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MAX Automation SE Interim / Quarterly Report 2011

Aug 12, 2011

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Interim / Quarterly Report

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M.A.X. Automation AG Halbjahresfinanzbericht 2011

Wertpapier-Kennnummer: 658 090 ISIN: DE0006580905

Zusammenfassung

  • M.A.X. Automation mit hoher Wachstumsdynamik im ersten Halbjahr 2011
  • Auftragseingang steigt um 72 % und erreicht Rekordniveau
  • Umsatzplus von 54 %, EBIT auf 5,4 Mio. Euro nahezu verdreifacht
  • Prognose für das Gesamtjahr 2011 trotz erhöhter konjunktureller Risiken bekräftigt
in Mio. Euro 1. Halbjahr 2011 1. Halbjahr 2010 Veränderung in %
Auftragseingang 154,3 89,6 +72,3
Auftragsbestand * 120,4 85,6 +40,6
Umsatz 121,1 78,8 +53,7
EBIT 5,4 1,8 ++
Periodenergebnis 3,2 1,0 ++
Ergebnis pro Aktie (Euro) 0,12 0,04 ++
Eigenkapitalquote (Prozent)** 42,1 47,5 -5,4 Punkte
Mitarbeiter * 1.016 860 +18,1
Auszubildende * 81 89

Konzernkennzahlen auf einen Blick (Angaben nach IFRS)

* Stichtagsvergleich 30. Juni 2011 zu 30. Juni 2010

** Stichtagsvergleich 30. Juni 2011 zu 31. Dezember 2010

++ Veränderung > 100 %

1. Bericht des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die M.A.X. Automation verzeichnete im ersten Halbjahr 2011 ein sehr erfreuliches Wachstum. Die starke Geschäftsdynamik der ersten drei Monate hat im zweiten Quartal angehalten und sich teilweise sogar verstärkt. Basis dieser Entwicklung ist eine anhaltend rege Nachfrage in beiden Kernsegmenten Industrieautomation und Umwelttechnik. Diese mündete in hohe Zuwachsraten, die unsere ohnehin optimistischen Erwartungen erneut übertrafen. Die wesentlichen Kennzahlen bieten somit ein durchweg erfreuliches Bild:

  • Die konzernweiten Auftragseingänge erreichten im ersten Halbjahr – wie bereits nach dem ersten Quartal – einen Rekordwert. Insgesamt verzeichneten wir im ersten Halbjahr Bestellungen im Wert von 154,3 Mio. Euro und damit eine Steigerung um 72 %.
  • Der Orderbestand belief sich auf 120 Mio. Euro und lag damit um 41 % über dem Wert am gleichen Stichtag des Vorjahres.
  • Die Book to Bill-Ratio, also das Verhältnis vom Bestelleingang zum Umsatz, bewegte sich mit 1,27 weiterhin deutlich über dem Wert von 1,11 für das Jahr 2010. Dies ist ein gutes Zeichen dafür, dass die M.A.X. Automation auch im weiteren Jahresverlauf auf Wachstumskurs bleiben wird.
  • Der Konzernumsatz stieg auf 121 Mio. Euro und damit um 54 % gegenüber dem Vorjahreswert von 79 Mio. Euro. An dem Wachstum hatten beide Kernsegmente Umwelttechnik und Industrieautomation Anteil.
  • Das operative Halbjahresergebnis (EBIT) erreichte 5,4 Mio. Euro; es hat sich damit gegenüber dem Vorjahreswert von 1,8 Mio. Euro verdreifacht.

• Die Eigenkapitalquote lag zur Jahresmitte mit 42,1 % weiterhin auf einem soliden Niveau.

Immer deutlicher zeigt sich, dass die hohe Wachstumsdynamik der M.A.X. Automation in der strategisch zukunftsträchtigen Aufstellung unseres Konzerns begründet liegt – natürlich eingebettet in die anhaltend positive Entwicklung der Weltwirtschaft. Unsere Tochtergesellschaften in den Kernsegmenten Umwelttechnik und Industrieautomation bedienen globale Trends und besitzen somit nachhaltige Wachstumsperspektiven. Dies sind in der Industrieautomation die stetig wachsende Nachfrage nach Konsumgütern, insbesondere nach Automobilen, und in der Umwelttechnik die auf politischer wie gesellschaftlicher Ebene steigende Bedeutung des Klimaschutzes und der Schonung natürlicher Ressourcen.

Unsere Tochtergesellschaften sind Spezialisten für kosteneffiziente Automationssysteme. Sie versetzen ihre Kunden in die Lage, Produkte flexibel und kostenoptimal an die genannten globalen Trends anzupassen. Dies belegt auch die bemerkenswerte Serie von strategisch wichtigen Großaufträgen, die beide Kernsegmente im Laufe des ersten Halbjahres verbuchen konnten.

So erhielt die Vecoplan-Gruppe im Mai den Auftrag für die Errichtung einer Komplettanlage zur Aufbereitung von Ersatzbrennstoffen in der kanadischen Millionenmetropole Edmonton und erreichte damit den Einstieg in einen der Kernmärkte für Umwelttechnik in Nordamerika. IWM Automation wird für einen namhaften deutschen Automobilzulieferer eine technisch komplexe Schweiß- und Montageanlage entwickeln. Und die BARTEC Dispensing Technology erhielt im Juni gleich drei Großaufträge von führenden in- und ausländischen Herstellern von Elektroantrieben für Maschinen zur Imprägnierung von Motoren zukunftsträchtiger Hybridantriebe.

Wichtig für die langfristige Entwicklung der M.A.X. Automation sind auch die strategischen Fortschritte, die unser Konzern im ersten Halbjahr 2011 erreicht hat. Zu nennen sind dabei vor allem die Gründung der Vecoplan FuelTrack GmbH, ein Joint Venture mit der zum ThyssenKrupp-Konzern

gehörenden Polysius AG, Neubeckum für Anlagen zur industriellen Nutzung von Ersatzbrennstoffen für die Zement- und Kalkindustrie, der Erwerb der mabu-pressen AG, ein Spezialist für Präzisionsstanzautomaten durch die NSM Magnettechnik sowie die Ausweitung der Präsenz in Osteuropa infolge der Übernahme einer polnischen Betriebsstätte des insolventen Fahrzeugherstellers Wilhelm Karmann durch die IWM Automation.

Auf Basis des lebhaften Auftragseingangs erwarten wir auch für den weiteren Jahresverlauf eine hohe Wachstumsdynamik, auch wenn die überdurchschnittlich hohen Zuwachsraten des ersten Halbjahres natürlich nicht ohne weiteres fortgeschrieben werden können.

Zudem ist zu beachten, dass die Risikofaktoren für die weltweite Konjunktur im ersten Halbjahr zugenommen haben. Dazu gehören insbesondere die Schuldenkrise in Europa, die Diskussion über die Bonität der USA, aber auch die anhaltenden politischen Spannungen in Nordafrika und im Nahen Osten sowie die weiter gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise. Diese Unsicherheitsfaktoren mahnen uns zu erhöhter Vorsicht.

Ungeachtet der Tatsache, dass die Risikofaktoren für die weltweite Konjunktur weiter zugenommen haben, bekräftigen wir für das Gesamtjahr 2011 unsere bisherigen Prognosen. Wir gehen unverändert davon aus, dass der Konzernumsatz auf mehr als 200 Mio. Euro steigen wird. Das EBIT erwarten wir in einer Spanne von 12,5 bis 13,5 Mio. Euro. Mit der guten Auftragslage, den strategischen Fortschritten und den Ergebnissen des ersten Halbjahres besteht für M.A.X. Automation eine sehr solide Basis, um im weiteren Jahresverlauf in der Erfolgsspur zu bleiben.

Düsseldorf, im August 2011

Bernd Priske Vorstand

2. Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2011

2.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft setzte ihr Wachstum in den ersten sechs Monaten 2011 fort. Jedoch nahmen die konjunkturellen Risiken zu. Der Bundesverband Deutscher Banken rechnete mit einem Zuwachs von 4,0 bis 4,5 % im Gesamtjahr 2011, der somit mehr als einen halben Prozentpunkt unter der Zuwachsrate des vergangenen Jahres liegt.

Für die Euro-Zone wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um nur 1,8 % prognostiziert. Ein wesentliches Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung ist laut Bankenverband die europäische Staatsschuldenkrise, die sich in einigen Ländern wie Griechenland und Portugal zuspitzte. Weitere negative Einflussfaktoren sind die hohen Energie- und Rohstoffpreise: So mehren sich die Anzeichen, dass die anziehenden Produktionskosten auf die Verkaufspreise umgelegt werden. Der somit entstehende Preisanstieg wird den Experten zufolge die Kaufkraft der privaten Haushalte belasten und den privaten Konsum tendenziell dämpfen. Zudem bestehen Unsicherheiten bei der schleppenden Erholung der US-Wirtschaft und durch die anhaltenden politischen Spannungen in Nordafrika und im Nahen Osten.

Die deutsche Wirtschaft befand sich im ersten Halbjahr 2011 auf einem soliden Expansionskurs, wobei das hohe Wachstumstempo des ersten Quartals etwas nachgelassen hat. Dennoch ist die Binnenwirtschaft von einer anhaltend regen Investitionstätigkeit geprägt und hat somit an Bedeutung gewonnen, und auch die außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden angesichts des erwarteten Wachstums der Weltwirtschaft als günstig eingeschätzt. Der Bankenverband geht davon aus, dass gut gefüllte Auftragsbücher, weiterhin optimistische Geschäftserwartungen und der sich fortsetzende Beschäftigungsaufbau für ein Wirtschaftswachstum von 3,0 % im Gesamtjahr 2011 sorgen werden.

Quellen:

Bundesverband deutscher Banken, Monatsbericht Mai 2011 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Pressemitteilung vom 18. Juli 2011

2.2. Branchenumfeld

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet für das Jahr 2011 erneut mit einem Wachstumsjahr. So setzte sich die positive Entwicklung der Branche in den ersten sechs Monaten fort. Jedoch nahm das Wachstumstempo vor dem Hintergrund zahlreicher Belastungen für die Weltwirtschaft im bisherigen Jahresverlauf ab. Auch für die weitere Entwicklung des deutschen Maschinenbaus erwartet der Verband moderatere Zuwachsraten.

Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau erhöhte sich im ersten Halbjahr 2011 insgesamt um 23 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Lag der Zuwachs im ersten Quartal noch bei 32 %, so betrug er im zweiten Quartal 14%. Die Bestellungen aus dem Inland legten in den Monaten April bis Juni 2011 um 5 % zu, der Ordereingang aus dem Ausland erreichte ein Wachstum von 18 %.

Quellen:

VDMA, Pressemitteilungen vom 04. April 2011, 03. Mai 2011, 30. Juni 2011 und 01. August 2011

2.3. Besondere Vorkommnisse im Berichtszeitraum

Akquisition in Polen

Am 1. März 2011 informierte die M.A.X. Automation, dass die Tochtergesellschaft IWM Automation GmbH eine polnische Betriebsstätte des insolventen Fahrzeugproduzenten Wilhelm Karmann GmbH übernommen hat. Die auf den fahrzeugbezogenen Anlagenbau spezialisierte Betriebseinheit wurde in die neu gegründete IWM Automation Polska Sp. z o.o. eingegliedert.

Durch den Zukauf kann IWM Automation die Präsenz in Osteuropa, einem wichtigen Markt für die Automobilindustrie, erhöhen und zugleich das Geschäftsfeld Schweißsysteme/Rohbauanlagen technologisch stärken.

Übernahme der mabu-pressen AG

Am 15. März 2011 gab die M.A.X. Automation AG bekannt, dass die Tochtergesellschaft NSM Magnettechnik GmbH die mabu-pressen AG mit Sitz in Oberursel übernommen hat. Das Unternehmen erzielte 2010 einen Umsatz im mittleren einstelligen Millionenbereich und ist ein Spezialanbieter für die Entwicklung von Präzisionsstanzautomaten. Kunden sind renommierte Adressen aus der Pharma-, Konsumgüter- oder Lebensmittelbranche. NSM strebt durch die Akquisition den Aufbau eines zusätzlichen Geschäftsfelds an.

Joint Venture Vecoplan FuelTrack GmbH gegründet

Am 8. April 2011 gab die M.A.X. Automation AG bekannt, dass die zum Thyssen-Krupp-Konzern gehörende Polysius AG, Neubeckum, und die Vecoplan AG ihre Aktivitäten in der Umwelttechnik für die Zement- und Kalkindustrie bündeln werden. Dazu wurde das Joint Venture Vecoplan FuelTrack GmbH mit Sitz in Bad Marienberg gegründet. FuelTrack wird sich als weltweit tätiger Anbieter auf Komplettanlagen zur Nutzung von Ersatzbrennstoffen in der Zement- und Kalkindustrie spezialisieren. Das Gemeinschaftsunternehmen entwickelt integrierte Systeme, die den gesamten Prozess der Brennstoffbereitstellung umfassen, von der Aufbereitung unterschiedlicher alternativer Wertstoffe bis zum Einsatz in Brennaggregaten der Zement- und Kalkhersteller. In dem Joint Venture verbinden Polysius und Vecoplan ihre technologischen Kompetenzen.

Das nach der at-equity-Methode konsolidierte Unternehmen wird seine Aktivitäten erst in der zweiten Jahreshälfte aufnehmen. Ein separater Ausweis in der Bilanz erfolgte daher noch nicht.

Großauftrag für IWM Automation GmbH

Am 12. April 2011 informierte die M.A.X. Automation AG, dass die Tochtergesellschaft IWM Automation GmbH im Kernsegment Industrieautomation für einen namhaften deutschen Automobilzulieferer ein individuelles, technisch komplexes Fertigungssystem entwickeln wird. Dabei handelt es sich um eine vollautomatische Schweiß- und Montageanlage für Sitzversteller. Das Auftragsvolumen liegt im mittleren einstelligen Millionenbereich.

Vecoplan gelingt Einstieg in Nordamerika-Markt

Am 11. Mai 2011 wurde bekannt gegeben, dass die Umwelttochter Vecoplan in der kanadischen Millionenmetropole Edmonton eine Komplettanlage zur Aufbereitung von Ersatzbrennstoffen errichten wird. Vecoplan ist damit maßgeblich am Aufbau des größten Komplexes aus Wiederaufbereitungsund Forschungsanlagen in ganz Nordamerika beteiligt: dem Edmonton Waste Management Centre. Mit dem Auftrag gelingt Vecoplan der Einstieg in einen der Kernmärkte für Umwelttechnik in Nordamerika. Dort gewinnen technologisch komplexe Systeme zur Verringerung von Treibhausgasen aufgrund verschärfter Klimaschutzbestimmungen stark an Bedeutung. Die Inbetriebnahme soll Anfang 2012 erfolgen.

Großauftrag für BARTEC Dispensing Technology GmbH

Am 3. Juni 2011 gab die Gesellschaft bekannt, dass das Tochterunternehmen BARTEC Dispensing Technology GmbH von führenden in- und ausländischen Herstellern von Elektroantrieben für Fahrzeuge insgesamt drei Aufträge von rund 4 Mio. Euro für Maschinen zum Imprägnieren von Motoren für Hybridantriebe erhalten hat.

Hauptversammlung beschließt Verdopplung der Dividende

Die Ordentliche Hauptversammlung der M.A.X. Automation AG am 20. Juni 2011 in Düsseldorf stimmte mit großer Mehrheit dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu, für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividende von 10 Eurocent je Stückaktie zu zahlen nach 5 Eurocent im Vorjahr. Damit verdoppelte sich die Dividendensumme auf 2,7 Mio. Euro.

Herr Heim schied aus dem Aufsichtsrat im besten gegenseitigen Einvernehmen mit Ablauf der Hauptversammlung an diesem Tag aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Dr. Stangenberg-Haverkamp wurde zum neuen Mitglied in den Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG gewählt.

Zudem beschloss die Hauptversammlung über die Ermächtigung zur Ausgabe von Genussrechten.

Darüber hinaus traten im Berichtszeitraum keine Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des M.A.X. Automation-Konzerns ein.

2.4. Auftragslage

Auftragseingang Konzern

in Mio. Euro 1. Halbjahr 2011 1. Halbjahr 2010 Veränderung in %
Segment Umwelttechnik 91,6 51,6 +77,5
Segment Industrie 62,7 37,9 +65,3
Automation
Konzern 154,3 89,6 +72,3

Der Abschluss des M.A.X. Automation-Konzerns zum 30. Juni 2011 wurde nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.

Die Auftragslage des Konzerns blieb nach dem lebhaften Start auch im zweiten Quartal auf hohem Niveau. Der Auftragseingang des M.A.X. Automation-Konzerns stieg im ersten Halbjahr 2011 um 72,3 % auf 154,3 Mio. Euro nach 89,6 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum.

Beide Kernsegmente verzeichneten sehr hohe Wachstumsraten. In der Umwelttechnik nahm der Bestelleingang um 77,5 % auf 91,6 Mio. Euro zu und lag damit um 40,0 Mio. Euro über dem Wert zum Ende des ersten Halbjahres 2010 (51,6 Mio. Euro). In der Industrieautomation erhöhte sich der Auftragseingang um 24,8 Mio. Euro bzw. 65,3 % auf 62,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 37,9 Mio. Euro).

Der Auftragsbestand stieg per 30. Juni 2011 ebenfalls kräftig auf 120,4 Mio. Euro. Dies entsprach einem Zuwachs von 34,8 Mio. Euro bzw. 40,6 % gegenüber dem Wert am gleichen Vorjahresstichtag (85,6 Mio. Euro). Im Vergleich zum Jahresende 2010 (92,5 Mio. Euro) errechnet sich ein Zuwachs um 30,1 %.

2.5. Umsatzentwicklung

Umsatz Konzern

in Mio. Euro 1. Halbjahr 2011 1. Halbjahr 2010 Veränderung in %
Segment Umwelttechnik 72,1 46,5 +55,0
Segment Industrie
Automation 49,8 32,5 +53,3
Konzern 121,1 78,8 +53,7

Die bereits im zweiten Halbjahr 2010 anziehende Nachfrage und die dynamische Nachfrageentwicklung im ersten Halbjahr 2011 bewirkten einen deutlichen Anstieg des Konzernumsatzes. Dieser lag mit 121,1 Mio. Euro um 42,3 Mio. Euro bzw. 53,7 % über dem Wert des Vergleichszeitraums des Vorjahres (78,8 Mio. Euro).

Im zweiten Quartal 2011 betrug der Konzernumsatz 71,0 Mio. Euro. Dies entsprach einem Anstieg von 30,9 Mio. Euro bzw. 77,0 % gegenüber dem Wert im Vergleichsquartal 2010 (40,1 Mio. Euro).

Die Umwelttechnik verzeichnete in den ersten sechs Monaten einen Erlöszuwachs von 55,0 % auf 72,1 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2010: 46,5 Mio. Euro). In der Industrieautomation lag der Umsatz nach sechs Monaten mit 49,8 Mio. Euro um 53,3 % über dem Niveau des ersten Halbjahres 2010 (32,5 Mio. Euro).

2.6. Ertragslage des Konzerns

Ergebniskennzahlen

in Mio. Euro 1. Halbjahr 2011 1. Halbjahr 2010
EBIT Segment Umwelttechnik 1,3 1,3
EBIT Segment Industrieautomation 4,9 1,3
Konzern-EBIT 5,4 1,8
Konzernperiodenergebnis 3,2 1,0

Infolge des deutlich ausgeweiteten Geschäftsvolumens erhöhte sich die Gesamtleistung des M.A.X. Automation-Konzerns in den ersten sechs Monaten 2011 um 39,7 Mio. Euro bzw. 48,8 % auf 120,9 Mio. Euro nach 81,2 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2010.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 1,3 Mio. Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres (erstes Halbjahr 2010: 1,4 Mio. Euro).

Der Materialaufwand erhöhte sich auf 67,3 Mio. Euro nach 40,1 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2010. Der gegenüber dem Zuwachs der Gesamtleistung überproportionale Anstieg ist auf weiter gestiegene Rohstoffpreise und auf Projekte mit einem höheren Materialanteil zurückzuführen.

Der Personalaufwand nahm in Folge des erhöhten Geschäftsvolumens und der somit bedingten Ausweitung der Mitarbeiterzahl um 21,0 % auf 30,1 Mio. Euro zu (erstes Halbjahr 2010: 24,9 Mio. Euro).

Die Abschreibungen lagen mit 2,1 Mio. Euro leicht über dem Vorjahreswert (erstes Halbjahr 2010: 1,8 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 22,8 % von 14,0 Mio. Euro auf 17,2 Mio. Euro.

Der M.A.X. Automation-Konzern weist für das erste Halbjahr 2011 ein operatives Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 5,4 Mio. Euro aus nach 1,8 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal erreichte das Konzern-EBIT 3,2 Mio. Euro nach 1,2 Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2010.

Das Finanzergebnis der ersten sechs Monate betrug -0,8 Mio. Euro nach -0,5 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2010.

Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) erreichte 4,5 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2010: 1,3 Mio. Euro).

Das Periodenergebnis für die ersten sechs Monate 2011 belief sich auf 3,2 Mio. Euro nach 1,0 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Dem entspricht ein Ergebnis je Aktie von 0,12 Euro (erstes Halbjahr 2010: 0,04 Euro).

Die operativen Segmentergebnisse (EBIT) der beiden Kernsegmente entwickelten sich im ersten Halbjahr 2011 uneinheitlich: In der Umwelttechnik bewegte sich das EBIT mit 1,3 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (erstes Halbjahr 2010: 1,3 Mio. Euro). Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Ergebnis der Vecoplan-Gruppe auch durch Strukturmaßnahmen zur Ausweitung des Geschäfts und entsprechende Vorlaufkosten belastet war. Das EBIT in der Industrieautomation stieg deutlich von 1,3 Mio. Euro auf 4,9 Mio. Euro.

2.7. Vermögenslage

Der M.A.X. Automation-Konzern wies zum Stichtag am 30. Juni 2011 eine Bilanzsumme von 183,9 Mio. Euro aus. Dies entspricht einer Zunahme um 21,6 Mio. Euro bzw. 13,3 % gegenüber dem Wert am Jahresende 2010 (162,3 Mio. Euro).

Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich in Summe auf 71,7 Mio. Euro (31. Dezember 2010: 68,7 Mio. Euro; +4,4 %), wobei sich keine wesentlichen strukturellen Veränderungen ergaben.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen auf 112,2 Mio. (31. Dezember 2010: 93,6 Mio. Euro; +19,9 %). Der Anstieg ist wesentlich durch das Wachstum der Vorräte um 32,4 % auf 38,3 Mio. Euro sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 41,9 % auf 47,7 Mio. Euro bedingt. Der Vorratsanstieg ist teilweise auch auf eine erhöhte Lagerhaltung bei den Tochtergesellschaften zurückzuführen, die mit Blick auf die nach wie vor bestehenden Lieferengpässe auf den internationalen Beschaffungsmärkten die pünktliche Abwicklung der Kundenaufträge sicherstellen soll.

Die liquiden Mittel nahmen im Zuge der Finanzierung des wachstumsbedingt erhöhten Working Capitals von 27,3 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 19,0 Mio. Euro ab.

2.8. Finanzlage

Das Eigenkapital lag zum 30. Juni 2011 mit 77,4 Mio. Euro etwa auf dem Niveau zum 30. Dezember 2010. Die Eigenkapitalquote erreichte mit 42,1 % erneut einen soliden Wert. Der Rückgang um 5,4 Prozentpunkte (30. Dezember 2010: 47,5 %) ergab sich durch die wachstumsbedingt erhöhte Bilanzsumme.

Die langfristigen Verbindlichkeiten nahmen um 10,1 Mio. Euro von 34,0 Mio. Euro auf 23,9 Mio. Euro ab. Die Veränderung resultierte aus der Umgliederung des Konsortialkredits der Holding über 13,2 Mio. Euro, welcher im ersten Halbjahr 2012 fällig wird, in die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 31,4 Mio. Euro bzw. 61,5 % auf 82,6 Mio. Euro (31. Dezember 2010: 51,2 Mio. Euro). Dabei wirkte sich neben höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (35,3 Mio. Euro, +24,0 %) die Ausweitung der Kurzfristdarlehen (26,2 Mio. Euro nach 4,3 Mio. Euro) aus. Diese reflektiert die erhöhte Inanspruchnahme von Kreditlinien zur Finanzierung des operativen Wachstums sowie die genannte Umgliederung des bisher unter den langfristigen Darlehen ausgewiesenen Konsortialkredits.

2.9. Liquiditätsentwicklung

Die Ausweitung des operativen Geschäfts führte in den ersten sechs Monaten 2011 zu einer erhöhten Mittelbindung durch den Aufbau von Vorräten und einen erhöhten Forderungsbestand. Daraus resultierte ein negativer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 8,1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: -2,1 Mio. Euro).

Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 4,7 Mio. Euro (Vergleichszeitraum 2010: -1,7 Mio. Euro). Dabei entfielen 2,0 Mio. Euro auf den Erwerb von Tochtergesellschaften, vor allem der mabu-pressen AG.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf 4,6 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 2010: -1,6 Mio. Euro). Dabei ergaben sich ein Mittelabfluss in Höhe von 2,7 Mio. Euro durch die Auszahlung der Dividende sowie ein Mittelzufluss in Höhe von 7,1 Mio. Euro durch die Inanspruchnahme kurzfristiger Kredite zur Finanzierung des operativen Geschäfts.

Aus der Summe des Cashflows errechnet sich ein Rückgang des Finanzmittelbestands zum Ende des ersten Halbjahres 2011 auf 19,0 Mio. Euro nach 27,3 Mio. Euro zu Beginn des Berichtszeitraums.

2.10. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Über Geschäftsvorfälle mit dem M.A.X. Automation-Konzern nahestehenden Personen wird im Anhang zum vorliegenden Halbjahresfinanzbericht informiert.

2.11. Mitarbeiter

Das deutlich vergrößerte Geschäftsvolumen führte im Konzern zu einem Aufbau der Mitarbeiterzahlen. Dabei verfolgen alle Tochtergesellschaften unverändert den Grundsatz, Personalaufstockungen maßvoll vorzunehmen.

Der M.A.X. Automation-Konzern beschäftigte im ersten Halbjahr 2011 durchschnittlich 978 Mitarbeiter. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren durchschnittlich 850 Beschäftigte im Konzern tätig gewesen. Im Periodenvergleich errechnet sich damit ein Anstieg um 128 Personen. Zudem waren durchschnittlich 83 Auszubildende beschäftigt (erstes Halbjahr 2010: durchschnittlich 92 Auszubildende).

Zum Stichtag 30. Juni 2011 betrug die Mitarbeiterzahl im Konzern 1.016 Personen ohne Auszubildende, 156 Personen mehr als am gleichen Stichtag 2010 (860 Mitarbeiter). Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Berichtszeitraum die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der akquirierten mabupressen AG (35 Mitarbeiter) sowie der IWM Polska (34 Mitarbeiter) einbezogen wurden.

2.12. Ereignisse nach Abschluss des Berichtszeitraums

Nach Abschluss des Berichtszeitraums traten keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des M.A.X. Automation-Konzerns ein.

2.13. Chancen und Risiken

Das Chancen- und Risikoprofil des M.A.X. Automation-Konzerns hat sich im Vergleich zu den detaillierten Ausführungen im Konzernlagebericht der M.A.X. Automation AG zum 31. Dezember 2010 nicht wesentlich geändert. Entsprechend ist auf keine zusätzlichen Chancen oder Risiken im Rahmen dieses Zwischenberichts hinzuweisen.

2.14. Ausblick 2011

Vor dem Hintergrund der lebhaften Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten ist der Vorstand auch für die weitere Entwicklung des Konzerns im Jahr 2011 optimistisch. Er sieht eine gute Grundlage, um die Ziele für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Gleichwohl ist davon auszugehen, dass die Wachstumsraten des ersten Halbjahres 2011 aufgrund des bereits erreichten hohen Niveaus nicht ohne weiteres fortgeschrieben werden können.

Im Segment Umwelttechnik ist im zweiten Halbjahr aufgrund geringerer Vorlaufkosten für strategische Wachstumsmaßnahmen und der Realisierung margenattraktiver Aufträge mit einem deutlich höheren Ergebnisbeitrag zu rechnen als in den ersten sechs Monaten.

In strategischer Hinsicht stehen im weiteren Jahresverlauf die Integration der im ersten Quartal akquirierten Geschäftsaktivitäten und der Start des im April 2011 gegründeten Joint-Ventures Vecoplan FuelTrack im Fokus. Darüber hinaus prüft der Vorstand weiterhin Möglichkeiten, durch Akquisitionen oder Gemeinschaftsaktivitäten mit Dritten die Geschäftsbasis und die geografische Präsenz der Tochtergesellschaften zu stärken.

Es bleibt abzuwarten, ob und in welchem Umfang sich gesamtwirtschaftliche Risikofaktoren – Schuldenkrise in Europa und USA, politische Umbrüche in Nordafrika und im Nahen Osten, steigende Rohstoff- und Energiekosten, Folgen der Erdbebenkatastrophe in Japan – dämpfend auf die Nachfrage der Kunden des M.A.X. Automation-Konzerns auswirken. Zumindest sind die Risiken einer Abschwächung der positiven weltweiten Konjunktur gestiegen.

Der Vorstand bekräftigt die bisherigen finanziellen Aussagen zum Gesamtjahr 2011. Er geht unverändert von einem Anstieg des Konzernumsatzes auf mehr als 200 Mio. Euro aus (2010: 189,7 Mio. Euro). Damit soll ein Anstieg des Konzern-EBIT auf eine Spanne von 12,5 bis 13,5 Mio. Euro (2010: 9,5 Mio. Euro) verbunden sein.

Finanzkalender

Quartalsfinanzbericht zum 3. Quartal 2011 November 2011

3. Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2011

Konzernbilanz der M.A.X Automation AG, Düsseldorf zum 30. Juni 2011
AKTIVA 30.06.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert
3.545
27.776
1.204
27.638
Sachanlagevermögen 32.284 31.650
Sonstige Finanzanlagen 312 215
Latente Steuern 5.432 5.065
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2.325 2.884
Langfristige Vermögenswerte gesamt 71.674 68.656
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 38.326 28.945
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 47.687 33.607
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 7.244 3.762
Liquide Mittel 18.954 27.291
Kurzfristige Vermögenswerte gesamt 112.211 93.605
Aktiva gesamt 183.885 162.261
PASSIVA
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 26.794 26.794
Kapitalrücklage 3.055 3.055
Gewinnrücklage 9.993 9.993
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -442 -272
Bilanzgewinn 38.011 37.522
Eigenkapital gesamt 77.411 77.092
Langfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Abfindungsansprüchen Fremder 781 548
Langfristige Darlehen abzüglich kurzfristiger Anteil 10.170 23.096
Pensionsrückstellungen 619 564
Sonstige Rückstellungen 2.286 1.686
Latente Steuern 9.967 8.060
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 46 56
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 23.869 34.010
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35.286 28.464
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen 26.222 4.262
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 86 52
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 4.760 5.296
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 373 803
Sonstige Rückstellungen 14.645 11.317
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.233 965
Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt 82.605 51.159
Passiva gesamt 183.885 162.261

Gesamteinkommensrechnung der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf

für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30.06.2011

01.01.- 30.06.2011 01.01.-30.06.2010 01.04.-30.06.2011 01.04.-30.06.2010
TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 121.142 78.833 70.982 40.104
Veränderung des Bestands an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen -815 2.358 -1.910 2.320
Aktivierte Eigenleistungen 528 56 345 56
120.855 81.247 69.417 42.480
Sonstige betriebliche Erträge 1.284 1.390 506 636
Materialaufwand -67.260 -40.100 -40.594 -21.152
Personalaufwand -30.148 -24.906 -15.501 -12.822
Abschreibungen -2.137 -1.846 -1.156 -912
Sonstige betriebliche Aufwendungen -17.215 -14.022 -9.481 -7.026
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 5.379 1.763 3.191 1.204
Übriges Beteiligungsergebnis -36 38 10 31
Zinsergebnis -679 -514 -428 -284
Übriges Finanzergebnis -115 -25 39 -13
Ergebnis vor Ertragsteuern 4.549 1.262 2.812 938
Ertragsteuern -1.381 -258 -954 -99
Periodenergebnis 3.168 1.004 1.858 839
Sonstiges Gesamteinkommen
Veränderung aus der Währungsumrechnung -170 236 -38 117
Verrechnung der IPO-Kosten mit der
Kapitalrücklage
0 223 0 112
Steuern auf sonstiges Gesamteinkommen 0 -69 0 -35
Sonstiges Gesamteinkommen nach Steuern -170 390 -38 194
Gesamteinkommen 2.998 1.394 1.820 1.033
Ergebnis je Aktie
unverwässert und verwässert in EUR 0,12 0,04 0,07 0,03

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

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1
Konzernkapitalflussrechnung der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2011
01.01.-30.06.2011
TEUR
01.01.-30.06.2010
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernperiodenüberschuss
3.168 1.004
Anpassungen zur Überleitung des Konzernperiodenüberschusses
auf den Cashflow aus der Geschäftstätigkeit
Abschreibungen auf Sachanlagen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
1.735
402
1.634
211
Abschreibungen auf langfristige finanzielle Vermögenswerte
Gewinn(-) Verlust (+) aus dem Abgang von Sachanlagen
Gewinn(-) Verlust (+) aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften
0
-31
0
0
-420
0
Gewinn(-) Verlust (+) aus dem Abgang von Finanzanlagen
Veränderung latente Steuern
0
932
0
-136
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) und Erträge (-)
Änderungen in Aktiva und Passiva
310 153
Erhöhung (-) Minderung (+) Vorräte -7.084 -5.152
Erhöhung (-) Minderung (+) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Erhöhung (-) Minderung (+) aktiver RAP und sonstiger Vermögensgegenstände
-13.758
-3.381
-1.219
-220
Erhöhung (+) Minderung (-) Pensionsrückstellungen 55 43
Erhöhung (+) Minderung (-) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Erhöhung (+) Minderung (-) Verbindlichkeiten und Rückstellungen aus Ertragsteuern
5.887
-485
3.705
-931
Erhöhung (+) Minderung (-) sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 4.151 -730
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -8.099 -2.058
2. Cashflow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
-527 -175
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -2.214 -2.347
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -123 -2.347
Einzahlungen aus Verkäufen von immateriellen Vermögenswerten 0 0
Einzahlungen aus Verkäufen von Sachanlagen
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen
169
0
810
1
Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Gesellschaften abzügl. liquider Mittel der Tochter 0 0
Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften abzüglich liquider Mittel -1.999 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 32
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.694 -4.026
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen von Dividenden
-2.679 -1.340
Zahlungen aus Abfindungsansprüchen Fremder 0 119
Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten
- davon Aufnahme von langfristigen Finanzkrediten 400 1.355
- davon Tilgung von langfristigen Finanzkrediten
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten
-783
7.088
-173
-651
Erhöhung (-) Minderung (+) beschränkt verfügbarer liquider Mittel 602 -892
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 4.628 -1.582
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
= Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -8.165 -7.666
(Summe der Cashflows aus den drei Tätigkeitsbereichen)
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des
Finanzmittelfonds -172 63
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 27.291 24.406
= Finanzmittelbestand am Ende der Periode 18.954 19.150
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
= Liquide Mittel
+ abzüglich liquider Mittel aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
18.954
0
19.150
0
= Finanzmittelbestand am Ende der Periode 18.954 19.150
Zusätzliche Angaben zum Cashflow
gezahlte Ertragsteuern -2.077 596
erstattete Ertragsteuern 559 0
gezahlte Zinsen
erhaltene Zinsen
-723
58
469
40
Konzernkapitalflussrechnung der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2011
01.01.-30.06.2011
TEUR
01.01.-30.06.2010
TEUR
Erwerb von Tochtergesellschaften
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.199 0
Firmenwert 162 0
Sachanlagevermögen 299 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 81 0
Vorräte 2.309 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 335 0
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 101 0
Liquide Mittel 1 0
Langfristige Darlehen 400 0
Latente Steuern 608 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 924 0
Kurzfristige Darlehen 715 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 177 0
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 55 0
Sonstige Rückstellungen 76 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 30 0
Gezahlter Kaufpreis 2.000 0
zugegangene liquide Mittel -1 0
Gezahlter Kaufpreis, abzüglich erworbener liquider Mittel 1.999 0
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M.A.X. Automation AG, Düsseldorf,

Segmentberichterstattung für den Finanzbericht zum 30. Juni 2011

Konzernanhang

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung im Konzernquartalsfinanzbericht der M.A.X. Automation AG zum 30. Juni 2011 erfolgte in Übereinstimmung mit den am Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London (IASB), unter Berücksichtigung der Auslegungen des Standing Interpretations Committee (SIC) sowie des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Die entsprechenden Vergleichszahlen des Vorjahres wurden nach den gleichen Grundsätzen ermittelt.

Unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck der Halbjahresfinanzberichterstattung als ein auf den Konzernjahresabschluss aufbauendes Informationsinstrument verweisen wir auf den Anhang des Konzernjahresabschlusses zum 31. Dezember 2010, in dem Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sowie die Ausübung der in den IFRS enthaltenen Wahlrechte erläutert werden.

Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt auf Basis der aktuellen Gesetzgebung. Um eine verlässliche und angemessene Abbildung der Ertragsteuern zu gewährleisten, werden diese nicht auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, sondern genau berechnet.

2. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis erfasst sämtliche aktiven Tochtergesellschaften des Konzerns. Zum 31. Dezember 2010 wurden neben der M.A.X. Automation AG insgesamt 20 Tochtergesellschaften einbezogen.

Im Segment Industrieautomation wurde die Atiap S.A.R.L, eine Tochtergesellschaft der NSM Magnettechnik GmbH im ersten Quartal 2011 liquidiert. Zum 31. März 2011 wurde die mabupressen AG, ebenfalls eine Tochtergesellschaft der NSM Magnettechnik GmbH, erstkonsolidiert.

Die IWM Automation GmbH (Segment Industrieautomation) gründete gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft IWM-Automation Verwaltungs GmbH im Februar 2011 die IWM Polska Sp. z o.o. Die Gesellschaften IWM-Automation Verwaltung und die IWM Polska wurden zum 28. Februar 2011 erstkonsolidiert.

Die Entkonsolidierung der Atiap sowie die Erstkonsolidierung der IWM Polska und der IWM Verwaltungs GmbH hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage des M.A.X. Automation-Konzerns.

Zum 30. Juni 2011 setzt sich der Konsolidierungskreis wie folgt zusammen:

Anzahl einbezogene Unternehmen 30.06.2011 31.12.2010
Umwelttechnik 8 8
Industrieautomation 14 12
Konzern 22 20

2.1 mabu-pressen AG, Oberursel

Die NSM Magnettechnik GmbH, Olfen hat am 15. März 2011 die mabu-pressen AG zu 100% akquriert. Die Firma mit Sitz in Oberursel ist ein Spezialanbieter für die Entwicklung von Präzisionsstanzautomaten. Der max. Kaufpreis betrug TEUR 2.500 und beinhaltet eine Earn-Out-Regelung, welche von dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr 2011 abhängig ist, sowie ein Rücktrittsrecht anstelle der Earn-Out-Regelung.

Das neubewertete Eigenkapital der mabu-pressen AG beträgt zum 31. März 2011 TEUR 2.338. Stille Reserven für Technologie, Marke, Kundenstamm und Auftragsbestand wurden in Höhe von TEUR 2.140 identifiziert und im Rahmen der Kaufpreisallokation entsprechend zugeteilt. Die Nutzungsdauer der stillen Reserven beträgt zwischen 1 und 10 Jahre. Nach Abzug der darauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von TEUR 608 verbleibt ein Firmenwert von TEUR 162.

Folgende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind dem M.A.X. Automation-Konzern zum 31. März 2011 im Rahmen der Erstkonsolidierung aus dem Erwerb der mabu-pressen AG zugegangen:

TEUR
Langfristige Vermögenswerte 2.741
Immaterielle Vermögenswerte 2.199
Firmenwert 162
Sachanlagevermögen 299
Sonstige langfristige Vermögenswerte 81
Kurzfristige Vermögenswerte 2.746
Vorräte 2.309
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 335
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 101
Liquide Mittel 1
Vermögenswerte 5.487
Langfristiges Fremdkapital 1.008
Langfristige Darlehen 400
Latente Steuern 608
Kurzfristiges Fremdkapital 1.977
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 924
Kurzfristige Darlehen 715
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 177
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 55
Sonstige Rückstellungen 76
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 30
Fremdkapital 2.985

Wäre die mabu-pressen AG bereits zu Beginn des Wirtschaftsjahres dem M.A.X. Automation-Konzern zugehörig gewesen, hätte sich das Ergebnis von Januar bis Juni 2011 wie folgt entwickelt:

TEUR
Pro-forma Umsatzerlöse 121.754
Pro-forma Periodenergebnis 2.996

Im Konzernergebnis des M.A.X.-Automation-Konzerns sind im ersten Halbjahr 2011 folgende Beträge der mabu-pressen AG enthalten:

TEUR
Umsatzerlöse 2.047
Periodenergebnis 245

3. Ereignisse von wesentlicher Bedeutung

Die Ereignisse von wesentlicher Bedeutung sind im Zwischenlagebericht aufgeführt.

4. Ergebnis je Aktie

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf den folgenden Daten:

Q2 Q2
2011 2010
Basis für das unverwässerte Ergebnis je Aktie in TEUR 3.168 1.004
Anzahl der Aktien 26.794.415 26.794.415

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie und beträgt zum 1. Halbjahr 2011 EUR 0,12 (1. Halbjahr 2010: EUR 0,04).

5. Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen

Die Höhe der mit nahe stehenden Personen getätigten Geschäftsvorfälle beträgt TEUR 73 (Vorjahr TEUR 112).

6. Ereignisse nach dem Stichtag 30. Juni 2011

Die Ereignisse nach dem Stichtag sind im Zwischenlagebericht aufgeführt.

M.A.X. Automation AG Presse: Breite Straße 29-31 Frank Elsner

Tel.: +49 – 211 – 90 99 1-0 Tel.: +49 – 5404 – 91 92 0 Fax: +49 – 211 – 90 99 1-11 Fax: +49 – 5404 – 91 92 29 Mail: [email protected] Internet: www.maxautomation.de

40213 Düsseldorf Frank Elsner Kommunikation für Unternehmen GmbH

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Düsseldorf, im August 2011

Bernd Priske

Bescheinigung nach pr!ferischer Durchsicht

An die M.A.X. Automation AG, D!sseldorf

Wir haben den verk!rzten Konzernzwischenabschluss ! bestehend aus verk!rzter Bilanz, verk!rzter Gesamteinkommensrechnung, verk!rzter Kapitalflussrechnung, verk!rzter Eigenkapitalver"nderungsrechnung sowie ausgew"hlten erl"uternden Anhangangaben ! und den Konzernzwischenlagebericht der M.A.X. Automation AG f!r den Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis zum 30. Juni 2011, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer pr!ferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verk!rzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS f!r Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den f!r Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verk!rzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer pr!ferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die pr!ferische Durchsicht des verk!rzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftspr!fer (IDW) festgestellten deutschen Grunds"tze f!r die pr!ferische Durchsicht von Abschl!ssen vorgenommen. Danach ist die pr!ferische Durchsicht so zu planen und durchzuf!hren, dass wir bei kritischer W!rdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschlieûen k#nnen, dass der verk!rzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in \$bereinstimmung mit den IFRS f!r Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in \$bereinstimmung mit den f!r Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine pr!ferische Durchsicht beschr"nkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlusspr!fung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgem"û keine Abschlusspr!fung vorgenommen haben, k#nnen wir einen Best"tigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer pr!ferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verk!rzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in \$bereinstimmung mit den IFRS f!r Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in \$bereinstimmung mit den f!r Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Hannover, 9. August 2011

Ebner Stolz M#nning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftspr!fungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Wirtschaftspr!fer Wirtschaftspr!fer

Wilfried Steinke Olaf Goldmann