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NeXR Technologies SE Interim / Quarterly Report 2015

Aug 28, 2015

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Interim / Quarterly Report

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Konzernlagebericht der Social Commerce Group SE, Berlin für das erste Halbjahr 2015

Die Social Commerce Group SE (SCGSE) erstellt zum 30. Juni 2015 erstmals einen Konzernzwischenabschluss. In diesen Konzernzwischenabschluss werden die Tochtergesellschaften STARAMBA GmbH, Berlin, MXM Mixed Reality Marketing AG, Magdeburg, und yoyo smart social web solutions AG, Hamburg, im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Erstkonsolidierungszeitpunkt war der 1. April 2014.

Da die Vergleichsperiode für die Gewinn- und Verlustrechnung in diesem Konzernzwischenabschluss, die entsprechende Vorperiode (1. Halbjahr 2014) ist, ist eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich, da die Tochtergesellschaften erst ab dem 1. April 2014 einbezogen sind.

Die Gesellschaft hatte in den zurückliegenden Jahren Einzelabschlüsse vorgelegt. Von einem Vergleich zwischen dem zuletzt vorgelegten Einzelabschluss des Geschäftsjahres 2014 und dem hier vorgelegten Konzernabschluss wird dem Leser abgeraten, da Einzel- und Konzernabschlüsse der Sache nach inkommensurabel sind.

Über Social Commerce Group SE

Die Social Commerce Group SE ist auf dem Gebiet des digitalen Merchandisings ein weltweit technologieführender Dienstleister von Unternehmen und Organisationen. Die Gesellschaft bietet innovative Technologien und Lösungen in den Bereichen Werbung und Sponsoring, App-Entwicklung, 2nd Screens, Animation und Film, Augmented Reality, Spiele und Merchandising. Die Gesellschaft adressiert mit ihren Lösungen Endverbraucher und Geschäftskunden gleichermaßen. Die Social Commerce Group SE operiert als Technologie-Holding und hält Beteiligungen an der STARAMBA GmbH, Berlin, der MXM Mixed Reality Marketing AG, Magdeburg, und der yoyo smart social web solutions AG, Hamburg. Unternehmensziel ist es, Kunden innovative, bedarfsgerechte und passgenaue Lösungen für bestehende Herausforderungen anzubieten und neue sich bietende Chancen angesichts einer zunehmend digitalen Umwelt aufzutun. Auf diese Weise soll der Wert der Beteiligungen und der von ihnen bereitgestellten Lösungen nachhaltig gesteigert werden und die Holding so nachhaltig steigenden Wert gewinnen.

Die Beteiligungen sind so aufgestellt, dass sich aus ihrem Zusammenwirken wechselseitig interessante Synergien bei Kunden- und Auftragsbeschaffung einerseits, Technologieentwicklung andererseits ergeben.

Die Holding ist grundsätzlich bestrebt, ihre Beteiligungen langfristig zu halten und den Wert nachhaltig zu stärken. Die Social Commerce Group SE (ISIN: DE000A1K03W5) ist im General Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse und an der Börse Berlin notiert.

Inhalt

Konzernlagebericht für das erste Halbjahr 2015

  • A. Grundlagen des Unternehmens Zusammensetzung und Struktur des Unternehmens Unternehmenssteuerung Geschäftsmodel und Strategie des Unternehmens
  • B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung Bisheriger Geschäftsverlauf Darstellung der Lage der Gesellschaft Gesamtaussage des Verwaltungsrats Vermögenslage Finanzlage Ertragslage Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
  • C. Nachtragsbericht
  • D. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und Ausblick
  • E. Schlusserklärung über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Lagebericht für das erste Halbjahr 2015

A. Grundlagen des Unternehmens

Zusammensetzung und Struktur des Unternehmens

Gegenstand der Gesellschaft ist die Zusammenfassung von Unternehmen unter einheitlicher Leitung, deren Beratung sowie die Übernahme sonstiger betriebswirtschaftlicher Aufgaben innerhalb der Gruppe. Die vorgenannte Tätigkeit einer geschäftsleitenden Holding erfolgt auf eigene Rechnung und zielt auf die Förderung des langfristigen Werts der Beteiligungen ab. Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmen aller Art zu gründen, zu erwerben und sich an ihnen zu beteiligen, auch zu Anlagezwecken. Sie kann sich auch auf die Verwaltung der Beteiligungen beschränken. Die Gesellschaft kann ihren Unternehmensgegenstand auch ganz oder teilweise mittelbar verwirklichen.

Die Social Commerce Group SE (SCGSE) hält derzeit Beteiligungen an der STARAMBA GmbH, Berlin, der MXM Mixed Reality Marketing AG, Magdeburg, und der yoyo smart social web solutions AG, Hamburg. Die Beteiligungen wurden nach Maßgabe ihres Beitrags zur Lösung kritischer Anforderungen an den monetären Erfolg des digitalen Merchandisings erworben. Die Gesellschaft hat ihren Zielmarkt um die Musik- und Unterhaltungsindustrie erweitert, da der Markt des internationalen Profisports zunehmend mit den Märkten der Musikund Unterhaltungsindustrie zusammenwächst, sodass durch diese Erweiterung des Zielmarktes signifikante positive Skaleneffekte erwartet werden können. Darüber hinaus hat sich die SCGSE weiterentwickelt von einer exitorientierten Beteiligungsgesellschaft und hin zu einer Gesellschaft, die bestrebt ist, ihre Beteiligungen mit dem Ziel der Ausschöpfung wechselseitiger Synergien langfristig zu halten und den Wert dieser Beteiligungen ebenso nachhaltig zu stärken.

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtszeitraum keine Mitarbeiter. Der bisherige Director Corporate Development wurde im Februar 2015 als zweiter Geschäftsführer in die STARAMBA GmbH entsandt und während der Zeit seiner Tätigkeit für die STARAMBA GmbH beurlaubt. Bei akutem Personalbedarf wurde seitens der SCGSE gegen Entgelt auf den Mitarbeiterpool der Beteiligungen zugegriffen. Im ersten Halbjahr 2015 erhielt der Geschäftsführende Direktor für seine Tätigkeit im Rahmen des Mandats eine monatliche Fixvergütung. Perspektivisch werden nach Maßgabe des Umfangs des Beteiligungsportfolios weitere Mitarbeiter und gegebenenfalls Geschäftsführende Direktoren beschäftigt.

Die Aktien der Gesellschaft werden im General Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse und an der Börse Berlin gehandelt.

Gesamtzahl der Aktien: 1.420.000 nennwertlose Stückaktien Höhe des Grundkapitals: EUR 1.420.000* ISIN DE00A1K03W5 WKN A1K03W Börsenplatz: Frankfurt, Berlin Marktsegment: General Standard Geschäftsjahr Kalenderjahr Rechnungslegungsart: IFRS Verwahrart: Girosammelverwahrung Geschäftsjahr: Kalenderjahr

Aktieninformationen (Stand: 30. Juni 2015)

Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft per 30.Juni 2015 über ein genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 250.000 sowie über ein bedingtes Kapital in Höhe von EUR 180.000.

Unternehmenssteuerung

Die Social Commerce Group SE ist eine Europäische Aktiengesellschaft.

Die Gesellschaft verfügt über eine monistische Führungsstruktur. Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Verwaltungsrat und der Geschäftsführende Direktor. Der Verwaltungsrat besteht aus drei Mitgliedern: Klemens Skibicki (Vorsitzender des Verwaltungsrats), Marthe Wolbring (stv. Vorsitzende des Verwaltungsrats) und Julian von Hassell (Mitglied des Verwaltungsrats). Der Geschäftsführende Direktor ist Julian von Hassell. Der Geschäftsführende Direktor berichtet regelmäßig in telefonischen Stellungnahmen und Informationen zu wesentlichen Themen an den Verwaltungsrat. Die Berichte haben im Wesentlichen die Geschäftspolitik und Strategien, die laufende Geschäftstätigkeit und potenzielle Akquisitionen zum Inhalt. Die SCGSE steuert ihre Beteiligungen als Technologieholding im Wege von Teilbetriebsführungsverträgen, die eine zentrale Buchführung, ein zentrales strategisches und operatives Controlling sowie personale Steuerungsinstrumente beinhalten.

Geschäftsmodell und Strategie des Unternehmens

Die Social Commerce Group SE (SCGSE) investiert in junge innovative Technologieunternehmen. Die Unternehmen sind entweder Anbieter von oder Technologiezulieferer für digitale bzw. digital getriebene Merchandiselösungen, welche es Merchandiseanbietern im Umfeld des Spitzensports und der globalen Unterhaltungsindustrie erlauben, neue Monetarisierungsquellen zu erschließen oder bestehende Monetarisierungsquellen effektiver und/oder effizienter zu nutzen. Aufgrund ihrer Gründungshistorie besitzt die Gesellschaft eine große Nähe zum internationalen Profisport. Sie setzt diese Nähe gezielt zur Steigerung des Vertriebs- und Marketingerfolges ein. Ziel der Unternehmensakquisitionen und -entwicklungen ist es, den Wert der Beteiligungen im Wege der Mobilisierung wechselseitiger Synergien zu maximieren und so den Wert der Holding nachhaltig zu steigern.

Die Gesellschaft investierte bis jetzt vorzugsweise in junge Technologieunternehmen, weil diese noch über vergleichsweise wenig Vertriebserfahrung verfügen und somit den Mehrwert der vertrieblichen Expertise der SCGSE und ihre Gründungshistorie aus dem Umfeld des Spitzensports besonders honorieren. Darüber hinaus sind junge Technologieunternehmen leichter steuerbar als bereits seit Langem am Markt befindliche und können so schneller und leichter in Richtung der jeweiligen Zielmärkte orientiert werden.

Der Marktfokus der SCGSE ist opportunistisch begründet. Im Sport- und Unterhaltungsmarkt wurden besonders leicht mobilisierbare Potenziale erkannt, für die sich aufgrund der Gründungshistorie der Gesellschaft zudem besonders geeignete Werkzeuge zum Einsatz bereitfanden. Auf kurze bis mittlere Sicht ist für die SCGSE auch eine Tätigkeit in anderen, komplementär zu den bisherigen Einsatzgebieten liegenden Marktsegmenten vorstellbar.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Die deutsche Wirtschaft setzte hat ihren positiven Wachstumskurs auch im zweiten Quartal 2015 fortgesetzt. Preis-, saison- und kalenderbereinigt lag das Bruttoinlandsprodukt um 0,4 % höher als im ersten Quartal 2015. Bereits zum Jahresbeginn 2015 hatte es einen moderaten Anstieg des BIP von 0,3 % gegeben. Das Deutsche Institut für Wirtschaft (DIW) prognostiziert für das Jahr 2015 ein Wachstum von 1,8 % gegenüber dem Vorjahr. Für den Euroraum rechnet die Europäische Kommission im laufenden Jahr mit einem BIP-Wachstum von 1,5 %. Das Wirtschaftswachstum in der Europäischen Union profitierte in der Berichtsperiode von den niedrigen Ölpreisen sowie dem schwächeren Euro. Hauptmotor für das BIP-Wachstum ist die Binnennachfrage. Dieses Jahr wird mit einer Beschleunigung des privaten Verbrauchs gerechnet und nächstes Jahr soll wieder mehr investiert werden. (Quellen: destatis.de, DIW, europa.eu).

Diese positive gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland tangiert jedoch den Zustand der deutschen Digitalwirtschaft nur peripher. Hier lässt sich nach Auffassung der SCGSE und anderer ausgewiesener Branchenkenner nach wie vor ein eklatanter Mangel an Investitions- und Risikobereitschaft insbesondere institutioneller Risikokapitalgeber erkennen, der im Vergleich zu Nordamerika ohnehin, jedoch auch im Vergleich zu anderen wichtigen Volkswirtschaften innerhalb der Europäischen Union wie dem Vereinigten Königreich, Frankreich und den Benelux-Staaten alarmierende Zeichen für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland setzt. Eine detailliertere Stellungnahme hierzu findet sich im IFRS-Lagebericht der SCGSE für das Geschäftsjahr 2014 (Geschäftsbericht 2014, Seiten 14 f.) Gegenüber der für das zurückliegende Geschäftsjahr 2014 geschilderten Situation der Digitalwirtschaft in Deutschland zeichnen sich zur Jahresmitte 2015 aus Sicht der SCGSE keine wesentlichen Änderungen ab. Allerdings ist das Problembewusstsein erkennbar gestiegen, was sich an der Vielzahl politischer Stellungnahmen aus allen Parteilagern zur Situation der Digitalwirtschaft und einer zunehmenden Popularisierung des Themenfeldes "Startups", beispielsweise als Folge der Entwicklung und Ausstrahlung Startup-bezogener TV-Formate bei Privatsendern, ablesen lässt.

Derzeit verfügt die Gesellschaft über folgende Beteiligungen:

STARAMBA GmbH

Aroser Allee 66 13407 Berlin www.staramba.com Beteiligungshöhe: 43,07% (Stand 30. Juni 2015)

Die Staramba GmbH ist ein E-Commerce-Unternehmen, das Fans von Sport-, Musik- und Unterhaltungsgrößen die Möglichkeit bietet, ihre Stars als digitale 3D-Produkte nach eigenen Kompositionswünschen zu gestalten, anzuordnen und anschließend on demand als 3D-Figuren ausdrucken zu lassen. Eine zweite Produktlinie erlaubt es den Fans, sich selbst dem Star hinzuzugesellen und ausdrucken zu lassen. STARAMBA garantiert Prominenten als einziger Full Service Dienstleister die absolute Sicherheit ihrer Daten vor Diebstahl und Missbrauch, da alle zur Herstellung der Dateien und deren Weiterverarbeitung erforderlichen Maßnahmen im eigenen Hause bzw. durch eigene Mitarbeiter und Geräte an mobilen Gerätschaften in der Umgebung der Prominenten erfolgen und eine Speicherung der Daten ausschließlich auf eigenen, redundant geschützten Servern erfolgt. Die Prominenten und ihre Labels erhalten eine Erfolgsprovision je verkaufter Figur. Drittens können sich Fans auch ohne ihre Stars ausdrucken lassen. Hierzu werden parallel ein Franchise-System und ein Certified Partnership-Netzwerk ausgerollt. Diese erlauben den raschen Aufbau eines flächendeckenden deutschen und dann globalen Angebots. Die Marke STARAMBA wird so leichter und schneller in der globalen Öffentlichkeit penetriert. Die weltweit zunehmend aus dem Boden schießenden kleinen 3D-Druckstudios, die regelmäßig deutliche Überkapazitäten vorhalten, erhalten mit STARAMBA die Gelegenheit, ihr Produktportfolio zu erweitern und nun ihre vor Ort eingescannte lokale Klientel nun auch gemeinsam mit Prominenten bei STARAMBA in STARAMBA-Qualität ausdrucken lassen. Für die besonders margenträchtige rein digitale Verwendung von 3D-Bilddaten adressiert STARMBA zusätzlich neue Zielmärkte.

MXM Mixed Reality Marketing AG

Lübecker Str. 53-56 39124 Magdeburg www.mxm-ag.de Beteiligungshöhe: 54,55 Prozent (Stand 30. Juni 2015)

Die MXM Mixed Reality Marketing AG entwickelt Anwendungen auf der Grundlage der jeweils aktuellen Software-Bibliotheken im Umfeld von Unity und Augmented Reality. Alleinstellungsmerkmal der Gesellschaft ist die schnelle bedarfsgerechte Anwendungs-Entwicklung unter Ausnutzung von Zeit- und Kostenvorteilen gegenüber Wettbewerbern, die mit proprietären Technologien zu deutlich schwerfälligerem Handeln gezwungen sind. Die Gesellschaft verfügt über eine besondere Anwendungs-Expertise, da die Mitarbeiter und die Technologien überwiegend aus dem Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und automation, Magdeburg, stammen. Zielmärkte der MXM sind die Labels prominenter Künstler sowie die Vereine prominenter Sportler, die sich von Augmented Reality im Gefolge der Beliebtheit von Anwendungen wie Google Glass und Oculus Rift, Merchandise-Zugewinne versprechen. Da die Nachfrage nach Augmented Reality-Anwendungen seit Mitte des Berichtsjahres, u.a. infolge des Google- und Facebook- Marketings, auch in ganz anderen Märkten, manifestiert ist, bedient MXM neben den Sport- und Entertainment-Märkten auch andere Marktsegmente, insbesondere die Automobilwirtschaft, die Finanzwirtschaft und die Bau- und Immobilienwirtschaft. Im Fokus stehen dabei Lösungen für die Bereiche Marketing, Industrieanwendungen und Events. Die dort realisierten Aufträge kompensieren den Umstand, dass die Sportstätten des deutschen Spitzenfußballs, für die viele Apps der MXM AG ursprünglich konzipiert wurden, als Anwendungsumgebung vorläufig ausfallen: Die dort vorhandenen mobilen Infrastrukturen lassen Mobiltelefonie vorläufig nicht zu. Lediglich drei von 18 Stadien der ersten Fußball Bundesliga eigneten sich im Berichtsjahr für den Einsatz von Mobiltelefonen der Stadiongäste in Sprach- und Datennetzen.

yoyo smart social web solutions AG Pinnasberg 47 20359 Hamburg www.yoyo.ag Beteiligungshöhe: 58,41 (Stand 30. Juni 2015)

yoyo entwickelt digitale Monetarisierungslösungen für Unternehmen und Organisationen im Umfeld des massenpopulären Spitzensports, also insbesondere für Vereine, Clubs, Spitzenverbände und Sponsoren. Das Unternehmen

  • finalisierte dazu im zurückliegenden Berichtsjahr die Programmierung der Fanplattform FANPOWER (www.fanpower.com), die im Verbund mit einem Manager Games – Publisher und/oder Entwickler zu der führenden spielerischen Fanplattform zunächst im Fußball und dann auch in anderen Sportarten ausgebaut werden soll
  • entwickelte einen "Fan-Konfigurator", der es Vereinen und Internetportalen des Sports ermöglicht, eCommerce-Shop-Lösungen für solche Fanartikel anzubieten, die sich der Fan selber auf seinem mobilen oder stationären Rechner als "Produktentwickler" gestalten kann, ehe durch die on demand - Bestellung der digitale oder analoge Produktionsprozess ausgelöst wird
  • entwickelt seit Ende des zurückliegenden Berichtsjahres ein Games Content Management System (GMS), mit dem Kommunikationsagenturen in die Lage versetzt werden, mit geringem Aufwand und ohne die Notwendigkeit vorhandener eigener Programmierkenntnisse an den Endkunden angepasste Sportspiele und Apps zu entwickeln und zu designen
  • entwickelt seit 2015 mit diesem Werkzeug selber kostengünstig Casual Games mit Sportbezug, die über App Stores verkauft werden sollen.

Gesamtaussage des Verwaltungsrats

Sämtliche Beteiligungen befinden sich im Berichtszeitraum nach wie vor in der Aufbauphase vor Erreichen des Break-even und benötigen damit Kapital, das ihnen weiterhin erfolgsabhängig zugeführt wird. Da die SCGSE in ihrer jetzigen Unternehmensphase nach wie vor keine Gewinne aus den Erlösen der Beteiligungen erzielen kann, wird sie auch künftig im Wege weiterer Finanzierungsrunden mit genehmigtem und/oder bedingten Kapital weitere Mittel besorgen.

Die Unternehmensentwicklung verlief im ersten Halbjahr 2015 plangemäß und erfüllte sämtliche Erwartungen.

Weitere Beteiligungsoptionen werden laufend sondiert.

Erfreulicherweise konnte die SCGSE mit ihrem Geschäftsmodell ihr positives Image als technologieführende Anbieterin digitaler Sportmonetarisierungs-Vehikel weiter festigen. Erkennbar wird dies u.a. an dem wachsenden Interesse der internationalen Fachmedien, die STARAMBA bereits heute in bestimmten Marktsegmenten die Marktführerschaft attestieren sowie an exklusiven Kooperationsangeboten weltführender Technologieanbieter, die an die SCGSE mit dem Angebot herangetreten sind, im Rahmen strategischer Allianzen, die derzeit geprüft werden, gemeinsam den Konsumentenmarkt zu entwickeln.

Im elektronischen Bundesanzeiger wurde am 19. Februar 2015 eine Bekanntmachung der Erhebung einer Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage gemäß §§ 246 Abs. 4 Satz 1, 249 Abs. 1 AktG veröffentlicht. Ein Aktionär hat Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage gegen die Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 4. Dezember 2014 zu mehreren Tagungs-ordnungspunkten erhoben.

Eine außerordentliche Hauptversammlung hat am 14. April 2015 stattgefunden.

Dabei wurden die Tagesordnungspunkte 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 10 der ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Dezember 2014 vor dem Hintergrund der Anfechtungsklage neuerlich bestätigt, die Beschlussfassung zu den Tagesordnungspunkten 8 und 9 der ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Dezember 2014 aufgehoben und die Satzung der Gesellschaft entsprechend angepasst.

Erstkonsolidierung und Besonderheit des vorliegenden Konzern-Halbjahresabschlusses

Wie im Wertpapierprospekt der SCGSE vom 13. Mai 2015 zur Einführung der SCGSE-Aktie in den Regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie der Börse Berlin angekündigt, legt die SCGSE am 31. August 2015 erstmals einen IFRS-Konzernzwischenabschluss mit Konzernlagebericht zum 30. Juni 2015 vor. Gegenüber den in den Vorjahren veröffentlichten IFRS-Einzelabschlüssen ergeben sich aufgrund IFRS-spezifischer Anforderungen für den vorliegenden Konzernhalbjahresabschluss Beurteilungssachverhalte, auf die an dieser Stelle näher einzugehen ist, da anderenfalls gegenüber den bisher veröffentlichten Einzelabschlüssen, insbesondere gegenüber dem Einzelabschluss des Geschäftsjahres 2014, der unzutreffende Eindruck wesentlicher unterjährig erfolgter Änderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen könnte, die tatsächlich nicht eingetroffen sind. In den Notes des vorliegenden Konzernzwischenabschlusses wird darauf im Einzelnen ausführlicher eingegangen. An dieser Stelle soll auf die für eine angemessene Gesamtbeurteilung des Unternehmens wesentliche strukturelle Besonderheit dieses Konzern-Halbjahresabschlusses eingegangen werden: Gemäß IFRS-Terminologie ist diese an dem Sachverhalt einer Reverse Asset Acquisition, also des "umgekehrten Unternehmenserwerbs" zum Zeitpunkt der Sachkapitalerhöhung der SCGSE in 2014 auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 11. Dezember 2013 festzumachen.

Reverse Asset Acquisition

Die rechtliche Einbringung von 184.938 Aktien zum Wert von EUR 1,-- je Aktie durch die beiden Altgesellschafter der yoyo smart social web solutions AG (yoyo) und Neugesellschafter der SCGSE 11 CHAMPIONS AG und Christian Daudert im Wege der am 11.12.2013 von der SCGSE-Hauptversammlung beschlossenen Sachkapitalerhöhung im vorangegangenen Geschäftsjahr 2014 wird gemäß

IFRS als reverse asset acquisition qualifiziert.

Rechtlich hat die Social Commerce die yoyo AG erworben. Da als Gegenleistung für die Anteile an der yoyo AG durch die Social Commerce so viele neue Anteile an die ehemaligen Anteilseigner der yoyo AG ausgegeben wurden, dass die ehemaligen Anteilseigner der yoyo AG den Unternehmensverbund anschließend beherrschen, ist der Unternehmenszusammenschluss nach IFRS 3 als umgekehrter Unternehmenserwerb (reverse acquisition) abzubilden. Dies hat zur Folge:

  • Das rechtliche Tochterunternehmen (yoyo AG) ist für die Bilanzierung der Erwerber.
  • Die Vermögenswerte und Schulden der yoyo AG werden zum Zeitpunkt des Unternehmenszusammenschlusses mit den IFRS Buchwerten fortgeführt.
  • Die Vermögenswerte und Schulden der Social Commerce sowie deren Tochterunternehmen werden zum Erwerbsstichtag mit deren beizulegenden Zeitwerten angesetzt.
  • Das Eigenkapital unmittelbar vor der Transaktion entspricht dem Eigenkapital des rechtlich erworbenen Unternehmens, der yoyo AG.
  • Die Eigenkapitalstruktur (Zahl und Art der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente) entspricht der des rechtlichen Erwerbers, der Social Commerce. Zum Erwerbsstichtag wurde das gezeichnete Kapital um TEUR 1.000 erhöht.
  • Die Kapitalrücklage enthält eine fiktive Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 101 (fiktive Anschaffungskosten). Diese berechnet sich aus der Anzahl der Eigenkapitalanteile, welche das rechtliche Tochterunternehmen, die yoyo AG, hätte ausgeben müssen, um an die Eigentümer des rechtlichen Mutterunternehmens, die Social Commerce, den gleichen Prozentsatz an Eigenkapitalenteilen an dem aus dem umgekehrten Unternehmenserwerb zusammengeschlossenen Unternehmen auszugeben.
  • Da die Social Commerce keinen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 betreibt ist diese Transaktion in diesem Fall als sogenannte "reverse asset acquisition" abzubilden. In diesem Fall ist statt eines Geschäfts- oder Firmenwertes ein "Listing Aufwand" auszuweisen. Dieser beträgt TEUR 195.

IFRS unterstellt beispielhaft in IFRS 3, yoyo hätte die Mehrheit an SCGSE erworben, um sich Zugang zum Kapitalmarkt zu verschaffen, an der die SCGSE gelistet ist. Hätte die yoyo einen regulären Börsengang durchgeführt, anstelle sich des Vehikels der bereits am Kapitalmarkt gelisteten SCGSE zu bedienen wären yoyo hierdurch Kosten entstanden. Da die SCGSE keinen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 betreibt resultiert aus dieser Transaktion kein Geschäfts- oder Firmenwert, sondern ein Listing Aufwand.

Vermögenslage

Die langfristigen Vermögenswerte der Gesellschaft betragen per Saldo EUR 2.377.352,75 (31. Dezember 2014: EUR 2.472.616,76). Die wesentlichen Positionen hierbei sind mit EUR 1.672.557,17 selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (31. Dezember 2014: EUR 1.616.970,36), sonstige immaterielle Vermögenswerte: EUR 236.387,32 (31. Dezember 2014: EUR 288.876,93), Sachanlagen: EUR 340.328,79 (31. Dezember 2014: EUR 445.393,35) und Goodwill EUR 108.639,02 (31. Dezember 2014: EUR 108.639,02). Bei den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um diejenigen der yoyo und der MXM, in die sonstigen immateriellen Vermögenswerte fließen die Marke und die Software der STARAMBA GmbH ein, der Goodwill besteht ausschließlich aus der Erstkonsolidierung der MXM AG, da bei der STARAMBA GmbH gutachterseitig ein Badwill festgestellt wurde, der im Konzerngeschäftsjahr 2014 erfolgswirksam aufgelöst wurde. Bei den Sachanlagen handelt es sich in erster Linie um Anlagen und Geräte der STARAMBA GmbH und der MXM AG. Sonstige Forderungen und Sonstige Anlagen sind marginal und belaufen sich kumuliert auf EUR 19.440,45 (31. Dezember 2014: EUR 12.737,10), wobei sich die Sonstigen Forderungen in der aktuellen Berichtsperiode nahezu verdoppelt haben, während die Finanzanlagen konstant geblieben sind.

Gegenüber der Konzerngeschäftsjahr 2014 ergeben sich bei den vorstehend genannten langfristigen Vermögenspositionen nur unwesentliche, vor allem abschreibungsbedingte Änderungen bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten.

Die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von kumuliert EUR 668.279,56 (31. Dezember 2014: EUR 907.544,64) setzen sich zusammen aus EUR 436.126,83 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor allem der STARAMBA GmbH und der MXM AG (31. Dezember 2014: EUR 594.885,21) sowie aus Vorräten in Höhe von EUR 182.309,00 (31. Dezember 2014: EUR 137.769,32) die, wie im Vorjahr, im Wesentlichen der STARAMBA GmbH zuzuordnen sind, da die Gesellschaft durch den Großeinkauf von Materialien wie beispielsweise Druckpulver für 3D-Drucker Skalenvorteile im Einkauf generieren kann.

Steuerforderungen betragen zum Stichtag EUR 41,60. (31. Dezember 2014: EUR 41,60) Die Kassenbestände der Gesellschaft belaufen sich auf EUR 49.802,13 (31. Dezember 2014: EUR 174.848,51).

Die Konzernbilanzsumme beträgt per 30. Juni 2015 EUR 3.045.632,31 (31. Dezember 2014: EUR 3.380.161,40).

Das Konzerneigenkapital zum 30. Juni 2015 beträgt EUR 115.375,57. (31. Dezember 2014: EUR 452.204,96).

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum 30. Juni 2015 EUR 1.420.000,00 (31. Dezember 2014: EUR 1.420.000,00) und ist zum 30. Juni 2015 in 1.420.000 (31. Dezember 2014: 1.420.000) Stückaktien, die auf den Inhaber lauten, eingeteilt.

Im Berichtszeitraum erstes Halbjahr 2015 wurde auf Konzernebene keine Kapitalerhöhung durchgeführt.

Die Kapitalrücklage beträgt per 30. Juni 2015 EUR 1.825.908,04 (31. Dezember 2014: EUR 1.167.369,77). Die sonstige Rücklage beläuft sich per 30. Juni 2015 auf EUR -1.622.873,12 (31. Dezember 2015: EUR -701.980,75).

Das Bilanzergebnis zum 30. Juni 2015 beträgt EUR -1.075.192,00 (31. Dezember 2014: EUR -920.892,37).

Der den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnende Teil des Eigenkapitals beläuft sich zum Stichtag 30. Juni 2015 auf EUR 547.842,92 (31. Dezember 2014: EUR 964.496,65).

Abzüglich des den nicht beherrschenden Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnenden Teils des Eigenkapitals in Höhe von EUR 432.467,35 (31. Dezember 2014: EUR 512.291,69) verbleibt in Summe per 30. Juni 2015 ein Konzerneigenkapital in Höhe von EUR 115.375,57 (31. Dezember 2014: EUR 452.204,96).

Die Verbindlichkeiten des Konzerns belaufen sich zum Stichtag 30. Juni 2014 in Summe auf EUR 2.930.256,74 (31. Dezember 2014: EUR 2.927.956,44).

Die Langfristigen Verbindlichkeiten belaufen sich zum 30. Juni 2015 in Summe auf EUR 357.029,89 (31. Dezember 2014: EUR 318.320,62) und setzen sich zusammen aus EUR 315.589,33 (31. Dezember 2014: EUR 269.744,52) Finanzverbindlichkeiten und EUR 41.440,56 (31. Dezember 2014: EUR 48.576,10) latente Steuerschulden.

Die Kurzfristigen Verbindlichkeiten betragen zum 30. Juni 2015 EUR 2.573.226,85 (30. Dezember 2014: EUR 2.609.635,82) und setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.086.777,71 (31. Dezember 2014: EUR 669.702,79), Steuerschulden in Höhe von EUR 35.365,95.

(31. Dezember 2014: EUR 10.923,22), Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.288.386,22 (31. Dezember 2014: EUR 1.842.431,31) sowie schließlich sonstige Rückstellungen EUR 162.696,97 (31. Dezember 2014: EUR 86.578,50).

Finanzlage

Die grundsätzlichen Ziele des Finanzmanagements liegen nach wie vor in der Stabilisierung sowie der weiteren Optimierung der Liquidität. Anhand des gegenüber dem zurückliegenden Geschäftsjahr nahezu exakt auf gleicher Höhe gebliebenen Schuldenstandes des Konzerns ist ableitbar, dass die Finanzsituation der Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr stabil geblieben ist.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug per 30. Juni 2015 (EUR -1.060.778,28, Vorjahr EUR -775.176,86).

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug in der Berichtsperiode EUR -20.188,24 (Vergleichsperiode 2014: EUR – 218.477,82). Der Grund für den deutlich zurückgegangenen Mittelabfluss liegt darin, dass in der Berichtsperiode im Unterschied zur Vergleichsperiode keine neuen Assets erworben oder Kapitalerhöhungen bei bestehenden Beteiligungen durchgeführt wurden.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt zum 30. Juni 2015 EUR 955.920,14 (30. Juni 2014: EUR 1.259.448,94).

Am Ende der Periode ergibt sich ein Finanzmittelbestand in Höhe von knapp EUR 50.000,- gegenüber runden EUR 266.750 im Vergleichszeitraum 2014, der fast ausschließlich Bankguthaben umfasst und in der Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bilanziell ausgewiesen ist. Angesichts des plangerechten Mittelabflusses hatte die Gesellschaft mit Ablauf der Berichtsperiode beschlossen von den Vorteilen der Notierung im Regulierten Markt Gebrauch zu machen und eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital durchzuführen.

Ertragslage

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) belief sich für das erste Halbjahr 2015 auf EUR -1.776.816,16 (im ersten Halbjahr 2014: EUR -598.985,69). Die Umsatzerlöse betrugen EUR 220.947,49 (im ersten Halbjahr 2014: EUR 20.502,37). Die Umsätze wurden im Wesentlichen durch die Gesellschaften STARAMBA und MXM erlöst. Die Umsätze sind bei der STARAMBA GmbH seit April 2015 in starkem Wachstum begriffen. Die Revenue Run Rate wies zwischen April und Juni 2015 monatliche Zuwächse um rund 100 Prozent aus. Die Sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im ersten Halbjahr 2015 auf EUR 48.655,01 (im ersten Halbjahr 2014: EUR 57.260,51). Andere Aktivierte Eigenleistungen betragen im ersten Halbjahr 2015 2015 EUR 56.486,81 (im ersten Halbjahr 2014: EUR 153.881,42). Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen haben sich im ersten Halbjahr 2015 um EUR 60.634,07 erhöht (im ersten Halbjahr 2014: 0,00 EUR).

Der Materialaufwand betrug im ersten Halbjahr 2015 EUR 408.504,37 (im ersten Halbjahr 2014: EUR 76.320,14) Hier finden sich vor allem bezogene Druckmaterialien und Fotogrammetrie-Gerätschaften der STARAMBA GmbH.

Der Konzernpersonalaufwand, unter dem sich beispielsweise auch die Kosten für den nicht angestellten Geschäftsführenden Direktor der Gesellschaft finden, beträgt EUR 797.247,61 (im ersten Halbjahr 2014: EUR 276.614,23). Die deutliche Zunahme der Personalkosten korrespondiert zu der erheblichen Zunahme des STARAMBA-Personals, nahezu einer Verdreifachung auf mehr als 30 Mitarbeiter, die notwendig wurde, um die Unternehmensziele zu verwirklichen. Abschreibungen wurden mit EUR 100.097,60 (im ersten Halbjahr 2014: EUR 39.565,75) erfasst. Die deutliche Steigerung geht nicht zuletzt auf die erstmalige Abschreibung der im STARAMBA-Besitz befindlichen Fotogrammetrie-Gerätschaften zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 857.689,96 (im ersten Halbjahr 2014: EUR 438.129,87) sind ihrer Natur nach heterogen und umfassen neben Abschluss-, Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten, Nebenkosten des Geldverkehrs, Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, Mieten und Leasing sowie sonstigen Aufwänden und Fremdleistungen der SCGSE und ihrer Beteiligungen auch deren direkte Kosten.

Für das erste Halbjahr 2015 ergibt sich nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ein Halbjahresergebnis von EUR - 1.800.949,81 (im ersten Halbjahr 2014: EUR -670.923,66). Davon fallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens EUR -1.075.192,00 (30. Juni 2014: EUR - 449.474,71).

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug in der Berichtsperiode EUR -1,27 gegenüber EUR -0,21 in der Vergleichsperiode 2014. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wurde gemäß IAS 33.10 als Quotient aus dem den Aktionären zuzuordnenden Gewinn bzw. Verlust nach Steuern und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Verwässerungseffekte (IAS 33.30-60) waren weder in der Berichtsperiode 2015, noch in der Vergleichsperiode 2014 zu berücksichtigen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Personal

Personell sucht die SCGSE weiterhin mit einem praktikablen Minimum an Personal in der Holdinggesellschaft auszukommen. Die SCGSE beschäftigt inzwischen auf Holdingebene keine eigenen Mitarbeiter, sie vergibt vorrangig Auftragsarbeiten an die Angestellten der Beteiligungen. Auf Konzernebene (einschließlich der Beteiligungen) verzeichnete die SCGSE einen kontinuierlichen Zuwachs an Mitarbeitern.

Forschung und Entwicklung

Auf Holdingebene wird in der SCGSE im Wesentlichen keine Grundlagenforschung betrieben. Auf der Ebene der Beteiligungen wird anwendungsorientierte nicht jedoch Grundlagenforschung betrieben.

C. Nachtragsbericht

Die Durchführung der am 7. Juli 2015 vom Verwaltungsrat der Social Commerce Group SE (ISIN DE000A1K03W5) beschlossenen Barkapitalerhöhung aus Genehmigtem Kapital 2014 in Höhe von EUR 250.000,00 durch Ausgabe von 250.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien wurde am 23. Juli 2015 in das für die Gesellschaft zuständige Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital der

Gesellschaft hat sich damit von EUR 1.420.000,00 um EUR 250.000,00 auf EUR 1.670.000,00 erhöht. Die Aktien der Gesellschaft sind zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse und im regulierten Markt der Börse Berlin zugelassen. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2015 gewinnberechtigt. Durch die Kapitalerhöhung einschließlich der Weiterplatzierung hat die Gesellschaft einen Mittelzufluss in Höhe von rund EUR 2,25 Mio. generiert. Die eingeworbenen Mittel sollen in erster Linie dem Ausbau der bestehenden Beteiligungen dienen, wobei ein besonderer Fokus auf der Beteiligung an der Staramba GmbH liegt, die derzeit stark in den Ausbau ihres 3D-Druck- und Datengeschäftes investiert. Die aktuelle Aktionärsstruktur der Gesellschaft ist auf der Internetseite der SCGSE veröffentlicht: http://www.scgse.de/investoren/aktie/

Mit Wirkung zum 01. Juli 2015 wurde Fredi Bobic zum stellvertretenden Vorsitzenden des Beirats berufen. Der ehemalige Profifußballer Fredi Bobic ist mit 5,98 Prozent der Anteile an der Social Commerce Group SE beteiligt. Bobic ist ein strategischer Investor und wird in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Beirats der SCGSE sein internationales Netzwerk und seine umfangreiche sportliche Expertise sowie sein Managementwissen zur Verfügung stellen.

Am 20. Juli 2015 hat die ordentliche Hauptversammlung der Social Commerce Group SE in Berlin stattgefunden.

Am 9. Juli 2015 vermeldete die Social Commerce Group SE eine vertragliche Zusammenarbeit mit dem Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. Seit August 2015 nimmt der Champions-League-Teilnehmer als erster Bundesligist die fotorealistisch gedruckten 3D-Figuren von STARAMBA in sein Fanartikel-Sortiment auf.

Die Klägerin der Anfechtungsklage bezüglich der Hauptversammlung vom 4. Dezember 2014 erklärte am 22. Juli 2015 gegenüber dem Landgericht Berlin, dass sie den Rechtsstreit in der Hauptsache für erledigt erkläre. Der Schriftsatz erreichte die SCGSE am 29. Juli 2015. Die SCGSE schloss sich dieser Beurteilung an. Per 31. August 2015 bleibt zwischen den Parteien weiter strittig und seitens des Gerichts weiter offen, in welcher Höhe der Streitwert anzusetzen sein wird.

Am 27. Juli 2015 vermeldete die Social Commerce Group SE die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages mit dem englischen Top-Klub Arsenal London. Der Londoner Traditionsklub ist der erste Verein der Premier League, der seinen Fans die fotorealistisch gedruckten 3D-Figuren von STARAMBA anbietet.

Am 6. August 2015 veröffentlichte die Social Commerce Group SE die vertragliche Vereinbarung einer Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München. Die STARAMBA GmbH wird künftig originalgetreue 3D-Figuren der Spieler des deutschen Fußballrekordmeisters Bayern München im Miniaturformat produzieren. Insgesamt haben sich nach Ende des ersten Halbjahres 2015 mit Bayern München, Bayer Leverkusen und Arsenal London drei Champions-League Clubs die Dienste des 3D-Druck- und Datenspezialisten gesichert.

Am 13. August 2015 beschloss die Gesellschafterversammlung der STARAMBA GmbH im Wege eines notariell beurkundeten Gesellschaftervertrages die Erhöhung des Stammkapitals der Gesellschaft um 6.000 EUR auf 33.500 EUR, bei der die SCGSE als einzige Zeichnerin zugelassen wurde. Damit erhöht sich der Anteil der SCGSE an der STARAMBA GmbH von 43,07 Prozent auf 51,95 Prozent. Die Kapitalerhöhung war zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts noch nicht im Handelsregister eingetragen.

Am 14. August 2015 beschlossen der Vorstand und Aufsichtsrat der yoyo smart social web solutions AG die Teilausnutzung des der Gesellschaft verbleibenden genehmigten Kapitals von 116.250 EUR unter Ausschluss des Bezugsrechts in Höhe von 33.250 EUR. Als alleinige Zeichnerin der Aktie wurde die SCGSE zugelassen, die die Aktie zum Preis von 33,00 EUR zeichnete. Damit bewirkte Sie eine Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft von 333.750 EUR auf 367.000 EUR sowie eine Erhöhung der Kapitalrücklage der yoyo um EUR 1,064 Mio. Die Kapitalerhöhung war zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts noch nicht im Handelsregister eingetragen.

Am 17. August 2015 vermeldete die Social Commerce Group SE eine Beteiligung an der amerikanischen STARAMBA USA Corporation in Höhe von 26 Prozent. Mithilfe der Beteiligung sollen die fotoecht gedruckten 3D-Figuren von STARAMBA nach ersten Erfolgen in Europa nun den lukrativen US-Sportmarkt erobern. Ziel der Beteiligung ist es, die Erfahrungen und Erfolge der Berliner STARAMBA GmbH aus dem europäischen Spitzenfußball in den amerikanischen Sport zu tragen.

Des Weiteren sind nach dem Ende des Berichtszeitraums keine Ereignisse eingetreten, die für die Social Commerce Group SE von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

D. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung und Ausblick

Chancen und Risikobericht

Chancen

Die Social Commerce Group SE ist zurzeit schwerpunktmäßig auf dem Markt der digitalen Sportvermarktung tätig. Dieser Markt ist bislang unterentwickelt und wird in absehbarer Zeit hohe Wachstumsraten aufweisen.

Auf diesem Markt hat sich die Social Commerce Group SE gemeinsam mit ihren Beteiligungen bereits einen Stand erarbeitet.

Die Beteiligungserwerbe leisten jeweils ihren Beitrag, um ein breites Spektrum anzubieten, dabei können Synergieeffekte zwischen den einzelnen Unternehmen genutzt werden.

Durch den Erwerb der Mehrheit an den Gesellschaften MXM und STARAMBA ist es der SE gelungen, ihr Chancenpotenzial signifikant auszuweiten und gleichzeitig die in jeder Beteiligung an Startup-Unternehmen liegenden Risiken zu streuen. Die SE hat dadurch ihre Position im Markt deutlich gestärkt.

Risikobericht

Darstellung der Lage der Gesellschaft

Die SE ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt. Hierbei handelt es sich um die in der nachstehenden Tabelle angegebenen Risikofelder. Alle Risiken können dazu führen, dass einzelne oder mehrere Vermögenswerte abzuschreiben sind und die Ertragslage sich negativ entwickelt.

Da die finanzwirtschaftlichen Risiken direkten Einfluss auf einzelne Positionen in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung haben, wird im Folgenden explizit auf diese Risiken eingegangen. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken zu begrenzen.

Darstellung des Gesamtrisikos

Risikofelder Beispiele
Geschäftsrisiken Konjunkturrisiken,
Risiken
aus
der
allgemeinen
Wett
bewerbssituation für die SE sowie deren Kunden, Risiken aus
dem Ausfall der Beteiligungen
Operationelle Risiken Personalrisiken, Risiken aus Produktinnovation
Informations-
und IT
Risiken
Risiken aus dem Betrieb und der Gestaltung von IT-Systemen
sowie Risiken im Zusammenhang mit der Vertraulichkeit,
Verfügbarkeit und Integrität von Daten
Finanzwirtschaftliche
Risiken
Finanzierungsrisiken,
Risiken
aus
dem
Ausfall
von
Eigenkapital im Wege der Außenfinanzierung, Risiken aus
dem
Ausfall
von
Kreditinstituten,
Wechselkursrisiken,
Zinsänderungsrisiken
Debitorenrisiken Risiken aus dem Ausfall von Zahlungsverpflichtungen der
Kunden
Rechtliche und
regulatorische Risiken
Risiken
aus
der
Änderung
des
rechtlichen
und
regulatorischen
Rahmens
sowie
Risiken
aus
Rechts
streitigkeiten, lizenzrechtliche Risiken
Liquiditätsrisiken Risiken
durch
die
bei
Venture
Capital
Beteiligungs
gesellschaften
im
Early
Stage
und
Seedmarkt
unausweichlichen
anfänglichen
operativen
Verluste
der
Beteiligungen, die den Nachschuss von Eigenkapital durch
die SE und/oder externe Investoren zwingend machen sowie
durch
evtl.
Abflüsse
aus
der
Inanspruchnahme
von
Rückstellungen
Lieferantenrisiken Risiko
von
Qualitätsdefiziten
angesichts
teilweise
junger
Märkte ohne etablierte Qualitätsmerkmale.
Bezugspreisrisiken wesentliche Preissteigerungen
Sonstige Risiken Reputationsrisiken sowie Risiken aus Notfällen; Risiken von
Anfechtungs-
und Nichtigkeitsklagen gegen Beschlüsse der
Hauptversammlung

Eine ausführliche Darstellung der Risiken unseres Geschäfts sind umfassend im Lagebericht der Social Commerce Group SE für das Geschäftsjahr 2014 ab Seite 22 dargestellt. Gegenüber dem Geschäftsbericht ergaben sich keine wesentlichen Änderungen. Es liegen derzeit keine weiteren erkennbaren Risiken vor.

Ausblick

Die Unternehmensentwicklung verlief im ersten Halbjahr 2015 plangemäß und erfüllte sämtliche Erwartungen.

Weitere Beteiligungsoptionen werden laufend sondiert. Aus der großen Zahl grundsätzlich gemäß den unter B. skizzierten Kriterienkatalog definierten Anforderungen geeigneter Zielunternehmen sucht das Team der SCGSE die bestgeeigneten Zielunternehmen aus.

Eine in junge Technologieunternehmen investierende Beteiligungsgesellschaft bietet Investoren besonders attraktive Ertragschancen über Hebel- und Skalierungsinstrumente, ist naturgemäß aber auch besonderen Risiken ausgesetzt. Sowohl das Ausbleiben endogener Erfolgsfaktoren innerhalb unserer Beteiligungen als auch exogene Faktoren des Marktes können wir grundsätzlich nicht belastbar ausräumen. Insbesondere extrem unwahrscheinliche Ereignisse von großer Tragweite können sämtliche Planerwartungen gegenstandslos machen.

Mit Blick auf

  • die kurzen Zeithorizonte, innerhalb derer die definierten Umsatz- und Ergebnisziele der der SCGSE-Beteiligungen eintreten sollen
  • den gewählten Mix heterogener Erlösquellen für die Beteiligungen
  • die weitgehende Konjunkturunabhängigkeit der Zielmärkte
  • den geschilderten großen Marktbedarf für von den SCGSE-Beteiligungen bereit gestellten Lösungen
  • die besondere Eignung der Zielmärkte für die Equity Story der SCGSE

verfügt die SCGSE über einen nahezu optimalen Mix aus nachfragegerechter Marktfokussierung einerseits und risikominimierender Streuung der Erlöskomponenten andererseits.

Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsperspektiven für das laufende Geschäftsjahr und darüber hinaus weiter äußerst positiv. Zu der positiven Beurteilung tragen endogene und exogene Faktoren gleichermaßen bei. Unter den endogenen Faktoren ist zum einen die fortgeführte Anpassung der Unternehmensstrategie im laufenden Geschäftsjahr in Richtung auf eine nachhaltige Wertsteigerung der Gesellschaft im Wege des Mobilisierens von Synergien zwischen den Beteiligungen zu nennen, die in vielen erfolgreichen Kooperationen auf der operativen Entwicklungsebene der Programmierer der Beteiligungen mündete. Exemplarisch zu nennen ist hier die Entwicklung des 3D-Konfigurators für Online-Shops durch die SCGSE-Beteiligung yoyo, die für den Markterfolg der STARAMBA GmbH einen wesentlichen Input darstellt.

Mit Blick auf die exogenen Faktoren ist besonders hervorzuheben, dass in den derzeitigen Zielmärkten in der Berichtsperiode ein weiter gestiegener Bedarf nach den von den Beteiligungen bereitgestellten Lösungen zu verzeichnen war. Durch die im Nachtragsbericht geschilderte Beteiligung an der STARAMBA USA Corp., die ihrerseits an den beiden amerikanischen Gesellschaften Forge Manufacture LLC, Jacksonville/FL. und Clone Data Capture LLC, Beverly Hills/CA beteiligt ist, erhellt, dass STARAMBA inzwischen auch fest auf dem amerikanischen Kontinent verankert ist. Die Lösungen der SCGSE wurden dort nicht nur vom Markt, sondern auch von der Fach- und Publikumspresse prominent verhandelt und honoriert. Die Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2015 beträgt rd. EUR 1 - 1,5 Mio. Dabei handelt es sich um Umsatzbeteiligung aus der Beteiligung an der STARAMBA GmbH sowie der MXM AG. Die Veräußerung einer Beteiligung ist nicht geplant. Für 2016 und die weiteren Jahre rechnen wir mit steigenden Umsätzen von jeweils EUR > 1 Mio. Die Höhe dieser Erlöse ist insbesondere mit Blick auf die oben unter "Kriterien der Beteiligungsauswahl" geschilderten exogenen, auf das jeweilige Marktumfeld zurückzuführenden Aspekten nicht seriös prognostizierbar.

E. Schlusserklärung über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft steht im Berichtszeitraum im Mehrheitsbesitz einer anderen Kapitalgesellschaft. In diesem Zusammenhang hat der Vorstand gemäß § 312 Abs. 3 AktG eine Erklärung mit folgendem Wortlaut abgegeben:

"Bei unserer Gesellschaft haben in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr keine berichtspflichtigen Vorgänge vorgelegen".

Social Commerce Group SE

Julian v. Hassell, Geschäftsführender Direktor Berlin, im August 2015

Verkürzte Konzernzwischenbilanz zum 30. Juni 2015

Social Commerce Group SE, Berlin

30. Juni 2015
EUR
31. Dezember 2014
EUR
EUR 30. Juni 2015 31. Dezember 2014
EUR
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Eigenkapital
Immaterielle Vermögenswerte
Selbsterstellte immaterielle
Gezeichnetes Kapital 1.420.000,00 1.420.000,00
Vermögenswerte
sonstige immaterielle
1.672.557,17 1.616.970,36 Kapitalrücklage 1.825.908,04 1.167.369,77
Vermögenswerte 236.387,32 288.876,93 Sonstige Rücklage -1.622.873,12 -701.980,75
Geschäfts- oder Firmenwert 108.639,02 108.639,02 Bilanzergebnis -1.075.192,00 -920.892,37
Finanzielle und andere Den Gesellschaftern des Mutter
unternehmens zuzurechnender
Vermögenswerte Teil des Eigenkapitals 547.842,92 964.496,65
Sachanlagen 340.328,79 445.393,35
sonstige Finanzanlagen 5.337,10 5.337,10 Nicht beherrschende Gesellschafte -432.467,35 -512.291,69
sonstige Forderungen 14.103,35 7.400,00
SUMME Eigenkapital 115.375,57 452.204,96
Summe langfristige
Vermögenswerte 2.377.352,75 2.472.616,76
Schulden
Kurzfristige Vermögenswerte Langfristige Schulden
Vorräte 182.309,00 137.769,32
Steuerforderungen 41,60 41,60 Finanzverbindlichkeiten 315.589,33 269.744,52
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen 436.126,83 594.885,21 Latente Steuerschulden 41.440,56 48.576,10
Zahlungsmittel und Zahlungs-
mitteläquivalente 49.802,13 174.848,51
Summe langfristige Schulden 357.029,89 318.320,62
Summe kurzfristige
Vermögenswerte 668.279,56 907.544,64 Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus
30. Juni 2015
EUR
31. Dezember 2014
EUR
EUR 30. Juni 2015 31. Dezember 2014
EUR
Vermögenswerte Eigenkapital
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte
Gezeichnetes Kapital 1.420.000,00 1.420.000,00
Selbsterstellte immaterielle
Vermögenswerte
sonstige immaterielle
1.672.557,17 1.616.970,36 Kapitalrücklage 1.825.908,04 1.167.369,77
Vermögenswerte 236.387,32 288.876,93 Sonstige Rücklage -1.622.873,12 -701.980,75
Geschäfts- oder Firmenwert 108.639,02 108.639,02 Bilanzergebnis -1.075.192,00 -920.892,37
Den Gesellschaftern des Mutter
Finanzielle und andere unternehmens zuzurechnender
Vermögenswerte Teil des Eigenkapitals 547.842,92 964.496,65
Sachanlagen 340.328,79 445.393,35
sonstige Finanzanlagen 5.337,10 5.337,10 Nicht beherrschende Gesellschafte -432.467,35 -512.291,69
sonstige Forderungen 14.103,35 7.400,00
SUMME Eigenkapital 115.375,57 452.204,96
Summe langfristige
Vermögenswerte 2.377.352,75 2.472.616,76 Schulden
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte
182.309,00 137.769,32 Langfristige Schulden
Steuerforderungen 41,60 41,60 Finanzverbindlichkeiten 315.589,33 269.744,52
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen 436.126,83 594.885,21 Latente Steuerschulden 41.440,56 48.576,10
Zahlungsmittel und Zahlungs-
mitteläquivalente 49.802,13 174.848,51
Summe langfristige Schulden 357.029,89 318.320,62
Summe kurzfristige
Vermögenswerte 668.279,56 907.544,64
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und
sonstige Verbindlichkeiten 1.086.777,71 669.702,79
Steuerschulden 35.365,95 10.923,22
Finanzverbindlichkeiten 1.288.386,22 1.842.431,31
sonstige Rückstellungen 162.696,97 86.578,50
Summe kurzfristige Schulden 2.573.226,85 2.609.635,82
SUMME Schulden 2.930.256,74 2.927.956,44
Bilanzsumme 3.045.632,31 3.380.161,40 Bilanzsumme 3.045.632,31 3.380.161,40

AKTIVA PASSIVA

Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2015

Social Commerce Group SE, Berlin

1. Januar bis
30. Juni 2015
EUR
1. Januar bis
30. Juni 2014
EUR
Umsatzerlöse 220.947,49 20.502,37
sonstige betriebliche Erträge 48.655,01 57.260,51
andere aktivierte Eigenleistungen 56.486,81 153.881,42
Veränderung des Bestands an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen
Materialaufwand
Personalaufwand
60.634,07
408.504,37
797.247,61
0,00
76.320,14
276.614,23
Abschreibungen 100.097,60 39.565,75
sonstige betriebliche Aufwendungen 857.689,96 438.129,87
Betriebsergebnis -1.776.816,16 -598.985,69
Finanzaufwand 33.700,01 8.728,96
Finanzerträge 2.809,17 740,25
Ergebnis vor Steuern -1.807.707,00 -606.974,40
Ertragsteuern 6.757,19 -63.949,26
Verlust aus der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit nach
Steuern
-1.800.949,81 -670.923,66
Konzernergebnis -1.800.949,81 -670.923,66
Konzerngesamtergebnis -1.800.949,81 -670.923,66
davon entfallen auf
Gesellschafter des Mutterunternehmens
Nicht beherrschende Gesellschafter
-1.075.192,00
-725.757,81
-449.474,71
-221.448,95
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis
je Aktie (EUR)
-1,27 -0,83

Verkürzte Kapitalflussrechnung

Social Commerce Group SE, Berlin

01.01.2015-
30.6.2015
EUR
01.01.2014-
30.6.2014
EUR
Ergebnis vor Zinsen -1.770.058,97 -662.934,95
Abschreibungen
Sonstige zahlungsunwirksame
100.097,60 39.565,75
Aufwendungen und Erträge 14.922,46 81.858,93
Abnahme anderer Aktiva, die nicht der
Investitions- und Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind
107.515,35 60.644,51
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten,
die nicht der Investitions- und
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Zunahme anderer kurzfristiger Passiva ohne
417.074,92 -309.160,77
Finanzschulden 100.561,20 22.838,41
gezahlte Zinsen -33.700,01 -8.728,99
erhaltene Zinsen 2.809,17 740,25
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit -1.060.778,28 -775.176,86
Einzahlungen aus Unternehmenserwerb 0,00 89.534,21
Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagevermögen
Einzahlungen aus Verkäufen des
-69.188,24 -308.012,03
Sachanlagevermögens 49.000,00 0,00
Cashflow aus Investitionstätigkeit -20.188,24 -218.477,82
Einzahlungen in das Eigenkapital 346.593,40 1.322.000,00
Einzahlungen aus Darlehen (Aufnahme) 1.006.548,60 164.037,23
Auszahlungen aus Darlehen (Tilgung) -397.221,86 -226.588,29
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 955.920,14 1.259.448,94
Zahlungsunwirksame Veränderungen des
Finanzmittelfonds
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
-125.046,38 265.794,26
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 174.848,51
49.802,13
956,03
266.750,29

Verkürzte Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 30. Juni 2015

Social Commerce Group SE, Berlin

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Social Commerce Group SE, Berlin

Konzernzwischenabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2015

Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben

Gemäß IAS 34 sind ausgewählte erläuternde Angaben zu Ereignissen und Geschäftsvorfällen erforderlich, die für das Verständnis der Veränderungen, die seit dem Ende des letzten Geschäftsjahres bei der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens eingetreten sind, erheblich sind.

Die Social Commerce Group SE erstellt zum 30. Juni 2015 erstmals einen Konzernzwischenabschluss. In diesen Konzernzwischenabschluss werden die Tochtergesellschaften STARAMBA GmbH, Berlin, MXM Mixed Reality Marketing AG, Magdeburg, und yoyo smart social web solutions AG, Hamburg, im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Erstkonsolidierungszeitpunkt war der 1. April 2014.

Da die Vergleichsperiode für die Gewinn- und Verlustrechnung in diesem Konzernzwischenabschluss die entsprechende Vorperiode (1. Halbjahr 2014) ist, ist eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich, da die Tochtergesellschaften erst ab dem 1. April 2014 einbezogen sind.

GESCHÄFTLICHES UMFELD UND FORTBESTANDSANNAHME

Sämtliche Stückaktien der Social Commerce Group SE wurden mit Wirkung zum 15. Mai 2015 zum Regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilbereich General Standard) und an der Börse Berlin zugelassen. Die Zulassung der Aktien zum Regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie der Wechsel vom Freiverkehr der Börse Berlin in den Regulierten Markt an der Börse Berlin sind Teil der strategischen Neupositionierung der Social Commerce Group SE am Kapitalmarkt.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss der Gesellschaft wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prämisse) aufgestellt, wonach die Realisierbarkeit des im Unternehmen gebundenen Vermögens und die Rückzahlung von ausstehenden Verbindlichkeiten im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs unterstellt werden.

Saison- oder Konjunktureinflüsse haben die Geschäftstätigkeit nicht beeinflusst.

Änderungen bei Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen haben sich nicht ergeben.

RECHNUNGSLEGUNG NACH INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS)

Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bzw. International Accounting Standards (IAS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Alle für das Geschäftsjahr 2015 geltenden Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und die früheren Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) wurden berücksichtigt. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt.

Der Abschluss enthält Vergleichsinformationen über vorangegangene Berichtsperioden.

Die Gesellschaft erstellt erstmals einen (Zwischen-) Konzernabschluss.

KONSOLIDIERUNG

Tochterunternehmen

Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihm beherrschten Unternehmen. Die Gesellschaft erlangt Beherrschung, wenn sie

  • Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann,
  • schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und
  • die Rendite aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.

Wenn die Gesellschaft keine Stimmrechtsmehrheit besitz, so beherrscht sie das Beteiligungsunternehmen dennoch, wenn sie durch ihre Stimmrechte über die praktische Möglichkeit verfügt, die maßgebliche Tätigkeit des Beteiligungsunternehmens zu bestimmen. Bei der Beurteilung, ob ihre Stimmrechte für die Bestimmungsmacht ausreichen, berücksichtigt die Gesellschaft alle Tatsachen und Umstände, insbesondere Rechte aus vertraglichen Vereinbarungen sowie den Umfang der im Besitz der Gesellschaft befindlichen Stimmrechte im Verhältnis zum Umfang und zur Verteilung der Stimmrechte anderer Stimmrechtsinhaber.

Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Gesellschaft die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Gesellschaft endet, in den Konzernzwischenabschluss einbezogen. Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Konzern-Ergebnis erfasst.

Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Ergebnisses sind den Gesellschaftern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzuordnen. Dies gilt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Gesellschafter einen Negativsaldo aufweisen.

Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen.

Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cashflows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.

Änderung der Beteiligungsquote des Konzerns an bestehenden Tochterunternehmen

Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung über dieses Tochterunternehmen führen, werden als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die Buchwerte der vom Konzern gehaltenen Anteile und der nicht beherrschenden Anteile werden so angepasst, dass sie die Änderungen der an den Tochterunternehmen bestehenden Anteilsquoten widerspiegeln. Jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistung wird unmittelbar im Eigenkapital erfasst und den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zugeordnet.

Erwerb von Tochterunternehmen

Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser bestimmt sich aus der Summe der zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der übertragen Vermögenswerte, der von den früheren Eigentümern des erworbenen Unternehmens übernommen Schulden und der vom Konzern emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Mit dem Unternehmens-zusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden bei Anfall erfolgswirksam erfasst. Kosten für die Emission von Aktienpapieren wurden gem. IAS 32 und IAS 39 erfasst.

Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich als Überschuss der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen Eigenkapitalanteils an dem erworbenen Unternehmen ( sofern gegeben ) über den Saldo der zum Erwerbszeitpunkt ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Für den Fall, dass sich - auch nach nochmaliger Beurteilung - ein negativer Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser unmittelbar als Ertrag erfolgswirksam erfasst.

Zu den Besonderheiten des Konzerns verweisen wir auf die Darstellung des Konsolidierungskreises.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Neben der Social Commerce Group SE (kurz SCG) werden folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:

Name
des
Tochter
Hauptgeschäft Kapitalanteil Kapitalanteil
unternehmens 30.6.2015 30.6.2014
% %
yoyo smart social web Software Hamburg 58,40 58,40
Solutions
AG
(kurz:
yoyo)
STARAMBA
GmbH
3D-Druck Berlin 43,08 56,36
(kurz: Staramba)
MXM
Mixed
Reality
Augmented Reality Stendal 54,55 54,55
Marketing
AG
(kurz:
MXM)

yoyo smart social web Solutions AG, Hamburg

Der Erwerb der Anteile erfolgte am 11. Dezember 2013 mit Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft über eine Sachkapitalerhöhung im Nennwert von TEUR 1.000 bzw. zu einem Ausgabebetrag von TEUR 2.500. Die Eintragung der Sachkapitalerhöhung erfolgte am 25. März 2014. Mit Vertrag vom 9. Mai 2014 wurden weitere 10.000 Stückaktien mit einem Nominalwert von TEUR 10 zu einem Kaufpreis von TEUR 10 erworben.

Bestimmung des Erwerbers und Erwerbszeitpunkt

Mit Eintragung der Kapitalerhöhung am 25. März 2014 erlangt die SCG die rechtliche Mehrheit an der yoyo. Zugleich erlangten die bisherigen Gesellschafter der yoyo durch die Sachkapitalerhöhung die Mehrheit der Anteile an der SCG. IFRS 3.B19 ff und IFRS 3.IE1 ff. unterscheiden für einen solchen Fall zwischen dem rechtlichen Erwerber (hier die SCG) und dem wirtschaftlichen Erwerber (hier der yoyo). Die yoyo gilt als wirtschaftlicher Erwerber, da die Gesellschafter der yoyo die Mehrheit an der SCG erlangen. Grundsätzlich liegen die Voraussetzungen für eine sog. reverse aquisition vor, auf die die spezifischen Regelungen gemäß IFRS 3.B19 bis IFRS 3.B27 anzuwenden sind. Da die SCG als reiner Börsenmantel/Holdinggesellschaft kein Business im Sinne des IFRS 3 darstellt, liegt im vorliegenden Fall eine sog. reverse asset aquisition vor, bei dem das zugehende Vermögen mit den Anschaffungskosten anzusetzen ist. Nach IFRS IC erwirbt bei Einbringung eines Unternehmens in einen Börsenmantel der wirtschaftliche Erwerber ein Börsenlisting gegen (fiktive) Ausgabe seiner Aktien. Da das Börsenlisting nicht aktivierbar ist, entsteht gemäß IFRS 2.8 und IFRS 2.13A in Höhe der bei den Alt-Gesellschaftern verbleibenden Anteile Aufwand.

Abbildung der Reverse asset Aquisition

Bei einer sog. reversed Aquisition wird unter dem Namen des rechtlichen Mutterunternehmens der Abschluss des rechtlichen Tochterunternehmens fortgeführt.

In analoger Anwendung der Grundsätze der sog. reverse Acquisition wird angenommen, dass der wirtschaftliche Erwerber (hier: yoyo) Anteile ausgibt, um die Beherrschung des rechtlichen Erwerbes (hier: SCG) zu erlangen. Die Ermittlung des Austauschverhältnisses bei der Reverse Asset Acquisition ist dabei durch eine dem wirtschaftlichen Geschehen folgende Fiktivrechnung zu bestimmen. Dabei gelten folgende Grundsätze:

Die Transaktion hätte so strukturiert werden können, dass der wirtschaftlicher Erwerber auch rechtlicher Erwerber gewesen wäre.

Der wirtschaftliche Erwerber hätte sein Kapital so erhöhen müssen, damit nach der Kapitalerhöhung das tatsächlich bewirkte Verhältnis zwischen den Gesellschaftern beider Unternehmen bestanden hätte.

Bei der Ermittlung des Ausstauschverhältnisses ist im Rahmen der Fiktivrechnung die Anzahl der Aktien zu ermitteln, die an die Altinhaber der yoyo auszugäben wäre, damit sie an der yoyo so beteiligt wären, wie sie nach der tatsächlichen Durchführung der Sachkapitalerhöhung an der SCG beteiligt sind.

Im Rahmen dieser Fiktivrechnung ergibt sich folgende fiktive Kapitalerhöhung bei der yoyo:

EUR
Gezeichnetes Kapital 40.500
Kapitalrücklage 60.750
101.250

Erhaltenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie Listing Aufwand

Auf Grundlage eines Pro-Forma Zwischenabschlusses zum 1. April 2014 der SCG wurden die von der yoyo erhaltenen Vermögenswerte und Schulden ermittelt. Die yoyo als wirtschaftlicher Erwerber führt dabei die Buchwerte der SCG fort.

EUR
Vermögenswerte 402.985
Schulden -496.677
Erhaltenen Vermögenswerte und Schulden -93.694

Der "Listing Aufwand" ermittelt sich als Unterschiedsbetrag zwischen der Kapitalerhöhung i. R. d. Fiktivrechung und dem Saldo aus erhaltenen Vermögenswerten und Schulden.

EUR
Gegenleistung 101.250
Erhaltenen Vermögenswerte und Schulden -93.694
194.944

In diesem "Listing Aufwand" ist implizit der laufende Verlust für den Zeitraum 1. Januar 2014 bis 31. März 2014 i. H. v. EUR 68.661 enthalten, so dass der effektive "Listing Aufwand" EUR 126.283 beträgt.

Minderheitenanteile

Bei einer Reverse Acquisition ist der wirtschaftliche Erwerber rechtliche Tochtergesellschaft. Der rechtlichen Betrachtung folgend, werden Anteile Dritter an dieser Tochtergesellschaft als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen.

Erwerb von weiteren Tochterunternehmen

Der Erwerb der Tochterunternehmen erfolgte bereits im Vorjahr. Da erstmals ein Konzernzwischenabschluss erstellt wird, werden im Folgenden die wesentlichen Auswirkungen der Unternehmenszusammenschlüsse dargestellt:

Erworbenen Tochterunternehmen

Name
des
Tochter Hauptgeschäft Zeitpunkt des Erworbener Kosten des
unternehmens Erwerbs Kapitalanteil Erwerbs
% in TEUR
STARAMBA 3D-Druck 1.4.2014 52,00 13
MXM Augmented Reality 1.4.2014 50,00 40

Der Erwerb der Unternehmensanteile erfolgt durch die Hingabe von Zahlungsmitteln.

Erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden, die zum Erwerbszeitpunkt angesetzt wurden

STARAMBA GmbH MXM Mixed Reality Market
ing AG
TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte 334,6 119,0
Kurzfristige Vermögenswerte 32,1 50,5
Zahlungsmittel 10,8 2,6
Langfristige Verbindlichkeiten -78,1 -175,6
Kurzfristige Verbindlichkeiten -190,0 -133,8
beizulegender Zeitwert des identifizierten 109,4 -137,3
erworbenen Nettovermögens

Mit dem Erwerb entstandener Geschäfts- oder Firmenwert

STARAMBA GmbH MXM Mixed Reality Market
ing AG
TEUR TEUR
Übertragende Gegenleistung 13,0 40,0
Zuzüglich nicht beherrschende Anteile 52,5 -68,6
Abzüglich beizulegender Zeitwert des iden -109,4 137,3
tifizierten erworbenen Nettovermögens
Mit dem erwerb entstandener Geschäfts -43,9 108,7
oder Firmenwert/ Badwill (-)

STARAMBA GmbH

Das Stammkapital der Staramba GmbH wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 4. April 2014 um TEUR 2,5 erhöht. Die Eintragung der Kapitalerhöhung erfolgte am 22. April 2014. Die neuen Geschäftsanteile wurden von der Social Commerce Group übernommen. Zusätzlich wurde ein Aufgeld in Höhe von TEUR 345 gezahlt (TEUR 340 zzgl. Transaktionskosten in Höhe von TEUR 5).

Mit notariellem Kaufvertrag vom 4. August 2014 wurden Kapitalanteile im Nennwert von EUR 1.500 verkauft. Der Kaufpreis betrug TEUR 417.

Mit Eintragung vom 5. Februar 2015 hat die Staramba GmbH ihr Stammkapital in Höhe von TEUR 5 erhöht. Die neuen Anteil sowie ein in Bar zu leistendes Aufgeld in Höhe von TEUR 228 wurden von der Staramba Cooperation übernommen. Zusätzlich verzichtete die Staramba Cooperation auf im zweiten Halbjahr 2014 gewährte Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 1.117. Trotz des zum 30. Juni 2015 auf 43,08% gesunkenen Kapitalanteils wird aufgrund von Rechten aus vertraglichen Vereinbarungen (Teilbetriebsführungsvertrag) sowie einer Kapitalerhöhung zum 14. August 2015 durch die Social Commerce Group in Höhe von TEUR 6 weiterhin von einer Beherrschung durch die Social Commerce Group ausgegangen. Nach dieser Kapitalerhöhung beträgt der Anteil der Social Commerce Group 51,95% an der Staramba GmbH. Die Kapitalerhöhung wurde bereits vor dem 30.6.2015 beschlossen. Da durch die Änderungen der Beteiligungsquoten kein Statuswechsel bei der Staramba auftrat, wurde die Transaktion als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

MXM Mixed Reality Marketing AG

Der Erwerb von 40.000 Aktien der MXM (50 % der Anteile an der MXM) erfolgte am 11. April 2014 zu einem Kaufpreis von TEUR 40. Das Kapital der MXM wurde im Zuge einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital in Höhe von TEUR 8 erhöht. Die Aktien wurden zu einem Ausgabebetrag von 40 EUR/Aktie ausgegeben. Die neuen Geschäftsanteile wurden von der Social Commerce Group übernommen. Insgesamt wurde ein Aufgeld in Höhe von TEUR 312 gezahlt (TEUR 309 zzgl. Transaktionskosten in Höhe von TEUR 3). Somit repräsentieren die gesamten Anteile der SCG 54,5 % des Stammkapitals der MXM i. H. v. TEUR 88. Aufgrund des Umfang der im Besitz der Gesellschaft befindlichen Stimmrechte im Verhältnis zum Umfang und zur Verteilung der Stimmrechte anderer Stimmrechtsinhaber wurde bereits mit Erwerb der 50% der Anteile am 1. April 2014 Beherrschung an der Gesellschaft angenommen. Da durch die Änderungen der Beteiligungsquoten kein Statuswechsel bei der MXM auftrat, wurde die Transaktion als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

BILANZIERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND SCHULDEN

ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (AVAILABLE FOR SALE - AfS)

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind und solche, die nicht in eine der drei vorstehend genannten Kategorien eingestuft sind. Diese werden bei der Gesellschaft bei der erstmaligen Bewertung zu Anschaffungskosten bewertet. Wenn ein solcher Vermögenswert wertgemindert ist, wird der Verlust erfolgswirksam erfasst. Im Rahmen der Folgebewertung werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value bewertet, wobei Wertänderungen im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Ist der Fair Value nicht hinreichend sicher bestimmbar, kommen hilfsweise die Anschaffungskosten zum Ansatz.

Als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert werden die unter den sonstigen Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an der Social VIP GmbH, Berlin in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 5) ausgewiesen. Da der Fair Value nicht hinreichend sicher bestimmbar ist, wird die Beteiligung hilfsweise zu Anschaffungskosten bewertet. Es handelt sich um eine 100% Beteiligung an der Gesellschaft, die jedoch als reine Vorratsgesellschaft wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernzwichenabschluss einbezogen wird.

Die übrigen ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden werden als als Loans and Receivables bzw.Financial Liabilties Measured at Amortised Cost eingeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Geschäftsführung erachtet die Buchwerte der finanziellen Vermögensgegenstände und Schulden in der Konzernzwischenbilanz als gute Näherung an deren beizulegende Zeitwerte (mit Ausnahme der nicht notierten Anteile an der Social VIP, deren Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar ist).

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ PASSIVA

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 30. Juni 2015 sowie des Vorjahreszeitraumes 1. Januar 2014 bis 30. Juni 2014 wird auf die Tabelle "verkürzte-Eigenkapitalveränderungsrechnung" verwiesen.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der SCG zum 30. Juni 2015 beträgt EUR 1.420.000 (31. Dezember 2014: EUR 1.420.000) und ist in 1.420.000 (31. Dezember 2014: 1.420.000) Stückaktien, die auf den Inhaber lauten, eingeteilt.

Segmentberichterstattung

Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichterstattung über Konzernbereiche abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger der Gesellschaft im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesen Segmenten und der Bewertung Ihrer Ertragskraft überprüft wird. An den geschäftsführenden Director als Hauptentscheidungsträger berichtete Informationen zum Zwecke der Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente des Konzerns sowie der Bewertung ihrer Ertragskraft bezieht sich auf die Arten von Gütern und Dienstleistungen, die hergestellt oder erbracht werden. Die berichtspflichtigen Segmente des Konzerns sind:

  • 3D Druck
  • Software

Augmented Reality
------------------------ --
Segmentumsatzerlöse Segmentergebnis
30.6.2015 30.6.2014 30.6.2015 30.6.2014
TEUR TEUR TEUR TEUR
3D Druck 169 0 -862 -187
Software 0 0 -288 -79
Augmented Reali
ty
52 20 -234 -111
Summe Segmente -1.383 -377
Holding -401 -202
Konzernanpassungen -16 -91
Konzerngesamtergebnis -1.801 -671

Umsatzerlöse zwischen den berichtspflichtigen Segmenten bestehen nicht.

Nahestehende Personen

Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften, die nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert.

Umsatzerlöse sowie Aufwendungen

Im Laufe des Geschäftsjahres wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 74.822,22 (Vorjahr: EUR 0) mit der Staramba Corporation, Tampa, Florida, USA erzielt. Sonstige Aufwendungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen entstanden in Höhe von EUR 18.004,74 (Vorjahr: EUR 5.627,20) gegenüber der 11 Champions AG, Rostock, in Höhe von EUR 20.500 (Vorjahr: EUR 6.785,00) gegenüber Frau Marthe Wolbring sowie im Vorjahr in Höhe von EUR 9.237,32 gegenüber Daudert & Daudert GmbH, Rostock und im Vorjahr in Höhe von EUR 6.150,00 gegenüber der Social VIP GmbH, Rostock.

Ausstehende Salden

Forderungen gegenüber naheste Verbindlichkeiten gegenüber naheste
henden Unternehmen und Personen henden Unternehmen und Personen
30.6.2015 31.12.2014 30.6.2015 31.12.2014
EUR EUR EUR EUR
Staramba Corp.,
Tampa, Florida
USA
53.799,49 31.373,40 100.927,78 0
Social VIP GmbH,
Berlin
45.575,49 40.568,27 0 0
11 Champions AG,
Rostock
21.977,14 21.977,14 243.194,64 54.751,07
Christian Daudert 0 0 2.513,94 170,0
Daudert&Daudert
GmbH, Rostock
0 0 1.372,17 485,79
11 Champion
GmbH & Co. KG
III, Rostock
0 0 2.024,34 0
Marthe Wolbring 0 0 13.078,50 10.957,24

Die folgenden Salden waren am den der Berichtsperiode ausstehend:

Darlehen von nahestehenden Unternehmen und Personen

langfristige Finanzverbindlichkeiten
gegenüber nahestehenden Unterneh
men und Personen
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
gegenüber nahestehenden Unterneh
men und Personen
30.6.2015 31.12.2014 30.6.2015 31.12.2014
EUR EUR EUR EUR
Staramba Corp.,
Tampa, Florida
USA
53.499,09 0 510.640,59 333.774,14
KT Treuhand
Rostock GmbH,
Rostock
249.575,33 253.980,00 168,80 10.161,92
11 Champions
AG, Rostock
0 0 702.272,85 42.440,55
Christian Daudert 0 0 6.800,00 0
11 Champion
GmbH & Co. KG
III, Rostock
0 2.307,61 2.000 0
Daudert&Daudert
GmbH, Rostock
0 0 333,15 10.326,30

Finanzaufwendungen

Von den Finanzaufwendungen entfielen auf nahestehende Unternehmen und Personen:

Finanzaufwendungen gegenüber na
hestehenden Unternehmen und Per
sonen
30.6.2015 30.6.2014
EUR EUR
Staramba Corporation, Tampa, Florida, USA 6.147,87 0
KT Treuhand Rostock GmbH, Rostock 7.602,81 222,44
11 Champions AG, Rostock 4.788,14 1.579,07
11 Champion GmbH & Co. KG III, Rostock 0 922,81
Yoyo Beteiligungs GmbH & Co. KG, Berlin 0 1.415,01

Als Geschäftsführungsvergütungen wurden EUR 45.751,20 (Vorjahr: EUR 28.875,6) aufgewandt. Zusätzlich wurde eine Aufwandsvergütung für die Aufsichtsratstätigkeit bei einer Tochtergesellschaft in Höhe von EUR 5.000,00 an den geschäftsführenden Direktor gezahlt.

UNTERNEMHENSORGANE

In der Zusammensetzung der Unternehmensorgane haben sich keine Änderungen ergeben. Geschäftsführender Direktor ist Herr Julian von Hassell, Uetersen.

EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

Vom Verwaltungsrat der Social Commerce Group SE wurde am 7. Juli 2015 eine Barkapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital 2014 in Höhe von EUR 250.000,00 durch Ausgabe von 250.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossenen. Diese wurde am 23. Juli 2015 in das für die Gesellschaft zuständige Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöht sich damit von EUR 1.420.000,00 um EUR 250.000,00 auf EUR 1.670.000,00. Die Aktien der Gesellschaft sind zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse und im regulierten Markt der Börse Berlin zugelassen.

UNTERSCHRIFT DES GESCHÄFTSFÜHRENDEN DIREKTORS

Berlin, 25. August 2015 Julian von Hassell

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Social Commerce Group SE, Berlin

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Konzernbilanz, verkürzter Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Social Commerce Group SE, Berlin für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2015, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichtes nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichtes unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

München, 28. August 2015

Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stahl Wirtschaftsprüfer Weilandt Wirtschaftsprüfer