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OMV AG Annual Report 2008

Mar 30, 2009

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2008

"Mit jedem Unternehmenserfolg steigt unsere globale Verantwortung."

Inhalt

Auf einen Blick

  • Mehr bewegen
  • Vorstand
  • Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
  • Highlights 2008

Unternehmen

  • Ziele und Strategie
  • Nachhaltigkeit
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • Corporate Governance Bericht
  • Value Management
  • OMV Aktie und Anleihen
  • Wirtschaftliches Umfeld

Geschäftsbereiche

  • Exploration und Produktion
  • Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie
  • Gas und Power
  • Konzernlagebericht

Konzernabschluss

  • Bestätigungsvermerk
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzernbilanz
  • Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • Konzern-Cashflow-Rechnung

Konzernanhang

  • Grundlagen und Methoden
  • Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
  • Erläuterungen zur Bilanz
  • Ergänzende Angaben zur Finanzlage
  • Segmentberichterstattung
  • Sonstige Angaben
  • Ergänzende Informationen zur Öl- und Gasproduktion
  • Abkürzungen und Definitionen
  • Fünf-Jahres-Übersicht

Kontaktadressen Der OMV Konzern in Zahlen

Auf einen Blick

EUR Mio 2008 2007 Δ
Umsatz 25.543 20.042 27%
Betriebserfolg (EBIT) 2.340 2.184 7%
Jahresüberschuss nach Minderheiten 1.374 1.579 –13%
Betriebserfolg vor Sondereffekten 3.105 2.377 31%
Jahresüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten 1.738 1.649 5%
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.214 2.066 56%
Investitionen 3.547 4.118 –14%
EUR
Ergebnis je Aktie 4,60 5,29 –13%
Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten 5,82 5,52 5%
Cashflow je Aktie 10,76 6,92 55%
Dividende je Aktie 1,00 1,25 –20%
%
Return on Average Capital Employed (ROACE) 12 16 –24%
Return on Equity (ROE) 16 19 –18%

Investitionen in EUR Mio

ROACE in % (Ziel: 13%)

Ausschüttungsgrad in % (Ziel: 30%)

Exploration und Produktion

Tagesproduktion in 1.000 boe (Ziel: 350.000-360.000 boe/d)

Raffinerien und Marketing

Marketing-Marktanteil in % (Ziel: 20%)

Raffinerie-Verkaufsmenge in Mio t

Gas und Power

Erdgasverkauf in Mrd m3 (Ziel: 18 Mrd m3 )

Kontrahiertes Speichervolumen für OMV Kunden in Mrd m3

"OMV strebt danach, sich als führender Energiekonzern im europäischen Wachstumsgürtel zu positionieren. Durch die erfolgreiche Umsetzung der OMV Wachstumsstrategie über die letzten Jahre verfügen wir bereits über ein integriertes und profitables Geschäft in und um diese Region. Wir sind bereit, einem deutlich schwierigeren Umfeld zu begegnen und einen nachhaltigen Beitrag zur Energiesicherheit in Europa zu leisten. Mit dem fortlaufenden Effizienz- und Kostenkontrollprogramm werden wir weiterhin sicherstellen, dass unser Unternehmen in einem herausfordernden Wirtschaftsklima wettbewerbsfähig bleibt. Unsere solide Finanzstruktur und unsere konservative Finanzpolitik ermöglichen es, die Herausforderungen des schwachen Marktumfelds gut zu bewältigen und Vorteile aus den sich bietenden Möglichkeiten zu ziehen."

Wolfgang Ruttenstorfer, Generaldirektor OMV

KAPITALMARKT

"Was ist Ihre Botschaft an die Zukunft?"

Gudrun Egger, Fixed Income Research, Erste Bank

"Wir sind gut aufgestellt. Sie kann kommen."

Klaus Orlovits, Treasury, OMV

Corporate Social Responsibility

"Was kann ein Unternehmen dem Tief der wirtschaftlichen Großwetterlage entgegensetzen?"

Michael Diglas, Telekom Austria

"Das beständige Hoch unserer gesellschaftlichen Verantwortung."

Horacio Haag, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt , OMV

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

"Können Ölpreis und Währungen Ihr Unternehmen ins Schwanken bringen?"

Julia Wagner, Studentin

"Nicht wenn es so stabil integriert ist."

Jeffrey Rinker, R&M Strategische Projekte, OMV

Vorstand

Von links nach rechts: Helmut Langanger, Gerhard Roiss, Wolfgang Ruttenstorfer, David C. Davies, Werner Auli

Wolfgang Ruttenstorfer (*1950)

Seit 1. Jänner 2002 Vorsitzender des Vorstands; Generaldirektion. Er promovierte an der Wirtschaftsuniversität Wien und begann 1976 seine Laufbahn bei OMV. 1992 wurde er Vorstandsmitglied und übte diese Funktion bis 1997 aus. Zwischen 1997 und 1999 war er österreichischer Staatssekretär für Finanzen. Anfang 2000 kehrte er als stellvertretender Generaldirektor in den OMV Konzern zurück und leitete neben Finanzen den Bereich Erdgas.

Gerhard Roiss (*1952)

Seit 1. Jänner 2002 Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter; Führung des Bereichs Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie sowie Chemie. Seine Wirtschaftsausbildung in Wien, Linz und Stanford (USA) bildete die Basis für Führungsaufgaben in der Konsumgüterindustrie. 1990 wurde er in die Geschäftsführung der PCD Polymere GmbH berufen. 1997 wechselte er in den Vorstand des OMV Konzerns und war bis Ende 2001 für Exploration und Produktion sowie Kunststoffe verantwortlich.

Werner Auli (*1960)

Seit 1. Jänner 2007 Vorstand für Gas und Power. Nach der Promotion an der Technischen Universität in Wien startete er 1987 seine Karriere bei OMV. Von 2002 bis 2004 fungierte er als Geschäftsführer der EconGas GmbH, ab 2004 war er Geschäftsführer der OMV Gas GmbH, und seit 2006 ist er Leiter der OMV Gas & Power GmbH.

David C. Davies (*1955)

Seit 1. April 2002 Finanzvorstand. Er absolvierte 1978 das Studium der Volkswirtschaft an der Universität von Liverpool (Großbritannien) und begann seine Berufslaufbahn in der Wirtschaftsprüfung. Weiters war er in internationalen Konzernen in der Getränke-, Lebensmittel- und Gesundheitsindustrie tätig. Vor dem Eintritt in den OMV Konzern war er Finanzvorstand in verschiedenen Unternehmen in Großbritannien.

Helmut Langanger (*1950)

Seit 1. Jänner 2002 Vorstand für Exploration und Produktion. Seine Ausbildung an der Montanuniversität in Leoben ergänzte er mit dem Studium der Volkswirtschaftslehre in Wien. 1974 begann er seine Karriere im OMV Konzern. 1992 wurde er Geschäftsbereichsleiter für Exploration und Produktion. In dieser Funktion war er maßgeblich am Aufbau des internationalen E&P-Portfolios beteiligt.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Es erfüllt mich und meine Vorstandskollegen mit Stolz und Freude, Ihnen auch heuer berichten zu können, dass sich Ihr Unternehmen im abgelaufenen Jahr trotz eines immer herausfordernder werdenden Umfelds hervorragend entwickelt hat:

  • OMV setzt den bisherigen Erfolgskurs fort und erwirtschaftet im sechsten Jahr in Folge ein Ergebnis, das in vieler Hinsicht einen Rekord darstellt
  • Sie als Aktionärinnen und Aktionäre profitieren von dieser positiven Entwicklung durch die Dividende, die einem Ausschüttungsgrad von 22% entspricht
  • OMV ist nicht zuletzt auf Grund der konservativen Finanzstrategie mit einem Verschuldungsgrad von 37% in einer starken Position, um den Herausforderungen des aktuellen operativen Umfelds entgegenzutreten

Bevor ich mich jedoch der Strategie für die kommenden Jahre zuwende, lassen Sie mich im Detail auf das Jahresergebnis 2008 sowie die Highlights des vergangenen Jahrs eingehen.

Jahresergebnis 2008

Zweifellos kann 2008 als das Jahr der Extreme bezeichnet werden: Der Ölpreis schraubte sich bis Mitte des Jahrs auf deutlich über USD 140 je Fass in die Höhe. In der zweiten Jahreshälfte entwickelten sich sowohl der Ölpreis als auch der Börsekurs nicht zuletzt auf Grund der weltweiten Finanzlage drastisch nach unten. Zudem belasteten ein unvermindert hohes Preisniveau für Stahl und Leistungen der Ölservices-Anbieter sowie der schwache USD das Ergebnis. Dennoch erzielte Ihre OMV – auch auf Grund des im Jahresschnitt gesehen um 34% über dem Niveau von 2007 liegenden Ölpreises und der guten Margensituation in Raffinerien und Marketing – einen Betriebserfolg (EBIT) vor Sondereffekten von rund EUR 3,1 Mrd, ein Plus von 31% gegenüber dem Vorjahr. Auch der Jahresüberschuss vor Sondereffekten und nach Minderheiten liegt 5% über dem Vorjahr bei rund EUR 1,7 Mrd. Dieses neuerliche Rekordergebnis gekoppelt mit dem starken Cashflow aus der Betriebstätigkeit von rund EUR 3,2 Mrd sind ein Ergebnis der konsequenten Umsetzung der Wachstumsstrategie. Trotz des hohen Investitionsvolumens der letzten Jahre liegt

der Verschuldungsgrad von OMV bei lediglich 37%. Gerade in der derzeitigen Wirtschaftslage ist es erforderlich, diese konservative Finanzstrategie fortzuführen. Dies erfordert einerseits den sorgsamen Umgang mit Finanzmitteln. Dadurch sollen die notwendigen Ressourcen zur Fortführung der wesentlichen Investitionsprojekte, die eine nachhaltig positive Wertentwicklung Ihrer OMV gewährleisten sollen, sichergestellt werden. Andererseits ist OMV immer bestrebt, Sie an der positiven Entwicklung Ihres Unternehmens entsprechend teilhaben zu lassen. Daher freue ich mich, für das Jahr 2008 eine Dividende von EUR 1 pro Aktie vorschlagen zu können. Dies entspricht einem Ausschüttungsgrad von 22%. Diese im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Dividende spiegelt unser Bestreben wider, auch in einem turbulenten wirtschaftlichen Umfeld finanziell solide aufgestellt zu sein.

Auch in 2008 haben wir unser Ziel, die Position von OMV als führendes Energieunternehmen im europäischen Wachstumsgürtel auszubauen und zu festigen mit Nachdruck verfolgt und konsequent umgesetzt.

In Exploration und Produktion (E&P) wurden die Feldentwicklungen in Neuseeland und Kasachstan vorangetrieben und zwei Gasfelder in Österreich, Strasshof und Ebenthal, in Betrieb genommen. Ein wesentlicher Schritt zur Sicherung von Reserven und künftiger Produktion war die deutliche Verlängerung der Vertragslaufzeiten unserer Lizenzen in Libyen. Zudem hat OMV weitere Explorationslizenzen in Tunesien, Norwegen, Pakistan und der Slowakei erworben. Die sicheren und wahrscheinlichen Reserven von OMV, rund 2 Mrd boe, stellen langfristig ein entsprechendes Produktionsniveau sicher.

Der Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing (R&M) konnte die Modernisierung aller drei westlichen Raffinerien (Bayernoil, Burghausen, Schwechat) erfolgreich abschließen. Ebenso wurden weniger rentable Tankstellen identifiziert, der Verkaufsprozess begonnen und teilweise auch abgeschlossen.

Die Internationalisierung im Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) schreitet weiter voran. Der Fortführung der konservativen Finanzstrategie

Erweiterung des Produktionsportfolios

Modernisierung westlicher Raffinerien

Auf dem Weg zu einem voll integrierten Energiekonzern mit Stromproduktion

Erfolgreiche Modernisierung bei Petrom

Central European Gas Hub wird zu einem der wesentlichsten Gashandelsplätze Kontinentaleuropas ausgebaut. Durch den geplanten Einstieg von Gazprom sowie der Wiener Börse wird die Attraktivität des Gashubs weiter erhöht. Wie vergangenes Jahr angekündigt, hat G&P nun mit der Errichtung eines Gaskraftwerks in Rumänien begonnen und OMV ist damit ihrem Ziel, ein voll integrierter Energiekonzern mit Stromproduktion im Portfolio zu werden, wieder einen Schritt näher gekommen. Hinzu kommt, dass durch die Inbetriebnahme des sauberen, neuen Gaskraftwerks alte, die Umwelt belastende Kohlekraftwerke vom Netz genommen werden können.

Der Modernisierungsprozess in Petrom wurde weiter fortgesetzt und zeigt bereits deutliche Erfolge. So haben wir die Ölproduktion in Rumänien stabil gehalten und die Modernisierung von über 5.000 Bohrungen erfolgreich abgeschlossen. Auch zeigt die Explorationstätigkeit erste Erfolge. Die ersten Funde sind bereits in Produktion gegangen. Um die Kostenposition in E&P in Rumänien zu verbessern, wurden die Ölservice-Aktivitäten von Petromservice erworben. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Heben der Synergien durch Gleichschaltung der Exploration and Production Services (EPS) mit der E&P-Organisation. Bereits zwei Jahre früher als geplant hat Petrom eine beachtliche Reservenersatzrate von 71% erreicht, ein Erfolg, auf den wir besonders stolz sind. Die Restrukturierung des Marketing-Geschäfts in Petrom konnte erfolgreich abgeschlossen und die Tankstellen auf neue Verträge umgestellt werden. Die unter der neu eingeführten Premiummarke PetromV betriebenen Tankstellen entsprechen dem OMV Standard und sind mit VIVA Shops ausgestattet. Erfreulicherweise trägt das Non-Oil-Geschäft aus den VIVA Shops erheblich zum Marketingergebnis bei. Das Modernisierungsprogramm bei den Petrom Raffinerien brachte bereits deutliche Effizienzsteigerungen. Trotz der erfreulichen Entwicklungen in Petrom sind wir mit einer Reihe von Rechtsstreitigkeiten mit derzeitigen und ehemaligen Mitarbeitern konfrontiert. Wir nehmen diese sehr ernst und haben alle erforderlichen Abwehrmaßnahmen ergriffen. Dennoch wurde diese Situation zum Anlass genommen, um entsprechende Vorsorge in Form von Rückstellungen zu treffen.

Durch die kontinuierliche Aufstockung des Anteils an Petrol Ofisi auf rund 42% haben wir unsere Präsenz in der Türkei weiter ausgebaut. Dies stellt eine solide Basis für mögliche weitere Expansionsschritte in diesem Zukunftsmarkt dar.

Nachhaltigkeit

Bei der Umsetzung der Strategie kommt es uns nicht nur darauf an, dass wir unsere Ziele erreichen, sondern auch auf das "Wie". Wir wollen als Unternehmen sowohl langfristig nachhaltig agieren, als auch wirtschaftlich erfolgreich sein. Gleichzeitig sollen unsere Aktivitäten die geringstmögliche Auswirkung auf Gesellschaft und Umwelt haben. Bereits seit mehreren Jahren ist OMV aktives Mitglied des UN Global Compact. In Umsetzung der sich daraus ergebenden Verpflichtungen und um unserem Verständnis der Nachhaltigkeit das erforderliche Gewicht beizumessen, haben wir im abgelaufenen Jahr eine Konzernrichtlinie für Nachhaltigkeitsmanagement beschlossen, die den integrierten Ansatz von Nachhaltigkeit sowie die Nachhaltigkeitsorganisation beschreibt. Die kommenden Jahre werden der Implementierung entsprechender Nachhaltigkeitsaktivitäten gewidmet sein.

Strategie

Die Umsetzung der Wachstumsstrategie in den letzten Jahren durch Akquisitionen wie Bayernoil, Preussag, Petrom und Petrol Ofisi, aber auch Borealis, hat deutlich aufgezeigt, dass Ihr Unternehmen in der Lage ist, nachhaltig Werte zu schaffen und diese zu vermehren. OMV strebt danach, sich als führender Energiekonzern im europäischen Wachstumsgürtel zu positionieren. Dazu verfolgen wir drei strategische Ansätze:

  • Regionaler Fokus: Ausbau der Downstream-Position in R&M sowie G&P in CEE, SEE und der Türkei und Sicherung einer Verbindung zu den Lieferregionen Mittlerer Osten und Kaspische Region
  • Anpassung des Portfolios: Stärkung der Geschäfte E&P sowie G&P mit selektiven Investitionen unter anderem in Stromerzeugung; Reduktion der CO2 -Intensität unserer Aktivitäten
  • Kosten und Synergien: Strikte Kosten- und Kapitaldisziplin verbunden mit der Realisierung von Kosten- und Ertragssynergien durch die Integration unserer Geschäfte

Ausblick 2009

Für 2009 erwarte ich eine deutliche Volatilität der wichtigsten Marktparameter. Die prognostizierte wirtschaftliche Abkühlung wird zu niedrigeren Wachstumsraten in den für OMV relevanten Märkten Mittel- und Südosteuropas führen. Dennoch sind es vor allem der niedrige Ölpreis und sich verschlechternde Raffineriemargen die 2009 voraussichtlich zu einem ausgesprochen herausfordernden Jahr machen.

Wir begegnen dieser Situation nicht unvorbereitet: OMV hat in ihrer Geschichte bereits viele Herausforderungen gemeistert. Als integrierter Energiekonzern mit verhältnismäßig geringem Verschuldungsgrad und starkem Cashflow verfügt Ihr Unternehmen über die ausreichende Finanzkraft, um auch wirtschaftlich herausfordernde Zeiten zu meistern.

Bereits in Zeiten hoher Ölpreise haben wir begonnen Kostensenkungsprogramme zu entwickeln und konsequent umzusetzen. Dies macht sich jetzt bezahlt und stellt die notwendige Flexibilität sicher, um für neue Entwicklungen frühzeitig die richtigen Antworten finden zu können. Gleichzeitig werden die geplanten Investitionen des Konzerns priorisiert und gekürzt, um sie auf einem Niveau zu halten, das dem aktuellen herausfordernden Umfeld gerecht wird.

Gerade in einem solchen Umfeld ist es wichtig, klar zu demonstrieren, dass wir mit den Finanzmitteln der Aktionärinnen und Aktionäre sorgsam umgehen, um Ihnen Sicherheit zu bieten und das in OMV gesetzte Vertrauen zu stärken. OMV hat daher Absicherungsgeschäfte betreffend Ölpreis- und Währungsschwankungen vorgenommen.

Neben diesen Finanzmaßnahmen wird der kontinuierliche Beitrag aller Geschäftsbereiche und das Heben von Synergien aus der Integration der Geschäftsbereiche wesentlich zum Erfolg Ihrer OMV beitragen. So erwarte ich für E&P, dass wir durch die neu erschlossenen Ölfelder in Neuseeland und Kasachstan eine Produktionssteigerung von Öl und Gas erreichen werden. In R&M ist die Inbetriebnahme des thermischen Crackers in Schwechat geplant, der eine verbesserte

Produktausbeute ermöglichen soll. G&P wird sich schwerpunktmäßig mit der Diversifizierung der langfristigen Lieferverträge (via Pipeline oder LNG) befassen. Ein wesentliches Projekt zur Erhöhung der Versorgungssicherheit, das auf europäischer Ebene Priorität genießt, stellt die Nabucco Gas Pipeline dar. Zudem wird die Vorwärtsintegration in das Strom-Geschäft fortgesetzt und der Bau des Gaskraftwerks in Brazi, Rumänien vorangetrieben. Die Türkei als Wachstumsmarkt soll – neben Österreich und Rumänien – als weiterer Hub ausgebaut werden, um das R&M- sowie das G&P-Geschäft stärker mit den umliegenden Lieferregionen zu verbinden. Gerade in einem schwierigeren Umfeld, stellen klare unternehmerische Wertvorstellungen eine wesentliche Orientierungshilfe und Richtschnur für unternehmerisches Handeln dar und formen die Identität des Unternehmens. 2008 haben wir daher der Implementierung und Umsetzung unserer Werte (Professionals, Pioneers, Partners) gewidmet. Anhand zahlreicher Beispiele und Maßnahmen wurden die "3 Ps" für alle unsere Mitarbeiter erlebbar und greifbar gemacht.

Der strategische Ansatz eines integrierten Energiekonzerns, verknüpft mit der vorhandenen Finanzkraft und der Fokussierung der Investitionen sowie der Umsetzung der Kostensenkungsprogramme, soll auch künftig nachhaltiges Wachstum für unsere Aktionäre sicherstellen, und dies auch in einem sich stark verschlechternden Umfeld. Damit heben wir uns von unseren Mitbewerbern ab und bleiben ein attraktives Unternehmen für Investoren und Mitarbeiter.

Abschließend möchte ich Ihnen, werte Aktionärinnen und Aktionäre, für das OMV erwiesene Vertrauen, und all unseren Mitarbeitern für ihren täglichen Einsatz für OMV, der den bisherigen Erfolg ermöglicht hat, herzlich danken und freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit!

Wolfgang Ruttenstorfer

Fokus auf Versorgungssicherheit

Profitables, nachhaltiges Wachstum

Highlights 2008

August

September

  • Erfolgreiche Explorationsbohrung in Tunesien; weitere Bohrungen und 3D-Seismik sind geplant
  • OMV unterzeichnet Abkommen mit libyscher NOC zur Erneuerung der Verträge wichtiger Ölfelder; bestehende Verträge (EPSAs) werden auf den neuen Standard EPSA IV geändert
  • OMV zieht Absichtserklärung für einen Zusammenschluss von OMV und MOL zurück, nachdem die Europäische Kommission zu erkennen gegeben hat, dass sie die von OMV unterbreiteten Abhilfemaßnahmen nicht akzeptiert
  • Erwerb von zwei Explorationslizenzen in Pakistan
  • Produktionsstart der österreichschen Gasfelder Strasshof und Ebenthal
  • OMV plant ihre Power-Aktivitäten mit der Errichtung eines Gaskraftwerks in der Türkei weiter zu verstärken
  • OMV erhält Kredit-Ratings und wird von Moody's Investors Service mit "A3 (stable)" und von FitchRatings mit "A- (stable)" bewertet
  • Zwei erfolgreiche Offshore-Bohrungen in Großbritannien unterstützen das zukünftige Reservenwachstum
  • Feierliche Einweihung der Anlagen in Burghausen nach Kapazitätsausbau, welcher zur Stärkung der Position in der Petrochemie-Industrie beitragen soll

Oktober

Juli

November

Dezember

  • IPIC, einer der Kernaktionäre von OMV, erhöht ihren Anteil auf 19,2%; somit steigt der Anteil des ÖIAG/IPIC Konsortiums an OMV auf 50,7%
  • Petrom unterzeichnet eine Kreditlinie über EUR 375 Mio mit einer Laufzeit von drei Jahren
  • Erfolgreiche Explorationsbohrung in Tunesien; weitere Bohrungen sind geplant
  • Krk als Standort für Adria LNG bestätigt
  • OMV, Gazprom und Wiener Börse einigen sich auf eine gemeinsame Weiterentwicklung des Central European Gas Hub und Errichtung einer Gasbörse

Die Restrukturierung des Raffinerieverbunds Bayernoil wurde mit der Installation eines neuen Hydrocrackers in Neustadt erfolgreich abgeschlossen. Durch die Schließung der Ingolstadt Raffinerie wurde die jährliche Raffineriekapazität von 12 auf 10,3 Mio t reduziert

STRATEGIE

"Was ist für Sie die erfolgreichste aller Strategien?"

Wladimir Zalozieckyj Sas, Organisationsberater

"Das zu machen, was man am besten kann."

Martina Kletzmaier, R&M Strategie, OMV

Ziele und Strategie des OMV Konzerns

Unsere Position 2008

Kerngeschäfte E&P, R&M und G&P

Starke strategische Positionierung OMV ist der führende Energiekonzern in Mittelund Südosteuropa. Unsere Kerngeschäfte umfassen Exploration und Produktion, Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie sowie Gas und Power. Wir fördern täglich 317.000 boe und haben rund 1,2 Mrd boe sichere Reserven. Wir verfügen über eine Jahres-Raffineriekapazität von 25,8 Mio t und betreiben ein Netz von über 2.500 Tankstellen in 13 Ländern Mittel- und Südosteuropas. OMV transportiert jährlich rund 66 Mrd m³ Erdgas nach Westeuropa und betreibt Erdgasspeicher mit einer Kapazität von rund 2,3 Mrd m³. Die Erdgasverkaufsmengen betragen jährlich 13 Mrd m³.

Neben unseren 100%-Töchtern OMV Exploration & Production, OMV Refining & Marketing, OMV Gas & Power, OMV Solutions und OMV Future

Energy Fund sind wir zu 51% am rumänischen Erdöl- und Erdgasunternehmen Petrom, zu 59% (direkt und indirekt) an der Gashandelsgesellschaft EconGas, zu 45% am Raffinerieverbund Bayernoil und zu 42% an Petrol Ofisi, der führenden Marketinggesellschaft in der Türkei, beteiligt. Zudem ist OMV auch zu 21% an der ungarischen Erdöl- und Erdgasgesellschaft MOL beteiligt.

Die Chemie-Aktivitäten des Konzerns sind in Borealis gebündelt, an der OMV zu 36% beteiligt ist. Einer unser beiden Kernaktionäre, International Petroleum Investment Company (IPIC) aus Abu Dhabi hält die restlichen 64%. Borealis hat eine führende Position im Sektor Polyolefine bzw. Melamine.

Integration der Geschäftsbereiche und Märkte

Als finanzstarkes, integriertes Energieunternehmen und Marktführer in Mittel- und Südosteuropa sind wir gut positioniert, um die Herausforderungen der Branche, nämlich starke Ölpreisschwankungen, einen großen, auch

durch den Klimaschutz bedingten, Investitionsbedarf, sowie die Notwendigkeit, die Energieversorgung zu diversifizieren und abzusichern, bestmöglich anzunehmen.

Für Herausforderungen der Branche gewappnet

Unsere Strategie

OMV ist der führende Energiekonzern im europäischen Wachstumsgürtel

OMV hat die Vision, die Energieindustrie im europäischen Wachstumsgürtel auch weiterhin mit zu gestalten, indem sie die führende Downstream-Position innerhalb ihrer Wachstumsmärkte ausbaut und eine Verbindung zu den Lieferregionen sichert. Das Unternehmensportfolio wird angepasst, indem die Geschäfte von Exploration und Produktion (E&P) sowie Gas und Power (G&P) gestärkt werden und das Unternehmen selektiv in Stromerzeugung und erneuerbare Energien investiert. Durch unser integriertes Geschäftsmodell werden Kosten- und Ertragssynergien realisiert und eine klar definierte Kostenund Kapitaldisziplin eingehalten.

Stärkung des integrierten Geschäftsmodells

Stärkung der Markposition in bestehenden Märkten und Entwicklung der Versorgungsregionen Mittlerer Osten und Kaspische Region

Versorgungssicherheit durch Ausbau der Upstream-Position

Ausbau der führenden Downstream-Position innerhalb der Wachstumsmärkte und Sicherung der Verbindung zu den Lieferregionen

Unser Markt ist der europäische Wachstumsgürtel. Ziel ist es, die führende Position in der Versorgung mit Erdöl und Erdgas in dieser Region weiter auszubauen. Petrom hat sich für uns zu einem regionalen Hub in Südosteuropa entwickelt. Wir möchten auch die Türkei in unseren Kernmarkt einbeziehen und prüfen, ob sie sich ebenfalls zu einem potenziellen Hub entwickeln kann. Gleichzeitig zielt OMV darauf ab, sich stärker im Mittleren Osten zu engagieren, um im Upstream zu wachsen und die Erdöl- und Erdgasversorgung für ihre Märkte in Mittel- und Südosteuropa zu sichern.

Investitionsschwerpunkt auf E&P und G&P

auf Wachstum

Erweiterung des Unternehmensportfolios durch Stärkung der Geschäftsbereiche E&P sowie G&P und selektives Investment in Stromerzeugung und erneuerbare Energien

OMV verlagert den Schwerpunkt ihrer Investitionen in Richtung E&P und G&P. Dabei investierten wir auch selektiv in Stromerzeugung, um durch die Integration von Strom und Erdgas die Wertschöpfung zu maximieren. Mit dem Ziel die CO2 -Intensität der Stromerzeugung zu reduzieren untersuchen wir zudem Chancen erneuerbarer Energieversorgung.

Realisierung von Ausgaben- und Ertragssynergien durch integriertes Geschäftsmodell

Ein wichtiges Augenmerk liegt auf einer klar definierten Kosten- und Kapitaldisziplin. Als integrierter Energieversorger sucht OMV nach Möglichkeiten, Synergien bei Ausgaben und Erträgen innerhalb der Geschäftsbereiche herzustellen, z.B. durch das Etablieren von unserer Tochtergesellschaft Global Solutions als Dienstleistungspartner für Support-Aufgaben innerhalb des OMV Konzerns. Wir profitieren weiters von den Synergien entlang der Wertschöpfungskette und nutzen unsere integrierte Position auch als Wettbewerbsvorteil. Bestes Beispiel dafür ist die Förderung von Erdgas durch E&P, das transportiert, gelagert und anschließend entweder als Erdgas vermarktet oder aber in den eigenen Kraftwerken in Strom umgewandelt wird. Die Entwicklung von Raffinerien zu Konversions-Hubs mit einem breiteren Spektrum an Energie-Produkten schafft weitere Synergien.

Weiterer Fokus Unsere Ziele für 2010

  • E&P: Steigerung der Erdöl- und Erdgasproduktion auf 350.000 bis 360.000 boe/d indem wir neue Felder entwickeln sowie die Ausbeute reifer Felder erhöhen, das Potenzial von Petrom realisieren und unser Explorations
  • portfolio erweitern. R&M: Weitere Stärkung unserer Marktführerschaft (20% Marktanteil in Mittel- und Südosteuropa) und Steigerung unserer Profitabilität mit dem Schwerpunkt Restrukturierung der Petrom Raffinerien. In der Türkei wollen wir unsere Position integriert ausbauen.
  • G&P: Wachstum im Bereich Marketing um einen Erdgasabsatz von 18 Mrd m³/Jahr zu erzielen und Ausbau des Central European Gas Hub. Durch das Nabucco Gas Pipeline Projekt soll die Versorgung Europas mit Erdgas gestärkt werden. Entwicklung eines profitablen Strom-Geschäfts durch die Inbetriebnahme des ersten Gaskraftwerks 2011.
  • Ziel des Konzerns ist es, einen ROACE von 13% bei durchschnittlichen Marktparametern zu erreichen und sich bei der Marktkapitalisierung deutlich von regionalen Mitbewerbern abzuheben.

Exploration und Produktion

Unser ausgewogenes internationales E&P-Portfolio in 19 Ländern umfasst sechs Kernregionen: Mittel- und Südosteuropa, Nordafrika, Nordwest-Europa, Mittlerer Osten, Australien/Neuseeland sowie Russland/Kaspische Region. Durch die Mehrheitsbeteiligung am rumänischen Erdöl- und Gasunternehmen Petrom sind Rumänien und Österreich die Hauptquellen unserer Erdöl- und Erdgasförderung. Zusammen machen sie etwa 70% der Fördermenge aus. Die Tagesproduktion liegt bei rund 317.000 boe, die sicheren Erdöl- und Erdgasreserven betragen rund 1,2 Mrd boe.

Was wir 2008 erreicht haben

  • Erfolgreiche Fortsetzung der Modernisierung von Petrom: Stabilisierung der Erdölproduktion in Rumänien, Fertigstellung des Ölsonden-Modernisierungsprogramms, Erwerb der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice, Erhöhung der Reservenersatzrate in Rumänien auf 71%
  • Entwicklung von bedeutenden Erdöl- und Erdgasfeldern: Förderbeginn der Gasfelder Strasshof und Ebenthal (Österreich), Vorbereitungsarbeiten für den Produktionsstart des Ölfelds Maari (Neuseeland, in Q1/09 erfolgt) sowie weitgehende Fertigstellung der obertägigen Einrichtungen für das Ölfeld Komsomolskoe (Kasachstan) mit dem Ziel mit der Produktion in H1/09 zu beginnen
  • Vertragsverlängerung für produzierende Felder in Libyen bis 2032 und Unterzeichnung eines Vertrags für die Neuentwicklung des großen Ölfelds Nafoora Augila
  • Erwerb von zusätzlichen Explorationslizenzen in Tunesien, Norwegen, Pakistan und in der Slowakei

Unsere Initiativen

  • Steigerung der Erdöl- und Erdgasproduktion durch substanzielle Feldesentwicklungen
  • Ausschöpfen des vollen Potenzials in Rumänien durch intensive Bohraktivitäten und Förderoptimierung sowie der Integration der Petromservice Aktivitäten
  • Fokus des Portfolios auf sechs Kernregionen
  • Erweiterung des Explorationsportfolios, um zukünftiges Wachstum zu sichern
  • Anwendung modernster Explorationstechnologien
  • Ausbau und wirksamer Einsatz der hohen Fachkompetenz in Betrieb und Ausbeute reifer Ölfelder
  • Untersuchungen bezüglich Methoden zur Ge-

winnung unkonventioneller Öl- und Gasreserven in von OMV bzw. Petrom operierten Feldern

  • Verstärkter Ausbau unserer Offshore-Kompetenz
  • Betriebsführerschaft in der Mehrzahl unserer Assets
  • Partnerschaften mit ausgewählten nationalen und internationalen Erdölunternehmen ausbauen
  • Positionierung im Spitzenfeld bezüglich HSE und CSR

Unsere Wettbewerbsvorteile

  • Starker Fokus auf EU-Länder Mittel- und Südosteuropas durch Petrom Aktivitäten
  • Erfolgreiche Optimierung der Produktion in komplexen Onshore-Feldern
  • Anwendung neuester Seismik-Technologien und Explorationstechniken
  • Hohe Kompetenz bei Errichtung und Betrieb von Sauergas-Anlagen
  • Erfahrung bei Felderschließung und Betrieb in politisch schwierigen und ökologisch sensiblen Gebieten
  • Ausgewogene Risikoverteilung über ein Assetportfolio in den sechs Kernregionen
  • Synergien eines integrierten Erdöl- und Gasunternehmens

Unsere Ziele bis 2010

Ziel ist es, bis 2010 unsere Produktion auf 350.000 bis 360.000 boe/d zu steigern, indem wir in Rumänien, Libyen, Tunesien, Kasachstan, Neuseeland und im Jemen neue Felder entwickeln bzw. bei produzierenden Feldern eine neuerliche Entwicklung durchführen. Die Modernisierung von Petrom soll weiter forciert werden, um das erhebliche Potenzial zu realisieren. Unser erfolgversprechendes Explorationsportfolio soll weiter ausgebaut werden, um die langfristige und nachhaltige Unternehmensentwicklung zu unterstützen.

Ausgewogenes Assetportfolio

Fokus auf organischem Wachstum

Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

Wir betreiben eine Raffinerie in Schwechat (Österreich) und eine in Burghausen (Süddeutschland), die beide über eine integrierte Petrochemie-Produktion verfügen. Gemeinsam mit den beiden Raffinerien Petrobrazi und Arpechim (Rumänien) und dem 45%-Anteil am Raffinerieverbund Bayernoil (Süddeutschland) verfügen wir über eine Jahresgesamtkapazität von 25,8 Mio t (530.000 bbl/d). Unser Tankstellennetz (2.528 Tankstellen in 13 Ländern Mittel- und Südosteuropas) und unser effizientes Commercial-Geschäft sind die Basis für unsere Marktführerschaft und für weiteres profitables Wachstum.

Fortschritte bei zahlreichen Projekten

Weitere Entwicklungsprojekte geplant

Was wir 2008 erreicht haben

  • Abschluss des Restrukturierungsprogramms in Bayernoil durch Schließung eines von drei Standorten (Ingolstadt) und Verbesserung der Produktenstruktur durch den Bau eines neuen Hydrocrackers
  • Fortführung des Baus eines thermischen Crackers in Schwechat mit dem Ziel, vermehrt schwere Rohöle einsetzen zu können
  • Baubeginn der neuen Ethylen-Pipeline in Süddeutschland
  • Abschluss des Restrukturierungsprogramms und des Turnarounds im Marketing-Geschäft bei Petrom
  • Stärkung des Non-Oil-Geschäfts durch erfolgreiche Neupositionierung von VIVA

Unsere Initiativen

  • Restrukturierung der Raffinerie Petrobrazi in Rumänien inklusive integriertem Kapazitätsausbau
  • Steigerung der Profitabilität durch Konsolidierung und Optimierung innerhalb des für OMV relevanten Markts
  • Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit der Petrochemie-Aktivitäten durch Wachstum und Integration
  • Entwicklung der Raffinerien zu Energie-/ Konversionszentren mit einem breiteren Spektrum an Energie-Produkten
  • Entwicklung einer integrierten Downstream-Position in der Mittelmeer- bzw. der Schwarzmeerregion

Starke Marktpositionierung in Mittel- und Südosteuropa

Unsere Wettbewerbsvorteile

Durch den Erwerb von Petrom haben wir zusätzlich zum Raffineriehub West (Schwechat, Burghausen und Bayernoil) einen Raffineriehub Ost (Petrobrazi und Arpechim) geschaffen und an Versorgungsstärke gewonnen – ein

großer Schritt in Richtung profitables Wachstum

  • Effizientes und flächendeckendes Tankstellennetz mit starker Markenpositionierung (OMV, Avanti, Petrom)
  • Innovatives Non-Oil-Geschäft
  • Hohe Produktenqualität und Umweltstandards

Unsere Ziele für 2010

Unser Ziel ist es, die Marktführerschaft in der Donau- und Schwarzmeerregion weiter zu stärken. Unser Marktanteilsziel von 20% in Marketing haben wir bereits vorzeitig erreicht. Durch ein großangelegtes Investitionsprogramm innerhalb der letzten fünf Jahre wurden die Raffinerien im Westen erfolgreich restrukturiert und den neuen Markterfordernissen angepasst. Die Petrochemie-Kapazitäten wurden an den Standorten Schwechat und Burghausen gemeinsam mit Borealis weiter ausgebaut. Priorität in den kommenden Jahren hat die Restrukturierung der Petrom Raffinerien in Rumänien. Weiteres strategisches Ziel ist die Weiterentwicklung der Raffinerien zu Energie-/Konversionszentren. Im Bereich Marketing liegt der Fokus in der weiteren Restrukturierung des Tankstellennetzes und der Weiterentwicklung des Service-Angebots an den Tankstellen, um uns weiterhin erfolgreich vom Wettbewerb zu differenzieren und die Effizienz zu erhöhen.

Gas und Power

Der Geschäftsbereich Gas und Power hat signifikantes Wachstumspotenzial, da Erdgas ein wesentlicher Primärenergieträger der Zukunft ist. Wir sind in allen Bereichen der Gaswertschöpfungskette tätig. Wir liefern beträchtliche Erdgasmengen nach Österreich, indem wir Erdgas vor allem aus Russland und Norwegen importieren, und verfügen über Erdgas aus konzerneigenen Produktionsstätten. Wir haben eine wichtige Position im Transit, da rund ein Drittel aller russischen Erdgasexporte nach Westeuropa über die Erdgasverteilerstation in Baumgarten erfolgt. Unser Leitungsnetz weist eine Länge von rund 2.000 km auf, und unsere Speicher leisten einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit inner- und außerhalb Österreichs. Der Central European Gas Hub hat sich zu einem der drei bedeutendsten Gashubs in Kontinentaleuropa entwickelt. Mit der Entwicklung des Strom-Geschäfts wollen wir die Wertschöpfungskette verlängern und Synergien mit dem Gas-Geschäft schaffen.

Was wir 2008 erreicht haben

  • Planmäßige Fortführung des Pipeline-Projekts Nabucco
  • Standortentscheidung für den Bau des Adria LNG Terminals auf Krk in Kroatien
  • Inbetriebnahme eines zusätzlichen Teilstrangs der WAG und der Verdichterstation Eggendorf auf der TAG
  • Baubeginn des 860 MW Gaskraftwerkprojekts in Brazi in Rumänien
  • Einstieg in den stark wachsenden türkischen Strommarkt durch den Startschuss für die Errichtung eines 890 MW Gaskraftwerks in Samsun
  • Positionierung von EconGas auf den wichtigsten Handelsplätzen in Kontinentaleuropa
  • Kooperationsabkommen zwischen OMV, Gazprom, Centrex und der Wiener Börse für den Ausbau des Central European Gas Hub zur größten Handelsplattform Kontinentaleuropas

Unsere Initiativen

  • Weitere Intensivierung der physischen Integration der eigenen Produktion und des Erdgas-Geschäfts
  • Entwicklung neuer Erdgas-Versorgungsrouten aus der erdgasreichen Kaspischen Region und dem Mittleren Osten nach Mitteleuropa (Nabucco Gas Pipeline, LNG)
  • Ausbau der Gastransportinfrastruktur in Österreich
  • Entwicklung eines internationalen Speicher-Geschäfts unter Nutzung der Erdgasdrehscheibe Baumgarten und der Nabucco Gas Pipeline
  • Ausbau des Central European Gas Hub zur Nr. 1 in Kontinentaleuropa und Weiterentwicklung zur Gasbörse

  • Etablierung von EconGas als bedeutender Erdgasanbieter in Mitteleuropa

  • Ausbau des Petrom Gas-Geschäfts als Marktführer in Rumänien
  • Entwicklung eines profitablen Strom-Geschäfts durch den Bau von Kraftwerken und optimale Verbindung des Gas- und Strom-Geschäfts
  • Reduktion des Carbon Footprint in der Produktion und in den Produkten

Unsere Wettbewerbsvorteile

  • OMV betreibt das wichtigste Gas-Logistikzentrum in der Mitte Europas
  • Transport und Vermarktung von Erdgas aus eigener Förderung
  • Langfristige Beziehungen und Verträge mit wichtigen Erdgaslieferanten
  • Vorteilhafte Kostenposition bei Speicher und Transport
  • Drehscheibe für den internationalen Erdgastransit
  • Starke Position der Gashandelsgesellschaften

Unsere Ziele für 2010

Unser Ziel ist, die Position in Mittel- und Osteuropa zu stärken. Dazu wollen wir bis 2010 unser jährliches Absatzvolumen von Erdgas auf 18 Mrd m³ steigern. Das Erdgas soll zu einem Drittel aus Eigenförderung kommen. Dies führt zur weiteren Festigung des stabilen und nachhaltigen Erdgas-Geschäfts in der Mitte Europas. Darüber hinaus wird der Central European Gas Hub als bedeutende Gasbörse in Kontinentaleuropa etabliert und die Geschäftsaktivitäten von OMV entlang der Gaswertschöpfungskette hin zur Stromerzeugung erweitert.

Weiteres Wachstum geplant

Alle Bereiche der Wertschöpfungskette abgedeckt

Anstieg des Absatzvolumens geplant

Nachhaltigkeit

Neue Publikation: OMV Nachhaltigkeitsbericht

Veränderungen in der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Mit dem Ziel zeitnahe über die Aktivitäten des OMV Konzerns im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) sowie Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSE) zu informieren kommt es zu Neuerungen in der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Der bisherige HSE-Bericht und der alle zwei Jahre erscheinende CSR Performance Report wurden zu einem Bericht mit neuem Namen zusammengelegt: OMV Nachhaltigkeitsbericht. Dieser erscheint erstmals zeitgleich mit dem Geschäftsbericht und informiert unter

anderem detailliert über die Themen Corporate Social Responsibility, OMV Future Energy Fund, Forschung und Entwicklung, Mitarbeiter sowie Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz.

Themen, die gemäß Global Reporting Initiative (GRI) in die ökonomische Säule der Nachhaltigkeitsberichterstattung und in das Unternehmensprofil fallen, wurden großteils in den Geschäftsbericht integriert. Die folgende Übersicht beschreibt kurz jene Elemente, die zuvor im Geschäftsbericht zu finden waren und nun Teil des Nachhaltigkeitsberichts sind.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

OMV nimmt weiterhin in Österreich eine Vorreiterrolle in der Corporate Governance ein und erstattet bereits heuer den ausführlichen diesbezüglichen Bericht. Selbstverständlich hat sich auch der Aufsichtsrat mit den neuen gesetzlichen Anforderungen (gültig ab dem Geschäftsjahr 2009) auseinandergesetzt, insbesondere auch mit den Aufgaben des Prüfungsausschusses.

In den Aufsichtsratssitzungen wurden ausführlich die aktuellen Herausforderungen der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftskrise, insbesondere auch die möglichen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren, erörtert. Besondere Aufmerksamkeit wurde den zukunftsorientierten Gaskraftwerksprojekten sowie der Konzernstrategie gewidmet.

Die Ausschüsse behandelten besonders wesentliche Themen der Rechnungslegungsprozesse, des Risikomanagements und der Steuerungsinstrumente des Konzerns. Ebenso konnte sich der Aufsichtsrat von einem umfassenden Programm der konzernweiten Personalentwicklung und einer klar strukturierten Nachfolgeplanung sowie von einem funktionierenden Emittenten-Compliance-System überzeugen.

Transaktionen der Vorstands- sowie der Aufsichtsratsmitglieder sowie deren aktueller Besitzstand an OMV Aktien werden von der Gesellschaft im Internet unter www.omv.com veröffentlicht.

Bereits 2007 hatte der Aufsichtsrat eine Selbstevaluierung nach internationalen Standards durchgeführt, um durch kontinuierliche Verbesserungen in der Arbeitsweise sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat weiterhin seine Aufgaben zum Wohle der Aktionäre und aller weiteren Stakeholder wahrnehmen kann. Diese Selbstevaluierung wurde 2008 wiederholt und wird zum festen Bestandteil der kritischen Eigenreflexion der Tätigkeit des Aufsichtsrats.

Weitere Ausführungen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden Sie im folgenden Corporate Governance Bericht.

Jahresabschluss, Dividende

Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat mit den Abschlussprüfern erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 127 Aktiengesetz (AktienG) erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss 2008, der damit gemäß § 125 Abs. 2 AktienG festgestellt ist, und den Konzernabschluss 2008. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem Corporate Governance Bericht zu.

Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung, dass aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 1,00 je Aktie ausgeschüttet und der Restbetrag von EUR 75.402.437 auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Abschließend möchte ich dem Vorstand und allen Mitarbeitern für dieses Ergebnis und für die zukunftsorientierte Arbeit herzlich danken.

Wien, am 25. März 2009

Rainer Wieltsch

Unterstützung des Dividendenvorschlags

Corporate Governance Bericht

Größtmögliche Transparenz der Führungs- und Kontrollstruktur trägt dazu bei, das Vertrauen des Kapitalmarkts und unserer weiteren Stakeholder zu schaffen und zu festigen. OMV hat deshalb eine vorbildliche und transparente Corporate Governance stets als wesentlichen Auftrag verstanden und daher seit Bestehen des Österreichischen Corporate Governance Kodex (öCGK) diesem entsprochen. Die folgende Darstellung nimmt die künftigen gesetzlichen Anforderungen bereits vorweg und berücksichtigt die Empfehlungen des öCGK. OMV ist Unterzeichner des UN Global Compacts und bekennt sich konzernweit zu einem umfassenden Code of Conduct und darauf beruhend zu einer Business Ethik, deren Regeln im Einzelnen mit internationalen Experten entwickelt wurden.

Bekenntnis zum öCGK

Die Gesellschaft entspricht dem öCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance. Dieser Kodex ist öffentlich zugänglich unter: www.corporate-governance.at. Eine Abweichung zum Kodex erfolgte nicht; die externe Evaluierung ist unter www.omv.com öffentlich zugänglich.

Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer, *1950 Funktionsperioden 3. Juli 1992 – 27. Jänner 1997 und 1. Jänner 2000 – 31. März 2011

Vorsitzender des Vorstands: Gesamtleitung und Gesamtkoordination des Unternehmens. Verantwortlich für die Konzernführungsfunktionen Corporate Affairs & Nachhaltigkeit, Unternehmenskommunikation, Konzernentwicklung und Personal. Weiters obliegt ihm die Führung des OMV Future Energy Fund.

Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG, der Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsanstalt – Vermögensverwaltung Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Vorsitz) und des Verwaltungsrats der F. Hoffmann-La Roche AG.

Gerhard Roiss, *1952

Funktionsperiode 17. September 1997 – 31. März 2014

Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands: Führung des Geschäftsbereichs Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie sowie Chemie als auch der Konzernführungsfunktion Einkauf.

Mitglied des Aufsichtsrats der Österreichische Post AG und der AABAR Investments PJSC.

Nach Ausscheiden von Dr. Ruttenstorfer wird Dr. Roiss Vorstandsvorsitzender.

Werner Auli, *1960 Funktionsperiode 1. Jänner 2007 – 31. März 2014

Führung des Geschäftsbereichs Gas und Power.

David C. Davies, *1955 Funktionsperiode 1. April 2002 – 31. März 2010

Finanzvorstand. Verantwortlich für die Konzernführungsfunktionen Investor Relations, Controlling & Rechnungswesen, Interne Revision, Treasury, Steuern, IT, Service Netzwerk (OMV Global Solutions) und OMV Insurance Broker.

Helmut Langanger, *1950 Funktionsperiode 1. Jänner 2002 – 30. September 2010

Führung des Geschäftsbereichs Exploration und Produktion.

Mitglied des Aufsichtsrats der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG.

In der Sitzung am 25. März 2009 bestätigte der Aufsichtsrat das Vorstandsteam Wolfgang Ruttenstorfer, Gerhard Roiss, David C. Davies, Helmut Langanger und Werner Auli mit Wirkung 1. April 2009. Bei der Laufzeit der einzelnen Verträge wurde die Tatsache berücksichtigt, dass sowohl Wolfgang Ruttenstorfer als auch Helmut Langanger nach Erreichen des 60. Lebensjahrs aus ihren Vorstandsfunktionen bei OMV ausscheiden wollen. Der Vertrag von Herrn Davies wurde mit Wirkung 1. April 2009 bis 31. März 2010 bestätigt, das heißt vorerst nur für die ursprüngliche Vertragslaufzeit, um seine weitere Entscheidung, die die Wünsche seiner Familie einbezieht, abzuwarten.

Arbeitsweise des Vorstands

Genehmigungserfordernisse, Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder und Abläufe sowie Vorgehen bei Interessenkonflikten sind in der Geschäftsordnung geregelt. Der Vorstand hält wöchentliche Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen Angelegenheiten, die der Genehmigung des Organs bedürfen.

Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand

Die OMV Vorstandsvergütung berücksichtigt die Gegebenheiten am relevanten Markt, verbunden mit einer starken Leistungskomponente. Die Marktorientierung wird durch ein regelmäßiges externes Benchmarking sowohl zu relevanten österreichischen Industrieunternehmen als auch zur Branche in Europa sichergestellt. Bei der Leistungskomponente werden kurzfristige sowie langfristige Dimensionen berücksichtigt: Shortterm Incentives sind Bonusvereinbarungen, die auf Ergebnis, Profitabilität und Wachstum abzielen, wobei auch besondere Projekte im Zuge der Implementierung der OMV Wachstumsstrategie vereinbart werden. Long-term Incentives werden durch die für Unternehmen vergleichbarer Größe üblichen Aktienoptionspläne abgedeckt.

Voraussetzung für eine betriebliche Altersversorgung ist das Erreichen eines bestimmten Lebensalters, welches im Regelfall mit dem gesetzlichen Pensionsalter übereinstimmt, wobei es auch die Möglichkeit einer Frühpension mit Abschlägen gibt. Die Grundsätze der Bestimmung der Pensionshöhe sind mit jenen der anderen Mitarbeiter im Unternehmen vergleichbar. Im Falle der Beendigung eines Vorstandsvertrags gilt eine Abfertigungsregel, die sich an der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen

orientiert. Sonstige Anwartschaften und Ansprüche im Zuge der Beendigung der Funktion bestehen nicht.

Weitere Informationen finden Sie in den Anhangangaben 27 und 32, insbesondere die Aufteilung der einzelnen Vorstandsbezüge nach fixen und variablen Anteilen sowie Pensionskassenbeiträgen und Sachbezügen (PKW, Unfallversicherung und Aufwandersatz).

Die Vorstandsmitglieder sind auch im Rahmen einer Directors and Officers Liability Insurance und einer Rechtsschutzversicherung versichert. In diesen beiden Fällen sind auch alle Mitglieder des Aufsichtsrats und eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter versichert und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, sodass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

Definierte Mitglieder in weiteren Führungsebenen des Konzerns nehmen an Aktienoptionsplänen teil. Weiters gab es 2008 für 2.554 Führungskräfte und Experten ein gestuftes MbO (Management by Objectives) Programm, wonach Anspruch auf Bonifikation bei Erreichen der Ziele besteht.

MbO Programm für Führungskräfte und Experten

Mitglieder des Aufsichtsrats

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten 2008 folgende Mitglieder an, die neben ihrer Funktion im Aufsichtsrat von OMV noch die folgenden Aufsichtsratsmandate gemäß Regel C 58 öCGK inne haben:

Rainer Wieltsch

Vorsitzender, Mandate: Austrian Airlines AG, Österreichische Post AG, Telekom Austria AG

Mohamed Nasser Al Khaily

Stv. Vorsitzender, Mandate: Compañía Española Petroleos S.A. (bis 14. Mai 2008)

Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti

(Assistant Manager/Evaluation & Execution, IPIC), Stv. Vorsitzende (seit 14. Mai 2008)

Peter Michaelis

(Vorstand der ÖIAG), Stv. Vorsitzender, Mandate: Austrian Airlines AG – Vorsitz, Österreichische Post AG – Vorsitz, Telekom Austria AG – Vorsitz

Murtadha M. Al Hashemi

(Division Manager/Finance, IPIC), Mandate: Compañía Española Petroleos S.A. (bis 14. Mai 2008)

Von der Konzernvertretung entsendet (Arbeitnehmer)

Leopold Abraham, Wolfgang Baumann, Franz Kaba, Ferdinand Nemesch, Markus Simonovsky

Diversität

Unter den 15 Mitgliedern des Aufsichtsrats befindet sich eine Frau, vier Mitglieder sind unter 50 Jahre alt und zwei Mitglieder sind nicht-österreichischer Nationalität.

Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat hat die in Anhang 1 öCGK festgelegten und darüber hinaus folgende Leitlinien für die von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats beschlossen: Das Aufsichtsratsmitglied darf nicht Mitglied einer Geschäftsführung einer verbundenen Gesellschaft sein. Das Aufsichtsratsmitglied darf

Helmut Draxler Mandate: RHI AG

Mohamed Al Khaja

(Division Manager/Research & Business Development IPIC), (seit 14. Mai 2008)

Wolfram Littich

(Vorstandsvorsitzender Allianz Elementar Versicherungs-AG)

Gerhard Mayr Mandate: Lonza Group Ltd, UCB S.A., Alcon Inc.

Herbert Stepic

(Generaldirektor-Stellvertreter der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG)

Herbert Werner

Mandate: Innstadt Brauerei AG – Vorsitz, Ottakringer Brauerei AG

Norbert Zimmermann

(Vorstand der Berndorf Industrieholding AG), Mandate: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG – Vorsitz, Bene AG, Oberbank AG

von der Gesellschaft oder einer verbundenen Gesellschaft keine Aktienoptionen oder sonstige erfolgsbezogene Vergütungen beziehen. Das Aufsichtsratsmitglied darf kein Anteilseigner mit einer Kontrollbeteiligung (im Sinne der EU-Richtlinie 83/349 EWG) sein oder einen solchen vertreten.

Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder, mit Ausnahme von Herrn Draxler betreffend das Kriterium der Dauer der Zugehörigkeit, haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2008 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (Regel C 53 öCGK). Gemäß Regel C 54 öCGK haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Draxler, Littich, Mayr, Stepic, Werner und Zimmermann erklärt, von den Großaktionären im Geschäftsjahr 2008 und

bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Zur Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstands, diskutiert der Aufsichtsrat Lage und Ziele des Unternehmens in Sitzungen, in denen auch (abgesehen von Dringlichkeitsfällen) die Beschlüsse gefasst werden. Der Aufsichtsrat hat fünf Sitzungen, davon eine der Strategie gewidmet, abgehalten. Vier Ausschüsse optimieren den Einsatz der Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder. Im Folgenden dazu ein kurzer Überblick (siehe auch Bericht des Aufsichtsrats):

Präsidial- und Nominierungsausschuss

Dieser Ausschuss ist ermächtigt, in dringenden Angelegenheiten zu entscheiden. Der Aufsichtsrat kann dem Präsidial- und Nominierungsausschuss im Einzelfall oder auf Dauer weitere Aufgaben und Genehmigungsbefugnisse übertragen. Als Nominierungsausschuss unterbreitet er dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung neuer oder frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit der Nachfolgeplanung. Ferner unterbreitet er der Hauptversammlung Vorschläge zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. Es hat eine Sitzung des Präsidialund Nominierungsausschusses stattgefunden, die sich insbesondere mit der Nachfolgeplanung beschäftigt hat.

Prüfungsausschuss

Dem Prüfungsausschuss obliegen die Aufgaben gemäß § 92 Abs. 4a AktienG. Es fanden drei Sitzungen des Prüfungsausschusses statt. In diesen wurden insbesondere die Vorbereitung der Abschlussprüfung, gesetzliche Änderungen und deren Umsetzung, Tätigkeit der Abschlussprüfer, der Internen Revision und des Risk Management behandelt sowie Vorschläge zur Auswahl der Abschlussprüfer und der Behandlung des Jahresabschlusses erarbeitet.

Abschlussprüfer

Im Zuge der Vorschlagserstattung, die dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat obliegt, für die Wahl des Abschlussprüfers durch die

Hauptversammlung ist auch die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers zu beachten, wobei Prüfungsentgelt und sonstige Entgelte gegenüber zu stellen sind. Der Abschlussprüfer, Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH (einschließlich deren Netzwerk im Sinne des § 271b UGB), hat 2008 für sonstige Aufträge EUR 1,32 Mio erhalten; das sind ca. 44% jenes Entgelts, das für die Konzernprüfung entrichtet wurde.

Projektausschuss

Bei Bedarf bereitet der Projektausschuss in Zusammenarbeit mit dem Vorstand grundlegende Entscheidungen von komplexer Natur vor und berichtet über die Ergebnisse und allfällige Vorschläge an den Aufsichtsrat. Der Projektausschuss hat einmal getagt und dabei insbesondere die Frage des Zusammenschlusses mit MOL sowie den Fortschritt der Restrukturierungen bei Petrom erörtert.

Vergütungsausschuss

Der Vergütungsausschuss befasst sich mit allen Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er ist somit insbesondere zum Abschluss, der Änderung und Auflösung der Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern sowie zur Entscheidung über die Gewährung von Bonifikationen (variable Bezüge) und dergleichen an Vorstandsmitglieder ermächtigt. Es fanden zwei Sitzungen des Vergütungsausschusses statt, die Ziele für und Gewährung von Bonifikationen festlegten.

Zustimmungspflichtige Verträge gemäß § 95 Abs. 5 Z 12 AktienG gab es nicht; hingewiesen sei auf Transaktionen im Umfang von ca. EUR 1,5 Mrd mit RZB (Vorstandsmitglied Stepic, weniger als 1% der Bilanzsumme der Raiffeisengruppe).

Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats werden nach dem in der Geschäftsordnung ausführlich geregelten Verfahren behandelt.

Ausschüsse optimieren den Einsatz der Kompetenzen

Vergütung der
Aufsichtsrats
mitglieder

Vergütung

Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung jährlich die Vergütungen der gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das

abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die Hauptversammlung 2008 hat für das Geschäftsjahr 2007 folgendes Vergütungsschema beschlossen:

EUR
29.200
21.900
14.600
12.000
10.000
8.000

Die bei den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern angeführten Beträge wurden 2008 für das Geschäftsjahr 2007 ausbezahlt; Aufwandersatz (Reisespesen, Sitzungsgeld) ist darin nicht enthalten.

Name (Geburtsjahr) Funktion/Ausschussmitglied 1) Vergütung (in EUR) Dauer
Rainer Wieltsch (1944) Vorsitzender; auch in
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA 77.200 24.5.2002 – 13.5.2009
Mohamed Nasser Al Khaily (1966) Stv. Vorsitzender; auch in
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA 59.900 7.6.1995 – 14.5.2008
Alyazia Ali Saleh Al Kuwaiti (1975) Stv. Vorsitzende; auch in
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA Keine 14.5.2008 – 13.5.2009
Peter Michaelis (1946) Stv. Vorsitzender; auch in
PräsA, ProjA, PrüfA, VergA 59.900 23.5.2001 – 13.5.2009
Murtadha M. Al Hashemi (1966) PräsA, ProjA 30.600 18.5.1999 – 14.5.2008
Helmut Draxler (1950) PrüfA 22.600 16.10.1990 – 13.5.2009
Mohamed Al Khaja (1980) PräsA, ProjA Keine 14.5.2008 – 13.5.2009
Wolfram Littich (1959) ProjA, PrüfA 30.600 23.5.2001 – 13.5.2009
Gerhard Mayr (1946) 14.600 24.5.2002 – 13.5.2009
Herbert Stepic (1946) 14.600 18.5.2004 – 13.5.2009
Herbert Werner (1948) PrüfA 22.600 4.6.1996 – 13.5.2009
Norbert Zimmermann (1947) ProjA, VergA (ab 14.05.2008) 22.600 23.5.2001 – 13.5.2009
Leopold Abraham (1947) PräsA, ProjA, PrüfA Keine Die Entsendung seitens
Wolfgang Baumann (1958) PräsA, PrüfA Keine der Konzernvertretung ist
Franz Kaba (1953) ProjA Keine unbefristet; jedoch können
die Arbeitnehmervertreter
Ferdinand Nemesch (1951) ProjA, PrüfA Keine jederzeit von der Konzern
Markus Simonovsky (1973) Keine vertretung abberufen werden.

1) Erläuterung: PräsA = Präsidial- und Nominierungsausschuss, ProjA = Projektausschuss, PrüfA = Prüfungsausschuss, VergA = Vergütungsausschuss

Herr Al Khaily hat an weniger als 50% der Sitzungen teilgenommen. Dr. Michaelis hat in Entsprechung seines Vorstandsvertrags mit der ÖIAG die Vergütung für seine Aufsichtsratsfunktion in der OMV Aktiengesellschaft an die ÖIAG abgetreten.

Die Konzernvertretung hält regelmäßig Aussprachen mit dem Vorstand ab. Diese dienen der wechselseitigen Information über Arbeitnehmer betreffende Entwicklungen im Unternehmen.

Minderheitenrechte der Aktionäre

  • Hauptversammlung: Wenn mindestes 5% der Aktionäre dies verlangen, muss eine Hauptversammlung einberufen werden. Bei der Hauptversammlung sind alle ordnungsgemäß angemeldeten Aktionäre zur Teilnahme, einschließlich Fragen und Abstimmung, berechtigt.
  • Wahl des Aufsichtsrats: Ein Drittel des bei der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals kann die abgesonderte Wahl jedes Mitglieds verlangen. Kandidiert eine Person für jede Stelle und vereinigt dann diese Person in allen Wahlen jeweils wenigstens ein Drittel aller abgegebenen Stimmen auf sich, so ist diese Person für die letzte Stelle gewählt und es entfällt die Abstimmung darüber.

Wien, 25. März 2009

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Gerhard Roiss

Werner Auli David C. Davies Helmut Langanger

Value Management

Um den Unternehmenswert nachhaltig und langfristig zu maximieren, ist es wesentlich, das Unternehmen auf einem straffen Kosten-, Projekt- und Risikomanagementsystem basierend zu führen und Investitionsentscheidungen nach Rentabilitätskriterien zu prüfen. Daher ist Value Management ein wesentliches Element des Führungssystems, dem der Vorstand sehr hohe Bedeutung beimisst.

Value Management wichtig für Planung und Entscheidungen

Dem hohen Stellenwert des Value Managements wird in Planungs- und Entscheidungsprozessen sowie im Informationssystem durch die erforderlichen Mess- und Steuerungsgrößen Rechnung getragen. Ziel ist die Steuerung der strategischen Ausrichtung und der operativen Führung der Geschäfte in Richtung:

  • Steigerung des Marktwerts und des strategischen Geschäftswerts des Eigenkapitals
  • Kapitalmarktorientierte Verzinsung für Aktionäre
  • Wettbewerbskonforme Risikostruktur

Straffes Kostenmanagement

Die konsequente Einhaltung dieses Ansatzes führt, je nach Betrachtungsebene, zu differenzierten Zielsystemen. In einer kurzfristigen Betrachtungsweise können sich diese Zielsysteme durchaus widersprechen, jedoch ist es wesentlich, dass langfristig alle Zielsetzungen erfüllt werden. Abgeleitet von den Risiken und den sich daraus errechneten Kapitalkosten ist bei allen Investitionsentscheidungen das Erreichen einer Mindestverzinsung notwendig. Dies ist neben unserem Fokus auf ein straffes Kosten- und Projektmanagement eine wesentliche Voraussetzung für die Erreichung unseres Ziels, einen

ROACE von 13% über einen Geschäftszyklus basierend auf unseren Mittelfristannahmen zu erreichen.

Im Rahmen der jährlichen Strategieplanung wird auch eine Corporate-Value-Analyse durchgeführt. Hierbei erfolgt eine kritische Prüfung, inwiefern die aktuelle Strategie das Wertsteigerungsziel des Konzerns widerspiegelt.

Teil des Führungsinstrumentariums ist auch die Balanced Scorecard (BSC), die sowohl für den Gesamtkonzern als auch einzeln für alle Geschäftsbereiche vorliegt. Ein wesentlicher Punkt unserer BSC ist die Entwicklung strategischer Kostenziele. Weiters werden auch nicht finanzielle Ziele wie z.B. für Prozesse, Kunden und Märkte bzw. Fortbildung und Wachstum, die das Erreichen unserer strategischen Ziele messbar machen, stärker in den Vordergrund gerückt.

Der Umsetzungsgrad der Strategie 2010, die erreichte Struktur sowie die Realisierung weiterer Performanceverbesserungen des OMV Konzerns sollten Grundlage eines attraktiven Wertsteigerungspotenzials für Investoren darstellen.

Wertorientierte Kennzahlen %
Ziele 2010 1) 2008 2007 2006 2005 2004
Return on average capital employed (ROACE) 13 12 16 18 20 15 2)
Eigenkapitalverzinsung (ROE) 16–18 16 19 20 22 19 2)
Verschuldungsgrad <–
30
37 24 7 –2 12
Ausschüttungsgrad 30 22 24 23 21 19

1) Werte basieren auf Mittelfristannahmen.

2) Werte bereinigt um Petrom Akquisition.

OMV Aktie und Anleihen

Das Jahr 2008 war aus Sicht von OMV in Summe wirtschaftlich wieder sehr erfolgreich. Die OMV Aktie konnte sich dem drastischen Kursverfall an den Aktienmärkten jedoch nicht entziehen und verlor auf Jahressicht 66% an Wert. Dieser Kursrückgang bedeutete eine Underperformance gegenüber der Wiener Börse, wo der Leitindex Austrian Traded Index (ATX) 2008 61% verlor.

Extrem volatile Entwicklung im Börsejahr 2008 Das Börsejahr 2008 war wohl weltweit eines der schwierigsten und turbulentesten in der Geschichte. Ausgelöst von der US-Subprime-Krise bewegten sich die internationalen Börsen in eine Abwärtsspirale. Die Werte der Öl- und Gasbranche litten insbesondere unter der Abwertungstendenz des Ölpreises ab Jahresmitte. Der FTSE Global Energy Index, der die weltweit größten Öl- und Gasunternehmen beinhaltet, fiel 2008 um 38%. International gesehen verzeichneten alle wesentlichen Indizes auf Jahressicht deutliche Verluste (DAX -40%, FTSEurofirst 100 -43%, Dow Jones -34%, Nikkei -44%). Der Wiener Aktienmarkt war 2008 vom durch die Finanzkrise geprägten Abwärtstrend, der durch das hohe CEE-Exposure vieler österreichischer Unternehmen noch verstärkt wurde, besonders getroffen – der ATX verlor auf Jahressicht 61% an Wert.

Nach einer erfreulichen Kursperformance in 2007 entwickelte sich die OMV Aktie 2008, dem nationalen und internationalen Trend entsprechend, stark negativ. Sie verzeichnete auf Jahressicht einen Rückgang von 66%. Berücksichtigt man die am 20. Mai 2008 ausgeschüttete Dividende von EUR 1,25 je Aktie, ergibt sich für die Aktionäre ein Wertrückgang von 64% für 2008. Die Marktkapitalisierung der OMV Aktie betrug per Jahresende EUR 6 Mrd. Die gesamte Aktienkapitalisierung österreichischer Werte an der Wiener Börse fiel um 66% auf EUR 52 Mrd. Das negative Börsenumfeld sowie das Ausbleiben bedeutender Neunotierungen und Kapitalerhöhungen führten zu einem deutlichen Rückgang der Umsätze an der Wiener Börse. Die Aktienumsätze fielen um 24% auf EUR 143 Mrd. Die Umsätze der OMV Aktie gingen um mehr als 20% auf EUR 15,5 Mrd zurück. Der OMV Anteil

am Aktienumsatz der Wiener Börse betrug 11%.

Kursentwicklung und Umsätze der OMV Aktie

Schwieriges Jahr für OMV Aktie

180 160 140 120 100 80 60 40 20 0 3.000 1.500 0 2006 2007 2008 OMV ATX FTSEurofirst 100 FTSE Global Energy Monatsumsatz OMV Aktie in EUR Mio (rechte Skala)

Kursentwicklung (indiziert auf 100)

200

4.500

OMV Aktie ISIN: AT0000743059
Börsennotierungen Wien, USA (ADR Level I)
Symbole Wiener Börse: OMV
Reuters: OMV.VI
Bloomberg: OMV AV
ADR Informationen Sponsored Level I und Rule
144A, 1 ADR entspricht 1 Aktie
Depositary JPMorgan ADR Group
4 New York Plaza, 13th Floor
N ew York, NY 10004, USA
Custodian Bank Austria AG,
Julius Tandler-Platz 3, 1090 Wien
Level I OMVKY, CUSIP: 670875509
ISIN: US6708755094
Rule 144A OMVZY, CUSIP: 670875301
ISIN: US6708753016
OMV Anleihe ISIN: AT0000341623
Laufzeit; Zinssatz 2003 bis 30. Juni 2010; 3,75%

Genehmigung der Hauptversammlung

Ergebnisse der Hauptversammlung

Die wesentlichen Punkte der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Mai 2008 waren die Genehmigung einer Dividende von EUR 1,25 je Aktie für 2007 und die Genehmigung des neuen Aktienrückkaufprogramms, welches den Rückkauf von bis zu 10% der ausgegebenen Aktien erlaubt. Hintergrund für die Genehmigung des Aktienrückkaufprogramms ist die Absicht, das Aktienoptionsprogramm fortzusetzen. Durch das Aktienoptionsprogramm soll sich das Management an den Zielen der Aktionäre orientieren sowie langfristig substanziell vom Unternehmenserfolg profitieren.

Mitarbeiterbeteiligungs- und Aktienoptionsprogramm

Im Herbst 2008 gab es ein weiteres Mitarbeiterbeteiligungsmodell im Zuge dessen Mitarbeiter beim Erwerb von jeweils drei Aktien eine Gratisaktie erhielten, wobei eine Behaltefrist von zwei Jahren gilt. Durch die Ausübung von bereits bestehenden Optionsprogrammen wurden 31.266 eigene Aktien wieder abgegeben (nähere Informationen zum Aktienoptionsplan finden Sie in der Anhangangabe 27 und unter www.omv.com). Insgesamt hielt OMV per Jahresende 2008 durch die letzten Aktienrückkaufprogramme 1.252.899 eigene Aktien bzw. 0,42% des Grundkapitals. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien betrug somit 298.747.101 Stück. Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft beträgt genau

EUR 300 Mio und ist in 300 Mio Stück Inhaberaktien verkörpert.

Bei der nächsten Hauptversammlung am 13. Mai 2009 wird der Vorstand eine Dividende von EUR 1,00 je Aktie vorschlagen. Dies bedeutet einen 20%igen Rückgang verglichen zu jener für 2007 und ist mit der Erhaltung unserer konservativen Finanzstruktur in dem deutlich herausfordernderen Umfeld, das wir zur Zeit haben, konsistent. Der Ausschüttungsgrad wird 22%, die Dividendenrendite, gemessen am Schlusskurs des Jahrs 2008, etwa 5,3% betragen.

Kredit-Rating

Im September 2008 erhielt OMV erstmals Kredit-Ratings internationaler Rating-Agenturen. Die Rating-Agentur Moody's Investors Service hat OMV mit einem "A3" Senior Unsecured Issuer Rating eingestuft, und die Rating-Agentur Fitch hat ein entsprechendes "A-" Issuer Default Rating vergeben. Dies unterstreicht die starke Bonität des OMV Konzerns. Beide Agenturen haben ihre Rating-Einschätzung mit einem "Stable Outlook" versehen.

OMV Aktionärsstruktur

Nach einer Anteilserhöhung von International Petroleum Investment Company (IPIC), Abu Dhabi im Oktober 2008 setzt sich die OMV Aktionärsstruktur per Jahresende 2008 aus 49,3% Streubesitz, 31,5% ÖIAG (vertritt den Österreichischen Staat) und 19,2% IPIC zusammen. Das Grundkapital von OMV besteht aus Stammaktien und es gilt das Prinzip "one share – one vote", d.h. keine Aktie ist mit besonderen Rechten ausgestattet. Zwischen den Kernaktionären IPIC und ÖIAG besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bzgl. der gehaltenen Aktien vorsieht.

In 2008 fanden zwei große Events für Analysten und institutionelle Investoren statt: Anfang Juni luden Petrom und OMV gemeinsam zu einem zweitägigen Site Visit in Rumänien ein. Neben der Präsentation aller Petrom Vorstandsmitglieder konnten sich die rund 60 Gäste vor Ort durch den Besuch von E&P-Anlagen sowie der Raffinerie Petrobrazi von den Restrukturierungsfortschritten überzeugen. Im November stand ein Update über operative und strategische Themen innerhalb des OMV Konzerns am Programm, wobei der OMV Vorstand einen Tag in London präsentierte und Rede und Antwort stand. Im Rahmen des Capital Markets Days in London wurden auch der aktuellen wirtschaftlichen und finanzmarkttechnischen Situation entsprechende Anpassungen des Investitionsprogramms vorgestellt. Alle Details und Präsentationen zum Site Visit und zum Capital Markets Day finden Sie auch auf unserer Homepage www.omv.com > Investor Relations.

Investor Relations Aktivitäten

Auf zahlreichen Roadshows in Europa und Amerika konnten der Vorstand und das Investor Relations Team den Kontakt mit Analysten und Investoren pflegen und vertiefen. In Summe fanden mehr als 290 Einzelgespräche und Gruppenpräsentationen statt, an denen rund 900 Interessenten teilnahmen. Insgesamt widmeten die Vorstände in direkten Gesprächen rund 300 Stunden der Information von Investoren und Analysten. Um Transparenz, Service und Aktualität zu gewährleisten, werden alle wichtigen Informationen und Neuigkeiten für Aktionäre, Analysten und Anleihe-Investoren laufend im Internet unter www.omv.com veröffentlicht.

Aktuelle Informationen im Internet

Finanzkalender Termin 1)
Trading Statement Q4 2008 27. Jänner 2009
Jahresergebnis 2008 25. Februar 2009
Trading Statement Q1 2009 17. April 2009
Ergebnis Jänner–März 2009 8. Mai 2009
Ende der Aktienhinterlegungsfrist 2) 7. Mai 2009
Ordentliche Hauptversammlung 3) 13. Mai 2009
Dividenden-Extag 18. Mai 2009
Dividenden-Zahltag 19. Mai 2009
Trading Statement Q2 2009 17. Juli 2009
Ergebnis Jänner–Juni 2009 5. August 2009
Trading Statement Q3 2009 20. Oktober 2009
Ergebnis Jänner–September 2009 10. November 2009
Jahresergebnis 2009 Februar 2010

1) Die genannten Termine sind vorläufig und bedürfen der Bestätigung. 2) Die Aktienhinterlegung ist für die Teilnahme an der Hauptversammlung erforderlich.

3) 14:00 Uhr, Austria Center Vienna, Bruno-Kreisky-Platz 1, 1220 Wien, Österreich.

Investor Relations Kontakt

Angelika Altendorfer-Zwerenz OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6-8, 1020 Wien Tel.: +43 1 40440-21600 Fax: +43 1 40440-29496 E-Mail: [email protected] Für Geschäfts- und Quartalsberichte kontaktieren Sie uns bitte oder nutzen Sie das OMV Bestellservice unter www.omv.com.

Auf einen Blick in EUR
2008 2007 2006 2005 2004 1)
Anzahl der ausstehenden Aktien in Mio Stück 2) 298,75 298,73 298,71 298,68 298,65
Marktkapitalisierung in EUR Mrd 2) 5,59 16,56 12,84 14,78 6,62
Aktienumsatz Wiener Börse in EUR Mrd 15,68 19,84 22,59 11,49 4,29
Höchstkurs des Jahrs 57,80 55,42 59,86 52,89 22,45
Tiefstkurs des Jahrs 16,70 39,10 37,20 20,93 11,93
Schlusskurs 2) 18,72 55,42 42,99 49,50 22,17
Ergebnis je Aktie 4,60 5,29 4,64 4,21 2,55
Buchwert je Aktie 24,77 27,24 23,36 19,73 14,29
Cashflow 3) je Aktie 10,76 6,92 6,80 7,06 3,86
Dividende je Aktie 1,00 4) 1,25 1,05 0,90 0,44
Ausschüttungsgrad in % 22 24 23 21 19
Dividendenrendite in % 2) 5,34 2,26 2,44 1,82 1,96
Total Shareholder Return in % 5) –64 31 –11 125 91

1) Werte an Aktiensplit 1:10 angepasst. 2) Per 31. Dezember. 3) Aus der Betriebstätigkeit. 4) Dividendenvorschlag. 5) Ohne Reinvestition der Dividende.

Wirtschaftliches Umfeld

Massive Verschlechterung der Weltwirtschaftslage

Wirtschaftskrise schwächt Wachstum der gesamten EU

Die internationale Finanzkrise hat sich im Laufe des Jahrs 2008 bedrohlich ausgeweitet und einen dramatischen Wertvernichtungskreislauf in Gang gesetzt. Sie löste in der zweiten Jahreshälfte auch eine massive Verschlechterung der realen Weltwirtschaftslage aus. Regierungen und Notenbanken versuchten die Krise mit staatlichen Interventionen, mit Zuführung von Liquidität und koordinierten Senkungen der Leitzinsen einzudämmen. Der Konjunktureinbruch erfasste zuerst die OECD-Länder, deren Wirtschaftswachstum sich auf 1,2% halbierte und griff in der Folge auf alle Wirtschaftsregionen über. Insgesamt reduzierte sich das reale Wachstum der Weltwirtschaft auf rund 3%. Obwohl die zuvor jahrelang gestiegenen Rohstoffpreise eine scharfe Trendwende zeigten, expandierte das Welthandelsvolumen um 4%.

In der Europäischen Union wurden die meisten Länder von der Rezession voll erfasst und das BIP-Wachstum der Region sank auf unter 1%. Für die Realwirtschaft – vor allem für Unternehmensinvestitionen und privaten Konsum – wirkte sich die Verknappung der Finanzmittel negativ aus. In Deutschland ging das BIP-Wachstum auf 1,3% zurück. Vor allem exportorientierte Branchen spürten den Rückgang der Auslandsnachfrage und der private Konsum stagnierte. Etwas moderater verlief der Konjunkturabschwung in Österreich, wobei das reale BIP noch einen Zuwachs von 1,7% verzeichnete. Das Wachstum der im Vorjahr besonders dynamischen Bereiche Export und Investitionen ging deutlich zurück. Mit einem durchschnittlich 4,4%igen BIP-Zuwachs konnten die zwölf neuen EU-Mitgliedsstaaten zwar ihren Wachstumsvorsprung halten, einzelne Länder rutschten jedoch bereits in eine tiefe Rezession. Rückläufige Auslandsinvestitionen, restriktivere Kreditvergaben und Währungsabwertungen verschärften den Wachstumseinbruch.

Rumänien erzielt höchstes Wachstum

Rumänien erzielte mit einem Plus von 7,8% das höchste Wirtschaftswachstum aller 27 EU-Länder. Die Inlandsnachfrage und der Export, die schon in den letzten Jahren die wichtigsten Konjunkturbeiträge lieferten, nahmen um 10% bzw. 14% zu. Im zweiten Halbjahr zeigte sich ein gravierender Einbruch in der Wachstumsdynamik, der auch von einer angespannten Budgetlage und sich verschlechternden Finanzmarktbedingungen begleitet wurde.

Die Internationale Energieagentur hat einen Rückgang des Weltölverbrauchs um 0,2% auf 85,8 Mio bbl/d ermittelt. Dafür war vor allem die um 3,4% rückläufige Nachfrage der Industrieländer verantwortlich. In den Nicht-OECD-Ländern stieg der Verbrauch hingegen um 3,7% weiter an. Das Niveau der weltweiten Ölproduktion wurde um 0,9 Mio bbl/d auf 86,6 Mio bbl/d angehoben. Die OPEC erhöhte ihren Marktanteil auf 42,8% und förderte 32,1 Mio bbl/d Rohöl und 5,0 Mio bbl/d NGL. Die Rohölproduktion der OECD sank um 2,6% und erstmals seit 1996 war auch die Produktion Russlands rückläufig. Der Hauptteil der Produktionssteigerung entfiel auf die Länder Saudi-Arabien, den Irak und Angola.

Rohölpreis (Brent) und EUR-USD-Kurs

Die Rohölpreise eilten bis Anfang Juli 2008 von Rekord zu Rekord. Ausgehend von USD 96/bbl zu Jahresbeginn überschritt die Sorte Brent am 1. März 2008 erstmals die USD 100-Marke und erzielte am 3. Juli 2008 mit USD 144,22/bbl ihren Jahreshöchstwert. Bedingt durch die Finanzmarktkrise setzte ab Mitte Juli ein drastischer Preisverfall ein. Bis Ende Dezember 2008 sank die Tagesnotierung von Brent-Rohöl auf USD 36,55/bbl - ein Preisniveau, das zuletzt im Juli 2004 erzielt worden war. Im Jahresdurchschnitt war Brent-Rohöl mit USD 97,26/bbl um 34% teurer als im Vorjahr. In der ersten Jahreshälfte bestimmten die Erwartung eines ungebremsten Nachfrageanstiegs in den preisregulierten Schwellenländern und der Streit um das iranische Nuklearprogramm eine preistreibende Marktpsychologie. Ab Sommer veränderte sich

die Marktstimmung grundlegend und die massive Verschlechterung der Konjunkturaussichten sowie die pessimistischen Annahmen über die Ölnachfrage fanden ihren Niederschlag im Ölpreis. Produktionskürzungen der OPEC konnten den Preisverfall nicht stoppen.

Die Preistrends am Rotterdamer Produktenmarkt folgten im Wesentlichen dem Preisverlauf von Rohöl, zeigten aber je nach Produkt unterschiedliche Entwicklungen. Die Preise für die Hauptprodukte lagen im Jahresmittel und auf Euro-Basis zwischen 10% und 42% über dem Vorjahrsniveau. Der USD-Wechselkurs betrug im Jahresdurchschnitt USD 1,47 je EUR.

Der Energieverbrauch in Österreich zeigt nach ersten Trendrechungen einen moderaten Anstieg um 1% auf rund 1.430 Petajoule. Der Inlandgasverbrauch stieg dabei gegenüber dem Vorjahr um 7% auf 9 Mrd m³. Die inländische Erdgasproduktion deckte mit 1,5 Mrd m³ rund ein Sechstel des Verbrauchs. Die Nettoimporte erhöhten sich um 14%, womit zum Teil auch die Erdgasspeicher weiter aufgefüllt wurden. Per Ultimo waren die unterirdischen Erdgasspeicher mit 3,3 Mrd m³ zu 80% gefüllt. Die zweiwöchige Unterbrechung der russischen Erdgasimporte Anfang 2009 konnte damit ohne Versorgungseinschränkung bewältigt werden.

Der Mineralölproduktenabsatz im relevanten Markt stieg 2008 um ca. 3,2 Mio t auf 85 Mio t. Dieser deutliche Mehrverbrauch kam aus einem kräftigen Anstieg von 26% bzw. 2,1 Mio t beim Heizölbedarf für den Raumwärmemarkt, durch einen 4%igen Mehrverbrauch an Dieselkraftstoff von rund 1,3 Mio t sowie einen 7% höheren Absatz von Flugturbinenkraftstoff zustande. Der Absatz an Ottokraftstoffen ging um 3% zurück, womit sich der Trend der Vorjahre fortsetzte. Der Rückgang von Heizöl Schwer um 6% war durch geringere Einsatzmengen in Kraftwerken und eine niedrigere Nachfrage der Industrie bedingt.

In der Marktregion "Danube East" (Bulgarien, Moldawien, Rumänien und Serbien) war insgesamt eine Verbrauchszunahme von 5% zu verzeichnen. In Rumänien – dem größten Absatzgebiet dieser Region – stand einer lebhaften Nachfrage nach Diesel (+15%) und Flugturbinenkraftstoff (+20%) ein Rückgang bei Ottokraftstoffen (-5%) und bei Heizöl Schwer (-24%) gegenüber.

In der Marktregion "Danube West" (Deutschland, Österreich, Slowakei, Tschechische Republik und Ungarn) war ein Gesamtabsatzanstieg um 4% zu verzeichnen, zu dem vor allem das Absatzplus an Heizöl (Extra)leicht in Deutschland (+36%) und in Österreich (+27%) beitrug. In Österreich blieb die gesamte Absatzmenge für Mineralölprodukte mit 11,9 Mio t um knapp 1% unter dem Vorjahrswert. Bei Treibstoffen gab es sowohl bei Benzin (-6%) als auch bei Dieselkraftstoff (-3%) einen Rückgang. Markant war der Verbrauchsrückgang bei Heizöl Schwer um 20%.

Die Mineralölproduktennachfrage in der Marktregion "Adriatic" (Bosnien und Herzegowina, Italien, Kroatien und Slowenien) stieg um 2%, wobei der Anstieg bei Dieselkraftstoff in Slowenien um 14% hervorzuheben ist.

Bei Polyolefinen war das Jahr von Preisturbulenzen und deutlichen Absatzrückgängen in der zweiten Jahreshälfte geprägt. Die in Europa verkaufte Polyolefinmenge lag insgesamt um 7% unter den Vergleichswerten des Vorjahrs.

Mineralölproduktenverbrauch in Mio t

Sinkende Absätze bei Polyolefinen

Energieversorgung

"Wenn ich groß bin – wer sorgt dann dafür, dass genug Energie für alle da ist?"

Max Daichendt, 5 Jahre

"Darum kümmern wir uns schon heute."

Ashiq Hussain, Exploration & Reservoir Management, E&P, OMV

Exploration und Produktion

Der Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) profitierte vom günstigen Öl- und Gaspreisumfeld während 1-9/08. Negative Auswirkungen der leicht gesunkenen Produktionsmengen in Rumänien, vor allem zurückzuführen auf eine geringere Gasnachfrage in Folge von Stillständen bei wichtigen Kunden in der Düngemittelindustrie, sowie in Großbritannien auf Grund operativer Probleme in Schiehallion beziehungsweise des Verkaufs von Dunlin wurden dadurch mehr als kompensiert.

Rekordergebnis dank hoher Preise

Produktion knapp unter Vorjahrsniveau

belastet

Starkes Ergebnis durch hohes Preisniveau

Das EBIT stieg um 20% auf EUR 2.311 Mio (davon Petrom: EUR 821 Mio), wobei höhere Öl- und Gaspreise die negativen Auswirkungen steigender Kosten und leicht gesunkener Produktionsmengen kompensierten. Der durchschnittlich realisierte Ölpreis des Konzerns stieg in USD um 35%, der durchschnittlich realisierte Gaspreis in EUR um 10%. Sonderaufwendungen betrafen vor allem außerordentliche Abschreibungen, Personalrestrukturierungskosten sowie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. Damit stieg das EBIT vor Sondereffekten um 32% auf EUR 2.618 Mio (davon Petrom: EUR 1.119 Mio).

Die Produktion von Erdöl, NGL und Erdgas lag bei 115,9 Mio boe (davon Petrom: 71,1 Mio boe), ein Rückgang von 1% gegenüber 2007. Das entspricht einer Förderrate von 317.000 boe/d (davon Petrom: 194.000 boe/d). Geringere Produktionsmengen in Rumänien und Großbritannien wurden großteils durch eine höhere Ölproduktion der Feldentwicklungen im Jemen und Kasachstan sowie eine höhere Produktion in Libyen kompensiert.

Die Produktionskosten exklusive Förderzins (OPEX) stiegen um 8% auf USD 14,3/boe (2007: USD 13,2/boe). Die Fundkosten im 3-Jahres-Durchschnitt stiegen in Folge der Kosteninflation in der Ölbranche und nachteiliger Wechselkurseffekte auf USD 6,0/boe (2007: USD 4,7/boe). Kosteninflation

Erweiterung des Explorationsportfolios

OMV verzeichnete mit Funden in Rumänien, Österreich, Libyen, Tunesien und Großbritannien ein weiteres erfolgreiches Jahr bei der Exploration. Von 70 Bohrungen (44 Explorations- und 26 Erweiterungsbohrungen) waren 29 erfolgreich, was einer Erfolgsquote von 41% entspricht. Die Akquisition umfangreicher seismischer Daten in Australien, Ägypten, Großbritannien, der Region Kurdistan im Irak, Pakistan, Tunesien, Neuseeland und Norwegen führte zu einer signifikanten Stärkung unseres Explorationsportfolios für die nächsten Jahre.

Die sicheren Kohlenwasserstoffreserven per 31. Dezember 2008 betrugen 1.206 Mio boe (davon Petrom: 872 Mio boe), die sicheren und wahrscheinlichen Öl- und Gasreserven beliefen sich auf 2.032 Mio boe (davon Petrom: 1.399 Mio boe). Daraus ergab sich eine Reservenersatzrate im 3-Jahres-Durchschnitt von 55% (3-Jahres-Durchschnitt 2007: 46%). Die Reservenersatzrate des Konzerns stieg 2008 auf 91% (2007: 38%). In Rumänien erhöhte sich die Reservenersatzrate 2008 auf 71% (2007: 38%), womit das Ziel von 70% für 2010 bereits übertroffen wurde.

In Österreich sank die Produktion auf 37.600 boe/d (2007: 39.200 boe/d), vor allem wegen der Modernisierung und Kapazitätserweiterung der Sauergas-Anlage Aderklaa. Die Gasfelder Strasshof und Ebenthal gingen in Q3/08 in Produktion und haben seit Beginn der Förderung in H2/08 3.000 boe/d zu den Produktionsmengen beigetragen.

Die Explorationsbohrung Seeg-1 in Bayern stieß auf Kohlenwasserstoffvorkommen, deren Förderung jedoch nicht wirtschaftlich ist.

Auf einen Blick

2008 2007 D
Bereichsumsatz in EUR Mio 5.089 4.247 20%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio 2.311 1.933 20%
Investitionen in EUR Mio 2.328 1.364 71%
Produktion in Mio boe 115,9 117,2 -1%
Sichere Reserven zum 31. Dezember in Mio boe 1.206 1.216 -1%

OMV und NAFTA a.s. begannen gemeinsame geologische Studien im slowakischen Teil des Wiener Beckens, wo OMV Anfang 2008 bedeutende Explorationslizenzen erwarb.

In Großbritannien sank die Förderung auf 7.800 boe/d (2007: 10.500 boe/d), was vor allem auf operative Probleme beim Ölfeld Schiehallion und den Verkauf des OMV Anteils am Dunlin-Feld (veräußert im April 2008), aber auch auf natürlichen Produktionsabfall zurückzuführen war. Die Amos-Explorationsbohrung wurde im April 2008 mit einem Ölfund abgeschlossen. Die Jackdaw-Erweiterungsbohrung sowie eine Ablenkungsbohrung bestätigten das signifikante Potenzial der Struktur.

OMV erweiterte ihr Explorationsportfolio in Norwegen durch die erfolgreiche Bewerbung um einen Block als Betriebsführer und den Erwerb eines Anteils an einem Block ohne Betriebsführerschaft, beide im norwegischen Meer. OMV hält nun sechs Explorationslizenzen in Norwegen, vier davon als Betriebsführer.

In Libyen stieg die Produktion auf 33.900 bbl/d (2007: 32.000 bbl/d). Die Entwicklung der Felder NC186 und NC115 I und R führte im Juni zur ersten Ölproduktion. Im selben Monat unterzeichnete OMV mit Libyens National Oil Corporation (NOC) und Occidental Petroleum ein Abkommen über die Neuentwicklung des riesigen Nafoora-Augila-Felds sowie über Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbeute in den Intisar-Feldern. Der Vertrag über diese Felder im produktiven Sirte-Becken wurde um 25 Jahre bis 2032 verlängert und inkludiert eine 5jährige Explorationsperiode. Im Juli erneuerten NOC, OMV, Repsol, Total und StatoilHydro die Verträge über die Blöcke NC186 und NC115 im Murzuq-Becken. Die Bedingungen wurden an den EPSA IV Standard angepasst, die Vertragsdauer wurde ebenfalls bis 2032 verlängert, inklusive einer 5jährigen Explorationsperiode. Im Dezember genehmigte NOC die Entwicklungspläne für die Felder NC186 J und K und den Neuentwicklungsplan für das Shatirah-Feld (unter OMV Betriebsführerschaft) im Block NC163.

In Tunesien stieg die Förderung auf 9.000 boe/d (2007: 8.100 boe/d). OMV setzte ihre erfolgreiche Bohrkampagne im von ihr betriebenen Block Jenein Sud mit zwei weiteren Öl- und Gaskondensatfunden fort, Ahlem-1 und Sourour-1. Zur Stärkung des Explorationsportfolios wurde ein 80%-Anteil als Betriebsführer im Sidi Mansour Block im Golf von Gabès von Thani Tunisia Sidi Mansour B.V. erworben.

In Ägypten wurden 1.500 km2 3D-Seismik im Offshore-Block 11 (Obayeid) akquiriert.

Der Verkauf des Anteils am Joint Venture Boquerón in Venezuela wurde eingeleitet und wird voraussichtlich 2009 abgeschlossen.

In Pakistan sank die Produktion auf 17.000 boe/d (2007: 18.300 boe/d). Die Evaluierung der zwei von OMV betriebenen Gasfunde in den Blöcken Latif und Gambat begann Anfang 2008. OMV sicherte sich erfolgreich Anteile an vier neuen Explorationsblöcken (ohne Betriebsführerschaft).

In der Region Kurdistan im Irak wurde in den zwei von OMV betriebenen Explorationsblöcken Mala Omar und Shorish 2D-Seismik akquiriert.

Im Jemen konnte die Bruttoproduktion des Ölfelds Habban durch neue Entwicklungsbohrungen und die Erweiterung der Abtransportkapazität auf 7.900 bbl/d mit einem OMV Nettoanteil von 3.300 bbl/d gesteigert werden (2007: OMV Nettoanteil 1.700 bbl/d).

In Australien akquirierte OMV 7.800 km 2D-Seismik in vier großen Offshore-Blöcken im prospektiven Carnarvon-Becken.

In Neuseeland betrug die Produktion 13.100 boe/d (2007: 13.400 boe/d). Die Überhitzung auf den Märkten für Equipment und Services sowie schlechtes Wetter führten zu einer Verschiebung der Inbetriebnahme des Ölfelds Maari auf das erste Quartal 2009. Außerdem wurde die Durchführung von 20.000 km 2D-Seismik in drei von der OMV betriebenen Offshore-Explorationslizenzen im Tiefsee-Gebiet Great South Basin abgeschlossen.

In Rumänien hält Petrom Explorationslizenzen für 15 On- und zwei Offshore-Blöcke mit einer

Steigende Fördermenge in Nordafrika

Stärkere Produktion im Jemen

Produktionstart des Ölfelds Maari in Q1/09

Signifikante Erhöhung der Reservenersatzrate in Rumänien

Gesamtfläche von etwa 55.000 km². Petrom betreibt 270 Öl- und Gasfelder mit einer Gesamttagesproduktion von 188.500 boe (2007: 192.500 boe/d). Die Ölförderung konnte durch verbesserte Bohrleistung, die Modernisierung von Ölsonden und den Einsatz neuer Technologien zur Ausbeutesteigerung stabilisiert werden. Die Gasförderung wurde durch Einschränkungen im Gastransportnetz und ungeplante Stillstände bei wichtigen Kunden in der Düngemittelindustrie beeinträchtigt. Die Anwendung modernen Lagerstättenmanagements und neuer Produktionstechnologien sowie Explorationserfolge führten zu einer Reservenersatzrate in Rumänien von 71% (2007: 38%), womit das Ziel für 2010 zwei Jahre früher als geplant erreicht wurde. Die Modernisierung der Ausrüstung in den Bohrungen wurde ebenfalls abgeschlossen. 5.049 Bohrungen wurden rekomplettiert, was sich positiv auf die Produktionskosten, Produktionsmengen und die betriebliche Sicherheit auswirkt. Das Programm wurde als bestes Projekt in Rumänien 2008 mit dem Excellence Award der International Project Management Association (IPMA) ausgezeichnet. Petrom hat einen bedeutenden Vertrag

mit ExxonMobil über die Durchführung einer gemeinsamen Offshore-Explorationskampagne im Tiefsee-Gebiet im Schwarzen Meer unterzeichnet. Die im Februar 2008 übernommene Ölservicefirma Petromservice wird mit dem Ziel einer Erhöhung von Qualität und operativer Effizienz sowie einer Senkung der Produktionskosten in Petrom E&P integriert. Die betrieblichen Abläufe wurden eingehend analysiert und erste Erfolge realisiert.

In Bulgarien gab OMV den Varna Deep Sea Explorationsblock auf und schloss ihre Niederlassung.

In Kasachstan stieg die Förderung auf 5.700 boe/d (2007: 4.600 boe/d), was durch Produktionsbohrungen und erfolgreiche Stimulationen in den Feldern der Tasbulat Oil Company (Tasbulat, Turkmenoi, Aktas) erreicht wurde. Die Förderung aus dem Onshore-Ölfeld Komsomolskoe wird in H1/09 beginnen. Die ersten horizontalen Förderund vertikalen Gasinjektionsbohrungen wurden abgeschlossen, vier weitere Horizontalbohrungen werden derzeit abgeteuft. Die Errichtung der

Weltweites Explorations- und Produktionsportfolio

Infrastruktur und der Pipelines wurde abgeschlossen, und die zentrale Verarbeitungsanlage befand sich Ende 2008 im Stadium der technischen Fertigstellung.

In Russland wurden 2008 die Explorationsaktivitäten in der Provinz Saratov fortgesetzt und rund 1.500 km 2D-Seismik akquiriert.

Ausblick 2009

In E&P wird eine Produktionssteigerung erwartet, da das Ölfeld Maari (Neuseeland) in Q1/09 mit der Förderung begann, und geplant ist, dass das Ölfeld Komsomolskoe (Kasachstan) in H1/09 in Produktion gehen wird. Die österreichischen Gasfelder Strasshof und Ebenthal, das Habban Ölfeld im Jemen sowie das Mamu Gasfeld und das Delta Ölfeld, beide in Rumänien, werden ebenfalls positiv zur Produktion beitragen. Andererseits werden sich die OPEC-Quoten negativ auf die zu erwartenden Mengen aus Libyen auswirken. In der Region Kurdistan im Irak wird in H2/09 die erste Explorationsbohrung unter OMV Betriebsführerschaft niedergebracht werden. Insgesamt plant OMV 40 Explorations- und

Produktion 2008

Erweiterungsbohrungen. In Rumänien haben die erfolgreiche Eingliederung der Ölservicefirma Petromservice und die Fortsetzung der Restrukturierung von Petrom Priorität. Die erfolgreich abgeschlossene Modernisierung der Bohrungen, die Effizienzsteigerung der Produktionsprozesse in Kombination mit Anpassungen in der Organisationsstruktur werden einen positiven Einfluss auf die Produktionskosten von Petrom haben. Der Schwerpunkt wird weiterhin auf strenger Kostenkontrolle und Projektpriorisierung innerhalb von E&P liegen, womit dem volatilen Umfeld Rechnung getragen wird.

Fokus auf Kostenkontrolle

Erdöl und NGL Erdgas Gesamt
in Mio t in Mio bbl in bcf in Mio boe in Mio boe
Österreich 0,8 6,1 46,1 7,7 13,8
Petrom 4,8 34,4 198,3 36,7 71,1
Nord- und Westeuropa 0,2 1,8 6,2 1,0 2,9
Nordafrika 2,1 15,7 0,0 0,0 15,7
Mittlerer Osten 0,2 1,2 37,2 6,2 7,4
Australien/Neuseeland 0,2 1,7 20,1 3,4 5,0
Gesamt 8,3 60,9 308,0 55,0 115,9

Sichere Reserven zum 31. Dezember 2008

Erdöl und NGL Erdgas Gesamt
in Mio t in Mio bbl in bcf in Mio boe in Mio boe
Österreich 7,3 51,4 494,0 82,3 133,7
Petrom 66,8 481,4 2.113,9 390,9 872,3
Nord- und Westeuropa 1,8 13,8 28,5 4,8 18,6
Nordafrika 15,3 116,3 0,0 0,0 116,3
Mittlerer Osten 1,8 13,3 105,1 17,5 30,8
Australien/Neuseeland 2,7 20,1 83,6 13,9 34,0
Gesamt 95,7 696,4 2.825,2 509,4 1.205,8

Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

Das Ergebnis im Bereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) war durch substanzielle negative Lagereffekte in Folge der fallenden Rohölpreise in H2/08 belastet. Jedoch kam es zu Verbesserungen auf operativer Ebene: In den Petrom Raffinerien nahm die Energieeffizienz weiter zu, und in den Raffinerien West verbesserten sich die Margen sowohl bei den Raffinerieprodukten als auch in der Petrochemie. Auch wirkte sich die erweiterte Petrochemie-Kapazität von Burghausen positiv aus, während die Restrukturierung des Raffinerieverbunds Bayernoil 2008 abgeschlossen wurde. Trotz eines kompetitiven Umfelds konnte das Marketing-Geschäft seinen Beitrag zum Bereichsergebnis erhöhen. Ein Restrukturierungsprogramm für die Tankstellennetze von OMV und Petrom sowie strenge Kostenkontrollprogramme erhöhten die Effizienz und Rentabilität.

Starke Raffinerieund Petrochemie margen

Negativer Einfluss von Lagereffekten

Lagereffekte und Sonderaufwendungen beeinträchtigten Ergebnis

2008 war durch entgegengesetzte Entwicklungen des Rohölpreises geprägt, der nach einem Allzeithoch im Juli bis zum Dezember auf ein Vierjahrestief fiel, was zu negativen Lagereffekten von rund EUR 300 Mio führte. Die Margenentwicklung bei Raffinerie- und petrochemischen Produkten war 2008 hingegen positiv. Der Bereich R&M war durch erhebliche Sonderaufwendungen belastet und erzielte ein negatives EBIT von EUR -105 Mio, wesentlich unter den EUR 84 Mio von 2007. Mit EUR 302 Mio liegt das EBIT vor Sondereffekten um EUR 78 Mio höher als 2007. Darin nicht enthalten sind Netto-Sonderaufwendungen vor allem für die außerplanmäßige Abschreibung der Raffinerie Arpechim in Rumänien sowie Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit Tankstellennetzen und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bei Petrom.

Trotz der insgesamt höheren Raffineriemargen in Folge hoher Preise von Mitteldestillaten und einer etwas höheren Raffinerieauslastung (plus 1% auf 86%) verschlechterte sich das Raffinerieergebnis vor allem auf Grund substanzieller negativer Lagereffekte in Folge des fallenden Rohölpreises, der im Jahresverlauf 2008 einen Rückgang von mehr als 60% verzeichnete. Das

Raffinerie-EBIT von Petrom war außerdem durch schwache Benzinmargen belastet, was auch durch eine weitere Verbesserung beim Eigenenergieverbrauch nicht kompensiert werden konnte (Verringerung von 12,5% in 2007 auf 11,5%). Das EBIT des Petrochemie-Geschäfts in Österreich und Deutschland konnte dagegen im Vergleich zu 2007 mehr als verdoppelt werden. Gründe dafür waren die höhere Kapazität der Raffinerie Burghausen nach Abschluss der Einbindung einer Metathesis-Anlage Ende 2007 sowie die höheren Olefin-Margen, eine Folge fallender Naphtha-Preise in Kombination mit quartalsweise im Vorhinein fixierten Verkaufspreisen.

Das Marketing-EBIT vor Sondereffekten konnte verglichen zum Vorjahr neuerlich verbessert werden. Ende 2008 umfasste das Petrom Tankstellennetz 819 Standorte und verzeichnete eine weitere Erhöhung des durchschnittlichen Jahresdurchsatzes auf mehr als 4 Mio Liter. Während die Margen im Tankstellen-Geschäft leicht über dem Niveau von 2007 lagen, kam es im Commercial-Geschäft zu einer Erholung von Verkaufsmengen und Margen von den niedrigen Niveaus von 2007. Insgesamt stiegen die Verkaufsmengen des Marketingbereichs gegenüber 2007 um 8%.

Auf einen Blick

2008 2007 D
Bereichsumsatz in EUR Mio 20.883 16.312 28%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio -105 84 n.m.
Investitionen in EUR Mio 894 1.284 -30%
Produktenabsatz Raffinerien in Mio t 22,64 21,42 6%
Marketing-Verkaufsmengen in Mio t 18,45 17,09 8%

Petrom profitiert vom Fortschritt der Restrukturierung

Schwerpunkt der Aktivitäten war weiterhin die Integration und Restrukturierung von Petrom. Im Marketing-Geschäft gelang der Turnaround, und der Bereich lieferte 2008 erstmals einen positiven Beitrag zum EBIT. Im Tankstellen-Geschäft wurde die Modernisierung des Tankstellennetzes in Rumänien abgeschlossen. In Moldawien wurden die verbleibenden 35% von Petrom Moldova akquiriert, womit die vollständige Kontrolle über das Unternehmen sichergestellt wurde. Dieses Unternehmen wird nun ebenfalls restrukturiert.

Die Hauptaktivitäten im Commercial-Geschäft waren der Erwerb eines weiteren Anteils an Petrom Aviation (Aufstockung der Beteiligung von 48,5% auf 69,4%) sowie die Eingliederung der LPG-Aktivitäten von Petrom in das 2007 von Shell Gas erworbene LPG-Geschäft. Das Tanklager-Restrukturierungsprogramm wird fortgesetzt. Ende 2008 waren zwei moderne, westlichen Standards entsprechende Tanklager in Bau, die 2010 in Betrieb genommen werden. Bereits außer Betrieb genommene, alte Terminals werden abgebaut, die Standorte geschlossen.

Auch bei einem Standorterneuerungsprojekt in der Raffinerie Petrobrazi werden alte Anlagen entfernt sowie Dekontaminierungs- und Rekultivierungsmaßnahmen gesetzt, ein Beitrag zur Verbesserung der Umwelt- und Sicherheitsstandards. Die FCC (Fluid Catalytic Cracker) Post Treater-Anlage wurde 2008 fertiggestellt und wird Petrom ermöglichen, wesentlich mehr EU-konforme Treibstoffe zu produzieren. Weiters lief die FEED-Phase (Front-End Engineering and Design) für die große Investition in die Neuausrichtung von Petrobrazi weiter und erste Materialien mit langen Beschaffungszeiten wurden in Auftrag gegeben.

Die strategische Initiative zur Veräußerung des Petrochemie-Geschäfts von Arpechim wurde auf Grund des sich verschlechternden wirtschaftlichen Umfelds im Jahr 2008 nicht abgeschlossen. Wegen der kritischen Situation auf dem Petrochemie-Markt wurde der Betrieb des Steam-Crackers Mitte November gestoppt.

Restrukturierungsinvestitionen in Raffinerien West abgeschlossen

Im Dezember wurden die Restrukturierungsarbeiten im Raffinerieverbund Bayernoil abgeschlossen und die spezifikationsgerechte Produktion aufgenommen. Die Restrukturierung umfasste die Schließung der Raffinerie Ingolstadt, womit sich die jährliche Raffineriekapazität von 12 Mio auf 10,3 Mio t verringert (davon OMV Anteil: 45%). In Neustadt wurde zudem ein neuer Hydro-Cracker installiert. Mit diesen Modernisierungsmaßnahmen wird sowohl den steigenden Marktbedürfnissen nach Mitteldestillaten Rechnung getragen als auch die Effizienz erhöht.

In Schwechat wurde der Bau eines thermischen Crackers fertiggestellt, der Anfang 2009 in Betrieb gehen wird. Diese Investition ermöglicht OMV eine Erhöhung der Rückstandskonversion, da schwerere Rohöle eingesetzt und gleichzeitig höherwertige Produkte produziert werden können. Außerdem wurde eine Entschwefelungsanlage modernisiert, um den Schwefelgehalt der Produkte weiter zu reduzieren.

Jahresnominalkapazität der Raffinerien

Mio t
Raffinerien West
Schwechat 9,6
Burghausen 3,6
Bayernoil 4,6
Raffinerien Ost
Petrobrazi 4,5
Arpechim 3,5
Gesamt 25,8

Effizienzsteigerung im Marketing-Geschäft

Durch Projekte zur Optimierung und Effizienzsteigerung im Marketing-Geschäft konnte der EBIT-Beitrag neuerlich substanziell erhöht werden. Im Tankstellen-Geschäft führte die Netzsegmentierung zur Veräußerung ineffizienter Tankstellen in Österreich und zum Rückzug aus Gebieten in Deutschland, die nicht zur Kernregion gehören. Die Zahl der Tankstellen verringerte sich daher geringfügig auf 2.528, während der durchschnittliche Durchsatz auf 3,4 Mio Liter zunahm (gegenüber 3,1 Mio Liter 2007). Der Roll-out des VIVA Shop Konzepts

Modernisierung der Raffinerien West abgeschlossen

Neuer thermischer Cracker in Schwechat

Optimierung des Tankstellennetzes

Starkes Non-Oil-Geschäft

wurde planmäßig fortgesetzt. Die Shopumsätze stiegen neuerlich um mehr als 14% gegenüber 2007. Im Commercial-Geschäft werden der Verkauf des Heizöl-Endkunden-Geschäfts in Deutschland und eine weitere Straffung der Kundenbasis eine Effizienzsteigerung bewirken. In Partnerschaft mit BP wurde im Herbst in Österreich und Deutschland die schwefelfreie Heizölmarke "Vitatherm" erfolgreich eingeführt.

Tankstellen-Anzahl und VIVA Shops

Marktgebiet von OMV in Raffinerien und Marketing

OMV Raffineriestandorte

Extrem volatiles Jahr für Borealis

Zwar verzeichnete die petrochemische Industrie Anfang 2008 einen weiteren Anstieg der Verkaufspreise, womit sich der Aufwärtstrend der vorhergehenden Jahre fortsetzte. In H2/08 jedoch war die gesamte Branche in Folge der Finanzkrise und ihrer Auswirkungen auf die Weltwirtschaft mit einem dramatischen und historisch einmaligen Verfall der Preise und Verkaufsmengen konfrontiert.

Die Crackermargen waren in H1/08 sehr niedrig, da die Rohöl- und Naphtha-Preise stiegen, während die jeweils zu Quartalsbeginn fixierten Olefin-Verkaufspreise zurückblieben. Die Crackermargen verbesserten sich mit H2/08, da die Naphtha-Preise wieder fielen, während die quartalsweise im Vorhinein fixierten Olefin-Preise noch hoch blieben. Durch die hohen Olefin-Feedstock-Kosten verschlechterten sich die Polyolefin-Margen. Ende 2008 brachen zudem sowohl die Verkaufspreise als auch die Verkaufsmengen von Polyolefinen stark ein, was die Margen für diese Produkte weiter beeinträchtigte.

Der Bereich Düngemittel & Melamin von Borealis erzielte 2008, trotz einiger Volatilität, insbesondere in Q4/08, einen Rekordgewinn.

Borouge – ein 40:60-Joint Venture zwischen Borealis und der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) – entwickelte sich 2008 weiterhin äußerst zufriedenstellend. Zusätzlich zum Projekt Borouge 2 wurde eine Machbarkeitsstudie für Borouge 3 initiiert, um die Kapazität bis 2014 um weitere 2,5 Mio t zu erhöhen.

Highlights des Investitionsprogramms von Borealis in Europa waren die Inbetriebnahme einer Polypropylen-Anlage in Burghausen (Deutschland) mit einer Kapazität von 330.000 t, der Baubeginn einer neuen Polyethylen-Anlage in Stenungsund (Schweden) und der Spatenstich für die Erweiterung des internationalen Innovationszentrums von Borealis in Linz (Österreich).

Rekordbetriebsergebnis von Petrol Ofisi durch Fremdwährungsverluste beeinträchtigt

2008 erhöhte OMV ihren Anteil an Petrol Ofisi – dem Marktführer im Tankstellen- und Commercial-Geschäft in der Türkei – auf 42%. Auf Grund überdurchschnittlicher Margen im Tankstellen- und Commercial-Geschäft sowie gegenüber dem Vorjahr höherer Verkaufsmengen erzielte Petrol Ofisi das beste Betriebsergebnis der Unternehmensgeschichte. Durch die starke Abwertung der türkischen Lira gegenüber dem USD sank der Beitrag von Petrol Ofisi zum Finanzergebnis des OMV Konzerns jedoch von EUR 104 Mio im Jahr 2007 auf EUR 10 Mio im Jahr 2008.

Ausblick für 2009

Wir erwarten schwächere Raffineriemargen als 2008, und das Petrochemie-Geschäft wird voraussichtlich unter der rückläufigen Nachfrage und den geringeren Margen in Folge des wirtschaftlichen Abschwungs leiden. In Schwechat wird Anfang 2009 der neue thermische Cracker in Betrieb genommen, wodurch ein höherer Anteil an schweren Rohölen eingesetzt und die Produktenausbeute verbessert werden kann. 2009 sind keine größeren Stillstände geplant. Der Bau der Ethylen Pipeline Süd (EPS) C2 wird fortgesetzt und voraussichtlich 2010 abgeschlossen. Die EPS wird den Petrochemie-Standort Bayern (Deutschland) stärken. In Petrom wird die Restrukturierung des Raffinerie-Geschäfts wie kommuniziert fortgesetzt werden. Die Investitionen im Marketing-Geschäft werden sich auf Optimierung und Effizienzsteigerung konzentrieren. Wir erwarten leicht reduzierte Verkaufsmengen sowie einen Rückgang der Margen.

Petrol Ofisi operativ stark, aber negative Währungseffekte

Fokus 2009 auf weiterer Optimierung und Effizienzsteigerung

Gas und Power

Im Jahr 2008 wurde dem Einstieg in das Strom-Geschäft auch bei der Bezeichnung des Geschäftsbereichs Rechnung getragen, indem er von Erdgas auf Gas und Power (G&P) umbenannt wurde. Der Einstieg in das Power-Geschäft führt zu einer Verlängerung der Wertschöpfungskette und wird in den nächsten Jahren die weitere Entwicklung des Bereichs G&P mitprägen. Darüber hinaus stellt dies ein wichtiges Element für OMV in ihrer Entwicklung zu einem integrierten Energiekonzern dar.

Gutes Geschäftsjahr 2008

Im Vergleich zu 2007 konnte G&P ein stabiles Ergebnis von EUR 245 Mio erzielen (davon Petrom: EUR 30 Mio). Das Logistik-Geschäft steigerte das Ergebnis auf Grund der Konsolidierung der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H (ab Q4/07) sowie höherer verkaufter Transportvolumina und voll ausgelasteter Speicher um rund 38%. Das Gas Supply, Marketing und Trading Geschäft wurde vom starken Ölpreisverfall in H2/08 sowie schwierigeren Bedingungen an den internationalen Spotmärkten in 2008 belastet. Dennoch konnte Gas Supply, Marketing und Trading selbst unter schwierigsten Bedingungen auch in diesem Jahr wieder einen soliden Beitrag zum Ergebnis leisten. Das gesamte Verkaufsvolumen lag auf Grund der rückläufigen Marktnachfrage in Rumänien leicht unter 2007, während EconGas die Verkaufsmengen steigern konnte. Die Düngemittelfabrik Doljchim von Petrom wird seit Beginn 2008 im G&P-Bereich dargestellt und trug mit EUR -21 Mio negativ zum Gesamtergebnis des Geschäftsbereichs bei.

Weitere internationale Projekte

Internationalisierung von Gas und Power vorangetrieben

Nach der Eröffnung von Niederlassungen in der Türkei und Aserbaidschan in 2007, wurde im Herbst 2008 auch ein Büro in Turkmenistan eröffnet, um die Interessen in der Kaspischen Region direkt vor Ort noch besser wahrnehmen zu können. Weiters wurde Ende 2008 mit der RWE Supply & Trading GmbH die Caspian Energy

Company Ltd. gegründet, um die Logistikaktivitäten auch in Kombination mit dem Nabucco Gas Pipeline Projekt in dieser Region zu forcieren.

Gas Supply, Marketing und Trading

Im Bereich Gas Supply, Marketing und Trading werden die Synergien zwischen den operativen Gesellschaften stärker genutzt. Trotz eines schwierigeren Marktumfelds in 2008 lag das verkaufte Volumen mit rund 13 Mrd m³ nur geringfügig unter 2007. Im April 2008 feierten OMV und Gazprom das 40jährige Jubiläum von russischen Gaslieferungen und unterstrichen damit die gute und lang andauernde Zusammenarbeit.

EconGas

2008 konnte sich EconGas auf den wichtigen Handelsplätzen in Kontinentaleuropa ausgezeichnet positionieren und beteiligte sich an zahlreichen Tradingaktivitäten. Die Ausweitung der Handelsaktivitäten ist ein Schlüsselelement der Wachstumsstrategie und ein wesentlicher Baustein der Internationalisierung von EconGas. Gleichzeitig wird auf den starken Rückhalt am österreichischen Markt geachtet. Der Erfolg der Internationalisierung zeigt sich auch daran, dass mittlerweile mehr als ein Viertel der rund 7,5 Mrd m³ Verkaufsmengen an Kunden im Ausland, seit 2008 auch über die ungarische Tochtergesellschaft, geliefert wurden. 2008 wurde weiter in die Versorgungssicherheit und damit auch in die Diversifikation der Bezugsquellen investiert, um die Nachfrage in den wachsenden Märkten be-

Auf einen Blick

2008 2007 D
Bereichsumsatz in EUR Mio 3.798 3.096 23%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio 245 244 0%
Investitionen in EUR Mio 243 155 57%
Verkaufte Erdgasmengen in Mrd m³ 12,8 13,1 -2%
Verkaufte Transportkapazität in Mrd m³ 66,3 64,3 3%
Verkauftes Speichervolumen in Mio m³ 2.187 2.006 9%

dienen, sowie mögliche Liefereinschränkungen noch leichter kompensieren zu können. Weiters wurden 2008 Vorbereitungen für die Anlandung der ersten LNG-Lieferung für den italienischen Markt Anfang des Jahrs 2009 getroffen.

Petrom

Trotz der herausfordernden Bedingungen am rumänischen Gasmarkt in 2008 in Folge der stark sinkenden Nachfrage der Düngemittelbranche, der politischen und regulatorischen Themen, eines steigenden Importpreises und der weltweiten Finanzkrise, konnte Petrom ihre exzellente Position behaupten. Während die Gasnachfrage 2008 in Rumänien im Vergleich zu 2007 um 5,4% auf 14,6 Mrd m³ zurückging, fielen die verkauften Mengen von Petrom nur um 4,5% auf 5,02 Mrd m³ in 2008. Die Vertriebsgesellschaft Petrom Gas s.r.l. konnte sowohl die Verkaufsmengen als auch den Marktanteil steigern. Der Gaspreis für Produzenten blieb weiterhin reguliert und wurde im Februar von RON 470/1.000 m³ auf RON 495/1.000 m³ angehoben. In USD war der Preis auf Grund von Wechselkursbewegungen rückläufig (-14%). Intelligente Optimierungen und Kostenmanagement ermöglichten trotz dieser Herausforderungen das Geschäftsjahr sehr erfolgreich abzuschließen.

Entwicklung internationaler Gas-Logistik-Projekte um die zukünftige Versorgungssicherheit in Europa zu ermöglichen

Unter Logistik sind die österreichischen Transport- und Speicheraktivitäten zusammengefasst. Weiters finden sich hier drei der wichtigsten Projekte zur Sicherung der europäischen Gasversorgung: Die Nabucco Gas Pipeline, der Gate LNG Terminal und der Adria LNG Terminal. Zudem wurde der Aufbau eines internationalen Speicherportfolios gestartet.

Nabucco Gas Pipeline Projekt

Die Errichtung der Nabucco Gas Pipeline ist eines der wichtigsten europäischen Energie-Infrastrukturprojekte. Strategisch zielt Nabucco auf eine Diversifizierung der türkischen und europäischen Gasversorgung durch Verbindung der europäischen Erdgasmärkte mit den weltgrößten Gasreserven ab. Die 3.300 km lange Pipeline soll Erdgas aus der Kaspischen Region und dem

Mittleren Osten bis nach Mitteleuropa transportieren. Eine in 2008 durchgeführte Marktbefragung ergab Interessensbekundungen für mehr als 200% der geplanten technischen Kapazität von 31 Mrd m³ pro Jahr. Zur Zeit ist das Projekt in der Entwicklungsphase, der Baubeginn ist für 2011, die Inbetriebnahme für 2014 geplant. Im Februar 2008 trat RWE Supply & Trading GmbH dem Nabucco Konsortium als sechster Partner bei. Damit wurde ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Konsortiums und zur Projektrealisierung gesetzt. Nabucco erhielt 2008 von Österreich und Ungarn die endgültige Ausnahmegenehmigung zur EU Gas-Richtlinie. Entscheide der rumänischen und bulgarischen Regulierungsbehörden sind für H1/09 angekündigt. Weiters sind die Verhandlungen zum Abschluss eines Regierungsabkommens zwischen den Nabucco-Ländern mit Beteiligung der Europäischen Kommission fortgeschritten. Weitere geplante Meilensteine für das Jahr 2009 sind die Vermarktung der Transportkapazitäten über einen Open Season Prozess, die technische Detailplanung sowie der Start der Sozial- und Umweltverträglichkeitsprüfung.

LNG-Geschäft

Mit der Errichtung des Gate LNG Terminals wurde 2008 plangemäß begonnen. OMV hält an der Gesellschaft 5% und EconGas hat 3 Mrd m³/ Jahr Regasifizierungskapazität gebucht. In 2008 trat mit E.ON ein vierter Minderheitseigentümer bei. In Verbindung damit wurde eine Erhöhung der Kapazität des Terminals auf 12 Mrd m³/Jahr beschlossen. Der Betriebsbeginn ist für 2011 vorgesehen. Beim geplanten Adria LNG Terminal (OMV ist mit 25,58% beteiligt) hat die kroatische Regierung die Insel Krk als Standort bestätigt. Der Beitritt von kroatischen Partnern ist für 2009 vorgesehen. Der Betriebsbeginn des Terminals mit einer Kapazität von rund 11 Mrd m³/Jahr ist für 2014/2015 vorgesehen, eine spätere Erweiterung auf 15 Mrd m³/Jahr ist angedacht.

Langfristig gesichertes Transport- und Speicher-Geschäft

Die OMV Gas GmbH, eine 100%-Tochter der OMV Gas & Power GmbH, konnte ihren erfolgreichen Geschäftsverlauf auch im Jahr 2008 sowohl im Transport- als auch im Speicher-Geschäft

Nabucco Projekt von hoher Bedeutung für Europa

Fortschritte bei LNG-Projekten

Weiteres Wachstum von G&P

fortsetzen. Im Einklang mit europäischen Bestrebungen zur Vereinheitlichung und Erhöhung der Transparenz wird seit 2008 eine neue Definition für die Transportmengen verwendet. Dabei wird auf die Mengen, die an den Netzkopplungspunkten an andere Transporteure oder Verteiler übergeben werden, abgestellt. Die Transportmengen stiegen 2008 um 3% auf 66,3 Mrd m³. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Erweiterung der Pipeline WAG sowie die Inbetriebnahme der Verdichterstation Eggendorf auf der Pipeline TAG zurückzuführen. In der langfristigen Planung 2007 des Regelzonenführers AGGM wurde dem Projekt Südschiene zur Sicherstellung der Versorgung der Steiermark und Kärnten besondere Bedeutung zuerkannt. Im Rahmen dieses für die Versorgung der Regelzone Ost äußerst wichtigen Projekts hat OMV Gas GmbH 2008 mit dem Ausbau des Leitungsabschnitts von Baumgarten nach Auersthal begonnen (Fertigstellung 2011). Im Speichersegment spiegelt sich in der gestiegenen Nachfrage nach Speicherleistungen der erhöhte Bedarf nach Versorgungssicherheit wider. Die verkauften Speichervolumina an nationale und internationale Kunden stiegen – im Vergleich zu der bereits sehr guten Auslastung 2007 – um weitere 9% auf 2.187 Mio m³. Der Trend zum Abschluss von Verträgen mit langen Laufzeiten hat sich auch 2008 fortgesetzt und ist ein starkes Indiz für den Wunsch der Kunden, sich die begrenzten Kapazitäten rechtzeitig und langfristig zu sichern.

Einstieg in das Strom-Geschäft vorangetrieben

2008 wurde der Aufbau des Strom-Geschäfts "Power" konsequent fortgesetzt. Die Vorwärtsintegration der bestehenden Wertschöpfungs-

Positionierung des Bereichs G&P im europäischen Wachstumsgürtel

kette soll zusätzlichen Mehrwert schaffen. Der Strombereich wird sich auf stark wachsende Märkte und auf Märkte mit Synergiepotenzialen mit anderen OMV Einheiten fokussieren. Mit der Erweiterung des Gas-Segments um den Teilbereich Power wurde dieser Entwicklung Rechnung getragen. Die OMV Power International GmbH, eine 100%-Tochter der OMV Gas & Power GmbH, ist operativ für die Umsetzung der Stromprojekte verantwortlich. Die Errichtung des Kraftwerks in Rumänien am Standort der Raffinerie Petrobrazi verläuft nach Plan. Weitere Kraftwerksprojekte in Deutschland und der Türkei sind in Planung. Auch Projekte in Richtung Strom aus erneuerbaren Energien werden derzeit evaluiert.

Central European Gas Hub (CEGH): Entwicklung einer Gashandelsbörse

Der CEGH konnte 2008 seine Kundenanzahl weiter von 64 auf 80 ausbauen. Dies führte auch zu höherer Liquidität und zu einem Höchstwert des gehandelten Monatsvolumens im Dezember 2008 von über 2,1 Mrd m³. Im Namen von EconGas wurde das sechste Gas-Release-Programm erfolgreich durchgeführt, bei dem 250 Mio m³ Gas unter regem in- und ausländischen Interesse verkauft wurden. Der Ausbau zum wichtigsten Handelspunkt in Kontinentaleuropa wird mit einer neuen Gesellschafterstruktur weiter verfolgt. OMV, Gazprom, Centrex und die Wiener Börse werden im Jahr 2009 gemeinsam die Gesellschaft auch in Richtung einer Gasbörse entwickeln.

Chemie

Mit 2008 wurde die Verantwortung für die rumänische Düngemittelfabrik Doljchim von E&P auf G&P übertragen. Die Produktion in 2008 war von geplanten Instandhaltungsmaßnahmen und einigen ungeplanten Stillständen beeinträchtigt. Das Ergebnis in H1/08 war auf Grund vorteilhafter Produktenpreise zufriedenstellend, während in H2/08 Doljchim von niedrigeren Preisen und geringerer Nachfrage als Folge der Finanzkrise getroffen wurde, was zu niedrigerer Produktion und temporären Abschaltungen führte.

Ausblick 2009

In Gas Supply, Marketing und Trading wird mit Nachdruck am Ausbau der internationalen Verkaufs- und Handelsaktivitäten gearbeitet, um das Ziel von 18 Mrd m³ Absatzmenge in 2010 zu erreichen. Ein wesentlicher Baustein dazu ist die Diversifikation des Bezugsportfolios und die Ausweitung von Langfristverträgen. Dies soll über neue Bezugsquellen sowie Transportrouten – sei es nun LNG oder Pipelines – erreicht werden. Der Fokus liegt in der Kaspischen Region, dem Mittleren Osten und Nordafrika. Weiters wird ein Schwerpunkt auf die Entwicklung von integrierten Projekten mit E&P zur Erhöhung der Eigengasmengen als wesentlicher Bestandteil des langfristigen Bezugsportfolios gelegt. In Rumänien wird mit einem weiteren Rückgang der Nachfrage am Gasmarkt, vor allem durch die Düngemittelindustrie, gerechnet. Im Logistik-Geschäft soll in Österreich der Ausbau der TAG und WAG auch 2009 fortgeführt werden, um die Transportmengen bis 2010 auf über 70 Mrd m³ zu steigern. Im TAG-System ist für 2009 die Fertigstellung der Verdichterstation in Weitendorf geplant. Im internationalen Logistik-Geschäft wird für die Nabucco-Kapazitäten die Vermarktung in einem sogenannten Open Season Prozess durchgeführt. Dies und der Abschluss der internationalen Verträge, die die rechtlichen Rahmenbedingungen festlegen, wird die Basis für die finale Investitionsentscheidung bilden. Die Caspian Energy Company wird erste Studien über Pipelines in Zentralasien durchführen. Der LNG-Geschäftsaufbau wird durch die zielstrebige Weiterverfolgung der Regasifizierungsprojekte in Rotterdam (Gate) und auf Krk (Adria LNG) sowie durch die vertiefende Evaluierung des Baus von Verflüssigungsanlagen unterstützt werden. Der CEGH wird die Kooperation mit internationalen Makler- und Handelsfirmen ausbauen, um die Liquidität zu erhöhen. In Zusammenarbeit mit der Wiener Börse wird der Ausbau zu einer Gashandelsbörse vorangetrieben. Der Strombereich wird in 2009 den Bau des Kraftwerks in Rumänien fortsetzen.

Zahlreiche Projekte zur Stärkung des Geschäftsbereichs

"Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie an 2009 denken?"

Stefan Maxian, Aktienanalyst, RCB

"Unsere Strategie, die wir in einem herausfordernden Umfeld implementieren werden."

David C. Davies, Finanzvorstand, OMV

Konzernlagebericht des Vorstands

Übersicht Finanzdaten EUR Mio
2008 2007 D
Umsatzerlöse 25.543 20.042 27%
Betriebserfolg (EBIT) 2.340 2.184 7%
Jahresüberschuss vor Minderheiten 1.529 1.843 –17%
Jahresüberschuss nach Minderheiten 1.374 1.579 –13%
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.214 2.066 56%
Investitionen 1) 3.547 4.118 –14%
Mitarbeiter per 31. Dezember 41.282 33.665 23%

1) Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in assoziierte Unternehmen und andere Beteiligungen; bereinigt um nicht als Investition definierte Zugänge.

Operatives Rekordergebnis trotz fordernden Umfelds

Der OMV Konzern konnte auch 2008 erneut ein operatives Rekordergebnis erwirtschaften. Der Betriebserfolg lag mit EUR 2.340 Mio um 7% über dem Vergleichswert des Vorjahrs, wobei die hohen Rohölpreise die negativen Effekte des schwächeren USD sowie der substanziellen einmaligen Sonderaufwendungen überkompensieren konnten. Die Netto-Sonderaufwendungen beziehen sich im Wesentlichen auf Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien, die Arpechim Wertminderung sowie auf Restrukturierungsaufwendungen in Österreich, Deutschland und in Petrom. Der Jahresüberschuss vor Minderheiten lag mit EUR 1.529 Mio um 17% und der Jahresüberschuss nach Minderheiten mit EUR 1.374 Mio um 13% unter dem Niveau von 2007. Der im Vergleich zu 2007 rückläufige Finanzerfolg von EUR –31 Mio kann im Wesentlichen auf das schwächere At-Equity-Ergebnis sowie auf das schwächere Zinsergebnis zurückgeführt werden. Der effektive Konzernsteuersatz lag 2008 bei 34% (2007: 24%). Dieser deutliche Anstieg ist auf den geringeren Anteil an bereits versteuerten At-Equity- und niedrig besteuerten Petrom Ergebnissen in Relation zu hoch besteuerten E&P-Ergebnissen zurückzuführen. Dieser Effekt wird durch die in H2/08 wirksam gewordenen Vertragsumstellungen in Libyen verstärkt. Der Return on Average Capital Employed (ROACE) verringerte sich von 16% auf 12%, der Return on fixed Assets (ROfA) von 25% auf 23%, der Return on Equity (ROE) sank von 19% auf 16%. Die Definitionen dieser Kennzahlen finden Sie in den Abkürzungen und Definitionen auf Seite 147, welche ein integraler Bestandteil des Lageberichts ist.

Im Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) wurde das Explorationsportfolio durch

neue Explorationslizenzen in Norwegen, Pakistan, Tunesien und der Slowakei wesentlich gestärkt. Mit der Unterzeichnung neuer Verträge mit der libyschen National Oil Corporation hat OMV ihre langjährige Tätigkeit in dieser Region verstärkt und sich den Zugang zu den ertragreichen Blöcken im Murzuk-Becken bis zum Jahre 2032 gesichert. Zusätzlich gelang es OMV gemeinsam mit Occidental, Verträge zur Neuentwicklung des riesigen Ölfelds Nafoora Augila und anderer aussichtsreicher Ölfelder im Sirte-Becken abzuschließen. Das Offshore-Feld Maari in Neuseeland und das Feld Komsomolskoe in Kasachstan sind in ihrer finalen Entwicklungsphase. Im August gingen die österreichischen Felder Ebenthal und Strasshof in Betrieb und leisten seither einen beträchtlichen Beitrag zur heimischen E&P-Erdgasproduktion. Das Habban-Ölfeld im Jemen wurde durch zusätzliche Bohrungen weiter erschlossen. OMV verzeichnete Explorationserfolge in Rumänien, Österreich, Libyen, Tunesien und Großbritannien. Durch den Kauf der rumänischen Ölservice-Aktivitäten von Petromservice im Februar 2008 soll die Qualität und die Effizienz der Wartungsarbeiten von Petrom erhöht werden. Das Programm zur Modernisierung der Förderanlagen von Petrom wurde abgeschlossen und bei den 5.049 erneuerten Anlagen konnten die jährlichen Abschaltungen in Folge von Wartungen im Durchschnitt von 20 auf 2 reduziert werden.

Im Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) lag der Investitionsschwerpunkt in der Finalisierung der Modernisierung der westlichen Raffinerien. Im Raffinerieverbund Bayernoil (OMV Anteil: 45%) wurde in Q4/08 die Restrukturierung vollständig abgeschlossen. Im Zuge der Restrukturierungsarbeiten wurde der Standort Ingolstadt geschlossen, wodurch sich in Summe die Raffineriekapazität von Bayernoil von 12 Mio t auf 10,3 Mio t reduziert hat, und ein neuer Hydro-Cracker in Betrieb genommen. Dieser ermöglicht eine Erhöhung des Anteils schweren Rohöls am Einsatzmix sowie einen verbesserten Produktenausstoß dank gesteigerter Mitteldestillate und reduziertem Anteil an schwereren Produkten. In Schwechat konnte durch das Upgrade einer Entschwefelungsanlage in Q2/08 eine weitere Reduktion des Schwefelgehalts von Heizöl Extraleicht auf 10 ppm erreicht werden. Zudem wurde der Bau eines thermischen Crackers zur Erhöhung der Rückstandskonversion finalisiert. Mit Q1/09 können dadurch schwerere Rohöle eingesetzt und höherwertige Produkte hergestellt werden. Im Marketing-Geschäft trug die Optimierung des Tankstellennetzes, die zum Verkauf von wenig profitablen Tankstellen in Österreich und zum Rückzug aus Regionen außerhalb unseres Kernmarkts in Deutschland führte, zur Effizienzsteigerung bei. In den rumänischen Raffinerien wird das umfassende Modernisierungsprogramm schrittweise umgesetzt. Erste Verbesserungen in der Ausbeutestruktur sind bereits sichtbar, stärkere Ergebnisverbesserungen werden jedoch erst nach Abschluss der Großinvestitionen erwartet. In Petrobrazi wurde der Bau einer FCC Benzinnachbearbeitungsanlage (Fluid Catalytic Cracker) abgeschlossen, was Petrom ermöglicht, für einen größeren Anteil der Produkte die europäischen Produktspezifikationen zu erfüllen. In Arpechim wurde in Q3/08 auf Grund der schlechten Wirtschaftlichkeit eine Abschreibung des Nettobuchwerts der Fuels-Raffinerie verbucht. Im Petrochemie-Geschäft laufen die Verhandlungen über den Verkauf weiter. Erfreulich ist der Turnaround im Marketing-Geschäft. In 2008 wurde erstmals ein positiver EBIT-Beitrag erwirtschaftet. Die Modernisierung der Tankstellen von Petrom ist nun vollständig abgeschlossen und der jährliche Durchsatz je Tankstelle konnte auf 4 Mio Liter gesteigert werden.

2008 wurde die Beteiligung an Petrol Ofisi, dem führenden türkischen Unternehmen im Tankstellen- und Commercial-Geschäft, um einen Anteil von 2,0% auf 41,6% weiter erhöht.

Im Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) wurde planmäßig mit April eine neue Leitungsschleife "Kirchberg – Lichtenau" an der West-Austria Gasleitung und mit Oktober eine Kompressorstation auf der Trans Austria Gasleitung fertig gestellt und in Betrieb genommen, wodurch sich die Transportkapazität erhöhte. Die Entwicklung des Kraftwerksprojekts in Rumänien am Raffineriestandort Petrobrazi verläuft nach Plan. Im August wurde ein 60%-Anteil an Borasco Elektrik erworben. Dieses Unternehmen wird in Samsun, an der türkischen Schwarzmeerküste, ein 890 MW-Gaskraftwerk errichten.

Das Nabucco Gas Pipeline Projekt ist derzeit in der Entwicklungsphase, in der alle technischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Punkte ausgearbeitet werden. In Vorbereitung auf den Open Season Prozess, bei dem verbindliche Angebote für die Transportkapazitäten abgegeben werden, wurde eine unverbindliche Marktbefragung durchgeführt. Diese Umfrage zeigte ein deutliches Interesse an Nabucco-Kapazitäten von potenziellen Transporteuren. Die Kapazitäten waren vom ersten Tag an langfristig zu 100% überbucht.

Investitionen in Logistik- und Stromprojekte

Großes Interesse an Nabucco Kapazitäten

Betriebserfolg (EBIT)

Betriebserfolg (EBIT) 1) EUR Mio
2008 2007 D
Exploration und Produktion (E&P) 2.311 1.933 20%
Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie (R&M) –105 84 n.m.
Gas und Power (G&P) 245 244 0%
Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) –111 –77 44%
OMV Konzern 2.340 2.184 7%

1) Die in der Segmentberichterstattung des Anhangs in der Konsolidierungsspalte dargestellten Konsolidierungsbuchungen wurden den einzelnen Segmenten zugeordnet.

E&P profitierte von hohem Preisniveau

Der Geschäftsbereich E&P verzeichnete im Vergleich zu 2007, trotz leicht niedrigerer Produktionsmengen und negativer Wechselkursauswirkungen, einen EBIT-Anstieg um 20% auf EUR 2.311 Mio, vor allem auf Grund wesentlich höherer Rohölpreise. Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas sank um 1% auf 317.000 boe/d. Die Erdöl- und NGL-Produktion lag vor allem auf Grund höherer Produktionsmengen in Libyen, im Jemen, in Tunesien und Kasachstan, die die Ausfälle in Großbritannien mehr als kompensieren konnten, um 1% über 2007. Die Erdgasproduktion sank um 4%. Die Gasproduktionsmengen von Petrom wurden durch Wartungsarbeiten an Bohrungen, Wassereintritt sowie technische Schwierigkeiten auf Grund des Leitungsdrucks belastet. In 2008 wurden Netto-Sonderaufwendungen in Höhe von EUR 307 Mio gebucht, vor allem aus Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien sowie Abschreibungen im Iran und in Russland.

R&M-EBIT durch Sondereffekte beeinträchtigt

Trotz deutlicher Verbesserungen im Marketing-Geschäft und in der Petrochemie West fiel das EBIT im Bereich R&M verglichen zu 2007 deutlich, was vor allem einen hohen Netto-Sonderaufwand sowie die negativen Lagereffekte im Raffinerie-Geschäft widerspiegelt. Die gebuchten Netto-Sonderaufwendungen in der Höhe von EUR 408 Mio beziehen sich im Wesentlichen auf Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien sowie die Abschreibung der Fuels-Raffinerie Arpechim und von Tankstellen. Negative Lagereffekte konnten durch den 19%igen Anstieg der OMV Referenz-Raffineriemarge und höhere Verkaufsmengen nicht kompensiert werden. Die OMV Referenz-Raffineriemarge Ost, welche einen hohen Anteil an Eigenenergieverbrauch

in der Berechnung berücksichtigt, zeigte auf Jahressicht einen Rückgang in Folge der hohen Ölpreisniveaus in 1-9/08. Die gesamte Kapazitätsauslastung stieg leicht auf 86%. Sowohl die Tankstellen- als auch die Commercialmengen zeigten einen positiven Trend. Die Margen im Tankstellen-Geschäft verbesserten sich leicht und jene im Commercial-Geschäft erholten sich vor allem bei Diesel und heimischem Heizöl vom niedrigen Niveau in 2007.

Im Geschäftsbereich G&P war das EBIT mit EUR 245 Mio auf Vorjahrsniveau. Während das Logistik-Geschäft von hoher Speichernachfrage, Pipeline-Erweiterungen und der Konsolidierung der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H. profitierte, war Gas Supply, Marketing und Trading auf Grund niedrigerer Absatzmengen und schwieriger Marktbedingungen negativ beeinflusst. Zusätzlich wurde das Ergebnis durch die Einbeziehung der Düngemittelfabrik Doljchim in G&P belastet. In 2008 wurden für Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten sowie für außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen von Doljchim EUR 29 Mio Sonderaufwendungen verbucht.

Der Aufwand im Segment Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) stieg 2008 um 44% auf EUR 111 Mio, da Kosten, die auf die reinen Konzernführungsfunktionen von Petrom entfallen, ab 2008 separat unter Kb&S berichtet und nicht mehr an die Geschäftsbereiche verrechnet werden.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung) EUR Mio

2008 2007 D
Umsatzerlöse 25.543 20.042 27%
Direkte Vertriebskosten –238 –216 10%
Umsatzkosten –20.704 –15.953 30%
Sonstige betriebliche Erträge 278 212 31%
Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen –1.161 –1.224 –5%
Explorationsaufwendungen, Forschung und Entwicklung –348 –237 47%
Sonstige betriebliche Aufwendungen –1.030 –439 134%
Betriebserfolg (EBIT) 2.340 2.184 7%
Finanzerfolg –31 228 n.m.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –780 –569 37%
Jahresüberschuss 1.529 1.843 –17%
Minderheitenanteile am Ergebnis 155 264 –41%
Jahresüberschuss nach Minderheitenanteil 1.374 1.579 –13%

OMV ist ein integrierter Energiekonzern. Da die Ölproduktion von E&P entweder in den eigenen Raffinerien verarbeitet oder – zum Großteil – über den Geschäftsbereich R&M (Supply & Trading) vermarktet wird, hat der Geschäftsbereich R&M den weitaus größten Anteil am konsolidierten Konzernumsatz. Bedingt durch starke Schwankungen in den wesentlichen Einflussgrößen Rohölpreis und USD können sich beträchtliche Erhöhungen und Rückgänge bei den Umsätzen, aber auch bei den Umsatzkosten ergeben, sodass aus diesen nur eingeschränkt auf die Ergebnisauswirkung Rückschlüsse gezogen werden können. Der Auftragsstand ist für die Mineralölbranche von geringerer Aussagekraft und Relevanz.

Der 27%ige Anstieg im Konzernumsatz auf EUR 25.543 Mio spiegelt vor allem das hohe Preisniveau in 1-9/08 wider. Der Bereichsumsatz von E&P stieg um 20% auf EUR 5.089 Mio. Grund dafür waren signifikant höhere Erdöl- und Erdgaspreise. Nach Berücksichtigung konzerninterner Umsätze (hauptsächlich Rohöl, teilweise Erdgas) von EUR 4.066 Mio ergab sich ein Beitrag zum Konzernumsatz von EUR 1.023 Mio, was einem Anteil von rund 4% am Gesamtumsatz entspricht (2007: EUR 853 Mio bzw. 4%). R&M trug EUR 20.837 Mio bzw. 81% zum Konzernumsatz bei (2007: EUR 16.285 Mio bzw. 81%). Der Bereichsumsatz in G&P stieg auf EUR 3.798 Mio (2007: EUR 3.096 Mio). Dies ist im Wesentlichen

auf deutlich gestiegene Erdgaspreise sowie auf die Düngemittelanlage Doljchim, welche seit 2008 als Teil des G&P-Bereichs berichtet wird, zurückzuführen. Nach Abzug konzerninterner Umsätze mit den Raffinerien ergab sich ein Konzernbeitrag von EUR 3.675 Mio bzw. rund 14% des Gesamtumsatzes (2007: EUR 2.896 Mio bzw. 14%).

Unter den Absatzmärkten des Konzerns blieb Österreich mit einem Umsatz von EUR 8.734 Mio bzw. 34% des Konzernumsatzes unverändert der wichtigste (2007: EUR 6.896 Mio bzw. 34%). Die Umsätze in Deutschland stiegen von EUR 3.845 Mio im Jahr 2007 auf EUR 4.686 Mio im Jahr 2008, was einem Anteil am Gesamtumsatz von 18% entspricht (2007: 19%). Eine Steigerung wurde auch in Rumänien erzielt, der Umsatz lag dort bei EUR 3.801 Mio bzw. 15% des Konzernumsatzes (2007: EUR 3.154 Mio bzw. 16%). Umsätze in Höhe von EUR 4.429 Mio bzw. 17% des Gesamtumsatzes wurden im übrigen Mittel- und Osteuropa getätigt (2007: EUR 3.339 Mio bzw. 17%), auf die restlichen europäischen Länder entfielen EUR 2.765 Mio bzw. 11% (2007: EUR 2.022 Mio bzw. 10%). Die Umsätze in der übrigen Welt stiegen von EUR 787 Mio auf EUR 1.127 Mio, was in beiden Jahren einem Anteil von 4% am Gesamtumsatz entsprach.

Die direkten Vertriebsaufwendungen betreffen hauptsächlich fremde Ausgangsfrachten und stiegen um 10% auf EUR 238 Mio. Die Umsatz-

Starker Anstieg des Konzernumsatzes

Über 50% der Umsätze aus Österreich und Deutschland

kosten, welche die variablen und fixen Produktionskosten sowie Handelswareneinsätze beinhalten, erhöhten sich um 30% auf EUR 20.704 Mio, was vorwiegend auf das hohe durchschnittliche Preisniveau in 2008 zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 31% auf EUR 278 Mio, größtenteils auf Grund höherer Wechselkursgewinne. Daneben werden in dieser Position hauptsächlich Veräußerungserlöse, Erträge aus Versicherungsentschädigungen und anderen Vergütungen sowie aus Zuschüssen und Lizenzen ausgewiesen. Die Vertriebsaufwendungen blieben im Vergleich zu 2007 mit EUR 882 Mio auf demselben Niveau. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen konnten dagegen um 14% auf EUR 279 Mio reduziert werden.

Explorationsaufwand um 51% gestiegen

Die Aufwendungen für Exploration sind um 51% auf EUR 334 Mio gestiegen, was überwiegend auf gesteigerte Explorationstätigkeit in Petrom, in Nordafrika und der Region Kurdistan im Irak zurückzuführen ist.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen lagen mit EUR 14 Mio um 12% unter dem Niveau des Vorjahrs und fielen vor allem im Bereich R&M an.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit EUR 1.030 Mio um 134% über dem Vorjahrswert. Dieser starke Anstieg wurde hauptsächlich durch die Bildung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien verursacht. Daneben stiegen auch die Aufwendungen für Drittleistungen, Restrukturierungsmaßnahmen sowie die operativen Wechselkursverluste.

Petrol Ofisi und Borealis lieferten geringere Beiträge Der Finanzerfolg zeigte in Summe einen Aufwand von EUR 31 Mio (2007: Ertrag von EUR 228 Mio). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist in erster Linie auf ein schwächeres Ergebnis aus assoziierten Unternehmen (Reduktion um EUR 180 Mio) zurückzuführen. Die Dividendenerträge stiegen um EUR 38 Mio, während sich das Zinsergebnis negativ entwickelte (Verschlechterung um EUR 86 Mio). Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen betrug EUR 118 Mio

(2007: EUR 298 Mio), wovon der in den Konzernabschluss einbezogene Ergebnisanteil an der Borealis Gruppe EUR 91 Mio (2007: EUR 186 Mio) sowie der Ergebnisanteil an der türkischen Marketinggesellschaft Petrol Ofisi EUR 10 Mio (2007: EUR 104 Mio) ausmachte. Das Ergebnis von Borealis wurde von rückläufiger Nachfrage auf Grund der weltweiten Konjunkturabkühlung sowie von Lagereffekten belastet, jenes von Petrol Ofisi von der Abwertung der türkischen Lira gegenüber dem USD. Die Dividendenerträge betrugen EUR 92 Mio (2007: EUR 53 Mio) und beinhalteten eine Dividende aus der Beteiligung an MOL in Höhe von EUR 78 Mio (2007: EUR 26 Mio). Das Zinsergebnis zeigte einen Aufwandssaldo von EUR 213 Mio (2007: EUR 127 Mio), wobei die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr durch den gestiegenen Verschuldungsgrad begründet ist.

Die Aufwendungen aus Ertragsteuern stiegen gegenüber 2007 um EUR 211 Mio auf EUR 780 Mio. Die laufenden Ertragsteuern lagen durch das gute Geschäftsergebnis im E&P-Bereich mit EUR 837 Mio um EUR 281 Mio über dem Vorjahr. 2008 wurden latente Steuern von EUR 57 Mio ertragswirksam (2007: EUR 14 Mio aufwandswirksam) abgegrenzt. Der Effektivsteuersatz für den Konzern lag mit 33,8% um 10,2%-Punkte über jenem für 2007. Dieser deutliche Anstieg ist auf die geringeren Beiträge der bereits versteuerten Ergebnisse der at-equity einbezogenen Beteiligungen sowie der niedrig besteuerten Petrom Ergebnisse in Relation zu hoch besteuerten Ergebnissen der E&P-Gesellschaften zurückzuführen. Dieser Effekt wird durch die in H2/08 wirksam gewordene Vertragsumstellung in Libyen verstärkt. Durch die Vertragsumstellung wurde der Anwendungsbereich der Bilanzierung von EPSA-Verträgen erweitert. Bestimmte in den Verträgen zu bezahlende Steuern werden als Ertragsteuern ausgewiesen, wodurch eine Bruttodarstellung des Umsatzes erfolgt. Zusätzlich wirkte sich im Vergleichszeitraum 2007 der Einmaleffekt aus der Steuersatzänderung in Deutschland senkend auf den effektiven Konzernsteuersatz aus.

Investitionen

Investitionen 1) EUR Mio
2008 2007 D
Exploration und Produktion 2.328 1.364 71%
Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie 894 1.284 –30%
Gas und Power 243 155 57%
Konzernbereich und Sonstiges 82 1.316 –94%
Investitionen gesamt 3.547 4.118 –14%
+/– Konsolidierungskreisänderungen und sonstige Adaptierungen 284 59 381%
– Investitionen in Finanzanlagen –132 –1.314 –90%
Zugang laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) 3.699 2.864 29%
+/– Nicht zahlungswirksame Änderungen –469 –546 –14%
Zahlungswirksame Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen 3.230 2.318 39%
+ Zahlungswirksame Investitionen in Beteiligungen, Ausleihungen
und sonstige Finanzanlagen 389 1.419 –73%
Investitionen laut Cashflow-Rechnung 3.619 3.737 –3%

1) Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in assoziierte Unternehmen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investition definierte Zugänge.

Das Investitionsvolumen ging auf EUR 3.547 Mio (2007: EUR 4.118 Mio) zurück. Den deutlich gesunkenen Investitionen in Kb&S sowie R&M stehen gestiegene Investitionen in E&P sowie G&P gegenüber. Einen wesentlichen Anteil an den Investitionen des Segments Kb&S hatte 2007 die Akquisition von weiteren Anteilen am ungarischen Öl- und Gasunternehmen MOL.

In E&P wurden EUR 2.328 Mio (2007: EUR 1.364 Mio) investiert, vor allem in die Akquisition der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice, in die Signature-Boni, die mit der libyschen NOC für die Felder NC115, NC186 sowie Nafoora Augila vereinbart wurden, und in die Entwicklung von Feldern in Rumänien, Österreich, Großbritannien, Kasachstan und Neuseeland. Das Investitionsvolumen in R&M, vor allem für Investitionen in Qualitätsverbesserungsprojekte in Österreich und Rumänien sowie in den Umbzw. Neubau von Tankstellen, lag bei EUR 894 Mio (2007: EUR 1.284 Mio). Der Großteil der Investitionen in G&P, EUR 243 Mio (2007: EUR 155 Mio), stand im Zusammenhang mit Investitionen in den Bau von Kraftwerken in Brazi und Samsun und mit dem Expansionsprojekt der West-Austria Gas Pipeline (WAG). Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich Kb&S lag bei EUR 82 Mio (2007: EUR 1.316 Mio, davon entfielen EUR 1.205 Mio auf MOL).

Die Überleitung der Investitionen auf die Zugänge laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) betrifft vor allem Investitionen in Finanzanlagen, Konsolidierungskreisänderungen und nicht als Investitionen definierte Zugänge. Der Unterschied zwischen den Zugängen laut Anlagespiegel und den Investitionen laut Cashflow-Rechnung war im Bereich des immateriellen Vermögens und der Sachanlagen auf in der Periode nicht zahlungswirksame Zugänge (unter anderem Investitionsverbindlichkeiten und aktivierte Fremdkapitalkosten) zurückzuführen. Darüber hinaus sind in den Gesamtinvestitionen laut Cashflow-Rechnung zahlungswirksame Zugänge zu Finanzanlagen enthalten.

Starker Anstieg bei Investitionen in E&P und G&P

Vermögens- und Kapitalstruktur

Bilanz (Kurzfassung) EUR Mio
2008 % 2007 %
Aktiva
Langfristiges Vermögen 15.351 72 14.760 69
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 11.229 53 9.450 44
Anteile an assoziierten Unternehmen 1.955 9 2.126 10
Sonstiges langfristiges Vermögen 2.167 10 3.184 15
Latente Steuern 140 1 56 0
Kurzfristiges Vermögen 5.884 28 6.434 30
Vorräte 2.173 10 2.444 12
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.000 9 2.409 11
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 1.712 8 1.581 7
Passiva
Eigenkapital 9.363 44 10.340 49
Langfristige Verbindlichkeiten 5.833 27 3.781 18
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 932 4 923 4
Anleihen und verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 2.526 12 916 4
Rekultivierungsverpflichtungen 1.679 8 1.556 7
Rückstellungen und andere Verbindlichkeiten 696 3 386 2
Latente Steuern 363 2 308 1
Kurzfristige Verbindlichkeiten 5.816 27 6.822 32
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1) 2.141 10 2.573 12
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.607 8 2.515 12
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1) 2.069 10 1.734 8
Bilanzsumme 21.376 100 21.250 100

1) Abgrenzungen für fehlende Eingangsrechnungen, welche in 2007 in den sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten enthalten waren, werden in 2008 als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig) ausgewiesen. Die Vorjahrswerte wurden angepasst.

Bilanzsumme nahezu unverändert

Die Bilanzsumme erhöhte sich geringfügig um EUR 126 Mio auf EUR 21.376 Mio. Der Zuwachs im langfristigen Vermögen ist primär auf getätigte Investitionen zurückzuführen. Der Rückgang des kurzfristigen Vermögens um EUR 550 Mio ist in erster Linie auf gesunkene Rohöl- und Produktenpreise zurückzuführen, die sich in niedrigeren Vorratsbewertungen und Lieferforderungen widerspiegeln.

Das langfristige Vermögen erhöhte sich um EUR 591 Mio auf EUR 15.351 Mio, wobei EUR 1.779 Mio des Anstiegs auf immaterielles Vermögen und Sachanlagen entfallen. Die hohen laufenden Zugänge zu Sachanlagen und immateriellem Vermögen (EUR 3.699 Mio) überstiegen die Summe aus planmäßigen Abschreibungen und Abgängen um EUR 2.719 Mio. Die Sachanlagenintensität (inkl. immaterieller Vermögenswerte) erhöhte sich von 44% auf 53%.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen fielen insgesamt um EUR 171 Mio, wobei den positiven Beteiligungsergebnissen – vor allem von Borealis und Petrol Ofisi – und den Zugängen (Borasco, zusätzliche Anteile an Petrol Ofisi) starke Rückgänge auf Grund von Währungsumrechnungsdifferenzen und Abgänge (Oberösterreichische Ferngas) gegenüberstehen. Das sonstige langfristige Vermögen, das im Wesentlichen Finanzbeteiligungen, Wertpapiere und langfristige Forderungen enthält, verminderte sich um EUR 1.017 Mio, wobei der Rückgang auf Grund des gesunken Aktienkurses von MOL hervorzuheben ist.

Die Reduktion der Vorräte um EUR 271 Mio ergab sich vorwiegend auf Grund der gesunkenen Bezugskosten. Dem Rückgang der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 409 Mio standen um EUR 432 Mio reduzierte kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber. Das sonstige kurzfristige Vermögen stieg um EUR 131 Mio.

Bei einem um EUR 976 Mio geringeren Eigenkapital (inkl. Minderheitenanteile) sank die Eigenkapitalquote von 49% zum 31. Dezember 2007 auf 44% zum Bilanzstichtag. Dem Jahresüberschuss und positiven Eigenkapitaleffekten aus der Bewertung von Hedges standen Reduktionen auf Grund von Wertpapierbewertungen, Währungsdifferenzen und Ausschüttungen gegenüber.

Während die Vorsorge für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nahezu unverändert blieb, stiegen die langfristigen Rekultivierungsverpflichtungen um EUR 123 Mio an, wobei Erhöhungen durch Parameteränderungen und durch Aufzinsungseffekte Reduktionen auf Grund von Fremdwährungseffekten gegenüberstanden.

Die Veränderung in der Finanzierungsstruktur ist durch das hohe Investitionsvolumen verursacht und zeigt eine Nettoerhöhung der Kreditverbindlichkeiten um EUR 717 Mio, wobei langfristigen Netto-Kreditaufnahmen im Ausmaß von EUR 1.624 Mio ein Abbau der kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten in Höhe von EUR 907 Mio gegenüberstand.

Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich um EUR 646 Mio, wovon EUR 335 Mio den kurzfristigen Teil betrafen.

Verschuldungsgrad (Gearing Ratio)

Die hohen Investitionen, die im Jahr 2008 vor allem in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte getätigt wurden, überstiegen die Innenfinanzierung und führten zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Banken.

Zum 31. Dezember 2008 standen kurz- und langfristigen Kreditverbindlichkeiten und Anleihen von EUR 4.148 Mio (2007: EUR 3.431 Mio) einem monetären Umlaufvermögen (liquide Mittel und kurzfristige Wertpapiere) von insgesamt EUR 700 Mio (2007: EUR 978 Mio) gegenüber. Die Nettoverschuldung (Net Debt) betrug damit EUR 3.448 Mio und stieg um EUR 995 Mio (2007: EUR 2.453 Mio). In Relation zum Eigenkapital,

das im Vergleich zum Vorjahr um 9% gesunken ist, ergab sich per Ende 2008 ein Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) von 37% (2007: 24%).

Cashflow

Die Konzern-Cashflow-Rechnung wird nach der indirekten Methode erstellt, wobei die Darstellung bereinigt um Konsolidierungskreisänderungen, Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige unbare Transaktionen erfolgt.

Mit EUR 3.214 Mio lag der Cashflow aus der Betriebstätigkeit um EUR 1.148 Mio bzw. 56% über jenem des Vorjahrs (2007: EUR 2.066 Mio). Aus der Überleitung vom Jahresüberschuss auf Zahlungsströme aus der Betriebstätigkeit (vor Änderungen im Working Capital) ergab sich für 2008 per Saldo eine Hinzurechnung von EUR 1.198 Mio (2007: EUR 828 Mio). Während Abschreibungen mit EUR 1.293 Mio erhöhend wirkten (2007: EUR 977 Mio) führten latente Steuererträge in Höhe von EUR 57 Mio zu einer Verringerung (2007: Erhöhung um EUR 23 Mio). Weiters erhöhend wirkten die Netto-Dotierung langfristiger Rückstellungen (darunter Sozialkapital und Vorsorge für Rekultivierungsverpflichtungen) in Höhe von EUR 99 Mio (2007: EUR 31 Mio) sowie die Verluste aus den Abgängen von Anlagevermögen in Höhe von EUR 7 Mio (2007: Verluste von EUR 17 Mio). Kürzend wirkten Zuschreibungen zum Anlagevermögen und sonstige unbare Positionen in Höhe von EUR 144 Mio (2007: EUR 220 Mio). Die sonstigen unbaren Positionen beinhalten auch die anteiligen Ergebnisse assoziierter Unternehmen, gekürzt um Dividendenflüsse, in Höhe von EUR 59 Mio (2007: EUR 208 Mio).

Im kurzfristigen Nettovermögen wurden 2008 Mittel in Höhe von EUR 487 Mio freigesetzt (2007: Mittelbindung von EUR 605 Mio). Der Abbau von Forderungen und Vorräten führte zu einer Mittelfreisetzung in Höhe von EUR 647 Mio (2007: Mittelbindung in Höhe von EUR 1.256 Mio). Durch den Abbau von Verbindlichkeiten wurden EUR 334 Mio gebunden (2007: Mittelfreisetzung durch Aufbau von Verbindlichkeiten von EUR 553 Mio). Durch den Aufbau von kurzfristigen Rückstellungen wurden EUR 175 Mio freigesetzt (2007: EUR 98 Mio).

Operativer Cashflow stark

Mittelfreisetzung im kurzfristigen Nettovermögen

Stabiler Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Den Investitionsauszahlungen von EUR 3.619 Mio (2007: EUR 3.737 Mio) standen Rückflüsse aus Verkäufen von Anlagevermögen von EUR 267 Mio (2007: EUR 126 Mio) gegenüber. Aus dem Erwerb einbezogener Unternehmen abzüglich übernommener liquider Mittel resultierten Mittelabflüsse in Höhe von EUR 356 Mio, wobei Kaufpreiszahlungen für Akquisitionen bzw. Anteilserhöhungen von EUR 358 Mio Mittelzuflüsse durch die Vollkonsolidierung von zuvor at-equity bilanzierten Unternehmen gegenüberstanden (2007: Mittelabflüsse in Höhe von EUR 4 Mio). Die Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen abzüglich abgegangener liquider Mittel betrugen EUR 25 Mio (2007: EUR 16 Mio). Der gesamte Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug EUR 3.404 Mio (2007: EUR 3.573 Mio).

In 2008 wurden eigene Aktien erworben, was zu einem Abfluss liquider Mittel in Höhe von EUR 0,5 Mio (2007: EUR 65 Mio) führte. Durch die Nettoerhöhung kurzfristiger und langfristiger Finanzierungen flossen dem Konzern EUR 755 Mio (2007: EUR 1.212 Mio) zu. Der Mittelabfluss aus Dividendenzahlungen betrug EUR 547 Mio (2007: EUR 487 Mio), wovon EUR 373 Mio (2007: EUR 312 Mio) an Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft flossen und EUR 174 Mio an Minderheitsaktionäre einbezogener Unternehmen (2007: EUR 175 Mio). Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug EUR 209 Mio (2007: Mittelzufluss von EUR 660 Mio).

Verbesserung des Risikobewusstseins und gezielte Risikostreuung

Risikomanagement

OMV ist ein integrierter, international tätiger Energiekonzern. Die Aktivitäten erstrecken sich von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen, über die Verarbeitung, bis hin zu Handel und Vermarktung von Mineralölprodukten sowie Erdgas. Wie die gesamte Öl- und Gasindustrie ist auch OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, insbesondere Marktrisiken aber auch operativen, strategischen, regulativen, politischen und Katastrophenrisiken. OMV vertritt die Ansicht, dass durch die substanzielle Diversifikation und die damit verbundenen teilweise gegenläufigen Risiken das Gesamtrisiko signifikant reduziert wird. Insbesondere werden Risiken im Bereich R&M auf Grund der Natur des Geschäfts durch diametrale Entwicklungen im Bereich der Öl- und Gasförderung abgesichert. Die ausgleichende Wirkung von gegenläufigen Branchenrisiken durch das hohe Ausmaß an Integration erfolgt jedoch häufig zeitlich verzögert oder abgeschwächt. Daher konzentrieren sich die OMV Risikomanagement-Aktivitäten auf die konzernweite Nettoposition der Risiken des aktuellen und zukünftigen Portfolios. Das Risikomanagement wird zentral durch das Konzern-Treasury koordiniert.

Das generelle Ziel der Risikopolitik ist es, den für Wachstum benötigten Cashflow des Konzerns abzusichern und ein starkes Investment Grade Rating zu behalten. Auch die Auswirkungen verschiedener Risiken von neuen Strategien auf das Rating werden verfolgt. Risikostrategien werden zweimal pro Jahr im Executive Risk Committee überprüft.

Das Hauptziel des unternehmensweiten Risikomanagements (UWRM) ist die Verbesserung des Risikobewusstseins und der Risikosteuerung. Durch richtige Einschätzung des Risikos soll die Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten systematisch unterstützt werden, um somit den Wert von OMV nachhaltig zu erhöhen. Durch das UWRM-System wurden seit 2003 in allen Bereichen der Organisation, einschließlich der Tochtergesellschaften in rund 20 verschiedenen Ländern, das Risikobewusstsein und die Kenntnisse über das Risikomanagement (Konzernrichtlinie) deutlich verbessert.

Durch Verwendung eines elektronischen Risk-Monitor-Systems werden alle wesentlichen Risiken identifiziert, bewertet, mit Prioritäten versehen und überwacht, sowie die mögliche Auswirkung von Schlüsselrisiken beurteilt. Zusätzlich erfolgt eine Dokumentation aktueller Entwicklungen und getroffener Maßnahmen. Das Gesamtrisiko wird mit Hilfe eines Simulationsmodells berechnet und dem Eigenkapitalbedarf gemäß Ratingklasse gegenübergestellt. Die Ergebnisse des UWRM-Prozesses werden zusammen mit einem Risikobericht von wesentlichen nicht voll konsolidierten Beteiligungen zweimal jährlich dem Vorstand präsentiert. In Anwendung des

Österreichischen Corporate Governance Kodex wird die Funktionsfähigkeit des UWRM-Systems jährlich durch den Wirtschaftsprüfer evaluiert. Folgende nicht-finanzielle und finanzielle Schlüsselrisiken wurden in Bezug auf die Erreichung des Mittelfrist-Plans ermittelt: Marktpreisrisiken, rechtliche Risiken und Compliance-Risiken, Liquiditätsrisiko, Geschäftsprozessrisiken, Währungsrisiken (vor allem hinsichtlich USD, RON, TRY und HUF), Personalrisiken, sowie Risiken in Bezug auf Katastrophen.

Obwohl OMV über langjährige Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Mittel- und Osteuropa sowie der Kernregionen der Öl- und Erdgasproduktion verfügt, werden die politischen Entwicklungen in allen Märkten, in denen OMV tätig ist, kontinuierlich analysiert. Außerdem werden spezifische Länderrisiken vor dem Eintritt in neue Länder überprüft. Betreffend Umweltrisiken existiert ein konzernweites Berichtssystem, das bestehende und potenzielle Verpflichtungen bewertet. Die Risiken im Zusammenhang mit dem EU-Emissionshandel werden separat erfasst, konzernweit zusammengeführt und von einem Komitee (Carbon Steering Committee) laufend überprüft. Diese Risiken werden in den Geschäftsbereichen evaluiert und das konzernweite Portfolio vom Konzern-Carbon-Management analysiert und bewertet. Im Bereich Human Resources wird durch gezielte Nachfolge- und Entwicklungsplanung für die Verfügbarkeit von geeigneten Führungskräften für weitere Wachstumsschritte zeitgerecht vorgesorgt, um damit Personalrisiken zu begegnen.

Die Steuerung und Kontrolle erkannter und bewerteter Risiken erfolgt unter Anwendung definierter Risikopolitiken auf allen Ebenen mit zugeordneten Verantwortlichkeiten. Das Management der meisten Risiken findet dezentral in den Geschäftsbereichen statt. Das Management einiger Schlüsselrisiken hingegen ist durch spezielle Konzernrichtlinien geregelt, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Recht und Compliance, Human Resources, Corporate Social Responsibility mit Fokus auf Menschenrechte und Marktpreisrisiken.

Die Analyse und das Management finanzieller Risiken, welche aus Fremdwährungen, Zinssätzen, Güterpreisen, Kontrahenten, Pensionen, CO2 -Emissionen, Liquidität und versicherbaren Risiken resultieren, erfolgt zentral im Konzern-Treasury auf konsolidierter Basis.

Konzern-Treasury beobachtet das zentrale Marktpreis-Risiko und analysiert mögliche Cashflow Auswirkungen mittels eines spezifischen Risiko-Modells, das Portfolio-Effekte berücksichtigt. Die Resultate der Risikoanalyse werden im Operating Committee, das sich aus dem Management der Geschäftsbereiche sowie der Gruppenfunktionen zusammensetzt, besprochen. Dem Vorstand werden entsprechende Vorschläge betreffend Hedging-Strategien zur Genehmigung unterbreitet.

Die größten Fremdwährungsrisiken werden durch Schwankungen des USD gegenüber EUR und RON verursacht. Der Konzern ist hauptsächlich auf Grund der Verkäufe aus der Öl- und Gasproduktion in einer Netto-USD-long-Position. Die Auswirkungen auf den Cashflow und/oder die Bilanz (Translationsrisiko) werden ebenso wie die Relation zum Ölpreis regelmäßig analysiert. Auch im Zusammenhang mit Beteiligungen in der Türkei und in Ungarn ist OMV Währungsumrechnungsrisiken ausgesetzt.

Um den Cashflow des Konzerns gegen einen nachteiligen Einfluss von sinkenden Ölpreisen zu schützen, wurden derivative Instrumente eingesetzt, welche die Erlöse aus 65.000 bbl/d für 2009 absichern. Als Absicherungsinstrument wurden Put-Spreads eingesetzt, die eine Preisuntergrenze von USD 80/bbl absichern, solange der Ölpreis in 2009 über USD 65/bbl liegt. Bei einem Ölpreis unter USD 65/bbl beträgt das Absicherungsergebnis USD 15/bbl über dem Marktpreis. Diese Put-Spreads wurden mit Call-Optionen so finanziert, dass initiale Zahlungen vermieden wurden (Null-Kosten-Struktur), wobei dadurch der Konzern nicht von Ölpreisen über USD 110/ bbl in 2009 für das betreffende Volumen profitieren würde. Zusätzlich hat OMV Absicherungen bezüglich des USD in einem Ausmaß von USD 1 Mrd für 2009 abgeschlossen um den Cashflow abzusichern und die Auswirkungen von SchwanAnalyse und Management der Risiken durch Treasury

Einsatz von Hedging-Instrumenten für 2009 kungen des EUR-USD-Wechselkurses zu reduzieren. Für das betreffende Volumen ist OMV dadurch nur Währungsschwankungen zwischen EUR-USD 1,32 bis 1,15 ausgesetzt.

Zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Konzerns wurden im Rahmen definierter Regelungen USD- und EUR-Kredite von fixen auf variable Zinsen umgestellt. Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten des Konzerns wird weiterhin auf der Basis von Länder- und Bankenlimits bestimmt: Die Risiken betreffend Banken und Finanzinstitutionen sowie die großen Handelspartner werden vom Konzern-Treasury zentral gesteuert, alle übrigen Kontrahentenrisiken werden auf Geschäftsbereichsebene gesteuert.

Erhöhung des HSE-Bewusstseins in Rumänien Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSE)

Auch 2008 lag ein wesentlicher Schwerpunkt der HSE-Aktivitäten darauf, das Bewusstsein zu Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltthemen insbesondere bei Mitarbeitern von Petrom zu erhöhen. Über 250.000 Trainingsstunden wurden absolviert (2007: 330.000), davon mehr als zwei Drittel in Rumänien.

Trotz enormer Anstrengung zur Stärkung der HSE-Kultur und des Sicherheitsbewusstseins kam es 2008 (im Vergleich zu 2007) zu einem signifikanten Anstieg schwerer Unfälle im Konzern. Die Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall (LTIR, Lost Time Incident Rate) stieg auf 0,91 (2007: 0,65) pro Million Arbeitsstunden für eigene Mitarbeiter, während sie für Mitarbeiter von Kontraktoren auf 0,92 (2007: 1,24) gesenkt werden konnte. Die Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen (TRIR, Total Recordable Incident Rate) lag 2008 für eigene Mitarbeiter bei 2,17 (2007: 1,56) pro Million Arbeitsstunden, für Mitarbeiter von Kontraktoren bei 1,73 (2007: 2,05). Sieben (2007: drei) Mitarbeiter von Petrom und neun (2007: acht) Mitarbeiter von Kontraktoren – davon fünf (2007: fünf) in Petrom – starben bei Arbeitsunfällen, davon zwölf (2007: drei) bei Verkehrsunfällen. Die Rate von tödlichen Arbeitsunfällen lag bei 9,39 (2007: 4,54) pro 100 Millionen Arbeitsstunden für eigene Mitarbeiter und 9,64 (2007: 9,22) für Mitarbeiter von Kontraktoren. Schwere Verkehrsunfälle, insbesondere in Rumänien und in einigen außereuropäischen

Ländern, stellen für OMV und Petrom Mitarbeiter ein hohes Risiko dar. Daher wird in Zukunft im Sicherheitsmanagement ein Schwerpunkt auf Verkehrssicherheitsprogramme gelegt werden.

Im Konzern gab es zwölf bedeutende Austritte von Kohlenwasserstoffen (>1.000 Liter) sowie 1.689 kleinere Austritte (2007: 14 bzw. 870). 2008 wurde die OMV Klimaschutzstrategie formuliert, die Reduktionen der Treibhausgasemissionen sowie eine Dekarbonisierung des Produktportfolios zum Ziel hat. In Petrom lag weiterhin ein Schwerpunkt auf der Erreichung von nationaler und EU-Rechtskonformität im Bereich HSE.

Im Oktober ereigneten sich größere Brände in den Raffinerien Schwechat und Arpechim, wobei weder Verletzte zu beklagen waren, noch eine Gefährdung für die Nachbarschaft oder die Umwelt bestanden hat.

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

Gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB) sind die folgenden Informationen anzugeben:

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 300.000.000 und ist in 300.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Zwischen den Kernaktionären International Petroleum Investment Company (IPIC) und Österreichische Industrieholding Aktiengesellschaft (ÖIAG) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.
    1. ÖIAG hält 31,5% und IPIC hält 19,2% des Grundkapitals.
    1. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht.
    1. Arbeitnehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
    1. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Vorstandsmitglieder dürfen nur bestellt werden, wenn ihre letzte Vorstandsperiode spätestens mit jenem Jahr endet, in dem sie das 65. Lebensjahr vollenden. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Aufsichtsratsmitglieder dürfen bei ihrer Wahl das 65. Lebensjahr nicht überschritten haben. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 AktienG (Aktiengesetz) und Satzungsänderungen (ausgenommen Unternehmensgegenstand) genügt die einfache Stimmen- und Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
    1. a) Der Vorstand ist durch Beschluss der or dentlichen Hauptversammlung vom 24. Mai 2007 ermächtigt, mit Zustimmung des Auf sichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23. Mai 2012, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 36,35 Mio, durch Ausgabe von bis zu 36.350.000 Stück neuen auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Aus schluss des Bezugsrechts im Falle von Sach einlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einver nehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital).
  • b) Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Ziff. 1 AktienG um bis zu EUR 36,35 Mio durch Ausgabe von bis zu 36.350.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durch geführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbe schlusses vom 24. Mai 2007 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Akti en der Gesellschaft Gebrauch machen.
  • c) Die Summe der Anzahl der nach den Be dingungen der Wandelschuldverschrei bungen aktuell oder potenziell auszugeben-

den Bezugsaktien und die Anzahl der aus dem genehmigten Kapital auszugeben den Aktien darf 36.350.000 Stück nicht überschreiten (betragsmäßige Determinie rung der Ermächtigungen nach lit. a und b), wobei das Wandlungsrecht der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen jeden falls gewahrt sein muss.

  • d) Die Hauptversammlung vom 14. Mai 2008 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im gesetzlich jeweils höchstzu lässigen Ausmaß (derzeit 10% des Grund kapitals) während einer Geltungsdauer von 18 Monaten ab dem Tag dieser Beschluss fassung. Die eigenen Aktien können zur Bedienung der Aktienoptionspläne verwen det oder jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Anbot veräußert werden.
    1. Laut Gesellschaftervereinbarung zwischen OMV und Dogan Sirketler Grubu Holding A.S. (Dogan) betreffend Petrol Ofisi A.S. ist im Falle eines Kontrollwechsels entweder bei OMV oder bei Dogan zu bestimmten strategischen Erwerbern (d.h., wenn der Erwerber OMV oder Dogan nach IFRS in seinen Vollkonsolidierungskreis einzubeziehen hat oder gleichberechtigt die gemeinsame Kontrolle mit einem Dritten ausüben kann), die jeweils andere Partei bis zum 16. Mai 2016 berechtigt, Anteile an Petrol Ofisi im Ausmaß von 34% zu einem Preis auf Basis einer vereinbarten Preisformel zu übernehmen und damit die Gesellschaftervereinbarung zu beenden.
    1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.
  • 10.Die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind: Mindeststandards für interne Kontrollsysteme werden in einer internen Konzernrichtlinie festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Standards

durch regelmäßige Prüfungen einzelner Konzerngesellschaften und berichtet dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen. Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen durch das Konzern-IFRS-Accounting-Manual wird ebenfalls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagement-System. Der Rechnungslegungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Die identifizierten Teilprozesse werden basierend auf einem rollierenden Zeitplan hinsichtlich ihrer Effektivität geprüft und an Best-Practice ausgerichtet (z.B. Derivate, Forderungsmanagement). Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil des regelmäßigen Prüfprogramms des Wirtschaftsprüfers. Die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

Hoch volatiles Umfeld erwartet

Ausblick 2009

Wir erwarten für 2009, dass die wichtigsten Marktparameter (Ölpreis, Raffineriemargen und EUR-USD-Kurs) weiterhin eine sehr hohe Volatilität aufweisen. Trotz des starken Rohöl-Preisrückgangs – von einem Rekordhoch von USD 144/bbl für Brent im Juli 2008 auf rund USD 40/bbl Anfang 2009 – erwarten wir in H1/09 einen auf dem Niveau des Jahresanfangs stabilisierenden Rohölpreis. In H2/09 erwarten wir einen leicht steigenden Rohölpreis. Der absolute Preisunterschied zwischen den Urals- und Brent-Notierungen sollte sich im Vergleich zu den Durchschnittswerten des Vorjahrs verringern.

Wir erwarten, bei hoher Volatilität, einen durchschnittlich schwächeren EUR versus USD im Vergleich zu den Durchschnittswerten des Vorjahrs. Basierend auf der aktuellen Schwäche einiger CEE Währungen erwarten wir, bei hoher Volatilität, eine Abwertung des durchschnittlichen RON gegenüber dem USD und dem EUR im Vergleich zu 2008.

Die aktuelle wirtschaftliche Abkühlung wird voraussichtlich zu niedrigeren Wachstumsraten in den für die OMV relevanten Märkten führen. Wir erwarten schwächere Raffineriemargen als 2008 sowie eine rückläufige Nachfrage und geringere Margen im Petrochemie-Geschäft. Weiters erwarten wir leicht reduzierte Verkaufsmengen und einen Rückgang der Margen im Marketing-Geschäft.

OMV als integrierter Energiekonzern besitzt, durch den niedrigen Verschuldungsgrad, genügend Finanzkraft, um auch wirtschaftlich schwierige Perioden zu überbrücken. Mit starken operativen Cashflows und einer soliden Finanzierungsstruktur ist OMV für die Herausforderungen und Chancen, die sich durch die gegenwärtige Wirtschaftslage ergeben, gut gerüstet. Die geplanten Investitionen des Konzerns werden analysiert und gereiht, um sie auf ein Niveau zu kürzen, welches das aktuelle herausfordernde Umfeld widerspiegelt.

Um negative Auswirkungen fallender Ölpreise auf den Cashflow des Konzerns zu begrenzen, verwendet OMV derivative Instrumente zur Ergebnisabsicherung im Geschäftsbereich E&P (nähere Angaben dazu finden Sie im Teil "Risikomanagement"). Diese 2008 erworbenen derivativen Instrumente werden großteils als hedge-accounting-fähig klassifiziert, daher kann ein Gutteil ihrer Hedging-Effekte 2009 ergebniswirksam dargestellt werden.

In E&P wird für 2009 dank neuer Felder eine Produktionssteigerung erwartet. Die neu erschlossenen Ölfelder Maari/Neuseeland und Komsomolskoe/Kasachstan sollen in H1/09 in Produktion gehen. Die österreichischen Gasfelder Strasshof und Ebenthal, welche in Q3/08 zu produzieren begannen, bzw. die Bohrungen im Gasfeld Mamu und die Entwicklung des Ölfelds Delta in Rumänien werden auch positiv zur Produktion beitragen. Andererseits werden sich die OPEC-Quoten, im Vergleich zu 2008, negativ auf die zu erwartenden Mengen aus Libyen auswirken. Der weiteren Eingliederung und Restrukturierung der rumänischen Ölservice-Aktivitäten von Petromservice, welche im Februar 2008 übernommen wurden, wird ein großer Stellenwert eingeräumt. Die erfolgreich abgeschlossene Modernisierung der Bohrsonden, die Effizienzsteigerung der Produktionsprozesse und Anpassungen in der Organisationsstruktur sollten 2009 einen positiven Einfluss auf die Produktionskosten von Petrom haben. Durch eine strenge Kostenkontrolle und Projektpriorisierung innerhalb von E&P soll dem volatilen ökonomischen Umfeld Rechnung getragen werden.

Im Geschäftsbereich R&M ist in Q1/09 in Schwechat die Inbetriebnahme des thermischen Crackers geplant, wodurch die Verarbeitung schwererer Rohöle ermöglicht und die Produktenausbeute verbessert wird. 2009 sind keine größeren Stillstände geplant. In 2009 wird der Bau der Ethylen Pipeline Süd (EPS) fortgesetzt deren Inbetriebnahme für 2010 geplant ist. Die EPS wird den Petrochemiestandort Bayern stärken. In Petrom wird die Restrukturierung der Raffinerien wie kommuniziert fortgesetzt werden. Die Investitionen im Marketing werden sich auf Optimierung und Effizienzsteigerung konzentrieren.

Im Geschäftsbereich G&P wird ein Schwerpunkt auf der Entwicklung der Salesaktivitäten durch

die Erhöhung der Marktpenetration und steigender Handelsaktivitäten an europäischen Gas Hubs liegen. In Rumänien wird auch 2009 auf Grund niedrigerer Nachfrage der Düngemittelbranche ein leicht rückläufiger Gasverbrauch erwartet. Um die Position des Gas-Geschäfts von OMV am europäischen Markt weiter zu stärken, wird die Diversifikation der langfristigen Liefermengen (via Pipeline oder LNG) angestrebt. Für das Nabucco Gas Pipeline Projekt ist für 2009 ein Open Season Prozess geplant, der zum Abschluss von ersten verbindlichen Transportverträgen führen soll. Wesentliche Meilensteine für das Gate LNG Terminal in Rotterdam sind die Errichtung der LNG Tanks und des Fundaments für die Anlandeeinrichtung. Für das Adria LNG Projekt in Kroatien ist die Vergabe der Risikoanalyse, der Umweltverträglichkeitsprüfung und der technischen Konzeption und Detailplanung vorgesehen. Der Ausbau der WAG Pipeline wird fortgesetzt und wird ab 2011 die Transportkapazität erhöhen. Der Bau des Gaskraftwerks Brazi in Rumänien verläuft plangemäß.

Fortführung der Entwicklung des Gas Hub und der Diversifikation der Liefermengen

Wien, 25. März 2009

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Gerhard Roiss

Werner Auli David C. Davies Helmut Langanger

TRANSPARENZ

"Was ist für Sie das Beste, das man über Reporting sagen kann?"

Michael Buhl, Vorstand Wiener Börse

"Dass es transparent ist."

Angelika Altendorfer-Zwerenz, Investor Relations, OMV

Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers zum Konzernabschluss)

nahme der Anhangangabe 34 "Ergänzende Informationen zur Öl- und Gasproduktion (ungeprüft)". Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom
1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum
31. Dezember 2008, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und die
Konzern-Cashflow-Rechnung für das am 31. Dezember 2008 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung
der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben mit Aus
Verantwortung der
gesetzlichen
Vertreter für den
Konzernabschluss
der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der
ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den
International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verant
wortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses
für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen
Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung
geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung
Verantwortung des
Abschlussprüfers
sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundla
ge unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschrif
ten und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of
Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze
erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit
hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehl
darstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prü
fungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prü
fungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Ein
schätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder un
beabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das inter
ne Kontrollsystem soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst
getreuen Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichti
gung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil
über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beur
teilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzli
chen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Kon
zernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben,
Prüfungsurteil Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein mög
lichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage
und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 in Über
einstimmung mit den International Financial Reporting Standards wie sie in der EU anzuwenden sind.
Bericht zum
Konzernlagebericht
in Einklang mit dem Konzernabschluss. Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er
mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine
falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung
Wien, am 25. März 2009
Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH

Walter Müller e.h. Wirtschaftsprüfer

Bernhard Vanas e.h. Wirtschaftsprüfer

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2008

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung EUR 1.000
Anhangangabe 2008 2007
Umsatzerlöse 25.542.598 20.042.036
Direkte Vertriebskosten –238.404 –216.168
Umsatzkosten –20.704.398 –15.953.347
Bruttoergebnis vom Umsatz 4.599.795 3.872.521
Sonstige betriebliche Erträge
6
278.366 211.928
Vertriebsaufwendungen –881.616 –900.197
Verwaltungsaufwendungen –279.174 –323.791
Explorationsaufwendungen –333.970 –221.197
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen –13.644 –15.457
Sonstige betriebliche Aufwendungen
7
–1.030.095 –439.318
Betriebserfolg (EBIT) 2.339.662 2.184.489
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
8
117.886 297.999
Dividendenerträge 91.582 53.230
Zinsergebnis
8
–213.491 –127.427
Sonstiges Finanzergebnis
8
–26.559 3.844
Finanzerfolg –30.582 227.647
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.309.080 2.412.136
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
9
–780.130 –569.340
Jahresüberschuss 1.528.950 1.842.796
davon eigenen Gesellschaftern zustehender Gewinn 1.374.437 1.578.836
davon anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn 154.513 263.959
Unverwässerter Gewinn je Aktie in EUR
10
4,60 5,29
Verwässerter Gewinn je Aktie in EUR
10
4,60 5,28
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl 298.753.838 298.651.826
Bereinigte gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl 298.908.833 299.193.681
Vorgeschlagene Dividende 299.779 374.506
Vorgeschlagene Dividende je Aktie in EUR 1,00 1,25

zum 31. Dezember 2008 Konzernbilanz

Vermögen EUR 1.000
Anhangangabe 2008 2007
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 1)
11
807.460 521.322
Sachanlagen 1)
12
10.421.486 8.928.646
Anteile an assoziierten Unternehmen
13
1.955.100 2.125.635
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
16
2.124.661 3.167.745
Sonstige Vermögenswerte
17
42.587 16.501
15.351.294 14.759.848
Latente Steuern
22
140.298 55.534
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte
14
2.172.927 2.444.171
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
15
1.999.791 2.409.204
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
16
697.962 594.043
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 76.909 61.833
Sonstige Vermögenswerte
17
176.360 193.981
Kassenbestand und Bankguthaben 700.086 699.564
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen
18
60.356 31.336
5.884.390 6.434.131
Summe Aktiva 21.375.983 21.249.512

1) Vorjahrswerte wurden auf Grund von Umgliederungen angepasst; siehe entsprechende Anhangangaben für detaillierte Informationen.

Eigenkapital und Verbindlichkeiten EUR 1.000
Anhangangabe 2008 2007
Eigenkapital
19
Grundkapital 300.000 300.000
Rücklagen 7.099.076 7.838.687
Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens 7.399.076 8.138.687
Anteile anderer Gesellschafter 1.964.168 2.200.833
9.363.243 10.339.520
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
20
931.775 923.060
Anleihen
21
488.116 466.990
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
21
2.038.205 448.806
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen
20
1.678.790 1.555.952
Sonstige Rückstellungen
20
283.072 276.218
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
21
399.324 93.063
Sonstige Verbindlichkeiten
21
13.927 16.418
5.833.209 3.780.507
Latente Steuern
22
363.173 307.820
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1)
21
2.141.067 2.573.046
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
21
1.606.509 2.514.827
Rückstellung für laufende Ertragsteuern
20
85.415 85.370
Sonstige Rückstellungen 1)
20
552.348 391.704
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1)
21
415.411 317.560
Sonstige Verbindlichkeiten 1)
21
1.007.457 911.594
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten
18
8.149 27.564
5.816.358 6.821.666
Summe Passiva 21.375.983 21.249.512

1) Vorjahrswerte wurden auf Grund von Umgliederungen angepasst; siehe entsprechende Anhangangaben für detaillierte Informationen.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in 2008 1) EUR 1.000

Grund Kapital Gewinn Sonstige Eigene Gesell Minder Gesamt
kapital rücklage rücklage Rück Anteile schafter heiten kapital
lagen OMV anteile
1.1.2008 300.000 782.385 6.318.288 751.943 –13.929 8.138.687 2.200.833 10.339.520
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–)
aus der Bewertung von Wertpapieren
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–)
der Periode vor Ertragsteuern –1.320.054 –1.320.054 –1.307 –1.321.361
Ertragsteuern –194 –194 209 15
Realisierte, im Jahresüberschuss
ausgewiesene Gewinne (–)/
Verluste (+) vor Ertragsteuern
Ertragsteuern



19.649
–4.911

19.649
–4.911

19.649
–4.911
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–)
aus der Bewertung von Hedges
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–)
der Periode vor Ertragsteuern 81.277 81.277 32.705 113.982
Ertragsteuern –13.068 –13.068 –1.290 –14.358
Realisierte, im Jahresüberschuss
ausgewiesene Gewinne (–)/
Verluste (+) vor Ertragsteuern 9.173 9.173 –11.028 –1.855
Ertragsteuern –2.696 –2.696 2.653 –43
Umbuchung auf
Anschaffungskosten –1.029 –1.029 –721 –1.750
Ertragsteuern 258 258 180 438
Währungsdifferenzen aus der
Umrechnung ausländischer
Geschäftsbetriebe und Sonstiges
–519.103 –519.103 –198.303 –717.405
Realisierte, im Jahresüberschuss
ausgewiesene Gewinne (–)/
Verluste (+) –8.149 –8.149 –7.830 –15.979
Erfolgsneutrale
Eigenkapitaländerungen von at-equity
konsolidierten Unternehmen 26.576 26.576 26.576
Direkt im Eigenkapital
berücksichtigte Gewinne (+)/
Verluste (–) nach Ertragsteuern –1.732.271 –1.732.271 –184.731 –1.917.002
Jahresüberschuss — 1.374.436 1.374.436 154.513 1.528.949
Gesamtergebnis der Periode — 1.374.436 –1.732.271 –357.835 –30.218 –388.053
Dividendenausschüttung –373.453 –373.453 –173.635 –547.088
Rückkauf eigener Anteile –446 –446 –446
Verkauf eigener Anteile 930 378 1.308 1.308
Effekt aus stufenweisem
Geschäftszusammenschluss 1.330 1.330 4.746 6.076
Erhöhung (+)/Verminderung (–)
Minderheitenanteile –10.516 –10.516 –37.558 –48.074
31.12.2008 300.000 783.315 7.310.086 –980.328 –13.997 7.399.076 1.964.168 9.363.243

1) Vgl. Anhangangabe 19.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in 2007 1) EUR 1.000

Grund Kapital Gewinn Sonstige Eigene Gesell Minder Gesamt
kapital rücklage rücklage Rück Anteile schafter heiten kapital
lagen OMV anteile
1.1.2007 300.003 795.298 5.042.902 854.989 –14.141 6.979.051 2.197.209 9.176.260
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–)
aus der Bewertung von Wertpapieren
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–)
der Periode vor Ertragsteuern –13.995 –13.995 –4.541 –18.536
Ertragsteuern 2.577 2.577 727 3.304
Realisierte, im Jahresüberschuss
ausgewiesene Gewinne (–)/
Verluste (+) vor Ertragsteuern 1.587 1.587 1.680 3.267
Ertragsteuern –241 –241 –270 –510
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–)
aus der Bewertung von Hedges
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–)
der Periode vor Ertragsteuern 17.927 17.927 18.322 36.249
Ertragsteuern –6.610 –6.610 –4.677 –11.287
Realisierte, im Jahresüberschuss
ausgewiesene Gewinne (–)/
Verluste (+) vor Ertragsteuern 2.670 2.670 8.351 11.021
Ertragsteuern 491 491 –1.489 –998
Umbuchung auf
Anschaffungskosten –9.204 –9.204 6.131 –3.073
Ertragsteuern 4.901 4.901 –981 3.920
Währungsdifferenzen aus der
Umrechnung ausländischer
Geschäftsbetriebe und Sonstiges –103.523 –103.523 –123.552 –227.075
Erfolgsneutrale Eigenkapitaländerung
von at-equity konsolidierten
Unternehmen 374 374 374
Direkt im Eigenkapital
berücksichtigte Gewinne (+)/
Verluste (–) nach Ertragsteuern –103.046 –103.046 –100.299 –203.345
Jahresüberschuss 1.578.836 1.578.836 263.959 1.842.796
Gesamtergebnis der Periode 1.578.836 –103.046 1.475.790 163.660 1.639.450
Dividendenausschüttung –311.940 –311.940 –175.265 –487.205
Rückkauf eigener Anteile –64.861 –64.861 –64.861
Rückkauf Wandelschuld
verschreibungen –255 –255 –255
Verkauf eigener Anteile 711 247 958 958
Wandlungen von
Wandelschuldverschreibungen –13.366 64.727 51.361 51.361
Tilgung von
Wandelschuldverschreibungen –6 –6 –6
Kapitalherabsetzung –3 3 –99 99
Effekte aus stufenweisem
Geschäftszusammenschluss 8.231 8.231 15.587 23.818
Erhöhung (+)/Verminderung (–)
Minderheitenanteile 358 358 –358
31.12.2007 300.000 782.385 6.318.288 751.943 –13.929 8.138.687 2.200.833 10.339.520

1) Vgl. Anhangangabe 19.

Konzern-Cashflow-Rechnung

Konzern-Cashflow-Rechnung 1) EUR 1.000
2008 2007
Jahresüberschuss 1.528.950 1.842.796
Abschreibungen 1.293.077 977.456
Zuschreibungen zum Anlagevermögen –6.132 –5.689
Latente Steuern –56.685 22.967
Gewinne (–)/Verluste (+) aus Abgängen von Anlagevermögen 6.559 17.433
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Sozialkapital 42.814 –58.295
Erhöhung (+)/Verminderung (–) langfristige Rückstellungen 55.739 89.098
Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) –137.536 –214.791
2.726.786 2.670.975
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Vorräte 167.375 –500.174
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Forderungen 479.207 –755.668
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Verbindlichkeiten –334.186 553.007
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Rückstellungen 175.056 98.111
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.214.238 2.066.251
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –3.229.983 –2.317.824
Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte –389.252 –1.419.337
Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftsbetrieben abzüglich liquider Mittel –355.862 –3.977
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Finanzinvestitionen 279.096 26.227
Veräußerungen
Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen 266.573 125.732
Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen abzüglich liquider Mittel 25.032 15.762
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –3.404.396 –3.573.416
Zugänge langfristige Finanzierungen 1.708.097 23.189
Rückzahlung langfristige Finanzierungen –47.886 –232.053
Rückkauf Wandelschuldverschreibungen –1.119
Rückkauf eigener Aktien –446 –64.861
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Finanzierungen –905.004 1.421.340
Dividendenzahlungen –547.088 –487.205
Kapitalzuführung inklusive Verkauf eigener Anteile 1.308 958
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 208.981 660.249
Währungsdifferenz auf liquide Mittel –18.301 –17.779
Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel 522 –864.695
Liquide Mittel Jahresbeginn 699.564 1.564.259
Liquide Mittel Jahresende 700.086 699.564

1) Vgl. Anhangangabe 23.

Konzernanhang: Grundlagen und Methoden

Die OMV Aktiengesellschaft (im österreichischen Firmenbuch eingetragen mit dem Sitz Otto-Wagner-Platz 5, 1090 Wien, Österreich) ist ein internationaler Energiekonzern, der Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Exploration und Produktion (E&P), Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) und Gas und Power (G&P) unterhält.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRSs) erstellt und entspricht damit den IFRSs, wie sie in der EU anzuwenden sind. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember.

Für die Aufsuchung, Aufschließung und Ausförderung von Öl- und Gaslagerstätten werden die Regeln des US GAAP-Branchenstandards SFAS 19 angewandt. Die Anwendung von SFAS 19 erfolgt in Übereinstimmung mit den Vorgaben des IFRS 6 (hinsichtlich der Explorations- und Evaluierungstätigkeit) sowie anderer IFRSs/IASs hinsichtlich der Entwicklungs- und Produktionstätigkeiten.

Die ergänzenden Informationen zu Exploration und Produktion der Anhangangabe 34 sind ungeprüft und nicht Bestandteil des Konzernanhangs. Diese Zusatzinformation wurde gemäß SFAS 69 "Ergänzende Informationen zur Öl- und Gasproduktion" erstellt.

Der Konzernabschluss 2008 wurde in Tausend Euro (TEUR, EUR 1.000) erstellt. Durch die Angabe in TEUR können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Der Vorstand ist der Auffassung, dass Abweichungen von den Schätzgrößen keinen wesentlichen Einfluss auf die Konzernabschlüsse der näheren Zukunft haben und dass sich kurzfristig keine negativen Auswirkungen aus einer Risikokonzentration ergeben werden. Insbesondere in Bezug auf Reservenmengen, Rekultivierungsrückstellungen, Zinsen und Ölpreisentwicklung besteht die Notwendigkeit, Einschätzungen und Annahmen zu treffen. Planungsannahmen hinsichtlich der Ölpreisentwicklung spiegeln die Einschätzung des Vorstands wider und wurden an Hand von externen Expertenmeinungen überprüft. Reservenschätzungen werden durch firmeninterne Ingenieure vorgenommen. Zusätzlich werden in einem Zweijahresrhythmus externe Schätzungen durchgeführt. Zum 31. Dezember 2008 werden im Anlagevermögen Öl- und Gasvermögen von TEUR 5.099.197 (2007: TEUR 3.930.560) ausgewiesen. Die Schätzung der zukünftigen Rekultivierungskosten basiert ebenfalls auf von internen Technikern erstellten Gutachten sowie Erfahrungswerten der Vergangenheit. Die daraus errechnete Rekultivierungsrückstellung belief sich auf TEUR 1.679.232 (2007: TEUR 1.561.174). Für die Ermittlung der Rekultivierungsrückstellungen und Wertminderungen wurden Einschätzungen von Zinsen getroffen, welche einen wesentlichen Einfluss auf die jeweiligen Positionen haben.

Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf Basis konzerneinheitlicher Standards mit Bilanzstichtag 31. Dezember erstellt.

Die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden akquirierter Tochterunternehmen erfolgt mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden einschließlich Eventualverbindlichkeiten, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Betragen die Anschaffungskosten weniger als die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden einschließlich Eventualverbindlichkeiten, wird der Unterschiedsbetrag in der Periode des Erwerbs ertragswirksam erfasst. Die Anteile der Minderheitsanteilseigner werden mit dem beizulegenden Zeitwert der erfassten Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte erfasst und mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung hin überprüft. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam berücksichtigt. Eine spätere Wertaufholung findet nicht statt.

Bei Joint Ventures mit gemeinschaftlicher Führung des Geschäftsbereichs E&P werden sämtliche Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Aufwendungen anteilig in den Konzernabschluss einbezogen.

1 Rechtliche Grundlagen und allgemeine Vorgangsweise

2 Konsolidierung

Eine Übersicht über einbezogene Unternehmen, at-equity bewertete Unternehmen und sonstige Beteiligungen befindet sich in Anhangangabe 33.

Anzahl der einbezogenen Unternehmen
2008 2007
Voll Equity Voll Equity
konsolidierung konsolidierung konsolidierung konsolidierung
Stand 31.12. Vorjahr 92 14 93 18
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 3 1 3 2
Im Berichtsjahr fusioniert –1 –2 –2
Wechsel von Equity- auf Vollkonsolidierung 2 –2 2 –2
Im Berichtsjahr entkonsolidiert –8 –1 –4 –2
Stand 31.12. 88 12 92 14
[davon mit Sitz und Betrieb im Ausland] [48] [7] [48] [7]
[davon mit Sitz und Betrieb in Österreich
und Betrieb im Ausland] [18] [—] [21] [—]

Im Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) wurden OMV (EGYPT) Exploration GmbH, Wien, und OMV (SLOVAKIA) Exploration GmbH, Wien, mit Jahresbeginn in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die Liquidation der Gesellschaften OMV (ALBANIEN) onshore Exploration GmbH in Liqu., Wien, OMV (YEMEN) Exploration GmbH in Liqu., Wien, OMV (YEMEN) South Hood Exploration GmbH in Liqu., Wien, OMV (SUDAN) Exploration GmbH in Liqu., Wien und OMV (SUDAN BLOCK 5B) Exploration GmbH in Liqu., Wien, wurde in Q4/08 abgeschlossen.

Mit Wirkung vom 1. Februar 2008 konnte Petrom SA die Akquisition der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice SA zum Abschluss bringen. Petrom SA übernahm die mit diesen Aktivitäten zusammenhängenden Vermögenswerte sowie 9.775 Mitarbeiter von Petromservice SA. Der Kaufpreis für diese Geschäftssparte, die bei Petrom SA in den E&P-Geschäftsbereich integriert wurde, belief sich auf EUR 328,5 Mio.

Im Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) wurden mit 1. Jänner 2008 die restlichen 20,33% an WÄRME-ENERGIE VORARLBERG Beratung- und Handels GmbH, Lustenau, erworben und in die OMV Wärme VertriebsgmbH verschmolzen. In Q4/08 wurde der Verkauf der Gesellschaften RAFISERV ARPECHIM SA, Pitesti, und RAFISERV PETROBRAZI SA, Brazi, abgeschlossen; die Gesellschaften wurden entkonsolidiert. Nach Erwerb von zusätzlichen 20,87% der Anteile wird die zuvor at-equity konsolidierte SOCIETATEA COMERCIALA PETROM AVIATION SA, Otopeni, seit Q4/08 vollkonsolidiert.

Der Anteil an Petrol Ofisi A.S., dem führenden Unternehmen im Tankstellen- und Commercial-Geschäft in der Türkei, wurde durch Zukäufe in 2008 auf 41,58% erhöht. Petrol Ofisi A.S. wird im Konzernabschluss at-equity bilanziert. Das Grundkapital der Gesellschaft besteht aus 550.000.000 Aktien mit einem Nennwert von Neue Türkische Lira ( TRY) 1,00 je Aktie; der Börsekurs zum 31. Dezember 2008 betrug TRY 2,76 je Aktie. Der an der Istanbuler Börse gehandelte Streubesitz betrug zum Jahresende 4,2% der in Umlauf befindlichen Aktien.

Zur Zeit der Bilanzierung war ein wesentliches Gerichtsverfahren an den maßgeblichen türkischen Gerichten anhängig. Die türkische Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (EMRA) hat am 31. August 2006 eine Gesamtstrafe in der Höhe von TRY 1,6 Mrd (EUR 0,9 Mrd) gegenüber 28 von 30 türkischen Distributionsunternehmen verhängt und bezieht sich auf einen Rechtsstreit betreffend die Belieferung von Vertriebsgesellschaften ohne Lizenz während der Übergangsperiode nach der Einführung des neuen türkischen Mineralölgesetzes Anfang 2005. Für Petrol Ofisi A.S. und ihre Tochtergesellschaft ERK Petrol Yatirimlari A.S. wurde eine Strafe von rund TRY 600 Mio (EUR 349 Mio) verhängt. Petrol Ofisi A.S. hat beim Obersten Gerichtshof und beim Verwaltungsgericht die Aufhebung der Strafe und einen Zahlungsaufschub bis Ende des Verfahrens beantragt. Am 31. Jänner 2007 wurde vom Obersten Gerichtshof dem Antrag auf Zahlungsaufschub bis Ende des Verfahrens stattgegeben. Auf Grund der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wurde – wie in den Vorjahren – keine Rückstellung gebildet.

Im Geschäftsbereich Gas und Power (G&P) wurden in Q3/08 OMV Gas Ve Enerji Limited Sirketi, Istanbul, in den Konsolidierungskreis aufgenommen sowie Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, erstmals atequity konsolidiert.

In Q3/08 abgeschlossene Reorganisationsmaßnahmen umfassen die Einbringung der Ferngas Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, in die Oberösterreichische Ferngas Aktiengesellschaft, Linz (bisher at-equity bilanziert) sowie die Umbenennung der Oberösterreichischen Ferngas Aktiengesellschaft, Linz, in EGBV Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien, und deren Wechsel von At-Equity-Konsolidierung auf Vollkonsolidierung. Im Zuge dieser Transaktion erhöhte sich der an EconGas GmbH, Wien, und deren Tochtergesellschaften gehaltene Anteil auf 58,81%. Der at-equity bilanzierte Anteil an Cogeneration-Kraftwerke Management Oberösterreich GmbH, Linz, wurde in Q3/08 verkauft.

Diverse Vertriebsorganisationen und Mantelbeteiligungen werden auf Grund ihrer geringfügigen Auswirkung nicht einbezogen.

OMV beabsichtigt die Tochtergesellschaft OMV Italia S.r.l., Verona, bis Jahresende 2009 zu verkaufen.

Der Erwerb der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice SA sowie der Erwerb der SOCIETATEA COMERCIALA PETROM AVIATION SA, Otopeni, wirkten sich 2008 auf die Vermögenslage und in weiterer Folge auch als Adaptierung bei der Cashflow-Rechnung wie folgt aus. Die Darstellung 2007 beinhaltet die Akquisition von "Oil Company 'Renata' " LLC, die Einbeziehung von EconGas Hungária Földgázkereskedelmi Kft, Budapest, (ab Q3/07) sowie die Einbeziehung von PETROM DISTRIBUTIE GAZE SRL, PETROM LPG SA, Bukarest, und Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H., Wien (ab Q4/07).

Netto-Mittelabfluss aus Erwerb von Unternehmen und Geschäftsbetrieben EUR 1.000
2008 2007
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 359.781 63.187
Finanzielle Vermögenswerte 562
Umlaufvermögen 10.306 69.390
Verbindlichkeiten und sonstige Passiva –34.935 –61.746
Reinvermögen 335.152 71.393
Mittelabfluss aus Erwerb von Unternehmen und Geschäftsbetrieben 1) 358.309 41.108
Liquide Mittel erworbener Unternehmen –798
Liquide Mittel durch Wechsel der Konsolidierungsart –2.447 –36.333
Netto-Mittelabfluss aus Erwerb von Unternehmen und Geschäftsbetrieben 355.862 3.977

1) Diese Position beinhaltet auch Mittelabflüsse von TEUR 27.290 für Anteilserhöhungen an bereits vollkonsolidierten Unternehmen.

Bei den Akquisitionen erfolgte im Zuge der Bilanzierung nach der Erwerbsmethode die erstmalige Ermittlung von IFRS-Werten, sodass für den Zeitpunkt unmittelbar vor dem Zusammenschluss keine Buchwerte gemäß IFRS verfügbar waren.

Das in 2008 erworbene Unternehmen ist ab dem Zeitpunkt seiner Einbeziehung mit in Summe TEUR –512 im Jahresüberschuss des OMV Konzerns enthalten. 2007 waren die in 2007 erworbenen Unternehmen ab dem jeweiligen Zeitpunkt ihrer Einbeziehung mit in Summe TEUR –1.843 im Jahresüberschuss des OMV Konzerns enthalten. 3 Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze

a) Ertragsrealisierung

Grundsätzlich werden Erträge realisiert, wenn Lieferungen oder Leistungen erbracht wurden und der Wert der Forderung feststeht oder bestimmbar und die Einbringlichkeit wahrscheinlich ist. In E&P werden Erträge berücksichtigt, wenn das Produkt geliefert und Risiko und Eigentum auf den Kunden übergegangen sind. Im Tankstellen-Geschäft werden die Erträge bei eigenen Tankstellen mit der Abgabe an den Kunden vereinnahmt. Bei Tankstellen, die nicht im Eigentum des Konzerns stehen, erfolgt die Ertragsrealisierung mit der Lieferung an die Tankstellen. In G&P werden Verkäufe aus langfristigen Verträgen mit der Lieferung realisiert. Zusätzliche Mengen aus diesen Verträgen werden nach Anerkenntnis durch den Kunden realisiert. Erträge aus dem Erdgasspeicher-Geschäft werden auf Basis von kommittierten Speicher- und Entnahmeraten realisiert. Ebenso werden Erträge aus dem Gastransit auf Basis kommittierter Mengen vereinnahmt.

b) Explorationsaufwendungen

Explorationsaufwendungen betreffen ausschließlich den Geschäftsbereich E&P und umfassen alle Kosten, die im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen. Dazu zählen u.a. geologische und geophysikalische Kosten für die Identifikation und Untersuchung von Gebieten mit möglichen Öl- und Gasreserven, sowie Exploration betreffende Verwaltungs-, Rechts- und Beratungskosten. Des Weiteren umfasst diese Position alle Wertminderungen von Explorationsbohrungen, die keine sicheren Reserven nachweisen konnten. Planmäßige Abschreibungen von fündigen Explorationsbohrungen sind Bestandteil der Umsatzkosten.

c) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Unter den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sind alle direkten und indirekten Material- und Personalkosten sowie Kosten für Fremdleistungen ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der gezielten Suche nach neuen Erkenntnissen hinsichtlich der Entwicklung und wesentlichen Verbesserung von Produkten, Leistungen oder Prozessen und im Zusammenhang mit Forschungsaktivitäten anfallen.

d) Explorations- und Produktionsteilungsverträge

Ein Explorations- und Produktionsteilungsvertrag (Exploration and Production Sharing Agreement, EPSA) ist eine Vertragsform bei Erdöl- und Erdgaskonzessionen, bei der sich eine oder mehrere Erdölfirmen und das Gastland die Erdöl- bzw. Erdgasproduktion nach einem festgelegten Schlüssel teilen. Die in bestimmten EPSA-Verträgen in Erdöllieferungen zu bezahlenden Steuern werden als Ertragsteuern dargestellt, wodurch eine Bruttodarstellung des Umsatzes erfolgt.

e) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und, soweit abnutzbar, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Mit Ausnahme der E&P-Aktivitäten, die weitgehend nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben werden, erfolgt die planmäßige Abschreibung linear.

Langfristige Vermögenswerte, die als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert werden, werden mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten werden als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert durch Verkauf und nicht durch fortgesetzte Nutzung erlöst werden soll. Voraussetzung für diese Klassifikation ist, dass der Verkauf als sehr wahrscheinlich eingeschätzt wird und der Vermögenswert in seinem derzeitigen Zustand zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist.

Sowohl immaterielles Vermögen als auch Sachanlagen werden bei Vorliegen eines Anhaltspunkts für eine Wertminderung zum Bilanzstichtag gemäß IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Bei immateriellem Vermögen mit unbestimmter Nutzungsdauer und bei Firmenwerten werden jährliche Wertminderungstests vorgenommen. Dies gilt auch dann, wenn keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Übersteigt der Buchwert des Vermögenswerts den erzielbaren Betrag, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag. Entfallen die Gründe für eine Wertminderung in den Folgeperioden, wird, ausgenommen bei Firmenwerten, eine Wertaufholung auf die fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Diese ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Umsatzkosten ausgewiesen. Wertminderungen werden bei Tankstellen im Vertriebsaufwand, bei Explorationsvermögen im Explorationsaufwand und bei sonstigen Vermögenswerten unter Umsatzkosten (Produktion) bzw. den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung der Exploration und der Ausförderung von Öl- und Gaslagerstätten erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 6 und, wo nicht anwendbar, nach den einschlägigen Branchenstandards der US GAAP, welche einen international anerkannten Industriestandard repräsentieren.

Nutzungsdauer Jahre
Immaterielle Vermögenswerte
Firmenwert unbestimmt
Software 3–5
Konzessionen, Lizenzen u.Ä. 5–20 bzw. Vertragslaufzeit
Bereichsspezifische Sachanlagen
E&P Öl- bzw. Gasvermögen Unit-of-Production-Methode
R&M Hochbehälter 40
Verarbeitungsanlagen 25
Leitungssysteme 20
Tankstellenkomponenten ca. 5–20 (Komponentenansatz)
G&P Gasleitungen 20–30
Sonstige Sachanlagen
Produktions- bzw. Verwaltungsgebäude 20 bzw. 40–50
Sonstige technische Anlagen 10–20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5–10

Der Ansatz der E&P-Aktivitäten erfolgt nach der Successful-Efforts-Methode. Der Erwerb von geologischen und geophysikalischen Studien vor der Auffindung von sicheren Reserven wird im Periodenaufwand erfasst. Die Kosten einer Bohrung werden bis zu dem Zeitpunkt der Feststellung, ob potenzielle wirtschaftliche Öl- oder Gasreserven vorliegen, aktiviert und als immaterielle Vermögenswerte dargestellt. Nicht wirtschaftlich fündige Bohrungen werden aufwandswirksam erfasst. Ist die wirtschaftliche Fündigkeit noch nicht geklärt, bleiben die Kosten einer Explorationsbohrung aktiviert, solange die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

    1. Durch die Bohrung wurden ausreichend Öl- oder Gasreserven gefunden, welche eine Fertigstellung als Produktionsbohrung rechtfertigen.
    1. Es werden ausreichende Fortschritte hinsichtlich der Einschätzung der wirtschaftlichen und technischen Realisierbarkeit für die Aufnahme der Feldentwicklung in naher Zukunft gemacht.

Aktivierte Konzessionserwerbskosten sowie Vermögenswerte aus Exploration und Evaluierung werden in der Regel nicht planmäßig abgeschrieben solange sie im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen, aber auf Wertminderung überprüft. Sobald es sich um sichere und wirtschaftlich gewinnbare Mineralölvorkommen handelt, werden die damit im Zusammenhang stehenden Vermögenswerte in die Sachanlagen umgegliedert und planmäßig abgeschrieben. Aktivierte Explorations- und Entwicklungsaufwendungen sowie Hilfseinrichtungen werden grundsätzlich produktionsabhängig auf Basis sicherer entwickelter Reserven abgeschrieben. Davon ausgenommen sind aktivierte Kosten für Aufsuchungsrechte sowie erworbene Reserven, die auf Basis der gesamten sicheren Reserven abgeschrieben werden.

Direkt zuordenbare, aktivierungsfähige Kosten aus Generalüberholungen von Großanlagen werden aktiviert und entsprechend der Komponentenabschreibungsmethode bis zur nächsten Anlagenüberholung linear abgeschrieben. Kosten für bedeutende Ersatzteile werden aktiviert und die Buchwerte der ersetzten Teile ausgebucht. Reine Instandhaltungsleistungen und Reparaturen werden im Jahr des Anfallens als Aufwand gebucht.

Das Sachanlagevermögen beinhaltet auch Gegenstände mit Finanzierungsleasingverträgen, die im wirtschaftlichen Eigentum des Konzerns stehen und mit dem Barwert der Mindestleasingverpflichtung oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die kürzere Leasingdauer abgeschrieben werden. Die aktivierten Kosten werden als Verbindlichkeit verbucht und künftige Leasingzahlungen werden in einen Zins- und einen Tilgungsteil aufgespaltet.

All jene Leasingverträge, die nicht als Finanzierungsleasing zu werten sind, werden als operatives Leasing eingestuft. Die vereinbarten Leasingzahlungen sind Teil des Periodenaufwands.

f) Finanzielle Vermögenswerte

Anteile an verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen und sonstige Beteiligungen werden, wenn sie über keinen Marktpreis auf einem aktiven Markt verfügen, mit den Anschaffungskosten bewertet und bei Vorliegen objektiver Hinweise auf Wertminderung mit den entsprechend niedrigeren Werten angesetzt. Assoziierte Unternehmen werden mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert.

Available-for-Sale-Wertpapiere werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden bis zur Realisierung unter Berücksichtigung latenter Steuern gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. Bei objektiven Anzeichen für eine Wertminderung werden Wertminderungen ergebniswirksam erfasst. Ein Wegfall des Wertminderungsgrunds wird bei Eigenkapitalinstrumenten bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vor Berücksichtigung der Wertminderung ergebnisneutral und bei den übrigen Finanzinstrumenten ergebniswirksam erfasst.

Held-to-Maturity-Wertpapiere werden mit fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen angesetzt.

Wertpapiere-at-fair-Value-through-Profit-or-Loss werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und die resultierenden Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst.

Wertpapiere ohne Börsen- oder Marktwert, deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen ausgewiesen.

Käufe und Verkäufe von Wertpapieren im Rahmen handelsüblicher Verträge werden zum Handelstag bilanziert.

Verzinsliche Ausleihungen werden zu Nennwerten, unverzinsliche sowie niedrig verzinsliche zu Barwerten bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bilanziert werden, und der Fremdwährungsposten, welche mit den Stichtagskursen bewertet werden, mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Diese können als angemessene Schätzwerte des Tageswerts betrachtet werden, weil überwiegend eine Restlaufzeit von unter einem Jahr anzunehmen ist. Langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst.

g) Derivative Instrumente

Derivative Instrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Tageswert). Der Tageswert der derivativen Finanzinstrumente spiegelt den geschätzten Betrag wider, den OMV zahlen oder erhalten müsste, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Für die Schätzung der Tageswerte von Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag werden Preisanbote von Banken oder entsprechende Preismodelle verwendet. Bei diesen Modellen werden die zum Bilanzstichtag geltenden Terminpreise und Wechselkurse sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung herangezogen.

Die Erfassung unrealisierter Gewinne und Verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer die Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge-Accounting) sind erfüllt. Voraussetzung für die Anwendung von Hedge-Accounting ist u.a. die regelmäßige Dokumentation der Sicherungsbeziehung und die Messung der Hedge-Effizienz, die zwischen 80% und 125% liegen muss.

Bei Fair-Value-Hedges werden sowohl das Grundgeschäft hinsichtlich des abgesicherten Risikos als auch das derivative Sicherungsinstrument erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte direkt im Eigenkapital erfasst, der ineffektive Teil hingegen wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Führt die Cashflow-Absicherung zu einem Vermögenswert oder zu einer Verbindlichkeit, werden die Beträge, die im Eigenkapital abgegrenzt wurden, im gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die abgesicherte Position das Ergebnis beeinflusst.

In Finanzinstrumente oder andere Basisverträge eingebettete Derivate werden als eigenständige Derivate behandelt, falls ihre Risiken und Charakteristika nicht eng mit denen der Basisverträge verbunden sind und die Basisverträge nicht zum beizulegenden Zeitwert erfasst wurden, wobei deren unrealisierte Gewinne oder Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden.

h) Fremdkapitalzinsen

Fremdkapitalzinsen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind, werden bis zu dem Zeitpunkt aktiviert, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit sind. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst.

i) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Ertrag erfasst, wenn hinreichende Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Subventionen, die diese Voraussetzungen erfüllen, kürzen die Anschaffungskosten des subventionierten Gegenstands.

j) Vorräte

Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Anwendung des Durchschnittspreisverfahrens und unter Berücksichtigung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Für die Ermittlung der Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Darüber hinaus werden produktionsbezogene Verwaltungskosten und Kosten für die betriebliche Altersvorsorge und freiwillige Sozialleistungen berücksichtigt.

OMV unterliegt in Österreich auf Grund des Erdölbevorratungsgesetzes 1982 einer Vorratsverpflichtung. Diese auf Grund gesetzlicher Auflagen erhöhten Bestände an Rohöl und Ölprodukten im Inland werden mittels eines langfristigen, gewogenen Durchschnittspreisverfahrens auf Basis von Erdöläquivalenten bewertet. Für Fertigfabrikate, die die gebundene Menge aus dieser Pflichtnotstandsreserve übersteigen, werden die produktionsbezogenen Herstellungskosten je Produktgruppe ermittelt. Bei diesem Tragfähigkeitsprinzip erfolgt die Zuordnung der Herstellungskosten nach dem aktuellen Marktwert der produzierten Produktgruppen.

k) Rückstellungen

Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn deren Eintritt wahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Einzelverpflichtungen werden mit jenem Betrag rückgestellt, der auf Grund einer bestmöglichen Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird.

Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltrückstellungen: Im Zusammenhang mit den Kernaktivitäten des Konzerns entstehen regelmäßig Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen sowie zur Bodensanierung. Diese Rekultivierungsverpflichtungen sind vor allem im Bereich E&P (Öl- und Gassonden, obertägige Einrichtungen) und bei Tankstellen auf fremdem Grund von großer Bedeutung und werden aus diesem Grund in einer eigenen Position ausgewiesen. Zum Zeitpunkt der Entstehung einer Verpflichtung wird für diese durch Passivierung des Barwerts der künftigen Rekultivierungsausgaben vollständig vorgesorgt. In gleicher Höhe wird ein Vermögenswert als Teil des Buchwerts des langlebigen Anlagevermögens aktiviert. Die Berechnung der Verpflichtung beruht grundsätzlich auf bestmöglichen Schätzungen. Das aktivierte Anlagevermögen wird im Geschäftsbereich R&M linear und im Geschäftsbereich E&P nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben. Die Verpflichtung ist bis zum Anlagenrückbau von Stichtag zu Stichtag aufzuzinsen. Für bestehende Verpflichtungen aus sonstigen Umweltrisiken und Maßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und das Ausmaß vernünftig schätzbar ist.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Im OMV Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen trifft OMV nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen bzw. durch Zahlung an eine außerbetriebliche Pensionskasse Rechnung getragen. Das Risiko im Zusammenhang mit diesen leistungsorientierten Pensionsplänen verbleibt bei OMV.

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Mit Ausnahme von Petrom werden versicherungstechnische Gewinne und Verluste, die innerhalb eines Korridors von 10% des höheren Werts aus den erwarteten Ansprüchen oder des Planvermögens, jeweils am Periodenbeginn, anfallen, für Pensions- und Abfertigungsrückstellungen nicht berücksichtigt. Der Überschuss an versicherungstechnischen Gewinnen und Verlusten, der den Korridor überschreitet, wird über die durchschnittliche verbleibende Dienstzeit der am Plan teilnehmenden Beschäftigten verteilt. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzerfolg dargestellt.

Restrukturierungsrückstellungen für freiwillige und unfreiwillige Personallösungen werden gebucht, wenn ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann. Freiwillige Änderungen in den Bezügevereinbarungen werden gebucht, wenn die betreffenden Beschäftigten das Angebot der Gesellschaft angenommen haben. Die im Rahmen von Einzelvereinbarungen betragsmäßig fixierten Lösungsverpflichtungen, die über einen feststehenden Zeitraum zur Auszahlung gelangen, werden mit dem Barwert der Verpflichtung ausgewiesen.

Für in Zusammenhang mit dem EU-weiten Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten bestehende Unterdeckungen wird im Konzern im Ausmaß der Unterdeckung durch Rückstellungen vorgesorgt (vgl. Anhangangabe 20).

l) Verbindlichkeiten

Diese werden mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bewertet werden, und von Fremdwährungsverbindlichkeiten, welche mit Stichtagskursen bewertet werden, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Langfristige Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst. Der Buchwert sonstiger Verbindlichkeiten deckt sich im Wesentlichen mit dem Tageswert, weil diese Verbindlichkeiten überwiegend kurzfristig sind.

Wenn bei Lieferungen aus dem operativen Geschäft noch keine Fakturierung erfolgt ist, jedoch sowohl der Eintrittszeitpunkt als auch der zu bezahlende Betrag feststehen, wird die abzugrenzende Verpflichtung unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Wandelschuldverschreibungen sind zusammengesetzte Instrumente, bestehend aus einer Fremdkapital- und einer Eigenkapitalkomponente. Zum Ausgabestichtag wird der Tageswert der Fremdkapitalkomponente durch Anwendung eines zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden Marktzinssatzes für vergleichbare nicht-konvertible Schulden geschätzt. Die Differenz zwischen den Erlösen aus der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung und dem Tageswert der Fremdkapitalkomponente ergibt den Wert der Option zur Wandlung der Verbindlichkeit in Eigenkapital, welche im Eigenkapital ausgewiesen wird. Bei Rückkäufen von Wandelschuldverschreibungen wird jener Betrag, der die ausstehende, zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalkomponente übersteigt, ergebnisneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Unterschiedsbeträge zwischen dem Zeitwert der Verbindlichkeit zum Zeitpunkt des Rückkaufs und dem Buchwert werden im Finanzerfolg realisiert.

m) Ertragsteuern und latente Steuern

Neben Körperschaftsteuern, Gewerbesteuern und Kapitalertragsteuern werden im OMV Konzernabschluss auch die für den Geschäftsbereich E&P typischen Steuern auf den Netto-Zahlungsstrom aus der Öl- und Gasproduktion (Petroleum Revenue Tax (PRT) in Großbritannien, Petroleum Resource Rent Tax (PRRT) in Australien), die Abgaben aus dem Tax Paid Cost (TPC) System in Libyen und aus bestimmten EPSA-Verträgen (vgl. Anhangangabe 3 d) als Ertragsteuern behandelt und ausgewiesen. Auf alle temporären Differenzen (Differenzen zwischen Konzernbuchwerten und steuerlichen Buchwerten, die sich in den Folgejahren wieder ausgleichen) werden latente Steuern berechnet und bilanziert. Verlustvorträge werden im Rahmen der aktiven latenten Steuern berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht auf die Aufrechnung der Steuern besteht und die Steuern sich auf Steuersubjekte innerhalb der gleichen Steuerhoheit beziehen. Wenn mit der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% gerechnet werden kann, werden die Werte beibehalten, andernfalls wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Bei Zwischenergebniseliminierungen im Vorratsvermögen erfolgt eine Abgrenzung latenter Steuern.

n) Aktienoptionspläne

Basierend auf Hauptversammlungsbeschlüssen werden Aktienoptionspläne (vgl. Anhangangabe 27) an Vorstände und leitende Angestellte ausgegeben. Diese Vergütungen können durch Bezug von Aktien zu einem festgelegten Ausübungspreis oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs zum Ausübungsstichtag und -preis in Geldform oder in Form von Aktien in Anspruch genommen werden. Für die begebenen Aktienoptionspläne werden zum Zeitpunkt der Begebung und an den nachfolgenden Bilanzstichtagen auf Basis des Black-Scholes-Modells Marktwerte ermittelt. Rückstellungen auf Basis der jeweiligen Marktwerte werden über den Zeitraum der Sperrfrist verteilt gebildet. Nach Ablauf der Sperrfrist ist für die noch in Umlauf befindlichen Optionen mittels einer Rückstellung in Höhe der Marktwerte vorgesorgt.

o) Erstmals anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen

Die folgenden bereits in EU-Recht übernommenen Interpretationen waren 2008 erstmals anzuwenden, was keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens hatte:

  • IFRIC 11 "IFRS 2 Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen"
  • IFRIC 14 "IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung"

Angesichts der vorherrschenden Finanzkrise hat das IASB im Oktober 2008 Änderungen an IAS 39 und IFRS 7 beschlossen, welche noch im selben Monat in EU-Recht übernommen wurden. Diese Änderungen, die rückwirkend ab dem 1. Juli 2008 anwendbar sind, ermöglichen es, unter außergewöhnlichen Umständen bestimmte finanzielle Vermögenswerte aus der Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Finanzinstrumente umzugliedern. OMV hat nicht von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

p) Noch nicht verpflichtend anwendbare neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen

Zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Abschlusses zur Veröffentlichung waren die folgenden Überarbeitungen und Interpretationen vom IASB veröffentlicht und zum Teil bereits in EU-Recht übernommen, jedoch für das Geschäftsjahr 2008 noch nicht verpflichtend anzuwenden.

In EU-Recht übernommen und im Amtsblatt der EU veröffentlicht:

  • IFRS 8 "Geschäftssegmente" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): Dieser Standard ersetzt IAS 14 und sieht vor, die Segmentberichterstattung so aufzubereiten, wie unternehmensintern an den zentralen Entscheidungsträger des Unternehmens – als Grundlage für Entscheidungen hinsichtlich Leistungsbeurteilung und Ressourcenallokation – berichtet wird (Management Approach).
  • Überarbeitete Fassung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten" (anzuwenden im Zusammenhang mit qualifizierten Vermögenswerten, deren Aktivierung am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnt): Die wesentlichste Änderung besteht darin, dass die bisherige Benchmark-Methode nicht mehr zulässig sein wird, d.h. Fremdkapitalkosten können nicht mehr ohne Rücksicht auf die Verwendung des Fremdkapitals sofort im Aufwand erfasst werden. Die Überarbeitung wird keine Auswirkungen auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns haben, da bereits jetzt die bei qualifizierten Vermögenswerten angefallenen Fremdkapitalkosten aktiviert werden.
  • Überarbeitete Fassung des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): Die Änderungen umfassen im Wesentlichen die Klarstellung der Ausdrücke "Ausübungsbedingungen" und "Annullierungen".
  • IFRIC 13 "Kundentreueprogramme" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen): Diese Interpretation widmet sich der Rechnungslegung von Unternehmen, die Prämiengutschriften (Treuepunkte oder Flugmeilen) an Kunden vergeben, die diese beim Kauf anderer Güter oder Dienstleistungen erhalten.
  • Überarbeitete Fassung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): Diese Überarbeitung betrifft vorwiegend formale Aspekte des IAS 1 und stellt das Ergebnis der ersten Phase des Konvergenzprojekts von IASB und FASB zur Verbesserung und Harmonisierung der Darstellung von Finanzinformationen dar.

  • Änderungen des IAS 32 "Finanzinstrumente: Angaben" und des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" im Hinblick auf kündbare Instrumente und Verpflichtungen, die bei Liquidation entstehen (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): In Folge der Änderungen werden einige Finanzinstrumente, die derzeit die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit erfüllen, als Eigenkapital klassifiziert, weil sie den nachrangigsten Anspruch auf das Nettovermögen des Unternehmens darstellen.

  • Änderungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" und des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" hinsichtlich der Bestimmung der Anschaffungskosten einer Beteiligung in separaten Abschlüssen (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): Bei erstmaliger Anwendung der IFRSs in Einzelabschlüssen sollen es diese Änderungen dem Anwender erleichtern, die Anschaffungskosten von Beteiligungen an Tochtergesellschaften, gemeinschaftlich geführten oder assoziierten Unternehmen zu bestimmen. Außerdem sind die von solchen Unternehmen erhaltenen Dividenden künftig zur Gänze als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen, unabhängig davon, ob die Ausschüttung aus Ergebnissen vor oder nach dem Erwerbszeitpunkt stammt.
  • "Improvements to IFRSs", eine Sammlung von 35 Änderungen an verschiedenen Standards (grundsätzlich anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen, wobei für manche Änderungen abweichende Daten angegeben sind): Dieses Dokument ist das Ergebnis des ersten Annual Improvements Project, das vom IASB zur Durchführung kleinerer, nicht dringender Änderungen an bestehenden Standards ins Leben gerufen wurde.

Noch nicht in EU-Recht übernommen:

  • Überarbeitete Fassungen des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (beide anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen): Die wesentlichen Änderungen betreffen vornehmlich Unternehmenserwerbe, die keinen vollständigen, d.h. 100%igen Anteilserwerb zum Gegenstand haben (z.B. Neuregelung der bilanziellen Darstellung von Minderheitenanteilen; erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Beteiligungsanteile bei erstmaliger Erlangung der Kontrolle; erfolgsneutrale Erfassung von Änderungen der Beteiligungsquote an einem Tochterunternehmen ohne Kontrollverlust).
  • Überarbeitete Fassung des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" (anzuwenden von Unternehmen, welche für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen, erstmalig IFRS anwenden): Die Änderungen betreffen ausschließlich den formalen Aufbau von IFRS 1, der Inhalt bleibt unverändert. Durch die neue Struktur soll die Klarheit und die Anwendbarkeit des Standards verbessert werden.
  • Ergänzung zu IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" hinsichtlich Risikopositionen, die für das Hedge Accounting qualifizieren (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen): Die Ergänzung konkretisiert, wie die in IAS 39 enthaltenen Prinzipien zur Abbildung von Sicherungen (Hedge Accounting) auf zwei konkrete Situationen anzuwenden sind: bei einem einseitigen Risiko in Bezug auf ein gesichertes Grundgeschäft und bei Inflation in einem finanziellen gesicherten Grundgeschäft.
  • IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" (wäre anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2008 beginnen, ist aber noch nicht in EU-Recht übernommen): Diese Interpretation enthält Leitlinien zur Bilanzierung von Vereinbarungen, durch die eine Regierung oder eine andere Institution Aufträge an private Betreiber vergibt, um öffentliche Dienstleistungen bereitzustellen.
  • IFRIC 15 "Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): Diese Interpretation vereinheitlicht die Bilanzierungspraxis hinsichtlich der Erfassung von Erträgen aus dem Verkauf von Einheiten wie beispielsweise Wohnungen oder einzelnen Häusern "ab Plan" (also bevor die Errichtung abgeschlossen ist) seitens der Errichtungsgesellschaft.
  • IFRIC 16 "Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnen): Diese Interpretation stellt klar, was als Risiko bei der Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen ist und wo innerhalb der Unternehmensgruppe das Sicherungsinstrument zur Minderung dieses Risikos gehalten werden darf. Außer-

dem wird geklärt, wie jene Beträge, die bei Veräußerung der Investition aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern sind, bestimmt werden sollen.

  • IFRIC 17 "Sachausschüttungen an Eigentümer" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen): Diese Interpretation regelt die Bewertung und Bilanzierung anderer Vermögenswerte als Zahlungsmittel, wenn diese als Gewinnausschüttung an die Anteilseigner übertragen werden sollen.
  • IFRIC 18 "Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden" (anzuwenden für Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 erfolgen): Diese Interpretation stellt die Anforderungen der IFRSs für Vereinbarungen klar, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden ein Objekt, eine Anlage oder Betriebsmittel erhält, die das Unternehmen dann entweder dazu verwenden muss, den Kunden mit einem Leitungsnetz zu verbinden oder dem Kunden einen permanenten Zugang zur Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu gewähren (zum Beispiel Versorgung mit Elektrizität, Gas oder Wasser).

Die genannten Neufassungen und Interpretationen werden nicht frühzeitig angewendet. Mögliche Auswirkungen der überarbeiteten Standards und Interpretationen im jeweiligen Jahr der erstmaligen Anwendung werden derzeit durch das Management analysiert.

Monetäre Fremdwährungspositionen werden mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag bewertet, wobei eingetretene Kursgewinne und -verluste erfolgswirksam erfasst werden.

Die Umrechnung der Abschlüsse von Gesellschaften, bei denen die funktionale Währung von der Konzernwährung abweicht, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Dabei werden Differenzen, die sich aus der Umrechnung von Bilanzpositionen zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, in der Eigenkapitalentwicklung verrechnet. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Periodendurchschnittskursen (Devisenmittelkurs) umgerechnet. Differenzen aus der Anwendung von Durchschnittskursen gegenüber aktuellen Stichtagskursen führen gleichfalls zu direkten Adaptierungen im Eigenkapital. Im Zuge der Euro-Einführung in der Slowakei am 1. Jänner 2009 wurde der Umrechnungskurs am 8. Juli 2008 auf 30,126 SKK-EUR festgelegt.

Folgende wesentliche Kurse wurden für die Währungsumrechnung in EUR herangezogen:

Währungsumrechnung

2008 2007
Kurse Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
Australischer Dollar (AUD) 2,027 1,742 1,678 1,635
Bulgarischer Lew (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Neuer Rumänischer Leu (RON) 4,023 3,683 3,608 3,335
Neuseeland Dollar (NZD) 2,419 2,077 1,902 1,863
Pfund Sterling (GBP) 0,953 0,796 0,733 0,684
Slowakische Krone (SKK) 30,126 31,262 33,583 33,775
Tschechische Krone (CZK) 26,875 24,946 26,628 27,766
Neue Türkische Lira (TRY) 2,149 1,906 1,717 1,787
Ungarischer Forint (HUF) 266,700 251,510 253,730 251,350
US Dollar (USD) 1,392 1,471 1,472 1,371

4 Währungsumrechnung

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5 Gesamtkosteninformation

In den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

Personalaufwendungen EUR 1.000
2008 2007
Löhne und Gehälter 860.870 832.199
Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen 24.482 29.108
Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen (Pensionskassenbeiträge) 12.933 11.094
Nettoaufwendungen im Zusammenhang mit Personallösungen 125.348 79.406
Sonstiger Personal- und Sozialaufwand 102.321 87.795
Gesamt 1.125.954 1.039.602

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von TEUR 42.617 (2007: TEUR 16.866) und für Pensionen im Ausmaß von TEUR 74.487 (2007: TEUR 53.763) enthalten. Diese Aufwendungen beinhalten auch Personalrestrukturierungskosten.

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen EUR 1.000
2008 2007
Planmäßige Abschreibungen 915.335 789.601
Wertminderungen 377.539 187.349
Gesamt 1.292.874 976.951

Der größte Teil der Wertminderungen im Jahr 2008 entfällt mit TEUR 284.933 auf Petrom SA (überwiegend Explorationsbohrungen (TEUR 96.920) sowie Raffinerie- und petrochemische Anlagen von Arpechim (TEUR 167.629). Weitere wesentliche Wertminderungen beziehen sich auf einige Explorationslizenzen in Russland (TEUR 28.352) sowie auf die Tankstellennetze in Kroatien (TEUR 10.045) und Bosnien (TEUR 10.098).

Im Jahr 2007 verteilten sich die Wertminderungen im Wesentlichen auf Petrom SA (TEUR 97.619) überwiegend für Explorationsbohrungen, Tankstellen und petrochemische Anlagen. Weitere wesentliche Wertminderungen bezogen sich 2007 vor allem auf zwei Explorationslizenzen in Russland ( TEUR 24.222), das Suilven-Feld in Großbritannien (TEUR 20.873), den Firmenwert für OMV Ceská republika, s.r.o. (TEUR 12.272) sowie Tankstellen von OMV Deutschland GmbH (TEUR 8.682).

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Wertminderungen wie folgt ausgewiesen: TEUR 180.943 (2007: TEUR 58.098) in den Umsatzkosten, TEUR 160.873 (2007: TEUR 63.917) im Explorationsaufwand, TEUR 33.017 (2007: TEUR 44.431) im Vertriebsaufwand und TEUR 2.706 (2007: TEUR 20.902) in den sonstigen operativen Aufwendungen.

6 Sonstige
betriebliche
Erträge
Sonstige betriebliche Erträge EUR 1.000
2008 2007
Sonstige betriebliche Erträge 278.366 211.928
[davon Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Sachanlagevermögen und
immateriellen Vermögenswerten] [52.040] [45.041]
[davon Kursgewinne aus operativen Geschäften] [117.488] [62.661]
Sonstige betriebliche Aufwendungen EUR 1.000
2008 2007
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.030.095 439.318
[davon Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen und immateriellen
Vermögenswerten] [21.681] [45.987]
[davon Kursverluste aus operativen Geschäften] [140.285] [68.523]

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Bildung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Petrom in Höhe von TEUR 357.601 (2007: TEUR 61.511), Nettoaufwendungen für Personallösungskosten von TEUR 125.348 (2007: TEUR 79.406) sowie TEUR 28.158 um das FPSO-Schiff (Floating Production Storage and Offtake Vessel) der neuseeländischen Maari Ölfeldplattform in Einsatzbereitschaft zu bringen, enthalten.

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen enthält Erträge in Höhe von TEUR 123.758 (2007: TEUR 318.680) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.872 (2007: TEUR 20.681). 8 Finanzerfolg

Zinsergebnis EUR 1.000
2008 2007
Zinserträge aus Finanzinstrumenten available-for-sale 3.900 4.122
Zinserträge aus Ausleihungen und Forderungen 35.691 75.848
Zinsaufwendungen aus zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten –143.825 –99.304
Sonstige Zinserträge und -aufwendungen –109.256 –108.094
Zinsergebnis –213.491 –127.427

In der laufenden Periode wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 19.189 (2007: TEUR 23.928) aktiviert.

Die sonstigen Zinserträge und -aufwendungen enthalten im Wesentlichen die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 48.544 (2007: TEUR 48.909) sowie die Zinskomponenten aus der Aufzinsung der Rückstellung für Lösungskosten und der Netto-Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 6.343 bzw. TEUR 69.306 (2007: TEUR 5.776 bzw. TEUR 69.270). Die Zinserträge aus dem Pensionsplanvermögen belaufen sich in der Berichtsperiode auf TEUR 20.384 (2007: TEUR 22.446).

Die Position Sonstiges Finanzergebnis enthält in der Berichtsperiode Netto-Fremdwährungsgewinne aus Finanzinstrumenten in Höhe von TEUR 5.826 (2007: TEUR 4.003).

betriebliche Aufwendungen

7 Sonstige

9 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Ertragsteuerbelastung sowie die Ergebnisse vor Steuern für die Ermittlung des Effektivsteuersatzes zeigen folgendes Bild:

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag EUR 1.000
2008 2007
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Österreich 797.185 927.629
Ausland 1.511.895 1.484.507
Gesamt 2.309.080 2.412.136
Ertragsteuern
Österreich 148.853 122.654
Ausland 688.102 433.052
Latente Steuern –56.825 13.635
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 780.130 569.340

Die Entwicklung der latenten Steuern kann folgender Tabelle entnommen werden:

Entwicklung der latenten Steuern 1) EUR 1.000
2008 2007
Saldo latente Steuern zum 1.1. –243.610 –226.896
Saldo latente Steuern zum 31.12. –223.471 –243.610
Veränderung latente Steuern 20.139 –16.714
Direkt im Eigenkapital erfasste latente Steuern aus Wertpapierbewertung und
Sicherungsgeschäften 21.615 420
Konsolidierungskreisänderungen, Kursdifferenzen 15.071 2.659
Latente Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung 56.825 –13.635
Die Saldogröße latente Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
Steuersatzänderung –386 –37.627
Zwischenergebniseliminierung –2.155 –2.003
Auflösung und Bildung von Wertberichtigungen zu latenten Steuern 10.107 –11.409
In den Vorjahren nicht berücksichtigte Verlustvorträge –1.116 –6.855
Aus der Umkehrung von temporären Differenzen inklusive Neubildung und Verbrauch von
Verlustvorträgen 50.375 44.260

1) Einschließlich latenter Steuern aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen.

Bei der Ermittlung des Effektivsteuersatzes wird der Ertragsteueraufwand, soweit dem Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuordenbar, diesem gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende Steuersatz wird mit dem österreichischen Regelsteuersatz von 25% verglichen, und die wesentlichen Abweichungen werden analysiert.

Steuerüberleitungsrechnung %
2008 2007
Körperschaftsteuersatz in Österreich 25,0 25,0
Steuereffekte durch:
Abweichende ausländische Steuersätze 9,8 7,2
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 3,5 3,3
Steuerfreies Einkommen –5,5 –8,7
Steuersatzänderung 0,0 –1,6
Verfallene Verlustvorträge 0,1 0,1
Steuerliche Beteiligungsabschreibung auf Ebene der Muttergesellschaft 0,0 –0,1
Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern 0,4 –0,5
Sonstige 0,5 –1,1
Effektivsteuersatz im Konzernabschluss 33,8 23,6

Die OMV Aktiengesellschaft bildet mit allen wesentlichen Tochtergesellschaften in Österreich eine Steuergruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz 1988, in der das steuerpflichtige Ergebnis aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften sowie einiger ausländischer Tochtergesellschaften (OMV Australia PTY LTD, OMV Slovensko s.r.o. und OMV Gaz Ve Enerji Limited Sirketi) zusammengefasst wird.

Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich steuerbefreit. Dividenden von ausländischen Beteiligungen mit einem Anteil von 10% oder mehr sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit.

Der Gesamtbetrag der direkt im Eigenkapital verbuchten Ertragsteuern beläuft sich auf TEUR 16.836 (2007: TEUR 5.571). 2008 wurden Verlustvorträge von TEUR 71.137 (2007: TEUR 104.577) verwertet, auf die eine Steuerlatenz von TEUR 20.161 (2007: TEUR 30.552) entfiel.

Gewinn je Aktie
2008 2007
Gewinn nach Aktienzahl Gewinn Gewinn
Minderheiten je Aktie je Aktie
EUR 1.000 in EUR in EUR
Unverwässert 1.374.437 298.753.838 4,60 5,29
Verwässert 1.374.437 298.908.833 4,60 5,28

2008 und 2007 gab es keine aufgegebenen Geschäftsbereiche.

Für die Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie wurde die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stückaktien berücksichtigt, welche sich nach Umwandlung aller potenziellen Stückaktien mit Verwässerungseffekten ergeben würde. Dies umfasst die zum 31. Dezember 2008 in Umlauf befindlichen Optionen aus den Aktienoptionsplänen 2004 und 2005 für den begünstigen Erwerb von Stückaktien (154.995 Stück bei Ausübung durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungskurs in Form von Aktien).

10 Gewinn je Aktie

Erläuterungen zur Bilanz

11 Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte

Konzes Öl- und Firmen Geleistete Summe
sionen, Gasvermögen werte Anzahlungen
Lizenzen, mit nicht
Rechte sicheren
2008 Reserven
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2008 398.088 382.722 33.582 37.988 852.380
Währungsdifferenz –36.717 –21.945 232 –936 –59.365
Konsolidierungskreisänderung 5 2.974 2.979
Zugang 322.812 271.388 5.177 599.377
Umbuchung 38.975 –27.275 –442 –37.139 –25.881
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –697 175 –521
Abgang –26.410 –35.992 –15.321 –7 –77.730
31.12.2008 696.056 572.048 18.050 5.083 1.291.238
Entwicklung der Abschreibung
1.1.2008 217.572 98.209 15.277 331.058
Währungsdifferenz –7.800 –18.550 –26.351
Konsolidierungskreisänderung
Planmäßige Abschreibung 90.923 2.015 92.939
Wertminderung 1.248 159.686 160.934
Umbuchung –28 –3.815 –3.843
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –489 –489
Abgang –18.760 –34.896 –15.277 –68.933
Zuschreibung –1 –1.537 –1.538
31.12.2008 282.665 201.113 483.778
Buchwert 1.1.2008 180.516 284.513 18.305 37.988 521.322
Buchwert 31.12.2008 413.391 370.935 18.050 5.083 807.460
2007
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2007 337.225 212.939 33.650 1.558 585.372
Währungsdifferenz –6.585 –19.680 –1.252 –2.588 –30.105
Konsolidierungskreisänderung 873 4.887 5.760
Zugang 65.257 203.546 1.265 40.031 310.099
Umbuchung 7.932 –10.923 –9 –975 –3.975
Abgang –6.614 –8.047 –72 –38 –14.771
31.12.2007 398.088 382.722 33.582 37.988 852.380
Entwicklung der Abschreibung
1.1.2007 176.625 9.467 186.092
Währungsdifferenz –2.091 –6.228 –8.319
Konsolidierungskreisänderung 773 773
Planmäßige Abschreibung 45.166 849 46.015
Wertminderung 1.640 80.106 15.277 97.023
Umbuchung –60 22.022 21.962
Abgang –3.963 –8.007 –11.970
Zuschreibung –518 –518
31.12.2007 217.572 98.209 15.277 331.058
Buchwert 1.1.2007 160.600 203.472 33.650 1.558 399.280
Buchwert 31.12.2007 180.516 284.513 18.305 37.988 521.322

Die Position Öl- und Gasvermögen mit nicht sicheren Reserven beinhaltet aktivierte Explorations- und Evaluierungskosten sowie Explorationslizenzen. Vor 2008 wurde diese Position innerhalb des Sachanlagevermögens berichtet. Vorjahrswerte wurden angepasst.

Sachanlagen EUR 1.000 12 Sachanlagen
Grund,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten,
einschließlich
Bauten auf
fremdem
Grund
Öl- und Gas
vermögen
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Anlagen in
Bau
Geleistete
Anzahlungen
Summe
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
1.1.2008 2.402.165 5.942.584 4.586.861 1.503.598 1.120.471 126.651 15.682.330
Währungsdifferenz –66.842 –377.082 –62.646 –15.195 –76.527 –13.200 –611.492
Konsolidierungskreis–
änderung 7.199 –5.769 –3 188 1.615
Zugang 105.838 1.598.479 247.289 131.642 923.809 92.751 3.099.808
Umbuchung 102.194 184.618 300.174 87.273 –598.537 –48.668 27.054
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –66.312 –980 –7.827 –31.909 –8.203 –115.231
Abgang –49.743 –28.814 –42.816 –63.895 –34.270 –138 –219.676
31.12.2008 2.434.498 7.318.805 5.015.267 1.611.512 1.326.930 157.396 17.864.408
Entwicklung der
Abschreibung
1.1.2008 835.340 2.296.537 2.628.625 952.265 33.528 7.390 6.753.686
Währungsdifferenz –10.952 –52.934 –31.367 –7.359 –4.113 –179 –106.904
Konsolidierungskreis–
änderung –10.791 –15 –10.806
Planmäßige Abschreibung 90.828 407.861 207.078 116.629 822.396
Wertminderung 56.428 590 99.238 12.892 47.140 317 216.604
Umbuchung –4.031 –44.291 49.868 25.238 –14.843 –6.911 5.031
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –38.466 –4.934 –25.321 –68.722
Abgang –31.018 –17.188 –38.235 –55.185 –22.004 –138 –163.769
Zuschreibung –1.953 –32 –1.509 –321 –777 –4.593
31.12.2008 896.176 2.590.543 2.897.972 1.018.821 38.931 479 7.442.922
Buchwert 1.1.2008 1.566.825 3.646.047 1.958.236 551.333 1.086.943 119.261 8.928.645
Buchwert 31.12.2008 1.538.323 4.728.262 2.117.295 592.691 1.287.999 156.916 10.421.486
Anschaffungs- und Grund,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten,
einschließlich
Bauten auf
fremdem
Grund
Öl- und Gas
vermögen
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Anlagen in
Bau
Geleistete
Anzahlungen
Summe
Herstellungskosten
1.1.2007 2.266.287 5.406.314 3.800.544 1.346.378 861.334 67.257 13.748.114
Währungsdifferenz –20.387 –311.984 –19.882 –7.029 –61.469 –8.819 –429.570
Konsolidierungskreis
änderung
23.224 29.625 1.921 1.437 101 56.308
Zugang 86.432 707.018 542.346 143.202 972.993 101.421 2.553.412
Umbuchung 116.752 185.593 314.046 70.921 –651.117 –31.608 4.587
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –14.646 –14.646
Abgang –70.143 –29.711 –79.818 –51.795 –2.707 –1.701 –235.875
31.12.2007 2.402.165 5.942.584 4.586.861 1.503.598 1.120.471 126.651 15.682.330
Entwicklung der
Abschreibung
1.1.2007 750.009 2.008.277 2.515.088 892.500 45.783 7.799 6.219.456
Währungsdifferenz –2.025 –116.862 –6.960 –2.981 –1.490 –475 –130.792
Konsolidierungskreis
änderung 1.588 738 2.326
Planmäßige Abschreibung 81.514 403.736 157.061 100.629 646 743.586
Wertminderung 36.517 6.904 24.571 3.652 18.614 67 90.325
Umbuchung –632 896 5.285 981 –27.880 –21.350
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –38 –38
Abgang –30.826 –6.414 –66.279 –42.472 –17 –1 –146.010
Zuschreibung –767 –141 –782 –2.128 –3.818
31.12.2007 835.340 2.296.537 2.628.625 952.265 33.528 7.390 6.753.685

Sachanlagen EUR 1.000

In der Position Grund, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich Bauten auf fremdem Grund sind Grundstücke in Höhe von TEUR 507.695 (2007: TEUR 512.771) ausgewiesen.

Buchwert 1.1.2007 1.516.278 3.398.037 1.285.456 453.878 815.551 59.458 7.528.658 Buchwert 31.12.2007 1.566.825 3.646.047 1.958.236 551.333 1.086.943 119.261 8.928.645

Die Position Öl- und Gasvermögen beinhaltet als Entwicklung zu klassifizierende Evaluierungskosten, Entwicklungskosten sowie Produktionskosten. Die Vorjahrswerte wurden angepasst (siehe Anhangangabe 11).

Insgesamt wurden Sachanlagen mit einem Buchwert von TEUR 46.510 (2007:TEUR 14.608) in die Position zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert. Davon wurden TEUR 2.020 bis zum Jahresende 2008 bereits verkauft.

Der Verkauf der 2007 als zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte, die ausschließlich das Joint Venture Dunlin bei der OMV (U.K.) Limited betreffen, wurde im Verlauf des Jahrs 2008 abgeschlossen.

Im Rahmen der Herstellung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden 2008 Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 19.189 (2007: TEUR 23.928) aktiviert, welche überwiegend aus nicht speziell aufgenommenen Fremdmitteln resultieren, sondern mittels eines Finanzierungskostensatzes von 4,4% (2007: 4,5%) bestimmt wurden. Zum Bilanzstichtag bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.033.522 (2007: TEUR 867.668).

Finanzierungsleasing

Das Sachanlagevermögen beinhaltet auch Anlagen mit Finanzierungsleasingverträgen. Diese bestehen u.a. bei OMV (U.K.) Limited für eine Erdgasaufbereitungsanlage, bei OMV Slovensko, s.r.o. und OMV Ceská republika, s.r.o. für Tankstellen und Grundstücke, bei OMV Gas&Power GmbH für Erdgas-Tankstellen, bei OMV Deutschland GmbH für Grundstücke und Gebäude sowie für Fuhrparks bei OMV Hungaria Asványolaj Kft. und Petrom LPG SA.

Leasing-, Miet- und Pachtverträge EUR 1.000
2008 2007
Anschaf Kumulierte Buch Anschaf Kumulierte Buch
fungskosten Abschreibung wert fungskosten Abschreibung wert
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten, einschließlich Bauten auf fremdem Grund 24.751 7.769 16.982 23.534 5.898 17.636
Technische Anlagen und Maschinen 33.434 27.746 5.688 30.924 25.096 5.828
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 2.112 697 1.415 6.414 6.414 0
Summe 60.296 36.212 24.084 60.872 37.408 23.463

Bedingte Leasingzahlungen für Finanzierungsleasingverträge wurden 2008 in Höhe von TEUR 906 (2007: TEUR 18) geleistet.

Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing per 31.12. EUR 1.000
≤1 Jahr 1–5 Jahre 2008
>5 Jahre
≤1 Jahr 1–5 Jahre 2007
>5 Jahre
Summe künftiger Mindestleasingzahlungen 29.370 133.662 11.166 2.340 7.079 12.131
[davon Zinsanteil] [13.567] [31.296] [2.944] [1.027] [2.712] [3.153]
Barwert der Mindestleasingzahlungen 15.803 102.367 8.222 1.313 4.367 8.978

Die Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing per 31.12.2008 enthalten ein FPSO-Schiff (Floating Production Storage and Offtake Vessel) für die Förderung, Aufarbeitung und Lagerung des Rohöls der neuseeländischen Maari Ölfeldplattform. Da die Übergabe des wirtschaftlichen Eigentums bis 31.12.2008 noch nicht stattgefunden hat wurde dieses Finanzierungsleasing nicht in die Bilanz aufgenommen.

Operatives Leasing

OMV nimmt auch operatives Leasing in Anspruch, welches hauptsächlich für die Nutzung von Tankstellengrundstücken, EDV-Anlagen sowie im Bereich des Fuhrparks eingesetzt wird. Der Aufwand belief sich im Jahr 2008 auf TEUR 95.335 (2007: TEUR 65.535).

Leasingaufwand für künftige Perioden EUR 1.000
Fällig innerhalb 1 Jahrs 66.610
Fällig zwischen 1 und 5 Jahren 174.068
Fällig nach mehr als 5 Jahren 247.990
Summe künftiger Mindestleasingzahlungen 488.667

Der Leasingaufwand für künftige Perioden inkludiert bereits das Leasing für das neue OMV Headoffice welches ab 2009 genutzt wird.

Für einen wesentlichen Teil der gemieteten Tankstellengrundstücke bestehen Verlängerungsoptionen.

13 Anteile an assoziierten Unternehmen

Anteile an assoziierten Unternehmen EUR 1.000
Buchwert 2008 2007
1.1. 2.125.635 1.786.141
Währungsdifferenz –242.322 78.477
Konsolidierungskreisänderung –65.707 –3.968
Zugang und anteilige Ergebnisse 258.145 350.517
Abgang –120.650 –85.533
31.12. 1.955.100 2.125.635

Folgende Tabelle zeigt die Eckdaten aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der at-equity bilanzierten Unternehmen:

Eckdaten der at-equity bilanzierten Unternehmen
2008 2007
Umlaufvermögen 3.581.519 3.685.636
Anlagevermögen 7.148.760 7.222.162
Fremdkapital 5.485.617 5.359.717
Nettoumsatz 17.397.176 15.485.113
Betriebserfolg (EBIT) 560.577 719.270
Jahresüberschuss 297.428 673.533

14 Vorräte

In der Berichtsperiode hat sich der Wert des Vorratsvermögens um TEUR 271.244 bzw. 11,1% auf TEUR 2.172.927 verringert. Das Vorratsvermögen verteilt sich wie folgt:

Vorratsbestand EUR 1.000
2008 2007
Rohöl 420.356 674.423
Sonstige Rohstoffe 368.092 308.333
Unfertige Mineralölprodukte 144.294 219.997
Sonstige unfertige Erzeugnisse 10.221 3.862
Fertige Mineralölprodukte 623.133 783.999
Sonstige fertige Erzeugnisse 578.719 434.257
Anzahlungen 28.111 19.300
Gesamt 2.172.927 2.444.171

Der Wert der Rohöl- und Mineralölproduktenbestände ist um 29,2% auf TEUR 1.187.783 (2007: TEUR 1.678.419) gesunken.

Als Warenaufwand wurden in der Berichtsperiode TEUR 17.204.905 ergebniswirksam in den Umsatzkosten erfasst (2007: TEUR 13.134.433).

Die aufwandswirksam erfassten Wertberichtigungen auf Vorräte betragen TEUR 127.964 (2007: TEUR 45.052).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Buchwerte) 15 Forderungen aus
2008 2007 Lieferungen und
Leistungen
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen 52.034 49.403
Forderungen gegenüber sonstigen Unternehmen 1.947.757 2.359.801
Gesamt 1.999.791 2.409.204

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen im Wesentlichen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2008 2007
1.1. 87.544 100.480
Zuführung (+)/Auflösung (–) 44.759 5.419
Abgänge –32.017 –20.752
Währungsdifferenz und Konsolidierungskreisänderung –6.230 2.396
31.12. 94.056 87.544
Buchwert der wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2008 2007
Vor Wertberichtigung 133.896 231.277
Nach Wertberichtigung 39.841 143.733

Die Altersstruktur überfälliger, aber nicht wertberichtigter Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 1.000
2008 2007
Bis 60 Tage überfällig 101.647 157.201
61 bis 120 Tage überfällig 2.630 270
Mehr als 120 Tage überfällig 8.815 3.985
Gesamt 113.092 161.455

15 Forderungen aus

16 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige finanzielle Vermögenswerte (Buchwerte nach Bewertung) EUR 1.000
Ergebnis Ergebnis Zu fortgeführten Summe [davon [davon
wirksam neutral Anschaffungs Buchwerte kurzfristig] langfristig]
zum Fair Value zum Fair Value kosten
bewertet bewertet bewertet
31.12.2008
Anteile an nicht-konsolidierten
Unternehmen 820.816 58.278 879.094 [—] [879.094]
Investmentfonds 6.620 6.620 [—] [6.620]
Anleihen 166.527 166.527 [—] [166.527]
Als Sicherungsinstrumente
designierte und effektive Derivate 19.110 571.445 590.555 [369.357] [221.198]
Sonstige Derivate 98.529 98.529 [98.529] [—]
Ausleihungen 341.762 341.762 [1.996] [339.766]
Sonstige Forderungen gegenüber
verbundenen, nicht-konsolidierten
Unternehmen [—] [—]
Sonstige Forderungen gegenüber
assoziierten Unternehmen 9.840 9.840 [9.830] [10]
Übrige sonstige Forderungen 729.696 729.696 [218.250] [511.446]
Gesamt 117.639 1.565.408 1.139.576 2.822.623 [697.962] [2.124.661]
31.12.2007
Anteile an nicht-konsolidierten
Unternehmen 2.141.532 57.124 2.198.656 [—] [2.198.656]
Investmentfonds 278.279 189.904 468.183 [278.279] [189.904]
Anleihen 55.717 55.717 [—] [55.717]
Als Sicherungsinstrumente
designierte und effektive Derivate 1.581 74.807 76.388 [53.657] [22.731]
Sonstige Derivate 4.389 4.389 [4.389] [—]
Ausleihungen 206.317 206.317 [2.370] [203.948]
Sonstige Forderungen gegenüber
verbundenen, nicht
konsolidierten Unternehmen 5.047 5.047 [1.801] [3.246]
Sonstige Forderungen gegenüber
assoziierten Unternehmen 3.724 3.724 [3.724] [—]
Übrige sonstige Forderungen 743.367 743.367 [249.823] [493.544]
Gesamt 284.249 2.461.960 1.015.579 3.761.788 [594.043] [3.167.745]

Mit Ausnahme der Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen zu Anschaffungskosten, für die kein Börsen- oder Marktkurs existiert, entspricht der jeweilige Buchwert dem beizulegenden Zeitwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte at-fair-value-through-profit-or-loss (exklusive der als Sicherungsinstrumente designierten und effektiven Derivate, die nicht als finanzielle Vermögenswerte at-fair-value-throughprofit-or-loss gelten) beträgt zum 31. Dezember 2008 TEUR 98.529 (2007: TEUR 282.668). Darin sind ausschließlich finanzielle Vermögenswerte held-for-trading enthalten. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte availablefor-sale beträgt zum 31. Dezember 2008 TEUR 1.052.241 (2007: TEUR 2.444.277). Finanzielle Vermögenswerte heldto-maturity wurden weder zum 31. Dezember 2007 noch zum 31. Dezember 2008 gehalten.

Die Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen, die ergebnisneutral zum Fair Value bewertet werden, beziehen sich ausschließlich auf den Anteil an der ungarischen Öl- und Gasgesellschaft MOL und enthalten erfolgsneutrale kumulierte Verluste in Höhe von TEUR 616.225 (2007: Gewinne von TEUR 704.122). Diese Anteile sind mit dem Börsenkurs des Bilanzstichtags bewertet. Unter Berücksichtigung aller Umstände entspricht dieser Börsenkurs nicht dem nachhaltig beizulegenden Unternehmenswert, weshalb von einer erfolgswirksamen Wertminderung abgesehen wird. OMV hält einen Anteil von 21,22% an MOL, wovon zum 31. Dezember 2008 Anteile im Wert von TEUR 795.669 zur Besicherung von kurzfristigen Bankfinanzierungen im Rahmen von Repo-Programmen genutzt sind. Auf Grund der in der Satzung von MOL festgelegten Beschränkung der Stimmrechte auf 10% liegt kein maßgeblicher Einfluss bei dieser Beteiligung vor.

Unter den Ausleihungen sind verzinsliche Gesellschafterdarlehen an IOB Holdings A/S und Erdöl-Tanklagerbetrieb GmbH von insgesamt TEUR 42.775 (2007: TEUR 42.775) mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 5,52% im Jahr 2008 sowie ein unverzinsliches Gesellschafterdarlehen an BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH in Höhe von TEUR 294.750 (2007: TEUR 159.750) ausgewiesen.

Fortgeführte Anschaffungskosten der Wertpapiere
2008 2007
Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen zum Fair Value 1.437.041 1.437.410
Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen zu Anschaffungskosten 58.278 57.124
Investmentfonds at-fair-value-through-profit-or-loss 276.020
Investmentfonds available-for-sale 6.631 212.646
Anleihen 171.883 57.543
Aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen zu sonstigen finanziellen Forderungen 1)
2008 2007
1.1. 106.697 122.574
Zuführung (+)/Auflösung (–) 1.199 –398
Abgänge –1.926 –9.042
Währungsdifferenzen –10.783 –6.436
31.12. 95.187 106.697

1) Betrifft die übrigen sonstigen Forderungen innerhalb der Position sonstige finanzielle Vermögenswerte.

Buchwert der wertberichtigten sonstigen finanziellen Forderungen
2008 2007
Vor Wertberichtigung 95.275 107.521
Nach Wertberichtigung 88 825

Die Altersstruktur überfälliger, aber nicht wertberichtigter sonstiger finanzieller Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter sonstiger finanzieller Forderungen
2008 2007
Bis 60 Tage überfällig 1.499 1.523
61 bis 120 Tage überfällig 1.647
Mehr als 120 Tage überfällig 12 2.567
Gesamt 1.511 5.737

17 Sonstige Vermögenswerte

Sonstige Vermögenswerte EUR 1.000
2008 2007
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Aktivische Abgrenzungen 32.953 15.947 62.163 16.501
Sonstige eigene Anzahlungen 16.974
Übrige nicht-finanzielle Forderungen 126.434 26.641 131.818
Sonstige Vermögenswerte 176.360 42.587 193.981 16.501

18 Zu Veräuße-

rungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten 2008 bestanden die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Liegenschaften der OMV Aktiengesellschaft und Petrom SA, aus Tankstellen der OMV Refining & Marketing GmbH und OMV Deutschland GmbH sowie dem E&P-Investment Boquerón, S.A., Venezuela. Der tatsächliche Rechtsübergang dieser Transaktionen soll 2009 erfolgen.

In 2007 bestanden die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus einem Grundstück der OMV Aktiengesellschaft, sowie dem Dunlin-Feld (ein Joint Venture in Großbritannien).

Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten
2008 2007
Langfristiges Vermögen 53.928 20.644
Kurzfristiges Vermögen und latente Steuern 6.428 10.692
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 60.356 31.336
Rückstellungen 5.695 25.549
Verbindlichkeiten 2.454 2.015
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 8.149 27.564

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 300.000.000 (2007: 300.000.000) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von TEUR 300.000 (2007: TEUR 300.000). Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht. Für das Geschäftsjahr 2008 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.

19 Eigenkapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung 2007 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft um bis zu TEUR 36.350 durch Ausgabe von maximal 36.350.000 Stückaktien bis zum 23. Mai 2012 zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Die Hauptversammlung vom 14. Mai 2008 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß (derzeit 10% des Grundkapitals) während einer Geltungsdauer von 18 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Die eigenen Aktien können zur Bedienung der Aktienoptionspläne verwendet oder jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Anbot veräußert werden.

Kapitalrücklagen wurden durch Zufuhr von Mitteln gebildet, welche auf Grund der Eigentümerstellung über das Grundkapital hinaus der OMV Aktiengesellschaft zugeflossen sind.

Die Ergebnisse der vollkonsolidierten Unternehmen sowie der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind unter Berücksichtigung der Konsolidierungsvorgänge in den Gewinnrücklagen enthalten.

Die in der Darstellung der Entwicklung des konsolidierten Eigenkapitals unter den sonstigen Rücklagen ausgewiesenen im Eigenkapital berücksichtigten Gewinne und Verluste setzen sich an den Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:

Direkt im Eigenkapital berücksichtigte Gewinne und Verluste EUR 1.000
31.12.2008 31.12.2007
Brutto Steuern Netto Brutto Steuern Netto
Währungsdifferenzen und Sonstiges –423.194 –423.194 104.058 104.058
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–)
aus Wertpapieren –620.152 691 –619.461 680.253 5.796 686.049
Erfolgsneutrale Eigenkapitaländerung
von at-equity konsolidierten
Unternehmen –26.576 –26.576
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–)
aus Hedges 74.338 –12.011 62.328 –15.083 3.495 –11.588
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (–) –969.008 –11.320 –980.328 742.652 9.291 751.943

Für das Geschäftsjahr 2008 wird seitens der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,00 je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen.

Für das Geschäftsjahr 2007 wurde seitens der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,25 je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2007 je dividendenberechtigter Aktie erfolgte im Mai 2008 in dieser Höhe.

In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2008 wurde im Zusammenhang mit der Genehmigung von Aktienoptionsplänen der Erwerb eigener Anteile genehmigt. Das Eigenkapital wird in Höhe der Anschaffungskosten der zurückgekauften eigenen Anteile gekürzt. Gewinne oder Verluste aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu den Anschaffungskosten erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.

Die eigenen Anteile entwickelten sich in den Berichtsperioden wie folgt:

Eigene Anteile

Stückaktien
Anschaffungswert
Stand 1.1.2007 1.289.606 in EUR 1.000
14.141
Zugang 1.627.390 64.861
Abgang –1.647.930 –65.072
Stand 31.12.2007 1.269.066 13.930
Zugang 15.774 446
Abgang –31.941 –378
Stand 31.12.2008 1.252.899 13.997

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar.

Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile

Stückaktien Eigene Aktien Im Umlauf befindliche
Anteile
Stand 1.1.2007 300.002.400 1.289.606 298.712.794
Kapitalherabsetzung –2.400 –2.400
Kauf eigener Aktien 1.627.390 –1.627.390
Bedienung von Wandlungen und Aktienoptionen –1.645.130 1.645.130
Verkauf eigener Aktien –400 400
Stand 31.12.2007 300.000.000 1.269.066 298.730.934
Kauf eigener Aktien 15.774 –15.774
Bedienung von Aktienoptionen –31.266 31.266
Verkauf eigener Aktien –675 675
Stand 31.12.2008 300.000.000 1.252.899 298.747.101

In der Berichtsperiode entwickelten sich die Rückstellungen wie folgt:

20 Rückstellungen

Rückstellungen EUR 1.000
Pensionen
und ähnliche
Verpflich-
tungen
Rückstellung
für laufende
Ertrag-
steuern
Rückstellung
für Rekulti
vierung 1)
Sonstige
Rückstel
lungen 2)
Gesamt
1.1.2008 923.060 85.370 1.555.952 667.923 3.232.305
Währungsdifferenz –6.829 –1.199 –141.825 –50.763 –200.616
Konsolidierungskreisänderung 156 407 –2.983 –2.420
Verbrauch –69.602 –54.702 –15.535 –358.770 –498.609
Zahlung an Fonds –9.837 –9.837
Zuweisung 124.625 55.539 280.273 555.516 1.015.953
Umbuchungen –29.798 4.990 24.808
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten –5.065 –312 –5.377
31.12.2008 931.775 85.415 1.678.790 835.420 3.531.400
[davon kurzfristig] [—] [85.415] [—] [552.349] [637.764]

1) Der kurzfristige Teil der Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen von TEUR 442 (2007: TEUR 5.221) ist in der Position sonstige Rückstellungen enthalten 2) Diese Position enthielt 2007 TEUR 31.337 abgegrenzte Verbindlichkeiten für nicht konsumierte Urlaube; diese Position wird ab dem Berichtsjahr in der Position sonstige Verbindlichkeiten (vgl. Anhangangabe 21) ausgewiesen. Der Vorjahrswert wurde angepasst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, welche bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden, einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Mitarbeiter, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt.

Die Anwartschaften für wertgesicherte Pensionszusagen in der OMV Aktiengesellschaft wurden in den Vorjahren an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen.

Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten fünf Kalenderjahre abhängig. Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Bei den beitragsorientierten Plänen stimmt der Aufwand mit den Beitragsleistungen überein.

In Österreich und Deutschland erhalten Mitarbeiter nach Erreichung eines bestimmten Dienstalters Jubiläumsgelder. Die Pläne erfordern keine Mitarbeiterbeiträge und keine Wertpapierdeckung.

Die Entwicklung der leistungsorientierten Pensionspläne stellt sich wie folgt dar:

Leistungsorientierte Pensionspläne EUR 1.000
2008 2007 2006 2005 2004
Barwert der über einen Fonds finanzierten Verpflichtung 522.420 551.603 539.403 525.873 473.205
Marktwert des Planvermögens 1) –349.295 –381.439 –382.386 –366.003 –347.153
Nicht erfasster versicherungsmathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) –72.970 –72.315 –65.075 –75.303 –41.932
Rückstellung der über einen Fonds finanzierten Verpflichtung 100.155 97.849 91.942 84.567 84.120
Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtung 524.123 560.277 578.398 598.230 606.917
Nicht erfasster versicherungsmathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) –5.765 –21.451 –19.316 –18.915 6.002
Rückstellung der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtung 518.358 538.826 559.082 579.315 612.919
Rückstellung für leistungsorientierte Pensionspläne 618.513 636.675 651.024 663.882 697.039

1) Diese Position beinhaltet 2008 TEUR 770 für qualifizierte Versicherungsverträge (2007: TEUR 770).

Die Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen, Jubiläumsgelder und Lösungskosten stellt sich wie folgt dar:

Abfertigungen, Jubiläumsgelder und Lösungskosten EUR 1.000
2008 2007 2006 2005 2004
Barwert der Verpflichtung 469.082 442.024 496.157 463.075 414.674
Nicht erfasster versicherungsmathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) –5.994 –12.953 –6.182 –12.114 1.329
Rückstellung der Verpflichtung 463.088 429.071 489.975 450.961 416.003

Rückstellungen und Aufwendungen der Periode entwickelten sich wie folgt:

Rückstellungen und Aufwendungen
EUR 1.000
2008 2007
Pensions Abferti Pensions Abferti
pläne gungen, pläne gungen,
Jubiläen und Jubiläen und
Lösungen Lösungen
Rückstellung zum 1.1. 636.675 429.071 651.024 489.975
Periodenaufwand 39.242 126.455 38.084 91.978
Zugänge durch Erwerb von Geschäftsbetrieben 20.036
Fondsdotierung –10.658 –5.195
Auszahlungen –46.746 –93.715 –47.565 –143.188
Währungsumrechnung –18.759 –9.987
Aus Unternehmenszusammenschlüssen übernommene Schulden 327 293
Rückstellung zum 31.12. 618.513 463.088 636.675 429.071
Laufender Dienstzeitaufwand 5.374 117.536 6.597 75.877
Zinsaufwand auf die Verpflichtung 48.544 17.334 48.909 15.684
Erwartete Erträge aus Planvermögen –20.384 –22.446
Amortisierte versicherungsmathematische Verluste (+)/Gewinne (–) 5.708 –8.415 4.679 417
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 345
Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen der Periode 39.242 126.455 38.084 91.978

Im Finanzergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Lösungskosten in Höhe von TEUR 6.343 (2007: TEUR 5.776) enthalten.

Unter Abfertigungen, Jubiläen und Lösungen sind TEUR 149.826 (2007: TEUR 142.687) Rückstellungen für Lösungskosten enthalten, die unter den sonstigen Rückstellungen (kurzfristig) ausgewiesen sind.

Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31.12.

2008 2007
Pensions Abferti Pensions Abferti
pläne gungen, pläne gungen,
Jubiläen Jubiläen
Kapitalmarktzinssatz 5,50% 5,50% 4,50% 4,50%
Gehaltstrend 3,85% 3,85% 3,85% 3,85%
Inflationsrate 2,50% 1,90%
Langfristige Planvermögensrendite 5,50% 6,00%

2007 wurden für die Berechnung der Abfertigungsrückstellung bei Petrom SA ein Diskontsatz von 4,34% und eine Inflationsrate von 3,00% herangezogen.

Veranlagung des Planvermögens zum 31.12.

2008 2007
VRG IV VRG VI VRG IV VRG VI
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere 23,1% 25,6% 37,3% 42,1%
Schuldverschreibungen 54,7% 47,2% 37,7% 45,9%
Cash und Geldmarktveranlagungen 16,4% 27,2% 18,3% 12,0%
Sonstige 5,8% 6,7%
Summe 100,0% 100,0% 100,0% 100,0%

Der Marktwert des Planvermögens für über einen Fonds finanzierte leistungsorientierte Pensionspläne entwickelte sich wie folgt:

Marktwert des Planvermögens EUR 1.000
2008 2007
Marktwert des Planvermögens zum 1.1. VRG IV
180.496
VRG VI
200.173
VRG IV
172.417
VRG VI
209.969
Erwartete Erträge aus Planvermögen 9.833 10.534 10.290 12.138
Fondsdotierung 7.713 2.945 5.195
Auszahlungen –3.178 –17.270 –2.187 –16.086
Umgliederungen Fondsvermögen 1.043 –1.043
Versicherungsmathematischer Gewinn (+)/Verlust (–)
der Periode aus Planvermögen –33.810 –8.911 –6.262 –4.805
Marktwert des Planvermögens zum 31.12. 161.054 187.471 180.496 200.173

Ziel der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allocation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten.

Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppe (VRG) IV ist in EUR-denominierte Anleihefonds, internationale Aktienfonds sowie Anlagen auf dem Geldmarkt investiert. Im Zuge einer Risikodiversifizierung wurde bei der Auswahl der Asset Manager auf deren unterschiedliche Managementstile und Investmentansätze Bedacht genommen.

Für die Veranlagung des Vermögens der VRG VI wurde 2005 ein Wertsicherungskonzept implementiert. Bei diesem Investmentprozess wird risikoabhängig in europäische Aktien und Assets mit geringerem Risiko veranlagt, wobei eine definierte Wertuntergrenze zu einem bestimmten Stichtag nicht unterschritten werden soll, gleichzeitig aber auch die Chance auf eine Teilnahme an einer positiven Entwicklung des Aktienmarkts gewahrt bleibt.

Auf Grund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRG positive und negative Abweichungen zu der Planvermögensrendite. In Folge der negativen Entwicklungen der internationalen Finanzmärkte seit September 2008 war auch das Veranlagungsergebnis der VRG IV in 2008 negativ; das Veranlagungsergebnis der VRG VI war auf Grund des Wertsicherungskonzepts in 2008 ausgeglichen.

Für 2009 sind leistungsorientierte Zahlungen an die APK-Pensionskasse AG im Ausmaß von TEUR 5.378 geplant.

Zahlungen für Berechtigte von Pensionsplänen werden für die Jahre 2009 bis 2018 in folgender Höhe erwartet:

Erwartete Zahlungen für Berechtigte von Pensionsplänen EUR 1.000
Pensionen
2009 67.750
2010 68.484
2011 69.011
2012 70.306
2013 72.180
2014–2018 366.038

Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen

In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der aktivierten Anlagenentfernungskosten und der Rekultivierungsrückstellung dargestellt. Bei Änderungen in den geschätzten Rekultivierungskosten ist in der Periode der Änderung der Barwert lediglich auf den Änderungseffekt zu ermitteln und im Falle der Erhöhung über die Restlaufzeit abzuschreiben bzw. bei einer Reduktion vom bereits aktivierten Vermögenswert abzuziehen.

Anschaffungswert
Abschreibung
Buchwert
Aktivierte Anlagenentfernungskosten
1.1.2008
240.409
138.210
102.199
Währungsdifferenz
–14.705
–1.984
–12.721
Neue Verpflichtungen
23.992

23.992
Akquisitionen und Abgänge



Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 1)
–1.856
–667
–1.189
Erhöhung aus Parameteränderung
39.522

39.522
Abschreibung laufende Periode

17.783
–17.783
Abgänge/Liquidationen laufende Periode
–16.632
–17.027
395
Kürzung aus Parameteränderung
–2.297

–2.297
31.12.2008
268.433
136.315
132.117
Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen 2)
1.1.2008


1.561.174
Währungsdifferenz


–153.992
Neue Verpflichtungen


31.063
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 1)


–5.062
Erhöhung aus Parameteränderung 3)


165.877
Kürzung aus Parameteränderung


–2.522
Abgrenzung Diskontierung/Aufzinsung


97.547
Tilgungen laufende Periode


–14.853
31.12.2008


1.679.232
Aktivierte Anlagenentfernungskosten und Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen

1) Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen beabsichtigte Tankstellen-Verkäufe in Österreich und Deutschland.

2) Der in dieser Position enthaltene kurzfristige Teil beträgt zum 31. Dezember 2008 TEUR 442 (2007: TEUR 5.221) und ist in der Position sonstige Rückstellungen enthalten.

3) Diese Position beinhaltet mit TEUR 132.857 die Rückstellungserhöhung aus Parameteränderung der Petrom SA.

Die Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen enthält Verpflichtungen der Petrom SA in Höhe von TEUR 1.262.444 (2007: TEUR 1.194.654). Diesen steht eine Forderung gegenüber dem rumänischen Staat in Höhe von TEUR 506.630 (2007: TEUR 473.363) entgegen, die in der Position sonstige finanzielle Vermögenswerte im langfristigen Vermögen ausgewiesen ist.

Sonstige Rückstellungen EUR 1.000
2008 2007
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Umweltschutzkosten 2.019 116.953 1.589 110.484
Sonstige Personalrückstellungen 1) 183.794 355 168.405 286
Sonstige 366.535 165.764 221.711 165.448
Sonstige Rückstellungen 552.348 283.072 391.705 276.218

1) 2007 waren in dieser Position abgegrenzte Verbindlichkeiten für nicht konsumierte Urlaube im Ausmaß von TEUR 31.227 enthalten, welche ab 2008 in der Position sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Die Vorjahrswerte wurden angepasst.

In den sonstigen Personalrückstellungen sind u.a. kurzfristige Lösungskosten in Höhe von TEUR 149.826 (2007: TEUR 142.687) enthalten. Die Position sonstige enthält kurzfristige Rekultivierungsrückstellungen von TEUR 442 (2007: TEUR 5.221). Diese Position beinhaltet auch TEUR 150.438 kurzfristige und TEUR 94.985 langfristige Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mit aktiven und ehemaligen Dienstnehmern betreffend verschiedener Klagen aus der unterschiedlichen Interpretation einzelner Bestimmungen des Kollektivvertrags von Petrom.

Emissionszertifikate

Auf Basis der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats über ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten wurden durch nationale Zuteilungspläne den betroffenen Gesellschaften im OMV Konzern (exkl. Petrom SA) für die erste Periode 2005–2007 in Summe 11.204.724 Emissionszertifikate unentgeltlich zugeteilt. Rumänien ist seit Jänner 2007 mit dem EU-Beitritt ebenfalls im EU-Emissionshandelssystem. Die Zuteilung für insgesamt 19 Anlagen von Petrom betrug 4.344.491 Zertifikate.

Die Emissionen des Jahrs 2007 betrugen für die OMV Anlagen 3.754.249 Tonnen (2006: 3.867.453 Tonnen, 2005: 3.851.722 Tonnen). In der jeweiligen Höhe wurden im April 2008 (bzw. April 2007 und April 2006) Emissionszertifikate an die nationalen Registerstellen zurückgegeben. Im Jahr 2007 betrugen die Emissionen von Petrom 3.992.018 Tonnen; in dieser Höhe wurden Zertifikate an die nationale Registerstelle zurückgegeben.

Für das erste Jahr der Handelsperiode 2008-2012 wurden durch nationale Zuteilungspläne den betroffenen Gesellschaften im OMV Konzern in Summe 8.066.373 Zertifikate unentgeltlich zugeteilt, davon 3.987.421 den 19 Anlagen von Petrom in Rumänien.

Zum Bilanzstichtag verfügt der OMV Konzern über 8.072.732 Emissionszertifikate, wovon 3.300.000 Emissionszertifikate im Rahmen einer Repo-Transaktion zur Besicherung einer kurzfristigen Finanzierung hinterlegt sind.

Entwicklung der Emissionszertifikate

Emissionszertifikate
per 31.12.2008
Zuteilung für 2008 8.066.373
Netto-Zukäufe und -Verkäufe 2008 1) 6.359
Summe 8.072.732

1) Zukäufe werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Zum 31. Dezember 2008 bestand ebenso wie zum 31. Dezember 2007 für den OMV Konzern keine Unterdeckung.

Verbindlichkeiten EUR 1.000
2008 2007
Gesamt Kurzfristig Langfristig Gesamt Kurzfristig Langfristig
Anleihen 488.116 488.116 466.990 466.990
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 3.644.715 1.606.509 2.038.205 2.963.633 2.514.827 448.806
[davon gegenüber Banken] 1) [3.644.715] [1.606.509] [2.038.205] [2.963.633] [2.514.827] [448.806]
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen (kurzfristig) 2) 2.141.067 2.141.067 2.573.046 2.573.046
[davon gegenüber verbundenen, nicht
konsolidierten Unternehmen] [87] [87] [—] [695] [695] [—]
[davon gegenüber assoziierten
Unternehmen] [60.137] [60.137] [—] [56.048] [56.048] [—]
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2) 814.735 415.411 399.324 410.624 317.560 93.063
Sonstige Verbindlichkeiten 3) 1.021.385 1.007.457 13.927 928.011 911.594 16.418
Zu Veräußerungszwecken gehaltene
Verbindlichkeiten 8.149 8.149 27.564 27.564
Gesamt 8.118.166 5.178.594 2.939.572 7.369.867 6.344.591 1.025.276

1) Verbindlichkeiten gegenüber Banken sind durch verpfändete Wertpapiere bei der OMV Clearing und Treasury GmbH (Anteile an MOL, siehe Anhangangabe 16) in Höhe von TEUR 795.669 und bei der OMV Refining & Marketing GmbH in Höhe von insgesamt TEUR 4.911 (2007: TEUR 4.718 bei OMV Refining & Marketing GmbH) dinglich besichert.

2) Abgrenzungen für fehlende Eingangsrechnungen, welche 2007 in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten waren, werden 2008 als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig) ausgewiesen. Die Vorjahrswerte wurden angepasst.

3) Abgegrenzte Verbindlichkeiten für nicht konsumierte Urlaube, welche 2007 in den sonstigen Rückstellungen enthalten waren, werden 2008 unter sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Vorjahrswerte wurden angepasst.

Anleihen

Begebene Anleihen

2008 2007
Nominale Kupon Rückzahlung Buchwert Buchwert
zum 31.12. zum 31.12.
in EUR 1.000 in EUR 1.000
Inländische Industrieanleihe 1) EUR 250.000.000 3,75% fix 30.6.2010 252.476 248.613
US Privatplatzierung 1) USD 182.000.000 4,73% fix 27.6.2013 130.775 123.633
USD 138.000.000 4,88% fix 27.6.2015 104.864 94.744
Gesamt 488.116 466.990

1) Der Zinssatz wurde durch derivative Instrumente (Zinsswaps) teilweise von fix auf variabel gedreht.

Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Anleihen

Einige der verzinslichen Kredite gegenüber Nichtbanken beinhalten Finanzklauseln, die im Wesentlichen adaptierte Eigenkapitalquoten, den Cashflow aus der Betriebstätigkeit ohne Zinsenaufwand und -ertrag sowie das EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) betreffen.

21 Verbindlichkeiten

Die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten und Anleihen haben folgende Fristigkeiten:

Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Anleihen EUR 1.000
2008 2007
Kurzfristige Kreditfinanzierungen 1.606.509 2.474.703
Kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen 40.125
Gesamt kurzfristig 1.606.509 2.514.827
Fälligkeit langfristiger Finanzierungen
2009/2008 (kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen) 40.125
2010/2009 428.800 37.549
2011/2010 1.280.798 248.613
2012/2011 91.084 154.675
2013/2012 460.775 90.081
2014/2013 und folgende Jahre 264.864 384.877
Gesamt ab 2010/2009 2.526.321 915.796
Gliederung der verzinslichen Finanzverbindlichkeiten und Anleihen nach Währungen und Zinssätzen EUR 1.000
2008 2007
Gewogener Gewogener
Durchschnitts Durchschnitts
zinssatz zinssatz
Langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Anleihen 1)
Fixe Zinssätze EUR 532.476 3,55% 528.738 3,55%
USD 235.640 4,79% 218.377 4,79%
Gesamt 768.116 747.115
Variable Zinssätze AUD 4.193 6,47% 40.854 7,46%
EUR 1.524.963 4,03% 70.700 5,39%
NZD 76.475 5,76% 53.844 9,06%
RON 125.735 17,55%
USD 26.839 2,88% 43.408 5,23%
Gesamt 1.758.205 208.806
Kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Anleihen 2)
BGN 9.719 6,35%
EUR 1.537.955 5,37% 2.264.066 4,61%
HRK 3.824 12,44% 285 8,95%
HUF 25.875 10,99% 111.866 7,67%
MDL 342 17,50%
RON 29.136 16,33%
SKK 4.694 4,45%
USD 93.450 6,15%
Gesamt 1.606.509 2.474.703

1) Inklusive kurzfristiger Teile langfristiger Kreditfinanzierung.

2) Die kurzfristigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten enthalten 2008 fix verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 741.340 (2007: TEUR 6.470), die ausschließlich Verbindlichkeiten in EUR enthalten (2007: TEUR 6.128 in USD, TEUR 342 in Moldauischen Lei [MDL]). Alle anderen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind variabel verzinslich (einschließlich Tagesgelder).

Die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten und Anleihen in Höhe von insgesamt TEUR 4.132.830 (2007: TEUR 3.430.623) sind zum Restbuchwert bewertet. Der geschätzte Tageswert dieser Verbindlichkeiten beträgt TEUR 4.101.239 (2007: TEUR 3.403.237), wovon TEUR 1.477.865 (2007: TEUR 726.198) auf fix verzinsliche und TEUR 2.623.374 (2007: TEUR 2.677.039) auf variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten entfallen. Dabei wurde der Tageswert von Finanzverbindlichkeiten, für die kein Marktpreis verfügbar war, durch Diskontierung der künftigen Zahlungsströme mit jenem Zinssatz, der am Bilanzstichtag für gleichartige Verbindlichkeiten mit gleicher Restlaufzeit gültig war, ermittelt.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1) EUR 1.000
Gesamt Kurzfristig Langfristig
2008
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (langfristig) 86.973 86.973
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen 518 401 117
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 6.800 6.800
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven
Derivaten 509.018 249.919 259.099
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 16.385 16.385
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 195.042 148.707 46.335
Gesamt 814.735 415.411 399.324
2007
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (langfristig) 40.588 40.588
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen 418 418
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 6.811 11 6.800
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven
Derivaten 102.997 87.777 15.220
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 8.202 8.202
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 251.607 221.152 30.455
Gesamt 410.624 317.560 93.063

1) Abgrenzungen für fehlende Eingangsrechnungen, welche 2007 in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten waren, werden 2008 als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig) ausgewiesen. Die Vorjahrswerte wurden angepasst.

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Derivaten entspricht dem Fair Value. Die Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven Derivaten enthalten Verbindlichkeiten aus Fair-Value-Hedges in Höhe von TEUR 55.954 (2007: TEUR 46.088), deren Fair-Value-Anpassungen ergebniswirksam verbucht werden. Fair-Value-Anpassungen der restlichen Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven Derivaten werden ergebnisneutral verbucht. Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten sind finanzielle Verbindlichkeiten at-fair-value-through-profit-or-loss, deren Fair-Value-Anpassungen ergebniswirksam verbucht werden. Sämtliche anderen Positionen sind als Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert bewertet werden, zu klassifizieren.

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten EUR 1.000
Gesamt Kurzfristig Langfristig
2008
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 643.617 643.571 46
Fremde Vorauszahlungen 313.511 300.739 12.772
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1) 64.257 63.148 1.109
Gesamt 1.021.385 1.007.457 13.927
2007
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 603.510 603.505 4
Fremde Vorauszahlungen 205.285 188.872 16.413
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1) 119.216 119.216
Gesamt 928.011 911.594 16.418

1) Abgegrenzte Verbindlichkeiten für nicht konsumierte Urlaube, welche 2007 in den sonstigen Rückstellungen enthalten waren, werden 2008 unter sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Vorjahrswerte wurden angepasst.

Latente Steuern EUR 1.000

22 Latente Steuern

Aktive latente Wert Aktive Passive
Steuern ohne berich latente latente
Wertberichtigung tigung Steuern Steuern
2008
Immaterielle Vermögenswerte 10.878 564 10.314 83.999
Sachanlagevermögen 140.142 140.142 367.544
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 24.403 24.403 1.471
Abgrenzung Petroleum Revenue Tax (PRT) 688 688 1.375
Vorräte 20.664 126 20.538 22.014
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 34.157 15.877 18.279 177.402
Unversteuerte Rücklagen 8.013
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 99.364 99.364
Sonstige Rückstellungen 246.830 5.747 241.083 25.334
Verbindlichkeiten 199.787 225 199.563 212.024
Sonstige, keiner Bilanzposition zuordenbare latente Steuern 103.654
Verlustvorträge 62.293 37.307 24.986
Gesamt 839.205 59.847 779.358 1.002.829
Saldierung auf Grund gleicher Steuerhoheiten –637.514 –637.514
Latente Steuern in zu Veräußerungszwecken gehaltenem
Vermögen –1.546 –2.142
Latente Steuern laut Bilanz 140.298 363.173
Latente Steuern EUR 1.000
Aktive latente Wert Aktive Passive
Steuern ohne berich latente latente
Wertberichtigung tigung Steuern Steuern
2007
Immaterielle Vermögenswerte 19.714 19.714 2.798
Sachanlagevermögen 113.128 113.128 463.971
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 26.670 5 26.665 1.376
Abgrenzung Petroleum Revenue Tax (PRT) 2.171 2.171 1.086
Vorräte 10.298 130 10.169 58.440
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 44.929 17.860 27.069 49.006
Unversteuerte Rücklagen 20 20 25.190
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 101.156 101.156 13
Sonstige Rückstellungen 231.170 4.894 226.276 24.396
Verbindlichkeiten 101.568 752 100.816 182.483
Sonstige, keiner Bilanzposition zuordenbare latente Steuern 90.846
Verlustvorträge 69.067 40.255 28.812
Gesamt 719.890 63.896 655.994 899.604
Saldierung auf Grund gleicher Steuerhoheiten –591.448 –591.448
Latente Steuern in zu Veräußerungszwecken gehaltenem
Vermögen –9.012 –336
Latente Steuern laut Bilanz 55.534 307.820

Latente Steuern werden auf einbehaltene Gewinne von Konzerngesellschaften in der Regel dann berücksichtigt, wenn es keine Möglichkeit gibt, diese Beträge steuerfrei beim Mutterunternehmen zu vereinnahmen, sowie wenn auf Konsolidierungsbuchungen zukünftiger Ertragsteueraufwand oder -ertrag entfällt.

Zum 31. Dezember 2008 waren steuerliche Verlustvorträge von TEUR 242.343 vorhanden (2007: TEUR 234.321). Die zeitliche Verteilung der Vortragsfähigkeit stellt sich wie folgt dar:

Steuerliche Verlustvorträge EUR 1.000
2008 2007
2008 7.057
2009 2.761 1.229
2010 5.311 9.277
2011 4.755 14.021
2012 2.530 6.727
2013 66.270
Nach 2013/2012 56.277 26.983
Unbegrenzt 104.439 169.027
Gesamt 242.343 234.321

Ergänzende Angaben zur Finanzlage

23 Cashflow-Rechnung

Die liquiden Mittel umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und jederzeit disponible kurzfristige Veranlagungen mit geringem Verwertungsrisiko, welches dann gegeben ist, wenn die kurzfristige Verwertung mit einem vernachlässigbaren Kurs- oder Zinsrisiko verbunden ist. Die Veranlagungen dürfen zum Anschaffungszeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten aufweisen. Über das Bankguthaben der Amical Insurance Limited in Höhe von TEUR 16.208 (2007: TEUR 30.887) kann aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht zur Gänze frei verfügt werden. Weitere TEUR 15.081 betreffen verpfändete Bankkonten.

Cashflow-Rechnung EUR 1.000
2008 2007
Zinszahlungen –137.219 –122.058
Ertragsteuerzahlung –572.059 –546.244
Dividendenausschüttungen assoziierter Unternehmen 58.104 37.604

24 Haftungs-

verhältnisse

Für Rechtsstreitigkeiten, aus denen wahrscheinlich Verpflichtungen resultieren, werden Rückstellungen gebildet. Der Vorstand vertritt den Standpunkt, dass jene Rechtsstreitigkeiten, die nicht durch Rückstellungen oder Versicherungen gedeckt sind, keinen wesentlichen Einfluss auf das Konzerneigenkapital haben werden. Jede Konzerngesellschaft unterliegt mit ihren Produktionsanlagen und ihrem Grundvermögen in den jeweiligen Ländern einer Reihe von Umweltschutzbestimmungen. Für die geschätzten Kosten bestehender Verpflichtungen aus Umweltschutzmaßnahmen wurde in Übereinstimmung mit den Bilanzierungsregeln des Konzerns bilanziell vorgesorgt. Bei Öl- und Gaspipelines wird für Rekultivierungen eine Rückstellung gebildet, wenn zum Bilanzstichtag eine Verpflichtung bereits eingetreten ist. Unter Berücksichtigung der Betriebsfortführung (Grundsatz der Unternehmensfortführung) werden für drohende Verpflichtungen im Zusammenhang mit nicht absehbaren Stilllegungen keine bilanziellen Vorsorgen getroffen.

Der Vorstand ist der Ansicht, dass die Einhaltung der gegenwärtigen Gesetze und Bestimmungen und der künftig strengeren Gesetze und Bestimmungen keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Konzernabschlüsse der näheren Zukunft haben wird.

Im Zuge von Unternehmensveräußerungen vergangener Jahre (Chemie Linz GmbH, PCD Polymere GmbH) hat die Gesellschaft Haftungen für mögliche Umweltrisiken übernommen. Der Gesamtbetrag der eventuellen Verpflichtungen ist mit TEUR 101.740 begrenzt. Bis zum Bilanzerstellungszeitpunkt ist für die genannten Veräußerungen keine Haftung eingetreten.

Im Zusammenhang mit dem Verkauf der PCD-Gruppe im Jahr 1998 wurden Vereinbarungen mit einer Laufzeit bis 2017 für Liegenschaften in Schwechat und Burghausen getroffen, die bei Ausübung zu einem Liegenschaftsabtausch führen.

Im Zuge der Anteilsabtretungen an der AMI Agrolinz Melamine International GmbH wurden Haftungen insbesondere für etwaige Umweltrisiken sowie offene Rechtsstreitigkeiten mit einem Höchstbetrag von bis zu TEUR 67.500 übernommen. Der Haftungszeitraum beträgt mit wenigen Ausnahmen 60 Monate, ab Closing der Transaktion. Der Haftungszeitraum für vergleichbare Haftungen im Zuge der Anteilsabtretungen an Polyfelt GmbH lief im Dezember 2008 aus.

Liquiditätsrisiko

Zur Beurteilung des Liquiditätsrisikos werden konzernweit die geplanten operativen sowie finanziellen Ein- und Auszahlungsströme auf Monatsbasis analysiert und die geplante Nettoliquiditätsentwicklung dargestellt. Der geplanten Nettoliquiditätsentwicklung werden bestehende Geldanlagen und Finanzierungen, deren geplante Abreifung sowie bestehende Liquiditätsreserven gegenübergestellt. Diese Analyse stellt die Basis für Finanzierungsentscheidungen hinsichtlich Kapitalbindung dar.

Im Hinblick auf die vorherrschende Finanzmarktkrise und die damit einhergehende Kreditknappheit legt OMV einen zusätzlichen Schwerpunkt auf das Liquiditätsrisiko und dessen Steuerung. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des OMV Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien gehalten.

Das operative Liquiditätsmanagement umfasst einen Cash-Concentration-Prozess, durch den eine Zusammenführung von liquiden Mitteln erfolgt. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen des Konzerns sowie einzelner Konzerngesellschaften gesteuert werden.

Detaillierte Angaben zu den Finanzierungsverbindlichkeiten des Konzerns enthält Anhangangabe 21.

Kapitalrisikomanagement

Das Kapitalrisikomanagement im OMV Konzern ist Teil des Value Managements und orientiert sich an den zentralen Steuerungsgrößen ROACE (Return on Average Capital Employed) und Verschuldungsgrad (Gearing Ratio). Basierend auf den Mittelfristannahmen plant OMV über den Geschäftszyklus einen ROACE von 13% sowie eine langfristige Kapitalstruktur mit einem Verschuldungsgrad von bis zu 30%.

Marktrisiko

Zur Steuerung von Marktrisiken werden derivative und nicht-derivative Instrumente bei Bedarf eingesetzt, die sich aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen ergeben und einen negativen Effekt auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder erwartete zukünftige Zahlungsströme haben können. Oberster Grundsatz des Derivate-Einsatzes ist die Absicherung von Risiken aus Grundgeschäften. Derivate sind Verträge, deren Wert sich von einem oder mehreren zugrunde liegenden Finanzinstrumenten, Indizes oder Preisen ableitet, die im Vertrag definiert sind. Der erstmalige Ansatz von derivativen Instrumenten erfolgt ab Geltung der vertraglichen Bestimmungen, also ab Entstehen von Anspruch und Verpflichtung. Die Ausbuchung erfolgt bei Wegfall bzw. Übertragung der vertraglichen Rechte und Pflichten.

Risikomanagement von Güterpreisen

Wesentliche Branchenrisiken auf Grund der Preisvolatilität, z.B. stark negative Auswirkungen von niedrigen Ölpreisen auf den Cashflow, werden im Rahmen einer Konzernrichtlinie Risikomanagement (Marktpreisrisiko) gegebenenfalls mit Finanzinstrumenten begrenzt.

Basierend auf einem Portfoliomodell ist das Ziel des strategischen Waren-Risikomanagements, den für das Unternehmenswachstum erforderlichen Cashflow bei Aufrechterhaltung einer starken Bonitätseinstufung abzusichern.

Um den Cashflow des Konzerns gegen einen nachteiligen Einfluss von sinkenden Ölpreisen zu schützen, wurden Put-Spreads abgeschlossen, welche die Erlöse von 65.000 bbl/d für 2009 absichern. Dabei wurde eine Preisuntergrenze von USD 80/bbl abgesichert, solange der Ölpreis 2009 über USD 65/bbl liegt. Bei einem Ölpreis unter USD 65/bbl beträgt das Absicherungsergebnis USD 15/bbl über dem Marktpreis. Diese Put-Spreads wurden mit Call-Optionen so finanziert, dass initiale Zahlungen vermieden wurden (Null-Kosten-Struktur), wobei dadurch der Konzern nicht von Ölpreisen über USD 110/bbl in 2009 für das betreffende Volumen profitieren würde. Die Optionen wurden mit erstklassigen Banken auf Over-the-Counter (OTC) Basis abgeschlossen. Zur Absicherung gegen einen starken Preisverfall im Jahr 2008 hat der Konzern im E&P-Segment Put-Optionen für rund 18% der Gesamtproduktion abgeschlossen.

Im operativen Risikomanagement des Raffinerie-Geschäfts werden derivative Instrumente im begrenzten Ausmaß sowohl für die Ergebnisabsicherung selektiver Produktenverkäufe als auch zur Reduktion des Preisrisikos aus den volatilen Vorratsbeständen verwendet. Eingesetzt werden Rohöl- und Produktswaps, welche die Produktmarge (Crack-Spread), die Preisdifferenz zwischen Rohöl und den erzeugten Bulk-Produkten, absichern sollen. Das Ergebnis der Sicherungsgeschäfte wird in den Umsatzkosten erfasst.

25 Risikomanagement Zur Sicherung des kurzfristigen Marktpreisrisikos im Bereich Supply und Trading werden für Einkäufe wie Verkäufe börsengehandelte Ölfutures wie auch OTC-Kontrakte (Contracts for Difference und Swaps) eingesetzt. Das Ergebnis aus dem Sicherungsgeschäft wird R&M zugeordnet. Die Bewertung erfolgt zu Marktwerten.

In G&P werden zur Absicherung von Risiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite OTC-Swaps und Optionen eingesetzt. Ziel ist das Preisrisiko aus Mengenbewegungen der Vorräte sowie aus dem Unterschied von Ein- und Verkaufsparametern abzusichern.

Swaps erfordern beim Vertragsabschluss kein initiales Investment. Der Zahlungsausgleich erfolgt regelmäßig zum Quartals- bzw. Monatsende. Die Prämien für gekaufte Put-Optionen sind bei Vertragsabschluss zu bezahlen. Bei Ausübung der Option erfolgt die Auszahlung der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen Marktpreis der Periode am Ende der Laufzeit.

Die Stichtagsbetrachtung der Nominal- und Marktwerte der Commodity-Kontrakte zum 31. Dezember zeigt folgendes Bild:

Nominal- und Marktwerte der Kontrakte EUR 1.000
2008 2007
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Strategisches Risikomanagement
Commodity-Optionen 1) 623.001 211.830 1.372.693 248
Operatives Risikomanagement
Commodity-Futures 183.924 14.618 125.858 –73
Commodity-Swaps 821.821 32.694 1.274.257 –41.403
Commodity-Optionen 2.261 0 1.724 101
Erdgas-Swaps 1.028.152 –164.980 771.027 12.143
Erdgas-Optionen 41.597 5.678 43.266 193

1) Die Commodity-Optionen im strategischen Risikomanagement im Jahr 2008 sind kombinierte Finanzprodukte, die aus Put- und Call-Optionen bestehen.

Die Marktwerte verteilen sich wie folgt:

EUR 1.000
Nominale aktiv 2008
Marktwert
passiv
Nominale aktiv 2007
Marktwert
passiv
Cashflow-Hedges
Commodity-Optionen (strategisches
Risikomanagement) 507.985 171.618
Commodity-Swaps 132.321 114.371 –95.841 478.353 22.010 –24.536
Erdgas-Swaps 923.005 242.801 –357.902 723.078 54.330 –33.522
Fair-Value-Hedges
Commodity-Swaps 99.998 –35.624
Erdgas-Swaps 98.733 5.636 –55.976 33.806 557 –8.993
Erdgas-Optionen 41.597 5.678 11.050
Derivative held-for-trading
Commodity-Optionen (strategisches
Risikomanagement) 115.016 40.212 1.372.693 248
Commodity-Futures 183.924 14.618 125.858 –73
Commodity-Swaps 689.500 28.049 –13.885 695.906 4.750 –8.003
Commodity-Optionen (operatives
Risikomanagement) 2.261 0 1.724 101
Erdgas-Swaps 6.414 815 –354 14.144 853 –1.081
Erdgas-Optionen 32.216 193

Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich

Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich (exkl. Minderheitenanteile)
EUR 1.000
Periode der
erwarteten
Cashflows
bei Cashflow
Hedges
Wertänderung
direkt im Eigen
kapital gezeigt
[davon:
Umgliederung
aus dem Eigen
kapital über die
Gewinn- und
Verlustrechnung]
[davon:
Umgliederung
aus dem Eigen
kapital in die
ursprünglichen
Anschaffungs
kosten]
2008
Brent-Optionen 2009 127.025 [—] [—]
Swaps fix vs. floating – Brent 2009 –102.770 [–44.213] [—]
Swaps fix vs. floating – Produkte 2009 124.877 [66.077] [—]
Swaps fix vs. floating – Erdgas bis Q4/11 –82.881 [–12.691] [–1.029]
2007
Brent-Optionen [—] [—]
Swaps fix vs. floating – Brent 2008 56.648 [54.971] [—]
Swaps fix vs. floating – Produkte 2008 –76.903 [–61.004] [–15.585]
Swaps fix vs. floating – Erdgas bis Q1/11 18.619 [–255] [—]

In R&M werden mit dem wirtschaftlichen Ziel der Absicherung künftiger Margen Produkte auf der Verkaufsseite und das Rohöl auf der Beschaffungsseite voneinander getrennt abgesichert.

Die Absicherung erfolgt auf der Beschaffungsseite als Kauf fix und Verkauf variabel, auf der Produktenseite als Verkauf fix und Kauf variabel.

Die Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen wird als Cashflow-Hedge bilanziert und der effektive Teil der Wertänderung des in der Bilanz erfassten Derivats gegen das Eigenkapital gebucht. Bei ergebniswirksamem Eintreten der zukünftigen Transaktion werden die bis dahin im Eigenkapital verbuchten Beträge gegen die Gewinnund Verlustrechnung aufgelöst. Der ineffektive Teil der Cashflow-Hedges in Höhe von TEUR 13.396 (2007: TEUR –313) wurde im Geschäftsjahr ergebniswirksam dargestellt.

Fair-Value-Hedges im Commodity-Bereich

Bei Fair-Value-Hedges werden sowohl die Wertänderungen des Grundgeschäfts als auch die gegenläufigen Wertänderungen des Sicherungsgeschäfts in der Ergebnisrechnung dargestellt. Als Saldogröße ergibt sich die Ineffektivität der Sicherungsbeziehung.

Ergebnisse aus Fair-Value-Hedges im Commodity-Bereich
2008 2007
Ergebnis aus Grundgeschäft 68.785 51.972
Ergebnis aus Sicherungsgeschäft –69.594 –52.866

Sensitivitätsanalyse

Für die oben gezeigten offenen Absicherungskontrakte wird der Effekt einer Marktpreisschwankung (+/–10%) auf deren Marktwert mittels Sensitivitätsanalyse gemessen. Die Sensitivität der Gesamtergebnisse des Konzerns weicht von der unten gezeigten Sensitivität ab, da die abgeschlossenen Kontrakte zur Absicherung von operativen Positionen verwendet werden.

Die Unterscheidung zwischen der Auswirkung einer Marktpreisschwankung auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder auf das Eigenkapital ist abhängig von der Art des eingesetzten Derivats und der Anwendung von Hedge-Accounting. Die Marktwertsensitivität für Derivate, für die Cashflow-Hedge-Accounting zulässig ist, ist in der Tabelle als Sensitivität des Eigenkapitals dargestellt. Marktpreisschwankungen für alle weiteren offenen Derivate werden in der Sensitivität der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.

Derzeit weisen die Marktwerte der offenen Derivate folgende Sensitivitäten auf:

Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das Ergebnis vor Steuern EUR 1.000
2008 2007
Marktpreis Marktpreis Marktpreis Marktpreis
+10% –10% +10% –10%
Strategisches Risikomanagement
Commodity-Optionen –15.320 12.323 –24 127
Operatives Risikomanagement
Commodity-Futures –1.847 1.847 –325 325
Commodity-Swaps –3.226 3.226 –15.359 15.359
Commodity-Optionen 118 –67
Erdgas-Swaps 8.252 –8.252 –2.661 2.661
Erdgas-Optionen –412 412 –99 406
Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das Eigenkapital EUR 1.000
2008 2007
Marktpreis Marktpreis Marktpreis Marktpreis
+10% –10% +10% –10%
Strategisches Risikomanagement
Commodity-Optionen
Operatives Risikomanagement
Commodity-Futures
Commodity-Swaps –747 747 –3.564 3.564
Commodity-Optionen
Erdgas-Swaps 1.594 –1.594 11.608 –11.608
Erdgas-Optionen

Risikomanagement für den Wechselkurs

OMV ist in einer Vielzahl von Ländern und unterschiedlichen Währungsräumen aktiv. Daher müssen branchenspezifische Transaktions- und entsprechende Umrechnungsrisiken genau analysiert werden. Die größten Risikopositionen stellen der USD und die jeweilige Veränderung des USD im Verhältnis zum EUR und zum RON dar. Andere Währungen haben nur limitierten Einfluss auf Cashflow und EBIT.

Das Transaktionsrisiko der USD-Zahlungsströme wird laufend beobachtet. Mindestens jährlich werden die Long-Short-Nettoposition des Konzerns und die Sensitivität für den Konzern berechnet, die eine USD-Long-Position in E&P sowie eine vergleichsweise niedrigere USD-Short-Position im Raffinerie- und Marketing-Geschäft aufzeigt. Der Konzern hat eine Netto-USD-Long-Position, da sich die USD-Positionen aus dem operativen Geschäft der

Geschäftsbereiche E&P und R&M nur zu einem geringen Teil ausgleichen. Diese Analyse stellt die Basis für das Risikomanagement des Transaktionsrisikos bei Währungen dar.

OMV hat für 2009 Optionen über USD 1 Mrd abgeschlossen um den Cashflow abzusichern und die Auswirkungen von Schwankungen des EUR-USD-Wechselkurses zu reduzieren. Für das betreffende Volumen ist OMV dadurch nur Währungsschwankungen zwischen EUR-USD 1,32 bis 1,15 ausgesetzt.

Per 31. Dezember gab es zur Absicherung geplanter Transaktionen in 2009, des USD-Forderungsrisikos und für das Liquiditätsmanagement folgende Transaktionen zu Nominalwerten:

Transaktionen des Liquiditätsmanagements
2008 2007
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Currency-Optionen 1) 735.791 54.131
Currency-Forwards 218.549 2.313 343.636 –1.158
Currency-Swaps 13.183 –785 12.085 –87

1) Optionen für 2008 sind kombinierte Finanzprodukte, die aus Put- und Call-Optionen bestehen.

Die unter Risikomanagement für den Wechselkurs ausgewiesenen Forwards und Swaps werden zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken in offenen Forderungen oder Verbindlichkeiten verwendet. Der Marktwert dieser Instrumente entwickelt sich bei einer Veränderung der zugrunde liegenden Wechselkurse genau gegenläufig zur Veränderung der Forderung oder Verbindlichkeit. Die Currency-Optionen wurden zur Absicherung geplanter Transaktionen in 2009 abgeschlossen.

Cashflow-Hedging bei Währungsabsicherungen

Cashflow-Hedging bei Währungsabsicherungen EUR 1.000
-------------------------------------------- -----------
Periode der
erwarteten
Cashflows
bei Cashflow
Hedges
Wertänderung
direkt im Eigen
kapital gezeigt
[davon:
Umgliederung
aus dem Eigen
kapital über die
Gewinn- und
Verlustrechnung]
[davon:
Umgliederung
aus dem Eigen
kapital in die
ursprünglichen
Anschaffungs
kosten]
2008
Currency-Optionen 2009 23.815 [—] [—]
Currency-Forwards 2009 122 [—] [—]

Die Sicherung von Währungsrisiken aus zukünftigen USD-Zahlungsströmen wird als Cashflow-Hedge bilanziert und der effektive Teil der Wertänderung des in der Bilanz erfassten Derivats gegen das Eigenkapital gebucht. Bei ergebniswirksamem Eintreten der zukünftigen Transaktion werden die bis dahin im Eigenkapital verbuchten Beträge gegen die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst.

2007 wurde kein Cashflow-Hedging für Währungsabsicherung angewandt.

Ebenso wird das Translationsrisiko auf Konzernebene laufend beobachtet und die daraus resultierende Risikoposition bewertet. Als Translationsrisiko wird jenes Risiko bezeichnet, das auf Grund von Konsolidierung von Tochtergesellschaften entsteht, die nicht in EUR bilanzieren. Die größten Risikopositionen stellen dabei der RON und der USD bzw. deren jeweilige Veränderung im Verhältnis zum EUR dar. Das langfristig bestehende Wechselkursrisiko von Investitionen in Beteiligungen, die nicht in EUR bilanzieren, wird kontinuierlich ermittelt und beurteilt.

Für die Finanzinstrumente wird eine Sensitivitätsanalyse für Wechselkursänderungen durchgeführt, wobei die Hauptwährungsbeziehungen folgende Sensitivitäten aufweisen. Die Hauptpositionen sind per 31. Dezember 2008 der EUR-HUF-, der EUR-RON- und der EUR-USD-Wechselkurs. Bei der Sensitivitätsanalyse des EUR-RON-Wechselkurses sind neben EUR-Nettopositionen auch USD-Nettopositionen der Petrom SA enthalten. Daher werden auch entsprechende aus der USD-Position der Petrom SA resultierende Sensitivitäten gegenüber dem EUR-USD-Wechselkurs berücksichtigt.

Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das Ergebnis vor Steuern1) EUR 1.000
2008 2007
EUR wird um EUR wird um EUR wird um EUR wird um
10% stärker 10% schwächer 10% stärker 10% schwächer
EUR-RON 14.875 –14.875 32.309 –32.309
EUR-USD –30.477 30.477 –13.258 13.258

1) Bezieht sich nur auf Finanzinstrumente und entspricht nicht der vom Konzern berechneten Gesamt-EBIT-Währungssensitivität.

Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das Eigenkapital EUR 1.000
2008 2007
EUR wird um EUR wird um EUR wird um EUR wird um
10% stärker 10% schwächer 10% stärker 10% schwächer
EUR-HUF –81.714 81.714 –214.153 214.153

Sensitivitätsanalyse

Für die oben gezeigten offenen Währungsoptionen sowie die Währungsforwards die für Cashflow-Hedge-Accounting qualifiziert sind, wird der Effekt einer Wechselkursschwankung (+/–10%) auf deren Marktwert mittels Sensitivitätsanalyse gemessen. Alle anderen offenen Währungsforwards und Währungsswaps sind in der Sensitivitätsanalyse der Financial Instruments enthalten, da diese die Wechselkursänderung genau ausgleichen.

Derzeit weisen die Marktwerte der offenen Derivate folgende USD-Sensitivitäten auf:

Sensitivitätsanalyse der offenen Währungsoptionen auf das Ergebnis vor Steuern EUR 1.000
2008 2007
EUR +10% EUR –10% EUR +10% EUR –10%
Currency-Optionen 12.177 –27.692
Currency-Forwards
Currency-Swaps
Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das Eigenkapital
2008 2007
EUR +10% EUR –10% EUR +10% EUR –10%
Currency-Optionen 43.536 –23.815
Currency-Forwards 12 –12
Currency-Swaps

Zinsmanagement

Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.

Fallweise werden festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa transferiert. Seit 2005 werden Zinsen für EUR 100 Mio und für USD 50 Mio von fix auf variabel geswapt. Die Zinsdifferenz zwischen Swap und Kredit wird als Korrektur des Zinsaufwands verbucht.

Per 31. Dezember gab es folgende Kontrakte:

Kontrakte
2008 2007
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Interest-Rate-Swaps 135.927 8.181 133.965 –387

Die Interest-Rate-Swaps wurden zur Absicherung der beizulegenden Zeitwerte von Anleihen (Fair-Value-Hedge), die im OMV Konzern begeben wurden (vgl. Anhangangabe 21) bestimmt und als 100% wirksam eingestuft.

Zinssensitivitäten

Durch die oben gezeigten offenen Zinsswaps werden feste Zinssätze in variable Zinssätze gedreht, sie wurden zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts von begebenen Anleihen als Fair-Value-Hedge klassifiziert. Der Effekt einer Zinserhöhung von 0,5%-Punkten würde am 31. Dezember 2008 zu einer Verringerung des Marktwerts um EUR 2,0 Mio führen (31. Dezember 2007: EUR 2,0 Mio). Der Effekt einer Zinssenkung von 0,5%-Punkten würde am 31. Dezember 2008 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 2,0 Mio führen (31. Dezember 2007: EUR 2,0 Mio).

Petrom SA weist Financial Assets auf, deren Marktwerte von Zinsänderungen beeinflusst werden. Der Marktwert dieser Financial Assets wäre bei einer Zinssteigerung am 31. Dezember 2008 um 0,5%-Punkte um EUR 1,0 Mio niedriger (31. Dezember 2007: EUR 1,0 Mio). Eine Zinssenkung um 0,5%-Punkte würde am 31. Dezember 2008 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 1,0 Mio führen (31. Dezember 2007: EUR 1,0 Mio).

Des Weiteren analysiert OMV regelmäßig den Einfluss von Zinsänderungen auf das Zinsergebnis aus variabel verzinsten Geldanlagen und Aufnahmen. Derzeit werden Effekte aus dem Zinsänderungsrisiko nicht als substanzielles Risiko eingestuft.

Basierend auf dem variabel verzinsten Nettoschuldenportfolio per 31. Dezember 2008 würde der Nettozinsaufwand um EUR 6,8 Mio (31. Dezember 2007 10,5 Mio) steigen bzw. fallen, sollten Zinssätze um 0,5%-Punkte steigen bzw. fallen.

Kreditrisiko der Kontrahenten

Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzernebene und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels Limits für Länder, Banken und Vertragspartner überwacht. Limits bezüglich Höhe und Laufzeit des maximal zulässigen Exposures werden bonitätsabhängig vergeben, die Bonitätseinschätzung wird zumindest jährlich oder auf einer Ad-hoc-Basis überprüft. Diese Vorgehensweise ist sowohl bei OMV als auch bei Petrom in einer Richtlinie festgelegt. Derivative Finanzinstrumente und Geldanlagen werden nur mit Vertragspartnern mit "Investment Grade Rating" abgeschlossen. Zur Risikodiversifikation werden solche Finanzkontrakte stets mit einer Mehrzahl von Banken abgeschlossen.

Im Bereich des strategischen Risikomanagements, des Währungsrisikomanagements und des Zinsrisikomanagements beträgt das maximale Kreditrisiko gegenüber Banken per 31. Dezember 2008 EUR 1.033,3 Mio (2007: EUR 96,6 Mio). Für das operative Risikomanagement im Bereich R&M beträgt das maximale Kreditrisiko gegenüber Banken per 31. Dezember 2008 EUR 337,3 Mio (2007: EUR 574,8 Mio).

Veranlagungsrisiko

Zur Absicherung von mittelfristigen Veranlagungen in externen Fonds wurden 2007 von externen Fondsmanagern folgende in 2008 verkaufte Instrumente eingesetzt:

Instrumente EUR 1.000
2008 2007
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Index-Futures 15.847 236
Zins-Futures 879.266 –179
Ergebnis aus Finanzinstrumenten EUR 1.000
2008 2007
Ergebnis aus Finanzinstrumenten-at-fair-value-through-profit-or-loss 11.617 4.393
Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale 76.868 34.413
Ergebnis aus Finanzinstrumenten-held-to-maturity
Ergebnis aus Ausleihungen und Forderungen 62.973 56.525
Ergebnis aus zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten –249.072 –68.197
Summe –97.613 27.135

26 Ergebnis aus Finanzinstrumenten

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten beinhaltet Dividendenerträge (exklusive assoziierte Unternehmen), Zinserträge und -aufwendungen, Fremdwährungsgewinne und -verluste, Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Finanzvermögen, Wertminderungen von und Zuschreibungen zu Finanzvermögen sowie ergebniswirksame Fair-Value-Anpassungen von Finanzinstrumenten-at-fair-value-through-profit-or-loss. Erträge bzw. Aufwendungen aus derivativen Instrumenten, die zur Absicherung operativer Risiken dienen und denen gegenläufige Aufwendungen bzw. Erträge in den Umsatzerlösen und Umsatzkosten gegenüberstehen, sind im Ergebnis aus Finanzinstrumenten nicht enthalten. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten-at-fair-value-through-profit-or-loss besteht ausschließlich aus dem Ergebnis aus Finanzinstrumenten-held-for-trading.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten kann in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR –68.754 (2007: TEUR –10.884) dem Betriebserfolg (EBIT) und in Höhe von TEUR –28.859 (2007: TEUR 38.019) dem Finanzerfolg zugeordnet werden.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale enthält im Jahr 2008 einen Betrag von TEUR 19.649 (2007: TEUR 22.743), der dem Eigenkapital entnommen wurde und während des Berichtzeitraums als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht wurde. Zusätzlich zu dem in der Tabelle angeführten Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale wurde im Jahr 2008 ein Verlust von TEUR 1.321.361 (2007: TEUR 18.536) erfolgsneutral direkt im Eigenkapital verbucht; dies betraf überwiegend Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen (siehe Anhangangabe 16).

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-sale enthält Minderungsverluste im Ausmaß von TEUR 3 (2007: TEUR 154). 2008 erfolgten keine Zuschreibungen bei Finanzinstrumenten-available-for-sale (2007: TEUR 1.353). Das Ergebnis aus Ausleihungen und Forderungen enthält Minderungsverluste im Ausmaß von TEUR 59.158 (2007: TEUR 47.460). Dem gegenüber stehen Zuschreibungen zu Ausleihungen und Forderungen in Höhe von TEUR 13.222 (2007: TEUR 42.107).

27 Aktienoptionspläne

Auf Basis der Beschlüsse der jeweiligen Hauptversammlungen wurden seitens der Gesellschaft für den Vorstand und für einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte des Konzerns beginnend mit dem Jahr 2000 langfristige, erfolgsorientierte Entlohnungspläne aufgelegt. Danach werden dem angeführten Personenkreis unter der Voraussetzung eines Eigeninvestments Optionsrechte für den begünstigten Erwerb von OMV Aktien (bzw. Geldgegenwert) eingeräumt, sofern ein Anstieg im Aktienkurs von zumindest 15% erzielt wird.

In den folgenden Darstellungen wurde der am 11. Juli 2005 vorgenommene Aktiensplit im Verhältnis 1:10 sowohl bei der Stückanzahl als auch bei den Werten berücksichtigt.

Zum Zeitpunkt der Gewährung stellten sich die Pläne wie folgt dar:

Wesentliche Bedingungen

Plan 2008 Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005 Plan 2004
Planbeginn 1.9.2008 1.9.2007 1.9.2006 1.9.2005 1.9.2004
Planende 31.8.2015 31.8.2014 31.8.2013 31.8.2012 31.8.2011
Sperrfrist 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre
Ausübungspreis Optionen EUR 47,550 EUR 47,850 EUR 45,190 EUR 34,700 EUR 16,368
Anzahl Optionen je Aktie Eigeninvestment 20 Stück 20 Stück 20 Stück 20 Stück 15 Stück
Voraussetzung für Planteilnahme
Eigeninvestment für Vorstände 1.136 Aktien 1) 1.230 Aktien 1) 1.242 Aktien 1) 2.390 Aktien 1) 3.980 Aktien 1)
Eigeninvestment andere Führungskräfte 379 Aktien 1) 410 Aktien 1) 414 Aktien 1) 800 Aktien 1) 1.330 Aktien 1)

Stückanzahl der eingeräumten Optionen

Mitglieder des Vorstands
Auli 2) 22.720 24.600 8.280 19.950
Davies 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Langanger 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Roiss 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Ruttenstorfer 22.720 24.600 24.840 47.800 59.700
Vorstände gesamt 113.600 123.000 107.640 191.200 258.750
Andere Führungskräfte gesamt 428.280 440.760 360.220 532.000 484.350
Insgesamt eingeräumte Optionen 541.880 563.760 467.860 723.200 743.100
Planhürde: Aktienkurs in Höhe von EUR 54,680 EUR 55,030 EUR 51,970 EUR 39,910 EUR 18,823

1) Oder 25%, 50%, 75% davon.

2) Mitglied des Vorstands seit 1. Jänner 2007.

Zum Bilanzstichtag waren der Plan 2003 zur Gänze und die Pläne 2004 und 2005 teilweise ausgeübt. Zum 31. Dezember 2007 waren die Pläne 2003, 2004 und 2005 teilweise ausgeübt.

Für die Aktienoptionspläne gelten weiters folgende Voraussetzungen und Bedingungen:

    1. Voraussetzung für die Teilnahme an den Aktienoptionsplänen ist ein Eigeninvestment, welches die Planteilnehmer am Planbeginn und während des ganzen Zeitraums bis zur Einlösung halten müssen.
    1. Die Aktienanzahl für das Eigeninvestment ergibt sich für alle Pläne aus dem genehmigten maximalen Eigeninvestment im Verhältnis zum mittleren Kurswert der Aktie des Monats Mai des Jahrs der Ausgabe. Es ist auch eine Ausübung von 25%, 50% bzw. 75% des maximalen Volumens möglich.
    1. Bei einem Verkauf von Aktien aus dem Eigeninvestment geht das Optionsrecht verloren. Die Optionen sind nicht übertragbar und verfallen bei Nichtausübung.
    1. Der Ausübungspreis ergibt sich aus dem mittleren Kurswert für den Zeitraum 20. Mai bis 20. August.
    1. Innerhalb der Ausübungsfrist können die Optionen bei Erreichung der Planhürden für den Plan 2004 jeweils in den 20 Handelstagen nach Veröffentlichung der Quartalsberichte (Ausübungsfenster) ausgeübt werden. Für die Pläne 2005–2008 sind die Ausübungsfenster jene Perioden, in denen die Ausübung nach den folgenden Grundsätzen nicht verboten ist. Die Ausübung ist verboten:
  • wenn der Ausübende über Insiderinformationen verfügt;
  • während der Sperrfristen nach der Emittenten-Compliance-Verordnung (sechs Wochen vor geplanter Veröf fentlichung des Jahresberichts, drei Wochen vor Veröffentlichung des Quartalsberichts, jede vom Compliance- Verantwortlichen in Einzelfällen festgesetzte Sperrfrist);
  • wenn der Vorstand die Ausübung auf die Dauer eines jeweils konkret vom Vorstand festgelegten Zeitraums untersagt.
    1. Das Eigeninvestment muss bei Ausübung nachgewiesen werden. Die Optionen können durch Kauf von Aktien oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis in Geldform oder in Form von Aktien ausgeübt werden, wenn der Kurswert der OMV Aktie zum Ausübungszeitpunkt um zumindest 15% über dem Ausübungspreis liegt.

Zusammenfassend entwickelten sich die Aktienoptionspläne in den Geschäftsjahren 2008 und 2007 wie folgt:

Aktienoptionspläne

2008 2007
Anzahl Optionen Gewichteter Anzahl Optionen Gewichteter
durchschnittlicher durchschnittlicher
Ausübungspreis Ausübungspreis
in EUR in EUR
Optionen im Umlauf per 1.1. 1.905.850 37,163 2.085.585 28,529
Gewährte Optionen 541.880 47,550 563.760 47,850
Ausgeübte Optionen –325.340 21,029 –743.495 21,048
Ausstehende Optionen per 31.12. 2.122.390 42,288 1.905.850 37,163
Per Jahresende ausübbar 1) 874.230 25,974

1) Die Optionen für die Pläne 2004, 2005 und 2006 wären am Jahresende ausübbar gewesen, wenn der Aktienkurs die jeweilige Planhürde überschritten hätte.

In der Berichtsperiode wurden aus den Plänen 2003, 2004 und 2005 insgesamt 325.340 Optionen ausgeübt. Die Ausübung erfolgte in allen Fällen durch Abgeltung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis, wobei der zu vergütende Betrag im Falle von 42.000 Optionen durch Aushändigung von Aktien beglichen wurde. Der gewichtete durchschnittliche Aktienpreis zum Ausübungszeitpunkt betrug 2008 EUR 54,376. In Anbetracht der Planhürde betrug der innere Wert der zum 31. Dezember 2008 ausübbaren Optionen TEUR 0. (Am 31. Dezember 2008 lag der Aktienkurs unter den Planhürden sämtlicher Pläne.)

Im Jahr 2007 wurden aus den Plänen 2003, 2004 und 2005 insgesamt 743.495 Optionen ausgeübt. Die Ausübung erfolgte in 722.495 Fällen durch Abgeltung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis, wobei der zu vergütende Betrag in allen Fällen durch Barabfindung beglichen wurde. Für 21.000 Optionen erfolgt die Ausübung durch Kauf von Aktien. Der gewichtete durchschnittliche Aktienpreis zum Ausübungszeitpunkt betrug 2007 EUR 50,087. Der innere Wert der zum 31. Dezember 2007 ausübbaren Optionen betrug TEUR 25.742.

Die ausgeübten Optionen verteilten sich auf den Teilnehmerkreis wie folgt:

Ausgeübte Optionen

Anzahl
ausgeübter
Optionen
2008
Gewichteter
durchschnitt
licher Aus
übungspreis
in EUR
Anzahl
ausgeübter
Optionen
2007
Gewichteter
durchschnitt
licher Aus
übungspreis
in EUR
Mitglieder des Vorstands
Auli
Davies 107.500 24,519 84.000 10,404
Langanger 42.000 10,404 71.850 12,882
Roiss 29.700 16,368
Ruttenstorfer 59.700 16,368 42.000 10,404
Vorstände gesamt 238.900 18,987 197.850 11,304
Andere Führungskräfte gesamt 86.440 26,672 545.645 24,581
Insgesamt ausgeübte Optionen 325.340 21,029 743.495 21,048

Die Vergütungen aus der Ausübung der Optionen entsprechen dem Wert der im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen zum Zeitpunkt der Ausübung und stellen sich wie folgt dar:

Vergütungen EUR 1.000
2008 2007
Plan 2003 1.711 6.722
Plan 2004 6.944 10.694
Plan 2005 2.194 4.174
Summe 10.849 21.590

Von den Vergütungen entfallen TEUR 8.293 (2007: TEUR 7.447) auf Vorstandsmitglieder und TEUR 2.556 (2007: TEUR 14.143) auf andere Führungskräfte.

Per 31. Dezember 2008 stellen sich die in Umlauf befindlichen Optionen der einzelnen Pläne wie folgt dar:

In Umlauf befindliche Optionen

Plan Ausübungs
preis in EUR
Anzahl
ausstehender
Optionen
Restlaufzeit
in Jahren
Per Jahresende
ausübbare
Optionen 1)
2004 16,368 173.490 2,7
2005 34,700 375.400 3,7
2006 45,190 467.860 4,7
2007 47,850 563.760 5,7
2008 47,550 541.880 6,7
Summe 2.122.390

1) Die Optionen für die Pläne 2004, 2005 und 2006 wären am Jahresende ausübbar gewesen, wenn der Aktienkurs die jeweilige Planhürde überschritten hätte.

Die Bewertung der Optionen erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die erwartete durchschnittliche Volatilität wurde auf Grund der Volatilität der vergangenen fünf Jahre ermittelt. Die Möglichkeit einer vorzeitigen Ausübung wurde bei der Festsetzung des risikofreien Zinssatzes berücksichtigt, der basierend auf Marktwerten zum Bilanzstichtag ermittelt wurde.

Der Marktwert per 31. Dezember 2008 bezieht sich auf die noch ausstehenden Optionen, während sich der Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung auf die gesamten begebenen Optionen bezieht. Unter der Annahme, dass die Bedingungen während der Ausübungsfrist erfüllt werden, ergeben sich nachfolgende Marktwerte der Aktienoptionspläne:

Bewertung per 31.12.2008

Plan 2008 Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005 Plan 2004
Marktwert Aktienoptionsplan in EUR 1.000 4.031 4.497 3.312 1.191 664
Berechnungsparameter
Marktpreis der Aktie in EUR 18,72 18,72 18,72 18,72 18,72
Risikofreier Zinssatz 3,349% 3,232% 3,092% 2,951% 2,664%
Laufzeit Optionen (inkl. Sperrfrist) 6,7 Jahre 5,7 Jahre 4,7 Jahre 3,7 Jahre 2,7 Jahre
Durchschnittliche Dividendenrendite 6,7% 6,7% 6,7% 6,7% 6,7%
Volatilität Aktienkurs 40% 40% 40% 40% 40%

Ausgehend von den Tageswerten der zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeübten Optionsrechte wird für künftige Ausübungen mittels einer Rückstellung vorgesorgt. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über die Sperrfrist von zwei Jahren verteilt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2008 belief sich auf TEUR 8.836 (2007: TEUR 34.976), die Nettoauflösung im Berichtsjahr auf TEUR 26.140 (2007 Nettodotierung: TEUR 4.259).

Segmentberichterstattung

28 Geschäftsaktivitäten und Hauptmärkte

Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns waren im Geschäftsjahr 2008 in die 3 operativen Geschäftsbereiche Exploration und Produktion (E&P), Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) sowie Gas und Power (G&P) gegliedert. Die Konzernführung, die Finanzierungsaktivitäten sowie gewisse Servicefunktionen sind im Geschäftsbereich Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) zusammengefasst.

Der Konzern ist durch die Zugehörigkeit zur Öl- und Gasindustrie mit einigen Risiken konfrontiert, die sich naturgemäß aus dem Geschäft ergeben. Diese Risiken inkludieren u.a. politische Instabilität, schwächer werdende wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Änderungen in der Gesetzgebung oder im Steuerregime, aber auch andere operative Risiken wie beispielsweise eine hohe Volatilität des Ölpreises und des USD, die sich direkt aus der Branchenzugehörigkeit ergeben. Den diversen Risiken soll durch einen Mix an gegensteuernden Maßnahmen begegnet werden. Neben der Integration des Konzerns in Up- und Downstream sowie der bewussten Portfolio-Überlegungen in OECD- und Nicht-OECD-Produktion im E&P-Segment kommen im Risikomanagement vor allem funktionale, operative Instrumente zum Einsatz. Ebenso werden Versicherungs- und Steuerangelegenheiten konzernweit betreut. In allen für den Konzern relevanten Ländern verfügt OMV über Informationen hinsichtlich der politischen Situation. Aufrechte Rechtsstreitigkeiten und anhängige Verfahren gerichtlicher und verwaltungsbehördlicher Art werden regelmäßig konzernweit erhoben.

Die grundsätzlichen Entscheidungen bezüglich der Geschäftstätigkeit werden vom OMV Vorstand getroffen. Die Führung der Geschäftsbereiche erfolgt eigenständig, da jeder Bereich jeweils eine strategische Einheit darstellt und unterschiedliche Produkte auf verschiedenen Märkten anbietet.

Die E&P-Aktivitäten konzentrieren sich auf sechs Kernregionen. Im Jahr 2008 konnte das bestehende Explorations-Portfolio durch neue Explorationslizenzen in den Kernregionen Nord- und Westeuropa, Mittlerer Osten und Nordafrika erweitert werden.

Der Geschäftsbereich R&M ist Betreiber zweier Raffinerien in Schwechat und Burghausen sowie von zwei weiteren Raffinerien in Rumänien und hält einen 45%-Anteil an der Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH (Betreiber von Lohnverarbeitungsraffinerien) und verfügt in den Hauptmärkten Österreich und den Ländern Mittel- und Südosteuropas im Tankstellen-Geschäft sowie im Commercial-Geschäft über eine bedeutende Stellung. Der Anteil von OMV an Petrol Ofisi, dem führenden Unternehmen im Tankstellen- und Kunden-Geschäft in der Türkei, wurde im Laufe des Jahrs 2008 auf 41,6% erhöht.

Der G&P-Bereich hat eine wesentliche Bedeutung für den Transit durch bzw. den Transport in Österreich und die Speicherung von Erdgas. OMV ist der einzige Betreiber von Erdgasfernleitungen durch Österreich. Mit dem Strombereich wird die Gaswertschöpfungskette in Richtung Gaskraftwerke verlängert. Auf Grund eines Wechsels in der Managementzuständigkeit ist die Düngemittelanlage Doljchim in Rumänien seit 2008 G&P zugeordnet (vorher E&P).

Die zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße ist der Betriebserfolg (EBIT). Bei der Berechnung der Bereichsergebnisse werden Geschäftsaktivitäten mit ähnlichem Charakter zusammengefasst. Innenumsätze und Kostenzuordnungen des Mutterunternehmens wurden nach internen Grundsätzen von OMV ermittelt. Der Vorstand ist der Meinung, dass die Verrechnungspreise für Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten den Marktpreisen entsprechen. Geschäftsfälle, die den operativen Bereichen nicht zuordenbar sind, werden mit der Ergebnisauswirkung in Kb&S ausgewiesen.

Die primäre Segmentberichterstattung erfolgt im OMV Konzern auf Basis der Geschäftsbereiche.

29 Segmentberichterstattung

Primäre Segmentberichterstattung EUR Mio
E&P R&M G&P Kb&S Summe Konso Konzern
lidierung abschluss
2008
Segmentumsätze 1) 5.089,10 20.883,36 3.798,34 367,55 30.138,35 –4.595,75 25.542,60
Segmentumsätze mit anderen
Segmenten –4.065,95 –46,10 –123,24 –360,46 –4.595,75 4.595,75
Segmentumsätze mit Dritten 1.023,15 20.837,26 3.675,10 7,09 25.542,60 25.542,60
EBIT 2) 2.273,67 –105,47 244,64 –110,51 2.302,33 37,34 2.339,66
Vermögen 3) 7.306,65 7.571,37 1.868,91 277,95 17.024,88 17.024,88
Investitionen SAV/IV 2.632,96 834,35 149,52 82,36 3.699,19 3.699,19
Anteile an assoziierten Unternehmen 890,25 86,44 978,41 1.955,10 1.955,10
Zur Veräußerung gehaltenes Vermögen 1,33 38,78 20,25 60,36 60,36
Verbindlichkeiten 4) 2.917,28 2.541,75 1.235,29 726,03 7.420,34 7.420,34
Planmäßige Abschreibungen 490,60 356,18 24,78 43,78 915,34 915,34
Wertminderungen 162,43 201,97 11,63 1,51 377,54 377,54
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 5) 87,19 12,02 18,68 117,89 117,89
2007
Segmentumsätze 1) 4.247,42 16.311,91 3.096,32 260,78 23.916,44 –3.874,41 20.042,04
Segmentumsätze mit anderen
Segmenten –3.393,99 –26,57 –199,95 –253,90 –3.874,41 3.874,41
Segmentumsätze mit Dritten 853,43 16.285,35 2.896,37 6,89 20.042,04 20.042,04
EBIT 2) 1.967,71 84,31 243,59 –76,61 2.219,00 –34,51 2.184,49
Vermögen 3) 5.758,11 8.072,58 1.130,39 447,49 15.408,57 15.408,57
Investitionen SAV/IV 1.460,65 1.143,68 149,32 109,86 2.863,51 2.863,51
Anteile an assoziierten Unternehmen 874,77 90,58 1.160,28 2.125,63 2.125,63
Zur Veräußerung gehaltenes Vermögen 22,65 8,69 31,34 31,34
Verbindlichkeiten 4) 2.567,48 3.177,36 618,45 684,53 7.047,83 7.047,83
Planmäßige Abschreibungen 424,52 307,17 20,77 37,14 789,60 789,60
Wertminderungen 100,16 83,10 4,48 0,11 187,85 187,85
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 5) 164,64 26,29 107,07 298,00 298,00

1) Inkl. Umsätze mit anderen Segmenten.

2) Siehe Gewinn- und Verlustrechnung für Überleitung des Betriebserfolgs zum Jahresüberschuss.

3) Inkludiert immaterielle Vermögenswerte (IV) und Sachanlagen (SAV), Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene

Unternehmen und Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis, sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte.

4) Inkludiert die Bilanzpositionen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen, Sonstige Rückstellungen exklusive der dort enthaltenen Rückstellungen für sonstige Steuern in Höhe von EUR 2,83 Mio (2007: EUR 10,79 Mio), Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten sowie Sonstige Verbindlichkeiten.

5) Vgl. Anhangangabe 8.

Die sekundären Segmente stellen sich in der Berichtsperiode wie folgt dar:

Sekundäre Segmentberichterstattung EUR Mio

Öster- Deutsch- Rumä- Übriges Übriges Übrige Summe Konso- Konzern
reich land nien MOE 4) Europa Welt 5) lidierung abschluss
2008
Segmentumsätze 1) 9.717,74 4.686,79 6.539,12 4.430,39 2.785,61 1.978,69 30.138,35 –4.595,75 25.542,60
Segmentumsätze mit
anderen Segmenten –983,25 –0,41 –2.738,61 –0,93 –21,03 –851,52 –4.595,75 4.595,75
Segmentumsätze mit Dritten 8.734,48 4.686,38 3.800,51 4.429,46 2.764,59 1.127,17 25.542,60
EBIT 2) 810,79 95,43 312,02 –4,62 108,68 980,03 2.302,33 37,34 2.339,66
Vermögen 3) 5.131,78 1.914,95 6.053,17 1.416,64 547,50 1.960,84 17.024,88 — 17.024,88
Investitionen SAV/IV 677,44 91,11 1.818,55 107,77 76,96 927,36 3.699,19 3.699,19
2007
Segmentumsätze 1) 7.743,92 3.846,14 5.434,40 3.339,25 2.076,48 1.476,26 23.916,44 –3.874,41 20.042,04
Segmentumsätze mit
anderen Segmenten –847,80 –1,20 –2.280,34 –0,65 –54,92 –689,50 –3.874,41 3.874,41
Segmentumsätze mit Dritten 6.896,12 3.844,94 3.154,06 3.338,60 2.021,56 786,76 20.042,04
EBIT 2) 602,47 81,43 600,74 20,79 93,14 820,43 2.219,00 –34,51 2.184,49
Vermögen 3) 4.276,62 2.245,86 5.352,76 1.552,28 751,96 1.229,09 15.408,57 — 15.408,57
Investitionen SAV/IV 708,09 408,69 1.188,12 137,07 79,90 341,64 2.863,51 2.863,51

1) Inkl. Umsätze mit anderen Segmenten.

2) Siehe Gewinn- und Verlustrechnung für Überleitung des Betriebserfolgs zum Jahresüberschuss.

3) Inkludiert immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis, sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte.

4) Übriges Mittel- und Osteuropa (MOE).

5) Übrige Welt: Im Wesentlichen Australien, Iran, Jemen, Kasachstan, Libyen, Neuseeland, Pakistan, Tunesien, Venezuela.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer 1)
2008 2007 schnittliche
Anzahl
OMV Konzern ohne Petrom Gruppe 5.639 5.349 Arbeitnehmer
Petrom Gruppe 35.605 32.028
Gesamtkonzern 41.243 37.377

1) Berechnet als Durchschnitt der Monatsendstände an Arbeitnehmern in 2008.

Die Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers setzen sich wie folgt zusammen:

Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers EUR 1.000
2008 2007
Jahresabschlussprüfung 2.990 2.616
Sonstige Bestätigungsleistungen 507 700
Steuerberatungsleistungen 55 18
Sonstige Beratungsleistungen 762 507
Gesamt 4.313 3.841

Konzernabschlussprüfer

31 Aufwendungen

Gemäß IAS 24 muss OMV Beziehungen zu nahe stehenden Personen sowie nahe stehenden, nicht konsolidierten Unternehmen (Related Parties) offen legen. Unternehmen und Personen gelten als nahe stehend, wenn ein Beherrschungsverhältnis oder maßgeblicher Einfluss vorliegt.

Mit den at-equity bewerteten Unternehmen Borealis AG, Petrol Ofisi A.S. und Oberösterreichische Ferngas AG bestanden im Berichtsjahr folgende, zu fremdüblichen Marktpreisen erfolgte, Liefer- und Leistungsbeziehungen:

Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen EUR 1.000
2008 2007
Umsätze Forderungen Umsätze Forderungen
Borealis AG 1.488.600 125.242 1.004.642 95.351
Oberösterreichische Ferngas AG 1) 2.437 3.294 320
Petrol Ofisi A.S. 3.185 34.510 2.953
Gesamt 1.494.222 125.242 1.042.446 98.624

1) Bis zu den Umstrukturierungsmaßnahmen Ende Juni 2008.

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH in Höhe von TEUR 59.119 (2007: TEUR 54.216).

Gegenüber der IOB Holdings A/S besteht zum Bilanzstichtag eine Ausleihung in Höhe von TEUR 35.975 (2007: TEUR 35.975), gegenüber der Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH eine in Höhe von TEUR 294.750 (2007: TEUR 159.750).

Die Vorstandsbezüge der OMV Aktiengesellschaft verteilen sich wie folgt:

Vorstandsbezüge EUR 1.000
2008 Auli Davies Langanger Roiss Ruttenstorfer Summe
Fixe Bezüge für 2008 452 572 507 593 679 2.803
Variable Bezüge (für 2007) 625 1.044 1.044 1.203 1.362 5.277
Pensionskassenbeiträge 96 222 338 270 444 1.371
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz 8 9 8 8 8 42
Summe 1.181 1.848 1.897 2.073 2.494 9.493
2007
Fixe Bezüge für 2007 350 525 460 530 600 2.465
Variable Bezüge (für 2006) 68 1.105 1.105 1.273 1.442 4.993
Pensionskassenbeiträge 72 208 129 99 145 653
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz 8 9 8 8 8 42
Summe 498 1.847 1.702 1.910 2.195 8.153

Details zu den Aktienoptionsplänen sind in Anhangangabe 27 dargestellt.

Die Vorstandsmitglieder und die Mitglieder des Aufsichtsrats sind auch im Rahmen der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. In diesen beiden Fällen ist auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter versichert und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands sowie ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 1.071 (2007: TEUR 1.043).

Die Gesamtaufwendungen (exklusive Aktienoptionspläne) für 39 Executives (ohne Vorstandsmitglieder; 2007: 39) betrugen TEUR 13.485 (2007: TEUR 10.707). Davon entfallen auf kurzfristige Leistungen wie Gehälter, abgegrenzte Verbindlichkeiten für nicht konsumierte Urlaube und Prämien TEUR 11.134 (2007: TEUR 8.997) und TEUR 1.027 (2007: TEUR 1.250) auf Aufwendungen für die Altersvorsorge. Für Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Dienstverhältnissen fiel ein Aufwand in Höhe von TEUR 1.264 (2007: TEUR 437) an; die sonstigen langfristigen Vergütungen beliefen sich auf TEUR 60 (2007: TEUR 23). Anhangangabe 27 enthält Details zu den Aktienoptionsplänen.

An Aufsichtsratsvergütungen wurden in 2008 TEUR 383 aufgewendet (2007: TEUR 374, davon Rückstellungsverminderung TEUR 5).

Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG gehört zu jenen Unternehmen, an denen ein Mitglied des Aufsichtsrats ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat (§ 95 Abs. 5 Ziff. 12 AktienG); sie zählt zu den wichtigsten Bankpartnern des OMV Konzerns, ist aber im Transaktionsvolumen nicht führend.

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20%

Obergesell Anteil der Konso
schaft Obergesell lidierungs
schaft am art 1)
Kapital in %
Exploration und Produktion
"Artamira" LLC, Saratov RING 100,00 VK
"CARneft" OJSC, Saratov RING 100,00 VK
"Chalykneft" OJSC, Saratov RING 100,00 VK
KOM MUNAI LLP, Almaty PETROM 95,00 VK
"Management Company 'CorSarNeft' " LLC, Moskau RING 100,00 VK
"Neftepoisk" LLC, Saratov RING 100,00 VK
"Oil Company 'RENATA' " LLC, Usinsk RING 100,00 VK
OMV (ALBANIEN) Adriatic Sea Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Perth OMV AG 100,00 VK
OMV Austria Exploration & Production GmbH, Wien (OEPA) OMVEP 100,00 VK
OMV (BAYERN) Exploration GmbH, Wien OEPA 100,00 VK
OMV (Bulgaria) Offshore Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (EGYPT) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (EGYPT) Oil & Gas Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV Exploration & Production GmbH, Wien (OMVEP) OMV AG 100,00 VK
OMV EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas OMVEP 100,00 VK
OMV (FAROE ISLANDS) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Global Oil & Gas GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV (IRAN) onshore Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (IRELAND) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (IRELAND) Killala Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV New Zealand Limited, Wellington (NZEA) OMVEP 100,00 VK
OMV (NORGE) AS, Stavanger OMVEP 100,00 VK
OMV OF LIBYA LIMITED, Douglas OMVEP 100,00 VK
OMV Oil and Gas Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Oil Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Oil Production GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (PAKISTAN) Exploration Gesellschaft m.b.H., Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Petroleum Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV Proterra GmbH, Wien OEPA 100,00 VK
OMV (RUSSLAND) Exploration & Production GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (SLOVAKIA) Exploration GmbH, Wien OEPA 100,00 VK
OMV (Tunesien) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (Tunesien) Production GmbH, Wien (OTNPR) OMVEP 100,00 VK
OMV (TUNESIEN) Sidi Mansour GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV (U.K.) Limited, London OMVEP 100,00 VK
OMV Upstream International GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0
OMV (YEMEN) Al Mabar Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (Yemen Block S 2) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 VK
OMV (YEMEN) South Sanau Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00 V0

33 Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20% (Fortsetzung)

Obergesell Anteil der Konso
schaft Obergesell lidierungs
schaft am art 1)
Kapital in %
PEI 3 Verwaltungs GmbH, Düsseldorf OTNPR 100,00 V0
PEI Venezuela Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf OMVEP 100,00 VK
Petroleum Infrastructure Limited, Wellington NZEA 100,00 VK
PETROM EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas PETROM 100,00 V0
Preussag Energie International GmbH, Burghausen OMVEP 100,00 VK
RING OIL HOLDING & TRADING LTD, Limassol (RING) PETROM 74,90 VK
"Saratovneftedobycha" CJSC, Saratov RING 100,00 VK
Société de Recherches et d'Exploitation des Pétroles en Tunisie, Tunis OTNPR 50,00 S0
TASBULAT OIL CORPORATION LLP, Aktau PETROM 100,00 VK
van Sickle Gesellschaft m.b.H., Wien OEPA 100,00 VK
Thyna Petroleum Services S.A., Sfax OTNPR 50,00 S0
Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC, Abu Dhabi OMVRM 25,00 S0
Adria-Wien Pipeline GmbH, Klagenfurt OMVRM 76,00 VK
Aircraft Refuelling Company GmbH, Wien OMVRM 33,33 S0
Autobahn - Betriebe Gesellschaft m.b.H., Wien OMVRM 47,20 S0
Avanti d.o.o., Zagreb OHRVAT 29,93 S0
AVIATION PETROLEUM SRL, Bukarest PETROM 95,00
ROMAN 5,00 VK
BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH, Vohburg OMVD 45,00 AE
BEYFIN GAZ SRL, Cluj-Napoca PETROM 40,00 S0
Borealis AG, Wien OMVRM 32,67
OMV AG 3,33 AE
BRAZI OIL & ANGHELESCU PROD COM SRL, Brazi PETROM 37,70 S0
BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH, Wien OMVRM 26,00 S0
D.E.E.M. ALGOCAR SA, Buzias PETROM 27,92 S0
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH, München OMVD 25,00 AE
DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft., Budapest OHUN 48,28 S0
EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG, München OMVD 21,95 AE
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach OMVRM 55,60 AE 1)
FONTEGAS PECO MEHEDINTI SA, Simian PETROM 37,40 S0
FRANCIZA PITESTI SRL, Piteşti PETROM 40,00 S0
GENOL Gesellschaft m.b.H., Wien OMVRM 29,00 S0
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co, Wien OMVRM 29,00 AE
Heating Innovations Austria GmbH, Wien OMVRM 50,00 AE
ICS PETROM MOLDOVA SA, Chisinau PETROM 100,00 VK
M.P. PETROLEUM DISTRIBUTIE SRL, Bukarest PETROM 95,00
ROMAN 5,00 VK
OMV Bayern GmbH, Burghausen OMVD 100,00 VK
OMV BH d.o.o., Sarajevo OMVRM 100,00 VK
OMV BULGARIA OOD, Sofia PETROM 99,90
OMVRM 0,10 VK
OMV Česká republika, s.r.o., Prag VIVTS 100,00 VK
OMV Croatia d.o.o., Zagreb (OHRVAT) OMVRM 100,00 VK

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20% (Fortsetzung)

Obergesell Anteil der Konso
schaft Obergesell lidierungs
schaft am art 1)
Kapital in %
OMV Deutschland GmbH, Burghausen (OMVD) OMVRM 90,00
OMV AG 10,00 VK
OMV Hungária Ásványolaj Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest (OHUN) OMVRM 100,00 VK
OMV - International Services Ges.m.b.H., Wien OMVRM 100,00 VK
OMV Italia S.r.l., Verona OMVRM 100,00 VK
OMV Refining & Marketing GmbH, Wien (OMVRM) OMV AG 100,00 VK
OMV ROMANIA MINERALOEL SRL, Bukarest (ROMAN) PETROM 99,90
OMVRM 0,10 VK
OMV SLOVENIJA trgovina z nafto in naftnimi derivati, d.o.o., Koper VIVTS 92,25 VK
OMV Slovensko s.r.o., Bratislava VIVTS 100,00 VK
OMV SRBIJA d.o.o., Belgrad PETROM 99,90
OMVRM 0,10 VK
OMV Supply & Trading AG, Zug OMVRM 100,00 VK
OMV TRADING SERVICES LIMITED, London OMVRM 100,00 V0
OMV-VIVA Kereskedelmi és Szolgáltatató Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest OHUN 96,67 V0
OMV Wärme VertriebsgmbH, Wien OMVRM 100,00 VK
PETROCHEMICALS ARGES SRL, Piteşti PETROM 95,00 V0
Petrol Ofisi A.Ş., Istanbul OMV AG 41,58 AE
PETROM LPG SA, Bukarest PETROM 99,99 VK
PETROM NADLAC SRL, Nadlac PETROM 98,51 V0
Routex B.V., Amsterdam OMVRM 20,00 S0
SIOT Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A., Triest OMVRM 25,00 AE
SOCIETATEA COMERCIALA PETROM AVIATION SA, Otopeni PETROM 69,37 VK
SuperShop Marketing GmbH, Budapest OHUN 50,00 S0
TGN Tankdienst-Gesellschaft Nürnberg GbR, Nürnberg OMVD 33,33 S0
Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H., Matrei in Osttirol OMVRM 25,00 AE
TRANS GAS SERVICES SRL, Bukarest PETROM 80,00 V0
VIVA International Marketing- und Handels-GmbH, Wien (VIVTS) OMVRM 100,00 VK
Gas und Power
ADRIA LNG d.o.o., Zagreb OGI 25,58 S0
ADRIA LNG STUDY COMPANY LIMITED, Valletta OGI 28,37 S0
AGCS Gas Clearing and Settlement AG, Wien OGG 23,13 S0
AGGM Austrian Gas Grid Management AG, Wien OGG 100,00 VK
Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H., Wien OGG 51,00 VK
Borasco Elektrik Üretim Sanayi ve Ticaret A.Ş., Istanbul OPI 60,00 AE 1)
Central European Gas Hub AG, Wien OGI 100,00 VK
CONGAZ SA, Constanţa PETROM 28,59 AE
DC Hidro Enerji Üretim A.Ş., Istanbul OPI 70,00 S0
EconGas Deutschland GmbH, Regensburg ECOGAS 100,00 VK
EconGas GmbH, Wien (ECOGAS) OGI 50,00
EGBV 13,55 VK
EconGas Hungária Földgázkereskedelmi Kft., Budapest ECOGAS 100,00 VK
Obergesell Anteil der Konso
schaft Obergesell lidierungs
schaft am art 1)
Kapital in %
EconGas Italia S.r.l, Mailand ECOGAS 100,00 VK
EGBV Beteiligungsverwaltung GmbH, Linz (EGBV) OGI 65,00 VK
OMV Gas Adria d.o.o., Zagreb OGI 100,00 V0
OMV Gas Germany GmbH, Düsseldorf OGG 100,00 VK
OMV Gas GmbH, Wien (OGG) OGI 99,99
OMV AG 0,01 VK
OMV Gas & Power, Wien (OGI) OMV AG 100,00 VK
OMV Gaz Ve Enerji Limited Şirketi, Istanbul OGI 99,00
OPI 1,00 VK
OMV Kraftwerk Haiming GmbH, Haiming OPI 100,00 V0
OMV Power International GmbH, Wien (OPI) OGI 100,00 VK
PETROM DISTRIBUTIE GAZE SRL, Bukarest PETROM 99,99 VK
PETROM GAS SRL, Bukarest PETROM 100,00 VK
POLIFLEX SRL, Brazi PETROM 96,84 V0
ROBIPLAST COMPANY SRL, Bukarest PETROM 45,00 S0
SOCIETATEA ROMANA DE PETROL SA, Bukarest PETROM 49,00 S0
Konzernbereich und Sonstiges
Amical Insurance Limited, Douglas (AMIC) OMV AG 100,00 VK
ASOCIATIA ROMANA PENTRU RELATIA CU INVESTITORII, Bukarest PETROM 20,00 S0
BURSA MARITIMA SI DE MARFURI SA, Constanţa PETROM 20,09 S0
Diramic Insurance Limited, Gibraltar AMIC 100,00 VK
Kompetenz- und Informationszentrum für Humanvermögen und interdisziplinäre
Arbeits- und Unternehmensforschung GmbH, Klosterneuburg SNO 24,44 S0
MOL Hungarian Oil and Gas Plc., Budapest 2) OCTS 21,22 S0
OMV Clearing und Treasury GmbH, Wien (OCTS) SNO 100,00 VK
OMV FINANCE LIMITED, Douglas OMV AG 100,00 VK
OMV Future Energy Fund GmbH, Wien OMV AG 100,00 VK
OMV Insurance Broker GmbH, Wien OMV AG 100,00 VK
OMV Solutions GmbH, Wien (SNO) OMV AG 100,00 VK
PETROMED SOLUTION SRL, Bukarest PETROM 99,99 V0
students4excellence GmbH, Wien OMV AG 20,00 S0
VA OMV Personalholding GmbH, Linz SNO 50,00 S0
Petrom
PETROM SA, Bukarest (PETROM) 3) OMV AG 51,01 VK

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20% (Fortsetzung)

1) Konsolidierungsart:

VK Verbundene einbezogene Unternehmen.

AE Assoziierte at-equity bewertete Unternehmen.

AE 1) Trotz Anteilsmehrheit keine Einbeziehung, da ein Beherrschungsverhältnis nicht vorliegt.

V0 Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen; Firmenmäntel und Vertriebsorganisationen, die einzeln und gesamt betrachtet für die Aussagekraft des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung sind.

S0 Sonstige nicht konsolidierte Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet; assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist.

2) Der Anteil von 21,22% an MOL beinhaltet Aktien im Ausmaß von 20,57% des Grundkapitals der Gesellschaft, die am Bilanzstichtag zur Besicherung von

kurzfristigen Bankfinanzierungen im Rahmen von Repo-Programmen genutzt wurden (siehe Anhangangaben 16 und 21).

3) In der Segmentberichterstattung wird Petrom SA den jeweiligen Segmenten zugeordnet.

Bei den nicht in den Vollkonsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen handelt es sich überwiegend um Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen sowie um Vertriebsgesellschaften, wobei deren Umsatzvolumina, Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und deren Eigenkapital insgesamt unter 2% der Konzernwerte liegen.

Land Feldname Lizenz/Block Anteil in %
Australien Jabiru/Challis AC/L 1, 2, 3 18,75
Großbritannien Schiehallion 204/25a 5,88
Großbritannien Beryl 9/13a 5,00
Großbritannien Beryl 9/13a,b,c 5,00
Großbritannien Boa 9/15a 13,62
Großbritannien Skene 9/19 3,49
Großbritannien Buckland 9/18a 3,17
Großbritannien Maclure 9/19 1,67
Großbritannien Ness & Ness South 9/13a, 9/13b 5,00
Großbritannien Howe 22/12a North 20,00
Großbritannien Jade 30/2c 5,57
Libyen El Shararah NC115 3,90
Libyen Nafoora Augila Area 91 2,50
Libyen C103 Area 90/106 3,00
Libyen 74/29 Area 70/71/87/103/104/119 3,00
Libyen NC186 NC186 2,88
Libyen Shatirah NC163 17,85
Neuseeland Maui PML 381012 10,00
Neuseeland Pohokura PMP 38154 26,00
Pakistan Miano 17,68
Pakistan Sawan 19,74
Tunesien Ashtart 50,00
Tunesien El Hajeb/Guebiba 49,00
Tunesien Cercina 49,00
Tunesien Rhemoura 49,00
Tunesien Gremda/El Ain 49,00

Maßgebliche Joint Ventures 1) der Öl- und Gasproduktion des OMV Konzerns

1) Joint Ventures mit reinen Explorationsaktivitäten bzw. jene mit noch nicht fördernden Funden wurden in der Tabelle nicht berücksichtigt.

in %
verpflichtung
verpflichtung
verpflichtung
2009
2010–2012
nach 2012
in USD
in USD
in USD
Australien
WA–290-P
40,00
6.000.000


Großbritannien Central North Sea
29/2a
20,00
20.000.000


Großbritannien West of Shetland
217/10, 14, 15
20,00

10.000.000

Großbritannien West of Shetland
204/13 P1190
50,00
12.000.000


Großbritannien West of Shetland
213/22,23,28
20,00

7.000.000

Großbritannien West of Shetland
213/25a, 214/21a
6,50
4.500.000


Irland
3/05
50,00
10.000.000


Jemen
Al Mabar
Block 2
87,50
6.000.000


Jemen
Al Uqlah
Block S2
44,00
14.774.000


Jemen
South Sanau
Block 29
43,75

6.500.000

Kurdistan, Irak
Mala Omar
80,00
20.000.000


Kurdistan, Irak
Shorish
80,00

20.000.000

Libyen
Package 1
NC199–204
40,00
7.000.000


Libyen
El Shararah (Produktion)
NC115
3,90
11.250.000
11.250.000

Libyen
El Shararah (Exploration) NC115
30,00

21.240.000

Libyen
NC186 (Exploration)
NC186
24,00

7.776.000

Libyen
NC186 (Produktion)
NC186
2,88
51.000.000
51.000.000

Libyen
Shatirah
NC163
17,85
2.040.000


Libyen
Nafoora Augila
Area 91
2,50
35.000.000
35.000.000

Libyen
C103 (Produktion)
Area 90/106
3,00
11.500.000
11.500.000

Libyen
C103 (Exploration)
Area 90/106
25,00

5.000.000

Libyen
74/29 (Produktion)
Area 70/71/87/103/104/119
3,00
3.500.000
3.500.000

Libyen
74/29 (Exploration)
Area 70/71/87/103/104/119
25,00

31.250.000

Libyen
C102
Area 91
25,00

1.750.000

Neuseeland
Maari
PML 38413
69,00
14.500.000


Neuseeland
Western Platform
PEP 38401
31,25
510.000


Neuseeland
Western Platform
PEP 38481
31,25
585.000


Neuseeland
Tangaroa
PEP 38485
33,33
225.000


Neuseeland
Northland Base
PEP 38618
50,00
75.000


Neuseeland
Northland Base
PEP 38619
50,00
75.000


Neuseeland
PEP 50119
36,00
498.000


Neuseeland
PEP 50120
36,00
249.000


Neuseeland
PEP 50121
36,00
498.000


Norwegen
PL 301CS
30,00

36.000.000

Norwegen
PL 471
50,00

23.000.000

Pakistan
Barkhan
15,00
850.000
1.430.000

Pakistan
Hanna
20,00
10.000
250.000

Pakistan
Harnai
20,00
105.000
1.130.000

Pakistan
Kalat
30,00
10.000
365.000

Pakistan
Latif
33,40
120.000


Pakistan
Sari South
20,00

4.133.333

Pakistan
Sawan
19,74
13.162.000
1.821.834

Tunesien
Ashtart
50,00
30.000.000
62.790.000

Tunesien
Jenein Sud
100,00
10.000.000
600.000

Tunesien
Sidi Mansour
100,00
10.000.000
25.000.000
Land Feldname Lizenz/Block Anteil Kapital Kapital Kapital

OMV Kapitalverpflichtungen der Joint Ventures im Bereich Exploration und Produktion

Joint Ventures im Bereich Exploration und Produktion

Folgende Tabelle zeigt die Eckdaten zu jenen Unternehmen, deren Bilanz- sowie Gewinn- und Verlustrechnungspositionen sich zu einem überwiegenden Teil aus Joint Ventures zusammensetzen:

Eckdaten der anteilig in den Konzernabschuss einbezogenen Joint Ventures
2008 2007
Umlaufvermögen 651.161 721.785
Anlagevermögen 1.888.417 1.192.773
Kurzfristige Verbindlichkeiten 727.441 777.285
Langfristige Verbindlichkeiten 1.029.901 737.679
Nettoumsatz 1.728.285 1.342.880
Betriebserfolg (EBIT) 1.046.801 821.821
Jahresüberschuss 509.829 478.430

Ergänzende Informationen zur Öl- und Gasproduktion (ungeprüft)

34 Ergänzende Informationen zur Öl- und Gasproduktion (ungeprüft)

Die folgenden Tabellen stellen eine Zusatzinformation gemäß SFAS 69, Disclosures about Oil and Gas Producing Activities, dar. Da dieser Themenbereich unter IFRS nicht detailliert geregelt ist, hat OMV beschlossen, diese Daten gemäß SFAS 69 zu berichten. Sofern sich die nachfolgenden Zusatzangaben auf Jahresabschlussinformationen beziehen, beruhen diese auf den Daten des IFRS Konzernabschlusses.

Die einzelnen Länder werden in Regionen zusammengefasst, in denen sich folgende Länder befinden:

Petrom: Rumänien, Kasachstan, Russland
Übriges Europa: Albanien, Bulgarien, Deutschland, Färöer Inseln, Großbritannien, Irland, Norwegen, Slowakei
Nordafrika: Libyen, Tunesien, Ägypten (seit 2008)
Mittlerer Osten: Iran, Jemen, Katar (verkauft 2006), Region Kurdistan im Irak (seit 2007), Pakistan
Ozeanien: Australien, Neuseeland
Südamerika: Ekuador (verkauft 2006), Venezuela

Die Vermögenswerte und Ergebnisse von Petrom (OMV Anteil 51%, im Konzernabschluss vollkonsolidiert) sind zu 100% dargestellt.

a) Aktivierte Kosten

Die aktivierten Kosten umfassen die Summe des aktivierten Öl- und Gasvermögens einschließlich sonstiges immaterielles Vermögen und Sachanlagen wie Grundvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Konzessionen, Lizenzen, Rechte.

Aktivierte Kosten EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges
Europa 2)
afrika 3) Nord- Mittlerer
Osten
Ozeanien 4) Süd-
amerika
Summe
2008
Öl- und Gasvermögen
ohne sichere Reserven 32.667 511.092 151.936 92.033 46.275 13.948 847.951
Öl- und Gasvermögen
mit sicheren Reserven 1.561.651 4.104.271 602.781 1.345.819 184.147 444.584 8.243.254
Gesamt 1.594.318 4.615.363 754.716 1.437.853 230.422 458.531 9.091.204
Kumulierte Abschreibung –819.019 –958.551 –480.938 –548.793 –74.247 –128.228 — –3.009.777
Aktivierte Kosten
(abzüglich Abschreibung) 775.299 3.656.812 273.778 889.059 156.175 330.303 6.081.427
2007
Öl- und Gasvermögen
ohne sichere Reserven 111.994 166.951 87.798 47.516 48.689 17.033 479.981
Öl- und Gasvermögen
mit sicheren Reserven 1.238.101 2.627.585 552.814 772.110 117.749 434.699 5.743.058
Gesamt 1.350.095 2.794.536 640.612 819.626 166.438 451.732 6.223.039
Kumulierte Abschreibung –776.411 –654.554 –437.604 –468.656 –53.034 –128.133 — –2.518.392
Aktivierte Kosten
(abzüglich Abschreibung) 1) 573.684 2.139.982 203.007 350.970 113.404 323.600 3.704.647
Aktivierte Kosten EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges
Europa
Nord-
afrika
Mittlerer
Osten
Ozeanien Süd-
Amerika 5)
Summe
2006
Öl- und Gasvermögen
ohne sichere Reserven 62.336 91.792 44.022 39.496 22.675 4.250 264.571
Öl- und Gasvermögen
mit sicheren Reserven 1.102.419 2.289.452 609.192 754.680 88.427 353.273 5.197.443
Gesamt 1.164.755 2.381.244 653.214 794.176 111.102 357.523 5.462.014
Kumulierte Abschreibung –734.667 –436.842 –439.452 –435.577 –35.623 –81.950 — –2.164.112
Aktivierte Kosten
(abzüglich Abschreibung) 1) 430.088 1.944.402 213.762 358.599 75.479 275.572 3.297.902

1) 2007 enthalten die aktivierten Kosten EUR 14 Mio aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen in Großbritannien. 2006 sind in den aktivierten Kosten Buchwerte zum Verkauf stehender Anlagen in Tunesien in Höhe von EUR 10 Mio enthalten.

2) Das UK Asset Dunlin wurde 2008 verkauft.

3) 2008 wurden Signature Bonuse und Ausgleichszahlungen für die Verlängerung der Lizenzen in Libyen aktiviert (EUR 485 Mio).

4) 2008 wurden in Neuseeland, Asset Maari, aktivierte Kosten um Stand-by fees für das FPSO und Drilling Rig in Höhe von EUR 28 Mio reduziert und aufwandswirksam verbucht.

5) Die Assets in Ekuador wurden 2006 verkauft, in Venezuela wurden die Anlagen abgeschrieben.

b) Kosten der Periode

Die Kosten der Periode umfassen alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Anschaffung, Exploration und Entwicklung von Öl- und Gasvorkommen anfallen, unabhängig davon, ob diese Kosten aktiviert werden oder Aufwand der laufenden Periode sind. Kosten, die in Fremdwährungen angefallen sind, werden mit den Jahresdurchschnittskursen konvertiert.

EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges
Europa 4)
Nord
afrika
Mittlerer
Osten
Ozeanien Süd
amerika
Summe
2008
Anschaffungskosten für
sichere Reserven 1)
461.419 461.419
Anschaffungskosten für
nicht sichere Reserven
Rekultivierungskosten 7.686 1.532 9.218
Explorationskosten 25.794 183.634 50.322 93.217 25.406 9.219 387.590
Entwicklungskosten 2) 247.537 1.275.351 61.302 68.979 69.428 117.282 1.839.879
Kosten der Periode 281.016 1.460.517 111.624 623.615 94.834 126.500 2.698.106
2007
Anschaffungskosten für
sichere Reserven
Anschaffungskosten für
nicht sichere Reserven
Rekultivierungskosten 7.480 234 7.714
Explorationskosten 13.527 160.218 54.189 17.093 53.401 32.862 331.289
Entwicklungskosten 2) 214.979 782.839 66.470 58.872 30.376 92.346 1.245.883
Kosten der Periode 235.987 943.057 120.659 76.199 83.777 125.208 1.584.887
Kosten der Periode EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges
Europa
Nord
afrika
Mittlerer
Osten
Ozeanien Süd
amerika
Summe
2006
Anschaffungskosten für
sichere Reserven
–561 –561
Anschaffungskosten für
nicht sichere Reserven 3)
53.250 53.250
Rekultivierungskosten 7.000 3.290 43 10.333
Explorationskosten 34.612 57.951 30.160 61.544 11.930 4.282 200.479
Entwicklungskosten 94.656 334.574 46.098 41.146 23.715 86.320 12.053 638.561
Kosten der Periode 136.268 449.065 76.258 102.733 35.645 90.042 12.053 902.062

1) Der Wert entspricht dem Signature Bonus und der Ausgleichszahlung für die Verlängerung der Lizenzen in Libyen.

2) Der Erwerb der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice ist 2008 in den Entwicklungskosten inkludiert. In 2007 enthielt diese Position EUR 14 Mio aus zu

Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen in Großbritannien.

3) Die Darstellung erfolgt abzüglich zugeordneter latenter Steuern in Höhe EUR 16,8 Mio.

4) Exploration Norwegen ist vermindert um 78% der abzugsfähigen Explorationskosten.

c) Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion

Die folgende Tabelle stellt Erträge und Aufwendungen dar, die direkt im Zusammenhang mit der Öl- und Gasproduktion anfallen. Das Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion entspricht nicht dem Ergebnis des Bereichs, da Zinsen, allgemeine Verwaltungskosten und andere Aufwendungen nicht enthalten sind. Die Ertragsteuer wird nach Berücksichtigung von Investitionsbegünstigungen und Verlustvorträgen und unter Anwendung des lokalen Steuersatzes hypothetisch errechnet.

Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges
Europa
Nord
afrika
Mittlerer
Osten
Ozeanien 6) Süd
amerika
Summe
2008
Umsatz mit Dritten 4.175 182.924 173.325 304.309 88.844 213.600 967.177
Konzerninterner Umsatz 706.721 2.427.918 734.649 65.521 3.934.810
Ergebnis aus
Anlagenverkäufen 1)
–452 –1.375 7.676 9 –1 5.858
710.444 2.609.467 181.001 1.038.959 154.374 213.599 4.907.845
Produktionsaufwand –102.432 –901.012 –35.088 –43.885 –18.470 –30.106 — –1.130.993
Förderzinsabgaben –97.346 –199.340 –2.298 –4.383 –27.514 –330.881
Explorationsaufwand –21.459 –145.166 –35.061 –40.711 –38.251 –9.218 –289.866
Abschreibungen und
Wertminderungen 2)
–51.617 –314.198 –18.840 –73.468 –19.934 –31.219 –509.275
Sonstige Kosten –398 7.769 –1.871 17.344 866 –28.850 153 –4.987
–273.252 –1.551.946 –90.859 –143.018 –80.172 –126.907 153 –2.266.002
Ergebnis vor Steuern 437.192 1.057.521 90.141 895.940 74.203 86.692 153 2.641.843
Ertragsteuern 3) –117.274 –186.405 –26.366 –437.338 –16.095 –15.623 –60 –799.163
Operatives Ergebnis 319.918 871.116 63.775 458.602 58.107 71.068 93 1.842.680
Speicherüberlassungs
entgelt 5)
42.755 42.755

Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion EUR 1.000

Österreich Petrom Übriges Nord Mittlerer Ozeanien Süd Summe
Europa afrika Osten amerika
2007
Umsatz mit Dritten –1.280 142.341 165.298 138.301 81.918 169.676 696.255
Konzerninterner Umsatz 535.693 2.115.987 649.725 26.963 3.328.368
Ergebnis aus
Anlagenverkäufen 1) 50 113 13.758 4 –2 13.923
534.463 2.258.441 165.298 801.784 108.886 169.674 4.038.545
Produktionsaufwand –97.367 –903.964 –28.877 –58.255 –13.865 –26.146 — –1.128.474
Förderzinsabgaben –62.958 –159.195 –7.413 –10.841 –7.430 –247.836
Explorationsaufwand –13.527 –116.943 –44.427 –11.580 –15.018 –19.702 –221.197
Abschreibungen und
Wertminderungen 2) –48.191 –219.048 –48.206 –54.905 –19.656 –48.203 –438.210
Sonstige Kosten –342 132 –3.299 –1.400 827 45 –847 –4.886
–222.385 –1.399.018 –124.809 –133.553 –58.553 –101.437 –847 –2.040.602
Ergebnis vor Steuern 312.077 859.424 40.488 668.231 50.333 68.237 –847 1.997.944
Ertragsteuern 3) –80.503 –135.491 –25.287 –280.538 –16.913 –808 –539.541
Operatives Ergebnis 4) 231.574 723.933 15.201 387.693 33.420 67.429 –847 1.458.403
Speicherüberlassungs
entgelt 5) 40.556 40.556
2006
Umsatz mit Dritten –63 264.638 184.695 26.939 84.680 78.491 47.531 686.912
Konzerninterner Umsatz 532.438 1.925.398 607.401 3.065.237
Ergebnis aus
Anlagenverkäufen 1.886 57.700 8.345 1.872 2.376 –13.525 58.654
534.262 2.247.736 184.695 642.685 86.552 80.867 34.006 3.810.803
Produktionsaufwand –96.264 –831.620 –29.355 –52.227 –7.665 –18.648 –15.486 –1.051.265
Förderzinsabgaben –70.090 –158.370 –8.324 –11.316 –2.802 –250.902
Explorationsaufwand –32.683 –49.624 –36.888 –36.940 –10.490 –4.282 –170.908
Abschreibungen und
Wertminderungen 2) –42.381 –230.101 –40.202 –52.164 –11.078 –15.646 –26.019 –417.590
Sonstige Kosten 91 –16.627 4.304 –4.236 –1.052 557 –5.420 –22.382
–241.327 –1.286.342 –102.142 –153.891 –41.601 –40.821 –46.925 –1.913.048
Ergebnis vor Steuern 292.935 961.394 82.553 488.794 44.952 40.046 –12.919 1.897.755
Ertragsteuern 3) –84.844 –157.213 –49.649 –149.338 –11.975 –3.883 –456.902
Operatives Ergebnis 4) 208.091 804.181 32.905 339.455 32.977 40.046 –16.802 1.440.853
Speicherüberlassungs
entgelt 5) 42.228 42.228

1) Dunlin (GB) wurde 2008 verkauft. 2007 wurde Chergui (Tunesien) verkauft. 2006 sind die Verkäufe von Ekuador, Katar und Halk El Menzel (Tunesien) enthalten. 2) 2008. Außerordentliche Abschreibung i.H.v. EUR 26 Mio in Russland.

2007: In Großbritannien (Übriges Europa) wurden außerordentliche Abschreibungen in der Höhe von EUR 21 Mio durchgeführt.

2006: In Petrom ist die außerordentliche Abschreibung von Sinelnikove (Kasachstan) in Höhe von EUR 27 Mio und in Südamerika die außerordentliche Abschreibung von Venezuela in der Höhe von EUR 25 Mio enthalten.

3) Ertragsteuern enthalten keine latenten Steuern. In Übriges Europa sind die PRT und die Körperschaftsteuer in Großbritannien enthalten. Die Bemessungsgrundlage für die PRT ist der Netto-Cashflow aus bestimmten produzierenden Feldern in der Nordsee. Ertragsteuern in Afrika umfassen Aufwendungen aus dem Tax-paid-Cost-System (TPC) für bestimmte Felder in Libyen sowie feldspezifische Steuern in Tunesien, die nicht zur Gänze gewinnabhängig sind. 2008 wurde das TPC-System durch steuerbare EPSA-Verträge ersetzt.

4) Das operative Ergebnis 2007 beinhaltet EUR 3 Mio aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen in Großbritannien. 2006 sind EUR 9 Mio aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten in Ekuador und Katar im Ergebnis enthalten.

5) Das Speicherüberlassungsentgelt vor Steuern wird für die Bereitstellung von Gasspeicherkapazitäten vom Geschäftsbereich Erdgas bezahlt. 6) Inkludiert in den Sonstigen Kosten 2008 sind in Neuseeland aufwandswirksam gebuchte Stand-by fees für das Maari FPSO und Drilling Rig.

d) Öl- und Gasreserven

Sichere Reserven sind auf der Basis von geologischen und lagerstättentechnischen Daten geschätzte Mengen an Erdöl (inklusive NGL) und Erdgas, die unter Anwendung bestehender wirtschaftlicher und produktionstechnischer Bedingungen mit größtmöglicher Sicherheit in der Zukunft gefördert werden können. Sichere, entwickelte Reserven sind nachgewiesene Reserven, die mit bestehenden Sonden, Obertageanlagen und Produktionsmethoden gefördert werden können. Sichere, nicht entwickelte Reserven können mit hoher Wahrscheinlichkeit aus bereits entdeckten Lagerstätten gewonnen werden.

Erdöl und NGL Mio bbl

Österreich Petrom Übriges Nord Mittlerer Ozeanien Süd Summe
Europa afrika Osten amerika
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 1.1.2006 55,1 578,2 19,4 91,9 1,1 20,8 15,6 782,1
Revision früherer Schätzungen 6,8 –12,3 0,9 7,8 1,5 4,8
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven –1,0 –13,5 –14,6
Erweiterungen und Neufunde 0,3 13,8 5,5 8,0 27,6
Produktion –6,3 –35,6 –3,3 –13,3 –0,1 –1,0 –2,0 –61,6
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2006 56,0 544,1 17,0 92,0 8,0 21,3 738,4
Revision früherer Schätzungen 5,9 –4,3 10,8 2,0 1,9 16,2
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven –0,1 –0,1
Erweiterungen und Neufunde 0,2 2,6 0,5 0,3 3,6
Produktion –6,2 –34,0 –2,6 –14,6 –0,6 –1,8 –59,8
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2007 1) 55,9 508,3 14,8 88,5 9,3 21,4 698,3
Revision früherer Schätzungen 1,1 2,1 1,3 43,5 5,2 0,4 53,7
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven –0,6 –0,6
Erweiterungen und Neufunde 0,5 5,4 5,8
Produktion –6,1 –34,4 –1,8 –15,7 –1,2 –1,7 –60,9
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2008 51,4 481,4 13,8 116,3 13,3 20,1 696,4
Sichere, entwickelte Reserven
zum 31.12.2006 49,2 410,4 15,9 80,4 2,7 4,4 563,0
zum 31.12.2007 49,1 374,3 13,4 78,0 9,3 6,0 530,3
zum 31.12.2008 45,4 368,1 11,8 105,4 9,2 5,7 545,5

1) 2007 sind 0,6 Mio bbl in Großbritannien aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen enthalten.

|--|--|

Erdgas Mrd Kubikfuß (bcf)

Österreich Petrom Übriges Nord Mittlerer Ozeanien Summe
Europa afrika Osten
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 1.1.2006 1) 572,0 2.228,0 40,0 19,6 294,5 93,1 3.247,3
Revision früherer Schätzungen 18,7 92,4 6,1 –29,1 18,5 106,6
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven
Erweiterungen und Neufunde 0,2 34,6 34,9
Produktion –46,6 –211,0 –8,8 –40,3 –10,9 –317,6
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2006 1) 544,4 2.144,0 37,3 19,6 225,2 100,6 3.071,1
Revision früherer Schätzungen 24,3 133,0 0,3 –46,1 24,0 135,5
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven –19,6 –19,6
Erweiterungen und Neufunde 1,0 11,7 12,7
Produktion –48,9 –205,2 –7,1 –40,1 –20,3 –321,6
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2007 1) 520,8 2.083,5 30,5 139,0 104,3 2.878,2
Revision früherer Schätzungen 15,5 216,5 4,3 3,4 –0,6 239,1
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven
Erweiterungen und Neufunde 3,9 12,2 16,1
Produktion –46,1 –198,3 –6,2 –37,2 –20,1 –308,0
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2008 1) 494,0 2.113,9 28,5 105,1 83,6 2.825,2
Sichere, entwickelte Reserven
zum 31.12.2006 276,8 1.595,3 37,1 156,2 63,6 2.129,0
zum 31.12.2007 328,3 1.529,3 29,9 78,8 89,7 2.056,0
zum 31.12.2008 309,3 1.673,4 27,9 51,9 83,7 2.146,1

1) Inklusive rund 108 bcf an Polstergas in Gasspeicherreservoirs.

e) Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Die zukünftige Netto-Cashflow-Information wird unter der Annahme erstellt, dass die wirtschaftlichen und operativen Rahmenbedingungen, die zum Bilanzstichtag vorliegen, über die Produktionsdauer der sicheren Reserven bestehen bleiben. Weder zukünftige Veränderungen der Preise noch Fortschritte in der Technologie oder Veränderungen der operativen Bedingungen werden berücksichtigt.

Der zukünftige Cash Inflow beinhaltet die Erlöse aus dem Verkauf der Produktionsmenge, inklusive Polstergas, die zum Bilanzstichtag vorliegen, bewertet mit den Preisen zum Jahresultimo. Die zukünftigen Produktionskosten umfassen die geschätzten Kosten für Entwicklungsbohrungen und Produktionsanlagen sowie die Kosten der Rekultivierung von Sonden und Produktionsanlagen unter der Annahme, dass das Kostenniveau zum Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung der Inflation beibehalten wird. Die zukünftigen Steuerzahlungen werden unter Verwendung des Steuersatzes jenes Lands berechnet, in dem OMV tätig ist. Der Barwert ergibt sich aus der Diskontierung des zukünftigen Netto-Cashflows mit einem Diskontfaktor von 10% pro Jahr. Die standardisierte Ermittlung stellt keine Schätzung des Tageswerts der sicheren Reserven im Konzern dar. Eine Schätzung des Tageswerts würde neben vielen anderen Faktoren auch die Gewinnungsmöglichkeit von Reserven, die über die Menge der sicheren Reserven hinausgeht, und voraussichtliche Veränderungen in den zukünftigen Preisen und Kosten sowie einen dem Risiko der Öl- und Gasproduktion entsprechenden Diskontzinssatz berücksichtigen.

Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges
Europa
Nord
afrika
Mittlerer
Osten
Ozeanien Süd
amerika
Summe
2008
Zukünftiger Cash Inflow 5.158.050 18.733.816 472.570 4.145.767 807.280 146.225 29.463.709
Zukünftige Produktions
und
Rekultivierungsausgaben
–2.618.440 –16.453.654 –231.415 –876.179 –249.876 –419.365 — –20.848.928
Zukünftige
Entwicklungsausgaben –965.910 –627.117 –6.689 –656.210 –371.523 –327.680 –2.955.129
Zukünftiger Netto
Cashflow vor
Ertragsteuern
1.573.700 1.653.046 234.466 2.613.379 185.881 –600.820 5.659.652
Zukünftige Ertragsteuern –513.050 –108.379 –159.959 –234.282 –140.622 –114.788 –1.271.080
Zukünftiger Netto
Cashflow undiskontiert
1.060.650 1.544.667 74.506 2.379.097 45.259 –715.607 4.388.572
10% jährlicher Diskontsatz
für die zeitliche Differenz
des Cashflows
Standardisierte
Berechnung des
diskontierten zukünftigen
–345.475 –838.828 15.850 –988.488 –49.808 177.764 –2.028.985
Netto-Cashflows 715.175 705.839 90.357 1.390.609 –4.549 –537.844 2.359.586
2007
Zukünftiger Cash Inflow 6.284.329 36.445.869 1.108.131 5.565.030 868.509 1.770.763 52.042.630
Zukünftige Produktions
und
Rekultivierungsausgaben
–2.380.752 –18.821.248 –420.009 –705.241 –322.482 –794.393 — –23.444.125
Zukünftige
Entwicklungsausgaben
–622.068 –904.277 –21.083 –146.872 –36.473 –302.228 –2.033.000
Zukünftiger Netto
Cashflow vor
Ertragsteuern
3.281.508 16.720.344 667.039 4.712.917 509.554 674.142 26.565.505
Zukünftige Ertragsteuern –1.376.479 –4.335.324 –374.132 –1.411.543 –148.640 –231.403 –7.877.521
Zukünftiger Netto
Cashflow undiskontiert
1.905.029 12.385.020 292.908 3.301.374 360.914 442.739 18.687.984
10% jährlicher Diskontsatz
für die zeitliche Differenz
des Cashflows
–668.956 –6.411.501 –63.622 –915.073 –109.309 –88.102 –8.256.562
Standardisierte
Berechnung
des diskontierten zukünfti
gen Netto-Cashflows 1.236.073 5.973.519 229.286 2.386.300 251.606 354.638 10.431.421
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges
Europa
Nord
afrika
Mittlerer
Osten
Ozeanien Süd
amerika
Summe
2006
Zukünftiger Cash Inflow 4.639.631 29.095.765 935.614 4.198.394 835.999 1.454.787 41.160.190
Zukünftige Produktions
und
Rekultivierungsausgaben –2.490.016 –15.332.722 –332.875 –484.657 –197.088 –568.787 — –19.406.145
Zukünftige
Entwicklungsausgaben
–459.765 –1.108.118 –52.719 –223.062 –67.268 –422.250 –2.333.182
Zukünftiger Netto
Cashflow
vor Ertragsteuern
1.689.851 12.654.925 550.020 3.490.675 571.643 463.750 19.420.863
Zukünftige Ertragsteuern –486.938 –2.164.681 –290.061 –952.256 –247.692 –129.882 –4.271.511
Zukünftiger Netto
Cashflow
undiskontiert
1.202.912 10.490.244 259.959 2.538.419 323.951 333.868 15.149.353
10% jährlicher Diskontsatz
für die zeitliche Differenz
des Cashflows –500.108 –5.675.407 –67.320 –778.940 –100.280 –112.568 –7.234.624
Standardisierte
Berechnung
des diskontierten zukünfti
gen Netto-Cashflows
702.804 4.814.838 192.638 1.759.478 223.670 221.300 7.914.729

f) Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows EUR 1.000
2008 2007 2006
1.1. 10.431.421 7.914.729 10.314.537
Verkauf und Transfer von gefördertem Öl und Gas abzüglich Produktionsausgaben –2.835.191 –1.979.051 –2.619.572
Nettoveränderung der Preise und Produktionskosten –10.335.013 4.443.856 –1.098.128
Nettoveränderung aus dem Kauf und Verkauf von Mineralvorkommen 5.069 13.764 –134.000
Nettoveränderung auf Grund von Erweiterungen und neuen Funden 37.168 107.541 840.511
Entwicklungs- und Rekultivierungsausgaben der laufenden Periode 749.872 844.777 299.411
Veränderung der geschätzten zukünftigen Entwicklungs- und
Rekultivierungskosten in der Periode –830.922 –336.137 –1.270.019
Revision früherer Schätzungen 971.359 738.436 559.439
Zuwachs aus der Diskontierung 923.306 725.496 976.589
Nettoveränderung der Ertragsteuern 3.822.516 –1.682.083 –412.926
Sonstiges 1) –580.000 –359.907 458.886
31.12. 2) 2.359.586 10.431.421 7.914.729

1) Unter sonstiges sind vor allem die Wechselkursveränderungen gegenüber dem EUR ausgewiesen.

2) Beinhaltet 2007 EUR 5 Mio aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen in Großbritannien.

Wien, am 25. März 2009

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Vorsitzender

Gerhard Roiss Vorsitzender-Stellvertreter

Werner Auli David C. Davies Helmut Langanger

Abkürzungen und Definitionen

Ausschüttungsgrad %-Verhältnis der Dividendensumme zu Jahresüberschuss nach Minderheiten

bbl, bbl/d Barrel (Fass zu 159 Liter), bbl pro Tag

bcf, cf Milliarde Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F)

Bitumen Ein nicht flüchtiges, klebriges und abdichtendes rohölstämmiges Produkt, Grundstoff für Asphalt

boe, boe/d Barrel Öläquivalent, boe pro Tag

E&P Exploration und Produktion

EBIT Earnings before Interest and Taxes; Betriebserfolg

EGT Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen

Eigenkapitalquote %-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital

EPSA Exploration and Production Sharing Agreement, Explorationsund Produktionsteilungsvertrag

EU, EUR Europäische Union, Euro

F&D Finding and Development, Fund- und Entwicklungskosten; Explorationsaufwendungen dividiert durch Änderung der sicheren Reserven (Erweiterungen, Neufunde und Revisionen früherer Schätzungen)

G&P Gas und Power

H1, H2 erstes, zweites Halbjahr

HSE Health, safety, security and environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

HV Hauptversammlung

IASs, IFRSs International Accounting Standards, International Financial Reporting Standards

Jahresüberschuss Nettogewinn; Gewinn nach Zinsen, außerordentlichem Ergebnis und Steuern

Kb&S Konzernbereich und Sonstiges

LTIR Lost Time Incident Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall

m3 Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F)

Mio Million

Monomere Begriff für Ethylen und Propylen

Mrd Milliarde

MW Megawatt

n.a., n.m. not available, not meaningful; Wert nicht verfügbar, Wert nicht aussagefähig

Nettoverschuldung Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel

NGL Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt

NOC National Oil Company

NOPAT Net Operating Profit after Tax; EGT nach Steuern abzüglich Zinserträge zuzüglich Zinsaufwendungen auf Finanzverbindlichkeiten und Zinsen für Pensionsrückstellungen und außerordentliches Ergebnis +/– Steuereffekte aus den Anpassungen

OPEX Operating Expenditure; Produktionskosten; Material- und Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben

ÖCGK Österreichischer Corporate Governance Kodex

Petajoule entspricht 1 Billiarde (1015) Wattsekunden

Polymere, Polyolefine Monomere in Kettenform, Begriff für Polyethylen und Polypropylen

ppm parts per million, Teile von einer Million

PRT, PRRT Petroleum Revenue Tax, Petroleum Resource Rent Tax; diese Steuer gibt es in Großbritannien sowie Australien

Q1, Q2, Q3, Q4 erstes, zweites, drittes, viertes Quartal

R&M Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

ROACE Return on Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital (Eigenkapital inklusive Fremdanteile zuzüglich Nettoverschuldung und Pensionsrückstellungen, abzüglich Wertpapierdeckung für Pensionsrückstellungen)

ROE Return on Equity; Eigenkapitalrentabilität; %-Verhältnis Jahresüberschuss zu durchschnittlichem Eigenkapital

ROfA Return on fixed Assets; %-Verhältnis EBIT zu durchschnittlichem immateriellen und Sachanlagevermögen

RON Neuer Rumänischer LEU

SEC United States Securities and Exchange Commission

SFAS Statement on Financial Accounting Standards

t, toe Tonne, Tonne Öläquivalent

TEUR Tausend EUR

TRIR Total recordable Incident Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen

UGB Unternehmensgesetzbuch

Umsatzerlöse Umsatzerlöse exkl. Mineralölsteuer

USD US Dollar

Verschuldungsgrad Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

Weitere Abkürzungen und Definitionen finden Sie unter www.omv.com.

Fünf-Jahres-Übersicht

Fünf-Jahres-Übersicht EUR Mio

2008 2007 2006 2005 2004
Umsatzerlöse 25.543 20.042 18.970 15.580 9.829
Betriebserfolg (EBIT) 2.340 2.184 2.061 1.958 975
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.309 2.412 2.156 1.948 1.015
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –780 –569 –506 –488 –324
Jahresüberschuss vor Minderheiten 1.529 1.843 1.658 1.496 690
Jahresüberschuss nach Minderheiten 1.374 1.579 1.383 1.256 689
Betriebserfolg vor Sondereffekten 3.105 2.377 2.257 2.305 1.008
Jahresüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten 1.738 1.649 1.521 1.391 711
Bilanzsumme 21.376 21.250 17.804 15.451 13.236
Eigenkapital 9.363 10.340 9.176 7.694 5.762
Nettoverschuldung 3.448 2.453 630 –126 692
Durchschnittliches Capital Employed 1) 13.341 11.735 9.120 7.495 4.670
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 3.214 2.066 2.027 2.108 1.039
Investitionen 3.547 4.118 2.518 1.439 2.297
Abschreibungen 1.293 977 810 794 480
Betriebserfolg vor Abschreibung (EBITD) 3.633 3.161 2.877 2.752 1.454
Net Operating Profit After Tax (NOPAT) 1.624 1.869 1.682 1.492 718
Return on Average Capital Employed (ROACE) 1) 12% 16% 18% 20% 15%
Return on Equity (ROE) 1) 16% 19% 20% 22% 19%
Eigenkapitalquote 44% 49% 52% 50% 44%
Verschuldungsgrad 37% 24% 7% –2% 12%
Dividende je Aktie 2), 3) in EUR 1,00 1,25 1,05 0,90 0,44
Ergebnis je Aktie 2) in EUR 4,60 5,29 4,64 4,21 2,55
Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten 2) in EUR 5,82 5,52 5,10 4,66 2,64
Mitarbeiter per 31. Dezember 41.282 33.665 40.993 49.919 57.480

1) 2004: Adaptiert um Effekte aus dem Petrom Erwerb.

2) Werte 2004 wurden an Aktiensplit (1:10) angepasst.

3) 2008: Vorschlag an die Hauptversammlung.

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OMV of Libya Ltd.

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OMV (PAKISTAN) Exploration Gesellschaft m.b.H.

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OMV Refining & Marketing GmbH Trabrennstraße 6-8 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 1 40440-0

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