Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

OMV AG Annual Report 2007

Apr 8, 2008

751_10-k_2008-04-08_971c2488-8975-4026-824f-c7c52586c531.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Jahresfinanzbericht 2007

  • Teil 1: Geschäftsbericht inklusive Konzernlagebericht und Konzernabschluss
  • Teil 2: Einzelabschluss der OMV Aktiengesellschaft
  • Teil 3: Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG

Geschäftsbericht 2007

Neue Wege in Mittel- und Osteuropa

Auf einen Blick

EUR Mio
--------- --
2007 2006 Δ
20.042 18.970 6%
2.184 2.061 6%
1.579 1.383 14%
2.377 2.257 5%
1.649 1.521 8%
2.066 2.027 2%
4.118 2.518 64%
5,29 4,64 14%
5,52 5,10 8%
6,92 6,80 2%
1,25 1,05 19%
16 18 –14%
19 20 –4%

Investitionen in EUR Mio

ROACE in % (Ziel: 13%)

Ausschüttungsgrad in % (Ziel: 30%)

Exploration und Produktion

Tagesproduktion in 1.000 boe (Ziel: 500.000 boe/d)

Raffinerien und Marketing

Marketing-Marktanteil in % (Ziel: 20%)

Raffinerie-Verkaufsmenge in Mio t

Erdgas

Erdgasverkauf in Mrd m3 (Ziel: 20 Mrd m3 )

Kontrahiertes Speichervolumen für OMV Kunden in Mrd m3

Inhalt

Auf einen Blick

  • Mehr bewegen
  • Vorstand
  • Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
  • Highlights 2007

Unternehmen

  • Ziele und Strategie
  • Bericht und Mitglieder des Aufsichtsrats
  • Corporate Governance
  • Corporate Social Responsibility
  • OMV Future Energy Fund
  • Forschung und Entwicklung
  • Mitarbeiter
  • Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz
  • Value Management
  • OMV Aktie und Anleihen
  • Wirtschaftliches Umfeld

Geschäftsbereiche

  • Exploration und Produktion
  • Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie
  • Erdgas
  • Konzernlagebericht

Konzernabschluss

  • Bestätigungsvermerk
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzernbilanz
  • Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • Konzern-Cashflow-Rechnung
  • Konzernanhang
  • Grundlagen und Methoden
  • Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
  • Erläuterungen zur Bilanz
  • Ergänzende Angaben zur Finanzlage
  • Segmentberichterstattung
  • Sonstige Angaben
  • Ergänzende Informationen zur Öl- und Gasproduktion
  • Abkürzungen und Definitionen
  • Fünf-Jahres-Übersicht

Kontakte Der OMV Konzern in Zahlen

Wir bringen Menschen in Bewegung

OMV, als integrierter europäischer Öl- und Erdgaskonzern, hat sich in den letzten zehn Jahren zum führenden Öl- und Gaskonzern Mitteleuropas entwickelt. Wir bringen Menschen in Bewegung. OMV sucht, findet und fördert Öl- und Erdgas auf fünf Kontinenten. Wir versorgen Millionen Menschen mit Energie, Wärme sowie Produkten und Dienstleistungen des täglichen Lebens.

OMV arbeitet mit Energie an der Verbesserung der Mobilität und Lebensqualität des Menschen. Wir messen die Qualität unserer Leistungen am Erfolg im Markt und für unsere Aktionäre. Wir orientieren unsere Arbeit an der Verantwortung für Menschen, unserer Umwelt und technischem Fortschritt. Wir sind offen für das Neue und konsequent im Erkennen und Ergreifen von Chancen.

2007 haben wir verstärkt was uns verbindet: Die OMV Driving Values sind unsere Antriebskraft für nachhaltiges Wachstum.

Pioneers – Unternehmergeist für stetiges Weiterentwickeln Professionals – Professionalität für dauerhaften Erfolg Partners – Partnerschaft für beiderseitigen Nutzen

zu einem internationalen Konzern entwickelt, der in 27 Ländern auf fünf Erdteilen tätig ist. Wenn ein Unternehmen so stark wächst wie OMV, müssen wir uns darüber Gedanken machen was unsere Antriebskraft ist und was uns verbindet – in der Vergangenheit und in der Zukunft. Unser Erfolg basiert auf professionellen und engagierten Mitarbeitern, die sich für ein stetiges Weiterentwickeln einsetzen. Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und evaluieren daher Optionen, die ein langfristiges, nachhaltiges Wachstum für den Konzern sichern.

Unsere Mitarbeiter Eine professionelle Organisation ermöglichte das Wachstum des OMV Konzerns in den vergangenen Jahren. Unsere Mitarbeiter machen den entscheidenden Unterschied. Persönliches Engagement und kontinuierliche Lern- und Leistungsbereitschaft sind die Quellen unserer Kompetenz. Unser Ziel ist Meisterschaft in Fachkompetenz, Prozess-Know-how und Leadership. Wir konzentrieren uns auf unsere Ziele und finden Synergien, die uns eine führende Position im Markt sichern. Unser Erfolg: Die Verbindung von ständiger Weiterentwicklung mit langfristiger Profitabilität.

Unser Erfolg 2007 war das fünfte Jahr in Folge, in dem OMV Rekordergebnisse erwirtschaftete. Dieser Erfolg basiert auf einem starken Ergebniswachstum in allen Geschäftsbereichen, ermöglicht durch die konsequente Umsetzung unserer Wachstumsstrategie. Wir verstehen uns als Pioneers: Proaktivität, Mobilität und Veränderungsbereitschaft sind die Basis unseres Erfolgs. Wir treffen mutige Entscheidungen und nutzen Entwicklungschancen in den von uns ausgewählten Märkten – durch neue Ideen, erfolgreiche Technologien und profitables Wachstum. Unser Fokus: Wirtschaftlicher Erfolg durch die besten Energielösungen für heute und morgen.

2004

2005

2006

2007

2006

2005

2007

Vorstand

Von links nach rechts: Helmut Langanger, Werner Auli, Wolfgang Ruttenstorfer, Gerhard Roiss, David C. Davies

Wolfgang Ruttenstorfer (*1950)

Seit 1. Jänner 2002 Vorsitzender des Vorstands; Generaldirektion. Er promovierte an der Wirtschaftsuniversität Wien und begann 1976 seine Laufbahn bei OMV. Er war u.a. für Planung und Kontrolle, für Unternehmensentwicklung sowie für Marketing verantwortlich. Er wurde 1992 Vorstandsmitglied und übte diese Funktion bis 1997 aus. Zwischen 1997 und 1999 war er österreichischer Staatssekretär für Finanzen. Anfang 2000 kehrte er als stellvertretender Generaldirektor in den OMV Konzern zurück und leitete die Bereiche Finanzen und Erdgas.

Gerhard Roiss (*1952)

Seit 1. Jänner 2002 Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter; Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie sowie Chemie. Seine Wirtschaftsausbildung in Wien, Linz und Stanford (USA) bildete die Basis für Führungsaufgaben in der Konsumgüterindustrie. 1990 übernahm er das Gruppenmarketing im OMV Konzern. Im selben Jahr wurde er in die Geschäftsführung der PCD Polymere GmbH berufen. 1997 wechselte er in den Vorstand des OMV Konzerns und war bis Ende 2001 für Exploration und Produktion sowie Kunststoffe verantwortlich.

Werner Auli (*1960)

Seit 1. Jänner 2007 Mitglied des Vorstands; Gas und Power. Nach der Promotion an der Technischen Universität in Wien startete er 1987 seine Karriere bei OMV. Von 2002 bis 2004 fungierte er als Geschäftsführer der 50% OMV Tochter EconGas GmbH, ab 2004 war er Geschäftsführer der OMV Gas GmbH, und seit 2006 ist er Leiter der OMV Gas International GmbH.

David C. Davies (*1955)

Seit 1. April 2002 Finanzvorstand. Er absolvierte 1978 das Studium der Volkswirtschaft an der Universität von Liverpool (Großbritannien) und begann seine Berufslaufbahn in der Wirtschaftsprüfung. Weiters war er in internationalen Konzernen in der Getränke-, Lebensmittel- und Gesundheitsindustrie tätig. Vor dem Eintritt in den OMV Konzern war er Finanzvorstand in verschiedenen Unternehmen in Großbritannien.

Helmut Langanger (*1950)

Seit 1. Jänner 2002 Vorstand für Exploration und Produktion. Seine Ausbildung an der Montanuniversität in Leoben ergänzte er mit dem Studium der Volkswirtschaftslehre in Wien. 1974 begann er seine Karriere im OMV Konzern. 1992 wurde er Geschäftsbereichsleiter für Exploration und Produktion. In dieser Funktion war er maßgeblich am Aufbau des internationalen E&P-Portfolios beteiligt.

Die Vorstandsmitglieder sind bis 31. März 2010 (Werner Auli bis 31. Dezember 2009) bestellt. Mandate in Gesellschaften, die nicht mit OMV konzernmäßig verbunden sind oder an denen OMV nicht unternehmerisch beteiligt ist (§ 228 Abs. 1 UGB): Ruttenstorfer – Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG, der Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsanstalt und der F. Hoffmann-La Roche AG; Roiss – Mitglied des Aufsichtsrats der Österreichische Post AG; Langanger – Mitglied des Aufsichtsrats der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG.

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Wenn Sie mich nach einem kurzen Rechenschaftsbericht über Ihr Unternehmen im vergangenen Jahr fragen, dann möchte ich folgende drei Punkte hervorheben:

  • 2007 das fünfte Jahr in Folge mit einem Rekordergebnis
  • 2007 das Jahr mit einer weiteren Steigerung Ihrer Dividende um 19%
  • 2007 das Jahr der Positionierung, um für die nächsten Herausforderungen bestens gerüstet zu sein

Finanzergebnisse – neuerlich ein Rekord

Trotz des hohen Ölpreises sind die Umfeldbedingungen für unsere Branche härter geworden. Der Wettbewerb um verfügbare Ressourcen, exorbitant steigende Preise der Serviceindustrie und ein schwacher USD haben unsere Ergebnisse belastet. Die konsequente Verfolgung unserer Strategie hat uns jedoch in die Lage versetzt, im fünften Jahr in Folge ein Rekordergebnis zu erwirtschaften. Der Betriebserfolg stieg um 6% auf rund EUR 2,2 Mrd und der Jahresüberschuss beläuft sich auf EUR 1,6 Mrd, ein Plus von 14%. Diese Ergebnisse, in Verbindung mit einem starken Cashflow aus der Betriebstätigkeit von EUR 2,1 Mrd, unterstreichen die solide Finanzbasis Ihres Unternehmens. Damit können wir nicht nur die erforderlichen Wachstumsinvestitionen fortsetzen und sind für künftige Akquisitionschancen sehr gut gerüstet, sondern ich freue mich, auch die Erhöhung der Dividende um 19% auf EUR 1,25 vorschlagen zu können. Mit einem kontinuierlich gestiegenen Ausschüttungsgrad von nunmehr 24% sind wir unserem Ziel von 30% wieder einen Schritt näher gekommen.

Highlights aus den Geschäftsbereichen

OMV hat in den letzten Jahren auf einem weltweit beachteten Weg ihre Größe und strategische Positionierung verbessert. Nun gilt es, die Profitabilität aus diesem Potenzial weiter zu steigern und aus den geschaffenen Werten für Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, nachhaltig Früchte zu ziehen, d.h. Ergebnisse zu generieren und Zukunft zu sichern. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten der Geschäftsbereiche 2007 war dieser zentralen Aufgabe gewidmet.

In Exploration und Produktion wurden Feldentwicklungen in Österreich, Neuseeland, Jemen und Kasachstan stark forciert. Stolz können wir darauf sein, dass das Offshore-Portfolio deutlich gewachsen ist, nämlich verglichen mit 2002 um 70% auf 138 Blöcke. In 48 davon haben wir die Rolle des Betriebsführers übernommen – ein äußerst erfreulicher Umstand, der die Anerkennung unseres Managementpotenzials verdeutlicht. Neue Funde haben wir in Rumänien, Libyen und Pakistan gemacht.

Der Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing hat die Bündelung der Chemie-Aktivitäten durch die Einbringung von AMI in die Borealis abgeschlossen und damit den Fokus auf die Kerngeschäfte gestärkt. Die Wettbewerbsfähigkeit im Petrochemie-Geschäft wurde durch den Ausbau des Ethylencrackers in Burghausen um 71% auf eine Kapazität von 890.000 t deutlich verbessert. Systematisch wurde an der Harmonisierung von Arbeitsprozessen gearbeitet, um komplexe Abläufe zu vereinfachen und zu harmonisieren, damit sie besser steuerbar und kosteneffizienter werden.

Der Ausbau des internationalen Gasgeschäfts und seiner Schlüsselfaktoren, wie Versorgungssicherheit, Transport- und Speicherkapazitäten sowie die Weiterentwicklung des Handelsplatzes Central European Gas Hub schritt 2007 gut voran. EconGas hat ein besonders erfolgreiches Jahr verzeichnet.

Sichtbare Erfolge der Petrom Restrukturierung

Die Modernisierung von Petrom in organisatorischer, administrativer und technischer Hinsicht machte 2007 gute und sichtbare Fortschritte.

Durch den Einsatz moderner Technologien wurde die Ölproduktion in Rumänien im Jahresverlauf das erste Mal seit Jahren stabilisiert. Erste Explorationserfolge geben berechtigte Hoffnung, in den kommenden Jahren auch neue Ressourcen zu erschließen. Mit dem Kauf der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice wurde die operative Kontrolle über die Service-Aktivitäten erlangt und damit ein wesentlicher Schritt gesetzt, die Modernisierung zu forcieren und Kosten zu senken.

Starkes Wachstum des Offshore-Portfolios

Ausbau der Petrochemie

Erfolgreiche EconGas

Fortschritte bei Petrom

Stabilisierung der Ölproduktion

Verbesserte Pro
duktenausbeute
Die Ausbeutestruktur der Raffinerien wurde
verbessert und ein höherer Dieselanteil im
Gesamtausstoß erzielt. Der Marketingbereich
hat das Premiumsegment bei Tankstellen
ausgebaut und den Durchsatz erhöht.
Eintritt ins
Stromgeschäft
Mit der Entscheidung zur Errichtung eines
Gasturbinenkraftwerks tritt Petrom in den Strom
markt ein. Neue gasbetriebene Kraftwerke
decken vermehrt den steigenden Energiebedarf
in Europa und ersetzen veraltete Anlagen. Der
OMV Konzern mit einem integrierten Gasge
schäft wird diese Chance nutzen und mit dem
Schritt in Gas und Power einen nachhaltigen
Wachstumspfad betreten.
Erfolgreiches
Wachstum
Rechtzeitige Positionierung für neue
Herausforderungen
Ihr Unternehmen hat in kurzer Zeit eine bemer
kenswerte Wachstumsgeschichte geschrieben,
neue Werte geschaffen und sie in Profit umge
setzt. Wir werden mit gleicher Ambition, Wissen
und Erfahrung die Strategie 2010 umsetzen, um
für Sie und für neue Investoren weiterhin inter
essant zu bleiben.
Heraus
forderungen
Drei Herausforderungen müssen wir dafür unser
besonderes Augenmerk widmen:
der Versorgungssicherheit,
der weiteren Konsolidierung in der mittel
europäischen Mineralölindustrie und
dem Klimaschutz.
Fokus auf Ver
sorgungssicher
heit
Die Frage der Versorgungssicherheit gewinnt
deshalb an Bedeutung, weil einerseits der
Energiebedarf steigt, andererseits der Wettbe
werb um Ressourcen zunimmt. Diese sind oft
nur in wenigen, von Krisen gezeichneten Regio
nen zu finden. OMV stellt sich dieser Herausfor
derung und verfolgt als federführende Gesell
schaft im Nabucco Projekt das Ziel, den steigen
den Gasbedarf in Europa aus der Kaspischen
Region und dem Mittleren Osten zu decken. Auch
der Ausbau der Gashandelsplattform in Baum
garten in Kooperation mit dem russischen Gas
lieferanten Gazprom dient diesem Zweck, weil
gemeinsam mit den Erdgaslieferungen über die
Nabucco eine einmalige Gashandelsdrehscheibe
geschaffen und mehr Versorgungssicherheit

dadurch erreicht werden kann. 80% unserer Öl-

und Gasproduktion gewinnen wir aus dem OECD- und EU-Raum. Dieser Fokus ist ein strategischer Vorteil im heutigen Umfeld. Wir bereiten uns jedoch mit einer Reihe von Projekten sehr sorgfältig darauf vor, unser Portfolio auch außerhalb der EU und OECD zu verbreitern und Ressourcen in Ländern des Mittleren Ostens und der Kaspischen See zu erschließen.

Gerade auf Grund dieser Herausforderungen erwarte ich einen weiteren Konsolidierungsprozess in Mitteleuropa. Um für derartige Entwicklungen gerüstet zu sein, betreibt OMV aktiv einen Zusammenschluss mit der ungarischen MOL. Wir sind der festen Überzeugung, dass ein solcher Zusammenschluss eine einzigartige Gelegenheit darstellt, um ein führendes europäisches, integriertes Öl- und Gasunternehmen mit dem Fokus auf die ökonomisch schnell wachsenden Regionen von Mittel- und Osteuropa zu schaffen. Ein gemeinsames Unternehmen wäre nach unserer Überzeugung sehr gut positioniert, um die sich bietenden Wachstumschancen besser wahrzunehmen und könnte durch die Optimierung der gemeinsamen Aktivitäten signifikante Wertschöpfung generieren. Gemeinsam mit unseren Kernaktionären, dem Aufsichtsrat und dem Kapitalmarkt sind wir von den wirtschaftlichen und strategischen Vorteilen eines solchen Zusammenschlusses überzeugt – und zwar auch unter Berücksichtigung allfälliger Auflagen seitens der Europäischen Kommission. Wir werden daher weiterhin proaktiv an unserem Ziel arbeiten, die wettbewerbsrechtlichen Fragen klären und versuchen, alle EU-widrigen Hindernisse auf diesem Weg zu beseitigen. Denn mit der erweiterten EU ist die Zeit gekommen, über nationale Interessen hinaus mit neuer Stärke nachhaltige internationale Lösungen zu suchen.

Der Klimaschutz ist generell und besonders für unsere Branche sowohl kurzfristig als auch strategisch ein zentrales Thema, dem wir uns zu stellen haben. Für die unmittelbaren Aufgaben haben wir ein Corporate Carbon Management, mit dem Ziel der Bewusstseinsbildung, der konzernweiten Optimierung sowie der Identifizierung von Projekten zur Treibhausgasreduktion geschaffen. Wir werden Systeme implementieren, um klimarelevante Aspekte in den Geschäftsprozessen und bei Investitionen zu berücksichtigen. Darüber hinaus bündelt und fördert der OMV Future Energy Fund Forschung und Projekte im Bereich erneuerbare Energien, Reduktion von Emissionen und Energieeffizienz. Damit will OMV den Übergang von einem reinen Erdöl- und Erdgaskonzern zu einem Energiekonzern einleiten, der erneuerbare Energien in sein wirtschaftliches Geschäftsportfolio integriert.

Eine Unternehmensführung mit Corporate Social Responsibility

Als nachhaltig agierendes Unternehmen verpflichten wir uns, die anspruchsvollen Ziele, die wir umsetzen, mit hohen ethischen Standards zu erfüllen und dabei Verantwortung für die Gesellschaft, im Sozial-, Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltbereich zu übernehmen. 2007 haben wir unseren Business Ethic Code verschärft und eine Menschenrechtspolitik verabschiedet. Über gesetzliche Erfordernisse und Sponsoring hinaus zählt die Sorge um die Umwelt, die Sicherheit und Gesundheit von Menschen, die Beziehung zu unserem Umfeld und die Achtung von Menschenrechten zu jenen Säulen der Nachhaltigkeit, die die Erfolge von OMV tragen. OMV ist für ihre gute Corporate Governance mehrfach ausgezeichnet worden.

OMV mit neuer Wertorientierung

Im Kampf um Marktanteile, um Ideen und um die besten Köpfe, müssen meines Erachtens weiche Parameter verstärkt Beachtung finden, um dauerhaft erfolgreich bestehen zu können, und zwar auf allen Ebenen unseres Handelns. In einem einjährigen Prozess haben wir daher 2007 jene Unternehmenswerte erarbeitet, die die OMV Kultur prägen sollen. Wir möchten

  • Pioneers sein, die entdecken, bewegen und wachsen,
  • Professionals sein, die lernen, umsetzen und erfolgreich sind,
  • Partners sein, die achten, verbinden und Sorge tragen.

Diese Grundwerte werden Motivator sein, sie werden uns Orientierung besonders im Umfeld größerer Veränderungen geben und sie werden letztlich die OMV Identität ausmachen, die uns von anderen unterscheidet.

Für die Zukunft gut gerüstet

Die solide Finanzbasis, unsere klare Strategie in Verbindung mit den vielseitigen Projekten und Investitionschancen, unterstützt durch ein striktes Kostenmanagement, wird uns in die Lage versetzen auch in Zukunft für unsere Eigentümer profitables, nachhaltiges Wachstum zu schaffen.

Profitables, nachhaltiges Wachstum

Wolfgang Ruttenstorfer

Highlights 2007

Jänner

Erhöhung der Verkaufsmenge des pakistanischen Gasfelds Sawan durch Anlagenoptimierungen und zusätzliche Bohrungen

Februar

  • Tilgung der ausstehenden Wandelschuldverschreibungen und Vermeidung einer Verwässerung bestehender Aktionäre durch paralleles Aktienrückkaufprogramm
  • Erwerb von jeweils zwei neuen Explorationslizenzen in Norwegen und Großbritannien

März

April

  • 50%-Beteiligung an irischer Offshore-Explorationslizenz
  • Unterzeichnung eines Heads of Agreement für Beteiligung am iranischen South Pars Gasfeld und Iran LNG-Projekt

Mai

  • Erneute Ölfunde in Libyen
  • Erwerb einer neuen Explorationslizenz in Neuseeland
  • OMV und Gazprom verstärken Kooperation im Erdgasbereich
  • Hauptversammlung genehmigt Dividende von EUR 1,05 je Aktie für 2006

Juni

  • Um sich im Rahmen der bevorstehenden Konsolidierungswelle in Mitteleuropa zu positionieren, erhöht OMV ihren Anteil an MOL auf 18,6%
  • Erneuter Erdgasfund in Pakistan bestätigt erhebliches Potenzial dieser Region
  • Petrom beschließt den Bau eines Gaskraftwerks in Rumänien
  • Erwerb von zwei weiteren Explorationslizenzen in Norwegen

Highlights 2007

Juli

  • OMV setzt mit drei neuen Offshore-Explorationslizenzen Wachstum in Neuseeland fort
  • Erfolgreiche Testbohrung im Färöer-Shetland-Kanal

August

  • OMV und IPIC bringen ihre jeweiligen 50%-Anteile an AMI Agrolinz Melamine International in die gemeinsame Tochterfirma Borealis ein
  • Erfolgreicher Fördertest im Offshore-Ölfund Rosebank in Großbritannien
  • Vier neue Explorationslizenzen in Australien

September

  • OMV erhöht ihren Anteil an MOL auf 20,2% und gibt eine Absichtserklärung für einen Zusammenschluss von OMV und MOL ab
  • Petrom berichtet über erste Explorationserfolge auf Basis von 3D-Seismik in Rumänien
  • Erwerb des Ölservicegeschäfts von Petromservice durch Petrom

Oktober

November

  • OMV und IPIC unterzeichnen Absichtserklärung für gemeinsame E&P-Projekte
  • Einstieg in die Region Kurdistan (Irak) mit zwei Explorationslizenzen
  • OMV sichert langfristige Ölförderung in Libyen durch neue Vereinbarungen

Dezember

  • Sicherung von zwei Explorationslizenzen in der Slowakei
  • OMV beteiligt sich am LNG-Terminalprojekt Gate in Rotterdam und EconGas unterzeichnet LNG-Abnahmevertrag

Ziele und Strategie des OMV Konzerns

Unsere Position 2007

Kerngeschäfte E&P, R&M und G&P

Starke strategische Positionierung OMV ist der führende Erdöl- und Erdgaskonzern in Mitteleuropa. Unsere Kerngeschäfte umfassen Exploration und Produktion, Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie sowie Gas und Power. Wir fördern täglich 321.000 boe und haben rund 1,2 Mrd boe sichere Reserven. Wir verfügen über eine Raffineriekapazität von 26,4 Mio t und betreiben ein Netz von 2.538 Tankstellen in 13 Ländern Mittel- und Osteuropas. OMV transportiert jährlich rund 52 Mrd m3 Erdgas nach Westeuropa und betreibt Erdgasspeicher. Unsere Erdgasverkaufsmengen betragen jährlich über 13 Mrd m3 .

Neben unseren 100%-Töchtern OMV Exploration & Production, OMV Refining & Marketing, OMV Gas, OMV Solutions und OMV Future Energy

Fund sind wir zu 51% am rumänischen Erdölund Erdgasunternehmen Petrom, zu 50% an der Gasvertriebsgesellschaft EconGas, zu 45% am Raffinerieverbund Bayernoil und zu 40% an Petrol Ofisi, der führenden Marketinggesellschaft in der Türkei, beteiligt.

Um uns im Rahmen der bevorstehenden Konsolidierungswelle in Mitteleuropa zu positionieren, erhöhten wir 2007 unseren Anteil an der ungarischen MOL von 10% auf 20,2%.

Die Bündelung der Chemie-Aktivitäten in Borealis wurde abgeschlossen. Unsere Beteiligung an Borealis liegt nun bei 36%, unser Kernaktionär International Petroleum Investment Company (IPIC) aus Abu Dhabi hält die restlichen 64%. Borealis hat eine führende Position im Sektor Melamin bzw. Polyolefine.

Integration der Geschäftsbereiche und Märkte

Unsere Strategie

Klare Nummer 1 in Mitteleuropa

Die konsequente Fortsetzung unseres profitablen Wachstumskurses ist weiterhin unser deklariertes Ziel. Als finanzstarkes, integriertes Erdöl- und Erdgasunternehmen sind wir dafür bestens positioniert. Die Verstärkung der Versorgungssicherheit unserer mitteleuropäischen Kernregion ist wichtiger Bestandteil unserer Strategie. Wir setzen auf organisches Wachstum, unterstützt durch Akquisitionen.

Im Bereich Exploration und Produktion wird der Ausbau der sechs Kernregionen weiter vorangetrieben. Im Bereich Gas und Power werden die internationalen Aktivitäten konsequent verstärkt, während wir bei Raffinerien und Marketing die

Marktführerschaft im Wachstumsgürtel Europas, also von Süddeutschland und Österreich die Donau entlang nach Rumänien und in die Türkei, weiter stärken wollen.

Erzielung von Synergien durch Integration

Wir wollen im internationalen Vergleich zum besten mittelgroßen integrierten Erdöl- und Erdgasunternehmen werden. Unsere Erdöl- und Erdgasproduktion soll mindestens 50% der Raffineriekapazität abdecken. Im Erdgasgeschäft wollen wir zumindest ein Drittel des vom Unternehmen verkauften Volumens durch Eigengas decken. Damit reduzieren wir die Abhängigkeit von Rohstoffmärkten und lukrieren die hohe Wertschöpfung der Primärproduktion im Unternehmen.

Unsere Ziele für 2010

Wir wollen jenes Öl- und Erdgasunternehmen sein, das von den Chancen des europäischen Wachstumsgürtels der EU-Erweiterungsländer am meisten profitiert und die zukünftige Versorgung durch eine starke Position in Exploration und Produktion sichert.

Wir wollen:

Die Öl- und Erdgasproduktion auf 500.000 boe/d steigern (400.000 boe/d aus bestehenden Feldern und 100.000 boe/d durch Akquisitionen)

  • Unsere jährliche Raffineriekapazität auf bis zu 50 Mio t erhöhen, indem wir Akquisitionsmöglichkeiten nutzen
  • Im Marketing unsere Position mit einem 20%-Marktanteil in Mitteleuropa ausbauen
  • Im Erdgasbereich einen Absatz von 20 Mrd m3 /Jahr erreichen
  • Ein profitables Stromgeschäft entwickeln
  • Einen ROACE von 13% bei durchschnittlichen Marktparametern erreichen
  • Uns bei der Marktkapitalisierung deutlich von regionalen Mitbewerbern abheben

Weiterer Fokus auf Wachstum

Nachhaltigkeit

Wir wollen Nachhaltigkeit im Sinne der Triple-Bottom-Line erreichen:

  • Nachhaltig im wirtschaftlichen Sinn
  • Nachhaltig im sozialen Sinn
  • Nachhaltig im ökologischen Sinn

Unser wirtschaftliches Wachstum wird durch eine starke finanzielle Position gesichert. Wir sichern das nachhaltige Wachstum unseres E&P-Geschäfts durch zumindest 90% Reservenersatz aus bestehenden Feldern und zusätzlichen Erwerb von Reserven durch gezielte Akquisition von hoher wirtschaftlicher Güte.

Im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit sind Corporate Governance und Corporate Social Responsibility Eckpfeiler unserer Unternehmenskultur. Im ökologischen Sinn fördern wir eine Reihe von Projekten durch den OMV Future Energy Fund mit dem Ziel, ein nachhaltiges Geschäft zu definieren und Schritte zu seinem Aufbau zu setzen. Damit sichern wir die Profitabilität und den Bestand unseres Unternehmens auch in einer ferneren Zukunft.

Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema

Exploration und Produktion

Unser ausgewogenes internationales E&P-Portfolio in 21 Ländern umfasst sechs Kernregionen: Mittel- und Osteuropa, Nordafrika, Nord- und Westeuropa, Mittlerer Osten, Australien/Neuseeland sowie Russland/Kaspische Region. Die Tagesproduktion liegt bei rund 321.000 boe, die sicheren Erdöl- und Erdgasreserven betragen rund 1,2 Mrd boe.

Zahlreiche neue Explorationslizenzen

Starkes organisches Wachstum

erwartet

Was wir 2007 erreicht haben

  • Erwerb von zusätzlichen Explorationslizenzen in Australien, Ägypten, Großbritannien, Irland, in der Region Kurdistan im Irak, Neuseeland, Norwegen, Russland und in der Slowakei
  • Einigung zur Neuentwicklung produzierender Felder sowie der Ausweitung der Explorationstätigkeiten in Libyen
  • Funde in Rumänien, Libyen und Pakistan
  • Erfolgreiche Erweiterungsbohrung im Ölfund Rosebank, Offshore Großbritannien
  • Bedeutende Mengensteigerung aus den Gasfeldern Sawan (Pakistan) und Pohokura (Neuseeland) sowie dem Ölfeld Habban (Jemen)
  • Beginn einer Modernisierungsinitiative der österreichischen Öl- und Gasproduktion
  • Signifikante Ausweitung der Explorationsaktivitäten und fortlaufende Optimierung der Produktion in Rumänien

Unsere Strategie

Starke Marktposition 2010 durch Produktion von 400.000 boe/d aus bestehenden Feldern bzw. Akquisition von weiteren 100.000 boe/d

  • Fokus des Portfolios auf sechs Kernregionen
  • Anwendung modernster Explorationstechnologien
  • Führend in Betrieb und Ausbeute reifer Ölfelder
  • Verstärkter Ausbau unserer Offshore-Kompetenz
  • Betriebsführerschaft in der Mehrzahl unserer Assets
  • Positionierung im Spitzenfeld bezüglich HSE und CSR

Unsere Wettbewerbsvorteile

  • Erfolgreiche Optimierung der Produktion in komplexen Onshore-Feldern
  • Anwendung neuester Seismik-Technologien und Explorationstechniken
  • Hohe Kompetenz bei Errichtung und Betrieb von Sauergas-Anlagen
  • Erfahrung bei Felderschließung und Betrieb in politisch schwierigen und ökologisch sensiblen Gebieten
  • Ausgewogene Risikoverteilung über ein Assetportfolio in den sechs Kernregionen
  • Synergien eines integrierten Öl- und Gasunternehmens

Unsere Ziele für 2010

Ziel ist es, bis 2010 unsere Produktion auf 500.000 boe/d zu steigern. Mit einem durchschnittlichen organischen Wachstum von rund 7,5% pro Jahr wollen wir eine Produktion von rund 400.000 boe/d erzielen, die restlichen Mengen sollen durch selektive Akquisitionen erworben werden.

Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

Wir betreiben eine Raffinerie in Schwechat (Österreich) und eine in Burghausen (Süddeutschland), die beide über eine integrierte Petrochemie-Produktion verfügen. Gemeinsam mit den beiden Raffinerien Petrobrazi und Arpechim (Rumänien) und dem 45%-Anteil am Raffinerieverbund Bayernoil (Süddeutschland) verfügen wir über eine Gesamtkapazität von 26,4 Mio t (540.000 bbl/d). Unser 2.538 Tankstellen umfassendes Netz und unser effizientes Kundengeschäft in 13 Ländern Mitteleuropas sind die Basis für unsere Marktführerschaft und für weiteres profitables Wachstum.

Was wir 2007 erreicht haben

  • Erweiterung des Crackers in Burghausen und Inbetriebnahme der Methatesis-Anlage
  • Start des Baus eines thermischen Crackers in Schwechat mit dem Ziel, vermehrt schwere Rohöle einsetzen zu können
  • Bündelung der Chemie-Aktivitäten in der Tochter Borealis
  • Spatenstich für die neue Ethylen-Pipeline in Süddeutschland
  • Stärkung des Non-Oil-Geschäfts durch erfolgreiche Neupositionierung von VIVA

Unsere Strategie

  • Restrukturierung von Petrom Aktivitäten mit den Schwerpunkten Modernisierung der Anlagen und Einführung neuer Strukturen
  • Steigerung der Profitabilität durch Nutzung der Marktführerschaft innerhalb des für OMV relevanten Markts
  • Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit der Petrochemie-Aktivitäten durch Wachstum und Integration
  • Möglichkeiten im Wachstumsgürtel Europas wahrnehmen

Unsere Wettbewerbsvorteile

  • Durch den Erwerb von Petrom haben wir zusätzlich zum Raffineriehub West (Schwechat, Burghausen und Bayernoil) einen Raffineriehub Ost (Petrobrazi und Arpechim) geschaffen und an Versorgungsstärke gewonnen – ein großer Schritt in Richtung profitables Wachstum
  • Starke Markenpositionierung und innovatives Non-Oil-Geschäft
  • Hohe Produktqualität und Umweltstandards

Starke Positionierung in Mittel- und Osteuropa

Unsere Ziele für 2010

Wir haben unser Marktanteilsziel von 20% in Marketing im Donauraum bereits vorzeitig erreicht. Wir wollen unsere jährliche Raffineriekapazität auf bis zu 50 Mio t erhöhen, indem wir Akquisitionsmöglichkeiten nutzen. Unser Ziel bis 2010 ist ein profitables Wachstum durch Nutzung unserer Marktführerschaft innerhalb der 13 Länder Mitteleuropas, in denen wir bisher tätig sind, sowie durch Wahrnehmung von Akquisitionsopportunitäten auch außerhalb unseres Kernmarkts im Wachstumsgürtel Europas.

Gas und Power

Der Geschäftsbereich Gas und Power hat signifikantes Wachstumspotenzial, da Erdgas ein wesentlicher Primärenergieträger der Zukunft ist. Wir sind in allen Bereichen der Wertschöpfungskette tätig. Wir liefern beträchtliche Erdgasmengen nach Österreich, indem wir Erdgas vor allem aus Russland und Norwegen importieren, und verfügen über Erdgas aus heimischen Lagerstätten. Wir haben eine wichtige Position im Transit, da rund ein Drittel aller russischen Erdgasexporte nach Westeuropa über den Pipelineknotenpunkt in Baumgarten erfolgt. Unser Leitungsnetz weist eine Länge von rund 2.000 km auf, und unsere Speicher leisten einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit inner- und außerhalb Österreichs. Mit der Entwicklung des Stromgeschäfts wollen wir die Wertschöpfungskette verlängern und Synergien mit dem Gasgeschäft schaffen.

Fortschritte bei zahlreichen Projekten

Was wir 2007 erreicht haben

  • Eröffnung einer Repräsentanz in Baku und verstärkte Beziehungen zu Aserbaidschan
  • Planmäßige Fortführung des Pipelineprojekts Nabucco
  • Gründung einer Gesellschaft für den Bau des Adria LNG-Terminals in Kroatien gemeinsam mit vier Partnern
  • Inbetriebnahme des innovativen Online-Tools "Click & Store" für Erdgas-Speicherkunden
  • Erweiterung des Erdgas-Tankstellennetzes
  • Abschluss der Machbarkeitsstudie für das 860 MW Gaskraftwerk Petrobrazi in Rumänien

Unsere Strategie

  • Weiteres Wachstum geplant
  • Weitere Intensivierung der physischen
  • Integration der eigenen Produktion und des Erdgasgeschäfts
  • Entwicklung neuer Erdgas-Versorgungsrouten aus der erdgasreichen Region des Kaspischen Raums und des Mittleren Ostens nach Mitteleuropa (Pipelineprojekt Nabucco, LNG)
  • Entwicklung eines internationalen Speichergeschäfts unter Nutzung des Gashub Baum-

garten und der Nabucco Pipeline

  • Ausbau des Central European Gas Hub in Baumgarten zur Nr. 1 in Kontinentaleuropa
  • Etablierung von EconGas als bedeutender Erdgasanbieter in Mitteleuropa
  • Ausbau des Petrom Gasgeschäfts als Marktführer in Rumänien
  • Entwicklung eines profitablen Stromgeschäfts

Unsere Wettbewerbsvorteile

  • Verfügbarkeit von Erdgas aus eigener Förderung durch die physische Integration der Bereiche Gas und Power sowie Exploration und Produktion
  • Langfristige Beziehungen und Verträge mit wichtigen Erdgaslieferanten
  • Vorteilhafte Kostenposition bei Speicher und Transport
  • Drehscheibe für den internationalen Erdgastransit
  • Starke Position der Handelstochtergesellschaft EconGas in Österreich als Basis für die Expansion in die Nachbarländer

Unsere Ziele für 2010

Unser Ziel ist, die Position in Mittel- und Osteuropa zu stärken. Dazu wollen wir bis 2010 unser jährliches Absatzvolumen von Erdgas auf 20 Mrd m3 und das Transitvolumen auf 56 Mrd m3 steigern. Das Erdgas soll zu einem Drittel aus Eigenförderung kommen. Darüber hinaus sollen 80 OMV Erdgas-Tankstellen in Österreich errichtet werden.

Petrom

Petrom ist das führende Erdöl- und Erdgasunternehmen in Südosteuropa. Die drei Kerngeschäfte umfassen Exploration und Produktion, Raffinerien und Marketing sowie Gas und Power. Die Förderung beträgt täglich rund 197.000 boe bei sicheren Reserven von 894 Mio boe. Petrom verfügt über eine Raffineriekapazität von 8 Mio t und betreibt ein Netz von 807 Tankstellen. Da Petrom in den Geschäftsbereichen E&P, R&M und G&P integriert ist, sind die Mengen von Petrom in den Bereichszielen für 2010 bereits inkludiert.

Was wir 2007 erreicht haben

  • Erfolgreiche Stabilisierung der Erdölproduktion in Rumänien
  • Explorationserfolge in Rumänien durch Einsatz moderner 3D-Seismik
  • Erfolgreicher Test des ersten fündigen Offshore-Explorationserfolgs seit acht Jahren
  • Unterzeichnung des Vertrags zum Erwerb der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice
  • 27 neue Tankstellen in Rumänien eröffnet, 44 sind in Bau
  • Fortschritte bei der Modernisierung der Raffinerie Petrobrazi
  • Wesentliche Restrukturierungsschritte: Ausgliederung der Petrochemie-Aktivitäten in die neu gegründete Petrochemicals Arges und des Betriebs des Gasnetzes in die Petrom Distributie Gaze SRL
  • Etablierung des Geschäftsbereichs Gas und Power: Baubeschluss für ein 860 MW Gaskraftwerk in Petrobrazi

Unsere Strategie

Nachhaltiges profitables Wachstum durch operative Verbesserungen und durch ein Engagement in den Wachstumsmärkten

auch außerhalb Rumäniens

  • Kontinuierliche Optimierung der Ausbeute von Öl- und Gasfeldern durch Anwendung moderner Fördertechnologien
  • Wachstum im Erdgasgeschäft durch optimierte Versorgung und Speicherleistung
  • Steigerung des Marktanteils im Marketing durch exzellentes Kundenservice und verbesserte Effizienz
  • Produktion von EU-konformen Produkten und Verbesserung der Kosteneffizienz in den Raffinerien
  • Aufbau des Stromgeschäfts in Rumänien basierend auf fossilen und erneuerbaren Ressourcen

Unsere Wettbewerbsvorteile

  • Beträchtliche Öl- und Gasreserven ermöglichen eine substanzielle Öl- und Gasproduktion in den kommenden Jahrzehnten
  • Einer der beiden führenden Gasproduzenten und -händler in Rumänien
  • Petrom ist das Kompetenzzentrum des Konzerns in Südosteuropa für Marketing sowie für E&P in Rumänien, Russland und der Kaspischen Region

Operative Verbesserungen, nachhaltiges Wachstum

Starke Reservenposition

Unsere Ziele für 2010

  • Stabilisierung der Öl- und Gasproduktion in Rumänien bei 210.000 boe/d
  • Deutliche Reduktion der Produktionskosten und Erhöhung der Reservenersatzrate in Rumänien
  • Internationales Wachstum vor allem im Kaspischen Raum
  • Absatz von 7 Mrd m3 Erdgas und Marktanteil in Rumänien von 35%
  • Durchsatz pro Tankstelle von über 3 Mio Liter im Jahr und Ausbau des Netzes auf 250 PetromV Tankstellen
  • Erweiterung der Raffineriekapazität in Petrobrazi auf 6 Mio t und Verbesserung der Kostenposition
  • Kommissionierung des Gaskraftwerks Petrobrazi

Bericht des Aufsichtsrats

Rekordjahr 2007

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Das Geschäftsjahr 2007 weist neuerlich ein Rekordergebnis auf und war geprägt durch wichtige Projekte und Initiativen, die die Fortsetzung des profitablen Wachstumskurses von OMV zum Ziel haben. In einer besonders herausfordernden Phase der Mineralölindustrie geht es um die Positionierung von OMV, um in der weiteren Konsolidierung der Ölindustrie und der internationalen Energieversorgung unter Beachtung ökologischer und sozialer Verantwortung zum Wohle der Aktionäre eine nachhaltige Rolle zu spielen. Dabei sehe ich die Aufgabe des Aufsichtsrats darin, den Vorstand in der Entwicklung der Strategie zu unterstützen, sowie durch entsprechende Kontrollen Risiken und Chancen so in Balance zu halten, dass die Aktionäre weiterhin eine angemessene Rendite erhalten.

Corporate Governance, Zusammenarbeit im Aufsichtsrat, Kooperation mit dem Vorstand und regelmäßige zeitnahe und umfassende Information bilden die solide Basis, damit der Aufsichtsrat bei OMV diese Rolle voll erfüllen kann.

Themen in den Sitzungen

In den Aufsichtsratssitzungen waren folgende Themen von besonderer Bedeutung:

  • Die Petrom Integration, sowie der Erwerb der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice, um die operative Kontrolle über die Ölservices durch Petrom zu erlangen.
  • Die Stärkung des Erdgasgeschäfts, die sich in Projekten zur Diversifizierung der Supplyquellen, zum Transport und zur Verflüssigung von Erdgas manifestiert.
  • Der Ausbau der Zusammenarbeit mit IPIC, insbesondere durch die Einbringung der Geschäftsanteile an AMI Agrolinz Melamine International in Borealis. Dabei wurde besonders darauf Wert gelegt, dass zwei Fairness Opinions vorgelegt wurden und IPIC weder an der Diskussion noch an der Abstimmung teilnahm.
  • Die Absichtserklärung für einen Zusammenschluss von OMV und MOL, einschließlich der Vorgangsweise, der Finanzierung sowie der strategischen und wertschaffenden Aspekte. Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorstand in diesem schwierigen Prozess in der Überzeugung, dass diese Option konsequent weiter verfolgt werden soll.

Eine Aufsichtsratssitzung war wieder ausschließlich der Strategie gewidmet, um auf der Basis gemeinsam erarbeiteter Ziele die Umsetzung überwachen zu können. In den Ausschüssen wurden u.a. ausgewählte Themen der Kontrolle wie Risikomanagement und Berichte von Internal Audit erörtert. Ebenso konnte sich der Aufsichtsrat dabei von einer umfangreichen Personalentwicklung und einer klaren Nachfolgeplanung sowie von einem funktionierenden Emittenten-Compliance-System überzeugen.

2007 hat der Aufsichtsrat eine Selbstevaluierung nach internationalen Standards durchgeführt, um durch kontinuierliche Verbesserungen in der Arbeitsweise sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat weiterhin seine Aufgaben zum Wohle der Aktionäre und aller Stakeholder wahrnehmen kann.

Jahresabschluss, Dividende

Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat mit den Abschlussprüfern erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 127 AktG erstatteten Lagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss 2007, der damit gemäß § 125 Abs. 2 AktG festgestellt ist. Weiters erklärt er sich mit dem aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht einverstanden.

Der Aufsichtsrat nahm den Vorschlag des Vorstands an, dass aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 1,25 je Aktie ausgeschüttet und der Restbetrag von EUR 81.138,38 auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Abschließend möchte ich dem Vorstand und allen Mitarbeitern für dieses Ergebnis und für die zukunftsorientierte Arbeit herzlich danken.

Wien, am 26. März 2008

Rainer Wieltsch Vorsitzender des Aufsichtsrats

Mitglieder des Aufsichtsrats

Rainer Wieltsch (*1944), Vorsitzender Erstmals gewählt in der HV am 24. Mai 2002 Aufsichtsratsmandate: Austrian Airlines Österreichische Luftverkehrs AG, Österreichische Post AG, Telekom Austria AG

Mohamed Nasser Al Khaily (*1966), Stellvertreter 1) Erstmals gewählt in der HV am 7. Juni 1995 Bis 28. Mai 2007 Managing Director der IPIC, Aufsichtsratsmandat: Compañía Española Petroleos S.A.

Peter Michaelis (*1946), Stellvertreter Erstmals gewählt in der HV am 23. Mai 2001 Vorstand der ÖIAG, Aufsichtsratsmandate: Austrian Airlines Österreichische Luftverkehrs AG (Vorsitz), Österreichische Post AG (Vorsitz), Telekom Austria AG (Vorsitz)

Murtadha Mohammed Al Hashemi (*1966) Erstmals gewählt in der HV am 18. Mai 1999 Division Manager/Finance von IPIC, Aufsichtsratsmandat: Compañía Española Petroleos S.A.

Helmut Draxler (*1950)

Erstmals gewählt in der HV am 16. Oktober 1990 Bis 12. Jänner 2007 Vorsitzender des Vorstands der RHI AG, Aufsichtsratsmandat: RHI AG

Wolfram Littich (*1959)

Erstmals gewählt in der HV am 23. Mai 2001 Vorsitzender des Vorstands der Allianz Elementar Versicherungs-AG

Gerhard Mayr (*1946)

Erstmals gewählt in der HV am 24. Mai 2002 Aufsichtsratsmandate: Lonza Group Ltd, UCB S.A., Alcon

Herbert Stepic (*1946)

Erstmals gewählt in der HV am 18. Mai 2004 Generaldirektor-Stellvertreter der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG

Herbert Werner (*1948)

Erstmals gewählt in der HV am 4. Juni 1996 Aufsichtsratsmandate: Innstadt Brauerei AG (Vorsitz), Ottakringer Brauerei AG

Norbert Zimmermann (*1947)

Erstmals gewählt in der HV am 23. Mai 2001 Vorsitzender des Vorstands der Berndorf AG, Aufsichtsratsmandate: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (Vorsitz), Bene AG, Oberbank AG

Von der Konzernvertretung delegiert:

Leopold Abraham, Wolfgang Baumann, Franz Kaba, Ferdinand Nemesch, Wolfgang Weigert (bis 23. Februar 2007), Markus Simonovsky (ab 23. Februar 2007)

Die Offenlegung umfasst Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften. Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats sind bis zur Hauptversammlung (HV) im Jahr 2009 bestellt; von der Konzernvertretung entsendete Mitglieder können jederzeit wieder abberufen werden.

Präsidial- und Nominierungsausschuss:

Wieltsch (Vorsitzender), Al Khaily (Stellvertreter), Michaelis (Stellvertreter), Al Hashemi, Abraham, Baumann

Prüfungsausschuss:

Wieltsch (Vorsitzender), Al Khaily (Stellvertreter), Michaelis (Stellvertreter), Littich, Draxler, Werner, Abraham, Baumann, Nemesch

Projektausschuss:

Wieltsch (Vorsitzender), Al Khaily (Stellvertreter), Michaelis (Stellvertreter), Al Hashemi, Littich, Zimmermann, Abraham, Kaba, Nemesch

Vergütungsausschuss:

Wieltsch (Vorsitzender), Al Khaily, Michaelis

Anzahl der Sitzungen:

Es fanden fünf Aufsichtsratssitzungen, davon eine Strategiesitzung, statt. Weiters haben der Prüfungsausschuss und der Vergütungsausschuss je zweimal, der Projektausschuss und der Präsidial- und Nominierungsausschuss je einmal getagt.

Alle Kapitalvertreter haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2007 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (Regel 53 ÖCGK). Gemäß Regel 54 ÖCGK haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Draxler, Littich, Mayr, Stepic, Werner und Zimmermann erklärt, von den Großaktionären im Geschäftsjahr 2007 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein. Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung jährlich die Vergütungen der gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die HV 2007 hat für das Geschäftsjahr 2006 folgendes Vergütungsschema beschlossen:

EUR 29.200 für den Vorsitzenden EUR 21.900 für die Stellvertreter EUR 14.600 für die Mitglieder EUR 12.000 für den Vorsitzenden eines Ausschusses EUR 10.000 für den stellvertretenden Ausschussvorsitzenden EUR 8.000 für die Mitglieder eines Ausschusses

1) Al Khaily hat an weniger als 50% der Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen teilgenommen.

Corporate Governance

Der Erwerb von Aktien ist eine Frage des Vertrauens. Eine größtmögliche Transparenz der Führungs- und Kontrollstruktur trägt dazu bei, dieses Vertrauen zu schaffen und zu festigen. OMV hat daher eine vorbildliche, transparente Corporate Governance stets als wesentlichen Beitrag zur Vertrauensbildung gegenüber ihren Stakeholdern verstanden.

Commitment zum ÖCGK

Hohe Transparenz bei Vorstandsvergütungen

Verpflichtungserklärung und Evaluierung

OMV erklärt auch in diesem Geschäftsbericht den Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) zu beachten und verpflichtet sich weiterhin den Grundsatz von "Comply or Explain" zu befolgen. Unter Beachtung der rumänischen Rechtslage wurde auch bei Petrom eine Corporate-Governance-Richtlinie eingeführt, welche die wesentlichen Elemente der Führung und Kontrolle enthält. OMV führt jährlich Evaluierungen über die Einhaltung des Kodex durch. Die Ergebnisse zu jeder einzelnen Kodex-Regel sind unter www.omv.com verfügbar.

Vorstandsvergütungen

OMV veröffentlicht regelmäßig die Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds. Die Bezüge werden in der Anhangangabe 32 offen gelegt. Die Details zu den Aktienoptionsplänen werden in der Anhangangabe 28 erörtert. Auf www.omv.com werden unter Directors' Dealings sämtliche relevanten Aktientransaktionen und unter Directors' Holdings der Gesamtbesitz an Aktien des Vorstands und Aufsichtsrats veröffentlicht. Bei Petrom besteht ebenfalls eine Emittenten-Compliance-Regelung.

Die Grundzüge der Vorstandsvergütung stellen sich wie folgt dar: Die OMV Vorstandsvergütung berücksichtigt die Gegebenheiten am relevanten Markt, verbunden mit einer starken Leistungskomponente. Die Marktorientierung wird durch ein regelmäßiges Benchmarking sowohl zu relevanten österreichischen Industrieunternehmen als auch zur Branche in Europa sichergestellt. Bei der Leistungskomponente werden kurzsowie langfristige Dimensionen berücksichtigt: Short-Term-Incentives sind Bonusvereinbarungen, die auf Ergebnis, Profitabilität und Wachstum abzielen, wobei auch besondere Projekte im Zuge der Implementierung der OMV Wachstumsstrategie als Bestandteil der Vereinbarung festgelegt werden. Long-Term-Incentives werden durch die für Unternehmen vergleichbarer Größe üblichen Aktienoptionspläne abgedeckt.

Voraussetzung für eine betriebliche Altersversorgung ist das Erreichen eines bestimmten Lebensalters, welches im Regelfall mit dem gesetzlichen Pensionsalter übereinstimmt, wobei es auch die Möglichkeit einer Frühpension mit Abschlägen gibt. Die Grundsätze der Bestimmung der Pensionshöhe sind mit jenen der anderen Mitarbeiter im Unternehmen vergleichbar. Im Falle der Beendigung eines Vorstandsvertrags gilt eine Abfertigungsregel, die sich an der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen orientiert. Sonstige Anwartschaften und Ansprüche im Zuge der Beendigung der Funktion bestehen nicht.

Unabhängigkeit der Kontrollorgane

Ein zentrales Thema für Kontrollorgane ist deren Unabhängigkeit. Der Abschlussprüfer Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH hat 2007 für sonstige Aufträge der Gesellschaft eine Gegenleistung von EUR 0,48 Mio erhalten; das sind weniger als 21% jenes Entgelts, das für die Konzernprüfung entrichtet wurde. Zur Wahrung der Transparenz und Unabhängigkeit vom Unternehmen hat der Aufsichtsrat Unabhängigkeitskriterien beschlossen, die sich an der Empfehlung der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, 2005/162/EG, und am ÖCGK 2006 orientieren und die auf www.omv.com veröffentlicht sind. Gemessen an diesen Kriterien haben alle von der Hauptversammlung gewählten Aufsichtsratsmitglieder ihre Unabhängigkeit erklärt. Die Mehrheit (sechs von zehn) der von der Hauptversammlung gewählten Aufsichtsratsmitglieder ist von den Kernaktionären unabhängig. Die Regelungen über genehmigungspflichtige Geschäfte gelten für alle Tochtergesellschaften, auch für Petrom. Transaktionen mit der Raiffeisen Bankengruppe (OMV Aufsichtsratsmitglied Herbert Stepic ist Vorstandsmitglied der RZB) betrugen 2007 insgesamt rund EUR 1,14 Mrd. Dies ist weniger als 1% der Bilanzsumme der Raiffeisen Bankengruppe.

Für OMV ist Corporate Social Responsibility (CSR) ein unentbehrliches Konzept, das Verhaltensweisen und Prozesse, sowohl in Bezug auf ökologische als auch gesellschaftlich-soziale Aspekte in der Unternehmensführung berücksichtigt. Wir folgen demnach dem Prinzip der Triple-Bottom-Line, d.h. Nachhaltigkeit basierend auf ökonomischen, ökologischen und sozialen Werten.

Verankerung von CSR in der Konzernstrategie

Die CSR-Maßnahmen des OMV Konzerns dienen sowohl gesellschaftlichem als auch betriebswirtschaftlichem Nutzen. CSR ist in der Strategie des OMV Konzerns verankert. Sowohl in der Balanced Scorecard als auch in den Jahresplänen sind CSR-Ziele und Kennzahlen enthalten. Auf Holding- und Geschäftsbereichsebene sind CSR-Verantwortliche nominiert, die einerseits den Code of Conduct gemäß der Konzernrichtlinie implementieren und andererseits das operative Management unterstützen.

Wir haben unser Bekenntnis zur gesellschaftlichen Verantwortung gemäß dem UN Global Compact (UNGC) verdeutlicht und in unserem Code of Conduct, einem unternehmensweiten Werte- und Verhaltenskatalog, konkretisiert.

Neben den steigenden Erwartungen der Öffentlichkeit und des Kapitalmarkts gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen, sehen wir vor allem die positive Wirkung auf die Unternehmenskultur, die Risikominderung und unsere Wettbewerbsvorteile über die License-to-Operate im OMV Geschäftsumfeld. Diese Aspekte sind wichtige Motivatoren für die Implementierung von CSR.

OMV Stakeholderforum

Ein wesentliches Element in der Verwirklichung von CSR ist der Dialog mit unseren Stakeholdern, den wir regelmäßig pflegen. Im Herbst 2007 wurde das jährliche OMV Stakeholderforum in Wien veranstaltet, bei dem der Vorstand mit Non-Governmental-Organizations (NGOs), Vertretern politischer Parteien und Interessensgruppen der Zivilgesellschaft diskutierte. Strukturierter Stakeholderdialog findet auch im Umfeld unserer Aktivitäten statt. Einen detaillierten Bericht dazu finden Sie auf www.omv.com > OMV Holding > Unser Engagement > Corporate Social Responsibility.

OMV CSR Performance Report

2007 wurde der CSR Performance Report "OMV im Dialog" publiziert, in dem die CSR-Leistung der Jahre 2005 und 2006 gemäß der Global Reporting Initiative (GRI) berichtet wird. Der Bericht schließt teilweise auch das Jahr 2007 mit ein.

Themen wie Gesundheit, Sicherheit und Klimaschutz sind ebenso wie die Einhaltung der Menschenrechte, die in unserem Einflussbereich liegen, wichtige Anliegen. Gesellschaftliche Verantwortung ist eng mit dem Respekt, der Erfüllung und Unterstützung von Menschenrechten verbunden. Wir haben daher eine Menschenrechtspolitik verabschiedet und dazu eine Matrix entwickelt, in der wir unsere Verantwortung in diesem Bereich genau festgelegt haben. In 2007 wurde damit begonnen gezielte Analysen vor Ort durchzuführen, die bereits vorhandenen Aktivitäten zu erfassen und etwaige Lücken durch Aktionspläne zu schließen. Unser Bekenntnis zu gesellschaftlicher Verantwortung und die Verstärkung des Dialogs mit Stakeholdern führen dazu, dass wir Social-Impact-Assessments als Basis für unsere CSR-Aktivitäten vor Ort heranziehen.

Das OMV Community-Development-Programm in Pakistan konnte mit einem Hepatitis-Vorbeugeprogramm weiter ausgebaut werden. Dabei werden insgesamt 9.000 Mütter und Kinder geimpft. Ein Aufklärungsprogramm bildet den Rahmen dieses Projekts, für das OMV mit dem österreichischen CSR-Preis TRIGOS 2007 ausgezeichnet wurde. Das Projekt läuft seit 2006 und soll im Jahr 2008 abgeschlossen werden.

Neuer CSR Performance Report veröffentlicht

Bekenntnis zu gesellschaftlicher Verantwortung

Projekt in Pakistan ausgezeichnet

OMV Future Energy Fund

OMV ist überzeugt, dass die nächsten Jahrzehnte eine globale und wachsende Nachfrage nach erneuerbaren Energien bringen werden. Der 2006 gegründete OMV Future Energy Fund sucht daher nach neuen Technologien, um die Nachfrage nach sauberen und sicheren Energien befriedigen zu können, und ermöglicht Investitionen der OMV Geschäftsbereiche in diesem Gebiet.

Zahlreiche Projekte gefördert

Geothermie als

Seit der Gründung im Juni 2006 hat der OMV Future Energy Fund bis Ende 2007 15 Projekte mit einem Betrag von rund EUR 5 Mio gefördert und damit in den Geschäftsbereichen ein Projektvolumen von rund EUR 10 Mio ausgelöst. Zusammen mit Projektpartnern wurden in Summe rund EUR 25 Mio in zukünftige Projekte investiert. Der Schwerpunkt lag dabei auf Projekten betreffend Biokraftstoffe der zweiten Generation, Biogas, Wasserstoff, Nanotechnologie, Energieeffizienz in Bürogebäuden aber auch Carbon Capture and Storage und emissionsfreie Kraftwerke.

Gleich mehrere OMV Future Energy Fund Projekte beschäftigen sich mit Geothermie und deren kommerziellen Nutzung. Ziel ist unter anderem die geothermale Nutzung von alten Kohlenwasserstoffbohrungen sowie die Effizienz bereits bestehender Systeme zu übertreffen. In Österreich stehen über 1.000 Erdöl- und Erdgassonden in Betrieb, die nach abgeschlossener Rohstoffgewinnung liquidiert werden wichtiges Thema

müssen. Pro Jahr werden etwa 30 dieser Sonden, die eine Tiefe zwischen 300 bis 6.000 m aufweisen, nicht mehr benötigt. OMV wird zusammen mit dem OMV Future Energy Fund bis 2009 EUR 0,5 Mio in die Überprüfung der Nachnutzung ausgewählter Förderanlagen als Energiequellen investieren. Diese sollen zu geothermischen Pilotsonden umgebaut werden. Dabei werden sogenannte Bohrlochwärmetauscher zum Einsatz gebracht, indem Wasser in das Erdreich geführt, dort erhitzt und wieder zu Tage gefördert wird. Die so gewonnene Energie kann Haushalte mit Wärme und Warmwasser versorgen.

Mehr Informationen zum OMV Future Energy Fund finden Sie unter: www.omvfutureenergyfund.com

Geothermie: Wärmeübergabe an Kunden

Forschung und Entwicklung

Der Fokus von Forschung und Entwicklung (F&E) im OMV Konzern liegt auf Innovationen und der praktischen Umsetzung von Ideen zum Nutzen unserer Kunden, der Umwelt und des Unternehmens. Die Geschäftsbereiche werden dadurch beim Ausbau ihrer Kernkompetenzen und bei der Erreichung hoher Qualitätsstandards der OMV Produkte und Leistungen unterstützt. OMV arbeitet intensiv mit Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und zahlreichen industriellen Partnern zusammen und ist in zahlreichen Technologienetzwerken aktiv. Die F&E-Aufwendungen im Konzern betrugen 2007 insgesamt EUR 15 Mio (2006: EUR 13 Mio).

Im Bereich Exploration und Produktion wurden Forschungsprojekte vor dem Hintergrund einer verbesserten Ressourcennutzung unter schwierigen Förderbedingungen durchgeführt. In diesem Zusammenhang wurden innovative Methoden aus der Geologie, Petrophysik und Geophysik evaluiert und weiter verbessert. Unter anderem wurden mit Hilfe mathematischer Simulationen Möglichkeiten des Einpressens verschiedener Gase oder Polymere in Lagerstätten untersucht, mit dem Ziel die Produktion zu erhöhen. Die Entwicklung und Evaluierung neuer Verfahren, z.B. in der Produktionswasseraufbereitung und der Einsatz von modernsten Materialien und Additiven, spielt auch für die fortschreitende Anlagenmodernisierung von Petrom eine große Rolle.

Im Bereich Raffinerien und Marketing lag ein Schwerpunkt auf dem Thema Beimischung von Biokraftstoffen. Basierend auf einer EU-Richtlinie müssen allen in Verkehr gebrachten Ottound Dieselkraftstoffen Biokraftstoffe beigemischt werden, wobei der beizumischende Anteil in den kommenden Jahren deutlich ansteigen wird. Derzeit ist die Beimischung der am häufigsten verwendeten Biokraftstoffe Ethanol und FAME (Biodiesel) in Benzin und Diesel aus Qualitätsgründen mit 5% Volumen begrenzt. Die intensiven Untersuchungen zum Thema Evaluierung neuer Verfahren und Möglichkeiten, den Biokraftstoffanteil in Benzin und Diesel in Zukunft weiter zu erhöhen, wurden weiter fortgesetzt. Die Hydrierung nativer Öle und Fette ist eine Möglichkeit zur Herstellung von Biokraftstoffen in Raffinerien. Eine Machbarkeitsstudie zur Errichtung einer Großanlage in der Raffinerie Schwechat ist im Laufen.

In der Kraftstoff-Forschung konzentrierte sich OMV auf die Untersuchung zukünftiger Kraftstoffe und Verbrennungssysteme und die

Evaluierung weiterer ökologisch und ökonomisch vorstellbarer Kraftstoffe der Zukunft, angefangen von Biokraftstoffen der zweiten Generation bis hin zu Wasserstoff.

Im Heizölbereich wurde die Komponentenund Additivauswahl für die Produkteinführung Vitatherm für den Testmarkt in Oberösterreich erfolgreich abgeschlossen. Für diese neue Produktenqualität konnte gezeigt werden, dass die bei der Verbrennung emittierten Feinstaubanteile bis zu 300-mal geringer sind als die der besten heute verfügbaren Biomasse-Verbrennungstechnologien.

Das Ziel des Schmierstoffbereichs von OMV, zu den drei führenden Anbietern in Mitteleuropa zu zählen, dominierte auch dieses Forschungsjahr. So wurde eine neue Generation von Motorölen, die den Kraftstoffverbrauch und auch die CO2- Emissionen, insbesondere im Kurzstreckenbetrieb, um bis zu 7% gegenüber älteren Motorölen reduzieren, erfolgreich auf dem Markt eingeführt. In weiterführenden Untersuchungen wurden mögliche Einflüsse zukünftiger Biokraftstoffe auf die Qualität und Lebensdauer von modernen Motorölen untersucht. Der zweite Fokus lag auf der Entwicklung moderner Gasmotoröle für die stationäre Verbrennung von Biogas.

Die Forschungsschwerpunkte im Bereich Erdgas lagen auf der Erhöhung der Energieeffizienz und der Reduktion von Treibhausgasen. In einem Projekt wurde aus lokalen Agrar-Nebenprodukten erzeugtes Biogas auf Erdgasqualität gereinigt und ins Erdgasnetz eingespeist.

Fokus auf zukünftige Kraftstoffe

Neue Produktenqualität im Heizölbereich

Neue Generation von Motorölen

Einspeisung von gereinigtem Biogas ins Erdgasnetz

Mitarbeiter

Eine erfolgreiche Mitarbeiterentwicklung ist für die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie essenziell. OMV hat ein umfangreiches Programm, das von der Nachfolgeplanung über die Managementausbildung bis zur Förderung junger Talente aus allen Ländern, in denen wir tätig sind, alle Elemente eines bedarfsorientierten Personalmanagements umfasst. Die Schwerpunkte im Jahr 2007 waren die konsequente Internationalisierung, die Entwicklung von Führungskräften und Experten in allen Ländern sowie die Reorganisation und Integration von Petrom.

Fokus auf Internationalität

Konsequente Internationalisierung

einsatz tätig, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 20%. Die zunehmende Internationalität zeigt sich auch bei unserer internationalen Managementausbildung. Sowohl beim Programm Power2Manage, das an der Schweizer IMD für das Mittlere Management durchgeführt wird, als auch bei Power2Lead, ein Lehrgang für das Höhere Management an der Ashridge Business School nahe London, stammten ein Drittel der

Ende 2007 waren 368 Mitarbeiter als entsendetes Personal (Expats) im internationalen Konzern-

Gutes Gesamtergebnis bei Mitarbeiterbefragung

Teilnehmer nicht aus Österreich.

Mitarbeiterbefragung auch bei Petrom Ein wichtiges Integrationsinstrument von OMV ist die Human-Capital-Management (HCM) Mitarbeiterbefragung. Diese wurde 2007 erstmals auch bei Petrom durchgeführt: Während im übrigen Konzern sämtliche Mitarbeiter involviert sind, nahmen am Pilotprojekt von Petrom 3.343 Mitarbeiter teil. Während es in den meisten Bereichen leichte Verbesserungen gab, konnte insgesamt das gute Gesamtergebnis gehalten werden. Die Rücklaufquote im Konzern war mit 81% sehr hoch. Die Rücklaufquote von 52% bei Petrom ist für die Erstbefragung ein sehr respektables Ergebnis. Im Zuge der Ausdehnung des Programms in den nächsten Jahren und durch die Implementierung eines entsprechenden Verbesserungsmanagements erwarten wir bei Petrom Steigerungen.

Reorganisationsmaßnahmen bei Petrom

Die Reorganisation von Petrom wurde ebenfalls fortgesetzt. Begleitet wurde diese mit einem intensiven Schulungsprogramm, wobei auch in den letzten Jahren freigestellte Mitarbeiter in 15 eigenen Arbeitsstiftungen (Transition Centers) für neue Arbeitsplätze außerhalb von Petrom umgeschult wurden. Über 8.000 Mitarbeiter nahmen seit der Gründung (Mitte 2006) an diesen Maßnahmen teil. Eine weitere organisatorische Maßnahme in Rumänien war die Einführung eines EDV-unterstützten Personalverrechnungsprogramms (SAP-HR).

Forcierung von Expertenkarrieren

Des Weiteren wurde begonnen, am Thema Expertenkarriere zu arbeiten. Speziell im Geschäftsbereich R&M konnte erfolgreich das Programm Talent Challenge mit rund 60 neuen Teilnehmern fortgesetzt werden. Der Bereich Erdgas trug mit einem eigenen Neueinsteigerprogramm dem starken Wachstum des Geschäfts Rechnung.

Mit 1. Juli 2007 wurde erfolgreich ein neuer Kollektivvertrag abgeschlossen, der erstmals in der österreichischen Kollektivvertragsgeschichte Arbeiter und Angestellte in einem einheitlichen Kollektivvertrag vereint.

In der Lehrlingsausbildung werden 125 Lehrlinge in den Berufen Chemieverfahrenstechnik, Prozessleittechnik sowie Elektrotechnik und Maschinenbau ausgebildet.

OMV Mitarbeiter zum 31. Dezember

2007 2006 2005 2004 2003
OMV Konzernpersonal 33.665 40.993 49.919 57.480 6.137
davon: OMV exklusive Petrom 5.432 5.180 5.226 6.475 6.137
Petrom 28.233 35.813 44.693 51.005

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

Die erfolgreiche Umsetzung der Wachstumsstrategie von OMV der letzten Jahre hat zu neuen Herausforderungen für den Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSE) geführt. Themen wie gesundheitliche Versorgung in entlegenen Gebieten, Management von Treibhausgasemissionen und Prozesssicherheit stehen im Mittelpunkt zahlreicher Aktivitäten, mit denen sich OMV bis 2010 im HSE-Bereich unter den besten mittelgroßen, integrierten Erdöl- und Erdgasgesellschaften positionieren will.

HSE-Bewusstsein durch laufende Trainings

2007 wurde das HSE-Management-System tiefer in der Organisation verankert. Vor allem war es ein Ziel, das Bewusstsein zu HSE-Themen, insbesondere bei Mitarbeitern von Petrom, zu erhöhen. Über 330.000 Trainingsstunden wurden absolviert, davon mehr als zwei Drittel in Rumänien. Im Mittelpunkt einer breiten Kommunikationskampagne von Petrom stand das Thema Umweltschutz. Die Sicherheitskampagne "think:ahead and talk about it" wurde mit dem Petroleum Economist Award ausgezeichnet.

Internationale Gesundheitsprogramme

Zur Umsetzung des 2006 entwickelten und verabschiedeten Gesundheitsstandards wurden 2007 detaillierte, strukturierte Arbeitsanweisungen für das medizinische Personal erstellt, um eine qualitätsgesicherte arbeits- und präventivmedizinische Betreuung aller Mitarbeiter von OMV und Petrom weltweit zu gewährleisten. Um Risikofaktoren für gefäßbedingte Erkrankungen, wie z.B. Schlaganfall, Stoffwechselerkrankungen und Herzinfarkt rechtzeitig zu erkennen, wurden groß angelegte Vorsorgeprogramme durchgeführt.

Starker Fokus auf Sicherheit

Trotz Fortschritten bei der Verankerung der Sicherheitskultur und der Senkung der Anzahl von Arbeitsunfällen gab es auch 2007 tödliche Arbeitsunfälle. Drei Petrom Mitarbeiter, drei Kontraktoren von OMV und fünf Kontraktoren von Petrom starben im Rahmen ihrer Arbeit. Daher setzen wir die Kampagne "think:ahead – discover safety" konsequent fort. Auch die Anzahl der 2007 durchgeführten Safety Audits und der Meldung von unsicheren Zuständen und Handlungen hat sich erhöht. Basierend auf internen und externen Untersuchungen ist Prozesssicherheit im Bereich Raffinerien ein wesentlicher Schwerpunkt mit einem mehrjährigen Arbeitsprogramm.

Sicherheitskultur: Safety Audits und Meldungen unsicherer Zustände und Handlungen

Investitionen für den Umweltschutz

In der Raffinerie Schwechat wurde eine neue SNOx-Anlage in Betrieb genommen. Durch diese Investition von EUR 150 Mio werden die SO2-Emissionen um mehr als 2.400 t pro Jahr und die NOx-Emissionen um mehr als 1.400 t pro Jahr reduziert. In den Raffinerien von Petrom lag und liegt der Investitionsschwerpunkt auf Verbesserung der Energieeffizienz, Reduktion von Treibhausgasemissionen, Erhöhung von Produktqualitäten und die Produktion von Biokraftstoffen. Die Reduktion von Flaring und Venting (Abfackeln und Entlüften) sind zentrale Umweltthemen in den Bereichen Exploration und Produktion sowie Erdgas.

Klimaschutz im Fokus

Das OMV Carbon Management sorgt dafür, dass konzernweit Projekte mit Treibhausgasreduktionspotenzial identifiziert und gefördert werden. Im EU-Emissionshandel hat OMV (exkl. Petrom) 2007 mehr CO2 emittiert als Emissionszertifikate zugeteilt waren. Die Differenz wurde planmäßig zugekauft. Seit 2007 sind zudem 19 Emissionshandelsanlagen von Petrom im EU-Emissionshandelssystem. Bei diesen Anlagen waren die veröffentlichten geplanten Zuteilungen ausreichend.

Geringere Emissionen, bessere Energieeffizienz

Förderung von Projekten zur Treibhausgasreduktion

Value Management

Um den Unternehmenswert nachhaltig und langfristig zu maximieren, ist es wesentlich, das Unternehmen auf einem straffen Kosten- und Projektmanagementsystem basierend zu führen und Investitionsentscheidungen nach Rentabilitätskriterien zu prüfen. Daher ist Value Management ein wesentliches Element des Führungssystems, dem der Vorstand sehr hohe Bedeutung beimisst.

Value Management wichtig für Planung und Entscheidungen Dem hohen Stellenwert des Value Managements wird in Planungs- und Entscheidungsprozessen sowie im Informationssystem durch die erforderlichen Mess- und Steuerungsgrößen Rechnung getragen. Die Zielsetzung des OMV Konzerns ist im Wesentlichen die Steuerung der strategischen Ausrichtung und der operativen Führung der Geschäfte in Richtung:

  • Steigerung des Marktwerts und des strategischen Geschäftswerts des Eigenkapitals
  • Kapitalmarktorientierte Verzinsung für Aktionäre
  • Wettbewerbskonformes Schlüsselkennzahlensystem

Straffes Kostenmanagement

Die konsequente Einhaltung dieses Ansatzes führt, je nach Betrachtungsebene, zu differenzierten Zielsystemen. In einer kurzfristigen Betrachtungsweise können sich diese Zielsysteme durchaus widersprechen, jedoch ist es wesentlich, dass langfristig alle drei Zielsetzungen erfüllt werden. Abgeleitet von den Risiken und den sich daraus errechneten Kapitalkosten ist bei allen Investitionsentscheidungen das Erreichen einer Mindestverzinsung notwendig. Dies ist neben unserem Fokus auf ein straffes Kosten- und Projektmanagement eine wesentliche Voraussetzung für die

Erreichung unseres Ziels, einen ROACE von 13% über einen Geschäftszyklus basierend auf unseren Mittelfristannahmen zu erreichen.

Im Rahmen der jährlichen Strategieplanung wird auch eine Corporate-Value-Analyse durchgeführt. Hierbei erfolgt eine kritische Prüfung, inwiefern die aktuelle Strategie das Wertsteigerungsziel des Konzerns widerspiegelt.

Teil des Führungsinstrumentariums ist auch die Balanced Scorecard (BSC), die sowohl für den Gesamtkonzern als auch einzeln für alle Geschäftsbereiche vorliegt. Ein wesentlicher Punkt unserer BSC ist die Entwicklung strategischer Kostenziele. Weiters werden auch nicht finanzielle Ziele wie z.B. für Prozesse, Kunden und Märkte bzw. Fortbildung und Wachstum, die das Erreichen unserer strategischen Ziele messbar machen, stärker in den Vordergrund gerückt.

Der Umsetzungsgrad der Strategie 2010, die erreichte Struktur sowie die Realisierung weiterer Performanceverbesserungen des OMV Konzerns sollten Grundlage eines attraktiven Wertsteigerungspotenzials für Investoren darstellen.

Wertorientierte Kennzahlen %
Ziele 2010 1) 2007 2006 2005 2004 2003
Return on Average Capital Employed (ROACE) 13 16 18 20 15 2) 12
Eigenkapitalverzinsung (ROE) 16–18 19 20 22 19 2) 15
Verschuldungsgrad <_ 30 24 7 –2 12 40
Ausschüttungsgrad 30 24 23 21 19 27

Werte 2004–2007 nach IFRS, 2003 nach ÖHGB.

1) Werte basieren auf Mittelfristannahmen.

2) Werte bereinigt um Petrom Akquisition.

OMV Aktie und Anleihen

Das Jahr 2007 war aus Sicht von OMV in Summe wirtschaftlich wieder sehr erfolgreich. Dies reflektierte sich auch im Aktienkurs, der sich zwar volatil zeigte, auf Jahressicht jedoch mit einem Plus von 29% eine sehr starke Performance aufwies. Dieser Kursanstieg bedeutete eine klare Outperformance gegenüber der Wiener Börse, wo der Leitindex Austrian Traded Index (ATX) 2007 nur 1% zulegen konnte. Sämtliche Anfang 2007 noch ausstehenden Wandelschuldverschreibungen aus der Emission 2004 wurden im Februar 2007 rückgezahlt, wobei eine Verwässerung bestehender Aktionäre verhindert werden konnte.

Volatile Entwicklung im Börsejahr 2007

Das Börsejahr 2007 war weltweit von Berg- und Talfahrten der Aktienkurse geprägt. Die Werte der Öl- und Gasbranche zeigten sich dem Trend entsprechend zunehmend volatil, was stark durch schwankende Ölpreise und Raffineriemargen beeinflusst war. Auf Grund des signifikanten Ölpreisanstiegs entwickelten sie sich in Summe deutlich stärker als der Gesamtmarkt. Der FTSE Global Energy Index (beinhaltet die weltweit 40 größten Öl- und Gasunternehmen) stieg 2007 um 30%. International gesehen konnten die meisten der großen Indizes zumindest leicht zulegen (DAX +22%, CAC 40 +1%, FTSE Eurotop 100 +2%, Dow Jones +6%, Nikkei –11%). Nach drei sehr starken Jahren in Folge konnte der Wiener Aktienmarkt 2007 seine bis dahin rasante Entwicklung nicht fortsetzen, der ATX gewann auf Jahressicht nur 1% an Wert.

Kursentwicklung und Umsätze der OMV Aktie

Die OMV Aktie entwickelte sich 2007, nach

vielen Jahren der Outperformance, aber einem schwächeren Jahr 2006, wieder sehr erfreulich. Sie verzeichnete einen Anstieg von 29% in 2007. Berücksichtigt man die am 31. Mai 2007 ausgeschüttete Dividende von EUR 1,05 je Aktie, ergibt sich für die Aktionäre ein Wertzuwachs von 31% für 2007.

Die Marktkapitalisierung der OMV Aktie betrug per Jahresende EUR 17 Mrd. Die gesamte Aktienkapitalisierung österreichischer Werte an der Wiener Börse stieg um 7% auf EUR 157 Mrd.

Das leicht positive Börsenumfeld sowie Neunotierungen und Kapitalerhöhungen führten zu einem deutlichen Anstieg der Umsätze an der Wiener Börse. Die Aktienumsätze stiegen um rund 40% auf EUR 176 Mrd. Der OMV Anteil am Aktienumsatz der Wiener Börse betrug somit 11%. Die Umsätze der OMV Aktie gingen um 12% auf EUR 20 Mrd zurück.

Starke Kursentwicklung

EUR 17 Mrd Marktkapitalisierung

Hohe Umsätze an der Wiener Börse

OMV Aktie ISIN: AT0000743059
Börsennotierungen Wien, USA (ADR Level I)
Symbole Wiener Börse: OMV
Reuters: OMV.VI
Bloomberg: OMV AV
ADR Informationen Sponsored Level I und Rule
144A, 1 ADR entspricht 1 Aktie
Depositary JPMorgan ADR Group
4 New York Plaza, 13th Floor
New York, NY 10004, USA
Custodian Bank Austria Creditanstalt AG,
Julius-Tandler-Platz 3, 1090 Wien
Level I OMVKY, CUSIP: 670875509
ISIN: US6708755094
Rule 144A OMVZY, CUSIP: 670875301
ISIN: US6708753016
OMV Anleihe ISIN: AT0000341623
Laufzeit; Zinssatz 2003 bis 30. Juni 2010; 3,75%

Genehmigungen der Hauptversammlung

Ergebnisse der Hauptversammlung

Die wesentlichsten Punkte der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Mai 2007 waren die Genehmigung einer Dividende von EUR 1,05 je Aktie für 2006 und die Genehmigung des neuen Aktienrückkaufprogramms, welches den Rückkauf von bis zu 10% der ausgegebenen Aktien erlaubt. Die bestehende Genehmigung für eine Kapitalerhöhung von bis zu 36.350.000 Stück Aktien wurde bis zum 23. Mai 2012 verlängert. Zudem ermächtigte die Hauptversammlung das Unternehmen im Rahmen des bestehenden genehmigten Kapitals auch eine Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtbetrag von bis zu EUR 3 Mrd zu begeben.

Aktienoptionsprogramm fortgesetzt

Hintergrund für die Genehmigung des Aktienrückkaufprogramms war die Absicht, das Aktienoptionsprogramm fortzusetzen. Durch das Aktienoptionsprogramm soll sich das Management an den Zielen der Aktionäre orientieren sowie langfristig substanziell vom Unternehmenserfolg profitieren. Durch die Ausübung von bereits bestehenden Optionsprogrammen wurden 21.000 eigene Aktien wieder abgegeben (nähere Informationen zum Aktienoptionsplan finden Sie in der Anhangangabe 28 und unter www.omv.com). Insgesamt hielt OMV per Jahresende 2007 durch die letzten Aktienrückkaufprogramme 1.269.066 eigene Aktien bzw. 0,42% des Grundkapitals.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien betrug somit 298.730.934 Stück. Nachdem im Mai 2.400 Aktien eingezogen wurden beträgt das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft nun genau EUR 300 Mio und ist in 300 Mio Stück Inhaberaktien verkörpert.

Im Herbst 2007 gab es ein weiteres Mitarbeiterbeteiligungsmodell, im Zuge dessen Mitarbeiter beim Erwerb von jeweils drei Aktien eine Gratisaktie erhielten, wobei eine Behaltefrist von zwei Jahren gilt.

Bei der nächsten Hauptversammlung am 14. Mai 2008 wird der Vorstand eine Dividende von EUR 1,25 je Aktie vorschlagen. Der Ausschüttungsgrad wird somit rund 24% betragen. Dadurch wird sich eine Dividendenrendite, gemessen am Schlusskurs des Jahrs 2007, von etwa 2,3% ergeben.

OMV Aktionärsstruktur

Die OMV Aktionärsstruktur setzt sich aus 50,9% Streubesitz, 31,5% ÖIAG und 17,6% IPIC (Abu Dhabi) zusammen. Das Grundkapital von OMV besteht aus Stammaktien, es gilt das Prinzip "one share – one vote", d.h. keine Aktie ist mit besonderen Rechten ausgestattet. Zwischen den Kernaktionären IPIC und ÖIAG besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bzgl. der gehaltenen Aktien vorsieht.

Wandelschuldverschreibungen

Von den im Dezember 2004 begebenen Wandelschuldverschreibungen sind keine mehr im Umlauf. Im Jänner 2007 kündigte OMV die Absicht an, die damals noch ausstehenden Wandelschuldverschreibungen rückzuzahlen, da dies auf Grund des Unterschreitens der 10%-Hürde

bei den ausstehenden Wandelanleihen möglich geworden war. In Folge kam es zu zahlreichen Wandlungen und im Februar 2007 wurden die letzten noch ausstehenden Wandelanleihen rückgezahlt.

20 Jahre OMV Aktie

Im Dezember 2007 feierte die OMV Aktie ihr 20-jähriges Bestehen an der Wiener Börse. 1987 verkaufte ÖIAG 15% an OMV und ermöglichte so den Börsengang. Am 3. Dezember 1987 notierte die Aktie erstmals an der Wiener Börse. Investoren, die damals OMV Aktien gezeichnet haben und diese immer noch halten, konnten bis Jahresende 2007 – basierend auf der Annahme der Reinvestition der Dividenden – einen Kursanstieg von 2.571% verzeichnen.

Investor Relations Aktivitäten

Auf zahlreichen Roadshows in Europa und Amerika konnten der Vorstand und das Investor Relations Team den Kontakt mit Analysten und Investoren pflegen und vertiefen. In Summe fanden mehr als 350 Einzelgespräche und Gruppenpräsentationen statt, an denen rund 1.200 Interessenten teilnahmen. Insgesamt widmeten die Vorstände in direkten Gesprächen rund 320 Stunden der Information von Investoren und Analysten. Um Transparenz, Service und Aktualität zu gewährleisten, werden alle wichtigen Informationen und Neuigkeiten für Aktionäre, Analysten und Anleihe-Investoren laufend im Internet unter www.omv.com veröffentlicht.

Finanzkalender Termin 1) Trading Statement Q4 2007 25. Jänner 2008 Jahresergebnis 2007 26. Februar 2008 Trading Statement Q1 2008 18. April 2008 Ergebnis Jänner–März 2008 7. Mai 2008 Ende der Aktienhinterlegungsfrist 2) 7. Mai 2008 Ordentliche Hauptversammlung 3) 14. Mai 2008 Dividenden-Extag 19. Mai 2008 Dividenden-Zahltag 20. Mai 2008 Trading Statement Q2 2008 18. Juli 2008 Ergebnis Jänner–Juni 2008 6. August 2008 Trading Statement Q3 2008 20. Oktober 2008 Ergebnis Jänner–September 2008 6. November 2008 Jahresergebnis 2008 Februar 2009

1) Die genannten Termine sind vorläufig und bedürfen der Bestätigung. 2) Die Aktienhinterlegung ist für die Teilnahme an der Hauptversammlung

erforderlich.

3) 14:00 Uhr, Austria Center Vienna, Bruno-Kreisky-Platz 1, 1220 Wien, Österreich.

Investor Relations Kontakt

Ana-Barbara Kuncˇicˇ OMV Aktiengesellschaft Otto-Wagner-Platz 5, 1090 Wien Tel.: +43 (01) 40 440-21600 Fax: +43 (01) 40 440-29496 E-Mail: [email protected]

Für Geschäfts- und Quartalsberichte kontaktieren Sie uns oder nutzen Sie das OMV Bestellservice unter www.omv.com.

Auf einen Blick EUR
2007 2006 2005 2004 1) 2003 1)
Anzahl der ausstehenden Aktien in Mio Stück 2) 298,73 298,71 298,68 298,65 268,76
Marktkapitalisierung in EUR Mrd 2) 16,56 12,84 14,78 6,62 3,17
Aktienumsatz Börse Wien in EUR Mrd 19,84 22,59 11,49 4,29 2,09
Höchstkurs des Jahrs 55,42 59,86 52,89 22,45 12,28
Tiefstkurs des Jahrs 39,10 37,20 20,93 11,93 9,20
Schlusskurs 2) 55,42 42,99 49,50 22,17 11,81
Ergebnis je Aktie 3) 5,29 4,64 4,21 2,55 1,46
Buchwert je Aktie 3) 27,24 23,36 19,73 14,29 9,89
Cashflow 4) je Aktie 3) 6,92 6,80 7,06 3,86 3,50
Dividende je Aktie 1,25 5) 1,05 0,90 0,44 0,40
Ausschüttungsgrad in % 3) 24 23 21 19 27
Dividendenrendite in % 2) 2,26 2,44 1,82 1,96 3,39
Total Shareholder Return in % 6) 31 –11 125 91 30

1) Werte an Aktiensplit 1:10 angepasst. 2) Per 31. Dezember. 3) Werte 2003 nach ÖHGB, 2004–2007 gemäß IFRS. 4) Aus der Betriebstätigkeit.

Internet

Informationen im

Aktuelle

Wirtschaftliches Umfeld

5% Wachstum der Weltwirtschaft 2007

Überdurchschnittliches Wachstum in den neuen EU-Ländern

Boomende Inlandsnachfrage in Rumänien

Trotz einer von den USA ausgehenden konjunkturellen Abkühlung, erreichte die Weltwirtschaft 2007 eine reale Wachstumsrate von nahezu 5%. Die Rohstoff- und vor allem die Energiepreise stiegen kräftig an und das Welthandelsvolumen expandierte um rund 7%.

Innerhalb der OECD lag die EU mit einem BIP-Zuwachs von knapp 3% klar vor den USA und Japan, deren BIP-Wachstum sich deutlich verlangsamte. Im Euro-Raum konnte das Wirtschaftswachstum auf dem Niveau des Vorjahrs bei 2,7% gehalten werden. Negativ wirkte sich jedoch der Rückgang des Privatkonsums in Folge der Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland aus. In Österreich stieg das reale BIP um 3,4%. Den Hauptbeitrag lieferte die um 8% gestiegene Auslandsnachfrage, während der Privatkonsum weiter verhalten war. Die Investitionsbereitschaft hingegen blieb stark. Die zwölf neuen EU-Mitgliedsstaaten erzielten einen realen BIP-Zuwachs von durchschnittlich 6%.

Auch in Rumänien lag das Wirtschaftswachstum bei rund 6%. Die Inlandsnachfrage boomte mit einer zweistelligen Wachstumsrate, wodurch sich jedoch der Importbedarf stark erhöhte und die Handelsbilanz verschlechterte. Das Volumen der Bau- und Infrastrukturinvestitionen nahm deutlich zu, die Investitionen im produzierenden Bereich stiegen hingegen nur moderat. In der Türkei wuchs die Wirtschaft trotz Währungsturbulenzen und vorübergehender Unsicherheiten im politischen Umfeld um über 4%.

Die Weltrohölnachfrage stieg nach Angaben der Internationalen Energieagentur im Jahr 2007 um 1,1% auf 85,8 Mio bbl/d. Der Zuwachs ist vor allem auf einen Mehrbedarf aus Asien und der Nicht-OECD-Länder zurückzuführen, während die OECD-Länder einen Nachfragerückgang verzeichneten. Die Weltrohölförderung lag mit 85,6 Mio bbl/d nur geringfügig über dem Vorjahrsniveau. Die OPEC förderte 30,7 Mio bbl/d Rohöl und 4,8 Mio bbl/d NGL, was einem Marktanteil von 41% entspricht. Die Rohölproduktion der OECD sank im Vergleich zum Vorjahr leicht. Nennenswerte Steigerungen der Rohölversorgung konnten Russland, die Kaspische Region und Kanada erreichen.

Der Rohölpreis für die Sorte Brent stieg im Jahresverlauf um 63% und erreichte per Jahresende den Jahreshöchstpreis von USD 96,02/bbl. Das preisliche Umfeld war einerseits durch die geopolitische Lage und die Unsicherheiten in einigen Förderländern, aber auch durch die anhaltende Nachfragedynamik sowie Verzögerungen bei wichtigen internationalen Explorationsprojekten geprägt. Im Jahresdurchschnitt verteuerte sich die Brent-Notierung um 11% auf USD 72,39/bbl. Am Rotterdamer Produktenmarkt erhöhten sich die Preise für Mineralölprodukte auf EUR-Basis um 1% bis 7%. Das Raffineriemargen-Niveau hat sich im Vergleich zu 2006 nur wenig verändert. Der US-Dollar-Wechselkurs betrug im Jahresdurchschnitt USD 1,371 je EUR.

Rohölpreis (Brent) und EUR/USD-Wechselkurs

Erste Trendrechnungen zeigen einen Rückgang des Energieverbrauchs in Österreich um 3% auf 1.400 Petajoule. Der Inlandsverbrauch in Österreich sank daher im Vergleich zu 2006 um 5% auf 8,4 Mrd m3 . Die Inlandserdgasproduktion stieg um 2% auf 1,8 Mrd m3 , die Nettoimporte sanken um 11%. Die Erdgasspeicher wurden weiter aufgefüllt und die Speichermenge erreichte per Jahresende 2,9 Mrd m3 .

Der Gesamtabsatz im für OMV relevanten Mineralölproduktenmarkt sank um 2,5 Mio t auf rund 82,5 Mio t, vor allem auf Grund des Nachfragerückgangs im Raumwärmesektor. Der milde Winter sowie die relativ hohen Marktpreise führten zu einem Absatzrückgang bei Heizöl Extraleicht und Heizöl Leicht von rund 29%. Positiv hingegen entwickelte sich der Dieselverbrauch (+5%), der damit einen Anteil am automotiven Treibstoff von 67% erreichte. Der Benzinabsatz sank um 2%. Die Expansion der internationalen Luftfahrt führte zu einem Absatzplus bei Flugpetroleum von 9%, der Bitumenbedarf sank um

6%. In den drei Marktregionen der OMV entwickelte sich der Mineralölproduktenverbrauch unterschiedlich. In der Marktregion Danube West betrug der Rückgang rund 6%, wobei der überdurchschnittliche Absatzrückgang in Deutschland und Österreich durch den Zuwachs in Ungarn, Tschechien und Slowakei nicht kompensiert werden konnte. Die Region Danube East hingegen erreichte ein Absatzplus von etwa 3%. In Rumänien, dem größten Absatzgebiet dieser Region, gab es bei deutlich rückläufigen Heizöl Schwer-Mengen und kräftigem Anstieg bei Treibstoffen einen Gesamtmarktzuwachs von knapp 2%. In der Marktregion Adriatic stagnierte die Mineralölproduktennachfrage, wobei jedoch die Balkanländer Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro deutlich positive Wachstumsraten erzielten.

Die europäischen Polyolefin-Produzenten konnten ihre Absatzmengen bei Polyethylen um rund 2% und bei Polypropylen um knapp 3% steigern. Die Margen erreichten in etwa das Vorjahrsniveau.

Rückläufige Nachfrage vor allem in Österreich und Deutschland

Steigende Absätze bei Polyolefinen

Mineralölproduktenverbrauch Mio t

Exploration und Produktion

Der Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) profitierte 2007 vom günstigen Öl- und Gaspreisumfeld. Negative EBIT-Auswirkungen leicht gesunkener Produktionsmengen in Rumänien als Folge des natürlichen Förderabfalls, der jedoch im Lauf des Jahrs gestoppt werden konnte, wurden dadurch mehr als kompensiert. Eine Reihe von Funden in Libyen, Pakistan und Rumänien sowie die signifikante Erweiterung der Explorationsgebiete stärkten das E&P-Portfolio.

Rekordergebnis dank hoher Preise

Starkes Ergebnis durch hohes Preisniveau

Das EBIT stieg um 1% auf EUR 1.933 Mio (davon Petrom: EUR 806 Mio), wobei höhere Öl- und Gaspreise die negativen Auswirkungen steigender Kosten und leicht gesunkener Produktionsmengen kompensierten. Der durchschnittlich realisierte Ölpreis des Konzerns stieg in USD um 14%, der durchschnittlich realisierte Gaspreis in EUR um 15%. Sonderaufwendungen betrafen vor allem außerordentliche Abschreibungen, Personalrestrukturierungskosten sowie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. Damit liegt das bereinigte EBIT mit EUR 1.978 Mio (davon Petrom: EUR 826 Mio) annähernd auf Vorjahrsniveau.

Produktion knapp unter Vorjahrsniveau

belastet

Die Produktion von Erdöl, NGL und Erdgas lag um 1% unter der Vorjahrsproduktion und belief sich auf 117,2 Mio boe (davon Petrom: 72,0 Mio boe) oder 321.000 boe/d (davon Petrom: 197.000 boe/d). Geringere Produktionsmengen in Rumänien und Großbritannien wurden durch eine höhere Ölproduktion im Jemen und die Gesamtjahresproduktion des Gasfelds Pohokura in Neuseeland kompensiert.

Kosteninflation Die Produktionskosten exklusive Förderzins (OPEX) stiegen um 18% auf USD 13,19/boe (2006: USD 11,15/boe). Die Fundkosten im 3-Jahresschnitt stiegen in Folge der Kosteninflation in der Ölbranche und nachteiliger Wechselkurseffekte auf USD 4,7/boe (2006: USD 2,3/boe).

Erweiterung des Explorationsportfolios

OMV verzeichnete mit Funden in Rumänien, Pakistan und Libyen ein weiteres erfolgreiches Jahr bei der Exploration. Von 34 Explorationsund 26 Erweiterungsbohrungen waren 28 fündig, was einer Erfolgsquote von 47% entspricht. Die Akquisition von Explorationslizenzen in Australien, Ägypten, Großbritannien, Irland, der Region Kurdistan im Irak, Neuseeland, Norwegen, der Slowakei und Russland führte zu einer signifikanten Stärkung des E&P-Portfolios.

Die sicheren Kohlenwasserstoffreserven per

  1. Dezember 2007 betrugen 1.216 Mio boe (davon Petrom: 894 Mio boe), die sicheren und wahrscheinlichen Öl- und Gasreserven beliefen sich auf 2.036 Mio boe (davon Petrom: 1.435 Mio boe). Auf Grund der 3-Jahres-Durchschnittsberechnung der Reserven fiel per Ende 2007 die Erstbuchung von Petrom (Ende 2004) heraus, wodurch die weltweite Reservenersatzrate auf 46% sank (2006: 406%).

Solide Basis für organisches Wachstum

In Österreich stieg die Produktion auf 39.200 boe/d (2006: 38.400 boe/d). Die Modernisierung und Kapazitätserweiterung der Sauergas-Anlage Aderklaa schreiten planmäßig voran. Größere Projekte, wie die Komplexitätsreduktion des Ölfelds Matzen und die Modernisierung des Tanklagers in Auersthal, zielen auf eine Verbesserung der Infrastruktur und Senkung der operativen

Auf einen Blick

2007 2006 Δ
Bereichsumsatz in EUR Mio 4.247 3.968 7%
Bereichserfolg (EBIT) in EUR Mio 1.933 1.908 1%
Investitionen in EUR Mio 1.364 732 88%
Produktion in Mio boe 117,2 118,4 –1%
Sichere Reserven zum 31. Dezember in Mio boe 1.216 1.289 –6%

Kosten ab. Die Erneuerung der Gasspeicheranlage in Schönkirchen/Reyersdorf und die 3D-Seismik-Kampagne im Marchfeld wurden erfolgreich abgeschlossen. Die Explorationsbohrung Kempten-1 in Bayern stieß auf Gas, aber bisher nicht in wirtschaftlichen Mengen. Im slowakischen Teil des Wiener Beckens erfolgte eine Kooperation mit dem slowakischen Öl- und Gasunternehmen NAFTA. Die zwei Explorationslizenzen umfassen ein Gebiet von rund 1.400 km2 .

In Großbritannien sank die Förderung auf Grund von operativen Problemen beim Ölfeld Schiehallion und des Produktionsstopps im Gasfeld Jade in Folge einer Beschädigung der CATS Pipeline auf 10.500 boe/d (2006: 13.100 boe/d). Die Erweiterungsbohrtätigkeit in Rosebank/Lochnagar war erfolgreich und wird 2008 fortgesetzt. Außerdem erhielt OMV als Betriebsführer zwei Explorationslizenzen im atlantischen Ozean und konnte ihre Beteiligung an Erweiterungsprojekten im Beryl-Gebiet und in zwei weiteren Blöcken in der zentralen

Nordsee wesentlich erhöhen. In Norwegen erhielt OMV im Rahmen der Angebotsrunde der APA (Awards in Predefined Areas) zwei weitere Explorationslizenzen und hält nun vier Lizenzen, drei davon als Betriebsführer. Mit der Akquisition von Seismik wurde begonnen.

In Libyen stieg die Produktion auf 32.000 bbl/d (2006: 28.600 bbl/d). Der Entwicklungsplan für das Feld NC186 I/NC115 R wurde von Libyens National Oil Corporation (NOC) genehmigt, während Feldentwicklungspläne für getätigte Funde zur Genehmigung eingereicht wurden. Im November unterzeichnete OMV ein Heads of Agreement mit NOC und Occidental Petroleum über die Neuentwicklung des Nafoora-Augila-Felds sowie der Verlängerung der Vertragsdauer für bereits bestehende Felder im produktiven Sirte-Becken um 30 Jahre. In Tunesien stieg die Förderung auf 8.100 boe/d (2006: 7.800 boe/d). Die Erneuerungsarbeiten im Feld Ashtart wurden von den Behörden genehmigt. Im Block Jenein Sud, unter Betriebsführerschaft von OMV,

Steigende Produktionsmengen in Nordafrika

Weltweites Explorations- und Produktionsportfolio

Exploration Exploration und Produktion

wurden die Vorbereitungen für eine größere Bohrkampagne abgeschlossen. Der Verkauf des Felds Chergui im Rahmen der Portfolio-Bereinigung wurde abgeschlossen. In Ägypten wurden Explorationsaktivitäten im Offshore-Block 11 (Obayeid) im östlichen Mittelmeerbecken aufgenommen.

Neue Gasfunde in Pakistan

In Pakistan betrug die Produktion 18.300 boe/d (2006: 18.400 boe/d). Unter der Betriebsführerschaft von OMV wurden zwei Gasfunde in den Blöcken Latif und Gambat verzeichnet und weitere Untersuchungen sind in Vorbereitung. In der Region Kurdistan im Irak unterzeichnete OMV als Betriebsführer Produktionsteilungsverträge für zwei Explorationsblöcke, welche signifikantes Potenzial für Ölfunde aufweisen. Im Jemen wurde im Ölfeld Habban durch die Inbetriebnahme mehrerer Entwicklungsbohrungen die Förderung auf nun 6.000 bbl/d (Nettoanteil OMV: 1.700 bbl/d) erhöht. Im Iran erstellt OMV einen Entwicklungsplan für den Ölfund im Mehr Block und verhandelt mit der iranischen NIOC einen Servicevertrag. Im April unterzeichneten OMV und NIOC ein Heads of Agreement über eine Beteiligung an der Entwicklung des Gasfelds South Pars Phase 12 im Persischen Golf.

Signifikanter Mengenanstieg in Neuseeland

In Australien gelang es durch den Erwerb von Anteilen an vier Offshore-Blöcken im prospektiven Carnarvon-Becken das Explorationsgebiet wesentlich zu erweitern. In Neuseeland wurde die Produktion durch das Gasfeld Pohokura auf 13.400 boe/d beinahe verdoppelt (2006: 7.000 boe/d). Das Ölfeld Maari wird planmäßig entwickelt und soll in der zweiten Hälfte 2008 in Produktion gehen. OMV erhielt als Betriebsführer drei weitere Offshore-Explorationslizenzen im Great South Basin vor der Südküste Neuseelands.

Erste Explorationserfolge in Rumänien

In Rumänien hält Petrom Explorationslizenzen für 17 On- und zwei Offshore-Blöcke mit einer Gesamtfläche von 59.450 km2 und betreibt 280 Öl- und Gasfelder mit einer Gesamttagesproduktion von 192.500 boe (2006: 200.200 boe/d). Einer der größten Erfolge war, dass der Produktionsrückgang im Laufe des Jahrs 2007 gestoppt werden konnte. Die bestehenden Explorationsgebiete wurden überprüft und die meisten Lizenzen um drei Jahre bis September 2011 verlängert. Als Resultat von 2D- und 3D-Seismik der vergangenen drei Jahre wurden sechs Funde verzeichnet. Erste Explorationserfolge und die Anwendung moderner Techniken des Lagerstättenmanagements führten 2007 zu einer Verdreifachung der Reservenersatzrate in Rumänien auf 38% (2006: 13%). Das Modernisierungsprogramm für Ölsonden wurde beschleunigt, wobei mehr als 2.100 Bohrsonden rekomplettiert wurden, um die Häufigkeit der Sondenbehandlungen von durchschnittlich 20 auf drei pro Sonde und Jahr zu reduzieren.

Im September unterzeichnete Petrom einen Vertrag zur Akquisition des Ölservicegeschäfts von Petromservice zu einem Preis von EUR 328,5 Mio. Diese Akquisition und die folgende Integration in Petrom wird zwei strategische Ziele unterstützen: Die Stabilisierung der Ölund Gasproduktion sowie die Reduktion der Produktionskosten.

In Kasachstan stieg die Förderung trotz des Verkaufs des Ölfelds Sinelnikov geringfügig auf 4.600 boe/d (2006: 4.400 boe/d). 2007 begann OMV mit der Entwicklung des Ölfelds Komsomolskoe, wobei die erforderliche Infrastruktur bereitgestellt sowie Anlagen und Pipelines errichtet wurden. Für zwei Funde im Explorationsblock Jusaly wurde mit den kasachischen Behörden eine Pilotproduktionsphase vereinbart. In Russland stieg die Gesamtzahl der Lizenzen auf neun in der Provinz Saratov und zwei in der Provinz Komi. Eine Explorationsbohrung in der Provinz Saratov war erfolgreich, mit drei weiteren Explorationsbohrungen wurde Ende 2007 begonnen.

Der Vertrag für das Feld Boqueron in Venezuela wurde in ein Joint Venture mit dem nationalen Unternehmen PdVSA umgewandelt; die Dividende für 2006 wurde erhalten.

Ausblick 2008

Der Erhalt mehrerer Explorationslizenzen hat unser E&P-Portfolio gestärkt und wir werden mit der Akquisition von Seismik in den neuen Blöcken beginnen. In Großbritannien wird die erste von OMV betriebene Offshore-Bohrung abgeteuft werden. Insgesamt sind 80 Explorations- und Erweiterungsbohrungen sowie 370 Produktionsbohrungen (davon Rumänien: 30 bzw. 240) für 2008 geplant. Außerdem sind in Rumänien und Österreich mehr als 200 Entwicklungsbohrungen geplant, die einen wesentlichen Beitrag zum gesamten Reservenersatz leisten werden. Die Aktivitäten zur Entwicklung des Felds Habban werden durch zusätzliche Bohrungen fortgeführt. Für die zweite Hälfte 2008 ist eine Produktionssteigerung aus den Gasfeldern Strasshof und Ebenthal sowie der Produktionsbeginn im Ölfeld Komsomolskoe und im Ölfeld Maari vorgesehen.

Bei Petrom wird das umfassende Turnaround-Programm zur Produktionssteigerung fortgesetzt, wobei der Schwerpunkt weiter auf der Beseitigung der Engpässe im Gasverteilungsnetz, der Neuentwicklung bedeutender, bereits produzierender Felder und der beschleunigten Erschließung neuer Felder liegen wird. Zudem liegt der Fokus in 2008 auf Prozessoptimierung, straffer Kostenkontrolle und der Integration des kürzlich erworbenen Ölservicegeschäfts von Petromservice, um die operative Effizienz von Petrom zu verbessern.

Fokus auf Kostenkontrolle

Produktion 2007

Erdöl und NGL Öl-Äquivalent
in Mio t in Mio bbl in bcf in Mio boe in Mio boe
Österreich 0,8 6,2 48,9 8,2 14,3
Petrom 4,7 34,0 205,2 38,0 72,0
Nord- und Westeuropa 0,3 2,6 7,1 1,2 3,8
Nordafrika 1,9 14,6 14,6
Mittlerer Osten 0,1 0,6 40,1 6,7 7,3
Australien/Neuseeland 0,2 1,8 20,3 3,4 5,1
Gesamt 8,1 59,8 321,6 57,4 117,2

Sichere Reserven zum 31. Dezember 2007

Erdöl und NGL
Erdgas
Öl-Äquivalent
in Mio t in Mio bbl in bcf in Mio boe in Mio boe
Österreich 7,9 55,9 520,8 86,8 142,7
Petrom 70,5 508,3 2.083,5 385,3 893,6
Nord- und Westeuropa 2,0 14,8 30,5 5,1 19,9
Nordafrika 11,7 88,5 88,5
Mittlerer Osten 1,2 9,3 139,0 23,2 32,5
Australien/Neuseeland 2,9 21,4 104,3 17,4 38,8
Gesamt 96,2 698,3 2.878,0 517,7 1.216,0

Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

Das Ergebnis im Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) war von einer geringeren Auslastung der Raffinerien auf Grund geplanter Stillstände und – wie auch schon in 2006 – von hohen Ölpreisen geprägt. Trotz eines kompetitiven Marketing-Umfelds konnte im Tankstellengeschäft, unterstützt durch Effizienzverbesserungen, das Ergebnis gesteigert werden. Eine leichte Reduktion des Eigenenergieverbrauchs in den rumänischen Raffinerien, die Erweiterung der Petrochemiekapazität in Burghausen und die Umstellung der rumänischen Tankstellen auf ein Pächtersystem waren strategisch wichtige Schritte.

Hohe Sonderaufwendungen in 2007

Stillstandbedingt niedrigere

Mengen

Raffineriestillstände beeinträchtigen Ergebnis

Mehrere geplante Raffineriestillstände, ein deutlich schwächeres Petrochemie-Ergebnis und vor allem höhere Sonderaufwendungen drückten das EBIT um 30% auf EUR 84 Mio (davon Petrom: EUR –274 Mio). Das EBIT vor Sondereffekten stieg jedoch um EUR 5 Mio auf EUR 224 Mio (davon Petrom: EUR –173 Mio) und exkludierte einen Nettosonderaufwand vor allem für Personalrestrukturierungen in Österreich und bei Petrom sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit der Optimierung des Tankstellennetzes.

Trotz in Summe höherer Raffineriemargen ging das Raffinerieergebnis vor allem durch Stillstände, die zu niedrigeren Mengen führten, zurück. Die Auslastung der Raffinerien (mit 85% um 7%-Punkte unter 2006), und als Konsequenz auch die Verkaufsmengen, waren stark durch mehrere geplante Stillstände beeinträchtigt. Im zweiten Quartal wurde die Rohöldestillationsanlage in Schwechat repariert (Beseitigung der Folgen der Brände in 2006), in Burghausen stand ein Kompressor im Steam-Cracker still und Arpechim hatte einen geplanten Wartungsstillstand. Im vierten Quartal folgten Wartungsstillstände in Burghausen und Petrobrazi. In

Burghausen wurde dabei die Petrochemiekapazität durch die Einbindung der Metathesis-Anlage erhöht, in Petrobrazi erfolgte die Eingliederung einer Entschwefelungsanlage. Im Vergleich zur Notierung niedrigere Preise für Produkte wie Heizöl, vor allem in Deutschland aber auch in Österreich, waren eine weitere Belastung, während Lagereffekte positiv entgegenwirkten.

Obwohl das Raffinerie-EBIT von Petrom wiederum negativ war, verbesserte es sich auf Grund der Reduktion des Eigenenergieverbrauchs (auf 12,5%, nach 13% in 2006), einer leicht verbesserten Produktenausbeute (mit einem höheren Dieselanteil) und positiver Lagereffekte deutlich. Hohe Ölpreise sind in den Petrom Raffinerien jedoch weiterhin eine besondere Belastung, da der Anteil des Eigenenergieverbrauchs am gesamten Input nach wie vor deutlich über jenem moderner, westlicher Raffinieren liegt.

Das Petrochemie-Ergebnis West (ohne Petrom) halbierte sich verglichen zum sehr starken Ergebnis 2006 und reflektierte vor allem niedrigere Petrochemiemengen als Konsequenz des Stillstands in Burghausen und geringerer Margen.

Auf einen Blick

2007 2006 Δ
Bereichsumsatz in EUR Mio 16.312 17.253 –5%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio 84 121 –30%
Investitionen in EUR Mio 1,284 1,648 –22%
Produktenabsatz Raffinerien in Mio t 21,42 22,97 –7%
Marketing-Verkaufsmengen in Mio t 17,09 18,53 –8%

Marktgebiet von OMV in Raffinerien und Marketing

Das Marketing-EBIT vor Sondereffekten konnte verglichen zu 2006 deutlich verbessert werden. Restrukturierungserfolge sind bei Petrom nun sichtbar, der Jahresdurchsatz pro Tankstelle stieg auf 3,2 Mio Liter, was sogar über unserem Ziel für 2010 von 3 Mio Litern liegt. Während die Tankstellenmargen leicht über 2006 lagen, war dies bei den Margen im Kundengeschäft nicht der Fall. Das Non-Oil-Geschäft lieferte, unterstützt vom Roll-out des neuen VIVA Shop-Konzepts, einen signifikanten Beitrag. Stillstandsbedingt niedrigere Mengen im Kundengeschäft konnten durch höhere Tankstellenmengen nicht kompensiert werden, was zu einem 8%igen Rückgang der Marketingmengen führte.

Restrukturierungserfolge bei Petrom

Schwerpunkt der Aktivitäten waren 2007 nach wie vor die Integration und Restrukturierung

von Petrom. Im Marketing wurden alle 477 rumänischen Tankstellen von Petrom auf ein Pächtersystem umgestellt, was wesentlich zu einer Verbesserung der Servicequalität und somit auch zu einer Mengensteigerung von 22% gegenüber 2006 beitrug. Die Anzahl der PetromV Premium-Tankstellen mit VIVA Konzept konnte auf 100 gesteigert werden. Das Tanklager-Restrukturierungsprogramm wird plangemäß umgesetzt – die 146 Läger wurden mit Ende 2007 auf 35 reduziert und der Fuhrpark ist nun outgesourct.

In der Raffinerie Petrobrazi wurde mit der Umsetzung des Konzepts zur Neuausrichtung der Raffinerie begonnen. Eine neue Entschwefelungsanlage wurde in Betrieb genommen und eine neue FCC-Anlage (Fluid Catalytic Cracker) ging in Bau. In der Raffinerie Arpechim wurde

Umstellung der Petrom Tankstellen auf Pächtersystem

Neue Entschwefelungsanlage in Petrobrazi

Ausbau der Petrochemie in Burghausen

eine neue Wasserstoffanlage in Betrieb genommen. Darüber hinaus wurden unrentable Petrochemie-Anlagen geschlossen und das verbleibende Petrochemiegeschäft in eine eigene Gesellschaft übertragen. Verhandlungen für den Verkauf dieser Gesellschaft wurden begonnen. Nach der Übernahme der Instandhaltungsgesellschaften in beiden Raffinerien in 2006, wurden diese 2007 restrukturiert und das Geschäft an internationale Kontraktoren vergeben.

Modernisierung bei Bayernoil

Optimierung in Raffinerien West

Im Dezember wurde in Burghausen im Rahmen eines Generalstillstands die Metathesis-Anlage in Betrieb genommen. Durch diese Investitionen wurde die Petrochemiekapazität in Burghausen um 370.000 t auf 890.000 t pro Jahr erhöht.

Die Restrukturierungsarbeiten im Raffinerieverbund Bayernoil liefen 2007 planmäßig. Im Rahmen dessen wird 2008 die Kapazität der Raffinerie Neustadt erhöht und gleichzeitig der Standort Ingolstadt geschlossen. Mit diesen Modernisierungsmaßnahmen wird sowohl den steigenden Marktbedürfnissen nach Mitteldestillaten Rechnung getragen als auch die Effizienz erhöht.

Investitionen in Schwechat

In Schwechat wurde 2007 eine Anlage zur Entstickung der Rauchgase im Heizkraftwerk in Betrieb genommen. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt lag im Bau eines thermischen Crackers zur Erhöhung der Rückstandskonversion, wodurch schwerere Rohöle eingesetzt und höherwertige Produkte produziert werden können.

Jahresnominalkapazität der Raffinerien

Mio t
Raffinerien West
Schwechat 9,6
Burghausen 3,4
Bayernoil 5,4
Raffinerien Ost
Petrobrazi 4,5
Arpechim 3,5
Gesamt 26,4

Effizienzsteigerungen im Marketinggeschäft

Nach den Akquisitionen der letzten Jahre liegt der Schwerpunkt im Tankstellengeschäft nun auf der Effizienzsteigerung durch Kosten- und Netzoptimierung, was auch die Schließung von Tankstellen zur Folge hat. Die Tankstellenanzahl des Konzerns verblieb mit 2.538 etwa auf Vorjahrsniveau. Die Shopumsätze konnten um 18% gesteigert werden. Während in Petrom durch die Umsetzung des VIVA Konzepts die Anzahl der Tankstellen mit VIVA Shops stieg, war sie auf Grund einer Netzsegmentierung mit selektivem Einsatz der Marke VIVA vor allem in Österreich und Deutschland rückläufig.

An einer weiteren Erhöhung der Wertschöpfung an einzelnen Standorten wird durch Dienstleistungskonzepte, wie den Service Corner, gearbeitet. Mit der Einführung von Superethanol E85 (ein Treibstoffgemisch aus Superbenzin und bis zu 85% Bioethanol) an ausgewählten Tankstellen stellt OMV auch im Bereich des Umweltschutzes ihre Vorreiterrolle unter Beweis.

Tankstellen-Anzahl und VIVA Shops

Weitere Restrukturierungserfolge und Bündelung der Chemie-Aktivitäten in Borealis

Borealis, ein führender Anbieter von innovativen und hochwertigen Kunststoffen, der zu 100% gemeinsam von OMV und dem strategischen Partner IPIC gehalten wird, hat 2007 die Entscheidung bekannt gegeben, die Führung des Verkaufsbereichs von Mechelen, Belgien, in die Konzernzentrale nach Wien zu verlegen, um die Koordination und die Strategieumsetzung zu verbessern.

Im dritten Quartal erfolgte die Freigabe des Verkaufs des norwegischen Polyolefinstandorts und des Anteils am Noretyl-Cracker durch die europäische Wettbewerbsbehörde, ein weiterer Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit von Borealis in Europa zu verbessern. Das im Jahresdurchschnitt hohe Polyolefin-Margenniveau führte zusammen mit dem erfolgreichen Verkauf der Standorte in Norwegen zu einem Rekordergebnis für das Geschäftsjahr 2007.

Das Wachstum von Borealis im Mittleren Osten und in Asien wird von Borouge, dem 40:60 Joint Venture zwischen Borealis und der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), vorangetrieben. Wesentliche Verträge für das Erweiterungsprojekt Borouge 2 in Ruwais, Abu Dhabi, wurden mit dem Ziel unterschrieben, die jährliche Produktionskapazität bis 2010 auf 2 Mio t Polyolefine zu verdreifachen.

Mit Anfang August 2007 wurde die Einbringung der AMI Agrolinz Melamine International GmbH in Borealis abgeschlossen. Dadurch veränderte sich das Eigentumsverhältnis an Borealis, wobei IPIC nun 64% (zuvor 65%) und OMV 36% (zuvor 35%) der Anteile halten. AMI Agrolinz Melamine International wird als Tochterunternehmen weitergeführt und ist – gemeinsam mit dem bestehenden Geschäftsfeld Phenol – Teil der Strategie von Borealis zur Gründung des Geschäftsbereichs Basis-Chemikalien.

Weiterhin starkes Marktumfeld in der Türkei bringt Rekordergebnisse für Petrol Ofisi

Im Laufe des Geschäftsjahrs 2007 stockte OMV ihren Anteil an Petrol Ofisi, dem führenden Unternehmen im Tankstellen- und Kundengeschäft in der Türkei, auf 39,58% auf. Dank eines starken operativen Ergebnisses auf Grund überdurchschnittlicher Margen im Tankstellenund Großkundengeschäft sowie von positiven Auswirkungen der Aufwertung der türkischen Lira gegenüber dem USD stieg der Beitrag von Petrol Ofisi im Finanzergebnis deutlich an.

Ausblick 2008

Im Jahr 2008 ist der Abschluss der Restrukturierung des Raffinerieverbunds Bayernoil vorgesehen. Dabei wird der Raffineriestandort Neustadt im Sommer für einen Monat abgestellt und im dritten Quartal der Standort Ingolstadt stillgelegt. Dadurch wird die Raffineriekapazität von Bayernoil von bisher 12 Mio t auf 10,5 Mio t (davon OMV Anteil: 45%) pro Jahr zurückgehen.

Mit der Fertigstellung der Thermal-Gasoil-Anlage Ende 2008 werden in Schwechat vermehrt schwere Rohöle eingesetzt werden können. In Schwechat wird weiters die Absenkung des Schwefelgehalts für Heizöl Extraleicht auf 10 ppm ermöglicht werden.

In Burghausen wird zu diesem Zweck die Entschwefelungsanlage umgebaut. Schwerpunkt im Petrochemiestandort Burghausen ist der Bau der Ethylen Pipeline Süd in Süddeutschland, wodurch eine Anbindung an den internationalen Markt erfolgen wird.

Im Marketing wird eine knapp über dem Vorjahrsniveau liegende Margensituation erwartet. Vor allem in den osteuropäischen EU-Ländern ist auch mit einer weiterhin steigenden Nachfrage zu rechnen. Dadurch und auch auf Grund der kontinuierlichen Qualitätssteigerung des Tankstellennetzes sollten die Absatzmengen im Marketingbereich leicht ansteigen.

Restrukturierung des Raffinerieverbunds Bayernoil

Steigende Marketingmengen erwartet

Erdgas

Der Geschäftsbereich Erdgas konnte 2007 seine Position als eine der drei Säulen des OMV Konzerns weiter festigen. Der steigenden Bedeutung von Erdgas wurde mit der Einrichtung einer zusätzlichen Vorstandsposition Rechnung getragen. In Summe konnten in 2007 dank der Vollkonsolidierung von EconGas sowie eines guten Transport- und Speichergeschäfts sehr starke Ergebnisse erreicht werden. Nachdem Anfang 2007 die Geschäftsfelder Marketing und Trading sowie Logistik geschaffen wurden, sollen die Aktivitäten in Zukunft um das Geschäftsfeld Power erweitert werden.

Starkes Geschäftsjahr Der starke Anstieg des EBIT um 81% auf EUR 244 Mio (davon Petrom: EUR 49 Mio) ist vor allem auf die Vollkonsolidierung von EconGas – Erstkonsolidierung im vierten Quartal 2006 – zurückzuführen. Im Geschäftsfeld Marketing und Trading verfolgten die operativen Gesellschaften erfolgreich ein internationales Wachstum in einem herausfordernden Markt. Das Geschäftsfeld Logistik verzeichnete auf Grund hoher Auslastungen der Transport- und Speicherkapazitäten und der erstmaligen Vollkonsolidierung der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft mbH ab dem vierten Quartal 2007 eine erfreuliche Ergebnissteigerung.

Eintritt ins Stromgeschäft

Neue Organisationsstruktur implementiert

Die starke Bedeutung des Gasgeschäfts für OMV wurde mit der Ernennung eines eigenen Vorstands für den Bereich Erdgas auch organisatorisch unterstrichen. Seit 1. Jänner 2007 ist Werner Auli Mitglied des Vorstands und treibt die Internationalisierung des Gasgeschäfts weiter voran. Mit der Gründung eigener Niederlassungen in Bulgarien, der Türkei und in Aserbaidschan wurden weitere wichtige Schritte dafür gesetzt. Die Anfang 2007 neu geschaffenen Geschäftsfelder Marketing and Trading sowie Logistik werden durch die Etablierung des Geschäftsfelds Power erweitert. Darin werden in Zukunft alle Aktivitäten von OMV auf dem Gebiet Strom gebündelt. Der erste Schritt im Stromsektor war die Freigabe eines Projekts zur Errichtung eines Gaskraftwerks in Rumänien zur Deckung des Strombedarfs von Petrom bzw. der Vermarktung der darüber hinaus produzierten Strommengen.

Marketing und Trading

In Marketing und Trading werden, unter Nutzung sämtlicher Synergiepotenziale innerhalb der Handelsgeschäfte, die Aktivitäten der 50%-Tochter EconGas sowie von Petrom und deren Handelstochter Petrom Gas s.r.l. zusammengefasst.

EconGas: Kontinuierlicher Erfolg in 2007

EconGas, Österreichs größter Erdgasanbieter für Weiterverteiler und Geschäftskunden, hat ihre wachstumsorientierte Entwicklung erfolgreich fortgesetzt. Im ersten Jahr der Vollkonsolidierung 2007 konnten 7,4 Mrd m3 Erdgas abgesetzt werden. Auf Grund des außergewöhnlich warmen ersten Quartals in Westeuropa lag die Verkaufsmenge jedoch um rund 3% unter 2006, was jedoch durch die ausgeprägten Handelsaktivitäten größtenteils wettgemacht werden konnte. Trotz herausfordernder Marktbedingungen konnte der Absatz im Ausland weiter gesteigert werden und liegt inzwischen schon bei rund 31% der Gesamtabsatzmenge. EconGas konnte sich nachhaltig positionieren und die Absatzmenge im Ausland um sehr gute 40% steigern. Neben den bestehenden EconGas Tochtergesellschaften in Deutschland und Italien war die Gründung einer dritten Tochtergesellschaft im Jänner 2007 in Ungarn ein weiterer Baustein für die nachhaltige Umsetzung der Internationalisierungsstrategie.

Auf einen Blick

2007 2006 Δ
Bereichsumsatz in EUR Mio 3.096 2.071 50%
Betriebserfolg (EBIT) in EUR Mio 244 135 81%
Investitionen in EUR Mio 155 36 328%
Verkaufte Erdgasmengen in Mrd m3 13 14 –7%
Verkaufte Transportkapazität in Mrd m3 52 47 11%
Verkaufte Speichermengen in Mio m3 2.006 1.534 31%

Ausbau der Marktposition in Rumänien

Der 2006 gegründete Geschäftsbereich Erdgas bei Petrom hat sich erfolgreich am Markt etabliert. Gemeinsam mit der 100%-Vertriebstochter Petrom Gas s.r.l. werden vom Haushaltskunden über Gewerbe bis zum Großabnehmer sämtliche Marktsegmente bedient. Die größten Abnehmer waren auch 2007 die Erdgasverteilungsgesellschaften und die staatlichen Stromproduzenten. Die im Zuge der Entflechtung aus dem Produktionsbereich ausgegliederten Erdgasverteilungsaktivitäten wurden in einer eigens dafür gegründeten 100%-Tochtergesellschaft – Petrom Distributie Gaze s.r.l. – zusammengefasst. Über ein eigenes Pipelinenetz werden mehr als 14.000 Haushaltskunden und gewerbliche Abnehmer versorgt. Der Gesamtverbrauch in Rumänien sank von 17,3 Mrd m3 in 2006 auf

16,4 Mrd m3 . Petrom konnte hingegen in 2007 den Absatz auf 5,3 Mrd m3 steigern (2006: 5,0 Mrd m3 ) und damit auch den Marktanteil in Rumänien auf rund 32% erhöhen. Petrom Gas erhöhte, vor allem durch eine Steigerung der Liefermengen im Industriesegment, die Gesamtabsatzmenge auf 1,16 Mrd m3 . Obwohl seit Juli 2007 jeder rumänische Verbraucher seinen Lieferanten frei wählen und die Vertragsbedingungen aushandeln kann, herrschen weiterhin regulierte Preise vor, die deutlich unter dem internationalen Niveau liegen. Der von der Erdgasregulierungsbehörde vorgegebene Erdgaspreis für Produzenten lag im vierten Quartal 2006 bei RON 381/1.000 m3 (USD 141/1.000 m3 ), und stieg bis zum vierten Quartal 2007 auf RON 470/1.000 m3 (USD 197/1.000 m3 ), nach wie vor weit unter dem internationalen Niveau.

Rumänische Gaspreise nach wie vor reguliert

Positionierung des Erdgasbereichs im europäischen Wachstumsgürtel

Großprojekte im Geschäftsfeld Logistik

Logistik für Versorgungssicherheit in Europa

Das Geschäftsfeld Logistik trägt neben dem traditionellen Transport- und Speichergeschäft in Österreich mit den internationalen Großprojekten Nabucco Gas Pipeline und Adria LNG wesentlich zur Versorgungssicherheit Europas bei. Die Prognosen namhafter Energieinstitute gehen davon aus, dass der jährliche Erdgasverbrauch in Europa weiter stark ansteigen wird. Neue Infrastrukturprojekte zur Versorgung Europas mit Erdgas sind daher ein großes Anliegen der EU.

Fortschritte beim Nabucco Gas Pipeline Projekt

Nabucco Projekt

Die Nabucco Pipeline ist eines der wichtigsten europäischen Energie-Infrastrukturprojekte. Durch diese 3.300 km lange Pipeline soll Erdgas aus der Kaspischen Region, dem Mittleren Osten und aus Nordafrika nach Europa transportiert werden. Nabucco soll durch die Verbindung der weltweit größten Gasreserven mit Europas Gasnetz einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Optimierung der europäischen Energieversorgung leisten. Das Nabucco Projekt ist derzeit in der Entwicklungsphase, in der alle technischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Punkte ausgearbeitet werden. Der Baubeginn ist für 2010 geplant, die Inbetriebnahme für 2013. Auf Grund der Bedeutung des Projekts hat die EU im September 2007 einen EU-Koordinator für Nabucco bestellt – ein wichtiger Schritt seitens der EU das Projekt Nabucco zu forcieren. Ende Dezember 2007 wurde der Generalingenieur für die fortführenden Ingenieurtätigkeiten ausgewählt. Weiters wurden Gespräche mit möglichen zukünftigen Transportkunden intensiviert. Der nächste wichtige Schritt für das Projekt ist die Erlangung einer Ausnahmeregelung (Exemption) von der EU-Gasdirektive, von künftigen Regulierungen der nationalen Regulatoren der Nabucco Transitländer und von der Europäischen Kommission, um eine stabile und vorhersehbare Tarif-Methode fixieren können. Die österreichische Regulierungsbehörde E-Control erteilte als erste nationale Behörde diese Bewilligung, jene der anderen Länder werden für 2008 erwartet. Ebenfalls für 2008 steht die Vermarktung der Transportkapazitäten (Open Season Prozess) auf dem Programm.

LNG-Geschäft

Als erster konkreter Schritt für die Etablierung des LNG-Geschäfts (Liquefied Natural Gas) hat sich OMV im Dezember 2007 mit 5% am geplanten LNG-Terminal Gate in Rotterdam beteiligt. Gleichzeitig unterzeichnete EconGas einen Vertrag mit dem Gate Terminal über die jährliche Regasifizierung von 3 Mrd m3 Gas ab der zweiten Jahreshälfte 2011. 2008 soll die finale Entscheidung über den Standort des Adria LNG-Terminals und über die Aufnahme der kroatischen Konsortialpartner fallen, sowie die wesentlichen Beteiligungsverhältnisse mit den Miteigentümern vertraglich fixiert werden. Die Inbetriebnahme des Terminals ist für 2012 geplant.

Österreich: Langfristig gesichertes Transportund Speichergeschäft

Für die 100%-Tochter OMV Gas GmbH war 2007 durch einen erfolgreichen Geschäftsverlauf gekennzeichnet. Die Transportmengen stiegen um insgesamt 11% auf 52 Mrd m3 . Zurückzuführen ist diese positive Entwicklung unter anderem auf die planmäßige Fertigstellung und Inbetriebnahme des TAG Loop 2, der neuen Verdichterstation Kirchberg an der West-Austria Gasleitung (WAG) sowie auf den Abschluss weiterer neuer Transportverträge im Ost-West-Leitungssystem (umfasst die Leitungen WAG, HAG und Penta West). Die für die Vermarktung der Transportkapazität der WAG verantwortliche Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft mbH (BOG) wurde zur weiteren Etablierung als Transportnetzbetreiber (Transmission-System Operator im Sinne der EU Richtlinie 2003/55/EC) einer Restrukturierung unterzogen. Auf Basis dieser Neuordnung der Rechte des Mehrheitseigentümers OMV Gas GmbH erfolgte im vierten Quartal 2007 die Aufnahme der BOG in den Vollkonsolidierungskreis des OMV Konzerns.

Die ungebrochene Nachfrage nach Speicherleistungen geht mit dem zentralen Thema Versorgungssicherheit in Europa einher. 2007 hat sich der Trend zum Abschluss von Verträgen mit langen Laufzeiten fortgesetzt – ein starkes Indiz für den Wunsch der Kunden, sich die begrenzten Kapazitäten rechtzeitig und langfristig zu sichern. Daraus resultierte ein Anstieg der verkauften Speichermengen um 31% auf

2.006 Mio m3 Erdgas in 2007. Die steigende Nachfrage nach Speicherleistung soll durch die Umsetzung weiterer Projekte zum Ausbau von Speicherkapazitäten gedeckt werden.

OMV Einstieg ins Stromgeschäft

Die Verlängerung der Wertschöpfungskette von Gas hin zu Strom wurde 2007 mit der raschen Weiterentwicklung des Gaskraftwerks-Projekts Petrobrazi in Rumänien gestartet. Der Baubeginn wird 2008 erfolgen. Weitere Kraftwerks-Projekte, wie z.B. nahe dem Raffineriestandort Burghausen in Deutschland, sind in Erarbeitung. Die OMV Power International GmbH, eine 100%-Tochtergesellschaft von OMV Gas International GmbH, ist für den Einstieg in das Stromgeschäft verantwortlich. Der Wettbewerbsvorteil von OMV besteht in der durchgängigen Integration von Erdgas-Eigenförderung und damit flexibler Gasversorgung, Stromerzeugung und dem Stromhandel/-verkauf in den Wachstumsmärkten Mittel- und Osteuropas. Die Fokusmärkte für die Entwicklung des Stromgeschäfts orientieren sich an den wachsenden Strommärkten und dem Integrationspotenzial mit anderen OMV Geschäften, insbesondere in Österreich, Deutschland und Rumänien. Angesichts dieser Erweiterung der Tätigkeiten wurde Anfang 2008 der Bereich Erdgas in Gas und Power (G&P) umbenannt.

CEGH: Nummer 3 in Kontinentaleuropa

Die Entwicklung der Central European Gas Hub GmbH (CEGH) in Richtung internationaler Erdgasbörse war auch 2007 von einem dynamischen Wachstum gezeichnet. Die Anzahl der bei CEGH registrierten Gashändler stieg von 37 auf 60, das Handelsvolumen konnte mit 17,75 Mrd m3 mehr als verdoppelt werden. In einem dynamischen Umfeld konnte der CEGH damit in Kontinentaleuropa den dritten Platz bezogen auf Handelsvolumen und Kundenzahl sicher verteidigen. Das bereits zum fünften Mal für EconGas durchgeführte Gas-Release-Programm war wieder ein großer Erfolg. 250 Mio m3 Erdgas wurden unter starker internationaler und nationaler Beteiligung verkauft. Ein Meilenstein für die weitere Entwicklung des CEGH war ein Kooperationsabkommen mit Gazprom über eine Beteiligung an der Handelsplattform (Abschluss

Jänner 2008), das zum Ziel hat, den Central European Gas Hub zum größten Erdgashandelsplatz in Kontinentaleuropa zu entwickeln.

Ausblick 2008

Im Bereich Marketing und Trading wird der strategische Fokus weiterhin im internationalen Wachstum liegen, um das Gasgeschäft von OMV nachhaltig in den immer weiter liberalisierten europäischen Märkten zu positionieren. In den nächsten Jahren gilt es daher für die operativen Gesellschaften nicht nur die Handelsaktivitäten auszubauen, um somit an den bedeutendsten europäischen Handelspunkten präsent zu sein, sondern auch die internationale Positionierung im Direktvertrieb mit erweitertem Absatzportfolio zu festigen. In Rumänien wird abzuwarten sein, ob die Regierung es mit legistischen Maßnahmen ermöglichen wird, den rumänischen Erdgaspreis – wie von der EU gefordert – an das internationale Niveau anzugleichen. Zudem wird in Rumänien mit 2008 die Managementverantwortung für die Düngemittelfabrik Doljchim vom Geschäftsbereich E&P auf den Geschäftsbereich G&P übergehen. Hauptgrund für diese Übertragung ist die enge Verbindung dieses großen Erdgasverbrauchers zum Gasbereich.

Im Geschäftsfeld Logistik werden bei den internationalen Projekten wesentliche Weichen gestellt: Die Aufnahme von RWE als sechsten Konsortialpartner der Nabucco Gas Pipeline International sowie die Durchführung des Open Season Prozesses werden die Basis für die finale Investitionsentscheidung bilden. Auch für das LNG-Projekt in Kroatien sollen 2008 alle Vorarbeiten für die finale Investitionsentscheidung vorangetrieben werden. Weiters soll ein wesentlicher Schritt in Richtung Beteiligung an einem Verflüssigungsterminal unternommen werden. In Österreich wird 2008 der Ausbau der TAG und WAG weitergeführt, um die Transitmengen bis 2010 auf die geplanten 56 Mrd m3 zu erhöhen.

Im Geschäftsfeld Power werden der Baubeginn des Gaskraftwerks Petrobrazi in Rumänien und der Abschluss der Machbarkeitsstudien für Kraftwerksprojekte in Deutschland wichtige Meilensteine für 2008 sein.

Internationales Wachstum

RWE als sechster Nabucco Partner

Baubeginn des Kraftwerks in Rumänien

Konzernlagebericht

Konzernlage EUR Mio
2007 2006 Δ
Umsatzerlöse 20.042 18.970 6%
Betriebserfolg (EBIT) 2.184 2.061 6%
Jahresüberschuss vor Minderheiten 1.843 1.658 11%
Jahresüberschuss nach Minderheiten 1.579 1.383 14%
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.066 2.027 2%
Investitionen 1) 4.118 2.518 64%
Mitarbeiter per 31. Dezember 33.665 40.993 –18%

1) Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in assoziierte Unternehmen und andere Beteiligungen; bereinigt um nicht als Investition definierte Zugänge.

Erneut Rekordergebnisse in 2007

Der OMV Konzern konnte, unterstützt durch starke operative Beiträge aller Bereiche, auch 2007 erneut ein Rekordergebnis erwirtschaften. Der Betriebserfolg lag mit EUR 2.184 Mio um 6%, der Jahresüberschuss vor Minderheiten mit EUR 1.843 Mio um 11% und der Jahresüberschuss nach Minderheiten mit EUR 1.579 Mio um 14% über dem Niveau von 2006. Die gestiegenen Rohöl- und Erdgaspreise sowie die seit dem vierten Quartal 2006 voll konsolidierten Ergebnisse von EconGas konnten die negativen Effekte des gegenüber dem EUR deutlich schwächeren USD, die durch die Portfoliobereinigung und den natürlichen Rückgang leicht niedrigeren Produktionsmengen in Exploration und Produktion (E&P) sowie die industrieweiten Kosteninflationstendenzen überkompensieren. Trotz dieses Ergebnisanstiegs sanken die Ergebnisrentabilitätskennzahlen. Grund dafür sind die hohen Investitionen für die Umsetzung der Wachstumsstrategie und die Modernisierung von Petrom in 2007. Der Return on Average Capital Employed (ROACE) verringerte sich von 18% auf 16%, der Return on fixed Assets (ROfA) von 27% auf 25%, der Return on Equity (ROE) sank von 20% auf 19%. Die Definitionen dieser Kennzahlen finden Sie in den Abkürzungen und Definitionen auf Seite 147, welche ein integraler Bestandteil des Lageberichts sind.

Fortschritte bei Petrom Modernisierung Im Fokus des Managements stand die weitere Integration von Petrom in den OMV Konzern. Der Modernisierungsprozess zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Petrom schreitet weiter voran. Im Bereich E&P liegt der Fokus auf der Rekomplettierung von Ölsonden und der Modernisierung der bestehenden Produktionsanlagen in Rumänien. Der natürliche Förderabfall bei der Ölproduktion in Rumänien konnte im Laufe des Jahrs aufgehalten werden und für 2008 wird eine Steigerung der Produktionsmengen erwartet. Erfreulich waren auch erste Explorationserfolge, die auf moderner 3D-Seismik basieren. In den rumänischen Raffinerien wird das umfassende Modernisierungsprogramm schrittweise umgesetzt, wobei größere Ergebnisverbesserungen erst nach Abschluss der Großinvestitionen 2011 erwartet werden. In Arpechim wurde eine neue Wasserstoffanlage und in Petrobrazi eine neue Entschwefelungsanlage in Betrieb genommen. Weiters wurde in Petrobrazi mit dem Bau einer neuen FCC-Anlage (Fluid Catalytic Cracker) begonnen. Der Modernisierungsprozess im Marketing wurde 2007 weitgehend abgeschlossen. Der Durchsatz je Tankstelle wurde auf 3,2 Mio Liter im Jahr gesteigert, womit das strategische Ziel für 2010 bereits vorzeitig erreicht wurde. Auch erfolgte eine vollständige Umstellung der rumänischen Tankstellen auf das Pächtersystem.

Neben diesen wichtigen Schritten bei Petrom konnten wesentliche Wachstumsschritte erzielt werden. Im Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P) wurde das Explorationsportfolio durch neue Explorationslizenzen in Australien, Ägypten, Irland, der Region Kurdistan im Irak, Neuseeland, Norwegen, Slowakei, Russland und Großbritannien wesentlich gestärkt. Die Explorationstätigkeit mit 34 Explorationen und 26 Appraisal-Bohrungen führte zu signifikanten Funden in Rumänien, Pakistan und Libyen. Die Entwicklungstätigkeiten des neuseeländischen Ölfelds Maari und des kasachischen Ölfelds Komsomolskoe konnten im Jahr 2007 erfolgreich umgesetzt werden, mit ersten

Produktionsmengen wird im zweiten Halbjahr 2008 gerechnet. Auch die Entwicklung des Ölfelds Habban im Jemen wurde im Jahr 2007 erfolgreich vorangetrieben. Im November 2007 konnte mit der libyschen NOC ein Heads of Agreement bezüglich der Entwicklung produzierender Felder sowie der Verlängerung bestehender Verträge im Sirte-Becken unterzeichnet werden.

Im Geschäftsbereich Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) wurde in Burghausen im Rahmen eines Generalstillstands die Ethylenanlage erweitert und im Zuge dessen auch eine neue Metathesis-Anlage in Betrieb genommen. Durch diese Investitionen wurde die Petrochemiekapazität in Burghausen um 370.000 t auf 890.000 t erhöht. Die Restrukturierungsarbeiten im Raffinerieverbund Bayernoil (OMV Anteil: 45%) liefen 2007 planmäßig. Im Zuge dessen wird bis 2008 die Kapazität der Raffinerie Neustadt erhöht und gleichzeitig der Standort Ingolstadt geschlossen, wodurch sich in Summe die Raffineriekapazität von Bayernoil von 12 Mio t auf 10,5 Mio t reduzieren wird. Mit diesen Effizienzsteigerungsmaßnahmen wird auch den steigenden Marktbedürfnissen nach Mitteldestillaten Rechnung getragen. Ein Investitionsschwerpunkt in der Raffinerie Schwechat lag im Bau eines thermischen Crackers zur Erhöhung der Rückstandskonversion, wodurch schwerere Rohöle eingesetzt und höherwertige Produkte produziert werden können. Weiters wurde eine Anlage zur Entstickung der Rauchgase im Heizkraftwerk in Betrieb genommen.

Der 2006 erfolgte Markteintritt von OMV in die Türkei durch die Beteiligung an Petrol Ofisi, dem führenden türkischen Unternehmen im Tankstellen- und Kundengeschäft, war ein logischer Schritt bei der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie entlang des europäischen Wachstumsgürtels. 2007 wurde die Beteiligung um einen Anteil von 5,6% auf 39,6% erhöht.

Im Geschäftsbereich Erdgas wurde planmäßig die neue Verdichterstation Kirchberg an der West Austria Gasleitung fertig gestellt und in Betrieb genommen, wodurch sich die Transportkapazität erhöhte. Durch die 5%ige Beteiligung am geplanten LNG-Terminal Gate in Rotterdam im Dezember 2007 wurde ein wesentlicher Schritt für die Etablierung des LNG-Geschäfts gesetzt. Gleichzeitig unterzeichnete EconGas einen Vertrag mit dem Gate Terminal über die jährliche Regasifizierung von 3 Mrd m3 LNG ab der zweiten Jahreshälfte 2011. In Rumänien erfolgte der Startschuss für ein Kraftwerksprojekt am Raffineriestandort Petrobrazi.

Das Nabucco Gas Pipeline Projekt ist derzeit in der Entwicklungsphase, in der alle technischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Punkte ausgearbeitet werden. Ein wesentlicher Schritt ist die Gründung der einzelnen nationalen Nabucco Gesellschaften. In Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien wurden diese nationalen Gesellschaften 2007 gegründet, in der Türkei ist dies für Anfang 2008 geplant.

Konsequente Umsetzung der Wachstumsstrategie

Zahlreiche Projekte im Bereich Erdgas

Nabucco Projekt in Entwicklungsphase

Betriebserfolg (EBIT) 1) EUR Mio
2007 2006 Δ
Exploration und Produktion (E&P) 1.933 1.908 1%
Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie (R&M) 84 121 –31%
Erdgas 244 135 81%
Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) –77 –103 –25%
OMV Konzern 2.184 2.061 6%

1) Die in der Segmentberichterstattung des Anhangs in der Konsolidierungsspalte dargestellten Konsolidierungsbuchungen wurden den einzelnen Segmenten zugeordnet.

E&P profitierte von höherem Preisniveau

Steigerung des Betriebserfolgs

Der Geschäftsbereich E&P verzeichnete im Vergleich zu 2006 einen leichten EBIT-Anstieg um 1% auf EUR 1.933 Mio. Die Öl-, NGL- und Gasproduktion lag bei 321.000 boe/d und ist durch niedrigere Mengen bei Petrom, die durch Produktionssteigerungen in Neuseeland und Libyen nicht kompensiert werden konnten, um 1% gesunken. Auf Grund der höheren Öl- und Gaspreise konnte, trotz eines deutlich schwächern USD gegenüber dem EUR und des steigenden Explorationsaufwands, das Ergebnis aus 2006 übertroffen werden. 2007 wurden EUR 45 Mio Nettosonderaufwendungen verbucht, hauptsächlich für Restrukturierungsaufwendungen in Petrom und außerplanmäßige Abschreibungen in Russland sowie Großbritannien.

R&M durch Raffineriestillstände belastet Der Betriebserfolg im Bereich R&M sank um 30% auf EUR 84 Mio. Für außerplanmäßige Abschreibungen und Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Geschäftsbereich R&M EUR 140 Mio Sonderaufwendungen verbucht, welche das Ergebnis stark belasteten. Das verbesserte Margenumfeld und positive Lagereffekte durch die stark steigenden Rohölpreise wurden zum Teil durch die damit einhergehenden hohen Energieeinsatzkosten sowie durch Raffineriestillstände und teilweise nachfragebedingte geringere Auslastung kompensiert. Ein sehr kompetitives Umfeld im Kundengeschäft konnte durch Ergebnissteigerungen im Tankstellengeschäft wettgemacht werden.

Im Geschäftsbereich Erdgas konnte im Vergleich zu 2006 das EBIT auf EUR 244 Mio fast verdoppelt werden. Dies ist auf die ganzjährige Einbeziehung der im vierten Quartal 2006 erstmalig vollkonsolidierten Erdgasvertriebsgesellschaft EconGas, bessere Ergebnisse von Petrom und auf einen deutlich gestiegenen Beitrag des Logistikgeschäfts, das von einer gestiegenen Speicherauslastung sowie höheren verkauften Transportkapazitäten profitierte, zurückzuführen. Weiters wurde die Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft mbH im vierten Quartal 2007 erstmals in den Vollkonsolidierungskreis aufgenommen. Im Bereich Erdgas wurden für außerplanmäßige Abschreibungen und Restrukturierungsmaßnahmen EUR 7 Mio Sonderaufwendungen verbucht.

Der Aufwand im Segment Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) sank 2007 um 26% auf EUR 77 Mio. Dies spiegelt im Wesentlichen die geringeren Einmalbelastungen im Versicherungsbereich wider.

Gewinn- und Verlustrechnung Kurzfassung EUR Mio
2007 2006 Δ
Umsatzerlöse 20.042 18.970 6%
Direkte Vertriebskosten –216 –222 –3%
Umsatzkosten –15.953 –15.021 6%
Sonstige betriebliche Erträge 212 266 –20%
Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen –1.224 –1.211 1%
Explorationsaufwendungen, Forschung und Entwicklung –237 –184 29%
Sonstige betriebliche Aufwendungen –439 –537 –18%
Betriebserfolg (EBIT) 2.184 2.061 6%
Finanzerfolg 228 95 139%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.412 2.156 12%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –569 –506 12%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Steuern 1.843 1.650 12%
Ergebnis aufgegebener Geschäftsaktivitäten nach Steuern 8 n.a.
Jahresüberschuss vor Minderheiten 1.843 1.658 11%
Minderheitenanteile am Ergebnis 264 276 –4%
Jahresüberschuss nach Minderheiten 1.579 1.383 14%

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung OMV ist ein integrierter Öl- und Erdgaskonzern. Da die Ölproduktion von E&P entweder in den eigenen Raffinerien verarbeitet oder – zum Großteil – über R&M (Supply und Trading) vermarktet wird, hat der Geschäftsbereich R&M den weitaus größten Anteil am konsolidierten Konzernumsatz. Das R&M-Geschäft ist in erster Linie ein Margengeschäft. Bedingt durch starke Schwankungen in den wesentlichen Einflussgrößen Rohölpreis und USD-Wechselkurs können sich wesentliche Erhöhungen und Rückgänge bei den Umsätzen, aber auch bei den Umsatzkosten ergeben, sodass aus diesen nur eingeschränkt auf die Ergebnisauswirkung Rückschlüsse gezogen werden können. Der Auftragsstand ist für die Mineralölbranche von geringerer Aussagekraft und Relevanz.

Der 6%ige Anstieg im Konzernumsatz auf EUR 20.042 Mio spiegelt vor allem die Vollkonsolidierung von EconGas wider. Der Bereichsumsatz von E&P stieg um 7% auf EUR 4.247 Mio. Grund dafür waren höhere Erdöl- und Erdgaspreise. Nach Berücksichtigung konzerninterner Umsätze (hauptsächlich Rohöl, teilweise Erdgas) von EUR 3.394 Mio ergab sich ein Beitrag zum Konzernumsatz von EUR 853 Mio, was einem Anteil von rund 4% am Gesamtumsatz entspricht (2006: EUR 782 Mio bzw. 4%). R&M trug EUR 16.285 Mio bzw. 81% zum Konzernumsatz bei (2006: EUR 16.197 Mio bzw. 85%). Der Bereichsumsatz in Erdgas stieg deutlich auf EUR 3.096 Mio (2006: EUR 2.071 Mio). Dies ist im Wesentlichen auf die Vollkonsolidierung von EconGas sowie auf einen höheren Beitrag von Petrom zurückzuführen. Nach Abzug konzerninterner Umsätze mit den Raffinerien ergab sich ein Konzernbeitrag von EUR 2.896 Mio bzw. rund 14% des Gesamtumsatzes (2006: EUR 1.948 Mio bzw. 10%).

Unter den Absatzmärkten des Konzerns blieb Österreich mit einem Umsatz von EUR 6.896 Mio bzw. 34% des Konzernumsatzes unverändert der wichtigste Absatzmarkt (2006: EUR 6.399 Mio bzw. 34%). Die Umsätze in Deutschland stiegen von EUR 3.681 Mio im Jahr 2006 auf EUR 3.845 Mio im Jahr 2007, was in beiden Jahren einem Anteil von 19% am Gesamtumsatz entsprach. Eine Steigerung wurde auch in Rumänien erzielt, der Umsatz lag dort bei EUR 3.154 Mio bzw. 16% des Konzernumsatzes (2006: EUR 2.860 Mio bzw. 15%). Auf Grund der großen Bedeutung des Markts Mittel- und Osteuropa wird diese Region nunmehr separat vom übrigen Europa dargestellt; die Vorjahrswerte wurden entsprechend adaptiert. Umsätze in Höhe von EUR 3.339 Mio bzw. 17% des Gesamtumsatzes wurden im übrigen Mittel- und Osteuropa getätigt (2006: EUR 3.390 Mio bzw. 18%), auf die restlichen europäischen Länder entfielen EUR 2.022 Mio bzw. 10% (2006: EUR 2.083 Mio bzw. 11%). Die Umsätze in der übrigen Welt stiegen in erster Linie durch verstärkte Aktivitäten in Neuseeland und Libyen auf EUR 787 Mio, was einem Anteil von 4% am Gesamtumsatz entspricht (2006: EUR 556 Mio bzw. 3%).

Die direkten Vertriebsaufwendungen betreffen hauptsächlich fremde Ausgangsfrachten und sanken um 3% auf EUR 216 Mio. Die Umsatzkosten, welche die variablen und fixen Produktionskosten sowie Handelswareneinsätze beinhalten, erhöhten sich um 6% auf EUR 15.953 Mio, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass EconGas 2006 erst ab dem vierten Quartal voll konsolidiert wurde. Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen um 20% auf EUR 212 Mio. Darin werden hauptsächlich Veräußerungserlöse, Wechselkursgewinne, Erträge aus Versicherungsentschädigungen, Zuschüssen und Lizenzen ausgewiesen. Die Vertriebsaufwendungen blieben im Vergleich zu 2006 mit EUR 900 Mio fast unverändert. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 9% auf EUR 324 Mio.

Die Aufwendungen für Exploration sind um 29% auf EUR 221 Mio gestiegen, was überwiegend auf gesteigerte Explorationstätigkeit in Petrom zurückzuführen ist.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwen-

dungen lagen mit EUR 15 Mio um 17% über dem Niveau des Vorjahrs und fielen vor allem im Bereich R&M an. Der Fokus von Forschung und Entwicklung im OMV Konzern liegt auf technologischen Innovationen und der praktischen Umsetzung von Ideen zum Nutzen unserer

Ein Drittel der Umsätze in Rumänien und den restlichen Ländern Mittelund Osteuropas

Explorationsaufwand um 29% gestiegen

Suche nach neuen Technologien

Kunden, der Umwelt und des Unternehmens. Die Geschäftsbereiche werden dadurch beim Ausbau ihrer Kernkompetenzen und bei der Erreichung hoher Qualitätsstandards der OMV Produkte und Leistungen unterstützt. OMV arbeitet intensiv mit Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und zahlreichen industriellen Partnern zusammen und ist in vielen Technologienetzwerken aktiv. Ziel des 2006 gegründeten OMV Future Energy Fund ist darüber hinaus die Suche nach neuen Technologien, um die Nachfrage nach erneuerbaren, sauberen und sicheren Energien befriedigen zu können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Projekten betreffend Biokraftstoffe der zweiten Generation, Biogas, Wasserstoff, Nanotechnologie, Energieeffizienz in Bürogebäuden aber auch Carbon Capture and Storage und emissionsfreie Kraftwerke.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit EUR 439 Mio um 18% unter dem Vorjahrswert. Darin enthalten sind vor allem Restrukturierungsaufwendungen, Wechselkursverluste, Aufwand für Beratungsleistungen, Rückstellungsaufwand für Rechtsstreitigkeiten und Veräusserungsverluste.

Starkes Ergebnis von Petrol Ofisi und Borealis

Die Darstellung des Finanzerfolgs wurde im Zuge der erstmaligen Anwendung von IFRS 7 überarbeitet, die Vorjahrszahlen wurden entsprechend adaptiert. In Summe zeigte der Finanzerfolg einen Ertrag von EUR 228 Mio (2006: EUR 95 Mio). Die Verbesserung um EUR 132 Mio ist in erster Linie auf ein hervorragendes Ergebnis aus assoziierten Unternehmen (Anstieg um EUR 113 Mio) zurückzuführen. Positiv entwickelte sich auch das sonstige Finanzergebnis (Verbesserung um EUR 77 Mio), während sich das Zinsergebnis um EUR 66 Mio verschlechterte. Das Ergebnis aus assoziierten

Unternehmen betrug EUR 298 Mio (2006: EUR 185 Mio), wovon der in den Konzernabschluss einbezogene Ergebnisanteil an der Borealis Gruppe EUR 186 Mio (2006: EUR 114 Mio) sowie der Ergebnisanteil an der türkischen Marketinggesellschaft Petrol Ofisi EUR 104 Mio (2006: EUR 47 Mio) ausmachte. Das Zinsergebnis zeigte einen Aufwandssaldo von EUR 127 Mio (2006: EUR 61 Mio), wobei die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr durch den gestiegenen Verschuldungsgrad begründet ist. Die unter den Zinsaufwendungen ausgewiesene Zinskomponente für Pensionsverpflichtungen belief sich auf EUR 49 Mio (2006: EUR 49 Mio), jene für Rekultivierungsrückstellungen erhöhte sich auf EUR 69 Mio (2006: EUR 60 Mio). Die Verbesserung des sonstigen Finanzergebnisses auf einen Ertrag von EUR 4 Mio (2006: Aufwand von EUR 73 Mio) ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung des Fremdwährungsergebnisses zurückzuführen.

Die Aufwendungen aus Ertragsteuern stiegen gegenüber 2006 um EUR 63 Mio auf EUR 569 Mio. Die laufenden Ertragsteuern lagen durch das gute Geschäftsergebnis mit EUR 556 Mio um EUR 66 Mio über dem Vorjahr. 2007 wurden latente Steuern von EUR 13 Mio (2006: EUR 16 Mio) aufwandswirksam abgegrenzt. Der Effektivsteuersatz für den Konzern lag mit 23,6% um 0,1%-Punkte über jenem für 2006. Dieser geringe Anstieg wurde vor allem durch drei sich kompensierende Effekte verursacht. Einerseits führte die nun volle Besteuerung in Rumänien auf Grund des Auslaufens einer steuerlichen Begünstigung (Geological Quota) in Petrom zu einem deutlichen Anstieg, andererseits wirkten die starken Ergebnisbeiträge der bereits versteuerten at-equity einbezogenen Beteiligungen und der Einmaleffekt durch die Steuersatzänderung in Deutschland dämpfend auf den Effektivsteuersatz des OMV Konzerns.

Investitionen 1) EUR Mio
2007 2006 Δ
Exploration und Produktion 1.364 732 86%
Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie 1.284 1.648 –22%
Erdgas 155 36 331%
Konzernbereich und Sonstiges 1.316 102 n.m.
Investitionen gesamt 4.118 2.518 64%
+/– Konsolidierungskreisänderungen und sonstige Adaptierungen 59 –218 n.m.
– Investitionen in Finanzanlagen –1.314 –825 59%
Zugang laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) 2.864 1.475 94%
+/– Nicht zahlungswirksame Änderungen –546 –99 453%
Zahlungswirksame Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen 2.318 1.376 68%
+ Zahlungswirksame Investitionen in Beteiligungen, Ausleihungen
und sonstige Finanzanlagen 1.419 961 48%
Investitionen laut Cashflow-Rechnung 3.737 2.338 60%

1) Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in assoziierte Unternehmen und andere Beteiligungen; bereinigt um nicht als Investition definierte Zugänge.

Investitionen für zukünftiges Wachstum

Das Investitionsvolumen stieg deutlich auf EUR 4.118 Mio (2006: EUR 2.518 Mio), da 2007 bedeutende Investitionen in Sachanlagen (unter anderem die Modernisierung von Petrom und der Ausbau der Petrochemie in Deutschland) und die Entwicklung von Feldern vorgenommen wurden. Einen wesentlichen Anteil hatte außerdem die Akquisition von weiteren Anteilen am ungarischen Öl- und Gasunternehmen MOL.

In E&P wurden EUR 1.364 Mio (2006: EUR 732 Mio) investiert, vor allem in die Entwicklung von Feldern in Rumänien, Österreich, Kasachstan, Neuseeland und Großbritannien. Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich R&M für Investitionen in Petrochemieprojekte in Burghausen und Schwechat sowie Qualitätsverbesserungsprojekte lag bei EUR 1.284 Mio (2006: EUR 1.648 Mio). Die Investitionen in R&M beinhalten auch den Kauf weiterer 5,6% an Petrol Ofisi, so dass der Anteil von OMV an Petrol Ofisi per Ende Dezember bei 39,6% lag. Das Hauptaugenmerk bei den Investitionen im Bereich Erdgas (2007: EUR 155 Mio; 2006: EUR 36 Mio) lag auf dem WAG Expansionsprojekt. Bei Kb&S entfällt der Hauptteil der Investitionen von EUR 1.316 Mio auf die Erhöhung des Anteils an MOL von 10,0% auf 20,2%.

Die Überleitung der Investitionen auf die Zugänge laut Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) betrifft vor allem Investitionen in Finanzanlagen, Konsolidierungskreisänderungen und nicht als Investitionen definierte Zugänge. Der Unterschied zwischen den Zugängen laut Anlagespiegel und den Investitionen laut Cashflow-Rechnung war im Bereich des immateriellen Vermögens und der Sachanlagen auf in der Periode nicht zahlungswirksame Zugänge (unter anderem Investitionsverbindlichkeiten und aktivierte Fremdkapitalkosten) zurückzuführen. Darüber hinaus sind in den Gesamtinvestitionen laut Cashflow-Rechnung zahlungswirksame Zugänge zu Finanzanlagen enthalten.

MOL Anteil von 10% auf 20,2% erhöht

Bilanz Kurzfassung EUR Mio
-------------------- ---------
2007 % 2006 %
Aktiva
Langfristiges Vermögen 14.760 69 11.720 66
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 9.450 44 7.928 45
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.126 10 1.786 10
Sonstiges langfristiges Vermögen 3.184 15 2.006 11
Latente Steuern 56 0 60 0
Kurzfristiges Vermögen 6.434 30 6.024 34
Vorräte 2.444 12 2.029 11
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.409 11 1.922 11
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 1.581 7 2.073 12
Passiva
Eigenkapital 10.340 49 9.176 52
Langfristige Verbindlichkeiten 3.781 18 3.694 21
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 923 4 952 5
Anleihen und verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 916 4 981 6
Rekultivierungsverpflichtungen 1.556 7 1.489 8
Rückstellungen und andere Verbindlichkeiten 386 2 271 2
Latente Steuern 308 1 287 2
Kurzfristige Verbindlichkeiten 6.822 32 4.647 26
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.196 10 1.602 9
Anleihen und verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 2.515 12 1.312 7
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 2.111 10 1.732 10
Bilanzsumme 21.250 100 17.804 100

Bilanzsumme stieg um 19%

Erläuterungen zur Bilanz

Die Bilanzsumme erhöhte sich um EUR 3.445 Mio bzw. 19% auf EUR 21.250 Mio. Der Zuwachs im langfristigen Vermögen ist primär auf getätigte Investitionen zurückzuführen. Das kurzfristige Vermögen stieg um EUR 410 Mio, vor allem auf Grund eines durch das hohe Preisniveau erhöhten Working Capital.

Das langfristige Vermögen erhöhte sich um EUR 3.040 Mio auf EUR 14.760 Mio, wobei EUR 1.522 Mio des Anstiegs auf immaterielles Vermögen und Sachanlagen entfallen. Die hohen laufenden Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Vermögen (EUR 2.864 Mio) überstiegen die Summe aus planmäßigen Abschreibungen und Abgängen um EUR 1.981 Mio. Die Sachanlagenintensität (inkl. immaterieller Vermögenswerte) blieb nahezu unverändert und beträgt 44%.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen stiegen insgesamt um EUR 339 Mio, wobei der größte Teil auf das gute Beteiligungsergebnis – vor allem von Borealis und Petrol Ofisi – sowie

den Erwerb zusätzlicher Anteile an Petrol Ofisi zurückzuführen ist. Das sonstige langfristige Vermögen, das im Wesentlichen Finanzbeteiligungen, Wertpapiere und langfristige Forderungen enthält, erhöhte sich um EUR 1.178 Mio, wobei der Erwerb zusätzlicher Anteile an MOL hervorzuheben ist.

Die Erhöhung der Vorräte um EUR 416 Mio ergab sich vorwiegend auf Grund der gestiegenen Bezugskosten. Dem Anstieg der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 487 Mio standen Erhöhungen der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 594 Mio gegenüber. Der Rückgang des sonstigen kurzfristigen Vermögens um EUR 492 Mio spiegelt u.a. den Rückgang der liquiden Mittel wider.

Obwohl sich das Eigenkapital (inkl. Minderheitenanteile) um EUR 1.163 Mio erhöhte, sank die Eigenkapitalquote von 52% zum 31. Dezember 2006 auf 49% zum Bilanzstichtag.

Während sich die Vorsorge für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um EUR 29 Mio reduzierte, stiegen die langfristigen Rekultivierungsverpflichtungen um EUR 67 Mio an, wobei Erhöhungen durch Parameteränderungen und Aufzinsungseffekte Reduktionen auf Grund von Fremdwährungseffekten gegenüberstanden.

Die Veränderung in der Finanzierungsstruktur ist durch das gestiegene Investitionsvolumen verursacht und zeigt eine Nettoerhöhung der Finanzverbindlichkeiten um EUR 1.137 Mio. Während Anleihen im Ausmaß von EUR 72 Mio getilgt wurden, stiegen die anderen kurz- und langfristigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten um EUR 1.209 Mio an, wobei ein Großteil der Kreditaufnahmen kurzfristig erfolgte.

Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich um EUR 493 Mio, wovon EUR 378 Mio den kurzfristigen Teil betrafen.

Verschuldungsgrad

Die hohen Investitionen im Jahr 2007, vor allem auf Grund des Erwerbs zusätzlicher Anteile an MOL und getätigter Investitionen in Sachanlagen, überstiegen die Innenfinanzierung und führten zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Banken.

Zum 31. Dezember 2007 standen kurz- und langfristigen Kreditverbindlichkeiten und Anleihen von EUR 3.431 Mio (2006: EUR 2.294 Mio) einem monetären Umlaufvermögen (liquide Mittel und kurzfristige Wertpapiere) von insgesamt EUR 978 Mio (2006: EUR 1.664 Mio) gegenüber. Die Nettoverschuldung (Net Debt) betrug damit EUR 2.453 Mio und stieg um EUR 1.823 Mio (2006: Net Debt EUR 630 Mio). In Relation zum Eigenkapital ergab sich per Ende 2007 ein Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) von 24% (2006: 7%).

Es ist zu beachten, dass die Petrom Gruppe über einen Großteil der Liquidität (Net Cash inkl. kurzfristiger Wertpapiere von EUR 643 Mio) im Konzern verfügt. Zudem bestehen bei Petrom auch 49% Fremdanteile (EUR 2.131 Mio), welche die Eigenkapitalbasis für die Berechnung der Konzernverschuldung vergrößern.

Cashflow

Die Konzern-Cashflow-Rechnung wird nach der indirekten Methode erstellt, wobei die Darstellung bereinigt um Konsolidierungskreisänderungen, Währungsumrechnungsdifferenzen und sonstige unbare Transaktionen erfolgt.

Mit EUR 2.066 Mio lag der Cashflow aus der Betriebstätigkeit um EUR 39 Mio bzw. 2% über jenem des Vorjahrs (2006: EUR 2.027 Mio). Aus der Überleitung vom Jahresüberschuss auf Zahlungsströme aus der Betriebstätigkeit (vor Änderungen im Working Capital) ergab sich für 2007 per Saldo eine Hinzurechnung von EUR 828 Mio (2006: EUR 561 Mio). Erhöhend wirkten Abschreibungen mit EUR 977 Mio (2006: EUR 810 Mio) und latente Steueraufwendungen in Höhe von EUR 23 Mio (2006: EUR 19 Mio). Weiters erhöhend wirkten die Netto-Dotierung langfristiger Rückstellungen (darunter Sozialkapital und Vorsorgen für Rekultivierungsverpflichtungen) in Höhe von EUR 31 Mio (2006: Kürzung durch Nettoverbrauch in Höhe von EUR 37 Mio) sowie die Verluste aus den Abgängen von Anlagevermögen in Höhe von EUR 17 Mio (2006: Gewinne von EUR 69 Mio). Kürzend wirkten Zuschreibungen zum Anlagevermögen und sonstige unbare Positionen in Höhe von EUR 220 Mio (2006: EUR 162 Mio). In den sonstigen unbaren Positionen sind vor allem die anteiligen Ergebnisse assoziierter Unternehmen, gekürzt um Dividendenflüsse, in Höhe von EUR 208 Mio (2006: EUR 109 Mio) enthalten.

Die Mittelbindung im kurzfristigen Nettovermögen hat sich per 31. Dezember 2007 gegenüber dem Vorjahrsstichtag auf EUR 605 Mio erhöht (2006: EUR 192 Mio). Der Aufbau von Forderungen und Vorräten führte zu einer Mittelbindung in Höhe von EUR 1.256 Mio (2006: Mittelfreisetzung in Höhe von EUR 94 Mio). Durch den Aufbau von Verbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen wurden EUR 651 Mio freigesetzt (2006: Mittelbindung in Höhe von EUR 286 Mio durch Abbau von Verbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen).

Den Investitionsauszahlungen von EUR 3.737 Mio (2006: EUR 2.338 Mio) standen Rückflüsse aus Verkäufen von Anlagevermögen von

Erneut starker Cashflow

Höhere Mittelbindung im kurzfristigen Nettovermögen EUR 126 Mio (2006: EUR 322 Mio) gegenüber. Aus dem Erwerb einbezogener Unternehmen abzüglich übernommener liquider Mittel resultierten Mittelabflüsse in Höhe von EUR 4 Mio, wobei Kaufpreiszahlungen für Akquisitionen bzw. Anteilserhöhungen von EUR 41 Mio Mittelzuflüsse durch die Vollkonsolidierung von zwei zuvor at-equity bilanzierten Unternehmen von EUR 36 Mio gegenüberstanden (2006: Mittelabflüsse in Höhe von EUR 162 Mio). Die Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen abzüglich abgegangener liquider Mittel betrugen EUR 16 Mio (2006: EUR 1 Mio). Der gesamte Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug EUR 3.573 Mio (2006: EUR 2.226 Mio).

Für den Rückkauf der OMV Wandelschuldverschreibungen wurden 2007 EUR 1 Mio ausgegeben (2006: EUR 525 Mio). Weiters wurden eigene Aktien erworben, die zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen herangezogen wurden, was zu einem Abfluss liquider Mittel in Höhe von EUR 65 Mio (2006: EUR 202 Mio) führte. Durch die Nettoerhöhung kurzfristiger und langfristiger Finanzierungen flossen dem Konzern EUR 1.212 Mio (2006: EUR 831 Mio) zu. Der Mittelabfluss aus Dividendenzahlungen betrug EUR 487 Mio (2006: EUR 378 Mio), wovon EUR 312 Mio (2006: EUR 269 Mio) an Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft flossen und EUR 175 Mio an Minderheitsaktionäre einbezogener

Wandelschuldverschreibungen rückgekauft

Verbesserung des Risikobewusstseins und gezielte Risikosteuerung

Unternehmen (2006: EUR 109 Mio). Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug EUR 660 Mio (2006: Mittelabfluss von EUR 273 Mio).

Risikomanagement

OMV ist ein integrierter, international tätiger Ölund Erdgaskonzern. Die Aktivitäten erstrecken sich von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen (E&P), über die Verarbeitung (Raffinerien), bis hin zu Handel und Vermarktung von Mineralölprodukten sowie Erdgas. Wie die gesamte Öl- und Gasindustrie ist auch OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, insbesondere Marktrisiken aber auch operativen, strategischen, regulativen, politischen Risiken und Katastrophenrisiken. OMV vertritt die Ansicht, dass durch die substanzielle Diversifikation und die damit verbundenen teilweise gegenläufigen Risiken das Gesamtrisiko signifikant reduziert wird. Insbesondere werden Risiken im Bereich R&M auf Grund der Natur des Geschäfts durch diametrale Entwicklungen im Bereich der Öl- und Gasförderung abgesichert. Die ausgleichende Wirkung von gegenläufigen Branchenrisiken durch das hohe Ausmaß an Integration erfolgt jedoch häufig zeitlich verzögert oder abgeschwächt. Daher konzentrieren sich die OMV Risikomanagementaktivitäten auf die konzernweite Nettoposition der Risiken des aktuellen und zukünftigen Portfolios. Das Risikomanagement wird zentral durch das Konzern-Treasury koordiniert.

Das Hauptziel des unternehmensweiten Risikomanagements (UWRM) ist die Verbesserung des Risikobewusstseins und der Risikosteuerung. Durch richtige Einschätzung des Risikos sollen systematisch Geschäftsmöglichkeiten realisiert werden, um somit den Wert von OMV nachhaltig zu erhöhen. Durch das UWRM-System wurden seit 2003 in allen Bereichen der Organisation, einschließlich der Tochtergesellschaften in rund 20 verschiedenen Ländern, das Risikobewusstsein und die Kenntnisse über das Risikomanagement (Konzernrichtlinie) deutlich verbessert. Bei Petrom ist das UWRM seit 2006 zur Gänze in Anwendung.

Durch Verwendung eines elektronischen Risk-Monitor-Systems werden alle wesentlichen Risiken identifiziert, bewertet, mit Prioritäten versehen und überwacht, sowie die mögliche Auswirkung von Schlüsselrisiken beurteilt. Zusätzlich erfolgt eine Dokumentation aktueller Entwicklungen und getroffener Maßnahmen. Das Gesamtrisiko wird mit Hilfe eines Simulationsmodells berechnet und den internen Bonitätszielen gegenübergestellt. Die Ergebnisse des UWRM-Prozesses werden zusammen mit einem Risikobericht von wesentlichen nicht voll konsolidierten Beteiligungen zweimal jährlich dem Vorstand präsentiert. In Anwendung des Österreichischen Corporate Governance Kodex wird die Funktionsfähigkeit des UWRM-Systems jährlich durch den Wirtschaftsprüfer evaluiert. Folgende Schlüsselrisiken wurden in Bezug auf die Erreichung des Mittelfrist-Plans ermittelt: Marktpreisrisiken, bestimmte rechtliche Risiken,

Vertragsrisiken und Compliance-Risiken, Entwicklungs- und Produktionskostenrisiken, Währungsrisiken vor allem hinsichtlich USD, RON und TRY, sowie Risiken in Bezug auf Katastrophen.

Obwohl OMV über langjährige Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Mittel- und Osteuropa sowie über Kerngebiete der Öl- und Erdgasproduktion verfügt, werden die politischen Entwicklungen in allen Märkten, in denen OMV tätig ist, kontinuierlich analysiert. Außerdem werden spezifische Länderrisiken vor dem Eintritt in neue Länder überprüft. Betreffend Umweltrisiken existiert ein konzernweites Berichtssystem, das bestehende und potenzielle Verpflichtungen bewertet. Die Risiken im Zusammenhang mit dem EU-Emissionshandel werden separat erfasst, konzernweit zusammengeführt und von einem Komitee (Carbon Steering Committee) laufend überprüft. Einen weiteren Schwerpunkt des UWRM bilden jene Risiken, die im Zusammenhang mit Klimawandel bzw. Klimapolitik entstehen können. Diese Risiken werden in den Geschäftsbereichen evaluiert und das konzernweite Portfolio vom Konzern-Carbon-Management erstellt und überprüft. Im Bereich Human Resources wird durch gezielte Nachfolge- und Entwicklungsplanung für die Verfügbarkeit von geeigneten Führungskräften für weitere Wachstumsschritte zeitgerecht vorgesorgt.

Die Steuerung und Kontrolle erkannter und bewerteter Risiken erfolgt unter Anwendung definierter Risikopolitiken auf allen Ebenen mit zugeordneten Verantwortlichkeiten. Das Management der meisten Risiken findet dezentral in den Geschäftsbereichen statt. Das Management einiger Schlüsselrisiken hingegen ist durch spezielle Konzernrichtlinien geregelt, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Recht und Compliance, Human Resources, Corporate Social Responsibility oder Versicherungsmanagement.

Die Analyse und das Management finanzieller Risiken, welche aus Fremdwährungen, Zinssätzen, Güterpreisen, Kontrahenten, Pensionen und Emissionen resultieren, ist zentral im

Konzern-Treasury organisiert. Generelles Ziel ist es, den für das Konzernwachstum benötigten Cashflow abzusichern und eine starke Bonitätseinstufung aufrecht zu erhalten.

Die größten Fremdwährungsrisiken werden durch Schwankungen des USD gegenüber EUR und RON verursacht. Daher werden deren Auswirkungen auf den Cashflow und/oder die Bilanz (Translationsrisiko), sowie die Relation zum Ölpreis unter Berücksichtigung der Positionen bei Petrom regelmäßig analysiert. Die resultierende Netto-long-USD-Position wurde jedoch auf Grund der in Gesamtbetrachtung positiven wirtschaftlichen und finanziellen Situation und dem resultierenden geringeren Cashflow-Risiko für Wachstum nicht abgesichert.

Zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Konzerns wurden im Rahmen definierter Parameter Teile der USD- und EUR-Kredite von fixe auf variable Zinsen umgestellt. Das Kontrahentenrisiko der wichtigsten Geschäftspartner wird weiterhin auf konzernweiter Basis ausgehend von Länder- und Bankenlimits kontrolliert.

Das strategische Risikomanagement von Güterpreisen, dem größten von uns nicht beeinflussbaren Risiko, zielt auf den Erhalt einer starken Bonitätseinstufung und die Gewährleistung ausreichender Zahlungsmittelströme zur Finanzierung geplanter Investitionen ab und basiert auf einem Business-at-Risk-Modell. In Anbetracht des starken Cashflows wurden in 2007 keine Cashflow-Absicherungen vorgenommen, jedoch wurden 31% der für 2008 geplanten Ölförderung (kein Gas) mittels Put-Optionen gegen starken Preisverfall versichert. Der Vorstand entscheidet über entsprechende Hedge-Absicherungen auf der Basis von Empfehlungen des Operating Committee, welches Verantwortliche aus den Geschäftsbereichen, dem Konzern-Controlling und dem Konzern-Treasury umfasst.

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

2007 wurde das HSE-Management-System tiefer in der Organisation verankert. Ein wesentlicher Schwerpunkt lag darauf, das Bewusstsein zu Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltthemen insbesondere bei Mitarbeitern von Petrom zu

Kein Hedging bei Fremdwährungen

Ziel ist es, eine starke Bonitätseinstufung zu erhalten

Erhöhung des HSE-Bewusstseins

Deutliche Senkung der LTIR

erhöhen. Über 330.000 Trainingsstunden wurden absolviert, davon mehr als zwei Drittel in Rumänien. Weiters erfolgte bei Petrom eine breit angelegte Kommunikationskampagne, in deren Mittelpunkt das Thema Umweltschutz stand.

Die Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall (LTIR, Lost Time Incident Rate) konnte im Vergleich zu 2006 deutlich gesenkt werden und erreichte 0,65 pro Million Arbeitsstunden für eigene Mitarbeiter, sowie 1,24 für Mitarbeiter von Kontraktoren. Insbesondere in Petrom konnte die Anzahl von tödlichen Arbeitsunfällen und Unfällen mit Arbeitszeitausfall signifikant um 41% verringert werden. Die Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen (TRIR, Total recordable Incident Rate) lag 2007 für eigene Mitarbeiter bei 1,56 pro Million Arbeitsstunden, für Mitarbeiter von Kontraktoren bei 2,05. Bei Arbeitsunfällen starben drei Mitarbeiter von Petrom sowie acht Mitarbeiter von Kontraktoren, fünf davon in Petrom. Die Rate von tödlichen Arbeitsunfällen lag bei 4,54 pro 100 Millionen Arbeitsstunden für eigene Mitarbeiter und 9,22 für Mitarbeiter von Kontraktoren. Daher hat für OMV, insbesondere auch für Petrom, die Verbesserung der Prozesssicherheit und die Reduktion von Arbeitsunfällen weiterhin höchste Priorität.

Stärkung des OMV Carbon Managements Im Konzern gab es 14 bedeutende Austritte von Kohlenwasserstoffen sowie 870 kleinere Austritte (2006: 15 bzw. 2.767). In 2007 wurden mehrere wichtige Investitionsprojekte zur Hebung des Umweltstandards umgesetzt. Das OMV Carbon Management wurde weiter gestärkt, um konzernweit Projekte mit Treibhausgas-Reduktionspotenzial systematisch zu fördern. In Petrom lag weiterhin ein Schwerpunkt auf der Erreichung von nationaler und EU-Rechtskonformität im Bereich HSE.

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 300.000.000 und ist in 300.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Zwischen den Kernaktionären International Petroleum Investment Company (IPIC) und

Österreichische Industrieholding Aktiengesellschaft (ÖIAG) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.

    1. ÖIAG hält 31,5% und IPIC hält 17,6% des Grundkapitals.
    1. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht.
    1. Arbeitnehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
    1. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Vorstandsmitglieder dürfen nur bestellt werden, wenn ihre letzte Vorstandsperiode spätestens mit jenem Jahr endet, in dem sie das 65. Lebensjahr vollenden. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Aufsichtsratsmitglieder dürfen bei ihrer Wahl das 65. Lebensjahr nicht überschritten haben. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 AktG (Aktiengesetz) und Satzungsänderungen (ausgenommen Unternehmensgegenstand) genügt die einfache Stimmen- und Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
    1. a) Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Mai 2007 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23. Mai 2012, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 36,35 Mio, durch Ausgabe von bis zu 36.350.000 Stück neuen auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital).
  • b) Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Ziff. 1 AktG um bis zu EUR 36,35 Mio durch Ausgabe von bis zu 36.350.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 24. Mai 2007 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

  • c) Die Summe der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen aktuell oder potenziell auszugebenden Bezugsaktien und die Anzahl der aus dem genehmigten Kapital auszugebenden Aktien darf 36.350.000 Stück nicht überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen nach lit. a und b), wobei das Wandlungsrecht der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen jedenfalls gewahrt sein muss.
  • d) Die Hauptversammlung vom 24. Mai 2007 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß (derzeit 10% des Grundkapitals) während einer Geltungsdauer von 18 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Die eigenen Aktien können zur Bedienung der Aktienoptionspläne und zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen verwendet werden. Weiters kann das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung eigener Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabgesetzt werden bzw. können die eigenen Aktien jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Anbot veräußert werden.
    1. Laut Gesellschaftervereinbarung zwischen OMV und Dogan Sirketler Grubu Holding A.S. (Dogan) betreffend Petrol Ofisi A.S. ist im Falle eines Kontrollwechsels entweder bei OMV oder bei Dogan zu bestimmten strategischen Erwerbern (d.h., wenn der Erwerber OMV oder Dogan nach IFRS in

seinen Vollkonsolidierungskreis einzubeziehen hat oder gleichberechtigt die gemeinsame Kontrolle mit einem Dritten ausüben kann), die jeweils andere Partei bis zum 16. Mai 2016 berechtigt, Anteile an Petrol Ofisi im Ausmaß von 34% zu einem Preis auf Basis einer vereinbarten Preisformel zu über nehmen und damit die Gesellschaftervereinbarung zu beenden.

  1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung vom 1. Februar 2008 konnte Petrom die Akquisition der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice zum Abschluss bringen. Damit übernimmt Petrom die mit diesen Aktivitäten zusammenhängenden Vermögenswerte sowie 9.775 Mitarbeiter von Petromservice und wird diese in den E&P-Bereich integrieren. Der Kaufpreis beträgt EUR 328,5 Mio.

Ausblick 2008

Die Schwerpunkte in 2008 werden konzernweite Kosteneinsparungsprogramme sowie weiterführende Restrukturierungs- und Modernisierungsprogramme von Petrom sein. Nach den ersten sichtbaren Erfolgen des E&P-Modernisierungsprogramms von Petrom werden 2008 in Rumänien steigende Produktionsmengen erwartet. In den Raffinerien von Petrom werden zwar schrittweise Verbesserungen auf Grund der laufenden Restrukturierungsinvestitionen erwartet, größere Ergebnisverbesserungen sind jedoch erst nach Abschluss der Großinvestitionen 2011 möglich.

Wir erwarten, dass die wichtigsten Marktparameter wie Erdölpreis, Raffineriemargen und USD-Wechselkurs in 2008 weiterhin eine sehr hohe Volatilität aufweisen werden. Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass der Rohölpreis und der Preisunterschied zwischen den Uralsund Brent-Rohölnotierungen in 2008, bei starken kurzfristigen Schwankungen, auf dem Niveau des Vorjahrs liegen werden. Die USD/

Erwerb der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice

Fokus auf Kosten und Petrom Modernisierung

Volatiles Umfeld erwartet

EUR-Rate erwarten wir auf 2007 Jahresendniveau, während eine Abschwächung des RON gegenüber dem EUR und dem USD angenommen wird. Die Raffineriemargen werden 2008 etwas unter dem Niveau des Vorjahrs gesehen.

Produktionssteigerung bei E&P

Nach leichten Produktionsrückgängen in 2007 werden steigende E&P-Mengen erwartet. Der Fokus wird vor allem auf den Feldentwicklungen in Neuseeland (Maari), Kasachstan (Komsomolskoe), im Jemen (Habban), Österreich (Ebenthal und Strasshof) sowie Libyen (jüngste Funde) liegen. Die Modernisierung der Förderanlagen in Rumänien wird fortgesetzt, ebenso soll die Effizienz des Produktionsprozesses weiter gesteigert werden. Die höheren Ölund Gasmengen werden im Wesentlichen von der Produktionsaufnahme der Feldentwicklungen in Neuseeland und Kasachstan im zweiten Halbjahr 2008 sowie von den Produktionssteigerungen im Jemen und in Rumänien getrieben. Eine der Kerninitiativen in 2008 wird die Integration der kürzlich akquirierten Ölservice-Aktivitäten von Petromservice sein. Petrom ist so in der Lage, die Modernisierung dieser Aktivitäten zur Steigerung von Qualität und Effizienz der Produktion sowie Reduktion der Produktionskosten direkt zu steuern. Die teils durch den Ölpreis getriebenen Kosteninflationstendenzen der Ölindustrie werden auch in 2008 anhalten. Die Modernisierungsprogramme bei Petrom, die konzernweiten Kostensenkungsinitiativen sowie die steigenden Produktionsmengen sollen die Produktionskosten je Fass positiv beeinflussen.

Restrukturierung bei Bayernoil

In 2008 ist in R&M der Abschluss der Restrukturierung des Raffinerieverbunds Bayernoil vorgesehen. Dabei wird der Raffineriestandort Neustadt im Sommer für rund einen Monat abgestellt und im dritten Quartal 2008 der Standort Ingolstadt stillgelegt, wodurch sich die Raffineriekapazität von Bayernoil von 12 Mio t auf 10,5 Mio t (davon 45% OMV Anteil) reduzieren wird. Die Effizienz des Raffinerieverbunds Bayernoil wird mit der Installation des neuen Hydro-Crackers, der eine Erhöhung des Anteils an schweren Rohölen am Einsatzmix sowie des Mitteldestillat-Anteils am Produktenausstoß ermöglicht, gesteigert. In Schwechat können mit der Fertigstellung der Thermal-Gasoil-Anlage Ende 2008 vermehrt schwere Rohöle eingesetzt werden. Weiters wird die Absenkung des Schwefelgehalts für Heizöl Extraleicht auf 10 ppm in Schwechat ermöglicht. Zum gleichen Zweck wird in Burghausen die Entschwefelungsanlage umgebaut. Um den Petrochemiestandort Burghausen langfristig zu stärken wird der Bau der Ethylen Pipeline Süd in Süddeutschland fortgeführt. Im Marketing wird eine knapp über dem Vorjahrsniveau liegende Margensituation erwartet. Vor allem in den osteuropäischen EU-Ländern ist auch mit einer weiterhin steigenden Nachfrage zu rechnen. Dadurch und auf Grund der kontinuierlichen Qualitätssteigerung des Tankstellennetzes sollten die Absatzmengen sowie der Non-Oil-Beitrag im Marketingbereich leicht ansteigen.

Im Geschäftsbereich Erdgas wird 2008 die Internationalisierung konsequent weiter umgesetzt. Der Hauptfokus wird auf der Ausweitung der Handelsaktivitäten an internationalen Handelsplätzen sowie auf dem Endkundengeschäft liegen. Der Eintritt in neue Handelsmärkte innerhalb des europäischen Wachstumsgürtels wird evaluiert. Diese Entwicklung wird unterstützt durch die lokale Präsenz von EconGas in Österreich, Deutschland, Italien und Ungarn sowie durch das Wachstum des Gasgeschäfts von Petrom in Rumänien. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und unsere Wachstumsstrategie zu unterstützen, wird die Diversifizierung der Gasversorgung auf Basis internationaler Logistik- und LNG-Projekte vorangetrieben. Im Geschäftsfeld Logistik wird die Bedeutung Österreichs als eine der zentralen Drehscheiben in Europa durch den Ausbau der Transitleitungen, das rasante Wachstum des Central European Gashub (CEGH) und die geplanten Speicherprojekte weiter gestärkt. Die Bedeutung dieser Drehscheibe wird durch das Projekt Nabucco, welches eines der zentralen europäischen Infrastrukturprojekte geworden ist, nochmals gesteigert. Diese Pipeline verfolgt das Ziel, eine alternative Erdgasversorgung Europas durch den Anschluss an den Kaspischen Raum und den Mittleren Osten sicherzustellen. Die Bewilligung der Ausnahmeregelung, um die bei den nationalen Regulierungsbehörden und bei

der Europäischen Kommission angesucht wurde, – so diese zu den vom Konsortium geforderten Konditionen erfolgt – sowie der Open Season Prozess und daraus resultierende erste Transportverträge werden die Basis der endgültigen Investitionsentscheidung darstellen. Weiters wird die Fertigstellung der Machbarkeitsstudien für das Adria LNG-Projekt erwartet. Gaskraftwerke sind einer der wesentlichen Wachstumstreiber für die Nachfrage nach Gas in Europa. Wir gehen davon aus, dass zusätzliche Wertsteigerung durch eine Ausweitung der Wertschöpfungskette im Gas-Downstream ermöglicht wird. In diesem Zusammenhang werden Kraftwerksprojekte in Verbindung mit unseren Raffinerien in Rumänien und Deutschland fortgeführt bzw. evaluiert. Der Baubeginn des Gaskraftwerks Petrobrazi in Rumänien ist ein Meilenstein in 2008. Im Zuge der verstärkten Power-Aktivitäten wird der Geschäftsbereich Erdgas in Gas und Power (G&P) umbenannt.

Der Tätigkeitsbereich und die Kosten der Petrom Konzernführungsfunktionen und Dienstleistungen wurden in 2007 analysiert, wobei das Ziel verfolgt wurde, Kosten und Komplexität zu reduzieren. Das seit 2006 bestehende interne Dienstleistungszentrum Petrom Solutions wurde in OMV Global Solutions, ein nun konzernweites Servicecenter, integriert. Die von dieser Servicegesellschaft erbrachten Leistungen werden weiterhin an die einzelnen Geschäftsfelder verrechnet. Die Kosten, die auf die reinen Konzernführungsfunktionen von Petrom entfallen, werden ab 2008 separat unter Konzernbereich und Sonstiges berichtet und werden zukünftig nicht mehr an die Geschäftsbereiche verrechnet.

Auf Grund unserer herausfordernden und ambitionierten Wachstumsziele, der fortgesetzten Modernisierung der Petrom Aktivitäten und des steigenden Kostenniveaus in der Ölindustrie planen wir durchschnittliche Investitionen von rund EUR 3 Mrd pro Jahr bis 2010. Alle Investitionsentscheidungen basieren auf wertorientierten Kennzahlen. Dies ist eine Voraussetzung zur Erreichung unseres Ziels, eines ROACE von 13% über einen Geschäftszyklus mit durchschnittlichen Marktindikatoren.

Baubeginn des Gaskraftwerks in Rumänien

Wien, am 26. März 2008

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Gerhard Roiss

Vorsitzender Vorsitzender-Stellvertreter

Werner Auli David C. Davies Helmut Langanger

Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers zum Konzernabschluss) Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers zum Konzernabschluss)

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom
1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2007 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum
31. Dezember 2007, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und die
Konzern-Cashflow-Rechnung für das am 31. Dezember 2007 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung
der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben mit Aus
nahme der Anhangangabe 34 "Ergänzende Informationen zur Öl- und Gasproduktion (ungeprüft)".
der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der
ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den
International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verant
wortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses
für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen
Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung
geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung
hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage
unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften
und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of
Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze
erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hin
reichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstel
lungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachwei
sen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen
liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos
eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei
der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem soweit
es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermö
gens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingun
gen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des inter
nen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen
wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses. Wir sind der Auf
fassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein mög
lichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2007 sowie der Ertragslage
und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2007 in Über
einstimmung mit den International Financial Reporting Standards wie sie in der EU anzuwenden sind.
Einklang mit dem Konzernabschluss. Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er
mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine fal
sche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in
Wien, am 26. März 2008
Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH
Walter Müller e.h. Bernhard Vanas e.h.

Wirtschaftsprüfer

Wirtschaftsprüfer

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2007 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2007

2007
2006
Umsatzerlöse
20.042.036
18.970.368
Direkte Vertriebskosten
–216.168
–221.843
Umsatzkosten
–15.953.347 –15.021.255
Bruttoergebnis vom Umsatz
3.872.521
3.727.270
Sonstige betriebliche Erträge
211.928
265.866
Vertriebsaufwendungen
–900.197
–913.858
Verwaltungsaufwendungen
–323.791
–297.093
Explorationsaufwendungen
–221.197
–170.907
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
–15.457
–13.241
Sonstige betriebliche Aufwendungen
–439.318
–537.015
Betriebserfolg (EBIT)
2.184.489
2.061.022
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
297.999
184.652
Dividendenerträge 1)
53.230
45.260
Zinsergebnis 1)
–127.427
–61.424
Sonstiges Finanzergebnis 1)
3.844
–73.283
Finanzerfolg
227.647
95.204
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
2.412.136
2.156.226
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
–569.340
–506.283
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Steuern
1.842.796
1.649.943
Ergebnis aufgegebener Geschäftsaktivitäten nach Steuern

8.298
Jahresüberschuss
1.842.796
1.658.241
davon eigenen Gesellschaftern zustehender Gewinn
1.578.836
1.382.602
davon anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn
263.959
275.639
Unverwässerter Gewinn je Aktie aus fortgesetzten Geschäftsaktivitäten in EUR
5,29
4,61
Verwässerter Gewinn je Aktie aus fortgesetzten Geschäftsaktivitäten in EUR
5,28
4,41
Unverwässerter Gewinn je Aktie aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten in EUR

0,03
Verwässerter Gewinn je Aktie aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten in EUR

0,03
Unverwässerter Gewinn gesamt je Aktie in EUR
5,29
4,64
Verwässerter Gewinn gesamt je Aktie in EUR
5,28
4,44
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl
298.651.826 298.234.439
Bereinigte gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl
299.193.681 312.252.651
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung EUR 1.000
Vorgeschlagene Dividende
374.506
312.882
Vorgeschlagene Dividende je Aktie in EUR
1,25
1,05

1) Vorjahrswerte wurden auf Grund von Umgliederungen durch die erstmalige Anwendung von IFRS 7 angepasst; siehe Anhangangabe 8.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007

Vermögen EUR 1.000
2007 2006
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 236.809 195.808
Sachanlagen 9.213.158 7.732.130
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.125.635 1.786.141
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1) 3.167.745 1.987.359
Sonstige Vermögenswerte 1) 16.501 18.747
14.759.848 11.720.185
Latente Steuern 55.534 60.423
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 2.444.171 2.028.576
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.409.204 1.922.102
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1) 594.043 379.887
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 61.833 46.097
Sonstige Vermögenswerte 1) 193.981 58.306
Kassenbestand und Bankguthaben 699.564 1.564.259
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 31.336 24.183
6.434.131 6.023.410
Summe Aktiva 21.249.512 17.804.018

1) Vorjahrswerte wurden auf Grund von Umgliederungen durch die erstmalige Anwendung von IFRS 7 angepasst; siehe entsprechende Anhangangaben.

Eigenkapital und Verbindlichkeiten EUR 1.000
2007 2006
Eigenkapital
Grundkapital 300.000 300.003
Rücklagen 7.838.687 6.679.048
Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens 8.138.687 6.979.051
Anteile anderer Gesellschafter 2.200.833 2.197.209
10.339.520 9.176.260
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 923.060 951.716
Anleihen 466.990 491.436
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 448.806 489.959
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 1.555.952 1.489.244
Sonstige Rückstellungen 276.218 190.478
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1) 93.063 60.861
Sonstige Verbindlichkeiten 1) 16.418 20.014
3.780.507 3.693.708
Latente Steuern 307.820 287.319
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1) 2.195.621 1.601.775
Anleihen 47.785
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 2.514.827 1.264.452
Rückstellung für laufende Ertragsteuern 1) 85.370 63.632
Sonstige Rückstellungen 1) 422.931 483.862
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1) 694.986 439.149
Sonstige Verbindlichkeiten 1) 880.366 745.594
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 27.564 482
6.821.666 4.646.731
Summe Passiva 21.249.512 17.804.018

1) Vorjahrswerte wurden auf Grund von Umgliederungen durch die erstmalige Anwendung von IFRS 7 angepasst; siehe entsprechende Anhangangaben.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in 2007 1) EUR 1.000

Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Sonstige Rücklagen Eigene Anteile Gesellschafter OMV Minderheitenanteile Gesamtkapital 1.1.2007 300.003 795.298 5.042.902 854.989 –14.141 6.979.051 2.197.209 9.176.260 Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Wertpapieren Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) der Periode vor Ertragsteuern — — — –13.995 — –13.995 –4.541 –18.536 Ertragsteuern — — — 2.577 — 2.577 727 3.304 Realisierte, im Jahresüberschuss ausgewiesene Gewinne (+)/ Verluste (–) vor Ertragsteuern — — — 1.587 — 1.587 1.680 3.267 Ertragsteuern — — — –241 — –241 –270 –510 Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges Saldo Gewinn (+)/Verlust (–) der Periode vor Ertragsteuern — — — 17.927 — 17.927 18.322 36.249 Ertragsteuern — — — –6.610 — –6.610 –4.677 –11.287 Realisierte, im Jahresüberschuss ausgewiesene Gewinne (+)/ Verluste (–) vor Ertragsteuern — — — 2.670 — 2.670 8.351 11.021 Ertragsteuern — — — 491 — 491 –1.489 –998 Umbuchung auf Anschaffungskosten — — — –9.204 — –9.204 6.131 –3.073 Ertragsteuern — — — 4.901 — 4.901 –981 3.920 Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe — — — –103.523 — –103.523 –123.552 –227.075 Erfolgsneutrale Eigenkapitaländerung von at-equity konsolidierten Unternehmen — — — 374 — 374 — 374 Direkt im Eigenkapital berücksichtigte Gewinne (+)/ Verluste (–) nach Ertragsteuern — — — –103.046 — –103.046 –100.299 –203.345 Jahresüberschuss — — 1.578.836 — — 1.578.836 263.959 1.842.796 Gesamtergebnis der Periode — — 1.578.836 –103.046 — 1.475.790 163.660 1.639.450 Dividendenausschüttung — — –311.940 — — –311.940 –175.265 –487.205 Rückkauf eigener Anteile — — — — –64.861 –64.861 — –64.861 Rückkauf Wandelschuldverschreibungen — –255 — — — –255 — –255 Verkauf eigener Anteile — 711 — — 247 958 — 958 Wandlungen von Wandelschuldverschreibungen — –13.366 — — 64.727 51.361 — 51.361 Tilgung von Wandelschuldverschreibungen — –6 — — — –6 — –6 Kapitalherabsetzung –3 3 –99 — 99 — — — Effekt aus stufenweisem Geschäftszusammenschluss — — 8.231 — — 8.231 15.587 23.818 Erhöhung (+)/Verminderung (–) Minderheitenanteile — — 358 — — 358 –358 — 31.12.2007 300.000 782.385 6.318.288 751.943 –13.929 8.138.687 2.200.833 10.339.520

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in 2006 1) EUR 1.000
Grund Kapital Gewinn Sonstige Eigene Gesell Minder Gesamt
kapital rücklage rücklage Rück Anteile schafter heiten kapital
lagen OMV anteile
1.1.2006 300.001 993.299 3.941.566 671.196 –14.470 5.891.592 1.801.928 7.693.520
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–)
aus der Bewertung von Wertpapieren
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–)
der Periode vor Ertragsteuern 64.865 64.865 952 65.817
Ertragsteuern 2.637 2.637 –151 2.486
Realisierte, im Jahresüberschuss
ausgewiesene Gewinne (+)/
Verluste (–) vor Ertragsteuern –403 –403 –302 –705
Ertragsteuern 50 50 49 99
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–)
aus der Bewertung von Hedges
Saldo Gewinn (+)/Verlust (–)
der Periode vor Ertragsteuern –15.098 –15.098 –11.403 –26.501
Ertragsteuern 2.665 2.665 2.396 5.061
Realisierte, im Jahresüberschuss
ausgewiesene Gewinne (+)/
Verluste (–) vor Ertragsteuern 6.590 6.590 7.038 13.628
Ertragsteuern –884 –884 –1.126 –2.010
Umbuchung auf
Anschaffungskosten 2.824 2.824 2.734 5.558
Ertragsteuern –369 –369 –354 –723
Währungsdifferenzen aus der
Umrechnung ausländischer
Geschäftsbetriebe 119.866 119.866 153.724 273.590
Erfolgsneutrale Eigenkapitaländerung
von at-equity konsolidierten
Unternehmen 1.050 1.050 1.050
Direkt im Eigenkapital
berücksichtigte Gewinne (+)/
Verluste (–) nach Ertragsteuern 183.793 183.793 153.557 337.350
Jahresüberschuss — 1.382.602 — 1.382.602 275.639 1.658.241
Gesamtergebnis der Periode — 1.382.602 183.793 — 1.566.395 429.196 1.995.591
Dividendenausschüttung — –268.813 — –268.813 –108.810 –377.623
Rückkauf eigener Anteile — –201.793 –201.793 — –201.793
Rückkauf Wandelschuld
verschreibungen — –149.333 — –149.333 — –149.333
Verkauf eigener Anteile 925 329 1.254 1.254
Kapitalerhöhung aus Wandlungen 2 –49.593 201.793 152.202 152.202
Erhöhung (+)/Verminderung (–)
Minderheitenanteile –12.453 –12.453 74.895 62.442
31.12.2006 300.003 795.298 5.042.902 854.989 –14.141 6.979.051 2.197.209 9.176.260

1) Vgl. Anhangangabe 20.

Konzern-Cashflow-Rechnung Konzern-Cashflow-Rechnung Konzern-Cashflow-Rechnung

Konzern-Cashflow-Rechnung 1)
Konzern-Cashflow-Rechnung 1)
EUR 1.000
EUR 1.000
2007 2006 ˂
2007 2006 ˂
Jahresüberschuss 1.842.796 1.658.241 184.555
Jahresüberschuss 1.842.796 1.658.241 184.555
Abschreibungen 977.456 809.553 167.903
Abschreibungen 977.456 809.553 167.903
Zuschreibungen zum Anlagevermögen –5.689 –5.628 –61
Zuschreibungen zum Anlagevermögen –5.689 –5.628 –61
Latente Steuern 22.967 19.028 3.939
Latente Steuern 22.967 19.028 3.939
Gewinne (–)/Verluste (+) aus Abgängen von Anlagevermögen 17.433 –68.871 86.304
Gewinne (–)/Verluste (+) aus Abgängen von Anlagevermögen 17.433 –68.871 86.304
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Sozialkapital –58.295 3.735 –62.030
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Sozialkapital –58.295 3.735 –62.030
Erhöhung (+)/Verminderung (–) langfristiger Rückstellungen 89.098 –40.532 129.630
Erhöhung (+)/Verminderung (–) langfristiger Rückstellungen 89.098 –40.532 129.630
Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) –214.791 –155.907 –58.884
Sonstige unbare Erträge (–)/Aufwendungen (+) –214.791 –155.907 –58.884
2.670.975 2.219.619 451.356
2.670.975 2.219.619 451.356
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Vorräte –500.174 21.340 –521.514
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Vorräte –500.174 21.340 –521.514
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Forderungen –755.668 72.198 –827.866
Verminderung (+)/Erhöhung (–) Forderungen –755.668 72.198 –827.866
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Verbindlichkeiten 553.007 –173.129 726.136
Erhöhung (+)/Verminderung (–) Verbindlichkeiten 553.007 –173.129 726.136
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Rückstellungen 98.111 –112.822 210.933
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Rückstellungen 98.111 –112.822 210.933
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.066.251 2.027.206 39.045
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.066.251 2.027.206 39.045
Investitionen
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –2.317.824 –1.376.468 –941.356
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –2.317.824 –1.376.468 –941.356
Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte –1.419.337 –961.302 –458.035
Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte –1.419.337 –961.302 –458.035
Erwerb einbezogener Unternehmen abzüglich liquider Mittel –3.977 –161.922 157.945
Erwerb einbezogener Unternehmen abzüglich liquider Mittel –3.977 –161.922 157.945
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristiger Finanzinvestitionen 26.227 –48.817 75.044
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristiger Finanzinvestitionen 26.227 –48.817 75.044
Veräußerungen
Veräußerungen
Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen 125.732 321.635 –195.903
Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen 125.732 321.635 –195.903
Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen abzüglich liquider Mittel 15.762 1.003 14.759
Erlöse aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen abzüglich liquider Mittel 15.762 1.003 14.759
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –3.573.416 –2.225.871 –1.347.545
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –3.573.416 –2.225.871 –1.347.545
Zugänge langfristiger Finanzierungen 23.189 275.845 –252.656
Zugänge langfristiger Finanzierungen 23.189 275.845 –252.656
Rückzahlung langfristiger Finanzierungen –232.053 –141.097 –90.956
Rückzahlung langfristiger Finanzierungen –232.053 –141.097 –90.956
Rückkauf Wandelschuldverschreibungen –1.119 –525.113 523.994
Rückkauf Wandelschuldverschreibungen –1.119 –525.113 523.994
Rückkauf eigener Aktien –64.861 –201.793 136.932
Rückkauf eigener Aktien –64.861 –201.793 136.932
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristiger Finanzierungen 1.421.340 696.561 724.779
Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristiger Finanzierungen 1.421.340 696.561 724.779
Dividendenzahlungen –487.205 –377.623 –109.582
Dividendenzahlungen –487.205 –377.623 –109.582
Kapitalzuführung inklusive Verkauf eigener Anteile 958 491 467
Kapitalzuführung inklusive Verkauf eigener Anteile 958 491 467
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 660.249 –272.729 932.978
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 660.249 –272.729 932.978
Währungsdifferenz auf liquide Mittel –17.779 84.391 –102.170
Währungsdifferenz auf liquide Mittel –17.779 84.391 –102.170
Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel –864.695 –387.003 –477.692
Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider Mittel –864.695 –387.003 –477.692
Liquide Mittel Jahresbeginn 1.564.259 1.951.262 –387.003
Liquide Mittel Jahresbeginn 1.564.259 1.951.262 –387.003
Liquide Mittel Jahresende 699.564 1.564.259 –864.695
Liquide Mittel Jahresende 699.564 1.564.259 –864.695

1) Vgl. Anhangangabe 24. 1) Vgl. Anhangangabe 24.

Konzernanhang: Grundlagen und Methoden Konzernanhang: Grundlagen und Methoden

Die OMV Aktiengesellschaft (im österreichischen Firmenbuch eingetragen mit dem Sitz Otto-Wagner-Platz 5, 1090 Wien, Österreich) ist ein internationaler Öl- und Erdgaskonzern, der Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Exploration und Produktion (E&P), Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) und Erdgas unterhält.

Die Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses erfolgte unter Beachtung aller zum Erstellungszeitpunkt verpflichtenden IFRSs und Interpretationen, wie sie in der EU anzuwenden sind. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und zum Bilanzstichtag geltenden sowie für OMV anwendbaren IFRSs wurden auch von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Damit entspricht der OMV Konzernabschluss gleichzeitig den durch das IASB veröffentlichten und in Kraft getretenen IFRSs. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember.

Gemäß IAS 16 und IAS 36 sind die Aufsuchung, Aufschließung und Ausförderung von Öl- und Gaslagerstätten von der Anwendung der Standards ausgenommen. Soweit nach IFRS 6 und den anderen IFRS zulässig, wurden die anerkannten US GAAP-Branchenstandards (insbesondere Statement of Financial Accounting Standards SFAS 19 und SFAS 69) für die Erstellung des Konzernabschlusses angewendet.

Die ergänzenden Informationen zu Exploration und Produktion der Anhangangabe 34 sind nicht Bestandteil des Konzernanhangs. Diese Zusatzinformation wurde gemäß SFAS 69 "Ergänzende Informationen zur Öl- und Gasproduktion" erstellt.

Der Konzernabschluss 2007 wurde in Tausend Euro (TEUR, EUR 1.000) erstellt. Durch die Angabe in TEUR können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Der Vorstand ist der Auffassung, dass Abweichungen von den Schätzgrößen keinen wesentlichen Einfluss auf die Konzernabschlüsse der näheren Zukunft haben und dass sich kurzfristig keine negativen Auswirkungen aus einer Risikokonzentration ergeben werden. Insbesondere in Bezug auf Reservenmengen, Rekultivierungsrückstellungen und Zinsen besteht die Notwendigkeit, Einschätzungen und Annahmen zu treffen. Reservenschätzungen werden durch firmeninterne Ingenieure vorgenommen. Zusätzlich werden in einem Zweijahresrhythmus externe Schätzungen durchgeführt. Zum 31. Dezember 2007 werden im Anlagevermögen Öl- und Gasvermögen von TEUR 3.930.560 (2006: TEUR 3.601.509) ausgewiesen. Die Schätzung der zukünftigen Rekultivierungskosten basiert ebenfalls auf von internen Technikern erstellten Gutachten sowie Erfahrungswerten der Vergangenheit. Die daraus errechnete Rekultivierungsrückstellung belief sich auf TEUR 1.561.174 (2006: TEUR 1.499.240). Für die Ermittlung der Rekultivierungsrückstellungen und Wertminderungen wurden Einschätzungen von Zinsen getroffen, welche einen wesentlichen Einfluss auf die jeweiligen Positionen haben.

Mit Bilanzstichtag 31. Dezember 2007 sind folgende Risikoeinschätzungen zu treffen:

OMV hält an Petrol Ofisi A.S., dem führenden Unternehmen im Tankstellen- und Kundengeschäft in der Türkei, eine Beteiligung von 39,58%. Zur Zeit der Bilanzierung war ein wesentliches Gerichtsverfahren an den maßgeblichen türkischen Gerichten anhängig.

Die türkische Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (EMRA) hat am 31. August 2006 eine Gesamtstrafe in der Höhe von Neue Türkische Lira (TRY) 1,6 Mrd (EUR 0,9 Mrd) gegenüber 28 von 30 türkischen Distributionsunternehmen verhängt und bezieht sich auf einen Rechtsstreit betreffend die Belieferung von Vertriebsgesellschaften ohne Lizenz während der Übergangsperiode nach der Einführung des neuen türkischen Mineralölgesetzes Anfang 2005. Für Petrol Ofisi A.S. und ihre Tochtergesellschaft ERK Petrol Yatirimlari A.S. wurde eine Strafe von rund TRY 600 Mio (EUR 349 Mio) verhängt. Petrol Ofisi A.S. hat beim Obersten Gerichtshof und beim Verwaltungsgericht die Aufhebung der Strafe und einen Zahlungsaufschub bis Ende des Verfahrens beantragt. Am 31. Jänner 2007 wurde vom Obersten Gerichtshof dem Antrag auf Zahlungsaufschub bis Ende des Verfahrens stattgegeben. Auf Grund der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wurde – wie im Vorjahr – 2007 keine Rückstellung gebildet.

Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf Basis konzerneinheitlicher Standards mit Bilanzstichtag
31. Dezember erstellt. EconGas GmbH, welche bis 2006 vom Stichtag des Konzernabschlusses abwich und auf
Grund eines auf den Stichtag und den Zeitraum des Konzernabschlusses aufgestellten Zwischenabschlusses in den
Konzernabschluss einbezogen wurde, hat im Berichtsjahr auf den Bilanzstichtag 31. Dezember umgestellt.
Die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden akquirierter Tochterunternehmen erfolgt mit ihren beizulegenden
Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegen
den Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden einschließlich Eventualverbindlich
keiten, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Jede negative Differenz zwi
schen den Anschaffungskosten und den erworbenen identifizierbaren Vermögenswerten und Schulden einschließ
lich Eventualverbindlichkeiten wird in der Periode des Erwerbs ertragswirksam erfasst. Die Anteile der Minderheits
anteilseigner werden mit dem beizulegenden Zeitwert der erfassten Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte erfasst und mindestens einmal jährlich auf eine Wert
minderung hin überprüft. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam berücksichtigt. Eine spätere Wertaufho
lung findet nicht statt.
Bei Joint Ventures mit gemeinschaftlicher Führung des Bereichs E&P werden sämtliche Vermögenswerte, Verbind
lichkeiten und Aufwendungen anteilig in den Konzernabschluss einbezogen.
Eine Übersicht über einbezogene Unternehmen, at-equity bewertete Unternehmen und sonstige Beteiligungen be
findet sich in Anhangangabe 33.
Die Anzahl der einbezogenen Unternehmen hat sich wie folgt verändert:
Anzahl der einbezogenen Unternehmen
Voll
konsolidierung
2007
Equity
konsolidierung
Voll
konsolidierung
2006
Equity
konsolidierung
Stand 31.12. Vorjahr 93 18 75 19
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 3 2 20 1
Im Berichtsjahr fusioniert –2 –2 –2
Wechsel von Equity- auf Vollkonsolidierung 2 –2 1 –2
Im Berichtsjahr entkonsolidiert –4 –2 –1
Stand 31.12.
[davon mit Sitz und Betrieb im Ausland]
92
[48]
14
[7]
93
[48]
18
[8]
[davon mit Sitz und Betrieb in Österreich
und Betrieb im Ausland] [21] [—] [22] [—]
Im Segment Exploration und Produktion (E&P) wurde im März 2007 ƎOil Company ƍRenata' " LLC, ein weiteres
Tochterunternehmen der Ring Oil Holding & Trading LTD, erworben und in den Konsolidierungskreis aufgenommen.
Die vollkonsolidierten Gesellschaften Oztyurk Munai und LLC Ekologicheskaya Tekhnika wurden im April 2007
verkauft; Claire Nafta LTD wurde im Dezember 2007 verkauft.
Im Segment Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) wurden mit 1. Jänner 2007 die restlichen
50% an der Colpack Austria Brennstoffhandel GmbH erworben und die Gesellschaft nach Umstellung auf Vollkon
solidierung mit Wirkung zum 1. Jänner 2007 in die OMV Wärme VertriebsgmbH verschmolzen.
Die bisher in den Konzernabschluss einbezogene Petrochemie Holding GmbH wurde mit 28. Juli 2007 in die OMV
Refining & Marketing GmbH verschmolzen. Die bisher at-equity konsolidierte Beteiligung an der AMI Agrolinz
Melamine International GmbH wurde mit Wirkung vom 31. Juli 2007 in die (ebenfalls at-equity konsolidierte) Bo
realis AG eingebracht, welche bisher in der Rechtsform einer GmbH geführt wurde. Durch die Einbringung erhöhte
sich der von OMV gehaltene Anteil an der Borealis AG von 35% auf 36%.
78
78
OMV Geschäftsbericht 2007 Grundlagen und Methoden
OMV Geschäftsbericht 2007 Grundlagen und Methoden

Anzahl der einbezogenen Unternehmen

Bei der Adria-Wien Pipeline GmbH gab es durch die Akquisition der von Esso Austria gehaltenen Anteile von 6,5% eine Aufstockung des Beteiligungsverhältnisses auf 76%.

Seit dem 4. Quartal 2007 werden die Gesellschaften Petrom Distributie Gaze SRL und die bis dahin at-equity konsolidierte Petrom LPG SA (ehemals S.C. Shell Gas Romania SRL) vollkonsolidiert.

At-equity in den Konzernabschluss einbezogen wurden der an der im Berichtsjahr neu gegründeten Heating Innovations Austria GmbH gehaltene Anteil von 50% (seit dem 2. Quartal 2007) sowie die Beteiligung von 21,95% an der EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG (seit dem 4. Quartal 2007).

Der 2006 erworbene 34%-Anteil an Petrol Ofisi A.S. wurde durch Zukäufe in 2007 auf 39,58% erhöht. Die Petrol Ofisi A.S. wird im Konzernabschluss at-equity bewertet. Das Grundkapital der Gesellschaft besteht aus 492.000.000 Aktien mit einem Nennwert von 1 Neue Türkische Lira (TRY); der Börsekurs zum 31. Dezember 2007 betrug TRY 6,05 je Aktie.

Im Segment Erdgas wurde die bisher vollkonsolidierte OMV Erdgas-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. mit 18. Juli 2007 in die OMV Gas GmbH verschmolzen.

Die EconGas Hungária Földgázkereskedelmi Kft. wurde im 3. Quartal 2007 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen.

Die at-equity konsolidierte Beteiligung an der S.C. Linde Gaz Brazi SRL wurde im 3. Quartal 2007 verkauft.

Der Anteil an der at-equity konsolidierten GWH Gas- und Warenhandelsgesellschaft m.b.H. wurde im Dezember 2007 verkauft.

Die bisher at-equity konsolidierte Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H. wird auf Grund eines Kontrollwechsels (Änderung des Gesellschaftsvertrags) seit dem 4. Quartal 2007 vollkonsolidiert.

Diverse Vertriebsorganisationen und Mantelbeteiligungen werden auf Grund ihrer geringfügigen Auswirkung nicht einbezogen.

Mit Wirkung vom 1. Februar 2008 konnte Petrom SA die Akquisition der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice SA zum Abschluss bringen. Damit übernimmt Petrom SA die mit diesen Aktivitäten zusammenhängenden Vermögenswerte sowie 9.775 Mitarbeiter von Petromservice SA. Der Kaufpreis für diese Geschäftssparte, die bei Petrom SA in das E&P-Segment integriert werden wird, beläuft sich auf EUR 328,5 Mio.

Die Akquisition von ƎOil Company ƍRenata' " LLC, die Einbeziehung von EconGas Hungária Földgázkereskedelmi Kft (ab dem 3. Quartal 2007) sowie die Einbeziehung von Petrom Distributie Gaze SRL, Petrom LPG SA und Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H. (ab dem 4. Quartal 2007), wirkten sich 2007 auf die Vermögenslage und in weiterer Folge auch als Adaptierung bei der Cashflow-Rechnung wie folgt aus. Die Darstellung 2006 beinhaltet die Akquisitionen von Rafiserv Arpechim SA, Rafiserv Petrobrazi SA, Aviation Petroleum SRL, M.P. Petroleum Distributie SRL, OMV PLUS CR a.s. und Ring Oil Holding & Trading LTD (einschließlich 8 Tochtergesellschaften) sowie die Vollkonsolidierung von EconGas GmbH, EconGas Deutschland GmbH und EconGas Italia S.r.l. ab 1. Oktober 2006.

Netto-Mittelabfluss aus Erwerb von Unternehmen EUR 1.000
2007 2006
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
63.187
215.919
Finanzielle Vermögenswerte
562
55.360
Umlaufvermögen
69.390
786.033
Verbindlichkeiten und sonstige Passiva
–61.746
–732.850
Reinvermögen
71.393
324.462
Mittelabfluss aus Erwerb von Unternehmen
41.108
245.222
Liquide Mittel erworbener Unternehmen
–798
–83.300
Liquide Mittel durch Wechsel der Konsolidierungsart
–36.333
Netto-Mittelabfluss aus Erwerb von Unternehmen
3.977
161.922
ziehung mit in Summe TEUR –1.843 im Jahresüberschuss des OMV Konzerns enthalten. 2006 waren Rafiserv
Arpechim SA, Rafiserv Petrobrazi SA, Aviation Petroleum SRL, und M.P. Petroleum Distributie SRL mit
TEUR –3.755 sowie EconGas GmbH, EconGas Deutschland GmbH und EconGas Italia S.r.l. seit der Vollkonsolidie
rung ab 1. Oktober 2006 mit TEUR 12.236 im Jahresüberschuss des OMV Konzerns enthalten.
a) Ertragsrealisierung
Grundsätzlich werden Erträge realisiert, wenn Lieferungen oder Leistungen erbracht wurden und der Wert der For
derung feststeht oder bestimmbar und die Einbringlichkeit wahrscheinlich ist. Im Segment E&P werden Erträge
berücksichtigt, wenn das Produkt geliefert und Risiko und Eigentum auf den Kunden übergegangen sind. Im Tank
stellengeschäft werden die Erträge bei eigenen Tankstellen mit der Abgabe an den Kunden vereinnahmt. Bei Tank
stellen, die nicht im Eigentum des Konzerns stehen, erfolgt die Ertragsrealisierung mit der Lieferung an die Tank
stellen. Im Segment Erdgas werden Verkäufe aus langfristigen Verträgen mit der Lieferung realisiert. Zusätzliche
Mengen aus diesen Verträgen werden nach Anerkenntnis durch den Kunden realisiert. Erträge aus dem Erdgasspei
chergeschäft werden auf Basis von kommittierten Speicher- und Entnahmeraten realisiert. Ebenso werden Erträge
aus dem Gastransit auf Basis kommittierter Mengen vereinnahmt.
b) Explorationsaufwendungen
Explorationsaufwendungen betreffen ausschließlich den Geschäftsbereich E&P und umfassen alle Kosten, die im
Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen. Dazu zählen u.a. geologische und geophysikalische Kosten für
die Identifikation und Untersuchung von Gebieten mit möglichen Öl- und Gasreserven, sowie Exploration betreffen
de Verwaltungs-, Rechts- und Beratungskosten. Des Weiteren umfasst diese Position alle Wertminderungen von
Explorationsbohrungen, die keine sicheren Reserven nachweisen konnten. Planmäßige Abschreibungen von fündi
gen Explorationsbohrungen sind Bestandteil der Umsatzkosten.
c) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
Unter den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sind alle direkten und indirekten Material- und Personalkos
ten sowie Kosten für Fremdleistungen ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der gezielten Suche nach neuen
Erkenntnissen hinsichtlich der Entwicklung und wesentlichen Verbesserung von Produkten, Leistungen oder Pro
zessen und im Zuge der Umsetzung von Forschungsergebnissen anfallen. Verwaltungskosten sowie Kosten im
Zusammenhang mit der laufenden Produktion sind nicht Teil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen.

a) Ertragsrealisierung

Grundsätzlich werden Erträge realisiert, wenn Lieferungen oder Leistungen erbracht wurden und der Wert der Forderung feststeht oder bestimmbar und die Einbringlichkeit wahrscheinlich ist. Im Segment E&P werden Erträge berücksichtigt, wenn das Produkt geliefert und Risiko und Eigentum auf den Kunden übergegangen sind. Im Tankstellengeschäft werden die Erträge bei eigenen Tankstellen mit der Abgabe an den Kunden vereinnahmt. Bei Tankstellen, die nicht im Eigentum des Konzerns stehen, erfolgt die Ertragsrealisierung mit der Lieferung an die Tankstellen. Im Segment Erdgas werden Verkäufe aus langfristigen Verträgen mit der Lieferung realisiert. Zusätzliche Mengen aus diesen Verträgen werden nach Anerkenntnis durch den Kunden realisiert. Erträge aus dem Erdgasspeichergeschäft werden auf Basis von kommittierten Speicher- und Entnahmeraten realisiert. Ebenso werden Erträge aus dem Gastransit auf Basis kommittierter Mengen vereinnahmt.

b) Explorationsaufwendungen

c) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

d) Explorations- und Produktionsteilungsverträge

Erdöl- bzw. Erdgasproduktion nach einem festgelegten Schlüssel teilen. Die in bestimmten EPSA-Verträgen in Erdöllieferungen zu bezahlenden Steuern werden ab dem 4. Quartal 2006 als Ertragsteuern dargestellt, wodurch eine Bruttodarstellung des Umsatzes erfolgt.

e) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und, soweit abnutzbar, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Mit Ausnahme der E&P-Aktivitäten, die auf Basis einer Substanzwertmethode abgeschrieben werden, erfolgt die planmäßige Abschreibung linear.

Langfristige Vermögenswerte, die als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert werden, werden mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten werden als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert durch Verkauf und nicht durch fortgesetzte Nutzung erlöst werden soll. Voraussetzung für diese Klassifikation ist, dass der Verkauf als sehr wahrscheinlich eingeschätzt wird und der Vermögenswert in seinem derzeitigen Zustand zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist.

Sowohl immaterielles Vermögen als auch Sachanlagen werden bei Vorliegen eines Anhaltspunkts für eine Wertminderung zum Bilanzstichtag gemäß IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Bei immateriellem Vermögen mit unbestimmter Nutzungsdauer und bei Firmenwerten werden jährliche Wertminderungstests vorgenommen. Dies gilt auch dann, wenn keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Übersteigt der Buchwert des Vermögenswerts den erzielbaren Betrag, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag. Entfallen die Gründe für eine Wertminderung in den Folgeperioden, wird, ausgenommen bei Firmenwerten, eine Wertaufholung auf die fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Diese ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Umsatzkosten ausgewiesen. Wertminderungen werden bei Tankstellen im Vertriebsaufwand, bei Explorationsvermögen im Explorationsaufwand und bei sonstigen Vermögenswerten unter Umsatzkosten (Produktion) bzw. den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Den planmäßigen, überwiegend linearen Abschreibungen, liegen im Wesentlichen die in der Tabelle angeführten Nutzungsdauern zu Grunde.

Die Bilanzierung und Bewertung der Exploration und der Ausförderung von Öl- und Gaslagerstätten erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 6 und, wo nicht anwendbar, nach den einschlägigen Branchenstandards der US GAAP, welche einen international anerkannten Industriestandard repräsentieren.

Nutzungsdauer Jahre
Immaterielle Vermögenswerte
Firmenwert unbegrenzt
Software 3–5
Konzessionen, Lizenzen u.Ä. 5–20 bzw. Vertragslaufzeit
Bereichsspezifische Sachanlagen
E&P Öl- bzw. Gasvermögen Unit-of-Production-Methode
R&M Hochbehälter 40
Verarbeitungsanlagen
Leitungssysteme
25
20
Betriebsvorrichtungen, Tankstellen 10
Tankstellengebäude, Außenanlagen u.Ä. 5–20
Erdgas Gasleitungen 20–30
Chemie Korrosionsbeständige Anlagen 8–20
Sonstige Sachanlagen
Produktions- bzw. Verwaltungsgebäude 20 bzw. 40–50
Sonstige technische Anlagen 10–20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5–10
Der Ansatz der E&P-Aktivitäten erfolgt nach der Successful-Efforts-Methode. Der Erwerb von geologischen und
geophysikalischen Studien vor der Auffindung von sicheren Reserven wird im Periodenaufwand erfasst. Die Kosten
einer Bohrung werden bis zu dem Zeitpunkt der Feststellung, ob potenzielle wirtschaftliche Öl- oder Gasreserven
vorliegen, aktiviert. Nicht wirtschaftlich fündige Bohrungen werden aufwandswirksam erfasst. Ist die wirtschaft
liche Fündigkeit noch nicht geklärt, bleiben die Kosten einer Explorationsbohrung aktiviert, solange die folgenden
Bedingungen erfüllt sind:
1. Durch die Bohrung wurden ausreichend Öl- oder Gasreserven gefunden, welche eine Fertigstellung als Produk
tionsbohrung rechtfertigen.
2. Es werden ausreichende Fortschritte hinsichtlich der Einschätzung der wirtschaftlichen und technischen Reali
sierbarkeit für die Aufnahme der Feldentwicklung in naher Zukunft gemacht.
werden. Aktivierte Explorations- und Entwicklungsaufwendungen sowie Hilfseinrichtungen werden grundsätzlich produk
tionsabhängig auf Basis sicherer entwickelter Reserven abgeschrieben. Davon ausgenommen sind aktivierte Kosten
für Aufsuchungsrechte sowie erworbene Reserven, die auf Basis der gesamten sicheren Reserven abgeschrieben
Direkt zuordenbare, aktivierungsfähige Kosten aus Generalüberholungen von Großanlagen werden aktiviert und
entsprechend der Komponentenabschreibungsmethode bis zur nächsten Anlagenüberholung linear abgeschrieben.
Reine Instandhaltungsleistungen und Reparaturen werden im Jahr des Anfallens als Aufwand gebucht.
Das Sachanlagevermögen beinhaltet auch Gegenstände mit Finanzierungsleasingverträgen, die im wirtschaftlichen
Eigentum des Konzerns stehen und mit dem Barwert der Mindestleasingverpflichtung oder dem niedrigeren beizule
genden Zeitwert aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die kürzere Leasingdauer abgeschrie
ben werden. Die aktivierten Kosten werden als Verbindlichkeit verbucht und künftige Leasingzahlungen werden in
einen Zins- und einen Tilgungsteil aufgespaltet.
All jene Leasingverträge, die nicht als Finanzierungsleasing zu werten sind, werden als operatives Leasing einge
stuft. Die vereinbarten Leasingzahlungen sind Teil des Periodenaufwands.
    1. Durch die Bohrung wurden ausreichend Öl- oder Gasreserven gefunden, welche eine Fertigstellung als Produktionsbohrung rechtfertigen.
    1. Es werden ausreichende Fortschritte hinsichtlich der Einschätzung der wirtschaftlichen und technischen Realisierbarkeit für die Aufnahme der Feldentwicklung in naher Zukunft gemacht.

f) Finanzielle Vermögenswerte

sichtlich nachhaltigen Wertminderungen mit den entsprechend niedrigeren Werten angesetzt. Assoziierte Unternehmen werden mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert.

Available-for-Sale-Wertpapiere werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden bis zur Realisierung unter Berücksichtigung latenter Steuern gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. Bei objektiven Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung werden Wertminderungen ergebniswirksam erfasst. Ein Wegfall des Wertminderungsgrunds wird bei Eigenkapitalinstrumenten bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vor Berücksichtigung der Wertminderung ergebnisneutral und bei den übrigen Finanzinstrumenten ergebniswirksam erfasst.

Held-to-Maturity-Wertpapiere werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt (vorbehaltlich dauerhafter Wertminderungen).

Wertpapiere-at-fair-Value-through-Profit-or-Loss werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und die resultierenden Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst.

Wertpapiere ohne Börsen- oder Marktwert, deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen ausgewiesen.

Käufe und Verkäufe von Wertpapieren im Rahmen handelsüblicher Verträge werden zum Handelstag bilanziert.

Verzinsliche Ausleihungen werden zu Nennwerten, unverzinsliche sowie niedrig verzinsliche zu Barwerten bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bilanziert werden, und der Fremdwährungsposten, welche mit den Stichtagskursen bewertet werden, mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Diese können als angemessene Schätzwerte des Tageswerts betrachtet werden, weil überwiegend eine Restlaufzeit von unter einem Jahr anzunehmen ist. Langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst. Fremdwährungsbestände aus dem Konzern-Clearing werden mit den Devisengeldkursen umgerechnet. Allen erkennbaren Risiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.

g) Derivative Instrumente

Derivative Instrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Tageswert).

Der Tageswert der derivativen Finanzinstrumente spiegelt den geschätzten Betrag wider, den OMV zahlen oder erhalten müsste, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Für die Schätzung der Tageswerte von Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag werden Preisanbote von Banken oder entsprechende Preismodelle verwendet.

Die Erfassung unrealisierter Gewinne und Verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer die Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) sind erfüllt. Voraussetzung für die Anwendung von Hedge Accounting ist u.a. die regelmäßige Dokumentation der Sicherungsbeziehung und die Messung der Hedge-Effizienz, die zwischen 80% und 125% liegen muss.

Bei Fair-Value-Hedges werden sowohl das Grundgeschäft hinsichtlich des abgesicherten Risikos als auch das derivative Sicherungsinstrument erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte direkt im Eigenkapital erfasst, der ineffektive Teil hingegen wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Führt die Cashflow-Absicherung zu einem Vermögenswert oder zu einer Verbindlichkeit, werden die Beträge, die im Eigenkapital abgegrenzt wurden, im gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die abgesicherte Position das Ergebnis beeinflusst.

In Finanzinstrumente oder andere Basisverträge eingebettete Derivate werden als eigenständige Derivate behandelt, falls ihre Risiken und Charakteristika nicht eng mit denen der Basisverträge verbunden sind und die Basisverträge nicht zum beizulegenden Zeitwert erfasst wurden, wobei deren unrealisierte Gewinne oder Verluste in der Gewinnund Verlustrechnung ausgewiesen werden.

h) Fremdkapitalzinsen

Fremdkapitalzinsen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind, werden bis zu dem Zeitpunkt aktiviert, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit sind. Im Rahmen der internationalen E&P-Aktivitäten werden all jene Zinsen aktiviert, die dem Kauf bzw. der Entwicklung eines Felds direkt zuzurechnen sind. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst.

i) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn hinreichende Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Subventionen, die diese Voraussetzungen erfüllen, kürzen die Anschaffungskosten des subventionierten Gegenstands.

j) Vorräte

Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Anwendung des Durchschnittspreisverfahrens und unter Berücksichtigung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Für die Ermittlung der Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Darüber hinaus werden produktionsbezogene Verwaltungskosten und Kosten für die betriebliche Altersvorsorge und freiwillige Sozialleistungen berücksichtigt.

OMV unterliegt in Österreich auf Grund des Erdölbevorratungsgesetzes 1982 einer Vorratsverpflichtung. Diese auf Grund gesetzlicher Auflagen erhöhten Bestände an Rohöl und Ölprodukten im Inland werden mittels eines langfristigen, gewogenen Durchschnittspreisverfahrens auf Basis von Erdöläquivalenten bewertet. Für Fertigfabrikate, die die gebundene Menge aus dieser Pflichtnotstandsreserve übersteigen, werden die produktionsbezogenen Herstellungskosten je Produktgruppe ermittelt. Bei diesem Tragfähigkeitsprinzip erfolgt die Zuordnung der Herstellungskosten nach dem aktuellen Marktwert der produzierten Produktgruppen.

k) Rückstellungen

Rückstellungen werden grundsätzlich für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn deren Eintritt wahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Einzelverpflichtungen werden mit jenem Betrag rückgestellt, der auf Grund einer bestmöglichen Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird.

Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltrückstellungen: Im Zusammenhang mit den Kernaktivitäten des Konzerns entstehen regelmäßig Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen sowie zur Bodensanierung. Diese Rekultivierungsverpflichtungen sind vor allem im Bereich E&P (Öl- und Gassonden, obertägige Einrichtungen) und bei Tankstellen auf fremdem Grund von großer Bedeutung und werden aus diesem Grund in einer eigenen Position ausgewiesen. Zum Zeitpunkt der Entstehung einer Verpflichtung wird für diese durch Passivierung des Barwerts der künftigen Rekultivierungsausgaben vollständig vorgesorgt. In gleicher Höhe wird ein Vermögenswert als Teil des Buchwerts des langlebigen Anlagevermögens aktiviert. Die Berechnung der Verpflichtung beruht grundsätzlich auf bestmöglichen Schätzungen. Das aktivierte Anlagevermögen wird im Geschäftsbereich R&M linear und im Geschäftsbereich E&P nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben. Die Verpflichtung ist bis zum Anlagenrückbau von Stichtag zu Stichtag aufzuzinsen. Für bestehende Verpflichtungen aus sonstigen Umweltrisiken und Maßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und das Ausmaß vernünftig schätzbar ist. Unternehmen | Geschäftsbereiche | Lagebericht | Konzernabschluss84 OMV Geschäftsbericht 2007 | Grundlagen und Methoden

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Im OMV Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen trifft OMV nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen bzw. durch Zahlung an eine außerbetriebliche Pensionskasse Rechnung getragen. Das Risiko im Zusammenhang mit diesen leistungsorientierten Pensionsplänen verbleibt bei OMV.

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Versicherungstechnische Gewinne und Verluste, die innerhalb eines Korridors von 10% des höheren Werts aus den erwarteten Ansprüchen oder des Planvermögens, jeweils am Periodenbeginn, anfallen, werden für Pensions- und Abfertigungsrückstellungen nicht

berücksichtigt. Der Überschuss an versicherungstechnischen Gewinnen und Verlusten, der den Korridor überschreitet, wird über die durchschnittliche verbleibende Dienstzeit der am Plan teilnehmenden Beschäftigten verteilt. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzerfolg dargestellt.

Restrukturierungsrückstellungen für freiwillige und unfreiwillige Personallösungen werden gebucht, wenn ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann. Freiwillige Änderungen in den Bezügevereinbarungen werden gebucht, wenn die betreffenden Beschäftigten das Angebot der Gesellschaft angenommen haben. Die im Rahmen von Einzelvereinbarungen betragsmäßig fixierten Lösungsverpflichtungen, die über einen feststehenden Zeitraum zur Auszahlung gelangen, werden mit dem Barwert der Verpflichtung ausgewiesen.

Für in Zusammenhang mit dem EU-weiten Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten bestehende Unterdeckungen wird im Konzern im Ausmaß der Unterdeckung durch Rückstellungen vorgesorgt (vgl. Anhangangabe 21).

l) Verbindlichkeiten

Diese werden mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bewertet werden, und von Fremdwährungsverbindlichkeiten, welche mit Stichtagskursen bewertet werden, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Langfristige Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst. Dabei wird jener Zinssatz verwendet, der am Bilanzstichtag für gleichartige Verbindlichkeiten mit gleicher Restlaufzeit gültig ist. Der Buchwert sonstiger Verbindlichkeiten deckt sich im Wesentlichen mit dem Tageswert, weil diese Verbindlichkeiten überwiegend kurzfristig sind.

Wenn bei Lieferungen aus dem operativen Geschäft noch keine Fakturierung erfolgt ist, jedoch sowohl der Eintrittszeitpunkt als auch der zu bezahlende Betrag feststehen, wird die abzugrenzende Verpflichtung bereits unter den Verbindlichkeiten und nicht unter den Rückstellungen ausgewiesen.

Wandelschuldverschreibungen sind zusammengesetzte Instrumente, bestehend aus einer Fremdkapital- und einer Eigenkapitalkomponente. Zum Ausgabestichtag wird der Tageswert der Fremdkapitalkomponente durch Anwendung eines zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden Marktzinssatzes für vergleichbare nicht-konvertible Schulden geschätzt. Die Differenz zwischen den Erlösen aus der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung und dem Tageswert der Fremdkapitalkomponente ergibt den Wert der Option zur Wandlung der Verbindlichkeit in Eigenkapital, welche im Eigenkapital ausgewiesen wird. Bei Rückkäufen von Wandelschuldverschreibungen wird jener Betrag, der die ausstehende, zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalkomponente übersteigt, ergebnisneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Unterschiedsbeträge zwischen dem Zeitwert der Verbindlichkeit zum Zeitpunkt des Rückkaufs und dem Buchwert werden im Finanzerfolg realisiert.

m) Ertragsteuern und latente Steuern

Neben Körperschaftsteuern, Gewerbesteuern und Kapitalertragsteuern werden im OMV Konzernabschluss auch die für den Geschäftsbereich E&P typischen Steuern auf den Netto-Zahlungsstrom aus der Öl- und Gasproduktion (Petroleum Revenue Tax (PRT) in Großbritannien, Petroleum Resource Rent Tax (PRRT) in Australien), die Abgaben aus dem Tax Paid Cost (TPC) System in Libyen und aus bestimmten EPSA-Verträgen (vgl. Anhangangabe 3 d) als Ertragsteuern behandelt und ausgewiesen. Auf alle temporären Differenzen (Differenzen zwischen Konzernbuchwerten und steuerlichen Buchwerten, die sich in den Folgejahren wieder ausgleichen) werden latente Steuern berechnet und bilanziert. Verlustvorträge werden im Rahmen der aktiven latenten Steuern berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht auf die Aufrechnung der Steuern besteht und die Steuern sich auf Steuersubjekte innerhalb der gleichen Steuerhoheit beziehen. Wenn mit der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% gerechnet werden kann, werden die Werte beibehalten, andernfalls wird eine Wertberichtigung vorgenommen.

Bei Zwischenergebniseliminierungen im Vorratsvermögen erfolgt eine Abgrenzung latenter Steuern.

n) Aktienoptionspläne

Basierend auf Hauptversammlungsbeschlüssen werden Aktienoptionspläne (vgl. Anhangangabe 28) an Vorstände und leitende Angestellte ausgegeben. Diese Vergütungen können durch Bezug von Aktien zu einem festgelegten Ausübungspreis oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs zum Ausübungsstichtag und -preis in Geldform oder in Form von Aktien in Anspruch genommen werden. Für die begebenen Aktienoptionspläne werden zum Zeitpunkt der Begebung und an den nachfolgenden Bilanzstichtagen auf Basis des Black-ScholesModells Marktwerte ermittelt. Rückstellungen auf Basis der jeweiligen Marktwerte werden über den Zeitraum der Sperrfrist verteilt gebildet. Nach Ablauf der Sperrfrist ist für die noch in Umlauf befindlichen Optionen mittels einer Rückstellung in Höhe der Marktwerte vorgesorgt.

o) Erstmalige Anwendung neuer bzw. überarbeiteter Standards und Interpretationen

Im Berichtsjahr 2007 wurden IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" und die Überarbeitung zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses – Angaben zum Kapital" erstmals angewendet, was zu erweiterten Anhangangaben zu Finanzinstrumenten und den damit verbundenen Risiken führt. Damit verbundene Gliederungsänderungen von Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechung sind in den jeweiligen Anhangangaben erläutert.

Außerdem waren die folgenden Interpretationen 2007 erstmals anzuwenden, was keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens hatte:

  • IFRIC 7 "Anwendung des Anpassungsansatzes unter IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern" (nicht für OMV relevant)
  • IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2" (nicht für OMV relevant)
  • IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate gemäß IAS 39"
  • IFRIC 10 "Zwischenberichterstattung und Wertminderung"

IFRS 8 "Operative Segmente" wurde am 21. November 2007 in EU-Recht übernommen und von OMV noch nicht frühzeitig angewendet. Dieser Standard ersetzt IAS 14 und sieht vor, die Segmentberichterstattung so aufzubereiten, wie unternehmensintern an den zentralen Entscheidungsträger des Unternehmens – als Grundlage für Entscheidungen hinsichtlich Leistungsbeurteilung und Ressourcenallokation – berichtet wird (Management Approach). Der Standard ist spätestens für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2008 beginnen, anzuwenden und wird auf die berichteten Ergebnisse oder die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen haben. Unternehmen | Geschäftsbereiche | Lagebericht | Konzernabschluss86 OMV Geschäftsbericht 2007 | Grundlagen und Methoden

Am 1. Juni 2007 wurde IFRIC 11 "IFRS 2 – Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen" in EU-Recht übernommen. Diese Interpretation wird ab dem Geschäftsjahr 2008 angewendet, was voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben wird.

p) Wesentliche veröffentlichte, aber noch nicht in EU-Recht übernommene Standards und Interpretationen

Zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Abschlusses zur Veröffentlichung waren die folgenden Überarbeitungen und Interpretationen bereits veröffentlicht, jedoch weder bereits verpflichtend anzuwenden noch in EU-Recht übernommen:

  • Überarbeitete Fassung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten" (anzuwenden im Zusammenhang mit qualifizierten Vermögenswerten, deren Aktivierung am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnt): Die wesentlichste Änderung besteht darin, dass die bisherige Benchmark-Methode nicht mehr zulässig sein wird, d.h. Fremdkapitalkosten können nicht mehr ohne Rücksicht auf die Verwendung des Fremdkapitals sofort im Aufwand erfasst werden. Die Überarbeitung wird keine Auswirkungen auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns haben, da schon bisher die bei qualifizierten Vermögenswerten angefallenen Fremdkapitalkosten aktiviert wurden.
  • Überarbeitete Fassung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): Diese Überarbeitung betrifft vorwiegend formale Aspekte des IAS 1 und stellt das Ergebnis der ersten Phase des Konvergenzprojekts von IASB und FASB zur Verbesserung und Harmonisierung der Darstellung von Finanzinformationen dar.
  • Überarbeitete Fassungen des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (beide anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen): Die wesentlichen Änderungen betreffen vornehmlich Unternehmenserwerbe, die keinen vollständigen, d.h. 100%igen Anteilserwerb zum Gegenstand haben (z.B. Neuregelung der bilanziellen Darstellung von Minderheitenanteilen; erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Beteiligungsanteile bei erstmaliger Erlangung der Kontrolle; erfolgsneutrale Erfassung von Änderungen der Beteiligungsquote an einem Tochterunternehmen ohne Kontrollverlust).

  • Überarbeitete Fassung des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen): Die Änderungen umfassen im Wesentlichen die Klarstellung der Ausdrücke "Ausübungsbedingungen" und "Annullierungen".

  • IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2008 beginnen): Diese Interpretation enthält Leitlinien zur Bilanzierung von Vereinbarungen, durch die eine Regierung oder eine andere Institution Aufträge an private Betreiber vergibt, um öffentliche Dienstleistungen bereitzustellen.
  • IFRIC 13 "Kundentreueprogramme" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen): Diese Interpretation widmet sich der Rechnungslegung von Unternehmen, die Prämiengutschriften (Treuepunkte oder Flugmeilen) an Kunden vergeben, die diese beim Kauf anderer Güter oder Dienstleistungen erhalten.
  • IFRIC 14 "IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2008 beginnen): Diese Interpretation regelt im Wesentlichen das Zusammenspiel zwischen einer zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtung, zusätzliche Beiträge in einen Pensionsplan einzuzahlen, und den Regelungen des IAS 19 zur Wertobergrenze eines positiven Saldos zwischen Planvermögen und leistungsorientierter Verpflichtung.

Eine frühzeitige Anwendung der genannten Neufassungen und Interpretationen ist erlaubt. Da diese aber noch nicht in EU-Recht übernommen wurden, werden sie von OMV noch nicht angewendet. Der Vorstand geht davon aus, dass die Anwendung keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss im Jahr der erstmaligen Anwendung haben wird.

Monetäre Fremdwährungspositionen werden mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag bewertet, wobei eingetretene Kursgewinne und -verluste erfolgswirksam erfasst werden. In Fällen, in denen die funktionale Währung von der Landeswährung abweicht, wird monetäres Vermögen zu Stichtagskursen und nicht-monetäres Vermögen zu Transaktionskursen bewertet.

Die Umrechnung der Abschlüsse von Gesellschaften, bei denen die funktionale Währung von der Konzernwährung abweicht, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Dabei werden Differenzen, die sich aus der Umrechnung von Bilanzpositionen zu aktuellen Stichtagskursen im Vergleich zu historischen Anschaffungskursen ergeben, in der Eigenkapitalentwicklung verrechnet. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Periodendurchschnittskursen (Devisenmittelkurs) umgerechnet. Differenzen aus der Anwendung von Durchschnittskursen gegenüber aktuellen Stichtagskursen führen gleichfalls zu direkten Adaptierungen im Eigenkapital. Die funktionale Währung der Gesellschaft OMV Slovenija trgovina z nafto in naftnimi derivati, d.o.o. wurde im Zuge der Euro-Einführung in Slowenien am 1. Jänner 2007 von SIT auf EUR umgestellt.

Folgende wesentliche Kurse wurden für die Währungsumrechnung in EUR herangezogen:

Währungsumrechnung

2007 2006
Kurse Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
Australischer Dollar (AUD) 1,678 1,635 1,669 1,667
Bulgarischer Lew (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Neuer Rumänischer Leu (RON) 3,608 3,335 3,384 3,526
Neuseeland Dollar (NZD) 1,902 1,863 1,873 1,937
Pfund Sterling (GBP) 0,733 0,684 0,672 0,682
Slowakische Krone (SKK) 33,583 33,775 34,435 37,234
Tschechische Krone (CZK) 26,628 27,766 27,485 28,342
Neue Türkische Lira (TRY) 1,717 1,787 1,864 1,913
Ungarischer Forint (HUF) 253,730 251,350 251,770 264,260
US Dollar (USD) 1,472 1,371 1,317 1,256

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

Personalaufwendungen EUR 1.000
2007 2006
Löhne und Gehälter 832.199 775.981
Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen 29.108 38.099
Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen (Pensionskassenbeiträge) 11.094 9.937
Nettoaufwendungen im Zusammenhang mit Personallösungen 79.406 143.130
Sonstiger Personal- und Sozialaufwand 87.795 90.414
Gesamt 1.039.602 1.057.561

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von TEUR 16.866 (2006: TEUR 23.444) und für Pensionen im Ausmaß von TEUR 53.763 (2006: TEUR 34.113) enthalten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
2007 2006
Planmäßige Abschreibungen 789.601 694.147
Wertminderungen 187.349 111.120
Gesamt 976.951 805.267

Der größte Teil der Wertminderungen im Jahr 2007 entfällt mit TEUR 97.619 auf Petrom SA (überwiegend Explorationsbohrungen, Tankstellen und petrochemische Anlagen). Weitere wesentliche Wertminderungen beziehen sich vor allem auf zwei Explorationslizenzen in Russland (Zavolzky und Karamansky, TEUR 24.222) das Suilven-Feld in Großbritannien (TEUR 20.873), den Firmenwert für OMV Ceská republika, s.r.o. (TEUR 12.272) sowie Tankstellen von OMV Deutschland GmbH (TEUR 8.682).

Im Jahr 2006 verteilten sich die Wertminderungen im Wesentlichen auf Petrom SA (TEUR 48.324), die im April 2007 verkaufte kasachische E&P-Gesellschaft Oztyurk Munai (TEUR 27.018) und das Joint Venture Boquerón in Venezuela (TEUR 22.949).

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Wertminderungen wie folgt ausgewiesen: TEUR 58.098 (2006: TEUR 56.449) in den Umsatzkosten, TEUR 63.917 (2006: TEUR 24.531) im Explorationsaufwand, TEUR 44.431 (2006: TEUR 18.258) im Vertriebsaufwand und TEUR 20.902 (2006: TEUR 22.972) in den sonstigen Aufwendungen.

Sonstige betriebliche Erträge EUR 1.000
2007 2006
Sonstige betriebliche Erträge 211.928 265.866
[davon Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Sachanlagevermögen und
immateriellen Vermögenswerten] [45.041] [78.743]
[davon Kursgewinne aus operativen Geschäften] [62.661] [57.256]
Sonstige betriebliche Aufwendungen
2007 2006
Sonstige betriebliche Aufwendungen 439.318 537.015
[davon Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen und immateriellen
Vermögenswerten] [45.987] [6.602]
[davon Kursverluste aus operativen Geschäften] [68.523] [81.363]

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Nettoaufwendungen für Personallösungskosten von TEUR 79.406 (2006: TEUR 143.130) enthalten.

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen enthält Erträge in Höhe von TEUR 318.680 (2006: TEUR 207.200) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 20.681 (2006: TEUR 22.548).

Zinsergebnis EUR 1.000
2007 2006
Zinserträge aus Finanzinstrumenten available-for-sale 4.122 4.270
Zinserträge aus Ausleihungen und Forderungen 75.848 111.460
Zinsaufwendungen aus zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten –99.304 –77.043
Sonstige Zinserträge und -aufwendungen –108.094 –100.111
Zinsergebnis –127.427 –61.424

In der laufenden Periode wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 23.928 (2006: TEUR 5.898) aktiviert.

Die sonstigen Zinserträge und -aufwendungen enthalten im Wesentlichen die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 48.909 (2006: TEUR 49.147) sowie die Zinskomponenten aus der Aufzinsung der Rückstellung für Lösungskosten und der Netto-Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 5.776 bzw. TEUR 69.270 (2006: TEUR 6.779 bzw. TEUR 59.943). Die Zinserträge aus dem Pensionsplanvermögen belaufen sich in der Berichtsperiode auf TEUR 22.446 (2006: TEUR 21.962).

Die Position Sonstiges Finanzergebnis enthält in der Berichtsperiode Netto-Fremdwährungsgewinne aus Finanzinstrumenten in Höhe von TEUR 4.003 (2006: Nettoverluste von TEUR 67.598).

Im Zuge der erstmaligen Anwendung von IFRS 7 wurde die Gliederung des Finanzerfolgs adaptiert. Für die Anpassung der Vorjahrszahlen wurden gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2006 folgende Umgliederungen vorgenommen: Die im Geschäftsbericht 2006 ausgewiesene Position Sonstiges Beteiligungsergebnis wurde auf die Positionen Dividendenerträge und Sonstiges Finanzergebnis aufgeteilt. Weiters wurde das im Geschäftsbericht 2006 ausgewiesene Zinsergebnis teilweise in die Positionen Dividendenerträge bzw. Sonstiges Finanzergebnis umgegliedert.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
EUR 1.000
2007 2006
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Österreich 927.629 619.735
Ausland 1.484.507 1.536.491
Gesamt 2.412.136 2.156.226
Ertragsteuern
Österreich 122.654 108.174
Ausland 433.052 381.869
Latente Steuern 13.635 16.240
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 569.340 506.283
Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Die Ertragsteuerbelastung sowie die Ergebnisse vor Steuern für die Ermittlung des Effektivsteuersatzes zeigen
folgendes Bild:
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag EUR 1.000
2007 2006
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Österreich 927.629 619.735
Ausland
Gesamt
1.484.507
2.412.136
1.536.491
2.156.226
Ertragsteuern
Österreich 122.654 108.174
Ausland 433.052 381.869
Latente Steuern 13.635 16.240
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 569.340 506.283
Die Entwicklung der latenten Steuern kann folgender Tabelle entnommen werden:
Entwicklung der latenten Steuern 1) EUR 1.000
Saldo latente Steuern zum 1.1. 2007
–226.896
2006
–195.646
Saldo latente Steuern zum 31.12. –243.610 –226.896
Veränderung latente Steuern –16.714 –31.250
Direkt im Eigenkapital erfasste latente Steuern aus Wertpapierbewertung und Sicherungsgeschäften 420 15.171
Konsolidierungskreisänderungen, Kursdifferenzen 2.659 –161
Latente Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung
Die Saldogröße latente Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
–13.635 –16.240
Steuersatzänderung –37.627 6.491
Zwischenergebniseliminierung –2.003 2.317
Auflösung und Bildung von Wertberichtigungen zu latenten Steuern –11.409 –7.329
In den Vorjahren nicht berücksichtigte Verlustvorträge
Aus der Umkehrung von temporären Differenzen inklusive Neubildung und Verbrauch von
–6.855 216
Verlustvorträgen 44.260 –17.935
1) Einschließlich latenter Steuern aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen.
Bei der Ermittlung des Effektivsteuersatzes wird der Ertragsteueraufwand, soweit dem Ergebnis aus der gewöhn
lichen Geschäftstätigkeit zuordenbar, diesem gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende Steuersatz wird mit
dem österreichischen Regelsteuersatz von 25% verglichen, und die wesentlichen Abweichungen werden analysiert.
90 90 OMV Geschäftsbericht 2007 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
OMV Geschäftsbericht 2007 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Steuerüberleitungsrechnung %
2007 2006
Körperschaftsteuersatz in Österreich 25,0 25,0
Steuereffekte durch:
Abweichende ausländische Steuersätze 7,2 5,6
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 3,3 3,3
Steuerfreies Einkommen –8,7 –11,0
Steuersatzänderung –1,6 0,3
Verfallene Verlustvorträge 0,1 0,6
Steuerliche Beteiligungsabschreibung auf Ebene der Muttergesellschaft –0,1 –1,0
Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern –0,5 –0,3
Sonstige –1,1 1,0
Effektivsteuersatz im Konzernabschluss 23,6 23,5

Die OMV Aktiengesellschaft bildet mit allen wesentlichen Tochtergesellschaften in Österreich eine Steuergruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz 1988, in der das steuerpflichtige Ergebnis aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften sowie zweier ausländischer Tochtergesellschaften (OMV Australia PTY LTD und OMV Slovensko s.r.o.) zusammengefasst wird.

Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich steuerbefreit. Dividenden von ausländischen Beteiligungen mit einem Anteil von 10% oder mehr sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit.

Der Gesamtbetrag der direkt im Eigenkapital verbuchten Ertragsteuern beläuft sich auf TEUR 5.571 (2006: TEUR –4.913). 2007 wurden Verlustvorträge von TEUR 104.577 (2006: TEUR 68.119) verwertet, auf die eine Steuerlatenz von TEUR 30.552 (2006: TEUR 20.486) entfiel.

Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Die Ergebnisse aufgegebener Geschäftsaktivitäten stammen 2006 im Wesentlichen aus den Verkaufserlösen von
Ekuador und Katar. 2007 gab es keine Ergebnisse aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten.
Ergebnisse aufgegebener Geschäftsaktivitäten EUR 1.000
Umsatzerlöse aufgegebener Geschäftsaktivitäten 2007
2006
43.441
Aufwand aufgegebener Geschäftsaktivitäten
Laufende Steuern aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten

–78.713
–3.580
Laufendes Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten –38.852
Veräußerungsergebnis
Laufende Steuern auf Veräußerungsergebnis

47.150
Latente Steuern auf Veräußerungsergebnis
Veräußerungsergebnis aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten


47.150
Ergebnis aufgegebener Geschäftsaktivitäten nach Steuern 8.298
Gewinn je Aktie
EUR 1.000 Aktienanzahl 2007
je Aktie
in EUR
2006
je Aktie
in EUR
Unverwässerter Gewinn aus fortgesetzten Geschäftsaktivitäten
Unverwässerter Gewinn aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten
1.578.836 298.651.826
5,29
4,61
0,03
Unverwässerter Gewinn gesamt 1.578.836 298.651.826 5,29 4,64
Verwässerter Gewinn aus fortgesetzten Geschäftsaktivitäten
Verwässerter Gewinn aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten
1.578.836 299.193.681
5,28
4,41
0,03
Verwässerter Gewinn gesamt 1.578.836 299.193.681 5,28 4,44
Für die Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie wurde die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stückak
tien berücksichtigt, welche sich nach Umwandlung aller potenziellen Stückaktien mit Verwässerungseffekten erge
ben würde. Dies umfasst die zum 31. Dezember 2007 in Umlauf befindlichen Optionen aus den Aktienoptionsplä
nen 2003 bis 2006 für den begünstigen Erwerb von Stückaktien (401.097 Stück bei Ausübung durch Auszahlung
der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungskurs in Form von Aktien) sowie mit 140.758 Stück die
gewichteten potenziellen Stückaktien aus der Ausübungsmöglichkeit des gewährten Wandlungsrechts der bis zur
Kündigung per 21. Februar 2007 in Umlauf befindlichen Wandelschuldverschreibungen (siehe Anhangangabe 22).
92
92
OMV Geschäftsbericht 2007 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
OMV Geschäftsbericht 2007 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn je Aktie

2007 2006
EUR 1.000 Aktienanzahl je Aktie je Aktie
in EUR in EUR
Unverwässerter Gewinn aus fortgesetzten Geschäftsaktivitäten 1.578.836 298.651.826 5,29 4,61
Unverwässerter Gewinn aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten 0,03
Unverwässerter Gewinn gesamt 1.578.836 298.651.826 5,29 4,64
Verwässerter Gewinn aus fortgesetzten Geschäftsaktivitäten 1.578.836 299.193.681 5,28 4,41
Verwässerter Gewinn aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten 0,03
Verwässerter Gewinn gesamt 1.578.836 299.193.681 5,28 4,44

Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögenswerte EUR 1.000
2007 Konzes
sionen,
Lizenzen,
Rechte
Firmen
werte
Geleistete
Anzahlungen
Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2007
Währungsdifferenz 337.225
–6.585
33.650
–1.252
1.558
–2.588
372.433
–10.425
Konsolidierungskreisänderung 873 873
Zugang 65.257 1.265 40.031 106.553
Umbuchung 7.932 –9 –975 6.948
Abgang –6.614 –72 –38 –6.724
31.12.2007 398.088 33.582 37.988 469.658
Entwicklung der Abschreibung
1.1.2007 176.625 176.625
Währungsdifferenz –2.091 –2.091
Konsolidierungskreisänderung 773 773
Planmäßige Abschreibung 45.166 45.166
Wertminderung 1.640 15.277 16.917
Umbuchung –60 –60
Abgang –3.963 –3.963
Zuschreibung –518 –518
31.12.2007 217.572 15.277 232.849
Buchwert 1.1.2007 160.600 33.650 1.558 195.808
Buchwert 31.12.2007 180.516 18.305 37.988 236.809
2006
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2006 247.721 32.494 1.233 281.448
Währungsdifferenz 4.294 1.291 5.585
Konsolidierungskreisänderung 6.636 310 6.946
Zugang 76.745 682 925 78.352
Umbuchung 11.397 –817 –900 9.680
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –10 –10
Abgang –9.558 –10 –9.568
31.12.2006 337.225 33.650 1.558 372.433
Entwicklung der Abschreibung
1.1.2006 137.866 137.866
Währungsdifferenz 1.148 1.148
Konsolidierungskreisänderung 6.123 6.123
Planmäßige Abschreibung 34.695 34.695
Wertminderung 4.175 4.175
Umbuchung –6.033 –6.033
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –11 –11
Abgang –1.283 –1.283
Zuschreibung –55 –55
31.12.2006 176.625 176.625
Buchwert 1.1.2006 109.855 32.494 1.233 143.582
Buchwert 31.12.2006 160.600 33.650 1.558 195.808
FUR 1.000
Sachanlagen EUR 1.000
Grund,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten,
einschließlich
Bauten auf
fremdem
Grund
Öl- und
Gasver
mögen
mit
sicheren
Reserven
Öl- und
Gasver
mögen
mit nicht
sicheren
Reserven
Tech
nische
Anlagen
und Ma
schinen
Andere
Anlagen,
Betriebs
und Ge
schäfts
aus
stattung
Anlagen
in Bau
Geleistete
Anzah
lungen
Summe
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
1.1.2007
Währungsdifferenz
2.266.287 5.359.024
–20.387 –311.408
–20.256 260.229 3.800.544
–19.882
1.346.378
–7.029
861.334
–61.469
–8.819 67.257 13.961.053
–449.250
Konsolidierungskreisänderung 23.224 4.887 29.625 1.921 1.437 101 61.195
Zugang 86.432 649.999 260.565 542.346 143.202 972.993 101.421 2.756.958
Umbuchung 116.752 189.289 –14.619 314.046 70.921 –651.117 –31.608 –6.336
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen
Abgang

–70.143
–14.646
–29.711

–8.047

–79.818

–51.795

–2.707

–1.701
–14.646
–243.922
31.12.2007 2.402.165 5.842.547 482.759 4.586.861 1.503.598 1.120.471 126.651 16.065.052
Entwicklung der Abschreibung
1.1.2007
Währungsdifferenz
750.009 2.008.277
–2.025 –116.862
–6.228 9.467 2.515.088
–6.960
892.500
–2.981
45.783
–1.490
7.799
–475
6.228.923
–137.020
Konsolidierungskreisänderung 1.588 738 2.326
Planmäßige Abschreibung 81.514 403.736 849 157.061 100.629 646 744.435
Wertminderung 36.517 6.904 80.106 24.571 3.652 18.614 67 170.431
Umbuchung –632 896 22.022 5.285 981 –27.880 672
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –38 –38
Abgang –30.826 –6.414 –8.007 –66.279 –42.472 –17 –1 –154.017
Zuschreibung
31.12.2007
–767 –141 –782 –2.128 –3.818
Buchwert 1.1.2007 835.340 2.296.537
1.516.278 3.350.747
98.209 2.628.625
250.762 1.285.456
952.265
453.878
33.528
815.551
7.390
59.458
6.851.894
7.732.130
Buchwert 31.12.2007 1.566.825 3.546.010 384.550 1.958.236 551.333 1.086.943 119.261 9.213.158
Sachanlagen EUR 1.000
Grund, Öl- und Öl- und Tech Andere Anlagen Geleistete Summe
grundstücks Gasver Gasver nische Anlagen, in Bau Anzah
gleiche Rechte mögen mögen Anlagen Betriebs lungen
und Bauten, mit mit nicht und Ma und Ge
einschließlich sicheren sicheren schinen schäfts
Bauten auf Reserven Reserven aus
fremdem stattung
Grund
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
1.1.2006 2.119.302 4.839.929 124.591 3.651.205 1.283.678 485.207 26.307 12.530.219
Währungsdifferenz 69.937 59.326 –7.144 26.562 12.284 22.022 2.454 185.441
Konsolidierungskreisänderung 126.360 71.043 8.505 5.940 439 169 212.456
Zugang 30.534 293.436 84.003 68.751 58.071 824.371 37.204 1.396.370
Umbuchung –30.814 301.529 –9.208 114.371 47.066 –433.788 1.473 –9.371
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –13.221 –25.190 –1.442 –8.569 –583 –21.021 –70.026
Abgang –35.811 –110.006 –1.614 –60.281 –60.078 –15.896 –350 –284.036
31.12.2006 2.266.287 5.359.024 260.229 3.800.544 1.346.378 861.334 67.257 13.961.053
Entwicklung der Abschreibung
1.1.2006 817.543 1.572.673 6.822 2.430.673 838.045 26.290 58 5.692.104
Währungsdifferenz 17.693 –62.218 –433 9.317 5.866 2.496 301 –26.978
Konsolidierungskreisänderung –735 –3.805 2.461 –2.079
Planmäßige Abschreibung 77.503 343.244 316 142.284 95.938 167 659.452
Wertminderung 6.525 30.348 4.204 20.045 2.411 43.377 35 106.945
Umbuchung –149.902 193.785 –41.495 –1.216 –2.240 7.411 6.343
Zu Veräußerungszwecken
gehaltenes Vermögen –7.210 –21.320 –1.442 –4.587 –583 –21.021 –56.163
Abgang –10.015 –48.235 –36.665 –49.870 –605 –6 –145.396
Zuschreibung –1.393 –679 –552 –2.681 –5.305
31.12.2006 750.009 2.008.277 9.467 2.515.088 892.500 45.783 7.799 6.228.923
Buchwert 1.1.2006 1.301.759 3.267.256 117.769 1.220.532 445.633 458.917 26.249 6.838.115
Buchwert 31.12.2006 1.516.278 3.350.747 250.762 1.285.456 453.878 815.551 59.458 7.732.130

In der Position Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich Bauten auf fremdem Grund sind Grundstücke in Höhe von TEUR 512.771 (2006: TEUR 475.943) ausgewiesen.

Die Position Öl- und Gasvermögen mit nicht sicheren Reserven beinhaltet aktivierte Explorations- und Evaluierungskosten sowie Explorationslizenzen.

Insgesamt wurden Sachanlagen mit einem Buchwert von TEUR 14.608 in die Position Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert: Dies betrifft ausschließlich das Joint Venture Dunlin bei der OMV (U.K.) Limited.

Der Verkauf der 2006 als zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte, der 49%ige Anteil der OMV (Tunesien) Production GmbH am Feld Chergui und eine Bohranlage der kasachischen Oztyurk Munai, wurde im Verlauf des Jahrs 2007 abgeschlossen.

Leasing-, Miet- und Pachtverträge

Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Im Rahmen der Herstellung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden 2007 Fremdkapitalzinsen
in Höhe von TEUR 23.928 (2006: TEUR 5.898) aktiviert, welche überwiegend aus nicht speziell aufgenommenen
Fremdmitteln resultieren, sondern mittels eines Finanzierungskostensatzes von 4,5% (2006: 4,3%) bestimmt wur
den. Zum Bilanzstichtag bestanden vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR
867.668.
Leasing-, Miet- und Pachtverträge
Das Sachanlagevermögen beinhaltet auch Anlagen mit Finanzierungsleasingverträgen. Diese bestehen u.a. bei OMV
(U.K.) Limited für eine Erdgasaufbereitungsanlage, bei OMV Slovensko, s.r.o. und OMV Ceská republika, s.r.o. für
Tankstellen und Grundstücke, bei OMV Gas International GmbH für Erdgas-Tankstellen, bei OMV Deutschland
GmbH für Grundstücke und Gebäude, bei OMV Hungaria Asványolaj Kft. und Petrom LPG SA für einen Fuhrpark,
sowie für EDV-Anlagen und Telekommunikationseinrichtungen bei OMV Solutions GmbH, OMV Deutschland GmbH
und OMV Bulgaria LTD.
Leasing-, Miet- und Pachtverträge EUR 1.000
Anschaf
fungskosten
Kumulierte
Abschreibung
2007
Buch
wert
Anschaf
fungskosten
Kumulierte
Abschreibung
2006
Buch
wert
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten, einschließlich Bauten auf fremdem Grund
Technische Anlagen und Maschinen
23.534
30.924
25.096 5.898 17.636
5.828
17.548
35.813
28.557 4.996 12.552
7.256
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.414 6.414 0 7.200 6.847 353
Summe 60.872 37.408 23.463 60.561 40.400 20.161
TEUR 2.731) geleistet.
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing per 31.12.
2007 EUR 1.000
2006
"1 Jahr 1–5 Jahre >5 Jahre "1 Jahr 1–5 Jahre >5 Jahre
Summe künftiger Mindestleasingzahlungen 2.340 7.079 12.131 1.659 4.427 6.299
[davon Zinsanteil] [1.027] [2.712] [3.153] [469] [1.408] [2.213]
Barwert der Mindestleasingzahlungen 1.313 4.367 8.978 1.190 3.019 4.086
OMV nimmt auch operatives Leasing in Anspruch, welches hauptsächlich für die Nutzung von Tankstellen
grundstücken, EDV-Anlagen sowie im Bereich des Fuhrparks eingesetzt wird. Der Aufwand belief sich im Jahr
2007 auf TEUR 65.535 (2006: TEUR 56.494).
Der Leasingaufwand für künftige Perioden beträgt:
Leasingaufwand für künftige Perioden EUR 1.000
Fällig innerhalb 1 Jahrs 58.917
Fällig zwischen 1 und 5 Jahren 166.442
Fällig nach mehr als 5 Jahren 199.032
Summe künftiger Mindestleasingzahlungen 424.391
Für einen wesentlichen Teil der gemieteten Tankstellengrundstücke bestehen Verlängerungsoptionen.
96
96
OMV Geschäftsbericht 2007 Erläuterungen zur Bilanz
OMV Geschäftsbericht 2007 Erläuterungen zur Bilanz
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing per 31.12. EUR 1.000
2007 2006
"1 Jahr 1–5 Jahre >5 Jahre "1 Jahr 1–5 Jahre >5 Jahre
Summe künftiger Mindestleasingzahlungen 2.340 7.079 12.131 1.659 4.427 6.299
[davon Zinsanteil] [1.027] [2.712] [3.153] [469] [1.408] [2.213]
Barwert der Mindestleasingzahlungen 1.313 4.367 8.978 1.190 3.019 4.086

Der Leasingaufwand für künftige Perioden beträgt:

Leasingaufwand für künftige Perioden EUR 1.000
Fällig innerhalb 1 Jahrs 58.917
Fällig zwischen 1 und 5 Jahren 166.442
Buchwert 2007 2006
1.1. 1.786.141 881.703
Währungsdifferenz 78.477 863
Konsolidierungskreisänderung –3.968 –27.065
Zugang und Werterhöhung 350.517 1.044.698
Abgang –85.533 –114.058
31.12. 2.125.635 1.786.141

Folgende Tabelle zeigt die Eckdaten aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der at-equity bilanzierten Unternehmen:

Eckdaten der at-equity bilanzierten Unternehmen EUR 1.000
2007 2006
Umlaufvermögen 3.685.636 3.673.676
Anlagevermögen 7.222.162 6.740.629
Fremdkapital 5.359.717 5.388.543
Nettoumsatz 15.485.113 14.625.072
Betriebserfolg (EBIT) 719.270 618.618
Jahresüberschuss 673.533 535.991

In der Berichtsperiode haben sich die Vorräte um TEUR 415.595 bzw. 20,5% auf TEUR 2.444.171 erhöht. Der Vorratsbestand verteilt sich wie folgt:

Vorratsbestand EUR 1.000
2007 2006
Rohöl 674.423 434.693
Sonstige Rohstoffe 308.333 236.412
Unfertige Mineralölprodukte 219.997 187.847
Sonstige unfertige Erzeugnisse 3.862 18.943
Fertige Mineralölprodukte 783.999 606.761
Sonstige fertige Erzeugnisse 434.257 527.007
Anzahlungen 19.300 16.913

Die Rohöl- und Mineralölproduktenbestände stiegen um 36,5% auf TEUR 1.678.419 (2006: TEUR 1.229.301).

Gesamt 2.444.171 2.028.576

Als Warenaufwand wurden in der Berichtsperiode TEUR 13.134.433 ergebniswirksam in den Umsatzkosten erfasst (2006: TEUR 12.694.748).

Die Wertberichtigungen auf Vorräte betragen TEUR 45.052 (2006: TEUR 52.284).

Anteile an assoziierten Unternehmen EUR 1.000

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Buchwerte) EUR 1.000
2007 2006
Forderungen gegenüber Dritten 2.343.311 1.857.152
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 65.561 64.538
Forderungen gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen 332 412
Gesamt 2.409.204 1.922.102
2007
Forderungen gegenüber Dritten
2.343.311
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis
65.561
Forderungen gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen
332
Gesamt
2.409.204
Zeitwert.
wie folgt:
Aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2007
1.1.
100.480
Zuführung (+)/Auflösung (–)
5.419
Abgänge
–20.752
Währungsdifferenz und Konsolidierungskreisänderung
2.396
31.12.
87.544
Buchwert der wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2007
Vor Wertberichtigung
231.277
Nach Wertberichtigung
143.733
Die Altersstruktur überfälliger, aber nicht wertberichtigter Forderungen stellt sich wie folgt dar:
Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2007
Bis 60 Tage überfällig
157.201
61 bis 120 Tage überfällig
270
Mehr als 120 Tage überfällig
3.985
Gesamt
161.455
1.922.102
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen im Wesentlichen ihrem beizulegenden
Die aktivisch abgesetzten Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich
162.079
EUR 1.000
129.933
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Buchwerte) EUR 1.000
2006
1.857.152
64.538
412
EUR 1.000
2006
–26.259
–47.504
12.164
100.480
2006
209.466
108.986
EUR 1.000
2006
125.250
1.396
3.287
Buchwert der wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2007 2006
Vor Wertberichtigung 231.277 209.466
Nach Wertberichtigung 143.733 108.986
Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 1.000
2007 2006
Bis 60 Tage überfällig 157.201 125.250
61 bis 120 Tage überfällig 270 1.396
Mehr als 120 Tage überfällig 3.985 3.287
Gesamt 161.455 129.933

Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige finanzielle Vermögenswerte (Buchwerte nach Bewertung) EUR 1.000
Ergebnis Ergebnis Zu fortgeführten Summe [davon [davon
wirksam neutral Anschaffungs Buchwerte kurzfristig] langfristig]
zum Fair Value zum Fair Value kosten
bewertet bewertet bewertet
31.12.2007
Anteile an nicht-konsolidierten
Unternehmen 2.141.532 57.124 2.198.656 [—] [2.198.556]
Investmentfonds 278.279 189.904 468.183 [278.279] [189.904]
Anleihen 55.717 55.717 [—] [55.717]
Als Sicherungsinstrumente
designierte und effektive Derivate 1.581 74.807 76.388 [53.657] [22.731]
Sonstige Derivate 4.389 4.389 [4.389] [—]
Ausleihungen 206.317 206.317 [2.370] [203.948]
Sonstige Forderungen gegenüber
verbundenen, nicht-konsolidierten
Unternehmen 5.047 5.047 [1.801] [3.246]
Sonstige Forderungen gegenüber
assoziierten Unternehmen 3.724 3.724 [3.724] [—]
Sonstige Forderungen gegenüber
Unternehmen mit
Beteiligungsverhältnis 3.696 3.696 [3.696] [—]
Übrige sonstige Forderungen 739.671 739.671 [246.128] [493.544]
Gesamt 284.249 2.461.960 1.015.579 3.761.788 [594.043] [3.167.745]
31.12.2006
Anteile an nicht-konsolidierten
Unternehmen 938.227 49.764 987.991 [—] [987.991]
Investmentfonds 99.312 407.216 506.528 [99.312] [407.216]
Anleihen 61.880 61.880 [—] [61.880]
Als Sicherungsinstrumente
designierte und effektive Derivate 1.156 91.879 93.035 [82.866] [10.169]
Sonstige Derivate 7.391 7.391 [7.391] [—]
Ausleihungen 141.377 141.377 [—] [141.377]
Sonstige Forderungen gegenüber
verbundenen, nicht-konsolidierten
Unternehmen 1.994 1.994 [1.994] [—]
Sonstige Forderungen gegenüber
assoziierten Unternehmen 22.820 22.820 [22.815] [5]
Sonstige Forderungen gegenüber
Unternehmen mit
Beteiligungsverhältnis 5.311 5.311 [5.311] [—]
Übrige sonstige Forderungen 538.919 538.919 [160.198] [378.721]
Gesamt 107.859 1.499.202 760.185 2.367.246 [379.887] [1.987.359]

Mit Ausnahme der Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen zu Anschaffungskosten, für die kein Börsen- oder Marktkurs existiert, entspricht der jeweilige Buchwert dem beizulegenden Zeitwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte.

Fortgeführte Anschaffungskosten der Wertpapiere EUR 1.000
2007 2006
Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen zum Fair Value 1.437.410 232.096
Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen zu Anschaffungskosten 57.124 49.764
Investmentfonds at-fair-value-through-profit-or-loss 276.020 99.312
Investmentfonds available-for-sale 212.646 418.523
Anleihen 57.543 61.952
Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte at-fair-value-through-profit-or-loss (exklusive der als Sicherungsin
strumente designierten und effektiven Derivate, die gemäß IAS 39.9 nicht als finanzielle Vermögenswerte at-fair
value-through-profit-or-loss gelten) beträgt zum 31. Dezember 2007 TEUR 282.668 (2006: TEUR 106.703). Darin
sind ausschließlich finanzielle Vermögenswerte held-for-trading enthalten. Der Buchwert der finanziellen Vermö
genswerte available-for-sale beträgt zum 31. Dezember 2007 TEUR 2.444.277 (2006: TEUR 1.457.087). Finan
zielle Vermögenswerte held-to-maturity wurden weder zum 31. Dezember 2006 noch zum 31. Dezember 2007
gehalten.
Die Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen, die ergebnisneutral zum Fair Value bewertet werden, beziehen
sich ausschließlich auf den 20,2%-Anteil an der ungarischen Öl- und Gasgesellschaft MOL und enthalten erfolgs
neutrale Gewinne in Höhe von TEUR 704.122 (2006: TEUR 706.131). Auf Grund der in der Satzung von MOL
festgelegten Beschränkung der Stimmrechte auf 10% liegt kein maßgeblicher Einfluss bei dieser Beteiligung vor.
Unter den Ausleihungen sind verzinsliche Gesellschafterdarlehen an IOB Holdings A/S und Erdöl-Lagergesellschaft
m.b.H. von insgesamt TEUR 42.775 (2006: TEUR 78.750) mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 4,73% im
Jahr 2007 sowie ein unverzinsliches Gesellschafterdarlehen an Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH in Höhe von
TEUR 159.750 (2006: TEUR 60.750) ausgewiesen.
Im Zuge der erstmaligen Anwendung von IFRS 7 wurde die Gliederung der Bilanz adaptiert, die Vorjahrszahlen
wurden entsprechend angepasst. Die angegebenen Zahlen zu den sonstigen finanziellen Vermögenswerten im
Geschäftsjahr 2006 umfassen die im Geschäftsbericht 2006 ausgewiesenen Bilanzpositionen Sonstige Finanzanla
gen und Wertpapiere und Anteile sowie den finanziellen Teil der im Geschäftsbericht 2006 ausgewiesenen Bilanz
position Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände.
Die fortgeführten Anschaffungskosten der Wertpapiere stellen sich wie folgt dar:
Fortgeführte Anschaffungskosten der Wertpapiere EUR 1.000
2007 2006
Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen zum Fair Value 1.437.410 232.096
Anteile an nicht-konsolidierten Unternehmen zu Anschaffungskosten
Investmentfonds at-fair-value-through-profit-or-loss
57.124
276.020
49.764
99.312
Investmentfonds available-for-sale 212.646 418.523
Anleihen 57.543 61.952
Die aktivisch abgesetzten Wertberichtigungen zu den sonstigen finanziellen Forderungen entwickelten sich wie
folgt:
Aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen zu sonstigen finanziellen Forderungen EUR 1.000
2007 2006
1.1. 122.574 55.865
Zuführung (+)/Auflösung (–) –398 59.425
Abgänge
Währungsdifferenz und Konsolidierungskreisänderung
–9.042
–6.436

7.283
31.12. 106.697 122.574
Buchwert der wertberichtigten sonstigen finanziellen Forderungen EUR 1.000
2007 2006
Vor Wertberichtigung
Nach Wertberichtigung
107.521
825
122.696
123
100
100
OMV Geschäftsbericht 2007 Erläuterungen zur Bilanz
OMV Geschäftsbericht 2007 Erläuterungen zur Bilanz
Buchwert der wertberichtigten sonstigen finanziellen Forderungen EUR 1.000
2007 2006
Vor Wertberichtigung 107.521 122.696
Nach Wertberichtigung 825 123

Die Altersstruktur überfälliger, aber nicht wertberichtigter sonstiger finanzieller Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Buchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter sonstiger finanzieller Forderungen EUR 1.000
2007 2006
Bis 60 Tage überfällig 1.523 1.714
61 bis 120 Tage überfällig 1.647 258
Mehr als 120 Tage überfällig 2.567 74
Gesamt 5.737 2.046

Die Position Sonstige Vermögenswerte setzt sich wie folgt zusammen:

Sonstige Vermögenswerte EUR 1.000
2007 2006
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 4.599
Vorausbezahlte Mieten und Pachten 7.394 12.231 4.092 13.237
Sonstige eigene Vorauszahlungen 54.769 4.270 16.118 5.510
Übrige sonstige Forderungen 131.818 33.497
Sonstige Vermögenswerte 193.981 16.501 58.306 18.747

Im Zuge der erstmaligen Anwendung von IFRS 7 wurde die Gliederung der Bilanz adaptiert, die Vorjahrszahlen wurden entsprechend angepasst. Die angegebenen Zahlen zu den Sonstigen Vermögenswerten im Geschäftsjahr 2006 umfassen den nicht-finanziellen Teil der im Geschäftsbericht 2006 ausgewiesenen Bilanzposition Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände mit Ausnahme der Forderungen aus laufenden Ertragsteuern, die nunmehr als eigene Bilanzposition ausgewiesen werden.

Im Wesentlichen bestehen die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus einem Grundstück der OMV Aktiengesellschaft, welches 2008 veräußert werden soll, sowie aus dem produzierenden Joint Venture Dunlin der OMV (U.K.) Limited.

In 2007 wurde das Feld Chergui in Tunesien verkauft. Da auf Grund behördlich vorgeschriebener Rekultivierungsverpflichtungen der Verkauf von Dunlin 2005 nicht abgeschlossen werden konnte, wurde Dunlin 2006 aus der Kategorie Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen ausgegliedert.

2007 hat sich OMV mit den anderen Dunlin-Partnern zu einem gemeinsamen Verkauf von Dunlin entschlossen. Der Abschluss der Transaktion ist für das 1. Quartal 2008 geplant; das Feld Dunlin wird daher wieder in der Kategorie Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen ausgewiesen.

Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten EUR 1.000
2007 2006
Sachanlagevermögen 20.644 20.443
Kurzfristiges Vermögen und latente Steuern 10.692 3.740
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 31.336 24.183
Rückstellungen 25.549 345
Verbindlichkeiten 2.015 137
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 27.564 482

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 300.000.000 (2006: 300.002.400) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von TEUR 300.000 (2006: TEUR 300.002). Für die im Berichtsjahr erfolgte Kapitalherabsetzung um TEUR 2 wurden 2.400 Stück eigene Aktien eingezogen. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht. Für das Geschäftsjahr 2007 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien.

Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Ziff. 1 AktG um rund TEUR 29.998 durch Ausgabe von bis zu 29.997.600 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 18. Mai 2004 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Da per 31. Dezember 2006 die Anzahl der noch ausstehenden Wandelschuldverschreibungen weniger als 10% der ursprünglich im Dezember 2004 begebenen Anleihen ausmachte, erfolgte am 21. Februar 2007 die vollständige Rückzahlung der zu diesem Zeitpunkt ausstehenden Wandelschuldverschreibungen. Damit ist eine bedingte Kapitalerhöhung auf Grund der im Dezember 2004 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen nicht mehr möglich.

Mit Wirkung vom 22. Dezember 2004 wurden 1.793.868 Stück Wandelschuldverschreibungen begeben, bei welchen den Inhabern vom 1. Jänner 2005 bis 19. November 2008 ein Wandlungsrecht in Stammaktien im Verhältnis 1:1 (nach dem 2005 vorgenommenen Aktiensplit im Verhältnis 1:10) zustand. Bei einem Ausgabekurs von EUR 306,60 flossen dem Unternehmen insgesamt TEUR 550.000 zu. Die Eigenkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibungen in Höhe von TEUR 35.921 wird unter den Kapitalrücklagen ausgewiesen (für nähere Informationen zur Wandelschuldverschreibung vgl. Anhangangabe 22). Bis zum 31. Dezember 2006 wurden 469.780 Stück Wandelschuldverschreibungen durch 4.697.800 Stück Aktien gewandelt, 1.158.629 Stück Wandelschuldverschreibungen wurden von der Gesellschaft rückgekauft. Für 240 Stück Wandelschuldverschreibungen (davon 2005: 70 Stück) wurden Wandlungen aus bedingtem Kapital bedient, die das Grundkapital um EUR 2.400 erhöhten. Die restlichen gewandelten Wandelschuldverschreibungen wurden durch eigene Aktien bedient. 2007 wurden weitere 162.413 Stück Wandelschuldverschreibungen durch eigene Aktien bedient, 2.720 Stück Wandelschuldverschreibungen wurden von der Gesellschaft rückgekauft, die restlichen 326 Stück Wandelschuldverschreibungen wurden getilgt. Unternehmen | Geschäftsbereiche | Lagebericht | Konzernabschluss102 OMV Geschäftsbericht 2007 | Erläuterungen zur Bilanz

Die in der Hauptversammlung 2004 an den Vorstand erteilte Ermächtigung, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft um bis zu TEUR 36.350 durch Ausgabe von maximal 36.350.000 Stückaktien bis zum 17. Mai 2009 zu erhöhen (genehmigtes Kapital) wurde in der Hauptversammlung 2007 bis zum 23. Mai 2012 verlängert.

Die Hauptversammlung vom 24. Mai 2007 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß (derzeit 10% des Grundkapitals) während einer Geltungsdauer von 18 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Die eigenen Aktien können zur Bedienung der Aktienoptionspläne und zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen verwendet werden. Weiters kann das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung eigener Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabgesetzt werden bzw. können die eigenen Aktien jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Anbot veräußert werden.

Kapitalrücklagen wurden durch Zufuhr von Mitteln gebildet, welche auf Grund der Eigentümerstellung über das Grundkapital hinaus der OMV Aktiengesellschaft zugeflossen sind.

Die Ergebnisse der vollkonsolidierten Unternehmen sowie der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind unter Berücksichtigung der Konsolidierungsvorgänge in den Gewinnrücklagen enthalten.

Die in der Darstellung der Entwicklung des konsolidierten Eigenkapitals unter den sonstigen Rücklagen ausgewiesenen im Eigenkapital berücksichtigten Gewinne und Verluste setzen sich an den Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:

Direkt im Eigenkapital berücksichtigte Gewinne und Verluste EUR 1.000

31.12.2007 31.12.2006
Brutto Steuern Netto Brutto Steuern Netto
Währungsdifferenzen 104.058 104.058 207.581 207.581
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–)
aus Wertpapieren 680.253 5.796 686.049 692.661 3.460 696.121
Erfolgsneutrale Eigenkapitaländerung von
at-equity konsolidierten Unternehmen –26.576 –26.576 –26.950 –26.950
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–)
aus Hedges –15.083 3.495 –11.588 –26.476 4.713 –21.763
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (–) 742.652 9.291 751.943 846.816 8.173 854.989

Zur Absicherung von Fremdwährungsschwankungen auf von Petrom SA in EUR zu tätigende Investitionen wurden im Jänner 2005 Cashflow-Hedges über EUR 410 Mio abgeschlossen. Davon wurden EUR 300 Mio in Investmentfonds investiert. Von den verbleibenden EUR 110 Mio wurden bis Ende 2006 bereits EUR 40 Mio für Investitionen in Sachanlagen in den Bereichen Marketing und E&P verwendet. Der aus dieser Position direkt im Eigenkapital verbuchte Betrag wurde im Laufe des Berichtsjahrs zur Gänze bestimmungsgemäß verwendet (2006: TEUR –24.317, inklusive Minderheitenanteile).

Für das Geschäftsjahr 2006 wurde seitens der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,05 je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2006 je dividendenberechtigter Aktie erfolgte im Mai 2007 in dieser Höhe.

Für das Geschäftsjahr 2007 wird seitens der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,25 je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen.

In den Hauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2007 wurde im Zusammenhang mit der Genehmigung von Aktienoptionsplänen der Erwerb eigener Anteile genehmigt. Das Eigenkapital wird in Höhe der Anschaffungskosten der zurückgekauften eigenen Anteile gekürzt. Gewinne oder Verluste aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu den Anschaffungskosten erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.

Die eigenen Anteile entwickelten sich in den Berichtsperioden wie folgt:

Eigene Anteile

Stückaktien Anschaffungswert
in EUR 1.000
Stand 1.1.2006 1.319.606 14.470
Zugang 4.695.400 201.793
Abgang –4.725.400 –202.122
Stand 31.12.2006 1.289.606 14.141
Zugang 1.627.390 64.861
Abgang –1.647.930 –65.072
Stand 31.12.2007 1.269.066 13.930

Die Kapitalrücklage beinhaltet einen Gewinn aus dem Verkauf eigener Aktien in Höhe von TEUR 711 in 2007 (2006: TEUR 925).

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar.

Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile

Stückaktien Eigene Aktien Im Umlauf befindliche
Anteile
Stand 1.1.2006 300.000.700 1.319.606 298.681.094
Kauf eigener Aktien 4.695.400 –4.695.400
Bedienung von Wandlungen und Aktienoptionen –4.725.400 4.725.400
Kapitalerhöhung auf Grund von Wandlung 1.700 1.700
Stand 31.12.2006 300.002.400 1.289.606 298.712.794
Kapitalherabsetzung –2.400 –2.400
Kauf eigener Aktien 1.627.390 –1.627.390
Bedienung von Wandlung und Aktienoptionen –1.645.130 1.645.130
Verkauf eigener Aktien –400 400
Stand 31.12.2007 300.000.000 1.269.066 298.730.934

In der Berichtsperiode entwickelten sich die Rückstellungen wie folgt:

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar.
Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile Stückaktien Eigene Aktien Im Umlauf befindliche
Stand 1.1.2006 Anteile
Kauf eigener Aktien 300.000.700 1.319.606 298.681.094
Bedienung von Wandlungen und Aktienoptionen
4.695.400
–4.725.400
–4.695.400
Kapitalerhöhung auf Grund von Wandlung 1.700
4.725.400
1.700
Stand 31.12.2006 300.002.400
1.289.606
298.712.794
Kapitalherabsetzung –2.400
–2.400
Kauf eigener Aktien 1.627.390 –1.627.390
Bedienung von Wandlung und Aktienoptionen –1.645.130 1.645.130
Verkauf eigener Aktien –400 400
Stand 31.12.2007 300.000.000 1.269.066 298.730.934
In der Berichtsperiode entwickelten sich die Rückstellungen wie folgt:
Rückstellungen EUR 1.000
Pensionen
und ähnliche
Rückstellung
für laufende
Rückstellung
für Rekulti
Sonstige
Rückstel
Gesamt
Verpflich- Ertrag- vierung 2) lungen 3)
tungen steuern 1)
1.1.2007 951.716 63.632 1.489.244 674.340
Währungsdifferenz –3.536 –2.747 –87.880 –26.149
Konsolidierungskreisänderung 620 3.208 1.740
Verbrauch –66.975 –108.792 –13.642 –282.723 3.178.932
–120.312
5.568
–472.132
Zahlung an Fonds –4.860 –4.860
Zuweisung 80.443 130.069 195.673 299.796 705.981
Umbuchungen –34.347 33.825 –522
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten –27.443 –1.679 –29.122
31.12.2007
[davon kurzfristig]
923.060
[—]
85.370
[85.370]
1.555.952
[—]
699.150
[422.931]
3.263.532
[508.302]

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Anwartschaften für wertgesicherte Pensionszusagen in der OMV Aktiengesellschaft wurden in den Vorjahren an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen.

Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten 5 Kalenderjahre abhängig. Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Bei den beitragsorientierten Plänen stimmt der Aufwand mit den Beitragsleistungen überein.

In Österreich und Deutschland erhalten Mitarbeiter nach Erreichung eines bestimmten Dienstalters Jubiläumsgelder. Die Pläne erfordern keine Mitarbeiterbeiträge und keine Wertpapierdeckung.

Die Entwicklung der leistungsorientierten Pensionspläne stellt sich wie folgt dar:

Leistungsorientierte Pensionspläne EUR 1.000
2007 2006 2005 2004
Barwert der über einen Fonds finanzierten Verpflichtung 551.603 539.403 525.873 473.205
Marktwert des Planvermögens 1) –381.439 –382.386 –366.003 –347.153
Nicht erfasster versicherungsmathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) –72.315 –65.075 –75.303 –41.932
Rückstellung der über einen Fonds finanzierten Verpflichtung 97.849 91.942 84.567 84.120
Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtung 560.277 578.398 598.230 606.917
Nicht erfasster versicherungsmathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) –21.451 –19.316 –18.915 6.002
Rückstellung der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtung 538.826 559.082 579.315 612.919
Rückstellung für leistungsorientierte Pensionspläne 636.675 651.024 663.882 697.039

1) Diese Position beinhaltet in 2007 TEUR 770 für qualifizierte Versicherungsverträge.

Die Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen, Jubiläumsgelder und Lösungskosten stellt sich wie folgt dar:

Abfertigungen, Jubiläumsgelder und Lösungskosten EUR 1.000
2007 2006 2005 2004
Barwert der Verpflichtung 442.024 496.157 463.075 414.674
Nicht erfasster versicherungsmathematischer Gewinn (+)/Verlust (–) –12.953 –6.182 –12.114 1.329
Rückstellung der Verpflichtung 429.071 489.975 450.961 416.003

Rückstellungen und Aufwendungen der Periode entwickelten sich wie folgt:

Rückstellungen und Aufwendungen der Periode entwickelten sich wie folgt:
Rückstellungen und Aufwendungen
EUR 1.000
2007 2006
Pensions
pläne
Abferti
gungen,
Jubiläen und
Pensions
pläne
Abferti
gungen,
Jubiläen und
Lösungen Lösungen
Rückstellung zum 1.1.
Periodenaufwand
651.024
38.084
489.975
91.978
663.882
40.969
450.961
147.865
Fondsdotierung –5.195 –5.713
Auszahlungen –47.565 –143.188 –48.114 –134.615
Währungsumrechnung –9.987 14.891
Umbuchung
Aus Unternehmenszusammenschlüssen übernommene Schulden 327 293 10.804
Rückstellung zum 31.12. 636.675 429.071 651.024 489.975
Laufender Dienstzeitaufwand 6.597 75.877 6.802 130.657
Zinsaufwand auf die Verpflichtung 48.909 15.684 49.147 17.065
Erwartete Erträge aus Planvermögen –22.446 –21.962
Amortisierte versicherungsmathematische Verluste (+)/Gewinne (–) 4.679 417 5.835
345 1.147
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen der Periode
Im Finanzergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Lösungskosten in Höhe von TEUR 5.776 (2006:
TEUR 6.779) enthalten. Unter Abfertigungen, Jubiläen und Lösungen sind TEUR 142.687 (2006: TEUR 189.283)
Rückstellungen für Lösungskosten enthalten, die unter den sonstigen Rückstellungen (kurzfristig) ausgewiesen sind.
38.084 91.978 40.969
147.865
Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31.12.
2007
Pensions Abferti Pensions
pläne gungen, pläne
Jubiläen
Kapitalmarktzinssatz
Gehaltstrend
4,50% 4,50% 4,50%
Inflationsrate 3,85%
1,90%
3,85%
3,85%
1,90%
Langfristige Planvermögensrendite 6,00% 6,00%
Für die Berechnung der Abfertigungsrückstellung bei Petrom SA wurden ein Diskontsatz von 4,34% (2006: 5,58%)
und eine Inflationsrate von 3,00% (2006: 4,24%) herangezogen.
Veranlagung des Planvermögens zum 31.12.
2007
VRG IV VRG VI VRG IV
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere 37,9% 42,1% 38,3% 2006
Abferti
gungen,
Jubiläen
4,50%
3,85%
2006
VRG VI
52,0%
Schuldverschreibungen
Sonstige
54,8%
7,3%
45,9%
12,0%
58,8%
2,9%
42,2%
5,8%

Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31.12.

Pensions
pläne
2007
Abferti
gungen,
Jubiläen
Pensions
pläne
2006
Abferti
gungen,
Jubiläen
Kapitalmarktzinssatz 4,50% 4,50% 4,50% 4,50%
Gehaltstrend 3,85% 3,85% 3,85% 3,85%
Inflationsrate 1,90% 1,90%
Langfristige Planvermögensrendite 6,00% 6,00%
2007 2006
VRG IV VRG VI VRG IV VRG VI
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere 37,9% 42,1% 38,3% 52,0%
Schuldverschreibungen 54,8% 45,9% 58,8% 42,2%
Sonstige 7,3% 12,0% 2,9% 5,8%
Summe 100,0% 100,0% 100,0% 100,0%

Der Marktwert des Planvermögens für über einen Fonds finanzierte leistungsorientierte Pensionspläne entwickelte sich wie folgt:

Marktwert des Planvermögens EUR 1.000
2007 2006
VRG IV VRG VI VRG IV VRG VI
Vermögenskategorien
Marktwert des Planvermögens zum 1.1. 172.417 209.969 157.780 208.223
Erwartete Erträge aus Planvermögen 10.290 12.138 9.469 12.493
Fondsdotierung 5.195 5.713
Fondsentnahmen
Auszahlungen –2.187 –16.086 –1.694 –14.563
Umgliederungen Fondsvermögen 1.043 –1.043 605 –605
Versicherungsmathematischer Gewinn (+)/Verlust (–)
der Periode aus Planvermögen –6.262 –4.805 544 4.421
Marktwert des Planvermögens zum 31.12. 180.496 200.173 172.417 209.969

Ziel der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allocation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten.

Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppe (VRG) IV ist in EUR-denominierte Anleihefonds sowie internationale Aktienfonds investiert. Im Zuge einer Risikodiversifizierung wurde bei der Auswahl der Asset Manager auf deren unterschiedliche Managementstile und Investmentansätze Bedacht genommen. Das Vermögen der VRG IV war zum 31. Dezember 2007 zu 37,9% in Aktien und 54,8% in Anleihen investiert.

Für die Veranlagung des Vermögens der VRG VI wurde 2005 ein Wertsicherungskonzept implementiert. Bei diesem Investmentprozess wird risikoabhängig in europäische Aktien und Assets mit geringerem Risiko veranlagt, wobei eine definierte Wertuntergrenze zu einem bestimmten Stichtag nicht unterschritten werden soll, gleichzeitig aber auch die Chance auf eine Teilnahme an einer positiven Entwicklung des Aktienmarkts gewahrt bleibt. Per 31. Dezember 2007 war der Fonds zu 42,1% in Aktien und zu 45,9% in Renten investiert.

Auf Grund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRG positive und negative Abweichungen zu der Planvermögensrendite.

Für 2008 sind leistungsorientierte Zahlungen an die APK-Pensionskasse AG im Ausmaß von EUR 4,5 Mio geplant.

Zahlungen für Berechtigte von Pensionsplänen werden für die Jahre 2008 bis 2017 in folgender Höhe erwartet:

Erwartete Zahlungen für Berechtigte EUR 1.000
Pensionen
2008 67.474
2009 67.956
2010 68.340
2011 68.536
2012 69.350
2013–2017 356.146

Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen

Erwartete Zahlungen für Berechtigte
2008
2009
2010
2011
2012
2013–2017
Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen
In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der aktivierten Anlagenentfernungskosten und der Rekultivierungsrück
stellung dargestellt. Bei Änderungen in den geschätzten Rekultivierungskosten ist in der Periode der Änderung der
EUR 1.000
Pensionen
67.474
67.956
68.340
68.536
69.350
356.146
Barwert lediglich auf den Änderungseffekt zu ermitteln und im Falle der Erhöhung über die Restlaufzeit abzuschrei
ben bzw. bei einer Reduktion vom bereits aktivierten Vermögenswert abzuziehen.
Aktivierte Anlagenentfernungskosten und Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen
EUR 1.000
Anschaffungswert Abschreibung Buchwert
Aktivierte Anlagenentfernungskosten
1.1.2007 250.883 124.516 126.367
Währungsdifferenz 3.019 –3.273 6.292
Neue Verpflichtungen 2.269 2.269
Akquisitionen und Abgänge
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 1) –13.087 –2.099 –10.988
Erhöhung aus Parameteränderung 17.746 17.746
Abschreibung laufende Periode 19.293 –19.293
–1.180 –227 –953
Abgänge/Liquidationen laufende Periode –19.241
Kürzung aus Parameteränderung –19.241 138.210 102.199
31.12.2007 240.409
Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen 2)
1.1.2007 1.499.240
Währungsdifferenz
Neue Verpflichtungen
Akquisitionen und Abgänge
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 1)
Erhöhung aus Parameteränderung 3) –90.540
2.352

–27.443
119.097
Kürzung aus Parameteränderung –21.099
Abgrenzung Diskontierung/Aufzinsung
Tilgungen laufende Periode


98.460
–18.893

Berechnung zu Durchschnittskursen erfolgte.

2) Der in dieser Position enthaltene kurzfristige Teil beträgt zum 31. Dezember 2007 TEUR 5.221 (2006: TEUR 9.996) und ist in der Position Sonstige Rückstellungen enthalten.

Die Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen enthält Verpflichtungen der Petrom SA in Höhe von TEUR 1.194.654 (2006: TEUR 1.101.592). Diesen steht eine Forderung gegenüber dem rumänischen Staat in Höhe von TEUR 473.363 (2006: TEUR 367.721) entgegen, die in der Position Sonstige finanzielle Vermögenswerte im langfristigen Vermögen ausgewiesen ist.

Sonstige Rückstellungen EUR 1.000
2007 2006
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Umweltschutzkosten 1.589 110.484 464 72.429
Sonstige Personalrückstellungen 199.632 286 238.600 350
Sonstige 221.711 165.448 244.798 117.699
Sonstige Rückstellungen 422.931 276.218 483.862 1) 190.478

1) 2006 waren in dieser Position Abgrenzungen für fehlende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 201.755 ausgewiesen. Im Zuge der Änderung der Struktur durch die Anwendung von IFRS 7 wurden diese Abgrenzungen 2007 ihrem wirtschaftlichen Inhalt entsprechend in die Position Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (vgl. Anhangangabe 22) umgegliedert. Zudem wurde der Vorjahrswert um TEUR 3.590 Rückstellung für andere Steuern, welche 2006 unter der Position Steuerrückstellung ausgewiesen war, angepasst.

In den Sonstigen Personalrückstellungen sind u.a. kurzfristige Lösungskosten in Höhe von TEUR 142.687 (2006: TEUR 189.283) und Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube im Ausmaß von TEUR 31.227 (2006: TEUR 26.513) enthalten. Die Position Sonstige enthält kurzfristige Rekultivierungsrückstellungen von TEUR 5.221 (2006: TEUR 9.996).

Emissionszertifikate

Auf Basis der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats über ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten wurden durch nationale Zuteilungspläne den betroffenen Gesellschaften im OMV Konzern (exkl. Petrom SA) für die erste Periode 2005–2007 in Summe 11.281.130 Emissionszertifikate unentgeltlich zugeteilt. Rumänien ist seit Jänner 2007 mit dem EU-Beitritt ebenfalls im EU-Emissionshandelssystem. Allerdings hat Rumänien die Entscheidung der EU-Kommission über den nationalen Allokationsplan angefochten, und es gab zum 31. Dezember 2007 keine bescheidmäßige Zuteilung auf die einzelnen Anlagen.

Die Emissionen des Jahrs 2006 betrugen 3.867.453 Tonnen (Emissionen des Jahrs 2005: 3.851.722 Tonnen). In der jeweiligen Höhe wurden im April 2007 (bzw. April 2006) Emissionszertifikate an die nationalen Registerstellen zurückgegeben.

Zum Bilanzstichtag verfügt der OMV Konzern für die Emissionen des Jahrs 2007 über 3.901.955 Emissionszertifikate.

Entwicklung der Emissionszertifikate

Verbrauch für Emissionen Emissionszertifikate
für 2005 und 2006 per 31.12.2007
Stück EUR 1.000 Stück EUR 1.000 Stück EUR 1.000
Zuteilungen für 2005, 2006 und 2007 11.281.130 –7.379.175 3.901.955
Zukäufe in 2006 und 2007 340.000 4.526 –340.000 –4.526
Summe –7.719.175 3.901.955

Zum 31. Dezember 2007 besteht für den OMV Konzern keine Unterdeckung. In 2006 wurde für die am Bilanzstichtag in den einzelnen Tochtergesellschaften bestehende Unterdeckung mittels Rückstellung vorgesorgt. Diese wurde mit dem Marktwert der Emissionszertifikate zum 31. Dezember 2006 bewertet und belief sich auf TEUR 245.

Verbindlichkeiten EUR 1.000 2007 2006 Gesamt Kurzfristig Langfristig Gesamt Kurzfristig Langfristig Anleihen 466.990 — 466.990 539.221 47.785 491.436 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 2.963.633 2.514.827 448.806 1.754.411 1.264.452 489.959 [davon gegenüber Banken] 1) [2.963.633] [2.514.827] [448.806] [1.754.411] [1.264.452] [489.959] Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig) 2.195.621 2.195.621 — 1.601.775 1.601.775 — [davon gegenüber verbundenen Unternehmen] [695] [695] [—] [15] [15] [—] [davon gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis] [3.223] [3.223] [—] [1.770] [1.770] [—] [davon gegenüber assoziierten Unternehmen] [56.048] [56.048] [—] [64.254] [64.254] [—] Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 788.049 694.986 93.063 500.010 439.149 60.862 Sonstige Verbindlichkeiten 896.784 880.366 16.418 765.608 745.594 20.014 Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 27.564 27.564 — 482 482 — Gesamt 7.338.640 6.313.364 1.025.276 5.161.507 4.099.237 1.062.270 Unternehmen | Geschäftsbereiche | Lagebericht | Konzernabschluss110 OMV Geschäftsbericht 2007 | Erläuterungen zur Bilanz

1) Verbindlichkeiten gegenüber Banken sind durch verpfändete Wertpapiere bei OMV Refining & Marketing GmbH in Höhe von TEUR 4.718 (2006: insgesamt TEUR 13.057 bei OMV Aktiengesellschaft und OMV Refining & Marketing GmbH) dinglich besichert.

Anleihen

Begebene Anleihen
2007 2006
Nominale Kupon Rückzahlung Buchwert Buchwert
zum 31.12. zum 31.12.
in EUR 1.000 in EUR 1.000
Inländische Industrieanleihe 1) EUR 250.000.000 3,75% fix 30.6.2010 248.613 248.936
US Privatplatzierung 1) USD 182.000.000 4,73% fix 27.6.2013 123.633 138.193
USD 138.000.000 4,88% fix 27.6.2015 94.744 104.307
Wandelschuldverschreibungen EUR 550.000.000 1,50% fix 21.2.2007 47.785
Gesamt 466.990 539.221

1) Der Zinssatz wurde durch derivative Instrumente (Zinsswaps) teilweise von fix auf variabel gedreht.

2004 wurden 1.793.868 Stück Wandelschuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis 19. November 2008 und einem Kupon von 1,5% begeben. Bis zum 31. Dezember 2006 wurden insgesamt 1.158.629 Stück Wandelschuldverschreibungen zurückgekauft. Die Wandlung von insgesamt 469.540 Stück wurde durch die Ausgabe von eigenen Aktien, und die Wandlung von insgesamt 240 Stück durch die Ausgabe junger Aktien bedient. Zum 31. Dezember 2006 waren daher noch 165.459 Stück Wandelschuldverschreibungen im Umlauf. Dies entsprach weniger als 10% des ursprünglichen Ausgabevolumens, sodass gemäß Ausgabebedingungen die restlichen noch im Umlauf befindlichen Wandelschuldverschreibungen mit Wirksamkeit vom 21. Februar 2007 gekündigt wurden. Bis zu diesem Tag wurden von den am Jahresende 2006 ausständigen Wandelschuldverschreibungen 2.720 Stück zurückgekauft und 162.413 Stück unter Ausgabe von eigenen Aktien gewandelt. Bei einem Ausgabekurs (Wandlungspreis) von EUR 306,60 flossen dem Unternehmen 2004 insgesamt TEUR 550.000 zu. Die Effektivverzinsung der Wandelschuldverschreibung betrug 2007 4,50% (2006: 4,58%). Der durchschnittliche Rückkaufkurs der Wandelschuldverschreibung betrug EUR 453,72. Durch den Rückkauf ergab sich im Jahr 2007 ein positiver Zinseffekt von TEUR 18 (2006: TEUR 6.461), der ertragswirksam verbucht wurde.

Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Anleihen

Einige der verzinslichen Kredite gegenüber Nichtbanken beinhalten Finanzklauseln, die im Wesentlichen adaptierte Eigenkapitalquoten, den Cashflow aus der Betriebstätigkeit ohne Zinsenaufwand und -ertrag sowie das EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) betreffen. Die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten und Anleihen haben folgende Fristigkeiten:

Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Anleihen EUR 1.000
2007 2006
Kurzfristige Kreditfinanzierungen 2.474.703 1.023.290
Kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen 40.125 288.947
Gesamt kurzfristig 2.514.827 1.312.237
Fälligkeit langfristiger Finanzierungen
2008/2007 (kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen) 40.125 288.947
2009/2008 37.549 80.215
2010/2009 248.613
2011/2010 154.675 354.479
2012/2011 90.081 70.400
2013/2012 und folgende Jahre 384.877 476.301
Gesamt ab 2009/2008 915.796 981.395
Gliederung der verzinslichen Finanzverbindlichkeiten und Anleihen nach Währungen und Zinssätzen EUR 1.000
2007 2006
Gewogener Gewogener
Durchschnitts Durchschnitts
zinssatz zinssatz
Langfristig finanzierte Finanzverbindlichkeiten 1)
Fixe Zinssätze
EUR
528.738 3,55% 589.444 3,40%
USD 218.377 4,79% 242.500 4,79%
Gesamt 747.115 831.944
Variable Zinssätze
AUD
40.854 7,46% 18.789 6,72%
EUR 70.700 5,39% 294.706 4,11%
NZD 53.844 9,06% 85.679 7,99%
USD 43.408 5,23% 39.224 5,71%
Gesamt 208.806 438.398
Kurzfristig finanzierte Finanzverbindlichkeiten 2)
BGN 11.404 4,27%
CZK 50.937 2,70%
EUR 2.264.066 4,61% 923.580 3,77%
HRK 285 8,95%
HUF 111.866 7,67% 31.315 8,11%
MDL 342 17,50%
SKK 4.694 4,45% 1.476 4,94%
USD 93.450 6,15% 4.578 10,50%
Gesamt 2.474.703 1.023.290

1) Inklusive kurzfristiger Teile langfristiger Kreditfinanzierung.

2) Die kurzfristig finanzierten Finanzverbindlichkeiten enthalten 2007 fix verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.470, wobei TEUR 6.128 auf

Verbindlichkeiten in USD und TEUR 342 auf Verbindlichkeiten in MDL (Moldauischer Leu) entfallen. Alle anderen kurzfristig finanzierten Finanzverbindlichkeiten 2007 sowie sämtliche kurzfristig finanzierten Finanzverbindlichkeiten 2006 sind variabel verzinslich.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten und Anleihen in Höhe von insgesamt TEUR 3.430.623 (2006:
TEUR 2.293.632) sind zum Restbuchwert bewertet. Der geschätzte Tageswert dieser Verbindlichkeiten beträgt
TEUR 3.403.237 (2006: TEUR 2.296.207), wovon TEUR 726.198 (2006: TEUR 834.519) auf fix verzinsliche und
TEUR 2.677.039 (2006: TEUR 1.461.688) auf variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten entfallen. Dabei wurde
der Tageswert von Finanzverbindlichkeiten, für die kein Marktpreis verfügbar war, durch Diskontierung der künfti
gen Zahlungsströme mit jenem Zinssatz, der am Bilanzstichtag für gleichartige Verbindlichkeiten mit gleicher Rest
laufzeit gültig war, ermittelt.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten EUR 1.000
Gesamt Kurzfristig Langfristig
2007
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (langfristig) 40.588 40.588
Abgrenzungen für fehlende Eingangsrechnungen 1)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
377.425 377.425
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 418
6
418
6

Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 6.811 11 6.800
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven
Derivaten
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten
102.997 87.777 15.220
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 8.202
251.602
8.202
221.147

30.455
Gesamt 788.049 694.986 93.063
2006
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (langfristig) 29.861 29.861
Abgrenzungen für fehlende Eingangsrechnungen 1) 201.755 201.755
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 6 6
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen
Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effektiven
7.350 550 6.800
Derivaten 90.963 76.253 14.710
Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 11.982 11.982
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 158.093 148.603 9.490
Gesamt 500.010 439.149 60.862
1) Ausweis 2006 unter der Position Sonstige Rückstellungen (siehe Anhangangabe 21).
Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Derivaten entspricht dem Fair Value. Die Verbindlichkeiten aus als Siche
rungsinstrumenten designierten und effektiven Derivaten enthalten Verbindlichkeiten aus Fair-Value-Hedges in
Höhe von TEUR 46.088 (2006: TEUR 972), deren Fair-Value-Anpassungen ergebniswirksam verbucht werden.
Fair-Value-Anpassungen der restlichen Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten und effekti
ven Derivaten werden ergebnisneutral verbucht. Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten sind finanzielle
Verbindlichkeiten at-fair-value-through-profit-or-loss, deren Fair-Value-Anpassungen ergebniswirksam verbucht
werden. Sämtliche anderen Positionen sind als Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert bewertet werden, zu
klassifizieren.
112
112
OMV Geschäftsbericht 2007 Erläuterungen zur Bilanz
OMV Geschäftsbericht 2007 Erläuterungen zur Bilanz

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Verbindlichkeiten EUR 1.000
Gesamt Kurzfristig Langfristig
2007
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern 589.725 589.725
Sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 13.785 13.780 4
Fremde Vorauszahlungen 205.285 188.872 16.413
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 87.989 87.989
Gesamt 896.784 880.366 16.418
2006
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern 455.573 455.573
Sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 19.364 19.359 5
Fremde Vorauszahlungen 229.797 209.788 20.009
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 60.875 60.875
Gesamt 765.608 745.594 20.014

Im Zuge der erstmaligen Anwendung von IFRS 7 wurde die Gliederung der Bilanz adaptiert, die Vorjahrszahlen wurden entsprechend angepasst. Der finanzielle Teil der im Geschäftsbericht 2006 ausgewiesenen Bilanzposition Andere Verbindlichkeiten wird nunmehr unter Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, der nicht-finanzielle Teil unter Sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Latente Steuern EUR 1.000
Aktive latente Wert Aktive Passive
Steuern ohne berich latente latente
Wertberichtigung tigung Steuern Steuern
2007
Immaterielle Vermögenswerte 19.714 19.714 2.798
Sachanlagevermögen 113.128 113.128 463.971
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 26.670 5 26.665 1.376
Abgrenzung Petroleum Revenue Tax (PRT) 2.171 2.171 1.086
Vorräte 10.298 130 10.169 58.440
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 44.929 17.860 27.069 49.006
Unversteuerte Rücklagen 20 20 25.190
Pensions- und Abfertigungsrückstellungen 101.156 101.156 13
Sonstige Rückstellungen 231.170 4.894 226.276 24.396
Verbindlichkeiten 101.568 752 100.816 182.483
Sonstige, keiner Bilanzposition zuordenbare latente Steuern 90.846
Verlustvorträge 69.067 40.255 28.812
Gesamt 719.890 63.896 655.994 899.604
Saldierung auf Grund gleicher Steuerhoheiten –591.448 –591.448
Latente Steuern in Zu Veräußerungszwecken gehaltenem
Vermögen –9.012 –336
Latente Steuern laut Bilanz 55.534 307.820
Aktive latente
Wert
Aktive
Steuern ohne
berich
latente
Wertberichtigung
tigung
Steuern
2006
Immaterielle Vermögenswerte
13.468

13.468
Sachanlagevermögen
98.538
7.009
91.529
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
63.049
6.830
56.219
Abgrenzung Petroleum Revenue Tax (PRT)



Vorräte
16.358

16.358
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
20.768
18.207
2.561
Unversteuerte Rücklagen



Pensions- und Abfertigungsrückstellungen
110.866

110.866
Sonstige Rückstellungen
240.134
6.509
233.625
Verbindlichkeiten
86.853

86.853
Sonstige, keiner Bilanzposition zuordenbare latente Steuern



Verlustvorträge
77.384
32.763
44.621
Gesamt
727.418
71.318
656.100
Saldierung auf Grund gleicher Steuerhoheiten
–595.677
Latente Steuern laut Bilanz
60.423
Latente Steuern werden auf einbehaltene Gewinne von Konzerngesellschaften in der Regel dann berücksichtigt,
wenn es keine Möglichkeit gibt, diese Beträge steuerfrei beim Mutterunternehmen zu vereinnahmen, sowie wenn
auf Konsolidierungsbuchungen zukünftiger Ertragsteueraufwand oder -ertrag entfällt.
Zum 31. Dezember 2007 waren steuerliche Verlustvorträge von TEUR 234.321 vorhanden (2006: TEUR 265.641).
Die zeitliche Verteilung der Vortragsfähigkeit stellt sich wie folgt dar:
Steuerliche Verlustvorträge
2007
2007

2008
7.057
2009
1.229
2010
9.277
2011
14.021
2012
6.727
Nach 2012/2011
26.983
Unbegrenzt
169.027
Latente Steuern EUR 1.000
Passive
latente
Steuern
464.753
54.442
172.746
882.996
–595.677
287.319
EUR 1.000
Gesamt
Steuerliche Verlustvorträge EUR 1.000
2007 2006
2007 11.115
2008 7.057 10.708
2009 1.229 1.729
2010 9.277 1.738
2011 14.021 22.214
2012 6.727
Nach 2012/2011 26.983 31.414
Unbegrenzt 169.027 186.723
Gesamt 234.321 265.641

Ergänzende Angaben zur Finanzlage Ergänzende Angaben zur Finanzlage Ergänzende Angaben zur Finanzlage

Die liquiden Mittel umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und jederzeit disponible kurzfristige Veranlagungen mit geringem Verwertungsrisiko, welches dann gegeben ist, wenn die kurzfristige Verwertung mit einem vernachlässigbaren Kurs- oder Zinsrisiko verbunden ist. Die Veranlagungen dürfen zum Anschaffungszeitpunkt eine maximale Laufzeit von 3 Monaten aufweisen. Über das Bankguthaben der Amical Insurance Limited in Höhe von TEUR 30.887 (2006: TEUR 28.336) kann aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht frei verfügt werden. Die liquiden Mittel umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und jederzeit disponible kurzfristige Veranlagungen mit geringem Verwertungsrisiko, welches dann gegeben ist, wenn die kurzfristige Verwertung mit einem vernachlässigbaren Kurs- oder Zinsrisiko verbunden ist. Die Veranlagungen dürfen zum Anschaffungszeitpunkt eine maximale Laufzeit von 3 Monaten aufweisen. Über das Bankguthaben der Amical Insurance Limited in Höhe von TEUR 30.887 (2006: TEUR 28.336) kann aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht frei verfügt werden.

24 Cashflow-Rechnung 24 Cashflow-Rechnung

Cashflow-Rechnung
Cashflow-Rechnung
EUR 1.000
EUR 1.000
2007
2007
2006
2006
Zinszahlungen –122.058 –109.720
Zinszahlungen –122.058 –109.720
Ertragsteuerzahlung –546.244 –758.244
Ertragsteuerzahlung –546.244 –758.244
Dividendenausschüttungen assoziierter Unternehmen 37.604 75.977
Dividendenausschüttungen assoziierter Unternehmen 37.604 75.977

2006 waren aus aufgegebenen Geschäftsbereichen im Cashflow aus der Betriebstätigkeit Mittelzuflüsse von TEUR 23.800 und im Cashflow aus der Investitionstätigkeit Mittelzuflüsse von TEUR 47.150 enthalten. 2007 gab es keine aufgegebenen Geschäftsbereiche. 2006 waren aus aufgegebenen Geschäftsbereichen im Cashflow aus der Betriebstätigkeit Mittelzuflüsse von TEUR 23.800 und im Cashflow aus der Investitionstätigkeit Mittelzuflüsse von TEUR 47.150 enthalten. 2007 gab es keine aufgegebenen Geschäftsbereiche.

Für Rechtsstreitigkeiten, aus denen wahrscheinlich Verpflichtungen resultieren, werden Rückstellungen gebildet. Der Vorstand vertritt den Standpunkt, dass jene Rechtsstreitigkeiten, die nicht durch Rückstellungen oder Versicherungen gedeckt sind, keinen wesentlichen Einfluss auf das Konzerneigenkapital haben werden. Jede Konzerngesellschaft unterliegt mit ihren Produktionsanlagen und ihrem Grundvermögen in den jeweiligen Ländern einer Reihe von Umweltschutzbestimmungen. Für wahrscheinliche Verpflichtungen aus Umweltschutzmaßnahmen wurde bilanziell vorgesorgt. Der Vorstand ist der Ansicht, dass die Einhaltung der gegenwärtigen Gesetze und Bestimmungen und der künftig strengeren Gesetze und Bestimmungen keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Konzernabschlüsse der näheren Zukunft haben wird. Für Rechtsstreitigkeiten, aus denen wahrscheinlich Verpflichtungen resultieren, werden Rückstellungen gebildet. Der Vorstand vertritt den Standpunkt, dass jene Rechtsstreitigkeiten, die nicht durch Rückstellungen oder Versicherungen gedeckt sind, keinen wesentlichen Einfluss auf das Konzerneigenkapital haben werden. Jede Konzerngesellschaft unterliegt mit ihren Produktionsanlagen und ihrem Grundvermögen in den jeweiligen Ländern einer Reihe von Umweltschutzbestimmungen. Für wahrscheinliche Verpflichtungen aus Umweltschutzmaßnahmen wurde bilanziell vorgesorgt. Der Vorstand ist der Ansicht, dass die Einhaltung der gegenwärtigen Gesetze und Bestimmungen und der künftig strengeren Gesetze und Bestimmungen keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Konzernabschlüsse der näheren Zukunft haben wird.

Im Zuge von Unternehmensveräußerungen vergangener Jahre (Chemie Linz GmbH, PCD Polymere GmbH) hat die Gesellschaft Haftungen für mögliche Umweltrisiken übernommen. Der Gesamtbetrag der eventuellen Verpflichtungen ist mit TEUR 101.740 begrenzt. Bis zum Bilanzerstellungszeitpunkt ist für die genannten Veräußerungen keine Haftung eingetreten. Im Zuge von Unternehmensveräußerungen vergangener Jahre (Chemie Linz GmbH, PCD Polymere GmbH) hat die Gesellschaft Haftungen für mögliche Umweltrisiken übernommen. Der Gesamtbetrag der eventuellen Verpflichtungen ist mit TEUR 101.740 begrenzt. Bis zum Bilanzerstellungszeitpunkt ist für die genannten Veräußerungen keine Haftung eingetreten.

Im Zusammenhang mit dem Verkauf der PCD-Gruppe im Jahr 1998 wurden Vereinbarungen mit einer Laufzeit bis 2017 für Liegenschaften in Schwechat und Burghausen getroffen, die bei Ausübung zu einem Liegenschaftsabtausch führten. Im Zusammenhang mit dem Verkauf der PCD-Gruppe im Jahr 1998 wurden Vereinbarungen mit einer Laufzeit bis 2017 für Liegenschaften in Schwechat und Burghausen getroffen, die bei Ausübung zu einem Liegenschaftsabtausch führten.

Im Zuge der Anteilsabtretungen an der AMI Agrolinz Melamine International GmbH (AMI) sowie an der Polyfelt GmbH (PFG) wurden Haftungen insbesondere für etwaige Umweltrisiken sowie offene Rechtsstreitigkeiten mit einem Höchstbetrag von bis zu TEUR 67.500 (AMI) bzw. TEUR 20.000 (PFG) übernommen. Der Haftungszeitraum beträgt mit wenigen Ausnahmen 60 Monate (AMI) bzw. 36 Monate (PFG), jeweils ab Closing der Transaktion. Im Zuge der Anteilsabtretungen an der AMI Agrolinz Melamine International GmbH (AMI) sowie an der Polyfelt GmbH (PFG) wurden Haftungen insbesondere für etwaige Umweltrisiken sowie offene Rechtsstreitigkeiten mit einem Höchstbetrag von bis zu TEUR 67.500 (AMI) bzw. TEUR 20.000 (PFG) übernommen. Der Haftungszeitraum beträgt mit wenigen Ausnahmen 60 Monate (AMI) bzw. 36 Monate (PFG), jeweils ab Closing der Transaktion.

Für AMI wurden als Sicherheit für Bankdarlehen Patronatserklärungen in Höhe von TEUR 24.345 ausgestellt. Für AMI wurden als Sicherheit für Bankdarlehen Patronatserklärungen in Höhe von TEUR 24.345 ausgestellt.

Bei Öl- und Gaspipelines wird für Rekultivierungen eine Rückstellung gebildet, wenn zum Bilanzstichtag eine Verpflichtung bereits eingetreten ist. Unter Berücksichtigung der Betriebsfortführung (Grundsatz der Unternehmensfortführung) werden für drohende Verpflichtungen im Zusammenhang mit nicht absehbaren Stilllegungen keine bilanziellen Vorsorgen getroffen. Bei Öl- und Gaspipelines wird für Rekultivierungen eine Rückstellung gebildet, wenn zum Bilanzstichtag eine Verpflichtung bereits eingetreten ist. Unter Berücksichtigung der Betriebsfortführung (Grundsatz der Unternehmensfortführung) werden für drohende Verpflichtungen im Zusammenhang mit nicht absehbaren Stilllegungen keine bilanziellen Vorsorgen getroffen.

25 Haftungsverhältnisse 25 Haftungsverhältnisse

26 Risikomanagement

Liquiditätsrisiko

Zur Beurteilung des Liquiditätsrisikos werden konzernweit die geplanten operativen sowie finanziellen Ein- und Auszahlungsströme auf Monatsbasis analysiert und die geplante Nettoliquiditätsentwicklung dargestellt. Der geplanten Nettoliquiditätsentwicklung werden bestehende Geldanlagen und Finanzierungen, deren geplante Abreifung sowie bestehende Liquiditätsreserven gegenübergestellt. Diese Analyse stellt die Basis für Finanzierungsentscheidungen hinsichtlich Kapitalbindung dar.

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des OMV Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien vorgehalten.

Das operative Liquiditätsmanagement umfasst einen Cash-Concentration-Prozess, durch den eine Zusammenführung von liquiden Mitteln erfolgt. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen des Konzerns sowie einzelner Konzerngesellschaften gesteuert werden.

Detaillierte Angaben zu den Finanzierungsverbindlichkeiten des Konzerns enthält Anhangangabe 22.

Kapitalrisikomanagement

Das Kapitalrisikomanagement im OMV Konzern ist Teil des Value Managements und orientiert sich an den zentralen Steuerungsgrößen ROACE (Return on Average Capital Employed) und Verschuldungsgrad (Gearing Ratio). Basierend auf den Mittelfristannahmen plant OMV über den Geschäftszyklus einen ROACE von 13% sowie eine langfristige Kapitalstruktur mit einem Verschuldungsgrad von bis zu 30%.

Marktrisiko

Zur Steuerung von Marktrisiken werden derivative und nicht-derivative Instrumente bei Bedarf eingesetzt, die sich aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen ergeben und einen negativen Effekt auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder erwartete zukünftige Zahlungsströme haben können. Oberster Grundsatz jeglichen Derivate-Einsatzes ist die Absicherung von Risiken aus Grundgeschäften. Derivate sind Verträge, deren Wert sich von einem oder mehreren zugrunde liegenden Finanzinstrumenten, Indizes oder Preisen ableitet, die im Vertrag definiert sind. Der erstmalige Ansatz von derivativen Instrumenten erfolgt ab Geltung der vertraglichen Bestimmungen, also ab Entstehen von Anspruch und Verpflichtung. Die Ausbuchung erfolgt bei Wegfall bzw. Übertragung der vertraglichen Rechte und Pflichten. Unternehmen | Geschäftsbereiche | Lagebericht | Konzernabschluss116 OMV Geschäftsbericht 2007 | Ergänzende Angaben zur Finanzlage

Risikomanagement von Güterpreisen

Wesentliche Branchenrisiken auf Grund der Preisvolatilität, z.B. stark negative Auswirkungen von niedrigen Ölpreisen auf den Cashflow, werden im Rahmen einer Konzernrichtlinie Risikomanagement (Marktpreisrisiko) gegebenenfalls mit Finanzinstrumenten begrenzt.

Basierend auf einem Portfoliomodell ist das Ziel des strategischen Waren-Risikomanagements, den für das Unternehmenswachstum erforderlichen Cashflow bei Aufrechterhaltung einer starken Bonitätseinstufung abzusichern. OMV hat dafür im Jahr 2007 Put-Optionen erworben. Diese dienen zur Absicherung gegen starken Preisverfall im Jahr 2008 im E&P-Segment für rund 18% der Gesamtproduktion und wurden mit erstklassigen Banken auf Overthe-Counter-(OTC)-Basis abgeschlossen. 2006 waren keine Hedges im Rahmen des strategischen Waren-Risikomanagements offen.

Im operativen Risikomanagement des Raffineriegeschäfts werden derivative Instrumente im begrenzten Ausmaß sowohl für die Ergebnisabsicherung selektiver Produktenverkäufe als auch zur Minimierung des Preisrisikos aus den volatilen Vorratsbeständen verwendet. Eingesetzt werden Rohöl- und Produktswaps, welche die Produktmarge (Crack-Spread), die Preisdifferenz zwischen Rohöl und den erzeugten Bulk-Produkten, absichern sollen. Das Ergebnis der Sicherungsgeschäfte wird in den Umsatzkosten erfasst.

Zur Sicherung des kurzfristigen Marktpreisrisikos im Bereich Supply und Trading werden für Einkäufe wie Verkäufe börsengehandelte Ölfutures wie auch OTC-Kontrakte (Contracts for Difference und Swaps) eingesetzt. Das Ergebnis aus dem Sicherungsgeschäft wird R&M zugeordnet. Die Bewertung erfolgt zu Marktwerten.

Im Erdgasgeschäft werden zur Sicherung von zukünftigen Cashflows OTC-Swaps und Optionen eingesetzt. Ziel ist das Preisrisiko aus Mengenbewegungen der Vorräte sowie aus dem Unterschied von Ein- und Verkaufsparametern abzusichern.

Swaps erfordern beim Vertragsabschluss kein initiales Investment. Der Zahlungsausgleich erfolgt regelmäßig zum Quartals- bzw. Monatsende. Die Prämien für gekaufte Put-Optionen sind bei Vertragsabschluss zu bezahlen. Bei Ausübung der Option erfolgt die Auszahlung der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen Marktpreis der Periode am Ende der Laufzeit.

Die Stichtagsbetrachtung der Nominal- und Marktwerte der Commodity-Kontrakte zum 31. Dezember zeigt folgendes Bild:

Nominal- und Marktwerte der Kontrakte EUR 1.000
Nominale 2007
Marktwert
Nominale 2006
Marktwert
Strategisches Risikomanagement
E&P
Commodity-Put-Optionen 1.372.693 248
Operatives Risikomanagament
R&M
Commodity-Futures 125.858 –73 92.515 660
Commodity-Swaps 1.274.257 –41.403 711.926 12.524
Commodity-Optionen 1.724 101
Erdgas
Erdgas-Swaps 771.027 12.143 232.717 –17.449
Erdgas-Optionen 43.266 193 21.735 3.828

Die Marktwerte verteilen sich wie folgt:

Marktwerte EUR 1.000
Nominale 2007
Marktwert
Nominale 2006
Marktwert
aktiv passiv aktiv passiv
Cashflow-Hedges
R&M-Swaps 478.353 22.010 –24.536 639.375 57.832 –41.410
Erdgas-Swaps 723.078 54.330 –33.522 222.244 33.779 –50.525
Fair-Value-Hedges
R&M-Swaps 99.998 –35.624
Erdgas-Swaps 33.806 557 –8.993 10.473 268 –972
Erdgas-Optionen 11.050 10.473 888
Derivative held-for-trading
E&P-Optionen 1.372.693 248
R&M-Futures 125.858 –73 92.515 2.000 –1.341
R&M-Swaps 695.906 4.750 –8.003 72.551 2.880 –6.779
R&M-Optionen 1.724 101
Erdgas-Swaps 14.144 853 –1.081
Erdgas-Optionen 32.216 193 11.262 3.549 –609

Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich

Cashflow-Hedging im Commodity-Bereich Periode der
erwarteten
Cashflows
bei Cashflow
Hedges
Wertänderung
direkt im Eigen
kapital gezeigt
Umgliederung
aus dem Eigen
kapital über die
Gewinn- und
Verlustrechnung
EUR 1.000
Umgliederung
aus dem Eigen
kapital in die
ursprünglichen
Anschaffungs
kosten
2007
R&M Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Brent 2008 56.648 54.971
Swaps fix vs. floating – Produkte 2008 –76.903 –61.004 –15.585
Erdgas Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating bis Q1/2011 18.619 –255
2006
R&M Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating – Brent
Swaps fix vs. floating – Produkte 2007
2007
–40.524
57.832
–2.454
1.719

Erdgas Sicherung Preisrisiko
Swaps fix vs. floating bis Q4/2011 –8.196 521
Die Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen wird als Cashflow-Hedge bilanziert und der effektive Teil der
Wertänderung des in der Bilanz erfassten Derivats gegen das Eigenkapital gebucht. Bei Eintreten der zukünftigen
Transaktion werden die bis dahin im Eigenkapital verbuchten Beträge gegen die Gewinn- und Verlustrechnung
aufgelöst. Der ineffektive Teil der Cashflow-Hedges in Höhe von TEUR –313 (2006: TEUR –1.240) wurde im
Geschäftsjahr ergebniswirksam dargestellt.
Fair-Value-Hedges im Commodity-Bereich
Bei Fair-Value-Hedges werden sowohl die Wertänderungen des Grundgeschäfts als auch die gegenläufigen Wertän
derungen des Sicherungsgeschäfts in der Ergebnisrechnung dargestellt. Als Saldogröße ergibt sich die Ineffektivität
der Sicherungsbeziehung.
Ergebnisse aus Fair-Value-Hedges im Commodity-Bereich EUR 1.000
2007
2006
Ergebnis aus Grundgeschäft 51.972 182

Fair-Value-Hedges im Commodity-Bereich

Ergebnisse aus Fair-Value-Hedges im Commodity-Bereich
2007 2006
Ergebnis aus Grundgeschäft 51.972 182
Ergebnis aus Sicherungsgeschäft –52.866 –184

Sensitivitätsanalyse

Für die oben gezeigten offenen Absicherungskontrakte wird der Effekt einer Marktpreisschwankung (+/–10%) auf deren Marktwert mittels Sensitivitätsanalyse gemessen. Die Sensitivität der Gesamtergebnisse des Konzerns weicht von der unten gezeigten Sensitivität ab, da die abgeschlossenen Kontrakte zur Absicherung von operativen Positionen verwendet werden.

Die Unterscheidung zwischen der Auswirkung einer Marktpreisschwankung auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder auf das Eigenkapital ist abhängig von der Art des eingesetzten Derivats und der Anwendung von Hedge Accounting. Die Marktwertsensitivität für Derivate, für die Cashflow-Hedge-Accounting zulässig ist, ist in der Tabelle als Sensitivität des Eigenkapitals dargestellt. Marktpreisschwankungen für alle weiteren offenen Derivate werden in der Sensitivität der Gewinn- und Verlustrechung gezeigt.

Derzeit weisen die Marktwerte der offenen Derivate folgende Sensitivitäten auf:

Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das Ergebnis vor Steuern EUR 1.000
2007 2006
Marktpreis Marktpreis Marktpreis Marktpreis
+10% –10% +10% –10%
Strategisches Risikomanagement
Commodity-Put-Optionen –24 127
Operatives Risikomanagement
R&M
Commodity Futures –325 325 –66 66
Commodity Swaps –15.359 15.359 –13.350 13.350
Commodity Optionen 118 –67
Erdgas
Erdgas-Swaps –2.661 2.661 –305 305
Erdgas-Optionen –99 406 –1.613 1.613
Sensitivitätsanalyse der offenen Derivate auf das Eigenkapital EUR 1.000
2007 2006
Marktpreis Marktpreis Marktpreis Marktpreis
+10% –10% +10% –10%
Strategisches Risikomanagement
Commodity-Put-Optionen
Operatives Risikomanagement
R&M
Commodity Futures
Commodity Swaps –3.564 3.564 –5.161 5.161
Commodity Optionen
Erdgas
Erdgas-Swaps 11.608 –11.608 10.460 –10.460
Erdgas-Optionen

Risikomanagement für den Wechselkurs

Transaktionen zu Nominalwerten EUR 1.000
2007 2006
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Currency Forwards 343.636 –1.158 234.802 –540
Currency Swaps 12.085 –87
Nominale
343.636
12.085
OMV ist in einer Vielzahl von Ländern und unterschiedlichen Währungsräumen aktiv. Daher müssen branchenspezi
fische Transaktions- und entsprechende Umrechnungsrisiken genau analysiert werden. Die größten Risikopositionen
stellen der USD und die jeweilige Veränderung des USD im Verhältnis zum EUR und zum RON dar. Andere Wäh
Das Transaktionsrisiko der USD-Zahlungsströme wird laufend beobachtet. Mindestens jährlich werden die Long
Short-Nettoposition des Konzerns und die Sensitivität für den Konzern berechnet, die eine USD-Long-Position im
Segment E&P sowie eine vergleichsweise niedrigere USD-Short-Position im Raffineriegeschäft aufzeigt. Der Kon
zern hat eine Netto-USD-Long-Position, da sich die USD-Positionen aus dem operativen Geschäft der Segmente
E&P und R&M nur zu einem geringen Teil ausgleichen. Diese Analyse stellt die Basis für das Risikomanagement des
Per 31. Dezember gab es zur Absicherung des USD-Forderungsrisikos und für das Liquiditätsmanagement folgende
2007
Marktwert
–1.158
–87
Ebenso wird das Translationsrisiko auf Konzernebene laufend beobachtet und die daraus resultierende Risikopositi
on bewertet. Als Translationsrisiko wird jenes Risiko bezeichnet, das auf Grund von Konsolidierung von Tochterge
sellschaften entsteht, die nicht in EUR bilanzieren. Die größten Risikopositionen stellen dabei der RON und der USD
bzw. deren jeweilige Veränderung im Verhältnis zum EUR dar. Das langfristig bestehende Wechselkursrisiko von
Investitionen in Beteiligungen, die nicht in EUR bilanzieren, wird kontinuierlich ermittelt und beurteilt. Das Translati
Nominale
234.802
EUR 1.000
2006
Marktwert
–540
onsrisiko RON-EUR für in Petrom SA vorhandene liquide Mittel wurde abgesichert. Auf Grund des USD-Währungsrisikos anlässlich des Anteilserwerbs an Petrol Ofisi A.S. wurde im April 2006 eine
Absicherung des Wechselkurses abgeschlossen, die bilanziell als Cashflow-Hedge dargestellt wurde. Dabei wurden
Die unter Risikomanagement für den Wechselkurs ausgewiesenen Derivate werden ausschließlich zur Absicherung
von Fremdwährungsrisiken in offenen Forderungen oder Verbindlichkeiten verwendet. Es handelt sich dabei um
Fremdwährungstermingeschäfte oder Fremdwährungsswaps, deren Marktwert sich bei einer Veränderung der
zugrunde liegenden Wechselkurse genau gegenläufig zur Veränderung der Forderung oder Verbindlichkeit ändert.
Für die Finanzinstrumente wird eine Sensitivitätsanalyse für Wechselkursänderungen durchgeführt, wobei die
Hauptwährungsbeziehungen folgende Sensitivitäten aufweisen. Die Hauptpositionen sind per 31. Dezember 2007
der EUR-HUF, der EUR-RON und der EUR-USD-Wechselkurs. Bei der Sensitivitätsanalyse des EUR-RON-Wechsel
kurses sind neben EUR-Nettopositionen auch USD-Nettopositionen der Petrom SA enthalten. Daher werden auch
entsprechende aus der USD-Position der Petrom SA resultierende Sensitivitäten gegenüber dem EUR-USD
EUR 1.000
2007
EUR wird um
2006
EUR wird um
10% schwächer 10% schwächer
–32.309 –35.349
8.955
13.258 1) Bezieht sich nur auf Finanzinstrumente und entspricht nicht der vom Konzern berechneten Gesamt-EBIT-Währungssensitivität. EUR wird um
10% stärker
35.349
–8.955
Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das Eigenkapital EUR 1.000
2007 2006
EUR wird um EUR wird um EUR wird um EUR wird um
10% stärker 10% schwächer 10% stärker 10% schwächer
EUR-HUF –214.153 214.153 –93.823 93.823

Zinsmanagement

Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert.

Fallweise werden festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa transferiert. Ab dem 4. Quartal 2005 wurden Zinsen für EUR 100 Mio und für USD 50 Mio von fix auf variabel geswapt. Die Zinsdifferenz zwischen Swap und Kredit wird als Korrektur des Zinsaufwands verbucht.

Per 31. Dezember gab es folgende Kontrakte:

Kontrakte EUR 1.000
2007 2006
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Interest-Rate-Swaps 133.965 –387 137.965 –1.540

Die Interest-Rate-Swaps wurden zur Absicherung der beizulegenden Zeitwerte von Anleihen (Fair-Value-Hedge), die im OMV Konzern begeben wurden (vgl. Anhangangabe 22) bestimmt und als 100% wirksam eingestuft.

Zinssensitivitäten

Durch die oben gezeigten offenen Zinsswaps werden feste Zinssätze in variable Zinssätze gedreht, sie wurden zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts von Anleihen als Fair-Value-Hedge klassifiziert. Der Effekt einer Zinserhöhung von 0,5%-Punkten würde am 31. Dezember 2007 zu einer Verringerung des Marktwerts um EUR 2,0 Mio führen (31. Dezember 2006: EUR 2,0 Mio). Der Effekt einer Zinssenkung von 0,5%-Punkten würde am 31. Dezember 2007 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 2,0 Mio führen (31. Dezember 2006: EUR 2,0 Mio).

Petrom SA weist Financial Assets auf, deren Marktwerte von Zinsänderungen beeinflusst werden. Der Marktwert dieser Financial Assets wäre bei einer Zinssteigerung am 31. Dezember 2007 um 0,5%-Punkte um EUR 1,0 Mio niedriger (31. Dezember 2006: EUR 2,0 Mio). Eine Zinssenkung um 0,5%-Punkte würde am 31. Dezember 2007 zu einer Erhöhung des Marktwerts um EUR 1,0 Mio führen (31. Dezember 2006: EUR 2,0 Mio).

Des Weiteren analysiert OMV regelmäßig den Einfluss von Zinsänderungen auf das Zinsergebnis aus variabel verzinsten Geldanlagen und Aufnahmen. Derzeit werden Effekte aus dem Zinsänderungsrisiko nicht als substanzielles Risiko eingestuft.

Basierend auf dem variabel verzinsten Nettoschuldenportfolio per 31. Dezember 2007 würde der Nettozinsaufwand um EUR 10,5 Mio steigen bzw. fallen, sollten Zinssätze um 0,5%-Punkte steigen bzw. fallen. Per 31. Dezember 2006 wäre bei einer Erhöhung der Zinsen der Nettozinsertrag um EUR 0,2 Mio höher gewesen und umgekehrt.

Kreditrisiko der Kontrahenten

Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzernebene bewertet und mittels Limits für Länder, Banken und Vertragspartner überwacht. Limits bezüglich Höhe und Laufzeit des maximal zulässigen Exposures werden bonitätsabhängig vergeben, die Bonitätseinschätzung wird zumindest jährlich überprüft. Diese Vorgehensweise ist sowohl bei OMV als auch bei Petrom in einer Richtlinie festgelegt. Finanzinstrumente werden nur mit Vertragspartnern bester Bonität abgeschlossen. Zur Risikodiversifikation werden Finanzkontrakte stets mit einer Mehrzahl von Banken abgeschlossen.

Veranlagungsrisiko

Instrumente EUR 1.000
2007 2006
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Index-Futures 15.847 236 23.856 249
Zins-Futures 879.266 –179 807.846 –271
Im Bereich des strategischen Risikomanagements, des Währungsrisikomanagements und des Zinsrisikomanage
ments beträgt das maximale Kreditrisiko per 31. Dezember 2007 EUR 93,6 Mio (2006: EUR 133,0 Mio). Für das
operative Risikomanagement im Bereich Raffinerien und Marketing beträgt das maximale Kreditrisiko per 31. De
zember 2007 EUR 574,8 Mio (2006: EUR 342,2 Mio).
Veranlagungsrisiko
Zur Absicherung von mittelfristigen Veranlagungen in externen Fonds wurden von externen Fondsmanagern fol
gende Instrumente eingesetzt:
Instrumente EUR 1.000
2007 2006
Nominale Marktwert Nominale Marktwert
Index-Futures 15.847 236 23.856 249
Zins-Futures 879.266 –179 807.846 –271
Ergebnis aus Finanzinstrumenten EUR 1.000
2007 2006
Ergebnis aus Finanzinstrumenten-at-Fair-Value-through-Profit-or-Loss 4.393
Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-Sale 34.413 32.400
Ergebnis aus Finanzinstrumenten-held-to-Maturity
Ergebnis aus Ausleihungen und Forderungen 56.525
43.120
Ergebnis aus zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten
Summe
–68.197
27.135
Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten beinhaltet Dividendenerträge (exklusive assoziierte Unternehmen), Zinserträge
und -aufwendungen, Fremdwährungsgewinne und -verluste, Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Finanz
vermögen, Wertminderungen von und Zuschreibungen zu Finanzvermögen sowie ergebniswirksame Fair-Value
–55.887
19.633
Anpassungen von Finanzinstrumenten-at-Fair-Value-through-Profit-or-Loss. Erträge bzw. Aufwendungen aus deriva
tiven Instrumenten, die zur Absicherung operativer Risiken dienen und denen gegenläufige Aufwendungen bzw.
Erträge in den Umsatzerlösen und Umsatzkosten gegenüberstehen, sind im Ergebnis aus Finanzinstrumenten nicht
enthalten. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten-at-Fair-Value-through-Profit-or-Loss besteht ausschließlich aus dem
Ergebnis aus Finanzinstrumenten-held-for-Trading.
Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten kann in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR –10.884 (2006:
TEUR 593) dem Betriebserfolg (EBIT) und in Höhe von TEUR 38.019 (2006: TEUR 19.040) dem Finanzerfolg zu
geordnet werden.
Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-Sale enthält im Jahr 2007 einen Betrag von TEUR 22.743 (2006:
TEUR 13.659), der dem Eigenkapital entnommen wurde und während des Berichtzeitraums als Aufwand in der
Gewinn- und Verlustrechnung verbucht wurde. Zusätzlich zu dem in der Tabelle angeführten Ergebnis aus Finanzin
strumenten-available-for-Sale wurde im Jahr 2007 ein Verlust von TEUR 18.536 (2006: Gewinn von TEUR 66.144)
erfolgsneutral direkt im Eigenkapital verbucht.

Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten-available-for-Sale enthält Minderungsverluste im Ausmaß von TEUR 154 (2006: TEUR 905). Dem gegenüber stehen Zuschreibungen zu Finanzinstrumenten-available-for-Sale in Höhe von TEUR 1.353 (2006: TEUR 269).

Das Ergebnis aus Ausleihungen und Forderungen enthält Minderungsverluste im Ausmaß von TEUR 47.460 (2006: TEUR 25.143). Dem gegenüber stehen Zuschreibungen zu Ausleihungen und Forderungen in Höhe von TEUR 42.107 (2006: TEUR 46.525).

Auf Basis der Beschlüsse der jeweiligen Hauptversammlungen wurden seitens der Gesellschaft für den Vorstand und für einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte des Konzerns beginnend mit dem Jahr 2000 langfristige, erfolgsorientierte Entlohnungspläne aufgelegt. Danach werden dem angeführten Personenkreis unter der Voraussetzung eines Eigeninvestments Optionsrechte für den begünstigten Erwerb von OMV Aktien (bzw. Geldgegenwert) eingeräumt, sofern ein Anstieg im Aktienkurs von zumindest 15% erzielt wird.

In den folgenden Darstellungen wurde der am 11. Juli 2005 vorgenommene Aktiensplit im Verhältnis 1:10 sowohl bei der Stückanzahl als auch bei den Werten berücksichtigt.

Zum Zeitpunkt der Gewährung stellten sich die Pläne wie folgt dar:

Wesentliche Bedingungen

Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005 Plan 2004 Plan 2003
1.9.2007 1.9.2006 1.9.2005 1.9.2004 1.9.2003
31.8.2014 31.8.2013 31.8.2012 31.8.2011 31.8.2008
2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre
EUR 47,850 EUR 45,190 EUR 34,700 EUR 16,368 EUR 10,404
20 Stück 20 Stück 20 Stück 15 Stück 15 Stück
1.230 Aktien 1) 1.242 Aktien 1) 2.390 Aktien 1) 3.980 Aktien 1) 5.600 Aktien 1)
410 Aktien 1) 414 Aktien 1) 800 Aktien 1) 1.330 Aktien 1) 1.860 Aktien 1)
24.600 8.280 19.950
24.600 24.840 47.800 59.700 84.000
24.600 24.840 47.800 59.700 84.000
24.600 24.840 47.800 59.700 84.000
24.600 24.840 47.800 59.700 84.000
123.000 107.640 191.200 258.750 336.000
471.520 360.220 532.000 484.350 286.050
594.520 467.860 723.200 743.100 622.050
EUR 55,030 EUR 51,970 EUR 39,910 EUR 18,823 EUR 11,965

1) Oder 25%, 50%, 75% davon.

2) Mitglied des Vorstands seit 1. Jänner 2007.

Zum Bilanzstichtag waren die Pläne 2003, 2004 und 2005 teilweise ausgeübt. Zum 31. Dezember 2006 waren der Plan 2002 zur Gänze und die Pläne 2003 und 2004 teilweise ausgeübt.

    1. Voraussetzung für die Teilnahme an den Aktienoptionsplänen ist ein Eigeninvestment, welches die Planteilnehmer am Planbeginn und während des ganzen Zeitraums bis zur Einlösung halten müssen.
    1. Die Aktienanzahl für das Eigeninvestment ergibt sich für alle Pläne aus dem genehmigten maximalen Eigeninvestment im Verhältnis zum mittleren Kurswert der Aktie des Monats Mai des Jahrs der Ausgabe. Es ist auch eine Ausübung von 25%, 50% bzw. 75% des maximalen Volumens möglich.
    1. Bei einem Verkauf von Aktien aus dem Eigeninvestment geht das Optionsrecht verloren. Die Optionen sind nicht übertragbar und verfallen bei Nichtausübung.
    1. Der Ausübungspreis ergibt sich aus dem mittleren Kurswert für den Zeitraum 20. Mai bis 20. August für die Pläne 2003, 2004, 2005, 2006 und 2007.
    1. Innerhalb der Ausübungsfrist können die Optionen bei Erreichung der Planhürden für die Pläne 2003 und 2004 jeweils in den 20 Handelstagen nach Veröffentlichung der Quartalsberichte (Ausübungsfenster) ausgeübt werden. Für die Pläne 2005, 2006 und 2007 sind die Ausübungsfenster jene Perioden, in denen die Ausübung nach den folgenden Grundsätzen nicht verboten ist. Die Ausübung ist verboten:
  • wenn der Ausübende über Insiderinformationen verfügt;
  • während der Sperrfristen nach der Emittenten-Compliance-Verordnung (6 Wochen vor geplanter Veröffentli chung des Jahresberichts, 3 Wochen vor Veröffentlichung des Quartalsberichts, jede vom Compliance- Verantwortlichen in Einzelfällen festgesetzte Sperrfrist);
  • wenn der Vorstand die Ausübung auf die Dauer eines jeweils konkret vom Vorstand festgelegten Zeitraums untersagt.
    1. Das Eigeninvestment muss bei Ausübung nachgewiesen werden. Die Optionen können durch Kauf von Aktien oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis in Geldform oder in Form von Aktien ausgeübt werden, wenn der Kurswert der OMV Aktie zum Ausübungszeitpunkt um zumindest 15% über dem Ausübungspreis liegt.
Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Für die Aktienoptionspläne gelten weiters folgende Voraussetzungen und Bedingungen:
1. Voraussetzung für die Teilnahme an den Aktienoptionsplänen ist ein Eigeninvestment, welches die Planteil
nehmer am Planbeginn und während des ganzen Zeitraums bis zur Einlösung halten müssen.
2. Die Aktienanzahl für das Eigeninvestment ergibt sich für alle Pläne aus dem genehmigten maximalen Eigen
investment im Verhältnis zum mittleren Kurswert der Aktie des Monats Mai des Jahrs der Ausgabe. Es ist auch
eine Ausübung von 25%, 50% bzw. 75% des maximalen Volumens möglich.
3. Bei einem Verkauf von Aktien aus dem Eigeninvestment geht das Optionsrecht verloren. Die Optionen sind nicht
übertragbar und verfallen bei Nichtausübung.
4. Der Ausübungspreis ergibt sich aus dem mittleren Kurswert für den Zeitraum 20. Mai bis 20. August für die
Pläne 2003, 2004, 2005, 2006 und 2007.
5. Innerhalb der Ausübungsfrist können die Optionen bei Erreichung der Planhürden für die Pläne 2003 und 2004
jeweils in den 20 Handelstagen nach Veröffentlichung der Quartalsberichte (Ausübungsfenster) ausgeübt wer
den. Für die Pläne 2005, 2006 und 2007 sind die Ausübungsfenster jene Perioden, in denen die Ausübung nach
den folgenden Grundsätzen nicht verboten ist. Die Ausübung ist verboten:
- wenn der Ausübende über Insiderinformationen verfügt;
- während der Sperrfristen nach der Emittenten-Compliance-Verordnung (6 Wochen vor geplanter Veröffentli-
chung des Jahresberichts, 3 Wochen vor Veröffentlichung des Quartalsberichts, jede vom Compliance-
Verantwortlichen in Einzelfällen festgesetzte Sperrfrist);
- wenn der Vorstand die Ausübung auf die Dauer eines jeweils konkret vom Vorstand festgelegten Zeitraums
untersagt.
6. Das Eigeninvestment muss bei Ausübung nachgewiesen werden. Die Optionen können durch Kauf von Aktien
oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis in Geldform oder in
Form von Aktien ausgeübt werden, wenn der Kurswert der OMV Aktie zum Ausübungszeitpunkt um zumindest
15% über dem Ausübungspreis liegt.
Zusammenfassend entwickelten sich die Aktienoptionspläne in den Geschäftsjahren 2007 und 2006 wie folgt:
Aktienoptionspläne
2007 2006
Anzahl
Optionen
Gewichteter
durchschnittlicher
Anzahl
Optionen
Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis Ausübungspreis
Optionen im Umlauf per 1.1. 2.085.585 in EUR
28,529
1.760.150 in EUR
22,904
Gewährte Optionen 563.760 47,850 467.860 45,190
Ausgeübte Optionen –743.495 21,048 –142.425 13,752
Verfallene Optionen
Ausstehende Optionen per 31.12. 1.905.850 37,163 2.085.585 28,529
Per Jahresende ausübbar 874.230 25,974 894.525 14,825
In der Berichtsperiode wurden aus den Plänen 2003, 2004 und 2005 insgesamt 743.495 Optionen ausgeübt. Die
Ausübung erfolgte in 722.495 Fällen durch Abgeltung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Aus
übungspreis, wobei der zu vergütende Betrag in allen Fällen durch Barabfindung beglichen wurde. Für 21.000
Optionen erfolgt die Ausübung durch Kauf von Aktien. Der gewichtete durchschnittliche Aktienpreis zum Aus
übungszeitpunkt betrug 2007 EUR 50,087. Der innere Wert der zum 31. Dezember 2007 ausübbaren Optionen
betrug TEUR 25.742.
124
124
OMV Geschäftsbericht 2007 Ergänzende Angaben zur Finanzlage
OMV Geschäftsbericht 2007 Ergänzende Angaben zur Finanzlage

Im Jahr 2006 wurden aus den Plänen 2003 und 2004 insgesamt 142.425 Optionen ausgeübt. Die Ausübung erfolgte in 112.425 Fällen durch Abgeltung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis, wobei der zu vergütende Betrag in allen Fällen durch Barabfindung beglichen wurde. Für 30.000 Optionen erfolgt die Ausübung durch Kauf von Aktien. Der gewichtete durchschnittliche Aktienpreis zum Ausübungszeitpunkt betrug 2006 EUR 43,061. Der innere Wert der zum 31. Dezember 2006 ausübbaren Optionen betrug TEUR 25.194.

Die ausgeübten Optionen verteilten sich auf den Teilnehmerkreis wie folgt:

Ausgeübte Optionen

Anzahl
ausgeübter
Optionen
2007
Gewichteter
durchschnitt
licher Aus
übungspreis
in EUR
Anzahl
ausgeübter
Optionen
2006
Gewichteter
durchschnitt
licher Aus
übungspreis
in EUR
Mitglieder des Vorstands
Auli
Davies 84.000 10,404
Langanger 71.850 12,882
Roiss 30.000 16,368
Ruttenstorfer 42.000 10,404 42.000 10,404
Vorstände gesamt 197.850 11,304 72.000 12,889
Andere Führungskräfte gesamt 545.645 24,581 70.425 14,634
Insgesamt ausgeübte Optionen 743.495 21,048 142.425 13,752

Die Vergütungen aus der Ausübung der Optionen entsprechen dem Wert der im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen zum Zeitpunkt der Ausübung und stellen sich wie folgt dar:

Vergütungen EUR 1.000
2007 2006
Plan 2003 6.722 2.198
Plan 2004 10.694 1.976
Plan 2005 4.174
Summe 21.590 4.174

Von den Vergütungen entfallen TEUR 7.447 (2006: TEUR 2.155) auf Vorstandsmitglieder und TEUR 14.143 (2006: TEUR 2.019) auf andere Führungskräfte.

In Umlauf befindliche Optionen

Plan
2003
2004
2005
2006
2007
Summe
Die Bewertung der Optionen erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die erwartete durchschnittliche
Volatilität wurde auf Grund der Volatilität der vergangenen 5 Jahre ermittelt. Die Möglichkeit einer vorzeitigen
Ausübungs
preis in EUR
10,404
16,368
34,700
45,190
47,850
Anzahl
ausstehender
Optionen
52.500
346.530
475.200
467.860
563.760
1.905.850
Restlaufzeit
in Jahren
0,7
3,7
4,7
5,7
6,7
Per Jahresende
ausübbare
Optionen
52.500
346.530
475.200

874.230
Marktwert Aktienoptionsplan in EUR 1.000 Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005 Plan 2004 Plan 2003
2.323
Berechnungsparameter
Marktpreis der Aktie in EUR 55,42 55,42 55,42 55,42 55,42
Risikofreier Zinssatz 4,598% 4,570% 4,557% 4,544% 4,658%
0,7 Jahre
2,0%
30%
zum Bilanzstichtag ermittelt wurde.
tionspläne:
Bewertung per 31.12.2007
Laufzeit Optionen (inkl. Sperrfrist)
Durchschnittliche Dividendenrendite
Volatilität Aktienkurs
11.214
6,7 Jahre
2,2%
30%
9.375
5,7 Jahre
2,2%
30%
11.604
4,7 Jahre
2,1%
30%
die Nettodotierung im Berichtsjahr auf TEUR 4.259 (2006: TEUR 2.849).
Ausübung wurde bei der Festsetzung des risikofreien Zinssatzes berücksichtigt, der basierend auf Marktwerten
Der Marktwert per 31. Dezember 2007 bezieht sich auf die noch ausstehenden Optionen, während sich der
Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung auf die gesamten begebenen Optionen bezieht. Unter der Annahme, dass
die Bedingungen während der Ausübungsfrist erfüllt werden, ergeben sich nachfolgende Marktwerte der Aktienop
12.930
3,7 Jahre
2,1%
30%
Ausgehend von den Tageswerten der zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeübten Optionsrechte wird für künftige
Ausübungen mittels einer Rückstellung vorgesorgt. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über die Sperrfrist
von 2 Jahren verteilt. Die Rückstellung per 31. Dezember 2007 belief sich auf TEUR 34.976 (2006: TEUR 30.717),

Bewertung per 31.12.2007

Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005 Plan 2004 Plan 2003
Marktwert Aktienoptionsplan in EUR 1.000 11.214 9.375 11.604 12.930 2.323
Berechnungsparameter
Marktpreis der Aktie in EUR 55,42 55,42 55,42 55,42 55,42
Risikofreier Zinssatz 4,598% 4,570% 4,557% 4,544% 4,658%
Laufzeit Optionen (inkl. Sperrfrist) 6,7 Jahre 5,7 Jahre 4,7 Jahre 3,7 Jahre 0,7 Jahre
Durchschnittliche Dividendenrendite 2,2% 2,2% 2,1% 2,1% 2,0%
Volatilität Aktienkurs 30% 30% 30% 30% 30%

Segmentberichterstattung Segmentberichterstattung

Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns waren im Geschäftsjahr 2007 in die 3 operativen Geschäftsbereiche Exploration und Produktion (E&P), Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M) sowie Erdgas gegliedert. Die Konzernführung, die Finanzierungsaktivitäten sowie gewisse Servicefunktionen sind im Geschäftsbereich Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) zusammengefasst.

Der Konzern ist durch die Zugehörigkeit zur Öl- und Gasindustrie mit einigen Risiken konfrontiert, die sich naturgemäß aus dem Geschäft ergeben. Diese Risiken inkludieren u.a. politische Instabilität, schwächer werdende wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Änderungen in der Gesetzgebung oder im Steuerregime, aber auch andere operative Risiken wie beispielsweise eine hohe Volatilität des Ölpreises und des USD, die sich direkt aus der Branchenzugehörigkeit ergeben. Den diversen Risiken soll durch einen Mix an gegensteuernden Maßnahmen begegnet werden. Neben der Integration des Konzerns in Up- und Downstream sowie der bewussten Portfolio-Überlegungen in OECD- und Nicht-OECD-Produktion im E&P-Segment kommen im Risikomanagement vor allem funktionale, operative Instrumente zum Einsatz. Ebenso werden Versicherungs- und Steuerangelegenheiten konzernweit betreut. In allen für den Konzern relevanten Ländern verfügt OMV über Informationen hinsichtlich der politischen Situation. Aufrechte Rechtsstreitigkeiten und anhängige Verfahren gerichtlicher und verwaltungsbehördlicher Art werden regelmäßig konzernweit erhoben.

Die grundsätzlichen Entscheidungen bezüglich der Geschäftstätigkeit werden vom OMV Vorstand getroffen. Die Führung der Geschäftsbereiche erfolgt eigenständig, da jeder Bereich jeweils eine strategische Einheit darstellt und unterschiedliche Produkte auf verschiedenen Märkten anbietet.

Die E&P-Aktivitäten konzentrieren sich auf 6 Kernregionen. Im Jahr 2007 konnte das bestehende Explorations-Portfolio durch neue Explorationslizenzen in den Kernregionen Nord- und Westeuropa, Australien/Neuseeland, Nordafrika und Mittel- und Osteuropa erweitert werden. Der Hauptfokus der Entwicklungstätigkeiten im Jahr 2008 wird auf den Ländern Österreich, Kasachstan, Neuseeland, Jemen und Libyen liegen.

Der Geschäftsbereich R&M ist Betreiber zweier Raffinerien in Schwechat und Burghausen sowie von zwei weiteren Raffinerien in Rumänien und hält einen 45%-Anteil an der Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH (Betreiber von Lohnverarbeitungsraffinerien) und verfügt in den Hauptmärkten Österreich und den Ländern Mittel- und Osteuropas im Tankstellengeschäft sowie im Handelsgeschäft über eine bedeutende Stellung. OMV schloss am 16. Mai 2006 den Kauf von 34% der Anteile an Petrol Ofisi A.S. ab, dem führenden Unternehmen im Tankstellen- und Kundengeschäft in der Türkei. Der Eintritt in den türkischen Markt entspricht der OMV Strategie für 2010 und stärkt die Position von OMV im europäischen Wachstumsgürtel. Der OMV Petrol Ofisi Anteil wurde im Laufe des Jahrs 2007 auf 39,58% erhöht.

Der Erdgasbereich hat eine wesentliche Bedeutung für den Transit durch bzw. den Transport in Österreich und die Speicherung von Erdgas. OMV ist der einzige Betreiber von Erdgasfernleitungen durch Österreich. Beginnend mit dem 4. Quartal 2007 wurde die Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H. von At-Equity-Konsolidierung auf Vollkonsolidierung umgestellt. Die seit dem 4. Quartal 2006 vollkonsolidierte EconGas GmbH, an der OMV 50% hält, ist gemeinsam mit dem Gasbereich von Petrom für die Großhandels- und Vertriebsaktivitäten von Erdgas verantwortlich.

Die zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße ist der Betriebserfolg (EBIT). Bei der Berechnung der Bereichsergebnisse werden Geschäftsaktivitäten mit ähnlichem Charakter zusammengefasst. Innenumsätze und Kostenzuordnungen des Mutterunternehmens wurden nach internen Grundsätzen von OMV ermittelt. Der Vorstand ist der Meinung, dass die Verrechnungspreise für Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten den Marktpreisen entsprechen. Geschäftsfälle, die den operativen Bereichen nicht zuordenbar sind, werden mit der Ergebnisauswirkung in Kb&S ausgewiesen.

Primäre Segmentberichterstattung Die primäre Segmentberichterstattung erfolgt im OMV Konzern auf Basis der Geschäftsbereiche. EUR Mio
E&P R&M Erdgas Kb&S Summe Konso
lidierung
Konzern
abschluss
2007
Segmentumsätze 1) 4.247,42 16.311,91 3.096,32 260,78 23.916,44 –3.874,41 20.042,04
Segmentumsätze mit anderen Segmenten –3.393,99 –26,57 –199,95 –253,90 –3.874,41 3.874,41
Segmentumsätze mit Dritten 853,43 16.285,35 2.896,37 6,89 20.042,04 20.042,04
EBIT 2) 1.967,71 84,31 243,59 –76,61 2.219,00 –34,51 2.184,49
Vermögen 3) 5.758,11 8.072,58 1.130,39 447,49 15.408,57 15.408,57
Investitionen SAV/IV 1.460,65 1.143,68 149,32 109,86 2.863,51 2.863,51
Anteile an assoziierten Unternehmen 874,77 90,58 1.160,28 2.125,63 2.125,63
Zur Veräußerung gehaltenes Vermögen 22,65 8,69 31,34 31,34
Verbindlichkeiten 4) 2.567,48 3.177,36 618,45 684,53 7.047,83 7.047,83
Planmäßige Abschreibungen 424,52 307,17 20,77 37,14 789,60 789,60
Wertminderungen 100,16 83,10 4,48 0,11 187,85 187,85
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 5) 164,64 26,29 107,07 298,00 298,00
Jahresüberschuss aus aufgegebenen
Geschäftsaktivitäten
2006
Segmentumsätze 1)
3.968,04 17.253,18 2.070,90 256,58 23.548,70 –4.578,33 18.970,37
Segmentumsätze mit anderen Segmenten –3.186,02 –1.055,95 –122,63 –213,73 –4.578,33 4.578,33
Segmentumsätze mit Dritten
EBIT 2)
782,02 16.197,23 1.948,27 42,85 18.970,37 18.970,37
Vermögen 3) 1.873,31
5.036,63
121,09
6.610,19
134,87
921,67
–103,37
102,75
2.025,90
12.671,24
35,12
2.061,02
12.671,24
Investitionen SAV/IV 679,01 658,45 35,39 101,87 1.474,72 1.474,72
Anteile an assoziierten Unternehmen
Zur Veräußerung gehaltenes Vermögen

15,63
773,05
101,23
911,86
8,55
1.786,14
24,18

1.786,14
24,18
Verbindlichkeiten 4) 2.581,95 2.398,49 587,47 411,20 5.979,11 5.979,11
Planmäßige Abschreibungen 369,83 294,45 12,19 17,68 694,15 694,15
Wertminderungen 85,81 29,54 0,06 115,41 115,41
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 5)
112,29 41,68 30,68 184,65 184,65
Jahresüberschuss aus aufgegebenen
Geschäftsaktivitäten
9,21 –0,91 8,30 8,30
1) Inkl. Umsätze mit anderen Segmenten.
2) Siehe Gewinn- und Verlustrechnung für Überleitung des Betriebserfolgs zum Jahresüberschuss.
3) Inkludiert immaterielle Vermögenswerte (IV) und Sachanlagen (SAV), Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene
Unternehmen und Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis, sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte.
4) Inkludiert die Bilanzpositionen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, Rückstellungen für
Rekultivierungsverpflichtungen, Sonstige Rückstellungen exklusive der dort enthaltenen Rückstellungen für sonstige Steuern in Höhe von EUR 10,79 Mio (2006: EUR
3,59 Mio), Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten sowie Sonstige Verbindlichkeiten.
5) Vgl. Anhangangabe 8.

Die sekundären Segmente stellen sich in der Berichtsperiode wie folgt dar:

EUR Mio
land Rumä-
nien
Übriges
MOE 4)
Übriges
Europa
Übrige
Welt 5)
Summe lidierung Konso- Konzern
abschluss
5.434,40 3.339,25 2.076,48
–0,65 –54,92 3.874,41
3.154,06 3.338,60 2.021,56
600,74 20,79 93,14 820,43 2.219,00 –34,51 2.184,49
5.352,76 1.552,28 751,96 — 15.408,57
1.188,12 137,07 79,90 341,64 2.863,51 2.863,51
6.091,31 3.390,78 2.083,03
–0,44 –0,30 4.578,33
2.859,88 3.390,34 2.082,73 — 18.970,37
659,26 23,39 104,84 533,51 2.025,90 35,12 2.061,02
4.483,17 1.328,54 438,85 — 12.671,24
556,62 127,84 70,64 227,87 1.474,72 1.474,72
Sekundäre Segmentberichterstattung reich
7.743,92
–847,80
6.896,12
602,47
4.276,62
708,09
7.168,72
–769,28
6.399,44
527,82
3.650,84
304,20
Öster- Deutsch-
3.846,14
3.844,94
81,43
2.245,86
408,69
3.681,68
3.681,49
177,08
1.657,01
187,55
–1,20 –2.280,34
–0,19 –3.231,43
1.476,26 23.916,44 –3.874,41 20.042,04
–689,50 –3.874,41
786,76 20.042,04
1.229,09 15.408,57
1.133,17 23.548,70 –4.578,33 18.970,37
–576,69 –4.578,33
556,48 18.970,37
1.112,83 12.671,24

1) Inkl. Umsätze mit anderen Segmenten.

2) Siehe Gewinn- und Verlustrechnung für Überleitung des Betriebserfolgs zum Jahresüberschuss.

3) Inkludiert immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis, sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte.

4) Übriges Mittel- und Osteuropa (MOE).

5) Übrige Welt: Im Wesentlichen Australien, Iran, Jemen, Kasachstan, Libyen, Neuseeland, Pakistan, Tunesien, Venezuela.

Sonstige Angaben Sonstige Angaben

Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer
2007 2006
OMV Konzern ohne Petrom Gruppe 5.349 5.130
Petrom Gruppe 32.028 40.067
Gesamtkonzern 37.377 45.197

Gemäß IAS 24 muss OMV Beziehungen zu nahe stehenden Personen sowie nahe stehenden, nicht konsolidierten Unternehmen (Related Parties) offen legen. Unternehmen und Personen gelten als nahe stehend, wenn ein Beherrschungsverhältnis oder maßgeblicher Einfluss vorliegt.

Mit den at-equity bewerteten Unternehmen Borealis AG, Oberösterreichische Ferngas AG und AMI Agrolinz Melamine International GmbH (von 1. Jänner 2007 bis zur Einbringung in die Borealis AG mit 31. Juli 2007 atequity bewertet) bestanden im Berichtsjahr folgende, zu fremdüblichen Marktpreisen erfolgte, Liefer- und Leistungsbeziehungen:

Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen EUR 1.000
2007
Umsätze Forderungen
2006
Umsätze Forderungen
Borealis AG 1.004.642 95.351 1.073.550 106.770
Oberösterreichische Ferngas AG 3.294 320 3.495 21.336
EconGas GmbH 1) 126.323
AMI Agrolinz Melamine International GmbH 2) 3.199 75
Petrol Ofisi A.S. 34.510 2.953
Gesamt 1.042.446 98.624 1.206.567 128.181

1) EconGas GmbH wurde bis 30. September 2006 at-equity konsolidiert.

2) AMI Agrolinz Melamine International GmbH wurde vom 1. Jänner 2007 bis zur Einbringung in die Borealis AG mit 31. Juli 2007 at-equity bewertet.

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH in Höhe von TEUR 54.216 (2006: TEUR 57.990).

Gegenüber der IOB Holdings A/S besteht zum Bilanzstichtag eine Ausleihung in Höhe von TEUR 35.975 (2006: TEUR 71.950), gegenüber Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH eine in Höhe von TEUR 159.750 (2006: TEUR 60.750).

Die Vorstandsbezüge der OMV Aktiengesellschaft verteilen sich wie folgt:

Vorstandsbezüge EUR 1.000
2007 Auli Davies Langanger Roiss Ruttenstorfer Summe
Fix 350 525 460 530 600 2.465
Variabel 68 1.105 1.105 1.273 1.442 4.993
Pensionskassenbeiträge 72 208 129 99 145 653
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz 8 9 8 8 8 42
Summe 498 1.847 1.702 1.910 2.195 8.153
Vorstandsbezüge EUR 1.000
2006 Davies Langanger Roiss Ruttenstorfer Summe
Fix 525 460 530 600 2.115
Variabel 1.067 1.067 1.227 1.387 4.748
Pensionskassenbeiträge 208 129 99 145 581
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz 9 8 8 8 33
Summe 1.809 1.664 1.864 2.140 7.477

Details zu den Aktienoptionsplänen sind in Anhangangabe 28 dargestellt.

Die Vorstandsmitglieder sind auch im Rahmen der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. In diesen beiden Fällen ist auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter versichert und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands sowie ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 1.043 (2006: TEUR 1.117).

Die Gesamtaufwendungen (exklusive Aktienoptionspläne) für 39 Executives (2006: 32) betrugen TEUR 10.707 (2006: TEUR 9.960). Davon entfallen auf kurzfristige Leistungen wie Gehälter, Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube und Prämien TEUR 8.997 (2006: TEUR 8.641) und TEUR 1.250 (2006: TEUR 839) auf Aufwendungen für die Altersvorsorge. Für Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Dienstverhältnissen fiel ein Aufwand in Höhe von TEUR 437 (2006: TEUR 409) an; die sonstigen langfristigen Vergütungen beliefen sich auf TEUR 23 (2006: TEUR 71). Anhangangabe 28 enthält Details zu den Aktienoptionsplänen.

An Aufsichtsratsvergütungen wurden in 2007 TEUR 374 aufgewendet, davon eine Rückstellungsverminderung in Höhe von TEUR 5 (2006: TEUR 418, davon Rückstellungserhöhung TEUR 34).

Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG gehört zu jenen Unternehmen, an denen ein Mitglied des Aufsichtsrats ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat (§ 95 Abs. 5 Ziff. 12 AktG); sie zählt zu den wichtigsten Bankpartnern des OMV Konzerns, ist aber im Transaktionsvolumen nicht führend.

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20%
Obergesell
schaft
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
Konso
lidierungs
art 1)
Exploration und Produktion
"Artamira" LLC, Saratov RING 100,00 VK
"CARneft" OJSC, Saratov RING 100,00
"Chalykneft" OJSC, Saratov RING 100,00
KOM MUNAI LLP, Almaty PETROM 95,00
"Management Company 'CorSarNeft' " LLC, Moskau RING 100,00
"Neftepoisk" LLC, Saratov RING 100,00
"Oil Company 'RENATA' " LLC, Usinsk RING 100,00
OMV (ALBANIEN) Adriatic Sea Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV (ALBANIEN) onshore Exploration GmbH in Liqu., Wien OMVEP 100,00
OMV AUSTRALIA PTY LTD, Perth OMV AG 100,00
OMV Austria Exploration & Production GmbH, Wien (OEPA) OMVEP 100,00
OMV (BAYERN) Exploration GmbH, Wien
OMV (Bulgaria) Offshore Exploration GmbH, Wien
OEPA
OMVEP
100,00
100,00
OMV (EGYPT) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV Exploration & Production GmbH, Wien (OMVEP) OMV AG 100,00
OMV EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas OMVEP 100,00
OMV (FAROE ISLANDS) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV Global Oil & Gas GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV (IRAN) onshore Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV (IRELAND) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV (IRELAND) Killala Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV New Zealand Limited, Wellington (NZEA) OMVEP 100,00
OMV (NORGE) AS, Stavanger OMVEP 100,00
OMV OF LIBYA LIMITED, Douglas OMVEP 100,00
OMV Oil and Gas Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV Oil Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV Oil Production GmbH, Wien (OILP) OMVEP 100,00
OMV (PAKISTAN) Exploration Gesellschaft m.b.H., Wien OMVEP 100,00
OMV Petroleum Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV Proterra GmbH, Wien OEPA 100,00
OMV (RUSSLAND) Exploration & Production GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV (SLOVAKIA) Exploration GmbH, Wien OEPA 100,00
OMV (SUDAN BLOCK 5B) Exploration GmbH in Liqu., Wien
OMV (SUDAN) Exploration GmbH in Liqu., Wien
OMVEP 100,00
OMV (Tunesien) Exploration GmbH, Wien OMVEP
OMVEP
100,00
100,00
OMV (Tunesien) Production GmbH, Wien (OTNPR) OMVEP 100,00
OMV (U.K.) Limited, London OMVEP 100,00
OMV (YEMEN) Al Mabar Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV (Yemen Block S 2) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV (YEMEN) Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV (YEMEN) South Hood Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00
OMV (YEMEN) South Sanau Exploration GmbH, Wien OMVEP 100,00

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20% (Fortsetzung)

Obergesell Anteil der Konso
schaft Obergesell lidierungs
schaft am art 1)
Kapital in %
PEI 3 Verwaltungs GmbH, Düsseldorf OTNPR 100,00 V0
PEI Venezuela Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf OMVEP 100,00 VK
Petroleum Infrastructure Limited, Wellington NZEA 100,00 VK
PETROM EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas PETROM 100,00 V0
Preussag Energie International GmbH, Burghausen OMVEP 100,00 VK
Repsol Inco AG, Zug OILP 30,00 S0
RING OIL HOLDING & TRADING LTD, Limassol (RING) PETROM 74,90 VK
"Saratovneftedobycha" CJSC, Saratov RING 100,00 VK
Société de Recherches et d'Exploitation des Pétroles en Tunisie, Tunis OTNPR 50,00 S0
TASBULAT OIL CORPORATION LLP, Aktau PETROM 100,00 VK
van Sickle Gesellschaft m.b.H., Wien OEPA 100,00 VK
Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC, Abu Dhabi OMVRM 25,00 S0
Adria-Wien Pipeline GmbH, Klagenfurt OMVRM 76,00 VK
Aircraft Refuelling Company GmbH, Wien OMVRM 33,33 S0
Autobahn - Betriebe Gesellschaft m.b.H., Wien OMVRM 47,20 S0
Avanti d.o.o., Zagreb OHRVAT 29,93 S0
AVIATION PETROLEUM SRL, Bukarest PETROM 95,00
ROMAN 5,00 VK
BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH, Vohburg OMVD 45,00 AE
BEYFIN GAZ SRL, Cluj-Napoca PETROM 40,00 S0
Borealis AG, Wien OMVRM 32,67
OMV AG 3,33 AE
BRAZI OIL & ANGHELESCU PROD COM SRL, Brazi PETROM 37,70 S0
BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH, Wien OMVRM 26,00 S0
D.E.E.M. ALGOCAR SA, Buzias PETROM 27,92 S0
Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH, München OMVD 25,00 AE
DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft., Budapest OHUN 48,28 S0
EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG, München OMVD 21,95 AE
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach OMVRM 55,60 AE 1)
FONTEGAS PECO MEHEDINTI SA, Simian PETROM 37,40 S0
FRANCIZA PITESTI SRL, Pitesti PETROM 40,00 S0
GENOL Gesellschaft m.b.H., Wien OMVRM 29,00 S0
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co, Wien OMVRM 29,00 AE
Heating Innovations Austria GmbH, Wien OMVRM 50,00 AE
ICS PETROM MOLDOVA SA, Chisinau PETROM 65,00 VK
M.P. PETROLEUM DISTRIBUTIE SRL, Bukarest PETROM 95,00
ROMAN 5,00 VK
OMV Bayern GmbH, Burghausen OMVD 100,00 VK
OMV BH d.o.o., Sarajevo OMVRM 100,00 VK
OMV BULGARIA LTD, Sofia PETROM 99,90
OMVRM 0,10 VK
OMV Croatia d.o.o., Zagreb (OHRVAT) OMVRM 100,00 VK
OMV Deutschland GmbH, Burghausen (OMVD) OMVRM 90,00
OMV AG 10,00 VK

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20% (Fortsetzung)

Obergesell
schaft
OMV Hungária Ásványolaj Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest (OHUN)
OMVRM
OMV - International Services Ges.m.b.H., Wien
OMVRM
OMV Italia S.r.l., Verona
OMVRM
OMV Refining & Marketing GmbH, Wien (OMVRM)
OMV AG
OMV ROMANIA MINERALOEL SRL, Bukarest (ROMAN)
PETROM
OMVRM
OMV SLOVENIJA trgovina z nafto in naftnimi derivati, d.o.o., Koper
OMVRM
92,25
OMV Slovensko s.r.o., Bratislava
OMVRM
100,00
OMV SRBIJA d.o.o., Belgrad
PETROM
OMVRM
OMV Supply & Trading AG, Zug
OMVRM
OMV TRADING SERVICES LIMITED, London
OMVRM
OMV Ceská republika, s.r.o., Prag
OMVRM
OMV-VIVA Kereskedelmi és Szolgáltatató Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest
OHUN
OMV Wärme VertriebsgmbH, Wien
OMVRM
100,00
PASR Achtundzwanzigste Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien
PETROM
100,00
PETROCHEMICALS ARGES SRL, Pitesti
PETROM
Petrol Ofisi A.S., Istanbul
OMV AG
PETROM LPG SA, Bukarest
PETROM
PETROM NADLAC SRL, Nadlac
PETROM
RAFISERV ARPECHIM SA, Pitesti
PETROM
RAFISERV PETROBRAZI SA, Brazi
PETROM
Routex B.V., Amsterdam
OMVRM
SIOT Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A., Triest
OMVRM
SOCIETATEA COMERCIALA PETROM AVIATION SA, Otopeni
PETROM
SuperShop Marketing GmbH, Budapest
OHUN
TGN Tankdienst-Gesellschaft Nürnberg GbR, Nürnberg
OMVD
Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H., Matrei in Osttirol
OMVRM
25,00
TRANS GAS SERVICES SRL, Bukarest
PETROM
VIVA International Marketing- und Handels-GmbH, Wien
OMVRM
WÄRME-ENERGIE VORARLBERG Beratung- und Handels GmbH, Lustenau
OMVRM
Erdgas
ADRIA LNG d.o.o., Zagreb
OGI
ADRIA LNG STUDY COMPANY LIMITED, Valletta
OGI
AGCS Gas Clearing and Settlement AG, Wien
OGG
OOEFG
AGGM Austrian Gas Grid Management AG, Wien
OGG
Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H., Wien
OGG
51,00
Central European Gas Hub GmbH, Wien
OGI
100,00
Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20% (Fortsetzung)
Anteil der
Obergesell
schaft am
Kapital in %
100,00
100,00
100,00
100,00
99,90
0,10
99,90
0,10
100,00
100,00
100,00
96,67
95,00
39,58
99,99
98,51
99,78
99,94
26,67
25,00
48,50
50,00
33,33
80,00
100,00
79,67
25,58
28,37
23,13
5,63
100,00
Cogeneration-Kraftwerke Management Oberösterreich GmbH, Linz
OPI
50,00
CONGAZ SA, Constanta
PETROM
28,59
EconGas Deutschland GmbH, Regensburg 2)
ECOGAS
100,00
EconGas GmbH, Wien (ECOGAS)
OGI
50,00
Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20% (Fortsetzung)
-- -- ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Obergesell
schaft
Anteil der
Obergesell
Konso
lidierungs
schaft am
Kapital in %
art 1)
EconGas Hungária Földgázkereskedelmi Kft., Budapest ECOGAS 100,00 VK
EconGas Italia S.r.l, Mailand ECOGAS 100,00 VK
Ferngas Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien (FBET) OGG 68,23 VK
NABUCCO Gas Pipeline International GmbH, Wien OGI 20,00 S0
Oberösterreichische Ferngas Aktiengesellschaft, Linz (OOEFG) 2) FBET 50,00 AE
OMV Gas Adria d.o.o., Zagreb OGI 100,00 V0
OMV Gas Germany GmbH, Düsseldorf OGG 100,00 VK
OMV Gas GmbH, Wien (OGG) OGI
OMV AG
99,99
0,01
VK
OMV Gas International GmbH, Wien (OGI) OMV AG 100,00 VK
OMV Gaz Ve Enerji Limited ûirketi, Istanbul OGI 99,00
OPI 1,00 V0
OMV Power International GmbH, Wien (OPI) OGI 100,00 VK
PETROM DISTRIBUTIE GAZE SRL, Bukarest PETROM 99,99 VK
PETROM GAS SRL, Bukarest PETROM 100,00 VK
POLIFLEX SRL, Brazi PETROM 96,84 V0
ROBIPLAST COMPANY SRL, Bukarest PETROM 45,00 S0
SOCIETATEA ROMANA DE PETROL SA, Bukarest PETROM 49,00 S0
Konzernbereich und Sonstiges
Amical Insurance Limited, Douglas (AMIC) OMV AG 100,00 VK
ASOCIATIA ROMANA PENTRU RELATIA CU INVESTITORII, Bukarest PETROM 20,00 S0
BURSA MARITIMA SI DE MARFURI SA, Constanta PETROM 20,09 S0
Diramic Insurance Limited, Gibraltar AMIC 100,00 VK
Kompetenz- und Informationszentrum für Humanvermögen und interdisziplinäre
Arbeits- und Unternehmensforschung GmbH, Klosterneuburg SNO 24,44 S0
MOL Hungarian Oil and Gas Plc., Budapest OCTS 20,20 S0
OMV Clearing und Treasury GmbH, Wien (OCTS) SNO 100,00 VK
OMV FINANCE LIMITED, Douglas OMV AG 100,00 VK
OMV Future Energy Fund GmbH, Wien OMV AG 100,00 VK
OMV Insurance Broker GmbH, Wien OMV AG 100,00 VK
OMV Solutions GmbH, Wien (SNO) OMV AG 100,00 VK
PETROMED SOLUTION SRL, Bukarest PETROM 99,99 V0
VA OMV Personalholding GmbH, Linz SNO 50,00 S0
Petrom
PETROM SA, Bukarest (PETROM) 3) OMV AG 51,01 VK

1) Konsolidierungsart:

VK Verbundene einbezogene Unternehmen.

AE Assoziierte at-equity bewertete Unternehmen.

AE 1) Trotz Anteilsmehrheit keine Einbeziehung, da ein Beherrschungsverhältnis nicht vorliegt.

V0 Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen; Firmenmäntel und Vertriebsorganisationen, die einzeln und gesamt betrachtet für die Aussagekraft des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung sind.

S0 Sonstige nicht konsolidierte Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet; assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist.

2) Mit vom Konzernbilanzstichtag abweichendem Stichtag einbezogen; EconGas GmbH wurde in 2007 auf den konzerneinheitlichen Stichtag 31.12. umgestellt.

Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und deren Eigenkapital insgesamt unter 2% der Konzernwerte liegen. Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen sowie um Vertriebsgesellschaften, wobei deren Umsatzvolumina,
Maßgebliche Joint Ventures 1) der Öl- und Gasproduktion des OMV Konzerns
Land Feldname Lizenz/Block Anteil in %
Australien Jabiru/Challis AC/L 1, 2, 3 18,75
Großbritannien Schiehallion 204/25a 5,88
Großbritannien Beryl 9/13a 5,00
Großbritannien Nevis South 9/13a, 9/12a 3,25
Großbritannien Nevis Central 9/13a 5,00
Großbritannien Skene 9/19 3,49
Großbritannien Buckland 9/18a 3,17
Großbritannien Maclure 9/19 1,67
Großbritannien Ness & Ness South 9/13a, 9/13b 5,00
Großbritannien Howe 22/12a North 20,00
Großbritannien Jade 30/2c 5,57
Libyen El Shararah NC 115 7,50
Libyen Nafoora Augila Unit C102 3,21
Libyen Intisar C103 12,25
Libyen A Field NC 186 9,60
Libyen B Field NC 186 9,60
Libyen D Field NC 186 9,60
Libyen H Field NC 186 9,60
Libyen EPSA Fields NC 29, NC 74 4,75
Libyen Shatirah NC 163 17,85
Neuseeland Maui PML 381012 10,00
Neuseeland Pohokura PMP 38154 26,00
Pakistan Miano 17,68
Pakistan Sawan 19,74
Tunesien Ashtart 50,00
Tunesien El Hajeb/Guebiba 49,00
Tunesien Cercina 49,00
Tunesien Rhemoura
Tunesien Gremda/El Ain 49,00
49,00
Kapitalverpflichtungen der Joint Ventures im Bereich Exploration und Produktion
--------------------------------------------------------------------------------- -- --
Land Feldname Lizenz/Block Anteil Kapital Kapital Kapital
in % verpflichtung verpflichtung verpflichtung
2008 2009–2011 2012–2016
in USD in USD in USD
Australien AC/P 4 35,00 200.000
Australien AC/P 17 35,00 200.000
Australien AC/P 24 60,00 100.000 3.940.000
Australien AC/RL 4 & 5 35,00 920.000
Australien AC/RL 6 35,00 790.000
Australien EP-409 50,00 20.000 740.000
Australien WA-290-P 40,00 120.000 2.950.000
Australien WA-320-P 66,67 380.000
Australien WA-345-P 66,67 140.000
Australien WA-358-P 25,00 40.000
Australien WA-362-P 30,00 890.000
Australien WA-363-P 30,00 890.000
Australien WA-386-P 30,00 920.000
Australien WA-387-P 30,00 920.000
Färöer Inseln 6103/16, 21, 26 &
6104/25, 39 10,00 30.000 100.000
Großbritannien Central North Sea 19/3, 4 P1097 20,00 4.000.000
Großbritannien West of Shetland 204/13 P1190 50,00 50.000
Großbritannien West of Shetland 204/14a 32,50 50.000
Irland 2/94 10,00 7.800.000 30.000
Irland 2/05 10,00 10.000 30.000
Irland 3/05 50,00 10.000.000 30.000
Jemen Al Mabar Block 2 87,50 13.289.000 8.000.000
Libyen Package 1 NC 199-204 40,00 12.000.000
Neuseeland Maari PML 38413 69,00 13.300.000
Neuseeland Western Platform PEP 38481 25,00 100.000
Neuseeland Tangaroa PEP 38485 33,33 270.000
Neuseeland Northland Base PEP 38618 50,00 330.000
Neuseeland Northland Base PEP 38619 50,00 330.000
Neuseeland PEP 50119 36,00 3.900.000
Neuseeland PEP 50120 36,00 2.100.000
Neuseeland PEP 50121 36,00 3.400.000
Norwegen Barents Sea PL 449 70,00 3.500.000
Pakistan Gambat 35,00 6.100.000
Pakistan Latif 33,40 2.030.000 9.680.000
Pakistan South-West Miano II 33,40 4.600.000
Pakistan
Pakistan Zamurdan 30,00 1.400.000
Sari South 20,00 2.000.000
Tunesien Ashtart 50,00 19.000.000
Tunesien Jenein Sud 100,00 10.000.000

Joint Ventures

EUR 1.000
2006
Umlaufvermögen 721.785 677.036
Anlagevermögen 1.192.773 1.169.016
720.987
758.564
Nettoumsatz 1.342.880 1.056.070
Betriebserfolg (EBIT) 821.821 686.569
424.797
Joint Ventures
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten
Jahresüberschuss
OMV Geschäftsbericht 2007 Sonstige Angaben
OMV Geschäftsbericht 2007 Sonstige Angaben
Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
Unternehmen Geschäftsbereiche Lagebericht Konzernabschluss
sitionen sich zu einem überwiegenden Teil aus Joint Ventures zusammensetzen:
Eckdaten der anteilig in den Konzernabschuss einbezogenen Joint Ventures
Folgende Tabelle zeigt die Eckdaten zu jenen Unternehmen, deren Bilanz- sowie Gewinn- und Verlustrechnungspo
2007
777.285
737.679
478.430

Ergänzende Informationen zur Öl- und Gasproduktion (ungeprüft) Ergänzende Informationen zur Öl- und Gasproduktion (ungeprüft)

Die folgenden Tabellen stellen eine Zusatzinformation gemäß SFAS 69, Disclosures about Oil and Gas Producing Activities, dar. Da dieser Themenbereich unter IFRS nicht detailliert geregelt ist, hat OMV beschlossen, diese Daten gemäß SFAS 69 zu berichten. Sofern sich die nachfolgenden Zusatzangaben auf Jahresabschlussinformationen beziehen, beruhen diese auf den Daten des IFRS Konzernabschlusses.

Die einzelnen Länder werden in Regionen zusammengefasst, in denen sich folgende Länder befinden:

Petrom: Rumänien, Kasachstan, Russland (seit 2006)
Übriges Europa: Albanien, Bulgarien, Deutschland, Färöer Inseln, Großbritannien, Irland, Norwegen (seit 2006)
Afrika: Libyen, Tunesien
Mittlerer Osten: Iran, Jemen, Katar (verkauft 2006), Region Kurdistan im Irak (seit 2007), Pakistan
Ozeanien: Australien, Neuseeland
Südamerika: Ekuador (verkauft 2006), Venezuela

Die Vermögenswerte und Ergebnisse von Petrom (OMV Anteil 51%, im Konzernabschluss vollkonsolidiert) sind zu 100% dargestellt.

a) Aktivierte Kosten

Die aktivierten Kosten umfassen die historischen Anschaffungskosten von nachgewiesenen und nicht nachgewiesenen Mineralölvorkommen sowie von Obertageinrichtungen, abzüglich der entsprechenden kumulierten Abschreibung.

Aktivierte Kosten EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges
Europa
Afrika Mittlerer
Osten
Ozeanien Süd-
amerika 1)
Summe
2007
Öl- und Gasvermögen
ohne sichere Reserven 111.994 166.951 87.798 47.516 48.689 17.033 479.981
Öl- und Gasvermögen
mit sicheren Reserven 1.238.101 2.627.585 552.814 772.110 117.749 434.699 5.743.058
Gesamt 1.350.095 2.794.536 640.612 819.626 166.438 451.732 6.223.039
Kumulierte Abschreibung –776.411 –654.554 –437.604 –468.656 –53.034 –128.133 — –2.518.392
Aktivierte Kosten
(abzüglich Abschreibung) 2) 573.684 2.139.982 203.007 350.970 113.404 323.600 3.704.647
2006
Öl- und Gasvermögen
ohne sichere Reserven 62.336 91.792 44.022 39.496 22.675 4.250 264.571
Öl- und Gasvermögen
mit sicheren Reserven 1.102.419 2.289.452 609.192 754.680 88.427 353.273 5.197.443
Gesamt 1.164.755 2.381.244 653.214 794.176 111.102 357.523 — 5.462.014
Kumulierte Abschreibung –734.667 –436.842 –439.452 –435.577 –35.623 –81.950 — –2.164.112
Aktivierte Kosten
(abzüglich Abschreibung) 2) 430.088 1.944.402 213.762 358.599 75.479 275.572 3.297.902
Aktivierte Koster
Aktivierte Kosten EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges
Europa
Afrika Mittlerer
Osten
Ozeanien Süd-
amerika 1)
Summe
2005
Öl- und Gasvermögen
ohne sichere Reserven 26.863 26.076 38.101 11.825 20.516 4.562 127.944
Öl- und Gasvermögen
mit sicheren Reserven 1.083.107 1.838.538 725.019 761.133 92.964 288.784 98.609 4.888.154
Gesamt 1.109.970 1.864.613 763.121 772.958 113.479 293.347 98.609 5.016.097
Kumulierte Abschreibung –704.882 –212.683 –550.346 –427.508 –29.488 –71.761 –39.114 –2.035.782
Aktivierte Kosten
(abzüglich Abschreibung) 2) 405.088 1.651.930 212.774 345.451 83.991 221.586 59.495 2.980.316

b) Kosten der Periode

Österreich Petrom Übriges Afrika Mittlerer Ozeanien Süd-
2005 Europa Osten amerika 1)
Öl- und Gasvermögen
ohne sichere Reserven 26.863 26.076 38.101 11.825 20.516 4.562
Öl- und Gasvermögen
mit sicheren Reserven
Gesamt
1.083.107
1.109.970
1.838.538
1.864.613
725.019
763.121
761.133
772.958
92.964
113.479
288.784
293.347
98.609
98.609
Kumulierte Abschreibung
Aktivierte Kosten
–704.882 –212.683 –550.346 –427.508 –29.488 –71.761 –39.114 –2.035.782
(abzüglich Abschreibung) 2) 405.088 1.651.930 212.774 345.451 83.991 221.586 59.495
2) 2007 enthalten die aktivierten Kosten EUR 14 Mio aus Zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen in Großbritannien. 2006 sind in den aktivierten Kosten
Buchwerte zum Verkauf stehender Anlagen in Tunesien in Höhe von EUR 10 Mio enthalten. Das Feld Dunlin in Großbritannien wurde aus der Kategorie Zu
Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen rückgegliedert. 2005 sind in den aktivierten Kosten Buchwerte zum Verkauf stehender Anlagen in Ekuador in Höhe von
EUR 36 Mio, in Katar in Höhe von EUR 8 Mio und in Großbritannien in Höhe von EUR 7 Mio enthalten.
b) Kosten der Periode
Die Kosten der Periode umfassen alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Anschaffung, Exploration und Ent
wicklung von Öl- und Gasvorkommen anfallen, unabhängig davon, ob diese Kosten aktiviert werden oder Aufwand
der laufenden Periode sind. Kosten, die in Fremdwährungen angefallen sind, werden mit den Jahresdurchschnitts
kursen konvertiert.
Kosten der Periode
Österreich Petrom Übriges Afrika Mittlerer Ozeanien Süd
amerika
2007 Europa Osten
Anschaffungskosten für
sichere Reserven
Anschaffungskosten für
nicht sichere Reserven
Rekultivierungskosten

7.480



234


Explorationskosten 13.527 160.218 54.189 17.093 53.401 32.862
Entwicklungskosten 1) 214.979 782.839 66.470 58.872 30.376 92.346



Kosten der Periode 235.987 943.057 120.659 76.199 83.777 125.208
2006
Anschaffungskosten für
sichere Reserven
Anschaffungskosten für
–561
nicht sichere Reserven 2) 53.250
Rekultivierungskosten 7.000 3.290 43
Explorationskosten
Entwicklungskosten
34.612
94.656
57.951
334.574
30.160
46.098
61.544
41.146
11.930
23.715
4.282
86.320

12.053
Kosten der Periode EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges
Europa
Afrika Mittlerer
Osten
Ozeanien Süd
amerika
Summe
2005
Anschaffungskosten für
sichere Reserven 804 804
Anschaffungskosten für
nicht sichere Reserven
Rekultivierungskosten 6.851 8.827 43 15.721
Explorationskosten 23.833 48.185 16.614 24.009 26.520 11.511 150.671
Entwicklungskosten 1) 64.259 159.221 26.896 55.094 4.665 60.318 10.878 381.331
Kosten der Periode 94.942 216.233 43.510 79.146 31.185 72.632 10.878 548.526

1) Die Entwicklungskosten 2007 enthalten EUR 7 Mio aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen in Großbritannien sowie 2005 EUR 5,5 Mio aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten.

2) Die Darstellung erfolgt abzüglich zugeordneter latenter Steuern in Höhe von TEUR 16.816.

c) Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion

Die folgende Tabelle stellt Erträge und Aufwendungen dar, die direkt im Zusammenhang mit der Öl- und Gasproduktion anfallen. Das Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion entspricht nicht dem Ergebnis des Bereichs, da Zinsen, allgemeine Verwaltungskosten und andere Aufwendungen nicht enthalten sind. Die Ertragsteuer wird nach Berücksichtigung von Investitionsbegünstigungen und Verlustvorträgen und unter Anwendung des lokalen Steuersatzes hypothetisch errechnet.

Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges Afrika Mittlerer Ozeanien Süd Summe
Europa Osten amerika
2007
Umsatz mit Dritten –1.280 142.341 165.298 138.301 81.918 169.676 696.255
Konzerninterner Umsatz 535.693 2.115.987 649.725 26.963 3.328.368
Ergebnis aus
Anlagenverkäufen 1) 50 113 13.758 4 –2 13.923
534.463 2.258.441 165.298 801.784 108.886 169.674 4.038.545
Produktionsaufwand –97.367 –903.964 –28.877 –58.255 –13.865 –26.146 — –1.128.474
Förderzinsabgaben –62.958 –159.195 –7.413 –10.841 –7.430 –247.836
Explorationsaufwand –13.527 –116.943 –44.427 –11.580 –15.018 –19.702 –221.197
Abschreibungen und
Wertminderungen 2) –48.191 –219.048 –48.206 –54.905 –19.656 –48.203 –438.210
Sonstige Kosten –342 132 –3.299 –1.400 827 45 –847 –4.886
–222.385 –1.399.018 –124.809 –133.553 –58.553 –101.437 –847 –2.040.602
Ergebnis vor Steuern 312.077 859.424 40.488 668.231 50.333 68.237 –847 1.997.944
Ertragsteuern 3) –80.503 –135.491 –25.287 –280.538 –16.913 –808 –539.541
Operatives Ergebnis 4) 231.574 723.933 15.201 387.693 33.420 67.429 –847 1.458.403
Speicherüberlassungs
entgelt 5)
40.556 40.556

Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion EUR 1.000

EUR 1.000
-- ----------- -- -- -- --
Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion EUR 1.000
Österreich Petrom Übriges Afrika Mittlerer Ozeanien Süd Summe
2006 Europa Osten amerika
Umsatz mit Dritten –63 264.638 184.695 26.939 84.680 78.491 47.531 686.912
Konzerninterner Umsatz 532.438 1.925.398 607.401 3.065.237
Ergebnis aus
Anlagenverkäufen 1)
1.886 57.700 8.345 1.872 2.376 –13.525 58.654
534.262 2.247.736 184.695 642.685 86.552 80.867 34.006 3.810.803
Produktionsaufwand
Förderzinsabgaben
–96.264 –831.620 –29.355 –52.227 –7.665 –18.648 –15.486 –1.051.265
Explorationsaufwand –70.090 –158.370 –8.324 –11.316 –2.802 –250.902
Abschreibungen und –32.683 –49.624 –36.888 –36.940 –10.490 –4.282 –170.908
Wertminderungen 2) –42.381 –230.101 –40.202 –52.164 –11.078 –15.646 –26.019 –417.590
Sonstige Kosten 91 –16.627 4.304 –4.236 –1.052 557 –5.420 –22.382
–241.327 –1.286.342 –102.142 –153.891 –41.601 –40.821 –46.925 –1.913.048
Ergebnis vor Steuern 292.935 961.394 82.553 488.794 44.952 40.046 –12.919 1.897.755
Ertragsteuern 3) –84.844 –157.213 –49.649 –149.338 –11.975 –3.883 –456.902
Operatives Ergebnis 4) 208.091 804.181 32.905 339.455 32.977 40.046 –16.802 1.440.853
Speicherüberlassungs
entgelt 5) 42.228 42.228
2005
Umsatz mit Dritten –1.359 447.716 184.970 25.397 78.949 50.581 43.890 830.144
Konzerninterner Umsatz
Ergebnis aus
415.863 1.542.011 529.437 2.487.312
Anlagenverkäufen –987 –1.710 –314 839 –2.171
413.518 1.988.017 184.970 554.521 78.949 51.420 43.890 3.315.284
Produktionsaufwand –87.217 –837.069 –29.027 –42.472 –6.804 –16.731 –18.038 –1.037.359
Förderzinsabgaben –29.333 –141.747 –8.459 –10.520 –949 –191.007
Explorationsaufwand –11.647 –45.616 –23.690 –23.029 –16.724 –11.532 –132.238
Abschreibungen und
Wertminderungen 2) –45.268 –215.626 –38.332 –66.462 –9.824 –17.651 –6.820 –399.985
Sonstige Kosten –7.738 –11.770 3.596 –2.380 –944 302 –6.106 –25.040
–181.203 –1.251.828 –87.453 –142.802 –44.816 –46.561 –30.964 –1.785.628
Ergebnis vor Steuern 232.315 736.188 97.517 411.718 34.133 4.859 12.926 1.529.657
Ertragsteuern 3) –62.696 –116.876 –47.541 –131.163 –1.342 –4.580 –364.199
Operatives Ergebnis 4) 169.619 619.312 49.976 280.556 32.791 4.859 8.346 1.165.458
Speicherüberlassungs
entgelt 5) 36.546 36.546

d) Öl- und Gasreserven

Sichere Reserven sind auf der Basis von geologischen und lagerstättentechnischen Daten geschätzte Mengen an Erdöl (inklusive NGL) und Erdgas, die unter Anwendung bestehender wirtschaftlicher und produktionstechnischer Bedingungen mit größtmöglicher Sicherheit in der Zukunft gefördert werden können. Sichere, entwickelte Reserven sind nachgewiesene Reserven, die mit bestehenden Sonden, Obertageanlagen und Produktionsmethoden gefördert werden können. Sichere, nicht entwickelte Reserven können mit hoher Wahrscheinlichkeit aus bereits entdeckten Lagerstätten gewonnen werden.

Erdöl und NGL Mio bbl
Österreich Petrom Übriges
Europa
Afrika Mittlerer
Osten
Ozeanien Süd
amerika
Summe
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 1.1.2005 1) 60,3 616,8 24,3 99,4 1,5 7,5 17,5 827,2
Revision früherer Schätzungen 0,6 –1,0 5,3 0,6 0,7 6,3
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven –0,8 –0,8
Erweiterungen und Neufunde 0,4 0,2 14,4 15,0
Produktion –6,2 –38,6 –3,8 –12,9 –0,4 –0,9 –2,7 –65,6
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2005 1) 55,1 578,2 19,4 91,9 1,1 20,8 15,6 782,1
Revision früherer Schätzungen 6,8 –12,3 0,9 7,8 1,5 4,8
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven –1,0 –13,5 –14,6
Erweiterungen und Neufunde 0,3 13,8 5,5 8,0 27,6
Produktion –6,3 –35,6 –3,3 –13,3 –0,1 –1,0 –2,0 –61,6
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2006 56,0 544,1 17,0 92,0 8,0 21,3 738,4
Revision früherer Schätzungen 5,9 –4,3 10,8 2,0 1,9 16,2
Erwerb von Reserven
Verkauf von Reserven –0,1 –0,1
Erweiterungen und Neufunde 0,2 2,6 0,5 0,3 3,6
Produktion –6,2 –34,0 –2,6 –14,6 –0,6 –1,8 –59,8
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2007 1) 55,9 508,3 14,8 88,5 9,3 21,4 698,3
Sichere, entwickelte Reserven
zum 31.12.2005 45,8 394,0 19,1 84,5 1,1 0,9 13,7 559,2
zum 31.12.2006 49,2 410,4 15,9 80,4 2,7 4,4 563,0
zum 31.12.2007 49,1 374,3 13,4 78,0 9,3 6,0 530,3

1) 2007 sind 0,6 Mio bbl in Großbritannien aus Zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen enthalten. Beinhaltet 2005 2,8 Mio bbl, die zu einer Basisproduktion gehören, die aus einem Servicevertrag zu verdienen sind, sowie Reserven von 1,3 Mio bbl in Großbritannien, 1,1 Mio bbl in Katar und 6,5 Mio bbl in Ekuador aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten.

Österreich
Petrom
Übriges
Afrika
Mittlerer
Europa
Osten
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 1.1.2005 1)
530,1
2.446,4
49,5
19,6
313,1
Revision früherer Schätzungen
16,5

–0,4

20,9
Erwerb von Reserven





Verkauf von Reserven





Erweiterungen und Neufunde
70,2




Produktion
–44,7
–218,4
–9,1

–39,4
–10,8
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2005 1)
572,0
2.228,0
40,0
19,6
294,5
Revision früherer Schätzungen
18,7
92,4
6,1

–29,1
18,5
Erwerb von Reserven





Verkauf von Reserven





Erweiterungen und Neufunde
0,2
34,6



Produktion
–46,6
–211,0
–8,8

–40,3
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2006 1)
544,4
2.144,0
37,3
19,6
225,2
Revision früherer Schätzungen
24,3
133,0
0,3

–46,1
Erwerb von Reserven





Verkauf von Reserven



–19,6

Erweiterungen und Neufunde
1,0
11,7



Produktion
–48,9
–205,2
–7,1

–40,1
Sichere, entwickelte und nicht
entwickelte Reserven zum 31.12.2007 1)
520,8
2.083,5
30,5

139,0
104,3
Sichere, entwickelte Reserven
zum 31.12.2005
404,3
1.949,0
38,2

222,8
zum 31.12.2006
276,8
1.595,3
37,1

156,2
zum 31.12.2007
328,3
1.529,3
29,9

78,8
1) Inklusive rund 108 bcf an Polstergas in Gasspeicherreservoirs.
e) Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
Die zukünftige Netto-Cashflow-Information wird unter der Annahme erstellt, dass die wirtschaftlichen und operati
ven Rahmenbedingungen, die zum Bilanzstichtag vorliegen, über die Produktionsdauer der sicheren Reserven be
stehen bleiben. Weder zukünftige Veränderungen der Preise noch Fortschritte in der Technologie oder Veränderun
gen der operativen Bedingungen werden berücksichtigt.
Der zukünftige Cash Inflow beinhaltet die Erlöse aus dem Verkauf der Produktionsmenge, inklusive Polstergas, die
zum Bilanzstichtag vorliegen, bewertet mit den Preisen zum Jahresultimo. Die zukünftigen Produktionskosten um
fassen die geschätzten Kosten für Entwicklungsbohrungen und Produktionsanlagen sowie die Kosten der Rekulti
vierung von Sonden und Produktionsanlagen unter der Annahme, dass das Kostenniveau zum Bilanzstichtag ohne
Berücksichtigung der Inflation beibehalten wird. Die zukünftigen Steuerzahlungen werden unter Verwendung des
Steuersatzes jenes Lands berechnet, in dem OMV tätig ist. Der Barwert ergibt sich aus der Diskontierung des zu
Mrd Kubikfuß (bcf)
Ozeanien
134,0
6,1
–36,2
93,1

–10,9
100,6
24,0
–20,3
10,5
63,6
89,7

e) Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows EUR 1.000
-------------------------------------------------------------------------- -----------
Österreich Petrom Übriges
Europa
Afrika Mittlerer
Osten
Ozeanien Süd
amerika
Summe
— 52.042.630
–2.380.752 –18.821.248 –420.009 –705.241 — –23.444.125
–622.068 –904.277 –21.083 –146.872 — –2.033.000
3.281.508 16.720.344 667.039 4.712.917 509.554 674.142 — 26.565.505
–1.376.479 –4.335.324 — –7.877.521
1.905.029 12.385.020 292.908 3.301.374 360.914 442.739 — 18.687.984
— –8.256.562
— 10.431.421
4.639.631 29.095.765 935.614 4.198.394 — 41.160.190
–2.490.016 –15.332.722 –332.875 –484.657 — –19.406.145
— –2.333.182
— 19.420.863
–486.938 –2.164.681 –290.061 –952.256 — –4.271.511
1.202.912 10.490.244 259.959 2.538.419 323.951 333.868 — 15.149.353
— –7.234.624
7.914.729
6.284.329
–668.956
1.236.073
–459.765
1.689.851
–500.108
–6.411.501
5.973.519
–1.108.118
12.654.925
–5.675.407
702.804
4.814.838
36.445.869 1.108.131
–63.622
229.286
–52.719
550.020
–67.320
192.638
5.565.030
–374.132 –1.411.543
–915.073
2.386.300
–223.062
3.490.675
–778.940
1.759.478
–109.309
251.606
571.643
223.670
868.509 1.770.763
–322.482 –794.393
–36.473 –302.228
–148.640 –231.403
–88.102
354.638
835.999 1.454.787
–197.088 –568.787
–67.268 –422.250
463.750
–247.692 –129.882
–100.280 –112.568
221.300
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows
EUR 1.000
Österreich Österreich
Petrom
Petrom
Übriges
Europa
Übriges
Afrika
Europa
Afrika
Mittlerer
Osten
Mittlerer
Ozeanien
Osten
Ozeanien
Süd
amerika
Süd
Summe
amerika
2005
2005
Zukünftiger Cash Inflow
Zukünftiger Cash Inflow
5.053.600 5.053.600
31.010.646
31.010.646
981.520
981.520
4.184.085
4.184.085 582.348 1.173.066
582.348 1.173.066
385.832 385.832
43.371.099
43.371.099
Zukünftige Produktions- und
Zukünftige Produktions- und
Rekultivierungsausgaben
Rekultivierungsausgaben
–2.769.134 –2.769.134
–14.308.863
–14.308.863
–331.625
–331.625
–550.670
–550.670
–172.596
–172.596 –424.583 –167.029 –18.724.500
–424.583 –167.029 –18.724.500
Zukünftige
Zukünftige
Entwicklungsausgaben
Entwicklungsausgaben
–258.930 –258.930
–2.324.339
–2.324.339
–12.227
–12.227
–121.652
–121.652
–35.147
–35.147
–216.615
–216.615
–19.455
–19.455
–2.988.365
–2.988.365
Zukünftiger Netto-Cashflow
Zukünftiger Netto-Cashflow
vor Ertragsteuern
vor Ertragsteuern
2.025.536 2.025.536
14.377.444
14.377.444
637.669
637.669
3.511.763
3.511.763
374.606
374.606
531.867
531.867
199.348
199.348
21.658.233
21.658.233
Zukünftige Ertragsteuern
Zukünftige Ertragsteuern
–621.722 –1.207.193
–621.722
–268.942
–1.207.193
–633.333
–268.942
–81.938
–633.333
–104.491
–81.938
–17.317
–104.491
–17.317
–2.934.936
–2.934.936
Zukünftiger Netto-Cashflow
Zukünftiger Netto-Cashflow
undiskontiert
undiskontiert
1.403.814 1.403.814
13.170.251
13.170.251
368.727
368.727
2.878.430
2.878.430
292.668
292.668
427.377
427.377
182.031
182.031
18.723.298
18.723.298
10% jährlicher Diskontsatz
10% jährlicher Diskontsatz
für die zeitliche Differenz
für die zeitliche Differenz
des Cashflows
des Cashflows
–448.620 –448.620
–6.603.850
–6.603.850
–67.442
–67.442
–943.645
–943.645
–95.461
–95.461
–189.033
–189.033
–60.710
–60.710
–8.408.761
–8.408.761
Standardisierte Berechnung
Standardisierte Berechnung
des diskontierten zukünfti
des diskontierten zukünfti
gen Netto-Cashflows
gen Netto-Cashflows
955.194 955.194
6.566.401
6.566.401
301.285
301.285
1.934.785
1.934.785
197.207
197.207
238.343
238.343
121.321
121.321
10.314.537
10.314.537

f) Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows f) Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows

Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows EUR 1.000 Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows EUR 1.000

2007 2007
2006
2006
2005
1.1.
1.1.
7.914.729 7.914.729
10.314.537
10.314.537
5.553.925
5.553.925
Verkauf und Transfer von gefördertem Öl und Gas abzüglich Produktionsausgaben
Verkauf und Transfer von gefördertem Öl und Gas abzüglich Produktionsausgaben
–1.979.051 –1.979.051
–2.619.572
–2.619.572
–1.690.827
–1.690.827
Nettoveränderung der Preise und Produktionskosten
Nettoveränderung der Preise und Produktionskosten
4.443.856 4.443.856
–1.098.128
–1.098.128
5.676.142
5.676.142
Nettoveränderung aus dem Kauf und Verkauf von Mineralvorkommen
Nettoveränderung aus dem Kauf und Verkauf von Mineralvorkommen
13.764 13.764
–134.000
–134.000
–30.211
–30.211
Nettoveränderung auf Grund von Erweiterungen und neuen Funden
Nettoveränderung auf Grund von Erweiterungen und neuen Funden
107.541 107.541
840.511
840.511
235.318
235.318
Entwicklungs- und Rekultivierungsausgaben der laufenden Periode
Entwicklungs- und Rekultivierungsausgaben der laufenden Periode
844.777 844.777
299.411
299.411
327.942
327.942
Veränderung der geschätzten zukünftigen Entwicklungs- und
Veränderung der geschätzten zukünftigen Entwicklungs- und
Rekultivierungskosten in der Periode
Rekultivierungskosten in der Periode
–336.137 –336.137
–1.270.019
–1.270.019
–262.277
–262.277
Revision früherer Schätzungen
Revision früherer Schätzungen
738.436 738.436
559.439
559.439
104.049
104.049
Zuwachs aus der Diskontierung
Zuwachs aus der Diskontierung
725.496 725.496
976.589
976.589
530.658
530.658
Nettoveränderung der Ertragsteuern
Nettoveränderung der Ertragsteuern
–1.682.083 –1.682.083
–412.926
–412.926
–407.201
–407.201
Sonstiges 1)
Sonstiges 1)
–359.907 –359.907
458.886
458.886
277.018
277.018
31.12. 2)
31.12. 2)
10.431.421 10.431.421
7.914.729
7.914.729
10.314.537
10.314.537

1) Unter Sonstiges sind vor allem die Wechselkursveränderungen gegenüber dem EUR ausgewiesen. 1) Unter Sonstiges sind vor allem die Wechselkursveränderungen gegenüber dem EUR ausgewiesen.

2) Beinhaltet 2007 EUR 5 Mio aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen in Großbritannien und 2005 EUR 52 Mio aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten. 2) Beinhaltet 2007 EUR 5 Mio aus zu Veräußerungszwecken gehaltenem Vermögen in Großbritannien und 2005 EUR 52 Mio aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten.

Wien, am 26. März 2008 Wien, am 26. März 2008

Der Vorstand Der Vorstand

Abkürzungen und Definitionen Abkürzungen und Definitionen

Ausschüttungsgrad %-Verhältnis der Dividendensumme zu Jahresüberschuss nach Minderheiten

bbl, bbl/d Barrel (Fass zu 159 Liter), bbl pro Tag

boe, boe/d Barrel Öläquivalent, boe pro Tag

bcf, cf Milliarde Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F)

Bitumen Ein nicht flüchtiges, klebriges und abdichtendes rohölstämmiges Produkt, Grundstoff für Asphalt

E&P Exploration und Produktion

EBIT Earnings before Interest and Taxes; Betriebserfolg

Eigenkapitalquote %-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital

EPSA Exploration and Production Sharing Agreement, Explorations- und Produktionsteilungsvertrag

EGT Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen und Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen

EU, EUR Europäische Union, Euro

F&D Finding and Development, Fund- und Entwicklungskosten; Explorationsaufwendungen dividiert durch Änderung der sicheren Reserven (Erweiterungen, Neufunde und Revisionen früherer Schätzungen)

G&P Gas und Power

HSE Health, safety, security and environment; Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

IASs, IFRSs International Accounting Standards, International Financial Reporting Standards

HV Hauptversammlung

Jahresüberschuss Nettogewinn; Gewinn nach Zinsen, außerordentlichem Ergebnis und Steuern

Kb&S Konzernbereich und Sonstiges

KCfV Kurs-Cashflow-Verhältnis; Aktienkurs dividiert durch Cashflow je Aktie

KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis; Aktienkurs dividiert durch Gewinn je Aktie

LTIR Lost Time Incident Rate; Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall

m3 Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F)

Mio, Mrd Million, Milliarde

Monomere Begriff für Ethylen und Propylen

MW Mega Watt

n.a., n.m. not available, not meaningful; Wert nicht verfügbar, Wert nicht aussagefähig

Nettoverschuldung Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel

NGL Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt

NOPAT Net Operating Profit after Tax; EGT nach Steuern abzüglich Zinserträge zuzüglich Zinsaufwendungen auf Finanzverbindlichkeiten und Zinsen für Pensionsrückstellungen und außerordentliches Ergebnis +/– Steuereffekte aus den Anpassungen

OPEX Produktionskosten; Material- und Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben

ÖCGK Österreichischer Corporate Governance Kodex

ÖHGB Österreichisches Handelsgesetzbuch

Polymere, Polyolefine Monomere in Kettenform, Begriff für Polyethylen und Polypropylen

PRT, PRRT Petroleum Revenue Tax, Petroleum Resource Rent Tax; diese Steuer gibt es in Großbritannien sowie Australien

Reserven Ersatzkosten Reserve Replacement Cost; Explorations-, Entwicklungs- und Instandhaltungsausgaben zuzüglich Akquisitionsausgaben

ROACE Return on Average Capital Employed; %- Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital (Eigenkapital inklusive Fremdanteile zuzüglich Nettoverschuldung und Pensionsrückstellungen, abzüglich Wertpapierdeckung für Pensionsrückstellungen)

ROE Return on Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss zu durchschnittlichem Eigenkapital

ROfA Return on fixed Assets; %-Verhältnis EBIT zu durchschnittlichem immateriellen und Sachanlagevermögen

RON Neuer Rumänischer LEU

R&M Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

SEC United States Securities and Exchange Commission

SFAS Statement on Financial Accounting Standards

t, toe Tonne, Tonne Öläquivalent

TEUR Tausend EUR

TRIR Total recordable Incident Rate; Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen

Umsatzerlöse Umsatzerlöse exkl. Mineralölsteuer USD US Dollar

Verschuldungsgrad Gearing Ratio; %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

WACC Weighted Average Cost of Capital; gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten

Weitere Abkürzungen und Definitionen finden Sie unter www.omv.com.

Fünf-Jahres-Übersicht Fünf-Jahres-Übersicht

Fünf-Jahres-Übersicht EUR Mio
----------------------- ---------
2007 2006 2005 2004 2003
Umsatzerlöse 20.042 18.970 15.580 9.829 7.644
Betriebserfolg (EBIT) 2.184 2.061 1.958 975 644
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.412 2.156 1.948 1.015 596
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –569 –506 –488 –324 –203
Jahresüberschuss vor Minderheiten 1.843 1.658 1.496 690 393
Jahresüberschuss nach Minderheiten 1.579 1.383 1.256 689 392
Betriebserfolg vor Sondereffekten 2.377 2.257 2.305 1.008 705
Jahresüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten 1.649 1.521 1.391 711 432
Bilanzsumme 21.250 17.804 15.451 13.236 7.517
Eigenkapital 10.340 9.176 7.694 5.762 2.685
Nettoverschuldung 2.453 630 –126 692 1.081
Durchschnittliches Capital Employed 1) 11.735 9.120 7.495 4.670 3.751
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.066 2.027 2.108 1.039 939
Investitionen 4.118 2.518 1.439 2.297 1.381
Abschreibungen 977 810 794 480 435
Betriebserfolg vor Abschreibung (EBITD) 3.161 2.877 2.752 1.454 1.076
Net Operating Profit After Tax (NOPAT) 1.869 1.682 1.492 718 435
Return on Average Capital Employed (ROACE) 1) 16% 18% 20% 15% 12%
Return on Equity (ROE) 1) 19% 20% 22% 19% 15%
Eigenkapitalquote 49% 52% 50% 44% 36%
Verschuldungsgrad 24% 7% –2% 12% 40%
Dividende je Aktie 2), 3) in EUR 1,25 1,05 0,90 0,44 0,40
Ergebnis je Aktie 2) in EUR 5,29 4,64 4,21 2,55 1,46
Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten 2) in EUR 5,52 5,10 4,66 2,64 1,61
Mitarbeiter per 31. Dezember 33.665 40.993 49.919 57.480 6.137

Werte 2004-2007 nach IFRS, 2003 nach ÖHGB.

1) 2004: Adaptiert um Effekte aus dem Petrom Erwerb.

2) Werte 2003-2004 wurden an Aktiensplit (1:10) angepasst.

3) 2007: Vorschlag an die Hauptversammlung.

Eigentümer, Herausgeber und Verleger: OMV Aktiengesellschaft, Wien Konzept und Design: UNIQUE WerbegesmbH, FABIAN Design Fotos: Robert Staudinger, OMV Archiv, Getty Images Produktion: Produktionswerkstatt

Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden im Geschäftsbericht durchgehend geschlechterspezifische Termini verwendet. Bei der Produktion des Berichts wurde auf den Einsatz von umweltverträglichen Materialien Wert gelegt.

Kontakte

OMV Aktiengesellschaft

Otto-Wagner-Platz 5 1090 Wien, Österreich Tel.: +43 (01) 40 440-0 Fax: +43 (01) 40 440-29496 [email protected]

OMV Slovenija, d.o.o.

Ferrarska 7 6000 Koper, Slowenien Tel.: +386 (5) 6 63-3300 Fax: +386 (5) 6 63-3394 [email protected]

OMV Cˇeská republika, s.r.o.

Budejovická 3 140 21 Prag 4 Tschechische Republik Tel.: +420 (2) 61 392-110 Fax: +420 (2) 61 212-107 [email protected]

OMV Deutschland GmbH

Haiminger Straße 1 84489 Burghausen, Deutschland Tel.: +49 (8677) 960-0 Fax: +49 (8677) 960-2265 [email protected]

OMV Exploration & Production GmbH Gerasdorfer Straße 151 1210 Wien, Österreich Tel.: +43 (01) 40 440-0 Fax: +43 (01) 40 440-29426 [email protected]

OMV Gas International GmbH

floridotower Floridsdorfer Hauptstraße 1 1210 Wien, Österreich Tel.: +43 (01) 27 500-28000 Fax: +43 (01) 27 500-28299 [email protected]

EconGas GmbH

ARES Tower Donau-City-Straße 11 1220 Wien, Österreich Tel.: +43 (0) 50 205-0 Fax: +43 (0) 50 205-2900 [email protected]

OMV Hungária Ásványolaj Kft.

Róbert Károly krt. 64-66. 1134 Budapest, Ungarn Tel.: +36 (1) 452-7100 Fax: +36 (1) 452-7102 [email protected]

OMV New Zealand Ltd.

Level 10, Deloitte House 10 Brandon Street, P.O. Box 2621 Wellington, Neuseeland Tel.: +64 (4) 910 2500 Fax: +64 (4) 910 2504 [email protected]

OMV of Libya Ltd.

That El Imad Building That el Imad, Tower 5 P.O. Box 91867 Tripolis, Libyen Tel.: +218 (21) 33 503-67 Fax: +218 (21) 33 503-70 [email protected]

OMV (PAKISTAN) Exploration

Gesellschaft m.b.H. UBL Building, 7th Floor F-6/1, Jinnah Avenue P.O. Box 2653 Islamabad, Pakistan Tel.: +92 (51) 111 668 668 Fax: +92 (51) 2 273 643-44 [email protected]

OMV Refining & Marketing GmbH Lassallestraße 3 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 (01) 40 440-0 Fax: +43 (01) 40 440-27909 [email protected]

OMV Slovensko, s.r.o.

Moskovská 13 811 08 Pressburg, Slowakei Tel.: +421 (2) 502 50-110 Fax: +421 (2) 502 50-440 [email protected]

OMV Solutions GmbH

Lassallestraße 3 1020 Wien, Österreich Tel.: +43 (01) 40 440-0 Fax: +43 (01) 40 440-27900 [email protected]

OMV Supply & Trading AG

Poststrasse 14 6300 Zug, Schweiz Tel.: +41 (41) 7 120 855 Fax: +41 (41) 7 120 735 [email protected]

OMV (U.K.) Limited

14 Ryder Street London SW1Y 6QB, Großbritannien Tel.: +44 (20) 7333-1600 Fax: +44 (20) 7333-1610 [email protected]

Petrom SA

239 Calea Dorobantilor, Sector 1 010567 Bukarest, Rumänien Tel.: +40 (21) 2 125 001 Fax: +40 (21) 3 155 166 [email protected]

OMV Aktiengesellschaft Otto-Wagner-Platz 5 1090 Wien, Österreich www.omv.com

Geschäftsbericht 2007 der OMV Aktiengesellschaft

Geschäftsbericht 2007 der OMV Aktiengesellschaft

Vorstand 2
Bericht des Aufsichtsrats 3
Mitglieder des Aufsichtsrats 4
Lagebericht OMV Aktiengesellschaft 5
Jahresabschluss OMV Aktiengesellschaft 8
Bilanz 8
Gewinn- und Verlustrechnung 10
Entwicklung der unversteuerten Rücklagen 11
Anlagenspiegel 12
Anhang 14
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 15
Erläuterungen zur Bilanz 21
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 28
Beteiligungsliste 32
Bestätigungsvermerk 33
Abkürzungen und Definitionen 34

Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer (*1950)

Seit 1. Jänner 2002 Vorsitzender des Vorstands; Generaldirektion. Er promovierte an der Wirtschaftsuniversität-Wien und begann 1976 seine Laufbahn bei OMV. Er war u.a. für Planung und Kontrolle, für Unternehmensentwicklung sowie für Marketing verantwortlich. Er wurde 1992 Vorstandsmitglied und übte diese Funktion bis 1997 aus. Zwischen 1997 und 1999 war er österreichischer Staatssekretär für Finanzen. Anfang 2000 kehrte er als stellvertretender Generaldirektor in den OMV Konzern zurück und leitete die Bereiche Finanzen und Erdgas.

Gerhard Roiss (*1952)

Seit 1. Jänner 2002 Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter; Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie sowie Chemie. Seine Wirtschaftsausbildung in Wien, Linz und Stanford (USA) bildete die Basis für Führungsaufgaben in der Konsumgüterindustrie. 1990 übernahm er das Gruppenmarketing im OMV Konzern. Im selben Jahr wurde er in die Geschäftsführung der PCD Polymere GmbH berufen. 1997 wechselte er in den Vorstand des OMV Konzerns und war bis Ende 2001 für Exploration und Produktion sowie Kunststoffe verantwortlich.

Werner Auli (*1960)

Seit 1. Jänner 2007 Mitglied des Vorstands; Gas und Power. Nach der Promotion an der Technischen Universität in Wien startete er 1987 seine Karriere bei OMV. Von 2002 bis 2004 fungierte er als Geschäftsführer der 50% OMV Tochter EconGas GmbH, ab 2004 war er Geschäftsführer der OMV Gas GmbH, und seit 2006 ist er Leiter der OMV Gas International GmbH.

David C. Davies (*1955)

Seit 1. April 2002 Finanzvorstand. Er absolvierte 1978 das Studium der Volkswirtschaft an der Universität von Liverpool (Großbritannien) und begann seine Berufslaufbahn in der Wirtschaftsprüfung. Weiters war er in internationalen Konzernen in der Getränke-, Lebensmittel- und Gesundheitsindustrie tätig. Vor dem Eintritt in den OMV Konzern war er Finanzvorstand in verschiedenen Unternehmen in Großbritannien.

Helmut Langanger (*1950)

Seit 1. Jänner 2002 Vorstand für Exploration und Produktion. Seine Ausbildung an der Montanuniversität in Leoben ergänzte er mit dem Studium der Volkswirtschaftslehre in Wien. 1974 begann er seine Karriere im OMV Konzern. 1992 wurde er Geschäftsbereichsleiter für Exploration und Produktion. In dieser Funktion war er maßgeblich am Aufbau des internationalen E&P-Portfolios beteiligt.

Die Vorstandsmitglieder sind bis 31. März 2010 (Werner Auli bis 31. Dezember 2009) bestellt. Mandate in Gesellschaften, die nicht mit OMV konzernmäßig verbunden sind oder an denen OMV nicht unternehmerisch beteiligt ist (§ 228 Abs. 1 UGB): Ruttenstorfer – Mitglied des Aufsichtsrats der Wiener Börse AG, der Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsanstalt und der F. Hoffmann-La Roche AG; Roiss – Mitglied des Aufsichtsrats der Österreichische Post AG; Langanger – Mitglied des Aufsichtsrats der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Das Geschäftsjahr 2007 weist neuerlich ein Rekordergebnis auf und war geprägt durch wichtige Projekte und Initiativen, die die Fortsetzung des profitablen Wachstumskurses von OMV zum Ziel haben. In einer besonders herausfordernden Phase der Mineralölindustrie geht es um die Positionierung von OMV, um in der weiteren Konsolidierung der Ölindustrie und der internationalen Energieversorgung unter Beachtung ökologischer und sozialer Verantwortung zum Wohle der Aktionäre eine nachhaltige Rolle zu spielen. Dabei sehe ich die Aufgabe des Aufsichtsrats darin, den Vorstand in der Entwicklung der Strategie zu unterstützen, sowie durch entsprechende Kontrollen Risiken und Chancen so in Balance zu halten, dass die Aktionäre weiterhin eine angemessene Rendite erhalten.

Corporate Governance, Zusammenarbeit im Aufsichtsrat, Kooperation mit dem Vorstand und regelmäßige zeitnahe und umfassende Information bilden die solide Basis, damit der Aufsichtsrat bei OMV diese Rolle voll erfüllen kann.

In den Aufsichtsratssitzungen waren folgende Themen von besonderer Bedeutung:

  • X Die Petrom Integration, sowie der Erwerb der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice, um die operative Kontrolle über die Ölservices durch Petrom zu erlangen.
  • X Die Stärkung des Erdgasgeschäfts, die sich in Projekten zur Diversifizierung der Supplyquellen, zum Transport und zur Verflüssigung von Erdgas manifestiert.
  • X Der Ausbau der Zusammenarbeit mit IPIC, insbesondere durch die Einbringung der Geschäftsanteile an AMI Agrolinz Melamine International in Borealis. Dabei wurde besonders darauf Wert gelegt, dass zwei Fairness Opinions vorgelegt wurden und IPIC weder an der Diskussion noch an der Abstimmung teilnahm.
  • X Die Absichtserklärung für einen Zusammenschluss von OMV und MOL, einschließlich der Vorgangsweise, der Finanzierung sowie der strategischen und wertschaffenden Aspekte. Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorstand in diesem schwierigen Prozess in der Überzeugung, dass diese Option konsequent weiter verfolgt werden soll.

Eine Aufsichtsratssitzung war wieder ausschließlich der Strategie gewidmet, um auf der Basis gemeinsam erarbeiteter Ziele die Umsetzung überwachen zu können. In den Ausschüssen wurden u.a. ausgewählte Themen der Kontrolle wie Risikomanagement und Berichte von Internal Audit erörtert. Ebenso konnte sich der Aufsichtsrat dabei von einer umfangreichen Personalentwicklung und einer klaren Nachfolgeplanung sowie von einem funktionierenden Emittenten-Compliance-System überzeugen.

2007 hat der Aufsichtsrat eine Selbstevaluierung nach internationalen Standards durchgeführt, um durch kontinuierliche Verbesserungen in der Arbeitsweise sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat weiterhin seine Aufgaben zum Wohle der Aktionäre und aller Stakeholder wahrnehmen kann.

Jahresabschluss, Dividende

Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat mit den Abschlussprüfern erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 127 AktG erstatteten Lagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss 2007, der damit gemäß § 125 Abs. 2 AktG festgestellt ist. Weiters erklärt er sich mit dem aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht einverstanden.

Der Aufsichtsrat nahm den Vorschlag des Vorstands an, dass aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 1,25 je Aktie ausgeschüttet und der Restbetrag von EUR 81.138,38 auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Abschließend möchte ich dem Vorstand und allen Mitarbeitern für dieses Ergebnis und für die zukunftsorientierte Arbeit herzlich danken.

Wien, am 26. März 2008

Rainer Wieltsch Vorsitzender des Aufsichtsrats

Mitglieder des Aufsichtsrats

Rainer Wieltsch (*1944), Vorsitzender Erstmals gewählt in der HV am 24. Mai 2002 Aufsichtsratsmandate: Austrian Airlines Österreichische Luftverkehrs AG, Österreichische Post AG, Telekom Austria AG

Mohamed Nasser Al Khaily (*1966), Stellvertreter 1) Erstmals gewählt in der HV am 7. Juni 1995 Bis 28. Mai 2007 Managing Director der IPIC, Aufsichtsratsmandat: Compañía Española Petroleos S.A.

Peter Michaelis (*1946), Stellvertreter Erstmals gewählt in der HV am 23. Mai 2001 Vorstand der ÖIAG, Aufsichtsratsmandate: Austrian Airlines Österreichische Luftverkehrs AG (Vorsitz), Österreichische Post AG (Vorsitz), Telekom Austria AG (Vorsitz)

Murtadha Mohammed Al Hashemi (*1966) Erstmals gewählt in der HV am 18. Mai 1999 Division Manager/Finance von IPIC, Aufsichtsratsmandat: Compañía Española Petroleos S.A.

Helmut Draxler (*1950)

Erstmals gewählt in der HV am 16. Oktober 1990 Bis 12. Jänner 2007 Vorsitzender des Vorstands der RHI AG, Aufsichtsratsmandat: RHI AG

Wolfram Littich (*1959)

Erstmals gewählt in der HV am 23. Mai 2001 Vorsitzender des Vorstands der Allianz Elementar Versicherungs-AG

Gerhard Mayr (*1946)

Erstmals gewählt in der HV am 24. Mai 2002 Aufsichtsratsmandate: Lonza Group Ltd, UCB S.A., Alcon

Herbert Stepic (*1946)

Erstmals gewählt in der HV am 18. Mai 2004 Generaldirektor-Stellvertreter der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG

Herbert Werner (*1948)

Erstmals gewählt in der HV am 4. Juni 1996 Aufsichtsratsmandate: Innstadt Brauerei AG (Vorsitz), Ottakringer Brauerei AG

Norbert Zimmermann (*1947)

Erstmals gewählt in der HV am 23. Mai 2001 Vorsitzender des Vorstands der Berndorf AG, Aufsichtsratsmandate: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (Vorsitz), Bene AG, Oberbank AG

Von der Konzernvertretung delegiert:

Leopold Abraham, Wolfgang Baumann, Franz Kaba, Ferdinand Nemesch, Wolfgang Weigert (bis 23. Februar 2007), Markus Simonovsky (ab 23. Februar 2007)

Die Offenlegung umfasst Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften. Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats sind bis zur Hauptversammlung (HV) im Jahr 2009 bestellt; von der Konzernvertretung entsendete Mitglieder können jederzeit wieder abberufen werden.

Präsidial- und Nominierungsausschuss: Wieltsch (Vorsitzender), Al Khaily (Stellvertreter), Michaelis (Stellvertreter), Al Hashemi, Abraham, Baumann

Prüfungsausschuss: Wieltsch (Vorsitzender), Al Khaily (Stellvertreter), Michaelis (Stellvertreter), Littich, Draxler, Werner, Abraham, Baumann, Nemesch

Projektausschuss: Wieltsch (Vorsitzender), Al Khaily (Stellvertreter), Michaelis (Stellvertreter), Al Hashemi, Littich, Zimmermann, Abraham, Kaba, Nemesch

Vergütungsausschuss: Wieltsch (Vorsitzender), Al Khaily, Michaelis

Anzahl der Sitzungen: Es fanden fünf Aufsichtsratssitzungen, davon eine Strategiesitzung, statt. Weiters haben der Prüfungsausschuss und der Vergütungsausschuss je zweimal, der Projektausschuss und der Präsidial- und Nominierungsausschuss je einmal getagt.

Alle Kapitalvertreter haben erklärt, von der Gesellschaft und deren Vorstand im Geschäftsjahr 2007 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein (Regel 53 ÖCGK). Gemäß Regel 54 ÖCGK haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Draxler, Littich, Mayr, Stepic, Werner und Zimmermann erklärt, von den Großaktionären im Geschäftsjahr 2007 und bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung unabhängig gewesen zu sein. Satzungsgemäß beschließt die Hauptversammlung jährlich die Vergütungen der gewählten Aufsichtsratsmitglieder für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die HV 2007 hat für das Geschäftsjahr 2006 folgendes Vergütungsschema beschlossen:

EUR 29.200 für den Vorsitzenden EUR 21.900 für die Stellvertreter EUR 14.600 für die Mitglieder EUR 12.000 für den Vorsitzenden eines Ausschusses EUR 10.000 für den stellvertretenden Ausschussvorsitzenden

EUR 8.000 für die Mitglieder eines Ausschusses

1) Al Khaily hat an weniger als 50% der Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen teilgenommen.

Lagebericht

Geschäftsverlauf 2007

Die im Geschäftsjahr 2007 erwirtschafteten Umsatzerlöse betrugen EUR 74,44 Mio (2006: EUR 91,94 Mio). Da die OMV Aktiengesellschaft die Aufgaben einer Management-Holding wahrnimmt, bestehen die Umsatzerlöse hauptsächlich aus den an die Nachfolgegesellschaften verrechneten Konzernumlagen.

Die Reduktion des Betriebsergebnisses ist im Wesentlichen auf erhöhte Aufwendungen aus dem Aktien-Optionsprogramm sowie auf die Anpassung der Aktien-Optionsprogramm-Rückstellungsberechnungsmethode auf das IFRS-Modell zurückzuführen. Das Betriebsergebnis (EBIT) beläuft sich auf EUR - 41,61 Mio (2006: EUR -25,21 Mio).

Der Finanzerfolg errechnet sich im Geschäftsjahr 2007 mit EUR 1.121,57 Mio (2006: EUR 1.210,66 Mio).

Durch die Funktion der OMV Aktiengesellschaft als Holding spiegelt primär das Finanzergebnis mit den Dividenden- und Beteiligungserträgen den Geschäftsverlauf wider. Die Erträge aus Beteiligungen betrugen EUR 1.106,83 Mio und lagen damit deutlich über dem Niveau von 2006 (EUR 886,47 Mio). Die Dividendenerträge von Petrom lagen, vor allem rohölpreisbedingt, mit EUR 155,22 Mio deutlich über dem Niveau von 2006 (EUR 108,94 Mio).

Die Gesellschaften im Bereich Exploration und Produktion (E&P) ohne Petrom, verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr, begünstigt durch den gestiegenen Rohöl- und Gaspreis, einen deutlichen Anstieg des Beteiligungsergebnisses auf EUR 614,99 Mio.

Das Beteiligungsergebnis des Bereichs Raffinerien und Marketing (R&M) ohne Petrom stieg auf EUR 185,71 Mio. Die Steigerung des R&M-Beteiligungsergebnisses ist vor allem auf die Dividende der OMV Deutschland zurückzuführen.

Die Beteiligungen des Bereichs Erdgas ohne Petrom konnten gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Ergebnisanstieg auf EUR 130,59 Mio verzeichnen. Diese Verbesserung ist auf die Belebung des Speichergeschäfts und auf die Ausweitung der Transitkapazität im Pipelinenetz zurückzuführen.

Investitionen

Die wesentlichste Investition in 2007 war die Anteilserhöhung an Petrol Ofisi, dem führenden Unternehmen im Tankstellen- und Kundengeschäft in der Türkei von 34% auf 39,58%. Petrol Ofisi verfügt mit rund 3.600 Tankstellen über das einzige flächendeckende Netz in der Türkei.

Der OMV Aktiengesellschaft Anteil an der AMI Agrolinz Melamine International GmbH (AMI, 50 % Anteil), einem international führenden Melamin- und Pflanzennährstoffproduzenten, wurde im zweiten Halbjahr 2007 in die Borealis eingebracht. Durch die Einbringung verändert sich das Eigentumsverhältnis an der Borealis, wobei IPIC nun 64% (zuvor 65%) und OMV 36% (zuvor 35%) der Anteile halten. Die OMV Aktiengesellschaft hält direkt 3,33% und die OMV Refining & Marketing 32,67 %.

Wandelschuldverschreibungen

Die OMV Aktiengesellschaft hatte im Jahr 2004 Wandelschuldverschreibungen in Höhe von EUR 550 Mio zur teilweisen Finanzierung des Erwerbs der rumänischen Petrom begeben. Auf Grund des guten Cashflows in 2006 und 2007 und zur Vermeidung der Verwässerung unserer bestehenden Aktionäre wurden die Wandelanleihen 2007 getilgt. Im Jahr 2006 wurden die Wandelschuldverschreibungen in Höhe von EUR 499,27 Mio zurückgekauft, in 2007 wurde der verbleibende Anteil mit EUR 50,73 Mio zurückgekauft. Mit diesem Rückkauf wurde auf Grund des deutlichen Kursanstiegs der OMV Aktie bzw. Wandelschuldverschreibung ein Aufwand im Jahr 2007 von EUR 0,32 Mio realisiert (2006: EUR 191,20 Mio). Weiters erfolgten im Geschäftsjahr Wandlungen die durch eigene Aktien bedient wurden. Der hierfür entstandene Aufwand belief sich auf EUR 17,82 Mio. Die restlichen 326 Stück wurden getilgt, wobei ein Aufwand von TEUR 6 entstand.

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit für das Geschäftsjahr 2007 betrug EUR 1.101,18 Mio (2006: EUR 754,10 Mio), der Cashflow aus der Investitionstätigkeit EUR 49,27 Mio (2006: EUR 824,52 Mio) und der Cashflow aus der Finanzierung EUR -1.193,53 Mio (2006: EUR 24,19 Mio). Die Finanzierungstätigkeit war geprägt durch den Rückkauf der Wandelanleihe, eine Dividendenzahlung in Höhe von TEUR 311.940 und eine Zunahme von TEUR 594.714 über die OMV Clearing und Treasury GmbH für die Abdeckung externer Finanzierung der OMV Aktiengesellschaft. Die Investitionen betrafen vor allem einen zusätzlichen Anteilserwerb von rund 6% an Petrol Ofisi sowie Rückzahlungen von langfristigen Forderungen.

Der Jahresüberschuss betrug EUR 1.078,32 Mio (2006: EUR 1.262,87 Mio).

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr auf EUR 8.049,73 Mio (2006: EUR 7.454,77 Mio).

Das Eigenkapital einschließlich der unversteuerten Rücklagen wurde zum 31. Dezember 2007 mit EUR 6.174,89 Mio (2006: EUR 5.408,61 Mio) ermittelt.

Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2007 betrug 76,71% (2006: 72,55%).

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2007 lag bei rund 57,04% (2006: 62,26%). Das Anlagevermögen war zu 65,43% (2006: 73,87%) durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt.

Der RoE (Return on Equity, Jahresüberschuss/durchschnittliche Eigenmittel) wurde mit 19% (2006: 26%) ermittelt.

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter, die in der Konzernführung tätig waren, betrug im Jahr 2007 113 (2006: 100).

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 300.000.000 und ist in 300.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Zwischen den Kernaktionären Inter-national Petroleum Investment Company (IPIC) und Österreichische Industrieholding Aktiengesellschaft (ÖIAG) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.
    1. ÖIAG hält 31,5% und IPIC hält 17,6% des Grundkapitals.
    1. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht.
    1. Arbeitnehmer, die im Besitz von Aktien sind, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus.
    1. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Vorstandsmitglieder dürfen nur bestellt werden, wenn ihre letzte Vorstandsperiode spätestens mit jenem Jahr endet, in dem sie das 65. Lebensjahr vollenden. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Aufsichtsratsmitglieder dürfen bei ihrer Wahl das 65. Lebensjahr nicht überschritten haben. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 AktG (Aktiengesetz) und Satzungsänderungen (ausgenommen Unternehmensgegenstand) genügt die einfache Stimmenund Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
    1. a) Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Mai 2007 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23. Mai 2012, allenfalls in mehreren Tranchen, um bis zu EUR 36,35 Mio, durch Ausgabe von bis zu 36.350.000 Stück neuen auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts im Falle von Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (genehmigtes Kapital).
  • b) Das Grundkapital ist gemäß § 159 Abs. 2 Ziff. 1 AktG um bis zu EUR 36,35 Mio durch Ausgabe von bis zu 36.350.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 24. Mai 2007 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.
  • c) Die Summe der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen aktuell oder potenziell auszugebenden Bezugsaktien und die Anzahl der aus dem genehmigten Kapital auszugebenden Aktien darf 36.350.000 Stück nicht überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen nach lit. a und b), wobei das Wandlungsrecht der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen jedenfalls gewahrt sein muss.
  • d) Die Hauptversammlung vom 24. Mai 2007 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß (derzeit 10% des Grundkapitals) während einer Geltungsdauer von 18 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Die eigenen Aktien können zur Bedienung der Aktienoptionspläne und zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen verwendet werden. Weiters kann das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung eigener Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabgesetzt werden bzw. können die eigenen Aktien jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Anbot veräußert werden.
    1. Laut Gesellschaftervereinbarung zwischen der OMV und der Dogan Şirketler Grubu Holding A.S. (Dogan) betreffend der Petrol Ofisi A.S. ist im Falle eines Kontrollwechsels entweder bei der OMV oder bei der Dogan zu bestimmten strategischen

Erwerbern (d.h., wenn der Erwerber die OMV oder die Dogan nach IFRS in seinen Vollkonsolidierungskreis einzubeziehen hat oder gleichberechtigt die gemeinsame Kontrolle mit einem Dritten ausüben kann), die jeweils andere Partei bis zum 16. Mai 2016 berechtigt, Anteile an der Petrol Ofisi A.S. im Ausmaß von 34% zu einem Preis auf Basis einer vereinbarten Preisformel zu übernehmen und damit die Gesellschaftervereinbarung zu beenden.

  1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.

Risikomanagement

Risikomanagement ist als eine unternehmensweite integrierte Funktion im Konzern Treasury der OMV Aktiengesellschaft angesiedelt. Der unternehmensweite Risiko Identifikations- und Bewertungsprozess wird einerseits von dort koordiniert, andererseits werden Risiken im Gesamtportfolio als Nettoposition aggregiert. Auf dieser – um Diversifikationseffekte reduzierten – Basis werden dann verschiedene Maßnahmen zur Risiko-Steuerung in Rahmen der Risikovermeidung gesetzt. Insbesondere betreffend direkter finanzielle Risiken wie Zinsen, Fremdwährungen, Liquidität, Pensionen. Die Analyse von strategischem Marktpreisrisiko erfolgt ebenso in Group Treasury. Die OMV Aktiengesellschaft beobachtet darüber hinaus laufend das Beteiligungsrisiko (Werthaltigkeit) des Konzerns, sowie die Transaktionsrisiken von Großinvestitionen.

Zins- und Liquiditätsrisiken werden über festgelegte Limite gesteuert. Zur Steuerung können seitens des Konzern Treasury Derivate (Swaps) eingesetzt werden. Konkret wurden Teile des bestehenden Finanzierungs-Portfolios von fixen auf variable Zinsen umgestellt.

Entscheidungen über Marktpreisabsicherungen werden von einem Operating Committee dem Vorstand vorgeschlagen, zentral abgewickelt und kontrolliert. Für 2007 wurden keine strategischen Absicherungen vorgenommen, jedoch wurde im Jahr 2007 das Marktpreisrisiko eines starken Preisverfalls im Jahr 2008 im E&P-Segment für rund 18% der Gesamtproduktion mit erstklassigen Banken auf over-thecounter (OTC) Basis abgesichert.

Wien, am 26. März 2008

Der Vorstand

Im FX-Risikomanagement wurde die jeweils berechnete USD-long-Position bezüglich Transaktionsrisiken für 2007 nicht durch Derivate abgesichert. Das Währungsrisiko von Beteiligungen (Translationsrisiko), also die Auswirkung auf Gewinn- und Verlustrechnung sowie Bilanz, wird zentral beobachtet.

Der weitgehend zentrale Finanzierungsansatz führt notwendigerweise dazu, dass die OMV Aktiengesellschaft das Ausfallsrisiko von Konzerngesellschaften übernimmt. Durch eine laufende Aktualisierung der unterjährigen Liquiditätsplanung wird die Entwicklung der Konzerngesellschaften kontinuierlich beobachtet und es können bei Bedarf geeignete Gegenmaßnahmen gesetzt werden.

Die Werthaltigkeit der Beteiligungen wird regelmäßig durch Anwendung anerkannter Bewertungsmethoden überprüft. Im Bedarfsfall wurden entsprechende Wertberichtigungen erfasst.

Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSE)

OMV Aktiengesellschaft nimmt eine zweifache Rolle im HSE-Management ein, die der Steuerung für den gesamten Konzern sowie die operative Umsetzung für die Holdinggesellschaft. In diesem Sinn werden die Richtlinien und Zielvorgaben des Konzerns auch auf die Holdinggesellschaft umgelegt. Schwerpunkt der operativen HSE-Aktivitäten liegen im Bereich Sicherheit und Gesundheit. Im Jahr 2007 gab es in der OMV Aktiengesellschaft einen Wegunfall. Neben mehreren Präventionsprogrammen wurde ein Gesundheitszirkel eingerichtet, in dem die Mitarbeiter ihre Anliegen und Vorschläge aktiv einbringen können. Das Bewusstsein für Gesundheits- Sicherheitund Umweltfragen wurde auch durch Kompetenzbeschreibungen, Trainings, und Informationsveranstaltungen weiter gestärkt.

Ausblick 2008

Wir erwarten, dass die wichtigsten Marktparameter wie Erdölpreis, Raffineriemargen und USD Wechselkurs weiterhin eine sehr hohe Volatilität aufweisen werden. Wir rechnen mit durchschnittlichen Rohölpreis- und USD-Wechselkurs-Level auf Vorjahresniveau, bei hoher kurzfristiger Volatilität. Das Raffineriemargen-Niveau wird leicht unter jenem des Vorjahrs erwartet.

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007 Bilanz

Aktiva EUR 1.000
Anhang 2007 2006
Anlagevermögen 1
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0
Sachanlagen 9.446 9.565
Finanzanlagen 4.582.274 4.631.798
4.591.720 4.641.363
Umlaufvermögen
Vorräte
Noch nicht abrechenbare Leistungen 0 6
Geleistete Anzahlungen 16
16 6
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 506
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3.368.908 2.652.190
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 4
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 36.692 51.481
3.405.600 2.704.181
Eigene Anteile 13.930 14.141
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 19.986 63.071
3.439.532 2.781.399
Latente Steuern 17.263 27.720
Rechnungsabgrenzungsposten 1.213 4.289
Summe Aktiva 8.049.728 7.454.771
Passiva EUR 1.000
Anhang 2007 2006
Eigenkapital
3
Grundkapital 300.000 300.002
Kapitalrücklagen
gebundene 1.006.610 1.006.608
nicht gebundene 334 334
Gewinnrücklagen
Freie Rücklage 4.473.961 3.766.848
Rücklage für eigene Anteile 13.930 14.141
Bilanzgewinn, davon Gewinnvortrag 3.268 (2006: 335) 374.587 315.208
6.169.422 5.403.141
Unversteuerte Rücklagen
4
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 5.464 5.464
Rückstellungen
5
Rückstellungen für Abfertigungen 6.694 5.798
Rückstellungen für Pensionen 8.043 7.525
Steuerrückstellungen 21.550
Sonstige Rückstellungen 83.369 76.673
119.656 89.996
Verbindlichkeiten
6
Anleihen 250.000 300.730
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 941.662 1.080.465
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.825 9.854
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 317.202 378.408
Sonstige Verbindlichkeiten 234.497 186.713
1.755.186 1.956.170
Summe Passiva 8.049.728 7.454.771
Eventualverbindlichkeiten
7
1.529.414 533.870

Gewinn- und Verlustrechnung

EUR 1.000
Anhang 2007 2006
1. Umsatzerlöse 8 74.436 91.943
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie an noch
nicht abrechenbaren Leistungen –6 4
3. Sonstige betriebliche Erträge 9 6.907 2.742
4. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen 10 –2.954 –3.448
5a. Personalaufwand 11 –60.874 –30.806
5b. Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung 12 –4.295 –3.809
6. Abschreibungen –426 –506
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13 –54.402 –81.326
8. Zwischensumme aus Z 1 bis 7 (Betriebserfolg) –41.614 –25.206
Erträge aus Beteiligungen
9. davon aus verbundenen Unternehmen 1.105.989 [2006: 873.193] 14 1.106.815 886.471
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen 9.436 [2006: 8.033] 15.386 14.751
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen 94.506 [2006: 44.188] 106.711 61.130
12. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens 715 611.079
13. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens –3.881 –4.732
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon aus verbundenen Unternehmen 21.972 [2006: 43.042] –104.176 –358.044
15. Zwischensumme aus Z 9 bis 14 (Finanzerfolg) 1.121.570 1.210.655
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.079.956 1.185.449
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15 –1.637 77.424
18. Jahresüberschuss 1.078.319 1.262.873
19. Auflösung unversteuerter Rücklagen
20. Zuweisung zu Gewinnrücklagen –707.000 –948.000
21. Gewinnvortrag 3.268 335
22. Bilanzgewinn 374.587 315.208

Entwicklung der unversteuerten Rücklagen

EUR 1.000
Stand
1. 1. 2007
Zuführung/
Verbrauch
Übertragung Stand
31. 12. 2007
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.464 5.464
5.464 5.464

Anlagenspiegel gemäß § 226 Absatz 1 UGB

Stand Zugänge
1. 1. 2007
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 4
4
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten,
einschließlich der Bauten auf fremdem Grund 20.636
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.029
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.958 307
26.623 307
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.535.318
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 169.702 130.440
3. Beteiligungen 945.881 34.602
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 104.427
5. Sonstige Ausleihungen 78.961
4.834.289 165.042
4.860.916 165.349

EUR 1.000

Umbuchungen Abgänge Stand
31. 12. 2007
Abschrei
bungen
(kumuliert)
Bilanzwert
31. 12. 2007
Bilanzwert
31. 12. 2006
Abschrei
bungen
Zuschrei
bungen 2007
4 4
4 4
20.636 11.736 8.900 9.027 127
1.029 1.019 10 10
297 4.968 4.432 536 528 299
297 26.633 17.187 9.446 9.565 426
5.321 1) 3.540.639 87.066 3.453.573 3.448.252
–5.498 1) 155.732 138.912 16.396 122.516 158.494
–95.279 2) 885.204 885.204 850.602
14.724 89.703 11.654 78.049 95.537 2.953
35.985 42.976 44 42.932 78.913 4
–95.456 206.441 4.697.434 115.160 4.582.274 4.631.798 2.953 4
–95.456 206.738 4.724.071 132.351 4.591.720 4.641.363 3.379 4

1) Differenz aus Währungsumrechnung.

2) AMI Einbringung in Borealis zum Restbuchwert.

Anhang

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007 der OMV Aktiengesellschaft, 1090 Wien, ist nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der aktuellen Fassung erstellt worden. Weiters erstellt die OMV Aktiengesellschaft als Mutterunternehmen des OMV Konzerns einen gesonderten Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRSs).

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die detaillierte Darstellung erfolgt im Anhang. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Der Abschluss wurde in Euro (EUR) erstellt. Die zahlenmäßige Darstellung erfolgt in Tausend Euro (EUR 1.000, TEUR), auf Grund der Darstellung in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Kategorie Nutzungsdauer
Gebäude 10–50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4–20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4–25 Jahre

In Anlehnung an die steuerrechtlichen Bestimmungen wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vorgenommen.

Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen bei Anlagegegenständen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Betrag von bis EUR 400 werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und voll abgeschrieben und im Anlagespiegel im Anschaffungsjahr als Zu- und Abgang ausgewiesen.

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskursen oder bei Vorliegen niedrigerer Börsenstichtagskurse mit diesen bewertet.

Die OMV Aktiengesellschaft brachte im Jahr 2007 ihre 50%-Beteiligung an der AMI Agrolinz Melamine GmbH in die Borealis AG ein und erhielt als Gegenleistung eine Beteilung in Höhe von 3,33% an der Borealis AG.

Um Zugang zu einem der größten Wachstumsmärkte in Europa zu erhalten erwarb OMV am 16. Mai 2006 von Doğan Holding einen 34%-Anteil an Petrol Ofisi, dem führendem Unternehmen im Tankstellen- und Kundengeschäft in der Türkei. Im laufenden Geschäftsjahr erwarb die OMV Aktiengesellschaft weitere Anteile und hält zum Bilanzstichtag 39,58 % an Petrol Ofisi. Die türkische Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (EMRA) hat am 31. August 2006 eine Gesamtstrafe in der Höhe von TRY 1,6 Mrd (EUR 0,9 Mrd) gegenüber 28 von 30 türkischen Distributions-Unternehmen verhängt und bezieht sich auf einen Rechtsstreit betreffend die Belieferung von Vertriebsgesellschaften ohne Lizenz während der Übergangsperiode nach der Einführung des neuen türkischen Mineralölgesetzes Anfang 2005.

Für Petrol Ofisi A.S. und ihre Tochtergesellschaft ERK Petrol Yatirimlari A.S. wurde eine Strafe von rund TRY 600 Mio (rund EUR 349 Mio) verhängt. Petrol Ofisi hat beim Obersten Gerichtshof und beim Verwaltungsgericht die Aufhebung der Strafe und einen Zahlungsaufschub bis Ende des Verfahrens beantragt. Am 31. Jänner 2007 wurde vom Obersten Gerichtshof dem Antrag auf Zahlungsaufschub bis Ende des Verfahrens stattgegeben. Auf Grund der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wurde 2007 – wie auch im Vorjahr – keine Rückstellung für den Sachverhalt gebildet. Am 7. Februar 2006 hat Petrol Ofisi einen Zahlungsbescheid der türkischen Steuerbehörde erhalten. Der Bescheid beinhaltet eine Steuerforderung für die Jahre 2004 und 2005 inklusive einer Strafzahlung im Zusammenhang mit einer Transaktion aus dem Jahr 2002 (Fusion von IS-Dogan mit Petrol Ofisi). Dogan, Petrol Ofisi's größter Aktionär und Verkäufer des 34%-Anteils an OMV, willigte ein, OMV für diese steuerbezogenen Verluste aus der Zeit vor dem Verkauf zu entschädigen. Die entsprechende Zahlung in der Höhe von TRY 275 Mio wurde am 11.Juni 2007 an das türkische Finanzministerium geleistet. Vertragsgemäß wurde die OMV Aktiengesellschaft vom Verkäufer Dogan mittels Ausgleichszahlung schadlos gehalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungswerten bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Fremdwährungsforderungen werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem niedrigeren Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) am Bilanzstichtag bewertet. Für alle erkennbaren Risiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Gemäß § 198 UGB Absätze 9 und 10 wurden im Berichtsjahr latente Steuern aus temporären Differenzen gebildet. Die latenten Steuern werden unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Ab dem Geschäftsjahr 2005 erfolgt seitens OMV Aktiengesellschaft auf Grund der Gruppenbildung gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz die Verrechnung von Steuerumlagen gegenüber den Gruppengesellschaften. Auf Basis eines Ergebnisabführungsvertrags übernimmt OMV Aktiengesellschaft Gewinne und Verluste ihrer Nachfolgegesellschaften.

In der OMV Aktiengesellschaft gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen treffen die Gesellschaft nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Das damit verbundene Risiko wird vom Unternehmen getragen.

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Method (laufendes Einmalprämienverfahren) berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Berechnung von Pensions- und Abfertigungsrückstellungen werden versicherungstechnische Gewinne und Verluste, die innerhalb eines Korridors von 10% des höheren Werts aus den erwarteten Ansprüchen oder des Planvermögens, jeweils am Periodenbeginn, anfallen, nicht berücksichtigt. Der Überschuss an versicherungstechnischen Gewinnen und Verlusten, der den Korridor überschreitet, wird über die durchschnittliche verbleibende Dienstzeit amortisiert. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzerfolg dargestellt.

Die Pensionsverpflichtungen werden durch Zahlungen an eine außerbetriebliche Pensionskasse teilweise finanziert. Diese Zahlungen sind im laufenden Pensionsaufwand ausgewiesen.

Verbindlichkeiten für Personallösungen werden gebucht, wenn diese betragsmäßig fixiert sind und ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann.

Für nach kaufmännischer Beurteilung erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten wird durch die Bildung von entsprechenden Rückstellungen vorgesorgt.

Verbindlichkeiten werden mit den Nennwerten bzw. dem höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit Anschaffungskursen bzw. mit dem höheren Kurs der EZB am Bilanzstichtag bewertet.

Erläuterungen zum Aktienoptionsplan

Auf Basis der Beschlüsse der jeweiligen Jahreshauptversammlungen wurden seitens der Gesellschaft für den Vorstand und für einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte des Konzerns beginnend mit dem Jahr 2000 langfristige, erfolgsorientierte Entlohnungspläne aufgelegt. Danach werden dem angeführten Personenkreis unter der Voraussetzung eines Eigeninvestments Optionsrechte für den begünstigten Erwerb von OMV Aktien (bzw. Geldgegenwert) eingeräumt, sofern ein Anstieg im Aktienkurs von zumindest 15% erzielt wird.

In den folgenden Darstellungen wurde der am 11. Juli 2005 vorgenommene Aktiensplit im Verhältnis 1:10 sowohl bei der Stückanzahl als auch bei den Werten berücksichtigt.

Zum Zeitpunkt der Gewährung stellten sich die Pläne wie folgt dar:

Wesentliche Bedingungen

Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005 Plan 2004 Plan 2003
1.9.2007 1.9.2006 1.9.2005 1.9.2004 1.9.2003
31.8.2014 31.8.2013 31.8.2012 31.8.2011 31.8.2008
2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre
EUR 47,850 EUR 45,190 EUR 34,700 EUR 16,368 EUR 10,404
20 Stück 20 Stück 20 Stück 15 Stück 15 Stück
410 Aktien 1) 414 Aktien 1)
24.600 8.280 19.950
24.600 24.840 47.800 59.700 84.000
24.600 24.840 47.800 59.700 84.000
24.600 24.840 47.800 59.700 84.000
24.600 24.840 47.800 59.700 84.000
123.000 107.640 191.200 258.750 336.000
471.520 360.220 532.000 484.350 286.050
594.520 467.860 723.200 743.100 622.050
EUR 55,030 EUR 51,970 EUR 39,910 EUR 18,823 EUR 11,965
1.230 Aktien 1) 1.242 Aktien 1) 2.390 Aktien 1) 3.980 Aktien 1) 5.600 Aktien 1)
800 Aktien 1) 1.330 Aktien 1) 1.860 Aktien 1)

1) Oder 25%, 50%, 75% davon.

2) Mitglied des Vorstands seit 1. Jänner 2007.

Zum Bilanzstichtag waren die Pläne 2003, 2004 und 2005 teilweise ausgeübt. Zum 31.12.2006 waren der Plan 2002 zur Gänze und die Pläne 2003 und 2004 teilweise ausgeübt.

Für die Aktienoptionspläne gelten weiters folgende Voraussetzungen und Bedingungen:

    1. Voraussetzung für die Teilnahme an den Aktienoptionsplänen ist ein Eigeninvestment, welches die Planteilnehmer am Planbeginn und während des ganzen Zeitraums bis zur Einlösung halten müssen.
    1. Die Aktienanzahl für das Eigeninvestment ergibt sich für alle Pläne aus dem genehmigten maximalen Eigeninvestment im Verhältnis zum mittleren Kurswert der Aktie des Monats Mai des Jahrs der Ausgabe. Es ist auch eine Ausübung von 25%, 50% bzw. 75% des maximalen Volumens möglich.
    1. Bei einem Verkauf von Aktien aus dem Eigeninvestment geht das Optionsrecht verloren. Die Optionen sind nicht übertragbar und verfallen bei Nichtausübung.
    1. Der Ausübungspreis ergibt sich aus dem mittleren Kurswert für den Zeitraum 20. Mai bis 20. August für die Pläne 2003, 2004, 2005, 2006 und 2007.
    1. Innerhalb der Ausübungsfrist können die Optionen bei Erreichung der Planhürden für die Pläne 2003 und 2004 jeweils in den 20 Handelstagen nach Veröffentlichung der Quartalsberichte (Ausübungsfenster) ausgeübt werden. Für die Pläne 2005, 2006 und 2007 sind die Ausübungsfenster jene Perioden, in denen die Ausübung nach den folgenden Grundsätzen nicht verboten ist. Die Ausübung ist verboten:
  • wenn der Ausübende über Insiderinformationen verfügt;

  • während der Sperrfristen nach der Emittenten-Compliance-Verordnung (6 Wochen vor geplanter Veröffentlichung des Jahresberichts, 3 Wochen vor Veröffentlichung des Quartalsberichts, jede vom Compliance-Verantwortlichen in Einzelfällen festgesetzten Sperrfrist);

  • wenn der Vorstand die Ausübung auf die Dauer eines jeweils konkret vom Vorstand festgelegten Zeitraums untersagt.
    1. Das Eigeninvestment muss bei Ausübung nachgewiesen werden. Die Optionen können durch Kauf von Aktien oder durch Auszahlung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis in Geldform oder in Form von Aktien ausgeübt werden, wenn der Kurswert der OMV Aktie zum Ausübungszeitpunkt um zumindest 15% über dem Ausübungspreis liegt.

Zusammenfassend entwickelten sich die Aktienoptionspläne in den Geschäftsjahren 2007 und 2006 wie folgt:

Aktienoptionspläne
2007 2006
Anzahl Gewichteter Anzahl Gewichteter
Optionen durchschnittlicher Optionen durchschnittlicher
Ausübungspreis Ausübungspreis
in EUR in EUR
Optionen im Umlauf per 1.1. 2.085.585 28,529 1.760.150 22,904
Gewährte Optionen 563.760 47,850 467.860 45,190
Ausgeübte Optionen –743.495 21,048 –142.425 13,752
Verfallene Optionen
Ausstehende Optionen per 31.12. 1.905.850 37,163 2.085.585 28,529
Per Jahresende ausübbar 874.230 25,974 894.525 14,825

In der Berichtsperiode wurden aus den Plänen 2003, 2004 und 2005 insgesamt 743.495 Optionen ausgeübt. Die Ausübung erfolgte in 722.495 Fällen durch Abgeltung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis, wobei der zu vergütende Betrag in allen Fällen durch Barabfindung beglichen wurde. Für 21.000 Optionen erfolgt die Ausübung durch Kauf von Aktien. Der gewichtete durchschnittliche Aktienpreis zum Ausübungszeitpunkt betrug 2007 EUR 50,087. Der innere Wert der zum 31. Dezember 2007 ausübbaren Optionen betrug TEUR 25.742.

Im Jahr 2006 wurden aus den Plänen 2003 und 2004 insgesamt 142.425 Optionen ausgeübt. Die Ausübung erfolgte in 112.425 Fällen durch Abgeltung der Differenz zwischen aktuellem Aktienkurs und Ausübungspreis, wobei der zu vergütende Betrag in allen Fällen durch Barabfindung beglichen wurde. Für 30.000 Optionen erfolgt die Ausübung durch Kauf von Aktien. Der gewichtete durchschnittliche Aktienpreis zum Ausübungszeitpunkt betrug 2006 EUR 43,061. Der innere Wert der zum 31. Dezember 2006 ausübbaren Optionen betrug TEUR 25.194.

Die ausgeübten Optionen verteilten sich auf den Teilnehmerkreis wie folgt:

Ausgeübte Optionen

Anzahl
ausgeübter
Optionen
2007
Gewichteter
durchschnitt
licher Aus
Anzahl
ausgeübter
Optionen
2006
Gewichteter
durchschnitt
licher Aus
übungspreis übungspreis
in EUR in EUR
Mitglieder des Vorstands
Auli
Davies 84.000 10,404
Langanger 71.850 12,882
Roiss 30.000 16,368
Ruttenstorfer 42.000 10,404 42.000 10,404
Vorstände gesamt 197.850 11,304 72.000 12,889
Andere Führungskräfte gesamt 545.645 24,581 70.425 14,634
Insgesamt ausgeübte Optionen 743.495 21,048 142.425 13,752

Die Vergütungen aus der Ausübung der Optionen entsprechen dem Wert der im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen zum Zeitpunkt der Ausübung und stellen sich wie folgt dar:

Vergütungen EUR 1.000
2007 2006
Plan 2003 6.722 2.198
Plan 2004 10.694 1.976
Plan 2005 4.174
Summe 21.590 4.174

Von den Vergütungen entfallen TEUR 7.447 (2006: TEUR 2.155) auf Vorstandsmitglieder und TEUR 14.143 (2006: TEUR 2.019) auf andere Führungskräfte.

Per 31. Dezember 2007 stellen sich die im Umlauf befindlichen Optionen der einzelnen Pläne (unter Berücksichtigung des 2005 vorgenommenen Aktiensplits im Verhältnis 1:10) wie folgt dar:

In Umlauf befindliche Optionen

Plan Ausübungs
preis in EUR
Anzahl
ausstehender
Optionen
Restlaufzeit
in Jahren
Per Jahresende
ausübbare
Optionen
2003 10,404 52.500 0,7 52.500
2004 16,368 346.530 3,7 346.530
2005 34,700 475.200 4,7 475.200
2006 45,190 467.860 5,7
2007 47,850 563.760 6,7
Summe 1.905.850 874.230

Die Bewertung der Optionen erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die erwartete durchschnittliche Volatilität wurde auf Grund der Volatilität der vergangenen 5 Jahre ermittelt. Die Möglichkeit einer vorzeitigen

Ausübung wurde bei der Festsetzung des risikofreien Zinssatzes berücksichtigt, der basierend auf Marktwerten zum Bilanzstichtag ermittelt wurde.

Der Marktwert per 31. Dezember 2007 bezieht sich auf die noch ausstehenden Optionen, während sich der Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung auf die gesamten begebenen Optionen bezieht. Unter der Annahme, dass die Bedingungen während der Ausübungsfrist erfüllt werden, ergeben sich nachfolgende Marktwerte der Aktienoptionspläne:

Bewertung per 31.12.2007

Plan 2007 Plan 2006 Plan 2005 Plan 2004 Plan 2003
Marktwert Aktienoptionsplan in EUR 1.000 11.214 9.375 11.604 12.930 2.323
Berechnungsparameter
Marktpreis der Aktie in EUR 55,42 55,42 55,42 55,42 55,42
Risikofreier Zinssatz 4,598% 4,570% 4,557% 4,544% 4,658%
Laufzeit Optionen (inkl. Sperrfrist) 6,7 Jahre 5,7 Jahre 4,7 Jahre 3,7 Jahre 0,7 Jahre
Durchschnittliche Dividendenrendite 2,2% 2,2% 2,1% 2,1% 2,0%
Volatilität Aktienkurs 30% 30% 30% 30% 30%

Ausgehend von den Tageswerten der zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeübten Optionsrechte wird für künftige Ausübungen mittels einer Rückstellung vorgesorgt. Für neu begebene Pläne wird der Aufwand über die Sperrfrist von 2 Jahren verteilt. Die Rückstellung beträgt per 31. Dezember 2007 auf TEUR 34.976 (2006: TEUR 11.724), die Nettodotierung belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 23.252 (2006: TEUR 4.749).

Erläuterungen zur Bilanz

Im Berichtsjahr wurde die Gliederung des Sachanlagevermögens nach den gesetzlichen Mindestanforderungen vorgenommen. Die Entwicklung des Anlagevermögens 2007 ist im Anlagespiegel dargestellt.

In der Bilanzposition Grundstücke und Bauten ist ein Grundwert von TEUR 5.901 (2006: TEUR 5.901) enthalten.

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen liegen in folgendem Umfang vor:

EUR 1.000
2007 2006
Im nächsten Jahr 1.293 1.204
In den nächsten 5 Jahren 2.089 1.562
Summe 3.382 2.766

Die Ausleihungen mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr belaufen sich auf insgesamt TEUR 9 (2006: TEUR 9). Sämtliche Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von mehr aus einem Jahr. Die OMV Akteingesellschaft verzichtete im abgelaufenen Geschäftsjahr auf HUF 1,350.000.000 (TEUR 5.321) gegenüber der OMV Hungaria Kft, ein Tochterunternehmen der OMV Refining & Marketing GmbH, und erhöhte dadurch den Beteilungsansatz an der OMV Refining & Marketing GmbH.

2007 wurden an der Petrol Ofisi A.S. weitere Anteile um TEUR 86.856 (5,58%) erworben. Im Juni 2007 refundierte die Dogan Holding A.S. umgerechnet TEUR 52.254 von der türkischen Steuerbehörde.

Weiters kam es im Jahr 2007 zu einer Kapitalerhöhung aus Eigenmitteln und damit auch zu einer Erhöhung des Grundkapitals um TRY 74.550.

EUR 1.000
2007 2006
≤1 Jahr >1 Jahr ≤1 Jahr >1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 506
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3.368.908 2.652.190
[davon aus Lieferungen and Leistungen] [7.552] [—] [1.522] [—]
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 4
[davon aus Lieferungen and Leistungen] [—] [—] [4] [—]
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 36.692 51.481
Gesamt 3.405.600 2.704.181

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände beinhalten in Höhe von TEUR 2.178 (2006: TEUR 2.270) Erträge aus Wertpapieren und Bankzinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden sowie eine Forderung an das Finanzamt von TEUR 28.652 (TEUR 45.000) an Körperschaftsteuervorauszahlungen.

Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 300.000.000 (2006: 300.002.400) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von TEUR 300.000 (2006: TEUR 300.002). Für die im Berichtsjahr erfolgte Kapitalherabsetzung um TEUR 2 wurden 2.400 Stück eigene Aktien eingezogen. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Aktien mit besonderen Kontrollrechten gibt es nicht. Für das Geschäftsjahr 2007 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien sowie jener Aktien.

1 Anlagevermögen

2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

3 Eigenkapital

Das Grundkapital ist gemäß §159 Abs. 2 Ziff. 1 AktG um rund TEUR 29.998 durch Ausgabe von bis zu 29.997.600 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, als Inhaber von auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 18. Mai 2004 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Wandlungsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Da per 31. Dezember 2006 die Anzahl der noch ausstehenden Wandelschuldverschreibungen weniger als 10% der ursprünglich im Dezember 2004 begebenen Anleihen ausmachte, erfolgte am 21. Februar 2007 die vollständige Rückzahlung der zu diesem Zeitpunkt ausstehenden Wandelschuldverschreibungen. Damit ist eine bedingte Kapitalerhöhung auf Grund der im Dezember 2004 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen nicht mehr möglich.

Mit Wirkung vom 22. Dezember 2004 wurden 1.793.868 Stück Wandelschuldverschreibungen begeben, bei welchen den Inhabern vom 1. Jänner 2005 bis 19. November 2008 ein Wandlungsrecht in Stammaktien im Verhältnis 1:1 (nach dem 2005 vorgenommenen Aktiensplit im Verhältnis 1:10) zusteht. Bei einem Ausgabekurs von EUR 306,60 flossen dem Unternehmen insgesamt TEUR 550.000 zu. Die Eigenkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibungen in Höhe von TEUR 35.921 wird unter den Kapitalrücklagen ausgewiesen. Bis zum 31. Dezember 2006 wurden 469.780 Stück Wandelschuldverschreibungen durch 4.697.800 Stück Aktien gewandelt, 1.158.629 Stück Wandelschuldverschreibungen wurden von der Gesellschaft rückgekauft. Für 240 Stück Wandelschuldverschreibungen (davon 2005: 70 Stück) wurden Wandlungen aus bedingtem Kapital bedient, die das Grundkapital um EUR 2.400 erhöhten. Die restlichen gewandelten Wandelschuldverschreibungen wurden durch eigene Aktien bedient. 2007 wurden weitere 162.413 Stück Wandelschuldverschreibungen durch eigene Aktien bedient, 2.720 Stück Wandelschuldverschreibungen wurden von der Gesellschaft rückgekauft, die restlichen 326 Stück Wandelschuldverschreibungen wurden getilgt.

Die in der Jahreshauptversammlung 2004 an den Vorstand erteilte Ermächtigung, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft um bis zu TEUR 36.350 durch Ausgabe von maximal 36.350.000 Stückaktien bis zum 17. Mai 2009 zu erhöhen (genehmigtes Kapital) wurde in der Jahreshauptversammlung 2007 bis zum 23. Mai 2012 verlängert.

Die Hauptversammlung vom 24. Mai 2007 ermächtigte den Vorstand zum Kauf eigener Aktien im gesetzlich jeweils höchstzulässigen Ausmaß (derzeit 10% des Grundkapitals) während einer Geltungsdauer von 18 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung. Die eigenen Aktien können zur Bedienung der Aktienoptionspläne und zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen verwendet werden. Weiters kann das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung eigener Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabgesetzt werden bzw. können die eigenen Aktien jederzeit über die Börse oder durch ein öffentliches Anbot veräußert werden.

Für das Geschäftsjahr 2006 wurde seitens der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,05 pro dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2006 je dividendenberechtigter Aktie erfolgte im Mai 2007 in dieser Höhe.

Für das Geschäftsjahr 2007 wird seitens der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,25 je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen.

In den Jahreshauptversammlungen der Jahre 2000 bis 2007 wurde im Zusammenhang mit der Genehmigung von Aktienoptionsplänen der Erwerb eigener Anteile genehmigt.

Die eigenen Anteile entwickelten sich, unter Berücksichtigung des Aktiensplits 2005, in den Berichtsperioden wie folgt:

Eigene Anteile

Stückaktien Anschaffungswert
in EUR 1.000
Stand 1.1.2006 1.319.606 14.470
Zugang 4.695.400 201.793
Abgang –4.725.400 –202.122
Stand 31.12.2006 1.289.606 14.141
Zugang 1.627.390 64.861
Abgang –1.647.930 –65.072
Stand 31.12.2007 1.269.066 13.930

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar:

Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile

Stand 31.12.2007 300.000.000 1.269.066 298.730.934
Verkauf eigener Aktien –400 400
Bedienung von Wandlung und Aktienoptionen –1.645.130 1.645.130
Kauf eigener Aktien 1.627.390 –1.627.390
Kapitalherabsetzung –2.400 –2.400
Stand 31.12.2006 300.002.400 1.289.606 298.712.794
Kapitalerhöhung auf Grund von Wandlung 1.700 1.700
Bedienung von Wandlungen und Aktienoptionen –4.725.400 4.725.400
Kauf eigener Aktien 4.695.400 –4.695.400
Stand 1.1.2006 300.000.700 1.319.606 298.681.094
befindliche Anteile
Stückaktien
Eigene Aktien
Im Umlauf

Die unversteuerten Rücklagen betreffen Bewertungsreserven von unbebautem und bebautem Grund in Höhe von TEUR 5.464 (2006: TEUR 5.464).

Die Bildung des Sozialkapitals erfolgt nach den Vorschriften von IAS 19. Die Anwartschaften für wertgesicherte Pensionszusagen wurden an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen. Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten 5 Kalenderjahre abhängig.

Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Die Entwicklung der leistungsorientierten Pläne und Jubiläumsgeldrückstellung stellt sich wie folgt dar:

  • 4 Unversteuerte Rücklagen
  • 5 Rückstellungen
EUR 1.000
Pensionen Abfertigung 2007
Jubiläums
geld
Pensionen Abfertigung 2006
Jubiläums
geld
Barwert der über einen Fonds finanzierten
Verpflichtung 23.140 21.738
Marktwert des Planvermögens –12.242 –11.045
Nicht erfasster versicherungs
mathematischer Gewinn(+)/Verlust(-) –2.855 –3.168
Rückstellung der über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 8.043 7.525
Barwert der nicht über einen Fonds
finanzierte Verpflichtung 7.485 409 6.854 417
Nicht erfasster
versicherungsmathematischer
Gewinn(+)/Verlust(-) –790 –1.056
Rückstellung der nicht über einen Fonds
finanzierten Verpflichtung 6.695 409 5.798 417
Rückstellung zum 1.1. 7.525 5.798 417 5.851 5.276 439
Periodenaufwand 1.238 918 32 2.369 616 28
Fondsdotierung –720 –695
Auszahlungen –5 –93 –77
Konzernübertrag –21 –35 –1 27
Rückstellung zum 31.12. 8.043 6.695 409 7.525 5.798 417
Zinsaufwand 979 292 19 869 219 18
Laufender Dienstzeitaufwand 638 626 13 601 397 10
Aperiodischer Dienstzeitaufwand 1.147
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen –663 –590
Realisierung versicherungs
mathematischer Gewinn (+)/Verlust (-) 284 342
Periodenaufwand 1.238 918 32 2.369 616 28

Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31. Dezember 2007:

Pensions
pläne
2007
Abferti
gungen,
Jubiläen
Pensions
pläne
2006
Abferti
gungen,
Jubiläen
Kapitalmarktzinssatz 4,50% 4,50% 4,50% 4,50%
Gehaltstrend 3,85% 3,85% 3,85% 3,85%
Inflationsrate 1,90% 1,90%
Langfristige Planvermögensrendite 6,00% 6,00%

Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember 2007:

2007 2006
VRG IV VRG VI VRG IV VRG VI
Vermögenskategorien
Anteilswertpapiere 37,9% 42,1% 38,3% 52,0%
Schuldverschreibungen 54,8% 45,9% 58,8% 42,2%
Sonstige 7,3% 12,0% 2,9% 5,8%
Summe 100,0% 100,0% 100,0% 100,0%

Ziel der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allocation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten.

Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppe (VRG) IV ist in EUR-denominierte Anleihefonds sowie internationale Aktienfonds investiert. Im Zuge einer Risikodiversifizierung wurde bei der Auswahl der Asset Manager auf deren unterschiedliche Managementstile und Investmentansätze Bedacht genommen. Das Vermögen der VRG IV war zum 31. Dezember 2007 zu 37,9% in Aktien und 54,8% in Anleihen investiert. Für die Veranlagung des Vermögens der VRG VI wurde 2005 ein Wertsicherungskonzept implementiert. Bei diesem Investmentprozess wird risikoabhängig in europäische Aktien und Assets mit geringerem Risiko veranlagt, wobei eine definierte Wertuntergrenze zu einem bestimmten Stichtag nicht unterschritten werden soll, gleichzeitig aber auch die Chance auf eine Teilnahme an einer positiven Entwicklung des Aktienmarkts gewahrt bleibt. Per 31. Dezember 2007 war der Fonds zu 42,1% in Aktien und zu 45,9% in Renten investiert.

Auf Grund unterschiedlicher Laufzeiten und Kapitalmarktentwicklungen ergeben sich in den einzelnen VRG positive und negative Abweichungen zu der Planvermögensrendite. Für 2008 sind leistungsorientierte Zahlungen an die APK-Pensionskasse AG im Ausmaß von EUR 4,5 Mio geplant.

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

EUR 1.000
2007 2006
Personalrückstellungen 44.066 19.280
Übrige Rückstellungen 39.303 57.393
Gesamt 83.369 76.673

Die Personalrückstellungen enthalten eine Rückstellung für gegebene Aktienoptionen in Höhe TEUR 34.976 (2006: TEUR 11.724). Im laufenden Geschäftsjahr wurde aufgrund der frühzeitigen Anwendung der Empfehlung laut AFRAC-Stellungnahme "die Behandlung anteilbasierter Vergütungen in UGB-Abschlüssen" die Bewertung der gegeben Aktienoptionen an jene nach IFRS angeglichen. Der Ergebniseffekt war TEUR 23.252, der als Personalaufwand erfasst wurde. In den sonstigen Rückstellungen ist eine Rückversicherung in Höhe von TEUR 35.047 (2006: TEUR 53.157) und eine langfristige Rückstellung von TEUR 1.679 (2006: TEUR 1.500) für Abbruchskosten gebucht.

6 Verbindlichkeiten

EUR 1.000
2007 2006
≤1 Jahr >1 Jahr ≤1 Jahr >1 Jahr
Anleihen 250.000 50.730 250.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 661.662 280.000 760.340 320.125
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.017 6.808 3.054 6.800
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 40.074 277.128 101.280 277.128
[davon aus Lieferungen und Leistungen] [118] [—] [1.284] [—]
Sonstige Verbindlichkeiten 228.216 6.280 181.545 5.168
[davon aus Steuern] [218.211] [—] [175.305] [—]
[davon im Rahmen der sozialen Sicherheit] [167] [—] [154] [—]
Gesamt 934.969 820.216 1.096.949 859.221

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem Personallösungskosten und Zinsen enthalten, von denen TEUR 6.692 nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden (2006: TEUR 6.469). Im Jahr 2006 ist auch eine erhaltene Anzahlung von TEUR 4.750 aus dem Verkauf von Anlagen gebucht.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren lagen in Höhe von TEUR 160.000 vor (2006: TEUR 224.000). Diese bestehen gegenüber Kreditinstituten.

2007 wurde die Verbindlichkeit aus der Wandelanleihe getilgt (Vergleiche Anhangsangabe 3).

7 Eventualverbindlichkeiten gemäß § 199 UGB

Haftungsverhältnisse liegen in folgendem Umfang vor:

EUR 1.000
2007 2006
Garantien 1.529.414 533.870
[davon für verbundene Unternehmen] [1.529.414] [533.870]

Der Anstieg der Eventualverbindlichkeiten resultiert aus einer im Jahr 2007 gegebenen Garantie der OMV Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 1.000 Mio für kurzfristige Finanzierung einer Tochtergesellschaft.

Im laufenden Geschäftsjahr ist die OMV Aktiengesellschaft für die Errichtung eines zentralen Bürogebäudes eine Garantie in Höhe von TEUR 30.000 eingegangen.

Im Rahmen der Emission der USD-Anleihe in OMV (U.K.) Limited in Höhe von USD 320 Mio (TEUR 217.376) haftet die OMV Aktiengesellschaft für deren Rückzahlung.

Nicht in der Bilanz und unter den Eventualverbindlichkeiten ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Die OMV Aktiengesellschaft hat sich gegenüber der OMV Clearing und Treasury GmbH, die das Konzern-Clearing betreibt, verpflichtet, deren Liquidität für die Dauer der Konzernzugehörigkeit aufrechtzuerhalten.

Im Zuge von Unternehmensveräußerungen vergangener Jahre (Chemie Linz GmbH, PCD Polymere GmbH) hat die Gesellschaft Haftungen für mögliche Umweltrisiken übernommen. Der Gesamtbetrag der eventuellen Verpflichtungen ist mit EUR 101,74 Mio begrenzt. Bis zum Bilanzerstellungszeitpunkt ist für die genannten Veräußerungen keine Haftung eingetreten. Im Zuge der Anteilsabtretungen an der AMI Agrolinz Melamine International GmbH (AMI) wurden Haftungen insbesondere für etwaige Umweltrisiken sowie offene Rechtsstreitigkeiten mit einem Höchstbetrag von bis zu TEUR 67.500 (AMI) übernommen. Der Haftungszeitraum beträgt mit wenigen Ausnahmen 60 Monate (AMI) ab Closing der Transaktion. Für AMI wurden als Sicherheit für Bankdarlehen Patronatserklärungen in Höhe von TEUR 24.345 ausgestellt.

Beginnend mit dem Jahr 2005 ist die OMV Aktiengesellschaft eine Haftung für die OMV Finance Ltd für eine Multicurrency-Revolving-Credit-Facility in Höhe von EUR 850 Mio eingegangen. Zum Bilanzstichtag wurde der Kreditrahmen nicht ausgenutzt.

Für einige Explorations-, Produktions- und Vertriebsgesellschaften bestehen seitens der OMV Aktiengesellschaft Garantien und Patronatserklärungen für die Einhaltung von Konzessionen, Lizenzen und von verschiedenen Verträgen, die in ihrer Höhe unbestimmt sind. Im Zusammenhang mit der Veräußerung der PCD Polymere GmbH (PCD) hat die OMV Aktiengesellschaft eine Option, Liegenschaften der PCD in Schwechat zu erwerben.

Die OMV Aktiengesellschaft haftet für die Auszahlung der im Rahmen von Schuldbeitritten von den Nachfolgegesellschaften übernommenen Pensionsansprüche, Nachschussverpflichtungen für an über-betriebliche Pensionskassen übertragene Ansprüche und Überbrückungszahlungen für Personallösungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

8 Umsatzerlöse

9 Sonstige betriebliche Erträge

EUR 1.000
2007 2006
65.229 81.355
9.207 10.588
74.436 91.943

Da die OMV Aktiengesellschaft seit 1. Jänner 2004 die Aufgaben einer Management-Holding wahrnimmt, bestehen die Umsatzerlöse hauptsächlich aus den an die Nachfolgegesellschaften verrechneten Konzernumlagen. Das Volumen der Konzernumlageverrechnungen war deutlich niedriger als 2006. Grund dafür war die Nachverrechnung aus dem Titel Aktienoptionen im Vorjahr.

EUR 1.000
2007 2006
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 51 1.438
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 5.749
Übrige 1.107 1.304
Gesamt 6.907 2.742

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren aus einer Rückversicherung.

Im Geschäftsjahr 2007 wurde die Garantieprovision in Höhe von TEUR 814 im Finanzergebnis ausgewiesen (2006: TEUR 550, ausgewiesen in den sonstigen betrieblichen Erträgen; die Vergleichsziffer wurde nicht adaptiert).

10 Aufwendungen EUR 1.000
für Material und
sonstige
2007 2006
bezogene
Leistungen
Materialaufwand 213 827
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.741 2.621
Gesamt 2.954 3.448

Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen setzen sich hauptsächlich aus Personalbeistellungen und Fremdleistungen für laufende Tätigkeiten zusammen.

11 Personalaufwand

EUR 1.000
2007 2006
Gehälter 56.957 27.634
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie
vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 3.548 2.586
Sonstige Sozialaufwendungen 369 586
Gesamt 60.874 30.806

Diese Position erhöhte sich im Wesentlichen durch die Änderung der Bewertung für Aktienoptionen um TEUR 23.252 auf IFRS Werte (Vergleiche Anhangangabe 5).

EUR 1.000 12 Aufwendungen für

2007 2006

EUR 1.000

Abfertigungen und Altersversorgung

Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 48 31 Beitragsorientierter Pensionsaufwand 722 587 Leistungsorientierter Personalaufwand 2.607 2.575 Gesamt 4.295 3.809

Aufwendungen für Abfertigungen 918 616

In der Position Pensionszahlungen, Pensionskassenbeiträge sind Vorsorgen für Personalanpassungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 1.292 enthalten (2006: TEUR 44).

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung verteilen sich folgendermaßen:

EUR 1.000
2007 2006
Abferti Pensionen Abferti Pensionen
gungen gungen
Vorstände 268 611 149 1.648
Leitende Angestellte 90 294 74 253
Andere Arbeitnehmer 608 2.424 424 1.261
2007 2006
Steuern, soweit sie nicht unter Z 17 fallen 854 1.040
Übrige 53.548 80.286
Gesamt 54.402 81.326

Im übrigen Aufwand sind unter anderem enthalten: Versicherungsaufwand TEUR 15.364 (2006: 14.006), Rechtsund Beratungskosten TEUR 15.364 (2006: TEUR 14.006), Werbeaufwand TEUR 13.007 (2006: TEUR 12.264), bezogene Serviceleistungen TEUR 13.603 (2006: TEUR 12.899).

Von den Beteiligungserträgen in Höhe von TEUR 1.106.815 (2006: TEUR 886.471) resultieren TEUR 941.918 (2006: TEUR 764.256) aus Gewinngemeinschaften, TEUR 164.071 (2006: TEUR 108.937) aus Beteiligungserträgen von verbundenen Unternehmen und TEUR 826 (2006: TEUR 13.278) aus sonstigen Beteiligungserträgen.

In dieser Position sind auch Aufwendungen aus Gewinngemeinschaften von TEUR 585 (2006: TEUR 878) enthalten, sowie Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.953 (2006: TEUR 3.854). Der Verkauf von Anlagewertpapieren im laufenden Geschäftsjahr ergab einen Verlust von TEUR 344.

Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhaltet einen Aufwand von TEUR 18.145 (2006: TEUR 257.390) resultierend aus dem Rückkauf der Wandelanleihe sowie der Bedienung mit eigenen Aktien.

13 Sonstige betriebliche Aufwendungen

14 Erträge und Aufwendungen im Finanzergebnis

15 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

EUR 1.000
2007 2006
Laufende Steuern –8.814 –77.454
Latente Steuern 10.451 30
Gesamt 1.637 –77.424

Die laufende Steuer setzt sich zusammen aus einem Ertrag aus Vorjahren in Höhe von TEUR 1.131 sowie aus dem Körperschaftsteueranteil des Gruppenträgers auf Grund der Gruppenbildung gem. § 9 KStG nach den verrechneten Steuerumlagen (TEUR 13.084) und der Bildung einer Rückstellung von TEUR 5.400. Die Erhöhung der latenten Steuer resultiert vor allem aus der Rückstellung sEnergy und der Verwertung eines Siebentels aus Teilwertabschreibungen der Vorjahre.

Zinsmanagement und Derivate

Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil unserer Verbindlichkeit hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es wurden diesbezüglich entsprechende Zielratios festgelegt und bei Abweichungen über Band mittels derivativer Instrumente angepasst. So können festverzinsliche Kredite mittels Zinsenswaps in variable Kredite oder vice versa transferiert werden. Demzufolge wurden ab dem 4. Quartal 2005 Zinsen für EUR 100 Mio und USD 50 Mio von fix auf variabel geswapt. Die Zinsdifferenz zwischen Swap und Kredit wird als Korrektur des Zinsaufwands gebucht.

EUR 1.000
2007 2006
Nominale Beizulegen Bilanzansatz Nominale Beizulegen Bilanzansatz
der Zeitwert der Zeitwert
IRS, Societe Generale EUR 50.000 –755 –755 50.000 –629 –629
IRS, Barclays EUR 50.000 –631 –631 50.000 –436 –435
IRS, ÖVAG USD 33.965 1.000 37.965 –476 –476
FX Swap EUR/HRK HRK 6.821 –86 –86

Die Gesellschaft sichert bei Bedarf entsprechende Fremdwährungsrisiken für die Gesellschaft sowie für Konzerngesellschaften ab. Am Bilanzstichtag gab es keine offenen Finanzierungsinstrumente aus Fremdwährungsabsicherungen.

Organe, Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:

2007 2006
Angestellte 113 100
Gesamt 113 100

Die Vorstandsbezüge der OMV Aktiengesellschaft verteilen sich wie folgt:

Vorstandsbezüge EUR 1.000

2007 Auli Davies Langanger Roiss Ruttenstorfer Summe
Fix 350 525 460 530 600 2.465
Variabel 68 1.105 1.105 1.273 1.442 4.993
Pensionskassenbeiträge 72 208 129 99 145 653
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz 8 9 8 8 8 42
Summe 498 1.847 1.702 1.910 2.195 8.153
Vorstandsbezüge EUR 1.000
2006 Davies Langanger Roiss Ruttenstorfer Summe
Fix 525 460 530 600 2.115
Variabel 1.067 1.067 1.227 1.387 4.748
Pensionskassenbeiträge 208 129 99 145 581
Sachbezüge (PKW, Unfallversicherung)
und Aufwandsersatz 9 8 8 8 33
Summe 1.809 1.664 1.864 2.140 7.477

Die Vorstandsmitglieder sind auch im Rahmen der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. In diesen beiden Fällen ist auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter versichert und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet.

Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands sowie ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 1.043 (2006: TEUR 1.117).

Die Gesamtaufwendungen im Konzern (exklusive Aktienoptionspläne) für 39 Executives (2006: 32) betrugen TEUR 10.707 (2006: TEUR 9.960). Davon entfallen auf kurzfristige Leistungen wie Gehälter, Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube und Prämien TEUR 8.997 (2006: TEUR 8.641) und TEUR 1.250 (2006: TEUR 839) auf Aufwendungen für die Altersvorsorge. Für Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Dienstverhältnissen fiel ein Aufwand in Höhe von TEUR 437 (2006: TEUR 409) an; die sonstigen langfristigen Vergütungen beliefen sich auf TEUR 23 (2006: TEUR 71). Anhangangabe Erläuterung zum Aktienoptionsplan enthält Details zu den Aktienoptionsplänen.

An Aufsichtsratvergütungen wurden in 2007 TEUR 374 aufgewendet, davon eine Rückstellungsverminderung in Höhe von TEUR 5 (2006: TEUR 418, davon Rückstellungserhöhung TEUR 34).

Im Berichtsjahr wurden für Aktienoptionen für Vorstände und leitende Angestellte eine Rückstellung in Höhe von TEUR 34.976 (2006: TEUR 11.724) gebildet. Im laufenden Geschäftsjahr wurde auf die Höhe der IFRS aufdotiert, daraus ergibt sich ein Ergebniseffekt von TEUR 23.253.

Der verteilungsfähige Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2007 wurde mit TEUR 374.587 (2006: TEUR 315.208) ermittelt.

Wir schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2007 eine Dividende von EUR 1,25 je Aktie des Grundkapitals mit Ausnahme eigener Anteile auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorschlag zur Gewinnverteilung

Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20%

EUR 1.000
Anteil am Eigenkapital/negatives Jahresüber
Kapital in % Eigenkapital zum schuss/
31.12.2007 Jahresfehl
betrag 2007
Inland
OMV Gas International GmbH, Wien 1) 100,00 81.086 130.587
OMV Exploration & Production GmbH, Wien 1) 100,00 253.947 614.985
OMV Future Energy Fund GmbH, Wien 1) 100,00 35 -585
OMV Insurance Broker GmbH, Wien 1) 100,00 35 2.043
OMV Refining & Marketing GmbH, Wien 1) 100,00 699.980 184.930
OMV Solutions GmbH, Wien 1) 100,00 845.958 8.593
Ausland
Amical Insurance Limited, Douglas 100,00 EUR
25.477
8.196
OMV AUSTRALIA PTY LTD., Perth 1) 100,00 AUD
-2.787
3.111
OMV FINANCE LIMITED, Douglas 100,00 EUR
297
341
Petrol Ofisi A.S, Istanbul 2) 39,58 TRY
2.645.927
301.708
Petrom SA, Bukarest 51,01 RON
13.184.121
1.778.048

1) Gruppenmitglied gem. § 9 KStG. 2) Vorläufige Werte aus 2007.

Wien, am 26. März 2008

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer

Vorsitzender

Gerhard Roiss Vorsitzender Stellvertreter

Werner Auli David C. Davies Helmut Langanger

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2007 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der OMV Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2007 sowie der Ertragslage des Unternehmens für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2007 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wirtschaftsprüfer

Wien, am 26. März 2008

Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH

Mag. Walter Müller Dr. Bernhard Vanas

Bestätigungsvermerk | OMV Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2007 33

Abkürzungen und Definitionen

Ausschüttungsgrad %-Verhältnis der Dividendensumme zu Jahresüberschuss nach Minderheiten

bbl, bbl/d Barrel (Fass zu 159 Liter), bbl pro Tag

boe, boe/d Barrel Öläquivalent, boe pro Tag

bcf, cf Milliarde Standard-Kubikfuß, Standard-Kubikfuß (16 °C/60 °F)

Bitumen Ein nicht flüchtiges, klebriges und abdichtendes rohölstämmiges Produkt und Grundstoff für Asphalt

E&P Exploration und Produktion

EBIT Earnings before interest and tax; Betriebserfolg

Eigenkapitalquote %-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital

EPSA Explorations- und Produktionsteilungsvertrag

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen, Ergebnis aus Beteiligungen und Finanzanlagevermögen

EU, EUR Europäische Union, Euro

Fundkosten, F&D Explorationsaufwendungen dividiert durch Änderung der sicheren Reserven (Erweiterungen, Neufunde und Revisionen früherer Schätzungen), Finding and Development; Fund- und Entwicklungskosten

FPSO Floating production, storage and offloading facility

HSE Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

IAS, IFRS International Accounting Standards, International Financial Reporting Standards

Jahresüberschuss Gewinn nach Zinsen, außerordentlichem Ergebnis und Steuern; Nettogewinn

Kb&S Konzernbereich und Sonstiges

KCfV Kurs-Cashflow-Verhältnis; Aktienkurs dividiert durch Cashflow je Aktie

KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis; Aktienkurs dividiert durch Gewinn je Aktie

LTIR Rate an Unfällen mit Arbeitszeitausfall

m3 Normal-Kubikmeter (0 °C/32 °F)

Mio; Mrd Million; Milliarde

Monomere Begriff für Ethylen und Propylen

n.a.; n.m. (not available) Wert nicht verfügbar; (not meaningful) Wert nicht aussagekräftig

Nettoverschuldung Net debt; Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel

NGL Natural gas liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt

NOPAT Net operating profit after tax; Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Steuern abzüglich Zinserträge zuzüglich Zinsaufwendungen auf Finanzverbindlichkeiten und Zinsen für Pensionsrückstellungen und außerordentliches Ergebnis plus/minus Steuereffekte aus den Anpassungen

öHGB Österreichisches Handelsgesetzbuch

Polymere, Polyolefine Monomere in Kettenform, Begriff für Polyethylen und Polypropylen

Produktionskosten Material- und Personalkosten während der Produktion exklusive Förderzinsabgaben (OPEX)

PRT, PRRT Petroleum Revenue Tax, Petroleum Resource Rent Tax

Reserve replacement cost Explorations-, Entwicklungs und Instandhaltungsausgaben zuzüglich Akquisitionsausgaben

ROACE Return on average capital employed; %- Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital (Eigenkapital inklusive Fremdanteile zuzüglich Nettoverschuldung und Pensionsrückstellungen, abzüglich Wertpapierdeckung für Pensionsrückstellungen)

ROE Return on equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss zu durchschnittlichem Eigenkapital

ROfA Return on fixed assets; %-Verhältnis EBIT zu durchschnittlichem immateriellem und Sachanlagevermögen

RON Neuer Rumänischer LEU

R&M Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie

SEC United States Securities and Exchange Commission

SFAS Statement on Financial Accounting Standards

t, toe Tonne, Tonne Öläquivalent

TEUR Tausend EUR

TRIR Zwischenfallrate aller Unfälle mit Verletzungen

USD US Dollar

Verschuldungsgrad %-Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

WACC Weighted average cost of capital; durchschnittliche Gesamtkapitalkosten

Erklärung gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 26. März 2008

Wolfgang Ruttenstorfer Vorsitzender des Vorstands

Werner Auli Mitglied des Vorstands

David C. Davies

Mitglied des Vorstands

Gerhard Roiss

Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter

Helmut Langanger

Mitglied des Vorstands