aktiv passiv
Cashflow-Hedges
E&P-Swaps 1.434.876 –48.619
G&P-Swaps 426.371 8.844 –7.935 768.452 39.075 –38.697
G&P-Optionen 5.867 183 27.757 7.330
R&M-Swaps 1.297.687 25.791 –16.541 1.266.506 22.656 –12.853
Fair-Value-Hedges
G&P-Swaps 3.701 9
G&P-Optionen 7.875 7
Derivate held-for-trading
G&P-Swaps
G&P-Futures 333.142 800 –981 538.202 2.087 –4.215
G&P-Forwards 6.438.908 86.748 –86.793 2.053.132 131.775 –130.472
R&M-Futures 3.877.904 10.145 –1.741 8.961.828 2.477 –3.516
R&M-Swaps 1.058.789 –528 1.225.433 2.752 –1.609

Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich

Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich EUR 1.000
Periode der
erwarteten
Cashflows bei
Cashflow-Hedges
Wertänderung
direkt im sonstigen
Ergebnis gezeigt
[davon:
Umgliederung aus
dem sonstigen
Ergebnis über die
Gewinn- und
Verlustrechnung]
[davon:
Umgliederung aus
dem sonstigen
Ergebnis in die
ursprünglichen
Anschaffungs
kosten]
2012
E&P-Sicherung Preisrisiko
Brent-Swaps 2012 47.574 [140.967] [—]
G&P-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Erdgas bis Q4/14 532 [–4.741] [—]
Erdgas-Optionen bis Q1/14 –2.095 [—] [—]
R&M-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Brent 2013 16.569 [18.764] [—]
Swaps fix vs. floating – Produkte 2013 –17.301 [1.206] [—]
2011
E&P-Sicherung Preisrisiko
Brent-Swaps 2012 –49.224 [187.736] [—]
G&P-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Erdgas bis Q4/14 6.435 [–3.267] [—]
Erdgas-Optionen bis Q1/14 1.973 [—] [—]
R&M-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Brent 2012 –13.964 [–16.505] [—]
Swaps fix vs. floating – Produkte 2012 25.396 [22.866] [—]

In R&M werden mit dem wirtschaftlichen Ziel der Absicherung künftiger Margen Produkte auf der Verkaufsseite und das Rohöl auf der Beschaffungsseite voneinander getrennt abgesichert.

Die Absicherung erfolgt auf der Beschaffungsseite als Kauf fix und Verkauf variabel, auf der Produktenseite als Verkauf fix und Kauf variabel.

Die Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen wird als Cashflow-Hedge bilanziert und der effektive Teil der Wertänderung des in der Bilanz erfassten Derivats in das sonstige Ergebnis gebucht. Bei ergebniswirksamem Eintreten der zukünftigen Transaktion werden die bis dahin im sonstigen Ergebnis verbuchten Beträge gegen die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst. Der ineffektive Teil der Cashflow-Hedges in Höhe von TEUR 176 (2011: TEUR –231) wurde im Geschäftsjahr ergebniswirksam dargestellt.

Fair-Value-Hedges im Commodity-Bereich

Bei Fair-Value-Hedges werden sowohl die Wertänderungen des Grundgeschäfts als auch die gegenläufigen Wertänderungen des Sicherungsgeschäfts in der Ergebnisrechnung dargestellt. Als Saldogröße ergibt sich die Ineffektivität der Sicherungsbeziehung.

Ergebnisse aus Fair-Value-Hedges im Commodity-Bereich EUR 1.000
2012 2011
Ergebnis aus Grundgeschäft –256
Ergebnis aus Sicherungsgeschäft 256

Sensitivitätsanalyse

Für die zuvor gezeigten offenen Absicherungskontrakte wird der Effekt einer Marktpreisschwankung (+/–10%) auf deren Marktwert mittels Sensitivitätsanalyse gemessen. Die Sensitivität der Gesamtergebnisse des Konzerns weicht von der unten gezeigten Sensitivität ab, da die abgeschlossenen Kontrakte zur Absicherung von operativen Positionen verwendet werden.

Die Unterscheidung zwischen der Auswirkung einer Marktpreisschwankung auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder auf das sonstige Ergebnis ist abhängig von der Art des eingesetzten Derivats und der Anwendung von Hedge-Accounting. Die Marktwertsensitivität für Derivate, für die Cashflow-Hedge-Accounting zulässig ist, ist in der Tabelle als Sensitivität des sonstigen Ergebnisses dargestellt. Marktpreisschwankungen für alle weiteren offenen Derivate werden in der Sensitivität der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.

Derzeit weisen die Marktwerte der offenen Derivate folgende Sensitivitäten auf:

Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
2012 2011
Marktpreis Marktpreis Marktpreis Marktpreis
+10% –10% +10% –10%
Strategisches Risikomanagement
E&P
Commodity-Swaps –143 143
Operatives Risikomanagement
G&P
G&P-Swaps 726 –726
G&P-Futures 7.585 –7.585 7.806 –7.806
G&P-Forwards –14.036 14.036 19 –19
G&P-Optionen –7 390
R&M
Commodity-Futures –5.977 5.977 –7.671 7.671
Commodity-Swaps –2.485 2.485 8 –9
Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das sonstige Ergebnis EUR 1.000
2012 2011
Marktpreis Marktpreis Marktpreis Marktpreis
+10% –10% +10% –10%
Strategisches Risikomanagement
E&P
Commodity-Swaps –148.209 148.209
Operatives Risikomanagement
G&P
G&P-Swaps 976 –976 –6.699 6.700
G&P-Optionen 314 –84 2.225 –1.573
R&M
Commodity-Swaps –4.483 4.489 –4.802 4.774

Risikomanagement für den Wechselkurs

OMV ist in einer Vielzahl von Ländern und unterschiedlichen Währungsräumen aktiv. Daher müssen branchenspezifische Transaktions- und entsprechende Umrechnungsrisiken genau analysiert werden. Die größten Risikopositionen stellen der USD und die jeweilige Veränderung des USD im Verhältnis zum EUR, zum RON und zur TRY dar. Andere Währungen haben nur geringen Einfluss auf Cashflow und EBIT.

Das Transaktionsrisiko der USD-Zahlungsströme wird laufend beobachtet. Mindestens jährlich werden die Long-Short-Nettoposition des Konzerns und die Sensitivität für den Konzern berechnet, die eine USD-Long-Position in E&P sowie eine vergleichsweise niedrigere USD-Short-Position im R&M-Geschäft aufzeigt. Der Konzern hat eine Netto-USD-Long-Position, da sich die USD-Positionen aus dem operativen Geschäft der Geschäftsbereiche E&P und R&M nur zu einem geringen Teil ausgleichen. Diese Analyse stellt die Basis für das Risikomanagement des Transaktionsrisikos bei Währungen dar.

Per 31. Dezember 2012 gab es zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos bei Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für das Liquiditätsmanagement folgende Transaktionen:

Währungsderivate EUR 1.000
2012 2011
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Currency-Forwards 150.575 –145 1.368.201 –28.732
Currency-Swaps 1.745.993 –7.266 17.853 818

Die unter Risikomanagement für den Wechselkurs ausgewiesenen Forwards und Swaps werden zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken in offenen Forderungen oder Verbindlichkeiten verwendet. Der Marktwert dieser Instrumente entwickelt sich bei einer Veränderung der zugrunde liegenden Wechselkurse genau gegenläufig zur Veränderung der Forderung oder Verbindlichkeit.

Cashflow-Hedging bei Währungsabsicherungen

Für Absicherungen des Cashflows und um die Auswirkungen von Schwankungen des EUR-USD- Wechselkurses zu reduzieren hat OMV 2011 Absicherungen in Höhe von USD 2.369 Mio vorgenommen. Davon wurden USD 1.621 Mio zum Durchschnittskurs von 1,3655 (zum 31. Dezember 2011 bereits abgewickelt) und USD 748 Mio zum Durchschnittskurs von 1,3616 (in 2012 abgewickelt) abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2012 gab es keine Cashflow-Hedges zur Absicherung des Wechselkursrisikos.

Cashflow-Hedging bei Währungsabsicherungen EUR 1.000
Periode der
erwarteten
Cashflows bei
Cashflow-Hedges
Wertänderung
direkt im sonstigen
Ergebnis gezeigt
[davon: Umgliederung
aus dem sonstigen
Ergebnis über die
Gewinn- und
Verlustrechnung]
[davon: Umgliederung
aus dem sonstigen
Ergebnis in die
ursprünglichen
Anschaffungs-kosten]
2012
Currency-Forwards 2012 34.928 [34.928] [—]
2011
Currency-Forwards 2012 –29.350 [–24.952] [—]

Die Sicherung von Währungsrisiken aus zukünftigen USD-Zahlungsströmen wird als Cashflow-Hedge bilanziert und der effektive Teil der Wertänderung des in der Bilanz erfassten Derivats in das sonstige Ergebnis gebucht. Bei ergebniswirksamem Eintreten der zukünftigen Transaktion werden die bis dahin im sonstigen Ergebnis verbuchten Beträge gegen die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst.

Die Sensitivitätsanalyse der USD Cashflow-Hedges stellt sich wie folgt dar:

Sensitivitätsanalyse auf das Eigenkapital EUR 1.000
2012 2011
EUR +10% EUR –10% EUR +10% EUR –10%
Currency Forwards 57.778 –57.778

Ebenso wird das Translationsrisiko auf Konzernebene laufend beobachtet und die daraus resultierende Risikoposition bewertet. Als Translationsrisiko wird jenes Risiko bezeichnet, das auf Grund von Konsolidierung von Tochtergesellschaften entsteht, die in einer funktionalen Währung ungleich EUR bilanzieren. Die größten Risikopositionen stellen dabei der RON, die TRY und der USD bzw. deren jeweilige Veränderung im Verhältnis zum EUR dar. Das langfristig bestehende Wechselkursrisiko von Investitionen in Beteiligungen, die nicht in EUR bilanzieren, wird kontinuierlich ermittelt und beurteilt.

Für die Finanzinstrumente wird eine Sensitivitätsanalyse für Wechselkursänderungen durchgeführt, wobei die Hauptwährungsbeziehungen folgende Sensitivitäten aufweisen: Die Hauptpositionen sind per 31. Dezember 2012 der EUR-RON-, EUR-TRY- und der EUR-USD-Wechselkurs. Auf Konzernebene beinhaltet die EUR-RON-Sensitivität nicht nur die RON-Nettoposition gegenüber EUR, sondern auch die RON-Nettoposition gegenüber USD, da diese in eine EUR-RON- sowie eine EUR-USD-Position aufgeteilt werden kann. Gleiches gilt für die EUR-TRY-Position.

Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1)
2012 2011
EUR wird um EUR wird um EUR wird um EUR wird um
10% stärker 10% schwächer 10% stärker 10% schwächer
EUR-RON –3.329 3.329 –7.930 7.930
EUR-TRY 3.585 –3.585 11.429 –11.429
EUR-USD –14.247 14.247 –37.695 37.695

1) Bezieht sich nur auf Finanzinstrumente und entspricht nicht der vom Konzern berechneten Gesamt-EBIT-Währungssensitivität.

Zinsmanagement

Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.

Fallweise werden festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa transferiert. Zum Bilanzstichtag wurde Fair-Value-Hedge-Accounting für einen Zinsswap von TUSD 50.000 angewendet. Durch den Zinsswap werden feste Zinssätze in variable Zinssätze gedreht. Dieser wurde zur Absicherung des beizulegenden Marktwerts einer Anleihe, die im OMV Konzern begeben wurde (vgl. Anhangangabe 22) eingesetzt und als Fair-Value-Hedge klassifiziert. Die Zinsdifferenz zwischen Swap und Kredit wird als Korrektur des Zinsaufwands verbucht.

Per 31. Dezember gab es folgende Kontrakte:

Kontrakte
Nominale 2012
Marktwert
Nominale 2011
Marktwert
Interest-Rate-Swaps (kein Hedge Accounting) 1) 45.475 –286 46.371 –842
Interest-Rate-Swaps (TUSD 50.000) 37.896 4.251 38.643 5.462

1) In der Position "Zur Veräußerung gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten" von Petrol Ofisi Arama Üretim Sanayi ve Ticaret Anonim Şirketi enthalten.

Zinssensitivitäten

Der Effekt einer Zinserhöhung von 0,5%-Punkten würde am 31. Dezember 2012 zu einer Verringerung des Marktwerts um EUR 0,5 Mio führen (31. Dezember 2011: EUR 1,2 Mio). Der Effekt einer Zinssenkung von 0,5%-Punkten würde am 31. Dezember 2012 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 0,5 Mio führen (31. Dezember 2011: EUR 1,2 Mio).

OMV Petrom SA hält finanzielle Vermögenswerte, deren Marktwerte von Zinsänderungen beeinflusst werden. Der Marktwert dieser finanziellen Vermögenswerte wäre bei einer Zinssteigerung am 31. Dezember 2012 um 0,5%- Punkte um EUR 0,7 Mio niedriger (31. Dezember 2011: EUR 0,9 Mio). Eine Zinssenkung um 0,5%-Punkte würde am 31. Dezember 2012 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 0,7 Mio führen (31. Dezember 2011: EUR 0,9 Mio).

Des Weiteren analysiert OMV regelmäßig den Einfluss von Zinsänderungen auf das Zinsergebnis aus variabel verzinsten Geldanlagen und Aufnahmen. Derzeit werden Effekte aus dem Zinsänderungsrisiko nicht als substanzielles Risiko eingestuft.

Basierend auf dem variabel verzinsten Nettoschuldenportfolio per 31. Dezember 2012 würde der Nettozinsaufwand um EUR 1,9 Mio (per 31. Dezember 2011: EUR 5,6 Mio) steigen bzw. fallen, sollten Zinssätze um 0,5%-Punkte steigen bzw. fallen.

Kreditrisiko der Kontrahenten

Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzernebene und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limitgrenzen für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht. Für alle Geschäftspartner, Banken und Sicherheitengeber werden, basierend auf einer Risikobewertung, Limithöhe, interne Risikoklasse und Limitlaufzeit vergeben. Die Bonitätseinschätzung wird zumindest jährlich oder ad hoc überprüft. Diese Vorgehensweise ist sowohl bei OMV als auch bei Petrom und Petrol Ofisi in einer Richtlinie festgelegt. Derivative Finanzinstrumente werden zum überwiegenden Teil mit Vertragspartnern mit "Investment Grade Rating" abgeschlossen. Zur Risikodiversifikation werden solche Finanzkontrakte stets mit einer Mehrzahl von Banken abgeschlossen.

Im Bereich des strategischen Risikomanagements, des Währungsrisikomanagements, des Zinsrisikomanagements und des Liquiditätsmanagements beträgt das maximale Kreditrisiko gegenüber Banken per 31. Dezember 2012 EUR 1.019,1 Mio (2011: EUR 284,4 Mio). Für das operative Risikomanagement im Bereich R&M beträgt das maximale Kreditrisiko gegenüber Banken und Dritten per 31. Dezember 2012 EUR 721,1 Mio (2011: EUR 453,8 Mio).

27 Fair value Hierarchie Folgende Tabelle gibt die Bewertung von Finanzinstrumenten (Aktiv- und Passivseite) bilanziert zum Zeitwert wider. In Übereinstimmung mit IFRS 7 sind die einzelnen Levels wie folgt definiert:

Level 1: Börsennotierte Kurse in aktiven Märkten werden für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verwendet.

Level 2: Entweder direkt (d.h. wie Kurse) oder indirekt feststellbare Vorgaben werden als Informationsgrundlage für die Berechnung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten verwendet (keine börsennotierten Kurse).

Level 3: Als Informationsgrundlage für die Berechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden interne Modelle oder andere Bewertungsmethoden verwendet, keine am Markt (z.B. Kurse) feststellbaren Daten.

Fair value Hierarchie 2012 EUR 1.000
Finanzinstrumente aktiv Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Investmentfonds 6.863 6.863
Anleihen 129.896 129.896
Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate 38.756 38.756
Sonstige Derivate 10.945 89.523 100.468
Summe 147.704 128.279 275.983
Fair value Hierarchie 2012 EUR 1.000
Finanzinstrumente passiv Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten 24.420 24.420
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 2.721 97.321 100.043
Summe 2.721 121.742 124.463
Fair value Hierarchie 2011 EUR 1.000
Finanzinstrumente aktiv Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Investmentfonds 6.400 6.400
Anleihen 127.644 127.644
Als Sicherungsinstrumente designierte und effektive Derivate 69.279 69.279
Sonstige Derivate 4.564 147.442 152.007
Summe 138.608 216.721 355.330
Fair value Hierarchie 2011 EUR 1.000
Finanzinstrumente passiv Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und
effektiven Derivaten 129.349 129.349
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 7.731 139.315 147.045
Summe 7.731 268.664 276.394

28 Ergebnis aus Finanzinstrumenten

Ergebnis aus Finanzinstrumenten EUR 1.000
2012 2011
Ergebnis aus Finanzinstrumenten-at-fair-value-through-profit-or-loss –4.399 18.225
Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale 14.951 11.051
Ergebnis aus Ausleihungen und Forderungen –14.683 –33.338
Ergebnis aus zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten –167.314 –321.785
Summe –171.444 –325.847

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten beinhaltet Dividendenerträge (exklusive assoziierte Unternehmen), Zinserträge und -aufwendungen, Fremdwährungsgewinne und -verluste, Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Finanzvermögen, Wertminderungen von und Zuschreibungen zu Finanzvermögen sowie ergebniswirksame Fair-Value-Anpassungen von Finanzinstrumenten-at-fair-value-through-profit-or-loss. Erträge bzw. Aufwendungen aus derivativen Instrumenten, die zur Absicherung operativer Risiken dienen und denen gegenläufige Aufwendungen bzw. Erträge in den Umsatzerlösen und Umsatzkosten gegenüberstehen, sind im Ergebnis aus Finanzinstrumenten nicht enthalten. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten-at-fair-value-through-profit-or-loss besteht ausschließlich aus dem Ergebnis aus Finanzinstrumenten-held-for-trading.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten kann in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR –23.441 (2011: TEUR –11.861) dem Betriebserfolg (EBIT) und in Höhe von TEUR –148.003 (2011: TEUR –313.987) dem Finanzerfolg zugeordnet werden.

Zusätzlich zu dem in der Tabelle angeführten Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale wurde ein Ertrag von TEUR 3.847 (2011: Verlust von TEUR 1.966) erfolgsneutral direkt im sonstigen Ergebnis verbucht.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale enthält Wertminderungen im Ausmaß von TEUR 196 (2011: TEUR 1.164). Das Ergebnis aus Ausleihungen und Forderungen enthält Minderungsverluste im Ausmaß von TEUR 49.839 (2011: TEUR 21.716). Dem gegenüber stehen Zuschreibungen zu Ausleihungen und Forderungen in Höhe von TEUR 30.886 (2011: TEUR 9.889).

Long Term Incentive (LTI) Pläne 2009 - 2012 29 Anteilsbasierte

Vergütung

Im Jahr 2009 wurden die Aktienoptionspläne durch einen LTI Plan für den Vorstand und einen bestimmten Kreis

leitender Führungskräfte ersetzt. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien. 2010, 2011 und 2012 wurden weitere Pläne mit vergleichbaren Bedingungen gewährt. Teilnehmer der Pläne 2009, 2010 und 2011 müssen bis zum Ende der Behaltefrist Aktien halten. Am Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. In 2011 und 2012 wurde die Teilnahme am Plan auch ausgewählten Mitarbeitern mit besonderem Entwicklungspotenzial (Potentials) gewährt. Vorstand und Executives sind als Teilnehmer des LTI Plans 2012 verpflichtet ein angemessenes Ausmaß an Aktien an der Gesellschaft aufzubauen und bis zu ihrer Pensionierung oder ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten.

Für zukünftige erwartete Kosten des LTI Plans besteht zum Bilanzstichtag eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht. Erwartete Dividenden wurden ebenfalls entsprechend der Mittelfristplanung der Gesellschaft einbezogen. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über den Beobachtungszeitraum von drei Jahren verteilt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2012 belief sich auf TEUR 15.446 (2011: TEUR 23.976), die Nettoauflösung im Berichtsjahr auf TEUR 8.531 (2011: Nettodotierung TEUR 7.352).

Bedingungen

Plan 2012 Plan 2011 Plan 2010 Plan 2009
Planbeginn 1.1.2012 1.1.2011 1.1.2010 1.1.2009
Ende Leistungszeitraum 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
Anspruchstag 31.3.2015 31.3.2014 31.3.2013 31.3.2012
Ende der Behaltefrist 31.3.2016 31.3.2015 31.3.2014
Aktienerfordernis (Plan 2012)/Erforderliches Eigeninvestment (Pläne 2009 bis 2011)
Vorstandsvorsitzender 200% vom 100% vom 100% vom 100% vom
Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt
Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter 175% vom 85% vom 85% vom 85% vom
Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt
Vorstandsmitglieder 150% vom 70% vom 70% vom 70% vom
Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt
Leitende Führungskräfte EUR 15.000 oder EUR 15.000 oder EUR 15.000 oder
30.000 oder 60.000 30.000 oder 60.000 30.000 oder 60.000
75% vom oder 90.000 oder oder 90.000 oder oder 90.000 oder
Bruttogrundgehalt 120.000 in Aktien 120.000 in Aktien 120.000 in Aktien
Potentials EUR 15.000 in
n.a. Aktien
Eigeninvestment
Mitglieder des Vorstands
Auli 20.096 Aktien 20.096 Aktien 20.096 Aktien
Davies 32.855 Aktien 25.614 Aktien 20.096 Aktien 20.096 Aktien
Floren 7.500 Aktien
Huijskes 12.136 Aktien 12.136 Aktien 12.136 Aktien
Langanger 20.096 Aktien 20.096 Aktien
Leitner 1) 16.060 Aktien 12.993 Aktien
Roiss 44.259 Aktien 34.932 Aktien 28.469 Aktien 28.469 Aktien
Ruttenstorfer 38.278 Aktien 38.278 Aktien
Vorstände gesamt 112.810 Aktien 105.771 Aktien 139.171 Aktien 127.035 Aktien
Andere Führungskräfte gesamt 278.497 Aktien 299.449 Aktien 240.390 Aktien 202.412 Aktien
Potentials 9.460 Aktien 2)
Eigeninvestment gesamt 391.307 Aktien 414.680 Aktien 379.561 Aktien 329.447 Aktien
Erwartete Bonusaktien zum
31. Dezember 2012 501.049 Aktien 163.576 Aktien 356.905 Aktien
Maximale Bonusaktien zum
31. Dezember 2012 924.599 Aktien 582.225 Aktien 450.945 Aktien
Beizulegender Zeitwert des Plans (TEUR) 14.496 4.606 9.811

1) An den Plänen 2009 und 2010 nimmt Manfred Leitner als leitende Führungskraft mit 5.742 Aktien teil.

2) Eigenanteil wird von OMV zur Verfügung gestellt.

Matching Share Plan (MSP)

Der von der Hauptversammlung 2012 genehmigte Matching Share Plan für das Jahr 2012 ist ein integraler Teil der jährlichen Bonusvereinbarung und dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine

Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen Bonifikationen (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Bonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen Bonifikation durch den Vergütungsausschuss wird eine gleichwertige (netto nach Steuern) Bonifikation in Form von Aktien des Unternehmens gewährt werden, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind.

Vorstandsmitglieder, die an früheren Long Term Incentive Plänen teilgenommen haben, können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits das vom LTIP 2012 vorgesehene Aktienerfordernis erreicht haben. Per 31. Dezember 2012 wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 3.125 ausgewiesen (2011: TEUR Null).

Gesamtaufwand

2012 wurde ein Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 9.349 erfasst (2011: TEUR –457), davon TEUR 4.788 für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (2011: TEUR Null).

Aktienoptionspläne 2004 – 2008

Auf Basis der Beschlüsse der jeweiligen Hauptversammlungen wurden seitens der Gesellschaft für den Vorstand und für einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte des Konzerns beginnend mit dem Jahr 2000 langfristige, erfolgsorientierte Entlohnungspläne aufgelegt. Danach werden dem angeführten Personenkreis unter der Voraussetzung eines Eigeninvestments Optionsrechte für den begünstigten Erwerb von OMV Aktien (bzw. Geldgegenwert) eingeräumt, sofern ein Anstieg im Aktienkurs von zumindest 15% erzielt wird (Planhürde Aktienkurs).

In den folgenden Darstellungen wurde der am 11. Juli 2005 vorgenommene Aktiensplit im Verhältnis 1:10 sowohl bei der Stückanzahl als auch bei den Werten berücksichtigt.

Zum Zeitpunkt der Gewährung stellten sich die Pläne wie folgt dar:

Wesentliche Bedingungen

Plan 2008 Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005 Plan 2004
Planbeginn 1.9.2008 1.9.2007 1.9.2006 1.9.2005 1.9.2004
Planende 31.8.2015 31.8.2014 31.8.2013 31.8.2012 31.8.2011
Sperrfrist 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre
Ausübungspreis Optionen EUR 47,550 EUR 47,850 EUR 45,190 EUR 34,700 EUR 16,368
Anzahl Optionen je Aktie Eigeninvestment 20 20 20 20 15
Voraussetzung für Planteilnahme
Eigeninvestment für Vorstände 1.136 Aktien 1) 1.230 Aktien 1) 1.242 Aktien 1) 2.390 Aktien 1) 3.980 Aktien 1)
Eigeninvestment andere Führungskräfte 379 Aktien 1) 410 Aktien 1) 414 Aktien 1) 800 Aktien 1) 1.330 Aktien 1)
Stückanzahl der eingeräumten Optionen
Mitglieder des Vorstands
Auli 2) 22.720 24.600 8.280 19.950
Davies 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Langanger 3) 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Leitner 4) 7.580 8.200 8.280 16.000 19.950
Roiss 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Ruttenstorfer 5) 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Vorstände gesamt 121.180 131.200 115.920 207.200 278.700
Andere Führungskräfte gesamt 420.700 432.560 351.940 516.000 464.400
Insgesamt eingeräumte Optionen 541.880 563.760 467.860 723.200 743.100
Planhürde: Aktienkurs in Höhe von EUR 54,680 EUR 55,030 EUR 51,970 EUR 39,910 EUR 18,823

1) Oder 25%, 50%, 75% davon.

2) Mitglied des Vorstands vom 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2011.

3) Mitglied des Vorstands bis 30. September 2010.

4) Mitglied des Vorstands seit 1. April 2011.

5) Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor bis 31. März 2011.

Zum Bilanzstichtag waren die Pläne 2004 und 2005 vollständig ausgeübt oder retourniert, und die Pläne 2006, 2007 und 2008 teilweise retourniert. Zum 31. Dezember 2011 war der Plan 2004 vollständig ausgeübt oder retourniert und der Plan 2005 teilweise ausgeübt und die Pläne 2006, 2007 und 2008 teilweise retourniert.

Für die Aktienoptionspläne gelten weiters folgende Voraussetzungen und Bedingungen:

    1. Voraussetzung für die Teilnahme an den Aktienoptionsplänen ist ein Eigeninvestment, welches die Planteilnehmer am Planbeginn und während des ganzen Zeitraums bis zur Einlösung halten müssen.
    1. Die Aktienanzahl für das Eigeninvestment ergibt sich für alle Pläne aus dem genehmigten maximalen Eigeninvestment im Verhältnis zum mittleren Kurswert der Aktie des Monats Mai des Jahres der Ausgabe. Es ist auch eine Ausübung von 25%, 50% bzw. 75% des maximalen Volumens möglich.
    1. Bei einem Verkauf von Aktien aus dem Eigeninvestment geht das Optionsrecht verloren. Die Optionen sind nicht übertragbar und verfallen bei Nichtausübung.
    1. Der Ausübungspreis ergibt sich aus dem mittleren Kurswert für den Zeitraum 20. Mai bis 20. August.
    1. Innerhalb der Ausübungsfrist können die Optionen bei Erreichung der Planhürden für den Plan 2004 jeweils in den 20 Handelstagen nach Veröffentlichung der Quartalsberichte (Ausübungsfenster) ausgeübt werden. Für die Pläne 2005 - 2008 sind die Ausübungsfenster jene Perioden, in denen die Ausübung nach den folgenden Grundsätzen nicht verboten ist. Die Ausübung ist verboten:
  • wenn der Ausübende über Insiderinformationen verfügt;
  • während der Sperrfristen nach der Emittenten-Compliance-Verordnung (sechs Wochen vor geplanter Veröf fentlichung des Jahresberichts, drei Wochen vor Veröffentlichung des Quartalsberichts, jede vom Compliance- Verantwortlichen in Einzelfällen festgesetzte Sperrfrist);
  • wenn der Vorstand die Ausübung auf die Dauer eines jeweils konkret vom Vorstand festgelegten Zeitraums untersagt.
    1. Das Eigeninvestment muss bei Ausübung nachgewiesen werden. Die Optionen können durch Kauf von Aktien oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis in Geldform oder in Form von Aktien ausgeübt werden, wenn der Kurswert der OMV Aktie zum Ausübungszeitpunkt um zumindest 15% über dem Ausübungspreis liegt.

Zusammenfassend entwickelten sich die Aktienoptionspläne in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 wie folgt:

Aktienoptionspläne

2012 2011
Anzahl Gewichteter Anzahl Gewichteter
Optionen durchschnittlicher Optionen durchschnittlicher
Ausübungspreis Ausübungspreis
in EUR in EUR
Ausstehende Optionen per 1.1. 1.885.740 44,519 2.046.550 42,637
Ausgeübte Optionen –118.860 16,368
Retournierte Optionen –399.460 35,431 –41.950 32,430
Ausstehende Optionen per 31.12. 1.486.280 1.885.740 44,519
Per Jahresende ausübbar 1)

1) Die Optionen für die Pläne 2006, 2007 und 2008 wären per 31. Dezember 2012 ausübbar gewesen, wenn der Aktienkurs die jeweilige Planhürde überschritten hätte. Die Optionen für die Pläne 2005, 2006, 2007 und 2008 wären am 31. Dezember 2011 ausübbar gewesen, vorausgesetzt der Aktienkurs hätte die jeweilige Planhürde überschritten.

In 2012 verfielen 375.400 Optionen aus dem Plan 2005 und 24.060 Optionen aus den Plänen 2006, 2007 und 2008 wurden retourniert. In Anbetracht der Planhürde betrug der innere Wert der am 31. Dezember 2012 ausübbaren Optionen EUR Null, da der Aktienkurs am 31. Dezember 2011 unter den Planhürden der Pläne 2006, 2007 und 2008 lag.

In 2011 wurden aus dem Plan 2004 insgesamt 118.860 Optionen ausgeübt. Die Ausübung erfolgte in 4.320 Fällen durch Aktienkauf. Der gewichtete durchschnittliche Aktienpreis war in 2011 EUR 27,459. In Anbetracht der Planhürde betrug der innere Wert der am 31. Dezember 2011 ausübbaren Optionen EUR Null, da der Aktienkurs am 31. Dezember 2011 unter den Planhürden der Pläne 2005, 2006, 2007 und 2008 lag.

Die ausgeübten Optionen verteilten sich auf den Teilnehmerkreis wie folgt:

Ausgeübte Optionen

Ausgeübte
Optionen
2012
Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis
in EUR
Ausgeübte
Optionen
2011
Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis
in EUR
Mitglieder des Vorstands
Auli 5.760 16,368
Davies
Langanger
Leitner
Roiss
Ruttenstorfer
Vorstände gesamt 5.760 16,368
Andere Führungskräfte gesamt 113.100 16,368
Insgesamt ausgeübte Optionen 118.860 16,368

Die Vergütungen aus der Ausübung der Optionen entsprechen dem Wert der im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen zum Zeitpunkt der Ausübung und stellen sich wie folgt dar:

Vergütungen EUR 1.000
2012 2011
Plan 2004 1.318
Summe 1.318

In 2011 entfielen TEUR 70 auf Vorstandsmitglieder und TEUR 1.248 auf andere Führungskräfte.

Per 31. Dezember 2012 stellen sich die in Umlauf befindlichen Optionen der einzelnen Pläne wie folgt dar:

In Umlauf befindliche Optionen

Plan Ausübungs
preis in EUR
Anzahl
ausstehender
Optionen
Restlaufzeit Per
Jahresende
ausübbar 1)
2006 45,19 436.800 0,7
2007 47,85 522.760 1,7
2008 47,55 526.720 2,7
Summe 1.486.280

1) Die Optionen für die Pläne 2006, 2007 und 2008 wären am Jahresende ausübbar gewesen, wenn der Aktienkurs die jeweilige Planhürde überschritten hätte.

Die Bewertung der Optionen erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die erwartete durchschnittliche Volatilität wurde auf Grund der Volatilität der vergangenen fünf Jahre ermittelt. Die Möglichkeit einer vorzeitigen Ausübung wurde bei der Festsetzung des risikofreien Zinssatzes berücksichtigt, der basierend auf Marktwerten zum Bilanzstichtag ermittelt wurde.

Der Marktwert per 31. Dezember 2012 bezieht sich auf die noch ausstehenden Optionen, während sich der Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung auf die gesamten begebenen Optionen bezieht. Unter der Annahme, dass die Bedingungen während der Ausübungsfrist erfüllt werden, ergeben sich nachfolgende Marktwerte der Aktienoptionspläne:

Bewertung per 31.12.2012

Plan 2008 Plan 2007 Plan 2006
Marktwert Aktienoptionsplan in EUR 1.000 579 302 55
Berechnungsparameter
Marktpreis der Aktie in EUR 27,36 27,36 27,36
Risikofreier Zinssatz 0,53% 0,37% 0,22%
Laufzeit Optionen (inkl. Sperrfrist) 2,7 Jahre 1,7 Jahre 0,7 Jahre
Durchschnittliche Dividendenrendite 4,99% 4,50% 3,93%
Volatilität Aktienkurs 35% 35% 35%

Ausgehend von den Tageswerten der zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeübten Optionsrechte wird für künftige Ausübungen mittels einer Rückstellung vorgesorgt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2012 belief sich auf TEUR 936 (2011: TEUR 1.688), die Nettoauflösung im Berichtsjahr auf TEUR 752 (2011: Nettoauflösung TEUR 7.927). 30 Geschäftsaktivitäten und Hauptmärkte

Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns sind zum Zweck der Unternehmenssteuerung in die drei operativen Geschäftsbereiche Exploration und Produktion (E&P), Gas und Power (G&P) und Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M), sowie in das Segment Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) gegliedert. Jeder Bereich stellt eine strategische Einheit dar und bietet unterschiedliche Produkte auf verschiedenen Märkten an. Die Führung der Geschäftsbereiche erfolgt eigenständig. Strategische Entscheidungen bezüglich der Geschäftstätigkeit werden vom OMV Vorstand getroffen.

Die E&P-Aktivitäten bestehen aus der Suche, dem Finden und der Förderung von Erdöl und Erdgas und konzentrieren sich auf die zwei Kernländer Rumänien und Österreich sowie das internationale Portfolio (Nordafrika und Offshore, Mittlerer Osten und die Kaspische Region). Das geförderte Erdöl und Erdgas wird überwiegend konzernintern vermarktet.

Die Aktivitäten des G&P-Bereichs sind der Transit von Erdgas durch bzw. der Transport in Österreich, sowie die Speicherung, Vermarktung und der Handel von Erdgas. OMV ist der einzige Betreiber von Erdgasfernleitungen durch Österreich. Mit dem Geschäftsfeld Power wird die Gaswertschöpfungskette in Richtung Gaskraftwerke verlängert.

Der Geschäftsbereich R&M betreibt die Raffinerien Schwechat (Österreich), Burghausen (Deutschland) und Petrobrazi (Rumänien) und hält einen at-equity konsolidierten 45%-Anteil am Raffinerieverbund Bayernoil (Deutschland). In diesen Raffinerien werden Erdöl und Erdgas zu Mineralölprodukten verarbeitet, die an Unternehmen und Privatpersonen verkauft werden. Der Vertrieb erfolgt unter anderem über ein eigenbetriebenes Tankstellennetz in Mittel- und Südosteuropa und über das türkische Tankstellennetz.

Die Konzernführung, Finanzierungs- und Versicherungsaktivitäten sowie gewisse Servicefunktionen sind im Geschäftsbereich Kb&S zusammengefasst.

Die zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße ist der Betriebserfolg (EBIT) entsprechend IFRS. In die Bewertung des Vermögens fließen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ein. Für die regionale Aufteilung externer Umsätze wird der Ort der Liefer- oder Leistungserfüllung herangezogen. Die im Konzernanhang erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze stimmen mit jenen der operativen Segmente überein. Innenumsätze und Kostenzuordnungen des Mutterunternehmens wurden nach internen Grundsätzen von OMV ermittelt. Der Vorstand ist der Meinung, dass die Verrechnungspreise für Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten den Marktpreisen entsprechen. Geschäftsfälle, die den operativen Bereichen nicht zuordenbar sind, werden mit der Ergebnisauswirkung in Kb&S ausgewiesen.

Segmentberichterstattung EUR Mio
-------------------------- ---------

31 Segmentberichterstattung

E&P G&P R&M Kb&S Gesamt Konso Konzern
lidierung abschluss
2012
Segmentumsätze 1) 6.074,71 11.882,93 29.608,19 393,68 47.959,50 –5.310,27 42.649,23
Segmentumsätze mit
anderen Segmenten –4.687,39 –176,34 –57,50 –389,04 –5.310,27 5.310,27 0,00
Segmentumsätze mit Dritten 1.387,32 11.706,59 29.550,68 4,63 42.649,23 42.649,23
Segmentvermögen 2) 9.188,36 2.348,81 6.053,77 235,74 17.826,68 17.826,68
Investitionen SAV/IV 1.898,89 403,84 441,43 41,16 2.785,32 2.785,32
Planmäßige Abschreibungen 967,19 66,25 531,96 40,24 1.605,63 1.605,63
Wertminderungen 348,96 13,34 67,15 0,54 429,98 429,98
2011
Segmentumsätze 1) 4.959,52 7.000,39 26.472,15 395,28 38.827,34 –4.774,14 34.053,19
Segmentumsätze mit
anderen Segmenten –4.193,42 –143,96 –46,18 –390,59 –4.774,14 4.774,14
Segmentumsätze mit Dritten 766,10 6.856,43 26.425,97 4,70 34.053,19 34.053,19
Segmentvermögen 2) 8.809,89 2.020,61 6.337,08 240,76 17.408,33 17.408,33
Investitionen SAV/IV 1.521,28 513,70 560,59 37,33 2.632,90 2.632,90
Planmäßige Abschreibungen 797,60 41,56 507,89 41,96 1.389,01 1.389,01
Wertminderungen 212,57 22,49 0,70 235,76 235,76

1) Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten.

2) Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV).

Segment- und Konzernergebnis EUR Mio 2012 2011 EBIT E&P 1) 2.743,32 2.090,61 EBIT G&P 42,53 239,43 EBIT R&M 416,82 281,86 EBIT Kb&S –65,55 –69,43 EBIT Segment Summe 3.137,11 2.542,47 Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung –33,39 –48,33 OMV Konzern EBIT 3.103,72 2.494,14 Finanzerfolg –246,23 –273,28 OMV Konzern Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.857,49 2.220,86

1) Exklusive Zwischengewinneliminierung.

Informationen über geografische Bereiche EUR Mio
Österreich Deutschland Rumänien Türkei Übriges
MOE 2)
Übriges
Europa
Übrige
Welt 3)
Gesamt
2012
Umsätze mit Dritten 15.977,65 6.983,20 4.666,97 5.491,38 4.161,08 2.081,71 3.287,23 42.649,23
Zugeordnetes
Vermögen 1)
2.997,37 1.062,47 6.134,88 3.071,21 594,73 855,53 2.587,97 17.304,15
Nicht zugeordnetes
Vermögen
522,53
Segmentvermögen 17.826,68
2011
Umsätze mit Dritten 11.501,15 5.804,35 4.015,55 5.022,68 4.201,99 1.997,07 1.510,40 34.053,19
Zugeordnetes
Vermögen 1)
3.062,32 964,09 5.794,36 2.676,31 836,96 433,96 3.121,97 16.889,97
Nicht zugeordnetes
Vermögen
518,36
Segmentvermögen 17.408,33

1) Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV).

2) Übriges Mittel- und Osteuropa (MOE).

3) Übrige Welt: Im Wesentlichen Australien, Jemen, Kasachstan, Libyen, Neuseeland, Pakistan, Tunesien und Region Kurdistan im Irak.

EUR 522,53 Mio (2011: EUR 518,36 Mio) des aus den Akquisitionen von Petrol Ofisi und den tunesischen Tochtergesellschaften stammenden Firmenwerts wurden keinem geografischen Bereich, sondern zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die in mehreren geografischen Bereichen tätig sind.

Sonstige Angaben Sonstige Angaben

Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer 1)
2012 2011 schnittliche
Anzahl
OMV Konzern ohne Petrom Gruppe 6.892 6.709 Arbeitnehmer
Petrom Gruppe 22.255 23.909
Gesamtkonzern 29.147 30.618

1) Berechnet als Durchschnitt der Monatsendstände an Arbeitnehmern während des Jahres.

Die Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks im Sinne des § 271b UGB), setzen sich wie folgt zusammen:

Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks)
2012 2011
Konzern- und Jahresabschlussprüfung 2.202 2.076
Sonstige Bestätigungsleistungen 655 527
Steuerberatungsleistungen 34 48
Sonstige Beratungsleistungen 176 532
Gesamt 3.066 3.183

In 2012 wurden folgende Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer, Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. erfasst: Für die Konzern- und Jahresabschlussprüfung TEUR 703 (2011: TEUR 762), für sonstige Bestätigungsleistungen TEUR 583 (2011: TEUR 496), für Steuerberatungsleistungen TEUR 10 (2011: TEUR Null) und für sonstige Beratungsleistungen TEUR 126 (2011: TEUR 8).

Gemäß IAS 24 muss OMV Beziehungen zu nahe stehenden Personen sowie nahe stehenden, nicht konsolidierten Unternehmen (Related Parties) offen legen. Unternehmen und Personen gelten als nahe stehend, wenn ein Beherrschungsverhältnis oder maßgeblicher Einfluss vorliegt. Die Österreichische Industrieholding AG, Wien, hält einen Anteil von 31,5% und die International Petroleum Investment Company, Abu Dhabi, einen Anteil von 24,9% an der OMV Aktiengesellschaft; beide Gesellschaften sind Related Parties im Sinne des IAS 24.

In 2012 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem OMV Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen:

Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen EUR 1.000
2012 2011
Umsätze Forderungen Umsätze Forderungen
Borealis AG 1.754.959 2.910 1.540.998 136.468
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co 324.947 27.061 314.782 30.855
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 59.153 28 205.959 7.579
Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH 3.787 633 2.773 226
Sonstige 2 4 2
Gesamt 2.142.846 30.634 2.064.516 175.130

Arbeitnehmer

33 Aufwendungen Konzernabschlussprüfer

34 Related Parties

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH in Höhe von TEUR 52.885 (2011: TEUR 65.494).

Zum Bilanzstichtag bestanden Ausleihungen gegenüber der Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH in Höhe von TEUR 212.400 (2011: TEUR 240.300), gegenüber Pearl Petroleum Company Limited in Höhe von TEUR 36.263 (2011: EUR 48.983) und gegenüber Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. in Höhe von TEUR 6.800 (2011: TEUR 6.800).

Die Vorstandsbezüge der OMV Aktiengesellschaft verteilen sich wie folgt:

Vorstandsbezüge EUR 1.000
2012 Davies Floren Huijskes Leitner Roiss Gesamt
Fixe Bezüge für 2012 744 500 529 500 800 3.072
Variable Bezüge 1) 784 625 406 436 1.051 3.302
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz 10 7 8 8 8 41
Summe (exkl. Pensionskassenbeiträge,
Urlaubsabfindungen und Bezüge
anlässlich der Beendigung des
Dienstverhältnisses) 1.538 1.132 943 944 1.859 6.415
Anzahl der ausgeübten Aktien aus dem
LTI Plan 2009 27.362 9.044 39.906 76.312

1) Die variablen Bezüge betreffen Zahlungen für 2011 mit Ausnahme von TEUR 625, welche eine Vorauszahlung für 2012 betreffen.

Vorstandsbezüge EUR 1.000
2011 Auli Davies Huijskes Leitner Roiss Ruttenstorfer Gesamt
Fixe Bezüge für 2011 600 735 500 375 779 200 3.188
Variable Bezüge 1) 900 900 213 1.050 1.200 4.263
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz 8 10 8 6 8 2 43
Summe (exkl. Pensionskassenbeiträge,
Urlaubsabfindungen und Bezüge
anlässlich der Beendigung des
Dienstverhältnisses) 1.508 1.645 721 381 1.837 1.402 7.493
Vorteile aus ausgeübten
Aktienoptionsplänen (cash settled) 70 70

1) Die variablen Bezüge betreffen Zahlungen für 2010 mit Ausnahme von TEUR 175, welche eine Vorauszahlung für 2011 betreffen.

Die gesamten Vorstandsbezüge inklusive Pensionskassenbeiträge, Urlaubsabfindungen und Bezüge anlässlich der Beendigung des Dienstverhältnisses betrugen in 2012 TEUR 7.715 (2011: TEUR 13.886).

Anhangangabe 21 enthält Details zu den Pensionskassenbeiträgen.

Die Vorstandsmitglieder und die Mitglieder des Aufsichtsrats sind auch im Rahmen der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. In diesen beiden Fällen ist auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter versichert und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet. Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands sowie ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 5.035 (2011: TEUR 1.894).

Die Gesamtaufwendungen (exklusive Aktienoptionspläne) für 52 Executives (ohne Vorstandsmitglieder; 2011: 49) betrugen TEUR 28.712 (2011: TEUR 23.232). Davon entfallen auf kurzfristige Leistungen wie Gehälter, abgegrenzte Verbindlichkeiten für nicht konsumierte Urlaube und Prämien TEUR 18.663 (2011: TEUR 18.244) und TEUR 1.525 (2011: TEUR 1.424) auf Aufwendungen für die Altersvorsorge. Für Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Dienstverhältnissen fiel ein Aufwand in Höhe von TEUR 1.717 (2011: TEUR 2.958) an; die sonstigen langfristigen Vergütungen beliefen sich auf TEUR 196 (2011: TEUR 111).

Anhangangabe 29 enthält Details zu den LTI Plänen und Aktienoptionsplänen.

An Aufsichtsratsvergütungen wurden in 2012 TEUR 394 aufgewendet (2011: TEUR 394).

Am 7. Jänner 2013 wurde der Verkauf von PETROM LPG SA an Crimbo Gas International abgeschlossen. Dieser hatte keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Am 18. Jänner 2013 haben sich OMV und Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. (ELG) auf den Verkauf der Lagermanagementgesellschaft m.b.H. (eine 100%ige Tochter von OMV Aktiengesellschaft) an ELG geeinigt. Diese Transaktion wird voraussichtlich einen positiven Beitrag zum EBIT in Höhe von EUR 440 Mio haben.

Am 1. Februar 2013 hat OMV eine Vereinbarung für den Verkauf ihrer 100%igen Marketing-Tochtergesellschaft in Kroatien, OMV Hrvatska d.o.o., an das kroatische Unternehmen Crodux derivati d.o.o., ein Mitglied der kroatischen Crodux Plin Gruppe, unterzeichnet. Dieser wird voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben.

Am 28. Februar 2013 wurde der Verkauf der bosnischen Marketing-Tochtergesellschaft OMV BH d.o.o. an die Serbische Ölgesellschaft NIS abgeschlossen. Dieser hatte keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss.

35 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 36 Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft

Obergesell
schaft
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
Konsolidie
rungsart 1)
Exploration und Produktion
Petrol Ofisi Arama Üretim Sanayi ve Ticaret Anonim Şirketi, Ankara POAS 99,96 VK
OTHOLD 0,01
ERK 0,01
PORAF 0,01
OMVEP 0,01
KOM MUNAI LLP, Aktau PETROM 95,00 VK
OMV Abu Dhabi E&P GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Anaguid Ltd., Grand Cayman OTNPR 100,00 VK
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Perth OMV AG 100,00 VK
OMV Austria Exploration & Production GmbH, Wien (OEPA) OMVEP 100,00 VK
OMV (BAYERN) Exploration GmbH, Wien OEPA 100,00 V0
OMV Bina Bawi GmbH, Wien PETEX 100,00 VK
OMV Block 70 Upstream GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Dorra Limited, Road Town OTNPR 100,00 VK
OMV East Abu Dhabi Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV (EGYPT) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Exploration & Production GmbH, Wien (OMVEP) OMV AG 100,00 VK
OMV EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas OMVEP 100,00 VK
OMV (FAROE ISLANDS) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Global Oil & Gas GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV (IRAN) onshore Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (IRELAND) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Jardan Block 3 Upstream GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Maurice Energy GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Maurice Energy Limited, Port Louis MAURI 100,00 VK
OMV Myrre block 86 Upstream GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV New Zealand Limited, Wellington (NZEA) OMVEP 100,00 VK
OMV (NORGE) AS, Stavanger OMVEP 100,00 VK
OMV OF LIBYA LIMITED, Douglas OMVEP 100,00 VK
OMV Offshore Bioko GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV Offshore Bulgaria GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Offshore Teres Bulgaria GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV Oil and Gas Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Oil Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Oil Production GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Olibanum Upstream GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV (PAKISTAN) Exploration Gesellschaft m.b.H., Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Petroleum Exploration GmbH, Wien (PETEX) OMVEP 100,00 VK
OMV Proterra GmbH, Wien OEPA 100,00 V0
OMV Rovi GmbH, Wien PETEX 100,00 VK
OMV Sarsang GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV Sarta GmbH, Wien PETEX 100,00 VK
OMV (SLOVAKIA) Exploration GmbH, Wien OEPA 100,00 VK
OMV South Tunisia Ltd., Grand Cayman OTNPR 100,00 VK
Obergesell
schaft
Anteil der
Obergesell
schaft am
Konsolidie
rungsart 1)
Kapital in %
OMV Southeast Caspian Upstream GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV Tellal Hydrocarbons GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV (Tunesien) Production GmbH, Wien (OTNPR) OMVEP 100,00 VK
OMV (TUNESIEN) Sidi Mansour GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (U.K.) Limited, London OMVEP 100,00 VK
OMV Upstream International GmbH, Wien (OUPI) OMVEP 100,00 VK
OMV (YEMEN) Al Mabar Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (Yemen Block S 2) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (YEMEN) South Sanau Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV Al Ain E&P GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV Barrow Pty Ltd, Perth OAUST 100,00 V0
OMV Beagle Pty Ltd, Perth OAUST 100,00 V0
OMV Petroleum Pty Ltd, Perth NZEA 100,00 V0
TASBULAT OIL CORPORATION BVI, Saint Helier PETROM 100,00 V0
Pearl Petroleum Company Limited, Road Town OUPI 10,00 AE
PEI Venezuela Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Burghausen OMVEP 100,00 VK
Petroleum Infrastructure Limited, Wellington NZEA 100,00 VK
PETROM EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas PETROM 50,00 VK
Preussag Energie International GmbH, Burghausen OMVEP 100,00 VK
Société de Recherches et d'Exploitation des Pétroles en Tunisie, Tunis OTNPR 50,00 S0
TASBULAT OIL CORPORATION LLP, Aktau PETROM 100,00 VK
Thyna Petroleum Services S.A., Sfax OTNPR 50,00 S0
Gas und Power
ADRIA LNG d.o.o., Zagreb OGI 32,47 S0
ADRIA LNG STUDY COMPANY LIMITED, Valletta OGI 28,37 S0
AGCS Gas Clearing and Settlement AG, Wien OGG 23,13 S0
AGGM Austrian Gas Grid Management AG, Wien OGG 100,00 VK
Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H., Wien OGG 51,00 VK
Borasco Elektrik Toptan Satiş A.Ş., Istanbul BORASC 99,60 V0
OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş., Istanbul (BORASC) 3) OPI 100,00 VK
Caspian Energy Company Limited, London OGI 50,00 S0
Central European Gas Hub AG, Wien OGI 65,00 VK
CONGAZ SA, Constanţa PETROM 28,59 AE
EconGas Deutschland GmbH, Regensburg ECOGAS 100,00 VK
EconGas GmbH, Wien (ECOGAS) OGI 50,00 VK
EGBV 14,25
EconGas d.o.o. za opskrbu plinom, Zagreb ECOGAS 100,00 VK
EconGas Hungária Földgázkereskedelmi Kft., Budapest ECOGAS 100,00 VK
EconGas Italia S.r.l, Mailand ECOGAS 100,00 VK
EGBV Beteiligungsverwaltung GmbH, Linz (EGBV) OGI 65,00 VK
Enerco Enerji Sanayi Ve Ticaret A.Ş., Istanbul OGI 40,00 AE
Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG, Bonn OGSG 39,99 AE
NABUCCO Gas Pipeline International GmbH, Wien OGI 20,00 S0
OMV Gas Adria d.o.o., Zagreb OGI 100,00 V0
OMV Gas Germany GmbH, Düsseldorf OGG 100,00 VK
Kapital in %
GAS CONNECT AUSTRIA GmbH, Wien (OGG) 3)
OGI
100,00
VK
OMV Gas & Power GmbH, Wien (OGI)
OMV AG
100,00
VK
OMV Gas Storage Germany GmbH, Köln
OGI
100,00
VK
OMV Gas Storage GmbH, Wien
OGI
100,00
VK
OMV Gaz Depolama A.Ş., Istanbul
BORASC
99,60
VK
OMV Gaz Ve Enerji Holding Anonim Şirketi, Istanbul 3)
OTHOLD
99,99
VK
OMV Gaz Ve Enerji Satş Anonim Şirketi, Istanbul
GPTHOL
99,89
VK
OGI
0,05
ERK
0,02
OCTS
0,02
OTHOLD
0,02
OMV Enerji Ticaret Limited Şirketi, Istanbul (GASTR)
GPTRAD
99,90
VK
OGI
0,10
OMV Kraftwerk Haiming GmbH, Haiming
OPI
100,00
VK
OMV Power International GmbH, Wien (OPI)
OGI
100,00
VK
OMV Trading GmbH, Wien
OGI
100,00
VK
PETROM DISTRIBUTIE GAZE SRL, Bukarest
PETROM
99,99
VK
OMV PETROM GAS SRL, Bukarest
PETROM
99,99
VK
OMV Petrom Wind Power Park SRL, Bukarest
PETROM
99,99
VK
South Stream Austria GmbH, Vienna
OGI
50,00
V0
Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC, Abu Dhabi
OMVRM
25,00
S0
Adria-Wien Pipeline GmbH, Klagenfurt
OMVRM
76,00
VK
Aircraft Refuelling Company GmbH, Wien
OMVRM
33,33
S0
Autobahn – Betriebe Gesellschaft m.b.H., Wien
OMVRM
47,19
S0
Avanti d.o.o., Zagreb
OHRVAT
30,00
S0
BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH, Vohburg
OMVD
45,00
AE
Borealis AG, Wien
OMVRM
32,67
AE
OMV AG
3,33
BRAZI OIL & ANGHELESCU PROD COM SRL, Brazi
PETROM
37,70
S0
BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH, Wien
OMVRM
26,00
S0
BTF Industriepark Schwechat GmbH, Wien
OMVRM
50,00
S0
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH, München
OMVD
25,00
AE
DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft., Budapest
OHUN
48,28
S0
EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG, München
OMVD
20,66
AE
AE 1)
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach
OMVRM
55,60
Erk Petrol Yatrmlar A.Ş., Istanbul (ERK)
POAS
99,96
VK
OTHOLD
0,01
OCTS
0,01
OGI
0,01
OMVEP
0,01
FONTEGAS PECO MEHEDINTI SA, Simian
PETROM
37,40
S0
FRANCIZA PETROM 2001 SA, Piteşti
PETROM
40,00
S0
GENOL Gesellschaft m.b.H., Wien
OMVRM
29,00
S0
Obergesell
schaft
Anteil der
Obergesell
schaft am
Konsolidie
rungsart 1)
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co, Wien OMVRM 29,00 AE
Heating Innovations Austria GmbH, Wien
OMVRM
100,00
V0
Obergesell Anteil der Konsolidie
schaft Obergesell rungsart 1)
schaft am
Kapital in %
ICS PETROM MOLDOVA SA, Chisinau PETROM 100,00 VK
LMG Lagermanagement GmbH, Wiener Neustadt OMV AG 100,00 V0
Marmara Depoculuk Hizmetleri Sanayi ve Ticaret Anonim Şirketi, Istanbul POAS 89,97 VK
OTHOLD 0,01
PORAF 0,01
ERK 0,01
OMV BH d.o.o., Sarajevo VIVTS 100,00 VK
OMV BULGARIA OOD, Sofia PETROM 99,90 VK
OMVRM 0,10
OMV Česká republika, s.r.o., Prag VIVTS 100,00 VK
OMV Deutschland GmbH, Burghausen (OMVD) OMVRM 90,00 VK
OMV AG 10,00
OMV Hrvatska d.o.o., Zagreb (OHRVAT) VIVTS 100,00 VK
OMV Hungária Ásványolaj Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest (OHUN) VIVTS 100,00 VK
OMV – International Services Ges.m.b.H., Wien OMVRM 100,00 VK
OMV Refining & Marketing GmbH, Wien (OMVRM) OMV AG 100,00 VK
OMV PETROM MARKETING SRL, Bukarest (ROMAN) PETROM 100,00 VK
OMV SLOVENIJA trgovina z nafto in naftnimi derivati, d.o.o., Koper VIVTS 92,25 VK
OMV Slovensko s.r.o., Bratislava VIVTS 100,00 VK
OMV SRBIJA d.o.o., Belgrad PETROM 99,90 VK
OMVRM 0,10
OMV Supply & Trading AG, Zug OMVRM 100,00 VK
OMV Supply & Trading Singapore PTE LTD., Singapur OSUP 100,00 VK
OMV TRADING SERVICES LIMITED, London OMVRM 100,00 V0
OMV-VIVA Kereskedelmi és Szolgáltatató Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest OHUN 96,67 V0
PETROCHEMICALS ARGES SRL, Piteşti PETROM 95,00 V0
OMV Petrol Ofisi A.Ş., Istanbul (POAS) OMV AG 41,58 VK
OTHOLD 55,40
Petrol Ofisi Akdeniz Rafinerisi Sanayi ve Ticaret A.Ş., Istanbul 3) POAS 100,00 VK
Petrol Ofisi Gaz İletim A.Ş., Istanbul POAS 99,75 VK
OGI 0,10
OTHOLD 0,05
OCTS 0,05
ERK 0,05
PETROM LPG SA, Otopeni PETROM 99,99 VK
PETROM NADLAC SRL, Nadlac PETROM 98,51 V0
PO Georgia LLC, Tiflis POAS 100,00 V0
Routex B.V., Amsterdam OMVRM 20,00 S0
SIOT Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A., Triest OMVRM 25,00 AE
SuperShop Marketing GmbH, Budapest OHUN 50,00 S0
TGN Tankdienst-Gesellschaft Nürnberg GbR, Nürnberg OMVD 33,33 S0
Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H., Matrei in Osttirol OMVRM 25,00 AE
TRANS GAS SERVICES SRL, Bukarest PETROM 80,00 V0
Çankaya Bel-Pet Limited Sirketi, Ankara POAS 49,00 V0
PETROM AVIATION SA, Otopeni PETROM 100,00 VK
Obergesell
schaft
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
Konsolidie
rungsart 1)
Salzburg Fuelling GmbH, Salzburg OMVRM 33,33 V0
VIVA International Marketing- und Handels-GmbH, Wien (VIVTS) OMVRM 100,00 VK
Konzernbereich und Sonstiges
Amical Insurance Limited, Douglas (AMIC) OMV AG 100,00 VK
ASOCIATIA ROMANA PENTRU RELATIA CU INVESTITORII, Bukarest PETROM 20,00 S0
Diramic Insurance Limited, Gibraltar AMIC 100,00 VK
Kompetenz- und Informationszentrum für Humanvermögen und interdisziplinäre
Arbeits- und Unternehmensforschung GmbH, Klosterneuburg SNO 24,44 S0
OMV Clearing und Treasury GmbH, Wien (OCTS) SNO 100,00 VK
OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi, Istanbul 3) OMV AG 100,00 VK
OMV FINANCE LIMITED, Douglas OMV AG 100,00 VK
OMV Finance Services GmbH, Wien SNO 100,00 VK
OMV Knowledge-Management GmbH, Wien OMV AG 100,00 VK
OMV Insurance Broker GmbH, Wien OMV AG 100,00 V0
OMV Solutions GmbH, Wien (SNO) OMV AG 100,00 VK
PETROMED SOLUTIONS SRL, Bukarest PETROM 99,99 VK
students4excellence GmbH, Wien OMV AG 20,00 S0
VA OMV Personalholding GmbH, Linz SNO 50,00 S0
Petrom
OMV PETROM SA, Bukarest (PETROM) 2) OMV AG 51,01 VK

1) Konsolidierungsart:

VK Verbundene einbezogene Unternehmen.

AE Assoziierte at-equity bewertete Unternehmen.

AE 1) Trotz Anteilsmehrheit keine Einbeziehung, da ein Beherrschungsverhältnis nicht vorliegt.

V0 Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen; Firmenmäntel und Vertriebsorganisationen, die einzeln und gesamt betrachtet für die Aussagekraft des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung sind.

S0 Sonstige nicht konsolidierte Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet; assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage

von untergeordneter Bedeutung ist. 2) In der Segmentberichterstattung wird OMV Petrom SA den jeweiligen Segmenten zugeordnet. 3) Einzelne Aktien werden von anderen Konzerngesellschaften gehalten (in Summe unter 0,01%).

Bei den nicht in den Vollkonsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen handelt es sich überwiegend um Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen sowie um Vertriebsgesellschaften, wobei deren Umsatzvolumina, Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und deren Eigenkapital insgesamt unter 2% der Konzernwerte liegen.

Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft) Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)

Die folgenden Tabellen stellen eine Zusatzinformation hinsichtlich der Öl- und Gasaktivitäten des Konzerns dar. Da dieser Themenbereich unter IFRS nicht detailliert geregelt ist, hat der Konzern beschlossen, jene Daten freiwillig zu veröffentlichen, die gemäß der ASC 932 vorgeschrieben sind, würde er nach US GAAP berichten.

Sofern sich die nachfolgenden Zusatzangaben auf Jahresabschlussinformationen beziehen, beruhen diese auf den Daten des IFRS Konzernabschlusses.

Im Jahr 2009 erwarb OMV einen 10%-Anteil an Pearl Petroleum Company Limited, welcher als Investition nach der Equity-Methode bewertet wird.

Bis auf Österreich und Rumänien werden die einzelnen Länder in Regionen zusammengefasst. Diese umfassen folgende Länder:

Nordafrika und Offshore: Deutschland (bis 2010), Großbritannien, Norwegen, Irland, Färöer Inseln, Slowakei, Libyen, Tunesien, Ägypten, Türkei (seit 2010), Australien, Neuseeland

Mittlerer Osten und Kaspische Region: Kasachstan, Russland (verkauft 2010), Iran, Region Kurdistan im Irak, Pakistan, Jemen, Bulgarien, Vereinigte Arabische Emirate

Die Vermögenswerte und Ergebnisse von Petrom (OMV Anteil 51%, im Konzernabschluss vollkonsolidiert) sind zu 100% dargestellt.

Die nachfolgenden Darstellungen können Rundungsdifferenzen enthalten.

a) Aktivierte Kosten

Die aktivierten Kosten umfassen die Summe des aktivierten Öl- und Gasvermögens einschließlich sonstiges immaterielles Vermögen und Sachanlagen wie Grundvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Konzessionen, Lizenzen und Rechte.

Aktivierte Kosten EUR 1.000
2012 2011 2010
Öl- und Gasvermögen ohne sichere Reserven 1.383.539 1.256.612 956.825
Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven 13.388.063 12.373.806 10.838.410
Gesamt 14.771.602 13.630.418 11.795.235
Kumulierte Abschreibung –6.106.353 –5.381.938 –4.671.166
Aktivierte Kosten (abzüglich Abschreibung) 8.665.249 8.248.480 7.124.068

Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)

b) Kosten der Periode

Die Kosten der Periode umfassen alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Anschaffung, Exploration und Entwicklung von Öl- und Gasvorkommen anfallen, unabhängig davon, ob diese Kosten aktiviert werden oder Aufwand der laufenden Periode sind.

Kosten der Periode EUR 1.000
Rumänien Österreich Nordafrika &
Offshore
Mittlerer Osten &
Kaspische
Region
Gesamt
2012
Anschaffungskosten für sichere Reserven 272.525 272.525
Anschaffungskosten für nicht sichere
Reserven 167.765 167.765
Rekultivierungskosten –57.256 18.780 76.976 276 38.776
Explorationskosten 1) 131.750 29.748 139.130 88.079 388.707
Entwicklungskosten 755.999 90.632 154.528 132.995 1.134.153
Kosten der Periode 830.493 139.160 810.924 221.350 2.001.926
2011
Anschaffungskosten für sichere Reserven 492.096 12.024 504.120
Anschaffungskosten für nicht sichere
Reserven 191.932 156.330 348.262
Rekultivierungskosten 62.047 21.338 34.680 –20.923 97.142
Explorationskosten 1) 107.495 14.379 275.982 68.668 466.524
Entwicklungskosten 695.923 112.204 87.451 152.609 1.048.186
Kosten der Periode 865.465 147.921 1.082.141 368.708 2.464.235
2010
Anschaffungskosten für sichere Reserven 3.272 3.272
Anschaffungskosten für nicht sichere
Reserven 29.612 35.855 65.467
Rekultivierungskosten –3.439 31.294 19.070 36.501 83.426
Explorationskosten 1) 70.502 19.176 181.972 76.975 348.626
Entwicklungskosten 613.362 102.984 139.124 151.301 1.006.771
Kosten der Periode 680.425 153.455 373.050 300.632 1.507.562

1) Exploration Norwegen ist um 78% der abzugsfähigen Explorationskosten vermindert.

c) Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion

Die folgende Tabelle stellt Erträge und Aufwendungen dar, die direkt im Zusammenhang mit der Öl- und Gasproduktion anfallen. Das Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion entspricht nicht dem Ergebnis des E&P-Bereichs, da Zinsen, allgemeine Verwaltungskosten und andere Aufwendungen nicht enthalten sind. Die Ertragsteuer wird nach Berücksichtigung von Investitionsbegünstigungen und Verlustvorträgen und unter Anwendung des lokalen Steuersatzes hypothetisch errechnet.

Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion
Rumänien Österreich Nordafrika &
Offshore
Mittlerer Osten &
Kaspische
Region
Gesamt
2012
Umsatz mit Dritten 1) –78.853 19.552 1.098.206 276.481 1.315.387
Konzerninterner Umsatz 2.700.142 827.734 1.010.580 55.237 4.593.692
Ergebnis aus Anlagenverkäufen –18.895 –645 101.206 750 82.416
2.602.393 846.641 2.209.992 332.468 5.991.494
Produktionsaufwand –671.535 –106.967 –170.090 –98.464 –1.047.056
Förderzinsabgaben –182.456 –143.739 –71.297 –21.433 –418.925
Explorationsaufwand –86.783 –21.020 –160.452 –132.934 –401.189
Abschreibungen und Wertminderungen –394.899 –199.157 –400.857 –105.159 –1.100.073
Sonstige Kosten 2) –34.771 –4.293 –24.209 –36.297 –99.569
–1.370.444 –475.176 –826.905 –394.287 –3.066.812
Ergebnis vor Steuern 1.231.950 371.465 1.383.088 –61.820 2.924.682
Ertragsteuern 3) –202.033 –115.935 –961.471 –7.530 –1.286.969
Operatives Ergebnis 1.029.917 255.530 421.617 –69.350 1.637.713
Speicherüberlassungsentgelt 4) 49.946 49.946
Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion
Rumänien Österreich Nordafrika &
Offshore
Mittlerer Osten &
Kaspische
Region
Gesamt
2011
Umsatz mit Dritten 1) –75.342 –27.681 525.821 228.397 651.195
Konzerninterner Umsatz 2.627.733 864.136 498.354 59.460 4.049.683
Ergebnis aus Anlagenverkäufen –1.784 191 332 –691 –1.952
2.550.607 836.645 1.024.507 287.167 4.698.925
Produktionsaufwand –683.852 –99.455 –142.493 –95.106 –1.020.905
Förderzinsabgaben –173.380 –143.395 –49.084 –18.963 –384.823
Explorationsaufwand –78.558 –9.060 –189.708 –51.444 –328.771
Abschreibungen und Wertminderungen –384.374 –100.010 –243.920 –84.477 –812.781
Sonstige Kosten 20.878 –4.927 –6.218 592 10.325
–1.299.286 –356.847 –631.423 –249.398 –2.536.955
Ergebnis vor Steuern 1.251.321 479.798 393.084 37.768 2.161.971
Ertragsteuern 3) –202.370 –139.820 –250.156 –25.912 –618.258
Operatives Ergebnis 5) 1.048.951 339.978 142.928 11.857 1.543.713
Speicherüberlassungsentgelt 4) 54.182 54.182
2010
Umsatz mit Dritten 1) –1.465 32.625 759.387 239.113 1.029.661
Konzerninterner Umsatz 2.099.080 579.475 629.142 101.197 3.408.894
Ergebnis aus Anlagenverkäufen –2.013 –672 –3.579 –40 –6.305
2.095.602 611.428 1.384.950 340.270 4.432.250
Produktionsaufwand –718.717 –107.187 –131.582 –110.270 –1.067.756
Förderzinsabgaben –143.191 –78.175 –44.568 –11.736 –277.670
Explorationsaufwand –34.037 –14.144 –119.265 –44.195 –211.642
Abschreibungen und Wertminderungen –335.824 –183.462 –297.366 –190.285 –1.006.936
Sonstige Kosten –5.133 –2.428 –3.178 598 –10.141
–1.236.903 –385.397 –595.959 –355.887 –2.574.145
Ergebnis vor Steuern 858.699 226.031 788.992 –15.617 1.858.104
Ertragsteuern 3) –143.607 –73.815 –519.905 –60.178 –797.505
Operatives Ergebnis 715.093 152.216 269.086 –75.795 1.060.600
Speicherüberlassungsentgelt 4) 53.260 53.260

1) Im Wert enthalten sind Hedgingeffekte.

2) Im Wert enthalten ist die Veränderung der Lagerbestände in Libyen und Rückstellungen in Kasachstan. 3) In der Region Nordafrika & Offshore sind die PRT und die Körperschaftsteuer in Großbritannien enthalten. Die Bemessungsgrundlage für die PRT ist der Netto-Cashflow aus bestimmten produzierenden Feldern in der Nordsee. Weiters umfasst diese Region Aufwendungen aus dem Tax-Paid-Cost-System (TPC) für bestimmte Felder in Libyen sowie feldspezifische Steuern in Tunesien, die nicht zur Gänze gewinnabhängig sind. Die Ertragsteuer in Rumänien wurde mit der

angenommenen, hypothetischen Steuerrate von 16% berechnet. 4) Das Speicherüberlassungsentgelt vor Steuern wird für die Bereitstellung von Gasspeicherkapazitäten vom Geschäftsbereich G&P bezahlt. 5) Die Zahlen für 2011 wurden auf Grund der geänderten Bilanzierungsregeln für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst.

d) Öl- und Gasreserven

Sichere Reserven sind jene Mengen an Erdöl und Gas, für welche durch Analyse von geologischen und technischen Daten mit begründeter Sicherheit beurteilt werden kann, dass sie aus bekannten Lagerstätten unter gegenwärtigen wirtschaftlichen, produktionstechnischen und regulatorischen Bedingungen in der Zukunft und innerhalb der Konzessionsdauer – außer die Verlängerung der Konzession ist sicher – wirtschaftlich gefördert werden können.

Sichere, entwickelte Reserven sind jene Reserven, die voraussichtlich mittels bestehenden Bohrungen mit bestehenden Ausrüstungen und Verfahren oder wenn die Kosten der benötigten Ausrüstung relativ gering verglichen mit den Kosten einer neuen Bohrung sind, gefördert werden können. Weiters ist von sicher entwickelten Reserven auszugehen, falls sichere Reserven voraussichtlich durch bereits vorhandene und zur Zeit in Betrieb befindlicher Förderanlagen und –Infrastruktur gefördert werden können. Es sollte sichergestellt sein, dass die benötigten zukünftigen Aufwendungen zur Sicherstellung der bestehenden Ausrüstungen innerhalb des aktuellen Budgets geleistet werden.

Sichere, nicht entwickelte Reserven sind jene sichere Reserven, die voraussichtlich aus neuen Bohrungen in Gebieten, in denen noch keine Bohrungen stattgefunden haben oder aus bestehenden Bohrungen, die zur Rekomplettierung eine verhältnismäßig hohe Aufwendung oder substanzielle neue Investition benötigen, um den Zustand alternder Einrichtungen zu gewährleisten oder diese zu ersetzen, gefördert werden können.

Erdöl und NGL Mio bbl
Rumänien Österreich Nordafrika &
Offshore
Mittlerer Osten
& Kaspische
Region
Gesamt
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 1.1.2010 433,7 50,8 146,3 44,2 674,9
Revision früherer Schätzungen 15,4 3,6 21,9 7,4 48,4
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven
Erweiterungen und Neufunde
Produktion –30,0 –6,1 –21,5 –5,8 –63,4
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2010 419,1 48,3 146,7 45,9 659,9
Revision früherer Schätzungen 3,9 3,9 9,5 –7,9 9,4
Erwerb von Reserven 6,9 2,4 9,3
Verkauf von Reserven
Erweiterungen und Neufunde 1,2 0,3 0,1 1,5
Produktion –29,3 –5,8 –12,4 –4,7 –52,2
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2011 394,9 46,7 150,8 35,6 627,9
Revision früherer Schätzungen 15,0 7,6 6,6 2,2 31,5
Erwerb von Reserven 15,4 15,4
Verkauf von Reserven –2,4 –2,4
Erweiterungen und Neufunde 1,3 0,3 1,7
Produktion –28,7 –5,8 –20,2 –4,6 –59,2
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2012 382,5 48,5 150,5 33,3 614,8
Sichere, entwickelte Reserven
zum 31.12.2010 350,8 42,4 131,4 27,3 551,9
zum 31.12.2011 330,4 39,0 126,1 22,7 518,2
zum 31.12.2012 327,3 40,1 107,2 27,3 501,9
Erdgas Mrd Kubikfuß (bcf)
Rumänien Österreich Nordafrika &
Offshore
Mittlerer Osten &
Kaspische
Region
Gesamt
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 1.1.2010 2.102,2 443,8 152,8 146,9 2.845,7
Revision früherer Schätzungen 144,8 26,4 0,4 –16,8 154,9
Erwerb von Reserven 3,9 3,9
Verkauf von Reserven
Erweiterungen und Neufunde 17,4 17,4
Produktion –180,8 –55,6 –26,5 –32,3 –295,1
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2010 1) 2.083,7 414,6 130,6 97,8 2.726,7
Revision früherer Schätzungen 193,9 16,2 73,8 21,9 305,8
Erwerb von Reserven 6,0 34,2 40,2
Verkauf von Reserven
Erweiterungen und Neufunde 19,5 0,4 0,3 20,2
Produktion –184,1 –49,2 –27,6 –35,4 –296,4
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2011 1) 2.112,9 382,0 183,1 118,5 2.796,5
Revision früherer Schätzungen –16,8 7,8 16,2 47,1 54,5
Erwerb von Reserven 174,8 174,8
Verkauf von Reserven –9,7 –9,7
Erweiterungen und Neufunde 70,6 70,6
Produktion –182,1 –48,6 –27,8 –32,0 –290,6
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2012 1) 1.984,5 341,2 336,6 133,6 2.795,9
Sichere, entwickelte Reserven
zum 31.12.2010 1.678,4 270,1 127,9 81,8 2.158,2
zum 31.12.2011 1.601,9 258,8 174,9 84,8 2.120,3
zum 31.12.2012 1.499,5 221,1 155,1 113,2 1.988,9

1) 2012: Inklusive rund 76 bcf an Polstergas in Gasspeicherreservoirs.

2011: Inklusive rund 76 bcf an Polstergas in Gasspeicherreservoirs.

2010: Inklusive rund 89 bcf an Polstergas in Gasspeicherreservoirs.

e) Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Die zukünftige Netto-Cashflow-Information wird unter der Annahme erstellt, dass die vorherrschenden wirtschaftlichen und operativen Rahmenbedingungen über die Produktionsdauer der sicheren Reserven bestehen bleiben. Weder zukünftige Veränderungen der Preise noch Fortschritte in der Technologie oder Veränderungen der operativen Bedingungen werden berücksichtigt.

Der zukünftige Cash Inflow beinhaltet die Erlöse aus dem Verkauf der Produktionsmenge, inklusive Polstergas, die zum Bilanzstichtag vorliegen, unter der Annahme, dass die zukünftige Produktion zu jenen Preisen verkauft wird, welche zur Schätzung der sicheren Reserven zu den Jahresend-Mengen dieser Reserven verwendet werden (12 Monats-Durchschnittspreis).

Die zukünftigen Produktionskosten umfassen Ausgaben für die Förderung sicherer Reserven sowie entsprechende Steuern. In den zukünftigen Rekultivierungsausgaben sind die Kosten der Rekultivierung von Sonden und Produktionsanlagen enthalten.

Die zukünftigen Entwicklungsausgaben umfassen die geschätzten Kosten für Entwicklungsbohrungen und Produktionsanlagen. Allen drei Bereichen liegt die Annahme zugrunde, dass das Kostenniveau zum Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung der Inflation beibehalten wird. Die zukünftigen Steuerzahlungen werden unter Verwendung des Steuersatzes jenes Lands berechnet, in dem OMV tätig ist. Der Barwert ergibt sich aus der Diskontierung des zukünftigen Netto-Cashflows mit einem Diskontfaktor von 10% pro Jahr. Die standardisierte Ermittlung stellt keine Schätzung des Tageswerts der sicheren Reserven im Konzern dar. Eine Schätzung des Tageswerts würde neben vielen anderen Faktoren auch die Gewinnungsmöglichkeit von Reserven, die über die Menge der sicheren Reserven hinausgeht, und voraussichtliche Veränderungen in den zukünftigen Preisen und Kosten sowie einen dem Risiko der Öl- und Gasproduktion entsprechenden Diskontzinssatz berücksichtigen.

Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows EUR 1.000
Rumänien Österreich Nordafrika &
Offshore
Mittlerer Osten &
Kaspische
Region
Gesamt
2012
Zukünftiger Cash Inflow 34.670.508 6.539.851 15.497.838 2.382.980 59.091.177
Zukünftige Produktions- und
Rekultivierungsausgaben –13.960.821 –3.298.841 –2.665.820 –866.708 –20.792.190
Zukünftige Entwicklungsausgaben –3.808.065 –327.400 –1.439.436 –275.628 –5.850.528
Zukünftiger Netto-Cashflow
vor Ertragsteuern 16.901.623 2.913.610 11.392.582 1.240.644 32.448.459
Zukünftige Ertragsteuern –2.707.638 –858.551 –6.751.555 –364.389 –10.682.133
Zukünftiger Netto-Cashflow
undiskontiert 14.193.984 2.055.059 4.641.027 876.255 21.766.326
10% jährlicher Diskontsatz für die
zeitliche Differenz des Cashflows
–7.341.128 –640.725 –1.901.202 –261.600 –10.144.656
Standardisierte Berechnung des
diskontierten zukünftigen
Netto-Cashflows 6.852.857 1.414.334 2.739.825 614.655 11.621.671
2011
Zukünftiger Cash Inflow 33.744.859 6.240.300 12.771.073 2.314.279 55.070.510
Zukünftige Produktions- und
Rekultivierungsausgaben –14.496.070 –3.288.542 –2.238.423 –883.470 –20.906.505
Zukünftige Entwicklungsausgaben –3.329.572 –471.380 –531.492 –191.946 –4.524.390
Zukünftiger Netto-Cashflow
vor Ertragsteuern 15.919.216 2.480.378 10.001.158 1.238.863 29.639.615
Zukünftige Ertragsteuern –2.547.075 –664.452 –6.060.800 –316.965 –9.589.291
Zukünftiger Netto-Cashflow
undiskontiert 13.372.142 1.815.926 3.940.359 921.898 20.050.324
10% jährlicher Diskontsatz für die
zeitliche Differenz des Cashflows –6.911.929 –429.828 –1.464.179 –232.191 –9.038.126
Standardisierte Berechnung des
diskontierten zukünftigen
Netto-Cashflows 6.460.213 1.386.098 2.476.180 689.707 11.012.197
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows EUR 1.000
Rumänien Österreich Nordafrika &
Offshore
Mittlerer Osten &
Kaspische
Region
Gesamt
2010
Zukünftiger Cash Inflow 25.409.355 5.183.304 9.326.618 2.405.243 42.324.520
Zukünftige Produktions- und
Rekultivierungsausgaben –15.774.764 –2.853.422 –2.184.501 –1.003.734 –21.816.420
Zukünftige Entwicklungsausgaben –2.094.167 –285.705 –164.557 –310.591 –2.855.020
Zukünftiger Netto-Cashflow
vor Ertragsteuern 7.540.424 2.044.177 6.977.560 1.090.919 17.653.080
Zukünftige Ertragsteuern –935.712 –511.044 –4.125.036 –273.419 –5.845.210
Zukünftiger Netto-Cashflow
undiskontiert 6.604.713 1.533.133 2.852.524 817.500 11.807.869
10% jährlicher Diskontsatz für die
zeitliche Differenz des Cashflows –3.781.020 –466.829 –791.616 –194.340 –5.233.805
Standardisierte Berechnung des
diskontierten zukünftigen
Netto-Cashflows 2.823.692 1.066.303 2.060.909 623.160 6.574.064

f) Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows EUR 1.000
2012 2011 2010
1. Jänner 11.012.197 6.574.064 4.024.661
Verkauf und Transfer von gefördertem Öl und Gas abzüglich Produktionsausgaben –3.380.298 –2.703.439 –1.898.184
Nettoveränderung der Preise und Produktionskosten 1.496.488 7.361.441 4.270.064
Nettoveränderung aus dem Kauf und Verkauf von Mineralvorkommen 135.046 219.437 2.136
Nettoveränderung auf Grund von Erweiterungen und neuen Funden 16.106 6.314 11.109
Entwicklungs- und Rekultivierungsausgaben der laufenden Periode 728.296 671.604 737.403
Veränderung der geschätzten zukünftigen Entwicklungs- und
Rekultivierungskosten in der Periode –611.794 –768.512 –1.282.389
Revision früherer Schätzungen 946.773 595.462 927.093
Zuwachs aus der Diskontierung 1.002.991 582.787 392.062
Nettoveränderung der Ertragsteuern 316.640 –1.423.161 –780.149
Sonstiges 1) –40.776 –103.792 170.254
31. Dezember 11.621.671 11.012.197 6.574.064

1) Unter der Position Sonstiges sind vor allem die Wechselkursveränderungen gegenüber dem EUR ausgewiesen.

Wien, am 20. März 2013

Der Vorstand

Gerhard Roiss Vorsitzender

David C. Davies Vorsitzender-Stellvertreter

Hans-Peter Floren Jacobus Huijskes Manfred Leitner

Abkürzungen und Definitionen Abkürzungen und Definitionen

Ausschüttungsgrad

%-Verhältnis der Dividende je Aktie zum Ergebnis je Aktie

bbl, bbl/d Barrel (Fass zu circa 159 Liter), bbl pro Tag

bcf, cf Milliarden Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F)

Bitumen

Ein nicht flüchtiges, klebriges und abdichtendes rohölstämmiges Produkt, Grundstoff für Asphalt

boe, boe/d Barrel Öläquivalent, boe pro Tag

CCS Current cost of supply; zu aktuellen Beschaffungskosten

E&P Exploration und Produktion

EBIT Earnings Before Interest and Taxes; Betriebserfolg

EGT

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen

Eigenkapitalquote %-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital

Eingesetztes Kapital

Eigenkapital inklusive Fremdanteile zuzüglich Nettoverschuldung

EPSA

Exploration and Production Sharing Agreement; Explorations- und Produktionsteilungsvertrag

Ergebnis je Aktie

Den Aktionären zuzurechnender Periodenüberschuss dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Aktienanzahl

EU Europäische Union

EUR Euro

F&D Kosten

Finding and Development; Fund- und Entwicklungskosten; Explorationsaufwendungen dividiert durch Änderung der sicheren Reserven (Erweiterungen, Neufunde und Revisionen früherer Schätzungen)

G&P Gas und Power

H1, H2 Erstes, zweites Halbjahr

HSSE Health, Safety, Security and Environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

HV Hauptversammlung

IASs International Accounting Standards

IFRSs International Financial Reporting Standards

Jahresüberschuss Nettogewinn nach Zinsen, außerordentlichem Ergebnis und Steuern

Kb&S Konzernbereich und Sonstiges

kbbl, kbbl/d Tausend bbl, tausend bbl pro Tag

kboe, kboe/d Tausend boe, tausend boe pro Tag

KPI

Key Performance Indicator; Leistungskennzahl, Schlüsselindikator

LNG Liquefied Natural Gas; Flüssigerdgas

LTIR Lost-Time Injury Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall

m3 Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F)

Mio Million

Monomere

Begriff für Ethylen und Propylen

Mrd Milliarde

MWh Megawatt Stunden

n.a. not available; Wert nicht verfügbar

n.m. not meaningful; Wert nicht aussagefähig

Nettoverschuldung Finanzverbindlichkeiten inklusive Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing abzüglich liquider Mittel

NGL Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt

NOPAT

Net Operating Profit After Tax; EGT nach Steuern zuzüglich Zinsergebnis auf Finanzverbindlichkeiten, +/– Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, +/– Steuereffekte aus Anpassungen

OPEX

Operating Expenditures; Produktionskosten; Materialund Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben

öCGK Österreichischer Corporate Governance Kodex

PJ Petajoule, 1 PJ entspricht ca. 278 Mio Kilowattstunden

Polymere, Polyolefine Monomere in Kettenform, Begriff für Polyethylen und Polypropylen

ppm parts per million; Teile von einer Million

PRT, PRRT Petroleum Revenue Tax, Petroleum Resource Rent Tax; diese Steuer gibt es in Großbritannien sowie Australien

Q1, Q2, Q3, Q4 Erstes, zweites, drittes, viertes Quartal

R&M Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

ROACE

Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital

ROE

Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss zu durchschnittlichem Eigenkapital

ROFA

Return On Fixed Assets; %-Verhältnis EBIT zu durchschnittlichem immateriellen und Sachanlagevermögen

RON Neuer Rumänischer Leu

RRR

Reserve Replacement Rate; Reserven-Ersatzrate; Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion dividiert durch Gesamtproduktion

t, toe Tonne, Tonne Öläquivalent

TEUR Tausend Euro

TRIR

Total Recordable Injury Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen

TRY Türkische Lira

TUSD Tausend US Dollar

TWh Terawatt Stunden

UGB

Österreichisches Unternehmensgesetzbuch

Umsatzerlöse Umsatzerlöse exkl. Mineralölsteuer

USD US Dollar

Verschuldungsgrad

Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

Weitere Abkürzungen und Definitionen finden Sie unter www.omv.com > Presse > Glossar.

Fünf-Jahres-Übersicht Fünf-Jahres-Übersicht

Fünf-Jahres-Übersicht EUR Mio
2012 2011 1) 2010 1), 2) 2009 2008
Umsatzerlöse 42.649 34.053 23.323 17.917 25.543
Betriebserfolg (EBIT) 3.104 2.494 2.334 1.410 2.340
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.857 2.221 1.961 1.182 2.309
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –1.067 –633 –747 –465 –780
Periodenüberschuss 1.790 1.588 1.214 717 1.529
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurech
nender Periodenüberschuss 1.363 1.079 921 572 1.374
CCS EBIT vor Sondereffekten 3) 3.407 2.530 2.470 1.418 3.405
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurech
nender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten 3) 1.544 1.084 1.118 596 1.942
Bilanzsumme 30.519 28.413 26.419 21.415 21.376
Eigenkapital 14.530 13.404 11.238 10.035 9.363
Nettoverschuldung 3.747 4.603 5.167 3.314 3.448
Durchschnittlich eingesetztes Kapital 4) 18.118 17.060 13.970 12.952 13.152
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.813 2.514 2.886 1.847 3.214
Investitionen 2.426 3.146 3.207 2.355 3.547
Abschreibungen 2.036 1.626 1.578 1.325 1.293
Betriebserfolg vor Abschreibung (EBITD) 5.137 4.117 3.899 2.734 3.633
Net Operating Profit After Tax (NOPAT) 4) 1.976 1.881 1.446 820 1.603
Return On Average Capital Employed (ROACE) 11% 11% 10% 6% 12%
Return On Equity (ROE) 13% 13% 11% 7% 16%
Eigenkapitalquote 48% 47% 43% 47% 44%
Verschuldungsgrad 26% 34% 46% 33% 37%
Dividende je Aktie in EUR 5) 1,20 1,10 1,00 1,00 1,00
Ergebnis je Aktie in EUR 4,18 3,43 3,08 1,91 4,60
CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR 3) 4,73 3,45 3,74 1,99 6,50
Mitarbeiter per 31. Dezember 28.658 29.800 31.398 34.676 41.282

1) Mit 31. März 2012 wurden die Zahlen für 2010 und 2011 entsprechend den geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leistungen nach Beendigung

des Arbeitsverhältnisses (IAS 19 überarbeitet) angepasst. 2) Mit 31. Dezember 2011 wurden die Zahlen für 2010 auf Grund der finalen Kaufpreisallokation für die OMV Petrol Ofisi A.Ş. angepasst. 3) Das CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste (CCS Effekte) aus den Fuels-Raffinerien und Petrol Ofisi. 4) Mit 2012 wurden die Definitionen für NOPAT und durchschnittlich eingesetztes Kapital angepasst. Details entnehmen Sie bitte den

"Abkürzungen und Definitionen". Historische Zahlen wurden entsprechend angepasst. 5) 2012: Wie vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 2013.

Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen

Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen und Annahmen von OMV sowie OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle von OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Weder OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. OMV lehnt jede Verpflichtung ab, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren von OMV dar.

Kontakte

OMV Aktiengesellschaft

Trabrennstraße 6-8 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40440-0 Fax: +43 1 40440-27900 [email protected]

OMV PETROM SA

Strada Coralilor 22, sector 1 013329 Bukarest, Rumänien Tel.: +40 372 868930 Fax: +40 372 868518 [email protected]

OMV Petrol Ofisi A.S˛.

Eski Büyükdere Caddesi No: 33 34398 Maslak/Istanbul, Türkei Tel.: +90 212 329 1500 Fax: +90 212 329 5282 [email protected]

Investor Relations

La˘cra˘mioara Diaconu-Pint¸ea OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40440-21600 Fax: +43 1 40440-621600 [email protected]

Herausgeber: OMV Aktiengesellschaft, Wien Konzept, Design und Litho: Rock & Comp. Gesellschaft m.b.H. Fotos: Lois Lammerhuber, OMV Archiv, Transocean Bildbearbeitung: Farbantrieb Morak & Szutta OG Druck: Schwechater Druckerei Seyss GmbH

Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden im Geschäftsbericht durchgehend geschlechterunspezifische Termini verwendet.

OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8 1020 Wien Österreich Tel +43 (1) 40440-0 www.omv.com

Geschäftsbericht 2012 der OMV Aktiengesellschaft

OMV Aktiengesellschaft

Geschäftsbericht 2012 der OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2012 der OMV Aktiengesellschaft

Bericht des Aufsichtsrats 168
Corporate Governance Bericht 170
Lagebericht OMV Aktiengesellschaft 182
Bestätigungsvermerk 187
Jahresabschluss OMV Aktiengesellschaft 188
Bilanz 188
Gewinn- und Verlustrechnung 190
Anhang 191
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 192
Erläuterungen zur Bilanz 199
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 206
Ergänzende Angaben 209
Entwicklung der unversteuerten Rücklagen 212
Direkte Beteiligungen 213
Anlagenspiegel 214
Aufsichtsrat 216
Vorstand 217
Abkürzungen und Definitionen 218

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Der Aufsichtsrat nahm 2012 seine Aufgabe der sorgfältigen Überwachung der Geschäftsführung von OMV durch den Vorstand und der Beratung des Vorstands auf der Basis einer guten Corporate Governance, detaillierter Informationen und konstruktiver Diskussionen mit dem Vorstand wahr. Der Vorstand informierte uns zeitnah und umfassend über die Geschäftstätigkeit, die allgemeine wirtschaftliche Lage in den Kernmärkten des Unternehmens und die daraus resultierenden Rahmenbedingungen, sowie über Chancen und Risiken für die Geschäftsentwicklung von OMV. Unsere Anstrengungen galten 2012 in erster Linie der Umsetzung der 2011 eingeführten OMV Strategie "Profitables Wachstum".

Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Schwerpunkt der Aufsichtsratstätigkeit im Berichtsjahr war der Fortschrittsbericht zur OMV Strategie. Im Rahmen eines zweitägigen Treffens bei der OMV Tochter Petrom in Rumänien führten wir intensive Diskussionen mit dem Vorstand über die Eckpfeiler der integrierten Wachstumsstrategie von OMV und bestätigten die strategischen Prinzipien. Im Rahmen des Strategietreffens besuchten wir auch einige bedeutende Aktivitäten und Kern-Assets des Konzerns: Petrom City, den Hauptsitz von Petrom in Bukarest, eine Explorationsbohrung, das neue Gaskombikraftwerk in Brazi und die Raffinerie Petrobrazi. In Einklang mit der auf Wachstum und auf den Upstream-Bereich ausgerichteten Strategie prüften wir sorgfältig bedeutende Investitionen, etwa in Norwegen den Erwerb eines 20%-Anteils an der Ölfeldentwicklung Edvard Grieg und eines 15%-Anteils an der Gasfeldentwicklung Aasta Hansteen, sowie Investitionen in das OMV Portfolio in Großbritannien, das Lizenzen für 16 Blöcke westlich der Shetlandinseln umfasst. Wir genehmigten außerdem

einige ausgewählte Veräußerungen im Zuge der Restrukturierung des Downstream-Bereichs von OMV. Ein umfassendes Performance-Steigerungsprogramm – "energize OMV" – wurde eingeführt, um die operative Leistungsfähigkeit und die Kapitaleffizienz im gesamten OMV Konzern zu erhöhen. Ziel des Programms ist es, den Return On Average Capital Employed (ROACE) bis 2014 um 2%-Punkte zu steigern. Hohe Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat auch dem jährlichen Planungsprozess für den mittelfristigen Zeitraum (2013-2015), dem Budget für das Geschäftsjahr 2013 und dem laufenden Investitionsprogramm. Ein besonderer Punkt der Agenda war die Diskussion über ein festes, bedingtes Tarifangebot für das Gas Pipeline Projekt Nabucco West. Im Hinblick auf die Konzern-Finanzierung befassten wir uns mit der Begebung von Eurobonds mit einem Nominale von EUR 1,5 Mrd. Dieses bedeutende Finanzierungsprojekt führte zu einer signifikanten Verlängerung des Fälligkeitsprofils der Verbindlichkeiten von OMV. Darüber hinaus widmeten wir uns zentralen Themen wie Compliance und Corporate Governance. Der Vorstand informierte uns auch über "Resourcefulness", das neue OMV Konzept einer verantwortungsbewussten Geschäftstätigkeit, das in das Kerngeschäft des Unternehmens integriert ist und die Wachstumsstrategie unterstützt.

Der Projektausschuss befasste sich eingehend mit der Akquisition des 20%-Anteils an der Ölfeldentwicklung Edvard Grieg in Norwegen. Der Präsidial- und Nominierungsausschuss erörterte das System der Nachfolgeplanung von OMV.

Der Vergütungsausschuss führte ein Benchmarking der variablen Bezüge des Vorstands durch, wobei Empfehlungen externer Berater, branchenspezifische Best-Practice-Modelle, das Vergütungsniveau in vergleichbaren Unternehmen sowie internationale Entwicklungen im

Bedeutende E&P-Investitionen wurden geprüft

Bereich der Corporate Governance berücksichtigt wurden. Auf Basis der Ergebnisse beschlossen wir, den möglichen jährlichen Bonus für das Geschäftsjahr 2012 um 50 Prozentpunkte durch die Einführung eines Matching Share Plans zu erhöhen. Der Matching Share Plan sieht eine Rückzahlungsregelung sowie höhere Investmentverpflichtungen des Vorstands vor. Diese Änderungen waren ein wichtiger Schritt, um das Anreizsystem des Unternehmens an die Risiken eines ausgewogenen und profitablen Wachstums anzugleichen und die Bindung zwischen der Vergütung und den Aktionärsinteressen zu stärken.

Der Prüfungsausschuss behandelte wesentliche Themen der Rechnungslegungsprozesse, der internen Revision, des Risikomanagements sowie des internen Kontrollsystems und der Steuerungsinstrumente des Konzerns. Besonderes Augenmerk wurde auf die Verbesserung des Risikomanagementsystems und die Überwachung seiner Funktionsfähigkeit gelegt. Der Abschlussprüfer des OMV Konzerns nahm an jedem Treffen des Prüfungsausschusses teil. Wir nahmen bei den Treffen auch regelmäßig die Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch mit dem Abschlussprüfer ohne Anwesenheit von Vorstandsmitgliedern wahr. Ein spezieller Workshop mit dem Abschlussprüfer des OMV Konzerns diente dazu, uns mit den jüngsten Entwicklungen zu Corporate Governance und zur Finanzberichterstattung vertraut zu machen.

Mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung der Effizienz und Effektivität unserer Arbeit haben wir unsere jährliche Selbstevaluierung durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat weiterhin seiner Verantwortung gegenüber Aktionären und allen weiteren Stakeholdern gerecht werden kann. Offene Diskussionen in einer Atmosphäre des Vertrauens sind die Grundlage unserer Beratungen und unserer Kommunikation mit dem Vorstand. Weitere Ausführungen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie im Corporate Governance Bericht.

Jahresabschluss und Dividende

Nach umfassender Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses mit dem Abschlussprüfer im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat, erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs. 1 Aktiengesetz (AktienG) erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss 2012, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktienG festgestellt ist. Das gleiche gilt für den Konzernabschluss. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem vom Prüfungsausschuss geprüften Corporate Governance Bericht zu.

Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 1,20 je Aktie auszuschütten und den sich danach ergebenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Veränderungen im Vorstand

Hans-Peter Floren wurde mit Wirksamkeit 1. März zum Vorstandsmitglied für den Geschäftsbereich Gas und Power bestellt.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Nach dem Rücktritt von Khadem Al Qubaisi mit Ende der Hauptversammlung wurde Murtadha Al Hashmi von der ordentlichen Hauptversammlung am 10. Mai in den Aufsichtsrat gewählt. Rudolf Kemler wurde von der außerordentlichen Hauptversammlung am 9. Oktober in den Aufsichtsrat gewählt und übernahm nach dem Rücktritt von Markus Beyrer mit Wirksamkeit 1. November den Vorsitz. Seit 1. Jänner 2013 gehört Christine Asperger als Nachfolgerin von Leopold Abraham zu den fünf Arbeitnehmervertretern in unserem Aufsichtsrat.

Abschließend möchten wir dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Konzern und in den assoziierten Unternehmen für ihren Einsatz und ihren persönlichen Beitrag im Geschäftsjahr 2012 danken.

Wien, am 20. März 2013

Für den Aufsichtsrat

Rudolf Kemler

Matching Share Plan stärkt Bindung zwischen Vergütung und Aktionärsinteressen OMV ist überzeugt, dass eine solide Corporate Governance und die Transparenz der Führungs- und Kontrollstruktur das Vertrauen im Kapitalmarkt sowie bei den weiteren Stakeholdern festigt. OMV hat deshalb die Einhaltung der Best Practice der Corporate Governance stets als wesentlichen Auftrag verstanden und sich seit seiner Einführung 2002 zur Beachtung des Österreichischen Corporate Governance Kodex (öCGK) verpflichtet. OMV befolgt auch die R-Regeln des öCGK, die ausschließlich Empfehlungscharakter haben. OMV ist Unterzeichner des UN Global Compacts und bekennt sich konzernweit zu einem umfassenden Verhaltenskodex und einer darauf beruhenden Business Ethik.

Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex OMV entspricht dem öCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance. Dieser Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich. Die Einhaltung des öCGK durch OMV in 2012 wurde einer externen Evaluierung durch unabhängige Berater unterzogen. Der Bericht über die Evaluierung ist unter www.omv.com ebenfalls öffentlich zugänglich und bestätigt das Einhalten sämtlicher C- und R-Regeln durch OMV.

Vorstand

Von links nach rechts: Hans-Peter Floren, Manfred Leitner, Gerhard Roiss, David C. Davies, Jacobus Huijskes

Gerhard Roiss, *1952

Datum der Erstbestellung: 17. September 1997 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2014

Vorsitzender des Vorstands (seit 1. April 2011). Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens. Interimsmäßige Führung des Geschäftsbereichs Gas und Power (1. Jänner 2012 bis 29. Februar 2012).

Seine Wirtschaftsausbildung in Wien, Linz und Stanford (USA) bildete die Basis für Führungsaufgaben in der Konsumgüterindustrie. 1990 wurde er in die Geschäftsführung der PCD Polymere GmbH berufen. 1997 wechselte er in den Vorstand des OMV Konzerns und war bis Ende 2001 für Exploration und Produktion sowie Kunststoffe verantwortlich. Von 2002 bis 2011 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender und für den Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing verantwortlich.

David C. Davies, *1955

Datum der Erstbestellung: 1. April 2002 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2014 Finanzvorstand (seit 1. April 2002) und stellvertretender Vorstandsvorsitzender seit 1. April 2011. Verantwortungsbereich: Finanzen, OMV Solutions GmbH.

Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG und der CEESEG AG.

Er absolvierte 1978 das Studium der Volkswirtschaft an der Universität von Liverpool (Großbritannien) und begann seine Berufslaufbahn in der Wirtschaftsprüfung. Weiters war er in internationalen Konzernen in der Getränke-, Lebensmittelund Gesundheitsindustrie tätig. Vor dem Eintritt in den OMV Konzern war er Finanzvorstand in verschiedenen Unternehmen in Großbritannien.

Jacobus Huijskes, *1965

Datum der Erstbestellung: 1. April 2010 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2015 Führung des Geschäftsbereichs Exploration und

Produktion seit 1. Juli 2010.

Er absolvierte eine Ausbildung als Maschinenbauingenieur und begann seine Berufslaufbahn bei Shell. Innerhalb des Shell Konzerns bekleidete er eine Reihe technischer und betriebswirtschaftlicher Positionen. Zuletzt war er als Executive Vice President für weltweite Großprojekte im Bereich Exploration und Produktion verantwortlich. Er arbeitete und lebte u.a. in Großbritannien, Norwegen, im Oman, in Australien und Russland.

Manfred Leitner, *1960

Datum der Erstbestellung: 1. April 2011 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2014

Führung des Geschäftsbereichs Raffinerien und Marketing sowie Wahrnehmung der Interessen des OMV Konzerns bezüglich Kunststoffe und Chemie.

Nach seinem Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien startete er seine berufliche Karriere 1985 bei OMV. Nach zweijähriger Tätigkeit im Finanzbereich von E&P leitete er in Libyen den Finanzbereich der OMV Niederlassung in Tripolis. Nach seiner Rückkehr nach Österreich war er bis zum Jahr 1997 für die Controlling-Aktivitäten in E&P verantwortlich. Danach wechselte er in den Bereich R&M, wo er bis 2002 die Abteilung Planning & Controlling leitete und von 2003 bis 2011 als Senior Vice President für Downstream Optimization and Supply fungierte.

Hans-Peter Floren, *1961

Datum der Erstbestellung: 1. März 2012 Ende der laufenden Funktionsperiode:

  1. Februar 2015 Führung des Geschäftsbereichs Gas und Power. Vorstandsmitglieder

Hans-Peter Floren absolvierte das Maschinenbauund Wirtschaftswissenschaftsstudium an der Universität Essen, Deutschland. Seit 1987 bekleidete er unterschiedliche Führungspositionen in der Energiewirtschaft. 1989 wechselte er zur Ruhrgas AG. Zuletzt war er als Mitglied des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG tätig.

Arbeitsweise des Vorstands

Genehmigungserfordernisse, Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder und Abläufe (z.B. Beschlusserfordernisse) sowie Vorgehen bei Interessenkonflikten sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Der Vorstand hält wöchentliche Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen Angelegenheiten, die der Genehmigung des gesamten Organs bedürfen.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht gibt einen Überblick über die Vergütung der Vorstandsmitglieder. Er erläutert die Grundsätze der Vergütungspolitik und die unterschiedlichen Bestandteile der Vergütung einschließlich Leistungsanreize und anderer Bezüge.

2012 unterzog der Vergütungsausschuss das Vergütungssystem einer Überprüfung und nahm Änderungen mit dem Ziel vor, den Fokus auf strategische langfristige Perspektiven und die Unternehmensbindung zu legen. Dies war nach einhelliger Auffassung erforderlich, um den langfristigen Charakter von Investitionen in Öl- und Gas-Assets besser im Anreizsystem abzubilden. Unterstützt wurde dies durch eine Änderung des Long Term Incentive Plans (LTIP), der nun ein Aktienbesitzerfordernis von Vorstandsmitgliedern vorsieht, sowie die Einführung eines neuen, mit der jährlichen Bonusvereinbarung verknüpften Matching Share Plans (MSP).

Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand

Die Vorstandsmitglieder werden zu lokalen, österreichischen Bedingungen beschäftigt und die Gehälter sind daher in EUR festgelegt (brutto). Ihre Anstellungsverträge sind mit der OMV Aktiengesellschaft abgeschlossen und unterliegen österreichischem Recht. Die OMV Vorstandsvergütung berücksichtigt die Gegebenheiten am relevanten Markt, verbunden mit einer starken individuellen Leistungskomponente. Die Marktorientierung wird durch ein regelmäßiges externes Benchmarking sowohl zur Branche, wie etwa europäischen Öl- und Gasunternehmen, als auch zu relevanten österreichischen und europäischen Industrieunternehmen sichergestellt. Die Vergütungsstruktur für 2012 wurde mit Unterstützung von PricewaterhouseCoopers LLP (PwC) festgelegt. PwC war 2012 ganzjährig für den Vergütungsausschuss beratend tätig.

Die Leistungskomponente beinhaltet sowohl kurz- als auch langfristige Elemente. Die verwendeten Indikatoren beruhen auf finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen. Ebenfalls berücksichtigt werden spezielle Projekte im Zuge der Implementierung der OMV Wachstumsstrategie.

Vergütung der Vorstandsmitglieder

Fixgehalt, variable Jahresvergütung und Sachbezüge

Die fixe Vergütung der Vorstandsmitglieder wird monatlich als Gehalt ausbezahlt. In den Anstellungsverträgen sind 14 Zahlungen pro Jahr jeweils am letzten Banktag eines Monats vorgesehen. Für jedes Geschäftsjahr werden Ziele (Leistungskriterien) vereinbart, bei deren Erreichen höchstens 100% des Fixgehalts zusätzlich als variable Vergütung im darauf folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt werden. Dieser Prozentsatz wurde nach der Einführung des Matching Share Plans von bisher 150% auf 100% verringert.

Die Leistungskriterien sind aus den nachstehenden vier Bereichen zusammengesetzt:

Bereich Kriterien
Finanziell CCS EBIT vor Sondereffekten;
CCS ROACE vor Sondereffekten
Nicht-finanziell Produktion; Reserven-Ersatzrate
Effizienz Inkludiert beispielsweise Wartungs
stillstand der Raffinerie Petrobrazi
Nachhaltigkeit Fokus auf Gesundheit, Sicherheit
und Umweltschutz

Das Erreichen der Ziele wird mittels Vergleich der vereinbarten Werte mit den tatsächlich erreichten Werten festgestellt.

Aus dem tatsächlichen Zielerreichungsgrad im Jahr 2012 ergibt sich eine Zahlung von 98,5% des Fixgehalts im Jahr 2013.

Vorstandsmitglieder erhalten einen Dienstwagen und haben Anspruch auf eine Unfallversicherung. Die Krankenversicherung beschränkt sich auf die österreichische gesetzliche Sozialversicherung.

Matching Share Plan

Der von der Hauptversammlung 2012 genehmigte Matching Share Plan (MSP) für das Jahr 2012 ist ein integraler Teil der jährlichen Bonusvereinbarung und dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen Bonifikationen (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Bonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen Bonifikation durch den Vergütungsausschuss wird eine gleichwertige (netto nach Steuern) Bonifikation in Form von Aktien des Unternehmens gewährt werden, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind.

Vorstandsbezüge1) EUR 1.000
Vergütung 2012 Davies Floren Huijskes Leitner Roiss Summe
Fixgehalt 744 500 529 500 800 3.072
Variable Vergütung 784 625 406 436 1.051 3.302
Sachbezüge (PKW, Unfallver
sicherung und Aufwandersatz) 10 7 8 8 8 41
Summe 1.538 1.132 943 944 1.859 6.415
Verhältnis fix2) zu variabel 49/51 45/55 57/43 54/46 43/57 49/51
LTIP 2009:
Anzahl der Aktien (brutto) 27.362 9.044 39.906 76.312

1) Auf Grund von Rundungsdifferenzen ergeben sich in den Einzelsummen Abweichungen. Die variablen Bezüge, deren Auszahlung 2012 erfolgte, beziehen sich auf den Zielerreichungsgrad im Jahr 2011 (für Hans-Peter Floren eine Bonusvorauszahlung für 2012). Die variable Vergütung von Gerhard Roiss beinhaltet einen speziellen Bonus für die Übernahme der zusätzlichen Verantwortung für Gas und Power zu Beginn des Jahres. Das Fixgehalt von David C. Davies beinhaltet einen jährlichen Unterkunftszuschuss. Das Basisgehalt von Jacobus Huijskes wurde per 1. Oktober 2012 angepasst. Hans-Peter Floren ist am 1. März 2012 eingetreten.

2) Inkludiert Sachbezüge.

Vorstandsmitglieder, die an früheren Long Term Incentive Plänen teilgenommen haben, können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits das vom LTIP 2012 vorgesehene Aktienbesitzerfordernis erreicht haben.

In Übereinstimmung mit der Bonifikation ergibt sich aus dem tatsächlichen Zielerreichungsgrad im Jahr 2012 eine Zahlung von 98,5% des Fixgehalts im Jahr 2013.

Rückzahlungsregelung (Clawback)

Im Fall eines Rückzahlungsereignisses werden die zugeteilten Aktien auf Verlangen des Aufsichtsrats reduziert oder sind zurückzugeben. Als Rückzahlungsereignis gelten die folgenden Gründe: Erforderliche Berichtigung des geprüften Jahresabschlusses auf Grund von Fehlkalkulationen, wesentliches Versagen des Risikomanagements, das zu signifikanten Verlusten führt, schwerwiegendes Fehlverhalten einzelner Vorstandsmitglieder auf Grund Verletzung österreichischen Rechts. Sofern die zugeteilten Aktien oder ihr Geldgegenwert auf einer fehlerhaften Berechnung der Bonifikation beruhen, sind die Vorstandsmitglieder außerdem verpflichtet, Vergütungen zurückzugeben oder zurückzuzahlen, die auf Grund solcher Berechnungsfehler bezogen wurden.

Ein Überblick über die Zusammensetzung der Vorstandsbezüge von OMV ist der nachstehenden Grafik zu entnehmen.

Die jährliche Bonifikation hängt vom Ausmaß der Erreichung der Leistungskriterien ab. Es wurden Schwellen-, Ziel- und Zielüberschreitungswerte vereinbart, die einen Anspruch auf eine Bonifikation in Höhe von 50%, 70% oder 100% des jährlichen Fixgehalts begründen.

Langfristige Ziele und Leistungsanreize Long Term Incentive Plan

Der Long Term Incentive Plan (LTIP) besteht seit seiner Einführung im Jahr 2009. Der von der Hauptversammlung 2012 beschlossene LTIP 2012 ist ein langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder und soll die mittel- und langfristige Wertschöpfung bei OMV fördern.

Der Plan soll die Interessen des Managements und der Aktionäre aneinander angleichen, indem dem Management eine leistungsabhängige Vergütung in Form von OMV Aktien gewährt wird, wobei die Leistung anhand von

Rückzahlungsregelung eingeführt

Details zum Long Term Incentive Plan Schlüsselindikatoren gemessen wird, die mit der mittelfristigen Strategie und der Aktionärsinteressen verknüpft sind.

Die Obergrenze der Aktienzuteilung für jedes Vorstandsmitglied ist ein Prozentsatz des jährlichen Fixgehalts (brutto): 175% für den Vorstandsvorsitzenden, 150% für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, 125% für die übrigen Vorstandsmitglieder.

Der Leistungszeitraum beträgt drei Jahre (1. Jänner 2012 – 31. Dezember 2014). Zu Beginn des Programms wurden Gewichtungen für Schlüsselindikatoren festgelegt:

Indikator Gewichtung
Relativer Total Shareholder
Return (Relativer TSR) 45%
Berichteter Return On Average
Capital Employed (ROACE) 45%
Safety Performance 10%

Der relative TSR wird anhand einer ausgewogenen Vergleichsgruppe von zwölf Öl- und Gasunternehmen ermittelt. Die Zielerreichung ist mittels Vergleich der vereinbarten Indikatoren mit den tatsächlich erzielten Ergebnissen zu bestimmen.

Soweit das Aktienbesitzerfordernis nicht erreicht ist, erfolgt die Vergütung automatisch in Form von Aktien (netto nach Steuern). Soweit das Aktienbesitzerfordernis erreicht ist, kann die Vergütung in bar erfolgen. Die Berechnung der Anzahl der Aktien erfolgt auf Grundlage des durchschnittlichen Schlusskurses der OMV Aktie an der Wiener Börse während der drei Monate vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. März 2012. Anspruchstag des LTIP 2012 ist der 31. März 2015. Die Höhe der Zuteilung für jede Leistungskennzahl ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

ROACE und Nachhaltigkeit: Höhe der Zuteilung
Leistung Zuteilung
Zielüberschreitung 100%
Ziel 70%
Schwelle 50%
Unter der Schwelle 0%
Relativer TSR: Höhe der Zuteilung
Leistung Leistung relativ zur
TSR Vergleichsgruppe
Zuteilung
Zielüberschreitung Am oder über
dem oberen Quartil
(≥ 75. Perzentil)
100%
Ziel Am Median 50%
Schwelle Am unteren Quartil 25%
Unter der Schwelle Unter dem unteren
Quartil (< 25. Perzentil)
0%

Zwischen den Quartilen erhöht sich die Zuteilung linear.

Die nachstehende Grafik zeigt die Zielwerte des LTIP 2012 für den OMV Vorstand.

Die Teilnahme am LTIP 2012 ist nicht an ein Vorab-Eigeninvestment in OMV Aktien gebunden. Vorstandsmitglieder müssen jedoch ein angemessenes Eigeninvestment in OMV akkumulieren und diese Aktien bis zum Pensionsantritt oder Ausscheiden aus dem Unternehmen halten. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des jährlichen Fixgehalts (brutto) definiert: 200% für den Vorstandsvorsitzenden, 175% für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, 150% für andere Vorstandsmitglieder. Das Eigeninvestment muss innerhalb von fünf Jahren ab Beginn des laufenden Anstellungsvertrags als Vorstandsmitglied aufgebaut und erreicht werden. Die Bedingung eines Aktienbesitzerfordernisses (das das verpflichtende Vorausinvestment in OMV Aktien für die früheren LTI Pläne ersetzt) wurde eingeführt, um die langfristige Entwicklung des Konzerns zu unterstützen, den geforderten Aktienerwerb zu erleichtern und die Wettbewerbsfähigkeit im Hinblick auf die externe

Rekrutierung sicherzustellen. Obwohl die Teilnahme am LTIP 2012 nicht an ein Vorausinvestment in OMV Aktien gebunden ist, haben bereits alle Vorstandsmitglieder die Anforderung des Aktienbesitzerfordernisses zumindest zum Teil erfüllt, entweder über frühere LTIP-Investments oder durch Übertragung privater Aktien.

Der Zielerreichungsgrad des LTIP 2010 beträgt 140%, und die entsprechende Zuteilung von Aktien oder Barvergütung wird 2013 erfolgen.

Aktienbesitz von Vorstandsmitgliedern

Die Mitglieder des Vorstands hielten mit Stichtag 31. Dezember 2012 folgende Anzahl an Aktien der OMV Aktiengesellschaft (siehe Tabelle unten).

Aktienoptionspläne

Langfristige Leistungsanreize wurden bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2008 durch die für Unternehmen vergleichbarer Größe üblichen Aktienoptionspläne abgedeckt. Die Aktienoptionspläne sehen eine Wartefrist von zwei Jahren und danach eine Ausübungsfrist von fünf Jahren vor. Ausgeübt werden darf in beliebigen Tranchen, sofern jeweils die Voraussetzungen (Erreichen eines bei Genehmigung des Plans durch die Hauptversammlung definierten Kursanstiegs der OMV Aktie) vorliegen und kein Handelsverbot besteht. Eine Aktie Eigeninvestment gewährt im

Plan 2008 Optionen auf 20 Aktien zu einem ebenfalls durch die Hauptversammlung definierten Preis. Die Optionen aus den Plänen 2006 bis 2008 sind noch nicht bzw. nicht vollständig ausgeübt. Nach 2008 wurden keine weiteren Aktienoptionen begeben.

Altersvorsorge

Gerhard Roiss hat Anspruch auf eine leistungsorientierte Pension. Die entsprechenden finanzmathematisch ermittelten Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG).

Voraussetzung für die Pension ist eine Funktionsperiode von zumindest fünf Jahren. Der Anspruch erlischt im Fall eines Rücktritts des Vorstandsmitglieds. Die Vorstandsmitglieder David C. Davies, Hans-Peter Floren, Jacobus Huijskes und Manfred Leitner haben Anspruch auf eine beitragsorientierte Pension. Die Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt (APK Pensionskasse AG). Die Höhe der Betriebspension ergibt sich aus dem vorhandenen Kapital in der Pensionskasse. Die Verrentung erfolgt gemäß dem genehmigten Geschäftsplan der Pensionskasse. Das Anfallsalter ist grundsätzlich das für jedes Vorstandsmitglied zur Anwendung kommende österreichische gesetzliche Pensionsantrittsalter.

Aktienbesitz von Vorstandsmitgliedern

Aktienbesitz von Vorstandsmitgliedern
Persönliches Depot Treuhanddepot des
Unternehmens
Summe
Roiss 144.477 44.259 188.736
Davies 10.048 32.855 42.903
Huijskes 12.136 12.136
Leitner 16.060 16.060
Floren 7.500 7.500
Aktienbesitzerfordernis Erfüllung
In Aktien In % des Gehalts In % des Gehalts In % der Anforderung
Roiss 60.173 200% 147,10% 73,55%
Davies 46.070 175% 124,81% 71,32%
Huijskes 33.848 150% 53,78% 35,85%
Leitner 28.207 150% 85,41% 56,94%
Floren 33.848 150% 33,24% 22,16%
Pensionskassenbeiträge1) EUR 1.000
Davies 280
Floren 129
Huijskes 132
Leitner 125
Roiss 634
Summe 1.299

1) Auf Grund von Rundungsdifferenzen ergeben sich in den Einzelsummen Abweichungen.

Beendigungsansprüche Abfertigung

Die Vorstandsmitglieder Gerhard Roiss und David C. Davies haben die Möglichkeit der Wahl zwischen einer Abfertigung gemäß § 23 österreichisches Angestelltengesetz oder 10% des Jahresbasisbruttobezugs für jedes volle Dienstjahr ab vereinbartem Stichtag, wobei ein Jahresbasisbruttobezug nicht überschritten werden darf. Auf Jacobus Huijskes, Hans-Peter Floren und Manfred Leitner findet das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG) Anwendung.

In Übereinstimmung mit C-Regel 27a öCGK sehen die Anstellungsverträge von Vorstandsmitgliedern vor, dass Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung solcher Verträge ohne wichtigen Grund den im öCGK angeführten Betrag nicht übersteigen dürfen. Im Falle einer vom Vorstandsmitglied initiierten vorzeitigen Beendigung wird keine Abfindung gewährt. Sonstige Anwartschaften und Ansprüche im Zuge der Beendigung der Funktion bestehen nicht. Weitere Informationen über den Long Term Incentive Plan, den Matching Share Plan und die Aktienoptionspläne (Bewertung, ausstehende Optionen und Ausübung in vorhergehenden Jahren) befinden sich in Anhangangabe 29.

Directors and Officers (D&O) Versicherung

OMV hat eine Directors and Officers Liability Versicherung auf konzernweiter Basis abgeschlossen. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen. Versichert sind Vorstandsmitglieder, Aufsichtsratsmitglieder sowie andere OMV Mitarbeiter (Führungskräfte). Die Versicherung deckt die gesetzliche Haftpflicht versicherter Personen für finanzielle Verluste auf Grund eines Fehlverhaltens in Ausübung ihrer Funktion. Für den laufenden Versicherungszeitraum beträgt

die Jahresprämie (inklusive Steuern) für die D&O Versicherung für den gesamten OMV Konzern ca. EUR 500.000.

Haftungsfreistellung

Für Mitglieder des Vorstands und weitere OMV Mitarbeiter in Organfunktionen von (direkten und indirekten) Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft besteht subsidiär eine Haftungsfreistellung seitens der OMV Aktiengesellschaft für Inanspruchnahme durch Dritte in Ausübung der Organfunktion, sofern nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorliegt.

Grundsätze der Vergütung ausgewählter Führungskräfte und Experten

Das Grundgehalt wird nach international anerkannten Verfahren zur Berücksichtigung der Marktgegebenheiten unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und kollektivvertraglichen Regelungen festgelegt. Die für den Vorstand geltenden Grundsätze werden in angepasster Form auch auf diese Mitarbeiter angewendet.

Daher nehmen definierte Mitglieder in Führungsebenen des Konzerns (insgesamt 93 Personen) am Long Term Incentive Plan teil. Ebenso gelten für sie jährliche Bonusvereinbarungen, wie im Folgenden dargestellt:

Für etwa 3.900 Führungskräfte und Experten gab es 2012 ein gestuftes Management by Objectives-Programm (MbO), wonach Anspruch auf Bonifikation bei Erreichen der Ziele besteht. Länderweise unterschiedlich gibt es für sonstige Mitarbeiter Bonussysteme, an deren Ausgestaltung auch die Arbeitnehmervertreter mitwirken.

Voraussetzung für Zahlungen ist in allen Systemen sowohl das Erreichen von finanziellen und nicht-finanziellen Unternehmenszielen als auch von individuell vereinbarten Zielen.

Die mit den MbO-Teilnehmern getroffenen Zielvereinbarungen sind für alle Teilnehmer über ein unternehmensweites Performance and Development System (PDS) einsehbar. Damit können die Teilnehmer wechselseitig Ziele berücksichtigen.

Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats von OMV sowie ihre Aufsichtsratsmandate für andere in- und ausländische börsenotierte Unternehmen sind nachstehend angeführt. Nach dem Rücktritt von Markus Beyrer fand eine außerordentliche Hauptversammlung am 9. Oktober 2012 statt, bei der Rudolf Kemler als neues Mitglied des Aufsichtsrats gewählt wurde. Der Aufsichtsrat wählte ihn zum Vorsitzenden.

Markus Beyrer, *1965

(Vorstandsvorsitzender der ÖIAG bis 31. Oktober 2012), Vorsitzender (bis 31. Oktober 2012); Mandate: Österreichische Post AG – Vorsitz (bis 31. Oktober 2012), Telekom Austria AG – Vorsitz (bis 31. Oktober 2012).

Rudolf Kemler, *1956

(Vorstandsvorsitzender der ÖIAG seit 1. November 2012), Vorsitzender (seit 1. November 2012); Mandate: Österreichische Post AG – Vorsitz (seit 1. November 2012) und Telekom Austria AG – Vorsitz (seit 1. November 2012).

Wolfgang C. Berndt, *1942

Stv. Vorsitzender Mandate: GfK SE, MIBA AG.

Khadem Al Qubaisi, *1971

(Managing Director, International Petroleum Investment Company (IPIC)) Stv. Vorsitzender (bis 10. Mai 2012) Mandate: Aabar Investments PJSC – Vorsitz, Abu Dhabi National Takaful Co. PJSC – Vorsitz, Compania Espanola de Petroleos S.A. (CEPSA) – Vorsitz.

Murtadha Al Hashmi, *1966

(Finanzvorstand, International Petroleum Investment Company (IPIC)) Stv. Vorsitzender (seit 10. Mai 2012) Mandate: Aabar Investments PJSC, Compania Espanola de Petroleos S.A. (CEPSA).

Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti, *1975 (Manager Evaluation & Execution, IPIC).

Elif Bilgi-Zapparoli, *1967

(Vorstandsvorsitzende, Merrill Lynch Yatirim Bank A.S. und Merrill Lynch Menkul Degerler A.S.).

Helmut Draxler, *1950 Mandate: RHI AG.

Wolfram Littich, *1959

(Vorstandsvorsitzender Allianz Elementar Versicherungs-AG).

Herbert Stepic, *1946

(Vorstandsvorsitzender Raiffeisen Bank International AG).

Herbert Werner, *1948

Mandate: Innstadt Brauerei AG – Vorsitz, Ottakringer Getränke AG.

Norbert Zimmermann, *1947

Mandate: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG – Vorsitz, Oberbank AG.

Von der Konzernvertretung entsendet (Arbeitnehmer):

Leopold Abraham, *1947 (bis 31. Dez. 2012), Christine Asperger, *1964 (seit 1. Jän. 2013), Wolfgang Baumann, *1958, Franz Kaba, *1953, Ferdinand Nemesch, *1951, Martin Rossmann, *1967.

Diversität

Bei der Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrats stehen einschlägiges Wissen und Erfahrung in Führungspositionen im Vordergrund. Darüber hinaus werden aber Aspekte der Diversität der Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Internationalität seiner Mitglieder, die Vertretung beider Geschlechter und die Altersstruktur berücksichtigt. Dem Aufsichtsrat gehören zwei Frauen (seit 1. Jänner 2013 drei Frauen) und drei Mitglieder nicht-österreichischer Nationalität an. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind zwischen 37 und 70 Jahre alt.

Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat hat die in Anhang 1 öCGK festgelegten und darüber hinaus folgende Leitlinien für die von der Hauptversammlung gewählten

Aufsichtsratsmitglieder

Mitglieder des Aufsichtsrats beschlossen: Das Aufsichtsratsmitglied darf nicht Mitglied der Geschäftsführung einer verbundenen Gesellschaft sein. Das Aufsichtsratsmitglied darf von der Gesellschaft oder einer verbundenen Gesellschaft keine Aktienoptionen oder sonstige erfolgsbezogene Vergütungen beziehen. Das Aufsichtsratsmitglied darf kein Anteilseigner mit einer Kontrollbeteiligung (im Sinne der EU-Richtlinie 83/349 EWG – das ist eine Beteiligung von mehr als 50% der Stimmrechte oder Beherrschung, etwa durch Nominierungsrechte) sein oder einen solchen vertreten.

Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder, mit Ausnahme von Helmut Draxler und Herbert Werner in Bezug auf die Dauer der Zugehörigkeit, haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2012 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (Regel C 53 öCGK). Gemäß Regel C 54 öCGK haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Bilgi-Zapparoli, Berndt, Draxler, Littich, Stepic, Werner und Zimmermann erklärt, im Geschäftsjahr 2012 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung weder Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% gewesen zu sein noch die Interessen solcher Anteilseigner vertreten zu haben.

Aufgaben des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Zur Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstands, diskutiert der Aufsichtsrat Lage und Ziele des Unternehmens in jenen Sitzungen, in denen auch (abgesehen von Dringlichkeitsfällen) die Beschlüsse gefasst werden. Vier Ausschüsse gewährleisten den bestmöglichen Einsatz der Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder. Im Folgenden dazu ein kurzer Überblick (siehe auch Bericht des Aufsichtsrats):

Der Aufsichtsrat hat 2012 sieben Treffen abgehalten, wovon eines der Strategie gewidmet war. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat eine Selbstevaluierung durchgeführt und die Effizienz seiner Aktivitäten diskutiert, insbesondere seiner Organisation und Arbeitsweisen.

Präsidial- und Nominierungsausschuss

Dieser Ausschuss ist ermächtigt, in dringenden Angelegenheiten zu entscheiden. Der Aufsichtsrat kann dem Präsidial- und Nominierungsausschuss im Einzelfall oder auf Dauer weitere Aufgaben und Genehmigungsbefugnisse übertragen. Als Nominierungsausschuss unterbreitet er dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung neuer oder frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit der Nachfolgeplanung. Ferner unterbreitet er der jährlichen Hauptversammlung Vorschläge zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. Es hat eine Sitzung des Präsidial- und Nominierungsausschusses stattgefunden, deren Fokus auf der Nachfolgeplanung lag.

Prüfungsausschuss

Dem Prüfungsausschuss obliegen die Aufgaben gemäß § 92 Abs. 4a Aktiengesetz (AktG). Es haben sechs Sitzungen des Prüfungsausschusses stattgefunden. In diesen wurden überwiegend die Vorbereitung der Abschlussprüfung, die Prüfung der Tätigkeit der Abschlussprüfer, der Internen Revision, des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements behandelt sowie die Präsentation des Jahresabschlusses erarbeitet.

Abschlussprüfer

Der Aufsichtsrat überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und überprüft eine Aufstellung des Prüfungsentgelts und der Entgelte für über die Prüfung hinausgehende zusätzliche Leistungen. Der Aufwand für den Abschlussprüfer, der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. (einschließlich deren Netzwerk im Sinne des § 271b UGB), betrug 2012 für die Konzernprüfung EUR 2,20 Mio, für andere Bestätigungsleistungen EUR 0,66 Mio und für sonstige Aufträge EUR 0,21 Mio.

Projektausschuss

Bei Bedarf unterstützt dieser Ausschuss den Vorstand bei der Vorbereitung komplexer Entscheidungen über grundlegende Fragen und berichtet über die Ergebnisse und allfällige Empfehlungen an den Aufsichtsrat. Bei seiner einzigen Sitzung im Jahr 2012 genehmigte der Projektausschuss die Akquisition eines 20%- Anteils am norwegischen Ölfeld Edvard Grieg.

Vergütungsausschuss

Dieser Ausschuss (dem keine Arbeitnehmervertreter angehören) befasst sich mit allen Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er ist somit insbesondere zum Abschluss, der Änderung und Auflösung der Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern sowie zur Entscheidung über die Gewährung von Bonifikationen (variable Bezüge) und dergleichen an Vorstandsmitglieder ermächtigt. Der Vergütungsausschuss trat 2012 fünfmal zusammen. Vorstandsmitglieder wurden eingeladen, an Teilen der Sitzungen des Vergütungsausschusses teilzunehmen.

PricewaterhouseCoopers LLP (PwC) beriet den Ausschuss in Vergütungsfragen. Die Leistungen inkludierten auf öffentlichen Daten beruhende Marktinformationen, Information zu Corporate Governance-Entwicklungen und deren Anwendung auf das Unternehmen, Beratung zur angemessenen Struktur von kurz- und langfristigen Anreizen sowie Information über die Vergütung und die Performance von Vergleichsgruppen. PwC wurde vom Vergütungsausschuss beauftragt und war nicht für den OMV Vorstand beratend tätig, womit die Unabhängigkeit im Sinne des öCGK gewährleistet war. Außerdem berät PricewaterhouseCoopers LLP das Unternehmen in Zusammenhang mit dem Risikomanagement und in Steuerangelegenheiten. Schließlich nahm der OMV Vorstand Beratungsleistungen von Towers Watson Austria GmbH zum Benchmarking von Führungskräften in Anspruch.

Interessenkonflikte, zustimmungspflichtige Geschäfte mit Mitgliedern des Aufsichtsrats

Zustimmungspflichtige Verträge gemäß § 95 Abs. 5 Z 12 AktG gab es nicht; hingewiesen sei auf Transaktionen im Umfang von ca. EUR 2,1 Mrd mit Unternehmen der Raiffeisengruppe (Herbert Stepic ist Vorstandsvorsitzender von Raiffeisen Bank International AG; die erwähnten Transaktionen repräsentieren weniger als 1% der Bilanzsumme der Raiffeisengruppe).

Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats werden nach dem in der Geschäftsordnung ausführlich geregelten Verfahren behandelt.

Vergütung

Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung (HV) jährlich die Vergütungen der von ihr gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die HV 2012 hat für das Geschäftsjahr 2011 folgendes Vergütungsschema beschlossen:

Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder EUR
für den Vorsitzenden 29.200
für die Stellvertreter 21.900
für die Mitglieder 14.600
für den Vorsitzenden eines Ausschusses 12.000
für den stellvertretenden Ausschussvorsitzenden 10.000
für die Mitglieder eines Ausschusses 8.000

Die bei den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern angeführten Beträge wurden 2012 für das Geschäftsjahr 2011 ausbezahlt. Aufwandersatz (Reisespesen, Sitzungsgeld) ist darin nicht enthalten.

Insgesamt betrug der Aufwand für den Aufsichtsrat im Jahr 2012 EUR 694.588; davon an bezahlten Vergütungen (für das Geschäftsjahr 2011) EUR 367.200, an Sitzungsgeldern EUR 54.458, an Reisespesen EUR 199.591 und an Technik, Organisation und Übersetzung EUR 73.338.

Mitwirkung der Arbeitnehmervertretung

Die Konzernvertretung hält regelmäßig Aussprachen mit dem Vorstand. Diese dienen der wechselseitigen Information über Arbeitnehmer betreffende Entwicklungen im Unternehmen.

Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Name Funktion/Ausschussmitglied 1) Vergütung (in EUR) Dauer 1)
Markus Beyrer 2) Vorsitzender; auch in 48.435 17.5.2011 – 31.10.2012
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Rudolf Kemler Vorsitzender; auch in 1.11.2012 – oHV 2014
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Peter Michaelis 2) Vorsitzender; auch in 28.765 23.5.2001 – oHV 2011
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Wolfgang C. Berndt Stv. Vorsitzender; auch in 61.900 26.5.2010 – oHV 2014
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Khadem Al Qubaisi Stv. Vorsitzender; auch in 61.900 26.5.2010 – oHV 2012
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Murtadha Al Hashmi Stv. Vorsitzender; auch in 10.5.2012 – oHV 2014
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti PräsA, ProjA 30.600 14.5.2008 – oHV 2014
Elif Bilgi-Zapparoli 14.600 13.5.2008 – oHV 2014
Helmut Draxler PrüfA 22.600 16.10.1990 – oHV 2014
Wolfram Littich ProjA, PrüfA 30.600 13.5.2001 – oHV 2014
Herbert Stepic 14.600 18.5.2004 – oHV 2014
Herbert Werner PrüfA 22.600 4.6.1996 – oHV 2014
Norbert Zimmermann ProjA, VergA 30.600 23.5.2001 – oHV 2014
Leopold Abraham Bis 31.12.2012 3)
Wolfgang Baumann PräsA, PrüfA 3)
Franz Kaba ProjA 3)
Ferdinand Nemesch ProjA, PrüfA 3)
Martin Rossmann PräsA, ProjA, PrüfA 3)
Christine Asperger Seit 1.1.2013 3)

1) Erläuterung: PräsA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, ProjA = Projektausschuss,

PrüfA = Prüfungsausschuss, VergA = Vergütungsausschuss, oHV = ordentliche Hauptversammlung.

2) Markus Beyrer und Peter Michaelis haben in Entsprechung ihres Vorstandsvertrags mit der ÖIAG die Vergütung

für ihre Aufsichtsratsfunktion in der OMV Aktiengesellschaft an die ÖIAG abgetreten.

3) Die Entsendung durch die Konzernvertretung erfolgt auf unbestimmte Zeit; die Arbeiternehmervertreter können jedoch jederzeit abberufen werden.

Minderheitenrechte der Aktionäre

Minderheitenrechte der Aktionäre

  • Hauptversammlung: Wenn mindestens 5% der Aktionäre dies verlangen, muss eine Hauptversammlung einberufen werden.
  • Mindestens 5% der Aktionäre können die Aufnahme von Tagesordnungspunkten verlangen.
  • Mindestens 1% der Aktionäre können zu jedem Punkt der Tagesordnung Beschlussvorschläge übermitteln. Diese sind auf Forderung der jeweiligen Aktionäre von der Gesellschaft auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen.
  • Mindestens 10% der Aktionäre können eine Sonderprüfung bei Vorliegen von Verdachtsgründen für Unredlichkeiten oder grobe Verletzungen von Gesetz oder Satzung durchsetzen.
  • Bei der Hauptversammlung sind alle Aktionäre, die ihren Anteilsbesitz ordnungsgemäß nachgewiesen haben, zur Teilnahme, einschließlich Fragen und Abstimmung, berechtigt.
  • Wahl des Aufsichtsrats: Wenn dieselbe Hauptversammlung zwei oder mehr Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat, muss über jede zu besetzende Stelle gesondert abgestimmt werden. Wenn dieselbe Hauptversammlung wenigstens drei Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat und sich vor der Abstimmung über die letzte zu besetzende Stelle ergibt, dass wenigstens ein Drittel aller abgegebenen Stimmen bei allen vorangegangen Wahlen zugunsten derselben Person, aber ohne Erfolg abgegeben wurde, muss diese Person zum Aufsichtsratsmitglied erklärt werden.

Frauenförderung

  • Das Unternehmen ist bemüht, die Entwicklung von Frauen in Führungspositionen zu fördern. Zwar ist im Vorstand der OMV Aktiengesellschaft keine Frau vertreten, doch leitet Mariana Gheorghe als Vorstandsvorsitzende der OMV Petrom SA das größte Unternehmen des Konzerns, und Gülsüm Azeri ist Vorstandsvorsitzende von Petrol Ofisi. In den Aufsichtsrat der OMV Aktiengesellschaft wurden von der Hauptversammlung zwei Frauen gewählt, das sind 20% der Kapitalvertreter. Seit 1. Jänner 2013 gehört auch Christine Asperger dem Aufsichtsrat an. Sie ist die erste Frau, die von der Konzernvertretung entsandt wurde.
  • 13% der Senior Vice President-Positionen werden von Frauen eingenommen. Der Frauenanteil im Konzern insgesamt beträgt etwa 23%. Als sehr technikorientiertes Unternehmen ist es eine signifikante Herausforderung, in allen Bereichen eine adäquate Frauenquote zu erzielen, in den nicht-technischen Bereichen stellen sich die Aufnahmequoten als ausgewogen dar.
  • Der Vorstand hat eine Diversity-Strategie beschlossen. Langfristiges Ziel ist es, bis 2020 im Senior Management einen "Diversity-Mix" von 30% weiblichen und 50% internationalen Mitarbeitern zu erreichen.

OMVs Diversity-Strategie

Wien, am 20. März 2013

Der Vorstand

Gerhard Roiss David C. Davies

Hans-Peter Floren Jacobus Huijskes Manfred Leitner

Lagebericht Lagebericht

Geschäftsverlauf 2012

Die im Geschäftsjahr 2012 erwirtschafteten Umsatzerlöse betrugen EUR 133,66 Mio (2011: EUR 185,69 Mio). Da die OMV Aktiengesellschaft die Aufgaben einer Management-Holding wahrnimmt, bestehen die Umsatzerlöse hauptsächlich aus den an die Nachfolgegesellschaften verrechneten Konzernumlagen. Das Absinken gegenüber dem Vorjahr ist durch einen einmaligen Einund Verkauf von Diesel und Kondensat im Jahr 2011 bedingt.

Das Betriebsergebnis (EBIT) beläuft sich auf EUR –34,73 Mio (2011: EUR –71,14 Mio). Das höhere Betriebsergebnis im Jahr 2012 ist im Wesentlichen auf niedrigere Beratungsaufwendungen zurückzuführen, da die in 2011 getätigten Refinanzierungsmaßnahmen und Restrukturierung mit Ende 2011 abgeschlossen waren.

Der Finanzerfolg errechnet sich im Geschäftsjahr 2012 mit EUR 811,34 Mio (2011: EUR 547,81 Mio). Das Finanzergebnis der OMV Aktiengesellschaft als Holding besteht im Wesentlichen aus Dividenden- und Beteiligungserträgen der operativen Gesellschaften. Die Netto-Erträge aus Beteiligungen betrugen EUR 1.013,69 Mio und lagen damit weit über dem Niveau von 2011 (EUR 688,32 Mio).

Die Gesellschaften im Bereich Exploration und Produktion (E&P) exklusive Petrom verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr, vor allem auf Grund der gestiegenen Fördermengen eine Erhöhung des Beteiligungsergebnisses auf EUR 666,40 Mio (2011: EUR 571,37 Mio).

Die Beteiligungsergebnisse des Bereichs Gas und Power (G&P) exklusive Petrom lagen mit EUR 37,16 Mio über dem Vorjahresniveau (2011: EUR 16,36 Mio). Die niedrigere Ergebnisabführung des Vorjahrs basiert im Wesentlichen auf der Beendigung des Ergebnisabführungsvertrags mit der Gas Connect Austria GmbH (ehemals OMV Gas GmbH) und die damit verbundene um ein Jahr verschobene Dividendenzahlung. Daher ist im Ergebnis des Geschäftsjahrs die Dividende des Jahres 2011 der Gas Connect Austria GmbH enthalten.

Das Beteiligungsergebnis des Bereichs Raffinerien und Marketing (R&M) exklusive Petrom erhöhte sich auf

EUR 48,82 Mio (2011: EUR –82,72 Mio). Die Erhöhung des Ergebnisses im Vergleich zu 2011 ist im Wesentlichen auf den Anstieg der OMV Referenz-Raffineriemarge auf Grund der höheren Benzin- und Mitteldestillatspannen zurückzuführen. Das Marketing-Ergebnis lag jedoch auf Grund des schwierigen Marktumfelds unter dem Niveau von 2011.

Investitionen

Die Investitionen im Jahr 2012 sind im Wesentlichen geprägt von Kapitalzuführungen an die OMV Australia PTY LTD, an die OMV Solutions GmbH auf Grund der Türkeiaktivitäten, sowie an die OMV Exporation & Production GmbH.

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit für das Geschäftsjahr 2012 betrug EUR 603,45 Mio (2011: EUR 647,70 Mio), der Cashflow aus der Investitionstätigkeit EUR –103,74 Mio (2011: EUR –2.268,03 Mio) und der Cashflow aus der Finanzierung EUR 240,71 Mio (2011: EUR 1.588,28 Mio).

Der Jahresüberschuss betrug EUR 817,75 Mio (2011: 531,60 Mio).

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Jahr 2012 auf EUR 13.889,14 Mio (2011: EUR 12.913,60 Mio).

Das Eigenkapital einschließlich unversteuerter Rücklagen wurde zum 31. Dezember 2012 mit EUR 7.855,30 Mio ermittelt (2011: EUR 7.390,00). Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2012 betrug 56,56% (2011: 57,23%).

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2012 lag bei rund 65,16% (2011: 68,74%).

Der ROE (Return On Equity, Jahresüberschuss/durchschnittliche Eigenmittel) wurde mit 10,74% (2011: 7,71%) ermittelt.

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter, die in der Konzernzentrale tätig waren, betrug im Jahr 2012 419 (2011: 398).

Informationen gemäß § 243a

Unternehmensgesetzbuch (UGB) Gemäß § 243a UGB sind die folgenden Informationen anzugeben:

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 327.272.727 und ist in 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Zwischen den Kernaktionären Österreichische Industrieholding Aktiengesellschaft (ÖIAG) und International Petroleum Investment Company (IPIC) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.
    1. ÖIAG hält 31,5% und IPIC hält 24,9% des Grundkapitals.
    1. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht.
    1. Arbeitnehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
    1. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 Aktiengesetz (AktG) und Satzungsänderungen (ausgenommen Unternehmensgegenstand) genügt die einfache Stimmen- und Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
    1. a) Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 77,9 Mio durch Ausgabe von bis zu 77.900.000 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Baroder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebe-

dingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital).

In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand auf Grundlage seiner Beschlüsse vom 16. Mai 2011 und 6. Juni 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft im Wege einer Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital von EUR 300.000.000 um EUR 27.272.727 auf EUR 327.272.727 durch Ausgabe von 27.272.727 neuen Aktien erhöht. Der Vorstand ist in Folge der Durchführung der zuvor beschriebenen Kapitalerhöhung nunmehr ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 50,6 Mio durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital).

  • b) Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Ziffer 1 AktG um bis zu EUR 50,6 Mio durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 13. Mai 2009 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.
  • c) Die Summe der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen aktuell oder potenziell auszugebenden Bezugsaktien und die Anzahl der aus dem genehmigten Kapital auszugebenden Aktien darf 50.627.273 Stück nicht überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen nach lit. a und b), wobei das Wandlungsrecht der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen jedenfalls gewahrt sein muss.

  • d) Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Der Erwerb kann über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen. Der Vorstand ist auch ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

  • e) Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, bis einschließlich 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die eigenen Aktien können insbesondere (a) zur Bedienung von Aktienoptionen oder von Long Term Incentive Plänen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen, (b) zur Bedienung von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, (c) als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und (d) zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck verwendet werden. Hierbei kann auch die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre ausgeschlossen werden, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.
    1. Zusätzlich zur Kapitalerhöhung wurde am 25. Mai 2011 eine Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750 Mio erfolgreich platziert. Das Hybridkapital wird bis zum 26. April 2018 mit einem festen Zinssatz von 6,75% verzinst. Anschließend wird das Hybridkapital bis 26. April 2023 mit einem noch festzulegenden festen Reset-Zinssatz und danach mit einem variablen Zinssatz mit einem stepup von 100 Basispunkten verzinst. Das Hybridkapital hat keinen Endfälligkeitstag und kann seitens der Gesellschaft unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. Die Gesellschaft hat insbesondere das Recht, das Hybridkapital zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Im Fall eines Kontrollwechsels hat der Konzern die Möglichkeit, die Hybridanleihe vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein.
    1. Bedeutende Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft in Folge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden, bestehen zum 31. Dezember 2012 nicht.
    1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.
    1. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind: Standards für interne Kontrollsysteme werden in internen Konzernrichtlinien festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Standards durch regelmäßige Prüfungen einzelner Konzerngesellschaften und berichtet dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen. Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen durch das Konzern-IFRS-Accounting-Manual wird ebenfalls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagement-System. Der Rechnungslegungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Die identifizierten Teilprozesse werden basierend auf einem rollierenden Zeitplan hinsichtlich ihrer Effektivität geprüft und an Best-Practice ausgerichtet (z.B. Derivate, Forderungsmanagement, Bilanzierung von Anlagevermögen). Zusätzlich beurteilen die Abschlussprüfer regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

Risikomanagement

Risikomanagement ist als eine unternehmensweite integrierte Funktion in der Corporate Finance Abteilung der OMV Aktiengesellschaft angesiedelt. Der unternehmensweite Risiko Identifikations- und Bewertungsprozess wird einerseits von dort koordiniert, andererseits werden Risiken im Gesamtportfolio als Nettoposition aggregiert. Auf dieser um Diversifikationseffekte reduzierten Basis werden dann verschiedene Maßnahmen zur Risiko-Steuerung im Rahmen der Risikoreduktion gesetzt, insbesondere betreffend direkter finanzieller Risiken wie Zinsen, Fremdwährungen, Liquidität und Pensionen. Die Analyse des strategischen Marktpreisrisikos erfolgt ebenso in Corporate Finance. Die OMV Aktiengesellschaft beobachtet darüber hinaus laufend das Beteiligungsrisiko (Werthaltigkeit) des Konzerns, sowie die Transaktionsrisiken von Großinvestitionen. Zins- und Liquiditätsrisiken werden über festgelegte Limite gesteuert. Zur Steuerung können seitens des Konzern-Treasury Derivate (Swaps) eingesetzt werden. Konkret wurden zur Ausbalancierung des

Zinsportfolios des Konzerns Teile der bestehenden USD- und EUR-Kredite von fixen auf variable Zinsen oder vice versa umgestellt.

Entscheidungen über Marktpreisabsicherungen werden vom Financial Risk Committee dem Vorstand vorgeschlagen sowie zentral gesteuert. Die OMV Aktiengesellschaft hat für 2012 Währungsderivate (EUR-USD) in einem Ausmaß von USD 748 Mio zu einem durchschnittlichen Wechselkurs von 1,3616 abgeschlossen. Diese Absicherungen führten zu einem negativen Cashflow von EUR 33 Mio (davon EUR –6,9 Mio in 2013). Die mit Banken sowie mit Konzernunternehmen abgeschlossenen Derivate bildeten eine Bewertungseinheit aus der Sicht der OMV Aktiengesellschaft; der bilanzielle Ausweis dieser Derivate erfolgte nicht in der OMV Aktiengesellschaft, sondern in den jeweiligen Konzerngesellschaften.

Die größten Fremdwährungsrisiken werden durch Schwankungen des USD gegenüber EUR, RON und TRY verursacht. Durch Verkäufe aus der Öl- und Gasproduktion entsteht im Konzern eine Netto-USD-Long-Position. Die Auswirkungen auf den Cashflow und/oder die Bilanz (Translationsrisiko) werden ebenso wie die Relation zum Ölpreis regelmäßig beobachtet.

Das Währungsrisiko von Beteiligungen (Translationsrisiko), also die Auswirkung auf Gewinn- und Verlustrechnung sowie Bilanz, wird zentral beobachtet. OMV ist durch maßgebliche Beteiligungen in Rumänien und der Türkei Währungsumrechnungsrisiken ausgesetzt. Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten des Konzerns wird durch Kontrahenten- und Bankenlimits begrenzt. Die Risiken betreffend Banken, Finanzinstitutionen, Sicherheitengeber und Hauptkontrahenten werden auf Konzernebene und auf Geschäftsbereichsebene basierend auf zentralen Limitvorgaben gesteuert.

Der weitgehend zentrale Finanzierungsansatz führt notwendigerweise dazu, dass die OMV Aktiengesellschaft das Ausfallsrisiko von Konzerngesellschaften übernimmt. Durch eine laufende Aktualisierung der unterjährigen Liquiditätsplanung wird die Entwicklung der Konzerngesellschaften kontinuierlich beobachtet und es können bei Bedarf geeignete Gegenmaßnahmen gesetzt werden. Die Werthaltigkeit der Beteiligungen wird regelmäßig durch Anwendung anerkannter Bewertungsmethoden überprüft. Im Bedarfsfall wurden entsprechende Wertberichtigungen erfasst.

Nachhaltigkeit & HSSE

(Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit, Umwelt)

Aufbauend auf einer langen Tradition im Nachhaltigkeitsmanagement hat OMV ihr Nachhaltigkeitskonzept weiterentwickelt: "Resourcefulness" ist der neue Weg von OMV, nachhaltig und verantwortungsvoll profitables Wachstum zu erreichen. OMV übernimmt damit entlang der gesamten Wertschöpfungskette Verantwortung für Menschen und Umwelt und setzt sich für innovative Lösungen ein. Resourcefulness ergänzt so die Strategie für profitables Wachstum und hat zum Ziel, langfristige Win-Win-Situationen für Gesellschaft, Umwelt und OMV zu schaffen. Der Fokus der Initiativen, die im Rahmen von Resourcefulness umgesetzt werden, liegt in den Bereichen Bildung & Entwicklung, Umweltmanagement und Neue Energien. Die OMV Initiativen werden dabei stets an die Bedürfnisse und Anforderungen der Gesellschaft und der Menschen in den Regionen, in denen OMV tätig ist, angepasst.

Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstandsvorsitzenden von OMV, der auch eine zentrale Nachhaltigkeitsabteilung eingerichtet hat.

Die Corporate HSSE-Abteilung leitet und koordiniert in Absprache mit den Geschäftsbereichen und Petrom die Formulierung der konzernweiten HSSE-Strategie und der jährlichen HSSE-Ziele in der Balanced Scorecard.

2012 ging die in 2011 entwickelte konzernweite Funktionalstrategie für HSSE in Umsetzung um die neue Unternehmensstrategie zu unterstützen.

Im Jahr 2012 gab es in der OMV Aktiengesellschaft keinen berichteten Unfall. Drei Beinahe Unfälle sowie 199 Gefährdungen und Beobachtungen wurden gemeldet. Das Bewusstsein für Gesundheits-, Sicherheit- und Umweltfragen wurde durch Trainings und Informationsveranstaltungen weiter gestärkt. Die Schwerpunkte von Informationsveranstaltungen unter dem Titel "HSSE Hour" lagen bei den Themen Gesundheit auf Reisen, Brandschutz im Haushalt, Sicherheit bei Geschäftsreisen und der OMV HSSE Vision. Beim HSSE Management in der Konzernzentrale in Wien lag der Fokus auf Ergonomie am Arbeitsplatz inklusive Training, und es wurden zwei Evakuierungsübungen durchgeführt, an denen jeweils mehr als 1.500 Mitarbeiter teilnahmen.

Das arbeitsmedizinische Zentrum bietet neben der regelmäßigen ambulanten, ärztlichen Ordinationsbetreuung zahlreiche Trainingskurse. Mitarbeiterinnen für Physiotherapie und Ernährungsberatung stehen regelmäßig zur Verfügung. Medizinische Untersuchungen zu Gesundheitsrisiken wie Cholesterin, Blutzucker, Ernährung, Rauchen und Trinkgewohnheiten wurden angeboten. Wiederholt wurden Blutspendeaktionen mit dem Wiener Roten Kreuz durchgeführt. Ein Selbstverteidigungskurs für Frauen und Männer wurde in Kooperation mit der Wiener Polizei abermals im Frühjahr durchgeführt.

2012 wurden die Hauptversammlung, die Aufsichtsratssitzungen und das Jahrestreffen der Rechtsexperten klimaneutral durchgeführt.

Forschung und Entwicklung

OMV Aktiengesellschaft betreibt selbst keine Forschung und Entwicklung, koordiniert jedoch die gruppenweiten Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Wesentliche Ereignisse im Konzern nach dem Bilanzstichtag

Am 7. Jänner 2013 wurde der Verkauf von PETROM LPG SA an Crimbo Gas International abgeschlossen.

Am 18. Jänner 2013 haben sich OMV und Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. (ELG) auf den Verkauf der Lagermanagementgesellschaft m.b.H. (eine 100%ige Tochter von OMV Aktiengesellschaft) an ELG geeinigt.

Am 1. Februar 2013 hat OMV eine Vereinbarung für den Verkauf ihrer 100%igen Marketing-Tochtergesellschaft in Kroatien, OMV Hrvatska d.o.o., an das kroatische Unternehmen Crodux derivati d.o.o., ein Mitglied der kroatischen Crodux Plin Gruppe, unterzeichnet.

Wien, am 20. März 2013

Der Vorstand

Am 28. Februar 2013 wurde der Verkauf der bosnischen Marketing-Tochtergesellschaft OMV BH d.o.o. an die Serbische Ölgesellschaft NIS abgeschlossen.

Ausblick 2013 für den OMV Konzern

OMV erwartet für das Jahr 2013, dass der durchschnittliche Brent-Rohölpreis weiterhin über USD 100/bbl liegen wird. Die Brent-Urals Spanne wird weiterhin relativ niedrig erwartet. Auf den europäischen Gasmärkten wird erwartet, dass die Marktpreise zunehmend durch Hubpreise statt durch an den Ölpreis gebundene Gaspreise beeinflusst werden. In Rumänien sieht der veröffentlichte Plan zur Liberalisierung des Gaspreises drei weitere Inlandsgaspreiserhöhungen für Industriekunden in 2013 vor. Nach dem Hoch der Raffinerie-Margen in 2012, wird für 2013 eine Rückkehr zu einem moderateren Niveau erwartet, da Kapazitäten auf OMVs Kernmärkte zurückkehren. Im Petrochemie-Geschäft wird erwartet, dass die Margen auf dem Niveau von 2012 bleiben und mäßiges Wirtschaftswachstum in den Kernmärkten die Profitabilität belastet. Die Marketingverkaufsmengen werden auf einem ähnlichen Niveau wie 2012 erwartet.

Gerhard Roiss David C. Davies

Hans-Peter Floren Jacobus Huijskes Manfred Leitner

Hans-Peter Floren Jacobus Huijskes Manfred Leitner

Bestätigungsvermerk Bestätigungsvermerk

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2012, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 20. März 2013 Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Helmut Maukner (Wirtschaftsprüfer) Mag. Gerhard Schwartz (Wirtschaftsprüfer)

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (z.B. verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden.

Jahresabschluss Bilanz zum 31. Dezember 2012 Jahresabschluss Bilanz zum 31. Dezember 2012

Bilanz Aktiva EUR 1.000
Anhangangabe 2012 2011
Anlagevermögen
1
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 1
Sachanlagen 1.205 1.319
Finanzanlagen 9.048.529 8.875.888
9.049.734 8.877.208
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 17
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3.912.890 3.870.415
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 97 172
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 91.549 84.387
4.004.536 3.954.991
Eigene Anteile 11.836 13.153
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 763.810 23.390
4.780.182 3.991.534
Latente Steuern 27.987 32.760
Rechnungsabgrenzungsposten 30.523 12.103
Summe Aktiva 13.888.426 12.913.605
Passiva EUR 1.000
Anhangangabe 2012 2011
Eigenkapital
3
Grundkapital 327.273 327.273
Kapitalrücklagen
Gebundene 1.729.338 1.729.338
nicht gebundene 334 334
Rücklage für anteilsbasierte Vergütungen 4.788 0
Gewinnrücklagen
freie Rücklage 5.379.555 4.928.237
Rücklage für eigene Anteile 11.836 13.153
Bilanzgewinn, davon Gewinnvortrag 33.277 (2011: 110.432) 401.030 392.035
7.854.154 7.390.370
Unversteuerte Rücklagen
4
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 432 432
Rückstellungen
5
Rückstellungen für Abfertigungen 11.128 11.862
Rückstellungen für Pensionen 3.332 6.463
Steuerrückstellungen 63.836 33.753
Sonstige Rückstellungen 58.896 64.186
137.192 116.264
Verbindlichkeiten
6
Anleihen 4.201.730 3.000.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 754.582
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.899 8.890
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.370.637 1.299.015
Sonstige Verbindlichkeiten 315.474 340.807
5.894.740 5.403.294
Rechnungsabgrenzungsposten 1.908 3.245
Summe Passiva 13.888.426 12.913.605
Haftungsverhältnisse
7
3.039.127 2.446.302

Gewinn- und Verlustrechnung Gewinn- und Verlustrechnung

EUR 1.000
Anhangangabe 2012 2011
1. Umsatzerlöse
8
133.663 185.689
2. Sonstige betriebliche Erträge
9
5.104 12.716
3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen
10
–12.636 –77.416
4a. Personalaufwand
11
–66.624 –65.460
4b. Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung
12
–6.672 –11.336
5. Abschreibungen –153 –225
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
13
–87.412 –115.110
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebserfolg) –34.730 –71.142
8. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen 1.009.403 (2011: 767.471)
14
1.013.686 771.054
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen 47.256 (2011: 45.981) 48.823 48.435
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen 67.179 (2011: 84.174) 91.323 108.112
11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens 1.884 83
12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
davon aus Abschreibungen 395 (2011: 0)
davon aus verbundenen Unternehmen 0 (2011: 82.733)
14
–395 –82.733
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon betreffend verbundene Unternehmen 52.270 (2011: 83.227) –343.984 –297.137
14. Zwischensumme aus Z 8 bis 13 (Finanzerfolg) 811.337 547.814
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 776.607 476.672
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
15
41.146 54.931
17. Jahresüberschuss 817.753 531.603
18. Zuweisung zu Gewinnrücklagen –450.000 –250.000
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 33.277 110.432
20. Bilanzgewinn 401.030 392.035

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 der OMV Aktiengesellschaft, Wien, ist nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuchs (UGB) in der aktuellen Fassung erstellt worden. Weiters erstellt die OMV Aktiengesellschaft als Mutterunternehmen des OMV Konzerns einen gesonderten Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRSs).

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die detaillierte Darstellung erfolgt im Anhang. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Der Abschluss wurde in Euro (EUR) erstellt. Die zahlenmäßige Darstellung erfolgt in Tausend Euro (EUR 1.000 sowie TEUR). Auf Grund der Darstellung in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Kategorie Nutzungsdauer
Technische Anlagen und Maschinen 4–20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4–25 Jahre

In Anlehnung an die steuerrechtlichen Bestimmungen wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vorgenommen.

Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen bei Anlagegegenständen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Betrag von bis EUR 400 werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und voll abgeschrieben und im Anlagespiegel im Anschaffungsjahr als Zu- und Abgang ausgewiesen.

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskursen oder bei Vorliegen niedrigerer Börsenstichtagskurse mit diesen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungswerten bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Fremdwährungsforderungen werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Für alle erkennbaren Risiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Gemäß § 198 Absätze 9 und 10 UGB werden im Berichtsjahr latente Steuern aus temporären Differenzen gebildet. Die latenten Steuern werden unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Mit Wirkung ab 1. Jänner 2005 besteht eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG mit der OMV Aktiengesellschaft als Gruppenträger. Im Rahmen der Gruppenbesteuerung erhält die OMV Aktiengesellschaft von jenen Gruppenmitgliedern, die im Wirtschaftsjahr ein positives Einkommen erzielen, eine Steuerumlage in Höhe der auf diesen Gewinn entfallenden Körperschaftsteuer. An jene Gruppenmitglieder, die im Wirtschaftsjahr einen steuerlichen Verlust erzielen, entrichtet die OMV Aktiengesellschaft eine Steuerumlage in Höhe von 25 % bzw. den jeweils gültigen Körperschaftsteuersatz des überrechneten steuerlichen Verlustes. Die erhaltenen Steuerumlagen von den Gruppenmitgliedern und die an die Gruppenmitglieder bezahlten Steuerumlagen werden beim Gruppenträger ergebnisneutral erfasst. Auf Basis eines Ergebnisabführungsvertrags übernimmt die OMV Aktiengesellschaft Gewinne und Verluste ihrer Tochtergesellschaften. Darüber hinaus bestehen mit vier Gesellschaften Steuerumlageverträge nach der Belastungsmethode.

In der OMV Aktiengesellschaft gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen treffen die Gesellschaft nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen bzw. durch Zahlung an eine außerbetriebliche Pensionskasse Rechnung getragen. Das Risiko im Zusammenhang mit diesen leistungsorientierten Pensionsplänen verbleibt bei OMV.

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Method (laufendes Einmalprämienverfahren) berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt.

Bei der Berechnung von Pensions- und Abfertigungsrückstellungen werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die für das laufende Geschäftsjahr ermittelt werden, im Personalaufwand bzw. im sonstigen betrieblichen Ertrag dargestellt. Die offenen versicherungsmathematischen Verluste aus dem Wegfall der Korridormethode in Höhe von TEUR 4.248 mit Ende 2011 werden entsprechend den Ergänzungen zu den Fachgutachten KFS/RL2 und 3 über fünf Jahre verteilt in den Personalaufwand gebucht. Die nicht erfassten versicherungsmathematischen Verluste aus dem Wegfall der Korridormethode betragen zum 31. Dezember 2012 TEUR 3.398.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzerfolg dargestellt.

Zahlungen für beitragsorientierte Pensionsverpflichtungen sind im laufenden Pensionsaufwand ausgewiesen.

Verbindlichkeiten für Personallösungen werden gebucht, wenn diese betragsmäßig fixiert sind und ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann.

Für nach kaufmännischer Beurteilung erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten wird durch die Bildung von entsprechenden Rückstellungen vorgesorgt.

Verbindlichkeiten werden mit den Nennwerten bzw. dem höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem höheren Rückzahlungsbetrag bewertet.

Die mit Banken sowie mit Konzernunternehmen abgeschlossenen Derivate bildeten eine Bewertungseinheit aus der Sicht der OMV Aktiengesellschaft; der bilanzielle Ausweis dieser Derivate erfolgte nicht in der OMV Aktiengesellschaft, sondern in den jeweiligen Konzerngesellschaften.

Long Term Incentive (LTI) Pläne 2009 – 2012

Im Jahr 2009 wurden die Aktienoptionspläne durch einen LTI Plan für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte ersetzt. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien. 2010, 2011 und 2012 wurden weitere Pläne mit vergleichbaren Bedingungen gewährt. Teilnehmer der Pläne 2009, 2010 und 2011 müssen bis zum Ende der Behaltefrist Aktien halten. Am Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. In 2011 und 2012 wurde die Teilnahme am Plan auch ausgewählten Mitarbeitern mit besonderem Entwicklungspotenzial (Potentials) gewährt. Vorstand und Executives sind als Teilnehmer des LTI Plans 2012 verpflichtet ein angemessenes Ausmaß an Aktien an der Gesellschaft aufzubauen und bis zu ihrer Pensionierung oder ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten.

Für zukünftige erwartete Kosten des LTI Plans besteht zum Bilanzstichtag eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht. Erwartete Dividenden wurden ebenfalls entsprechend der Mittelfristplanung der Gesellschaft einbezogen. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über den Beobachtungszeitraum von drei Jahren verteilt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2012 belief sich auf TEUR 15.446 (2011: TEUR 23.976), die Nettoauflösung im Berichtsjahr auf TEUR 8.531 (2011: Nettodotierung TEUR 7.352).

Bedingungen

Plan 2012 Plan 2011 Plan 2010 Plan 2009
Planbeginn 1.1.2012 1.1.2011 1.1.2010 1.1.2009
Ende Leistungszeitraum 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
Anspruchstag 31.3.2015 31.3.2014 31.3.2013 31.3.2012
Ende der Behaltefrist 31.3.2016 31.3.2015 31.3.2014
Aktienerfordernis (Plan 2012)/Erforderliches Eigeninvestment (Pläne 2009 bis 2011)
Vorstandsvorsitzender 200% vom 100% vom 100% vom 100% vom
Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt
Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter 175% vom 85% vom 85% vom 85% vom
Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt
Vorstandsmitglieder 150% vom 70% vom 70% vom 70% vom
Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt Bruttogrundgehalt
Leitende Führungskräfte EUR 15.000 oder EUR 15.000 oder EUR 15.000 oder
30.000 oder 60.000 30.000 oder 60.000 30.000 oder 60.000
75% vom oder 90.000 oder oder 90.000 oder oder 90.000 oder
Bruttogrundgehalt 120.000 in Aktien 120.000 in Aktien 120.000 in Aktien
Potentials EUR 15.000
n.a. in Aktien
Eigeninvestment
Mitglieder des Vorstands
Auli 20.096 Aktien 20.096 Aktien 20.096 Aktien
Davies 32.855 Aktien 25.614 Aktien 20.096 Aktien 20.096 Aktien
Floren 7.500 Aktien
Huijskes 12.136 Aktien 12.136 Aktien 12.136 Aktien
Langanger 20.096 Aktien 20.096 Aktien
Leitner 1) 16.060 Aktien 12.993 Aktien
Roiss 44.259 Aktien 34.932 Aktien 28.469 Aktien 28.469 Aktien
Ruttenstorfer 38.278 Aktien 38.278 Aktien
Vorstände gesamt 112.810 Aktien 105.771 Aktien 139.171 Aktien 127.035 Aktien
Andere Führungskräfte gesamt 278.497 Aktien 299.449 Aktien 240.390 Aktien 202.412 Aktien
Potentials 9.460 Aktien 2)
Eigeninvestment gesamt 391.307 Aktien 414.680 Aktien 379.561 Aktien 329.447 Aktien
Erwartete Bonusaktien zum
31. Dezember 2012 501.049 Aktien 163.576 Aktien 356.905 Aktien
Maximale Bonusaktien zum
31. Dezember 2012 924.599 Aktien 582.225 Aktien 450.945 Aktien
Beizulegender Zeitwert des Plans (TEUR) 14.496 4.606 9.811

1) An den Plänen 2009 und 2010 nimmt Manfred Leitner als leitende Führungskraft mit 5.742 Aktien teil.

2) Eigenanteil wird von OMV zur Verfügung gestellt.

Matching Share Plan (MSP)

Der von der Hauptversammlung 2012 genehmigte Matching Share Plan für das Jahr 2012 ist ein integraler Teil der jährlichen Bonusvereinbarung und dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, das die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in gesperrte Aktien zusammengeführt werden. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, das Eingehen unangemessener Risiken zu verringern. Für Vorstandsmitglieder ist eine Zuteilung von Aktien in Höhe von 100% ihrer erzielten jährlichen Bonifikationen (brutto) vorgesehen. Die Leistungskriterien für die jährliche Bonifikation dürfen während der Laufzeit des MSP nicht verändert werden. Im Zuge der Festsetzung der jährlichen Bonifikation durch den Vergütungsausschuss wird eine gleichwertige (netto nach

Steuern) Bonifikation in Form von Aktien des Unternehmens gewährt werden, die für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot zu hinterlegen sind.

Vorstandsmitglieder, die an früheren Long Term Incentive Plänen teilgenommen haben, können zwischen Barzahlung und Aktien wählen, wenn und soweit sie bereits die vom LTIP 2012 vorgesehene Mindesthöhe des Eigeninvestments erreicht haben. Per 31.12.2012 wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 3.125 ausgewiesen (2011: TEUR Null).

Gesamtaufwand

2012 wurde ein Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 9.349 erfasst (2011: TEUR –457), davon TEUR 4.788 für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (2011: TEUR Null).

Aktienoptionspläne 2004 – 2008

Auf Basis der Beschlüsse der jeweiligen Hauptversammlungen wurden seitens der Gesellschaft für den Vorstand und für einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte des Konzerns beginnend mit dem Jahr 2000 langfristige, erfolgsorientierte Entlohnungspläne aufgelegt. Danach werden dem angeführten Personenkreis unter der Voraussetzung eines Eigeninvestments Optionsrechte für den begünstigten Erwerb von OMV Aktien (bzw. Geldgegenwert) eingeräumt, sofern ein Anstieg im Aktienkurs von zumindest 15% erzielt wird (Planhürde Aktienkurs).

In den folgenden Darstellungen wurde der am 11. Juli 2005 vorgenommene Aktiensplit im Verhältnis 1:10 sowohl bei der Stückanzahl als auch bei den Werten berücksichtigt.

Zum Zeitpunkt der Gewährung stellten sich die Pläne wie folgt dar:

Wesentliche Bedingungen

Plan 2008 Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005 Plan 2004
Planbeginn 1.9.2008 1.9.2007 1.9.2006 1.9.2005 1.9.2004
Planende 31.8.2015 31.8.2014 31.8.2013 31.8.2012 31.8.2011
Sperrfrist 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre
Ausübungspreis Optionen EUR 47,550 EUR 47,850 EUR 45,190 EUR 34,700 EUR 16,368
Anzahl Optionen je Aktie Eigeninvestment 20 20 20 20 15
Voraussetzung für Planteilnahme
Eigeninvestment für Vorstände 1.136 Aktien 1) 1.230 Aktien 1) 1.242 Aktien 1) 2.390 Aktien 1) 3.980 Aktien 1)
Eigeninvestment andere Führungskräfte 379 Aktien 1) 410 Aktien 1) 414 Aktien 1) 800 Aktien 1) 1.330 Aktien 1)
Stückanzahl der eingeräumten Optionen
Mitglieder des Vorstands
Auli 2) 22.720 24.600 8.280 19.950
Davies 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Langanger 3) 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Leitner 4) 7.580 8.200 8.280 16.000 19.950
Roiss 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Ruttenstorfer 5) 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Vorstände gesamt 121.180 131.200 115.920 207.200 278.700
Andere Führungskräfte gesamt 420.700 432.560 351.940 516.000 464.400
Insgesamt eingeräumte Optionen 541.880 563.760 467.860 723.200 743.100
Planhürde: Aktienkurs in Höhe von EUR 54,680 EUR 55,030 EUR 51,970 EUR 39,910 EUR 18,823

1) Oder 25%, 50%, 75% davon.

2) Mitglied des Vorstands vom 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2011.

3) Mitglied des Vorstands bis 30. September 2010.

4) Mitglied des Vorstands seit 1. April 2011.

5) Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor bis 31. März 2011.

Zum Bilanzstichtag waren die Pläne 2004 und 2005 vollständig ausgeübt oder retourniert, und die Pläne 2006, 2007 und 2008 teilweise retourniert. Zum 31. Dezember 2011 war der Plan 2004 vollständig ausgeübt oder retourniert und der Plan 2005 teilweise ausgeübt und die Pläne 2006, 2007 und 2008 teilweise retourniert.

Für die Aktienoptionspläne gelten weiters folgende Voraussetzungen und Bedingungen:

  1. Voraussetzung für die Teilnahme an den Aktienoptionsplänen ist ein Eigeninvestment, welches die Planteilnehmer am Planbeginn und während des ganzen Zeitraums bis zur Einlösung halten müssen.

    1. Die Aktienanzahl für das Eigeninvestment ergibt sich für alle Pläne aus dem genehmigten maximalen Eigeninvestment im Verhältnis zum mittleren Kurswert der Aktie des Monats Mai des Jahres der Ausgabe. Es ist auch eine Ausübung von 25%, 50% bzw. 75% des maximalen Volumens möglich.
    1. Bei einem Verkauf von Aktien aus dem Eigeninvestment geht das Optionsrecht verloren. Die Optionen sind nicht übertragbar und verfallen bei Nichtausübung.
    1. Der Ausübungspreis ergibt sich aus dem mittleren Kurswert für den Zeitraum 20. Mai bis 20. August.
    1. Innerhalb der Ausübungsfrist können die Optionen bei Erreichung der Planhürden für den Plan 2004 jeweils in den 20 Handelstagen nach Veröffentlichung der Quartalsberichte (Ausübungsfenster) ausgeübt werden. Für die Pläne 2005 - 2008 sind die Ausübungsfenster jene Perioden, in denen die Ausübung nach den folgenden Grundsätzen nicht verboten ist. Die Ausübung ist verboten:
  2. wenn der Ausübende über Insiderinformationen verfügt;
  3. während der Sperrfristen nach der Emittenten-Compliance-Verordnung (sechs Wochen vor geplanter Veröf fentlichung des Jahresberichts, drei Wochen vor Veröffentlichung des Quartalsberichts, jede vom Compliance- Verantwortlichen in Einzelfällen festgesetzte Sperrfrist);
  4. wenn der Vorstand die Ausübung auf die Dauer eines jeweils konkret vom Vorstand festgelegten Zeitraums untersagt.
    1. Das Eigeninvestment muss bei Ausübung nachgewiesen werden. Die Optionen können durch Kauf von Aktien oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis in Geldform oder in Form von Aktien ausgeübt werden, wenn der Kurswert der OMV Aktie zum Ausübungszeitpunkt um zumindest 15% über dem Ausübungspreis liegt.

Zusammenfassend entwickelten sich die Aktienoptionspläne in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 wie folgt:

Aktienoptionspläne

2012 2011
Anzahl Optionen Gewichteter Anzahl Optionen Gewichteter
durchschnittlicher durchschnittlicher
Ausübungspreis in Ausübungspreis in
EUR EUR
Ausstehende Optionen per 1.1. 1.885.740 44,519 2.046.550 42,637
Ausgeübte Optionen –118.860 16,368
Retournierte Optionen –399.460 35,431 –41.950 32,430
Ausstehende Optionen per 31.12. 1.486.280 1.885.740 44,519

1) Die Optionen für die Pläne 2006, 2007 und 2008 wären per 31. Dezember 2012 ausübbar gewesen, wenn der Aktienkurs die jeweilige Planhürde überschritten hätte. Die Optionen für die Pläne 2005, 2006, 2007 und 2008 wären am 31. Dezember 2011 ausübbar gewesen, vorausgesetzt der Aktienkurs hätte die jeweilige Planhürde überschritten.

In 2012 verfielen 375.400 Optionen aus dem Plan 2005 und 24.060 Optionen aus den Plänen 2006, 2007 und 2008 wurden retourniert. In Anbetracht der Planhürde betrug der innere Wert der am 31. Dezember 2012 ausübbaren Optionen EUR Null, da der Aktienkurs am 31. Dezember 2011 unter den Planhürden der Pläne 2006, 2007 und 2008 lag.

In 2011 wurden aus dem Plan 2004 insgesamt 118.860 Optionen ausgeübt. Die Ausübung erfolgte in 4.320 Fällen durch Aktienkauf. Der gewichtete durchschnittliche Aktienpreis war in 2011 EUR 27,459. In Anbetracht der Planhürde betrug der innere Wert der am 31. Dezember 2011 ausübbaren Optionen EUR Null, da der Aktienkurs am 31. Dezember 2011 unter den Planhürden der Pläne 2005, 2006, 2007 und 2008 lag.

Die ausgeübten Optionen verteilten sich auf den Teilnehmerkreis wie folgt:

Ausgeübte Optionen

Ausgeübte
Optionen
2012
Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis
in EUR
Ausgeübte
Optionen
2011
Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis
in EUR
Mitglieder des Vorstands
Auli 5.760 16,368
Davies
Langanger
Leitner
Roiss
Ruttenstorfer
Vorstände gesamt 5.760 16,368
Andere Führungskräfte gesamt 113.100 16,368
Insgesamt ausgeübte Optionen 118.860 16,368

Die Vergütungen aus der Ausübung der Optionen entsprechen dem Wert der im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen zum Zeitpunkt der Ausübung und stellen sich wie folgt dar:

Vergütungen EUR 1.000
2012 2011
Plan 2004 1.318
Summe 1.318

In 2011 entfielen TEUR 70 auf Vorstandsmitglieder und TEUR 1.248 auf andere Führungskräfte.

Per 31. Dezember 2012 stellen sich die in Umlauf befindlichen Optionen der einzelnen Pläne wie folgt dar:

Plan Ausübungs
preis in EUR
Anzahl
ausstehender
Optionen
Restlaufzeit Per
Jahresende
ausübbar 1)
2006 45,19 436.800 0,7
2007 47,85 522.760 1,7
2008 47,55 526.720 2,7
Summe 1.486.280

In Umlauf befindliche Optionen

1) Die Optionen für die Pläne 2006, 2007 und 2008 wären am Jahresende ausübbar gewesen, wenn der Aktienkurs die jeweilige Planhürde überschritten hätte.

Die Bewertung der Optionen erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die erwartete durchschnittliche Volatilität wurde auf Grund der Volatilität der vergangenen fünf Jahre ermittelt. Die Möglichkeit einer vorzeitigen Ausübung wurde bei der Festsetzung des risikofreien Zinssatzes berücksichtigt, der basierend auf Marktwerten zum Bilanzstichtag ermittelt wurde.

Der Marktwert per 31. Dezember 2012 bezieht sich auf die noch ausstehenden Optionen, während sich der Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung auf die gesamten begebenen Optionen bezieht. Unter der Annahme, dass die Bedingungen während der Ausübungsfrist erfüllt werden, ergeben sich nachfolgende Marktwerte der Aktienoptionspläne:

Bewertung per 31.12.2012

Plan 2008 Plan 2007 Plan 2006
Marktwert Aktienoptionsplan in EUR 1.000 579 302 55
Berechnungsparameter
Marktpreis der Aktie in EUR 27,36 27,36 27,36
Risikofreier Zinssatz 0,53% 0,37% 0,22%
Laufzeit Optionen (inkl. Sperrfrist) 2,7 Jahre 1,7 Jahre 0,7 Jahre
Durchschnittliche Dividendenrendite 4,99% 4,50% 3,93%
Volatilität Aktienkurs 35% 35% 35%

Ausgehend von den Tageswerten der zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeübten Optionsrechte wird für künftige Ausübungen mittels einer Rückstellung vorgesorgt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2012 belief sich auf TEUR 936 (2011: TEUR 1.688), die Nettoauflösung im Berichtsjahr auf TEUR 752 (2011: Nettoauflösung TEUR 7.927).

Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Bilanz

Im Berichtsjahr wurde die Gliederung des Sachanlagevermögens nach den gesetzlichen Mindestanforderungen vorgenommen. Die Entwicklung des Anlagevermögens 2012 ist im Anlagespiegel dargestellt.

1 Anlagevermögen

In der Bilanzposition Grundstücke ist ein Grundwert von TEUR 790 (2011: TEUR 790) enthalten.

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen liegen in folgendem Umfang vor:

EUR 1.000
2012 2011
Im nächsten Jahr 444 273
In den nächsten fünf Jahren 1.590 981

Ausleihungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr belaufen sich auf insgesamt TEUR 10 (2011: TEUR 9). Die OMV Aktiengesellschaft gewährte im abgelaufenen Geschäftsjahr an folgende Gesellschaften Darlehen: An die OMV Australia PTY LTD in der Höhe von TUSD 1.150 und TAUD 14.200 und an die OMV Finance Services GmbH in der Höhe von TEUR 3.637 und TUSD 50.100. Die OMV Hrvatska d.o.o. hat 2012 das Darlehen in der Höhe von THRK 90.000 getilgt. Die OMV Pakistan Exploration GmbH hat einen offenen Kreditrahmen von TUSD 35.000 für die Entwicklung des South West Miano Block Gas Felds; zum Bilanzstichtag waren TUSD 2.395 ausgenutzt. Die Pearl Petroleum Company Limited hat einen offenen Kreditrahmen von TUSD 103.871, zum Bilanzstichtag waren TUSD 47.753 ausgenutzt.

2012 wurden an folgende Gesellschaften Großmutterzuschüsse gewährt: An die OMV (Yemen Block S 2) Exploration GmbH in der Höhe von TUSD 58.879 und TEUR 45.697, an die OMV Finance Services GmbH in der Höhe von TEUR 16.700, und an die VIVA International Marketing- und Handels-GmbH in der Höhe von TEUR 7.683.

Im Berichtsjahr wurden an die OMV Australia PTY LTD Zahlungen aus Kapitalerhöhungen in der Höhe von TAUD 22.500 (TEUR 17.521) und TUSD 17.800 (TEUR 14.175) geleistet.

EUR 1.000
2012 2011
≤1 Jahr >1 Jahr ≤1 Jahr >1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3.912.890 3.870.415
[davon aus Lieferungen und Leistungen] [13.991] [—] [10.287] [—]
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 97 172
[davon aus Lieferungen und Leistungen] [27] [—] [73] [—]
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 91.549 84.387
Gesamt 4.004.536 3.954.991

Sonstige Forderungen beinhalten einen revolvierenden Kredit an die Trans Austria Gasleitung GmbH in Höhe von TEUR 14.496 (2011: TEUR 11.454) sowie eine Forderung an das Finanzamt von TEUR 72.935 (2011: TEUR 71.126) an Körperschaftsteuervorauszahlungen.

2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3 Eigenkapital

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 327.272.727 (2011: 327.272.727) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von TEUR 327.273 (2011: TEUR 327.273). Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Für das Geschäftsjahr 2012 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft um bis zu TEUR 77.900 durch Ausgabe von maximal 77.900.000 Stückaktien bis zum 13. Mai 2014 zu erhöhen (genehmigtes Kapital). In teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand auf Grundlage seiner Beschlüsse vom 16. Mai 2011 und 6. Juni 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft im Wege einer Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital von EUR 300.000.000 auf EUR 327.272.727 durch Ausgabe von 27.272.727 neuen Aktien erhöht. Infolge dieser Kapitalerhöhung ist der Vorstand nunmehr ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu TEUR 50.627 durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen.

Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 Aktiengesetz um bis zu TEUR 50.627 durch Ausgabe von bis zu 50.627.273 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 13. Mai 2009 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß (derzeit 10% des Grundkapitals) während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Die eigenen Aktien können zur Bedienung von Aktienoptionen oder Long Term Incentive Plänen verwendet oder jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Anbot veräußert werden. Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, eigene Aktien einzuziehen oder eigene Aktien zum Bedienen von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, zum Aktientausch zum Zweck der Beteiligung an anderen Unternehmen und zu jedem beliebigen, gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden.

Kapitalrücklagen wurden durch Zufuhr von Mitteln gebildet, welche auf Grund der Eigentümerstellung über das Grundkapital hinaus der OMV Aktiengesellschaft zugeflossen sind.

Für das Geschäftsjahr 2012 wird seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,20 (2011: EUR 1,10) je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung zu genehmigen ist. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2011 erfolgte im Mai 2012 und betrug TEUR 358.758 (2011 betrug sie TEUR 298.797).

In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2011 (mit Ausnahme von 2010) wurde der Erwerb eigener Anteile genehmigt.

Die eigenen Anteile entwickelten sich in den Berichtsperioden wie folgt:

Eigene Anteile

Stückaktien Anschaffungswert
in EUR 1.000
Stand 1.1.2011 1.203.195 13.211
Abgang –4.320 –47
Stand 31.12.2011 1.198.875 13.164
Abgang –120.095 –1.317
Stand 31.12.2012 1.078.780 11.847

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar:

Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile

Stückaktien Eigene Anteile Im Umlauf
befindliche Anteile
Stand 1.1.2011 300.000.000 1.203.195 298.796.805
Bedienung von Aktienoptionen –4.320 4.320
Kapitalerhöhung 27.272.727 27.272.727
Stand 31.12.2011 327.272.727 1.198.875 326.073.852
Bedienung von Aktienoptionen –120.095 120.095
Stand 31.12.2012 327.272.727 1.078.780 326.193.947

Die unversteuerten Rücklagen betreffen Bewertungsreserven von unbebautem und bebautem Grund in Höhe von TEUR 432 (2011: TEUR 432).

4 Unversteuerte Rücklagen

5 Rückstellungen

Die Bildung des Sozialkapitals erfolgt nach den Vorschriften von IAS 19. Die Anwartschaften für wertgesicherte Pensionszusagen wurden in den Vorjahren an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen. Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten fünf Kalenderjahre abhängig.

Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Die Entwicklung der leistungsorientierten Pläne und Jubiläumsgeldrückstellung stellt sich wie folgt dar:

EUR 1.000
Pensionen Abfertigung 2012
Jubiläums
geld
Pensionen Abfertigung 2011
Jubiläums
geld
Barwert der über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 35.565 34.093
Marktwert des Planvermögens –27.648 –21.901
Nicht erfasster versicherungs
mathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) 4.584 –5.729
Rückstellung der über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 3.333 6.463
Barwert der nicht über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 9.944 1.749 10.382 1.146
Nicht erfasster versicherungs
mathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) 1.184 1.480
Rückstellung der nicht über einen
Fonds finanzierten Verpflichtung 11.128 1.749 11.862 1.146
Rückstellung zum 1.1. 6.463 11.862 1.146 6.576 8.323 412
Periodenaufwand 757 17 737 1.709 1.663 –8
Fondsdotierung –3.887 –2.498
Auszahlungen –966 –167 –2.997 –97
Konzernübertrag 215 33 676 4.873 839
Rückstellung zum 31.12. 3.333 11.128 1.749 6.463 11.862 1.146
Zinsaufwand 588 503 55 1.498 529 58
Laufender Dienstzeitaufwand 352 1.231 131 543 1.205 111
Erwartete Erträge aus dem
Planvermögen –950
Realisierung versicherungs
mathematischer Verlust (+)/Gewinn (–) –183 –1.717 551 618 –71 –177
Periodenaufwand 757 17 737 1.709 1.663 –8

Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31. Dezember:

Pensions
pläne
2012
Abferti
gungen,
Jubiläen
Pensions
pläne
2011
Abferti
gungen,
Jubiläen
Kapitalmarktzinssatz 5,00% 5,00% 4,75% 4,75%
Gehaltstrend 3,85% 3,85% 3,85% 3,85%
Pensionstrend 1,80% 1,80%
Langfristige Planvermögensrendite 4,25% 4,75%

Für die Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008 P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden altersspezifisch bzw. abhängig vom Dienstalter geschätzt. Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach dem frühestmöglichen Pensionsantrittsalter gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des ASVG in geltender Fassung.

Veranlagung des Planvermögens zum 31.12.

2012 2011
VRG IV VRG VI VRG IV VRG VI
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere 24,23% 24,00% 18,80%
Schuldverschreibungen 52,88% 1,52% 43,80% 15,00%
Cash und Geldmarktveranlagungen 20,52% 98,48% 20,70% 66,20%
Sonstige 2,37% 11,50%
Summe 100,00% 100,00% 100,00% 100,00%

Ziele der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allocation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten.

Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppe VRG IV ist in internationale Anleihen- und Aktienfonds, alternative Veranlagungsstrategien (Absolute Return Strategien, Immobilien und Private Equity), sowie Anlagen auf dem Geldmarkt investiert. Im Zuge einer Risikodiversifizierung wurde bei der Auswahl der Asset Manager auf deren unterschiedliche Managementstile und Investmentansätze Bedacht genommen.

Für die Veranlagung des Vermögens der VRG VI wurde ein Wertsicherungskonzept implementiert. Bei diesem Investmentprozess wird risikoabhängig in globale Aktienmärkte, europäische Anleiheninstrumente und Geldmarktveranlagungen mit geringerem Risiko investiert, wobei die taktische Allokation sehr flexibel und modellgetrieben erfolgt und eine definierte Wertuntergrenze zu einem bestimmten Stichtag nicht unterschritten werden soll. Gleichzeitig soll aber auch die Chance auf eine Teilnahme an einer positiven Entwicklung des Aktienmarkts teilweise gewahrt bleiben.

Auf Grund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRGn positive und negative Abweichungen zu der Planvermögensrendite. Das Veranlagungsergebnis der VRG IV lag in 2012 mit 9,76% über der Planvermögensrendite, während das Veranlagungsergebnis der VRG VI mit 3,03% unter der Planrendite lag.

Für 2013 sind leistungsorientierte Zahlungen an die APK-Pensionskasse AG im Ausmaß von TEUR 17.500 geplant.

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

EUR 1.000
2012 2011
Personalrückstellungen 34.285 41.262
Übrige Rückstellungen 24.611 22.924
Gesamt 58.896 64.186

Die Personalrückstellungen enthalten eine Rückstellung für begebene Aktienoptionen in Höhe von TEUR 16.381 (2011: TEUR 25.664), darin enthalten sind 2012 der bestehende Aktienoptionsplan mit TEUR 935, und der Long Term Incentive Plan in Höhe von TEUR 15.446. In den übrigen Rückstellungen ist die mögliche Inanspruchnahme einer Rückversicherung in Höhe von TEUR 22.104 (2011: TEUR 22.104) ausgewiesen.

Auf Grund des Ausweises einer Körperschaftsteuerrückstellung für die Nachversteuerung von Verlusten von ausländischen Gruppenmitgliedern auf Gruppenträger-Ebene, wurde im Geschäftsjahr eine Rückstellung in der Höhe von TEUR 34.248 (2011: TEUR 33.753) ausgewiesen. Weiters wurde im Geschäftsjahr eine Rückstellung für zukünftige Steuerverpflichtungen aus der Überrechnung eines Verlusts von einem Gruppenmitglied, der mit künftigen positiven Steuerumlagen des Gruppenmitglieds verrechnet wird, in der Höhe von TEUR 29.588 (2011: TEUR Null) gebildet.

EUR 1.000
2012 2011
≤1 Jahr >1 Jahr ≤1 Jahr >1 Jahr
Anleihen 4.201.730 3.000.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 264.582 490.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.899 8.890
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 867.201 503.436 438.095 860.920
[davon aus Lieferungen und Leistungen] [9.654] [—] [4.828] [—]
Sonstige Verbindlichkeiten 300.622 14.852 328.240 12.567
[davon aus Steuern] [181.510] [—] [214.949] [—]
[davon im Rahmen der sozialen Sicherheit] [700] [—] [697] [—]
Gesamt 1.174.722 4.720.018 1.039.807 4.363.487

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem Personallösungskosten in Höhe von TEUR 9.156 (2011: TEUR 6.511) und Zinsen für Anleihen in der Höhe von TEUR 110.220 (2011: TEUR 106.362) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Aufwendungen in 2012, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden. Die wesentlichen Beträge umfassen Zinsen für Anleihen in der Höhe von TEUR 110.220 (2011: TEUR 106.362).

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beinhalten eine Verbindlichkeit aus Anleihen über TEUR 3.250.000 (2011: TEUR 1.750.000).

6 Verbindlich-

Haftungsverhältnisse liegen in folgendem Umfang vor:

EUR 1.000
2012 2011
Garantien 3.039.127 2.446.302
[davon für verbundene Unternehmen] [3.024.341] [2.427.917]

Die Veränderung der Haftungsverhältnisse resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der für die OMV Supply & Trading AG gegebenen Garantie von TEUR 30.914 auf TEUR 251.491 und aus einer für OMV Samsun Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş. gegebenen Garantie von TEUR 300.000.

Die für die OMV FINANCE LIMITED gegebene Garantie blieb unverändert, insgesamt bestehen Garantien über TEUR 1.500.000 (2011: TEUR 1.500.000).

Für die Emission der USD-Anleihe in OMV (U.K.) Limited in Höhe von TUSD 320.000 (TEUR 242.534) haftet die OMV Aktiengesellschaft für deren Rückzahlung.

Nicht in der Bilanz und unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Die OMV Aktiengesellschaft hat sich gegenüber der OMV Clearing und Treasury GmbH, die das Konzern-Clearing betreibt, verpflichtet, deren Liquidität für die Dauer der Konzernzugehörigkeit aufrechtzuerhalten.

Für einige Explorations-, Produktions- und Vertriebsgesellschaften bestehen seitens der OMV Aktiengesellschaft Garantien und Patronatserklärungen für die Einhaltung von Konzessionen, Lizenzen und von verschiedenen Verträgen, die in ihrer Höhe unbestimmt sind.

Die OMV Aktiengesellschaft haftet für die Auszahlung der im Rahmen von Schuldbeitritten von den Konzernunternehmen übernommenen Pensionsansprüche, Nachschussverpflichtungen für an überbetriebliche Pensionskassen übertragene Ansprüche und Überbrückungszahlungen für Personallösungen.

Ein Kreditangebot von TEUR 500.000 wurde von OMV Aktiengesellschaft an OMV Petrom S.A. zur Finanzierung allgemeiner betrieblicher Zwecke unterbreitet. Der Kredit ist nicht besichert und wurde zum 31. Dezember 2012 nicht ausgenutzt.

7 Haftungsverhältnisse gemäß § 199 und sonstige Verpflichtungen gemäß § 237 UGB

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

8 Umsatzerlöse

9 Sonstige betriebliche Erträge

EUR 1.000
2012 2011
126.142 118.245
7.521 67.444
133.663 185.689

Da die OMV Aktiengesellschaft seit 1. Jänner 2011 zusätzlich operative Aufgaben wahrnimmt, bestehen die Umsatzerlöse aus den an die Konzerngesellschaften verrechneten Konzernumlagen sowie Umsatzerlöse für die innerhalb von Konzerngesellschaften wahrgenommenen operativen Aufgaben. In den Umsatzerlösen im Ausland war im Vorjahr ein einmaliger Verkauf von Diesel und Kondensat enthalten.

EUR 1.000
2012 2011
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 1.658 53
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.714 6.849
Übrige 1.732 5.814
Gesamt 5.104 12.716

Die Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen betreffen zum Großteil eine Kaufpreisnachbesserung für ein 2010 verkauftes Grundstück. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren ausschließlich aus Personalrückstellungen. Die übrigen betrieblichen Erträge resultieren aus Kursdifferenzen sowie Weiterverrechnungen an Tochtergesellschaften.

EUR 1.000
2012 2011
Materialaufwand 394 64.556
Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen 12.242 12.860
Gesamt 12.636 77.416

Der Materialaufwand des Vorjahrs resultierte hauptsächlich aus einem einmaligen Einkauf von Diesel und Kondensat. Die Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen setzen sich hauptsächlich aus Fremdleistungen für laufende Tätigkeiten zusammen.

11 Personal-

10 Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen

EUR 1.000
2012 2011
Gehälter 56.949 56.978
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie
vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 9.510 8.339
Sonstige Sozialaufwendungen 165 143
Gesamt 66.624 65.460
EUR 1.000
2012 2011
Aufwendungen für Abfertigungen 4.031
Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 489 385
Beitragsorientierter Personalaufwand 2.526 2.325
Leistungsorientierter Personalaufwand 3.657 4.595
Gesamt 6.672 11.336

Auf Grund der Auflösung nicht erfasster versicherungsmathematischer Gewinne aus Vorjahren, kam es im Geschäftsjahr zu einer Verminderung der Rückstellung für Abfertigungen in Höhe von TEUR 486 (2011: TEUR Null), die in den Erträgen aus Auflösung von Rückstellungen dargestellt ist.

In der Position Leistungsorientierter Personalaufwand sind auch Vorsorgen für Personallösungen in der Höhe von TEUR 3.228 (2011: TEUR 3.143) enthalten.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung bzw. die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen verteilen sich folgendermaßen:

EUR 1.000
2012 2011
Abferti Pensionen Abferti Pensionen
gungen gungen
Vorstände 484 845 3.380 966
Leitende Angestellte 245 632 184 565
Andere Arbeitnehmer 991 4.889 852 5.390
Versicherungsmathematischer Verlust (+)/Gewinn (–) –1.717 –183
EUR 1.000
2012 2011
Steuern, soweit sie nicht unter Z 16 (Steuern vom Einkommen und Ertrag) fallen 1.271 8.591
Übrige 86.141 106.519
Gesamt 87.412 115.110

In der Position Steuern sind zum Großteil Gebühren für die Finanzmarktaufsicht enthalten. Im übrigen Aufwand sind unter anderem enthalten: Versicherungsaufwand, Rechts- und Beratungskosten TEUR 26.298 (2011: TEUR 27.546), Werbeaufwand TEUR 10.090 (2011: TEUR 11.224), bezogene Serviceleistungen TEUR 22.512 (2011: TEUR 21.812).

Im Zinsaufwand sind einmalige Aufwendungen für die vorzeitige Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 42.309 enthalten. Davon entfallen TEUR 3.505 auf das Darlehen der OMV FINANCE LIMITED, TEUR 12.183 auf die Rückzahlung von Bankkrediten und TEUR 26.621 auf die Teilrückzahlung der Anleihe 2009.

Von den Beteiligungserträgen in Höhe von TEUR 1.013.686 (2011: TEUR 771.054) resultieren TEUR 805.148 (2011: TEUR 643.535) aus Gewinngemeinschaften, aus verbundenen Unternehmen TEUR 204.255 (2011: TEUR 123.936) und TEUR 4.283 (2011: TEUR 3.583) aus sonstigen Beteiligungserträgen. Ergebnisabführungsverträge zum 31. Dezember 2012 liegen für folgende Gesellschaften vor: OMV Solutions GmbH, OMV Refining & Marketing GmbH, OMV Exploration & Production GmbH, OMV Insurance Broker GmbH und OMV Gas & Power GmbH.

12 Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung

14 Erträge und Aufwendungen im Finanzergebnis

15 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

EUR 1.000
2012 2011
Laufende Steuern –45.974 –51.701
Latente Steuern 4.828 –3.230
Gesamt –41.146 –54.931

Die laufende Steuer setzt sich zusammen aus einem Ertrag aus Vorjahren in Höhe von TEUR 5.041 (2011: TEUR 2.235) sowie aus dem Körperschaftsteuerertrag des Gruppenträgers in Höhe von TEUR 40.934 (2011: TEUR 49.466) auf Grund der Gruppenbildung gem. § 9 KStG nach den verrechneten Steuerumlagen. Auf Grund der Dotierung einer Körperschaftsteuerrückstellung für die Nachversteuerung von Verlusten von ausländischen Gruppenmitgliedern, ist im laufenden Körperschaftsteuerertrag ein Körperschaftsteueraufwand von TEUR 495 (2011: TEUR 19.266) enthalten. Auf Grund der Dotierung einer Körperschaftsteuerrückstellung für zukünftige Steuerverpflichtungen aus der Überrechnung eines Verlustes von einem Gruppenmitglied, der mit künftigen positiven Steuerumlagen des Gruppenmitgliedes verrechnet wird, ist im laufenden Körperschaftsteuerertrag ein Körperschaftsteueraufwand von TEUR 29.588 (2011: TEUR 0) enthalten.

Der latente Steueraufwand beträgt TEUR 4.828 (2011: Latenter Steuerertrag in Höhe von TEUR 3.230). Die Veränderung der latenten Steuern ist auf die Auflösung von Siebentel aus der in 2010 vorgenommenen Teilwertabschreibung sowie auf die Auflösungen von diversen Rückstellungen zurückzuführen.

Ergänzende Angaben Ergänzende Angaben

Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.

16 Zinsmanagement und Derivate

Fallweise werden festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa umgewandelt. Zum Bilanzstichtag sind Zinsen für USD 50 Mio geswapt. Durch den Zinswap werden feste Zinssätze in variable Zinssätze gedreht. Die Zinsdifferenz zwischen Swap und Kredit wird als Korrektur des Zinsaufwands verbucht.

EUR 1.000
2012 2011
Nominale in Beizulegen Bilanzansatz Nominale in Beizulegen Bilanzansatz
TEUR der Zeitwert TEUR der Zeitwert
Interest rate Swap (USD) 37.896 4.251 38.643 5.462
FX Swap EUR-HRK 11.941 17
FX Swap EUR-AUD 31.652 –224 –224
FX Swap EUR-HUF 74.814 308
FX Swap EUR-NOK 500.803 –3.597 –3.597
FX Swap EUR-USD 418.637 29

Der beizulegende Zeitwert (Tageswert) der derivativen Finanzinstrumente spiegelt den geschätzten Betrag wider, den OMV zahlen oder erhalten müsste, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Für die Schätzung der Tageswerte von Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag werden Preisanbote von Banken oder entsprechende Preismodelle verwendet. Bei diesen Modellen werden die zum Bilanzstichtag geltenden Terminpreise und Wechselkurse sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung herangezogen. Der Bilanzansatz erfolgt unter den sonstigen Rückstellungen.

Die Gesellschaft sichert bei Bedarf entsprechende Fremdwährungsrisiken für die Gesellschaft sowie für Konzerngesellschaften ab. OMV Aktiengesellschaft hat Derivate mit Banken abgeschlossen und diese an Konzerngesellschaften weitergegeben.

17 Organe, Arbeitnehmer, Related Parties

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:

2012 2011 Angestellte 419 398 Gesamt 419 398

Die Vorstandsbezüge der OMV Aktiengesellschaft verteilen sich wie folgt:

Vorstandsbezüge EUR 1.000
2012 Davies Floren Huijskes Leitner Roiss Summe
Fixe Bezüge für 2012 744 500 529 500 800 3.072
Variable Bezüge 1) 784 625 406 436 1.051 3.302
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz 10 7 8 8 8 41
Summe (exkl. Pensionskassenbeiträge,
Urlaubsabfindungen und Bezüge
anlässlich der Beendigung des
Dienstverhältnisses) 1.538 1.132 943 944 1.859 6.415
Anzahl der ausgeübten Aktien aus dem
LTI Plan 2009 27.362 9.044 39.906 76.312

1) Die variablen Bezüge betreffen Zahlungen für 2011 mit Ausnahme von TEUR 625, welche eine Vorauszahlung für 2012 betreffen.

Vorstandsbezüge EUR 1.000
2011 Auli Davies Huijskes Leitner Roiss Ruttenstorfer Summe
Fixe Bezüge für 2011 600 735 500 375 779 200 3.188
Variable Bezüge 1) 900 900 213 1.050 1.200 4.263
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz 8 10 8 6 8 2 43
Summe (exkl. Pensionskassen
Beiträge, Urlaubsabfindungen und
Bezüge anlässlich der Beendigung
des Dienstverhältnisses) 1.508 1.645 721 381 1.837 1.402 7.494
Vorteile aus ausgeübten
Aktienoptionsplänen 70 70

1) Die variablen Bezüge betreffen Zahlungen für 2010 mit Ausnahme von TEUR 175, welche eine Vorauszahlung für 2011 betreffen.

Die gesamten Vorstandsbezüge inklusive Pensionskassenbeiträge, Urlaubsabfindungen und Bezüge anlässlich der Beendigung des Dienstverhältnisses betrugen in 2012 TEUR 7.715 (2011: TEUR 13.886).

Die Vorstandsmitglieder und die Mitglieder des Aufsichtsrats sind auch im Rahmen der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. In diesen beiden Fällen ist auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter versichert und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands sowie ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 5.035 (2011: TEUR 1.894).

Die Gesamtaufwendungen (exklusive Aktienoptionspläne) für 52 Executives (ohne Vorstandsmitglieder; 2011: 49) betrugen TEUR 28.712 (2011: TEUR 23.232). Davon entfallen auf kurzfristige Leistungen wie Gehälter, abgegrenzte Verbindlichkeiten für nicht konsumierte Urlaube und Prämien TEUR 18.663 (2011: TEUR 18.244) und TEUR 1.525 (2011: TEUR 1.424) auf Aufwendungen für die Altersvorsorge. Für Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Dienstverhältnissen fiel ein Aufwand in Höhe von TEUR 1.717 (2011: TEUR 2.958) an; die sonstigen langfristigen Vergütungen beliefen sich auf TEUR 196 (2011: TEUR 111). Erläuterungen zum Aktienoptionsplan sind in den Ausführungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen enthalten.

An Aufsichtsratvergütungen wurden in 2012 TEUR 394 aufgewendet (2011: TEUR 394).

Die OMV Aktiengesellschaft ist das Mutterunternehmen des OMV Konzerns und nimmt als solches eine Holdingfunktion ein. Weiters erbringt die OMV Aktiengesellschaft für die restlichen Konzerngesellschaften Finanzierungssowie Konzernsteuerungsdienstleistungen.

Alle Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Bezüglich der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer verweisen wir auf den Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft.

Der verteilungsfähige Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2012 wurde mit TEUR 401.030 (2011: TEUR 392.035) ermittelt.

Für das Geschäftsjahr 2012 wird seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,20 (2011: EUR 1,10) je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung zu genehmigen ist. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2011 erfolgte im Mai 2012 und betrug TEUR 358.758 (2011 betrug sie TEUR 298.797).

18 Vorschlag zur Gewinnverteilung

Entwicklung der unversteuerten Rücklagen Entwicklung der unversteuerten Rücklagen

EUR 1.000
Stand
1.1.2012
Zuführung/
Verbrauch
Übertragung Stand
31.12.2012
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen
Sachanlagen
Grundstücke 432 432
432 432
in angegebener Währung 1.000
Inland Anteil am
Kapital in %
Eigenkapital/negatives
Eigenkapital zum
31.12.2012
Jahresüber
schuss/
Jahresfehl
betrag 2012
LMG Lagermanagement GmbH, Wr. Neustadt 100,00 EUR 30 –5
OMV Exploration & Production GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 1.603.831 666.403
OMV Gas & Power GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 181.809 37.159
OMV Insurance Broker GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 45 162
OMV Refining & Marketing GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 842.733 48.009
OMV Solutions GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 583.423 52.558
students4excellence GmbH, Wien 2) 20,00 EUR 44 4
Ausland
Amical Insurance Limited, Douglas 100,00 EUR 39.736 6.408
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Sydney 1) 100,00 AUD –125.984 9.879
OMV FINANCE LIMITED, Douglas 100,00 EUR 24 –37
OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi, Istanbul 3) 100,00 TRY 5.646.892 212.886
OMV Petrol Ofisi A. Ş., Istanbul 4) 41,58 TRY 1.557.093 99.915
OMV PETROM SA, Bukarest 51,01 RON 21.320.350 4.151.657

1) Gruppenmitglied gem. § 9 KStG.

2) Werte aus 2011.

3) Einzelne Aktien werden von anderen Konzerngesellschaften gehalten (in Summe unter 0,01%).

4) 55,40% werden indirekt von OMV Petrol Ofisi Holding Anonim Şirketi gehalten, insgesamt hält OMV 96,98%.

Anlagenspiegel Anlagenspiegel gemäß § 226 Absatz 1 UGB

Stand
1.1.2012
Zugänge
Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 3
3
Sachanlagen
Grundstücke 790
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.014 136
1.804 136
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.839.338 147.620
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 997.223 38.436
Beteiligungen 26.632
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 8.198
Sonstige Ausleihungen 50.885
9.922.276 186.056
9.924.083 186.192

EUR 1.000

Umbuchungen Abgänge Stand
31. 12. 2012
Abschrei
bungen
(kumuliert)
Bilanzwert
31. 12. 2012
Bilanzwert
31. 12. 2011
Abschrei
bungen
Außer
planmäßige
Abschreibung
2012
3 3 1 1
3 3 1 1
790 790 790
207 943 528 415 529 152
207 1.733 528 1.205 1.319 152
35 8.986.923 1.042.324 7.944.599 7.797.015
1.035.659 739 1.034.920 996.879 395
26.632 26.632 26.632
8.198 3.692 4.506 4.506
12.985 37.900 28 37.872 50.856
13.020 10.095.312 1.046.783 9.048.529 8.875.888 395
13.227 10.097.048 1.047.314 9.049.734 8.877.208 548

Aufsichtsrat Aufsichtsrat

Markus Beyrer Vorsitzender (bis 31. Oktober 2012)

Rudolf Kemler Vorsitzender (seit 1. November 2012)

Wolfgang C. Berndt Stv. Vorsitzender

Khadem Al Qubaisi (bis 10. Mai 2012) Stv. Vorsitzender

Murtadha Al Hashmi Stv. Vorsitzender (seit 10. Mai 2012)

Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti

Elif Bilgi-Zapparoli

Helmut Draxler

Wolfram Littich

Herbert Stepic

Herbert Werner

Norbert Zimmermann

Vom Betriebsrat delegiert: Leopold Abraham (bis 31. Dez. 2012) Christine Asperger (seit 1. Jän. 2013) Wolfgang Baumann Franz Kaba Ferdinand Nemesch Martin Rossmann

Neben international erfahrenen Vorständen und Direktoren der Kernaktionäre setzt sich der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat aus hochqualifizierten unabhängigen Mitgliedern zusammen, wobei sich OMV bezüglich der Unabhängigkeit an den Empfehlungen der EU orientiert.

Präsidial- und Nominierungsausschuss:

Beyrer (Vorsitzender bis 31. Oktober 2012), Kemler (Vorsitzender ab 1. November 2012), Berndt (Stellvertreter), Al Qubaisi (Stellvertreter bis 10. Mai 2012), Al Hashmi (Stellvertreter seit 10. Mai 2012), Al Kuwaiti, Baumann, Rossmann

Prüfungsausschuss:

Beyrer (Vorsitzender bis 31. Oktober 2012), Kemler (Vorsitzender ab 1. November 2012), Berndt (Stellvertreter), Al Qubaisi (Stellvertreter bis 10. Mai 2012), Al Hashmi (Stellvertreter seit 10. Mai 2012), Draxler, Littich, Werner, Baumann, Nemesch, Rossmann

Projektausschuss:

Beyrer (Vorsitzender bis 31. Oktober 2012), Kemler (Vorsitzender ab 1. November 2012), Berndt (Stellvertreter), Al Qubaisi (Stellvertreter bis 10. Mai 2012), Al Hashmi (Stellvertreter seit 10. Mai 2012), Al Kuwaiti, Littich, Zimmermann, Kaba, Nemesch, Rossmann

Vergütungsausschuss:

Beyrer (Vorsitzender bis 31. Oktober 2012), Kemler (Vorsitzender ab 1. November 2012), Berndt (Stellvertreter), Al Qubaisi (Stellvertreter bis 10. Mai 2012), Al Hashmi (Stellvertreter seit 10. Mai 2012), Zimmermann

Vorstand Vorstand

Wien, am 20. März 2013

Der Vorstand

Gerhard Roiss Vorsitzender

Hans-Peter Floren Jacobus Huijskes Manfred Leitner

David C. Davies Vorsitzender-Stellvertreter

Abkürzungen und Definitionen Abkürzungen und Definitionen

Ausschüttungsgrad %-Verhältnis der Dividende je Aktie zum Ergebnis je Aktie

bbl, bbl/d Barrel (Fass zu 159 Liter), bbl pro Tag

bcf, cf Milliarde Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F)

boe, boe/d Barrel Öläquivalent, boe pro Tag

E&P Exploration und Produktion

EBIT Earnings Before Interest and Taxes; Betriebserfolg

EGT Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen

Eigenkapitalquote %-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital

EU, EUR, TEUR Europäische Union, Euro, Tausend Euro

G&P Gas und Power

H1, H2 erstes, zweites Halbjahr

HSSE Health, Safety, Security and Environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

HV Hauptversammlung

IASs, IFRSs International Accounting Standards, International Financial Reporting Standards

Jahresüberschuss Nettogewinn nach Zinsen, außerordentlichem Ergebnis und Steuern

Kb&S Konzernbereich und Sonstiges

Kboe, kboe/d Tausend Barrel Öl Äquivalent, Tausend Barrel Öl Äquivalent pro Tag

KPI Key Performance Indicator; Leistungskennzahl

LNG Liquefied Natural Gas; Flüssigerdgas

LTIR Lost-Time Injury Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall

m3 Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F)

Mio Million

Mrd Milliarde

MW Megawatt

n.a., n.m. not available, not meaningful; Wert nicht verfügbar, Wert nicht aussagefähig

Nettoverschuldung Finanzverbindlichkeiten inklusive Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing abzüglich liquider Mittel

NGL Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt

NOPAT Net Operating Profit After Tax; EGT nach Steuern zuzüglich Zinsergebnis auf Finanzverbindlichkeiten, +/– Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, +/– Steuereffekte aus Anpassungen

OPEX Produktionskosten; Material- und Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben

öCGK Österreichischer Corporate Governance Kodex

Polymere, Polyolefine Monomere in Kettenform, Begriff für Polyethylen und Polypropylen

PRT, PRRT Petroleum Revenue Tax, Petroleum Resource Rent Tax; diese Steuer gibt es in Großbritannien sowie Australien

Q1, Q2, Q3, Q4 erstes, zweites, drittes, viertes Quartal

R&M Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

ROACE Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital (Eigenkapital inklusive Fremdanteile zuzüglich Nettoverschuldung)

ROE Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss zu durchschnittlichem Eigenkapital

ROFA Return On Fixed Assets; %-Verhältnis EBIT zu durchschnittlichem immateriellen und Sachanlagevermögen

RON Neuer Rumänischer Leu

RRR Reserve Replacement Rate; Reserven-Ersatzrate; Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion dividiert durch Gesamtproduktion

t, toe Tonne, Tonne Öläquivalent

TRIR Total Recordable Injury Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen

TRY Türkische Lira

UGB Österreichisches Unternehmensgesetzbuch

Umsatzerlöse Umsatzerlöse exkl. Mineralölsteuer

USD, TUSD US Dollar, Tausend US Dollar

Verschuldungsgrad Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

Weitere Abkürzungen und Definitionen finden Sie unter www.omv.com > Presse > Glossar.

Für Geschäfts- und Quartalsberichte kontaktieren Investor Relations Kontakt: Sie uns bitte oder nutzen Sie das OMV Bestellservice OMV Aktiengesellschaft unter www.omv.com Investor Relations

Trabrennstraße 6-8, 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40440-21600 Fax: +43 1 40440-621600 E-Mail: [email protected] Internet: www.omv.com Twitter: www.twitter.com/omv

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Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 20. März 2013

Gerhard Roiss Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender

David C. Davies

Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter, Finanzen

Hans-Peter Floren

Mitglied des Vorstands, Gas und Power

Jacobus Huijskes

Mitglied des Vorstands, Exploration und Produktion

Manfred Leitner

Mitglied des Vorstands, Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie

OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8 1020 Wien Österreich Tel +43 (1) 40440-0 www.omv.com