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MAX Automation SE — Earnings Release 2015
Nov 13, 2015
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Earnings Release
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HIGHLIGHTS IM ÜBERBLICK
- M.A.X. Automation-Konzern mit starkem dritten Quartal und erfolgreicher Entwicklung in den ersten neun Monaten 2015
- Konzernumsatz nach neun Monaten um 5,3 % auf 266,3 Mio. Euro erhöht
- EBIT vor PPA-Abschreibungen mit 15,1 Mio. Euro um 55,0 % über Vorjahreswert, davon 7,5 Mio. Euro im dritten Quartal
- Neun-Monats-Periodenergebnis erreicht 5,9 Mio. Euro
- Finanzschulden seit Jahresbeginn um rund 27 Mio. Euro reduziert
- Positive Effekte aus Weiterentwicklung des Konzerns und Nutzung von Synergien zwischen Gruppengesellschaften
- Vorstand bestätigt Ausblick für das Gesamtjahr 2015
KONZERNERGEBNISSE IM ÜBERBLICK (IFRS)
| in Mio. Euro | Jan.-Sept. 2015 |
Jan.-Sept. 2014 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 266,4 | 253,4 | +5,1 % |
| Auftragsbestand* | 158,4 | 157,4 | +0,6 % |
| Umsatz | 266,3 | 252,9 | +5,3 % |
| EBITDA | 19,9 | 14,1 | +41,9 % |
| EBIT vor PPA | 15,1 | 9,7 | +55,0 % |
| EBIT nach PPA | 11,4 | 6,8 | +67,1 % |
| Periodenergebnis | 5,9 | 2,7 | +118,0 % |
| EBIT je Aktie vor PPA (Euro) | 0,56 | 0,36 | +55,0 % |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) | 0,22 | 0,10 | +118,0 % |
* Stichtagsvergleich 30. September 2015 zu 30. September 2014
| in Mio. Euro | 30.09.2015 | 31.12.2014 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 101,8 | 99,8 | +2,0 % |
| Eigenkapitalquote (in %) | 35,1 | 33,8 | +1,3 pp |
| Finanzschulden | 73,6 | 100,3 | -26,6 % |
| Finanzmittelbestand | 14,4 | 52,4 | -72,6 % |
| Nettoverschuldung | 59,3 | 47,9 | +23,6 % |
| Mitarbeiter (nach Köpfen)* | 1.808 | 1.791 | +0,9 % |
| - davon Auszubildende* | 152 | 160 | -5,0 % |
* Stichtagsvergleich 30. September 2015 zu 30. September 2014
AN UNSERE AKTIONÄRE
Brief des Vorstands
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
die M.A.X. Automation AG hat ein starkes drittes Quartal 2015 verzeichnet und damit die erfolgreiche Entwicklung des ersten Halbjahres beschleunigt. Insgesamt haben wir in den ersten neun Monaten alle wesentlichen Kennzahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum – teils deutlich – verbessert und liegen damit voll im Rahmen unserer Erwartungen. Dazu tragen immer mehr die positiven Effekte aus der strategischen Weiterentwicklung der M.A.X. Automation zu einer Hightech-Maschinenbaugruppe mit besonderen technologischen Kompetenzen, etwa in der Mikromontage, in der Dosiertechnik oder in der Robotik, bei. Zudem gelingt es uns zunehmend, Synergien zwischen unseren Gruppengesellschaften zu nutzen. Mit anderen Worten: Unser Unternehmen bewegt sich strategisch und wirtschaftlich in die richtige Richtung.
Die konzernweiten Auftragseingänge nahmen in den ersten neun Monaten 2015 um 5,1 % auf 266,4 Mio. Euro zu. Davon entfielen 90,4 Mio. Euro auf das dritte Quartal. Der Orderbestand bewegte sich ebenfalls auf hohem Niveau und erreichte per 30. September 2015 den Wert von 158,4 Mio. Euro, 0,6 % mehr als am gleichen Stichtag 2014. Damit weisen unsere Gruppengesellschaften weiterhin einen sehr soliden Auftragsbestand auf.
Der Konzernumsatz erhöhte sich von Januar bis September um 5,3 % auf 266,3 Mio. Euro. Das operative Konzernergebnis (EBIT) vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen (PPA-Abschreibungen) stieg im Periodenvergleich um mehr als die Hälfte auf 15,1 Mio. Euro. Im dritten Quartal belief sich das EBIT vor PPA auf 7,5 Mio. Euro und lag sogar über unseren Erwartungen. Damit verbesserte sich die EBIT-Marge bezogen auf die Gesamtleistung in den ersten neun Monaten um 1,7 Prozentpunkte auf 5,5 %. Im starken dritten Quartal betrug die Marge sogar 7,7 % und näherte sich damit dem von uns mittelfristig und nachhaltig angestrebten Wert von mindestens 8,0 %. Das Periodenergebnis der ersten neun Monate hat sich auf 5,9 Mio. Euro mehr als verdoppelt.
Nicht nur in der Erfolgsrechnung, auch in den Bilanzrelationen zeigen sich die Fortschritte in der Konzernentwicklung: Erstmals in der Geschichte der M.A.X. Automation überstieg das Konzerneigenkapital die Marke von 100 Mio. Euro und betrug per 30. September 101,8 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 35,1 % und lag damit deutlich über der von uns angestrebten Mindestmarke von 30,0 %. Die Bruttoverschuldung haben wir seit Jahresbeginn um 26,7 Mio. Euro auf 73,6 Mio. Euro zurückgeführt, was unter anderem auch durch die Ende Juni vereinbarte neue Konzernfinanzierung ermöglicht wurde. Die Nettoverschuldung stieg – wie in unserer Branche üblich – zwar unterjährig an, lag nach drei Quartalen jedoch um 5,4 Mio. Euro unter dem Niveau per 30. September 2014 von 64,7 Mio. Euro.
Das Segment Industrieautomation setzte die solide Entwicklung des ersten Halbjahres 2015 im dritten Quartal fort. Der Auftragseingang verbesserte sich nach neun Monaten um 4,5 % gegenüber dem Wert des Vorjahreszeitraums, der Auftragsbestand per 30. September nahm nochmals leicht um 1,5 % zu. Der Segmentumsatz lag zwar geringfügig um 1,3 % unter dem Niveau des Vorjahres, was auf das Anlaufen neuer Projekte und einer damit verbundenen zeitweise geringeren Kapazitätsauslastung im ersten Halbjahr zurückzuführen ist. Doch verbesserte sich das EBIT vor PPA-Abschreibungen deutlich um 23,2 % auf 14,3 Mio. Euro. Die EBIT-Marge erreichte im Segment damit 8,0 %. Auch im vierten Quartal erwarten wir in der Industrieautomation eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung.
Das Segment Umwelttechnik setzte ebenfalls den erfreulichen Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres – wenn auch mit etwas geringerer Dynamik – fort. Der Auftragseingang nahm in den ersten neun Monaten um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr zu, der Auftragsbestand per 30. September lag mit 41,3 Mio. Euro nur geringfügig unter dem Wert des Vorjahresstichtags. Der Umsatz erhöhte sich um 20,0 %, das EBIT vor PPA stieg von 0 auf 3,0 Mio. Euro. Die Kennzahlen zeigen, dass die strategische Neuausrichtung unserer Gruppengesellschaft Vecoplan AG zunehmend Wirkung zeigt. Für die Gruppengesellschaft altmayerBTD haben wir im Zuge der Konzentration auf unsere Kerngeschäfte – wie angekündigt – einen Verkaufsprozess eingeleitet. Wir streben weiterhin an, die Veräußerung zeitnah abschließen zu können.
Wir haben bei der Transformation der M.A.X. Automation von einer Finanzholding in eine dezentral organisierte Hightech-Maschinenbaugruppe bereits viel erreicht. Das technologische Portfolio unserer Gruppengesellschaften hat sich kontinuierlich weiterentwickelt und bedient mehrere Wachstumstreiber in unseren Zielmärkten. Um einige Beispiele zu nennen: Im Bereich Automotive liefern wir Systeme und Komponenten zur Emissionseinsparung, ein wesentliches Thema bei aktuellen und künftigen Investitionen der Fahrzeughersteller. Zudem entwickeln wir Lösungen zum immer wichtigeren autonomen Fahren. In der weitgehend konjunkturresistenten Medizintechnik entsprechen wir den besonders hohen Anforderungen unserer Kunden in punkto Präzision, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Und in der Umwelttechnik besitzen wir mit der Vecoplan-Gruppe eine marktführende Position in der Entwicklung und Produktion von Anlagen und Systemen für die Entsorgung und Aufbereitung von Rest- und Wertstoffen.
Für die Geschäftsentwicklung im Gesamtjahr 2015 sind wir optimistisch. Aufgrund des komfortablen Auftragsbestands und der Planungen unserer Gesellschaften für die kommenden Monate bestätigen wir unsere Prognosen. Wir erwarten den Konzernumsatz in der Spanne von 360 Mio. Euro bis 380 Mio. Euro und gehen von einem Konzern-EBIT vor PPA-Abschreibungen zwischen 20 Mio. Euro und 22 Mio. Euro aus.
Wir danken Ihnen, unseren Aktionären, für das Vertrauen, das Sie in die M.A.X. Automation investiert haben. Unser Konzern ist in seiner heutigen Aufstellung stärker denn je. Doch haben wir unsere ehrgeizigen Ziele noch nicht erreicht. Deshalb würden wir uns freuen, gemeinsam mit Ihnen die nächsten Etappen auf unserem Weg in Angriff nehmen zu können.
Düsseldorf, im November 2015
Fabian Spilker Vorstand
AKTIE DER M.A.X AUTOMATION AG
Zum 1. April 2015 hat die M.A.X. Automation AG den Wechsel vom General Standard in den Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse vollzogen.
Kursentwicklung
Die Aktie der M.A.X. Automation AG entwickelte sich in den ersten neun Monaten 2015 positiv und über weite Strecken dieses Zeitraums besser als der Kursindex SDAX. Die Aktie verzeichnete nach einem Jahresauftakt mit einem Kurs von 4,20 Euro am 14. Januar 2015 ihren Tiefstwert von 3,85 Euro. Daraufhin setzte sie zu einer kontinuierlichen Aufwärtsbewegung an und erreichte am 14. Juli 2015 den Höchstwert von 5,83 Euro. Nach einem Rückgang im August, der mit deutlichen Korrekturen der Aktienmärkte insgesamt einherging, erholte sich die Aktie leicht und schloss den Berichtszeitraum bei 4,78 Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 12,5 % gegenüber dem Jahresschlusskurs 2014 von 4,25 Euro. Der SDAX nahm im gleichen Zeitraum um 13,7 % an Wert zu.
Nach dem Ende des Berichtszeitraums gewann die M.A.X. Automation-Aktie wieder an Wert und notierte am 31. Oktober 2015 bei 5,16 Euro.
| Stammdaten und Kennzahlen | |
|---|---|
| WKN | 658090 |
| ISIN | DE0006580905 |
| Börsenkürzel | MHX |
| Handelssegment | Regulierter Markt (Prime Standard) |
| Art der Aktien | Auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 EUR |
| Grundkapital | 26.794.415 |
| Aktienkurs zum 1. Januar 2015* | 4,20 EUR |
| Aktienkurs zum 30. September 2015* | 4,78 EUR |
| Prozentuale Veränderung | 12,5 % |
| Höchstkurs der Berichtsperiode | 5,83 EUR |
| Tiefstkurs der Berichtsperiode | 3,85 EUR |
| Marktkapitalisierung zum 1. Januar 2015 |
112,5 Mio. EUR |
| Marktkapitalisierung zum 30. September 2015 |
128,1 Mio. EUR |
*jeweils Schlusskurse des XETRA Handelssystems der Deutschen Börse AG
Performance M.A.X. Automation-Aktie und Benchmark SDAX
Aktionärsstruktur
Der größte Einzelaktionär der M.A.X. Automation AG ist mit einem Stimmrechtsanteil von 29,9 % unverändert die Günther-Gruppe, Hamburg. Weitere größere Anteilseigner waren auf Basis der Stimmrechtsmitteilungen, die der Gesellschaft vorliegen, die Stüber & Co. KG mit 6,0 %, die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt mit 5,2 % und die Universal Investment Gesellschaft mbH mit 4,2 %. Im Streubesitz bei privaten und institutionellen Anlegern befanden sich somit 54,7 % der Stimmrechte.
Finanzkalender 2015
Datum
- bis 25. November 2015 Deutsches Eigenkapitalforum 2015, Frankfurt/Main
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
Geschäftsmodell
Die M.A.X. Automation AG mit Sitz in Düsseldorf ist ein international tätiger Hightech-Maschinenbaukonzern und führender Komplettanbieter integrierter und komplexer System- und Komponentenlösungen. Das operative Geschäft gliedert sich in zwei Segmente: Im Segment Industrieautomation agiert der Konzern durch sein umfassendes technologisches Know-how als Innovationsführer in der Entwicklung und Fertigung von integrierten und proprietären Lösungen für Produktion und Montage in den Branchen Automobilindustrie, Medizintechnik, Verpackungsautomation und Elektronikindustrie. Im Segment Umwelttechnik entwickelt und installiert M.A.X. Automation technologisch komplexe Anlagen für die Recycling-, Energie- und Rohstoffindustrie.
Konzernstruktur und Standorte
Die Gruppengesellschaften der M.A.X. Automation entwickeln und produzieren Hightech-Automations-Lösungen, vorwiegend in Deutschland sowie zusätzlich an ausgewählten Standorten im Ausland. Die internationalen Serviceniederlassungen der Gruppengesellschaften bieten den Kunden weltweit Ansprechpartner für eine umfassende Betreuung.
MITARBEITERENTWICKLUNG
Im M.A.X. Automation-Konzern betrug die Mitarbeiterzahl nach Köpfen 1.808 Personen zum Stichtag 30. September 2015. Davon waren 152 Auszubildende. Dies ist ein Anstieg um 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber dem Wert am gleichen Stichtag 2014 (1.791, davon 160 Auszubildende). In dem Stichtagswert 2015 sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der im Februar 2015 erworbenen iNDAT Robotics GmbH enthalten. In den Vorjahresangaben waren noch die Mitarbeiter der im Dezember 2014 veräußerten EUROROLL Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG enthalten.
WIRTSCHAFTSBERICHT
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Die weltweite Wirtschaft befand sich zum Herbst 2015 in einem gemäßigten Aufschwung. Gleichwohl haben die Risiken für die weitere Entwicklung zugenommen: Ein wesentlicher negativer Faktor ist laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) der stark gesunkene Rohölpreis, der nicht zuletzt auch Energie exportierende aufstrebende Volkswirtschaften trifft und damit die globale Konjunktur spürbar beeinträchtigt. Ein weiterer Einflussfaktor ist der "Gemeinschaftsdiagnose" deutscher Wirtschaftsforschungsinstitute zufolge der Strukturwandel in wichtigen Sektoren der chinesischen Wirtschaft, der zu einer geringeren Importnachfrage Chinas führt und negative Auswirkungen auf den Welthandel hat.
Angesichts dieser Entwicklungen senkte der IWF im Oktober seine Erwartungen für das globale Wachstum im Jahr 2015 auf 3,1 % nach zuletzt 3,3 %. Jedoch blieben die Prognosen für China mit 6,8 %, für die USA mit 2,6 % und für die Euro-Zone mit 1,5 % unverändert. Dabei werde die Entwicklung in Europa begünstigt durch den niedrigen Ölpreis, der zu entsprechenden Kaufkraftgewinnen der Verbraucher führe, sowie durch die den Export fördernde Abwertung des Euro und die kontinuierliche Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).
Die deutsche Wirtschaft wird den Erwartungen der Institute zufolge den bisherigen Aufschwung fortsetzen. Diese Entwicklung wird weiterhin vom privaten Konsum getragen, wobei sich etwa die steigende Beschäftigung und die deutlich über der Inflationsrate liegenden Tarifabschlüsse positiv auswirken. Die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute gehen von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,8 % aus. Der IWF rechnet mit einem Plus von 1,5 %.
Branchenumfeld
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) berichtete für seine Mitgliedsunternehmen von einer leicht rückläufigen Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2015. Der gesamte Auftragseingang ging demnach gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 1 % zurück. Als Grund nannte der VDMA "Turbulenzen" insbesondere auf dem chinesischen Markt, die auf andere Märkte ausstrahlten. Den Mitgliedsunternehmen sei es jedoch gelungen, Rückgänge vor allem auf dem chinesischen Markt durch Zuwächse in klassischen Industrieländern auszugleichen. Auch im dritten Quartal des Jahres lagen die Orders um 1 % unter dem Vorjahresniveau. Dabei nahmen die Bestellungen aus dem Inland um 8 % zu, während die Aufträge aus dem Ausland um 6 % zurückgingen.
Die Mitgliedsunternehmen des VDMA-Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik-Unternehmen zeigten sich Anfang 2015 vorsichtig optimistisch für die weitere Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf. Ein wesentlicher Teil der Branche erwartete laut einer Konjunkturumfrage des Fachverbands gleichbleibende oder steigende Umsätze. Den Prognosen zufolge ist im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatzplus von rund 2 % möglich, getragen vor allem durch die Nachfrage aus dem Ausland.
Der VDMA-Fachverband Robotik und Automation erwartet für seine Mitgliedsunternehmen im Jahr 2015 einen neuen Rekordumsatz. So rechnet der Verband mit einem Wachstum von 5 % auf rund 12 Mrd. Euro nach 11,4 Mrd. Euro im Vorjahr. Optimistisch zeigt sich die International Federation of Robotics (IFR) für die wirtschaftliche Entwicklung des Bereichs Robotik. So prognostiziert der Verband bis 2018 erfreuliche jährliche Steigerungsraten beim weltweiten Absatz der Branche.
Ein wesentliches Zukunftsthema für den deutschen Maschinenbau ist die vernetzte Produktion unter dem Stichwort Industrie 4.0. Laut der Studie "Industrie 4.0-Readiness", die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult und das Forschungsinstitut für Rationalisierung an der RWTH Aachen im Auftrag der Impuls-Stiftung des VDMA erstellt hat, sehen 90 % der Maschinenbau-Unternehmen gute Chancen, um sich per Industrie 4.0 am Markt zu differenzieren. Rund 60 % der untersuchten Unternehmen befassen sich bislang konkret mit vernetzter Produktion, davon rund ein Drittel intensiv.
Die weltweiten Automobilmärkte entwickelten sich in den ersten neun Monaten 2015 überwiegend positiv. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) nahmen die Neuzulassungen auf den drei großen globalen Automobilmärkten gegenüber den jeweiligen Werten im Vorjahreszeitraum zu: in Westeuropa um 8,7 %, in den USA um 5,1 % und in China um 4,7 %. Dabei verbuchte der Markt in China im September nach drei rückläufigen Monaten wieder ein Plus von 6 %.
Die deutschen Medizintechnik-Unternehmen erwarten für das Jahr 2015 eine verhaltene Entwicklung. Dem Branchenverband Spectaris zufolge rechnen die Mitgliedsunternehmen nach einer Abschwächung der Geschäftsentwicklung insbesondere im zweiten Halbjahr 2014 mit keiner deutlichen Verbesserung im laufenden Jahr. Mittelfristig prognostiziert der Verband jedoch ein erneutes Wachstum, getragen von einem guten Exportgeschäft. Der Branchenverband BVMed sieht die Medizintechnik langfristig als Wachstumsmarkt. Als Gründe nennt der Verband unter anderem die allgemeine demografische Entwicklung und den medizinisch-technischen Fortschritt. Weltweit verzeichne die Branche konstante jährliche Wachstumsraten von 5 %.
WESENTLICHE EREIGNISSE DES BERICHTSZEITRAUMS
Kauf der Minderheitenanteile Vecoplan LLC
Die zur Vecoplan-Gruppe gehörende Vecoplan Holding Corporation, Wilmington, Delaware (USA), hat im Januar 2015 die restlichen 20 % an der Vecoplan LLC, Archdale, North Carolina (USA) übernommen. Damit ist eine direkte operative Steuerung der Gesellschaft im Rahmen der Integration in den Konzern möglich. Die geplante Weiterentwicklung der Vecoplan als wesentliche Tochtergesellschaft des Segments Umwelttechnik wurde somit fortgesetzt.
Erwerb der iNDAT Robotics GmbH
Am 6. Februar 2015 hat die Gruppengesellschaft NSM Magnettechnik GmbH die iNDAT Robotics GmbH erworben. iNDAT Robotics ist ein Spezialist für die Robotik- und Fertigungsautomation. Durch den Erwerb wird das Leistungsspektrum des Konzerns für die Automobilindustrie wesentlich erweitert. Außer zur NSM Magnettechnik ergeben sich Synergien zu weiteren Gruppengesellschaften der M.A.X. Automation.
Wechsel des Börsensegments
Der M.A.X. Automation AG hat mit Wirkung zum 1. April 2015 den Wechsel vom General Standard-Segment in das Prime Standard-Segment der Deutschen Börse vollzogen. Damit öffnet sich das Unternehmen einem erweiterten Anlegerkreis. Im Prime Standard unterliegen Gesellschaften höchsten Transparenz- und Publizitätsanforderungen.
Rahmenverträge im Automotive-Bereich
Der M.A.X. Automation-Konzern hat im April 2015 zwei Rahmenverträge zum Bau von Maschinen für einen namhaften Automobilhersteller sowie einen renommierten Automobilzulieferer geschlossen. Die Verträge haben ein Gesamtvolumen von ca. 50 Mio. Euro und werden bis ins Jahr 2018 bzw. 2020 auftragseingangs- und umsatzwirksam sein. Die Vereinbarungen sind ein weiterer wichtiger Baustein für die langfristig erfolgreiche Entwicklung des Segments Industrieautomation.
Neue Konzernfinanzierung
Am 25. Juni 2015 hat die M.A.X. Automation AG die langfristige Finanzierung des Konzerns neu aufgestellt. Dazu vereinbarte die Gesellschaft einen Konsortialkredit im Gesamtvolumen von 150 Mio. Euro mit fünf namhaften Banken unter Führung der Commerzbank. Die Laufzeit beträgt 5 Jahre und enthält zwei Optionen zur Verlängerung. Die wesentlichen Vorteile des Kredits sind bessere Finanzierungskonditionen, komfortablere Covenants und eine deutlich geringere Komplexität, da die Konzernfinanzierung nun in der Holding gebündelt ist.
Dividende ausgeschüttet
Am 30. Juni 2015 beschloss die ordentliche Hauptversammlung der M.A.X. Automation AG unter anderem eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 0,15 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2014. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 4,0 Mio. Euro. Die Dividende wurde am 1. Juli 2015 an die Aktionäre ausgeschüttet.
Komplexität im Konzern reduziert
Zur Reduktion der Komplexität im M.A.X. Automation-Konzern wurden mehrere Gesellschaften verschmolzen: Im Segment Industrieautomation wurde die iNDAT Systems + Research GmbH, eine Tochtergesellschaft der iNDAT Robotics GmbH, am 14. August 2015 rückwirkend zum 1. Januar 2015 mit der Muttergesellschaft verschmolzen. Im Segment Umwelttechnik wurden die Vecoplan Maschinenfabrik Verwaltungs GmbH mit Eintragung am 12. August 2015 sowie die Waste Tec GmbH am 19. August 2015 rückwirkend zum 1. Januar 2015 auf die Vecoplan AG verschmolzen.
ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Um der wachsenden internationalen Ausrichtung des M.A.X. Automation-Konzerns Rechnung zu tragen, werden Währungsdifferenzen, abweichend zum Vorjahr und wie auch bei anderen börsennotierten Unternehmen üblich, seit dem 1. Januar 2015 im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.
Auftragslage des Konzerns
Auftragseingang
| in Mio. Euro | Jan.-Sept. 2015 |
Jan.-Sept. 2014 |
Veränd. % |
Q3 2015 |
Q3 2014 |
Veränd. % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment Industrieautomation |
171,1 | 163,7 | +4,5 | 60,0 | 60,4 | -0,6 |
| Segment Umwelttechnik |
95,3 | 89,7 | +6,2 | 30,4 | 32,4 | -6,1 |
| Konzern | 266,4 | 253,4 | +5,1 | 90,4 | 92,7 | -2,5 |
Der Auftragseingang im M.A.X. Automation-Konzern stieg in den ersten neun Monaten 2015 auf das hohe Niveau von 266,4 Mio. Euro. Dies entspricht einer Zunahme um 13,0 Mio. Euro bzw. 5,1 % gegenüber dem Wert im gleichen Vorjahreszeitraum (253,4 Mio. Euro).
Auf das dritte Quartal entfielen davon 90,4 Mio. Euro. Der Rückgang um 2,3 Mio. Euro bzw. 2,5 % gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres (92,7 Mio. Euro) ist vor allem auf branchenübliche Schwankungen im Sondermaschinenbau und im Projektgeschäft zurückzuführen.
Im Segment Industrieautomation nahmen die Bestellungen von Januar bis September 2015 um 4,5 % auf 171,1 Mio. Euro zu (Vorjahreszeitraum: 163,7 Mio. Euro). In der Umwelttechnik stiegen die Auftragseingänge um 6,2 % auf 95,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 89,7 Mio. Euro). Darin enthalten ist unter anderem ein Großauftrag zum Bau einer Anlage für die Erzeugung von alternativen Energien in Reno, US-Bundesstaat Nevada, mit einem Volumen im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Auftragsbestand
Der Auftragsbestand des Konzerns erhöhte sich per 30. September 2015 um 0,6 % auf 158,4 Mio. Euro (30.September 2014: 157,4 Mio. Euro).
In der Industrieautomation nahm der Orderbestand um 1,5 % auf 117,0 Mio. Euro zu (30. September 2014: 115,3 Mio. Euro). In der Umwelttechnik reduzierte sich der Auftragsbestand per 30. September 2015 leicht auf 41,3 Mio. Euro (Vorjahresstichtag: 42,0 Mio. Euro; -1,7 %).
Umsatzentwicklung des Konzerns
Umsatz Konzern
| in Mio. Euro | Jan.-Sept. 2015 |
Jan.-Sept. 2014 |
Veränd. % |
Q3 2015 |
Q3 2014 |
Veränd. % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment Industrieautomation |
172,8 | 175,0 | -1,3 | 65,6 | 61,1 | +7,3 |
| Segment Umwelttechnik |
93,8 | 78,2 | +20,0 | 30,3 | 28,3 | +7,1 |
| Konzern | 266,3 | 252,9 | +5,3 | 95,8 | 89,5 | +7,1 |
Der Konzernumsatz der M.A.X. Automation stieg in den ersten neun Monaten 2015 um 13,4 Mio. Euro bzw. 5,3 % auf 266,3 Mio. Euro (neun Monate 2014: 252,9 Mio. Euro).
Im dritten Quartal betrugen die Erlöse 95,8 Mio. Euro, 6,3 Mio. Euro bzw. 7,1 % mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal (89,5 Mio. Euro).
Das Segment Industrieautomation erzielte im Zeitraum Januar bis September 2015 einen Umsatz von 172,8 Mio. Euro, 1,3 % weniger als im Vorjahreszeitraum (175,0 Mio. Euro). Der leichte Rückgang ist auf das Anlaufen neuer Projekte im ersten Halbjahr 2015 und einer damit verbundenen, temporär geringeren Auslastung der Kapazitäten zurückzuführen. Das Segment Umwelttechnik verzeichnete eine dynamische Umsatzentwicklung auf 93,8 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 78,2 Mio. Euro; +20,0 %).
Die Gesamtleistung des M.A.X. Automation-Konzerns stieg um 17,9 Mio. Euro bzw. 7,0 % auf 274,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 256,8 Mio. Euro). Darin enthalten sind Bestandsveränderungen durch den Vorratsaufbau für neue Projekte von 6,9 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 2,6 Mio. Euro).
Ertragslage des Konzerns
Ergebniskennzahlen
| in Mio. Euro | Jan.-Sept. 2015 |
Jan.-Sept. 2014 |
Veränd. % |
Q3 2015 |
Q3 2014 |
Veränd. % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EBIT vor PPA Segment Industrieautomation |
14,3 | 11,6 | +23,2 | 7,3 | 5,4 | +36,0 |
| EBIT vor PPA Segment Umwelttechnik |
3,0 | 0 | ++ | 0,8 | 1,5 | -48,7 |
| EBIT vor PPA Konzern |
15,1 | 9,7 | +55,0 | 7,5 | 6,2 | +21,7 |
| EBIT nach PPA Konzern | 11,4 | 6,8 | +67,1 | 6,1 | 5,2 | +17,3 |
| Konzernperiodenergebnis | 5,9 | 2,7 | +118,0 | 3,6 | 3,1 | +15,1 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen in den ersten neun Monaten 2015 auf 8,6 Mio. Euro nach 5,6 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Darin enthalten sind Erträge aus Währungsdifferenzen von 5,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 1,5 Mio. Euro) vor allem aus dem ersten Halbjahr, denen korrespondierend Aufwendungen aus Währungsdifferenzen gegenüber stehen (siehe Position "sonstige betriebliche Aufwendungen").
Der Materialaufwand nahm aufgrund des vergrößerten Geschäftsvolumens von 136,8 Mio. Euro auf 141,3 Mio. Euro zu (+3,3 %). Damit entwickelte sich der Aufwand unterproportional zur Gesamtleistung. Die Materialaufwandsquote – bezogen auf die Gesamtleistung – verbesserte sich um 1,9 Prozentpunkte von 53,3 % auf 51,4 %. Diese Entwicklung spiegelt Kosten- und Effizienzvorteile aufgrund der verstärkten Nutzung von Synergien zwischen den Gruppengesellschaften im Einkaufsverbund wider.
Der Personalaufwand stieg unter anderem durch die Erstkonsolidierung der iNDAT Robotics GmbH um 6,3 % von 77,2 Mio. Euro auf 82,0 Mio. Euro Die Personalaufwandsquote – bezogen auf die Gesamtleistung – lag mit 29,9 % nahezu auf dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums (30,0 %).
Die Abschreibungen nahmen, bedingt durch höhere Investitionen im Geschäftsjahr 2014, auf 4,9 Mio. Euro zu (Vorjahreszeitraum: 4,3 Mio. Euro).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 34,4 Mio. Euro auf 40,4 Mio. Euro (+17,4 %). Der wesentliche Grund waren Aufwendungen aus Währungsdifferenzen von 5,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,5 Mio. Euro) vor allem in der ersten Jahreshälfte, resultierend aus dem Wertanstieg des US-Dollars zum Euro.
Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2015 aufgrund der höheren Umsatzerlöse bei gleichzeitig unterproportionaler Erhöhung der Aufwendungen deutlich um 5,8 Mio. Euro bzw. 41,9 % auf 19,9 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 14,1 Mio. Euro).
Der M.A.X. Automation-Konzern weist für die ersten neun Monate ein operatives Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen (Purchase Price Allocation – PPA) von 15,1 Mio. Euro aus, 55,0 % mehr als im Vorjahreszeitraum (9,7 Mio. Euro). Die EBIT-Marge in Bezug auf die Gesamtleistung erhöhte sich auf 5,5 % nach 3,8 % im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie vor PPA-Abschreibungen betrug 0,56 Euro nach 0,36 Euro in den ersten neun Monaten 2014.
Im dritten Quartal erreichte das Konzern-EBIT vor PPA das sehr hohe Niveau von 7,5 Mio. Euro und damit einen Anstieg von 21,7 % gegenüber dem Vorjahreswert von 6,2 Mio. Euro. Damit entwickelte es sich über den Erwartungen. Die EBIT-Marge stieg auf 7,7 % (Q3 2014: 6,9 %).
Die PPA-Abschreibungen beliefen sich auf 3,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 2,9 Mio. Euro) und resultierten vor allem aus dem Erwerb der Elwema Automotive und MA micro automation Ende 2013 sowie der iNDAT Robotics GmbH im Februar 2015.
Das EBIT nach Abschreibungen aus PPA erreichte in den ersten drei Quartalen 11,4 Mio. Euro, 67,1 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (6,8 Mio. Euro). Davon entfielen 6,1 Mio. Euro auf das dritte Quartal (Q3 2014: 5,2 Mio. Euro; +17,3 %).
Das Zinsergebnis verbesserte sich nach neun Monaten mit -2,7 Mio. Euro leicht gegenüber dem Vorjahreszeitraum (-3,4 %), unter anderem durch den teilweisen Abbau der Finanzverschuldung. Dabei wurden bereits erste positive Effekte aus der Neuaufstellung der Konzernfinanzierung spürbar.
Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) wurde auf 8,7 Mio. Euro mehr als verdoppelt (Vorjahreszeitraum: 4,1 Mio. Euro).
Das Periodenergebnis für die ersten neun Monate 2015 belief sich auf 5,9 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 2,7 Mio. Euro). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,22 Euro (Vorjahreszeitraum: 0,10 Euro). Im dritten Quartal erhöhte sich das Periodenergebnis auf 3,6 Mio. Euro (Q3 2014: 3,1 Mio. Euro). Das Quartalsergebnis je Aktie betrug 0,13 Euro (Q3 2014: 0,12 Euro).
In beiden Segmenten des Konzerns verbesserte sich die Ertragslage in den ersten neun Monaten. In der Industrieautomation stieg das EBIT vor PPA auf 14,3 Mio. Euro nach 11,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum (+23,2 %). Im Segment Umwelttechnik nahm das EBIT vor PPA deutlich von 0 auf 3,0 Mio. Euro zu.
Vermögenslage des Konzerns
Der M.A.X. Automation-Konzern wies zum Stichtag am 30. September 2015 eine Bilanzsumme von 289,9 Mio. Euro aus. Dies entspricht einem Rückgang von 5,5 Mio. Euro bzw. 1,9 % gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2014 (295,4 Mio. Euro).
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich in Summe um 9,5 % auf 121,7 Mio. Euro (31. Dezember 2014: 111,1 Mio. Euro). Dabei wuchs der Geschäfts- oder Firmenwert um 16,7 % auf 53,7 Mio. Euro (31. Dezember 2014: 46,0 Mio. Euro) aufgrund des Erwerbs der iNDAT Robotics GmbH im Februar 2015. Die aktiven latenten Steuern stiegen von 6,3 Mio. Euro auf 8,2 Mio. Euro.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 8,7 % auf 168,2 Mio. Euro (31. Dezember 2014: 184,3 Mio. Euro). Die Vorräte erhöhten sich durch den üblichen saisonalen Anlauf von Projekten bei den Gruppengesellschaften um 33,7 % auf 56,2 Mio. Euro (31. Dezember 2014: 42,0 Mio. Euro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen um 10,9 % auf 90,9 Mio. Euro zu (31. Dezember 2014: 82,0 Mio. Euro). Die liquiden Mittel gingen um 72,6 % von 52,4 Mio. Euro auf 14,4 Mio. Euro zurück, wesentlich bedingt durch den Abbau der Bruttofinanzverschuldung und den Erwerb der iNDAT Robotics GmbH sowie der Minderheitenanteile der Vecoplan LLC. Das Working Capital wuchs aufgrund des Wachstums des Geschäftsvolumens auf 89,5 Mio. Euro (Vorjahresstichtag: 78,2 Mio. Euro; +14,5 %).
Finanzlage des Konzerns
Das Eigenkapital des M.A.X. Automation-Konzerns übertraf zum 30. September 2015 erstmals in der Unternehmensgeschichte die Marke von 100 Mio. Euro und erreichte 101,8 Mio. Euro. Damit lag es um 2,0 % über dem Niveau zum 31. Dezember 2014 (99,8 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich weiter und lag mit 35,1 % deutlich über dem angestrebten Mindestwert von 30,0 % (31. Dezember 2014: 33,8 %).
Die langfristigen Verbindlichkeiten beliefen sich auf 84,8 Mio. Euro, 9,3 % mehr als zum Jahresende 2014 (77,6 Mio. Euro). Dabei nahmen die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 56,0 Mio. Euro auf 60,2 Mio. Euro zu, resultierend aus der im Juni abgeschlossenen, langfristig ausgerichteten Neufinanzierung des Konzerns. Die passiven latenten Steuern stiegen von 15,6 Mio. Euro auf 18,0 Mio. Euro.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 12,4 % auf 103,3 Mio. Euro (31. Dezember 2014: 118,0 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen unter anderem aufgrund erhaltener Anzahlungen von 45,8 Mio. Euro auf 57,6 Mio. Euro zu (+25,8 %). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen durch die neue Struktur der Konzernfinanzierung deutlich um 30,9 Mio. Euro bzw. 69,8 % auf 13,4 Mio. Euro zurück (31. Dezember 2014: 44,3 Mio. Euro).
Die Bruttoverschuldung (kurz- und langfristig) betrug nach neun Monaten 73,6 Mio. Euro, was einem deutlichen Rückgang um 26,7 Mio. Euro entspricht (31. Dezember 2014: 100,3 Mio. Euro).
Die Nettoverschuldung erreichte nach neun Monaten 59,3 Mio. Euro und lag damit branchenüblich über dem Wert zum Ende des vergangenen Jahres (31. Dezember 2014: 47,9 Mio. Euro). Gegenüber dem Wert zum entsprechenden Vorjahresstichtag wurde die Nettoverschuldung jedoch strategiekonform um 5,4 Mio. Euro abgebaut (30. September 2014: 64,7 Mio. Euro).
LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG DES KONZERNS
Der M.A.X. Automation-Konzern weist in den ersten neun Monaten 2015 einen positiven operativen Cashflow von 7,8 Mio. Euro aus nach einem Mittelzufluss von 2,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Darin spiegelt sich das verbesserte Working Capital-Management wider.
Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 13,6 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: Mittelabfluss von 3,9 Mio. Euro). Darin enthalten waren 7,5 Mio. Euro für den Erwerb der iNDAT Robotics GmbH im Februar 2015.
Aus der Neustrukturierung der Konzernfinanzierung resultierte in Summe ein Mittelabfluss von 32,4 Mio. Euro für die Finanzierungstätigkeit nach einem Zufluss von 12,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dieser beinhaltet unter anderem 4,0 Mio. Euro für die Auszahlung der Dividende im Juli 2015.
Aus der Summe des Cashflows errechnet sich eine Reduzierung des Finanzmittelbestands zum Ende der ersten neun Monate 2015 auf 14,4 Mio. Euro nach 52,4 Mio. Euro zum Beginn des Berichtszeitraums.
NACHTRAGSBERICHT
AIM Assembly in Motion umfirmiert in MAX Management
Die AIM-Assembly in Motion GmbH wurde mit Wirkung zum 12. Oktober 2015 in MAX Management GmbH umfirmiert. Die Gesellschaft dient als Zwischenholding für die Gruppengesellschaften ELWEMA Automotive GmbH, Rohwedder Macro Assembly GmbH, MA micro automation GmbH und AIM Micro Systems GmbH. Im Zuge der Umfirmierung wurde der Sitz der heutigen MAX Management GmbH von Ellwangen Jagst nach Düsseldorf verlegt.
Darüber hinaus sind nach Abschluss des Berichtszeitraums keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten.
CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Das Chancen- und Risikoprofil des M.A.X. Automation-Konzerns hat sich im Vergleich zu den detaillierten Ausführungen im Konzernlagebericht der M.A.X. Automation AG zum 31. Dezember 2014 nicht wesentlich geändert. Insofern ist auf keine zusätzlichen Chancen oder Risiken im Rahmen dieses Zwischenberichts hinzuweisen.
PROGNOSEBERICHT
Das Segment Industrieautomation fokussiert sich auf Branchentrends wie die allgemeine Entwicklung zur vernetzten Produktion ("Industrie 4.0"), die Automation im Mikrobereich, den Einsatz von hochleistungsfähiger Robotik oder die Entwicklung damit verbundener Softwarelösungen. Wachstumstreiber für die Geschäfte der Gesellschaften in diesem Segment sind zum Beispiel im Automotive-Bereich die zunehmende Vielfalt an Fahrzeugmodellen, die Einsparung von CO2Emissionen und das Ziel des autonomen Fahrens. In der Medizintechnik führen die allgemeine demografische Entwicklung einer in vielen Industriestaaten alternden Gesellschaft und das allgemein höhere Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung zu einer langfristig höheren Nachfrage. Nach dem insgesamt positiven Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten 2015 erwartet der Vorstand die kontinuierliche Weiterentwicklung des Segments Industrieautomation auf hohem Niveau.
Das Segment Umwelttechnik mit der Vecoplan-Gruppe als wesentlicher Segmentgesellschaft wird weiterhin hochwertige Einzelkomponenten sowie komplexe Systemlösungen insbesondere für die Recycling- und Aufbereitungsindustrie entwickeln und fertigen. Spezifische Kundenbedürfnisse sollen künftig noch bedarfsgerechter bedient werden. Von besonderer Bedeutung wird dabei das im Jahr 2014 eröffnete Technologiezentrum der Vecoplan-Gruppe sein. Im Zuge der Konzentration auf das Kerngeschäft wurde – wie angekündigt – der Verkaufsprozess für die Gruppengesellschaft altmayerBTD eingeleitet, um die Konzentration auf die Kerngeschäfte abzuschließen. Ziel ist es, den Prozess für die beiden Standorte des Unternehmens in Rehlingen (altmayer) und Dettenhausen (BTD) zu einem Abschluss zu bringen.
Der Vorstand arbeitet kontinuierlich an der weiteren Transformation der M.A.X. Automation von einer ehemaligen Beteiligungsgesellschaft zu einer dezentral organisierten Hightech-Maschinenbaugruppe. Zu den wesentlichen Maßnahmen zählen die laufende Fokussierung des Konzernportfolios auf das Kerngeschäft sowie die stärkere Nutzung von Synergien zwischen den Gruppengesellschaften. Ferner soll der internationale Aktionsradius des Konzerns ausgeweitet werden, um zusätzliche Märkte und Kundengruppen zu erschließen. Besondere Bedeutung besitzen in diesem Zusammenhang die USA und China. Dabei soll auch die gemeinsame Nutzung von Auslandsstandorten durch die einzelnen Gesellschaften künftig eine Rolle spielen.
Der M.A.X. Automation-Konzern verfügt durch die im Juni abgeschlossene neue Konzernfinanzierung und die solide Eigenkapitalbasis über einen ausreichenden finanziellen Handlungsspielraum, um weitere Wachstumschancen – neben einem organischen Wachstum auch durch Akquisitionen – nutzen zu können. Das Ziel ist, mittelfristig einen Konzernumsatz von 500 Mio. Euro zu erreichen, verbunden mit einer EBIT-Rendite vom Umsatz von mindestens 8 %. Dazu sondiert der Vorstand permanent die Märkte in beiden Segmenten.
Der Vorstand ist für die Entwicklung des Konzerns im Gesamtjahr 2015 optimistisch. Angesichts des insgesamt positiven Geschäftsverlaufs in den ersten neun Monaten, des anhaltend hohen Auftragsbestands sowie der Planungen der Gruppengesellschaften bestätigt er die Prognosen für das Geschäftsjahr 2015 und geht unverändert
- von einem Konzernumsatz in der Spanne von 360 Mio. Euro bis 380 Mio. Euro und
- von einem Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie vor PPA-Abschreibungen in der Spanne von 20 Mio. Euro bis 22 Mio. Euro aus.
ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN
Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der M.A.X. Automation AG beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklungen oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen.
Konzernzwischenabschluss
KONZERNBILANZ
Der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, zum 30. September 2015
| 30.09.2015 | 31.12.2014 | ||
|---|---|---|---|
| AKTIVA | Anhang | TEUR | TEUR |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (1) | 19.089 | 18.427 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | (2) | 53.683 | 45.991 |
| Sachanlagevermögen | (3) | 40.084 | 39.263 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | (4) | 0 | 0 |
| Sonstige Finanzanlagen | (5) | 370 | 273 |
| Latente Steuern | (6) | 8.155 | 6.251 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | (7) | 274 | 895 |
| Langfristige Vermögenswerte gesamt | 121.655 | 111.100 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (8) | 56.155 | 41.993 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (9) | 90.928 | 81.959 |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen | (10) | 192 | 15 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
(11) | 6.593 | 7.906 |
| Liquide Mittel | (12) | 14.357 | 52.377 |
| Kurzfristige Vermögenswerte gesamt | 168.225 | 184.250 | |
| Aktiva gesamt | 289.880 | 295.350 |
| 30.09.2015 | 31.12.2014 | ||
|---|---|---|---|
| PASSIVA | TEUR | TEUR | |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | (13) | 26.794 | 26.794 |
| Kapitalrücklage | (14) | 3.055 | 3.055 |
| Gewinnrücklage | (14) | 21.120 | 21.166 |
| Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | 560 | 393 | |
| Bilanzgewinn | (15) | 50.248 | 48.389 |
| Eigenkapital gesamt | 101.777 | 99.797 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Darlehen abzüglich kurzfristiger Anteil | (17) | 60.233 | 56.006 |
| Pensionsrückstellungen | (18) | 1.100 | 988 |
| Sonstige Rückstellungen | (24) | 2.092 | 2.196 |
| Latente Steuern | (6) | 17.968 | 15.585 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | (17) | 3.404 | 2.798 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gesamt | 84.797 | 77.573 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (19) | 57.618 | 45.784 |
| Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen | (20) | 13.397 | 44.309 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | (21) | 0 | 74 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Abfindungsansprüchen fremder Gesellschafter |
(16) | 293 | 2.029 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (22) | 15.004 | 10.850 |
| Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | (23) | 8.490 | 5.636 |
| Sonstige Rückstellungen | (24) | 7.363 | 6.407 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (25) | 1.141 | 2.891 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt | 103.306 | 117.980 | |
| Passiva gesamt | 289.880 | 295.350 |
KONZERN-GESAMTEINKOMMENSRECHNUNG der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. September 2015
| 01.01.- 30.09.2015 |
01.01.- 30.09.2014 |
01.06.- 30.09.2015 |
01.06.- 30.09.2014 |
|
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Umsatzerlöse | 266.330 | 252.883 | 95.814 | 89.454 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
6.864 | 2.624 | 721 | -13 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 1.489 | 1.283 | 218 | 295 |
| Gesamtleistung | 274.683 | 256.790 | 96.753 | 89.736 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8.637 | 5.590 | 1.650 | 2.606 |
| Erträge aus Equity Bewertung | 331 | 0 | 0 | 0 |
| Materialaufwand | -141.296 | -136.786 | -49.457 | -46.021 |
| Personalaufwand | -82.029 | -77.151 | -27.057 | -25.849 |
| Abschreibungen | -4.874 | -4.337 | -1.469 | -1.497 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -40.383 | -34.384 | -12.933 | -12.823 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 15.069 | 9.722 | 7.487 | 6.152 |
| Abschreibungen auf Kaufpreisallokationen | -3.674 | -2.902 | -1.385 | -948 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit nach Abschreibungen auf Kaufpreisallokationen |
11.395 | 6.820 | 6.102 | 5.204 |
| Zinsergebnis | -2.665 | -2.760 | -867 | -944 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 8.730 | 4.060 | 5.235 | 4.260 |
| Ertragsteuern | -2.852 | -1.361 | -1.671 | -1.162 |
| Jahresergebnis | 5.878 | 2.699 | 3.564 | 3.098 |
| Sonstiges Gesamteinkommen, das niemals in die GuV umgegliedert wird |
||||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Leistungen an Arbeitnehmer |
0 | 0 | 0 | 0 |
| Ertragsteuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste |
0 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung Abfindungsverpflichtung Minderheitsanteile |
-46 | -194 | -117 | -159 |
| Sonstiges Gesamteinkommen, das in die GuV umgegliedert werden kann |
||||
| Veränderung aus der Währungsumrechnung | 167 | 277 | 50 | 246 |
| Gesamteinkommen | 5.999 | 2.782 | 3.497 | 3.185 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) in EUR |
0,22 | 0,10 | 0,13 | 0,12 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, zum 30. September 2015
| Unterschied aus der |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklage |
Währungs umrechnung |
Bilanz gewinn |
Summe | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand am 01.01.2014 | 26.794 | 3.055 | 15.755 | -262 | 48.687 | 94.029 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -4.019 | -4.019 |
| Dotierung Gewinnrücklage |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamteinkommen | 0 | 0 | -194 | 277 | 2.699 | 2.782 |
| Stand am 30.09.2014 | 26.794 | 3.055 | 15.561 | 15 | 47.367 | 92.792 |
| Stand am 01.01.2015 | 26.794 | 3.055 | 21.166 | 393 | 48.389 | 99.797 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -4.019 | -4.019 |
| Dotierung Gewinnrücklage |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamteinkommen | 0 | 0 | -46 | 167 | 5.878 | 5.999 |
| Stand am 30.09.2015 | 26.794 | 3.055 | 21.120 | 560 | 50.248 | 101.777 |
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG
der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf,
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. September 2015
| 01.01.-30.09.2015 | 01.01.-30.09.2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Konzernjahresergebnis | 5.878 | 2.699 |
| Anpassungen zur Überleitung des Konzernjahresüberschusses | ||
| auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit: | ||
| Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte | 4.999 | 3.615 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 3.549 | 3.624 |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Sachanlagen | 30 | 7 |
| Ergebniswirksame Veränderung latente Steuern | -798 | -745 |
| sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 1.216 | 68 |
| Änderungen in Aktiva und Passiva | ||
| Erhöhung (-) / Minderung (+) sonstige langfristige Vermögenswerte |
24 | 21 |
| Erhöhung (-) / Minderung (+) Vorräte |
-13.152 | -9.575 |
| Erhöhung (-) / Minderung (+) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
-4.990 | 14.679 |
| Erhöhung (-) / Minderung (+) Forderungen gegen nahestehende Unternehmen |
-177 | 723 |
| Erhöhung (-) / Minderung (+) aktive RAP und sonstige Vermögenswerte |
1.516 | -291 |
| Erhöhung (+) / Minderung (-) Pensionsrückstellungen |
112 | 29 |
| Erhöhung (+) / Minderung (-) sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
-629 | -2.892 |
| Erhöhung (+) / Minderung (-) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
7.519 | -9.465 |
| Erhöhung (+) / Minderung (-) Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen |
-74 | -37 |
| Erhöhung (+) / Minderung (-) Verbindlichkeiten und Rückstellungen aus Ertragsteuern |
2.766 | -19 |
| = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 7.789 | 2.441 |
| 01.01.-30.09.2015 | 01.01.-30.09.2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -1.896 | -267 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | -4.588 | -3.220 |
| Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen | -71 | -33 |
| Einzahlungen aus Verkäufen von Sachanlagen | 512 | 163 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen | 0 | 392 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften abzgl. liquider Mittel |
-7.574 | -923 |
| = Cashflow aus Investitionstätigkeit | -13.617 | -3.888 |
| Auszahlung von Dividenden | -4.019 | -4.019 |
| Aufnahme langfristiger Finanzkredite | 86.590 | 4.473 |
| Tilgung langfristiger Finanzkredite | -85.214 | -2.281 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | -28.345 | 9.199 |
| Erhöhung (-) / Minderung (+) beschränkt verfügbarer liquider Mittel | 541 | 5.253 |
| Zahlung aus Abfindungsansprüchen Fremder | -1.951 | -177 |
| = Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -32.398 | 12.448 |
| Zunahme/Abnahme des Finanzmittelfonds | -38.226 | 11.001 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | 206 | 163 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahrs | 52.377 | 26.310 |
| Finanzmittelfonds zum Ende des Geschäftsjahrs | 14.357 | 37.474 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| = Liquide Mittel | 14.357 | 37.474 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -2.383 | -1.290 |
| Erstattete Ertragsteuern | 287 | 187 |
| Gezahlte Zinsen | -2.113 | -1.929 |
| Erhaltene Zinsen | 71 | 33 |
| 01.01.-30.09.2015 | 01.01.-30.09.2014 | |
|---|---|---|
| Zusatzangaben | TEUR | TEUR |
| Erwerb von Tochtergesellschaften | ||
| Firmenwert | 7.663 | 0 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 3.760 | 1.630 |
| Sachanlagevermögen | 97 | 118 |
| Latente Steuern | 0 | 23 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 24 | 0 |
| Vorräte | 1.520 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.180 | 0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
192 | 0 |
| Liquide Mittel | 1.456 | 0 |
| Latente Steuern | -1.277 | -493 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -4.097 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -234 | -122 |
| Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Steuern | -88 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | -240 | -350 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -432 | 0 |
| Kaufpreis | 12.524 | 806 |
| Ergebnis Lucky Buy | 0 | -613 |
| ausstehende Kaufpreiszahlung | -3.524 | 0 |
| Erworbene liquide Mittel | -1.456 | 0 |
| Gezahlter Kaufpreis abzgl. erworbener liquider Mittel | 7.544 | 193 |
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG FÜR DEN FINANZBERICHT
der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf,
zum 30. September 2015
| Industrie automation |
Umwelttechnik | M.A.X. Automation AG |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Berichtszeitraum | Q1- Q3.2015 |
Q1- Q3.2014 |
Q1- Q3.2015 |
Q1- Q3.2014 |
Q1- Q3.2015 |
Q1- Q3.2014 |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Auftragseingang | 171.108 | 163.703 | 95.255 | 89.735 | 0 | 0 |
| Auftragsbestand | 117.048 | 115.347 | 41.313 | 42.009 | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 172.791 | 175.000 | 93.778 | 78.156 | 0 | 0 |
| - mit externen Kunden | 172.552 | 174.727 | 93.778 | 78.156 | 0 | 0 |
| - davon Deutschland | 86.354 | 73.683 | 20.853 | 20.413 | 0 | 0 |
| - davon andere EU-Länder | 37.630 | 46.800 | 22.142 | 25.832 | 0 | 0 |
| - davon Nordamerika | 21.428 | 11.983 | 40.972 | 26.391 | 0 | 0 |
| - davon China | 22.617 | 22.877 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| - davon Rest der Welt | 4.523 | 19.384 | 9.811 | 5.520 | 0 | 0 |
| - Intersegmenterlöse | 239 | 273 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EBITDA | 17.057 | 13.817 | 5.127 | 2.110 | -2.198 | -1.868 |
| Segmentergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokation) |
14.321 | 11.622 | 3.015 | -9 | -2.224 | -1.891 |
| darin enthalten: | ||||||
| - planmäßige Abschreibung | -2.736 | -2.195 | -2.112 | -2.119 | -26 | -23 |
| - Zuführungen zu sonstigen und Pensionsrückstellungen |
-1.813 | -2.865 | -1.452 | -2.093 | -716 | -435 |
| - Erträge aus Equity Bewertung | 0 | 0 | 331 | 0 | 0 | 0 |
| Segmentergebnis der betrieblichen | ||||||
| Tätigkeit nach Abschreibungen aus Kaufpreisallokation |
11.127 | 9.030 | 2.687 | -167 | -2.224 | -1.891 |
| darin enthalten: | ||||||
| - Abschreibungen aus Kaufpreisallokation | -3.194 | -2.592 | -328 | -158 | 0 | 0 |
| Segmentergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) |
9.544 | 7.651 | 2.149 | -768 | -2.810 | -2.669 |
| darin enthalten: | ||||||
| - Zinsertrag und ähnlich Erträge | 16 | 25 | 64 | 65 | 421 | 111 |
| - Zinsaufwand und ähnliche Aufwendungen | -1.598 | -1.404 | -603 | -666 | -1.008 | -889 |
| Ertragsteuern | 1.861 | 320 | -1.072 | 259 | -3.673 | -2.006 |
| - Zuführungen zu Ertragsteuerrückstellungen |
-111 | -6 | -682 | -230 | -2.549 | -309 |
| Periodenergebnis | 11.405 | 7.971 | 1.076 | -509 | -6.484 | -4.675 |
| Langfristiges Segmentvermögen (ohne latente Steuern) |
48.842 | 38.599 | 24.716 | 26.165 | 96.568 | 99.039 |
| - davon Deutschland | 48.420 | 38.233 | 21.599 | 23.084 | 96.568 | 99.039 |
| - davon andere EU-Länder | 97 | 140 | 154 | 274 | 0 | 0 |
| - davon Nordamerika | 184 | 105 | 2.963 | 2.807 | 0 | 0 |
| - davon Rest der Welt | 141 | 121 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Investitionen in das langfristige | ||||||
| Segmentvermögen | 16.378 | 2.944 | 1.539 | 2.280 | 85 | 10 |
| Working Capital Personaldurchschnitt ohne |
63.767 | 60.874 | 25.780 | 28.227 | -80 | -48 |
| Auszubildende | 1.036 | 993 | 514 | 533 | 4 | 4 |
Die Segmentberichterstattung ist Bestandteil des Anhangs.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG FÜR DEN FINANZBERICHT
der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf,
zum 30. September 2015
| Überleitung | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|
| Berichtszeitraum | Q1- Q3.2015 TEUR |
Q1- Q3.2014 TEUR |
Q1- Q3.2015 TEUR |
Q1- Q3.2014 TEUR |
| Auftragseingang | 0 | 0 | 266.363 | 253.438 |
| Auftragsbestand | 0 | 0 | 158.361 | 157.356 |
| Segmenterlöse | -239 | -273 | 266.330 | 252.883 |
| - mit externen Kunden | 0 | 0 | 266.330 | 252.883 |
| - davon Deutschland | 0 | 0 | 107.207 | 94.096 |
| - davon andere EU-Länder | 0 | 0 | 59.772 | 72.632 |
| - davon Nordamerika | 0 | 0 | 62.400 | 38.374 |
| - davon China | 0 | 0 | 22.617 | 22.877 |
| - davon Rest der Welt | 0 | 0 | 14.334 | 24.904 |
| - Intersegmenterlöse | -239 | -273 | 0 | 0 |
| EBITDA | -43 | 0 | 19.943 | 14.059 |
| Segmentergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokation) |
-43 | 0 | 15.069 | 9.722 |
| darin enthalten: | ||||
| - planmäßige Abschreibung | 0 | 0 | -4.874 | -4.337 |
| - Zuführungen zu sonstigen und Pensionsrückstellungen | 0 | 0 | -3.981 | -5.393 |
| - Erträge aus Equity Bewertung | 0 | 0 | 331 | 0 |
| Segmentergebnis der betrieblichen Tätigkeit nach Abschreibungen aus Kaufpreisallokation |
-195 | -152 | 11.395 | 6.820 |
| darin enthalten: | ||||
| - Abschreibungen aus Kaufpreisallokation | -152 | -152 | -3.674 | -2.902 |
| Segmentergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) |
-152 | -154 | 8.731 | 4.060 |
| darin enthalten: | ||||
| - Zinsertrag und ähnlich Erträge | -406 | -108 | 95 | 93 |
| - Zinsaufwand und ähnliche Aufwendungen | 449 | 105 | -2.760 | -2.854 |
| Ertragsteuern | 32 | 66 | -2.852 | -1.361 |
| - Zuführungen zu Ertragsteuerrückstellungen | 0 | 0 | -3.342 | -545 |
| Periodenergebnis | -119 | -88 | 5.878 | 2.699 |
| Langfristiges Segmentvermögen (ohne latente Steuern) |
-56.626 | -59.241 | 113.500 | 104.562 |
| - davon Deutschland | -56.626 | -59.241 | 109.961 | 101.115 |
| - davon andere EU-Länder | 0 | 0 | 251 | 414 |
| - davon Nordamerika | 0 | 0 | 3.147 | 2.912 |
| - davon Rest der Welt | 0 | 0 | 141 | 121 |
| Investitionen in das langfristige Segmentvermögen | 0 | 0 | 18.002 | 5.234 |
| Working Capital | 0 | 0 | 89.467 | 89.053 |
| Personaldurchschnitt ohne Auszubildende | 0 | 0 | 1.554 | 1.530 |
Konzernanhang
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierung und Bewertung im Konzernquartalsfinanzbericht der M.A.X. Automation AG zum 30. September 2015 erfolgte in Übereinstimmung mit den am Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Boards, London (IASB), unter Berücksichtigung der Auslegung des Standing Interpretations Committee (SIC) sowie des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Die entsprechenden Vergleichszahlen des Vorjahres wurden nach den gleichen Grundsätzen ermittelt. Dementsprechend wurde dieser Konzernzwischenabschluss in Übereinstimmung mit IAS 34 erstellt.
Unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck der Quartalsfinanzberichterstattung als ein auf den Konzernjahresabschluss aufbauendes Informationsinstrument verweisen wir auf den Anhang des Konzernjahresabschlusses zum 31. Dezember 2014, in dem Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sowie die Ausübung der in den IFRS enthaltenen Wahlrechte erläutert werden. Ebenso werden unter Abschnitt 2.8. des Konzernanhangs 2014 Anpassungen erläutert, die Auswirkungen auf die Vorjahreszahlen hatten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Konsolidierungsgrundsätze wurden wie im letzten Konzernabschluss angewendet. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:
Der wachsenden internationalen Ausrichtung des M.A.X. Automation-Konzerns Rechnung tragend werden Währungsdifferenzen, abweichend zum Vorjahr, wie auch bei anderen börsennotierten Unternehmen üblich, seit dem 01. Januar 2015 im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind nunmehr Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 5.691 (Vorjahr: 1.548) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen die entsprechende Gegenposition in Höhe von TEUR 4.994 (Vorjahr: TEUR 510) enthalten. In Summe haben somit Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 697 (Vorjahr: TEUR 1.038) das operative Ergebnis beeinflusst.
Das Ergebnis aus der Equity-Bewertung einer Beteiligung wird, wie bei operativen Beteiligungen üblich, im Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen.
Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt auf Basis der aktuellen Gesetzgebung. Um eine verlässliche und angemessene Abbildung der Ertragsteuern zu gewährleisten, werden diese nicht auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, sondern genau berechnet.
Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis erfasst sämtliche aktiven Tochtergesellschaften des Konzerns. Zum 30. September 2015 wurden neben der M.A.X. Automation AG insgesamt 29 Tochtergesellschaften einbezogen.
Im Segment Industrieautomation hat die NSM Magnettechnik GmbH, Olfen, am 06. Februar 2015 100 % der Anteile an der iNDAT Robotics GmbH, Ginsheim-Gustavsburg, sowie der iNDAT Engineering + Service GmbH, Braunschweig, erworben. Zu der iNDAT-Gruppe gehört die 100 %ige Tochtergesellschaft der iNDAT Robotics GmbH, iNDAT Systems + Research GmbH, Ginsheim-Gustavsburg. Die iNDAT-Gruppe wurde zum 01. Februar 2015 erstmalig konsolidiert und dem Teilkonzern NSM Magnettechnik zugeordnet.
Die INDAT Systems + Research GmbH wurde mit Eintragung in das Handelsregister vom 14. August 2015 rückwirkend zum 01. Januar 2015 auf die iNDAT Robotics GmbH verschmolzen.
Im Segment Umwelttechnik wurden die Vecoplan Maschinenfabrik Verwaltungs GmbH mit Eintragung in das Handelsregister vom 12. August 2015 sowie die Waste Tec GmbH mit Eintragung in das Handelsregister vom 19. August 2015 rückwirkend zum 01. Januar 2015 auf die Vecoplan AG, Bad Marienberg, verschmolzen.
Zum 30. September 2015 setzt sich der Konsolidierungskreis wie folgt zusammen:
| Anzahl einbezogene Unternehmen | 30.09.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Industrieautomation | 20 | 18 |
| Umwelttechnik | 9 | 11 |
| Konzern | 29 | 29 |
iNDAT Robotics-Gruppe
Die iNDAT Robotics-Gruppe ist ein Spezialist für Robotik- und Fertigungsautomation, deren Lösungen insbesondere bei namhaften Automobilherstellern und Automobilzulieferern zum Einsatz kommen. Die iNDAT Robotics entwickelt eigene Produkte wie zum Beispiel standardisierte flexible Roboterzellen zum vollautomatischen Entgraten metallischer Teile oder zum Stanzen von Kunststoffteilen. Zudem ist sie Systemlieferant für komplette Assembly-Einheiten in Fertigungslinien und für ganzheitlich automatisierte Anlagen, unter anderem in Automobil-Presswerken.
Durch die Akquisition hat die M.A.X. Automation-Gruppe künftig die Möglichkeit, komplexe Software-Applikationen sowie ganzheitliche Anlagensysteme einschließlich integrierter zukunftsträchtiger Robotik-Lösungen anzubieten. Das Leistungsspektrum für die Automobilindustrie wird damit wesentlich erweitert. Die iNDAT Robotics beschäftigt rund 80 Mitarbeiter und ist schuldenfrei.
Der maximale Kaufpreis beträgt TEUR 12.800 und beinhaltet Earn-Out-Regelungen, welche von der Entwicklung des EBIT's sowie des Auftragseingangs des Wirtschaftsjahres 2015 und von Personenkennziffern abhängig sind. Ein Teil des fixen Kaufpreises wurde mit TEUR 9.000 im Februar 2015 gezahlt. Eine weitere Zahlung erfolgt im August 2016. Die variablen Kaufpreisbestandteile von in Summe TEUR 2.300, welche aufgrund der vorgelegten Planzahlen vollständig im Rahmen der Kaufpreisallokation erfasst wurden, sind Anfang 2016 bzw. 2017 zur Zahlung fällig. Die langfristigen Kaufpreiskomponenten wurden abgezinst.
Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden stillen Reserven für Technologie, Kundenstamm und Auftragsbestand in Höhe von insgesamt TEUR 3.692 identifiziert. Die Nutzungsdauer der Vermögenswerte beträgt zwischen zwei und vier Jahren. Hierauf entfallen passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.127.
Das neubewertete Eigenkapital der iNDAT-Gruppe beträgt TEUR 4.860. Es verbleibt somit ein Firmenwert von TEUR 7.663.
| TEUR | |
|---|---|
| Erbrachte Gegenleistung | 12.524 |
| abzgl. Erworbene Vermögenswerte | 11.229 |
| zzgl. Erworbenes Fremdkapital | 6.368 |
| Firmenwert | 7.663 |
Der Firmenwert beinhaltet Komponenten, welche nicht selbstständig ansetzbar sind. Hierzu zählen im Wesentlichen das Know-how über Automatisierungs-Komponenten, der Prozess-Automation sowie der Handhabungsautomation des Unternehmens und die Erweiterung des Leistungsspektrums für die Automobilindustrie und damit der Zugang zu neuen Kunden und Märkten.
Latente Steuern auf den Firmenwert sind im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht entstanden und werden auch in Zukunft nicht entstehen
Folgende Vermögenswerte sind dem M.A.X. Automation-Konzern im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 01. Februar 2015 der iNDAT Robotics-Gruppe zugegangen:
| TEUR | |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 11.544 |
| Firmenwert | 7.663 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.760 |
| Sachanlagevermögen | 97 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 24 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 7.348 |
| Vorräte | 1.520 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.180 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
192 |
| Liquide Mittel | 1.456 |
| Langfristiges Fremdkapital | 1.277 |
| Latente Steuern | 1.277 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 5.091 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.097 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 234 |
| Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Steuern | 88 |
| Sonstige Rückstellungen | 240 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 432 |
Wäre die iNDAT Robotics-Gruppe bereits zu Beginn des Wirtschaftsjahres dem M.A.X. Automation-Konzern zugehörig gewesen, hätte sich das Ergebnis zum 30. September 2015 wie folgt entwickelt:
| TEUR | |
|---|---|
| Pro-forma Umsatzerlöse | 267.414 |
| Pro-forma EBIT vor PPA | 15.130 |
| Pro-forma Periodenergebnis | 5.859 |
Im Konzernergebnis sind folgende Beträge der iNDAT Robotics-Gruppe zum 30. September 2015 enthalten:
| TEUR | |
|---|---|
| Umsatzerlöse | 14.356 |
| EBIT vor PPA | 985 |
| Periodenergebnis | 111 |
Ereignisse von wesentlicher Bedeutung
Die Ereignisse von wesentlicher Bedeutung sind im Quartalsfinanzbericht unter den Wesentlichen Ereignissen im Berichtszeitraum aufgeführt.
Ergebnis je Aktie
Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf den folgenden Daten:
| Q1-Q3.2015 | Q1-Q3.2014 | |
|---|---|---|
| Basis für das unverwässerte Ergebnis je Aktie in TEUR |
5.878 | 2.699 |
| Anzahl der Aktien | 26.794.415 | 26.794.415 |
| Ergebnis je Aktie | 0,22 | 0,10 |
In den Jahren 2014 und 2015 fand keine Verwässerung der Aktie nach IAS 33 statt.
Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Die Höhe der mit nahe stehenden Personen getätigten Geschäftsvorfälle beträgt TEUR 11 (Vorjahr TEUR 180). Diese betreffen Reisekosten für die Tätigkeiten des Aufsichtsrats sowie im Vorjahr Beratungsleistungen (betriebswirtschaftliche Beratung) durch Aufsichtsratsmitglieder. Mit Eintragung der Satzungsänderung der M.A.X. Automation AG hinsichtlich der Aufsichtsratsvergütung ist die vom Zeitaufwand abhängige Vergütungskomponente entfallen.
Mit nahe stehenden Unternehmen fanden im 3. Quartal 2015 keine Geschäftsvorfälle statt. Im Vorjahr wurde mit der Vecoplan Fueltrack, welche sich nach Auflösung des Joint Ventures in Liquidation befindet, Erlöse in Höhe von TEUR 1.078 erzielt.
Mit der Günther Holding GmbH besteht seit dem 01. September 2014 ein unentgeltlicher Beratervertrag.
Ereignisse nach dem Stichtag 30. September 2015
Es ergaben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung, welche wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens,- Finanz- und Ertragslage des Konzerns hatten.
IMPRESSUM
M.A.X. Automation AG Presse: Breite Straße 29-31 Frank Elsner 40213 Düsseldorf Frank Elsner Kommunikation für Unternehmen GmbH Tel.: +49 – 211 – 90 99 1-0 Tel.: +49 – 5404 – 91 92 0 Fax: +49 – 211 – 90 99 1-11 Fax: +49 – 5404 – 91 92 29 Mail: [email protected] Internet: www.maxautomation.de