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Nordex SE Annual Report 2011

Mar 10, 2012

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2011

Nordex SE: Kennzahlen im Überblick

Ergebnisentwicklung
2007 2008 2009 2010 2011
11/10
Umsatz EUR Mio. 747,5 1.135,7 1.182,8 972,0 920,8 –5,27 %
Gesamtleistung EUR Mio. 806,8 1.189,9 1.144,2 1.007,9 927,0 –8,03 %
EBIT vor
Einmalaufwendungen/
Sondereffekt EUR Mio. –10,3
Einmalaufwendungen/
Sondereffekt EUR Mio. –19,4
EBIT EUR Mio. 40,1 63,0 40,0 40,1 –29,7 >–100 %
EBITDA EUR Mio. 54,2 78,9 57,9 62,6 –2,0 >–100 %
Cashflow1 EUR Mio. 80,3 –115,3 47,7 –22,1 69,1 >100 %
Investitionen EUR Mio. 28,5 70,5 51,1 72,0 46,1 –35,97 %
Konzernjahresüberschuss/
-fehlbetrag EUR Mio. 48,0 49,5 24,2 21,2 –49,5 >–100 %
Ergebnis je Aktie2 EUR 0,74 0,71 0,36 0,31 –0,67 >–100 %
EBIT-Marge % 5,0 5,3 3,5 4,0 –3,2 –7,2 %-P.
Umsatzrendite % 5,4 5,5 3,3 4,1 –3,2 –7,3 %-P.
Working-Capital-Quote % 2,3 14,0 18,4 24,3 27,6 3,3 %-P.

1Cashflow = Veränderung der liquiden Mittel

2Ergebnis je Aktie = unverwässert auf Basis von durchschnittlich gewichteten Aktien für 2011: 71,913 Millionen Aktien (2010: 66,845 Millionen Aktien)

Bilanz
2007 2008 2009 2010 2011
11/10
Bilanzsumme per 31.12. EUR Mio. 703,8 854,3 840,4 987,0 1.028,9 4,25 %
Eigenkapital per 31.12. EUR Mio. 271,8 324,4 347,8 370,8 376,6 1,56 %
Eigenkapitalquote % 38,6 38,0 41,4 37,6 36,6 – 1,0 %
Mitarbeiter
2007 2008 2009 2010 2011
11/10
Mitarbeiter Ø 1.304 1.885 2.207 2.379 2.643* 11,10 %
Personalaufwand EUR Mio. 55,0 81,7 105,8 119,4 147,4 23,45 %
Umsatz je Mitarbeiter TEUR 573 603 536 409 348 –14,91 %
Personalaufwandsquote % 6,8 6,9 9,2 11,8 15,9 +4,1 %
*noch inklusive Mitarbeiter des Reorganisationsprogramms
Unternehmensspezifische Kennzahlen
2007 2008 2009 2010 2011
11/10
Auftragseingang EUR Mio. 1.220,0 876,0 734,0 836,0 1.107,0 32,42 %
Anlagenbau Auslandsanteil % 89,0 96,0 97,0 93,0 85,4 –7,6 %-P.

Titelbild: illustrative Wärmebildaufnahme eines schwedischen Windparks mit Anti-Icing-System

Nordex SE Geschäftsbericht 2011

Nordex gehört zu den weltweit führenden mittel ständischen Herstellern von Windenergieanlagen. Unsere Maxime ist es, den Wind intelligent zu nutzen. Dies gelingt uns, indem wir per manent nach neuen und besseren technischen Lösun gen suchen. Zu unseren Kompetenzen zählen die Entwicklung von Windturbinen, ihre Herstellung, die Errichtung schlüssel fertiger Windparks sowie Wartung und Service.

Über uns

Unser Geschäftsjahr 2011

An unsere Aktionäre

  • 4 Brief an die Aktionäre
  • 6 Vorstand der Nordex SE
  • 7 Gremien
  • 10 Aktie

Unsere Verantwortung

  • 14 Bericht des Aufsichtsrats
  • 20 Nachhaltigkeit

Zeichenerklärung

Querverweis mit Seitenzahlangabe

Internetverweis @ 00

Zusammengefasster Konzernlagebericht

  • 26 Geschäftstätigkeit
  • 26 Strategie
  • 28 Wirtschaftliches Umfeld und politische Rahmenbedingungen
  • 33 Geschäftsentwicklung der Nordex-Gruppe
  • 36 Geschäftsentwicklung der Konzernobergesellschaft Nordex SE
  • 36 Ertragslage/Ergebnissituation
  • 38 Finanz- und Vermögenslage
  • 40 Investitionen
  • 40 Forschung und Entwicklung
  • 43 Qualitätsmanagement
  • 44 Mitarbeiter und Vergütungssystem
  • 45 Kostensenkungen
  • 46 Prognosebericht
  • 47 Risiko- und Chancenbericht
  • 52 Angaben nach § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB
  • 57 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
  • 57 Corporate Governance
  • 61 Führungspraktiken

Konzernabschluss

  • 66 Konzernbilanz
  • 68 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 72 Konzernanhang
  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

Weitere Informationen

  • 128 Konzernstruktur der Nordex-Gruppe
  • 129 Glossar
  • 132 Adressen

in einem sich schnell entwickelnden Markt hat sich Nordex in den letzten Jahren mehrfach flexibel und erfolgreich an die veränderten Gegebenheiten angepasst. Das gilt auch für die Reorganisation im Berichtsjahr. Nordex ist nun gut aufgestellt, um im Jahr 2012 wieder profitabel zu sein. Als neuer Vorsitzender des Vorstands unserer Gesellschaft werde ich dazu beitragen, die erarbeiteten Potenziale und Chancen zu nutzen. Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe.

Ich bin überzeugt, dass wir als Team mit der Unterstützung unserer Aktionäre und Investoren gute Aussichten haben, Nordex zu einem der technisch führenden mittelständischen Anbieter unserer Branche zu entwickeln. Damit schaffen wir Werte – vor allem auch ein höheres Ertragspotenzial – für die Zukunft.

Das Geschäftsjahr 2011 hat der gesamten Windindustrie und Nordex in dieser Hinsicht sehr viel abverlangt. Trotz unseres hohen Einsatzes und zahlreicher Erfolge bei der Anpassung an das veränderte, von härterem Wettbewerb gekennzeichnete Marktumfeld sind wir – gemessen an den Finanzkennzahlen – hinter den ursprünglichen Zielen zurückgeblieben. Das ist für uns als Management und für unsere Mitarbeiter ebenso schmerzlich wie für Sie als Aktionäre und Geschäftspartner. Aber – und das hat für die Zukunft größtes Gewicht: Nordex hat sich im Berichtsjahr in eine gute Ausgangslage gebracht, um das Geschäftsvolumen im laufenden Jahr auszubauen. Wir sehen uns damit in der Lage, nach dem Verlustjahr 2011 zügig in die schwarzen Zahlen zurückzukehren.

Was mich zuversichtlich stimmt, ist beispielsweise die starke Entwicklung im Neugeschäft. Mit neuen Aufträgen im Volumen von über EUR 1,1 Mrd. hat Nordex 2011 in dieser Hinsicht das beste Ergebnis seit Beginn der Finanzmarktkrise erzielt. Damit stieg der Auftragsbestand um rund 70 %. Dieser erfreuliche Trend hält auch im ersten Quartal 2012 an. Verantwortlich für diesen Erfolg ist die Konzentration des Vertriebs auf aussichtsreiche Märkte und Kundensegmente sowie die Innovationsoffensive, die Nordex vor rund zwei Jahren gestartet hat. Da viele der neu entwickelten Produkte und Lösungen erst in den kommenden Monaten in die Serienproduktion gehen, erwarten wir daraus noch zusätzliche positive Impulse für unser zukünftiges Geschäft.

Neben einem gut aufgestellten Unternehmen ist auch ein Markt mit entsprechender Nachfrage wichtig. Dies ist in unserer Industrie der Fall. Weder die hohe Staatsverschuldung in Teilen von Europa noch die stotternde Konjunktur in den USA haben die Marktaussichten getrübt: Im Berichtsjahr stieg der internationale Absatz von Windturbinen wieder spürbar an, und für 2012 erwarten die Industrieverbände sogar ein zweistelliges Plus. Doch der Wettbewerb ist inzwischen bedeutend intensiver als in der Vergangenheit. Das bedeutet im Klartext: Nur Unternehmen mit einer schlanken Struktur, flexiblen Prozessen und effizienten Produkten können sich gut behaupten.

4 Brief an die Aktionäre

  • 6 Vorstand
  • 7 Gremien 10 Aktie

In diesem Wettstreit hat auch der Mittelstand gute Chancen. Das hat sich bereits im Berichtsjahr gezeigt, in dem sich Großkonzerne keineswegs besser geschlagen haben als die kleineren Anbieter wie Nordex. Für uns geht es jetzt darum, die Arbeitsschwerpunkte richtig zu setzen und die Effizienz unserer Prozesse und Produkte zu erhöhen.

Ich bin mir sicher, dass Nordex nach seiner zum Jahreswechsel abgeschlossenen Reorganisation im Hinblick auf die strategischen Geschäftsfelder, Kostenstrukturen, Produkte und Prozesse gut positioniert ist. Für das laufende Jahr erwarte ich eine spürbar bessere Geschäftsentwicklung als noch im Vorjahr und freue mich, die Zukunft des Unternehmens mitgestalten zu können – gemeinsam mit einem starken und hochengagierten Team.

Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gruppe für ihre Leistungen im zurückliegenden Jahr. Meinem Vorgänger Herrn Richterich gilt meine besondere Anerkennung dafür, dass er das Unternehmen – nicht zuletzt durch die jüngste Reorganisation – in eine gute Ausgangslage gebracht hat.

Sehr geehrte Aktionäre und Investoren, Sie haben Nordex in der jüngeren Geschichte mehrfach in wichtigen Phasen zur Seite gestanden und die Gesellschaft durch Ihr Vertrauen unterstützt, zuletzt bei den Kapitalmaßnahmen im Frühjahr 2011. Wir werden alles daransetzen, die Ertragskraft von Nordex zu steigern, damit Sie künftig von Ihrem Engagement bei Nordex profitieren können.

Mit freundlichen Grüßen Ihr

Dr. Jürgen Zeschky Vorsitzender des Vorstands Nordex SE

Vorstand der Nordex SE

v.l.n.r.: Dr. Marc Sielemann, Dr. Jürgen Zeschky (Vorsitzender des Vorstands), Lars Bondo Krogsgaard, Bernard Schäferbarthold

6 Vorstand

7 Gremien 10 Aktie

Gremien

Vorstand

Thomas Richterich

Chief Executive Officer/Vorsitzender des Vorstands (bis 29. Februar 2012) Verantwortlich für die Bereiche: Produktmanagement, Personal, Recht, Kommunikation, Unternehmensentwicklung, Offshore

Herr Richterich wurde 1960 geboren und trat nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre im Jahr 1989 in den MAN-Konzern ein. Bis zum Jahr 1999 hatte er unterschiedliche Leitungsfunktionen bei der MAN Gutehoffnungshütte AG inne und übernahm anschließend die kaufmännische Geschäftsführung der Ferrostaal Indus trial Plant Service GmbH. Zwischen 2000 und 2002 war Herr Richterich für die Babcock Borsig AG und die Babcock Borsig Power GmbH in leitenden Funktionen tätig. Seit dem Jahr 2002 gehört Herr Richterich dem Vorstand der Nordex SE an, im August 2005 wurde er zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt.

Dr. Jürgen Zeschky

Chief Executive Officer/Vorsitzender des Vorstands (seit 1. März 2012) Verantwortlich für die Bereiche: Produkt management, Personal, Recht, Kommunikation, Unternehmensentwicklung, Offshore

Herr Dr. Zeschky wurde 1960 geboren. Der promovierte Maschinenbauer begann seine berufliche Karriere 1991 als Produktmanager bei Mannesmann Demag Verdichter und hatte bis zum Jahr 2003 verschiedene Leitungsfunktionen inne, zuletzt als Director of Operations der Mannesmann Demag Delaval in Trenton, USA.

Anschließend wechselte er als Executive Vice President zu Voith Turbo. Hier verantwortete er bis zum Jahr 2012 die gesamte Industriesparte, die Antriebstechnologien für Energiegewinnung, Öl & Gas, Bergbau und die chemische Industrie entwickelt und produziert. Herr Dr. Zeschky wurde mit Wirkung zum 1. März 2012 zum Vorsitzenden des Vorstands der Nordex SE ernannt.

Lars Bondo Krogsgaard

Chief Customer Officer Verantwortlich für die Bereiche: Vertrieb, Projektentwicklung, Projektmanagement, Service, Arbeitssicherheit

Herr Krogsgaard wurde 1966 geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und hält einen Abschluss als Master of Business Administration (MBA). In den Jahren 1993 bis 1998 arbeitete er als Rechtsanwalt in Dänemark und in Amerika und wechselte anschließend als COO zur Young & Rubicam Denmark Group. Ab dem Jahr 2000 war Herr Krogsgaard für Brandts Ventures tätig, wo er ebenfalls die Position des COO innehatte. Zwischen 2002 und 2006 war er Vice President Renewables bei DONG Energy und verantwortete in den Jahren 2006 bis 2010 als CEO bei Siemens Wind Power die Region EMEA. Im Oktober 2010 wurde Herr Krogsgaard in den Vorstand der Nordex SE berufen.

Bernard Schäferbarthold

Chief Financial Officer Verantwortlich für die Bereiche: Finanzen und Controlling, Rechnungswesen, Steuern, Risikomanagement, Interne Revision, IT

Herr Schäferbarthold wurde 1970 geboren und studierte Volkswirtschaftslehre. In den Jahren

1996 bis 2005 arbeitete er als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein. Anschließend wechselte Herr Schäferbarthold zur Nordex SE, in der er zunächst die Leitung des Finanz- und Rechnungswesens übernahm, bevor er im April 2007 in den Vorstand berufen wurde.

Dr. Marc Sielemann

Chief Operating Officer Verantwortlich für die Bereiche: Produktion, Einkauf, Supply Chain Management, Engineering, Qualität

Herr Dr. Sielemann wurde 1967 geboren. Er studierte Maschinenbau und war bis zum Jahr 1998 als Projektingenieur und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Fertigungstechnik und spanende Werkzeugmaschinen an der Universität in Hannover beschäftigt. Im Anschluss wechselte er in der Funktion des Gruppenleiters zu MAN Nutzfahrzeuge nach München. Zwischen 2003 und 2009 bekleidete Herr Dr. Sielemann verschiedene leitende Positionen bei MAN Nutzfahrzeuge, zuletzt die des Geschäftsführers der MAN Nutzfahrzeuge AG/MAN Trucks Sp. z o.o. in Polen. Seit April 2009 ist Herr Dr. Sielemann Mitglied des Vorstands der Nordex SE.

Dr. Eberhard Voß

Chief Technical Officer (bis 30. September 2011) Verantwortlich für die Bereiche: Engineering, Qualität

Herr Dr. Voß wurde 1956 geboren und studierte Maschineningenieurwesen. Von 1982 bis 1987 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität in Rostock und anschließend bis zum Jahr 1990 als Wissenschaftlicher Abteilungsleiter des Instituts für Energie- und Transportforschung (ETF/ADL) in Rostock. Als geschäftsführender Gesellschafter leitete er bis

1996 die WIND-Consult GmbH. Zwischen 1997 und 2000 war Herr Dr. Voß Bereichsleiter für das Central Engineer ing bei der Nordex Energy GmbH. Nach einer Tätigkeit als geschäftsführender Gesellschafter bei der EEG Energie-Expertise GmbH und der e.n.o. Wind Energiegesellschaft Nordost mbH übernahm er 2003 erneut die Bereichsleitung für das Engineering bei der Nordex Energy GmbH. Ab März 2008 war Herr Dr. Voß Mitglied des Vorstands der Nordex SE.

Herr Dr. Voß hat sein Amt als technischer Vorstand der Nordex AG einvernehmlich mit Wirkung zum 30. September 2011 beendet. Die Verantwortung für die Bereiche Engineering und Qualität wurden im Rahmen des neuen Geschäftsverteilungsplans der Nordex SE Herrn Dr. Sielemann übertragen.

Aufsichtsrat

Uwe Lüders, Lübeck

Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Präsidiums sowie Mitglied des Prüfungsausschusses (Audit Committee); Vorsitzender des Vorstands der L. Possehl & Co. mbH, Lübeck

Herr Lüders trat nach Abschluss des Volkswirtschaftsstudiums zunächst in eine renommierte Unternehmensberatung ein. Danach bekleidete er über mehrere Jahre Geschäftsführungspositionen bei der GEA AG in Bochum, zuletzt die des Vorstandsmitglieds. Herr Lüders wechselte anschließend als Vorstandsvorsitzender zur börsennotierten Buderus AG. Seit 2004 ist er Vorstandsvorsitzender der L. Possehl & Co. mbH, Lübeck.

6 Vorstand 7 Gremien

10 Aktie

Jan Klatten, München

Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats, Vorsitzender des Strategie- und Technikausschusses, Mitglied des Präsidiums; Geschäftsführender Gesellschafter der momentum Beteiligungsgesellschaft mbH

Herr Klatten, M. Sc., studierte Schiff bau an der Universität Hamburg und Betriebswirtschaft an der Sloan School of Management des M.I.T. Er war 15 Jahre lang in leitender Funktion in der Automobilindustrie tätig und machte sich 1991 als Unternehmer selbstständig.

Dr. Dieter G. Maier, Reutlingen

Mitglied des Strategie- und Technikausschusses; Vorsitzender der Geschäftsführung UKM GmbH (interimistisch), anschließend Beirat der UKM GmbH.

Herr Dr. Maier studierte an der Universität Birmingham Physik und promovierte am Max-Planck-Institut in Stuttgart. Er bekleidete eine Vielzahl von Positionen im leitenden Management der Robert Bosch GmbH und der Rodenstock GmbH, zuletzt die des Gesellschafters und des Vorstands Operations. Darüber hinaus war Herr Dr. Maier Gesellschafter der MOHR-Gruppe.

Carsten Risvig Pedersen, Humblebaek (Dänemark)

Mitglied des Prüfungsausschusses (Audit Committee), Mitglied des Präsidiums

Herr Pedersen gründete nach einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium im Jahr 1985 die Nordex ApS. In den Jahren 1987 bis 2000 war Herr Pedersen geschäftsführender Gesellschafter der Nordex GmbH und wechselte 2001 in den Vorstand der Nordex SE, dem er bis zum September 2010 angehörte.

Martin Rey, Traunstein

Vorsitzender des Prüfungsausschusses (Audit Committee); Rechtsanwalt und geschäftsführender Gesellschafter der maroban GmbH

Herr Rey studierte Jura in Bonn und Betriebswirtschaft an der Fernuniversität Hagen. Er bekleidete eine Vielzahl von Positionen im leitenden Manage ment bei der Bayerischen Hypound Vereinsbank, zuletzt die des Bereichsvorstands. Herr Rey war Vorstand für die Region Europa bei Babcock & Brown, einem global agierenden Investment- und Beratungsunternehmen, deren Abwicklung er nun begleitet.

Dr. Wolfgang Ziebart, Starnberg

Mitglied des Strategie- und Technikausschusses

Herr Dr. Ziebart studierte Maschinenbau und promovierte an der Technischen Universität München. 1977 trat er in die BMW AG ein und war dort in unterschiedlichen Positionen, wie etwa der Leitung der Elektronikentwicklung oder der Karosserieentwicklung, tätig. Zuletzt verantwortete Herr Dr. Ziebart im Vorstand die Bereiche Entwicklung und Einkauf. Ab dem Jahr 2000 war er im Vorstand der Continental AG für das Bremsen- und Elektronikgeschäft zuständig und wurde schließlich zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt. Von 2004 bis 2008 war Herr Dr. Ziebart Chief Exe cutive Officer der Infineon AG und leitete u. a. die Trennung des Unternehmens vom Speicher geschäft ein. Derzeit ist er Mitglied in mehreren Aufsichtsräten.

Aktie

Die konjunkturelle weltwirtschaftliche Dynamik hat sich im Verlaufe des Jahres 2011 weiter abgeschwächt, sodass die Wachstumsrate des globalen Bruttoinlandsprodukts nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) gegenüber dem Vorjahr (5,2 %) mit 3,8 % schwächer ausgefallen ist. Diese Entwicklung war sowohl in den Industrienationen als auch in den asiatischen und den lateinamerikanischen Wachstumsregionen zu beobachten und ist seit Jahres mitte 2011 auch im abflauenden Weltwirtschaftsklimaindex – erstellt vom ifo-Institut in München – zum Ausdruck gekommen.

Die Finanz- und Aktienmärkte haben diesen Verlauf widergespiegelt. Bis zur Mitte des Jahres setzten die weltweiten Börsenindizes trotz globaler Unsicherheitsfaktoren ihren positiven Verlauf aus dem Jahr 2010 zunächst fort, ehe im zweiten Halbjahr eine Eintrübung erfolgte.

Der amerikanische Leitindex DOW JONES lag Anfang Mai um gut 11 % über dem Wert am Jahresende 2010, der europäische Leit index EUROSTOXX 50 notierte um mehr als 9 %

höher, und der deutsche Leitindex DAX erreichte im April mit 7.531 Punkten sogar ein Dreijahreshoch. Auch die beiden für die Nordex SE maßgeblichen Benchmarks, der TecDAX als Index für die Wertentwicklung der 30 größten börsennotierten deutschen Technologiewerte außerhalb des DAX 30 sowie der RENIXX als globaler Aktienindex für Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, erreichten Ende März bzw. Anfang April mit 948 Punkten bzw. 606 Punkten ihre Jahreshöchststände. Im weiteren Verlauf wurden diese Gewinne jedoch aufgrund einer sich abkühlenden Konjunktur und steigender Unsicherheiten wieder abgebaut, sodass zum Jahresende teilweise deutliche Kursverluste zu verzeichnen waren. Der im Frühjahr 2006 gestartete RENIXX verzeichnete am 19. Dezember 2011 mit knapp 228 Punkten sein Allzeittief.

Der DAX verbuchte im Jahresverlauf 2011 mit über 15 % einen seiner größten Verluste in der Geschichte, der TecDAX büßte 19,5 % gegenüber dem Vorjahresschluss ein, und der RENIXX notierte um mehr als 54 % unter dem

Quellen: Deutsche Börse; IWR (Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien)

4 Brief an die

Aktionäre

6 Vorstand 7 Gremien

10 Aktie

Schlusskurs von 2010. Neben der allgemeinen konjunkturellen Abkühlung waren die rückläufigen Geschäftszahlen der börsennotierten Solar- und Windenergieanlagenhersteller der Treiber für diesen signifikanten Rückgang im RENIXX.

Die Aktie der Nordex SE folgte in der zweiten Jahreshälfte dem allgemeinen Trend; sie verbilligte sich zum Jahresende aber weniger stark als der Vergleichsindex RENIXX bzw. die Aktienkurse anderer börsennotierter Windenergie anlagenhersteller. Ihren höchsten Tagesschlusskurs verzeichnete die Nordex-Aktie am 28. März 2011 mit EUR 9,37, der Tiefstkurs lag am 22. November 2011 bei EUR 3,48. Am 30. Dezember 2011 schloss die Nordex-Aktie mit EUR 3,95, was einem Minus von rund 28 % gegenüber dem Jahresschlusskurs 2010 entspricht.

Die Börsenkapitalisierung betrug damit zum Jahresende EUR 290 Mio. gegenüber EUR 368 Mio. zum Vorjahreszeitpunkt.

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen auf der elektronischen Handelsplattform Xetra lag mit 555.700 Stück um gut 9 % über dem

Niveau von 2010 (507.500 Stück). Daraus resultierte ein Handelsumsatz von über EUR 914 Mio. (2010: EUR: 930 Mio.).

Am 29. März 2011 hat die Nordex SE im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage insgesamt 6.684.499 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien ausgegeben. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich unter Ausschluss des Bezugsrechts für Altaktionäre von EUR 66.845.000 auf EUR 73.529.499. Die neuen Aktien wurden bei institutionellen Anlegern im Rahmen eines Accelerated Bookbuilding zu einem Preis von EUR 8,40 je Aktie platziert. SKion/momentum capital wurden im Rahmen der Kapitalmaßnahme insgesamt 900.000 Aktien zugeteilt, der Großaktionär hielt zum Ende des Berichtszeitraums 24,99 % des Grundkapitals an der Nordex SE. Die Kapitalerhöhung war mehrfach überzeichnet.

Der Bereich Investor Relations der Nordex SE pflegt eine offene und aktive Kommunikation mit sämtlichen Kapitalmarktteilnehmern. Der Vorstand und das Investor-Relations-Team präsentierten sich im Geschäftsjahr 2011 auf diversen internationalen Kapitalmarktkonferenzen sowie

im Rahmen des Capital Markets Day vor Ort in den beiden Rostocker Produktionsstätten. Die Transparenz der Geschäftsentwicklung der Nordex SE wird zudem durch die umfassende und kontinuierliche Analyse von rund 20 Research-Abteilungen renommierter Banken und Investmenthäuser sichergestellt. Ein aktuelles Verzeichnis der Nordex-Analysten, Informationen zur Nordex-Aktie sowie Nachrichten, Finanzberichte und Präsentationen zum Unternehmen sind auf der Internetseite der Nordex SE unter www.nordex-online.com im Bereich Investor Relations hinterlegt.

Die Nordex SE wird ihre Investor-Relations-Aktivitäten im Jahr 2012 mit der Teilnahme an verschiedenen Investorenkonferenzen, Roadshows und Einzelgesprächen fortsetzen. Auf

Basis einer stabilen Aktionärsstruktur im Bereich der institutionellen Anleger strebt die Nordex SE eine hohe Liquidität der Nordex-Aktie an. Dazu wird Nordex die Kapitalmärkte weiterhin zeitnah und umfassend über die Entwicklung der Gesellschaft informieren.

Kontakt

Nordex SE Investor Relations Langenhorner Chaussee 600 D-22419 Hamburg

Ralf Peters

(Head of Corporate Communications) Tel: +49 40 30030 1522 Fax: +49 40 30030 1333 E-Mail: [email protected]

Stammdaten der Nordex-Aktie
Aktiengattung Nennwertlose Inhaber-Stammaktien
Marktsegment Prime Standard/Regulierter Markt
Handelsplätze Frankfurter Wertpapierbörse
Indexzugehörigkeit TecDAX, HASPAX, RENIXX, GCI
ISIN DE000A0D6554
WKN A0D655
Börsenkürzel NDX1

Kennzahlen der Nordex-Aktie

2011 2010
Anzahl Aktien gesamt zum 31.12. Mio. Stück 73,529 66,845
Grundkapital zum 31.12. EUR Mio. 73,529 66,845
Jahresschlusskurs EUR 3,95 5,51
Höchstkurs EUR 9,37 11,28
Tiefstkurs EUR 3,48 4,41
Marktkapitalisierung zum 31.12. EUR Mio. 290,44 368,32
Ergebnis je Aktie EUR – 0,67 0,31
Kurs-Gewinn-Verhältnis zum 31.12. – 5,9 17,8

Wegweisend

In bester Verbindung zum Markterfolg

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Nordex SE hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Berichtszeitraum wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens gemäß seinen gesetzlichen Pflichten überwacht. Der Aufsichtsrat war in sämtliche Entscheidungen, die eine grundlegende Bedeutung für das Unternehmen besaßen, unmittelbar eingebunden. Dabei stand der Aufsichtsrat mit dem Vorstand der Nordex SE in einem kontinuierlichen Dialog. Er wurde regelmäßig, zeitnah und umfassend durch schriftliche und mündliche Berichte über die Lage, die Entwicklung und alle wesentlichen Geschäftsvorgänge der Nordex SE und ihrer Beteiligungsgesellschaften unterrichtet.

Der Aufsichtsrat folgt grundsätzlich den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010, wie am 2. Juli 2010 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemacht. Die nach § 161 AktG erforderliche Entsprechenserklärung wurde von Aufsichtsrat und Vorstand am 23. März 2012 abgegeben (www.nordex-online.com/de/ investor-relations/corporate-governance.html). Weitere Ausführungen zu diesem Thema finden sich im Corporate Governance Bericht.

Die Ausschüsse des Aufsichtsrats der Nordex SE sind wie folgt besetzt:

Präsidium (Personalausschuss): Herr Lüders (Vorsitz), Herr Klatten, Herr Pedersen Prüfungsausschuss (Audit Committee): Herr Rey (Vorsitz), Herr Lüders, Herr Pedersen Ausschuss Strategie und Technik: Herr Klatten (Vorsitz), Herr Dr. Maier, Herr Dr. Ziebart

Im Berichtszeitraum hat Herr Dr. Eberhard Voß sein Amt als Vorstand der Nordex SE einvernehmlich mit Wirkung zum 30. September 2011 beendet. In Zukunft wird die Gesellschaft von vier Vorständen geleitet. Der Aufsichtsrat von Nordex dankt Herrn Dr. Voß für seinen Einsatz und seinen Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat kam im Laufe des Geschäftsjahres 2011 zu acht Sitzungen sowie mehrmals in seinen Ausschüssen (Präsidium, Prüfungsausschuss (Audit Committee), Ausschuss Strategie und Technik) zusammen. Die Aufsichtsratssitzungen fanden statt am 20. Januar, am 2. März, am 25. März, am 7. Juni (zwei Sitzungen), am 26. August, am 5. September und am 25. November 2011.

In der ersten Sitzung des Aufsichtsrats am 20. Januar 2011 stellte der Vorstand der Nordex SE das neu geplante Budget für das Geschäftsjahr 2011 sowie die Konzernplanung der Nordex-Gruppe vor. Nach eingehender Diskussion wurden das Budget sowie die Konzernplanung der Nordex-Gruppe durch den Aufsichtsrat der Nordex genehmigt. Im Anschluss wurde ein neuer Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand der Gesellschaft beschlossen.

Den Schwerpunkt der zweiten Sitzung am 2. März 2011 bildeten Beratungen über verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten der Nordex-Gruppe, sowohl im Eigenkapital- als auch im Fremdkapitalbereich. Dabei war es das Ziel, die strategische Entwicklung des Unternehmens auf mittlere Sicht sicherzustellen. Als Ergebnis der Diskussionen erhielt das Audit Committee die alleinige Entscheidungsbefugnis über die Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital I um bis zu 6.684.499 Aktien.

@

57

14 Bericht des Aufsichtsrats 20 Nachhaltigkeit

v.l.n.r.: Dr. Wolfgang Ziebart, Carsten Risvig Pedersen, Jan Klatten, Uwe Lüders , Dr. Dieter G. Maier, Martin Rey

Darüber hinaus wurde der Begebung eines Unrated Bonds über EUR 150 Mio. zugestimmt und auch die Verlängerung der bestehenden syndizierten Kreditlinie bewilligt.

Bei der Aufsichtsratssitzung am 25. März 2011 stand die Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses der Nordex SE für das Geschäftsjahr 2010 im Fokus. Diese Sitzung erfolgte in Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers. Nach einem Bericht über die Sitzung des Prüfungsausschusses (Audit Committee) vom 24. März 2011 stellte der Vorstand der Nordex-Gruppe die aktuelle Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2011 vor. Anschließend wurden die Beschlussvorschläge an die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft erörtert und entschieden. Der Beschluss des Aufsichtsrats zur Begebung einer Anleihe von bis zu EUR 150 Mio. zur Finanzierung des Unternehmens wurde präzisierend wiederholt.

Am 7. Juni 2011, dem Tag der Hauptversammlung, fanden die nächsten Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Morgens berichtete der Vorstand über die aktuelle Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr und über die Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft. Nachdem die Hauptversammlung den Aufsichtsrat für eine neue Amtszeit bestellt hatte, kam das Gremium am gleichen Tag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.

In der sechsten Aufsichtsratssitzung am 26. August 2011 erläuterte der Vorstand der Nordex SE zunächst die wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe im ersten Halbjahr 2011. Ein Schwerpunkt war dabei die Liquidität und die Finanzlage der Gesellschaft. Anschließend wurde intensiv über die Maßnahmen zur Reorganisation der Gruppe beraten, deren oberstes Ziel die Stärkung der Ertragskraft war. Ferner initiierte der Aufsichtsrat den Nachbesetzungsprozess für die Position des Vorsitzenden des Vorstands. Die Nicht-Verlängerung des Dienstvertrags von Herrn Thomas Richterich aus persönlichen Gründen war am 22. Juli 2011 per Ad-hoc-Mitteilung bekannt gegeben worden. Nach Berichten aus dem Audit Committee und dem Ausschuss Stra tegie und Technik wurde der aktuelle Stand der strategischen Projekte bezüglich der Offshore-Aktivitäten und des Asien-Geschäfts besprochen. Weiterhin wurde der Gründung von Tochtergesellschaften in Rumänien und in Pakistan zugestimmt.

In seiner telefonischen Sitzung vom 5. September erörterte und beschloss der Aufsichtsrat im Schwerpunkt die Beendigung des Dienstvertrags mit Herrn Dr. Voß und die Neugestaltung des Dienstvertrags mit Herrn Schäferbarthold sowie den Geschäftsverteilungsplan.

Die achte und letzte Aufsichtsratssitzung im Berichtsjahr fand am 25. November 2011 statt. Hier erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftsentwicklung und ging dabei insbesondere auf das Neugeschäft sowie die Ertrags- und die Finanzlage ein. Anschließend wurde über das Budget für das Geschäftsjahr 2012 und die entsprechende Konzernplanung der Gruppe beraten; in diesem Zusammenhang wurde auch der Stand der Kostensenkungsmaßnahmen erläutert. Nach eingehender Diskussion wurden das Budget sowie die Konzernplanung der Nordex-Gruppe durch den Aufsichtsrat der Nordex SE genehmigt. Der Aufsichtsrat bestellte in dieser Sitzung Herrn Dr. Jürgen Zeschky als neuen Vorsitzenden des Vorstands. Weiterhin wurden die Abweichungen von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vorberaten. Abschließend informierte der Vorstand über den Stand der Gespräche zur Einbringung der Nordex-Geschäftseinheiten China und Offshore in je ein Gemeinschaftsunternehmen.

Des Weiteren wird gemäß 4.3.4 und 5.5.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex über potenzielle Interessenkonflikte berichtet.

In zwei Fällen übten Aufsichtsräte im Berichtsjahr 2011 bei Geschäftspartnern eine Organfunktion aus, bzw. eine Person hält Gesellschaftsanteile an einem Geschäftspartner. In beiden Fällen ergeben sich jedoch keine Interessenkonflikte.

Im Einzelnen:

Das Aufsichtsratsmitglied Martin Rey ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Renerco AG, München. Im März 2010 hatte die Renerco AG insgesamt zwölf N100/2500Anlagen für ein Projekt in Polen bei Nordex bestellt, die im Laufe des Jahres 2011 errichtet wurden und im Laufe des Frühjahrs 2012 in Betrieb genommen werden. Die Renerco AG ist, ebenso wie die BayWa r.e GmbH, ein verbundenes Unternehmen der BayWa AG. Ein weiteres Konzernunternehmen, die BayWa r.e U.S. LLC, hat im Jahr 2011 70 % der WKN USA, LLC übernommen, die im Dezember 2011 einen Auftrag über zwölf Anlagen vom Typ N100/2500 bei der Nordex USA Inc. platzierte. Herr Rey ist weder persönlich in die Vertragsverhandlungen oder -beziehungen zwischen Nordex und Renerco bzw. Nordex und WKN einbezogen noch übt er hierauf einen bestimmenden Einfluss aus.

Das frühere Vorstandsmitglied und jetzige Aufsichtsratsmitglied der Nordex SE Carsten Risvig Pedersen hat mit Vereinbarung vom 12. Januar 2011 durch ein u. a. von ihm gegründetes Unternehmen unter der Firma "Welcon A/S" den Geschäftsbetrieb der insolventen Skykon Give A/S übernommen. Seitdem wird die Produktion von Türmen fortgeführt, und das Unternehmen Welcon A/S zählte im Berichtsjahr zu den Turmlieferanten der Nordex-Gruppe. Die Einkaufsbeziehungen zu Welcon A/S sind streng marktkonform gestaltet. Bestellungen werden erst nach intensiven Preis- und Leistungsvergleichen ausgelöst. In diese Fachentscheidungen ist Herr Pedersen weder als Mitglied des Aufsichtsrats noch aufseiten von Welcon A/S involviert. Als einer der leistungsfähigsten Turmhersteller in Nordeuropa gehört die Produktionsstätte in Give seit Jahren zum Lieferantenkreis von Nordex.

Abschließend weist Nordex darauf hin, dass Aufsichtsräte persönliche Mandate mit Geheimhaltungspflichten wahrnehmen.

Erläuterungen nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG i. V. m. §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB sowie Art. 61 SE-Verordnung

Der Aufsichtsrat hat die Angaben der Gesellschaft nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB mit dem Vorstand erörtert. Nach eigener Beurteilung ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Angaben vollständig und zutreffend sind.

Der Jahresabschluss der Nordex SE und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 sowie der zusammengefasste Lagebericht über die Lage der Nordex SE und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2011 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung am 7. Juni 2011 gewählten und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses beauftragten Abschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Im Prüfungsbericht zum Jahresabschluss wurde bestätigt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen zur Risikofrüherkennung getroffen hat und dass ein wirksames internes Kontrollsystem besteht.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für die Nordex SE und den Konzern sowie der Geschäftsbericht und der Bericht des Abschlussprüfers wurden sämtlichen Aufsichtsratsmitgliedern vor der bilanzfeststellenden Sitzung am 23. März 2012 ausgehändigt. Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung über die Vorlage in Gegenwart der Wirtschaftsprüfer, die auch für Fragen zur Verfügung standen, umfassend beraten. Der Aufsichtsrat und sein Prüfungsausschuss haben dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zugestimmt.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Bericht über die Lage der Nordex SE und des Konzerns intensiv geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 gebilligt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat der Nordex SE bedankt sich beim Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht sämtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen seine Anerkennung für ihr hohes Engagement und die im Geschäftsjahr 2011 geleistete Arbeit aus.

Hamburg, den 23. März 2012

Uwe Lüders Vorsitzender des Aufsichtsrats

Lückenlos verzahnt

Auf schnellstem Weg vom Auftrags- zum Zahlungseingang

Nachhaltigkeit

Die Zukunftsfähigkeit von Nordex hängt maßgeblich davon ab, schnell und flexibel auf neue Rahmenbedingungen zu reagieren, qualitativ hochwertige Produkte zu entwickeln und kosteneffizient zu arbeiten. Neben der ökonomischen Nachhaltigkeit rücken angesichts der Globalisierung und des Klimawandels zunehmend soziale und ökologische Aspekte in den Fokus. Die freiwillige Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen erhält immer größere Bedeutung. Nordex stellt sich dieser Herausforderung. Ziel ist es, die Grundlage für ein nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum zu schaffen, das mit der geringstmöglichen Belastung der Natur einhergeht und Menschen in allen Märkten und Regionen neue Wohlstandsperspektiven bietet.

Auch für unsere bedeutende Kundengruppe, die Energieversorger, spielt die Professionalität der Geschäftspartner im Hinblick auf Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutzstandards bei der Vergabe von Projekten eine wichtige Rolle. Um das Unternehmen auch in dieser Hinsicht optimal zu positionieren, hat sich Nordex dazu entschlossen, ein HSE-Managementsystem (HSE = Health, Safety & Environment) nach den internationalen Normen DIN EN ISO 14001:2009 und BS OHSAS 18001:2007 zu implementieren und sich auf dieser Basis zertifizieren zu lassen. Nachdem die Zertifizierung für die Region Europa im Jahr 2010 durchgeführt wurde, wurde 2011 die HSE-Zertifizierung nach ISO 14001 und 18001 auch auf alle Standorte in den USA erweitert und erfolgreich bestanden.

Ökologie

In allen großen Energiemärkten der Welt stellt die Windenergie einen wichtigen Baustein im zukünftigen Energiemix dar. Jede Megawattstunde Strom aus Windenergie vermeidet den Ausstoß von etwa 1 Tonne CO2, die beispielsweise bei der Verstromung von Braunkohle entstehen würde. Demzufolge sorgt Nordex Jahr für Jahr dafür, dass der Ausstoß mehrerer Millionen Tonnen von Klimagiften unterbleibt. Die Energiebilanz einer Windenergieanlage ist bereits nach etwa sieben Monaten ausgeglichen. Diese Kalkulation umfasst den Energieeinsatz im gesamten Herstellungsprozess – von der Produktion über den Transport bis zur Errichtung. Einmal am Netz, produziert jede Windenergieanlage rund 20 Jahre lang sauberen Strom. Eine einzige Nordex-Großanlage kann dabei den Strombedarf von bis zu 3.000 Vier-Personen-Haushalten decken. Weltweit drehen sich inzwischen mehr als 4.800 Windturbinen der Marke Nordex und sorgen rund um den Globus in 37 Ländern für eine saubere und sichere Energieversorgung.

Umweltschutz beginnt bei Nordex nicht erst mit dem Produkt, sondern bereits in der Entwicklung sowie nachfolgend in der Produktion. In Rostock verfügt das Unternehmen über eine der modernsten und umweltfreundlichsten Fertigungsanlagen für die Herstellung von Windenergieanlagen und Rotorblättern. Hier werden die behördlich vorgeschriebenen anspruchsvollen Emissionsgrenzwerte für Staub, Lösungsmittel, Geruchsstoffe und Abwasser nicht nur eingehalten, sondern deutlich unterschritten. Darüber hinaus legt Nordex größten Wert auf Wärmeschutz und Wärmerückgewinnung, durch die die Emission von Schadstoffen minimiert wird.

Auch im Gebäudemanagement setzt Nordex auf Umweltschutz: Es wird darauf geachtet, dass die Immobilien der Nordex-Gruppe möglichst nach Niedrigenergiestandard ausgeführt sind. So ist das neue Werk in den USA durch eine integrierte Geothermieanlage klimatisiert, und die neue Nordex-Hauptverwaltung in Hamburg – das Nordex-Forum – wurde zur Einweihung im Jahr 2011 von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem Zertifikat in Gold ausgezeichnet. Durch den Einsatz energieeffizienter Haustechnik werden im Nordex-Forum die Vorgaben der Energieeinsparungsverordnung um mehr als 20 % unterschritten. Die deutschen Nordex-Standorte werden zudem mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben. Das Energieversorgungsunternehmen garantiert dies im Rahmen der Stromlieferverträge mit einem Ökostrom-Zertifikat gemäß TÜV EE-Anlagenzertifizierung.

Gemeinsam mit einem Partner wurden ergänzend alle Drucker an Nordex-Standorten in Deutschland auf emissionsarme Druck- und Kopiersysteme umgestellt. Die verbleibenden nicht vermeidbaren CO2-Emissionen gleicht Nordex künftig durch den Ankauf von Emissionszertifikaten bei einem geprüften Wiederaufforstungsprogramm in Mosambik aus. Dieses Projekt bewirkt neben einer CO2-Einsparung soziale Verbesserungen im lokalen Umfeld.

Mitarbeiter

Mit der Geschäftstätigkeit wuchs in der mehr als 26-jährigen Unternehmensgeschichte auch die Nordex-Mannschaft. Heute zählen wir weltweit rund 2.600 Mitarbeiter. Im Zuge der im Jahr 2011 durchgeführten Reorganisation wurde für die Stammbelegschaft eine Beschäftigungsgarantie bis zum März 2013 vereinbart.

Höchstleistungen sind langfristig nur mit zufriedenen und qualifizierten Mitarbeitern zu erreichen. Zufriedenheit setzt u. a. eine faire und motivierende Entlohnung voraus. Dazu hat Nordex in der Vergangenheit die Basis geschaffen. So etabliert Nordex im Jahr 2007 für Deutschland ein einheitliches Entgeltsystem, das alle Beschäftigten anhand ihrer konkreten Stellenanforderung einer bestimmten Entgeltgruppe zuordnet. Mit ihm wird sichergestellt, dass Mitarbeiter bei vergleichbaren Anforderungen auch vergleichbare Gehälter und Löhne erhalten. Dieses System – bei dem weder nach Ost und West noch nach gewerblich und an gestellt unterschieden wird – schafft umfassende Transparenz. Ein weiterer Grundsatz bei

Nordex ist die Gewinnbeteiligung aller Mitarbeiter im Konzern, mit einem je nach Hierarchieebene unterschiedlich hohen Anteil variabler Einkommensbestandteile. Darüber hinaus wurde den Beschäftigten durch die Ausgabe von Aktienoptionen in den Jahren 2008 und 2009 die Gelegenheit gegeben, sich am zukünftigen Unternehmenserfolg wirtschaftlich zu beteiligen. Schließlich gewährt Nordex weitere freiwillige soziale Leistungen, wie z. B. Ausbildungsbeihilfen, Zuschuss für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs sowie eine be zuschusste betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung.

Nordex verfolgt das Ziel, eine signifikante Steigerung der internen Besetzungsquote für Vakanzen in allen Managementebenen zu erreichen. Dafür wurde im Jahr 2011 das Nordex-Talentmanagement als globales Förderprogramm für Nachwuchsführungskräfte gestartet. Das aktuelle Management hat im Rahmen des Programms weltweit 30 Potenzialträger innerhalb der Nordex-Gruppe identifiziert, systematisch beurteilt und benannt. In zwei Gruppen – dem Leadership-Programm für Potenzialträger mit erster Managementerfahrung und dem Upwind-Programm für Führungsnachwuchskräfte – werden diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über 15 Monate lang mithilfe verschiedener Seminare sowie begleitender Projektarbeit auf ihre zukünftige Rolle als Führungskraft vorbereitet.

Zukunftssicherung bedeutet für Nordex auch, junge Menschen auszubilden, um qualifizierte Fachkräfte für das Unternehmen zu gewinnen. Zum Jahresende 2011 beschäftigte Nordex 77 Auszubildende und Trainees.

Eine entscheidende Grundlage für die Zufriedenheit der Mitarbeiter bilden auch die Bedingungen am Arbeitsplatz. Dabei ist das Thema Arbeitssicherheit für Nordex von oberster Priorität. Die Abteilung Arbeitssicherheit achtet strikt auf die Einhaltung international anerkannter Standards und deren Weiterentwicklung. Nachdem Nordex als einer der Vorreiter innerhalb der Windenergiebranche bereits im Jahr 2010 eine Datenbank (PPE – Personal-Protective-Equipment-Datenbank) aufgebaut hatte, die einen Überblick über erforderliche Trainings und Schulungen der Mitarbeiter sowie möglichen Aktualisierungsbedarf bei individueller Schutzausrüstung bietet, lag der Schwerpunkt der HSE-Maßnahmen 2011 auf präventiver Arbeit. So wird der Bereich künftig in alle Neuprojekte einbezogen und hat seine Audits bei Schlüssellieferanten intensiviert, um gemeinsam mit diesen weitere umwelt- und sicherheitsfördernde Maßnahmen zu erarbeiten. Die Abteilung HSE bringt sich darüber hinaus bei der Mitgestaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen für die Windindustrie in Arbeitskreisen des Verbands Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI) ein.

Ökonomie

Der langfristige Unternehmenserfolg der Nordex-Gruppe als ein führender Anbieter von Zukunftstechnologie im Bereich der erneuerbaren Energien basiert im Wesentlichen auf den Erfolgen im Bereich Forschung und Entwicklung. Im Jahr 2011 hat Nordex mit Hochdruck an der Entwicklung und Einführung neuer Produkte sowie der Weiterentwicklung und Verbesserung des bestehenden Produktportfolios gearbeitet. Um diese Produkte effizient herzustellen, wurden die Linienfertigung in der Gondelmontage optimiert und weitere Arbeitsschritte der Rotorblattfertigung automatisiert.

Nordex stellt für seine Standorte und für seine Geschäftspartner einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Nordex versteht seine Absatzmärkte als Wertschöpfungszentren. So fertigt die Gruppe in Europa, in Asien sowie in Nordamerika und baut an den Standorten die erforderlichen Lieferantenstrukturen mit auf. Mit dem Bau und dem Service von Windparks schafft Nordex Beschäftigung und Einkommen.

Als international tätiger Konzern ist die Nordex-Gruppe unternehmerischen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Für den Fortbestand des Unternehmens ist es daher essenziell, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und gegebenenfalls angemessene Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um die Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Risiken zu minimieren bzw. deren Auswirkungen zu begrenzen. Nordex verfügt über ein Risikomanagementsystem, das die erforderlichen Maßnahmen zur Risikofrüherkennung und zur Risikosteuerung beinhaltet.

Corporate Compliance Organisation

Im Berichtsjahr wurde die Corporate-Compliance-Organisation bei Nordex weiter ausgebaut. Auf Vorschlag des fachbereichsübergreifenden Compliance-Teams hat der Vorstand im Jahr 2011 einen weltweit gültigen Verhaltenskodex (Code of Conduct) mit fünf Kernprinzipien für die gesamte Nordex-Gruppe erlassen und plant seine schrittweise Einführung. Im Dezember 2011 wurde der Kodex den Führungskräften persönlich und allgemein auf einer Intranetseite vorgestellt. Über laufende Aktivitäten und Entwicklungen informiert das Team die Mitarbeiter der Nordex-Gesellschaften regelmäßig durch Online-Kommunikation und in Schulungen.

Gesellschaftliche Verantwortung

Unternehmen tragen in ihrem Handeln soziale Verantwortung. Für Nordex sind die Grundsätze des UN Global Compact handlungsleitend – sowohl gegenüber den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch im Verhältnis zu Dritten, mit denen das Unternehmen in Beziehung steht. Innerhalb der Einflusssphäre von Nordex umfasst dies Menschenrechts- und Antidiskriminierungsgrundsätze ebenso wie Initiativen zur Förderung von Umweltbewusstsein und zur Schaffung von Chancengerechtigkeit im Hinblick auf Bildung. So unterstützt Nordex beispielsweise seit dem Jahr 2008 den Hamburger Klimaschutztag, der vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung veranstaltet wird. "Energie erleben und verstehen" lautet der Titel eines langfristigen Schulprojekts, das Nordex gemeinsam mit der Deutschen Umwelt-Aktion e. V. durchführt und auch im laufenden Geschäftsjahr fördert.

Doch nicht nur lokal wird Nordex aktiv. Im Zuge des Markteintritts in Pakistan beteiligt sich Nordex auch gemeinsam mit seinem Kunden an einem sogenannten CSR-Projekt (Corporate Social Responsibility). In der Region Jhampir sorgen beide Partner für die Renovierung einer örtlichen Schule sowie eine Verbesserung der Infrastruktur zur Wasserversorgung. Auch im Markt Südafrika will Nordex seinen Markteintritt mit gesellschaftlichen Maßnahmen flankieren.

Zielstrebig

Kosten runter – Leistung rauf

Zusammengefasster Konzernlagebericht

der Nordex-Gruppe und Lagebericht der Nordex SE

Geschäftstätigkeit

Nordex ist ein integrierter Anbieter von modernen Windkraftwerken. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung des Gesamtsystems und wichtiger Kernkomponenten, produziert diese und bietet angrenzende Dienstleistungen an. Das betrifft insbesondere den Vertrieb sowie die Projektentwicklung von Windparks, die Errichtung und den Service für diese Windenergieanlagen. Der Finanzbereich der Gruppe unterstützt die Kunden zunehmend bei der Projektfinanzierung über Geschäftsbanken.

In technischer Hinsicht konzentriert sich Nordex auf leistungsfähige Windturbinen, die es dem Betreiber erlauben, in den jeweiligen Einsatzgebieten zu geringen Gestehungskosten "grünen" Strom zu produzieren. Deshalb hat das Unternehmen seine Produktentwicklung forciert und Anlagen auf den Markt gebracht, die sich durch ein optimiertes Rotorleistungsverhältnis und geringere spezifische Kopfmasse auszeichnen. Im Mittelpunkt dieser Strategie steht das Engineering neuer größerer und innovativer Rotorblätter, die Nordex auch selber testet und produziert. Der zweite technische Schwerpunkt ist die Betriebsführung der Turbinen. Hiermit reagiert Nordex auf die steigenden Anforderungen der Stromnetzbetreiber in Hinsicht auf die Netzintegration von Windenergieanlagen.

Die Gruppe verfügt weltweit über fünf Produktionsstätten, und zwar in Deutschland, den USA und in China. Hier montiert die Gruppe ihre Turbinen und fertigt Rotorblätter, wobei ein Großteil der eingesetzten Komponenten von Partnerfirmen zugeliefert wird. Dabei verfolgt Nordex das Konzept der Systemintegration und bindet die Kompetenz seiner Lieferanten in die internen Prozesse ein. Um als mittelständisches Unternehmen möglichst hohe Skaleneffekte zu erwirtschaften, setzt die Gruppe in vielen Geschäftsbereichen auf eine umfassende Standardisierung der Produkte und Leistungen. So verfolgt Nordex bei seinen Produkten eine umfassende Plattformstrategie.

Mit einem hohen Umsatzanteil von knapp 90 % außerhalb Deutschlands, ist die Gruppe stark international ausgerichtet. Im Fokus stehen dabei die Märkte in Europa und in Nordamerika. In anderen Absatzregionen und Segmenten verfolgt Nordex den Ansatz, sich durch Kooperationen mit Partnerunternehmen im jeweiligen Absatzmarkt zu verstärken.

Strategie

Nordex hat seine Unternehmensstrategie im Jahr 2011 in wesentlichen Aspekten modifiziert. Ausschlaggebend hierfür waren Veränderungen im Marktumfeld. So haben die hohen Überkapazitäten der Turbinenhersteller zu einem verschärften Wettbewerb in der Windindustrie geführt. Verglichen mit dem Zuwachs auf der Angebotsseite, stieg die Nachfrage nach Windturbinen unterproportional. Das war insbesondere auf drei Ursachen zurückzuführen: eine schwache Konjunktur in einigen Absatzregionen, die Zurückhaltung von Geschäftsbanken bei der Projektfinanzierung von Windparks sowie eine international ungenügend abgestimmte Umwelt- und Energiepolitik.

Nordex geht davon aus, dass diese Vorzeichen auch mittelfristig die Entwicklung der Branche mitbestimmen werden, und hat seine Strategie darauf ausgerichtet, um wieder profitabel zu wachsen. Das Programm umfasst zehn wesentliche Maßnahmen, die sich in drei Bereiche bündeln: die Vertriebsstrategie, die Produktentwicklung und den Organisationsaufbau.

Vertriebsstrategie

1) Nordex fokussiert sich im Vertrieb verstärkt auf die Absatzregion Europa. Hier ist das Unternehmen bereits in den wesentlichen Märkten mit Tochtergesellschaften vertreten und als Qualitätsanbieter

26 Strategie

  • 28 Wirtschaftliches Umfeld und politische Rahmenbedingungen
  • 33 Geschäftsentwicklung der Nordex-Gruppe
  • 36 Geschäftsentwicklung der Konzernobergesell schaft Nordex SE
  • 36 Ertragslage/ Ergebnissituation
  • 38 Finanz- und Vermögenslage
  • 40 Investitionen
  • 40 Forschung und Entwicklung
  • 43 Qualitätsmanagement 44 Mitarbeiter und
  • Vergütungssystem
  • 45 Kostensenkungen
  • 46 Prognosebericht
  • 47 Risiko- und Chancenbericht
  • 52 Angaben nach § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB
  • 57 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
  • 57 Corporate Governance
  • 61 Führungspraktiken

bekannt. Die Vertriebsorganisation wurde jetzt stärker dezentral aufgestellt, um möglichst dicht am Kunden zu agieren und Marktanforderungen schneller und flexibler aufzunehmen. Gleichzeitig wurden die Schwellenmärkte den Vertriebseinheiten zugeordnet, die die stärksten Synergien mit ihrer Stammregion heben können.

2) Neben Europa steht der Vertrieb in den USA im Zentrum der Strategie. Die Regionalgesellschaft Nordex USA wurde im Jahr 2008 aufgebaut und ist inzwischen durch eine lokale Produktion verstärkt worden. Innerhalb weniger Jahre ist es Nordex so gelungen, sich zu einem wichtigen neuen Anbieter in den Vereinigten Staaten zu entwickeln. Derzeit arbeitet die Gesellschaft gezielt an der Erweiterung der Kundenbasis im Land selbst und strebt mit Kunden in weitere Zielmärkte in Nord- und Mittelamerika, wie etwa Kanada und Mexiko.

3) In Asien hat sich Nordex im Frühjahr 2011 für einen Strategiewechsel im Vertrieb entschieden. Bislang verfolgte die Gruppe eine umfassende Lokalisierungspolitik in Eigenregie, um die Kosten zu senken und den politischen Erwartungen zu entsprechen. Das neue strategische Ziel ist es, einen einheimischen Kooperationspartner zu gewinnen, der es Nordex ermöglicht, einen vollumfänglichen Zugang zum Markt China zu erhalten. Ende 2011 konnte das Unternehmen eine erste Absichtserklärung zur Gründung eines Joint Ventures mit einem großen chinesischen Energieversorgungsunternehmen unterzeichnen. Dieser potenzielle Partner ist ein staatseigener Betrieb, der über große Pläne für den Ausbau von Windparkprojekten verfügt. Zudem hat Nordex sein Vertriebsgebiet in Asien auf weitere Länder erweitert. So ist der erfolgreiche Markteintritt in Pakistan gelungen.

4) Im Jahr 2010 wurde die Nordex Offshore GmbH als 100 %ige Tochtergesellschaft der Nordex SE gegründet. Durch eine Geschäftseinheit Offshore will Nordex in den aussichtsreichen Absatzmarkt für Offshore-Turbinen einsteigen. Im ersten Schritt starteten drei Aktivitäten: der Aufbau eines erfahrenen Managementteams, die Entwicklung einer wettbewerbsfähigen Anlage und die Sicherung eines Pilotprojekts, mit dem Nordex in diesem Marktsegment schnell unter Beweis stellen kann, das Geschäft im Wasser zu beherrschen. Vor dem Hintergrund hoher zukünftiger Investitionen in das Geschäftsfeld und der steigenden Anforderungen von Kunden an die Bilanzkraft der Lieferanten von Offshore-Produkten hat sich Nordex entschieden, auch für diese Geschäftseinheit einen Partner zu suchen. In diesem Zusammenhang wurden bereits intensive Gespräche mit diversen Großunternehmen geführt, die im ersten Halbjahr 2012 zum Abschluss gebracht werden sollen.

5) In Kooperation mit lokalen Partnern betreibt Nordex seit Jahren in einzelnen Märkten erfolgreich die eigene Entwicklung von Windparks. Jetzt wurde die Projektentwicklung unter eine zentrale Steuerung gestellt, um die dezentralen Aktivitäten besser zu koordinieren und diese strategisch zu steuern.

6) Nordex will sein Geschäftsvolumen im Service von heute etwa 10 % am Gruppenumsatz systematisch ausbauen und die Profitabilität in diesem Segment weiter erhöhen. Wesentlicher Hebel ist hierbei, Kunden aus dem Neuanlagenbau zu überzeugen, langfristige Serviceverträge abzuschließen. Primär für die Zeit nach der Gewährleistungsphase bietet das Unternehmen seinen Kunden vermehrt spezifische Leistungspakete an. Übergeordnetes Ziel bleibt es, die Verfügbarkeit der Anlagen und die Bindung der Kunden im Service weiter zu erhöhen.

Produktentwicklung

7) Der Wettbewerb in der Produktinnovation ist durch das veränderte Kräfteverhältnis im Absatzmarkt deutlich gestiegen. Dabei setzen die meisten Hersteller darauf, Windenergieanlagen zu entwickeln, die Strom zu immer geringeren Gestehungskosten produzieren können. Kalkulationsgrundlage bilden hierbei die Kosten einer Anlage über den gesamten Lebenszyklus. In diesem Zusammenhang hat Nordex die N90/2500 und die N100/2500 optimiert und damit auf die jeweils höhere Windklasse angehoben. Zudem wurde mit der N117/2400 ein neues Produkt für schwächere Windgebiete entwickelt, das sich derzeit in der Testphase befindet. Diese Maßnahmen sorgen für einen um bis zu 18 % höheren Energieertrag und sichern Nordex eine Spitzenposition im Marktsegment IEC3 (Schwachwind). Erste Lieferverträge für die N117/2400 wurden bereits unterzeichnet. Im nächsten Schritt sind vergleichbare Initiativen für die Großanlagen-Serie in den Segmenten IEC1 und IEC2 (Stark- bzw. Mittelwind) in Vorbereitung, die 2013/2014 in die Testphase gehen sollen.

8) Um die Stromgestehungskosten zu verringern, setzt Nordex neben der Ertragssteigerung auch auf die Senkung der Herstellungskosten der Turbinen. Vor diesem Hintergrund hat Nordex das sogenannte "n-ergize-Projekt" gestartet. Dieses hat zum Ziel, bis Ende 2012 ein Einsparvolumen von 15 % zu realisieren, gemessen an den Produktkosten des Jahres 2010. Neben kaufmännischen Maßnahmen, wie der Umstellung auf globale Beschaffungsstrukturen, gründet das Programm sehr wesentlich auch auf konstruktiven Modifika tionen im Aufbau der Anlage und auf effizienteren Fertigungsverfahren. In Summe will Nordex bis Ende 2012 die Stromherstellungskosten (Cost of Energy) seiner Systeme um gut 30 % senken und bis 2015 um bis zu 50 %.

Organisationsaufbau

9) Im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung hat Nordex die Anzahl der Führungsebenen im Konzern reduziert und die Ressortverteilung im Vorstand neu geordnet.

10) Im Zuge der Reorganisation wurden auch die Strukturkosten angepasst, um sicherzustellen, dass sich der Aufwand adäquat zum Geschäftsvolumen entwickelt. Die erforderlichen Maßnahmen wurden größtenteils im zweiten Halbjahr 2011 implementiert und werden sich im Geschäftsjahr 2012 erstmals voll auswirken. Hieraus erwartet der Vorstand positive Effekte für den Konzern-Jahresüberschuss.

Wirtschaftliches Umfeld und politische Rahmenbedingungen

Makroökonomisches Umfeld

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich innerhalb des Berichtszeitraums verlangsamt und lag nach Angaben der Weltbank, gemessen am realen Bruttoinlandsprodukt (BIP), bei 2,7 % (2010: 4,1 %). Die globale Produktion steigerte sich – so berichtete der Internationale Währungsfonds (IWF) – um 3,8 % nach einem Plus von 5,2 % im Jahr 2010. Zurückzuführen ist die Konjunkturabschwächung vor allem auf eine restriktivere Wirtschaftspolitik im asiatischen Raum sowie eine zunehmende Verschuldungsproblematik der Industrienationen in Europa und in den USA.

Treiber des Wachstums waren im Jahr 2011 erneut die aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien, speziell China mit einem Produktionswachstum von 9,2 %, Indien (+7,4 %) sowie Lateinamerika (+4,6 %).

Die bedeutenden Industrienationen in Europa, Nordamerika sowie Asien (Japan) erzielten einen Produktionszuwachs von 1,6 %, die 17 Staaten der Eurozone lagen ebenfalls bei 1,6 %. Die deutsche Produktion ist dabei um überdurchschnittliche 3 % gewachsen, lag jedoch unterhalb der Zuwachsrate des Vorjahres (3,6 %). Im Wachstum leicht zulegen konnten im Jahr 2011 Frankreich, die osteuropäischen Länder, die Türkei und Südafrika. Dagegen sind die Volkswirtschaften in Portugal und Griechenland aufgrund von Liquiditätsengpässen und beginnenden Sparmaßnahmen geschrumpft.

Entwicklung Bruttoinlandsprodukt nach Ländern/Regionen

2011
%
2010
%
USA 1,8 3,0
Euro-Länder 1,6 1,9
Deutschland 3,0 3,6
China 9,2 10,4
Indien 7,4 9,9
Südafrika 3,1 2,9
Gesamt 3,8 5,2

Quelle: Internationaler Währungsfonds, Januar 2012

Die wichtigsten Zentralbanken haben ihre Niedrigzinspolitik im Berichtszeitraum beibehalten. Während die Leitzinsen in den USA (0,25 %) und Japan (0,1 %) unverändert blieben, hat die Europäische Zentralbank (EZB) innerhalb des Jahres 2011 kleinere Anpassungen vorgenommen. Den Leitzinserhöhungen im April und im Juni um jeweils 0,25 % auf insgesamt 1,5 % folgten im November und im Dezember zwei Senkungen um 0,25 %, sodass der Hauptrefinanzierungssatz der EZB am Jahresende wieder bei 1,0 % notierte.

Der Euro zeigte sich im Betrachtungszeitraum gegenüber dem US-Dollar sehr volatil. Nachdem der Kurs zum 1. Mai 2011 auf USD 1,47 angestiegen war, rutschte der Euro bis zum Jahresende wieder unter die Marke von USD 1,30 je Euro und beendete das Jahr bei USD 1,29 je Euro mit einem Elfmonatstief bzw. mit einem Minus von knapp 4 % gegenüber dem Vorjahreswert. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die sich verschärfende Verschuldungsproblematik in den südlichen Mitgliedsstaaten der Eurozone sowie in Irland.

  • 26 Strategie
  • 28 Wirtschaftliches Umfeld und politische Rahmenbedingungen
  • 33 Geschäftsentwicklung der Nordex-Gruppe
  • 36 Geschäftsentwicklung der Konzernobergesell-
  • schaft Nordex SE 36 Ertragslage/
  • Ergebnissituation 38 Finanz- und
  • Vermögenslage
  • 40 Investitionen
  • 40 Forschung und Entwicklung
  • 43 Qualitätsmanagement 44 Mitarbeiter und
  • Vergütungssystem
  • 45 Kostensenkungen
  • 46 Prognosebericht
  • 47 Risiko- und Chancenbericht
  • 52 Angaben nach § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB
  • 57 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
  • 57 Corporate Governance
  • 61 Führungspraktiken

1,25 Jan. März Juni Sept. Dez. Quelle: Oanda

EUR/USD 1,50

1,45

1,40

1,35

1,30

Entgegen der Konjunkturentwicklung setzte der Ölpreis im Berichtszeitraum seinen generellen Aufwärtstrend fort. Vor allem als Folge der sich zuspitzenden politischen Konflikte im arabischen Raum erreichte der Ölpreis Ende April 2011 mit USD 113,9/Barrel seinen Jahreshöchststand. Im weiteren Verlauf des Jahres sank der Preis wieder unter die Marke von USD 100/Barrel, lag jedoch mit USD 98,8/Barrel um knapp 4 % über dem Vorjahreswert (31. Dezember 2010: USD 95,1/Barrel).

Entwicklung des Euro-Kurses zum USD 2011

Die Gaspreisentwicklung folgte 2011 in Europa weitgehend der Ölpreisentwicklung. So notierte nach Angaben des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle der Grenzübergangspreis für Erdgas am Jahresende mit EUR 3,01 ct/kWh um knapp 25 % über dem Wert am Jahresanfang (EUR 2,41 ct/kWh). In den USA hingegen verbilligte sich der Spotmarktpreis für Gas im Laufe des Jahres von USD 4,50/ MMBTU (BTU = british thermal unit bzw. angloamerikanische Maßeinheit für Wärmeenergie) auf USD 2,33/MMBTU. Zurückzuführen ist dieser Preisverfall vor allem auf die Erschließung neuer Gasfelder (Schiefergas) sowie die rückläufige Nachfrage am Handelspunkt Henry Hub.

Auch EU-Emissionszertifikate verbilligten sich nach Angaben des Informationsportals CO2-Handel.de im Berichtsjahr. Der Preis für eine EUA (EUA = European Union Allowances), die zur Emission einer Tonne CO2 berechtigt, sank um 34 % von EUR 11,85 auf EUR 7,82.

Quelle: NYSE

Die Strompreise in Europa entwickelten sich im Jahr 2011 an den einzelnen Großhandelsmärkten unterschiedlich. Während an der italienischen Strombörse Gestore Mercati Energetici (GME) die monatlichen Baseload-Preise im Berichtszeitraum um 22 % auf knapp EUR 79,37/MWh anstiegen, waren die Notierungen in Mitteleuropa sowie in Skandinavien rückläufig. Die Strombörsen in den Niederlanden (Amsterdam Power Exchange – APX) und Deutschland (European Energy Exchange – EEX) schlossen mit EUR 45,60/MWh bzw. EUR 42,90/MWh jeweils knapp 23 % unter Vorjahresniveau. Die Strompreise auf dem skandinavischen Großhandelsmarktplatz Nordpool sanken im Jahresverlauf aufgrund rückläufiger Nachfrage und milder Temperaturen um über 58 % auf EUR 33,74/MWh (Dezember 2010: EUR 81,65/MWh).

Das Strompreisniveau in den USA bewegte sich an den wesentlichen Handelsplätzen und Strombörsen – mit Ausnahme saisonaler Preisspitzen in den Sommermonaten – auf einem Niveau von USD 30/MWh bis USD 40/MWh mit leicht rückläufiger Tendenz im Verlaufe des Jahres.

Quellen: EEX, APX, Nordpool, GME

Die Preise für Industriemetalle sind im Jahresverlauf 2011 gefallen, allerdings je nach Metall in unterschiedlichem Maß. Während die Notierung für Stahl (London Metal Exchange – LME Global Billet) am Jahresende mit USD 530/t um 7 % unter dem Vorjahreswert lag, waren Aluminium mit USD 2.020/t (–18,2 %) und Kupfer mit USD 7.600/t (–20,8 %) deutlich stärker von der zurückgehenden Nachfrage betroffen.

Quellen: Westmetall, MEPS

Nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinenund Anlagenbau (VDMA) wuchs die Produktion im deutschen Maschinenbau im Jahr 2011 insgesamt um 14 %. Nach zwei Jahren des Aufschwungs erreichten Produktion und Umsatz nahezu die im Rekordjahr 2008 erzielten Werte. Der Auftragseingang stieg gegenüber 2010 um 10 %, wobei die Inlandsnachfrage mit 13 % etwas stärker gewachsen ist als die Auslandsnachfrage (9 %). Auch der deutsche Export lag nach Angaben des statistischen Bundesamts um über 11 % höher als im Jahr 2010. Hauptabnehmer des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus waren dabei europäische Kunden, die Nachfrage aus Übersee hingegen kühlte sich im Jahresverlauf ab.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Nachfrage nach Windenergieanlagen hat sich im Jahr 2011 etwas erholt. Dies wurde durch das Wachstum in Nordamerika, Indien sowie Südamerika getragen. Insgesamt wurden nach Angaben des Global Wind Energy Council (GWEC) im Berichtszeitraum weltweit Anlagen mit einer Kapazität von 41.236 MW errichtet. Dies entspricht gegenüber dem Jahr 2010 (38.828 MW) einem Anstieg um gut 6 %.

Während die Märkte in Asien (–0,7 %) und Europa (+3,7 %) stagnierten bzw. nur leicht wuchsen, legte der amerikanische Markt dank der Zuwächse in den USA, Kanada und Südamerika um 42,6 % zu.

Entwicklung des Marktes für Windenergie
Land/Region Neu Neu Veränderung
installierte installierte
Leistung Leistung
MW MW
2011 2010 %
Asien 21.298 21.450 –0,7
Europa 10.281 9.918 +3,7
Amerika 9.283 6.508 +42,6
Andere/RoW 374 952 –60,1
Total 41.236 38.828 +6,2
China 18.000 18.928 –4,9
USA 6.810 5.115 +33,1
Deutschland 2.086 1.493 +39,7
Spanien 1.050 1.516 –30,7
Großbritannien 1.293 962 +34,4
Italien 950 948 +0,2
Frankreich 830 1.086 –23,6
Offshore Europa 866 883 –2

Quelle: GWEC, Februar 2012;

Quelle für Offshore: EWEA, Februar 2012

Zusammengefasster Konzernlagebericht 26 Geschäftstätigkeit
-------------------------------------- -- -----------------------
  • 26 Strategie
  • 28 Wirtschaftliches Umfeld und politische Rahmenbedingungen
  • 33 Geschäftsentwicklung der Nordex-Gruppe
  • 36 Geschäftsentwicklung der Konzernobergesell schaft Nordex SE
  • 36 Ertragslage/ Ergebnissituation
  • 38 Finanz- und Vermögenslage
  • 40 Investitionen
  • 40 Forschung und Entwicklung
  • 43 Qualitätsmanagement
  • 44 Mitarbeiter und Vergütungssystem
  • 45 Kostensenkungen
  • 46 Prognosebericht
  • 47 Risiko- und Chancenbericht
  • 52 Angaben nach § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB
  • 57 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
  • 57 Corporate Governance
  • 61 Führungspraktiken

Top 5 neu installierte Leistung 2011 Land Weltmarktanteil % China 43,7 USA 16,5 Indien 7,3 Deutschland 5,1 Großbritannien 3,1 Quelle: GWEC, Februar 2012

Top 5 kumulierte Leistung 2011

Land Weltmarktanteil
%
China 26,3
USA 19,7
Deutschland 12,2
Spanien 9,1
Indien 6,7

Quelle: GWEC, Februar 2012

Die wichtigsten Märkte für Windenergieanlagen im Jahr 2011 waren erneut China, die USA und Indien. Allein China und die USA zeichneten für Neuinstallationen im Volumen von 24.810 MW und damit für 60,2 % aller neu errichteten Anlagen verantwortlich (2010: 24.043 MW bzw. 60,4 %). Während China nach den vergangenen Wachstumsjahren um knapp 5 % rückläufig war, zogen die Installationen in den USA um ein Drittel auf 6.810 MW an. Aufgrund der auslaufenden Förderprogramme wird auch für das Jahr 2012 mit einem weiteren Anstieg gerechnet – so waren nach Angaben des amerikanischen Windenergieverbands (AWEA) weitere 8.300 MW in Bau. Auf den weiteren Plätzen folgen die Märkte Indien mit 3.019 MW (2010: 2.139 MW; +41,1 %), Deutschland mit 2.086 MW (2010: 1.493 MW; +39,7 %) sowie Großbritannien mit 1.293 MW (2010: 1.005 MW).

In Asien war erneut China der dominierende Markt, auf den knapp 85 % der installierten Leistung entfielen. Mit 18.000 MW blieb China jedoch leicht unter dem Wert des Vorjahres (18.928 MW). Gründe hierfür waren die gesetzlich gestiegenen Qualitätsanforderungen an Neuanlagen und der erhöhte Fokus auf die Netzstabilität. Insgesamt sind nunmehr 62.733 MW in China installiert, das entspricht über 76 % der gesamten Windkapazität in Asien. Knapp 13 % der von Nordex im Jahr 2011 errichteten Anlagen entfielen auf den chinesischen Markt.

In den USA stieg das Installationsvolumen um 33,1 % auf 6.810 MW (2010: 5.115 MW). Die Neuinstallationen konzentrierten sich auf 30 Bundesstaaten und führten zu einem Anstieg der installierten Gesamtkapazität um 17 % auf 46.919 MW. Neben den USA hat sich Kanada mit Installationen im Volumen von 1.257 MW (2010: 690 MW; +82,2 %) als zweiter Gigawattmarkt in Amerika etabliert. Nordex errichtete im Geschäftsjahr 2011 gut 15 % seiner Anlagen in den USA.

In Europa wurden nach Angaben des GWEC 10.281 MW Windkapazitäten neu installiert, das entspricht einem Anteil von knapp 23 % an der neu installierten Erzeugungskapazität. Damit wurde das Niveau des Vorjahres (9.918 MW) leicht um 3,7 % übertroffen, und die gesamte Windenergiekapazität erhöhte sich in Europa auf 96.607 MW. Davon entfallen 93.957 MW auf die 27 Staaten der Europäischen Union, dies entspricht einem Anteil von 10,5 % an der installierten Kraftwerksleistung.

Deutschland war im Berichtsjahr mit 2.086 MW neu installierter Leistung (2010: 1.493 MW; +39,7 %) der größte Einzelmarkt in Europa vor Großbritannien mit 1.293 MW (2010: 1.005 MW; +28,7 %). Auf den weiteren Plätzen folgen die stagnierenden bis rückläufigen Volumenmärkte Spanien mit 1.050 MW (2010: 1.516 MW; –30,7 %), Italien mit 950 MW (2010: 948 MW; +0,2 %) und Frankreich mit 830 MW (2010 1.086 MW; –23,6 %). Neben Deutschland konnten insbesondere die Nordex-Fokusmärkte Irland (239 MW; +102,5 %), Schweden (763 MW; +26,3 %) und Rumänien (520 MW; +16,1 %) gegenüber 2010 zulegen. Die Märkte Türkei (470 MW; –11 %) und Polen (436 MW; –4,4 %) haben zuletzt etwas an Dynamik verloren. Mit knapp 72 % der errichteten Anlagen war Europa auch 2011 die wichtigste Absatzregion für Nordex.

Im Offshore-Bereich wurden in Europa 866 MW neu installiert. Das entspricht einem leichten Rückgang von 2 % gegenüber 2010 (883 MW). Der wesentliche Anteil entfiel dabei mit 87 % der Kapazität auf Großbritannien (752 MW; 2010: 653 MW), gefolgt von Deutschland mit 13 % (108 MW; 2010: 80 MW) und Prototypeninstallationen in Dänemark und Portugal. Der kontinuierliche Ausbau der Windenergie sowie entsprechende Wetterlagen haben dazu geführt, dass in wesentlichen europäischen Märkten wie Deutschland, Frankreich oder Großbritannien Rekordwerte bezüglich Windenergieerzeugung erreicht wurden. Nach Angaben der Leipziger Strombörse EEX erzielten deutsche Windparks allein im Dezember 2011 mit über 8 Mrd. kWh erzeugtem Strom einen neuen deutschen Monatsrekord, und auch die Jahresmenge lag mit 44,3 Mrd. kWh um etwa 22 % über dem Vorjahresertrag (2010: 36,3 Mrd. kWh). Diese Menge entspricht einem Anteil von 8 % an der gesamten deutschen Stromerzeugung für das Berichtsjahr 2011.

Das Finanzierungsvolumen im Bereich der erneuerbaren Energien hat laut Bloomberg New Energy Finance im Berichtsjahr um weitere 5 % zugelegt, und auch in der Windenergie wurde 2011 ein weiterer Anstieg verzeichnet. Allein das auf Unternehmensund Projektkäufe, sogenannte Merger & Acquisitions (M&A), entfallende Volumen im Bereich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz stieg nach Angaben der Unternehmensberatung PwC im Jahr 2011 um 40 % auf USD 53,5 Mrd. (2010: USD 38,2 Mrd.). Rund 29 % davon entfielen auf Windprojekte, die um 23 % auf USD 15,5 Mrd. (2010: USD 12,6 Mrd.) zulegen konnten. Schwerpunkt war hier der Markt Europa, auf den mit USD 12,0 Mrd. alleine 77 % der M&A-Geschäfte entfielen.

Auf der Weltklimakonferenz in Durban hat sich die internationale Staatengemeinschaft im Dezember 2011 grundsätzlich auf die Verlängerung des Kyoto-Protokolls und damit die Verringerung von klimaschädlichen Emissionen verständigt. Konkrete Ziele für den Umfang der Reduktion sowie die Dauer der zweiten Verpflichtungsperiode wurden jedoch noch nicht ratifiziert. Dies ist für die Folgekonferenz in Doha im Dezember 2012 vorgesehen.

Die politischen Rahmenbedingungen für den Ausbau von Kraftwerken im Bereich der regenerativen Energien, speziell der Windenergie, sind nach wie vor positiv einzuschätzen. Dies ergibt sich zum einen aus energiewirtschaftlichen Gründen aufgrund der anhaltend wachsenden Energienachfrage sowie steigender Kosten für fossile Brennstoffe. Andererseits sind weiterhin klimapolitische Ziele ein Treiber der

Entwicklung. Diese ist aber – auch vor dem Hintergrund angespannter Staatshaushalte – in den wesentlichen Absatzregionen unterschiedlich einzuschätzen.

In Asien dominiert der Markt China die Nachfrage nach Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen. Bis 2020 sollen dort nach den Vorgaben des aktuellen Fünfjahresplanes 15 % der Stromerzeugung über erneuerbare Energien abgedeckt werden. Windenergie hat einen wesentlichen Anteil am Gesamtvolumen; bereits im Jahr 2015 sollen 100 GW Windenergiekapazität an das Netz angeschlossen sein. Um die Stabilität des Stromnetzes sicherzustellen, hat die chinesische Regierung umfangreiche Maßnahmen zum Netzausbau verabschiedet und die technischen Anforderungen für neu an das Netz angeschlossene Windenergieanlagen Ende 2011 erhöht.

In den USA hingegen fehlen weiterhin bundesweite Vorgaben hinsichtlich der erneuerbaren Energien. Allerdings haben 29 von insgesamt 50 Bundesstaaten Ziele im Hinblick auf den Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung definiert. Die entsprechende finanzielle Unterstützung erfolgte bis Ende 2011 auf Bundesebene in Form des ITC Cash Grant (Investitionskostenzuschuss in Höhe von 30 % der Kapitalkosten). Zudem besteht ein bundesweit geregelter Steueranreiz, "grünen" Strom zu produzieren. Dieser sogenannte Production Tax Credit (PTC; Steuergutschriften für die Herstellung von sauberem Strom) ist jedoch bisher auf Anlagen beschränkt, die bis Ende 2012 ans Netz gehen. Für Anlagen, die in den Folgejahren in Betrieb genommen werden, ist bislang kein Anreizsystem verabschiedet. Angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA ist derzeit nicht einzuschätzen, ob und wann eine Verlängerung des PTC erfolgt.

Die 27 Staaten der Europäischen Union verfolgen weiterhin gemäß der entsprechenden EU-Direktive das Ziel, ihre Emissionen bis zum Jahr 2020 um 20 % im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Der im Berichtsjahr verabschiedete Energiefahrplan der Europäischen Kommission (EU Energy Roadmap 2050) sieht zudem vor, dass langfristig bis 2050 75 % des Bruttoendenergieverbrauchs bzw. 97 % des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden sollen.

  • 26 Strategie
  • 28 Wirtschaftliches Umfeld und politische Rahmenbedingungen
  • 33 Geschäftsentwicklung der Nordex-Gruppe
  • 36 Geschäftsentwicklung der Konzernobergesell-
  • schaft Nordex SE 36 Ertragslage/
  • Ergebnissituation 38 Finanz- und
  • Vermögenslage
  • 40 Investitionen
  • 40 Forschung und Entwicklung
  • 43 Qualitätsmanagement 44 Mitarbeiter und
  • Vergütungssystem 45 Kostensenkungen
  • 46 Prognosebericht
  • 47 Risiko- und Chancenbericht
  • 52 Angaben nach § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB
  • 57 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
  • 57 Corporate Governance
  • 61 Führungspraktiken

Die Ziele der einzelnen Länder sind dabei unterschiedlich ambitioniert ausgeprägt. Deutschland hat, ausgelöst durch die Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima, sein Energiekonzept zum Ausstieg aus der Kernenergie überarbeitet und das Ziel für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Berichtsjahr noch einmal wesentlich erhöht. Bis zum Jahr 2020 sollen statt 18 % nunmehr 35 % des Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien abgedeckt werden. Wesentliches Instrument zur Umsetzung ist dafür das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das im Berichtszeitraum turnusmäßig überarbeitet wurde und mit Wirkung zum 1. Januar 2012 vor allem eine erhöhte Anfangsvergütung für Offshore-Windparks bietet ("Sprinterbonus"). Insgesamt stellt das EEG im internationalen Vergleich ein stabiles Vergütungssystem dar, das Investoren für die Dauer von bis zu 20 Jahren einen festen Einspeisetarif je erzeugte Kilowattstunde Strom zusichert. Neben Deutschland setzen auch Frankreich, Irland, Finnland und Portugal auf ähnlich ausgeprägte Regelungen zur Förderung der Windenergie.

In weiteren wichtigen europäischen Märkten wie Schweden, Großbritannien, Polen, Italien oder Rumänien erfolgt die staatliche Förderung durch den Handel mit sogenannten "Grünen Zertifikaten". Die Anlagenbetreiber erzielen dabei sowohl mit der Vermarktung des Stroms am Großhandelsmarkt bzw. an Netzbetreiber als auch mit der Vermarktung von Grünstromzertifikaten entsprechende Erlöse. Während die entsprechenden Regulierungen in Schweden und Rumänien im zweiten Halbjahr 2011 in Kraft getreten sind und für eine spürbare Marktbelebung sorgten, steht auf den Märkten in Italien, Spanien, Großbritannien und Polen kurz- bis mittelfristig eine Gesetzesnovellierung bevor.

Die jüngste Gesetzesnovelle in der Türkei, die Anreize für lokale Wertschöpfung setzt, sorgte im Berichtsjahr 2011 aufgrund fehlender Ausführungsbestimmungen für eine erhöhte Investitionsunsicherheit. Aufgrund des hohen Strompreisniveaus sowie der durch Exportkreditversicherungen erzielbaren Vorteile bei der Finanzierung konnte die an lokale Fertigung gekoppelte Einspeisevergütung bisher noch nicht zum Tragen kommen.

Ein weiteres Steuerungsinstrument in aufstrebenden Wachstumsmärkten sind öffentliche Ausschreibungsverfahren (Tender) für Erzeugungskapazitäten im Bereich der erneuerbaren Energien. Neben industriepolitischen Aspekten sind für den Zuschlag bei derartigen Tendern insbesondere die Stromgestehungskosten entscheidend. Tender wurden zuletzt im südamerikanischen Raum sowie in Südafrika durchgeführt. In Südafrika wurden Ende des Jahres 2011 rund 1.415 MW Erzeugungskapazität versteigert, von denen etwa 46 % bzw. 644 MW auf Windenergie entfielen. Nordex erhielt dabei den Zuschlag für zwei Projekte mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 174 MW und beteiligt sich an weiteren Ausschreibungen. Insgesamt plant Südafrika bis 2016 die Errichtung von über 3.700 MW Erzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien.

Der neue Wachstumsmarkt Pakistan hat die Vergütung für Windstrom deutlich angehoben. Hier können Betreiber zwischen EUR 15/MWh und EUR 20/MWh erhalten. Damit will der Staat Investitionsanreize setzen und die Unterversorgung im Stromsystem beseitigen. Nordex hat in diesem Markt im Berichtsjahr weitere Liefervereinbarungen im Umfang von 250 MW mit regionalen Kunden unterzeichnet.

Geschäftsentwicklung der Nordex-Gruppe

Die Kapazität der im Geschäftsjahr 2011 von Nordex installierten Turbinen lag mit 969,9 MW um etwa 9 % über dem Vorjahresniveau. Auf Europa entfielen dabei 72 % bzw. 697,9 MW, auf die USA 147,5 MW sowie auf China 124,5 MW. Insgesamt wurden mit 428 Windenergieanlagen gut 13 % mehr Anlagen errichtet als im Jahr 2010 (378 Anlagen). Hierbei dominierten die Multi-MW-Anlagen, die einen Anteil von 77 % ausmachten. Die durchschnittliche Kapazität pro Anlage lag bei 2,3 MW.

Größter Einzelmarkt im Kernmarkt Europa war erneut die Türkei mit einer installierten Leistung von 170 MW (2010: 195 MW). Dies entspricht einem Marktanteil von gut 36 %, bezogen auf die 2011 in der Türkei errichtete Kapazität im Volumen von 470 MW. Damit konnte Nordex die Marktführerschaft in diesem Fokusmarkt behaupten.

Zuwächse im Installationsvolumen erzielte Nordex in Polen, Schweden, Spanien, Griechenland und Deutschland, wobei das Geschäft in Deutschland aufgrund von Projektverschiebungen hinter der allgemeinen Marktentwicklung zurückblieb. In Frankreich konnte Nordex sich der rückläufigen Marktentwicklung weitgehend entziehen und dank stabiler Installationszahlen Marktanteile gewinnen. Zudem hat Nordex im Jahr 2011 den Markteintritt in Rumänien mit zwei Projekten und der Installation von 20 MW realisiert. In Großbritannien, Portugal und Italien entwickelten sich die Errichtungen hingegen weniger dynamisch als die jeweiligen Märkte. Insgesamt konnte Nordex im Stammmarkt Europa jedoch Marktanteilsgewinne verbuchen.

Zusätzlich zu den installierten Kapazitäten wurden im Berichtszeitraum weitere 55,3 MW nach Polen, Großbritannien und in die Türkei geliefert. Diese Anlagen werden aber erst im laufenden Jahr errichtet.

Installierte Leistung
2011 2010
MW MW
Türkei 170,0 195,0
USA 147,5 195,0
China 124,5 54,8
Großbritannien/Irland 88,9 99,0
Frankreich 85,0 90,0
Deutschland 77,4 70,0
Italien 66,5 90,5
Polen 42,5 2,5
Schweden 37,5 30,0
Griechenland 37,5 25,0
Spanien 32,5 0,0
Rumänien 20,0 0,0
Portugal 15,0 32,4
Niederlande 12,6 0,0
Belgien 12,5 5,0
Total 969,9 889,2

Die Produktionsleistung der Nordex-Gruppe war im Berichtszeitraum rückläufig. Aufgrund des hohen Anteils von Anlagen, die bereits im Jahr 2010 geliefert, jedoch noch nicht installiert worden waren, verringerte sich die Leistung in der Turbinenmontage um 24 %. Bei der Rotorblattproduktion sank der Ausstoß im Berichtsjahr aufgrund von Absatzverschiebungen zugunsten der N100/2500 um 20 %. Die Blätter für diese Anlagen bezog Nordex im Jahr 2011 noch zu einem höheren Anteil von externen Lieferanten. Zudem hat Nordex im Berichtsjahr die Fertigung in Rostock auf teilautomatisierte Fertigungssysteme umgestellt; in den Umrüstungsphasen konnte keine signifikante Produktion erfolgen. In China ist die Umstellung auf die 2,5-MW-Plattform in Vorbereitung, sodass ab dem vierten Quartal 2011 die Produktion stillstand.

Output
2011
MW
2010
MW
Turbinenproduktion 779 1.032
(davon USA) (212,5) (12,5)
(davon China) (69,0) (124,5)
Rotorblattproduktion 216,5 271,3
(davon China) (98,0) (46,0)

Der Konzernumsatz sank im Geschäftsjahr 2011 um 5,3 % auf EUR 920,8 Mio. (2010: EUR 972,0 Mio.). Wesentlich für diese Entwicklung war der relativ geringe Auftragsbestand von EUR 411 Mio., mit dem Nordex in das Geschäftsjahr 2011 gestartet war. Zudem haben insbesondere in Europa – hier sank der Umsatz um 15 % auf EUR 678 Mio. – Projektverschiebungen im zweiten Halbjahr dazu geführt, dass einzelne Auslandsprojekte in der Berichtsperiode nur noch zu einem geringeren Anteil realisiert werden konnten als ursprünglich geplant. Gleichzeitig verdoppelte sich der Umsatz, den die Gruppe in Amerika erzielte. Diese positive Entwicklung konnte den Rückgang in Europa und in Asien aber nicht voll kompensieren. In Asien reduzierte sich der Umsatz um 44 % auf EUR 41,5 Mio., dies war der schwachen Auftragsvergabe an internationale Hersteller geschuldet.

Umsatz nach Segmenten

2011 2010
EUR Mio. EUR Mio.
Europa 678 800
Amerika 201 99
Asien 42 73
Gesamt 921 972

Knapp 88 % der Umsätze (2010: 91 %) entfielen auf den Neuanlagenbau, gut 10 % (2010: 8 %) auf das Servicegeschäft.

  • 26 Strategie
  • 28 Wirtschaftliches Umfeld und politische Rahmenbedingungen
  • 33 Geschäftsentwicklung der Nordex-Gruppe
  • 36 Geschäftsentwicklung der Konzernobergesell-
  • schaft Nordex SE 36 Ertragslage/ Ergebnissituation
  • 38 Finanz- und Vermögenslage
  • 40 Investitionen
  • 40 Forschung und Entwicklung
  • 43 Qualitätsmanagement 44 Mitarbeiter und
  • Vergütungssystem
  • 45 Kostensenkungen
  • 46 Prognosebericht
  • 47 Risiko- und Chancenbericht
  • 52 Angaben nach § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB
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  • Berichtsperiode 57 Corporate Governance
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Auftragseingang

Der Auftragseingang wuchs 2011 gegenüber dem Vorjahr um 32 % auf EUR 1,107 Mrd. (2010: EUR 836 Mio.). Allein im vierten Quartal des Berichtsjahres verbuchte Nordex Aufträge mit einem Gesamtvolumen von EUR 398 Mio. – das höchste Neugeschäftsvolumen auf Quartalsbasis seit dem ersten Quartal 2008.

Das Neugeschäft in Europa entwickelte sich mit einem Zuwachs von über 50 % auf EUR 856,1 Mio. (2010: EUR 568 Mio.) sehr positiv. Treiber waren hier insbesondere die Märkte in Schweden, Großbritannien/ Irland, Deutschland, Frankreich und Benelux. Auf sie entfielen mit EUR 626 Mio. knapp drei Viertel des Neugeschäftsvolumens. Als erfolgreich erwies sich für Nordex die Strategie der Konzentration auf attraktive Windparks von Energieversorgern. Durch sie ist es dem Unternehmen gelungen, sich im starken Wettbewerb durchzusetzen und u. a. große Projekte in Irland und Norwegen zu gewinnen. Im Zuge der Markteinführung der N117/2400 zur Erschließung von windärmeren Standorten soll diese Vertriebsstrategie in Zukunft weiter fortgesetzt werden. Im Berichtsjahr wurde die Testanlage installiert, und es konnten die ersten Aufträge und Vorverträge für die neue Turbine unterzeichnet werden. Rückläufig war das Neugeschäft im Markt Türkei. Die im Berichtszeitraum verabschiedete Gesetzesänderung hat im Markt zu erheblichen Investitionsunsicherheiten geführt. In der Folge gingen die Neuinstallationen um knapp 11 % zurück, beim Auftragsvolumen lag der Rückgang nach Angaben von MAKE Consulting sogar bei 31 %.

Im US-amerikanischen Markt für Windenergie konnte Nordex seinen Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um weitere 38 % auf EUR 231 Mio. (2010: EUR 168 Mio.) ausbauen. Damit ist die im Oktober 2010 in Betrieb genommene Fertigung in Jonesboro für das Jahr 2012 bereits gut ausgelastet.

In Asien war der Auftragseingang 2011 hingegen stark rückläufig und betrug im Berichtszeitraum EUR 20,1 Mio. gegenüber EUR 100 Mio. im Jahr 2010. Hier macht sich weiterhin die Industriepolitik der chinesischen Regierung negativ für Nordex als westlichem Anbieter bemerkbar. Die zunehmende Erschließung von Wachstumsmärkten in Asien wie etwa Pakistan, die Vermarktung der 2,5-MW-Anlagenklasse und die beabsichtigte Partnerschaft mit einem einheimischen Staatsunternehmen sollen diesen Trend im asiatischen Markt im Jahr 2012 umkehren.

Auftragseingang nach Regionen

2011 2010
EUR Mio. EUR Mio.
Europa 856 568
davon Schweden 167 54
davon Großbritannien
und Irland
136 108
davon Deutschland 114 62
davon Frankreich 114 60
davon Belgien und
Niederlande
95 0
Amerika 231 168
Asien 20 100
Gesamt 1.107 836

Das Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz (Book-to-Bill-Quotient) verbesserte sich von 0,86 im Jahr 2010 auf 1,20 im Jahr 2011.

Zum Ende des Berichtsjahres lag der Bestand an festen Aufträgen bei EUR 698 Mio. (2010: EUR 411 Mio.); dies war der höchste Auftragsbestand zum Jahresende seit 2008.

Weitere Aufträge im Volumen von EUR 1.338 Mio. hatte sich Nordex zum Bilanzstichtag gesichert. Bei diesem sogenannten bedingten Auftragsbestand handelt es sich um Lieferverträge oder entsprechende Rahmenvereinbarungen, bei denen noch nicht sämtliche Kriterien erfüllt sind, um die Ausführung unmittelbar zu starten. Insgesamt wies das Auftragsbuch ein Volumen von EUR 2.038 Mio. aus. Damit hat sich Nordex eine erheblich höhere Planungssicherheit für die Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr geschaffen.

Geschäftsentwicklung der Konzernobergesellschaft Nordex SE

Die Nordex SE übernimmt als Konzernobergesellschaft die Holdingfunktion für die Gruppe. Eine wesentliche Aufgabe der Nordex SE ist die Finanzierung der Konzerngesellschaften durch die Gewährung von Barmitteln und Garantien. Darüber hinaus erbringt die Nordex SE für diverse Tochtergesellschaften Verwaltungsdienstleistungen in den Bereichen Finanzierung, Recht und IT. Die Konzernobergesellschaft hat mit der Nordex Energy GmbH als wesentlicher inländischer Konzerngesellschaft sowie mit der Nordex Grundstücksverwaltung GmbH und der Nordex Windparkbeteiligung GmbH als weiteren inländischen Konzerngesellschaften Ergebnisabführungsverträge geschlossen.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr reduzierte sich der Umsatz der Nordex SE um 12,3 % auf EUR 35,7 Mio. (2010: EUR 40,7 Mio.). Dies begründet sich aus dem niedrigeren Geschäftsvolumen der Nordex-Gruppe, das sich entsprechend in geringeren Konzernverwaltungsdienstleistungen der Obergesellschaft niederschlug. Dabei entsprach der Personalaufwand mit EUR 15,4 Mio. weitgehend dem des Vorjahres (2010: EUR 15,0 Mio.). Auch der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen entwickelte sich stabil, er betrug EUR –21,3 Mio. (2010: EUR –21,6 Mio.). Durch die geringeren Einnahmen aus Gewinnabführungsverträgen mit Konzerntochtergesellschaften ging das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf EUR –46,4 Mio. zurück (2010: EUR 17,3 Mio.). Der Jahresfehlbetrag belief sich auf EUR 48,5 Mio. (2010: Jahresüberschuss EUR 15,6 Mio.).

Nach Abzug des Jahresfehlbetrags stieg das Eigen kapital der Nordex SE von EUR 269,6 Mio. auf EUR 277,2 Mio. Hintergrund hierfür war die Kapitalerhöhung aus dem Frühjahr 2011. Durch die auf EUR 580,9 Mio. gewachsene Bilanzsumme (2010: EUR 471,3 Mio.) reduzierte sich die Eigenkapitalquote jedoch auf 47,7 % (2010: 57,2 %).

Ertragslage/Ergebnissituation

Im Geschäftsjahr 2011 reduzierte sich die Gesamtleistung der Nordex-Gruppe um rund 8 % auf EUR 927 Mio. (2010: EUR 1.008 Mio.). Ursächlich für die rückläufige Entwicklung waren der geringe Auftragsbestand zum Jahresstart 2011 von EUR 411 Mio. und Verschiebungen bei einzelnen Auslandsprojekten, die sich im Prozess der Projektfinanzierung ergeben haben und entsprechend nur zu einem geringeren Anteil im Berichtsjahr realisiert werden konnten. Das hatte eine Umsatzverschiebung von etwa EUR 80 Mio. zur Folge. Auch der Rohertrag ging damit um rund 10 % auf EUR 234,5 Mio. (2010: EUR 259,7 Mio.) zurück. Die Bruttomarge blieb mit 25,3 % gegenüber 25,8 % im Jahr 2010 annähernd konstant. Hierfür sorgten vor allem die Kostensenkungsmaßnahmen aus dem "n-ergize-Programm", die sich bereits zu zwei Dritteln im Jahr 2011 bei wesentlichen Materialkostenpositionen bemerkbar gemacht haben.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) sowie Einmalaufwendungen und einem Sondereffekt von zusammen EUR 19,4 Mio. betrug im Berichtsjahr EUR –10,3 Mio. (2010: EUR 40,1 Mio.), bezogen hierauf sank die EBIT-Marge damit von 4,0 % auf –1,1 %. Der operative Verlust ergab sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der Leistung bei gleichzeitig steigenden strukturellen Kosten der Gesellschaft. So erhöhten sich die Strukturkosten um 20 % auf EUR 264,2 Mio. (2010: EUR 219,6 Mio.). Die Personalaufwandsquote stieg um 4,1 Prozentpunkte von 11,8 % auf 15,9 %. Der unterjährige Personalaufbau erfolgte vornehmlich in den Bereichen Engineering, Offshore, Produktmanagement sowie in Landesgesellschaften mit steigendem Geschäftsvolumen. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen stieg um 14,5 % auf EUR 89,0 Mio. (2010: EUR 77,7 Mio.) an. Da die Strukturkosten in Summe aufgrund der anhaltend hohen Wettbewerbsintensität und steigender Marktunsicherheiten in diesem Umfang nicht tragfähig sind, wurde im dritten Quartal ein entsprechendes Kostensenkungsprogramm im Volumen von EUR 50 Mio. aufgesetzt. Der Abbau der Strukturkosten ist im vierten Quartal 2011 implementiert worden und wird im laufenden Jahr wirksam.

  • 26 Strategie
  • 28 Wirtschaftliches Umfeld und politische Rahmenbedingungen
  • 33 Geschäftsentwicklung der Nordex-Gruppe
  • 36 Geschäftsentwicklung der Konzernobergesell schaft Nordex SE

36 Ertragslage/ Ergebnissituation

  • 38 Finanz- und Vermögenslage
  • 40 Investitionen
  • 40 Forschung und Entwicklung
  • 43 Qualitätsmanagement 44 Mitarbeiter und
  • Vergütungssystem
  • 45 Kostensenkungen
  • 46 Prognosebericht
  • 47 Risiko- und Chancenbericht
  • 52 Angaben nach § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB
  • 57 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
  • 57 Corporate Governance
  • 61 Führungspraktiken

Strukturkosten 2011 EUR Mio. 2010 EUR Mio. Personalaufwand 147,4 119,4 Sonstige betriebliche Aufwendungen abzüglich sonstiger betrieblicher Erträge 89,0 77,7 Abschreibungen 27,8 22,5 Gesamt 264,2 219,6

Bezogen auf die Geschäftssegmente Europa, Amerika und Asien, entwickelte sich die Profitabilität der Gruppe unterschiedlich. So betrug das EBIT vor Einmalaufwendungen und einem Sondereffekt in Europa, dem Kernmarkt von Nordex, EUR 4,3 Mio. (0,6 % EBIT-Marge), in Amerika schloss die Gruppe das Berichtsjahr mit einem EBIT von EUR –4,1 Mio. (–2,0 % EBIT-Marge) ab und in Asien mit einem EBIT von EUR –7,6 Mio. (–18,3 % EBIT-Marge). Hierbei wirkten sich in den USA vor allem der hohe Preisdruck und in China das geringe Geschäftsvolumen negativ auf die Entwicklung aus. Das Geschäft in Europa war auch durch die Anlaufverluste aus dem im Aufbau befindlichen Bereich Offshore belastet.

Einmalaufwendungen in Höhe von EUR 13,1 Mio. betreffen Kosten, die im zweiten Halbjahr 2011 im Rahmen der Reorganisation der Nordex-Gruppe angefallen sind. Wesentlich waren dabei vor allem Aufwendungen im Zuge des sozialverträglichen Abbaus von 252 Mitarbeitern sowie die in diesem Zusammenhang angefallenen Rechts- und Beratungskosten. Zudem hat Nordex Entwicklungsaufwendungen, die für die neue Offshore-Turbine angefallen sind, nicht aktiviert, da der Geschäftsbereich Offshore nur in Zusammenarbeit mit einem finanzstarken Partner weiter aus gebaut werden soll. Dieser Sondereffekt hat das EBIT mit EUR 6,3 Mio. belastet. Das Finanz ergebnis reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von EUR –7,3 Mio. auf EUR –18,2 Mio. Wesentliche Ursache war ein erhöhter Zinsaufwand infolge der Begehung einer Unternehmensanleihe.

Nach einem Steueraufwand in Höhe von knapp EUR 1,5 Mio. ergab sich ein Konzernverlust in Höhe von EUR –49,5 Mio. (2010: Konzerngewinn EUR 21,2 Mio.). Das Ergebnis je Aktie betrug EUR –0,67 gegenüber EUR 0,31 im Jahr 2010.

Vergleich des tatsächlichen Geschäftsverlaufs mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

In seinen Prognosen vom Februar und vom Mai 2011 hat der Vorstand für das Berichtsjahr einen leichten Anstieg im Umsatzvolumen und einen um 20 % höheren Auftragseingang in Aussicht gestellt. Gleichzeitig hat Nordex eine leichte Verringerung der Profitabilität gegenüber dem Vorjahr angekündigt.

Diesen Ausblick präzisierte die Unternehmensleitung der Nordex-Gruppe dann im Rahmen der Präsentation der Halbjahreszahlen im August. Während das Umsatz- und das Auftragseingangsniveau bestätigt wurden, reduzierte Nordex die EBIT-Erwartungen wegen des unerwartet anhaltenden Preisdrucks auf ein niedriges positives Niveau und kündigte durchgreifende Kostensenkungen an, um im Jahr 2012 wieder eine höhere EBIT-Marge erzielen zu können.

Aufgrund von Projektverschiebungen im europäischen Ausland und der Realisierung von Prototypenprojekten mit niedrigen Margen reduzierte Nordex seine Erwartungen für Umsatz und Ergebnis im November 2011 erneut. Das Umsatzziel wurde auf EUR 920 Mio. und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und Einmaleffekten (EBIT) auf EUR –10 Mio. korrigiert, dagegen erhöhte der Vorstand seine Erwartungen für den Auftragseingang um EUR 100 Mio. auf EUR 1.100 Mio.

Der Nordex-Konzern erzielte schließlich im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz in Höhe von EUR 920,8 Mio. und einen Auftragseingang von EUR 1.107 Mio. und erfüllte in diesen Punkten die aktuelle Prognose. Das EBIT in Höhe von EUR –29,7 Mio. ist gekennzeichnet von Einmalaufwendungen im Zuge der Strukturkostenanpassungen und einem Sondereffekt. Korrigiert um die entsprechende Aufwandsposition in Höhe von EUR –19,4 Mio., bewegt sich auch das operative Ergebnis im Rahmen der Vorstandserwartungen.

Segmente

Die Segmente der Nordex-Gruppe teilen sich in die Regionen Europa, Asien und Amerika.

Das Segment Europa bildet für Nordex die aktuell stärkste Umsatzregion. Daher sind die europäischen Staaten (inklusive der Türkei) für die gezielte Marktbearbeitung in vier Vertriebsregionen (Nord, Süd, Ost, Deutschland) sowie Fokusmärkte und Potenzialmärkte aufgeteilt. Nordex trägt damit den unterschiedlichen regulativen und energiewirtschaftlichen Marktgegebenheiten Rechnung und konzentriert sich auf volumen- bzw. wachstumsstarke Märkte sowie kundenseitig auf Energieversorger mit attraktiven Projektportfolios. Nachdem Nordex seine Marktanteile in Märkten wie etwa Frankreich, Türkei, Schweden, Irland oder Polen stabilisiert bzw. ausgebaut hat, sollen nun mithilfe des um die neue Schwachwind turbine N117/2400 erweiterten Produktportfolios die Marktanteile in festgelegten Fokusmärkten ausgebaut werden.

Die Segmente Amerika und Asien werden von Nordex als Potenzialmärkte beurteilt. Dies gilt auch für Südafrika, das dem Segment Europa zugerechnet wird. Der US-amerikanische Markt wurde im Berichtszeitraum aus der lokalen Produktion in Jonesboro (Bundesstaat Arkansas) heraus beliefert. Aufgrund der aktuell unklaren Förderbedingungen in den USA werden weitere Märkte in Nord-, Mittel- und Südamerika sondiert, um den gegebenenfalls rückläufigen US-Marktpotenzialen entgegenzuwirken. In Asien entwickelt sich neben China, wo Nordex seit 1998 mit eigenen Produktionskapazitäten im Markt agiert, Pakistan als zweiter wichtiger Markt für die Nordex-Gruppe. Hier befindet sich ein erstes Projekt in der Errichtungsphase, und weitere Aufträge mit einem Volumen von bis zu 250 MW wurden aufschiebend bedingt abgeschlossen.

Die Umsatzerlöse entwickelten sich in den Segmenten im abgelaufenen Geschäftsjahr unterschiedlich. Aufgrund von Projektverschiebungen und der anhaltend hohen Wettbewerbsintensität ging der Umsatz in Europa um 15,1 % auf EUR 678,6 Mio. zurück (2010: EUR 799,6 Mio.). In Asien fielen die Umsätze mit EUR 41,5 Mio. um 43,8 % geringer aus als im Vorjahr (2010: EUR 73,9 Mio.). Im Markt Amerika hin gegen konnte die Nordex-Gruppe ihren Umsatz mehr als verdoppeln, er stieg von EUR 98,5 Mio. auf EUR 200,6 Mio.

Finanz- und Vermögenslage

Zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der Nordex-Gruppe zählen die Sicherung der Liquidität und der Erhalt der Kreditwürdigkeit. Wichtige Steuerungsgrößen sind dabei das Working Capital und die Eigenkapitalquote.

Im Berichtsjahr verbesserte die Nordex SE die Finanzlage wesentlich durch zwei Kapitalmaßnahmen. So führte die Gesellschaft am 29. März 2011 eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage zu einem Preis von EUR 8,40 je Aktie durch. Im Zuge dessen erhöhte sich das Grundkapital um EUR 6.684.499 auf EUR 73.529.499. Zudem begab die Nordex SE am 12. April 2011 eine bis April 2016 laufende Anleihe mit einem Gesamtvolumen von EUR 150 Mio.

Infolge dieser Maßnahmen erhöhten sich Eigenkapital und Liquidität im Konzern. Das Eigenkapital stieg um EUR 5,7 Mio. auf EUR 376,6 Mio. Wegen der ebenfalls gestiegen Bilanzsumme reduzierte sich die Eigenkapitalquote leicht auf 36,6 % (31. Dezember 2010: 37,6 %). Die Liquidität erhöhte sich um 50,2 % auf EUR 212,0 Mio. (31. Dezember 2010: EUR 141,1 Mio.).

Im Berichtsjahr reduzierte Nordex seine Vorräte um EUR 51,6 Mio. auf EUR 227,4 Mio. und seine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und künftigen Fertigungsaufträgen um EUR 9,4 Mio. auf EUR 260,1 Mio. Dies führte insgesamt zu einem Abbau der Kapitalbindung. In Summe stiegen die kurzfristigen Aktiva um EUR 16,2 Mio. auf EUR 760,2 Mio.

Zum Bilanzstichtag hielt die Nordex SE Finanzkennzahlen nicht ein, die mit den Banken in den Kreditverträgen vereinbart waren. Dies wurde durch frühzeitig angebahnte Vereinbarungen mit den finanzierenden Banken, die am 17. und am 22. Februar 2012 abgeschlossen werden konnten, behoben. Dennoch mussten die langfristigen Passiva als kurzfristige Passiva ausgewiesen werden. Somit stiegen die kurzfristigen Passiva um EUR 116,6 Mio. auf EUR 593,4 Mio. Wesentlich war hierfür der Ausweis der Unternehmensanleihe in Höhe von EUR 154,6 Mio. (inklusive aufgelaufener Zinsen) und des langfristigen Teils des Konsortialkredits von EUR 38,2 Mio. Gegenläufig wirkte sich der Abbau der Verbindlichkeiten aus Liefe rungen und Leistungen um 38,2 % auf EUR 109,7 Mio. aus. Durch den Ausweis des langfristigen Teils des Konsortial darlehens unter den kurzfristigen Passiva

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38 Finanz- und Vermögenslage

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sowie die vollständige Tilgung des Schuldscheindarlehens reduzierten sich die langfristigen Passiva von EUR 139,4 Mio. auf EUR 59,0 Mio.

Insgesamt betrug die Nettoverschuldung des Konzerns EUR 18,9 Mio. (31. Dezember 2010: Nettoliquidität EUR 24,3 Mio.). Gleichzeitig verfügte die Gruppe zum Bilanzstichtag über freie Avallinien in Höhe von EUR 208,6 Mio. und über freie Barlinien in Höhe von EUR 52,7 Mio., die im Wesentlichen aus der syndizierten Kreditlinie über EUR 500 Mio. stammen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (inklusive der Zinszahlungen) der Nordex-Gruppe

Bis
3 Monate
EUR Mio.
3 bis 12
Monate
EUR Mio.
1 Jahr bis
5 Jahre
EUR Mio.
Mehr als
5 Jahre
EUR Mio.
2011 68,9 14,6 0,0 0,0
2010 6,4 29,2 82,9 12,6

72

Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind dem Konzernanhang zu entnehmen.

Im Berichtszeitraum erzielte Nordex einen opera tiven Cashflow in Höhe von EUR –43,3 Mio. (2010: EUR 20,3 Mio.). Nach einem operativen Cashflow von EUR –122,4 Mio. im ersten Halbjahr 2011 verbesserte sich diese Position in der zweiten Jahreshälfte um EUR 79,2 Mio. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit reduzierte sich im Berichtsjahr um EUR 12,9 Mio. auf EUR 45,9 Mio.

Das Working Capital stieg im Berichtsjahr um 4,4 % auf EUR 255,4 Mio. Wesentlich war dabei der starke Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Dieser Entwicklung wird Nordex durch ein gezieltes Working-Capital-Management entgegensteuern. So bereitet das Unternehmen beispielsweise eine bilanzneutrale Finanzierung von eigenentwickelten Projekten vor.

Die zahlungswirksamen Veränderungen im Finanzmittelbestand betrugen EUR 69,1 Mio. (2010: EUR –22,1 Mio.). Die Nordex-Gruppe war im Berichtszeitraum jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch die Unternehmensleitung

Der Umsatz der Nordex-Gruppe schwächte sich in der Berichtsperiode ab und betrug EUR 920,8 Mio. (2010: EUR 972,0 Mio.). Dies ging im Wesentlichen auf den geringen Auftragsbestand zurück, mit dem das Unternehmen in das Geschäftsjahr gestartet war, und auf finanzierungsbedingte Projektverschiebungen im zweiten Halbjahr 2011. Gleichzeitig verdoppelte sich der Umsatz, den die Gruppe in Amerika erzielte. Diese positive Entwicklung konnte das fehlende Volumen aus den anderen Regionen in Summe aber nicht kompensieren.

Das operative Ergebnis war belastet durch den anhaltenden Preisdruck und eine infolge des gesunkenen Geschäftsvolumens ungenügende Deckung der Strukturkosten. Der Verlust vor Zinsen und Steuern sowie Einmalaufwendungen und einem Sondereffekt betrug EUR 10,3 Mio. Mit zwei Kostensenkungsprogrammen, die im Jahr 2010 bzw. 2011 implementiert wurden, will Nordex die Ertragslage im laufenden Geschäftsjahr wieder stärken. Zum einen sollen die Produktkosten gegenüber dem Stand im Jahr 2010 um 15 % gesenkt werden, und das bei gleichzeitiger Verbesserung der Effizienz der Anlagen. So will Nordex dem Preisdruck begegnen. Zum Zweiten ist der Abbau von EUR 50 Mio. Strukturkosten für 2012 eingeleitet, um die Kosten an das mittelfristig erwartete Umsatzvolumen anzupassen. Gleichzeitig befindet sich Nordex in Verhandlungen, einzelne Geschäftsbereiche zukünftig mit Partnern weiterzuführen. Das betrifft die Region China und Offshore. Die entsprechende Reorganisation hatte einen einmaligen Sonderaufwand von EUR 13,1 Mio. und einen Sondereffekt von EUR 6,3 Mio. zur Folge.

Im Berichtszeitraum hat die Gruppe ihre Finanzierungsstruktur mit zwei Kapitalmaßnahmen auf der Eigen- und Fremdkapitalseite weiter stabilisiert. Hierdurch stieg die Liquidität auf EUR 212 Mio., und die Eigenkapitalquote lag weiterhin oberhalb von 35 %.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2011 investierte die Nordex-Gruppe insgesamt EUR 46,1 Mio. (2010: EUR 72,0 Mio.). Der Schwerpunkt der Investitionen lag bei den immateriellen Vermögenswerten, diese erhöhten sich um 11,1 % auf EUR 27,1 Mio. (2010: EUR 24,4 Mio.). Der überwiegende Anteil hiervon betraf aktivierte Entwicklungsaufwendungen in Höhe von EUR 23,4 Mio. (2010: EUR 20,7 Mio.). Bei einer nahezu unveränderten Aktivierungsquote – bezogen auf die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten – stiegen die Entwicklungsaufwendungen im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 13,0 % und spiegeln damit die Entwicklungsaktivitäten der Nordex-Gruppe wider.

Aktivierte F&E-Aufwendungen 2008 bis 2011
2011 2010 2009 2008
EUR
Mio.
% vom
Umsatz
EUR
Mio.
% vom
Umsatz
EUR
Mio.
% vom
Umsatz
EUR
Mio.
% vom
Umsatz
Aktivierte
F&E-Auf
wendungen
23,4 2,5 20,7 2,1 17,7 1,5 13,0 1,1

Die sonstigen Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten – wie z. B. Software und Lizenzen – beliefen sich auf rund EUR 3,7 Mio. (2010: EUR 3,7 Mio.).

Zudem investierte Nordex EUR 19,0 Mio. in den Bereich Sachanlagen (Vorjahr: EUR 47,6 Mio.). Innerhalb der Sachanlagen waren es technische Anlagen und Maschinen (EUR 8,3 Mio.), gefolgt von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (EUR 6,5 Mio.) sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau (EUR 3,4 Mio.).

Nachdem im Vorjahr ein Großteil der Sachanlageinvestitionen auf den Aufbau der US-Fertigungsstätte sowie die Umstellung auf Linienproduktion im Stammwerk Rostock entfallen war, lag der Schwerpunkt im Berichtszeitraum auf Ergänzungsinvestitionen für die Blattproduktion in Deutschland. Das Investitionsvolumen für eine weitere Automatisierung der Fertigung sowie die Vorbereitung auf die Produktion des neuen Blatttyps NR58.5 belief sich auf knapp EUR 5 Mio. Des Weiteren wurde im Jahr 2011 mit dem Bau von Testständen für verschiedene Komponenten begonnen. Die bisher geleisteten Anzahlungen belaufen sich auf knapp EUR 0,5 Mio.

In China wurden erste vorbereitende Investitionen in Höhe von EUR 1 Mio. zur Lokalisierung der N100/2500 bzw. dem Blatttyps NR50 vorgenommen. In den USA investierte Nordex im Berichtszeitraum gut EUR 0,6 Mio., die vorrangig in Anlagen und Werkzeuge für Produktion, Service und Projektentwicklung gegangen sind.

Investitionen
2011
EUR Mio.
2010
EUR Mio.
Verände
rung %
Sachanlagen 19,0 47,6 –60,1
Immaterielle
Vermögenswerte
27,1 24,4 11,1
Gesamt 46,1 72,0 –36,0

Forschung und Entwicklung

Nordex beschäftigte in allen Bereichen des Engineering (Central Engineering, Advanced Development, Technical Support and Operational Engineering) zum Bilanzstichtag weltweit 419 Mitarbeiter (2010: 333 Mitarbeiter), die den gesamten Bereich der Windenergietechnik – von der Grundlagenentwicklung bis zur Produkt- und Prozessentwicklung – abdecken. Zum Bilanzstichtag waren in Europa 372 Mitarbeiter (2010: 285), in der Region Asien weitere 28 (2010: 32) und in Amerika 19 (2010: 16) Engineering-Mitarbeiter beschäftigt.

Im Jahr 2011 wurden von Nordex insgesamt 50 Patente angemeldet, das sind rund 11 % mehr als im Vorjahreszeitraum (2010: 45).

Im Jahr 2011 stiegen die insgesamt aktivierten Entwicklungsaufwendungen um 27,8 % auf insgesamt EUR 62,1 Mio. (2010: EUR 48,6 Mio.). Insgesamt betrug der Entwicklungsaufwand EUR 43,2 Mio.

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Organisation des Engineerings

Die organisatorische Struktur des Engineerings wurde im Jahr 2011 weiter angepasst. Zur Stärkung der Innovationskraft und -geschwindigkeit wurde im zweiten Halbjahr der Bereich "Nordex Advanced Development" (NAD) geschaffen. Die Aufgabe der Einheit NAD besteht darin, Perspektivtechnologien frühzeitig zu analysieren, zu bewerten und diese für die Produktentwicklung der Nordex-Gruppe vorzubereiten. Im Berichtszeitraum wurden zum Aufbau des entsprechenden Know-hows die Vermögensgegenstände einer externen Produktentwicklungsgesellschaft gekauft, deren Personal übernommen und in die Nordex-Gruppe integriert, um eine Grundlage für die neue Organisationseinheit zu schaffen.

Test-Prüfstände

Zur Reduzierung von Entwicklungskosten und der Erhöhung der Entwicklungsgeschwindigkeit installierte das Nordex-Engineering Systemprüfstände am Testzentrum in Rostock. Mit den Prüfständen werden einzelne Komponenten (z. B. das Azimutsystem) zusammen mit ihren umliegenden Systemen in unterschiedlichen mechanischen und klimatischen Zuständen getestet. Dadurch werden das Zusammenspiel der Systeme verbessert und die Zuverlässigkeit erhöht. Zur ständigen Verbesserung werden, z. B. auf dem Reibmotorprüfstand, die Qualität der Anlagenkomponenten frühzeitig untersucht und Analysen zu Alterserscheinungen durchgeführt. Neben den Systemprüfständen wurde im Nordex-Softwarelabor ein Testsystem zur Simulation von Nordex-Windparks ent wickelt. Mit dem automatisierten Testsystem werden Simulationen im Windpark umfangreicher und schneller getestet. Die hohe Qualität in der Entwicklung von Windenergieanlagen und Windparks wird durch dieses Testsystem sichergestellt und verbessert.

Produktentwicklung Onshore

Im Bereich Onshore hat Nordex die Baureihe seiner 2,5-MW-Leistungsklasse weiterentwickelt und kontinuierlich im Hinblick auf ihre Wirtschaftlichkeit und den Kundennutzen verbessert. Effiziente Turbinen weisen eine hohe spezifische Rotorflächenleistung auf und erreichen dadurch eine hohe Volllaststundenzahl (Kapazitätsfaktor). Eine Maßnahme war hierbei die Anhebung der N90/2500 und der N100/2500 auf die jeweils höhere Windklasse, die in dieser Konfiguration im Sommer 2011 in die Serie gingen.

Als Bestandteil des unternehmensweiten Kostensenkungsprogramms konnte Nordex die Kosten für alle Anlagen der 2,5-MW-Plattform reduzieren. Die Verbesserungen kommen damit auch der neuen Nordex N117/2400 zugute.

N117/2400

Die Entwicklung einer neuen Onshore-Turbine, die speziell für Schwachwindgebiete geeignet ist, war der Schwerpunkt im Berichtszeitraum. Die neue Nordex N117/2400 ist mit einer Flächenleistung von 4.480 m2/ MW die effizienteste Anlage ihrer Klasse für IEC-3- Standorte. Die Basis der neuen Nordex-Turbine bildet dabei die Gamma-Generation. Gegenüber der N100/2500 wurde durch den Einsatz längerer Rotorblätter (NR58.5) die überstrichene Rotorfläche um 37 % auf 10.715 m² gesteigert. Kennzeichnend für die N117/2400 ist zudem der geringe Schallleistungspegel, der den Einsatz der Turbine auch in der Nähe von Wohnsiedlungen möglich macht.

Die Entwicklung der Nordex-Turbine konnte planmäßig mit der Errichtung der ersten Testanlage abgeschlossen werden.

Zeitgleich zur Errichtung dieser Anlage im Bürgerwindpark Stadum in Schleswig-Holstein wurde der N117/2400 im Dezember 2011 das Einheitenzertifikat von der Zertifizierungsstelle der "Forschungsgemeinschaft für elektrische Anlagen und Stromwirtschaft e.V." (FGH) verliehen. Damit konnte Nordex die Turbine für die Anforderungen der Systemdienstleistungsverordnung (SDLWindV) qualifizieren. So sind die wesentlichen Voraussetzungen für den Start der Serienproduktion ab Mitte 2012 erfüllt.

Blattentwicklung NR58.5

Für die speziell auf Schwachwindgebiete ausgelegte Turbine N117/2400 hat Nordex gemeinsam mit einem Komponentenhersteller das Rotorblatt NR58.5 entwickelt. Im Vergleich zum bisherigen Modell für Binnenstandorte kommt hier ein um 8,5 m längeres Rotorblatt zum Einsatz. Das neue Rotorblatt ist das erste, bei dem Nordex Karbonfasern in den Hauptgurten als Werkstoff einsetzt. Dieses Material ist leichter und dabei trotzdem steifer als Glasfaserverbundstoffe. Trotz der größeren Länge ist das NR58.5- Blatt weniger als 11 t schwer und damit leichter als sein Vorgänger, das NR50. Der statische Blatttest wurde in der eigenen Rotorblatt-Testhalle am Standort Rostock erfolgreich durchgeführt und durch einen externen Gutachter zertifiziert. Der nachfolgende dynamische Blatttest startete planmäßig zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres.

Regelungsverfahren

Parallel zur Entwicklung der neuen Schwachwindanlage N117/2400 hat das Nordex-Engineering Regelungsverfahren optimiert und weiterentwickelt, mit denen Lastsenkungen erzielt werden. Dadurch hat Nordex bei den Serienturbinen N90/2500 und N100/2500 eine Windklassenanhebung auf die Klassen IEC1a bzw. IEC2a erreicht.

Turmentwicklung

Um Nordex-Turbinen auch an bewaldeten Standorten, wie etwa in Süddeutschland oder Osteuropa, effizient betreiben zu können, entwickelt Nordex zusammen mit Partnern für seine Anlagen (z. B. für die N117/2400) besonders hohe Türme. Dazu wurden zunächst Konzeptuntersuchungen und Berechnungen durchgeführt. Zudem hat Nordex einen Fertigteilhybridturm mit einer Nabenhöhe von 140 m in Hessen entwickelt und errichtet. Die Anlieferung des Hybridturms an die Baustelle erfolgt in fertigen Segmenten, wodurch Errichtungszeit und Logistikkosten erheblich reduziert werden.

Cold-Climate-Version und Anti-Icing-System

Gleichzeitig arbeitete Nordex daran, die 2,5-MW-Anlage noch besser für den Einsatz in Kälteregionen auszulegen. In der sogenannten "Cold-Climate-Version" (CCV) ertüchtigt Nordex seine Anlagen für den Betrieb bis zu einem Temperaturbereich von bis zu –30 °C. Zudem haben mehrere Anlagen, die mit dem Nordex Anti-Icing-System ausgerüstet sind, schon unter extremen Winterbedingungen in Nordschweden ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Im ersten Testwinter 2010/2011 ermöglichte das System bereits einen deutlichen Anstieg des Jahresertrags um mehr als 8 %. Das Anti-Icing-System ist ein speziell für Nordex-Anlagen entwickeltes System, um die Vereisung von Rotorblättern zu verringern. Dadurch werden mögliche Ertragseinbußen und Belastungen an Standorten mit erhöhter Eisbildungsgefahr vermieden. Die Entwicklungsarbeiten wurden fortgeführt, und die Serienfreigabe ist für das erste Halbjahr 2012 geplant. Nordex-Kunden können mit diesem System Windparkprojekte insbesondere an Standorten in Wachstumsmärkten wie Skandinavien und Kanada entwickeln, die wegen Vereisungsgefahr bisher nicht wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden konnten.

Standortkompatibilität

Das Engineering arbeitet kontinuierlich an Verbesserungen der bestehenden Anlagengeneration und befähigt die Nordex-Turbinen, weltweit an schwierigen Standorten gute Ergebnisse zu erzielen.

Radar

Nordex hat ein eigenes Verfahren entwickelt, um Windturbinen auch in Gebieten mit Wetter-Radar systemen errichten und wirtschaftlich betreiben zu können. Durch das Verfahren werden Störungen der Radarsysteme deutlich reduziert. Ein mit dieser Technologie ausgerüsteter Prototyp wurde in Frankreich errichtet.

Monitoring-System

In Kooperation mit externen Partnern entwickelt das Nordex-Engineering ein Monitoring-System zur Überwachung sämtlicher Hauptkomponenten. Zukünftig sollen auch die Rotorblätter im Verbund aller Hauptkomponenten überwacht werden.

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Erweiterung des Onshore-Produktportfolios

In der zweiten Hälfte des Berichtsjahres hat Nordex zur Weiterentwicklung des Onshore-Produktportfolios auf Basis einer intensiven Machbarkeitsstudie einen Entwicklungsauftrag für neue Produkte der aktuellen Anlagenplattform abgeleitet. Im Fokus stehen dabei Turbinentypen zur deutlichen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit an Standorten mit mittleren und stärkeren Windgeschwindigkeiten (IEC2 und IEC3).

Produktentwicklung Offshore

N150/6000

Die Entwicklung der Nordex-Offshore-Anlage N150/6000 in der Leistungsklasse 6 MW war im Berichtszeitraum der zweite Schwerpunkt der Neuproduktentwicklung. Die N150/6000 wird für den Offshore-Einsatz entwickelt und stellt mit ihrem Rotordurchmesser von 150 m sowie einem neuen Antriebskonzept eine hochmoderne Offshore-Anlage der dritten Generation dar. Im Jahr 2011 wurden Entwicklungen am direktangetriebenen Triebstrangkonzept sowie die Ausgestaltung der Einzelsysteme durchgeführt.

Qualitätsmanagement

Die Qualitätspolitik von Nordex stützt sich auf fünf Säulen:

    1. Nordex fördert ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein und kundenorientiertes Denken bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
    1. Eine regelmäßige, systematische Qualifikation und Information soll die Beschäftigten der Nordex-Gruppe in die Lage versetzen, den ständig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.
    1. Die kontinuierliche Verbesserung der Qualität bildet einen festen Bestandteil des täglichen Handelns bei Nordex.
    1. Bei der Herstellung der Nordex-Windenergieanlagen setzen Arbeitsschutz und Umweltstandards die Maßstäbe.
    1. Schließlich arbeitet Nordex auf Basis einer klar strukturierten Organisation und geeigneter Prozesse.

Um in der globalen Ausrichtung den hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden und diese sicherzustellen, ist die Nordex-Gruppe nach dem Qualitätsmanagement-System ISO 9001:2008 durch Bureau Veritas Certification (BVC) weltweit zertifiziert. Die externe Prüfung sämtlicher Standorte weltweit erfolgt in einem Zyklus von drei Jahren.

Im Jahr 2011 wurde der Fokus auf die systematische Weiterentwicklung der operativen Qualitätssicherung entlang der gesamten Wertschöpfungskette gelegt. Hierzu wurde ein Qualitätssteuerungsplan erstellt und veröffentlicht, der alle Qualitätsprüfpunkte systematisiert und transparent darstellt.

Der Qualitätssteuerungsplan beginnt bereits im Stadium der Anlagenentwicklung. In den jeweiligen Entwicklungsprojekten werden funktionsübergreifende Pläne bzw. Maßnahmen hinsichtlich Qualität definiert und anhand festgelegter Arbeitspakete und Meilensteine systematisch abgearbeitet. Nachfolgend werden spezielle Qualitätsthemen kontinuierlich begleitet und in intensiver Zusammenarbeit innerhalb der Produktion sowie während der Errichtungsphase im Feld betreut. Kunden der Nordex-Gruppe legen verstärkten Wert auf Qualität. Deshalb ist das Qualitätsmanagement auch als ein fester Bestandteil im Vertriebsprozess (Gate-Prozess) der Sales-Organisation verankert worden. So ist gewährleistet, dass Rückmeldungen von Kunden zeitnah berücksichtigt werden können, um den Marktanforderungen in vollem Umfang zu entsprechen.

Strukturell hat der Bereich Qualitätsmanagement das Berichtswesen und die Prozesse weiter harmonisiert und standardisiert, um eine Transparenzerhöhung zu erzielen. Interne Audits an allen internationalen Standorten, ein Austausch von Best-Practice-Lösungen sowie regelmäßige Coachings und Schulungen – insbesondere zum Thema ISO 9001:2008 – wurden flankierend durchgeführt, um das Qualitätsverständnis weiter zu erhöhen.

Im betrieblichen Vorschlagswesen haben die Mitarbeiter der Nordex-Gruppe mit 136 Verbesserungsvorschlägen rund 7 % mehr Ideen eingereicht als im Vorjahr (2010: 127).

Mitarbeiter und Vergütungssystem

Die Nordex-Gruppe erweiterte ihren Mitarbeiterstamm im Berichtszeitraum stichtagsbezogen um 5,4 % von 2.504 auf 2.640 (noch inklusive der Mitarbeiter des Re organisationsprogramms). Die größten Veränderungen gab es im Jahr 2011 – absolut betrachtet – in den Bereichen Regional Engineering, im Service, im Produktlinienmanagement sowie im Supply Chain Management. Zum Jahresende 2011 waren etwa 78 % der Beschäftigten von Nordex in Europa tätig (2010: 77 %), in Asien waren es 14 % (2010: 16 %) und in den USA rund 8 % (2010: 7 %). Der Rückgang in China steht in Zusammenhang mit dem rückläufigen Produktions- und Auftragsvolumen im Jahr 2011.

Die Personalmaßnahmen zur Strukturkostenanpassung kamen zum Stichtag 31. Dezember 2011 noch nicht in voller Höhe zum Tragen. Am Ende des dritten Quartals 2011 lag die Mitarbeiterzahl noch bei 2.711.

Das Durchschnittsalter in der Nordex-Gruppe lag bei knapp 37 Jahren und demnach etwas über dem Vorjahresniveau. Der Personalaufbau der vergangenen Jahre spiegelt sich auch in der durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit wider, die bei knapp unter vier Jahren lag.

Im Berichtsjahr lag die Zahl der Bewerbungen bei rund 10.000 (2010: 8.000). Laut trendence Absolventenbarometer 2011 zählt Nordex bei den Absolventen im Bereich Engineering weiterhin zu einem der beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands (Platz 78 der Top 100). Zum Jahresende beschäftigte das Unternehmen insgesamt 77 Auszubildende und Trainees (Vorjahr: 64).

Verteilung der Nordex-Mitarbeiter nach Bereichen
Bereich 31.12.2011
31.12.2010
% %
Produktion 27 30
Service 22 22
Engineering* 16 13
Projektmanagement 10 10
Administration 14 14
Vertrieb 4 4
Einkauf 3 3
Supply Chain
Management 4 4

*Inklusive Produktlinienmanagement

Verteilung der Nordex-Mitarbeiter nach Dauer der Betriebszugehörigkeit

Betriebszugehörigkeit Anteil der Mitarbeiter
31.12.2011
%
Weniger als 1 Jahr 17
1 Jahr bis 3 Jahre 21
3 Jahre bis 5 Jahre 37
5 Jahre bis 10 Jahre 14
Mehr als 10 Jahre 11

Vergütungssystem

Die Mitarbeiter der Nordex-Gruppe erhalten ein Jahresgehalt, das in zwölf Monatsgehältern ausgezahlt wird. Gewerbliche Mitarbeiter beziehen einen Grundlohn zuzüglich Nacht-, Wochenend- und Feiertagszuschlägen. Diese Zuschläge wurden im Rahmen von Gesamtbetriebsvereinbarungen mit der Arbeitnehmervertretung vereinbart. In der Produktion sind zudem flexible Arbeitszeitmodelle möglich, sodass Überstunden über Freizeit ausgeglichen werden können. Darüber hinaus erhalten Nordex-Mitarbeiter einmal jährlich eine erfolgsabhängige Sonderausschüttung, sofern zuvor festgelegte Unternehmensund Bereichsziele erreicht wurden. Die Arbeitsverträge der Führungskräfte enthalten neben dem Grundgehalt in aller Regel auch erfolgsabhängige, variable Vergütungsbestandteile, die auf individuellen Zielvereinbarungen und dem Geschäftserfolg der Nordex-Gruppe basieren. In Einzelfällen gewährt Nordex auch geldwerte Vorteile, z. B. in Form von Dienstwagen oder Ausbildungsbeihilfen.

  • 26 Strategie
  • 28 Wirtschaftliches Umfeld und politische Rahmenbedingungen
  • 33 Geschäftsentwicklung
  • der Nordex-Gruppe 36 Geschäftsentwicklung
  • der Konzernobergesell schaft Nordex SE
  • 36 Ertragslage/ Ergebnissituation
  • 38 Finanz- und Vermögenslage
  • 40 Investitionen
  • 40 Forschung und Entwicklung
  • 43 Qualitätsmanagement 44 Mitarbeiter und Vergütungssystem
  • 45 Kostensenkungen
  • 46 Prognosebericht
  • 47 Risiko- und Chancenbericht
  • 52 Angaben nach § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB
  • 57 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
  • 57 Corporate Governance
  • 61 Führungspraktiken

Seit dem Jahr 2007 hat Nordex für die Mitarbeiter in Deutschland ein einheitliches Entgeltsystem vereinbart, das weder nach Ost und West noch nach gewerblich und fest angestellten Mitarbeitern unterscheidet, sondern auf dem jeweils spezifischen Anforderungsprofil der Stelle beruht. Sämtliche Stellen sind einem Entgeltsystem zugeordnet, das aus insgesamt 13 Stufen plus vier weiteren Stufen für Führungskräfte besteht. Damit will Nordex auf der einen Seite die Transparenz des Entgeltsystems und andererseits die Motivation seiner Mitarbeiter erhöhen. Darüber hinaus bietet die Nordex-Gruppe allen Mitarbeitern eine betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung an, die vom Unternehmen bezuschusst wird.

In den Jahren 2008 und 2009 hatten die Nordex-Mitarbeiter die Gelegenheit, sich am Aktienoptionsprogramm der Nordex SE zu beteiligen. Durch die Teilnahme sicherten sich die Mitarbeiter das Recht, Aktien des Unternehmens ab 2011 bzw. 2013 zu einem festen Ausübungspreis zu erwerben.

Die Bezüge des Vorstands teilen sich in feste und erfolgsabhängige, variable Vergütungsbestandteile auf (die individualisierte Vergütung des Vorstands ist im Anhang dargestellt). Die Bemessungsgrund lage der variablen Vergütungsbestandteile bildet dabei das Jahresergebnis des Gesamtkonzerns. Neben einem Dienstwagen, der auch zur privaten Nutzung zur Verfügung steht, werden Prämien für die D&O-Versicherung (Directors-and-Officers-Haftpflichtversicherung), soweit diese den für Vorstände vorzusehenden Selbstbehalt übersteigen, von Nordex übernommen. Darüber hinaus gibt es keine wesentlichen weiteren

Laufzeit zwischen drei und fünf Jahren. Die individualisierte Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung der Gesellschaft veröffentlicht. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben einer festen zusätzlich eine variable Vergütung, die sich auf der Grundlage des Anteils des um die Steuern und das Finanzergebnis bereinigten Konzernjahresüber-

schusses (EBIT) am Konzernumsatz (EBIT-Marge)

des jeweiligen Geschäftsjahres bemisst.

Nebenleistungen. Die Vorstandsverträge haben eine

Kostensenkungen

Im Jahr 2010 hat Nordex ein Programm zur Senkung seiner Produktkosten eingeführt, um auf die rückläufigen Turbinenabsatzpreise zu reagieren und das Ergebnis zu sichern. Ziel des Programms "n-ergize" ist es, die Kosten pro Anlage bis zum Jahresende 2012 um durchschnittlich 15 % zu reduzieren. Zum Jahresende 2011 waren die Maßnahmen zu zwei Dritteln umgesetzt. Wesentliche Effekte gingen dabei von Einkaufsmaßnahmen aus, wie Lieferantenverhandlungen und der Globalisierung des Beschaffungswesens. Zudem wurden die Fertigung und das Projektmanagement technologisch und in Bezug auf seine Prozesse optimiert. Das verbleibende Drittel der Maßnahmen wird im Jahr 2012 implementiert.

Im August 2011 hat der Vorstand zusätzlich einen umfassenden Abbau der Strukturkosten beschlossen. Dabei sollen die Personal- und die sonstigen Betriebskosten um EUR 50 Mio. reduziert werden. Einsparungen in Höhe von rund EUR 23 Mio. sind durch Budgetkürzungen in den Bereichen Leiharbeitnehmer, Beratungs-, Reise- und Mietkosten geplant, und die Einsparung von etwa EUR 16 Mio. erfolgt durch den Abbau von 252 Arbeitsplätzen in den europäischen Gesellschaften der Gruppe. Zudem geht Nordex davon aus, durch die Einbringung der Geschäfts felder Asien und Offshore in noch zu gründende Gemeinschaftsunternehmen weitere EUR 11 Mio. einzusparen. Der variable Teil der Strukturkosten (Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen bzw. Erträge) soll im laufenden Jahr auf EUR 170 Mio. begrenzt werden (2011: EUR 236,4 Mio.).

Der Personalabbau hat eine umfangreiche Reorganisation in der Gruppe erforderlich gemacht. So hat Nordex seine technischen Abteilungen neu strukturiert und die Schnittstellen zwischen diversen Bereichen neu definiert. Dabei sind auch Standorte zusammengelegt worden. Im Zusammenhang mit der Reorganisation und durch ein Freiwilligenprogramm erfolgte ein sozialverträglicher Abbau von 252 Vollzeitäquivalenten, durch die für Nordex Einmalaufwendungen in Höhe von EUR 13,1 Mio. entstanden. Diese sind in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung extra ausgewiesen.

114

Prognosebericht

Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert der Internationale Währungsfond (IWF) ein Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 3,3 % (Vorjahr: 3,8 %). Dabei geht der IWF von einer weiterhin schwächeren Dynamik in den entwickelten Staaten aus. Hier erwartet der Fonds ein Plus von 1,2 % (Vorjahr: 1,6 %). Das Wachstum in den Schwellenländern erwartet der IWF im Durchschnitt bei 5,4 % (Vorjahr: 6,2 %). Insbesondere die Entwicklung in Südeuropa wird wegen der hohen Staatsschulden und der damit zusammenhängenden fragilen Lage im Finanzsektor als schwierig angesehen. Deutschland und Frankreich stellen hierzu einen positiven Kontrast dar. Das spiegelt sich auch in den erhobenen Frühindikatoren wider. So ist das ifo-Barometer im Januar 2012 nochmals, und zwar auf einen Indexwert von 108,3 gestiegen, da die deutsche Industrie eine anziehende Nachfrage aus dem außereuropäischen Ausland erwartet. Das Jahr 2013 sieht der IWF insgesamt wieder positiver und erwartet ein internationales Wachstum von 3,9 %.

Diese Aussagen decken sich weitgehend mit denen der Weltbank. Diese erwartet zudem einen weiterhin hohen Ölpreis, der im Berichtsjahr auf USD 104/Barrel gestiegen war, und sieht erhebliche Risiken für eine Verknappung aufgrund der politischen Unsicherheiten in zahlreichen Förderregionen. Bei anderen Rohstoffen erwartet die Weltbank einen durch die konjunkturelle Abkühlung bedingten Preisrückgang, der sich erst wieder im Jahr 2013 abschwächen wird.

Für den internationalen Absatz von Windturbinen rechnen Marktanalysten mit einem weiterhin hohen Wachstum. So geht das Beratungsunternehmen MAKE Consulting für das laufende Jahr von einem Neubauvolumen im Umfang von rund 50 GW aus (Vorjahr: 42 GW), das würde einem Anstieg um gut 20 % entsprechen. Regionale Wachstumszentren sollen dabei Amerika und Europa sein. So rechnet MAKE mit einem hohen Wachstum in den USA, wo durch das mögliche Auslaufen von Förderregelungen Vorzieheffekte erwartet werden. Auch in Mittel- und in Nordeuropa soll durch neue oder sich stabil entwickelnde Regulierungsvoraussetzungen ein signifikanter Ausbau stattfinden. Asien steht nach der Studie für ein hohes, aber nur noch gering wachsendes Volumen, da sich der chinesische Markt aufgrund von gestiegenen Qualitätsanforderungen zunächst konsolidieren könnte. Dagegen erwarten die Analysten

für Afrika hohe Wachstumsraten bei jedoch noch geringem Volumen. Das Preisniveau könnte sich nach Einschätzungen von Bloomberg New Energy Finance nach einem weiteren Rückgang im laufenden Jahr mittelfristig wieder stabilisieren, da die Produktivität der von den Herstellern angebotenen Turbinen massiv gestiegen ist.

Nordex erwartet für das laufende Jahr ein Wachstum im Umsatz auf EUR 1.000 Mio. bis zu EUR 1.100 Mio. Dabei ist die Umsatzplanung schon jetzt höher abgesichert als noch im Vorjahr. Der Auftragsbestand lag zum 1. Januar 2012 mit EUR 698 Mio. um rund 70 % über dem des Vorjahres (EUR 411 Mio.). Zudem ist die Dynamik im Neugeschäft im ersten Quartal un gebrochen. Aufgrund des Serienstarts der neuen Onshore-Turbine N117/2400, der im Sommer 2012 erfolgen soll, erwartet Nordex auch im weiteren Jahresverlauf eine gute Nachfrage. Der Vorstand geht davon aus, dass die Gruppe im laufenden Jahr in Summe zwischen EUR 1.000 Mio. und EUR 1.100 Mio. neue Aufträge gewinnt. Dabei ist Nordex für die Entwicklung in der Vertriebsregion Europa optimistisch, während im US-amerikanischen Markt das Risiko einer Abkühlung besteht. Dies geht im Wesentlichen auf die wahrscheinlich auslaufenden Fördersysteme zurück.

Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert Nordex die Rückkehr in die Profitzone. Die Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern soll auf 1 % bis 3 % steigen, die Bandbreite ist hierbei durch das Umsatzvolumen und die Turbinenpreisentwicklung bestimmt. Aufgrund der schwächeren unterjährigen Auslastung im ersten Halbjahr geht das Management davon aus, dass die Erträge in der zweiten Jahreshälfte 2012 erzielt werden. Der wesentliche Grund für den Turnaround ist neben einem Umsatzanstieg die vollständige Implementierung der beiden Kostensenkungsprogramme. Mit der Produktkostensenkung um 15 % gegenüber dem Referenzjahr 2010 erwartet Nordex, den Preisdruck im Markt und damit den Rückgang der Rohertragsmarge abzumindern. Für das laufende Jahr rechnet Nordex mit einer Rohertragsmarge von etwa 21 %. Zudem will das Unternehmen Strukturkosten im Umfang von EUR 50 Mio. abbauen.

Innerhalb des Konsolidierungskreises plant der Vorstand Investitionen in Höhe von EUR 70 Mio. (inklusive aktivierter Eigenleistungen in Forschung und Ent-

  • 26 Strategie
  • 28 Wirtschaftliches Umfeld und politische Rahmenbedingungen
  • 33 Geschäftsentwicklung der Nordex-Gruppe
  • 36 Geschäftsentwicklung der Konzernobergesell-
  • schaft Nordex SE 36 Ertragslage/
  • Ergebnissituation 38 Finanz- und
  • Vermögenslage
  • 40 Investitionen
  • 40 Forschung und Entwicklung
  • 43 Qualitätsmanagement
  • 44 Mitarbeiter und Vergütungssystem
  • 45 Kostensenkungen
  • 46 Prognosebericht

40

  • 47 Risiko- und Chancenbericht
  • 52 Angaben nach § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB
  • 57 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
  • 57 Corporate Governance
  • 61 Führungspraktiken

wicklung), im Schwerpunkt für die Entwicklung neuer technischer Lösungen im Bereich von Systemkomponenten neuer Produkte. In diesem Zusammenhang will Nordex auch in den Ausbau der Prüftechnik investieren, um schneller gesicherte Ergebnisse bei der Entwicklung neuer Produkte zu gewinnen.

Weiterhin strebt der Vorstand für das Jahr 2012 einen positiven operativen Cashflow und damit einen Rückgang der Working-Capital-Quote auf etwa 20 % an. Dabei wird das erste Halbjahr noch von einer hohen operativen Kapitalbindung geprägt sein, die sich u. a. aus der hohen Zahl von für das zweite Halbjahr geplanten Errichtungen in den USA ergibt. Grundsätzlich wird Nordex sein Cash Management durch eine höhere Gewichtung finanzieller Aspekte im operativen Planungsprozess und durch deren stärkere Integration in die neuen Beschaffungs- und Produktionsprozesse optimieren. Letzteres führte schon 2011 zu einem Rückgang der Produktdurchlaufzeiten und zu einem Abbau des Lagerbestands in der Produktion. Zudem wird die Einführung einer bilanzneutralen Finanzierung von eigenentwickelten Projekten vorbereitet.

Die effektive Steuerquote wird im Geschäftsjahr 2012 etwa 30 % betragen.

Aufgrund der gestiegenen Unsicherheiten in der Weltwirtschaft, insbesondere im Finanzsektor, ist eine längerfristige gesicherte Prognose über die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft aus Sicht des Vorstands der Nordex SE nicht möglich. Für das Geschäftsjahr 2013 geht Nordex von einem leichten Wachstum bei Umsatz und Ertrag aus.

Risiko- und Chancenbericht

Chancen

Nordex sieht sich als global agierende Unternehmensgruppe verschiedensten Entwicklungen auf den unterschiedlichen nationalen und internationalen Märkten gegenüber. Innerhalb der vorliegenden Rahmen bedingungen und auf Basis der beschriebenen Geschäftsentwicklung ergeben sich für Nordex verschiedene Chancenpotenziale. Nordex will auch in Zukunft die sich eröffnenden Chancen optimal nutzen. Die Prüfung weiterer Chancenpotenziale erfolgt kontinuierlich in allen Bereichen und ist ein elementarer Bestandteil der Unternehmensstrategie von Nordex.

Wesentliche Chancen ergeben sich vorrangig durch die Erschließung neuer Märkte, die von der international aufgestellten Vertriebsorganisation regelmäßig analysiert und bei entsprechendem Potenzial – wie im Falle von Pakistan oder Südafrika – bearbeitet werden. Im Bereich Forschung und Entwicklung arbeitet Nordex fortlaufend daran, seine Produkte weiterzuentwickeln. Die diesbezüglichen Aktivitäten sind ausführlich im Kapitel "Forschung und Entwicklung" dargestellt. Zudem verfolgt die Geschäftsführung von Nordex das Ziel, in den Potenzialmärkten China und Offshore gemeinsam mit starken strategischen Partnern erfolgreich vertreten zu sein. So zielt eine strategische Partnerschaft im Bereich Offshore u. a. darauf ab, auf die Anforderungen im Offshore-Segment besser reagieren zu können und die Entwicklung der Offshore-Turbine N150/6000 sowie das erste Offshore-Projekt "Arcadis Ost 1" in der Ostsee zügig zu realisieren. Den Chancen, die sich aus der strategischen Ausrichtung sowie der operativen Abwicklung des Tagesgeschäfts ergeben, stehen gewisse Risiken gegenüber, auf die im Folgenden näher eingegangen wird.

Organisation des Risikomanagements

Nordex ist, wie alle Unternehmen, in seinem wirtschaftlichen Handeln einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die entweder aus den Geschäftsaktivitäten entstehen oder als externe Faktoren auf die Unternehmensentwicklung wirken. Eine vollständige Abwehr sämtlicher Risiken ist nicht möglich, da sich Unternehmen in einer komplexen Umwelt bewegen und relativ zügig Entscheidungen treffen müssen, um unternehmerische Chancen realisieren zu können. Um den Risiken der geschäftlichen Tätigkeit früh zeitig und angemessen begegnen zu können, hat Nordex ein Risikomanagementsystem eingerichtet. Das unternehmenseigene Risikomanagementsystem umfasst die nach § 91 Abs. 2 AktG erforderlichen Maßnahmen zur Risikofrüherkennung, zur Risikobewertung und zur Maßnahmendefinition sowie die als erforderlich erachteten Maßnahmen zur Risikosteuerung.

Das Risikomanagementsystem ist analog zur Unternehmensorganisation konzipiert und weltweit in den Organisationseinheiten implementiert. Der Vorstand der Nordex SE erhält regelmäßig einen Risikobericht, der ihn über die aktuelle Risikosituation innerhalb der Nordex-Gruppe informiert.

Die Risikoerhebung erfolgt datenbankgestützt auf monatlicher Basis. Die Risikoidentifikation erfolgt durch sogenannte Risikopaten. Sie bewerten mit einem Zeithorizont von mindestens drei Jahren die Eintrittswahrscheinlichkeit und die potenzielle Schadenshöhe jedes einzelnen Risikos (Bruttorisiko). Im nächsten Schritt werden notwendige Maßnahmen analysiert und definiert. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Maßnahmen führt zu einer Minderung des Risikos (Nettorisiko). Für bereichsübergreifende Risiken werden projektbezogene Arbeitsgruppen gebildet, die sich aus Spezialisten der betroffenen Unternehmensbereiche zusammensetzen. Das Risiko management koordiniert den Gesamtprozess auf Gruppenebene für alle Geschäftsbereiche entlang der Wertschöpfungskette. Somit ist eine durchgängige Risikoverfolgung vom Angebots- bis hin zum Serviceprozess sichergestellt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der mitlaufenden Auftragskalkulation in der Produktions-, der Errichtungs- sowie der Gewährleistungsphase.

Einzelrisiken

Rechnungslegung

Das interne Kontrollsystem gliedert sich bei Nordex in einen geschäftsprozessintegrierten und einen prozessunabhängigen Bereich. Richtlinien, Arbeitsanweisungen und interne Kontrollen dienen der Bearbeitung und Steuerung von Risiken. Die Formulierung und Anwendung entsprechender Instrumente erfolgt primär über die Fachfunktionen. Zusätzlich erfolgt eine prozessunabhängige Risikobetrachtung im Rahmen der internen Revision. Diese überprüft das bestehende interne Regelwerk der Prozesse und deren Einhaltung in der Praxis. Darüber hinaus informiert die Revision über Risiken, die aus erkennbaren Abweichungen entstehen, und rät zu Anpassungsmaßnahmen. Das bestehende Risikomanagementsystem von Nordex ist regelmäßig Gegenstand einer externen Prüfung, um eine fortlaufende Verbesserung des Risikomanagements sicherzustellen.

Nordex sichert mittels einer Reihe von Maßnahmen die ordnungsgemäße Rechnungslegung im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses. Das Unternehmen verfügt z. B. über eine zentrale Buchhaltungs- und Abschlusserstellungsorganisation, die auf Basis einheitlicher Bilanzierungsvorschriften und Arbeitsanweisungen tätig ist. Damit wird sichergestellt, dass die Konzernrechnungslegung verlässlich und ordnungsmäßig ist und dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetz lichen und den satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin wird mittels Bilanzierungsvorschriften und Arbeitsanweisungen sichergestellt, dass Inventuren ordnungsmäßig durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Als Kontrollaktivität werden Analysen von Sachverhalten und Entwicklungen anhand von Kennzahlenanalysen vorgenommen. Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften. Dabei wird ein einheitlicher Kontenrahmen im Konzern verwendet. Der Konzernabschluss der Nordex SE und ihrer Tochtergesellschaften wird gemäß § 315a HGB in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf gestellt. Der Konzernabschluss wird im Rahmen eines strukturierten Prozesses und unter Verwendung eines Abschlusskalenders erstellt. Informationen außerhalb der Rechnungslegung werden vor Verwendung einer eingehenden Analyse und Plausibilitätsprüfung unterzogen. Es findet eine Gesamtkonsolidierung auf Ebene der Nordex SE statt. Sowohl bei Zahlungen als auch vor dem Abschluss von Verträgen finden relevante Grundsätze angewandter Kontrollen Anwendung, wie etwa Funktionstrennung, Vier-Augen-Prinzip sowie Genehmigungsund Freigabeverfahren.

Darüber hinaus werden Konzernabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane wie steuerliche Betriebsprüfer mit ihren prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das Kontrollumfeld des Konzerns einbezogen. Die Prüfung des Konzernabschlusses durch den Konzernabschlussprüfer und die Prüfung der einbezogenen IFRS-Abschlüsse der Konzerngesellschaften stellen weitere prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen für den Konzernrechnungslegungsprozess dar.

Einkaufsrisiken

Zu den wesentlichen Risiken im Einkauf zählen Lieferengpässe bei Zulieferern, Lieferantenausfälle infolge von Insolvenzen, ungeplant hohe Lagerbestände, Preisrisiken sowie Qualitätsrisiken.

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  • Ergebnissituation
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  • 40 Investitionen
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  • 43 Qualitätsmanagement 44 Mitarbeiter und
  • Vergütungssystem
  • 45 Kostensenkungen
  • 46 Prognosebericht
  • 47 Risiko- und Chancenbericht
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  • 61 Führungspraktiken

Auf dem Markt für Komponenten von Windenergieanlagen bestehen derzeit keine Lieferengpässe für die wesentlichen Komponenten. Unvorhersehbare Verschiebungen bei Kundenprojekten können in gewissem Rahmen zu zeitweilig erhöhten Vorratsbeständen bei Nordex führen und sich negativ auf die Liquidität des Unternehmens auswirken. Nordex ist daher bemüht, den Vorratsbestand durch eine fertigungssynchrone Lieferung von Komponenten bei gleichzeitig hoher Liefertreue möglichst gering zu halten. Sollte die Auftragslage im laufenden Geschäftsjahr deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnten einige Lieferanten – die zum Teil erheblich in den Ausbau ihrer Kapazitäten investiert haben – ausfallen, wodurch sich die Anzahl potenzieller Zulieferer verringern könnte. Ein unerwarteter Nachfrageüberhang im Jahr 2012 könnte umgekehrt zu Lieferengpässen mit entsprechenden Verzögerungen in der Projektabwicklung führen.

Nordex begegnet dem Risiko des Lieferantenausfalls mit der Qualifizierung weiterer Lieferanten. Ein Lieferantenausfall ist zudem über eine Versicherung teilweise abgesichert.

Nordex kauft weltweit Komponenten ein, die Preisschwankungen aus den Rohstoffmärkten unterliegen. Nordex bietet seinen Kunden die Turbinen zu projektspezifisch verhandelten Preisen an. Regelmäßig werden zeitnah zum Auftragseingang entsprechende Komponenten beschafft. Damit reduziert sich das Risiko von Rohstoffpreisschwankungen auf der Einkaufsseite.

Nordex gewährleistet seinen Kunden die Qualität der Anlagen und bestimmte Leistungs- und Verfügbarkeitsparameter. Auch um Zahlungen unter den Leistungsgarantien zu vermeiden, werden alle Komponenten und das Gesamtsystem gründlichen Tests und Qualitätsprüfungen unterzogen. Dennoch kann man das Risiko mangelhafter Komponenten nicht vollständig ausschließen und nur begrenzt an Lieferanten weitergegeben.

Entwicklungsrisiken

Die Entwicklung neuer Technologien, Anlagentypen und Produktmodifikationen ist mit teilweise erheblichen Investitionen verbunden. Diese müssen durch entsprechende Vertriebserfolge amortisiert werden. Erfolgskritische Faktoren sind insbesondere zeitliche und monetäre Ressourcen sowie der Zeitpunkt der Markteinführung. Nordex sichert diese während Entwicklung, Prototypenerrichtung und Serienproduktion über sein Simultaneous Engineering sowie einen bereichsübergreifenden Produktentwicklungsprozess ab.

Ferner konkurrieren derzeit unterschiedliche technische Konzepte der Energiewandlung auf dem Markt. Gerade im Offshore-Segment überwiegen zurzeit Tendenzen in Richtung eines neuen, getriebelosen Antriebskonzepts. Der Nachweis der kommerziellen Tragfähigkeit dieses Konzepts steht noch aus. Nordex setzt bei der Entwicklung seiner Offshore-Plattform auf diese Technologie. Sollte sich der Offshore-Markt in den kommenden Jahren nicht wie erwartet entwickeln bzw. die geplante strategische Partnerschaft nicht zu realisieren sein, besteht die Gefahr, dass den entstandenen Kosten kein entsprechender Vertriebserfolg gegenübersteht.

Strategisches Vertriebsrisiko

Die Hersteller von Windenergieanlagen haben in den vergangenen Jahren in Erwartung eines weiterhin stark wachsenden Gesamtmarktes ihre Produktionskapazitäten in teilweise zu hohem Maße ausgebaut. Durch weiterhin bestehende Überkapazitäten verschärfte sich der Wettbewerb um neue Aufträge. Der hieraus resultierende Preisdruck hat sich durch den Markteintritt neuer, vornehmlich asiatischer, Wettbewerber weiter erhöht. Dem bestehenden Preisdruck begegnet Nordex mit einem langfristig angelegten Kostensenkungs- und einem Effizienzsteigerungsprogramm, das auch im Jahr 2012 weiter intensiv umgesetzt werden soll.

Darüber hinaus besteht das Risiko, dass die Produkt strategie von Nordex nicht geeignet ist, um die zukünftige Marktnachfrage zu bedienen. Daher entwickelt Nordex sein Produktportfolio kontinuierlich weiter, erschließt hierdurch neue Märkte und erhöht seine Attraktivität für bestehende und neue Kundengruppen.

Fremdwährungsrisiken

Zahlungsströme in Fremdwährung, die ein potenzielles Fremdwährungsrisiko darstellen, werden generell als Risikopositionen erfasst. Die Gesellschaften der Gruppe berichten ihr Währungs-Exposure (Wertänderungsrisiko infolge von Wechselkursänderungen) zentral an die Nordex SE. Die Absicherung der Fremdwährungsgeschäfte erfolgt über das Treasury der Nordex SE, die somit sämtliche aktuellen Fremdwährungspositionen und damit das potenzielle Fremdwährungsrisiko fortlaufend überwacht. Zur Begrenzung der Risiken aus Wechselkursschwankungen werden teilweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Sicherungsgeschäfte werden nur abgeschlossen, wenn dem Sicherungsgeschäft ein entsprechendes Grundgeschäft gegenübersteht. Ein Halten solcher Instrumente zu Spekulationszwecken ist nicht zulässig und erfolgt nicht. Der Abschluss dieser Geschäfte erfolgt zentral bei der Nordex SE als Obergesellschaft der Nordex-Gruppe. Geschäftspartner der Nordex SE bei Kontrakten über derivative Finanzinstrumente sind ausschließlich inländische und ausländische Banken, mit denen Nordex eine langjährige Geschäftsbeziehung unterhält. Durch diese Kontrahentenanforderung werden Ausfallrisiken in Bezug auf die Zahlungsverpflichtungen von Vertragspartnern weitgehend abgesichert. Alle Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten unterliegen einer strengen Überwachung, die insbesondere durch eine Funktionstrennung, Abwicklung und Kontrolle gewährleistet wird.

Zinsänderungsrisiko

Auf der Passivseite der Bilanz der Nordex-Gruppe besteht aufgrund der ausstehenden Festsatz-Darlehensfinanzierungen kein Zinsänderungsrisiko. Das variabel verzinste Schuldscheindarlehen wurde zum 16. Mai 2011 durch die erfolgreiche Platzierung einer Anleihe in Höhe von EUR 150 Mio. mit einem festen Zinssatz vollständig abgelöst.

Kreditrisiken

Die Nordex-Gruppe schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab, um das Kreditrisiko gering zu halten. Sämtliche wesentlichen Neukunden, die mit einer Gesellschaft der Nordex-Gruppe Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, sodass die Gruppe keinem wesentlichen Ausfall risiko ausgesetzt ist.

In der Nordex-Gruppe bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken, das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen Buchwert der Forderung begrenzt. Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns wie Zahlungsmitteln und

Zahlungsmitteläquivalenten entspricht das maxi male Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Kreditinstrumente.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko – d. h. das Risiko, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können – wird bei Nordex durch die Treasury-Abteilung gesteuert, die dies in einer laufenden Liquiditätsplanung abbildet. Um sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit konzernweit bedienen zu können, werden liquide Mittel bereitgehalten. Hierzu melden die Konzerngesellschaften auf wöchentlicher Basis ihre mittelfristig geplanten Zahlungsein- und -ausgänge. Darüber hinaus wird eine Liquiditätsreserve vorgehalten. Die Liquidität wird aktiv gesteuert und den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Die Anlage überschüssiger Mittel erfolgt hauptsächlich in Form von Tages- oder Termingeldern bei Banken im In- und im Ausland. Hierbei wird u. a. auch die Bonität der Bankkontrahenten regelmäßig überprüft sowie das An lagevolumen je Kontrahent limitiert. Der voraussichtliche Avalbedarf wird von den Gruppengesellschaften auf Basis der aktuellen Vertriebsplanung an die Treasury-Abteilung der Nordex SE gemeldet. Die Zentralabteilung gleicht daraufhin den Avalbedarf mit den zur Verfügung stehenden Avallinien ab und stellt benötigte Avale über die Banken zentral für die Gesellschaften der Nordex-Gruppe aus. Die bestehenden Bankkreditlinien der Nordex-Gruppe unterliegen den bei syndizierten Kreditlinien üblichen Financial und Non-Financial Covenants. Die Covenants wurden für das Jahr 2012 einvernehmlich mit den finanzierenden Banken der aktuellen Situation angepasst. Eine Kündigung der bestehenden Bankfinanzierungen seitens der Kreditinstitute ist nur aus außerordentlichen Gründen möglich, hierzu gehört die Verletzung der vertraglich vereinbarten Financial Covenants. Die begebene Festsatzanleihe der Nordex SE enthält keine Financial Covenants.

Rechtliche Risiken

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sind nie auszuschließen. Im operativen Geschäft unterliegt die Nordex-Gruppe Haftungsrisiken, die sich zum einen aus möglichen Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüchen aus Liefer- und Dienstleistungsverträgen ergeben können, aber auch aus sonstigen Rechts-

  • 26 Strategie
  • 28 Wirtschaftliches Umfeld und politische
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  • der Konzernobergesell schaft Nordex SE
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gebieten, wie z. B. Produkthaftung, Patentrecht bzw. gewerbliche Schutzrechte oder Steuerrecht, zum anderen durch die Verletzung von gesetzlichen Auflagen. In sämtlichen EU-Mitgliedsstaaten besteht die Verpflichtung, nur solche technischen Anlagen in Betrieb zu nehmen, die der sogenannten Maschinenrichtlinie entsprechen. Nordex hat eine entsprechende Organisationsstruktur aufgebaut, um die Umsetzung dieser Vorgaben sicherzustellen. Auch sonst soll durch interne Vorgaben und Prozesse der kontrollierte Umgang mit rechtlichen Risiken erreicht werden.

Gesetzesänderungsrisiken

Gesetzesänderungen zur Einspeisevergütung bzw. zur Förderung erneuerbarer Energien oder auslaufende Förderprogramme, wie beispielsweise der PTC in den USA, können kurzfristig zu Nachfragerückgängen führen. Die Auswirkung wäre dabei umso stärker, je geringer die Verteilung der Umsätze auf verschiedene Märkte ausgeprägt ist. Die Strategie von Nordex zielt u. a. auch deshalb auf eine starke Umsatzdiversifikation auf attraktive Volumenmärkte in Europa, Asien und den USA ab.

Netzanschlussrisiko

Die von Nordex errichteten Anlagen müssen die an den jeweiligen Standorten geltenden Netzanschlussrichtlinien einhalten. Falls bei einer Nichteinhaltung der Netzanschlussrichtlinien bestehende Windparks nur noch mit reduzierter Leistung betrieben werden dürften, wären daraus entstehende Ertragsausfälle der Windparkbetreiber aufgrund von vertraglichen Regelungen von Nordex zu erstatten. Dementsprechend könnten für Nordex zusätzliche Aufwendungen entstehen. Die Lösung für dieses technische Thema bildet einen Arbeitsschwerpunkt im Engineering.

Personelle Risiken

Infolge des im August 2011 beschlossenen Programms zur umfassenden Reduzierung von Strukturkosten haben in Europa ca. 10 % der Belegschaft zum Jahresende ihr Anstellungsverhältnis bei Nordex-Gesellschaften beendet. Um anhaltende Prozessstabilität und zeitgerechte Projektabwicklung zu gewährleisten, wurde jeweils intensiv geprüft, an welchen Stellen Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben und unternehmenswichtige Positionen mithilfe von internen Versetzungen wiederbesetzt. Fluktuation von Mitarbeitern auf der mittleren Führungsebene sowie in Fachpositionen kann zu Erfahrungsverlusten in

einzelnen Schlüsselpositionen führen. Die Neubesetzung dieser Positionen bzw. die Einarbeitung neuer Mitarbeiter in diesen Positionen ist teilweise sehr zeitaufwendig. Nordex ist bestrebt, Vakanzen auf Managementebene verstärkt intern nachzubesetzen. Dazu wurde ein gruppenweites Programm aufgesetzt, um Potenzialträger im Management sowie den Führungskräftenachwuchs zu identifizieren und zu fördern.

Risiko der Verlustvortrags-Abzugsbeschränkung

Gemäß § 8c KStG kann bei einer Anteilsübertragung von mehr als 25 % bis 50 % an einen Erwerber während eines Zeitraums von fünf Jahren die Nutzung der Verlustvorträge anteilig und bei einer Anteilsübertragung von mehr als 50 % während des Fünf-Jahres-Zeitraums komplett entfallen. Die steuerlichen Verlustvorträge bleiben erhalten, soweit sie bei einem Anteilserwerb von 25 % bis 50 % die anteiligen, bei einem Anteilserwerb von mehr als 50 % die gesamten stillen Reserven des inländischen Betriebsvermögens der Gesellschaft nicht übersteigen.

IT-Risiken

Nordex hat zur Minimierung des Risikos von Systemausfällen zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Zum Schutz der IT-Systeme und der Daten werden u. a. Zugriffskontrollsysteme, Verschlüsselungssoftware, Firewall-Systeme sowie Virenschutzprogramme eingesetzt.

Die Datensicherheit von Nordex wird durch den Einsatz hochverfügbarer, ausfallsicherer, zentraler Serversysteme gewährleistet. Hierzu werden alle Systeme von der Nordex-IT bei externen Partnern in State-of-the-Art-Rechenzentren betrieben (vertraglich fixierte Service Level Agreemenets, Server-Redundanz, Back-up-Strategie).

Gesamtrisiko

Die Risiken der Nordex-Gruppe werden durch den Vorstand regelmäßig einer Überprüfung unterzogen. Nach Einschätzung des Vorstands bestehen gegenwärtig keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Fortbestand der Nordex-Gruppe gefährden. Dasselbe gilt für die Gesamtbetrachtung aller Risiken.

Hinweis: Die Reihenfolge der beschriebenen Risiken beinhaltet keine Aussage über die Höhe der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit oder das potenzielle Ausmaß des möglicherweise eintretenden Schadens.

Angaben nach § 289 Abs. 4; 315 Abs. 4 HGB

Gemäß den §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB ergeben sich für den Lagebericht folgende weitere Angabepflichten:

Das voll eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft von EUR 73.529.499 ist in 73.529.499 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2011 ein Genehmigtes Kapital I von EUR 14.700.000 entsprechend 14.700.000 Anteilen und ein Bedingtes Kapital I von EUR 15.086.250 entsprechend 15.086.250 Anteilen sowie ein Bedingtes Kapital II von EUR 1.500.000 entsprechend 1.500.000 Anteilen, jeweils mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1 je Anteil.

Zum Bilanzstichtag 2011 haben folgende Gesellschaften über einen Anteilsbesitz von mehr als 10 % der Stimmrechte an der Nordex SE verfügt:

Ventus Venture Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG, Bad Homburg v. d. Höhe, verfügte über 17.037.500 Aktien und damit über 20 % der Stimmrechte.

Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern sind in den §§ 84 und 85 AktG gesetzlich geregelt bzw. in Art. 46 SE-VO für die Rechtsform der SE. § 7 der Satzung der Gesellschaft entspricht der gesetzlichen Regelung, wobei Abs. 3 dieses § 7 die Vorgabe der SE-VO umsetzt, wonach die Mitglieder des Vorstands einer SE für einen in der Satzung festzulegenden Zeitraum, der sechs Jahre nicht überschreiten darf, bestellt werden.

Änderungen der Satzung der Gesellschaft bedürfen gemäß § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Nach § 20 Abs. 4 Satz 2 der Satzung i. V. m. Art. 59 Abs. 1 und 2 der SE-VO bedürfen Satzungsänderungen einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen bzw., sofern die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist, der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen. In Fällen, in denen im AktG für deutsche Aktiengesellschaften zwingend eine Mehrheit von drei Vierteln vorgesehen ist, findet aufgrund des entsprechenden Gesetzesvorbehalts in Art. 59 SE-VO nach wie vor auch bei der Nordex SE eine Drei-Viertel-Mehrheit Anwendung, wobei als Bezugsgröße nicht mehr auf das vertretene Kapital, sondern auf die abgegebenen Stimmen abgestellt wird.

§ 26 der Satzung der Nordex SE macht von der gesetzlichen Möglichkeit Gebrauch, den Aufsichtsrat zur Vornahme von Fassungsänderungen der Satzung zu ermächtigen.

Im Berichtszeitraum hat die Nordex SE am 29. März 2011 im Rahmen der Kapitalerhöhung gegen Bareinlage insgesamt 6.684.499 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien ausgegeben. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich unter Ausschluss des Bezugsrechts für Altaktionäre von EUR 66.845.000 auf EUR 73.529.499.

Im Rahmen des Genehmigten Kapitals I sowie der Bedingten Kapitalia I und II ist der Vorstand befugt, neue Aktien der Gesellschaft auszugeben. Durch Beschluss der Hauptversammlung am 7. Juni 2011 wurde das Genehmigte Kapital I nach der durchgeführten Kapitalerhöhung wieder aufgestockt, auf einen Zeitraum bis zum 31. Mai 2016 erstreckt und § 4 Abs. 2 der Satzung neu gefasst. Ebenso wurde das Bedingte Kapital I neu geschaffen bzw. gefasst. Die Befugnisse des Vorstands sind entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen i. V. m. § 4 der Satzung der Gesellschaft sowie den zugrunde liegenden Beschlüssen der Hauptversammlung wie folgt gefasst:

Genehmigtes Kapital I

Der Vorstand ist ermächtigt (vgl. § 4 Abs. (2) der Satzung der Gesellschaft), das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. Mai 2016 einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 14.700.000 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I).

Der Vorstand wurde dabei ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Ausschluss des Bezugsrechts ist insbesondere in folgenden Fällen zulässig:

  • bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen und Beteiligungen;
  • wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt ent-

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fallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des bei Beschlussfassung über die Ausnutzung des Genehmigten Kapitals I vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne des § 203 Abs. 1 und Abs. 2 i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; und

• für Spitzenbeträge.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital I festzulegen, insbesondere den weiteren Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe.

Bedingtes Kapital I

Der Vorstand wird ermächtigt (vgl. § 4 Abs. (3) der Satzung der Gesellschaft), mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. Mai 2016 einmal oder mehrmals sowohl auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten und/oder Wandlungspflichten (Wandelanleihen) als auch Optionsschuldverschreibungen (Optionsanleihen) (zusammen und einzeln auch "Schuldverschreibungen") zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern der Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals in Höhe von insgesamt bis zu EUR 15.086.250 nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen gemäß dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juni 2011 (zusammen und einzeln auch "Anleihebedingungen") zu gewähren. Der Gesamtnennbetrag der gewährten Schuldverschreibungen darf EUR 200.000.000 und die Laufzeit der gewährten Schuldverschreibungen darf 20 (zwanzig) Jahre nicht überschreiten. Bei der Ausgabe der Schuldverschreibungen steht den Aktionären ein Bezugsrecht zu. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

• um die Schuldverschreibungen einzelnen Investoren oder strategischen Partnern zur Zeichnung anzubieten, soweit der Anteil der aufgrund der Schuldverschreibungen auszugebenden Aktien im Sinne von §§ 221 Abs. 4 Satz 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG 10 % des bei der Beschlussfassung über die Ausnutzung dieser Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabepreis den nach anerkannten Methoden der Finanzmathematik ermittelten theoretischen Börsenmarktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Auf den Betrag von 10 % des Grundkapitals ist der Betrag anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die aufgrund einer entsprechenden Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG in den der Ausnutzung vorangegangenen zwölf Monaten ausgegeben und/oder veräußert werden;

• um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, vom Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen auszuschließen.

Das festzusetzende Umtauschverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags oder eines etwa darunter liegenden Ausgabebetrags einer einzelnen Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungs- oder Optionspreis und kann auf eine volle Zahl auf- oder abgerundet werden. Das Umtauschverhältnis sowie der Wandlungs- oder Optionspreis für eine Aktie können variabel, z. B. in Abhängigkeit von der Entwicklung des Börsenkurses während der Laufzeit, festgesetzt werden. Der Wandlungs- oder Optionspreis muss jedoch mindestens 95 % des durchschnittlichen an der Frankfurter Wertpapierbörse im Xetra-Handel (bzw. in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) festgestellten Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft ("Mindestpreis") betragen, und zwar an den letzten zehn Börsenhandelstagen vor dem Tag der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zustimmung zur Begebung der Schuldverschreibungen oder für den Fall der Einräumung eines Bezugsrechts auf die Schuldverschreibungen während der Tage, an denen die Bezugsrechte ausgeübt werden können (mit Ausnahme der letzten fünf Kalendertage vor Ablauf der Bezugsfrist).

Das Umtauschverhältnis sowie der Wandlungs- oder Optionspreis können auch aufgrund einer Verwässerungsschutzklausel nach näherer Bestimmung der Anleihebedingungen dann ermäßigt werden, wenn die Gesellschaft während der Wandlungs- oder Optionsfrist unter Einräumung eines ausschließlichen Bezugsrechts an ihre Aktionäre oder durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln das Grundkapital erhöht oder weitere Wandelanleihen begibt bzw. Optionsrechte gewährt oder garantiert und den Inhabern schon bestehender Wandlungs- oder Optionsrechte kein Bezugsrecht eingeräumt wird, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- bzw. Optionsrechts zustehen würde. Die Anleihebedingungen können darüber hinaus für den Fall der Kapitalherabsetzung eine Anpassung der Wandlungs- und Optionsrechte und -pflichten vorsehen.

Die Anleihebedingungen können auch das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der Schuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Anleihegläubigern ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. In diesem Fall kann der Wandlungs- bzw. Optionspreis nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen dem durchschnittlichen an der Frankfurter Wertpapierbörse im Xetra-Handel (bzw. in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) festgestellten Schlusskurs der Aktien der Gesellschaft während der zehn Börsentage vor oder nach dem Tag der Endfälligkeit entsprechen, auch wenn dieser Durchschnittskurs unterhalb des oben genannten Mindestpreises liegt.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und der Ausstattung der Schuldverschreibungen, insbesondere Zinssatz, Art der Verzinsung, Zuzahlungen, Verwässerungsschutz, Laufzeit, Ausgabekurs, Ausübungszeiträume, Stückelung, Wandlungs- bzw. Optionspreis, Erfüllungsarten sowie Kündigung der Schuldverschreibungen festzusetzen; § 9 Abs. 1 AktG bleibt in allen Fällen unberührt. Die Anleihebedingungen können vorsehen, dass die Gesellschaft dem Berechtigten in Erfüllung des Wandlungs- bzw. Optionsrechts anstelle von neuen Aktien unter Inanspruchnahme des Bedingten Kapitals I auch eigene

Aktien gewähren kann. Ferner kann vorgesehen werden, dass die Gesellschaft den Wandlungs- und Optionsberechtigten nicht Aktien der Gesellschaft gewährt, sondern den Gegenwert in Geld zahlt.

Bedingtes Kapital II

Der Vorstand wird ermächtigt (vgl. § 4 Abs. (4) der Satzung der Gesellschaft), mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. Dezember 2012 bis zu 1.500.000 Stück Bezugsrechte auf Aktien an der Nordex SE nach Maßgabe der nachfolgenden Bedingungen ("Aktienoptionsplan") auszugeben. Dafür ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 1.500.000 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II).

Die Eckpunkte des Aktienoptionsplans lauten wie folgt:

(1) Kreis der Bezugsberechtigten

Im Rahmen des Aktienoptionsplans werden Rechte zum Bezug von auf den Inhaber lautenden Stammaktien der Gesellschaft ("Bezugsrechte") an Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft und verbundener Unternehmen, die im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft gemäß §§ 15 ff. AktG stehen und ihrerseits nicht börsennotiert sind ("Nordex-Gruppe"), an Mitglieder von Geschäftsführungen von Unternehmen der Nordex-Gruppe sowie an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben. Insgesamt werden für alle Bezugsberechtigten zusammen während der Laufzeit des Aktienoptionsplans bis zum 31. Dezember 2012 maximal 1.500.000 Bezugsrechte ("Gesamtvolumen") ausgegeben. Die Bezugsrechte sind auf die einzelnen Gruppen der Bezugsberechtigten wie folgt aufzuteilen:

  • (a) für Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft und von Unternehmen der Nordex-Gruppe im In- und im Ausland, die nicht einem Geschäftsführungsorgan der Gesellschaft oder der Unternehmen der Nordex-Gruppe angehören, bis zu 550.000 Bezugsrechte,
  • (b) für Mitglieder von Geschäftsführungen von Unternehmen der Nordex-Gruppe im In- und im Ausland, die nicht Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sind, bis zu 100.000 Bezugsrechte und
  • (c) für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft bis zu 850.000 Bezugsrechte.

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  • der Nordex-Gruppe 36 Geschäftsentwicklung
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  • 40 Investitionen
  • 40 Forschung und Entwicklung
  • 43 Qualitätsmanagement 44 Mitarbeiter und
  • Vergütungssystem
  • 45 Kostensenkungen
  • 46 Prognosebericht
  • 47 Risiko- und Chancenbericht

52 Angaben nach § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB

  • 57 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
  • 57 Corporate Governance
  • 61 Führungspraktiken

Der genaue Kreis der Berechtigten innerhalb der vorstehend unter lit. (a) und (b) bezeichneten Gruppen und der Umfang der ihnen jeweils anzubietenden Bezugsrechte werden durch den Vorstand der Gesellschaft festgelegt, der sich hierbei an der individuellen Leistung der Berechtigten und deren Leistungsvermögen orientieren soll. Die Berechtigten unter den Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft sowie den Umfang der diesen jeweils anzubietenden Bezugsrechte bestimmt der Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen, wobei dieses Ermessen neben der individuellen Leistung der Berechtigten und deren Leistungsvermögen insbesondere den Zweck der Bindung solcher Vorstandsmitglieder an die Gesellschaft berücksichtigen soll, die nicht anderweitig durch Leistungen Dritter im Hinblick auf ihre Vorstandstätigkeit an der Gesellschaft direkt oder indirekt beteiligt sind.

(2) Erwerbszeiträume

Die Gewährung der Bezugsrechte ist auf vier Zeitfenster im Geschäftsjahr beschränkt ("Erwerbszeiträume"). Die Bezugsrechte dürfen zugeteilt werden binnen 21 (einundzwanzig) Tagen nach dem Tag der Bekanntgabe der Ergebnisse eines abgelaufenen Geschäftsjahres oder binnen 21 (einundzwanzig) Tagen nach dem Tag der Bekanntgabe der Ergebnisse des jeweiligen Quartals eines laufenden Geschäftsjahres, spätestens jedoch jeweils zwei Wochen vor dem Ende des dann laufenden Quartals und letztmals in dem auf den Tag der Bekanntgabe der Ergebnisse des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2012 folgenden Erwerbszeitraum. Maßgeblicher Zeitpunkt für die Bekanntgabe der Ergebnisse ist die erste Veröffentlichung der endgültigen Ergebniszahlen zum jeweiligen Quartal bzw. Geschäftsjahr.

Der Tag der Zuteilung der Bezugsrechte ("Zuteilungstag") wird durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bestimmt. Für die Zuteilung der Bezugsrechte an Mitglieder des Vorstands bestimmt dies der Aufsichtsrat allein.

(3) Laufzeit der Bezugsrechte, Wartezeit und Ausübungszeiträume

Die Bezugsrechte haben eine Laufzeit von höchstens fünf Jahren ab dem Zuteilungstag, können erstmals aber nach Ablauf einer Wartezeit ausgeübt werden. Die Wartezeit beträgt drei Jahre nach dem Zuteilungstag.

Die Ausübung der Bezugsrechte ist auf zwei Zeitfenster im Geschäftsjahr beschränkt ("Ausübungszeiträume"). Die Bezugsrechte dürfen ausgeübt werden binnen 28 (achtundzwanzig) Tagen nach dem Tag der Bekanntgabe der Ergebnisse eines abgelaufenen Geschäftsjahres oder binnen 28 (achtundzwanzig) Tagen nach dem Tag der Bekanntgabe der Ergebnisse des zweiten Quartals eines laufenden Geschäftsjahres.

Außerhalb dieser Ausübungszeiträume ist die Ausübung der Bezugsrechte unzulässig. Die Bedingungen des Aktienoptionsplans können auch eine längere Wartezeit und eine gestaffelte Ausübung der Bezugsrechte in mehreren Tranchen vorsehen.

Im Übrigen müssen die Inhaber der Bezugsrechte die Beschränkungen beachten, die sich aus den allgemeinen Rechtsvorschriften, wie z. B. dem Wertpapierhandelsgesetz (Insiderrecht), ergeben.

(4) Inhalt der Bezugsrechte, Erfolgsziele und Ausübungspreis

(a) Inhalt und Erfolgsziele

Die Bezugsrechte können innerhalb ihrer Laufzeit unter Beachtung von vorstehender Ziff. 3 nur ausgeübt werden, wenn der Aktienkurs der Stammaktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im Xetra-Handel (bzw. in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an den zehn dem Tag der Ausübung der Bezugsrechte vorangehenden Börsenhandelstagen den Basispreis um mindestens 20 % übersteigt. Die Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, solange der Bezugsberechtigte in einem ungekündigten Anstellungsverhältnis mit der Gesellschaft oder einem Unternehmen der Nordex-Gruppe steht. Für den Todesfall, den Fall der teilweisen oder vollständigen Erwerbsminderung, der Pensionierung sowie den Fall der Beendigung des Anstellungsverhältnisses nach Ablauf der Wartezeit können Sonderregelungen vorgesehen werden. Die Bezugsrechte sind nicht übertragbar.

(b) Ausübungspreis

Die Bezugsrechte werden ohne Gegenleistung gewährt. Bei Ausübung der Bezugsrechte ist für jedes ausgeübte Bezugsrecht ein Ausübungspreis zu zahlen. Der Ausübungspreis für eine Stammaktie der Gesellschaft bei Ausübung eines Bezugsrechts entspricht dem Basispreis. Basispreis ist das arithmetische Mittel der an der Frankfurter Wertpapierbörse im Xetra-Handel (bzw. in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) festgestellten Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an den letzten zehn Börsenhandelstagen vor dem jeweiligen Zuteilungstag der Bezugsrechte. § 9 Abs. 1 AktG bleibt unberührt.

(5) Erfüllung des Bezugsrechts

Bezugsrechte können auch anstatt durch die Ausgabe von neuen Stammaktien der Gesellschaft aus dem hierfür geschaffenen Bedingten Kapital II wahlweise, sofern die Voraussetzungen dafür vorliegen, durch die Übertragung eigener Aktien der Gesellschaft oder einen Barausgleich erfüllt werden.

Die Bedingungen des Aktienoptionsplans sollen so gestaltet sein, dass diese Wahlmöglichkeit für die Gesellschaft besteht. Ein eventueller Barausgleich soll dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ausübungspreis und dem Eröffnungskurs der Stammaktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im Xetra-Handel (bzw. in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) am Tag der Ausübung des Bezugsrechts entsprechen. Gegenwärtig besteht keine Verpflichtung zum Barausgleich und ein solcher ist von der Gesellschaft auch nicht beabsichtigt.

(6) Weitere Regelungen

Zur Festlegung der weiteren Optionsbedingungen, also der Einzelheiten für die Gewährung, Ausgestaltung und Erfüllung von Bezugsrechten sowie der Ausübungsbedingungen für den Kreis der Bezugsberechtigten aus den unter Ziff. 1 lit. (a) und (b) bezeichneten Gruppen sowie der Ausgabe und Ausstattung der Bezugsaktien ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt. Für die unter Ziff. 1 lit. (c) bezeichnete Gruppe der Bezugsberechtigten erfolgt die Festlegung der weiteren Optionsbedingungen durch den Aufsichtsrat. Dies gilt auch für die Bestimmung eines Verwässerungsschutzes für den Fall von Kapitalmaßnahmen der Gesellschaft. Der Verwässerungsschutz hat in Übereinstimmung mit kapitalmarktrechtlichen Gepflogenheiten zu erfolgen, sofern nicht das Gesetz selbst einen Anpassungsmechanismus vorsieht.

(7) Besteuerung

Sämtliche Steuern, die bei der Ausübung der Bezugsrechte oder bei Verkauf der Aktien an der Gesellschaft durch die Bezugsberechtigten fällig werden, tragen die Bezugsberechtigten.

(8) Berichtspflicht

Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung über jede Ausnutzung des Aktienoptionsplans und die den Bezugsberechtigten eingeräumten Bezugsrechte berichten.

Gemäß § 5 Abs. 2 der Anleihebedingungen (Schedule 1 des Subscription Agreements) zur am 31. März 2011 begebenen Anleihe (Bond) entsteht für die Anleihegläubiger ein dort genauer geregelter Rückzahlungsanspruch, falls bei der Nordex SE ein Kontrollwechsel eintritt. Nordex hat sich verpflichtet, ein solches Ereignis und den Wahl-Rückzahlungstag den Anleihegläubigern und der Hauptzahlstelle durch Mitteilung bekannt zu machen.

Ein "Kontrollwechsel" ist als eingetreten definiert, wenn eine Person oder mehrere Personen (die "relevante(n) Person(en)"), die im Sinne von § 22 Abs. 2 WpHG abgestimmt handeln, oder ein oder mehrere Dritte(r), die im Auftrag der relevanten Person(en) handeln, zu irgendeiner Zeit mittelbar oder unmittelbar (unabhängig davon, ob der Vorstand oder der Aufsichtsrat von Nordex ihre Zustimmung erteilt haben) eine solche Anzahl von Aktien von Nordex hält bzw. halten oder erworben hat bzw. haben, auf die 50 % oder mehr der Stimmrechte entfallen. Diese Klausel ist marktüblich und ihre Wirkung von den jeweiligen Transaktionen abhängig.

  • 26 Strategie
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  • 33 Geschäftsentwicklung der Nordex-Gruppe
  • 36 Geschäftsentwicklung der Konzernobergesell-
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  • Berichtsperiode 57 Corporate Governance
  • 61 Führungspraktiken

Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode

Am 17. Januar 2012 meldete Nordex den Abschluss eines Liefervertrags über 20 Anlagen der 2,5-MW-Baureihe für Bilgin Enerji. Das mit den Anlagentypen N90/2500 und N100/2500 bestückte 50-MW-Projekt Zeytineli wird im ersten Quartal 2013 in der Provinz Izmir errichtet.

Am 24. Januar gab Nordex einen Auftrag über 13 Anlagen der neuen Windenergieanlage N117/2400 vom deutschen Entwickler ABO Wind bekannt, der unmittelbar vor Vertragsabschluss steht. Nach dem kundenseitigen Abschluss der Projektfinanzierung sollen die Anlagen in zwei Parks in Mittelhessen bzw. Franken ans Netz gehen.

Der spanische Kunde Eolia Renovables hat Anfang des Jahres 2012 weitere zwölf Anlagen des Typs N90/2500 aus einem bestehenden Rahmenvertrag abgerufen. Das insgesamt 30 MW starke Projekt "Barbers" wird im Sommer 2012 errichtet.

Der Auftragseingang im Monat Januar 2012 betrug EUR 129,6 Mio. (Januar 2011: EUR 59,6 Mio.).

Für 2012 wurden die unterjährig einzuhaltenden Bestimmungen der Kreditverträge aufgrund von am 17. und am 22. Februar 2012 getroffenen Vereinbarungen mit den an der syndizierten Kreditlinie und an dem Konsortialkredit beteiligten Banken neu definiert.

Wie bereits am 4. November 2011 per Ad-hoc-Mitteilung angekündigt, hat am 1. März 2012 Herr Dr. Jürgen Zeschky die Position des Vorstandsvorsitzenden von Herrn Thomas Richterich übernommen, der seinen Vorstandsvertrag nicht nochmals um eine weitere Amtszeit verlängern wollte.

Durch die im Nachtragsbericht dargestellten Ereignisse ergeben sich keine wesentlichen zusätzlichen Effekte auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Nordex-Gruppe gegenüber den im Prognosebericht geäußerten Vorhersagen.

Corporate Governance

Erklärung zur Unternehmensführung der Nordex SE nach § 289a HGB

Corporate Governance Bericht gemäß Ziff. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Gesellschaft sind gemäß § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Die Erklärung ist den Aktionären dauerhaft zugänglich zu machen. Nordex hat die Entsprechenserklärungen der letzten Jahre im Internet veröffentlicht unter www.nordex-online.com/investor-relations.

Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 161 AktG

Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) in seiner Fassung vom 26. Mai 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Nordex SE im Geschäftsjahr 2011 mit nachfolgend aufgeführten Abweichungen entsprochen. Auch in Zukunft will die Gesellschaft entsprechend verfahren, es sei denn, es sind zum jeweiligen Abschnitt beabsichtigte Änderungen mitgeteilt.

2.3.3 Briefwahl

Obgleich die Satzung der Nordex SE in § 20 inzwischen die grundsätzliche Möglichkeit zur Durchführung der Briefwahl vorsieht, wird die Gesellschaft im Jahr 2012 von der Empfehlung des DCGK abweichen, eine Briefwahl bei der Hauptversammlung zuzulassen. Vorstand und Aufsichtsrat haben dies nach eingehender Beratung beschlossen, weil sie der Auffassung sind, dass die persönliche Teilnahme an der Hauptversammlung, insbesondere die offene Aussprache im Aktionärskreis, ein wichtiges Element der Hauptversammlung darstellt. Darüber hinaus sind Vorstand und Aufsichtsrat der Auffassung, dass die Kosten eines Verfahrens zur Briefwahl dessen Nutzen bei Weitem übersteigen, denn die Gesellschaft bietet den Aktionären bereits die Möglichkeit, einen von

der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter mit der Ausübung des Stimmrechts zu beauftragen. Somit haben die Aktionäre bereits jetzt die Möglichkeit, ihre Stimme auch vor dem Tag der Hauptversammlung abzugeben.

Die Entscheidung zur Briefwahl wird für die nächste Hauptversammlung neu beraten.

2.3.4. Übertragung der Hauptversammlung

Nordex bietet bislang keine Übertragung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmittel (z. B. Internet) an und weicht von dieser Anregung ab. Aus rechtlichen Gründen wäre die Übertragung der Redebeiträge auf die Organe der Gesellschaft (Vorstand, Aufsichtsrat, Versammlungsleiter) beschränkt und schlösse die eigentliche Debatte sowie derzeit die Abstimmung noch aus. Ein Zugang zu den vorgenannten Reden kann aus Sicht der Gesellschaft über andere Kommunikationskanäle kostengünstiger und einfacher erfolgen. Bislang liegen der Gesellschaft keine Hinweise darauf vor, dass sich die Mehrheit der Aktionäre für eine Online-Übertragung der Redebeiträge der Verwaltung ausspreche.

3.8 D&O-Versicherung

Nordex verzichtet auch im Geschäftsjahr 2011 auf einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder. Nordex ist der Überzeugung, dass die Aufsichtsräte alles tun, um Schaden von der Gesellschaft abzuwenden. Die Verantwortung und die Motivation, in diese Richtung zu wirken, werden nicht durch einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung gefördert. Zudem hat ein möglicher angemessener Selbstbehalt auch auf die Versicherungsprämie keine Auswirkungen.

Durch das am 5. August 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) wurde das Aktiengesetz in § 93 Abs. 2 um Satz 3 ergänzt. Die Neuregelung sieht einen Mindestselbstbehalt für Vorstände zwingend vor. Dieser gesetzlichen Verpflichtung ist Nordex bei und im Rahmen der Verlängerung der bestehenden D&O-Versicherung, wie gesetzlich vorgeschrieben, mit Wirkung ab dem 1. Juli 2010 nachgekommen. Für Aufsichtsräte ist aus den oben angegebenen Gründen weiterhin kein Selbstbehalt vorgesehen.

5.1.2 und 5.4.1 Feste Altersgrenzen für Vorstand und Aufsichtsrat

Entgegen der Empfehlungen in Ziff. 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 einerseits und in Ziff. 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 DCGK andererseits gibt es bei der Nordex SE keine festen Altersgrenzen für die Mitgliedschaft in Vorstand und Aufsichtsrat. Das Lebensalter allein sagt nichts über die Leistungsfähigkeit eines aktuellen oder potenziellen Organmitglieds aus. Daher hält die Nordex SE starre Altersgrenzen, die zudem die Flexibilität bei Personalentscheidungen und die Zahl möglicher Kandidatinnen und Kandidaten einschränken, nicht für sinnvoll.

5.1.2 und 5.4.1 Anstreben einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen; Benennung von konkreten Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat entspricht insoweit nicht der Empfehlung in Ziff. 5.1.2, als er sich bei der Besetzung des Vorstands ausschließlich von der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen leiten lässt und dem Geschlecht in diesem Zusammenhang keine prioritäre Entscheidungsrelevanz zuweist. Abgewichen wurde auch von Ziff. 5.4.1 des DCGK. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die vorgeschlagene Zusammensetzung der Mitglieder des Aufsichtsrats für die derzeitige Situation der Gesellschaft sinnvoll und angemessen ist. Eine weitergehende Benennung von konkreten Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats wird nicht für sinnvoll gehalten und daher hier eine ausdrückliche Abweichung vom DCGK erklärt. Der Aufsichtsrat hat sich bei seinen Wahlvorschlägen, den gesetzlichen Vorgaben entsprechend, ausschließlich an den Interessen und Bedürfnissen der Nordex SE und der individuellen Qualifikation der Kandidaten leiten lassen. Eine Berichterstattung über die Zielsetzungen bei der Umsetzung der Diversity im Corporate Governance Bericht erübrigt sich daher.

Frühere, nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen der Nordex SE finden Sie unter www.nordex-online.com/ de/investor-relations/corporate-governance.html. @

  • 26 Strategie
  • 28 Wirtschaftliches Umfeld und politische
  • Rahmenbedingungen 33 Geschäftsentwicklung
  • der Nordex-Gruppe
  • 36 Geschäftsentwicklung der Konzernobergesell schaft Nordex SE
  • 36 Ertragslage/ Ergebnissituation
  • 38 Finanz- und
  • Vermögenslage 40 Investitionen
  • 40 Forschung und Entwicklung
  • 43 Qualitätsmanagement 44 Mitarbeiter und
  • Vergütungssystem
  • 45 Kostensenkungen
  • 46 Prognosebericht
  • 47 Risiko- und Chancenbericht
  • 52 Angaben nach § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB
  • 57 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
  • 57 Corporate Governance
  • 61 Führungspraktiken

Folgende weitere nach dem Kodex für den Corporate Governance Bericht vorgesehene Angaben werden nachfolgend erstattet:

5.4.6 Aufsichtsratsvergütung

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz der ihm bei der Ausübung seiner Amtstätigkeit erwachsenden Auslagen für jedes volle Jahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 15.000. Darüber hinaus erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine variable Vergütung, die sich auf der Grundlage des Anteils des um die Steuern und das Finanzergebnis bereinigten Konzernjahresüberschusses (EBIT) am Konzernumsatz (EBIT-Marge) des jeweiligen Geschäftsjahres errechnet. Die individualisierte Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung der Gesellschaft veröffentlicht (www. nordex-online.com/de/investor-relations/veroeffentlichungen.html). Der Vorsitzende erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache des sich aus der Summe der festen und der variablen Vergütung ergebenden Betrags.

Directors' Dealings

Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG:

Datum Person
Position
Stückzahl
Aktion
ISIN
Börsenplatz
Preis pro Aktie
Gesamtvolumen
EUR
15.02.2011 Dr. rer. nat. Dieter Maier
Mitglied des Aufsichtsrats
10.000
Verkauf
DE000A0D6554
Xetra
6,1400
61.400,00
29.03.2011 Ventus Venture Fund GmbH & Co.
Beteiligungs KG
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
834.168
Erwerb im Rahmen der
Kapitalerhöhung
DE000A0D6554
außerbörslich
8,4000
7.007.011,20
29.03.2011 momentum-capital Vermögens
verwaltungsgesellschaft mbH
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
65.832
Erwerb im Rahmen der
Kapitalerhöhung
DE000A0D6554
außerbörslich
8,4000
552.988,80
15.08.2011 Ventus Venture Fund GmbH & Co.
Beteiligungs KG
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
86.960
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
4,1286
359.023,06
16.08.2011 Ventus Venture Fund GmbH & Co.
Beteiligungs KG
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
200.000
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
4,1066
821.320,00
17.08.2011 momentum-capital Vermögens
verwaltungsgesellschaft mbH
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
17.228
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
4,1402
71.327,37
Datum Person
Position
Stückzahl
Aktion
ISIN
Börsenplatz
Preis pro Aktie
Gesamtvolumen
EUR
18.08.2011 momentum-capital Vermögens
verwaltungsgesellschaft mbH
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
18.482
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
3,9549
73.094,46
18.08.2011 Ventus Venture Fund GmbH & Co.
Beteiligungs KG
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
166.518
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
3,9549
658.562,04
19.08.2011 momentum-capital Vermögens
verwaltungsgesellschaft mbH
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
7.300
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
3,8373
28.012,29
19.08.2011 Ventus Venture Fund GmbH & Co.
Beteiligungs KG
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
92.700
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
3,8373
355.717,71
22.08.2011 momentum-capital Vermögens
verwaltungsgesellschaft mbH
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
3.900
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
3,9737
15.497,43
22.08.2011 Ventus Venture Fund GmbH & Co.
Beteiligungs KG
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
49.100
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
3,9737
195.108,67
23.08.2011 momentum-capital Vermögens
verwaltungsgesellschaft mbH
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
4.750
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
3,9492
18.758,70
23.08.2011 Ventus Venture Fund GmbH & Co.
Beteiligungs KG
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
60.250
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
3,9492
237.939,30
24.08.2011 Ventus Venture Fund GmbH & Co.
Beteiligungs KG
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
29.936
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
4,0614
121.582,07
24.08.2011 momentum-capital Vermögens
verwaltungsgesellschaft mbH
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
2.350
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
4,0614
9.544,29
25.08.2011 momentum-capital Vermögens
verwaltungsgesellschaft mbH
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
2.300
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
4,0762
9.375,26
25.08.2011 Ventus Venture Fund GmbH & Co.
Beteiligungs KG
Juristische Person in enger Beziehung
zu Aufsichtsratsmitglied
29.210
Kauf
DE000A0D6554
Xetra
4,0762
119.065,80
  • 26 Strategie
  • 28 Wirtschaftliches Umfeld und politische Rahmenbedingungen
  • 33 Geschäftsentwicklung
  • der Nordex-Gruppe 36 Geschäftsentwicklung
  • der Konzernobergesell schaft Nordex SE 36 Ertragslage/
  • Ergebnissituation
  • 38 Finanz- und Vermögenslage
  • 40 Investitionen
  • 40 Forschung und Entwicklung
  • 43 Qualitätsmanagement 44 Mitarbeiter und
  • Vergütungssystem 45 Kostensenkungen
  • 46 Prognosebericht
  • 47 Risiko- und
  • Chancenbericht 52 Angaben nach § 289 Abs. 4;
  • § 315 Abs. 4 HGB 57 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
  • 57 Corporate Governance
  • 61 Führungspraktiken

Führungspraktiken

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken sowie zur Arbeitsweise von Vorstand, Aufsichtsrat und Ausschüssen

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand leitet das Unternehmen – eine strategische Holding-Gesellschaft, die auch administrative Servicefunktionen wahrnimmt – in eigener Verantwortung mit der Zielsetzung, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und die festgelegten Unternehmensziele zu erreichen. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand und arbeitet vertrauensvoll mit den übrigen Organen der Gesellschaft zusammen.

Der Vorstand legt für die gesamte Nordex-Gruppe die langfristigen Ziele sowie die Strategien fest und bestimmt die Richtlinien sowie die Grundsätze für die sich daraus ableitende Unternehmenspolitik. Er koordiniert und kontrolliert die bedeutsamen Aktivitäten. Er legt das Produktprogramm fest, entwickelt und setzt Führungskräfte ein, verteilt die Ressourcen und entscheidet über die finanzielle Steuerung und die Berichterstattung der Gruppe.

Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus dem Geschäftsverteilungsplan, der vom Aufsichtsrat beschlossen wird.

Der Vorstand entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen.

Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Sie werden durch den Vorstandsvorsitzenden einberufen. Darüber hinaus kann jedes Mitglied die Einberufung einer Sitzung verlangen. Sofern nicht Einstimmigkeit gesetzlich erforderlich ist, beschließt der Vorstand mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

Gemäß Geschäftsordnung des Vorstands obliegt dem Vorstandsvorsitzenden die Koordination aller Zuständigkeitsbereiche des Vorstands, die Berichterstattung an den Aufsichtsrat und die Repräsentation der Gesellschaft und der Gruppe gegenüber Dritten. Er hat die Verantwortung für die Bereiche Personal, Recht, Offshore, Produktlinienmanagement, Kommunikation und Unternehmensentwicklung.

Auch den drei weiteren Mitgliedern des Vorstands sind jeweils durch den Ressortverteilungsplan besondere fachliche Aufgabengebiete und Zuständigkeiten zugewiesen. So ist der Vorstand Finance verantwortlich für das Rechnungswesen, Finanzen und Controlling, Steuern, EDV sowie Risikomanagement und Interne Revision. Der Vorstand Customer verantwortet nach der neuen, im Jahr 2011 beschlossenen Ressortverteilung, neben dem Vertrieb, dem Projektmanagement und der Projektentwicklung jetzt auch den Service, um alle kundenrelevanten Funktionen unter eine direkte Führung zu stellen. Dem Vorstand Operations wurden dafür zusätzlich zu Produktion, Einkauf und dem Qualitätsmanagement die Engineering-Bereiche übertragen.

Es sind keine Ausschüsse des Vorstands eingerichtet.

Aufsichtsrat: Führungs- und Kontrollarbeit

Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Vorstand zu überwachen und ihn zu beraten. Er besteht aus sechs Mitgliedern, die von den Aktionären auf der Hauptversammlung gewählt werden. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden; er stimmt mit dem Vorstand auch die strategische Ausrichtung der Gesellschaft ab und erörtert mit ihm regelmäßig den Stand der Umsetzung der Geschäftsstrategie.

Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit des Gremiums und leitet die Sitzungen. Im regelmäßigen Gedankenaustausch mit dem Vorstand ist der Aufsichtsrat stets über die Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung und die Strategie informiert. Der Aufsichtsrat stimmt dem Budget zu und billigt die Jahresabschlüsse der Nordex SE und der Nordex-Gruppe sowie den zusammengefassten Lagebericht unter Berücksichtigung der Berichte des Abschlussprüfers.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Es bestehen derzeit folgende Ausschüsse des Aufsichtsrats: Präsidium, Prüfungsausschuss sowie Strategie- und Technikausschuss.

Präsidium:

Diesem Ausschuss des Aufsichtsrats gehören drei Mitglieder an, den Vorsitz des Ausschusses hat Herr Uwe Lüders inne. Das Präsidium übernimmt die Funktion eines ständigen Personalausschusses. Außerdem ist das Präsidium zuständig für dringliche Beschlussfassungen über Angelegenheiten, die aktienrechtlich, satzungsgemäß oder entsprechend der Geschäftsordnung für den Vorstand dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, soweit nicht aufgrund gesetzlicher Regelung zwingend eine Beschlussfassung des Aufsichtsrats erforderlich ist. Außerdem übernimmt das Präsidium die Aufgaben des Nominierungsausschusses und schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vor.

Prüfungsausschuss:

Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Der im Berichtsjahr amtierende Vorsitzende des Prüfungsausschusses Herr Martin Rey sowie das Mitglied Herr Uwe Lüders erfüllen beide die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung, die bei einem Mitglied des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses vorliegen müssen. Der Prüfungsausschuss ist zuständig für Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten sowie für die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer. Ferner zeichnet er verantwortlich für Fragen zu Controlling und Contracting, insbesondere auch für dringliche Beschlussfassungen über Angelegenheiten, die aktienrechtlich, satzungsgemäß oder entsprechend der Geschäftsordnung für den Vorstand dem bedingten Zustimmungsvorbehalt des Aufsichtsrats unterliegen. Darüber hinaus obliegt dem Prüfungsausschuss die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems inklusive der Überwachung der Compliance, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems.

Strategie- und Technikausschuss:

Diesem Ausschuss des Aufsichtsrats gehören unter dem Vorsitz von Herr Jan Klatten die Herren Dr. Wolfgang Ziebart und Dr. Dieter G. Maier als Mitglieder an. Der Ausschuss ist zuständig für technische und strategische Fragestellungen.

Corporate Compliance

Im Berichtsjahr wurde die Corporate-Compliance-Organisation bei Nordex weiter ausgebaut. Auf Vorschlag des fachbereichsübergreifenden Compliance-Teams hat der Vorstand im Jahr 2011 einen weltweit gültigen Verhaltenskodex (Code of Conduct) mit fünf Kernprinzipien für die gesamte Nordex-Gruppe erlassen und plant seine schrittweise Einführung. Im Dezember 2011 wurde der Kodex den Führungskräften persönlich und allgemein auf einer Intranetseite vorgestellt. Über laufende Aktivitäten und Entwicklungen informiert das Team die Mitarbeiter der Nordex-Gesellschaften regelmäßig mit Online-Kommunikation und Schulungen.

Ausführliche Berichterstattung

Um größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, unterrichtet Nordex die Aktionäre sowie Finanzanalysten, Aktionärsvereinigungen, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen. Damit entspricht die Berichterstattung des Unternehmens den im Kodex definierten Regelungen: Nordex informiert seine Aktionäre vier Mal pro Jahr über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie über dessen Risiken.

  • 26 Strategie
  • 28 Wirtschaftliches Umfeld und politische Rahmenbedingungen
  • 33 Geschäftsentwicklung der Nordex-Gruppe
  • 36 Geschäftsentwicklung
  • der Konzernobergesell schaft Nordex SE 36 Ertragslage/
  • Ergebnissituation
  • 38 Finanz- und Vermögenslage
  • 40 Investitionen
  • 40 Forschung und Entwicklung
  • 43 Qualitätsmanagement 44 Mitarbeiter und
  • Vergütungssystem 45 Kostensenkungen
  • 46 Prognosebericht
  • 47 Risiko- und Chancenbericht
  • 52 Angaben nach § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB
  • 57 Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode
  • 57 Corporate Governance
  • 61 Führungspraktiken

Gemäß der gesetzlichen Verpflichtung versichern die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, dass nach bestem Wissen der Jahresabschluss, der Kon zernabschluss und der zusammengefasste Lage bericht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermitteln.

Der Jahresabschluss der Nordex SE, der Konzernabschluss für die Nordex-Gruppe und der zusammengefasste Lagebericht werden innerhalb von drei Monaten nach Ende des jeweiligen Geschäftsjahres veröffentlicht. Während des Geschäftsjahres werden Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht sowie im ersten und im dritten Quartal durch Quartalsfinanzberichte unterrichtet.

Darüber hinaus veröffentlicht Nordex Informationen in Presse- und Analystenkonferenzen. Als stets aktuelle Veröffentlichungsplattform nutzt Nordex insbesondere

das Internet. Auf der Internetseite der Gruppe werden die Termine der wesentlichen Veröffentlichungen und Veranstaltungen wie des Geschäftsberichts, der quartalsweise veröffentlichten Zwischenberichte oder der Hauptversammlung bekannt gemacht.

Informationen zu wichtigen neuen Umständen stellt Nordex unverzüglich der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Neben der regelmäßigen Berichterstattung wird in Ad-hoc-Mitteilungen über nicht öffentlich bekannte Umstände informiert, die geeignet sind, im Falle ihres Bekanntwerdens den Börsenpreis der Nordex-Aktie erheblich zu beeinflussen.

Nordex SE Rostock, den 23. März 2012

Dr. J. Zeschky L. Krogsgaard B. Schäferbarthold Dr. M. Sielemann Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand Vorstand

Konzernabschluss

Konzernbilanz

zum 31. Dezember 2011

Aktiva Anhang 31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
Flüssige Mittel (1) 211.977 141.050
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen (2) 260.078 269.495
Vorräte (3) 227.422 278.996
Forderungen aus Ertragsteuern 276 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (4) 22.744 12.066
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte (5) 37.719 42.367
Kurzfristige Aktiva 760.216 743.974
Sachanlagen (6) 133.915 132.126
Geschäfts- oder Firmenwert (7) 11.648 9.960
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen (8) 62.140 48.636
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (9) 5.532 7.125
Finanzanlagen (10) 5.289 5.706
Anteile an assoziierten Unternehmen (11) 7.263 5.539
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (12) 2.250 1.015
Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte (13) 4 9
Latente Steueransprüche (14) 40.730 32.891
Langfristige Aktiva 268.771 243.007
Aktiva 1.028.987 986.981
  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
  • 72 Konzernanhang 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen
  • Vermögenswerte 118 Aufstellung des
  • Anteilsbesitzes 126 Versicherung der
  • gesetzlichen Vertreter 127 Bestätigungsvermerk
Passiva Anhang 31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (15) 76.239 30.309
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (16) 109.744 177.672
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (17) 4.315 4.188
Sonstige kurzfristige Rückstellungen (18) 54.064 54.762
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (19) 174.962 16.211
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (20) 174.123 193.608
Kurzfristige Passiva 593.447 476.750
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (21) 0 86.423
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (22) 862 758
Sonstige langfristige Rückstellungen (18) 21.941 25.005
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (23) 14.762 14.329
Sonstige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (24) 4.634 270
Latente Steuerschulden (14) 16.788 12.611
Langfristige Passiva 58.987 139.396
Gezeichnetes Kapital 73.529 66.845
Kapitalrücklage 204.798 158.080
Andere Gewinnrücklagen 0 30.997
Cash Flow Hedge (Zinsswap) 0 –502
Sonstige Eigenkapitalbestandteile –10.530 –10.530
Fremdwährungsausgleichsposten 3.247 4.332
Konzernergebnisvortrag 103.318 97.974
Konzernergebnis 0 20.875
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 374.362 368.071
Minderheitsgesellschafter 2.191 2.764
Eigenkapital (25) 376.553 370.835
Passiva 1.028.987 986.981

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011

Anhang 01.01.– 01.01.–
31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Umsatzerlöse (27) 920.787 972.044
Bestandsveränderungen und andere
aktivierte Eigenleistungen (28) 6.226 35.850
Gesamtleistung 927.013 1.007.894
Sonstige betriebliche Erträge (29) 23.789 24.438
Materialaufwand (30) –692.545 –748.178
Personalaufwand (31) –147.415 –119.399
Abschreibungen (32) –27.771 –22.530
Sonstige betriebliche Aufwendungen (33) –112.805 –102.138
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) (38) –29.734 40.087
Erträge aus Beteiligungen 24 2.035
Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung –1.193 –61
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
auf Wertpapiere des Umlaufvermögens –390 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.812 719
Zinsen und ähnliche Aufwendungen –18.467 –10.005
Finanzergebnis (34) –18.214 –7.312
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit –47.948 32.775
Ertragsteuern (35) –1.517 –11.597
Konzernverlust/-gewinn –49.465 21.178
Davon entfallen auf:
Gesellschafter des Mutterunternehmens –48.453 20.875
Minderheitsgesellschafter (36) –1.012 303
Ergebnis je Aktie (in EUR) (37)
Unverwässert* –0,67 0,31
Verwässert* –0,67 0,31

*Auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 71,913 Millionen Aktien (2010: 66,845 Millionen Aktien).

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011

01.01.– 01.01.–
31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
Konzernverlust/-gewinn –49.465 21.178
Sonstiges Ergebnis
Unterschied aus der Währungsumrechnung –842 2.987
Zinsswapgeschäfte 717 –307
Latente Steuern –215 92
Konzerngesamtergebnis –49.805 23.950
Davon entfallen auf:
Gesellschafter des Mutterunternehmens –48.897 23.359
Minderheitsgesellschafter –908 591
  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung

70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

  • 72 Konzernanhang 116 Entwicklung der Sachanlagen und
  • der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

Konzern-Kapitalflussrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011

01.01.– 01.01.–
31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
Laufende Geschäftstätigkeit
Konzernverlust/-gewinn –49.465 21.178
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 28.161 22.530
= Konzernverlust/-gewinn zzgl. Abschreibungen –21.304 43.708
+/– Ab-/Zunahme der Vorräte 51.574 –31.640
+/– Ab-/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen 9.417 –82.259
–/+ Ab-/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –71.408 91.933
Abnahme der erhaltenen Anzahlungen – passiv –3.823 –12.052
= Auszahlung aus der Veränderung des Working Capital –14.240 –34.018
–/+ Zu-/Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions
oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind –14.634 1.880
+ Zunahme der Pensionsrückstellungen 104 208
–/+ Ab-/Zunahme der Sonstigen Rückstellungen –3.762 4.618
Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions
oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind –179 –2.023
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 4.066 1.776
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge –1.812 –719
+ erhaltene Zinsen 1.588 553
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.467 10.005
gezahlte Zinsen –11.333 –8.181
+ Ertragsteuern 1.517 11.597
gezahlte Steuern –952 –5.274
Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge –794 –3.781
= Aus-/Einzahlungen aus der restlichen laufenden Geschäftstätigkeit –7.724 10.659
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit –43.268 20.349
Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Sachanlagevermögens/immateriellen Anlagevermögens 854 15.364
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen/
immaterielle Anlagevermögen –48.933 –79.472
+ Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 1.281 419
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen –3.520 –2.562
+ Einzahlungen aus Investitionsfördermitteln 4.468 7.498
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit –45.850 –58.753
Finanzierungstätigkeit
+ Einzahlungen aufgrund von Kapitalerhöhungen 53.270 0
+ Aufnahme Bankkredite 13.805 20.465
Rückzahlung Bankkredite –56.316 –4.122
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen 147.412 0
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 158.171 16.343
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 69.053 –22.061
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 141.050 159.886
+ Finanzmittelbestand aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises 25 50
+ Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands 1.849 3.175
= Finanzmittelbestand am Ende der Periode*
(Flüssige Mittel gemäß Konzernbilanz) 211.977 141.050

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Andere
Gewinn
rücklagen
Cash Flow
Hedge
(Zinsswap)
Sonstige
Eigenkapital
bestandteile
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01.01.2011 66.845 158.080 30.997 –502 –10.530
Kapitalerhöhung
Einzahlungen aus Kapitalerhöhung 6.684 49.465 0 0 0
Kosten der Kapitalerhöhung 0 –2.879 0 0 0
Ertragsteuern 0 864 0 0 0
Bilanzierung des Mitarbeiter
aktienoptionsprogramms
0 1.054 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 502 0
Konzernverlust 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis
Unterschied aus der Währungs
umrechnung
0 0 0 0 0
Zinsswapgeschäfte 0 0 0 717 0
Latente Steuern 0 0 0 –215 0
Gewinnverwendung und Einstellung
Konzernergebnis in den Konzern
ergebnisvortrag 0 –1.786 –30.997 0 0
Stand 31.12.2011 73.529 204.798 0 0 –10.530
Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Andere
Gewinn
rücklagen
Cash Flow
Hedge
(Zinsswap)
Sonstige
Eigenkapital
bestandteile
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01.01.2010 66.845 158.687 31.136 –287 –10.530
Einstellung Konzernergebnis
Geschäftsjahr 2009 in den Konzern
ergebnisvortrag
0 0 0 0 0
Umgliederungen 0 0 –139 0 0
Bilanzierung des Mitarbeiter
aktienoptionsprogramms
0 –607 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 –215 0
Konzerngewinn 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis
Unterschied aus der Währungs
umrechnung
0 0 0 0 0
Zinsswapgeschäfte 0 0 0 –307 0
Latente Steuern 0 0 0 92 0
Ausschüttung 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2010 66.845 158.080 30.997 –502 –10.530
  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
  • 72 Konzernanhang 116 Entwicklung der Sachanlagen und
  • der immateriellen Vermögenswerte 118 Aufstellung des
  • Anteilsbesitzes 126 Versicherung der
  • gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk
Fremd Konzern Konzern Den Gesellschaftern Minderheits Summe
währungs ergebnis ergebnis des Mutterunterneh gesellschafter Eigenkapital
ausgleichs vortrag mens zurechenbarer
posten Anteil am Eigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
4.332 97.974 20.875 368.071 2.764 370.835
0 0 0 56.149 335 56.484
0 0 0 –2.879 0 –2.879
0 0 0 864 0 864
0 0 0 1.054 0 1.054
–946 0 –48.453 –48.897 –908 –49.805
0 0 –48.453 –48.453 –1.012 –49.465
–946 0 0 –946 104 –842
0 0 0 717 0 717
0 0 0 –215 0 –215
–139 5.344 27.578 0 0 0
3.247 103.318 0 374.362 2.191 376.553
Fremd Konzern Konzern Den Gesellschaftern Minderheits Summe
währungs ergebnis ergebnis des Mutterunterneh gesellschafter Eigenkapital
ausgleichs vortrag mens zurechenbarer
posten Anteil am Eigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1.494 103.034 –5.060 345.319 2.510 347.829
0 –5.060 5.060 0 0 0
139 0 0 0 0 0
0 0 0 –607 0 –607
2.699 0 20.875 23.359 591 23.950
0 0 20.875 20.875 303 21.178
2.699 0 0 2.699 288 2.987
0 0 0 –307 0 –307
0 0 0 92 0 92
0 0 0 0 –337 –337
4.332 97.974 20.875 368.071 2.764 370.835

Konzernanhang

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011

Grundlegende Informationen

Die Nordex SE, eine börsennotierte Europäische Aktiengesellschaft, und ihre Tochtergesellschaften im In- und im Ausland entwickeln, fertigen und vertreiben Windenergieanlagen, insbesondere Großanlagen im Megawatt-Bereich. Die Nordex SE hat ihren Sitz in Rostock, Deutschland, die Hauptverwaltung befindet sich in 22419 Hamburg, Langenhorner Chaussee 600, Deutschland.

Die Aktien der Nordex SE sind im Teilbereich des geregelten Handels mit weiteren Zulassungspflichten (TecDAX) der Deutschen Börse zugelassen. Das Nominalkapital beträgt zum 31. Dezember 2011 EUR 73.529.499 (2010: EUR 66.845.000) und teilt sich auf in 73.529.499 (2010: 66.845.000) nennwertlose Stückaktien zu einem rechnerischen Anteil von je EUR 1.

Der Konzernabschluss der Nordex SE für das Geschäftsjahr 2011 wurde am 7. März 2012 durch Beschluss des Vorstands mit Übermittlung an den Aufsichtsrat freigegeben.

Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungsund Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

Grundlagen der Abschlusserstellung

Der Konzernabschluss der Nordex SE und ihrer Tochtergesellschaften wurde gemäß § 315a HGB in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Dabei wurden alle für das Geschäftsjahr 2011 verbindlichen International Financial Reporting Standards und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) angewandt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips, ergänzt um die Fair-Value-Bewertung der als Available for Sale klassifizierten finanziellen Vermögenswerte und der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden (einschließlich derivativer Finanzinstrumente). Der Konzernabschluss wird in TEUR aufgestellt.

Die Aufstellung von im Einklang mit den IFRS stehenden Konzernabschlüssen erfordert Schätzungen. Des Weiteren macht die Anwendung der unternehmensweiten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Wertungen des Managements erforderlich. Bereiche mit größeren Beurteilungsspielräumen oder höherer Komplexität sowie Bereiche, in denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, sind im Abschnitt "Verwendung von Schätzungen und wesentlichen Ermessensentscheidungen" aufgeführt.

Für das Geschäftsjahr 2011 wendet die Nordex SE – wie im Vorjahr – das Gliederungsprinzip der Bilanz nach kurzfristigen und langfristigen Vermögenswerten und Schulden gemäß IAS 1 an.

89

Bei der Nordex SE und allen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr.

Im Übrigen entsprechen die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden den im Vorjahr angewandten Methoden.

Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards

Folgende neue und geänderte Standards finden für das Jahr 2011 erstmals Anwendung:

• IFRS 1, Erstmalige Anwendung der IFRS – Einführung einer begrenzten Befreiung bei der erstmaligen Anwendung von den Vergleichsangaben nach IFRS 7.

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 127 Bestätigungsvermerk

  • IAS 24, Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen – Überarbeitung der Definition von nahestehenden Unternehmen und Personen sowie abgabenpflichtiger Geschäfte.

  • IAS 32, Finanzinstrumente: Darstellung Änderung der Einstufung von Bezugsrechten, die eine feste Anzahl eigener Anteile in einer anderen Währung als seiner funktionalen Währung gewähren, als Eigenkapitalinstrumente.

Aus der Anwendung der neuen und der geänderten Standards ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Rahmen des Improvementprozesses 2010 wurden folgende Standards und Interpretationen angepasst:

  • IFRS 1, Erstmalige Anwendung der IFRS
  • IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse
  • IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben
  • IAS 1, Darstellung des Abschlusses
  • IFRIC 13, Kundenbindungsprogramme

Die Anpassungen wurden im Konzernabschluss berücksichtigt, haben aber zu keinen wesentlichen Änderungen geführt.

Folgende neue Interpretationen finden für das Jahr 2011 erstmals Anwendung:

  • IFRIC 19, Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente – Klarstellung der Behandlung von Eigenkapitalinstrumenten, die als Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten ausgegeben werden.
  • IFRIC 14, Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen – Klarstellung der Behandlung von Versorgungsplänen, die eine Mindestdotierungsverpflichtung vorsehen, auf die ein Unternehmen Beitragsvorauszahlungen leistet.

Aus der Anwendung der neuen Interpretationen ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Folgende Änderungen zu veröffentlichten Standards sind für das Jahr 2012 verpflichtend anzuwenden:

• IFRS 1, Erstmalige Anwendung der IFRS – Einführung einer Ausnahme hinsichtlich der rückwirkenden Anwendung aller IFRS nach einer schwerwiegenden Hochinflation.

  • IFRS 1, Erstmalige Anwendung der IFRS Aufhebung der rückwirkenden Anwendung der Ausbuchungsregeln für finanzielle Vermögenswerte und Schulden des IAS 39 sowie Einführung eines Wahlrechts auf die rückwirkende Berechnung von Bewertungsdifferenzen beim erstmaligen Ansatz bestimmter finanzieller Vermögenswerte und Schulden zu verzichten.
  • IAS 12, Ertragsteuern: Latente Steuern Einführung einer Ausnahmevorschrift, wonach für zum Zeitwert bewertete als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien die Steuerlatenzen unter der Annahme eines Verkaufs der Immobilie zu ermitteln sind.

Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung wurde kein Gebrauch gemacht. Die Auswirkungen der geänderten Standards werden im Detail untersucht.

Folgende Standards sind für das Jahr 2013 und Folgejahre verpflichtend anzuwenden:

  • IAS 1, Darstellung des Abschlusses Gesonderter Ausweis der Posten des sonstigen Ergebnisses nach in den Folgejahren im Gewinn oder im Verlust zu erfassenden Posten und den Posten, die nicht "recycled" werden.
  • IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben Ausweitung der Angabepflichten beim Transfer von finanziellen Vermögenswerten, die zum Ausbuchen des ursprünglich erfassten finanziellen Vermögenswertes führt.
  • IFRS 9, Finanzinstrumente Einführung neuer Regelungen zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten.
  • IFRS 10, Konzernabschlüsse Einführung eines einheitlichen auf Beherrschung abgestellten Konsolidierungsmodells.
  • IFRS 11, Gemeinschaftliche Vereinbarung Einführung neuer Kriterien zur Klassifizierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen.
  • IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen – Erweiterung der Angabepflichten zu Beteiligungsunternehmen.
  • IFRS 13, Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Festlegung einheitlicher Bewertungsmaßstäbe für die Bewertung zum "beizulegenden Zeitwert".
  • IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer Änderung der Regelungen zur Erfassung und Bewertung des Aufwands für leistungsorientierte Pensionspläne

und von Leistungen aus Anlass der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses sowie eine Ausweitung der Angabepflichten.

  • IAS 27, Einzelabschlüsse Reduzierung des Anwendungsbereichs des Standards auf Einzelabschlüsse infolge der Einführung des IFRS 10, Konzernabschlüsse.
  • IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen – Ausweitung des Anwendungsbereichs des Standards auf Gemeinschaftsunternehmen und Abschaffung der Möglichkeit der Quotenkonsolidierung.
  • IAS 32, Finanzinstrumente, Darstellung und IFRS 7, Finanzinstrumente, Angaben – Überarbeitung der Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten und Einführung zusätzlicher Anhangangaben.

Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung wurde kein Gebrauch gemacht. Die Auswirkungen der neuen und der geänderten Standards und Interpretationen werden im Detail untersucht.

Konsolidierung

Tochterunternehmen

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (inklusive Zweckgesellschaften), bei denen Nordex die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), zu dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem die Kontrolle endet.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

Als Goodwill wird der Wert angesetzt, der sich ergibt aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher zuvor gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum, der über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen liegt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Konzerninterne Transaktionen, Salden sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden eliminiert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Wenn der Konzern entweder die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegen-

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

den Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst.

Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, eines Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswertes ermittelte beizulegende Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte.

Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.

Wenn sich die Beteiligungsquote an einem assoziierten Unternehmen verringert hat, dies jedoch ein assoziiertes Unternehmen bleibt, so wird nur der anteilige Betrag der zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne bzw. Verluste in den Gewinn oder den Verlust umgegliedert.

Der Konsolidierungskreis umfasst folgende Gesellschaften:

Name Kapital-/Stimm Kapital-/Stimm
rechtsanteil rechtsanteil
31.12.2011 31.12.2010
% %
Nordex SE, Rostock (Konzernobergesellschaft)
Nordex Energy GmbH, Hamburg 100,0 100,0
Nordex Grundstücksverwaltung GmbH, Hamburg 100,0 100,0
Nordex Windpark Beteiligung GmbH, Hamburg 100,0 100,0
NPV Dritte Windpark GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0 100,0
Nordex Offshore GmbH, Hamburg 100,0 100,0
Nordex Advanced Development GmbH, Bad Doberan 80,0
Nordex Energy B.V., Rotterdam/Niederlande 100,0 100,0
Nordex Energy Ibérica S.A., Barcelona/Spanien 100,0 100,0
Nordex UK Ltd., Didsbury/Vereinigtes Königreich 100,0 100,0
Nordex Energy Ireland Ltd., Dublin/Irland 100,0 100,0
Nordex France S.A.S., La Plaine Saint-Denis/Frankreich 100,0 100,0
Nordex Italia Srl., Rom/Italien 100,0 100,0
Nordex Hellas Monoprosopi EPE, Kifissia/Griechenland 100,0 100,0
Nordex Sverige AB, Uppsala/Schweden 100,0 100,0
Nordex Polska Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,0 100,0
Nordex Enerji A.S., Istanbul/Türkei 100,0 100,0
Nordex USA Inc., Chicago/USA 100,0 100,0
Nordex USA Management LLC, Chicago/USA 100,0
Beebe Wind LLC, Chicago/USA 100,0
Republic Wind LLC, Chicago/USA 100,0
Way Wind LLC, Chicago/USA 100,0
Flat Rock Wind LLC, Chicago/USA 100,0
Big Berry Wind Farm LLC, Chicago/USA 100,0
Green Hills Wind LLC, Chicago/USA 100,0
Nordex Singapore Equipment Private Ltd., Singapur/Singapur 100,0 100,0
Nordex Singapore Service Private Ltd., Singapur/Singapur 100,0 100,0
Nordex (Beijing) Wind Power Engineering & Technology Co. Ltd., Peking/VR China 100,0 100,0
Nordex (Dongying) Wind Power Equipment Manufacturing Co. Ltd.,
Dongying/VR China
100,0 100,0
Nordex (Yinchuan) Wind Power Equipment Manufacturing Co. Ltd.,
Ningxia/VR China
60,0 60,0

Im Berichtszeitraum wurden folgende Unternehmen erstmals in den Konzernabschluss der Nordex SE einbezogen:

Name Zeitpunkt des Erwerbs/
der Gründung
Nordex Advanced Development
GmbH, Bad Doberan*
Erwerb 14.04.2011
Nordex USA Management LLC,
Chicago/USA**
Gründung 12.04.2011
Beebe Wind LLC, Chicago/USA** Gründung 08.12.2010
Way Wind LLC, Chicago/USA** Gründung 08.12.2010
Flat Rock Wind LLC,
Chicago/USA**
Gründung 08.12.2010
Big Berry Wind Farm LLC,
Chicago/USA**
Gründung 08.12.2010
Green Hills Wind LLC,
Chicago/USA**
Gründung 08.12.2010
Republic Wind LLC,
Chicago/USA**
Gründung 23.06.2010

* Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den 1. Mai 2011.

** Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den 1. Dezember 2011.

Die Gesellschaften waren zuvor nicht operativ tätig.

Am 14. April 2011 wurden 80 % der Anteile an der Nordex Advanced Development GmbH erworben, die einen wesentlichen Teil eines Unternehmens für Beratungs- und Berechnungsdienstleistungen im Bereich der Windenergie zu einem Kaufpreis von TEUR 3.480 übernommen hat. Die folgende Übersicht stellt zusammenfassend den für den Unternehmenserwerb gezahlten Kaufpreis sowie die Werte der identifizierten Vermögenswerte und angenommenen Schulden dar, die am Erwerbsdatum übernommen wurden:

Name Zeitpunkt der
Erstkonsoli
dierung
TEUR
Kaufpreis 3.480
Beträge der erworbenen identifizierbaren
Vermögenswerte und Schulden
Flüssige Mittel 2.017
Sonstige Vermögenswerte 1.817
Immaterielle Vermögenswerte/Sachanlagen 308
Verbindlichkeiten –2.345
Nettovermögen 1.797
Nicht beherrschende Anteile –5
Goodwill 1.688
3.480

Folgendes Unternehmen wurde im Geschäftsjahr entkonsolidiert:

Name Zeitpunkt der
Entkonsolidie
rung
Nordex (Baoding) Wind Power Co. Ltd.,
Baoding/VR China 31.05.2011

Zwischen der Nordex SE und den konsolidierten inländischen Tochtergesellschaften bestehen mit Ausnahme der Nordex Offshore GmbH und der Nordex Advanced Development GmbH steuerrechtlich wirksame Ergebnisabführungsverträge. Mit den inländischen Tochtergesellschaften bestehen sowohl körperschaftsteuerliche, gewerbesteuerliche als auch umsatzsteuerliche Organschaften mit der Nordex SE. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2011 ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen zwischen den einbezogenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.254.411 (2010: TEUR 1.132.153) gegeneinander aufgerechnet.

Konzerninterne Transaktionen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert. Im Zuge der Aufwandsund Ertragskonsolidierung wurden die aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr und aus internen Umlagen stammenden Aufwendungen und Erträge sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen in Höhe von TEUR 365.062 (2010: TEUR 442.691) eliminiert.

Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Kontrolle besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen).

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
  • 72 Konzernanhang
  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen
  • Vermögenswerte 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, der Anteil an Veränderungen der Rücklagen in den Konzernrücklagen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen – inklusive anderer ungesicherter Forderungen – entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.

Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden – sofern notwendig – geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten. Verwässerungsgewinne und -verluste, die aus Anteilen an assoziierten Unternehmen resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

Währungsumrechnung

Funktionale Währung und Berichtswährung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung). Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der funktionalen Währung und der Berichtswährung der Nordex SE.

Transaktionen und Salden

Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinnund-Verlust-Rechnung erfasst.

Fremdwährungsgewinne und -verluste, die aus der Umrechnung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und anderer finanzieller Vermögenswerte sowie Finanzschulden resultieren, werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" bzw. den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" ausgewiesen.

Konzernunternehmen

Die Vermögenswerte und Schulden aller Konzernunternehmen, die eine vom Euro abweichende funktionale Währung haben, werden für jeden Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Erträge und Aufwendungen aller Konzernunternehmen mit einer abweichenden funktionalen Währung werden für jede Gewinn-und-Verlust-Rechnung zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet (es sei denn, die Verwendung des Durchschnittskurses führt nicht zu einer angemessenen Annäherung an die kumulativen Effekte, die sich bei Umrechnung zu den in den Transaktionszeitpunkten geltenden Kursen ergeben hätten; in diesem Fall werden Erträge und Aufwendungen zu ihren Transaktionskursen umgerechnet).

Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten innerhalb der sonstigen Rücklagen im Eigenkapital erfasst (Fremdwährungsausgleichsposten).

Eine Aufstellung der für den Konzern wichtigsten Wechselkurse, bezogen auf den Euro, ist nachfolgend dargestellt:

Wechselkurse
EUR 1,00
entspricht
Durchschnittskurse
für das Geschäfts
jahr
Stichtagskurse
zum 31.12.
2011 2010 2011 2010
USD 1,3982 1,3182 1,2944 1,3390
GBP 0,8712 0,8555 0,8370 0,8620
CNY 9,0223 8,9103 8,2200 8,8235
SEK 9,0104 9,4823 8,9250 8,9800
TRY 2,3517 1,9980 2,4430 2,0700
PLN 4,1271 4,0002 4,4530 3,9625

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel beinhalten Kassenbestände und kurzfristige Bankeinlagen mit Restlaufzeiten von bis zu drei Monaten. In der Bilanz werden ausgenutzte Kontokorrentkredite als "Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" gezeigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind fällige Beträge aus im gewöhnlichen Geschäftsverkehr verkauften Gütern oder aufgebrachten Leistungen. Wenn die voraussichtliche Kollektion in einem Jahr oder weniger (oder innerhalb des normalen Geschäftszyklus, wenn dieser länger ist) erwartet wird, werden die Forderungen als kurzfristig klassifiziert. Andernfalls werden sie als langfristige Forderungen bilanziert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als Ausleihungen und Forderungen klassifiziert. Sie werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Abzug von Wertminderungen bewertet, die auf Basis individueller Risikoeinschätzung ermittelt werden.

Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind fällige Beträge aus erbrachten Leistungen im Rahmen von kundenspezifischen Fertigungsaufträgen, die nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) unter Abzug von erwarteten Verlusten erfasst werden. Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden als Ausleihungen und Forderungen klassifiziert.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode angewendet. Die Herstellungskosten umfassen Vollkosten, die auf der Grundlage einer Normalbeschäftigung ermittelt werden. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Produktionskosten die Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungs bedingter Abschreibungen und Altersversorgungsaufwendungen. Darüber hinaus sind fertigungsbezogene Verwaltungsgemeinkosten in die Herstellungskosten eingeflossen. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Bau von Windenergieanlagen und deren Komponenten sowie den Vorleistungen für Projektentwicklung, Rechte und Infrastruktur zugeordnet werden können, werden in die Herstellungskosten mit einbezogen.

Bestandsrisiken im Zusammenhang mit einer geminderten Verwertbarkeit wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Ist der Nettoveräußerungswert der Vorräte zum Abschlussstichtag niedriger als deren Buchwert, werden die Vorräte auf den Nettoveräußerungswert abgeschrieben. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert angestiegen ist, wird die daraus resultierende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwands oder als Bestandserhöhung erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte Klassifizierung

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (At Fair Value through Profit or Loss), Ausleihungen und Forderungen (Loans and Receivables) und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for Sale). Auf die Kategorie bis zur Endfälligkeit gehaltene Vermögenswerte (Held to Maturity) wird mangels Relevanz für den Konzern nicht weiter eingegangen.

Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

• Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte sind finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden. Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern sie nicht als Hedges qualifiziert sind. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, sofern ihre Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt, ansonsten als langfristig.

• Ausleihungen und Forderungen

Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit ihre Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Andernfalls werden sie als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Die Ausleihungen und Forderungen des Konzerns werden

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in der Bilanz unter "Flüssige Mittel", "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen" sowie unter "Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte" bzw. "Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesen.

• Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern, und der Vermögenswert in diesem Zeitraum nicht fällig wird.

Ansatz und Bewertung

Reguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. zum Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet. Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte, die dieser Kategorie angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt; zugehörige Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Vermögenswerte der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet.

Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" werden in der Periode ihres Entstehens in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter "Sonstige betriebliche Er träge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" werden grundsätzlich in der Periode ihres Entstehens direkt im Eigenkapital erfasst, mit Ausnahme von Zinserträgen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode sowie Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen aus monetären Wertpapieren, die erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Dividenden auf zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente sind mit der Entstehung des Rechtsanspruchs des Konzerns auf Zahlung erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen. Werden Wertpapiere, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden, verkauft oder unterliegen sie einer Wertminderung, so sind die zuvor im Eigenkapital erfassten kumulierten Wertänderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung auszuweisen. Soweit Wertpapiere als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden, aber kein aktiver Markt vorliegt und der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden die Wertpapiere zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen bilanziert.

Ausleihungen und Forderungen werden in der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, z. B. aufgrund von Erweiterungs- oder Ersatzinvestitionen, werden nur dann als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Vermögenswerts oder – sofern einschlägig – als separater Vermögenswert erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig ermittelt werden können.

Für die Anschaffung von Anlagevermögen gewährte Investitionszuschüsse und -zulagen werden in Übereinstimmung mit IAS 20.24 als Minderung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten behandelt.

Aufwendungen für Reparaturen und Wartungen, die keine wesentliche Ersatzinvestition darstellen, werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, in dem sie angefallen sind.

Abschreibungen werden nach der voraussicht lichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte linear vorgenommen, wobei die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über die erwartete Nutzungsdauer der Ver mögenswerte wie folgt auf den Restbuchwert abgeschrieben werden:

Nutzungs
dauer
Abschrei
bungssatz
Grundstücke und Bauten
(Abschreibung nur auf
Bauten)
10–33 Jahre 3 %–10 %
Technische Anlagen
und Maschinen
3–16 Jahre 6,25 %–33,33 %
Betriebs- und Geschäfts
ausstattung
2–18 Jahre 5,56 %–50 %

Die Restbuchwerte und die wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für Wertminderungsaufwendungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprüng lichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig.

Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwill, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.

Der Goodwill wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf Zahlungsmittel generierende Einheiten (Cash Generating Units – CGUs) aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen CGUs bzw. Gruppen von CGUs gemäß den identifizierten Geschäftssegmenten, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Goodwill entstand, Nutzen ziehen.

Aktivierte Entwicklungsaufwendungen

Entwicklungsaufwendungen werden aktiviert, wenn der Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, damit dieser zur internen Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung steht, sowie die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegt werden.

Die Herstellungskosten für diese Vermögenswerte umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie die produktionsbezogenen Gemeinkosten und Finanzierungskosten. Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen werden linear über den Zeitraum abgeschrieben, über den Umsätze aus dem jeweiligen Projekt erwartet werden, längstens aber über fünf Jahre.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Bei Fortfall der Gründe für Wertminderungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten werden erworbene Lizenzen und Software sowie ähnliche Rechte ausgewiesen.

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Die Vermögenswerte werden zu ihren historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst. Die Vermögenswerte, die bestimmte Nutzungsdauern haben, werden zu ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer, längstens aber bis zum Erlöschen des Rechts, wobei folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt werden:

Nutzungs
dauer
Abschrei
bungssatz
Lizenzen, Software und
ähnliche Rechte
2–5 Jahre 20 %–50 %

Laufende und latente Steuern

Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der Steuervorschriften der Länder, in denen die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften tätig sind und zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, berechnet, die am Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden.

Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten (Tax Base) und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt (sogenannte Verbindlichkeitenmethode) und damit künftig zu einem höheren (passive latente Steuern) oder niedrigeren (aktive l atente Steuern) zu versteuernden Einkommen führen (temporäre Bewertungsdifferenzen). Wenn im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach.

Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.

Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann. Die latenten Steuerforderungen umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten künftigen Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren gewährleistet ist.

Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Klassifizierung

• Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten

Diese Kategorie umfasst ausschließlich negative beizulegende Zeitwerte aus Derivaten, die nicht im Hedge Accounting sind. Sämtliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von finanziellen Verbindlichkeiten dieser Kategorie werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

• Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Die Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" umfasst alle nicht derivativen und nicht in der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden auf Basis der Effektivzinsmethode ermittelt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben wurden. Die Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger (oder innerhalb des normalen Geschäftszyklus, wenn dieser länger ist) fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Schulden bilanziert.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Finanzschulden

Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, es wahrscheinlich (more likely than not) ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird, und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden konnte. Die Bewertung erfolgte auf der Grundlage gewissenhafter Schätzungen, dabei werden alle erkennbaren Risiken in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt.

Wenn eine Vielzahl gleichartiger Verpflichtungen besteht, wie im Fall von Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen, wird die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung auf Basis der Gruppe dieser Verpflichtungen ermittelt.

Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Ausgaben bewertet, wobei ein Vorsteuerzinssatz zugrunde gelegt wird, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken berücksichtigt. Aus der reinen Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellungen werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Zinsaufwendungen erfasst.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Konzern hat sowohl leistungsorientierte als auch beitragsorientierte Pensionspläne.

Ein beitragsorientierter Plan ist ein Pensionsplan, unter dem der Konzern fixe Beiträge an eine nicht zum Konzern gehörende Gesellschaft (Fonds) entrichtet. Bei beitragsorientierten Plänen leistet der Konzern aufgrund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung oder freiwillig Beiträge an öffentliche oder private Pensionsversicherungspläne. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst. Geleistete Vorauszahlungen von Beiträgen werden in dem Umfang als Vermögenswerte angesetzt, in dem ein Recht auf eine Rückzahlung oder eine Minderung künftiger Zahlungen besteht.

Im Gegensatz hierzu legen leistungsorientierte Pläne einen Betrag an Pensionsleistungen fest, den ein Mitarbeiter bei Renteneintritt erhalten wird und der von einem oder mehreren Faktoren wie Alter, Dienstzeit und Gehalt abhängig ist. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation – DBO) am Bilanzstichtag, angepasst um nicht entsprechend erfolgswirksam erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden.

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  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen
  • Vermögenswerte 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
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Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten auf. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf er fahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden gemäß der Korridormethode amortisiert. Sie werden nicht berücksichtigt, soweit sie 10 % des Verpflichtungsumfangs nicht übersteigen. Der den Korridor übersteigende Betrag wird über die durchschnittliche Restdienstzeit der aktiven Belegschaft ergebniswirksam verteilt und bilanziell erfasst.

Eigenkapital

Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Kosten, die direkt der Ausgabe von neuen Aktien oder Optionen zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital netto nach Steuern als Abzug von den Emissionserlösen bilanziert.

Aktienoptionsplan

Die Nordex SE gewährt ausgewählten Personen, die Führungskräfte und Mitarbeiter der Nordex SE oder eines im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen, im Mehrheitsbesitz der Nordex SE stehenden und seinerseits nicht börsennotierten Unternehmens sind, sowie Mitgliedern der Geschäftsführungen von Unternehmen der Nordex-Gruppe und Mitgliedern des Vorstands der Nordex SE unentgeltlich das Recht zum Erwerb von Aktien der Nordex SE. Der Nordex SE steht dabei das Recht zu, anstelle der Lieferung von Aktien einen Barausgleich zu leisten. Da gegenwärtig keine Verpflichtung zum Barausgleich besteht und dies auch nicht beabsichtigt ist, werden die Aktienoptionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert.

Die Dienstleistungen der Mitarbeiter, für welche im Austausch die Optionen gewährt wurden, werden als Aufwand erfasst. Der Aufwand wird ermittelt mit Bezug auf den beizulegenden Zeitwert der gewährten Optionen inklusive marktabhängiger Planbedingungen und exklusive nicht marktabhängiger Plankonditionen sowie sogenannter Nicht-Ausübungsbedingungen. Letztere werden in der Annahme der zu erwartenden Anzahl von ausübbaren Optionen mit berücksichtigt. Die Gesamtsumme des Aufwands wird über den Erdienungszeitraum zeitratierlich erfasst.

Das Unternehmen überprüft während der Erdienensperiode am Ende jeder Berichtsperiode die erwartete Anzahl an Optionen, die voraussichtlich ausübbar werden. Abweichungen von den bisherigen Schätzungen werden angepasst und in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Eine entsprechende Anpassung findet dann im Eigenkapital statt.

Derivative Finanzinstrumente und Hedging

Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden beizulegenden Zeitwert. Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten ist davon abhängig, ob das derivative Finanzinstrument als Sicherungsinstrument designiert wurde, und von der Art des abgesicherten Postens.

Zinsswap

Der Konzern hat einen Zinsswap zur Sicherung variabler zukünftiger Zinszahlungen designiert (Cash Flow Hedge). Der Konzern hat das Zinsänderungsrisiko aus der variablen Verzinsung eines Schuldscheindarlehens mit ein-, drei- und fünfjährigen Laufzeittranchen durch den Abschluss eines Zinsswapgeschäfts vollständig kompensiert, in dem die variablen Zinszahlungen gegen feste Zinszahlungen getauscht worden sind. Der Konzern dokumentiert die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien sowie die Sicherungsbeziehungen zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument am Beginn der Absicherung. Die Absicherung der zukünftigen variablen Zinszahlungen wird als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Während der Laufzeit des Zinsswapgeschäfts wird die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments zudem quartalsweise beurteilt. Soweit die Sicherungsbeziehung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument als hochwirksam einzustufen ist, wird der effektive Teil von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten, die als Cash Flow Hedge für eine Absicherung von Zahlungsströmen bestimmt sind, im sonstigen Gesamtergebnis erfasst. Der ineffektive Teil derartiger Wertänderungen wird dagegen direkt ergebniswirksam je nach Sachverhalt entsprechend in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Im sonstigen Gesamtergebnis abgegrenzte Beträge werden in der Periode in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht und als Ertrag bzw. Aufwand

erfasst, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird.

Im Rahmen der Rückzahlung des Schuldscheindarlehens wurde der Zinsswap aufgelöst und der bis dahin im sonstigen Gesamtergebnis kumulierte Gewinn bzw. Verlust erfolgswirksam in der Gewinnund-Verlust-Rechnung erfasst.

Devisentermingeschäfte

Die im Konzern abgeschlossenen Devisentermingeschäfte werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte bilanziert und als kurzfristige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Gewinne oder Verluste aus Devisentermingeschäften werden in der Periode ihres Entstehens in der Gewinnund-Verlust-Rechnung unter "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an dem Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasingverhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet wurden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Leasingverträge, bei denen der Konzern die wesentlichen Risiken und den Nutzen aus dem Eigentum an dem Leasingobjekt trägt, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit unter den langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, sodass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Die Nettoleasingverpflichtung wird unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, sodass sich eine konstante Verzinsung

über die Laufzeit des Leasingvertrags ergibt. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingvertrags.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden, soweit sie dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts direkt zugeordnet werden können, als Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts, ansonsten als Aufwand in der Periode, in der sie angefallen sind, erfasst.

Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn der Bau oder die Herstellung des Vermögenswerts normalerweise länger als ein Jahr dauert.

Ertragsrealisierung Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer, Retouren, Rabatte und Preisnachlässe sowie nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse umfassen die Erträge aus der kundenbezogenen Fertigung und der Veräußerung von Windenergieanlagen sowie Erlöse aus Dienstleistungsverträgen.

Bei kundenbezogener Fertigung werden die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode, dem Leistungsfortschritt, gemessen an dem Verhältnis der angefallenen zu den geplanten Kosten, erfasst, wenn a) ein rechtsverbindlicher Kaufvertrag vorliegt,

  • b) alle notwendigen Baugenehmigungen vorliegen,
  • c) der Netzanschluss bzw. ein Netzanschlussvertrag vorhanden ist,
  • d) die Finanzierung seitens des Kunden gesichert ist sowie
  • e) die vereinbarte Anzahlung vom Kunden geleistet worden ist.

Dabei wird eine anteilige Gewinnrealisierung entsprechend dem Fertigstellungsgrad vorgenommen, wenn eine Ermittlung des Fertigungsgrads, der Gesamtkosten und der Gesamterlöse der jeweiligen Aufträge zuverlässig möglich ist. Die Auftragskosten umfassen

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

dabei dem Auftrag direkt zurechenbare Kosten sowie Fertigungsgemeinkosten.

Wenn Umstände eintreten, die die ursprünglichen Schätzungen von Erlösen, Kosten oder Fertigstellungsgrad verändern, werden diese Schätzungen angepasst. Diese Anpassungen können zu einem Anstieg oder einer Abnahme von geschätzten Erlösen oder Kosten führen und werden im Einkommen der Periode gezeigt, in der das Management von diesen Umständen Kenntnis erlangt hat.

Die Erlöse aus Dienstleistungsverträgen werden realisiert, soweit die Dienstleistung erbracht ist.

Zinserträge

Zinserträge werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.

Finanzrisikomanagement

Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements

Das operative Geschäft sowie die Finanzierungstransaktionen der Nordex-Gruppe als international tätiger Unternehmensgruppe unterliegen Finanzrisiken. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden sowohl derivative als auch nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Die derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungselemente genutzt und nicht für spekulative Zwecke eingesetzt. Der Abschluss dieser Geschäfte erfolgt grundsätzlich zentral bei der Nordex SE als Konzernobergesellschaft.

Alle Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten unterliegen einer strengen Überwachung, die insbesondere durch strikte Funktionstrennung, Abwicklung und Kontrolle gewährleistet ist. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Bestimmte Transaktionen bedürfen zudem der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag der aktuellen Risikopositionen informiert wird. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Treasury-Abteilung.

Geschäftspartner von Nordex bei Kontrakten über derivative Finanzinstrumente sind ausschließlich inund ausländische Banken mit überdurchschnittlicher Bonität. Durch diese Kontrahentenanforderung werden Ausfallrisiken der Zahlungsverpflichtungen von Vertragspartnern minimiert.

Marktrisiko

Fremdwährungsrisiko

Aus der internationalen Ausrichtung des Konzerns resultiert, dass das operative Geschäft Wechselkursschwankungen unterliegt. Die wesentlichen Risiken bestehen vor allem zwischen dem Euro (EUR) und dem US-Dollar (USD), dem britischen Pfund (GBP) und dem chinesischen Renminbi Yuan (CNY). Fremdwährungsrisiken entstehen aus erwarteten zukünftigen Transaktionen und sowie bilanzierten Vermögenswerten und Schulden. Zur Absicherung der Transaktionsfremdwährungsrisiken werden ausschließlich Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Die Risikomanagementpolitik des Konzerns sieht eine Absicherung vertraglich gesicherter zukünftiger Transaktionen sowie bestehender Vermögenswerte und Schulden vor. Zum 31. Dezember 2011 waren dies im Wesentlichen Devisentermingeschäfte in US-Dollar. Die fiktiven Rückzahlungsbeträge ausstehender Devisenterminkontrakte belaufen sich insbesondere aufgrund des erhöhten Geschäftsvolumens in den USA zum 31. Dezember 2011 auf TEUR 187.254 (2010: TEUR 116.205). Die Nordex-Gruppe war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Transaktionswährungsrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Zur Darstellung von Marktrisiken wird eine Währungssensitivitätsanalyse erstellt, die die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis und das Eigenkapital zeigen. Währungsrisiken entstehen durch Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die Nordex-Gruppe Finanzinstrumente eingeht.

Wäre am 31. Dezember 2011 der Kurs des US-Dollar zum Euro um 10 % gestiegen, wären durch die Veränderung der originären monetären Finanzinstrumente (flüssige Mittel, Forderungen aus Fertigungsaufträgen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Bankverbindlichkeiten) die Nachsteuergewinne, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären, für das Gesamtjahr um EUR 0,8 Mio. höher (2010: um EUR 0,5 Mio. niedriger) ausgefallen, und bei einer Abwertung des US-Dollar um 10 % wäre das Nachsteuerergebnis um EUR 0,7 Mio. niedriger (2010: um EUR 0,4 Mio. höher) ausgefallen. Bei einer Aufwertung bzw. Abwertung des US-Dollar um 10 % hätte sich das Nachsteuerergebnis aus der Bewertung der zu Sicherungszwecken abgeschlossen Devisentermingeschäfte um EUR 21,4 Mio. (2010: EUR 12,2 Mio.) vermindert bzw. um EUR 17,5 Mio. (2010: EUR 10,0 Mio.) erhöht.

Wäre am 31. Dezember 2011 der Kurs des britischen Pfund zum Euro um 10 % gestiegen, wären durch die Veränderung der originären monetären Finanzinstrumente (flüssige Mittel, Forderungen aus Fertigungsaufträgen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Bankverbindlichkeiten) die Nachsteuergewinne, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären, für das Gesamtjahr um EUR 0,2 Mio. höher (2010: um EUR 2,5 Mio. niedriger) ausgefallen, und bei einer Abwertung des britischen Pfund um 10 % wäre das Nachsteuerergebnis um EUR 0,2 Mio. niedriger (2010: um EUR 2,1 Mio. höher) ausgefallen.

Wäre am 31. Dezember 2011 der Kurs des Renminbi Yuan zum Euro um 10 % gestiegen, wären durch die Veränderung der originären monetären Finanzinstrumente (flüssige Mittel, Forderungen aus Fertigungsaufträgen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Bankverbindlichkeiten) die Nachsteuergewinne, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären, für das Gesamtjahr um EUR 1,6 Mio. höher (2010: um EUR 0,9 Mio. höher) ausgefallen, und bei einer Abwertung des Renminbi Yuan um 10 % wäre das Nachsteuerergebnis um EUR 1,3 Mio. niedriger (2010: um EUR 0,7 Mio. niedriger) ausgefallen.

Zinsänderungsrisiko

Die Nordex SE hat keine wesentlichen variabel verzinslichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen. Der im Zusammenhang mit einem variabel verzinslichen Schuldscheindarlehen aufgenommene Zinsswap wurde im Jahr 2011 aufgelöst. Im Vorjahr wurde das Zinsänderungsrisiko, das aus dem Abschluss eines Schuldscheindarlehens mit ein-, drei- und fünfjährigen Laufzeittranchen mit variabler Verzinsung resultierte, durch den Abschluss eines Zinsswapgeschäfts vollständig kompensiert, in dem die variablen Zinszahlungen gegen feste Zinszahlungen getauscht wurden. Bei den Teilauszahlungen des zur Finanzierung der Werkserweiterungen in Rostock abgeschlossenen Investitionskredits wurden die Zinssätze für die ersten drei Jahre fixiert. Das Nominalvolumen des Zinsswaps belief sich zum 31. Dezember 2010 auf TEUR 42.000. Bezogen auf das Vorjahr, wäre durch eine Veränderung aller relevanten Zinssätze um 100 Basispunkte das Eigenkapital nach Berücksichtigung von Steuern um TEUR 566 höher bzw. TEUR 582 niedriger ausgefallen. Durch eine Erhöhung der Zinssätze um 100 Basispunkte wäre das Ergebnis nach Steuern um TEUR 940 niedriger, bei einer Verminderung der Zinssätze um 100 Basispunkte um TEUR 992 höher.

Kreditrisiko

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Alle wesentlichen Neukunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Ausfallrisiken bzw. dem Risiko, dass Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, wird grundsätzlich im Vorfeld der Auftragsannahme durch ein standardisiertes Genehmigungsverfahren begegnet. Insbesondere erfolgt die Auftragsannahme grundsätzlich nur dann, wenn die Projektfinanzierung durch Kreditinstitute sichergestellt und/oder durch eine Bankgarantie bzw. eine Konzernbürgschaft unterlegt ist. Darüber hinaus sehen die Verträge vor, dass laufende Anzahlungen entsprechend dem jeweiligen Projektfortschritt zu leisten sind. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, sodass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist.

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
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  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen
  • Vermögenswerte 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

Das maximale Ausfallrisiko ist auf den ausgewiesenen Buchwert begrenzt. Im Konzern bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken. Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind ferner über Bürgschaften in Höhe von EUR 1.533,4 Mio. oder Eigentumsvorbehalte in Höhe von EUR 91,7 Mio. teilweise besichert.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels eines Liquiditätsplanungs programms. Dieses berücksichtigt die Ein- und Auszahlungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Laufzeiten der Finanzinvestitionen und der finanziellen Vermögenswerte sowie erwartete Zahlungsströme aus der Geschäftstätigkeit.

Das Ziel des Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen laufenden Ein- und Auszahlungen herzustellen. Nordex setzt teilweise länderübergreifend Cash-Pooling-Techniken zum effektiven Liquiditätsmanagement der Gruppe ein. Gegebenenfalls verbleibende kurzfristige Liquiditätsspitzen werden durch die kurzfristige Geldanlage oder durch die Ausnutzung von Kreditlinien ausgeglichen.

Grundsätzlich finanziert sich die Nordex-Gruppe über Projektanzahlungen von Kunden. Die Anzahlungen werden bei sämtlichen Projekten nach Projektfortschritt analog den vertraglich vereinbarten Zahlungsplänen abgerechnet.

Die externe Finanzierung des Konzerns basiert im Wesentlichen auf den nachfolgend beschriebenen Fremdkapitalinstrumenten.

Multi-Currency-Kreditlinie

Die Nordex-Gruppe verfügt über eine am 7. Mai 2008 unterzeichnete syndizierte Multi-Currency-Kreditlinie in Höhe von TEUR 500.000. TEUR 425.000 stehen hiervon zur Absicherung bestehender und zukünftiger Avalverpflichtungen zur Verfügung. TEUR 75.000 können zur Finanzierung von Working Capital als Barziehung, aber auch für die Ausstellung von Avalen genutzt werden. Zum 31. Dezember 2011 verfügt der Konzern über nicht in Anspruch genommene Avallinien in Höhe von TEUR 208.553 (2010: TEUR 248.704) und freie Barlinien in Höhe von TEUR 52.683 (2010: TEUR 52.683).

Die syndizierte Kreditlinie wird durch die von der Gruppe gehaltenen Patente, Gebrauchsmuster und Marken gesichert. Kreditnehmer und Bürgen sind die Nordex SE sowie weitere wesentliche Nordex Konzerngesellschaften. Die Verzinsung wird bei Inanspruchnahme der Kreditlinie tagesgenau auf Euribor- bzw. Libor-Basis fixiert.

Schuldscheindarlehen

Das im Jahr 2009 platzierte Schuldscheindarlehen wurde mit Mitteln aus der Anleihe im laufenden Geschäftsjahr 2011 vorzeitig refinanziert.

Konsortialdarlehen

Es besteht ein im November 2009 abgeschlossenes Konsortialdarlehen über TEUR 75.000. Aufgrund der verringerten Investitionstätigkeit wurde das Darlehen auf TEUR 50.000 im Geschäftsjahr 2011 angepasst. Dieses Investitionsdarlehen wurde mit Mitteln des KfW-Sonderprogramms "Große Unternehmen" refinanziert. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2017 und ist zweckgebunden für die Erweiterungsinvestition der Rotorblatt- und Gondelproduktion am Standort Rostock. Darlehensnehmer ist hierbei die Nordex SE in gesamtschuldnerischer Haftung mit der Nordex Energy GmbH als Bürge. Zum 31. Dezember 2011 waren aus dieser Finanzierung TEUR 46.566 in Anspruch genommen. Eine erste planmäßige Tilgung erfolgte am 30. Dezember 2011 in Höhe von TEUR 2.100. Das Darlehen wird jeweils zum Quartalsende in Höhe von TEUR 2.100 getilgt. Als Sicherheit dient eine Gesamtgrundschuld, welche im Grundbuch der Stadt Rostock eingetragen ist. Zusätzlich wird das Darlehen durch eine Raumsicherung im Wege der Sicherungsübereignung der auf den Grundstücken befindlichen Maschinen und Geräte besichert.

Unternehmensanleihe

Am 12. April 2011 hat die Nordex SE erfolgreich ihre erste Anleihe in Höhe von TEUR 150.000 platziert (ISIN: XS0601426538). Diese Debüttransaktion im Kreditkapitalmarkt ist ausgestattet mit einem Festsatzkupon von 6,375 % und mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Der Kupon ist jährlich am 12. April zur Auszahlung fällig. Der vollständige Börsenprospekt ist öffentlich unter www.nordex-online.com/de/ investor-relations/anleihen.html im Internet abrufbar. @

Covenants

Für alle bestehenden Kreditlinien/Darlehen bestanden im Jahr 2011 einheitliche und abgestimmte Non-Financial und Financial Covenants wie Leverage, Interest Cover und Equity Ratio, deren Einhaltung quartalsweise an die jeweiligen Banken zu berichten war. Für 2012 wurden die unterjährig einzuhaltenden Bestimmungen der Kreditverträge aufgrund von am 17. und am 22. Februar 2012 getroffenen Vereinbarungen mit den an der syndizierten Kreditlinie und an dem Konsortialkredit beteiligten Banken neu definiert. Die in den ersten drei Quartalen 2012 einzuhaltenden Covenants umfassen neben der Equity Ratio auch Auftragseingang und EBITDA. Im vierten Quartal 2012 gelten wieder die für 2011 vereinbarten Covenants mit erhöhten Wertobergrenzen. Eine Kündigung der bestehenden Finanzierungen seitens der Kreditinstitute ist nur aus außerordentlichen Gründen möglich, hierzu gehört die Verletzung der Financial Covenants.

Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2011 weisen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns einschließlich zukünftig anfallender Zinsen nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf:

Geschäftsjahr zum Bis zu 3 bis 12 1 Jahr bis Über Summe
31.12.2011 3 Monate Monate 5 Jahre 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Kurzfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 68.884 14.657 0 0 83.541
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 107.231 2.498 0 15 109.744
Derivate 5.087 0 0 0 5.087
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten 169.557 9.883 41.352 11.660 232.452
Geschäftsjahr zum Bis zu 3 bis 12 1 Jahr bis Über Summe
31.12.2010 3 Monate Monate 5 Jahre 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Kurzfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 6.360 29.245 0 0 35.605
Langfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 0 0 82.890 12.616 95.506
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 177.551 106 15 0 177.672
Derivate 172 907 0 0 1.079
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten 12.168 15.208 732 0 28.108
  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen
  • Vermögenswerte 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ist die Unternehmensanleihe mit TEUR 154.647 enthalten. Die Unternehmensanleihe ist im April 2016 zur Rückzahlung fällig, wurde jedoch als kurzfristig ausgewiesen, da die Nordex SE zum Bilanzstichtag mit den Banken in Kreditverträgen vereinbarte Finanzkennzahlen nicht eingehalten hatte. Dies wurde durch Vereinbarungen mit den finanzierenden Banken am 17. und am 22. Februar 2012 behoben.

Kapitalrisikomanagement

Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2011 TEUR 376.553 (2010: TEUR 370.835). Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts und die Sicherung der Liquidität sowie der Kreditwürdigkeit des Konzerns sind die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements. Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe des eingesetzten Working Capital. Das Working Capital umfasst die Summe aus Vorräten, Forderungen aus Fertigungsaufträgen und aus Lieferungen und Leistungen abzüglich erhaltener Anzahlungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Vorräte 227.422 278.996
Forderungen aus
Fertigungsaufträgen
182.321 201.267
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
77.757 68.228
Erhaltene Anzahlungen –122.310 –126.133
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
–109.744 –177.672
255.446 244.686
Gesamtleistung 927.013 1.007.894
Working-Capital-Quote 27,6 % 24,3 %

Verwendung von Schätzungen und wesentlichen Ermessensentscheidungen

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, betreffen die nachfolgend erläuterten Positionen.

Impairment-Test Geschäfts- oder Firmenwert

Der Konzern überprüft mindestens ein Mal jährlich zum Jahresende, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist (Impairment Only Approach). Dies erfordert eine Ermittlung des Nutzungswerts derjenigen Zahlungsmittel generierenden Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Ermittlung des Nutzungswerts muss der Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist dem Segment Europa zugeordnet. Der Ermittlung des Nutzungswerts für das Segment Europa liegen als Basis das Budget 2012 sowie zwei weitere Planjahre, abgeleitet aus der Mittelfristplanung der Gesellschaft, zugrunde. Die Erträge jenseits der Dreijahresperiode sind auf Basis einer stetigen Wachstumsrate von 1,0 % p. a. extrapoliert worden. Der Abzinsungssatz nach Steuern beträgt 7,70 % (2010: 8,56 %) und wurde basierend auf dem WACC-Ansatz (Weighted Average Cost of Capital) ermittelt. Dem Abzinsungssatz liegt ein risikoloser Zinssatz in Höhe von 2,03 % (2010: 3,73 %), eine Marktrisikoprämie von unverändert 5,0 % und ein Beta-Faktor von 1,13 (2010: 1,14) zugrunde. Der Beta-Faktor und das Verhältnis von Marktwert des Eigenkapitals zu Marktwert des Fremdkapitals wurden anhand einer segmentspezifischen Peer Group ermittelt.

Als Folge der Erstkonsolidierung der Nordex Advanced Development GmbH hat sich zum 31. Dezember 2011 der Buchwert des dem Segment Europa zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts um TEUR 1.688 auf TEUR 11.648 erhöht (2010: TEUR 9.960).

Aktivierte Entwicklungsleistungen

Der Konzern prüft mindestens ein Mal jährlich den Wertansatz der aktivierten Entwicklungsaufwendungen. Der Vorstand geht bei der Abschreibung von aktivierten Entwicklungsaufwendungen grundsätzlich von einer Nutzungsdauer von fünf Jahren aus. Darüber hinaus wird der voraussichtliche wirtschaftliche Nutzen der Entwicklung ermittelt, indem die Nutzungswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten geschätzt werden, denen die aktivierten Entwicklungsaufwendungen zugeordnet sind. Technisch überholte Entwicklungsmaßnahmen der Vergangenheit werden wertgemindert.

Der Konzern hat zum 31. Dezember 2011 Entwicklungsaufwendungen mit einem Restbuchwert in Höhe von TEUR 62.140 aktiviert (2010: TEUR 48.636).

Garantierückstellungen

Im Konzern bestehen zum Bilanzstichtag Garantierückstellungen sowie Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche, Service und Wartung in Höhe von TEUR 66.523 (2010: TEUR 71.967). Ansatz und Bewertung der Rückstellungen basieren auf Einschätzungen, die u. a. auf in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen, insbesondere hinsichtlich der zu erwartenden Kosten, beruhen. Wegen der damit verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Kosten und somit der Rückstellungsbetrag abweichen.

Latente Steuern

Die Nordex SE aktiviert latente Steuern auf Verlustvorträge als Konzernobergesellschaft. Die Ermittlung des latenten Steueranspruchs beruht auf einer Mittelfristplanung für den deutschen Teil der Nordex-Gruppe. Der Prognosezeitraum für die Wahrscheinlichkeit der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen beträgt dabei unverändert fünf Jahre. Die aktiven latenten Steuern für inländische steuerliche Verlustvorträge wurden mit einem Steuersatz von 15,83 % für Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie von 14,95 % für Gewerbesteuer ermittelt.

Die ausländischen Unternehmen der Nordex-Gruppe aktivieren latente Steuern auf Verlustvorträge unter Berücksichtigung der national gültigen Steuersätze und gegebenenfalls vorliegender zeitlicher Beschränkungen der Nutzbarkeit der Verlustvorträge. Die Ermittlung des latenten Steueranspruchs beruht auf einer Mittelfristplanung für die jeweilige Tochtergesellschaft.

Zum 31. Dezember 2011 betrugen die latenten Steuern auf Verlustvorträge TEUR 50.937 (2010: TEUR 47.728).

Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Nordex bilanziert Forderungen aus Fertigungsaufträgen nach IAS 11. Dabei stehen Auftragserlöse aus Festpreisverträgen geplanten Auftragskosten aus den Windparkprojekten gegenüber. Nordex hat für die Überwachung der Projektkosten ein dem Projektmanagement unterstelltes Projektcontrolling installiert, das neben der Startkalkulation die Mitlaufkalkulation während der Projektlaufzeit sowie die Schlusskalkulation überwacht. Umsatzerlöse und Deckungsbeiträge werden nach der Percentage-of-Completion-Methode dem Leistungsfortschritt entsprechend bis zur endgültigen Abnahme durch den Kunden erfasst.

Segmentberichterstattung Europa Asien
2011 2010 2011 2010
TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 729.151 859.602 41.512 73.919
Abschreibungen –20.288 –16.077 –1.657 –1.768
Zinserträge 984 256 237 158
Zinsaufwendungen –10.718 –6.447 –1.966 –1.228
Ertragsteuern –2.129 –9.359 1.290 –432
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT);
Segmentergebnis 11.538 82.319 –6.878 3.164
Investitionen in Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte 40.373 44.559 2.135 3.271
Liquide Mittel 15.025 32.815 13.653 9.782
  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

Segmentberichterstattung

Die Aktivitäten der Nordex-Gruppe erstrecken sich auf die Entwicklung, die Produktion, den Service und den Vertrieb von Windenergieanlagen. Neben der Entwicklung und der Produktion werden zur Unterstützung des Vertriebs Vorleistungen für die Projektentwicklung erbracht, entsprechende Rechte erworben und die Infrastruktur geschaffen, um Windenergieanlagen an geeigneten Standorten zu errichten. Bei der Nordex-Gruppe handelt es sich im Wesentlichen um ein Einproduktunternehmen.

Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger übereinstimmt. Als Hauptentscheidungsträger wurde der Vorstand der Nordex SE identifiziert. Es wurden drei berichtspflichtige Segmente identifiziert, die sich bezüglich der geografischen Märkte unterscheiden und eigenständig geführt werden. Die Nordex SE übt dabei eine reine Holding-Funktion aus und wurde von daher keinem der Segmente zugeordnet.

Die interne Berichterstattung basiert auf den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Konzernabschlusses. Die Segmentumsätze beinhalten sowohl die Umsätze mit Dritten (Außenumsätze) als auch die Umsätze der Segmente untereinander (Innenumsätze). Die Festsetzung der Preise für Lieferungen zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt unter Beachtung des Arm's-Length-Prinzips. Die Außenumsätze umfassen grundsätzlich die Umsätze nach dem Bestimmungsort der Verkäufe. Die Segmentergebnisse sind entsprechend den Außenumsätzen konsolidiert dargestellt. Nachfolgende Übersicht umfasst die nach IFRS 8.32 geforderten Angaben und liefert die Überleitung der Segmentergebnisse auf das Betriebsergebnis (EBIT) sowie des Segmentvermögens auf das Unternehmensvermögen:

Amerika Zentraleinheiten
Konsolidierung
Konzern gesamt
2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
200.646 98.545 0 0 –50.522 –60.022 920.787 972.044
–2.150 –614 –3.676 –4.071 0 0 –27.771 –22.530
2 10 11.122 5.483 –10.533 –5.188 1.812 719
–2.611 –285 –13.705 –7.233 10.533 5.188 –18.467 –10.005
–7.835 4.418 7.157 –6.224 0 0 –1.517 –11.597
–643 –5.426 –2.698 739 –31.053 –40.709 –29.734 40.087
2.172 17.990 1.447 6.154 0 0 46.127 71.974
35.484 18.178 147.815 80.275 0 0 211.977 141.050

Angaben zur Bilanz

(1) Flüssige Mittel

In diesem Bilanzposten sind nahezu ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten enthalten. Von den flüssigen Mitteln sind TEUR 341 (2010: TEUR 409) auf einem Treuhandkonto bei einer Bank eingezahlt und nur teilweise frei verfügbar.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns kurzfristig angelegt werden. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

Die flüssigen Mittel entsprechen dem Finanzmittelbestand zum Zweck der Kapitalflussrechnung.

(2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Die Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
82.539 71.489
Abzüglich Wertberichtigungen –4.782 –3.261
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (netto)
77.757 68.228
Künftige Forderungen aus
Fertigungsaufträgen
182.321 201.267
260.078 269.495

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel ein Zahlungsziel von 30 bis 90 Tagen.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

2011 2010
TEUR TEUR
Stand Wertberichtigungen
am 01.01. 3.261 6.409
Aufwandswirksame
Zuführung 2.678 712
Inanspruchnahme –204 –564
Auflösung –953 –3.296
Stand Wertberichtigungen
am 31.12. 4.782 3.261

Zum 31. Dezember 2011 stellt sich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Forderungen, die weder über
fällig noch wertberichtigt sind
29.357 30.716
Überfällige Forderungen, die
nicht einzelwertberichtigt sind,
mit einer Verzugsdauer von
weniger als 30 Tagen 17.342 12.125
30 bis 90 Tagen 11.324 4.592
91 bis 180 Tagen 9.731 7.934
181 bis 360 Tagen 3.409 3.284
361 Tagen und mehr 5.752 8.614
Summe der überfälligen,
nicht einzelwertberichtigten
Forderungen 47.558 36.549
Teilweise einzelwertberichtigte
Forderungen 842 963
77.757 68.228

Im Geschäftsjahr wurden insgesamt TEUR 456 (2010: TEUR 631) Forderungen ausgebucht, die nicht wertberichtigt waren.

Die Einzelwertberichtigung betreffen im Wesentlichen Zahlungsverzögerungen von Kunden.

Unter den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind unfertige Aufträge ausgewiesen, die nach der Percentage-of-Completion-Methode gemäß IAS 11 bilanziert werden. Der Posten setzt sich aus den bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Auftragskosten und den anteilig, entsprechend der Cost-to-Cost-Methode, realisierten Auftragsgewinnen für die jeweiligen Aufträge zusammen. Erhaltene Anzahlungen für die bilanzierten Aufträge wurden abgesetzt.

Im Rahmen der Bewertung von langfristigen Fertigungsaufträgen wurden auf künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen im Geschäftsjahr 2011 Abwertungen in Höhe von TEUR 33 (31. Dezember 2010: TEUR 1.608) vorgenommen.

  • 66 Konzernbilanz
  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen
  • Vermögenswerte 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen entwickelten wie folgt:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Aufgelaufene Auftragskosten
und anteilig realisierte
Auftragsgewinne
834.305 921.834
Abzüglich erhaltener
Anzahlungen
–651.984 –720.567
182.321 201.267

Die maximale Kreditexposition am Abschlussstichtag entspricht dem Buchwert der Forderungen.

(3) Vorräte

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 136.619 159.031
Unfertige Erzeugnisse 84.582 95.291
Fertige Erzeugnisse 0 6.270
Geleistete Anzahlungen 6.221 18.404
227.422 278.996

Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen handelt es sich im Wesentlichen um produktionsbezogenes Material und Servicematerial. Die unfertigen Erzeugnisse betreffen im Bau befindliche Windenergieanlagen und deren Komponenten sowie Vorleistungen für Projektentwicklungen, Rechte und Infrastruktur, die in Höhe von TEUR 1.590 erst nach 2012 fertiggestellt werden.

Der Buchwert der Vorräte beinhaltet Abwertungen, die sich wie folgt entwickelt haben:

2011 2010
TEUR TEUR
Stand Abwertungen
am 01.01. 16.782 20.657
Aufwandswirksame
Zuführung 0 7.287
Inanspruchnahme –9.189 –11.162
Stand Wertberichtigungen
am 31.12. 7.593 16.782

Die Inanspruchnahme der Wertberichtigung steht insbesondere im Zusammenhang mit dem Abbau von Altbeständen.

Der Buchwert der wertgeminderten Vorräte beträgt TEUR 15.507 (2010: TEUR 19.893).

(4) Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Forderungen gegen nicht kon
solidierte verbundene Unter
nehmen, Beteili gungen und
assoziierte Unternehmen 14.383 7.420
Versicherungsansprüche 2.028 535
Debitorische Kreditoren 1.568 173
Kautionen/Sicherungseinlagen 706 805
Sonstige Ausleihungen 159 134
Bonusansprüche gegen
Lieferanten 148 101
Devisentermingeschäfte 94 485
Wertberichtigungen –5 –51
Sonstige 3.663 2.464
22.744 12.066

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr mit den nicht konsolidierten Auslandstöchtern sowie deren Finanzierung. Die Restlaufzeiten liegen – wie im Vorjahr – unter einem Jahr.

Die Kautionen bzw. Sicherungseinlagen beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen im Zusammenhang mit einem geplanten Grundstückserwerb in China.

Von den Wertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr TEUR 51 (2010: TEUR 37) in Anspruch genommen und TEUR 5 (2010: TEUR 1) neu hinzugeführt.

(5) Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
Steuererstattungsansprüche 23.659 24.849
Rechnungsabgrenzungsposten 6.314 5.656
Transportgestelle 3.860 3.996
Investitionszulagen/-zuschüsse 1.652 3.824
Ansprüche gegen Lieferanten 1.098 2.536
Sonstige 1.136 1.506
37.719 42.367

Die Steuererstattungsansprüche betreffen im Wesentlichen die Vorsteuererstattungsansprüche der Nordex Enerji A.S. (TEUR 5.992), der Nordex (Beijing) Wind Power Engineering & Technology Co. Ltd. (TEUR 5.467), der Nordex SE (TEUR 2.741), der Nordex Polska Sp. z o.o. (TEUR 2.465) und der Nordex Italia Srl. (TEUR 2.037).

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Avalkosten und Versicherungen. Die Restlaufzeit beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr.

Die Investitionszulagen entfallen auf die Anschaffung von weiterem Produktivvermögen. Innerhalb des fünfjährigen Zweckbindungszeitraums, der mit Abschluss der Investitionstätigkeit beginnt, müssen die geförderten Wirtschaftsgüter in der geförderten Betriebsstätte verbleiben. Zudem sind während des Zweckbindungszeitraums rund 650 Arbeitsplätze dauerhaft im Jahresdurchschnitt zu erhalten.

Bei den Ansprüchen gegen Lieferanten in Höhe von TEUR 1.098 handelt es sich um Vorauszahlungen im Zusammenhang mit dem Bezug von Rotorblättern, deren Lieferung im folgenden Geschäftsjahr erwartet wird. Die geleisteten Zahlungen sind über lieferantenseitig erbrachte Garantien abgesichert.

Ein Wertberichtigungsbedarf besteht bei den sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerten nicht.

(6) Sachanlagen

Die aktivierten Sachanlagen einschließlich des bilanzierten Finanzierungsleasings setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Grundstücke und Bauten 67.489 67.928
Technische Anlagen und
Maschinen
38.159 26.566
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
19.888 19.913
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
8.379 17.719
133.915 132.126

Investitionszulagen für die Anschaffung von weiterem Produktivvermögen am Standort Rostock sind in Übereinstimmung mit IAS 20.24 in Höhe von TEUR 2.942 (2010: TEUR 1.056) von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt worden. Darüber hinaus wurden Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 1.021 (2010: TEUR 2.825) abgesetzt.

Zur Absicherung eines Konsortialdarlehens besteht eine erstrangige Grundschuld an einem Grundstück in Rostock in Höhe von TEUR 75.000. Zudem wurden technische Anlagen und Maschinen sowie weitere Geräte im Rahmen eines Raumsicherungskonzepts als Sicherheit übereignet.

Die Sachanlagen schließen folgende der Nordex-Gruppe im Rahmen von Finanzierungsleasing zuzurechnende Vermögenswerte mit ein:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Grundstücke und Bauten 16.842 17.838
Technische Anlagen
und Maschinen
5.253 5.628
22.095 23.466

Der Leasingvertrag läuft bis zum 25. September 2025.

Die Entwicklung der Sachanlagen wird in der Anlage "Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte" dargestellt.

116

(7) Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert hat sich in Folge der Erstkonsolidierung der Nordex Advanced Development GmbH um TEUR 1.688 auf EUR 11.648 (2010: TEUR 9.960) erhöht. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist dem Segment Europa zugeordnet.

Impairment-Test Geschäfts- oder Firmenwert

Für den Geschäfts- oder Firmenwert wird ein jährlicher Wertminderungstest (impairment only approach) zum Jahresende auf Ebene des Segments Europa durchgeführt; Wertaufholungen sind unzulässig. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr 2011 nicht vorgenommen, da der erzielbare Betrag für das Segment Europa über dem Buchwert der Vermögenswerte des Segments zuzüglich des Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts liegt.

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der
  • gesetzlichen Vertreter 127 Bestätigungsvermerk

(8) Aktivierte Entwicklungsaufwendungen

Zum Bilanzstichtag sind Entwicklungsaufwendungen nach Abzug von Abschreibungen in Höhe von TEUR 62.140 (2010: TEUR 48.636) bilanziert. Im Geschäftsjahr 2011 wurden Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 23.435 (2010: TEUR 20.719) aktiviert. Die Zugänge beinhalten Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 786 (2010: TEUR 264) zu einem Finanzierungssatz von 6,68 % (2010: 6,65 %). Weitere im Geschäftsjahr 2011 angefallene Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 19.755 (2010: TEUR 11.210) erfüllten nicht die Kriterien für eine Aktivierung und wurden erfolgswirksam erfasst.

116

116

108

Die Entwicklung der aktivierten Entwicklungsleistungen wird in der Anlage "Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte" dargestellt.

(9) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte
24.780 23.492
Kumulierte Abschreibungen –19.248 –16.367
5.532 7.125

Die Abschreibungen auf die sonstigen immateriellen Vermögenswerte betrugen im Geschäftsjahr 2011 TEUR 3.359 (2010: TEUR 3.127). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in dem Posten Abschreibungen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthalten. Es wird in diesem Zusammenhang auf die Erläuterungen unter Punkt (32) verwiesen.

Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten zum Bilanzstichtag ist die Nordex-Gruppe nicht eingegangen.

Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte wird in der Anlage "Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte" dargestellt.

(10) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Anteile an verbundenen nicht
konsolidierten Unternehmen
4.924 5.343
Beteiligungen 365 363
5.289 5.706

Die Anteile an verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen entfallen auf:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Qingdao Huawei Wind Power
Co. Ltd.
2.506 2.506
Projektgesellschaften 2.368 2.787
Nordex Windpark Verwaltung
GmbH
25 25
natcon 7 GmbH 25 25
4.924 5.343

Fünf Projektgesellschaften wurden im Jahr 2011 verkauft, fünf neu gegründet. Zudem wurden 2011 Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 390 vorgenommen.

Die Beteiligungen umfassen folgende Gesellschaften:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Vent Local S.A.S. 201 201
Komplementarselskabet
Whitewater Invest I ApS
91 91
Komplementarselskabet
Whitewater Invest VII ApS
37 37
Komplementarselskabet
Whitewater Invest VIII ApS
31 31
Parc d'Energie de Conlie
P.E.C. Sà r.l.
1 1
Société Éolienne de Roussée
Vassé S.E.R.V. Sà r.l.
1 1
Sameole Bois du Goulet 1 1
Parc Eolien des Vents de la
Thierache Sà r.l.
1
Eoliennes de la Vallée 1
365 363

Alle Anteile sind nicht börsennotiert. Eine Veräußerungsabsicht bestand zum 31. Dezember 2011 nicht.

Darüber hinaus verweisen wir auf die dem Anhang als Anlage beigefügte Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2011.

118

(11) Anteile an assoziierten Unternehmen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt:

2011
TEUR
2010
TEUR
Stand 01.01. 5.539 0
Erwerb Anteile 2.917 5.600
Anteiliger Verlust –1.193 –61
Stand 31.12. 7.263 5.539

Sie setzen sich wie folgt zusammen:

2011
TEUR
2010
TEUR
KNK Wind GmbH 6.359 5.539
Beebe Renewable Energy LLC 641 0
Way Wind LLC 58 0
Seneca Mountain Wind LLC 205 0
7.263 5.539

Die Verlustanteile des Konzerns aus den assoziierten Unternehmen, die nicht börsennotiert sind, sowie die Anteile an deren Vermögenswerten und Schulden stellen sich wie folgt dar:

Vermögen Schulden Verlust Anteil
31.12. 31.12. 01.01.–
2011 2011 31.12.
2011
TEUR TEUR TEUR %
KNK Wind GmbH 6.959 3.517 –461 38,89
Beebe Renewable
Energy LLC 1.068 0 –1.273 59,94
Way Wind LLC 218 0 –471 26,71
Seneca Mountain
Wind LLC 215 0 –130 95,50

(12) Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Sicherungsfonds 823 796
Sonstige Ausleihungen 498 0
Kautionen 91 88
Sonstige 838 131
2.250 1.015

Der Sicherungsfonds betrifft Sicherungsleistungen im Zusammenhang mit einem von der Nordex USA Inc. abgeschlossenen Leasingvertrag.

(13) Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 4 (2010: TEUR 9) beziehen sich auf Vorauszahlungen für Leasingfahrzeuge.

(14) Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden

Die aktiven und die passiven latenten Steuern entfallen auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den folgenden Bilanzpositionen und auf steuerliche Verlustvorträge wie folgt:

31.12.2011 31.12.2010
Aktive
latente
Steuern
TEUR
Passive
latente
Steuern
TEUR
Aktive
latente
Steuern
TEUR
Passive
latente
Steuern
TEUR
Immaterielle
Vermögenswerte/
Sachanlagen
4.077 19.769 0 15.652
Forderungen
aus Fertigungs
aufträgen
0 22.851 0 23.969
Sonstige Ver
mögenswerte
1.482 316 0 95
Steuerliche
Verlustvorträge
50.937 0 47.728 0
Rückstellungen 9.997 0 12.118 0
Sonstige
Vermögenswerte
und Schulden
1.880 1.495 1.044 894
Summe 68.373 44.431 60.890 40.610
Saldierung –27.643 –27.643 –27.999 –27.999
Bilanzausweis 40.730 16.788 32.891 12.611

Die aktiven latenten Steuern enthalten langfristige aktive latente Steuern in Höhe von EUR 53,1 Mio. (2010: EUR 38,4 Mio.). Bei den passiven latenten Steuern entfallen EUR 15,9 Mio. (2010: EUR 16,0 Mio.) auf den langfristigen Anteil der gebildeten passiven latenten Steuern vor Saldierung.

  • 68 Konzern-Gewinn-
  • und-Verlust-Rechnung 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

Nach derzeitiger Einschätzung des Vorstands sind bestehende körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von EUR 175 Mio. (2010: EUR 133 Mio.) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge von EUR 179 Mio. (2010: EUR 141 Mio.) bei der Nordex SE in Höhe von EUR 142 Mio. (2010: EUR 119 Mio.) bzw. EUR 156 Mio. (2010: EUR 129 Mio.) voraussichtlich nutzbar. Eine zeitliche Nutzungsbeschränkung der steuerlichen Verlustvorträge sieht der Gesetzgeber in Deutschland nicht vor.

Die Tochtergesellschaften aktivieren latente Steuern auf Verlustvorträge unter Berücksichtigung der national gültigen Steuersätze und gegebenenfalls vorliegender zeitlicher Beschränkungen der Nutzbarkeit. Die Ermittlung des latenten Steueranspruchs beruht auf einer Mittelfristplanung für die jeweilige steuerliche Einheit.

In den steuerlichen Verlustvorträgen ist ein steuerliches Anrechnungsguthaben (Tax Credit) der Nordex USA Inc. in Höhe von TEUR 10.401 (2010: TEUR 4.155) enthalten.

Bei den ausländischen Tochtergesellschaften der Nordex-Gruppe bestehen folgende Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern gebildet worden sind:

2011
TEUR
2010
TEUR
Nicht angesetzte Verlustvorträge
davon in mehr als 5 Jahren
verfallbar
33.508 23.042
davon unverfallbar 24.543 19.029
Gesamtsumme 58.051 42.071

Die wesentlichen nicht angesetzten Verlustvorträge betreffen Nordex USA Inc. (TEUR 21.460) und Nordex UK Ltd. (TEUR 14.727).

Die nicht angesetzten Verlustvorträge sind in Frankreich und in Großbritannien zeitlich unbeschränkt vortragsfähig. Die Verlustvorträge in Griechenland, der Türkei und China verfallen nach fünf Jahren, die Verlustvorträge in Holland nach neun Jahren und die Verlustvorträge in den USA nach 20 Jahren.

Die zu versteuernden temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen, für die keine latenten Steuern angesetzt sind, belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 3.143 (2010: TEUR 3.323).

Die Veränderungen der latenten Ertragsteuern stellen sich wie folgt dar:

2011
TEUR
2010
TEUR
Stand 01.01. 20.281 22.873
Aufwand in der Gewinn-und
Verlust-Rechnung erfasst
3.877 –3.011
Ertrag aus Fremdwährungs
bewertung
0 326
Ertrag im sonstigen Ergebnis
erfasst
–215 92
Stand 31.12. 23.943 20.281

(15) Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 76.239 (2010: TEUR 30.309) betreffen im Wesentlichen den Konsortialkredit.

Da zum Stichtag des 31. Dezember 2011 formal eine Verletzung von Bestimmungen in den langfristigen Kreditvereinbarungen – den sogenannten Financial Covenants – vorlag, die erst durch die Vereinbarungen vom 17. und vom 22. Februar 2012 geheilt wurde, ist im Jahres abschluss des Jahres 2011 auch der langfristige Teil des Konsortialkredits in Höhe von TEUR 38.166 (2010: TEUR 39.423) als kurzfristig auszuweisen, da die Gesellschaft am 31. Dezember 2011 nicht über das uneingeschränkte Recht zur Verschiebung der Erfüllung der Verpflichtung um mindestens zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag verfügte. Dieser Zustand war zum Zeitpunkt der Freigabe des Jahresabschlusses behoben. Bezüglich der Details zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird auf die Angaben zum Finanzrisikomanagement verwiesen.

Darüber hinaus werden hier die 2012 fälligen Tilgungen des Konsortialkredits in Höhe von insgesamt TEUR 8.400 (2010: TEUR 1.714) ausgewiesen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen des Weiteren von Tochtergesellschaften in China in Anspruch genommene Barkreditlinien. Davon entfallen TEUR 17.931 (2010: TEUR 11.390) auf die Nordex (Beijing) Wind Power Engineering & Technology Co. Ltd. und TEUR 2.433 (2010: TEUR 4.533) auf die Nordex (Dongying) Wind Power Equipment Manufacturing Co. Ltd., die unter der syndizierten Kreditlinie gezogen werden. Weitere bilaterale Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.306

(2010: TEUR 7.551) betreffen die Nordex (Yinchuan) Wind Power Equipment Manufacturing Co. Ltd. und wurden von zwei Kreditinstituten zur Verfügung gestellt, die nicht Teil des Kreditkonsortiums sind.

(16) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

101

Zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten verweisen wir auf Punkt (26).

(17) Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Von den Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern in Höhe von TEUR 4.315 entfallen TEUR 3.327 auf die im Inland in die steuerliche Organschaft einbezogenen Gesellschaften Nordex SE, Nordex Energy GmbH, Nordex Grundstücksverwaltung GmbH und Nordex Windpark Beteiligung GmbH. Die übrigen Verbindlichkeiten entfallen auf die ausländischen Tochtergesellschaften.

(18) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

01.01.
2011
TEUR
Ver
brauch
TEUR
Auf
lösung
TEUR
Zufüh
rung
TEUR
31.12.
2011
TEUR
Einzelgarantie 36.454 7.363 5.127 15.480 39.444
Gewährleis
tungsrückstel
lung, Service,
Wartung
35.512 13.811 6.269 11.646 27.078
Übrige 7.801 4.820 1.074 7.576 9.483
79.767 25.994 12.470 34.702 76.005

Die Rückstellungen für Einzelgarantien umfassen überwiegend mögliche Risiken aus Schadensfällen.

Die Rückstellungen für Gewährleistung werden entsprechend den gesetzlichen oder den vertraglichen Laufzeiten in Anspruch genommen.

Die übrigen Rückstellungen beinhalten u. a. Rückstellungen für Provisionen, Aufwendungen für Prozessrisiken und Rückbauverpflichtungen.

Die Auflösungen entfallen im Wesentlichen auf aufgrund der höheren Verfügbarkeit der Windenergie anlagen deutlich reduzierte Rückstellungen für Ertragsausfälle.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten langfristige sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 21.941 (2010: TEUR 25.005), bei denen mit einer Inanspruchnahme für Zeiträume nach Ende des Geschäftsjahres 2012 gerechnet wird. Der aus der Abzinsung der langfristigen Rückstellungen resultierende Betrag von TEUR 935 (2010: TEUR 2.088) wurde von den Zuführungen abgesetzt.

(19) Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Anleihe 154.647 0
Abgegrenzte Schulden 11.076 10.335
Devisentermingeschäfte 5.087 1.079
Verbindlichkeiten gegenüber
nicht konsolidierten verbunde
nen Unternehmen
2.250 1.874
Kreditorische Debitoren 597 1.294
Finanzierungsleasing 426 534
Sonstige 879 1.095
174.962 16.211

Der langfristige Anteil der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wird unter den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Unternehmensanleihe

Am 12. April 2011 hat die Nordex SE erfolgreich ihre erste Anleihe in Höhe von TEUR 150.000 platziert. Die Anleihe ist mit einem festen Zins von 6,375 % p. a. und einer Laufzeit von fünf Jahren ausgestattet. Der anfängliche Ausgabepreis lag bei 99,841 %. Der Kupon ist jährlich am 12. April zur Auszahlung fällig.

Da auch die Bestimmungen der Anleihe eine Bezugnahme auf die Bestimmungen der syndizierten Kreditlinie enthalten, ist wegen deren formaler Verletzung zum Stichtag des 31. Dezember 2011 auch die bis zum April 2016 laufende Anleihe als kurzfristig auszuweisen, da die Gesellschaft am 31. Dezember 2011 nicht über das uneingeschränkte Recht zur Verschiebung der Erfüllung der Verpflichtung um mindestens zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag verfügte. Dieser Zustand war zum Zeitpunkt der Freigabe des Jahresabschlusses behoben.

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

(20) Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Erhaltene Anzahlungen 122.310 126.133
Abgegrenzte Schulden 24.231 33.574
Rechnungsabgrenzungsposten 13.057 10.843
Sonstige Steuerverbindlich
keiten
12.704 21.244
Verbindlichkeiten im Rahmen
der sozialen Sicherheit
763 859
Sonstige 1.058 955
174.123 193.608

Die abgegrenzten Schulden enthalten im Wesentlichen projektbezogene nachlaufende Kosten in Höhe von TEUR 11.079 (2010: TEUR 19.731) und Personalverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11.011 (2010: TEUR 8.898).

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen im Voraus vereinnahmte Erlöse aus mit Kunden geschlossenen Serviceverträgen.

Die Steuerverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 9.999 (2010: TEUR 19.562) sowie noch abzuführende Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 2.345 (2010: TEUR 1.624).

(21) Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Zur langfristigen Finanzierung der Gesellschaft stehen neben der Unternehmensanleihe eine syndizierte Kreditlinie sowie ein Konsortialkredit zur Verfügung. Bezüglich der Details wird auf die Angaben zum Finanzrisikomanagement verwiesen.

Das im Vorjahr mit TEUR 47.000 ausgewiesene Schuldscheindarlehen wurde 2011 zurückgezahlt.

(22) Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen werden für leistungsorientierte Versorgungszusagen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter der Nordex SE und der Nordex Energy GmbH gebildet. Die Leistungen basieren auf

individuellen Zusagen. Sie bemessen sich in der Regel nach der Dauer der Zugehörigkeit und der Ver gütung der Mitarbeiter. Die Mitarbeiter haben keine eigenen Beiträge zu leisten. Der Refinanzierung der Pensionsrückstellungen liegt kein externes Planvermögen zugrunde.

Die leistungsorientierte Verpflichtung entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

2011
TEUR
2010
TEUR
Verpflichtungen zum 01.01. 721 621
Dienstzeitaufwand 246 189
Zinsaufwand 34 32
Rentenzahlungen –22 –19
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste
10 72
Verpflichtungen zum 31.12. 989 895

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden gemäß der Korridormethode amortisiert. Sie werden nicht berücksichtigt, soweit sie 10 % des Verpflichtungsumfangs nicht übersteigen. Der den Korridor übersteigende Betrag wird über die durchschnittliche Restdienstzeit der aktiven Belegschaft ergebniswirksam verteilt und bilanziell erfasst. Wegen nicht erfasster versicherungsmathematischer Verluste sind die bilanzierten Pensionsrückstellungen niedriger als der Barwert der Pensionsverpflichtungen:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Barwert der leistungs
orientierten Verpflichtungen
989 895
Nicht amortisierte
versicherungsmathematische
Verluste (–)/Gewinne (+) –127 –137
Bilanzausweis 862 758

Die folgenden Beträge wurden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst:

2011
TEUR
2010
TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand 246 189
Zinsaufwand 34 32
Amortisation der
versicherungsmathematischen
Gewinne/Verluste
19 7
299 228

Die Entwicklung der Verpflichtungen und der erfahrungsbedingten Anpassungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

2011
TEUR
2010
TEUR
Verpflichtungen zum 31.12. 989 895
Erfahrungsbedingte Anpassun
gen der Verpflichtungen
10 28

Für das folgende Geschäftsjahr werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 23 (2010: TEUR 22) erwartet.

Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

2011 2010
Rechnungszinssatz 4,80 % p. a. 4,80 % p. a.
Gehaltstrend n/a n/a
Rententrend 2,00 % p. a. 2,00 % p. a.

Die zugrunde gelegte Sterbewahrscheinlichkeit basiert auf den statistischen Wahrscheinlichkeitswerten nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. K. Heubeck.

(23) Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Finanzierungsleasing 13.722 13.597
Zinsswap 0 732
Sonstige 1.040 0
14.762 14.329

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing setzen sich wie folgt zusammen:

Leasingzahlungen Unter 1 Jahr Über Summe
in Folgejahren 1 Jahr bis 5 Jahre
– 31.12.2011 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Leasing- und
Restzahlungen 1.058 4.493 14.933 20.484
Abzinsungsbeträge 632 2.432 3.272 6.336
Barwerte 426 2.061 11.661 14.148

(24) Sonstige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen langfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen langfristige, im Voraus vereinnahmte Erlöse aus mit Kunden geschlossenen Serviceverträgen.

(25) Eigenkapital

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Gezeichnetes Kapital 73.529 66.845
Kapitalrücklage 204.798 158.080
Andere Gewinnrücklagen 0 30.997
Cash Flow Hedge 0 –502
Sonstige Eigenkapital
bestandteile
–10.530 –10.530
Fremdwährungsausgleichs
posten
3.247 4.332
Konzernergebnisvortrag 103.318 97.974
Konzernergebnis 0 20.875
Den Gesellschaftern des
Mutterunternehmens
zurechenbarer Anteil am
Eigenkapital 374.362 368.071
Minderheitenanteile 2.191 2.764
376.553 370.835

Die Nordex SE hat am 30. März 2011 ihr gezeichnetes Kapital um EUR 6.684.499 durch die Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage erhöht. Das Grundkapital beträgt nach der Kapitalerhöhung EUR 73.529.499 und ist in 73.529.499 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1 eingeteilt. Das Agio aus dem erzielten Platzierungspreis von EUR 8,40 je Aktie wurde unter Abzug der durch die Kapitalerhöhung verursachten Transaktionskosten in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die Gesellschaft hatte zum 31. Dezember 2011 ein Genehmigtes Kapital I von EUR 14.700.000, entsprechend 14.700.000 Aktien, ein Bedingtes Kapital I von EUR 15.086.250, entsprechend 15.086.250 Aktien, sowie ein Bedingtes Kapital II von EUR 1.500.000, entsprechend 1.500.000 Aktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1 je Aktie.

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen
  • Vermögenswerte 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes

70

  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

Durch den Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Juni 2011 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, im Rahmen des Genehmigten Kapitals I, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. Mai 2016 ein Mal oder mehrmals zu erhöhen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats dabei das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Das Bedingte Kapital I dient der Gewährung von Wandlungsrechten und/oder zur Begründung von Wandlungspflichten nach Maßgabe der jeweiligen Wandelanleihebedingungen für die Inhaber der von der Gesellschaft gemäß dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juni 2011 bis zum 30. April 2016 ausgegebenen Wandelanleihen sowie zur Gewährung von Optionsrechten nach Maßgabe der jeweiligen Optionsanleihebedingungen an die Inhaber der von der Gesellschaft gemäß dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juni 2011 bis zum 31. Mai 2016 ausgegebenen Optionsanleihen.

Das Bedingte Kapital II dient ausschließlich der Bedienung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen von Führungskräften und Mitarbeitern der Gesellschaft und der Unternehmen der Nordex-Gruppe im In- und im Ausland, von Mitgliedern von Geschäftsführungen von Unternehmen der Nordex-Gruppe sowie von Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Mai 2008 in der Zeit bis zum 31. Dezember 2012 gewährt werden.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 204.798 (2010: TEUR 158.080) umfasst neben dem Agio aus der Kapitalerhöhung (TEUR 47.450) auch die Zuführungen in Höhe von TEUR 1.054 (2010: TEUR 457), denen keine Auflösungen (2010: TEUR 1.064) gegenüberstehen, im Zusammenhang mit der Bilanzierung des im Geschäftsjahr 2008 abgeschlossenen Mitarbeiteraktienoptionsprogramms (siehe auch Punkt (31)).

107

Der handelsrechtliche Jahresfehlbetrag der Nordex SE des Geschäftsjahres 2011 von insgesamt EUR 48.523.777,42 wurde in Höhe von EUR 2.673.800,00 mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres verrechnet. Der verbleibende Betrag von EUR 45.849.977,42 wurde durch die Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 44.064.364,86 und durch die Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 1.785.612,56 ausgeglichen.

Die Minderheitenanteile betragen zum 31. Dezember 2011 TEUR 2.191 (2010: TEUR 2.764). Darin enthalten sind die Ergebnisanteile des Geschäftsjahres 2011 von Dritten an den vollkonsolidierten Gesellschaften Nordex (Yinchuan) Wind Power Equipment Manufacturing Co. Ltd. in Höhe von TEUR –1.000 (2010: TEUR 303) und Nordex Advanced Development GmbH in Höhe von TEUR –12 (2010: TEUR: 0).

Zur Entwicklung der einzelnen Eigenkapitalpositionen verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

(26) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Nordex teilt die finanziellen Vermögenswerte in Loans and Receivables (LaR), Financial Assets Held for Trading (FAHfT) und Available for Sale (AfS) ein. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden als Financial Liabilities at Amortised Costs (FLAC) oder als Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) klassifiziert.

101

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Klasse und Kategorie von Finanzinstrumenten:

31.12.2011 31.12.2010
Bewertungs
kategorie
nach IAS 39
Buchwert
TEUR
Beizu
legender
Zeitwert
TEUR
Buchwert
TEUR
Beizu
legender
Zeitwert
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zu
Anschaffungskosten oder fortgeführten
Anschaffungskosten
1. Flüssige Mittel LaR 211.977 211.977 141.050 141.050
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 77.757 77.757 68.228 68.228
3. Forderungen aus den langfristigen
Fertigungsaufträgen
LaR 182.321 182.321 201.267 201.267
4. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögens
werte – Forderungen
LaR 22.650 22.650 11.581 11.581
5. Finanzanlagen – Beteiligungen* AfS 5.289 5.706
6. Sonstige langfristige finanzielle Vermögens
werte – Forderungen
LaR 2.250 2.250 1.015 1.015
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
1. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögens
werte – Devisentermingeschäfte
FAHfT 94 94 485 485

*Weil kein aktiver Markt vorliegt, konnte der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden.

31.12.2011 31.12.2010
Bewertungs
kategorie
nach IAS 39
Buchwert
TEUR
Beizu
legender
Zeitwert
TEUR
Buchwert
TEUR
Beizu
legender
Zeitwert
TEUR
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet
zu Anschaffungskosten oder fortgeführten
Anschaffungskosten
1. Kurzfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
FLAC 76.239 76.239 30.309 30.309
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
FLAC 109.744 109.744 177.672 177.762
3. Sonstige kurzfristige finanzielle
Verbindlich keiten*
FLAC 169.449 138.550 14.598 14.598
4. Sonstige langfristige finanzielle
Verbindlich keiten**
FLAC 1.040 1.040 0 0
5. Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
FLAC 0 0 86.423 86.423
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten
1. Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlich
keiten – Devisentermingeschäfte
FLHfT 5.087 5.087 1.079 1.079
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete effektive
Sicherungsinstrumente
1. Sonstige langfristige finanzielle Verbindlich
keiten – Zinsswapgeschäfte
0 0 732 732

* ohne kurzfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing TEUR 426 (2010: TEUR 534)

** ohne langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing TEUR 13.722 (2010: TEUR 13.597)

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte haben kurze Restlaufzeiten. Die Buchwerte zum 31. Dezember 2011 entsprechen deshalb näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten. Der Buchwert der langfristigen finanziellen Vermögenswerte entspricht aufgrund der vorgenommenen Abzinsung annähernd dem beizulegenden Zeitwert.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen bewertet. Derivative Finanzinstrumente wurden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Der beizulegende Zeitwert der Anleihe ergibt sich aus dem Börsenkurs zum Bilanzstichtag von 82,50 %. Der Buchwert der im Vorjahr in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthaltenen Verbindlichkeiten aus künftigen Leasingzahlungen entspricht infolge der vorgenommenen Abzinsung dem beizulegenden Zeitwert.

Die folgende Tabelle zeigt die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die am 31. Dezember 2011 zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden:

Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert bewertete
finanzielle Ver
mögenswerte
Devisentermin
geschäfte
(Held for Trading)
94 94
Erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert bewertete
finanzielle Verbind
lichkeiten
Devisentermin
geschäfte
(Held for Trading)
5.087 5.087
Zum beizulegenden
Zeitwert bewertete
Derivate im Hedge
Accounting
Zinsswapgeschäfte
(Cash Flow Hedge)
0 0

Die folgende Tabelle zeigt die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die am 31. Dezember 2010 zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden:

Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert bewertete
finanzielle Ver
mögenswerte
Devisentermin
geschäfte
(Held for Trading)
485 485
Erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert bewertete
finanzielle Verbind
lichkeiten
Devisentermin
geschäfte
(Held for Trading)
1.079 1.079
Zum beizulegenden
Zeitwert bewertete
Derivate im Hedge
Accounting
Zinsswapgeschäfte
(Cash Flow Hedge)
732 732

Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren beizulegende Zeitwerte auf anhand von aktiven Märkten ermittelten Marktwerten beruhen, werden in Level 1 zusammengefasst. Ein aktiver Markt wird unterstellt, sofern die Marktwerte auf regulärer Basis ermittelt werden und auf tatsächlichen, wiederkehrenden Transaktionen basieren.

Beizulegende Zeitwerte, die nicht anhand aktiver Märkte ermittelt werden können, werden basierend auf Bewertungsmodellen ermittelt. Die Bewertungsmodelle berücksichtigen dabei vornehmlich beobachtbare Marktdaten und verzichten dabei überwiegend auf unternehmensspezifische Schätzungen. Die so bewerteten Finanzinstrumente werden in Level 2 zusammengefasst.

Sofern wesentliche Bewertungsannahmen nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, werden die Finanzinstrumente als Level 3 klassifiziert.

Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten setzt sich, nach Bewertungsklassen getrennt, wie folgt zusammen:

2011 Zinsen Übriges
Netto
ergebnis
Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Loans and Receivables (LaR) 1.812 9.530 11.342
Available for Sale (AfS) 0 0 0
Financial Liabilities at
Amortised Costs (FLAC)
–18.263 896 –17.367
Financial Assets Held for
Trading (FAHfT)/Financial
Liabilities Held for Trading
(FLHfT) 0 –9.045 –9.045
–16.451 1.381 –15.070
2010 Zinsen Übriges
Netto
ergebnis
Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Loans and Receivables (LaR) 719 2.673 3.392
Available for Sale (AfS) 0 0 0
Financial Liabilities at
Amortised Costs (FLAC)
–10.005 205 –9.800
Financial Assets Held for
Trading (FAHfT)/Financial
Liabilities Held for Trading
(FLHfT) 0 1.670 1.670
–9.286 4.548 –4.738

Im Rahmen der Rückzahlung des Schuldscheindarlehens wurde der Zinsswap aufgelöst und der bis dahin im sonstigen Gesamtergebnis kumulierte Gewinn bzw. Verlust erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Finanzinstrumente nach Klassen (IFRS 7)

Finanzielle Vermögenswerte

31.12.2011 Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bilanzierte finanzielle
Vermögenswerte
Zum Fair Value
bilanzierte finanzielle
Vermögenswerte
Nicht in den Scope
von IFRS 7
fallende finanzielle
Vermögenswerte
Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Flüssige Mittel 211.977 0 0 211.977
Forderungen aus den lang fristigen
Fertigungsaufträgen
182.321 0 0 182.321
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
77.757 0 0 77.757
Sonstige kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte
22.650 94 0 22.744
Finanzanlagen 5.289 0 0 5.289
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 7.263 7.263
Sonstige langfristige finanzielle
Vermögenswerte
2.250 0 0 2.250
502.244 94 7.263 509.601
  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk
31.12.2010 Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Zum Fair Value
bilanzierte finanzielle
Nicht in den Scope
von IFRS 7
Gesamt
bilanzierte finanzielle Vermögenswerte fallende finanzielle
Vermögenswerte Vermögenswerte
TEUR TEUR TEUR TEUR
Flüssige Mittel 141.050 141.050
Forderungen aus den lang fristigen
Fertigungsaufträgen 201.267 0 0 201.267
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 68.228 0 0 68.228
Sonstige kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte 11.581 485 0 12.066
Finanzanlagen 5.706 0 0 5.706
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 5.539 5.539
Sonstige langfristige finanzielle
Vermögenswerte 1.015 0 0 1.015
428.847 485 5.539 434.871

Finanzielle Verbindlichkeiten

31.12.2011 Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bilanzierte finanzielle
Verbindlichkeiten
Zum Fair Value
bilanzierte finanzielle
Verbindlichkeiten
Nicht in den Scope
von IFRS 7
fallende finanzielle
Verbindlichkeiten
Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Kurzfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
76.239 0 0 76.239
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
109.744 0 0 109.744
Sonstige kurzfristige finanzielle
Verbindlichkeiten*
174.962 0 0 174.962
Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
0 0 862 862
Sonstige langfristige finanzielle
Verbindlichkeiten* 14.762 0 0 14.762
375.707 0 862 376.569

*einschließlich Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

31.12.2010 Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bilanzierte finanzielle
Verbindlichkeiten
TEUR
Zum Fair Value
bilanzierte finanzielle
Verbindlichkeiten
TEUR
Nicht in den Scope
von IFRS 7
fallende finanzielle
Verbindlichkeiten
TEUR
Gesamt
TEUR
Kurzfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
30.309 0 0 30.309
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
177.672 0 0 177.672
Sonstige kurzfristige finanzielle
Verbindlichkeiten*
16.211 0 0 16.211
Langfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
86.423 0 0 86.423
Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
0 0 758 758
Sonstige langfristige finanzielle
Verbindlichkeiten*
13.597 732 0 14.329
324.212 732 758 325.702

*einschließlich Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

Angaben zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(27) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind in den folgenden Regionen erzielt worden:

2011
TEUR
2010
TEUR
Europa 678.630 799.580
Amerika 200.645 98.546
Asien 41.512 73.919
920.787 972.044

Unter den Umsatzerlösen sind Erlöse in Höhe von TEUR 486.681 (2010: TEUR 572.279) aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode für kundenspezifische Fertigungen ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse sind in folgenden Kategorien erzielt worden:

2011
TEUR
2010
TEUR
Neuanlagenverkauf 813.185 888.015
Servicedienstleistungen 94.798 77.449
Sonstige 12.804 6.580
920.787 972.044

(28) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen betragen TEUR 23.206 (2010: TEUR 22.697) und betreffen vollständig (2010: TEUR 20.719) aktivierte Aufwendungen für die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Windenergieanlagen. Die Bestandsveränderungen betragen TEUR –16.980 (2010: TEUR 13.153).

(29) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2011
TEUR
2010
TEUR
Erträge aus Währungskurs
gewinnen
12.613 3.118
Erträge aus Vergleichen 3.798 2.759
Versicherungsentschädi
gungen
2.644 2.117
Auflösung aus Wertberichti
gungen
954 3.356
Staatliche Zuschüsse 315 1.564
Ausbuchung Verbindlichkeiten 265 975
Gewinne Anlagenabgänge 70 451
Erstattung Lager-/
Transportkosten
0 4.962
Devisentermingeschäfte 0 1.686
Übrige 3.130 3.450
23.789 24.438

(30) Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2011 2010
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe 551.602 589.576
Aufwendungen für bezogene
Leistungen 140.943 158.602
692.545 748.178

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren aus fremdbezogenen Frachten, der Veränderung von Auftragsrückstellungen, aus Provisionen und aus Fremdleistungen für die Auftragsabwicklung.

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

(31) Personalaufwand

2011 2010
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 125.973 100.499
Soziale Abgaben und Auf
wendungen für Altersversor
gung und Unterstützung 21.442 18.900
147.415 119.399

Im Konzern war die folgende Anzahl von Mitarbeitern beschäftigt:

2011 2010 Verän
derung
1.608 1.523 85
1.032 981 51
2.640 2.504 136
1.608 1.428 180
1.035 951 84
2.643 2.379 264

Aktienoptionsplan

Maximale Anzahl gewährter Optionen

Bis zum Ende der Laufzeit des Optionsplans werden maximal 1.500.000 Optionen ausgegeben. Von diesen Optionen sind

  • (a) maximal 550.000 an Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft sowie von Unternehmen der Nordex-Gruppe im In- und im Ausland, die nicht einem Geschäftsführungsorgan der Gesellschaft oder der Unternehmen der Nordex-Gruppe angehören,
  • (b) maximal 100.000 an Mitglieder von Geschäftsführungen von Unternehmen der Nordex-Gruppe im In- und im Ausland, die nicht Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sind, sowie
  • (c) maximal 850.000 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft
  • zu gewähren.

Ausübungsbedingungen

Vorbehaltlich einer Anpassung infolge einer Kapitalmaßnahme berechtigt je eine Option zum Erwerb je einer auf den Inhaber lautenden Stammaktie der Nordex SE. Bei der Ausübung der Option ist ein Ausübungspreis je Stammaktie zu zahlen.

Der Ausübungspreis entspricht dem jeweiligen arithmetischen Mittel der Xetra-Schlusskurse an der Frankfurter Wertpapierbörse (bzw. einem an seine Stelle getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) für voll an der Verteilung des Gewinns und des Gesellschaftsvermögens beteiligte stimmberechtigte Nordex-Stammaktien an den zehn letzten Börsenhandelstagen vor dem jeweiligen Zuteilungstag der Bezugsrechte.

Die Optionen sind frühestens drei Jahre nach Ausgabe ausübbar und verfallen, falls in diesem Zeitraum das Dienstverhältnis endet. Die Optionen können wirksam innerhalb der darauffolgenden zwei Jahre nur während zweier Zeitfenster pro Jahr ausgeübt werden (Ausübungszeitraum).

Die Optionen können nur dann ausgeübt werden, wenn der Nordex-Stammaktienkurs an den zehn letzten Börsenhandelstagen vor dem Tag der Ausübung der Option den Ausübungspreis der jeweiligen Option um mindestens 20 % übersteigt.

Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Aktien optionen

Zum 31. Dezember 2011 bestehen insgesamt 552.869 Aktienoptionen, von denen 304.973 ausübbar sind:

Aktienoptions
gewährungen
Ausübungs
preis
EUR
Durch
schnittlicher
Aktienkurs
EUR
Ausgabe
datum
Verfalls
datum
Ausstehende
Aktien
optionen
Ende 2011
Ausstehende
Aktien
optionen
Ende 2010
2008 23,10 16,52 01.09.2008 31.08.2013 304.973 374.711
2009 12,84 11,77 01.09.2009 31.08.2014 197.896 240.834
2010 5,26 5,01 25.11.2010 24.11.2015 50.000 50.000
Gesamt 552.869 665.545

Im Geschäftsjahr 2011 sind 50.019 Aktienoptionen von im Jahr 2011 ausgeschiedenen Mitarbeitern verfallen.

Der so ermittelte Aufwand betrug in der Berichtsperiode für die Tranche 2010 TEUR 40, für die Tranche 2009 TEUR 280 und für die Tranche des Jahres 2008 TEUR 734.

(32) Abschreibungen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

2011 2010
TEUR TEUR
Abschreibungen auf Sach
anlagen 16.347 13.865
Abschreibungen auf aktivierte
Entwicklungsaufwendungen 8.065 5.538
Abschreibungen auf sonstige
immaterielle Vermögenswerte 3.359 3.127
27.771 22.530
  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

(33) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2011
TEUR
2010
TEUR
Rechts- und Beratungskosten 22.775 19.554
Reisekosten 15.521 15.197
Mieten und Pachten, Leasing 13.048 11.720
Devisentermingeschäfte 9.045 0
Sonstige Fremdpersonal
leistungen 6.297 5.965
EDV-Kosten 4.630 6.208
Instandhaltung 4.496 4.998
Verluste Abgang
Anlagevermögen
4.137 2.226
Werbekosten 4.064 3.861
Telekommunikation 3.594 3.035
Wertberichtigungen auf
Forderungen 2.678 712
Fremdleistungen 2.588 5.052
Ertragsausfälle 2.507 4.933
Versicherungen 2.181 3.514
Bankgebühren 1.944 470
Fortbildung 1.913 2.008
Sonstige Steuern 1.598 1.220
Währungsverluste 0 2.188
Zinsswapgeschäfte
(ineffektiver Teil)
0 16
Übrige 9.789 9.261
112.805 102.138

(34) Finanzergebnis

2011 2010
TEUR TEUR
Erträge aus Beteiligungen 24 2.035
Ergebnis aus der
At-Equity-Bewertung –1.193 –61
Abschreibungen auf
Finanzanlagen –390 0
Beteiligungsergebnis –1.559 1.974
Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge 1.812 719
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen –18.467 –10.005
Zinsergebnis –16.655 –9.286
–18.214 –7.312

Im Rahmen der Auflösung des Zinsswaps wurden TEUR 717 aus dem sonstigen Ergebnis in das Zinsergebnis umgegliedert.

Die Erträge aus Beteiligungen entfallen auf Gewinnausschüttungen. Das Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung stellt den Ergebnisanteil der assoziierten Unternehmen dar. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden auf in Liquidation befindliche Projektgesellschaften gebildet. Die Zinserträge und die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Geldanlagen bei Banken bzw. aus der Nutzung von Barkreditlinien oder Bankdarlehen sowie aus Avalprovisionen und abgegrenzten Zinsen auf die Unternehmensanleihe.

(35) Ertragsteuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

2011 2010
TEUR TEUR
Inländische Ertragsteuer 2.858 3.542
Ausländische Ertragsteuer 2.536 5.044
Tatsächlicher Ertragsteuer
aufwand 5.394 8.586
Latenter Steuerertrag/
-aufwand –3.877 3.011
Gesamter Steueraufwand 1.517 11.597
davon periodenfremd 2.738 –166

Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der Steuervorschriften der Länder, in denen die Tochtergesellschaften tätig sind und zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, berechnet, die am Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden. Das Management überprüft regelmäßig Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet, wenn angemessen, Rückstellungen, basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind.

In den Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Erträge sowie die latenten Steuerabgrenzungen enthalten. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.

Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurde zum 31. Dezember 2011 ein Steuersatz von 30,78 % (2010: 30,78 %) herangezogen. Die aktiven latenten Steuern für inländische steuerliche Verlustvorträge wurden mit einem Steuersatz von 15,83 % (2010: 15,83 %) für Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie von 14,95 % (2010: 14,95 %) für Gewerbesteuer ermittelt.

Die Steuer auf das Vorsteuerergebnis weicht vom theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des gewichteten durchschnittlichen Konzernsteuersatzes von 30,78 % (2010: 30,78 %) auf das Ergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:

2011
TEUR
2010
TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern –47.948 32.775
Erwarteter Steueraufwand 14.759 –10.088
Steuersatzdifferenzen für
ausländische Steuern
–789 724
Steuerfreie Erträge 2.475 664
Änderung Steuersatz und
Steuersatzgesetze
0 –619
Nicht abzugsfähige
Aufwendungen
–1.278 –1.372
Steuereffekte aus Vorjahren –992 709
Effekte aus der Berücksichti
gung von Verlustvorträgen
aus Vorjahren
–144 0
Effekte aus der Nichtberück
sichtigung von Verlust
vorträgen
–15.805 –1.243
Sonstige Steuereffekte 266 –372
Tatsächlicher Steueraufwand –1.517 –11.597
Effektiver Steuersatz in % o. A. –35,4 %

Der Betrag der Ertragsteuern, der direkt im sonstigen Ergebnis in Höhe von TEUR –215 (2010: TEUR 92) erfasst wurde, resultiert aus dem aufgelösten Zinsswapgeschäft in Höhe von TEUR 717 (2010: TEUR –307).

(36) Minderheitsgesellschafter

Der Ergebnisanteil fremder Gesellschafter am Konzernergebnis beträgt TEUR –1.012 (2010: TEUR 303). Dieser entfällt auf den Anteil Dritter an der Nordex (Yinchuan) Wind Power Equipment Manufactoring Co. Ltd. (Gondelproduktion) und der Nordex Advanced Development GmbH.

Die Auswirkungen der 2010 begonnenen und im Jahr 2011 abgeschlossenen Betriebsprüfung des deutschen Organkreises wurden im Steueraufwand berücksichtigt.

(37) Ergebnis je Aktie Unverwässert

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (Earnings per Share – EPS) wird berechnet, indem der Quotient aus dem Gewinn, der den Eigenkapitalgebern zusteht, und der durchschnittlichen Anzahl von ausgegebenen Aktien während des Geschäftsjahres gebildet wird:

2011 2010
Konzern-Jahres
fehlbetrag/-überschuss
TEUR –49.465 21.178
davon Gesellschafter
des Mutterunter
nehmens
TEUR –48.453 20.875
davon Minderheits
gesellschafter
TEUR –1.012 303
Gewichteter Durchschnitt
der Aktienzahl
71.913.466 66.845.000
Ergebnis je Aktie (EPS) EUR –0,67 0,31

Verwässert

Das verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien um sämtliche Wandlungs- und Optionsrechte erhöht wird. Die Aktienoptionen, die im Rahmen des Mitarbeiteroptionsprogramms ausgegeben wurden, haben auf den Gewinn pro Aktie keinen verwässernden Effekt, da der innere Wert der Option nicht positiv war.

(38) Reorganisation und Neuausrichtung der Geschäftsbereiche China und Offshore

Im August 2011 hat der Vorstand einen umfassenden Abbau der Strukturkosten beschlossen, um nachhaltig die Personal- und die sonstigen Betriebskosten zu reduzieren. Die mit dem Reorganisationsprogramm im Jahr 2011 angefallenen Sonderbelastungen beliefen sich auf EUR 13,1 Mio., die im Wesentlichen aus Personalmaßnahmen im Zuge des sozialverträglichen Abbaus von 252 Mitarbeitern sowie den in diesem Zusammenhang angefallenen Rechts- und Beratungskosten resultieren.

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

Gleichzeitig befindet sich Nordex in Verhandlungen, um die Geschäftsbereiche China und Offshore zukünftig mit Partnern weiterzuführen. Der Geschäftsbereich China sowie der Geschäftsbereich Offshore haben im Jahr 2011 insgesamt ein negatives Ergebnis vor Steuern und Zinsen von EUR 21,0 Mio. erwirtschaftet, wovon EUR 6,3 Mio. auf Entwicklungsaufwendungen im Geschäftsbereich Offshore entfallen.

Bereinigt um diese Sondereffekte, ergibt sich für 2011 ein leicht positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern:

2011
EUR Mio.
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) –29,7
Einmalaufwendungen/Sondereffekt
Reorganisationsprogramm 13,1
Entwicklungsaufwendungen Offshore 6,3
19,4
EBIT vor Einmalaufwendungen/
Sondereffekt
–10,3
Geschäftsbereiche
China 12,4
Offshore 2,3
14,7
Bereinigtes EBIT vor Einmalaufwendungen/
Sondereffekt sowie Geschäftsbereichen
4,4

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualschulden

Für Investitionsausgaben in Sachanlagen bestehen zum Bilanzstichtag vertragliche Verpflichtungen, die bisher noch nicht angefallen sind, in Höhe von TEUR 255 (2010: TEUR 2.745).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Operate-Leasing- und Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 42.551 (2010: TEUR 50.249) mit folgenden Laufzeiten:

Geschäfts
jahr
Fälligkeit
unter
1 Jahr
TEUR
Fälligkeit
1 Jahr bis
5 Jahre
TEUR
Fälligkeit
über
5 Jahre
TEUR
31.12.2011 6.176 13.620 22.755
31.12.2010 7.010 19.273 23.966

Die Verpflichtungen aus Miet- und Operate-Leasing-Verträgen betreffen Verpflichtungen aus mobilen Wirtschaftsgütern in Höhe von TEUR 3.126 (2010: TEUR 4.523) sowie immobilen Wirtschaftsgütern in Höhe von TEUR 39.425 (2010: TEUR 45.726).

Die Nordex-Gruppe hat Eventualschulden aus Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses zum Bilanzstichtag nicht hinreichend für die Bildung einer Rückstellung war.

Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen

In einem Fall übten der Nordex-Gruppe nahestehende Personen im Sinne von IAS 24.9 im Berichtsjahr 2011 bei Geschäftspartnern eine Organfunktion aus bzw. eine Person hält Gesellschaftsanteile an einem Geschäftspartner. Es ergeben sich jedoch keine wesentlichen Interessenkonflikte.

Im Einzelnen:

Das frühere Vorstandsmitglied und jetzige Aufsichtsratsmitglied der Nordex SE Carsten Pedersen hat mit Vereinbarung vom 12. Januar 2011 durch ein u. a. von ihm gegründetes Unternehmen unter der Firma "Welcon A/S" den Geschäftsbetrieb der insolventen Skykon Give A/S übernommen. Seitdem wird die Produktion von Türmen fortgeführt, und das Unternehmen Welcon A/S zählte im Berichtsjahr zu den Turmlieferanten der Nordex-Gruppe. Die Einkaufsbeziehungen zu Welcon A/S sind streng marktkonform gestaltet. Bestellungen werden erst nach intensiven Preis- und Leistungsvergleichen ausgelöst. In diese Fachentscheidungen ist Herr Pedersen weder als Mitglied des Aufsichtsrats noch aufseiten von Welcon A/S involviert. Als einer der leistungsfähigsten Turmhersteller in Nordeuropa gehört die Produktionsstätte in Give seit Jahren zum Lieferantenkreis von Nordex.

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen per 31. Dezember 2011

Nahestehende Unternehmen Geschäfts Offene Posten Offene Posten
Person vorfall Forderungen (+)/ Forderungen (+)/
Verbindlich Verbindlich
keiten (–) keiten (–)

Turmlieferant

Skykon Give A/S)

**Mitinhaber, Welcon A/S (vormals Skykon Give A/S).

Carsten Pedersen* Welcon A/S (vormals

Konzernkapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung erläutert, wie sich die Zahlungsmittelströme im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Konzernkapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand beinhaltet Kassenbestände und kurzfristige Bankeinlagen. Die Kassenbestände und Bankguthaben haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderungen sowie nicht zahlungswirksame Transaktionen eliminiert werden.

Die Ermittlung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit basiert auf der indirekten Methode, d. h., das Jahresergebnis nach Steuern wird um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge bereinigt. Nach Berücksichtigung der Veränderungen des Working Capital und darüber hinausgehender Forderungen und Verbindlichkeiten sowie latenter Steuern ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR –43.268 (2010: TEUR 20.349). Dies resultiert vorwiegend aus dem Konzernverlust einschließlich der Abschreibung in Höhe von TEUR 21.304 sowie der Erhöhung der Kapitalbindung im Working Capital in Höhe von TEUR 14.240.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR –45.850 (2010: TEUR –58.753). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 17.255 entfallen im Wesentlichen auf Formsätze für Windkraftanlagen. Zudem wurden Entwicklungsprojekte in Höhe von TEUR 23.435 aktiviert.

Umsatz nach IFRS 01.01.– 31.12.2011 TEUR

Umsatz nach IFRS 01.01.– 31.12.2010 TEUR

@

Verbindlichkeiten (–) 31.12.2010 TEUR

–171 601 20.421 48.338

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 158.171 (2010: TEUR 16.343) und resultiert überwiegend aus der im April 2011 begebenen Unternehmensanleihe sowie der Kapitalerhöhung vom März 2011.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

31.12.2011 TEUR

Am 17. und am 22. Februar 2012 hat sich die Nordex SE mit den an der syndizierten Kreditlinie und am Konsortialkredit beteiligten Kreditinstituten auf angepasste Bedingungen für eine langfristige Finanzierung verständigt. Danach steht die syndizierte Kreditlinie weiterhin bis Mai 2013 zur Verfügung.

Erklärung zum Deutschen Corporate Govern ance Kodex gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 23. März 2012 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung für das Geschäftsjahr 2011 abgegeben und den Aktionären im Internet unter www.nordex-online.com/de/ investor-relations/corporate-governance.html zugänglich gemacht.

Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften

Die Nordex Energy GmbH, Hamburg, und die Nordex Grundstücksverwaltung GmbH, Hamburg, sowie die Nordex Windpark Beteiligung GmbH, Hamburg, sind von der Offenlegungspflicht gemäß § 325 HGB unter Bezugnahme auf die Regelungen des § 264 (3) HGB befreit.

68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung

  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte

  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

Organe der Nordex SE

Aufsichtsrat

Während des Geschäftsjahres 2011 und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2011 waren als Mitglieder des Aufsichtsrats bestellt:

Uwe Lüders, Lübeck,

Vorsitzender des Aufsichtsrats sowie Vorsitzender des Präsidiums und Mitglied des Prüfungsausschusses (Audit Committee)

  • Vorsitzender des Vorstands der L. Possehl & Co. mbH, Lübeck
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Drägerwerk AG & Co. KGaA
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Drägerwerk Verwaltungs AG

Jan Klatten, München,

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Mitglied des Präsidiums und Mitglied des Strategieund Technikausschusses

  • Geschäftsführender Gesellschafter der momentum Beteiligungsgesellschaft mbH
  • Aufsichtsratsvorsitzender der asturia Automotive Systems AG

Dr. Dieter G. Maier, Reutlingen,

Mitglied im Strategie- und Technikausschuss Vorsitzender der Geschäftsführung UKM GmbH (interimistisch), anschließend Beirat der UKM GmbH

Carsten Risvig Pedersen, Humlebaek, Dänemark, Mitglied im Präsidium und des Prüfungsausschusses (Audit Committee) Unternehmer

Martin Rey, Traunstein, Vorsitzender des Prüfungsausschusses (Audit Committee)

  • Rechtsanwalt und geschäftsführender Gesellschafter der Maroban GmbH, Traunstein/München
  • Mitglied des Aufsichtsrats (Board) der BRISA Autoestradas de Portugal S.A., Portugal
  • Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Renerco AG, München
  • Mitglied des Aufsichtsrats (Board) der Babcock & Brown European Investments S.à r.l., Luxemburg

Dr. Wolfgang Ziebart, Starnberg,

Mitglied im Strategie- und Technikausschuss

  • Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Infineon AG
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Autoliv Inc., Stockholm/Schweden
  • Mitglied des Aufsichtsrats der ASML Holding N.V., Veldhoven/Niederlande

Vorstand

Thomas Richterich, Hamburg

(Vorstandsvorsitzender) (bis 29. Februar 2012)

Dr. Jürgen Zeschky, Rot am See

(Vorstandsvorsitzender) (ab 1. März 2012)

Lars Bondo Krogsgaard, Hamburg

(Vorstand Customers)

Ulric Bernard Schäferbarthold, Hamburg (Vorstand Finanzen)

Dr. Marc Sielemann, München

(Vorstand Operations)

Dr. Eberhard Voß, Biendorf

(Vorstand Technik) (bis 30. September 2011)

Den Organmitgliedern waren zum 31. Dezember 2011 folgende Aktien zuzurechnen:

Name Organ
stellung
Aktien
Jan Klatten Aufsichtsrat 18.382.000 über eine Beteili
gung an der momentum
capital Vermögensverwal
tungsgesellschaft mbH und
der Ventus Venture Fund
GmbH & Co. Beteiligungs KG
Carsten
Risvig
Pedersen
Aufsichtsrat 372.100 über eine 50 %ige
Beteiligung an der
CJ Holding ApS
Thomas
Richterich
Vorstands
vorsitzender
545.734 direkt
Dr. Eberhard
Voß
Vorstand
Technik
1.000 direkt

Auf die Vorstände entfallen in Summe Aktienoptionen an der Nordex SE in Höhe von 200.000 Stück.

Vergütungsbericht

Vorstand

Die Vergütung für die Mitglieder des Vorstands besteht aus festen, d. h. erfolgsunabhängigen, und variablen, d. h. erfolgsabhängigen, Vergütungskomponenten. Mit dieser Kombination werden Leistung und Verantwortung der einzelnen Vorstandsmitglieder in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Unternehmens honoriert. Die Gewährung von Aktienoptionen stellt darüber hinaus eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung, ausgerichtet auf die zukünftige Unternehmensentwicklung, dar.

Im Geschäftsjahr 2011 setzten sich die Gesamtbezüge des Vorstands wie folgt zusammen:

Die erfolgsunabhängigen Komponenten umfassen eine monatlich ausgezahlte Fixvergütung und die Überlassung eines Firmenwagens zur privaten Mitbenutzung sowie die Prämie für die D&O-Versicherung, soweit diese den gesetzlich für Vorstände vorzusehenden Selbstbehalt übersteigt.

Für Herrn Dr. Voß, der sein Amt als Vorstand der Nordex SE zum 30. September 2011 beendete, wurde das gemäß Dienstvertrag vereinbarte monatliche Gehalt bis zum Vertragsende am 31. Dezember 2011 weitergezahlt. Die Langfristtantieme wurde mit der Zahlung eines Betrags von EUR 255.000 abgegolten und für die variable Jahrestantieme des Jahres 2011 ein Auszahlungsbetrag von EUR 114.800 vereinbart. Eine Abfindung wurde nicht vereinbart. Da jedoch Herr Dr. Voß der Gesellschaft auf Anforderung in begrenztem Umfang als Berater für eine Übergangszeit von drei Monaten zur Verfügung steht, hat Nordex pauschal ein Beratungsstundenkontingent im Wert von EUR 30.000 ausgezahlt.

Die erfolgsabhängigen Komponenten bestimmen sich als prozentualer Anteil des EBIT. Die erdienten Ansprüche kommen nach Ablauf der Hauptversammlung, die den Konzernabschluss für das betreffende Geschäftsjahr entgegennimmt oder über seine Billigung entscheidet, zur Auszahlung.

Zur Sicherstellung eines angemessenen, langfristig ausgerichteten Vergütungssystems wurden indi viduelle Drei-Jahres-Zielvereinbarungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat getroffen. Zudem wurde dem Vorstand in Vorjahren die Option auf insgesamt 200.000 Aktien gewährt. Im Geschäftsjahr 2011 erfolgten neben der Auszahlung der Langfristtantieme an Herrn Dr. Voß keine Auszahlungen langfristiger Vergütungsbestandteile.

Die Bezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 setzen sich individualisiert wie folgt zusammen:

Erfolgs
unab
hängige
Kompo
nenten
Erfolgs
ab
hängige
Kompo
nenten
Kompo
nenten
mit lang
fristiger
Anreiz
Summe
EUR EUR wirkung
EUR
EUR
T. Richterich 554.774 246.000 450.000 1.250.774
L. Krogsgaard 350.845 168.000 210.559 729.404
B. Schäferbarthold 230.215 24.000 350.000 604.215
Dr. M. Sielemann 263.133 24.000 397.291 684.424
Dr. E. Voß 203.395 138.800 335.000 677.195
1.602.362 600.800 1.742.850 3.946.012

Die Vorstandsbezüge hatten sich im Geschäftsjahr 2010 auf EUR 2.237.392 belaufen. Darüber hinaus war aus der Zuführung zum Aktienoptionsplan für die Vorstandsmitglieder ein Aufwand von EUR 395.358 entstanden.

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

72 Konzernanhang

  • 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk

Aufsichtsrat

@

Die individualisierte Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung der Gesellschaft veröffentlicht (www.nordex-online.com/de/investor-relations/ veroeffentlichungen). Die erfolgsunabhängige Vergütung beträgt EUR 15.000 pro Jahr für jedes Aufsichtsratsmitglied. Zusätzlich erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine variable erfolgsabhängige Vergütung, die sich auf der Grundlage des Anteils des um die Steuern und das Finanzergebnis bereinigten Konzernjahresüberschusses (EBIT) am Konzernumsatz (EBIT-Marge) des jeweiligen Geschäftsjahres wie folgt bemisst:

EBIT-Marge Betrag der variablen
Vergütung in EUR
>_ 5 % 5.000,00
>_ 7 % 10.000,00
>_ 9 % 15.000,00

Maßgeblich für die Berechnung der EBIT-Marge sind EBIT und Umsatz, wie sie sich aus dem festgestellten und mit einem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers der Gesellschaft versehenen Konzernabschluss für das jeweilige Geschäftsjahr ergeben. Die variable Vergütung für ein Geschäftsjahr wird nach Ablauf der Hauptversammlung fällig, die den Konzernabschluss für das betreffende Geschäftsjahr entgegennimmt oder über seine Billigung entscheidet.

Der Vorsitzende erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache des sich aus der Summe der festen und der variablen Vergütung ergebenden Betrags.

Zu dem Auslagenersatz und den Vergütungen gemäß § 17 Abs. (1) bis (3) der Satzung werden anfallende Umsatzsteuern (Mehrwertsteuer) erstattet. Soweit die Gesellschaft eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) für Organmitglieder abschließt und sich der Versicherungsschutz auch auf die Mitglieder des Aufsichtsrats erstreckt, trägt die Gesellschaft die Versicherungsprämie hierfür.

Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 setzen sich wie folgt zusammen:

Erfolgs
unab
hängige
Kompo
nenten
Erfolgs
ab
hängige
Kompo
nenten
Kompo
nenten
mit lang
fristiger
Anreiz
Summe
EUR EUR wirkung
EUR
EUR
U. Lüders 30.000 0 0 30.000
J. Klatten 22.500 0 0 22.500
Dr. D. G. Maier 15.000 0 0 15.000
C. Pedersen 15.000 0 0 15.000
M. Rey 15.000 0 0 15.000
Dr. W. Ziebart 15.000 0 0 15.000
112.500 0 0 112.500

Die Bezüge des Aufsichtsrats hatten sich im Geschäftsjahr 2010 auf EUR 122.395 belaufen.

Bezüge/Pensionsrückstellung ehemaliger Vorstände

Für zwei ausgeschiedene Vorstandsmitglieder mit einer unverfallbaren Anwartschaft sind zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 206 (2010: TEUR 196) gebildet worden.

Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2011 betragen für die Abschlussprüfung TEUR 180 (2010: TEUR 172). Darüber hinaus entfielen auf Steuerberatungsleistungen TEUR 18 (2010: TEUR 72) sowie auf sonstige Leistungen insgesamt TEUR 135 (2010: TEUR 27).

Nordex SE Rostock, den 23. März 2012

Dr. J. Zeschky L. Krogsgaard B. Schäferbarthold Dr. M. Sielemann Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand Vorstand

Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangs Zugänge Erst Abgänge Umglie Fremd End
bestand konsoli derung währung bestand
01.01.2011 dierung 31.12.2011
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 79.414 611 62 262 1.177 1.296 82.298
Technische Anlagen und Maschinen 47.378 8.310 0 2.734 9.429 796 63.179
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 37.776 6.503 68 3.056 0 454 41.745
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 18.324 3.429 0 2.907 –10.606 144 8.384
Summe Sachanlagen 182.892 18.853 130 8.959 0 2.690 195.606
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 14.461 335 1.353 0 0 0 16.149
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 79.668 23.435 0 3.964 0 0 99.139
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 23.492 1.842 179 1.005 0 272 24.780
Summe immaterielle Vermögenswerte 117.621 25.612 1.532 4.969 0 272 140.068
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangs
bestand
01.01.2010
Zugänge Abgänge Umglie
derung
Fremd
währung
End
bestand
31.12.2010
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 54.608 13.859 339 10.774 512 79.414
Technische Anlagen und Maschinen 33.486 11.782 6.922 8.265 767 47.378
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
30.767 13.089 6.162 –230 312 37.776
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
27.515 8.842 162 –18.843 972 18.324
Summe Sachanlagen 146.376 47.572 13.585 –34 2.563 182.892
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 14.461 0 0 0 0 14.461
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 60.102 20.719 1.153 0 0 79.668
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 19.741 3.684 415 34 448 23.492
Summe immaterielle Vermögenswerte 94.304 24.403 1.568 34 448 117.621

Konzernabschluss 66 Konzernbilanz

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
  • 72 Konzernanhang 116 Entwicklung der
  • Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte
  • 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk
Buchwert Abschreibungen
31.12.2011 End
bestand
31.12.2011
Fremd
währung
Umglie
derung
Abgänge Zugänge Anfangs
bestand
01.01.2011
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
67.488 14.810 202 19 247 3.350 11.486
38.154 25.025 485 0 2.686 6.414 20.812
19.889 21.856 217 –19 2.426 6.221 17.863
8.384 0 –25 0 942 362 605
133.915 61.691 879 0 6.301 16.347 50.766
11.648 4.501 0 0 0 0 4.501
62.140 36.999 0 0 2.098 8.065 31.032
5.532 19.248 131 0 609 3.359 16.367
79.320 60.748 131 0 2.707 11.424 51.900
Buchwert Abschreibungen
31.12.2010 End
bestand
31.12.2010
Fremd
währung
Umglie
derung
Abgänge Zugänge Anfangs
bestand
01.01.2010
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
67.928 11.486 108 799 183 2.743 8.019
26.566 20.812 465 –197 6.691 4.881 22.354
19.913 17.863 118 –602 5.830 5.907 18.270
17.719 605 12 0 0 334 259
132.126 50.766 703 0 12.704 13.865 48.902
9.960 4.501 0 0 0 0 4.501
48.636 31.032 0 0 4 5.538 25.498
7.125 16.367 144 0 239 3.127 13.335
65.721 51.900 144 0 243 8.665 43.334

Aufstellung des Anteilsbesitzes

zum 31. Dezember 2011

Währung
Konsolidierte verbundene Unternehmen
(Werte gemäß statutarischen Abschlüssen bzw. nach einheitlichen Konzerngrundsätzen aufgestellten Abschlüssen)
Nordex SE, Rostock (Konzernobergesellschaft)* EUR
Nordex Advanced Development, Bad Doberan, Deutschland EUR
Nordex Energy B.V., Rotterdam, Niederlande EUR
Nordex Energy GmbH, Hamburg, Deutschland* EUR
Nordex Grundstücksverwaltung GmbH, Hamburg, Deutschland* EUR
Nordex Offshore GmbH, Hamburg, Deutschland EUR
Nordex Windpark Beteiligung GmbH, Hamburg, Deutschland* EUR
Nordex Energy Ibérica S.A., Barcelona, Spanien EUR
Nordex Energy Ireland Ltd., Dublin, Irland EUR
Nordex Enerji A.S., Istanbul, Türkei EUR
Nordex France S.A.S., La Plaine Saint-Denis, Frankreich EUR
Nordex Hellas Monoprosopi EPE, Melissia, Griechenland EUR
Nordex Italia Srl., Rom, Italien EUR
Nordex Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen EUR
Nordex Sverige AB, Uppsala, Schweden EUR
Nordex UK Ltd., Didsbury, Großbritannien EUR
Nordex USA Inc., Chicago, USA EUR
Nordex USA Management LLC, Chicago, USA**** EUR
Nordex (Beijing) Wind Power Engineering & Technology Co. Ltd., Peking, China EUR
Nordex (Yinchuan) Wind Power Equipment Manufacturing Co.Ltd., Ningxia, China EUR
Nordex (Dongying) Wind Power Equipment Manufacturing Co.Ltd., Dongying, China EUR
Nordex Singapore Equipment Private Ltd., Singapur, Singapur EUR
Nordex Singapore Service Private Ltd., Singapur, Singapur EUR
NPV Dritte Windpark GmbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland EUR

Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen

(Werte gemäß statutarischen Abschlüssen bzw. nach einheitlichen Konzerngrundsätzen aufgestellten Abschlüssen)
Nordex Windpark Verwaltung GmbH, Hamburg, Deutschland EUR
natcon 7 GmbH, Hamburg, Deutschland EUR
Parc Éolien d'Auneau, S.A.S., Paris, Frankreich*
EUR
Parc Éolien Harbonnieres/Framerville-Rainecourt S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien des Caulieres Eplessier Lamaronde S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien de Dehlingen S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien du Chemin de Serrouville S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien des Croquettes S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien de l'Alizier S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien de la Chaussée de César Nord S.A.S., Paris, Frankreich***
EUR
  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
  • 72 Konzernanhang 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen
  • Vermögenswerte 118 Aufstellung des
  • Anteilsbesitzes 126 Versicherung der
  • gesetzlichen Vertreter 127 Bestätigungsvermerk
Anteil am
Kapital in %
Ergebnis
01.01.–31.12.2011
Eigenkapital
01.01.–31.12.2011
Beteiligung
über
–48.523.777,42 277.219.045,04
80,00 –95.765,82 1.603.234,18 Nordex SE
100,00 –951.876,50 11.862.337,21 Nordex SE
100,00 0,00 7.607.762,62 Nordex SE
100,00 0,00 52.000,00 Nordex SE
100,00 –88.046,46 94.094,44 Nordex SE
100,00 0,00 74.825,12 Nordex SE
100,00 1.127.212,16 7.702.034,39 Nordex Energy B.V.
100,00 605.748,48 2.260.931,41 Nordex Energy B.V.
96/1/1/1/1 1.898.178,81 1.308.076,36 Nordex Energy B.V./Nordex SE/Nordex
Energy GmbH/Nordex Windpark Beteili
gung GmbH/Nordex Grundstücksverwal
tung GmbH
100,00 –3.317.413,54 –4.511.625,83 Nordex Energy B.V.
100,00 –313.803,41 –1.515.815,60 Nordex Energy GmbH
100,00 3.470.413,06 13.673.421,94 Nordex Energy B.V.
99/1 3.008.681,28 3.999.755,15 Nordex Energy B.V./Nordex Energy GmbH
100,00 –2.669.450,54 –1.749.862,37 Nordex Energy B.V.
100,00 –1.520.841,83 –9.063.440,38 Nordex Energy B.V.
100,00 –17.405.102,24 –1.385.677,04 Nordex Energy B.V.
100,00 –3.823,32 –4.129,90 Nordex USA Inc.
100,00 –4.536.695,76 –5.021.498,61 Nordex Energy GmbH
60,00 –2.500.957,59 4.673.242,64 Nordex Energy GmbH
100,00 –2.387.463,94 16.819.434,55 Nordex Energy GmbH
100,00 574.828,16 225.708,79 Nordex Energy GmbH
100,00 –126.822,75 –154.540,67 Nordex Energy GmbH
100,00 32.247,53 97.495,03 Nordex Grundstücksverwaltung GmbH
100,00 –1.851,80 7.062,60 Nordex SE
75,00 223.010,82 1.454.643,39 Nordex SE
100,00 –17.755,02 –2.699,77 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –4.585,94 24.776,06 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 4.749,74 16.858,47 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –72.117,56 –59.857,67 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –4.556,83 18.524,22 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –54.521,51 –68.254,82 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.512,35 21.016,13 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –45.255,10 –25.648,09 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
Währung
Parc Éolien de la Chaussée Brunhaut S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien de Fillières S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien des Hauts de Sarre S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien de la Côte de Repy S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien de Laborde S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien de Landelles S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien de l'Artois S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien de Zondrange S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien de Point de Vue S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien de Rimling-Erching S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien de Grivaudines S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien des Pelures Blanches S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien de Longchamp S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien d'Oberdorff S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien de Campagne S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex I S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex II S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex III S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex IV S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex V S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex VI S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex VII S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex VIII S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex IX S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex X S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XI S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XII S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XIII S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XIV S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XV S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XVI S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XVII S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XVIII S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XIX S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XX S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XXI S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XXII S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XXIII S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XXIV S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XXV S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XXVI S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XXVII S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XXVIII S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XXIX S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XXX S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XXXI S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XXXII S.A.S., Paris, Frankreich*** EUR
Parc Éolien Nordex XXXIII S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XXXIV S.A.S., Paris, Frankreich* EUR

Konzernabschluss 66 Konzernbilanz

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
  • 72 Konzernanhang 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen
  • Vermögenswerte 118 Aufstellung des
  • Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk
Kapital in % 01.01.–31.12.2011 01.01.–31.12.2011 über
100,00 –2.351,57 24.291,39 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –89.874,56 –73.131,16 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.511,26 23.084,12 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –8.327,07 –12.221,18 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.450,09 23.407,25 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.415,50 23.329,85 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –2.277,82 24.489,43 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –2.295,15 23.987,00 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.432,21 23.538,92 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –2.382,27 24.739,71 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.405,93 23.727,56 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –7.644,98 19.550,15 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –41.106,77 –45.034,12 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.352,58 23.800,76 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.387,20 23.799,77 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.862,84 26.490,19 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.825,70 28.522,33 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –324,97 30.023,86 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.825,70 28.523,13 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.781,14 28.523,13 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.825,70 28.612,77 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.826,12 28.612,35 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,00 29.049,85 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,00 28.656,47 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.372,10 26.830,51 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –2.867,95 27.720,19 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,40 28.807,60 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,40 28.807,60 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,00 28.816,46 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,00 28.808,00 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 91.060,93 121.650,93 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,00 28.812,23 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,00 28.808,00 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.878,26 28.711,38 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,00 28.808,00 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,00 28.816,46 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,67 28.815,55 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,00 28.808,00 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,00 28.816,86 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,00 28.813,08 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,00 28.812,63 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,00 28.812,47 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.828,72 28.813,85 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,18 28.889,50 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.781,99 28.816,71 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.782,00 29.029,93 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –1.825,70 29.011,13 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.230,01 27.579,70 Nordex Windpark Beteiligung GmbH

100,00 –3.290,01 27.500,27 Nordex Windpark Beteiligung GmbH

Eigenkapital

Beteiligung

Anteil am

Ergebnis

Währung
Parc Éolien Nordex XXXV S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XXXVI S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XXXVII S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XXXVIII S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XXXIX S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XL S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XLI S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XLII S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XLIII S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XLIV S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XLV S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XLVI S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XLVII S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XLVIII S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex XLIX S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Parc Éolien Nordex L S.A.S., Paris, Frankreich* EUR
Vent D'Est S.à r.l., Paris, Frankreich*** EUR
Sechste Windpark Support GmbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland EUR
Qingdao Huawei Wind Power Co. Ltd., Qingdao, China** EUR
Farma Wiatrowa Bełzce Sp. z o.o., Warschau, Polen*** EUR
Farma Wiatrowa Orla Sp. z o.o., Warschau, Polen*** EUR
Farma Wiatrowa Wymysłów Sp. z o.o., Warschau, Polen*** EUR
Farma Wiatrowa Zbuczyn Sp. z o.o., Warschau, Polen*** EUR
Farma Wiatrowa Liw Sp. z o.o., Warschau, Polen*** EUR
Vindkraftpark Aurvandil AB, Uppsala, Schweden*** EUR
Vindkraftpark Brynhild AB, Uppsala, Schweden* EUR
Vindkraftpark Dieser AB, Uppsala, Schweden* EUR
Vindkraftpark Embla AB, Uppsala, Schweden* EUR
Vindkraftpark Freja AB, Uppsala, Schweden* EUR
Republic Wind LLC, Delaware, USA EUR
Flat Rock Wind LLC, Delaware, USA EUR
Big Berry Wind Farm, LLC, Delaware, USA EUR
Green Hills Wind, LLC, Delaware, USA EUR
Advent Wind LLC, Delaware, USA* EUR
Ringneck Prairie Wind LLC, Delaware, USA EUR
Way Wind, LLC, Delaware, USA EUR
Beebe Wind LLC, Delaware, USA EUR

Assoziierte Unternehmen

(Werte gemäß statutarischen Abschlüssen bzw. nach einheitlichen Konzerngrundsätzen aufgestellten Abschlüssen)
KNK Wind GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland*** EUR
Beebe Renewable Energy LLC, Delaware, USA**** EUR
Way Wind LLC, Nebraska, USA EUR
Seneca Mountain LLC, Delaware, USA**** EUR

Konzernabschluss 66 Konzernbilanz

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
  • 72 Konzernanhang 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen

Vermögenswerte 118 Aufstellung des

  • Anteilsbesitzes 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk
Anteil am Ergebnis Eigenkapital Beteiligung
Kapital in % 01.01.–31.12.2011 01.01.–31.12.2011 über
100,00 –3.229,99 27.490,15 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.229,99 27.489,99 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.232,98 27.487,00 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.229,99 27.487,77 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.186,29 27.533,85 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.229,98 27.502,95 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.230,25 27.527,01 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.233,25 27.524,01 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.233,27 27.523,98 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.233,24 27.544,01 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.193,24 27.564,01 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.233,25 27.524,00 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.233,25 27.524,00 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.233,25 27.512,05 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.233,25 27.524,00 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –3.233,24 27.524,01 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
50,00 –1.009,79 –2.567,99 Nordex France S.A.S.
100,00 –538,99 –3.131,51 Nordex Grundstücksverwaltung GmbH
66,70 –190.406,15 4.478.667,31 Nordex Energy GmbH
99/1 –4.056,00 2.146,32 Nordex Windpark Beteiligung GmbH/
Nordex Energy GmbH
99/1 –4.056,00 2.146,32 Nordex Windpark Beteiligung GmbH/
Nordex Energy GmbH
99/1 –4.056,00 2.146,32 Nordex Windpark Beteiligung GmbH/
Nordex Energy GmbH
99/1 –4.056,00 2.146,32 Nordex Windpark Beteiligung GmbH/
Nordex Energy GmbH
99/1 –4.056,00 2.146,32 Nordex Windpark Beteiligung GmbH /
Nordex Energy GmbH
100,00 0,00 5.602,24 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 0,00 5.602,24 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 0,00 5.602,24 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 0,00 5.602,24 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 0,00 5.602,24 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
100,00 –317.288,72 –342.730,91 Nordex USA Inc.
100,00 –221.747,53 –239.528,63 Nordex USA Inc.
100,00 –41.744,69 –45.092,04 Nordex USA Inc.
100,00 –143.794,06 –155.324,37 Nordex USA Inc.
100,00 0,00 0,00 Nordex USA Inc.
100,00 –517,03 –558,48 Nordex USA Inc.
100,00 –5.756,85 –6.218,47 Nordex USA Inc.
100,00 –30.076,50 –32.488,23 Nordex USA Inc.
38,90 –460.809,57 3.442.205,09 Nordex Offshore GmbH
54,45 –1.272.931,95 1.068.274,44 Nordex USA Inc.
28,00 –471.340,13 218.200,76 Nordex USA Inc.
94,00 –130.242,65 214.806,14 Nordex USA Management LLC

Währung

Sonstige Anteile (nicht konsolidiert)
(Werte gemäß statutarischen Abschlüssen)
Parc d'Energie de Conlie P.E.C. S.à r.l., La Martyre, Frankreich*** EUR
Sameole Bois du Goulet, Caen, Frankreich** EUR
Société Éolienne de Roussée-Vassé S.E.R.V S.à r.l., Rouesse Vasse, Frankreich*** EUR
Vent Local S.A.S., Vienne, Frankreich** EUR
Cater Eolica S.L., Tarragona, Spanien EUR
K/S Whitewater Wind Power Invest I, Komplementarselskabet Whitewater Invest I ApS,
Fredriksværk, Dänemark**
EUR
K/S Whitewater Wind Power Invest VII, Komplementarselskabet Whitewater Invest VII ApS,
Hjallerup, Dänemark**
EUR
K/S Whitewater Wind Power Invest VIII, Komplementarselskabet Whitewater Invest VIII ApS,
Roskilde, Dänemark**
EUR

*) Gewinnabführungsvertrag; Jahresergebnis u. Eigenkapital nach Ergebnisabführung bzw. Ergebnisübernahme nach landesrechtlichen Vorschriften

**) Jahresabschluss 31.12.2010 (Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010)

***) vorläufiger Abschluss zum 31.12.2011

****) Gesellschaft im Zeitraum 2011 gegründet

*****) Gesellschaft im Zeitraum 2011 gegründet, vorläufiger Abschluss zum 31.12.2011 ******) Abweichendes Geschäftsjahr 1.7.2011 bis zum 30.6.2012, Abschluss per 30.06.2011

*******) in Liquidation

********) Abschluss zum 31.12.2009

Konzernabschluss 66 Konzernbilanz

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
  • 72 Konzernanhang 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen

Vermögenswerte 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes

  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 127 Bestätigungsvermerk
Anteil am
Kapital in %
Ergebnis
01.01.–31.12.2011
Eigenkapital
01.01.–31.12.2011
Beteiligung
über
50,00 –27,15 929,52 Nordex France S.A.S.
50,00 –199,00 1.000,00 Nordex France S.A.S.
50,00 –27,15 –1.576,49 Nordex France S.A.S.
9,00 –3.011,00 –21.334,00 Nordex France S.A.S.
33,30 –14.778,19 –5.520,20 Nordex Energy Ibérica S.A.
33,33 –44.416,40 18.439,49 Nordex Energy GmbH
11,11 –38.500,64 23.720,83 Nordex Energy GmbH
11,11 –29.564,71 –133.628,98 Nordex Energy GmbH

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß §§ 297 Abs. 2 Satz 4 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Nordex SE Rostock, den 23. März 2012

Dr. J. Zeschky L. Krogsgaard B. Schäferbarthold Dr. M. Sielemann Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand Vorstand

  • 68 Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung
  • 68 Konzern-Gesamt ergebnisrechnung
  • 69 Konzern-Kapitalfluss rechnung
  • 70 Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung
  • 72 Konzernanhang 116 Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen
  • Vermögenswerte 118 Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 126 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 127 Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der Nordex SE, Rostock, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang sowie den Konzernlagebericht der Nordex SE, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kon trollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die

Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 23. März 2012

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Niklas Wilke ppa. Dr. Thomas Ull Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Konzernstruktur der Nordex-Gruppe*

Glossar

Accelerated Bookbuilding

Platzierung von Wertpapieren, bei der Investoren innerhalb einer bestimmten Zeichnungsfrist ohne die Veröffentlichung eines Verkaufsprospekts auf den Kauf einer Aktie in einer vorgegebenen Preisspanne bieten können.

Aktienoptionen

Optionen sind derivative Finanzinstrumente, die ihren Eigentümer berechtigen, zu einem späteren Zeitpunkt Wertpapiere zu einem vorher vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Avale

Bürgschaften.

Azimutsystem

Drehmechanismus, der es ermöglicht, das Maschinen haus horizontal nachzuführen, damit der Rotor immer genau in Windrichtung steht.

Bruttoinlandsprodukt

Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gibt alle neu zur Verfügung stehenden Waren und Dienstleistungen zu ihren aktuellen Marktpreisen an, die im Inland innerhalb eines Jahres von In- und Ausländern hergestellt wurden.

Cashflow

Wirtschaftliche Messgröße, die den aus der Umsatztätigkeit und sonstigen laufenden Tätigkeiten erzielten Nettozufluss liquider Mittel während einer Periode darstellt.

CCV (Cold Climate Version)

Die an extrem niedrige Umgebungstemperaturen angepasste Version einer Windenergieanlage.

Central Engineering

Ingenieurswissenschaftlicher Unternehmensbereich.

Corporate Compliance

Gesamtheit der Maßnahmen (z. B. Verhaltenskodex, Compliance-Team), die das rechtmäßige Verhalten eines Unternehmens, der Leitungs- und Aufsichtsorgane sowie seiner Mitarbeiter sicherstellen soll.

Corporate Governance Kodex

Kodex der deutschen Regierungskommission Corporate Governance aus dem Jahr 2002, der national und international anerkannte Standards fairer und verantwortungsvoller Unternehmensführung regelt.

Covenants

Individuell ausgehandelte Darlehensbedingungen, die es dem Kreditgeber ermöglichen, bei Verletzung bestimmter Bedingungen durch den Kreditnehmer den Kredit zu kündigen.

D&O-Versicherung

Directors-and-Officers-Liability-Versicherung. Die D&O-Versicherung ist eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung, die die Organmitglieder vor den Folgen der Managerhaftung schützt.

Deckungsbeitrag

Auftragswert abzüglich projektbezogener Materialkosten.

EBIT

Earnings before Interest and Taxes (Ergebnis vor Zinsen und Steuern).

EEG

Erneuerbare-Energien-Gesetz. Das EEG regelt seit dem 1. April 2000 die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das deutsche Stromnetz. Das EEG wurde zum 1. Januar 2012 umfassend novelliert und sichert Betreibern von Onshore-Anlagen nun eine Anfangsvergütung von mindestens EUR 8,93 ct/kWh.

Eigenkapitalquote

Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme. Gilt als Messgröße zur Ermittlung des "werthaltigen" bilanziellen Vermögens einer Gesellschaft.

Emissionshandel

Handel mit Zertifikaten, die z. B. zum Ausstoß einer bestimmten Menge eines Schadstoffs berechtigen (CO2-Zertifikate) oder eine bestimmte Menge erneuerbarer Energie ("Grüne Zertifikate") repräsentieren. Zertifikate zählen zu den Instrumenten der Klimapolitik, die staatliche Eingriffe und marktwirtschaftliche Instrumente vereinen.

Generator

Der Generator einer Windenergieanlage wandelt mechanische in elektrische Energie um.

Getriebe

Das Getriebe liegt zwischen der langsamen Rotorwelle und der schnellen Generatorwelle. Es bewirkt, dass die Generatorwelle bis zu einhundert Mal schneller läuft als die Rotorwelle.

Hybridturm

Sonderform der Turmanlagen für Windenergieanlagen, bestehend aus einem Betonturm- und einem Stahlrohrturmsegment.

IEC

International Electrotechnical Commission. Unabhängige Institution, die globale Standards für elektrotechnische Geräte und Anlagen festlegt. Windgebiete werden dabei von der Kommission in die Windklassen IEC I (durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 10 m/s), IEC II (durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 8,5 m/s) und IEC III (durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 7,5 m/s) eingeteilt.

ITC Cash Grant

US-amerikanisches Anreizinstrument für Projekte im Bereich der alternativen Energien, das einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 30 % der Kapitalkosten gewährt.

Kapazitätsfaktor

Rechnerischer Anteil der Stunden im Jahr, in denen eine Windenergieanlage an einem Standort Volllastbetrieb erreichen kann.

Kilowatt

Leistung ist definiert als Energie pro Zeiteinheit und wird in Watt gemessen. Ein Kilowatt (kW) entspricht 1.000 Watt.

Megawatt

Ein Megawatt (MW) entspricht 1.000 Kilowatt.

Neugeschäft

Auftragseingang.

Offshore-Anlagen

In Küstengewässern errichtete Windenergieanlagen.

Onshore-Anlagen

Auf dem Festland errichtete Windenergieanlagen.

Pitch-Regelung

Regelung der Windenergieanlage durch Drehung des Rotorblatts um die Längsachse.

POC

Die Umsatzrealisierung erfolgt nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen nach dem Fertigstellungsgrad eines Auftrags (Percentage-of-Completion-Methode).

PTC

Der Production Tax Credit (PTC) garantiert Steuergutschriften auf die in den USA zu zahlenden Ertragsteuern für Unternehmen, die im Land Windenergieanlagen betreiben.

RENIXX

Aktienindex des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) für 30 weltweit führende börsennotierte Unternehmen der Regenerativen Energiewirtschaft.

Rohertrag

Der Rohertrag (auch: Bruttoertrag) ist eine Kennziffer zur Bestimmung der Kosteneffizienz und berechnet sich aus Umsatz abzüglich Materialaufwand.

Rotor

Der Rotor einer Windenergieanlage besteht aus den Rotorblättern und der Rotornabe. Der Rotor wird an die Rotorwelle montiert.

Simultaneous Engineering

Parallele Bearbeitung von Aufgaben im Rahmen der Produktentwicklung zur Verkürzung der Entwicklungszeit.

Streubesitz

Bezeichnet all jene Aktien eines Unternehmens, die am Markt frei gehandelt werden und nicht im Besitz von Anlegern sind, welche sich strategisch und langfristig an einem Unternehmen beteiligen wollen.

Stromgestehungskosten

Bezeichnet die Kosten der Umwandlung einer Energieform (z. B. Wind) in elektrischen Strom.

Syndizierter Kredit

Darlehen, das gemeinsam von mehreren Finanzinstituten vergeben wird.

TecDAX

Technologie-Index der Frankfurter Wertpapierbörse für die 30 größten deutschen Technologiewerte.

Unrated Bond

Anleihesegment bzw. Finanzierungsinstrument, das kein externes Rating durch eine Ratingagentur aufweist.

Verlustvortrag

Ein Verlustvortrag ist die Summe der Verluste, die in den abgelaufenen Wirtschaftjahren angefallen sind und nicht mit positiven Einkünften verrechnet werden konnten. Diese Verluste können auf spätere Wirtschaftsjahre vorgetragen werden. In steuerlicher Hinsicht verbindet man damit die Absicht, diese Verluste mit Gewinnen, die man für die Zukunft erwartet, zu verrechnen.

Volllaststunden

Der Ertrag einer Windenergieanlage ist von der Windgeschwindigkeit abhängig. Bei Werten zwischen 13 und 15 m/s erreichen Windenergieanlagen ihre maximale Leistung. Anhand der Anzahl der theoretisch erreichbaren Volllaststunden im Jahr wird die Standortqualität für Windparks beurteilt. Die Bandbreite liegt etwa zwischen 1.800 Stunden für Deutschland und 2.900 Stunden für Großbritannien.

Windpark

Windparks bestehen aus mehreren Windenergieanlagen, die gemeinsam betrieben werden.

Working Capital

Bezeichnet das in der Realisierungsphase eines Auftrags eingesetzte Kapital des Auftragnehmers.

Zertifizierung

Windenergieanlagen werden nach bestimmten Richtlinien zertifiziert. Dies stellt sicher, dass die Maschinen korrekt berechnet sind und ihre Betriebsführung sicher ist. In Deutschland sind der Germanische Lloyd bzw. der TÜV Nord die maßgeblichen Zertifizierungsstellen.

Adressen

Nordex SE

Langenhorner Chaussee 600 22419 Hamburg Deutschland

Nordex Energy GmbH

Erich-Schlesinger-Str. 50 18059 Rostock Deutschland

Nordex China

Room 808, First Shanghai Center, No. 39 Liangmaqiao Road Chaoyang District Beijing 1000125 V. R. China

Nordex USA, Inc.

300 South Wacker Drive, Suite 1500 Chicago, Illinois 60606 USA

Finanzkalender 2012

28. Februar 2012 Veröffentlichung vorläufiger Zahlen
für das Geschäftsjahr 2011
30. März 2012 Veröffentlichung Geschäftsbericht
für das Geschäftsjahr 2011
2. April 2012 Analystentelefonkonferenz, Bilanzpressekonferenz,
Frankfurt am Main
15. Mai 2012 Zwischenbericht zum ersten Quartal 2012
Telefonkonferenz
5. Juni 2012 Hauptversammlung, Rostock
14. August 2012 Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2012
Telefonkonferenz
13. November 2012 Zwischenbericht zum dritten Quartal 2012
Telefonkonferenz

Impressum

Herausgeber Konzept, Gestaltung und Satz
Nordex SE EGGERT GROUP, Düsseldorf
Investor Relations Fotografie
Langenhorner Chaussee 600 Christiane Koch, Dominik Obertreis, Nordex
22419 Hamburg Lithografie
Telefon +49 40 30030-1000 Farbort, Düsseldorf
Telefax +49 40 30030-1101 Druck
www.nordex-online.de WOESTE DRUCK + VERLAG, Essen

Disclaimer

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nordex-Konzerns beziehen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine Aussagen, die Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, und werden mitunter durch die Verwendung der Begriffe "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussehen", "annehmen" und ähnliche Formulierungen kenntlich gemacht. Zukunftsgerichtete Aussagen be ruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Prognosen und Erwartungen der Gesellschaft und unterliegen daher Risiken und Unsicher heitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlich erreichte Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser dieses Geschäftsberichts werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie kein unangemessenes Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen setzen sollten, die nur zum Datum dieses Geschäftsberichts Gültigkeit haben. Die Nordex SE beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.