Earnings Release • Aug 12, 2021
Earnings Release
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ZWISCHENBERICHT 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2021


| 01.01. – 30.06.2021 |
01.01. – 30.06.2020 |
Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Ergebnisentwicklung | ||||
| Umsatz | EUR Mio. | 2.696,6 | 2.047,9 | 31,7% |
| Gesamtleistung | EUR Mio. | 2.324,5 | 1.990,0 | 16,8% |
| EBITDA | EUR Mio. | 68,4 | –70,8 | n/ a |
| EBIT | EUR Mio. | –5,5 | –146,4 | n/ a |
| Free Cashflow | EUR Mio. | –10,2 | –137,1 | n/ a |
| Investitionen | EUR Mio. | 75,4 | 79,1 | –4,7% |
| Konzernergebnis | EUR Mio. | –63,7 | –180,0 | n/ a |
| Ergebnis je Aktie 1 | EUR | –0,54 | –1,69 | n/ a |
| EBITDA-Marge | % | 2,5 | –3,5 | 6,0 PP |
| Working-Capital-Quote | % | –6,5 | –7,1 | –0,6 PP |
| Bilanz per 30.06.2021 bzw. 31.12.2020 | ||||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 4.087,6 | 4.410,1 | –7,3% |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 679,4 | 773,5 | –12,2% |
| Eigenkapitalquote | % | 16,6 | 17,5 | –0,9 PP |
| Mitarbeiter | ||||
| Mitarbeiter per 30.06. | 8.549 | 7.949 | 7,5% | |
| Personalaufwand | EUR Mio. | 247,0 | 203,2 | 21,6% |
| Personalaufwandsquote | % | 9,2 | 9,9 | –0,7 PP |
| Unternehmensspezifische Kennzahlen | ||||
| Auftragseingang Segment Projekte | EUR Mio. | 1.961,7 | 1.805,9 | 8,6% |
| Installierte Leistung | MW | 2.976,8 | 2.065,9 2 | 44,1% |
1 Ergebnis je Aktie = auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 117,349 Millionen Aktien (i.V.: 106,681 Millionen Aktien)
2 Vorjahreszahl angepasst

01 Inhalt
Konzernabschluss



22 Konzernanhang für die Zwischenperiode vom 1. Januar bis 30. Juni 2021

José Luis Blanco Vorsitzender des Vorstands
im zweiten Quartal hat unsere Geschäftsentwicklung weiter an Fahrt aufgenommen. Die Installationen erreichten im ersten Halbjahr mit rund 3,0 Gigawatt ein neues Rekordniveau. Bei insgesamt anspruchsvollen Rahmenbedingungen haben wir in der ersten Jahreshälfte 775 Windenergieanlagen in 21 Ländern errichtet. Unser sehr hohes Aktivitätsniveau führte zu einem deutlich gestiegenen Umsatz von 2,7 Milliarden Euro. Dabei konnten wir wie erwartet vor allem die Profitabilität gegenüber dem ersten Quartal verbessern. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) haben wir im zweiten Quartal deutlich gesteigert: Es belief sich zum Halbjahr auf gut 68 Millionen Euro. Außerdem haben wir Aufträge für 576 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 2,8 Gigawatt gewonnen. Der Anteil der Delta4000 war mit 82 Prozent erfreulich hoch.
Die positive Entwicklung der Nordex Group setzt sich auch zu Beginn des zweiten Halbjahres fort. So verbuchten wir im Juli von unserem Kunden Acciona Energía Australia einen Großauftrag über 162 Turbinen des Typs N163/5.X aus der Delta4000-Baureihe mit einer Nennleistung von 923 MW. Eine weitere gute Nachricht ist, dass die Auswirkungen der Pandemie auf unser Geschäft sukzessive abnehmen und die Impfungen wie erhofft voranschreiten. So konnten wir u.a. unsere Mitarbeiter in Indien bereits vollständig durchimpfen. Dies ist ein wesentlicher Aspekt, um das Hochlaufen der Produktion in Indien weiter voranzutreiben. Der dortige Ausund Aufbau der Produktion bleibt das zentrale Element auf unserem Weg zur Steigerung der Profitabilität. Als indirekte Auswirkungen der Pandemie zeigen sich allerdings auch in unserem Umfeld deutliche Verwerfungen bei den Rohstoff- und Logistikmärkten. Diese Herausforderung gilt es zu managen.
Lassen Sie mich nun auf unsere letzte große Finanztransaktion zu sprechen kommen. Im Juli haben wir eine Kapitalerhöhung gegen Bezugsrecht erfolgreich durchgeführt. Durch Ausgabe von knapp 42,7 Millionen neuen Aktien konnten wir einen Emissionserlös von insgesamt gut 586 Millionen Euro erzielen, davon knapp 390 Millionen Euro als Bar- und knapp 197 Millionen Euro als Sacheinlage durch unseren Hauptaktionär. Ziel war es, unsere Bilanz zu stärken, unsere finanzielle Flexibilität zu erhöhen und das künftige Wachstum zu unterstützen. Dabei hilft uns auch, dass wir unsere Zinskosten zukünftig senken können. Parallel dazu haben wir unsere bestehende und nach Nachhaltigkeitskriterien bewertete Garantielinie um über 170 Millionen Euro auf 1,41 Milliarden Euro erhöht. Von dieser Erhöhung können wir bis zu 100 Millionen Euro im Rahmen einer Barkreditlinie abrufen. Der zusätzliche Liquiditätsspielraum unterstützt ebenfalls das profitable Wachstum. Darüber hinaus konnten wir den größten Teil unserer Garantiekreditlinie bereits vorab um ein weiteres Jahr bis 2024 verlängern. Außerdem haben wir die staatlich garantierte RCF in Höhe von 350 Mio. Euro gekündigt und sind damit vorzeitig aus der mit Corona verbundenen staatlichen Beihilfe ausgestiegen.
Aus heutiger Sicht möchten wir auch unsere Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigen. So wollen wir einen Konzernumsatz von 4,7 bis 5,2 Milliarden Euro und eine EBITDA-Marge von 4,0 bis 5,5 Prozent erzielen, auch wenn diese Prognose größeren Unsicherheiten unterliegt als üblich.
Wir werden unsere Strategie konsequent fortsetzen, um unsere Profitabilität zu verbessern und ein TOP-3 Unternehmen im Onshore-Bereich zu werden. Wir setzen uns als Team mit großem Engagement ein, um die Nordex Group zu einem langfristig und nachhaltig attraktiven Wert zu entwickeln. Für Ihr Vertrauen auf diesem Weg danken wir Ihnen.
Mit besten Grüßen
José Luis Blanco
Vorsitzender des Vorstands
Hamburg, im August 2021
Die Nordex-Aktie beendete auf Basis der Schlusskurse im XETRA-Handel den ersten Handelstag des Jahres am 4. Januar 2021 mit einem Kurs von EUR 20,55 und erreichte am 1. April ihren Höchststand im ersten Halbjahr mit EUR 26,41. Der tiefste Tagesschlusskurs wurde mit EUR 15,84 am 11. Juni festgestellt. Die Diskussion um den Einfluss erhöhter Rohstoff- und Logistikpreise auf die Gewinnentwicklung der Windturbinenhersteller überlagerte im Laufe des ersten Halbjahres die allgemeine Erwartung eines weiter beschleunigten weltweiten Ausbaus der klimafreundlichen Stromerzeugung. Am 30. Juni 2021 schloss die Nordex-Aktie bei einem Stand von EUR 19,20. Die Marktkapitalisierung belief sich damit auf etwa EUR 2,3 Mrd.
Nach Handelsschluss am 30. Juni 2021 gab die Nordex Group den Beschluss einer Bezugsrechtskapitalerhöhung in Höhe von 36,4% des bisherigen Grundkapitals bekannt, die im Juli erfolgreich abgeschlossen wurde (siehe "Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode" im Lagebericht). Damit hat sich die Anzahl der Nordex-Aktien zum 15. Juli 2021 auf 160.021.035 erhöht.
Der RENIXX-Index, der die 30 weltweit führenden börsennotierten Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien einschließlich der Nordex Group enthält, gab im ersten Halbjahr 2021 um 10,0% auf 1.727 Punkte nach. Die deutschen Indizes TecDAX und MDAX, in denen die Nordex Group ebenfalls gelistet ist, gewannen im selben Zeitraum 9,8% bzw. 10,0%.
Die Aktionärsstruktur der Nordex SE ist auch nach der jüngsten Kapitalmaßnahme im Wesentlichen unverändert. Der strategische Ankeraktionär Acciona S.A. beteiligte sich in vollem Umfang an der Bezugsrechtskapitalerhöhung und wandelte dabei ein an Nordex gewährtes Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital um. Somit ist Acciona wie zuvor mit 33,6% an der Nordex Group beteiligt, während sich die übrigen Aktien gemäß Definition der Deutschen Börse im Streubesitz befinden.
Aktuell beobachten weiterhin 14 Analysten deutscher und internationaler Institute die Nordex-Aktie und veröffentlichen regelmäßig Studien mit Empfehlungen, Kurzberichte oder Kommentare zum Unternehmen. Dabei empfehlen acht Analysten die Nordex-Aktie zum Kauf, sechs raten zu einem Halten.
| Aktiengattung | Nennwertlose Inhaber-Stammaktien |
|---|---|
| Marktsegment | Prime Standard/ Regulierter Markt |
| Handelsplatz | Frankfurter Wertpapierbörse |
| Indexzugehörigkeit | TecDAX, MDAX ÖkoDAX, HASPAX, RENIXX |
| ISIN | DE000A0D6554 |
| WKN | A0D655 |
| Börsenkürzel | NDX1 |
| 2021 | |
|---|---|
| Anzahl Aktien gesamt zum 30.06. | 117.348.759 |
| Anzahl Aktien gesamt zum 31.07. (nach Kapitalerhöhung) |
160.021.035 |
| Grundkapital zum 30.06. | 117.348.759,00 EUR |
| Grundkapital zum 31.07. (nach Kapitalerhöhung) |
160.021.035,00 EUR |
| Schlusskurs zum 04.01. | 20,55 EUR |
| Schlusskurs zum 30.06. | 19,20 EUR |
| Höchstkurs H1 | 26,41 EUR |
| Tiefstkurs H1 | 15,84 EUR |
| Marktkapitalisierung zum 30.06. | 2.253,1 Mio. EUR |


zum 30. Juni 2021
Die direkten Beeinträchtigungen der Windenergiebranche durch die Corona-Pandemie haben sich im Laufe des Jahres 2021 wesentlich reduziert. Die Branchenanalysten von Bloomberg New Energy Finance erwarten für das Jahr 2021 einen neuen Rekord bei den weltweiten Installationen von Onshore-Windenergieanlagen außerhalb Chinas in Höhe von rund 49 Gigawatt (GW), nach rund 37 GW im Jahr 2020. Gleichzeitig ist die Branche wie die Gesamtwirtschaft mit indirekten Folgen der Pandemie konfrontiert, die sich in Verwerfungen auf den Rohstoff- und Logistikmärkten zeigen. So haben sich die Preise für Stahl, Kupfer oder etwa Karbonfasern in den vergangenen zwölf Monaten bis Mai 2021 teilweise mehr als verdoppelt. Die hohen Frachtraten auf wichtigen Handelsrouten sind zudem durch Ereignisse wie die durch eine Schiffshavarie ausgelöste zeitweilige Blockade des Suezkanals weiter gestiegen. BNEF geht davon aus, das westliche Turbinenhersteller auf diesen Kostendruck mit steigenden Anlagenpreisen reagieren.
Der langfristige Marktausblick für Erneuerbare Energien bleibt unterstützt durch die weltweiten Klimaziele unverändert positiv. Der von der US-Regierung initiierte virtuelle Klimagipfel im April 2021 und die Einigung der EU-Gremien auf verschärfte CO2-Reduktionsziele bis 2030 verdeutlichen die zuletzt nochmals gestiegene Bedeutung des Klimaschutzes auf internationaler Ebene, bei der klimafreundliche Energiegewinnung jeweils ein zentraler Baustein ist. Die EU erhöhte ihr Reduktionsziel für 2030 von 40% auf 55% und strebt Klimaneutralität bis 2050 an. Die EU-Kommission hat auf dieser Grundlage im Juli 2021 das alle wesentlichen Wirtschaftsbereiche umfassende Maßnahmenpaket "Fit for 55" vorgelegt, dessen Vorschläge nun mit den Mitgliedsstaaten im Detail diskutiert werden. Die USA planen, ihre Emissionen bis 2030 auf die Hälfte des Standes von 2005 zu reduzieren und streben einen CO2-freien Energiesektor bis 2035 an.
Insgesamt ergeben sich darüber hinaus für das Branchenumfeld keine grundlegenden Abweichungen zu der Darstellung im Geschäftsbericht 2020.
Die Nordex Group konnte im zweiten Quartal 2021 den wirtschaftlichen Erholungskurs fortsetzen, nachdem wesentliche Belastungen durch die Corona-Pandemie entfallen sind und sich die Projekte zunehmend auf die profitablen Windenenergieanlagen der Delta4000-Baureihe konzentrieren. Bei weiter steigenden Geschäftsaktivitäten und Umsätzen verbesserte sich die Profitabilität gegenüber den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres und dem Vorjahreszeitraum erheblich.
Mit einem starken zweiten Quartal 2021 erhöhte sich auch der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2021 insgesamt gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Während die Kundennachfrage weiterhin hoch ist, fokussiert sich die Nordex Group darauf, die im Jahresverlauf deutlich erhöhten Rohstoff- und Logistikpreise in den Neuaufträgen abzubilden und damit die künftige Profitabilität zu sichern.
Am 30. Juni 2021 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Erhöhung der Garantiekreditlinie sowie eine kombinierte Kapitalerhöhung und Fremdkapitaltransaktion beschlossen, um die Kapitalstruktur der Nordex Group in einem Schritt nachhaltig zu stärken und eine stabile Positionierung des Unternehmens für zukünftiges risikoärmeres, profitables Wachstum zu ermöglichen. Im Rahmen einer Bezugsrechtskapitalerhöhung um gut ein Drittel des bisherigen Grundkapitals, hat die Acciona S.A. ihr Gesellschafterdarlehen im Juli 2021 zum größten Teil in Eigenkapital gewandelt. Unter anderem hierdurch wird Nordex künftig in signifikantem Umfang Zinskosten einsparen. Die im Rahmen der Transaktion außerdem vorgenommene Erhöhung der bestehenden Garantiekreditlinie, verbunden mit einer zusätzlichen Barkreditlinie, unterstützt durch zusätzliche finanzielle Flexibilität ebenfalls den Wachstumskurs. Da der Abschluss dieser Finanztransaktionen kurz nach dem Berichtszeitraum, im Juli 2021, erfolgte, spiegeln sich die Auswirkungen der Kapitalmaßnamen noch nicht in den Zahlen für das erste Halbjahr 2021 bzw. zum 30. Juni 2021 wider.
| Projekte | Service | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | H1 2021 | H1 2020 | H1 2021 | H1 2020 | H1 2021 | H1 2020 |
| Auftragseingang | 1.961,7 | 1.805,9 | 247,1 | 327,3 | 2.208,8 | 2.133,2 |
| Auftragsbestand | 4.833,4 | 5.367,3 | 2.882,4 | 2.703,6 | 7.715,8 | 8.070,9 |
| Umsatz | 2.484,1 | 1.839,7 | 216,8 | 209,6 | 2.696,6 | 2.047,9 1 |
| EBIT | 58,4 | –48,3 | 35,9 | 35,1 | –5,5 | –146,4 2 |
1 Nach nicht zugeordneten Umsatzerlösen sowie Intrasegment-Konsolidierung
2 Nach nicht zugeordneten Erträgen und Aufwendungen sowie Intrasegment-Konsolidierung
In der Segmentberichterstattung werden Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge, die den beiden Segmenten "Projekte" und "Service" nicht eindeutig zugeordnet werden können, separat als "Nicht zugeordnet" ausgewiesen. Die vollständige Segmentberichterstattung befindet sich im Anhang ab S. 26.
Die Nordex Group erhielt im ersten Halbjahr 2021 im Segment Projekte feste Aufträge im Wert von EUR 1.961,7 Mio. (H1 2020: EUR 1.805,9 Mio.) für 576 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 2.781,6 MW (H1 2020: 569 Turbinen mit 2.531,9 MW). Geografisch entfielen die Aufträge zu 71% auf Europa und zu 29% auf Lateinamerika (gemessen in MW). Bei den Aufträgen für Projekte in zwölf Ländern im ersten Halbjahr 2021 entfielen die größten Volumina auf Brasilien, Finnland, Deutschland, Spanien und die Niederlande. Auf die Turbinenvarianten der aktuellen Baureihe Delta4000 entfielen 82 % des gesamten Auftragseingangs im ersten Halbjahr 2021, nach 79% im Vorjahreszeitraum.
Der durchschnittliche Verkaufspreis in Euro je Megawatt Leistung (ASP) lag verglichen mit dem Vorjahreszeitraum stabil bei EUR 0,71 Mio./MW (H1 2020: EUR 0,71 Mio./MW). Dabei ist zu berücksichtigen, dass zum einen die durchschnittliche Nennleistung der verkauften Turbinen von 4,4 MW im ersten Halbjahr 2020 auf 4,8 MW im Berichtszeitraum gestiegen ist und zum anderen der Anteil Europas am Auftragseingang um 9 Prozentpunkte niedriger lag. Beide Faktoren wirken sich tendenziell dämpfend auf den ASP auf.
Aufgrund des hohen Installations- und Umsatzniveaus im ersten Halbjahr 2021 verringerte sich der Auftragsbestand im Segment Projekte zum Berichtsstichtag 30. Juni 2021 auf EUR 4.833,4 Mio. (30. Juni 2020: EUR 5.367,3 Mio., 31. Dezember 2020: EUR 5.298,4 Mio.). Davon entfielen auf Europa 68%, auf Nordamerika 7%, auf Lateinamerika 22% und auf die Region "Rest der Welt" 2 %. Die Book-to-Bill-Quote (Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzrealisierung im Segment Projekte) für das erste Halbjahr 2021 lag bei 0,79 (H1 2019: 0,98).
Das Segment Service erzielte im ersten Halbjahr 2021 einen Auftragseingang in Höhe von EUR 247,1 Mio. (H1 2020: EUR 327,3 Mio.), der Auftragsbestand lag zum Ende der Berichtsperiode bei EUR 2.882,4 Mio. (30. Juni 2020: EUR 2.703,6 Mio.). Anders als im Vorjahreszeitraum mit bedeutenden Serviceverträgen in Lateinamerika wurden im ersten Halbjahr 2021 in diesem Segment keine herausragenden Großaufträge abgeschlossen. Zum 30. Juni 2021 betreute die Nordex Group für ihre Kunden insgesamt 9.096 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 24,7 GW (30. Juni 2020: 8.257 Windenergieanlagen mit 21,3 GW Leistung).
| Turbinen (MW) | Rotorblätter (Stück) | |||
|---|---|---|---|---|
| Produktion | H1 2021 | H1 2020 | H1 2021 | H1 2020 |
| Deutschland | 1.633,9 | 1.628,8 | 340 | 351 |
| Spanien | 1.387,2 | 826,3 | 201 | 7 |
| Brasilien | 69,3 | 145,5 | n / a | n / a |
| Indien | 14,4 | 312,5 | 82 | 142 |
| Mexiko | n / a | n / a | 196 | 123 |
| Argentinien | n / a | 34,7 | n / a | n / a |
| Gesamt | 3.104,8 | 2.947,7 | 819 | 623 |
Da sich die Produktion in der Turbinenmontage zunehmend auf die Varianten der Delta4000-Baureihe im 4 MW- und 5 MW-Bereich verlagert, ist trotz einer geringeren Anzahl die Nennleistung der montierten Windturbinen auf 3.104,8 MW gestiegen (H1 2020: 2.947,7 MW). Von insgesamt 685 Maschinenhäusern (H1 2020: 787) wurden 373 in Deutschland, 289 in Spanien, 20 in Brasilien und drei in Indien gefertigt. Im Bereich Rotorblatt hat die Nordex Group die Produktion im ersten Halbjahr 2021 in den eigenen Werken deutlich auf 819 Stück erhöht (H1 2020: 623 Rotorblätter). Von externen Zulieferern bezog Nordex im ersten Halbjahr 2021 insgesamt 1.209 nach Nordex-Design und -Vorgaben produzierte Rotorblätter.
| Installierte Leistung (MW) | |||
|---|---|---|---|
| H1 2021 | H1 2020 1 | ||
| Europa | 1.614,9 | 1.075,9 | |
| Nordamerika | 451,2 | 283,5 | |
| Lateinamerika | 514,9 | 583,5 | |
| Rest der Welt | 395,7 | 123,0 | |
| Gesamt | 2.976,8 | 2.065,9 |
1 Vorjahreszahlen angepasst
Die Nennleistung und die Anzahl der installierten Windenergieanlagen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter auf 2.976,8 MW (H1 2020: 2.065,9 MW) bzw. 775 Windenergieanlagen in 21 Ländern (H1 2020: 610 Windenenergieanlagen in 22 Ländern). Die Installationen entfielen zu 54 % auf Europa, zu 15 % auf Nordamerika, zu 17 % auf Lateinamerika und zu 13% auf die Berichtsregion "Rest der Welt" (in MW). Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund einer nun vereinheitlichen Zählmethode angepasst.
| 01.01. – 30.06.2021 |
01.01. – 30.06.2020 |
Veränderung |
|---|---|---|
| 2.696,6 | 2.047,9 | 31,7% |
| 2,5 | –3,5 | 6 PP |
| 0,0 | –6,5% | 6,5 PP |
| 75,4 | 79,1 | –4,7% |
| –54,5 | –40,0 | n / a |
| –63,7 | –180,0 | n / a |
| –0,54 | –1,69 | n / a |
| –6,5 | –7,1 | 0,6 PP |
| –10,2 | –137,1 | n / a |
| 16,6 | 13,8 | 2,8 PP |
1 ohne Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation (PPA) für Acciona Windpower
2 auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 117,349 Millionen Aktien (i.V.: 106,681 Millionen Aktien)
Mit den hohen Installationsaktivitäten erhöhte sich auch der Konzernumsatz der Nordex Group im ersten Halbjahr 2021 und stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 31,7 % auf EUR 2.696,6 Mio. (H1 2020: EUR 2.047,9 Mio.). Die Umsätze im Segment Projekte erhöhten sich dabei um 35,0 % auf EUR 2.484,1 Mio. (H1 2020: EUR 1.839,7 Mio.). Im von kontinuierlichen Erlösen geprägten Segment Service nahmen die Umsätze um 3,5 % auf EUR 216,8 Mio. zu (H1 2020: EUR 209,6 Mio.). Im ersten Halbjahr 2021 machte der Anteil des Servicegeschäfts am Gesamtumsatz somit 8,0% aus.
Die in Vorbereitung auf die stark steigenden Installationen aufgebauten Vorräte wurden im ersten Halbjahr 2021 weiter reduziert. Aufgrund dieser Bestandsveränderungen von EUR – 372,1 Mio. lag die Gesamtleistung in der ersten Jahreshälfte 2021 bei EUR 2.324,5 Mio. (H1 2020: EUR 1.990,0 Mio.). Der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) erhöhte sich im Berichtszeitraum deutlich um 68,5 % auf EUR 484,5 Mio. (H1 2020: EUR 287,6 Mio.). Hier machten sich vor allem die im Vergleich zum Vorjahr nur noch geringen pandemiebedingten Zusatzkosten sowie die tendenziell steigenden Projektmargen bemerkbar. Die Strukturkosten (Personalkosten sowie der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen) stiegen um 16,1% auf EUR 416,1 Mio. (H1 2020: 358,4 Mio.).
Damit erholte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Nordex Group – vor allem aufgrund der positiven Entwicklung im zweiten Quartal – in den ersten sechs Monaten insgesamt 2021 auf EUR 68,4 Mio. (H1 2020: EUR –70,8 Mio.). Die Abschreibungen verringerten sich im Berichtszeitraum leicht um 2,2% auf EUR 73,9 Mio. (H1 2020: EUR 75,6 Mio.). Ursächlich sind die auf EUR 6,5 Mio. halbierten Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation (PPA) im Zusammenhang mit der Übernahme von Acciona Windpower (H1 2020: EUR 13,0 Mio.).
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich im ersten Halbjahr 2021 entsprechend auf EUR – 5,5 Mio. (H1 2020: EUR –146,4 Mio.). Die EBIT-Marge lag bei – 0,2% (H1 2020: –7,2%) und bereinigt um die PPA-Abschreibungen bei 0,0 % (H1 2020: – 6,5 %). Vor nicht zugeordneten Aufwands- und Ertragspositionen betrug das EBIT im Segment Projekte im Berichtszeitraum EUR 58,4 Mio. (H1 2020: EUR – 48,3 Mio.) und im Segment Service EUR 35,9 Mio. (H1 2020: EUR 35,1 Mio.).
Das Finanzergebnis lag im ersten Halbjahr 2021 mit EUR – 54,5 Mio. unter dem Vorjahreszeitraum (H1 2020: EUR – 40,0 Mio.). Neben der weiterhin hohen Inanspruchnahme der Avalkreditlinie machte sich hier u.a. das im ersten Quartal 2021 vollständig abgerufene Gesellschafterdarlehen bemerkbar, das im April zur Tilgung von Tranchen des Schuldscheindarlehens in Höhe von EUR 215 Mio. verwendet wurde. Im Zuge der im Juli 2021 und damit nach dem Halbjahresbilanzstichtag 2021 abgeschlossenen Kapitalerhöhung wurde das Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital gewandelt. Hierdurch wird es künftig zu nennenswerten Zinseinsparungen kommen. Das Ertragssteuerergebnis für die Berichtsperiode lag bei EUR – 3,7 Mio. (H1 2020: EUR 6,3 Mio.), damit ergab sich ein Konzernverlust von EUR 63,7 Mio. (H1 2020: Konzernverlust von EUR 180,0 Mio.). Das Ergebnis je Aktie (EPS) für das erste Halbjahr 2020 lag bei EUR – 0,54 (H1 2020: EUR –1,69).
Die Working-Capital-Quote lag zum 30. Juni 2021 bei – 6,5% nach –7,1 % zum Halbjahresstichtag 2020. Hier macht sich grundsätzlich weiterhin das stringente Working-Capital-Management bemerkbar. Der operative Cashflow der Nordex Group verbesserte sich im ersten Halbjahr 2021 wesentlich auf EUR 57,9 Mio. (H1 2020: EUR – 68,0 Mio.), der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug nahezu unverändert EUR – 68,1 Mio. (H1 2020: EUR – 69,0 Mio.). Damit lag der Free Cashflow der ersten sechs Monate 2021 bei EUR –10,2 Mio. (H1 2020: EUR –137,1 Mio.). Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR –265,4 Mio. im Berichtszeitraum (H1 2020: EUR –24,1 Mio.) spiegeln sich in Summe insbesondere die Aufnahme des Gesellschafterdarlehens sowie die Rückzahlung der Konsortialkreditlinie jeweils im ersten Quartal 2021 sowie die Tilgung einer Tranche des Schuldscheindarlehens im zweiten Quartal 2021 wider.
Die liquiden Mittel der Nordex Group zum 30. Juni 2021 beliefen sich auf EUR 501,5 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 778,4 Mio.). Die Verringerung ist im Wesentlichen auf die beschriebenen Kredittilgungen zurückzuführen. Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten sowie Anleihe, Gesellschafterdarlehen und Mitarbeiteranleihe abzüglich liquide Mittel) erhöhte sich zum Halbjahresstichtag auf EUR 67,8 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 40,9 Mio.).
Die Bilanzsumme sank zum 30. Juni 2021 im Vergleich zum Vorjahresultimo um 7,3 % auf EUR 4.087,6 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 4.410,1 Mio.). Auf der Aktivseite verringerten sich insbesondere die Vorräte und die liquiden Mittel, während sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten. Bei den Passiva wurden vor allem die kurzfristigen Forderungen gegenüber Kreditinstituten zurückgeführt.
Durch das negative Konzernergebnis verringerte sich das Eigenkapital im Vergleich zum Jahresende 2020 um 12,2% auf EUR 679,4 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 773,5 Mio.). Die Eigenkapitalquote lag damit zum Stichtag 30. Juni 2021 bei 16,6 % (31. Dezember 2020: 17,5 %). Alle Zahlen zum 30. Juni 2021 zeigen noch nicht die Auswirkungen der im Juli 2021 abgeschlossenen Kapitalerhöhung.
Die Nordex Group investiert weiter in das Wachstum des Unternehmens und die Umstellung auf die neuen Turbinenund Rotorblatttypen. Insgesamt lagen die Investitionen (CAPEX) im ersten Halbjahr 2021 mit EUR 75,4 Mio. leicht um 4,7% unter dem Niveau im Vorjahreszeitraum (H1 2020: EUR 79,1 Mio.). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 63,2 Mio. (H1 2020: EUR 67,3 Mio.) entfielen im Wesentlichen auf die Beschaffung von Installations- und Transportausstattung in Spanien für internationale Projekte sowie auf den Auf- und Ausbau der Rotorblattproduktion und der Informationstechnik in Indien. Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen blieben mit EUR 12,2 Mio. auf dem Niveau der Vorjahresperiode (H1 2020: EUR 11,8 Mio.).
Zum Berichtsstichtag 30. Juni 2021 beschäftigte die Nordex Group weltweit 8.549 Mitarbeiter (30. Juni 2020: 7.949 Mitarbeiter). Grundsätzlich ist der Stellenaufbau auf das erhöhte Geschäfts- und Produktionsvolumen zurückzuführen und erfolgte daher in verschiedenen, vor allem produktions- und projektnahen Bereichen sowie im Servicebereich.
In den ersten sechs Monaten 2021 haben sich keine Chancen und Risiken für den Geschäftsverlauf der Nordex Group im Jahr 2021 ergeben, die wesentlich von der im Geschäftsbericht 2020 dargestellten Chancen- und Risikolage abweichen.
Für das Jahr 2021 geht die Nordex Group weiterhin von einem positiven Geschäftsverlauf aus und erwartet eine qualitative Verbesserung der wesentlichen finanziellen Kennzahlen. Die am 23. März 2021 mit dem Geschäftsbericht 2020 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2021 hat weiterhin Bestand und zielt auf einen Konzernumsatz in Höhe von EUR 4,7 Mrd. bis EUR 5,2 Mrd. und auf eine EBITDA-Marge von 4,0 % bis 5,5 %. Die Working-Capital-Quote soll zum Jahresende 2021 bei unter minus 6 % liegen. Für das Jahr 2021 sind Investitionen in Höhe von rund EUR 180 Mio. geplant. Die Prognose unterliegt, wie bereits bei ihrer Vorstellung im März 2021 angemerkt, größeren Unsicherheiten als sonst üblich. Finanzielle Belastungen durch Folgen der Corona-Pandemie werden nur noch in begrenztem Ausmaß erwartet, können jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Neben dieser Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2021 hat die Nordex Group die strategische Zielsetzung, kurzfristig einen Umsatz von rund EUR 5 Mrd. zu erreichen und im Geschäftsjahr 2022 eine Konzern-EBITDA-Marge von 8 % zu erreichen, bei einer Produktionskapazität von über 6 GW.
Rafael Mateo hat sein Mandat im Aufsichtrat der Nordex SE im Zusammenhang mit dem Börsengang der Corporación Acciona Energias Renovables, S.A. ("ACCIONA Energía"), deren Vorstandsvorsitz (CEO) er übernommen hat, per Ende Juni 2021 niedergelegt. Die Gesellschaft beabsichtigt, die Vakanz im Aufsichtsrat der Nordex SE zeitnah nachzubesetzen.
Die Nordex Group hat die am 30. Juni 2021 beschlossene und bekanntgegebene Kapitalerhöhung im Juli erfolgreich abgeschlossen und alle neuen Aktien platziert. 98,2 % aller Bezugsrechte wurden von bestehenden Aktionären einschließlich der Acciona S.A. als größtem Aktionär der Gesellschaft ausgeübt. Die verbliebenen Aktien wurden von den Konsortialbanken börslich oder außerbörslich veräußert. Das Gesamtbrutto-Transaktionsvolumen der Kapitalerhöhung beläuft sich auf EUR 586,2 Mio., bestehend aus einem Gesamtbrutto-Barerlös von EUR 389,6 Mio. und EUR 196,6 Mio. aus einer Sacheinlage von Acciona. Es wurden 42.672.276 neue Aktien, etwa 36,4 % des bisherigen Grundkapitals, den Aktionären der Gesellschaft im Bezugsverhältnis von 11 zu 4 angeboten. Das heißt, Aktionäre konnten vier neue Aktien für jeweils elf bestehende Aktien zum Bezugspreis von EUR 13,70 je neuer Aktie erwerben. Die Bezugsfrist begann am 2. Juli und endete am 15. Juli 2021.
Die Eintragung der Kapitalerhöhung beim Handelsregister Rostock erfolgte am 15. Juli 2021. Die neuen Aktien wurden am 19. Juli 2021 zum Handel zugelassen und am 20. Juli 2021 in die bestehende Notierung an der Frankfurter Börse einbezogen.
Im Zusammenhang mit dieser Eigenkapitalmaßnahme hat die Nordex Group zudem die bestehende syndizierte Garantiekreditlinie (Multi-Currency-Avalkreditlinie) durch die Ausübung einer Aufstockungsoption in Höhe von EUR 171,3 Mio. auf EUR 1.410,0 Mio. erhöht. Es wurde zudem vereinbart, dass ein Betrag von bis zu EUR 100,0 Mio. auch in Form von zugesicherten Barkreditlinien durch Nordex in Anspruch genommen werden kann. Mit Vollzug der Transaktion hat Nordex ferner die zur Absicherung gegen Folgen der Corona-Pandemie 2020 abgeschlossene, staatlich garantierte revolvierende Konsortialkreditlinie, die zuletzt nicht mehr in Anspruch genommen worden war, gekündigt und aufgelöst.
Darüber hinaus sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode bekannt.
Der vorliegende Halbjahresbericht zum 30. Juni 2021 (Konzern-Zwischenlagebericht und verkürzter Konzernzwischenabschluss) wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Zum 30 Juni 2021
KONZERNANHANG
| TEUR | Anhang | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Flüssige Mittel | (1) | 501.500 | 778.357 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte aus Projekten |
(2) | 911.497 | 653.336 |
| Vorräte | (3) | 863.665 | 1.202.207 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 12.936 | 14.626 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | (4) | 29.424 | 47.211 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | (5) | 180.636 | 188.698 |
| Kurzfristige Aktiva | 2.499.658 | 2.884.436 | |
| Sachanlagen | (6) | 464.761 | 454.159 |
| Goodwill | (7) | 547.758 | 547.758 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | (8) | 157.449 | 166.677 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.707 | 1.706 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 15.273 | 18.240 | |
| Finanzanlagen | 3.571 | 3.571 | |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 6.290 | 6.087 | |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | (9) | 9.842 | 8.589 |
| Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | (10) | 78.678 | 68.576 |
| Latente Steueransprüche | (11) | 302.625 | 250.251 |
| Langfristige Aktiva | 1.587.954 | 1.525.614 |
| Aktiva | 4.087.612 | 4.410.050 |
|---|---|---|
| TEUR | Anhang | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (12) | 14.886 | 482.439 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (13) | 1.137.541 | 1.095.563 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 15.367 | 8.970 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (14) | 104.977 | 125.298 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (15) | 49.568 | 43.850 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | (16) | 1.184.095 | 1.227.577 |
| Kurzfristige Passiva | 2.506.434 | 2.983.697 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (12) | 47.375 | 53.625 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2.408 | 2.425 | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (14) | 19.356 | 22.107 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (17) | 575.896 | 358.675 |
| Sonstige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | (18) | 136.617 | 129.062 |
| Latente Steuerschulden | (11) | 120.111 | 86.926 |
| Langfristige Passiva | 901.763 | 652.820 | |
| Gezeichnetes Kapital | 117.349 | 117.349 | |
| Kapitalrücklage | 795.698 | 795.698 | |
| Andere Gewinnrücklagen | 50.976 | 50.976 | |
| Rücklage für Cash-Flow-Hedges | 2.628 | 9.341 | |
| Rücklage für Kosten der Cash-Flow-Hedges | 269 | 265 | |
| Fremdwährungsausgleichsposten | –89.192 | –65.531 | |
| Konzernergebnisvortrag | –134.565 | –134.565 | |
| Konzernergebnis | –63.748 | 0 | |
| "Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital" |
679.415 | 773.533 | |
| Eigenkapital | (19) | 679.415 | 773.533 |
| Passiva | 4.087.612 | 4.410.050 |
Für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021
| TEUR | Anhang | 01.01.2021– 30.06.2021 |
01.01.2020– 30.06.2020 |
01.04.2021– 30.06.2021 |
01.04.2020– 30.06.2020 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (21) | 2.696.563 | 2.047.871 | 1.445.403 | 1.083.271 |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen |
(22) | –372.098 | –57.917 | –241.810 | –114.807 |
| Gesamtleistung | 2.324.465 | 1.989.954 | 1.203.593 | 968.464 | |
| Materialaufwand | (23) | –1.839.981 | –1.702.327 | –935.124 | –837.147 |
| Rohergebnis | 484.484 | 287.627 | 268.469 | 131.317 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (24) | 22.628 | 11.954 | 10.426 | 8.942 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (24) | –191.695 | –167.197 | –91.824 | –110.666 |
| Personalaufwand | (25) | –247.009 | –203.171 | –129.037 | –113.465 |
| Strukturkosten | –416.076 | – 358.414 | –210.435 | –215.189 | |
| EBITDA | 68.408 | –70.787 | 58.034 | – 83.872 | |
| Abschreibungen | (26) | –73.929 | –75.578 | –35.490 | –38.757 |
| EBIT | –5.521 | –146.365 | 22.544 | –122.629 | |
| Ergebnis aus der At-Equity Bewertung | 203 | 498 | 236 | –39 | |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens |
0 | –78 | 0 | –39 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.797 | 2.381 | 1.236 | 1.199 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –56.484 | –42.805 | –28.868 | –23.286 | |
| Finanzergebnis | (27) | –54.484 | – 40.004 | –27.396 | –22.165 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | –60.005 | –186.369 | –4.852 | –144.795 | |
| Ertragsteuern | (28) | –3.743 | 6.344 | –4.236 | 2.763 |
| Konzern-Verlust | –63.748 | –180.025 | –9.088 | –142.031 | |
| Davon entfallen auf | |||||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | –63.748 | –180.025 | –9.088 | –142.031 | |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | (29) | ||||
| Unverwässert 1 | –0,54 | –1,69 | –0,08 | –1,33 | |
| Verwässert 2 | –0,54 | –1,69 | –0,08 | –1,33 |
1 auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 117,349 Millionen Aktien (i.V.: 106,681 Millionen Aktien)
2 auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 117,349 Millionen Aktien (i.V.: 106,681 Millionen Aktien)
Für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021
| TEUR | 01.01.2021– 30.06.2021 |
01.01.2020– 30.06.2020 |
01.04.2021– 30.06.2021 |
01.04.2020– 30.06.2020 |
|---|---|---|---|---|
| Konzern-Verlust | –63.748 | –180.025 | –9.088 | –142.031 |
| Sonstiges Ergebnis | ||||
| Posten, die gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn und Verlustrechnung umgegliedert werden |
||||
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | –23.661 | –8.641 | –3.185 | –9.744 |
| Cash Flow Hedges | –9.872 | –4.365 | –2.763 | –1.150 |
| Latente Steuern | 3.159 | 1.397 | 884 | 368 |
| Kosten der Cash Flow Hedges | 6 | 1.635 | 209 | 87 |
| Latente Steuern | –2 | –524 | –67 | –28 |
| Konzern-Gesamtergebnis | –94.118 | –190.523 | –14.010 | –152.498 |
| Davon entfallen auf | ||||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | –94.118 | –190.523 | –14.010 | –152.498 |
Für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021
| TEUR | 01.01.2021– 30.06.2021 |
01.01.2020– 30.06.2020 |
|
|---|---|---|---|
| Laufende Geschäftstätigkeit | |||
| Konzern-Verlust | –63.748 | –180.025 | |
| + | Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 73.929 | 75.656 |
| = | Konzern-Verlust zzgl. Abschreibungen | 10.181 | –104.369 |
| +/– | Ab-/Zunahme der Vorräte | 338.542 | –131.463 |
| – | Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte aus Projekten |
–258.161 | –102.578 |
| + | Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 41.978 | 105.128 |
| –/+ | Ab-/Zunahme der erhaltenen Anzahlungen | –71.971 | 135.109 |
| = | Einzahlungen aus der Veränderung des Working Capitals | 50.388 | 6.196 |
| –/+ | Zu-/Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
–37.094 | 45.459 |
| – | Abnahme der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | –17 | –3 |
| – | Abnahme der Sonstigen Rückstellungen | –23.072 | –2.302 |
| +/– | Zu-/Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
49.340 | –14.959 |
| +/– | Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 534 | –2.235 |
| – | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | –1.797 | –2.381 |
| + | erhaltene Zinsen | 491 | 739 |
| + | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 56.484 | 42.805 |
| – | gezahlte Zinsen | –50.450 | –44.581 |
| +/– | Ertragsteuern | 3.743 | –6.344 |
| – | gezahlte Steuern | –1.827 | –388 |
| + | Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen | 986 | 14.320 |
| = | Aus-/Einzahlungen aus der restlichen laufenden Geschäftstätigkeit | –2.679 | 30.130 |
| = | Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 57.890 | – 68.043 |
| TEUR | 01.01.2021– 30.06.2021 |
01.01.2020– 30.06.2020 |
|
|---|---|---|---|
| Investitionstätigkeit | |||
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens /immateriellen Anlagevermögens |
7.753 | 11.832 |
| – | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen/ immaterielle Anlagevermögen |
–75.362 | –79.091 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens | 17 | 64 |
| – | Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | –535 | –1.815 |
| = | Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | –68.127 | – 69.010 |
| Finanzierungstätigkeit | |||
| + | Aufnahme Bankkredite | 56 | 3.470 |
| – | Rückzahlung Bankkredite | –471.250 | –17.839 |
| – | Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen | –8 | 0 |
| + | Aufnahme Gesellschafterdarlehen | 215.000 | 0 |
| – | Rückzahlung Leasingverbindlichkeiten | –9.228 | –9.700 |
| = | Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | –265.430 | –24.069 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | –275.667 | –161.122 | |
| + | Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 778.357 | 509.998 |
| – | Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands | –1.190 | –14.818 |
| = | Finanzmittelbestand am Ende der Periode (Flüssige Mittel gemäß Konzern-Bilanz) |
501.500 | 334.058 |
für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Andere Gewinnrücklagen |
|
|---|---|---|---|
| 117.349 | 795.698 | 50.976 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 117.349 | 795.698 | 50.976 | |
Rücklage für Cash Flow Hedges
Rücklage für Kosten der Cash Flow Hedges
Fremdwährungsausgleichsposten Den
Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am
| Gesamt | Den Gesellschaftern des Mutter unternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
Konzernergebnis | Konzern ergebnisvortrag |
Fremdwährungs ausgleichs posten |
Rücklage für Kosten der Cash Flow Hedges |
Rücklage für Cash Flow Hedges |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 773.533 | 773.533 | 0 | –134.565 | – 65.531 | 265 | 9.341 |
| –94.118 | –94.118 | –63.748 | 0 | –23.661 | 4 | –6.713 |
| –63.748 | –63.748 | –63.748 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| –23.661 | –23.661 | 0 | 0 | –23.661 | 0 | 0 |
| –9.872 | –9.872 | 0 | 0 | 0 | 0 | –9.872 |
| 3.159 | 3.159 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.159 |
| 6 | 6 | 0 | 0 | 0 | 6 | 0 |
| –2 | –2 | 0 | 0 | 0 | –2 | 0 |
| 679.415 | 679.415 | – 63.748 | –134.565 | – 89.192 | 269 | 2.628 |
für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2020
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Andere Gewinnrücklagen |
|
|---|---|---|---|
| 106.681 | 606.820 | –11.062 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 106.681 | 606.820 | –11.062 | |
Rücklage für Cash Flow Hedges
Rücklage für Kosten der Cash Flow Hedges
Fremdwährungsausgleichsposten Den
Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am
| Gesamt | Den Gesellschaftern des Mutter unternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
Konzernergebnis | Konzern ergebnisvortrag |
Fremdwährungs ausgleichs posten |
Rücklage für Kosten der Cash Flow Hedges |
Rücklage für Cash Flow Hedges |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 745.387 | 745.387 | 0 | 57.308 | –15.604 | –1.087 | 2.331 |
| –190.523 | –190.523 | –180.025 | 0 | –8.641 | 1.111 | –2.968 |
| –180.025 | –180.025 | –180.025 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| –8.641 | –8.641 | 0 | 0 | –8.641 | 0 | 0 |
| –4.365 | –4.365 | 0 | 0 | 0 | 0 | –4.365 |
| 1.397 | 1.397 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.397 |
| 1.635 | 1.635 | 0 | 0 | 0 | 1.635 | 0 |
| –524 | –524 | 0 | 0 | 0 | –524 | 0 |
| 554.864 | 554.864 | –180.025 | 57.308 | –24.245 | 24 | – 637 |
für die Zwischenperiode vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
Der nicht geprüfte und keiner prüferischen Durchsicht unterzogene verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Nordex SE und ihrer Tochtergesellschaften für die ersten sechs Monate 2021 ist in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt worden. Dabei sind alle zum 30. Juni 2021 gültigen IFRS und Interpretationen beachtet worden, insbesondere der IAS 34 Zwischenberichterstattung.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss ist im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 zu lesen. Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 enthaltenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten, soweit nicht explizit auf Änderungen hingewiesen wird, auch für den Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2021. Nähere Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden sich im Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 ist im Internet unter www.nordex-online.com im Bereich Investoren abrufbar.
Die Geschäftsergebnisse für die ersten sechs Monate 2021 sind nicht zwangsläufig ein Indikator für die für das Gesamtjahr zu erwartenden Ergebnisse. Während des Geschäftsjahres unregelmäßig anfallende Aufwendungen sind im Konzern-Zwischenabschluss nur insoweit berücksichtigt bzw. abgegrenzt worden, wie die Berücksichtigung bzw. Abgrenzung auch zum Ende des Geschäftsjahres angemessen wäre.
Die Nordex-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2021 einen deutlichen Anstieg von Umsatz und EBITDA gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet. Der Umsatz ist als Folge des deutlich erhöhten Aktivitätsniveaus auf TEUR 2.696.563 (erstes Halbjahr 2020: TEUR 2.047.871) gestiegen. Die Gesamtleistung, die auch Bestandsveränderungen umfasst, hat sich um nahezu 17 Prozent auf TEUR 2.324.465 (erstes Halbjahr 2020: TEUR 1.989.954) erhöht. Die positive Entwicklung ist im zweiten Quartal nur noch in geringem Umfang durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das operative Geschäft beeinflusst. Dahingegen sind die indirekten Auswirkungen der Pandemie durch Verwerfungen an den Rohstoff-Logistikmärkten noch deutlich sichtbar. Vor diesem Hintergrund hat sich das EBITDA auf TEUR 68.408 (erstes Halbjahr 2020: TEUR –70.787) belaufen. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 2,5% (erstes Halbjahr 2020: – 3,5%).
Die Nordex-Gruppe hat im Segment Projekte (ohne Service) in den ersten sechs Monaten 2021 ihren Auftragseingang um 9,9% auf 2,8 GW (erstes Halbjahr 2020: 2,5 GW) erhöht; dies entspricht einem Wert von EUR 1.961,7 Mio. nach EUR 1.805,9 Mio. im Vorjahr. Vom Auftragseingang (in MW) sind 71% auf Europa und 29% auf Lateinamerika entfallen. Zum Ende des ersten Halbjahres 2021 hat sich der Auftragsbestand der Nordex-Gruppe auf insgesamt EUR 7,7 Mrd. (erstes Halbjahr 2020: EUR 8,1 Mrd.) belaufen, die sich auf EUR 4,8 Mrd. (erstes Halbjahr 2020: EUR 5,4 Mrd.) im Segment Projekte und EUR 2,9 Mrd. (erstes Halbjahr 2020: EUR 2,7 Mrd.) im Segment Service verteilen.
Im ersten Halbjahr 2021 hat das Unternehmen seine Produktion in der Turbinenmontage um 5,3 % von 2.948 MW im Vorjahreshalbjahr auf 3.105 MW gesteigert. Bei den Rotorblättern hat sich die Anzahl selbst hergestellter Rotorblätter gegenüber dem Vorjahr auf 819 Stück (erstes Halbjahr 2020: 623 Stück) erhöht. Darüber hinaus hat die Nordex-Gruppe 1.209 Rotorblätter von externen Lieferanten (erstes Halbjahr 2020: 1.215 Rotorblätter) beschafft.
In den ersten sechs Monaten 2021 hat die Nordex-Gruppe ihre Installationsleistung erneut erhöht und 775 Windenergieanlagen in 21 Ländern mit einer Gesamtleistung von 3,0 GW (im Vorjahr sind es 610 Windenergieanlagen in 22 Ländern mit einer Gesamtleistung von 2,1 GW gewesen) errichtet. Die Installationen im aktuellen Berichtszeitraum (in MW) entfallen zu 54 % auf Europa, zu 15 % auf Nordamerika, zu 18 % auf Lateinamerika und zu 13% auf die Region "Rest der Welt". Der Anstieg hat sich signifikant auf die Umsatzerlöse des ersten Halbjahres 2021 im Segment Projekte ausgewirkt, die sich von TEUR 1.839.665 in den ersten sechs Monaten 2020 auf TEUR 2.484.126 im Berichtszeitraum erhöht haben. Im Segment Service ist der Umsatz im ersten Halbjahr 2021 leicht um 3,5 % auf TEUR 216.837 (erstes Halbjahr 2020: TEUR 209.586) angestiegen.
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Jahresende 2020 um 7,3% verringert und liegt bei rund EUR 4,1 Mrd. Die Eigenkapitalquote hat sich zum 30. Juni 2021 auf 16,6% verringert (31. Dezember 2020: 17,5%). Die Nettoverschuldung hat sich auf TEUR 67.825 (31. Dezember 2020: TEUR 40.911) erhöht. Sie wird sich im dritten Quartal infolge der jüngsten Kapitalerhöhung verbessern. Die auf den Konzernumsatz bezogene Working Capital-Quote beträgt – 6,5% (31. Dezember 2020: – 6,3%).
Die Nordex-Gruppe bestätigt ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr, einen Konzernumsatz von EUR 4,7 bis 5,2 Mrd. und eine EBITDA-Marge von 4,0 bis 5,5 % zu erzielen. Die Investitionen werden bei rund EUR 180 Mio. und die auf den Konzernumsatz bezogene Working-Capital-Quote bei unter – 6% erwartet. Die Prognose unterliegt, wie bereits bei ihrer Vorstellung im März 2021 angemerkt, größeren Unsicherheiten als normalerweise.
Eine Aufstellung der für den Konzern wichtigsten Wechselkurse, bezogen auf den Euro, ist nachfolgend dargestellt:
| Durchschnittskurse für die Zwischenperiode |
Stichtagskurse | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Wechselkurse EUR 1,00 entspricht |
01.01. –30.06.2021 | 01.01. –30.06.2020 | 30.06.2021 | 31.12.2020 | |
| AUD | 1,5626 | 1,6747 | 1,5853 | 1,5896 | |
| BRL | 6,4827 | 5,3480 | 5,9050 | 6,3735 | |
| CLP | 867,6790 | 894,6945 | 866,7765 | 872,5242 | |
| GBP | 0,8683 | 0,8736 | 0,8581 | 0,8990 | |
| HRK | 7,5508 | 7,5331 | 7,4913 | 7,5519 | |
| INR | 88,4335 | 81,6108 | 88,3236 | 89,6604 | |
| MXN | 24,3134 | 23,6072 | 23,5784 | 24,4160 | |
| NOK | 10,1748 | 10,7020 | 10,1717 | 10,4703 | |
| PLN | 4,5363 | 4,4102 | 4,5201 | 4,5597 | |
| SEK | 10,1293 | 10,6578 | 10,1110 | 10,0343 | |
| TRY | 9,4633 | 7,1256 | 10,3210 | 9,1133 | |
| USD | 1,2055 | 1,1013 | 1,1884 | 1,2271 | |
| ZAR | 17,5126 | 18,1747 | 17,0126 | 18,0213 |
Am 2. Februar 2018 hat die Nordex-Gruppe erfolgreich eine Unternehmensanleihe in Höhe von TEUR 275.000 mit einem Kupon von 6,5 % platziert, die an der International Stock Exchange zum Handel zugelassen ist. Kreditnehmer der fünfjährigen Unternehmensanleihe ist die Nordex SE mit gesamtschuldnerischer Haftung von wesentlichen Nordex-Konzerngesellschaften. Zum 30. Juni 2021 beträgt die unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Kosten und Zinsen TEUR 279.386 (31. Dezember 2020: TEUR 278.385).
Von der Acciona S.A. ist weiterhin ein Gesellschafterdarlehen über TEUR 232.200 an die Nordex SE gewährt worden. Die Auszahlung ist in zwei Tranchen über TEUR 17.200 im August 2020 und TEUR 215.000 im März 2021 erfolgt. Die Laufzeit reicht bis zum 30. April 2025 bei einem Zinssatz von 10,0 %. Zum 30. Juni 2021 beträgt die unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Kosten und Zinsen TEUR 223.710 (31. Dezember 2020: TEUR 953).
Zusätzlich besteht ein langfristiger Kreditrahmen in Höhe von bis zu TEUR 100.000 für Forschungs- und Entwicklungsleistungen bei der Europäischen Investitionsbank. Über dieses Darlehen möchte Nordex die Entwicklung immer effizienterer technischer Lösungen vorantreiben, um seine Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen. Die Laufzeit beträgt acht Jahre ab der Inanspruchnahme bei ratierlicher Tilgung. Kreditnehmer ist die Nordex Energy SE & Co. KG mit gesamtschuldnerischer Haftung von wesentlichen Nordex-Konzerngesellschaften. Zum 30. Juni 2021 beträgt die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Zinsen TEUR 34.634 (31. Dezember 2020: TEUR 40.982).
Am 6. April 2016 hat die Nordex SE mit gesamtschuldnerischer Haftung der Nordex Energy SE & Co. KG ein Schuldscheindarlehen im Volumen von TEUR 550.000 bei nationalen und internationalen Investoren platziert. Im April 2021 ist eine weitere Tilgung in Höhe von TEUR 215.000 über das Gesellschafterdarlehen erfolgt, sodass das Schuldscheindarlehen derzeit noch aus Tranchen mit ursprünglichen Laufzeiten von sieben und zehn Jahren besteht, jeweils mit fester oder variabler Verzinsung. Je nach Tranche liegt der Zinssatz zwischen 2,1 % und 3,0 %. Zum 30. Juni 2021 beträgt die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Kosten und Zinsen TEUR 25.645 (31. Dezember 2020: TEUR 242.443).
Zur Stärkung der Bindung der Mitarbeiter bei gleichzeitiger Möglichkeit einer rentablen Geldanlage hat die Nordex-Gruppe ein Beteiligungsprogramm für ihre Mitarbeiter an dem von ihr selbst entwickelten und realisierten französischen Windpark Val aux Moines aufgelegt. Die Beteiligung erfolgt über den Erwerb von Schuldverschreibungen, die von der Nordex Employee Holding GmbH emittiert werden. Das Gesamtvolumen beträgt bis zu TEUR 4.000 bei einer jährlichen Verzinsung von 6,0%. Die Laufzeit ist datiert vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2024. Zum 30. Juni 2021 beträgt die unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Kosten und Zinsen TEUR 3.968 (31. Dezember 2020: TEUR 3.866).
Die Nordex SE verfügt darüber hinaus mit gesamtschuldnerischer Haftung von wesentlichen Nordex-Konzerngesellschaften über eine bis zum 9. April 2023 laufende syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie über TEUR 1.238.750, wobei sie im Anschluss optional zweimal um je ein weiteres Jahr verlängert werden kann. Zum 30. Juni 2021 ist die syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie mit Avalen in Höhe von TEUR 1.072.130 (31. Dezember 2020: TEUR 1.066.862) in Anspruch genommen worden. Weiterhin sind innerhalb der syndizierten Multi-Currency-Avalkreditlinie Abzweigkreditlinien herausgelegt worden, deren unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bilanzierte Barinanspruchnahmen sich am 30. Juni 2021 auf TEUR 1.982 (31. Dezember 2020: TEUR 1.896) belaufen.
Die Nordex-Gruppe hat über die Nordex SE mit gesamtschuldnerischer Haftung von wesentlichen Nordex-Konzerngesellschaften am 4. August 2020 im Rahmen des Bürgschaftsprogramms der Bundesregierung und unter Beteiligung der Stadt Hamburg und des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Absicherung gegen die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie einen revolvierenden Konsortialkredit in Höhe von TEUR 350.000 erhalten. 90 % der Kreditlinie werden von der Bundesrepublik Deutschland, der Stadt Hamburg und dem Land Mecklenburg-Vorpommern garantiert. Der Kredit läuft bis zum 30. April 2022 und hat eine Verzinsung in Höhe von bis zu 2,0% über dem Euribor, der auf Null begrenzt ist (Euribor-Floor). Zum 30. Juni 2021 beträgt die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Zinsen TEUR 0 (31. Dezember 2020: TEUR 250.743).
Alle Finanzierungen sind unbesichert und grundsätzlich gleichrangig. Das Gesellschafterdarlehen ist jedoch nachrangig.
Im Rahmen des Abschlusses des revolvierenden Konsortialkredits ist das Covenantkonzept für das Forschungs- und Entwicklungsdarlehen und die syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie erfolgreich an die aktuelle Geschäftsentwicklung angepasst worden. Vereinbart worden ist eine Minimum-Liquidität, deren Einhaltung monatlich an die jeweiligen Banken zu berichten ist. Zum 30. Juni 2021 ist die monatliche Minimum-Liquidität jeweils eingehalten worden. Die weiteren Covenants (Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad und Zinsdeckungsgrad) treten im September 2021 wieder in Kraft. Die Einhaltung aller Covenants wird auch für die Zukunft erwartet. Eine Kündigung der Finanzierungen seitens der Kreditinstitute ist nur aus außerordentlichen Gründen möglich, hierzu gehört die Verletzung der Covenants.
Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts sowie die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns sind die wichtigsten Ziele des Kapitalrisikomanagements. Das Eigenkapital beträgt zum 30. Juni 2021 TEUR 679.415 (31. Dezember 2020: TEUR 773.533). Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe des eingesetzten Working Capitals. Das Working Capital umfasst die Summe aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Vertragsvermögenswerten aus Projekten sowie den Vorräten abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der erhaltenen Anzahlungen:
| TEUR | 31.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
174.820 | 121.805 |
| Vertragsvermögenswerte aus Projekten |
736.677 | 531.531 |
| Vorräte | 863.665 | 1.202.207 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
–1.137.541 | –1.095.563 |
| Erhaltene Anzahlungen | –981.097 | –1.053.068 |
| –343.476 | –293.088 | |
| Umsatzerlöse 1 | 5.299.433 | 4.650.740 |
| Working-Capital-Quote | –6,5% | – 6,3% |
1 30. Juni 2021: Umsatzerlöse der letzten zwölf Monate, 31. Dezember 2020: Ist-Umsatzerlöse
Die berichtspflichtigen Segmente teilen sich entsprechend der Geschäftstätigkeit auf in Projekte und Service. Über die Segmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung, die auf den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Konzernabschlusses basiert, an den Hauptentscheidungsträger, den Vorstand der Nordex SE, übereinstimmt.
| Projekte | |||
|---|---|---|---|
| TEUR | H1 2021 | H1 2020 | |
| Umsatzerlöse | 2.484.126 | 1.839.665 | |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen | –369.004 | –59.442 | |
| Materialaufwand | –1.737.456 | –1.600.186 | |
| Übrige Erträge und Aufwendungen | –319.314 | –228.296 | |
| EBIT | 58.352 | –48.260 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 0 | 0 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 0 | 0 | |
| Übriges Finanzergebnis | 0 | 0 | |
1 Die Intrasegment-Umsatzerlöse entfallen in voller Höhe - wie im Vorjahr - auf das Segment Service, während der Intrasegment-Materialaufwand in Höhe von TEUR 4.550 (2. Quartal 2020: TEUR 1.915) auf das Segment Projekte und in Höhe von TEUR 344 (2. Quartal 2020: TEUR 504) auf das Segment Nicht zugeordnet entfällt.
1 Die Intrasegment-Umsatzerlöse entfallen in voller Höhe - wie im Vorjahr - auf das Segment Service, während der Intrasegment-Materialaufwand in Höhe von TEUR 4.550 (2. Quartal 2020: TEUR 1.915) auf das Segment Projekte und in Höhe von TEUR 344 (2. Quartal 2020: TEUR 504) auf das Segment Nicht zugeordnet entfällt.
| Projekte | Service | Nicht zugeordnet | Konsolidierung 1 | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| H1 2021 H1 2020 |
H1 2021 | H1 2020 | H1 2021 | H1 2020 | H1 2021 | H1 2020 | H1 2021 | H1 2020 |
| 2.484.126 1.839.665 |
216.837 | 209.586 | 494 | 1.039 | –4.894 | –2.419 | 2.696.563 | 2.047.871 |
| –369.004 –59.442 |
–478 | –1.862 | –2.616 | 3.387 | 0 | 0 | –372.098 | –57.917 |
| –1.737.456 –1.600.186 |
–88.745 | –92.137 | –18.674 | –12.423 | 4.894 | 2.419 | –1.839.981 | –1.702.327 |
| –228.296 | –91.684 | –80.508 | –79.007 | –125.188 | 0 | 0 | –490.005 | –433.992 |
| –48.260 | 35.930 | 35.080 | –99.803 | –133.185 | 0 | 0 | –5.521 | –146.365 |
| 0 | 0 | 0 | 1.797 | 2.381 | 0 | 0 | 1.797 | 2.381 |
| 0 | 0 | 0 | –56.484 | –42.805 | 0 | 0 | –56.484 | –42.805 |
| 0 | 0 | 0 | 203 | 420 | 0 | 0 | 203 | 420 |
Nach Regionen gliedern sich die langfristigen Vermögenswerte und die Umsatzlöse wie folgt auf:
| Langfristige Vermögenswerte 1 | Umsatzerlöse | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 | 01.01. – 30.6.2021 | 01.01. – 30.6.2020 | |
| Europa | 522.519 | 544.087 | 1.637.875 | 1.011.356 | |
| Lateinamerika | 35.162 | 32.385 | 287.584 | 352.446 | |
| Nordamerika | 17.311 | 17.511 | 589.448 | 499.200 | |
| Rest der Welt | 64.198 | 46.799 | 181.656 | 184.869 | |
| 639.190 | 640.782 | 2.696.563 | 2.047.871 |
1 Die langfristigen Vermögenswerte umfassen Sachanlagen, aktivierte Entwicklungsaufwendungen,
geleistete Anzahlungen und sonstige immaterielle Vermögenswerte.
Für weitere Angaben zu den Segmenten wird auf den Konzern-Lagebericht verwiesen.
Die flüssigen Mittel betragen TEUR 501.500 (31. Dezember 2020: TEUR 778.357), davon entfallen TEUR 7.655 (31. Dezember 2020: TEUR 7.341) auf Festgelder mit einer Ursprungslaufzeit von mehr als drei Monaten.
Die flüssigen Mittel werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten würden wie im Vorjahr aufgrund der kurzen Restlaufzeit dem beizulegenden Zeitwert entsprechen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte aus Projekten setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
174.820 | 121.805 |
| Vertragsvermögenswerte aus Projekten |
736.677 | 531.531 |
| 911.497 | 653.336 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel ein Zahlungsziel von 30 bis 90 Tagen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte aus Projekten werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen wie im Vorjahr dem beizulegenden Zeitwert.
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 488.625 | 434.937 |
| Unfertige Erzeugnisse | 301.187 | 684.699 |
| Geleistete Anzahlungen | 73.853 | 82.571 |
| 863.665 | 1.202.207 |
Die unfertigen Erzeugnisse betreffen im Bau befindliche Windenergieanlagen sowie Vorleistungen für Projektentwicklungen, Rechte und Infrastruktur.
Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen handelt es sich im Wesentlichen um produktionsbezogenes Material und Servicematerial.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich hauptsächlich aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 8.370 (31. Dezember 2020: TEUR 16.999), Vorauszahlungen zur Sicherung von Lieferantenkapazitäten in Höhe von TEUR 4.760 (31. Dezember 2020: TEUR 4.643) und debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 4.643 (31. Dezember 2020: TEUR 6.606) zusammen.
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen, nicht die Devisentermingeschäfte betreffenden Salden werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen TEUR 21.055 (31. Dezember 2020: TEUR 30.213) und entsprechen wie im Vorjahr aufgrund der kurzen Restlaufzeit dem beizulegenden Zeitwert.
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende effektive Sicherungsinstrumente kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 7.836 (31. Dezember 2020: TEUR 13.157).
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen sonstigen Devisentermingeschäfte werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 533 (31. Dezember 2020: TEUR 3.842). Die Terminkurse bzw. -preise errechnen sich auf Basis des zum Stichtag gültigen Kassakurses unter Berücksichtigung von Terminaufund -abschlägen für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts.
Die sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich hauptsächlich aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von TEUR 154.006 (31. Dezember 2020: TEUR 162.411), aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 18.044 (31. Dezember 2020: TEUR 19.127), und Vertragsvermögenswerten aus Service in Höhe von TEUR 5.969 (31. Dezember 2020: TEUR 5.712) zusammen.
Die Steuererstattungsansprüche betreffen im Wesentlichen Vorsteuererstattungsansprüche.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Kosten für den revolvierenden Konsortialkredit, Lizenzgebühren und die Multi-Currency-Avalkreditlinie.
Die Vertragsvermögenswerte aus Service beziehen sich auf Wartungsverträge, bei denen der Leistungsfortschritt die erhaltenen Zahlungen übersteigt.
Die Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen |
170.920 | 171.668 |
| Grundstücke und Bauten | 161.207 | 169.720 |
| Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
83.915 | 83.155 |
| Anlagen im Bau | 45.264 | 25.476 |
| Geleistete Anzahlungen | 3.455 | 4.140 |
| 464.761 | 454.159 |
Die Grundstücke und Bauten sowie die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten Vermögenswerte aus Leasing.
Die Zugänge und der Buchwert zum 30. Juni 2021 stellen sich wie folgt dar:
| 30.6.2021 | ||
|---|---|---|
| TEUR | Zugänge | Buchwert |
| Grundstücke und Bauten – Vermögenswerte aus Leasing |
1.241 | 79.317 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung – Vermögens |
||
| werte aus Leasing | 1.290 | 10.321 |
| 2.531 | 89.638 |
Die aktivierten Nutzungsrechte aus Leasing beziehen sich im Wesentlichen auf Verwaltungs- und Produktionsgebäude, Lagerhallen, Firmenfahrzeuge und Produktionsanlagen (z.B. Hebebühnen).
Die Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betragen im Geschäftsjahr bis zum 30. Juni 2021 TEUR 10.846 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR 11.595).
Für die Entwicklung der Sachanlagen wird darüber hinaus auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte verwiesen.
Der Goodwill beträgt wie im Vorjahr TEUR 547.758 und entfällt wie im Vorjahr mit TEUR 504.595 auf die CGU Projekte und mit TEUR 43.163 auf die CGU Service. Er resultiert mit TEUR 537.798 aus der Kaufpreisallokation der Acciona Windpower.
Für die Entwicklung des Goodwills wird darüber hinaus auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte verwiesen.
Zum Bilanzstichtag sind Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 157.449 (31. Dezember 2020: TEUR 166.677) bilanziert. In den ersten sechs Monaten sind Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 12.054 (31. Dezember 2020: TEUR 24.714) aktiviert worden. Die Zugänge umfassen insbesondere die Weiterentwicklung der Windenergieanlagen der Generation Delta. Weitere in den ersten sechs Monaten angefallene Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 14.870 (31. Dezember 2020: TEUR 22.962) erfüllen nicht die Kriterien für eine Aktivierung und sind erfolgswirksam erfasst worden. Die Aktivierungsquote liegt dementsprechend bei 44,8% (31. Dezember 2020: 51,84%).
Für die Entwicklung der aktivierten Entwicklungsaufwendungen wird darüber hinaus auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte verwiesen.
Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich hauptsächlich aus Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen, assoziierte Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von TEUR 7.080 (31. Dezember 2020: TEUR 6.567) zusammen.
Die Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen, assoziierte Unternehmen und Beteiligungen betreffen insbesondere die Finanzierung von Projektgesellschaften.
Die in den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen, nicht die Devisentermingeschäfte betreffenden Salden werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen TEUR 9.842 (31. Dezember 2020: TEUR 8.589) und entsprechen wie im Vorjahr aufgrund der marktüblichen Verzinsung dem beizulegenden Zeitwert.
Die sonstigen langfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus sonstigen Steuerforderungen in Höhe von TEUR 43.283 (31. Dezember 2020: TEUR 29.631), Vertragsvermögenswerten aus Service in Höhe von TEUR 23.960 (31. Dezember 2020: TEUR 22.718) und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 11.435 (31. Dezember 2020: TEUR 16.227) zusammen.
Die sonstigen Steuerforderungen bestehen gegenüber den brasilianischen Steuerbehörden.
Die Vertragsvermögenswerte aus Service beziehen sich auf Wartungsverträge, bei denen der Leistungsfortschritt die erhaltenen Zahlungen übersteigt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Kosten für Lizenzgebühren und die Multi-Currency-Avalkreditlinie.
Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern ist zum 30. Juni 2021 ein Steuersatz von gerundet 32,00 % (31. Dezember 2020: 32,00%) herangezogen worden.
Die Veränderungen der latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:
| TEUR | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Stand am 01.01. | 163.325 | 126.347 |
| In der Gewinn-und-Verlust Rechnung erfasst |
12.116 | 54.872 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasst | 3.157 | –3.917 |
| Umrechnung Fremdwährung | 3.916 | –13.977 |
| Stand am 30.06./31.12. | 182.514 | 163.325 |
Zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird auf die Angaben im Kapitel zu den Fremdkapitalinstrumenten verwiesen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf TEUR 61.918 (31. Dezember 2020: TEUR 534.788), wovon TEUR 15.730 (31. Dezember 2020: TEUR 482.335) als kurzfristig zu klassifizieren sind.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 1.137.541 (31. Dezember 2020: TEUR 1.095.563).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen wie im Vorjahr aufgrund der kurzen Restlaufzeit dem beizulegenden Zeitwert.
Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
| TEUR | 01.01.2021 | Inanspruch nahme |
Auflösung | Zuführung | 30.06.2021 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einzelgarantie | 64.055 | –12.921 | –7.896 | 28.065 | 71.303 |
| Gewährleistung, Service, Wartung | 26.080 | –2.746 | –3.500 | 8.816 | 28.650 |
| Übrige | 57.270 | –31.102 | –4.042 | 2.254 | 24.380 |
| 147.405 | – 46.769 | –15.438 | 39.135 | 124.333 |
Die Rückstellungen für Einzelgarantien umfassen überwiegend mögliche Risiken aus Schadensfällen.
Die Rückstellungen für Gewährleistung werden entsprechend den gesetzlichen oder vertraglichen Laufzeiten in Anspruch genommen.
Die übrigen Rückstellungen beziehen sich vor allem auf Projektrisiken aus noch nicht abgeschlossenen Projekten, Jahresabschlusskosten, Rechtsunsicherheiten und Lieferantenwagnisse.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich aus Leasing in Höhe von TEUR 18.208 (31. Dezember 2020: TEUR 18.104), Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 10.442 (31. Dezember 2020: TEUR 2.804), Avalprovisionen in Höhe von TEUR 9.750 (31. Dezember 2020: TEUR 10.008), und der Unternehmensanleihe in Höhe von TEUR 7.398 (31. Dezember 2020: TEUR 7.349) zusammen.
Die Leasingverbindlichkeiten entsprechen dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen.
Zur Unternehmensanleihe wird auf die Angaben im Kapitel zu den Fremdkapitalinstrumenten verwiesen.
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen, nicht die Devisentermingeschäfte betreffenden Salden werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen TEUR 39.126 (31. Dezember 2020: TEUR 41.046) und entsprechen wie im Vorjahr aufgrund der kurzen Restlaufzeit dem beizulegenden Zeitwert. Enthalten sind auch die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten, die keiner Bewertungskategorie zugeordnet werden.
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende effektive Sicherungsinstrumente kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 3.109 (31. Dezember 2020: TEUR 786).
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen sonstigen Devisentermingeschäfte werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 7.333 (31. Dezember 2020: TEUR 2.018). Die Terminkurse bzw. -preise errechnen sich auf Basis des zum Stichtag gültigen Kassakurses unter Berücksichtigung von Terminaufund -abschlägen für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts.
Die sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich aus erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 981.097 (31. Dezember 2020: TEUR 1.053.068), sonstigen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 88.854 (31. Dezember 2020: TEUR 77.523), abgegrenzten Schulden in Höhe von TEUR 70.778 (31. Dezember 2020: TEUR 60.807) und Vertragsverbindlichkeiten aus Service in Höhe von TEUR 34.792 (31. Dezember 2020: TEUR 28.187) zusammen.
Die sonstigen Steuerverbindlichkeiten beziehen sich im Wesentlichen auf Umsatzsteuer.
Die abgegrenzten Schulden enthalten im Wesentlichen Personalverbindlichkeiten und projektbezogene nachlaufende Kosten.
Die Vertragsverbindlichkeiten aus Service beziehen sich auf Wartungsverträge, bei denen der Realisierungsgrad die Fakturierung unterschreitet.
Die Vertragsverbindlichkeiten aus Service beziehen sich auf Wartungsverträge, bei denen die erhaltenen Zahlungen den Leistungsfortschritt übersteigen.
Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich aus der Unternehmensanleihe in Höhe von TEUR 271.988 (31. Dezember 2020: TEUR 271.036), dem Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 223.710 (31. Dezember 2020: TEUR 953), Leasing in Höhe von TEUR 72.508 (31. Dezember 2020: TEUR 79.506) und der Mitarbeiteranleihe in Höhe von TEUR 3.797 (31. Dezember 2020: TEUR 3.805) zusammen.
Zu der Unternehmensanleihe, dem Gesellschafterdarlehen und der Mitarbeiteranleihe wird auf die Angaben im Kapitel zu den Fremdkapitalinstrumenten verwiesen.
Die Leasingverbindlichkeiten entsprechen dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen.
Die in den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen, nicht die Devisentermingeschäfte betreffenden Salden werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beläuft sich bedingt durch den Börsenkurs der Unternehmensanleihe zum Bilanzstichtag auf TEUR 581.687 (31. Dezember 2020: TEUR 382.386). Enthalten sind auch die langfristigen Leasingverbindlichkeiten, die keiner Bewertungskategorie zugeordnet werden.
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende effektive Sicherungsinstrumente kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 738 (31. Dezember 2020: TEUR 358).
Die sonstigen langfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich aus Vertragsverbindlichkeiten aus Service in Höhe von TEUR 133.615 (31. Dezember 2020: TEUR 126.206) zusammen.
Die Vertragsverbindlichkeiten aus Service beziehen sich auf Wartungsverträge, bei denen die erhaltenen Zahlungen den Leistungsfortschritt übersteigen.
Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 117.349 | 117.349 |
| Kapitalrücklage | 795.698 | 795.698 |
| Andere Gewinnrücklagen | 50.976 | 50.976 |
| Rücklage für Cash Flow Hedges |
2.628 | 9.341 |
| Rücklage für Kosten der Cash Flow Hedges |
269 | 265 |
| Fremdwährungs ausgleichsposten |
–89.192 | –65.531 |
| Konzernergebnisvortrag | –134.565 | –134.565 |
| Konzernergebnis 1 | –63.748 | 0 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
679.415 | 773.533 |
| 679.415 | 773.533 |
1 Das Konzernergebnis zum 31. Dezember 2020 beträgt nach Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen und Entnahme aus dem Konzernergebnisvortrag TEUR 0.
Für die Entwicklung des Eigenkapitals wird darüber hinaus auf die Anlage zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
Die folgende Tabelle zeigt die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten und ihrer Einordnung in die durch IFRS 13 vorgegebene Fair-Value-Hierarchie, die bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes eines Finanzinstruments angewendet werden soll:
| 2021 TEUR |
Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) |
0 | 7.836 | 0 | 7.836 |
| Sonstige Devisentermingeschäfte | 0 | 533 | 0 | 533 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 61.918 | 0 | 61.918 |
| Unternehmensanleihe | 285.915 | 0 | 0 | 285.915 |
| Gesellschafterdarlehen | 0 | 223.710 | 0 | 223.710 |
| Mitarbeiteranleihe | 0 | 3.968 | 0 | 3.968 |
| Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) |
0 | 3.847 | 0 | 3.847 |
| Sonstige Devisentermingeschäfte | 0 | 7.333 | 0 | 7.333 |
| 2020 TEUR |
Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) |
0 | 13.157 | 0 | 13.157 |
| Sonstige Devisentermingeschäfte | 0 | 3.842 | 0 | 3.842 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 534.788 | 0 | 534.788 |
| Unternehmensanleihe | 286.316 | 0 | 0 | 286.316 |
| Gesellschafterdarlehen | 0 | 17.091 | 0 | 17.091 |
| Mitarbeiteranleihe | 0 | 3.866 | 0 | 3.866 |
| Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) |
0 | 1.144 | 0 | 1.144 |
| Sonstige Devisentermingeschäfte | 0 | 2.018 | 0 | 2.018 |
Die Unternehmensanleihe ist dem Level 1 zugeordnet, da sie an der International Stock Exchange zum Handel zugelassen ist.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Mitarbeiteranleihe und das Gesellschafterdarlehen als Teil der Finanzschulden entsprechen dem Level 2. Das gleiche gilt für die Devisentermingeschäfte.
Es gibt weder im Vergleich zum Vorjahr noch unterjährig Umklassifizierungen zwischen den verschiedenen Levels.
Die Umsatzerlöse umfassen die Erträge aus der kundenbezogenen Fertigung und der Veräußerung von Windenergieanlagen sowie die Erträge aus Dienstleistungsverträgen.
Bei Projektverträgen werden die Umsatzerlöse in Abhängigkeit vom jeweiligen Vertragsumfang entweder zeitpunktbezogen über die Milestone-Methode oder zeitraumbezogen über die Cost-to-Cost-Methode realisiert.
Umsatzerlöse für standardisierte Turbinentypen werden zeitpunktbezogen realisiert, wenn die Kontrolle über die voll funktionsfähige Turbine auf den Kunden übertragen wird. Die Kontrolle gilt als zu dem Zeitpunkt übertragen, zu dem die Turbine vollständig errichtet ist. Bis zur Erreichung der zeitpunktbezogenen Verumsatzung werden die Kosten unter den Vorräten aktiviert.
Umsatzerlöse für kundenspezifische Installationen, für die es keine alternative Verwendung gibt und für die es einen einklagbaren Anspruch auf Bezahlung der erbrachten Leistung gibt, werden zeitraumbezogen realisiert.
Bei Serviceverträgen werden die Umsatzerlöse zeitraumbezogen anhand einer vertragstypischen Verteilung der Kosten (Schablone) auf die einzelnen Vertragsjahre verteilt. Die Ermittlung der Schablone zur Bestimmung des Realisierungsgrads der einzelnen Serviceverträge ist dabei auf Basis historischer Erfahrungswerte erfolgt. Sofern der Realisierungsgrad die Fakturierung übersteigt (unterschreitet), wird eine aktivische (passivische) Abgrenzung für Serviceverträge vorgenommen.
Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die Segmente Projekte und Service:
| TEUR | 01.01.– 30.06.2021 |
01.01.– 30.06.2020 |
|---|---|---|
| Projekte | 2.484.126 | 1.839.665 |
| Service | 216.837 | 209.586 |
| Nicht zugeordnet | 494 | 1.039 |
| Intrasegment-Konsolidierung | –4.894 | –2.419 |
| 2.696.563 | 2.047.871 |
Die zeitbezogene Umsatzrealisierung der Projekte stellt sich wie folgt dar:
| TEUR | 01.01.– 30.06.2021 |
01.01. – 30.06.2020 |
|---|---|---|
| Zeitpunktbezogene Projektverumsatzung |
1.008.214 | 1.218.628 |
| Zeitraumbezogene Projektverumsatzung |
1.475.912 | 621.037 |
| 2.484.126 | 1.839.665 |
Der gestiegene Konzernumsatz ist auf die gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegenen Installationszahlen zurückzuführen.
Die aktivierten Eigenleistungen betragen TEUR 11.415 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR 11.298) und betreffen wie im Vorjahr aktivierte Aufwendungen für die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Windenergieanlagen.
Die Bestandsveränderungen betragen TEUR – 383.513 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR – 69.215) und gehen einher mit den gesteigerten Installationen.
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01.– 30.06.2021 |
01.01. – 30.06.2020 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
1.321.829 | 1.163.248 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen |
518.152 | 539.079 |
| 1.839.981 | 1.702.327 |
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01.– 30.06.2021 |
01.01. – 30.06.2020 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 203.688 | 167.086 |
| Soziale Abgaben und Auf wendungen für Altersver sorgung und Unterstützung |
43.321 | 36.085 |
| 247.009 | 203.171 |
Unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Wesentlichen Aufwendungen für Bauteile ausgewiesen.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren vorrangig aus Fremdleistungen und Provisionen für die Auftragsabwicklung, fremdbezogenen Frachten und Auftragsrückstellungen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge/sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich hauptsächlich aus der Erfolgsbeteiligung an dem Offshore-Windparkprojekt Arcadis Ost 1 in Höhe von TEUR 7.500 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR 0), sonstigen Personalkosten in Höhe von TEUR – 53.221 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR – 52.989), Aufwendungen aus nachvertraglichen Kundenansprüchen und Nacharbeiten für Projekte in Höhe von TEUR – 35.843 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR –14.436), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR –20.581 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR –19.471), Instandhaltung in Höhe von TEUR –17.201 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR –15.578), Reisekosten in Höhe von TEUR –12.245 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR –14.420), Leasing in Höhe von TEUR –11.183 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR – 6.881) und Währungskursverlusten/ Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR – 8.973 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR – 6.719) zusammen.
Im Konzern ist die folgende Anzahl von Mitarbeitern beschäftigt:
| 01.01.– 30.06.2021 |
01.01.– 30.06.2020 |
Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Stichtag | |||
| Angestellte | 3.836 | 3.505 | 331 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer |
4.713 | 4.444 | 269 |
| 8.549 | 7.949 | 600 | |
| Durchschnitt | |||
| Angestellte | 3.735 | 3.356 | 379 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer |
4.649 | 4.183 | 466 |
| 8.384 | 7.539 | 845 |
Der Anstieg der Mitarbeiterzahlen ist im Wesentlichen auf das höhere Geschäftsvolumen der Nordex-Gruppe zurückzuführen.
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01.– 30.06.2021 |
01.01. – 30.06.2020 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf Sachanlagen |
49.377 | 47.458 |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsaufwendungen |
21.296 | 22.432 |
| Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte |
3.256 | 5.688 |
| 73.929 | 75.578 |
In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind TEUR 10.157 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR 10.592) für Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Leasing enthalten, die sich mit TEUR 6.820 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR 7.346) auf Grundstücke und Bauten und mit TEUR 3.337 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR 3.246) auf andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung verteilen.
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01.– 30.06.2021 |
01.01. – 30.06.2020 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung |
203 | 498 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen |
0 | –78 |
| Beteiligungsergebnis | 203 | 420 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
1.797 | 2.381 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
–56.484 | –42.805 |
| Zinsergebnis | –54.687 | – 40.424 |
| –54.484 | – 40.004 | |
Das Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung stellt den Ergebnisanteil der assoziierten Unternehmen dar.
Die Zinserträge und die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Geldanlagen bei Banken bzw. aus Avalprovisionen, der Unternehmensanleihe, dem revolvierenden Konsortialkredit und dem Gesellschafterdarlehen. Ferner entfallen von den Zinsaufwendungen TEUR 1.619 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR 1.895) auf Leasing.
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01.– 30.06.2021 |
01.01. – 30.06.2020 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | –15.859 | –26.606 |
| Latente Steuern | 12.116 | 32.950 |
| Gesamte Ertragsteuern | –3.743 | 6.344 |
| 01.01.– 30.06.2021 |
01.01. – 30.06.2020 |
||
|---|---|---|---|
| Konzernjahresfehlbetrag | TEUR | –63.748 | –180.025 |
| davon Gesellschafter des Mutterunternehmens |
TEUR | –63.748 | –180.025 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktienzahl |
117.348.759 106.680.691 | ||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie |
EUR | –0,54 | –1,69 |
Das verwässerte Ergebnis je Aktie beträgt gleichfalls EUR – 0,54 (1. Januar bis 30. Juni 2020: – 0,36).
Künftige Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen, die die Nordex-Gruppe eingegangen ist, die aber noch nicht begonnen haben, liegen nicht vor.
Weiterhin gibt es im Wesentlichen im Immobilienbereich Leasingverträge mit Verlängerungs- und Kündigungsoptionen, die jedoch als nicht hinreichend sicher betrachtet werden und die von daher nicht bilanziert sind. Die Inanspruchnahme der Verlängerungs- und Kündigungsoptionen wird jedoch jährlich überprüft und bei geänderter Einschätzung bilanziell berücksichtigt.
Die Nordex-Gruppe hat Eventualschulden aus Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses zum Bilanzstichtag aber nicht hinreichend für die Bildung einer Rückstellung gewesen ist.
Ferner bestehen gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Projektgesellschaften Garantien, mit deren Inanspruchnahme jedoch nicht gerechnet wird, in Höhe von TEUR 954 (31. Dezember 2020: TEUR 954), während gegenüber assoziierten Unternehmen keine Eventualschulden bestehen.
Zum Bilanzstichtag ist die Acciona S.A. mit 33,6 % (31. Dezember 2020: 36,6%) an der Nordex SE beteiligt.
Die Salden und Geschäftsvorfälle mit Unternehmen aus dem Acciona-Konzern sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Ausstehende Salden Forderungen (+) und Verbindlichkeiten (–) |
Betrag der Geschäftsvorfälle Erträge (+) und Aufwendungen (–) |
|||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 | 01.01.–30.06.2021 | 01.01.–30.06.2020 |
| Acciona Energia Chile SpA | 164.357/ | 164.970/ | 1.786/ | 0/ |
| –84 | –156.711 | –430 | –61 | |
| Acciona Energia Mexico S.r.l. | 1.737/ | 1.232/ | 0/ | 0/ |
| –22 | –44 | 0 | 0 | |
| Acciona Energia S.A. | 105.720/ | 69.304/ | 40.062/ | 23.270/ |
| –34.720 | –33.011 | –363 | –580 | |
| Acciona Energia Servicios Mexico | 139.366/ | 139.351/ | 29/ | 16.366/ |
| S. de RL de C.V. | –139.079 | –131.456 | –5.526 | –108 |
| Acciona Energy Oceania | 108.901/ | 48/ | 117.298/ | 553/ |
| Construction Pty. Ltd. | –111.303 | –106.372 | –3.595 | –989 |
| Acciona Forwarding S.A. | 7/ | 0/ | 1/ | 7/ |
| –1.877 | –977 | –2.700 | –223 | |
| Acciona S.A | 0/ | 0/ | 0/ | 0/ |
| –223.159 | –1.088 | –803 | 0 | |
| Sonstige | 125/ | 779/ | 743/ | 2.415/ |
| –307 | –291 | –469 | –2.835 |
Aufträge zur Lieferung und Errichtung von Windkraftanlagen sind von der Acciona Energia S.A. im ersten Halbjahr 2021 in Höhe von TEUR 12.748 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR 0) erteilt worden.
Das Aufsichtsratsmitglied Jan Klatten hat 2014 im Rahmen eines marktweiten Bietungsverfahrens mittelbar eine Beteiligung von 44,20% an der polnischen Windparkgesellschaft C&C Wind Sp. z o.o. erworben. An dieser Gesellschaft ist auch die Nordex-Gruppe zu 40,00 % beteiligt. Die C&C Wind Sp. z o.o. ist daher als ein assoziiertes Unternehmen einzuordnen. Geschäftsvorfälle mit Herrn Klatten oder ihm zuzurechnender Gesellschaften sind wie im Vorjahr nicht zu verzeichnen gewesen.
Als assoziierte Unternehmen sind daneben auch die Anteile an der GN Renewable Investments S.a.r.l. (30,00 %) zu klassifizieren. Die Salden und Geschäftsvorfälle mit diesen Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Ausstehende Salden Forderungen (+) und Verbindlichkeiten (–) |
Betrag der Geschäftsvorfälle Erträge (+) und Aufwendungen (–) |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 | 01.01.– 30.06.2021 |
01.01.– 30.06.2020 |
||
| C&C Wind Sp. z o.o. | 0/ | 363/ | 209/ | 813/ | ||
| 0 | 0 | 0 | 0 | |||
| GN Renewable Investments S.a.r.l. | 0/ | 0/ | 0/ | 0/ | ||
| 0 | 0 | –6 | –6 |
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 57.890 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR – 68.043) resultiert in Höhe von TEUR 10.181 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR –104.369) aus dem Konzernverlust einschließlich der Abschreibungen. Aus der Veränderung des Working Capitals haben sich Einzahlungen in Höhe von TEUR 50.388 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR 6.196) ergeben. Die Auszahlungen aus der restlichen laufenden Geschäftstätigkeit betragen TEUR 2.679 (1. Januar bis 30. Juni 2020: Einzahlungen TEUR 30.130). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist damit wesentlich durch die gute Working Capital Entwicklung beeinflusst.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR – 68.127 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR – 69.010). Es sind Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 63.143 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR 67.313) erfolgt, die im Wesentlichen auf die Beschaffung von Installations- und Transportausstattung in Spanien für internationale Projekte sowie den Auf- und Ausbau der Blattproduktion und der IT in Indien entfallen. Entwicklungsprojekte sind in Höhe von TEUR 12.054 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR 11.432) aktiviert worden.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR –265.430 (1. Januar bis 30. Juni 2020: TEUR –24.069) und ergibt sich im Wesentlichen aus den Rückzahlungen des revolvierenden Konsortialkredits, des Schuldscheindarlehens und des Forschungs- und Entwicklungsdarlehens sowie der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten. Gegenläufig hat sich die Gewährung des Gesellschafterdarlehens ausgewirkt.
Der Vorstand der Nordex SE hat am 30. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Gesellschaft eine Bezugsrechtskapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital gegen Bareinlagen und einer Sacheinlage der Acciona S.A. beschlossen. Von den 42.672.276 neuen Aktien sind 98,2% zu einem Preis von EUR 13,70 je Aktie ausgegeben worden, was einem Gesamtbrutto-Transaktionsvolumen von EUR 586,15 Millionen entspricht, bestehend aus einem Barerlös von EUR 389,57 Millionen und einem Gegenwert von EUR 196,58 Millionen der von der Acciona S.A. eingebrachten Darlehensforderung aus dem Gesellschafterdarlehen.
Parallel dazu hat Nordex vereinbart, die bestehende syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie durch die Ausübung einer Aufstockungsoption in Höhe von EUR 171,25 Millionen von EUR 1.238,75 Millionen auf EUR 1.410,00 Millionen zu erhöhen. Es ist zudem vereinbart, dass ein Betrag von bis zu EUR 100,00 Millionen aus dieser Aufstockung auch in Form von zugesicherten Barkreditlinien zur Verfügung gestellt wird.
Die kombinierte Kapitalerhöhung und Fremdkapitaltransaktion werden die Kapitalstruktur von Nordex in einem Schritt stärken. Darüber hinaus wird Nordex aufgrund der teilweisen Einbringung des Gesellschafterdarlehens von Acciona Zinskosten sparen. Die Erhöhung der Garantiekreditlinie inklusive der zusätzlichen Barkreditlinie unterstützt den Wachstumskurs durch zusätzliche Flexibilität. Damit ist eine stabile Positionierung des Geschäfts für zukünftiges, risikoärmeres, profitables Wachstum gegeben.
Mit dem Vollzug dieser Transaktion ist die bestehende staatlich garantierte revolvierende Konsortialkreditlinie aufgelöst worden.
Nordex SE Rostock, im August 2021
José Luis Blanco, Vorsitzender des Vorstands
Dr. Ilya Hartmann, Vorstand
Patxi Landa, Vorstand
Für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021
| TEUR | Anfangs bestand 01.01.2021 |
Zugänge | Abgänge | Umbu chungen |
Fremd währung |
End bestand 30.06.2021 |
Anfangs bestand 01.01.2021 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | ||||||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 389.281 | 22.090 | 7.222 | 2.805 | 3.555 | 410.509 | 217.613 | |
| Grundstücke und Bauten | 246.090 | 1.491 | 1.330 | 191 | 931 | 247.373 | 76.370 | |
| Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
177.394 | 17.461 | 2.414 | 14 | 399 | 192.854 | 94.239 | |
| Anlagen im Bau | 25.476 | 22.744 | 0 | –3.026 | 70 | 45.264 | 0 | |
| Geleistete Anzahlungen | 4.140 | 1.888 | 2.620 | 0 | 47 | 3.455 | 0 | |
| Gesamt | 842.381 | 65.674 | 13.586 | –16 | 5.002 | 899.455 | 388.222 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||||
| Goodwill | 552.259 | 0 | 0 | 0 | 0 | 552.259 | 4.501 | |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen |
468.823 | 12.054 | 0 | 0 | 15 | 480.892 | 302.146 | |
| Geleistete Anzahlungen | 1.706 | 1 | 0 | 0 | 0 | 1.707 | 0 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
155.309 | 164 | 72 | 16 | 2.851 | 158.268 | 137.069 | |
| Gesamt | 1.178.097 | 12.219 | 72 | 16 | 2.866 | 1.193.126 | 443.716 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | Buchwert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anfangs End Anfangs bestand Umbu Fremd bestand bestand 01.01.2021 Zugänge Abgänge chungen währung 30.06.2021 01.01.2021 |
Zugänge | Abgänge | Fremd währung |
End bestand 30.06.2021 |
30.06.2021 | 31.12.2020 | |
| Technische Anlagen und Maschinen 389.281 22.090 7.222 2.805 3.555 410.509 217.613 |
24.134 | 3.972 | 1.814 | 239.589 | 170.920 | 171.668 | |
| 246.090 1.491 1.330 191 931 247.373 76.370 |
9.902 | 463 | 357 | 86.166 | 161.207 | 169.720 | |
| 177.394 17.461 2.414 14 399 192.854 94.239 |
15.341 | 865 | 224 | 108.939 | 83.915 | 83.155 | |
| 25.476 22.744 0 –3.026 70 45.264 0 |
0 | 0 | 0 | 0 | 45.264 | 25.476 | |
| 4.140 1.888 2.620 0 47 3.455 0 |
0 | 0 | 0 | 0 | 3.455 | 4.140 | |
| 842.381 65.674 13.586 –16 5.002 899.455 388.222 |
49.377 | 5.300 | 2.395 | 434.694 | 464.761 | 454.159 | |
| 552.259 0 0 0 0 552.259 4.501 |
0 | 0 | 0 | 4.501 | 547.758 | 547.758 | |
| 468.823 12.054 0 0 15 480.892 302.146 |
21.296 | 0 | 1 | 323.443 | 157.449 | 166.677 | |
| 1 0 0 0 1.707 0 |
0 | 0 | 0 | 0 | 1.707 | 1.706 | |
| 164 72 16 2.851 158.268 137.069 |
3.256 | 71 | 2.741 | 142.995 | 15.273 | 18.240 | |
| 1.178.097 12.219 72 16 2.866 1.193.126 443.716 |
24.552 | 71 | 2.742 | 470.939 | 722.187 | 734.381 |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss für die ersten sechs Monate zum 30. Juni 2021 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
José Luis Blanco, Vorsitzender des Vorstands
Dr. Ilya Hartmann, Vorstand

Patxi Landa, Vorstand
| Datum | |
|---|---|
| 12. August 2021 | Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht |
| 15. November 2021 | Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht (Stichtag Q3) |
| Herausgeber | Investor Relations-Team | Redaktion & Text |
|---|---|---|
| Nordex SE | Felix Zander | Nordex SE, Hamburg |
| Investor Relations | Telefon + 49 40 30030–1116 | |
| Langenhorner Chaussee 600 | Fotos | |
| 22419 Hamburg | Tobias Vossberg | Nordex SE, Hamburg |
| Telefon + 49 40 30030–2502 | ||
| Telefon + 49 40 30030–1000 |
Beratung, Konzept & Design | |
| Telefax + 49 40 30030–1101 |
Rolf Becker | Silvester Group |
| Telefon + 49 40 30030–1892 | www.silvestergroup.com | |
| www.nordex-online.com | ||
| [email protected] |
Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen meint die gewählte Formulierung alle Geschlechter, auch wenn teilweise aus Gründen der besseren Lesbarkeit nur die männliche Form aufgeführt ist.
Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nordex-Konzerns beziehen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine Aussagen, die Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, und werden mitunter durch die Verwendung der Begriffe "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussehen", "annehmen" und ähnliche Formulierungen kenntlich gemacht. Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Prognosen und Erwartungen der Gesellschaft und unterliegen daher Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlich erreichte Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser dieses Zwischenberichts werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie kein unangemessenes Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen setzen sollten, die nur zum Datum dieses Zwischenberichts Gültigkeit haben. Die Nordex SE beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.
Nordex SE Investor Relations Langenhorner Chaussee 600 22419 Hamburg
Telefon + 49 40 30030–1000 Telefax + 49 40 30030–1101
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