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OMV AG Annual Report 2009

Apr 22, 2010

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2009

Jahresfinanzbericht 2009 – Inhaltsverzeichnis

Teil 1: Konzerngeschäftsbericht – beinhaltet:
Vorwort des Vorstandsvorsitzenden 09
Bericht des Aufsichtsrats 23
Corporate Governance Bericht 24
Konzernlagebericht 54
Konzernabschluss 70
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 72
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 73
Konzernbilanz 74
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 76
Konzern-Cashflow-Rechnung 78
Konzernanhang 79
Grundlagen und Methoden 79
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 91
Erläuterungen zur Bilanz 95
Ergänzende Angaben zur Finanzlage 116
Segmentberichterstattung 130
Sonstige Angaben 133
Teil 2: Einzelabschluss der OMV Aktiengesellschaft – beinhaltet:
Corporate Governance Bericht 04
Lagebericht OMV Aktiengesellschaft 12
Jahresabschluss OMV Aktiengesellschaft 16
Bilanz 16
Gewinn- und Verlustrechnung 18
Anhang 19
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 20
Erläuterungen zur Bilanz 27
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 34
Ergänzende Angaben 37

Teil 3: Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG

Geschäftsbericht 2009

Auf einen Blick

EUR Mio 2009 2008 Δ
Umsatz 17.917 25.543 –30%
Betriebserfolg (EBIT) 1.410 2.340 –40%
Jahresüberschuss nach Minderheiten 572 1.374 –58%
CCS Betriebserfolg vor Sondereffekten 1) 1.418 3.405 –58%
CCS Jahresüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten 1) 596 1.942 –69%
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.847 3.214 –43%
Investitionen 2.355 3.547 –34%
EUR
Ergebnis je Aktie 1,91 4,60 –58%
CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten 1) 1,99 6,50 –69%
Cashflow je Aktie 6,18 10,76 –43%
Dividende je Aktie 1,00 1,00 0%
%
Return On Average Capital Employed (ROACE) 6 12 –51%
Return On Equity (ROE) 7 16 –52%

1) Das CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-verluste aus den Fuels-Raffinerien. Das CCS Ergebnis wird erst seit 2009 berichtet. Um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen, sind entsprechende Zahlen für 2008 angeführt.

Jahresüberschuss nach Minderheiten in EUR Mio

Investitionen in EUR Mio

ROACE in %

Ausschüttungsgrad in %

Exploration und Produktion

Tagesproduktion in 1.000 boe

Sichere Reserven in Mio boe

Raffinerien und Marketing

Marketing-Marktanteil in %

Raffinerie-Verkaufsmenge in Mio t

Gas und Power

Erdgasverkauf in Mrd m3

Kontrahiertes Speichervolumen für OMV Kunden in Mrd m3

Inhalt

Auf einen Blick

  • Mehr bewegen
  • Vorstand
  • Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
  • Highlights 2009

Unternehmen

  • Ziele und Strategie
  • Nachhaltigkeit
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • Corporate Governance Bericht
  • Value Management
  • OMV Aktie und Anleihen
  • Wirtschaftliches Umfeld

Geschäftsbereiche

  • Exploration und Produktion
  • Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie
  • Gas und Power
  • Konzernlagebericht

Konzernabschluss

  • Bestätigungsvermerk
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • Konzern-Cashflow-Rechnung

Konzernanhang

  • Grundlagen und Methoden
  • Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
  • Erläuterungen zur Bilanz
  • Ergänzende Angaben zur Finanzlage
  • Segmentberichterstattung
  • Sonstige Angaben
  • Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)
  • Abkürzungen und Definitionen
  • Fünf-Jahres-Übersicht

Kontakte Der OMV Konzern in Zahlen 2009 war sicher kein einfaches Jahr, auch nicht für den OMV Konzern. In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gilt es in besonderem Maße, die passenden Antworten auf viele wesentliche Fragen zu finden. Themen wie Wachstum, Nachhaltigkeit, Transparenz, Umwelt, Wirtschaft, Kapitalmarkt oder Integration sind nur einige, zu denen wir uns tagtäglich Gedanken machen und zu denen wir unsere Ansätze in diesem Geschäftsbericht präsentieren möchten.

Der OMV Konzern ist sehr gut gewappnet, um den Herausforderungen turbulenter Märkte zu begegnen. Die solide Finanzstruktur, die starke Integration unserer Geschäftsbereiche und ein gesteigerter Fokus auf Kosteneffizienz haben uns geholfen, das Jahr 2009 gut zu meistern und lassen uns zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Wirtschaft

Es ist wichtig für OMV, wirtschaftlich erfolgreich zu sein, nicht nur um unserer Aktionäre willen. Hohe Gewinne sind für viele andere ebenso von Vorteil. Unsere positive wirtschaftliche Performance hilft uns dabei, unsere umfangreichen Investitionen in jedem Geschäftsbereich weltweit zu finanzieren.

Ebenso wichtig ist die Tatsache, dass wir ein bedeutender regionaler Arbeitgeber und Steuerzahler sind, mit einer hohen Zahl von Lieferanten. Viele unserer unternehmerischen Stakeholder sind von Zahlungsflüssen von OMV abhängig. Selbst in schwierigen Zeiten legen wir Wert darauf, mit ihnen langfristige Beziehungen zu unterhalten, die auf Fairness beruhen.

Über Löhne und Gehälter, Steuern und Abgaben sowie große Einkaufsmengen kurbelt jeder OMV Standort die Entwicklung der regionalen Wirtschaft an und steigert die Wertschöpfung.

"Bin ich dir zu stürmisch?"

"Nein, ich bin sehr standhaft."

Umwelt

Wir explorieren und entwickeln Öl- und Gasvorkommen und versorgen mehr als 100 Millionen Menschen mit Energie. Zu unseren obersten Prioritäten gehören die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen an unseren Produktionsstätten sowie hohe Qualitätsstandards für unsere Produkte. Wir fördern alternative Energiequellen und haben uns feste Ziele für die Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels gesetzt.

Wir versuchen, die Auswirkungen unserer Aktivitäten auf die natürlichen Ressourcen und Ökosysteme der Erde zu minimieren. Zu unseren Umweltpraktiken gehören effiziente Wassernutzung, angemessene Abfallbehandlung und -entsorgung, Emissionsreduktionen und Maßnahmen zur Vorbeugung und Vermeidung von Umweltschäden. In Gebieten mit hoher Biodiversität gehen wir mit höchster Sorgfalt vor.

"Es gibt ein brennendes Thema."

"Ich weiß. Klimawandel."

Kapitalmarkt

OMV ist ein aktiver Teilnehmer an den internationalen Kapitalmärkten. Ob über die an der Wiener Börse notierende Aktie des Unternehmens oder über Anleihen, die unter dem kürzlich eingeführten European Medium Term Note Programm emittiert werden: OMV geht aktiv auf Investoren zu und sucht deren Mitwirkung und finanzielle Unterstützung.

OMV wurde von zwei der führenden internationalen Rating-Agenturen, Moody's Investors Service und Fitch Rating, bewertet und mit einem "A3" bzw. "A-" Kredit-Rating eingestuft, beide mit einem "stabilen" Ausblick, was die starke Bonität des Konzerns unterstreicht.

Wir sind uns des Vertrauens bewusst, das Marktteilnehmer in uns setzen, wenn sie in OMV investieren, und wir sind entschlossen, dieses Vertrauen durch unsere geschäftliche Performance zu belohnen.

"Nenne mir eine deiner besten Eigenschaften."

"Ich bin immer liquide."

Vorstand

Von links nach rechts: Helmut Langanger, Gerhard Roiss, Wolfgang Ruttenstorfer, David C. Davies, Werner Auli

Wolfgang Ruttenstorfer (*1950)

Seit 1. Jänner 2002 Vorsitzender des Vorstands; Generaldirektion. Er promovierte an der Wirtschaftsuniversität Wien und begann 1976 seine Laufbahn bei OMV. 1992 wurde er Vorstandsmitglied und übte diese Funktion bis 1997 aus. Zwischen 1997 und 1999 war er österreichischer Staatssekretär für Finanzen. Anfang 2000 kehrte er als stellvertretender Generaldirektor in den OMV Konzern zurück und leitete neben Finanzen den Bereich Erdgas.

Gerhard Roiss (*1952)

Seit 1. Jänner 2002 Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter; Führung des Bereichs Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie sowie Chemie. Seine Wirtschaftsausbildung in Wien, Linz und Stanford (USA) bildete die Basis für Führungsaufgaben in der Konsumgüterindustrie. 1990 wurde er in die Geschäftsführung der PCD Polymere GmbH berufen. 1997 wechselte er in den Vorstand des OMV Konzerns und war bis Ende 2001 für Exploration und Produktion sowie Kunststoffe verantwortlich.

Werner Auli (*1960)

Seit 1. Jänner 2007 Vorstand für Gas und Power. Nach der Promotion an der Technischen Universität in Wien startete er 1987 seine Karriere bei OMV. Von 2002 bis 2004 fungierte er als Geschäftsführer der EconGas GmbH, ab 2004 war er Geschäftsführer der OMV Gas GmbH, und seit 2006 ist er Leiter der OMV Gas & Power GmbH.

David C. Davies (*1955)

Seit 1. April 2002 Finanzvorstand. Er absolvierte 1978 das Studium der Volkswirtschaft an der Universität von Liverpool (Großbritannien) und begann seine Berufslaufbahn in der Wirtschaftsprüfung. Weiters war er in internationalen Konzernen in der Getränke-, Lebensmittel- und Gesundheitsindustrie tätig. Vor dem Eintritt in den OMV Konzern war er Finanzvorstand in verschiedenen Unternehmen in Großbritannien.

Helmut Langanger (*1950)

Seit 1. Jänner 2002 Vorstand für Exploration und Produktion. Seine Ausbildung an der Montanuniversität in Leoben ergänzte er mit dem Studium der Volkswirtschaftslehre in Wien. 1974 begann er seine Karriere im OMV Konzern. 1992 wurde er Geschäftsbereichsleiter für Exploration und Produktion. In dieser Funktion war er maßgeblich am Aufbau des internationalen E&P-Portfolios beteiligt.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Mit Respekt schauen wir auf das Jahr 2009 zurück, das durch Turbulenzen in der Weltwirtschaft gekennzeichnet war, die auch vor unserer Branche nicht halt gemacht haben. In diesem herausfordernden Umfeld haben sich unsere vorausschauende Planung, die solide Finanzstruktur sowie unsere Integrationsstrategie als Garanten des nachhaltigen Erfolgs bewahrheitet. Dies ermöglichte OMV:

  • Die Produktion über den Verlauf des Jahrs kontinuierlich zu erhöhen,
  • Die Kostenposition durch gezielte Effizienzund Kostenkontrollprogramme weiter zu verbessern,
  • Die Schlüsselprojekte im Geschäftsbereich Gas und Power, wie die Nabucco Gas Pipeline und die Gaskraftwerke in Rumänien und der Türkei, weiter voranzutreiben, sowie
  • Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, in der kommenden Hauptversammlung eine Dividende in unveränderter Höhe vorzuschlagen.

Lassen Sie mich nun im Detail auf das Jahresergebnis und die Höhepunkte in 2009 eingehen, bevor ich mich der Strategie und dem Ausblick zuwende.

Jahresergebnis 2009

Das Jahr 2009 wurde in vielerlei Hinsicht durch die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise bestimmt. So lag der durchschnittliche Brent-Preis in USD um 37% unter dem Vorjahresniveau und blieb weiter sehr volatil – der Ölpreis schraubte sich von USD 40/bbl zu Jahresbeginn auf fast USD 80/bbl bis Mitte November in die Höhe. Insgesamt litt das Konzernergebnis unter dem im Durchschnitt deutlich niedrigeren Ölpreis, den verschlechterten Raffineriemargen sowie niedrigeren Verkaufsmengen in fast allen für OMV relevanten Märkten in Folge der Wirtschaftskrise. In diesem schwierigen wirtschaftlichen Marktumfeld erzielte OMV einen Betriebserfolg (EBIT) von EUR 1,4 Mrd, was ein Minus von 40% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Beitrag von Petrom zum EBIT stieg auf EUR 382 Mio, vor allem auf Grund wesentlich geringerer Netto-Sonderaufwendungen. Das Finanzergebnis (EUR -228 Mio) ging auf Grund von niedrigeren Dividendenerträgen nach dem Verkauf der MOL-Anteile, geringeren Beiträgen von Beteiligungsunternehmen und höheren Netto-Zinsaufwendungen zurück. Der um Lagereffekte bereinigte Jahresüberschuss vor Sondereffekten nach Minderheiten lag bei EUR 596 Mio. Trotz des hohen Investitionsvolumens der letzten Jahre (in 2009 beliefen sich die Investitionen auf EUR 2,4 Mrd) lag der Verschuldungsgrad von OMV per 31. Dezember 2009 bei lediglich 33%. In Anerkennung des von den Aktionären entgegengebrachten Vertrauens gegenüber OMV, auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten, werden wir konsequenterweise in der Hauptversammlung im Mai 2010 eine unveränderte Dividende von EUR 1 pro Aktie vorschlagen. Dies entspricht einem Ausschüttungsgrad von 52% (22% in 2008).

Die integrierte Strategie sowie die solide Finanzstruktur von OMV erwiesen sich auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten als starker Rückhalt des Konzerns. Während die Erträge unter Druck kamen, gelang es, unsere Bilanz zu stärken, vor allem dank des Verkaufs des 21,2%-Anteils an MOL und durch die Begebung von zwei Anleihen sowie eines Schuldscheindarlehens in der Gesamthöhe von EUR 1,8 Mrd. Positiv hervorzuheben ist auch die verbesserte Kostenposition der Gruppe. Wir sind auf dem besten Weg unser Ziel, die Reduktion der Kosten um EUR 300 Mio bis Ende 2010, zu erreichen.

Im Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) konnte dank der erfolgreichen Inbetriebnahme neuer Felder wie Maari (Neuseeland) und Komsomolskoe (Kasachstan) im Laufe des Jahrs 2009 die Produktion kontinuierlich gesteigert werden. Zur Sicherung von Reserven und künftiger Produktion hat OMV außerdem zusätzliche Explorationslizenzen in der Region Kurdistan im Irak, in Norwegen und Pakistan erworben. Ein wichtiger Meilenstein in diesem Zusammenhang war die Akquisition eines 10%-Anteils an der Pearl Petroleum Company Limited in der Region Kurdistan im Irak, wodurch OMV an der Evaluierung, Entwicklung und Produktion bedeutender Gasvorkommen beteiligt ist.

Das Umfeld im Bereich Raffinerien und Marketing (R&M) war im Jahr 2009, insbesondere bei Vorschlag einer unveränderten Dividende in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

Solide Finanzstruktur als starker Rückhalt Mitteldestillaten, besonders herausfordernd, und es gibt bis dato keine deutlichen Anzeichen einer Konjunkturerholung. Diese Umstände bewogen OMV dazu, den ursprünglichen Investitionsplan für die rumänischen Raffinerien zu überarbeiten und neue Rahmenbedingungen für die zukünftige Raffinerie-Strategie von Petrom festzulegen. Außerdem hat OMV ihr Tankstellennetz weiter optimiert und sich von wenig profitablen Standorten getrennt. Nach Verhandlungen mit der türkischen Dogan Holding bezüglich eines möglichen Erwerbs der Dogan Holding gehörenden Anteile an Petrol Ofisi hat OMV beschlossen, die bisherige stabile Partnerschaft fortzuführen, da die Türkei als großer Wachstumsmarkt gesehen wird.

Im Bereich Gas und Power (G&P) entwickelten sich die einzelnen Kernprojekte wie die Nabucco Gas Pipeline sowie die Gaskraftwerke in Rumänien und der Türkei kontinuierlich weiter. So konnte die Nabucco Gas Pipeline International GmbH im Juli 2009 die Unterzeichnung des politischen Abkommens zwischen den Nabucco-Transitländern bekannt geben. Im Dezember 2009 starteten außerdem Central European Gas Hub und Wiener Börse den Spothandel an der gemeinsamen Gasbörse.

3plus Strategie um zukünftigen Herausforderungen zu begegnen

Strategie

OMV ist heute der führende Energiekonzern in Mittel- und Südosteuropa, was das Ergebnis eines klaren regionalen Entwicklungsprozesses ist. Bereits Anfang der 1990er Jahre hat OMV ihr Geschäft in den mittel- und osteuropäischen Raum ausgedehnt. 2004 erweiterten wir mit dem Einstieg bei Petrom unsere Aktivitäten in Südosteuropa. 2006 erfolgte mit unserem Engagement bei Petrol Ofisi der Eintritt in den türkischen Markt. Unsere Kernmärkte sind umgeben von den internationalen E&P-Regionen, die häufig Lieferanten für unsere anderen Geschäftsbereiche sind. Parallel zur regionalen Expansion entwickelte sich OMV von einem reinen Öl- und Gasunternehmen zu einem voll integrierten Energiekonzern, der die Gas-Wertschöpfungskette bis hin zur Stromerzeugung ausdehnt. Unser strategischer Rahmen zum nachhaltigen Wachstum ist die 3plus Strategie: Wir nutzen das Integrations- und Erweiterungspotenzial unserer drei Geschäftsbereiche – E&P, R&M und

G&P – sowie das Wachstumspotenzial unserer drei Märkte – Mitteleuropa, Südosteuropa und Türkei – auf der Basis unserer drei Werte – Professionals, Pioneers, Partners. Die Integration unserer Aktivitäten ist gemeinsam mit unserem Know-how der stärkste Wettbewerbsvorteil unseres Konzerns.

OMV hat die Vision, die Energieindustrie im europäischen Wachstumsgürtel auch weiterhin aktiv mit zu gestalten, indem sie

  • die führende Downstream-Position, insbesondere in G&P, innerhalb ihrer Wachstumsmärkte stärkt und eine Verbindung zu den Lieferregionen sichert,
  • das Unternehmensportfolio durch Stärkung von E&P und G&P unter anderem durch selektive Investitionen in Stromerzeugung und erneuerbare Energien anpasst,
  • durch eine integrierte Position Kosten- und Ertragssynergien realisiert und zu einer klar definierten Kosten- und Kapitaldisziplin steht,
  • als professioneller Pionier und Partner nachhaltige Werte sichert und verantwortungsvoll handelt.

Nachhaltigkeit

Verantwortungsvolles Handeln ist bei OMV nicht nur in der Vision und der Strategie verankert. OMV will durch die Stärkung der Nachhaltigkeit neue Möglichkeiten der Unternehmensentwicklung eröffnen und die künftigen Herausforderungen besser meistern. Diese sehen wir vor allem in der begrenzten Verfügbarkeit von ausreichend qualifiziertem Personal und dem Erfordernis, CO2 -Emissionen drastisch zu reduzieren. Daher, und um die Integration von Nachhaltigkeit in die Geschäftsprozesse mittelfristig weiter zu stärken, haben wir 2009 drei Schwerpunktbereiche der Nachhaltigkeitsarbeit definiert, die wir konsequent verfolgen werden: Vielfalt und Bildung; Gesundheit und Sicherheit; Reduktion von CO2 -Emissionen.

Mit unseren Produkten – Treibstoffe, Heizöl, Erdgas, usw. – tragen wir zur Sicherstellung der Energieversorgung und zur wirtschaftlichen Entwicklung in unseren Märkten bei. Wir sind uns aber auch bewusst, dass durch die Nutzung dieser Produkte CO2 -Emissionen verursacht werden, die zum Klimawandel beitragen. Erdgas ist

der bei weitem sauberste fossile Energieträger. Mit hocheffizienten modernen Gaskraftwerken werden wir Strom produzieren und dadurch zu alten Kohlekraftwerken, die wesentlich höhere CO2 -Emissionen verursachen, eine Alternative bieten. Auch der nächste Schritt in Richtung Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen ist in Vorbereitung, indem wir Wind- und Solarenergieprojekte evaluieren. Das bedeutet im Hinblick auf die Nachhaltigkeit, dass wir den wirtschaftlichen Erfolg von OMV langfristig sichern und uns verstärkt von einem reinen Öl- und Gasunternehmen zu einem integrierten Energieunternehmen weiterentwickeln.

Ausblick 2010

Auch in 2010 orientieren wir uns an ambitionierten Zielen für unser Unternehmen und stehen dabei vor großen Aufgaben, da weiterhin eine deutliche Volatilität der wichtigsten Marktparameter zu erwarten ist. Außerdem werden die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, die zu einem Rückgang des Energieverbrauchs und zu einem Sinken des Ölpreises geführt haben, für uns auch 2010 noch deutlich spürbar sein. Auf lange Sicht wird der Energieverbrauch aber wieder ansteigen, und zwar deutlich. Allerdings sind von diesem Anstieg nicht alle Energieformen gleichermaßen betroffen. Für die OMV Märkte bedeutet das in Zukunft eine fundamentale Änderung der Energienachfrage:

  • Der Ölverbrauch wird in Mitteleuropa zurückgehen. In Südosteuropa und in der Türkei wird der Bedarf jedoch steigen.
  • Die Nachfrage nach Gas und Strom wird in allen OMV Märkten ansteigen.
  • Die Türkei wird die höchsten Steigerungsraten bei allen Energieformen (Öl ebenso wie Gas und Strom) haben.

In unseren langfristigen Annahmen müssen wir weiters davon ausgehen, dass im Rahmen weltweiter oder zumindest europäischer Klimaziele die Reduktion von CO2 -Emissionen vehementer eingefordert werden wird.

Auf all das muss die OMV Strategie klare Antworten geben und konkrete Maßnahmen daraus ableiten, um das Unternehmen vorausschauend auszurichten. Im Rahmen unserer 3plus Strategie haben wir uns folglich für 2010 konkrete konzernweite Ziele gesteckt. Die bereits gestarteten Programme zur Kostenreduktion werden wir mit großem Engagement weiter fortsetzen, um eine konzernweite Kostenreduktion von EUR 300 Mio gegenüber 2007 zu erreichen. Ein weiteres Ziel ist es, in der Türkei ein integriertes Business Modell zu etablieren, welches alle Geschäftsbereiche von OMV umfasst. Damit stärken wir nicht nur unsere Position in einem Energiemarkt mit großem Wachstumspotenzial, sondern verbessern auch die Anbindung unserer Versorgungsregionen in der Kaspischen Region und im Mittleren Osten. Zudem ist die Türkei eines der Schlüsselländer im Nabucco-Projekt. 2010 wird ein entscheidendes Jahr für die Nabucco Gas Pipeline sein, es gilt, die Investitionsentscheidung für dieses Großprojekt zu forcieren. Eine weitere wichtige Portfolio-Entscheidung ist, den Großteil unserer Investitionen in den kommenden Jahren in den Upstream-Bereich fließen zu lassen, um einen kontinuierlich hohen Wertbeitrag aus diesem wichtigen Geschäftsbereich zum Gesamtergebnis des Konzerns auch für die Zukunft zu sichern. Einen Beitrag zu den definierten Zielen wird auch die Neuorganisation der Konzernführungsfunktionen leisten.

OMV als integrierter Energiekonzern besitzt durch den niedrigen Verschuldungsgrad genügend Finanzkraft, um auch wirtschaftlich schwierige Perioden zu überbrücken. Um die negativen Auswirkungen des volatilen Ölpreises zu vermindern, nutzt OMV derivative Instrumente zur Ergebnisabsicherung im Geschäftsbereich E&P. So sollen die Investitionen auch in einem herausfordernden Umfeld gesichert werden.

Ich möchte mich bei Ihnen, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre, für das OMV erwiesene Vertrauen herzlich bedanken und bin überzeugt, mit unserer 3plus Strategie und den für 2010 geplanten Umsetzungsschritten die Herausforderungen der nächsten Jahre gut zu meistern.

Wolfgang Ruttenstorfer

Weiterhin starker Fokus auf Kostenreduktion

Highlights 2009

Jänner

  • Februar
  • OMV gibt den geplanten Verkauf von 70 OMV und Avanti Tankstellen in Österreich bekannt. Dies steht im Einklang mit der Strategie auf Premium-Standorte sowie auf Qualitätsführerschaft mit der Marke VIVA zu setzen.
  • OMV erhält den Zuschlag als Betriebsführer für eine weitere Offshore-Explorationslizenz in der Barentssee, Norwegen.
  • Start der Förderung aus dem Maari Feld in Neuseeland, mit OMV als Betriebsführer.

März

  • Beginn einer erweiterten Testförderung aus der Explorationsbohrung Latif-1 im südlichen Pakistan.
  • Der OMV Aufsichtsrat bestätigt das bestehende Vorstandsteam.
  • OMV verkauft ihren 21,2%-Anteil an MOL für EUR 1,4 Mrd an Surgutneftegas.
  • OMV begibt ihren ersten internationalen Eurobond mit einem Volumen von EUR 750 Mio und einer Laufzeit von fünf Jahren und erhöht kurze Zeit später auf Grund der hohen Nachfrage diese Anleihe auf EUR 1 Mrd.

April

  • Erster erfolgreicher Offshore-Fund in Libyen mit einer Testförderung von bis zu 1.300 bbl/d.
  • OMV gibt den Beginn einer erweiterten Testförderung aus der Explorationsbohrung Tajjal-1 in Pakistan, mit einer Gas-Förderrate von rund 4.000 boe/d, bekannt.

Mai

  • Die OMV Hauptversammlung genehmigt eine Dividende von EUR 1,00 je Aktie und wählt die Mitglieder des Aufsichtsrats.
  • Erwerb von 10% an Pearl Petroleum Company Limited, ein Unternehmen, das zum Zweck der Evaluierung, Entwicklung und Produktion der sehr großen Gasfelder Khor Mor und Chemchemal in der Region Kurdistan im Irak, gegründet wurde, zu einem Kaufpreis von USD 350 Mio. Beide Felder verfügen über mehrere Billionen Kubikfuß Erdgas-Gesamtreserven.
  • OMV erhält den Zuschlag für zwei weitere Offshore-Explorationslizenzen in der Barentssee, Norwegen.

Juni

Produktionsstart des Ölfelds Komsomolskoe in Kasachstan mit einer anfänglichen Produktionsrate von rund 1.000 bbl/d.

Juli August September
Nabucco: Unterzeichnung
des politischen Abkommens
zwischen den Nabucco
Transitländern.
Bekanntgabe der Verhand
lungen von OMV und dem
türkischen Unternehmen Dogan
Holding betreffend der Absicht
von OMV, den 54,17%-Anteil der
Dogan Holding an Petrol Ofisi zu
erwerben.
OMV informiert über den Verkauf
von 30 österreichischen Stand
orten an neue Eigentümer und
Betreiber im Rahmen der Opti
mierung ihres Tankstellen
netzes.
Petrom meldet die ersten Öl
förderungen von ihren neuen
Bohrinseln Delta 6 und Lebada
Vest 4, beide im Schwarzen
Meer.

Oktober

OMV und Dogan Holding geben die Beendigung der Verhandlungen bezüglich eines möglichen Erwerbs der Dogan Holding gehörenden Anteile an Petrol Ofisi bekannt und führen ihre bestehende stabile Partnerschaft in Petrol Ofisi fort.

November

OMV verkauft ihre italienische Tochter OMV Italia S.r.L. mit einem Tankstellennetz von 99 Stationen in der Region Triveneto, Norditalien.

Dezember

  • Der Central European Gas Hub und die Wiener Börse starten gemeinsame Gasbörse.
  • OMV gibt die neue Raffinerie-Strategie für Petrom und den Ausstieg aus dem Petrochemie-Geschäft in Rumänien bekannt.

Nachhaltiges Wachstum

Der Wunsch, über das Erreichte hinaus zu wachsen, treibt unser Handeln an. Wachstum hat jedoch viele Gesichter, und bei einer Tätigkeit in schwierigen Märkten offenbart sich, wie eine solide zugrundeliegende Strategie dazu beiträgt, das Unternehmen durch kurzfristige Turbulenzen zu steuern und ihm zu neuen Höhenflügen in der Zukunft zu verhelfen.

Dynamisches Wachstum bringt eine noch größere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt mit sich. Nachhaltigkeit bedeutet, diese Verantwortung dauerhaft wahrzunehmen. Die Integration von Nachhaltigkeit in unser Streben nach materiellem Wohlstand ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit und eine Voraussetzung dafür, Wachstum in einen Wert zu verwandeln, auf den wir stolz sein können.

"Worüber wollen wir sprechen?"

"Über nachhaltiges Wachstum."

Ziele und Strategie des OMV Konzerns

Unsere Position 2009

Kerngeschäfte E&P, R&M und G&P

OMV ist der führende Energiekonzern in Mittel- und Südosteuropa. Unsere Kerngeschäfte umfassen Exploration und Produktion (E&P), Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) sowie Gas und Power (G&P). Wir fördern täglich rund 317.000 boe und haben rund 1,2 Mrd boe sichere Reserven. Wir verfügen über eine Jahres-Raffineriekapazität von 25,8 Mio t und betreiben ein Netz von 2.433 Tankstellen in 13 Ländern Mittel- und Südosteuropas. OMV transportiert jährlich rund 75 Mrd m³ Erdgas nach Westeuropa und betreibt Erdgasspeicher mit einer Kapazität von rund 2,3 Mrd m³. Die Erdgasverkaufsmengen betragen jährlich 13 Mrd m³.

Neben unseren 100%-Töchtern OMV Exploration & Production, OMV Refining & Marketing, OMV Gas & Power, OMV Solutions und OMV Future Energy Fund sind wir zu 51% am rumänischen Erdöl- und Erdgasunternehmen Petrom, zu 59% (direkt und indirekt) an der Gashandelsgesellschaft EconGas, zu 45% am Raffinerieverbund Bayernoil und zu 42% an Petrol Ofisi, der führenden Marketinggesellschaft in der Türkei, beteiligt.

Die Chemie-Aktivitäten des Konzerns sind in Borealis gebündelt, an der OMV zu 36% beteiligt ist. Einer unser beiden Kernaktionäre, International Petroleum Investment Company (IPIC) aus Abu Dhabi, hält die restlichen 64%. Borealis hat eine führende Position im Sektor Polyolefine bzw. Melamine.

Als finanzstarkes, integriertes Energieunternehmen und Marktführer in Mittel- und Südosteuropa sind wir gut positioniert, um die Herausforderungen der Branche, nämlich starke Ölpreisschwankungen, einen großen, auch durch den Klimaschutz bedingten Investitionsbedarf, sowie die Notwendigkeit, die Energieversorgung zu diversifizieren und abzusichern, bestmöglich anzunehmen.

Integration der Geschäftsbereiche und Märkte

Unsere Strategie -

Die Strategie von OMV, welche die Stärken des Konzerns kombiniert, kann mit dem Begriff "3plus Strategie" umrissen werden: OMV fokussiert sich zum einen auf drei integrierte Geschäftsbereiche (E&P, R&M und G&P) plus deren Nutzung durch Entwicklung des Portfolios Richtung Nachhaltigkeit. Zum anderen ist OMV in drei Märkten (CEE, SEE und Türkei) plus in den Förderregionen tätig, welche die Versorgung dieser Märkte sicherstellen. Zusätzlich orientiert sich OMV an drei Werten (Pioneers, Professionals und Partners), welche OMV nicht nur von ihren Mitbewerbern unterscheiden, sondern auch die Integration der Märkte und Geschäfte fördern soll.

OMV ist der führende Energiekonzern in Mittel- und Südosteuropa

OMV hat die Vision, die Energieindustrie im europäischen Wachstumsgürtel auch weiterhin mit

Stärkung der Marktposition in bestehenden Märkten

zu gestalten, indem sie ihre Downstream-Position in R&M stärkt, insbesondere in G&P aber, innerhalb ihrer Wachstumsmärkte ausbaut und eine Verbindung zu den Lieferregionen sichert. Das Unternehmensportfolio wird angepasst, indem die Geschäfte von E&P sowie G&P ausgebaut werden und das Unternehmen selektiv in Stromerzeugung und erneuerbare Energien investiert. Durch unser integriertes Geschäftsmodell werden Kosten- und Ertragssynergien realisiert und eine klar definierte Kosten- und Kapitaldisziplin eingehalten.

Stärkung unserer Position innerhalb der Wachstumsmärkte und Sicherung der Verbindung zu den Lieferregionen

Unser Markt ist Mittel- und Südosteuropa sowie die Türkei. Ziel ist es, die führende Position in der Versorgung mit Erdöl und Erdgas in dieser Region weiter auszubauen. Petrom hat

Starke Integration schafft Wettbewerbsvorteil

Wesentliche Bezugsquellen für die OMV Märkte Bestehende OMV Märkte sich für uns zu einem regionalen Zentrum in Südosteuropa entwickelt. OMV möchte auch die Türkei weiter in ihre Kernmärkte einbeziehen und entwickeln. Gleichzeitig zielt OMV darauf ab, sich stärker im Mittleren Osten und der Kaspischen Region zu engagieren, um im Bereich Upstream zu wachsen und die Erdöl- und Erdgasversorgung für ihre Märkte in Mittelund Südosteuropa zu sichern.

Investitionsschwerpunkt auf E&P und G&P

Erweiterung des Unternehmensportfolios durch Stärkung der Geschäftsbereiche E&P sowie G&P und selektives Investment in Stromerzeugung und erneuerbare Energien

OMV verlagert den Schwerpunkt ihrer Investitionen in Richtung E&P und G&P. Dabei investieren wir auch selektiv in Stromerzeugung, um durch die Integration von Strom und Erdgas die Wertschöpfung zu maximieren. Mit dem Ziel die CO2 - Intensität der Stromerzeugung zu reduzieren, untersuchen wir zudem Chancen erneuerbarer Energieversorgung.

Realisierung von Ausgaben- und Ertragssynergien durch integriertes Geschäftsmodell

Ein wichtiges Augenmerk liegt auf einer klar definierten Kosten- und Kapitaldisziplin. Mit unserem fortlaufenden Effizienz- und Kostenkontrollprogramm sind wir auf gutem Weg, unsere Kostenbasis im Vergleich zu 2007 um EUR 300 Mio bis Ende 2010 nachhaltig zu reduzieren. Außerdem wird die Positionierung von OMV als integrierter Energieversorger genutzt, um von Synergien entlang der Wertschöpfungskette zu profitieren. Bestes Beispiel dafür ist die Förderung von Erdgas durch E&P, das transportiert, gelagert und anschließend entweder als Erdgas vermarktet oder in Zukunft auch in den eigenen Kraftwerken in Strom umgewandelt werden wird. Die Entwicklung von Raffinerien zu Energie-/Konversionszentren mit einem breiteren Spektrum an Energie-Produkten schafft weitere Synergien.

Unsere Ziele für 2010

  • Weiterer Fokus auf Wachstum
  • E&P: Erhöhung der Erdöl- und Erdgasproduktion auf 325.000 boe/d in 2010 durch produktionsoptimierende Maßnahmen sowie Neu- und Weiterentwicklungen bestehender Felder. Große Bedeutung kommt der Realisierung des vorhandenen Potenzials von Petrom in Rumänien zu.
  • R&M: Weitere Stärkung unserer Marktführerschaft mit 20% Marktanteil in Mittel- und Südosteuropa und Steigerung unserer Profitabilität mit dem Schwerpunkt Restrukturierung der Petrom Raffinerien. In der Türkei wollen wir unsere Position integriert ausbauen.
  • G&P: Wachstum im Bereich Marketing, insbesondere über eine Ausweitung der inter-

nationalen Verkaufsaktivitäten sowie eine Steigerung der Handelsaktivitäten an Gashubs. Ausbau des Central European Gas Hubs inklusive Weiterentwicklung der Gasbörse-Funktionalitäten. Stärkung der Versorgungssicherheit Europas durch das Vorantreiben des Nabucco Gas Pipeline Projekts. Entwicklung eines profitablen Strom-Geschäfts durch die Inbetriebnahme des ersten Gaskraftwerks 2011.

Ziel des Konzerns ist es, einen ROACE von 13% bei durchschnittlichen Marktparametern zu erreichen und sich bei der Marktkapitalisierung deutlich von regionalen Mitbewerbern abzuheben.

Exploration und Produktion

Das ausgewogene internationale E&P-Portfolio von OMV in 17 Ländern umfasst sechs Kernregionen: Mittel- und Südosteuropa, Nordafrika, Nordwesteuropa, Mittlerer Osten, Australien/Neuseeland sowie Russland/Kaspische Region. Durch die Mehrheitsbeteiligung am rumänischen Erdöl- und Erdgasunternehmen Petrom sind Rumänien und Österreich die Hauptquellen der Erdöl- und Erdgasförderung bei OMV. Zusammen machen sie etwa 70% der Fördermenge aus. Die Tagesproduktion lag 2009 bei rund 317.000 boe, die sicheren Erdöl- und Erdgasreserven betragen rund 1,2 Mrd boe.

Was wir 2009 erreicht haben

  • Erfolgreiche Fortsetzung der Restrukturierung von Petrom: Akquisition der größten, jemals in Rumänien durchgeführten 3D-Seismik in einem Joint Venture mit ExxonMobil, weitgehende Stabilisierung der Erdölproduktion in Rumänien seit 2007, gute Fortschritte in der Integration von E&P-Services, Erreichung einer Reservenersatzrate in Rumänien von 70%
  • Akquisition eines 10%-Anteils an der Pearl Petroleum Company Limited (Region Kurdistan im Irak), wodurch OMV an der Evaluierung, Entwicklung und Produktion zweier bedeutender Gasfelder beteiligt ist
  • Förderbeginn der Ölfelder Maari in Neuseeland und Komsomolskoe in Kasachstan
  • Die erste, mit OMV als Betriebsführer, getätigte Tiefwasser-Bohrung Tornado, westlich der Shetland-Inseln, wurde mit einem Fund im November abgeschlossen
  • Erwerb neuer Explorationslizenzen

Unsere Initiativen

  • Ausschöpfen des vollen Potenzials in Rumänien durch intensive Förderoptimierung, Neuentwicklung bestehender Felder und Explorationstätigkeiten sowie durch die Integration der E&P-Services Aktivitäten
  • Mittelfristige Stärkung des Portfolios durch Akquisitionen
  • Erweiterung des Explorationsportfolios, um zukünftiges Wachstum zu sichern
  • Anwendung modernster Explorations- und Produktionstechnologien
  • Wirksamer Einsatz und Ausbau der hohen Fachkompetenz bei reifen Ölfeldern
  • Untersuchungen von Methoden zur Gewinnung unkonventioneller Öl- und Gasreserven in von OMV bzw. Petrom betriebenen Feldern
  • Erweiterung unserer Offshore-Kompetenz
  • Ausbau von Partnerschaften mit nationalen

und internationalen Erdölunternehmen

Weitere Etablierung von HSE und Corporate Social Responsibility in allen Bereichen

Unsere Wettbewerbsvorteile

  • Starker Fokus auf EU-Länder Mittel- und Südosteuropas durch Aktivitäten von Petrom in Rumänien und OMV in Österreich
  • Erfolgreiche Optimierung der Produktion in komplexen Onshore-Feldern
  • Anwendung neuester Seismik-Technologien und Explorationstechniken
  • Hohe Kompetenz bei Sauergas-Anlagen
  • Erfahrung in politisch schwierigen und ökologisch sensiblen Gebieten
  • Ausgewogene Risikoverteilung über ein Assetportfolio in den sechs Kernregionen
  • Synergien eines integrierten Energieunternehmens

Unsere Ziele

Ziel ist es, 2010 unsere Produktion auf 325.000 boe/d anzuheben. Auf Grund der neuen Ölfelder Maari und Komsomolskoe wird eine Produktionssteigerung erwartet. Diese Felder werden 2010 durch Erreichung der maximalen täglichen Förderleistung nennenswert zur Gesamtproduktion beitragen. Zudem ist eine weitere Entwicklungsstufe für das Feld Habban (Jemen) vorgesehen. In Rumänien wird mit der Neuentwicklung bestehender Felder begonnen sowie die erfolgreiche Restrukturierung bei Petrom fortgesetzt. Diese positive Entwicklung wird jedoch abgeschwächt, da Inertgase in Österreich und Pakistan nicht länger als Teile der Produktion ausgewiesen werden und eine negative Auswirkung der OPEC-Quoten auf die Produktion erwartet wird. Zudem wurde das Potenzial von bestimmten Feldern in Österreich und Rumänien neu evaluiert. Unser erfolgversprechendes Explorationsportfolio soll weiter ausgebaut werden.

Ausgewogenes Assetportfolio

Produktionssteigerung durch Beitrag neuer Felder

Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

OMV betreibt eine Raffinerie in Schwechat (Österreich) und eine in Burghausen (Süddeutschland), die beide über eine integrierte Petrochemie-Produktion verfügen. Gemeinsam mit den beiden Raffinerien Petrobrazi und Arpechim (Rumänien) und dem 45%-Anteil am Raffinerieverbund Bayernoil (Süddeutschland) verfügen wir über eine Jahresgesamtkapazität von 25,8 Mio t (530.000 bbl/d). Unser Tankstellennetz (2.433 Tankstellen in 13 Ländern Mittel- und Südosteuropas) und unser effizientes Commercial-Geschäft sind die Basis für unsere Marktführerschaft und für weiteres profitables Wachstum.

Was wir 2009 erreicht haben

  • Abschluss des Investitionsprogramms der westlichen Raffinerien durch Inbetriebnahme eines thermischen Crackers in Schwechat mit dem Ziel, vermehrt schwere Rohöle einsetzen zu können
  • Fortsetzung des Baus der neuen Ethylen-Pipeline in Süddeutschland
  • Verkauf der Petrochemie-Aktivitäten von Petrom (Arpechim) an Oltchim
  • Optimierung des Tankstellennetzes durch Verkauf von wenig profitablen Tankstellen in Österreich und Verkauf des Tankstellennetzes in Italien
  • Weitere Optimierung und Steigerung der Profitabilität des Marketing-Geschäfts bei Petrom
  • Stärkung des Non-Oil-Geschäfts durch die Markenpositionierung mit VIVA
  • Kostenreduktion durch verstärkten Fokus auf Kostenmanagement und Umstrukturierung der Marketing-Organisationen

Unsere Initiativen

  • Fokus auf Reduktion von Kosten und Komplexität
  • Umsetzung des Investitionsprogramms in der Raffinerie Petrobrazi in Rumänien
  • Steigerung der Profitabilität durch Konsolidierung und Optimierung innerhalb des für OMV relevanten Markts
  • Stärkung einer integrierten Downstream-Position in der Mittelmeer-/Schwarzmeerregion
  • Langfristig: Entwicklung der Raffinerien zu Energie-/Konversionszentren mit einem breiteren Spektrum an Energie-Produkten

Unsere Wettbewerbsvorteile

Versorgungsstärke durch zwei Raffineriehubs: Hub West (Schwechat, Burghausen und Bayernoil) und Hub Ost (Petrobrazi und Arpechim)

  • Wettbewerbsfähige Hub West Raffinerien mit abgeschlossenem Investitionsprogramm und starker Petrochemie-Integration
  • Effizientes und flächendeckendes Tankstellennetz mit starker Markenpositionierung (OMV, Avanti, Petrom) sowie ein hochqualitatives, innovatives Non-Oil-Geschäft (VIVA)
  • Hohe Produktenqualität und Umweltstandards
  • 42%-Anteil an Petrol Ofisi, dem führenden Marketing-Unternehmen im Wachstumsmarkt Türkei

Unsere Ziele

Unser Ziel ist es, die Marktführerschaft in der Donau- und Schwarzmeerregion weiter zu stärken. Unser Marktanteilsziel von 20% in Marketing haben wir bereits vorzeitig erreicht. 2010 liegt der Fokus auf Steigerung der Profitabilität, Kostenreduktion und weiterer Umstrukturierung der Marketing-Organisationen. Nach abgeschlossenem Investitionsprogramm in den Hub West Raffinerien arbeiten wir an einer weiteren Reduktion der Kosten und Profitabilitätssteigerung. Im Osten liegt der Schwerpunkt 2010 auf dem Investitionsprogramm in der Raffinerie Petrobrazi. Langfristig strategisches Ziel ist, das Spektrum an Energie-Produkten aus unseren Raffinerien, die zu Energie-/ Konversionszentren weiterentwickelt werden sollen, zu erweitern. Der Fokus im Marketing-Geschäft liegt in der weiteren Optimierung und Konsolidierung des Tankstellennetzes, um unsere Leistungen noch effizienter erbringen zu können. Weiters bauen wir unser Service-Angebot an den Tankstellen aus, um uns erfolgreich von unseren Mitbewerbern zu differenzieren.

Start des geänderten Investitionsprogramms in Petrobrazi

Gas und Power

Der Geschäftsbereich Gas und Power ist entlang der Gaswertschöpfungskette tätig. Wir liefern beträchtliche Erdgasmengen nach Österreich, indem wir Erdgas vor allem aus Russland und Norwegen importieren, und verfügen über Erdgas aus konzerneigenen Produktionsstätten. Wir haben eine wichtige Position im Transit in Europa, da rund ein Drittel aller russischen Erdgasexporte nach Westeuropa über die OMV Erdgasverteilerstation in Baumgarten erfolgt. Unser Leitungsnetz weist eine Länge von rund 2.000 km auf, und unsere Speicher leisten einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit inner- und außerhalb Österreichs. Mit dem Nabucco Gas Pipeline Projekt wird ein neuer Transportkorridor für Europa geschaffen. Der Central European Gas Hub (CEGH) wurde um eine Börsefunktionalität erweitert. Mit der Entwicklung des Strom-Geschäfts wollen wir die Wertschöpfungskette verlängern und Synergien mit dem Gas-Geschäft schaffen.

Was wir 2009 erreicht haben

  • Unterzeichnung des zwischenstaatlichen Abkommens, Start der Finanzierungsgespräche sowie der Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung für die Nabucco Gas Pipeline
  • Start des Handelsbetriebs am Spotmarkt der CEGH Gas Exchange der Wiener Börse und Steigerung des gehandelten Volumens auf rund 23 Mrd m³/Jahr
  • Inbetriebnahme einer zusätzlichen Verdichterstation auf der Pipeline TAG in Weitendorf
  • Abschluss der Machbarkeitsstudie für den neuen Gasspeicher in Schönkirchen Tief
  • Ausbau des internationalen Geschäfts von EconGas auf 37% vom Gesamtabsatz
  • Akquisition einer 40%-Beteiligung an der türkischen Gashandelsgesellschaft Enerco
  • Planmäßiger Baufortschritt am Gaskraftwerksprojekt in Brazi in Rumänien
  • Übernahme der gesamten Anteile am Gaskraftwerksprojekt in Samsun (Türkei)

Unsere Initiativen

  • Weitere Intensivierung der physischen Integration der eigenen Produktion und des Erdgas-Geschäfts
  • Implementierung des Nabucco Gas Pipeline Projekts und weitere Diversifizierung der Erdgasbezugsrouten
  • Weiterer Ausbau der Gasinfrastruktur in Österreich
  • Entwicklung eines internationalen Gasspeichergeschäfts
  • Ausbau des CEGH zur Nummer 1 in Kontinentaleuropa und Weiterentwicklung der Gasbörse-Funktionalitäten
  • Etablierung von EconGas als bedeutender

Erdgasanbieter in Mittel- und Osteuropa

  • Ausbau des Petrom Gas-Geschäfts in Rumänien Entwicklung eines profitablen Strom-Ge-
  • schäfts durch den Bau von Kraftwerken Ausbau des Handelsbereichs zur bereichs-
  • und gebietsübergreifenden Optimierung entlang der gesamten Gaswertschöpfungskette

Unsere Wettbewerbsvorteile

  • OMV betreibt das wichtigste Gas-Logistikzentrum in der Mitte Europas
  • Transport und Vermarktung von Erdgas aus eigener Förderung
  • Langfristige Beziehungen und Verträge mit wichtigen Erdgaslieferanten
  • Vorteilhafte Kostenposition bei Speicher und Transport
  • Drehscheibe für den europäischen Erdgastransit
  • Starke Position der Gashandelsgesellschaften
  • CEGH mit OTC- und Börsenhandel

Unsere Ziele

Unser Ziel ist es, die Position in Mittel- und Südosteuropa zu stärken. Dazu streben wir eine weitere Diversifikation der Supply Verträge an, wobei mehr als ein Drittel des Erdgases aus Eigenförderung kommen soll. Dies führt zur weiteren Festigung des stabilen und nachhaltigen Erdgas-Geschäfts in unseren Märkten. Darüber hinaus wird der CEGH als bedeutender Gashub in Kontinentaleuropa etabliert, und die Geschäftsaktivitäten von OMV werden entlang der Gaswertschöpfungskette hin zur Stromerzeugung erweitert. Ein weiterer wichtiger Meilenstein für das Nabucco Gas Pipeline Projekt ist der Vermarktungsprozess von Transportkapazitäten, der für 2010 geplant ist.

Fortschritte bei zahlreichen Projekten

Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entwicklung bedeutet, die gegenwärtigen Bedürfnisse zu befriedigen, ohne dabei die Entwicklungschancen künftiger Generationen zu beeinträchtigen. Ein Energiekonzern wie OMV muss sich daher darüber Gedanken machen, wie Energieerzeugung und -versorgung langfristig abgesichert und wie dabei ökologische, soziale und ökonomische Aspekte in der Art, wie wir unser Geschäft betreiben, gleichermaßen berücksichtigt werden können. Nach unserem Verständnis beruht die Verankerung von Nachhaltigkeit im Unternehmen auf drei Säulen, einer ökonomischen, einer ökologischen und einer sozialen, für die oft prägnant die Synonyme "people, planet, profit" verwendet werden.

Nachhaltigkeitsberichterstattung

Der OMV Nachhaltigkeitsbericht erscheint zeitgleich mit dem Geschäftsbericht. Er konzentriert sich auf unseren Ansatz, Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu implementieren sowie auf unsere Leistungen in diesem Bereich im Jahr 2009. Er informiert unter anderem detailliert über die Themen Stakeholderdialog, Mitarbeiter, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Menschenrechte, Klimawandel, Forschung und Entwicklung sowie erneuerbare

und zukünftige Energien. Eine kurze Übersicht über die wichtigsten Elemente unserer Nachhaltigkeitsperformance befindet sich auch im Konzernlagebericht des Vorstands. Themen, die gemäß der Global Reporting Initiative (GRI) unter die ökonomische Säule der Nachhaltigkeitsberichterstattung und unter das Unternehmensprofil fallen, wurden großteils in den Geschäftsbericht integriert. Die folgende Übersicht beschreibt kurz jene Elemente, die ausführlich im Nachhaltigkeitsbericht behandelt werden.

Übersicht der Nachhaltigkeitsperformance im Konzernlagebericht des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Corporate Governance, Zusammenarbeit im Aufsichtsrat, Kooperation mit dem Vorstand und regelmäßige zeitnahe und umfassende Information bilden eine solide Basis, damit der Aufsichtsrat von OMV seine Aufgaben voll erfüllen kann. Die Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im Berichtsjahr waren, neben der eingehenden Befassung mit den neuen gesetzlichen Anforderungen, insbesondere dem Aktienrechts-Änderungsgesetz 2009, die Veräußerung der Beteiligung an MOL, das Bestellen eines neuen Vorstandsmitglieds für den Bereich Exploration und Produktion sowie die intensive Diskussion der Strategie, insbesondere auch der Beteiligungsstrategie bezüglich Petrol Ofisi. Zudem wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich die Auswirkungen der allgemeinen Finanzund Wirtschaftskrise und die daraus resultierenden Rahmenbedingungen, Chancen und Risiken für die Geschäftsentwicklung von OMV in den nächsten Jahren, erörtert. Hohe Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat den zukunftsorientierten Gaskraftwerksprojekten sowie der Konzernstrategie, die einen deutlichen Schwerpunkt auf die Erweiterung des Portfolios in Exploration und Produktion legt.

Die Ausschüsse behandelten wesentliche Themen der Rechnungslegungsprozesse, der internen Revision, des Risikomanagements sowie des internen Kontrollsystems und der Steuerungsinstrumente des Konzerns. Die Bestellung des neuen Vorstandsmitglieds für Exploration und Produktion wurde vom Präsidial- und Nominierungsausschuss gründlich vorbereitet. Ebenso konnte sich der Aufsichtsrat von einem umfassenden Programm der konzernweiten Personalentwicklung und einer klar strukturierten Nachfolgeplanung sowie von einem funktionierenden Emittenten-Compliance-System überzeugen. Transaktionen der Vorstands- sowie der Aufsichtsratsmitglieder sowie deren aktueller Besitzstand an OMV Aktien werden von der Gesellschaft im Internet unter www.omv.com veröffentlicht.

Die Selbstevaluierung der Arbeit des Aufsichtsrats hat sich als wertvolles Instrument zur Verbesserung der Corporate Governance erwiesen. Bereits 2007 hatte der Aufsichtsrat eine Selbstevaluierung nach internationalen Standards durchgeführt, um durch kontinuierliche Verbesserungen in der Arbeitsweise sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat weiterhin seine Aufgaben im Interesse der Aktionäre und aller weiteren Stakeholder wahrnehmen kann. Diese Selbstevaluierung wurde 2008 und 2009 wiederholt und bleibt auch zukünftig fester Bestandteil der kritischen Eigenreflexion der Tätigkeit des Aufsichtsrats.

Weitere Ausführungen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie im folgenden Corporate Governance Bericht.

Jahresabschluss, Dividende

Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat mit den Abschlussprüfern erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs. 1 AktienG (Aktiengesetz) erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss 2009, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktienG festgestellt ist. Die vorstehenden Ausführungen treffen auch auf den Konzernabschluss zu. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem vom Prüfungsausschuss geprüften Corporate Governance Bericht zu.

Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung, dass aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 1,00 je Aktie ausgeschüttet und der Restbetrag von EUR 399.801 auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Abschließend möchte ich dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für dieses unter schwierigen Rahmenbedingungen erzielte Ergebnis und für die zukunftsorientierte Arbeit herzlich danken.

Wien, am 23. März 2010

Peter Michaelis, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Fortsetzung der wertvollen Selbstevaluierung

Unterstützung des Dividenden-Vorschlags

Corporate Governance Bericht

Größtmögliche Transparenz der Führungs- und Kontrollstruktur trägt dazu bei, Vertrauen im Kapitalmarkt sowie bei den weiteren Stakeholdern zu schaffen und zu festigen. OMV hat deshalb eine vorbildliche und transparente Corporate Governance stets als wesentlichen Auftrag verstanden und daher seit Bestehen des Österreichischen Corporate Governance Kodex (öCGK) diesem entsprochen. Die folgende Darstellung berücksichtigt auch die Empfehlungen (R-Regeln) des öCGK. Des Weiteren ist OMV Unterzeichner des UN Global Compacts und bekennt sich konzernweit zu einem umfassenden Verhaltenskodex und darauf beruhend einer Business Ethik, deren Regeln im Einzelnen mit internationalen Experten entwickelt wurden.

Bekenntnis zum öCGK

OMV entspricht dem öCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance. Dieser Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich. Es erfolgte keine Abweichung zum Kodex; die externe Evaluierung für das Jahr 2009 ist unter www.omv.com ebenfalls öffentlich zugänglich und bestätigt das Einhalten sämtlicher C- und R-Regeln.

Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer, *1950 3. Juli 1992 – 27. Jänner 1997 und 1. Jänner 2000 – 31. März 2011

Vorsitzender des Vorstands: Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens.

Mitglied des Aufsichtsrats der CA Immobilien Anlagen AG (Vorsitz), der Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsanstalt – Vermögensverwaltung Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Vorsitz) und des Verwaltungsrats der F. Hoffmann-La Roche AG.

Gerhard Roiss, *1952 17. September 1997 – 31. März 2014

Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands: Führung des Geschäftsbereichs Raffinerien und Marketing sowie Wahrnehmung der Interessen des OMV Konzerns bezüglich Kunststoffe und Chemie.

Mitglied des Aufsichtsrats der Österreichische Post AG, der AABAR Investments PJSC (bis 23. Februar 2010) und der NOVA Chemicals Corporation.

Nach Ausscheiden von Wolfgang Ruttenstorfer wird Gerhard Roiss Vorstandsvorsitzender.

Werner Auli, *1960 1. Jänner 2007 – 31. März 2014

Führung des Geschäftsbereichs Gas und Power.

David C. Davies, *1955 1. April 2002 – 31. März 2014

Finanzvorstand.

Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG, der CEESEG AG und der NOVA Chemicals Corporation.

Nach Ausscheiden von Wolfgang Ruttenstorfer wird David C. Davies stellvertretender Vorstandsvorsitzender.

Helmut Langanger, *1950 1. Jänner 2002 – 30. September 2010

Führung des Geschäftsbereichs Exploration und Produktion bis 30. Juni 2010.

Mitglied des Aufsichtsrats der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG und der EnQuest plc.

Jaap Huijskes, *1965 ab 1. April 2010 – 31. März 2015

Führung des Geschäftsbereichs Exploration und Produktion ab 1. Juli 2010.

Arbeitsweise des Vorstands

Genehmigungserfordernisse, Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder und Abläufe (z.B. Beschlusserfordernisse) sowie Vorgehen bei Interessenkonflikten sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Der Vorstand

hält wöchentliche Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen Angelegenheiten, die der Genehmigung des gesamten Organs bedürfen.

Vergütungserklärung

Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand

Die OMV Vorstandsvergütung berücksichtigt die Gegebenheiten am relevanten Markt, verbunden mit einer starken Leistungskomponente. Die Marktorientierung wird durch ein regelmäßiges externes Benchmarking sowohl zu relevanten österreichischen Industrieunternehmen als auch zur Branche in Europa sichergestellt. Bei der Leistungskomponente werden kurzfristige Dimensionen berücksichtigt: Short-term Incentives sind variable Vergütungsvereinbarungen, die auf Ergebnis, Profitabilität und Wachstum abzielen, wobei auch besondere Projekte im Zuge der Implementierung der OMV Wachstumsstrategie berücksichtigt werden. Langfristige Dimensionen werden ebenso berücksichtigt.

Fixgehalt und variable Jahresvergütung

Nach diesen Grundsätzen wurde das Fixgehalt der Vorstandsmitglieder festgelegt (siehe Tabelle S. 26). Zusätzlich werden für jedes Geschäftsjahr Ziele (Leistungskriterien) vereinbart, bei deren Erreichen höchstens 150% des Fixgehalts zusätzlich als variable Vergütung im darauf folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt werden.

Diese Ziele bestehen aus dem Erreichen finanzieller Kennzahlen (EBIT, Verschuldungsgrad) und aus Leistungskriterien nicht finanzieller Art (Integrationsgrad von Akquisitionen, Reservenersatzrate) sowie strategischen Zielen.

Langfristige Ziele und Incentives Long Term Incentive Programm

Das im Geschäftsjahr 2009 neu eingeführte Long Term Incentive Programm besteht für die Periode 2009 bis 2014 aus folgenden Elementen: Die Teilnehmer müssen ein Eigeninvestment in OMV Aktien in einer Höhe von 100% (Vorstandsvorsitzender), 85% (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands) bzw. 70% (übrige Vorstandsmitglieder) des Fixgehalts (brutto) 2009 im Geschäftsjahr 2009 hinterlegen und mindestens bis zum 31. März 2014 halten. Die Berechnung der Anzahl der Aktien erfolgt auf Grund des Durchschnittskurses der OMV Aktie im ersten Quartal 2009.

Beobachtungszeitraum für das Erreichen der Ziele (Leistungskriterien) sind die Geschäftsjahre 2009, 2010 und 2011. Zu Beginn des Programms wurden Zielwerte für Schlüsselindikatoren (Total Shareholder Return (TSR), Economic Value Added (EVA) und Ergebnis je Aktie) festgelegt, wobei die Ziele gleich gewichtet sind (also jeweils 33,3%). Bei Erreichen von 100% der Ziele werden dem CEO Aktien im Ausmaß von 90%, dem Deputy-CEO 75% und den übrigen Vorstandsmitgliedern 60% des Fixgehalts (brutto) 2009 zugeteilt. Die Berechnung der Anzahl der Aktien erfolgt auf Grund des Durchschnittskurses der OMV Aktie im ersten Quartal 2009. Die Zuteilung erfolgt mit Stichtag 31. März 2012. Über Aktien im Ausmaß der Zuteilung kann sofort frei verfügt werden, Aktien im Ausmaß des Eigeninvestments sind noch zwei Jahre zu halten.

Werden die Ziele zu mehr als 100% erfüllt, werden proportional entsprechend mehr Aktien zugeteilt, höchstens jedoch 175% der auf 100% Zielerreichung bezogenen Anzahl von Aktien. Mindestens werden jedoch 25% der auf 100% Zielerreichung bezogenen Anzahl von Aktien zugeteilt.

Aktienoptionspläne

Long-term Incentives wurden bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2008 durch die für Unternehmen vergleichbarer Größe üblichen Aktienoptionspläne abgedeckt. Die Aktienoptionspläne sehen eine Wartefrist von zwei Jahren und danach eine Ausübungsfrist von fünf Jahren vor. Ausgeübt werden darf in beliebigen Tranchen, sofern jeweils die Voraussetzungen (Erreichen eines bei Genehmigung des Plans durch die Hauptversammlung definierten Kursanstiegs der OMV Aktie) vorliegen und kein Handelsverbot besteht. Eine Aktie Eigeninvestment gewährt im Plan 2008 Optionen auf 20 Aktien zu einem ebenfalls durch die Hauptversammlung definierten Preis. Die Pläne 2004 bis 2008 sind noch nicht bzw. nicht vollständig ausgeübt. Nach 2008 wurden keine weiteren Aktienoptionen begeben.

Neues Long Term Incentive Programm

Altersvorsorge

Die Vorstandsmitglieder Ruttenstorfer, Roiss und Langanger haben Anspruch auf eine leistungsorientierte Pension. Die entsprechenden finanzmathematisch ermittelten Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt. Die Vorstandsmitglieder Davies und Auli haben Anspruch auf eine beitragsorientierte Pension. Die Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt. Das Anfallsalter ist grundsätzlich das für jedes Vorstandsmitglied zur Anwendung kommende österreichische gesetzliche Pensionsantrittsalter.

Beendigungsansprüche

Abfertigung

Die Vorstandsmitglieder Ruttenstorfer, Roiss, Langanger und Davies haben die Möglichkeit der Wahl zwischen einer Abfertigung gemäß § 23 österreichisches Angestelltengesetz oder 10% des Jahresbasisbruttobezugs (das ist der Fixbezug) für jedes volle Dienstjahr ab vereinbartem Stichtag, wobei ein Jahresbasisbruttobezug nicht überschritten werden darf. Werner Auli hat Anspruch auf eine Abfertigung gemäß § 23 österreichisches Angestelltengesetz, wobei die Vordienstzeiten im Konzern eingerechnet werden. In der Berechnungsgrundlage nach Angestelltengesetz sind auch die variablen Anteile enthalten.

Abfindung

Im Falle einer vorzeitigen Beendigung eines Vorstandsvertrags, sofern kein Verschulden des Vorstandsmitglieds vorliegt, wird die Restlaufzeit des Vertrags ausbezahlt. Im Falle einer vom Vorstandsmitglied verschuldeten vorzeitigen Beendigung wird keine Abfindung gewährt.

Sonstige Anwartschaften und Ansprüche im Zuge der Beendigung der Funktion bestehen nicht.

Vorstandsbezüge 1)
2009 Auli Davies Langanger Roiss Ruttenstorfer Summe
Fix 574 648 583 681 779 3.265
Variabel 825 931 931 1.081 1.232 5.001
Pensionskassenbeiträge 126 245 455 341 574 1.739
Sachbezüge
(PKW, Unfallversicherung
und Aufwandersatz)
8 10 9 9 9 45
Ausüben von
Aktienoptionen
181 181
Summe 1.714 1.835 1.978 2.112 2.593 10.232

1) Auf Grund von Rundungsdifferenzen ergeben sich in den Einzelsummen Abweichungen. Die variablen Anteile beziehen sich auf den Zielerreichungs grad für das Geschäftsjahr 2008, deren Auszahlung 2009 erfolgte. Es erfolgte eine Verwertung aus dem Aktienoptionsplan 2004.

Weitere Informationen zum Long Term Incentive Programm und zu den Aktienoptionsplänen (Bewertung, ausstehende Optionen, Ausübungen in den Vorjahren) finden Sie in der Anhangangabe 27.

Directors and Officers (D&O) Versicherung

Die Vorstandsmitglieder sind auch im Rahmen einer Directors and Officers Liability Insurance und einer Rechtsschutzversicherung versichert. In diesen beiden Fällen sind auch alle Mitglieder des Aufsichtsrats und eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter versichert und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

Haftungsfreistellung

Für Mitglieder des Vorstands und weitere OMV Mitarbeiter in Organfunktionen von (direkten und indirekten) Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft besteht subsidiär eine Haftungsfreistellung seitens der OMV Aktiengesellschaft für Inanspruchnahme durch Dritte in Ausübung der Organfunktion, sofern nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorliegt.

Aktienbesitz von Vorstandsmitgliedern

Die Mitglieder des Vorstands hielten mit Stichtag 31. Dezember 2009 folgende Anzahl an Aktien der OMV Aktiengesellschaft:

Bezüge der Vorstandsmitglieder

Auli 23.270
Davies 28.920
Langanger 58.770
Roiss 174.528
Ruttenstorfer 45.030

Grundsätze der Vergütung ausgewählter Führungskräfte und Experten

Das Grundgehalt wird nach international anerkannten Verfahren zur Berücksichtigung der Marktgegebenheiten unter Beachtung der kollektivvertraglichen Regelungen festgelegt. Die für den Vorstand geltenden Grundsätze werden in angepasster Form auch auf diese Mitarbeiter angewendet.

Daher nehmen definierte Mitglieder in weiteren Führungsebenen des Konzerns (insgesamt ca. 85 Personen) an den Aktienoptionsplänen und am Long Term Incentive Programm teil. Ebenso gelten für sie jährliche Bonusvereinbarungen,

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten 2009 folgende Mitglieder an, die neben ihrer Funktion im Aufsichtsrat von OMV auch die angegebenen Aufsichtsratsmandate gemäß Regel C 58 öCGK inne haben:

Peter Michaelis

(Vorstand der ÖIAG), Vorsitzender, Mandate: Austrian Airlines AG (bis 3. September 2009) – Vorsitz, Österreichische Post AG – Vorsitz, Telekom Austria AG – Vorsitz

Rainer Wieltsch

Stv. Vorsitzender, Mandate: Austrian Airlines AG (bis 3. September 2009), Österreichische Post AG, Telekom Austria AG

Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti

(Manager/Evaluation & Execution, IPIC), Stv. Vorsitzende

Mohamed Al Khaja

(Division Manager/Research & Business Development, IPIC)

wie im Folgenden dargestellt:

Für etwa 2.800 Führungskräfte und Experten gab es 2009 ein gestuftes Management by Objectives-Programm (MbO), wonach Anspruch auf Bonifikation bei Erreichen der Ziele besteht. Länderweise unterschiedlich gibt es für sonstige Mitarbeiter Prämien, an deren Ausgestaltung auch die Arbeitnehmervertreter mitwirken.

Voraussetzung für Zahlungen ist in allen Systemen sowohl das Erreichen von finanziellen und nicht-finanziellen Unternehmenszielen als auch von individuell vereinbarten Zielen.

Die mit den Teilnehmern am MbO getroffenen Zielvereinbarungen sind für alle Teilnehmer über ein unternehmensweites Performance and Development System (PDS) einsehbar. Damit können die Teilnehmer wechselseitig Ziele berücksichtigen.

Elif Bilgi-Zapparoli

(Vorstandsvorsitzende EFG Istanbul Securities), (seit 13. Mai 2009)

Helmut Draxler

Mandate: RHI AG

Wolfram Littich

(Vorstandsvorsitzender Allianz Elementar Versicherungs-AG)

Gerhard Mayr

(bis 13. Mai 2009), Mandate: Lonza Group Ltd, UCB S.A., Alcon Inc.

Herbert Stepic

(Generaldirektor-Stellvertreter der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG)

Herbert Werner

Mandate: Innstadt Brauerei AG – Vorsitz, Ottakringer Getränke AG

Norbert Zimmermann

(Vorstand der Berndorf Industrieholding AG), Mandate: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG – Vorsitz, Bene AG, Oberbank AG

für Führungskräfte und Experten

MbO Programm

Mitglieder des Aufsichtsrats

Von der Konzernvertretung entsendet (Arbeitnehmer):

Leopold Abraham, Wolfgang Baumann, Franz Kaba, Ferdinand Nemesch, Markus Simonovsky

Auswahl der Aufsichtsratsmitglieder

Diversität

Bei der Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrats stehen einschlägiges Wissen und Erfahrung in Führungspositionen im Vordergrund. Zusätzlich wird auf eine auf Diversität erzielende Zusammensetzung geachtet. Unter dem Gesichtspunkt der Diversität ist zu berichten, dass sich unter den 15 Mitgliedern des Aufsichtsrats zwei Frauen befinden, vier Mitglieder unter 50 Jahre alt sind und drei Mitglieder nicht-österreichischer Nationalität sind.

Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat hat die in Anhang 1 öCGK festgelegten und darüber hinaus folgende Leitlinien für die von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats beschlossen: Das Aufsichtsratsmitglied darf nicht Mitglied einer Geschäftsführung einer verbundenen Gesellschaft sein. Das Aufsichtsratsmitglied darf von der Gesellschaft oder einer verbundenen Gesellschaft keine Aktienoptionen oder sonstige erfolgsbezogene Vergütungen beziehen. Das Aufsichtsratsmitglied darf kein Anteilseigner mit einer Kontrollbeteiligung (im Sinne der EU-Richtlinie 83/349 EWG) sein oder einen solchen vertreten.

Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder, mit Ausnahme von Helmut Draxler zur Dauer der Zugehörigkeit, haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2009 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (Regel C 53 öCGK). Gemäß Regel C 54 öCGK haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Bilgi-Zapparoli, Draxler, Littich, Stepic, Werner und Zimmermann erklärt, von den Großaktionären im Geschäftsjahr 2009 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Zur Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstands, diskutiert der Aufsichtsrat Lage und Ziele des Unternehmens in jenen Sitzungen, in denen auch (abgesehen von Dringlichkeitsfällen) die Beschlüsse gefasst werden. Vier Ausschüsse optimieren den Einsatz der Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder. Im Folgenden dazu ein kurzer Überblick (siehe auch Bericht des Aufsichtsrats):

Der Aufsichtsrat hat sechs Sitzungen, davon eine der Strategie gewidmet, abgehalten.

Präsidial- und Nominierungsausschuss

Dieser Ausschuss ist ermächtigt, in dringenden Angelegenheiten zu entscheiden. Der Aufsichtsrat kann dem Präsidial- und Nominierungsausschuss im Einzelfall oder auf Dauer weitere Aufgaben und Genehmigungsbefugnisse übertragen. Als Nominierungsausschuss unterbreitet er dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung neuer oder frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit der Nachfolgeplanung. Ferner unterbreitet er der Hauptversammlung Vorschläge zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. Es haben acht Sitzungen des Präsidialund Nominierungsausschusses stattgefunden, die sich insbesondere mit der Nachfolgeplanung sowie der Nachfolgesuche für den Vorstandsbereich Exploration und Produktion beschäftigt haben.

Prüfungsausschuss

Dem Prüfungsausschuss obliegen die Aufgaben gemäß § 92 Abs. 4a AktienG. Es haben vier Sitzungen des Prüfungsausschusses stattgefunden. In diesen wurden insbesondere die Vorbereitung der Abschlussprüfung, gesetzliche Änderungen und deren Umsetzung, Tätigkeit der Abschlussprüfer, der Internen Revision des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements behandelt sowie Vorschläge zur Auswahl der Abschlussprüfer und der Behandlung des Jahresabschlusses erarbeitet.

Abschlussprüfer: Im Zuge der Vorschlagserstattung für die Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung, die dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat obliegt, ist auch die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers zu beachten, wobei Prüfungsentgelt und sonstige Entgelte gegenüber zu stellen sind. Der Aufwand für den

Abschlussprüfer, Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH (einschließlich deren Netzwerk im Sinne des § 271b UGB), betrug 2009 für sonstige Aufträge EUR 1,97 Mio; für die Konzernprüfung EUR 2,5 Mio.

Projektausschuss

Bei Bedarf bereitet der Projektausschuss in Zusammenarbeit mit dem Vorstand grundlegende Entscheidungen komplexer Natur vor und berichtet über die Ergebnisse und allfällige Empfehlungen an den Aufsichtsrat. Der Projektausschuss hat zweimal getagt und dabei insbesondere spezifische potenzielle Akquisitionsprojekte erörtert.

Vergütungsausschuss

Der Vergütungsausschuss (dem keine Arbeitnehmervertreter angehören) befasst sich mit allen Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er ist somit insbesondere zum Abschluss, der Änderung und Auflösung der Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern sowie zur Entscheidung über die Gewährung von Bonifikationen (variable

Bezüge) und dergleichen an Vorstandsmitglieder ermächtigt. Es haben drei Sitzungen des Vergütungsausschusses stattgefunden, die Ziele für und die Gewährung von Bonifikationen festgelegt sowie den Vertrag mit dem Nachfolger von Helmut Langanger behandelt haben.

Interessenkonflikte, zustimmungspflichtige Geschäfte mit Mitgliedern des Aufsichtsrats

Zustimmungspflichtige Verträge gemäß § 95 Abs. 5 Z 12 AktienG gab es nicht; hingewiesen sei auf Transaktionen im Umfang von ca. EUR 1,4 Mrd mit RZB (Vorstandsmitglied Stepic, weniger als 1% der Bilanzsumme der Raiffeisengruppe).

Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats werden nach dem in der Geschäftsordnung ausführlich geregelten Verfahren behandelt.

Vergütung

Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung (HV) jährlich die Vergütungen der von ihr gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die HV 2009 hat für das Geschäftsjahr 2008 folgendes Vergütungsschema beschlossen:

Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder EUR

für den Vorsitzenden 29.200
für die Stellvertreter 21.900
für die Mitglieder 14.600
für den Vorsitzenden eines Ausschusses 12.000
für den stellvertretenden Ausschussvorsitzenden 10.000
für die Mitglieder eines Ausschusses 8.000

Aufgaben des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Die bei den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern angeführten Beträge wurden 2009 für das Geschäftsjahr 2008 ausbezahlt; Aufwandersatz (Reisespesen, Sitzungsgeld) ist darin nicht enthalten.

Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Name (Geburtsjahr) Funktion/Ausschussmitglied 1) Vergütung (in EUR) Dauer 1)
Rainer Wieltsch (1944) (Stv.) Vorsitzender; auch in 77.200 24.5.2002 – oHV 2014
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Mohamed Nasser Al Khaily (1966) Stv. Vorsitzender; auch in 21.931 7.6.1995 – 14.5.2008
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti (1975) Stv. Vorsitzende; auch in 37.969 14.5.2008 – oHV 2014
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Peter Michaelis (1946) (Stv.) Vorsitzender; auch in 59.900 23.5.2001 – oHV 2014
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Elif Bilgi-Zapparoli (1967) 13.5.2009 – oHV 2014
Helmut Draxler (1950) PrüfA 22.600 16.10.1990 – oHV 2014
Murtadha M. Al Hashemi (1966) PräsA, ProjA 11.203 18.5.1999 – 14.5.2008
Mohamed Al Khaja (1980) PräsA, ProjA 19.397 14.5.2008 – oHV 2014
Wolfram Littich (1959) ProjA, PrüfA 30.600 23.5.2001 – oHV 2014
Gerhard Mayr (1946) 14.600 24.5.2002 – 13.5.2009
Herbert Stepic (1946) 14.600 18.5.2004 – oHV 2014
Herbert Werner (1948) PrüfA 22.600 4.6.1996 – oHV 2014
Norbert Zimmermann (1947) ProjA, VergA 27.671 23.5.2001 – oHV 2014
Leopold Abraham (1947) PräsA, ProjA, PrüfA Die Entsendung seitens
Wolfgang Baumann (1958) PräsA, PrüfA der Konzernvertretung ist
Franz Kaba (1953) ProjA unbefristet; jedoch können
Ferdinand Nemesch (1951) ProjA, PrüfA die Arbeitnehmervertreter
jederzeit von der Konzern
Markus Simonovsky (1973) vertretung abberufen werden.

1) Erläuterung: PräsA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, ProjA = Projektausschuss, PrüfA = Prüfungsausschuss, VergA = Vergütungsausschuss, oHV = ordentliche Hauptversammlung

Peter Michaelis hat in Entsprechung seines Vorstandsvertrags mit der ÖIAG die Vergütung für seine Aufsichtsratsfunktion in der OMV Aktiengesellschaft an die ÖIAG abgetreten.

Mitwirkung der Arbeitnehmervertretung

Die Konzernvertretung hält regelmäßig Aussprachen mit dem Vorstand. Diese dienen der wechselseitigen Information über Arbeitnehmer betreffende Entwicklungen im Unternehmen.

Minderheitenrechte der Aktionäre

  • Hauptversammlung: Wenn mindestens 5% der Aktionäre dies verlangen, muss eine Hauptversammlung einberufen werden.
  • Mindestens 5% der Aktionäre können die Aufnahme von Tagesordnungspunkten verlangen.
  • Mindestens 1% der Aktionäre kann zu jedem Punkt der Tagesordnung Beschlussvorschläge übermitteln. Diese sind von der Gesellschaft auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen.
  • Mindestens 10% der Aktionäre können eine

Sonderprüfung bei Vorliegen von Verdachtsgründen für Unredlichkeiten oder grobe Verletzungen von Gesetz oder Satzung durchsetzen.

  • Bei der Hauptversammlung sind alle ordnungsgemäß angemeldeten Aktionäre zur Teilnahme, einschließlich Fragen und Abstimmung berechtigt.
  • Wahl des Aufsichtsrats: Wenn dieselbe Hauptversammlung zwei oder mehr Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat, muss über jede zu besetzende Stelle gesondert abgestimmt werden. Wenn dieselbe Hauptversammlung wenigstens drei Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat und sich vor der Abstimmung über die letzte zu besetzende Stelle ergibt, dass wenigstens ein Drittel aller abgegebenen Stimmen bei allen

vorangegangen Wahlen zugunsten derselben Person, aber ohne Erfolg abgegeben wurde, muss diese Person ohne weitere Abstimmung als für die letzte Stelle gewählt erklärt werden, sofern sie auch für diese Stelle kandidiert.

Frauenförderung

  • Das Unternehmen ist bemüht, die Entwicklung von Frauen in Führungspositionen zu fördern. Zwar ist im Vorstand der OMV Aktiengesellschaft keine Frau vertreten, doch leitet Mariana Gheorghe als Vorstandsvorsitzende der OMV Petrom SA das größte Konzernunternehmen der Gruppe. In den Aufsichtsrat der OMV Aktiengesellschaft wurden von der Hauptversammlung zwei Frauen gewählt, das sind 20% der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder.
  • Von den leitenden Positionen unterhalb der Vorstandsebene werden rund 18% von Frauen eingenommen. Der Frauenanteil im Konzern insgesamt beträgt etwa 22%. Als sehr technikorientiertes Unternehmen ist es schwierig in allen Bereichen eine adäquate Frauenquote zu erzielen, in den nicht-technischen Bereichen stellen sich die Aufnahmequoten als ausgewogen dar.
  • Im Rahmen der Karriere- und Nachfolgeplanung wird der Frauenanteil der Besetzungsquote jedes Jahr erhoben und analysiert, hier besteht noch Nachholbedarf. Für 2010 ist die Erarbeitung eines Diversity-Plans vorgesehen; dieser sollte bis spätestens September 2010 abgeschlossen sein.

Förderung von Frauen bei OMV

Wien, am 23. März 2010

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Gerhard Roiss

Werner Auli David C. Davies Helmut Langanger

Value Management

Das Geschäftsmodell von OMV als integriertes Energieunternehmen erfordert einen besonderen Fokus auf die Evaluierung langfristiger Investitionsprojekte sowie auf das Management kurzbis mittelfristiger Cashflow- und Kostenpositionen. Daher ist Value Management ein integrales Element des Führungssystems. Um unmittelbare geschäftsrelevante Unsicherheiten und Risiken sowie eventuelle Kontrollmaßnahmen angemessen zu erfassen, ist das Value Management eng mit dem Risikomanagement verbunden.

Der führenden Rolle des Value Managements wird in Planungs- und Entscheidungsprozessen sowie durch die Kennzahlen, Schlüsselindikatoren und Steuerungsfunktionen des Informationssystems von OMV Rechnung getragen. Der Value Management Ansatz von OMV ist auf folgende Fragestellungen ausgerichtet:

  • Wie schafft OMV Wert inwiefern tragen Strategien und Investitionsprojekte zu einer Wertsteigerung des Unternehmens bei?
  • Wie gut nutzt OMV das Ertragspotenzial, das durch die Umsetzung von Strategien und Investitionsprojekten geschaffen wird?
  • Wie partizipieren OMV Aktionäre an der Wertsteigerung?

Marktkapitalisierung und Unternehmenswert sind Beispiele mittel- bis langfristiger Messgrößen der Wertsteigerung. Der kurzfristige finanzielle Erfolg aus der Umsetzung von Strategien und Investitionsprojekten wird anhand verschiedener Best-Practice-Schlüsselindikatoren der Rentabilität gemessen. Auf Konzernebene ist der Return On Average Capital Employed (ROACE) eine der wichtigsten Messgrößen. Die Partizipation der Aktionäre an der Wertsteigerung wird anhand von Messgrößen wie Ausschüttungsgrad oder Total Shareholder Return gemessen.

Der zukünftige Erfolg von OMV als integriertes Energieunternehmen wird weitgehend von der Wahl der richtigen Investitionsprojekte bestimmt. Projekte werden daher anhand eines Vergleichs ihrer Rentabilität mit einer auf risikoadjustierten Kapitalkosten basierenden Mindestverzinsung evaluiert.

Im Rahmen der jährlichen Strategieplanung wird eine Corporate-Value-Analyse durchgeführt. Hierbei erfolgt eine kritische Prüfung, inwiefern die aktuelle Strategie das Wertsteigerungsziel des Konzerns widerspiegelt.

Sowohl bei der Umsetzung von Investitionsprojekten als auch im laufenden Geschäft ist Kostenmanagement essenziell, um das Ziel eines ROACE von 13% über den Geschäftszyklus zu erreichen. Kostenziele werden sowohl relativ zu Produktionskennzahlen (z.B. Produktionskosten/ boe) als auch als absolute Beträge der zu erzielenden Kostensenkungen formuliert. Besonderes Augenmerk wurde stets auf die Finanzierungsstruktur und das Working Capital Management gelegt, um das Investment Grade Kredit-Rating von OMV zu halten.

OMV trägt ihrer Strategie durch die Balanced Scorecard (BSC) Rechnung, die sowohl für den Gesamtkonzern als auch für die einzelnen Geschäftsbereiche vorliegt. Die strategische Zielerreichung in jeder einzelnen Kerndimension unserer Strategie wird anhand verschiedener finanzieller und nicht-finanzieller Kennzahlen (interne Geschäftsprozesse, Kunden, Markt, Bildung und Wachstumsziele) gemessen. Im Rahmen der finanziellen Zielsetzung sind Kostenziele ein wesentliches Element. Die BSC trägt dazu bei, die Strategieumsetzung konzernweit voranzutreiben.

Die OMV Strategie und deren erfolgreiche Umsetzung auf Basis des oben kurz beschriebenen Rahmens stellen die Grundlage eines attraktiven langfristigen Ertragspotenzials für Investoren dar.

Wertorientierte Kennzahlen
%
Ziele 1) 2009 2008 2007 2006 2005
Return On Average Capital Employed (ROACE) 13 6 12 16 18 20
Eigenkapitalverzinsung (ROE) 16–18 7 16 19 20 22
Verschuldungsgrad <–
30
33 37 24 7 –2
Ausschüttungsgrad 30 52 22 24 23 21

1) Werte basieren auf Mittelfristannahmen.

Rentabilität als Messgröße zur Umsetzung von Strategien und Investitionsvorhaben

OMV Aktie und Anleihen

Das Jahr 2009 war trotz bewegter Zeiten an den Finanzmärkten für OMV Aktionäre erfolgreich. Die OMV Aktie erholte sich beeindruckend vom drastischen Kursverfall an den Aktienmärkten im Vorjahr und gewann auf Jahressicht 64% an Wert. Dieser Kursanstieg bedeutete eine Outperformance gegenüber der Wiener Börse, wo der Leitindex Austrian Traded Index (ATX) 2009 43% zulegte.

Börsenjahr 2009: Rekordverdächtige Kursanstiege ausgehend von historischen Tiefstständen

Das dramatische Börsenjahr 2008, welches durch die globale Finanzkrise gekennzeichnet war, beeinträchtigte noch deutlich die Entwicklungen in Q1/09. Anfang März, als sich die Hiobsbotschaften von weltweiten Konjunktureinbrüchen, notwendig gewordenen Bankenrettungen und Firmenpleiten häuften, erreichten die meisten internationalen Aktienindizes Tiefststände. Obwohl sich die Realwirtschaft in einer Rezession befand und von den Auswirkungen der Finanzkrise weiterhin stark beeinträchtigt war, zogen die Kurse ab Mitte März wieder kräftig an. Der FTSE Global Energy Index, der die weltweit größten Öl- und Gasunternehmen beinhaltet, stieg 2009 um 24%. International gesehen verzeichneten alle wesentlichen Indizes auf Jahressicht deutliche Gewinne (DAX +24%, FTSEurofirst 100 +24%, Dow Jones +19%, Nikkei +21%). Auch der Wiener Aktienmarkt folgte diesem Trend, sodass der ATX auf Jahressicht 43% an Wert gewann.

Kursentwicklung und Umsätze der OMV Aktie Nach dem drastischen Kurseinbruch im Jahr 2008 entwickelte sich die OMV Aktie 2009, dem nationalen und internationalen Trend entsprechend, wieder stark positiv. Sie verzeichnete auf Jahressicht einen Anstieg von 64%. Berücksichtigt man die am 19. Mai 2009 ausgeschüttete Dividende von EUR 1,00 je Aktie, ergibt sich für die Aktionäre ein Wertzuwachs von 69% für 2009. Die Marktkapitalisierung der OMV Aktie betrug per Jahresende über EUR 9 Mrd. Die gesamte Aktienkapitalisierung österreichischer Werte an der Wiener Börse stieg um 48% auf EUR 77 Mrd. Das anhaltend negative Börsenumfeld sowie das Ausbleiben bedeutender Neunotierungen und Kapitalerhöhungen führten das zweite Jahr in Folge zu einem deutlichen Rückgang der Umsätze an der Wiener Börse. Die Aktienumsätze fielen um 49% auf EUR 73 Mrd. Die Umsätze der OMV Aktie gingen verglichen zu 2008 um 47% auf EUR 8,2 Mrd zurück. Der OMV Anteil am Aktienumsatz der Wiener Börse betrug 11%.

Outperformance der OMV Aktie

Kursentwicklung (indiziert auf 100)

OMV Aktie ISIN: AT0000743059
Börsennotierungen Wien, USA (ADR Level I)
Ticker Wiener Börse: OMV
Reuters: OMV.VI
Bloomberg: OMV AV
ADR Informationen Sponsored Level I und Rule
144A, 1 ADR entspricht 1 Aktie
Depositary JPMorgan ADR Group
4 New York Plaza, 13th Floor
New York, NY 10004, USA
Custodian Bank Austria AG,
Julius Tandler-Platz 3, 1090 Wien
Level I OMVKY, CUSIP: 670875509
ISIN: US6708755094
Rule 144A OMVZY, CUSIP: 670875301
ISIN: US6708753016
OMV Inlandsanleihe
Laufzeit; Zinssatz
ISIN: AT0000341623
2003 bis 30. Juni 2010; 3,75%
OMV Eurobond
Laufzeit; Zinssatz
ISIN: XS0422624980
2009 bis 7. April 2014; 6,25%
OMV Eurobond
Laufzeit; Zinssatz
ISIN: XS0434993431
2009 bis 22. Juni 2016; 5,25%

Genehmigung der Hauptversammlung

Ergebnisse der Hauptversammlung

Die wesentlichen Punkte der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Mai 2009 waren die Genehmigung einer Dividende von EUR 1,00 je Aktie für 2008 und die erneute Genehmigung des Aktienrückkaufprogramms, welches dem Vorstand den Rückkauf eigener Stückaktien im gesetzlich höchstzulässigen Ausmaß erlaubt. Zudem wurde die Änderung der Satzung beschlossen und die beantragte Genehmigung für eine Kapitalerhöhung bzw. Wandelschuldverschreibungen von bis zu 77.900.000 Stück Aktien erteilt. Hintergrund für die Genehmigung des Aktienrückkaufprogramms ist die Absicht, das auslaufende Aktienoptionsprogramm bzw. den neuen Long Term Incentive Plan bedienen zu können. Durch das neue Programm soll sich das Management an den Zielen der Aktionäre orientieren sowie langfristig substanziell vom Unternehmenserfolg profitieren.

Mitarbeiterbeteiligung und Aktienoptionspläne

Im Herbst 2009 gab es wie in den vergangenen Jahren ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell im Zuge dessen Mitarbeiter beim Erwerb von jeweils drei Aktien eine Gratisaktie erhielten, wobei eine Behaltefrist von zwei Jahren gilt. Durch die Ausübung von bereits bestehenden Optionsprogrammen wurden 18.180 eigene Aktien wieder abgegeben (nähere Informationen zum

Aktienoptionsplan finden Sie in der Anhangangabe 27 und unter www.omv.com).

Insgesamt hielt OMV per Jahresende 2009 durch die letzten Aktienrückkaufprogramme 1.219.695 eigene Aktien bzw. 0,41% des Grundkapitals. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien betrug somit 298.780.305 Stück. Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft beträgt EUR 300.000.000 und besteht aus 300.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien.

Bei der nächsten Hauptversammlung am 26. Mai 2010 wird der Vorstand eine Dividende von EUR 1,00 je Aktie vorschlagen. Dies entspricht dem Vorjahresniveau und stellt einen attraktiven Ausschüttungsgrad von 52% dar. Die Dividendenrendite, gemessen am Schlusskurs des Jahrs 2009, wird etwa 3,3% betragen.

Kredit-Rating

In 2009 konnte OMV das von internationalen Rating-Agenturen vergebene Kredit-Rating (A3/Moody's und A-/Fitch) weiterhin erfolgreich halten. Die starke Bonität des OMV Konzerns wird außerdem durch die weiterhin mit einem stabilen Ausblick versehene Rating-Einschätzung beider Agenturen unterstrichen.

Anleihen

In 2009 hat OMV zwei Eurobonds mit einem Gesamtvolumen von EUR 1,25 Mrd emittiert. Der erste internationale Eurobond wurde im April mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Volumen von EUR 750 Mio begeben. Auf Grund der hohen Nachfrage wurde diese Anleihe kurze Zeit später auf EUR 1 Mrd aufgestockt. Der im Juni emittierte Eurobond hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ein Volumen von EUR 250 Mio. Beide Anleihen wurden im Rahmen des neuen Euro Medium Term Note (EMTN) Programms begeben. Zudem gelang es OMV, durch die erfolgreiche Aufnahme eines Schuldscheindarlehens in Höhe von EUR 555 Mio im März, ihre Bilanz weiter zu stärken.

OMV Aktionärsstruktur

Nach einer Anteilserhöhung von International Petroleum Investment Company (IPIC), Abu Dhabi, im Dezember 2009 setzt sich die OMV

Aktionärsstruktur per Jahresende 2009 aus 48,5% Streubesitz, 31,5% ÖIAG (vertritt den Österreichischen Staat) und 20,0% IPIC zusammen. Das Grundkapital von OMV besteht aus Stammaktien und es gilt das Prinzip "one share – one vote", d.h. keine Aktie ist mit besonderen Rechten ausgestattet. Zwischen den Kernaktionären IPIC und ÖIAG besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.

Auf zahlreichen Roadshows und Konferenzen in Europa und Amerika konnten der Vorstand und das Investor Relations Team den Kontakt mit Analysten und Investoren pflegen und vertiefen. In Summe fanden mehr als 200 Einzelgespräche und Gruppenpräsentationen statt, an denen rund 500 Interessenten teilnahmen. Insgesamt widmeten die Vorstände in direkten Gesprächen rund 300 Stunden der Information von Investoren und

Investor Relations Aktivitäten

Analysten. Um Transparenz, Service und Aktualität zu gewährleisten, werden alle wichtigen Informationen und Neuigkeiten für Aktionäre, Analysten und Investoren laufend im Internet unter www.omv.com veröffentlicht.

Aktuelle Informationen im Internet

Finanzkalender Termin 1)
Trading Statement Q4 2009 29. Jänner 2010
Ergebnis Jänner–Dezember und Q4 2009 25. Februar 2010
Veröffentlichung Geschäftsbericht 2009 April 2010
Trading Statement Q1 2010 16. April 2010
Ergebnis Jänner–März 2010 7. Mai 2010
Nachweisstichtag für die HV (Sonntag) 16. Mai 2010
Ordentliche Hauptversammlung (HV) 26. Mai 2010
Dividenden-Extag 31. Mai 2010
Dividenden-Zahltag 1. Juni 2010
Trading Statement Q2 2010 20. Juli 2010
Ergebnis Jänner–Juni und Q2 2010 4. August 2010
Trading Statement Q3 2010 21. Oktober 2010
Ergebnis Jänner–Sept. und Q3 2010 10. November 2010

1) Die genannten Termine sind vorläufig und bedürfen der Bestätigung.

Investor Relations Kontakt

Angelika Altendorfer-Zwerenz OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8, 1020 Wien Tel.: +43 1 40440-21600 Fax: +43 1 40440-621600 E-Mail: [email protected] Für Geschäfts- und Quartalsberichte kontaktieren Sie uns bitte oder nutzen Sie das OMV Bestellservice unter www.omv.com.

Auf einen Blick in EUR
2009 2008 2007 2006 2005
Anzahl der ausstehenden Aktien in Mio Stück 1) 298,78 298,75 298,73 298,71 298,68
Marktkapitalisierung in EUR Mrd 1) 9,17 5,59 16,56 12,84 14,78
Aktienumsatz Wiener Börse in EUR Mrd 8,36 15,68 19,84 22,59 11,49
Höchstkurs des Jahrs 31,00 57,80 55,42 59,86 52,89
Tiefstkurs des Jahrs 18,02 16,70 39,10 37,20 20,93
Schlusskurs 1) 30,70 18,72 55,42 42,99 49,50
Ergebnis je Aktie 1,91 4,60 5,29 4,64 4,21
Buchwert je Aktie 27,10 24,77 27,24 23,36 19,73
Cashflow 2) je Aktie 6,18 10,76 6,92 6,80 7,06
Dividende je Aktie 1,00 3) 1,00 1,25 1,05 0,90
Ausschüttungsgrad in % 52 22 24 23 21
Dividendenrendite in % 1) 3,26 5,34 2,26 2,44 1,82
Total Shareholder Return in % 4) 69 -64 31 -11 125

1) Per 31. Dezember. 2) Aus der Betriebstätigkeit. 3) Dividendenvorschlag. 4) Ohne Reinvestition der Dividende.

Wirtschaftliches Umfeld

Allmähliche Erholung der Weltwirtschaft Im Laufe des Jahrs 2009 erholte sich die Weltwirtschaft allmählich von der im zweiten Halbjahr 2008 einsetzenden tiefen Rezession. Wichtige Beiträge zur Stabilisierung lieferten staatliche Interventionen zur Stützung des Bankensektors und zur Konjunkturbelebung sowie niedrige Leitzinssätze der Notenbanken. Die weltweite reale Wirtschaftsleistung sank um rund 1%, wobei die Entwicklung stark divergierte. Am stärksten betroffen waren die OECD-Länder, deren Wirtschaft im Schnitt um 3% schrumpfte, während Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einem Zuwachs von 9% in 2009 eine starke Wachstumsdynamik aufrechterhalten konnte. Das Welthandelsvolumen blieb um 12% unter dem Vorjahresniveau.

Die meisten Länder der Europäischen Union (EU) wurden vor allem vom Rückgang der Exportnachfrage massiv getroffen. Das BIP im Euroraum verminderte sich um rund 4%. Die Kosten der Konjunktur- und Arbeitsmarktstützungen ließen die Budgetdefizite auf mehr als 6% anwachsen. Die stark exportabhängige Wirtschaftsleistung Deutschlands schrumpfte mit fast 5% besonders stark, die Industrieproduktion ging sogar um 20% zurück. Auch Österreich konnte sich dem Konjunkturabschwung nicht entziehen, und das BIP sank um über 3%. In den zwölf jüngsten EU-Mitgliedsländern sank das BIP um knapp 4%, wobei es große Unterschiede in der Wirtschaftsleistung gab. In manchen Ländern wirkten sich nicht nur die Exportrückgänge, sondern auch Währungsabwertungen, rückläufige Auslandsinvestitionen und eine hohe Fremdwährungsverschuldung negativ aus. In Rumänien, das 2008 das höchste Wirtschaftswachstum der EU-Länder erzielen konnte, fiel die Wirtschaftsleistung um rund 7% auf das Niveau von 2007 zurück. Die Abwertung des rumänischen Leu gegenüber dem Euro betrug rund 15%. In der Türkei bewirkte der Wirtschaftsabschwung einen BIP-Rückgang von 6%.

Rückläufiger Weltölverbrauch Wie bereits 2008 war auch 2009 der Weltölverbrauch rückläufig und sank um 1,2 Mio bbl/d auf 85,0 Mio bbl/d. Während in den OECD-Ländern mit über 4% der stärkste Rückgang seit Anfang der achtziger Jahre zu verzeichnen war, stieg der Verbrauch der Nicht-OECD-Länder um 2% weiter an. Die weltweite Ölproduktion wurde um 1,5 Mio bbl/d auf 84,9 Mio bbl/d gedrosselt, womit die Rohöllagerbestände geringfügig sanken. Der OPEC-Marktanteil sank bei einer Tagesproduktion von 28,7 Mio bbl Rohöl und 4,7 Mio bbl NGL auf unter 40%. Die Rohölproduktion der OECD stagnierte bei 19,4 Mio bbl/d, während die Ölproduktion in Russland, in der Kaspischen Region und in Südamerika deutlich stieg.

Rohölpreis (Brent) und EUR-USD-Kurs

Der Rohölpreis der Sorte Brent lag zu Jahresbeginn am Spotmarkt in Rotterdam bei USD 40/bbl und zeigte bis Mitte März geringe Schwankungen und keinen einheitlichen Trend. Danach kletterte die Tagesnotierung für Brent-Rohöl – unterbrochen von vorübergehenden Preisrückgängen Anfang Juli und Anfang September – bis Mitte November auf knapp unter USD 80/bbl. Der durchschnittliche Brent-Preis betrug 2009 USD 61,67/bbl und lag damit um 37% unter dem Vorjahresniveau. Der Durchschnittspreis für Urals, dem Referenzölpreis für Rumänien, sank im Vergleich zu 2008 um 35% auf USD 61,18/bbl.

Die preisdämpfenden Faktoren des physischen Markts (wie z.B. der Verbrauchsrückgang, die steigenden Produktionsreserven und hohe Lagerbestände) konnten die Rohölpreisentwicklung des Jahrs 2009 nur wenig beeinflussen. Hingegen motivierte die Aussicht auf Konjunkturerholung, die Absicherung gegen USD-Schwäche und Inflation sowie das niedrige Zinsniveau viele Finanzmarktakteure sich verstärkt am Öl-Terminmarkt zu engagieren. Die anhaltende Contango-Marktlage (Terminpreise höher als Tagespreise) führte auch zu verstärktem Arbitrageverhalten

und zu Lageraufbau vor allem bei Mitteldestillaten. Am Rotterdamer Mineralölproduktenmarkt war dadurch auch der Preisrückgang für Mitteldestillate (in EUR) mit einem Minus von 40% ausgeprägter als bei anderen Produktgruppen, die um rund 30% unter dem Vorjahresniveau lagen. Auf Grund der hohen Lagerbestände und der geringen Nachfrage sanken die Raffineriemargen um über 60% und die Auslastung der Raffinerien ging zurück.

Der EUR-USD-Wechselkurs betrug im Jahresdurchschnitt 1,39 gegenüber 1,47 im Vorjahr – der USD konnte somit leicht an Stärke gewinnen.

Der Energieverbrauch in Österreich zeigte einen signifikanten Rückgang um 5% auf rund 1.360 Petajoule. Der Erdgasverbrauch der Endkunden sank gegenüber 2008 um 2% auf 8,2 Mrd m³. Die Inlandsproduktion konnte um 9% auf 1,7 Mrd m³ gesteigert werden, die Nettoimporte wurden um 4% reduziert. Die Erdgasspeicher mit einer Lagerkapazität von 4,1 Mrd m³ wurden bis zum Jahresultimo mit 3,7 Mrd m³ Erdgas aufgefüllt, was einem Füllungsgrad von über 90% entspricht.

Der Mineralölproduktenabsatz in dem für OMV relevanten Markt (Mittel- und Südosteuropa sowie Türkei) ging 2009 um 5% auf rund 109 Mio t zurück. Dieser deutliche Nachfragerückgang war im Wesentlichen eine Folge der Wirtschaftskrise, wobei der Absatz von Flugturbinenkraftstoffen um 8% sank und der Verbrauch von Dieselkraftstoff mit 4% erstmals seit vielen Jahren rückläufig war. Der Absatz an Ottotreibstoffen ging um 3% zurück, womit sich der Trend der Vorjahre fortsetzte. Der Rückgang von Heizöl (Extra)leicht im Ausmaß von 12% ist im Zusammenhang mit der atypisch hohen Nachfrage des Jahrs 2008 zu sehen. Die Entwicklung von Heizöl Schwer war sehr heterogen und zeigte insgesamt eine Minderung von 18%, die durch niedrigere Einsatzmengen der Kraftwerke und der Industrie bedingt war. Ein deutlicher Verbrauchszuwachs wurde lediglich in Rumänien registriert.

In der Marktregion Mittel- und Osteuropa (Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Norditalien, Österreich, Slowakei, Slowenien, Süddeutschland, Tschechische Republik und Ungarn) war eine Abnahme des Gesamtmarktvolumens von Mineralölprodukten von 6% zu verzeichnen. Während das Absatzminus bei Treibstoffen bei 3% lag, war es bei Heizölen mit 12% besonders stark ausgeprägt. In Österreich blieb die gesamte Absatzmenge für Mineralölprodukte mit 11,1 Mio t um mehr als 6% unter dem Vorjahreswert. Bei Treibstoffen gab es sowohl bei Benzin (-1%) als auch bei Dieselkraftstoff (-4%) einen Rückgang. Markant waren auch die niedrigeren Absätze bei Flugturbinenkraftstoff (-11%), Heizöl (Extra)leicht (-14%) und bei Heizöl Schwer (-27%).

In Südosteuropa (Bulgarien, Moldawien, Rumänien und Serbien) war insgesamt eine Verbrauchsabnahme von fast 7% zu verzeichnen. In Rumänien – dem größten Absatzgebiet dieser Region – stand einer sprunghaft angestiegenen Nachfrage nach Heizöl Schwer (+42%) ein Rückgang bei Diesel (-7%) und bei sonstigen Produkten (-16%) gegenüber. Eine leichte Nachfragesteigerung von 1% gab es bei Ottokraftstoffen.

In der Türkei ging die Nachfrage nach Mineralölprodukten um rund 5% zurück. Auch hier war der Rückgang bei Heizölen wesentlich deutlicher als bei Treibstoffen. Das Absatzvolumen verminderte sich bei Ottokraftstoffen um 3% und bei Diesel um 4%.

Mineralölproduktenverbrauch in Mio t Deutlicher

Nachfragerückgang bei Mineralölprodukten

Integration

Der Schwerpunkt der OMV Aktivitäten liegt auf den drei Geschäftsbereichen Exploration und Produktion, Raffinerien und Marketing sowie Gas und Power.

Als integrierter Energieversorger profitiert OMV von Synergien entlang der gesamten Wertschöpfungskette und erlangt dadurch einen Wettbewerbsvorteil. Wir suchen auch nach Möglichkeiten, Ausgaben zu kürzen und Erträge zu erhöhen, indem wir Synergien innerhalb der Geschäftsbereiche herstellen.

Unser integrierter Ansatz unterscheidet uns von unseren Mitbewerbern und verschafft uns eine günstige Position, die Herausforderungen der Branche, in der wir tätig sind, bestmöglich zu bewältigen.

"Wie viele Geschäftsbereiche braucht es, um die Ernte einzubringen?"

"Aller guten Dinge sind drei."

Exploration und Produktion

Der Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) litt 2009 stark unter dem volatilen geschäftlichen Umfeld. Die Inbetriebnahme der Felder Maari (Neuseeland) und Komsomolskoe (Kasachstan), zusammen mit verschiedenen Produktionssteigerungsmaßnahmen, kompensierten die negativen Auswirkungen durch den natürlichen Produktionsabfall, die OPEC-Quote, den Mengenrückgang in Großbritannien sowie die erstmalige Nichteinbeziehung von Inertgasen in die Produktionsmengen.

Solides Ergebnis trotz niedrigeren Preisniveaus

Das EBIT sank um 36% auf EUR 1.450 Mio (davon Petrom: EUR 582 Mio), hauptsächlich in Folge von signifikant niedrigeren Öl- und Gaspreisen, was durch die Aufwertung des USD nur teilweise kompensiert wurde. Der durchschnittlich realisierte Ölpreis des Konzerns sank in USD um 32%, der durchschnittlich realisierte Gaspreis in EUR um 15%. Sondereffekte betrafen vor allem außerordentliche Abschreibungen, Personalrestrukturierungskosten sowie Veräußerungserlöse. Damit sank das EBIT vor Sondereffekten um 41% auf EUR 1.517 Mio (davon Petrom: EUR 633 Mio).

Produktion auf Niveau des Vorjahrs

Die Produktion von Erdöl, NGL und Erdgas lag bei 115,5 Mio boe (davon Petrom: 68,3 Mio boe) und damit auf dem Niveau von 2008, obwohl Inertgase (Nicht-Kohlenwasserstoffgase, die nicht verkauft werden können, ca. 5.000 boe/d) in Österreich und Pakistan nicht mehr als Teil der Produktion ausgewiesen wurden und sich auch die OPEC-Quote in Libyen negativ auf die Fördermengen auswirkte. Im Schnitt lag die Förderrate bei 317.000 boe/d (davon Petrom: 187.000 boe/d), stieg jedoch in Q4/09 signifikant auf 327.000 boe/d. Höhere Produktionsmengen in Neuseeland, im Jemen und in Österreich kompensierten die Mengenrückgänge in Rumänien, Libyen, Pakistan, Tunesien und Großbritannien. Die Produktionskosten exklusive Förderzins (OPEX) sanken um 16% auf USD 12,0/boe (2008: USD 14,3/boe).

Erweiterung des Explorationsportfolios

OMV verzeichnete mit Funden in Rumänien, Österreich, Tunesien, Neuseeland, Russland, Libyen und Großbritannien ein weiteres erfolgreiches Jahr in der Exploration. Von 33 Bohrungen (23 Explorations- und 10 Erweiterungsbohrungen) waren 13 fündig, was einer Erfolgsquote von 39% entspricht. In der Region Kurdistan im Irak, in Rumänien, Pakistan, der Slowakei, in Tunesien und Libyen wurden umfangreiche seismische Daten akquiriert, um das Explorationsportfolio für zukünftige Aktivitäten signifikant zu stärken. Die Fundkosten im 3-Jahres-Durchschnitt sanken auf Grund erfolgreicher Explorationsaktivitäten auf USD 5,2/boe (2008: USD 6,0/boe).

Die sicheren Kohlenwasserstoffreserven per 31. Dezember 2009 betrugen 1.188 Mio boe (davon Petrom: 854 Mio boe), die sicheren und wahrscheinlichen Öl- und Gasreserven beliefen sich auf 1.870 Mio boe (davon Petrom: 1.254 Mio boe). Damit stieg die Reservenersatzrate im 3-Jahres-Durchschnitt auf 71% (2008: 55%). Die Reservenersatzrate des Konzerns im Jahr 2009 belief sich auf 85% (2008: 91%); in Rumänien sank sie auf 70% (2008: 71%) und in den übrigen Ländern auf 104% (2008: 122%).

In Österreich stieg die Produktion mit 40.300 boe/d (2008: 37.600 boe/d) auf das höchste Niveau seit 1980, obwohl Inertgase erstmals nicht in die Produktionsmengen einbezogen wurden. Höhere Gasmengen wurden vor allem in den Gasfeldern Strasshof und Ebenthal erzielt.

OMV und NAFTA a.s. setzten ihre gemeinsamen geologischen Studien im slowakischen Teil des Wiener Beckens und die Vorbereitungen für die Explorationsbohrung Husky-1 fort.

Auf einen Blick

2009 2008 D
3.797 5.089 -25%
1.450 2.274 -36%
1.500 2.328 -36%
115,5 115,9 0%
1.188 1.206 -1%

1) Exklusive Zwischengewinneliminierung; der Vergleichswert für 2008 wurde entsprechend angepasst.

In Rumänien hält Petrom Explorationslizenzen für 15 On- und zwei Offshore-Blöcke mit einer Gesamtfläche von 59.100 km² (davon 13.730 km² Offshore) und betreibt 256 Öl- und Gasfelder mit einer Produktion von 180.800 boe/d (2008: 188.500 boe/d). Der geringfügige Rückgang der Ölförderung war auf den natürlichen Produktionsabfall und eine geringere Zahl neuer Bohrungen, als Konsequenz der Investitionspriorisierung zurückzuführen. Die Gasförderung wurde durch einen Nachfragerückgang in Folge von Teilstillständen bei lokalen Düngemittelherstellern und anderen industriellen Abnehmern beeinträchtigt. Die erste Ölproduktion aus der Offshore-Bohrung Delta 6 wurde im Juli erzielt, Lebada Vest 4 begann im August zu produzieren. Beide Bohrungen repräsentieren mehr als 10% der rumänischen Offshore-Produktion. Im Joint Venture mit ExxonMobil wurde im November die Akquisition von 3D-Seismik im Tiefwasserblock Neptun im Schwarzen Meer abgeschlossen. Mit einer Fläche von rund 3.200 km² war es das bisher größte Gebiet in Rumänien, das 3D-seismisch untersucht wurde. Im Rahmen der Verbesserung der HSE-Kultur gelang es, die jährliche Lost Time Injury Rate (Anzahl der Unfälle pro Million Arbeitsstunden, die mehr als einen Tag Abwesenheit vom Arbeitsplatz verursachen) signifikant von 0,69 in 2008 auf 0,20 in 2009 zu senken.

In Kasachstan stieg die Förderung um 9% auf 6.300 boe/d (2008: 5.700 boe/d), eine Folge der Inbetriebnahme des Ölfelds Komsomolskoe im Juni, die den natürlichen Produktionsabfall in den Feldern der Tasbulat Oil Company (Tasbulat, Turkmenoi, Aktas) mehr als kompensierte. Mit Wirkung vom 31. Dezember akquirierte Petrom das Unternehmen Korned LLP, den Eigentümer des Ölfunds Kultuk, 34 km nordwestlich von Komsomolskoe.

In Russland gelang mit Lugovaya-1 in der Kamenski-Lizenz (Provinz Saratov) der erste Explorationserfolg, wobei eine Förderleistung von rund 2.500 bbl/d plus zusätzlichem Gas und Kondensat in anderen Formationen erzielt wurde.

In Großbritannien sank die Förderung auf 6.400 boe/d (2008: 7.800 boe/d). Gründe dafür waren ein unerwartet langer Wartungsstillstand im Feld Schiehallion in Folge der Überholung des FPSO-Schiffs (Floating Production Storage and Offloading) sowie ein hoher natürlicher Produktionsabfall des Felds, was durch eine höhere Produktion im Beryl-Gebiet und im Jade-Feld nur teilweise kompensiert wurde. Das signifikante Potenzial des Rosebank-Funds wurde durch eine zusätzliche Erweiterungsbohrung und eine Ablenkungsbohrung bestätigt. Das Highlight in Großbritannien war das Abteufen der Tornado-Explorationsbohrung, westlich der Shetland-Inseln, der ersten Tiefwasser-Bohrung unter OMV Betriebsführerschaft, die zu einem Öl- und Gasfund führte.

Außerdem erweiterte OMV ihre Explorationsflächen westlich der Shetland-Inseln, indem sie von Eni einen Anteil von 20% an der Lizenz L005 vor den Färöer Inseln erwarb.

OMV stärkte ihr Explorationsportfolio in Norwegen durch den Erwerb dreier Lizenzen in der Barentssee und einer Lizenz in der norwegischen Nordsee. OMV hält nun acht Lizenzen in Norwegen, fünf davon als Betriebsführer.

In Libyen sank die Produktion in Folge der Kürzung der OPEC-Quote auf 29.400 bbl/d (2008: 33.900 bbl/d). Die Entwicklung der Felder NC186 I und NC115 R im Murzuq-Becken wurde fortgesetzt. Die Entwicklung der Felder NC186 J und K wurde aufgenommen, und im Dezember wurde die erste Ölproduktion aus dem J-Feld erzielt. Außerdem wurde im Block NC115 eine 3D-seismische Untersuchung eines 3.800 km² großen Gebiets gestartet. Feldentwicklungspläne für die Neuentwicklung des Nafoora-Augila-Felds und Maßnahmen zur Mengensteigerung in den Intisar-Feldern (Sirte-Becken) sowie für die G- und H-Funde im Block NC200 (Murzuq-Becken) wurden der nationalen Ölgesellschaft vorgelegt.

In Tunesien sank die Förderung auf 7.400 boe/d (2008: 9.000 boe/d), was vor allem auf den natürlichen Produktionsabfall in den maturen Feldern Ashtart und TPS zurückzuführen war. In Ashtart wurde ein Modernisierungsprojekt mit dem Ziel gestartet, dem natürlichen Produktionsabfall entgegenzuwirken. Ende des Jahrs begann OMV OPEC-Quote beeinflusste Mengen in Libyen eine Bohrkampagne zur Exploration und Evaluierung des von OMV betriebenen Blocks Jenein Sud im südlichen Tunesien. Weitere Explorationsaktivitäten fanden im Sidi Mansour Block – ebenfalls unter OMV Betriebsführerschaft – im Golf von Gabes statt, wo die Akquisition von 500 km 2D-Seismik erfolgreich abgeschlossen wurde.

In Ägypten führte die Evaluierung der akquirierten 3D-Seismik im Offshore-Block 11 (Obayeid) zur Identifikation mehrerer interessanter Explorationschancen. Die Suche nach potenziellen Partnern wurde aufgenommen.

In Pakistan sank die Produktion auf 14.300 boe/d (2008: 17.000 boe/d), was auf den Abzug von Inertgasen und eine geringere Produktion des Miano-Felds zurückzuführen war. Eine Studie zu Explorationsmöglichkeiten von unkonventionellem Gas wurde abgeschlossen, wobei potenzielle Ziele und Zukunftsperspektiven ermittelt wurden.

Akquisition in der Region Kurdistan im Irak

In den zwei Explorationsblöcken Mala Omar und Shorish in der Region Kurdistan im Irak wurden die Akquisition und die Auswertung umfangreicher 2D-Seismik abgeschlossen. Mit der Explorationsbohrung Shorish-1 wurde im Dezember 2009 begonnen. Im Mai 2009 wurde ein Anteil von 10% an der Pearl Petroleum Company Limited erworben. Die Akquisition eröffnet den Zugang zu zwei großen Gasfeldern, die evaluiert und in der Folge entwickelt und in Produktion genommen werden sollen. Die Gasfelder Khor Mor und Chemchemal verfügen über signifikante Gasreserven und mögliche weitere Ressourcen, darunter Kondensate und LPG.

Das Ölfeld Habban im Jemen trug 6.300 bbl/d zur Produktion bei (2008: 3.300 bbl/d), und die Implementierungsphase wird mit 17 Bohrungen vorangetrieben. Die Errichtung der zentralen Verarbeitungsanlage sowie die Vorbereitungen für den Bau einer Ölexportpipeline machen Fortschritte.

OMV konnte die nicht zum Kerngeschäft gehörenden Assets in der Timorsee in Australien veräußern. Derzeit bereitet OMV die Akquisition von 3D-Seismik in den NW Shelf-Blöcken vor.

Weltweites Explorations- und Produktionsportfolio

In Neuseeland wurde die Produktion durch die Inbetriebnahme des Ölfelds Maari in Q1/09 mit 24.700 boe/d (2008: 13.100 boe/d) beinahe verdoppelt. Die Bohrkampagne im Maari-Feld umfasste sechs Entwicklungs- und drei Injektionsbohrungen. Um die Manaia-Struktur in der Maari-Lizenz zu evaluieren und in Produktion zu nehmen, wurde eine Extended-Reach-Bohrung mit einer Gesamtlänge von rund 8.000 m von der Bohrplattform aus erfolgreich abgeteuft.

Ausblick 2010

In E&P wird eine Produktionssteigerung auf rund 325.000 boe/d erwartet, da die neuen Ölfelder Maari und Komsomolskoe, die in Q1/09 bzw. Q2/09 in Betrieb genommen wurden, ihre maximale tägliche Förderleistung erreichen und damit nennenswert zur Gesamtproduktion beitragen werden. Das Produktionsziel berücksichtigt ebenfalls die erwarteten Produktionsbeschränkungen durch die OPEC-Quote sowie die Nichtberücksichtigung der Inertgase in Österreich und Pakistan in der ausgewiesenen Produktion. Zudem wurde das Potenzial bestimmter Felder in Österreich und Rumänien neu evaluiert. Um das E&P-Portfolio weiter zu stärken, plant OMV rund 40 Explorations- und Entwicklungsbohrungen abzuteufen, etwa ein Viertel mehr als 2009. Im kürzlich

erworbenen Ölfund Kultuk (Kasachstan) ist als erste Aktivität die Akquisition einer 3D-Seismik vorgesehen. Mit der Explorationsbohrung Husky-1 (Slowakei) wurde Anfang 2010 begonnen. In der Region Kurdistan im Irak wird in H1/10 die erste Explorationsbohrung unter OMV Betriebsführerschaft abgeschlossen. In Großbritannien sind konzertierte Anstrengungen zur Evaluierung des Tornado-Funds sowie umfangreiche technische Arbeiten vorgesehen, um die Entwicklung der Funde Rosebank und Cambo (westlich der Shetland-Inseln) voranzutreiben. Schwerpunkte in Rumänien werden das Projekt zur Erleichterung der Gasförderung aus Niedrigdruckbohrungen in Hurezani mit der Errichtung einer Kompressorstation, sowie die Planung und Durchführung von Neuentwicklungsprojekten und die Straffung der Organisation sein. Um den natürlichen Förderabfall zu minimieren, wird die Konzentration auf das Lagerstättenmanagement, Anschlussbohrungen und ein fokussiertes Wartungsprogramm fortgesetzt. E&P wird sich weiter auf strenge Kostenkontrolle und Projektpriorisierung konzentrieren, um dem volatilen Umfeld Rechnung zu tragen. Im Hinblick auf das Produktionswachstum wird der Schwerpunkt auf der Akquisition von Reserven und produzierenden Feldern liegen.

Produktion 2009

Erdöl und NGL Erdgas
in Mio t in Mio bbl in bcf in Mio boe in Mio boe
Österreich 0,9 6,4 50,1 8,3 14,7
Petrom 4,6 33,5 188,2 34,8 68,3
Nordwesteuropa 0,2 1,4 5,5 0,9 2,3
Nordafrika 1,8 13,5 13,5
Mittlerer Osten 0,3 2,3 31,4 5,2 7,5
Australien/Neuseeland 0,7 5,5 22,1 3,7 9,2
Gesamt 8,5 62,6 297,2 53,0 115,5

Sichere Reserven zum 31. Dezember 2009

Erdöl und NGL Erdgas Gesamt
in Mio t in Mio bbl in bcf in Mio boe in Mio boe
Österreich 7,2 50,8 443,8 74,0 124,7
Petrom 63,6 458,1 2.141,3 395,8 853,9
Nordwesteuropa 2,0 14,8 31,0 5,2 19,9
Nordafrika 14,8 112,1 112,1
Mittlerer Osten 2,6 19,8 107,8 18,0 37,7
Australien/Neuseeland 2,6 19,4 121,8 20,3 39,7
Gesamt 92,7 674,9 2.845,7 513,2 1.188,1

Steigerung der Produktion erwartet

Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

Das Ergebnis im Bereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) war durch das schwache wirtschaftliche Umfeld stark belastet: Die Raffineriemargen fielen dramatisch, was insbesondere auf niedrige Spannen für Mitteldestillate in Folge einer schwachen Nachfrage und hoher Lagerbestände in Europa zurückzuführen war. Die Petrochemie-Margen gerieten stark unter Druck, und auch das Marketing-Geschäft litt unter rückläufigen Margen und Verkaufsmengen. Andererseits kam es auf der Kostenseite zu weiteren Verbesserungen: Die Konsolidierung der Tankstellennetze, strenge Kostenkontrolle und Programme zur Steigerung der Rentabilität sowie die Restrukturierung des Marketing-Geschäfts erhöhten die Effizienz. Auch Petrom erzielte große Fortschritte in der Restrukturierung.

Starker Rückgang der Mitteldestillat-Aufschläge

Starker Rückgang der Raffineriemargen und Sonderaufwendungen beeinträchtigten Ergebnis 2009 war durch einen starken Rückgang der Mitteldestillat-Aufschläge in Folge schwacher Nachfrage und hoher Lagerbestände geprägt. Die Raffineriemargen gerieten unter Druck und fielen auf ein historisches Tief. Mit EUR -222 Mio liegt das CCS EBIT vor Sondereffekten erheblich unter den EUR 602 Mio von 2008. Darin nicht enthalten sind Netto-Sonderaufwendungen von EUR 93 Mio vor allem auf Grund der Entscheidung, den Investitionsplan für die Modernisierung von Petrobrazi zu überarbeiten. Der Margenrückgang konnte durch positive Lagereffekte von rund EUR 170 Mio in Folge der steigenden Rohölpreise nicht kompensiert werden. Daher betrug das EBIT EUR -143 Mio.

Das Raffinerieergebnis war durch einen starken Rückgang der Raffineriemargen belastet. Der negative Effekt der rückläufigen Mitteldestillat-Aufschläge konnte durch die gesunkenen Kosten für den Eigenenergieverbrauch, eine Folge der gegenüber 2008 niedrigeren Rohölpreise, nicht kompensiert werden. Die niedrigen Mitteldestillat-Aufschläge erwiesen sich für die Raffinerien West als erhebliche Belastung, da deren Produktenausbeute stark von Mitteldestillaten geprägt ist. Trotz der um 6% gestiegenen Verkaufsmengen verschlechterte sich das EBIT des Petrochemie-Geschäfts in Österreich und Deutschland in Folge der geringeren Produktenmargen. Die

Kapazitätsauslastung der Raffinerien sank auf 82%, was den Rückgang der Raffinerie-Verkaufsmengen um 5% auf Grund der durch das schwierige wirtschaftliche Umfeld gedämpften Nachfrage widerspiegelte. Die Auslastung in den Raffinerien West lag auf dem Niveau von 2008, während sie bei Petrom fiel, was hauptsächlich auf den Betriebsstopp der Raffinerie Arpechim im November auf Grund des ungünstigen Marktumfelds zurückzuführen war. In Folge der Schwäche des Petrochemie-Geschäfts war der Steam-Cracker in Arpechim das ganze Jahr 2009 hindurch nicht in Betrieb. Der Erfolg der weiteren Restrukturierungsaktivitäten bei Petrom konnte die negativen Auswirkungen des Marktrückgangs zum Teil kompensieren.

Jahresnominalkapazitäten der Raffinerien

Mio t
Raffinerien West
Schwechat 9,6
Burghausen 3,6
Bayernoil 4,6
Raffinerien Ost
Petrobrazi 4,5
Arpechim 3,5
Gesamt 25,8

Das Marketing-Geschäft war gegenüber 2008 rückläufig. Aktives Kostenmanagement und die erfolgreiche Restrukturierung des Tankstellennetzes von Petrom, die zu einer Steigerung der

Auf einen Blick

2009 2008 D
Bereichsumsatz in EUR Mio 13.900 20.883 -33%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio -143 -105 35%
Investitionen in EUR Mio 347 894 -61%
Produktenabsatz Raffinerien in Mio t 21,49 22,64 -5%
Marketing-Verkaufsmengen in Mio t 17,41 18,45 -6%

Verkaufsmengen im Retail-Geschäft in Rumänien führte, konnten die negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise nicht kompensieren. Insgesamt sanken die Marketing-Verkaufsmengen gegenüber 2008 um 6%, wobei die Margen sowohl im Commercial- als auch im Retail-Geschäft unter dem Niveau des Vorjahrs lagen.

Modernisierung der Raffinerien West abgeschlossen

Mit einem umfangreichen Investitionsprogramm wurden die Raffinerien West in den letzten fünf Jahren erfolgreich restrukturiert. Diese Modernisierungsmaßnahmen stärkten die Position der Raffinerien West, insbesondere im Zusammenhang mit dem erwarteten mittelfristigen Wachstum der Nachfrage nach Mitteldestillaten, und werden sich positiv auf die Effizienz auswirken. In Q2/09 wurde das Programm mit der Inbetriebnahme des thermischen Crackers in Schwechat abgeschlossen. Diese Investition ermöglicht OMV eine Erhöhung der Rückstandskonversion. Dadurch können schwerere Rohöle eingesetzt und gleichzeitig höherwertige Produkte erzeugt werden. Trotz des ungünstigen wirtschaftlichen Umfelds lag die Kapazitätsauslastung der Raffinerien West mit 88% auf einem in Westeuropa überdurchschnittlich hohen Niveau, eine Folge der starken vertikalen Marktintegration von OMV.

Effizienzsteigerung in Marketing durch Konsolidierung und Kostensenkungsinitiativen

Durch die Fortsetzung einiger Projekte zur Optimierung und Effizienzsteigerung konnten die Auswirkungen des schlechten wirtschaftlichen Umfelds teilweise kompensiert werden. Durch Kostensenkungsinitiativen, Maßnahmen zur Prozessoptimierung sowie die Straffung der Organisation wurde eine substanzielle Verringerung der Fixkosten erzielt. Die laufende Optimierung des Tankstellennetzes, die 2009 zu einem Verkauf weiterer 100 unrentabler Tankstellen sowie zur Entscheidung zum Ausstieg aus dem italienischen Markt führte (wirksam mit Q1/10), leistete einen Beitrag zur Effizienzsteigerung im Marketing-Geschäft. Neben der Optimierung des bestehenden Netzes liegt der Schwerpunkt im Retail-Geschäft weiterhin auf einer Premiummarken-Strategie, mit selektiven Investitionen in qualitativ hochwertige Standorte. Das Premium-Tankstellennetz von OMV generiert hohe Kundenloyalität und hilft, unseren hohen Marktanteil zu halten. Die Zahl der Tankstellen verringerte sich geringfügig auf 2.433, während der durchschnittliche Durchsatz trotz des sich abschwächenden Marktumfelds mit 3,4 Mio Liter konstant blieb.

steigerung in Marketing

Effizienz-

Tankstellen-Anzahl und VIVA Shops

Das Non-Oil-Geschäft leistete 2009 einen signifikanten Ergebnisbeitrag. Nicht zuletzt durch die starke Position der Marke VIVA konnten die Shop-Umsätze trotz der Wirtschaftskrise und rückläufiger Konsumausgaben auf einem hohen Niveau gehalten werden. Im Commercial-Geschäft werden eine weitere Straffung der Kundenbasis und ein verstärkter Fokus auf Wachstumsprodukte wie Bitumen, Diesel und Flugtreibstoff die Profitabilität erhöhen. Die Entscheidung zum Verkauf des Heizöl-Endkunden-Geschäfts in Österreich wird ebenfalls zur Effizienzsteigerung beitragen.

Petrom: Solider Beitrag des restrukturierten Marketing-Geschäfts; Investitionsplan für Raffinerien überarbeitet

Schwerpunkt der Aktivitäten war weiterhin die Integration und Restrukturierung von Petrom. Mit dem gelungenen Turnaround im Marketing-Geschäft leistet Petrom Marketing weiter einen starken Ergebnisbeitrag. Im nun vollständig modernisierten Tankstellennetz in Rumänien stieg der jährliche Durchsatz je Tankstelle weiter auf 4,8 Mio Liter, gegenüber ursprünglich 2 Mio Liter je Tankstelle im Jahr 2004. Die Retail-Verkaufsmengen von Tankstellen der Marke Petrom erhöhten sich daher trotz des schwächeren wirtschaftlichen Umfelds um 12%. In Moldawien wurde die Restrukturierung des Tankstellennetzes fortgesetzt. Die Mehrheit der Tankstellen in Moldawien wird nun unter einem Pächtersystem betrieben.

Modernisierung der Tanklager bei Petrom

Die Hauptaktivitäten im Commercial-Geschäft waren der Erwerb eines weiteren Anteils an Petrom Aviation (Aufstockung der Beteiligung von 69,4% auf 95,6%) sowie die weitere Optimierung der LPG-Aktivitäten. Das Tanklager-Restrukturierungsprogramm wird fortgesetzt. Im Oktober 2009 wurde in Jilava das erste moderne, westlichen Standards entsprechende Tanklager eröffnet. Ein weiteres Tanklager ist derzeit in Bau und wird 2010 in Betrieb gehen. Bereits außer Betrieb genommene, alte Terminals werden abgebaut, die Standorte geschlossen.

Auch bei einem Standorterneuerungsprojekt in der Raffinerie Petrobrazi werden alte Anlagen entfernt sowie Dekontaminierungs- und Rekultivierungsmaßnahmen gesetzt, ein Beitrag zur Verbesserung der Umwelt- und Sicherheitsstandards. Die Einführung eines Programms zur Förderung der Sicherheitskultur half Petrom, die Leistung im Bereich Sicherheit weiter zu verbessern und die OMV Standards zu erreichen.

Das umfassende Modernisierungsprogramm für die rumänischen Raffinerien wurde fortgesetzt und führte zu ersten Verbesserungen bei der Ausbeutestruktur. Bei Petrobrazi wurde eine neue FCC (Fluid Catalytic Cracker) Post Treater-Anlage in Betrieb genommen, was Petrom ermöglichte, ab Q1/09 die europäischen Produktenspezifikationen zu erfüllen. Auf Grund neuer

Marktgebiet von OMV in Raffinerien und Marketing

Marktentwicklungen wurde der ursprüngliche Investitionsplan für die Modernisierung von Petrobrazi überarbeitet. Die Raffineriekapazität wird auf 4,2 Mio t angepasst, womit die inländische Rohölproduktion von Petrom zur Gänze verarbeitet werden kann. Petrom wird zwischen 2010 und 2014 EUR 750 Mio in die weitere Modernisierung und die Instandhaltung des Werks in Petrobrazi investieren. Ende 2009 wurden die Verhandlungen mit Oltchim über den Transfer des Petrochemie-Geschäfts von Arpechim abgeschlossen; die Veräußerung wurde mit Q1/10 rechtskräftig.

Herausforderndes Jahr für Borealis

Die Maßnahmen, die zur Kompensation des Rückgangs in der petrochemischen Industrie ergriffen wurden, wirkten sich positiv auf das Ergebnis von Borealis aus. Trotz eines weiteren Verbrauchsrückgangs um 7% in Westeuropa stiegen die Verkaufsmengen von Borealis gegenüber 2008 um 4%. Die Performance verbesserte sich auch durch den Fokus auf Operational Excellence und Wettbewerbsfähigkeit bei den Kosten. Durch die gesunkene Cracker-Auslastung und ein volatiles Marktumfeld gerieten die Industriemargen und damit auch die Borealis-Margen jedoch weiter unter Druck.

Borouge – ein 40:60-Joint Venture zwischen Borealis und der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) – entwickelte sich 2009 weiterhin zufriedenstellend. Das Projekt Borouge 2 zur Erweiterung der jährlichen Produktionskapazität bei Polyolefinen in H2/10 auf 2 Mio t geht planmäßig voran. Auch der geplante weitere Ausbau auf 4,5 Mio t bis 2013 (Borouge 3) macht gute Fortschritte; die Arbeit an der FEED-Phase (Front-End Engineering and Design) begann 2009.

Highlights des Investitionsprogramms von Borealis in Europa waren die technische Fertigstellung einer 350.000 t/Jahr Niederdruck-Polyethylen-Anlage in Stenungsund, Schweden, (geplante Inbetriebnahme in H1/10), die Eröffnung des internationalen Innovationszentrums in Linz, Österreich. Die geringe Nettoverschuldung von Borealis ermöglicht dem Unternehmen, während des gesamten Konjunkturzyklus in Wachstumsprojekte zu investieren.

Solider Ergebnisbeitrag von Petrol Ofisi

Zum 31. Dezember 2009 hielt OMV einen Anteil von 41,58% an Petrol Ofisi, dem Marktführer im Tankstellen- und Commercial-Geschäft in der Türkei. Das Betriebsergebnis von Petrol Ofisi war durch das schwache wirtschaftliche Umfeld belastet. Auf Grund der weit über dem europäischen Durchschnitt liegenden Margen sowie der Stabilität der TRY gegenüber dem USD im Jahr 2009 stieg der Beitrag von Petrol Ofisi zum Finanzergebnis des OMV Konzerns jedoch von EUR 10 Mio im Jahr 2008 auf EUR 40 Mio im Jahr 2009.

Ausblick für 2010

Der Bereich Raffinerien und Marketing wird weiter unter den Auswirkungen der schlechten Margen im Raffinerie- und Petrochemie-Geschäft leiden. Zwar dürften die Raffineriemargen auf dem niedrigen Niveau von 2009 bleiben, doch könnten die Margen im Petrochemie-Geschäft auf Grund von Produktenimporten aus dem Mittleren Osten weiter sinken. In Schwechat ist in Q2/10 ein Stillstand der Rohöldestillationsanlage geplant. In Petrobrazi ist ein Stillstand für April geplant, und die Arpechim-Raffinerie wird auf Grund des schlechten Margenumfelds im Stop&Go-Modus betrieben. Insgesamt erwarten wir daher, dass die Kapazitätsauslastung unter dem Niveau von 2009 liegen wird. Der Bau der Ethylen Pipeline Süd (EPS) wird fortgesetzt und voraussichtlich 2010 abgeschlossen. Die EPS wird den Petrochemie-Standort Bayern (Deutschland) stärken. Im Marketing-Geschäft wird erwartet, dass sowohl die Verkaufsmengen als auch die Margen unter Druck geraten, da die Auswirkungen der Wirtschaftskrise 2010 anhalten werden. Der Ausstieg aus dem Retail-Geschäft in Italien Ende 2009 sowie weitere Verkäufe unrentabler Tankstellen stellen eine Optimierung des gesamten Tankstellennetzes dar. Durch striktes Kostenmanagement im Raffinerie- und Marketinggeschäft sowie eine Straffung der Organisation soll die Profitabilität in einem generell schwachen wirtschaftlichen Umfeld gestärkt werden. Bei Petrom wird die Implementierung des überarbeiteten Petrobrazi Raffinerie-Investments gestartet.

Petrol Ofisi operativ stark, aber negative Währungseffekte

Stärkung der Profitabilität durch Straffung der Organisation

Gas und Power

In 2009 konnte der Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) gleich mehrere wichtige Meilensteine in der Umsetzung seiner Strategie realisieren: Im Logistikbereich wurde mit dem zwischenstaatlichen Abkommen zwischen den Nabucco Transitländern ein wichtiger Schritt für die Realisierung der Nabucco Gas Pipeline gesetzt. Im Bereich Gas Supply, Marketing und Trading wurden die internationalen Aktivitäten weiter vorangetrieben. Der Central European Gas Hub startete die CEGH Gas Exchange der Wiener Börse. Der Bereich Power feierte die Grundsteinlegung für den Bau des ersten Kraftwerks in Rumänien.

G&P-Ergebnis leicht rückläufig Im Vergleich zum Vorjahr war das G&P-Ergebnis mit EUR 235 Mio (2008: EUR 245 Mio) leicht rückläufig, was vor allem auf die Düngemittelanlage Doljchim in Rumänien zurückzuführen ist. Doljchim war in 2009 durch eine stark gesunkene Nachfrage und damit einhergehend niedrige Produktenpreise sowie signifikante Rückstellungen im Zusammenhang mit der geplanten Schließung belastet. Der Bereich Gas Supply, Marketing und Trading konnte bei leicht erhöhten Mengen das Ergebnis deutlich steigern. Während EconGas von höheren Mengen, Portfolio-Optimierungsmaßnahmen und Tradingaktivitäten an internationalen Gashubs profitierte, waren die Petrom Verkaufsmengen trotz Marktanteilsgewinnen von einem rückläufigen Verbrauch in Rumänien belastet. Das Logistik-Geschäft profitierte von höheren verkauften Transportmengen und nahezu voll ausgelasteten Speichern.

Gas Supply, Marketing und Trading

Trotz der vorherrschenden Wirtschaftskrise und den daraus resultierenden äußerst schwierigen Marktbedingungen, ist es dem Bereich Gas Supply, Marketing und Trading gelungen, das EBIT zu steigern sowie das verkaufte Volumen auf 13,1 Mrd m³ zu erhöhen. Durch den Erwerb eines 40%-Anteils an Enerco, dem zweitgrößten türkischen Gasimporteur mit einer langfristigen Importlizenz von 2,5 Mrd m³/Jahr, konnte

Auf einen Blick

OMV die erforderliche Gasversorgung von ca. 1 Mrd m³ für das geplante Kraftwerk Samsun in der Türkei langfristig absichern.

EconGas

Im Geschäftsjahr 2009 erzielte EconGas ein Rekordabsatzvolumen von 8,3 Mrd m³ und einen Nettoumsatz von EUR 2,3 Mrd. Dieser Erfolg war einerseits auf die gestiegenen Tradingaktivitäten zurückzuführen: 2009 wurde EconGas zusätzlich zu den bestehenden Registrierungen wie jener am Central European Gas Hub auch am britischen National Balancing Point (NBP), dem französischen Point d'Echange de Gas (PEG), am deutschen Gaspool und am APX Gas UK aktiv. Andererseits war auch ein nachhaltiges Agieren am Markt der Weiterverteiler- und Businesskunden ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Der Anteil der Verkaufsmengen an Kunden im Ausland lag bei 37%, eine Steigerung um rund ein Drittel im Vergleich zu 2008. In 2009 erfolgte der erstmalige Zukauf eines LNG (Liquefied Natural Gas) Cargos durch EconGas Italia. Weiters wurde das siebente Gas Release Programm in Zusammenarbeit mit dem Central European Gas Hub erfolgreich abgewickelt. Anfang 2009 stellte EconGas die von ihr gebotene Versorgungssicherheit unter Beweis, als während des knapp zweiwöchigen Erdgas-Transitkonflikts zwischen der Ukraine und Russland alle Endkunden uneingeschränkt versorgt werden konnten.

2009 2008 D
Bereichsumsatz in EUR Mio 3.273 3.798 -14%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio 235 245 -4%
Investitionen in EUR Mio 381 243 57%
Verkaufte Erdgasmengen in Mrd m³ 13,1 12,8 2%
Verkaufte Transportkapazität in Mrd m³ 75,3 66,3 14%
Verkaufte Speichermengen in Mio m³ 2.211 2.187 1%

Petrom

Rumänien war zu Jahresbeginn 2009 vom Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine und den dadurch entstandenen Lieferausfällen betroffen. Anders als in vielen Staaten Südosteuropas konnten jedoch Lieferausfälle für die Bevölkerung vermieden werden. Petrom leistete dazu einen wesentlichen Beitrag, indem sie die Gasproduktion auf das maximal mögliche Volumen erhöhte. Die Wirtschaftskrise bewirkte auch in Rumänien einen Rückgang des Gasverbrauchs um 15% von 15,4 auf 13,1 Mrd m³. Petrom konnte trotzdem ihre starke Marktposition behaupten und mit einem Absatzrückgang von nur 9% auf 4,6 Mrd m³ Marktanteile gewinnen. Der Gaspreis für Produzenten lag konstant bei RON 495/1.000 m³, was im Jahresdurchschnitt ca. USD 162/1.000 m³ entspricht.

Internationale Gas-Logistik-Projekte stärken Österreichs Position als Erdgas-Drehscheibe Europas

Schon derzeit werden rund ein Drittel aller russischen Erdgasexporte nach Westeuropa über die Erdgasdrehscheibe in Baumgarten (Österreich) transportiert. Zusätzliche Projekte wie die Nabucco Gas Pipeline, der Gate LNG Terminal in den Niederlanden und der Adria LNG Terminal in Kroatien werden die Versorgungssicherheit Europas, aber auch die Position Baumgartens als physische Gasdrehscheibe weiter stärken. Zusätzlich soll künftig auch die von Russland geplante South Stream Pipeline teilweise bis nach Österreich geführt werden.

Nabucco Gas Pipeline

Die Nabucco Gas Pipeline zählt zu den wichtigsten europäischen Infrastrukturprojekten. Mit der Unterzeichnung des zwischenstaatlichen Abkommens zwischen den Transitländern Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Türkei wurde ein rechtlicher Rahmen geschaffen, der gleiche Bedingungen für den Gastransit entlang der gesamten Nabucco Gas Pipeline sichert. Dieser wichtige Meilenstein stellt die notwendige Basis für die nächsten Schritte zur Finanzierung und Realisierung des Projekts dar, mit dem die großen Gasreserven der Kaspischen Region und des Mittleren Ostens für Europa zugänglich gemacht werden sollen. Ein Open Season Prozess,

der zum Abschluss von ersten verbindlichen Transportverträgen führen soll, ist für 2010 geplant. Danach wird die finale Investitionsentscheidung getroffen werden. Der Baubeginn ist für 2011 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2014.

LNG-Geschäft

Neben der Basis der europäischen Gasversorgung über Pipelines wird die Bedeutung von Liquefied Natural Gas (LNG) weiter ansteigen und einen wichtigen Beitrag zur Gasversorgung der Zukunft leisten. OMV beobachtet diese Marktentwicklungen sehr genau und hat auch schon aktiv mit LNG-Handelsaktivitäten begonnen. Im Logistik-Geschäft wird der Bau des Gate LNG Terminals in Rotterdam, an dem OMV einerseits eine 5%-Beteiligung hält und andererseits EconGas eine Regasifizierungskapazität von 3 Mrd m³/Jahr gebucht hat, weiter vorangetrieben. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2011 geplant, die Kapazität des Terminals soll 12 Mrd m³/Jahr erreichen. Beim Adria LNG Projekt in Kroatien hat sich der Beitritt der kroatischen Partner verzögert und wird nun für 2010 erwartet. Durch den Ausstieg von RWE aus dem Projekt konnte OMV ihren Anteil an der Projektentwicklungsgesellschaft auf 32,47% erhöhen. Der Betriebsbeginn des Terminals mit einer Kapazität von rund 11 Mrd m³/Jahr ist für 2015 vorgesehen, eine spätere Erweiterung auf 15 Mrd m³/Jahr ist angedacht.

Speicher als wichtiges Element der Versorgung

Im Speicher-Geschäft stiegen die an nationale und internationale Kunden verkauften Speichervolumina im Vergleich zu dem bereits sehr hohen Vorjahreswert auf 2,2 Mrd m³. Um eine erhöhte Versorgungssicherheit in Österreich sicherzustellen, wurde die technische Machbarkeitsstudie für den neuen Erdgasspeicher Schönkirchen Tief abgeschlossen und damit die Grundlage für den weiteren Ausbau der Speicherkapazitäten in unmittelbarer Nähe des Transitknotens Baumgarten gelegt. Weiters wurde gemeinsam mit E.ON das Salzkavernen-Speicherprojekt Etzel im Norden Deutschlands entwickelt, an dem OMV zu 20% beteiligt ist. Die Inbetriebnahme des Speichers ist für 2012 geplant.

Ausbau der Speicherkapazitäten

Attraktivität von Baumgarten wird weiter erhöht

Erdgasdrehscheibe Baumgarten

Mit dem logistischen Gasverteilerknoten in Baumgarten verfügt OMV über ein einzigartiges Asset: einen zentralen Gasverteilungsknoten mit leistungsfähigen Erdgasleitungen zu wichtigen Absatzmärkten und großen Speichern in unmittelbarer Nähe. Die geplante Nabucco Gas Pipeline und zusätzliche Pipelineprojekte aus Russland werden die Attraktivität des Knotens weiter erhöhen und in der Folge weitere Ausbauten im österreichischen Transitnetz notwendig machen. Auf Grund Österreichs hervorragender strategischer Lage konnte OMV die Transportmengen im Vergleich zum Vorjahr um 14% auf 75,3 Mrd m³ steigern. Dies ist vor allem auf die Inbetriebnahme der Verdichterstation in Weitendorf auf der TAG (Trans-Austria-Gasleitung) sowie erhöhte

Transportmengen auf der WAG (West-Austria-Gasleitung) und der HAG (Hungaria-Austria-Gasleitung) zurückzuführen.

Central European Gas Hub mit Gasbörse-Funktionalität

Der Central European Gas Hub konnte 2009 das Handelsvolumen gegenüber dem Vorjahr um über 50% auf 22,8 Mrd m³ steigern und so seine Position am europäischen Gasmarkt weiter stärken. Das monatliche Handelsvolumen erreichte im November mit 2,6 Mrd m³ einen neuen Höchstwert. Im Dezember 2009 wurde mit der Inbetriebnahme der CEGH Gas Exchange der Wiener Börse ein weiterer Meilenstein gelegt: In Kooperation mit der Wiener Börse AG und der ECC (European Commodity Clearing) startete

am 11. Dezember 2009 der Kassamarkt. Bereits zu Beginn waren 13 Kunden und sechs Clearing-Banken registriert. Der Start des Terminmarkts ist für 2010 geplant und wird das Service-Portfolio des CEGH wesentlich bereichern. Dies stellt einen wichtigen Schritt des CEGH am Weg zum führenden Gashub Kontinentaleuropas dar. In 2010 ist die Beteiligung der Wiener Börse AG mit 20% am CEGH geplant. Über die Möglichkeit einer geplanten Beteiligung von Gazprom wird die Europäische Kommission entscheiden.

Umsetzung der Strom-Strategie beginnt

Im Geschäftsfeld Power war das Jahr 2009 durch den Start der Umsetzung der ersten Projekte geprägt. Für das Gaskraftwerk der 800 MW-Klasse in Brazi (Rumänien) wurde im Juni feierlich der Grundstein gelegt; die Inbetriebnahme ist für Ende 2011 geplant. Im September 2009 wurde mit dem Bau des 16 MW Abwärmenutzungsprojekts in Weitendorf in Österreich begonnen. Bei diesem Pilotprojekt wird die Abwärme einer Gasverdichterstation an der TAG genutzt, um daraus Strom zu erzeugen und ins öffentliche Netz einzuspeisen. Weiters wurde Ende 2009 mit den ersten Bauvorbereitungen für das Gaskraftwerk der 800 MW-Klasse in Samsun (Türkei) begonnen, der Baubeginn soll 2010 erfolgen. Das Gaskraftwerksprojekt in Haiming (Deutschland) befindet sich in der Genehmigungsphase. Der Aufbau des Stromgeschäfts durch die 100%-Tochter OMV Power International GmbH soll durch die Vorwärtsintegration der bestehenden Gaswertschöpfungskette zusätzlichen Mehrwert schaffen. Außerdem evaluiert der Bereich Power derzeit mögliche Projekte auf dem Gebiet erneuerbarer Energien.

Ausblick 2010

Der Bereich Supply, Marketing und Trading wird seine internationalen Aktivitäten ausweiten und den Handel am CEGH und an anderen europäischen Hubs verstärken. Weitere Marktwachstumsmöglichkeiten werden auf Grund der Ankündigung neuer Kraftwerksprojekte erwartet. Um eine stabile Grundlage für nachhaltiges internationales Wachstum zu schaffen, wird eine weitere Diversifizierung langfristiger Supply-Verträge verfolgt. Der Fokus liegt dabei auf der Kaspischen Region und dem Mittleren Osten.

Der Entwicklung von integrierten Projekten mit E&P zur Erhöhung der Eigengasmengen kommt eine wesentliche Rolle zu. So wird die Erschließung zweier großer Gasfelder der Pearl Petroleum Company in der Region Kurdistan im Irak, an der OMV mit 10% beteiligt ist, für die Supplyund Vertriebsaktivitäten des G&P-Bereichs eine große Rolle spielen. Diese Gasmengen könnten über die geplante Nabucco Gas Pipeline in OMV Märkte transportiert werden. Des Weiteren bildet die bereichs- und gebietsübergreifende Optimierung von Aktivitäten im Gas- und Strombereich einen essenziellen Fokus von G&P. Im Logistikbereich wird die Überführung der auf europäischer Ebene 2009 definierten neuen rahmenrechtlichen Grundlagen (drittes Energiepaket) in nationales Recht zu einer Reihe von Veränderungen führen. Dies betrifft vor allem die Einführung eines Entry/Exit-Modells im Transitbereich durch Österreich, sowie eine noch deutlichere Abgrenzung der Transportleistungen bzw. erhöhte Anforderungen an die Unabhängigkeit von Logistikunternehmen. Sowohl national als auch international werden die Speicherprojekte in Schönkirchen und in Etzel sowie die LNG-Projekte Gate und Adria LNG weiter vorangetrieben. Die Erweiterungen an der WAG Gaspipeline werden fortgesetzt, mit dem Ziel die Transportkapazität bis 2011 zu erhöhen. Eine neue Kompressorstation in Baumgarten sowie eine neue Gasleitung zwischen Baumgarten und Auersthal (Österreich) werden die Transportkapazität ab 2011 ebenfalls erhöhen. Für das Nabucco-Projekt ist in 2010 ein Open Season Prozess geplant, der zum Abschluss von ersten verbindlichen Transportverträgen führen soll. Die finale Investitionsentscheidung soll im Anschluss daran getroffen werden. Im Strombereich wird der Bau des Gaskraftwerks im rumänischen Brazi, dessen Errichtung im Jahr 2009 begonnen wurde, plangemäß fortgeführt. Die Grundsteinlegung für ein Kraftwerksprojekt in Samsun (Türkei) ist für 2010 geplant. Im Zuge der Fokussierung auf die Kernaktivitäten und auf Grund der erwarteten negativen Marktentwicklung wurde entschieden, Doljchim, Petroms Düngemittelanlage, per Ende 2010 zu schließen.

Einstieg ins Strom-Geschäft auf gutem Weg

Verantwortung

Bei OMV sind wir uns der vielfältigen Herausforderungen bewusst, die unsere Geschäftstätigkeit mit sich bringt. Unser Handeln spiegelt die Verantwortung für die Menschen, die Umwelt und den technischen Fortschritt wider. Es ist diese höchst anspruchsvolle Kombination von Herausforderungen, die OMV zu einem attraktiven Arbeitgeber macht.

Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt OMV strengen Vorschriften. Unsere Corporate Governance-Grundsätze verpflichten uns zur Einhaltung strikter Verhaltensstandards und Managementrichtlinien. Ethische Geschäftspraktiken, Gewissenhaftigkeit und Integrität tragen dazu bei, Vertrauen zu schaffen.

Wir sind eine Gemeinschaft von Professionals, Pioneers und Partners, die versuchen, die OMV Werte in unseren täglichen Aktivitäten umzusetzen. Diese Werte dienen als gemeinsames kulturelles Fundament, das uns dabei unterstützt, verantwortlich zu wachsen.

"Ich hoffe, ich bin dir nicht zu heiß."

"Ich trage gerne Verantwortung."

Konzernlagebericht des Vorstands

Übersicht Finanzdaten EUR Mio
2009 2008 D
Umsatzerlöse 17.917 25.543 –30%
Betriebserfolg (EBIT) 1.410 2.340 –40%
Jahresüberschuss vor Minderheiten 717 1.529 –53%
Jahresüberschuss nach Minderheiten 572 1.374 –58%
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.847 3.214 –43%
Investitionen 1) 2.355 3.547 –34%
Mitarbeiter per 31. Dezember 34.676 41.282 –16%

1) Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in assoziierte Unternehmen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investition definierte Zugänge.

Trotz starkem wirtschaftlichen Abschwung EBIT von EUR 1.410 Mio erwirtschaftet

Der OMV Konzern erwirtschaftete 2009, trotz des starken wirtschaftlichen Abschwungs in den meisten relevanten Märkten, ein operatives Ergebnis von EUR 1.410 Mio. Der Betriebserfolg verringerte sich im Vergleich zu 2008 um 40%, was auf niedrigere Rohöl- und Gaspreise, verminderte Raffinerieverkaufsmengen sowie ein schwaches Raffineriemargen-Umfeld zurückzuführen ist. Die Netto-Sonderaufwendungen beziehen sich im Wesentlichen auf Personalrestrukturierungskosten, die Abschreibung des Raffinerieanlagevermögens von Petrom in Folge des geänderten Investitionsplans sowie E&P-Abschreibungen in Rumänien, Russland und Großbritannien. Der Finanzerfolg lag mit EUR –228 Mio deutlich unter dem Vorjahresniveau von EUR –31 Mio. Das At-Equity-Ergebnis wurde von einem geringeren Beitrag der Borealis in Folge des wirtschaftlichen Abschwungs negativ beeinflusst. Der Netto-Zinsaufwand war belastet von höheren Aufzinsungen für Rückstellungen, einer Rückstellung für Zinsaufwendungen betreffend die Steuerdurchsicht der Petrom SA sowie einer insgesamt höheren durchschnittlichen Verschuldung. Zusätzlich wurde der Finanzerfolg 2008 von den MOL Dividendenerträgen begünstigt. Der effektive Konzernsteuersatz lag bei 39% (2008: 34%). Dieser deutliche Anstieg ist auf den geringeren Anteil von bereits versteuerten At-Equity- und Dividendenergebnissen sowie niedrig besteuerten Petrom Ergebnissen in Relation zu hoch besteuerten E&P-Ergebnissen zurückzuführen. Dieser Effekt wird durch die im zweiten Halbjahr 2008 wirksam gewordenen Vertragsumstellungen in Libyen verstärkt. Eine in Erwartung des Ausgangs der Steuerdurchsicht der Petrom SA betreffend den Zeitraum 2004 bis 2008 gebildete Rückstellung erhöhte 2009

zusätzlich die effektive Steuerquote des Konzerns. Der Jahresüberschuss vor Minderheiten lag mit EUR 717 Mio um 53% und der Jahresüberschuss nach Minderheiten mit EUR 572 Mio um 58% unter dem Niveau von 2008. Der Return On Average Capital Employed (ROACE) verringerte sich von 12% auf 6%, der Return On fixed Assets (ROfA) von 23% auf 12%, und der Return On Equity (ROE) sank von 16% auf 7%. Die Definitionen dieser Kennzahlen finden Sie in der Beilage "Abkürzungen und Definitionen" (siehe Seite 151), welche ein integraler Bestandteil des Lageberichts ist.

Im Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) wurde das Explorationsportfolio durch neue Explorationslizenzen, sowohl als Betriebsführer als auch als Partner, in der Region Kurdistan im Irak, in Norwegen, Pakistan und Großbritannien gestärkt. Durch die Akquisition eines 10%-Anteils an der Pearl Petroleum Company Limited ist OMV an der Evaluierung, Entwicklung und Produktion zweier großer Gasfelder in der Region Kurdistan im Irak beteiligt. Des Weiteren erwarb Petrom gegen Ende 2009 Korned LLP, ein Unternehmen, das den Ölfund im kasachischen Feld Kultuk besitzt. Die Produktionsaufnahmen von Komsomolskoe in Kasachstan und Maari in Neuseeland trugen signifikant zur Ölproduktion bei. Die Felder Latif und Tajjal in Pakistan haben die Förderung aufgenommen. Bei den Explorations- und Erweiterungsbohrungen verzeichnete OMV ein weiteres Jahr an Erfolgen, vor allem in Rumänien, Österreich, Tunesien, Neuseeland, Russland, Libyen und Großbritannien. Besonders nennenswert sind hierbei die öl- und gasfündige Explorationsbohrung Tornado in Großbritannien sowie die Erweiterungsbohrung Manaia in

Neuseeland. Tornado war die erste Tiefwasser-Explorationsbohrung der OMV als Betriebsführer, und mit Manaia hat OMV als Betriebsführer die längste jemals in Neuseeland durchgeführte Richtbohrung mit einer Länge von rund 8.000 m abgeteuft. In Rumänien wurden die Restrukturierung und die Integration von E&P-Services erfolgreich fortgesetzt. Die beiden herausfordernden Offshore-Bohrungen Delta 6 und Lebada Vest 4 begannen im zweiten Halbjahr 2009 mit der Produktion und tragen etwa 10% zu Petroms Offshore-Produktion in Rumänien bei. Mit der Akquisition von 3.200 km² 3D-Seismik im rumänischen Offshore-Block Neptun wurde in einem Joint Venture mit ExxonMobil Exploration and Production Romania Ltd. die größte jemals in Rumänien akquirierte 3D-Seismik Kampagne durchgeführt.

Im Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) wurde die Modernisierung der westlichen Raffinerien mit der Inbetriebnahme des thermischen Crackers in Schwechat im April 2009 finalisiert. Der thermische Cracker erhöht die Rückstandskonversion und ermöglicht dadurch den Einsatz von schwereren Rohölen und die Produktion höherwertiger Produkte. Im Marketing-Geschäft trug die Optimierung des Tankstellennetzes, die zum Verkauf von wenig profitablen Tankstellen in Österreich und dem Rückzug aus dem italienischen Markt führte, zur Effizienzsteigerung bei. Projekte zur Optimierung und Effizienzsteigerung im Marketing-Geschäft konnten den Auswirkungen des schlechten wirtschaftlichen Umfelds teilweise entgegenwirken. In den rumänischen Raffinerien wurde das Modernisierungsprogramm weiter vorangetrieben und resultierte in ersten Verbesserungen in der Ausbeutestruktur. In Petrobrazi wurde die FCC Benzinnachbearbeitungsanlage (Fluid Catalytic Cracker) in Betrieb genommen, was Petrom ab dem ersten Quartal 2009 ermöglichte, die europäischen Produktspezifikationen für alle Produkte voll zu erfüllen. Entsprechend den veränderten Marktbedingungen wurde der ursprüngliche Investitionsplan für die Raffinerie Petrobrazi revidiert. Die Jahreskapazität der Raffinerie Petrobrazi wird auf 4,2 Mio t angepasst, um die zur Verfügung stehenden Petrom Inlandsrohölmengen optimal verarbeiten zu können.

Konzernlagebericht des Vorstands | OMV Geschäftsbericht 2009 55

Petrom plant für Modernisierung und Instandhaltung in den Jahren 2010 bis 2014 EUR 750 Mio zu investieren. Auf Grund der kritischen Situation am Petrochemie-Markt wurde die Petrochemie-Anlage in Arpechim das gesamte Jahr 2009 nicht in Betrieb genommen. Ende des Jahrs 2009 wurde der Verkauf des Petrochemie-Geschäfts an Oltchim vereinbart, der mit dem ersten Quartal 2010 realisiert wurde. Das Petrom Marketing-Geschäft erwirtschaftete weiterhin einen hohen Ergebnisbeitrag. Nach Finalisierung der Modernisierung der Tankstellen konnte der jährliche Durchsatz je Tankstelle trotz anhaltender Krise weiter auf 4,8 Mio Liter gesteigert werden. 2009 hält OMV weiterhin eine Beteiligung von 41,58% an Petrol Ofisi, dem führenden türkischen Unternehmen im Tankstellen- und Commercial-Geschäft.

Im Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) wurde im Jahr 2009 eine zusätzliche Verdichterstation auf der TAG Pipeline in Weitendorf in Betrieb genommen, wodurch sich die Transportkapazität erhöhte. Ein wichtiger Meilenstein für das Nabucco Gas Pipeline Projekt wurde mit der Unterzeichung eines Regierungsabkommens am 13. Juli erreicht. Mit diesem Abkommen wurde ein rechtlicher Rahmen geschaffen, der einheitliche Bedingungen für den Gas-Transit entlang der gesamten Nabucco Gas Pipeline sichert. Im zweiten Quartal 2009 erfolgte die Akquisition einer 40%-Beteiligung an der türkischen Gashandelsgesellschaft Enerco. Mit dem Start der Handelsaktivität an der CEGH Gas Exchange der Wiener Börse im Dezember 2009 wurde ein weiterer Schritt gesetzt, den Central European Gas Hub als wichtige internationale Drehscheibe und als Tor zum Gashandel im mittel- und osteuropäischen Raum zu etablieren. Der Baufortschritt des Kraftwerkprojekts in Rumänien am Raffineriestandort Petrobrazi verlief nach Plan. Ebenso schritt das Kraftwerkprojekt Samsun in der Türkei voran. Im November 2009 erteilte die türkische EMRA (Energy Market Regulatory Authority) die Genehmigung zur vollständigen Übernahme von Borasco Elektrik, der Errichtergesellschaft des Gaskraftwerks in Samsun.

Start der Handelsaktivität an der CEGH Gas Exchange der Wiener Börse

Betriebserfolg (EBIT)

Betriebserfolg (EBIT) EUR Mio
2009 2008 D
Exploration und Produktion (E&P) 1) 1.450 2.274 –36%
Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie (R&M) –143 –105 35%
Gas und Power (G&P) 235 245 –4%
Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) –91 –111 –18%
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung –41 37 n.m.
OMV Konzern 1.410 2.340 –40%

1) Exklusive Zwischengewinneliminierung.

Gesamtproduktion mit 317.000 boe/d auf dem Vorjahresniveau

E&P verzeichnete vor allem auf Grund wesentlich niedrigerer Rohölpreise und trotz positiver Wechselkursauswirkungen, einen EBIT-Rückgang um 36% auf EUR 1.450 Mio. Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas erreichte mit 317.000 boe/d das Vorjahresniveau. Die Erdölund NGL-Produktion stieg vor allem auf Grund höherer Produktionsmengen in Neuseeland, im Jemen, in Österreich und Kasachstan, welche die Ausfälle in Libyen, Rumänien, Tunesien und Großbritannien mehr als kompensierten, um 3%. Die Erdgasproduktion sank um 4%. In Rumänien führten der natürliche Förderabfall sowie die verringerte Anzahl neuer Bohrungen auf Grund der Priorisierung von Investitionen zu einem Rückgang der Ölproduktion. Die Gasproduktion sank vor allem durch teilweise Stillstände in der lokalen Düngemittelindustrie. 2009 wurden Netto-Sonderaufwendungen von EUR 67 Mio gebucht, vor allem aus Restrukturierungsmaßnahmen in Rumänien sowie Abschreibungen in Rumänien, Russland und Großbritannien.

R&M von der schwachen Wirtschaftslage beeinflusst

R&M war drastisch von der schwachen Wirtschaftslage beeinflusst und verzeichnete im Vergleich zu 2008 eine deutliche EBIT-Reduktion. Die OMV Referenz-Raffineriemarge kam auf Grund von niedrigen Mitteldestillat-Aufschlägen und einem hohen Mitteldestillatsanteil im Produktenmix der Raffinerien stark unter Druck. Die gesamte Kapazitätsauslastung sank auf 82% und reflektierte damit den Rückgang bei den Raffinerie-Verkaufsmengen von 5% auf Grund der Auswirkungen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds auf die Nachfrage: Die Kapazitätsauslastung der Raffinerien West konnte auf dem Vorjahresniveau gehalten werden, während die Kapazitätsauslastung der Petrom Raffinerien, unter anderem auf Grund des Stillstands der Arpechim Raffinerie im November als Reaktion auf das schwache Marktumfeld, sank. Die Petrochemie-Margen kamen stark unter Druck, das Marketing-Geschäft litt ebenfalls unter schlechten Margen und niedrigen Verkaufsmengen. Strenge Kostensenkungs- und profitabilitätssteigernde Maßnahmen, positive Effekte aus der Petrom Restrukturierung sowie positive Lagereffekte, die durch einen steigenden Rohölpreis in 2009 verursacht wurden, konnten den Ergebnisrückgang nicht ausgleichen. Das EBIT beinhaltete zudem Netto-Sonderaufwendungen von EUR 93 Mio, die sich hauptsächlich auf Abschreibungen im Zusammenhang mit der Neudefinition des Petrobrazi Investitionsprogramms beziehen.

In G&P sank das EBIT, hauptsächlich auf Grund von niedrigeren Ergebnisbeiträgen von Doljchim, von EUR 245 Mio auf EUR 235 Mio. Die rumänische Düngemittelfabrik war in 2009 operativ von geringerer Nachfrage und niedrigeren Produktenpreisen belastet. Da Doljchim kein Kerngeschäft darstellt und mit einer anhaltend schwierigen Marktsituation gerechnet wird, wurde eine Schließung der Düngemittelfabrik in 2010 beschlossen. Rückstellungen für Schließungskosten wurden gebildet. Gas Supply, Marketing und Trading profitierte von höheren Absatzmengen bei EconGas und Optimierungsmaßnahmen. Das Logistikgeschäft war durch hohe Nachfrage nach Speicherleistungen und höhere verkaufte Transportvolumina gekennzeichnet.

Das EBIT in Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) verbesserte sich um 18% auf EUR –91 Mio. Das letztjährige Kb&S-Segmentergebnis wurde von Restrukturierungsaufwendungen belastet.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung) EUR Mio

2009 2008 D
Umsatzerlöse 17.917 25.543 –30%
Direkte Vertriebskosten –213 –238 –11%
Umsatzkosten –14.704 –20.704 –29%
Sonstige betriebliche Erträge 224 278 –20%
Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen –1.100 –1.161 –5%
Explorationsaufwendungen, Forschung und Entwicklung –253 –348 –27%
Sonstige betriebliche Aufwendungen –461 –1.030 –55%
Betriebserfolg (EBIT) 1.410 2.340 –40%
Finanzerfolg –228 –31 n.m.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –465 –780 –40%
Jahresüberschuss 717 1.529 –53%
Davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 145 155 –6%
Den Eigentümern des Mutterunternehmens
zuzurechnender Jahresüberschuss 572 1.374 –58%

OMV ist ein integrierter Energiekonzern. Da die Ölproduktion von E&P entweder in den eigenen Raffinerien verarbeitet oder – zum Großteil – über den Geschäftsbereich R&M (Supply & Trading) vermarktet wird, hat der Geschäftsbereich R&M den weitaus größten Anteil am konsolidierten Konzernumsatz. Bedingt durch starke Schwankungen in den wesentlichen Einflussgrößen Rohölpreis und USD-Wechselkurse können sich beträchtliche Erhöhungen und Rückgänge bei den Umsätzen, aber auch bei den Umsatzkosten ergeben, sodass aus diesen nur eingeschränkt auf die Ergebnisauswirkung Rückschlüsse gezogen werden können. Der Auftragsstand ist für die Mineralölbranche von geringerer Aussagekraft und Relevanz.

Der 30%ige Rückgang im Konzernumsatz auf EUR 17.917 Mio spiegelt vor allem das niedrige Preisniveau in 2009 wider. Der Bereichsumsatz von E&P fiel um 25% auf EUR 3.797 Mio. Grund dafür waren signifikant niedrigere Erdöl- und Erdgaspreise. Nach Berücksichtigung konzerninterner Umsätze von EUR 2.965 Mio ergab sich ein Beitrag zum Konzernumsatz von EUR 832 Mio, was einem Anteil von rund 5% am Gesamtumsatz entspricht (2008: EUR 1.023 Mio bzw. 4%). R&M trug EUR 13.875 Mio bzw. 77% zum Konzernumsatz bei (2008: EUR 20.837 Mio bzw. 81%). Der Bereichsumsatz in G&P ging auf EUR 3.273 Mio (2008: EUR 3.798 Mio) zurück.

Nach Abzug konzerninterner Umsätze mit den Raffinerien ergab sich ein Konzernbeitrag von EUR 3.205 Mio bzw. rund 18% des Gesamtumsatzes (2008: EUR 3.675 Mio bzw. 14%).

Im Zuge der Erstanwendung von IFRS 8 wird die regionale Umsatzaufteilung nach dem Ort der Liefer- oder Leistungserfüllung berichtet. Die Vorjahreszahlen wurden adaptiert. Unter den Absatzmärkten des Konzerns blieb Österreich mit einem Umsatz von EUR 6.101 Mio bzw. 34% des Konzernumsatzes unverändert der wichtigste (2008: EUR 8.179 Mio bzw. 32%). Die Umsätze in Deutschland sanken von EUR 5.463 Mio im Jahr 2008 auf EUR 3.622 Mio im Jahr 2009, was einem Anteil am Gesamtumsatz von 20% entspricht (2008: 21%). Ein Absinken war auch in Rumänien zu beobachten, der Umsatz lag dort bei EUR 3.088 Mio bzw. 17% des Konzernumsatzes (2008: EUR 4.416 Mio bzw. 17%). Umsätze in Höhe von EUR 2.753 Mio bzw. 15% des Gesamtumsatzes, wurden im übrigen Mittel- und Osteuropa getätigt (2008: EUR 4.331 Mio bzw. 17%), auf die restlichen europäischen Länder entfielen EUR 975 Mio bzw. 5% (2008: EUR 1.323 Mio bzw. 5%). Die Umsätze in der übrigen Welt fielen von EUR 1.831 Mio auf EUR 1.379 Mio, was einem Anteil von 8% am Gesamtumsatz entspricht (2008: 7%).

Die direkten Vertriebsaufwendungen betrafen hauptsächlich fremde Ausgangsfrachten und

Über 50% der Umsätze aus Österreich und Deutschland

fielen um 11% auf EUR 213 Mio. Die Umsatzkosten, welche die variablen und fixen Produktionskosten sowie Handelswareneinsätze beinhalten, sanken um 29% auf EUR 14.704 Mio, was die Entwicklung der Umsätze widerspiegelt. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 20% auf EUR 224 Mio, größtenteils auf Grund niedriger Wechselkursgewinne. Daneben werden in dieser Position hauptsächlich Veräußerungserlöse, Erträge aus Versicherungsentschädigungen und aus anderen Vergütungen sowie aus Zuschüssen und Lizenzen ausgewiesen. Die Vertriebsaufwendungen nahmen im Vergleich zu 2008 um 9% ab und beliefen sich damit auf EUR 800 Mio. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen dagegen um 7% auf EUR 300 Mio.

Explorationsaufwand um 28% gesunken Die Aufwendungen für Exploration sind um 28% auf EUR 239 Mio gefallen, was überwiegend auf den Rückgang der Aktivitäten von Petrom, in Österreich und in der Kernregion Nordafrika zurückzuführen ist.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen lagen mit EUR 14 Mio auf dem Niveau des Vorjahrs und fielen vor allem im Bereich R&M an.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit EUR 461 Mio um 55% unter dem Vorjahreswert. Dieser starke Rückgang ist hauptsächlich auf die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten zurückzuführen, die in Rumänien in 2008 gebildet wurden. Daneben sanken auch die Aufwendungen für Personallösungen sowie die operativen Wechselkursverluste.

Petrol Ofisi und Borealis lieferten geringere Beiträge

Der Finanzerfolg zeigte in Summe einen Aufwand von EUR 228 Mio (2008: EUR 31 Mio). Zu dieser Aufwandserhöhung trugen sowohl das Zinsergebnis (Verschlechterung um EUR 84 Mio) als auch die gesunkenen Dividendenerträge (Reduktion um EUR 80 Mio) und Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen (Rückgang um EUR 52 Mio) bei. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen betrug EUR 66 Mio (2008: EUR 118 Mio). Darin enthalten waren der in den Konzernabschluss einbezogene Ergebnisanteil an der türkischen Marketinggesellschaft Petrol Ofisi in

Höhe von EUR 40 Mio (2008: EUR 10 Mio) sowie der Ergebnisanteil an der Borealis Gruppe von EUR 12 Mio, der in Folge des allgemeinen wirtschaftlichen Abschwungs gegenüber 2008 (EUR 91 Mio) deutlich zurückging. Die Dividendenerträge betrugen EUR 12 Mio (2008: EUR 92 Mio). Diese Position enthielt 2008 EUR 78 Mio Dividendenertrag aus der Beteiligung an MOL, die 2009 verkauft wurde. Das Zinsergebnis zeigte einen Aufwandssaldo von EUR 298 Mio (2008: EUR 213 Mio), wobei der Anstieg gegenüber dem Vorjahr in erster Linie durch eine Rückstellung für Zinsaufwendungen betreffend eine Steuerdurchsicht bei Petrom sowie die im Jahresverlauf höhere Nettoverschuldung begründet ist.

Die Aufwendungen aus Ertragsteuern gingen gegenüber 2008 um EUR 315 Mio auf EUR 465 Mio zurück. Die laufenden Ertragsteuern lagen vor allem in Folge des durch den Ölpreisrückgang bedingt geringeren Ergebnisses mit EUR 547 Mio um EUR 290 Mio unter dem Vorjahr. 2009 wurden latente Steuern in Höhe von EUR 82 Mio ertragswirksam abgegrenzt (2008: EUR 57 Mio). Der Effektivsteuersatz für den Konzern lag bei 39,3%. Der Anstieg wurde vor allem durch die in Relation zum übrigen Konzernergebnis hohen Beiträge der überdurchschnittlich hoch besteuerten E&P-Gesellschaften, verstärkt durch die in 2008 erst im zweiten Halbjahr wirksam gewordene Vertragsumstellung in Libyen, verursacht. Zusätzlich wirkten sich der 2009 steuerlich nicht wirksame Veräußerungsverlust von MOL sowie die im Vergleich zu 2008 nicht mehr zugeflossene steuerfreie Dividende von MOL erhöhend auf die effektive Konzernsteuerquote von OMV im Jahr 2009 aus.

Investitionen

Investitionen 1) EUR Mio
2009 2008 D
Exploration und Produktion 1.500 2.328 –36%
Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie 347 894 –61%
Gas und Power 381 243 57%
Konzernbereich und Sonstiges 127 82 55%
Investitionen gesamt 2.355 3.547 –34%
+/– Konsolidierungskreisänderungen und sonstige Adaptierungen 209 284 –26%
– Investitionen in Finanzanlagen –361 –132 n.m.
Zugang laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) 2.203 3.699 –40%
+/– Nicht zahlungswirksame Änderungen 4 –469 n.m.
Zahlungswirksame Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen 2.206 3.230 –32%
+ Zahlungswirksame Investitionen in Beteiligungen, Ausleihungen
und sonstige Finanzanlagen 523 389 34%
Investitionen laut Cashflow-Rechnung 2.729 3.619 –25%

1) Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in assoziierte Unternehmen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investition definierte Zugänge.

Das Investitionsvolumen ging auf Grund des aktuell herausfordernden Umfelds auf EUR 2.355 Mio (2008: EUR 3.547 Mio) zurück. Niedrigere Investitionen in den Geschäftsbereichen R&M und E&P standen gesteigerten Investitionstätigkeiten in G&P sowie Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) gegenüber.

In E&P wurden EUR 1.500 Mio (2008: EUR 2.328 Mio) investiert, vor allem in die Entwicklung von Feldern in Rumänien, Neuseeland, Österreich, Großbritannien, Kasachstan und im Jemen sowie die Akquisition eines 10%-Anteils an Pearl Petroleum Company Limited. Das Investitionsvolumen in R&M, vor allem für Investitionen in Qualitätsverbesserungsprojekte in Österreich und Rumänien sowie in den Neu- und Umbau von Tankstellen, lag bei EUR 347 Mio (2008: EUR 894 Mio). Der Großteil der Investitionen in G&P, EUR 381 Mio (2008: EUR 243 Mio), stand im Zusammenhang mit dem Erwerb von Anteilen an zwei türkischen Unternehmen (Enerco Enerji Sanayi ve Ticaret A.S. bzw. Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.S.) in Höhe von jeweils 40%. Des Weiteren wurde in den Bau des Kraftwerks in Brazi in Rumänien sowie in das Expansionsprojekt der West-Austria-Gas Pipeline (WAG) investiert. Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich Kb&S lag bei EUR 127 Mio (2008: EUR

82 Mio). Der Anstieg ist hauptsächlich auf Investitionen in das neue Petrom Headoffice in Bukarest, die "Petrom City", zurückzuführen.

Die Überleitung der Investitionen auf die Zugänge laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) betrifft vor allem Investitionen in Finanzanlagen, Konsolidierungskreisänderungen und nicht als Investitionen definierte Zugänge. Der Unterschied zwischen den Zugängen laut Anlagespiegel und den Investitionen laut Cashflow-Rechnung war im Bereich des immateriellen Vermögens und der Sachanlagen auf in der Periode nicht zahlungswirksame Zugänge (unter anderem Investitionsverbindlichkeiten und aktivierte Fremdkapitalkosten) zurückzuführen. Darüber hinaus sind in den Gesamtinvestitionen laut Cashflow-Rechnung zahlungswirksame Zugänge zu Finanzanlagen enthalten.

Gesteigerte Investitionstätigkeiten in G&P

Vermögens- und Kapitalstruktur

Bilanz (Kurzfassung) EUR Mio
2009 % 2008 %
Aktiva
Langfristiges Vermögen 15.616 73 15.351 72
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 12.183 57 11.229 53
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.215 10 1.955 9
Sonstiges langfristiges Vermögen 1.218 6 2.167 10
Latente Steuern 178 1 140 1
Kurzfristiges Vermögen 5.622 26 5.884 28
Vorräte 2.325 11 2.173 10
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.935 9 2.000 9
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 1.362 6 1.712 8
Passiva
Eigenkapital 10.035 47 9.363 44
Langfristige Verbindlichkeiten 6.354 30 5.833 27
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 884 4 932 4
Anleihen und verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 3.197 15 2.526 12
Rekultivierungsverpflichtungen 1.802 8 1.679 8
Rückstellungen und andere Verbindlichkeiten 472 2 696 3
Latente Steuern 295 1 363 2
Kurzfristige Verbindlichkeiten 4.732 22 5.816 27
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.142 10 2.141 10
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 674 3 1.607 8
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.916 9 2.069 10
Bilanzsumme 21.415 100 21.376 100

Bilanzsumme geringfügig erhöht

Die Bilanzsumme erhöhte sich geringfügig um EUR 39 Mio auf EUR 21.415 Mio. Der moderate Zuwachs im langfristigen Vermögen um EUR 265 Mio auf EUR 15.616 Mio ist im Ausmaß von EUR 954 Mio auf getätigte Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zurückzuführen. Die laufenden Zugänge zu Sachanlagen und immateriellem Vermögen (EUR 2.203 Mio) überstiegen die Summe aus planmäßigen Abschreibungen und Abgängen um EUR 1.098 Mio. Die Sachanlagenintensität (inkl. immaterieller Vermögenswerte) lag bei 57% (2008: 53%).

Die Anteile an assoziierten Unternehmen

stiegen insgesamt um EUR 260 Mio, wobei den positiven Beteiligungsergebnissen – vor allem von Borealis und Petrol Ofisi – und den Zugängen (Pearl Petroleum Company Limited, Enerco Enerji Sanayi ve Ticaret A.S.) der Umgliederungsabgang der Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.S., die mit Ende Dezember 2009 in den Vollkonsolidierungskreis einbezogen wurde,

gegenübersteht. Der Rückgang des sonstigen langfristigen Vermögens, das im Wesentlichen Finanzbeteiligungen, Wertpapiere und langfristige Forderungen enthält, ist großteils auf den Verkauf der Beteiligung am ungarischen Öl- und Gasunternehmen MOL zurückzuführen.

Der Rückgang des kurzfristigen Vermögens um EUR 263 Mio lag in erster Linie an einer Reduktion des sonstigen kurzfristigen Vermögens um EUR 349 Mio, die teilweise durch einen Anstieg der Vorräte um EUR 152 Mio ausgeglichen wurde. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fielen leicht um EUR 65 Mio.

Das Eigenkapital (inkl. Minderheitenanteile) verbesserte sich um EUR 672 Mio, was zu einem Anstieg der Eigenkapitalquote auf 47% führte (2008: 44%). Dem Jahresüberschuss und der Wertänderung auf den Verkaufspreis der Beteiligung an MOL standen Reduktionen auf Grund von Währungsdifferenzen, Eigenkapitaleffekte

aus der Bewertung von Hedges und Ausschüttungen gegenüber.

Während sich die Vorsorge für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen geringfügig um EUR 48 Mio reduzierte, stiegen die langfristigen Rekultivierungsverpflichtungen um EUR 123 Mio, wobei Erhöhungen durch Parameteränderungen und Aufzinsungseffekte Reduktionen auf Grund von Fremdwährungseffekten gegenüberstanden.

Die Ausgabe von Eurobonds (EUR 1.250 Mio) und die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens (EUR 555 Mio) führten zu einer Änderung der Fristigkeitsstruktur der Finanzierung, welche durch eine Nettozunahme der langfristigen Kredite um EUR 745 Mio und eine Reduzierung der kurzfristigen Kredite um EUR 904 Mio gekennzeichnet ist. Insgesamt reduzierten sich die kurzund langfristigen Kredite, Anleihen und Finanzierungsleasingverbindlichkeiten um EUR 159 Mio.

Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten gingen um EUR 377 Mio zurück, wovon EUR 153 Mio den kurzfristigen Teil betrafen.

Verschuldungsgrad (Gearing Ratio)

Trotz vergleichsweise niedriger Mittelzuflüsse aus der Betriebstätigkeit konnten die Verbindlichkeiten in Summe reduziert werden. Dies ist insbesondere auf den Verkauf der MOL Anteile sowie die im Vorfeld angekündigte Reduktion des Investitionsprogramms zurückzuführen.

Zum 31. Dezember 2009 standen kurz- und langfristige Kreditverbindlichkeiten, Anleihen und Finanzierungsleasingverbindlichkeiten von EUR 3.989 Mio (2008: EUR 4.148 Mio) liquiden Mitteln von insgesamt EUR 675 Mio (2008: EUR 700 Mio) gegenüber. Die Nettoverschuldung (Net Debt) betrug damit EUR 3.314 Mio und fiel um EUR 134 Mio (2008: EUR 3.448 Mio). In Relation zum Eigenkapital, das im Vergleich zum Vorjahr um 7% angewachsen ist, ergab sich per Ende 2009 ein Verschuldungsgrad von 33% (2008: 37%).

Cashflow

Die Konzern-Cashflow-Rechnung wird nach der indirekten Methode erstellt, wobei die Darstellung bereinigt um Konsolidierungskreisänderungen, Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige unbare Transaktionen erfolgt.

Mit EUR 1.847 Mio lag der Cashflow aus der Betriebstätigkeit um EUR 1.367 Mio bzw. 43% unter dem Vorjahr (2008: EUR 3.214 Mio). Aus der Überleitung vom Jahresüberschuss auf Zahlungsströme aus der Betriebstätigkeit (vor Änderungen im Working Capital) ergab sich für 2009 per Saldo eine Hinzurechnung von EUR 1.287 Mio (2008: EUR 1.198 Mio). Während Abschreibungen mit EUR 1.325 Mio erhöhend wirkten (2008: EUR 1.293 Mio) führten latente Steuererträge von EUR 86 Mio zu einer Verringerung (2008: EUR 57 Mio). Der Netto-Abbau langfristiger Rückstellungen (darunter Sozialkapital und Vorsorge für Rekultivierungsverpflichtungen) betrug EUR 48 Mio (2008: Aufbau um EUR 99 Mio). Erhöhend wirkten Zuschreibungen zum Anlagevermögen und sonstige unbare Positionen von EUR 91 Mio (2008: Verminderung um EUR 144 Mio). Die sonstigen unbaren Positionen beinhalten auch die anteiligen Ergebnisse assoziierter Unternehmen, gekürzt um Dividendenflüsse, von EUR 62 Mio (2008: EUR 59 Mio).

Im kurzfristigen Nettovermögen wurden 2009 Mittel in Höhe von EUR 157 Mio gebunden (2008: Mittelfreisetzung von EUR 487 Mio). Der Aufbau von Forderungen und Vorräten führte zu einer Mittelbindung von EUR 317 Mio (2008: Mittelfreisetzung von EUR 647 Mio), während durch den Aufbau von Verbindlichkeiten EUR 281 Mio freigesetzt wurden (2008: Mittelbindung durch Abbau von Verbindlichkeiten von EUR 334 Mio). Für den Abbau von kurzfristigen Rückstellungen wurden EUR 121 Mio verwendet (2008: Aufbau von Rückstellungen von EUR 175 Mio).

Den Investitionsauszahlungen von EUR 2.729 Mio (2008: EUR 3.619 Mio) standen Rückflüsse aus Verkäufen von Anlagevermögen von EUR 1.533 Mio (2008: EUR 267 Mio) gegenüber, davon in 2009 EUR 1.400 Mio aus dem Verkauf der an MOL gehaltenen Anteile. Aus dem Erwerb einbezogener Unternehmen abzüglich übernommener liquider Mittel resultierten Mittelabflüsse in Höhe von EUR 13 Mio (2008: EUR 356 Mio). Der gesamte Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug EUR 1.210 Mio (2008: EUR 3.404 Mio).

Operativer Cashflow unter dem Vorjahresniveau

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

In 2009 führte der Verkauf eigener Aktien zu einem Zufluss liquider Mittel in Höhe von EUR 0,9 Mio (2008: EUR 0,5 Mio). Die Nettoverringerung kurzfristiger und langfristiger Finanzierungen führte zu Mittelabflüssen von EUR 322 Mio (2008: Mittelzuflüsse aus Nettoerhöhung EUR 755 Mio). Der Mittelabfluss aus Dividendenzahlungen betrug EUR 336 Mio (2008: EUR 547 Mio), wovon EUR 299 Mio (2008: EUR 373 Mio) an Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft flossen und EUR 37 Mio an Minderheitsaktionäre einbezogener Unternehmen (2008: EUR 174 Mio). Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug EUR 657 Mio (2008: Mittelzufluss von EUR 209 Mio).

Risikomanagement

Gezielte Risikostreuung innerhalb des Konzerns

OMV ist ein integrierter, international tätiger Energiekonzern. Die Aktivitäten erstrecken sich von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen, über die Verarbeitung, bis hin zu Handel und Vermarktung von Mineralölprodukten sowie Erdgas. Außerdem errichtet OMV derzeit zwei Gaskraftwerke. Wie die gesamte Öl- und Gasindustrie ist auch OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, insbesondere Marktrisiken aber auch operativen, strategischen, regulativen, politischen und Katastrophenrisiken. Das Gesamtrisiko von OMV wird durch die substanzielle Diversifikation und die damit verbundenen teilweise gegenläufigen Risiken signifikant reduziert. Die ausgleichende Wirkung von gegenläufigen Branchenrisiken durch das hohe Ausmaß an Integration erfolgt jedoch häufig zeitlich verzögert oder abgeschwächt. Daher konzentrieren sich die OMV Risikomanagement-Aktivitäten auf die konzernweite Nettoposition der Risiken des aktuellen und zukünftigen Portfolios. Das Risikomanagement wird zentral durch das Konzern-Treasury koordiniert.

Das generelle Ziel der Risikopolitik ist es, den für Wachstum benötigten Cashflow des Konzerns abzusichern und ein starkes Investment Grade Credit Rating zu behalten. Auch die Auswirkungen verschiedener Risiken von neuen Strategien auf das Rating werden verfolgt. Risikostrategien werden zweimal pro Jahr im Executive Risk Committee überprüft.

Das Hauptziel des unternehmensweiten Risikomanagements (UWRM) ist die Verbesserung des Risikobewusstseins und der Risikosteuerung. Durch richtige Einschätzung des Risikos soll die Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten systematisch unterstützt werden, um somit den Wert von OMV nachhaltig zu erhöhen. Durch das UWRM-System wurden seit 2003 in allen Bereichen der Organisation, einschließlich der Tochtergesellschaften in rund 20 verschiedenen Ländern, das Risikobewusstsein und die Kenntnisse über das Risikomanagement (Konzernrichtlinie) deutlich verbessert.

Durch Verwendung eines elektronischen Risk-Monitor-Systems werden alle wesentlichen Risiken identifiziert, bewertet, mit Prioritäten versehen und überwacht, sowie die mögliche Auswirkung von Schlüsselrisiken beurteilt. Zusätzlich erfolgt eine Dokumentation aktueller Entwicklungen und getroffener Maßnahmen. Das Gesamtrisiko wird mit Hilfe eines Simulationsmodells berechnet und Planergebnissen gegenübergestellt. Die Ergebnisse des UWRM-Prozesses werden zusammen mit einem Risikobericht von wesentlichen nicht voll konsolidierten Beteiligungen zweimal jährlich dem Vorstand präsentiert. In Anwendung des Österreichischen Corporate Governance Kodex wird die Funktionsfähigkeit des UWRM-Systems jährlich durch den Wirtschaftsprüfer evaluiert. Folgende nicht-finanzielle und finanzielle Schlüsselrisiken wurden in Bezug auf die Erreichung des Mittelfrist-Plans ermittelt: Marktpreisrisiken, Länderrisiken, rechtliche Risiken, Geschäftsprozessrisiken, Währungsrisiken (vor allem USD, RON und TRY), Personalrisiken, und Risiken in Bezug auf Katastrophen.

Obwohl OMV über langjährige Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Mittel- und Osteuropa sowie der Kernregionen der Öl- und Erdgasproduktion verfügt, werden die politischen Entwicklungen in allen Märkten, in denen OMV tätig ist, kontinuierlich analysiert. Außerdem werden spezifische Länderrisiken vor dem Eintritt in neue Länder überprüft. Betreffend Umweltrisiken existiert ein konzernweites Berichtssystem, das bestehende und potenzielle Verpflichtungen bewertet. Die Risiken im Zusammenhang mit dem EU-Emissionshandel werden

separat erfasst, konzernweit zusammengeführt und von einem Komitee (Carbon Steering Committee) laufend überprüft. Darüber hinaus beobachtet OMV die Entwicklung klimapolitischer Regelungen in allen Ländern, in denen es Aktivitäten gibt, beispielsweise die Schaffung eines neuen Emissionshandelssystems in Neuseeland oder die aktuellen Diskussionen über CO2 -Steuern in mehreren Ländern. Im Bereich Human Resources wird durch gezielte Nachfolge- und Entwicklungsplanung für die Verfügbarkeit von geeigneten Führungskräften für weitere Wachstumsschritte zeitgerecht vorgesorgt, um damit Personalrisiken zu begegnen.

Die Steuerung und Kontrolle erkannter und bewerteter Risiken erfolgt unter Anwendung definierter Risikopolitiken auf allen Ebenen mit zugeordneten Verantwortlichkeiten. Das Management der meisten Risiken findet dezentral in den Geschäftsbereichen statt. Das Management einiger Schlüsselrisiken hingegen ist durch spezielle Konzernrichtlinien geregelt, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Recht und Compliance, Human Resources sowie Corporate Social Responsibility mit Fokus auf Menschenrechte und Marktpreisrisiken.

Die Analyse und das Management finanzieller Risiken, welche aus Fremdwährungen, Zinssätzen, Güterpreisen, Kontrahenten, Pensionen, CO2 -Emissionen, Liquidität und versicherbaren Risiken resultieren, erfolgt zentral im Konzern-Treasury auf konsolidierter Basis.

Konzern-Treasury beobachtet das zentrale Marktpreis-Risiko und analysiert mögliche Cashflow-Auswirkungen mittels eines spezifischen Risiko-Modells, das Portfolio-Effekte berücksichtigt. Die Resultate der Risikoanalyse werden im Operating Committee, das sich aus dem Management der Geschäftsbereiche sowie der Gruppenfunktionen zusammensetzt, besprochen. Dem Vorstand werden entsprechende Vorschläge betreffend Hedging-Strategien zur Genehmigung vorgelegt.

Die größten Fremdwährungsrisiken werden durch Schwankungen des USD gegenüber EUR und RON verursacht. Der Konzern ist hauptsächlich auf Grund der Verkäufe aus der Öl- und Gasproduktion in einer Netto-USD-Long-Position. Die Auswirkungen auf den Cashflow und/oder die Bilanz (Translationsrisiko) werden ebenso wie die Relation zum Ölpreis regelmäßig analysiert. Auch im Zusammenhang mit Beteiligungen in der Türkei ist OMV Währungsumrechnungsrisiken durch Schwankungen der türkischen Lira (TRY) ausgesetzt.

Um den Cashflow des Konzerns gegen einen nachteiligen Einfluss von sinkenden Ölpreisen zu schützen, wurden derivative Instrumente eingesetzt, welche die Erlöse aus 63.000 bbl/d für 2010 absichern. Als Absicherungsinstrument wurden Puts eingesetzt, die eine Preisuntergrenze von durchschnittlich USD 54,20/bbl absichern. Diese Puts wurden mit Call-Optionen so finanziert, dass initiale Zahlungen vermieden wurden (Null-Kosten-Struktur), wobei dadurch der Konzern nicht von Ölpreisen über USD 75/bbl in 2010 für das betreffende Volumen profitieren würde.

Für das Jahr 2009 wurden Put-Spreads (finanziert über Call-Optionen) für ein Volumen von 65.000 bbl/d eingesetzt, um eine Preisuntergrenze von USD 80/bbl abzusichern solange der Ölpreis über USD 65/bbl lag. Bei einem Ölpreis unter USD 65/bbl war das Absicherungsergebnis USD 15/bbl über dem Marktpreis. Diese Hedges führen zu einem positiven Cashflow von ca. USD 281 Mio (davon USD 33 Mio in 2010). Zusätzlich hat OMV für 2009 Währungsderivate (EUR-USD) in einem Ausmaß von USD 1 Mrd abgeschlossen, durch die die Gruppe für das betreffende Volumen nur Währungsschwankungen zwischen EUR-USD 1,32 bis 1,15 ausgesetzt war. Diese Absicherungen führen zu einem positiven Cashflow von EUR 42 Mio (davon EUR 6 Mio in 2010).

Zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Konzerns wurden im Rahmen definierter Regelungen USD- und EUR-Kredite von fixen auf variable Zinsen umgestellt. Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten des Konzerns wird weiterhin auf der Basis von Länder- und Bankenlimits bestimmt: Die Risiken betreffend Banken und Finanzinstitutionen sowie die großen Handelspartner werden vom Konzern-Treasury zentral gesteuert, alle übrigen Kontrahentenrisiken werden innerhalb der Geschäftsbereiche gesteuert.

Einsatz von Hedging-Instrumenten für 2010

Detaillierte Informationen finden sich im Nachhaltigkeitsbericht 2009

Nachhaltigkeit: Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz (HSE) und Corporate Social Responsibility (CSR)

Nachhaltigkeit ist strategisch in die Unternehmensaktivitäten eingebettet und basiert auf drei Säulen:

  • People gesellschaftliche Verantwortung gegenüber internen und externen Interessensgruppen
  • Planet Umweltmanagement und Minimierung von Umweltauswirkungen
  • Profit wirtschaftlicher Erfolg auf lange Sicht

Um die Integration von Nachhaltigkeit in die Geschäftsprozesse mittelfristig weiter zu stärken, wurden drei Schwerpunktbereiche definiert: Diversity & Bildung, Gesundheit & Sicherheit sowie Reduktion von CO2 -Emissionen. In den Zielvorgaben für 2010 – sowohl auf Konzernebene als auch für persönliche Ziele des Managements – werden diese drei Bereiche explizit berücksichtigt.

Auch 2009 lag ein wesentlicher Schwerpunkt der HSE-Aktivitäten darauf, das Bewusstsein zu Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltthemen insbesondere bei Mitarbeitern von Petrom zu erhöhen. Über 188.000 Trainingsstunden wurden absolviert (2008: 250.000), davon mehr als zwei Drittel in Rumänien. Darüber hinaus ist ein transparentes Berichtswesen entscheidend für die Stärkung der HSE-Kultur. Mehr als 125.000 Einträge (Meldungen von Zwischenfällen, Beinaheunfällen, Beobachtungen, Gefährdungen, Evaluierungen und Maßnahmen) wurden 2009 in CARE, einer konzernweiten Software, gemeldet und waren die Grundlage, um mehr als 35.000 Maßnahmen festzulegen. 86% dieser Maßnahmen wurden zeitgerecht umgesetzt.

Verbesserte Sicherheitsleistungen

Durch Anstrengungen zur Stärkung der HSE-Kultur und des Sicherheitsbewusstseins konnte 2009 (im Vergleich zu 2008) die Anzahl schwerer Unfälle im Konzern deutlich reduziert werden. Die Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall (LTIR, Lost Time Injury Rate) sank auf 0,71 (2008: 0,91) pro Million Arbeitsstunden für eigene Mitarbeiter, und auf 0,68 (2008: 0,92) für Kontraktoren. Die Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen (TRIR, Total Recordable Injury Rate) lag

2009 für eigene Mitarbeiter bei 1,53 (2008: 2,17) pro Million Arbeitsstunden, für Mitarbeiter von Kontraktoren bei 1,58 (2008: 1,73). Ein (2008: sieben) Mitarbeiter von Petrom und drei (2008: neun) Mitarbeiter von Kontraktoren – davon zwei (2008: fünf) bei Petrom – starben in Folge von Arbeitsunfällen, einer davon (2008: zwölf) bei einem Verkehrsunfall. Die Rate von tödlichen Arbeitsunfällen lag bei 1,50 (2008: 9,39) pro 100 Millionen Arbeitsstunden für eigene Mitarbeiter und 3,54 (2008: 9,64) für Mitarbeiter von Kontraktoren. Schwere Verkehrsunfälle, insbesondere in Rumänien und in einigen außereuropäischen Ländern, stellen für OMV und Petrom Mitarbeiter ein hohes Risiko dar. Daher wurde 2009 ein Schwerpunkt auf Verkehrssicherheitsprogramme gelegt, die ersten positiven Resultate zeigten.

Bei einem mittelschweren Brand in der Raffinerie Petrobrazi und einem Bohrlochausbruch mit Brand in Libyen gab es keine Verletzten und auch keine Gefahr für die Anrainer. Wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds wurde 2009 an mehreren Standorten die Produktion zurückgenommen, wobei besonderes Augenmerk auf Sicherheitsaspekte beim Herunterfahren bestimmter Anlagenteile gelegt wurde.

2009 gab es im Konzern 21 bedeutende Austritte von Kohlenwasserstoffen (>1.000 Liter) sowie 2.650 kleinere Austritte (2008: 12 bzw. 1.689). Die erhöhte Anzahl ist vorwiegend auf Verbesserungen im Berichtswesen zurückzuführen. Die OMV Klimaschutzstrategie, die 2008 formuliert wurde, hat die Reduktion der Treibhausgasemissionen sowie eine Dekarbonisierung des Produktportfolios zum Ziel. Erste Fortschritte wurden erzielt und OMV ist auf Kurs, obwohl es im Lichte des geänderten wirtschaftlichen Umfelds zu Anpassungen in den zugrundeliegenden Plänen gekommen ist. Bei Petrom lag weiterhin ein Schwerpunkt auf der Erreichung von nationaler und EU-Rechtskonformität im Bereich HSE.

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

Gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB) sind die folgenden Informationen anzugeben:

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 300.000.000 und ist in 300.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Zwischen den Kernaktionären International Petroleum Investment Company (IPIC) und Österreichische Industrieholding Aktiengesellschaft (ÖIAG) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.
    1. ÖIAG hält 31,5% und IPIC hält 20,0% des Grundkapitals.
    1. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht.
    1. Arbeitnehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
    1. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 AktienG (Aktiengesetz) und Satzungsänderungen (ausgenommen Unternehmensgegenstand) genügt die einfache Stimmen- und Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
    1. a) Der Vorstand ist durch Beschluss der Haupt versammlung vom 13. Mai 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 77,9 Mio durch Ausgabe von bis zu 77.900.000 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital).
  • b) Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Ziffer 1 AktienG um bis zu EUR 77,9 Mio durch Ausgabe von bis zu 77.900.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchge-

führt werden, als Inhaber von auf der Grund lage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 13. Mai 2009 ausgegebenen Wandel schuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

  • c) Die Summe der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen aktuell oder potenziell auszugebenden Bezugsaktien und die Anzahl der aus dem genehmigten Kapital auszugebenden Aktien darf 77.900.000 Stück nicht überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen nach lit. a und b), wobei das Wandlungsrecht der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen jedenfalls gewahrt sein muss.
  • d) Die Hauptversammlung vom 13. Mai 2009 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im gesetzlich jeweils höchstzuläs sigen Ausmaß (derzeit 10% des Grundkapitals) während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschluss fassung. Die eigenen Aktien können zur Bedienung der Aktienoptionspläne verwendet oder jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Anbot veräußert werden. Der Vorstand ist auch ermächtigt, eigene Aktien einzuziehen oder eigene Aktien zum Bedienen von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, zum Aktientausch zum Zweck der Beteiligung an anderen Unternehmen und zu jedem beliebigen, gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden.
    1. Laut Gesellschaftervereinbarung zwischen OMV und Dogan Sirketler Grubu Holding A.S. (Dogan) betreffend Petrol Ofisi A.S. ist im Falle eines Kontrollwechsels entweder bei OMV oder bei Dogan zu bestimmten strategischen Erwerbern (d.h., wenn der Erwerber OMV oder Dogan nach IFRS in seinen Vollkonsolidierungskreis einzubeziehen hat oder gleichberechtigt die gemeinsame Kontrolle mit einem Dritten ausüben kann) die jeweils andere Partei bis zum 16. Mai 2016 berechtigt, Anteile an Petrol Ofisi im Ausmaß von 34% zu einem Preis auf Basis einer vereinbarten Preisformel zu übernehmen und damit die Gesellschaftervereinbarung zu beenden.
    1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.
    1. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind: Standards für interne Kontrollsysteme werden in internen Konzernrichtlinien festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Standards durch regelmäßige Prüfungen einzelner Konzerngesellschaften und berichtet dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen. Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen durch das Konzern-IFRS-Accounting-Manual wird ebenfalls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagement-System. Der Rechnungslegungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Die identifizierten Teilprozesse werden basierend auf einem rollierenden Zeitplan hinsichtlich ihrer Effektivität geprüft und an Best-Practice ausgerichtet (z.B. Derivate, Forderungsmanagement, Bilanzierung von Anlagevermögen). Zusätzlich beurteilen die Wirtschaftsprüfer regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 10. Februar 2010 wurde eine Anleihe mit 10 Jahren Laufzeit und einem Nominale von EUR 500 Mio ausgegeben.

Hoch volatiles Umfeld erwartet

Ausblick 2010

Wir erwarten, dass der Brent-Rohölpreis auch im Jahr 2010 eine hohe Volatilität aufweisen und sich ähnlich wie im zweiten Halbjahr 2009 innerhalb eines Preisbands von USD 60-80/bbl bewegen wird. Die Brent-Urals Spanne wird weiterhin niedrig erwartet. Wir gehen davon aus, dass die relevanten Wechselkurse (EUR-USD, EUR-RON und USD-RON) volatil bleiben, wobei keine wesentlichen Kursänderungen im Vergleich zu 2009 erwartet werden. Der Markt für Raffinerieprodukte wird auch 2010 herausfordernd bleiben, die Petrochemie-Margen werden zudem durch neue Produktkapazitäten im Mittleren Osten weiter unter Druck kommen. Die Marketingmengen und -margen werden weiterhin schwach erwartet, bis das gesamtwirtschaftliche Umfeld klarere Signale einer Konjunkturerholung zeigt. Um den Cashflow des Konzerns gegen niedrigere Ölpreise in 2010 teilweise abzusichern, wurde in Q2/09 Rohöl-Hedging für eine Produktionsmenge von 63.000 bbl/d im kommenden Jahr mit einem Floor von USD 54/bbl bzw. einem Cap von USD 75/bbl abgeschlossen. Nachdem verschiedene Investitionsprojekte 2009 aufgeschoben wurden, plant OMV 2010 die Investitionen, exklusive größere Akquisitionen, auf rund EUR 2,8 Mrd zu erhöhen und gleichzeitig das starke Investment Grade Credit Rating sowie ein stabiles Finanzprofil aufrechtzuerhalten.

In E&P wird das Produktionsziel für 2010 angepasst, vor allem da Inertgase in Österreich und Pakistan nicht länger als Teile der Produktion ausgewiesen werden, eine negative Auswirkung der OPEC-Quoten auf die Produktion erwartet wird und zudem das Potenzial von bestimmten Feldentwicklungen in Österreich und Rumänien neu evaluiert wurde. Im Vergleich zu 2009 wird auf Grund der neuen Ölfelder in Maari (Neuseeland) und Komsomolskoe (Kasachstan) eine Produktionssteigerung auf rund 325.000 boe/d erwartet. Diese Felder werden in 2010 durch Erreichung der maximalen täglichen Förderleistung nennenswert zur Gesamtproduktion beitragen. Um das E&P-Portfolio weiter zu stärken, plant OMV rund 40 Explorations- und Erweiterungsbohrungen, 25% mehr als 2009. Beträchtliche Investitionen werden in einem der derzeit wichtigsten Feldentwicklungsprojekte, dem Habban Block S2 im Jemen, getätigt. Ein weiterer substanzieller Teil des OMV Investitionsprogramms wird in Rumänien in die Kompressorstation Hurezani zur Erleichterung der Gasförderung aus Niedrigdruckbohrungen, in Entwicklungs- und Produktionsbohrungen, in die Instandhaltung der Fördersonden, in Produktionsanlagen sowie in Infrastruktur investiert. Die Restrukturierung in Rumänien wird ebenfalls fortgesetzt. Eine strenge Kostenkontrolle sowie Projektpriorisierung innerhalb von E&P werden weiterhin forciert.

In R&M ist in Q2/10 ein ca. einmonatiger Stillstand der Rohöldestillations-Anlage in Schwechat geplant, zudem gibt es einen geplanten Stillstand in Petrobrazi im April. Auf Grund des schlechten Margenumfelds wird die Raffinerie Arpechim im Stop&Go-Modus betrieben. In Summe wird die Kapazitätsauslastung somit unter dem Niveau von 2009 liegen. Der Bau der Ethylen Pipeline Süd (EPS) wird voraussichtlich 2010 abgeschlossen. Diese Pipeline wird den Petrochemie-Standort Bayern (Deutschland) stärken. Der Ausstieg aus dem Retail-Geschäft in Italien Ende 2009 sowie weitere Verkäufe unrentabler Tankstellen stellen eine Optimierung des gesamten Tankstellennetzes dar. Durch striktes Kostenmanagement im Raffinerie- und Marketinggeschäft sowie eine Straffung der Organisation soll die Profitabilität in einem generell schwachen wirtschaftlichen Umfeld gestärkt werden. Bei Petrom wird die Implementierung des überarbeiteten Petrobrazi Raffinerie-Investments gestartet.

In G&P wird weiterhin ein Schwerpunkt auf der Ausweitung der internationalen Verkaufsaktivitäten sowie auf einer Steigerung der Handelsaktivitäten am Central European Gas Hub und an anderen europäischen Gashubs liegen. Weitere

Marktwachstumsmöglichkeiten werden auf Grund der Ankündigung neuer Kraftwerkprojekte erwartet. Um nachhaltiges internationales Wachstum abzusichern, wird die Diversifizierung der langfristigen Gasbezugsverträge an unterschiedlichen Einlasspunkten in Europa (via Pipeline oder LNG) angestrebt. Für das Nabucco Gas Pipeline-Projekt wird die finale Investitionsentscheidung für Ende 2010 erwartet. Im Zuge dessen ist ein Open Season Prozess geplant, der zum Abschluss von ersten verbindlichen Transportverträgen führen soll. Die LNG-Projekte Gate und Adria LNG verlaufen nach Plan. Die Erweiterungen an der WAG Gaspipeline werden fortgesetzt, mit dem Ziel, die Transportkapazität bis 2011 zu erhöhen. Eine neue Kompressorstation in Baumgarten sowie eine neue Gasleitung zwischen Baumgarten und Auersthal (Österreich) werden die Transportkapazität ab 2011 ebenfalls erhöhen. Der in 2009 begonnene Bau eines 800 MW-Klasse Gaskraftwerks in Brazi (Rumänien) schreitet planmäßig voran. Die Grundsteinlegung für ein Kraftwerkprojekt ähnlicher Größe in Samsun (Türkei) ist für das erste Halbjahr 2010 geplant. Bei der Central European Gas Hub AG wird nach erfolgreichem Start des Börsenhandels am Kassamarkt im Dezember 2009 im ersten Halbjahr 2010 ein Terminmarkt implementiert.

Fortführung der Entwicklung des CEGH und der Diversifizierung der Liefermengen

Wien, 23. März 2010

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Gerhard Roiss

Werner Auli David C. Davies Helmut Langanger

Transparenz

Bei OMV betrachten wir Transparenz als entscheidend für eine gute Berichterstattung. Daher streben wir wo immer möglich an, gesetzlich vorgeschriebene Angaben mit zusätzlichen relevanten Informationen zu ergänzen, um ein umfassendes Bild des Unternehmens zu vermitteln.

Dieser Bericht beinhaltet ergänzende Informationen zu unserer Öl- und Gasproduktion, und unsere bisherige Berichterstattung zu Themen der Corporate Governance ist vorbildlich.

OMV hat sich zu einer möglichst transparenten Information ihrer Stakeholder verpflichtet und wird danach streben, die führenden Offenlegungsstandards der Branche einzuhalten.

"Heitere oder trübe Aussichten?"

"Verschaffe dir Klarheit."

Konzernabschluss 2009 nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Konzernabschluss

Bestätigungsvermerk 71
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 72
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 73
Konzernbilanz 74
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 76
Konzern-Cashflow-Rechnung 78
Konzernanhang 79
Grundlagen und Methoden 79
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 91
Erläuterungen zur Bilanz 95
Ergänzende Angaben zur Finanzlage 116
Segmentberichterstattung 130
Sonstige Angaben 133
Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft) 142
Abkürzungen und Definitionen 151
Fünf-Jahres-Übersicht 152

Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers zum Konzernabschluss)

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2009 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstigen Anhangangaben mit Ausnahme der Anhangangabe 34 "Ergänzende Angaben zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)".

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung des Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2009 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen. Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 23. März 2010

Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Walter Müller (Wirtschaftsprüfer) Bernhard Vanas (Wirtschaftsprüfer)

Bericht zum Konzernabschluss

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Prüfungsurteil

Aussagen zum Konzernlagebericht

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2009

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung EUR 1.000
Anhangangabe 2009 2008
Umsatzerlöse 17.917.267 25.542.598
Direkte Vertriebskosten –212.665 –238.404
Umsatzkosten –14.703.603 –20.704.398
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.000.998 4.599.795
Sonstige betriebliche Erträge
6
223.643 278.366
Vertriebsaufwendungen –800.116 –881.616
Verwaltungsaufwendungen –299.878 –279.174
Explorationsaufwendungen –239.052 –333.970
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen –14.437 –13.644
Sonstige betriebliche Aufwendungen
7
–461.273 –1.030.095
Betriebserfolg (EBIT) 1.409.885 2.339.662
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
8
65.529 117.886
Dividendenerträge 11.637 91.582
Zinsergebnis
8
–297.756 –213.491
Sonstiges Finanzergebnis
8
–7.461 –26.559
Finanzerfolg –228.050 –30.582
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.181.834 2.309.080
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
9
–464.903 –780.130
Jahresüberschuss 716.931 1.528.950
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 571.714 1.374.437
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 145.217 154.513
Unverwässerter Gewinn je Aktie in EUR
10
1,91 4,60
Verwässerter Gewinn je Aktie in EUR
10
1,91 4,60
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl 298.763.196 298.753.838
Bereinigte gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl 299.022.062 298.908.833
Vorgeschlagene Dividende
19
300.000 299.779
Vorgeschlagene Dividende je Aktie in EUR
19
1,00 1,00

Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2009 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2009

Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
EUR 1.000
EUR 1.000
Anhangangabe
Anhangangabe
2009 2009
2008
2008
Jahresüberschuss 716.931 1.528.950
Jahresüberschuss 716.931 1.528.950
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe –175.609 –667.112
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe –175.609 –667.112
Gewinne (+)/Verluste (–) des Jahrs –175.609 –651.133
Gewinne (+)/Verluste (–) des Jahrs –175.609 –651.133
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss

–15.979
–15.979
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung zur Veräußerung verfügbarer
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung zur Veräußerung verfügbarer
finanzieller Vermögenswerte 622.922 –1.301.712
finanzieller Vermögenswerte 622.922 –1.301.712
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahrs vor Ertragsteuern 585.881 –1.321.361
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahrs vor Ertragsteuern 585.881 –1.321.361
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss 37.041 19.649
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss 37.041 19.649
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges –190.770 110.377
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges –190.770 110.377
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahrs vor Ertragsteuern –67.063 113.982
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) des Jahrs vor Ertragsteuern –67.063 113.982
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss –125.457 –1.855
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in den Jahresüberschuss –125.457 –1.855
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in die Anschaffungskosten
Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in die Anschaffungskosten
1.750 1.750
–1.750
–1.750
Auf assoziierte Unternehmen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis 11.242 –39.696
Auf assoziierte Unternehmen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis 11.242 –39.696
Gewinne (+)/Verluste (–) des Jahrs 11.242 –39.696
Gewinne (+)/Verluste (–) des Jahrs 11.242 –39.696
Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern
Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern
19
19
30.382
30.382
–18.859
–18.859
Sonstiges Ergebnis des Jahrs nach Steuern 298.167 –1.917.002
Sonstiges Ergebnis des Jahrs nach Steuern 298.167 –1.917.002
Gesamtergebnis des Jahrs 1.015.098 –388.053
Gesamtergebnis des Jahrs 1.015.098 –388.053
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.006.396 –357.835
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.006.396 –357.835
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
8.702 8.702
–30.218
–30.218

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009

Vermögen EUR 1.000
Anhangangabe 2009 2008
Vermögen
Langfristiges Vermögen
EUR 1.000
Immaterielle Vermögenswerte
11
812.391
Anhangangabe
807.460
2009
Sachanlagen
12
Langfristiges Vermögen
11.370.404 10.421.486
Anteile an assoziierten Unternehmen
13
Immaterielle Vermögenswerte
2.214.967
11
1.955.100
812.391
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
16
Sachanlagen
1.173.033
12
2.124.661
11.370.404
10.421.486
Sonstige Vermögenswerte
17
Anteile an assoziierten Unternehmen
45.053
13
42.587
2.214.967
1.955.100
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 15.615.849
16
15.351.294
1.173.033
2.124.661
Sonstige Vermögenswerte
Latente Steuern
22
17
177.597
45.053
140.298
Kurzfristiges Vermögen 15.615.849
15.351.294
Latente Steuern
Vorräte
14
22
2.324.757
177.597
2.172.927
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
15
Kurzfristiges Vermögen
1.934.639 1.999.791
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
16
Vorräte
402.382
14
697.962
2.324.757
2.172.927
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
70.794
15
76.909
1.934.639
1.999.791
Sonstige Vermögenswerte
17
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
159.143
16
176.360
402.382
Kassenbestand und Bankguthaben
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern
674.540 700.086
70.794
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
18
Sonstige Vermögenswerte
55.513
17
60.356
159.143
Kassenbestand und Bankguthaben 5.621.767 5.884.390
674.540
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
Summe Aktiva
18
21.415.213
55.513
21.375.983
Eigenkapital und Verbindlichkeiten EUR 1.000
Anhangangabe 2009 2008
Eigenkapital
19
Grundkapital 300.000 300.000
Rücklagen 7.798.317 7.099.076
Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens 8.098.317 7.399.076
Anteile anderer Gesellschafter 1.936.468 1.964.168
Summe Eigenkapital 10.034.785 9.363.243
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
20
883.844 931.775
Anleihen
21
1.475.933 488.116
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
21
1.720.725 2.038.205
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
20
1.801.726 1.678.790
Sonstige Rückstellungen
20
259.726 283.072
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
21
200.099 399.324
Sonstige Verbindlichkeiten
21
11.707 13.927
6.353.760 5.833.209
Latente Steuern
22
295.097 363.173
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
21
2.141.533 2.141.067
Anleihen 309.997
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
21
363.878 1.606.509
Rückstellung für laufende Ertragsteuern
20
101.459 85.415
Sonstige Rückstellungen
20
418.620 552.348
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
21
502.866 415.411
Sonstige Verbindlichkeiten
21
868.222 1.007.457
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
18
24.994 8.149
4.731.570 5.816.358
Summe Passiva 21.415.213 21.375.983

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in 2009 1)

Grund
kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklage
Umrechnung
ausländischer
Geschäfts
betriebe
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
1. Jänner 2009 300.000 783.315 7.310.086 –341.072 –619.461
Gesamtergebnis der Periode 571.714 –79.698 620.013
Dividendenausschüttung –298.762
Verkauf eigener Anteile 325
Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht
beherrschender Anteile –9.322
31. Dezember 2009 300.000 783.640 7.573.715 –420.771 551

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in 2008 1)

Grund
kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklage
Umrechnung
ausländischer
Geschäfts
betriebe
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
1. Jänner 2008 300.000 782.385 6.318.288 119.907 686.049
Gesamtergebnis der Periode 1.374.436 –460.980 –1.305.510
Dividendenausschüttung –373.453
Kauf eigener Anteile
Verkauf eigener Anteile 930
Effekte aus stufenweisem
Geschäftszusammenschluss 1.330
Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht
beherrschender Anteile –10.516
31. Dezember 2008 300.000 783.315 7.310.086 –341.072 –619.461

1) Vgl. Anhangangabe 19.

EUR 1.000

Hedges Sonstiges Ergebnis
aus Assoziierten
Eigene Anteile OMV
Gesellschafter
Nicht
beherrschende
Anteile
Summe
Eigenkapital
62.328 –82.122 –13.997 7.399.076 1.964.168 9.363.243
–116.874 11.242 1.006.396 8.702 1.015.098
–298.762 –37.205 –335.967
605 930 930
–9.322 803 –8.520
–54.546 –70.880 –13.392 8.098.317 1.936.468 10.034.785
EUR 1.000
Hedges Sonstiges Ergebnis
aus Assoziierten
Eigene Anteile OMV
Gesellschafter
Nicht
beherrschende
Anteile
Summe
Eigenkapital
–11.588 –42.426 –13.929 8.138.687 2.200.833 10.339.520
73.915 –39.696 –357.835 –30.218 –388.053
–373.453 –173.635 –547.088
–446 –446 –446
378 1.308 1.308
1.330 4.746 6.076
–10.516 –37.558 –48.074
62.328 –82.122 –13.997 7.399.076 1.964.168 9.363.243

Konzern-Cashflow-Rechnung

Konzern-Cashflow-Rechnung 1) EUR 1.000
2009 2008
Jahresüberschuss 716.931 1.528.950
Abschreibungen 1.325.091 1.293.077
Zuschreibungen zum Anlagevermögen –5.539 –6.132
Latente Steuern –85.596 –56.685
Verluste (+)/Gewinne (–) aus Abgängen von Anlagevermögen 5.275 6.559
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Sozialkapital –89.888 42.814
Erhöhung (+)/Verminderung (–) langfristige Rückstellungen 41.609 55.739
Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) 96.140 –137.536
2.004.021 2.726.786
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Vorräte –196.684 167.375
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Forderungen –120.637 479.207
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Verbindlichkeiten 281.441 –334.186
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Rückstellungen –121.400 175.056
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.846.742 3.214.238
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –2.206.464 –3.229.983
Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte –522.810 –389.252
Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftsbetrieben abzüglich liquider Mittel –13.271 –355.862
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Finanzinvestitionen 279.096
Veräußerungen
Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen 1.532.690 266.573
Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen abzüglich liquider Mittel 25.032
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –1.209.856 –3.404.396
Zugänge langfristige Finanzierungen 1.966.217 1.708.097
Rückzahlung langfristige Finanzierungen –917.761 –47.886
Rückkauf eigener Aktien –446
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Finanzierungen –1.370.891 –905.004
Dividendenzahlungen –335.967 –547.088
Kapitalzuführung inklusive Verkauf eigener Anteile 930 1.308
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –657.472 208.981
Währungsdifferenz auf liquide Mittel –4.961 –18.301
Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel –25.546 522
Liquide Mittel Jahresbeginn 700.086 699.564
Liquide Mittel Jahresende 674.540 700.086

1) Vgl. Anhangangabe 23.

Konzernanhang: Grundlagen und Methoden

Die OMV Aktiengesellschaft (im österreichischen Firmenbuch eingetragen mit dem Sitz Trabrennstraße 6-8, 1020 Wien, Österreich) ist ein internationaler Energiekonzern, der Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Exploration und Produktion (E&P), Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) und Gas und Power (G&P) unterhält.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRSs) erstellt und entspricht damit den IFRSs, wie sie in der EU anzuwenden sind. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember.

Für die Aufsuchung, Aufschließung und Ausförderung von Öl- und Gaslagerstätten werden – wo die IFRSs keine speziellen Regeln vorgeben – die Regeln des US GAAP-Branchenstandards Accounting Standards CodificationTM (ASC) 932 (Extractive Activities – Oil and Gas, Oil and Gas Reserve Estimation and Disclosures) mit Ausnahme der regionalen Definition von Petrom, welche gemäss internem Managmentreporting erfolgt, angewandt. In 2009 wurden die zuvor angewandten SFAS 19 und SFAS 69 in ASC 932 übergeleitet, welcher zur Grundlage verbindlicher Bilanzierungsgrundsätze wurde. Die Anwendung von ASC 932 erfolgt in Übereinstimmung mit den Vorgaben des IFRS 6 (hinsichtlich der Explorations- und Evaluierungstätigkeit) sowie anderer IFRSs/IASs hinsichtlich der Entwicklungs- und Produktionstätigkeiten.

Die ergänzenden Informationen zu Öl- und Gasreserven der Anhangangabe 34 sind ungeprüft und nicht Bestandteil des Konzernanhangs und wurden in Übereinstimmung mit ASC 932 erstellt.

Der Konzernabschluss 2009 wurde in Tausend Euro (TEUR, EUR 1.000) erstellt. Durch die Angabe in TEUR können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Der Vorstand ist der Auffassung, dass Abweichungen von den Schätzgrößen keinen wesentlichen Einfluss auf die Konzernabschlüsse der näheren Zukunft haben und dass sich kurzfristig keine negativen Auswirkungen aus einer Risikokonzentration ergeben werden. Insbesondere in Bezug auf Reservenmengen, Rekultivierungsrückstellungen, Zinsen und Ölpreisentwicklung besteht die Notwendigkeit, Einschätzungen und Annahmen zu treffen. Planungsannahmen hinsichtlich der Ölpreisentwicklung spiegeln die Einschätzung des Vorstands wider und wurden an Hand von externen Expertenmeinungen überprüft. Reservenschätzungen werden durch firmeninterne Ingenieure vorgenommen. Zusätzlich werden in einem Zweijahresrhythmus externe Schätzungen durchgeführt. Zum 31. Dezember 2009 werden im Anlagevermögen Öl- und Gasvermögen von TEUR 5.800.451 (2008: TEUR 5.099.197) ausgewiesen. Die Schätzung der zukünftigen Rekultivierungskosten basiert ebenfalls auf von internen Technikern erstellten Gutachten sowie Erfahrungswerten der Vergangenheit. Die daraus errechnete Rekultivierungsrückstellung belief sich auf TEUR 1.802.186 (2008: TEUR 1.679.232). Für die Ermittlung der Rekultivierungsrückstellungen und Wertminderungen wurden Einschätzungen von Zinsen getroffen, welche einen wesentlichen Einfluss auf die jeweiligen Positionen haben.

Der Konzernabschluss wurde am 23. März 2010 von der Geschäftsführung genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf Basis konzerneinheitlicher Standards mit Bilanzstichtag 31. Dezember erstellt.

Die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden akquirierter Tochterunternehmen erfolgt mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden einschließlich Eventualverbindlichkeiten, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die nicht beherrschenden Anteile werden mit dem beizulegenden Zeitwert der erfassten Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte erfasst und mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung hin überprüft. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam berücksichtigt. Eine spätere Wertaufholung findet nicht statt.

Bei Joint Ventures mit gemeinschaftlicher Führung des Geschäftsbereichs E&P werden sämtliche Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Aufwendungen anteilig in den Konzernabschluss einbezogen.

2 Konsolidierung

1 Rechtliche Grundlagen und allgemeine Vorgangsweise

Eine Übersicht über einbezogene Unternehmen, at-equity bewertete Unternehmen und sonstige Beteiligungen befindet sich in Anhangangabe 33.

Anzahl der einbezogenen Unternehmen
------------------------------------- --
2009 2008
Voll Equity Voll Equity
konsolidierung konsolidierung konsolidierung konsolidierung
Stand 31.12. Vorjahr 88 12 92 14
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 5 3 3 1
Im Berichtsjahr fusioniert –1
Wechsel von Equity- auf Vollkonsolidierung 1 –1 2 –2
Im Berichtsjahr entkonsolidiert –6 –8 –1
Stand 31.12. 88 14 88 12
[davon mit Sitz und Betrieb im Ausland] [51] [9] [48] [7]
[davon mit Sitz in Österreich und Betrieb im
Ausland] [16] [—] [18] [—]

Im Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) wurde OMV (TUNESIEN) Sidi Mansour GmbH, Wien, mit Jahresbeginn in den Konsolidierungskreis aufgenommen. In Q1/09 wurden OMV (ALBANIEN) Adriatic Sea Exploration GmbH, Wien, OMV (Bulgaria) Offshore Exploration GmbH, Wien, OMV Proterra GmbH, Wien, OMV (RUSS-LAND) Exploration & Production GmbH, Wien, und van Sickle Gesellschaft m.b.H., Wien, dekonsolidiert. Seit Q2/09 werden OMV Upstream International GmbH, Wien, vollkonsolidiert und Pearl Petroleum Company Limited, Road Town, at-equity konsolidiert. Korned LLP, Algabas (Kasachstan), wird seit Ende 2009 in den Vollkonsolidierungskreis einbezogen.

Im Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) wurde mit 1. Jänner 2009 der Verkauf der OMV Bayern GmbH, Burghausen, abgeschlossen.

Der Anteil an Petrol Ofisi A.S., dem führenden Unternehmen im Tankstellen- und Commercial-Geschäft in der Türkei, beträgt unverändert 41,58%. Petrol Ofisi A.S. wird im Konzernabschluss at-equity bilanziert. Das Grundkapital der Gesellschaft besteht aus 577.500.000 Aktien mit einem Nennwert von Türkische Lira (TRY) 1,00 je Aktie; der Börsekurs zum 31. Dezember 2009 betrug TRY 5,8 je Aktie. Der an der Istanbuler Börse gehandelte Streubesitz betrug zum Jahresende 4,2% der in Umlauf befindlichen Aktien.

Zur Zeit der Bilanzierung war ein wesentliches Gerichtsverfahren an den maßgeblichen türkischen Gerichten anhängig. Die türkische Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (EMRA) hat am 31. August 2006 eine Gesamtstrafe in der Höhe von TRY 1,6 Mrd (EUR 0,7 Mrd) gegenüber 28 von 30 türkischen Distributionsunternehmen verhängt und bezieht sich auf einen Rechtsstreit betreffend die Belieferung von Vertriebsgesellschaften ohne Lizenz während der Übergangsperiode nach der Einführung des neuen türkischen Mineralölgesetzes Anfang 2005. Für Petrol Ofisi A.S. und ihre Tochtergesellschaft ERK Petrol Yatirimlari A.S. wurde eine Strafe von rund TRY 600 Mio (EUR 277 Mio) verhängt. Petrol Ofisi A.S. hat beim Obersten Gerichtshof und beim Verwaltungsgericht die Aufhebung der Strafe und einen Zahlungsaufschub bis Ende des Verfahrens beantragt. Am 31. Jänner 2007 wurde vom Obersten Gerichtshof dem Antrag auf Zahlungsaufschub bis Ende des Verfahrens stattgegeben. Auf Grund der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wurde – wie in den Vorjahren – keine Rückstellung gebildet.

Im Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) wurde in Q1/09 OMV Kraftwerk Haiming GmbH, Haiming, in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Enerco Enerji Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, (seit Q2/09) sowie Freya Pipeline GmbH & Co. KG, Bonn, (seit Q4/09) werden at-equity konsolidiert. OMV Gas Storage Germany GmbH, Köln, wird seit Jahresende 2009 vollkonsolidiert. Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, wird seit Dezember 2009 vollkonsolidiert (zuvor at-equity konsolidiert).

Der Verkauf der Tochtergesellschaft OMV Italia S.r.l., Verona, wurde im März 2010 mit einem geringfügigen Veräusserungsgewinn für 2010 abgeschlossen.

OMV beabsichtigt die Tochtergesellschaft OMV Wärme VertriebsgmbH, Wien, bis Jahresende 2010 zu verkaufen und erwartet einen geringfügigen Veräusserungsgewinn aus dem Verkauf.

Diverse Vertriebsorganisationen und Mantelbeteiligungen werden auf Grund ihrer geringfügigen Auswirkung nicht einbezogen.

Der Erwerb von Korned LLP, Algabas, sowie die Einbeziehung von Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, mit Ende Dezember 2009 wirkten sich 2009 auf die Vermögenslage und in weiterer Folge auch als Adaptierung bei der Cashflow-Rechnung wie folgt aus. Die Darstellung 2008 beinhaltet den Erwerb der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice SA sowie den Erwerb der SOCIETATEA COMERCIALA PETROM AVIATION SA, Otopeni.

Netto-Mittelabfluss aus Erwerb von Unternehmen und Geschäftsbetrieben EUR 1.000
2009 2008
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 278.586 359.781
Finanzielle Vermögenswerte 120
Umlaufvermögen 1.712 10.306
Verbindlichkeiten und sonstige Passiva –136.709 –34.935
Reinvermögen 143.709 335.152
Mittelabfluss aus Erwerb von Unternehmen und Geschäftsbetrieben 1) 31.196 358.309
Liquide Mittel erworbener Unternehmen
Liquide Mittel durch Wechsel der Konsolidierungsart –17.925 –2.447
Netto-Mittelabfluss aus Erwerb von Unternehmen und Geschäftsbetrieben 13.271 355.862

1) Diese Position beinhaltet in 2009 auch Mittelabflüsse von TEUR 8.520 für Anteilserhöhungen an bereits vollkonsolidierten Unternehmen (2008: TEUR 27.290). Die Mittelabflüsse 2009 beinhalten nur jenen Anteilserwerb an Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.S., welcher mit Jahresende 2009 zur Kontrollerlangung über die Gesellschaft führte; die Differenz zwischen Mittelabfluss und übernommenem Reinvermögen ist im wesentlichen auf die früheren Zahlungen in 2009 und 2008 für Anteilserwerbe an dieser zuvor at-equity konsolidierten Gesellschaft zurückzuführen.

Bei den Akquisitionen erfolgte im Zuge der Bilanzierung nach der Erwerbsmethode die erstmalige Ermittlung von IFRS-Werten, sodass für den Zeitpunkt unmittelbar vor dem Zusammenschluss keine Buchwerte gemäß IFRS verfügbar waren. Für den stufenweisen Erwerb von Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.S. wurde die überarbeitete Fassung des IFRS 3 nicht angewandt.

Da Korned LLP, Algabas, sowie Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.S. mit Jahresende 2009 in den Vollkonsolidierungskreis aufgenommen wurden, sind beide Unternehmen 2009 nicht im Jahresüberschuss des OMV Konzerns enthalten. 2008 war das in 2008 erworbene Unternehmen ab dem Zeitpunkt seiner Einbeziehung mit TEUR –512 im Jahresüberschuss des OMV Konzerns enthalten.

3 Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze

a) Ertragsrealisierung

Grundsätzlich werden Erträge realisiert, wenn Lieferungen oder Leistungen erbracht wurden und der Wert der Forderung feststeht oder bestimmbar und die Einbringlichkeit wahrscheinlich ist. In E&P werden Erträge berücksichtigt, wenn das Produkt geliefert und Risiko und Eigentum auf den Kunden übergegangen sind. Im Tankstellen-Geschäft werden die Erträge bei eigenen Tankstellen mit der Abgabe an den Kunden vereinnahmt. Bei Tankstellen, die nicht im Eigentum des Konzerns stehen, erfolgt die Ertragsrealisierung mit der Lieferung an die Tankstellen. In G&P werden Verkäufe aus langfristigen Verträgen mit der Lieferung realisiert. Zusätzliche Mengen aus diesen Verträgen werden nach Anerkenntnis durch den Kunden realisiert. Erträge aus dem Erdgasspeicher-Geschäft werden auf Basis von kommittierten Speicher- und Entnahmeraten realisiert. Ebenso werden Erträge aus dem Gastransit auf Basis kommittierter Mengen vereinnahmt.

b) Explorationsaufwendungen

Explorationsaufwendungen betreffen ausschließlich den Geschäftsbereich E&P und umfassen jene Kosten, die im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen. Dazu zählen u.a. geologische und geophysikalische Kosten für die Identifikation und Untersuchung von Gebieten mit möglichen Öl- und Gasreserven, sowie Exploration betreffende Verwaltungs-, Rechts- und Beratungskosten. Des Weiteren umfasst diese Position alle Wertminderungen von Explorationsbohrungen, die keine sicheren Reserven nachweisen konnten. Planmäßige Abschreibungen von fündigen Explorationsbohrungen sind Bestandteil der Umsatzkosten.

c) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Unter den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) sind alle direkten und indirekten Material- und Personalkosten sowie Kosten für Fremdleistungen ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der gezielten Suche nach neuen Erkenntnissen hinsichtlich der Entwicklung und wesentlichen Verbesserung von Produkten, Leistungen oder Prozessen und im Zusammenhang mit Forschungsaktivitäten anfallen. Die im Zusammenhang mit Forschung in einer Periode anfallenden Ausgaben sind immer F&E-Aufwand der Periode. Ausgaben für experimentelle Entwicklung werden ebenfalls im F&E-Aufwand der Periode ausgewiesen, wenn nicht nach den Ansatzkriterien für immaterielle Vermögenswerte eine Aktivierung geboten ist.

Erhaltene Zuschüsse von Dritten werden grundsätzlich im sonstigen operativen Ertrag ausgewiesen. Wurden diese Zuschüsse für Projekte oder Leistungen gewährt, welche zu Aktivierungen im Anlagevermögen führten, werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieser Vermögenswerte entsprechend gekürzt.

d) Explorations- und Produktionsteilungsverträge

Ein Explorations- und Produktionsteilungsvertrag (Exploration and Production Sharing Agreement, EPSA) ist eine Vertragsform bei Erdöl- und Erdgaslizenzen, bei der sich eine oder mehrere Erdölfirmen und das Gastland bzw. die nationale Ölgesellschaft die Erdöl- bzw. Erdgasproduktion nach einem festgelegten Schlüssel teilen. In bestimmten EPSA-Verträgen stellen die dem Gastland/der nationalen Ölgesellschaft zustehenden Anteile an der Produktion eine Form der Ertragsbesteuerung dar. In solchen Fällen werden sie dementsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertragsteueraufwand dargestellt.

e) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und, soweit abnutzbar, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Mit Ausnahme der E&P-Aktivitäten, die weitgehend nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben werden, erfolgt die planmäßige Abschreibung linear.

Langfristige Vermögenswerte, die als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert werden, werden mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten werden als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert durch Verkauf und nicht durch fortgesetzte Nutzung erlöst werden soll. Voraussetzung für diese Klassifikation ist, dass der Verkauf als sehr wahrscheinlich eingeschätzt wird und der Vermögenswert in seinem derzeitigen Zustand zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist.

Sowohl immaterielles Vermögen als auch Sachanlagen werden bei Vorliegen eines Anhaltspunkts für eine Wertminderung zum Bilanzstichtag gemäß IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Bei immateriellem Vermögen mit unbestimmter Nutzungsdauer und bei Firmenwerten werden jährliche Wertminderungstests vorgenommen. Dies gilt auch dann, wenn keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Übersteigt der Buchwert des Vermögenswerts den erzielbaren Betrag, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag. Entfallen die

Gründe für eine Wertminderung in den Folgeperioden, wird, ausgenommen bei Firmenwerten, eine Wertaufholung auf die fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Diese ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Umsatzkosten ausgewiesen. Wertminderungen werden bei Tankstellen im Vertriebsaufwand, bei Explorationsvermögen im Explorationsaufwand und bei sonstigen Vermögenswerten unter Umsatzkosten bzw. den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung der Exploration und der Ausförderung von Öl- und Gaslagerstätten erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 6 und, wo keine speziellen Regeln vorgegeben sind, nach den Vorschriften des US-GAAP Ölindustriestandards ASC 932, welcher ein international anerkannter Branchenstandard ist.

Jahre
unbestimmt
3–5
5–20 bzw. Vertragslaufzeit
Öl- bzw. Gasvermögen Unit-of-Production-Methode
Hochbehälter 40
Verarbeitungsanlagen 25
Leitungssysteme 20
Tankstellenkomponenten 5–20 (Komponentenansatz)
Gasleitungen 20–30
20 bzw. 40–50
10–20
5–10
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, Lizenzen u.Ä.
Bereichsspezifische Sachanlagen
Sonstige Sachanlagen
Produktions- bzw. Verwaltungsgebäude
Sonstige technische Anlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung

Der Ansatz der E&P-Aktivitäten erfolgt nach der Successful-Efforts-Methode. Der Erwerb von geologischen und geophysikalischen Studien vor der Auffindung von sicheren Reserven wird im Periodenaufwand erfasst. Die Kosten einer Bohrung werden bis zu dem Zeitpunkt der Feststellung, ob potenzielle wirtschaftliche Öl- oder Gasreserven vorliegen, aktiviert und als immaterielle Vermögenswerte dargestellt. Nicht wirtschaftlich fündige Bohrungen werden aufwandswirksam erfasst. Ist die wirtschaftliche Fündigkeit noch nicht geklärt, bleiben die Kosten einer Explorationsbohrung aktiviert, solange die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

    1. Durch die Bohrung wurden ausreichend Öl- oder Gasreserven gefunden, welche eine Fertigstellung als Produktionsbohrung rechtfertigen.
    1. Es werden ausreichende Fortschritte hinsichtlich der Einschätzung der wirtschaftlichen und technischen Realisierbarkeit für die Aufnahme der Feldentwicklung in naher Zukunft gemacht.

Aktivierte Konzessionserwerbskosten sowie Vermögenswerte aus Exploration und Evaluierung werden in der Regel nicht planmäßig abgeschrieben solange sie im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen, aber auf Wertminderung überprüft. Sobald es sich um sichere und wirtschaftlich gewinnbare Mineralölvorkommen handelt, werden die damit im Zusammenhang stehenden Vermögenswerte in die Sachanlagen umgegliedert und mit Produktionsbeginn planmäßig abgeschrieben. Aktivierte Explorations- und Entwicklungsaufwendungen sowie Hilfseinrichtungen werden grundsätzlich produktionsabhängig auf Basis sicherer entwickelter Reserven abgeschrieben. Davon ausgenommen sind aktivierte Kosten für Aufsuchungsrechte sowie erworbene Reserven, die auf Basis der gesamten sicheren Reserven abgeschrieben werden.

Direkt zuordenbare Kosten aus Großinspektionen und Generalüberholungen von Großanlagen werden aktiviert und entsprechend der Komponentenabschreibungsmethode bis zur nächsten Anlagenüberholung bzw. -inspektion linear abgeschrieben. Kosten für bedeutende Ersatzteile werden aktiviert und die Buchwerte der ersetzten Teile ausgebucht. Kleinere Instandhaltungsleistungen und Reparaturen werden im Jahr des Anfallens als Aufwand gebucht.

Das Sachanlagevermögen beinhaltet auch Gegenstände mit Finanzierungsleasingverträgen, die im wirtschaftlichen Eigentum des Konzerns stehen und mit dem Barwert der Mindestleasingverpflichtung oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die kürzere Leasingdauer abgeschrieben werden. Die aktivierten Kosten werden als Verbindlichkeit verbucht und künftige Leasingzahlungen werden in einen Zins- und einen Tilgungsteil aufgespaltet.

All jene Leasingverträge, die nicht als Finanzierungsleasing zu werten sind, werden als operatives Leasing eingestuft. Die vereinbarten Leasingzahlungen werden dann linear auf die Vertragslaufzeit verteilt im Aufwand erfasst.

f) Finanzielle Vermögenswerte

Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint-Venture-Gesellschaften werden nach der At-Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert.

Available-for-Sale-Wertpapiere werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden bis zur Realisierung unter Berücksichtigung latenter Steuern gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. Bei objektiven Anzeichen für eine Wertminderung werden Wertminderungen ergebniswirksam erfasst. Ein Wegfall des Wertminderungsgrunds wird bei Schuldinstrumenten bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vor Berücksichtigung der Wertminderung ergebniswirksam und bei Eigenkapitalinstrumenten ergebnisneutral erfasst.

Wertpapiere ohne Börsen- oder Marktwert, deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen ausgewiesen.

Held-to-Maturity-Wertpapiere werden mit fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen angesetzt.

Wertpapiere-at-fair-Value-through-Profit-or-Loss werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und die resultierenden Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst.

Käufe und Verkäufe von Wertpapieren im Rahmen handelsüblicher Verträge werden zum Handelstag bilanziert.

Verzinsliche Ausleihungen werden zu Nennwerten, unverzinsliche sowie niedrig verzinsliche zu Barwerten bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bilanziert werden, und der Fremdwährungsposten, welche mit den Stichtagskursen bewertet werden, mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Diese können als angemessene Schätzwerte des Tageswerts betrachtet werden, weil überwiegend eine Restlaufzeit von unter einem Jahr anzunehmen ist. Langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst.

g) Derivative Instrumente

Derivative Instrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Tageswert). Der Tageswert der derivativen Finanzinstrumente spiegelt den geschätzten Betrag wider, den OMV zahlen oder erhalten müsste, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Für die Schätzung der Tageswerte von Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag werden Preisanbote von Banken oder entsprechende Preismodelle verwendet. Bei diesen Modellen werden die zum Bilanzstichtag geltenden Terminpreise und Wechselkurse sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung herangezogen.

Die Erfassung unrealisierter Gewinne und Verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer Hedge-Accounting (Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen) wird angewandt.

Bei Fair-Value-Hedges werden sowohl das Grundgeschäft hinsichtlich des abgesicherten Risikos als auch das derivative Sicherungsinstrument erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte direkt im Eigenkapital erfasst, der ineffektive Teil hingegen wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Führt die Cashflow-Absicherung zu einem Vermögenswert oder zu einer Verbindlichkeit, werden die Beträge, die im Eigenkapital abgegrenzt wurden, im gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die abgesicherte Position das Ergebnis beeinflusst.

In Finanzinstrumente oder andere Basisverträge eingebettete Derivate werden als eigenständige Derivate behandelt, falls ihre Risiken und Charakteristika nicht eng mit denen der Basisverträge verbunden sind und die Basisverträge nicht zum beizulegenden Zeitwert erfasst wurden, wobei deren unrealisierte Gewinne oder Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden.

h) Fremdkapitalzinsen

Fremdkapitalzinsen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind, werden bis zu dem Zeitpunkt aktiviert, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit sind. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst.

i) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand – mit Ausnahme von Emissionszertifikaten (vgl. Anhangangabe 3 k) – werden als Ertrag erfasst oder kürzen die Anschaffungskosten des subventionierten Vermögenswerts, wenn hinreichende Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

j) Vorräte

Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Anwendung des Durchschnittspreisverfahrens und unter Berücksichtigung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Für die Ermittlung der Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Darüber hinaus werden produktionsbezogene Verwaltungskosten und Kosten für die betriebliche Altersvorsorge und freiwillige Sozialleistungen berücksichtigt.

OMV unterliegt in Österreich auf Grund des Erdölbevorratungsgesetzes 1982 einer Vorratsverpflichtung. Diese auf Grund gesetzlicher Auflagen erhöhten Bestände an Rohöl und Ölprodukten im Inland werden mittels eines langfristigen, gewogenen Durchschnittspreisverfahrens auf Basis von Erdöläquivalenten bewertet. Für Fertigfabrikate, die die gebundene Menge aus dieser Pflichtnotstandsreserve übersteigen, werden die produktionsbezogenen Herstellungskosten je Produktgruppe ermittelt. Bei diesem Tragfähigkeitsprinzip erfolgt die Zuordnung der Herstellungskosten nach dem aktuellen Marktwert der produzierten Produktgruppen.

k) Rückstellungen

Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn deren Eintritt wahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Einzelverpflichtungen werden mit jenem Betrag rückgestellt, der auf Grund einer bestmöglichen Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird.

Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltrückstellungen: Im Zusammenhang mit den Kernaktivitäten des Konzerns entstehen regelmäßig Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen sowie zur Bodensanierung. Diese Rekultivierungsverpflichtungen sind vor allem im Bereich E&P (Öl- und Gassonden, obertägige Einrichtungen) und bei Tankstellen auf fremdem Grund von großer Bedeutung. Zum Zeitpunkt der Entstehung einer Verpflichtung wird für diese durch Passivierung des Barwerts der künftigen Rekultivierungsausgaben vollständig vorgesorgt. In gleicher Höhe wird ein Vermögenswert als Teil des Buchwerts des langlebigen Anlagevermögens aktiviert. Die Berechnung der Verpflichtung beruht grundsätzlich auf bestmöglichen Schätzungen. Das aktivierte Anlagevermögen wird im Geschäftsbereich R&M linear und im Geschäftsbereich E&P nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben. Die Verpflichtung ist bis zum Anlagenrückbau von Stichtag zu Stichtag aufzuzinsen. Für bestehende Verpflichtungen aus sonstigen Umweltrisiken und Maßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und das Ausmaß vernünftig schätzbar ist.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Im OMV Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen trifft OMV nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen bzw. durch Zahlung an eine außerbetriebliche

Pensionskasse Rechnung getragen. Das Risiko im Zusammenhang mit diesen leistungsorientierten Pensionsplänen verbleibt bei OMV.

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Mit Ausnahme von Petrom werden versicherungstechnische Gewinne und Verluste, die innerhalb eines Korridors von 10% des höheren Werts aus den erwarteten Ansprüchen oder des Planvermögens, jeweils am Periodenbeginn, anfallen, für Pensions- und Abfertigungsrückstellungen nicht berücksichtigt. Der Überschuss an versicherungstechnischen Gewinnen und Verlusten, der den Korridor überschreitet, wird über die durchschnittliche verbleibende Dienstzeit der am Plan teilnehmenden Beschäftigten verteilt. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzerfolg dargestellt.

Restrukturierungsrückstellungen für freiwillige und verpflichtende Personallösungen werden gebucht, wenn ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann. Freiwillige Änderungen in den Bezügevereinbarungen werden auf der Basis der geschätzten Anzahl der das Angebot der Gesellschaft annehmenden Beschäftigten gebucht. Die im Rahmen von Einzelvereinbarungen betragsmäßig fixierten Lösungsverpflichtungen, die über einen feststehenden Zeitraum zur Auszahlung gelangen, werden mit dem Barwert der Verpflichtung ausgewiesen.

Von Regierungsstellen gratis zugeteilte CO2-Emissionszertifikate (im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems für Treibhausgas-Emissionszertifikate) reduzieren die finanziellen Verpflichtungen in Zusammenhang mit CO2- Emissionen. Rückstellungen werden nur für bestehende Unterdeckungen im Konzern gebildet (vgl. Anhangangabe 20).

l) Verbindlichkeiten

Diese werden mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bewertet werden, und von Fremdwährungsverbindlichkeiten, welche mit Stichtagskursen bewertet werden, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Langfristige Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst. Der Buchwert sonstiger Verbindlichkeiten deckt sich im Wesentlichen mit dem Tageswert, weil diese Verbindlichkeiten überwiegend kurzfristig sind.

m) Ertragsteuern und latente Steuern

Neben Körperschaftsteuern, Gewerbesteuern und Kapitalertragsteuern werden im OMV Konzernabschluss auch die für den Geschäftsbereich E&P typischen Steuern auf den Netto-Zahlungsstrom aus der Öl- und Gasproduktion (Petroleum Revenue Tax (PRT) in Großbritannien, Petroleum Resource Rent Tax (PRRT) in Australien), die Abgaben aus dem Tax-Paid-Cost-System (TPC) in Libyen und aus bestimmten EPSA-Verträgen (vgl. Anhangangabe 3 d) als Ertragsteuern behandelt und ausgewiesen. Auf temporäre Differenzen) werden latente Steuern berechnet und bilanziert. Verlustvorträge werden im Rahmen der aktiven latenten Steuern berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht auf die Aufrechnung der Steuern besteht und die Steuern sich auf Steuersubjekte innerhalb der gleichen Steuerhoheit beziehen. Wenn mit der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% gerechnet werden kann, werden die Werte beibehalten. Bei Zwischenergebniseliminierungen im Vorratsvermögen erfolgt eine Abgrenzung latenter Steuern.

n) Long Term Incentive (LTI) Plan und Aktienoptionspläne

Im Jahr 2009 wurde ein Long Term Incentive Plan (siehe Anhangangabe 27) für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte ausgegeben. Am Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht. Rückstellungen auf Basis der beizulegenden Zeitwerte werden über den Zeitraum der Sperrfrist verteilt gebildet.

Von 2000 bis 2008 wurden, basierend auf den Hauptversammlungsbeschlüssen, Aktienoptionspläne (vgl. Anhangangabe 27) an Vorstände und leitende Angestellte ausgegeben. Diese Vergütungen können durch Bezug von Aktien zu einem festgelegten Ausübungspreis oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs zum Ausübungsstichtag und Ausübungspreis in Geldform oder in Form von Aktien in Anspruch genommen werden. Für die begebenen Aktienoptionspläne werden zum Zeitpunkt der Begebung und an den nachfolgenden Bilanzstichtagen auf Basis des Black-Scholes-Modells Marktwerte ermittelt. Rückstellungen auf Basis der jeweiligen

Marktwerte werden über den Zeitraum der Sperrfrist verteilt gebildet. Nach Ablauf der Sperrfrist ist für die noch in Umlauf befindlichen Optionen mittels einer Rückstellung in Höhe der Marktwerte vorgesorgt.

o) Erstmals anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen

Die folgenden neuen und überarbeiteten Standards, die 2009 erstmals anzuwenden waren, hatten Einfluss auf die Darstellung von Finanzinformationen:

  • IFRS 8 "Geschäftssegmente": Dieser Standard ersetzt IAS 14 und sieht vor, die Segmentberichterstattung so aufzubereiten, wie unternehmensintern an den zentralen Entscheidungsträger des Unternehmens – als Grundlage für Entscheidungen hinsichtlich Leistungsbeurteilung und Ressourcenallokation – berichtet wird (Management Approach). Dies hat nicht zu einer Neudefinition der zu berichtenden Geschäftsbereiche des Konzerns geführt (vgl. Anhangangaben 28 und 29).
  • Überarbeitete Fassung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses": Diese Überarbeitung betrifft Änderungen in der Terminologie sowie Änderungen hinsichtlich Art der Darstellung und Inhalt des Jahresabschlusses. Zusätzlich zur Gewinn- und Verlustrechnung wurde eine Gesamtergebnisrechnung eingeführt. Änderungen im Eigenkapital, die nicht aus Transaktionen mit Eigentümern (in ihrer Eigenschaft als Eigentümer) herrühren, dürfen nicht mehr separat in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt werden.

In 2009 änderte das "Financial Accounting Standards Board" (FASB) die Rechnungslegungsstandards-Kodifizierung, indem es die bis dahin geltenden und über diverse "Statements of Financial Accounting Standards" (z.B. SFAS 19 und SFAS 69) und andere Verlautbarungen verteilten Regelungen durch die Ausgabe einer zusammengefassten Accounting Standards CodificationTM (ASC) ersetzte.

Abschnitt 932 der ASC, welcher die ehemaligen Ölbranchenstandards SFAS 19 und SFAS 69 ersetzt, wurde durch die Aktualisierung "Accounting Standards Update" (ASU) Nr. 2010-03 an die neuen Vorschriften der finalen Richtlinie "Modernization of Oil and Gas Reporting" der Securities and Exchange Commission (SEC) angepasst. Die wichtigsten Änderungen betreffen eine erweiterte Definition von Erdöl und Erdgas fördernden Aktivitäten (inklusive Gewinnung aus Ölsanden, Ölschiefer und Kohle), eine veränderte Definition sicherer Öl- und Gasreserven (unter Anwendung eines 12-Monats-Durchschnittspreises anstelle des Stichtagspreises zur Schätzung von wirtschaftlich verwertbaren Reservenmengen), die Ergänzung und Aktualisierung von Glossardefinitionen für die Reservenschätzung (z.B. verlässliche Technologie, hinreichende Sicherheit), das Erfordernis separater Angaben für geographische Regionen, die zumindest 15% der sicheren Reserven ausmachen, die Einbeziehung von At-Equity-Beteiligungen in die Beurteilung der Wesentlichkeit von Förderaktivitäten, sowie die Regeln für die einzelne und zusammengefasste Darstellung von Reservenbeträgen und -mengen vollkonsolidierter und at-equity bilanzierter Beteiligungen.

Die Neuerungen stellen eine Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dar, die untrennbar mit einer Schätzungsänderung verbunden ist, und wurden prospektiv ab 1. Jänner 2009 angewandt. Die gesamten sicheren Reserven und die sicheren, entwickelten Reserven haben sich durch die neuen Regeln etwas erhöht, was wiederum zu einem leichten Rückgang der Abschreibungen führte. Die Auswirkungen auf die Ertragslage waren jedoch nicht wesentlich.

Überarbeitungen und Interpretationen, die keine wesentlichen Auswirkungen auf den Jahresabschluss hatten:

  • Überarbeitete Fassung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten": Der überarbeitete Standard verlangt die Aktivierung von Fremdkapitalkosten, die dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierenden Vermögenswerts direkt zugeordnet werden können. Die Überarbeitung wird keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben, da diese Methode auch schon vor 2009 angewandt wurde.
  • Überarbeitete Fassung des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung": Die Änderungen umfassen im Wesentlichen die Klarstellung der Ausdrücke "Ausübungsbedingungen" und "Annullierungen".
  • IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme": Diese Interpretation widmet sich der Ertragserfassung im Zusammenhang mit Prämiengutschriften ("Treuepunkten"), die von Unternehmen als Kaufanreiz an Kunden vergeben werden und dann gegen Prämien wie etwa kostenlose oder preisreduzierte Güter oder Dienstleistungen eingelöst werden können.

  • Änderungen des IAS 32 "Finanzinstrumente: Angaben" und des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" im Hinblick auf kündbare Finanzinstrumente und bei Liquidation entstehende Verpflichtungen: In Folge der Änderungen werden einige Finanzinstrumente, die derzeit die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit erfüllen, als Eigenkapital klassifiziert, weil sie den nachrangigsten Anspruch auf das Nettovermögen des Unternehmens darstellen.

  • Änderungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" und des IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" hinsichtlich der Anschaffungskosten von Anteilen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen: Bei erstmaliger Anwendung der IFRS in Einzelabschlüssen sollen es diese Änderungen dem Anwender erleichtern, die Anschaffungskosten von Beteiligungen an Tochtergesellschaften, gemeinschaftlich geführten oder assoziierten Unternehmen zu bestimmen. Außerdem sind die von solchen Unternehmen erhaltenen Dividenden künftig zur Gänze als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen, unabhängig davon, ob die Ausschüttung aus Ergebnissen vor oder nach dem Erwerbszeitpunkt stammt.
  • "Verbesserungen der IFRS" (veröffentlicht im Mai 2008), eine Sammlung von 35 Änderungen an verschiedenen Standards: Die Verbesserungen betreffen teilweise Änderungen in der Darstellung, dem Ansatz oder der Bewertung, teilweise aber nur Begriffsänderungen oder redaktionelle Änderungen. Die meisten der Verbesserungen sind ab 1. Jänner 2009 anzuwenden.
  • Änderungen des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben Verbesserte Angaben zu Finanzinstrumenten": Die Änderungen sehen erweiterte Angaben über Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert und das Liquiditätsrisiko vor.
  • Änderungen des IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate" und IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". Durch die Änderung wird klargestellt, wie eingebettete Derivate zu behandeln sind, wenn ein hybrider Vertrag aus der Kategorie "ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" umgegliedert wird, wie es die Änderung des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" vom Oktober 2008 ermöglicht.

p) Noch nicht verpflichtend anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen

Zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Abschlusses zur Veröffentlichung waren die folgenden Überarbeitungen und Interpretationen vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und zum Teil bereits in EU-Recht übernommen, jedoch für das Geschäftsjahr 2009 noch nicht verpflichtend anzuwenden.

In EU-Recht übernommen und im Amtsblatt der EU veröffentlicht:

  • IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. März 2009 beginnen): Diese Interpretation enthält Leitlinien zur Bilanzierung von Vereinbarungen, durch die eine Regierung oder eine andere Institution Aufträge an private Betreiber vergibt, um öffentliche Dienstleistungen bereitzustellen.
  • IFRIC 16 "Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen): Diese Interpretation stellt klar, was als Risiko bei der Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen ist und wo innerhalb der Unternehmensgruppe das Sicherungsinstrument zur Minderung dieses Risikos gehalten werden darf. Außerdem wird geklärt, wie jene Beträge, die bei Veräußerung der Investition aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern sind, bestimmt werden sollen.
  • Überarbeitete Fassungen des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und des IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" (beide anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen): Die wesentlichen Änderungen betreffen vornehmlich Anteilserwerbe von weniger als 100% und stufenweise Unternehmenserwerbe (z.B. Neuregelung der bilanziellen Darstellung von Minderheitenanteilen; erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Anteile bei erstmaliger Erlangung der Kontrolle; erfolgsneutrale Erfassung von Änderungen der Beteiligungsquote an einem Tochterunternehmen ohne Kontrollverlust). Außerdem sind alle mit einem Unternehmenszusammenschluss verbundenen Kosten als Aufwand zu erfassen. Die Auswirkung der Überarbeitungen auf OMV hängt von der Art künftiger Unternehmenszusammenschlüsse ab.
  • IFRIC 15 "Verträge über die Errichtung von Immobilien" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2010 beginnen): Diese Interpretation vereinheitlicht die Bilanzierungspraxis hinsichtlich der Erfassung von

Erträgen aus dem Verkauf von Einheiten wie beispielsweise Wohnungen oder einzelnen Häusern "ab Plan" (also bevor die Errichtung abgeschlossen ist) seitens der Errichtungsgesellschaft.

  • Ergänzung zu IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung Geeignete Grundgeschäfte" hinsichtlich Risikopositionen, die für das Hedge-Accounting qualifizieren (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen): Die Ergänzung konkretisiert, wie die in IAS 39 enthaltenen Prinzipien zur Abbildung von Sicherungen (Hedge-Accounting) auf zwei konkrete Situationen anzuwenden sind: bei einem einseitigen Risiko in Bezug auf ein gesichertes Grundgeschäft und bei Inflation in einem finanziellen gesicherten Grundgeschäft.
  • Neu strukturierter IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2010 beginnen): Die Änderungen betreffen ausschließlich Verbesserungen im formalen Aufbau des IFRS 1, der Inhalt bleibt unverändert.
  • IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. November 2009 beginnen): Diese Interpretation regelt die Bewertung und Bilanzierung anderer Vermögenswerte als Zahlungsmittel, wenn diese als Gewinnausschüttung an die Anteilseigner übertragen werden sollen.
  • IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden" (anzuwenden für Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden, die am oder nach dem 1. November 2009 erfolgen): Diese Interpretation stellt die Anforderungen der IFRS für Vereinbarungen klar, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden ein Objekt, eine Anlage oder Betriebsmittel erhält, die das Unternehmen dann entweder dazu verwenden muss, den Kunden mit einem Leitungsnetz zu verbinden oder dem Kunden einen permanenten Zugang zur Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu gewähren (zum Beispiel Versorgung mit Elektrizität, Gas oder Wasser).
  • Überarbeitete Fassung des IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung Einstufung von Bezugsrechten" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen): Mit dieser Änderung wird klargestellt, dass Bezugsrechte auch dann als Eigenkapitalinstrumente einzustufen sind, wenn ihr Bezugsrechtskurs auf eine andere Währung als die funktionale Währung des Emittenten lautet, sofern die emittierten Instrumente den gegenwärtigen Eigentümern anteilsgemäß zu einem festen Betrag angeboten werden.

Noch nicht in EU-Recht übernommen:

  • IFRS 9 "Finanzinstrumente" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2013): Dieser neue Standard ist der erste Teil eines Projekts, durch das der IAS 39 abgelöst werden soll. IFRS 9 verfolgt einen neuen, weniger komplexen Ansatz für die Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und unterscheidet nur noch zwischen zwei Bewertungskategorien (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten), zum einen basierend auf dem Geschäftsmodell des Unternehmens, zum anderen auf charakteristischen Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des jeweiligen finanziellen Vermögenswerts. Die Bewertung im Hinblick auf Wertminderungen hat nach einer einheitlichen Methode zu erfolgen.
  • Korrektur des IFRIC 14 "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2011): Die Änderung gilt unter den begrenzten Umständen, unter denen ein Unternehmen Mindestfinanzierungsvorschriften unterliegt und eine Vorauszahlung der Beiträge leistet, die diesen Anforderungen genügen. Nach der Änderung wird nun gestattet, dass ein Unternehmen den Nutzen aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert darstellt.
  • IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Juli 2010): Diese Interpretation verdeutlicht die Anforderungen in den IFRS, wenn ein Unternehmen die Bedingungen einer finanziellen Verbindlichkeit mit dem Gläubiger neu aushandelt und der Gläubiger dabei Aktien oder andere Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens zur vollen oder teilweisen Tilgung der finanziellen Verbindlichkeit akzeptiert.
  • "Verbesserungen der IFRS" (veröffentlicht im April 2009): Der zweite der jährlich erscheinenden Sammelstandards beinhaltet 15 Änderungen an 12 Standards, nämlich IFRS 2, 5 und 8; IAS 1, 7, 17, 18, 36, 38, 39; sowie IFRIC 9 and 16. Die meisten der Verbesserungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2010 beginnen, anzuwenden.

  • Änderungen an IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2010): Die Änderungen stellen sowohl den Anwendungsbereich von IFRS 2 klar als auch die Bilanzierung von innerhalb eines Konzerns gewährten anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich im Einzelabschluss einer Gesellschaft, welche zwar die Güter oder Dienstleistungen empfängt, die Ausgleichsverpflichtung aber durch eine andere Konzerngesellschaft oder einen Gesellschafter zu erfüllen ist.

  • Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards Zusätzliche Befreiungen für erstmalige Anwender" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2010): Die Änderungen sehen für Erstanwender zwei zusätzliche Ausnahmen von einer rückwirkenden Anwendung der IFRS vor, und zwar für die Bestimmung von Öl- und Gasvermögenswerten und für die Einschätzung bestehender Leasingverträge.
  • Überarbeitete Fassung des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Jänner 2011): Die Überarbeitung vereinfacht die Angabepflichten für regierungsverbundene Unternehmen und verdeutlicht die Definition eines nahe stehenden Unternehmens oder einer nahe stehenden Person.
  • Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Juli 2010): Die Änderung mit dem Titel "Limited Exemption from Comparative IFRS 7 Disclosures for First-time Adopters" bringt IFRS-Erstanwendern eine Erleichterung bei der erstmaligen Umsetzung jener Zusatzangabepflichten, die im März 2009 durch die Änderungen des IFRS 7 ("Finanzinstrumente: Angaben – Verbesserte Angaben zu Finanzinstrumenten") eingeführt worden waren. Damit werden Erstanwendern die gleichen Übergangsvorschriften gewährt, die mit den Änderungen von IFRS 7 jenen Erstellern gewährt wurden, die bereits die IFRS anwenden.

Die genannten Neufassungen und Interpretationen werden nicht frühzeitig angewandt. Mögliche Auswirkungen der überarbeiteten Standards und Interpretationen im jeweiligen Jahr der erstmaligen Anwendung werden derzeit durch das Management analysiert.

Monetäre Fremdwährungspositionen werden mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag bewertet, wobei eingetretene Kursgewinne und -verluste erfolgswirksam erfasst werden.

Die Umrechnung der Abschlüsse von Gesellschaften, bei denen die funktionale Währung von der Konzernwährung abweicht, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Dabei werden Differenzen, die sich aus der Umrechnung von Bilanzpositionen zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, in der Eigenkapitalentwicklung verrechnet. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Periodendurchschnittskursen (Devisenmittelkurs) umgerechnet. Differenzen aus der Anwendung von Durchschnittskursen gegenüber aktuellen Stichtagskursen führen gleichfalls zu direkten Adaptierungen im Eigenkapital. Im Zuge der Euro-Einführung in der Slowakei am 1. Jänner 2009 wurde der Umrechnungskurs am 8. Juli 2008 auf 30,126 SKK-EUR festgelegt.

Folgende wesentliche Kurse wurden für die Währungsumrechnung in EUR herangezogen:

Währungsumrechnung

4 Währungsumrechnung

2009 2008
Kurse Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
Australischer Dollar (AUD) 1,601 1,773 2,027 1,742
Bulgarischer Lew (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Neuer Rumänischer Leu (RON) 4,236 4,240 4,023 3,683
Neuseeland Dollar (NZD) 1,980 2,212 2,419 2,077
Pfund Sterling (GBP) 0,888 0,891 0,953 0,796
Slowakische Krone (SKK) 30,126 31,262
Tschechische Krone (CZK) 26,473 26,435 26,875 24,946
Türkische Lira (TRY) 2,155 2,163 2,149 1,906
Ungarischer Forint (HUF) 270,420 280,330 266,700 251,510
US Dollar (USD) 1,441 1,395 1,392 1,471

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

5 Gesamtkosteninformation

Personalaufwendungen EUR 1.000
2009 2008
Löhne und Gehälter 815.307 860.870
Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen 37.996 24.482
Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen (Pensionskassenbeiträge) 16.033 12.933
Nettoaufwendungen im Zusammenhang mit Personallösungen 54.049 125.348
Sonstiger Personal- und Sozialaufwand 102.167 102.321
Gesamt 1.025.552 1.125.954

Die Gesamtaufwendungen für Abfertigungen einschließlich Personalrestrukturierungskosten betragen TEUR 28.051 (2008: TEUR 42.617). Die Gesamtaufwendungen für Pensionen einschließlich Personalrestrukturierungskosten betragen TEUR 32.003 (2008: TEUR 74.487).

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen EUR 1.000
2009 2008
Planmäßige Abschreibungen 1.068.914 915.335
Wertminderungen 254.943 377.539
Gesamt 1.323.858 1.292.874

Der größte Teil der Wertminderungen im Jahr 2009 entfällt mit TEUR 126.429 auf Petrom SA (überwiegend Explorationsbohrungen mit TEUR 24.052 sowie Raffinerie- und petrochemische Anlagen mit TEUR 71.154). Weitere wesentliche Wertminderungen beziehen sich auf Explorations- und Evaluierungsbohrungen der OMV (U.K.) Limited (TEUR 57.840) und der OMV Oil and Gas Exploration GmbH (TEUR 40.616).

Im Jahr 2008 verteilten sich die Wertminderungen im Wesentlichen auf Petrom SA (TEUR 284.993) überwiegend für Explorationsbohrungen sowie Raffinerie- und petrochemische Anlagen von Arpechim. Weitere wesentliche Wertminderungen bezogen sich 2008 auf einige Explorationslizenzen in Russland (TEUR 28.352) sowie auf die Tankstellennetze in Kroatien (TEUR 10.045) und Bosnien (TEUR 10.098).

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Wertminderungen wie folgt ausgewiesen: TEUR 120.551 (2008: TEUR 180.943) in den Umsatzkosten, TEUR 127.991 (2008: TEUR 160.873) im Explorationsaufwand, TEUR 6.393 (2008: TEUR 33.017) im Vertriebsaufwand und TEUR 8 (2008: TEUR 2.706) in den sonstigen operativen Aufwendungen.

Der erzielbare Betrag aller Vermögenswerte, für die eine wesentliche Wertminderung berücksichtigt wurde, ist der Nutzungswert. Der Diskontierungssatz ist ein "Vor-Steuer"-Zinssatz, der den gegenwärtigen Marktbewertungen des Zinseffekts und der speziellen Risiken des Geschäftssegments Rechnung trägt.

Sonstige betriebliche Erträge EUR 1.000
2009 2008
Sonstige betriebliche Erträge 223.643 278.366
[davon Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Sachanlagevermögen und
immateriellen Vermögenswerten] [50.879] [52.040]
[davon Kursgewinne aus operativen Geschäften] [46.815] [117.488]

6 Sonstige betriebliche Erträge

7 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen EUR 1.000
2009 2008
Sonstige betriebliche Aufwendungen 461.273 1.030.095
[davon Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen und immateriellen
Vermögenswerten] [13.883] [21.681]
[davon Kursverluste aus operativen Geschäften] [64.105] [140.285]

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Nettoaufwendungen für Personallösungskosten von TEUR 54.049 (2008: TEUR 125.348) enthalten. In 2008 war des Weiteren die Bildung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Petrom in Höhe von TEUR 357.601 enthalten.

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen enthält Erträge in Höhe von TEUR 71.587 (2008: TEUR 123.758) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.058 (2008: TEUR 5.872). 8 Finanzerfolg

Zinsergebnis EUR 1.000
2009 2008
Zinserträge aus Finanzinstrumenten available-for-sale 6.256 3.900
Zinserträge aus Ausleihungen und Forderungen 33.358 35.691
Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten at-fair-value-through-profit-or-loss –3.463
Zinsaufwendungen aus zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten –172.659 –143.825
Sonstige Zinserträge und -aufwendungen –161.247 –109.256
Zinsergebnis –297.756 –213.491

In der laufenden Periode wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 29.264 (2008: TEUR 19.189) aktiviert.

Die Zinserträge aus Ausleihungen und Forderungen enthalten Erträge aus wertgeminderten Forderungen in Höhe von TEUR 7.193 (2008: TEUR 317).

Die sonstigen Zinserträge und -aufwendungen enthalten die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 54.333 (2008: TEUR 48.544) sowie die Zinskomponenten aus der Aufzinsung der Rückstellung für Lösungskosten und der Netto-Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 7.028 bzw. TEUR 75.118 (2008: TEUR 6.343 bzw. TEUR 69.306). Die Zinserträge aus dem Pensionsplanvermögen belaufen sich in der Berichtsperiode auf TEUR 16.899 (2008: TEUR 20.384). Diese Position beinhaltet auch Rückstellungen für Zinsaufwendungen betreffend Steuerdurchsichten sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger Personalrückstellungen.

Die Position Sonstiges Finanzergebnis enthält in der Berichtsperiode Netto-Fremdwährungsgewinne aus Finanzinstrumenten in Höhe von TEUR 46.542 (2008: TEUR 5.826) sowie das Ergebnis aus dem Verkauf der Anteile an der ungarischen Öl- und Gasgesellschaft MOL.

Die Ertragsteuerbelastung sowie die Ergebnisse vor Steuern für die Ermittlung des Effektivsteuersatzes zeigen folgendes Bild:

9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag EUR 1.000
2009 2008
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Österreich 250.240 797.185
Ausland 931.595 1.511.895
Gesamt 1.181.834 2.309.080
Ertragsteuern
Österreich 30.717 148.853
Ausland 516.533 688.102
Latente Steuern –82.346 –56.825
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 464.903 780.130

Die Entwicklung der latenten Steuern kann folgender Tabelle entnommen werden:

Entwicklung der latenten Steuern EUR 1.000
2009 2008
Saldo latente Steuern zum 1.1. –223.471 –243.610
Saldo latente Steuern zum 31.12. 1) –117.756 –223.471
Veränderung latente Steuern 105.715 20.139
Direkt im Eigenkapital erfasste latente Steuern aus Wertpapierbewertung und
Sicherungsgeschäften –44.139 21.615
Konsolidierungskreisänderungen, Kursdifferenzen 20.770 15.071
Latente Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung 82.346 56.825
Die Saldogröße latente Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
Steuersatzänderung 861 –386
Zwischenergebniseliminierung 1.989 –2.155
Auflösung und Bildung von Wertberichtigungen zu latenten Steuern 1.614 10.107
In den Vorjahren nicht berücksichtigte Verlustvorträge –2.629 –1.116
Aus der Umkehrung von temporären Differenzen inklusive Neubildung und Verbrauch von
Verlustvorträgen 80.511 50.375

1) Einschließlich latenter Steuern aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen von TEUR –255 in 2009 (2008: TEUR –596).

Bei der Ermittlung des Effektivsteuersatzes wird der Ertragsteueraufwand, soweit dem Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuordenbar, diesem gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende Steuersatz wird mit dem österreichischen Regelsteuersatz von 25% verglichen, und die wesentlichen Abweichungen werden analysiert.

Steuerüberleitungsrechnung %
2009 2008
Körperschaftsteuersatz in Österreich 25,0 25,0
Steuereffekte durch:
Abweichende ausländische Steuersätze 12,5 9,8
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 7,1 3,5
Steuerfreies Einkommen –3,7 –5,5
Steuersatzänderung –0,1 0,0
Verfallene Verlustvorträge 0,0 0,1
Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern –0,1 0,4
Sonstige –1,4 0,5
Effektivsteuersatz im Konzernabschluss 39,3 33,8

Die OMV Aktiengesellschaft bildet eine Steuergruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz 1988, in der das steuerpflichtige Ergebnis aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften sowie einiger ausländischer Tochtergesellschaften (OMV Australia PTY LTD, OMV Slovensko s.r.o. und OMV Gaz Ve Enerji Limited Sirketi) zusammengefasst wird.

Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich in Österreich steuerbefreit. Seit 2009 sind Dividenden von EU- und EWR-Beteiligungen ebenfalls in der Regel von der österreichischen Körperschaftsteuer befreit sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Dividenden sonstiger ausländischer Beteiligungen mit einem Anteil von 10% oder mehr sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit.

Der Gesamtbetrag der direkt im Eigenkapital verbuchten Ertragsteuern beläuft sich auf TEUR –30.382 (2008: TEUR 18.859). 2009 wurden Verlustvorträge von TEUR 26.851 (2008: TEUR 71.137) verwertet, auf die eine Steuerlatenz von TEUR 4.671 (2008: TEUR 20.161) entfiel.

Gewinn je Aktie 10 Gewinn je Aktie

2009 2008
Gewinn nach Aktienzahl Gewinn Gewinn
Minderheiten je Aktie je Aktie
EUR 1.000 in EUR in EUR
Unverwässert 571.714 298.763.196 1,91 4,60
Verwässert 571.714 299.022.062 1,91 4,60

2009 und 2008 gab es keine aufgegebenen Geschäftsbereiche.

Für die Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie wurde die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stückaktien berücksichtigt, welche sich nach Umwandlung aller potenziellen Stückaktien mit Verwässerungseffekten ergeben würde. Dies umfasst die zum 31. Dezember 2009 in Umlauf befindlichen Optionen aus dem Aktienoptionsplan 2004 für den begünstigen Erwerb von Stückaktien (56.931 Stück bei Ausübung durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungskurs in Form von Aktien) sowie 201.935 Stück aus dem Long Term Incentive Plan zu gewährende Bonusaktien.

Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögenswerte EUR 1.000

Konzes Öl- und Firmen Geleistete Summe
sionen, Gasvermögen werte Anzahlungen
Lizenzen, mit nicht
Rechte sicheren
2009 Reserven
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2009 696.056 572.048 18.050 5.083 1.291.238
Währungsdifferenz –19.011 –14.357 –138 –148 –33.653
Konsolidierungskreisänderung 57.405 35.955 93.360
Zugang 38.727 141.940 13.397 194.064
Umbuchung 5.214 –43.778 –294 –38.859
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –12.337 –861 –66 –13.264
Abgang –17.219 –87.718 –9 –104.945
31.12.2009 748.835 604.089 17.052 17.964 1.387.941
Entwicklung der Abschreibung
1.1.2009 282.665 201.113 483.778
Währungsdifferenz –3.904 –8.801 –12.704
Konsolidierungskreisänderung –7.980 –7.980
Planmäßige Abschreibung 92.886 983 93.869
Wertminderung 441 126.439 126.880
Umbuchung 1.150 –147 1.003
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –5.043 –5.043
Abgang –16.499 –86.943 –103.442
Zuschreibung –812 –812
31.12.2009 343.717 231.832 575.549
Buchwert 1.1.2009 413.391 370.935 18.050 5.083 807.460
Buchwert 31.12.2009 405.118 372.257 17.052 17.964 812.391
2008
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2008 398.088 382.722 33.582 37.988 852.380
Währungsdifferenz –36.717 –21.945 232 –936 –59.365
Konsolidierungskreisänderung 5 2.974 2.979
Zugang 322.812 271.388 5.177 599.377
Umbuchung 38.975 –27.275 –442 –37.139 –25.881
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –697 175 –521
Abgang –26.410 –35.992 –15.321 –7 –77.730
31.12.2008 696.056 572.048 18.050 5.083 1.291.238
Entwicklung der Abschreibung
1.1.2008 217.572 98.209 15.277 331.058
Währungsdifferenz –7.800 –18.550 –26.351
Konsolidierungskreisänderung
Planmäßige Abschreibung 90.923 2.015 92.939
Wertminderung 1.248 159.686 160.934
Umbuchung –28 –3.815 –3.843
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –489 –489
Abgang –18.760 –34.896 –15.277 –68.933
Zuschreibung –1 –1.537 –1.538
31.12.2008 282.665 201.113 483.778
Buchwert 1.1.2008 180.516 284.513 18.305 37.988 521.322
Buchwert 31.12.2008 413.391 370.935 18.050 5.083 807.460

11 Immaterielle Vermögenswerte Zum Bilanzstichtag bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 17.419.

12 Sachanlagen Sachanlagen EUR 1.000
Grund,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten,
einschließlich
Bauten auf
fremdem
Grund
Öl- und Gas
vermögen
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Anlagen in
Bau
Geleistete
Anzahlungen
Summe
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
1.1.2009 2.434.498 7.318.805 5.015.267 1.611.511 1.326.930 157.396 17.864.408
Währungsdifferenz –33.354 –86.198 –26.677 –10.181 –45.761 –7.305 –209.475
Konsolidierungskreis–
änderung 10.553 –49 –254 1.474 165.968 177.692
Zugang 81.623 963.216 101.436 61.944 702.770 98.349 2.009.338
Umbuchung 119.867 385.070 278.757 76.820 –762.910 –58.745 38.860
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen 22.195 –4.841 11.829 3.019 32.202
Abgang –29.168 –23.619 –40.312 –87.804 –75.874 –107 –256.884
31.12.2009 2.606.214 8.557.275 5.323.582 1.663.864 1.149.650 355.555 19.656.141
Entwicklung der
Abschreibung
1.1.2009 896.176 2.590.543 2.897.972 1.018.821 38.931 479 7.442.922
Währungsdifferenz –5.433 –23.825 –14.113 –4.424 –1.952 –20 –49.768
Konsolidierungskreis–
änderung
–49 –260 –309
Planmäßige Abschreibung 89.798 552.320 215.496 117.431 975.045
Wertminderung 3.876 25.607 7.382 1.730 89.220 249 128.063
Umbuchung 3.078 155 6.080 296 –10.426 –185 –1.003
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen 10.693 –1.598 7.867 16.961
Abgang –17.959 –15.702 –33.578 –80.881 –73.327 –221.448
Zuschreibung –292 –17 –247 –106 –3.863 –202 –4.728
31.12.2009 979.936 3.129.081 3.077.344 1.060.473 38.582 321 8.285.737
Buchwert 1.1.2009 1.538.323 4.728.262 2.117.295 592.691 1.287.999 156.916 10.421.486

Buchwert 31.12.2009 1.626.279 5.428.194 2.246.238 603.391 1.111.068 355.235 11.370.404

Sachanlagen EUR 1.000

Grund,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten,
einschließlich
Bauten auf
fremdem
Grund
Öl- und Gas
vermögen
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Anlagen in
Bau
Geleistete
Anzahlungen
Summe
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
1.1.2008 2.402.165 5.942.584 4.586.861 1.503.598 1.120.471 126.651 15.682.330
Währungsdifferenz –66.842 –377.082 –62.646 –15.195 –76.527 –13.200 –611.492
Konsolidierungskreis–
änderung 7.199 –5.769 –3 188 1.615
Zugang 105.838 1.598.479 247.289 131.642 923.809 92.751 3.099.808
Umbuchung 102.194 184.618 300.174 87.273 –598.537 –48.668 27.054
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –66.312 –980 –7.827 –31.909 –8.203 –115.231
Abgang –49.743 –28.814 –42.816 –63.895 –34.270 –138 –219.676
31.12.2008 2.434.498 7.318.805 5.015.267 1.611.512 1.326.930 157.396 17.864.408
Entwicklung der
Abschreibung
1.1.2008 835.340 2.296.537 2.628.625 952.265 33.528 7.390 6.753.686
Währungsdifferenz –10.952 –52.934 –31.367 –7.359 –4.113 –179 –106.904
Konsolidierungskreis–
änderung –10.791 –15 –10.806
Planmäßige Abschreibung 90.828 407.861 207.078 116.629 822.396
Wertminderung 56.428 590 99.238 12.892 47.140 317 216.604
Umbuchung –4.031 –44.291 49.868 25.238 –14.843 –6.911 5.031
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –38.466 –4.934 –25.321 –68.722
Abgang –31.018 –17.188 –38.235 –55.185 –22.004 –138 –163.769
Zuschreibung –1.953 –32 –1.509 –321 –777 –4.593
31.12.2008 896.176 2.590.543 2.897.972 1.018.821 38.931 479 7.442.922
Buchwert 1.1.2008 1.566.825 3.646.047 1.958.236 551.333 1.086.943 119.261 8.928.645
Buchwert 31.12.2008 1.538.323 4.728.262 2.117.295 592.691 1.287.999 156.916 10.421.486

In der Position Grund, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich Bauten auf fremdem Grund sind Grundstücke in Höhe von TEUR 534.004 (2008: TEUR 507.695) ausgewiesen.

Während Sachanlagen mit einem Buchwert von TEUR 14.826 (2008: TEUR 46.510) in die Position zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert wurden, wurden Sachanlagen mit einem Buchwert von TEUR 30.066 wieder in die Position Sachanlagen zurückgegliedert.

Im Rahmen der Herstellung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden 2009 Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 29.264 (2008: TEUR 19.189) aktiviert, welche nicht überwiegend aus speziell aufgenommenen Fremdmitteln resultierten, sondern mittels eines durchschnittlichen Zinssatzes von 4,3% (2008: 4,4%) bestimmt wurden. Zum Bilanzstichtag bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 682.034 (2008: TEUR 1.033.522).

Finanzierungsleasing

Das Sachanlagevermögen beinhaltet auch Anlagen mit Finanzierungsleasingverträgen. Anfang 2009 wurde ein FPSO-Schiff (Floating Production Storage and Offtake Vessel), welches in Rahmen eines Finanzierungsleasings erworben wurde, für die neuseeländische Maari Ölfeldplattform in Betrieb genommen. Nach 2, 3, 4 und 15 Jahren bestehen Kaufoptionen für OMV New Zealand Limited. Sollten die Kaufoptionen nicht ausgeübt werden, läuft die Vertragsdauer automatisch bis zur Fertigstellung der Rekultivierung. Während der Laufzeit des Leasingvertrags trägt im Schadensfalle der Leasinggeber das Risiko. Während das FPSO-Schiff nicht operieren kann wird die "daily compensation fee", welche Teil der laufenden Leasingraten ist, reduziert. Da die Übergabe des wirtschaftlichen Eigentums erst 2009 stattgefunden hat wurde dieses Finanzierungsleasing erst 2009 in die Bilanz aufgenommen.

Des Weiteren bestehen Finanzierungsleasingverträge u.a. bei OMV Slovensko, s.r.o. und OMV Ceská republika, s.r.o. für Tankstellen und Grundstücke, bei OMV Gas & Power GmbH für Erdgas-Tankstellen, bei OMV Deutschland GmbH für Grundstücke und Gebäude sowie für Fuhrparks bei OMV Hungaria Asványolaj Kft. und Petrom LPG SA.

Leasing-, Miet- und Pachtverträge EUR 1.000
2009 2008
Anschaf Kumulierte Buch Anschaf Kumulierte Buch
fungskosten Abschreibung wert fungskosten Abschreibung wert
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten, einschließlich Bauten auf fremdem
Grund 24.845 8.984 15.861 24.751 7.769 16.982
Technische Anlagen und Maschinen 184.594 20.309 164.286 33.434 27.746 5.688
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 1.485 799 686 2.112 697 1.415
Summe 210.925 30.092 180.833 60.296 36.212 24.084

Bedingte Leasingzahlungen für Finanzierungsleasingverträge wurden 2009 in Höhe von TEUR 1.120 (2008: TEUR 906) geleistet.

Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing per 31.12. EUR 1.000
2009 2008
≤1 Jahr 1–5 Jahre >5 Jahre ≤1 Jahr 1–5 Jahre >5 Jahre
Summe künftiger Mindestleasingzahlungen 38.849 107.460 437.414 29.370 133.662 11.166
[davon Zinsanteil] [8.645] [24.854] [247.041] [13.567] [31.296] [2.944]
Barwert der Mindestleasingzahlungen 30.204 82.606 190.373 15.803 102.367 8.222

Die Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing per 31.12.2009 enthalten einen Finanzierungsleasingvertrag für Gaskavernenspeicher. Da die Übergabe des wirtschaftlichen Eigentums beginnend mit 2012 stattfindet, wurde dieses Finanzierungsleasing nicht in die Bilanz aufgenommen. Seit 2008 beinhalten die Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing die Verpflichtung für das FPSO-Schiff.

Operatives Leasing

OMV nimmt auch operatives Leasing in Anspruch, welches hauptsächlich für die Nutzung von Tankstellengrundstücken, EDV-Anlagen sowie im Bereich des Fuhrparks eingesetzt wird. Der Aufwand belief sich im Jahr 2009 auf TEUR 113.193 (2008: TEUR 95.335). Für einen wesentlichen Teil der gemieteten Tankstellengrundstücke bestehen Verlängerungsoptionen.

Künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren operativen Leasingverhältnissen
2009 2008
Fällig innerhalb 1 Jahrs 95.564 66.610
Fällig zwischen 1 und 5 Jahren 190.076 174.068
Fällig nach mehr als 5 Jahren 290.459 247.990
Summe künftiger Mindestleasingzahlungen 576.099 488.667
Anteile an assoziierten Unternehmen EUR 1.000
Buchwert 2009 2008
1.1. 1.955.100 2.125.635
Währungsdifferenz –13.883 –241.874
Wechsel der Konsolidierungsart –131.945 –74.290
Zugang 329.562 127.772
Anteilige Jahresergebnisse 65.529 117.886
Sonstige Ergebnisse 11.242 –39.696
Abgang
Sonstige 1) –637 –60.332
31.12. 2.214.967 1.955.100

1) Beinhaltet Dividenden und Zwischenergebniseliminierung.

In 2009 betrifft der Wechsel der Konsolidierungsart Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.S (2008: Cogeneration-Kraftwerke Management Oberösterreich GmbH, Oberösterreichische Ferngas Aktiengesellschaft und SOCIE-TATEA COMERCIALA PETROM AVIATION SA.). Die Zugänge in 2009 betreffen im Wesentlichen die Gesellschaften Pearl Petroleum Company Limited, Enerco Enerji Sanayi Ve Ticaret A.S. und Freya Pipeline GmbH & Co. KG (2008: im Wesentlichen Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.S. und weitere Anteilserwerbe an Petrol Ofisi A.S.).

Folgende Tabelle zeigt die Eckdaten aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der at-equity bilanzierten Unternehmen:

Eckdaten der at-equity bilanzierten Unternehmen EUR 1.000
2009 2008
Umlaufvermögen 3.398.779 3.581.519
Anlagevermögen 10.307.523 7.148.760
Fremdkapital 6.191.245 5.485.617
Nettoumsatz 12.623.777 17.397.176
Betriebserfolg (EBIT) 329.061 560.577
Jahresüberschuss 196.066 297.428

14 Vorräte

Das Vorratsvermögen verteilt sich wie folgt:

Vorratsbestand EUR 1.000
2009 2008
Rohöl 639.867 420.356
Gas 396.396 455.367
Sonstige Rohstoffe 344.209 368.092
Unfertige Mineralölprodukte 132.925 144.294
Sonstige unfertige Erzeugnisse 4.517 10.221
Fertige Mineralölprodukte 735.291 623.133
Sonstige fertige Erzeugnisse 39.334 123.352
Anzahlungen und Rechte aus Take-or-Pay Verträgen 32.216 28.111
Gesamt 2.324.757 2.172.927

Der Wert der Rohöl- und Mineralölproduktenbestände ist um 27,0% auf TEUR 1.508.083 (2008: TEUR 1.187.783) gestiegen.

Als Warenaufwand wurden in der Berichtsperiode TEUR 11.495.191 ergebniswirksam in den Umsatzkosten erfasst (2008: TEUR 17.204.905).

Die aufwandswirksam erfassten Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen TEUR 75.964 (2008: TEUR 127.964).

15 Forderungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Buchwerte) EUR 1.000
Lieferungen und
Leistungen
2009 2008
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen 66.336 52.034
Forderungen gegenüber sonstigen Unternehmen 1.868.303 1.947.757
Gesamt 1.934.639 1.999.791

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen im Wesentlichen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2009 2008
1.1. 94.056 87.544
Zuführung (+)/Auflösung (–) 8.510 44.759
Abgänge –9.426 –32.017
Währungsdifferenz und Konsolidierungskreisänderung –3.294 –6.230
31.12. 89.845 94.056
Buchwert der wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2009 2008
Vor Wertberichtigung 99.492 133.896
Nach Wertberichtigung 9.647 39.841

Die Altersstruktur überfälliger, aber nicht wertberichtigter Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2009 2008
Bis 60 Tage überfällig 67.040 101.647
61 bis 120 Tage überfällig 887 2.630
Mehr als 120 Tage überfällig 6.580 8.815
Gesamt 74.507 113.092

Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige finanzielle Vermögenswerte (Buchwerte nach Bewertung) EUR 1.000
Ergebnis Ergebnis Zu fortgeführten Summe [davon [davon
wirksam neutral Anschaffungs Buchwerte kurzfristig] langfristig]
zum Fair Value zum Fair Value kosten
bewertet bewertet bewertet
31.12.2009
Anteile an nicht-konsolidierten
Unternehmen 66.639 66.639 [—] [66.639]
Investmentfonds 6.836 6.836 [—] [6.836]
Anleihen 125.190 125.190 [20.393] [104.797]
Als Sicherungsinstrumente
designierte und effektive Derivate 9.264 118.941 128.205 [110.787] [17.418]
Sonstige Derivate 23.028 23.028 [15.589] [7.439]
Ausleihungen 395.293 395.293 [2.544] [392.749]
Sonstige Forderungen gegenüber
verbundenen, nicht-konsolidierten
Unternehmen 121 121 [121] [—]
Sonstige Forderungen gegenüber
assoziierten Unternehmen 12.491 12.491 [12.491] [—]
Übrige sonstige Forderungen 817.612 817.612 [240.456] [577.156]
Gesamt 32.292 250.967 1.292.156 1.575.415 [402.382] [1.173.033]
31.12.2008
Anteile an nicht-konsolidierten
Unternehmen 820.816 58.278 879.094 [—] [879.094]
Investmentfonds 6.620 6.620 [—] [6.620]
Anleihen 166.527 166.527 [—] [166.527]
Als Sicherungsinstrumente
designierte und effektive Derivate 19.110 571.445 590.555 [369.357] [221.198]
Sonstige Derivate 98.529 98.529 [98.529] [—]
Ausleihungen 341.762 341.762 [1.996] [339.766]
Sonstige Forderungen gegenüber
verbundenen, nicht-konsolidierten
Unternehmen [—] [—]
Sonstige Forderungen gegenüber
assoziierten Unternehmen 9.840 9.840 [9.830] [10]
Übrige sonstige Forderungen 729.696 729.696 [218.250] [511.446]
Gesamt 117.639 1.565.408 1.139.576 2.822.623 [697.962] [2.124.661]

16 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Mit Ausnahme der Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen zu Anschaffungskosten, für welche die beizulegenden Zeitwerte nicht zuverlässig geschätzt werden können, entspricht der jeweilige Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte at-fair-value-through-profit-or-loss (exklusive der als Sicherungsinstrumente designierten und effektiven Derivate, die nicht als finanzielle Vermögenswerte at-fair-value-throughprofit-or-loss gelten) beträgt zum 31. Dezember 2009 TEUR 23.028 (2008: TEUR 98.529). Darin sind ausschließlich finanzielle Vermögenswerte held-for-trading enthalten. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte availablefor-sale beträgt zum 31. Dezember 2009 TEUR 198.665 (2008: TEUR 1.052.241). Finanzielle Vermögenswerte held-tomaturity wurden weder zum 31. Dezember 2008 noch zum 31. Dezember 2009 gehalten.

Die Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen, die ergebnisneutral zum Fair Value bewertet werden, bezogen sich am 31. Dezember 2008 ausschließlich auf den Anteil an der ungarischen Öl- und Gasgesellschaft MOL und enthielten erfolgsneutrale kumulierte Verluste in Höhe von TEUR 616.225. Diese Anteile wurden mit dem Börsenkurs des Bilanzstichtags bewertet. OMV hielt am 31. Dezember 2008 einen Anteil von 21,22% an MOL, wovon Anteile im Wert von TEUR 795.669 zur Besicherung von kurzfristigen Bankfinanzierungen im Rahmen von Repo-Programmen genutzt waren. Auf Grund der in der Satzung von MOL festgelegten Beschränkung der Stimmrechte auf 10% lag kein maßgeblicher Einfluss bei dieser Beteiligung vor. Im Jahr 2009 wurden die Anteile an MOL zu einem Verkaufspreis von TEUR 1.400.000 verkauft.

Unter den Ausleihungen sind verzinsliche Gesellschafterdarlehen an IOB Holdings A/S, Erdöl-Tanklagerbetrieb GmbH und Pearl Petroleum Company Limited von insgesamt TEUR 90.384 (2008: Darlehen an IOB Holdings A/S und Erdöl-Tanklagerbetrieb GmbH von insgesamt TEUR 42.775) mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 2,93% im Jahr 2009 sowie ein unverzinsliches Gesellschafterdarlehen an BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH in Höhe von TEUR 298.800 (2008: TEUR 294.750) ausgewiesen

Die übrigen sonstigen Forderungen beinhalten eine Forderung in Höhe von TEUR 560.084 (2008: TEUR 506.630) gegenüber dem rumänischen Staat in Zusammenhang mit Rekultivierungsverpflichtungen der Petrom SA.

Fortgeführte Anschaffungskosten der Wertpapiere
2009 2008
Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen zum Fair Value 1.437.041
Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen zu Anschaffungskosten 66.639 58.278
Investmentfonds 6.631 6.631
Anleihen 123.858 171.883
Aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen zu sonstigen finanziellen Forderungen 1)
2009 2008
1.1. 95.187 106.697
Zuführung (+)/Auflösung (–) 4.002 1.199
Abgänge –9.761 –1.926
Währungsdifferenzen –4.731 –10.783
31.12. 84.696 95.187

1) Betrifft die übrigen sonstigen Forderungen innerhalb der Position Sonstige finanzielle Vermögenswerte.

Buchwert der wertberichtigten sonstigen finanziellen Forderungen
2009 2008
Vor Wertberichtigung 86.053 95.275
Nach Wertberichtigung 1.356 88

Die Altersstruktur überfälliger, aber nicht wertberichtigter sonstiger finanzieller Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter sonstiger finanzieller Forderungen
2009 2008
Bis 60 Tage überfällig 52 1.499
61 bis 120 Tage überfällig 17
Mehr als 120 Tage überfällig 8.224 12
Gesamt 8.293 1.511
Sonstige Vermögenswerte
2009 2008
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Aktivische Abgrenzungen 53.642 19.514 32.953 15.947
Sonstige eigene Anzahlungen 15.889 16.974
Übrige nicht-finanzielle Forderungen 89.612 25.539 126.434 26.641
Sonstige Vermögenswerte 159.143 45.053 176.360 42.587

2009 bestanden die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Liegenschaften der OMV Aktiengesellschaft und Petrom SA, aus Tankstellen der OMV Refining & Marketing GmbH, aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten der OMV Italia S.r.l. sowie dem E&P-Investment Boquerón, S.A., Venezuela. Tankstellen der OMV Deutschland GmbH wurden ab 2009 nicht mehr als zur Veräußerung gehalten eingestuft, da der Verkauf von den Kartellbehörden nicht genehmigt wurde; die Auswirkung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nicht signifikant.

2008 bestanden die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Liegenschaften der OMV Aktiengesellschaft und Petrom SA, aus Tankstellen der OMV Refining & Marketing GmbH und OMV Deutschland GmbH (Rückgliederung im Jahr 2009) sowie dem E&P-Investment Boquerón, S.A., Venezuela.

Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten
2009 2008
Langfristiges Vermögen 42.589 53.928
Kurzfristiges Vermögen und latente Steuern 12.924 6.428
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 55.513 60.356
Rückstellungen 1.435 5.695
Verbindlichkeiten 23.559 2.454
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 24.994 8.149

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 300.000.000 (2008: 300.000.000) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von TEUR 300.000 (2008: TEUR 300.000). Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht. Für das Geschäftsjahr 2009 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft um bis zu TEUR 77.900 durch Ausgabe von maximal 77.900.000 Stückaktien bis zum 13. Mai 2014 zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

19 Eigenkapital

Erläuterungen zur Bilanz | OMV Geschäftsbericht 2009 103

17 Sonstige Vermögenswerte

18 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Ziffer 1 AktienG um bis zu EUR 77,9 Mio durch Ausgabe von bis zu 77.900.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 13. Mai 2009 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Die Hauptversammlung vom 13. Mai 2009 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß (derzeit 10% des Grundkapitals) während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Die eigenen Aktien können zur Bedienung der Aktienoptionspläne verwendet oder jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Anbot veräußert werden. Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, eigene Aktien einzuziehen oder eigene Aktien zum Bedienen von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, zum Aktientausch zum Zweck der Beteiligung an anderen Unternehmen und zu jedem beliebigen, gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden.

Kapitalrücklagen wurden durch Zufuhr von Mitteln gebildet, welche auf Grund der Eigentümerstellung über das Grundkapital hinaus der OMV Aktiengesellschaft zugeflossen sind.

Die Ergebnisse der vollkonsolidierten Unternehmen sowie der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind unter Berücksichtigung der Konsolidierungsvorgänge in den Gewinnrücklagen enthalten.

Die direkt im Eigenkapital berücksichtigten Gewinne und Verluste und damit verbundenen Steuereffekte setzen
sich wie folgt zusammen:
Steuereffekte im Zusammenhang mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses EUR 1.000
2009 2008
Brutto Steuer Netto Brutto Steuer Netto
Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–) Aufwand (–)
Ertrag (+) Ertrag (+) Ertrag (+) Ertrag (+) Ertrag (+) Ertrag (+)
Währungdifferenzen aus der
Umrechnung ausländischer
Geschäftsbetriebe –175.609 –175.609 –667.112 –667.112
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der
Bewertung zur Veräußerung
verfügbarer finanzieller
Vermögenswerte 622.922 –1.331 621.592 –1.301.712 –4.896 –1.306.608
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der
Bewertung von Hedges –190.770 31.712 –159.057 110.377 –13.963 96.414
Auf assoziierte Unternehmen
entfallender Anteil am sonstigen
Ergebnis 11.242 11.242 –39.696 –39.696
Sonstiges Ergebnis des Jahrs 267.785 30.382 298.167 –1.898.143 –18.859 –1.917.002

Für das Geschäftsjahr 2009 wird seitens der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,00 je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen (2008: EUR 1,00). Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2008 erfolgte im Mai 2009 in der vorgeschlagenen Höhe.

In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2009 wurde im Zusammenhang mit der Genehmigung von Aktienoptionsplänen der Erwerb eigener Anteile genehmigt. Das Eigenkapital wird in Höhe der Anschaffungskosten der zurückgekauften eigenen Anteile gekürzt. Gewinne oder Verluste aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu den Anschaffungskosten erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.

Die eigenen Anteile entwickelten sich in den Berichtsperioden wie folgt:

Eigene Anteile

Stückaktien Anschaffungswert
in EUR 1.000
Stand 1.1.2008 1.269.066 13.930
Zugang 15.774 446
Abgang –31.941 –378
Stand 31.12.2008 1.252.899 13.997
Zugang
Abgang –33.204 –606
Stand 31.12.2009 1.219.695 13.392

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar:

Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile

Stückaktien Eigene Aktien Im Umlauf befindliche
Anteile
Stand 1.1.2008 300.000.000 1.269.066 298.730.934
Kauf eigener Aktien 15.774 –15.774
Bedienung von Wandlungen und Aktienoptionen –31.266 31.266
Verkauf eigener Aktien –675 675
Stand 31.12.2008 300.000.000 1.252.899 298.747.101
Kauf eigener Aktien
Bedienung von Aktienoptionen –18.180 18.180
Verkauf eigener Aktien –15.024 15.024
Stand 31.12.2009 300.000.000 1.219.695 298.780.305

In der Berichtsperiode entwickelten sich die Rückstellungen wie folgt:

Rückstellungen EUR 1.000
Pensionen
und ähnliche
Verpflich-
tungen
Rückstellung
für laufende
Ertrag-
steuern
Rückstellung
für Rekulti
vierung 1)
Sonstige
Rückstel
lungen
Gesamt
1.1.2009 931.775 85.415 1.678.790 835.420 3.531.400
Währungsdifferenz –3.157 1.317 –60.305 –25.447 –87.592
Konsolidierungskreisänderung –9 1.417 –235 1.173
Verbrauch –75.716 –61.302 –32.176 –403.970 –573.164
Fondsdotierung –33.338 –33.338
Zuweisung 93.552 76.030 211.359 243.402 624.343
Umbuchungen –29.064 29.064
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten –198 2.641 112 2.555
31.12.2009 883.844 101.459 1.801.726 678.346 3.465.375
[davon kurzfristig] [—] [101.459] [—] [418.620] [520.079]

1) Der kurzfristige Teil der Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen von TEUR 460 (2008: TEUR 442) ist in der Position sonstige Rückstellungen enthalten.

20 Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, welche bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden, einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Mitarbeiter, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt.

Die Anwartschaften für wertgesicherte Pensionszusagen in der OMV Aktiengesellschaft wurden in den Vorjahren an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen.

Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten fünf Kalenderjahre abhängig. Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Bei den beitragsorientierten Plänen stimmt der Aufwand mit den Beitragsleistungen überein.

In Österreich und Deutschland erhalten Mitarbeiter nach Erreichung eines bestimmten Dienstalters Jubiläumsgelder. Die Pläne erfordern keine Mitarbeiterbeiträge und keine Wertpapierdeckung.

Rückstellungen für Lösungskosten werden für unwiderrufbare Zusagen im Rahmen von Personallösungen im OMV Konzern gebildet.

Die Entwicklung der leistungsorientierten Pensionspläne stellt sich wie folgt dar:

Leistungsorientierte Pensionspläne EUR 1.000
2009 2008 2007 2006 2005
Barwert der über einen Fonds finanzierten Verpflichtung 535.943 522.420 551.603 539.403 525.873
Marktwert des Planvermögens 1) –379.477 –349.295 –381.439 –382.386 –366.003
Nicht erfasster versicherungsmathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) –65.859 –72.970 –72.315 –65.075 –75.303
Rückstellung der über einen Fonds finanzierten Verpflichtung 90.607 100.155 97.849 91.942 84.567
Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtung 502.344 524.123 560.277 578.398 598.230
Nicht erfasster versicherungsmathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) –1.918 –5.765 –21.451 –19.316 –18.915
Rückstellung der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtung 500.426 518.358 538.826 559.082 579.315
Rückstellung für leistungsorientierte Pensionspläne 591.033 618.513 636.675 651.024 663.882

1) Diese Position beinhaltet 2009 TEUR 766 für qualifizierte Versicherungsverträge (2008: TEUR 770).

Die Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen, Jubiläumsgelder und Lösungskosten stellt sich wie folgt dar:

Abfertigungen, Jubiläumsgelder und Lösungskosten EUR 1.000
2009 2008 2007 2006 2005
Barwert der Verpflichtungen für Abfertigungen 184.896 175.862 173.669 167.094 162.355
Nicht erfasster versicherungsmathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) –7.726 –5.994 –12.953 –6.182 –12.114
Rückstellung für Abfertigungen 177.170 169.868 160.716 160.912 150.241
Rückstellung für Jubiläumsgelder 24.738 24.515 26.406 25.685 25.881
Rückstellung für Lösungskosten 189.944 268.705 241.949 303.378 274.839
[davon kurzfristige Rückstellung für Lösungskosten] [99.041] [149.826] [142.687] [189.283] [104.046]
Gesamt 391.852 463.088 429.071 489.975 450.961

Rückstellungen und Aufwendungen der Periode entwickelten sich wie folgt:

Rückstellungen und Aufwendungen EUR 1.000
2009 2008
Pensions Abferti Pensions Abferti
pläne gungen, pläne gungen,
Jubiläen und Jubiläen und
Lösungen Lösungen
Rückstellung zum 1.1. 618.513 463.088 636.675 429.071
Periodenaufwand 51.878 87.211 39.242 126.455
Zugänge durch Erwerb von Geschäftsbetrieben 20.036
Fondsdotierung –33.338 –10.658
Auszahlungen –46.020 –149.538 –46.746 –93.715
Währungsumrechnung –8.711 –18.759
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten –198
Rückstellung zum 31.12. 591.033 391.852 618.513 463.088
Laufender Dienstzeitaufwand 4.534 69.431 5.374 117.536
Zinsaufwand auf die Verpflichtung 54.333 17.718 48.544 17.334
Erwartete Erträge aus Planvermögen –16.899 –20.384
Amortisierte versicherungsmathematische Verluste (+)/Gewinne (–) 9.910 62 5.708 –8.415
Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen der Periode 51.878 87.211 39.242 126.455

Im Finanzergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Lösungskosten in Höhe von TEUR 7.028 (2008: TEUR 6.343) enthalten.

Unter Abfertigungen, Jubiläen und Lösungen sind TEUR 99.041 (2008: TEUR 149.826) Rückstellungen für Lösungskosten enthalten, die unter den sonstigen Rückstellungen (kurzfristig) ausgewiesen sind.

Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31.12.

Pensions
pläne
2009
Abferti
gungen,
Jubiläen
Pensions
pläne
2008
Abferti
gungen,
Jubiläen
Kapitalmarktzinssatz 5,50% 5,50% 5,50% 5,50%
Gehaltstrend 3,85% 3,85% 3,85% 3,85%
Inflationsrate 2,50% 2,50%
Langfristige Planvermögensrendite 5,00% 5,50%

Veranlagung des Planvermögens zum 31.12.

2009 2008
VRG IV VRG VI VRG IV VRG VI
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere 25,6% 29,9% 23,1% 25,6%
Schuldverschreibungen 41,9% 38,1% 54,7% 47,2%
Cash und Geldmarktveranlagungen 20,5% 32,0% 16,4% 27,2%
Sonstige 12,0% 5,8%
Summe 100,0% 100,0% 100,0% 100,0%

Der Marktwert des Planvermögens für über einen Fonds finanzierte leistungsorientierte Pensionspläne entwickelte sich wie folgt:

Marktwert des Planvermögens EUR 1.000
2009 2008
VRG IV VRG VI VRG IV VRG VI
Marktwert des Planvermögens zum 1.1. 161.054 187.471 180.496 200.173
Erwartete Erträge aus Planvermögen 7.951 8.931 9.833 10.534
Fondsdotierung 21.842 11.496 7.713 2.945
Auszahlungen –5.060 –17.353 –3.178 –17.270
Versicherungsmathematischer Gewinn (+)/Verlust (–)
der Periode aus Planvermögen 3.989 –1.610 –33.810 –8.911
Marktwert des Planvermögens zum 31.12. 189.776 188.935 161.054 187.471

Ziel der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allocation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten.

Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppe (VRG) IV ist in EUR-denominierte Anleihefonds, internationale Aktienfonds sowie Anlagen auf dem Geldmarkt investiert. Im Zuge einer Risikodiversifizierung wurde bei der Auswahl der Asset Manager auf deren unterschiedliche Managementstile und Investmentansätze Bedacht genommen.

Für die Veranlagung des Vermögens der VRG VI wurde 2005 ein Wertsicherungskonzept implementiert. Bei diesem Investmentprozess wird risikoabhängig in europäische Aktien und Assets mit geringerem Risiko veranlagt, wobei eine definierte Wertuntergrenze zu einem bestimmten Stichtag nicht unterschritten werden soll, gleichzeitig aber auch die Chance auf eine Teilnahme an einer positiven Entwicklung des Aktienmarkts gewahrt bleibt.

Auf Grund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRG positive und negative Abweichungen zu der Planvermögensrendite. Nach einem negativen Veranlagungsergebnis der VRG IV in 2008 sowie einem auf Grund des Wertsicherungskonzepts in 2008 ausgeglichenen Veranlagungsergebnis der VRG VI zeigten beide VRGs in 2009 wieder positive Veranlagungsergebnisse, wobei das der VRG IV über der Planvermögensrendite lag.

Für 2010 sind leistungsorientierte Zahlungen an die APK-Pensionskasse AG im Ausmaß von TEUR 5.000 geplant.

Zahlungen für Berechtigte von Pensionsplänen werden für die Jahre 2010 bis 2019 in folgender Höhe erwartet:

Erwartete Zahlungen für Berechtigte von Pensionsplänen EUR 1.000
Pensionen
2010 69.951
2011 70.145
2012 70.670
2013 72.833
2014 74.351
2015–2019 369.423

Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen

In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der aktivierten Anlagenentfernungskosten und der Rekultivierungsrückstellung dargestellt. Bei Änderungen in den geschätzten Rekultivierungskosten ist in der Periode der Änderung der Barwert lediglich auf den Änderungseffekt zu ermitteln und im Falle der Erhöhung über die Restlaufzeit abzuschreiben bzw. bei einer Reduktion vom bereits aktivierten Vermögenswert abzuziehen.

Aktivierte Anlagenentfernungskosten und Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen
Anschaffungswert Abschreibung Buchwert
Aktivierte Anlagenentfernungskosten
1.1.2009 268.433 136.315 132.117
Währungsdifferenz 5.859 2.319 3.540
Neue Verpflichtungen 9.711 9.711
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 1) –47 –19 –28
Erhöhung aus Parameteränderung 68.766 68.766
Abschreibung laufende Periode 26.929 –26.929
Abgänge/Liquidationen laufende Periode –7.981 –7.451 –530
Kürzung aus Parameteränderung –5.169 –5.169
31.12.2009 339.572 158.093 181.478
Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen 2)
1.1.2009 1.679.232
Währungsdifferenz –59.296
Neue Verpflichtungen 12.626
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 1) 2.890
Erhöhung aus Parameteränderung 89.529
Kürzung aus Parameteränderung –5.368
Abgrenzung Diskontierung/Aufzinsung 106.485
Tilgungen laufende Periode –23.911
31.12.2009 1.802.186

1) Die Veränderungen bei den zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögen und Verbindlichkeiten betreffen im wesentlichen beabsichtigte, jedoch nicht realisierte Tankstellen-Verkäufe in Deutschland.

2) Der in dieser Position enthaltene kurzfristige Teil beträgt zum 31. Dezember 2009 TEUR 460 (2008: TEUR 442) und ist in der Position sonstige Rückstellungen enthalten.

Die Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen enthält Verpflichtungen der Petrom SA in Höhe von TEUR 1.305.992 (2008: TEUR 1.262.444). Diesen steht eine Forderung gegenüber dem rumänischen Staat in Höhe von TEUR 560.084 (2008: TEUR 506.630) entgegen, die in der Position sonstige finanzielle Vermögenswerte im langfristigen Vermögen ausgewiesen ist.

Sonstige Rückstellungen EUR 1.000
2009 2008
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Umweltschutzkosten 37.142 111.847 2.019 116.953
Sonstige Personalrückstellungen 132.710 398 183.794 355
Sonstige 248.768 147.481 366.535 165.764
Sonstige Rückstellungen 418.620 259.726 552.348 283.072

In den sonstigen Personalrückstellungen sind u.a. kurzfristige Lösungskosten in Höhe von TEUR 99.041 (2008: TEUR 149.826) enthalten. Die Position sonstige enthält kurzfristige Rekultivierungsrückstellungen von TEUR 460 (2008: TEUR 442). Diese Position beinhaltet auch TEUR 79.449 (2008: TEUR 150.438) kurzfristige und TEUR

72.891 (2008: TEUR 94.985) langfristige Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mit aktiven und ehemaligen Dienstnehmern betreffend verschiedener Klagen aus der unterschiedlichen Interpretation einzelner Bestimmungen des Kollektivvertrags von Petrom.

Emissionszertifikate

Auf Basis der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats über ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten wurden durch nationale Zuteilungspläne den betroffenen Gesellschaften im OMV Konzern für 2009 in Summe 8.361.564 Emissionszertifikate unentgeltlich zugeteilt (2008: 8.066.373). Davon betrug die Zuteilung für insgesamt 19 Anlagen von Petrom 4.282.612 Zertifikate (2008: 3.987.421). Der Marktwert je Emissionszertifikat beträgt zum 31.12.2009 EUR 12,53 (31.12.2008: EUR 15,90).

Zum Bilanzstichtag verfügte der OMV Konzern über 7.649.407 Emissionszertifikate.

Entwicklung der Emissionszertifikate

Emissionszertifikate zum 31.12.2008 8.072.732
Zuteilung für 2009 8.361.564
Rückgabe für tatsächliche Emissionen 2008 –7.660.391
Netto-Zukäufe und -Verkäufe 2009 1) –1.124.498
Emissionszertifikate zum 31.12.2009 7.649.407

1) Zukäufe werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Für eine Unterdeckung an Emissionszertifikaten würde mit einer Rückstellung vorgesorgt werden; zum 31. Dezember 2009 bestand ebenso wie zum 31. Dezember 2008 für den OMV Konzern keine Unterdeckung.

21 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten EUR 1.000
2009 2008
Gesamt Kurzfristig Langfristig Gesamt Kurzfristig Langfristig
Anleihen 1.785.930 309.997 1.475.933 488.116 488.116
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 2.084.603 363.878 1.720.725 3.644.715 1.606.509 2.038.205
[davon gegenüber Banken] 1) [2.084.603] [363.878] [1.720.725] [3.644.715] [1.606.509] [2.038.205]
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen (kurzfristig) 2.141.533 2.141.533 2.141.067 2.141.067
[davon gegenüber verbundenen, nicht
konsolidierten Unternehmen] [69] [69] [—] [87] [87] [—]
[davon gegenüber assoziierten
Unternehmen] [67.111] [67.111] [—] [60.137] [60.137] [—]
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 702.965 502.886 200.099 814.735 415.411 399.324
Sonstige Verbindlichkeiten 879.929 868.222 11.707 1.021.385 1.007.457 13.927
Zu Veräußerungszwecken gehaltene
Verbindlichkeiten 24.994 24.994 8.149 8.149
Gesamt 7.619.954 4.211.490 3.408.464 8.118.166 5.178.594 2.939.572

1) Verbindlichkeiten gegenüber Banken sind durch verpfändete Wertpapiere bei OMV Refining & Marketing GmbH in Höhe von TEUR 5.092 (2008: TEUR 795.669 bei OMV Clearing und Treasury GmbH – Anteile an MOL, siehe Anhangangabe 16 – und TEUR 4.911 bei OMV Refining & Marketing GmbH) dinglich besichert.

Anleihen

Begebene Anleihen

2009 2008
Nominale Kupon Rückzahlung Buchwert Buchwert
zum 31.12. zum 31.12.
in EUR 1.000 in EUR 1.000
Inländische Industrieanleihe 1) EUR 250.000.000 3,75% fix 30.6.2010 257.734 252.476
US Privatplatzierung 1) USD 182.000.000 4,73% fix 27.6.2013 126.403 130.775
USD 138.000.000 4,88% fix 27.6.2015 99.173 104.864
Internationale Industrieanleihe EUR 1.000.000.000 6,25% fix 7.4.2014 1.045.912
EUR 250.000.000 5,25% fix 22.6.2016 256.708
Gesamt 1.785.930 488.116

1) Der Zinssatz wurde durch derivative Instrumente (Zinsswaps) teilweise von fix auf variabel gedreht.

Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Anleihen

Einige der verzinslichen Kredite gegenüber Nichtbanken beinhalten Finanzklauseln, die im Wesentlichen adaptierte Eigenkapitalquoten, den Cashflow aus der Betriebstätigkeit ohne Zinsenaufwand und -ertrag sowie das EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) betreffen.

Die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten und Anleihen haben folgende Fristigkeiten:

Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Anleihen EUR 1.000
2009 2008
Kurzfristige Kreditfinanzierungen 228.977 1.606.509
Kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen 444.899
Gesamt kurzfristig 673.876 1.606.509
Fälligkeit langfristiger Finanzierungen
2010/2009 (kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen) 444.899
2011/2010 424.507 428.800
2012/2011 95.133 1.280.798
2013/2012 500.086 91.084
2014/2013 1.540.570 460.775
2015/2014 und folgende Jahre 636.361 264.864
Gesamt ab 2011/2010 3.196.657 2.526.321
Gliederung der verzinslichen Finanzverbindlichkeiten und Anleihen nach Währungen und Zinssätzen EUR 1.000
2009 2008
Gewogener Gewogener
Durchschnitts Durchschnitts
zinssatz zinssatz
Langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Anleihen 1)
Fixe Zinssätze EUR 2.147.508 5,33% 532.476 3,55%
USD 225.576 4,79% 235.640 4,79%
Gesamt 2.373.084 768.116
Variable Zinssätze AUD 11.972 4,40% 4.193 6,47%
EUR 1.077.639 3,54% 1.524.963 4,03%
NZD 50.502 2,97% 76.475 5,76%
RON 120.698 11,77% 125.735 17,55%
USD 7.661 0,51% 26.839 2,88%
Gesamt 1.268.472 1.758.205
Kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Anleihen 2)
BGN 9.719 6,35%
EUR 92.023 1,03% 1.537.955 5,37%
GBP 45.040 1,23%
HRK 3.824 12,44%
HUF 44.376 6,90% 25.875 10,99%
RON 44.007 11,67% 29.136 16,33%
USD 3.531 1,10%
Gesamt 228.977 1.606.509

1) Inklusive kurzfristiger Teile langfristiger Kreditfinanzierung.

2) Die kurzfristigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten enthalten 2009 fix verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 92.947, wobei TEUR 45.040 auf Verbindlichkeiten in GBP, TEUR 44.376 auf Verbindlichkeiten in HUF und TEUR 3.531 auf Verbindlichkeiten in USD entfallen (2008: TEUR 741.340 Verbindlichkeiten in EUR). Alle anderen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind variabel verzinslich (einschließlich Tagesgelder).

Die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten und Anleihen in Höhe von insgesamt TEUR 3.870.533 (2008: TEUR 4.132.830) sind zum Restbuchwert bewertet. Der geschätzte Tageswert dieser Verbindlichkeiten beträgt TEUR 4.052.000 (2008: TEUR 4.101.239), wovon TEUR 2.647.498 (2008: TEUR 1.477.865) auf fix verzinsliche und TEUR 1.404.502 (2008: TEUR 2.623.374) auf variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten entfallen. Dabei wurde der Tageswert von Finanzverbindlichkeiten, für die kein Marktpreis verfügbar war, durch Diskontierung der künftigen Zahlungsströme mit jenem Zinssatz, der am Bilanzstichtag für gleichartige Verbindlichkeiten mit gleicher Restlaufzeit gültig war, ermittelt.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten EUR 1.000
Gesamt Kurzfristig Langfristig
2009
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (langfristig) 47.768 47.768
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen 775 723 52
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 6.800 6.800
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven
Derivaten 206.659 188.610 18.049
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 108.011 107.705 306
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 118.131 30.204 87.927
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 214.821 175.623 39.198
Gesamt 702.965 502.866 200.099
2008
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (langfristig) 86.973 86.973
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen 518 401 117
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 6.800 6.800
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven
Derivaten 509.018 249.919 259.099
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 16.385 16.385
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 15.024 1.544 13.479
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 180.018 147.162 32.856
Gesamt 814.735 415.411 399.324

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Derivaten entspricht dem Fair-Value. Die Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven Derivaten enthalten Verbindlichkeiten aus Fair-Value-Hedges in Höhe von TEUR 4.863 (2008: TEUR 55.954), deren Fair-Value-Anpassungen ergebniswirksam verbucht werden. Fair-Value-Anpassungen der restlichen Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven Derivaten werden ergebnisneutral verbucht. Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten sind finanzielle Verbindlichkeiten at-fair-value-through-profit-or-loss. Sämtliche anderen Positionen sind als Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert bewertet werden, zu klassifizieren.

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten EUR 1.000
Gesamt Kurzfristig Langfristig
2009
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 570.167 570.167
Fremde Vorauszahlungen 241.679 230.382 11.297
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 68.083 67.673 410
Gesamt 879.929 868.222 11.707
2008
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 643.617 643.571 46
Fremde Vorauszahlungen 313.511 300.739 12.772
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 64.257 63.148 1.109
Gesamt 1.021.385 1.007.457 13.927

22 Latente Steuern

Latente Steuern EUR 1.000
Aktive latente Wert Aktive Passive
Steuern ohne berich latente latente
Wertberichtigung tigung Steuern Steuern
2009
Immaterielle Vermögenswerte 10.196 864 9.332 102.518
Sachanlagevermögen 132.658 13 132.645 428.381
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 24.207 24.207 2.948
Abgrenzung Petroleum Revenue Tax (PRT) 2.766 2.766 1.383
Vorräte 31.123 48 31.074 37.804
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 46.976 13.720 33.255 47.597
Unversteuerte Rücklagen 6.987
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 96.824 96.824
Sonstige Rückstellungen 239.706 2.905 236.802 26.032
Verbindlichkeiten 115.150 46 115.104 207.725
Sonstige, keiner Bilanzposition zuordenbare latente Steuern 64.707
Verlustvorträge 175.776 49.461 126.315
Gesamt 875.381 67.057 808.324 926.079
Saldierung auf Grund gleicher Steuerhoheiten –629.135 –629.135
Latente Steuern in zu Veräußerungszwecken gehaltenem
Vermögen –1.593 –1.848
Latente Steuern laut Bilanz 177.597 295.097
2008
Immaterielle Vermögenswerte 10.878 564 10.314 83.999
Sachanlagevermögen 140.142 140.142 367.544
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 24.403 24.403 1.471
Abgrenzung Petroleum Revenue Tax (PRT) 688 688 1.375
Vorräte 20.664 126 20.538 22.014
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 34.157 15.877 18.279 177.402
Unversteuerte Rücklagen 8.013
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 99.364 99.364
Sonstige Rückstellungen 246.830 5.747 241.083 25.334
Verbindlichkeiten 199.787 225 199.563 212.024
Sonstige, keiner Bilanzposition zuordenbare latente Steuern 103.654
Verlustvorträge 62.293 37.307 24.986
Gesamt 839.205 59.847 779.358 1.002.829
Saldierung auf Grund gleicher Steuerhoheiten –637.514 –637.514
Latente Steuern in zu Veräußerungszwecken gehaltenem
Vermögen –1.546 –2.142
Latente Steuern laut Bilanz 140.298 363.173

Latente Steuern werden auf einbehaltene Gewinne von Konzerngesellschaften in der Regel dann berücksichtigt, wenn es keine Möglichkeit gibt, diese Beträge steuerfrei beim Mutterunternehmen zu vereinnahmen, sowie wenn auf Konsolidierungsbuchungen zukünftiger Ertragsteueraufwand oder -ertrag entfällt.

In einzelnen Landesgesellschaften kam es auf Grund von steuerlichen Verlusten, welche unter anderem durch schwache Raffineriemargen und die Abschreibung von trockenen Bohrungen verursacht wurden, zu einem Anstieg der Verlustvorträge.

Zum 31. Dezember 2009 waren steuerliche Verlustvorträge von TEUR 618.541 vorhanden (2008: TEUR 242.343). Die zeitliche Verteilung der Vortragsfähigkeit stellt sich wie folgt dar:

Steuerliche Verlustvorträge EUR 1.000
2009 2008
2009 2.761
2010 3.467 5.311
2011 5.206 4.755
2012 4.053 2.530
2013 22.058 66.270
2014 23.714
Nach 2014/2013 147.416 56.277
Unbegrenzt 412.626 104.439
Gesamt 618.541 242.343

Ergänzende Angaben zur Finanzlage

23 Cashflow-Rechnung

Die liquiden Mittel umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und jederzeit disponible kurzfristige Veranlagungen mit geringem Verwertungsrisiko, welches dann gegeben ist, wenn die kurzfristige Verwertung mit einem vernachlässigbaren Kurs- oder Zinsrisiko verbunden ist. Die Veranlagungen dürfen zum Anschaffungszeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten aufweisen. Über das Bankguthaben der Amical Insurance Limited in Höhe von TEUR 17.278 (2008: TEUR 16.208) kann aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht zur Gänze frei verfügt werden. Weitere TEUR 14.400 betreffen verpfändete Bankkonten (2008: TEUR 15.081).

Die Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen in 2009 (TEUR: 1.532.690) beinhalten den Mittelzufluss aus dem Verkauf der Anteile an MOL in Höhe von TEUR 1.400.000.

Cashflow-Rechnung EUR 1.000
2009 2008
Zinszahlungen –78.380 –137.219
Ertragsteuerzahlung –184.837 –572.059
Dividendenausschüttungen assoziierter Unternehmen 3.339 58.104

24 Haftungs-

verhältnisse

Für Rechtsstreitigkeiten, aus denen wahrscheinlich Verpflichtungen resultieren, werden Rückstellungen gebildet. Der Vorstand vertritt den Standpunkt, dass jene Rechtsstreitigkeiten, die nicht durch Rückstellungen oder Versicherungen gedeckt sind, keinen wesentlichen Einfluss auf das Konzerneigenkapital haben werden. Jede Konzerngesellschaft unterliegt mit ihren Produktionsanlagen und ihrem Grundvermögen in den jeweiligen Ländern einer Reihe von Umweltschutzbestimmungen. Für die geschätzten Kosten bestehender Verpflichtungen aus Umweltschutzmaßnahmen wurde in Übereinstimmung mit den Bilanzierungsregeln des Konzerns bilanziell vorgesorgt. Bei Öl- und Gaspipelines wird für Rekultivierungen eine Rückstellung gebildet, wenn zum Bilanzstichtag eine Verpflichtung bereits eingetreten ist. Unter Berücksichtigung der Betriebsfortführung (Grundsatz der Unternehmensfortführung) werden für drohende Verpflichtungen im Zusammenhang mit nicht absehbaren Stilllegungen keine bilanziellen Vorsorgen getroffen.

Der Vorstand ist der Ansicht, dass die Einhaltung der gegenwärtigen Gesetze und Bestimmungen und der künftig strengeren Gesetze und Bestimmungen keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Konzernabschlüsse der näheren Zukunft haben wird.

Im Zuge der Anteilsabtretungen an der AMI Agrolinz Melamine International GmbH wurden Haftungen insbesondere für etwaige Umweltrisiken sowie offene Rechtsstreitigkeiten mit einem Höchstbetrag von bis zu TEUR 67.500 übernommen. Der Haftungszeitraum beträgt mit wenigen Ausnahmen 60 Monate ab Closing der Transaktion und läuft in 2010 aus.

25 Risiko-

management

Liquiditätsrisiko

Zur Beurteilung des Liquiditätsrisikos werden konzernweit die geplanten operativen sowie finanziellen Ein- und Auszahlungsströme auf Monatsbasis analysiert und die geplante Nettoliquiditätsentwicklung dargestellt. Der geplanten Nettoliquiditätsentwicklung werden bestehende Geldanlagen und Finanzierungen, deren geplante Abreifung sowie bestehende Liquiditätsreserven gegenübergestellt. Diese Analyse stellt die Basis für Finanzierungsentscheidungen hinsichtlich Kapitalbindung dar.

Im Hinblick auf die vorherrschende Finanzmarktkrise und die damit einhergehende Kreditknappheit legt OMV einen zusätzlichen Schwerpunkt auf das Liquiditätsrisiko und dessen Steuerung. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des OMV Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien gehalten. Im Jahr 2009 wurde die Fälligkeitenstruktur des Schuldenportfolios so verändert, dass die durchschnittlich gewichtete Laufzeit nun bei mehr als vier Jahren liegt.

Das operative Liquiditätsmanagement umfasst einen Cash-Concentration-Prozess, durch den eine Zusammenführung von liquiden Mitteln erfolgt. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen des Konzerns sowie einzelner Konzerngesellschaften gesteuert werden.

Detaillierte Angaben zu den Finanzierungsverbindlichkeiten des Konzerns enthält Anhangangabe 21.

Kapitalrisikomanagement

Das Kapitalrisikomanagement im OMV Konzern ist Teil des Value Managements und orientiert sich an den zentralen Steuerungsgrößen Return On Average Capital Employed (ROACE) und Verschuldungsgrad (Gearing Ratio). Basierend auf den Mittelfristannahmen plant OMV über den Geschäftszyklus einen ROACE von 13% sowie eine langfristige Kapitalstruktur mit einem Verschuldungsgrad von bis zu 30%.

Marktrisiko

Zur Steuerung von Marktrisiken werden derivative und nicht-derivative Instrumente bei Bedarf eingesetzt, die sich aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen ergeben und einen negativen Effekt auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder erwartete zukünftige Zahlungsströme haben können. Derivate werden generell zur Absicherung von Risiken aus Grundgeschäften eingesetzt. Derivate sind Verträge, deren Wert sich von einem oder mehreren zugrunde liegenden Finanzinstrumenten, Indizes oder Preisen ableitet, die im Vertrag definiert sind. Der erstmalige Ansatz von derivativen Instrumenten erfolgt ab Geltung der vertraglichen Bestimmungen, also ab Entstehen von Anspruch und Verpflichtung. Die Ausbuchung erfolgt bei Wegfall bzw. Übertragung der vertraglichen Rechte und Pflichten.

Risikomanagement von Güterpreisen

Wesentliche Branchenrisiken auf Grund der Preisvolatilität, z.B. stark negative Auswirkungen von niedrigen Ölpreisen auf den Cashflow, werden im Rahmen einer Konzernrichtlinie Risikomanagement (Marktpreisrisiko) gegebenenfalls mit Finanzinstrumenten begrenzt.

Basierend auf einem Portfoliomodell ist das Ziel des strategischen Waren-Risikomanagements, den für das Unternehmenswachstum erforderlichen Cashflow bei Aufrechterhaltung einer starken Bonitätseinstufung abzusichern.

Um den Cashflow des Konzerns gegen einen nachteiligen Einfluss von sinkenden Ölpreisen zu schützen, wurden derivative Instrumente eingesetzt, welche die Erlöse aus 63.000 bbl/d für 2010 absichern. Als Absicherungsinstrument wurden Puts eingesetzt, die eine Preisuntergrenze von durchschnittlich USD 54,20/bbl absichern. Diese Puts wurden mit Call-Optionen so finanziert, dass initiale Zahlungen vermieden wurden (Null-Kosten-Struktur), wobei dadurch der Konzern nicht von Ölpreisen über USD 75/bbl im Jahr 2010 für das betreffende Volumen profitieren würde. Die Optionen wurden mit erstklassigen Banken auf Over-the-Counter (OTC) Basis abgeschlossen.

Für das Jahr 2009 wurden Put-Spreads für ein Volumen von 65.000 bbl/d eingesetzt, um eine Preisuntergrenze von USD 80/bbl abzusichern, solange der Ölpreis über USD 65/bbl lag. Bei einem Ölpreis unter USD 65/bbl war das Absicherungsergebnis USD 15/bbl über dem Marktpreis. Diese Put-Spreads wurden mit Call-Optionen so finanziert, dass initiale Zahlungen vermieden wurden (Null-Kosten-Struktur), wobei dadurch der Konzern nicht von Ölpreisen über USD 110/bbl im Jahr 2009 für das betreffende Volumen profitiert hätte.

Im operativen Risikomanagement des Raffinerie-Geschäfts werden derivative Instrumente im begrenzten Ausmaß sowohl für die Ergebnisabsicherung selektiver Produktenverkäufe als auch zur Reduktion des Preisrisikos aus den volatilen Vorratsbeständen verwendet. Eingesetzt werden Rohöl- und Produktswaps, welche die Produktmarge (Crack-Spread), die Preisdifferenz zwischen Rohöl und den erzeugten Bulk-Produkten, absichern sollen. Das Ergebnis der Sicherungsgeschäfte wird in den Umsatzkosten erfasst.

Zur Sicherung des kurzfristigen Marktpreisrisikos im Bereich Supply und Trading werden für Einkäufe wie Verkäufe börsengehandelte Ölfutures wie auch OTC-Kontrakte (Contracts for Difference und Swaps) eingesetzt. Das Ergebnis aus dem Sicherungsgeschäft wird R&M zugeordnet. Die Bewertung erfolgt zu Marktwerten.

In G&P werden zur Absicherung von Risiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite OTC-Swaps und Optionen eingesetzt. Ziel ist das Preisrisiko aus Mengenbewegungen der Vorräte sowie aus dem Unterschied von Ein- und Verkaufsparametern abzusichern.

Swaps erfordern beim Vertragsabschluss kein initiales Investment. Der Zahlungsausgleich erfolgt regelmäßig zum Quartals- bzw. Monatsende. Die Prämien für gekaufte Put-Optionen sind bei Vertragsabschluss zu bezahlen. Bei Ausübung der Option erfolgt die Auszahlung der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen Marktpreis der Periode am Ende der Laufzeit.

Die Stichtagsbetrachtung der Nominal- und Marktwerte der Commodity-Kontrakte zum 31. Dezember zeigt folgendes Bild:

Nominal- und Marktwerte der Kontrakte EUR 1.000
2009 2008
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Strategisches Risikomanagement
E&P
Commodity-Optionen 1) 1.239.776 –160.173 623.001 211.830
Operatives Risikomanagement
R&M
Commodity-Futures 191.118 –5.885 183.924 14.618
Commodity-Swaps 493.658 –2.491 821.821 32.694
Commodity-Optionen 2.261 0
G&P
Erdgas-Swaps 1.749.698 –6.508 1.028.152 –164.980
Erdgas-Optionen 72.367 7.200 41.597 5.678

1) Die Commodity-Optionen im strategischen Risikomanagement in E&P sind kombinierte Finanzprodukte, die aus Put- und Call-Optionen bestehen.

Die Marktwerte verteilen sich wie folgt:

Marktwerte EUR 1.000
2009 2008
Nominale aktiv Marktwert
passiv
Nominale aktiv Marktwert
passiv
Cashflow-Hedges
E&P-Optionen 1.158.108 –149.715 507.985 171.618
R&M-Swaps 110.355 3.080 –1.841 132.321 114.371 –95.841
G&P-Swaps 1.673.412 115.917 –120.357 923.005 242.801 –357.902
G&P-Optionen 17.388 3.733
Fair-Value-Hedges
G&P-Swaps 65.002 2.954 –4.863 98.733 5.636 –55.976
G&P-Optionen 54.980 3.467 41.597 5.678
Derivative held-for-trading
E&P-Optionen 81.668 –10.458 115.016 40.212
R&M-Futures 191.118 176 –6.061 183.924 14.618
R&M-Swaps 383.302 14.790 –18.520 689.500 28.049 –13.885
R&M-Optionen 2.261 0
G&P-Swaps 11.284 239 –398 6.414 815 –354

Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich

Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich 1) EUR 1.000
Periode der
erwarteten
Cashflows
bei Cashflow
Hedges
Wertänderung
direkt im Eigen
kapital gezeigt
[davon:
Umgliederung
aus dem Eigen
kapital über die
Gewinn- und
Verlustrechnung]
[davon:
Umgliederung
aus dem Eigen
kapital in die
ursprünglichen
Anschaffungs
2009 kosten]
E&P-Sicherung Preisrisiko
Brent-Optionen 2010 –261.228 [–153.644] [—]
R&M-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Brent 2010 89.671 [82.192] [—]
Swaps fix vs. floating – Produkte 2010 –107.646 [–104.583] [—]
G&P-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Erdgas bis Q4/12 112.370 [78.217] [1.750]
Erdgas-Optionen bis Q4/12 [—] [—]
2008
E&P-Sicherung Preisrisiko
Brent-Optionen 2009 203.529 [—] [—]
R&M-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Brent 2009 –102.770 [–44.213] [—]
Swaps fix vs. floating – Produkte 2009 124.877 [66.077] [—]
G&P-Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Erdgas bis Q4/11 –138.479 [–23.719] [–1.750]
Erdgas-Optionen [—] [—]

1) Ab 2009 werden die Detailinformationen zum Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich inklusive Anteile anderer Gesellschafter berichtet, um vergleichbar mit der Darstellung in der Gesamtergebnisrechnung zu sein, die durch die Überarbeitung des IAS 1 eingeführt wurde (siehe Anhangangabe 3 o). Vorjahrszahlen wurden entsprechend angepasst.

In R&M werden mit dem wirtschaftlichen Ziel der Absicherung künftiger Margen Produkte auf der Verkaufsseite und das Rohöl auf der Beschaffungsseite voneinander getrennt abgesichert.

Die Absicherung erfolgt auf der Beschaffungsseite als Kauf fix und Verkauf variabel, auf der Produktenseite als Verkauf fix und Kauf variabel.

Die Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen wird als Cashflow-Hedge bilanziert und der effektive Teil der Wertänderung des in der Bilanz erfassten Derivats gegen das Eigenkapital gebucht. Bei ergebniswirksamem Eintreten der zukünftigen Transaktion werden die bis dahin im Eigenkapital verbuchten Beträge gegen die Gewinnund Verlustrechnung aufgelöst. Der ineffektive Teil der Cashflow-Hedges in Höhe von TEUR –7.570 (2008: TEUR 13.396) wurde im Geschäftsjahr ergebniswirksam dargestellt.

Fair-Value-Hedges im Commodity-Bereich

Bei Fair-Value-Hedges werden sowohl die Wertänderungen des Grundgeschäfts als auch die gegenläufigen Wertänderungen des Sicherungsgeschäfts in der Ergebnisrechnung dargestellt. Als Saldogröße ergibt sich die Ineffektivität der Sicherungsbeziehung.

Ergebnisse aus Fair-Value-Hedges im Commodity-Bereich EUR 1.000
2009 2008
Ergebnis aus Grundgeschäft –50.537 68.785
Ergebnis aus Sicherungsgeschäft 49.685 –69.594

Sensitivitätsanalyse

Für die oben gezeigten offenen Absicherungskontrakte wird der Effekt einer Marktpreisschwankung (+/–10%) auf deren Marktwert mittels Sensitivitätsanalyse gemessen. Die Sensitivität der Gesamtergebnisse des Konzerns weicht von der unten gezeigten Sensitivität ab, da die abgeschlossenen Kontrakte zur Absicherung von operativen Positionen verwendet werden.

Die Unterscheidung zwischen der Auswirkung einer Marktpreisschwankung auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder auf das Eigenkapital ist abhängig von der Art des eingesetzten Derivats und der Anwendung von Hedge-Accounting. Die Marktwertsensitivität für Derivate, für die Cashflow-Hedge-Accounting zulässig ist, ist in der Tabelle als Sensitivität des Eigenkapitals dargestellt. Marktpreisschwankungen für alle weiteren offenen Derivate werden in der Sensitivität der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.

Derzeit weisen die Marktwerte der offenen Derivate folgende Sensitivitäten auf:

Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit EUR 1.000
2009 2008
Marktpreis Marktpreis Marktpreis Marktpreis
+10% –10% +10% –10%
Strategisches Risikomanagement
E&P
Commodity-Optionen 10.708 3.278 –15.320 12.323
Operatives Risikomanagement
R&M
Commodity-Futures –16.490 16.490 –1.847 1.847
Commodity-Swaps –10.340 10.340 –3.226 3.226
Commodity-Optionen
G&P
Erdgas-Swaps 8 –8 8.252 –8.252
Erdgas-Optionen –248 1.054 –412 412

Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das Eigenkapital EUR 1.000

2009 2008
Marktpreis Marktpreis Marktpreis Marktpreis
+10% –10% +10% –10%
Strategisches Risikomanagement
E&P
Commodity-Optionen –113.075 79.605
Operatives Risikomanagement
R&M
Commodity-Futures
Commodity-Swaps 699 –699 –747 747
Commodity-Optionen
G&P
Erdgas-Swaps 1.519 –1.439 1.594 –1.594
Erdgas-Optionen

Risikomanagement für den Wechselkurs

OMV ist in einer Vielzahl von Ländern und unterschiedlichen Währungsräumen aktiv. Daher müssen branchenspezifische Transaktions- und entsprechende Umrechnungsrisiken genau analysiert werden. Die größten Risikopositionen stellen der USD und die jeweilige Veränderung des USD im Verhältnis zum EUR und zum RON dar. Andere Währungen haben nur limitierten Einfluss auf Cashflow und EBIT.

Das Transaktionsrisiko der USD-Zahlungsströme wird laufend beobachtet. Mindestens jährlich werden die Long-Short-Nettoposition des Konzerns und die Sensitivität für den Konzern berechnet, die eine USD-Long-Position in E&P sowie eine vergleichsweise niedrigere USD-Short-Position im R&M-Geschäft aufzeigt. Der Konzern hat eine Netto-USD-Long-Position, da sich die USD-Positionen aus dem operativen Geschäft der Geschäftsbereiche E&P und R&M nur zu einem geringen Teil ausgleichen. Diese Analyse stellt die Basis für das Risikomanagement des Transaktionsrisikos bei Währungen dar.

OMV hat für 2009 Optionen über USD 1 Mrd abgeschlossen, um den Cashflow abzusichern und die Auswirkungen von Schwankungen des EUR-USD-Wechselkurses zu reduzieren. Für das betreffende Volumen war OMV dadurch nur Währungsschwankungen zwischen EUR-USD 1,32 bis 1,15 ausgesetzt.

Per 31. Dezember 2009 gab es zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos bei Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für das Liquiditätsmanagement folgende Transaktionen:

Währungsderivate EUR 1.000
2009 2008
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Currency-Optionen 1) 735.791 54.131
Currency-Forwards 311.283 –1.006 218.549 2.313
Currency-Swaps 80.127 –885 13.183 –785

1) Optionen per 31.12.2008 waren kombinierte Finanzprodukte, die aus Put- und Call-Optionen bestanden.

Die unter Risikomanagement für den Wechselkurs ausgewiesenen Forwards und Swaps werden zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken in offenen Forderungen oder Verbindlichkeiten verwendet. Der Marktwert dieser Instrumente entwickelt sich bei einer Veränderung der zugrunde liegenden Wechselkurse genau gegenläufig zur Veränderung der Forderung oder Verbindlichkeit. Die Currency-Optionen wurden zur Absicherung geplanter Transaktionen in 2009 abgeschlossen.

Cashflow-Hedging bei Währungsabsicherungen

Cashflow-Hedging bei Währungsabsicherungen EUR 1.000

Periode der
erwarteten
Cashflows
bei Cashflow
Hedges
Wertänderung
direkt im Eigen
kapital gezeigt
[davon:
Umgliederung
aus dem Eigen
kapital über die
Gewinn- und
Verlustrechnung]
[davon:
Umgliederung
aus dem Eigen
kapital in die
ursprünglichen
Anschaffungs
kosten]
2009
Currency-Optionen 2009 –23.815 [–27.621] [—]
Currency-Forwards 2009 –122 [–18] [—]
2008
Currency-Optionen 2009 23.815 [—] [—]
Currency-Forwards 2009 122 [—] [—]

Die Sicherung von Währungsrisiken aus zukünftigen USD-Zahlungsströmen wird als Cashflow-Hedge bilanziert und der effektive Teil der Wertänderung des in der Bilanz erfassten Derivats gegen das Eigenkapital gebucht. Bei ergebniswirksamem Eintreten der zukünftigen Transaktion werden die bis dahin im Eigenkapital verbuchten Beträge gegen die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst.

Ebenso wird das Translationsrisiko auf Konzernebene laufend beobachtet und die daraus resultierende Risikoposition bewertet. Als Translationsrisiko wird jenes Risiko bezeichnet, das auf Grund von Konsolidierung von Tochtergesellschaften entsteht, die nicht in EUR bilanzieren. Die größten Risikopositionen stellen dabei der RON und der USD bzw. deren jeweilige Veränderung im Verhältnis zum EUR dar. Das langfristig bestehende Wechselkursrisiko von Investitionen in Beteiligungen, die nicht in EUR bilanzieren, wird kontinuierlich ermittelt und beurteilt.

Für die Finanzinstrumente wird eine Sensitivitätsanalyse für Wechselkursänderungen durchgeführt, wobei die Hauptwährungsbeziehungen folgende Sensitivitäten aufweisen: die Hauptpositionen sind per 31. Dezember 2009 der EUR-RON- und der EUR-USD-Wechselkurs (per 31. Dezember 2008 zusätzlich EUR-HUF). Auf Konzernebene beinhaltet die EUR-RON-Sensitivität nicht nur die RON-Nettoposition gegenüber EUR, sondern auch die RON-Nettoposition gegenüber USD, da diese in eine EUR-RON- sowie eine EUR-USD-Position aufgeteilt werden kann.

Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1) EUR 1.000
2009 2008
EUR wird um EUR wird um EUR wird um EUR wird um
10% stärker 10% schwächer 10% stärker 10% schwächer
EUR-RON –2.170 2.170 14.875 –14.875
EUR-USD –11.120 11.120 –30.477 30.477

1) Bezieht sich nur auf Finanzinstrumente und entspricht nicht der vom Konzern berechneten Gesamt-EBIT-Währungssensitivität.

Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das Eigenkapital EUR 1.000
2009 2008
EUR wird um EUR wird um EUR wird um EUR wird um
10% stärker 10% schwächer 10% stärker 10% schwächer
EUR-HUF –81.714 81.714

Sensitivitätsanalyse

Für offene Währungsoptionen sowie für Währungsforwards, die für Cashflow-Hedge-Accounting qualifiziert sind, wird der Effekt einer Wechselkursschwankung (+/–10%) auf deren Marktwert mittels Sensitivitätsanalyse gemessen. Alle anderen offenen Währungsforwards und Währungsswaps sind in der Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente enthalten, da diese die Wechselkursänderung genau ausgleichen.

Derzeit weisen die Marktwerte der offenen Derivate folgende USD-Sensitivitäten auf:

Sensitivitätsanalyse der offenen Währungsoptionen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
2009 2008
EUR +10% EUR –10% EUR +10% EUR –10%
12.177 –27.692

Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das Eigenkapital EUR 1.000

2009 2008
EUR +10% EUR –10% EUR +10% EUR –10%
Currency-Optionen 43.536 –23.815
Currency-Forwards 12 –12
Currency-Swaps

Zinsmanagement

Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.

Fallweise werden festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa transferiert. Zum Bilanzstichtag sind Zinsen für EUR 100 Mio und für USD 50 Mio von fix auf variabel geswapt. Die Zinsdifferenz zwischen Swap und Kredit wird als Korrektur des Zinsaufwands verbucht.

Per 31. Dezember gab es folgende Kontrakte:

Kontrakte EUR 1.000
2009 2008
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Interest-Rate-Swaps 134.708 6.310 135.927 8.181

Interest-Rate-Swaps werden zur Absicherung der beizulegenden Zeitwerte von Anleihen (Fair-Value-Hedge), die im OMV Konzern begeben wurden (vgl. Anhangangabe 21) eingesetzt.

Zinssensitivitäten

Durch die oben gezeigten offenen Zinsswaps werden feste Zinssätze in variable Zinssätze gedreht, sie wurden zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts von begebenen Anleihen als Fair-Value-Hedge klassifiziert. Der Effekt einer Zinserhöhung von 0,5%-Punkten würde am 31. Dezember 2009 zu einer Verringerung des Marktwerts um EUR 1,3 Mio führen (31. Dezember 2008: EUR 2,0 Mio). Der Effekt einer Zinssenkung von 0,5%-Punkten würde am 31. Dezember 2009 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 1,3 Mio führen (31. Dezember 2008: EUR 2,0 Mio).

Petrom SA weist Financial Assets auf, deren Marktwerte von Zinsänderungen beeinflusst werden. Der Marktwert dieser Financial Assets wäre bei einer Zinssteigerung am 31. Dezember 2009 um 0,5%-Punkte um EUR 0,8 Mio

niedriger (31. Dezember 2008: EUR 1,0 Mio). Eine Zinssenkung um 0,5%-Punkte würde am 31. Dezember 2009 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 0,8 Mio führen (31. Dezember 2008: EUR 1,0 Mio).

Des Weiteren analysiert OMV regelmäßig den Einfluss von Zinsänderungen auf das Zinsergebnis aus variabel verzinsten Geldanlagen und Aufnahmen. Derzeit werden Effekte aus dem Zinsänderungsrisiko nicht als substanzielles Risiko eingestuft.

Basierend auf dem variabel verzinsten Nettoschuldenportfolio per 31. Dezember 2009 würde der Nettozinsaufwand um EUR 5,0 Mio (per 31. Dezember 2008: EUR 6,8 Mio) steigen bzw. fallen, sollten Zinssätze um 0,5%-Punkte steigen bzw. fallen.

Kreditrisiko der Kontrahenten

Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzernebene und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels Limits für Länder, Banken und Vertragspartner überwacht. Limits bezüglich Höhe und Laufzeit des maximal zulässigen Exposures werden bonitätsabhängig vergeben, die Bonitätseinschätzung wird zumindest jährlich oder auf einer Ad-hoc-Basis überprüft. Diese Vorgehensweise ist sowohl bei OMV als auch bei Petrom in einer Richtlinie festgelegt. Derivative Finanzinstrumente und Geldanlagen werden zum überwiegenden Teil mit Vertragspartnern mit "Investment Grade Rating" abgeschlossen. Zur Risikodiversifikation werden solche Finanzkontrakte stets mit einer Mehrzahl von Banken abgeschlossen.

Im Bereich des strategischen Risikomanagements, des Währungsrisikomanagements und des Zinsrisikomanagements beträgt das maximale Kreditrisiko gegenüber Banken per 31. Dezember 2009 EUR 752,7 Mio (2008: EUR 1.033,3 Mio). Für das operative Risikomanagement im Bereich R&M beträgt das maximale Kreditrisiko gegenüber Banken per 31. Dezember 2009 EUR 430,4 Mio (2008: EUR 337,3 Mio).

Ergebnis aus Finanzinstrumenten EUR 1.000
2009 2008
Ergebnis aus Finanzinstrumenten-at-fair-value-through-profit-or-loss –4.267 11.617
Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale –20.072 76.868
Ergebnis aus Finanzinstrumenten-held-to-maturity
Ergebnis aus Ausleihungen und Forderungen 4.873 62.973
Ergebnis aus zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten –126.701 –249.072
Summe –146.166 –97.613

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten beinhaltet Dividendenerträge (exklusive assoziierte Unternehmen), Zinserträge und -aufwendungen, Fremdwährungsgewinne und -verluste, Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Finanzvermögen, Wertminderungen von und Zuschreibungen zu Finanzvermögen sowie ergebniswirksame Fair-Value-Anpassungen von Finanzinstrumenten-at-fair-value-through-profit-or-loss. Erträge bzw. Aufwendungen aus derivativen Instrumenten, die zur Absicherung operativer Risiken dienen und denen gegenläufige Aufwendungen bzw. Erträge in den Umsatzerlösen und Umsatzkosten gegenüberstehen, sind im Ergebnis aus Finanzinstrumenten nicht enthalten. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten-at-fair-value-through-profit-or-loss besteht ausschließlich aus dem Ergebnis aus Finanzinstrumenten-held-for-trading.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten kann in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR –29.748 (2008: TEUR –68.754) dem Betriebserfolg (EBIT) und in Höhe von TEUR –116.418 (2008: TEUR –28.859) dem Finanzerfolg zugeordnet werden.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale enthält im Jahr 2009 einen Betrag von TEUR 37.041 (2008: TEUR 19.649), der dem Eigenkapital entnommen wurde und während des Berichtzeitraums als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht wurde. Zusätzlich zu dem in der Tabelle angeführten Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale wurde im Jahr 2009 ein Gewinn von TEUR 585.881 (2008: Verlust von TEUR 1.321.361) erfolgsneutral direkt im Eigenkapital verbucht; dies betraf überwiegend Anteile an nichtkonsolidierten Unternehmen (siehe Anhangangabe 16).

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale enthält Minderungsverluste im Ausmaß von TEUR 1.233 (2008: TEUR 3). Das Ergebnis aus Ausleihungen und Forderungen enthält Minderungsverluste im Ausmaß von TEUR 22.493 (2008: TEUR 59.158). Dem gegenüber stehen Zuschreibungen zu Ausleihungen und Forderungen in Höhe von TEUR 9.910 (2008: TEUR 13.222).

Long Term Incentive (LTI) Plan 2009

Im Jahr 2009 wurden die Aktienoptionspläne durch einen LTI Plan für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte ersetzt. Teilnehmer müssen bis zum Ende der Behaltefrist Aktien halten. Am Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien.

Für zukünftige erwartete Kosten des LTI Plans besteht zum Bilanzstichtag eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht. Erwartete Dividenden wurden ebenfalls entsprechend der Mittelfristplanung der Gesellschaft einbezogen. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über den Beobachtungszeitraum von drei Jahren verteilt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2009 belief sich auf TEUR 3.747 (2008: TEUR 0), die Nettodotierung im Berichtsjahr auf TEUR 3.747 (2008: TEUR 0).

Bedingungen

Plan 2009
Planbeginn 1.1.2009
Ende Leistungszeitraum 31.12.2011
Anspruchstag 31.3.2012
Ende der Behaltefrist 31.3.2014
Erforderliches Eigeninvestment
Vorstandsvorsitzender 38.278 Aktien
Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter 28.469 Aktien
Vorstandsmitglieder 20.096 Aktien
Leitende Führungskräfte 5.742 Aktien 1)
Eigeninvestment
Mitglieder des Vorstands
Auli 20.096 Aktien
Davies 20.096 Aktien
Langanger 20.096 Aktien
Roiss 28.469 Aktien
Ruttenstorfer 38.278 Aktien
Vorstände gesamt 127.035 Aktien
Andere Führungskräfte gesamt 202.412 Aktien
Eigeninvestment gesamt 329.447 Aktien
Erwartete Bonusaktien 268.023 Aktien
Maximale Bonusaktien 576.532 Aktien
Beizulegender Zeitwert des Plans (TEUR) 11.240

1) Oder 12,5% , 25%, 50%, 75% davon.

27 LTI Plan und Aktienoptionspläne

Aktienoptionspläne 2004 - 2008

Auf Basis der Beschlüsse der jeweiligen Hauptversammlungen wurden seitens der Gesellschaft für den Vorstand und für einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte des Konzerns beginnend mit dem Jahr 2000 langfristige, erfolgsorientierte Entlohnungspläne aufgelegt. Danach werden dem angeführten Personenkreis unter der Voraussetzung eines Eigeninvestments Optionsrechte für den begünstigten Erwerb von OMV Aktien (bzw. Geldgegenwert) eingeräumt, sofern ein Anstieg im Aktienkurs von zumindest 15% erzielt wird (Planhürde Aktienkurs).

In den folgenden Darstellungen wurde der am 11. Juli 2005 vorgenommene Aktiensplit im Verhältnis 1:10 sowohl bei der Stückanzahl als auch bei den Werten berücksichtigt.

Zum Zeitpunkt der Gewährung stellten sich die Pläne wie folgt dar:

Wesentliche Bedingungen

Plan 2008 Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005 Plan 2004
Planbeginn 1.9.2008 1.9.2007 1.9.2006 1.9.2005 1.9.2004
Planende 31.8.2015 31.8.2014 31.8.2013 31.8.2012 31.8.2011
Sperrfrist 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre
Ausübungspreis Optionen EUR 47,550 EUR 47,850 EUR 45,190 EUR 34,700 EUR 16,368
Anzahl Optionen je Aktie Eigeninvestment 20 20 20 20 15
Voraussetzung für Planteilnahme
Eigeninvestment für Vorstände 1.136 Aktien 1) 1.230 Aktien 1) 1.242 Aktien 1) 2.390 Aktien 1) 3.980 Aktien 1)
Eigeninvestment andere Führungskräfte 379 Aktien 1) 410 Aktien 1) 414 Aktien 1) 800 Aktien 1) 1.330 Aktien 1)

Stückanzahl der eingeräumten Optionen

Mitglieder des Vorstands
Auli 2) 22.720 24.600 8.280 19.950
Davies 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Langanger 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Roiss 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Ruttenstorfer 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Vorstände gesamt 113.600 123.000 107.640 191.200 258.750
Andere Führungskräfte gesamt 428.280 440.760 360.220 532.000 484.350
Insgesamt eingeräumte Optionen 541.880 563.760 467.860 723.200 743.100
Planhürde: Aktienkurs in Höhe von EUR 54,680 EUR 55,030 EUR 51,970 EUR 39,910 EUR 18,823

1) Oder 25%, 50%, 75% davon.

2) Mitglied des Vorstands seit 1. Jänner 2007.

Zum Bilanzstichtag waren die Pläne 2004 und 2005 teilweise ausgeübt und die Pläne 2006 und 2007 teilweise retourniert. Zum 31. Dezember 2008 waren der Plan 2003 zur Gänze und die Pläne 2004 und 2005 teilweise ausgeübt.

Für die Aktienoptionspläne gelten weiters folgende Voraussetzungen und Bedingungen:

    1. Voraussetzung für die Teilnahme an den Aktienoptionsplänen ist ein Eigeninvestment, welches die Planteilnehmer am Planbeginn und während des ganzen Zeitraums bis zur Einlösung halten müssen.
    1. Die Aktienanzahl für das Eigeninvestment ergibt sich für alle Pläne aus dem genehmigten maximalen Eigeninvestment im Verhältnis zum mittleren Kurswert der Aktie des Monats Mai des Jahrs der Ausgabe. Es ist auch eine Ausübung von 25%, 50% bzw. 75% des maximalen Volumens möglich.
    1. Bei einem Verkauf von Aktien aus dem Eigeninvestment geht das Optionsrecht verloren. Die Optionen sind nicht übertragbar und verfallen bei Nichtausübung.
    1. Der Ausübungspreis ergibt sich aus dem mittleren Kurswert für den Zeitraum 20. Mai bis 20. August.
    1. Innerhalb der Ausübungsfrist können die Optionen bei Erreichung der Planhürden für den Plan 2004 jeweils in den 20 Handelstagen nach Veröffentlichung der Quartalsberichte (Ausübungsfenster) ausgeübt werden. Für die Pläne 2005–2008 sind die Ausübungsfenster jene Perioden, in denen die Ausübung nach den folgenden Grundsätzen nicht verboten ist. Die Ausübung ist verboten:
  • wenn der Ausübende über Insiderinformationen verfügt;
  • während der Sperrfristen nach der Emittenten-Compliance-Verordnung (sechs Wochen vor geplanter Veröf fentlichung des Jahresberichts, drei Wochen vor Veröffentlichung des Quartalsberichts, jede vom Compliance- Verantwortlichen in Einzelfällen festgesetzte Sperrfrist);
  • wenn der Vorstand die Ausübung auf die Dauer eines jeweils konkret vom Vorstand festgelegten Zeitraums untersagt.
    1. Das Eigeninvestment muss bei Ausübung nachgewiesen werden. Die Optionen können durch Kauf von Aktien oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis in Geldform oder in Form von Aktien ausgeübt werden, wenn der Kurswert der OMV Aktie zum Ausübungszeitpunkt um zumindest 15% über dem Ausübungspreis liegt.

Zusammenfassend entwickelten sich die Aktienoptionspläne in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 wie folgt:

Aktienoptionspläne

2009 2008
Anzahl Optionen Gewichteter Anzahl Optionen Gewichteter
durchschnittlicher durchschnittlicher
Ausübungspreis Ausübungspreis
in EUR in EUR
Optionen im Umlauf per 1.1. 2.122.390 42,288 1.905.850 37,163
Gewährte Optionen 541.880 47,550
Ausgeübte Optionen –18.180 16,368 –325.340 21,029
Retournierte Optionen –41.160 46,780
Ausstehende Optionen per 31.12. 2.063.050 42,426 2.122.390 42,288
Per Jahresende ausübbar 1) 155.310 16,368

1) Die Optionen für die Pläne 2005, 2006 und 2007 wären am Jahresende ausübbar gewesen, wenn der Aktienkurs die jeweilige Planhürde überschritten hätte. Die Optionen für die Pläne 2004, 2005 und 2006 wären am 31. Dezember 2008 ausübbar gewesen, vorausgesetzt der Aktienkurs hätte die jeweilige Planhürde überschritten.

In der Berichtsperiode wurden aus dem Plan 2004 insgesamt 18.180 Optionen ausgeübt. Die Ausübung erfolgte in allen Fällen durch Aktienkauf. Der gewichtete durchschnittliche Aktienpreis zum Ausübungszeitpunkt betrug 2009 EUR 28,908. 16.560 Optionen aus dem Plan 2006 und 24.600 Optionen aus dem Plan 2007 wurden von den Teilhabern retourniert. In Anbetracht der Planhürde betrug der innere Wert der zum 31. Dezember 2009 ausübbaren Optionen TEUR 2.226. (Am 31. Dezember 2009 lag der Aktienkurs unter den Planhürden der Pläne 2005, 2006, 2007 und 2008.)

Im Jahr 2008 wurden aus den Plänen 2003, 2004 und 2005 insgesamt 325.340 Optionen ausgeübt. Die Ausübung erfolgte in allen Fällen durch Abgeltung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis. Die Ausübung erfolgte für 42.000 Optionen durch den Kauf von Aktien. Der gewichtete durchschnittliche Aktienpreis zum Ausübungszeitpunkt betrug 2008 EUR 54,376. In Anbetracht der Planhürde betrug der innere Wert der zum 31. Dezember 2008 ausübbaren Optionen EUR 0. (Am 31. Dezember 2008 lag der Aktienkurs unter den Planhürden aller Pläne.)

Die ausgeübten Optionen verteilten sich auf den Teilnehmerkreis wie folgt:

Ausgeübte Optionen

Anzahl
ausgeübter
Optionen
2009
Gewichteter
durchschnitt
licher Aus
übungspreis
in EUR
Anzahl
ausgeübter
Optionen
2008
Gewichteter
durchschnitt
licher Aus
übungspreis
in EUR
Mitglieder des Vorstands
Auli 14.190 16,368
Davies 107.500 24,519
Langanger 42.000 10,404
Roiss 29.700 16,368
Ruttenstorfer 59.700 16,368
Vorstände gesamt 14.190 16,368 238.900 18,987
Andere Führungskräfte gesamt 3.990 16,368 86.440 26,672
Insgesamt ausgeübte Optionen 18.180 16,368 325.340 21,029

Die Vergütungen aus der Ausübung der Optionen entsprechen dem Wert der im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen zum Zeitpunkt der Ausübung und stellen sich wie folgt dar:

Vergütungen EUR 1.000
2009 2008
Plan 2003 1.711
Plan 2004 228 6.944
Plan 2005 2.194
Summe 228 10.849

Von den Vergütungen entfallen TEUR 181 (2008: TEUR 8.293) auf Vorstandsmitglieder und TEUR 47 (2008: TEUR 2.556) auf andere Führungskräfte.

Per 31. Dezember 2009 stellen sich die in Umlauf befindlichen Optionen der einzelnen Pläne wie folgt dar:

In Umlauf befindliche Optionen

Plan Ausübungs
preis in EUR
Anzahl
ausstehender
Optionen
Restlaufzeit
in Jahren
Per Jahresende
ausübbare
Optionen 1)
2004 16,368 155.310 1,7 155.310
2005 34,700 375.400 2,7
2006 45,190 451.300 3,7
2007 47,850 539.160 4,7
2008 47,550 541.880 5,7
Summe 2.063.050 155.310

1) Die Optionen für die Pläne 2005, 2006 und 2007 wären am Jahresende ausübbar gewesen, wenn der Aktienkurs die jeweilige Planhürde überschritten hätte.

Die Bewertung der Optionen erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die erwartete durchschnittliche Volatilität wurde auf Grund der Volatilität der vergangenen fünf Jahre ermittelt. Die Möglichkeit einer vorzeitigen Ausübung wurde bei der Festsetzung des risikofreien Zinssatzes berücksichtigt, der basierend auf Marktwerten zum Bilanzstichtag ermittelt wurde.

Der Marktwert per 31. Dezember 2009 bezieht sich auf die noch ausstehenden Optionen, während sich der Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung auf die gesamten begebenen Optionen bezieht. Unter der Annahme, dass die Bedingungen während der Ausübungsfrist erfüllt werden, ergeben sich nachfolgende Marktwerte der Aktienoptionspläne:

Bewertung per 31.12.2009

Plan 2008 Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005 Plan 2004
Marktwert Aktienoptionsplan in EUR 1.000 2.866 2.413 1.874 1.963 2.090
Berechnungsparameter
Marktpreis der Aktie in EUR 30,70 30,70 30,70 30,70 30,70
Risikofreier Zinssatz 2,310% 1,721% 1,721% 1,132% 1,132%
Laufzeit Optionen (inkl. Sperrfrist) 5,7 Jahre 4,7 Jahre 3,7 Jahre 2,7 Jahre 1,7 Jahre
Durchschnittliche Dividendenrendite 3,8% 3,8% 3,8% 3,8% 3,8%
Volatilität Aktienkurs 40% 40% 40% 40% 40%

Ausgehend von den Tageswerten der zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeübten Optionsrechte wird für künftige Ausübungen mittels einer Rückstellung vorgesorgt. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über die Sperrfrist von zwei Jahren verteilt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2009 belief sich auf TEUR 10.251 (2008: TEUR 8.836), die Nettodotierung im Berichtsjahr auf TEUR 1.414 (2008: Nettoauflösung TEUR 26.140).

Segmentberichterstattung

28 Geschäftsaktivitäten und Hauptmärkte

Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns sind zum Zweck der Unternehmenssteuerung in die drei operativen Geschäftsbereiche Exploration und Produktion (E&P), Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M), Gas und Power (G&P) sowie in das Segment Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) gegliedert. Jeder Bereich stellt eine strategische Einheit dar und bietet unterschiedliche Produkte auf verschiedenen Märkten an. Die Führung der Geschäftsbereiche erfolgt eigenständig. Strategische Entscheidungen bezüglich der Geschäftstätigkeit werden vom OMV Vorstand getroffen.

Die E&P-Aktivitäten bestehen aus der Suche, dem Finden und der Förderung von Erdöl und Erdgas und konzentrieren sich auf die sechs Kernregionen Mittel- und Osteuropa, Nordwesteuropa, Nordafrika, Mittlerer Osten, Australien/Neuseeland und Russland/Kaspische Region. Das geförderte Erdöl und Erdgas wird überwiegend konzernintern vermarktet.

Der Geschäftsbereich R&M betreibt die Raffinerien Schwechat (Österreich), Burghausen (Deutschland) sowie Arpechim und Petrobrazi (Rumänien) und hält einen at-equity konsolidierten 45%-Anteil am Raffinerieverbund Bayernoil (Deutschland). In diesen Raffinerien werden Erdöl und Erdgas zu Mineralölprodukten verarbeitet, die an Unternehmen und Privatpersonen verkauft werden. Der Vertrieb erfolgt unter anderem über ein eigenbetriebenes Tankstellennetz in Mittel- und Südosteuropa. Weiters hält OMV einen at-equity konsolidierten Anteil von 41,58% an Petrol Ofisi A.S., die ein Tankstellennetz in der Türkei betreibt.

Die Aktivitäten des G&P-Bereichs sind der Transit von Erdgas durch bzw. der Transport in Österreich, sowie die Speicherung, Vermarktung und der Handel von Erdgas. OMV ist der einzige Betreiber von Erdgasfernleitungen durch Österreich. Mit dem Geschäftsfeld Power wird die Gaswertschöpfungskette in Richtung Gaskraftwerke verlängert.

Die Konzernführung, Finanzierungs- und Versicherungsaktivitäten sowie gewisse Servicefunktionen sind im Geschäftsbereich Kb&S zusammengefasst.

Die zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße ist der Betriebserfolg (EBIT) entsprechend IFRS. In die Bewertung des Vermögens fließen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ein. Für die regionale Aufteilung externer Umsätze wird der Ort der Liefer- oder Leistungserfüllung herangezogen. Die im Konzernanhang erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze stimmen mit jenen der operativen Segmente überein. Innenumsätze und Kostenzuordnungen des Mutterunternehmens wurden nach internen Grundsätzen von OMV ermittelt. Der Vorstand ist der Meinung, dass die Verrechnungspreise für Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten den Marktpreisen entsprechen. Geschäftsfälle, die den operativen Bereichen nicht zuordenbar sind, werden mit der Ergebnisauswirkung in Kb&S ausgewiesen.

Segmentberichterstattung EUR Mio
-------------------------- ---------
29 Segmentbericht
erstattung
E&P R&M G&P Kb&S Summe Konso
lidierung
Konzern
abschluss
2009
Segmentumsätze 1) 3.797,24 13.900,41 3.273,03 348,57 21.319,24 –3.401,98 17.917,27
Segmentumsätze mit anderen
Segmenten –2.965,13 –25,60 –67,89 –343,35 –3.401,98 3.401,98
Segmentumsätze mit Dritten 832,11 13.874,80 3.205,14 5,21 17.917,27 17.917,27
Vermögen 2) 6.818,90 4.213,41 889,46 261,02 12.182,80 12.182,80
Investitionen SAV/IV 1.489,27 346,29 241,37 126,47 2.203,40 2.203,40
Planmäßige Abschreibungen 633,71 360,16 26,56 48,49 1.068,91 1.068,91
Wertminderungen 166,32 86,08 1,68 0,86 254,94 254,94
2008
Segmentumsätze 1) 5.089,10 20.883,36 3.798,34 367,55 30.138,35 –4.595,75 25.542,60
Segmentumsätze mit anderen
Segmenten –4.065,95 –46,10 –123,24 –360,46 –4.595,75 4.595,75
Segmentumsätze mit Dritten 1.023,15 20.837,26 3.675,10 7,09 25.542,60 25.542,60
Vermögen 2) 6.219,23 4.383,63 438,87 187,21 11.228,95 11.228,95
Investitionen SAV/IV 2.632,96 834,35 149,52 82,36 3.699,19 3.699,19
Planmäßige Abschreibungen 490,60 356,18 24,78 43,78 915,34 915,34
Wertminderungen 162,43 201,97 11,63 1,51 377,54 377,54

1) Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten.

2) Immaterielle Vermögenswerte (IV) und Sachanlagen (SAV).

Segment- und Konzernergebnis EUR Mio
2009 2008
EBIT E&P 1) 1.449,97 2.273,67
EBIT R&M –142,77 –105,47
EBIT G&P 235,05 244,64
EBIT Kb&S –91,06 –110,51
EBIT Segment Summe 1.451,19 2.302,33
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung –41,31 37,34
OMV Konzern EBIT 1.409,88 2.339,66
Finanzerfolg –228,05 –30,58
OMV Konzern Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.181,83 2.309,08

1) Exklusive Zwischengewinneliminierung.

Informationen über geografische Bereiche EUR Mio

Öster-
reich
Deutsch-
land
Rumä-
nien
Übriges
MOE3)
Übriges
Europa
Übrige
Welt 4)
Summe
2009
Umsätze mit Dritten 6.101,03 3.621,95 3.087,52 2.753,42 974,77 1.378,58 17.917,27
Vermögen 1) 2.878,44 1.020,53 4.713,11 943,93 564,99 2.061,79 12.182,80
2008
Umsätze mit Dritten 2) 8.179,14 5.463,05 4.415,54 4.331,20 1.322,64 1.831,03 25.542,60
Vermögen 1) 2.690,11 1.026,31 4.491,61 1.000,02 295,56 1.725,34 11.228,95

1) Immaterielle Vermögenswerte (IV) und Sachanlagen (SAV).

2) Vorjahrswerte wurden angepasst.

3) Übriges Mittel- und Osteuropa (MOE).

4) Übrige Welt: Im Wesentlichen Australien, Jemen, Kasachstan, Libyen, Neuseeland, Pakistan, Tunesien.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer 1)
2009 2008
OMV Konzern ohne Petrom Gruppe 5.718 5.639
Petrom Gruppe 31.767 35.605
Gesamtkonzern 37.485 41.243

1) Berechnet als Durchschnitt der Monatsendstände an Arbeitnehmern in 2009.

Die Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des Netzwerks im Sinne des § 271b UGB), setzen sich wie folgt zusammen:

Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des Netzwerks)
2009 2008
Konzern- und Jahresabschlussprüfung 1) 2.504 2.990
Sonstige Bestätigungsleistungen 1.319 507
Steuerberatungsleistungen 32 55
Sonstige Beratungsleistungen 620 762
Gesamt 4.476 4.313

1) Inklusive Veränderungen von Vorjahren.

In 2009 wurden folgende Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer, Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH erfasst: für die Konzern- und Jahresabschlussprüfung TEUR 644 (2008: TEUR 663), für sonstige Bestätigungsleistungen TEUR 1.187 (2008: TEUR 357), für Steuerberatungsleistungen TEUR 20 (2008: TEUR 7) und für sonstige Beratungsleistungen TEUR 111 (2008: TEUR 207).

Gemäß IAS 24 muss OMV Beziehungen zu nahe stehenden Personen sowie nahe stehenden, nicht konsolidierten Unternehmen (Related Parties) offen legen. Unternehmen und Personen gelten als nahe stehend, wenn ein Beherrschungsverhältnis oder maßgeblicher Einfluss vorliegt. 32 Related Parties

Mit den at-equity bewerteten Unternehmen Borealis AG und Petrol Ofisi A.S. bestanden im Berichtsjahr folgende, zu fremdüblichen Marktpreisen erfolgte, Liefer- und Leistungsbeziehungen:

Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen EUR 1.000
2009 2008
Umsätze Forderungen Umsätze Forderungen
Borealis AG 986.555 102.320 1.488.600 125.242
Oberösterreichische Ferngas AG 1) 2.437
Petrol Ofisi A.S. 4 3.185
Gesamt 986.559 102.320 1.494.222 125.242

1) Bis zu den Umstrukturierungsmaßnahmen Ende Juni 2008.

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH in Höhe von TEUR 62.249 (2008: TEUR 59.119).

30 Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer

31 Aufwendungen Konzernabschlussprüfer

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Ausleihungen: gegenüber der Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH in Höhe von TEUR 298.800 (2008: TEUR 294.750), gegenüber der IOB Holdings A/S in Höhe von TEUR 36.093 (2008: TEUR 35.975) und gegenüber Pearl Petroleum Company Limited in Höhe von TEUR 47.491 (2008: EUR 0).

Die Vorstandsbezüge (ohne Aktienoptionspläne) der OMV Aktiengesellschaft verteilen sich wie folgt:

Vorstandsbezüge EUR 1.000
2009 Auli Davies Langanger Roiss Ruttenstorfer Summe
Fixe Bezüge für 2009 574 648 583 681 779 3.265
Variable Bezüge (für 2008) 825 931 931 1.081 1.232 5.001
Pensionskassenbeiträge 126 245 455 341 574 1.739
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz 8 10 9 9 9 45
Summe 1.533 1.835 1.978 2.112 2.593 10.051
2008
Fixe Bezüge für 2008 452 572 507 593 679 2.803
Variable Bezüge (für 2007) 625 1.044 1.044 1.203 1.362 5.277
Pensionskassenbeiträge 96 222 338 270 444 1.371
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz 8 9 8 8 8 42
Summe 1.181 1.848 1.897 2.073 2.494 9.493

Details zu den Aktienoptionsplänen sind in Anhangangabe 27 dargestellt.

Die Vorstandsmitglieder und die Mitglieder des Aufsichtsrats sind auch im Rahmen der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. In diesen beiden Fällen ist auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter versichert und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands sowie ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 1.109 (2008: TEUR 1.071).

Die Gesamtaufwendungen (exklusive Aktienoptionspläne) für 38 Executives (ohne Vorstandsmitglieder; 2008: 39) betrugen TEUR 16.366 (2008: TEUR 13.485). Davon entfallen auf kurzfristige Leistungen wie Gehälter, abgegrenzte Verbindlichkeiten für nicht konsumierte Urlaube und Prämien TEUR 13.672 (2008: TEUR 11.134) und TEUR 1.118 (2008: TEUR 1.027) auf Aufwendungen für die Altersvorsorge. Für Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Dienstverhältnissen fiel ein Aufwand in Höhe von TEUR 1.547 (2008: TEUR 1.264) an; die sonstigen langfristigen Vergütungen beliefen sich auf TEUR 29 (2008: TEUR 60). Anhangangabe 27 enthält Details zu den Aktienoptionsplänen.

An Aufsichtsratsvergütungen wurden in 2009 TEUR 386 aufgewendet (2008: TEUR 383).

Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG gehört zu jenen Unternehmen, an denen ein Mitglied des Aufsichtsrats ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat (§ 95 Abs. 5 Ziff. 12 AktienG); sie zählt zu den wichtigsten Bankpartnern des OMV Konzerns, ist aber im Transaktionsvolumen nicht führend.

Obergesell Anteil der Konso
schaft Obergesell lidierungs
schaft am art 1)
Kapital in %
Exploration und Produktion
"Artamira" LLC, Saratov RING 100,00 VK
"Chalykneft" OJSC, Saratov RING 100,00 VK
"KARneft" OJSC, Saratov RING 100,00 VK
KOM MUNAI LLP, Aktau PETROM 95,00 VK
Korned LLP, Algabas PETROM 100,00 VK
"Management Company 'CorSarNeft' " LLC, Moskau RING 100,00 VK
"Neftepoisk" LLC, Saratov RING 100,00 VK
"Oil Company 'RENATA' " LLC, Usinsk RING 100,00 VK
OMV (ALBANIEN) Adriatic Sea Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Sydney OMV AG 100,00 VK
OMV Austria Exploration & Production GmbH, Wien (OEPA) OMVEP 100,00 VK
OMV (BAYERN) Exploration GmbH, Wien OEPA 100,00 VK
OMV Bina Bawi GmbH, Wien PETEX 100,00 V0
OMV (EGYPT) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (EGYPT) Oil & Gas Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV (E&P) Upstream GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV Exploration & Production GmbH, Wien (OMVEP) OMV AG 100,00 VK
OMV EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas OMVEP 100,00 VK
OMV (FAROE ISLANDS) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Global Oil & Gas GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV (IRAN) onshore Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (IRELAND) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (IRELAND) Killala Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV New Zealand Limited, Wellington (NZEA) OMVEP 100,00 VK
OMV (NORGE) AS, Stavanger OMVEP 100,00 VK
OMV OF LIBYA LIMITED, Douglas OMVEP 100,00 VK
OMV Oil and Gas Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Oil Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Oil Production GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (PAKISTAN) Exploration Gesellschaft m.b.H., Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Petroleum Exploration GmbH, Wien (PETEX) OMVEP 100,00 VK
OMV Proterra GmbH, Wien OEPA 100,00 V0
OMV Rovi GmbH, Wien PETEX 100,00 V0
OMV Sarta GmbH, Wien PETEX 100,00 V0
OMV (SLOVAKIA) Exploration GmbH, Wien OEPA 100,00 VK
OMV (Tunesien) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (Tunesien) Production GmbH, Wien (OTNPR) OMVEP 100,00 VK
OMV (TUNESIEN) Sidi Mansour GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (U.K.) Limited, London OMVEP 100,00 VK
OMV Upstream International GmbH, Wien (OUPI) OMVEP 100,00 VK
OMV (YEMEN) Al Mabar Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (Yemen Block S 2) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (YEMEN) South Sanau Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
Pearl Petroleum Company Limited, Road Town 2) OUPI 10,00 AE

33 Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mind. 20% am 31. Dezember 2009 (Fs.)

Obergesell Anteil der Konso
schaft Obergesell lidierungs
schaft am art 1)
Kapital in %
PEI Venezuela Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf OMVEP 100,00 VK
Petroleum Infrastructure Limited, Wellington NZEA 100,00 VK
PETROM EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas PETROM 50,00 V0
Preussag Energie International GmbH, Burghausen OMVEP 100,00 VK
RING OIL HOLDING & TRADING LTD, Nicosia (RING) PETROM 74,90 VK
"Saratovneftedobycha" CJSC, Saratov RING 100,00 VK
Société de Recherches et d'Exploitation des Pétroles en Tunisie, Tunis OTNPR 50,00 S0
TASBULAT OIL CORPORATION LLP, Aktau PETROM 100,00 VK
Thyna Petroleum Services S.A., Sfax OTNPR 50,00 S0
Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC, Abu Dhabi OMVRM 25,00 S0
Adria-Wien Pipeline GmbH, Klagenfurt OMVRM 76,00 VK
Aircraft Refuelling Company GmbH, Wien OMVRM 33,33 S0
Autobahn - Betriebe Gesellschaft m.b.H., Wien OMVRM 47,19 S0
Avanti d.o.o., Zagreb OHRVAT 30,00 S0
AVIATION PETROLEUM SRL, Bukarest PETAV 100,00 VK
BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH, Vohburg OMVD 45,00 AE
Borealis AG, Wien OMVRM 32,67
OMV AG 3,33 AE
BRAZI OIL & ANGHELESCU PROD COM SRL, Brazi PETROM 37,70 S0
BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH, Wien OMVRM 26,00 S0
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH, München OMVD 25,00 AE
DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft., Budapest OHUN 48,28 S0
EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG, München OMVD 21,95 AE
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach OMVRM 55,60 AE 1)
FONTEGAS PECO MEHEDINTI SA, Simian PETROM 37,40 S0
FRANCIZA PETROM 2001 SA, Piteşti PETROM 40,00 S0
GENOL Gesellschaft m.b.H., Wien OMVRM 29,00 S0
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co, Wien OMVRM 29,00 AE
Heating Innovations Austria GmbH, Wien OMVRM 50,00 AE
ICS PETROM MOLDOVA SA, Chisinau PETROM 100,00 VK
M.P. PETROLEUM DISTRIBUTIE SRL, Bukarest PETROM 95,00
ROMAN 5,00 VK
OMV BH d.o.o., Sarajevo VIVTS 100,00 VK
OMV BULGARIA OOD, Sofia PETROM 99,90
OMVRM 0,10 VK
OMV Česká republika, s.r.o., Prag VIVTS 100,00 VK
OMV Deutschland GmbH, Burghausen (OMVD) OMVRM 90,00
OMV AG 10,00 VK
OMV Hrvatska d.o.o., Zagreb (OHRVAT) VIVTS 100,00 VK
OMV Hungária Ásványolaj Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest (OHUN) VIVTS 100,00 VK
OMV - International Services Ges.m.b.H., Wien OMVRM 100,00 VK
OMV Italia S.r.l., Bozen OMVRM 100,00 VK
OMV Refining & Marketing GmbH, Wien (OMVRM) OMV AG 100,00 VK
Obergesell Anteil der Konso
schaft Obergesell lidierungs
schaft am art 1)
Kapital in %
OMV ROMANIA MINERALOEL SRL, Bukarest (ROMAN) PETROM 99,90
OMVRM 0,10 VK
OMV SLOVENIJA trgovina z nafto in naftnimi derivati, d.o.o., Koper VIVTS 92,25 VK
OMV Slovensko s.r.o., Bratislava VIVTS 100,00 VK
OMV SRBIJA d.o.o., Belgrad PETROM 99,90
OMVRM 0,10 VK
OMV Supply & Trading AG, Zug OMVRM 100,00 VK
OMV TRADING SERVICES LIMITED, London OMVRM 100,00 V0
OMV-VIVA Kereskedelmi és Szolgáltatató Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest OHUN 96,67 V0
OMV Wärme VertriebsgmbH, Wien OMVRM 100,00 VK
PETROCHEMICALS ARGES SRL, Piteşti PETROM 95,00 V0
Petrol Ofisi A.S., Istanbul OMV AG 41,58 AE
PETROM AVIATION SA, Otopeni PETROM 95,63 VK
PETROM LPG SA, Bukarest PETROM 99,99 VK
PETROM NADLAC SRL, Nadlac PETROM 98,51 V0
POLIFLEX SRL, Ploiesti PETROM 96,84 V0
Routex B.V., Amsterdam OMVRM 20,00 S0
SIOT Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A., Triest OMVRM 25,00 AE
SuperShop Marketing GmbH, Budapest OHUN 50,00 S0
TGN Tankdienst-Gesellschaft Nürnberg GbR, Nürnberg OMVD 33,33 S0
Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H., Matrei in Osttirol OMVRM 25,00 AE
TRANS GAS SERVICES SRL, Bukarest PETROM 80,00 V0
VIVA International Marketing- und Handels-GmbH, Wien (VIVTS) OMVRM 100,00 VK
Gas und Power
ADRIA LNG d.o.o., Zagreb OGI 32,47 S0
ADRIA LNG STUDY COMPANY LIMITED, Valletta OGI 28,37 S0
AGCS Gas Clearing and Settlement AG, Wien OGG 23,13 S0
AGGM Austrian Gas Grid Management AG, Wien OGG 100,00 VK
Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H., Wien OGG 51,00 VK
Borasco Elektrik Toptan Satiş A.S., Istanbul BORASC 99,60 S0
Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul (BORASC) OPI 99,96
OMV AG 0,01
OGI 0,01
GASTR 0,01
SNO 0,01 VK
Caspian Energy Company Limited, London OGI 50,00 S0
Central European Gas Hub AG, Wien OGI 100,00 VK
CONGAZ SA, Constanţa PETROM 28,59 AE
DC Hidro Enerji Üretim A.S., Istanbul OPI 70,00 S0
EconGas Deutschland GmbH, Regensburg ECOGAS 100,00 VK
EconGas GmbH, Wien (ECOGAS) OGI 50,00
EGBV 14,25 VK
EconGas Hungária Földgázkereskedelmi Kft., Budapest ECOGAS 100,00 VK
EconGas Italia S.r.l, Mailand ECOGAS 100,00 VK
EGBV Beteiligungsverwaltung GmbH, Linz (EGBV) OGI 65,00 VK

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mind. 20% am 31. Dezember 2009 (Fs.)

Obergesell Anteil der Konso
schaft Obergesell lidierungs
schaft am art 1)
Kapital in %
Enerco Enerji Sanayi Ve Ticaret A.S., Istanbul OGI 40,00 AE
Freya Pipeline GmbH & Co. KG, Bonn OGI 40,00 AE
OMV Gas Adria d.o.o., Zagreb OGI 100,00 V0
OMV Gas Germany GmbH, Düsseldorf OGG 100,00 VK
OMV Gas GmbH, Wien (OGG) OGI 99,99
OMV AG 0,01 VK
OMV Gas & Power, Wien (OGI) OMV AG 100,00 VK
OMV Gas Storage Germany GmbH, Köln OGI 100,00 VK
OMV Gaz Ve Enerji Limited Şirketi, Istanbul (GASTR) OGI 99,00
OPI 1,00 VK
OMV Kraftwerk Haiming GmbH, Haiming OPI 100,00 VK
OMV Power International GmbH, Wien (OPI) OGI 100,00 VK
PETROM DISTRIBUTIE GAZE SRL, Bukarest PETROM 99,99 VK
PETROM GAS SRL, Bukarest PETROM 100,00 VK
Konzernbereich und Sonstiges
Amical Insurance Limited, Douglas (AMIC) OMV AG 100,00 VK
ASOCIATIA ROMANA PENTRU RELATIA CU INVESTITORII, Bukarest PETROM 20,00 S0
Diramic Insurance Limited, Gibraltar AMIC 100,00 VK
Kompetenz- und Informationszentrum für Humanvermögen und interdisziplinäre
Arbeits- und Unternehmensforschung GmbH, Klosterneuburg SNO 24,44 S0
OMV Clearing und Treasury GmbH, Wien (OCTS) SNO 100,00 VK
OMV ENERJİ HOLDİNG ANONİM ŞİRKETİ, Istanbul OMV AG 99,96
OCTS 0,01
OGI 0,01
OMVEP 0,01
OMVRM 0,01 V0
OMV FINANCE LIMITED, Douglas OMV AG 100,00 VK
OMV Future Energy Fund GmbH, Wien OMV AG 100,00 VK
OMV Insurance Broker GmbH, Wien OMV AG 100,00 VK
OMV Solutions GmbH, Wien (SNO) OMV AG 100,00 VK
PETROMED SOLUTIONS SRL, Bukarest PETROM 99,99 V0
students4excellence GmbH, Wien OMV AG 20,00 S0
VA OMV Personalholding GmbH, Linz SNO 50,00 S0
Petrom
PETROM SA, Bukarest (PETROM) 3) OMV AG 51,01 VK

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mind. 20% am 31. Dezember 2009 (Fs.)

1) Konsolidierungsart:

VK Verbundene einbezogene Unternehmen.

AE Assoziierte at-equity bewertete Unternehmen.

AE 1) Trotz Anteilsmehrheit keine Einbeziehung, da ein Beherrschungsverhältnis nicht vorliegt.

V0 Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen; Firmenmäntel und Vertriebsorganisationen, die einzeln und gesamt betrachtet für die Aussagekraft des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung sind.

S0 Sonstige nicht konsolidierte Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet; assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist.

2) Assoziierte at-equity bewertete Unternehmen sind in dieser Liste auch dann enthalten, wenn der Anteil von OMV an ihnen unter 20% liegt.

3) In der Segmentberichterstattung wird Petrom SA den jeweiligen Segmenten zugeordnet.

Bei den nicht in den Vollkonsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen handelt es sich überwiegend um Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen sowie um Vertriebsgesellschaften, wobei deren Umsatzvolumina, Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und deren Eigenkapital insgesamt unter 2% der Konzernwerte liegen.

Land Feldname Lizenz/Block Anteil in %
Großbritannien Beryl 9/13a 5,00
Großbritannien Beryl 9/13a,b,c 5,00
Großbritannien Boa 9/15a 13,62
Großbritannien Buckland 9/18a 3,17
Großbritannien Howe 22/12a North 20,00
Großbritannien Jade 30/2c 5,57
Großbritannien Maclure 9/19 1,67
Großbritannien Ness & Ness South 9/13a, 9/13b 5,00
Großbritannien Nevis Central 9/13a 5,00
Großbritannien Nevis South 9/13a, 9/12a 3,25
Großbritannien Schiehallion 204/25a 5,88
Großbritannien Skene 9/19 3,49
Jemen Al Uqlah Block S2 44,00
Libyen C103 Area 90/106 3,00
Libyen El Shararah NC115 3,90
Libyen Nafoora Augila Area 91 2,50
Libyen NC186 NC186 2,88
Libyen Shatirah NC163 17,85
Libyen 74/29 Area 70/71/87/103/104/119 3,00
Neuseeland Maari PMP 38160 69,00
Neuseeland Maui PML 381012 10,00
Neuseeland Pohokura PMP 38154 26,00
Pakistan Miano 17,68
Pakistan Sawan 19,74
Tunesien Ashtart 50,00
Tunesien Cercina 49,00
Tunesien El Hajeb/Guebiba 49,00
Tunesien Gremda/El Ain 49,00
Tunesien Rhemoura 49,00

Maßgebliche Joint Ventures 1) der Öl- und Gasproduktion des OMV Konzerns

1) Joint Ventures mit reinen Explorationsaktivitäten bzw. jene mit noch nicht fördernden Funden wurden in der Tabelle nicht berücksichtigt.

in %
verpflichtung
verpflichtung
verpflichtung
2010
2011–2013
nach 2013
in USD
in USD
in USD
Australien
EP–409
50,00
20.000
75.000
20.000
Australien
WA–290-P
40,00
30.000


Australien
WA–362-P
30,00
2.760.000


Australien
WA–363-P
30,00
7.240.000
20.000.000

Australien
WA–386-P
30,00
30.000


Australien
WA–387-P
30,00
50.000


Großbritannien
Bardolino
22/13a
38,00
15.545.000


Großbritannien
Beryl
9/13a
5,00
3.481.000


Großbritannien
Schiehallion
204/25a
5,88
389.000


Großbritannien
West of Shetland
213/22, 23, 28
20,00
7.000.000


Großbritannien
West of Shetland
217/10, 14, 15
20,00
10.000.000


Irland
3/05
50,00
10.000.000


Jemen
Al Mabar
Block 2
87,50

8.000.000

Jemen
Al Uqlah
Block S2
44,00
72.092.370
38.818.968

Jemen
South Sanau
Block 29
43,75
437.500
6.125.000

Libyen
C102
Area 91
25,00

4.250.000

Libyen
C103 (Exploration)
Area 90/106
25,00

5.000.000

Libyen
C103 (Produktion)
Area 90/106
3,00
11.500.000


Libyen
El Shararah (Exploration)
NC115
30,00

21.240.000

Libyen
El Shararah (Produktion)
NC115
3,90
11.250.000


Libyen
Nafoora Augila
Area 91
2,50
35.000.000


Libyen
NC186 (Exploration)
NC186
24,00

7.776.000

Libyen
NC186 (Produktion)
NC186
2,88
51.000.000


Libyen
NC 74/29/C103
25,00

5.500.000

Libyen
74/29 (Exploration)
Area 70/71/87/103/104/119
25,00

31.250.000

Libyen
74/29 (Produktion)
Area 70/71/87/103/104/119
3,00
3.500.000


Neuseeland
Kora
PEP 38485
33,34
135.007
135.007

Neuseeland
Maari
PMP 38160
69,00
1.746
1.746

Neuseeland
Manaia
PMP 38413
69,00
2.898.247


Neuseeland
Maui
PML 381012
10,00
5.812
5.812

Neuseeland
Maui Ruru protection
PEP 381203
10,00
135.007


Neuseeland
Okoki
PEP 38459
26,00
135.007
135.007

Neuseeland
Pohokura
PMP 38154
26,00
3.000
3.000

Neuseeland
Western Platform
PEP 38401
21,25
2.970.163
135.007

Neuseeland
Western Platform
PEP 38481
31,25
135.007
135.007

Neuseeland
PEP 50119
36,00
1.125.062
652.536

Neuseeland
PEP 50120
36,00
1.125.062
652.536

Neuseeland
PEP 50121
36,00
1.125.062
652.536

Norwegen
Barents Sea
PL 529
20,00

11.000.000

Norwegen
Barents Sea
PL 537
40,00

41.000.000

Norwegen
North Sea
PL 301CS
30,00

36.000.000

Norwegen
North Sea
PL 419
30,00
16.000.000


Norwegen
Norwegian Sea
PL 471
50,00

43.000.000
Land Feldname Lizenz/Block Anteil Kapital Kapital Kapital

OMV Kapitalverpflichtungen der Joint Ventures im Bereich Exploration und Produktion

OMV Kapitalverpflichtungen der Joint Ventures im Bereich Exploration und Produktion (Fs.)

Land Feldname Lizenz/Block Anteil Kapital Kapital Kapital
in % verpflichtung verpflichtung verpflichtung
2010 2011–2013 nach 2013
in USD in USD in USD
Pakistan Barkhan 15,00 1.086.000 1.194.000
Pakistan Gambat 35,00 1.105.200
Pakistan Hanna 20,00 997.000
Pakistan Harnai 20,00 1.608.000
Pakistan Kalat 30,00 316.000 59.000
Pakistan Latif 33,40 1.002.000
Pakistan Sawan 19,74 3.439.552
Slowakei Husky1 50,00 15.217.803
Tunesien Jenein Sud 100,00 8.500.000
Tunesien Sidi Mansour 100,00 3.000.000 2.000.000 2.000.000

Joint Ventures im Bereich Exploration und Produktion

Folgende Tabelle zeigt die Eckdaten zu jenen Unternehmen, deren Bilanz- sowie Gewinn- und Verlustrechnungspositionen sich zu einem überwiegenden Teil aus Joint Ventures zusammensetzen:

Eckdaten der anteilig in den Konzernabschluss einbezogenen Joint Ventures EUR 1.000
2009 2008
Umlaufvermögen 555.544 651.161
Anlagevermögen 2.222.335 1.888.417
Kurzfristige Verbindlichkeiten 834.768 727.441
Langfristige Verbindlichkeiten 1.047.861 1.029.901
Nettoumsatz 1.202.952 1.728.285
Betriebserfolg (EBIT) 532.339 1.046.801
Jahresüberschuss 183.087 509.829

Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)

34 Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)

Die folgenden Tabellen stellen eine Zusatzinformation hinsichtlich der Öl- und Gasaktivitäten des Konzerns dar. Da dieser Themenbereich unter IFRS nicht detailliert geregelt ist, hat der Konzern beschlossen, jene Daten freiwillig zu veröffentlichen, die gemäß der ASC 932 vorgeschrieben sind, würde nach US GAAP berichtet werden, mit Ausnahme der regionalen Gliederung von Petrom, welche entsprechend der internen Berichtsstruktur vorgenommen wird. Im Jahr 2009 wurden die zuvor angewandten SFAS 19 und SFAS 69 in ASC 932 zusammengefasst, die zur maßgeblichen Quelle der allgemein anerkannten Grundsätze der Rechnungslegung wurde. ASC 932 wurde zur Abstimmung an die Anforderungen der finalen Richtlinie "Modernization of the Oil and Gas Reporting" (the Final Rule) der Securities and Exchange Commission (SEC) modifiziert. Die Adaptierungen umfassten unter anderem Änderungen in der Definition und Bewertung von Reservenmengen und Bestimmungen für die Offenlegung von Investitionen nach der Equitymethode (siehe Anhangangabe 33). Die Auswirkungen der Modifizierungen auf sichere Reserven und auf das Jahresergebnis waren nicht signifikant (siehe Anhangangabe 3 o). "Standardisierte Berechnungen des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows" sind hingegen stark von der Änderung auf den Durchschnittspreis der Periode 2009 beeinflusst, während für die Jahre 2007 und 2008 der volatilere Jahresendpreis verwendet wurde. Im Jahr 2009 befand sich der Durchschnittspreis 22% unter dem Jahresendpreis 2009 und 65% über dem Jahresendpreis 2008.

Sofern sich die nachfolgenden Zusatzangaben auf Jahresabschlussinformationen beziehen, beruhen diese auf den Daten des IFRS Konzernabschlusses.

Im Jahr 2009 erwarb OMV einen 10%-Anteil an Pearl Petroleum Limited, welcher als Investition nach der Equitymethode bewertet wird. Auf Grund des Frühstadiums der Investition sind die neuen voll umfassenden Offenlegungs-Richtlinien gemäß ASC 932 vorläufig nicht dargestellt.

Die einzelnen Länder werden in Regionen zusammengefasst, in denen sich folgende Länder befinden:

Petrom: Rumänien, Kasachstan, Russland
Übriges Europa: Albanien, Bulgarien, Deutschland, Färöer Inseln, Großbritannien, Irland, Norwegen,
Slowakei (seit 2008)
Nordafrika: Libyen, Tunesien, Ägypten (seit 2008)
Mittlerer Osten: Iran, Jemen, Region Kurdistan im Irak, Pakistan
Ozeanien: Australien, Neuseeland
Südamerika: Venezuela

Die Vermögenswerte und Ergebnisse von Petrom (OMV Anteil 51%, im Konzernabschluss vollkonsolidiert) sind zu 100% dargestellt.

a) Aktivierte Kosten

Die aktivierten Kosten umfassen die Summe des aktivierten Öl- und Gasvermögens einschließlich sonstiges immaterielles Vermögen und Sachanlagen wie Grundvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Konzessionen, Lizenzen, Rechte.

Aktivierte Kosten EUR 1.000
2009 2008 2007
Öl- und Gasvermögen ohne sichere Reserven 1) 868.212 847.951 479.981
Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven 2) 9.489.056 8.243.254 5.743.058
Gesamt 10.357.268 9.091.204 6.223.039
Kumulierte Abschreibung –3.647.448 –3.009.777 –2.518.392
Aktivierte Kosten (abzüglich Abschreibung) 3) 6.709.820 6.081.427 3.704.647

1) 2009 enthält die aktivierten Kosten des erworbenen Feldes Kultuk in Kasachstan.

2) Die australischen Felder Jabiru und Challis wurden 2009 verkauft.

3) 2008 wurden Signature Boni und Ausgleichszahlungen für die Verlängerung der Lizenzen in Libyen aktiviert (EUR 485 Mio).

2008 wurden in Neuseeland, Asset Maari, aktivierte Kosten um Stand-by fees für das FPSO und Drilling Rig in Höhe von EUR 28 Mio reduziert und aufwandswirksam verbucht.

Das britische Feld Dunlin wurde 2008 verkauft

2007 enthalten die aktivierten Kosten EUR 14 Mio aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen in Großbritannien.

b) Kosten der Periode

Die Kosten der Periode umfassen alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Anschaffung, Exploration und Entwicklung von Öl- und Gasvorkommen anfallen, unabhängig davon, ob diese Kosten aktiviert werden oder Aufwand der laufenden Periode sind. Kosten, die in Fremdwährungen angefallen sind, werden mit den Jahresdurchschnittskursen konvertiert.

Kosten der Periode EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges
Europa
Nord
afrika
Mittlerer
Osten
Ozeanien Süd
amerika
Summe
2009
Anschaffungskosten für
sichere Reserven 1)
1.195 1.195
Anschaffungskosten für
nicht sichere Reserven 2)
9.356 9.356
Rekultivierungskosten 9.487 6.137 15.624
Explorationskosten 3), 4) 8.278 54.041 47.769 64.690 30.293 3.137 208.207
Entwicklungskosten 119.377 686.061 47.624 73.143 63.605 99.126 1.088.936
Kosten der Periode 137.141 755.594 95.393 139.029 93.899 102.262 1.323.319
2008
Anschaffungskosten für
sichere Reserven 1)
461.419 461.419
Anschaffungskosten für
nicht sichere Reserven
Rekultivierungskosten 7.686 1.532 9.218
Explorationskosten 3) 25.794 183.634 50.322 93.217 25.406 9.219 387.590
Entwicklungskosten 5) 247.537 1.275.351 61.302 68.979 69.428 117.282 1.839.879
Kosten der Periode 281.016 1.460.517 111.624 623.615 94.834 126.500 2.698.106
Kosten der Periode EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges
Europa
Nord
afrika
Mittlerer
Osten
Ozeanien Süd
amerika
Summe
2007
Anschaffungskosten für
sichere Reserven
Anschaffungskosten für
nicht sichere Reserven
Rekultivierungskosten 7.480 234 7.714
Explorationskosten 13.527 160.218 54.189 17.093 53.401 32.862 331.289
Entwicklungskosten 5) 214.979 782.839 66.470 58.872 30.376 92.346 1.245.883
Kosten der Periode 235.987 943.057 120.659 76.199 83.777 125.208 1.584.887

1) Der Wert entspricht dem Signature Bonus und der Ausgleichszahlung für die Verlängerung der Lizenzen in Libyen.

2) Der Wert entspricht dem Kaufpreis des Feldes Kultuk in Kasachstan.

3) Exploration Norwegen ist vermindert um 78% der abzugsfähigen Explorationskosten.

4) Zusätzlich zu den gesamten Explorationskosten fielen Appraisalausgaben in Höhe von EUR 35 Mio an. 5) Der Erwerb der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice ist 2008 in den Entwicklungskosten inkludiert.

In 2007 enthielt diese Position EUR 14 Mio aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen in Großbritannien.

c) Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion

Die folgende Tabelle stellt Erträge und Aufwendungen dar, die direkt im Zusammenhang mit der Öl- und Gasproduktion anfallen. Das Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion entspricht nicht dem Ergebnis des Bereichs, da Zinsen, allgemeine Verwaltungskosten und andere Aufwendungen nicht enthalten sind. Die Ertragsteuer wird nach Berücksichtigung von Investitionsbegünstigungen und Verlustvorträgen und unter Anwendung des lokalen Steuersatzes hypothetisch errechnet.

Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion
EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges Nord Mittlerer Ozeanien Süd Summe
Europa afrika Osten amerika
2009
Umsatz mit Dritten 33.442 154.092 63.879 327.783 83.197 129.034 791.427
Konzerninterner Umsatz 532.843 1.779.341 2.982 285.592 86.590 157.726 2.845.074
Ergebnis aus
Anlagenverkäufen 1) 643 –1.689 12 28 9.159 8.153
566.927 1.931.744 66.862 613.387 169.815 295.919 3.644.654
Produktionsaufwand –102.566 –750.483 –34.840 –47.354 –27.758 –34.957 –997.958
Förderzinsabgaben –58.066 –135.225 –1.990 –31.495 –226.776
Explorationsaufwand –7.817 –67.257 –45.800 –85.525 –18.067 –6.171 –230.636
Abschreibungen und
Wertminderungen 2) –78.389 –333.715 –43.441 –79.436 –31.697 –94.606 –661.283
Sonstige Kosten –1.139 –8.948 –204 –11.219 1.024 –2.400 –22.885
–247.976 –1.295.627 –124.284 –223.533 –78.488 –169.629 — –2.139.537
Ergebnis vor Steuern 318.952 636.117 –57.423 389.854 91.328 126.289 1.505.117
Ertragsteuern 3) –80.256 –114.085 10.605 –323.097 –24.695 –45.884 –577.412
Operatives Ergebnis 238.695 522.031 –46.818 66.758 66.633 80.405 927.704
Speicherüberlassungs
entgelt 5) 46.672 46.672

Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion EUR 1.000

Österreich Petrom Übriges Nord Mittlerer Ozeanien 6) Süd Summe
Europa afrika Osten amerika
2008
Umsatz mit Dritten 4.175 182.924 173.325 304.309 88.844 213.600 967.177
Konzerninterner Umsatz 706.721 2.427.918 734.649 65.521 3.934.810
Ergebnis aus
Anlagenverkäufen 1) –452 –1.375 7.676 9 –1 5.858
710.444 2.609.467 181.001 1.038.959 154.374 213.599 4.907.845
Produktionsaufwand –102.432 –901.012 –35.088 –43.885 –18.470 –30.106 — –1.130.993
Förderzinsabgaben –97.346 –199.340 –2.298 –4.383 –27.514 –330.881
Explorationsaufwand –21.459 –145.166 –35.061 –40.711 –38.251 –9.218 –289.866
Abschreibungen und
Wertminderungen 2) –51.617 –314.198 –18.840 –73.468 –19.934 –31.219 –509.275
Sonstige Kosten 6) –398 7.769 –1.871 17.344 866 –28.850 153 –4.987
–273.252 –1.551.946 –90.859 –143.018 –80.172 –126.907 153 –2.266.002
Ergebnis vor Steuern 437.192 1.057.521 90.141 895.940 74.203 86.692 153 2.641.843
Ertragsteuern 3) –117.274 –186.405 –26.366 –437.338 –16.095 –15.623 –60 –799.163
Operatives Ergebnis 319.918 871.116 63.775 458.602 58.107 71.068 93 1.842.680
Speicherüberlassungs
entgelt 5) 42.755 42.755
2007
Umsatz mit Dritten –1.280 142.341 165.298 138.301 81.918 169.676 696.255
Konzerninterner Umsatz 535.693 2.115.987 649.725 26.963 3.328.368
Ergebnis aus
Anlagenverkäufen 1) 50 113 13.758 4 –2 13.923
534.463 2.258.441 165.298 801.784 108.886 169.674 4.038.545
Produktionsaufwand –97.367 –903.964 –28.877 –58.255 –13.865 –26.146 — –1.128.474
Förderzinsabgaben –62.958 –159.195 –7.413 –10.841 –7.430 –247.836
Explorationsaufwand –13.527 –116.943 –44.427 –11.580 –15.018 –19.702 –221.197
Abschreibungen und
Wertminderungen 2) –48.191 –219.048 –48.206 –54.905 –19.656 –48.203 –438.210
Sonstige Kosten –342 132 –3.299 –1.400 827 45 –847 –4.886
–222.385 –1.399.018 –124.809 –133.553 –58.553 –101.437 –847 –2.040.602
Ergebnis vor Steuern 312.077 859.424 40.488 668.231 50.333 68.237 –847 1.997.944
Ertragsteuern 3) –80.503 –135.491 –25.287 –280.538 –16.913 –808 –539.541
Operatives Ergebnis 4) 231.574 723.933 15.201 387.693 33.420 67.429 –847 1.458.403
Speicherüberlassungs
entgelt 5) 40.556 40.556

1) Die australischen Felder Jabiru und Challis wurden 2009 verkauft. Das britische Feld Dunlin wurde 2008 verkauft. Das tunesische Feld Chergui wurde 2007 verkauft. 2) 2009: Außerordentliche Abschreibung i.H.v. EUR 26 Mio in Großbritannien.

2008: Außerordentliche Abschreibung i.H.v. EUR 26 Mio in Russland.

2007: Außerordentliche Abschreibung i.H.v. EUR 21 Mio in Großbritannien.

3) Ertragsteuern enthalten keine latenten Steuern. In Übriges Europa sind die PRT und die Körperschaftsteuer in Großbritannien enthalten. Die Bemessungsgrundlage für die PRT ist der Netto-Cashflow aus bestimmten produzierenden Feldern in der Nordsee. Ertragsteuern in Afrika umfassen Aufwendungen aus dem Tax-paid-Cost-System (TPC) für bestimmte Felder in Libyen sowie feldspezifische Steuern in Tunesien, die nicht zur Gänze gewinnabhängig sind. 2008 wurde das TPC-System durch steuerbare EPSA-Verträge ersetzt. Die Ertragsteuer in Petrom wurde mit der angenommenen, hypothetischen Steuerrate von 16% berechnet.

4) Das operative Ergebnis 2007 beinhaltet EUR 3 Mio aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen in Großbritannien.

5) Das Speicherüberlassungsentgelt vor Steuern wird für die Bereitstellung von Gasspeicherkapazitäten vom Geschäftsbereich G&P bezahlt. 6) Inkludiert in den Sonstigen Kosten 2008 sind in Neuseeland aufwandswirksam gebuchte Stand-by fees für das Maari FPSO und Drilling Rig.

d) Öl- und Gasreserven

Sichere Reserven sind jene Mengen an Erdöl und Gas, für welche durch Analyse von geologischen und technischen Daten mit begründeter Sicherheit beurteilt werden kann, dass sie aus bekannten Lagerstätten unter gegenwärtigen wirtschaftlichen, produktionstechnischen und regulatorischen Bedingungen in der Zukunft und innerhalb der Konzessionsdauer – außer die Verlängerung der Konzession ist sicher – wirtschaftlich gefördert werden können.

Sichere, entwickelte Reserven sind jene Reserven, die voraussichtlich mittels bestehenden Bohrungen mit bestehenden Ausrüstungen und Verfahren oder wenn die Kosten der benötigten Ausrüstung relativ gering verglichen mit den Kosten einer neuen Bohrung sind, gefördert werden können. Weiters ist von sicher entwickelten Reserven auszugehen, falls sichere Reserven voraussichtlich durch bereits vorhandene und zur Zeit in Betrieb befindlicher Förderanlagen und –infrastruktur gefördert werden können. Es sollte sichergestellt sein, dass die benötigten zukünftigen Aufwendungen zur Sicherstellung der bestehenden Ausrüstungen innerhalb des aktuellen Budgets geleistet werden.

Sichere, nicht entwickelte Reserven sind jene sichere Reserven, die voraussichtlich aus neuen Bohrungen in Gebieten, in denen noch keine Bohrungen stattgefunden haben oder aus bestehenden Bohrungen, die zur Rekomplettierung eine verhältnismäßig hohe Aufwendung oder substanzielle neue Investition benötigen, um den Zustand alternder Einrichtungen zu gewährleisten oder diese zu ersetzen, gefördert werden können.

Erdöl und NGL Mio bbl
Österreich Petrom Übriges Nord Mittlerer Ozeanien Süd Summe
Europa afrika Osten amerika
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 1.1.2007 56,0 544,1 17,0 92,0 8,0 21,3 738,4
Revision früherer Schätzungen 5,9 –4,3 10,8 2,0 1,9 16,2
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven –0,1 –0,1
Erweiterungen und Neufunde 0,2 2,6 0,5 0,3 3,6
Produktion –6,2 –34,0 –2,6 –14,6 –0,6 –1,8 –59,8
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2007 1) 55,9 508,3 14,8 88,5 9,3 21,4 698,3
Revision früherer Schätzungen 1,1 2,1 1,3 43,5 5,2 0,4 53,7
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven –0,6 –0,6
Erweiterungen und Neufunde 0,5 5,4 5,8
Produktion –6,1 –34,4 –1,8 –15,7 –1,2 –1,7 –60,9
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2008 51,4 481,4 13,8 116,3 13,3 20,1 696,4
Revision früherer Schätzungen 5,6 10,1 1,0 9,3 8,8 5,1 39,8
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven –0,3 –0,3
Erweiterungen und Neufunde 0,1 0,1 1,4 1,6
Produktion –6,4 –33,5 –1,4 –13,5 –2,3 –5,5 –62,6
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2009 50,8 458,1 14,8 112,1 19,8 19,4 674,9
Sichere, entwickelte Reserven
zum 31.12.2007 49,1 374,3 13,4 78,0 9,3 6,0 530,3
zum 31.12.2008 45,4 368,1 11,8 105,4 9,2 5,7 545,5
zum 31.12.2009 45,4 371,4 10,4 103,7 12,5 19,4 562,9

1) 2007 sind 0,6 Mio bbl in Großbritannien aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen enthalten.

Erdgas Mrd Kubikfuß (bcf)

Österreich Petrom Übriges Nord Mittlerer Ozeanien Summe
Europa afrika Osten
544,4 2.144,0 37,3 19,6 225,2 100,6 3.071,1
24,3 133,0 0,3 –46,1 24,0 135,5
–19,6 –19,6
1,0 11,7 12,7
–48,9 –205,2 –7,1 –40,1 –20,3 –321,6
520,8 2.083,5 30,5 139,0 104,3 2.878,2
15,5 216,5 4,3 3,4 –0,6 239,1
3,9 12,2 16,1
–46,1 –198,3 –6,2 –37,2 –20,1 –308,0
494,0 2.113,9 28,5 105,1 83,6 2.825,2
–1,3 205,2 7,0 18,5 60,2 289,6
1,1 10,4 1,0 15,6 28,1
–50,1 –188,2 –5,5 –31,4 –22,1 –297,2
443,8 2.141,3 31,0 107,8 121,8 2.845,7
328,3 1.529,3 29,9 78,8 89,7 2.056,0
309,3 1.673,4 27,9 51,9 83,7 2.146,1
283,2 1.691,5 27,3 42,4 121,8 2.166,2

1) Inklusive rund 92 bcf an Polstergas in Gasspeicherreservoirs.

e) Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Die zukünftige Netto-Cashflow-Information wird unter der Annahme erstellt, dass die vorherrschenden wirtschaftlichen und operativen Rahmenbedingungen über die Produktionsdauer der sicheren Reserven bestehen bleiben. Weder zukünftige Veränderungen der Preise noch Fortschritte in der Technologie oder Veränderungen der operativen Bedingungen werden berücksichtigt.

Der zukünftige Cash Inflow beinhaltet die Erlöse aus dem Verkauf der Produktionsmenge, inklusive Polstergas, die zum Bilanzstichtag vorliegen, unter der Annahme, dass die zukünftige Produktion zu jenen Preisen verkauft wird, welche zur Schätzung der sicheren Reserven zu den Jahresend-Mengen dieser Reserven verwendet werden (12 Monats-Durchschnittspreis). Die zukünftigen Produktionskosten umfassen die geschätzten Kosten für Entwicklungsbohrungen und Produktionsanlagen sowie die Kosten der Rekultivierung von Sonden und Produktionsanlagen unter der Annahme, dass das Kostenniveau zum Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung der Inflation beibehalten wird. Die zukünftigen Steuerzahlungen werden unter Verwendung des Steuersatzes jenes Lands berechnet, in dem OMV tätig ist. Der Barwert ergibt sich aus der Diskontierung des zukünftigen Netto-Cashflows mit einem Diskontfaktor von 10% pro Jahr. Die standardisierte Ermittlung stellt keine Schätzung des Tageswerts der sicheren Reserven im Konzern dar. Eine Schätzung des Tageswerts würde neben vielen anderen Faktoren auch die Gewinnungsmöglichkeit von Reserven, die über die Menge der sicheren Reserven hinausgeht, und voraussichtliche

Veränderungen in den zukünftigen Preisen und Kosten sowie einen dem Risiko der Öl- und Gasproduktion entsprechenden Diskontzinssatz berücksichtigen.

Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges Nord Mittlerer Ozeanien Süd Summe
Europa afrika Osten amerika
2009
Zukünftiger Cash Inflow 4.522.865 24.572.809 731.308 4.853.257 1.120.739 1.408.254 37.209.232
Zukünftige Produktions
und
Rekultivierungsausgaben –2.659.119 –18.891.466 –464.465 –971.521 –195.571 –709.334 — –23.891.476
Zukünftige
Entwicklungsausgaben –608.084 –1.565.785 –41.781 –287.611 –292.624 –18.161 –2.814.047
Zukünftiger Netto
Cashflow vor Ertragsteuern 1.255.662 4.115.559 225.061 3.594.125 632.543 680.758 10.503.709
Zukünftige Ertragsteuern –333.476 –383.597 –126.766 –2.622.767 –191.589 –202.443 –3.860.637
Zukünftiger Netto
Cashflow undiskontiert 922.186 3.731.962 98.296 971.358 440.955 478.315 6.643.072
10% jährlicher Diskontsatz
für die zeitliche Differenz
des Cashflows –347.814 –1.790.831 3.833 –263.701 –156.112 –63.786 –2.618.411
Standardisierte
Berechnung des
diskontierten zukünftigen
Netto-Cashflows 574.372 1.941.131 102.129 707.656 284.842 414.530 4.024.661
2008 1)
Zukünftiger Cash Inflow 5.158.050 18.733.816 472.570 4.145.767 807.280 1.110.593 30.428.076
Zukünftige Produktions
und
Rekultivierungsausgaben –2.618.440 –16.453.654 –231.415 –876.179 –249.876 –419.365 — –20.848.928
Zukünftige
Entwicklungsausgaben –965.910 –627.117 –6.689 –656.210 –371.523 –327.680 –2.955.129
Zukünftiger Netto
Cashflow vor Ertragsteuern
1.573.700 1.653.046 234.466 2.613.379 185.881 363.548 6.624.019
Zukünftige Ertragsteuern –513.050 –108.379 –159.959 –1.942.854 –140.622 –114.788 –2.979.652
Zukünftiger Netto
Cashflow undiskontiert
1.060.650 1.544.667 74.506 670.524 45.259 248.760 3.644.367
10% jährlicher Diskontsatz
für die zeitliche Differenz
des Cashflows
–345.475 –838.828 15.850 –312.730 –49.808 –95.976 –1.626.967
Standardisierte
Berechnung des
diskontierten zukünftigen
Netto-Cashflows 715.175 705.839 90.357 357.795 –4.549 152.784 2.017.400
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges
Europa
Nord
afrika
Mittlerer
Osten
Ozeanien Süd
amerika
Summe
2007
Zukünftiger Cash Inflow 6.284.329 36.445.869 1.108.131 5.565.030 868.509 1.770.763 52.042.630
Zukünftige Produktions
und
Rekultivierungsausgaben –2.380.752 –18.821.248 –420.009 –705.241 –322.482 –794.393 — –23.444.125
Zukünftige
Entwicklungsausgaben –622.068 –904.277 –21.083 –146.872 –36.473 –302.228 –2.033.000
Zukünftiger Netto
Cashflow vor Ertragsteuern 3.281.508 16.720.344 667.039 4.712.917 509.554 674.142 26.565.505
Zukünftige Ertragsteuern –1.376.479 –4.335.324 –374.132 –1.411.543 –148.640 –231.403 –7.877.521
Zukünftiger Netto
Cashflow undiskontiert
1.905.029 12.385.020 292.908 3.301.374 360.914 442.739 18.687.984
10% jährlicher Diskontsatz
für die zeitliche Differenz
des Cashflows –668.956 –6.411.501 –63.622 –915.073 –109.309 –88.102 –8.256.562
Standardisierte
Berechnung des
diskontierten zukünftigen
Netto-Cashflows 1.236.073 5.973.519 229.286 2.386.300 251.606 354.638 10.431.421

1) Anpassung (z.B.: auf Grund von neuen/verlängerten Vertragsbedingungen).

f) Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows EUR 1.000
2009 2008 2007
1.1. 2.017.400 10.431.421 7.914.729
Verkauf und Transfer von gefördertem Öl und Gas abzüglich Produktionsausgaben –1.223.735 –2.835.191 –1.979.051
Nettoveränderung der Preise und Produktionskosten 2.689.054 –9.759.533 4.443.856
Nettoveränderung aus dem Kauf und Verkauf von Mineralvorkommen 4.488 5.069 13.764
Nettoveränderung auf Grund von Erweiterungen und neuen Funden 53.096 37.168 107.541
Entwicklungs- und Rekultivierungsausgaben der laufenden Periode 942.506 749.872 844.777
Veränderung der geschätzten zukünftigen Entwicklungs- und
Rekultivierungskosten in der Periode –772.749 –830.922 –336.137
Revision früherer Schätzungen 752.009 1.086.507 738.436
Zuwachs aus der Diskontierung 203.430 923.306 725.496
Nettoveränderung der Ertragsteuern –603.069 2.789.702 –1.682.083
Sonstiges 1) –37.768 –580.000 –359.907
31.12. 2) 4.024.661 2.017.400 10.431.421

1) Unter sonstiges sind vor allem die Wechselkursveränderungen gegenüber dem EUR ausgewiesen.

2) Beinhaltet 2007 EUR 5 Mio aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen in Großbritannien.

Wien, am 23. März 2010

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Vorsitzender

Gerhard Roiss Vorsitzender-Stellvertreter

Werner Auli David C. Davies Helmut Langanger

Abkürzungen und Definitionen

Ausschüttungsgrad %-Verhältnis der Dividendensumme zu Jahresüberschuss nach Minderheiten

bbl, bbl/d Barrel (Fass zu 159 Liter), bbl pro Tag

bcf, cf Milliarde Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F)

Bitumen Ein nicht flüchtiges, klebriges und abdichtendes rohölstämmiges Produkt, Grundstoff für Asphalt

boe, boe/d Barrel Öläquivalent, boe pro Tag

E&P Exploration und Produktion

EBIT Earnings Before Interest and Taxes; Betriebserfolg

EGT Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen

Eigenkapitalquote %-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital

EPSA Exploration and Production Sharing Agreement; Explorations- und Produktionsteilungsvertrag

EU, EUR, TEUR Europäische Union, Euro, Tausend Euro

F&D Finding and Development; Fund- und Entwicklungskosten; Explorationsaufwendungen dividiert durch Änderung der sicheren Reserven (Erweiterungen, Neufunde und Revisionen früherer Schätzungen)

G&P Gas und Power

H1, H2 erstes, zweites Halbjahr

HSE Health, Safety, Security and Environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

HV Hauptversammlung

IASs, IFRSs International Accounting Standards, International Financial Reporting Standards

Jahresüberschuss Nettogewinn nach Zinsen, außerordentlichem Ergebnis und Steuern

Kb&S Konzernbereich und Sonstiges

LNG Liquefied Natural Gas; Flüssigerdgas

LTIR Lost Time Injury Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall

m3 Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F)

Mio, Mrd Million, Milliarde

Monomere Begriff für Ethylen und Propylen

MW Megawatt

n.a., n.m. not available, not meaningful; Wert nicht verfügbar, Wert nicht aussagefähig

Nettoverschuldung Finanzverbindlichkeiten inklusive Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing abzüglich liquider Mittel

NGL Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt

Weitere Abkürzungen und Definitionen finden Sie unter www.omv.com.

NOC National Oil Corporation

NOPAT Net Operating Profit After Tax; EGT nach Steuern abzüglich Zinserträge zuzüglich Zinsaufwendungen auf Finanzverbindlichkeiten und Zinsen für Pensionsrückstellungen und außerordentliches Ergebnis +/– Steuereffekte aus Anpassungen

OPEX Produktionskosten; Material- und Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben

öCGK Österreichischer Corporate Governance Kodex

Petajoule 1P. entspricht ca. 278 Mio Kilowattstunden

Polymere, Polyolefine Monomere in Kettenform, Begriff für Polyethylen und Polypropylen

ppm parts per million; Teile von einer Million

PRT, PRRT Petroleum Revenue Tax, Petroleum Resource Rent Tax; diese Steuer gibt es in Großbritannien sowie Australien

Q1, Q2, Q3, Q4 erstes, zweites, drittes, viertes Quartal

R&M Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

Reserven Ersatzkosten Explorations-, Entwicklungsund Instandhaltungsausgaben zuzüglich Akquisitionsausgaben

ROACE Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital (Eigenkapital inklusive Fremdanteile zuzüglich Nettoverschuldung und Pensionsrückstellungen, abzüglich Wertpapierdeckung für Pensionsrückstellungen)

ROE Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss zu durchschnittlichem Eigenkapital

ROfA Return On fixed Assets; %-Verhältnis EBIT zu durchschnittlichem immateriellen und Sachanlagevermögen

RON Neuer Rumänischer Leu

RRR Reserve Replacement Rate; Reserven Ersatzrate; Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion dividiert durch Gesamtproduktion

SEC United States Securities and Exchange Commission

SFAS Statement on Financial Accounting Standards

t, toe Tonne, Tonne Öläquivalent

TRIR Total Recordable Injury Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen

UGB Österreichisches Unternehmensgesetzbuch

Umsatzerlöse Umsatzerlöse exkl. Mineralölsteuer

USD, TUSD US Dollar, Tausend US Dollar

Verschuldungsgrad Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

Fünf-Jahres-Übersicht

Fünf-Jahres-Übersicht EUR Mio

2009 2008 2007 2006 2005
Umsatzerlöse 17.917 25.543 20.042 18.970 15.580
Betriebserfolg (EBIT) 1.410 2.340 2.184 2.061 1.958
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.182 2.309 2.412 2.156 1.948
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –465 –780 –569 –506 –488
Jahresüberschuss vor Minderheiten 717 1.529 1.843 1.658 1.496
Jahresüberschuss nach Minderheiten 572 1.374 1.579 1.383 1.256
CCS EBIT vor Sondereffekten 1) 1.418 3.405
CCS Jahresüberschuss nach Minderheiten vor
Sondereffekten 1) 596 1.942
Bilanzsumme 21.415 21.376 21.250 17.804 15.451
Eigenkapital 10.035 9.363 10.340 9.176 7.694
Nettoverschuldung 3.314 3.448 2.453 630 –126
Durchschnittliches Capital Employed 13.639 13.341 11.735 9.120 7.495
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.847 3.214 2.066 2.027 2.108
Investitionen 2.355 3.547 4.118 2.518 1.439
Abschreibungen 1.325 1.293 977 810 794
Betriebserfolg vor Abschreibung (EBITD) 2.734 3.633 3.161 2.877 2.752
Net Operating Profit After Tax (NOPAT) 815 1.624 1.869 1.682 1.492
Return On Average Capital Employed (ROACE) 6% 12% 16% 18% 20%
Return On Equity (ROE) 7% 16% 19% 20% 22%
Eigenkapitalquote 47% 44% 49% 52% 50%
Verschuldungsgrad 33% 37% 24% 7% –2%
Dividende je Aktie 2) in EUR 1,00 1,00 1,25 1,05 0,90
Ergebnis je Aktie in EUR 1,91 4,60 5,29 4,64 4,21
CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR 1) 1,99 6,50
Mitarbeiter per 31. Dezember 34.676 41.282 33.665 40.993 49.919

1) Das CCS Ergebnis eliminiert Lagerhaltungsgewinne/-Verluste aus den Fuels-Raffinerien. Das CCS Ergebnis wird erst seit 2009 berichtet.

Um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen, sind entsprechende Zahlen für 2008 angeführt. 2) 2009: Vorschlag an die Hauptversammlung 2010.

Kontakte

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OMV Deutschland GmbH Haiminger Straße 1 84489 Burghausen

Deutschland Tel.: +49 8677 960-0 Fax: +49 8677 960-2265 [email protected]

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OMV Gas & Power GmbH Trabrennstraße 6-8 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40440-0 Fax: +43 1 40440-28791

[email protected]

EconGas GmbH

ARES Tower Donau-City-Straße 11 1220 Wien, Österreich Tel.: +43 50205-0 Fax: +43 50205-2900 [email protected]

OMV Refining & Marketing GmbH

Trabrennstraße 6-8 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40440-0 Fax: +43 1 40440-27909 [email protected]

OMV Solutions GmbH Trabrennstraße 6-8 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40440-0 Fax: +43 1 40440-27900 [email protected]

OMV PETROM S.A. 239 Calea Dorobantilor 239 010567 Bukarest 1, Rumänien Tel.: +40 372 868930 Fax: +40 372 868544 [email protected]

Herausgeber: OMV Aktiengesellschaft, Wien Konzept und Design: FABIAN Design & Werbe GmbH Fotos: Suzy Stöckl, OMV Archiv Litho: Blaupapier Bildretusche Produktion Ges.m.b.H Druck: gugler* cross media

Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden im Geschäftsbericht durchgehend geschlechterunspezifische Termini verwendet. Bei der Produktion des Berichts wurde auf den Einsatz von umweltverträglichen Materialien Wert gelegt.

OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8 1020 Wien, Österreich www.omv.com

Geschäftsbericht 2009 der OMV Aktiengesellschaft

Geschäftsbericht 2009 der OMV Aktiengesellschaft

Bericht des Aufsichtsrats
03
Corporate Governance Bericht
04
Lagebericht OMV Aktiengesellschaft
12
Jahresabschluss OMV Aktiengesellschaft
16
Bilanz
16
Gewinn- und Verlustrechnung
18
Anhang
19
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
20
Erläuterungen zur Bilanz
27
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
34
Ergänzende Angaben
37
Entwicklung der unversteuerten Rücklagen
40
Beteiligungsliste
41
Anlagenspiegel
42
Aufsichtsrat
44
Vorstand
46
Bestätigungsvermerk
47
Abkürzungen und Definitionen
48

Vorstand

Von links nach rechts: Helmut Langanger, Gerhard Roiss, Wolfgang Ruttenstorfer, David C. Davies, Werner Auli

Wolfgang Ruttenstorfer (*1950)

Seit 1. Jänner 2002 Vorsitzender des Vorstands; Generaldirektion. Er promovierte an der Wirtschaftsuniversität Wien und begann 1976 seine Laufbahn bei OMV. 1992 wurde er Vorstandsmitglied und übte diese Funktion bis 1997 aus. Zwischen 1997 und 1999 war er österreichischer Staatssekretär für Finanzen. Anfang 2000 kehrte er als stellvertretender Generaldirektor in den OMV Konzern zurück und leitete neben Finanzen den Bereich Erdgas.

Gerhard Roiss (*1952)

Seit 1. Jänner 2002 Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter; Führung des Bereichs Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie sowie Chemie. Seine Wirtschaftsausbildung in Wien, Linz und Stanford (USA) bildete die Basis für Führungsaufgaben in der Konsumgüterindustrie. 1990 wurde er in die Geschäftsführung der PCD Polymere GmbH berufen. 1997 wechselte er in den Vorstand des OMV Konzerns und war bis Ende 2001 für Exploration und Produktion sowie Kunststoffe verantwortlich.

Werner Auli (*1960)

Seit 1. Jänner 2007 Vorstand für Gas und Power. Nach der Promotion an der Technischen Universität in Wien startete er 1987 seine Karriere bei OMV. Von 2002 bis 2004 fungierte er als Geschäftsführer der EconGas GmbH, ab 2004 war er Geschäftsführer der OMV Gas GmbH, und seit 2006 ist er Leiter der OMV Gas & Power GmbH.

David C. Davies (*1955)

Seit 1. April 2002 Finanzvorstand. Er absolvierte 1978 das Studium der Volkswirtschaft an der Universität von Liverpool (Großbritannien) und begann seine Berufslaufbahn in der Wirtschaftsprüfung. Weiters war er in internationalen Konzernen in der Getränke-, Lebensmittel- und Gesundheitsindustrie tätig. Vor dem Eintritt in den OMV Konzern war er Finanzvorstand in verschiedenen Unternehmen in Großbritannien.

Helmut Langanger (*1950)

Seit 1. Jänner 2002 Vorstand für Exploration und Produktion. Seine Ausbildung an der Montanuniversität in Leoben ergänzte er mit dem Studium der Volkswirtschaftslehre in Wien. 1974 begann er seine Karriere im OMV Konzern. 1992 wurde er Geschäftsbereichsleiter für Exploration und Produktion. In dieser Funktion war er maßgeblich am Aufbau des internationalen E&P-Portfolios beteiligt.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Corporate Governance, Zusammenarbeit im Aufsichtsrat, Kooperation mit dem Vorstand und regelmäßige zeitnahe und umfassende Information bilden eine solide Basis, damit der Aufsichtsrat von OMV seine Aufgaben voll erfüllen kann. Die Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im Berichtsjahr waren, neben der eingehenden Befassung mit den neuen gesetzlichen Anforderungen, insbesondere dem AktienrechtsÄnderungsgesetz 2009, die Veräußerung der Beteiligung an MOL, das Bestellen eines neuen Vorstandsmitglieds für den Bereich Exploration und Produktion sowie die intensive Diskussion der Strategie, insbesondere auch der Beteiligungsstrategie bezüglich Petrol Ofisi. Zudem wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich die Auswirkungen der allgemeinen Finanzund Wirtschaftskrise und die daraus resultierenden Rahmenbedingungen, Chancen und Risiken für die Geschäftsentwicklung von OMV in den nächsten Jahren, erörtert. Hohe Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat den zukunftsorientierten Gaskraftwerksprojekten sowie der Konzernstrategie, die einen deutlichen Schwerpunkt auf die Erweiterung des Portfolios in Exploration und Produktion legt.

Die Ausschüsse behandelten wesentliche Themen der Rechnungslegungsprozesse, der internen Revision, des Risikomanagements sowie des internen Kontrollsystems und der Steuerungsinstrumente des Konzerns. Die Bestellung des neuen Vorstandsmitglieds für Exploration und Produktion wurde vom Präsidial- und Nominierungsausschuss gründlich vorbereitet. Ebenso konnte sich der Aufsichtsrat von einem umfassenden Programm der konzernweiten Personalentwicklung und einer klar strukturierten Nachfolgeplanung sowie von einem funktionierenden Emittenten-Compliance-System überzeugen. Transaktionen der Vorstands- sowie der Aufsichtsratsmitglieder sowie deren aktueller Besitzstand an OMV Aktien werden von der Gesellschaft im Internet unter www.omv.com veröffentlicht.

Die Selbstevaluierung der Arbeit des Aufsichtsrats hat sich als wertvolles Instrument zur Verbesserung der Corporate Governance erwiesen. Bereits 2007 hatte der Aufsichtsrat eine Selbstevaluierung nach internationalen Standards durchgeführt, um durch kontinuierliche Verbesserungen in der Arbeitsweise sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat weiterhin seine Aufgaben im Interesse der Aktionäre und aller weiteren Stakeholder wahrnehmen kann. Diese Selbstevaluierung wurde 2008 und 2009 wiederholt und bleibt auch zukünftig fester Bestandteil der kritischen Eigenreflexion der Tätigkeit des Aufsichtsrats.

Weitere Ausführungen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie im folgenden Corporate Governance Bericht.

Jahresabschluss, Dividende

Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat mit den Abschlussprüfern erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs. 1 AktienG (Aktiengesetz) erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss 2009, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktienG festgestellt ist. Die vorstehenden Ausführungen treffen auch auf den Konzernabschluss zu. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem vom Prüfungsausschuss geprüften Corporate Governance Bericht zu.

Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung, dass aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 1,00 je Aktie ausgeschüttet und der Restbetrag von EUR 399.801 auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Abschließend möchte ich dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für dieses unter schwierigen Rahmenbedingungen erzielte Ergebnis und für die zukunftsorientierte Arbeit herzlich danken.

Wien, am 23. März 2010

Peter Michaelis, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Corporate Governance Bericht

Größtmögliche Transparenz der Führungs- und Kontrollstruktur trägt dazu bei, Vertrauen im Kapitalmarkt sowie bei den weiteren Stakeholdern zu schaffen und zu festigen. OMV hat deshalb eine vorbildliche und transparente Corporate Governance stets als wesentlichen Auftrag verstanden und daher seit Bestehen des Österreichischen Corporate Governance Kodex (öCGK) diesem entsprochen. Die folgende Darstellung berücksichtigt auch die Empfehlungen (R-Regeln) des öCGK. Des Weiteren ist OMV Unterzeichner des UN Global Compacts und bekennt sich konzernweit zu einem umfassenden Verhaltenskodex und darauf beruhend einer Business Ethik, deren Regeln im Einzelnen mit internationalen Experten entwickelt wurden.

OMV entspricht dem öCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance. Dieser Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich. Es erfolgte keine Abweichung zum Kodex; die externe Evaluierung für das Jahr 2009 ist unter www.omv.com ebenfalls öffentlich zugänglich und bestätigt das Einhalten sämtlicher C- und R-Regeln.

Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer, *1950 3. Juli 1992 – 27. Jänner 1997 und 1. Jänner 2000 – 31. März 2011

Vorsitzender des Vorstands: Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens.

Mitglied des Aufsichtsrats der CA Immobilien Anlagen AG (Vorsitz), der Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsanstalt – Vermögensverwaltung Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Vorsitz) und des Verwaltungsrats der F. Hoffmann-La Roche AG.

Gerhard Roiss, *1952 17. September 1997 – 31. März 2014

Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands: Führung des Geschäftsbereichs Raffinerien und Marketing sowie Wahrnehmung der Interessen des OMV Konzerns bezüglich Kunststoffe und Chemie.

Mitglied des Aufsichtsrats der Österreichische Post AG, der AABAR Investments PJSC (bis 23. Februar 2010) und der NOVA Chemicals Corporation.

Nach Ausscheiden von Wolfgang Ruttenstorfer wird Gerhard Roiss Vorstandsvorsitzender.

Werner Auli, *1960 1. Jänner 2007 – 31. März 2014

Führung des Geschäftsbereichs Gas und Power.

David C. Davies, *1955 1. April 2002 – 31. März 2014

Finanzvorstand.

Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG, der CEESEG AG und der NOVA Chemicals Corporation.

Nach Ausscheiden von Wolfgang Ruttenstorfer wird David C. Davies stellvertretender Vorstandsvorsitzender.

Helmut Langanger, *1950 1. Jänner 2002 – 30. September 2010

Führung des Geschäftsbereichs Exploration und Produktion bis 30. Juni 2010.

Mitglied des Aufsichtsrats der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG und der EnQuest plc.

Jaap Huijskes, *1965 ab 1. April 2010 – 31. März 2015

Führung des Geschäftsbereichs Exploration und Produktion ab 1. Juli 2010.

Arbeitsweise des Vorstands

Genehmigungserfordernisse, Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder und Abläufe (z.B. Beschlusserfordernisse) sowie Vorgehen bei Interessenkonflikten sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Der Vorstand

hält wöchentliche Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen Angelegenheiten, die der Genehmigung des gesamten Organs bedürfen.

Vergütungserklärung

Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand

Die OMV Vorstandsvergütung berücksichtigt die Gegebenheiten am relevanten Markt, verbunden mit einer starken Leistungskomponente. Die Marktorientierung wird durch ein regelmäßiges externes Benchmarking sowohl zu relevanten österreichischen Industrieunternehmen als auch zur Branche in Europa sichergestellt. Bei der Leistungskomponente werden kurzfristige Dimensionen berücksichtigt: Short-term Incentives sind variable Vergütungsvereinbarungen, die auf Ergebnis, Profitabilität und Wachstum abzielen, wobei auch besondere Projekte im Zuge der Implementierung der OMV Wachstumsstrategie berücksichtigt werden. Langfristige Dimensionen werden ebenso berücksichtigt.

Fixgehalt und variable Jahresvergütung

Nach diesen Grundsätzen wurde das Fixgehalt der Vorstandsmitglieder festgelegt (siehe Tabelle S. 26). Zusätzlich werden für jedes Geschäftsjahr Ziele (Leistungskriterien) vereinbart, bei deren Erreichen höchstens 150% des Fixgehalts zusätzlich als variable Vergütung im darauf folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt werden.

Diese Ziele bestehen aus dem Erreichen finanzieller Kennzahlen (EBIT, Verschuldungsgrad) und aus Leistungskriterien nicht finanzieller Art (Integrationsgrad von Akquisitionen, Reservenersatzrate) sowie strategischen Zielen.

Langfristige Ziele und Incentives Long Term Incentive Programm

Das im Geschäftsjahr 2009 neu eingeführte Long Term Incentive Programm besteht für die Periode 2009 bis 2014 aus folgenden Elementen: Die Teilnehmer müssen ein Eigeninvestment in OMV Aktien in einer Höhe von 100% (Vorstandsvorsitzender), 85% (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands) bzw. 70% (übrige Vorstandsmitglieder) des Fixgehalts (brutto) 2009 im Geschäftsjahr 2009 hinterlegen und mindestens bis zum 31. März 2014 halten. Die Berechnung der Anzahl der Aktien erfolgt auf Grund des Durchschnittskurses der OMV Aktie im ersten Quartal 2009.

Beobachtungszeitraum für das Erreichen der Ziele (Leistungskriterien) sind die Geschäftsjahre 2009, 2010 und 2011. Zu Beginn des Programms wurden Zielwerte für Schlüsselindikatoren (Total Shareholder Return (TSR), Economic Value Added (EVA) und Ergebnis je Aktie) festgelegt, wobei die Ziele gleich gewichtet sind (also jeweils 33,3%). Bei Erreichen von 100% der Ziele werden dem CEO Aktien im Ausmaß von 90%, dem Deputy-CEO 75% und den übrigen Vorstandsmitgliedern 60% des Fixgehalts (brutto) 2009 zugeteilt. Die Berechnung der Anzahl der Aktien erfolgt auf Grund des Durchschnittskurses der OMV Aktie im ersten Quartal 2009. Die Zuteilung erfolgt mit Stichtag 31. März 2012. Über Aktien im Ausmaß der Zuteilung kann sofort frei verfügt werden, Aktien im Ausmaß des Eigeninvestments sind noch zwei Jahre zu halten.

Werden die Ziele zu mehr als 100% erfüllt, werden proportional entsprechend mehr Aktien zugeteilt, höchstens jedoch 175% der auf 100% Zielerreichung bezogenen Anzahl von Aktien. Mindestens werden jedoch 25% der auf 100% Zielerreichung bezogenen Anzahl von Aktien zugeteilt.

Aktienoptionspläne

Long-term Incentives wurden bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2008 durch die für Unternehmen vergleichbarer Größe üblichen Aktienoptionspläne abgedeckt. Die Aktienoptionspläne sehen eine Wartefrist von zwei Jahren und danach eine Ausübungsfrist von fünf Jahren vor. Ausgeübt werden darf in beliebigen Tranchen, sofern jeweils die Voraussetzungen (Erreichen eines bei Genehmigung des Plans durch die Hauptversammlung definierten Kursanstiegs der OMV Aktie) vorliegen und kein Handelsverbot besteht. Eine Aktie Eigeninvestment gewährt im Plan 2008 Optionen auf 20 Aktien zu einem ebenfalls durch die Hauptversammlung definierten Preis. Die Pläne 2004 bis 2008 sind noch nicht bzw. nicht vollständig ausgeübt. Nach 2008 wurden keine weiteren Aktienoptionen begeben.

Altersvorsorge

Die Vorstandsmitglieder Ruttenstorfer, Roiss und Langanger haben Anspruch auf eine leistungsorientierte Pension. Die entsprechenden finanzmathematisch ermittelten Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt. Die Vorstandsmitglieder Davies und Auli haben Anspruch auf eine beitragsorientierte Pension. Die Beiträge werden vom Unternehmen in eine Pensionskasse gezahlt. Das Anfallsalter ist grundsätzlich das für jedes Vorstandsmitglied zur Anwendung kommende österreichische gesetzliche Pensionsantrittsalter.

Beendigungsansprüche

Abfertigung

Die Vorstandsmitglieder Ruttenstorfer, Roiss, Langanger und Davies haben die Möglichkeit der Wahl zwischen einer Abfertigung gemäß § 23 österreichisches Angestelltengesetz oder 10% des Jahresbasisbruttobezugs (das ist der Fixbezug) für jedes volle Dienstjahr ab vereinbartem Stichtag, wobei ein Jahresbasisbruttobezug nicht überschritten werden darf. Werner Auli hat Anspruch auf eine Abfertigung gemäß § 23 österreichisches Angestelltengesetz, wobei die Vordienstzeiten im Konzern eingerechnet werden. In der Berechnungsgrundlage nach Angestelltengesetz sind auch die variablen Anteile enthalten.

Abfindung

Im Falle einer vorzeitigen Beendigung eines Vorstandsvertrags, sofern kein Verschulden des Vorstandsmitglieds vorliegt, wird die Restlaufzeit des Vertrags ausbezahlt. Im Falle einer vom Vorstandsmitglied verschuldeten vorzeitigen Beendigung wird keine Abfindung gewährt.

Sonstige Anwartschaften und Ansprüche im Zuge der Beendigung der Funktion bestehen nicht.

Vorstandsbezüge 1) EUR 1.000
2009 Auli Davies Langanger Roiss Ruttenstorfer Summe
Fix 574 648 583 681 779 3.265
Variabel 825 931 931 1.081 1.232 5.001
Pensionskassenbeiträge 126 245 455 341 574 1.739
Sachbezüge
(PKW, Unfallversicherung
und Aufwandersatz)
8 10 9 9 9 45
Ausüben von
Aktienoptionen
181 181
Summe 1.714 1.835 1.978 2.112 2.593 10.232

1) Auf Grund von Rundungsdifferenzen ergeben sich in den Einzelsummen Abweichungen. Die variablen Anteile beziehen sich auf den Zielerreichungs grad für das Geschäftsjahr 2008, deren Auszahlung 2009 erfolgte. Es erfolgte eine Verwertung aus dem Aktienoptionsplan 2004.

Weitere Informationen zum Long Term Incentive Programm und zu den Aktienoptionsplänen (Bewertung, ausstehende Optionen, Ausübungen in den Vorjahren) finden Sie in der Anhangangabe 27.

Directors and Officers (D&O) Versicherung

Die Vorstandsmitglieder sind auch im Rahmen einer Directors and Officers Liability Insurance und einer Rechtsschutzversicherung versichert. In diesen beiden Fällen sind auch alle Mitglieder des Aufsichtsrats und eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter versichert und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

Haftungsfreistellung

Für Mitglieder des Vorstands und weitere OMV Mitarbeiter in Organfunktionen von (direkten und indirekten) Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft besteht subsidiär eine Haftungsfreistellung seitens der OMV Aktiengesellschaft für Inanspruchnahme durch Dritte in Ausübung der Organfunktion, sofern nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorliegt.

Aktienbesitz von Vorstandsmitgliedern

Die Mitglieder des Vorstands hielten mit Stichtag 31. Dezember 2009 folgende Anzahl an Aktien der OMV Aktiengesellschaft:

Auli 23.270
Davies 28.920
Langanger 58.770
Roiss 174.528
Ruttenstorfer 45.030

Grundsätze der Vergütung ausgewählter Führungskräfte und Experten

Das Grundgehalt wird nach international anerkannten Verfahren zur Berücksichtigung der Marktgegebenheiten unter Beachtung der kollektivvertraglichen Regelungen festgelegt. Die für den Vorstand geltenden Grundsätze werden in angepasster Form auch auf diese Mitarbeiter angewendet.

Daher nehmen definierte Mitglieder in weiteren Führungsebenen des Konzerns (insgesamt ca. 85 Personen) an den Aktienoptionsplänen und am Long Term Incentive Programm teil. Ebenso gelten für sie jährliche Bonusvereinbarungen,

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten 2009 folgende Mitglieder an, die neben ihrer Funktion im Aufsichtsrat von OMV auch die angegebenen Aufsichtsratsmandate gemäß Regel C 58 öCGK inne haben:

Peter Michaelis

(Vorstand der ÖIAG), Vorsitzender, Mandate: Austrian Airlines AG (bis 3. September 2009) – Vorsitz, Österreichische Post AG – Vorsitz, Telekom Austria AG – Vorsitz

Rainer Wieltsch

Stv. Vorsitzender, Mandate: Austrian Airlines AG (bis 3. September 2009), Österreichische Post AG, Telekom Austria AG

Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti

(Manager/Evaluation & Execution, IPIC), Stv. Vorsitzende

Mohamed Al Khaja

(Division Manager/Research & Business Development, IPIC)

wie im Folgenden dargestellt:

Für etwa 2.800 Führungskräfte und Experten gab es 2009 ein gestuftes Management by Objectives-Programm (MbO), wonach Anspruch auf Bonifikation bei Erreichen der Ziele besteht. Länderweise unterschiedlich gibt es für sonstige Mitarbeiter Prämien, an deren Ausgestaltung auch die Arbeitnehmervertreter mitwirken.

Voraussetzung für Zahlungen ist in allen Systemen sowohl das Erreichen von finanziellen und nicht-finanziellen Unternehmenszielen als auch von individuell vereinbarten Zielen.

Die mit den Teilnehmern am MbO getroffenen Zielvereinbarungen sind für alle Teilnehmer über ein unternehmensweites Performance and Development System (PDS) einsehbar. Damit können die Teilnehmer wechselseitig Ziele berücksichtigen.

Elif Bilgi-Zapparoli

(Vorstandsvorsitzende EFG Istanbul Securities), (seit 13. Mai 2009)

Helmut Draxler

Mandate: RHI AG

Wolfram Littich

(Vorstandsvorsitzender Allianz Elementar Versicherungs-AG)

Gerhard Mayr

(bis 13. Mai 2009), Mandate: Lonza Group Ltd, UCB S.A., Alcon Inc.

Herbert Stepic

(Generaldirektor-Stellvertreter der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG)

Herbert Werner

Mandate: Innstadt Brauerei AG – Vorsitz, Ottakringer Getränke AG

Norbert Zimmermann

(Vorstand der Berndorf Industrieholding AG), Mandate: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG – Vorsitz, Bene AG, Oberbank AG

Von der Konzernvertretung entsendet (Arbeitnehmer):

Leopold Abraham, Wolfgang Baumann, Franz Kaba, Ferdinand Nemesch, Markus Simonovsky

Diversität

Bei der Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrats stehen einschlägiges Wissen und Erfahrung in Führungspositionen im Vordergrund. Zusätzlich wird auf eine auf Diversität erzielende Zusammensetzung geachtet. Unter dem Gesichtspunkt der Diversität ist zu berichten, dass sich unter den 15 Mitgliedern des Aufsichtsrats zwei Frauen befinden, vier Mitglieder unter 50 Jahre alt sind und drei Mitglieder nicht-österreichischer Nationalität sind.

Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat hat die in Anhang 1 öCGK festgelegten und darüber hinaus folgende Leitlinien für die von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats beschlossen: Das Aufsichtsratsmitglied darf nicht Mitglied einer Geschäftsführung einer verbundenen Gesellschaft sein. Das Aufsichtsratsmitglied darf von der Gesellschaft oder einer verbundenen Gesellschaft keine Aktienoptionen oder sonstige erfolgsbezogene Vergütungen beziehen. Das Aufsichtsratsmitglied darf kein Anteilseigner mit einer Kontrollbeteiligung (im Sinne der EU-Richtlinie 83/349 EWG) sein oder einen solchen vertreten.

Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder, mit Ausnahme von Helmut Draxler zur Dauer der Zugehörigkeit, haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2009 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (Regel C 53 öCGK). Gemäß Regel C 54 öCGK haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Bilgi-Zapparoli, Draxler, Littich, Stepic, Werner und Zimmermann erklärt, von den Großaktionären im Geschäftsjahr 2009 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Zur Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstands, diskutiert der Aufsichtsrat Lage und Ziele des Unternehmens in jenen Sitzungen, in denen auch (abgesehen von Dringlichkeitsfällen) die Beschlüsse gefasst werden. Vier Ausschüsse optimieren den Einsatz der Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder. Im Folgenden dazu ein kurzer Überblick (siehe auch Bericht des Aufsichtsrats):

Der Aufsichtsrat hat sechs Sitzungen, davon eine der Strategie gewidmet, abgehalten.

Präsidial- und Nominierungsausschuss

Dieser Ausschuss ist ermächtigt, in dringenden Angelegenheiten zu entscheiden. Der Aufsichtsrat kann dem Präsidial- und Nominierungsausschuss im Einzelfall oder auf Dauer weitere Aufgaben und Genehmigungsbefugnisse übertragen. Als Nominierungsausschuss unterbreitet er dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung neuer oder frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit der Nachfolgeplanung. Ferner unterbreitet er der Hauptversammlung Vorschläge zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. Es haben acht Sitzungen des Präsidialund Nominierungsausschusses stattgefunden, die sich insbesondere mit der Nachfolgeplanung sowie der Nachfolgesuche für den Vorstandsbereich Exploration und Produktion beschäftigt haben.

Prüfungsausschuss

Dem Prüfungsausschuss obliegen die Aufgaben gemäß § 92 Abs. 4a AktienG. Es haben vier Sitzungen des Prüfungsausschusses stattgefunden. In diesen wurden insbesondere die Vorbereitung der Abschlussprüfung, gesetzliche Änderungen und deren Umsetzung, Tätigkeit der Abschlussprüfer, der Internen Revision des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements behandelt sowie Vorschläge zur Auswahl der Abschlussprüfer und der Behandlung des Jahresabschlusses erarbeitet.

Abschlussprüfer: Im Zuge der Vorschlagserstattung für die Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung, die dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat obliegt, ist auch die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers zu beachten, wobei Prüfungsentgelt und sonstige Entgelte gegenüber zu stellen sind. Der Aufwand für den

Abschlussprüfer, Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH (einschließlich deren Netzwerk im Sinne des § 271b UGB), betrug 2009 für sonstige Aufträge EUR 1,97 Mio; für die Konzernprüfung EUR 2,5 Mio.

Projektausschuss

Bei Bedarf bereitet der Projektausschuss in Zusammenarbeit mit dem Vorstand grundlegende Entscheidungen komplexer Natur vor und berichtet über die Ergebnisse und allfällige Empfehlungen an den Aufsichtsrat. Der Projektausschuss hat zweimal getagt und dabei insbesondere spezifische potenzielle Akquisitionsprojekte erörtert.

Vergütungsausschuss

Der Vergütungsausschuss (dem keine Arbeitnehmervertreter angehören) befasst sich mit allen Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er ist somit insbesondere zum Abschluss, der Änderung und Auflösung der Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern sowie zur Entscheidung über die Gewährung von Bonifikationen (variable

Bezüge) und dergleichen an Vorstandsmitglieder ermächtigt. Es haben drei Sitzungen des Vergütungsausschusses stattgefunden, die Ziele für und die Gewährung von Bonifikationen festgelegt sowie den Vertrag mit dem Nachfolger von Helmut Langanger behandelt haben.

Interessenkonflikte, zustimmungspflichtige Geschäfte mit Mitgliedern des Aufsichtsrats

Zustimmungspflichtige Verträge gemäß § 95 Abs. 5 Z 12 AktienG gab es nicht; hingewiesen sei auf Transaktionen im Umfang von ca. EUR 1,4 Mrd mit RZB (Vorstandsmitglied Stepic, weniger als 1% der Bilanzsumme der Raiffeisengruppe).

Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats werden nach dem in der Geschäftsordnung ausführlich geregelten Verfahren behandelt.

Vergütung

Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung (HV) jährlich die Vergütungen der von ihr gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die HV 2009 hat für das Geschäftsjahr 2008 folgendes Vergütungsschema beschlossen:

Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder EUR

für den Vorsitzenden 29.200
für die Stellvertreter 21.900
für die Mitglieder 14.600
für den Vorsitzenden eines Ausschusses 12.000
für den stellvertretenden Ausschussvorsitzenden 10.000
für die Mitglieder eines Ausschusses 8.000

Die bei den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern angeführten Beträge wurden 2009 für das Geschäftsjahr 2008 ausbezahlt; Aufwandersatz (Reisespesen, Sitzungsgeld) ist darin nicht enthalten.

Funktion/Ausschussmitglied 1) Vergütung (in EUR) Dauer 1)
(Stv.) Vorsitzender; auch in 77.200 24.5.2002 – oHV 2014
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Stv. Vorsitzender; auch in 21.931 7.6.1995 – 14.5.2008
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
Stv. Vorsitzende; auch in 37.969 14.5.2008 – oHV 2014
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
(Stv.) Vorsitzender; auch in 59.900 23.5.2001 – oHV 2014
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA
13.5.2009 – oHV 2014
PrüfA 22.600 16.10.1990 – oHV 2014
PräsA, ProjA 11.203 18.5.1999 – 14.5.2008
PräsA, ProjA 19.397 14.5.2008 – oHV 2014
ProjA, PrüfA 30.600 23.5.2001 – oHV 2014
14.600 24.5.2002 – 13.5.2009
14.600 18.5.2004 – oHV 2014
PrüfA 22.600 4.6.1996 – oHV 2014
ProjA, VergA 27.671 23.5.2001 – oHV 2014
PräsA, ProjA, PrüfA Die Entsendung seitens
PräsA, PrüfA der Konzernvertretung ist
ProjA unbefristet; jedoch können
die Arbeitnehmervertreter
ProjA, PrüfA jederzeit von der Konzern
vertretung abberufen werden.

1) Erläuterung: PräsA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, ProjA = Projektausschuss, PrüfA = Prüfungsausschuss, VergA = Vergütungsausschuss, oHV = ordentliche Hauptversammlung

Peter Michaelis hat in Entsprechung seines Vorstandsvertrags mit der ÖIAG die Vergütung für seine Aufsichtsratsfunktion in der OMV Aktiengesellschaft an die ÖIAG abgetreten.

Mitwirkung der Arbeitnehmervertretung

Die Konzernvertretung hält regelmäßig Aussprachen mit dem Vorstand. Diese dienen der wechselseitigen Information über Arbeitnehmer betreffende Entwicklungen im Unternehmen.

Minderheitenrechte der Aktionäre

  • Hauptversammlung: Wenn mindestens 5% der Aktionäre dies verlangen, muss eine Hauptversammlung einberufen werden.
  • Mindestens 5% der Aktionäre können die Aufnahme von Tagesordnungspunkten verlangen.
  • Mindestens 1% der Aktionäre kann zu jedem Punkt der Tagesordnung Beschlussvorschläge übermitteln. Diese sind von der Gesellschaft auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen.
  • Mindestens 10% der Aktionäre können eine

Sonderprüfung bei Vorliegen von Verdachtsgründen für Unredlichkeiten oder grobe Verletzungen von Gesetz oder Satzung durchsetzen.

  • Bei der Hauptversammlung sind alle ordnungsgemäß angemeldeten Aktionäre zur Teilnahme, einschließlich Fragen und Abstimmung berechtigt.
  • Wahl des Aufsichtsrats: Wenn dieselbe Hauptversammlung zwei oder mehr Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat, muss über jede zu besetzende Stelle gesondert abgestimmt werden. Wenn dieselbe Hauptversammlung wenigstens drei Aufsichtsratsmitglieder zu wählen hat und sich vor der Abstimmung über die letzte zu besetzende Stelle ergibt, dass wenigstens ein Drittel aller abgegebenen Stimmen bei allen

vorangegangen Wahlen zugunsten derselben Person, aber ohne Erfolg abgegeben wurde, muss diese Person ohne weitere Abstimmung als für die letzte Stelle gewählt erklärt werden, sofern sie auch für diese Stelle kandidiert.

Frauenförderung

  • Das Unternehmen ist bemüht, die Entwicklung von Frauen in Führungspositionen zu fördern. Zwar ist im Vorstand der OMV Aktiengesellschaft keine Frau vertreten, doch leitet Mariana Gheorghe als Vorstandsvorsitzende der OMV Petrom SA das größte Konzernunternehmen der Gruppe. In den Aufsichtsrat der OMV Aktiengesellschaft wurden von der Hauptversammlung zwei Frauen gewählt, das sind 20% der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder.
  • Von den leitenden Positionen unterhalb der Vorstandsebene werden rund 18% von Frauen eingenommen. Der Frauenanteil im Konzern insgesamt beträgt etwa 22%. Als sehr technikorientiertes Unternehmen ist es schwierig in allen Bereichen eine adäquate Frauenquote zu erzielen, in den nicht-technischen Bereichen stellen sich die Aufnahmequoten als ausgewogen dar.
  • Im Rahmen der Karriere- und Nachfolgeplanung wird der Frauenanteil der Besetzungsquote jedes Jahr erhoben und analysiert, hier besteht noch Nachholbedarf. Für 2010 ist die Erarbeitung eines Diversity-Plans vorgesehen; dieser sollte bis spätestens September 2010 abgeschlossen sein.

Wien, am 23. März 2010

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Gerhard Roiss

Werner Auli David C. Davies Helmut Langanger

Lagebericht

Geschäftsverlauf 2009

Die im Geschäftsjahr 2009 erwirtschafteten Umsatzerlöse betrugen EUR 69,67 Mio (2008: EUR 74,58 Mio). Da die OMV Aktiengesellschaft die Aufgaben einer Management-Holding wahrnimmt, bestehen die Umsatzerlöse hauptsächlich aus den an die Nachfolgegesellschaften verrechneten Konzernumlagen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) beläuft sich auf EUR 0,96 Mio (2008: EUR 13,63 Mio). Das deutlich höhere Betriebsergebnis des Vorjahrs ist im Wesentlichen auf Erträge aus Rückstellungsanpassungen für das Aktienoptionsprogramm zurückzuführen.

Der Finanzerfolg errechnet sich im Geschäftsjahr 2009 mit EUR 11,10 Mio (2008: EUR 583,05 Mio). Durch die Funktion der OMV Aktiengesellschaft als Holding spiegelt primär das Finanzergebnis mit den Dividenden- und Beteiligungserträgen den Geschäftsverlauf wider. Die Netto-Erträge aus Beteiligungen betrugen EUR 515,47 Mio und lagen damit unter dem Niveau von 2008 (EUR 894,33 Mio). In 2009 gab es keine Dividendenerträge von Petrom (2008: EUR 155,15 Mio).

Die Gesellschaften im Bereich Exploration und Produktion (E&P) ohne Petrom verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr, vor allem auf Grund der rückläufigen Rohölpreise und den Auswirkungen der im zweiten Halbjahr 2008 erneuerten libyschen E&P-Verträge eine Reduktion des Beteiligungsergebnisses auf EUR 287,37 Mio (2008: EUR 517,20 Mio).

Das Beteiligungsergebnis des Bereichs Raffinerien und Marketing (R&M) ohne Petrom sank auf EUR -80,40 Mio (2008: EUR 92,01 Mio). Der Rückgang ist vor allem auf das deutlich schlechtere europäische Raffineriemargenumfeld zurückzuführen.

Die Beteiligungsergebnisse des Bereichs Gas und Power (G&P) ohne Petrom lagen mit EUR 106,82 Mio über dem Vorjahresniveau (2008: EUR 92,89 Mio). Das Gas und Power Ergebnis 2008 wurde von Finanzaufwendungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung der OÖFG-Beteiligung belastet.

Im laufenden Geschäftsjahr wurde die von einer Enkelgesellschaft gehaltene Beteiligung am ungarischen Öl- und Gasunternehmen MOL verkauft. Die Auswirkungen aus dem Verkauf für die OMV Aktiengesellschaft betragen netto TEUR 288.000 und setzen sich aus einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von TEUR 477.056 sowie einer

Erhöhung des Beteiligungsertrages in Höhe von TEUR 189.056 aus dem Tochterunternehmen der OMV Solutions GmbH zusammen. Die Erhöhung des Beteiligungsertrages resultiert aus der Auflösung von in diesem Zusammenhang in Vorjahren gebildeten Rücklagen.

Investitionen

Die Investitionen im Jahre 2009 sind im Wesentlichen geprägt von Kapitalerhöhungen der OMV Exploration & Production GmbH und der OMV Gas & Power GmbH, beide 100%-Töchter der OMV Aktiengesellschaft. Weiters beteiligte sich die OMV Aktiengesellschaft an der Kapitalerhöhung der Wiener Börse AG.

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit für das Geschäftsjahr 2009 betrug EUR 948,60 Mio (2008: EUR 834,07 Mio), der Cashflow aus der Investitionstätigkeit EUR -1.828,65 Mio (2008: EUR -758,81 Mio) und der Cashflow aus der Finanzierung EUR 855,31 Mio (2008: 201,50 Mio). Die Investitionen betrafen vor allem eine Aufstockung der langfristigen Forderungen an die OMV Clearing und Treasury GmbH. Die Finanzierungstätigkeit war geprägt durch die Aufnahme einer langfristigen Anleihe über EUR 1.250 Mio.

Der Jahresüberschuss betrug EUR 18,48 Mio (2008: 583,05 Mio).

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Jahr 2009 auf EUR 9.889,01 Mio (2008: 8.752,88 Mio).

Das Eigenkapital einschließlich unversteuerter Rücklagen wurde zum 31. Dezember 2009 mit EUR 6.104,20 Mio ermittelt (2008: EUR 6.384,48 Mio). Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2009 betrug 61,73% (2008: 72,94%).

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2009 lag bei rund 49,48% (2008: 54,53%).

Der ROE (Return on Equity, Jahresüberschuss/durchschnittliche Eigenmittel) wurde mit 0,3% (2008: 9,3%) ermittelt.

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter, die in der Konzernführung tätig waren, betrug im Jahr 2009 124 (2008: 122).

Informationen gemäß § 243a

Unternehmensgesetzbuch (UGB) Gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB) sind die folgenden Informationen anzugeben:

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 300.000.000 und ist in 300.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Zwischen den Kernaktionären International Petroleum Investment Company (IPIC) und Österreichische Industrieholding Aktiengesellschaft (ÖIAG) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.
    1. ÖIAG hält 31,5% und IPIC hält 20,0% des Grundkapitals.
    1. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht.
    1. Arbeitnehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
    1. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 AktienG (Aktiengesetz) und Satzungsänderungen (ausgenommen Unternehmensgegenstand) genügt die einfache Stimmen- und Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
    1. a) Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2014, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 77,9 Mio durch Ausgabe von bis zu 77.900.000 Stück neuen auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital).

b) Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Ziffer 1 AktienG um bis zu EUR 77,9 Mio durch Ausgabe von bis zu 77.900.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung

darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 13. Mai 2009 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

c) Die Summe der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen aktuell oder potenziell auszugebenden Bezugsaktien und die Anzahl der aus dem genehmigten Kapital auszugebenden Aktien darf 77.900.000 Stück nicht überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen nach lit. a und b), wobei das Wandlungsrecht der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen jedenfalls gewahrt sein muss.

d) Die Hauptversammlung vom 13. Mai 2009 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß (derzeit 10% des Grundkapitals) während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Die eigenen Aktien können zur Bedienung der Aktienoptionspläne verwendet oder jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Anbot veräußert werden. Der Vorstand ist auch ermächtigt, eigene Aktien einzuziehen oder eigene Aktien zum Bedienen von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, zum Aktientausch zum Zweck der Beteiligung an anderen Unternehmen und zu jedem beliebigen, gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden.

    1. Laut Gesellschaftervereinbarung zwischen OMV und Dogan Sirketler Grubu Holding A.S. (Dogan) betreffend Petrol Ofisi A.S. ist im Falle eines Kontrollwechsels entweder bei OMV oder bei Dogan zu bestimmten strategischen Erwerbern (d.h., wenn der Erwerber OMV oder Dogan nach IFRS in seinen Vollkonsolidierungskreis einzubeziehen hat oder gleichberechtigt die gemeinsame Kontrolle mit einem Dritten ausüben kann) die jeweils andere Partei bis zum 16. Mai 2016 berechtigt, Anteile an Petrol Ofisi im Ausmaß von 34% zu einem Preis auf Basis einer vereinbarten Preisformel zu übernehmen und damit die Gesellschaftervereinbarung zu beenden.
    1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.
    1. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontrollund des Risikomanagementsystems im Hinblick

auf den Rechnungslegungsprozess sind: Standards für interne Kontrollsysteme werden in internen Konzernrichtlinien festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Standards durch regelmäßige Prüfungen einzelner Konzerngesellschaften und berichtet dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen. Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen durch das Konzern-IFRS-Accounting-Manual wird ebenfalls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagement-System. Der Rechnungslegungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Die identifizierten Teilprozesse werden basierend auf einem rollierenden Zeitplan hinsichtlich ihrer Effektivität geprüft und an Best-Practice ausgerichtet (z.B. Derivate, Forderungsmanagement, Bilanzierung von Anlagevermögen). Zusätzlich beurteilen die Wirtschaftsprüfer regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

Risikomanagement

Risikomanagement ist als eine unternehmensweite integrierte Funktion in Group Treasury der OMV Aktiengesellschaft angesiedelt. Der unternehmensweite Risiko Identifikations- und Bewertungsprozess wird einerseits von dort koordiniert, andererseits werden Risiken im Gesamtportfolio als Nettoposition aggregiert. Auf dieser um Diversifikationseffekte reduzierten Basis werden dann verschiedene Maßnahmen zur Risiko-Steuerung im Rahmen der Risikoreduktion gesetzt insbesondere betreffend direkter finanzieller Risiken wie Zinsen, Fremdwährungen, Liquidität, Pensionen. Die Analyse des strategischen Marktpreisrisikos erfolgt ebenso in Group Treasury. Die OMV Aktiengesellschaft beobachtet darüber hinaus laufend das Beteiligungsrisiko (Werthaltigkeit) des Konzerns, sowie die Transaktionsrisiken von Großinvestitionen.

Zins- und Liquiditätsrisiken werden über festgelegte Limite gesteuert. Zur Steuerung können seitens des Konzern-Treasury Derivate (Swaps) eingesetzt werden. Konkret wurden zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Konzerns Teile der bestehenden USDund EUR-Kredite von fixen auf variable Zinsen umgestellt.

Entscheidungen über Marktpreisabsicherungen werden von einem Operating Committee dem Vorstand vorgeschlagen, zentral abgewickelt und kontrolliert. Um den Cashflow gegen einen nachteiligen Einfluss von sinkenden Ölpreisen zu schützen, hat die OMV Aktiengesellschaft im eigenen Namen für einige ihrer Konzernunternehmen derivative Instrumente eingesetzt, welche die Erlöse aus 25.000 bbl/d für 2010 absichern. Als Absicherungsinstrument wurden Puts eingesetzt, die eine Preisuntergrenze von durchschnittlich USD 55,17/bbl absichern. Diese Puts wurden mit Call-Optionen so finanziert, dass initiale Zahlungen vermieden wurden (Null-Kosten-Struktur), wobei dadurch die Konzerngesellschaften nicht von Ölpreisen über USD 75/bbl im Jahr 2010 für das betreffende Volumen profitieren würde.

Für das Jahr 2009 wurden Put-Spreads (finanziert über Call Optionen) für ein Volumen von 25.000 bbl/d eingesetzt, um eine Preisuntergrenze von USD 80/bbl abzusichern, solange der Ölpreis über USD 65/bbl lag. Bei einem Ölpreis unter USD 65/bbl war das Absicherungsergebnis USD 15/bbl über dem Marktpreis. Diese Hedges führen in den betroffenen Konzerngesellschaften zu einem positiven Cashflow von ca. USD 108 Mio (davon USD 13 Mio im Jahr 2010).

Die größten Fremdwährungsrisiken werden durch Schwankungen des USD gegenüber EUR und RON verursacht. Durch Verkäufe aus der Öl- und Gasproduktion entsteht im Konzern eine Netto-USD-Long-Position. Die Auswirkungen auf den Cashflow und/oder die Bilanz (Translationsrisiko) werden ebenso wie die Relation zum Ölpreis regelmäßig analysiert. Im FX-Risikomanagement wurde die ermittelte operative USD-Long-Position der Gruppe aufgrund von USD denominerten oder USD abhängigen geplanten Auszahlungen in ähnlicher Höhe für 2009 nicht durch Derivate abgesichert. Die OMV Aktiengesellschaft hat für 2009 Währungsderivate (EUR-USD) in einem Ausmaß von rund USD 1 Mrd abgeschlossen, durch die die Konzerngesellschaften für das betreffende Volumen nur Währungsschwankungen zwischen EUR-USD 1,32 bis 1,15 ausgesetzt waren. Diese Absicherungen führen in den betroffenen Konzerngesellschaften zu einem positiven Cashflow von EUR 42 Mio (davon EUR 6 Mio im Jahr 2010).

Das Währungsrisiko von Beteiligungen (Translationsrisiko), also die Auswirkung auf Gewinn- und Verlustrechnung sowie Bilanz, wird zentral beobachtet. OMV ist durch maßgebliche Beteiligungen in Rumänien und der Türkei Währungsumrechnungsrisiken ausgesetzt.

Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten des Konzerns wird weiterhin auf der Basis von Länder- und Bankenlimits bestimmt: Die Risiken betreffend Banken und Finanzinstitutionen sowie die großen Handelspartner werden von Group Treasury zentral gesteuert, alle übrigen Kontrahentenrisiken werden auf Geschäftsbereichsebene gesteuert.

Der weitgehend zentrale Finanzierungsansatz führt notwendigerweise dazu, dass die OMV Aktiengesellschaft das Ausfallsrisiko von Konzerngesellschaften übernimmt. Durch eine laufende Aktualisierung der unterjährigen Liquiditätsplanung wird die Entwicklung der Konzerngesellschaften kontinuierlich beobachtet und es können bei Bedarf geeignete Gegenmaßnahmen gesetzt werden.

Die Werthaltigkeit der Beteiligungen wird regelmäßig durch Anwendung anerkannter Bewertungsmethoden überprüft. Im Bedarfsfall wurden entsprechende Wertberichtigungen erfasst.

Gesundheit, Sicherheit, Umwelt (HSE)

OMV Aktiengesellschaft nimmt eine zweifache Rolle im HSE-Management ein, die der Steuerung für den gesamten Konzern sowie die operative Umsetzung für die Holdinggesellschaft. So leitet und koordiniert die OMV Aktiengesellschaft in Absprache mit den Geschäftsbereichen und der Petrom die Formulierung der konzernweiten HSE-Strategie, der Klimaschutzstrategie und der Balanced Score Card Ziele. Im Jahr 2009 gab es in der OMV Aktiengesellschaft keinen berichteten Unfall und auch keinen Beinaheunfall. Das Bewusstsein für Gesundheits-, Sicherheit- und Umweltfragen wurde durch Trainings und Informationsveranstaltungen weiter gestärkt. Die Schwerpunkte lagen bei den Themen "Verkehrssicherheit & OMV" und "Sicher bewegen im neuen Headquarter", nachdem ca. 1.800 Mitarbeiter von verschiedenen Standorten in eine neue Konzernzentrale übersiedelt sind.

Aktive Miteinbeziehung der Mitarbeiter bei Gesundheitsthemen wird mit Gesundheitszirkeln erreicht, in denen die Mitarbeiter ihre Anliegen und Vorschläge aktiv einbringen können. Nach der Übersiedlung in die neue Zentrale wurde ein neuer, geschäftsbereichsübergreifender Zirkel zusammengestellt. Die arbeitsmedizinische Ambulanz am neuen Standort, bietet neben der regelmäßigen ambulanten, ärztlichen Ordinationsbetreuung zahlreiche Kurse in Yoga, Pilates und dergleichen an. Mitarbeiterinnen für Physiotherapie und Ernährungsberatung stehen regelmäßig zur Verfügung. An einer Gesundenuntersuchungsaktion nahmen über 470 Mitarbeiter am Standort teil. Nach dem Umzug wurden alle Arbeits-

Wien, am 23. März 2010 Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender

Werner Auli Mitglied des Vorstands Gas und Power

David C. Davies Mitglied des Vorstands Finanzen

plätze begangen und es wurde eine Messaktion bezüglich Klimatisierung durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten keine auffälligen Werte bezüglich Klima, Strahlung und Temperatur.

2009 wurde die Konzernrichtlinie des HSE-Managementsystems auditiert (Second Party Audit durch die Interne Revision). Einige Verbesserungsvorschläge wurden angesprochen und befinden sich in der Umsetzungsphase.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 10. Februar 2010 wurde eine Anleihe mit 10 Jahren Laufzeit und einem Nominale von EUR 500 Mio ausgegeben.

Ausblick 2010 für den OMV Konzern

Wir erwarten, dass der Brent-Rohölpreis auch im Jahr 2010 eine hohe Volatilität aufweisen und sich ähnlich wie im zweiten Halbjahr 2009 innerhalb eines Preisbands von USD 60-80/bbl bewegen wird. Die Brent-Urals Spanne wird weiterhin niedrig erwartet. Wir gehen davon aus, dass die relevanten Wechselkurse (EUR-USD, EUR-RON und USD-RON) volatil bleiben, wobei keine wesentlichen Kursänderungen im Vergleich zu 2009 erwartet werden. Der Markt für Raffinerieprodukte wird auch 2010 herausfordernd bleiben, die Petrochemiemargen werden zudem durch neue Produktkapazitäten im Mittleren Osten weiter unter Druck kommen. Die Marketingmengen und -margen werden weiterhin schwach erwartet, bis das gesamtwirtschaftliche Umfeld klarere Signale einer Konjunkturerholung zeigt. Um den Cashflow des Konzerns gegen niedrigere Ölpreise in 2010 teilweise abzusichern, wurde im zweiten Quartal 2009 Rohöl-Hedging für eine Produktionsmenge von 63.000 bbl/d im kommenden Jahr mit einem Floor von USD 54/bbl bzw. einem Cap von USD 75/bbl abgeschlossen. Nachdem verschiedene Investitionsprojekte 2009 aufgeschoben wurden, plant OMV 2010 die Investitionen, exklusive größere Akquisitionen, auf rund EUR 2,8 Mrd zu erhöhen und gleichzeitig das starke Investment Grade Credit Rating sowie ein stabiles Finanzprofil aufrechtzuerhalten.

Gerhard Roiss Generaldirektor-Stellvertreter, Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie

Helmut Langanger Mitglied des Vorstands bis 30. Sept. 2010 Exploration und Produktion

Jahresabschluss Bilanz zum 31. Dezember 2009

Aktiva EUR 1.000
Anhangangabe 2009 2008
Anlagevermögen
1
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0
Sachanlagen 6.202 8.260
Finanzanlagen 4.886.522 4.764.684
4.892.724 4.772.944
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 4.622.442 3.593.393
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 58 196
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 75.038 61.974
4.697.538 3.655.586
Eigene Anteile 13.386 13.859
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 272.006 296.745
4.982.930 3.966.190
Latente Steuern 9.613 12.648
Rechnungsabgrenzungsposten 3.740 1.096
Summe Aktiva 9.889.007 8.752.878
Passiva EUR 1.000
Anhangangabe 2009 2008
Eigenkapital
3
Grundkapital 300.000 300.000
Kapitalrücklagen
gebundene 1.006.610 1.006.610
nicht gebundene 334 334
Gewinnrücklagen
freie Rücklage 4.478.005 4.683.032
Rücklage für eigene Anteile 13.386 13.859
Bilanzgewinn, davon Gewinnvortrag 76.419 (2008: 1.135) 300.400 375.181
6.098.735 6.379.016
Unversteuerte Rücklagen
4
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 5.464 5.464
Rückstellungen
5
Rückstellungen für Abfertigungen 7.180 6.409
Rückstellungen für Pensionen 7.240 7.642
Steuerrückstellungen 8.600
Sonstige Rückstellungen 53.143 55.543
76.163 69.594
Verbindlichkeiten
6
Anleihen 1.500.000 250.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 778.625 1.400.336
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.573 8.908
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.192.756 468.292
Sonstige Verbindlichkeiten 219.780 171.268
3.702.734 2.298.804
Rechnungsabgrenzungsposten 5.911
Summe Passiva 9.889.007 8.752.878
Haftungsverhältnisse
7
3.376.932 1.587.564

Gewinn- und Verlustrechnung

EUR 1.000
Anhangangabe 2009 2008
1. Umsatzerlöse
8
69.668 74.580
2. Sonstige betriebliche Erträge
9
10.244 20.761
3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen
10
–1.555 –3.151
4a. Personalaufwand
11
–30.221 –27.168
4b. Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung
12
–3.550 –3.482
5. Abschreibungen –214 –365
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
13
–43.409 –47.545
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebserfolg) 963 13.630
8. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen 596.340 (2008: 890.420)
14
596.783 895.039
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen 57.814 (2008: 34.428) 60.197 37.255
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen 71.452 (2008: 117.588) 101.040 151.114
11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens 462 1.952
12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
davon aus Abschreibungen 477.056 (2008: 365.241)
davon aus verbundenen Unternehmen 81.317 (2008: 714)
14
–558.374 –365.955
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon aus verbundenen Unternehmen 49.560 (2008: 38.797) –189.005 –136.355
14. Zwischensumme aus Z 8 bis 13 (Finanzerfolg) 11.103 583.050
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 12.066 596.680
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
15
6.415 –13.634
17. Jahresüberschuss 18.481 583.046
18. Auflösung von Gewinnrücklagen 205.500
19. Zuweisung zu Gewinnrücklagen –209.000
20. Gewinnvortrag 76.419 1.135
21. Bilanzgewinn 300.400 375.181

Anhang

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 der OMV Aktiengesellschaft, Wien, ist nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der aktuellen Fassung erstellt worden. Weiters erstellt die OMV Aktiengesellschaft als Mutterunternehmen des OMV Konzerns einen gesonderten Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRSs).

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die detaillierte Darstellung erfolgt im Anhang. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Der Abschluss wurde in Euro (EUR) erstellt. Die zahlenmäßige Darstellung erfolgt in Tausend Euro (EUR 1.000, TEUR), auf Grund der Darstellung in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Kategorie Nutzungsdauer
Gebäude 10–50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4–20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4–25 Jahre

In Anlehnung an die steuerrechtlichen Bestimmungen wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vorgenommen.

Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen bei Anlagegegenständen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Betrag von bis EUR 400 werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und voll abgeschrieben und im Anlagespiegel im Anschaffungsjahr als Zu- und Abgang ausgewiesen.

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskursen oder bei Vorliegen niedrigerer Börsenstichtagskurse mit diesen bewertet.

Um Zugang zu einem der größten Wachstumsmärkte in Europa zu erhalten, erwarb OMV am 16. Mai 2006 von Dogan Holding einen 34%-Anteil an Petrol Ofisi, dem führenden Unternehmen im Tankstellen- und Kundengeschäft in der Türkei. In den Vorjahren erwarb die OMV Aktiengesellschaft weitere Anteile und hält zum Bilanzstichtag 41,58% an Petrol Ofisi. Die türkische Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (EMRA) hat am 31. August 2006 eine Gesamtstrafe in der Höhe von TRY 1,6 Mrd (EUR 0,7 Mrd) gegenüber 28 von 30 türkischen Distributionsunternehmen verhängt und bezieht sich auf einen Rechtsstreit betreffend die Belieferung von Vertriebsgesellschaften ohne Lizenz während der Übergangsperiode nach der Einführung des neuen türkischen Mineralölgesetzes Anfang 2005.

Für Petrol Ofisi A.S. und ihre Tochtergesellschaft ERK Petrol Yatirimlari A.S. wurde eine Strafe von rund TRY 600 Mio (rund EUR 277 Mio) verhängt. Petrol Ofisi hat beim Obersten Gerichtshof und beim Verwaltungsgericht die Aufhebung der Strafe und einen Zahlungsaufschub bis Ende des Verfahrens beantragt. Am 31. Jänner 2007 wurde vom Obersten Gerichtshof dem Antrag auf Zahlungsaufschub bis Ende des Verfahrens stattgegeben. Auf Grund der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wurde 2009 – wie auch in den Vorjahren – keine Rückstellung für den Sachverhalt gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungswerten bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Fremdwährungsforderungen werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem niedrigeren Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) am Bilanzstichtag bewertet. Für alle erkennbaren Risiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Gemäß § 198 UGB Absätze 9 und 10 wurden im Berichtsjahr latente Steuern aus temporären Differenzen gebildet. Die latenten Steuern werden unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Ab dem Geschäftsjahr 2005 erfolgt seitens OMV Aktiengesellschaft auf Grund der Gruppenbildung gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz die Verrechnung von Steuerumlagen gegenüber den Gruppengesellschaften. Auf Basis eines Ergebnisabführungsvertrags übernimmt OMV Aktiengesellschaft Gewinne und Verluste ihrer Nachfolgegesellschaften.

In der OMV Aktiengesellschaft gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen treffen die Gesellschaft nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird

durch die Bildung von Pensionsrückstellungen bzw. durch Zahlung an eine außerbetriebliche Pensionskasse Rechnung getragen. Das Risiko im Zusammenhang mit diesen leistungsorientierten Pensionsplänen verbleibt bei OMV.

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Method (laufendes Einmalprämienverfahren) berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Berechnung von Pensions- und Abfertigungsrückstellungen werden versicherungstechnische Gewinne und Verluste, die innerhalb eines Korridors von 10% des höheren Werts aus den erwarteten Ansprüchen oder des Planvermögens, jeweils am Periodenbeginn, anfallen, nicht berücksichtigt. Der Überschuss an versicherungstechnischen Gewinnen und Verlusten, der den Korridor überschreitet, wird über die durchschnittliche verbleibende Dienstzeit der am Plan teilnehmenden Beschäftigten amortisiert. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzerfolg dargestellt.

Zahlungen für beitragsorientierte Pensionsverpflichtungen sind im laufenden Pensionsaufwand ausgewiesen.

Verbindlichkeiten für Personallösungen werden gebucht, wenn diese betragsmäßig fixiert sind und ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann.

Für nach kaufmännischer Beurteilung erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten wird durch die Bildung von entsprechenden Rückstellungen vorgesorgt.

Verbindlichkeiten werden mit den Nennwerten bzw. dem höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem höheren Kurs der EZB am Bilanzstichtag bewertet.

Erläuterungen zum Long Term Incentive (LTI) Plan 2009

Im Jahr 2009 wurden die Aktienoptionspläne durch einen LTI Plan für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte ersetzt. Teilnehmer müssen bis zum Ende der Behaltefrist Aktien halten. Am Anspruchstag werden den Teilnehmern Bonusaktien gewährt. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. Die Auszahlung erfolgt in bar oder durch Aktien.

Für zukünftige erwartete Kosten des LTI Plans besteht zum Bilanzstichtag eine Rückstellung, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit Hilfe eines Modells ermittelt, welches auf der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht. Erwartete Dividenden wurden ebenfalls entsprechend der Mittelfristplanung der Gesellschaft einbezogen. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über den Beobachtungszeitraum von drei Jahren verteilt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2009 belief sich auf TEUR 3.747 (2008: TEUR 0), die Nettodotierung im Berichtsjahr auf TEUR 3.747 (2008: TEUR 0).

Bedingungen

Plan 2009
Planbeginn 1.1.2009
Ende Leistungszeitraum 31.12.2011
Anspruchstag 31.3.2012
Ende der Behaltefrist 31.3.2014
Erforderliches Eigeninvestment
Vorstandsvorsitzender 38.278 Aktien
Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter 28.469 Aktien
Vorstandsmitglieder 20.096 Aktien
Leitende Führungskräfte 5.742 Aktien 1)
Eigeninvestment
Mitglieder des Vorstands
Auli 20.096 Aktien
Davies 20.096 Aktien
Langanger 20.096 Aktien
Roiss 28.469 Aktien
Ruttenstorfer 38.278 Aktien
Vorstände gesamt 127.035 Aktien
Andere Führungskräfte gesamt 202.412 Aktien
Eigeninvestment gesamt 329.447 Aktien
Erwartete Bonusaktien 268.023 Aktien
Maximale Bonusaktien 576.532 Aktien
Beizulegender Zeitwert des Planes (TEUR) 11.240

1) Oder 12,5%, 25%, 50%, 75% davon.

Erläuterungen zu den Aktienoptionsplänen 2004 – 2008

Auf Basis der Beschlüsse der jeweiligen Hauptversammlungen wurden seitens der Gesellschaft für den Vorstand und für einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte des Konzerns beginnend mit dem Jahr 2000 langfristige, erfolgsorientierte Entlohnungspläne aufgelegt. Danach werden dem angeführten Personenkreis unter der Voraussetzung eines Eigeninvestments Optionsrechte für den begünstigten Erwerb von OMV Aktien (bzw. Geldgegenwert) eingeräumt, sofern ein Anstieg im Aktienkurs von zumindest 15% erzielt wird (Planhürde Aktienkurs).

In den folgenden Darstellungen wurde der am 11. Juli 2005 vorgenommene Aktiensplit im Verhältnis 1:10 sowohl bei der Stückanzahl als auch bei den Werten berücksichtigt.

Zum Zeitpunkt der Gewährung stellten sich die Pläne wie folgt dar:

Wesentliche Bedingungen

Plan 2008 Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005 Plan 2004
Planbeginn 1.9.2008 1.9.2007 1.9.2006 1.9.2005 1.9.2004
Planende 31.8.2015 31.8.2014 31.8.2013 31.8.2012 31.8.2011
Sperrfrist 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre
Ausübungspreis Optionen EUR 47,550 EUR 47,850 EUR 45,190 EUR 34,700 EUR 16,368
Anzahl Optionen je Aktie Eigeninvestment 20 20 20 20 15
Voraussetzung für Planteilnahme
Eigeninvestment für Vorstände 1.136 Aktien 1) 1.230 Aktien 1) 1.242 Aktien 1) 2.390 Aktien 1) 3.980 Aktien 1)
Eigeninvestment andere Führungskräfte 379 Aktien 1) 410 Aktien 1) 414 Aktien 1) 800 Aktien 1) 1.330 Aktien 1)
Stückanzahl der eingeräumten Optionen
Mitglieder des Vorstands
Auli 2) 22.720 24.600 8.280 19.950
Davies 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Langanger 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Roiss 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Ruttenstorfer 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Vorstände gesamt 113.600 123.000 107.640 191.200 258.750
Andere Führungskräfte gesamt 428.280 440.760 360.220 532.000 484.350
Insgesamt eingeräumte Optionen 541.880 563.760 467.860 723.200 743.100
Planhürde: Aktienkurs in Höhe von EUR 54,680 EUR 55,030 EUR 51,970 EUR 39,910 EUR 18,823

1) Oder 25%, 50%, 75% davon.

2) Mitglied des Vorstands seit 1. Jänner 2007.

Zum Bilanzstichtag waren die Pläne 2004 und 2005 teilweise ausgeübt und die Pläne 2006 und 2007 teilweise retourniert. Zum 31. Dezember 2008 waren der Plan 2003 zur Gänze und die Pläne 2004 und 2005 teilweise ausgeübt.

Für die Aktienoptionspläne gelten weiters folgende Voraussetzungen und Bedingungen:

    1. Voraussetzung für die Teilnahme an den Aktienoptionsplänen ist ein Eigeninvestment, welches die Planteilnehmer am Planbeginn und während des ganzen Zeitraums bis zur Einlösung halten müssen.
    1. Die Aktienanzahl für das Eigeninvestment ergibt sich für alle Pläne aus dem genehmigten maximalen Eigeninvestment im Verhältnis zum mittleren Kurswert der Aktie des Monats Mai des Jahrs der Ausgabe. Es ist auch eine Ausübung von 25%, 50% bzw. 75% des maximalen Volumens möglich.
    1. Bei einem Verkauf von Aktien aus dem Eigeninvestment geht das Optionsrecht verloren. Die Optionen sind nicht übertragbar und verfallen bei Nichtausübung.
    1. Der Ausübungspreis ergibt sich aus dem mittleren Kurswert für den Zeitraum 20. Mai bis 20. August.
    1. Innerhalb der Ausübungsfrist können die Optionen bei Erreichung der Planhürden für den Plan 2004 jeweils in den 20 Handelstagen nach Veröffentlichung der Quartalsberichte (Ausübungsfenster) ausgeübt werden. Für die Pläne 2005 – 2008 sind die Ausübungsfenster jene Perioden, in denen die Ausübung nach den folgenden Grundsätzen nicht verboten ist. Die Ausübung ist verboten:
  • wenn der Ausübende über Insiderinformationen verfügt;

  • während der Sperrfristen nach der Emittenten-Compliance-Verordnung (sechs Wochen vor geplanter Veröffentlichung des Jahresberichts, drei Wochen vor Veröffentlichung des Quartalsberichts, jede vom Compliance-Verantwortlichen in Einzelfällen festgesetzte Sperrfrist);

  • wenn der Vorstand die Ausübung auf die Dauer eines jeweils konkret vom Vorstand festgelegten Zeitraums untersagt.
    1. Das Eigeninvestment muss bei Ausübung nachgewiesen werden. Die Optionen können durch Kauf von Aktien oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis in Geldform oder in Form von Aktien ausgeübt werden, wenn der Kurswert der OMV Aktie zum Ausübungszeitpunkt um zumindest 15% über dem Ausübungspreis liegt.

Zusammenfassend entwickelten sich die Aktienoptionspläne in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 wie folgt:

Aktienoptionspläne
Anzahl
Optionen
2009
Gewichteter
durchschnittlicher
Anzahl
Optionen
2008
Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis Ausübungspreis
in EUR in EUR
Optionen im Umlauf per 1.1. 2.122.390 42,288 1.905.850 37,163
Gewährte Optionen 541.880 47,550
Ausgeübte Optionen –18.180 16,368 –325.340 21,029
Retournierte Optionen –41.160 46,780
Ausstehende Optionen per 31.12. 2.063.050 42,426 2.122.390 42,288
Per Jahresende ausübbar 1) 155.310 16,368

1) Die Optionen für die Pläne 2005, 2006 und 2007 wären am Jahresende ausübbar gewesen, wenn der Aktienkurs die jeweilige Planhürde überschritten hätte. Die Optionen für die Pläne 2004, 2005 und 2006 wären am 31. Dezember 2008 ausübbar gewesen, vorausgesetzt der Aktienkurs hätte die jeweilige Planhürde überschritten.

In der Berichtsperiode wurden aus dem Plan 2004 insgesamt 18.180 Optionen ausgeübt. Die Ausübung erfolgte in allen Fällen durch Aktienkauf. Der gewichtete durchschnittliche Aktienpreis zum Ausübungszeitpunkt betrug 2009 EUR 28,908. 16.560 Optionen aus dem Plan 2006 und 24.600 Optionen aus dem Plan 2007 wurden von den Teilhabern retourniert. In Anbetracht der Planhürde betrug der innere Wert der zum 31. Dezember 2009 ausübbaren Optionen TEUR 2.226. (Am 31. Dezember 2009 lag der Aktienkurs unter den Planhürden der Pläne 2005, 2006, 2007 und 2008.)

Im Jahr 2008 wurden aus den Plänen 2003, 2004 und 2005 insgesamt 325.340 Optionen ausgeübt. Die Ausübung erfolgte in allen Fällen durch Abgeltung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis Die Ausübung erfolgte für 42.000 Optionen durch den Kauf von Aktien. Der gewichtete durchschnittliche Aktienpreis zum Ausübungszeitpunkt betrug 2008 EUR 54,376. In Anbetracht der Planhürde betrug der innere Wert der zum 31. Dezember 2008 ausübbaren Optionen EUR 0. (Am 31. Dezember 2008 lag der Aktienkurs unter den Planhürden aller Pläne.)

Die ausgeübten Optionen verteilten sich auf den Teilnehmerkreis wie folgt:

Ausgeübte Optionen

Anzahl
ausgeübter
2009
Gewichteter
durchschnitt
Anzahl
ausgeübter
2008
Gewichteter
durchschnitt
Optionen licher Aus Optionen licher Aus
übungspreis übungspreis
in EUR in EUR
Mitglieder des Vorstands
Auli 14.190 16,368
Davies 107.500 24,519
Langanger 42.000 10,404
Roiss 29.700 16,368
Ruttenstorfer 59.700 16,368
Vorstände gesamt 14.190 16,368 238.900 18,987
Andere Führungskräfte gesamt 3.990 16,368 86.440 26,672
Insgesamt ausgeübte Optionen 18.180 16,368 325.340 21,029

Die Vergütungen aus der Ausübung der Optionen entsprechen dem Wert der im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen zum Zeitpunkt der Ausübung und stellen sich wie folgt dar:

Vergütungen
EUR 1.000
2009 2008
Plan 2003 1.711
Plan 2004 228 6.944
Plan 2005 2.194
Summe 228 10.849

Von den Vergütungen entfallen TEUR 181 (2008: TEUR 8.293) auf Vorstandsmitglieder und TEUR 47 (2008: TEUR 2.556) auf andere Führungskräfte.

Per 31. Dezember 2009 stellen sich die im Umlauf befindlichen Optionen der einzelnen Pläne wie folgt dar:

In Umlauf befindliche Optionen

Plan Ausübungs
preis in EUR
Anzahl
ausstehender
Optionen
Restlaufzeit
in Jahren
Per Jahresende
ausübbare
Optionen 1)
2004 16,368 155.310 1,7 155.310
2005 34,700 375.400 2,7
2006 45,190 451.300 3,7
2007 47,850 539.160 4,7
2008 47,550 541.880 5,7
Summe 2.063.050 155.310

1) Die Optionen für die Pläne 2005, 2006 und 2007 wären am Jahresende ausübbar gewesen, wenn der Aktienkurs die jeweilige Planhürde überschritten hätte.

Die Bewertung der Optionen erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die erwartete durchschnittliche Volatilität wurde auf Grund der Volatilität der vergangenen fünf Jahre ermittelt. Die Möglichkeit einer vorzeitigen Ausübung wurde bei der Festsetzung des risikofreien Zinssatzes berücksichtigt, der basierend auf Marktwerten zum Bilanzstichtag ermittelt wurde.

Der Marktwert per 31. Dezember 2009 bezieht sich auf die noch ausstehenden Optionen, während sich der Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung auf die gesamten begebenen Optionen bezieht. Unter der Annahme, dass die Bedingungen während der Ausübungsfrist erfüllt werden, ergeben sich nachfolgende Marktwerte der Aktienoptionspläne:

Bewertung per 31.12.2009

Plan 2008 Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005 Plan 2004
Marktwert Aktienoptionsplan in EUR 1.000 2.866 2.413 1.874 1.963 2.090
Berechnungsparameter
Marktpreis der Aktie in EUR 30,70 30,70 30,70 30,70 30,70
Risikofreier Zinssatz 2,310% 1,721% 1,721% 1,132% 1,132%
Laufzeit Optionen (inkl. Sperrfrist) 5,7 Jahre 4,7 Jahre 3,7 Jahre 2,7 Jahre 1,7 Jahre
Durchschnittliche Dividendenrendite 3,8% 3,8% 3,8% 3,8% 3,8%
Volatilität Aktienkurs 40% 40% 40% 40% 40%

Ausgehend von den Tageswerten der zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeübten Optionsrechte wird für künftige Ausübungen mittels einer Rückstellung vorgesorgt. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über die Sperrfrist von zwei Jahren verteilt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2009 belief sich auf TEUR 10.251 (2008: TEUR 8.836), die Nettodotierung im Berichtsjahr auf TEUR 1.414 (2008: Nettoauflösung TEUR 26.140).

Erläuterungen zur Bilanz

Im Berichtsjahr wurde die Gliederung des Sachanlagevermögens nach den gesetzlichen Mindestanforderungen vorgenommen. Die Entwicklung des Anlagevermögens 2009 ist im Anlagespiegel dargestellt.

In der Bilanzposition Grundstücke und Bauten ist ein Grundwert von TEUR 5.835 (2008: TEUR 5.835) enthalten.

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen liegen in folgendem Umfang vor:

EUR 1.000
2009 2008
Im nächsten Jahr 74 558
In den nächsten fünf Jahren 160 275
Summe 234 833

Ausleihungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr belaufen sich auf insgesamt TEUR 150.009 (2008: TEUR 9). 2009 wurde Petrom SA ein Kreditrahmen über TEUR 500.000 eingeräumt; zum Bilanzstichtag waren davon TEUR 150.000 offen. Die OMV Aktiengesellschaft gewährte der Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.S. im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Darlehen über TEUR 49.500 und TUSD 69.460. Bei OMV Pakistan Exploration GmbH besteht ein Kreditrahmen von TUSD 35.000 für die Entwicklung des South West Miano Block Gas Felds; zum Bilanzstichtag waren TUSD 14.373 offen. Pearl Petroleum Company Limited wurde ein Kreditrahmen von TUSD 103.871 eingeräumt, von dem TUSD 67.554 abgerufen wurden.

2009 wurden an folgende Gesellschaften Großmutterzuschüsse gewährt: An OMV Upstream International GmbH in der Höhe von TEUR 259.420, an OMV Power International GmbH in der Höhe von TEUR 50.000 und an OMV (Yemen Block S2) Exploration GmbH TEUR 15.477 (TUSD 22.700).

EUR 1.000
2009 2008
≤1 Jahr >1 Jahr ≤1 Jahr >1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 4.622.442 3.593.393
[davon aus Lieferungen und Leistungen] [112] [—] [4.508] [—]
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 58 196
[davon aus Lieferungen und Leistungen] [47] [—] [196] [—]
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 75.038 61.974
Gesamt 4.697.538 3.655.586

Sonstige Forderungen beinhalten einen revolvierenden Kredit an Trans Austria Gasleitung GmbH in Höhe von TEUR 11.069 (2008: TEUR 12.030) sowie eine Forderung an das Finanzamt von TEUR 48.183 (2008: TEUR 48.183) an Körperschaftsteuervorauszahlungen.

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 300.000.000 (2008: 300.000.000) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von TEUR 300.000 (2008: TEUR 300.000). Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht. Für das Geschäftsjahr 2009 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.

2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

3 Eigenkapital

1 Anlagevermögen Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft um bis zu TEUR 77.900 durch Ausgabe von maximal 77.900.000 Stückaktien bis zum 13. Mai 2014 zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Ziffer 1 AktienG um bis zu EUR 77,9 Mio durch Ausgabe von bis zu 77.900.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 13. Mai 2009 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Die Hauptversammlung vom 13. Mai 2009 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß (derzeit 10% des Grundkapitals) während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Die eigenen Aktien können zur Bedienung der Aktienoptionspläne verwendet oder jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Anbot veräußert werden. Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, eigene Aktien einzuziehen oder eigene Aktien zum Bedienen von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, zum Aktientausch zum Zweck der Beteiligung an anderen Unternehmen und zu jedem beliebigen, gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden.

Für das Geschäftsjahr 2009 wird seitens der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,00 je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen (2008: EUR 1,00). Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2008 erfolgte im Mai 2009 in der vorgeschlagenen Höhe.

In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2009 wurde im Zusammenhang mit der Genehmigung von Aktienoptionsplänen der Erwerb eigener Anteile genehmigt. Im Eigenkapital wird in Höhe der Anschaffungskosten der zurückgekauften eigenen Anteile eine Rücklage für eigene Anteile ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu den Anschaffungskosten erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.

Die eigenen Anteile entwickelten sich in den Berichtsperioden wie folgt:

Eigene Anteile

Stückaktien Anschaffungswert
in EUR 1.000
Stand 1.1.2008 1.269.066 13.930
Zugang 15.774 446
Abgang –31.941 –378
Stand 31.12.2008 1.252.899 13.997
Zugang
Abgang –33.204 –606
Stand 31.12.2009 1.219.695 13.392

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar:

Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile

Stückaktien Eigene Aktien Im Umlauf
befindliche Anteile
Stand 1.1.2008 300.000.000 1.269.066 298.730.934
Kauf eigener Aktien 15.774 –15.774
Bedienung von Wandlungen und Aktienoptionen –31.266 31.266
Verkauf eigener Aktien –675 675
Stand 31.12.2008 300.000.000 1.252.899 298.747.101
Kauf eigener Aktien
Bedienung von Aktienoptionen –18.180 18.180
Verkauf eigener Aktien –15.024 15.024
Stand 31.12.2009 300.000.000 1.219.695 298.780.305

Die unversteuerten Rücklagen betreffen Bewertungsreserven von unbebautem und bebautem Grund in Höhe von TEUR 5.464 (2008: TEUR 5.464).

Die Bildung des Sozialkapitals erfolgt nach den Vorschriften von IAS 19. Die Anwartschaften für wertgesicherte Pensionszusagen wurden in den Vorjahren an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen. Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten fünf Kalenderjahre abhängig.

  • 4 Unversteuerte Rücklagen
  • 5 Rückstellungen

Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Die Entwicklung der leistungsorientierten Pläne und Jubiläumsgeldrückstellung stellt sich wie folgt dar:

EUR 1.000
Pensionen Abfertigung 2009
Jubiläums
geld
Pensionen Abfertigung 2008
Jubiläums
geld
Barwert der über einen Fonds finanzierten
Verpflichtung 26.993 23.440
Marktwert des Planvermögens –14.859 –11.876
Nicht erfasster versicherungs
mathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) –4.894 –3.922
Rückstellung der über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 7.240 7.642
Barwert der nicht über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 7.839 452 6.990 443
Nicht erfasster versicherungs
mathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) –659 –581
Rückstellung der nicht über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 7.180 452 6.409 443
Rückstellung zum 1.1. 7.642 6.409 443 8.043 6.695 409
Periodenaufwand 1.890 1.331 48 1.200 873 48
Fondsdotierung –2.292 –1.406
Auszahlungen –350 –13 –921 –15
Konzernübertrag –210 –26 –195 –238 1
Rückstellung zum 31.12. 7.240 7.180 452 7.642 6.409 443
Zinsaufwand 1.287 366 24 1.020 319 18
Laufender Dienstzeitaufwand 552 965 42 649 551 39
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen –592 –659
Realisierung versicherungs
mathematischer Verlust (+)/Gewinn (–) 643 –18 190 3 –9
Periodenaufwand 1.890 1.331 48 1.200 873 48

Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31. Dezember 2009:

2009 2008
Pensions Abferti Pensions Abferti
pläne gungen, pläne gungen,
Jubiläen Jubiläen
Kapitalmarktzinssatz 5,50% 5,50% 5,50% 5,50%
Gehaltstrend 3,85% 3,85% 3,85% 3,85%
Inflationsrate 2,50% 2,50%
Langfristige Planvermögensrendite 5,00% 5,50%

Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember 2009:

2009 2008
VRG IV VRG VI VRG IV VRG VI
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere 25,6% 29,9% 23,1% 25,6%
Schuldverschreibungen 41,9% 38,1% 54,7% 47,2%
Cash und Geldmarktveranlagungen 20,5% 32,0% 16,4% 27,2%
Sonstige 12,0% 5,8%
Summe 100,0% 100,0% 100,0% 100,0%

Ziel der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allocation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten.

Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppe (VRG) IV ist in EUR-denominierte Anleihefonds, internationale Aktienfonds sowie Anlagen auf dem Geldmarkt investiert. Im Zuge einer Risikodiversifizierung wurde bei der Auswahl der Asset Manager auf deren unterschiedliche Managementstile und Investmentansätze Bedacht genommen.

Für die Veranlagung des Vermögens der VRG VI wurde 2005 ein Wertsicherungskonzept implementiert. Bei diesem Investmentprozess wird risikoabhängig in europäische Aktien und Assets mit geringerem Risiko veranlagt, wobei eine definierte Wertuntergrenze zu einem bestimmten Stichtag nicht unterschritten werden soll, gleichzeitig aber auch die Chance auf eine Teilnahme an einer positiven Entwicklung des Aktienmarkts gewahrt bleibt.

Auf Grund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRG positive und negative Abweichungen zu der Planvermögensrendite. Nach einem negativen Veranlagungsergebnis der VRG IV in 2008 sowie einem auf Grund des Wertsicherungskonzepts in 2008 ausgeglichenen Veranlagungsergebnis der VRG VI zeigten beide VRGs in 2009 wieder positive Veranlagungsergebnisse, wobei das der VRG IV über der Planvermögensrendite lag.

Für 2010 sind leistungsorientierte Zahlungen an die APK-Pensionskasse AG im Ausmaß von TEUR 5.000 geplant.

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

EUR 1.000
2009 2008
Personalrückstellungen 22.258 18.637
Übrige Rückstellungen 30.885 36.906
Gesamt 53.143 55.543

Die Personalrückstellungen enthalten eine Rückstellung für gegebene Aktienoptionen in Höhe von TEUR 13.998 (2008: TEUR 8.836), darin enthalten sind 2009 der bestehende Aktienoptionsplan mit TEUR 10.251, und ein neuer Long Term Incentive Plan in Höhe von TEUR 3.747. In den übrigen Rückstellungen sind eine Rückversicherung in Höhe von TEUR 28.391 (2008: TEUR 34.123) und eine langfristige Rückstellung von TEUR 531 (2008: TEUR 890) für Abbruchskosten ausgewiesen.

6 Verbindlichkeiten

2009 2008
≤1 Jahr >1 Jahr ≤1 Jahr >1 Jahr
Anleihen 250.000 1.250.000 250.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 168.625 610.000 720.336 680.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.773 6.800 2.108 6.800
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 336.463 856.293 171.164 297.128
[davon aus Lieferungen und Leistungen] [—] [—] [79] [—]
Sonstige Verbindlichkeiten 219.780 164.908 6.360
[davon aus Steuern] [160.204] [—] [163.420] [—]
[davon im Rahmen der sozialen Sicherheit] [183] [—] [195] [—]
Gesamt 979.641 2.723.093 1.058.516 1.240.288

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem Personallösungskosten in Höhe von TEUR 1.571 (2008: TEUR 1.920) und Zinsen für Anleihen in der Höhe von TEUR 52.146 enthalten. 2008 wurden Zinsen für Anleihen in der Höhe von TEUR 4.726 abgegrenzt. Aus dem Jahr 2006 resultiert noch eine erhaltene Anzahlung von TEUR 4.750 aus dem Verkauf von Anlagen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Aufwendungen in 2009, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden. Die wesentlichen Beträge umfassen Zinsen für Anleihen in der Höhe von TEUR 52.146.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beinhalten eine Verbindlichkeit aus Anleihen über TEUR 250.000 (2008: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 160.000).

Haftungsverhältnisse liegen in folgendem Umfang vor:

EUR 1.000
2009 2008
Garantien 3.376.932 1.587.564
[davon für verbundene Unternehmen] [3.361.436] [1.587.564]

Die Veränderung der Haftungsverhältnisse resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der für die OMV Finance Limited gegebenen Garantie in Höhe von TEUR 2.350.000 (2008: TEUR 850.000).

Für die Emission der USD-Anleihe in OMV (U.K.) Limited in Höhe von TUSD 320.000 (TEUR 229.935) haftet die OMV Aktiengesellschaft für deren Rückzahlung.

Im Zuge der Anteilsabtretungen an der AMI Agrolinz Melamine International GmbH wurden Haftungen insbesondere für etwaige Umweltrisiken sowie offene Rechtsstreitigkeiten mit einem Höchstbetrag von bis zu TEUR 67.500 übernommen. Der Haftungszeitraum beträgt mit wenigen Ausnahmen 60 Monate ab Closing der Transaktion und wird im Jahr 2010 auslaufen.

Nicht in der Bilanz und unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Die OMV Aktiengesellschaft hat sich gegenüber der OMV Clearing und Treasury GmbH, die das Konzern-Clearing betreibt, verpflichtet, deren Liquidität für die Dauer der Konzernzugehörigkeit aufrechtzuerhalten.

Für einige Explorations-, Produktions- und Vertriebsgesellschaften bestehen seitens der OMV Aktiengesellschaft Garantien und Patronatserklärungen für die Einhaltung von Konzessionen, Lizenzen und von verschiedenen Verträgen, die in ihrer Höhe unbestimmt sind.

EUR 1.000

Die OMV Aktiengesellschaft haftet für die Auszahlung der im Rahmen von Schuldbeitritten von den Nachfolgegesellschaften übernommenen Pensionsansprüche, Nachschussverpflichtungen für an überbetriebliche Pensionskassen übertragene Ansprüche und Überbrückungszahlungen für Personallösungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

8 Umsatzerlöse

EUR 1.000
2009 2008
Inland 68.762 70.993
Ausland 906 3.587
Gesamt 69.668 74.580

Da die OMV Aktiengesellschaft seit 1. Jänner 2004 die Aufgaben einer Management-Holding wahrnimmt, bestehen die Umsatzerlöse hauptsächlich aus den an die Nachfolgegesellschaften verrechneten Konzernumlagen.

9 Sonstige

betriebliche Erträge

EUR 1.000
2009 2008
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 65 376
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 9.026 18.867
Übrige 1.153 1.518
Gesamt 10.244 20.761

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Reduktion der Rückstellung für Aktienoptionen in der Höhe von TEUR 2.022 und Auflösung einer Rückversicherung in der Höhe von TEUR 5.732.

10 Aufwendungen EUR 1.000
für Material und
sonstige
2009 2008
bezogene Materialaufwand 123 186
Leistungen Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.432 2.965
Gesamt 1.555 3.151

Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen setzen sich hauptsächlich aus Fremdleistungen für laufende Tätigkeiten zusammen.

11 Personalaufwand

EUR 1.000
2009 2008
Gehälter 27.286 23.257
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie
vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 2.863 3.785
Sonstige Sozialaufwendungen 72 126
Gesamt 30.221 27.168

EUR 1.000

2009 2008

12 Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung

Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 83 69 Beitragsorientierter Personalaufwand 900 790 Leistungsorientierter Personalaufwand 1.602 1.750 Gesamt 3.550 3.482

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung verteilen sich folgendermaßen:

EUR 1.000
2009 2008
Abferti Pensionen Abferti Pensionen
gungen gungen
Vorstände 637 724 304 652
Leitende Angestellte 97 316 106 335
Andere Arbeitnehmer 314 1.462 532 1.553
EUR 1.000
2009 2008
Steuern, soweit sie nicht unter Z 16 (Steuern vom Einkommen und Ertrag) fallen 902 470
Übrige 42.507 47.075
Gesamt 43.409 47.545

Im übrigen Aufwand sind unter anderem enthalten: Versicherungsaufwand, Rechts- und Beratungskosten TEUR 10.905 (2008: TEUR 10.175), Werbeaufwand TEUR 8.766 (2008: TEUR 12.844), bezogene Serviceleistungen TEUR 11.293 (2008: TEUR 11.336).

Von den Beteiligungserträgen in Höhe von TEUR 596.783 (2008: TEUR 895.039) resultieren TEUR 596.340 (2008: TEUR 735.265) aus Gewinngemeinschaften und TEUR 444 (2008: TEUR 4.620) aus sonstigen Beteiligungserträgen. Ergebnisabführungsverträge zum 31. Dezember 2009 liegen für folgende Gesellschaften vor: OMV Solutions GmbH, OMV Refining & Marketing GmbH, OMV Exploration & Production GmbH, OMV Insurance Broker GmbH, OMV Gas & Power GmbH und OMV Future Energy Fund GmbH.

In der Position Aufwendungen aus Finanzanlagen sind Aufwendungen aus Gewinngemeinschaften von TEUR 81.317 (2008: TEUR 714) enthalten. Im laufenden Geschäftsjahr wurde die von einer Tochtergesellschaft der OMV Solutions GmbH gehaltene Beteiligung am ungarischen Öl- und Gasunternehmen MOL verkauft. Die Auswirkungen aus dem Verkauf für die OMV Aktiengesellschaft betragen netto TEUR 288.000 und setzen sich aus einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von TEUR 477.056 sowie einer Erhöhung des Beteiligungsertrages in Höhe von TEUR 189.056 aus dem Tochterunternehmen der OMV Solutions GmbH zusammen. Die Erhöhung des Beteiligungsertrages resultiert aus der Auflösung von in diesem Zusammenhang in Vorjahren gebildeten Rücklagen. 13 Sonstige betriebliche Aufwendungen

14 Erträge und Aufwendungen im Finanzergebnis

Aufwendungen für Abfertigungen 965 873

15 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

EUR 1.000
2009 2008
Laufende Steuern –9.397 9.004
Latente Steuern 2.982 4.630
Gesamt –6.415 13.634

Die laufende Steuer setzt sich zusammen aus einem Ertrag aus Vorjahren in Höhe von TEUR 130 (2008: TEUR 3.834) sowie aus dem Körperschaftsteuerertrag des Gruppenträgers in Höhe von TEUR 9.267 (2008: Aufwand von TEUR 12.838) auf Grund der Gruppenbildung gem. § 9 KStG nach den verrechneten Steuerumlagen. Die Reduktion der latenten Steuer auf TEUR 2.982 (2008: TEUR 4.630) resultiert vor allem aus der steuerlichen Verwertung von Teilwertabschreibungen der Vorjahre.

Ergänzende Angaben

Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.

Fallweise werden festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa transferiert. Seit 2005 werden Zinsen für EUR 100 Mio und USD 50 Mio von fix auf variabel geswapt. Die Zinsdifferenz zwischen Swap und Kredit wird als Korrektur des Zinsaufwands verbucht.

EUR 1.000
2009 2008
Nominale Beizulegen Bilanzansatz Nominale Beizulegen Bilanzansatz
der Zeitwert der Zeitwert
Interest rate Swap,
Societe Generale EUR 50.000 1.479 50.000 1.201
Interest rate Swap,
Barclays EUR 50.000 1.504 50.000 1.275
Interest rate Swap, ÖVAG USD 34.708 3.328 35.927 5.705
FX Swap EUR-HUF HUF 69.706 –695 –695 70.679 –394 –394
FX Swap EUR-HRK HRK 12.329 –189 –189 12.236 313

Die Bewertung der Derivate erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Tageswert). Der Tageswert der derivativen Finanzinstrumente spiegelt den geschätzten Betrag wider, den OMV zahlen oder erhalten müsste, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Für die Schätzung der Tageswerte von Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag werden Preisanbote von Banken oder entsprechende Preismodelle verwendet. Bei diesen Modellen werden die zum Bilanzstichtag geltenden Terminpreise und Wechselkurse sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung herangezogen.

Die Gesellschaft sichert bei Bedarf entsprechende Fremdwährungsrisiken für die Gesellschaft sowie für Konzerngesellschaften ab.

Um den Cashflow gegen einen nachteiligen Einfluss von sinkenden Ölpreisen zu schützen, hat die OMV Aktiengesellschaft im eigenen Namen für einige ihrer Konzernunternehmen derivative Instrumente eingesetzt, welche die Erlöse aus 25.000 bbl/d für 2010 absichern. Als Absicherungsinstrument wurden Puts eingesetzt, die eine Preisuntergrenze von durchschnittlich USD 55,17/bbl absichern. Diese Puts wurden mit Call-Optionen so finanziert, dass initiale Zahlungen vermieden wurden (Null-Kosten-Struktur), wobei dadurch die Konzerngesellschaften nicht von Ölpreisen über USD 75/bbl im Jahr 2010 für das betreffende Volumen profitieren würde. Die Optionen wurden mit erstklassigen Banken auf Over-the-Counter (OTC) Basis abgeschlossen und an die jeweiligen Konzernunternehmen übertragen. Die mit Banken sowie mit Konzernunternehmen abgeschlossenen Derivate bilden eine Bewertungseinheit aus der Sicht der OMV Aktiengesellschaft; der bilanzielle Ausweis dieser Derivate erfolgt daher nicht in der OMV Aktiengesellschaft, sondern in den jeweiligen Konzerngesellschaften. Das Nominale dieser Optionen beträgt zum 31. Dezember 2009 TEUR 491.975, der beizulegende Zeitwert (Tageswert) TEUR –63.000.

Für das Jahr 2009 wurden Put-Spreads für ein Volumen von 25.000 bbl/d eingesetzt, um eine Preisuntergrenze von USD 80/bbl abzusichern, solange der Ölpreis über USD 65/bbl lag. Bei einem Ölpreis unter USD 65/bbl war das Absicherungsergebnis USD 15/bbl über dem Marktpreis. Diese Put-Spreads wurden mit Call-Optionen so finanziert, dass initiale Zahlungen vermieden wurden (Null-Kosten-Struktur), wobei dadurch die Konzerngesellschaften nicht von Ölpreisen über USD 110/bbl im Jahr 2009 für das betreffende Volumen profitiert hätten.

Die OMV Aktiengesellschaft hat für 2009 Optionen über rund USD 1 Mrd abgeschlossen, um den Cashflow von Konzernunternehmen abzusichern und die Auswirkungen von Schwankungen des EUR-USD-Wechselkurses zu reduzieren. Für das betreffende Volumen waren die Konzerngesellschaften dadurch nur Währungsschwankungen zwischen EUR-USD 1,32 bis 1,15 ausgesetzt. Diese Optionen wurden mit erstklassigen in- und ausländischen Banken abgeschlossen.

16Zinsmanagement und Derivate

17Organe, Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:

2009 2008
Angestellte 124 122
Gesamt 124 122

Die Vorstandsbezüge (ohne Aktienoptionspläne) der OMV Aktiengesellschaft verteilen sich wie folgt:

EUR 1.000
Auli Davies Langanger Summe
574 648 583 681 779 3.265
825 931 931 1.081 1.232 5.001
126 245 455 341 574 1.739
8 10 9 9 9 45
1.533 1.835 1.978 2.112 2.593 10.051
452 572 507 593 679 2.803
625 1.044 1.044 1.203 1.362 5.277
96 222 338 270 444 1.371
8 9 8 8 8 42
1.181 1.848 1.897 2.073 2.494 9.493
Roiss Ruttenstorfer

Die Vorstandsmitglieder und die Mitglieder des Aufsichtsrats sind auch im Rahmen der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. In diesen beiden Fällen ist auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter versichert und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands sowie ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 1.109 (2008: TEUR 1.071).

Die Gesamtaufwendungen im Konzern (exklusive Aktienoptionspläne) für 38 Executives (ohne Vorstandsmitglieder; 2008: 39) betrugen TEUR 16.366 (2008: TEUR 13.485). Davon entfallen auf kurzfristige Leistungen wie Gehälter, abgegrenzte Verbindlichkeiten für nicht konsumierte Urlaube und Prämien TEUR 13.672 (2008: TEUR 11.134) und TEUR 1.118 (2008: TEUR 1.027) auf Aufwendungen für die Altersvorsorge. Für Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Dienstverhältnissen fiel ein Aufwand in Höhe von TEUR 1.547 (2008: TEUR 1.264) an; die sonstigen langfristigen Vergütungen beliefen sich auf TEUR 29 (2008: TEUR 60). Erläuterungen zum Aktienoptionsplan sind in den Ausführungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen enthalten.

An Aufsichtsratvergütungen wurden in 2009 TEUR 386 aufgewendet (2008: TEUR 383).

Am 31. Dezember 2009 bestand eine Rückstellung für Aktienoptionen für Vorstände und leitende Angestellte in Höhe von TEUR 13.998 (2008: TEUR 8.836); die Veränderung belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 5.161 (2008: TEUR –26.140).

Die OMV Aktiengesellschaft ist das Mutterunternehmen des OMV Konzerns und nimmt als solches eine Holdingfunktion ein. Weiters erbringt die OMV Aktiengesellschaft für die restlichen Konzerngesellschaften Finanzierungssowie Konzernsteuerungsdienstleistungen.

Der verteilungsfähige Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2009 wurde mit TEUR 300.400 (2008: TEUR 375.181) ermittelt.

Wir schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2009 eine Dividende von EUR 1,00 je Aktie des Grundkapitals mit Ausnahme eigener Anteile auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

18Vorschlag zur Gewinnverteilung

Entwicklung der unversteuerten Rücklagen

EUR 1.000
Stand
1. 1. 2009
Zuführung/
Verbrauch
Übertragung Stand
31. 12. 2009
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.464 5.464
5.464 5.464

40 OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2009 | Entwicklung der unversteuerten Rücklagen

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20%

in angegebener Währung 1.000
Anteil am
Kapital in %
Eigenkapital/negatives
Eigenkapital zum
Jahresüber
schuss/
31.12.2009 Jahresfehl
Inland betrag 2009
OMV Gas & Power GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 175.638 106.921
OMV Exploration & Production GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 528.844 288.019
OMV Future Energy Fund GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 35 –917
OMV Insurance Broker GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 193 903
OMV Refining & Marketing GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 699.980 –79.125
OMV Solutions GmbH, Wien 1) 100,00 EUR 5.638 –272.163
students4excellence GmbH, Wien 2) 20,00 EUR 42 5
Ausland
Amical Insurance Limited, Douglas 100,00 EUR 31.612 7.486
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Sydney 1) 100,00 AUD –12.549 5.567
OMV ENERJI HOLDING ANONIM SIRKETI, Istanbul 99,99 TRY 50.000 31
OMV FINANCE LIMITED, Douglas 100,00 EUR 323 –582
Petrol Ofisi A.S., Istanbul 2) 41,58 TRY 3.014.746 292.000
PETROM SA, Bukarest 51,01 RON 14.056.146 1.368.127

1) Gruppenmitglied gem. § 9 KStG.

2) Vorläufige Werte aus 2009.

Anlagenspiegel gemäß § 226 Absatz 1 UGB

Stand
1. 1. 2009
Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 4
4
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten,
einschließlich der Bauten auf fremdem Grund 14.002
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.013
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.876 42
18.891 42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.540.639 324.922
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 733.316 504.193
3. Beteiligungen 915.778
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 6.491 1.710
5. Sonstige Ausleihungen 42.967 47.296
5.239.191 878.121
5.258.086 878.163
EUR 1.000
Außer
planmäßige
Abschreibung
2009
Abschrei
bungen
Bilanzwert
31. 12. 2008
Bilanzwert
31. 12. 2009
Abschrei
bungen
(kumuliert)
Stand
31. 12. 2009
Abgänge
2 2 2
2 2 2
38 7.762 5.845 8 5.853 8.149
9 3 458 461 552
176 489 354 904 1.258 2.660
214 8.260 6.202 1.370 7.572 11.361
477.056 3.088.471 2.936.337 929.224 3.865.561
714.713 939.685 7.828 947.513 289.996
915.778 915.778 915.778
2.795 4.505 3.696 8.201
42.927 90.217 36 90.253 10
477.056 4.764.684 4.886.522 940.784 5.827.306 290.006
477.056 214 4.772.944 4.892.724 942.156 5.834.880 301.369

Aufsichtsrat

Peter Michaelis

Vorsitzender ab 13. Mai 2009 Vorstand der ÖIAG 2 Aufsichtsratsmandate (davon 2 Vorsitz) erstmals gewählt in der HV am 23. Mai 2001

Rainer Wieltsch Vorsitzender-Stellvertreter ab 13. Mai 2009 2 Aufsichtsratsmandate erstmals gewählt in der HV am 24. Mai 2002

Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti

Vorsitzender-Stellvertreter Manager/Evaluation & Execution der IPIC erstmals gewählt in der HV am 14. Mai 2008

Mohamed Al Khaja

Division Manager/Research & Business Development der IPIC erstmals gewählt in der HV am 14. Mai 2008

Elif Bilgi-Zapparoli ab 13. Mai 2009

Vorstandsvorsitzende der EFG Istanbul Securities erstmals gewählt in der HV am 13. Mai 2009

Helmut Draxler

1 Aufsichtsratsmandat erstmals gewählt in der HV am 16. Oktober 1990

Wolfram Littich Vorsitzender des Vorstands der Allianz Elementar Versicherungs-AG erstmals gewählt in der HV am 23. Mai 2001

Gerhard Mayr bis 13. Mai 2009 3 Aufsichtsratsmandate erstmals gewählt in der HV am 24. Mai 2002

Herbert Stepic Generaldirektor-Stellvertreter der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG erstmals gewählt in der HV am 18. Mai 2004

Herbert Werner

Geschäftsführer 2 Aufsichtsratsmandate (davon 1 Vorsitz) erstmals gewählt in der HV am 4. Juni 1996

Norbert Zimmermann

Vorstand der Berndorf Industrieholding AG 3 Aufsichtsratsmandate (davon 1 Vorsitz) erstmals gewählt in der HV am 23. Mai 2001

Neben international erfahrenen Vorständen und Direktoren der Kernaktionäre setzt sich der von der Hauptversammlunggewählte Aufsichtsrat aus hochqualifizierten unabhängigen Mitgliedern zusammen, wobei sich OMV bezüglich der Unabhängigkeit an den Empfehlungen der EU orientiert.

Vom Betriebsrat delegiert: Leopold Abraham Wolfgang Baumann Franz Kaba Ferdinand Nemesch Markus Simonovsky

Präsidial- und Nominierungsausschuss: Michaelis (Vorsitzender), Al Kuwaiti (Stellvertreter), Wieltsch (Stellvertreter), Al Khaja, Abraham, Baumann

Prüfungsausschuss: Michaelis (Vorsitzender), Al Kuwaiti (Stellvertreter), Wieltsch (Stellvertreter), Draxler, Littich, Werner, Abraham, Baumann, Nemesch

Projektausschuss: Michaelis (Vorsitzender), Al Kuwaiti (Stellvertreter), Wieltsch (Stellvertreter), Al Khaja, Littich, Zimmermann, Abraham, Kaba, Nemesch

Vergütungsausschuss: Michaelis (Vorsitzender), Al Kuwaiti, Wieltsch, Zimmermann

Die Angaben der Aufsichtsratsmandate beziehen sich auf börsennotierte, konzernexterne Gesellschaften ohne OMV. Konzernexterne Aufsichtsratsmandate sind Mandate des Aufsichtsratsmitglieds außerhalb seines Konzerns, welche gemäß Artikel 57 des österreichischen Corporate Governance Kodex (öCGK) nicht mitgezählt werden

Vorstand

Wien, am 23. März 2010

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender

Gerhard Roiss Generaldirektor-Stellvertreter, Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie

Werner Auli Gas und Power

David C. Davies Finanzen

Helmut Langanger bis 30. Sept. 2010 Exploration und Produktion

Bestätigungsvermerk

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2009 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2009, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2009 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung und den Inhalt des Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der OMV Aktiengesellschaft, Wien, zum 31. Dezember 2009 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung im Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 23. März 2010

Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Mag. Walter Müller Wirtschaftsprüfer

Dr. Bernhard Vanas Wirtschaftsprüfer

Bericht zum Jahresabschluss

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Prüfungsurteil

Aussagen zum Lagebericht

Abkürzungen und Definitionen

Ausschüttungsgrad %-Verhältnis der Dividendensumme zu Jahresüberschuss nach Minderheiten

bbl, bbl/d Barrel (Fass zu 159 Liter), bbl pro Tag

bcf, cf Milliarde Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F)

Bitumen Ein nicht flüchtiges, klebriges und abdichtendes rohölstämmiges Produkt, Grundstoff für Asphalt

boe, boe/d Barrel Öläquivalent, boe pro Tag

E&P Exploration und Produktion

EBIT Earnings Before Interest and Taxes; Betriebserfolg

EGT Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen

Eigenkapitalquote %-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital

EPSA Exploration and Production Sharing Agreement; Explorations- und Produktionsteilungsvertrag

EU, EUR, TEUR Europäische Union, Euro, Tausend Euro

F&D Finding and Development; Fund- und Entwicklungskosten; Explorationsaufwendungen dividiert durch Änderung der sicheren Reserven (Erweiterungen, Neufunde und Revisionen früherer Schätzungen)

G&P Gas und Power

H1, H2 erstes, zweites Halbjahr

HSE Health, Safety, Security and Environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

HV Hauptversammlung

IASs, IFRSs International Accounting Standards, International Financial Reporting Standards

Jahresüberschuss Nettogewinn nach Zinsen, außerordentlichem Ergebnis und Steuern

Kb&S Konzernbereich und Sonstiges

LNG Liquefied Natural Gas; Flüssigerdgas

LTIR Lost Time Injury Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall

m3 Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F)

Mio, Mrd Million, Milliarde

Monomere Begriff für Ethylen und Propylen

MW Megawatt

n.a., n.m. not available, not meaningful; Wert nicht verfügbar, Wert nicht aussagefähig

Nettoverschuldung Finanzverbindlichkeiten inklusive Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing abzüglich liquider Mittel

Weitere Abkürzungen und Definitionen finden Sie unter www.omv.com.

NGL Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt

NOC National Oil Corporation

NOPAT Net Operating Profit After Tax; EGT nach Steuern abzüglich Zinserträge zuzüglich Zinsaufwendungen auf Finanzverbindlichkeiten und Zinsen für Pensionsrückstellungen und außerordentliches Ergebnis +/– Steuereffekte aus Anpassungen

OPEX Produktionskosten; Material- und Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben

öCGK Österreichischer Corporate Governance Kodex

Petajoule 1P. entspricht ca. 278 Mio Kilowattstunden

Polymere, Polyolefine Monomere in Kettenform, Begriff für Polyethylen und Polypropylen

ppm parts per million; Teile von einer Million

PRT, PRRT Petroleum Revenue Tax, Petroleum Resource Rent Tax; diese Steuer gibt es in Großbritannien sowie Australien

Q1, Q2, Q3, Q4 erstes, zweites, drittes, viertes Quartal

R&M Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

Reserven Ersatzkosten Explorations-, Entwicklungs- und Instandhaltungsausgaben zuzüglich Akquisitionsausgaben

ROACE Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital (Eigenkapital inklusive Fremdanteile zuzüglich Nettoverschuldung und Pensionsrückstellungen, abzüglich Wertpapierdeckung für Pensionsrückstellungen)

ROE Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss zu durchschnittlichem Eigenkapital

ROfA Return On fixed Assets; %-Verhältnis EBIT zu durchschnittlichem immateriellen und Sachanlagevermögen

RON Neuer Rumänischer Leu

RRR Reserve Replacement Rate; Reserven Ersatzrate; Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion dividiert durch Gesamtproduktion

SEC United States Securities and Exchange Commission

SFAS Statement on Financial Accounting Standards

t, toe Tonne, Tonne Öläquivalent

TRIR Total Recordable Injury Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen

UGB Österreichisches Unternehmensgesetzbuch

Umsatzerlöse Umsatzerlöse exkl. Mineralölsteuer

USD, TUSD US Dollar, Tausend US Dollar

Verschuldungsgrad Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

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Investor Relations Kontakt:

OMV Aktiengesellschaft, Investor Relations Trabrennstraße 6-8, 1090 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40 440-21600 Fax: +43 1 40 440-621600 E-Mail: [email protected] Internet: www.omv.com

Erklärung gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 23. März 2010

Wolfgang Ruttenstorfer

Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender

David C. Davies

Mitglied des Vorstands Finanzen

Gerhard Roiss

Generaldirektor-Stellvertreter, Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie

Helmut Langanger

Mitglied des Vorstands bis 30. Sept. 2010 Exploration und Produktion

Werner Auli

Mitglied des Vorstands Gas und Power