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Nordex SE — Interim / Quarterly Report 2011
Nov 14, 2011
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Interim / Quarterly Report
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Zwischenbericht des Nordex-Konzerns zum 30. September 2011
- Kennzahlen
- Vorwort
- Die Aktie
Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. September 2011
- Wirtschaftliches Umfeld
- Geschäftsentwicklung
- Ertragslage und Ergebnisentwicklung
- Kostensenkungen
- Finanz- und Vermögenslage
- Investitionen
- Forschung und Entwicklung
- Mitarbeiter
- Risiko- und Chancenbericht
- Prognosebericht
- Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2011
- Konzernbilanz
- Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
- Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- 14 Konzern-Kapitalflussrechnung
- Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
- Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss (IFRS)
- Aktienbesitz der Organe
- Finanzkalender/Impressum/Disclaimer
Kennzahlen
Ergebnisentwicklung
| 01.01.–30.09.2011 | 01.01.–30.09.2010 | 01.07.–30.09.2011 | 01.07.–30.09.2010 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | EUR Mio. | 668,2 | 614,2 | 264,9 | 264,4 |
| Gesamtleistung | EUR Mio. | 695,0 | 634,4 | 252,3 | 255,4 |
| EBITDA | EUR Mio. | 30,7 | 32,1 | 16,5 | 15,7 |
| EBIT | EUR Mio. | 11,0 | 17,3 | 9,4 | 10,2 |
| Cashflow1 | EUR Mio. | 70,6 | – 43,6 | 24,6 | 4,9 |
| Investitionen | EUR Mio. | 36,0 | 53,9 | 10,5 | 20,5 |
| Konzernergebnis | EUR Mio. | –0,6 | 8,5 | 3,4 | 5,6 |
| Ergebnis je Aktie2 | EUR | 0,00 | 0,13 | 0,04 | 0,08 |
| EBIT-Marge | % | 1,6 | 2,7 | 3,7 | 4,0 |
| Umsatzrendite | % | 1,6 | 2,8 | 3,6 | 3,9 |
| Bilanz | |||
|---|---|---|---|
| 30.09.2011 | 31.12.2010 | ||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 1.096,8 | 987,0 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 426,8 | 370,8 |
| Eigenkapitalquote | % | 38,9 | 37,6 |
| Working Capital | EUR Mio. | 314,9 | 244,7 |
| Mitarbeiter | |||
|---|---|---|---|
| 01.01.–30.09.2011 | 01.01.–30.09.2010 | ||
| Mitarbeiter | Ø | 2.660 | 2.347 |
| Personalaufwand | EUR Mio. | 102,6 | 87,0 |
| Umsatz je Mitarbeiter | TEUR | 251,2 | 261,7 |
| Personalaufwandsquote | % | 14,8 | 13,7 |
| Unternehmensspezifische Kennzahlen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.–30.09.2011 | 01.01.–30.09.2010 | ||||
| Auftragseingang | EUR Mio. | 708,5 | 530,2 | ||
| Anlagenbau Auslandsanteil | % | 89,0 | 93,0 |
1Veränderung der liquiden Mittel
2Auf Basis von durchschnittlich gewichtet 73,529 Millionen Aktien (2010: 66,845 Millionen Aktien)
das Jahr 2011 entwickelt sich für die Windindustrie weiterhin schwierig, das Konjunkturklima hat sich weltweit spürbar abgekühlt. Eine bedeutende Rolle spielt hierbei u.a. die wachsende Unsicherheit im Finanzsektor. Hohe Abschreibungen im Zuge der Staatsschuldenkrise in Europa und erhöhte Eigenkapitalanforderungen haben viele Geschäftsbanken dazu veranlasst, bei der Kreditfinanzierung von Windparkprojekten deutlich zurückhaltender zu agieren. Das hat im laufenden Quartal zu Projektverschiebungen geführt, die sich belastend auf unser Jahresergebnis auswirken werden.
Für Nordex ist 2011 ein Jahr des Übergangs, das wir mit Hochdruck dazu nutzen, unsere Chancen auf eine erfolgreiche Zukunft zu sichern. Hier befinden wir uns auf einem guten Weg. So nimmt der Markt unsere neuen Produkte gut an, wie der 34%ige Zuwachs im Auftragseingang belegt. Zudem rückt der Serienstart unserer N117/2400 in greifbare Nähe. Schon im Dezember werden wir den ersten Prototyp errichten.
Darüber hinaus haben wir erhebliche Fortschritte im Hinblick auf den Abbau unserer Kosten erreicht. Zum einen sind die notwendigen Schritte eingeleitet, um die Produktkosten im nächsten Jahr um 15% zu senken. Zum anderen haben wir die geplante Verringerung unserer Strukturkosten um rund EUR 50 Mio. vollständig mit Einzelmaßnahmen hinterlegt, die wir im Dezember, nach Abschluss der Anhörungsfrist der Arbeitnehmergremien, umsetzen wollen. Auf der Basis dieser Kostensenkungen können wir für das kommende Jahr wieder mit einem Umsatzwachstum rechnen und – noch weit wichtiger – mit der Rückkehr zur Profitabilität.
Bei allen derzeit bestehenden und kurzfristig zu meisternden Herausforderungen möchte ich betonen, dass unser Sektor fundamental intakt ist. Die Weltbevölkerung wird weiter wachsen und mit ihr die Energienachfrage. Ohne jeden Zweifel muss der steigende Strombedarf auf eine ökologisch und ökonomisch vertretbare Weise gedeckt werden. Und hierzu stellt die Windenergie eine der besten Lösungen dar. Deshalb schafft Nordex heute die Voraussetzungen dafür, in Zukunft Produkte zu entwickeln und weltweit anzubieten, die sich noch besser im Wettbewerb behaupten können. Um unsere Präsenz im Weltmarkt nachhaltig zu stärken, führen wir Gespräche mit industriellen Partnern, die sich in den letzten Wochen sehr vielversprechend entwickelt haben.
Mit der Reorganisation unseres Unternehmens wird eine neue Zeit bei Nordex anbrechen. Das verlangt auch Veränderungen in der Führung. Wie Sie wissen, habe ich mich dazu entschlossen, nach dem Auslaufen meines bestehenden Vertrages im Sommer 2012 für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung zu stehen. Mit Herrn Dr. Jürgen Zeschky hat Nordex eine Führungspersönlichkeit gewonnen, die den anstehenden Herausforderungen als Vorstandsvorsitzender gewachsen ist. Er wird spätestens zum 1. April 2012 die Geschäfte übernehmen. Darüber hinaus haben wir bereits eine direktere Führungsstruktur umgesetzt, die ideal zur klaren Fokussierung auf Kosteneffizienz, Kundennähe und technische Entwicklung geeignet ist.
Sie, sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde, möchte ich bitten, dem neuen Vorstand Ihr Vertrauen zu schenken. Bleiben Sie Ihrem Engagement treu.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Richterich Vorstandsvorsitzender
Die Aktie
Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) wuchs die Wirtschaft in den Industrienationen seit Beginn des Jahres 2011 langsamer, als ursprünglich erwartet. Zugleich haben sich die Rahmenbedingungen für eine Erholung der Weltwirtschaft im Jahresverlauf weiter eingetrübt, sodass die Wachstumsprognosen für 2011 und 2012 nun auf jeweils 4% gesenkt wurden. Neben der schleppenden Konjunktur in den entwickelten Volkswirtschaften sorgten vor allem der zunehmende Vertrauensverlust im Hinblick auf die Kreditwürdigkeit einiger Staatshaushalte und die Furcht vor einer neuen Bankenkrise für eine hohe Volatilität an den Finanz- und Kapitalmärkten. Die weltweiten Börsenindizes konnten ihre per Saldo stabilen bzw. positiven Entwicklungen des ersten Halbjahres 2011 aufgrund der zahlreichen negativen Einflussfaktoren im dritten Quartal nicht fortsetzen und hatten zum Teil hohe Bewertungsabschläge zu verzeichnen.
Am 30. September 2011 schloss der DAX, der wichtigste deutsche Börsenindex, bei 5.502 Punkten und damit um 20,4% unter dem Schlusskurs des Jahres 2010. Der Technologieindex der Deutschen Börse (TecDAX) erreichte zum Ende des Berichtszeitraums einen Stand von 662 Punkten, was einem Rückgang von 22,2% gegenüber dem Jahresende 2010 entspricht. Als globaler Aktienindex für Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien musste der RENIXX deutliche Einbußen hinnehmen. Ende September 2011 notierte der Auswahlindex bei 285 Punkten und damit um 46,2% im Minus.
Die Aktie der Nordex SE konnte sich dem allgemeinen Markttrend nicht entziehen, sie verbilligte sich im Berichtszeitraum jedoch weniger stark als der Vergleichsindex RENIXX. Den höchsten Tagesschlusskurs der ersten neun Monate des Jahres 2011 verzeichnete die Nordex-Aktie am 28. März mit EUR 9,37, den Tiefstkurs am 26. September mit EUR 3,69. Am 30. September 2011 schloss die Nordex-Aktie bei EUR 3,72, was einem Minus von rund 33% gegenüber dem Jahresschlusskurs 2010 entspricht. Das durchschnittliche elektronische Handelsvolumen auf der elektronischen Handelsplattform Xetra lag in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 bei rund 670.000 Aktien und damit um etwa 32% über dem Jahresdurchschnitt 2010.
Die Gesellschaft präsentierte sich im Berichtszeitraum auf internationalen Kapitalmarktkonferenzen, Roadshows und bei zahlreichen Treffen mit einzelnen Analysten und Investoren. Über seine jüngste Entwicklung berichtete das Unternehmen am 28. März 2011 im Rahmen einer Presse- und Analystenkonferenz. Zudem führt Nordex jeweils nach Veröffentlichung der Quartalsberichte eine Telefonkonferenz für Analysten und institutionelle Investoren durch. Darüber hinaus veranstaltete Nordex am 13. Oktober 2011 einen Capital Markets Day am Produktionsstandort Rostock, Deutschland.
Die Transparenz der Geschäftsentwicklung der Nordex SE wird durch die kontinuierliche Analyse durch derzeit rund 20 Research-Institute sichergestellt. Informationen zur Nordex-Aktie sowie Nachrichten, Finanzberichte und Präsentationen zum Unternehmen sind auf der Internetseite der Nordex-Gruppe (www.nordexonline.com/de/investor-relations) abrufbar.
Am 29. März 2011 hat die Nordex SE im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage insgesamt 6.684.499 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien ausgegeben. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich unter Ausschluss des Bezugsrechts für Altaktionäre von EUR 66.845.000 auf EUR 73.529.499. Die neuen Aktien wurden bei institutionellen Anlegern im Rahmen eines Accelerated Bookbuilding zu einem Preis von EUR 8,40 je Aktie platziert. SKion/ momentum capital wurden im Rahmen der Kapitalmaßnahme insgesamt 900.000 Aktien zugeteilt, der Großaktionär hielt zum Ende des Berichtszeitraums 24,99% des Grundkapitals an der Nordex SE. Die Kapitalerhöhung war mehrfach überzeichnet.
Umfeld
- 7 Geschäftsentwicklung
- 8 Ertragslage und Ergebnisentwicklung
- 8 Kostensenkungen
- 9 Finanz- und
- Vermögenslage
- 9 Investitionen 9 Forschung und
- Entwicklung 10 Mitarbeiter
- 10 Risiko- und
- Chancenbericht
- 10 Prognosebericht 11 Ereignisse nach
- Abschluss der Berichtsperiode
Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. September 2011
Wirtschaftliches Umfeld
Die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft hat im Laufe des Jahres 2011 spürbar nachgelassen. Während die ökonomische Expansion in den Schwellenund Entwicklungsländern noch relativ robust voranschritt, schwächte sie sich in zahlreichen entwickelten Volkswirtschaften weiter ab. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seinem neuesten Ausblick vom September 2011 damit, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2011 nur noch um rund 4% zulegen wird (2010: 5,1%). Dabei wird für die Industrienationen nach einem Plus von 3,1% im Jahr 2010 nun ein Zuwachs von etwa 1,6% vorausgesehen, für die Schwellen- und Entwicklungsländer eine Expansion um rund 6,4% (2010: 7,3%). Die Experten des IWF sehen die Entwicklung der Weltwirtschaft in einer neuen, gefährlichen Phase, in der die Abwärtsrisiken weiter gestiegen sind. Neben der schwachen US-Konjunktur bedroht vor allem die Verschärfung der Staatsschuldenkrise in mehreren EU-Ländern das globale Wirtschaftsklima.
Der Euro notierte am Ende des Berichtszeitraums bei USD 1,34 je Euro und schloss damit auf dem Niveau des Jahresschlusskurses 2010. Zwischenzeitlich erreichte der Euro zwar ein Jahreshoch von etwa USD 1,48 je Euro, gab jedoch insbesondere im dritten Quartal 2011 im Zuge der Eurokrise deutlich nach. Der Gaspreis in den USA (Henry Hub) sank per Saldo um rund 19% von USD 4,54 pro MMBtu (Million British Thermal Units) zu Jahresbeginn 2011 auf USD 3,67 pro MMBtu per Ende September 2011. Gleichzeitig ging die Stromnachfrage, bedingt durch die immer noch schwache US-Konjunktur, zurück. Das hat in Summe zu einem niedrigen Strompreis beigetragen, der sich gegenüber Mitte 2008 etwa auf EUR 30/MWh halbierte. Entsprechend niedrig liegen die Preise bei neu verhandelten Stromabnahmeverträgen für US-Windparks. Laut Bloomberg New Energy Finance sind diese im Jahr 2010 von US-ct 7,4/kWh auf US-ct 4,4/kWh gefallen. Für 2011 sei zwar eine leichte Besserung in Sicht, aber keine durchgreifende Trendwende zu erwarten. Im selben Zeitraum fiel der Strompreis in Zentraleuropa im Vergleich zu den USA weniger stark, nämlich von EUR 80/MWh auf knapp unter EUR 52/MWh.
Nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinenund Anlagenbau (VDMA) übertrafen die Bestellungen im deutschen Maschinen und Anlagenbau im September 2011 – wenn auch nur leicht – ihr Vorjahresniveau. Im Dreimonatsvergleich Juli bis September 2011 verbesserte sich der Auftragseingang real um 8% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert. Das Inlandsgeschäft wuchs dabei um 13%, das Auslandsgeschäft um 5%.
Auch der Absatz von Windturbinen soll im Jahr 2011 wieder deutlich steigen. So erwartet MAKE Consulting ein Plus von 18% im Vergleich zum Vorjahr. Triebfedern seien dabei vor allem die Märkte in China und den USA. Das Geschäft in den Vereinigten Staaten soll sich nach dem deutlichen Rückgang im Jahr 2010 wieder erholen. Das unterstreicht die Zahl der in den ersten neun Monaten 2011 errichteten Anlagen; diese erhöhte sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 75%.
Geschäftsentwicklung
Der Eingang neuer fest finanzierter Aufträge entwickelte sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiterhin positiv. Das Volumen des Neugeschäfts lag mit EUR 708,5 Mio. um 34% über dem Vorjahreswert von EUR 530,2 Mio. Dabei betreffen 92% der Aufträge europäische Projekte, 6% entfallen auf das US-amerikanische Geschäft und 2% auf den asiatischen Markt. Maßgeblich verantwortlich für das schwache Ergebnis in Asien ist der von der chinesischen Regierung weiterhin betriebene Protektionismus.
Der Konzernumsatz von Nordex betrug in der Berichtsperiode EUR 668,2 Mio. (Vorjahreszeitraum: EUR 614,2 Mio.), was einem Anstieg in Höhe von rund 9% entspricht. Das Umsatzwachstum ist dabei im Wesentlichen auf die positive Entwicklung des US-Geschäfts zurückzuführen. Während sich das absolute Umsatzvolumen in Europa in etwa auf dem Vorjahresniveau stabilisierte, expandierte das Geschäft in Amerika um 115%. Dementsprechend stieg der Umsatzanteil der Region Amerika am Gesamtumsatz von Nordex in der Berichtsperiode von 11% auf 23%, während der
- Umfeld
- 7 Geschäftsentwicklung
- 8 Ertragslage und Ergebnisentwicklung
- 8 Kostensenkungen
- 9 Finanz- und
- Vermögenslage
- 9 Investitionen
- 9 Forschung und Entwicklung
- 10 Mitarbeiter
- 10 Risiko- und Chancenbericht
- 10 Prognosebericht
- 11 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
Anteil des Europa-Geschäfts von 82% auf 73% und der des Asien-Geschäfts von 7% auf 4% sank.
Etwa 10% des Gruppenumsatzes wurden im Service erzielt. Der Exportanteil lag bei rund 89%.
| Umsatz im Anlagenbau nach Regionen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.–30.09.2011 01.01.–30.09.2010 % |
||||||
| Europa | 73 | 82 | ||||
| Amerika | 23 | 11 | ||||
| Asien | 4 | 7 |
Die Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 32,7% auf EUR 26,8 Mio., die Gesamtleistung wuchs von EUR 634,4 Mio. um 9,6% auf EUR 695,0 Mio.
Die Produktionsleistung im Bereich Turbinenfertigung stieg um 3,5% auf 641,5 MW (Vorjahreszeitraum: 620,0 MW), die Rotorblattproduktion lag mit 171,0 MW um rund 18% unter dem Vorjahreswert. Im Berichtszeitraum brachte Nordex weltweit 703,5 MW (Vorjahreszeitraum: 502,5 MW) neue Leistung für seine Kunden ans Netz.
| Produktionsleistung – Output | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.–30.09.2011 | 01.01.–30.09.2010 | ||||
| MW | MW | ||||
| Turbinenmontage | 641,5 | 620,0 | |||
| davon USA | 162,5 | – | |||
| davon China | 69,0 | 70,5 | |||
| Rotorblattproduktion | 171,0 | 208,0 | |||
| davon China | 40,0 | 63,5 |
Bei einer Book-to-Bill-Quote von 1,06 stiegt der Bestand fest finanzierter Aufträge im bisherigen Jahresverlauf auf EUR 515 Mio. (31. Dezember 2010: EUR 411 Mio.). Weitere Aufträge im Volumen von EUR 1.331 Mio. hatte sich Nordex zum Bilanzstichtag gesichert. Bei dem sogenannten bedingten Auftragsbestand handelt es sich um Lieferverträge oder entsprechende Rahmenvereinbarungen, bei denen noch nicht sämtliche Kriterien erfüllt sind, um die Ausführung unmittelbar zu starten. Insgesamt wies das Auftragsbuch also ein Volumen von EUR 1.846 Mio. aus.
Ertragslage und Ergebnisentwicklung
Die Bruttomarge lag im Berichtszeitraum mit 27,2% (30. September 2010: 26,7%) auf einem weiterhin hohen Niveau. Die Personalkosten stiegen gegen-
8
über dem entsprechenden Vorjahreswert um 17,9% auf EUR 102,6 Mio., maßgeblich begründet durch den Ausbau der Stammbelegschaft um 286 Mitarbeiter. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um EUR 5,6 Mio. auf EUR – 55,8 Mio. Zudem erhöhten sich die Abschreibungen um EUR 4,9 Mio.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug zum 30. September 2011 EUR 11 Mio. (30. September 2010: EUR 17,3 Mio.). Verantwortlich für das schwächere Ergebnis war ein Anstieg der Strukturkosten. Auf diese Entwicklung hat Nordex mit zwei Kostensenkungsprogrammen reagiert, von denen eines – das Programm N-ergize – bereits zu einem großen Teil umgesetzt wurde (s. hierzu das Kapitel "Kostensenkungen").
Nach Abzug des Finanzergebnisses in Höhe von EUR –10,5 Mio. und Ertragsteuern verzeichnete der Nordex-Konzern einen Verlust von EUR – 0,6 Mio.
Kostensenkungen
Als Reaktion auf den Rückgang der Turbinenabsatzpreise startete Nordex im Jahr 2010 zur Sicherung des Ergebnisses das produktkostenbezogene Kostensenkungsprogramm N-ergize. Ziel dieses Programms ist es, die Kosten pro Anlage bis zum Jahr 2012 um durchschnittlich 15% zu reduzieren. Zum Jahresende 2011 sollen die geplanten Maßnahmen zu zwei Dritteln umgesetzt und im Verlauf des Jahres 2012 vollständig implementiert sein. Dabei handelt es sich vor allem um Änderungen, die die Konstruktion der Anlagen betreffen. Zum Ende des dritten Quartals 2011 lag Nordex mit der Maßnahmenumsetzung voll im Plan.
Im August 2011 beschloss der Vorstand ergänzend ein Programm zum umfassenden Abbau der Strukturkosten. Dabei sollen die Personal- und die sonstigen Betriebskosten um EUR 50 Mio. reduziert werden. Der Kostenabbau ist inzwischen vollständig mit Einzelmaßnahmen hinterlegt, seine konkrete Umsetzung ist jedoch zum Teil anhörungspflichtig. Dieses rechtlich verpflichtende Verfahren wird voraussichtlich im Dezember 2011 abgeschlossen sein, sodass dieses Kostensenkungsprogramm im kommenden Geschäftsjahr wirksam wird. Im Oktober teilte Nordex mit, dass sich die Kürzungsmaßnahmen stärker auf den Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen konzentrieren und in Europa etwa 250 Stellen
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- Vermögenslage
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eingespart werden sollen. Davon ausgenommen sind strategisch wichtige Funktionen wie beispielsweise die Produktentwicklung.
Finanz- und Vermögenslage
Die Nordex SE führte am 29. März 2011 eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage zu einem Preis von EUR 8,40 je Aktie durch. Im Zuge dessen erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft um EUR 6.684.499, eingeteilt in 6.684.499 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1. Am 12. April 2011 begab die Nordex SE zusätzlich eine bis April 2016 laufende Schuldverschreibung (WKN: A1H3DX) mit einem Gesamtvolumen von EUR 150 Mio. und einem jährlichen Zinscoupon in Höhe von 6,375%.
Zum Bilanzstichtag 30. September 2011 betrug die Eigenkapitalquote im Nordex-Konzern 38,9% (31. Dezember 2010: 37,6%). Die Bilanzsumme stieg aufgrund der durchgeführten Kapitalmaßnahmen von EUR 987,0 Mio. per Jahresende 2010 um 11,1% auf EUR 1.096,8 Mio. Die flüssigen Mittel erhöhten sich in diesem Zusammenhang um 49,5% auf EUR 211,0 Mio. (31. Dezember 2010: EUR 141,1 Mio.).
In Vorbereitung auf kurzfristig zu realisierende Projekte stieg der Vorratsbestand von EUR 279,0 Mio. am 31. Dezember 2010 auf EUR 293,2 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen gingen um EUR 6,9 Mio. zurück. Dem stand mit EUR 18,4 Mio. ein stärkerer Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber. Zudem reduzierten sich die erhaltenen Anzahlungen um EUR 44,5 Mio. Diese Entwicklung war maßgeblich verantwortlich für den Anstieg des Working Capital von EUR 244,7 Mio. auf EUR 314,9 Mio. und damit auch für den negativen operativen Cashflow in Höhe von EUR –62,8 Mio. (30. September 2010: EUR –0,8 Mio.). Dabei ist allerdings festzuhalten, dass sich sowohl das Working Capital als auch der operative Cashflow im Verlauf des dritten Quartals 2011 mit EUR 58,4 Mio. bzw. EUR 59,6 Mio. deutlich positiv entwickelten.
Investitionen
Nordex investierte in der Berichtsperiode EUR 36,0 Mio. (30. September 2010: EUR 53,9 Mio.) in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Dabei flossen rund EUR 13,8 Mio. in Sachanlagen wie z.B. neue
Formen für die Rotorblattproduktion und andere Großwerkzeuge.
Weitere Aufwendungen in Höhe von EUR 20,6 Mio. entfielen auf die immateriellen Vermögenswerte, wovon EUR 18,7 Mio. die aktivierten Entwicklungsaufwendungen betrafen (Vorjahreszeitraum: EUR 14,5 Mio.).
Forschung und Entwicklung
Im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten standen im Berichtszeitraum die Entwicklung der neuen Nordex-Turbinen für den Onshoreund den Offshore-Markt sowie die weitere Umsetzung des weltweiten Kostensenkungsprogramms N-ergize.
Für den Onshore-Markt entwickelt Nordex derzeit die N117, die neue Schwachwindanlage im Onshore-Portfolio der Gruppe. Mit einer Flächenleistung von 4.480 qm/MW ist die N117 besonders für IEC-3-Standorte geeignet. Die Basis der neuen Nordex-Turbine bildet die bewährte Gamma-Generation. Gegenüber der N100 konnte die überstrichene Rotorfläche um 17% gesteigert werden. Die N117 zeichnet sich darüber hinaus durch einen geringen Schallleistungspegel aus. Der Vorbereitung zum Prototypenbau für Blätter, Gondel und Turm galt im dritten Quartal 2011 das Hauptaugenmerk. Die Gondel der N117 befindet sich bereits in der Linienproduktion von Nordex. Die Produktion der Prototypen für Rotorblatt und Turm konnte ebenfalls beginnen. Der Serienstart für die N117 ist auf Mitte 2012 terminiert.
Um Nordex-Turbinen auch an schwierigen Standorten (z.B. mit Bewaldung) effizient betreiben zu können, entwickelt Nordex für seine Anlagen besonders hohe Türme. Dazu wurden Untersuchungen und Berechnungen durchgeführt. Zudem errichtet Nordex derzeit einen neuen Typ eines Hybridturms mit einer Nabenhöhe von 140 m.
Die Entwicklungsarbeiten an dem Nordex Anti-Icing-System, einem speziell für Nordex-Anlagen entwickelten Enteisungssystem für Rotorblätter, wurden fortgeführt. Mit ihm sind Nordex-Anlagen dafür ausgerüstet, Windenergie auch an Standorten mit erhöhter Eisbildungsgefahr effizient und ertragsstark zu nutzen. Darüber hinaus entwickelt das Engineering für extrem kalte Standorte eine "Cold Climate Version" (CCV) der Gamma-Generation.
- Umfeld
- 7 Geschäftsentwicklung
- 8 Ertragslage und Ergebnisentwicklung
- 8 Kostensenkungen
- 9 Finanz- und
- Vermögenslage 9 Investitionen
- 9 Forschung und Entwicklung
- 10 Mitarbeiter
- 10 Risiko- und
- Chancenbericht 10 Prognosebericht
- 11 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
Einen weiteren Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten bildete die Neuentwicklung einer Anlage in der Leistungsklasse 6 MW. Die N150/6000 wird speziell für den Offshore-Einsatz konzipiert. Im Berichtszeitraum lag der Fokus weiterhin auf der Gestaltung der Einzelsysteme.
Das Engineering von Nordex arbeitete außerdem an der Umsetzung des konzernweiten Kostensenkungsprogramms N-ergize, und zwar insbesondere an der Verringerung konstruktionsbezogener Kosten der 2,5-MW-Plattform.
Mitarbeiter
Zum Bilanzstichtag erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter im Vorjahresvergleich um 11,8% auf 2.711 (30. September 2010: 2.425). Die Einstellungsschwerpunkte lagen in den Unternehmensbereichen Engineering und Service. Auf Ebene der Ländergesellschaften betrachtet, wurde der Mitarbeiterstamm – in absoluten Zahlen gemessen – am stärksten in Deutschland, den USA und der Türkei erweitert. Zum Ende des Berichtszeitraums waren etwa 78% der Beschäftigten von Nordex in Europa tätig (30. September 2010: 77%), in Asien waren es 14% (30. September 2010: 17%) und in den USA rund 8% (30. September 2010: 6%). Der unterjährige Anstieg der Lohnsumme ist größtenteils auf den erhöhten Personalaufwand in den USA zurückzuführen.
Risiko- und Chancenbericht
Im dritten Quartal 2011 hielt der durch die Überkapazitäten am Markt ausgelöste Druck auf die Verkaufspreise für Windturbinen an. Hierauf reagierte Nordex mit einem Programm zur signifikanten Anpassung der Strukturkosten. Die entsprechenden Effekte werden allerdings erst im Jahr 2012 wirksam werden. Zur geplanten Reorganisation gehört primär die Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie der Personalkosten. Darüber hinaus hebt der Konzern weitere Optimierungspotenziale durch Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz der Turbinen und durch die Senkung der relativen Herstellungskosten. So will Nordex in Zukunft Kraftwerke anbieten können, die die Stromproduktion zu günstigeren Gestehungskosten möglich machen.
Nordex setzt seine Partnersuche in China fort, um seine Wettbewerbsposition auf dem chinesischen Markt zu stärken und weitere Absatzgebiete in Asien zu erschließen.
Darüber hinaus verfolgt die Geschäftsführung von Nordex das Ziel, den Offshore-Bereich bis zum Jahr 2015 erfolgreich zu entwickeln, und forciert in diesem Zusammenhang die Suche nach einem geeigneten Partner. Die Gründung einer Partnerschaft soll dazu beitragen, auf die Anforderungen im Offshore-Segment reagieren zu können und die Entwicklung der Offshore-Turbine N150/6000 sowie das erste Offshore-Projekt "Arcadis Ost 1" zügig zu realisieren.
Weitere Änderungen im Risikoportfolio des Konzerns haben sich gegenüber den im Geschäftsbericht 2010 ausführlich dargestellten Risiken der voraussichtlichen Entwicklung nicht ergeben.
Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar.
Prognosebericht
Das Klima der Weltwirtschaft hat sich im Laufe des Jahres 2011 abgekühlt. Wesentliche Ursachen hierfür waren die Belastungen aus der Erdbebenkatastrophe in Japan, die anhaltend schwache Nachfrage in den USA und die Staatsschuldenkrise in Teilen von Europa. Zugleich ist die Gefahr gewachsen, dass die Schwellenländer aufgrund ihrer Exportverflechtungen von dieser Entwicklung negativ beeinflusst werden könnten. Vor diesem Hintergrund rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Schlussquartal 2011 mit einer Wachstumsrate unterhalb des entsprechenden Vorjahreswertes. Für das vierte Quartal 2011 erwartet der IWF einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung in Höhe von 3,6% (viertes Quartal 2010: 4,8%). Der Durchschnittswert für 2011 beträgt damit voraussichtlich 4,0% (2010: 5,1%). Für das Jahr 2012 reduzierte der IWF seine Wachstumsprognose leicht, nämlich um 0,5%, auf ebenfalls 4,0%.
Für den Absatz von Windturbinen erwarten die wesentlichen Marktbeobachter höhere Wachstumsraten als für die Weltwirtschaft insgesamt. So gehen die Berater von MAKE Consulting für das laufende Jahr von einem Zuwachs von 23% aus. Dieses Wachstum soll vor allem durch das weiterhin gute Geschäft in Asien (+28%) und in Amerika (+28%) getrieben werden. Der Markt in Europa entwickelt sich stabil, expandiert aber voraussichtlich weniger stark (+11%). Dieser insgesamt positiven Entwicklung stehen jedoch hohe Überkapazitäten im Markt entgegen, die zu fallenden Preisen geführt haben.
- 7 Wirtschaftliches Umfeld
- 7 Geschäftsentwicklung
- 8 Ertragslage und Ergebnisentwicklung
- 8 Kostensenkungen
- 9 Finanz- und
Vermögenslage
- 9 Investitionen 9 Forschung und
- Entwicklung
- 10 Mitarbeiter
- 10 Risiko- und Chancenbericht
- 10 Prognosebericht 11 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bis zum Jahr 2016 beziffert MAKE Consulting mit 10%. Dabei wird für die USA ab 2013 – als Folge des Auslaufens von Förderprogrammen – ein schwächerer Absatz erwartet. Für China prognostizieren Experten aufgrund von Stromleitungsengpässen und neuer Genehmigungsprozesse ein langsameres Wachstum als in den Vorjahren. China gilt bei den Beobachtern aber weiterhin als der größte Volumenmarkt der Zukunft. Auf Basis dieses Szenarios erwartet Bloomberg New Energy Finance für die Zeit ab 2013 wieder steigende Absatzpreise für Windturbinen.
Für das laufende Jahr geht die Nordex-Gruppe von einem weiterhin starken Auftragseingang aus. Das ursprüngliche Ziel eines Wachstums im Neugeschäft von 20% wird die Gesellschaft nach ihrer aktuellen Prognose übertreffen und neue fest finanzierte Aufträge im Volumen von bis zu EUR 1.100 Mio. vereinnahmen. Dabei geht Nordex insbesondere für das Geschäft in Europa von einer guten Entwicklung aus. In den USA steht das Unternehmen in intensiven Verhandlungen zu Projektverträgen, die noch im Schlussquartal unterzeichnet werden sollen. US-Kunden können für Projekte, die bis zum Dezember 2011 beauftragt werden, eine staatliche Förderung in Höhe von 30% der Investitionskosten erhalten.
Zum 30. September 2011 ist der fest finanzierte und kurzfristig umsetzbare Auftragsbestand der Nordex SE auf EUR 515 Mio. gestiegen. Parallel hierzu haben sich im laufenden Quartal einige Auslandsprojekte zeitlich so weit verschoben, dass sie im Geschäftsjahr 2011 nur noch zu einem geringeren Anteil, als ursprünglich angenommen, realisiert werden können. In der Intensität der Verhandlungen bei den Projektfinanzierungen spiegeln sich dabei die nochmals erhöhten Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung der Banken wider. Daraus wird voraussichtlich eine Unterschreitung des ursprünglich formulierten Umsatzziels von rund EUR 1 Mrd. resultieren. Derzeit erwartet der Vorstand der Nordex SE für das laufende Jahr einen Umsatz von rund EUR 920 Mio. (2010: EUR 972 Mio.). Diese Entwicklung wird das Ergebnis im vierten Quartal belasten. Für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Gesamtjahr 2011 erwartet Nordex jetzt einen Verlust in Höhe von etwa EUR 10 Mio. Die Rohertragsmarge im Gesamtjahr wird zwischen 24% und 25% liegen.
Das Konzernergebnis 2011 wird durch höhere Zinsaufwendungen gekennzeichnet sein. Dem wird zum Jahresende eine nochmals angestiegene Liquidität gegenüberstehen. Der operative Cashflow wird im vierten Quartal 2011 im Zuge der Schlussrechnung vieler Projekte deutlich positiv ausfallen. Trotz der positiven Entwicklung des operativen Cashflows in der zweiten Jahreshälfte 2011 erwartet Nordex zum Jahresende einen insgesamt negativen Jahreswert.
Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
Am 19. Oktober 2011 meldete Nordex die Unterzeichnung von Liefer- und Serviceverträgen mit vier Unternehmen aus Pakistan für Nordex-Turbinen des Typs N100/2500. Insgesamt handelt es sich um fünf Projekte mit einem Gesamtvolumen von 250 MW, die in den Jahren 2012 und 2013 realisiert werden sollen. Die Aufträge stehen noch unter dem Vorbehalt erforderlicher Finanzierungsvereinbarungen der Kunden.
Am 3. November 2011 gab Nordex die Akquisition eines 35-MW-Auftrags aus Großbritannien bekannt. Ab August 2012 wird Nordex 14 Turbinen der Baureihe N90/2500 für die walisischen Projekte "Pant-y-Wal" und "Fforch Nest" liefern. Kunde ist Pennant Walter, eine Tochtergesellschaft der Walters Group.
Am 4. November 2011 meldete Nordex, dass Herr Dr. Jürgen Zeschky (51) spätestens zum 1. April 2012 die Nachfolge von Herrn Thomas Richterich als Vorsitzender des Vorstands der Nordex SE antreten wird. Der promovierte Maschinenbauingenieur verantwortet zurzeit die Industrie-Sparte der Voith Turbo GmbH & Co. KG in Heidenheim, einen Bereich, der in den letzten Jahren profitabel gewachsen ist.
Herr Dr. Eberhard Voß hat sein Amt als Vorstand der Nordex SE einvernehmlich mit Wirkung zum 30. September 2011 beendet. Damit hat die Nordex SE den Umbau ihres obersten Führungsorgans abgeschlossen. In Zukunft wird die Gesellschaft von vier Vorständen geleitet. Aufsichtsrat und Vorstand danken Herrn Dr. Voß für die in den letzten Jahren geleistete Arbeit.
Konzernbilanz
zum 30. September 2011
| Aktiva | 30.09.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Flüssige Mittel | 210.953 | 141.050 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| und künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 262.618 | 269.495 |
| Vorräte | 293.232 | 278.996 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 17.367 | 12.066 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 48.479 | 42.367 |
| Kurzfristige Aktiva | 832.649 | 743.974 |
| Sachanlagen | 133.628 | 132.126 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 11.648 | 9.960 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 61.263 | 48.636 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 6.235 | 7.125 |
| Finanzanlagen | 5.669 | 5.706 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 5.636 | 5.539 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 2.278 | 1.015 |
| Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 34 | 9 |
| Latente Steueransprüche | 37.772 | 32.891 |
| Langfristige Aktiva | 264.163 | 243.007 |
| Aktiva | 1.096.812 | 986.981 |
| Passiva | 30.09.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 46.631 | 30.309 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 159.304 | 177.672 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 2.558 | 4.188 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 43.467 | 54.762 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 16.546 | 16.211 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 161.045 | 193.608 |
| Kurzfristige Passiva | 429.551 | 476.750 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 40.266 | 86.423 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 788 | 758 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 18.311 | 25.005 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 165.351 | 14.329 |
| Sonstige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 18 | 270 |
| Latente Steuerschulden | 15.766 | 12.611 |
| Langfristige Passiva | 240.500 | 139.396 |
| Gezeichnetes Kapital | 73.529 | 66.845 |
| Kapitalrücklage | 206.412 | 158.080 |
| Andere Gewinnrücklagen | 43.925 | 30.997 |
| Cash Flow Hedge (Zinsswap) | 0 | –502 |
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | –10.530 | –10.530 |
| Fremdwährungsausgleichsposten | 5.029 | 4.332 |
| Konzernergebnisvortrag | 105.920 | 97.974 |
| Konzernergebnis | 103 | 20.875 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens | ||
| zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | 424.388 | 368.071 |
| Minderheitsgesellschafter | 2.373 | 2.764 |
| Eigenkapital | 424.761 | 370.835 |
| Passiva | 1.096.812 | 986.981 |
12 Konzernbilanz 13 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
- 13 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
- 14 Konzern-Kapitalfluss rechnung
- 15 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung 17 Erläuterungen
-
zum Konzern- Zwischenabschluss
-
13 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
- 13 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
- 14 Konzern-Kapitalfluss rechnung
- 15 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
- 17 Erläuterungen
zum Konzern- Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Zwischenabschluss
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. September 2011
| 01.01.– | 01.01.– | 01.07.– | 01.07.– | |
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2011 | 30.09.2010 | 30.09.2011 | 30.09.2010 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Umsatzerlöse | 668.183 | 614.187 | 264.907 | 264.373 |
| Bestandsveränderungen und andere | ||||
| aktivierte Eigenleistungen | 26.823 | 20.176 | – 12.574 | –8.984 |
| Gesamtleistung | 695.006 | 634.363 | 252.333 | 255.389 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 18.818 | 13.025 | 10.855 | 2.640 |
| Materialaufwand | –505.887 | –464.982 | – 187.216 | –193.913 |
| Personalaufwand | –102.615 | –87.036 | –36.027 | –27.813 |
| Abschreibungen | – 19.737 | –14.810 | –7.058 | –5.427 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –74.601 | –63.228 | –23.462 | –20.634 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 10.984 | 17.332 | 9.425 | 10.242 |
| Erträge aus Beteiligungen | 0 | 2.154 | 0 | 0 |
| Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung | –111 | 0 | 3 | 0 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.267 | 500 | 381 | 141 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –11.624 | –7.824 | –3.467 | –2.437 |
| Finanzergebnis | –10.468 | –5.170 | –3.083 | –2.296 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 516 | 12.162 | 6.342 | 7.946 |
| Ertragsteuern | –1.156 | –3.648 | –2.931 | –2.382 |
| Konzern-Verlust/-Gewinn | –640 | 8.514 | 3.411 | 5.564 |
| Davon entfallen auf: | ||||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | 103 | 8.692 | 3.297 | 5.352 |
| Minderheitsgesellschafter | –743 | –178 | 114 | 212 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | ||||
| Unverwässert* | 0,00 | 0,13 | 0,04 | 0,08 |
| Verwässert* | 0,00 | 0,13 | 0,04 | 0,08 |
*Auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 73,529 Millionen Aktien (i.V.: 66,845 Millionen Aktien)
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. September 2011
| 01.01.– | 01.01.– | |
|---|---|---|
| 30.09.2011 | 30.09.2010 | |
| TEUR | TEUR | |
| Konzern-Verlust/-Gewinn | –640 | 8.514 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | 713 | 1.300 |
| Marktbewertung Zinsswapgeschäfte | 716 | –524 |
| Latente Steuern | –215 | 157 |
| Konzerngesamtergebnis | 574 | 9.447 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | 1.301 | 9.420 |
| Minderheitsgesellschafter | –727 | 27 |
- 13 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
- 13 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
14 Konzern-Kapitalfluss rechnung
- 15 Konzern-Eigenkapital-
- veränderungsrechnung 17 Erläuterungen
- zum Konzern- Zwischenabschluss
Konzern-Kapitalflussrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. September 2011
| 01.01.– | 01.01.– | ||
|---|---|---|---|
| 30.09.2011 | 30.09.2010 | ||
| TEUR | TEUR | ||
| Laufende Geschäftstätigkeit | |||
| Konzern-Verlust/-Gewinn | –640 | 8.514 | |
| + | Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 19.737 | 14.810 |
| = | Konzern-Gewinn zuzüglich Abschreibungen | 19.097 | 23.324 |
| – | Zunahme der Vorräte | –14.236 | –27.516 |
| +/– | Ab-/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen |
6.877 | –67.591 |
| –/+ | Ab-/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | –21.847 | 63.611 |
| –/+ | Ab-/Zunahme der erhaltenen Anzahlungen – passiv | –44.517 | 4.577 |
| = | Auszahlung aus der Veränderung des Working Capital | –73.723 | –26.919 |
| –/+ | Zu-/Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
–10.286 | 8.774 |
| + | Zunahme der Pensionsrückstellungen | 30 | 161 |
| – | Abnahme der Sonstigen Rückstellungen | –17.989 | –2.999 |
| +/– | Zu-/Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
9.995 | –2.497 |
| + | Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 724 | 1.458 |
| – | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | –1.267 | –500 |
| + | Erhaltene Zinsen | 1.191 | 253 |
| + | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 11.624 | 7.824 |
| – | Gezahlte Zinsen | –3.982 | –7.019 |
| + | Ertragsteuern | 1.156 | 3.648 |
| – | Gezahlte Steuern | –1.043 | –1.012 |
| +/– | Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge | 1.638 | –5.306 |
| = | Aus-/Einzahlung aus der restlichen laufenden Geschäftstätigkeit | –8.209 | 2.785 |
| = | Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | –62.835 | –810 |
| Investitionstätigkeit | |||
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens/immateriellen Anlagevermögens |
545 | 0 |
| – | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen/ | ||
| immaterielle Anlagevermögen | –34.382 | –53.931 | |
| + | Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens | 149 | 213 |
| – | Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | –749 | –5.632 |
| = | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –34.437 | –59.350 |
| Finanzierungstätigkeit | |||
| + | Einzahlungen aufgrund von Kapitalerhöhungen | 53.279 | 0 |
| + | Aufnahme Bankkredite | 52.421 | 19.609 |
| – | Rückzahlung Bankkredite | –85.202 | –3.000 |
| + | Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen | 147.412 | 0 |
| = | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 167.910 | 16.609 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | 70.638 | –43.551 | |
| + | Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 141.050 | 159.886 |
| + | Finanzmittelbestand aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises | 25 | 0 |
| –/+ | Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands | –760 | 4.872 |
| = | Finanzmittelbestand am Ende der Periode (Flüssige Mittel gemäß Konzernbilanz) |
210.953 | 121.207 |
- 13 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
- 13 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
- 14 Konzern-Kapitalfluss-
- rechnung 15 Konzern-Eigenkapital-
- veränderungsrechnung
- 17 Erläuterungen zum Konzern- Zwischenabschluss
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| Gezeich | Kapital | Andere | Cash | Sonstige | Fremd | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| netes | rück | Gewinn | Flow | Eigen | währungs | |
| Kapital | lage | rück | Hedge | kapital | aus | |
| lagen | (Zins | bestand | gleichs | |||
| swap) | teile | posten | ||||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand 01.01.2011 | 66.845 | 158.080 | 30.997 | –501 | –10.530 | 4.332 |
| Gewinnverwendung und Einstellung Konzernergebnis Geschäftsjahr 2010 |
||||||
| in den Konzernergebnisvortrag | 0 | 0 | 12.928 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | ||||||
| Einzahlungen aus Kapitalerhöhung | 6.684 | 49.465 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kosten der Kapitalerhöhung | 0 | –2.870 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ertragsteuern | 0 | 861 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bilanzierung des Mitarbeiter | ||||||
| aktienoptionsprogramms | 0 | 876 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 501 | 0 | 697 |
| Konzernverlust | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | ||||||
| Unterschied aus der | ||||||
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 697 |
| Marktbewertung Zinsswapgeschäfte | 0 | 0 | 0 | 716 | 0 | 0 |
| Latente Steuern | 0 | 0 | 0 | –215 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2011 | 73.529 | 206.412 | 43.925 | 0 | –10.530 | 5.029 |
| Konzern ergebnis vortrag |
Konzern ergebnis |
Den Gesellschaftern des Mutterunter nehmens zurechen barer Anteil am Eigenkapital |
Minder heits gesell schafter |
Summe Eigen kapital |
|
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand 01.01.2011 | 97.973 | 20.875 | 368.071 | 2.764 | 370.835 |
| Gewinnverwendung und Einstellung Konzernergebnis Geschäftsjahr 2010 in den Konzernergebnisvortrag |
7.947 | –20.875 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | |||||
| Einzahlungen aus Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 56.149 | 336 | 56.485 |
| Kosten der Kapitalerhöhung | 0 | 0 | –2.870 | 0 | –2.870 |
| Ertragsteuern | 0 | 0 | 861 | 0 | 861 |
| Bilanzierung des Mitarbeiter aktienoptionsprogramms |
0 | 0 | 876 | 0 | 876 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 103 | 1.301 | –727 | 574 |
| Konzernverlust | 0 | 103 | 103 | –743 | –640 |
| Sonstiges Ergebnis | |||||
| Unterschied aus der | |||||
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 697 | 16 | 713 |
| Marktbewertung Zinsswapgeschäfte | 0 | 0 | 716 | 0 | 716 |
| Latente Steuern | 0 | 0 | –215 | 0 | –215 |
| Stand 30.09.2011 | 105.920 | 103 | 424.388 | 2.373 | 426.761 |
12 Konzernbilanz
- 13 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
- 13 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
- 14 Konzern-Kapitalfluss rechnung
15 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
17 Erläuterungen zum Konzern- Zwischenabschluss
| Gezeich | Kapital | Andere | Cash | Sonstige | Fremd | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| netes | rück | Gewinn | Flow | Eigen | währungs | |
| Kapital | lage | rück | Hedge | kapital | aus | |
| lagen | (Zins | bestand | gleichs | |||
| swap) | teile | posten | ||||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand 01.01.2010 | 66.845 | 158.687 | 31.136 | –287 | –10.530 | 1.494 |
| Einstellung Konzernergebnis Geschäfts | ||||||
| jahr 2009 in den Konzernergebnisvortrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederung | 0 | 0 | –139 | 0 | 0 | 139 |
| Bilanzierung des Mitarbeiter | ||||||
| aktienoptionsprogramms | 0 | –438 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | –367 | 0 | 1.095 |
| Konzerngewinn | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | ||||||
| Unterschied aus der | ||||||
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.095 |
| Marktbewertung Zinsswapgeschäfte | 0 | 0 | 0 | –524 | 0 | 0 |
| Latente Steuern | 0 | 0 | 0 | 157 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2010 | 66.845 | 158.249 | 30.997 | –654 | –10.530 | 2.728 |
| Konzern ergebnis vortrag |
Konzern ergebnis |
Den Gesellschaftern des Mutterunter nehmens zurechen barer Anteil am |
Minder heits gesell schafter |
Summe Eigen kapital |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand 01.01.2010 | 103.034 | –5.060 | 345.319 | 2.510 | 347.829 |
| Einstellung Konzernergebnis Geschäfts | |||||
| jahr 2009 in den Konzernergebnisvortrag | –5.060 | 5.060 | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bilanzierung des Mitarbeiter | |||||
| aktienoptionsprogramms | 0 | 0 | –438 | 0 | –438 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 8.692 | 9.420 | 27 | 9.447 |
| Konzerngewinn | 0 | 8.692 | 8.692 | –178 | 8.514 |
| Sonstiges Ergebnis | |||||
| Unterschied aus der | |||||
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 1.095 | 205 | 1.300 |
| Marktbewertung Zinsswapgeschäfte | 0 | 0 | –524 | 0 | –524 |
| Latente Steuern | 0 | 0 | 157 | 0 | 157 |
| Stand 30.09.2010 | 97.974 | 8.692 | 354.301 | 2.537 | 356.838 |
- 12 Konzernbilanz
- 13 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
- 13 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
- 14 Konzern-Kapitalfluss rechnung
- 15 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung 17 Erläuterungen
- zum Konzern- Zwischenabschluss
Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss (IFRS)
zum 30. September 2011
I. Allgemein
Der nicht geprüfte und keiner prüferischen Durchsicht unterzogene verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Nordex SE und ihrer Tochtergesellschaften für die ersten neun Monate zum 30. September 2011 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der EU übernommen wurden, erstellt. Dabei wurden alle zum 30. September 2011 gültigen IFRS und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee beachtet. Darüber hinaus wurde der vom International Accounting Standards Committee (IACS) veröffentlichte IAS 34 "Zwischenberichterstattung" beachtet.
Nach dem 31. Dezember 2010 wurden folgende IFRS veröffentlicht, die von der EU noch nicht übernommen wurden und auch noch nicht angewendet wurden:
Im Mai 2011 gab das IASB mit den IFRS 10, 11 und 12 drei neue Standards heraus, die die Bilanzierung von Beteiligungen eines berichtenden Unternehmens im Konzernabschluss regeln. IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" führt ein einheitliches Konsolidierungsmodell für alle Unternehmen auf der Grundlage von Beherrschung ein. IFRS 11 "Joint Arrangements" behandelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen. Diese entstehen, wenn zwei oder mehr Vertragsparteien gemeinschaftliche Kontrolle haben. IFRS 10 und 11 sind mit retrospektiver Wirkung verpflichtend auf Abschlüsse für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities" erweitert die Anhangangaben für Beteiligungen an anderen Gesellschaften. Dazu werden u.a. bestehende Angaben aus mehreren bereits veröffentlichten Standards in IFRS 12 zusammengeführt. IFRS 12 ist mit
prospektiver Wirkung verpflichtend auf Abschlüsse für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.
Ebenfalls veröffentlichte das IASB im Mai 2011 IFRS 13 "Fair Value Measurement", der die Regelungen über die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, die bisher in den einzelnen IFRS enthalten sind, in einem einzigen Standard zusammenführt und durch eine einheitliche Regelung ersetzt. IFRS 13 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist ebenfalls zulässig.
Im Juni 2011 gab das IASB Änderungen des IAS 19 "Employee Benefits" bekannt, die eine Abschaffung der Korridormethode nach sich ziehen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind zukünftig unmittelbar erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Außerdem darf ein Ertrag aufgrund der erwarteten Verzinsung des Planvermögens lediglich in Höhe des Diskontierungszinssatzes erfasst werden, der für die Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung verwendet wird. Die Änderungen des IAS 19 sind – von einigen Ausnahmen abgesehen – grundsätzlich mit retrospektiver Wirkung verpflichtend auf Abschlüsse für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.
Nordex untersucht zurzeit die Auswirkungen aller neuen Standards auf den Konzernabschluss.
Der vorliegende Zwischenabschluss ist im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 zu lesen. Nähere Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden sich im Anhang des Konzernabschlusses. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 ist im Internet unter www.nordex-online.com im Bereich Investor Relations abrufbar.
- 12 Konzernbilanz
- 13 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
- 13 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
- 14 Konzern-Kapitalfluss rechnung
- 15 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
- 17 Erläuterungen zum Konzern- Zwischenabschluss
Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 enthaltenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten, soweit nicht explizit auf Änderungen hingewiesen wird, auch für den Zwischenabschluss zum 30. September 2011.
Die Darstellung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfolgt unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren.
Die Geschäftsergebnisse für die ersten neun Monate des Jahres 2011 sind nicht zwangsläufig ein Indikator für die für das Gesamtjahr zu erwartenden Ergebnisse. Während des Geschäftsjahres unregelmäßig anfallende Aufwendungen werden in der Zwischenberichterstattung nur insoweit berücksichtigt bzw. abgegrenzt, wie die Berücksichtigung bzw. Abgrenzung auch zum Ende des Geschäftsjahres angemessen wäre.
Der Zwischenabschluss wurde in der Konzernwährung Euro erstellt.
II. Erläuterungen zur Bilanz
Kurzfristige Aktiva
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum 30. September 2011 EUR 70,0 Mio. (31. Dezember 2010: EUR 68,2 Mio.). In den ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren am 30. September 2011 Wertberichtigungen in Höhe von EUR 3,0 Mio. (31. Dezember 2010: EUR 3,3 Mio.) enthalten.
Von den künftigen Bruttoforderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von EUR 1.010,4 Mio. (31. Dezember 2010: EUR 921,8 Mio.) wurden erhaltene Anzahlungen von EUR 817,7 Mio. (31. Dezember 2010: EUR 720,5 Mio.) aktivisch abgesetzt. Darüber hinaus sind unter den sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten erhaltene Anzahlungen in Höhe von EUR 81,6 Mio. (31. Dezember 2010: EUR 126,1 Mio.) ausgewiesen.
Langfristige Aktiva
Die Entwicklung der langfristigen Aktiva ist in der Übersicht Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte (siehe S. 19) dargestellt. Zum 30. September 2011 standen Investitionen in Höhe von EUR 36,0 Mio. Abschreibungen in Höhe von EUR 19,7 Mio. gegenüber. Die Zugänge betreffen mit EUR 18,7 Mio. aktivierte Entwicklungsaufwendungen und mit EUR 5,5 Mio. andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung.
Als Folge der Erstkonsolidierung einer Gesellschaft hat sich der Geschäfts- oder Firmenwert um EUR 1,7 Mio. auf EUR 11,6 Mio. erhöht.
Die aktiven latenten Steuern berücksichtigen im Wesentlichen voraussichtlich nutzbare inländische körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge.
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- 13 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
- 13 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
- 14 Konzern-Kapitalfluss rechnung
- 15 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
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Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anfangs | Zugänge | Erstkon | Abgänge | Umglie | Fremd | End | |
| bestand | solidie | derung | währung | bestand | |||
| 01.01.2011 | rung | 30.09.2011 | |||||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Sachanlagen | |||||||
| Grundstücke und Bauten | 79.414 | 479 | 62 | 245 | 66 | 88 | 79.864 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 47.378 | 4.685 | 0 | 3.943 | 9.309 | 29 | 57.458 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und | |||||||
| Geschäftsausstattung | 37.776 | 5.479 | 68 | 1.778 | –2 | 21 | 41.564 |
| Geleistete Anzahlungen und | |||||||
| Anlagen im Bau | 18.324 | 3.136 | 0 | 0 | –9.373 | –104 | 11.983 |
| Summe Sachanlagen | 182.892 | 13.779 | 130 | 5.966 | 0 | 34 | 190.869 |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 14.461 | 335 | 1.353 | 0 | 0 | 0 | 16.149 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 79.668 | 18.700 | 0 | 538 | 0 | 0 | 97.830 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 23.492 | 1.568 | 179 | 636 | 0 | 72 | 24.675 |
| Summe immaterielle Vermögenswerte | 117.621 | 20.603 | 1.532 | 1.174 | 0 | 72 | 138.654 |
| Abschreibungen | Buchwert | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anfangs | Zugänge | Abgänge | Umgliede | Fremd | End | 30.09. | 31.12. | |
| bestand | rung | währung | bestand | 2011 | 2010 | |||
| 01.01.2011 | 30.09.2011 | |||||||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Sachanlagen | ||||||||
| Grundstücke und Bauten | 11.486 | 2.228 | 240 | 19 | 76 | 13.569 | 66.295 | 67.928 |
| Technische Anlagen und | ||||||||
| Maschinen | 20.812 | 4.616 | 3.901 | 0 | 131 | 21.658 | 35.800 | 26.566 |
| Andere Anlagen, Betriebs | ||||||||
| und Geschäftsausstattung | 17.863 | 4.628 | 1.274 | –19 | 56 | 21.254 | 20.310 | 19.913 |
| Geleistete Anzahlungen und | ||||||||
| Anlagen im Bau | 605 | 237 | 0 | 0 | –82 | 760 | 11.223 | 17.719 |
| Summe Sachanlagen | 50.766 | 11.709 | 5.415 | 0 | 181 | 57.241 | 133.628 | 132.126 |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 4.501 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.501 | 11.648 | 9.960 |
| Aktivierte Entwicklungs | ||||||||
| aufwendungen | 31.032 | 5.537 | 2 | 0 | 0 | 36.567 | 61.263 | 48.636 |
| Sonstige immaterielle | ||||||||
| Vermögenswerte | 16.367 | 2.491 | 454 | 0 | 36 | 18.440 | 6.235 | 7.125 |
| Summe immaterielle | ||||||||
| Vermögenswerte | 51.900 | 8.028 | 456 | 0 | 36 | 59.508 | 79.146 | 65.721 |
- 13 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
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- 14 Konzern-Kapitalfluss rechnung
- 15 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
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Kurzfristige Passiva
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen mit EUR 38,2 Mio. auf von Tochtergesellschaften in China in Anspruch genommene Barkreditlinien sowie mit EUR 8,4 Mio. auf einen im November 2009 abgeschlossenen Konsortialkredit zur Finanzierung der Rotorblattproduktion in Rostock.
Langfristige Passiva
Unter den langfristigen Passiva wird im Wesentlichen die von der Nordex SE Mitte April 2011 mit einem Emissionsvolumen von EUR 150,0 Mio. begebene Unternehmensanleihe ausgewiesen. Die Anleihe ist mit einem festen Zins von 6,375% p.a. und einer Laufzeit von fünf Jahren ausgestattet. Der anfängliche Ausgabepreis lag bei 99,841%. Der langfristige Teil des im Mai 2009 begebenen Schuldscheindarlehens von EUR 47,0 Mio. wurde aus dem Emissionserlös getilgt und der zur Sicherung von Zinsrisiken abgeschlossene Zinsswap aufgelöst. Weitere langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 40,3 Mio. stammen aus dem Konsortialkredit.
Alle bestehenden Kreditlinien/Darlehen werden durch Non-Financial und Financial Covenants wie Leverage (Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA), Interest Cover (Verhältnis von EBITDA zum Zinsaufwand) und Equity Ratio (Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme abzüglich Flüssige Mittel) bankenseitig überwacht. Eine Kündigung der bestehenden Finanzierungen seitens der Kreditinstitute ist nur aus außerordentlichen Gründen möglich, hierzu gehört die Verletzung der Financial Covenants.
Eigenkapital
Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Darstellung in der Eigenkapitalveränderungsrechnung der Nordex-Gruppe (siehe S. 15/16) verwiesen.
Die Nordex SE hat am 30. März 2011 ihr gezeichnetes Kapital um EUR 6.684.499 durch die Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage erhöht. Das Grundkapital beträgt nach der Kapitalerhöhung EUR 73.529.499 und ist in 73.529.499 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1 eingeteilt. Das Agio aus dem erzielten Platzierungspreis von EUR 8,40 je Aktie wurde unter Abzug der durch die Kapitalerhöhung verursachten Transaktionskosten in die Kapitalrücklage eingestellt.
III. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Regionen:
| 01.01.– 30.09.2011 EUR Mio. |
01.01.– 30.09.2010 EUR Mio. |
|
|---|---|---|
| Europa | 486,7 | 503,7 |
| Amerika | 151,5 | 70,5 |
| Asien | 30,0 | 40,0 |
| Gesamt | 668,2 | 614,2 |
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen
Die Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen belaufen sich für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2011 auf insgesamt EUR 26,8 Mio. (erste neun Monate des Geschäftsjahres 2010: EUR 20,2 Mio.). Neben einer Bestandserhöhung in Höhe von EUR 8,1 Mio. (erste neun Monate des Geschäftsjahres 2010: EUR 3,7 Mio.) wurden Eigenleistungen von EUR 18,7 Mio. (erste neun Monate des Geschäftsjahres 2010: EUR 16,5 Mio.) aktiviert.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Währungskurseffekten.
Materialaufwand
Der Materialaufwand in Höhe von EUR 505,9 Mio. (erste neun Monate des Geschäftsjahres 2010: EUR 465,0 Mio.) setzt sich zusammen aus Aufwen-
- 13 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
- 13 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
- 14 Konzern-Kapitalfluss rechnung
- 15 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
- 17 Erläuterungen zum Konzern- Zwischenabschluss
dungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie aus Aufwendungen für bezogene Leistungen.
Unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Wesentlichen Aufwendungen für Bauteile und Energie ausgewiesen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren u.a. aus fremdbezogenen Frachten, Auftragsrückstellungen, Provisionen und Fremdleistungen für die Auftragsabwicklung.
Personalaufwand
Der Personalaufwand lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011 bei EUR 102,6 Mio. nach EUR 87,0 Mio. im Vorjahreszeitraum. Der Personalstand stieg zum 30. September 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt von 2.425 um 286 Mitarbeiter auf 2.711.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen im Wesentlichen auf Beratungs-, Rechts- und Prüfungskosten, Reisekosten, Fremdleistungen sowie Mieten und Pachten.
IV. Segmentberichterstattung
Die Aktivitäten der Nordex-Gruppe erstrecken sich auf die Entwicklung, die Produktion, den Service und den Vertrieb von Windenergieanlagen. Neben der Entwicklung und der Produktion werden zur Unterstützung des Vertriebs Vorleistungen für die Projektentwicklung erbracht, entsprechende Rechte erworben und die Infrastruktur geschaffen, um Windenergieanlagen an geeigneten Standorten zu errichten. Bei der Nordex-Gruppe handelt es sich im Wesentlichen um ein Einproduktunternehmen.
Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger übereinstimmt. Als Hauptentscheidungsträger wurde der Vorstand der Nordex SE ausgemacht. Es wurden drei berichtspflichtige Segmente identifiziert, die sich bezüglich der geografischen Märkte unterscheiden und eigenständig geführt werden. Die Nordex SE übt dabei eine reine Holding-Funktion aus und wurde von daher keinem der Segmente zugeordnet.
Die interne Berichterstattung basiert auf den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Konzernabschlusses. Die Segmentumsätze beinhalten sowohl die Umsätze mit Dritten (Außenumsätze) als auch die Umsätze der Segmente untereinander (Innenumsätze). Die Festsetzung der Preise für Lieferungen zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt unter Beachtung des Arm´s-Length-Prinzips. Die Außenumsätze umfassen grundsätzlich die Umsätze nach dem Bestimmungsort der Verkäufe. Die Segmentergebnisse sind entsprechend den Außenumsätzen konsolidiert dargestellt. Die Überleitung der Segmentergebnisse auf das Betriebsergebnis (EBIT) sowie des Segmentvermögens auf das Unternehmensvermögen ist in der folgenden Übersicht dargestellt.
- 13 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
- 13 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
- 14 Konzern-Kapitalfluss rechnung
- 15 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
- 17 Erläuterungen zum Konzern- Zwischenabschluss
Konzern-Segmentberichterstattung
| Europa | Asien | Amerika | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Q1–Q3/2011 | Q1–Q3/2010 | Q1–Q3/2011 | Q1–Q3/2010 | Q1–Q3/2011 | Q1–Q3/2010 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Umsatzerlöse | 522.179 | 557.947 | 30.008 | 39.963 | 151.498 | 70.508 |
| Abschreibungen | –14.173 | –10.429 | –1.228 | –1.344 | –1.542 | –249 |
| Zinserträge | 732 | 157 | 121 | 86 | 2 | 8 |
| Zinsaufwendungen | –521 | –716 | –1.419 | –790 | –1.840 | –44 |
| Ertragsteuern | –10.502 | –4.589 | 976 | 636 | –55 | 1.262 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT); Segmentergebnis |
31.033 | 46.591 | –4.575 | –2.790 | 3.999 | –952 |
| Investitionen in Sachanlagen | ||||||
| und immaterielle Vermögenswerte | 31.561 | 33.076 | 1.197 | 2.175 | 1.559 | 15.335 |
| Liquide Mittel | 39.937 | 17.607 | 15.648 | 7.820 | 32.050 | 14.654 |
| Zentraleinheiten | Konsolidierung | Konzern gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Q1–Q3/2011 | Q1–Q3/2010 | Q1–Q3/2011 | Q1–Q3/2010 | Q1–Q3/2011 | Q1–Q3/2010 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Umsatzerlöse | 0 | 0 | –35.502 | –54.231 | 668.183 | 614.187 |
| Abschreibungen | –2.794 | –2.788 | 0 | 0 | –19.737 | –14.810 |
| Zinserträge | 2.547 | 887 | –2.135 | –638 | 1.267 | 500 |
| Zinsaufwendungen | –9.979 | –6.912 | 2.135 | 638 | –11.624 | –7.824 |
| Ertragsteuern | 8.425 | –957 | 0 | 0 | –1.156 | –3.648 |
| Ergebnis vor Zinsen und | ||||||
| Steuern (EBIT); Segmentergebnis | 9.281 | 9.421 | –28.754 | –34.938 | 10.984 | 17.332 |
| Investitionen in Sachanlagen | ||||||
| und immaterielle Vermögenswerte | 1.392 | 3.163 | 335 | 0 | 36.044 | 53.749 |
| Liquide Mittel | 123.318 | 81.126 | 0 | 0 | 210.953 | 121.207 |
- 12 Konzernbilanz
- 13 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
- 13 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
- 14 Konzern-Kapitalfluss rechnung
- 15 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
- 17 Erläuterungen zum Konzern- Zwischenabschluss
V. Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen
| Nahestehende | Unternehmen | Sachverhalt | Ausstehende | Ausstehende | Betrag der | Betrag der |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Unternehmen | Salden | Salden | Geschäfts | Geschäfts | ||
| bzw. Personen | Forderungen (+)/ | Forderungen (+)/ | vorfälle | vorfälle | ||
| Verbindlich | Verbindlich | |||||
| keiten (–) | keiten (–) | 01.01.– | 01.01.– | |||
| 30.09.2011 | 30.09.2010 | 30.09.2011 | 30.09.2010 | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |||
| Martin Rey* | Renerco AG | Verkauf von | ||||
| Windkraftanlagen | 14.060 | 0 | 16.609 | 0 | ||
| Jan Klatten** | asturia Automotive | Entwicklung | ||||
| Systems AG | Dämpfungssystem | 0 | 0 | 0 | 553 | |
| Carsten Pedersen*** | Welcon A/S (vormals | Turmlieferant | ||||
| Skykon Give A/S) | –1.837 | 6.779 | 17.746 | 38.079 |
***Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, Renerco AG
***Aufsichtsratsvorsitzender, asturia Automotive Systems AG
***Mitinhaber, Welcon A/S (vormals Skykon Give A/S)
Hamburg, im November 2011
T. Richterich L. Krogsgaard B. Schäferbarthold M. Sielemann Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand Vorstand
Aktienbesitz der Organe
Den Organmitgliedern waren zum 30. September 2011 Nordex-Aktien wie folgt zuzurechnen:
| Name | Organstellung | Aktien |
|---|---|---|
| Jan Klatten | Aufsichtsrat | 18.382.000 über eine Beteiligung an der momentum-capital Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH und der Ventus Venture Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG |
| Carsten Pedersen | Aufsichtsrat | 369.200 über eine 50%ige Beteiligung an der CJ Holding ApS* und 2.900 Aktien direkt |
| Thomas Richterich | Vorstandsvorsitzender | 545.734 direkt |
| Dr. Eberhard Voß | Vorstand Technik | 1.000 direkt |
*Die CJ Holding ApS ist die Obergesellschaft der Nordvest A/S.
Auf die Vorstände entfallen in Summe Aktienoptionen an der Nordex SE in Höhe von 200.000 Stück.
Finanzkalender 2011
| 28. März 2011 | Presse- und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2010 |
|---|---|
| 11. Mai 2011 | Zwischenbericht zum ersten Quartal 2011 Telefonkonferenz |
| 7. Juni 2011 | Hauptversammlung, Rostock |
| 11. August 2011 | Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2011 Telefonkonferenz |
| 13. Oktober 2011 | Capital Markets Day in Rostock |
| 14. November 2011 | Zwischenbericht zum dritten Quartal 2011 Telefonkonferenz |
Impressum
Nordex SE EGGERT GROUP, Düsseldorf Investor Relations Langenhorner Chaussee 600 22419 Hamburg Telefon +49 40 30030-1000 Telefax +49 40 30030-1101 www.nordex-online.de
Herausgeber Konzept, Gestaltung und Satz
Disclaimer
Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nordex-Konzerns beziehen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine Aussagen, die Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, und werden mitunter durch die Verwendung der Begriffe "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussehen", "annehmen" und ähnliche Formulierungen kenntlich gemacht. Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Prognosen und Erwartungen der Gesellschaft und unterliegen daher Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlich erreichte Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser dieses Zwischenberichts werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie kein unangemessenes Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen setzen sollten, die nur zum Datum dieses Zwischenberichts Gültigkeit haben. Die Nordex SE beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.