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Mobotix AG Annual Report 2011

Sep 16, 2011

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Annual Report

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Publication

MOBOTIX AG

Winnweiler-Langmeil

Konzernabschluss zum 30. Juni 2011

Konzernabschluss 2010/11 der MOBOTIX AG

1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011

Konzerngewinn- und -verlustrechnung vom 1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011

Geschäftsjahr
Siehe Anhang # 01.07.2010 - 30.06.2011

TEUR
01.07.2009 - 30.06.2010

TEUR
--- --- --- ---
Umsatzerlöse (1) 73.191 53.844
Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (2) 2.122 373
Andere aktivierte Eigenleistungen (3) 1.432 558
Gesamtleistung 76.745 54.774
Materialaufwand (4) -20.542 -14.327
Rohergebnis 56.203 40.447
Personalaufwand (5) -19.275 -14.721
Abschreibungen (6) -2.874 -1.910
Sonstige betriebliche Erträge (7) 471 576
Sonstige betriebliche Aufwendungen (8) -15.350 -12.245
Betriebsergebnis 19.176 12.147
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (9) 67 104
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (9) -530 -513
Ergebnis vor Ertragsteuern 18.713 11.738
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (10) -5.515 -3.377
Jahresergebnis 13.198 8.361
Anteile der Aktionäre der MOBOTIX AG am Jahresergebnis 13.198 8.361
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in EUR (11) 3,00 1,89

Konzerngesamtergebnisrechnung vom 1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011

Geschäftsjahr
01.07.2010 - 30.06.2011

TEUR
01.07.2009 - 30.06.2010

TEUR
--- --- ---
Jahresergebnis 13.198 8.361
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -19 40
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen (nach Steuern) -19 40
Gesamtergebnis des Jahres 13.179 8.401
Anteile der Aktionäre der MOBOTIX AG am Gesamtergebnis 13.179 8.401

Konzernbilanz zum 30. Juni 2011

Siehe Anhang # 30.06.2011

TEUR
30.06.2010

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte (12) 2.335 1.727
Sachanlagen (12) 22.080 17.650
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten (17) 79 97
Aktive latente Steuern (10) 186 123
Langfristige Vermögenswerte 24.679 19.598
Vorräte (13) 13.074 7.579
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (14) 9.750 6.542
Sonstige Vermögenswerte (15) 5.565 5.526
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (16) 7.409 7.312
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten (17) 323 379
Kurzfristige Vermögenswerte 36.121 27.339
AKTIVA 60.800 46.936
Gezeichnetes Kapital 4.424 4.424
Kapitalrücklage 9.665 9.665
Eigene Anteile -778 0
Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderungen 57 76
Ergebnisvortrag 10.694 6.757
Jahresergebnis 13.198 8.361
Eigenkapital (18) 37.260 29.283
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (21) 7.988 5.906
Passive latente Steuern (10) 823 591
Langfristige Verbindlichkeiten 8.811 6.497
Steuerrückstellungen (19) 5.873 3.005
Sonstige Rückstellungen (20) 238 176
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (21) 964 2.614
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (22) 3.633 3.245
Sonstige Verbindlichkeiten (23) 4.019 2.115
Kurzfristige Verbindlichkeiten 14.728 11.156
Passiva 60.800 46.936

Kapitalflussrechnung vom 1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011

Siehe Anhang # 01.07.2010 - 30.06.2011

TEUR
1.07.2009 - 30.06.2010

TEUR
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Ertragsteuern 18.713 11.738
+ Zinsergebnis (9) 463 409
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Gegenstände des Sachanlagevermögens (6) 2.874 1.910
+ Erhaltene Zinsen 67 93
+ Zunahme der sonstigen Rückstellungen (20) 62 12
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 3
+ Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 18 18
Operatives Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen 22.197 14.183
- Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -9.223 -3.587
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.292 1.296
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern 15.266 12.394
- Ertragsteuerzahlungen -2.477 -2.561
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 12.789 9.832
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -7.584 -3.587
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -1.367 -562
+ Einzahlungen aus Fördermitteln (12) 930 33
- Auszahlungen aus Erwerb sonstiger Finanzinvestitionen 0 -3.510
+ Einzahlungen aus Abgang sonstiger Finanzinvestitionen 476 476
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 6
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -7.545 -7.145
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
- Dividendenzahlungen (18) -4.424 -4.424
- Erwerb eigene Anteile -778 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -2.927 -714
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 3.360 0
- Gezahlte Zinsen -366 -380
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5.134 -5.518
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und -äquivalente 110 -2.831
Wechselkurs bedingte und sonstige Änderung des Finanzmittelfonds -13 1
Zahlungsmittel und -äquivalente zu Beginn der Berichtsperiode 7.312 10.142
Zahlungsmittel und -äquivalente am Ende der Berichtsperiode (16) 7.409 7.312

Wesentliche zahlungsunwirksame Transaktionen

Im aktuellen Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen zahlungsunwirksamen Transaktionen.

Entwicklung des Eigenkapitals vom 1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011

Siehe Anhang # Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Eigene Anteile

TEUR
Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapital-

veränderungen

TEUR
Ergebnisvortrag

TEUR
STAND 01.07.2009 4.424 9.665 0 37 11.180
Dividendenzahlung (18) -4.424
Währungsumrechnung 40
Jahresergebnis
STAND 30.06.2010 4.424 9.665 0 76 6.756
STAND 01.07.2010 4.424 9.665 0 76 15.117
Dividendenzahlung (18) -4.424
Erwerb eigene Anteile -778
Währungsumrechnung -19
Jahresergebnis
STAND 30.06.2011 4.424 9.665 -778 57 10.694
Jahresergebnis

TEUR
SUMME

TEUR
STAND 01.07.2009 0 25.306
Dividendenzahlung -4.424
Währungsumrechnung 40
Jahresergebnis 8.361 8.361
STAND 30.06.2010 8.361 29.283
STAND 01.07.2010 0 29.283
Dividendenzahlung -4.424
Erwerb eigene Anteile -778
Währungsumrechnung -19
Jahresergebnis 13.198 13.198
STAND 30.06.2011 13.198 37.260

Anhang zum 30. Juni 2011

1. Allgemeines

Die MOBOTIX AG wurde am 21. Juni 1999 gegründet. Der Sitz der Gesellschaft ist seit dem 30. September 2009 Winnweiler-Langmeil1 .

Die MOBOTIX AG ist ein technologisch führender europäischer Systemanbieter von digitalen, hochauflösenden netzwerkbasierten Video-Sicherheitssystemen sowie Videomanagement-Software und Systemzubehör. Kern der Technologie der MOBOTIX AG sind die von ihr selbst entwickelten und produzierten vollständig digitalen Netzwerkkameras.

Der weltweite Vertrieb der MOBOTIX-Produkte erfolgt im Wesentlichen über Distributoren, qualifizierte Systemintegratoren und Fachhandelspartner.

Die Erstnotierung der MOBOTIX AG erfolgte am 10. Oktober 2007 im Entry Standard der Deutsche Börse AG. Am 31. März 2008 ist die MOBOTIX AG in den Prime Standard der Deutsche Börse AG gewechselt.

Die MOBOTIX AG hat jeweils eine Tochtergesellschaft in den USA und in Großbritannien.

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite www.mobotix.com dauerhaft zugänglich gemacht.

Das Geschäftsjahr des Konzerns beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni des Folgejahres.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der MOBOTIX AG vom 28. Oktober 2010 wird das Geschäftsjahr der MOBOTIX AG mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2011 geändert und beginnt ab diesem Zeitpunkt am 1. Oktober eines Jahres und endet am 30. September des Folgejahres. Das am 1. Juli 2011 beginnende Geschäftsjahr ist ein Rumpfgeschäftsjahr und endet am 30. September 2011.

Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Aus der Umrechnung von EUR in TEUR können Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (€,%) auftreten.

2. Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der MOBOTIX AG wurde unter Anwendung von § 315a HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Sämtliche Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden an die IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der MOBOTIX-Gruppe angepasst. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angepasst, soweit sie nicht den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, entsprechen. Es wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernjahresabschluss 2009/10 angewendet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Das Management der MOBOTIX AG hat den Konzernabschluss am 22. Juli 2011 zur Veröffentlichung freigegeben.

1 Kaiserstraße, 67722 Winnweiler-Langmeil, Deutschland

3. Angewandte Rechnungslegungsstandards

Die folgenden, bereits veröffentlichten, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden neuen oder geänderten Standards, wurden nicht vorzeitig angewandt:

Improvements to IFRSs 2010 (IFRS 1, IFRS 7, IAS 1, IAS 34, IFRIC 13) (verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2011 beginnen)
IAS 24 (revised 2009) Related Party Disclosures (verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2011 beginnen)
IFRIC 14 Amendments - Prepayments of a Minimum Funding Requirement (verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2011 beginnen)

Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards und Interpretationen erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Folgende neue Standards, Änderungen von Standards und Interpretationen, die für am oder nach dem 1.01.2010 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden sind, wurden berücksichtigt:

IAS 32 Amendments - Classification of Rights Issues (verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.2.2010 beginnen)
IFRS 1 Amendments - Additional Exemptions for First time Adopters (verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2010 beginnen)
IFRS 1 Amendments - Limited Exemption from Comperative IFRS7 Disclosures for First time Adopters (verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.7.2010 beginnen)
IFRS 2 Amendments - Group Cash-Settled Share-based Payment Transactions (verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2010 beginnen)
Improvements to IFRSs 2009 (verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2010 beginnen)
IFRIC 15 Agreements for the Construction of Real Estate (verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2010 beginnen)
IFRIC 17 Distributions of Non-cash Assets to Owners (verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.11.2009 beginnen)
IFRIC 18 Transfers of Assets from Customers (verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.11.2009 beginnen)
IFRIC 19 (2009) Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments (verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.7.2010 beginnen)
Improvements to IFRSs 2010 (IFRS 3, IAS 21, IAS 28, IAS 31) (verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.7.2010 beginnen)

Aus der erstmaligen Anwendung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

Im Jahr 2003 wurde die MOBOTIX CORP, New York, USA, (vormals MOBOTIX Ltd. Liability Company, Columbia, South Carolina) als Tochtergesellschaft gegründet. Ziel der Gesellschaftsgründung war die Erschließung des amerikanischen Marktes. In den Konzernabschluss der MOBOTIX AG wurde die MOBOTIX CORP zum Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Die MOBOTIX AG Schweiz wird seit dem 31. Dezember 2009 nicht mehr im Zuge einer At-Equity Bilanzierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die MOBOTIX Ltd., Nottingham, Großbritannien, wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie für den Konzernabschluss der MOBOTIX AG nicht wesentlich ist. Die MOBOTIX Ltd. Ist derzeit nicht operativ tätig ist.

Anteil am Geschäftskapital Eigenkapital zum
Gesellschaft Sitz 30.06.11 30.06.10 30.06.2011* 30.06.2010*
--- --- --- --- --- --- ---
MOBOTIX CORP New York, USA 100,00% 100,00% -361 414 T-USD
MOBOTIX Ltd. Nottingham, GB 100,00% 100,00% 1 1 GBP

* Eigenkapital gemäß landesrechtlicher Vorschriften

Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der MOBOTIX AG einbezogenen Gesellschaften werden nach konzerneinheitlichen, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, entsprechenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Stichtag 30. Juni 2011 aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung der MOBOTIX CORP erfolgte auf den 1. Juli 2005, dem Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz.

Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß IFRS 1 vorgenommen. Hierbei wurde das Eigenkapital der Tochtergesellschaft zum Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz mit dem Beteiligungsbuchwert bei der Muttergesellschaft verrechnet.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie sämtliche Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden gegeneinander aufgerechnet. Die konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden sowohl auf Basis von Marktpreisen als auch von Verrechnungspreisen vorgenommen, die auf der Grundlage des "dealing at arm's-length-Grundsatzes" ermittelt wurden. Ebenso werden die Ergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen ("Zwischengewinne") im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen werden latente Steuerabgrenzungen gemäß IAS 12 vorgenommen.

Währungsumrechnung

In den in lokalen Währungen erstellten Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsgeschäfte zu dem am Zeitpunkt der Transaktion geltenden Fremdwährungskurs umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Vermögenswerte und Schulden in fremder Währung zum Stichtagskurs auf die lokale Währung ergebniswirksam umgerechnet.

Die Umrechnung der in fremder Währung erstellten Jahresabschlüsse in Euro erfolgte gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die funktionalen Währungen der ausländischen Gesellschaften sind jeweils identisch mit der jeweiligen Landeswährung. Die Posten der Bilanz werden mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag und die Aufwendungen und Erträge mit Durchschnittskursen umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Der sich daraus ergebende Unterschied wird ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Währungsdifferenzen, die sich gegenüber der Vorjahresumrechnung ergeben, werden ebenfalls ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Die Währungskurse der für die MOBOTIX-Gruppe wesentlichen Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Währungsumrechnung Durchschnittskurse Stichtagskurse
1 EUR = ISO-Code 2010/11 2009/10 2010/11 2009/10
--- --- --- --- --- ---
US-Dollar USD 1,36 1,39 1,45 1,22

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Umsatzerlöse

Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich mit Auslieferung der Waren an den Kunden bzw. Abholung der Ware durch den Kunden. Umsätze aus der Lieferung von Waren werden erfasst, sobald die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum der Waren verbunden sind, an den Kunden übergegangen sind. Dabei verbleibt weder ein fortgeführtes Verfügungsrecht noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Waren. Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden und der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens aus dem Verkauf ist hinreichend wahrscheinlich.

Umsätze aus Dienstleistungen (im Wesentlichen Schulungen) gibt es in der MOBOTIX-Gruppe nur in einem sehr geringen Umfang. Sie werden mit der Erbringung der Dienstleistung erfasst.

Andere aktivierte Eigenleistungen

Hierunter werden im Wesentlichen die unter den immateriellen Vermögenswerten zu aktivierenden Entwicklungseigenleistungen ausgewiesen. Die Entwicklungseigenleistungen betreffen ausschließlich Personalkosten.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 "Ergebnis je Aktie" ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem der Konzernjahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien dividiert wird. Einen Verwässerungseffekt gibt es bei der MOBOTIX AG nicht.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte haben ausnahmslos eine begrenzte Nutzungsdauer. Sie sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Für qualifizierte Vermögenswerte, deren Aktivierungszeitpunkt vor dem 1. Juli 2009 liegt, wurden die Finanzierungskosten nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden entsprechend dem Nutzungsverlauf stets nach der linearen Methode vorgenommen.

Erhaltene Investitionszuschüsse werden als Minderung der Anschaffungskosten gezeigt, sofern diese Zuschüsse direkt einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte zuzuordnen sind.

Den Abschreibungen liegt die folgende Nutzungsdauer zugrunde:

Nutzungsdauer

Gewerbliche Schutzrechte 3 bis 5 Jahre
EDV-Software (Betriebs- und sonstige Systeme) 3 Jahre

Nach IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" besteht für Forschungskosten ein Aktivierungsverbot. Entwicklungskosten sind nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelflüssen führt, die über die Herstellungskosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts oder des zu entwickelnden Produkts bzw. Verfahrens weitere in IAS 38 definierte Kriterien kumulativ erfüllt sein. Seit dem 1. Juli 2007 erfüllt die MOBOTIX AG für einen Teil ihrer Entwicklungsprojekte diese Voraussetzungen. Es werden Entwicklungskosten für Produktentwicklungen im Bereich Kameragehäuse, Türstationen, Zubehör und Software zu Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die erfolgreiche Vermarktung sichergestellt ist. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart planmäßig über den erwarteten Produktlebenszyklus von in der Regel drei Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen

Das gesamte Sachanlagevermögen unterliegt (mit Ausnahme von Grundstücken und in Erstellung befindlichen Vermögenswerten) einer betrieblichen Abnutzung und wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderung zusammen. Die Herstellungskosten werden anhand direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie angemessener anteiliger Gemeinkosten ermittelt. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögens-wertes zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Für qualifizierte Vermögenswerte, deren Aktivierungszeitpunkt vor dem 1. Juli 2009 liegt, wurden die Finanzierungskosten nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Erhaltene Investitionszuschüsse werden als Minderung der Anschaffungskosten gezeigt, sofern diese Zuschüsse direkt einzelnen Posten des Sachanlagevermögens zuzuordnen ist.

Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf stets nach der linearen Methode vorgenommen. Sofern abnutzbare Vermögenswerte des Sachanlagevermögens unterschiedliche Nutzungsdauern aufweisen, werden sie gesondert planmäßig abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer

Bauten/Einbauten/Außenanlagen 10-33 Jahre
Technische Anlagen 10-20 Jahre
Mobiliar 10 Jahre
Elektroniklaborgeräte 3-10 Jahre
Spritzgusswerkzeuge 3-5 Jahre
Testgeräte 3-7 Jahre
EDV-Geräte 3-5 Jahre

Soweit aus rechtlichen Gründen nur eine kürzere Nutzung möglich ist, kommt diese kürzere Nutzungsdauer zur Anwendung.

Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst.

Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten

Bei immateriellen Vermögenswerten, die ausnahmslos eine begrenzte Nutzungsdauer haben, sowie bei Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwerts gemäß IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" beim Vorliegen von Anhaltspunkten überprüft. Für aktivierte Entwicklungskosten wird bis zum Produktionsbeginn jährlich die Werthaltigkeit überprüft. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswertes, der den höheren Betrag aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert repräsentiert, den Buchwert unterschreitet, wird eine Wertminderung vorgenommen. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen werden erst erfasst, wenn der Konzern sicher die Voraussetzungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt wurden. Erhaltene öffentliche Zuschüsse für den Erwerb von immateriellen und materiellen Vermögenswerten kürzen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Zuschüsse für Entwicklungskosten werden, sofern keine Aktivierung der entsprechenden Entwicklungsprojekte erfolgt, als Ertrag erfasst.

Leasingverhältnisse

Bei den derzeitigen Miet- und Leasingverträgen der MOBOTIX-Gruppe handelt es sich ausschließlich um Operating-Leasing-Verhältnisse. Als Operating-Leasing wird ein Leasingverhältnis dann klassifiziert, wenn die Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, im Wesentlichen beim Leasinggeber verbleiben. Die Leasingverhältnisse betreffen im Wesentlichen den Leasingvertrag für das Produktions- und Verwaltungsgebäude am Standort Kaiserslautern, den Mietvertrag für die Büroräume in New York, USA, und Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie den Fuhrpark.

Latente Steuern

Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen gebildet. Aktive latente Steuern auf Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren voraussichtlich ergeben werden, werden derzeit aufgrund der Unsicherheit bezüglich der Realisierung der steuerlichen Vorteile nicht gebildet.

Aktive und passive latente Steuern werden nicht abgezinst und im Konzernabschluss nach IAS 12.74 ausgewiesen.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Durchschnittspreisen unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten ebenfalls unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und die Gemeinkosten des Produktionsprozesses unter Annahme einer Normalauslastung. Bei den Vorräten handelt es sich nicht um qualifizierte Vermögenswerte, da kein beträchtlicher Zeitraum für die Anschaffung bzw. Herstellung erforderlich ist, so dass keine Aktivierung von Fremdkapitalkosten möglich ist. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse, vermindert um die bis zum Verkauf anfallenden Kosten, angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Die finanziellen Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind zum Nennbetrag bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Nach IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" wird regelmäßig ermittelt, ob objektive substanzielle Hinweise darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes oder eines Portfolios von Vermögenswerten stattgefunden hat. Nach Durchführung eines Wertminderungstests wird ein erforderlicher Wertminderungsaufwand im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst.

Zu den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten gehören Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, die bei Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten aufweisen. Diese werden mit den Nennwerten angesetzt. Fremdwährungsbestände sind zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Zahlungsmitteläquivalenten werden zeitanteilige Zinserträge erfolgswirksam berücksichtigt.

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einen anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der "Effektivzinsmethode" bewertet. In der MOBOTIX-Gruppe bestehen keine Verbindlichkeiten, die Handelszwecken dienen.

Eigene Anteile

Eigene Anteile werden als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen. Die eigenen Anteile sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Rückstellungen

Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen, die aus Ereignissen aus der Vergangenheit resultieren, Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verpflichtung wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen basiert auf bestmöglichen Schätzungen. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Soweit erforderlich, werden Rückstellungen abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten inklusive der Finanzverbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS verlangt von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -schulden zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres haben. Die Schätzungen können hierbei von der tatsächlichen Entwicklung abweichen.

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses waren insbesondere Schätzungen bezüglich der Aktivierung immaterieller Vermögenswerte (insbesondere Entwicklungskosten), der Nutzungsdauern der immateriellen Vermögenswerte (insbesondere der Entwicklungskosten) und der Sachanlagen, der Bewertung von sonstigen Rückstellungen und der Realisierbarkeit bestehender steuerlicher Verlustvorträge notwendig. Weitere Schätzungen wurden vorgenommen für die Berechnung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für die Vorratsbewertung. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns im Laufe der Berichtsperioden durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 "Kapitalflussrechnung" wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Finanzmittelfonds beinhaltet Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. Die Finanzmittelbestände unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Für eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen und Produkten verweisen wir auf die Segmentinformationen in Abschnitt 7.

(2) Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

Die Bestandsveränderungen umfassen Erhöhungen bzw. Verminderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen.

(3) Andere aktivierte Eigenleistungen

Andere aktivierte Eigenleistungen enthalten im Geschäftsjahr 2010/11 insbesondere aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.257 (i.Vj. TEUR 490). Außerdem enthält der Posten selbst erstellte Testgeräte und Produktracks.

(4) Materialaufwand

Materialaufwand

TEUR
01.07.2010 30.06.2011 01.07.2009 30.06.2010
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 20.387 14.205
Aufwendungen für bezogene Leistungen 155 122
Summe 20.542 14.327

Der Materialaufwand umfasst sämtliche verbrauchte Materialien für die Herstellung der Kameras. In geringem Umfang sind auch Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten. Diese beinhalten Aufwendungen für ausgelagerte Tätigkeiten im Rahmen der Produktion und Entwicklung.

(5) Personalaufwand

Personalaufwand

TEUR
01.07.2010 30.06.2011 01.07.2009 30.06.2010
Löhne/Gehälter 16.023 12.017
Übrige 980 894
Löhne und Gehälter 17.003 12.911
Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung 2.059 1.705
Altersvorsorge 35 9
Übrige 178 95
Soziale Abgaben 2.272 1.810
Summe 19.275 14.721

Die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung enthalten im Geschäftsjahr 2010/2011 Aufwendungen für einen beitragsorientierten Versorgungsplan (Deutsche Rentenversicherung) in Höhe von TEUR 988 (i.Vj.: TEUR 817). Davon entfallen auf nahestehende Personen TEUR 7 (i.Vj.: TEUR 6).

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres wurden 247 (2009/10: 212) Mitarbeiter beschäftigt (ohne Vorstand, Auszubildende und Aushilfen).

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2010/11 2009/10
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 234 202
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 13 10

(6) Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2010/11 sind TEUR 655 (i.Vj.: TEUR 200) an planmäßigen Abschreibungen für Entwicklungskosten angefallen. Zur Entwicklung der Abschreibungen verweisen wir auf den Anlagespiegel.

Abschreibungen

TEUR
01.07.2010 30.06.2011 01.07.2009 30.06.2010
Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte 758 297
Abschreibungen Sachanlagen 2.116 1.613
Summe 2.874 1.910

(7) Sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge von Mitarbeitern ergeben sich aus den Erstattungen der Mitarbeiter für die private Nutzung von Dienstfahrzeugen und für Mahlzeiten.

Sonstige betriebliche Erträge

TEUR
01.07.2010 30.06.2011 01.07.2009 30.06.2010
Erträge von Mitarbeitern 160 199
Erträge aus Kursdifferenzen 117 289
Erträge aus Anlagenabgängen 0 2
Erträge aus Schadensersatz 96 0
Übrige 98 87
Summe 471 576

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen

TEUR
01.07.2010 30.06.2011 01.07.2009 30.06.2010
Werbe- und Marketingaufwendungen 5.501 4.809
Versandkosten 2.212 1.722
Reisekosten und Bewirtung 1.608 1.154
Sonstige Verwaltungskosten 1.464 1.247
Raum-, Betriebs- und Instandhaltungskosten 1.165 966
Kosten für Leiharbeiter 759 373
Fahrzeugkosten 644 563
Rechts- und Beratungskosten, Kosten für Schutzrechte, Being Public 556 438
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 500 92
Übrige 942 881
Summe 15.350 12.245

(9) Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten im Wesentlichen Zinserträge aus Sichteinlagen und kurzfristigen Termingeldern bei Banken sowie die Erträge aus einem gewährten Darlehen.

Finanzergebnis

TEUR
01.07.2010 30.06.2011 01.07.2009 30.06.2010
Darlehenszinsen -519 -511
Übrige -11 -2
Zinsaufwendungen -530 -513
Bankzinsen 53 102
Sonstige Zinsen 14 2
Zinserträge 67 104
Summe -463 -409

Die Zinsaufwendungen resultieren aus den für das Produktions- und Verwaltungsgebäude am Standort Winnweiler-Langmeil aufgenommenen Darlehen sowie aus den für den Neubau der Produktionshalle am Standort Winnweiler-Langmeil aufgenommenen Darlehen. Die Darlehenszinsen und die sonstigen Zinsen sind finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie "Financial Liabilities Measured At Amortised Cost" bzw. "Loans And Receivables" zuzuordnen.

(10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in Deutschland und USA gezahlten beziehungsweise geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die MOBOTIX AG unterliegt einer durchschnittlichen Gewerbesteuer von 12,4 % des Gewerbeertrags. Der Körperschaftsteuersatz beträgt 15 % zuzüglich eines Solidaritätszuschlags auf die Körperschaftsteuer von 5,5 %. Der Konzernsteuersatz hat sich von 28,8 % auf 29,5 % erhöht. Der Anstieg des Konzernsteuersatzes resultiert im Wesentlichen aus der nicht erfolgten Aktivierung des steuerlichen Verlustvortrages in den USA. Der steuerliche Verlustvortrag in den USA beträgt zum 30. Juni 2011 TEUR 552 (i.Vj. TEUR 25).

Die nachfolgende Tabelle stellt die Beziehung zwischen den aus dem Ergebnis vor Steuern abgeleiteten Ertragsteuern und dem tatsächlichen Ertragsteuerausweis dar:

Steuerüberleitung

TEUR
01.07.2010 30.06.2011 01.07.2009 30.06.2010
Ergebnis vor Ertragsteuern 18.713 11.738
Abgeleitete Ertragsteuern aus dem Ergebnis vor Steuern 5.291 3.327
Nicht aktivierte Verlustvorträge/Mit Verlustvorträgen verrechnete Gewinne 165 -93
Effekt aus Steuersatzdifferenz USA 0 70
Sonstige nicht abzugsfähige Aufwendungen 38 32
Steuern aus Vorjahren -13 50
Anpassungen durch Änderungen des Steuersatzes -6 0
Übrige 40 -9
Ausgewiesene Ertragsteuern 5.515 3.377

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich wie folgt auf:

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

TEUR
01.07.2010 30.06.2011 01.07.2009 30.06.2010
Laufende Steuern 5.359 3.317
Latente Steuern 169 10
Steuern aus Vorjahren -13 50
Summe 5.515 3.377

Die latenten Steuern wurden gemäß den Vorschriften des IAS 12 "Ertragsteuern" auf temporäre Differenzen zwischen der Bilanz nach IFRS und der Steuerbilanz gebildet.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzposten zum 30. Juni 2011 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
TEUR 30.06.2011 30.06.2010 30.06.2011 30.06.2010
--- --- --- --- ---
Entwicklungskosten 0 0 637 473
Sachanlagevermögen 9 7 27 4
Vorräte 186 123 126 19
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 23 15
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 59 38 75 90
Rückstellungen 0 0 3 34
Summe latente Steuern auf temporäre Differenzen 254 168 891 636
Saldierung -68 -45 -68 -45
Bilanzausweis 186 123 823 591

(11) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der MOBOTIX AG zustehenden Konzerngewinns durch die gewichtete Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien.

Ergebnis je Aktie 2010/11 2009/10
Ergebnisanteil der Aktionäre der MOBOTIX AG (in TEUR) 13.198 8.361
Zahl der Aktien, die sich zum 1. Juli in Umlauf befanden (in Tsd) 4.424 4.424
Zahl der Aktien, die sich zum 30. Juni in Umlauf befanden (in Tsd) 4.400 4.424
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in T Stück) 4.405 4.424
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 3,00 1,89

Verwässernde Effekte auf das Ergebnis der MOBOTIX AG bestehen nicht.

Bis zum 30. Juni 2011 hat die MOBOTIX AG 23.349 eigene Aktien im Rahmen des im Juli 2010 gestarteten Aktienrückkaufprogramms erworben.

6. Erläuterungen zur Bilanz

(12) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist nachfolgend wiedergegeben.

Stand 01.07.2010

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Währungsdifferenzen

TEUR
Stand 30.06.2011

TEUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Immaterielle Vermögenswerte
Entwicklungskosten 2.051 1.257 0 0 0 3.308
Software und gewerbliche Schutzrechte 835 110 0 0 -1 944
Summe immaterielle Vermögenswerte 2.885 1.367 0 0 0 4.252
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.962 35 0 16 0 13.013
Technische Anlagen und Maschinen 5.490 865 0 971 0 7.328
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.044 627 0 36 -16 4.691
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.213 5.023 0 -1.023 0 5.213
Summe Sachanlagen 23.709 6.550 0 0 -16 30.243
Kumulierte Abschreibungen
Immaterielle Vermögenswerte
Entwicklungskosten 437 655 0 0 0 1.092
Software und gewerbliche Schutzrechte 721 104 0 0 0 825
Summe immaterielle Vermögenswerte 1.159 759 0 0 0 1.918
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 848 438 0 0 0 1.286
Technische Anlagen und Maschinen 3.405 917 0 0 0 4.322
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.702 759 0 0 -11 2.452
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 104 0 0 0 0 104
Summe Sachanlagen 6.059 2.114 0 0 -11 8.162
Nettobuchwerte
Immaterielle Vermögenswerte
Entwicklungskosten 1.614 2.216
Software und gewerbliche Schutzrechte 112 119
Summe immaterielle Vermögenswerte 1.727 2.335
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.113 11.727
Technische Anlagen und Maschinen 2.088 3.004
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.342 2.241
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.109 5.108
Summe Sachanlagen 17.650 22.080
Stand 01.07.2009

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Währungsdifferenzen

TEUR
Stand 30.06.2010

TEUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Immaterielle Vermögenswerte
Entwicklungskosten 1.561 490 0 0 0 2.051
Software und gewerbliche Schutzrechte 762 72 0 0 0 834
Summe immaterielle Vermögenswerte 2.323 562 0 0 0 2.884
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.893 1.215 0 -147 0 12.961
Technische Anlagen und Maschinen 4.675 535 12 293 0 5.491
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.231 817 14 0 11 4.045
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 339 1.020 0 -146 0 1.213
Summe Sachanlagen 20.138 3.587 26 0 11 23.710
Kumulierte Abschreibungen
Immaterielle Vermögenswerte
Entwicklungskosten 237 200 0 0 0 437
Software und gewerbliche Schutzrechte 624 97 0 0 0 721
Summe immaterielle Vermögenswerte 861 297 0 0 0 1.158
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 440 408 0 0 0 848
Technische Anlagen und Maschinen 2.688 725 8 0 0 3.405
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.224 480 9 0 8 1.703
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 104 0 0 0 0 104
Summe Sachanlagen 4.456 1.613 17 0 8 6.060
Nettobuchwerte
Immaterielle Vermögenswerte
Entwicklungskosten 1.324 1.614
Software und gewerbliche Schutzrechte 138 112
Summe immaterielle Vermögenswerte 1.462 1.727
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.453 12.113
Technische Anlagen und Maschinen 1.987 2.088
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.007 2.342
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 235 1.109
Summe Sachanlagen 15.682 17.650

Immaterielle Vermögenswerte

Im Geschäftsjahr 2010/11 sind Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von TEUR 6.635 (i.Vj.: TEUR 5.430) angefallen. Davon wurden Entwicklungskosten für Kameragehäuse, Elektronik und Softwareprojekte zu Herstellungskosten in Höhe von TEUR 1.257 (i.Vj.: TEUR 490) aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten. Im Geschäftsjahr 2010/11 ist ein Aufwand aus Abschreibungen in Höhe von TEUR 655 (i.Vj. TEUR 200) entstanden. Die Entwicklungsprojekte werden über drei Jahre linear abgeschrieben.

Sachanlagen

Der Posten Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken enthält im Wesentlichen das Produktions- und Verwaltungsgebäudes (Bauabschnitt I) am Standort der Gesellschaft in Winnweiler-Langmeil.

Der Posten technische Anlagen und Maschinen enthält zu einem erheblichen Teil aktivierte Werkzeugkosten. Die Werkzeuge befinden sich physisch bei den Zulieferern der Gesellschaft. Daneben enthält der Posten insbesondere EDV-Geräte, Elektroniklabor-Geräte, Testgeräte und Produktionsvorrichtungen.

Unter den Betriebs- und Geschäftsausstattungen sind im Wesentlichen Messeeinrichtungsgegenstände, Mobiliar und Betriebsausstattung sowie Produktionseinrichtungen ausgewiesen.

Unter den Anlagen im Bau wird im Wesentlichen die neue Produktionshalle (Bauabschnitt II) am Standort Winnweiler-Langmeil ausgewiesen. Aufgrund der kurzen Bauzeit handelt es sich nicht um einen "qualifizierten" Vermögenswert nach IAS 23. Fremdkapitalkosten wurden dementsprechend nicht aktiviert.

Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz hat der MOBOTIX AG gemäß Zuwendungsbescheid vom 31. August 2010 einen Investitionszuschuss von TEUR 1.067 bewilligt.

Entsprechend des Baufortschrittes wurde für ausstehende Fördermittel für den Neubau der Produktionshalle zum 30. Juni 2011 ein Anspruch aus Fördermitteln in Höhe von TEUR 869 aktiviert. Fördermittel in Höhe von TEUR 685 für die neue Produktionshalle wurden bereits ausgezahlt. Die Fördermittel wurden gemäß IAS 20.27 vom Anlagevermögen abgezogen.

(13) Vorräte

Die Vorräte setzen sich folgendermaßen zusammen:

Vorräte

TEUR
30.06.2011 30.06.2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.337 3.964
Unfertige Erzeugnisse 3.111 1.405
Fertige Erzeugnisse und Waren 2.626 2.210
Summe 13.074 7.579

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bestehen aus von anderen Unternehmen erworbenen Erzeugnissen, die in die eigenen Produkte eingebaut und weiterverarbeitet werden, d. h. insbesondere Platinen, Gehäuse und Sensoren.

Bei den unfertigen Erzeugnissen handelt es sich um den Bestand an vorgefertigten Baugruppen bzw. Kameras in Produktion zum Stichtag.

Die fertigen Erzeugnisse betreffen insbesondere den Bestand an fertigen Kameras und Zubehör.

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden Abschreibungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungspreis vorgenommen. Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte beträgt TEUR 0 (i.Vj. TEUR 0). Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert bestanden in Höhe von TEUR 1.020 (i.Vj. TEUR 1.218). Von den Abwertungen entfallen TEUR 607 (i.Vj. TEUR 592) auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, TEUR 143 (i.Vj. TEUR 169) auf unfertige Erzeugnisse und TEUR 271 (i.Vj. TEUR 475) auf die fertigen Erzeugnisse und Waren.

(14) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das den Forderungen inhärente Ausfallrisiko überwacht und begrenzt der Vorstand nach klar definierten Vorgaben. Es bestanden Wertminderungen, die sich nach dem individuellen Ausfallrisiko richten, in Höhe von TEUR 187 (30.06.2010: TEUR 260).

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie in den Vorjahren eine Laufzeit von unter einem Jahr. Der Marktwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

TEUR
30.06.2011 30.06.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) 9.937 6.802
Einzelwertberichtigungen -187 -260
Summe 9.750 6.542

Der Bestand an Einzelwertberichtigungen entwickelte sich in 2010/11 und 2009/10 wie folgt:

TEUR Einzelwertberichtigungen
Stand 01.07.2009 317
Währungsdifferenzen 6
Auflösung -52
Verbrauch -150
Zuführung 139
Stand 30.06.2010/01.07.2010 260
Währungsdifferenzen -6
Auflösung -22
Verbrauch -94
Zuführung 48
Stand 30.06.2011 187

Zum 30. Juni 2011 und 2010 stellte sich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in TEUR wie folgt dar:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

TEUR 30.06.2011 30.06.2010
Buchwert 9.750 6.542
weder wertgemindert noch überfällig 8.587 4.903
nicht wertberichtigt, in den folgenden Zeitabständen überfällig
< 31 Tage 1.012 1.415
31-90 Tage 130 196
91-180 Tage 3 7
> 181 Tage 4 3
wertgeminderte Forderungen (brutto) 201 278

Weder für die wertgeminderten noch für die überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch für die nicht wertberichtigten und überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten am Abschlussstichtag Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Bildung einer Einzelwertberichtigung erfolgt nach einer genauen Abwägung des Einzelfalls aufgrund der gegebenen Bonität des Kunden.

(15) Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich folgendermaßen zusammen:

Sonstige Vermögenswerte

TEUR
30.06.2011 30.06.2010
Goldbestand 3.602 3.602
Ausgereichte Darlehen 230 706
Umsatzsteuerforderungen 966 604
Fördermittelanspruch 184 244
Schadensersatzforderungen 155 154
Mietkautionen 98 44
Mitarbeiterforderungen 39 25
Übrige Posten 292 146
Summe 5.565 5.526

Sämtliche sonstigen Vermögenswerte haben wie in den Vorjahren eine Laufzeit von unter einem Jahr. Der Marktwert der sonstigen Vermögenswerte entspricht mit Ausnahme des Goldbestandes im Wesentlichen dem Buchwert. Der Goldbestand hat einen Marktwert zum Bilanzstichtag von TEUR 4.494 (i.Vj.: TEUR 4.423).

(16) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bei den Zahlungsmitteln handelt es sich um Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Festgeldanlagen mit einer Fälligkeit von bis zu drei Monaten.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

in TEUR
30.06.2011 30.06.2010
Kasse / Schecks 47 5
Guthaben bei Kreditinstituten 6.362 6.307
Termingelder 1.000 1.000
Summe 7.409 7.312

(17) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Aufwendungen für Mietvorauszahlungen und Leasingsonderzahlungen.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

in TEUR
30.06.2011 30.06.2010
Mietvorauszahlung Produktionsgebäude Kaiserslautern 97 115
Messekosten 218 94
Übrige 87 267
Summe 402 476

Die Mietvorauszahlung für das Produktionsgebäude in Kaiserslautern wird fristgerecht ausgewiesen und in einen lang- und einen kurzfristigen Anteil aufgeteilt.

(18) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Grundkapital der MOBOTIX AG zu dem jeweiligen Bilanzstichtag.

Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft 4.423.814 Stammaktien (30.06.2010: 4.423.814). Die Aktien sind ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital zu je EUR 1,00. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit vom 1. Januar 2008 bis zum 30. November 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 1.273 durch Ausgabe von bis zu Stück 1.272.544 neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. September 2009 wird der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. September 2014 eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, wobei auf die aufgrund dieser Ermächtigung zu erwerbenden Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat oder noch besitzt, nicht mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt der Beschlussfassung bzw. der Ausübung, mithin 442.381 Aktien, entfallen dürfen.

Der Erwerb kann als Kauf über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots an alle Aktionäre durchgeführt werden. Sofern bei einem öffentlichen Kaufangebot die Anzahl der angedienten Aktien die von der Gesellschaft insgesamt zum Erwerb vorgesehene Aktienzahl übersteigt, kann der Erwerb unter Ausschluss des Andienungsrechts der Aktionäre nach dem Verhältnis der jeweils angedienten Aktien erfolgen, um das Erwerbsverfahren zu vereinfachen.

Dieser Vereinfachung dient auch die Möglichkeit -ebenfalls unter Ausschluss des Andienungsrechts der Aktionäre- einer bevorrechtigten Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angedienter Aktien je Aktionär.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, die nach Maßgabe der Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch für Zwecke zu verwenden, für die das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen wird.

Der Vorstand der MOBOTIX AG hat am 15. Juli 2010 beschlossen, von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 30. September 2009 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG im Umfang von bis 15.000 Aktien Gebrauch zu machen. Mit dem Rückkaufprogramm wurde am 19. Juli 2010 begonnen. Darüber hinaus hat der Vorstand der MOBOTIX AG am 5. Oktober 2010 beschlossen, die Bedingungen des laufenden Aktienrückkaufprogramms dahingehend zu ändern, dass bis zu 50.000 Aktien erworben werden können.

Zum 30. Juni 2011 hat die Gesellschaft 23.349 Aktien erworben. Die eigenen Anteile haben in Höhe ihrer Anschaffungskosten das Eigenkapital gemindert.

Die sich im Umlauf befindenden Aktien haben sich im Geschäftsjahr 2010/11 (im Vorjahr unverändert) wie folgt entwickelt:

Stückzahl in Tsd Im Umlauf befindliche Aktien
Stand 1.07.2010 4.424
Erwerb eigene Aktien -23
Stand 30.06.2011 4.401

Die Kapitalrücklage besteht aus Agien verschiedener durchgeführter Kapitalerhöhungen.

Die sonstigen ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen enthalten den Unterschiedsbetrag aus der ergebnisneutralen Währungsumrechnung.

Der Ergebnisvortrag umfasst die aufgelaufenen, nicht ausgeschütteten Gewinne.

Die Hauptversammlung der MOBOTIX AG, Winnweiler-Langmeil, vom 28 Oktober 2010 hat für das Geschäftsjahr 2009/10 eine Dividende in Höhe von TEUR 4.424 beschlossen. Dies entspricht einer Dividende von EUR 1,01 pro Aktie. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 28. Oktober 2010.

Kapitalmanagement

Im Mittelpunkt des Kapitalmanagements der MOBOTIX-Gruppe steht die langfristige Wertsteigerung im Interesse der Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden. Im Vordergrund steht hierbei das Ziel, eine hohe Profitabilität bei hohem Wachstum zu erzielen. Fokus des Kapitalmanagements ist hierbei auch die Beteiligung der Aktionäre an der erfolgreichen Unternehmensentwicklung im Rahmen einer angemessenen Dividendenpolitik.

Die MOBOTIX AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

Das Kapitalmanagement der MOBOTIX AG verfolgt das Ziel, langfristig eine angemessene Eigenkapitalausstattung aufrechtzuerhalten. Die Eigenkapitalquote wird als eine wichtige Kenngröße gegenüber den Investoren, Analysten, Banken und Ratingagenturen angesehen. Dabei sollen einerseits die gesetzten Wachstumsziele unter Wahrung gesunder Finanzierungsstrukturen und einer angemessenen Dividendenpolitik erreicht werden, anderseits sollen langfristig die Ratingkennzahlen weiter verbessert werden. Als Instrument des Kapitalmanagements wird unter anderem ein aktives Fremdkapitalmanagement betrieben.

Im Rahmen des internen Risikomanagements werden monatlich Eigenkapitalquote, Zinsdeckungsgrad, dynamischer Verschuldungsgrad sowie Unternehmensliquidität überwacht. Quartalsweise werden weitere Kennzahlen berechnet. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Während des Geschäftsjahres 2010/2011 wurden die Verpflichtungen stets eingehalten, die Eigenkapitalquote beträgt zum 30. Juni 2011 61,3% (Vj. 62,4%).

Während des Geschäftsjahres ergaben sich keine Änderungen in der Vorgehensweise bezüglich des Kapitalmanagements.

(19) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 5.873 (30.06.2010: TEUR 3.005) enthalten Rückstellungen für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für die Jahre 2010 und 2011.

(20) Sonstige Rückstellungen

Rückstellungsspiegel

in TEUR
Stand 01.07.2010 Verbrauch Zugänge Stand 30.06.2011
Gewährleistungen 146 73 106 179
Übrige 30 0 29 59
Sonstige Rückstellungen 176 73 135 238

Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden für rechtliche und faktische Verpflichtungen, die aus Ereignissen aus der Vergangenheit resultieren, Rückstellungen angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verpflichtung wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden für gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungspflichten bei Produkten gebildet. Bei der Bildung der Gewährleistungsrückstellung wurden Erfahrungswerte zugrunde gelegt. Entsprechend der gesetzlichen Gewährleistungspflichten wird mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten zwei Jahre gerechnet.

(21) Finanzverbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben folgende Laufzeiten:

Verbindlichkeitenspiegel

in TEUR
Stand 30.06.2011 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Darlehen Deutsche Bank 4.098 600 2.400 1.098
Darlehen Commerzbank 4.120 320 1.280 2.520
Darlehen Sparkasse Donnersberg 734 44 178 512
Summe 8.952 964 3.858 4.130
Verbindlichkeitenspiegel

in TEUR
Stand 30.06.2010 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Darlehen Deutsche Bank 3.237 450 1.800 987
Darlehen Commerzbank 2.505 120 480 1.905
Schuldscheindarlehen Commerzbank 2.000 2.000 0 0
Darlehen Sparkasse Donnersberg 778 44 178 556
Summe 8.520 2.614 2.458 3.448

Das Schuldscheindarlehen der Commerzbank wurde zum 15. Dezember 2010 Vollständig zurückgeführt.

Das Darlehen der Sparkasse Donnersberg über ursprünglich TEUR 845 hat eine Laufzeit von 20 Jahren und diente dem Erwerb eines Grundstücks für den neuen Standort der Gesellschaft. Es ist mit 5,5% jährlich zu verzinsen.

Die Darlehen der Investitions- und Strukturbank (ISB) Rheinland-Pfalz GmbH über ursprünglich TEUR 2.000 und der KfW Bankengruppe (KfW) über ursprünglich TEUR 2.500, die von der Deutschen Bank ausgegeben wurden, haben jeweils eine Laufzeit von 10 Jahren und dienen der Finanzierung des Baus des neuen Produktionsgebäudes. Die Darlehen sind gefördert und haben einen effektiven Zinssatz von 4,19% (ISB) und 4,55% (KfW). Zur Ermittlung des Fair Values der Darlehen wurden die Darlehen auf einen Vergleichszinssatz von 5,5% abgezinst. Die in den Darlehen beinhaltete Förderung in Höhe von TEUR 258 wurde mit dem Sachanlagevermögen verrechnet.

Die Innovationsdarlehen über ursprünglich insgesamt TEUR 3.000, aufgeteilt in eine Fremdkapitaltranche von TEUR 1.200 und eine Eigenkapitaltranche von TEUR 1.800, der KfW Bankengruppe (KfW), die von der Commerzbank ausgegeben wurden, haben jeweils eine Laufzeit von 10 Jahren und dienen der Finanzierung von Entwicklungskosten. Die Darlehen sind gefördert und haben einen Zinssatz von 2,35% beziehungsweise 3,25%. Zur Ermittlung des Fair Values der Darlehen wurden die Darlehen auf einen Vergleichszinssatz von 3,6% bzw. 5,6% abgezinst. Die in den Darlehen beinhaltete Förderung in Höhe von TEUR 430 wurde in Höhe von TEUR 56 mit den aktivierten Entwicklungskosten verrechnet und in Höhe von TEUR 374 im Geschäftsjahr 2008/09 ergebniswirksam vereinnahmt.

Zur Finanzierung der neuen Produktionshalle am Standort Winnweiler-Langmeil hat die MOBOTIX AG im Geschäftsjahr 2010/11 zwei Darlehen der KfW Bankengruppe (KfW) über TEUR 3.500 aufgenommen, die von der Deutschen Bank bzw. Commerzbank ausgegeben wurden. Die Darlehen haben eine Laufzeit von 10 Jahren und sind gefördert. Zur Ermittlung des Fair Values der Darlehen wurden die Darlehen auf einen Vergleichszinssatz von 3,7% bzw. 4% abgezinst. Die in den Darlehen beinhaltete Förderung in Höhe von TEUR 165 wurde mit dem Sachanlagevermögen verrechnet. Aufgrund der Disagien von jeweils 4% sind allerdings nur Flüssige Mittel in Höhe von TEUR 3.360 zu geflossen.

Die Darlehen der Deutschen Bank, das Darlehen der Sparkasse Donnersberg sowie das Darlehen der Commerzbank (Fremdkapitaltranche) werden durch Buchgrundschulden in Höhe von TEUR 10.045 auf dem Produktions- und Verwaltungsgebäude in Winnweiler-Langmeil gesichert. Der Buchwert des Sicherungsobjektes beträgt zum Stichtag TEUR 15.831.

Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entspricht im Wesentlichen dem Buchwert. Der beizulegende Zeitwert wurde anhand des aktuellen Kapitalmarktzinses unter Berücksichtigung der Restlaufzeitstruktur und der jeweiligen Kreditmarge (Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 7) ermittelt.

Aus folgender Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich:

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten Buchwert Cashflows
30.Juni 2011 Rumpfgeschäftsjahr (3 Monate) 2012 2013-2015
--- --- --- --- --- --- ---
in TEUR Zins Tilgung Zins Tilgung Zins
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.988 67 0 257 265 663
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 964 7 265 21 699
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.633 3.633
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 3.569 3.569
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten Cashflows
2013-2015 2016-2020 2021 ff.
--- --- --- --- --- ---
in TEUR Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung
--- --- --- --- --- ---
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.893 425 5.297 65 313
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten Buchwert Cashflows
30.06.2010 2011 2012-2014 2015-2019
--- --- --- --- --- --- ---
in TEUR Zins Tilgung Zins Tilgung Zins
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.906 213 0 580 1.843 497
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.614 76 2.614
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.245 3.245
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 1.781 1.781
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten Cashflows
2015-2019 2020 ff.
--- --- --- ---
in TEUR Tilgung Zins Tilgung
--- --- --- ---
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.322 94 379
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zuordnung der einzelnen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den Bewertungskategorien nach IAS 39 und den Klassen nach IFRS 7:

Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 30.06.2011 Klasse nach IFRS 7
Vermögenswert
--- --- --- ---
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente n.a. 7.409 Flüssige Mittel
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 9.750 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen an Gesellschafter LaR 230 Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Schulden
Übrige finanzielle Vermögenswerte LaR 767 Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Schulden
Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 7.988 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 964 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 3.633 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt FLAC 2.585 Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Schulden
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 984 Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Schulden
LaR: loans and receivables
FLAC: financial liabilities measured at amortized cost
Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 30.06.2010 Klasse nach IFRS 7
Vermögenswert
--- --- --- ---
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente n.a. 7.312 Flüssige Mittel
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 6.542 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen an Gesellschafter LaR 706 Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Schulden
Übrige finanzielle Vermögenswerte LaR 614 Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Schulden
Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 5.906 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 2.614 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 3.245 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt FLAC 1.523 Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Schulden
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 258 Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Schulden
LaR: loans and receivables
FLAC: financial liabilities measured at amortized cost

Die Buchwerte der flüssigen Mittel, der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten.

Das maximale Kreditrisiko entspricht den Buchwerten.

Aus der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist ein Nettoverlust in Höhe von TEUR 27 in der Kategorie loans and receivables entstanden.

Management finanzieller Risiken

Die MOBOTIX-Gruppe unterliegt aufgrund ihres Geschäftsmodells verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken. Die Steuerung und Begrenzung dieser Risiken erfolgt im Rahmen des Risikomanagements. Hierbei wird ein zentraler Währungs- und Liquiditätsmanagementansatz verfolgt. Wesentliche Finanzentscheidungen werden direkt durch den Vorstand getroffen.

Bei den finanzwirtschaftlichen Risiken handelt es sich im Wesentlichen um Liquiditätsrisiken, Fremdwährungsrisiken, Goldpreisrisiken, Zinsrisiken und Ausfallrisiken.

Die Liquiditätssteuerung erfolgt im Rahmen eines kurzfristigen rollierenden Liquiditätsforecasting sowie einer mittel- und langfristig integrierten Ertrags-, Finanz- und Bilanzplanung. Im Zusammenhang mit der komfortablen Liquiditätsausstattung und der hohen Bonität bestehen derzeit keine wesentlichen Liquiditätsrisiken. Die Anlage überschüssiger Liquidität erfolgt derzeit in risikolosen festverzinslichen Anlageformen, insbesondere Tagesgeldern. Finanzierungen im direkten Zusammenhang mit der Finanzierung des neuen Standortes werden über Grundschulden besichert. Ansonsten werden derzeit keine Sicherheiten für bestehende Finanzverbindlichkeiten gewährt.

Mit Ausnahme der Produktverkäufe in den USA erfolgt eine Fakturierung ausschließlich in EUR. Hierdurch liegt das Währungsrisiko unmittelbar bei den Kunden der MOBOTIX AG und führt nicht zu etwaigen Währungsverlusten bei der MOBOTIX AG. Währungsrisiken bestehen demnach im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft in den USA. Eine Absicherung der Währungskursrisiken ergibt sich hierbei teilweise aufgrund natürlich geschlossener Positionen, bei denen sich die Werte oder die Zahlungsströme aus den Forderungen gegenüber der MOBOTIX CORP und dem Einkauf von Waren im Dollarraum zeitlich und betragsmäßig decken. Der positive Cashflow aus dem USA-Geschäft übersteigt aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung in den USA allerdings mittlerweile den Einkaufsbedarf der MOBOTIX AG im Dollarraum. Auf den Einsatz von Derivaten wurde bisher aufgrund des Volumens verzichtet.

Ein Zinsänderungsrisiko ist für die MOBOTIX AG derzeit nicht wesentlich. Bestehende Fremdfinanzierungen wurden mit fixer Verzinsung abgeschlossen. Die Darlehen werden mit einem durchschnittlichen gewichteten Nominalzinssatz von 2,8% (30.06.2010 3,9%) verzinst.

Das Ausfallrisiko von originären Finanzinstrumenten wird durch ein aktives Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen und Inkasso gewährleistet. Die Gewährung von Zahlungszielen für Kunden erfolgt hierbei auf Basis konzerneinheitlicher Richtlinien sehr restriktiv und unter Berücksichtigung von angemessenen Bonitätsprüfungen. Neukunden im Ausland müssen in der Regel die ersten Bestellungen per Vorkasse bezahlen.

(22) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben -wie in den Vorjahren- eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Der Marktwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.

(23) Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR
30.06.2011 30.06.2010
Verbindlichkeiten Lohn und Gehalt 860 798
Tantieme und Provisionen 1.725 725
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer 356 282
Kreditorische Debitoren 119 36
Aufsichtsratsvergütung 70 50
Verbindlichkeiten im Rahmen der soz. Sicherheit 26 19
Kundenboni 643 68
Übrige 220 137
Summe 4.019 2.115

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie in den Vorjahren alle eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Der Marktwert der sonstigen Verbindlichkeiten entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.

7. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

In Geschäftsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die MOBOTIX-Gruppe hat neben den finanziellen Verpflichtungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für Zahlungen von Löhnen und Gehältern und Materialbezug sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.121. Sie betreffen mit TEUR 980 (i.Vj.: TEUR 0) Verpflichtungen aus dem Generalübernehmervertrag für den Neubau der neuen Produktions- und Lagerhalle am Standort Winnweiler-Langmeil und mit TEUR 2.141 (i. Vj.: TEUR 2.915) Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Die Verträge haben Laufzeiten von bis zu acht Jahren und beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen. Der wesentliche Teil (TEUR 1.481; 30.06.10: TEUR 2.256) der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergibt sich aus dem Leasing des Produktionsgebäudes in der Luxemburger Straße 6 in Kaiserslautern und aus dem Mietvertrag für Büroräume in New York. Der Leasingvertrag hat eine Mindestlaufzeit bis zum 1. Mai 2016 und der Mietvertrag über die Büroräume hat eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2018. Die Fahrzeugleasingverträge enthalten im Bezug auf die Kilometerleistung bedingte Mietzahlungen.

Im Rahmen der Miet- und Leasingverträge wurden in diesem Geschäftsjahr Zahlungen in Höhe von TEUR 991 (2009/10: TEUR 506) aufwandswirksam erfasst. Bedingte Mietzahlungen waren im Geschäftsjahr nicht zu leisten. Die angegebenen Leasingzahlungen für Fahrzeuge enthalten auch Zahlungen für nicht zum Leasingverhältnis gehörende Bestandteile der Vereinbarung.

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Mietverträgen und Operating Leases setzt sich nach Fälligkeit wie folgt zusammen:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

in TEUR Fälligkeit 30.06.2011 30.06.2010
bis 1 Jahr 648 627
von 1 bis 5 Jahren 1.255 1.675
über 5 Jahren 238 613
Summe 2.141 2.915

Eventualverbindlichkeiten

Das Vertragsverhältnis mit dem Generalunternehmer für das Produktions- und Verwaltungsgebäude (Bauabschnitt I) in Winnweiler-Langmeil wurde vor Beendigung der Fertigstellung durch die MOBOTX AG außerordentlich gekündigt. Der Generalunternehmer hat seine Schlussrechnung in Höhe von TEUR 2.262 (netto) mittlerweile vorgelegt. Diese wird von MOBOTIX bestritten, da Gegenforderungen aus Vertragsstrafen, Mängeln und Minderleistungen in mindestens gleicher Höhe vorliegen. Das Gerichtsverfahren ist in erster Instanz derzeit anhängig. Der Sachverhalt wurde entsprechend der Risikoeinschätzung des Vorstands im Abschluss durch eine Aktivierung im Sachanlagevermögen und Passivierung einer entsprechenden Verbindlichkeit berücksichtigt. Ein Liquiditätsabfluss aus der nicht anerkannten Schlusszahlung ist dementsprechend nicht erfolgt.

Honorare des Wirtschaftsprüfers

Für den Wirtschaftsprüfer der MOBOTIX AG, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind im Geschäftsjahr die folgenden Aufwendungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB angefallen:

Honorare

in TEUR 2010/11 2009/10
Jahresabschlussprüfungen
Aus Rückstellungsbildung 52 53
Sonstige Bestätigungsleistungen
In Rechnung gestellt 26 26
Steuerberatungsleistungen
In Rechnung gestellt 0 5
Summe 78 84

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nach IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" müssen Beziehungen zu Personen oder Unternehmen, die die MOBOTIX AG beherrschen oder von ihr beherrscht werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden. Beherrschung liegt hierbei vor, wenn ein Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der MOBOTIX AG hält oder Kraft Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik der Geschäftsführung der MOBOTIX AG bzw. deren Tochtergesellschaft zu steuern.

Darüber hinaus erstreckt sich die Angabepflicht nach IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" auf Geschäfte mit assoziierten Unternehmen sowie Geschäfte mit Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der MOBOTIX AG oder deren Tochtergesellschaften ausüben, einschließlich naher Familienangehöriger oder zwischengeschalteter Unternehmen. Ein maßgeblicher Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der MOBOTIX AG kann hierbei auf einem Anteilsbesitz an der MOBOTIX AG von 20% oder mehr oder einem Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat der MOBOTIX AG oder in der Geschäftsführung einer ihrer Tochtergesellschaften beruhen.

Das am 29. Juni 2011 ausgelaufene Darlehen an Herrn Dr. Hinkel in Höhe von TEUR 230 wurde bis zum 31. Dezember 2011 verlängert. Das Darlehen ist endfällig, kann jederzeit in beliebiger Höhe getilgt werden und wird mit 3,5% jährlich verzinst.

Darüber hinaus hat Herr Dr. Ralf Hinkel das am 14. Juni 2010 gewährte Darlehen in Höhe von TEUR 476 am 12. Dezember 2010 zurückbezahlt.

Darüber hinaus hat die MOBOTIX AG mit Personen oder Unternehmen, die einen maßgeblichen Einfluss auf ihre Finanz- und Geschäftspolitik ausüben, einschließlich deren nahen Familienangehörigen keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen.

Die Transaktionen mit verbundenen Unternehmen oder Personen sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzuordnen.

Anteilsbesitz der Organmitglieder

Aktienanzahl 30.06.2011 Anteil am Grundkapital

in %
Vorstand
Dr. Ralf Hinkel (CEO)* 2.218.134 50,14
Lutz Coelen (CFO) 16.200 0,37
Dr. Oliver Gabel 210 0,00
Aufsichtsrat
Dr. Thomas Hoch (Aufsichtsratsvorsitzender) 1.000 0,02
Prof. Dr. Rainer Gerten 20.800 0,47
Ulrich Putsch 0 0,00

*) Die Anteile werden indirekt über die Dr. Ralf Hinkel Holding GmbH, Winnweiler-Langmeil, gehalten.

Ulrich Putsch ist Familienangehöriger des Aktionärs Andreas Putsch. Andreas Putsch hält ca. 9,91% des Grundkapitals der MOBOTIX AG.

Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält für seine Tätigkeit eine feste jährliche Vergütung in Höhe von TEUR 10. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte. Zusätzlich erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für seine Tätigkeit eine variable Vergütung in Höhe von EUR 25,00 je EUR 0,01 des im IFRS-Konzernabschluss ausgewiesenen Jahresergebnis, dividiert durch die Anzahl der Aktien der Gesellschaft, basierend auf einem Grundkapital in Höhe von EUR 4.423.814,00 eingeteilt in 4.423.814 Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält das Doppelte der fixen und variablen Vergütung. Für das Geschäftsjahr 2010/11 erhält der Aufsichtsrat eine variable Vergütung von TEUR 29.

Darüber hinaus ist für die Aufsichtsratsmitglieder auf Kosten der Gesellschaft eine so genannte D&O-Versicherung abgeschlossen worden.

Bezüge der Mitglieder des Vorstands

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf TEUR 1.723 (2009/10: TEUR 1.002). Diese bestehen ausschließlich aus kurzfristigen Leistungen an Mitglieder des Vorstands.

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 06. Oktober 2008 unterbleibt die individualisierte Offenlegung der Bezüge und der sonstigen zugesagten oder empfangenen Leistungen der Vorstandsmitglieder in den Jahresabschlüssen und den Konzernabschlüssen für die Geschäftsjahre 2008/09 bis einschließlich 2012/13, längstens aber bis zum 06. Oktober 2013.

Die Tantieme für ein Geschäftsjahr wird erst im darauf folgenden Geschäftsjahr mit Feststellung des Jahresabschlusses für das abgelaufene Geschäftsjahr gezahlt. Für das Geschäftsjahr 2010/11 wird voraussichtlich eine Tantieme in Höhe von ca. TEUR 964 gezahlt. Für das Vorjahr wurden Tantiemen in Höhe von TEUR 480 gezahlt.

Im Falle einer Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall werden die Bezüge der Vorstandsmitglieder für die Dauer von sechs Monaten, längstens jedoch bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages, fortgezahlt.

Die Vorstandsmitglieder erhalten ferner einen ihrer Stellung nach angemessenen Personenkraftwagen der Oberklasse, der dienstlich und privat genutzt werden kann. Die Vorstandsmitglieder tragen die auf den geldwerten Vorteil der privaten Nutzung entfallenden Steuern. Der Dienstwagen ist bei Beendigung des jeweiligen Anstellungsvertrages wieder zurückzugeben.

Die Gesellschaft hat daneben für die Dauer der Anstellungsverträge zugunsten eines jeden Vorstandsmitgliedes Unfallversicherungen für Berufsunfälle und Unfälle des täglichen Lebens mit einer Deckungssumme für die Vorstandsmitglieder Herrn Lutz Coelen, Herrn Dr. Magnus Ekerot und Herrn Dr. Oliver Gabel in Höhe von EUR 250.000 und für Herrn Dr. Ralf Hinkel in Höhe von EUR 2,5 Mio. sowie für den Todesfall in Höhe von EUR 500.000 (Herr Lutz Coelen, Herr Dr. Magnus Ekerot, Herr Dr. Oliver Gabel) bzw. EUR 2,5 Mio. (Herr Dr. Ralf Hinkel) abgeschlossen, wobei die Ansprüche aus den Versicherungen unmittelbar dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder seinen gesetzlichen Erben zustehen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen (D&O-Versicherung). Eventuell auf die Versicherungsprämien zu zahlende Lohnsteuer tragen die Vorstandsmitglieder.

Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung wurde von Vorstand und Aufsichtsrat letztmalig am 14. Juli 2011 für den zurückliegenden 12-Monatszeitraum abgegeben. Im Geschäftsbericht sowie im Internet (www.mobotix.com) findet sich eine zusammenfassende Darstellung zur Corporate Governance der Gesellschaft. Im Internet ist die Entsprechenserklärung dauerhaft zugänglich.

Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit dem IAS 7 "Kapitalflussrechnung" erstellt. Es wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Zahlungsstrom aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird demgegenüber indirekt abgeleitet.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. Die Finanzmittelbestände unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen.

Segmentinformationen für den Zeitraum vom 1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011

Innerhalb der MOBOTIX AG liegen keine abgrenzbaren Unternehmensbestandteile vor, deren Betriebsergebnisse regelmäßig vom Vorstand im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu diesen Unternehmensbestandteilen bzw. auf die Bewertung deren Ertragskraft überprüft werden. Die Steuerung und Ressourcenallokation der MOBOTIX-Gruppe erfolgt aufgrund der internen Strukturen und der Größe des Unternehmens auf Basis der Umsatzerlöse, primär nach Regionen, aber auch nach Produktlinien. Rentabilitätskennziffern bzw. Ergebnisrechnungen werden lediglich auf Ebene des Gesamtunternehmens aufgestellt. Mithin werden keine separaten Finanzinformationen für abgrenzbare Unternehmensbestandteile ermittelt. Insofern liegen keine berichtspflichtigen Segmente im Sinne von IFRS 8 vor.

Dennoch werden im Folgenden die Umsatzerlöse nach Produktlinien und nach geografischen Regionen angegeben, um einen besseren Einblick in die Absatztätigkeit des Konzerns zu vermitteln.

Die Umsatzerlöse nach Produktlinien gliedern sich wie folgt:

Umsatzerlöse

in TEUR
01.07.2010 - 30.06.2011 01.07.2009 - 30.06.2010
Fixed Cams 32.742 26.767
Dome Cams 36.894 24.161
Übrige 3.555 2.916
Summe 73.191 53.844

Die Umsatzerlöse nach Regionen gliedern sich wie folgt:

Umsatzerlöse

in TEUR
01.07.2010 - 30.06.2011 01.07.2009 - 30.06.2010
Deutschland 17.208 14.541
Übriges Europa 29.859 23.303
Übrige 26.124 16.000
Summe 73.191 53.844

Die Produktkategorien der Gesellschaft sind folgendermaßen aufgeteilt:

1. Fixed Cams

Zu der Gruppe der Fixed Cams zählen die Kameralinien M12, M24 und V12.

Die M12 verfügt in der Regel über zwei Bildsensoren und einen passiven Infrarot-Sensor. Zusätzlich ist diese Kamerafamilie mit einem Mikrofon und einem Lautsprecher für die Audio-Kommunikation ausgestattet. Zur einfachen Anbindung an das Internet bei fehlendem DSL-Anschluss besitzt die M12 einen ISDN-Anschluss, über den nicht nur Datenverbindungen ins Internet, sondern auch Sprach- oder Alarmmeldungen zum Beispiel an Telefone weitergeleitet werden können. Ebenso ist IP-Telefonie nach dem VoIP-Standard SIP direkt aus der Kamera möglich. Es können unterschiedliche Kameramodule verwendet werden, so dass ein Weitwinkel- mit einem Teleobjektiv kombiniert werden kann. Die M12 Day/Night verfügt über einen lichtempfindlichen Schwarz-Weiß-Sensor für Nachtaufnahmen und einen Farbsensor für kontrastreiche Farbaufnahmen am Tag, wobei die Umschaltung rein elektronisch und ohne Mechanik erfolgt.

Die M24 ist die Monoausführung der M12 und verfügt bis auf den passiven Infrarot-Sensor und den ISDNAnschluss über alle Funktionen der M12. Audio-Kommunikation ist mit dem integrierten Mikrofon und Lautsprecher ebenfalls möglich. Die Telefonie erfolgt ausschließlich über den VoIP-Standard SIP.

Für den speziellen Einsatz an stark gefährdeten Orten, wie beispielsweise in Gefängnissen, wurde die Vandalismus-Kamera V12 aus drei Millimeter starkem Edelstahl entwickelt. Die V12 ist zusätzlich mit einer sechs Millimeter starken Scheibe geschützt und besitzt eine dreieckige Form, damit sie mit Schwerlastdübeln in der Ecke eines Raums befestigt werden kann. Zur Beleuchtung des Raumes bei Dunkelheit besitzt die V12 eine eingebaute und fernschaltbare IR-Beleuchtung mit 20 Infrarot-LEDs.

2. Dome Cams

Zu der Gruppe der Dome Cams zählen derzeit die Kameralinien D14, D24, Q24 und T24.

Die D14 ist eine Dome-Kamera mit zwei manuell ausrichtbaren Kameramodulen. Die Kameramodule können im Gegensatz zur M12 bei der Montage in unterschiedliche Richtungen ausgerichtet werden. Es kann somit zum Beispiel ein Weitwinkel-Objektiv in eine Richtung und ein Teleobjektiv in eine andere Richtung ausgerichtet werden. Mit zwei Superweitwinkel-Objektiven mit jeweils 90° horizontalem Bildwinkel kann ein Bereich von 180° im Panorama überwacht werden. Durch die in die Kamera integrierte KameraSoftware können die beiden erzeugten Bilder entweder separat dargestellt oder zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden.

Die D24 ist eine Dome-Kamera mit einem manuell ausrichtbaren Kameramodul und verfügt über alle Software-Funktionen der anderen Kamerafamilien. Auf den Infrarot-Sensor sowie Mikrofon und Lautsprecher wurde verzichtet. Diese können jedoch extern nachgerüstet werden. Für stark gefährdete Einbauorte können die bereits robusten D24-Modelle mit einem optionalen Vandalismus-Set mit einer drei Millimeter starken Dome-Kuppel aus Polycarbonat und Edelstahlrahmen zusätzlich geschützt werden.

Die Q24 ist eine ultra-kompakte IP-Domekamera mit 360° Rundumsicht. Die Kameralinie ermöglicht einen hemisphärischen Rundumblick zur kompletten Raumerfassung, digitales stufenloses Zoomen und Schwenken sowie eine ereignisgesteuerte Rundumaufzeichnung direkt in der Kamera. Daneben verfügt die Kamera über alle Software-Funktionen der anderen Kameralinien. Lautsprecher und Mikrofon sind in die Kamera integriert. Als Zubehör werden bspw. ein Vandalismus-Gehäuse und ein Deckeneinbau-Set angeboten.

Die T24 ist eine IP-Video-Türstation auf Basis des internationalen Video-Telefonie-Standard VoIP/SIP und H.264. Die Kamera basiert auf der selben Technologieplattform wie die Produktlinie Q24. Es ist geplant, das Kameramodul in Zukunft mit weiteren Komponenten wie Keypads und Infomodulen auszuliefern. Neben dem hemisphärischen Rundumblick des gesamten Bereichs vor der Haustür ermöglicht die T24 einen weltweiten Video- und Sprachzugang zur Türstation, die individuelle Steuerung der Zugangsberechtigung mittels PIN-Code oder RFID-Transponder, ein Hinterlassen und Abrufen von digitalen Sprachnachrichten sowie eine dauerhafte oder ereignisgesteuerte Aufzeichnung inklusive Ton auf integriertem Speicher.

3. Übrige

MOBOTIX bietet für alle Kamerafamilien auch das passende Systemzubehör zur Montage der Kameras und zum Schutz der Zuleitungskabel an. Diverse Montage-Sets für die Aufputzinstallation, den Wandanbau oder Einbau in abgehängte Decken werden modellspezifisch unterstützt. Daneben wird Haustechnikzubehör bzw. Zubehör zum Aufbau von Alarm- und Sicherheitslösungen angeboten. Außerdem erwirtschaftet die MOBOTIX AG in geringem Umfang Umsatzerlöse aus Schulungen.

Die interne Berichterstattung erfolgt an den Vorstand. Je Produktkategorie bzw. Region wird ausschließlich der Umsatz berichtet.

Es gibt keine Großkunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %.

Gremien

Vorstand der MOBOTIX AG

Dr. Ralf Hinkel, Diplom-Informatiker, Höringen (Vorstandsvorsitzender)
Lutz Coelen, Diplom-Kaufmann, Herrsching am Ammersee (Vorstand Finanzen, bis zum 31.Dezember 2010 auch Vorstand Vertrieb)
Dr. Magnus Ekerot, Master of Science inter. Econ., Heidelberg (Vorstand Vertrieb; seit 1. Januar 2011)
Dr. Oliver Gabel, Diplom-Ingenieur, Reichenbach-Steegen (Vorstand Technik; seit 1. Januar 2011)

Mitglieder des Aufsichtsrats der MOBOTIX AG

Dr. Thomas Hoch, Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Vorstand, Dreieich-Buchschlag (Aufsichtsratsvorsitzender)
Ulrich Putsch, Diplom-Ingenieur, Privatier, Rockenhausen
Prof. Dr. Rainer Gerten, Diplom-Informatiker, Professor, Neuhofen

Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2010/11 in folgenden weiteren Aufsichtsräten und Kontrollgremien vertreten:

Dr. Thomas Hoch

Sysgo AG, Mainz (Aufsichtsratsmitglied)
Ice Age Ice AG, Maintal (Aufsichtsratsvorsitzender)
iTAC Software AG, Montabaur (Aufsichtsratsmitglied)
Toplink GmbH, Darmstadt (Beiratsvorsitzender)
Palladio Systeme GmbH, Worms (Beiratsvorsitzender, bis Februar 2011)
Secude AG, Emmetten (Verwaltungsratsmitglied, bis Mai 2011)
Secude IT Security GmbH, Darmstadt (Beiratsvorsitzender, bis Mai 2011)

Ulrich Putsch

BRAIN Biotechnology Research and Information Network AG, Zwingenberg (Aufsichtsratsvorsitzender)
Igr AG, Rockenhausen (Aufsichtsratsvorsitzender)

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres 2010/11 eingetreten.

Winnweiler-Langmeil, den 22. Juli 2011

Der Vorstand

Dr. Ralf Hinkel

Lutz Coelen

Dr. Magnus Ekerot

Dr. Oliver Gabel

Konzernlagebericht 2010/11 der MOBOTIX AG, Winnweiler-Langmeil

1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Technologie und Produkte

Die MOBOTIX AG sieht sich selbst als ein Softwareunternehmen mit eigener Hardwareentwicklung auf dem Gebiet der digitalen, hochauflösenden und netzwerkbasierten Video-Sicherheitslösungen. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung anwenderfreundlicher Komplettsystemlösungen aus einer Hand. Das Produktportfolio umfasst die Produktlinien M12 (DualNight Kamera), M24 (Allround Kamera), D14 (DualDome Kamera), D24 (MonoDome Kamera), V12 (Vandalism Kamera) und Q24 (Hemispheric 360° Kamera). Dabei war die Einführung der ersten hemisphärischen Kamera (360° Panorama) die erfolgreichste Produkteinführung seit Bestehen der MOBOTIX. Neben den Netzwerkkameras bietet MOBOTIX mit dem MxControlCenter zudem eine komplette Videomanagement-Lösung als Leitstandsoftware an, die auch Kameras von Wettbewerbern in das Video-Überwachungssystem einbinden kann, sowie MxEasy, die Video-Softwarelösung für den Konsumenten- und semiprofessionellen Bereich. Die MOBOTIX Video-Management-Lösungen werden kostenfrei angeboten. Daneben ist verschiedenes Zubehör im Sortiment enthalten.

Ein wesentlicher Schwerpunkt des letzten Geschäftsjahres lag in der Entwicklung der Basistechnologie des neuen Produktbereichs Access-Control & Communication. Ergänzend zum Kameramodul der digitalen Türstation T24 wurde eine Vielzahl an verschiedenem Zubehör entwickelt und teilweise bereits in den Markt eingeführt. Hierzu zählen Rahmen und Module in verschiedenen Farbvarianten, die in den kommenden Monaten um weitere Komponenten ergänzt werden sollen.

Daneben erfolgte die Einführung der neuen Prozessortechnologie P3, die zu einer Verdoppelung der Rechenleistung führt, in die Dualkameralinie D14 (vorher D12). Im laufenden Kalenderjahr ist geplant, die DualKameralinie M12 ebenfalls auf die gleiche Platine umzustellen. Nach Umstellung der Kameras auf die neuen Platinen wird diese unter der Bezeichnung M14 am Markt angeboten. Durch diese konsequente Umsetzung der Plattformstrategie sind weitere erhebliche Einsparpotenziale in den kommenden Jahren nutzbar.

1.2. Organisation und Steuerung der Gruppe

Die MOBOTIX-Gruppe besteht aus der MOBOTIX AG, Winnweiler-Langmeil, und der MOBOTIX CORP, New York.

Die Produktion und Entwicklung neuer Produkte erfolgt ausschließlich an den Standorten Winnweiler-Langmeil und Kaiserslautern. Die Steuerung des weltweiten Vertriebs erfolgt von Winnweiler-Langmeil aus.

Die Tochtergesellschaft MOBOTIX CORP ist eine reine Vertriebsgesellschaft für den amerikanischen Markt. Die Geschäftsführung der MOBOTIX CORP, USA, haben Herr Dr. Magnus Ekerot (CEO/President) und Herr Lutz Coelen (CFO) inne. Die Steuerung der MOBOTIX-Gruppe erfolgt mittels verschiedener operativer Kennzahlen, welche die strategischen Zielsetzungen im Hinblick auf das Wachstum und die Profitabilität der Unternehmensgruppe messbar machen. Dazu gehören Umsatzkennzahlen in Bezug auf die einzelnen Vertriebsregionen und Produktgruppen sowie gesamtunternehmensbezogene Rentabilitätskennziffern. Durch ein regelmäßiges Monitoring der Entwicklung der einzelnen Vertriebsregionen wird die Entwicklung des Unternehmens überwacht und gesteuert. Daneben werden weitere Finanzkennzahlen analysiert und beurteilt. Eine wesentliche Steuerungsgröße als finanzieller Leistungsindikator für die Profitabilität der MOBOTIX-Gruppe ist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Die Steuerungsgrößen werden monatlich im Rahmen des internen Berichtswesens dem Vorstand vorgestellt und bei Bedarf zeitnah Steuerungsmaßnahmen eingeleitet.

1.3 Vertrieb

Der Vertrieb der MOBOTIX-Produkte erfolgt im derzeit noch wichtigsten Markt Deutschland, mit knapp 23,5 % Umsatzanteil, über MOBOTIX-zertifizierte Secure Partner, den IT-Fachhandel oder direkt, bspw. über den Webshop, an gewerbliche und private Endkunden. Der internationale Vertrieb der MOBOTIX-Produkte erfolgt im Wesentlichen über Distributoren mit nachgeschalteten, qualifizierten Systemintegratoren und Resellern. Die Distributoren werden hierbei durch zahlreiche, lokal vor Ort ansässige und bei der MOBOTIX AG direkt angestellte Business Development Manager betreut.

MOBOTIX Kamerasysteme sind aufgrund ihrer umfangreichen Features weltweit über 100.000-fach im Einsatz. Neben einer Vielzahl von Projekten in der öffentlichen und privaten Sicherheit in Deutschland konnte die MOBOTIX AG im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit eine große Anzahl von Referenzprojekten hinzugewinnen. Hierzu gehören Projekte wie die Absicherung von Fussballstadien des Asia Cup 2011 in Qatar, Stadtüberwachung in Portofino (Italien), die Überwachung des Barwa Financial District in Qatar sowie verschiedene Projekte mit Banken wie bspw. die Sberbank of Russia (Ukraine), die Central Bank of Phillipines (Phillipinen) und die Korean Exchange Bank (Südkorea). Weitere Projekte umfassen die Absicherung von Flughäfen in Malta und Bahrain, die Sicherung der Grenze zwischen Rumänien und Moldawien sowie die Überwachung des Campus des Bourneville College in UK und weitere.

In den USA vertreibt die Gesellschaft Produkte über die eigene Vertriebstochter MOBOTIX CORP.

Das Unternehmenswachstum findet insbesondere in den Exportmärkten statt. Der Exportanteil stieg im vergangenen Geschäftsjahr hierbei auf 76,5%.

1.4 Markt und Wettbewerb

MOBOTIX ist im Markt für Video-Sicherheitssysteme tätig. Dieser Markt wird meist als CCTV-Markt (Closed Circuit Television-Markt) bezeichnet. Der Markt für Video-Sicherheitssysteme umfasst heute analoge VideoSicherheitssysteme und Netzwerkkamerasysteme sowie Videomanagement-Software und Zubehör. Kombinationen aus analogen und Netzwerkkamerasystemen werden als Hybridsysteme bezeichnet. Das für die MOBOTIX relevante Marktsegment ist hierbei das Marksegment Netzwerkkameras.

Das Marktforschungsunternehmen IMS Research geht in seiner aktuellen Marktstudie, die im Juli 2011 vorgelegt wurde, davon aus, dass die Umsätze im Markt für Netzwerkkameras weltweit von 2010 bis 2015 um jährlich durchschnittlich ca. 26% wachsen werden. Das Wachstumspotenzial wird hierbei in allen weltweiten Teilmärkten (Americas, Asien, EMEA) als vergleichsweise hoch eingeschätzt und ist nicht auf wenige regionale Märkte beschränkt.

Das Wettbewerbsumfeld ist weltweit vergleichsweise homogen - ca. 80% der großen Hauptwettbewerber gleichen sich in allen globalen Teilmärkten.

Auch kurzfristig gehen wir davon aus, dass sich das Marktumfeld weiterhin positiv und stabil auf hohem Wachstumsniveau entwickeln wird. Grundsätzlich ist hierbei festzustellen, dass mittelfristig eine leicht unterproportionale Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in den Teilmärkten besteht.

2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.1 Ertragslage

Die Unternehmensentwicklung im vergangenen Geschäftsjahr ist weiterhin geprägt durch hohes Wachstum bei hoher Profitabilität. Bei einem sich weiterhin erholenden Marktumfeld gelang es, an die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der MOBOTIX-Gruppe vor der Finanzkrise anzuknüpfen. Die kontinuierlichen Investitionen in neue Mitarbeiter und Vertriebsaktivitäten im vergangenen Geschäftsjahr 2010/11 haben hierbei ihre Wirkung gezeigt. Sowohl das Umsatzwachstum (35,9%, i.Vj. 19,9%) als auch die EBIT-Marge (25,0%, i.Vj. 22,2%) konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden.

Im Berichtsjahr 2010/11 stieg der Umsatz der MOBOTIX-Gruppe um 35,9% auf 73,2 Mio. EUR (i. Vj. 53,8 Mio. EUR) und das Ergebnis vor Ertragsteuern um 59,4% auf 18,7 Mio. EUR. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Erhöhung bzw. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie andere aktivierte Eigenleistungen) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2010/11 um 22,0 Mio. EUR auf 76,7 Mio. EUR.

Das EBITDA (28,7% der Gesamtleistung; Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) beträgt 22,0 Mio. EUR (i.Vj. 14,1 Mio. EUR). Das EBIT (25,0% der Gesamtleistung; Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern) beträgt 19,2 Mio. EUR (i.Vj. 12,1 Mio. EUR). Das Jahresergebnis (Umsatzrendite 18,0%) ist um 57,8% auf 13,2 Mio. EUR (i.Vj. 8,4 Mio. EUR) angestiegen.

Das Umsatzwachstum wurde weiterhin überproportional durch Absatzsteigerungen der Dome-Kameras erzielt. Die Umsatzerlöse aus Verkäufen von Dome-Kameras wuchsen hierbei von 24,2 Mio. EUR auf 36,9 Mio. EUR (+52,7%), die Umsatzerlöse der Fixed-Kameras sind gegenüber dem Vorjahr um 22,3% auf 32,7 Mio. EUR gestiegen. Wachstumstreiber war wiederum das Exportgeschäft. Die Exportquote lag im Geschäftsjahr bei 76,5% nach 73,0% im Vorjahreszeitraum. Die Umsätze in Deutschland sind von 14,5 Mio. EUR auf 17,2 Mio. EUR (+18,3%) gestiegen. Im übrigen Europa (ohne Deutschland) wurde ein Wachstum von 28,1% auf 29,9 Mio. EUR erzielt. Der Umsatz im Rest der Welt stieg von 16,0 Mio. EUR auf 26,1 Mio. EUR, was einem Wachstum von 63,3% entspricht. Preiserhöhungen oder -senkungen von Produkten wurden nicht vorgenommen. Dementsprechend basiert das Umsatzwachstum aus reinen Mengeneffekten.

Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand im Verhältnis zu der Gesamtleistung) von 26,8% ist gegenüber dem Vorjahr (26,2%) leicht angestiegen.

Die Personaleinsatzquote (Personalaufwand im Verhältnis zu der Gesamtleistung) ist trotz der um 4,6 Mio. EUR gestiegenen Personalaufwendungen von 26,9% auf 25,1% zurückgegangen. Es wurden insbesondere Einstellungen im Bereich Vertrieb vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (15,4 Mio. EUR; i.Vj. 12,3 Mio. EUR) sind im Wesentlichen aufgrund von gestiegenen umsatzabhängigen Vertriebskosten (+0,5 Mio. EUR), wie zum Beispiel Versand und Verpackungskosten, verstärkte Werbe- und Marketingaufwendungen (+0,7 Mio. EUR), Reise- und Bewirtungskosten (+0,5 Mio. EUR), Kosten für Leiharbeiter (+0,4 Mio. EUR) sowie Aufwendungen aus Währungsverlusten (+0,4 Mio. EUR) um 3,2 Mio. EUR (+26,0%) angestiegen. Mit 5,5 Mio. EUR stellen die Werbe- und Marketingaufwendungen den größten Einzelposten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dar.

Die Tochtergesellschaft MOBOTIX CORP wies bei einem Umsatzwachstum von 42,7% (i.Vj. 48,7%) ein negatives Periodenergebnis von 0,8 Mio. USD (i.Vj. +0,4 Mio. USD) aus. Hierin enthalten sind Währungsverluste von 0,4 Mio. USD (i.Vj. Währungsgewinn von 0,3 Mio. USD).

2.2 Vermögenslage

Im Berichtsjahr 2010/11 wurden Entwicklungskosten in Höhe von 1,3 Mio. EUR aktiviert. Das Sachanlagevermögen stieg um 4,4 Mio. EUR (+25,1%) auf 22,1 Mio. EUR. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Berichtszeitraum 6,5 Mio. EUR. Hierbei betrafen die Investitionen im Wesentlichen den Neubau der neuen Produktionshalle am Standort Langmeil (4,8 Mio. EUR) sowie Investitionen in technische Anlagen. Im September 2010 erfolgte die Bewilligung von öffentlichen Fördermitteln für den Neubau der Produktionshalle in Höhe von 1,1 Mio. EUR. Die gewährten Fördermittel wurden von den Anschaffungskosten für den Neubau im Berichtszeitraum anteilig aktivisch abgesetzt. Die Investitionen in technische Anlagen beinhalten zu großen Teilen Investitionen in Spritzgusswerkzeuge sowie EDV-Geräte.

Die Vorräte sind bedingt durch die Umstellung der Produktlinien auf eine neue Prozessortechnologie, die Ausweitung der Produktpalette bspw. um die Produktlinie T24, erhöhte Lagerbestände aufgrund möglicher Lieferengpässe sowie die gestiegene Geschäftstätigkeit um 5,5 Mio. EUR (+72,5%) auf 13,1 Mio. EUR angestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um 3,2 Mio. EUR gegenüber dem Bilanzstichtag 30. Juni 2010 auf 9,7 Mio. EUR.

Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 5,6 Mio. EUR (30. Juni 2010: 5,5 Mio. EUR) enthalten Goldbestände mit einem Buchwert von 3,6 Mio. EUR, Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von 1,0 Mio. EUR und noch nicht ausgezahlte Fördermittelansprüche in Höhe von 0,2 Mio. EUR.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit 7,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital um 8,0 Mio. EUR aufgrund des Jahresüberschusses auf 37,3 Mio. EUR gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der um 13,9 Mio. EUR (+29,5%) gestiegenen Bilanzsumme von 62,4% auf 61,3% leicht zurückgegangen. Aufgrund des Erwerbs eigener Aktien reduziert sich das Eigenkapital um 0,8 Mio. EUR. Der Vorstand der MOBOTIX AG hat am 5. Oktober 2010 beschlossen, die Bedingungen des laufenden Aktienrückkaufprogramms zu ändern. Es sollen nunmehr insgesamt, unter Berücksichtigung der bereits erworbenen Aktien, bis zu 50.000 Aktien der Gesellschaft erworben werden. Dies entspricht 1,13% des Grundkapitals der Gesellschaft. Im Übrigen bleiben die Bedingungen des Aktienrückkaufprogramms unverändert. Die Steuerrückstellungen sind aufgrund laufender Steuerverpflichtungen um 2,9 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR angestiegen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert aus der Aufnahme zweier Darlehen von insgesamt 3,5 Mio. EUR zur Finanzierung des Neubaus der Produktionshalle. Demgegenüber steht die Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens im Dezember 2010 über 2,0 Mio. EUR und planmäßige Tilgungen von Darlehen in Höhe von 0,9 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um 0,4 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem 30. Juni 2010 um 1,9 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR gestiegen. Ursache hierfür ist der Anstieg der Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich.

Die Bilanzsumme der MOBOTIX-Gruppe erhöhte sich aufgrund der oben dargestellten Entwicklungen zum Stichtag 30. Juni 2011 im Vergleich zum Bilanzstichtag 30. Juni 2010 um 13,9 Mio. EUR (+29,5%) auf 60,8 Mio. EUR.

2.3 Finanzlage

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit der MOBOTIX-Gruppe lag im Geschäftsjahr 10/11 bei 12,8 Mio. EUR nach 9,8 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Der im Vergleich zur gesamten Geschäftsentwicklung geringere Anstieg des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit erklärt sich hierbei im Wesentlichen durch die strategische Entscheidung der Geschäftsleitung, den Vorratsbestand weiter auszubauen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit liegt mit 7,5 Mio. EUR aufgrund der Investitionen in die neue Produktionshalle in etwa auf Vorjahresniveau. Für Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden einschließlich der erhaltenen Fördermittel in Höhe von 0,9 Mio. EUR Auszahlungen in Höhe von 7,6 Mio. EUR getätigt. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 5,1 Mio. EUR resultiert insbesondere aus der Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2009/2010 in Höhe von 4,4 Mio. EUR und der Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 2,0 Mio. EUR. Daneben wurden TEUR 778 für den Erwerb eigener Aktien aufgewendet. Demgegenüber steht die Aufnahme zweier Darlehen zur Finanzierung des Neubaus der Produktionshalle in Höhe von 3,5 Mio. EUR. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres betrug der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit bedingt durch die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2008/09 5,5 Mio. EUR.

Aus der Entwicklung der einzelnen Cashflows ergibt sich zum Stichtag 30. Juni 2011 ein Finanzmittelfonds von 7,4 Mio. EUR. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Aufgrund der Bonität der Gesellschaft stehen weiterhin viele Finanzierungsoptionen zur Auswahl.

Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem 30. Juni 2010 um 2,3 Mio. EUR auf 8,8 Mio. EUR erhöht. Der Anteil der langfristigen Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme der MOBOTIX-Gruppe erhöhte sich leicht von 13,8% auf 14,5%. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen zum Stichtag einem Anteil an der Bilanzsumme von 24,2% gegenüber 23,8% zum 30. Juni 2010.

Die sehr positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage spiegelt die Erwartungen des Vorstands in vollem Umfang wider.

3. Forschung und Entwicklung

Die Entwicklungsaktivitäten wurden auch in den vergangenen zwölf Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 weiter ausgebaut. Zum 30. Juni 2011 beschäftigte die MOBOTIX-Gruppe 72 Mitarbeiter (nach Köpfen) in der Entwicklungsabteilung. Aufgabenschwerpunkte der Entwicklung lagen hierbei, wie auch in den Vorjahren, in der Entwicklung neuer Hard- und Softwareprodukte sowie der weiteren Optimierung der Produktfunktionalität.

Für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wurden 6,6 Mio. EUR aufgewendet. Die Entwicklungsaktivitäten finden im Wesentlichen nur intern statt. Eine Fremdvergabe von Entwicklungstätigkeiten erfolgt in sehr geringem Maße lediglich im Bereich Werkzeugkonstruktion und Platinenlayout.

Ein Schwerpunkt in den letzten 12 Monaten lag auf der Entwicklung der IP-basierten Türstation T24 sowie weiterem Zubehör für den neuen Produktbereich Access-Control & Communication. Daneben wurde die neue Platine für die Dualkameralinien entwickelt und erstmals mit der D14 in den Markt eingeführt.

Darüber hinaus wurde im vergangenen Geschäftsjahr 2009/10 die Basis für weitere Produktinnovationen in der Entwicklung gelegt, die im Geschäftsjahr 2011/12 in den Markt eingeführt werden sollen.

4. Mitarbeiter

Im vergangenen Geschäftsjahr wurden 52 Mitarbeiter eingestellt. Zum Stichtag 30. Juni 2011 lag der Mitarbeiterstand der MOBOTIX-Gruppe bei 277 Mitarbeitern nach 233 Mitarbeitern zum Geschäftsjahresbeginn (ohne Auszubildende und Aushilfen inkl. 4 (i.Vj. 2) Vorstände; nach Köpfen). Im Geschäftsjahr 2011/12 wird es zusätzlich personelle Verstärkung insbesondere in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Entwicklung geben.

5. Veränderungen im Vorstand

Der Aufsichtsrat der MOBOTIX AG hat am 19. September 2010 beschlossen (vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung zur Erweiterung des Vorstands), zwei weitere Vorstände zum 1. Januar 2011 zu berufen und die Ressorts neu aufzuteilen. Die Hauptversammlung hat am 28. Oktober 2010 der Erweiterung des Vorstandes zugestimmt.

Finanzvorstand (CFO) bleibt weiterhin Lutz Coelen, der interimsweise auch das Vertriebsressort leitete. Zum neuen Vertriebsvorstand (CSO) wird Dr. Magnus Ekerot berufen. Als Technikvorstand (CTO) und zuständig für die Bereiche Produktion & Entwicklung wird der langjährige Assistent des Vorstandsvorsitzenden und Leiter der Vorentwicklung Dr. Oliver Gabel bestellt.

6. Directors' Dealings

Im Zeitraum vom 1. Juli 2010 bis zum 30. Juni 2011 wurden folgende berichtspflichtige Aktienkäufe oder -verkäufe durch Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder getätigt.

Person Funktion Datum der Transaktion Transaktionsart Börsenplatz Stückzahl Preis

Lutz Coelen CFO 22.12.10 Kauf Xetra 200 54,88
Person Gesamtvolumen

Lutz Coelen 10.975

7. Grundzüge des Vergütungssystems

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstands der MOBOTIX AG angewendet werden, und erläutert sowohl die Höhe als auch die Struktur der Vorstandsvergütung. Darüber hinaus werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.

Vorstand

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der MOBOTIX AG wird vom Aufsichtsrat unter Einbeziehung von etwaigen Konzernbezügen in angemessener Höhe auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds.

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder der MOBOTIX AG umfasst monetäre Vergütungsteile und weitere Zusagen, die unten aufgeführt werden. Darüber hinausgehende Versorgungszusagen oder Zusagen insbesondere für den Fall der Beendigung der Tätigkeit und Leistungen von Dritten, die im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit zugesagt oder im Geschäftsjahr gewährt wurden, existieren nicht.

Die Vorstandsvergütung wird regelmäßig überprüft und wurde letztmalig mit Beschluss des Aufsichtsrats zur Bestellung der Vorstände Dr. Magnus Ekerot und Dr. Oliver Gabel vom 20. September 2010 angepasst.

Die Vorstandsvergütung umfasst fixe sowie variable Gehaltsbestandteile. Die variablen Gehaltsbestandteile bestehen hierbei aus einer Tantieme in Höhe von maximal 4% bezogen auf den Jahresüberschuss der Gesellschaft im Sinne des § 275 HGB.

Monetäre Vergütungsbestandteile mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter wie bspw. Aktienoptionspläne, wie sie vom DCGK empfohlen werden, werden derzeit noch nicht genutzt. Es gibt Überlegungen, dies in Zukunft anzupassen.

Die Vorstandsmitglieder erhalten ferner einen ihrer Stellung nach angemessenen Personenkraftwagen der Oberklasse, der dienstlich und privat genutzt werden kann. Die Gesellschaft hat daneben für die Dauer der Anstellungsverträge zugunsten eines jeden Vorstandsmitgliedes Unfallversicherungen für Berufsunfälle und Unfälle des täglichen Lebens sowie für den Todesfall abgeschlossen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Mindest-Selbstbehalt abgeschlossen (D&O-Versicherung).

Mit den Vorstandsmitgliedern wurde für die Dauer von einem Jahr nach Beendigung des jeweiligen Anstellungsvertrages ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart. Für die Dauer des Wettbewerbsverbots ist die Gesellschaft verpflichtet, dem jeweiligen Vorstandsmitglied eine Karenzentschädigung in Höhe von 50% seiner zuletzt bezogenen vertragsgemäßen Leistungen zu zahlen.

Mit einem Vorstandsmitglied wurde vereinbart, dass ihm im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Anstellungsverhältnisses, der fehlenden Verlängerung des Vorstandsvertrags um eine weitere Amtszeit oder im Falle eines Kontrollwechsels eine einmalige Abfindung in Höhe einer Jahresvergütung zusteht.

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 6. Oktober 2008 unterbleibt die individualisierte Offenlegung der Bezüge und der sonstigen zugesagten oder empfangenen Leistungen der Vorstandsmitglieder in den Jahresabschlüssen und den Konzernabschlüssen für die Geschäftsjahre 2008/2009 bis einschließlich 2012/2013, längstens aber bis zum 6. Oktober 2013.

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2010/11 betrug demnach wie folgt:

in TEUR Feste Vergütung

in TEUR*
Erfolgsbezogene Vergütung

in TEUR
Gesamtbezüge

in TEUR
Vorstand 756 967 1.723

* Inklusive geldwertem Vorteil

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf TEUR 1.723 (2009/10: TEUR 1.002).

Aufsichtsrat

Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält für seine Tätigkeit gemäß § 11 der Satzung eine feste jährliche Vergütung in Höhe von TEUR 10. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält das Doppelte.

Zusätzlich erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für seine Tätigkeit eine variable Vergütung in Höhe von EUR 25,00 je EUR 0,01 des im IFRS-Konzernabschluss ausgewiesenen Jahresergebnis, dividiert durch die Anzahl der Aktien der Gesellschaft, basierend auf einem Grundkapital in Höhe von EUR 4.423.814,00 eingeteilt in 4.423.814 Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält das Doppelte der fixen und variablen Vergütung.

Darüber hinaus ist für die Aufsichtsratsmitglieder auf Kosten der Gesellschaft eine so genannte D&O-Versicherung abgeschlossen worden.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010/11 betrug wie folgt:

Aufsichtsrat Feste Vergütung

in TEUR*
Erfolgsbezogene Vergütung

in TEUR
Gesamtbezüge

in TEUR
Dr. Thomas Hoch 20 15** 35
Prof. Rainer Gerten 10 7* 17
Ulrich Putsch 10 7* 17
Gesamt 40 29 69

* EUR 25,00 je EUR 0,01 des im IFRS-Konzernabschluss ausgewiesenen Jahresergebnis, dividiert durch die Anzahl der Aktien 4,423,814

** erhält das Doppelte von*

8. Besondere Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres

Es sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres 2010/11 eingetreten.

9. Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Börsennotierte Unternehmen sind gemäß § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB verpflichtet, im Lagebericht bzw. Konzernlagebericht Angaben zur Kapitalzusammensetzung, zu Aktionärsrechten und deren Beschränkungen, Beteiligungsverhältnissen und zu den Organen der Gesellschaft zu machen, welche übernahmerelevante Informationen darstellen.

Zu den erforderlichen Angabepflichten nimmt die MOBOTIX AG wie folgt Stellung:

1. Das gezeichnete Kapital der MOBOTIX AG beträgt EUR 4.423.814 und ist eingeteilt in 4.423.814 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 1,00 EUR. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Soweit dem Vorstand der Gesellschaft bekannt ist, bestehen keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte der Aktien betreffen.

2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen keine.

3. Dr. Ralf Hinkel, Vorstandsvorsitzender der MOBOTIX AG, hält mittelbar über die Dr. Ralf Hinkel Holding GmbH, Winnweiler, 50,14% des gezeichneten Kapitals.

4. Die Dr. Ralf Hinkel Holding GmbH hat, solange sie selbst und/oder eine von ihr beherrschte (§ 17 AktG) oder unter ihrer Leitung stehende (§ 18 AktG) Gesellschaft insgesamt mehr als 25% der Aktien der Gesellschaft hält, das nicht übertragbare Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat der Gesellschaft zu entsenden.

5. Mitarbeiter, die am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, gibt es nach Kenntnis des Vorstands nicht.

6. Die Vorschriften zur Ernennung und Abberufung der Vorstände und zur Änderung der Satzung ergeben sich aus dem Aktiengesetz und aus der Satzung der MOBOTIX AG, welche im Bereich Corporate Governance auf der Website veröffentlicht ist.

Nach § 5 der Satzung der MOBOTIX AG besteht der Vorstand aus mindestens zwei und höchstens vier Personen. Die genaue Zahl der Vorstandsmitglieder wird durch den Aufsichtsrat bestimmt.

Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend eine größere Mehrheit vorschreiben. Soweit das Aktiengesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt, soweit dies gesetzlich zulässig ist, die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals.

Eine Änderung der Satzung erfordert gemäß § 15 Abs. 1 der Satzung die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit nicht das Gesetz oder die Satzung für bestimmte Fälle zwingend eine größere Mehrheit vorschreiben. Soweit das Aktiengesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt, soweit dies gesetzlich zulässig ist, die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals. Gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung der MOBOTIX AG ist eine Beschlussfassung nur zugelassen, wenn zusätzlich zu dem Mehrheitserfordernis nach § 15 Abs. 1 der Satzung die Präsenz des stimmberechtigten Kapitals in der Hauptversammlung mindestens 60 % des Grundkapitals beträgt. Für den Fall, dass ein Beschlussvorschlag zur Änderung der Satzung aufgrund mangelnder Präsenz nicht zur Abstimmung gelangt, findet die Präsenzpflicht in einer zweiten Hauptversammlung keine Anwendung.

7.1 Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit vom 1. Januar 2008 bis zum 30. November 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 1.272.544 durch Ausgabe von bis zu Stück 1.272.544 neue auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen, das den Aktionären auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts (§ 186 Abs. 5 AktG) gewährt werden kann. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

(I) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals insgesamt 10% des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs der bereits an der Börse gehandelten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung im Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Absatz 1 und 2, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Auf diese Höchstgrenze sind Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrecht ausgegeben wurden oder auszugeben sind, sofern diese Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben wurden. Auf die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals sind ferner diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft anzurechnen, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Absatz 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG veräußert werden;

(II) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen und Beteiligungen an Unternehmen;

(III) um Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer und Pensionäre der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen zu begeben;

(IV) für Spitzenbeträge.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung festzulegen.

7.2 (I) Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. September 2014 unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10% des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, ausgeübt werden. Der Erwerb kann auch durch von der Gesellschaft abhängige Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte durchgeführt werden.

(II) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands (i) über die Börse oder (ii) mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder durch eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten durch die Aktionäre.

(III) Der Vorstand ist ermächtigt, eigene Aktien, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworben werden, unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53 a AktG) wieder über die Börse zu veräußern oder den Aktionären aufgrund eines an alle Aktionäre gerichteten Angebots unter Wahrung ihres Bezugsrechts zum Bezug anzubieten. Der Handel mit eigenen Aktien ist ausgeschlossen.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien stattdessen auch

(a) mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten im Rahmen von Zusammenschlüssen mit Unternehmen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Teilen von Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen oder anderen Vermögensgegenständen als Gegenleistung anzubieten oder an diese zu übertragen,

(b) mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn diese Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den am jeweiligen Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet; in diesem Fall darf die Anzahl der zu veräußernden Aktien insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Veräußerung der Aktien eingetragenen Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten; auf die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf diejenigen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG bzw. zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrecht ausgegeben werden, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in entsprechender Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden,

(c) zur Gewährung von Aktien an Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführung und sonstige Mitarbeiter von mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zu verwenden, zu deren Bezug die genannten Personen aufgrund von Aktienoptionen berechtigt sind, die ihnen im Rahmen etwaiger zukünftiger Aktienoptionsprogramme gewährt werden,

(d) zur Gewährung von Mitarbeiteraktien an Personen, die in einem Arbeitsverhältnis mit der Gesellschaft sowie mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen stehen,

(e) unter gleichzeitiger Herabsetzung des Grundkapitals einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.

(IV) Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien

(a) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft zu gewähren, zu deren Bezug sie aufgrund von Aktienoptionen berechtigt sind, die ihnen im Rahmen etwaiger zukünftiger Aktienoptionsprogramme gewährt werden,

(b) den Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft als aktienbasierte Vergütung unter den gleichen Konditionen, die den Mitarbeitern gemäß Buchstabe d des Punktes (III) eingeräumt werden, zu gewähren. Die Einzelheiten der aktienbasierten Vergütung für den Vorstand werden vom Aufsichtsrat festgelegt.

(V) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die eigenen Aktien der Gesellschaft ist insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen in Buchstaben (a) bis (d) des Punktes (III) sowie des Punktes (IV) verwendet werden. Darüber hinaus kann der Vorstand im Falle der Veräußerung der eigenen Aktien im Rahmen eines Angebots an die Aktionäre der Gesellschaft das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats für Spitzenbeträge ausschließen.

8. Vereinbarungen im Sinne der §§ 289 Abs. 4 Nr. 8 und 9, 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB bestehen keine.

10. Geschäfte und Rechtsbeziehungen zu nahe stehenden Personen

Das am 14. Juni 2010 an Dr. Hinkel gewährte Darlehen in Höhe von TEUR 476 wurde am 12. Dezember 2010 zurückbezahlt.

Das am 29. Juni 2011 ausgelaufene Darlehen an Herrn Dr. Hinkel in Höhe von TEUR 230 wurde bis zum 31. Dezember 2011 verlängert. Das Darlehen ist mit 3,5 % jährlich verzinst.

Im Berichtszeitraum gab es darüber hinaus keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Personen.

11. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und Ausblick

11.1 Internes Kontrollsystem

Die MOBOTIX verfügt über ein umfangreiches System an Prozesskontrollen. Zielsetzung des Kontrollsystems ist es, auf unterschiedlichen Prozessebenen mögliche Defizite in den Unternehmensprozessen aufzudecken, entsprechende Gegenmaßnahmen auszulösen und durch regelmäßige Überprüfung der Methoden die Effektivität der Identifikation und Analyse von Risiken sicherzustellen und kontinuierlich zu verbessern. Die Aufgaben des Kontrollsystems werden durch die Mitglieder des Managements und durch zentral in der Organisationsabteilung angesiedelte Mitarbeiter übernommen, die Teilaufgaben einer internen Revision übernehmen.

Das interne Kontrollsystem ist ein wesentlicher Bestandteil der Konzern-Risikoüberwachung. Grundlage des internen Kontrollsystems sind, neben definierten präventiven und überwachenden Kontrollmechanismen wie systematische und manuelle Abstimmprozesse, vordefinierte Genehmigungsprozesse, die Trennung von Funktionen und die Einhaltung von Richtlinien. Dabei spielt das Vier-Augen-Prinzip eine zentrale Rolle. Durch die konsequente Anwendung risikopolitischer Grundsätze und Weisungen wird ein Großteil der Risiken bereits vermieden oder zumindest in ihren Auswirkungen gemindert.

Wesentliche regulatorische Komponenten finden sich in den Regeln zu Datenschutz, Bilanzierung nach IFRS sowie den Corporate-Governance-Grundsätzen für börsennotierte Unternehmen. Daneben werden Themen wie das Risikomanagement sowie Vorgaben zur Vertragsgestaltung berücksichtigt. Wesentliche Verträge mit finanzwirtschaftlichen oder rechtlichen Besonderheiten und Vorgänge mit außergewöhnlichen technischen Risiken werden sorgfältig geprüft. Die Anträge auf Zustimmung zu solchen Geschäften werden durch den zuständigen Manager koordiniert, der den Beurteilungs- und Entscheidungsprozess koordiniert und im Bedarfsfall die jeweilige Vorstandsvorlage als Entscheidungsgrundlage für die finale Zustimmung des Vorstands erstellt.

Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess ist es, sicherzustellen, dass die Rechnungslegung einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung und den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie konzerninternen Richtlinien erfolgt und dadurch den Adressaten des Konzernabschlusses zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Teile der Finanzbuchhaltung der MOBOTIX AG sind auf einen externen Dienstleister ausgelagert. Die Überwachung dieses Dienstleisters erfolgt durch die Abteilung Rechnungswesen der MOBOTIX AG. Die Aufgabenverteilung zwischen dem externen Dienstleister und der Abteilung Rechnungswesen ist klar definiert. Neben der Kontrollfunktion der Abteilung Rechnungswesen der MOBOTIX AG werden durch die Abteilung Rechnungswesen in Abstimmung mit dem Finanzvorstand alle wesentlichen Abschlussbuchungen vorgegeben. Die Erstellung des Konzernabschlusses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erfolgt ausschließlich durch das Rechnungswesen der MOBOTIX AG. Eine einheitliche Rechnungslegung wird insbesondere durch eine konzernweit geltende Bilanzierungsrichtlinie sichergestellt, deren Einhaltung durch das Rechnungswesen der MOBOTIX AG überwacht wird. Die MOBOTIX Corp. erstellt ihren Abschluss lokal auf einem eigenen EDV-System, das eindeutig definierten Zugriffsregelungen unterliegt. Die Einhaltung der Bilanzierungsrichtlinie des Konzerns sowie der ordnungsgemäße und zeitgerechte Ablauf der rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme der MOBOTIX Corp. wird durch das Rechnungswesen der MOBOTIX AG beziehungsweise direkt durch den Finanzvorstand der MOBOTIX AG sichergestellt.

Durch den bewussten Umgang mit Risiken und die beschriebenen Kontrollen kann so mit hinreichender Sicherheit die Erstellung eines regelungskonformen Konzernabschlusses gewährleistet werden.

Die Einhaltung der Richtlinien wird unter anderem durch die Mitarbeiter der zentralen Organisationsabteilung überprüft. Die Mitarbeiter dieser Abteilung berichten direkt an den Vorstand. Die Mitarbeiter dieser Abteilung stehen den verschiedenen Abteilungsleitern als Berater zur Verfügung und prüfen dabei unter anderem die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die ordnungsgemäße Einhaltung und Umsetzung der Richtlinien. Nach Wichtigkeit kategorisierte Empfehlungen sowie eventueller Anpassungsbedarf in den Richtlinien werden direkt an die Verantwortlichen der geprüften Einheiten sowie den Vorstand berichtet.

In Ad-hoc-Audits werden zeitnah aktuelle Sonderthemen aufgegriffen und untersucht. Hieraus resultieren bei Bedarf umgehende Prozessänderungen, die darauf abzielen, die Prozessqualität kontinuierlich zu verbessern. Im Anschluss daran erfolgen Follow-up-Prüfungen, in denen die Umsetzung der Prozessänderungen überprüft wird. Über Abweichungen wird dem Vorstand zeitnah berichtet.

Der Aufsichtsrat überprüft mindestens einmal jährlich die Effektivität des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems.

11.2 Risikomanagement

Die MOBOTIX-Gruppe hat ein adäquates Risikomanagementsystem implementiert, welches sicherstellt, dass Risiken frühzeitig erkannt und adressiert werden. Das Risikomanagementsystem des Konzerns dient der Identifizierung, Kontrolle und Steuerung eingegangener Risiken. Über bestandsgefährdende Risiken hinaus werden auch solche Aktivitäten, Ereignisse und Entwicklungen erfasst, die in Zukunft den Geschäftserfolg signifikant beeinflussen können. Im Rahmen des Risikomanagements werden operative Chancen und Risiken über einen Zeitraum von ein bis drei Jahren identifiziert und gesteuert. Für strategische Chancen und Risiken wird ein entsprechend längerer Prognosezeitraum herangezogen.

Für die typischen Geschäftsrisiken, deren Eintritt einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns haben können, ist Vorsorge getroffen.

Auf Basis der derzeit vorliegenden Informationen bestehen für die MOBOTIX-Gruppe aktuell keine dominanten Einzelrisiken, die für sich genommen mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit den Fortbestand der MOBOTIX-Gruppe gefährden könnten.

Die internen Strukturen werden entsprechend dem Wachstum weiter verbessert und den Größenrelationen angepasst. Hierbei sind weitere Maßnahmen zur Stärkung und Verbesserung des Qualitätsmanagements, des internen Kontrollsystems sowie des Risikomanagements geplant.

11.3 Wesentliche Risiken

Marktrisiken

MOBOTIX-Produkte werden heute in einer Vielzahl professioneller Anwendungsbereiche wie bspw. dem Public Security Markt (Bahnhöfe, Flughäfen, Stadtsicherheit, Gefängnisse, Häfen, Autobahnen) sowie aufgrund ihrer Kompaktheit und der hohen Temperaturfestigkeit im Marktsegment Mobile Security (Polizei, Bahn, Busse, Werttransporter, Logistik) eingesetzt. Der Vorstand erwartet, dass die Gesellschaft in den folgenden Geschäftsjahren mit der Einführung weiterer Produktfamilien weiterhin sehr stark wachsen wird. Produktinnovationen werden hierbei weiterhin eine zentrale Rolle spielen.

Externe Marktstudien bestätigen die Annahme, dass im Bereich digitaler IP-Video-Überwachungssysteme trotz negativer Ereignisse wie der Finanz- und Wirtschaftskrise auch in den kommenden Jahren hohe Wachstumsraten zu erwarten sind. Das Marktumfeld ist demnach als weiterhin sehr attraktiv einzuschätzen.

Die Wettbewerbssituation hat sich nach Einschätzung der Gesellschaft in den letzten Monaten nicht zum Nachteil verändert. Es bleibt hierbei weiterhin abzuwarten, inwiefern und wie schnell die traditionellen Anbieter analoger Sicherheitssysteme den Technologiewechsel auf digitale Systeme vollziehen werden, oder ob sich diese aus dem Markt zurückziehen. Des Weiteren tritt MOBOTIX bereits heute als Systemanbieter am Markt auf, der neben einem kompletten Hardwareportfolio inklusive Zubehör auch über eine Video-Leitstandsoftwarelösungen verfügt. Einerseits setzt sich das Unternehmen vom Wettbewerb ab, indem es komplette Projekte aus einer Hand bedienen kann. Andererseits werden reine Softwareanbieter dadurch unter Druck gesetzt, dass MOBOTIX eine eigene Softwareleitstandlösung kostenlos anbietet und so die Projektgesamtkosten für Endkunden reduziert.

Beschaffungsmarktrisiken werden durch den Vorstand grundsätzlich als branchenüblich eingeschätzt. Eine wesentliche mittel- bis langfristige Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten besteht nach Einschätzung des Vorstands nicht. Die seit mehreren Monaten zu verzeichnende angespannte Lage am Beschaffungsmarkt wird derzeit noch verstärkt durch mögliche Beschaffungsengpässe im Zusammenhang mit dem Erdbeben und der daraus folgenden nuklearen Katastrophe in Japan. Erschwerend im Zusammenhang mit der Katastrophe in Japan ist die Identifikation relevanter Teile die ggf. Lieferengpässe erleiden können. Hiermit in Verbindung stehenden drohenden längeren Lieferzeiten wird durch eine erhöhte Lagerbestandsführung der Komponenten und der Fertigwaren Rechnung getragen. Konkrete Auswirkungen auf die Produktverfügbarkeit sind derzeit nicht zu erwarten, können aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Ein kurzfristiger Ausfall kritischer Lieferanten bspw. für die Prozessoren, der zu erheblichen Produktionsstörungen führen könnte, wird für weniger wahrscheinlich gehalten.

Finanzrisiken

Im Zusammenhang mit der komfortablen Liquiditätsausstattung und der hohen Bonität der Gesellschaft bestehen derzeit keine wesentlichen Finanzierungsrisiken. Währungsrisiken bestehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft in den USA. Der positive Cashflow aus dem USA-Geschäft deckt den Einkaufsbedarf der MOBOTIX AG im Dollarraum. Ein Zinsänderungsrisiko ist derzeit nicht wesentlich. Bestehende Fremdfinanzierungen wurden mit fixer Verzinsung abgeschlossen. Forderungsausfallrisiken werden durch ein effizientes Debitorenmanagement inklusive Mahnwesen und Inkasso mit einer sehr restriktiven Gewährung von Zahlungszielen begrenzt.

In den vergangenen zwölf Monaten war zunächst eine spürbare Erholung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes im Nachgang zur Finanzkrise erkennbar. Dies galt für die gesamte deutsche Exportwirtschaft und hierbei insbesondere auch für die MOBOTIX. Inwieweit sich die aktuelle Schuldenkrise und die Turbulenzen an den Kapitalmärkten negativ auf die Ergebnisentwicklung auswirken wird, ist derzeit noch nicht abschätzbar. Dies gilt auch für die Frage, ob kurz- bis mittelfristig weitere krisenbedingte Rückschläge zu erwarten sind (z. B. ausgelöst durch weitere Staatsbankrotte), oder ob sich eine nachhaltige Erholung der globalen Märkte durchsetzen wird.

Politische/rechtliche und gesellschaftliche Risiken

Grundsätzlich hat sich die öffentliche Wahrnehmung in Sachen Videoüberwachung weiterhin sehr positiv entwickelt. Eine vorhandene Videoüberwachung steigert hierbei das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung und stößt damit zunehmend auf Akzeptanz.

Es sind verstärkt politische Initiativen zu verzeichnen, die auf eine Qualitätsverbesserung von Überwachungssystemen in öffentlichen Bereichen hinwirken. Ein erstes Beispiel stellte das französische Videogesetz vom 1. Oktober 2006 dar. Sollten sich im Public Security Bereich die Normen zugunsten hochauflösender Systeme weiterhin ändern, kann MOBOTIX als ein wesentlicher Hersteller solcher Systeme davon zusätzlich profitieren.

Im Ergebnis geht der Vorstand davon aus, dass das regulatorische Umfeld der Gesellschaft einen deutlich positiven Effekt auf die weitere Unternehmensentwicklung haben wird.

Operative Leistungsrisiken und sonstige Risiken

Die MOBOTIX-Gruppe ist in den letzten Jahren im Vergleich zum Gesamtmarkt deutlich überproportional mit Wachstumsraten von bis zu 50% gewachsen. Bedingt durch die hohe Wachstumsdynamik besteht ein permanenter organisatorischer Anpassungsbedarf. Hieraus ergeben sich Risiken grundsätzlicher Art, denen das Unternehmen durch eine laufende Anpassung der personellen Ressourcen und die kontinuierliche Anpassung der Steuerungssysteme und Infrastruktur begegnet.

Grundsätzlich bestehen bei der Produktion und dem Vertrieb von technischen Produkten Gewährleistungsrisiken. Diese werden im Rahmen der Abschlusserstellung durch Bildung entsprechender Rückstellungen berücksichtigt. Darüber hinaus wurde eine Produkthaftpflichtversicherung abgeschlossen, um mögliche Schäden und Risiken abzusichern.

Aufgrund des nachhaltigen starken Wachstums ist auch in den kommenden Perioden mit weiteren Baumaßnahmen zu rechnen. Erste Planungsaktivitäten für weitere Bauabschnitte sind hierbei kurzfristig im Geschäftsjahr 2011/12 zu erwarten.

Die Erschließung neuer Marktsegmente, bspw. die Erschließung des Marktsegmentes für Türstationen, ist naturbedingt mit Risiken verbunden. Eine Herausforderung liegt bspw. darin, aufgrund eines fehlenden Referenzproduktes (im Markt verfügbare Systeme sind im wesentlichen "nicht-digitale" Systeme, die einen weltweiten Zugriff auf das System nicht erlauben) richtig zu erkennen und beim Produktdesign entsprechend zu berücksichtigen. Diesbezüglichen Risiken wird bspw. durch die Verwendung bestehender Technologieplattformen und damit einer vergleichsweise kosteneffizienten Produktentwicklung Rechnung getragen. Neben dem notwendigen Aufbau weiterer Vertriebskanäle, bspw. dem Elektrogroßhandel, gilt es, auch entsprechende Supportstrukturen zu schaffen. Die MOBOTIX hat rechtzeitig begonnen, neue Vertriebskanäle mit den neuen Technologien zu adressieren.

Der Vorstand geht davon aus, dass die Gesellschaft neben dem geplanten Unternehmenswachstum auch die Unternehmensergebnisse entsprechend der bisherigen Profitabilität weiter steigern wird. Hierbei sind angesichts des erheblichen Marktpotenzials des US-Markts ggf. auch weitere, der wirtschaftlichen Entwicklung angemessene, wachstumsbedingte Verluste der MOBOTIX CORP in Kauf zu nehmen.

Die Gesellschaft sieht aktuell und für die Zukunft keine bestandsgefährdenden oder die Entwicklung wesentlich beeinträchtigenden Risiken. Für den nachhaltigen Erfolg der Unternehmensgruppe sind technologische Innovation und der weitere Ausbau des Vertriebs von großer Bedeutung.

11.4 Chancen und Ausblick

Das sich positiv entwickelnde Marktumfeld mit weiterhin hohen prognostizierten Wachstumsraten begründet die Basis für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Das Wachstum wird hierbei neben einem steigenden Sicherheitsbedürfnis getrieben durch die Umstellung der analogen auf digitale Technologien. Sollte sich diese Technologieumstellung schneller vollziehen, so können hieraus zusätzliche Chancen für die MOBOTIX-Gruppe entstehen. Zu den Faktoren, die zu einer Beschleunigung führen könnten, zählen bspw. politische Initiativen wie das französische Videogesetz, das auf eine Qualitätsverbesserung von Überwachungssystemen in öffentlichen Bereichen hinwirkt.

Grundsätzlich geht der Vorstand davon aus, dass technologische Markttreiber, wie steigende Bildauflösungen der Videosysteme und komplexere Sicherheitsinstallationen, den Vorteil eines dezentralen Technologieansatzes begünstigen werden. Insbesondere durch die Einführung der hemisphärischen Technologie (Q24) ist dies evident geworden. Dies stärkt die Wettbewerbsposition der MOBOTIX-Gruppe und setzt den Wettbewerb unter Handlungsdruck.

Ein beschleunigter gesamtwirtschaftlicher Aufschwung kann allerdings erfahrungsgemäß auch zu Lieferengpässen auf dem Beschaffungsmarkt und daraus resultierenden Produktionsengpässen führen. Solchen Risiken wird insbesondere durch erhöhte Lagerhaltung von kritischen Komponenten und Fertigprodukten entgegengewirkt.

Der Vorstand ist zuversichtlich, dass sich durch die gestiegene Publizität Chancen bspw. in Bezug auf die Gewinnung neuer Mitarbeiter, Vertriebspartner und Kunden ergeben werden.

MOBOTIX ist heute schon weltweit über Partner vertreten. Dem weiteren gezielten Ausbau des Partnernetzwerks kommt auch in der Zukunft eine zentrale Bedeutung zu. Ein erfolgreicher Ausbau der Vertriebsstrukturen birgt erhebliche Wachstumschancen. Die hervorragende weltweite Marktstellung - insbesondere auch im Teilsegment der hochauflösenden Netzwerkkameras - bildet die Voraussetzung für diesen erfolgreichen Ausbau.

Regionale Wachstumsschwerpunkte in den kommenden Monaten werden insbesondere in Nordamerika, Südamerika und Asien liegen.

Die Markteinführung der hemisphärischen Kameratechnologie verlief bisher sehr erfolgreich. Die Tatsache, dass die wesentlichen bedeutenden Wettbewerber weiterhin keine vergleichbaren Produkte anbieten können, zeigt die Innovationsstärke der MOBOTIX AG und ermöglicht es, eine Ausnahmestellung in diesem Produktsegment mittelfristig einzunehmen. Daneben wird MOBOTIX in den kommenden Monaten durch weitere Produktinnovationen im Bereich der Videoüberwachungssysteme seine Wettbewerbsposition stärken.

Ein erhebliches Zukunftspotenzial wird dem neuen Produktsegment Access-Control & Communication und hierbei insbesondere der digitalen Türstation T24 zugerechnet. Die derzeitigen im Markt erhältlichen Systeme basieren auf einer 4/5 Draht oder einer 2-Draht Verkabelung. Digitale Systeme basierend auf IP-Netzen sind eine zukunftsträchtige Innovation und Marktneuheit. In dem Marktsegment der Türstationen wird dementsprechend kurzfristig die Technologieführerschaft angestrebt.

Der Einstieg in das neue Produktsegment Access-Control & Communication und die damit einhergehenden fehlenden Erfahrungswerte im Bezug auf das mögliche Tempo der Marktdurchdringung in den globalen Märkten sowie die aktuellen Turbulenzen an den Kapitalmärkten macht die Prognose für das kommende Rumpfgeschäftsjahr (01. Juli 2011 bis 30. September 2011), das kommende Geschäftsjahr 2011/12 sowie das Folgejahr grundsätzlich schwierig. Insgesamt erwartet der Vorstand für die kommenden 12 Monate ein Wachstum der Umsatzerlöse von 30% bis 35%. Der Umsatzbeitrag der Produkte des neuen Segments wird hierbei in Höhe von EUR 12 Mio. bis EUR 16. Mio. erwartet. In Bezug auf die Profitabilität wird bei dem entsprechenden Umsatzwachstum eine EBIT-Marge von 23% für realistisch gehalten. Aufgrund des großen Interesses am neuen Produktsegment rechnet der Vorstand auch für das Folgejahr mit weiterem hohem Wachstum im Umsatz und EBIT.

Die vorstehend gemachten zukunftsbezogenen Aussagen sind prognostischer Natur. Insofern können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von diesen Erwartungen abweichen.

12. Erklärung zur Unternehmensführung

Gemäß § 289a HGB hat die MOBOTIX AG eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben.

In die Erklärung sind die gemäß § 161 AktG relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen aufzunehmen.

12.1 Erklärung gemäß § 161 AktG (§ 289a Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex findet sich im Internet unter http://www.mobotix.com/ger DE/ Investors/Corporate-Governance/Entsprechenserklärung

12.2 Angaben zu Unternehmensführungspraktiken (§ 289a Abs. 2 Nr. 2 HGB)

Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, werden nicht angewandt.

12.3 Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat (§ 289a Abs. 2 Nr. 3 HGB)

a) Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand leitet die Geschäfte der Gesellschaft in gemeinschaftlicher Verantwortung aller seiner Mitglieder. Er bestimmt die unternehmerischen Ziele, die grundsätzliche strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik und die Unternehmensorganisation. Entscheidungen werden in Beschlussform getroffen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlichen und mündlichen Berichten insbesondere über die Entwicklung der Gesellschaft, wesentliche Geschäftsvorfälle sowie die Ertrags- und Liquiditätssituation. Im letzten Quartal eines jeden Geschäftsjahres legt der Vorstand dem Aufsichtsrat einen Investitions- und Finanzplan für das neue Geschäftsjahr vor. Der Aufsichtsrat steht auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit den Mitgliedern des Vorstands und wird über alle relevanten Geschäftsvorfälle informiert. Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden diesem rechtzeitig, verbunden mit einer detaillierten Darstellung ihrer künftigen Auswirkungen, vorgelegt.

b) Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Sitzungen berät der Aufsichtsrat über die Entwicklung und die Lage der Gesellschaft anhand ausführlicher Berichte des Vorstands. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat zeitnah und unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss gemäß § 172 AktG auf der Grundlage des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers. Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Stimmenmehrheit der an der Beschlussfassung teilnehmenden Mitglieder gefasst; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden des Aufsichtsrats.

c) Zusammensetzung und Arbeitsweise von Ausschüssen

Die Bildung fachlich qualifizierter Ausschüsse ist nach Ansicht von Vorstand und Aufsichtsrat gegenwärtig unter den spezifischen Gegebenheiten und angesichts der Größe der Gesellschaft nicht sinnvoll.

Winnweiler-Langmeil, den 22. Juli 2011

Der Vorstand

Dr. Ralf Hinkel

Lutz Coelen

Dr. Magnus Ekerot

Dr. Oliver Gabel

Bestätigungsvermerk Konzernabschluss 2010/11 der MOBOTIX AG

1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der MOBOTIX AG aufgestellten Konzernabschluss --bestehend aus Konzernbilanz, KonzernGewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals, Kapitalflussrechnung und Anhang-- sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Saarbrücken, den 22. Juli 2011

Geis-Sändig, Wirtschaftsprüfer

Palm, Wirtschaftsprüfer

Bestätigung der gesetzlichen Vertreter

Konzernabschluss 2010/11 der MOBOTIX AG

1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Winnweiler-Langmeil, den 22. Juli 2011

Der Vorstand

Dr. Ralf Hinkel

Lutz Coelen

Dr. Magnus Ekerot

Dr. Oliver Gabel

Bericht des Aufsichtsrats

MOBOTIX AG, Langmeil

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Aktionäre,

Die MOBOTIX AG hat auch im Geschäftsjahr 2010/11 ihren Wachstumskurs weiter fortgesetzt und gleichzeitig die Profitabilität weiter gesteigert. Wichtige Meilensteine bei der Entwicklung neuer Produkte und der internationalen Markterschließung konnten erreicht werden. Wesentliche Meilensteine im abgelaufenen Geschäftsjahr waren der weitere Ausbau wesentlicher Auslandsmärkte in den USA und Fernost, der weitere Ausbau des Geschäfts im Bereich hemisphärische Kameras, der Aufbau des neuen Geschäftsbereichs "Access Control & Communication" mit der Markteinführung der neuen Türstation, die Erweiterung des Vorstands auf vier Personen sowie der Beginn der Bauarbeiten am Erweiterungsbau am Firmensitz in Langmeil. Vor diesem Hintergrund war der Aufsichtsrat gefordert, das Management im abgelaufenen Geschäftsjahr beratend zu begleiten sowie entsprechend den uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ständig und mit größtmöglicher Sorgfalt zu überwachen und zu kontrollieren. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war aus Sicht des Aufsichtsrats immer eng und vertrauensvoll. In alle Entscheidungen grundsätzlicher Natur waren wir unmittelbar und zeitnah eingebunden.

Methoden der Beratung, Prüfung und Kontrolle

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in seinen Sitzungen regelmäßig und umfassend über die Lage des Unternehmens, insbesondere über die Geschäftsentwicklung, die Finanzlage, die Personalsituation, laufende und neue Investitionsvorhaben sowie über Fragen der Unternehmensstrategie. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat auch außerhalb der Sitzungen mittels regelmäßiger Berichte über die wichtigsten finanzwirtschaftlichen Kennzahlen. Wenn es notwendig war, hat der Aufsichtsrat auch telefonisch oder im Umlaufverfahren den vom Vorstand vorgeschlagenen Maßnahmen - nach eingehender Prüfung und Erörterung -zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat sich während des gesamten Jahres von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Zustimmungspflichtige Geschäfte wurden rechtzeitig zur ausreichenden Information und späteren Beschlussfassung vorgelegt. Interessenskonflikte sind dabei im Aufsichtsrat im Jahr 2010/11 nicht aufgetreten.

Die unterjährigen Berichte des Vorstands vermittelten ein gutes Bild von der Geschäftsentwicklung und deckten sich mit dem Bild, das der Jahresabschluss 2010/11 vermittelt. Zusätzlich setzte der Vorstand den Vorsitzenden des Aufsichtsrats auch zwischen den Sitzungen in regelmäßigen und persönlichen Gesprächen über alle wichtigen Entwicklungen und anstehenden Entscheidungen in Kenntnis.

Von der Möglichkeit, die Bücher und Schriften der Gesellschaft einzusehen oder für bestimmte Aufgaben besondere Sachverständige zu beauftragen (§ 111 Abs. 2 AktG), hat der Aufsichtsrat im Berichtsjahr keinen Gebrauch gemacht. Dank der ausführlichen Berichterstattung durch den Vorstand bestand hierfür keine Veranlassung. Ausschüsse hat der Aufsichtsrat bislang nicht gebildet, da sie aufgrund der Größe und Struktur der Gesellschaft nicht zur Steigerung der Effizienz beigetragen hätten.

Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2010/11 zu insgesamt fünf Präsenzsitzungen und Telefonkonferenzen zusammen. Bei Bedarf tagte der Aufsichtsrat zumindest zeitweise ohne Beisein des Vorstands. Alle Mitglieder waren bei sämtlichen Sitzungen anwesend. Im Mittelpunkt der Beratungen standen in erster Linie die weitere Umsetzung der Wachstumsstrategie, die Unternehmensplanung, die Lage des Konzerns sowie die laufende Umsatz- und Ergebnisentwicklung. In den Sitzungen des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres am 15. September 2010 (zwei Sitzungen), und am 20. Dezember 2010 waren die Verabschiedung der Jahresplanung 2010/11, die zentralen strategischen und operativen Ziele des Geschäftsjahres 2010/11, die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2009/10 sowie des Konzernabschlusses 2009/10 zentrale Beratungsschwerpunkte.

Ganzjährig, insbesondere auch in den Sitzungen des zweiten Halbjahres des Geschäftsjahres am 25. März 2011 und 06. Mai 2011 waren strategische Weichenstellungen, die Weiterentwicklung der Tochtergesellschaft in den USA und der Ausbau der Produktionsstätte in Langmeil von zentraler Bedeutung. Das Gremium beriet auch intensiv über den Entwicklungsstand und die Einführungsplanung von Produktneuerungen. Der Aufsichtsrat befasste sich auch intensiv mit der Frage der Finanzierungs- und der Liquiditätsplanung vor dem Hintergrund der weiteren Wachstumspläne und der dazu erforderlichen Investitionen. Die Entwicklung der Tochtergesellschaft in den USA wurde laufend erörtert und Maßnahmen zur Weiterentwicklung verabschiedet. Personalseitig hat der Aufsichtsrat mit der Erweiterung des Vorstandes auf vier Personen eine wesentliche Entscheidung getroffen. Die Raumplanung, anstehende Investitionsprojekte, steter Ausbau der Kapazitäten und die mittelfristige Planung dazu sowie die Planung der entsprechenden Mitarbeiterzahlen sind einige Beispiele für die weiteren Themen der Arbeit des Aufsichtsrats. Zusätzlich war die Aktualisierung des Risikomanagements ein weiteres wichtiges Thema der Beratungen.

AG- und Konzernabschlussprüfung 2010/11

Entsprechend dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom Oktober 2010 ist die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Zweigniederlassung Saarbrücken; durch den Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2010/11 beauftragt worden. Im Vorfeld wurde vom Wirtschaftsprüfer eine Unabhängigkeitserklärung eingeholt, die zu keinen Beanstandungen führte. Als Prüfungsschwerpunkte 2010/2011 haben wir insbesondere das Thema Vorstandsvergütung festgelegt.

Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der MOBOTIX AG nach HGB sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht nach IFRS zum 30. Juni 2011 geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Abschlussunterlagen des Vorstands haben dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, die Lageberichte für AG und Konzern, den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands, sowie den Prüfungsberichts des Abschlussprüfers eingehend geprüft und erörtert. An diesen Beratungen hat der Abschlussprüfer teilgenommen, stand für Fragen zur Verfügung und hat über wesentliche Ergebnisse der Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat hat sich nach Abschluss seiner eigenen Prüfung dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen und festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. In seiner Sitzung am 22. August 2011 hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss der MOBOTIX AG gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit nach § 172 AktG festgestellt.

Vor dem Hintergrund des hervorragenden Ergebnisses des Geschäftsjahres 2010/11 und des weiterhin starken operativen Cashflows schließt sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstand an, die Dividende um ca. 48,5% auf 1,50 EUR je Aktie zu erhöhen und den übrigen Bilanzgewinn 2010/11 zu thesaurieren und der Hauptversammlung einen entsprechenden Gewinnverwendungsvorschlag zu unterbreiten.

Dank an das MOBOTIX Team

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei allen Mitarbeitern und dem Management für ihre im Jahr 2010/11 geleistete Arbeit. Dass die MOBOTIX AG trotz der Neuprodukteinführungen und der weiteren Investitionen in den Aufbau der Märkte eine hohe Profitabilität bei gleichzeitig derart hohem Wachstumstempo erzielen konnte, verdient unsere volle Anerkennung. Wir wünschen dem Management und den Mitarbeitern viel Erfolg für die gemeinsamen Herausforderungen des nächsten Jahres. Gemeinsam hat man sich aus unserer Sicht eine ausgezeichnete Ausgangsbasis erarbeitet, um aufgrund der eigenen herausragenden Marktstellung in der hochauflösenden digitalen Überwachungstechnik weiterhin die Trends zu setzen und zusätzlich dank dieser Schlüsseltechnologie den Geschäftsbereich "Access Control & Communications" erfolgreich aufzubauen. Wir sind zuversichtlich, dass das Team diese Möglichkeiten auch weiterhin nutzen und zu einem wirtschaftlichen Erfolg führen wird.

Herzlichen Dank an die Kunden, Partner und Aktionäre für Ihr Vertrauen in die MOBOTIX AG.

Langmeil, 22. August 2011

Für den Aufsichtsrat Ihr

Dr. Thomas Hoch

Gemeinsame Entsprechenserklärung

von Vorstand und Aufsichtsrat der MOBOTIX AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) haben Vorstand und Aufsichtsrat jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Die nachfolgende Erklärung bezieht sich für den Zeitraum bis zum 1. Juli 2010 auf die KodexFassung vom 18. Juni 2009 und für den Zeitraum seit dem 2. Juli 2010 auf die Kodex-Fassung vom 26. Mai 2010, die am 2. Juli 2010 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

Hiermit erklären Vorstand und Aufsichtsrat der MOBOTIX AG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und entsprochen wird:

1. Schließt die Gesellschaft für Vorstand und Aufsichtsrat eine D & O-Versicherung ab, so soll ein angemessener Selbstbehalt vereinbart werden. (Ziffer 3.8 Abs. 2 Deutscher Corporate Governance Kodex)

Dieser Empfehlung wird den gesetzlichen Vorgaben entsprechend im Hinblick auf den Vorstand seit Beginn des Geschäftsjahres vom 1. Juli 2009 gefolgt. Bei der Directors & Officers (D & O) Versicherung für den Aufsichtsrat ist kein Selbstbehalt vereinbart, da dies gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. Das Instrument einer Selbstbeteiligung an Schadensregulierungen im Rahmen der D & O-Versicherung ist unseres Erachtens nicht dazu geeignet, zusätzliche Motivation zum pflichtgemäßen Handeln der Aufsichtsratsmitglieder zu erzeugen. Im Übrigen bleibt die strafrechtliche Verantwortung des Organmitglieds bei grob fahrlässigen Handlungen oder Untreue unabhängig von der Ausgestaltung der D & O-Versicherung bestehen.

2. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheitsbeschlüsse) regeln. (Ziffer 4.2.1 Abs. 1 S. 2 Deutscher Corporate Governance Kodex)

Dieser Empfehlung wird nicht gefolgt. Zwar besteht eine Ressortverteilung innerhalb des Vorstands auf der Grundlage eines Ressortverteilungsplans. Gegenwärtig besteht aber keine Geschäftsordnung für den Vorstand, da die Satzung sehr umfassende Regelungen zur Arbeit im Vorstand enthält (einschließlich eines Kataloges von Maßnahmen des Vorstands, die der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen) und bisher keine Notwendigkeit gesehen wurde, eine Geschäftsordnung zu erstellen. Um der Vorgabe des Kodex zu genügen, soll jedoch in nächster Zeit eine entsprechende Geschäftsordnung erstellt werden.

3. Der Aufsichtsrat hat dafür zu sorgen, dass die variablen Vergütungsteile für den Vorstand grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen soll bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsteile Rechnung getragen werden (Ziffer 4.2.3 Abs. 2 S. 3 und 4 Deutscher Corporate Governance Kodex).

Ziffer 4.2.3, Abs. 2 DCGK gibt die Gesetzeslage nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung vom 31. Juli 2009 wieder, wonach der Aufsichtsrat künftig dafür zu sorgen hat, dass variable Vergütungsteile der Vorstandsvergütung grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben, und empfiehlt daraufhin in Satz 4, dass bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsteile sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung getragen werden soll. Zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Entsprechenserklärung sehen die bestehenden Vorstandsverträge der Vorstände Dr. Ralf Hinkel und Lutz Coelen weder eine mehrjährige Bemessungsgrundlage noch eine (nachträgliche) Berücksichtigung von positiven und negativen Entwicklungen bei bereits gewährten variablen Vergütungsteilen vor. Die insoweit vorliegende Abweichung vom Kodex liegt darin begründet, dass die neue Gesetzeslage zur Ausgestaltung der variablen Vergütungsbestandteile nur im Fall einer künftigen Änderung der bestehenden Modalitäten der variablen Vorstandsvergütung relevant wird und bestehende Vorstandsverträge nicht erfasst. Der Aufsichtsrat hat bei der zum 01. Januar 2011 erfolgten Berufung der neuen Vorstände Dr. Magnus Ekerot und Dr. Oliver Gabel selbstverständlich die neuen gesetzlichen Vorgaben für die Ausgestaltung variabler Vergütungsteile beachtet.

4.Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden. (Ziffer 5.1.2 Abs. 2 S. 3 Deutscher Corporate Governance Kodex)

Dieser Empfehlung wird nicht gefolgt. Nach Ansicht von Vorstand und Aufsichtsrat schränkt eine allgemeine Altersbegrenzung die Suche nach einem qualifizierten und erfahrenen Kandidaten für den Vorstand unnötig ein. Das Alter stellt kein geeignetes Kriterium für den Ausschluss eines Kandidaten dar.

5. Der Aufsichtsrat soll sich eine Geschäftsordnung geben. (Ziffer 5.1.3 Deutscher Corporate Governance Kodex)

Dieser Empfehlung wird nicht gefolgt. Gegenwärtig besteht keine Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat, da die Satzung sehr umfassende Regelungen zur Arbeit im Aufsichtsrat enthält und bisher keine Notwendigkeit gesehen wurde, eine Geschäftsordnung zu erstellen. Um der Vorgabe des Kodex zu genügen, soll jedoch in Kürze eine entsprechende Geschäftsordnung verabschiedet werden.

6. Der Aufsichtsratsvorsitzende soll zugleich Vorsitzender der Ausschüsse sein, die die Vorstandsverträge behandeln und die Aufsichtsratssitzungen vorbereiten. (Ziffer 5.2 Abs. 2 S. 1 Deutscher Corporate Governance Kodex)

Dieser Empfehlung wird nicht gefolgt. Da der Aufsichtsrat der MOBOTIX AG nur aus drei Mitgliedern besteht, ist die Bildung fachlich qualifizierter Ausschüsse nach Ansicht des Aufsichtsrats gegenwärtig unter den spezifischen Gegebenheiten und angesichts der Größe der Gesellschaft nicht sinnvoll.

7. Der Aufsichtsrat soll abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden. Diese dienen der Steigerung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit und der Behandlung komplexer Sachverhalte. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse. (Ziffer 5.3.1 Corporate Governance Kodex)

Dieser Empfehlung wird nicht gefolgt. Da der Aufsichtsrat der MOBOTIX AG nur aus drei Mitgliedern besteht, ist die Bildung fachlich qualifizierter Ausschüsse nach Auffassung des Aufsichtsrats gegenwärtig unter den spezifischen Gegebenheiten und angesichts der Größe der Gesellschaft nicht sinnvoll, da sich alle Mitglieder mit sämtlichen Fragen befassen sollen.

8. Der Aufsichtsrat soll einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten, der sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung befasst. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen. (Ziffer 5.3.2 Deutscher Corporate Governance Kodex)

Dieser Empfehlung wird nicht gefolgt. Da der Aufsichtsrat der MOBOTIX AG nur aus drei Mitgliedern besteht, ist die Bildung fachlich qualifizierter Ausschüsse gegenwärtig unter den spezifischen Gegebenheiten und angesichts der Größe der Gesellschaft nicht sinnvoll. Dies gilt auch für einen Prüfungsausschuss.

9. Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. (Ziffer 5.3.3 Deutscher Corporate Governance Kodex)

Dieser Empfehlung wird nicht gefolgt. Da der Aufsichtsrat der MOBOTIX AG nur aus drei Mitgliedern besteht, ist die Bildung fachlich qualifizierter Ausschüsse gegenwärtig unter den spezifischen Gegebenheiten und angesichts der Größe der Gesellschaft nicht sinnvoll.

10. Es soll eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder berücksichtigt werden. (Ziffer 5.4.1 S. 2 Deutscher Corporate Governance Kodex)

Dieser Empfehlung wird nicht gefolgt. Analog zur Altersgrenze für Vorstände erachten wir auch beim Aufsichtsrat Qualifikation und Erfahrung als ausschlaggebende Kriterien. Weiterhin würde eine Altersgrenze das Recht der Hauptversammlung auf Bestellung der Aufsichtsratsmitglieder nach unserer Auffassung in unangebrachter Weise einschränken.

Winnweiler-Langmeil, den 14.07.2011

MOBOTIX AG

Für den Vorstand

Dr. Ralf Hinkel, Vorsitzender des Vorstands

Für den Aufsichtsrat

Dr. Thomas Hoch, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Gewinnverwendungsvorschlag

des Vorstands der MOBOTIX AG, Kaiserslautern

für das zum 30. Juni 2011 abgelaufene Geschäftsjahr

Der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft, die über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr zum 30. Juni 2011 beschließt, soll folgender Gewinnverwendungsvorschlag vorgelegt werden:

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres vom 1. Juli 2010 bis zum 30. Juni 2011 in Höhe von EUR 21.804.364,18 wird für eine Dividendenausschüttung in Höhe von EUR 1,50, mithin EUR 6.635.721,00 verwendet.

Die Einstellung in die Gewinnrücklage beträgt EUR 0,00 und der Gewinnvortrag somit EUR 15.168.643,18.

Die von der Gesellschaft im Rahmen ihres Aktienrückkaufprogramms bis zum Tag der Hauptversammlung (einschließlich) erworbenen 23.349 eigenen Aktien sind nicht dividendenberechtigt. Der hierauf entfallende rechnerische Gewinnanteil wird auf neue Rechnung vorgetragen. Dies gilt auch, soweit sich die Anzahl nicht-dividendenberechtigter Aktien zwischen dem Zeitpunkt der Einberufung und dem Zeitpunkt der Hauptversammlung verändern sollte.

Dieser Gewinnverwendungsvorschlag ist unverzüglich, zusammen mit dem vom Vorstand erstellten Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie den Lageberichten an den Aufsichtsrat weiterzuleiten.

Langmeil, den 25. Juli 2011

Dr. Ralf Hinkel

Lutz Coelen

Dr. Magnus Ekerot

Dr. Oliver Gabel