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NeXR Technologies SE Interim / Quarterly Report 2018

Jul 17, 2018

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Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht 2018

Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2018
3
Vorbemerkung 3
A.
Grundlagen des Unternehmens
3
Wesentliche Veränderungen in der Struktur des Unternehmens 3
Geschäftsmodell 3
B.
Unternehmenssteuerung
4
Organe
4
Steuerungssystem
5
C.
Wirtschaftsbericht
5
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung 5
Darstellung der Lage der Gesellschaft 6
Gesamtaussage des Geschäftsführenden Direktors
6
Vermögenslage
6
Finanzlage
7
Ertragslage
8
D.
Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung und Ausblick

9
Chancen-
und Risikobericht
9
Ausblick 17
Versicherung
der gesetzlichen Vertreter
18
Bilanz 19
Gewinn-
und Verlustrechnung
21
Verkürzter Anhang zum Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2018 22
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
25

Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2018

Vorbemerkung

Die Deutsche Prüfungsstelle für Rechnungslegung e.V. (DPR) hat im Dezember 2018 eine Überprüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2017 sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2017 angekündigt. Die Prüfungshandlungen wurden im Februar 2019 aufgenommen und dauern zum Berichtsstichtag noch an.

Das Unternehmen hat nach Rücksprache mit dem Abschlussprüfer bestimmte Geschäftsvorfälle und Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der Ausgabe von Token (Staramba.Token) neu bewertet. Aufgrund der erforderlichen, eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen haben sich die Aufstellung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses und Lageberichts für das Geschäftsjahr 2018 und ebenso die Zwischenberichterstattung zum 30. Juni 2018 verzögert.

Der vom Geschäftsführenden Direktor aufgestellte Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht der Staramba SE (SSE) zum 30. Juni 2018 berücksichtigen daher alle nach dem Bilanzstichtag eingetretenen Umstände.

Der Zwischenlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung erheblich abweichen.

A. Grundlagen des Unternehmens

Wesentliche Veränderungen in der Struktur des Unternehmens

Der Berichtszeitraum und die Vorjahre sind nur begrenzt miteinander vergleichbar. Das Unternehmen hat nach wie vor den Charakter eines Technologie-Start-ups und durchlebt verschiedene, dynamische Entwicklungsstufen.

Im Berichtszeitraum hat das Unternehmen das Geschäftsmodell weiter geschärft und die Finanzierung des Geschäftsbetriebs durch den Verkauf der eigenen Kryptowährung Staramba.Token und durch Vereinbarungen mit Gesellschaftern sowie Dritten sichergestellt.

Geschäftsmodell

Die Staramba SE ist derzeit in den beiden Geschäftsbereichen 3D-Scannersysteme und VR-Erlebniswelten aktiv, die zukünftig durch die Einbindung der Kryptowährung Staramba.Token ergänzt werden.

Das Unternehmen entwickelt und produziert komplexe 3D-Fotogrammetrie-Scannersysteme, die sowohl für professionelle Studio-Zwecke (z.B. Videospieleanbieter, Filmstudios) als auch für Endverbraucheranwendungen (z.B. 3D-Figurendruck, soziale Netzwerke, Gesundheitsprogramme, E-Learning) verwendet werden können. Mit Hilfe der von Staramba

selbst entwickelten Hard- und Softwarelösungen lassen sich nahezu auf Knopfdruck fotorealistische, digitale Avatare erstellen.

Im Geschäftsbereich VR-Erlebniswelten entwickelt und produziert das Unternehmen als Agenturdienstleister digitale VR-Erlebniswelten für prominente Unternehmen und Stars aus der Sport- Musik- und Unterhaltungsbranche. Das hierbei gewonnene Know-how wird kontinuierlich für die weitere Konzeption sowie die zukünftige Entwicklung der unternehmenseigenen VR-Erlebniswelt MATERIA.ONE genutzt.

Im Berichtszeitraum hat das Unternehmen die erste Phase des Verkaufs der unternehmenseigenen Kryptowährung Staramba.Token eingeleitet. Die hieraus bislang erzielten Einnahmen wurden in die Weiterentwicklung des Unternehmens investiert.

B. Unternehmenssteuerung

Organe

Die Gesellschaft verfügt über eine monistische Führungsstruktur. Die Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Verwaltungsrat und die Geschäftsführenden Direktoren.

Im Berichtszeitraum bestand der Verwaltungsrat aus fünf Mitgliedern: Christian Daudert (Vorsitzender), Prof. Dr. Klemens Skibicki (stv. Vorsitzender), Rolf Elgeti, Marthe Rehmer (geb. Wolbring) und Marc Kneifel.

Auf der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2017, welche am 13. Februar 2019 stattfand, wurden mit Herrn Achim Betz und Herrn Axel von Starck zwei neue Mitglieder in den Verwaltungsrat gewählt. Diese ersetzten die bisherigen Verwaltungsratsmitglieder Frau Marthe Rehmer (geb. Wolbring) und Herrn Marc Kneifel, die mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung ihre Ämter als Mitglieder des Verwaltungsrats niedergelegt haben.

Der Verwaltungsrat besteht somit zum Veröffentlichungszeitpunkt aus den folgenden fünf Mitgliedern: Rolf Elgeti (Vorsitzender), Axel von Starck, Christian Daudert, Achim Betz (stv. Vorsitzender, Prüfungsausschussvorsitzender) und Prof. Dr. Klemens Skibicki.

Die Geschäftsführenden Direktoren im Berichtszeitraum waren Christian Daudert und Frederic Cremer. In seiner Sitzung am 27. April 2018 hat der Verwaltungsrat der SSE die Anstellung von Herrn Frederic Cremer aufgehoben.

Steuerungssystem

Die Unternehmensführung steuert das Unternehmen anhand von finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen. Zu den finanziellen Leistungsindikatoren gehören neben dem Umsatz und EBITDA auch die verfügbare Liquidität.

Staramba verwendet neben den genannten finanziellen Kennzahlen im Berichtsjahr auch ausgewählte nichtfinanzielle Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens. Dabei werden insbesondere die Anzahl der sogenannten Follower in den Social-Media-Kanälen und die Anzahl der Webseiten-Besucher überwacht.

C. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Mit einem Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,0% hat die Weltwirtschaft 2018 ihr Tempo im Vergleich zum Vorjahr aufrechterhalten. Nicht zuletzt haben ein zunehmender Handelsprotektionismus und Zollkonflikte dazu geführt, dass der Handel und die Investitionen auf internationaler Ebene insgesamt nachließen. Zudem haben Themen rund um internationale Beziehungen, so zum Beispiel Handelskonflikte oder die laufenden Brexit-Verhandlungen, die Konjunktur belastet. Trotzdem konnten die Volkswirtschaften der Industrieländer ihr dynamisches Wachstumstempo in Summe beibehalten. Einen maßgeblichen Anteil daran hatte die US-Wirtschaft, die nicht zuletzt aufgrund der fiskalpolitischen Impulse mit einem gesamtwirtschaftlichen Plus von annähernd 3% das Vorjahresergebnis noch einmal übertreffen konnte.

Die Wirtschaft der Europäischen Währungsunion dagegen konnte mit einer 2%igen Wachstumsrate nicht an die Dynamik des Vorjahres anknüpfen. Ausschlaggebend für die Verlangsamung des Wachstums waren vor allem die geringeren Impulse vom Außenhandel.

Die deutsche Wirtschaft ist in 2018 nur noch um 1,5 % gewachsen. Auch hier waren es vor allem die schwächere Exportentwicklung und eine Schwächephase im verarbeitenden Gewerbe, die eine kräftigere Expansion verhinderten.

Branchenentwicklung

Eine Gesamteinschätzung der Marktsituation liefert das aktuelle Update zum IDC VR (and AR) Forecast 2019*). Dieser korrigierte die ursprüngliche Schätzung von 2018 von 3,4 Mio. verkauften VR-Devices auf 5,5 Mio. Stück. Die Vorhersage für 2019 enthielt abermals einen starken Anstieg auf 7,9 Mio. Stück. Dies ist eine sehr positive Entwicklung, da die geringe Verbreitung an VR-fähigen Geräten einem breiten Markt an Endkunden bisher im Wege stand.

Die Käufe von sogenannten mobilen "Stand Alone Devices" (wie z.B. die neue Occulus Quest) nahmen um 92% zu. Doch auch der klassische Markt an hoch qualitativen kabelgebundenen "Tethered VR Devices" wächst im Vergleich zum Vorjahr um 56%. Insgesamt erkennt die Gesellschaft hier eine gute Marktentwicklung für zukünftige Staramba Produkte, weil der Markt an VR-Benutzern wächst und die Geräte hochqualitativer werden.

Quelle: *IDC - Worldwide Augmented and Virtual Reality Hardware Forecast Update, 2019–2023: CY 2Q19

Darstellung der Lage der Gesellschaft

Gesamtaussage des Geschäftsführenden Direktors

Im Berichtszeitraum lag der Schwerpunkt der Arbeit des Verwaltungsrats und des Geschäftsführenden Direktors auf den administrativen, bilanziellen und rechtlichen Herausforderungen, die sich aus dem Versagungsvermerk für das Geschäftsjahr 2017 sowie aus dem Token-Verkauf und den Finanzierungstätigkeiten im Berichtsjahr ergaben.

Trotzdem war das Unternehmen im Berichtszeitraum in der Lage, das Geschäftsmodell mit der begonnenen Herausgabe der eigenen Kryptowährung Staramba.Token als zukünftiges Zahlungsmittel und Abrechnungsplattform weiter zu schärfen.

Der Verwaltungsrat und der Geschäftsführende Direktor sind vom zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg des Geschäftsmodells mit den beiden Geschäftsbereichen 3D-Scannersysteme und VR-Erlebniswelten überzeugt und haben die Fortführung des Geschäftsbetriebs durch weitreichende Finanzierungszusagen von Ankerinvestoren sichergestellt.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen der Gesellschaft beträgt am Bilanzstichtag TEUR 29.468 (2017: TEUR 23.067). Die wesentliche Position hierbei bilden mit TEUR 27.541 die Geschäfts- oder Firmenwerte (2017: TEUR 21.158). Die zum 31. Dezember 2017 erfolgte außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 42.316 war um die nicht berücksichtigten

Ertragssteuerauswirkungen zu berichtigen. Zum 01. Januar 2018 wurde der Fehler in laufender Rechnung durch Zuschreibung in Höhe von TEUR 9.144 berichtigt und in Folge die passiven latenten Steuern aufwandswirksam um TEUR 2.759 erhöht.

Das Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 8.261 (2017: TEUR 9.389) beinhaltet TEUR 4.408 für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, wobei in dieser Position bereits eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 2.253 berücksichtigt ist. Die Kassen- und Bankbestände der Gesellschaft belaufen sich auf TEUR 263 (2017: TEUR 258). Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Stichtag in Höhe von EUR 178 bilanziert (2017: TEUR 137). Hierin sind im Wesentlichen Lizenzgebühren für nachfolgende Geschäftsjahre enthalten.

Die Bilanzsumme beträgt per 30. Juni 2018 TEUR 37.907 (2017: TEUR 32.593). Die Erhöhung im Vergleich zum 31. Dezember 2017 resultiert im Wesentlichen auf der Aktivseite aus der Korrektur der Firmenwerte in laufender Rechnung.

Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Die grundsätzlichen Ziele des Finanzmanagements liegen in der Optimierung der Ertragslage und der Liquiditätssicherung der Gesellschaft. Die Liquiditätsplanung wird auf Jahresbasis erstellt und monatlich überprüft und aktualisiert. Der Geschäftsführende Direktor erhält monatlich ein Liquiditätsreporting, das eine kurzfristige Liquiditätsvorschau ermöglicht. Da das Unternehmen derzeit noch nicht ausreichend frei verfügbare Liquidität erwirtschaftet, verzichtet es auf die Ausschüttung von Dividenden. Um den notwendigen unterjährigen Liquiditätsbedarf zu decken, ist das Unternehmen auf die Finanzierung aus Eigen- und Fremdmitteln angewiesen. Im Berichtszeitraum hat das Unternehmen seinen Finanzierungsbedarf im Wesentlichen durch Ausgabe von Staramba-Token sowie durch die Aufnahme von Darlehen bei Gesellschaftern und Dritten gedeckt.

Kapitalstruktur

Zum 30. Juni 2018 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 13.076 (2017: TEUR 14.992).

Die Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 1.596 (2017: TEUR 1.284) und bestehen aus Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 193 (2017: TEUR 193) und Sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.403 (2017: TEUR 1.091). Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Prozessrisiken zusammen. Daneben wurden Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, für Aufbewahrungspflichten und für zum Stichtag nicht verbrauchte Urlaubsansprüche der Mitarbeiter gebildet.

Die Verbindlichkeiten betragen TEUR 15.085 (2017: TEUR 10.239). Sie setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verbindlichkeiten aus wandelbaren Anleihen in Höhe von TEUR

3.500 (2017: EUR 3.500), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.136 (2017: TEUR 446), Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.752 (2017: TEUR 6.292) sowie Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlung in Höhe von TEUR 1.696 (2017: TEUR 0,7). Die erhaltenen Anzahlungen aus der Ausgabe von Token sind nicht rückzahlbar. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen in Höhe von TEUR 122 (2017: TEUR 2).

Investitionen

Im Berichtszeitraum eröffnete die Gesellschaft ein digitales Filmstudio (Motion Capturing Studio) zur digitalen Erfassung von Bewegungsabläufen und baute die Geschäftsräume um. Insgesamt investierte die Gesellschaft in Betriebsausstattung, Einbauten, Software und EDV im Wert von TEUR 591.

Liquidität

Bezüglich der zum Zeitpunkt der Berichtserstellung angespannten Liquiditätslage und dem negativen bilanziellen Eigenkapital zum Zeitpunkt der Berichtserstellung verweisen wir auf unsere Ausführungen im Risikobericht.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtszeitraum TEUR 70 (1. HJ 2017: TEUR 5.399). Das Unternehmen hat sich im Berichtszeitraum nahezu vollständig auf die Ausgabe von Token (erhaltene Anzahlungen) konzentriert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf TEUR 9.160 (1. HJ 2017: TEUR 47) und resultierten aus der Zuschreibung auf den Firmenwert.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen aufgrund der Aufwendungen im Zusammenhang mit der Ausgabe von Token TEUR 777 (1. HJ 2017: TEUR 1.307).

Der Personalaufwand betrug TEUR 2.488 (1. HJ 2017: TEUR 893). Die Erhöhung des Personalaufwands im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist auf die deutlich gestiegene Mitarbeiteranzahl zurückzuführen.

Die planmäßigen Abschreibungen betrugen TEUR 3.303 (1. HJ 2017: TEUR 6.464) und resultierten im Wesentlichen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, insbesondere des Geschäfts- und Firmenwertes mit TEUR 2.760.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf TEUR 2.263 (1. HJ 2017: TEUR 1.266). Die Rechts- und Beratungskosten, Werbe- und Reisekosten, Abschluss- und Prüfungskosten, sowie Lizenzkosten und Mieten sind insgesamt gestiegen.

Das operative Ergebnis (EBITDA) belief sich auf TEUR 3.704.

Das Finanzergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf TEUR -231 (1. HJ 2017: TEUR -171).

Das Ergebnis nach Steuern (Halbjahresfehlbetrag) beträgt TEUR -1.916 (Voperiode: EUR -3.166) und ist wesentlich auf den Ertrag aus der Zuschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes (Fehlerkorrektur) zurückzuführen.

D. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung und Ausblick

Chancen- und Risikobericht

Der bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken bildet die Grundlage für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. In einem weltweit dynamisch wachsenden Branchenumfeld ergeben sich für die SSE regelmäßig Chancen, die sie erfolgreich nutzen möchte. Auf der anderen Seite gilt es, Risiken angemessen zu steuern, um den Bestand des Unternehmens zu sichern. Das Chancen- und Risikomanagement wird daher zukünftig ein wichtiger Baustein der Unternehmenssteuerung der SSE sein.

Das Geschäftsmodell der Staramba SE wird kontinuierlich weiterentwickelt und den wandelnden Erfordernissen des noch relativ jungen Virtual Reality (VR) Marktes angepasst.

Chancen

Die SSE bewertet regelmäßig die Chancen des Unternehmens. Grundsätzlich können sich Chancen durch die Weiterentwicklung von Soft- und Hardware-Lösungen oder durch die Markteinführung neuer oder verbesserter Produkte und Dienstleistungsangebote ergeben.

Die SSE ist zurzeit schwerpunktmäßig in den beiden Geschäftsbereichen 3D-Scannersysteme und VR-Erlebniswelten aktiv, die zukünftig durch die Einbindung der Kryptowährung Staramba.Token ergänzt werden.

Im Geschäftsbereich 3D-Scannersysteme geht die Gesellschaft u.a. davon aus, dass zukünftig lebensechte Avatare in personalisierten Videospielen und in Social-Media-Kanälen eingesetzt werden und positioniert sich mit seinem Scanner-Know-how als Portal in die digitale Welt. Ferner beabsichtigt das Unternehmen zukünftig mit den im 3D-Scanverfahren erhobenen und entpersonalisierten Massendaten an Drittverwender, wie zum Beispiel die Automobil-, Bekleidungs-, Fitness-/Gesundheits- und Konsumgüterindustrie heranzutreten.

Im Geschäftsbereich VR-Erlebniswelten geht die Gesellschaft u.a. davon aus, dass zukünftig endverbraucherorientierte Unternehmen und Prominente einen eigene VR-Erlebniswelt besitzen werden, um neben der eigenen Website, dem Online-Shop und den Social-Media-Kanälen auch im virtuellen Raum mit Kunden und Fans in Kontakt zu treten. Hier ist Staramba als Agenturdienstleister und Multiplikator mit einer eigenen VR-Erlebniswelt gut positioniert.

Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden/internes Kontrollsystem

Das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem befanden sich im Berichtszeitraum sowie in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2019 weiterhin im Aufund Ausbau. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft ab dem 1. Januar 2019 die Mazars Steuerberatungsgesellschaft, Berlin, mit den wesentlichen Aufgaben der Finanzbuchhaltung und des Rechnungswesens beauftragt und die eigenen Personalkapazitäten durch qualifizierte Mitarbeiter erweitert.

Risiken

Die Gesellschaft ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Hierbei handelt es sich um die in der nachstehenden Tabelle angegebenen Risikofelder. Alle Risiken können dazu führen, dass einzelne oder mehrere Vermögensgegenstände abzuschreiben oder über Rückstellungen zu passivieren sind, die Ertragslage sich negativ entwickelt oder ein Liquiditätsengpass eintritt.

Da die finanzwirtschaftlichen Risiken direkten Einfluss auf einzelne Positionen in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung haben, wird im Folgenden explizit auf diese Risiken eingegangen. Starambas Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken zu erkennen und zu begrenzen.

Darstellung des Gesamtrisikos
Risikofelder
Geschäftsrisiken Konjunkturrisiken,
Risiken
aus
der
allgemeinen
Wettbewerbssituation,
Reputationsrisiken
und
deren
Auswirkungen auf
Kundenbeziehungen, Wachstumsrisiken
und Markteintrittsrisiken, Risiken der im Markt verwendeten
Technologieplattformen
Operative Risiken Personalrisiken, Risiken aus Produktinnovation, Risiken der
mangelnden
oder
verzögerten
sicherheitstechnischen
Zulassung und Inverkehrbringung von Produkten
Finanzwirtschaftliche
Risiken
Finanzierungsrisiken, Wechselkursrisiken,
Zinsänderungsrisiken, Forderungsausfallrisiken,
Überschuldungs-
und Illiquiditätsrisiken
Rechtliche und
regulatorische Risiken
Risiken aus der Änderung des rechtlichen und regulatorischen
Rahmens sowie Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, insbesondere
lizenzrechtliche Risiken
sowie marken-
und urheberrechtliche
Risiken,
Risiken
der
Anfechtung
von
Hauptversammlungsentscheidungen, Risiken aus Ausgabe der
Staramba.Token
Liquiditätsrisiken Mangelnde Verfügbarkeit von Finanzierungsquellen,
keine
Prolongation von Kreditvereinbarungen, Abhängigkeit von
Kapitalerhöhungsentscheidungen vom Aktienkursniveau
Informations-
und IT-Risiken
Risiken aus dem Betrieb und der Gestaltung von IT-Systemen
sowie Risiken im Zusammenhang mit der Vertraulichkeit,
Verfügbarkeit und Integrität von Daten
Fortbestandsrisiken Zeitgleiches
Eintreten
mehrerer
Einzelrisiken
mit
existenzgefährdenden Folgen für die Gesellschaft im Sinne von
Überschuldung,
Illiquidität
und
unbestimmter
Fortführungsprognose

Geschäftsrisiken

Die Geschäftsentwicklung der SSE wird grundsätzlich auch von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage beeinflusst. Die von der Wirtschaftslage abhängige Investitionsbereitschaft von Unternehmen und die Konsumbereitschaft von Endverbrauchern haben langfristig Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens. Das Unternehmen

begegnet diesen Makro-Risiken zukünftig durch flexible Anpassung von Produkten und Dienstleistungen an die Kundenbedürfnisse.

Der Geschäftsführende Direktor geht in Bezug auf die Geschäftsrisiken von einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit und einer geringen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

Operative Risiken

Die Neugewinnung und das Halten von qualifiziertem Personal können zu einem operativen Risiko für die SSE werden. Falls es dem Unternehmen nicht gelingt, qualifiziertes Personal zu halten und zu rekrutieren, könnte es zu Verzögerungen bei der Fertigstellung von umfangreichen Programmierarbeiten und somit zu verspäteten Produkteinführungen kommen. Das Unternehmen ist bestrebt, die Mitarbeiter durch eine angenehme Arbeitsatmosphäre in eigenverantwortlich arbeitenden Teams langfristig an das Unternehmen zu binden und permanent talentierte Arbeitskräfte zu rekrutieren. Die Markteinführung von Hardware-Produkten hängt auch von den sicherheitstechnischen Zulassungen in den jeweiligen Ländern ab. Die Zulassungen können sich z.B. durch verzögerte Bereitstellung von Testständen verschieben und so die Markteinführung erschweren.

Der Geschäftsführende Direktor geht in Bezug auf die operativen Risiken von einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit und einer mittleren Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Unternehmen erwirtschaftet noch nicht ausreichend frei verfügbare Liquidität und ist daher auf die Finanzierung aus Eigen- und Fremdmitteln angewiesen. Im Berichtszeitraum hat das Unternehmen seinen Finanzierungsbedarf im Wesentlichen durch den Verkauf der Staramba.Token und Darlehensaufnahmen gedeckt. Das Risiko besteht überwiegend in der Abhängigkeit vom Zugang zum Kapitalmarkt und den für das jeweilige Finanzierungsinstrument zu erzielenden Konditionen (u. a. Zinsen, Sicherheiten, Wandlungsoptionen). Das Unternehmen begegnet diesen Risiken durch eine aktive Investor Relations-Kommunikation und hohe Transparenz, um das Vertrauen der bestehenden und potenziellen Aktionäre sowie neuer Finanzierungspartner in das Unternehmen nachhaltig zu stärken.

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden. Im Berichtszeitraum hat das Unternehmen den überwiegenden Teil seiner Umsätze in Euro abgerechnet und war nahezu keinen Wechselkursrisiken ausgesetzt. Verbindlichkeiten und

Forderungen wurden zum Devisenkassakurs bilanziert. Es wurden keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen.

Zinsänderungsrisiken können vorwiegend durch Änderungen der Marktzinssätze entstehen, die zu Veränderungen der erwarteten Zahlungsströme führen. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Finanzierungspartnern sind mit fester Verzinsung abgeschlossen und unterliegen daher keinen Zinsänderungsrisiken.

Forderungsausfallrisiken begegnet das Unternehmen durch die Auswahl der Geschäftspartner sowie durch die Vereinbarung von Anzahlungen bei Geschäften größeren Volumens und Vorfinanzierungsbedarfen. Bei den Sonstigen Forderungen wird das Forderungsausfallrisiko durch die Auswahl der Geschäftspartner und kurze Laufzeiten beschränkt.

Bei identifizierbaren Bedenken bezüglich der Werthaltigkeit von Forderungen werden diese Forderungen umgehend einzelwertberichtigt oder ausgebucht und die Risiken erfolgswirksam verbucht.

Bei identifizierbaren Bedenken bezüglich der Werthaltigkeit von Vermögensgegenständen des Anlage- oder Umlaufvermögens werden diese wertberichtigt.

Zum 31. Dezember 2018 hat die außerplanmäßige Abschreibung des Firmenwertes in Kombination mit der handelsrechtlichen Anerkennung von Token-Einnahmen als erhaltene Anzahlungen und nicht als Umsatzerlöse zu einer bilanziellen Überschuldungssituation geführt.

Die dokumentierte bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 kann Auswirkungen auf die Fähigkeit der Gesellschaft haben, Anschlussfinanzierungen bei Finanzierungspartnern zu erhalten und Zahlungsziele bei Lieferanten eingeräumt zu bekommen. Diese Risiken können die Liquiditätssituation erheblich belasten und sind fortbestandsgefährdend. Die Gesellschaft hat noch vor dem Berichtsstichtag Maßnahmen geprüft und eingeleitet, um sicherzustellen, dass eine insolvenzrechtliche Überschuldung nicht eintritt.

Der Geschäftsführende Direktor geht in Bezug auf die finanzwirtschaftlichen Risiken von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage aus.

Rechtliche und regulatorische Risiken

Das Unternehmen erwirbt und schließt Lizenzverträge mit Geschäfts- und Werbepartnern ab. Daraus ergeben sich Risiken hinsichtlich der Beibehaltung von Exklusivitätsvereinbarungen, Verlängerungen von auslaufenden Verträgen sowie Änderungen von Vergütungsvereinbarungen und Vertragsgegenständen mit potentiell erheblichen negativen Auswirkungen auf die Geschäftsperspektive des Unternehmens. Staramba begegnet diesen

Risiken durch ein aktives Vertragsmanagement und proaktive Verhandlungen mit den Vertragspartnern während der Vertragslaufzeiten.

Die vertragsgemäße marken- und urheberrechtliche Nutzung der von Dritten eingeräumten Rechte durch die Gesellschaft, ihre Auftragnehmer und ihre Mitarbeiter stellt ein weiteres rechtliches Risiko für die Gesellschaft dar, das aufgrund der hohen Vertragsstrafen und der Klagemöglichkeiten in internationalen Jurisdiktionen fortbestandsgefährdend sein könnte.

Die Gesellschaft sieht sich Risiken aus der Anfechtung von Hauptversammlungsbeschlüssen und gegebenenfalls der Unwirksamkeit von Hauptversammlungsentscheidungen ausgesetzt. Diese Risiken können die Unternehmensfortführung erschweren.

Die Gesellschaft könnte ebenso Risiken im Zusammenhang mit der Herausgabe der Staramba.Token ausgesetzt sein, wobei Erwerber von Token die derzeit noch eingeschränkte Einsetzbarkeit in der Staramba VR-Erlebniswelt bemängeln könnten.

Die allgemeinen rechtlichen Risiken werden fortlaufend durch die neu geschaffene Rechtsabteilung überwacht.

Der Geschäftsführende Direktor geht in Bezug auf die rechtlichen und regulatorischen Risiken von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens- , Finanz- und Ertragslage aus.

Liquiditätsrisiken

Das zentrale Risiko der Gesellschaft ist das Liquiditätsrisiko. Die Gesellschaft erwirtschaftet noch nicht ausreichend frei verfügbare Liquidität und ist daher auch weiterhin auf die Finanzierung aus Eigen- und Fremdkapital angewiesen. Die Gesellschaft ist auch weiterhin bestrebt, sich mit ausreichend Finanzmitteln auszustatten – sei es im Wege von Kapitalerhöhungsmaßnahmen oder durch kurz- und langfristig zugesagte Darlehen, Wandeldarlehen, Wandelschuldverschreibungen oder durch die Auslagerung von Geschäftsbereichen.

Die Gesellschaft hat für das Geschäftsjahr 2019 zur Risikoabschätzung ein Plan-Szenario erarbeitet, in dem die Umsatzerlöse erst im dritten Quartal 2020 zeitverzögert realisiert werden. Ferner finden in diesem Szenario Zuflüsse aus weiterer Token-Ausgabe nicht mehr statt. Gegenläufig plant die Gesellschaft aufgrund der noch vor dem Berichtsstichtag eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen im Jahresverlauf 2019-20 mit erheblich reduzierten Personal- und Sachkosten ab dem 2. Halbjahr 2019.

Unter Berücksichtigung dieser Planungsprämissen ergibt sich bis Juli 2020 eine Liquiditätslücke von ca. EUR 7,8 Mio. Die Gesellschaft hat die unten beschriebenen Maßnahmen zur Absicherung der Liquiditätsrisiken eingeleitet, um diese Finanzierungslücke zu schließen.

Die Gesellschaft hat aus Vorsichtsgründen die rechnerische Umsatzsteuer auf die Einzahlungen aus ausgegebenen Token bereits zum Berichtszeitpunkt abgeführt.

Der Geschäftsführende Direktor geht in Bezug auf die Liquiditätsrisiken von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

Maßnahmen zur Absicherung der Liquiditätsrisiken

Die Liquidität ist zum Berichtszeitpunkt angespannt, jedoch kann die Gesellschaft aufgrund der anhaltenden Unterstützung, insbesondere von Gesellschafterseite, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Die Gesellschaft hat in 2019 die folgenden Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität eingeleitet.

Die zum 23. März 2019 zur Rückzahlung oder Wandlung fällige Wandelschuldverschreibung in Höhe von TEUR 3.500 von der Gesellschafterin Hevella Capital GmbH & Co. KGaA wurde um weitere zwölf Monate bis zum 23. März 2020 verlängert und die Zinszahlung gestundet.

Ferner hat die Gesellschafterin 11 Champions AG im Dezember 2018 eine Finanzierung in Form eines Wandeldarlehens in Höhe von bis zu TEUR 500 zugesagt. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr und Anfang 2019 weitere Finanzierungen in Form von Wandeldarlehen im Umfang von TEUR 400 von dritten Finanzierungspartnern aufgenommen. Diese Wandeldarlehen haben jeweils eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2020 und können während der Laufzeit vollständig oder teilweise in Staramba.Token oder wahlweise in Aktien der Gesellschaft gewandelt werden.

Im November 2018 hat die Gesellschafterin Hevella Capital GmbH & Co. KGaA eine Finanzierungszusage in Form eines Wandeldarlehens in Höhe von bis zu TEUR 6.000 gegeben.

Dieses Wandeldarlehen wurde im April 2019 um TEUR 4.000 und im Juni 2019 um weitere TEUR 2.000 aufgestockt. Die sodann im Juli 2019 erfolgte Aufstockung um weitere TEUR 8.000 stellt die Finanzierung der Gesellschaft für das kommende Jahr sicher. Allerdings ist die Gesellschaft in der Folge weiterhin auf eine anhaltende finanzielle Unterstützung angewiesen, ohne die die Gesellschaft sonst in ihrem Bestand gefährdet wäre.

Die Gesellschaft hat daher im Rahmen der Einladung einer außerordentlichen Hauptversammlung zur Anzeige des Verlustes der Hälfte des Eigenkapitals auch Kapitalmaßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalsituation und Verbesserung der Liquidität angekündigt. Diese Kapitalmaßnahmen umfassen ein Finanzierungsvolumen von bis zu TEUR 20.000 und sollen bis zum Jahresende 2019 umgesetzt sein.

Der Verwaltungsrat prüft fortwährend weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung. Dazu können auch die weiteren Ausgaben von Wandelschuldverschreibungen, die Aufnahme von Wandeldarlehen oder Kapitalerhöhungen zählen.

Wenn es dem Unternehmen nicht gelingen sollte, mittelfristig die geschilderten eigenkapitalstärkenden Maßnahmen durchzuführen, so ist der Fortbestand der Gesellschaft erheblich gefährdet.

Der Geschäftsführende Direktor geht in Bezug auf die Umsetzung der Maßnahmen zur Absicherung der Liquiditätsrisiken von einer mittleren bis hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

Informations- und IT-Risiken

Informations- und IT-Risiken bestehen bei Staramba in einem unzureichenden Schutz vor dem unberechtigten Datenzugriff Dritter, der missbräuchlichen Datenverwendung durch Mitarbeiter oder dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken. Diesen Risiken begegnet das Unternehmen mit umfassenden Back-up-Verfahren sowie regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen aller wichtigen Systeme und Anwendungen. Darüber hinaus wird die verwendete Hard- und Software stets auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten. Am Markt bewährte Viren-, Zugangsschutz- und Verschlüsselungssysteme dienen der Datensicherheit und dem Schutz gegen Datenverlust oder -diebstahl.

Der Geschäftsführende Direktor geht in Bezug auf die Informations- und IT-Risiken von einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer mittleren Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

Fortbestandsrisiken

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2018 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehbetrag von TEUR 7.034 und einen Finanzmittelbestand von TEUR 63 aus. Trotz der eingeleiteten Maßnahmen zur Absicherung der Liquiditätsrisiken kann die Bilanzsituation negative Auswirkungen auf die Reputation der Gesellschaft haben, die zu einem Verlust von Fachpersonal, der Herabsetzung der Kreditwürdigkeit, der Reduzierung von Zahlungszielen und der Fälligstellung von Darlehen führen könnte. Außerdem ist das Management der Gesellschaft aufgrund der Unterbilanz zu permanenter Überprüfung des Überschuldungsstatus und zum Führen einer sehr kurzfristigen Liquiditätsplanung angehalten, wodurch Managementkapazitäten gebunden bleiben. Diese Kombination von Risiken kann zu einer erheblichen Fortbestandsgefährdung der Gesellschaft führen.

Der Geschäftsführende Direktor geht in Bezug auf die Fortbestandsrisiken von einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

Zusammenfassende Darstellung der Gesamtrisikolage

Die Gesellschaft hat aufgrund der Überschuldungssituation und der angespannten Liquiditätslage im Berichtszeitpunkt verschiedene Maßnahmen ergriffen um die Zahlungsfähigkeit auch über das Jahr 2019 hinaus zu sichern. Sollte entgegen den Erwartungen des geschäftsführenden Direktors die Unternehmensplanung für die Jahre 2019 und 2020 nicht erreicht werden und die eingeleiteten und geplanten Maßnahmen zur Absicherung der Liquidität nicht erfolgreich umgesetzt werden können, ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. Die Geschäftsführung geht unter Abwägung der beschriebenen Chancen und Risiken zum Berichtsstichtag von der Fortführung der Gesellschaft aus.

Ausblick

Vorbemerkung

Die Staramba SE hat im Berichtszeitraum die selbst gesteckten Ziele und Prognosen nicht erfüllt.

Trotzdem geht die Gesellschaft davon aus, dass sich mit dem kombinierten Hard- und Software-Angebot von 3D-Scannersystemen und Agenturleistungen im Bereich der VR-Erlebniswelten zukünftig erhebliche Geschäftschancen erschließen lassen. Die eigene VR-Erlebniswelt MATERIA.ONE soll dabei mit Hilfe des Staramba.Token abgerundet werden und ein bedeutendes soziales VR-Netzwerk mit lebensechten Avataren werden.

Prognose

Auch im laufenden Geschäftsjahr 2019 hat sich der für die Gesellschaft zugängliche VR-Markt nicht wie gewünscht entwickelt. Darüber hinaus hat sich die Entwicklung der Hard- und Software-Plattformen sowie der VR-Erlebniswelten erheblich verzögert.

Die Gesellschaft konnte in 2019 mit Hilfe der eigenen 3D-Scanersysteme lukrative Digitalisierungsdienstleistungen für die Videospieleindustrie erbringen und war in der Lage, ein prominentes Unternehmen aus der Sportunterhaltung als Agenturkunde für die Entwicklung einer personalisierten VR-Erlebniswelt zu gewinnen. Ferner bearbeitet das Unternehmen weiterhin regelmäßig Anfragen aus der Erwachsenenunterhaltung, die eine Vorreiterrolle im Aufbau von virtuellen Erlebniswelten und beim Einsatz von Avataren spielen könnten.

Aufgrund der angespannten Ertrags- und Liquiditätslage hat das Unternehmen im Mai 2019 ein Kostensenkungsprogramm durchgeführt, mit dessen Hilfe die Personal- und Sachkosten bis Jahresende um rund 30%-40% gesenkt werden sollen.

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet das Unternehmen Umsatzerlöse von rund EUR 0,5 Mio. und voraussichtlich einen Jahresfehlbetrag von rund EUR -12 Mio.

Staramba SE

Berlin, 17. Juli 2019

Der Geschäftsführende Direktor

Christian Daudert

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Staramba SE

Berlin, 17. Juli 2019

Der Geschäftsführende Direktor

Christian Daudert

Bilanz

AKTIVA EUR 30.06.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten 1.168.808,30 1.526.587,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 27.541.420,12 28.710.228,42 21.158.211,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 609.189,85 362.770,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 131.561,05 740.750,90 0,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 17.101,00 19.661,81
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 7.252,05
2. geleistete Anzahlungen 1.900,00 1.900,00 1.900,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.407.921,96 6.071.763,08
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.588.956,69 7.996.878,65 3.050.531,18
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr EUR 35.837,22 (EUR 35.837,22)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben,
Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 262.671,74 257.617,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 177.882,19 137.054,73
37.907.412,90 32.593.348,36
EUR
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
2.332.755,00
2.332.755,00
II. Kapitalrücklage
11.515.644,96
11.515.644,96
III. Gewinnvortrag
1.143.669,39
44.919.995,07
IV. Jahresfehlbetrag
-1.915.681,21
-43.776.325,68
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
193.096,67
193.096,67
2. sonstige Rückstellungen
1.403.180,12
1.596.276,79
1.090.899,69
Vorjahr
EUR
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen
3.500.000,00
3.500.000,00
-davon konvertibel
EUR 3.500.000,00 (EUR 3.500.000,00)
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
EUR 3.500.000,00 (EUR 3.500.000,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
1.155,57
0,00
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR 1.155,57 (EUR 0,00)
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
1.696.035,31
728,66
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR 0,00 (EUR 728,66)
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
EUR 1.696.035,31 (EUR 0,00)
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1.136.226,26
446.472,67
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR 1.136.226,26 (EUR 446.472,67)
5. sonstige Verbindlichkeiten
8.752.541,65
15.085.958,79
6.292.221,21
-davon aus Steuern
EUR 66.724,40 (EUR 1.241.251,64)
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
EUR 122.015,57 (EUR 2.302,48)
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR 8.285.049,40 (EUR 5.822.171,21)
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
EUR 467.492,25 (EUR 470.050,00)
D. Rechnungsabgrenzungsposten
75.833,02
89.833,00
E. Passive latente Steuern
8.072.956,16
5.988.027,11
37.907.412,90
32.593.348,36

Gewinn- und Verlustrechnung

EUR 01.01.2018 -
30.06.2018
EUR
01.01.2017 -
30.06.2017
EUR
1. Umsatzerlöse 70.454,40 5.399.291,54
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen
0,00 -40.522,39
3. andere aktivierte Eigenleistungen 42.000,00 0,00
4. sonstige betriebliche Erträge 9.159.581,23 47.049,56
-davon Erträge aus der Währungsumrechnung
EUR 1.457,24 (EUR 591,17)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
-35.607,77 -42.262,80
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -777.299,58 -812.907,35 -1.306.488,87
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.156.859,89 -749.842,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
-331.514,26 -2.488.374,15 -143.084,93
-davon für Altersversorgung EUR 510,00 (EUR 0,00)
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
-3.303.285,24 -6.463.950,47
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens,
soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen
Abschreibungen überschreiten
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
0,00 -3.303.285,24
-2.263.433,98
-169.147,58
-1.266.853,28
-davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
EUR 3.183,63 (EUR 1.018,36)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 7.364,46
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens -2.560,81 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -231.123,87 -178.893,05
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.084.929,05 1.741.220,92
-davon aus der Zuführung (-) / Auflösung
latenter Steuern EUR -2.084.929,05 (EUR 1.741.221,22)
13. Ergebnis nach Steuern -1.914.578,82 -3.166.119,07
14. sonstige Steuern -1.102,39 -510,00
15. Jahresfehlbetrag -1.915.681,21 -3.166.629,07

Verkürzter Anhang zum Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2018

A. Allgemeine Angaben

Die Staramba SE ist eine im Regulierten Markt (General Standard der Börsen Frankfurt und Berlin) notierte Aktiengesellschaft in Gestalt einer Europäischen Gesellschaft nach europäischem Recht mit Sitz in 13407 Berlin, Aroser Allee 60-66, Deutschland (Registernummer HRB 158018, Amtsgericht Berlin Charlottenburg.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der Vorschriften des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB, in Verbindung mit § 264d HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 d ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes und Artikel 61 EU-VO 2157/2001 aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 1 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben wir beibehalten.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten trotz der angespannten Liquiditätslage im Zeitpunkt der Aufstellung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Gesellschaft hat aufgrund der angespannten Liquiditätslage im Berichtszeitpunkt verschiedene Maßnahmen ergriffen um die Zahlungsfähigkeit auch über das Jahr 2019 hinaus zu sichern. Sollte entgegen den Erwartungen des geschäftsführenden Direktors die Unternehmensplanung nicht erreicht werden und die eingeleiteten und geplanten Maßnahmen zur Absicherung der Liquidität nicht erfolgreich umgesetzt werden können, ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet.

Die zum 31.12.2017 erfolgte außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 42.316 war im Geschäftsjahr 2018 um die nicht berücksichtigten Steuerlatenzen zu berichtigen. Zum 01.01.2018 wurde der Fehler in laufender Rechnung durch Zuschreibung in Höhe von TEUR 9.144 berichtigt. In Folge wurden gegenläufig die passiven latenten Steuern aufwandswirksam um TEUR 2.759 erhöht.

Einzahlungen aus dem Verkauf von Token werden zunächst als erhaltene Anzahlungen bilanziert. Eine Umsatzrealisierung erfolgt erst zu dem Zeitpunkt, zu dem die Token im Rahmen des Verkaufs von Produkten und Dienstleistungen als Zahlungsmittel angenommen werden.

C. Sonstige Angaben

1. Angaben über Mitglieder der Geschäftsführung

Die Gesellschaft optiert zum sog. Monistischen Leitungssystem gemäß Artikel 38 lit b) SeVO.

Der Verwaltungsrat besteht im Berichtszeitraum aus folgenden Personen:

    1. Herr Christian Daudert, Vermögensmanager, Rostock (Vorsitzender des Verwaltungsrates)
    1. Herr Prof. Dr. Klemens Skibicki, Hochschullehrer, Köln (stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates)
    1. Frau Marthe Rehmer (geb. Wolbring), PR-Beraterin, Berlin
    1. Herr Rolf Elgeti, Kaufmann, Potsdam
    1. Herr Marc Kneifel, Angestellter, Geschäftsführender Gesellschafter der SkyVention GmbH, Berlin

In Ermangelung eines Sachverständigen auf dem Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung, gem. § 100 Abs. 5 AktG verfügt die STARAMBA SE über keinen Prüfungsausschuss gem. § 324 Abs. 1 HGB.

Die Gesellschaft wird durch Ihre Geschäftsführenden Direktoren vertreten:

    1. Herr Christian Daudert, Vermögensmanager, Rostock (Vorsitzender der Geschäftsführung)
    1. Herr Frederic Cremer, Game Producer, Berlin (vom 1. Januar 2018 bis zum 30. April 2018)

Herr Christian Daudert war während des Berichtszeitraumes Mitglied in folgenden Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:

  • Aufsichtsrat MXM Mixed Reality Marketing AG (bis Dezember 2017)

Herr Rolf Elgeti war während des Berichtszeitraumes Mitglied in folgenden Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:

  • Vorsitzender des Aufsichtsrats TAG Immobilien AG (seit November 2014)
  • Vorsitzender des Aufsichtsrats 1801 Deutsche Leibrenten AG (seit Juli 2015)
  • Mitglied des Beirats Laurus Property Partners (seit Juli 2016)
  • Vorsitzender des Aufsichtsrates Creditshelf AG (seit Mai 2018)
  • Mitglied Verwaltungsbeirat Highlight Event and Entertainment AG (seit Juni 2018)

Auf der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2017, welche am 13. Februar 2019 stattfand, wurden mit Herrn Achim Betz und Herrn Axel von Starck zwei neue Mitglieder in den Verwaltungsrat gewählt. Diese ersetzten die bisherigen Verwaltungsratsmitglieder Frau Marthe Rehmer (geb. Wolbring) und Herrn Marc Kneifel, die mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung ihre Ämter als Mitglieder des Verwaltungsrats niedergelegt haben.

Der Verwaltungsrat besteht somit zum Veröffentlichungszeitpunkt aus den folgenden fünf Mitgliedern: Rolf Elgeti (Vorsitzender), Axel von Starck, Christian Daudert, Achim Betz (stv. Vorsitzender, Prüfungsausschussvorsitzender) und Prof. Dr. Klemens Skibicki.

2. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Auf Grund geplanter, jedoch nicht eingetretener Umsatzentwicklung wurde zum 31.12.2018 erneut ein Wertberichtigungsbedarf für den Geschäfts- oder Firmenwert erkannt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde zum 31. Dezember 2018 in Höhe von TEUR 14.448 wertberichtigt.

Die Gesellschaft hat im Mai 2019 eine umfangreiche Restrukturierung mit Personalmaßnahmen beschlossen und durchgeführt. In diesem Zusammenhang sind Aufwendungen in Höhe von rund TEUR 500 entstanden.

Im November 2018 hat die Gesellschafterin Hevella Capital GmbH & Co. KGaA eine Finanzierungszusage in Form eines Wandeldarlehens in Höhe von bis zu TEUR 6.000 gegeben.

Dieses Wandeldarlehen wurde im April 2019 um TEUR 4.000 und im Juni 2019 um weitere TEUR 2.000 aufgestockt. Die sodann im Juli 2019 erfolgte Aufstockung um weitere TEUR 8.000 stellt die Finanzierung der Gesellschaft für das kommende Jahr sicher. Allerdings ist die Gesellschaft in der Folge weiterhin auf eine anhaltende finanzielle Unterstützung angewiesen, ohne die die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährdet wäre.

Die Gesellschaft hat daher im Rahmen der Einladung einer außerordentlichen Hauptversammlung zur Anzeige des Verlustes der Hälfte des Eigenkapitals auch Kapitalmaßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalsituation und Verbesserung der Liquidität angekündigt. Diese Kapitalmaßnahmen umfassen ein Finanzierungsvolumen von bis zu TEUR 20.000 und sollen bis zum Jahresende 2019 umgesetzt sein, gleichwohl besteht bis zur Umsetzung dieser Kapitalmaßnahmen eine Unsicherheit.

Wenn es dem Unternehmen nicht gelingen sollte, mittelfristig die geschilderten eigenkapitalstärkenden Maßnahmen durchzuführen, so ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet.

Berlin, 17. Juli 2019

Staramba SE

Der geschäftsführende Direktor

Christian Daudert

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Staramba SE, Berlin

Wir haben den Zwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie verkürzter Anhang – und den Zwischenlagebericht der Staramba SE, Berlin, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des Zwischenabschlusses nach HGB und des Zwischenlageberichts nach den für Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem Zwischenabschluss und dem Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den HGB für Zwischenberichterstattung und der Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den HGB für Zwischenberichterstattung oder dass der Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Wir verweisen auf die Angabe C.2. im verkürzten Anhang sowie die Angaben in den Abschnitten "Liquiditätsrisiken", "Maßnahmen zur Absicherung der Liquiditätsrisiken" und "Zusammenfassende Darstellung der Gesamtrisikolage" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Wie in Angabe C.2. im verkürzten Anhang sowie den Angaben in den Abschnitten "Liquiditätsrisiken", "Maßnahmen zur Absicherung der Liquiditätsrisiken" und "Zusammenfassende Darstellung der Gesamtrisikolage" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322

Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Frankfurt am Main, den 17. Juli 2019

RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

D. Hanxleden A. Kramer

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer