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MAX Automation SE — Interim / Quarterly Report 2020
Nov 12, 2020
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Interim / Quarterly Report
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MAX Automation SE
QUARTALSMITTEILUNG III.2020
Strategische Highlights Kerngeschäft
- COVID-19 belastet Auftragseingang, Erholungstendenzen zu Ende Q3
- Robuste operative Ertragslage in allen drei Kerngeschäftsfeldern
- Process Technologies Coronabedingt wie erwartet
- Environmental Technologies nahezu auf Vorjahresniveau
- Evolving Technologies stark in Verpackungsautomation und Medizintechnik
Operative Kennziffern Kerngeschäft
- Auftragseingang -26,1 % auf 171,7 Mio. Euro
- Umsatz -15,2 % auf 200,3 Mio. Euro
- EBITDA -41,2 % auf 15,5 Mio. Euro
- Working Capital 9,9 % auf 48,1 Mio. Euro
Aktienkennzahlen 9M 2020
| Ticker/ISIN | MXHN/DE000A2DA588 |
|---|---|
| Aktienanzahl | 29,46 Mio. |
| Schlusskurs (30.09.2020)* |
3,47 Euro |
| Höchst-/Tiefstkurs 3,57 Euro / 3,19 Euro | |
| Kursperformance** | -19,3 % |
| Marktkapitalisierung (30.09.2020) |
102,2 Mio. Euro |
* Schlusskurse Xetra-Handelssystem der Deutsche Börse AG
** Vergleich Kurs am 30.09.2020 gegenüber Kurs am 30.12.2019
STATEMENT DER GESCHÄFTSFÜHRENDEN DIREKTOREN
Die MAX Automation SE konnte sich trotz der COVID-19-bedingten Konjunkturkrise in den ersten neun Monaten 2020 insgesamt gut behaupten. Die Risikovorsorge im vergangenen Jahr und die weitere konsequente Abarbeitung von Themen aus dem Non-Core-Business führten zu geringeren Belastungen auf Konzernebene gegenüber dem Vorjahr und verbesserten die Ertragslage.
Die Corona-seitig ausgelöste Wirtschaftskrise sehen wir in der Auftragslage der einzelnen Segmente. Eine allgemeine Investitionszurückhaltung führte zu geringeren Auftragseingängen, wenngleich wir zum Ende des Berichtszeitraums Erholungstendenzen beobachten konnten. Der Auftragseingang im Kerngeschäft sank im Neun-Monatszeitraum 2020 um 26,1 % gegenüber dem Vorjahr auf 171,7 Mio. Euro, auf Konzernebene ging er um 24,7 % auf 210,8 Mio. Euro zurück. Im Non-Core Business werden die Betriebsschließungen der IWM Automation Gesellschaften weiter vorangetrieben. Die ELWEMA konnte ein insgesamt gutes drittes Quartal 2020 vorweisen.
Projektverzögerungen durch die Pandemie belasteten zwar den Konzernumsatz mit einem Minus von 24,2 % auf 225,1 Mio. Euro, nicht jedoch die Margenentwicklung. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 7,3 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der deutlich verringerten Verlustsituation im Non-Core. Dem stand im vergangenen Jahr noch ein Konzern-EBITDA von -4,6 Mio. Euro gegenüber. Das Kerngeschäft erzielte erwartungsgemäß ein rückläufiges, aber dennoch deutlich positives operatives Ergebnis in Höhe von 15,5 Mio. Euro aufgrund spürbar reduzierter Kosten in den Gruppengesellschaften sowie konstant hoher Margen.
Der MAX Automation kommt in der aktuellen Krise zugute, dass wir mit unseren Segmenten Process Technologies, Environmental Technologies und Evolving Technologies in verschiedenen Branchen vertreten sind. So kommen Medizintechnik, Verpackungsautomation oder Umwelttechnik besser durch die Krise als andere Branchen und verzeichneten einen über unseren ursprünglichen Erwartungen liegenden robusten Geschäftsverlauf.
Wir sind zufrieden mit der bisherigen Entwicklung und blicken aufgrund der krisenfesteren Ausrichtung vorsichtig optimistisch auf das vierte Quartal 2020. Die erneut steigenden COVID-19-Infektionszahlen sowie damit verbundene Maßnahmen erschweren Prognosen der geschäftlichen Entwicklung nach wie vor. Nach den anfänglichen Aufholeffekten im dritten Quartal 2020 ist für den restlichen Jahresverlauf von einer deutlich geringeren Dynamik auszugehen, so dass wir weiterhin davon absehen, eine neue Prognose abzugeben.
KENNZAHLEN IM ÜBERBLICK
| in Mio. EUR | Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 210,8 | 279,9 | -24,7% |
| Auftragsbestand | 183,2 | 225,9 | -18,9% |
| Working Capital | 68,8 | 86,6 | -20,6% |
| Umsatz | 225,1 | 297,0 | -24,2% |
| EBITDA | 7,3 | -4,6 | 257,8% |
| Mitarbeiter | 1.681 | 1.847 | -9,0% |
| Process Technologies | |||
| Umsatz | 37,6 | 53,0 | -29,2% |
| EBITDA | 5,0 | 11,0 | -54,4% |
| Environmental Technologies | |||
| Umsatz | 83,7 | 85,3 | -1,9% |
| EBITDA | 9,1 | 8,9 | 1,6% |
| Evolving Technologies | |||
| Umsatz | 78,5 | 96,3 | -18,5% |
| EBITDA | 7,7 | 12,2 | -36,4% |
| Non-Core | |||
| Umsatz | 27,4 | 63,8 | -57,1% |
| EBITDA | -8,1 | -30,7 | -73,6% |
AUFTRAGSLAGE
Auftragseingang (Mio. EUR)
- Der Auftragseingang im Konzern sank vor allem aufgrund der durch die COVID-19-Pandemie ausgelöste Investitionszurückhaltung um -24,7 % auf 210,8 Mio. Euro (9M 2019: 279,9 Mio. Euro).
- Zum Ende des dritten Quartals 2020 zeigte sich wieder eine stabilere Entwicklung. Zunehmende Anfragen und eine gut gefüllte Auftragspipeline bieten Chancen für weitere Auftragseingänge im vierten Quartal 2020. Die Book-to-bill-Ratio erhöhte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 auf 0,94 (H1 2020: 0,82).
- Im Non-Core resultierte der Rückgang aus den Betriebsschließungen der IWM Automation Gesellschaften. Hingegen wies ELWEMA trotz Corona- und Automotive-Krise einen gegenüber dem Vorjahr hohen Auftragseingang auf - dank einer starken Nachfrage nach Umbau- und Wiederholprojekten von langjährigen Kunden.
Auftragsbestand (Mio. EUR)
UMSATZ- und ERTRAGSLAGE
Umsatz (Mio. EUR)
EBITDA (Mio. EUR)
- Auf Konzernebene sank der Auftragsbestand sowohl aufgrund der COVID-19-Pandemie als auch bedingt durch die Standortschließungen der IWM Automation Gesellschaften erwartungsgemäß um 18,9 % auf 183,2 Mio. Euro (9M 2019: 225,9 Mio. Euro).
- Pandemiebedingte Stornierungen waren nicht zu verzeichnen, so dass der Auftragsbestand eine solide Grundlage für das vierte Quartal 2020 bildet.
- Das Non-Core Business konnte mit der ELWEMA eine positive Entwicklung aufweisen. Noch nicht beendete Projekte der geschlossenen IWM Automation Gesellschaften wurden weiter sukzessive abgearbeitet.
- Projektverzögerungen infolge der Pandemie-Situation ließen den Konzernumsatz um 24,2 % auf 225,1 Mio. Euro zurückgehen (9M 2019: 297,0 Mio. Euro).
- Hier zeigte sich das Kerngeschäft mit einem Rückgang von 15,2 % widerstandsfähiger als der Branchendurchschnitt. Der Exportanteil am Umsatz belief sich im Kerngeschäft auf 65,4 % (9M 2019: 56,5 %).
- Der Umsatz im Non-Core ging insbesondere mit Schließung der IWM Automation Gesellschaften zurück. ELWEMA konnte die Projektentwicklung nach COVID-19-bedingtem Stillstand in China und den USA wieder vollständig aufnehmen.
- In den ersten neun Monaten 2020 erzielte der Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 7,3 Mio. Euro (9M 2019: -4,6 Mio. Euro). Diese positive Entwicklung ist wesentlich davon geprägt, dass die Verluste aus dem Non-Core Business deutlich reduziert werden konnten.
- Das EBITDA im Kerngeschäft verlief aufgrund der geringeren Umsätze rückläufig. Dank hoher Kostendisziplin und spürbar reduzierter Betriebskosten in den Gruppengesellschaften sowie konstant hoher Margen, konnte dennoch ein deutlich positives operatives Ergebnis erzielt werden.
- Im Non-Core machten sich die Projektverzögerungen bei der ELWEMA bemerkbar. Die Gesellschaft konnte aufgrund der Anarbeitung neuer Projekte im September erstmals ein positives operatives Ergebnis erzielen.
FINANZLAGE
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit (Mio. EUR)
Working Capital (Mio. EUR)
Nettoverschuldung Gesamtkonzern (in Mio. EUR)
- Der Gesamtkonzern wies einen Mittelzufluss aus dem operativen Cash Flow von 6,4 Mio. Euro auf (9M 2019: Mittelabfluss von 34,6 Mio. Euro).
- Im Rahmen der Investitionstätigkeit ergab sich im Berichtszeitraum ein Mittelabfluss von 4,2 Mio. Euro (9M 2019: Mittelabfluss von 6,6 Mio. Euro).
- Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit resultierte in einem Saldo aus Mittelzu- und Mittelabfluss von -0,5 Mio. Euro (9M 2019: 53,2 Mio. Euro).
- Der Finanzmittelbestand per 30. September 2020 stieg um 4,2 % auf 42,3 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 40,6 Mio. Euro).
- Das Working Capital reduzierte sich auf Konzernebene um 20,6 % auf 68,8 Mio. Euro (30. September 2019: 86,6 Mio. Euro). Haupttreiber war das Non-Core Business mit einem deutlichem Rückgang.
- Im Kerngeschäft konnte das Working Capital auf einem relativ konstanten Niveau gehalten werden.
- Im Non-Core resultiert das gesunkene Working Capital zum Einen aus Betriebsschließungen der IWM Automation Gesellschaften. Zum anderen liegt das Working Capital der ELWEMA auf einem deutlich niedrigeren Niveau von nunmehr unter 20 Mio. Euro.
- Die Eigenkapitalquote des Konzerns belief sich per 30. September 2020 auf 17,2 % (31. Dezember 2019: 20,4 %). Das bilanzielle Eigenkapital sank auf 50,3 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 67,9 Mio. Euro).
- Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem 30.09.2019 um 1,7 % auf 107,5 Mio. Euro (31. September 2019: 105,6 Mio. Euro). Das entspricht einer Verringerung von 12,9 % gegenüber dem Ende des ersten Halbjahres 2020 von (30. Juni 2020: 123,4 Mio. Euro).
- Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen im Verhältnis zum Vorjahr durch die Inanspruchnahme des Konsortialkredits. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sanken infolge der geringeren Auftragseingänge sowie durch Abschluss oder Beendigung noch ausstehender Projekte der IWM Automation Gesellschaften.
KENNZAHLEN DER GESCHÄFTSFELDER
Process Technologies – Auftragseingang (Mio. EUR)
Process Technologies – EBITDA (Mio. EUR)
Environmental Technologies – Auftragseingang (Mio. EUR)
- Im Neun-Monatszeitraum 2020 sank der Auftragseingang insbesondere durch die verzögerte Vergabetätigkeit bei Großprojekten für Imprägniertechnik in der E-Mobility um 21,7 % auf 34,5 Mio. Euro (9M 2019: 44,0 Mio. Euro).
- Einige Auftragsvergaben wurden kundenseitig auf das vierte Quartal 2020 oder 2021 verschoben. Die Nachfrage ist weiterhin auf einem guten Niveau, liegt aber COVID-19 bedingt unter den ursprünglichen Erwartungen.
- Das Grundgeschäft mit Dosiertechnik ist weiterhin intakt. Ebenfalls konnten viele Serviceaufträge gewonnen werden. Tests von Kunden in der Anwendungstechnik laufen inzwischen unter Vollauslastung.
- Der Umsatz in Process Technologies ging COVID-19-bedingt um 29,2 % auf 37,6 Mio. Euro (9M 2019: 53,0 Mio. Euro) zurück. Das ursprünglich für 2020 angestrebte Wachstum des Segments wird nicht erreicht werden.
- Das EBITDA im Neun-Monatszeitraum 2020 sank erwartungsgemäß um 54,4 % auf 5,0 Mio. Euro (9M 2019: 11,0 Mio. Euro). Ursächlich waren Verzögerungen bei Projekten und Inbetriebnahmen durch COVID-19 und damit verbunden niedrigere Umsätze.
- Anhaltend hohe EBITDA-Margen im zweistelligen Bereich unterstreichen die Positionierung als Hidden Champion in der Dosiertechnik mit klaren Alleinstellungsmerkmalen.
- Das Geschäftsfeld Environmental Technologies verzeichnete einen Rückgang des Auftragseingangs um 31,3 % auf 78,7 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2020 (9M 2019: 114,6 Mio. Euro).
- Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr Großaufträge i.H.v. 18 Mio. Euro, die Einmalcharakter hatten, enthalten waren. Insgesamt lag der Auftragseingang im aktuellen Umfeld über den ursprünglichen Erwartungen des Managements.
- Die Nachfrage nach Ersatzbrennstoffen ist aufgrund des niedrigen Ölpreises geringer. In Europa belastet die Coronavirus-Pandemie ebenfalls die Nachfrage nach Recycling- und Abfalllösungen für Holz- und Biomasse.
Environmental Technologies – EBITDA (Mio. EUR)
Evolving Technologies – Auftragseingang (Mio. EUR)
Evolving Technologies – EBITDA (Mio. EUR)
- Umsatzseitig erreichte Environmental Technologies dank des hohen Auftragsbestandes mit 83,7 Mio. Euro das Niveau des Vorjahres (9M 2019: 85,3 Mio. Euro). Das EBITDA liegt mit 9,1 Mio. Euro (9M 2019: 8,9 Mio. Euro) über dem Vorjahresniveau.
- Bei einem hohen Auftragsbestand und nur unwesentlichen Projektverzögerungen konnte die Produktion nahezu unter normalen Bedingungen fortgesetzt werden.
- Insbesondere in den USA waren die Projektfortschritte bei Großprojekten schneller als geplant.
- Der Auftragseingang im Geschäftsfeld Evolving Technologies sank im Neun-Monatszeitraum 2020 insgesamt um 20,4 % auf 58,5 Mio. Euro (9M 2019: 73,6 Mio. Euro). Geprägt ist dies vor allem vom Nachfragerückgang in der Pressenautomation sowie der Robotik.
- Das Segment konnte durch Investitionen in der Medizintechnik mit ihrer Tip- und Cup-Technologie (Blutanalyseröhrchen) die Kundenbasis erweitern und neue sowie Folgeaufträge generieren. Auch in der Optosensorik konnten im September vergleichsweise hohe Auftragseingänge verbucht werden.
- Verpackungsautomation verzeichnete weiterhin eine gute Nachfrage mit entsprechenden Auftragseingägen. Ein Wiederanziehen der Auftragsvergaben war in der Pressenautomation im September spürbar. Die Robotik verzeichnet Pandemie-bedingt bei spürbar gestiegenem Preisdruck weiterhin niedrige Auftragseingänge.
- Mit Umsätzen in der Medizintechnik und Verpackungsautomation konnte das Segment Evolving Technologies teilweise Belastungen aus der Pressenautomation und der Robotik kompensieren. So ging der Umsatz vergleichsweise moderat um 18,5 % auf 78,5 Mio. Euro (9M 2019: 96,3 Mio. Euro) zurück.
- Das EBITDA sank im Vergleich zu den ersten neuen Monaten des Vorjahres um 36,4 % auf 7,7 Mio. Euro (9M 2019: 12,2 Mio. Euro). Ursächlich hierfür waren vor allem Pandemieinduzierte langsamere Projektfortschritte in der Pressenautomation sowie Verluste im Bereich der Robotik.
- Die Medizintechnik leistete zum positiven operativen Ergebnis den größten Beitrag. Margenverbesserungen in Projekten trugen dazu bei. Parallel zu ihren Montageanlagen für Kontaktlinsen konnte das Geschäft für die sogenannte Tip&Cup Technologie ausgebaut werden.
ENTWICKLUNGEN AB DEM 4. QUARTAL
Nach Abschluss des Berichtszeitraums sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des MAX Automation-Konzerns eingetreten.
PROGNOSE
Nachdem sich die Weltwirtschaft im dritten Quartal 2020 von den Einbußen der COVID-19-Pandemie des ersten Halbjahres erholen konnte, werden die aktuell steigenden Infektionszahlen in Europa sowie die angekündigten Lockdowns voraussichtlich zu einer erneuten, nachlassenden konjunkturellen Dynamik im vierten Quartal führen. Die gesamtwirtschaftliche Lage bleibt fragil. Eine V-förmige Rückkehr auf Vorkrisenniveau noch in 2020 wird damit unwahrscheinlicher, sodass eine abgeflacht verlaufende Erholung das belastbarste Szenario bleibt.
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des MAX Automation Konzerns verlief in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2020 trotz der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Konjunkturkrise robust. Zusammen mit dem profitablen Kerngeschäft sowie der deutlichen Reduktion der Belastungen des None-Core Business konnte die MAX Automation das operative Ergebnis verbessern.
Indes zeigen die erneut steigenden COVID-19-Infektionszahlen, dass Prognosen der geschäftlichen Entwicklung nach wie vor durch eine außerordentlich hohe Unsicherheit gekennzeichnet sind. Unter der Annahme, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die beschlossenen neuen Maßnahmen zur Eindämmung der zweiten Corona-Welle nicht wesentlich verschlechtern, blickt das Management der MAX Automation aufgrund der krisenfesteren Ausrichtung zwar vorsichtig optimistisch auf das vierte Quartal. Nach den anfänglichen Aufholeffekten im dritten Quartal 2020 ist für den restlichen Jahresverlauf jedoch von einer deutlich geringeren Dynamik auszugehen, so dass das Management weiterhin davon absieht, eine neue Prognose abzugeben.
BILANZ
| AKTIVA | 30.09.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.984 | 6.787 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 42.062 | 46.239 |
| Nutzungsrechte | 17.189 | 17.232 |
| Sachanlagevermögen | 47.080 | 46.338 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 7.454 | 7.454 |
| Sonstige Finanzanlagen | 2.803 | 6.692 |
| Latente Steuern | 9.526 | 10.383 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 120 | 286 |
| Langfristige Vermögenswerte gesamt | 130.218 | 141.411 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 52.421 | 54.029 |
| Vertragsvermögenswerte | 35.697 | 40.987 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 27.206 | 45.402 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 6.465 | 9.967 |
| Liquide Mittel | 42.282 | 40.596 |
| Kurzfristige Vermögenswerte gesamt | 164.071 | 190.981 |
| Aktiva gesamt | 294.289 | 332.392 |
| PASSIVA | ||
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 29.459 | 29.459 |
| Kapitalrücklage | 18.907 | 18.907 |
| Gewinnrücklage | 24.151 | 24.126 |
| Neubewertungsrücklage | 11.340 | 11.340 |
| Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | -102 | 609 |
| Ausgleichsposten für Anteile Dritter | 333 | 310 |
| Bilanzgewinn | -33.812 | -16.876 |
| Eigenkapital gesamt | 50.276 | 67.875 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| Langfristige Darlehen abzüglich kurzfristiger Anteil | 129.236 | 120.574 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 14.406 | 15.438 |
| Pensionsrückstellungen | 1.096 | 1.048 |
| Sonstige Rückstellungen | 4.414 | 4.224 |
| Latente Steuern | 9.473 | 10.912 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 1 | 300 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gesamt | 158.626 | 152.496 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18.828 | 49.818 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 27.710 | 18.637 |
| Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen | 1.652 | 1.327 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 4.470 | 4.257 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 14.409 | 15.670 |
| Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 3.644 | 2.208 |
| Sonstige Rückstellungen | 12.170 | 15.625 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.504 | 4.479 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt | 85.387 | 112.021 |
| Passiva gesamt | 294.289 | 332.392 |
GESAMTERGEBNISRECHNUNG
| Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 20191) | Q3 2020 | Q3 2019 | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Umsatzerlöse | 225.099 | 297.043 | 73.019 | 111.660 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen | ||||
| Erzeugnissen | -2.102 | -10.811 | -1.529 | -14.984 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 1.504 | 1.044 | 658 | 8 |
| Gesamtleistung | 224.501 | 287.276 | 72.148 | 96.684 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8.935 | 8.848 | 2.915 | 2.257 |
| Materialaufwand | -99.791 | -145.002 | -30.960 | -43.748 |
| Personalaufwand | -91.706 | -106.805 | -28.540 | -39.480 |
| Abschreibungen | -15.803 | -12.465 | -2.761 | -6.656 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -34.615 | -48.958 | -8.731 | -14.455 |
| Betriebsergebnis | -8.479 | -17.106 | 4.071 | -5.398 |
| Finanzerträge | 332 | 690 | 143 | 655 |
| Finanzierungsaufwendungen | -7.352 | -12.332 | -2.373 | -10.525 |
| Finanzergebnis | -7.020 | -11.642 | -2.230 | -9.870 |
| Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der | ||||
| Equity-Methode bilanziert werden, nach Steuern | 0 | -1.007 | 0 | -676 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -15.499 | -29.755 | 1.841 | -15.944 |
| Ertragsteuern | -1.337 | -6.940 | -897 | 1.144 |
| Jahresergebnis | -16.836 | -36.695 | 944 | -14.800 |
| davon auf Minderheitenanteile entfallend | 75 | -888 | 136 | -53 |
| davon auf Aktionäre der MAX Automation SE entfallend | -16.911 | -35.807 | 808 | -14.747 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert | ||||
| werden | ||||
| Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden | 0 | 2.044 | 0 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus | ||||
| Leistungen an Arbeitnehmer | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ertragsteuern auf versicherungsmathematische Gewinne und | ||||
| Verluste | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn | ||||
| oder Verlust umgegliedert werden | ||||
| Veränderung aus der Währungsumrechnung | -709 | 1.251 | -849 | 662 |
| Gesamtergebnis | -17.545 | -33.400 | 95 | -14.138 |
| davon auf Minderheitenanteile entfallend | 75 | -888 | 136 | -53 |
| davon auf Aktionäre der MAX Automation SE entfallend | -17.620 | -32.512 | -41 | -14.085 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) in EUR | -0,57 | -1,22 | 0,03 | -0,50 |
1) Es erfolgte eine Anpassung der Vorjahreszahlen an die Bilanzierung zum 31.12.2019. Weiterführende Informationen können dem Anhang des 6M Zwischenberichts entnommen werden.
KAPITALFLUSSRECHNUNG
| Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 1) | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode | 40.596 | 33.518 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 6.412 | -34.646 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -4.164 | -6.625 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -534 | 53.243 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | -28 | 435 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | 0 | -400 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Berichtsperiode | 42.282 | 45.525 |
1) Es erfolgte eine Anpassung der Vorjahreszahlen an die Bilanzierung zum 31.12.2019. Weiterführende Informationen können dem Anhang des 6M Zwischenberichts entnommen werden.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
| Segment | Process Technologies | Environmental Technologies | ||
|---|---|---|---|---|
| Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Auftragseingang | 34.453 | 44.029 | 78.698 | 114.618 |
| Auftragsbestand | 21.373 | 26.958 | 41.892 | 64.913 |
| Working Capital | 14.183 | 16.705 | 18.454 | 13.349 |
| Segmenterlöse | 37.577 | 53.044 | 83.695 | 85.287 |
| EBITDA | 5.032 | 11.030 | 9.064 | 8.918 |
| EBITDA-Marge (in %; bezogen auf Umsatzerlöse) | 13,4% | 20,8% | 10,8% | 10,5% |
| Personaldurchschnitt ohne Auszubildende | 409 | 361 | 418 | 401 |
| Segment | Evolving Technologies | Non-Core | ||
|---|---|---|---|---|
| Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 20191) | Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Auftragseingang | 58.547 | 73.592 | 39.077 | 47.701 |
| Auftragsbestand | 62.452 | 77.498 | 57.455 | 56.519 |
| Working Capital | 15.545 | 14.638 | 20.663 | 42.801 |
| Segmenterlöse | 78.492 | 96.342 | 27.351 | 63.770 |
| EBITDA | 7.744 | 12.174 | -8.097 | -30.680 |
| EBITDA-Marge (in %; bezogen auf Umsatzerlöse) | 9,9% | 12,6% | -29,6% | -48,1% |
| Personaldurchschnitt ohne Auszubildende | 558 | 550 | 282 | 527 |
| Segment | Überleitung | Konzern | ||
|---|---|---|---|---|
| Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 20191) | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Auftragseingang | 0 | 0 | 210.775 | 279.940 |
| Auftragsbestand | 0 | 0 | 183.172 | 225.888 |
| Working Capital | -59 | -905 | 68.786 | 86.588 |
| Segmenterlöse | -2.016 | -1.400 | 225.099 | 297.043 |
| EBITDA | -6.419 | -6.083 | 7.324 | -4.641 |
| EBITDA-Marge (in %; bezogen auf Umsatzerlöse) | - | - | 3,3% | -1,6% |
| Personaldurchschnitt ohne Auszubildende | 14 | 8 | 1.681 | 1.847 |
1) Es erfolgte eine Anpassung der Vorjahreszahlen an die Bilanzierung zum 31.12.2019. Weiterführende Informationen können dem Anhang des 6M Zwischenberichts entnommen werden.
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Die Quartalsmitteilung liegt auch in englischer Sprache vor. Bei Unterschieden ist die deutsche Fassung maßgeblich. Als digitale Version stehen Finanzberichte der MAX Automation SE sowie die Zwischenberichte jeweils im Internet unter www.maxautomation.com in der Rubrik "Investor Relations / Finanzberichte" zur Verfügung.
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Diese Quartalsmitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der MAX Automation SE und ihrer Tochtergesellschaften. Diese Aussagen beruhen auf den derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen des Unternehmens und unterliegen insofern Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächliche wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweicht. Die zukunftsgerichteten Aussagen haben nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Quartalsmitteilung Gültigkeit. MAX Automation SE beabsichtigt nicht, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und übernimmt dafür keine Verpflichtung.