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MAX Automation SE Interim / Quarterly Report 2014

Nov 14, 2014

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Interim / Quarterly Report

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M.A.X. Automation AG Finanzbericht zum dritten Quartal 2014

Wertpapier-Kennnummer: 658 090 ISIN: DE0006580905

Zusammenfassung

  • M.A.X. Automation setzt Aufwärtstrend im dritten Quartal 2014 fort
  • Konzernumsatz in den Monaten Juli bis September rund 56 % über Vorjahresniveau
  • Quartals-EBIT vor PPA-Abschreibungen mit 5,4 Mio. Euro um 45 % über dem Vorjahresquartal
  • Deutliche Steigerungen von Auftragseingang, Auftragsbestand und Umsatz in den ersten neun Monaten
  • Nettoverschuldung im dritten Quartal gegenüber dem Halbjahr um mehr als 10 Mio. Euro reduziert
  • Erwartungen für das Gesamtjahr 2014 trotz insgesamt erfolgreichem Geschäftsverlauf moderat angepasst
in Mio. Euro Jan.-Sept.
2014
Jan.-Sept.
2013
Veränd. % Q3 2014 Q3 2013 Veränd. %
Auftragseingang 1) 253,4 169,7 49,4 92,7 50,7 82,9
Auftragsbestand 1), 3) 157,4 111,0 41,7 - - -
Umsatz 1) 252,9 175,5 44,1 89,5 57,3 56,1
EBIT vor PPA 1) 8,5 9,6 -11,0 5,4 3,7 45,4
EBIT nach PPA 1) 5,8 9,1 -35,9 4,5 3,5 27,1
Periodenergebnis 1) 2,8 5,8 -51,6 3,1 2,2 41,4
Ergebnis pro Aktie (Euro) 1) 0,10 0,22 -51,6 0,12 0,08 41,4
Finanzmittelbestand 2) 37,5 26,3 42,4 - - -
Eigenkapitalquote (Prozent) 2) 32,0 32,3 -0,3 P. - - -
Nettoverschuldung 2) -64,7 -64,1 0,9 - - -
Mitarbeiter 1), 3) 1.718 1.265 35,8 - - -
davon Auszubildende 160 106 50,9 - - -

Konzernkennzahlen auf einen Blick (Angaben nach IFRS)

1) Vorjahr ohne AIM-Gruppe (seit 1. November 2013 konsolidiert)

2) Stichtagsvergleich 30. September 2014 zu 31. Dezember 2013

3) Stichtagsvergleich 30. September 2014 zu 30. September 2013

1. Bericht des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

bei der M.A.X. Automation hat sich die im zweiten Quartal verzeichnete Geschäftsbelebung im dritten Quartal 2014 fortgesetzt. Neben der erstmaligen Einbeziehung der im November 2013 akquirierten AIM-Gruppe führte vor allem eine dynamische Geschäftsentwicklung des Segments Industrieautomation zu teils deutlichen Zuwächsen bei Auftragseingang, Auftragsbestand und Konzernumsatz.

  • Die konzernweiten Auftragseingänge erreichten in den ersten neun Monaten 253,4 Mio. Euro. Das entspricht einem Anstieg um 49,4 % gegenüber dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums, der durch mehrere Großaufträge beeinflusst gewesen war.
  • Der Orderbestand per 30. September 2014 belief sich auf 157,4 Mio. Euro. Das entspricht einem Plus von 41,7 % gegenüber dem Wert am gleichen Stichtag 2013.
  • Der Konzernumsatz nahm auf 252,9 Mio. Euro zu und lag damit um 44,1 % über dem Vorjahreswert.
  • Das operative Konzernergebnis (EBIT) vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen (PPA-Abschreibungen) erreichte nach neun Monaten 8,5 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 9,6 Mio. Euro). Im dritten Quartal lag das EBIT vor PPA-Abschreibungen mit 5,4 Mio. Euro klar über dem entsprechenden Vorjahreswert (3,7 Mio. Euro).
  • Das Periodenergebnis erreichte nach neun Monaten 2,8 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 5,8 Mio. Euro). Im dritten Quartal betrug es 3,1 Mio. Euro und lag damit über dem entsprechenden Vorjahreswert von 2,2 Mio. Euro.

• Die Nettoverschuldung belief sich per 30. September auf 64,7 Mio. Euro, 0,9 % mehr als zum 31. Dezember 2013. Gegenüber dem Wert zum Ende des ersten Halbjahres (75,2 Mio. Euro) wurde die Nettoverschuldung im Wesentlichen durch den Abbau von Forderungen um 10,5 Mio. Euro reduziert.

Der erfolgreiche Geschäftsverlauf der M.A.X. Automation wurde auch im dritten Quartal wesentlich von unserem Segment Industrieautomation getragen. Der Auftragseingang nahm in den ersten neun Monaten 2014 gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um mehr als das Doppelte zu, und der Segmentumsatz verzeichnete ein Wachstum von rund 94 %. Das Ergebnis vor PPA-Abschreibungen lag trotz negativer Einflussfaktoren um rund 10 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Das Segment Umwelttechnik entwickelte sich unter unseren Erwartungen. Der Auftragseingang nahm gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um rund 7 % ab, der Segmentumsatz ging um rund 9 % zurück. Das Segment-EBIT vor PPA fiel mit 1,0 Mio. Euro negativ aus. Ein wesentlicher Grund war unsere Tochtergesellschaft altmayerBTD, deren Geschäft mit der Kernzielgruppe der Kohlekraftwerke aufgrund der sogenannten "Energiewende" stark beeinträchtigt ist. Wir arbeiten an geeigneten Gegenmaßnahmen. Zudem wirkten sich die politischen Spannungen zwischen der Ukraine und Russland negativ aus. So haben russische Kunden bereits avisierte Großaufträge bis auf Weiteres ausgesetzt.

Wir gehen weiterhin davon aus, dass das vierte Quartal den höchsten Beitrag aller Quartale zum Konzern-EBIT 2014 leisten wird. Allerdings haben sich zuletzt neue belastende Faktoren ergeben: In Teilbereichen des Segments Industrieautomation werden bereits avisierte Großaufträge nun erst zum Jahresende erwartet. Damit werden sie jedoch im Jahr 2015 für entsprechend positive Impulse für unser Geschäft sorgen. Zudem fielen in der Industrieautomation höhere Kosten für Pilotprojekte zum Aufbau technologischer Kompetenzen zum Beispiel im Bereich der Fahrassistenzsysteme an, was zu entsprechenden Margenschmälerungen führte. Gleichwohl haben wir mit diesen Projekten eine wichtige Grundlage

für diesen Bereich geschaffen, da Fahrassistenzsysteme in der Automobilindustrie immer mehr Bedeutung erlangen.

Die Krise in der Ukraine und die Sanktionen der Europäischen Union gegenüber Russland beeinträchtigen die Branchenentwicklung insgesamt: Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) stellte unlängst fest, dass es zu tiefgreifenden Verunsicherungen bei deutschen Unternehmen sowie russischen Kunden gekommen sei. Darüber hinaus bestehen weitere Risiken wie die Auseinandersetzungen im Nahen Osten oder die angekündigten Spar- und Effizienzsteigerungsprogramme mehrerer deutscher Automobilbauer für die kommenden Jahre. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben deshalb die konjunkturellen Aussichten für die Euro-Zone und speziell für Deutschland im Herbst teilweise deutlich nach unten korrigiert.

Aufgrund dieser neuen Entwicklungen haben wir unsere Umsatz- und Ergebniserwartungen für das Gesamtjahr 2014 moderat angepasst: Wir gehen nunmehr von einem Konzernumsatz von 350 bis 360 Mio. Euro aus anstatt der bislang erwarteten 360 bis 380 Mio. Euro. Beim Konzern-EBIT vor PPA-Abschreibungen rechnen wir mit einer Spanne von 16 bis 18 Mio. Euro anstatt 19 bis 21 Mio. Euro. Diese Spanne beinhaltet einen positiven Ergebnisbeitrag aus der geplanten Veräußerung einer nicht strategischen Tochtergesellschaft, aber auch die Zusatzkosten für die in diesem Jahr erfolgte Optimierung des Standortnetzes der M.A.X. Automation-Gruppe.

Unverändert gilt, dass 2014 ein Jahr des Übergangs für unser Unternehmen darstellt. Wir werden die stärkere Fokussierung der M.A.X. Automation auf den Hightech-Maschinenbau mit Nachdruck, aber auch mit dem gebotenen Augenmaß fortsetzen. Das Segment Industrieautomation wurde durch den Erwerb der AIM-Gruppe Ende 2013 in technologischer wie strategischer Sicht erheblich gestärkt. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die AIM-Gruppe sorgfältig in den Konzern zu integrieren und Synergien zwischen den einzelnen Tochtergesellschaften zu realisieren.

Überdies kam es zu Veränderungen an der Spitze des Aufsichtsrats der M.A.X. Automation AG. Herr Hans W. Bönninghausen hat sein Amt als

Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats der M.A.X. Automation AG mit Wirkung zum Ablauf des 15. September 2014 niedergelegt. Er hatte dieses Amt elf Jahre lang bekleidet und die erfolgreiche Entwicklung der M.A.X.- Unternehmensgrupe entscheidend mitgeprägt. Für sein langjähriges persönliches und finanzielles Engagement sprechen wir ihm unseren Dank aus. Zu seinem Nachfolger wurde Herr Gerhard Lerch gewählt. Zudem ergänzt nun Herr Dr. Jens Kruse, Generalbevollmächtigter der M.M. Warburg & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, den Aufsichtsrat.

Düsseldorf, im November 2014

Bernd Priske Fabian Spilker Sprecher des Vorstands Vorstand

2. Konzernzwischenlagebericht zum 30. September 2014

2.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft hat sich im dritten Quartal 2014 insgesamt positiv entwickelt. Gleichzeitig haben jedoch die negativen Einflussfaktoren zugenommen. Zwar hält der wirtschaftliche Aufschwung in den USA und Großbritannien laut der "Gemeinschaftsdiagnose" führender deutscher Wirtschaftsinstitute an. Doch sei die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum entgegen der Erwartungen vom Frühjahr eher verhalten ausgefallen. Darüber hinaus verlaufe die Entwicklung in den aufstrebenden Volkswirtschaften uneinheitlich. Als wesentliche Gründe nannten die Experten die aktuellen geopolitischen Konflikte, insbesondere zwischen der Ukraine und Russland.

Im Euroraum machen Länder wie Spanien und Portugal dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge zwar Fortschritte bei ihren Strukturreformen. Doch leiden andere Staaten wie Italien und Frankreich unverändert unter einem Reformstau, der die wirtschaftliche Entwicklung behindere.

Die deutsche Wirtschaft hat im dritten Quartal weiter an Schwung verloren. So hat die gesamtwirtschaftliche Produktion laut der Gemeinschaftsdiagnose Herbst der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute lediglich stagniert, die Industrieproduktion ist gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken. Der ifo-Geschäftsklimaindex, der die Geschäftserwartungen der gewerblichen deutschen Wirtschaft widergibt, ging im September zum fünften Mal in Folge zurück und erreichte den tiefsten Stand seit April 2013. Die Bundesregierung senkte Anfang Oktober mit Verweis auf die verschiedenen geopolitischen Krisen ihre Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt 2014 deutlich auf 1,2 Prozent (zuvor 1,8 Prozent). Für 2015 geht sie von einem Plus von 1,3 Prozent aus nach zuvor 2,0 Prozent.

Quellen:

• Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel: Dämpfer für die Konjunktur, 11.9.2014

  • Ifo Institut, München: Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2014, 9.10.2014, ifo-Geschäftsklimaindex September 2014
  • Internationaler Währungsfonds (IWF): World Economic Outlook, Update Oktober 2014
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Pressemitteilung 14.10.2014

2.2. Branchenumfeld

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) berichtete für seine Mitgliedsunternehmen von einer positiven Ordersituation im dritten Quartal 2014. Demnach nahm der Auftragseingang in den Monaten Juli bis September gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5,0 % zu. Dabei erreichten die Inlandsaufträge ein Plus von 1,0 %, und die Auslandsaufträge stiegen um 6 %. Der Verband hält an seiner Prognose für das Gesamtjahr 2014 fest und erwartet einen Produktionszuwachs in der Branche von rund 1 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz soll den Erwartungen zufolge auf ca. 210 Mrd. Euro (2013: 207 Mrd. Euro; +1,4 %) wachsen, den höchsten Stand, den die Maschinenindustrie je erreicht habe.

Gleichwohl verwies der Verband auf negative Auswirkungen der Ukraine-Krise auf die Ordersituation in der Branche. Demnach beliefen sich die direkten Lieferausfälle nach Russland im ersten Halbjahr 2014 auf rund 20 % des erwarteten Exportvolumens.

Die weltweiten Automobilmärkte entwickelten sich in den ersten neun Monaten 2014 überwiegend positiv. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) nahmen die Neuzulassungen in Europa (+5,8 %), in Japan (+5,8 %), in den USA (+5,4 %) und in China (+12,8 %) gegenüber den jeweiligen Werten des Vorjahreszeitraums zu. Eine rückläufige Entwicklung wurde dagegen in Russland und Brasilien verzeichnet, in Indien stagnierte die Zahl der Neuzulassungen. Ungeachtet der insgesamt guten Zuwächse hatten im Jahresverlauf mehrere deutsche Fahrzeughersteller Spar- und Effizienzsteigerungsprogramme für die kommenden Jahre angekündigt.

Quellen:

  • VDA, Pressemitteilung 17.10.2014
  • VDMA, Pressemitteilung, 21.10. 2014 und 3. 11. 2014

2.3. Besondere Ereignisse im Berichtszeitraum

Veränderung im Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG

Herr Hans W. Bönninghausen hat sein Amt als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats der M.A.X. Automation AG mit Wirkung zum Ablauf des 15. September 2014 niedergelegt. Auf Antrag des Vorstands auf gerichtliche Ergänzung des Aufsichtsrats der M.A.X. Automation AG wurde Herr Dr. Jens Kruse, Hamburg, Generalbevollmächtigter der M.M. Warburg & CO Kommanditgesellschaft auf Aktien, Hamburg, zum Aufsichtsratsmitglied bestellt. Herr Gerhard Lerch wurde zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der M.A.X. Automation AG gewählt.

2.4. Rechnungslegung

Der Abschluss des M.A.X. Automation-Konzerns zum 30. September 2014 wurde nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.

Die im Jahr 2013 erworbene AIM-Gruppe mit den Gesellschaften ELWEMA Automotive GmbH, Rohwedder Macro Assembly GmbH, Rohwedder Micro Assembly GmbH und AIM Micro Systems GmbH wurde zum 1. November 2013 konsolidiert. Die Gewinn- und Verlustrechnung für die ersten drei Quartale 2014 des M.A.X. Automation-Konzerns beinhaltet somit die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der akquirierten Gesellschaften und ist deshalb nur eingeschränkt mit den entsprechenden Werten der ersten drei Quartale 2013 vergleichbar. Vermögenswerte, Eigenkapital und Verbindlichkeiten der AIM-Gruppe sind in den Konzernbilanzen per 31. Dezember 2013 und 30. September 2014 voll enthalten.

Darüber hinaus wurde die im zweiten Quartal 2014 im Rahmen eines Asset Deals erworbene H+E Packtec GmbH (heute: NSM Packtec GmbH) zum 1. Juni 2014 konsolidiert. Genauere Angaben zur Konsolidierung der AIM-Gruppe und der NSM Packtec sind im Anhang unter Punkt 2 enthalten.

2.5. Auftragslage

Auftragseingang Konzern

In Mio. Euro Jan.–Sept.
2014
Jan.–Sept.
2013
Veränd. % Q3 2014 Q3 2013 Veränd. %
Segment 163,7 73,6 ++ 60,4 22,7 ++
Industrieautomation 1)
Segment Umwelttechnik 89,7 96,1 -6,7 32,4 28,0 15,7
Konzern (konsolidiert) 1) 253,4 169,7 49,4 92,7 50,7 82,9

1) Vorjahr ohne AIM-Gruppe (seit 1. November 2013 konsolidiert)

Die Auftragslage des M.A.X. Automation-Konzerns entwickelte sich in den ersten neun Monaten 2014 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres insgesamt positiv. Der Auftragseingang des Konzerns nahm in den ersten drei Quartalen auf 253,4 Mio. Euro zu und lag damit 49,4 % über dem Wert des gleichen Vorjahreszeitraums (169,7 Mio. Euro). Negativ wirkten sich kundenseitige Verschiebungen von Großaufträgen in beiden Segmenten Industrieautomation und Umwelttechnik auf den Auftragseingang aus, u.a. bedingt durch die Ukraine-Krise.

Im dritten Quartal stieg der Auftragseingang auf 92,7 Mio. Euro, ein Zuwachs um 82,9 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (50,7 Mio. Euro).

Der Auftragsbestand des M.A.X. Automation-Konzerns belief sich per 30. September 2014 auf 157,4 Mio. Euro und lag um 46,4 Mio. Euro bzw. 41,7 % über dem Niveau am 30. September 2013 (111,0 Mio. Euro). Die Bookto-bill-Ratio per 30. September 2014 betrug 1,00 (30. September 2013: 0,97).

2.6. Umsatzentwicklung

Umsatz Konzern

In Mio. Euro Jan.-Sept.
2014
Jan.-Sept.
2013
Veränd. % Q3 2014 Q3 2013 Veränd. %
Segment 175,0 90,1 94,2 61,1 30,6 ++
Industrieautomation 1)
Segment Umwelttechnik 78,2 85,7 -8,8 28,3 27,0 4,9
Konzern (konsolidiert) 1) 252,9 175,5 44,1 89,5 57,3 56,1

1) Vorjahr ohne AIM-Gruppe (seit 1. November 2013 konsolidiert)

Der Konzernumsatz lag nach den ersten neun Monaten 2014 mit 252,9 Mio. Euro um 77,4 Mio. Euro bzw. 44,1 % über dem Wert des Vergleichszeitraums 2013 (175,5 Mio. Euro). Im dritten Quartal betrugen die Erlöse 89,5 Mio. Euro, 32,2 Mio. Euro bzw. 56,1 % mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal (57,3 Mio. Euro). Der Anstieg resultierte aus der Einbeziehung der AIM-Gruppe und der insgesamt dynamischen Entwicklung in der Industrieautomation.

Die Gesamtleistung des M.A.X. Automation-Konzerns erhöhte sich in den ersten neun Monaten um 73,9 Mio. Euro bzw. 40,4 % auf 256,8 Mio. Euro nach 182,9 Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2013.

2.7. Ertragslage des Konzerns

Ergebniskennzahlen

In Mio. Euro Jan.-Sept.
2014
Jan.-Sept.
2013
Veränd. % Q3 2014 Q3 2013 Veränd. %
EBIT Segment 11,4 10,4 10,0 5,2 4,0 31,3
Industrieautomation vor PPA 1)
EBIT Segment Umwelttechnik -1,0 1,1 - 0,9 0,5 63,7
vor PPA
EBIT Konzern vor PPA 1) 8,5 9,6 -11,0 5,4 3,7 45,4
EBIT Konzern nach PPA 1) 5,8 9,1 -35,9 4,5 3,5 27,1
Konzernperiodenergebnis1) 2,8 5,8 -51,6 3,1 2,2 41,4

1) Vorjahr ohne AIM-Gruppe (seit 1. November 2013 konsolidiert)

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 4,0 Mio. Euro auf dem gleichen Niveau des Vorjahreszeitraums (4,0 Mio. Euro).

Der Materialaufwand nahm deutlich um 46,3 % auf 136,8 Mio. Euro zu (neun Monate 2013: 93,5 Mio. Euro). Die Materialaufwandsquote – bezogen auf die Gesamtleistung – erhöhte sich von 51,1 % auf 53,3 %. Der Anstieg basierte u.a. auf dem Zukauf von zum Teil nicht geplanten Fremdarbeiten im ersten Quartal 2014 und höheren Aufwendungen für Pilotprojekte zum Aufbau technologischer Kompetenzen zum Beispiel im Bereich Fahrassistenzsysteme.

Der Personalaufwand nahm zwar um 39,6 % auf 77,2 Mio. Euro zu (Vergleichszeitraum 2013: 55,3 Mio. Euro). Doch die Personalaufwandsquote – bezogen auf die Gesamtleistung – betrug 30,0 % und lag damit leicht unter dem Wert des Vorjahreszeitraums (30,2 %).

Die Abschreibungen beliefen sich auf 4,3 Mio. Euro nach 3,7 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wuchsen von 24,8 Mio. Euro auf 34,1 Mio. Euro (+37,3 %). Bezogen auf die Gesamtleistung ergibt sich aber eine auf 13,3 % gesunkene Aufwandsquote (neun Monate 2013: 13,6 %).

Der M.A.X. Automation-Konzern weist für die ersten neun Monate 2014 ein operatives Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen (Purchase Price Allocation – PPA) von 8,5 Mio. Euro aus nach 9,6 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die PPA-Abschreibungen beliefen sich auf 2,7 Mio. Euro (Vergleichszeitraum 2013: 0,5 Mio. Euro) und resultierten in erster Linie aus dem Erwerb der AIM-Gruppe. Das operative Ergebnis nach PPA-Abschreibungen betrug für die ersten neun Monate 5,8 Mio. Euro (neun Monate 2013: 9,1 Mio. Euro).

Im dritten Quartal erhöhte sich das Konzern-EBIT vor PPA auf 5,4 Mio. Euro (Q3 2013: 3,7 Mio. Euro). Nach PPA betrug das Quartals-EBIT 4,5 Mio. Euro (Q3 2013: 3,5 Mio. Euro).

Das Zinsergebnis der ersten neun Monate erhöhte sich von -0,8 Mio. Euro auf -2,6 Mio. Euro. Der Anstieg ist wesentlich auf die Konsolidierung der AIM-Gruppe sowie auf die Ausweitung des Konsortialkredites der M.A.X. Automation AG zur Finanzierung der Akquisition zurückzuführen.

Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) belief sich auf 4,2 Mio. Euro (Vergleichszeitraum 2013: 8,0 Mio. Euro).

Das Periodenergebnis für die ersten neun Monate 2014 betrug 2,8 Mio. Euro (neun Monate 2013: 5,8 Mio. Euro). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,10 Euro (Vorjahreszeitraum: 0,22 Euro). Im dritten Quartal erhöhte sich das Periodenergebnis auf 3,1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 2,2 Mio. Euro). Das Quartalsergebnis je Aktie betrug 0,12 Euro (drittes Quartal 2013: 0,08 Euro).

2.8. Vermögenslage

Der M.A.X. Automation-Konzern wies zum Stichtag am 30. September 2014 eine Bilanzsumme von 291,1 Mio. Euro aus. Dies entspricht dem Wert zum Jahresende 2013 (292,1 Mio. Euro).

Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich in Summe auf 108,6 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 115,2 Mio. Euro). Dabei verringerten sich die immateriellen Vermögenswerte im Wesentlichen aufgrund von Abschreibungen aus PPA von 13,3 Mio. Euro auf 12,1 Mio. Euro. Die Sachanlagen gingen leicht von 39,0 Mio. Euro auf 38,8 Mio. Euro zurück. Die latenten Steuern stiegen von 7,4 Mio. Euro auf 8,2 Mio. Euro, vor allem aufgrund der Aktivierung von Verlustvorträgen. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte nahmen durch die Minderung von Barhinterlegungen für Avale von 6,3 Mio. Euro auf 0,9 Mio. Euro ab.

Die kurzfristigen Vermögenswerte wuchsen in Summe auf 182,5 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 176,9 Mio. Euro). Die Vorräte erhöhten sich durch den Aufbau von Lagerbeständen sowie geleistete Anzahlungen um 20,4 % auf 55,1 Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen im Zuge eines verstärkten Forderungsabbaus um 15,0 % auf 83,6 Mio. Euro zurück. Im Gegenzug stiegen die liquiden Mittel um 42,4 % auf 37,5 Mio. Euro.

Die Nettoverschuldung per 30. September 2014 belief sich auf 64,7 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 64,1 Mio. Euro). Gegenüber dem Wert zum Ende des ersten Halbjahres (75,2 Mio. Euro) wurde die Nettoverschuldung im Wesentlichen durch den Abbau von Forderungen um 10,5 Mio. Euro reduziert.

2.9. Finanzlage

Das Eigenkapital des Konzerns lag zum 30. September 2014 mit 93,1 Mio. Euro leicht unter dem Niveau zum 31. Dezember 2013 (94,2 Mio. Euro). Der Rückgang resultierte insbesondere aus der Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2013. Die Eigenkapitalquote bewegte sich mit 32,0 % auf einem soliden Niveau (31. Dezember 2013: 32,3 %).

Die langfristigen Verbindlichkeiten lagen mit 79,3 Mio. Euro über dem Wert zum Jahresende 2013 (75,8 Mio. Euro). Dabei nahmen die langfristigen Darlehen abzüglich des kurzfristigen Anteils vor allem durch die Erweiterung des Konsortialkredits der M.A.X. Automation AG von 54,0 Mio. Euro auf 56,9 Mio. Euro zu.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich insgesamt auf 118,7 Mio. Euro nach 122,1 Mio. Euro per 31. Dezember 2013. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen von 50,9 Mio. Euro auf 44,8 Mio. Euro zurück. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wuchsen durch die Finanzierung des laufenden operativen Geschäfts von 36,5 Mio. Euro auf 45,3 Mio. Euro.

2.10. Liquiditätsentwicklung

Der M.A.X. Automation-Konzern weist für die ersten neun Monate 2014 einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 3,6 Mio. Euro aus nach -0,6 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Positive Effekte ergaben sich insbesondere aus dem Abbau von Forderungen. Gegenläufig wirkten sich die Erhöhung der Vorräte sowie der Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus.

Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von 5,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: Mittelabfluss von 3,9 Mio. Euro). Der Konzern investierte dabei 3,2 Mio. Euro in Sachanlagen (Vorjahreszeitraum: 2,9 Mio. Euro) sowie 1,5 Mio. Euro in immaterielle Vermögenswerte (Vorjahreszeitraum: 0,7 Mio. Euro). Für den Erwerb von Gesellschaften, insbesondere der NSM Packtec GmbH und der Waste Tec GmbH (weitere Zahlung einer Kaufpreisrate), wurden 0,9 Mio. Euro ausgezahlt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf 12,6 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 5,4 Mio. Euro). Wesentlich war dabei die Erhöhung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten zur Vorfinanzierung von Aufträgen.

Aus der Summe des Cashflows errechnet sich eine Zunahme des Finanzmittelbestands zum Ende der ersten neun Monate 2014 auf 37,5 Mio. Euro nach 26,3 Mio. Euro zu Beginn des Berichtszeitraums.

2.11. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Über Geschäftsvorfälle mit dem M.A.X. Automation-Konzern nahestehenden Personen wird im Anhang zum vorliegenden Finanzbericht zum dritten Quartal 2014 informiert.

2.12. Mitarbeiter

Der Erwerb der AIM-Gruppe im November 2013 führte im Stichtagsvergleich zur deutlichen Aufstockung des Personals im M.A.X. Automation-Konzern.

Zum Stichtag 30. September 2014 betrug die Mitarbeiterzahl im Konzern 1.718 Personen, davon 160 Auszubildende. Dies waren 453 Personen mehr als am gleichen Stichtag 2013 (1.265 Mitarbeiter, davon 106 Auszubildende).

Alle Tochtergesellschaften verfolgen unverändert den Grundsatz, Personalaufstockungen maßvoll und erst nach Ausschöpfung anderer Optionen zur Abdeckung der Mehrnachfrage vorzunehmen.

2.13. Ereignisse nach Abschluss des Berichtszeitraums

Nach dem Stichtag 30. September 2014 sind keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des M.A.X. Automation-Konzerns eingetreten.

2.14. Chancen und Risiken

Das Chancen- und Risikoprofil des M.A.X. Automation-Konzerns hat sich in den ersten neun Monaten 2014 im Vergleich zu den detaillierten Ausführungen im Konzernlagebericht der M.A.X. Automation AG zum 31. Dezember 2013 nicht wesentlich geändert.

Darüber hinaus ist auf folgenden Umstand hinzuweisen:

Zahlreiche geopolitische Krisen haben sich seit dem Beginn des Jahres 2014 deutlich verschärft. Dazu zählen insbesondere die Ukraine-Krise und die damit verbundenen Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland sowie die Krisen im Nahen und Mittleren Osten. Diese Risiken können zu einer Verunsicherung von Kunden in den jeweiligen Ländern und damit zu einer geringeren Nachfrage oder einer Stornierung bereits avisierter Aufträge führen. Diese externen Entwicklungen haben sich bereits negativ auf die Umsatz-, Ertrags- und Finanzlage des M.A.X. Automation-Konzerns ausgewirkt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Beeinträchtigungen der Nachfrage kommen wird.

2.15. Ausblick 2014

Das operative Geschäft des M.A.X. Automation-Konzerns hat in den ersten neun Monaten 2014 kontinuierlich an Dynamik gewonnen. Der Vorstand erwartet weiterhin, dass das vierte Quartal den höchsten Beitrag aller Quartale zum Konzernergebnis des Gesamtjahres leisten wird.

Allerdings haben sich zuletzt neue belastende Faktoren ergeben: In Teilbereichen des Segments Industrieautomation werden bereits avisierte Aufträge nun erst zum Jahresende erwartet und damit im Jahr 2015 für entsprechend positive Impulse sorgen. Zudem fielen höhere Kosten für Pilotprojekte zum Aufbau technologischer Kompetenzen wie zum Beispiel im zunehmend bedeutenden Bereich der Fahrassistenzsysteme an. Dies führte zu entsprechenden Margenschmälerungen. Im Segment Umwelttechnik kam es zu Verschiebungen von Aufträgen russischer Kunden als Folge der Ukraine-Krise.

Wachsende politische und konjunkturelle Risiken beeinträchtigen die Branchenaussichten insgesamt: Dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zufolge führt die Ukraine-Krise zu Verunsicherungen bei deutschen Unternehmen und russischen Kunden mit negativen Folgen für den Export nach Russland. Auch belasten die Auseinandersetzungen im Nahen und Mittleren Osten unverändert die Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten der Branche. Darüber hinaus haben mehrere deutsche Autobauer Spar- und Effizienzsteigerungsprogramme in Milliardenhöhe für die kommenden Jahre angekündigt.

Das Segment Industrieautomation wurde durch den Erwerb der AIM-Gruppe Ende 2013 in technologischer wie strategischer Sicht erheblich gestärkt. Der Vorstand arbeitet im laufenden Geschäftsjahr kontinuierlich daran, die AIM-Gruppe sorgfältig in den Konzern zu integrieren.

Das Segment Umwelttechnik mit der Vecoplan AG als wesentlicher Segmentgesellschaft wird für seine Kunden weiterhin hochwertige Einzelkomponenten sowie komplexe Systemlösungen entwickeln und fertigen.

Der Vorstand treibt die stärkere Fokussierung des Portfolios der M.A.X. Automation auf den Hightech-Maschinenbau voran. Dabei sollen Synergiepotenziale zwischen den einzelnen Tochtergesellschaften gehoben werden. In diesem Zusammenhang wurden zwei Gruppengesellschaften als nicht strategisch definiert. Eine dieser Gesellschaften befindet sich bereits in einem konkreten Verkaufsprozess, die Veräußerung wird noch im Jahr 2014 erwartet. Darüber hinaus prüft der Vorstand nach dem Erwerb der AIM-Gruppe und der NSM Packtec GmbH eine weitere Akquisition, die das Leistungsangebot der M.A.X. Automation-Gruppe im Bereich der Industrieautomation weiter stärken soll und einen Umsatz im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich umfasst. Zudem prüft der Vorstand fortlaufend Optimierungsmöglichkeiten im Standortnetz der Gruppengesellschaften.

Aufgrund des eingetrübten konjunkturellen Umfelds und der genannten neuen belastenden Faktoren hat der Vorstand seine Umsatz- und Ergebniserwartungen für das Gesamtjahr 2014 moderat angepasst: Er geht nunmehr von einem Konzernumsatz von 350 bis 360 Mio. Euro aus (bislang 360 bis 380 Mio. Euro), verbunden mit einem Konzern-EBIT vor PPA-Abschreibungen zwischen 16 bis 18 Mio. Euro (bislang 19 bis 21 Mio. Euro). Diese Spanne beinhaltet einen positiven Ergebnisbeitrag aus der geplanten Veräußerung einer nicht strategischen Tochtergesellschaft, aber auch die Zusatzkosten für die in diesem Jahr erfolgte Optimierung des Standortnetzes der M.A.X. Automation-Gruppe.

Finanzkalender

Veröffentlichung Konzernabschluss 2014 März 2015
Finanzbericht zum 1. Quartal 2015 Mai 2015

Konzernbilanz der M.A.X Automation AG, Düsseldorf,

zum 30. September 2014

AKTIVA 30.09.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 12.110 13.343
Geschäfts- oder Firmenwert 47.976 48.238
Sachanlagevermögen 38.791 38.969
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 0 0
Sonstige Finanzanlagen 633 919
Latente Steuern 8.221 7.401
Sonstige langfristige Vermögenswerte 889 6.322
Langfristige Vermögenswerte gesamt 108.620 115.192
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 55.074 45.752
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 83.649 98.379
Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen 182 905
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 6.093 5.553
Liquide Mittel 37.474 26.310
Kurzfristige Vermögenswerte gesamt 182.472 176.899
Aktiva gesamt 291.092 292.091
PASSIVA
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 26.794 26.794
Kapitalrücklage 3.055 3.055
Gewinnrücklage 15.561 15.755
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 15 -262
Bilanzgewinn 47.657 48.876
Eigenkapital gesamt 93.082 94.218
Langfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Abfindungsansprüchen fremder Gesellschafter 1.868 1.640
Langfristige Darlehen abzüglich kurzfristiger Anteil 56.928 53.998
Pensionsrückstellungen 843 814
Sonstige Rückstellungen 1.947 1.813
Latente Steuern 16.805 16.203
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 879 1.284
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 79.270 75.752
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.762 50.916
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen 45.263 36.461
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 20 57
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Abfindungsansprüchen fremder Gesellschafter 228 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 11.361 15.143
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 3.332 3.351
Sonstige Rückstellungen 12.487 13.072
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.287 3.121
Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt 118.740 122.121

Passiva gesamt 291.092 292.091

Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Gesamteinkommensrechnung der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf,

für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. September 2014

01.01.-30.09.2014 01.01.-30.09.2013 01.07.-30.09.2014 01.07.-30.09.2013
TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 252.883 175.468 89.454 57.320
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.624 7.122 -13 4.284
Aktivierte Eigenleistungen 1.283 340 295 88
Gesamtleistung 256.790 182.930 89.736 61.692
Sonstige betriebliche Erträge 4.042 3.954 1.618 1.524
Materialaufwand -136.786 -93.482 -46.021 -32.455
Personalaufwand -77.151 -55.262 -25.849 -17.822
Abschreibungen -4.306 -3.739 -1.545 -1.162
Sonstige betriebliche Aufwendungen -34.062 -24.818 -12.565 -8.080
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 8.527 9.583 5.374 3.697
Abschreibungen auf Kaufpreisallokationen -2.702 -493 -882 -164
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit nach Abschreibungen auf
Kaufpreisallokationen
5.825 9.090 4.492 3.533
Übriges Beteiligungsergebnis 0 0 0 0
Zinsergebnis -2.645 -844 -907 -227
Übriges Finanzergebnis 1.038 -243 672 -157
Ergebnis vor Ertragsteuern 4.218 8.003 4.257 3.149
Ertragsteuern -1.418 -2.223 -1.167 -963
Periodenergebnis 2.800 5.780 3.090 2.186
Sonstiges Gesamteinkommen, das niemals in die GuV
umgegliedert wird
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Leistungen
an Arbeitnehmern
0 0 0 0
Ertragsteuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0 0 0 0
Veränderung Abfindungsverpflichtung Minderheitsanteile -194 -524 -159 -273
-194 -524 -159 -273
Sonstiges Gesamteinkommen, das in die GuV umgegliedert
werden kann
Veränderung aus der Währungsumrechnung 277 -63 246 -110
Gesamteinkommen 2.883 5.193 3.177 1.803
Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) in EUR 0,10 0,22 0,12 0,08

Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf,

zum 30. September 2014

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Konzernkapitalflussrechnung der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf,

für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. September 2014

01.01.-30.09.2014
TEUR
01.01.-30.09.2013
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis 2.800 5.780
Anpassungen zur Überleitung des Konzernjahresüberschusses
auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte 3.431 1.182
Abschreibungen auf Sachanlagen 3.577 3.050
Abschreibung auf Finanzanlagen 0 0
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Sachanlagen 7 -156
Ergebniswirksame Veränderung latente Steuern -312 261
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 465 2
Änderungen in Aktiva und Passiva
Erhöhung (-) / Minderung (+) sonstige langfristige Vermögenswerte 21 85
Erhöhung (-) / Minderung (+) Vorräte -9.555 -5.582
Erhöhung (-) / Minderung (+) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.679 2.745
Erhöhung (-) / Minderung (+) Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 723 -270
Erhöhung (-) / Minderung (+) aktive RAP und sonstige Vermögenswerte -291 -1.920
Erhöhung (+) / Minderung (-) Pensionsrückstellungen 29 25
Erhöhung (+) / Minderung (-) sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten -5.656 -587
Erhöhung (+) / Minderung (-) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -6.229 -5.480
Erhöhung (+) / Minderung (-) Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen -37 27
Erhöhung (+) / Minderung (-) Verbindlichkeiten und Rückstellungen aus Ertragsteuern -19 214
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.633 -624
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -1.511 -703
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -3.220 -2.862
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -132 -11
Einzahlungen aus Verkäufen von immateriellen Vermögenswerten 0 0
Einzahlungen aus Verkäufen von Sachanlagen 163 389
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 417 0
Veränderung sonstige langfristige Vermögenswerte
Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften abzgl. liquider Mittel
0
-943
0
-737
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -5.226 -3.924
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlung von Dividenden -4.019 -4.019
Aufnahme langfristiger Finanzkredite 4.473 1.466
Tilgung langfristiger Finanzkredite -2.281 -1.616
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 9.345 8.975
Erhöhung (-) / Minderung (+) beschränkt verfügbarer liquider Mittel
Zahlung aus Abfindungsansprüchen Fremder
5.253
-177
820
-222
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 12.594 5.404
Zunahme/Abnahme des Finanzmittelfonds 11.001 856
Einfluss von Wechselkursänderungen 163 -36
Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahrs 26.310 22.765
Finanzmittelfonds zum Ende der Periode 37.474 23.585
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel
37.474 23.585
Zusätzliche Angaben zum Cashflow:
Gezahlte Ertragsteuern -1.290 -2.920
Erstattete Ertragsteuern 187 221
Gezahlte Zinsen -1.929 -973

Erhaltene Zinsen 33 172

Zusatzangaben:

01.01.-30.09.2014
TEUR
01.01.-30.09.2013
TEUR
Erwerb von Tochtergesellschaften:
Derivativer Firmenwert 60
Immaterielle Vermögensgegenstände 325
Sachanlagevermögen 118
Latente Steuern 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0
Vorräte 20
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 0
Liquide Mittel 0
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 0
Langfristige Rückstellungen 0
Latente Steuern 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Kurzfristige Darlehen 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 0
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Steuern -94
Sonstige Rückstellungen 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 0
nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge -216
Kaufpreis 213 0
ausstehende Kaufpreiszahlung 0
Erworbene liquide Mittel 0
Gezahlter Kaufpreis abzgl. erworbener liquider Mittel 213 0
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* in 2013 keine Angabe, da unwesentlich

Die Segmentberichterstattung ist Bestandteil des Anhangs.

M.A.X. Automation AG, Düsseldorf,

Segmentberichterstattung für den Finanzbericht zum 30. September 2014

Konzernanhang

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung im Konzernquartalsfinanzbericht der M.A.X. Automation AG zum 30. September 2014 erfolgte in Übereinstimmung mit den am Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London (IASB), unter Berücksichtigung der Auslegungen des Standing Interpretations Committee (SIC) sowie des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Die entsprechenden Vergleichszahlen des Vorjahres wurden nach den gleichen Grundsätzen ermittelt. Dementsprechend wurde dieser Konzernzwischenabschluss in Übereinstimmung mit IAS 34 erstellt.

Unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck der Quartalsfinanzberichterstattung als ein auf den Konzernjahresabschluss aufbauendes Informationsinstrument verweisen wir auf den Anhang des Konzernjahresabschlusses zum 31. Dezember 2013, in dem Bilanzierungs- , Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sowie die Ausübung der in den IFRS enthaltenen Wahlrechte erläutert werden.

Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt auf Basis der aktuellen Gesetzgebung. Um eine verlässliche und angemessene Abbildung der Ertragsteuern zu gewährleisten, werden diese nicht auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, sondern genau berechnet.

2. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis erfasst sämtliche aktiven Tochtergesellschaften des Konzerns. Zum 31. Dezember 2013 wurden neben der M.A.X. Automation AG insgesamt 31 Tochtergesellschaften einbezogen.

Die im Segment Umwelttechnik im Juli 2013 gegründete Vecoplan Integrated Solutions LLC, Wilmington, Delaware, USA (eine

Tochtergesellschaft der Vecoplan Holding Corporation) wurde zum 31. März 2014 entkonsolidiert. Hieraus resultiert ein Ertrag in Höhe von TEUR 17.

In der Industrieautomation wurde die NSM Packtec GmbH, Ahaus (vormals "Adelheid" Verwaltungs GmbH, Düsseldorf, eine Vorratsgesellschaft der M.A.X. Automation AG) zum 01. Juni 2014 erstmalig konsolidiert und dem Teilkonzern NSM zugeordnet.

Zum 30. September 2014 setzt sich der Konsolidierungskreis wie folgt zusammen:

Anzahl einbezogene Unternehmen 30.09.2014 31.12.2013
Industrieautomation 20 19
Umwelttechnik 11 12
Konzern 31 31

Die Erstellung und Prüfung der Kaufpreisallokation der am 05. November 2013 erworbenen AIM-Gruppe dauert weiterhin an. Nähere Informationen zur vorläufigen Kaufpreisallokation finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2013 unter Punkt 3.4.

2.1 NSM Packtec GmbH

Die NSM Packtec GmbH hat zum 01. Juli 2014 im Rahmen eines Asset Deals bestimmte Vermögensgegenstände von der insolventen H+E Packtec sowie 52 der ehemals 84 Mitarbeiter übernommen.

Die H+E Packtec ist ein spezialisierter Anbieter mit einer umfassenden Expertise für Anlagen zur Abfüllung und Verpackung von Lebensmitteln in der Molkereiindustrie und der Industrie für alkoholfreie Getränke. Die H+E Packtec verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung in der Planung, Errichtung, der Inbetriebnahme und sowie im Service von Anlagen zur formenden Herstellung, Befüllung und Verschließung von Verpackungen für sogenannte "pumpbare Lebensmittel" wie Joghurt, Pudding oder Fruchtsaft. Durch den Erwerb ergänzt der Teilkonzern NSM gezielt seine Kompetenzen als technologisch führender Systemanbieter von Handlingsund Automatisierungsanlagen. Das Know-how der H+E Packtec wird die

Expertise der NSM in der Verpackungsautomation verstärken und zahlreiche Synergien ermöglichen.

Zu den übernommenen Mitarbeitern zählen hochqualifizierte Ingenieure, Techniker und Meister sowie sämtliche Auszubildenden.

Nach Gesamtwürdigung des Erwerbs wurde ein "Business" im Sinne des IFRS 3 erworben.

Der Kaufpreis der übernommenen Vermögenswerte betrug TEUR 213.

Es wurden bislang stille Reserven für einen Auftragsbestand in Höhe von TEUR 310 identifiziert. Hierauf entfallen passive latente Steuern von TEUR 94. Der hieraus resultierende negative Unterschiedsbetrag von TEUR 216 wurde sofort ergebniswirksam erfasst.

Da die Erstellung und Prüfung der finanziellen Informationen noch andauert, ist die Kaufpreisallokation vorläufig. Es können sich daher noch Änderungen in den einzelnen Vermögenswerten und Schulden ergeben. Gemäß IFRS 3 ist die Kaufpreisallokation spätestens ein Jahr nach Vollzug der Transaktion abzuschließen.

Folgende Vermögenswerte sind dem M.A.X. Automation-Konzern im Rahmen der Erstkonsolidierung der NSM Packtec GmbH zugegangen:

TEUR
Langfristige Vermögenswerte 503
Derivativer Firmenwert 60
Immaterielle Vermögenswerte 325
Sachanlagevermögen 118
Kurzfristige Vermögenswerte 20
Vorräte 20
Langfristiges Fremdkapital 94
Latente Steuern 94

Im Konzernergebnis sind folgende Beträge der NSM Packtec GmbH zum 30. September 2014 enthalten:

TEUR
Umsatzerlöse 1.485
Periodenergebnis -92

3. Ereignisse von wesentlicher Bedeutung

Die Ereignisse von wesentlicher Bedeutung sind im Quartalsfinanzbericht unter Punkt 2.3 aufgeführt.

4. Ergebnis je Aktie

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf den folgenden Daten:

Q1-Q3 Q1-Q3
2014 2013
Basis für das unverwässerte Ergebnis je Aktie in
TEUR
2.800 5.780
Anzahl der Aktien 26.794.415 26.794.415
Ergebnis je Aktie 0,10 0,22

In den Jahren 2013 und 2014 fand keine Verwässerung der Aktie nach IAS 33 statt.

5. Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Höhe der mit nahe stehenden Personen getätigten Geschäftsvorfälle beträgt TEUR 180 (Vorjahr TEUR 405). Diese betreffen Beratungsleistungen (betriebswirtschaftliche Beratung) und damit zusammen hängende Reisekosten durch Aufsichtsratsmitglieder. Mit nahe stehenden Unternehmen wurden insgesamt Erlöse in Höhe von TEUR

1.077 (Vorjahr TEUR 2.584) erzielt. Diese betreffen vor allem Umsatzerlöse mit dem assoziierten Unternehmen "Vecoplan Fueltrack".

Mit der Günther Holding GmbH wurde mit Wirkung zum 01. September 2014 ein unentgeltlicher Beratervertrag abgeschlossen.

6. Ereignisse nach dem Stichtag 30. September 2014

Wesentliche Vorgänge nach dem Stichtag haben sich nicht ereignet.

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