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Nordex SE Interim / Quarterly Report 2012

Jul 10, 2012

309_10-q_2012-07-10_94322f03-5f2b-42c5-b216-abbabbc7de10.pdf

Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht des Nordex-Konzerns zum 30. Juni 2012

Inhalt

  • Kennzahlen
  • Brief an die Aktionäre
  • Die Aktie

Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2012

  • Wirtschaftliches Umfeld
  • Geschäftsentwicklung
  • Ertragslage und Ergebnisentwicklung
  • Finanz- und Vermögenslage
  • Investitionen
  • Forschung und Entwicklung
  • Mitarbeiter
  • Risiko- und Chancenbericht
  • Prognosebericht
  • Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode

Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2012

  • Konzernbilanz
  • Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • Erläuterung zum Konzern-Zwischenabschluss (IFRS)
  • Entwicklungen der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • Konzern-Segmentberichterstattung
  • Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen
  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 37y WpHG i. V. m. § 37w Abs. 2 Nr. 3 WpHG
  • Aktienbesitz der Organe
  • Finanzkalender/Impressum/Disclaimer

Kennzahlen

Ergebnisentwicklung 01.01.-
30.06.2012
01.01.-
30.06.2011
Umsatz EUR Mio. 421,1 403,3
Gesamtleistung EUR Mio. 435,4 442,7
EBITDA EUR Mio. 1,4 14,2
EBIT EUR Mio. -13,1 1,6
Operativer Cashflow EUR Mio. -4,0 -122,4
Investitionen EUR Mio. 24,7 25,6
Konzernergebnis EUR Mio. -23,3 -4,1
Ergebnis je Aktie* EUR -0,31 -0,04
EBIT-Marge % -3,0 0,4
Umsatzrendite % -3,1 0,4
Bilanz 30.06.2012 31.12.2011
Bilanzsumme EUR Mio. 1.027,6 1.029,0
Eigenkapital EUR Mio. 352,6 376,6
Eigenkapitalquote % 34,3 36,6
Working Capital EUR Mio. 236,3 255,4
Mitarbeiter 01.01.-
30.06.2012
01.01.-
30.06.2011
Mitarbeiter Ø 2.526 2.605
Personalaufwand EUR Mio. 67,2 66,6
Umsatz je Mitarbeiter TEUR 167 155
Personalaufwandsquote % 15,4 15,0
Unternehmensspezifische Kennzahlen 01.01.-
30.06.2012
01.01.-
30.06.2011
Auftragseingang EUR Mio. 521,8 522,4
Anlagenbau Auslandsanteil % 83,5 91,0

*auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 73,529 Millionen Aktien (2011: 70,262 Millionen Aktien)

die Weltwirtschaft und mit ihr die Windindustrie stehen derzeit vor erheblichen Belastungen, die wir zügig meistern müssen. Diese Situation verlangt Sofortmaßnahmen, wie wir sie in den letzten Monaten getroffen und umgesetzt haben. Beispiele hierfür sind die Fokussierung auf den Onshore-Windmarkt, die Suche nach einem Kooperationspartner für unser Geschäft in China und unser Kostensenkungsprogramm. Aus meiner Sicht ist aber auch eine tief greifende strategische Neuausrichtung erforderlich. Daran arbeiten wir bei Nordex seit dem Frühjahr 2012 – zunächst auf der Führungsebene und jetzt in den einzelnen Unternehmensbereichen sowie in den Landesgesellschaften. Im Herbst wollen wir hiermit in die Umsetzung gehen und unser Geschäft damit nachhaltig stärken.

Und das ist nötig: Zwar konnten wir in der Berichtsperiode die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gesellschaft in wichtigen Bereichen stabilisieren. Das betrifft etwa den weiterhin starken Eingang neuer Aufträge oder das gute Working-Capital-Management, mit dem wir unsere Bilanz trotz der aktuellen Marktanforderung stabilisiert haben. Andererseits gibt es Schattenseiten, mit denen wir nicht zufrieden sein können. Besonders wichtig ist hier die Ergebnisentwicklung. So haben wir die beiden zurückliegenden Quartale mit einen Verlust abgeschlossen. Das war so erwartet, da wir erst im zweiten Halbjahr 2012 eine ausreichende Kapazitätsauslastung erzielen werden, um operativ wieder Geld zu verdienen. Das gilt vornehmlich für die Regionen Amerika und Asien, wo wir insbesondere von der aktuell schwierigen Konjunktur betroffen sind. Dagegen stellt sich unsere Stamm- und Kernregion Europa als Hoffnungsträger dar. Hier haben wir in puncto Umsatz und Ertrag zweistellig zugelegt.

Trotz meiner eingeschränkt positiven Bilanz zum ersten Halbjahr 2012 bin ich weiterhin zuversichtlich, dass wir das laufende Geschäftsjahr im Rahmen unserer Erwartungen abschließen werden. Grundlage hierfür sind das moderate Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2012 und das um 50 % verbesserte Auftragsbuch. So liegt es jetzt weitgehend in unserer Hand, die selbst gesetzten Ziele zu erfüllen. Das gilt unbenommen der gestiegenen Abwicklungsrisiken, die sich etwa aus dem Lieferantenmarkt ergeben. Genau hier setzt auch ein Teil unserer Neuausrichtung an. In naher Zukunft müssen wir unsere internen Prozesse soweit professionalisieren, dass wir derartige Marktrisiken besser beherrschen.

Über unsere neue strategische Ausrichtung werden wir Sie im Spätsommer unterrichten. Denn wir möchten unsere Aktionäre und den Kapitalmarkt davon überzeugen, dass Nordex auf dem richtigen Weg ist, den aktuellen Herausforderungen zu begegnen, und eine gute Perspektive hat, wieder profitabel zu wachsen.

Mit freundlichen Grüßen Ihr

Jürgen Zeschky Vorsitzender des Vorstands

Die Aktie

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Weltwirtschaft im Berichtsjahr um 3,5 % wachsen. Damit hat der IWF seine Prognose aus dem April 2012 um 0,1 Prozentpunkte reduziert. Das Wachstum wird nach diesen Erwartungen weitgehend von den Schwellenländern getragen, die um 5,6 % zulegen könnten. Das Bruttoinlandsprodukt der entwickelten Staaten wird demgegenüber lediglich um 1,4 % steigen. Schlusslicht ist weiterhin die Eurozone, die von den Analysten des IWF mit -0,3 % als rückläufig eingeschätzt wird. Ursache dafür ist die Schuldenkrise in den südlichen Mitgliedsstaaten der Währungsunion. Demgegenüber haben die im zweiten Quartal rückläufigen Ölpreise insgesamt für eine Entspannung der Inflationsrate gesorgt.

Die weltweiten Börsenindizes entwickelten sich angesichts der anhaltenden konjunkturellen Unsicherheiten uneinheitlich. Der wichtigste deutsche Börsenindex DAX schloss am 30. Juni 2012 bei 6.416 Punkten und damit um 5,6 % über dem Schlusskurs des Jahres 2011. Der Technologieindex der deutschen Börse TecDAX erreichte zum Ende des ersten Halbjahres einen Stand von knapp 744 Punkten, was einem Zuwachs von 8,6 % gegenüber dem Jahresende 2011 entspricht. Der RENIXX als globaler Aktienindex für Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien verzeichnete demgegenüber im ersten Halbjahr 2012 mit knapp 162 Punkten sein Allzeittief und notierte zum Halbjahresende mit 167 Punkte um fast 31 % unter dem Jahresschlusskurs von 2011.

Diesem Trend im Segment Erneuerbare Energien konnte sich auch die Aktie der Nordex SE nicht entziehen und entwickelte sich im Berichtszeitraum sehr volatil. Mit EUR 2,94 schloss das Papier am 30. Juni 2012 um knapp 26 % unter dem Jahresschlusskurs 2011. Den höchsten Tagesstand des ersten Halbjahres 2012 verzeichnete die Nordex-Aktie am 6. Februar mit EUR 5,38, den Tiefstkurs am 20. Juni mit EUR 2,63.

Das durchschnittliche Handelsvolumen auf der elektronischen Handelsplattform Xetra betrug 330.104 Aktien und lag damit um etwa 40 % unter dem Jahresdurchschnitt 2011.

Die Gesellschaft präsentierte sich zu Jahresbeginn auf international besuchten Kapitalmarktkonferenzen und Veranstaltungen. Über die jüngste Entwicklung berichtete das Unternehmen zudem am 15. Mai 2012 im Rahmen einer telefonischen Analystenkonferenz.

Die Transparenz der Geschäftsentwicklung der Nordex SE wird darüber hinaus durch die kontinuierliche Analyse durch mehr als 15 Research-Institute und Bankanalysten sichergestellt. Informationen zur Nordex-Aktie sowie Nachrichten, Finanzberichte und Präsentationen zum Unternehmen werden auf der Internetseite der Nordex-Gruppe (www.nordex-online.com/de/investor-relations) zur Verfügung gestellt.

Entwicklung des Nordex-Aktienkurses vom 02.01.2012 bis zum 30.06.2012

Quellen: Deutsche Börse; IWR (Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien)

Aktionärsstruktur per 30.06.2012

Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2012

Wirtschaftliches Umfeld

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat der moderate globale Aufschwung des ersten Quartals 2012 im zweiten Quartal Schwächetendenzen gezeigt. In der Folge wurden die Wachstumsprognosen für 2012 um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 % bzw. um 0,2 Prozentpunkte auf 3,9 % für 2013 reduziert. Zu den größten Risiken zählen weiterhin die Schuldenkrise in der südlichen Eurozone, die sich abschwächenden Wachstumskräfte in den USA sowie die konjunkturelle Dämpfung in den bisher das Wachstum treibenden Ländern Brasilien, China und Indien. Für den Euroraum rechnet der IWF weiterhin mit einer gedämpften Rezession und einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozentpunkte. Die entwickelten Industriestaaten könnten demgegenüber in Summe um 1,4 % zulegen, die Schwellenländer sogar um 5,6 %. Für Deutschland hob der IWF seine Wachstumsprognose um 0,4 Prozentpunkte auf 1 % an.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Berichtszeitraum ihren Leitzinssatz zunächst unverändert bei 1 % belassen, und auch die Leitzinsen in den USA notierten weiterhin auf einem niedrigen Niveau von 0,25 %. Der Euro verbilligte sich im ersten Halbjahr 2012 um 2,3 % und sank von USD 1,296 auf USD 1,266 je Euro.

Das Strompreisniveau in Europa war nach einem zeitweisen Anstieg um knapp 30 % gegenüber dem Jahresschlusskurs von 2011 zum Ende des Berichtszeitraums wieder rückläufig. Der durchschnittliche Monatspreis von EUR 38,81/MWh im Juni 2012 an der für Mitteleuropa preissetzenden Strombörse EEX (European Energy Exchange in Leipzig) lag um knapp 10 % unter dem Jahresschlusskurs 2011. Eine ähnliche Entwicklung war am skandinavischen Handelsplatz Nordpool zu verzeichnen. Hier notierten die Kurse für Grundlaststrom im Juni mit EUR 25,04/MWh sogar 26 % unter dem Niveau des Dezember 2011.

In den USA ging der Gaspreis bis Mitte April um weitere 36 % von USD 2,97/MMBtu (Million British Thermal Units) auf USD 1,9/MMBtu zurück. Zum Halbjahresultimo zogen die Gaspreise dann aber wieder auf USD 2,82/MMBtu an. Der Gaspreis stellt in Nordamerika den wesentlichen Referenzwert für Investitionen in neue Stromerzeugungskapazitäten dar.

Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau war nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in den ersten sechs Monaten des Jahres 2012 um 7 % rückläufig, wobei die Nachfrage außerhalb der Eurozone um 6 % zurückging. Die Produktion hingegen legte nach Angaben des VDMA in den ersten vier Monaten 2012 um 7 % zu, wobei die Dynamik bereits im April mit lediglich 2 % Wachstum gegenüber dem Vergleichsmonat 2011 rückläufig war.

Das Investitionsvolumen im Bereich Umwelttechnik und regenerativer Energien ist im ersten Halbjahr 2012 nach Angaben von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) um 13,7 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert gesunken. Im ersten Halbjahr 2012 wurden demnach USD 107,7 Mrd. investiert (erstes Halbjahr 2011: USD 124,8 Mrd.).

Auch die Windindustrie verlor im ersten Halbjahr 2012 spürbar an Dynamik. Nach Analysen des dänischen Beratungsunternehmens MAKE Consulting war das Neugeschäft gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 30 % rückläufig. In den wesentlichen Absatzregionen der Windindustrie konnte lediglich für Amerika (+13 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2011) ein Anstieg

verzeichnet werden, während das Geschäft in Asien (-55 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2011) und Europa (-19 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2011) teils deutlich zurückging.

Im Markt Deutschland wurden im ersten Halbjahr 2012 Kapazitäten in Höhe von 1.004 MW zugebaut (erstes Halbjahr 2011: 793 MW). Dies entspricht einem Wachstum von 26,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei den Neuinstallationen entfielen knapp 96 % auf Anlagen an Land, das sogenannte Onshore-Segment. Die Windenergie deckte im ersten Halbjahr 2012 nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 9,2 % des deutschen Strombedarfs ab und damit 1,5 Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahreszeitraum (erstes Halbjahr 2011: 7,7 %).

Die Wachstumsprognosen von MAKE Consulting für die Windindustrie wurden für das Jahr 2012 von 23 % auf 18 % reduziert. Ursachen für die konjunkturelle Abkühlung in der Windindustrie sind verschärfte Netzanschlussvoraussetzungen in China und regulatorische Unsicherheiten in Südeuropa, die sich dort aus der in einigen Ländern herrschenden Staatsfinanzkrise ergeben haben. Mittelfristig sieht MAKE Consulting – nach einer Wachstumspause 2013 – moderate Wachstumsraten von 6 % pro Jahr bis mindestens 2016.

Geschäftsentwicklung

Nordex hat im ersten Halbjahr 2012 seine gute Marktposition bestätigt und verbuchte fest finanzierte neue Aufträge im Volumen von EUR 521,8 Mio. Damit konnte sich Nordex dem rückläufigen Branchentrend beim Neugeschäft (-30 % gegenüber 2011 nach Angaben von MAKE Consulting) entziehen und das starke Niveau des Vorjahreszeitraums (EUR 522,4 Mio.) nahezu bestätigen. Nordex erzielte dabei knapp 97 % seines Neugeschäftsvolumens in Europa – hier insbesondere in den Kernmärkten Türkei, Großbritannien, Deutschland und Polen. Die verbleibenden 3 % entfallen auf den asiatischen Markt.

Der Konzernumsatz von Nordex betrug im Berichtszeitraum EUR 421,1 Mio. (Vorjahresperiode: EUR 403,3), was einem Anstieg um 4,4 % entspricht. Das Umsatzwachstum resultiert dabei aus dem anziehenden Geschäft in der Nordex-Stammregion Europa. Dort betrug das Umsatzwachstum 17,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während die Regionen Amerika (-28,1 %) und Asien (-24,9%) gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 ein rückläufiges Geschäft zu verzeichnen hatten. Dementsprechend stieg der Umsatzanteil der Region Europa um mehr als 8 Prozentpunkte auf 80 %, während der Amerikaanteil von 25 % auf 18 % sank und der Asienanteil nahezu konstant bei 2 % lag.

Etwa 14 % vom Gruppenumsatz wurden dabei im Service erzielt (erstes Halbjahr 2011: 11 %). Der Exportanteil lag bei rund 84 % (Vorjahreszeitraum: 91 %).

01.01.- 01.01.-
30.06.2012 30.06.2011
% %
Europa 80 72
Amerika 18 25
Asien 2 3

Umsatz im Anlagenbau nach Regionen

Die Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 63,7 % auf EUR 14,3 Mio., die Gesamtleistung verringerte sich von EUR 442,7 Mio. um 1,6 % auf EUR 435,4 Mio.

Aufgrund der errichtungsorientierten Produktion reduzierte sich die Leistung im Bereich der Turbinenfertigung um 17,0 % auf 339,9 MW (erstes Halbjahr 2011: 409,5 MW), der Output der Rotorblattproduktion lag mit 123,3 MW nahezu auf dem Vorjahresniveau (erstes Halbjahr 2011: 126,8 MW).

Im ersten Halbjahr des Jahres 2012 hat Nordex für seine Kunden weltweit 285,7 MW neue Leistung installiert. Dies entspricht einem Rückgang um 30,3 % gegenüber dem Vorjahreswert von 410 MW. Vom Gesamtvolumen der installierten Leistung entfielen 71 % auf die Region Europa, 15 % auf Asien und 14 % auf Amerika.

Produktionsleistung – Output

01.01.- 01.01.-
30.06.2012 30.06.2011
MW MW
Turbinenmontage 339,9 409,5
davon USA 75,0 107,5
davon China 0 49,5
Rotorblattproduktion 123,3 126,8
davon China 0 36,0

Der Bestand fest finanzierter Aufträge belief sich zum Quartalsende auf EUR 873,4 Mio. und lag damit um 50,4% über dem Vorjahreswert von EUR 580,6 Mio. bzw. noch einmal 4,4 % über dem Wert des Startquartals 2012 (31. März 2012: EUR 837 Mio.). Weitere Aufträge im Volumen von EUR 1,4 Mrd. hatte sich Nordex zum Bilanzstichtag gesichert. Bei diesem sogenannten bedingten Auftragsbestand handelt es sich um Lieferverträge oder entsprechende Rahmenvereinbarungen, bei denen noch nicht alle Kriterien erfüllt sind, um die Projektrealisierung zu starten.

Ertragslage und Ergebnisentwicklung

Die Bruttomarge lag im Berichtszeitraum mit 22,1 % weiterhin unter dem Wert des Vorjahreszeitraums (28 %), jedoch um 1,3 Prozentpunkte über dem Wert des ersten Quartals 2012 (31. März 2012: 20,8 %). Dies spiegelt gegenüber dem Vorjahr den anhaltenden Preisdruck und eine leicht verbesserte Profitabilität der Projekte im zweiten Quartal wider. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36,3 % von EUR -43,2 Mio. auf EUR -27,5 Mio. Dagegen stieg die Personalaufwandsquote geringfügig von 15,0 % auf 15,4 %. Insgesamt reduzierten sich die Strukturkosten in der Berichtsperiode um fast 14 %.

01.01.- 01.01.- Veränderung
30.06.2012 30.06.2011
EUR Mio. EUR Mio. %
Personalaufwand 67,2 66,6 0,9
Sonstige betriebliche 27,5 43,2 -36,3
Aufwendungen abzüglich
Erträge
Summe 94,7 109,8 -13,8

Entwicklung der Strukturkosten

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im Berichtszeitraum mit EUR -13,1 Mio. (erstes Halbjahr 2011: EUR 1,6 Mio.) erwartungsgemäß unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Dabei verbesserte sich das Ergebnis im zweiten Quartal auf EUR -4,2 Mio. (erstes Quartal 2012: EUR -9,0 Mio.). Hier wirkte sich u. a. die höhere Auslastung der Strukturen positiv aus. In ihrer Stammregion Europa erhöhte die Nordex-Gruppe das operative Ergebnis zweistellig, während in den USA und in Asien aufgrund der nur geringen Auslastung ein Verlust erzielt wurde. Nach Zinsen und Steuern verzeichnete Nordex einen Konzernverlust in Höhe von EUR -23,3 Mio. (erstes Halbjahr 2011: EUR - 4,1 Mio.). Wesentlich hierfür war der steigende Zinsaufwand. Das Finanzergebnis reduzierte sich auf EUR -11,0 Mio. (erstes Halbjahr 2011: EUR -7,4 Mio.).

Finanz- und Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2012 betrug die Eigenkapitalquote des Nordex-Konzerns 34,3 % (31. Dezember 2011: 36,6 %). Die Bilanzsumme lag mit EUR 1.027,6 Mio. auf Vorjahresniveau (31. Dezember 2011: EUR 1.029,0). Die flüssigen Mittel reduzierten sich gegenüber dem Jahresende 2011 um 17,4 % auf EUR 175,1 (31. Dezember 2011: EUR 212,0 Mio.). Der Vorratsbestand lag mit EUR 234,6 Mio. um 3,2 % über dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2011: EUR 227,4 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen stiegen um EUR 18,6 Mio. auf EUR 278,6 Mio., gleichzeitig stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nur um 1,6 % bzw. EUR 1,8 Mio. In dieser Entwicklung spiegelt sich die Anarbeitung von Turbinen für kurzfristig zu liefernde Projekte. Als Folge der starken Entwicklung im Auftragseingang stiegen die erhaltenen Anzahlungen um EUR 43,2 Mio. und bewirkten damit zugleich einen Rückgang im Working Capital auf EUR 236,3 Mio. (31. Dezember 2011: EUR 255,4 Mio.).

Dank des verbesserten Working-Capital-Managements lag der operative Cashflow im Berichtszeitraum bei EUR -4,0 Mio. und somit deutlich über dem Wert zum Jahresende 2011 (31. Dezember 2011: EUR -43,3 Mio.) bzw. zum Ende der Vorjahresperiode (30. Juni 2011: EUR -122,4 Mio.).

Investitionen

Nordex investierte in der Berichtsperiode mit EUR 24,7 Mio. rund 3,5 % weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (erstes Halbjahr 2011: EUR 25,6 Mio.) in Sachwerte und immaterielle Vermögensgegenstände. Der Schwerpunkt der Investitionen lag in der Produktentwicklung. So konnte Nordex Eigenleistungen von insgesamt EUR 12,5 Mio. aktivieren (erstes Halbjahr 2011: EUR 11,7 Mio.). Weiterhin investierte die Gruppe EUR 5,7 Mio. in die Rotorblattfertigung in Rostock, und hier vor allem in den Aufbau der Produktion für den neuen Blatttyp NR 58.5 der N117/2400.

Forschung und Entwicklung

Im Berichtszeitraum konzentrierte sich der Bereich Engineering auf die Entwicklung neuer Anlagen für das Onshore-Segment sowie die Entwicklung und Weiterentwicklung einzelner Systemkomponenten.

In der Leistungsklasse der 2,5-MW-Plattform lag der Fokus auf der kontinuierlichen Verbesserung der Anlageneffizienz. Dies betraf vor allem die Hauptkomponente Turm. Hier wurden für die Schwachwindturbine N117/2400 zwei neue Turmvarianten mit Höhen von 120 m (Stahlrohrturm) und 141 m (Hybridturm) entwickelt. Für die N117/2400 wurden zudem die wesentlichen Zertifizierungen erfolgreich abgeschlossen, um planmäßig den Serienstart ab Juli 2012 zu ermöglichen.

Um den Wettbewerbsvorsprung für Anlagen zum Einsatz in Kälteregionen (Cold-Climate-Version) zu verteidigen, wurden die Entwicklungen am Nordex Anti-Icing-System auf Grundlage der Erfahrungen der zweiten Winterperiode im Feld abgeschlossen. Zudem wurde die Cold-Climate-Version zur Serienreife gebracht.

Im Bereich der Anlagenneuentwicklung für den Onshore-Bereich wurden die Arbeiten unter Einbindung der frei gewordenen Offshore-Entwicklungskapazitäten intensiviert. Ziel ist es, bis zum Jahr 2013 eine Anlage für Standorte mit starken und eine Anlage für Standorte mit mittleren Windgeschwindigkeiten zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Das Engineering ist weiterhin eng in das unternehmensweite Kostensenkungsprogramm eingebunden. Um weitere Kostensenkungspotenziale zu heben, wurden Maßnahmen definiert und umgesetzt, die die Konstruktion der Anlagenkomponenten Turm, Maschinenhaus und Rotorblatt betreffen.

Mitarbeiter

Zum Bilanzstichtag sank die Zahl der Mitarbeiter im Vorjahresvergleich um knapp 6 % auf 2.511 (30. Juni 2011: 2.667). Gegenüber dem Jahresendwert 2011 von 2.640 Mitarbeitern betrug der Rückgang als Folge des im dritten Quartal 2011 gestarteten Reorganisationsprogramms 5 %. Der regionale Schwerpunkt der Reorganisation lag dabei in Europa (-6,3 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011), wohingegen die Reduktion der Mitarbeiterzahl in Asien (-4,2 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011) und in den USA (-4,7 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011) als Anpassung an die veränderten Kapazitäten erfolgte. Zum Ende des Berichtszeitraums waren 77 % der Beschäftigten von Nordex in Europa tätig (30. Juni 2011: 78 %), in Asien waren es knapp 15 % (30. Juni 2011: 14%) und in den USA gut 8 % (30. Juni 2011: 8%).

Risiko- und Chancenbericht

Die angespannte Situation an den Finanzmärkten und die Staatsschuldenkrise haben weiterhin Auswirkungen auf projektfinanzierende Banken, Zulieferer, Hersteller und Kunden von Windenergieanlagen und somit auf alle wesentlichen Beteiligten der Branche. Die Nordex SE muss daher verstärkt Einkaufs- und Bonitätsrisiken seiner Lieferanten und eigene Finanzierungsrisiken beachten. Ferner werden aufgrund des geplanten Errichtungsschwerpunktes im dritten und vierten Quartal 2012 das allgemeine Projektabwicklungsrisiko sowie das spezifische Projektabwicklungsrisiko im Zuge der Markteinführung des Neuprodukts N117/2400 steigen. Für alle genannten Aspekte wurden gezielte Maßnahmen eingeführt und ergänzende Projektteams eingesetzt.

Die im ersten Quartal durchgeführte Überprüfung und zeitweilige Aussetzung der Einspeisevergütung im Fokusmarkt Frankreich hat dazu geführt, dass die Finanzierung neuer Projekte zeitweise stark erschwert war und entsprechende Marktvolumen insbesondere für die Nordex-eigene Projektentwicklung nicht wie geplant realisiert werden konnten.

Weitere wesentliche Änderungen gegenüber den im Geschäftsbericht 2011 ausführlich dargestellten Risiken der voraussichtlichen Entwicklung haben sich nicht ergeben.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar.

Prognosebericht

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Weltwirtschaft 2012 um 3,5 % wachsen. Der IWF hat seine Prognose aus dem April 2012 um 0,1 Prozentpunkte reduziert. Das Wachstum wird dabei weitgehend von den Schwellenländern getragen, die um 5,6 % zulegen. Das Bruttoinlandsprodukt der entwickelten Staaten wird demgegenüber lediglich um 1,4 % steigen.

Der ifo-Index als wesentlicher Stimmungsindikator für die deutsche Wirtschaft ist im Juli 2012 im dritten Monat in Folge gefallen. Insbesondere die Einschätzungen für das kommende halbe Jahr wurden aufgrund der Eurokrise teils stark reduziert. Ähnliche Einschätzungen spiegeln auch die rückläufigen Einkaufsmanagerindizes wider, die per Ende Juni für die Eurozone auf einem Dreijahrestief notierten.

Die Wachstumsprognosen des dänischen Beratungs- und Research-Unternehmens MAKE Consulting für die Windindustrie wurden für das Jahr 2012 von 23 % auf 18 % reduziert. Ursachen sind die Stagnation in südeuropäischen Ländern infolge der Finanzkrise sowie verzögerte Installationen in potenziellen Wachstumsmärkten Südamerikas und Afrikas. Mittelfristig sieht MAKE Consulting – nach einer Wachstumspause 2013 – moderate Wachstumsraten von 6 % pro Jahr bis mindestens 2016.

Für das Geschäftsjahr 2012 geht Nordex unverändert von einem Wachstum im Umsatz auf EUR 1 Mrd. bis EUR 1,1 Mrd. aus. Voraussetzung für das Erreichen der oberen Bandbreite ist dabei eine beschleunigte Abwicklung der Projekte, die sich im ersten Halbjahr durch Kunden und durch deren projektfinanzierende Banken verschoben haben. In diesem Zusammenhang hat sich auch die vorübergehende Debatte über die Rechtmäßigkeit des Einspeisetarifs in Frankreich negativ ausgewirkt. Der Auftragseingang soll im laufenden Jahr ebenfalls EUR 1,0 Mrd. bis EUR 1,1 Mrd. erreichen und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Die Working-Capital-Quote will Nordex zum Jahresende 2012 gegenüber dem Vorjahr reduzieren (31. Dezember 2011: 27,6 %). Hierbei ist entscheidend, dass Nordex heute keine vorzeitige Produktion von Projekten mehr vornimmt.

Der Bestand fest finanzierter Aufträge stieg zum 30. Juni 2012 um weitere 4,4 % auf EUR 873,4 Mio. (31. März 2012: EUR 837,0 Mio.) und kann das im zweiten Halbjahr geplante Geschäftsvolumen damit voll abdecken. Zudem hatte sich Nordex zum Bilanzstichtag weitere sogenannte bedingte Aufträge im Volumen von EUR 1,4 Mrd. gesichert. Bei diesen Liefervereinbarungen sind jedoch nicht alle Bedingungen erfüllt, um die Projekte unmittelbar umzusetzen.

Aufgrund der absehbaren steigenden Auslastung im zweiten Halbjahr 2012 geht das Management weiterhin von einer Ergebniswende in den kommenden zwei Quartalen aus. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet Nordex eine auf 1 % bis 3 % steigende EBIT-Marge.

Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode

Am 2. Juli 2012 teilte Nordex mit, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Uwe Lüders, sein Amt niederlegt. Als Nachfolger wurde Herr Dr. Wolfgang Ziebart vom Aufsichtsrat gewählt. Herr Dr. Ziebart gehört dem Aufsichtsrat seit 2009 an.

Am 3. Juli 2012 meldete Nordex den Auftrag für die Erweiterung des Windparks "Midtfjellet" um 23 2,5-MW-Turbinen. Die 13 Turbinen der Reihe N90/2500 und zehn Turbinen der Reihe N100/2500 sollen ab März 2013 geliefert werden.

Am 17. Juli 2012 berichtete Nordex über die Lieferung von fünf Turbinen des Typs N117/2400 für das deutsche Projekt Illschwang. Den Windpark errichtete Nordex in der Oberpfalz.

Am 27. Juli 2012 gab Nordex einen Auftrag über sieben Anlagen der Baureihe N90/2500 des Windparkentwicklers ABO Wind für den irischen Markt bekannt. Der von Nordex errichtete Windpark "Glenough 2" wird im Dezember 2012 erweitert, während die Errichtung des 15-MW-Windparks "Gibbet Hill" im Süden der Republik Irland bis Mai 2013 abgeschlossen sein soll.

Zudem unterzeichnete Nordex mit der finnischen Vermögensverwaltung Taaleritehdas einen Rahmenvertrag über die Lieferung und Errichtung von bis zu 111 Großturbinen der 2,5-MW-Baureihe. Die Anlagen sind für unterschiedliche Windparks geplant, die ab 2013 in Mittel- und Südfinnland errichtet werden sollen. Das Projektvolumen von rund 260 MW übersteigt die bislang in Finnland installierte Windkapazität deutlich. Damit ist es Nordex nach knapp einjähriger Präsenz im neuen Markt Finnland geglückt, einen der größten Rahmenverträge seiner Geschichte abzuschließen.

Konzernbilanz

zum 30. Juni 2012

Aktiva 30.06.2012 31.12.2011
TEUR TEUR
Flüssige Mittel 175.112 211.977
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 278.646 260.078
Vorräte 234.642 227.422
Forderungen aus Ertragsteuern 0 276
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 19.074 22.744
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 41.070 37.719
Kurzfristige Aktiva 748.544 760.216
Sachanlagen 138.483 133.915
Geschäfts- oder Firmenwert 11.648 11.648
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 69.942 62.140
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.217 5.532
Finanzanlagen 4.641 5.289
Anteile an assoziierten Unternehmen 7.479 7.263
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.250 2.250
Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 3 4
Latente Steueransprüche 41.420 40.730
Langfristige Aktiva 279.083 268.771
Aktiva 1.027.627 1.028.987
Passiva 30.06.2012 31.12.2011
TEUR TEUR
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.742 76.239
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 111.494 109.744
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 3.125 4.315
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 59.162 54.064
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 17.425 174.962
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 217.280 174.123
Kurzfristige Passiva 438.228 593.447
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33.966 0
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 869 862
Sonstige langfristige Rückstellungen 18.830 21.941
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 164.243 14.762
Sonstige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 3.165 4.634
Latente Steuerschulden 15.698 16.788
Langfristige Passiva 236.771 58.987
Gezeichnetes Kapital 73.529 73.529
Kapitalrücklage 204.943 204.798
Cash-Flow-Hedges -378 0
Sonstige Eigenkapitalbestandteile -10.530 -10.530
Fremdwährungsausgleichsposten 2.838 3.247
Konzernergebnisvortrag 103.318 103.318
Konzernergebnis -22.874 0
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 350.846 374.362
Minderheitsgesellschafter 1.782 2.191
Eigenkapital 352.628 376.553
Passiva 1.027.627 1.028.987

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2012

01.01.2012 01.01.2011 01.04.2012 01.04.2011
- - - -
30.06.2012 30.06.2011 30.06.2012 30.06.2011
TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 421.100 403.276 222.787 220.139
Bestandsveränderungen und andere
aktivierte Eigenleistungen 14.349 39.396 21.533 30.266
Gesamtleistung 435.449 442.672 244.320 250.405
Sonstige betriebliche Erträge 11.273 7.963 5.331 3.483
Materialaufwand -339.310 -318.670 -187.848 -180.572
Personalaufwand -67.219 -66.588 -34.376 -33.939
Abschreibungen -14.549 -12.679 -7.553 -6.574
Sonstige betriebliche Aufwendungen -38.765 -51.139 -24.043 -31.645
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -13.121 1.559 -4.169 1.158
Erträge aus Beteiligungen 455 0 456 0
Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung -496 -114 -493 -114
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0 6 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.066 885 497 641
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -12.022 -8.157 -6.308 -4.859
Finanzergebnis -10.997 -7.386 -5.842 -4.332
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -24.118 -5.827 -10.011 -3.174
Ertragsteuern 794 1.774 670 955
Konzernverlust -23.324 -4.053 -9.341 -2.219
Davon entfallen auf:
Gesellschafter des Mutterunternehmens -22.874 -3.194 -9.116 -1.412
Minderheitsgesellschafter -450 -859 -225 -807
Ergebnis je Aktie (in EUR)
Unverwässert* -0,31 -0,04 -0,12 -0,02
Verwässert* -0,31 -0,04 -0,12 -0,02

*auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 73,529 Millionen Aktien (im Vorjahr: 70,262 Millionen Aktien)

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2012

01.01.2012 01.01.2011
- -
30.06.2012 30.06.2011
TEUR TEUR
Konzernverlust -23.324 -4.053
Sonstiges Ergebnis
Unterschied aus der Währungsumrechnung -368 -2.204
Cash Flow Hedges -540 717
Latente Steuern 162 -215
Konzern-Gesamtergebnis -24.070 -5.755
Davon entfallen auf:
Gesellschafter des Mutterunternehmens -23.661 -4.743
Minderheitsgesellschafter -409 -1.012

Konzern-Kapitalflussrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2012

01.01.2012 01.01.2011
- -
30.06.2012 30.06.2011
TEUR TEUR
Laufende Geschäftstätigkeit
Konzernverlust -23.324 -4.053
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 14.549 12.679
= Konzernverlust/-gewinn zzgl. Abschreibungen -8.775 8.626
- Zunahme der Vorräte -7.220 -30.523
-/+ Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen -18.568 13.182
+/- Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.750 -48.038
+/- Zu-/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen - passiv 43.176 -66.788
= Ein-/Auszahlung aus der Veränderung des Working Capital 19.138 -132.167
-/+ Zu-/Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions
oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -446 -10.340
+ Zunahme der Pensionsrückstellungen 7 16
+/- Zu-/Abnahme der Sonstigen Rückstellungen 1.987 -16.665
-/+ Ab-/Zunahme anderer Passiva, die nicht der Investitions
oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -6.387 22.942
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -2.727 412
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -1.066 -885
+ Erhaltene Zinsen 956 840
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.022 8.157
- Gezahlte Zinsen -16.585 -4.416
- Ertragsteuern -794 -1.774
- Gezahlte Steuern -248 -670
-/+ Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen -1.057 3.492
= Aus-/Einzahlung aus der restlichen laufenden Geschäftstätigkeit -14.338 1.109
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -3.975 -122.432
Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens/
immateriellen Anlagevermögens 120 519
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen/
immaterielle Anlagevermögen -24.675 -23.916
+ Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 4.803 152
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.232 -518
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -20.984 -23.763
Finanzierungstätigkeit
+ Einzahlungen aufgrund von Kapitalerhöhungen 0 53.279
+ Aufnahme Bankkredite 0 42.854
- Rückzahlung Bankkredite -13.107 -51.359
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen 0 147.412
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -13.107 192.186
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -38.066 45.991
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 211.977 141.050
+ Finanzmittelbestand aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises 0 25
+/- Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands 1.201 -2.905
= Finanzmittelbestand am Ende der Periode
(Flüssige Mittel gemäß Konzernbilanz) 175.112 184.161

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeichne Kapital Cash Flow Sonstige Fremd
tes Kapital rücklage Hedges Eigenkapital währungs
bestand ausgleichs
teile posten
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
01.01.2012 73.529 204.798 0 -10.530 3.247
Bilanzierung des Mitarbeiteraktienoptionsprogramms 0 145 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 -378 0 -409
Konzernverlust 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis
Unterschied aus der Währungsumrechnung 0 0 0 0 -409
Cash Flow Hedges 0 0 -540 0 0
Latente Steuern 0 0 162 0 0
30.06.2012 73.529 204.943 -378 -10.530 2.838
Konzern Konzern Den Gesell Minderheits Summe
ergebnis ergebnis schaftern des gesell Eigenkapital
vortrag Mutter schafter
unterneh
mens zure
chenbarer
Anteil am
Eigenka
pital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
01.01.2012 103.318 0 374.362 2.191 376.553
Bilanzierung des Mitarbeiteraktienoptionsprogramms 0 0 145 0 145
Konzerngesamtergebnis 0 -22.874 -23.661 -409 -24.070
Konzernverlust 0 -22.874 -22.874 -450 -23.324
Sonstiges Ergebnis
Unterschied aus der Währungsumrechnung 0 0 -409 41 -368
Cash Flow Hedges 0 0 -540 0 -540
Latente Steuern 0 0 162 0 162
30.06.2012 103.318 -22.874 350.846 1.782 352.628

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeichne
tes Kapital
Kapital
rücklage
Andere Ge
winnrück
lagen
Cash Flow
Hedges
Sonstige
Eigen
kapital
bestand
teile
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
01.01.2011 66.845 158.080 30.997 -502 -10.530
Kapitalerhöhung
Einzahlungen aus Kapitalerhöhung 6.684 49.465 0 0 0
Kosten der Kapitalerhöhung 0 -2.870 0 0 0
Ertragsteuern 0 861 0 0 0
Bilanzierung des Mitarbeiteraktienoptionsprogramms 0 583 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 502 0
Konzernverlust 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis
Unterschied aus der Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Cash Flow Hedges 0 0 0 717 0
Latente Steuern 0 0 0 -215 0
Gewinnverwendung und Einstellung
Konzernergebnis in den Konzern
ergebnisvortrag 0 0 12.928 0 0
30.06.2011 73.529 206.119 43.925 0 -10.530
Fremd
währungsaus
gleichs
posten
Konzern
ergebnis
vortrag
Konzern
ergebnis
Den Gesell
schaftern des
Mutter
unterneh
mens zure
chenbarer
Anteil am
Eigenkapital
Minderheits
gesell
schafter
Summe
Eigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
01.01.2011 4.332 97.974 20.875 368.071 2.764 370.835
Kapitalerhöhung
Einzahlungen aus Kapitalerhöhung 0 0 0 56.149 336 56.485
Kosten der Kapitalerhöhung 0 0 0 -2.870 0 -2.870
Ertragsteuern 0 0 0 861 0 861
Bilanzierung des Mitarbeiteraktienoptionsprogramms 0 0 0 583 0 583
Konzerngesamtergebnis -2.051 0 -3.194 -4.743 -1.012 -5.755
Konzernverlust 0 0 -3.194 -3.194 -859 -4.053
Sonstiges Ergebnis
Unterschied aus der Währungsumrechnung -2.051 0 0 -2.051 -153 -2.204
Cash Flow Hedges 0 0 0 717 0 717
Latente Steuern 0 0 0 -215 0 -215
Gewinnverwendung und Einstellung
Konzernergebnis in den Konzern
ergebnisvortrag 0 7.947 -20.875 0 0 0
30.06.2011 2.281 105.921 -3.194 418.051 2.088 420.139

Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss (IFRS)

zum 30. Juni 2012

I. Allgemein

Der nicht geprüfte und keiner prüferischen Durchsicht unterzogene verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Nordex SE und ihrer Tochtergesellschaften für die ersten sechs Monate zum 30. Juni 2012 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Dabei wurden alle zum 30. Juni 2012 gültigen IFRS und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee beachtet. Darüber hinaus wurde der vom International Accounting Standards Committee (IASC) veröffentlichte IAS 34 Zwischenberichterstattung beachtet.

Der vorliegende Zwischenabschluss ist im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 zu lesen. Nähere Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden sich im Anhang des Konzernabschlusses. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 ist im Internet unter www.nordex-online.com im Bereich Investor Relations abrufbar.

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 enthaltenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten, soweit nicht explizit auf Änderungen hingewiesen wird, auch für den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2012.

Die Darstellung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfolgt unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Geschäftsergebnisse für die ersten sechs Monate 2012 sind nicht zwangsläufig ein Indikator für die für das Gesamtjahr zu erwartenden Ergebnisse. Während des Geschäftsjahres unregelmäßig anfallende Aufwendungen werden in der Zwischenberichterstattung nur insoweit berücksichtigt bzw. abgegrenzt, wie die Berücksichtigung bzw. Abgrenzung auch zum Ende des Geschäftsjahres angemessen wäre.

Der Zwischenabschluss wurde in der Konzernwährung Euro erstellt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Kurzfristige Aktiva

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum 30. Juni 2012 EUR 72,3 Mio. (31. Dezember 2011: EUR 77,8 Mio.). In den ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren am 30. Juni 2012 Wertberichtigungen in Höhe von EUR 2,9 Mio. (31. Dezember 2011: EUR 4,8 Mio.) enthalten. Von den künftigen Bruttoforderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von EUR 750,5 Mio. (31. Dezember 2011: EUR 834,3 Mio.) wurden erhaltene Anzahlungen in Höhe von EUR 544,1 Mio. (31. Dezember 2011: EUR 652,0 Mio.) aktivisch abgesetzt. Darüber hinaus sind unter den sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten erhaltene Anzahlungen in Höhe von EUR 165,5 Mio. (31. Dezember 2011: EUR 122,3 Mio.) ausgewiesen.

Langfristige Aktiva

Die Entwicklung der langfristigen Aktiva ist in der Übersicht Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte (siehe unten) dargestellt. Zum 30. Juni 2012 standen Investitionen in Höhe von EUR 24,7 Mio. Abschreibungen in Höhe von EUR 14,5 Mio. gegenüber. Die Zugänge betreffen mit EUR 12,7 Mio. aktivierte Entwicklungsaufwendungen und mit EUR 6,7 Mio. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die aktiven latenten Steuern berücksichtigen im Wesentlichen voraussichtlich nutzbare inländische körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge.

Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangs
bestand
Zugänge Abgänge Um
gliederung
Fremd
währung
Endbestand
01.01.2012 30.06.2012
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 82.298 204 9 41 830 83.364
Technische Anlagen und Maschinen 63.179 3.056 77 1.470 535 68.163
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.745 1.807 379 7 367 43.547
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.384 6.735 0 -1.518 182 13.783
Summe Sachanlagen 195.606 11.802 465 0 1.914 208.857
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 16.149 0 0 0 0 16.149
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 99.139 12.663 4.237 0 0 107.565
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 24.780 210 24 0 126 25.092
Summe immaterielle Vermögenswerte 140.068 12.873 4.261 0 126 148.806
Abschreibungen Buchwert
Anfangs Zugänge Abgänge Um Fremd Endbestand 30.06.2012 31.12.2011
bestand gliederung währung
01.01.2012 30.06.2012
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 14.810 1.571 2 28 99 16.506 66.858 67.488
Technische Anlagen und Maschinen 25.025 3.875 21 1 256 29.136 39.027 38.154
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.856 3.041 285 -29 149 24.732 18.815 19.889
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0 13.783 8.384
Summe Sachanlagen 61.691 8.487 308 0 504 70.374 138.483 133.915
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 4.501 0 0 0 0 4.501 11.648 11.648
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 36.999 4.478 3.854 0 0 37.623 69.942 62.140
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 19.248 1.584 24 0 67 20.875 4.217 5.532
Summe immaterielle Vermögenswerte 60.748 6.062 3.878 0 67 62.999 85.807 79.320

Kurzfristige Passiva

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen mit EUR 21,3 Mio. auf von Tochtergesellschaften in China in Anspruch genommene Barkreditlinien sowie mit EUR 8,4 Mio. auf einen im November 2009 abgeschlossenen Konsortialkredit zur Finanzierung der Rotorblattproduktion in Rostock.

Langfristige Passiva

Unter den langfristigen Passiva wird im Wesentlichen die von der Nordex SE Mitte April 2011 mit einem Emissionsvolumen von EUR 150,0 Mio. begebene Unternehmensanleihe ausgewiesen. Die Anleihe ist mit einem festen Zins von 6,375 % p.a. und einer Laufzeit von fünf Jahren ausgestattet. Der anfängliche Ausgabepreis lag bei 99,841 %. Weitere langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 34,0 Mio. stammen aus dem Konsortialkredit.

Für alle bestehenden Kreditlinien/Darlehen bestanden im Jahr 2011 einheitliche und abgestimmte Non-Financial und Financial Covenants wie Leverage (Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA), Interest Cover (Verhältnis von EBITDA zu Zinsaufwand) und Equity Ratio (Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme abzüglich Flüssige Mittel), deren Einhaltung quartalsweise an die jeweiligen Banken zu berichten war. Für 2012 wurden die unterjährig einzuhaltenden Bestimmungen der Kreditverträge aufgrund von am 17. und am 22. Februar 2012 getroffenen Vereinbarungen mit den an der syndizierten Kreditlinie und an dem Konsortialkredit beteiligten Banken neu definiert. Die in den ersten drei Quartalen 2012 einzuhaltenden Covenants umfassen neben der Equity Ratio auch Auftragseingang und EBITDA. Im vierten Quartal 2012 gelten wieder die für 2011 vereinbarten Covenants mit erhöhten Wertobergrenzen. Die syndizierte Kreditlinie steht bis Mai 2013 zur Verfügung. Eine Kündigung der bestehenden Finanzierungen seitens der Kreditinstitute ist nur aus außerordentlichen Gründen möglich, hierzu gehört die Verletzung der Financial Covenants.

Eigenkapital

Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Darstellung in der Eigenkapitalveränderungsrechnung der Nordex-Gruppe (siehe S. 17) verwiesen.

III. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Regionen:

01.01. - 01.01. -
30.06.2012 30.06.2011
EUR Mio. EUR Mio.
Europa 338,2 288,6
Amerika 74,0 102,9
Asien 8,9 11,8
Gesamt 421,1 403,3

Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

Die Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen belaufen sich für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2012 auf insgesamt EUR 14,3 Mio. (erste sechs Monate des Geschäftsjahres 2011: EUR 39,4 Mio.). Neben einer Bestandserhöhung in Höhe von EUR 1,8 Mio. (erste sechs Monate des Geschäftsjahres 2011: Bestandserhöhung in Höhe von EUR 27,7 Mio.) wurden Eigenleistungen von EUR 12,5 Mio. (erste sechs Monate des Geschäftsjahres 2011: EUR 11,7 Mio.) aktiviert.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Gewinnen aus dem Abgang von Anlagevermögen, Schadenersatz und Versicherungsentschädigungen.

Materialaufwand

Der Materialaufwand in Höhe von EUR 339,3 Mio. (erste sechs Monate des Geschäftsjahres 2011: EUR 318,7 Mio.) setzt sich zusammen aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie aus Aufwendungen für bezogene Leistungen.

Unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Wesentlichen Aufwendungen für Bauteile und Energie ausgewiesen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren u.a. aus fremdbezogenen Frachten, Auftragsrückstellungen, Provisionen und Fremdleistungen für die Auftragsabwicklung.

Personalaufwand

Der Personalaufwand lag in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2012 bei EUR 67,2 Mio. nach EUR 66,6 Mio. im Vorjahreszeitraum. Der Personalstand sank zum 30. Juni 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt von 2.667 um 156 auf 2.511 Mitarbeiter.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen im Wesentlichen auf Reisekosten, Mieten und Pachten sowie Beratungs-, Rechts- und Prüfungskosten.

IV. Segmentberichterstattung

Die Aktivitäten der Nordex-Gruppe erstrecken sich auf die Entwicklung, die Produktion, den Service und den Vertrieb von Windenergieanlagen. Neben der Entwicklung und der Produktion werden zur Unterstützung des Vertriebs Vorleistungen für die Projektentwicklung erbracht, entsprechende Rechte erworben und die Infrastruktur geschaffen, um Windenergieanlagen an geeigneten Standorten zu errichten. Bei der Nordex-Gruppe handelt es sich im Wesentlichen um ein Einproduktunternehmen.

Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger übereinstimmt. Als Hauptentscheidungsträger wurde der Vorstand der Nordex SE ausgemacht. Es wurden drei berichtspflichtige Segmente identifiziert, die sich bezüglich der geografischen Märkte unterscheiden und eigenständig geführt werden. Die Nordex SE übt dabei eine reine Holding-Funktion aus und wurde von daher keinem der Segmente zugeordnet.

Die interne Berichterstattung basiert auf den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Konzernabschlusses. Die Segmentumsätze beinhalten sowohl die Umsätze mit Dritten (Außenumsätze) als auch die Umsätze der Segmente untereinander (Innenumsätze). Die Festsetzung der Preise für Lieferungen zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt unter Beachtung des Arm´s-Length-Prinzips. Die Außenumsätze umfassen grundsätzlich die Umsätze nach dem Bestimmungsort der Verkäufe. Die Segmentergebnisse sind entsprechend den Außenumsätzen konsolidiert dargestellt. Die Überleitung der Segmentergebnisse auf das Betriebsergebnis (EBIT) sowie des Segmentvermögens auf das Unternehmensvermögen ist in der folgenden Übersicht dargestellt.

Europa Asien Amerika
1. Hj./2012 1. Hj./2011 1. Hj./2012 1. Hj./2011 1. Hj./2012 1. Hj./2011
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 349.971 310.227 8.856 11.796 74.028 102.887
Abschreibungen -11.254 -8.992 -628 -809 -1.224 -999
Zinserträge 259 482 135 78 0 2
Zinsaufwendungen -3.986 -802 -863 -915 -1.554 -1.240
Ertragsteuern -230 -8.396 1.165 298 83 -396
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT); Segmentergebnis 12.134 8.836 -5.484 -2.686 -5.656 5.681
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 25.350 22.407 3.614 829 546 1.189
Liquide Mittel 19.072 38.244 13.710 18.234 10.656 12.988

Konzern-Segmentberichterstattung

Zentraleinheiten Konsolidierung Konzern Gesamt
1. Hj./2012 1. Hj./2011 1. Hj./2012 1. Hj./2011 1. Hj./2012 1. Hj./2011
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 0 0 -11.755 -21.634 421.100 403.276
Abschreibungen -1.443 -1.879 0 0 -14.549 -12.679
Zinserträge 2.961 1.565 -2.289 -1.242 1.066 885
Zinsaufwendungen -7.923 -6.442 2.304 1.242 -12.022 -8.157
Ertragsteuern -224 10.031 0 237 794 1.774
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT); Segmentergebnis 929 5.900 -15.044 -16.172 -13.121 1.559
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 5 816 -4.840 335 24.675 25.576
Liquide Mittel 131.674 114.695 0 0 175.112 184.161

V. Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen

Nahestehende
Unternehmen
bzw. Personen
Unternehmen Sachverhalt Ausstehende
Salden
Ausstehende
Salden
Betrag der
Geschäfts
vorfälle
Betrag der
Geschäfts
vorfälle
Forderungen
(+)/
Verbindlich
keiten (-)
Forderungen
(+)/
Verbindlich
keiten (-)
30.06.2012 30.06.2011 01.01. -
30.06.2012
01.01. -
30.06.2011
TEUR TEUR TEUR TEUR
Carsten Risvig
Pedersen*
Welcon A/S
(vormals
Skykon Give
A/S)
Turmlieferant 522 -983 10.232 13.032

*Mitinhaber, Welcon A/S (vormals Skykon Give A/S)

VI. Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 37y WpHG i. V. m. § 37w Abs. 2 Nr. 3 WpHG

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss für die ersten sechs Monate zum 30. Juni 2012 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Hamburg, im August 2012

Vorstands

Dr. J. Zeschky L. Krogsgaard B. Schäferbarthold Dr. M. Sielemann Vorsitzender des Vorstand Vorstand Vorstand

Aktienbesitz der Organe

Den Organmitgliedern waren zum 30. Juni 2012 Nordex-Aktien wie folgt zuzurechnen:

Name Organstellung Aktien
Jan Klatten Aufsichtsrat 18.382.000 über eine Beteiligung an der
momentumcapital vermögensverwaltungs
gesellschaft mbH und der
Ventus Venture Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG
Carsten Risvig Aufsichtsrat 372.100 über eine 50 %ige Beteiligung an der
Pedersen CJ Holding ApS*

* Die CJ Holding ApS ist die Obergesellschaft der Nordvest A/S.

Auf die Vorstände entfallen in Summe Aktienoptionen an der Nordex SE in Höhe von 225.000 Stück.

Finanzkalender 2012

  1. August 2012 Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2012 Telefonkonferenz

  2. September 2012 Capital Market Day in Frankfurt/Main

  3. November 2012 Zwischenbericht zum dritten Quartal 2012 Telefonkonferenz

Impressum

Nordex SE EGGERT GROUP, Düsseldorf Investor Relations Langenhorner Chaussee 600 Fotografie Telefon +49 40 30030-1000 Telefax +49 40 30030-1101 www.nordex-online.com

Herausgeber Gestaltung und Satz

22419 Hamburg Dominik Obertreis, Althütte-Waldenweiler

Disclaimer

Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nordex-Konzerns beziehen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine Aussagen, die Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, und werden mitunter durch die Verwendung der Begriffe "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussehen", "annehmen" und ähnliche Formulierungen kenntlich gemacht. Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Prognosen und Erwartungen der Gesellschaft und unterliegen daher Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlich erreichte Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser dieses Zwischenberichts werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie kein unangemessenes Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen setzen sollten, die nur zum Datum dieses Zwischenberichts Gültigkeit haben. Die Nordex SE beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.