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MAX Automation SE Interim / Quarterly Report 2020

Nov 12, 2020

278_10-q_2020-11-12_2464e289-c2a7-4ef9-828f-59509c1e4912.pdf

Interim / Quarterly Report

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MAX Automation SE

QUARTALSMITTEILUNG III.2020

Strategische Highlights Kerngeschäft

  • COVID-19 belastet Auftragseingang, Erholungstendenzen zu Ende Q3
  • Robuste operative Ertragslage in allen drei Kerngeschäftsfeldern
  • Process Technologies Coronabedingt wie erwartet
  • Environmental Technologies nahezu auf Vorjahresniveau
  • Evolving Technologies stark in Verpackungsautomation und Medizintechnik

Operative Kennziffern Kerngeschäft

  • Auftragseingang -26,1 % auf 171,7 Mio. Euro
  • Umsatz -15,2 % auf 200,3 Mio. Euro
  • EBITDA -41,2 % auf 15,5 Mio. Euro
  • Working Capital 9,9 % auf 48,1 Mio. Euro

Aktienkennzahlen 9M 2020

Ticker/ISIN MXHN/DE000A2DA588
Aktienanzahl 29,46 Mio.
Schlusskurs
(30.09.2020)*
3,47 Euro
Höchst-/Tiefstkurs 3,57 Euro / 3,19 Euro
Kursperformance** -19,3 %
Marktkapitalisierung
(30.09.2020)
102,2 Mio. Euro

* Schlusskurse Xetra-Handelssystem der Deutsche Börse AG

** Vergleich Kurs am 30.09.2020 gegenüber Kurs am 30.12.2019

STATEMENT DER GESCHÄFTSFÜHRENDEN DIREKTOREN

Die MAX Automation SE konnte sich trotz der COVID-19-bedingten Konjunkturkrise in den ersten neun Monaten 2020 insgesamt gut behaupten. Die Risikovorsorge im vergangenen Jahr und die weitere konsequente Abarbeitung von Themen aus dem Non-Core-Business führten zu geringeren Belastungen auf Konzernebene gegenüber dem Vorjahr und verbesserten die Ertragslage.

Die Corona-seitig ausgelöste Wirtschaftskrise sehen wir in der Auftragslage der einzelnen Segmente. Eine allgemeine Investitionszurückhaltung führte zu geringeren Auftragseingängen, wenngleich wir zum Ende des Berichtszeitraums Erholungstendenzen beobachten konnten. Der Auftragseingang im Kerngeschäft sank im Neun-Monatszeitraum 2020 um 26,1 % gegenüber dem Vorjahr auf 171,7 Mio. Euro, auf Konzernebene ging er um 24,7 % auf 210,8 Mio. Euro zurück. Im Non-Core Business werden die Betriebsschließungen der IWM Automation Gesellschaften weiter vorangetrieben. Die ELWEMA konnte ein insgesamt gutes drittes Quartal 2020 vorweisen.

Projektverzögerungen durch die Pandemie belasteten zwar den Konzernumsatz mit einem Minus von 24,2 % auf 225,1 Mio. Euro, nicht jedoch die Margenentwicklung. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 7,3 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der deutlich verringerten Verlustsituation im Non-Core. Dem stand im vergangenen Jahr noch ein Konzern-EBITDA von -4,6 Mio. Euro gegenüber. Das Kerngeschäft erzielte erwartungsgemäß ein rückläufiges, aber dennoch deutlich positives operatives Ergebnis in Höhe von 15,5 Mio. Euro aufgrund spürbar reduzierter Kosten in den Gruppengesellschaften sowie konstant hoher Margen.

Der MAX Automation kommt in der aktuellen Krise zugute, dass wir mit unseren Segmenten Process Technologies, Environmental Technologies und Evolving Technologies in verschiedenen Branchen vertreten sind. So kommen Medizintechnik, Verpackungsautomation oder Umwelttechnik besser durch die Krise als andere Branchen und verzeichneten einen über unseren ursprünglichen Erwartungen liegenden robusten Geschäftsverlauf.

Wir sind zufrieden mit der bisherigen Entwicklung und blicken aufgrund der krisenfesteren Ausrichtung vorsichtig optimistisch auf das vierte Quartal 2020. Die erneut steigenden COVID-19-Infektionszahlen sowie damit verbundene Maßnahmen erschweren Prognosen der geschäftlichen Entwicklung nach wie vor. Nach den anfänglichen Aufholeffekten im dritten Quartal 2020 ist für den restlichen Jahresverlauf von einer deutlich geringeren Dynamik auszugehen, so dass wir weiterhin davon absehen, eine neue Prognose abzugeben.

KENNZAHLEN IM ÜBERBLICK

in Mio. EUR Q1-Q3 2020 Q1-Q3 2019 Veränderung
Auftragseingang 210,8 279,9 -24,7%
Auftragsbestand 183,2 225,9 -18,9%
Working Capital 68,8 86,6 -20,6%
Umsatz 225,1 297,0 -24,2%
EBITDA 7,3 -4,6 257,8%
Mitarbeiter 1.681 1.847 -9,0%
Process Technologies
Umsatz 37,6 53,0 -29,2%
EBITDA 5,0 11,0 -54,4%
Environmental Technologies
Umsatz 83,7 85,3 -1,9%
EBITDA 9,1 8,9 1,6%
Evolving Technologies
Umsatz 78,5 96,3 -18,5%
EBITDA 7,7 12,2 -36,4%
Non-Core
Umsatz 27,4 63,8 -57,1%
EBITDA -8,1 -30,7 -73,6%

AUFTRAGSLAGE

Auftragseingang (Mio. EUR)

  • Der Auftragseingang im Konzern sank vor allem aufgrund der durch die COVID-19-Pandemie ausgelöste Investitionszurückhaltung um -24,7 % auf 210,8 Mio. Euro (9M 2019: 279,9 Mio. Euro).
  • Zum Ende des dritten Quartals 2020 zeigte sich wieder eine stabilere Entwicklung. Zunehmende Anfragen und eine gut gefüllte Auftragspipeline bieten Chancen für weitere Auftragseingänge im vierten Quartal 2020. Die Book-to-bill-Ratio erhöhte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 auf 0,94 (H1 2020: 0,82).
  • Im Non-Core resultierte der Rückgang aus den Betriebsschließungen der IWM Automation Gesellschaften. Hingegen wies ELWEMA trotz Corona- und Automotive-Krise einen gegenüber dem Vorjahr hohen Auftragseingang auf - dank einer starken Nachfrage nach Umbau- und Wiederholprojekten von langjährigen Kunden.

Auftragsbestand (Mio. EUR)

UMSATZ- und ERTRAGSLAGE

Umsatz (Mio. EUR)

EBITDA (Mio. EUR)

  • Auf Konzernebene sank der Auftragsbestand sowohl aufgrund der COVID-19-Pandemie als auch bedingt durch die Standortschließungen der IWM Automation Gesellschaften erwartungsgemäß um 18,9 % auf 183,2 Mio. Euro (9M 2019: 225,9 Mio. Euro).
  • Pandemiebedingte Stornierungen waren nicht zu verzeichnen, so dass der Auftragsbestand eine solide Grundlage für das vierte Quartal 2020 bildet.
  • Das Non-Core Business konnte mit der ELWEMA eine positive Entwicklung aufweisen. Noch nicht beendete Projekte der geschlossenen IWM Automation Gesellschaften wurden weiter sukzessive abgearbeitet.
  • Projektverzögerungen infolge der Pandemie-Situation ließen den Konzernumsatz um 24,2 % auf 225,1 Mio. Euro zurückgehen (9M 2019: 297,0 Mio. Euro).
  • Hier zeigte sich das Kerngeschäft mit einem Rückgang von 15,2 % widerstandsfähiger als der Branchendurchschnitt. Der Exportanteil am Umsatz belief sich im Kerngeschäft auf 65,4 % (9M 2019: 56,5 %).
  • Der Umsatz im Non-Core ging insbesondere mit Schließung der IWM Automation Gesellschaften zurück. ELWEMA konnte die Projektentwicklung nach COVID-19-bedingtem Stillstand in China und den USA wieder vollständig aufnehmen.
  • In den ersten neun Monaten 2020 erzielte der Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 7,3 Mio. Euro (9M 2019: -4,6 Mio. Euro). Diese positive Entwicklung ist wesentlich davon geprägt, dass die Verluste aus dem Non-Core Business deutlich reduziert werden konnten.
  • Das EBITDA im Kerngeschäft verlief aufgrund der geringeren Umsätze rückläufig. Dank hoher Kostendisziplin und spürbar reduzierter Betriebskosten in den Gruppengesellschaften sowie konstant hoher Margen, konnte dennoch ein deutlich positives operatives Ergebnis erzielt werden.
  • Im Non-Core machten sich die Projektverzögerungen bei der ELWEMA bemerkbar. Die Gesellschaft konnte aufgrund der Anarbeitung neuer Projekte im September erstmals ein positives operatives Ergebnis erzielen.

FINANZLAGE

Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit (Mio. EUR)

Working Capital (Mio. EUR)

Nettoverschuldung Gesamtkonzern (in Mio. EUR)

  • Der Gesamtkonzern wies einen Mittelzufluss aus dem operativen Cash Flow von 6,4 Mio. Euro auf (9M 2019: Mittelabfluss von 34,6 Mio. Euro).
  • Im Rahmen der Investitionstätigkeit ergab sich im Berichtszeitraum ein Mittelabfluss von 4,2 Mio. Euro (9M 2019: Mittelabfluss von 6,6 Mio. Euro).
  • Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit resultierte in einem Saldo aus Mittelzu- und Mittelabfluss von -0,5 Mio. Euro (9M 2019: 53,2 Mio. Euro).
  • Der Finanzmittelbestand per 30. September 2020 stieg um 4,2 % auf 42,3 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 40,6 Mio. Euro).
  • Das Working Capital reduzierte sich auf Konzernebene um 20,6 % auf 68,8 Mio. Euro (30. September 2019: 86,6 Mio. Euro). Haupttreiber war das Non-Core Business mit einem deutlichem Rückgang.
  • Im Kerngeschäft konnte das Working Capital auf einem relativ konstanten Niveau gehalten werden.
  • Im Non-Core resultiert das gesunkene Working Capital zum Einen aus Betriebsschließungen der IWM Automation Gesellschaften. Zum anderen liegt das Working Capital der ELWEMA auf einem deutlich niedrigeren Niveau von nunmehr unter 20 Mio. Euro.
  • Die Eigenkapitalquote des Konzerns belief sich per 30. September 2020 auf 17,2 % (31. Dezember 2019: 20,4 %). Das bilanzielle Eigenkapital sank auf 50,3 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 67,9 Mio. Euro).
  • Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem 30.09.2019 um 1,7 % auf 107,5 Mio. Euro (31. September 2019: 105,6 Mio. Euro). Das entspricht einer Verringerung von 12,9 % gegenüber dem Ende des ersten Halbjahres 2020 von (30. Juni 2020: 123,4 Mio. Euro).
  • Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen im Verhältnis zum Vorjahr durch die Inanspruchnahme des Konsortialkredits. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sanken infolge der geringeren Auftragseingänge sowie durch Abschluss oder Beendigung noch ausstehender Projekte der IWM Automation Gesellschaften.

KENNZAHLEN DER GESCHÄFTSFELDER

Process Technologies – Auftragseingang (Mio. EUR)

Process Technologies – EBITDA (Mio. EUR)

Environmental Technologies – Auftragseingang (Mio. EUR)

  • Im Neun-Monatszeitraum 2020 sank der Auftragseingang insbesondere durch die verzögerte Vergabetätigkeit bei Großprojekten für Imprägniertechnik in der E-Mobility um 21,7 % auf 34,5 Mio. Euro (9M 2019: 44,0 Mio. Euro).
  • Einige Auftragsvergaben wurden kundenseitig auf das vierte Quartal 2020 oder 2021 verschoben. Die Nachfrage ist weiterhin auf einem guten Niveau, liegt aber COVID-19 bedingt unter den ursprünglichen Erwartungen.
  • Das Grundgeschäft mit Dosiertechnik ist weiterhin intakt. Ebenfalls konnten viele Serviceaufträge gewonnen werden. Tests von Kunden in der Anwendungstechnik laufen inzwischen unter Vollauslastung.
  • Der Umsatz in Process Technologies ging COVID-19-bedingt um 29,2 % auf 37,6 Mio. Euro (9M 2019: 53,0 Mio. Euro) zurück. Das ursprünglich für 2020 angestrebte Wachstum des Segments wird nicht erreicht werden.
  • Das EBITDA im Neun-Monatszeitraum 2020 sank erwartungsgemäß um 54,4 % auf 5,0 Mio. Euro (9M 2019: 11,0 Mio. Euro). Ursächlich waren Verzögerungen bei Projekten und Inbetriebnahmen durch COVID-19 und damit verbunden niedrigere Umsätze.
  • Anhaltend hohe EBITDA-Margen im zweistelligen Bereich unterstreichen die Positionierung als Hidden Champion in der Dosiertechnik mit klaren Alleinstellungsmerkmalen.
  • Das Geschäftsfeld Environmental Technologies verzeichnete einen Rückgang des Auftragseingangs um 31,3 % auf 78,7 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2020 (9M 2019: 114,6 Mio. Euro).
  • Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr Großaufträge i.H.v. 18 Mio. Euro, die Einmalcharakter hatten, enthalten waren. Insgesamt lag der Auftragseingang im aktuellen Umfeld über den ursprünglichen Erwartungen des Managements.
  • Die Nachfrage nach Ersatzbrennstoffen ist aufgrund des niedrigen Ölpreises geringer. In Europa belastet die Coronavirus-Pandemie ebenfalls die Nachfrage nach Recycling- und Abfalllösungen für Holz- und Biomasse.

Environmental Technologies – EBITDA (Mio. EUR)

Evolving Technologies – Auftragseingang (Mio. EUR)

Evolving Technologies – EBITDA (Mio. EUR)

  • Umsatzseitig erreichte Environmental Technologies dank des hohen Auftragsbestandes mit 83,7 Mio. Euro das Niveau des Vorjahres (9M 2019: 85,3 Mio. Euro). Das EBITDA liegt mit 9,1 Mio. Euro (9M 2019: 8,9 Mio. Euro) über dem Vorjahresniveau.
  • Bei einem hohen Auftragsbestand und nur unwesentlichen Projektverzögerungen konnte die Produktion nahezu unter normalen Bedingungen fortgesetzt werden.
  • Insbesondere in den USA waren die Projektfortschritte bei Großprojekten schneller als geplant.
  • Der Auftragseingang im Geschäftsfeld Evolving Technologies sank im Neun-Monatszeitraum 2020 insgesamt um 20,4 % auf 58,5 Mio. Euro (9M 2019: 73,6 Mio. Euro). Geprägt ist dies vor allem vom Nachfragerückgang in der Pressenautomation sowie der Robotik.
  • Das Segment konnte durch Investitionen in der Medizintechnik mit ihrer Tip- und Cup-Technologie (Blutanalyseröhrchen) die Kundenbasis erweitern und neue sowie Folgeaufträge generieren. Auch in der Optosensorik konnten im September vergleichsweise hohe Auftragseingänge verbucht werden.
  • Verpackungsautomation verzeichnete weiterhin eine gute Nachfrage mit entsprechenden Auftragseingägen. Ein Wiederanziehen der Auftragsvergaben war in der Pressenautomation im September spürbar. Die Robotik verzeichnet Pandemie-bedingt bei spürbar gestiegenem Preisdruck weiterhin niedrige Auftragseingänge.
  • Mit Umsätzen in der Medizintechnik und Verpackungsautomation konnte das Segment Evolving Technologies teilweise Belastungen aus der Pressenautomation und der Robotik kompensieren. So ging der Umsatz vergleichsweise moderat um 18,5 % auf 78,5 Mio. Euro (9M 2019: 96,3 Mio. Euro) zurück.
  • Das EBITDA sank im Vergleich zu den ersten neuen Monaten des Vorjahres um 36,4 % auf 7,7 Mio. Euro (9M 2019: 12,2 Mio. Euro). Ursächlich hierfür waren vor allem Pandemieinduzierte langsamere Projektfortschritte in der Pressenautomation sowie Verluste im Bereich der Robotik.
  • Die Medizintechnik leistete zum positiven operativen Ergebnis den größten Beitrag. Margenverbesserungen in Projekten trugen dazu bei. Parallel zu ihren Montageanlagen für Kontaktlinsen konnte das Geschäft für die sogenannte Tip&Cup Technologie ausgebaut werden.

ENTWICKLUNGEN AB DEM 4. QUARTAL

Nach Abschluss des Berichtszeitraums sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des MAX Automation-Konzerns eingetreten.

PROGNOSE

Nachdem sich die Weltwirtschaft im dritten Quartal 2020 von den Einbußen der COVID-19-Pandemie des ersten Halbjahres erholen konnte, werden die aktuell steigenden Infektionszahlen in Europa sowie die angekündigten Lockdowns voraussichtlich zu einer erneuten, nachlassenden konjunkturellen Dynamik im vierten Quartal führen. Die gesamtwirtschaftliche Lage bleibt fragil. Eine V-förmige Rückkehr auf Vorkrisenniveau noch in 2020 wird damit unwahrscheinlicher, sodass eine abgeflacht verlaufende Erholung das belastbarste Szenario bleibt.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des MAX Automation Konzerns verlief in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2020 trotz der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Konjunkturkrise robust. Zusammen mit dem profitablen Kerngeschäft sowie der deutlichen Reduktion der Belastungen des None-Core Business konnte die MAX Automation das operative Ergebnis verbessern.

Indes zeigen die erneut steigenden COVID-19-Infektionszahlen, dass Prognosen der geschäftlichen Entwicklung nach wie vor durch eine außerordentlich hohe Unsicherheit gekennzeichnet sind. Unter der Annahme, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die beschlossenen neuen Maßnahmen zur Eindämmung der zweiten Corona-Welle nicht wesentlich verschlechtern, blickt das Management der MAX Automation aufgrund der krisenfesteren Ausrichtung zwar vorsichtig optimistisch auf das vierte Quartal. Nach den anfänglichen Aufholeffekten im dritten Quartal 2020 ist für den restlichen Jahresverlauf jedoch von einer deutlich geringeren Dynamik auszugehen, so dass das Management weiterhin davon absieht, eine neue Prognose abzugeben.

BILANZ

AKTIVA 30.09.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 3.984 6.787
Geschäfts- oder Firmenwert 42.062 46.239
Nutzungsrechte 17.189 17.232
Sachanlagevermögen 47.080 46.338
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 7.454 7.454
Sonstige Finanzanlagen 2.803 6.692
Latente Steuern 9.526 10.383
Sonstige langfristige Vermögenswerte 120 286
Langfristige Vermögenswerte gesamt 130.218 141.411
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 52.421 54.029
Vertragsvermögenswerte 35.697 40.987
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.206 45.402
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 6.465 9.967
Liquide Mittel 42.282 40.596
Kurzfristige Vermögenswerte gesamt 164.071 190.981
Aktiva gesamt 294.289 332.392
PASSIVA
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 29.459 29.459
Kapitalrücklage 18.907 18.907
Gewinnrücklage 24.151 24.126
Neubewertungsrücklage 11.340 11.340
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -102 609
Ausgleichsposten für Anteile Dritter 333 310
Bilanzgewinn -33.812 -16.876
Eigenkapital gesamt 50.276 67.875
Langfristige Verbindlichkeiten
Langfristige Darlehen abzüglich kurzfristiger Anteil 129.236 120.574
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 14.406 15.438
Pensionsrückstellungen 1.096 1.048
Sonstige Rückstellungen 4.414 4.224
Latente Steuern 9.473 10.912
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1 300
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 158.626 152.496
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.828 49.818
Vertragsverbindlichkeiten 27.710 18.637
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen 1.652 1.327
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 4.470 4.257
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 14.409 15.670
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 3.644 2.208
Sonstige Rückstellungen 12.170 15.625
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.504 4.479
Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt 85.387 112.021
Passiva gesamt 294.289 332.392

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Q1-Q3 2020 Q1-Q3 20191) Q3 2020 Q3 2019
TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 225.099 297.043 73.019 111.660
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen -2.102 -10.811 -1.529 -14.984
Aktivierte Eigenleistungen 1.504 1.044 658 8
Gesamtleistung 224.501 287.276 72.148 96.684
Sonstige betriebliche Erträge 8.935 8.848 2.915 2.257
Materialaufwand -99.791 -145.002 -30.960 -43.748
Personalaufwand -91.706 -106.805 -28.540 -39.480
Abschreibungen -15.803 -12.465 -2.761 -6.656
Sonstige betriebliche Aufwendungen -34.615 -48.958 -8.731 -14.455
Betriebsergebnis -8.479 -17.106 4.071 -5.398
Finanzerträge 332 690 143 655
Finanzierungsaufwendungen -7.352 -12.332 -2.373 -10.525
Finanzergebnis -7.020 -11.642 -2.230 -9.870
Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der
Equity-Methode bilanziert werden, nach Steuern 0 -1.007 0 -676
Ergebnis vor Ertragsteuern -15.499 -29.755 1.841 -15.944
Ertragsteuern -1.337 -6.940 -897 1.144
Jahresergebnis -16.836 -36.695 944 -14.800
davon auf Minderheitenanteile entfallend 75 -888 136 -53
davon auf Aktionäre der MAX Automation SE entfallend -16.911 -35.807 808 -14.747
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert
werden
Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden 0 2.044 0 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus
Leistungen an Arbeitnehmer 0 0 0 0
Ertragsteuern auf versicherungsmathematische Gewinne und
Verluste 0 0 0 0
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn
oder Verlust umgegliedert werden
Veränderung aus der Währungsumrechnung -709 1.251 -849 662
Gesamtergebnis -17.545 -33.400 95 -14.138
davon auf Minderheitenanteile entfallend 75 -888 136 -53
davon auf Aktionäre der MAX Automation SE entfallend -17.620 -32.512 -41 -14.085
Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) in EUR -0,57 -1,22 0,03 -0,50

1) Es erfolgte eine Anpassung der Vorjahreszahlen an die Bilanzierung zum 31.12.2019. Weiterführende Informationen können dem Anhang des 6M Zwischenberichts entnommen werden.

KAPITALFLUSSRECHNUNG

Q1-Q3 2020 Q1-Q3 2019 1)
TEUR TEUR
Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode 40.596 33.518
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 6.412 -34.646
Cashflow aus Investitionstätigkeit -4.164 -6.625
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -534 53.243
Einfluss von Wechselkursänderungen -28 435
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds 0 -400
Finanzmittelfonds zum Ende der Berichtsperiode 42.282 45.525

1) Es erfolgte eine Anpassung der Vorjahreszahlen an die Bilanzierung zum 31.12.2019. Weiterführende Informationen können dem Anhang des 6M Zwischenberichts entnommen werden.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Segment Process Technologies Environmental Technologies
Q1-Q3 2020 Q1-Q3 2019 Q1-Q3 2020 Q1-Q3 2019
TEUR TEUR TEUR TEUR
Auftragseingang 34.453 44.029 78.698 114.618
Auftragsbestand 21.373 26.958 41.892 64.913
Working Capital 14.183 16.705 18.454 13.349
Segmenterlöse 37.577 53.044 83.695 85.287
EBITDA 5.032 11.030 9.064 8.918
EBITDA-Marge (in %; bezogen auf Umsatzerlöse) 13,4% 20,8% 10,8% 10,5%
Personaldurchschnitt ohne Auszubildende 409 361 418 401
Segment Evolving Technologies Non-Core
Q1-Q3 2020 Q1-Q3 20191) Q1-Q3 2020 Q1-Q3 2019
TEUR TEUR TEUR TEUR
Auftragseingang 58.547 73.592 39.077 47.701
Auftragsbestand 62.452 77.498 57.455 56.519
Working Capital 15.545 14.638 20.663 42.801
Segmenterlöse 78.492 96.342 27.351 63.770
EBITDA 7.744 12.174 -8.097 -30.680
EBITDA-Marge (in %; bezogen auf Umsatzerlöse) 9,9% 12,6% -29,6% -48,1%
Personaldurchschnitt ohne Auszubildende 558 550 282 527
Segment Überleitung Konzern
Q1-Q3 2020 Q1-Q3 2019 Q1-Q3 2020 Q1-Q3 20191)
TEUR TEUR TEUR TEUR
Auftragseingang 0 0 210.775 279.940
Auftragsbestand 0 0 183.172 225.888
Working Capital -59 -905 68.786 86.588
Segmenterlöse -2.016 -1.400 225.099 297.043
EBITDA -6.419 -6.083 7.324 -4.641
EBITDA-Marge (in %; bezogen auf Umsatzerlöse) - - 3,3% -1,6%
Personaldurchschnitt ohne Auszubildende 14 8 1.681 1.847

1) Es erfolgte eine Anpassung der Vorjahreszahlen an die Bilanzierung zum 31.12.2019. Weiterführende Informationen können dem Anhang des 6M Zwischenberichts entnommen werden.

IMPRESSUM

Herausgeber

MAX Automation SE Breite Straße 29-31 40213 Düsseldorf Deutschland

Tel.: +49 211 90 99 1 - 0 Fax: +49 211 90 99 1 -11 E-Mail: [email protected] Web: www.maxautomation.com

Investor Relations

CROSS ALLIANCE communication GmbH Bahnhofstr. 98 82166 Gräfelfing / München Deutschland

Tel.: +49 89 125 09 03 - 33 E-Mail: [email protected] Web: www.crossalliance.de

Die Quartalsmitteilung liegt auch in englischer Sprache vor. Bei Unterschieden ist die deutsche Fassung maßgeblich. Als digitale Version stehen Finanzberichte der MAX Automation SE sowie die Zwischenberichte jeweils im Internet unter www.maxautomation.com in der Rubrik "Investor Relations / Finanzberichte" zur Verfügung.

DISCLAIMER

Diese Quartalsmitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der MAX Automation SE und ihrer Tochtergesellschaften. Diese Aussagen beruhen auf den derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen des Unternehmens und unterliegen insofern Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächliche wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweicht. Die zukunftsgerichteten Aussagen haben nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Quartalsmitteilung Gültigkeit. MAX Automation SE beabsichtigt nicht, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und übernimmt dafür keine Verpflichtung.