Quarterly Report • Jun 22, 2022
Quarterly Report
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Zwischenbericht für den Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2022


| 01.01. – 31.03.2021 |
01.01. – 31.03.2022 |
Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Ergebnisentwicklung | ||||
| Umsatz | EUR Mio. | 1.251,2 | 933,0 | –25,4% |
| Gesamtleistung | EUR Mio. | 1.120,9 | 1.132,8 | 1,1% |
| Bereinigtes EBITDA vor Neuausrichtungskosten | EUR Mio. | 10,4 | –52,0 | n/ a |
| EBITDA | EUR Mio. | 10,4 | –88,9 | n/ a |
| EBIT | EUR Mio. | –28,1 | –130,5 | n/ a |
| Free Cashflow | EUR Mio. | 10,4 | –113,5 | n/ a |
| Investitionen | EUR Mio. | 38,5 | 47,9 | 24,4% |
| Konzernergebnis | EUR Mio. | –54,7 | –150,5 | n/a |
| Ergebnis je Aktie 1 | EUR | –0,47 | –0,94 | n/a |
| Bereinigte EBITDA-Marge vor Neuausrichtung | % | 0,8 | –5,6 | –6,4 PP |
| Working-Capital-Quote | % | –7,6 | –11,3 | –3,7 PP |
| Bilanz per 31.03.2022 bzw. 31.12.2021 | ||||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 4.107,6 | 4.186,6 | 1,9% |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 1.062,4 | 858,4 | –19,2% |
| Eigenkapitalquote | % | 25,9 | 20,5 | –5,4 PP |
| Mitarbeiter | ||||
| Mitarbeiter per 31.03. | 8.191 2 | 8.621 | 5,2% | |
| Personalaufwand | EUR Mio. | 118,0 | 127,2 | 7,8% |
| Personalaufwandsquote | % | 9,4 | 13,6 | 4,2 PP |
| Unternehmensspezifische Kennzahlen | ||||
| Auftragseingang Segment Projekte | EUR Mio. | 910,8 | 903,4 | –0,8% |
| Installierte Leistung | MW | 1.452,7 2 | 867,4 | –40,3% |
1 Ergebnis je Aktie = auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 160,021 Millionen Aktien (i.V.: 117,349 Millionen Aktien)
2 Wert infolge veränderter Zählweise angepasst.


02 Brief an die Aktionäre 04 Konzernzwischenlagebericht


22 Konzernanhang

José Luis Blanco Vorsitzender des Vorstands
Sehr geehrte Aktionäre, Geschäftspartner und Freunde der Nordex Group,
der Start in das Jahr 2022 verlief anders, als wir es geplant hatten. Der Jahresauftakt hielt eine ganze Reihe von Überraschungen und sehr anspruchsvollen Aufgaben für uns bereit. Die Nachfrage nach unseren Turbinen – insbesondere der Delta-4000 Plattform – ist weiterhin sehr gut. So erzielten wir im ersten Quartal mit knapp 1,2 Gigawatt einen Auftragseingang auf dem Niveau des Vorjahresquartals, und dies trotz des volatilen Marktumfeldes. Mit der Entwicklung unserer neuesten Produktvariante N163/6.X, unsere erste Turbine in der Klasse 6 MW+, sind wir ebenfalls zufrieden und haben inzwischen die ersten Installationen vorgenommen.
Allerdings erwiesen sich die ersten Monate in vielerlei Hinsicht als sehr schwierig. So war, wie Sie sicherlich wissen, die Nordex Group Ende März einem Cyber-Vorfall ausgesetzt, der neben zahlreichen neuen Aufgaben auch zu einer Verschiebung der Berichterstattung über das erste Quartal 2022 geführt hat. Hinzu kommt das unverändert volatile Marktumfeld mit weiterhin sehr hohen Material- und Logistikkosten, vor allem für Seefrachten, sowie mit Unterbrechungen der Lieferkette. Außerdem hat sich der Krieg in der Ukraine direkt und indirekt auf unser Geschäft ausgewirkt. Darüber hinaus beeinflussen die insgesamt gestiegenen Kosten unsere Marge negativ.
Der Wettbewerbsdruck und die Kostensituation haben dazu geführt, dass wir nach umfangreicher Analyse unsere Produktion neu ausrichten mussten. Dies hat zur Folge, dass wir bedauerlicherweise ein Werk für die Herstellung von Maschinenhäusern in Spanien und eine Fertigung von Rotorblättern in Deutschland schließen müssen.
Vor diesem Hintergrund und der inzwischen gestiegenen Visibilität haben wir unsere Prognose aktualisiert und nun auch die mit der Schließung der Werke verbundenen Einmalkosten sowie die Auswirkung des Krieges in der Ukraine berücksichtigt. Dies war Ende März noch nicht möglich. Ebenfalls haben wir die Aufwendungen in Verbindung mit dem Cyber-Vorfall und die Unterbrechung der Lieferkette eingezogen, sodass alle derzeit erkennbaren Effekte berücksichtigt sind. Wir gehen nun für 2022 von einem Konzernumsatz von 5,2 bis 5,7 Milliarden Euro und einer EBITDA-Marge von minus vier bis null Prozent aus.
Im ersten Quartal haben wir einen Umsatz von gut 930 Millionen Euro erzielt, der infolge der geringeren Installationsleistung unter dem Vorjahr lag. Einerseits erfolgte eine Produktionsumstellung auf andere Blätter und es waren geringere Installationen geplant, anderseits kam es zu witterungsbedingten Verzögerungen. Das Ergebnis EBITDA war vor allem durch die hohen Kosten, die Unterbrechung der Lieferkette sowie die Einmalaufwendungen für die Neuausrichtung der Produktion negativ beeinflusst und belief sich auf minus 88,9 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung dieser Einmalaufwendungen in Höhe von 36,9 Millionen Euro beläuft sich das bereinigte EBITDA vor Neuausrichtungskosten der Produktion auf minus 52,0 Millionen Euro und entspricht einer bereinigten Marge von minus 5,6 Prozent.
Das politische Umfeld bleibt für unsere Branche weiterhin freundlich. Insbesondere in EU und auch in Deutschland erwarten wir deutliche Impulse, die die Nachfrage spürbar stärken. Und eines hat der Angriffskrieg in der Ukraine, den ich auf das Schärfste verurteile, noch einmal deutlich gezeigt, und zwar, wie wichtig eine saubere und unabhängige Energieversorgung ist. Die Nordex Group als Hersteller von erneuerbaren Energiequellen hat schon in der Vergangenheit eine wichtige Rolle bei der Energiewende gespielt und nimmt durch ihre bewiesene Wettbewerbsfähigkeit auch weiterhin eine zentrale Position ein.
Als Nordex Group gehen wir alle Aufgaben mit großem Teamgeist, Engagement und Umsicht an, um die Profitabilität unseres Unternehmens nachhaltig zu verbessern. Für Ihr Vertrauen möchte ich mich bedanken.
Mit besten Grüßen
José Luis Blanco
Vorsitzender des Vorstands
Hamburg, im Juni 2022
zum 31. März 2022
Das globale wirtschaftliche Umfeld und die Konjunkturperspektiven haben sich im Verlauf des ersten Quartals 2022 deutlich verschlechtert. Grund dafür ist der völkerrechtswidrige Überfall Russlands auf die Ukraine mit seinen dramatischen Folgen. Der weitere Verlauf des aggressiven Angriffskrieges sowie das Ausmaß möglicher Verschärfungen der humanitären, politischen und wirtschaftlichen Krise sind gegenwärtig kaum kalkulierbar. Ein zeitnahes Ende des Konflikts und eine Normalisierung scheinen unrealistisch zu sein. Neben den direkten, kurzfristigen Kriegsauswirkungen auf die globale Wirtschaft durch die umfassende Zerstörung und den Bruch von Lieferketten werden vor allem die mittelbaren Effekte – etwa die Folgen der Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die stärker auf Verteidigung fokussierten Staatsausgaben im Westen sowie die massiven Kostensteigerungen für fossile Energieträger, Rohstoffe und landwirtschaftliche Grundprodukte – die internationalen Konjunkturperspektiven spürbar und dauerhaft verändern. Aufgrund der Inflationsbeschleunigung steigt zudem der Druck auf die Notenbanken, die Zinsen trotz eingetrübter Konjunkturperspektiven anzuheben – zunehmend auch im Euroraum. Weitere Corona-Lockdowns, Materialengpässe und Verwerfungen in den Logistikketten stellen nach wie vor wesentliche Belastungen dar.
Unter diesen Bedingungen mussten zuletzt die Konjunkturszenarien für 2022 und darüber hinaus korrigiert werden. So hat der Internationale Währungsfonds (IWF) im April die Prognose für die Weltwirtschaft nochmals gesenkt ("World Economic Outlook, April 2022"). Der Krieg verlangsamt demnach die wirtschaftliche Erholung von der Coronavirus-Pandemie. Für 2022 rechnet der IWF nun mit einem globalen Wirtschaftswachstum von lediglich 3,6 % statt 4,4 % und für 2023 mit einem Plus von ebenfalls nur 3,6% statt 3,8%.
| in % | 2021 | 2022e |
|---|---|---|
| Welt | 6,1 | 3,6 |
| Industrieländer | 5,2 | 3,3 |
| USA | 5,7 | 3,7 |
| Kanada | 4,6 | 3,9 |
| Euroraum | 5,3 | 2,8 |
| Deutschland | 2,9 | 2,1 |
| Frankreich | 7,0 | 2,9 |
| Spanien | 5,1 | 4,8 |
| Italien | 6,6 | 2,3 |
| Großbritannien | 7,4 | 3,7 |
| Entwicklungs- / Schwellenländer |
6,8 | 3,8 |
| Indien | 8,9 | 8,2 |
| Türkei | 11,0 | 2,7 |
| Lateinamerika | 6,8 | 2,5 |
| Brasilien | 4,6 | 0,8 |
Quellen: IWF, US Department of Commerce, Eurostat, Destatis
Das Global Wind Energy Council (GWEC) hat seine Mittelfristprognose (für die Entwicklung der Windindustrie unter Berücksichtigung des Klimagipfels in Glasgow aktualisiert sowie mit Blick auf die aktuellen Marktherausforderungen wie die Lieferkettenprobleme einerseits und den Ukraine-Krieg mit der drohenden Verschärfung der Lage bei den fossilen Energieträgern andererseits. Die Belastungen durch den Krieg werden als gering eingestuft. GWEC rechnet insgesamt mit einer weltweit beschleunigten Entwicklung zugunsten der Windenergieerzeugung.
Für den Fünfjahreszeitraum bis 2026 prognostiziert GWEC, dass die jährlichen Installationen in Windenergieanlagen weltweit um 6,6% steigen (Onshore: 6,1%), und zwar stetig ohne Rücksetzer in einzelnen Jahren. Für 2022 wird im "GWEC Global Wind Report 2022" von einem Zuwachs um 7,5 % auf 100,6 GW (2021: 93,6 GW) ausgegangen, wobei die für Prognose im Onshore-Bereich 2022 (26,8%) berücksichtigt werden muss, dass der Vorjahreswert durch massive einmal Einbußen in China und den USA geprägt war. Alle anderen Regionen hatten zugelegt. Das für 2022 erwartete globale Onshore-Installationsniveau von 91,9 GW übertrifft den bisherigen Rekordwert von 88,4 GW aus dem Jahr 2020. Die Mittelfristperspektiven bis 2026 für die Märkte, die für die Nordex Group relevant sind (Onshore weltweit ohne China), sind weiterhin positiv. So erwartet GWEC, dass bis 2026 in Europa 87,7 GW an Land installiert werden, davon mit 22% der Löwenanteil in Deutschland (19,7 GW). Treiber ist die neue Bundesregierung. Wesentliche Anteile entfallen auch auf Spanien (11 %) und Frankreich (10 %) sowie Schweden (9 %) und Finnland (7 %). Die volumenstärksten Märkte in Lateinamerika sind in dem Prognosezeitraum Brasilien, Chile, Mexiko und Kolumbien. Für die USA rechnet GWEC mit einem starken Zuwachs im Onshore-Bereich 2022 und weiteres Wachstum bis 2026. Auch in Australien erwartet GWEC substanzielle in den Ausbau der Onshore-Windenergie.
Insgesamt ergeben sich darüber hinaus für das Branchenumfeld keine grundlegenden Abweichungen zu der Darstellung im Geschäftsbericht 2021.
Das Marktumfeld für Hersteller von Windenergieanlagen wie die Nordex Group hat sich im ersten Quartal 2022 durch den Ausbruch des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und dessen Folgen eingetrübt. So haben sich die konjunkturellen Aussichten substanziell verschlechtert. Weltweit blieben die Logistikmärkte angespannt und die Materialverfügbarkeit eng. Zudem stellen die bereits hohen Kosten für Vorprodukte sowie die kriegsbedingt weitere Kostenexplosion für alle Unternehmen der Windenergieindustrie eine erhebliche Herausforderung dar. Andererseits dürften der Krieg und die damit ausgelöste immense Versorgungsunsicherheit und Kostenexplosion bei fossilen Energieträgern ein Katalysator für eine ehrgeizigere und beschleunigte Energiewende und damit für einen forcierten und erleichterten Ausbau der Windenergie sein.
Im Einzelnen waren im ersten Quartal 2022 folgende unternehmensspezifischen Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Geschäftsentwicklung der Nordex Group und die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt:
Anfang Januar hat die Nordex Group einen Auftrag für einen 380 MW-Windpark in Finnland erhalten. Das Projekt beinhaltet die Lieferung, Installation und Inbetriebnahme von 56 Windenergieanlagen des Typs N163 der neuesten 6.X-Variante. Damit kommt in den nordischen Ländern erstmals die große Turbinenvariante der Klasse 6 MW+ zum Einsatz, die im letzten September erfolgreich am Markt eingeführt wurde. Der Auftrag beinhaltet auch einen langfristigen Premium Service Vertrag.
Das zunehmend herausfordernde Markt- und Wettbewerbsumfeld sowie eine Verschiebung der Nachfrage erfordern eine Anpassung der globalen Produktions- und Beschaffungsprozesse. Seit der Einführung von Auktionssystemen an den meisten Energiemärkten ist die Branche weltweit durchzunehmenden Preis-Wettbewerb geprägt. Die Kosten für die Blattproduktion in Rostock im globalen Produktionsverbund und im weltweiten Projektgeschäft der Nordex Group sind trotz aller bereits eingeleiteten Maßnahmen der Kostensenkung am Standort Rostock nicht wettbewerbsfähig. Die Nordex Group hat daher am 28. Februar 2022 ihre Absicht bekannt gegeben, die Produktion von Rotorblättern am Standort Rostock zum Ende Juni 2022 einzustellen. Der Stellenabbau soll für die Betroffenen sozialverträglich gestaltet werden, Gespräche dazu wurden mit dem Betriebsrat aufgenommen. Die auch in Rostock angesiedelte Fertigung von Maschinenhäusern, Naben und Triebsträngen (DMR) sowie das Engineering und die Service-Organisation sind nicht betroffen und werden fortgeführt.
Die Nordex Group verzeichnete in den ersten drei Monaten 2022 weiterhin eine gute Nachfrage, insbesondere nach den Turbinen der Delta4000-Baureihe, die 91% am Auftragseingang von knapp 1,2 GW ausmachte. Mit 89% kam der mit Abstand größte Teil der Nachfrage aus Europa. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das Aktivitätsniveau jedoch deutlich geringer und wirkte sich in geringeren Umsatzerlösen aus. Dies war zum einen auf eine Produktionsumstellung auf andere Blätter und zum anderen auf witterungsbedingte Verzögerungen im Berichtsquartal zurückzuführen. Das Konzernergebnis der ersten drei Monate lag deutlich unter dem des Vorjahresquartals und war von einigen Faktoren negativ beeinflusst. Dazu zählen vor allem die hohen Material- und Logistikkosten, vor allem für Seefrachten, sowie die direkten und indirekten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und auch die andauernden Unterbrechungen der Lieferkette, die neben weiteren Faktoren zur Anpassung der Prognose im Mai führten. Die aktuell abgeschlossenen Projekte weisen insgesamt gute Margen aus, die sich aufgrund ihrer Projektvorlaufzeiten allerdings erst mit einem Zeitversatz von gut einem Jahr schrittweise in einer verbesserten Profitabilität auswirken.
| Projekte | Service | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q1 2022 | Q1 2021 | Q1 2022 | Q1 2021 | Q1 2022 | Q1 2021 |
| Auftragseingang | 903,4 | 910,8 | 108,7 | 108,0 | 1.012,1 | 1.018,8 |
| Auftragsbestand | 6.298,8 | 5.090,6 | 3.040,9 | 2.837,2 | 9.339,7 | 7.927,8 |
| Umsatz | 819,8 | 1.145,7 | 115,7 | 108,0 | 933,0 | 1.251,2 1 |
| EBIT | –91,3 | 0,7 | 19,9 | 17,8 | –130,5 | –28,1 ² |
1 Nach nicht zugeordneten Umsatzerlösen sowie Intrasegment-Konsolidierung
2 Nach nicht zugeordneten Erträgen und Aufwendungen sowie Intrasegment-Konsolidierung
In der Segmentberichterstattung werden Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge, die den beiden Segmenten "Projekte" und "Service" nicht eindeutig zugeordnet werden können, separat als "nicht zugeordnet" ausgewiesen. Die vollständige Segmentberichterstattung findet sich im Anhang ab S. 26.
Der Auftragseingang der Nordex Group entwickelte sich auch im ersten Quartal 2022 erfreulich und erreichte das Niveau des starken Vorjahresquartals. Insgesamt erhielt die Nordex Group im Segment Projekte Aufträge im Wert von EUR 903,4 Mio. (Q1 2021: EUR 910,8 Mio.) für 229 Turbinen mit einer Nennleistung von insgesamt 1.165,3 MW (Q1 2021: 1.247,5 MW). Der durchschnittliche Preis je Megawatt Leistung (ASP) lag bei EUR 0,78 Mio./MW und somit 6,8% über dem Niveau des Gesamtjahres 2021 von EUR 0,73 Mio./MW. Die Aufträge aus insgesamt elf Ländern entfielen zu 89% auf Europa und zu 11% auf Lateinamerika, größte Einzelmärkte waren Finnland, Deutschland, Kroatien und Peru (in MW). Auf die Delta4000-Baureihe entfielen im ersten Quartal 91% der beauftragten Turbinen (Q1 2021: 73%).
Der Auftragsbestand des Segments Projekte stieg per Ende März 2022 um 23,7 % auf EUR 6.298,8 Mio. und lag somit deutlich über dem Volumen des Vorjahresquartals (Q1 2021: EUR 5.090,6 Mio.). Mit 64 % entfiel der Großteil des Auftragsbuchs auf Europa. Aus Lateinamerika stammten 23 %, aus Nordamerika 5 % und aus der Region "Rest der Welt" 8%. Die Book-to-Bill-Quote (Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzrealisierung im Segment Projekte) für das erste Quartal 2022 belief sich auf 1,1 (Q1 2021: 0,79).
Im Segment Service erhielt die Nordex Group im ersten Quartal 2022 Aufträge im Wert von EUR 108,7 Mio. und lag damit auf dem Niveau der Vorjahresperiode (Q1 2021: EUR 108,0 Mio.). Der Auftragsbestand des Segments Service erhöhte sich zum 31. März 2022 mit EUR 3.040,9 Mio. um 7,2% gegenüber über dem Vorjahresstichtag (31. März 2021: EUR 2.837,2 Mio.). Die Serviceorganisation der Nordex Group betreute zum Quartalsstichtag 9.766 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 26,9 GW (31. März 2021: 8.558 Windenergieanlagen mit insgesamt 22,6 GW Leistung).
| Turbinen (MW) | Rotorblätter (Stück) | |||
|---|---|---|---|---|
| Produktion | Q1 2022 | Q1 2021 | Q1 2022 | Q1 2021 |
| Deutschland | 807,7 | 690,7 | 114 | 172 |
| Spanien | 194,4 | 566,4 | – | 82 |
| Brasilien | 143,8 | 41,6 | – | – |
| Indien | 349,0 | – | 147 | 34 |
| Mexiko | – | – | 9 | 95 |
| Gesamt | 1.494,9 | 1.299,7 | 270 | 383 |
Die Nordex Group hat im ersten Quartal 2022 insgesamt 304 Turbinen (Q1 2021: 304 Turbinen) mit einer Nennleistung von zusammen 1.494,9 MW (Q1 2021: 1.299,7 MW) produziert. Davon wurden in Deutschland 175 Maschinenhäuser gefertigt, in Indien 61, in Spanien 40 und in Brasilien 28. In den eigenen Rotorblattwerken in Deutschland, Spanien, Indien und Mexiko hat die Nordex Group im ersten Quartal 2022 insgesamt 270 Rotorblätter (Q1 2021: 383) hergestellt. Externe Zulieferer fertigten in den ersten drei Monaten 2022 insgesamt weitere 702 Rotorblätter nach Nordex-Design und -Vorgaben (Q1 2021: 570 Rotorblätter).
| Installierte Leistung (MW) | ||
|---|---|---|
| Land | Q1 2022 | Q1 2021 |
| Europa | 714,3 | 757,4 |
| Nordamerika | 86,4 | 308,8 |
| Lateinamerika | 66,7 | 226,1 |
| Rest der Welt | – | 160,4 |
| Gesamt | 867,4 | 1.452,7 1 |
1 Sämtliche Vorjahreswerte auf veränderte Zählweise angepasst
Die Nordex Group konnte im Berichtsquartal 197 Windenergieanlagen in 12 Ländern mit einer Gesamtnennleistung von 867,4 MW (Q1 2021: 381 Anlagen, 20 Länder, Leistung 1.452,7 MW) errichten. Die Installationen entfielen zu 82% auf Europa, zu 10% auf die USA (Region Nordamerika) und zu 8% auf Lateinamerika. Die rückläufigen Installationen sind wie folgt zu begründen: Zum einen erfolgte eine Produktionsumstellung auf andere Blätter. Zum anderen kam es in Folge extremer Witterungsbedingungen zu Verzögerungen.
| 01.01. – 31.03.2022 |
01.01. – 31.03.2021 |
Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Umsatz (in EUR Mio.) |
933,0 | 1.251,2 | –25,4% |
| Bereinigte EBITDA-Marge vor Neuausrich tungskosten (in %) |
–5,6 | 0,8 | –6,4 PP |
| EBIT-Marge 1 (in %) | –13,9% | –1,8 | –12,1 PP |
| Investitionen (CAPEX) (in EUR Mio.) |
47,9 | 38,5 | 24,4% |
| Finanzergebnis (in EUR Mio.) |
–21,1 | –27,1 | –22,2% |
| Konzernergebnis (in EUR Mio.) |
–150,5 | –54,7 | – |
| Ergebnis je Aktie 2 (in EUR) |
–0,94 | –0,47 | –91,5 |
| Working Capital Quote (in %, Stichtag 31.03.) |
–11,3 | –7,6 | –3,7 PP |
| Free Cashflow (in EUR Mio.) |
–113,5 | 10,4 | – |
| Eigenkapitalquote (in %, Stichtag 31.03.) |
20,5 | 16,2 | 4,3 PP |
1 ohne Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation (PPA) für Acciona Windpower 2 Ergebnis je Aktie = auf der Basis von durchschnittlich gewichtet
160,021 Millionen Aktien (i.V.: 117,349 Millionen Aktien)
Mit den gegenüber dem Vorjahresquartal rückläufigen Installationszahlen verringerte sich auch der Konzernumsatz der Nordex Group im ersten Quartal 2022 um 25,4 % auf EUR 933,0 Mio. (Q1 2021: EUR 1.251,2 Mio.). Die Umsatzentwicklung ist auf eine geplante Produktionsumstellung auf andere Blätter und eine witterungsbedingt geringere Installationsleistung zurückzuführen. Folglich ging der Umsatz im Segment Projekte um 28,4 % auf EUR 819,8 Mio. zurück (Q1 2021: EUR 1.145,7 Mio.) Im Segment Service hingegen ist der Umsatz um 7,1 % auf EUR 115,7 Mio. (Q1 2021: EUR 108,0 Mio.) gestiegen. Der Anteil des Servicegeschäfts am Gesamtumsatz lag im Berichtszeitraum bei 12,4 % nach 8,6% sowohl im Vorjahresquartal als auch im Gesamtjahr 2021.
Die Gesamtleistung erhöhte sich im ersten Quartal 2022 um 1,1 % auf EUR 1.132,8 Mio. (Q1 2021: EUR 1.120,9 Mio.). Das Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) sank erheblich um 44,2 % auf EUR 120,6 Mio. (Q1 2021: 216,0 Mio.). Die Strukturkosten (Personalkosten sowie der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen) sanken um 16,0 % auf EUR 172,7 Mio. (Q1 2021: EUR 205,6 Mio.). Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag bei EUR – 44,7 Mio. (Q1 2021: EUR – 87,7 Mio.) und der Personalaufwand stieg auf EUR 128,0 Mio. (Q1 2021: EUR 118,0 Mio.).
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten Quartal 2022 lag bei EUR – 88,9 Mio. (Q1 2021: EUR 10,4 Mio.). Bereinigt um den Sondereffekt der Reorganisation beträgt es EUR – 52,0 Mio., woraus sich eine bereinigte EBITDA-Marge von – 5,6 % (Q1 2021: 0,8 %) ergibt. Die Abschreibungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf EUR 41,6 Mio. (Q1 2021: EUR 38,4 Mio.). Davon betrafen EUR 1,2 Mio. (Q1 2021: EUR 5,4 Mio.) Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation (PPA) im Zusammenhang mit der Übernahme von Acciona Windpower.
Vor Zinsen und Steuern erwirtschafte die Nordex Group im ersten Quartal 2022 ein Ergebnis (EBIT) in Höhe von EUR –130,5 Mio. (Q1 2021: EUR –28,1 Mio.). Daraus ergibt sich eine EBIT-Marge von –14,0 % (Q1 2021: –2,2 %) bzw. von –13,9% bereinigt um die PPA-Abschreibungen (Q1 2021: –1,8%). Vor nicht zugeordneten Aufwands- und Ertragspositionen erreichte das Segment Projekte im Berichtszeitraum ein EBIT von EUR – 91,3 Mio. (Q1 2021: EUR 0,7 Mio.) und das Segment Service ein EBIT von EUR 19,9 Mio. (Q1 2021: EUR 17,8 Mio.).
Das Finanzergebnis der Nordex Group verbesserte sich im ersten Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahresquartal auf EUR –21,1 Mio. (Q1 2021: EUR –27,1 Mio.). Hier wirkten sich die letztjährigen Maßnahmen zur Stärkung der Finanzstruktur positiv aus. Das Ertragssteuerergebnis war erneut positiv mit EUR 1,1 Mio. (Q1 2021: EUR 0,5 Mio.). Damit ergab sich im ersten Quartal 2021 ein Konzernverlust in Höhe von EUR 150,5 Mio. (Q1 2021: Konzernverlust von EUR 54,7 Mio.). Das Ergebnis je Aktie (EPS) verschlechterte sich auf EUR – 0,94 (Q1 2021: EUR – 0,47).
Durch ein erfolgreiches Working-Capital-Management konnte die Working Capital-Quote des Konzerns zum 31. März 2022 im Vergleich zum Vorjahresstichtag auf –11,3 % verbessert werden (31. März 2021: –7,6%). Belastet durch den Ergebnisrückgang verschlechterte sich der operative Cashflow im Berichtszeitraum dennoch auf EUR – 80,9 Mio. (Q1 2021: EUR 45,5 Mio.). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erreichte mit EUR – 32,6 Mio. in etwa das Niveau des Vorjahresquartals (Q1 2021: EUR – 35,1 Mio.). Somit fiel der Free Cashflow im ersten Quartal 2022 auf EUR –113,5 Mio., verglichen mit einem positiven Free Cashflow im Vergleichsquartal des Vorjahres (Q1 2021: EUR 10,4 Mio.).
Insgesamt erhöhten sich in den ersten drei Monaten 2022 die Finanzverbindlichkeiten leicht, der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei EUR 2,1 Mio. (Q1 2021: EUR – 45,9 Mio.). Die liquiden Mittel der Nordex Group betrugen zum 31. März 2022 EUR 681,2 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 784,4 Mio.). Am Ende des ersten Quartals 2022 verfügte der Konzern weiterhin über eine starke Nettoliquidität von EUR 314,6 Mio., wenngleich in geringerer Höhe als zum Jahresende 2021 (31. Dezember 2021: EUR 423,7 Mio.).
Die Bilanzsumme stieg zum 31. März 2022 im Vergleich zum Vorjahresende leicht um 1,9 % auf EUR 4.186,6 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 4.107,6 Mio.). Bei den Aktiva wirkte sich hier insbesondere der Anstieg der Vorräte aus, während bei den Passiva sich die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten. Darüber hinaus verringerte sich das Eigenkapital im Vergleich zum Jahresende 2021 infolge des negativen Konzernergebnisses um 19,2% auf EUR 858,4 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 1.062,4 Mio.), sodass sich die Eigenkapitalquote zum Stichtag 31. März 2022 auf 20,5% (31. Dezember 2021: 25,9%) reduzierte.
Die Investitionen (CAPEX) der Nordex Group überstiegen in den ersten drei Monaten 2022 mit EUR 47,9 Mio. das Niveau des Vorjahresquartals (Q1 2021: EUR 38,5 Mio.). Während die Nordex Group mit EUR 41,0 Mio. deutlich mehr in das Sachanlagevermögen investiert hat, blieben die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände mit EUR 6,9 Mio. weitgehend unverändert auf dem Niveau des Vorjahres (Q1 2021: EUR 7,3 Mio.). Die Investitionen erfolgten im Berichtsquartal im Wesentlichen auf den Auf- und Ausbau der Blatt- und Gondelproduktion in Indien sowie die Beschaffung von Installations- und Transportausstattung in Spanien für Projekte.
Die Mitarbeiterzahl lag zum 31. März 2022 bei 8.621 (31. März 2021: 8.191 Mitarbeiter). Der Anstieg der Mitarbeiterzahlen ist im Wesentlichen auf den Ausbau der Blattproduktion und des Engineerings in Indien sowie den Aufbau der Turmproduktion in Brasilien zurückzuführen. Ein gegenläufiger Effekt resultiert aus Spanien, wo aufgrund der Fertigstellung von Projekten die Mitarbeiterzahl rückläufig ist.
In den ersten drei Monaten 2022 haben sich die Rahmenbedingungen für die weitere Geschäftsentwicklung verschlechtert und die kurzfristigen Risiken dadurch erhöht, insbesondere durch die Unterbrechungen in der Lieferkette, den Cyber-Vorfall sowie die weiterhin hohen Kosten für Logistik und Rohstoffe. Die übrigen im Geschäftsbericht 2021 dargestellten Chancen und Risiken für den Geschäftsverlauf der Nordex Group im Jahr 2022 bleiben im Wesentlichen unverändert.
Die Nordex Group hatte am 29. März 2022 mit dem Geschäftsbericht 2021 eine Prognose für das Geschäftsjahr 2022 veröffentlicht, nach der auf ein Konzernumsatz in Höhe von EUR 5,4 Mrd. bis EUR 6,0 Mrd. und auf eine EBITDA-Marge von 1,0% bis 3,5% angestrebt wurde, ohne die Berücksichtigung etwaiger Kosten im Zusammenhang mit der geplanten Anpassung des Fertigungsnetzwerks und ohne die Auswirkungen geopolitischer Ereignisse, vor allem weil zu dem damaligen Zeitpunkt die Unsicherheit über die vielfältigen internationalen Auswirkungen und den Verlauf des russischen Angriffskriegs in der Ukraine extrem hoch waren. Die Working-Capital-Quote sollte zum Jahresende 2022 bei unter minus 7 % liegen. Für das Jahr 2022 waren Investitionen in Höhe von rund EUR 180 Mio. geplant.
Vor dem Hintergrund gestiegener Vorhersehbarkeit hat die Nordex Group am 24. Mai 2022 ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2022 aktualisiert und im Rahmen der Veröffentlichung dieser Quartalsmitteilung erneut bestätigt. Das Unternehmen erwartet nun einen Konzernumsatz von EUR 5,2 bis 5,7 Mrd. und eine operative Marge (EBITDA-Marge) von minus 4 bis 0 %. Die aktualisierte Prognose berücksichtigt direkte und indirekte Effekte, mit denen aufgrund des Krieges in der Ukraine gerechnet wird, sowie Einmalaufwendungen für die Umstrukturierung der Produktion. Zudem schließt die aktualisierte Prognose die erwarteten Effekte der Lieferkettenstörungen in China sowie die zusätzlichen Kosten und Auswirkungen auf das Geschäft im Zusammenhang mit dem Cyber-Vorfall vom 31. März 2022 ein. Die Erwartungen für Investitionen in Höhe von rund EUR 180 Mio. und die Working-Capital-Quote von unter minus 7% zum Jahresende 2022 bleiben unverändert.
Neben dieser Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2022 bestätigt die Nordex Group ihre strategische Zielsetzung, mittelfristig eine Konzern-EBITDA-Marge von 8 % zu erzielen. Das angestrebte Umsatzziel von rund EUR 5 Mrd. sowie eine Produktionskapazität von über 6 GW wurden bereits erreicht.
Wie am 2. April berichtet, war die Nordex Group Ende März 2022 einem Cyber-Vorfall ausgesetzt, der sich vor allem im zweiten Quartal ausgewirkt hat und auch zur Verschiebung der Veröffentlichung der Quartalsmitteilung zum 31. März 2022 auf den 21. Juni geführt hat.
Die im ersten Quartal 2022 von der Nordex Group angekündigte Anpassung des Fertigungsnetzwerks ist im zweiten Quartal in die konkrete Umsetzung gelangt. Mittlerweile wurde die Schließung der spanischen Produktionsstätte für die Montage von Maschinenhäusern vollzogen. Die Verhandlungen über die Beendigung der Produktion von Rotorblättern in Deutschland sind weit fortgeschritten.
zum 31. März 2022
| TEUR | Anhang | 31.03.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|
| Flüssige Mittel | (1) | 681.176 | 784.440 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (2) | 145.996 | 162.530 |
| Vertragsvermögenswerte aus Projekten | (3) | 527.053 | 536.526 |
| Kurzfristige Vertragsvermögenswerte aus Service | (4) | 8.943 | 7.327 |
| Vorräte | (5) | 907.030 | 722.487 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 13.965 | 15.293 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | (6) | 64.577 | 61.029 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | (7) | 183.799 | 209.918 |
| Kurzfristige Aktiva | 2.532.539 | 2.499.550 | |
| Sachanlagen | (8) | 533.689 | 506.958 |
| Goodwill | (9) | 547.758 | 547.758 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | (10) | 161.646 | 163.551 |
| Geleistete Anzahlungen | 34 | 32 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 15.915 | 16.626 | |
| Finanzanlagen | 3.502 | 3.512 | |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 58 | 6.398 | |
| Langfristige Vertragsvermögenswerte aus Service | (4) | 35.377 | 32.171 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | (11) | 16.954 | 16.283 |
| Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | (12) | 19.917 | 13.444 |
| Latente Steueransprüche | (13) | 319.219 | 301.347 |
| Langfristige Aktiva | 1.654.069 | 1.608.080 |
| Aktiva | 4.186.608 | 4.107.630 |
|---|---|---|
| TEUR | Anhang | 31.03.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (14) | 15.044 | 6.564 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (15) | 1.066.662 | 1.032.600 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus Projekten | (3) | 1.092.501 | 945.128 |
| Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten aus Service | (4) | 27.792 | 29.391 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 22.706 | 22.121 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (16) | 125.549 | 108.378 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (17) | 379.278 | 48.406 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | (18) | 146.967 | 136.966 |
| Kurzfristige Passiva | 2.876.499 | 2.329.554 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (14) | 25.500 | 25.500 |
| Langfristige Vertragsverbindlichkeiten aus Service | (4) | 134.975 | 130.924 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2.589 | 2.523 | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (16) | 32.070 | 28.807 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (19) | 169.130 | 428.335 |
| Sonstige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | (20) | 3.144 | 2.692 |
| Latente Steuerschulden | (13) | 84.301 | 96.900 |
| Langfristige Passiva | 451.709 | 715.681 | |
| Gezeichnetes Kapital | 160.021 | 160.021 | |
| Kapitalrücklage | 1.236.269 | 1.236.071 | |
| Andere Gewinnrücklagen | –11.087 | –11.087 | |
| Rücklage für Cash Flow Hedges | –37.408 | 2.415 | |
| Rücklage für Kosten der Cash Flow Hedges | 2.898 | 529 | |
| Fremdwährungsausgleichsposten | –129.942 | –113.719 | |
| Konzernergebnisvortrag | –211.835 | –211.835 | |
| Konzernergebnis | –150.516 | 0 | |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
858.400 | 1.062.395 | |
| Eigenkapital | (21) | 858.400 | 1.062.395 |
| Passiva | 4.186.608 | 4.107.630 |
für den Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2022
| TEUR | Anhang | 01.01.2022– 31.03.2022 |
01.01.2021– 31.03.2021 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (23) | 932.954 | 1.251.160 |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen |
(24) | 199.796 | –130.289 |
| Gesamtleistung | 1.132.750 | 1.120.871 | |
| Materialaufwand | (25) | –1.012.145 | –904.857 |
| Rohergebnis | 120.605 | 216.014 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (26) | 17.643 | 12.202 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (26) | –62.298 | –99.872 |
| Personalaufwand | (27) | –127.997 | –117.973 |
| Strukturkosten | –172.652 | –205.643 | |
| Bereinigtes EBITDA vor Aufwendungen aus Restrukturierung | –52.047 | 10.371 | |
| Aufwendungen aus Restrukturierung | (28) | –36.871 | 0 |
| EBITDA | –88.918 | 10.371 | |
| Abschreibungen | (29) | –41.606 | –38.436 |
| EBIT | –130.524 | –28.065 | |
| Ergebnis aus der At-Equity Bewertung | 0 | –33 | |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | –8 | 0 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2.165 | 561 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –23.240 | –27.615 | |
| Finanzergebnis | (30) | –21.083 | –27.087 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | –151.607 | – 55.152 | |
| Ertragsteuern | (31) | 1.091 | 492 |
| Konzern-Verlust | –150.516 | – 54.660 | |
| Davon entfallen auf | |||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | –150.516 | –54.660 | |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | (32) | ||
| Unverwässert 1 | –0,94 | –0,47 | |
| Verwässert 2 | –0,94 | –0,47 |
1 auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 160,021 Millionen Aktien (i.V.: 117,349 Millionen Aktien)
2 auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 160,021 Millionen Aktien (i.V.: 117,349 Millionen Aktien)
für den Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2022
| TEUR | 01.01.2022– 31.03.2022 |
01.01.2021– 31.03.2021 |
|---|---|---|
| Konzern-Verlust | –150.516 | – 54.660 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Posten, die gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
||
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | –16.223 | –20.476 |
| Cash Flow Hedges | –58.564 | –7.109 |
| Latente Steuern | 18.741 | 2.275 |
| Kosten der Cash Flow Hedges | 3.485 | –204 |
| Latente Steuern | –1.116 | 65 |
| Konzern-Gesamtergebnis | –204.193 | – 80.109 |
| Davon entfallen auf | ||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | –204.193 | –80.109 |
für den Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2022
| TEUR | 01.01.2022– 31.03.2022 |
01.01.2021– 31.03.2021 |
|
|---|---|---|---|
| Laufende Geschäftstätigkeit | |||
| Konzern-Verlust | –150.516 | –54.660 | |
| + | Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 41.614 | 38.436 |
| = | Konzern-Verlust zzgl. Abschreibungen | –108.902 | –16.224 |
| –/+ | Zu-/Abnahme der Vorräte | –184.543 | 162.879 |
| +/– | Ab-/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 16.534 | –80.368 |
| + | Abnahme der Vertragsvermögenswerte aus Projekten | 9.473 | 38.209 |
| +/– | Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 34.062 | –30.604 |
| +/– | Zu-/Abnahme der Vertragsverbindlichkeiten aus Projekten | 147.373 | –7.377 |
| = | Einzahlungen aus der Veränderung des Working Capitals | 22.899 | 82.739 |
| – | Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
–13.468 | –25.573 |
| +/– | Zu-/Abnahme der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | 66 | –19 |
| +/– | Zu-/Abnahme der Sonstigen Rückstellungen | 20.434 | –270 |
| + | Zunahme anderer Passiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
18.333 | 9.770 |
| –/+ | Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | –7.054 | 206 |
| – | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | –2.165 | –561 |
| + | erhaltene Zinsen | 2.322 | 234 |
| + | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 23.240 | 27.615 |
| – | gezahlte Zinsen | –24.982 | –29.320 |
| – | Ertragsteuern | –1.091 | –492 |
| – | gezahlte Steuern | –2.527 | –3.072 |
| –/+ | Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen | –8.011 | 441 |
| = | Auszahlungen aus der restlichen laufenden Geschäftstätigkeit | 5.097 | –21.041 |
1 Zur Kapitalflussrechnung wird darüber hinaus auf den Konzernanhang, Kapitel Konzern-Kapitalflussrechnung verwiesen.
17
| TEUR | 01.01.2022– 31.03.2022 |
01.01.2021– 31.03.2021 |
|
|---|---|---|---|
| = | Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | –80.906 | 45.474 |
| Investitionstätigkeit | |||
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens/immateriellen Anlagevermögens |
2.004 | 3.543 |
| – | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen/ immaterielle Anlagevermögen |
–47.886 | –38.564 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens | 13.287 | 12 |
| – | Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | –24 | –43 |
| = | Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | –32.619 | – 35.052 |
| Finanzierungstätigkeit | |||
| + | Aufnahme Bankkredite | 8.311 | 0 |
| – | Rückzahlung Bankkredite | 0 | –256.250 |
| – | Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen | –40 | 0 |
| + | Aufnahme Gesellschafterdarlehen | 0 | 215.000 |
| – | Rückzahlung Leasingverbindlichkeiten | –6.219 | –4.615 |
| = | Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 2.052 | – 45.865 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | –111.473 | – 35.443 | |
| + | Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 784.440 | 778.357 |
| +/– | Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands | 8.209 | –407 |
| = | Finanzmittelbestand am Ende der Periode (Flüssige Mittel gemäß Konzern-Bilanz) |
681.176 | 742.507 |
für den Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2022
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Andere Gewinnrücklagen |
|
|---|---|---|---|
| 160.021 | 1.236.071 | –11.087 | |
| 0 | 198 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 160.021 | 1.236.269 | –11.087 | |
Rücklage für Cash Flow Hedges
Rücklage für Kosten der Cash Flow Hedges
Fremdwährungsausgleichsposten Den
Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am
| Gesamt | Den Gesellschaftern des Mutter unternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
Konzernergebnis | Konzern ergebnisvortrag |
Fremdwährungs ausgleichs posten |
Rücklage für Kosten der Cash Flow Hedges |
Rücklage für Cash Flow Hedges |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.062.395 | 1.062.395 | 0 | –211.835 | –113.719 | 529 | 2.415 |
| 198 | 198 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| –204.193 | –204.193 | –150.516 | 0 | –16.223 | 2.369 | –39.823 |
| –150.516 | –150.516 | –150.516 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| –16.223 | –16.223 | 0 | 0 | –16.223 | 0 | 0 |
| –58.564 | –58.564 | 0 | 0 | 0 | 0 | –58.564 |
| 18.741 | 18.741 | 0 | 0 | 0 | 0 | 18.741 |
| 3.485 | 3.485 | 0 | 0 | 0 | 3.485 | 0 |
| –1.116 | –1.116 | 0 | 0 | 0 | –1.116 | 0 |
| 858.400 | 858.400 | –150.516 | –211.835 | –129.942 | 2.898 | – 37.408 |
für den Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2021
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Andere Gewinnrücklagen |
|
|---|---|---|---|
| 117.349 | 795.698 | 50.976 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 117.349 | 795.698 | 50.976 | |
Rücklage für Cash Flow Hedges
Rücklage für Kosten der Cash Flow Hedges
Fremdwährungsausgleichsposten Den
Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am
| Gezeichnetes Andere Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen |
Rücklage für Cash Flow Hedges |
Rücklage für Kosten der Cash Flow Hedges |
Fremdwährungs ausgleichs posten |
Konzern ergebnisvortrag |
Konzernergebnis | Den Gesellschaftern des Mutter unternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 117.349 795.698 50.976 |
9.341 | 265 | – 65.531 | –134.565 | 0 | 773.533 | 773.533 |
| 0 0 0 |
–4.834 | –139 | –20.476 | 0 | –54.660 | –80.109 | –80.109 |
| 0 0 |
0 | 0 | 0 | 0 | –54.660 | –54.660 | –54.660 |
| 0 | 0 | 0 | –20.476 | 0 | 0 | –20.476 | –20.476 |
| 0 | –7.109 | 0 | 0 | 0 | 0 | –7.109 | –7.109 |
| 0 | 2.275 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.275 | 2.275 |
| 0 | 0 | –204 | 0 | 0 | 0 | –204 | –204 |
| 0 | 0 | 65 | 0 | 0 | 0 | 65 | 65 |
| 50.976 | 4.507 | 126 | – 86.007 | –134.565 | – 54.660 | 693.424 | 693.424 |
für die Zwischenperiode vom 1. Januar bis zum 31. März 2022
Der nicht geprüfte und keiner prüferischen Durchsicht unterzogene verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Nordex SE und ihrer Tochtergesellschaften für die ersten drei Monate 2022 ist in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt worden. Dabei sind alle für die zum 31. März 2022 endende Berichtsperiode gültigen IFRS und Interpretationen beachtet worden, insbesondere der IAS 34 Zwischenberichterstattung.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss ist im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 zu lesen. Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 enthaltenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten, soweit nicht explizit auf Änderungen hingewiesen wird, auch für den Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2022. Nähere Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden sich im Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 ist im Internet unter www.nordex-online.com im Bereich Investoren abrufbar.
Die Geschäftsergebnisse für die ersten drei Monate 2022 sind nicht zwangsläufig ein Indikator für die für das Gesamtjahr zu erwartenden Ergebnisse. Während des Geschäftsjahres unregelmäßig anfallende Aufwendungen sind im Konzern-Zwischenabschluss nur insoweit berücksichtigt bzw. abgegrenzt worden, wie die Berücksichtigung bzw. Abgrenzung auch zum Ende des Geschäftsjahres angemessen wäre.
Die Nordex-Gruppe hat einen Umsatz von EUR 933 Mio. (Q1/2021: EUR 1.251 Mio.) erwirtschaftet. Die Umsatzentwicklung ist auf eine geplante Produktionsumstellung auf andere Blätter und eine witterungsbedingt geringere Installationsleistung zurückzuführen.
Das EBITDA hat im ersten Quartal einschließlich Kosten für die Neuausrichtung der Produktion in Höhe von EUR 36,9 Mio. bei EUR – 88,9 Mio. (Q1/2021: EUR 10,4 Mio.) gelegen. Bereinigt um diese Einmalkosten haben das EBITDA bei EUR – 52,0 Mio. und die EBITDA-Marge bei – 5,6% (Q1/2021: 0,8%) gelegen.
Im ersten Quartal 2022 hat die Nordex-Gruppe insgesamt 197 Windenergieanlagen in zwölf Ländern mit einer Gesamtleistung von 867 MW installiert. Im Vorjahresquartal sind es 381 Windenergieanlagen in 19 Ländern mit einer Gesamtleistung von 1.453 MW gewesen. Von der installierten Leistung (in MW) sind 82 % auf Europa, 10 % auf Nordamerika und 8% auf Lateinamerika entfallen. Infolge der geringeren Installationen sind im Berichtszeitraum die Umsatzerlöse im Segment Projekte um 28,4% auf EUR 819,8 Mio. (Q1/2021: EUR 1.145,7 Mio.) gesunken. Das Segment Service hat dagegen seine positive Entwicklung mit einem Umsatzanstieg von 7,1 % auf EUR 115,7 Mio. (Q1/2021: EUR 108,0 Mio.) fortgesetzt.
Die Produktionsleistung in der Turbinenmontage hat mit 304 Turbinen exakt auf dem Niveau des Vorjahres gelegen, wobei sich die Nennleistung von 1.300 MW um 15,0% auf 1.495 MW erhöht hat. Im Bereich Rotorblatt hat das Unternehmen 270 Rotorblätter gefertigt (Q1/2021: 383 Stück). Externe Zulieferer haben insgesamt weitere 702 Rotorblätter nach Nordex-Design und -Vorgaben gefertigt (Q1/2021: 570 Rotorblätter).
Hinsichtlich der direkten Auswirkungen des Krieges in der
Ukraine auf das Geschäft der Nordex-Gruppe kann das Unternehmen die Angaben aus dem Konzernabschluss vom 31. Dezember 2021 bestätigen. Darüber hinaus hat die Nordex-Gruppe im Rahmen der Erstellung des Quartalsabschlusses zum 31. März 2022 weitere Auswirkungen auf die Rechnungslegung analysiert. Dazu gehört beispielsweise die Konsolidierung des Tochterunternehmens in der Ukraine sowie die Werthaltigkeit kurzfristiger und langfristiger Vermögenswerte, die direkt im Zusammenhang mit dem Geschäft in der Ukraine stehen. Anzeichen für wesentliche Wertminderungen sind dabei nicht gegeben gewesen. Ferner sind Gespräche mit den Kunden geführt worden, um zu bestätigen, dass die Projekte in der Ukraine zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden sollen. Abschreibungen auf das Working Capital infolge gestoppter oder nicht mehr durchgeführter Projekte können in der Zukunft möglich sein, sofern sich die Situation verändert.
Weiterhin hohe Volatilität und anhaltende Störungen in der Lieferkette und Logistik, insbesondere bei Seefrachtbuchungen, sowie erhebliche Engpässe bei Stahl und anderen kritischen Komponenten belasten laufende Projekte erheblich, zum Teil auch als indirekte Konsequenzen des militärischen Konflikts, da sie insbesondere nach dem Berichtszeitpunkt zum 31. März 2022 verstärkt aufgetreten sind. Umfang und Ausmaß solcher Auswirkungen sind schwierig abzuschätzen und noch schwerer vorherzusagen. Dennoch erwartet das Unternehmen, dass diese Faktoren insgesamt einen negativen Einfluss auf die weitere Ergebnisentwicklung in 2022 haben werden.
Die gesamte Branche ist zudem zusätzlich von weiteren Entwicklungen im Zusammenhang mit Lieferkettenstörungen beeinflusst. Dazu gehört der Lockdown in Shanghai und anderen Provinzen in China, der sich erschwerend auf bereits bestehende Lieferkettenstörungen und die zunehmenden Probleme bei der Verfügbarkeit von Komponenten auswirkt. Die von dem Unternehmen angekündigte Anpassung des Fertigungsnetzwerks nimmt hingegen zunehmend Gestalt an – so ist die Schließung einer spanischen Produktionsstätte für die Montage von Maschinenhäusern nun abgeschlossen und die Verhandlungen über die Beendigung der Produktion von Rotorblättern in Deutschland sind weit fortgeschritten. Die Restrukturierungsaufwendungen belaufen sich auf TEUR 36,9 Mio.
Darüber hinaus ist die Nordex-Gruppe Ende März 2022 einem Cyber-Vorfall ausgesetzt gewesen, der das Unternehmen gezwungen hat, verschiedene IT-Systeme in unterschiedlichen Geschäftsbereichen als Vorsichtsmaßnahme herunterzufahren. Obgleich es keine Anzeichen dafür gegeben hat, dass Windparks und Systeme Dritter betroffen gewesen sind, musste die Corporate-IT-Infrastruktur des Unternehmens wieder hergestellt werden. Dadurch ist das operative Geschäft nach dem 31. März 2022 beeinträchtigt worden. Die daraus resultierenden Verzögerungen und Folgekosten nach dem 31. März 2022 kommen zu den direkten Kosten hinzu, die in Verbindung mit der Wiederherstellung und den Maßnahmen zur Stärkung der IT-Infrastruktur der Nordex-Gruppe angefallen sind.
Die Bilanzsumme ist zum 31. März 2022 im Vergleich zum Vorjahresende leicht um 1,9% auf EUR 4.187 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 4.108 Mio.) gestiegen. Die Eigenkapitalquote hat bei 20,5% (31. Dezember 2021: 25,9%) gelegen. Per Ende März 2022 hat die Nordex-Gruppe über liquide Mittel in Höhe von EUR 681,2 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 778,4 Mio.) verfügt. Die Nettoliquidität des Konzerns hat sich auf EUR 314,6 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 423,7 Mio.) belaufen und die auf den Konzernumsatz bezogene Working Capital-Quote auf –11,3% (31. März 2021: –7,6%).
Eine Aufstellung der für den Konzern wichtigsten Wechselkurse, bezogen auf den Euro, ist nachfolgend dargestellt:
| Durchschnittskurse für die Zwischenperiode |
Stichtagskurse zum 31.3./31.12. |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Wechselkurse EUR 1,00 entspricht |
01.01. – 31.03.2022 | 01.01. – 31.03.2021 | 31.03.2022 | 31.12.2021 | |
| AUD | 1,5501 | 1,5603 | 1,4829 | 1,5615 | |
| BRL | 5,8614 | 6,5900 | 5,3009 | 6,3101 | |
| CLP | 907,7430 | 872,6511 | 875,8101 | 964,3202 | |
| CNY | 7,1248 | 7,8105 | 7,0403 | 7,1947 | |
| GBP | 0,8364 | 0,8744 | 0,8460 | 0,8403 | |
| HRK | 7,5431 | 7,5721 | 7,5740 | 7,5156 | |
| INR | 84,4129 | 87,8928 | 84,1340 | 84,2290 | |
| MXN | 22,9996 | 24,5097 | 22,0903 | 23,1438 | |
| NOK | 9,9299 | 10,2627 | 9,7110 | 9,9888 | |
| PLN | 4,6152 | 4,5426 | 4,6531 | 4,5969 | |
| SEK | 10,4771 | 10,1175 | 10,3370 | 10,2503 | |
| TRY | 15,6446 | 8,8942 | 16,2813 | 15,2346 | |
| USD | 1,1223 | 1,2054 | 1,1101 | 1,1326 | |
| ZAR | 17,0882 | 18,0332 | 16,1734 | 18,0636 |
Die Nordex SE gewährt bestimmten Mitarbeitern im Rahmen eines Mitarbeiterbindungsprogramms unentgeltlich Bezugsrechte auf Aktien der Nordex SE.
Der Gesamtaufwand, der in der Zwischenperiode vom 1. Januar bis 31. März 2022 für das Mitarbeiteraktienoptionsprogramm erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 232 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 0).
Im Rahmen des Transformation-Incentive-Plans ist jedem Vorstandsmitglied und ausgewählten Führungskräften zum Ende des Geschäftsjahres 2022 ein einmaliger Sonderbonus unter Zielbedingungen gemessen am Konzern-EBITDA und Konzern-Free Cashflow zugesagt worden. Dieser soll das Erreichen der strategischen Ziele Nachhaltige Profitabilität und Cashflow zum Ende des Geschäftsjahres 2022 incentivieren.
In der Zwischenperiode vom 1. Januar bis 31. März 2022 beträgt für dieses Programm der Aufwand TEUR 0 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 0), da die vorausgesetzten Performanceziele für die Erfüllung der Unverfallbarkeit voraussichtlich nicht erreicht werden.
Die langfristige variable Vergütung des Vorstands ist als Performance-Share-Units-Plan auf Basis virtueller Aktien ausgestaltet.
Der Gesamtaufwand, der in der Zwischenperiode vom 1. Januar bis 31. März 2022 für den Performance-Share-Units-Plan erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 508 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 623).
Der Buchwert der Verbindlichkeiten, die sich aus dem Performance-Share-Units-Plan ergeben, beträgt TEUR 2.808 (31. Dezember 2021: TEUR 2.300).
Am 2. Februar 2018 hat die Nordex-Gruppe erfolgreich eine Unternehmensanleihe in Höhe von TEUR 275.000 mit einem Kupon von 6,5 % platziert, die an der International Stock Exchange zum Handel zugelassen ist. Kreditnehmer der fünfjährigen Unternehmensanleihe ist die Nordex SE mit gesamtschuldnerischer Haftung von wesentlichen Nordex-Konzerngesellschaften. Die Unternehmensanleihe ist als grünes Finanzinstrument zertifiziert. Zum 31. März 2022 beträgt die unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Kosten und Zinsen TEUR 276.394 (31. Dezember 2021: TEUR 280.387), wovon TEUR 276.394 (31. Dezember 2021: TEUR 7.448) kurzfristig sind.
Von der Acciona S.A. ist weiterhin ein Gesellschafterdarlehen über TEUR 232.200 an die Nordex SE gewährt worden. Die Auszahlung ist in zwei Tranchen über TEUR 17.200 im August 2020 und TEUR 215.000 im März 2021 erfolgt. Im Juni 2021 sind davon wiederum TEUR 196.580 als Sacheinlage in eine Kapitalerhöhung eingebracht worden. Die Laufzeit reicht bis zum 30. April 2025 bei einem Zinssatz von 10,0%. Zum 31. März 2022 beträgt die unter den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Kosten und Zinsen TEUR 45.900 (31. Dezember 2021: TEUR 44.499).
Am 6. April 2016 hat die Nordex SE mit gesamtschuldnerischer Haftung der Nordex Energy SE & Co. KG ein Schuldscheindarlehen im Volumen von TEUR 550.000 bei nationalen und internationalen Investoren platziert. Im April 2021 ist eine weitere Tilgung in Höhe von TEUR 215.000 erfolgt, sodass das Schuldscheindarlehen derzeit noch aus Tranchen mit ursprünglichen Laufzeiten von sieben und zehn Jahren besteht, jeweils mit fester oder variabler Verzinsung. Je nach Tranche liegt der Zinssatz zwischen 2,1 % und 3,0 %. Das Schuldscheindarlehen ist als grünes Finanzinstrument zertifiziert. Zum 31. März 2022 beträgt die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Kosten und Zinsen TEUR 26.044 (31. Dezember 2021: TEUR 25.890), wovon TEUR 544 (31. Dezember 2021: TEUR 390) kurzfristig sind.
Zur Stärkung der Bindung der Mitarbeiter bei gleichzeitiger Möglichkeit einer rentablen Geldanlage hat die Nordex-Gruppe ein Beteiligungsprogramm für ihre Mitarbeiter an dem von ihr selbst entwickelten und realisierten französischen Windpark Val aux Moines aufgelegt. Die Beteiligung erfolgt über den Erwerb von Schuldverschreibungen, die von der Nordex Employee Holding GmbH emittiert werden. Das Gesamtvolumen beträgt bis zu TEUR 4.000 bei einer jährlichen Verzinsung von 6,0 %. Die Laufzeit ist datiert vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2024. Zum 31. März 2022 beträgt die unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Kosten und Zinsen TEUR 3.761 (31. Dezember 2021: TEUR 3.741), wovon TEUR 115 (31. Dezember 2021: TEUR 56) kurzfristig sind.
Die Nordex SE verfügt darüber hinaus mit gesamtschuldnerischer Haftung von wesentlichen Nordex-Konzerngesellschaften über eine bis zum 9. April 2024 laufende syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie, die im Juni 2021 von TEUR 1.238.750 auf TEUR 1.410.000 erhöht worden ist, wobei sie im Anschluss optional zweimal um je ein weiteres Jahr verlängert werden kann. Es ist zudem vereinbart worden, dass ein Betrag von bis zu TEUR 100.000 aus dieser Aufstockung auch in Form von zugesicherten Barkreditlinien zur Verfügung gestellt wird. Zum 31. März 2022 ist die syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie mit Avalen in Höhe von TEUR 1.227.965 (31. Dezember 2021: TEUR 1.155.995) in Anspruch genommen worden. Weiterhin sind innerhalb der syndizierten Multi-Currency-Avalkreditlinie Abzweigkreditlinien herausgelegt worden, deren unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bilanzierte Barinanspruchnahmen sich am 31. März 2022 auf TEUR 14.500 (31. Dezember 2021: TEUR 6.174) belaufen.
Für die syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie bestehen ferner einheitliche Financial Covenants (Liquid Assets und Equity Ratio, ab 31. Dezember 2022 zusätzlich Leverage und Interest Coverage), deren Einhaltung quartalsweise an die jeweiligen Finanzinstitute zu berichten ist. Eine Kündigung dieser Multi-Currency-Avalkreditlinie seitens der Finanzinstitute ist nur aus außerordentlichen Gründen möglich. Zum 31. März 2022 sind alle Financial Covenants eingehalten worden.
Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts sowie die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns sind die wichtigsten Ziele des Kapitalrisikomanagements. Das Eigenkapital beträgt zum 31. März 2022 TEUR 858.400 (31. Dezember 2021: TEUR 1.062.395). Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe des eingesetzten Working Capitals. Das Working Capital umfasst die Summe aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Vertragsvermögenswerten aus Projekten und den Vorräten abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Vertragsverbindlichkeiten aus Projekten:
| TEUR | 31.03.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
145.996 | 162.530 |
| Vertragsvermögenswerte aus Projekten |
527.053 | 536.526 |
| Vorräte | 907.030 | 722.487 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
–1.066.662 | –1.032.600 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus Projekten |
–1.092.501 | –945.128 |
| –579.084 | – 556.185 | |
| Umsatzerlöse 1 | 5.125.745 | 5.443.950 |
| Working Capital Quote | –11,3% | –10,2% |
1 Es werden jeweils die Umsatzerlöse der zum Berichtszeitpunkt abgelaufenen 12-Monats-Periode dargestellt.
Die berichtspflichtigen Segmente teilen sich entsprechend der Geschäftstätigkeit auf in Projekte und Service. Dabei umfasst das Segment Projekte das Geschäft mit neuen Windenergieanlagen und die Windparkentwicklung im Bereich Nordex Development, während das Segment Service alle Tätigkeiten, die mit der Betreuung der Windenenergieanlagen nach der Inbetriebnahme zusammenhängen, enthält (Erträge und Aufwendungen, die den beiden Segmenten nicht eindeutig zugeordnet werden können, werden separat unter nicht zugeordnet ausgewiesen). Über die Segmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung, die auf den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Konzernabschlusses basiert, an den Hauptentscheidungsträger, den Vorstand der Nordex SE, übereinstimmt.
| Projekte | ||
|---|---|---|
| 1. Quartal 2022 |
1. Quartal 2021 |
|
| 819.805 | 1.145.741 | |
| 199.264 | –130.077 | |
| –943.885 | –855.649 | |
| –166.508 | –159.319 | |
| –91.324 | 696 | |
| 0 | 0 | |
| 0 | 0 | |
| 0 | 0 | |
1. Quartal 2021
1 Die Intrasegment-Umsatzerlöse entfallen in voller Höhe – wie im Vorjahr – auf das Segment Service, während der Intrasegment-Materialaufwand in Höhe von TEUR 2.333 (1. Quartel 2021: TEUR 2.427) auf das Segment Projekte und in Höhe von TEUR 365 (1. Quartal 2021: TEUR 160) auf das Segment Nicht zugeordnet entfällt.
1 Die Intrasegment-Umsatzerlöse entfallen in voller Höhe – wie im Vorjahr – auf das Segment Service, während der Intrasegment-Materialaufwand in Höhe von TEUR 2.333 (1. Quartel 2021: TEUR 2.427) auf das Segment Projekte und in Höhe von TEUR 365 (1. Quartal 2021: TEUR 160) auf das Segment Nicht zugeordnet entfällt.
| Gesamt | Konsolidierung 1 | Nicht zugeordnet | Service | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal 2021 |
1. Quartal 2022 |
1. Quartal 2021 |
1. Quartal 2022 |
1. Quartal 2021 |
1. Quartal 2022 |
1. Quartal 2021 |
1. Quartal 2022 |
| 1.251.160 | 932.954 | –2.587 | –2.698 | 39 | 195 | 107.967 | 115.652 |
| –130.289 | 199.796 | 0 | 0 | –1 | –291 | –211 | 823 |
| –904.857 | –1.012.145 | 2.587 | 2.698 | –5.057 | –26.206 | –46.738 | –44.752 |
| –244.079 | –251.129 | 0 | 0 | –41.534 | –32.812 | –43.226 | –51.809 |
| –28.065 | –130.524 | 0 | 0 | –46.553 | –59.114 | 17.792 | 19.914 |
| 561 | 2.165 | 0 | 0 | 561 | 2.165 | 0 | 0 |
| –27.615 | –23.240 | 0 | 0 | –27.615 | –23.240 | 0 | 0 |
| –33 | –8 | 0 | 0 | –33 | –8 | 0 | 0 |
Nach Regionen gliedern sich die langfristigen Vermögenswerte und die Umsatzlöse wie folgt auf:
| Langfristige Vermögenswerte 1 | Umsatzerlöse | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.03.2022 | 31.12.2021 | 01.01. – 31.03.2022 | 01.01. – 31.03.2021 | |
| Europa 2 | 542.816 | 536.692 | 684.190 | 776.968 | |
| Lateinamerika | 46.307 | 34.777 | 138.199 | 121.196 | |
| Nordamerika | 22.931 | 18.832 | 81.248 | 286.273 | |
| Rest der Welt | 99.230 | 96.866 | 29.317 | 66.723 | |
| 711.284 | 687.167 | 932.954 | 1.251.160 |
1 Die langfristigen Vermögenswerte umfassen Sachanlagen, aktivierte Entwicklungsaufwendungen,
geleistete Anzahlungen und sonstige immaterielle Vermögenswerte.
2 Davon langfristige Vermögenswerte aus Deutschland TEUR 332.014 (31. Dezember 2021: TEUR 325.843) und Umsatzerlöse aus Deutschland TEUR 180.129 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 70.328)
Die flüssigen Mittel betragen TEUR 681.176 (31. Dezember 2021 TEUR 784.440). Von den flüssigen Mitteln können TEUR 4.890 aufgrund von Devisenverkehrsbeschränkungen infolge des Russland-Ukraine-Konfliktes nicht frei innerhalb des Konzerns transferiert werden.
Die flüssigen Mittel werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen wie im Vorjahr aufgrund der kurzen Restlaufzeit dem beizulegenden Zeitwert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 145.996 (31. Dezember 2021: TEUR 162.530).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel ein Zahlungsziel von 30 bis 90 Tagen.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 14.985 (31. Dezember 2021: TEUR 10.850).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen wie im Vorjahr dem beizulegenden Zeitwert.
Die Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten aus Projekten haben sich wie folgt entwickelt:
| aus Projekten | Vertragsverbindlichkeiten aus Projekten |
|||
|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| 536.526 | 531.531 | 945.128 | 1.053.068 | |
| 162.154 | 1.725.392 | 70.923 | 1.493.389 | |
| 706.687 | 2.282.562 | 934.302 | 1.969.872 | |
| –9.184 | –52.616 | 0 | 0 | |
| –308.210 | –3.341.142 | –296.932 | –2.962.000 | |
| –560.920 | –609.201 | –560.920 | –609.201 | |
| 527.053 | 536.526 | 1.092.501 | 945.128 | |
| Vertragsvermögenswerte |
Die Vertragsvermögenswerte aus Projekten werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen wie im Vorjahr dem beizulegenden Zeitwert.
Die Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten aus Service haben sich wie folgt entwickelt:
| Vertragsvermögenswerte aus Service |
Vertragsverbindlichkeiten aus Service |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| Stand am 1.1. | 39.498 | 28.430 | 160.315 | 154.393 | |
| Zugang an neuen Serviceverträgen | 985 | 6.031 | 3.081 | 19.987 | |
| Zugang zu bestehenden Serviceverträgen | 6.567 | 11.232 | 17.727 | 15.057 | |
| Abgang zu bestehenden Serviceverträgen | –2.640 | –4.372 | –15.387 | –27.155 | |
| Abgang von beendeten Serviceverträgen | –90 | –1.823 | –2.969 | –1.967 | |
| Stand am 31.3./31.12. | 44.320 | 39.498 | 162.767 | 160.315 |
Von den Vertragsvermögenswerten aus Service sind TEUR 8.943 (31. Dezember 2021: TEUR 7.327) kurzfristig und TEUR 35.377 (31. Dezember 2021: TEUR 32.171) langfristig, während von den Vertragsverbindlichkeiten aus Service 27.792 (31. Dezember 2021: TEUR 29.391) kurzfristig und TEUR 134.975 (31. Dezember 2021: TEUR 130.924) langfristig sind.
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.03.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 377.132 | 394.597 |
| Unfertige Erzeugnisse | 451.811 | 258.795 |
| Geleistete Anzahlungen | 78.087 | 69.095 |
| 907.030 | 722.487 |
Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen handelt es sich im Wesentlichen um produktionsbezogenes Material und Servicematerial.
Die unfertigen Erzeugnisse betreffen im Wesentlichen im Bau befindliche Windenergieanlagen aus Kundenverträgen, bei denen die Umsatzrealisierung zeitpunktbezogen über die Milestone-Methode erfolgt.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich hauptsächlich aus debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 20.760 (31. Dezember 2021: TEUR 21.920), Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 14.752 (31. Dezember 2021: TEUR 15.739), Festgeldern in Höhe von TEUR 9.377 (31. Dezember 2021: TEUR 3.852), Vorauszahlungen zur Sicherung von Lieferantenkapazitäten in Höhe von TEUR 6.830 (31. Dezember 2021: TEUR 10.250) und Versicherungs- und Schadenersatzansprüchen in Höhe von TEUR 6.311 (31. Dezember 2021: TEUR 5.444) zusammen.
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen, nicht die Devisentermingeschäfte betreffenden Salden werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen TEUR 49.825 (31. Dezember 2021: TEUR 45.290) und entsprechen wie im Vorjahr aufgrund der kurzen Restlaufzeit dem beizulegenden Zeitwert.
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende effektive Sicherungsinstrumente kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 13.293 (31. Dezember 2021: TEUR 13.592).
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen sonstigen Devisentermingeschäfte werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 1.459 (31. Dezember 2021: TEUR 2.147). Die Terminkurse bzw. -preise errechnen sich auf Basis des zum Stichtag gültigen Kassakurses unter Berücksichtigung von Terminaufund -abschlägen für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts.
Die sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich hauptsächlich aus Steuerforderungen in Höhe von TEUR 169.315 (31. Dezember 2021: TEUR 195.539) und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 13.292 (31. Dezember 2021: TEUR 12.427) zusammen.
Die Steuerforderungen betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuererstattungsansprüche.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Kosten für die Multi-Currency-Avalkreditlinie und Lizenzgebühren.
Die Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.03.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 200.200 | 194.937 |
| Technische Anlagen und Maschinen |
188.814 | 183.291 |
| Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
97.371 | 90.083 |
| Anlagen im Bau | 41.893 | 33.588 |
| Geleistete Anzahlungen | 5.411 | 5.059 |
| 533.689 | 506.958 |
Ein wesentlicher Teil der Zugänge entfällt auf den Auf- und Ausbau der Blatt- und Gondelproduktion in Indien sowie die Beschaffung von Installations- und Transportausstattung in Spanien für Projekte.
Die Grundstücke und Bauten sowie die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten Vermögenswerte aus Leasing.
Die Zugänge und der Buchwert zum 31. März 2022 stellen sich wie folgt dar:
| 31.03.2022 | ||
|---|---|---|
| TEUR | Zugänge | Buchwert |
| Grundstücke und Bauten – Vermögenswerte aus Leasing |
10.650 | 113.799 |
| Technische Anlagen und Maschinen – Vermögenswerte aus Leasing |
91 | 91 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung – Vermögenswerte aus Leasing |
1.595 | 13.076 |
| 12.336 | 126.966 |
Die aktivierten Nutzungsrechte aus Leasing beziehen sich im Wesentlichen auf Verwaltungs- und Produktionsgebäude, Lagerhallen, Firmenfahrzeuge und Produktionsanlagen (z.B. Hebebühnen).
Die Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betragen in der Zwischenperiode vom 1. Januar bis 31. März 2022 TEUR 10.526 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 9.739).
Die Nutzungsdauern der von der Restrukturierung betroffenen Sachanlagen sind untersucht worden. Für einzelne Sachanlagen sind die Nutzungsdauern verkürzt worden, ohne dass sich daraus wesentliche Effekte im Quartal ergeben haben.
Für die Entwicklung der Sachanlagen wird darüber hinaus auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte verwiesen.
Der Goodwill beträgt wie im Vorjahr TEUR 547.758 und entfällt wie im Vorjahr mit TEUR 504.595 auf die CGU Projekte und mit TEUR 43.163 auf die CGU Service. Er resultiert mit TEUR 537.798 aus der Kaufpreisallokation der Acciona Windpower.
Für die Entwicklung des Goodwills wird darüber hinaus auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte verwiesen.
Zum Bilanzstichtag sind Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 161.646 (31. Dezember 2021 TEUR 163.551) bilanziert. In den ersten drei Monaten 2022 sind Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 6.365 (31. Dezember 2021: TEUR 35.077) aktiviert worden. Die Zugänge umfassen insbesondere die Weiterentwicklung der Windenergieanlagen der Generation Delta. Weitere in den ersten drei Monaten 2022 angefallene Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 5.813 (31. Dezember 2021: TEUR 23.394) erfüllen nicht die Kriterien für eine Aktivierung und sind erfolgswirksam erfasst worden. Die Aktivierungsquote liegt dementsprechend bei 52,27 % (31. Dezember 2021: 59,99 %). Der Rückgang der Aktivierungsquote resultiert im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen in der Produkt- und Softwareentwicklung sowie geringeren Stundenaufwendungen.
Für die Entwicklung der aktivierten Entwicklungsleistungen wird darüber hinaus auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte verwiesen.
Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich hauptsächlich aus Festgeldern in Höhe von TEUR 7.480 (31. Dezember 2021: TEUR 6.690) und Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von TEUR 7.397 (31. Dezember 2021: TEUR 7.422) zusammen.
Die Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen und Beteiligungen betreffen insbesondere die Finanzierung von Projektgesellschaften.
Die in den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen, nicht die Devisentermingeschäfte betreffenden Salden werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen TEUR 16.954 (31. Dezember 2021: TEUR 16.283) und entsprechen wie im Vorjahr aufgrund der marktüblichen Verzinsung dem beizulegenden Zeitwert.
Die sonstigen langfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 12.369 (31. Dezember 2021: TEUR 11.762) und Steuerforderungen in Höhe von TEUR 7.548 (31. Dezember 2021: TEUR 1.628) zusammen.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Kosten für Lizenzgebühren und die Multi-Currency-Avalkreditlinie.
Die Steuerforderungen betreffen Umsatzsteuererstattungsansprüche.
Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern ist zum 31. März 2022 ein Steuersatz von gerundet 32,00 % (31. Dezember 2021: 32,00%) herangezogen worden.
Die Veränderungen der latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:
| TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Stand am 01.01. | 204.447 | 163.325 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst |
6.657 | 26.534 |
| In der Kapitalrücklage erfasst 1 | 0 | 5.834 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasst | 17.625 | 3.128 |
| Umrechnung Fremdwährung | 6.189 | 5.626 |
| Stand am 31.03./31.12. | 234.918 | 204.447 |
1 Im Rahmen der Kapitalerhöhung sind anteilige Steuern auf die Transaktionskosten ergebnisneutral in der Kapitalrücklage erfasst worden.
Zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird auf die Angaben im Kapitel zu den Fremdkapitalinstrumenten verwiesen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf TEUR 40.494 (31. Dezember 2021: TEUR 32.353), wovon TEUR 15.175 (31. Dezember 2021: TEUR 6.845) als kurzfristig zu klassifizieren sind.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 1.066.662 (31. Dezember 2021: TEUR 1.095.563).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen wie im Vorjahr aufgrund der kurzen Restlaufzeit dem beizulegenden Zeitwert.
Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
| TEUR | 01.01.2022 | Inanspruch nahme |
Auflösung | Zuführung | 31.03.2022 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gewährleistung | 88.244 | –7.913 | –4.562 | 14.301 | 90.070 |
| Übrige | 48.941 | –22.138 | –448 | 41.194 | 67.549 |
| 137.185 | – 30.051 | – 5.010 | 55.495 | 157.619 |
Die Rückstellungen für Gewährleistung umfassen überwiegend mögliche Risiken im Service- und Projektbereich aus Schadensfällen. Die Gewährleistung wird grundsätzlich für eine Periode von zwei Jahren nach Eigentumsübergang der Windenergieanlagen gewährt, in Einzelfällen auch für eine Periode von fünf Jahren. Die Rückstellungen für Gewährleistung enthalten dabei nur die Standardgarantie, vom Kunden zusätzlich erworbene Servicegarantien sind in den Dienstleistungsverträgen berücksichtigt.
Die Zuführung zu den übrigen Rückstellungen resultiert überwiegend aus der Bildung von Restrukturierungsrückstellungen. Zu den Restrukturierungsrückstellungen wird auf die Angaben im Kapitel zu den Grundlagen der Abschlusserstellung verwiesen. Ansonsten beziehen sich die übrigen Rückstellungen vor allem auf weitere Projekt- und Servicerisiken, Lieferantenwagnisse, Jahresabschlusskosten und Rechtsunsicherheiten.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich aus der Unternehmensanleihe in Höhe von TEUR 276.394 (31. Dezember 2021: TEUR 7.448), Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 66.418 (31. Dezember 2021: TEUR 8.358), Leasing in Höhe von TEUR 22.680 (31. Dezember 2021: TEUR 22.467) und Avalprovisionen in Höhe von TEUR 7.960 (31. Dezember 2021: TEUR 5.710) zusammen.
Zu der Unternehmensanleihe wird auf die Angaben im Kapitel zu den Fremdkapitalinstrumenten verwiesen. Die Unternehmensanleihe ist zum 31. März 2022 als kurzfristig zu klassifizieren.
Die Leasingverbindlichkeiten entsprechen dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen.
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen, nicht die Devisentermingeschäfte betreffenden Salden (und ohne Leasing, die keiner Bewertungskategorie zugeordnet werden) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen TEUR 290.180 (31. Dezember 2021: TEUR 17.581). Der beizulegende Zeitwert beläuft sich bedingt durch den Börsenkurs der Unternehmensanleihe auf TEUR 289.432 (31. Dezember 2021: TEUR 17.581, bedingt durch die zum 31. Dezember 2021 als langfristig ausgewiesene Unternehmensanleihe).
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende effektive Sicherungsinstrumente kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 54.867 (31. Dezember 2021: TEUR 4.577).
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen sonstigen Devisentermingeschäfte werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 11.551 (31. Dezember 2021: TEUR 3.780). Die Terminkurse bzw. -preise errechnen sich auf Basis des zum Stichtag gültigen Kassakurses unter Berücksichtigung von Terminaufund -abschlägen für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts.
Die sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich aus abgegrenzten Schulden in Höhe von TEUR 88.452 (31. Dezember 2021: TEUR 68.647) und Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 50.478 (31. Dezember 2021: TEUR 59.775) zusammen.
Die abgegrenzten Schulden enthalten im Wesentlichen projektbezogene nachlaufende Kosten und Personalverbindlichkeiten.
Die Steuerverbindlichkeiten beziehen sich im Wesentlichen auf Umsatzsteuer.
Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich aus Leasing in Höhe von TEUR 107.445 (31. Dezember 2021: TEUR 100.904), dem Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 45.900 (31. Dezember 2021: TEUR 44.499) und Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 8.632 (31. Dezember 2021: TEUR 3.368) zusammen.
Die Leasingverbindlichkeiten entsprechen dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen.
Zu dem Gesellschafterdarlehen wird auf die Angaben im Kapitel zu den Fremdkapitalinstrumenten verwiesen.
Die in den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen, nicht die Devisentermingeschäfte betreffenden Salden (und ohne Leasing, die keiner Bewertungskategorie zugeordnet werden) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen TEUR 53.053 (31. Dezember 2021: TEUR 324.063) und entsprechen aufgrund der marktüblichen Verzinsung dem beizulegenden Zeitwert (31. Dezember 2021: TEUR 327.385, bedingt durch die zum 31. Dezember 2021 als langfristig ausgewiesene Unternehmensanleihe).
Die in den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende effektive Sicherungsinstrumente kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 8.632 (31. Dezember 2021: TEUR 3.368).
Die sonstigen langfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich aus Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.094 (31. Dezember 2021: TEUR 2.642) zusammen.
Die Steuerverbindlichkeiten bestehen gegenüber den brasilianischen Steuerbehörden.
Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.03.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 160.021 | 160.021 |
| Kapitalrücklage | 1.236.269 | 1.236.071 |
| Andere Gewinnrücklagen | –11.087 | –11.087 |
| Rücklage für Cash Flow Hedges |
–37.408 | 2.415 |
| Rücklage für Kosten der Cash Flow Hedges |
2.898 | 529 |
| Fremdwährungs ausgleichsposten |
–129.942 | –113.719 |
| Konzernergebnisvortrag | –211.835 | –211.835 |
| Konzernergebnis 1 | –150.516 | 0 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
858.400 | 1.062.395 |
| 858.400 | 1.062.395 |
1 Das Konzernergebnis zum 31.12.2021 ist nach Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen und Entnahme aus dem Konzernergebnisvortrag TEUR ausgewiesen und daher 0.
Zum Mitarbeiteraktienoptionsprogramm wird auf die Angaben im Kapitel zu den anteilsbasierten Vergütungsprogrammen verwiesen.
Die Rücklage für Cash Flow Hedges resultiert hauptsächlich aus den aufgrund der Wechselkursentwicklung negativen Marktwerte der Derivate für EUR/BRL und USD/BRL.
Für die Entwicklung des Eigenkapitals wird darüber hinaus auf die Anlage zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
Die folgende Tabelle zeigt die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten und ihrer Einordnung in die durch IFRS 13 vorgegebene Fair-Value-Hierarchie, die bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes eines Finanzinstruments angewendet werden soll:
| 31.03.2022 TEUR |
Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) |
0 | 13.293 | 0 | 13.293 |
| Sonstige Devisentermingeschäfte | 0 | 1.459 | 0 | 1.459 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 40.494 | 0 | 40.494 |
| Unternehmensanleihe | 275.646 | 0 | 0 | 275.646 |
| Mitarbeiteranleihe | 0 | 3.761 | 0 | 3.761 |
| Gesellschafterdarlehen | 0 | 45.900 | 0 | 45.900 |
| Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) |
0 | 63.499 | 0 | 63.499 |
| Sonstige Devisentermingeschäfte | 0 | 11.551 | 0 | 11.551 |
| 31.12.2021 TEUR |
Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) |
0 | 13.592 | 0 | 13.592 |
| Sonstige Devisentermingeschäfte | 0 | 2.147 | 0 | 2.147 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 32.353 | 0 | 32.353 |
| Unternehmensanleihe | 275.646 | 0 | 0 | 275.646 |
| Mitarbeiteranleihe | 0 | 3.741 | 0 | 3.741 |
| Gesellschafterdarlehen | 0 | 44.499 | 0 | 44.499 |
| Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) |
0 | 7.945 | 0 | 7.945 |
| Sonstige Devisentermingeschäfte | 0 | 3.780 | 0 | 3.780 |
Die Unternehmensanleihe ist dem Level 1 zugeordnet, da sie an der International Stock Exchange zum Handel zugelassen ist.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Mitarbeiteranleihe und das Gesellschafterdarlehen als Teil der Finanzschulden entsprechen dem Level 2. Das Gleiche gilt für die Devisentermingeschäfte.
Es gibt weder im Vergleich zum Vorjahr noch unterjährig Umklassifizierungen zwischen den verschiedenen Levels.
Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die Segmente Projekte und Service:
| TEUR | 01.01. – 31.03.2022 |
01.01. – 31.03.2021 |
|---|---|---|
| Projekte | 819.805 | 1.145.741 |
| Service | 115.652 | 107.967 |
| Nicht zugeordnet | 195 | 39 |
| Intrasegment-Konsolidierung | –2.698 | –2.587 |
| 932.954 | 1.251.160 |
Die zeitbezogene Umsatzrealisierung der Projekte stellt sich wie folgt dar:
| TEUR | 01.01. – 31.03.2022 |
01.01. – 31.03.2021 |
|---|---|---|
| Zeitpunktbezogene Projektverumsatzung |
270.812 | 568.153 |
| Zeitraumbezogene Projektverumsatzung |
548.993 | 577.588 |
| 819.805 | 1.145.741 |
Der Nordex-Konzern erzielt Umsatzerlöse aus den beiden Geschäftsfeldern Projekte und Service. Die aus den Vertragsbedingungen abgeleiteten Transaktionspreise für die Fertigung und die Veräußerung von Windkraftanlagen sowie für Serviceverträge enthalten feste und in untergeordnetem Umfang vereinzelt variable Gegenleistungen. Die geschätzten Beträge der variablen Gegenleistungen werden dabei nur in dem Umfang in die Transaktionspreise einbezogen, für den es als hochwahrscheinlich anzusehen ist, dass es bei Wegfall der Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe der variablen Beträge zu keiner wesentlichen Stornierung der Umsatzerlöse kommt. Weiterhin werden die Transaktionspreise, die als Umsatzerlöse realisiert werden, durch Zahlungen im Zusammenhang mit pauschaliertem Schadensersatz und anderen Strafzahlungen in Verbindung mit Projekt- und Serviceverträgen reduziert.
Bei Projektverträgen werden die Umsatzerlöse in Abhängigkeit vom jeweiligen Vertragsumfang entweder zeitpunktbezogen über die Milestone-Methode oder zeitraumbezogen über die Cost-to-Cost-Methode realisiert. Bei der Cost-to-Cost-Methode werden für die Bestimmung des Fertigstellungsgrads die entstandenen Kosten zu den geplanten Kosten ins Verhältnis gesetzt und die Umsatzerlöse entsprechend des Fertigstellungsgrads anteilig realisiert.
Umsatzerlöse für standardisierte Turbinentypen werden zeitpunktbezogen realisiert, wenn die Kontrolle über die voll funktionsfähige Turbine auf den Kunden übertragen wird. Die Kontrolle geht mit Errichtung der voll funktionsfähigen Turbine an den Kunden über. Bis zur Erreichung der zeitpunktbezogenen Verumsatzung werden die Kosten unter den Vorräten aktiviert.
Umsatzerlöse für kundenspezifische Installationen, für die es keine alternative Verwendung gibt und für die es einen einklagbaren Anspruch auf Bezahlung der erbrachten Leistung gibt, werden zeitraumbezogen realisiert.
Bei Serviceverträgen werden die Umsatzerlöse zeitraumbezogen anhand einer vertragstypischen Verteilung der Kosten (Schablone) auf die einzelnen Vertragsjahre verteilt. Die Ermittlung der Schablone zur Bestimmung des Realisierungsgrads der einzelnen Serviceverträge ist dabei auf Basis historischer Erfahrungswerte erfolgt. Sofern der Realisierungsgrad die Fakturierung übersteigt, werden Vertragsvermögenswerte aus Service aktiviert bzw. sofern die Fakturierung den Realisierungsgrad überschreitet, werden Vertragsverbindlichkeiten aus Service passiviert.
Der gesunkene Konzernumsatz ist auf eine geplante Produktionsumstellung auf andere Blätter und witterungsbedingt gesunkene Installationszahlen zurückzuführen.
Die Bestandsveränderungen betragen TEUR 193.016 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR –135.778) und gehen einher mit den bei gleichbleibender Produktion gesunkenen Installationen.
Die aktivierten Eigenleistungen betragen TEUR 6.780 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 5.489) und betreffen wie im Vorjahr aktivierte Aufwendungen für die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Windenergieanlagen.
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01. – 31.03.2022 |
01.01. – 31.03.2021 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
763.427 | 671.147 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen |
248.718 | 233.710 |
| 1.012.145 | 904.857 |
Unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Wesentlichen Aufwendungen für Bauteile ausgewiesen.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren vorrangig aus fremdbezogenen Frachten, Fremdleistungen und Provisionen für die Auftragsabwicklung sowie Auftragsrückstellungen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge/sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich hauptsächlich aus Erträgen aus dem Verkauf der C&C Wind Sp. z o.o. in Höhe von TEUR 6.941 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 0), Währungskursgewinne/ Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 6.630 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 8.858), Leasing in Höhe von TEUR – 4.307 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR – 5.124), sonstigen Personalkosten in Höhe von TEUR – 6.435 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR –23.554), Instandhaltung in Höhe von TEUR – 6.868 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR –7.600), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR –7.117 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR – 8.294) und Reisekosten in Höhe von TEUR – 8.602 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR – 5.763) zusammen.
Mit Beginn des Geschäftsjahres ist der Ausweis aus Gründen der Klarheit umgestellt worden. Arbeitsstunden von Subunternehmern werden nicht mehr unter sonstige Personalkosten, sondern nunmehr als Materialaufwand ausgewiesen. Baustellenbezogene Kosten, die bislang unter Leasing gezeigt worden sind, werden jetzt im Materialaufwand geführt. Beide Sachverhalte beziehen sich auf das operative Geschäft und damit das Rohergebnis. In den ersten drei Monaten 2022 sind Arbeitsstunden von Subunternehmern in Höhe von TEUR –12.933 und baustellenbezogene Kosten in Höhe von TEUR –1.155 im Materialaufwand berücksichtigt worden. Auf eine Anpassung der Vorjahreswerte – Arbeitsstunden von Subunternehmern 1. Januar bis 31. März 2021: TEUR –17.038, baustellenbezogene Kosten 1. Januar bis 31. März 2021: TEUR –2.408 – ist aus Gründen der Wesentlichkeit verzichtet worden.
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01. – 31.03.2022 |
01.01. – 31.03.2021 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 105.820 | 97.802 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters versorgung und Unterstützung |
22.177 | 20.171 |
| 127.997 | 117.973 |
| 01.01. – 31.03.2022 1 |
01.01. – 31.03.2021 1 |
Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Stichtag | |||
| Angestellte | 3.901 | 3.558 | 343 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer |
4.720 | 4.633 | 87 |
| 8.621 | 8.191 | 430 | |
| Durchschnitt | |||
| Angestellte | 3.895 | 3.483 | 412 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer |
4.713 | 4.631 | 82 |
| 8.608 | 8.114 | 494 |
Im Konzern ist die folgende Anzahl von Mitarbeitern beschäftigt:
Der Anstieg der Mitarbeiterzahlen ist im Wesentlichen auf den Ausbau der Blattproduktion und des Engineerings in Indien sowie den Aufbau der Turmproduktion in Brasilien zurückzuführen. Ein gegenläufiger Effekt resultiert aus Spanien, wo aufgrund der Fertigstellung von Projekten die Mitarbeiterzahl rückläufig ist.
Die Nordex-Gruppe unterscheidet zwischen dem EBITDA und dem bereinigten EBITDA vor Aufwendungen aus Restrukturierung. Das EBITDA ergibt sich aus dem Rohergebnis abzgl. der Strukturkosten. Für das EBITDA vor Aufwendungen aus Restrukturierung sind die Aufwendungen aus Restrukturierung aus den Strukturkosten separiert worden. Sie belaufen sich auf TEUR 36.871. Zu den Aufwendungen aus Restrukturierung wird auf die Angaben im Kapitel zu den Grundlagen der Abschlusserstellung verwiesen.
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01. – 31.03.2022 |
01.01. – 31.03.2021 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf Sachanlagen |
32.117 | 24.132 |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsaufwendungen |
8.271 | 11.929 |
| Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte |
1.218 | 2.375 |
| 41.606 | 38.436 |
In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind TEUR 6.754 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 5.174) für Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Leasing enthalten, die sich mit TEUR 4.881 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 3.465) auf Grundstücke und Bauten und mit TEUR 1.873 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 1.709) auf andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung verteilen.
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01. – 31.03.2022 |
01.01. – 31.03.2021 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 0 | 0 |
| Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung |
0 | –33 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen |
–8 | 0 |
| Beteiligungsergebnis | –8 | – 33 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
2.165 | 561 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
–23.240 | –27.615 |
| Zinsergebnis | –21.075 | –27.054 |
| –21.083 | –27.087 |
Die Zinserträge und die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Geldanlagen bei Banken bzw. aus Avalprovisionen, der Unternehmensanleihe und dem Gesellschafterdarlehen. Ferner entfallen von den Zinsaufwendungen TEUR 913 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 834) auf Leasing.
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01. – 31.03.2022 |
01.01. – 31.03.2021 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | –5.566 | –14.020 |
| Latente Steuern | 6.657 | 14.512 |
| Gesamte Ertragsteuern | 1.091 | 492 |
Die Ertragsteuern werden nach IAS 34 basierend auf der geschätzten Steuerquote für das volle Geschäftsjahr ermittelt. Für den Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2022 ergibt sich danach ein Steuerertrag in Höhe von TEUR 8.091 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 492). Darüber hinaus hat sich jedoch aufgrund der Neueinschätzung der Nutzbarkeit von Verlustvorträgen, um den Entwicklungen im ersten Quartal 2022 Rechnung zu tragen, ein Steueraufwand aus der Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 7.000 ergeben.
| 01.01. – 31.03.2022 |
01.01. – 31.03.2021 |
||
|---|---|---|---|
| Konzern-Verlust | TEUR | –150.516 | –54.660 |
| davon Gesellschafter des Mutterunternehmens |
TEUR | –150.516 | –54.660 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktienzahl |
160.021.035 | 117.348.759 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie |
EUR | –0,94 | – 0,47 |
Das verwässerte Ergebnis je Aktie beträgt gleichfalls EUR – 0,94 (1. Januar bis 31. März 2021: – 0,47).
Künftige Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen, die die Nordex-Gruppe eingegangen ist, die aber noch nicht begonnen haben, liegen nicht vor.
Weiterhin gibt es im Wesentlichen im Immobilienbereich Leasingverträge mit Verlängerungs- und Kündigungsoptionen, die jedoch als nicht hinreichend sicher betrachtet werden und die von daher nicht bilanziert sind. Die Inanspruchnahme der Verlängerungs- und Kündigungsoptionen wird jedoch jährlich überprüft und bei geänderter Einschätzung bilanziell berücksichtigt.
Die Nordex-Gruppe hat Eventualschulden aus Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses zum Bilanzstichtag aber nicht hinreichend für die Bildung einer Rückstellung gewesen ist.
Ferner bestehen gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Projektgesellschaften Garantien, mit deren Inanspruchnahme jedoch nicht gerechnet wird, in Höhe von TEUR 6.059 (31. Dezember 2021: TEUR 6.059), während gegenüber assoziierten Unternehmen keine Eventualschulden bestehen.
Zum Bilanzstichtag ist die Acciona S.A. mit 33,6 % (31. Dezember 2021: 33,6%) an der Nordex SE beteiligt.
Die Salden und Geschäftsvorfälle mit Unternehmen aus dem Acciona-Konzern sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Ausstehende Salden Forderungen (+) und Verbindlichkeiten (–) |
Betrag der Geschäftsvorfälle Erträge (+) und Aufwendungen (–) |
|||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.03.2022 | 31.12.2021 | 01.01. –31.03.2022 | 01.01. –31.03.2021 |
| Acciona Energía Chile SpA | 163.661/–147 | 164.302/–83 | 330/–276 | 573/–133 |
| Acciona Energía Mexico S.r.l. | 1.879/–12 | 1.807/–18 | 0/0 | 0/0 |
| Acciona Energía S.A. | 250.639/–42.000 | 227.354/–38.917 | 24.680/–558 | 32.969/–253 |
| Acciona Energía Servicios Mexico S. de RL de C.V. | 59.613/–0 | 58.868/–58.528 | 0/0 | –29/5.526 |
| Acciona Energy Australia Global Pty. Ltd | 30.375/–9.819 | 17/–9.325 | 31.478/–28.065 | 0/0 |
| Acciona Energy Oceania Construction Pty. Ltd. | 118.691/–115.473 | 116.244/–113.050 | 3.983/3.650 | 109.300/–1.901 |
| Acciona Forwarding S.A. | 7/–524 | 7/–31 | 163/–6.380 | 0/2.366 |
| Acciona S.A | 0/–46.035 | 0/–44.633 | 0/–248 | 0/–202 |
| Sonstige | 1.961/–515 | 1.705/–549 | 5/–278 | 166/–182 |
Die Veränderungen der Erträge und Aufwendungen sowie der damit einhergehenden Forderungen und Verbindlichkeiten mit der Acciona Energia S.A., der Acciona Energia Servicios Mexico S. de RL de C.V. , der Acciona Energy Australia Global Pty. Ltd. und der Acciona Energy Oceania Construction Pty. Ltd. resultieren insbesondere aus der Errichtung von Windparks in Spanien, Mexiko und Australien. Die Aufwendungen und korrespondierenden Verbindlichkeiten mit der Acciona S.A. ergeben sich hingegen hauptsächlich aus dem gewährten Gesellschafterdarlehen. Zum Gesellschafterdarlehen wird auf die Angaben im Kapitel zu den Finanzinstrumenten verwiesen.
Von der Acciona Energia S.A. ist ferner in den ersten drei Monaten 2022 ein Auftrag zur Lieferung und Errichtung von Windkraftanlagen in Höhe von TEUR 79.139 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 0) erteilt worden.
Als assoziiertes Unternehmen sind die Anteile an der GN Renewable Investments S.a.r.l. (30,00%) zu klassifizieren. Die Anteile an der zum 31. Dezember 2021 ebenfalls als assoziiertes Unternehmen eingeordneten C&C Wind Sp. z o.o. sind im ersten Quartal 2022 verkauft worden.
Die Salden und Geschäftsvorfälle mit diesen Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Ausstehende Salden Forderungen (+) und Verbindlichkeiten (–) |
Betrag der Geschäftsvorfälle Erträge (+) und Aufwendungen (–) |
|||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.03.2022 | 31.12.2021 | 01.01. – 31.03.2022 | 01.01. – 31.03.2021 |
| GN Renewable Investments S.a.r.l. | 0/0 | 0/0 | 0/0 | 0/0 |
Die Geschäftsbeziehungen mit der GN Renewable Investments S.a.rl. resultieren aus dem Projektgeschäft.
Mit nicht konsolidierten Unternehmen bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 8.171 (31. Dezember 2021: TEUR 8.253) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 35 (31. Dezember 2021: TEUR 35) sowie Erträge in Höhe von TEUR 7 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 83) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 4).
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR – 80.906 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 45.474) resultiert in Höhe von TEUR –108.902 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR –16.224) aus dem Konzernverlust einschließlich der Abschreibungen. Aus der Veränderung des Working Capitals haben sich Einzahlungen in Höhe von TEUR 22.899 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 82.739) ergeben. Die Einzahlungen aus der restlichen laufenden Geschäftstätigkeit betragen TEUR 5.097 (1. Januar bis 31. März 2021: Auszahlungen TEUR 21.041).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR – 32.619 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR – 35.052). Es sind Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 41.005 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 31.286) erfolgt, die im Wesentlichen auf den Auf- und Ausbau der Blatt- und Gondelproduktion in Indien sowie die Beschaffung von Installations- und Transportausstattung in Spanien für Projekte entfallen. Entwicklungsprojekte sind in Höhe von TEUR 6.365 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR 5.489) aktiviert worden.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 2.052 (1. Januar bis 31. März 2021: TEUR – 45.865) und ergibt sich im Wesentlichen aus Barinanspruchnahmen von Abzweigkreditlinien innerhalb der syndizierten Multi-Currency-Avalkreditlinie bei gegenläufigen Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten.
Zu den andauernden Effekten, die das Geschäft der Nordex-Gruppe belasten, wird auf die Angaben im Kapitel zu den Grundlagen der Abschlusserstellung verwiesen. Darüber hinaus hat es nach dem Bilanzstichtag keine weiteren wesentlichen Ereignisse gegeben.
José Luis Blanco, Vorsitzender des Vorstands
Dr. Ilya Hartmann, Vorstand
Patxi Landa, Vorstand
für den Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2022
| TEUR | Anfangs bestand 01.01.2022 |
Zugänge | Abgänge | Umbu chungen |
Fremd währung |
Endbestand 31.03.2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 292.625 | 11.925 | 905 | –3 | 1.606 | 305.248 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 447.330 | 16.666 | 1.062 | 0 | 10.918 | 473.852 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
199.596 | 16.031 | 711 | 50 | 829 | 215.795 |
| Anlagen im Bau | 33.588 | 8.172 | 0 | –47 | 180 | 41.893 |
| Geleistete Anzahlungen | 5.059 | 547 | 195 | 0 | 0 | 5.411 |
| Gesamt | 978.198 | 53.341 | 2.873 | 0 | 13.533 | 1.042.199 |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Goodwill | 552.259 | 0 | 0 | 0 | 0 | 552.259 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 503.963 | 6.365 | 0 | 0 | 1 | 510.329 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.704 | 2 | 0 | 0 | 0 | 1.706 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 161.776 | 514 | 40 | 0 | 5.270 | 167.520 |
| Gesamt | 1.219.702 | 6.881 | 40 | 0 | 5.271 | 1.231.814 |
Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Buchwert
| Abschreibungen | Buchwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anfangs bestand 01.01.2022 |
Zugänge | Abgänge | Fremd währung |
Endbestand 31.03.2022 |
31.03.2022 | 31.12.2021 | |
| 97.688 | 7.223 | 274 | 411 | 105.048 | 200.200 | 194.937 | |
| 264.039 | 16.129 | 288 | 5.158 | 285.038 | 188.814 | 183.291 | |
| 109.513 | 8.765 | 460 | 606 | 118.424 | 97.371 | 90.083 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 41.893 | 33.588 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.411 | 5.059 | |
| 471.240 | 32.117 | 1.022 | 6.175 | 508.510 | 533.689 | 506.958 | |
| 4.501 | 0 | 0 | 0 | 4.501 | 547.758 | 547.758 | |
| 340.412 | 8.271 | 0 | 0 | 348.683 | 161.646 | 163.551 | |
| 1.672 | 0 | 0 | 0 | 1.672 | 34 | ||
| 145.150 | 1.218 | 0 | 5.237 | 151.605 | 15.915 | 16.626 | |
Gesamt 1.219.702 6.881 40 0 5.271 1.231.814 491.735 9.489 0 5.237 506.461 725.353 727.967
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss für die ersten drei Monate zum 31. März 2021 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt wird und dass im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Nordex SE, Rostock, im Juni 2022
José Luis Blanco, Vorsitzender des Vorstands
Dr. Ilya Hartmann, Vorstand
Patxi Landa, Vorstand
| 21. Juni 2022 | Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht (Stichtag Q1) | |||
|---|---|---|---|---|
| 11. August 2022 | Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht | |||
| 15. November 2022 | Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht (Stichtag Q3) |
| Herausgeber | Investor Relations-Team | Redaktion&Text |
|---|---|---|
| Nordex SE | Felix Zander | Nordex SE, Hamburg |
| Investor Relations | Telefon + 49 152 0902 4029 | |
| Langenhorner Chaussee 600 | Fotos | |
| 22419 Hamburg | Tobias Vossberg | Nordex SE, Hamburg |
| Telefon + 49 173 457 3633 | ||
| www.nordex-online.com | Beratung, Konzept&Design | |
| [email protected] | Torben Rennemeier | Silvester Group |
| Telefon + 49 1523 4617 954 | www.silvestergroup.com |
Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen meint die gewählte Formulierung alle Geschlechter, auch wenn teilweise aus Gründen der besseren Lesbarkeit nur die männliche Form aufgeführt ist.
Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nordex-Konzerns beziehen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine Aussagen, die Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, und werden mitunter durch die Verwendung der Begriffe "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussehen", "annehmen" und ähnliche Formulierungen kenntlich gemacht. Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Prognosen und Erwartungen der Gesellschaft und unterliegen daher Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlich erreichte Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser dieses Zwischenberichts werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie kein unangemessenes Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen setzen sollten, die nur zum Datum dieses Zwischenberichts Gültigkeit haben. Die Nordex SE beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.
Investor Relations Langenhorner Chaussee 600 22419 Hamburg
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