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MAX Automation SE Annual Report 2014

Apr 30, 2015

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Annual Report

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M.A.X. AUTOMATION AG

Die M.A.X. Automation ist eine international agierende Unternehmensgruppe mit den Segmenten Industrieautomation und Umwelttechnik. Die Gesellschaft ist auf die nachhaltige Entwicklung mittelständischer Automationsspezialisten im Hightech-Bereich fokussiert. Die operativen Gruppengesellschaften agieren als international tätige und technologisch führende Anbieter integrierter Automationssysteme. Als Führungsgesellschaft ist die M.A.X. Automation AG für die strategische und finanzielle Steuerung der Gruppe zuständig.

Die Gruppengesellschaften sind in nachhaltigen Wachstumsmärkten wie Automobilbau, Medizintechnik, Recyclingwirtschaft, Verpackungsautomation sowie Elektro- und Elektronikindustrie aktiv. Sie entwickeln und produzieren auf Basis eines umfassenden Verfahrens-Know-hows technologisch komplexe Komponenten- und Systemlösungen im Sondermaschinenbau. Damit entsprechen sie den individuellen Anforderungen ihrer Kunden und bedienen sich innovativer Technologien etwa aus den Bereichen Mikromontage und Robotik.

Die M.A.X. Automation AG verfolgt die langfristige Strategie, die internationale Präsenz der Tochtergesellschaften permanent auszubauen, die Gruppe weiter auf den Hightech-Bereich auszurichten und so neue Markt- und Kundengruppen zu erschließen. Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts für die Aktionäre.

KONZERNKENNZAHLEN IM ÜBERBLICK

2014 2013 2012
Ertragslage in Mio. EUR
Auftragseingang 339,3 248,3 265,1
Book-to-bill-Ratio 1,0 0,9 1,1
Auftragsbestand am Jahresende* 143,1 154,7 117,0
Umsatz 351,4 270,1 244,3
– davon Inland 131,8 112,6 103,1
– davon Ausland 219,6 157,5 141,2
EBITDA 26,6 23,3 18,6
EBIT vor PPA 20,5 18,2 14,1
in % von der Gesamtleistung 5,8% 6,7% 5,7 %
Jahresüberschuss 10,0 10,2 8,4
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,37 0,38 0,31
Kapitalfluss in Mio. EUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 17,8 22,6 22,0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –2,3 –40,5 –7,0
– davon Investitionen –9,7 –6,2 –6,9
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 10,3 21,4 –8,9
Finanzmittelbestand am Jahresende 52,4 26,3 22,8
Bilanz in Mio. EUR
Bilanzsumme 295,4 295,6 199,6
Nettofinanzverbindlichkeiten –47,9 –64,1 –6,7
Eigenkapital 99,8 94,0 88,4
Eigenkapitalquote in % 33,8% 31,8% 44,3 %
Mitarbeiter (Anzahl)
Mitarbeiter im Durchschnitt 1.681 1.321 1.207
– davon Auszubildende 144 103 89
Mitarbeiter nach Köpfen 1.794 1.714 1.299
Aktie
Anzahl Aktien (in Mio. Stück) 26,8 26,8 26,8
Marktkapitalisierung (in Mio. EUR) 113,9 134,8 102,9
Dividende je Aktie (in EUR) 0,15 0,15 0,15
Stichtagskurs in EUR (Xetra-Schlusskurs) 4,25 5,03 3,84

* bereinigt um IFRS-Effekte

KERNSEGMENTE

Industrieautomation – Hightech-Lösungen für alle Marktanforderungen

Die Anforderungen der Verbraucher an industriell gefertigte Produkte sind hoch – und steigen permanent. Produkte der Automobilindustrie oder der Medizintechnik müssen individuell auf die Belange ihrer Nutzer zugeschnitten sein und dabei eine Vielzahl an Funktionen erfüllen. Daraus resultiert der Anspruch an die industrielle Fertigung, ein Höchstmaß an Effizienz und Präzision zu erfüllen. Dies geht nur durch Hochleistungsautomatisierung.

Die Tochtergesellschaften der M.A.X. Automation versetzen ihre Kunden in die Lage, diesen Anforderungen zu entsprechen. Sie entwickeln und produzieren ganzheitliche Hightech-Lösungen in der Industrieautomatisierung und steigern damit die Qualität und das Volumen unterschiedlichster Produktionsprozesse. Ob Montage- und Robotik-Lösungen oder die Mikromontage für Automotive, Elektronik und Medizintechnik –

2014
in Mio. Euro
2013
in Mio. Euro
2012
in Mio. Euro
Auftragseingang 216,3 126,3 150,7
Segmentumsatz 236,9 148,0 120,8
Segment-EBIT vor PPA 18,0 16,9 13,1
Mitarbeiter Durchschnitt ohne Azubis 1.001 684 598

Umwelttechnik – umfassendes Know-how zur Schonung der Ressourcen

Nur mit umfassendem Technologie-Know-how und einem ausgeprägten Innovationsdenken entstehen Lösungen, die dazu beitragen, die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen, die Umwelt zu schonen und damit eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft zu meistern.

Die Tochtergesellschaften der M.A.X. Automation entwickeln Maschinen und Anlagen, mit denen wertvolle Sekundärrohstoffe gewonnen, in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt oder für eine energetische Nutzung aufbereitet werden. Damit bieten sie innovative Lösungen für Unternehmen und Kommunen weltweit und tragen zur nachhaltigen Nutzung der Ressourcen bei.

2014
in Mio. Euro
2013
in Mio. Euro
2012
in Mio. Euro
Auftragseingang 123,0 122,0 114,5
Segmentumsatz 114,9 122,5 123,7
Segment-EBIT vor PPA 1,4 3,8 2,6
Mitarbeiter Durchschnitt ohne Azubis 532 529 517

JAHRESHIGHLIGHTS 2014

Mai 2014 AIM-Gruppe | Industrieautomation

Neuartige Montage: MA micro automation (vormals Rohwedder Micro Assembly) entwickelt eine Anlage zur Montage von Fahrerassistenzsystemen in Fahrzeugen. Die Anlage zeichnet sich durch eine besonders hohe Taktfrequenz aus und integriert auch Maschinen für weitere Prozessschritte wie etwa die Endprüfung. Damit reduziert sie den logistischen Aufwand in der Produktion (sog. verkettetes Montagekonzept) deutlich und bietet einen entscheidenden Mehrwert für den Kunden.

Juli 2014 NSM Packtec | Industrieautomation

Umfassende Lösungen für den US-Markt: Die NSM Packtec, eine Tochtergesellschaft der NSM Magnettechnik, erhält einen Großauftrag von einem internationalen Kunden aus der Lebensmittelindustrie. Das Unternehmen konstruiert, fertigt und montiert Maschinen, die mehrere Produktionsschritte zum Formen, Befüllen, Etikettieren und Verschließen von Joghurtbechern abdecken. Die Abfüllung erfolgt unter Reinraumbedingungen. Der Leistungsumfang beinhaltet auch die Inbetriebnahme der Maschinen. Diese werden auf dem US-Markt zum Einsatz kommen.

September 2014 bdtronic | Industrieautomation

Innovative Konzepte: bdtronic konzipiert für einen renommierten deutschen Automotive-Zulieferer fünf vollautomatische Produktionszellen. Diese werden in der Fertigung von innovativen Heizsystemen in Hybrid- und Elektrofahrzeugen eingesetzt. Die bdtronic überzeugt den Kunden mit ihren neuartigen Lösungen für die Beschichtung von Flächen oder das Dosieren und Auftragen von thermisch-leitfähigen Pasten. Zum Lieferumfang gehört zudem eine Laserschweißanlage.

September 2014 Vecoplan | Umwelttechnik

Aufbereitung der Zukunft: Vecoplan eröffnet am Hauptsitz in Bad Marienberg das modernste Technologiezentrum der internationalen Umwelttechnik- und Recyclingbranche auf einer Fläche von mehr als 2.000 Quadratmetern. Das Unternehmen arbeitet vor Ort kontinuierlich und verfahrenstechnisch auf dem neuesten Stand an künftigen Lösungen für die Aufbereitung von Rest- und Wertstoffen. In dem Entwicklungszentrum deckt Vecoplan die gesamte Wertschöpfungskette in den komplexen Aufbereitungsprozessen ab.

Dezember 2014 AIM-Gruppe | Industrieautomation

Innovative Motorenreinigung: ELWEMA Automotive entwickelt eine technologisch komplexe Reinigungsanlage für die Zylinderkopffertigung eines deutschen Sportwagenherstellers. Das patentierte Reinigungskonzept trägt dazu bei, die bestehenden Prozesse in der Produktion zu verbessern und ein hohes Maß an Flexibilität zu gewährleisten. Die enthaltene Reinigungs-, Versorgungs- und Elektrotechnik ist in einer Einheit zusammengefasst und bietet dem Kunden optimale Ergebnisse bei minimalem Platzbedarf.

INHALT

KENNZAHLEN IM ÜBERBLICK 3
JAHRESHIGHLIGHTS 5
INHALT 6
BERICHT DES VORSTANDS 8
INDUSTRIEAUTOMATION 12
UMWELTTECHNIK 24
DIE M.A.X.-AKTIE 32
BERICHT DES AUFSICHTSRATS 38
CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT 42
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG 46
KONZERNLAGEBERICHT 50
KONZERNABSCHLUSS 82
– KONZERNBILANZ 84
– KONZERN-GESAMTEINKOMMENSRECHNUNG 86
– KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG 87
– KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG 88
– SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 92
– KONZERNANHANG 94
– KONZERNANLAGESPIEGEL 136
– BESTÄTIGUNGSVERMERK KONZERN UND VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER 140
TOCHTERUNTERNEHMEN 142
– ANTEILSBESITZ 142
– KURZPORTRÄTS 144
TERMINE + IMPRESSUM 152

MARKTPRÄSENZ

INDUSTRIEAUTOMATION UMWELTTECHNIK

BERICHT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2014 war für den M.A.X. Automation-Konzern ein in Summe erfolgreiches Jahr. Der Jahresauftakt fiel zwar verhalten aus, teilweise bedingt durch kundenseitige Auftragsverschiebungen. Doch setzte in der zweiten Jahreshälfte – wie von uns erwartet – eine deutliche Belebung mit einem starken Schlussquartal ein. Am Ende konnten wir die im Laufe des Jahres nach unten angepassten Prognosen beim Konzernumsatz erfüllen und beim operativen Konzernergebnis sogar übertreffen.

2014 stellte für die M.A.X. Automation ein Jahr des Übergangs dar: Im Vordergrund standen die Integration der 2013 erworbenen Gesellschaften der AIM-Assembly in Motion-Gruppe in das Segment Industrieautomation sowie die stärkere Nutzung von Verbundeffekten zwischen den Gruppenunternehmen. Darüber hinaus haben wir die technologischen Kompetenzen der Gruppengesellschaften weiterentwickelt und das Standortnetz optimiert. Durch den zum Jahresende erfolgten Verkauf der Euroroll Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG haben wir einen weiteren Schritt zur Fokussierung des Portfolios auf unsere Kernkompetenz Hightech-Automatisierung getan.

Wesentliche Konzernkennzahlen erzielten 2014 teils deutliche Steigerungen gegenüber dem Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Gesellschaften der AIM-Gruppe im Vorjahr nur zeitanteilig und im Berichtsjahr erstmals ganzjährig erfasst wurden:

  • Der Konzernumsatz betrug 351,4 Mio. Euro und lag damit in der Zielspanne von 350 Mio. Euro bis 360 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahreswert von 270,1 Mio. Euro errechnet sich ein Zuwachs von 30,1%.
  • Der konzernweite Auftragseingang erreichte 339,3 Mio. Euro, eine Zunahme von 36,7% gegenüber dem Vorjahreswert von 248,3 Mio. Euro.
  • Der konsolidierte Auftragsbestand belief sich per 31. Dezember 2014 auf 143,1 Mio. Euro, 7,5% weniger als zum gleichen Stichtag des Vorjahres (154,7 Mio. Euro).
  • Das EBITDA (Konzernergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) lag bei 26,6 Mio. Euro und damit 14,0% über dem Vorjahreswert von 23,3 Mio. Euro.
  • Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen (PPA-Abschreibungen) stieg um 12,8% von 18,2 Mio. Euro auf 20,5 Mio. Euro und übertraf somit den Zielkorridor von 16 Mio. Euro bis 18 Mio. Euro. Positive Einflussfaktoren waren über den Erwartungen liegende Ergebnisbeiträge aus im Dezember schlussfakturierten Projekten. Zudem ergab sich ein Einmalertrag aus dem Verkauf der Euroroll, der ebenfalls über den Erwartungen lag. Gegenläufig sind im EBIT auch einmalige Belastungen aus Standortverlagerungen bei zwei Tochtergesellschaften im Segment Industrieautomation verarbeitet.
  • Die EBIT-Marge belief sich auf 5,8% der Gesamtleistung nach 6,7% im Jahr zuvor.
  • Das Konzernergebnis nach Steuern sank um 1,4% auf 10,0 Mio. Euro nach 10,2 Mio. Euro im Vorjahr.

Vorstand Fabian Spilker

  • Die Konzern-Eigenkapitalquote lag per Ende 2014 mit soliden 33,8% über dem Niveau per 31. Dezember 2013 von 31,8% und auch über der angestrebten Mindestmarke von 30%.
  • Die Nettoverschuldung des Konzerns sank per 31. Dezember 2014 deutlich um 25,3% auf 47,9 Mio. Euro nach 64,1 Mio. Euro am gleichen Stichtag des Vorjahres. Dazu trugen im Wesentlichen eine geringere Mittelbindung als Folge des verbesserten Working-Capital-Managements, der Verkauf der Tochtergesellschaft Euroroll sowie ein erfreulicher Ergebnisanstieg im vierten Quartal bei.

Der gute Geschäftsverlauf des Konzerns wurde vor allem vom Segment Industrieautomation getragen. Der Segmentumsatz erhöhte sich um 60,1% auf rund 236,9 Mio. Euro. Das Segment-EBIT vor PPA-Abschreibungen erreichte 18,0 Mio. Euro und lag damit

6,1% über dem Vorjahreswert. Belastend wirkten sich im Berichtsjahr die Aufwendungen für die genannten Standortoptimierungen sowie kundenseitige Auftragsverschiebungen aus.

Das Segment Umwelttechnik entwickelte sich 2014 unter unseren Erwartungen. Der Umsatz lag mit 114,9 Mio. Euro um 6,3% unter dem Vorjahreswert. Das Segment-EBIT vor PPA-Abschreibungen belief sich auf 1,4 Mio. Euro nach 3,8 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang resultierte wesentlich aus Belastungen bei der Tochtergesellschaft altmayerBTD, die wegen der Energiewende in Deutschland einen deutlichen Nachfragerückgang bei der Kundengruppe der Kohlekraftwerksbetreiber verzeichnete. Darüber hinaus kam es bei der Vecoplan AG zu Verschiebungen bereits avisierter Großaufträge durch russische Kunden aufgrund des Ukraine-Konflikts.

Ein Übergangsjahr, wie es 2014 darstellte, und auch das herausfordernde konjunkturelle Umfeld in Europa stellten besondere Ansprüche an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sei es in den Gruppengesellschaften oder in der AG. Unsere Belegschaften haben mit ihrem Know-how und mit großem Einsatz alles getan, um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Dafür danken wir Ihnen sehr herzlich.

Sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, wie in den Vorjahren auch wollen wir Sie angemessen an dem guten Geschäftsergebnis beteiligen. Vorstand und Aufsichtsrat werden deshalb der ordentlichen Hauptversammlung am 30. Juni 2015 vorschlagen, eine Dividende von 15 Eurocent pro Aktie zu zahlen, womit insgesamt 4,0 Mio. Euro zur Ausschüttung kämen.

Nicht zufrieden sind wir mit der Performance der M.A.X. Automation-Aktie im vergangenen Jahr. Auf Jahresbasis ergab sich, trotz eines freundlichen Börsenumfelds, ein Wertverlust von 15,5%. Vor allem im zweiten Halbjahr entwickelte sich unsere Aktie schwächer als der Vergleichsindex CDAX. Um Investoren von der strategisch aussichtsreichen Positionierung und den guten Wachstumschancen unseres Konzerns zu überzeugen, haben

BERICHT DES VORSTANDS

wir begonnen, die Sichtbarkeit am und die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt zu intensivieren. Wesentliche Maßnahmen waren in diesem Zusammenhang der zum 1. April 2015 erfolgende Wechsel der Börsennotierung vom General Standard in das höchsten Transparenzstandards unterliegende Prime-Standard-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse, die Verbreiterung der Analystencoverage sowie die Ausweitung der Investor Relations.

Mit dem Erwerb der AIM-Gesellschaften und des Verpackungsspezialisten NSM Packtec, der Anfang 2015 erfolgten Akquisition der iNDAT Robotics GmbH (Robotik- und Fertigungsautomation) sowie dem Verkauf der Tochtergesellschaft Euroroll hat sich die M.A.X.-Gruppe in den vergangenen eineinhalb Jahren konsequent auf das Kerngeschäft Hightech-Automatisierung ausgerichtet, ihr Leistungsangebot für die Kunden erweitert und sich zugleich neue Zielmärkte erschlossen. Spannende Anwendungsbereiche wie die Robotik und die Mikromontage, die vor allem bei unseren Automotive-Kunden deutlich an Bedeutung gewinnen, oder auch neue Zielbranchen mit langfristigen Wachstumsperspektiven wie die Medizintechnik werden unserem Konzern neue Umsatz- und Ertragschancen eröffnen.

Wir sehen die M.A.X.-Gruppe deshalb für 2015 und die folgenden Jahre strategisch aussichtsreich aufgestellt. Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir auf Basis des aktuellen Konzernportfolios von einem Konzernumsatz in der Spanne von 360 Mio. Euro bis 380 Mio. Euro und von einem Konzern-EBIT vor PPA-Abschreibungen zwischen 20 Mio. Euro und 22 Mio. Euro aus.

Der Name M.A.X. Automation steht heute klarer denn je für zuverlässige und technologisch anspruchsvolle Lösungen in der Industrieautomation und Umwelttechnik. Wir freuen uns darauf, unsere Gesellschaft zusammen mit Ihnen, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, in eine aussichtsreiche Zukunft zu führen.

Düsseldorf, im März 2015

Der Vorstand:

Fabian Spilker

M.A.X. AUTOMATION: Die maßgeschneiderte Kombination von Komponenten und Systemen, die auf alle Marktanforderungen reagieren kann.

Maximale Qualität zu erzeugen heißt, durch Hightech eine effiziente Produktion zu ermöglichen.

Die Automobilindustrie ist einer der Innovationstreiber in der Wirtschaft. Fahrzeuge sind heutzutage komplexe Hightech-Produkte. So erfüllen sie die kontinuierlich steigenden Ansprüche ihrer Nutzer an Fahreigenschaften, Komfort und Sicherheit. Unsere Tochtergesellschaften sind leistungsfähige Partner der internationalen Fahrzeughersteller und ihrer Zulieferer. Sie entwickeln effiziente und innovative Automationslösungen für die Fertigung von Motoren, Getrieben, Lenkungen und anderen Fahrzeugteilen. So tragen sie dazu bei, Produkte von maximaler Qualität zu schaffen.

Maximale Flexibilität zu garantieren bedeutet, präziser und individueller auf den Markt zu reagieren.

Ein Automobil ist heute Ausdruck von Wünschen und Bedürfnissen seines Nutzers. Die Industrie trägt dieser Individualisierung mit einer immer größeren Auswahl an Fahrzeugmodellen und frei konfigurierbaren Ausstattungen Rechnung. Jedoch stehen die Hersteller damit vor der Herausforderung, in immer kürzerer Zeit eine wachsende Anzahl von Produktvarianten fertigen zu müssen. Dies wird durch Lösungen der M.A.X. Automation-Gruppe möglich: So garantiert zum Beispiel unsere Tochtergesellschaft NSM Magnettechnik mit ihren Handling- und Zuführsystemen und ihren umfassenden Robotik-Lösungen maximale Flexibilität.

Maximale Leistung zu erzeugen heißt, mit neuen Technologien immer bessere Produkte zu schaffen.

Das Auto im 21. Jahrhundert ist ein komplexes elektronisches Netz: Kleinste Bauteile verrichten im Hintergrund ihre Aufgaben, um einzelne Funktionen zu steuern und die Befehle des Fahrers umzusetzen. Micro Automation, die automatisierte Montage dieser Bauteile, ist damit wesentliche Voraussetzung für alle Innovationen im Auto. Unsere Tochtergesellschaft MA micro automation erfüllt höchste Ansprüche an Präzision und Geschwindigkeit in Micro Automation und erzeugt damit maximale Leistung.

Maximale Sicherheit heißt, autonomes Fahren zur Realität zu machen.

Ein Fahrer ist in seinem Auto nie mehr allein. Bei jeder Fahrt stehen ihm umfangreiche Fahrerassistenzsysteme zur Seite, die das Handling des Automobils erleichtern, kritische Situationen entschärfen und damit entscheidend zur Sicherheit des Fahrers beitragen. Ziel dieser Entwicklung ist das autonome Fahren: Fahrzeuge, die sich weitgehend selbst steuern. Unsere Tochterunternehmen wie die MA micro automation arbeiten zusammen mit den Automobilzulieferern an der Zukunft der Mobilität, indem sie Lösungen zur Montage von Fahrerassistenzsystemen wie Sensoren, Abstandskontrollen und Frontkameras zur Erkennung von Verkehrsschildern oder Hindernissen entwickeln. Damit gewährleisten sie maximale Autonomie im Auto.

Maximale Lebensqualität entsteht erst dann, wenn sich Technik mit Innovation verbindet.

Die moderne Medizintechnik ermöglicht Patienten eine hohe Lebensqualität: Medical Devices wie Inhaler oder Autoinjektoren geben ihnen die Möglichkeit der Selbstmedikation bei chronischen Erkrankungen sowie vor operativen Eingriffen. Damit werden sie zunehmend unabhängig von Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten. Das steigende Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung sowie der Wunsch nach größerer Freiheit in der Therapie machen die Medizintechnik zu einem langfristigen Zukunftsmarkt. Die Tochtergesellschaft MA micro automation bedient diesen Markt: In besonders vertrauensvoller und langfristiger Zusammenarbeit mit ihren Kunden entwickelt sie Spezialmaschinen für die Produktion von Medical Devices wie Inhaler, Kontaktlinsen, Stents oder Autoinjektoren (z.B. Insulin-Pens). Dabei erfüllt sie strengste medizintechnische Qualitätskriterien.

M.A.X. AUTOMATION: Lösungen, mit denen aus dem Abfall von heute die Ressourcen von morgen entstehen.

Maximale Nachhaltigkeit zu erzeugen gelingt dann, wenn man es schafft, Ressourcen noch wertvoller zu machen.

Holz ist allgegenwärtig. Ob in der Möbelindustrie oder in der Baubranche – als Rohstoff ist es vielseitig einsetzbar und erfreut sich deshalb großer Beliebtheit. Dabei ist Holz auch ein besonders nachhaltiger Rohstoff, denn es wächst nach und speichert das Kohlenstoffdioxid, das es vor seiner Verarbeitung der Atmosphäre entzogen hat. Unsere Tochtergesellschaft Vecoplan entwickelt modernste Anlagen und umfassende Services, um Holz als Pellets aufzubereiten und somit eine weitere Nutzung als Energieträger zu ermöglichen. Damit schafft sie für den wichtigen Rohstoff eine maximale Nachhaltigkeit.

Maximales Know-how führt dazu, mit Automation den Wirtschaftskreislauf immer wieder zu schließen.

Müll gehört nicht zwingend auf den Müll. Denn in Abfällen stecken wertvolle Sekundärrohstoffe: Mit den richtigen Recyclinglösungen lassen sich Haus- und Gewerbeabfälle wiederaufbereiten, um daraus Glas, Kunststoffe, Aluminium oder Biomasse zu gewinnen. Insbesondere die Metropolen in den aufstrebenden Volkswirtschaften stehen vor der Herausforderung, ihre wachsenden Müllberge zu kontrollieren und einer neuen Verwendung zuzuführen. Unsere Umwelttochter Vecoplan entwickelt und produziert Maschinen und Anlagen, um wertvolle Rohstoffe in den Produktionsprozess zurückzuführen und damit letztlich den Wirtschaftskreislauf zu schließen. Maximales Know-how für maximale Umweltfreundlichkeit.

Maximale Innovation heißt, immer wieder neue und ungenutzte Ressourcen zu entdecken.

Allein der Blick in ein Supermarktregal zeigt: Das Warenangebot ist nahezu unbegrenzt – und damit auch die Menge an unterschiedlichen Verpackungsmaterialien. Das bedeutet jedoch: Immer mehr Abfall muss umweltschonend entsorgt und schließlich wiederaufbereitet werden. Dazu werden innovative Anlagen benötigt, die verschiedene Materialien immer effizienter befördern, zerkleinern und trennen. Unser Segment Umwelttechnik entwickelt umfassende Lösungen zur Aufbereitung von Reststoffen aus dem Produktions- und Wertstoffkreislauf und leistet damit maximale Innovation.

Die M.A.X.-Aktie.

Wahrnehmung der M.A.X. Automation-Aktie soll gestärkt werden

Die Aktie der M.A.X. Automation AG entwickelte sich im Jahr 2014 nicht zufriedenstellend: Trotz eines insgesamt freundlichen Börsenumfelds verlor die Aktie auf Jahresbasis 15,5% an Wert. Die M.A.X. Automation verfolgt das Ziel, die Wahrnehmung der Gesellschaft am Kapitalmarkt durch einen Wechsel in das Prime-Standard-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse sowie durch eine intensivierte Investor Relations zu stärken. Dies soll der M.A.X. Automation-Aktie neuen Schwung verleihen.

DIE M.A.X.-AKTIE

Verhaltene Aktienmärkte in Europa 2014

Die europäischen Aktienmärkte verzeichneten im Jahr 2014 nur leichte Kursgewinne. Wesentliche Gründe dafür waren das niedrige wirtschaftliche Wachstum im Euroraum, das unter den Erwartungen blieb, sowie die Krise zwischen der Ukraine und Russland. Belastend wirkten sich auch die Beendigung der Anleihekäufe durch die US-Notenbank, der stark fallende Ölpreis, die schwächere Entwicklung der chinesischen Wirtschaft, die Diagnose erster Ebola-Fälle in den USA und der starke Wertverlust der Währungen in einigen aufstrebenden Volkswirtschaften aus. Positive Einflussfaktoren waren dagegen zwei Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB), die Senkung der Leitzinsen in China, die Ausweitung der expansiven Geldpolitik in Japan und das lebhafte M&A-Geschäft.

Der Deutsche Aktienindex (DAX) verzeichnete ein volatiles Jahr 2014. Am 5. Juni stieg der Index erstmals über die Marke von 10.000 Punkten. Im September setzte ein deutlicher Abwärtstrend bis auf unter 8.400 Punkte Mitte Oktober ein. In der folgenden Rallye erreichte der Index am 5. Dezember ein neues Allzeithoch von 10.087 Punkten. Der Jahresschlusskurs lag dann aber nur bei 9.806 Punkten, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert um 2,7% (2013: +25,5%).

Der MDAX wuchs 2014 im Stichtagsvergleich um 2,2% (2013: +39,1%). Der SDAX notierte Ende 2014 um 5,9% über dem Vorjahreswert (2013: +29,3%). Der CDAX, Referenzindex der M.A.X. Automation AG, verzeichnete am Jahresende ein leichtes Plus von 3,1% (2013: +26,8%).

In den USA führten robuste Konjunkturdaten und Ankündigungen der US-Notenbank zu einer behutsamen Leitzinswende zu deutlichen Kursgewinnen an den Aktienmärkten. Der US-amerikanische Dow-Jones-Index legte 2014 um 7,5% zu, der Nasdaq 100 sogar um 17,9%.

M.A.X. Automation-Aktie mit rückläufiger Entwicklung

Die Aktie der M.A.X. Automation AG entwickelte sich im Jahr 2014 – nach einem Wertzuwachs von 31,0% im Vorjahr – insgesamt rückläufig. Zwar verzeichnete die Aktie bis zum Monat Mai Notierungen von mehr als 5 Euro und erreichte dabei am 30. April ihren Höchststand von 5,50 Euro. Doch verlor sie zur Jahresmitte – auch verbunden mit schwächeren konjunkturellen Aussichten in Europa und entsprechenden generellen Rückgängen an den Aktienmärkten – deutlich an Wert. Den Tiefststand von 3,78 Euro erreichte die Aktie am 1. August. Danach setzte eine Erholungsphase ein, in der aber nicht mehr die hohen Werte des ersten Halbjahres erreicht wurden. Im vierten Quartal notierte die Aktie leicht über 4 Euro und schloss das Jahr bei 4,25 Euro. Damit errechnet sich für das Berichtsjahr ein Kursrückgang von 15,5% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert (Jahresschlusskurs 2013: 5,03 Euro).

Die Performance der Aktie der M.A.X. Automation AG entsprach bis Mai 2014 in etwa der Performance des Vergleichsindex CDAX. Danach entwickelte sich die M.A.X.-Aktie jedoch deutlich unterdurchschnittlich.

Die Marktkapitalisierung des Konzerns verringerte sich per 31. Dezember 2014 auf 113,9 Mio. Euro nach 134,8 Mio. Euro zum gleichen Stichtag des Vorjahres.

Eckdaten M.A.X.-Aktie 2014
Wertpapierkennnummer (WKN) 658090
ISIN DE0006580905
Börsenkürzel MXH
Aktiengattung Nennwertlose Stückaktien
Zahl der Aktien 26,79 Mio. Stück
Rechnerischer Nennwert je Aktie 1 Euro
Anteil Free Float 51,0%
Segment General Standard (ab 01. April 2015 Prime Standard)
Index CDAX
Performance M.A.X.-Aktie 20141 2014 2013
EBIT vor PPA-Abschreibungen je Aktie (in Euro) 0,77 0,68
Ergebnis je Aktie (in Euro) 0,37 0,38
Dividende je Aktie (in Euro) 2 0,15 0,15
Höchstkurs (in Euro) 5,50 5,54
Tiefstkurs (in Euro) 3,78 3,88
Jahresschlusskurs (in Euro) 4,25 5,03
Dividendenrendite (in %) 3 3,53 2,98
Börsenwert (in Mio. Euro) 4 113,9 134,8

alle Angaben auf Basis von Xetra-Schlusskursen

Vorschlag Vorstand und Aufsichtsrat

auf Basis Jahresendkurs per 31. Dezember

Stabile Aktionärsstruktur

Größter Einzelaktionär der M.A.X. Automation AG war am 31. März 2015 mit einem Stimmrechtsanteil von 29,9% unverändert die Günther-Gruppe, Hamburg. Weitere größere Anteilseigner waren auf Basis der dem Vorstand vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen die Stüber & Co. KG mit 6,0% und die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt mit 5,2%. Im Streubesitz bei privaten und institutionellen Anlegern befanden sich somit rund 58,9% der Stimmanteile.

Die der Gesellschaft im Berichtsjahr zugegangenen Stimmrechtsmitteilungen sind der Website (http://www.maxautomation.de/investor-relations/) zu entnehmen.

DIE M.A.X.-AKTIE

Hauptversammlung beschließt konstante Dividende für 2013

Die M.A.X. Automation verfolgt eine ergebnisorientierte Dividendenpolitik, die die Aktionärinnen und Aktionäre in angemessener Weise am Unternehmenserfolg beteiligt. Die Ausschüttungen sind dabei vor dem Hintergrund des Ziels zu sehen, die Eigenkapitalbasis des Konzerns für weiteres Wachstum kontinuierlich zu steigern. Ausschüttungen aus der Substanz sind zu vermeiden.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Juni 2014 folgten die Aktionärinnen und Aktionäre dem Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, für das Geschäftsjahr 2013 eine konstante Dividende je Aktie von 15 Eurocent auszuzahlen. Somit kamen 4,0 Mio. Euro zur Ausschüttung. Die Ausschüttungsquote (bezogen auf den Konzernüberschuss) entsprach 40%. Dieser Beschluss trug dem erfolgreichen Geschäftsverlauf im Jahr 2013 Rechnung.

Fortsetzung der verlässlichen Dividendenpolitik

Vorstand und Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG beabsichtigen, der ordentlichen Hauptversammlung am 30. Juni 2015 in Düsseldorf eine Dividende von 15 Eurocent je Aktie vorzuschlagen. Damit betrüge die Ausschüttung 4,0 Mio. Euro, das wären 40% des Konzernüberschusses. Auch der neue Gewinnverwendungsvorschlag trägt dem Grundsatz Rechnung, zum einen dem Verzinsungsanspruch der Aktionärinnen und Aktionäre gerecht zu werden, zum anderen dem Konzern ausreichenden unternehmerischen Handlungsspielraum zu geben.

Intensiver Dialog mit dem Kapitalmarkt

Die M.A.X. Automation fühlt sich den Grundsätzen einer offenen, umfassenden und zeitnahen Kommunikation gegenüber dem Kapitalmarkt verpflichtet. Diesem Grundsatz entsprechend stand der Vorstand auch 2014 im regelmäßigen Kontakt mit Analysten, Investoren aus dem In- und Ausland sowie den Medien. Der Dialog hatte zum Ziel, die strategische Ausrichtung des Konzerns nach dem im November 2013 erfolgten Erwerb der AIM-Gesellschaften darzustellen, Fortschritte bei der Integration der neuen Tochtergesellschaften zu erläutern und die aktuelle Geschäftsentwicklung in das Umfeld der Zielbranchen des Konzerns einzuordnen.

Namhafte Finanz- und Anlegermedien verfolgten die Entwicklung des Unternehmens und skizzierten dessen strategische und wirtschaftliche Perspektiven. Die aktiv verfolgten Medienkontakte vertieften die anlassbezogene Kommunikation via Presseinformationen und Börsenpflichtmitteilungen.

Aktie ab 1. April 2015 im Prime-Standard-Segment

Der Vorstand hat durch verschiedene Maßnahmen die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern intensiviert, um die Voraussetzungen für eine angemessene, die guten Perspektiven des Konzerns spiegelnde Kursentwicklung zu schaffen. So wurden bereits 2014 konkrete Schritte unternommen, um die Analystencoverage der M.A.X. Automation AG zu verbreitern. Die bestehende Coverage durch Close Brothers Seydler Research und die equinet Bank wurde ab Februar 2015 auf Warburg Research ausgeweitet.

Der angekündigte Wechsel der Gesellschaft vom General Standard in das Prime-Standard-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse wird mit Wirkung zum 1. April 2015 stattfinden. Damit erfüllt die M.A.X. Automation AG künftig höchste Transparenz- und Publizitätsanforderungen, die besonders für institutionelle Investoren von Bedeutung sind. Die Zugehörigkeit zum Prime Standard wird nach Überzeugung des Vorstands die Sichtbarkeit der Gesellschaft auf dem Kapitalmarkt erhöhen.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre.

Allgemeines

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2014 intensiv mit der strategischen, wirtschaftlichen und personellen Entwicklung der M.A.X. Automation AG und des Konzerns befasst. Auf Grundlage der in mündlicher und schriftlicher Form erstatteten zeitnahen Berichte des Vorstands über die Geschäftslage der M.A.X. Automation AG und des Konzerns hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der M.A.X. Automation AG im Geschäftsjahr 2014 den aktienrechtlichen Regelungen entsprechend überwacht. Der Aufsichtsrat stand dem Vorstand im Geschäftsjahr zudem beratend zur Seite. Die Berichte des Vorstands bezogen sich insbesondere auf grundsätzliche Fragen der Finanz- und Investitionspolitik sowie die Rentabilität und die Risikosituation der M.A.X. Automation AG und des Konzerns. Weiterhin stand insbesondere die Integration der AIM-Assembly in Motion-Gruppe (AIM-Gruppe) in den M.A.X. Automation-Konzern im Vordergrund. Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen und befasste sich intensiv mit den Geschäftsvorfällen der Gesellschaft und des Konzerns.

Dem Aufsichtsrat wurden regelmäßig Berichte über den Geschäftsverlauf mit Abweichungsanalysen zur Planung und zum Vorjahr, einschließlich der Dokumentationen zur Liquiditäts- und Finanzlage, vorgelegt. Alle zustimmungspflichtigen Geschäftsvorgänge wurden intensiv mit dem Aufsichtsrat erörtert und soweit erforderlich hierfür die Genehmigung erteilt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats, insbesondere der jeweils amtierende Aufsichtsratsvorsitzende, standen auch außerhalb der Sitzungen in einem intensiven Dialog mit dem Vorstand und haben sich anhand von mündlichen und schriftlichen Berichten über die Lage und Entwicklung der einzelnen Gesellschaften und des Konzerns informiert, die Berichte des Vorstands besprochen sowie Fragen der Geschäftspolitik, des Geschäftsverlaufs und der weiteren Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns mit dem Vorstand intensiv beraten.

Anhand der Berichte und Auskünfte des Vorstands überzeugte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Ebenso versicherte sich der Aufsichtsrat durch Befragung des Vorstands, der Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften und des Abschlussprüfers, dass sowohl in der Muttergesellschaft als auch im Konzern alle Anforderungen des Risikomanagementsystems erfüllt werden.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen

Im Berichtsjahr fanden sieben Aufsichtsratssitzungen statt. Der Aufsichtsrat war bei allen Sitzungen vollständig anwesend. Da der Aufsichtsrat gemäß den Regelungen der Satzung lediglich aus drei Mitgliedern besteht, wurden keine Ausschüsse gebildet.

Der Aufsichtsrat hat sich in den Sitzungen über die wichtigsten Geschäftsereignisse, die Unternehmensplanung sowie die wirtschaftliche Lage der M.A.X. Automation AG und des M.A.X. Automation-Konzerns beraten.

Die Prüfungen und die Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats bezogen sich in den Aufsichtsratssitzungen vor allem auf folgende Gegenstände: In der Bilanzaufsichtsratssitzung am 28. März 2014 konzentrierte sich der Aufsichtsrat auf die Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses sowie des Zusammengefassten Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Dabei hat der Aufsichtsrat, neben seiner eigenen – originären –

Prüfungstätigkeit im Rahmen der Vorbereitung der Bilanzaufsichtsratssitzung, in der Sitzung zahlreiche Fragen an den persönlich anwesenden Abschlussprüfer gestellt und diese ausführlich mit dem Abschlussprüfer erörtert. Im Fokus dieser Sitzung standen zudem die Entwicklung der Tochtergesellschaften im Jahr 2014, die Integration der AIM-Gruppe, Personalien und zustimmungspflichtige Rechtsgeschäfte. Des Weiteren wurden die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung genehmigt, eine neue Geschäftsordnung für den Vorstand erlassen sowie anhand eines Fragebogens die Effizienz der Tätigkeit des Aufsichtsrats geprüft (Ziffer 5.6 Deutscher Corporate Governance Kodex).

In der Sitzung vom 31. März 2014 wurden der Jahresabschluss 2013 der M.A.X. Automation AG sowie der Konzernabschluss 2013 gebilligt und der Jahresabschluss 2013 damit festgestellt.

Die vor der Hauptversammlung abgehaltene Sitzung vom 27. Juni 2014 beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften und des Konzerns. Im Blickfeld stand zudem die erfolgte Akquisition der H+E Packtec GmbH und das weitere Vorgehen bei der Integration der genannten Gesellschaft. Des Weiteren wurde über eine mögliche Veräußerung der Euroroll Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG diskutiert.

In der Sitzung vom 5. August 2014 berichtete der Vorstand erneut intensiv über die Geschäftsentwicklung in den Segmenten Industrieautomation und Umwelttechnik. Die mögliche Veräußerung der Euroroll Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG wurde nochmals diskutiert. Des Weiteren wurden zustimmungspflichtige Verträge erörtert und genehmigt.

Nach der Amtsniederlegung des bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Hans W. Bönninghausen zum Ablauf des 15. September 2014 (vgl. unten "Organe der Gesellschaft") wurden in der Sitzung vom 25. September 2014 Herr Lerch zum Vorsitzenden und der gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellte Herr Dr. Kruse zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

In der Sitzung vom 26. September 2014 berichtete der Vorstand über die Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften. Ferner wurden Personalien sowie die Beauftragung des Abschlussprüfers beschlossen.

Im Blickfeld der Sitzung vom 18. Dezember 2014 standen insbesondere die Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2014 und die vorgelegte Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2015. Der Aufsichtsrat hat die Planung insbesondere auf deren Plausibilität hin geprüft sowie darin enthaltene Chancen und Risiken ausführlich mit dem Vorstand beraten und die Planung anschließend genehmigt. Des Weiteren wurde der Beschluss gefasst, die bisherige Konzernfinanzierung abzulösen und durch eine neue Finanzierungsstruktur für den Konzern zu ersetzen. Zudem wurde dem Verkauf der Euroroll Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG einstimmig zugestimmt. Ferner wurden Personalien und zustimmungspflichtige Geschäfte besprochen und genehmigt sowie über das Risikomanagementsystem berichtet.

Der Aufsichtsrat hat außerdem regelmäßig die in den Aufsichtsratssitzungen vorgelegten Monatsberichte geprüft. Diese enthalten Informationen über die Umsatz- und die Ertragsentwicklung der Gesellschaften und des Konzerns nach Segmenten, dies sowohl pro Monat als auch kumuliert. Zusätzlich wird darin die Liquiditätsund Finanzlage abgebildet.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Neben den Sitzungen wurde in weiteren Aufsichtsratsbeschlüssen Personalien, Darlehensgewährungen der M.A.X. Automation AG an Tochtergesellschaften sowie verschiedenen Schritten innerhalb von Akquisitions- und Veräußerungsverfahren zugestimmt.

Organe der Gesellschaft

Herr Hans W. Bönninghausen hat sein Amt als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats der M.A.X. Automation AG mit Wirkung zum Ablauf des 15. September 2014 niedergelegt. Auf Antrag des Vorstands auf gerichtliche Ergänzung des Aufsichtsrats der M.A.X. Automation AG wurde Herr Dr. Jens Kruse zum Aufsichtsratsmitglied bestellt. Herr Gerhard Lerch wurde zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der M.A.X. Automation AG, Herr Dr. Jens Kruse zu dessen Stellvertreter gewählt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Hans W. Bönninghausen für die erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Risikomanagement

Alle aus der Sicht des Vorstands und des Aufsichtsrats erkennbaren Risikofelder wurden diskutiert. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand ein funktionierendes Risikomanagement installiert hat. Das Risikomanagement wurde durch den Abschlussprüfer einer Prüfung unterzogen. Dieser bestätigt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen und ein Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns gefährden, frühzeitig zu erkennen. Dabei hat der Abschlussprüfer keine im Rahmen dieser Prüfung an den Aufsichtsrat zu berichtenden Vorgänge festgestellt.

Jahres- und Konzernabschluss 2014

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für die M.A.X. Automation AG und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 sowie der Zusammengefasste Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sind unter Einbeziehung der Buchführung durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, geprüft worden. Der Abschlussprüfer wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden nach der Hauptversammlung schriftlich mit der Prüfung der Rechnungslegung beauftragt. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer vorschlug, hatte diese dem Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen können. Der Abschlussprüfer war für Rückfragen auf der Aufsichtsratssitzung am 30. März 2015 anwesend, hat seinerseits über den Verlauf der Prüfung sowie deren wesentliche Ergebnisse berichtet und hat die Fragen des Aufsichtsrats eingehend beantwortet.

Der Abschlussprüfer kam zu dem Ergebnis, dass der Jahresabschluss der AG und der Konzernabschluss sowie der Zusammengefasste Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns mit den ordnungsgemäß geführten Büchern der Gesellschaft, mit den gesetzlichen Vorschriften und mit der Satzung der M.A.X. Automation AG übereinstimmen. Er erhob keine Einwände und erteilte jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers ebenfalls geprüft und den Jahresabschluss der AG sowie den Konzernabschluss und den Zusammengefassten Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns einer eigenen Prüfung unterzogen. Dem Aufsichtsrat lagen die Entwürfe und die Ausfertigungen

mit ausreichend langem zeitlichen Vorlauf vor, sodass die gründliche Prüfung aller Dokumente möglich war. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat erhob seinerseits nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung gegen den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Zusammengefassten Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, insbesondere bezüglich der Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung und den Angaben nach §§ 315 Abs. 2 Nr. 5 und Abs. 4 HGB keine Einwände. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernabschluss der M.A.X. Automation AG zum 31. Dezember 2014 wurden gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem vom Vorstand unterbreiteten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen. Der Erklärung zur Unternehmensführung hat der Aufsichtsrat ebenfalls zugestimmt.

Entsprechenserklärung

Gemäß § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat auf der Basis der geänderten Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 24. Juni 2014 eine aktualisierte Entsprechenserklärung abgegeben und im Internet veröffentlicht. Der Aufsichtsrat hat gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex eine Effizienzprüfung durchgeführt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Vorständen und Geschäftsführern der Tochterunternehmen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des M.A.X. Automation-Konzerns für ihr engagiertes und erfolgreiches Wirken im vergangenen Geschäftsjahr.

Düsseldorf, im März 2015

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats

Gerhard Lerch

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

Corporate Governance

Die Einhaltung national und international anerkannter Standards für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und -kontrolle (Corporate Governance) ist ein wichtiges Kriterium für die Anlageentscheidungen von Investoren. Die M.A.X. Automation AG sieht im geltenden Deutschen Corporate Governance Kodex ein geeignetes Mittel, um das Vertrauen des Kapitalmarktes in die Gesellschaft und den M.A.X. Automation-Konzern zu sichern und zu stärken. Der folgende Corporate-Governance-Bericht dient der Zusammenfassung der wesentlichen Corporate-Governance-Grundsätze, die für die Unternehmensführung der M.A.X. Automation AG maßgeblich sind.

Allgemeines zur Führungsstruktur

Die M.A.X. Automation AG unterliegt den Vorschriften des deutschen Aktienrechts, den Kapitalmarktregelungen sowie den Bestimmungen der Satzung und der Geschäftsordnung für Vorstand und Aufsichtsrat. Mit ihren Organen Vorstand und Aufsichtsrat hat die M.A.X. Automation AG eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur. Vorstand und Aufsichtsrat sind und fühlen sich den Interessen der Aktionäre und dem Wohle des Unternehmens verpflichtet. Die Hauptversammlung ist das dritte Organ des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht als einen Bestandteil des Überwachungs- und Kontrollprozesses klare und transparente Verfahren und Strukturen vor und spiegelt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex für den Aufsichtsrat wider. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten eng und vertrauensvoll im Interesse der M.A.X. Automation AG zusammen. Die Themenschwerpunkte der Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat können dem Bericht des Aufsichtsrats, der Bestandteil dieses Geschäftsberichtes ist, entnommen werden.

Der Aufsichtsrat orientiert sich bei seinen Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern neben den gesetzlichen Vorschriften ausschließlich an der fachlichen und persönlichen Eignung der Kandidaten sowie an sachgerechten – die Funktion des Aufsichtsrats fördernden – Zweckmäßigkeitserwägungen. Hierzu gehört beispielsweise die Zugehörigkeit von Mitgliedern, die einschlägige unternehmerische Erfahrungen aufweisen (vgl. hierzu die Ausführungen in der Entsprechenserklärung zu Kodex-Ziffer 5.4.1). Der Aufsichtsrat sieht davon ab, konkretere Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen, zumal mit der bloßen Benennung solcher konkreten Ziele nicht notwendigerweise eine Verbesserung der Qualität der Aufsichtsratstätigkeit einhergeht.

Der Vorstand

Der Vorstand der M.A.X. Automation AG (derzeit bestehend aus einem Mitglied) leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Er ist an das Unternehmensinteresse gebunden. Das Ziel seiner Tätigkeit besteht in der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Des Weiteren ist er verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der gesetzlich erforderlichen Berichte wie Jahres-/Konzernabschlüsse und Zwischenberichte. Er trägt ferner Sorge für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling sowie für eine regelmäßige, zeitnahe und umfassende Berichterstattung an den Aufsichtsrat über alle für den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Unternehmensplanung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements.

Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands näher festgelegt. Wesentliche Geschäfte bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Maßnahmen und Geschäfte von grundlegender Bedeutung werden den Anteilseignern und dem Kapitalmarkt rechtzeitig mitgeteilt, um die Entscheidungsprozesse auch unterjährig transparent und die Kapitalmarktteilnehmer ausreichend informiert zu halten. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die zustimmungspflichtigen Geschäfte.

Die Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die M.A.X. Automation AG verfügt nur über voll stimmberechtigte Aktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet innerhalb der ersten acht Monate eines jeden Geschäftsjahrs statt. Die Tagesordnung für die Hauptversammlung einschließlich der für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen wird auf der Internetseite der Gesellschaft www.maxautomation.de/investor-relations/hauptversammlung/ sowie www.maxautomation.de/investor-relations/berichte/geschaftsberichte/ veröffentlicht.

Zur Erleichterung der Wahrnehmung ihrer Rechte stellt die M.A.X. Automation AG den Aktionären für die ordentliche Hauptversammlung einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter zur Verfügung. In der Einberufung der Hauptversammlung wird erläutert, wie im Vorfeld der Hauptversammlung Weisungen zur Stimmrechtsausübung erteilt werden können. Daneben bleibt es den Aktionären unbenommen, sich durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl vertreten zu lassen. Das Anmelde- und Legitimationsverfahren entspricht dem gesetzlich vorgeschriebenen und international üblichen Record-Date-Verfahren. Hierbei gilt der 21. Tag vor der Hauptversammlung als maßgeblicher Stichtag für die Legitimation der Aktionäre zur Teilnahme an der Hauptversammlung.

Rechnungslegung, Abschlussprüfung und Risikomanagement

Der Konzernabschluss der M.A.X. Automation AG wird nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, der Jahresabschluss und der Zusammengefasste Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB).

Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags in der Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitsbestätigung des vorgesehenen Prüfers eingeholt. Der Abschlussprüfer wurde vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats gebeten, über alle während der Prüfungshandlung auftretenden Sachverhalte, die im weitesten Sinne die Aufgaben des Aufsichtsrats zu wesentlichen Feststellungen oder Vorkommnissen betreffen, unverzüglich zu berichten, wenn diese nicht unmittelbar beseitigt werden können.

Das bestehende Risikomanagementsystem der M.A.X. Automation AG ist darauf ausgelegt, geschäftliche und finanzielle Risiken, denen das Unternehmen im Rahmen seiner Tätigkeit ausgesetzt ist, aufzudecken, zu erfassen, zu bewerten und zu steuern. Die einzelnen Elemente des Überwachungssystems liefern verlässliche Informationen zur aktuellen Risikolage und unterstützen die Dokumentation, Risikoprüfung und Schwachstellenbehebung. Sie tragen somit zu einer Minimierung der aus den Risiken potenziell entstehenden negativen Effekte bei. Ausführliche Informationen zum Risikomanagementsystem der M.A.X. Automation AG finden sich im Zusammengefassten Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

Transparenz

Die M.A.X. Automation AG nutzt zur zeitnahen Information der Aktionäre und Anleger die Internetseite des Unternehmens: www.maxautomation.de. Neben dem Geschäftsbericht sowie den Zwischenberichten (Halbjahresfinanzbericht und Quartalsfinanzberichte) werden Anteilseigner und Dritte in der Form von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen über aktuelle Entwicklungen informiert.

Die M.A.X. Automation AG publiziert einen Finanzkalender zu allen wesentlichen Terminen und Veröffentlichungen der Gesellschaft mit ausreichend zeitlichem Vorlauf.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte und wesentliche Stimmrechtsanteile

Die M.A.X. Automation AG veröffentlicht entsprechend den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) unverzüglich nach deren Eingang die sog. Director-Dealings-Meldungen nach § 15a WpHG, also die Mitteilungen von Mitgliedern des Vorstands, des Aufsichtsrats und von anderen Personen, die Führungsaufgaben bei der M.A.X. Automation AG i. S. von § 15a WpHG wahrnehmen, sowie mit diesen Personen in enger Beziehung stehenden natürlichen und juristischen Personen über Wertpapiergeschäfte mit Bezug auf die M.A.X. Automation-Aktie. Diese Meldungen werden auch auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.maxautomation.de/investor-relations/corporate-governance/director-dealings/ veröffentlicht.

Ebenso veröffentlicht die Gesellschaft unverzüglich nach deren Eingang Mitteilungen über den Erwerb oder die Veräußerung bedeutender Stimmrechtsanteile nach § 21 WpHG bzw. über das Halten von Finanzinstrumenten und sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG sowie über das Halten von weiteren Finanzinstrumenten und sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG auf der Internetseite unter www.maxautomation.de/investorrelations/corporate-governance/download-dokumente/. Die entsprechenden Meldungen des abgelaufenen Geschäftsjahres sind auch im Anhang des Konzernabschlusses im Geschäftsbericht wiedergegeben.

Entsprechenserklärung – Deutscher Corporate Governance Kodex

Am 30. März 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Abweichungen zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden dargelegt und begründet. Die Entsprechenserklärung einschließlich der Begründung der Abweichungen findet sich auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.maxautomation.de/investor-relations/corporate-governance/download-dokumente/.

Die aktuelle sowie die vorherigen Fassungen der Entsprechenserklärung seit 2007 sind den Aktionären ebenso über die oben angegebene Internetadresse dauerhaft zugänglich gemacht.

Vergütungsbericht im Corporate-Governance-Bericht

Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands

Die Vergütung der im Geschäftsjahr 2014 amtierenden Vorstandsmitglieder ist im Anhang des Konzernabschlusses offengelegt.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr 2014 ist im Anhang des Konzernabschlusses individualisiert aufgeführt.

Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme

Es existieren keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme bei der M.A.X. Automation AG.

Düsseldorf, den 30. März 2015

Der Vorstand Für den Aufsichtsrat

Fabian Spilker Gerhard Lerch (Vorsitzender)

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der M.A.X. Automation AG zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG haben die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 31. März 2014 abgegeben. Die nachfolgende Erklärung bezieht sich auf die Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 im Zeitraum bis zum 29. September 2014 und den am 30. September 2014 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 seit dem 30. September 2014.

Vorstand und Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

Zu 2.2.1

Der Vorstand legt der Hauptversammlung einen Zusammengefassten Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vor.

Zu 2.3.3

Auf eine Übertragung der Hauptversammlung 2014 über das Internet wurde aus technischen und organisatorischen Gründen verzichtet. Eine teilweise oder vollständige Übertragung der Hauptversammlung 2015 im Internet ist ebenfalls aus technischen und organisatorischen Gründen sowie aus Kostengründen nicht vorgesehen.

Zu 3.8, 3. Absatz

Die von der M.A.X. Automation AG für Vorstand und Aufsichtsratsmitglieder abgeschlossene D&O-Versicherung beinhaltet aufgrund der Tatsache, dass es sich dabei um eine Gruppenversicherung handelt, die auch eine Reihe von Mitarbeitern im Inland erfasst, grundsätzlich keinen Selbstbehalt. Entsprechend den gesetzlichen Regelungen ist allerdings ein Selbstbehalt für den Vorstand vereinbart. Die M.A.X. Automation AG ist aber grundsätzlich der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder der Organe ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt nicht verbessert werden. Aus diesem Grund wird von einem Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats weiter abgesehen.

Zu 4.2.1

Der Vorstand bestand bis zum 27. März 2015 aus zwei Personen, wovon ein Mitglied zum Sprecher ernannt war. Aufgrund des Ausscheidens des Sprechers aus dem Vorstand am 27. März 2015 besteht der Vorstand seither lediglich aus einer Person, sodass es derzeit keinen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands gibt.

Zu 4.2.3

Die Vorstandsverträge enthalten im Hinblick auf die kurze Laufzeit von jeweils lediglich drei Jahren weder Regelungen bezüglich einer Abfindung und deren Berechnungsgrundlage bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit noch hinsichtlich einer Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels oder der Beendigung der Tätigkeit aus wichtigem Grund. Dadurch wird im Falle einer vorzeitigen Beendigung einer Vorstandstätigkeit die notwendige Flexibilität gewahrt, um der jeweiligen konkreten Situation entsprechend angemessene Verhandlungsergebnisse zu erzielen.

Zu 5.3

Der Aufsichtsrat bildet keine Ausschüsse. Der Gesamtaufsichtsrat ist in allen Sachfragen selbst aktiv; seine Mitglieder stehen auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen sowohl untereinander als auch mit dem Vorstand in ständigem Kontakt und können dadurch auf alle Sachfragen flexibel reagieren. Aufgrund der Besetzung des Aufsichtsrats mit der gesetzlichen Mindestzahl von drei Mitgliedern ist eine Bildung von Fachausschüssen nicht geboten und auch nicht sinnvoll. Aus diesen Gründen werden auch kein Prüfungsausschuss (Audit Committee) und kein Nominierungsausschuss eingerichtet.

Zu 5.4.1

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht festgelegt, da die Limitierung der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat durch eine Altersgrenze weder der Individualität der Mitglieder noch dem Wert langjähriger Erfahrungen Rechnung trägt.

Der Aufsichtsrat orientiert sich bei seinen Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern neben den gesetzlichen Vorschriften ausschließlich an der fachlichen und persönlichen Eignung der Kandidaten sowie an sachgerechten – die Funktion des Aufsichtsrats fördernden – Zweckmäßigkeitserwägungen. Hierzu gehört beispielsweise die Zugehörigkeit von Mitgliedern, die einschlägige unternehmerische Erfahrungen aufweisen. Der Aufsichtsrat sieht davon ab, konkretere Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen, zumal mit der bloßen Benennung solcher konkreten Ziele nicht notwendigerweise eine Verbesserung der Qualität der Aufsichtsratstätigkeit einhergeht.

Zu 5.4.3

Die Gesellschaft behält sich vor, Anträge auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds auch unbefristet zu stellen. Es ist aber vorgesehen, das durch das Amtsgericht bestellte Aufsichtsratsmitglied in der nächsten, der gerichtlichen Bestellung folgenden ordentlichen Hauptversammlung den Aktionären zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Dadurch ist die jederzeitige Handlungsfähigkeit des Aufsichtsrats gewährleistet und sichergestellt, dass die Aktionäre ihre Mitwirkungsrechte bei der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern ausüben können.

Zu 5.4.6

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für ihre Aufsichtsratstätigkeit keine erfolgsorientierte Vergütung, da aus Sicht der Gesellschaft eine erfolgsorientierte Vergütung keine nennenswerte Auswirkung auf das Handeln des Aufsichtsrats hat. Auf diese Weise soll auch ausgeschlossen werden, dass der Aufsichtsrat seine Entscheidungen aufgrund der Vergütungsregelungen an Maßnahmen orientiert, aus denen lediglich kurzfristige Ergebniseffekte resultieren.

Zu 6.3

Der zweite Satz von 6.3 bezüglich der Angabe des Aktienbesitzes der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird im Hinblick auf den Schutz der Privatsphäre der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder nicht angewandt. Die notwendige Transparenz ist durch die Veröffentlichungen der meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte und die Bekanntmachungen von Stimmrechtsveränderungen gewährleistet.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Zu 7.1.2

Die Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte werden lediglich mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, nicht aber mit dem gesamten Aufsichtsrat vor der Veröffentlichung erörtert, da der Vorstand hierin die einzige Möglichkeit sieht, um die notwendige Flexibilität zu wahren und gerade bei Ad-hoc-Publizität relevanten Sachverhalten Abgrenzungsprobleme zu vermeiden.

Düsseldorf, den 30. März 2015

Der Vorstand: Für den Aufsichtsrat:

Fabian Spilker Gerhard Lerch (Vorsitzender)

KONZERNLAGEBERICHT

Zusammengefasster Lagebericht der M.A.X. Automation AG für das Geschäftsjahr 2014

1. Grundlagen der AG und des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell

Die M.A.X. Automation AG mit Sitz in Düsseldorf agiert als Spezialist für die nachhaltige Entwicklung mittelständischer Unternehmen, die in der Automation von Produktionsprozessen aktiv sind. Bei Unternehmenskäufen zielt das Engagement der M.A.X. Automation auf den Erwerb der Kapitalmehrheit, wenn möglich von 100% der Anteile ab. Der Konzern operiert mit den beiden Segmenten Industrieautomation und Umwelttechnik, welche in Schlüsselbranchen mit langfristigen Wachstumsperspektiven wie Automotive, Medizintechnik, Elektronik sowie Recycling und Ressourcenschonung aktiv sind.

Die M.A.X. Automation AG fungiert als Führungsgesellschaft der Gruppe und ist für die strategische und finanzielle Steuerung des Konzerns zuständig. Zudem bestimmt und überwacht sie geeignete strategische und operative Maßnahmen, damit die definierten Ziele der Tochtergesellschaften erreicht werden. Die M.A.X. Automation AG analysiert und definiert zudem Synergiepotenziale zwischen den Tochtergesellschaften in den Bereichen Einkauf, Finanzierung, Vertrieb, Technologie und Produktion und unterstützt sie bei der Realisierung dieser Synergien.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der M.A.X. Automation AG wird wesentlich von der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften in den Segmenten und entsprechenden Gewinnausschüttungen bestimmt. Die Geschäftsführungen der operativen Tochterunternehmen berichten an den Vorstand der M.A.X. Automation AG. Dieser führt den Konzern eigenverantwortlich und wird vom Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG bestellt, kontrolliert und beraten. Der Aufsichtsrat hält einen engen Kontakt mit dem Vorstand und wird in sämtliche Geschäftsvorfälle einbezogen, die eine wesentliche Bedeutung für die Muttergesellschaft oder den Konzern besitzen.

Die M.A.X. Automation AG ist als Aktiengesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die M.A.X. Automation-Aktie wird im General-Standard-Segment der Deutschen Börse AG geführt, wobei der Wechsel in das Prime-Standard-Segment zum 01. April 2015 stattfinden wird.

Alle operativen Tochtergesellschaften des Konzerns werden einem der beiden Segmente zugeordnet. Dem Segment Industrieautomation gehörten im Geschäftsjahr 2014 folgende Gesellschaften an:

  • AIM-Assembly in Motion GmbH (AIM-Gruppe) mit den Gesellschaften
  • ELWEMA Automotive GmbH
  • Rohwedder Macro Assembly GmbH
  • MA micro automation GmbH (vormals Rohwedder Micro Assembly GmbH)
  • AIM Micro Systems GmbH
  • IWM Automation-Gruppe
  • bdtronic-Gruppe
  • NSM Magnettechnik-Gruppe
  • Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH
  • Euroroll Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG (im Dezember 2014 veräußert)

Das Segment Umwelttechnik umfasste folgende Gesellschaften:

  • Vecoplan-Gruppe
  • altmayerBTD GmbH & Co. KG

Die Tochtergesellschaften der M.A.X. Automation AG sind in ihren Teilmärkten führende Anbieter technologisch komplexer und individuell auf die Anforderungen ihrer Kunden zugeschnittener Automations- und Verfahrenslösungen. Als kompetente und zuverlässige Partner ihrer Kunden entwickeln und produzieren sie einzelne technische Komponenten, komplette Automationssysteme und Gesamtanlagen im Sondermaschinenbau. Zudem erbringen sie für ihre Kunden im Sinne eines Systemanbieters wichtige Dienstleistungen wie Beratung, Projektierung, Inbetriebnahme und Wartung/Reparatur der Komponenten und Anlagen.

Die Zielmärkte des Konzerns befinden sich vornehmlich in Europa, Nord- und Südamerika und Asien. Dabei sind die Tochtergesellschaften auf den internationalen Märkten zum Teil mit eigenen Vertriebsgesellschaften präsent.

Im Segment Industrieautomation umfasst der Kundenkreis vor allem die Automobilindustrie und ihre Zulieferer sowie die Medizintechnik, die Elektro- und Elektronikindustrie sowie die Verpackungsautomation. Im Segment Umwelttechnik zählen insbesondere private und öffentliche Unternehmen der Abfall- und Recyclingwirtschaft, der Holz- und Papierindustrie, der Energiewirtschaft sowie der Zement- und Kunststoffbranche zum Kundenkreis. Weitere Informationen zu den Segmenten der M.A.X. Automation AG finden sich unter Punkt 2.10.

1.2. Steuerungskennzahlen und strategische Positionierung

1.2.1. Finanzielle Steuerungskennzahlen

Die M.A.X. Automation AG nutzt zur Steuerung und Bewertung des operativen Geschäfts finanzielle Steuerungskennzahlen. Ihr Zweck besteht darin, die langfristige Ertragskraft zu sichern und zu steigern.

Zu den finanziellen Leistungsindikatoren gehören unter anderem:

  • Auftragseingang und Auftragsbestand
  • Rentabilitätskennzahlen
  • Kapital- und Liquiditätskennzahlen
  • Personalkennzahlen (insbesondere Personalbestände)

1.2.2. Strategische Positionierung

Das Geschäftsmodell der M.A.X. Automation AG ist langfristig ausgerichtet. Basis sind die jeweiligen Geschäftsmodelle der Tochtergesellschaften mit ihren spezifischen Stärken sowie die konzerneinheitlichen Vorgaben und Erwartungen der Muttergesellschaft. Die strategische Positionierung des Konzerns ist im Wesentlichen durch die folgenden Punkte geprägt:

• Mehrwert-Positionierung: Die Tochtergesellschaften der M.A.X. Automation agieren als enge Partner ihrer Kunden und verbinden einzelne Automationskomponenten sowie umfassendes System- und Verfahrens-Know-how, um individuell zugeschnittene und technisch anspruchsvolle Lösungen aus einer Hand zu entwickeln. Dabei verfolgen sie stets das Ziel, Optimierungen in den Produktionsprozessen der Kunden zu erreichen. Somit schaffen sie wichtige Mehrwerte und bieten Differenzierungsmerkmale zu den jeweiligen

KONZERNLAGEBERICHT

Wettbewerbern. Diese Positionierung ist für den langfristigen Geschäftserfolg des M.A.X. Automation-Konzerns von wesentlicher Bedeutung.

  • Umfassendes Projektmanagement: Die Tochtergesellschaften können verschiedene Leistungen in einem einheitlichen Projektmanagement zusammenführen. Dazu zählen der Einsatz von Hightech in Kombination mit speziellem Verfahrenswissen und umfassenden Services. Dies ist zugleich die Grundlage dafür, neben dem Geschäft mit Einzelkomponenten auch komplexe Großprojekte in den internationalen Märkten akquirieren und umsetzen zu können. Aus dieser Positionierung resultiert ein hoher Bedarf an spezialisierten Fachkräften. Eine zentrale Herausforderung für die Tochtergesellschaften ist somit die Gewinnung und Förderung qualifizierter und spezialisierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  • Innovationen: Charakteristisch für das Marktumfeld in den jeweiligen Segmenten des M.A.X. Automation-Konzerns sind ein intensiver Wettbewerb und kontinuierliche technologische Weiterentwicklungen. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal – und somit wesentlich für den langfristigen Erfolg des Konzerns – sind innovative Produkte und Services, die nachhaltige Optimierungen und damit messbare Mehrwerte für die Kunden schaffen. Eine Innovationskultur, die technologischen Fortschritt fördert und reibungslose Prozesse im Sinne der Kunden ermöglicht, ist deshalb von wesentlicher Bedeutung, um die Marktpositionierung der einzelnen Tochterunternehmen behaupten und weiter ausbauen zu können.
  • Ausbau des Auslandsgeschäfts: Das Wachstum des Konzerns ist in besonderem Maße von der weiteren Internationalisierung der Geschäfte in den Segmenten abhängig. Dabei erfolgt der Ausbau des Auslandsgeschäfts in der Industrieautomation und der Umwelttechnik unter anderem vor dem Hintergrund der dynamisch wachsenden Märkte in aufstrebenden Schwellenländern. Auch der große Nachholbedarf im Umweltmanagement in vielen Metropolen außerhalb Europas bietet gute Absatzchancen. Die Konzerngesellschaften unterhalten ein internationales Netz von Vertriebs- und Serviceniederlassungen sowie ausgewählten Produktionsstandorten im Ausland, um die Anforderungen der Kunden vor Ort erfüllen zu können.

1.3. Forschung und Entwicklung

Der M.A.X. Automation-Konzern zählt international führende Unternehmen aus verschiedenen Branchen zu seinen Kunden. Diese stellen besondere Ansprüche an individuelle Automationslösungen auf Basis innovativer Technologien und Verfahren. Vor diesem Hintergrund sieht die M.A.X. Automation den Bereich Forschung und Entwicklung als bedeutsamen nicht finanziellen Leistungsindikator. Ein rascher technologischer Wandel, eine hohe Wettbewerbsintensität und wachsende politische Regulierungen insbesondere im Umweltsegment bilden den Rahmen für das operative Geschäft der Konzerngesellschaften.

Angesichts dieser Bedingungen ist eine zielgerichtete Forschung und Entwicklung (F+E) im Sinne des jeweiligen Kundenbedarfs ein wesentlicher Erfolgsfaktor des M.A.X. Automation-Konzerns. Die F+E ist dezentral organisiert: Die M.A.X. Automation AG betreibt keine eigene Forschung. Es obliegt den Tochtergesellschaften, eigene Forschungs- und Entwicklungskapazitäten aufzubauen, zu unterhalten und entsprechend den fortschreitenden Anforderungen der Kunden weiterzuentwickeln. So werden Innovationen je nach Marktlage und Bedarf der Kunden entwickelt und vorhandene technologische Kompetenzen erweitert.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Erschließung neuer aussichtsreicher Automationsmärkte. Durch den Austausch der Tochtergesellschaften über ihre F+E-Aktivitäten und den Transfer von Know-how werden zudem Synergien ausgeschöpft. In 2014 wurde an mehreren Forschungs- und Entwicklungsprojekten teilweise sehr intensiv und mit entsprechendem Zeitaufwand gearbeitet. Hierzu gehörten in der Industrieautomation Projekte wie die Entwicklung einer neuen Reinigungsanlage oder Montageanlagen für Getriebe und Kupplung sowie für Lenkungen. Letztere Projekte sollen dem Kunden weitere Effizienzsteigerungen unter vermehrtem Einsatz von Robotern – zumeist kürzere Durchlaufzeit bei weniger Personaleinsatz – ermöglichen. Außerdem konnte die Entwicklung wichtiger neuer Prozesse wie die Autofokusverstellung sowie die neue Generation der Basiszelle MRC fertiggestellt werden. Zudem wurde eine PDM-CAD-Schnittstelle entwickelt, welche die automatische Datenübernahme von CAD in das ERP-System gewährleistet.

In der Industrieautomation wurde zusammen mit einem externen Ingenieurbüro ein Prototyp eines High-Speed-Feeders entwickelt. Die Anlage dient der Verkettung des Teiletransportes in Pressen. Für diesen Anlagentyp besteht ein exklusives Vertriebsrecht.

In der Umwelttechnik wurde der VEZ, basierend auf den Erkenntnissen aus den Entwicklungen der VAZ Baureihe und dem Ersatzbrennstoffshredders VEBS für die Zerkleinerung von Ersatzbrennstoffen und der V-ECO für die Kunststoffaufbereitung zur Marktreife gebracht. Weitere Innovationen waren der BEF Typ E und die Optimierung des Vecobelts.

Die aktivierten Kosten für die Entwicklungstätigkeiten im M.A.X. Automation-Konzern sind im Anhang unter Punkt 6.2. aufgeführt.

2. Wirtschaftsbericht des Konzerns

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft hat sich 2014 positiv entwickelt. Jedoch fiel das globale Wachstum in der ersten Hälfte des Jahres geringer aus als ursprünglich angenommen. Als wesentlichen Grund nannte der Internationale Währungsfonds (IWF) geopolitische Konflikte wie in der Ukraine oder im Mittleren Osten. Zudem sah die Organisation im Euro-Raum eine nur langsame wirtschaftliche Erholung, deren Dynamik im zweiten Halbjahr zudem wieder nachließ. Insgesamt berechnete der IWF für das Jahr 2014 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,3%. Dabei nahm die Wirtschaftsleistung in China um 7,4% und in den USA um 2,4% zu.

Die Entwicklung in der Euro-Zone fiel verhalten aus. Laut IWF verzeichnete die Wirtschaft im gemeinsamen europäischen Währungsraum ein Wachstum von nur 0,8%. Dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge zeigten Länder wie Spanien und Portugal zwar Fortschritte bei den Strukturreformen. Andere Staaten wie Italien und Frankreich litten jedoch noch immer unter einem Reformstau, der die wirtschaftliche Aktivität behindere.

Quellen:

Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Updates Oktober 2014 und Januar 2015

Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel: Dämpfer für die Konjunktur, 11.9.2014

Bundesagentur für Arbeit, Presseinformation, 7.1.2015

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung, 13.2.2015

KONZERNLAGEBERICHT

Die deutsche Wirtschaft wuchs im Jahr 2014 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,6%, blieb damit aber deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen von Konjunkturexperten. Getragen wurde die positive Entwicklung vor allem durch einen Anstieg der privaten Konsumausgaben sowie der Investitionen von Unternehmen und Staat in Ausrüstungen wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge. Die Arbeitslosenquote 2014 sank der Bundesagentur für Arbeit zufolge um 0,2 Prozentpunkte auf 6,7%, die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen lag im Jahresdurchschnitt auf dem niedrigsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung.

2.1.2. Entwicklung relevanter Branchen

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau verzeichnete im Jahr 2014 eine insgesamt positive Geschäftsentwicklung. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) bestätigte im Dezember seine Prognose eines Produktionswachstums von 1,0% gegenüber dem Vorjahreswert für seine Mitgliedsunternehmen. Der Umsatz der Branche lag nach Angaben des Verbandes bei rund 212,0 Mrd. Euro (2013: 206,0 Mrd. Euro), ein Wachstum von 2,9%. Er übertraf damit den Rekordwert des Jahres 2008 (208,0 Mrd. Euro).

Die Exporte lagen laut VDMA mit 151,0 Mrd. Euro leicht über dem Vorjahreswert von 149,0 Mrd. Euro (+1,3%). Positiv wertete der Verband das Geschäft mit großen Märkten wie den EU-Ländern, China, Südostasien, dem Mittleren Osten, Nord- und Westafrika sowie den USA. Schwächer sei dagegen die Nachfrage aus einigen großen aufstrebenden Industrieländern und EU-Nachbarstaaten ausgefallen, darunter Brasilien, Südkorea, Indien, Südafrika oder die Türkei. Die Lieferungen in die Ukraine brachen dem Verband zufolge in den ersten neun Monaten des Jahres um ein Drittel ein, die Ausfuhren nach Russland gingen um rund 16% zurück. Das Inlandsgeschäft verlief laut VDMA insgesamt dynamisch. So lag der Inlandsumsatz der Branche im Gesamtjahr bei 61,0 Mrd. Euro, 7,0% mehr als im Vorjahr (57,0 Mrd. Euro).

Der weltweite Automobilmarkt setzte 2014 den Trend der Vorjahre fort und entwickelte sich erneut positiv mit einem überraschenden Schlussspurt im Dezember. Getragen wurde diese Entwicklung wesentlich von den drei großen Regionen Westeuropa (+4,8% auf 12,1 Mio. Neuzulassungen), China (+12,7% auf 18,4 Mio. Neuzulassungen) und den USA (+5,8 % auf 16,4 Mio. Neuzulassungen). Jedoch sei die Entwicklung in Westeuropa uneinheitlich verlaufen: Märkte wie Spanien, Portugal oder Irland verzeichneten dynamische Zuwachsraten, während Italien und Frankreich enttäuschten.

Trotz der insgesamt guten Zuwächse kündigten mehrere deutsche Fahrzeughersteller im Jahresverlauf Sparund Effizienzsteigerungsprogramme in Milliardenhöhe für die kommenden Jahre an. Die Hersteller wollen damit nach eigenen Angaben frühzeitig auf Sättigungstendenzen in den europäischen Märkten reagieren. Darüber hinaus sei ungewiss, ob der chinesische Markt auch weiterhin hohe Zuwachsraten verzeichne.

Die deutsche Abfall- und Recyclingtechnik erwartete 2014 eine erfreuliche Geschäftsentwicklung. Laut der Konjunkturumfrage unter den Mitgliedsunternehmen des VDMA-Fachverbandes Abfall- und Recyclingtechnik vom Mai rechnete ein Großteil der Teilnehmer mit Umsatzzuwächsen im Gesamtjahr. Dabei sei das Auslandsgeschäft weiterhin von großer Bedeutung: Die Unternehmen rechneten mit einer Exportquote von 71,0% (Vorjahr: 75,0%). In diesem Zusammenhang wurden vor allem die EU-Mitgliedsstaaten, Nordamerika und Asien genannt.

Die deutsche Medizintechnik erwartete ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014. Der Branchenverband Spectaris ging davon aus, dass die Mitgliedsunternehmen den Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,6% auf

erstmalig mehr als 25,0 Mrd. Euro steigern werden. Der Inlandsumsatz sollte dem Verband zufolge um 1,3% auf 8,0 Mrd. Euro steigen und der Auslandsumsatz um 1,8% auf 17,1 Mrd. Euro zunehmen. Allerdings berichtete der Verband im November von einer Abschwächung der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte. Ist-Zahlen für das Gesamtjahr 2014 lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

2.2. Geschäftsverlauf des Konzerns

Der M.A.X. Automation-Konzern hat sich im Jahr 2014 insgesamt positiv entwickelt. Zwar fiel der Geschäftsverlauf zum Jahresauftakt – wegen kundenseitiger Auftragsverschiebungen – verhalten aus, doch setzte insbesondere im zweiten Halbjahr eine deutliche Belebung mit einem erfreulichen vierten Quartal ein. Die ursprünglich kommunizierte Prognose für Umsatz (360 Mio. Euro bis 380 Mio. Euro) sowie für EBIT (19 Mio. Euro bis 21 Mio. Euro) wurde im Jahresverlauf auf einen Umsatz von 350 Mio. Euro bis 360 Mio. Euro und ein EBIT von 16 Mio. Euro bis 18 Mio. Euro angepasst. Diese angepassten Prognosen wurden beim Konzernumsatz erfüllt und beim operativen Konzernergebnis übertroffen.

Ursächlich hierfür waren in Teilbereichen des Segments Industrieautomation in 2014 avisierte Aufträge, welche nun erst zum Jahresende erteilt wurden und somit im Jahr 2015 für entsprechende Ergebnisbeiträge sorgen. Im Segment Umwelttechnik führten Auswirkungen der Ukraine-Krise zu Auftragsverschiebungen russischer Kunden.

Kennzahlen wie Auftragseingang, Umsatz, Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA), Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen (Purchase Price Allocation – PPA) sowie das Jahresergebnis erzielten 2014 teils deutliche Steigerungen gegenüber dem Vorjahr. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Anfang November 2013 erworbene AIM-Assembly in Motion-Gruppe im Berichtsjahr erstmals ganzjährig erfasst wurde.

Der konsolidierte Auftragseingang im Konzern erreichte den Wert von 339,3 Mio. Euro, was einem Zuwachs von 36,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der konsolidierte Auftragsbestand zum 31. Dezember 2014 lag mit 143,1 Mio. Euro um 7,5% unter dem Wert am gleichen Stichtag des Vorjahres.

Die Konzernerlöse beliefen sich auf 351,4 Mio. Euro und lagen 30,1% über dem Vorjahresniveau. Das EBITDA stieg von 23,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 26,6 Mio. Euro (+14,0 %). Das Konzern-EBIT vor PPA-Abschreibungen wuchs um 12,8% auf 20,5 Mio. Euro. Das Jahresergebnis des Konzerns beträgt 10,0 Mio. Euro (–1,4%).

Als erfreulich bewertet der Vorstand die Entwicklung der Konzernbilanzrelationen: So konnte die Nettoverschuldung, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich liquider Mittel, per 31. Dezember 2014 um 16,2 Mio. Euro auf 47,9 Mio. Euro zurückgeführt werden. Zielgröße war eine Nettoverschuldung zwischen 55 Mio. Euro und 60 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag mit 33,8 % (31. Dezember 2013: 31,8%) klar über dem angestrebten Mindestwert von 30%.

Quellen:

Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Pressemitteilung, 18.12.2014

Verband der Automobilindustrie (VDA), Pressemitteilung, 16.1.2015 • VDMA: "VDMA Abfall- und Recyclingtechnik: Für die Branche stehen die Zeichen auf Wachstum", Presseinformation, 5.5.2014

Spectaris: Die deutsche Medizintechnik in Zahlen, 2014/2015, November 2014

Spectaris: Fachverband Medizintechnik, Zahlen und Fakten, www.spectaris.de

KONZERNLAGEBERICHT

Das Jahr 2014 war für den M.A.X. Automation-Konzern ein Jahr des Übergangs. Im Vordergrund standen die Integration der Gesellschaften der AIM-Gruppe in das Segment Industrieautomation und die Realisierung von Verbundeffekten innerhalb des Konzerns. Darüber hinaus wurde das Standortnetz der Tochtergesellschaften optimiert.

Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, die Dividendenpolitik der vergangenen Jahre fortzusetzen und die Aktionäre angemessen an dem guten Geschäftsverlauf zu beteiligen. Sie werden der ordentlichen Hauptversammlung am 30.06.2015 für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 15 Eurocent je Aktie vorschlagen nach 15 Eurocent für das Jahr 2013. Damit kämen erneut 4,0 Mio. Euro zur Ausschüttung.

2.3. Besondere Vorgänge des Geschäftsjahres

2.3.1. NSM Magnettechnik übernimmt H+E Packtec

Der M.A.X. Automation-Konzern teilte am 27. Juni 2014 mit, dass die Tochtergesellschaft NSM Magnettechnik im Segment Industrieautomation durch die Gesellschaft NSM Packtec GmbH, Ahaus, mit Wirkung zum 1. Juli das Geschäft der insolventen H+E Packtec GmbH im Rahmen eines Asset Deals von der SH+E Group erworben hat. Die NSM Packtec ist ein spezialisierter Anbieter mit einer umfassenden Expertise für Anlagen zur Abfüllung und Verpackung von Lebensmitteln in der Molkereiindustrie und der Industrie für alkoholfreie Getränke. Die NSM Magnettechnik-Gruppe ergänzte mit der Übernahme gezielt ihre Kompetenzen in der Verpackungsautomation.

2.3.2. Veränderung im Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG

Die M.A.X. Automation AG informierte am 13. August 2014, dass Herr Hans W. Bönninghausen sein Amt als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats der M.A.X. Automation AG zum 15. September 2014 niederlegen würde. Auf Antrag des Vorstands wurde Herr Dr. Jens Kruse, Hamburg, Generalbevollmächtigter der M.M. Warburg & CO Kommanditgesellschaft auf Aktien, Hamburg, gerichtlich zum neuen Aufsichtsratsmitglied bestellt. Der Aufsichtsrat wählte Herrn Gerhard Lerch zu seinem neuen Vorsitzenden und Herrn Dr. Jens Kruse zum stellvertretenden Vorsitzenden.

2.3.3. Veräußerung der Tochtergesellschaft Euroroll

Die Gesellschaft teilte am 19. Dezember 2014 mit, dass sie 100% der Anteile an der Tochtergesellschaft Euroroll Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG veräußert hat. Käufer des Herstellers von antriebslosen Rollenbahnsystemen war die auf mittelständische Unternehmen spezialisierte Beteiligungsgesellschaft FORTAS AG. Durch das Desinvestment fokussierte die M.A.X. Automation wie angekündigt ihr Portfolio weiter auf die Kerngeschäfte in den Segmenten Industrieautomation und Umwelttechnik. Der Veräußerung ging ein strukturierter Verkaufsprozess voraus, der auf ein hohes Investoreninteresse stieß.

2.4. Rechnungslegung und Konsolidierungskreis des Konzerns

Die M.A.X. Automation AG hat den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Damit ist die Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) befreit. Die Zahlen des Vorjahres wurden ebenfalls nach IFRS ermittelt. Anpassungen des Vorjahresabschlusses aufgrund von Bilanzierungsänderungen oder Korrekturen sind im Konzernanhang unter Punkt 2.8. erläutert. Wesentliche Änderungen waren die Umqualifizierung einer Immobilie vom Operating Leasing in das Finance Leasing und die damit verbundene Bilanzierung des Grundstücks und der Leasingverbindlichkeit.

Im zweiten Quartal 2014 wurde die NSM Packtec GmbH (vormals H+E Packtec GmbH) erworben und zum 1. Juli 2014 konsolidiert. Zudem wurde die Tochtergesellschaft Euroroll Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG am 19. Dezember 2014 veräußert und zum 31. Dezember des Jahres entkonsolidiert. Beide Vorgänge hatten einen positiven Effekt auf das Ergebnis des Konzerns.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass die im Jahr 2013 erworbene AIM-Assembly in Motion-Gruppe mit den Gesellschaften ELWEMA Automotive GmbH, Rohwedder Macro Assembly GmbH, Rohwedder Micro Assembly GmbH (seit 1. Februar 2015 als MA micro automation GmbH firmierend) und AIM Micro Systems GmbH zum 1. November 2013 konsolidiert wurde. Die Gewinn- und Verlustrechnung des M.A.X. Automation-Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 beinhaltet somit die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der akquirierten Gesellschaften erstmals über volle 12 Monate. Genaue Angaben zur Konsolidierung der AIM-Gruppe und der NSM Packtec sowie zur Entkonsolidierung der Euroroll sind im Anhang unter Punkt 3. enthalten.

2.5. Auftragslage

Der M.A.X. Automation-Konzern verzeichnete im Jahr 2014 eine deutliche Steigerung des Auftragseingangs gegenüber dem Vorjahr. Die Bestellungen beliefen sich auf insgesamt 339,3 Mio. Euro und lagen damit um 91,0 Mio. Euro bzw. 36,7% über dem Wert des Jahres 2013 (248,3 Mio. Euro).

In den beiden Segmenten war die Orderentwicklung wie in den Vorjahren unterschiedlich: Die Industrieautomation verzeichnete – wesentlich beeinflusst durch die Einbeziehung der AIM-Gesellschaften – ein hohes Plus von 71,3% auf 216,3 Mio. Euro (2013: 126,3 Mio. Euro). In der Umwelttechnik dagegen lagen die Bestellungen mit 123,0 Mio. Euro nur geringfügig über dem Vorjahresniveau (2013: 122,0 Mio. Euro; +0,9%). Dabei wirkten sich in beiden Segmenten kundenseitige Verschiebungen von Großaufträgen negativ aus. Ursache für die Verschiebungen im Segment Umwelttechnik war insbesondere die Verunsicherung von russischen Kunden durch die Ukraine-Krise.

Die Auftragslage war im Jahr 2014 auch durch Großaufträge von renommierten internationalen Kunden geprägt. In der Industrieautomation erhielt die NSM Packtec einen Auftrag aus der Lebensmittelindustrie zur Entwicklung und Produktion von Maschinen, die mehrere Produktionsschritte zum Formen, Befüllen, Etikettieren und Verschließen von Joghurtbechern abdecken. Die Maschinen werden auf dem US-Markt zum Einsatz kommen. Die IWM Automation akquirierte einen technologisch komplexen Auftrag von einem deutschen Hersteller von Premiumfahrzeugen zum Bau einer Getriebe-Montageanlage. Die Rohwedder Macro Assembly wurde von einem internationalen Automobilzulieferer mit einem Großauftrag im Bereich der Getriebekupplungen betraut. Zudem konnte die MA micro automation (vormals Rohwedder Micro Assembly) die Kundenbasis verbreitern und zahlreiche potenzialträchtige Pilotprojekte akquirieren. In der Umwelttechnik erhielt Vecoplan einen Großauftrag im Bereich Reststoffaufbereitung in Europa.

Der konsolidierte Auftragsbestand des Konzerns zum 31. Dezember 2014, reduziert um IFRS-Effekte, lag bei 143,1 Mio. Euro und damit um 11,6 Mio. Euro bzw. 7,5% unter dem Wert zum gleichen Stichtag des Vorjahres (154,7 Mio. Euro). Die Book-to-bill-Ratio, das Verhältnis von Bestelleingang zum Umsatz, betrug 0,97 (Vorjahr: 0,92).

2.6. Umsatz- und Ertragslage

Der Umsatz des M.A.X. Automation-Konzerns stieg im Jahr 2014 auf 351,4 Mio. Euro. Damit wurde der Zielkorridor

KONZERNLAGEBERICHT

von 350 Mio. Euro bis 360 Mio. Euro erreicht. Gegenüber dem Vorjahreswert von 270,1 Mio. Euro entspricht dies einem Wachstum um 81,3 Mio. Euro bzw. 30,1%. Der Exportanteil am Konzernumsatz belief sich im Jahr 2014 auf 62,5% nach 58,3% im Vorjahr. Dies ist ein Zeichen für die fortschreitende Internationalisierung des Geschäfts der Gruppengesellschaften.

Die Gesamtleistung des Konzerns erhöhte sich um 80,9 Mio. Euro bzw. 29,8 % auf 352,4 Mio. Euro nach 271,5 Mio. Euro im Vorjahr. In der Gesamtleistung sind Bestandsreduzierungen von 3,4 Mio. Euro und andere aktivierte Eigenleistungen i.H. v. 4,3 Mio. Euro enthalten.

Der Materialaufwand wuchs um 33,7 % auf 184,0 Mio. Euro (2013: 137,6 Mio. Euro). Die Materialaufwandsquote – bezogen auf die Gesamtleistung – erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr leicht von 50,7% auf 52,2%. Der Anstieg resultierte wesentlich aus dem Zukauf von teilweise nicht geplanten Fremdarbeiten im ersten Quartal 2014. Der Personalaufwand nahm um 33,1% auf 103,0 Mio. Euro zu (2013: 77,4 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote – bezogen auf die Gesamtleistung – erhöhte sich von 28,5% auf 29,2%.

Die Abschreibungen betrugen 6,0 Mio. Euro und lagen damit 18,2% über dem Vorjahreswert von 5,1 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 38,1 Mio. Euro auf 47,5 Mio. Euro (+24,6%). Bezogen auf die Gesamtleistung ergibt sich jedoch eine leicht reduzierte Aufwandsquote von 13,5% (Vorjahr: 14,0%).

Das EBITDA lag mit 26,6 Mio. Euro um 14,0% höher als zum Vorjahr (23,3 Mio. Euro).

Der M.A.X. Automation-Konzern weist für das Geschäftsjahr 2014 ein operatives Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie vor Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen (Purchase Price Allocation – PPA) von 20,5 Mio. Euro aus nach 18,2 Mio. Euro im Vorjahr (+12,8%). Damit wurde das im Jahresverlauf nach unten angepasste Ziel eines Konzern-EBIT vor PPA von 16 Mio. Euro bis 18 Mio. Euro übertroffen. Positiv wirkten sich dabei über den Erwartungen liegende Ergebnisbeiträge aus im Dezember schlussfakturierten Projekten aus. Zudem wurden einmalige positive Sondereffekte verbucht, darunter der Verkauf der Tochtergesellschaft Euroroll (mit einem Ertrag aus der Entkonsolidierung von rund 3,4 Mio. Euro). Gegenläufig sind im EBIT auch einmalige Belastungen aus Standortverlagerungen bei zwei Tochtergesellschaften im Segment Industrieautomation verarbeitet.

Die PPA-Abschreibungen erhöhten sich wegen der Einbeziehung der AIM-Gesellschaften über volle 12 Monate auf 3,9 Mio. Euro (2013: 1,2 Mio. Euro). Das operative Ergebnis nach PPA-Abschreibungen belief sich auf 16,6 Mio. Euro (2013: 17,0 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis blieb gegenüber dem Vorjahr mit –2,4 Mio. Euro auf gleicher Höhe. Darin enthalten sind die erstmalige ganzjährige Einbeziehung der AIM-Gruppe, höhere Zinsbelastungen durch die Ausweitung des Konsortialkredits der M.A.X. Automation AG zur Finanzierung der Akquisition (–1,8 Mio. Euro zum Vorjahr) sowie gegenläufige positive Effekte aus der Kursentwicklung des USD (+1,8 Mio. Euro zum Vorjahr).

Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) erreichte 14,2 Mio. Euro. Im Jahr 2013 hatte es bei 14,6 Mio. Euro gelegen (–3,0 %). Aus Einkommen- und Ertragsteuern entstand ein Aufwand von 4,2 Mio. Euro nach 4,5 Mio. Euro im Vorjahr. Die Steuerquote sank von 30,5% auf 29,3%.

Der Konzern weist ein Jahresergebnis von 10,0 Mio. Euro aus (2013: 10,2 Mio. Euro). Daraus errechnet sich ein Ergebnis pro Aktie von 0,37 Euro nach 0,38 Euro im Vorjahr.

2.7. Vermögenslage

Die Bilanzsumme des M.A.X. Automation-Konzerns belief sich zum Stichtag am 31. Dezember 2014 auf 295,4 Mio. Euro. Dies entspricht einer moderaten Abnahme um 0,2 Mio. Euro bzw. 0,1% gegenüber dem Wert am 31. Dezember 2013 (295,6 Mio. Euro).

Die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns betrugen in Summe 111,1 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 119,7 Mio. Euro; –7,2%). Der Rückgang resultierte aus der Reduzierung der Sachanlagen von 41,9 Mio. Euro auf 39,3 Mio. Euro, vor allem als Folge der Entkonsolidierung der veräußerten Tochtergesellschaft Euroroll. Zudem nahmen die sonstigen langfristigen Vermögenswerte von 6,3 Mio. Euro auf 0,9 Mio. Euro aufgrund der Minderung von Barhinterlegungen für Avale ab. Die Barhinterlegungen auf Ebene der Gruppengesellschaften sind weggefallen, nachdem auf Ebene der M.A.X. Automation AG neue Rahmenverträge mit Kreditversicherern abgeschlossen wurden. Die aktiven latenten Steuern verringerten sich von 7,4 Mio. Euro auf 6,3 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen per 31. Dezember 2014 um 8,4 Mio. Euro bzw. 4,7% auf 184,3 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 175,9 Mio. Euro). Trotz der im Berichtsjahr verzeichneten deutlichen Geschäftsausweitung konnte die Mittelbindung verringert werden. Die Vorräte gingen um 6,2% auf 42,0 Mio. Euro zurück. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich im Zuge eines forcierten Forderungsmanagements sowie aufgrund des Abbaus von Forderungen aus langfristigen Fertigungsleistungen um 16,7% auf 82,0 Mio. Euro. Die liquiden Mittel wurden auf 52,4 Mio. Euro nahezu verdoppelt nach 26,3 Mio. Euro zum gleichen Stichtag des Vorjahres. Gründe für den Anstieg waren insbesondere der Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erlöse aus der Veräußerung der Tochtergesellschaft Euroroll.

2.8. Finanzlage

Auf der Passivseite der Bilanz wies der M.A.X. Automation-Konzern per 31. Dezember 2014 ein Eigenkapital von 99,8 Mio. Euro aus, eine Zunahme von 5,8 Mio. Euro bzw. 6,1% gegenüber dem Wert am gleichen Vorjahresstichtag (94,0 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote lag mit 33,8% um 2,0 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau (31. Dezember 2013: 31,8%) und klar über der vom Vorstand angestrebten Mindestmarke von 30%.

Die langfristigen Verbindlichkeiten nahmen leicht auf 77,6 Mio. Euro ab (31. Dezember 2013: 79,0 Mio. Euro; –1,8%). Dabei erhöhten sich die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten insbesondere durch die Ausweitung des Konsortialkredits der M.A.X. Automation AG von 54,0 Mio. Euro auf 56,0 Mio. Euro. Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten gingen von 3,9 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro zurück. Die passiven latenten Steuern betrugen 15,6 Mio. Euro nach 16,9 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich insgesamt auf 118,0 Mio. Euro nach 122,5 Mio. Euro per 31. Dezember 2014. Dabei nahmen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 12,3 Mio. Euro auf 45,8 Mio. Euro im Wesentlichen durch reduzierte erhaltene Anzahlungen sowie Leistungsverpflichtungen ab. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wuchsen zur Finanzierung des vergrößerten Geschäftsvolumens von 36,5 Mio. Euro auf 44,3 Mio. Euro. Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sanken um 4,5 Mio. Euro auf 10,9 Mio. Euro.

KONZERNLAGEBERICHT

Die Nettoverschuldung des Konzerns sank per 31. Dezember 2014 deutlich um 25,3% auf 47,9 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 64,1 Mio. Euro), bedingt durch ein verbessertes Working-Capital-Management und den erfreulichen Ergebnisanstieg im vierten Quartal.

2.9. Liquiditätsentwicklung

Der M.A.X. Automation-Konzern weist in 2014 einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 17,8 Mio. Euro nach 22,6 Mio. Euro im Vorjahr aus.

Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 2,3 Mio. Euro (2013: –40,5 Mio. Euro). Davon entfallen 9,7 Mio. Euro auf Investitionen, welchen 7,4 Mio. Euro als Mittelzufluss aus der Veräußerung der Euroroll entgegenstehen.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit lag bei 10,3 Mio. Euro (2013: 21,4 Mio. Euro). Mittelzuflüsse ergaben sich aus der Aufnahme kurz- und mittelfristiger Darlehen sowie nicht mehr benötigter Barhinterlegungen. Gegenläufig wirkte sich die Auszahlung der Dividende i.H. v. 4,0 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2013 aus.

Aus der Summe der Cashflows errechnet sich eine Zunahme des Finanzmittelbestands zum Ende des Berichtszeitraums 2014 auf 52,4 Mio. Euro nach 26,3 Mio. Euro zu Beginn des Berichtszeitraums.

2.10. Segmentberichterstattung

Im Segment Industrieautomation ermöglichen die Produkte der Tochtergesellschaften der M.A.X. Automation AG besonders effiziente und präzise Produktionsprozesse bei ihren Kunden aus Schlüsselbranchen wie der Automobilindustrie, der Medizintechnik, der Elektronik und der Verpackungsautomation. Dadurch wird ermöglicht, dass die Kunden ihre Produkte permanent an die sich wandelnden Anforderungen der Märkte anpassen können. Die Tochtergesellschaften sind dabei in der Lage, ganzheitliche Montageanlagen einschließlich integrierter Robotik-Lösungen sowie die an Bedeutung zunehmende Mikromontage (Micro Assembly) komplexer Bauteile anzubieten.

Im Segment Umwelttechnik entwickeln die Tochtergesellschaften mit ihrem speziellen Know-how Maschinen und Anlagen, die zu einer nachhaltigen Nutzung endlicher Rohstoffe beitragen. Diese erfolgt durch die Wiederaufbereitung von Roh- und Reststoffen zur Rückführung in den Wertstoffkreislauf oder als Ersatzbrennstoff zur energetischen Verwertung. Insbesondere die Vecoplan-Gruppe trägt mit ihren Produkten und Services dazu bei, dass Kunden die sich weltweit verschärfenden Anforderungen an den Emissionsschutz einhalten können.

2.10.1. Segment Industrieautomation

Das Segment Industrieautomation entwickelte sich im Jahr 2014 erfreulich. Die Segmentgesellschaften verzeichneten eine weltweit insgesamt hohe Nachfrage nach umfassenden Automationslösungen und zugehörigen Dienstleistungen.

In Teilbereichen des Segments kam es zwar zu Jahresbeginn zu kundenseitigen Verschiebungen bereits avisierter Großaufträge. Jedoch verzeichnete die Tochtergesellschaft MA micro automation (vormals Rohwedder Micro Assembly) im Jahresverlauf in signifikantem Umfang Ordereingänge im Geschäftsbereich Medizintechnik, die ursprünglich zum Jahresbeginn 2014 erwartet worden waren. Darüber hinaus kam es in Teilbereichen des Segments auch zu Auftragsverlusten bei größeren Projekten aufgrund eines teilweise verschärften Wettbewerbsumfelds.

Einige Tochtergesellschaften verfolgten im Berichtsjahr Pilotprojekte zum Aufbau zusätzlicher technologischer Kompetenzen. Diese betrafen zum Beispiel Fahrerassistenzsysteme wie Sensoren, Frontkameras zur Erkennung von Hindernissen oder Abstandskontrollen, die im Automobilbau eine immer größere Bedeutung erlangen.

Die Tochtergesellschaft bdtronic hat im Berichtsjahr mit der Planung zur Erweiterung der Produktionsfläche am Hauptsitz im baden-württembergischen Weikersheim begonnen. Zu diesem Zweck sollen eine Produktionshalle sowie ein Verwaltungsgebäude entstehen. In diesem Zusammenhang wurde entschieden, die Produktion vom Standort Garbsen nahe Hannover nach Weikersheim zu verlegen, wo somit alle Geschäftsaktivitäten konzentriert werden. Ziel der Maßnahme ist eine höhere Effizienz in den Produktionsprozessen sowie die Reduzierung von Kosten. Die Gesellschaft NSM Magnettechnik hat ihr Tochterunternehmen mabu-pressen im Jahr 2014 restrukturiert und den Sitz des Unternehmens von Oberursel an den eigenen Standort im nordrheinwestfälischen Olfen verlagert. Damit reagierte die NSM Magnettechnik auf die unter den Erwartungen gebliebene Geschäftsentwicklung der mabu-pressen. Das Unternehmen wird sich am neuen Standort auf die Kernkompetenzen in der Entwicklung von Pressen und Stanzautomaten konzentrieren und ihre Expertise in gemeinsamen Projekten mit der NSM Magnettechnik im Sinne innovativer Systemlösungen einbringen.

Die Tochtergesellschaft Euroroll wurde im Berichtsjahr veräußert. Durch das Desinvestment fokussiert die M.A.X. Automation ihr Portfolio weiter auf die Kerngeschäfte in den Segmenten Industrieautomation und Umwelttechnik.

Kennzahlen Segment Industrieautomation

Der konsolidierte Auftragseingang im Segment Industrieautomation belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 216,3 Mio. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 90,0 Mio. Euro bzw. 71,3% gegenüber dem Wert des Vorjahres (126,3 Mio. Euro). Erfreulich entwickelte sich die Auftragslage insbesondere bei der IWM Automation und der NSM Magnettechnik. bdtronic erzielte 2014 sogar den höchsten Auftragseingang in der Firmengeschichte. Die MA micro automation (vormals Rohwedder Micro Assembly) verzeichnete nach einem eher verhaltenen Ordereingang im ersten Halbjahr 2014 eine deutliche Belebung in der zweiten Jahreshälfte.

Der Auftragseingang war wie in den Vorjahren geprägt durch mehrere Großaufträge internationaler Kunden. Unter anderem erhielt die NSM Packtec einen Auftrag aus der Lebensmittelindustrie für den US-Markt. Dieser betrifft Maschinen zum Formen, Befüllen, Etikettieren und Verschließen von Joghurtbechern. Die IWM Automation wurde von einem deutschen Hersteller von Premiumfahrzeugen mit dem Bau einer Montageanlage für Getriebe betraut. Die Rohwedder Macro Assembly akquirierte einen Großauftrag von einem Automobilzulieferer im Bereich von Getriebekupplungen. Zudem konnte die MA micro automation die Kundenbasis verbreitern und zahlreiche potenzialträchtige Pilotprojekte akquirieren.

Der Auftragsbestand im Segment Industrieautomation belief sich per 31. Dezember 2014 auf 103,9 Mio. Euro und lag um 22,2 Mio. Euro bzw. 17,6% unter dem Niveau am 31. Dezember 2013 (126,1 Mio. Euro). Die Bookto-bill-Ratio per 31. Dezember 2014 betrug im Segment 0,91 (31. Dezember 2013: 0,85).

Der Segmentumsatz erreichte 236,9 Mio. Euro, ein Zuwachs von 88,9 Mio. Euro bzw. 60,1% gegenüber dem Vorjahreswert (148,0 Mio. Euro). Neben der Konsolidierung der im Jahr 2013 erworbenen AIM-Gesellschaften trug insbesondere die IWM Automation zum Wachstum bei. Vom Umsatz entfielen rund 55,9% auf den Export nach 47,3% im Vorjahr.

KONZERNLAGEBERICHT

Das EBITDA lag bei 21,0 Mio. Euro nach 19,0 Mio. Euro im Vorjahr (+10,3%). Das operative Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie vor PPA-Abschreibungen erreichte 18,0 Mio. Euro und lag damit 6,1% über dem Wert des Vorjahres (16,9 Mio. Euro). Belastend wirkten sich dabei Verschiebungen im Auftragseingang sowie die Standortoptimierungen bei der bdtronic und der mabu-pressen aus. Einen positiven Effekt von rund 0,6 Mio. Euro hatte die Erstkonsolidierung der NSM Packtec, resultierend aus einem sogenannten Lucky Buy. Weitere Angaben hierzu finden sich im Konzernanhang unter Punkt 3.5. Das Segmentergebnis nach PPA-Abschreibungen belief sich auf 14,4 Mio. Euro (Vorjahr: 16,2 Mio. Euro; –10,8%).

Die Zahl der Mitarbeiter in der Industrieautomation lag im Jahresdurchschnitt 2014 bei 1.001 Personen (ohne Auszubildende). Im Vorjahr hatte das Segment durchschnittlich 684 Mitarbeiter beschäftigt (+317 Personen).

2014
in Mio. Euro
2013
in Mio. Euro
Veränderung
in %
Auftragseingang 216,3 126,3 71,3
Auftragsbestand 1 103,9 126,1 –17,6
Segmentumsatz 236,9 148,0 60,1
– davon Ausland 132,5 70,0 89,4
EBITDA 21,0 19,0 10,3
Segment-EBIT vor PPA 18,0 16,9 6,1
Segment-EBIT nach PPA 14,4 16,2 –10,8
Mitarbeiter (Anzahl) 2 1.001 684 46,3

Kennzahlen Segment Industrieautomation

per 31. Dezember

Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende

2.10.2. Umwelttechnik

Das Segment Umwelttechnik, in dem der M.A.X. Automation-Konzern mit der Vecoplan-Gruppe und der altmayerBTD GmbH & Co. KG agiert, entwickelte sich im Jahr 2014 unter den Erwartungen. Ein wesentlicher Grund war die Tochtergesellschaft altmayerBTD: Das Geschäft mit der Kernzielgruppe der Kohlekraftwerksbetreiber war aufgrund der sogenannten Energiewende in Deutschland und der damit verbundenen Ausrichtung auf erneuerbare Energien stark beeinträchtigt. Darüber hinaus kam es im Segment zu Verschiebungen bereits avisierter Großaufträge durch russische Kunden aufgrund der politischen Spannungen zwischen der Ukraine und Russland.

Die Vecoplan war in den vergangenen Jahren zu einem internationalen Systemanbieter weiterentwickelt worden, um die Chancen zur Akquisition komplexer Großaufträge zu erhöhen. Jedoch ist dieses Geschäft von starken Schwankungen bei der Auftragsvergabe geprägt und weist eine geringe Planungssicherheit auf. Vecoplan konzentrierte sich deshalb im Berichtsjahr – wie auch im Vorjahr – wieder stärker auf das Geschäft mit einzelnen Anlagen und Komponenten.

Im Marktbereich Zement/Ersatzbrennstoffe der Vecoplan wurde das Joint Venture FuelTrack GmbH (i. L.) mit der ThyssenKrupp Industrial Solutions AG (vormals Polysius AG) aufgelöst. Die Kompetenzen in der Aufbereitung von Ersatzbrennstoffen wurden in die Vecoplan integriert.

Kennzahlen Segment Umwelttechnik

Der konsolidierte Auftragseingang im Segment Umwelttechnik belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 123,0 Mio. Euro und lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahres (2013: 122,0 Mio. Euro; +0,9%). Dabei akquirierte Vecoplan einen Großauftrag im Bereich Reststoffaufbereitung und verzeichnete einen Anstieg der Auftragsvergabe im Basisgeschäft mit der Entwicklung und Produktion von Einzelmaschinen.

Der Auftragsbestand lag per 31. Dezember 2014 bei 39,3 Mio. Euro und damit um 10,7 Mio. Euro bzw. 37,1% über dem Niveau des Vorjahresstichtags (31. Dezember 2013: 28,6 Mio. Euro). Die Book-to-bill-Ratio per 31. Dezember 2014 verbesserte sich auf 1,07 (31. Dezember 2013: 1,00). Der Segmentumsatz blieb mit 114,9 Mio. Euro um 6,3% unter dem Vorjahresniveau von 122,5 Mio. Euro. Der Exportanteil betrug 75,9% (2013: 71,5%). Das EBITDA lag mit 4,4 Mio. Euro um 35,7 % unter dem Wert des Vorjahres (6,8 Mio. Euro). Das operative Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und vor PPA-Abschreibungen belief sich auf 1,4 Mio. Euro nach 3,8 Mio. Euro im Jahr 2013. Der Rückgang resultiert wesentlich aus den marktbedingten Belastungen bei altmayerBTD. Das Segment-EBIT nach PPA-Abschreibungen betrug 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro).

Der M.A.X. Automation-Konzern beschäftigte im Segment Umwelttechnik im Jahr 2014 durchschnittlich 532 Mitarbeiter (ohne Auszubildende), drei Personen mehr als im Jahr zuvor (529 Beschäftigte).

2014
in Mio. Euro
2013
in Mio. Euro
Veränderung
in %
Auftragseingang 123,0 122,0 0,9
Auftragsbestand 1 39,3 28,6 37,1
Segmentumsatz 114,9 122,5 –6,3
– davon Ausland 87,2 87,6 –0,5
EBITDA 4,4 6,8 –35,7
Segment-EBIT vor PPA 1,4 3,8 –63,7
Segment-EBIT nach PPA 1,2 3,6 –66,9
Mitarbeiter (Anzahl) 2 532 529 0,5

Kennzahlen Segment Umwelttechnik

per 31. Dezember

Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende

2.12. Veränderung finanzieller Leistungsindikatoren

Der M.A.X. Automation-Konzern verzeichnete im Jahr 2014 folgende Veränderungen wesentlicher Kennzahlen, die als finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen werden. Diese waren von der erstmaligen Erfassung der AIM-Gesellschaften für das gesamte Geschäftsjahr beeinflusst.

KONZERNLAGEBERICHT

2014
in Mio. Euro
2013
in Mio. Euro
Veränderung
in %
Auftragseingang 339,3 248,3 36,7
Auftragsbestand 1 143,1 154,7 –7,5
Umsatz 351,4 270,1 30,1
EBITDA 26,6 23,3 14,0
EBIT vor PPA 20,5 18,2 12,8
EBIT nach PPA 16,6 17,0 –2,4
Umsatzrendite
(in % der Gesamtleistung, vor PPA)
5,8 6,7 –0,9
(%-Punkte)
Eigenkapitalquote (in %) 33,8 31,8 2,0
(%-Punkte)
Nettoverschuldung –47,9 –64,1 –25,3
Working Capital 78,2 85,1 –8,1
Investitionen 11,4 41,4 –72,4
Personalbestand per 31. Dezember 2 1.640 1.647 –0,4
davon Auszubildende 2 159 151 5,3
Personaldurchschnitt 2 1.681 1.321 27,3
davon Auszubildende 2 144 103 39,8

per 31. Dezember Anzahl

Zentrale finanzielle Leistungsindikatoren sind hierbei der Umsatz sowie das operative Ergebnis vor Abschreibungen aus PPA (EBIT vor PPA).

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden zur internen Steuerung des Konzerns nicht herangezogen. Für den Prognosezeitraum wird primär auf relevante Kennzahlen der Gesamteinkommensrechnung (Umsatz und EBIT) abgestellt.

3. M.A.X. Automation AG

Der Jahresabschluss der M.A.X. Automation AG wird nach den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Aufgrund des Zahlenverhältnisses wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der M.A.X. Automation AG in TEUR und nicht in Mio. Euro dargestellt.

3.1. Ertragslage und Gewinnverwendung

Die Ertragslage der M.A.X. Automation AG ist in hohem Maße von der Entwicklung der Ergebnisse der Tochtergesellschaften abhängig. Mit vier Tochtergesellschaften der Industrieautomation wurden im Jahr 2008 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge geschlossen. Die Ausschüttungen der weiteren Beteiligungsunternehmen an die Muttergesellschaft erfolgen in Abhängigkeit der Ergebnisse und berücksichtigen den zukünftigen Investitionsbedarf der Tochtergesellschaften. Die Entwicklung der Ertragslage der Tochtergesellschaften ist unter Punkt 2.10. Segmentberichterstattung dargestellt.

Die M.A.X. Automation AG weist im Geschäftsjahr 2014 Erträge aus Beteiligungen i.H. v. insgesamt TEUR 15.283 aus (Vorjahr: TEUR 12.279), die aus den Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften resultieren. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf TEUR 649 (Vorjahr: TEUR 534) und enthalten im Wesentlichen Konzernumlagen an die Tochtergesellschaften.

Am 19. Dezember 2014 wurden die Euroroll Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG, die NL 15. Objekt Ascheberg GmbH & Co. KG sowie die Euroroll Verwaltungs GmbH zu einem Gesamtpreis von TEUR 7.425 veräußert.

Das Zinsergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR –466 auf TEUR –1.026. Darin enthalten sind im Wesentlichen Aufwendungen für den in 2014 erweiterten Konsortialkredit.

Die Gesellschaft weist ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR 16.400 aus nach TEUR 11.794 im Vorjahr. Der Steueraufwand beträgt TEUR 3.617 (Vorjahr: TEUR 2.081) und ist positiv beeinflusst durch die Nutzung gewerbesteuerlicher Verlustvorträge. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf TEUR 12.784 (Vorjahr: TEUR 9.713). Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurden TEUR 4.019 ausgeschüttet.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende für das Geschäftsjahr 2014 von Euro 0,15 je Aktie auszuschütten.

3.2. Vermögens- und Finanzlage

Zum Stichtag 31. Dezember 2014 betrug die Bilanzsumme der M.A.X. Automation AG TEUR 136.680. Dies entspricht einer Erhöhung von TEUR 14.277 gegenüber dem Stichtag des Vorjahres (TEUR 122.403).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich leicht von TEUR 19.208 auf TEUR 18.687. Die liquiden Mittel beliefen sich auf TEUR 20.750 (Vorjahr: TEUR 3.624).

Die M.A.X. Automation AG weist per 31. Dezember 2014 ein Eigenkapital von TEUR 82.702 aus (Vorjahr: TEUR 73.937). Die Eigenkapitalquote betrug 60,5% (31. Dezember 2013: 60,4%).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich von TEUR 46.065 im Vorjahr auf TEUR 48.205 zum 31. Dezember 2014. Darin enthalten ist der erwähnte Konsortialkredit mit TEUR 48.200. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der M.A.X. Automation AG ist geordnet.

4. Investitionen

Der M.A.X. Automation-Konzern investierte 2014 in das langfristige Vermögen 11,4 Mio. Euro nach 41,4 Mio. Euro im Jahr 2013. Im Vorjahr ist der Erwerb der AIM-Gruppe enthalten. Im Berichtsjahr betrafen die Investitionen neben aktivierten Entwicklungsleistungen von 3,6 Mio. Euro auch Zugänge in das Sachanlagevermögen von 5,1 Mio. Euro. Weitere Angaben zu den Investitionen sind unter Punkt 1.3. sowie in der Segmentberichterstattung zu finden.

5. Personalbericht

Die Tochtergesellschaften des M.A.X. Automation-Konzerns folgten im Jahr 2014 – wie auch in den Vorjahren – der Maßgabe, eine Ausweitung des Personals zur Abdeckung der Nachfrage maßvoll und erst nach Nutzung anderer Optionen vorzunehmen. Im Konzern waren zum Stichtag 31. Dezember 2014 insgesamt 1.640 Mitarbeiter inklusive Auszubildende beschäftigt (31. Dezember 2013: 1.647 Mitarbeiter; –0,4%). Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten inklusive Auszubildende nahm um 360 Personen bzw. 27,3% von 1.321 Mitarbeiter auf 1.681 Mitarbeiter zu. Das Wachstum resultiert zum

KONZERNLAGEBERICHT

einen aus dem erstmaligen Einbezug der Ende 2013 erworbenen AIM-Gruppe für das gesamte Geschäftsjahr 2014, zum anderen sind in der Durchschnittsbetrachtung auch noch die Mitarbeiter der im Dezember 2014 veräußerten Euroroll enthalten. Nach Köpfen, also ohne Gewichtung, ob es sich um Vollzeit- oder Teilzeitmitarbeiter handelt, beschäftigte der M.A.X. Automation-Konzern zum Jahresende 1.794 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.714).

Der M.A.X. Automation-Konzern verfolgt das Ziel, für kompetente und engagierte Mitarbeiter attraktive Möglichkeiten zur fachlichen Weiterentwicklung zu schaffen. Die konzernweite Personalpolitik beinhaltet somit hohe Ausbildungsstandards sowie die Förderung und langfristige Bindung von engagierten Mitarbeitern.

6. Umweltschutz

Der M.A.X. Automation-Konzern und seine Tochtergesellschaften messen dem Schutz der Umwelt und dem schonenden Umgang mit den Ressourcen einen hohen Stellenwert bei. Die Gesellschaften achten darauf, dass sämtliche gesetzlichen Bestimmungen zum Umweltschutz in den Märkten, in denen sie tätig sind, in vollem Umfang eingehalten werden. Zudem werden innerbetriebliche Standards beim Umweltschutz, etwa für Abfallvermeidung und -entsorgung, Emissionsschutz, Lärmvermeidung oder den sparsamen Einsatz von Ressourcen, stetig weiterentwickelt.

Der Konzern legte im Jahr 2014 wie auch in den Vorjahren ein besonderes Augenmerk auf einen verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit Ressourcen. Die operative Geschäftstätigkeit des Konzerns führte im Berichtsjahr nicht zu außergewöhnlichen Belastungen für die Umwelt.

7. Nachtragsbericht

7.1. Veränderung im Vorstand

Die M.A.X. Automation AG informierte am 12. Januar 2015 darüber, dass Herr Bernd Priske, der Vorstandssprecher der Gesellschaft, Ende März 2015 sein Amt zur Verfügung stellen und aus dem Unternehmen ausscheiden würde. Dieser Schritt erfolgte im besten freundschaftlichen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat. Bernd Priske war zwölf Jahre im Vorstand der M.A.X. Automation AG tätig und prägte die Ausrichtung des Unternehmensportfolios auf die Segmente Industrieautomation und Umwelttechnik.

7.2. Rohwedder Micro Assembly wird zur MA micro automation

Die M.A.X. Automation AG teilte Ende Januar 2015 mit, dass die Tochtergesellschaft Rohwedder Micro Assembly GmbH ab dem 1. Februar 2015 unter dem Namen MA micro automation GmbH im Markt auftreten würde. Mit der Umfirmierung verbunden war ein komplett neuer Marktauftritt.

7.3. Kauf der Minderheitenanteile Vecoplan LLC

Die Vecoplan Holding Corporation, Wilmington, Delaware, USA hat mit Vertrag vom 02. Januar 2015 die Minderheitenanteile der Vecoplan LLC, Archdale, North Carolina, USA zu einem Kaufpreis i.H.v. 2,0 Mio. USD übernommen.

7.4. Tilgung des Konsortialkredits

Die M.A.X. Automation AG hat im Januar 2015 den Konsortialkredit (Stand 31. Dezember 2014: 48,2 Mio. Euro) mit einem Betrag i.H. v. 8,2 Mio. Euro getilgt.

7.5. NSM Magnettechnik erwirbt iNDAT Robotics

Die M.A.X. Automation AG gab am 6. Februar 2015 bekannt, dass die Tochtergesellschaft NSM Magnettechnik GmbH 100% der Anteile an der iNDAT Robotics GmbH, Ginsheim-Gustavsburg, erworben habe. iNDAT Robotics ist ein Spezialist für die Robotik- und Fertigungsautomation, dessen Lösungen insbesondere bei namhaften Automobilherstellern und Automobilzulieferern zum Einsatz kommen. Durch die Akquisition hat die M.A.X. Automation-Gruppe die Möglichkeit, komplexe Software-Applikationen sowie ganzheitliche Anlagensysteme einschließlich integrierter zukunftsträchtiger Robotik-Lösungen anzubieten. Damit wird das Leistungsspektrum für die Automobilindustrie wesentlich erweitert. Darüber hinaus ergeben sich Synergien der iNDAT Robotics zu weiteren Tochtergesellschaften, die Bedarf an Robotik-Lösungen haben. Der Neuerwerb plant für das laufende Geschäftsjahr 2015 (auf Stand-alone-Basis) Umsatzerlöse von gut 18 Mio. Euro, die durch den vorhandenen Auftragsbestand bereits weitgehend gesichert sind. Zudem ist die iNDAT Robotics schuldenfrei.

8. Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB und § 289 Abs. 4 HGB (zugleich: Erläuternder Bericht des Vorstands gemäß § 176 Abs. 1 S. 1 AktG)

Nach § 315 Abs. 4 HGB besteht für börsennotierte Mutterunternehmen die Pflicht, im Konzernlagebericht Angaben zur Kapitalzusammensetzung, zu Aktionärsrechten und deren Beschränkungen, zu den Beteiligungsverhältnissen und zu den Organen der Gesellschaft zu machen, welche übernahmerelevante Informationen darstellen. Die Angaben dienen der Umsetzung der Richtlinie 2004/25 EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. April 2004, die Übernahmeangebote betrifft. Gesellschaften, deren stimmberechtigte Aktien an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) zugelassen sind, müssen solche Angaben machen, unabhängig davon, ob ein Übernahmeangebot vorliegt oder zu erwarten ist. Die Angaben dienen dem Zweck, potenzielle Bieter in die Lage zu versetzen, sich ein umfassendes Bild von der Gesellschaft und von etwaigen Übernahmehindernissen zu machen.

Nach § 176 Abs. 1 S. 1 AktG hat der Vorstand zu den Angaben außerdem der Hauptversammlung einen erläuternden Bericht vorzulegen. Nachfolgend werden die Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB und § 289 Abs. 4 HGB mit den entsprechenden Erläuterungen hierzu nach § 176 Abs. 1 S. 1 AktG zusammengefasst.

a) Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der M.A.X. Automation AG i.H. v. 26.794.415 Euro ist eingeteilt in 26.794.415 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien), die jeweils die gleichen Rechte, insbesondere die gleichen Stimmrechte, gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Jede Stückaktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 Euro.

b) Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

c) Beteiligungen von über 10% am Kapital

Am Grundkapital der M.A.X. Automation AG bestehen nach Kenntnis des Vorstands und auf Grundlage der bei der Gesellschaft eingegangenen wertpapierhandelsrechtlichen Mitteilungen eine direkte oder indirekte Beteiligung am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreitet. Es handelt sich dabei um die

KONZERNLAGEBERICHT

Günther Holding GmbH, Hamburg, die einen Anteil von 29,9% (Stand: 31. Dezember 2014) an den Aktien der M.A.X. Automation AG besitzt. Weitere Einzelheiten hierzu sind im Anhang in der Übersicht unter "mitteilungspflichtige Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG" erläutert.

d) Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

e) Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung

Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

f) Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen

Der Vorstand der M.A.X. Automation AG besteht aus einer oder mehreren Personen; dies gilt unabhängig von der Höhe des Grundkapitals. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt satzungsgemäß der Aufsichtsrat. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84 und 85 AktG. Mit Ausnahme einer gerichtlichen Ersatzbestellung ist für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern allein der Aufsichtsrat zuständig.

Er bestellt Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.

Entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist bei Erstbestellungen die maximal mögliche Bestelldauer von fünf Jahren nicht die Regel.

Die Änderung der Satzung der M.A.X. Automation AG bedarf nach § 17 Abs. 1 der Satzung abweichend von § 179 Abs. 2 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung mit lediglich der einfachen Stimmen- und Kapitalmehrheit, soweit nicht Gesetz oder Satzung weitergehende Bestimmungen enthalten. Der Aufsichtsrat ist zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ermächtigt. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 179 und 133 AktG.

g) Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien sowie zur Ausgabe von Genussrechten

Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 9. Juni 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 6.698.000,00 Euro durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital I").

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung zu bestimmen sowie die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien zu leistende Entgelt festzusetzen sowie die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG zu bestimmen.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, in der Zeit bis zum 9. Juni 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 5.330.000,00 Euro durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital II"). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen erfolgen.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für insbesondere folgende Fälle auszuschließen:

  • für die aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehenden Spitzenbeträge;
  • für eine Kapitalerhöhung mit Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen (auch wenn neben den Aktien eine Kaufpreiskomponente in bar ausgezahlt wird), wenn der Erwerb des Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt;
  • für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, i.H. v. bis zu insgesamt 10% sowohl des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung als auch des im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits notierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet. Auf diese Begrenzung auf 10% des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, die aufgrund einer entsprechenden Ermächtigung der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG während der Wirksamkeit dieser Ermächtigung erworben und gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits notierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung zu bestimmen sowie die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien zu leistende Entgelt festzusetzen sowie die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG zu bestimmen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, bis zum 19. Juni 2016 einmalig oder mehrmals Genussrechte zu begeben. Der Gesamtnennbetrag der Genussrechte darf 25.000.000,00 Euro nicht überschreiten. Die Genussrechte können außer in Euro auch – unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert – in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden.

Die Genussrechte sind den Aktionären zum Bezug anzubieten. Sie können auch von einer Bank oder einem Bankenkonsortium mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um die Genussrechte einzelnen Investoren zur Zeichnung anzubieten, sofern der Ausgabepreis den nach anerkannten Methoden der Finanzmathematik ermittelten theoretischen Marktwert der Genussrechte nicht wesentlich unterschreiten und sofern die Genussrechte lediglich weitgehend obligationsähnlich ausgestaltet sind, das heißt weder Bezugs- oder Wandlungsrechte auf Aktien der M.A.X. Automation AG begründen, noch eine Beteiligung am Liquidationserlös gewähren und sich die Höhe der Verzinsung nicht nach der Höhe der Dividende richtet.

KONZERNLAGEBERICHT

Die Genussrechte können ganz oder teilweise mit einer variablen Verzinsung, die sich beispielsweise am Jahresüberschuss oder dem Bilanzgewinn orientiert, ausgestattet sein.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Genussrechte, insbesondere Ausgabekurs, Stückelung, Laufzeit und die Höhe der Verzinsung festzulegen.

Die Gesellschaft hat von diesen Ermächtigungen bisher keinen Gebrauch gemacht.

h) Wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft mit so genannten Change of Control-Klauseln

Die M.A.X. Automation AG ist zur Zeit als Darlehensnehmerin an einem Konsortialkredit beteiligt, der im Falle eines Kontrollwechsels dazu führt, dass geschuldete Beträge zurückzuzahlen sind. Voraussetzung des Kontrollwechsels ist, dass eine Person oder eine Gruppe gemeinschaftlich handelnder Personen direkt oder indirekt mehr als 50% der Geschäftsanteile und Stimmrechte an der M.A.X. Automation AG erwerben; zur Inanspruchnahme des Darlehens wird auf die Angaben im Konzernanhang unter Punkt 4.2. (17) verwiesen. Es bestehen keine weiteren wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

i) Entschädigungsvereinbarungen bei Kontrollwechsel

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.

9. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)

Hinsichtlich der nach § 289a HGB geforderten Erklärung zur Unternehmensführung wird auf die im Rahmen des Corporate-Governance-Berichts des Geschäftsberichtes 2014 abgedruckte und im Internet unter dem Link www.maxautomation.de/investor-relations/corporate-governance/download-dokumente/ zugänglich gemachte Version verwiesen.

10. Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder

10.1. Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats besteht aus einer Festvergütung und einer Vergütung von 300 Euro pro Stunde für den Zeitaufwand, der über sechs Sitzungstage hinausgeht. Die Festvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014 beträgt 48.000 Euro. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält eine fixe Vergütung i.H. v. 24.000 Euro, die weiteren Aufsichtsratsmitglieder erhalten je 12.000 Euro. Ferner werden die Auslagen erstattet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats sind im Konzernanhang unter Punkt 6.10. dargestellt.

10.2. Vergütung des Vorstandes

Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr 2014 aus zwei Personen.

Die Vergütung der im Geschäftsjahr 2014 amtierenden Vorstandsmitglieder ist im Konzernanhang unter Punkt 6.10. offengelegt.

Das Vergütungssystem der M.A.X. Automation AG basiert auf den Grundsätzen der Leistungs- und Ergebnisorientierung und repräsentiert eine Unternehmenskultur von Leistung und Gegenleistung. Die Gesamtvergütung des Vorstands umfasst erfolgsunabhängige und erfolgsbezogene Bestandteile.

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Marktumfelds sowie der Üblichkeit der Vergütungshöhe und der Vergütungsstruktur gemessen am Lohn- und Gehaltsgefüge im Unternehmen sowie anderer Unternehmen vergleichbarer Größe und Branche. Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die variablen Vergütungsbestandteile in den Vorstandsverträgen weisen seit 2012 auch eine mehrjährige Bemessungsgrundlage auf und enthalten Regelungen, wonach eine angemessene Herabsetzung der Bezüge zulässig ist, wenn sich die Lage der Gesellschaft derart verschlechtert, dass eine Fortgewährung der Bezüge unbillig wäre. Die Vergütung des Vorstands enthält eine Vergütungsgrenze ("cap"). Aktienoptionen wurden nicht gewährt.

Die erfolgsunabhängigen Teile der Vergütung bestehen aus Fixum und Sachbezügen einschließlich einer Pensionszusage für ein Vorstandsmitglied. Die erfolgsabhängige variable Vergütung bezieht sich auf den Konzernjahresüberschuss, das heißt das Ergebnis nach Steuern im Konzern.

Die Verträge der Vorstandsmitglieder enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit und für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels.

11. Risikobericht

11.1. Risikomanagementsystem und internes Kontrollmanagementsystem

Das Chancen- und Risikomanagement im M.A.X. Automation-Konzern dient neben der frühzeitigen Erkennung und Steuerung von Risiken, der gezielten Wahrnehmung und Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale. Für den Konzern ist das Risikomanagement ein integraler Bestandteil der wertorientierten Unternehmensführung. Bereits seit dem Jahr 2000 besteht ein Risikomanagementsystem im Konzern, welches dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) entspricht. Damit können mögliche Risiken sowohl in der M.A.X. Automation AG als Muttergesellschaft als auch in den Tochtergesellschaften rechtzeitig erkannt und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Das Risikomanagementsystem wurde im Jahr 2009 grundlegend überarbeitet und im Jahr 2011 in den Prozessen weiter optimiert.

Das Risikomanagementsystem basiert auf einem systematischen, den gesamten Konzern umfassenden Prozess der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung. Grundlage des Risikomanagements ist die Sicherung der mittel- und langfristigen Unternehmensziele, insbesondere die Erhaltung und der Ausbau der Marktstellung innerhalb der Branche. Oberstes Ziel ist es, durch ein vollständiges und angemessenes Chancen- und Risikomanagement die Wert- und Risikotreiber zu identifizieren und angemessen zu handhaben.

Das Risikomanagementsystem besteht aus verschiedenen Komponenten: Ein Instrumentarium zur Erfassung und Bewältigung von bestandsgefährdenden Risiken enthält verschiedene, stufenartig aufgebaute und EDVgestützte Matrizen, die ausgehend von einer Risikoerkennung über die Risikobewertung eine Risikobewäl-

KONZERNLAGEBERICHT

tigung zum Ziel haben. Dabei werden Risiken identifiziert, die Bedeutung der Risiken für das Unternehmen festgelegt und ein rechnerischer Risikofaktor ermittelt, um dann exakt inhaltliche und zeitlich festgelegte Maßnahmen zur Risikobewältigung zu formulieren. Eine Liste mit Beispielen von Risiken und ein Leitfaden für die Handhabung der elektronischen Datei vervollständigen das System. Das Berichtsintervall der Tochtergesellschaften an das Mutterunternehmen ist auf das Quartal abgestellt, die Berichte erfolgen per Datentransfer.

Eine wesentliche Komponente des internen Kontrollsystems stellt das Berichtswesen dar, das stetig von der M.A.X. Automation AG im Rahmen des wertorientierten Reportings weiterentwickelt wird.

Zur Sicherstellung von einheitlicher Behandlung und Bewertung rechnungslegungsrelevanter Themen ist allen Gesellschaften das Bilanzierungshandbuch der M.A.X. Automation AG zugänglich. Das Bilanzierungshandbuch wird regelmäßig aktualisiert.

Im M.A.X. Automation-Konzern wird seit Mitte 2008 einheitlich die Konsolidierungssoftware LucaNet verwendet, die auch für die Erstellung der gruppenweiten Mittelfristplanung genutzt wird.

Im monatlichen Rhythmus berichten die Tochtergesellschaften über die Entwicklung des abgelaufenen Monats und des laufenden Geschäftsjahres an die Muttergesellschaft. Dieses Verfahren wird vierteljährlich um eine rollierende Quartalsplanung ergänzt.

Alle Berichte werden einer kritischen Soll-Ist-Analyse unterzogen. Ein zusätzlicher Bericht der Geschäftsführung kommentiert Planabweichungen, informiert über Maßnahmen zur Planerfüllung, die Entwicklung im laufenden Berichtsmonat und sonstige Themen wie Markt- und Wettbewerbsbedingungen, Investitionen, Finanzierung und Recht. Verbale Erläuterungen ergänzen den Bericht.

Das Risikomanagement wurde im Jahr 2007 um Angaben zu den von Finanzinstrumenten ausgehenden Risiken gemäß IFRS 7 erweitert. Die Berichterstattung erfolgt in einem halbjährlichen Turnus. Der Vorstand führt überdies regelmäßig Gespräche mit den Vorständen und Geschäftsführern der Tochtergesellschaften, um die Geschäftsentwicklung im Vergleich zu den Planungen zu überprüfen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Planerfüllung einzuleiten.

Eine wesentliche Komponente des Risikomanagementsystems stellt die jährliche Planungsrunde dar. Die Vorstände und Geschäftsführer der Tochtergesellschaften stellen dabei am Ende jedes Geschäftsjahres den Geschäftsverlauf dar und erläutern die weitere Unternehmensstrategie. Grundlage der Gespräche sind Dreijahresplanungen für Geschäftsentwicklung, Investitionen und die Liquiditätsentwicklung.

Im Jahr 2011 wurde mit dem Aufbau eines neuen Controlling-Konzepts begonnen, welches das Management der Tochtergesellschaften bei der Umsetzung der Konzernziele unterstützt. Im Jahr darauf wurde das neue Controlling-Konzept im Konzern implementiert. Primäres Ziel der M.A.X. Automation AG ist die profitable Weiterentwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften bei effizientem Kapitaleinsatz. Seit 2012 gibt es ein einheitliches Vertragshandbuch für alle Tochtergesellschaften. Daneben hat der Vorstand im Jahr 2014 beschlossen, Richtlinien für ein Compliance-Management-System zu erarbeiten. 2015 soll für den Bereich Einkauf eine entsprechende Richtlinie eingeführt werden.

Es finden regelmäßig Treffen zwischen operativen Geschäftsführern, Vorstand und Aufsichtsrat statt, um sich über konzernrelevante Themen wie Synergienutzung und Maßnahmen zur operativen Geschäftssteuerung auszutauschen. In den Geschäftsordnungen der Tochtergesellschaften oder dem jeweiligen Geschäftsführerdienstvertrag sind jene Geschäfte geregelt, welche der Zustimmung des Vorstands der M.A.X. Automation AG bedürfen. Die einzelnen Funktionsbereiche in den Tochtergesellschaften werden durch Vorgesetzte überwacht. Ferner wird das interne Kontrollsystem in den Gesellschaften regelmäßig durch die Wirtschaftsprüfer einer Prüfung unterzogen.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das Risikomanagementsystem noch das interne Kontrollsystem absolute Sicherheit geben können, da auch bei Anwendung der erforderlichen Sorgfalt die Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein kann.

11.2. Risiken

Im Einzelnen bestehen für den M.A.X. Automation-Konzern folgende Risikofelder:

• Konjunkturelle Risiken: Die Aussichten für die weltweite Wirtschaft im Jahr 2015 sind laut Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) verhalten. Negative Einflussfaktoren sind insbesondere geopolitische Krisen wie der andauernde Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, Befürchtungen einer Stagnation der wirtschaftlichen Erholung in der Euro-Zone oder, dass die niedrige Inflation in Europa in eine Deflation umschlägt. Zudem ist eine Überhitzung der Finanzmärkte möglich, da die Börsenkurse, die in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind, die wachsenden gesamtwirtschaftlichen Risiken nicht widerspiegelten. Dagegen sind die Branchenaussichten im Maschinenbau und in der Abfall- und Recyclingtechnik grundsätzlich positiv. Allerdings wirkt sich die Diskussion um die Energiewende in Deutschland bei der Gruppengesellschaft altmayerBTD negativ auf die Nachfrage durch die Kundengruppe der Kohlekraftwerksbetreiber aus. In der deutschen Medizintechnik wird mit einer Abschwächung der Geschäftsentwicklung für das kommende Jahr gerechnet, jedoch wird mittelfristig eine Rückkehr zum Wachstumspfad erwartet, insbesondere durch positive Impulse aus dem Exportgeschäft.

Sollte sich die weltweite Konjunktur dauerhaft abschwächen, so wäre mit einem entsprechenden Rückgang der Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der Tochtergesellschaften des M.A.X. Automation-Konzerns zu rechnen. Daraus würden sich negative Folgen für die Ertragslage der M.A.X. Automation AG und des Konzerns ergeben. Besondere Bedeutung kommt auch der Automobilkonjunktur zu, die Einfluss auf den Geschäftsverlauf von Gruppengesellschaften nehmen kann. Die Gesellschaften haben ihre Tätigkeiten deshalb auf mehrere Geschäftsfelder ausgeweitet, um eine mögliche Abhängigkeit vom Investitionsverhalten der Automobilindustrie auszugleichen.

Eine steigende Nachfrage an den Weltmärkten dagegen würde zur Notwendigkeit führen, ein besonderes Augenmerk auf die Sicherung der Materialverfügbarkeit sowie auf die Entwicklung der Materialpreise zu legen. Aus wachsenden Einkaufspreisen könnte eine Verringerung der Margen resultieren. Zudem könnten Engpässe bei Lieferanten Terminverzögerungen und Vertragsstrafen zur Folge haben. Darüber hinaus könnte eine starke Nachfrage dazu führen, dass die Gruppengesellschaften ihre räumlichen Kapazitäten ausweiten müssen, um Projekte adäquat bearbeiten zu können. Zu diesem Zweck hat die Gruppengesellschaft bdtronic 2014 mit der Planung zur Erweiterung der Produktionsfläche begonnen.

KONZERNLAGEBERICHT

  • Währungs- und Zinsrisiken: Bei der Geschäftstätigkeit in den USA und mit der Erschließung neuer Märkte außerhalb des Euro-Währungsbereichs sind Wechselkursrisiken zu beachten. Um Währungs- und Zinsrisiken abzusichern, wurden Devisenterminverkäufe und Devisenoptionsgeschäfte sowie Zinsbegrenzungsvereinbarungen in geringem Umfang abgeschlossen. Aus den Devisenterminverkäufen können Marktpreisrisiken resultieren, wenn durch die eingegangene Verpflichtung Fremdwährungen zu einem unter dem am Erfüllungsstichtag marktüblichen Kassakurs liegenden Preis veräußert werden müssen. Das Marktpreisrisiko bei getätigten Optionsgeschäften ist auf die gezahlte Optionsprämie begrenzt. Das Kontrahentenausfallrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Geschäfte ausschließlich mit namhaften Kreditinstituten abgeschlossen werden. Marktliquiditätsrisiken sind insofern begrenzt, als dass ausschließlich Geschäfte mit marktüblichen Ausstattungsmerkmalen abgeschlossen werden.
  • Personalrisiken: Die M.A.X. Automation AG und ihre Tochtergesellschaften sind für die Realisierung ihrer strategischen und operativen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Eine qualifizierte betriebliche Aus- und Weiterbildung soll die fachliche Kompetenz des Personals sicherstellen. Variable, am Geschäftserfolg bemessene Gehaltsbestandteile sollen bewirken, dass die Mitarbeiter eine unternehmerische Denk- und Handelsweise entwickeln.

Die Rekrutierung von qualifiziertem Personal ist aufgrund der sehr niedrigen Arbeitslosenquote in Deutschland zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts erschwert. Die Unternehmen der M.A.X. Automation-Gruppe setzen daher neben der Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter sowie einer stärkeren Bindung an die Unternehmen auch auf den Austausch von Know-how innerhalb des Konzerns.

  • Schadens- und Haftungsrisiken: Durch den Abschluss von Versicherungen wird versucht, finanzielle Auswirkungen auf den M.A.X. Automation-Konzern zu begrenzen. Bei komplexen und umfangreichen Projekten sind die Tochtergesellschaften gehalten, Risiken aus Gewährleistung, Produkthaftung und Lieferverzögerungen vertraglich zu limitieren. Aufgrund des allgemeinen Anstiegs von Betrugsfällen wurden die Sicherheitsstandards im Zahlungsverkehr des M.A.X. Automation-Konzerns verschärft. Die Sicherheit und Verfügbarkeit der zentralen EDV-Landschaft ist durch ein dem aktuellen Stand der Technik entsprechendes Sicherheitssystem gewährleistet.
  • Marktrisiken: Bei allen Tochtergesellschaften der M.A.X. Automation AG besteht die Gefahr, dass wesentliche Kunden entfallen, die Technologie vom Markt nicht mehr benötigt wird, bei größeren Projekten technische Fehleinschätzungen oder Verzögerungen eintreten oder Wettbewerber aggressiv am Markt auftreten mit entsprechenden Konsequenzen für die erzielbaren Preise. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Kunden Produkte nicht abnehmen oder Mitbewerber bestehende Patente oder Schutzrechte streitig machen. Diese Risiken können den Zukunftserfolg der Tochtergesellschaften belasten. Durch intensive Marktbeobachtungen, umfassendes Projektcontrolling und eine enge Kommunikation mit den Kunden minimiert der Konzern die Marktrisiken. Hinzukommen terminliche und technische Risiken auf dem Beschaffungsmarkt. Diesen begegnet M.A.X. Automation mit einer durchgängigen Qualitätskontrolle der fremdbezogenen Leistungen, aber auch durch Nutzung der Synergien im Konzernverbund.

• Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken: Die Nichteinhaltung von Covenants-Vorgaben kann zu Kreditkündigungen oder zur Erhöhung der Zinssätze seitens der Banken führen. Die mit den kreditgebenden Banken des Konzerns vereinbarten Covenants wurden im Jahr 2014 von einem Unternehmen im Segment Umwelttechnik nicht eingehalten. Die Banken wurden hierüber zeitnah informiert. Negative Auswirkungen auf die Kreditvergabe sind nicht bekannt und werden derzeit auch nicht erwartet. Die M.A.X. Automation AG hat im Jahr 2014 alle mit den kreditgebenden Banken vereinbarten Covenants eingehalten. Diese greifen auf Bilanzund Ergebniskennzahlen des nach IFRS aufgestellten Konzernabschlusses zurück.

Im Jahr 2015 werden alle bestehenden Finanzierungslinien innerhalb des Konzerns abgelöst und eine neue Finanzierung auf Konzernebene geschaffen. Dabei wird das gute Marktumfeld genutzt. Das Kontrahentenausfallrisiko wird dadurch begrenzt, dass Bankgeschäfte ausschließlich mit namhaften Kreditinstituten abgeschlossen werden.

Aber angesichts der zum Teil hohen Staatsverschuldung westlicher Länder und noch immer belasteter Bankbilanzen ist nicht auszuschließen, dass eine restriktivere Kreditvergabepolitik der Banken die Finanzierungsoptionen des Konzerns einengen könnte oder höhere Kosten bei der Kreditgewährung anfallen. Liquiditätsrisiken bestehen darin, Zahlungsverpflichtungen nicht zeitnah erfüllen zu können. Diese Risiken gehen in der Regel mit einem negativen Verlauf des operativen Geschäfts einher. Derzeit hat der Vorstand jedoch keine Anzeichen für eine solche Entwicklung.

• Steuerrisiken: Gemäß § 8c des Körperschaftsteuergesetzes führen unmittelbare oder mittelbare Erwerbe von mehr als 25% der Anteile oder Stimmrechte an einer Kapitalgesellschaft durch einen Erwerber grundsätzlich zum anteiligen Untergang nicht genutzter Verlustvorträge (sogenannter schädlicher Beteiligungserwerb). Der weite Anwendungsbereich dieser Vorschrift wurde durch den Gesetzgeber durch das Einfügen der Stille-Reserven-Klausel mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz (vom 22.12.2009, BGBl. I 2009 Seite 3.950) abgeschwächt. Nach dieser Klausel kann die Kapitalgesellschaft nicht genutzte Verluste in Höhe vorhandener stiller Reserven des inländischen Betriebsvermögens zum Zeitpunkt des schädlichen Beteiligungserwerbs abziehen.

Die Finanzverwaltung hat sich in einem Entwurf eines BMF-Schreibens zur "Anwendung des § 8c KStG unter Berücksichtigung der Konzernklausel in der Fassung des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes und der Stille-Reserven-Klausel in der Fassung des Jahressteuergesetzes 2010" zu Zweifelsfragen am 15.04.2014 geäußert. Dieser Entwurf ist vor allem in Bezug auf die Konzernklausel und die Stille-Reserven-Klausel auf große Kritik gestoßen. Aufgrund der eher profiskalischen Stellungnahme der Finanzverwaltung besteht bei der M.A.X. Automation AG das Risiko des anteiligen Untergangs des gewerbesteuerlichen Verlustvortrages. Wir gehen in Abstimmung mit unseren Beratern davon aus, dass der Entwurf in diesen Punkten keinen Bestand haben wird.

Neben den in diesem Risikobericht genannten Risiken sind derzeit keine weiteren Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination den Fortbestand des Konzerns und der M.A.X. Automation AG gefährden könnten.

Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2014 das Risikomanagementsystem von AG und Konzern geprüft. Er ist zu dem Ergebnis gelangt, dass das System geeignet ist, die gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement zu erfüllen.

KONZERNLAGEBERICHT

11.4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Berichterstattung zu Finanzrisiken erfolgt im Konzernanhang unter Punkt 6.3.

11.5. Erläuternder Bericht zu den Angaben nach § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB und § 289 Abs. 5 HGB

Rechtlicher Hintergrund

Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) hat u. a. die §§ 289, 315 HGB sowie §§ 120, 175 AktG geändert. Danach musste der Vorstand der Hauptversammlung einen schriftlichen Bericht u. a. zu den neu eingeführten Pflichtangaben im Lagebericht gemäß § 289 Abs. 5 HGB bzw. im Konzernlagebericht gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bzw. Konzernrechnungslegungsprozess vorlegen.

Durch das spätere Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG) hat der Gesetzgeber die Erfordernisse zur Abgabe erläuternder Berichte in § 176 Abs. 1 AktG gebündelt und die bisherigen Vorschriften in §§ 120 Abs. 3 S. 2, 175 Abs. 2 S. 1 AktG gestrichen. Dabei wurde jedoch der Verweis auf § 289 Abs. 5 HGB, der durch das BilMoG hinzugekommen war und die Angaben im Lagebericht zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess betrifft, nicht übernommen. Nicht abschließend geklärt ist, ob es sich dabei um ein bloßes Redaktionsversehen handelt und es daher auch nach dem Inkrafttreten des ARUG eines erläuternden Berichts zu den Angaben nach § 289 Abs. 5 HGB (und auch zu § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB) bedarf. Vorsorglich hat sich der Vorstand der M.A.X. Automation AG entschlossen, diese Angaben in den vorliegenden zusammengefassten Lagebericht zu integrieren.

Gegenstand des Berichts

Nach der Gesetzesbegründung des BilMoG umfasst das interne Kontrollsystem die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Kontrollsystem, soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht.

Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie Letzteres auf Kontroll- und Überwachungsprozesse der Rechnungslegung, insbesondere bei bilanziellen Positionen, die Risikoabsicherungen des Unternehmens erfassen.

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des bei der M.A.X. Automation AG bestehenden internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

  • Der M.A.X. Automation-Konzern zeichnet sich durch eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontrollund Überwachungsstruktur aus.
  • Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren konzernweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsysteme und -prozesse.
  • Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z.B. Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet.
  • Die im Rechnungswesen eingesetzten EDV-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt.

  • Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird überwiegend auf Standardsoftware zurückgegriffen.

  • Ein adäquates internes Richtlinienwesen (u. a. bestehend aus einer konzernweit gültigen Risikomanagement-Richtlinie und einem Bilanzierungshandbuch) ist eingerichtet, welches bei Bedarf angepasst wird.
  • Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen entsprechen den quantitativen und qualitativen Anforderungen.
  • Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen. Das bestehende konzernweite Risikomanagementsystem wird kontinuierlich an aktuelle Entwicklungen angepasst und fortlaufend auf seine Funktionsfähigkeit überprüft. Das System ist durch den Abschlussprüfer, die Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, im Zuge der Konzernabschlussprüfung untersucht worden.
  • Der Aufsichtsrat befasst sich regelmäßig mit wesentlichen Fragen des Risikomanagements.

Erläuterung der wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben sind, stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden.

Die klare Organisations-, Unternehmens-, Kontroll- und Überwachungsstruktur sowie die qualifizierte Ausstattung des Rechnungswesens in personeller und materieller Hinsicht stellen die Grundlagen für ein effizientes Arbeiten der an der Rechnungslegung beteiligten Bereiche dar. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess. Die klar definierten Überprüfungsmechanismen innerhalb der an der Rechnungslegung selbst beteiligten Bereiche und eine frühzeitige Risikoerkennung durch das Risikomanagement gewährleisten eine kohärente Rechnungslegung.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der M.A.X. Automation AG stellt sicher, dass die Rechnungslegung bei der M.A.X. Automation AG sowie bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einheitlich und im Einklang mit den rechtlichen und gesetzlichen Vorgaben sowie internen Leitlinien steht. Insbesondere hat das konzerneinheitliche Risikomanagementsystem, das vollumfänglich den gesetzlichen Anforderungen entspricht, die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu kommunizieren. Dadurch werden dem jeweiligen Adressaten zutreffende, relevante und verlässliche Informationen zeitnah zur Verfügung gestellt.

12. Chancenbericht

Der M.A.X. Automation-Konzern ist mit seinen Tochtergesellschaften auf internationalen Märkten in den Bereichen Automotive, Medizintechnik, Elektronik, Verpackung sowie in der Abfall- und Recyclingwirtschaft tätig. Die Gesellschaften sind damit in nachhaltig wachsenden Zukunftsmärkten aktiv und treiben den Ausbau ihrer Geschäftsaktivitäten voran. Durch diese strategische Positionierung ergibt sich im Jahr 2015 sowie in den Folgejahren eine Reihe von Chancen, die sich positiv auf den Geschäftsverlauf des Konzerns auswirken können.

Das Chancenprofil des Konzerns hat sich durch den Ausbau des Leistungsportfolios als Folge der Weiterentwicklung der MA micro automation sowie des Erwerbs der iNDAT Robotics weiter vergrößert.

KONZERNLAGEBERICHT

Im Segment Industrieautomation erwartet der M.A.X. Automation-Konzern vor allem in folgenden Bereichen wichtige Geschäftschancen:

  • Steigende Ansprüche an die industrielle Fertigung: Die Produkte verschiedener Industriebereiche müssen immer größeren Ansprüchen der Verbraucher entsprechen. Dies betrifft in besonderem Maße Schlüsselbranchen wie die Automobilindustrie, die Medizintechnik und die Elektronik. Zugleich steigt die Nachfrage nach solchen technologisch komplexen Produkten vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung in den aufstrebenden Volkswirtschaften immer weiter. Die Industrie ist somit auf Hightech-Lösungen in der Automation angewiesen, um eine immer effizientere und präzisere Fertigung zu gewährleisten. Die Tochtergesellschaften des Segments Industrieautomation entwickeln und produzieren diese Lösungen in enger Zusammenarbeit mit ihren Kunden und sind deshalb in einer guten Position, um von den steigenden Ansprüchen an die industrielle Fertigung zu profitieren.
  • Veränderte Kundenbedürfnisse in der Automobilindustrie: Die Kunden in der Automobilindustrie entwickeln eine immer größere Nachfrage nach einer breiten Auswahl an Fahrzeugmodellen und individuell konfigurierbaren Ausstattungen. Gleichzeitig entwickeln die Hersteller ihre Fahrzeuge permanent weiter im Hinblick auf Fahreigenschaften, Komfort und Sicherheit. Darüber hinaus sind die Automobilhersteller, nicht zuletzt aufgrund gesetzlicher Vorgaben, um Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch und die Reduzierung von CO2-Emissionen bemüht. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen an die Fertigung, die flexibel auf neue Produktvarianten reagieren und Innovationen im Fahrzeug berücksichtigen muss. Die Tochtergesellschaften des M.A.X. Automation-Konzerns entwickeln und produzieren hochwertige Anlagen und Systemlösungen für alle Kernkomponenten des Automobils, also für die Motoren-, die Getriebe- und die Lenkungsfertigung. Darüber hinaus liefern sie leistungsfähige Handling- und Zuführsysteme sowie Robotik-Lösungen, die in der Fertigung zum Einsatz kommen. Damit sind sie wichtige Partner ihrer Kunden und können maßgeblich am technologischen Fortschritt und den sich ändernden Kundenbedürfnissen im Automotive-Bereich partizipieren.
  • Zunehmender Bedarf an Micro Automation: Industriell gefertigte Produkte werden immer leistungsfähiger und müssen immer mehr Funktionen bei einer immer kompakteren Bauweise erfüllen. Ein Beispiel ist der Trend zum autonomen Fahren in der Automobilindustrie: Fahrzeuge werden zunehmend mit Fahrerassistenzsystemen wie Sensoren, Abstandskontrollen oder Frontkameras zur Erkennung von Hindernissen ausgestattet, die den Fahrer unterstützen und wesentlich zur Sicherheit beitragen. Besonders nach dem Erwerb der AIM-Gruppe bietet die M.A.X. Automation hochleistungsfähige Lösungen für die Micro Automation, also die Montage kleinster Bauteile, sowie Prüfsysteme für die industrielle Bildverarbeitung.
  • Medizintechnik mit langfristigen Perspektiven: Zahlreiche langfristige Trends prägen den Weltmarkt für Medizintechnik, etwa die steigende Lebenserwartung der Menschen, ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein in der Gesellschaft, individuelle Behandlungsformen, der steigende Bedarf an leistungsfähigen und intelligenten Produkten und der Wunsch der Patienten nach mehr Freiheiten in der Therapie etwa in Form der Selbstmedikation. Diese Trends sind sowohl in den Industriestaaten als auch in den aufstrebenden Volkswirtschaften und in Entwicklungsländern festzustellen. Zugleich besitzt der Medizintechnik-Markt hohe Zugangsbarrieren hinsichtlich der technologischen und qualitativen Anforderungen sowie der anspruchsvollen und langfristigen Zusammenarbeit mit den Kunden. Die Gesellschaften der AIM-Gruppe verfügen über spezialisiertes Know-how sowie ein gutes Renommee, um an der langfristigen Entwicklung in diesem Marktbereich teilzuhaben.

Im Segment Umwelttechnik sieht der M.A.X. Automation-Konzern in den folgenden Bereichen wichtige Geschäftschancen:

  • Wachsende Bedeutung von Klima- und Umweltschutz: Der Klimaschutz, die Schonung der natürlichen Ressourcen und das Recycling von Reststoff zur Rückführung in den Wertstoffkreislauf sowie zur energetischen Verwertung nehmen weltweit stetig an Bedeutung zu. Treiber dieser Entwicklung sind ein geschärftes öffentliches Umweltbewusstsein sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen weltweit. Vor allem in aufstrebenden Volkswirtschaften wie China, Brasilien oder Indien werden künftig wegen des rapiden Wachstums der Städte und des größeren Aufkommens an Abfällen immer leistungsstärkere Lösungen zur Beseitigung und Aufbereitung von Reststoffen benötigt. Ein weiteres Beispiel ist die Diskussion um die sogenannte Energiewende in Deutschland. Die Tochtergesellschaften des M.A.X. Automation-Konzerns im Segment Umwelttechnik verfügen über langjährige Erfahrungen und umfassende Kompetenzen in der Entwicklung, Produktion und Wartung innovativer Einzelkomponenten und Systemlösungen. Darüber hinaus verfügt die Gruppengesellschaft Vecoplan über das modernste Technologiezentrum der internationalen Umwelttechnikund Recyclingbranche und arbeitet dort an künftigen Lösungen für die Aufbereitung von Rest- und Wertstoffen. Der Konzern besitzt somit langfristig die Chance, von der permanent zunehmenden Bedeutung im Klima- und Umweltschutz zu profitieren und dabei als Innovationstreiber zu agieren.
  • Zunehmende Umweltregulierungen: Politische Vorgaben regeln den Umweltschutz und die Wiederaufbereitung von Abfällen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. So existieren in der Europäischen Union (EU) verbindliche Vorgaben zum Beispiel zur deutlichen Reduzierung der Kohlenstoffdioxidemissionen, um den sogenannten Treibhauseffekt einzudämmen. Weitere Regulierungen betreffen die Recyclingwirtschaft: In Deutschland legt das Kreislaufwirtschaftsgesetz zum Beispiel eine sogenannte Abfallhierarchie zur Abfallvermeidung, Wiederverwendung, zum Recycling und zur Beseitigung von Abfällen fest. Bis zum Jahr 2020 sollen 65% aller Siedlungsabfälle recycelt werden. In Nordamerika existieren sogenannte Zero-Waste-Programme der Kommunen für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt. Der M.A.X. Automation-Konzern ist im Segment Umwelttechnik aussichtsreich positioniert, um von einer weltweit steigenden Nachfrage nach leistungsfähiger Umwelttechnologie zu profitieren.

Der M.A.X. Automation-Konzern konzentriert sich unverändert auf die weitere Expansion auf internationale Märkte. Besondere Chancen werden dabei auf dem asiatischen sowie dem nordamerikanischen Markt gesehen.

Darüber hinaus strebt der Vorstand unverändert an, weitergehende Synergien zwischen den Tochtergesellschaften zu realisieren. Chancen könnten sich durch eine Zusammenarbeit im Einkauf, bei der Nutzung von Servicestandorten im Ausland, bei der internen Bearbeitung und Fertigung mechanischer Komponenten sowie durch einen Technologietransfer ergeben. Ein Beispiel ist die Nutzung der leistungsfähigen Robotik-Lösungen der NSM Magnettechnik durch andere Tochtergesellschaften.

13. Prognosebericht

13.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Aussichten für die Entwicklung der weltweiten Wirtschaft im Jahr 2015 sind verhalten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet zwar mit einem globalen Wachstum von 3,5% und damit mit einem leicht

KONZERNLAGEBERICHT

höheren Wert als für 2014. Jedoch haben der Organisation zufolge die negativen Einflussfaktoren deutlich zugenommen. Zu nennen sind insbesondere geopolitische Krisen wie der weiterhin ungelöste Ukraine-Russland-Konflikt sowie Befürchtungen, dass die wirtschaftliche Erholung in der Euro-Zone stagniere oder dass die sehr niedrige Inflation in Europa in eine Deflation umschlage. Darüber hinaus sei eine Überhitzung der Finanzmärkte möglich.

Die Wirtschaft in China wird laut IWF langsamer wachsen als bisher und im Jahr 2015 ein Plus von 6,8% verzeichnen. Für die USA wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von 3,6% und damit eine dynamische Entwicklung prognostiziert. Für die Euro-Zone rechnet der IWF mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2%. Positive Einflussfaktoren sind dem Fonds zufolge der gesunkene Ölpreis oder die Abwertung des Euro im Vergleich zum US-Dollar, womit sich die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte aus dem Währungsraum verbessere. Negativ werde sich dagegen die geringe Investitionstätigkeit der Wirtschaft auf die Entwicklung auswirken.

Die deutsche Wirtschaft wird im Jahr 2015 moderat wachsen. Der IWF geht von einer Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,3% aus. Das ifo Institut ist etwas optimistischer und erwartet ein Plus von 1,5%. Motor der positiven Entwicklung werde vor allem die Binnenwirtschaft sein, die vom Rückgang der Rohölpreise profitiere. Zugleich rechnet das Institut mit einem gegenüber den Vorjahren stärkeren Zuwachs der Exporte aufgrund der Abwertung des Euro.

13.2. Entwicklung relevanter Branchen

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau zeigt sich optimistisch für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2015. Der Branchenverband VDMA erwartet auf Basis der Auftragseingänge im Jahr 2014 einen Produktionszuwachs bei seinen Mitgliedsunternehmen von 2,0%. Der Verband verwies allerdings auf nicht kalkulierbare Risiken wie die Ukraine-Krise oder die nur langsam anlaufenden Wirtschaftsreformen in Frankreich und Italien. Positive Einflussfaktoren sehen die Maschinenbauer in den zunehmenden Investitionen in den Industriestandort USA, in den niedrigeren Rohstoffpreisen und dem seit Ende 2014 verzeichneten Wertverlust des Euro gegenüber dem US-Dollar, der Exporte erleichtert.

Die deutsche Automobilindustrie geht für 2015 von einem weiteren Wachstum des Weltautomobilmarkts aus. Allerdings geht der Verband der Automobilindustrie (VDA) davon aus, dass sich die großen Märkte China, Westeuropa und USA weniger dynamisch als im Vorjahr entwickeln werden. Der VDA prognostiziert einen Anstieg der weltweiten Neuzulassungen um rund 2% auf 76,4 Mio. Fahrzeuge. Für Westeuropa wird ebenfalls ein Zuwachs von ca. 2% gesehen. Positive Impulse erwartet der Verband insbesondere vom chinesischen und nordamerikanischen Markt.

Die Erwartungen der deutschen Medizintechnik für das Jahr 2015 sind verhalten. Nach Angaben des Branchenverbands Spectaris rechnen die Unternehmen nach der im Vorjahr verzeichneten Abschwächung der Geschäftsentwicklung mit keiner deutlichen Verbesserung im laufenden Jahr. Mittelfristig wird aber eine Rückkehr auf den Wachstumspfad erwartet, getragen von einem guten Exportgeschäft.

Für die Abfall- und Umwelttechnik wird nach eigener Einschätzung der Gesellschaft weltweit ein moderates Wachstum erwartet, im Wesentlichen resultierend aus einer international zunehmenden Regulierung von

Quellen:

Internationaler Währungsfonds (IWF): World Economic Outlook, Update Januar 2015 • ifo Institut, München: ifo-Konjunkturprognose 2014/2015, 11.12.2014

Abfallströmen und einer damit steigenden Nachfrage nach Aufbereitungslösungen. Die Verwertung von Reststoffen erhält zunehmende Priorität gegenüber der noch weit verbreiteten Deponieablagerung.

13.3. Voraussichtlicher Geschäftsverlauf des Konzerns

Der Vorstand ist aus heutiger Sicht für die weitere Entwicklung des M.A.X. Automation-Konzerns im Jahr 2015 und darüber hinaus grundsätzlich optimistisch.

Das Segment Industrieautomation wurde 2014 und zu Beginn des laufenden Jahres strategisch weiter gestärkt. Dazu zählt die Neuausrichtung der MA micro automation (vormals Rohwedder Micro Assembly) in der Mikroautomation mit den technologischen Kernkompetenzen Aktuatoren, Sensoren und optische Systeme. Darüber hinaus ist die Tochtergesellschaft NSM Magnettechnik durch den Erwerb der iNDAT Robotics in der Lage, ganzheitliche Lösungen in der Robotik- und Fertigungsautomation anbieten zu können. Über die NSM Packtec wurden die Kompetenzen in der Verpackungsautomation ausgeweitet. Somit verfügt das Segment über ein deutlich größeres Leistungsspektrum für seine Kunden in mehreren Schlüsselbranchen. Das Segment Umwelttechnik mit der Vecoplan als wesentlicher Segmentgesellschaft wird weiterhin hochwertige Einzelkomponenten sowie komplexe Systemlösungen entwickeln und fertigen. Dabei wird das Segment die individuellen Kundenbedürfnisse durch eine abgewogene Mischung beider Bereiche bedienen. Bei der Tochtergesellschaft altmayerBTD, deren Geschäftsmodell durch die sogenannte Energiewende beeinträchtigt ist, wird an geeigneten Maßnahmen gearbeitet.

Der Vorstand wird das Portfolio des M.A.X. Automation-Konzerns weiter auf anspruchsvolle Hightech-Lösungen im Maschinenbau fokussieren und Synergiepotenziale zwischen den einzelnen Gruppengesellschaften erschließen. Darüber hinaus prüft er permanent mögliche Optimierungen im Standortnetz der Tochterunternehmen. Für das Jahr 2015 geht der Vorstand auf Basis des aktuellen Portfolios und der dargestellten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen:

  • von einem Konzernumsatz in der Spanne von 360 Mio. Euro bis 380 Mio. Euro (Vorjahr angepasst: 350 Mio. Euro bis 360 Mio. Euro) und
  • von einem Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie vor PPA-Abschreibungen in der Spanne von 20 Mio. Euro bis 22 Mio. Euro aus (Vorjahr angepasst: 16 Mio. Euro bis 18 Mio. Euro).

13.4. Voraussichtlicher Geschäftsverlauf der AG

Die Ertragslage der M.A.X. Automation AG ist in starkem Maße von der Entwicklung des Konzerns abhängig. Der Vorstand geht für das Geschäftsjahr 2015 auf Grundlage der erwarteten Entwicklung der operativen Gesellschaften von gleichbleibenden Beteiligungserträgen aus.

Düsseldorf, 30. März 2015 Fabian Spilker

Vorstand

Quellen: • Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Pressemitteilung, 18.12.2014

• Verband der Automobilindustrie (VDA), Statement VDA-Jahrespressekonferenz, 2.12.2014 und Pressemitteilung, 16.1.2015

Spectaris: Fachverband Medizintechnik, Zahlen und Fakten, www.spectaris.de

Konzernabschluss.

KONZERNBILANZ

der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, zum 31. Dezember 2014

31.12.2014 31.12.2013 01.01.2013
AKTIVA Anhang TEUR TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (1) 18.427 17.452 5.310
Geschäfts- oder Firmenwert (2) 45.991 45.950 29.277
Sachanlagevermögen (3) 39.263 41.875 36.241
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen (4) 0 0 0
Sonstige Finanzanlagen (5) 273 660 557
Latente Steuern (6) 6.251 7.401 7.180
Sonstige langfristige Vermögenswerte (7) 895 6.322 4.169
Langfristige Vermögenswerte gesamt 111.100 119.660 82.734
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (8) 41.993 44.752 37.408
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (9) 81.959 98.379 53.372
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen (10) 15 905 199
Rechnungsabgrenzungsposten und
sonstige kurzfristige Vermögenswerte (11) 7.906 5.553 3.147
Liquide Mittel (12) 52.377 26.310 22.765
Kurzfristige Vermögenswerte gesamt 184.250 175.899 116.891
Aktiva gesamt 295.350 295.559 199.625
31.12.2014 31.12.2013 01.01.2013
PASSIVA Anhang TEUR TEUR TEUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (13) 26.794 26.794 26.794
Kapitalrücklage (14) 3.055 3.055 3.055
Gewinnrücklage (14) 21.166 15.755 11.259
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 393 –262 –131
Bilanzgewinn (15) 48.389 48.687 47.396
Eigenkapital gesamt 99.797 94.029 88.373
Langfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Abfindungsansprüchen
fremder Gesellschafter (16) 0 1.640 1.667
Langfristige Darlehen abzüglich kurzfristiger Anteil (17) 56.006 53.998 22.619
Pensionsrückstellungen (18) 988 814 715
Sonstige Rückstellungen (24) 2.196 1.813 1.714
Latente Steuern (6) 15.585 16.864 12.626
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (17) 2.798 3.854 1.289
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 77.573 78.983 40.630
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (19) 45.784 58.060 47.579
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil
an langfristigen Darlehen (20) 44.309 36.461 6.883
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (21) 74 57 29
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Abfindungsansprüchen
fremder Gesellschafter
(16) 2.029 0 33
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (22) 10.850 15.337 7.594
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (23) 5.636 3.583 2.462
Sonstige Rückstellungen (24) 6.407 5.928 4.354
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (25) 2.891 3.121 1.688
Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt 117.980 122.547 70.622
Passiva gesamt 295.350 295.559 199.625

Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Anpassungen der Vorjahreswerte sind im Konzernanhang unter Punkt 2.8. erläutert.

KONZERN-GESAMTEINKOMMENSRECHNUNG

der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014

2014 2013
Anhang TEUR TEUR
Umsatzerlöse (26) 351.437 270.100
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen –3.393 104
Aktivierte Eigenleistungen 4.342 1.286
Gesamtleistung 352.386 271.490
Sonstige betriebliche Erträge (27) 8.587 4.851
Materialaufwand (28) –183.981 –137.578
Personalaufwand (29) –102.957 –77.353
Abschreibungen (30) –6.047 –5.116
Sonstige betriebliche Aufwendungen (31) –47.470 –38.110
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 20.518 18.184
Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen –3.944 –1.200
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit nach
Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen 16.574 16.984
Übriges Beteiligungsergebnis 8 0
Zinsergebnis (32) –3.802 –1.956
Übriges Finanzergebnis (33) 1.403 –404
Ergebnis vor Ertragsteuern 14.183 14.624
Ertragsteuern (34) –4.162 –4.464
Jahresergebnis 10.021 10.160
Sonstiges Gesamteinkommen, das niemals
in die GuV umgegliedert wird
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Leistungen
an Arbeitnehmern (18) –213 –81
Ertragsteuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 63 25
Veränderung Abfindungsverpflichtung Minderheitenanteile (16) –739 –298
–889 –354
Sonstiges Gesamteinkommen, das in die GuV umgegliedert
werden kann
Veränderung aus der Währungsumrechnung 655 –131
Gesamteinkommen 9.787 9.675
Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) in EUR (35) 0,37 0,38

Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Anpassungen der Vorjahreswerte sind im Konzernanhang unter Punkt 2.8. erläutert.

KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG

der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2014

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklage
Unterschied
aus der
Währungs
umrechnung
Bilanz
gewinn
Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 01.01.2013 26.794 3.055 11.259 –131 47.396 88.373
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 –4.019 –4.019
Dotierung Gewinnrücklage 0 0 4.850 0 –4.850 0
Gesamteinkommen 0 0 –354 –131 10.160 9.675
Stand am 31.12.2013 26.794 3.055 15.755 –262 48.687 94.029
Stand am 01.01.2014 26.794 3.055 15.755 –262 48.687 94.029
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 –4.019 –4.019
Dotierung Gewinnrücklage 0 0 6.300 0 –6.300 0
Gesamteinkommen 0 0 –889 655 10.021 9.787
Stand am 31.12.2014 26.794 3.055 21.166 393 48.389 99.797

Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Anpassungen der Vorjahreswerte sind im Konzernanhang unter Punkt 2.8. erläutert.

Aus den durchgeführten Bilanzierungskorrekturen ergeben sich keinerlei Auswirkungen auf das Eigenkapital zum 01.01.2013.

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014

01.01.–31.12.2014
TEUR
01.01.–31.12.2013
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernjahresergebnis 10.021 10.160
Anpassungen zur Überleitung des Konzernjahresergebnisses
auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 5.082 2.127
Abschreibungen auf Sachanlagen 4.909 4.189
Gewinn (–)/Verlust (+) aus Verkauf von Tochtergesellschaften –3.374 0
Gewinn (–)/Verlust (+) aus dem Abgang von Sachanlagen –15 –162
Gewinn (–)/Verlust (+) aus dem Abgang von Finanzanlagen –24 0
Ergebniswirksame Veränderung latenter Steuern –547 582
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 1.482 –769
Änderungen in Aktiva und Passiva
Erhöhung (–)/Minderung (+) sonstiger langfristiger Vermögenswerte 42 23
Erhöhung (–)/Minderung (+) Vorräte 199 4.658
Erhöhung (–)/Minderung (+) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.342 3.889
Erhöhung (–)/Minderung (+) Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 890 –706
Erhöhung (–)/Minderung (+) aktiver RAP und sonstiger Vermögenswerte –2.481 –161
Erhöhung (+)/Minderung (–) Pensionsrückstellungen 174 99
Erhöhung (+)/Minderung (–) sonstiger Rückstellungen und Verbindlichkeiten –2.711 2.325
Erhöhung (+)/Minderung (–) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –12.715 –3.993
Erhöhung (+)/Minderung (–) Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden
Unternehmen
17 –28
Erhöhung (+)/Minderung (–) Verbindlichkeiten und Rückstellungen aus
Ertragsteuern
2.522 400
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 17.813 22.633
2. Cashflow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte –4.564 –1.318
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen –5.109 –4.854
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen –57 –30
Einzahlungen aus Verkäufen von immateriellen Vermögenswerten 98 0
Einzahlungen aus Verkäufen von Sachanlagen 393 614
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 467 0
Veränderung sonstige langfristige Vermögenswerte 0 0
Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften abzgl. liquider Mittel –923 –34.876
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften
abzgl. liquider Mittel
7.375 0
= Cashflow aus Investitionstätigkeit –2.320 –40.464
3. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen von Dividenden –4.019 –4.019
Aufnahme von langfristigen Finanzkrediten 5.274 47.310
Tilgung von langfristigen Finanzkrediten –3.147 –14.845
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 7.124 –7.926
Erhöhung (–)/Minderung (+) beschränkt verfügbarer liquider Mittel 5.324 1.240
Zahlungen aus Abfindungsansprüchen Fremder –214 –324
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 10.342 21.436
01.01.–31.12.2014 01.01.–31.12.2013
TEUR TEUR
4. Finanzmittelfonds
Zunahme/Abnahme des Finanzmittelfonds 25.835 3.605
Einfluss von Wechselkursänderungen 232 –60
Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahrs 26.310 22.765
Finanzmittelfonds zum Ende des Geschäftsjahrs 52.377 26.310
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
= Liquide Mittel 52.377 26.310
Zusätzliche Angaben zum Cashflow
Gezahlte Ertragsteuern 1.710 3.739
Erstattete Ertragsteuern 215 283
Gezahlte Zinsen 2.954 1.529
Erhaltene Zinsen 91 243

Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014

Zusatzangaben 01.01.–31.12.2014
TEUR
01.01.–31.12.2013
TEUR
Erwerb von Tochtergesellschaften
Firmenwert 0 16.686
Immaterielle Vermögenswerte 1.630 12.586
Sachanlagevermögen 118 5.906
Latente Steuern 23 2
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 3.494
Vorräte 0 11.286
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 48.834
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige
Vermögenswerte
0 2.252
Liquide Mittel 0 861
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 0 –3.221
Langfristige Rückstellungen 0 –668
Latente Steuern –493 –3.437
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 –14.490
Kurzfristige Darlehen 0 –36.778
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten –122 –6.116
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Steuern 0 –721
Sonstige Rückstellungen –350 –1.094
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 0 –382
Kaufpreis 806 35.000
Ergebnis aus Lucky Buy –613 0
Ausstehende Kaufpreiszahlung 0 0
Erworbene liquide Mittel 0 –861
Gezahlter Kaufpreis, abzüglich erworbener liquider Mittel 193 34.139

Anpassungen der Vorjahreswerte sind im Konzernanhang unter Punkt 2.8. erläutert.

Zusatzangaben 01.01.–31.12.2014
TEUR
01.01.–31.12.2013
TEUR
Verkauf von Tochtergesellschaften
Immaterielle Vermögenswerte 48 0
Sachanlagevermögen 2.870 0
Finanzanlagen 0 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 15 0
Vorräte 1.945 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.683 0
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige
Vermögenswerte
34 0
Liquide Mittel 0 0
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten –1.563 0
Latente Steuern –52 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –432 0
Kurzfristige Darlehen –178 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten –191 0
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Steuern –464 0
Sonstige Rückstellungen 351 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten –65 0
abgegangenes Vermögen 4.001 0
Ertrag aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften 3.374 0
Gezahlter Kaufpreis, abzüglich liquider Mittel 7.375 0

Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2014

Segment Industrieautomation Umwelttechnik M.A.X. Automation AG
Berichtszeitraum 2014
TEUR
2013
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
Auftragseingang 216.284 126.253 123.061 122.002 0 0
Auftragsbestand 103.855 126.065 39.288 28.647 0 0
Segmenterlöse 236.855 147.971 114.858 122.547 0 0
mit externen Kunden 236.579 147.553 114.858 122.547 0 0
– davon Deutschland 104.109 77.603 27.682 34.963 0 0
– davon andere EU-Länder 62.564 41.966 38.657 32.556 0 0
– davon Nordamerika 18.292 6.823 39.845 49.383 0 0
– davon China 23.217 6.618 0 0 0 0
– davon Rest der Welt 28.397 14.543 8.674 5.645 0 0
Intersegmenterlöse 276 418 0 0 0 0
Segmentergebnis der betrieblichen Tätigkeit 17.964 16.930 1.395 3.847 –2.320 –2.593
darin enthalten:
– planmäßige Abschreibung –3.012 –2.086 –3.005 –3.000 –30 –30
– Zuführungen zu sonstigen und Pensionsrückstellungen –3.427 –2.579 –1.394 –1.544 –792 –321
Segmentergebnis der betrieblichen Tätigkeit
nach Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen
14.425 16.180 1.192 3.599 –2.320 –2.593
darin enthalten:
– Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen –3.539 –750 –203 –248 0 0
Segmentergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
(EBT)
12.531 15.227 1.688 2.658 1.141 –509
darin enthalten:
– Zinsertrag und ähnliche Erträge 40 51 110 220 128 155
– Zinsaufwand und ähnliche Aufwendungen –2.003 –892 –931 –869 –1.146 –621
Ertragsteuern 760 –740 –94 –931 –4.904 –2.816
– Zuführungen zu Ertragsteuerrückstellungen –58 –876 –148 –751 –2.361 –866
Periodenergebnis 13.291 14.487 1.595 1.727 –3.763 –3.325
Langfristiges Segmentvermögen (ohne latente Steuern) 38.520 43.669 26.294 27.601 96.510 99.077
– davon Deutschland 38.112 43.269 23.248 24.638 96.510 99.077
– davon andere EU-Länder 115 168 215 278 0 0
– davon Nordamerika 130 110 2.831 2.685 0 0
– davon Rest der Welt 163 122 0 0 0 0
Investitionen in das langfristige Segmentvermögen 8.101 21.683 3.309 2.960 11 37.072
Working Capital 55.646 57.787 22.864 27.489 –345 –204
Personaldurchschnitt ohne Auszubildende 1.001 684 532 529 4 5

Die Segmentberichterstattung ist Bestandteil des Anhangs.

Anpassungen der Vorjahreswerte sind im Konzernanhang unter Punkt 2.8. erläutert

Segment
Industrieautomation
Umwelttechnik
M.A.X. Automation AG
Überleitung Gesamt
Berichtszeitraum
2014
2013
2014
2013
2014
2013
2014 2013 2014 2013
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR TEUR TEUR TEUR
Auftragseingang
216.284
126.253
123.061
122.002
0
0
0 0 339.345 248.255
Auftragsbestand
103.855
126.065
39.288
28.647
0
0
0 0 143.143 154.712
Segmenterlöse
236.855
147.971
114.858
122.547
0
0
–276 –418 351.437 270.100
mit externen Kunden
236.579
147.553
114.858
122.547
0
0
0 0 351.437 270.100
– davon Deutschland
104.109
77.603
27.682
34.963
0
0
0 0 131.791 112.566
– davon andere EU-Länder
62.564
41.966
38.657
32.556
0
0
0 0 101.221 74.522
– davon Nordamerika
18.292
6.823
39.845
49.383
0
0
0 0 58.137 56.206
– davon China
23.217
6.618
0
0
0
0
0 0 23.217 6.618
– davon Rest der Welt
28.397
14.543
8.674
5.645
0
0
0 0 37.071 20.188
Intersegmenterlöse
276
418
0
0
0
0
–276 –418 0 0
Segmentergebnis der betrieblichen Tätigkeit
17.964
16.930
1.395
3.847
–2.320
–2.593
3.479 0 20.518 18.184
darin enthalten:
– planmäßige Abschreibung
–3.012
–2.086
–3.005
–3.000
–30
–30
0 0 –6.047 –5.116
– Zuführungen zu sonstigen und Pensionsrückstellungen
–3.427
–2.579
–1.394
–1.544
–792
–321
0 0 –5.613 –4.444
Segmentergebnis der betrieblichen Tätigkeit
nach Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen
14.425
16.180
1.192
3.599
–2.320
–2.593
3.277 –202 16.574 16.984
darin enthalten:
– Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen
–3.539
–750
–203
–248
0
0
–202 –202 –3.944 –1.200
Segmentergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
12.531
15.227
1.688
2.658
1.141
–509
–1.177 –2.752 14.183 14.624
– Zinsertrag und ähnliche Erträge
40
51
110
220
128
155
–120 –67 158 359
– Zinsaufwand und ähnliche Aufwendungen
–2.003
–892
–931
–869
–1.146
–621
120 67 –3.960 –2.315
760
–740
–94
–931
–4.904
–2.816
76 23 –4.162 –4.464
– Zuführungen zu Ertragsteuerrückstellungen
–58
–876
–148
–751
–2.361
–866
0 0 –2.567 –2.493
Periodenergebnis
13.291
14.487
1.595
1.727
–3.763
–3.325
–1.102 –2.729 10.021 10.160
Langfristiges Segmentvermögen (ohne latente Steuern)
38.520
43.669
26.294
27.601
96.510
99.077
–56.475 –59.088 104.849 111.259
– davon Deutschland
38.112
43.269
23.248
24.638
96.510
99.077
–56.475 –59.088 101.395 107.896
– davon andere EU-Länder
115
168
215
278
0
0
0 0 330 446
– davon Nordamerika
130
110
2.831
2.685
0
0
0 0 2.961 2.795
– davon Rest der Welt
163
122
0
0
0
0
0 0 163 122
Investitionen in das langfristige Segmentvermögen
8.101
21.683
3.309
2.960
11
37.072
0 –20.364 11.421 41.351
Working Capital
55.646
57.787
22.864
27.489
–345
–204
3 –1 78.168 85.071
Personaldurchschnitt ohne Auszubildende
1.001
684
532
529
4
5
0 0 1.537 1.218

Konzernanhang.

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

1. Vorbemerkung 97
2.Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 97
2.1.
Aktiva
99
2.2.
Passiva
102
2.3.
Gesamteinkommensrechnung
103
2.4.
Ergebnis je Aktie
104
2.5.
Währungsumrechnung
104
2.6. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte 104
2.7. Latente Steuern 104
2.8. Anpassung Vorjahreszahlen 104
3. Konsolidierung 106
3.1.
Konsolidierungsgrundsätze
106
3.2.
Konsolidierungskreis
106
3.3.
Veränderungen im Konsolidierungskreis
106
3.4.
AIM-Gruppe
106
3.5.
NSM Packtec GmbH
108
3.6.
Veräußerung der Euroroll Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG
109
4. Erläuterungen zur Konzernbilanz 109
4.1.
Aktiva
109
4.2.
Passiva
114
5. Erläuterungen zur Gesamteinkommensrechnung 121
6. Sonstige Angaben zum Konzernabschluss 124
6.1.
Konzernkapitalflussrechnung
124
6.2.
Forschung und Entwicklung
124
6.3.
Risikomanagement
124
6.4.
Ergebnis je Aktie
129
6.5.
Segmentberichterstattung
129
6.6.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
130
6.7.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
130
6.8.
Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen
131
6.9.
Abschlussprüfer
132
6.10. Vorstand und Aufsichtsrat 132
7.Mitteilungspflichtige Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG 134
8. Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex 135
9. Befreiung von der Offenlegung für Tochtergesellschaften 135

1. Vorbemerkung

Die Muttergesellschaft des Konzerns ist die M.A.X. Automation Aktiengesellschaft, Breite Straße 29–31, 40213 Düsseldorf, Bundesrepublik Deutschland, deren Gegenstand der Erwerb und die Verwaltung von mindestens 10% des Kapitals von Unternehmen und Handelsgesellschaften sowie die Veräußerung solcher Beteiligungen ist.

Die Tochtergesellschaften der M.A.X. Automation AG sind in der Industrieautomation und der Umwelttechnik tätig. Die Unternehmen sind zum überwiegenden Teil seit vielen Jahren existent. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen führen das Kalenderjahr als Geschäftsjahr, mit Ausnahme des nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmens.

Der Konzernabschluss umfasst neben der Konzernbilanz und der Konzerngesamteinkommensrechnung als weitere Bestandteile die Entwicklung des Konzerneigenkapitals, die Konzernkapitalflussrechnung, die Segmentberichterstattung, den Konzernanhang, den Konzernanlagespiegel sowie die Aufstellung des Anteilsbesitzes. Der Konzernabschluss 2014 wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Alle Beträge sind – soweit nicht anders dargestellt – in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Der Konzernabschluss wurde nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, unter Berücksichtigung der Auslegungen des Standing Interpretations Committee (SIC) sowie des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt.

Im M.A.X. Automation-Konzern werden bei der Bilanzierung und Bewertung alle zum Zeitpunkt der Rechnungslegung am 31. Dezember 2014 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden IAS-/IFRS-Vorschriften berücksichtigt. Die ergänzenden Vorschriften des § 315a Abs. 1 HGB wurden beachtet. Der geprüfte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 wurde vom Aufsichtsrat am 31. März 2014 gebilligt. Der geprüfte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 wird vom Aufsichtsrat voraussichtlich am 30. März 2015 gebilligt werden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen wurden einheitlich nach den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der IFRS aufgestellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen durch den Vorstand, die sich auf die ausgewiesenen Beträge in der Bilanz sowie auf die Offenlegung der Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Abschlusszeitpunkt und auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode auswirken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen Kenntnisstand basieren. Das tatsächliche Ergebnis kann von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Der International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRIC) haben eine Reihe von Änderungen bestehender International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie einige neue IFRS und Interpretationen verabschiedet, die für den M.A.X. Automation-Konzern ab dem Geschäftsjahr 2014 verpflichtend anzuwenden sind:

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

  • Änderungen zu IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse": Beschränkung der Regelungen auf Einzelabschlüsse (Inkrafttreten 01.01.2014)
  • Änderungen zu IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen": Zwingende Anwendung der Equity-Methode (Inkrafttreten 01.01.2014)
  • Änderungen zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung": Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (Inkrafttreten 01.01.2014)
  • Änderungen zu IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten": Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht finanziellen Vermögenswerten (Inkrafttreten 01.01.2014)
  • Änderungen zu IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung": Novation von Derivaten, Übertragung von Derivaten und Beibehaltung des Sicherungszusammenhangs (Inkrafttreten 01.01.2014)
  • Änderungen zu IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Übergangsleitlinien (Inkrafttreten 01.01.2014)
  • Änderungen zu IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" und IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse": Ausnahmen von der Konsolidierungspflicht für Investmentgesellschaften (Inkrafttreten 01.01.2014)
  • IFRS 10 "Konzernabschlüsse" (Inkrafttreten 01.01.2014)
  • IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" (Inkrafttreten 01.01.2014)
  • IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" (Inkrafttreten 01.01.2014)

Der IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die in der EU noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die Standards und Interpretationen sind im Folgenden dargestellt:

  • Änderungen an IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen": Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (Inkrafttreten 01.01.2016)
  • Änderungen zu IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte": Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden (Inkrafttreten 01.01.2016)
  • Änderungen zu IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 41 "Landwirtschaft": Produzierende Pflanzen (Inkrafttreten 01.01.2016)
  • Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Leistungsorientierte Pläne Mitarbeiterbeiträge (Inkrafttreten 01.07.2014)
  • Änderungen zu IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse": Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss (Inkrafttreten 01.01.2016)
  • Diverse Änderungen: Jährliche Verbesserungen des IASB 2010 –2012 (Inkrafttreten 01.07.2014)
  • Diverse Änderungen: Jährliche Verbesserungen des IASB 2011–2013 (Inkrafttreten 01.07.2014)
  • IFRS 9 "Finanzinstrumente" (Inkrafttreten 01.01.2018)
  • IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" (Inkrafttreten 01.01.2016)
  • IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" (Inkrafttreten 01.01.2017)
  • IFRIC 21 "Abgaben": Bilanzielle Abbildung von staatlich erhobenen Abgaben (Inkrafttreten 17.06.2014)

Zum Zeitpunkt der in der EU verpflichtenden Anwendung der neuen Standards und Interpretationen hat und wird die M.A.X. Automation AG diese berücksichtigen. Signifikante Auswirkungen auf Bilanz und Gesamteinkommensrechnung werden für 2015 nicht erwartet. Für Geschäftsjahre ab 2017 können sich durch den IFRS 15 Änderungen ergeben, welche zurzeit noch nicht eingeschätzt werden können. Zudem ergeben sich für die Angabepflichten im Konzernanhang Änderungen und Erweiterungen.

2.1. Aktiva

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte (Patentrechte und Lizenzen sowie EDV-Software, Know-how, Technologie und Markenrechte, gewerbliche Schutzrechte, Internetseiten, Auftragsbestände und Kundenbeziehungen sowie Entwicklungsprojekte) werden zu Anschaffungskosten – vermindert um planmäßige Abschreibungen – angesetzt. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer, welche zwischen 1 und 15 Jahren beträgt.

Ebenso werden selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (Entwicklungskosten) angesetzt. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre. Entwicklungskosten für neu entwickelte Produkte, zu denen Untersuchungen zur technischen Realisierbarkeit sowie zur Vermarktbarkeit vorliegen, werden mit den direkt oder indirekt zurechenbaren Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung der neu entwickelten Produkte sichergestellt sind. Die Entwicklungstätigkeit muss ferner mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führen; Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Die planmäßige Abschreibung erfolgt auf Grundlage der geplanten wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Produkte.

Soweit die Anschaffungskosten für einen Unternehmenszusammenschluss die Summe der vollständig neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden inklusive Eventualschulden übersteigen, wird ein positiver Differenzbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird nach einem Reassessment erfolgswirksam erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Cash Generating Unit) zugeordnet, als Vermögenswert erfasst und zu jedem Bilanzstichtag einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Dabei sind im M.A.X. Automation-Konzern den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ausschließlich operative Tochterunternehmen zugeordnet. In den Fällen, in denen enge Liefer- und Leistungsverknüpfungen zwischen den Gruppengesellschaften bestehen, werden diese zu operativen Einheiten zusammengefasst und die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts auf dieser Basis überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand in der Gesamteinkommensrechnung erfasst und in Folgeperioden nicht wieder wertaufgeholt.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Unternehmenserwerben vor dem Übergangszeitpunkt auf IFRS zum 01. Januar 2004 entstanden sind, wurden aus dem vorangegangenen HGB-Abschluss übernommen und zu diesem Zeitpunkt auf Werthaltigkeit überprüft. Geschäfts- oder Firmenwerte, die in vorangegangenen Perioden abgeschrieben wurden, sind nicht wertaufgeholt worden.

Gemäß IAS 36.10 tritt bei Geschäfts- oder Firmenwerten an die Stelle von planmäßigen Abschreibungen eine regelmäßige, mindestens jährlich durchzuführende Werthaltigkeitsprüfung. Der Werthaltigkeitstest eines Geschäfts- oder Firmenwertes ist in der Regel auf Ebene einer Cash Generating Unit vorzunehmen. Der Werthaltigkeitstest basiert auf der Ermittlung des erzielbaren Betrages (Recoverable Amount). Dieser ergibt sich aus dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert. Innerhalb des M.A.X. Automation-Konzerns werden die Werthaltigkeitstests grundsätzlich mittels der Gegenüberstellung von Nutzungswert und Buchwert durchgeführt. In einem Fall wurde der Nettoveräußerungswert abzüglich Veräußerungskosten dem Buchwert gegenübergestellt. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist eine Werthaltigkeit nicht mehr gegeben und es liegt ein

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

Wertminderungsbedarf vor. Die erforderliche Abschreibung mindert den Wert des Geschäfts- oder Firmenwertes. Ist dieser vollständig abgeschrieben, erfolgt eine Verteilung des Restbetrages proportional zu den jeweiligen Buchwerten auf die anderen Vermögenswerte (IAS 36.104 ff.).

Der Buchwert der Cash Generating Unit stellt das sogenannte Nettovermögen dar und setzt sich zusammen aus dem für die operative Tätigkeit betriebsnotwendigen Vermögen (operatives Vermögen), zuzüglich aufgedeckter stiller Reserven (insbesondere Goodwill) und abzüglich der Verbindlichkeiten, die aus der operativen Tätigkeit resultieren. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten kommen primär marktpreisorientierte Verfahren zum Einsatz. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes wird auf kapitalwertorientierte Verfahren zurückgegriffen. Bei den kapitalwertorientierten Verfahren wird das Konzept der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC-Ansatz; IDW RS HFA 16, Tz. 30) angewendet. Die Höhe der Marktrisikoprämie wird unter Beachtung der Verlautbarungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) gewählt. Der risikolose Basiszins wird anhand einer vom IDW empfohlenen Berechnungssystematik ermittelt (Svensson-Methode). Der Beta-Faktor wird anhand von Kapitalmarktdaten vergleichbarer Unternehmen (Peergroup) derselben Branche ermittelt.

Folgende Vorgaben sind hierbei zu berücksichtigen:

  • Gemäß IAS 36.50 sind Zahlungsströme aus der Finanzierung sowie für Ertragsteuern nicht in die Ermittlung des Nutzungswertes einzubeziehen.
  • Für die Fremdkapitalkosten werden die durchschnittlichen Refinanzierungskosten des Konzerns verwendet.
  • Die Eigenkapitalkosten werden auf Basis des Capital Asset Pricing Models berechnet und betragen 7,09% (Vorjahr: 8,22%). Dieser Zins wurde unter Berücksichtigung eines risikolosen Basiszinssatzes von 1,75% (Vorjahr: 2,75%) und einer Risikoprämie von 6,0% (Vorjahr: 5,5%) sowie einem Beta-Faktor von 0,89 (Vorjahr: 0,99) ermittelt. Die sich daraus ergebenden gewichteten Kapitalkostensätze variieren in einer Bandbreite von 7,6% bis 9,4%. Dabei resultieren die Differenzen aus den unterschiedlichen Verschuldungsgraden der betrachteten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.
  • Der Kapitalisierungszinssatz ist der Vorsteuerzinssatz, der die gegenwärtigen Markteinschätzungen des Zeitwertes des Geldes und die spezifischen Risiken des Bewertungsobjektes widerspiegelt. Da die am Kapitalmarkt beobachtbaren Renditen risikobehafteter Eigenkapitaltitel regelmäßig Steuereffekte beinhalten, ist der ermittelte gewichtete Kapitalisierungszinssatz um diese Steuereffekte zu bereinigen.

Der Nutzungswert wird anhand des Barwertes des Cashflows aus zwei Wachstumsphasen ermittelt. Der ersten Phase liegt die vom Management der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit erstellte und vom Aufsichtsrat verabschiedete Dreijahresplanung zugrunde. Soweit zwischenzeitlich neue Erkenntnisse vorlagen, wurden diese berücksichtigt. Für die zweite Phase wird eine ewige Rente in Höhe des nachhaltig erzielbaren Betrages unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate von 1% zugrunde gelegt. Ausgehend vom Auftragsbestand und dessen zeitlicher Abarbeitung spiegelt der gewählte Planungshorizont hauptsächlich folgende Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider: Umsatzentwicklung, Marktanteile sowie Wachstumsraten, Rohstoffkosten, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Personalentwicklung und Investitionen. Die M.A.X. Automation plant mit leichten Steigerungen des Umsatzes und des EBIT's für die Zeiträume 2015 bis 2017. Die Annahmen werden im Wesentlichen intern ermittelt und spiegeln hauptsächlich vergangene Erfahrungen wider bzw. werden mit externen Marktwerten verglichen.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Unternehmen, auf welche die M.A.X. Automation AG einen maßgeblichen, jedoch nicht beherrschenden Einfluss hat, werden mittels der Equity-Methode bilanziert. Im Zeitpunkt des erstmaligen Einbezugs wird das Unternehmen mit den Anschaffungskosten angesetzt. In den Folgeperioden wird der Beteiligungsansatz fortgeführt. Anteilige Jahresgewinne oder Jahresverluste erhöhen bzw. verringern den Wertansatz der Beteiligung, wobei dieser maximal auf 0 Euro abgeschrieben werden kann. Vom Unternehmen empfangene Ausschüttungen werden vom Wertansatz abgesetzt.

Sachanlagevermögen

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und um nutzungsbedingte planmäßige und – sofern notwendig – außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten umfassen hierbei neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.

Die Sachanlagen werden linear über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

Voraussichtliche Nutzungsdauern
Gebäude 8 bis 50 Jahre
Außenanlagen 8 bis 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 17 Jahre

Die Bestimmung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wird unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vorgenommen. Im Bau befindliche Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Fremdkapitalkosten werden für sogenannte "qualifying assets" aktiviert. Die Abschreibung dieser Vermögenswerte beginnt mit deren Fertigstellung bzw. Erreichen des betriebsbereiten Zustandes. Sind Anhaltspunkte für eine Wertminderung erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes anhand des Nutzungswertes ermittelt, um den Umfang der Wertminderung festzustellen. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. Entfällt der Grund, der zu einer Wertminderung in der Vergangenheit geführt hat, wird der Buchwert des Vermögenswertes wieder entsprechend erhöht.

Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergäbe, wenn für den Vermögenswert in Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Die Umkehrung des Wertminderungsaufwandes wird ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs zu den Anschaffungskosten. Anteile an Tochterunternehmen und Beteiligungen, die nicht konsolidiert werden, werden zu Anschaffungskosten bewertet, da der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Die Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Finanzanlagen, die nicht zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden, werden regelmäßig auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Finanzanlagen, die im Wert gemindert sind, werden erfolgswirksam auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit der Grund für in früheren Perioden vorgenommene Abschreibungen entfällt, wird eine erfolgswirksame Zuschreibung vorgenommen.

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Für fehlende Gängigkeit werden Abschläge vorgenommen. Die Zuordnung der Anschaffungs- und Herstellungskosten zu den Vorratsarten erfolgt mittels Einzelzuordnung, der Durchschnittsmethode oder der FIFO-Methode. Wertminderungen werden berücksichtigt, wenn der Nettoveräußerungswert einzelner Vermögenswerte unter deren Buchwert sinkt.

Langfristige Fertigungsaufträge

Umsätze und Aufwendungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad erfasst (Percentage-of-Completion-Methode (PoC)). Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Ende des Geschäftsjahres bereits angefallenen Auftragskosten und den zum Ende des Geschäftsjahres aktuell geschätzten gesamten Auftragskosten (Cost-to-Cost-Methode).

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Gemäß IAS 32 beinhalten finanzielle Vermögenswerte unter anderem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber Kreditinstituten, Kassenbestände, derivative Finanzinstrumente sowie marktgängige sonstige übrige finanzielle Vermögenswerte.

Die Unterteilung wird nach IAS 39 wie folgt vorgenommen:

  • a) Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfassen neben derivativen unter anderem zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte. Diese werden mit der Absicht der kurzfristigen Veräußerung erworben (z. B. Aktien, festverzinsliche Wertpapiere). Die Bewertung erfolgt zum Zeitwert; Wertanpassungen werden erfolgswirksam erfasst.
  • b) Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Darunter fallen im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen zur Abdeckung erkennbarer Risiken bewertet. Pauschale Wertberichtigungen werden mit den Ausfallraten der Vergangenheit nur dann angesetzt, wenn diese auch quantitativ zu belegen waren. Gewinne und Verluste, ebenso die Zinseffekte aus der Anwendung der Effektivzinsmethode, werden ergebniswirksam erfasst.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass die bilanzierten Werte der Finanzinstrumente grundsätzlich deren beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Liquide Mittel

Liquide Mittel werden zu ihrem Nominalwert angesetzt. Beschränkt verfügbare liquide Mittel werden unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

2.2. Passiva

Eigenkapitalbeschaffungskosten

Eigenkapitalbeschaffungskosten werden nach Berücksichtigung der auf diese entfallenden Steuern von der Kapitalrücklage abgesetzt.

Gewinnrücklage

Der Fair Value der Minderheitenanteile aus dem Gesellschaftsvertrag wird von der Gewinnrücklage abgesetzt.

Verbindlichkeiten aus Abfindungsansprüchen fremder Gesellschafter

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Am 02. Januar 2015 wurde ein Kaufvertrag zwischen der Vecoplan Holding und den Minderheitsgesellschaftern der Vecoplan LLC geschlossen, wobei der Kaufpreis für die jeweiligen Anteile TUSD 1.000 beträgt. Werterhellend ist anzunehmen, dass dieser Betrag dem beizulegenden Zeitwert der jeweiligen Anteile entspricht. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Minderheitsgesellschaftern der Vecoplan Midwest LLC werden ebenfalls mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei dieser dem jeweils zustehenden Gewinnanteil entspricht.

Pensionsverpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) für Leistungszusagen auf Altersversorgung errechnet. Der Berechnung liegen die Richttafeln von K. Heubeck von 2005 G zugrunde. Es werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und Anwartschaften, sondern auch künftig erwartete Veränderungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Der Dienstzeitaufwand ist in der Gesamteinkommensrechnung im Personalaufwand enthalten. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie Gewinne und Verluste aus der Neubewertung des Planvermögens werden bei Entstehung im "Sonstigen Gesamteinkommen", von den Gewinnrücklagen abgesetzt, erfasst. Der Zinsaufwand wird im Zinsergebnis ausgewiesen.

Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen werden in angemessener Höhe für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig ermittelbar ist. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten und in den Folgejahren zu fortgeführten Anschaffungswerten bewertet. Disagien werden im Rahmen der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Langfristige unverzinsliche Verbindlichkeiten werden mit dem Barwert angesetzt.

2.3. Gesamteinkommensrechnung

Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge werden mit Erbringung der Leistung bzw. mit Entstehen des Anspruchs realisiert. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht erfasst. Langfristige kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode (PoC)) bilanziert. Hierbei werden die im Geschäftsjahr angefallenen Kosten und die auf das Geschäftsjahr entfallenden Erlöse entsprechend dem Fertigstellungsgrad ergebniswirksam erfasst. Der Fertigstellungsgrad wird entsprechend den angefallenen Aufwendungen ermittelt (Cost-to-Cost-Methode). Ausgaben im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren, darunter wesentliche Verbesserungen und Verfeinerungen von bereits vorhandenen Produkten, werden nach Anfall als Aufwand gebucht, soweit die Voraussetzungen einer Aktivierung nicht vorliegen.

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

2.4. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der gewichteten Anzahl der im Umlauf befindlichen nennwertlosen Stückaktien.

2.5. Währungsumrechnung

Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden nach Maßgabe des Wechselkurses am Bilanzstichtag bewertet. Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen ausländischen Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung die jeweilige Landeswährung ist, werden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen dieser ausländischen Tochtergesellschaften werden zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in den Konzernabschluss einbezogen.

2.6. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte

Die derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung gegen Währungs- oder Zinsrisiken eingesetzt. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen. Zur Begrenzung der Ausfallrisiken werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich mit Kreditinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen. Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt bei ihrer erstmaligen Erfassung und in der Folgebilanzierung mit ihrem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstrumentes ist der Preis, für den ein unabhängiger Dritter Rechte oder Pflichten aus dem Finanzinstrument von einer weiteren unabhängigen Partei übernehmen würde. Soweit möglich, werden die beizulegenden Zeitwerte mit den tatsächlich am Markt zu realisierenden Werten angesetzt. Diese entsprechen bei börsennotierten Derivaten dem positiven oder negativen Börsenwert. Sofern für ein derivatives Finanzinstrument ein Börsenwert nicht existiert, wird der beizulegende Wert als theoretischer Wert mittels anerkannter finanzmathematischer Methoden berechnet. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Handelstag. Die Wertänderungen in den derivativen Finanzinstrumenten werden sofort ergebniswirksam erfasst. Hedge Accounting nach IAS 39 wird nicht angewandt. Nähere Angaben werden unter dem Punkt Risikomanagement gemacht.

2.7. Latente Steuern

Latente Steuern, die aus zeitlich abweichenden Wertansätzen in IFRS und Steuerbilanz resultieren, werden nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode ermittelt und gesondert ausgewiesen. Aktive latente Steuern umfassen unter anderem Steuerminderungsansprüche, die aus der mit ausreichender Sicherheit erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge entstehen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der aktuellen Steuergesetzgebung.

2.8. Anpassung Vorjahreszahlen

Rückstellungen, welche in direktem Zusammenhang mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für noch nicht erbrachte Leistungen oder noch ausstehende Rechnungen gebildet wurden, werden zum 31.12.2014 unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen und nicht mehr unter den Sonstigen Rückstellungen, da dieser Ausweis ein sachgerechtes Bild schafft. Die Bilanzierungsänderung hatte keinerlei Auswirkungen auf das Eigenkapital. Die Vorjahre wurden entsprechend angepasst. Somit wurden zum 31.12.2013 TEUR 7.144 von den Sonstigen Rückstellungen in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert. Zum 01.01.2013 waren es TEUR 4.064.

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung einer US-Tochtergesellschaft, welche dem Segment Umwelttechnik zugeordnet ist, wurde eine Fehlerkorrektur der Steuerrückstellungen i.H. v. TEUR 231 vorgenommen. Die Steuerrückstellungen sowie der Ertragsteueraufwand haben sich zum 31.12.2013 entsprechend erhöht und das Eigenkapital um TEUR 231 verringert. Auf die Eröffnungsbilanz zum 01.01.2013 hatte dieser Vorgang keinerlei Auswirkungen. Im Segment der Industrieautomation kam es zu einer Auftragsstornierung i.H. v. TEUR 2.797, welche im Auftragsbestand zum 31.12.2013 gezeigt wurde. Der Auftragsbestand wurde daher entsprechend angepasst.

In der Eröffnungsbilanz des Teilkonzerns AIM wurde die Bewertung des Sachanlagevermögens korrigiert. Diesem liegen neue Erkenntnisse zur Einschätzung der Chancen und Risiken zugrunde. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich zum 31.12.2013 um ein dem Finanzierungsleasing zuzuordnenden des Grundstück nebst aufstehenden Gebäuden um TEUR 2.906. Das im Vorjahr unter den sonstigen Finanzanlagen ausgewiesene Mieterdarlehen i.H. v. TEUR 260 wurde der Leasingverbindlichkeit zugeordnet, welche die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um TEUR 2.830 erhöhte. Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich um den kurzfristigen Anteil der Leasingverbindlichkeit von TEUR 194. Aufgrund der erstmaligen Erfassung der Immobilie war die Kaufpreisallokation der AIM-Gruppe anzupassen; die sich hieraus ergebenden originären Änderungen sind von untergeordneter Bedeutung. In diesem Zusammenhang wurden auch weitere Korrekturen an der Kaufpreisallokation vorgenommen. (Die betroffenen Bilanzpositionen waren die immateriellen Vermögenswerte, der Geschäfts- oder Firmenwert, die Vorräte, die passiven latenten Steuern sowie der Bilanzgewinn.)

in TEUR 31.12.2013 korrigiert 31.12.2013 wie berichtet
Immaterielle Vermögenswerte 17.452 13.343
Geschäfts- oder Firmenwert 45.950 48.238
Sachanlagevermögen 41.875 38.969
Sonstige Finanzanlagen 660 919
Vorräte 44.752 45.752
Bilanzgewinn 48.687 48.876
Passive latente Steuern 16.864 16.203
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 3.854 1.284
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 15.337 15.143
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 3.583 3.351

Folgende Bilanzpositionen haben sich aufgrund von Bilanzierungsberichtigungen geändert:

Folgende GuV-Positionen haben sich aufgrund von Bilanzierungsberichtigungen geändert:

in TEUR 2013 korrigiert 2013 wie berichtet
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 104 453
Aktivierte Eigenleistungen 1.286 937
Abschreibungen –5.116 –5.091
Sonstige betriebliche Aufwendungen –38.110 –38.138
Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen –1.200 –1.153
Zinsergebnis –1.956 –1.930
Ertragsteuern –4.464 –4.345

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

3. Konsolidierung

3.1. Konsolidierungsgrundsätze

Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungskosten der Tochterunternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital zu beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs (Neubewertungsmethode) verrechnet. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte in der Bilanz ausgewiesen und jährlich bzw. beim Vorliegen von Indikatoren für eine Wertminderung einem Impairment-Test (DCF-Methode mit WACC-Ansatz) unterzogen. Im Rahmen der Schulden- und Ertragskonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen sowie innerhalb des Konzerns anfallende Aufwendungen und Erträge konsolidiert. Im Konzern erzielte Zwischenergebnisse werden eliminiert.

3.2. Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis sind sämtliche aktive Tochtergesellschaften des Konzerns einbezogen. Es handelt sich hierbei um Mehrheitsbeteiligungen. Tochterunternehmen, die auch bei zusammengefasster Betrachtung für die Ermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht mit einbezogen.

Zum Konsolidierungskreis gehören am Bilanzstichtag neben der M.A.X. Automation Aktiengesellschaft insgesamt 29 Tochtergesellschaften, welche in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführt sind, sowie das Gemeinschaftsunternehmen Vecoplan FuelTrack GmbH i. L., welches nach der Equity-Methode bilanziert wird. Der klaren strategischen Ausrichtung folgend wurden die bestehenden Gesellschaften in die Segmente Industrieautomation und Umwelttechnik gegliedert. Der Konsolidierungskreis setzt sich wie folgt zusammen:

Anzahl einbezogener Unternehmen 2014 2013
Industrieautomation 18 19
Umwelttechnik 11 12
Konzern 29 31

3.3. Veränderungen im Konsolidierungskreis

Die dem Segment Umwelttechnik zugeordnete Vecoplan Integrated Solutions LLC, die im Juli 2013 gegründet worden war, wurde zum 31. März 2014 entkonsolidiert, wobei ein Entkonsolidierungsgewinn von TEUR 17 entstand. Zum 01. Juli 2014 wurde die NSM Packtec GmbH, welche dem Segment Industrieautomation zugeordnet ist, in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Die zum Segment Industrieautomation gehörenden Unternehmen Euroroll Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG und NL 15. Verwaltung Objekt Ascheberg GmbH & Co. KG wurden am 19. Dezember 2014 veräußert und zum 31. Dezember 2014 entkonsolidiert. Der daraus resultierende Entkonsolidierungsgewinn betrug TEUR 3.374.

3.4. AIM-Gruppe

Die Kaufpreisallokation der am 05. November 2013 erworbenen AIM-Gruppe wurde in diesem Geschäftsjahr abgeschlossen. Die AIM-Gruppe ist in den Bereichen Reinigungs-, Prüf-, Montage- und Automatisierungstechnik schwerpunktmäßig für die Automobil- und Medizinindustrie tätig. Mit dem Kauf verfolgte die M.A.X. Automation das Ziel, das Segment Industrieautomation strategisch und technologisch deutlich zu stärken.

Im Vergleich zum 01. November 2013 wurden im Wesentlichen Bewertungsgrundlagen bei den aktivierten Kundenstämmen, Auftragsbestand und Sachanlagen angepasst. Der angesetzte Firmenwert reduzierte sich daher im Zuge der Fortführung der Kaufpreisallokation um TEUR 2.288 auf TEUR 16.686.

Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden der AIM-Gruppe sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

in TEUR final
01.11.2013
wie im Vorjahr berichtet
01.11.2013
Langfristige Vermögenswerte 21.988 15.496
Immaterielle Vermögenswerte 12.586 8.762
Sachanlagevermögen 5.906 2.993
Aktive latente Steuern 2 2
Sonstige langfristige Vermögenswerte 3.494 3.739
Kurzfristige Vermögenswerte 63.233 63.884
Vorräte 11.286 11.937
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.834 48.834
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.252 2.252
Liquide Mittel 861 861
Summe Vermögenswerte 85.221 79.380
Langfristiges Fremdkapital 7.326 3.950
Langfristiges finanzielles Fremdkapital 3.221 618
Sonstige langfristige Rückstellungen 668 668
Passive latente Steuern 3.437 2.664
Kurzfristiges Fremdkapital 59.581 59.405
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.490 14.490
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.778 36.778
Sonstiges kurzfristiges finanzielles Fremdkapital 6.116 5.940
Steuerrückstellungen 721 721
Sonstige Rückstellungen 1.094 1.094
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 382 382
Summe Fremdkapital 66.907 63.355

Es wurden stille Reserven für Entwicklungsprojekte, Technologie, Marke, Auftragsbestand und Kundenstamm i.H. v. insgesamt TEUR 10.575 identifiziert. Die Nutzungsdauer der Vermögenswerte beträgt zwischen ein und sechs Jahren. Es entfallen passive latente Steuern i.H. v. TEUR 2.894 hierauf.

Der erworbene Firmenwert ermittelt sich wie folgt:

in TEUR
Übertragene Gegenleistung 35.000
Erworbene Vermögenswerte 85.221
Erworbenes Fremdkapital 66.907
Firmenwert 16.686

Der Firmenwert wird im Wesentlichen bestimmt durch den Zugang zu neuen Kunden und Märkten sowie das allgemeine Verfahrens-, Konstruktions- und Montage-Know-how der Mitarbeiter. Da der entstandene Firmenwert steuerlich nicht angesetzt wird, sind hierauf keine latenten Steuern entstanden und werden in Zukunft auch nicht entstehen.

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

3.5. NSM Packtec GmbH

Die NSM Packtec GmbH, Ahaus, eine Tochtergesellschaft der NSM Magnettechnik GmbH, Olfen, hat zum 01. Juli 2014 im Rahmen eines Asset Deals bestimmte Vermögenswerte von der insolventen H+E Packtec sowie 52 der ehemals 84 Mitarbeiter übernommen.

Die NSM Packtec ist ein spezialisierter Anbieter für Anlagen zur Abfüllung und Verpackung von Lebensmitteln der Molkereiindustrie und der Industrie für alkoholfreie Getränke. Mit der Übernahme kann die NSM Packtec auf eine jahrzehntelange Erfahrung in der Planung, Errichtung, der Inbetriebnahme und im Service von Anlagen zur formenden Herstellung, Befüllung und Verschließung von Verpackungen für sogenannte pumpbare Lebensmittel wie Joghurt, Pudding oder Fruchtsaft zurückgreifen.

Durch den Erwerb ergänzt der Teilkonzern NSM Magnettechnik gezielt seine Kompetenzen als technologisch führender Systemanbieter von Handlings- und Automatisierungsanlagen. Das Know-how der NSM Packtec wird die Expertise der NSM Magnettechnik in der Verpackungsindustrie verstärken und zahlreiche Synergien ermöglichen. Zu den übernommenen Mitarbeitern zählen hochqualifizierte Ingenieure, Techniker und Meister sowie sämtliche Auszubildende.

Nach Gesamtwürdigung des Erwerbs wurde ein "Business" im Sinne des IFRS 3 erworben. Da die Vermögenswerte der H+E Packtec im Rahmen eines Insolvenzverfahrens einschließlich der Übernahme von Mitarbeitern erworben wurden, konnte ein günstiger Kaufpreis erzielt werden. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden stille Reserven auf Kundenstamm und Auftragsbestand i.H. v. TEUR 1.630 ermittelt. Hierauf entfallen latente Steuern von TEUR 493. Der negative Unterschiedsbetrag von TEUR 1.137 wurde nach Abzug von Bewertungsanpassungen i.H. v. TEUR 52 sowie dem Ansatz von Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag i.H. v. TEUR 472 mit TEUR 613 nach einem Reassessment ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Der Kaufpreis betrug TEUR 193. Stille Reserven auf Technologien wurden nicht angesetzt, da diese projektspezifisch sind.

Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden der NSM Packtec sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

in TEUR
Langfristige Vermögenswerte 1.771
Immaterielle Vermögenswerte 1.630
Sachanlagevermögen 118
Aktive latente Steuern 23
Langfristiges Fremdkapital 493
Passive latente Steuern 493
Kurzfristiges Fremdkapital 472
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 122
Sonstige Rückstellungen 350

Im Konzernergebnis sind folgende Beiträge der NSM Packtec zum 31. Dezember 2014 enthalten:

in TEUR
Umsatzerlöse 3.889
Periodenergebnis 833

Im Periodenergebnis ist der Lucky Buy mit TEUR 613 enthalten. Aufgrund des Insolvenzverfahrens liegen keine verlässlichen Angaben (Umsatzerlöse und Ergebnis) für das erste Halbjahr 2014 vor.

3.6. Veräußerung der Euroroll Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG

Die M.A.X. Automation hat am 19. Dezember 2014 den Verkauf von 100% der Anteile an der Euroroll Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG, Ascheberg, und der Komplementärin Euroroll Verwaltungs GmbH, Ascheberg, sowie 94% der Anteile an der Zweckgesellschaft NL 15. Objekt Ascheberg GmbH & Co. KG, Hamburg, vollzogen. Die Entkonsolidierung erfolgte aus Vereinfachungsgründen zum 31. Dezember 2014. Insgesamt ergab sich ein Ertrag aus der Entkonsolidierung von TEUR 3.374, welcher in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird, sowie ein Ertrag von TEUR 24 aus dem Abgang der Finanzanlage Euroroll Verwaltungs GmbH. Zudem wurde bei der M.A.X. Automation AG eine Ausgleichsverpflichtung gegenüber den Käufern in den Sonstigen Rückstellungen gebildet.

Folgende Vermögenswerte und Schulden wurden im Rahmen der Transaktion entkonsolidiert:

in TEUR
Langfristige Vermögenswerte 2.933
Immaterielle Vermögenswerte 48
Sachanlagen 2.870
Finanzanlagen 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 15
Kurzfristige Vermögenswerte 3.662
Vorräte 1.945
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.683
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 34
Liquide Mittel 0
Summe Vermögenswerte 6.595
Langfristiges Fremdkapital 1.615
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.563
Latente Steuern 52
Kurzfristiges Fremdkapital 979
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 432
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 178
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 191
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 464
Sonstige Rückstellungen –351
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 65
Summe Fremdkapital 2.594

Der M.A.X. Automation ist insgesamt ein Kaufpreis von TEUR 7.425 zugegangen, davon entfallen TEUR 50 auf die Veräußerung der Finanzanlage Euroroll Verwaltungs GmbH.

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1. Aktiva

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Jahr 2014 sind im Konzernanlagespiegel dargestellt. Der Konzernanlagespiegel ist als Anlage zum Konzernanhang beigefügt.

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

Langfristige Vermögenswerte

(1) Immaterielle Vermögenswerte

Die Immateriellen Vermögenswerte enthalten Patentrechte, Lizenzen, EDV-Software, Technologie, Entwicklungsprojekte, Internetseiten, Auftragsbestände, Marken und Kundenbeziehungen. Es wurden Entwicklungskosten i.H. v. TEUR 3.552 aktiviert. Der Buchwert beträgt zum 31. Dezember 2014 TEUR 4.588.

(2) Geschäfts- oder Firmenwert

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Geschäfts- oder Firmenwert 45.991 45.950
Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert 4.223 4.180
– davon Industrieautomation 3.637 3.637
– davon Umwelttechnik 586 543
Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 41.768 41.770
– davon Industrieautomation 35.413 35.415
– davon Umwelttechnik 6.355 6.355

Der ausgewiesene Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung setzt sich zusammen aus den Firmenwerten der AIM-Gruppe i.H. v. TEUR 16.686 (Vorjahr: TEUR 16.686), der bdtronic-Gruppe i.H. v. TEUR 2.747 (Vorjahr: TEUR 2.749), der NSM Magnettechnik-Gruppe i.H. v. TEUR 12.124 (Vorjahr: TEUR 12.124), der IWM Automation-Gruppe i.H. v. TEUR 2.676 (Vorjahr: TEUR 2.676), der Mess- und Regeltechnik Jücker i.H. v. TEUR 1.180 (Vorjahr: TEUR 1.180), der Vecoplan-Gruppe i.H. v. TEUR 6.026 (Vorjahr: TEUR 6.026) und der altmayerBTD i.H. v. TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 329).

(3) Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen i.H. v. TEUR 39.263 (Vorjahr: TEUR 41.875) bestehen mit TEUR 25.380 (Vorjahr: TEUR 27.738) aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, mit TEUR 8.267 (Vorjahr: TEUR 7.504) aus technischen Anlagen und Maschinen, mit TEUR 5.359 (Vorjahr: TEUR 6.395) aus anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, mit TEUR 208 (Vorjahr: TEUR 139) aus Anlagen im Bau sowie mit TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 99) aus geleisteten Vorauszahlungen. Angaben zu den bestehenden Grundschulden und Sicherungsübereignungen finden sich unter Punkt 4.2. (17).

(4) Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Das am 07. April 2011 gegründete Gemeinschaftsunternehmen Vecoplan FuelTrack GmbH i. L., welches zu 49% von der Vecoplan AG gehalten wird, wurde mit den Anschaffungskosten von TEUR 25 bilanziert und ist aufgrund von Anlaufverlusten bereits im Jahr 2011 vollständig abgeschrieben worden. Mit Gesellschafterbeschluss vom 04. März 2014 wurde die Auflösung der Gesellschaft beschlossen. Der anteilig aufgelaufene Bilanzgewinn des M.A.X. Automation-Konzerns beträgt TEUR 60.

Die Bilanzsumme (davon Vermögenswerte TEUR 3.870) des Unternehmens und die Höhe der Schulden beträgt TEUR 3.698. Im Geschäftsjahr 2014 wurden Umsatzerlöse i.H. v. TEUR 7.238 erzielt. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss per 30. September 2014 (Abschlussstichtag Mehrheitsgesellschafter) betrug TEUR 595.

(5) Sonstige Finanzanlagen

Die sonstigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen i.H. v. TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 134) handelt es sich um Anteile an Komplementär-GmbH's sowie einer Vorratsgesellschaft, die für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte bestehen i.H. v. TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 526) und enthalten ein Mieterdarlehen i.H. v. TEUR 131. Aufgrund der unwesentlichen Bedeutung für den M.A.X. Automation-Konzern werden die Sonstigen Finanzanlagen nicht mehr im Anlagespiegel aufgeführt.

(6) Latente Steuern

Latente Steuern sind in ihrer Entstehung folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
aktive
latente
Steuern
passive
latente
Steuern
aktive
latente
Steuern
passive
latente
Steuern
Langfristige Bilanzpositionen
A. Langfristige Vermögenswerte 6.507 12.092 6.285 11.866
I. Immaterielle Vermögenswerte 186 11.055 191 10.849
II. Sachanlagen 606 988 568 1.017
III. Langfristige finanzielle Vermögenswerte 61 49 182 0
IV. Aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge 5.654 0 5.344 0
B. Langfristiges Fremdkapital 148 78 112 56
Kurzfristige Bilanzpositionen
C. Kurzfristige Vermögenswerte 849 3.415 740 4.942
I. Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 849 3.415 701 4.908
II. Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 0 0 39 34
D. Kurzfristiges Fremdkapital 264 0 315 0
Zwischensumme 7.768 15.585 7.452 16.864
Wertberichtigungen auf Verlustvorträge –192 0 –51 0
Saldierungen –1.325 0 0 0
Summe 6.251 15.585 7.401 16.864

Die aus den langfristigen Fertigungsaufträgen resultierenden aktiven und passiven latenten Steuern wurden saldiert, ebenso aktive und passive latente Steuern innerhalb der im Konzern bestehenden Organschaften (erstmals TEUR 1.325 zum 31.12.2014).

Im Konzern bestehen bei der Muttergesellschaft steuerliche inländische Verlustvorträge im Bereich der Gewerbesteuer i.H. v. TEUR 12.041 (Vorjahr: TEUR 20.541). Die gewerbesteuerlichen Vorteile hieraus betragen TEUR 1.660 (Vorjahr: TEUR 2.833).

Daneben bestehen inländische gewerbesteuerliche Verlustvorträge von TEUR 14.859 (Vorjahr: TEUR 10.535) und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von TEUR 9.003 (Vorjahr: TEUR 4.175) mit aktiven latenten Steuern i.H. v. insgesamt TEUR 3.262 (Vorjahr: TEUR 2.021), welche mit TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 0) wertberichtigt wurden. Die ausländischen Verlustvorträge belaufen sich auf TEUR 3.122 (Vorjahr: TEUR 2.025), die hierauf entfallende aktive latente Steuer i.H. v. TEUR 732 (Vorjahr: TEUR 490) wurde i.H. v. TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 51) wertberichtigt.

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

Bei der Bemessung der Werthaltigkeit der Verlustvorträge ist in Deutschland seit 2004 die sogenannte Mindestbesteuerung zu beachten. Verlustvorträge können gegen positive Ergebnisse der Folgejahre bis zu TEUR 1.000 unbegrenzt, darüber hinaus zu 60% verrechnet werden. Die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge wurde überprüft. Die Realisierung dieser Verlustvorträge ist mit ausreichender Sicherheit gewährleistet. Von den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge nach Wertberichtigungen sind TEUR 3.723 durch passive latente Steuern abgedeckt. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge, welche nicht durch passive latente Steuern abgedeckt sind und bei denen in Vorperioden Verluste aufgetreten sind, bestehen i.H.v. TEUR 891. Maßnahmen zur kurzfristigen Verlustnutzung werden umgesetzt. Folgende Beträge sind in der Konzernbilanz ausgewiesen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Aktive latente Steuern:
– aus abzugsfähigen Differenzen 2.114 2.108
– aus steuerlichen Verlustvorträgen 5.462 5.293
– Saldierung mit passiven latenten Steuern –1.325 0
Summe aktive latente Steuern 6.251 7.401
Passive latente Steuern:
– aus zu versteuernden temporären Differenzen 15.585 16.864

(7) Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte i.H. v. TEUR 895 (Vorjahr: TEUR 6.322) bestehen im Wesentlichen aus beschränkt verfügbaren liquiden Mitteln i.H. v. TEUR 561 (Vorjahr: TEUR 5.885), langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H. v. TEUR 257 (Vorjahr: TEUR 303) sowie aus dem aktivierten Körperschaftsteuerguthaben der M.A.X. Automation AG und der mabu-pressen GmbH i.H. v. TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 110). Das Guthaben wird beginnend im Jahr 2008 vom Finanzamt über einen Zeitraum von zehn Jahren ratierlich ausgezahlt. Es erfolgte eine Abzinsung mit 4%. Die oben genannten Barhinterlegungen sind auf Ebene der Gruppengesellschaften weggefallen, nachdem auf Ebene der M.A.X. Automation AG neue Rahmenverträge mit Kreditversicherern abgeschlossen wurden.

Kurzfristige Vermögenswerte

(8) Vorräte

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.812 15.046
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 93.989 119.843
Unfertige Leistungen (langfristige Fertigungsaufträge) –80.000 –101.025
Fertige Erzeugnisse und Leistungen 31.975 26.675
Fertige Erzeugnisse und Leistungen (langfristige Fertigungsaufträge) –23.412 –19.738
Geleistete Anzahlungen 4.629 3.951
Vorräte 41.993 44.752

Bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen ergab sich eine Bestandsveränderung im Vergleich zum Vorjahr i.H. v. TEUR –3.393 (Vorjahr: TEUR +104), die in der Gesamteinkommensrechnung ausgewiesen wird. Abweichungen zu den entsprechenden Bilanzposten resultieren aus währungskursbedingten Wertveränderungen bei Vorräten ausländischer Konzerngesellschaften sowie aus der Entkonsolidierung der Euroroll. In den Vorräten sind Wertberichtigungen i.H. v. TEUR 1.104 (Vorjahr: TEUR 2.168) berücksichtigt. Angaben zu den Sicherungsübereignungen werden unter Punkt 4.2. (17) gemacht.

(9) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen enthalten, die aus der Anwendung der PoC-Methode bei langfristigen Fertigungsaufträgen resultieren:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen 107.184 126.568
Anteilig realisierte Anschaffungs- und Herstellungskosten –103.412 –120.763
Ausgewiesener Bilanzgewinn 3.772 5.805
Erhaltene Anzahlungen für langfristige Fertigungsaufträge –72.004 –82.500
Kurzfristige Forderungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen 35.180 44.068

In 2014 wurden Auftragserlöse i.H. v. TEUR 85.497 aus langfristigen Fertigungsaufträgen generiert.

Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht zur Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wieder:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Weder überfällige noch einzelwertberichtigte Forderungen 29.829 34.399
Überfällige Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind
< 30 Tage 4.632 11.555
> 30 Tage 3.282 1.795
> 60 Tage 3.999 542
> 90 Tage 4.018 4.483
Summe 15.931 18.375
Einzelwertberichtigte Forderungen 1.019 1.537
Buchwert 46.779 54.311
Forderungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen 107.184 126.568
Erhaltene Anzahlungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen –72.004 –82.500
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 81.959 98.379

Zum Stichtag wurden Einzelwertberichtigungen i.H. v. TEUR 750 (Vorjahr: TEUR 1.007) und Pauschalwertberichtigungen i.H. v. TEUR 499 (Vorjahr: TEUR 600) vorgenommen. Angaben zu den Forderungsabtretungen werden unter Punkt 4.2. (17) gemacht.

Aufgrund von, in einem Unternehmen des Konzerns, abgeschlossenen echten Factoring-Verträgen, welche die Übernahme des Ausfallrisikos durch den Factor beinhalten, konnte der Forderungsbestand leicht reduziert werden.

(10) Forderungen gegen nahestehende Unternehmen

Die Position i.H. v. TEUR 15 betrifft im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Vecoplan FuelTrack GmbH i. L.

(11) Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die Position i.H. v. TEUR 7.906 (Vorjahr: TEUR 5.553) besteht aus Forderungen aus Erstattungsansprüchen (Versicherungen/Banken) i.H. v. TEUR 2.765 (Vorjahr: TEUR 0), Ansprüchen gegenüber dem Finanzamt i.H. v. TEUR 2.513 (Vorjahr: TEUR 3.167), Rechnungsabgrenzungsposten i.H. v. TEUR 1.323 (Vorjahr: TEUR 1.216), Debitorischen Kreditoren i.H. v. TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 199), Forderungen an Mitarbeiter i.H. v. TEUR 209 (Vorjahr: TEUR 269),

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

positiven Marktwerten derivativer Finanzinstrumente i.H. v. TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 130), Forderungen ggü. den Minderheitsgesellschaftern i.H. v. TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 24) und Sonstigen Forderungen i.H. v. TEUR 775 (Vorjahr: TEUR 548).

(12) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten.

4.2. Passiva

Eigenkapital

Die Veränderungen des Eigenkapitals im Geschäftsjahr werden in der "Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung" gesondert dargestellt.

(13) Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 26.794.415,00. Es ist eingeteilt in 26.794.415 nennwertlose Stückaktien, die jeweils die gleichen Rechte, insbesondere die gleichen Stimmrechte, gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Es sind keine Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Eine Aktie entspricht damit dem rechnerischen Beteiligungswert von je EUR 1,00. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Gemäß § 5 Abs. 5a der Satzung in der Fassung vom 10. Juni 2010 kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 09. Juni 2015 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt TEUR 6.698 durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien gegen Bareinlagen erhöhen ("Genehmigtes Kapital I").

Ferner kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung bestimmen sowie die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien zu leistende Entgelt festsetzen sowie die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG bestimmen. Gemäß § 5 Abs. 6 der Satzung in der Fassung vom 10. Juni 2010 kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 09. Juni 2015 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt TEUR 5.330 durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien erhöhen ("Genehmigtes Kapital II"). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen erfolgen. Der Vorstand kann ferner mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für insbesondere folgende Fälle ausschließen:

  • Für die aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehenden Spitzenbeträge;
  • Für eine Kapitalerhöhung mit Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen (auch wenn neben den Aktien eine Kaufpreiskomponente in bar ausgezahlt wird), wenn der Erwerb des Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt;
  • Für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, i.H. v. bis zu insgesamt 10% sowohl des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung als auch des im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits notierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet.

Auf diese Begrenzung auf 10% des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, die aufgrund einer entsprechenden Ermächtigung der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG während der Wirksamkeit dieser Ermächtigung erworben und gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits notierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand kann ferner mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung bestimmen sowie die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien zu leistende Entgelt festsetzen sowie die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG bestimmen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, bis zum 19. Juni 2016 einmalig oder mehrmals Genussrechte zu begeben. Der Gesamtnennbetrag der Genussrechte darf TEUR 25.000 nicht überschreiten. Die Genussrechte können außer in Euro auch – unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert – in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden.

Die Genussrechte sind den Aktionären zum Bezug anzubieten. Sie können auch von einer Bank oder einem Bankenkonsortium mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um die Genussrechte einzelnen Investoren zur Zeichnung anzubieten, sofern der Ausgabepreis den nach anerkannten Methoden der Finanzmathematik ermittelten theoretischen Marktwert der Genussrechte nicht wesentlich unterschreitet und sofern die Genussrechte lediglich weitgehend obligationsähnlich ausgestaltet sind, das heißt weder Bezugs- oder Wandlungsrechte auf Aktien der M.A.X. Automation AG begründen, noch eine Beteiligung am Liquidationserlös gewähren und sich die Höhe der Verzinsung nicht nach der Höhe der Dividende richtet. Die Genussrechte können ganz oder teilweise mit einer variablen Verzinsung ausgestattet sein, die sich beispielsweise am Jahresüberschuss oder dem Bilanzgewinn orientiert.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Genussrechte, insbesondere Ausgabekurs, Stückelung, Laufzeit und die Höhe der Verzinsung festzulegen. Die Gesellschaft hat von diesen Ermächtigungen bisher keinen Gebrauch gemacht.

(14) Kapital- und Gewinnrücklagen

Die Zusammensetzung bzw. Veränderung der Kapital- und Gewinnrücklagen ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Von den Gewinnrücklagen sind fremden Gesellschaftern zuzurechnende Gewinne i.H. v. TEUR 2.644 (Vorjahr: TEUR 2.104) sowie der beizulegende Zeitwert der Kaufverpflichtung der Minderheitenanteile aus dem Gesellschaftsvertrag i.H. v. TEUR 1.647 (Vorjahr: TEUR 1.448) abgesetzt.

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

(15) Bilanzgewinn

Aufgrund aktienrechtlicher Bestimmungen beruht der für Ausschüttungen von Dividenden an die Anteilseigner zur Verfügung stehende Betrag auf dem Bilanzgewinn bzw. den anderen Gewinnrücklagen der M.A.X. Automation AG (Einzeljahresabschluss), der in Übereinstimmung mit deutschen handelsrechtlichen Bestimmungen ermittelt wird. Es wird ein handelsrechtlicher Bilanzgewinn i.H. v. TEUR 9.322 im Einzelabschluss der M.A.X. Automation AG ausgewiesen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 0,15 je Aktie auszuschütten. Dies entspricht einem Ausschüttungsbetrag i.H. v. TEUR 4.019.

Kapitalmanagement

Die Rahmenbedingungen für ein optimales Kapitalmanagement werden durch die strategische Ausrichtung des M.A.X. Automation-Konzerns gesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei die langfristige Wertsteigerung im Interesse von Investoren, Mitarbeitern und Kunden. Dem soll durch eine kontinuierliche Verbesserung des Ergebnisses durch Wachstum und Effizienzsteigerung Rechnung getragen werden. Die Steuerung der Kapitalstruktur zielt darauf ab, dass alle Handlungsoptionen auf dem Kapitalmarkt durch höchstmögliche Flexibilität stets gewährleistet sind. Dies ermöglicht ein optimales Pricing bei der Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital.

Langfristige Verbindlichkeiten

(16) Verbindlichkeiten aus Abfindungsansprüchen fremder Gesellschafter

Der Ausgleichsposten enthielt die Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital von vollkonsolidierten Gesellschaften sowie den Barwert der Kaufverpflichtung der Minderheitenanteile aus dem Gesellschaftsvertrag. Zum Bilanzstichtag bestehen keine langfristigen Verbindlichkeiten mehr gegenüber den Minderheitsgesellschaftern. Im Vorjahr bestanden diese bei folgenden Gesellschaften:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Vecoplan LLC,
North Carolina, USA (inkl. Vecoplan Midwest LLC) 0 1.640
Anteile in Fremdbesitz 0 1.640

Aufgrund des Kaufs von Minderheitenanteilen mit Vertrag vom 02. Januar 2015 werden diese unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten mit TEUR 2.029 ausgewiesen. Im Vorjahr wurde der kurzfristige Teil der Abfindungsansprüche mit den Entnahmen der Fremdgesellschafter i.H.v. TEUR 202 verrechnet und unter den kurzfristigen Forderungen ausgewiesen.

In 2014 wurden Gewinnanteile i.H. v. TEUR 214 ausgezahlt.

(17) Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Darlehen abzüglich kurzfristiger Anteil 56.006 53.998
Restlaufzeit 1–5 Jahre 54.583 52.360
Restlaufzeit > 5 Jahre 1.423 1.638
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 2.798 3.854
Restlaufzeit 1–5 Jahre 1.387 2.152
Restlaufzeit > 5 Jahre 1.411 1.702
Summe 58.804 57.852

Die langfristigen Darlehen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und enthalten den Konsortialkredit der Muttergesellschaft i.H. v. TEUR 48.200. In den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen i.H. v. TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 49) sowie Leasingverbindlichkeiten enthalten (siehe nachfolgende Tabelle "Finance Leasing").

Finance Leasing

Im M.A.X. Automation-Konzern bestehen bilanzierte Finance-Lease-Verträge. Bei den Leasinggegenständen handelt es sich sowohl um eine Immobilie als auch um technische Anlagen. Die restlichen Vertragslaufzeiten für die technischen Anlagen betragen drei Jahre. Die restliche Vertragslaufzeit des Leasingvertrages der Immobilie beträgt 18 Jahre. In zehn Jahren besteht zugunsten des M.A.X. Automation-Konzerns eine Kaufoption, der Leasinggeber hat nach 18 Jahren ein Andienungsrecht. Der Kaufpreis ist fest vereinbart. Die Anschaffungskosten der Leasinggegenstände betrugen TEUR 3.970 (Vorjahr: TEUR 4.400). Der Buchwert zum 31.12.2014 beträgt TEUR 3.366 (Vorjahr: TEUR 4.011). Im Berichtsjahr erfolgten Abschreibungen i.H. v. TEUR 99, wobei entkonsolidierte Leasinggegenstände nicht mehr berücksichtigt worden sind (Vorjahr: TEUR 50).

in TEUR 2015 2016 bis 2019 ab 2020 Summe
Leasingzahlungen 538 1.777 1.598 3.913
Abzinsung 158 450 195 803
Barwerte 380 1.327 1.403 3.110

Im Zugangszeitpunkt des Leasinggegenstandes wird zugleich eine Leasingverbindlichkeit angesetzt, die der Höhe des Buchwertes des Leasinggegenstandes entspricht. Unter Anwendung der Effektivzinsmethode mindern die Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Leasingverbindlichkeit. Der Zinsanteil wird erfolgswirksam erfasst.

Langfristige Darlehen

Als Sicherheiten für die langfristigen Verbindlichkeiten sowie für die unter Punkt 4.2. (20) ausgewiesenen kurzfristigen Verbindlichkeiten dienen im Wesentlichen Grundschulden für Verbindlichkeiten i.H. v. TEUR 8.566 (Vorjahr: TEUR 8.341), Sicherungsübereignungen von Sachanlagevermögen und Warenbeständen sowie Forderungsabtretungen für Verbindlichkeiten i.H. v. TEUR 34.905 (Vorjahr: TEUR 21.361) und Verpfändungen der Geschäftsanteile an der IWM Automation GmbH, der NSM Magnettechnik GmbH, der Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH und der AIM-Assembly in Motion GmbH sowie der Aktien an der Vecoplan AG i.H.v. TEUR 48.200 (Vorjahr: TEUR 46.000).

Die M.A.X. Automation AG hat sich gegenüber finanzierenden Banken von Tochtergesellschaften verpflichtet, bestimmte Covenants einzuhalten. Die Covenants beziehen sich auf den jeweiligen HGB-Jahresabschluss und dort im Wesentlichen auf die Eigenkapitalquote.

Der im Rahmen der Akquisition der AIM-Gruppe sowie zur Refinanzierung bestehender Bankverbindlichkeiten neu aufgenommene Konsortialkredit der M.A.X. Automation AG enthält Covenantsvorgaben, welche sich auf den nach den Regelungen der IAS/IFRS aufgestellten Konzernabschluss beziehen. Diese greifen auf Bilanzsowie Ergebniskennzahlen zurück. Weitere diesbezügliche Informationen können dem Konzernlagebericht unter Punkt 11.2. entnommen werden. Die M.A.X. Automation AG hat im Jahr 2014 alle mit den kreditgebenden Banken vereinbarten Covenants eingehalten. Eine Gruppengesellschaft des Segments Umwelttechnik hat die mit den kreditgebenden Banken vereinbarten Covenants nicht eingehalten. Negative Auswirkungen auf die Kreditvergabe sind nicht bekannt und werden derzeit auch nicht erwartet. Das entsprechende Darlehen wird als kurzfristig ausgewiesen.

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

Die Höhe des Zinssatzes der langfristigen Darlehen ist zum Teil abhängig von Bilanzkennzahlen im Konzernabschluss. Die Verzinsung erfolgt in der Regel auf Basis des Euribor zuzüglich einer sich aus den Kennzahlen ergebenden Marge. Die Verzinsung der Darlehen im Konzern erfolgte zu festen und variablen Zinssätzen. Die Zinssätze (einschließlich Finance Lease) lagen in 2014 je nach Laufzeit des Vertrages zwischen 1,24% und 5,74%.

(18) Pensionsrückstellungen

Die bilanzierten Pensionsrückstellungen resultieren aus Zusagen gegenüber einem Vorstandsmitglied der M.A.X. Automation AG sowie gegenüber Mitarbeitern einer Tochtergesellschaft. Die leistungsorientierten Verpflichtungen im M.A.X. Automation-Konzern werden nicht über Fonds finanziert.

Als wesentliche Annahmen sind in die versicherungsmathematischen Berechnungen eingeflossen:

31.12.2014 31.12.2013
Zinssatz 2,2% und 3,5% 3,5%
Gehaltsdynamik 0,0% und 1,5% 1,5% und 2,8%
Rentendynamik 2,0% 2,0%
Rechnerische Fluktuation Keine Keine
Rechnerisches Pensionierungsalter 65/66 Jahre 65/66 Jahre

Kostentrends im Bereich der medizinischen Versorgung wurden bei den versicherungsmathematischen Annahmen nicht berücksichtigt.

Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Stand zum 01.01. 814 715
Dienstzeitaufwand 32 44
Zinsaufwand 27 14
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 212 81
Gezahlte Renten –26 –24
Verrechnung Rückdeckungsversicherung –71 –16
Pensionsrückstellung 988 814

Der Anwartschaftsbarwert des Planvermögens (Aktivwert) hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Stand 01.01. 156 140
Zuführung 70 16
Planvermögen 31.12. 226 156

Der Barwert der Pensionsverpflichtung entspricht aufgrund der Verrechnung mit der Rückdeckungsversicherung nicht dem Bilanzansatz. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wurden erfolgsneutral erfasst.

Die Entwicklung der Pensionsverpflichtungen hat sich in den letzten fünf Jahren wie folgt dargestellt:

in TEUR 2014 2013 2012 2011 2010
Bilanzansatz der Pensionsverpflichtung 988 814 715 646 564
Verrechnetes Planvermögen 226 156 140 124 109

Es werden erfahrungsbedingt keine wesentlichen Anpassungen der Pensionsverpflichtungen erwartet. Für das Jahr 2015 werden neben den Rentenzahlungen (TEUR 26) Pensionskosten (Zinsen und laufender Dienstzeitaufwand) voraussichtlich i.H. v. TEUR 59 anfallen.

Kurzfristiges Fremdkapital

(19) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Erhaltene Anzahlungen i.H. v. TEUR 18.252 (Vorjahr: TEUR 25.904) werden, soweit sie nicht langfristige Fertigungsaufträge betreffen, unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen i.H. v. TEUR 8.191 (Vorjahr: TEUR 10.789), Verpflichtungen gegenüber Subunternehmern i.H. v. TEUR 1.419 (Vorjahr: TEUR 2.415) sowie Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und noch ausstehenden Montageleistungen i.H. v. TEUR 4.079 (Vorjahr: TEUR 7.144) enthalten.

(20) Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen

Es wurden kurzfristige Darlehen von Kreditinstituten i.H. v. TEUR 44.309 (Vorjahr: TEUR 36.461) in Anspruch genommen, für die Zinssätze zu marktüblichen Konditionen berechnet werden. Die Höhe und Zusammensetzung der Sicherheiten werden unter Punkt 4.2. (17) erläutert.

(21) Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen i.H. v. TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 57) bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Vecoplan FuelTrack GmbH i. L. in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 37).

(22) Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Löhne und Gehälter 4.481 4.788
Urlaubslöhne/-gehälter und Überstunden 3.070 3.292
Leasingverbindlichkeiten 379 431
Kreditorische Debitoren 1.045 537
Im Rahmen der sozialen Sicherheit 525 522
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 138 40
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.212 5.727
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 10.850 15.337

In den Löhnen und Gehältern sind Tantiemen und Prämien i.H. v. TEUR 4.039 (Vorjahr: TEUR 4.429) enthalten. In den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten des Vorjahres ist die Doppelzahlung eines Kunden enthalten, welche im Januar 2014 wieder ausgeglichen wurde.

(23) Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Steuern und Abgaben, die bis zum Bilanzstichtag wirtschaftlich entstanden sind, deren Höhe aber noch nicht feststeht, werden durch die Steuerrückstellungen abgedeckt. Typischerweise unterliegt der M.A.X. Automation-Konzern im Inland zwei Ertragsteuerarten, der Gewerbesteuer und der Körperschaftsteuer. Für die Körperschaftsteuer gilt der einheitliche Steuersatz von 15% zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag, die Gewerbesteuer

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

beträgt durchschnittlich ca. 14 %. Im Ausland erzielt der M.A.X. Automation-Konzern im Wesentlichen steuerpflichtige Ergebnisse in den USA. Der Steuersatz beträgt 36,46%.

31.12.2013 Änderungen
Konsolidie
rungskreis
Verbrauch Auf
lösungen
Zufüh
rungen
31.12.2014
1.819 0 0 6 2.051 3.864
1.441 –464 523 0 961 1.415
245 0 13 0 38 270
3.505 –464 536 6 3.050 5.549
78 0 78 0 87 87
3.583 –464 614 6 3.137 5.636

Die Steuerrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Die Veränderungen aus Währungsumrechnung sind aufgrund von Unwesentlichkeit nicht separat ausgewiesen und in den Zuführungen zu den Rückstellungen enthalten.

(24) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen:

in TEUR 31.12.2013 Änderungen
Konsolidie
rungskreis
Verbrauch Auf
lösungen
Umbu
chung
Zufüh
rungen
31.12.2014
Langfristige Garantierückstellungen 1.736 0 586 32 207 798 2.123
Langfristige Personalkosten
rückstellungen
67 0 0 11 0 7 63
Langfristige übrige sonstige
Rückstellungen
10 0 6 0 0 6 10
Summe sonstige langfristige
Rückstellungen
1.813 0 592 43 207 811 2.196
Garantierückstellungen 2.296 –58 470 670 –207 1.412 2.303
Personalkostenrückstellungen 264 0 209 22 0 286 319
Übrige sonstige Rückstellungen 3.368 313 2.040 489 0 2.633 3.785
Summe sonstige kurzfristige
Rückstellungen
5.928 255 2.719 1.181 –207 4.331 6.407

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind alle Verpflichtungen und Risiken des Konzerns enthalten, aus denen ein Mittelabfluss wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Diese beinhalten unter anderem Verpflichtungen für Provisionen i.H. v. TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 235), für Prüfungs- und Beratungskosten i.H. v. TEUR 739 (Vorjahr: TEUR 572), für Prozesskosten/Schadensersatz i.H. v. TEUR 475 (Vorjahr: TEUR 810), für Ausgleichsverpflichtungen aus dem Verkauf eines Tochterunternehmens i.H. v. TEUR 445 (Vorjahr: TEUR 0) und für Sonstiges i.H. v. TEUR 2.081 (Vorjahr: TEUR 1.751). Die Veränderungen aus Währungsumrechnung sind aufgrund von Unwesentlichkeit nicht separat ausgewiesen und in den Zuführungen zu den Rückstellungen enthalten.

(25) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Diese Position i.H. v. TEUR 2.891 (Vorjahr: TEUR 3.121) setzt sich im Wesentlichen aus Lohn- und Kirchensteuer i.H. v. TEUR 1.359 (Vorjahr: TEUR 1.141) und Umsatzsteuer i.H. v. TEUR 1.532 (Vorjahr: TEUR 1.980) zusammen.

5. Erläuterungen zur Gesamteinkommensrechnung

Im Vorjahr war die AIM-Gruppe nur mit zwei Monaten enthalten. Eine Vergleichbarkeit der Zahlen ist daher nur eingeschränkt möglich.

(26) Umsatzerlöse

in TEUR 2014 2013
Deutschland 131.791 112.566
EU 101.221 74.522
Nordamerika 58.137 56.206
China 23.217 6.618
Rest der Welt 37.071 20.188
Summe 351.437 270.100

Der M.A.X. Automation-Konzern generiert grundsätzlich Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern. Die Auswirkungen der Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge sind in Punkt 4.1. (9) dargestellt.

(27) Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2014 2013
Erträge aus Entkonsolidierungen 3.391 0
Ertrag aus einem Lucky Buy 613 0
Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen 1.181 956
Erträge aus Schadensersatz 391 160
Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen 200 133
Sonstige 2.811 3.602
Summe 8.587 4.851

Die Position "Sonstige" setzt sich im Wesentlichen aus den Sachbezügen i.H. v. TEUR 576 (Vorjahr: TEUR 558), aus nicht zur Auszahlung gelangten Tantiemen und Prämien i.H. v. TEUR 504 (Vorjahr: TEUR 205) und aus dem Abgang von Sachanlagevermögen i.H. v. TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 242) zusammen. In den Erträgen aus Entkonsolidierungen ist der Ertrag aus der Veräußerung der Euroroll Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG mit TEUR 3.374 sowie der Vecoplan Integrated Solutions LLC mit TEUR 17 enthalten.

(28) Materialaufwand

in TEUR 2014 2013
Aufwendungen für bezogene Waren 133.010 103.641
Aufwendungen für bezogene Leistungen 50.971 33.937
Summe 183.981 137.578

(29) Personalaufwand

in TEUR 2014 2013
Löhne und Gehälter 86.943 65.460
Soziale Abgaben 16.014 11.893
– davon Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 541 299
Summe 102.957 77.353

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

Im Berichtsjahr wurden TEUR 1.003 (Vorjahr: TEUR 220) als Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen erfasst.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende 2014 2013
Lohnempfänger 605 514
Angestellte 932 704
Summe 1.537 1.218

(30) Abschreibungen

in TEUR 2014 2013
Auf Immaterielle Vermögenswerte 5.082 2.127
Auf Gebäude, Mietereinbauten und Außenanlagen 1.349 1.242
Auf Sachanlagevermögen 3.560 2.947
– in den oberen Positionen enthaltene Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen 3.944 1.200
Summe 9.991 6.316

(31) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2014 2013
Betriebskosten 11.037 7.504
– davon Miet- und Leasingaufwendungen 3.437 2.192
Vertriebskosten 22.605 17.086
Verwaltungskosten 10.990 9.546
Übrige Aufwendungen 2.838 3.974
Summe 47.470 38.110

(32) Zinsergebnis

in TEUR 2014 2013
Zinserträge 158 359
– davon mit verbundenen Unternehmen 0 0
Zinsaufwendungen 3.960 2.315
– davon mit verbundenen Unternehmen 1 2
Zinsergebnis –3.802 –1.956

Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen i.H. v. TEUR 59 sowie Erträge aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen i.H. v. TEUR 11 enthalten. Das oben stehende Zinsergebnis resultiert ausschließlich aus finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

(33) Übriges Finanzergebnis

Im übrigen Finanzergebnis sind im Wesentlichen Währungsergebnisse ausgewiesen. Hierin enthalten sind Aufwendungen aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert sowie laufende Kurserträge. Die Erträge aus Kursdifferenzen betragen TEUR 1.617 (Vorjahr: Aufwand TEUR 504).

Nettogewinne oder -verluste

Die nachstehende Tabelle gibt die in der Gesamteinkommensrechnung gebuchten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten wieder:

in TEUR 2014 2013
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und
finanzielle Verbindlichkeiten –275 431
Kredite und Forderungen 1.206 –1.204

Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten wurden nicht direkt im Eigenkapital erfasst. Die Nettogewinne bzw. -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beinhalten neben den Ergebnissen aus der Marktveränderung auch die laufenden Aufwendungen und Erträge dieser Finanzinstrumente. Die Nettogewinne bzw. -verluste aus den Krediten und Forderungen beinhalten neben den laufenden Erträgen/Aufwendungen die Zuschreibungen und Wertminderungen aus den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

(34) Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt TEUR 14.183 (Vorjahr: TEUR 14.624).

in TEUR 2014 2013
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag –4.930 –3.660
Periodenfremde Steuern vom Einkommen und Ertrag 272 54
Latente Steuern 496 –858
– davon aus Verlustvorträgen 169 –436
Summe –4.162 –4.464

Die Berechnung der tatsächlichen und der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätzen. Die wesentlichen Bilanzansätze für die latenten Steuern sind in 4.1. (6) erläutert.

Der erwartete rechnerische Ertragsteueraufwand ergibt sich aus der Multiplikation des Jahresergebnisses vor Ertragsteuern mit dem Konzernertragsteuersatz. Dieser ergibt sich aus den Steuersätzen der einbezogenen Gesellschaften. Der Steuersatz ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen, da die Einkommen in Ländern mit höheren Steuersätzen gestiegen sind. Die Überleitung vom rechnerischen Ertragsteueraufwand zu den in der Gesamteinkommensrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:

in TEUR 2014 2013
Jahresergebnis vor Ertragsteuern 14.183 14.624
Konzernertragsteuersatz 32,10% 30,33%
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 4.552 4.435
Differenzen aus Steuersätzen 155 –42
Abweichende Steuerbelastungen (länderspezifische Besonderheiten) 68 218
Korrektur Wertberichtigung auf aktive latente Steuern auf Verlustvorträge 168 10
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 74 148
Periodenfremde Ertragsteuern/Anpassung latente Steuern Vorjahre –246 –78
Von Fremdgesellschaftern zu tragende Steuern –307 –130
Steuerlich neutrale Erträge (Lucky Buy) –185 0
Differenzen in der Steuerberechnung laufendes Jahr –71 0
Sonstige –46 –97
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.162 4.464
Effektiver Steuersatz 29,34% 30,53%

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

(35) Ergebnis je Aktie (EPS)

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf den folgenden Daten:

in TEUR 2014 2013
Basis für das Ergebnis je Aktie (Jahresergebnis) 10.021 10.160
in Tausend Stück 2014 2013
Anzahl der Aktien zum 31.12. 26.794 26.794
#
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das Ergebnis je Aktie
26.794 26.794

Es fand in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 keine Verwässerung der Aktien nach IAS 33 statt. Das Ergebnis je Aktie entwickelte sich wie folgt:

in EUR 2014 2013 2012 2011 2010
Ergebnis je Aktie 0,37 0,38 0,31 0,45 0,24

Hätten keine Bilanzierungsänderungen und Korrekturen (siehe Punkt 2.8.) stattgefunden, hätte sich das Ergebnis je Aktie wie folgt entwickelt:

in EUR 2014 2013 2012 2011 2010
Ergebnis je Aktie 0,37 0,39 0,31 0,45 0,24

6. Sonstige Angaben zum Konzernabschluss

6.1. Konzernkapitalflussrechnung

Die Darstellung der Konzernkapitalflussrechnung erfolgt nach der indirekten Methode.

6.2. Forschung und Entwicklung

Angaben zu den Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des M.A.X. Automation-Konzerns sind dem Konzernlagebericht unter Punkt 1.3. zu entnehmen.

Die Entwicklungen erfolgen im Wesentlichen im Rahmen von Kundenaufträgen. In 2014 sind Entwicklungskosten von insgesamt TEUR 5.070 (Vorjahr: TEUR 1.827) angefallen. Hiervon wurden TEUR 3.552 (Vorjahr: TEUR 553) aktiviert. Dies entspricht einer Aktivierungsquote von 70% (Vorjahr: 30%). Es wurden Abschreibungen auf Entwicklungskosten i.H. v. TEUR 524 (Vorjahr: TEUR 266) vorgenommen. Von den aktivierten Entwicklungskosten entfallen TEUR 3.121 auf das Segment Industrieautomation und TEUR 431 auf das Segment Umwelttechnik.

6.3. Risikomanagement

Allgemeine Informationen zu Finanzrisiken

Der Konzern ist verschiedenen Risiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Diese lassen sich wie folgt einteilen: • Kreditrisiko

  • Liquiditätsrisiko
  • Marktpreisrisiko

Kreditrisiken resultieren im Wesentlichen aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eine Besonderheit ist hierbei sicherlich die Abschätzung der Risiken aus dem Projektgeschäft. Liquiditätsrisiken bestehen in dem Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht zeitnah erfüllen zu können. Diese Risiken gehen in der Regel mit einer negativen Entwicklung des operativen Geschäfts einher. Marktpreisrisiken bestehen aus Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen. Auf der Absatzseite bestehen im Wesentlichen Währungsrisiken bei Fakturierungen auf USD-Basis. Die dargestellten Risiken können die Vermögens-, Finanz- und Ertragskraft des Konzerns nachteilig beeinflussen.

Der Konzern überwacht im Rahmen des Risikomanagements den Einsatz von Finanzinstrumenten. Dabei ist die Trennung der Funktionen hinsichtlich der operativen Abwicklung der Geschäfte auf Seiten der Gesellschaften einerseits und dem Finanzcontrolling andererseits, das von der Muttergesellschaft aus gesteuert wird, gegeben. Die Richtlinien im Konzern sind so ausgerichtet, dass mögliche Risiken rechtzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet werden können. Die Richtlinien werden den Erfordernissen des Marktes laufend angepasst.

Der Schwerpunkt der Risikosteuerung wird über die operativen Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten gesteuert. Lediglich zur Verringerung bzw. zur Vermeidung der Risiken, die sich aus dem operativen Geschäft ergeben, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Zusätzliche Informationen zu den derivativen Finanzinstrumenten sind unter dem Punkt Marktpreisrisiko beschrieben.

Risikokategorien

1. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlustes, wenn der Kontrahent seinen vertraglichen Verpflichtungen bzw. Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Risiko umfasst dabei im Wesentlichen das Ausfallrisiko als auch das Risiko, das sich aus einer Bonitätsverschlechterung ergibt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus den weltweiten Verkaufsaktivitäten des operativen Geschäftes der einzelnen Gesellschaften. Es existiert kein Debitor, auf den sich mehr als 10% des Forderungsbestandes des Konzerns vereinigt. Der Konzern steuert das Kreditrisiko auf der Basis des internen Finanzcontrollings.

Aus der unterschiedlichen Bonitätseinschätzung der Kunden heraus werden im Regelfall die nachfolgenden Kreditsicherungen vorgenommen:

  • Exportversicherungen
  • Akkreditive
  • Vorauskassen
  • Garantien und Bürgschaften
  • Interne Kreditlinien
  • Sicherungsübereignungen

Die Ausfallrisiken des Konzerns beschränken sich auf ein übliches Geschäftsrisiko, welchem durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Den Kontrahentenrisiken bei derivativen Finanzinstrumenten wird dadurch Rechnung getragen, dass Derivate ausschließlich mit namhaften Kreditinstituten abgeschlossen werden. Das maximale Ausfallrisiko (Kreditrisiko) umfasst den kompletten Ausfall der positiven Buchwerte der

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

Finanzinstrumente. Das Ausfallrisiko der nicht wertberichtigten Finanzinstrumente wird aus heutiger Sicht als grundsätzlich gering eingeschätzt, da durch das eng gefasste Risikomanagement die Ausfallwahrscheinlichkeit gering gehalten wird.

2. Liquiditätsrisiko

Im operativen Liquiditätsmanagement werden die kurz- und mittelfristigen Cashflows der Gesellschaften auf Konzernebene zusammengefasst. Diese Cashflows umfassen neben den Fälligkeiten der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auch die Erwartungen aus den operativen Cashflows der Konzerngesellschaften.

Zum 31.12.2014 ergeben sich für die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns folgende Zahlungsabflüsse aus Zins- und Tilgungszahlungen:

Buchwert Cashflow Cashflow Cashflow
in TEUR 31.12.2014 in 2015 2016–2019 ab 2020
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 162.760 106.232 58.624 3.313
Finanzierungsverbindlichkeiten 100.315 46.267 56.782 1.517
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(ohne erhaltene Anzahlungen)
45.784 45.784 0 0
Sonstige verzinsliche und unverzinsliche Verbindlichkeiten 16.539 14.181 1.842 1.796
Zahlungsabflüsse aus derivativen Finanzinstrumenten –134 2.582 0 0
– Devisenderivate –105 2.582 0 0
– Zinsderivate –29 0 0 0
Zahlungszuflüsse aus derivativen Finanzinstrumenten –134 2.477 0 0
– Devisenderivate –105 2.477 0 0
– Zinsderivate –29 0 0 0

Die Übersicht umfasst folgende Inhalte:

  • Undiskontierte Tilgungs- und Zins-Auszahlungsverpflichtungen aus Finanzierungsverbindlichkeiten
  • Undiskontierte Auszahlungen aus Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen
  • Undiskontierte Auszahlungen der sonstigen verzinslichen und unverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten
  • Undiskontierte, für das jeweilige Jahr unsaldierte Auszahlungs- bzw. Einzahlungsvolumen der derivativen Finanzinstrumente

Für die undiskontierten Auszahlungen werden folgende Annahmen unterstellt:

  • Ist die Zahlung zu verschiedenen Zeitpunkten möglich, so wird der frühestmögliche Zeitpunkt der Fälligkeit unterstellt.
  • Die derivativen Finanzinstrumente umfassen sowohl die Derivate mit negativen als auch positiven beizulegenden Zeitwerten.
  • Die Zinszahlungen von Finanzinstrumenten mit variablen Zinssätzen werden auf Basis von geschätzten Zinssätzen, auf der Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung ermittelten Zinssätze, fortgeschrieben.

Dem Grunde nach werden die zukünftigen Zahlungsabflüsse durch die Zuflüsse aus dem operativen Geschäft gedeckt. Zeitliche und betragsmäßige Spitzen des Finanzbedarfs werden durch die vorgehaltene Liquidität sowie durch das Zusammenspiel der kurz- und langfristigen Kreditlinien in ausreichendem Maße abgedeckt.

3. Marktpreisrisiko

Der Konzern ist aufgrund seiner internationalen Ausrichtung Marktpreisrisiken in Form von Wechselkursrisiken und Zinsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Die ständige Beobachtung der ökonomischen Schlüsselfaktoren und einschlägige Marktinformationen werden zur Beurteilung und Einschätzung der Risiken herangezogen. Der Konzern sichert sich gegen Währungs- und Zinsrisiken gezielt ab. Zur systematischen Erfassung und Bewertung hat der Konzern ein zentral ausgerichtetes Risikomanagementsystem etabliert. Es erfolgt eine kontinuierliche Berichterstattung an den Vorstand.

Währungsrisiken

Aus der internationalen Ausrichtung des Konzerns folgt, dass das operative Geschäft sowie die berichteten Finanz- und Zahlungsströme Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt sind. Das Wechselkursrisiko des Konzerns ist absatzgetrieben und besteht wesentlich zwischen dem US-Dollar und dem Euro. Insbesondere das Transaktionsrisiko, das darin besteht, dass die Umsatzerlöse in Fremdwährung und die dazugehörigen Kosten in Euro anfallen, können das Ergebnis und die Liquidität des Konzerns erheblich beeinträchtigen. Wechselkursschwankungen werden teilweise durch den Abschluss entsprechender Kurssicherungsinstrumente abgesichert. Zur Absicherung von Währungsgeschäften wurden Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte geschlossen. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen.

Aus Devisenterminverkäufen können Marktpreisrisiken in der Form entstehen, dass die Verpflichtung erwächst, Devisen zu einem unter dem am Erfüllungsstichtag marktüblichen Kassakurs zu verkaufen. Das Marktpreisrisiko bei den Optionsgeschäften ist auf die Optionsprämie begrenzt. Die Laufzeiten und der Umfang der Währungssicherungen entsprechen denen der abzusichernden Grundgeschäfte. Zum Stichtag hat der Konzern für eine Restlaufzeit von bis zu zwölf Monaten Sicherungsinstrumente im Bestand, um die zukünftigen Transaktionen absichern zu können.

Finanzinstrumente zur Währungsabsicherung

Nominalvolumen in TUSD Beizulegender Zeitwert in TEUR
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Devisentermingeschäfte (Verkauf) 1.500 3.000 –95 120
Devisenoptionsgeschäfte (USD Puts) 4.500 0 0 0
Nominalvolumen in TCHF
Beizulegender Zeitwert in TEUR
31.12.2014
31.12.2013
31.12.2014
31.12.2013
1.619
0
–10
Devisentermingeschäfte (Verkauf) 0

Gemäß IFRS 7 erstellt die Gesellschaft Sensitivitätsanalysen in Bezug auf Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand am Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

  • Originäre Finanzinstrumente, die in einer Fremdwährung denominiert sind, unterliegen einem Währungsrisiko und werden daher in die Sensitivitätsanalyse einbezogen.
  • Währungskursbedingte Veränderungen der Marktwerte von Devisenderivaten, die weder in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bilanzwirksamen Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind, wirken sich auf das Währungsergebnis aus und werden daher in die Sensitivitätsanalyse einbezogen.

Wenn der Euro gegenüber dem USD am Bilanzstichtag um 10% aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzern-Eigenkapital aufgrund direkter Veränderungen um TEUR 257 niedriger (Vorjahr: TEUR 381 niedriger) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem USD am Bilanzstichtag um 10% abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzern-Eigenkapital aufgrund direkter Veränderungen um TEUR 315 höher (Vorjahr: TEUR 464 höher) gewesen.

Wenn der Euro gegenüber dem USD am Bilanzstichtag um 10% aufgewertet gewesen wäre, wäre das Jahresergebnis im Konzern um TEUR 377 niedriger (Vorjahr: TEUR 160 niedriger) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem USD am Bilanzstichtag um 10% abgewertet gewesen wäre, wäre das Jahresergebnis im Konzern um TEUR 461 höher (Vorjahr: TEUR 196 höher) gewesen.

Die Risiken aus den GBP, CNY, CHF und PLN sind einer Sensitivitätsanalyse unterzogen worden, haben aber keine wesentlichen Auswirkungen.

Zinsänderungsrisiken

Im Konzern werden in üblichem Umfang zinssensitive Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gehalten. Überwiegend wird das operative Geschäft über den Abschluss von festverzinslichen Verbindlichkeiten fristenkongruent finanziert. Um die Flexibilität am Markt zu erhalten, werden jedoch in geringem Umfang zinsvariable Refinanzierungsmöglichkeiten wahrgenommen. Damit die Risiken daraus begrenzt bleiben, können derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps und Caps eingesetzt werden.

Es besteht ein Zins-Cap-Geschäft, die vertragliche Vereinbarung einer Zinsobergrenze, wonach der zu zahlende variable Zins auf 4,35% begrenzt ist. Das Geschäft ist auf den 07. Juni 2024 befristet. Ferner besteht ein Zins-Cap-Geschäft, nach welchem der zu zahlende variable Zins auf 4,15% begrenzt ist. Das Geschäft ist auf den 31. Dezember 2018 befristet. Daneben besteht ein Zins-Swap-Geschäft, welches eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2017 hat.

in TEUR Nominalvolumen Beizulegender Zeitwert
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Zins-Caps 714 794 2 5
Zins-Swap 1.175 945 –31 –41

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinserträge und Zinsaufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

• Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

  • Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Ergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungen designiert sind, aus und werden daher bei den Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
  • Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das Zinsergebnis und werden daher bei den Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau im Berichtsjahr um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um TEUR 529 niedriger (Vorjahr: TEUR 64 niedriger) gewesen.

Wenn das Marktzinsniveau im Berichtsjahr um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um TEUR 915 höher (Vorjahr: TEUR 266 höher) gewesen.

Wenn das Marktzinsniveau im Berichtsjahr um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Konzerneigenkapital um TEUR 529 niedriger (Vorjahr: TEUR 14 niedriger) gewesen.

Wenn das Marktzinsniveau im Berichtsjahr um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Konzerneigenkapital um TEUR 915 höher (Vorjahr: TEUR 14 höher) gewesen.

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage. Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr waren diesbezüglich Finanzinstrumente im Bestand.

6.4. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie beträgt EUR 0,37.

6.5. Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung liegt als Anlage diesen Notes bei. Die Gliederung der Segmente in die Bereiche Industrieautomation und Umwelttechnik entspricht dem gegenwärtigen Stand der internen Berichterstattung. Die Zuordnungen zu dem jeweiligen Segment werden jeweils anhand der angebotenen Produkte und Dienstleistungen getroffen. Im Segment Industrieautomation agiert der M.A.X. Automation-Konzern mit den Unternehmen der AIM-Gruppe, der NSM Magnettechnik-Gruppe, der bdtronic-Gruppe, der IWM Automation-Gruppe sowie der Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH. Im Segment der Umwelttechnik ist der M.A.X. Automation-Konzern mit den Gesellschaften der Vecoplan-Gruppe sowie der altmayerBTD GmbH & Co. KG aktiv. Weitere Informationen zu den Geschäftstätigkeiten der einzelnen Unternehmen sind im Konzernlagebericht unter Punkt 2.10. aufgeführt und können diesem entnommen werden.

Gemäß IFRS 8 werden segmentbezogene Kennzahlen veröffentlicht, die auch dem Konzernvorstand regelmäßig berichtet werden und die für die Steuerung des Unternehmens von zentraler Bedeutung sind. Ein besonderer Fokus liegt hier auf Umsatz und EBIT als Ergebnisgröße. Zusätzlich wird regelmäßig das Working Capital einer genaueren Analyse unterzogen. Die interne Berichterstattung erfolgt in Übereinstimmung mit der externen Rechnungslegung unter Anwendung der IFRS. Im Segmentbericht werden die wesentlichen Erträge

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

und Aufwendungen sowie die relevanten Ergebnisgrößen dargestellt. Zudem wird die Segmentierung des Vermögens betrachtet, wobei der Sitz der Gesellschaft das maßgebliche Kriterium darstellt. Als weitere Steuerungsgrößen sind der durchschnittliche Personalbestand, die Investitionen sowie die Auftragseingänge und -bestände Bestandteile des Segmentberichts. Konzerninterne Transaktionen finden grundsätzlich zu Bedingungen, wie sie unter fremden Dritten üblich sind, statt. Die Segmentierung der Erlöse wird durch die Absatzmärkte bestimmt. In 2014 wurde mit keinem Kunden mehr als 10% des Konzernumsatzes erzielt.

6.6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die M.A.X. Automation AG hat im Januar 2015 den Konsortialkredit (Stand 31. Dezember 2014: TEUR 48.200) mit einem Betrag i.H. v. TEUR 8.200 getilgt.

Die Vecoplan Holding Corporation, Wilmington, Delaware, USA hat mit Vertrag vom 02. Januar 2015 die Minderheitenanteile der Vecoplan LLC, Archdale, North Carolina, USA zu einem Kaufpreis i.H. v. TUSD 2.000 übernommen.

Die NSM Magnettechnik GmbH hat am 06. Februar 2015 100% der Anteile an der iNDAT Robotics GmbH, Ginsheim-Gustavsburg, sowie der iNDAT Engineering + Service GmbH, Braunschweig, erworben. Der Kaufpreis betrug TEUR 10.500, wovon TEUR 1.500 erst Ende August 2016 fällig sind. Der Kaufvertrag enthält zudem diverse Earn-Out-Regelungen, welche abhängig von der Entwicklung des EBIT's, des Auftragseingangs und von Personalkennziffern sind. Die dem M.A.X. Automation-Konzern zugegangenen Vermögenswerte und Schulden werden zurzeit ermittelt.

Weitere Informationen können dem Konzernlagebericht unter Punkt 7.4. entnommen werden.

6.7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 16.174 (Vorjahr: TEUR 21.643). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen i.H. v. TEUR 4.659 (Vorjahr: TEUR 3.051) sowie aus Leasingverträgen i.H. v. TEUR 10.671 (Vorjahr: TEUR 16.955).

Operating Leasing

Im M.A.X. Automation-Konzern bestehen Operating-Leasing-Verträge. Bei den Leasinggegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Immobilien, Pkw, EDV-Anlagen und Büroeinrichtungen. Die Laufzeiten betragen zwischen zwei und 28 Jahren. Es bestehen keine Verlängerungs- und/oder Kaufoptionen. Das wirtschaftliche Eigentum verbleibt beim Leasinggeber, wenn dieser die mit dem Leasinggegenstand verbundenen Chancen und Risiken trägt. Während der Vertragslaufzeit des Leasingverhältnisses werden daher die Leasingraten im M.A.X. Automation-Konzern erfolgswirksam erfasst.

Neben den Leasingzahlungen wird ein Mieterdarlehen gewährt. Die Verzinsung des Mieterdarlehens erfolgt in der Weise, dass mit zunehmendem Aufbau des Mieterdarlehens die Leasingraten abnehmen. Das Mieterdarlehen ist durch Grundschulden auf den entsprechenden Immobilien und durch Bürgschaften von Externen abgesichert. Die Bürgschaften knüpfen an verschiedenen Bedingungen an, die am Abschlussstichtag alle erfüllt waren.

Die finanziellen Verpflichtungen, welche aus diesen Vereinbarungen erwachsen, betragen:

in TEUR 2016 bis
2015 2019 ab 2020 Summe
(Vorjahr)
Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen 1.411 2.966 282 4.659
(1.057) (1.985) (9) (3.051)
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 2.234 4.145 4.292 10.671
(2.583) (5.602) (8.770) (16.955)
Verpflichtungen aus sonstigen Verträgen 782 61 0 843
(1.068) (554) (15) (1.637)

Haftungsverhältnisse

Es wurde ein Mieterdarlehen zur Sicherung der Ansprüche des Leasinggebers verpfändet.

6.8. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 gelten Personen und Unternehmen (auch verbundene Unternehmen), welche vom Unternehmen beeinflusst werden bzw. die das Unternehmen beeinflussen können. Die Unternehmen des M.A.X. Automation-Konzerns erbringen und beziehen im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit unterschiedliche Leistungen für bzw. von nahestehenden Unternehmen. Diese Liefer- und Leistungsbeziehungen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Sofern es sich dabei um Dienstleistungen handelt, werden diese auf Basis bestehender Verträge abgewickelt.

Nahestehende Unternehmen

Gegenüber den nicht konsolidierten Verwaltungsgesellschaften und Vorratsgesellschaften sind Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 22 (davon TEUR 22 unter den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten) ausgewiesen. Mit nahestehenden Unternehmen wurden Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 1.049 (Vorjahr: TEUR 3.556), sonstige betriebliche Erträge i.H. v. TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 76) sowie Zinserträge i.H. v. TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 21) erzielt.

Ein der M.A.X. Automation AG nahestehendes Unternehmen hat für unter den Sonstigen Finanzanlagen ausgewiesene Mieterdarlehen in voller Höhe eine Bürgschaft gestellt. Aufwendungen für Avalprovisionen sind hierfür im Berichtszeitraum nicht angefallen. Ab dem dritten Jahr der Stellung der Bürgschaft werden Avalprovisionen berechnet. Diese betragen zunächst 1% und steigen dann jährlich um ein weiteres Prozent bis maximal 6% an.

Mit der Günther Holding GmbH wurde mit Wirkung zum 01. September 2014 ein unentgeltlicher Beratervertrag abgeschlossen.

Nahestehende Personen

Die Höhe der mit nahestehenden natürlichen Personen getätigten Geschäftsvorfälle beträgt insgesamt TEUR 202 (Vorjahr: TEUR 363). Diese betreffen i.H. v. TEUR 202 (Vorjahr: TEUR 301) Beratungsleistungen (betriebswirtschaftliche Beratung) und Reisekosten durch Aufsichtsratsmitglieder, die über die Grundbezüge von TEUR 48 hinausgehen. Darin enthalten ist Beratungsaufwand für Herrn Lerch für seine Tätigkeit im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Vecoplan i.H. v. TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 168). Die Beziehungen zu Vorstand und Aufsichtsrat werden in 6.10. erläutert.

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

6.9. Abschlussprüfer

Im Berichtsjahr sind Aufwendungen für Honorare des Wirtschaftsprüfers i.H. v. TEUR 377 (Vorjahr: TEUR 488) angefallen.

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
1.
Leistungen für Abschlussprüfungen
262 260
a) Leistungen für das aktuelle Jahr 203 250
b) Leistungen für das Vorjahr 59 10
2.
Andere Bestätigungsleistungen
79 168
3.
Steuerberatungsleistungen
6 26
4.
Sonstige Leistungen
30 34
Summe 377 488

Die anderen Bestätigungsleistungen umfassen Tätigkeiten im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen (zum Beispiel Due Diligence) und dem Review des Halbjahresberichtes.

6.10. Vorstand und Aufsichtsrat Mitglieder des Vorstands

Bernd Priske, Willich (Mitglied des Vorstands bis 27. März 2015) Dipl.-Betriebswirt Sprecher des Vorstands

Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: • Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Vecoplan AG, Bad Marienberg (bis zum 31. Januar 2015)

Fabian Spilker, Düsseldorf Dipl.-Kaufmann Vorstand

• Aufsichtsratsmitglied der Vecoplan AG, Bad Marienberg (seit dem 02. Februar 2015)

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Bezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2014 insgesamt TEUR 856. Die gewährten Bezüge gliedern sich wie folgt auf (Beträge in Klammern betreffen das Vorjahr):

in TEUR Erfolgsunabhängige
Vergütung
Erfolgsabhängige
Vergütung
Versorgungs
aufwand
Gesamt
vergütung
Fixgehalt Sonstige Bezüge Kurzfristige vari
able Vergütung
Langfristige vari
able Vergütung
Bernd Priske 220 29 251 0 20 520
(220) (29) (259) (0) (25) (533)
Fabian Spilker 170 16 150 0 n.a. 336
(26) (0) (25) (0) (n.a.) (51)
in TEUR Erfolgsunabhängige
Vergütung
Erfolgsabhängige
Vergütung
Versorgungs
aufwand
Gesamt
vergütung
Fixgehalt Sonstige Bezüge Kurzfristige vari
able Vergütung
Langfristige vari
able Vergütung
Bernd Priske 220 29 259 0 0 508
(220) (29) (168) (0) (0) (417)
Fabian Spilker 170 16 25 0 0 211
(26) (0) (0) (0) (0) (26)

Folgende Bezüge sind dem Vorstand in 2014 zugegangen (die Beträge in Klammern betreffen das Vorjahr):

Die Herrn Bernd Priske für seine Tätigkeit als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Vecoplan AG im Geschäftsjahr 2014 gemäß der Satzung der Vecoplan AG zustehende Vergütung i.H. v. TEUR 8 wurde und wird nicht an ihn ausgezahlt, da er auf eine Auszahlung verzichtet hat.

Die Rückstellung für die zugunsten des Vorstandsmitglieds Bernd Priske gegebene Pensionszusage beträgt TEUR 226. Eine Rückdeckungsversicherung i.H. v. TEUR 226 wurde zugunsten des Vorstands abgetreten. In den sonstigen Bezügen sind für den Vorstand Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen, enthalten. Als Vergütungsbestandteil ist die Dienstwagennutzung vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Bezüge aus der D&O-Versicherung sind für den Vorstand nicht bezifferbar, da es sich hier um eine Gruppenversicherung handelt, die eine Reihe von Mitarbeitern erfasst.

Die Verträge des Vorstands enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit und für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels.

Mitglieder des Aufsichtsrats Hans W. Bönninghausen, Rösrath Kaufmann, Berater Aufsichtsratsvorsitzender (bis zum 15. September 2014)

Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

• Aufsichtsratsmitglied der FORTAS AG, Rösrath

• Aufsichtsratsvorsitzender der Vecoplan AG, Bad Marienberg (bis zum 15. September 2014)

Gerhard Lerch, Hannover

Dipl.-Betriebswirt, Berater

Aufsichtsratsvorsitzender (bis zum 25. September 2014 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

• Aufsichtsratsvorsitzender der Vecoplan AG, Bad Marienberg (seit dem 19. September 2014)

Dr. Jens Kruse, Hamburg

Generalbevollmächtigter der M.M. Warburg & Co. KGaA, Hamburg Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (ab dem 25. September 2014)

• Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der MeVis Medical Solutions AG, Bremen

• Aufsichtsratsmitglied der Biesterfeld AG, Hamburg

KONZERNANHANG 2014

der M.A.X. Automation AG

Oliver Jaster, Hamburg Geschäftsführer der Günther Holding GmbH, Hamburg

Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

  • Vorsitzender des Aufsichtsrats der ALPHA Business Solutions AG, Kaiserslautern
  • Mitglied des Supervisory Boards der ZEAL Network SE, London

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich für 2014 auf TEUR 64 (TEUR 48) sowie für den Zeitaufwand, der über sechs Sitzungstage pro Geschäftsjahr hinausging, auf TEUR 182 (TEUR 263).

in TEUR Fixe Vergütung Beratungsleistungen Summe
Hans W. Bönninghausen 29 38 67
Gerhard Lerch 19 140 159
Dr. Jens Kruse 4 4 8
Oliver Jaster 12 0 12

In der obigen Aufstellung sind fixe Vergütungen für die Aufsichtsratsmandate der Vecoplan AG für Herrn Bönninghausen i.H. v. TEUR 12 sowie für Herrn Lerch i.H. v. TEUR 4 enthalten. Zudem ist in den Beratungsleistungen von Herrn Lerch eine variable Vergütung für seine Beratungstätigkeiten bei der Vecoplan AG i.H. v. TEUR 11 enthalten. Hinsichtlich der Beratungsleistungen der Aufsichtsratsmitglieder wird auf Abschnitt 6.8. verwiesen. Für weitere Angaben zu den Bezügen des Vorstands und des Aufsichtsrates gemäß §§ 315 Abs. 2 Nr. 4 und 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird auf Abschnitt 10. des Konzernlageberichts verwiesen.

7. Mitteilungspflichtige Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Am 24. April 2013 teilte uns die LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 22. April 2013 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und nun 5,25% (das entspricht 1.406.500 Stimmrechten) beträgt. 5,225% der Stimmrechte (das entspricht 1.400.000 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG von der Baden-Württembergischen Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte zuzurechnen. Am 03. Juli 2013 teilte uns die Stüber & Co. Kommanditgesellschaft, Balzers, Liechtenstein, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 13. Juni 2013 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,001% (das entspricht 1.340.000 Stimmrechten) beträgt. Informativ teilte uns die Stüber & Co. Kommanditgesellschaft, Balzers, Liechtenstein, am 08. Januar 2014 mit, dass sie nunmehr 1.500.000 Stimmrechte an unserer Gesellschaft hält.

Herr Oliver Jaster, Deutschland, hat uns am 06. November 2013 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 05. November 2013 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten hat und nun 29,87% beträgt. Dies entspricht 8.003.854 Stimmrechten. 29,87% der Stimmrechte (dies entspricht 8.003.854 Stimmrechten) sind Herrn Jaster gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Orpheus Capital II GmbH & Co. KG, Hamburg in Deutschland, die Orpheus Capital II Management GmbH, Hamburg in Deutschland, die Günther Holding GmbH, Hamburg in Deutschland und die Günther GmbH, Bamberg in Deutschland, zuzurechnen.

Am 19. September 2014 teilte uns die Universal-Investment-Gesellschaft mbH, mit Sitz in Frankfurt am Main mit, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG am 18. September 2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,998 % (das entspricht 803.186 Stimmrechten) betragen hat. 2,998 % der Stimmrechte (das entspricht 803.186 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Die Deutsche Asset & Wealth Management Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04. Dezember 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, Deutschland am 01. Dezember 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,89 % (das entspricht 1.309.868 Stimmrechten) betragen hat. 0,76 % der Stimmrechte (das entspricht 204.500 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

8. Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, hat als deutsches börsennotiertes Unternehmen die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 31. März 2014 abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite www.maxautomation.de dauerhaft zugänglich gemacht.

9. Befreiung von der Offenlegung für Tochtergesellschaften

Folgende Tochtergesellschaften machen von den Vorschriften des § 264 Abs. 3 HGB zur Befreiung der Offenlegung ihres Jahresabschlusses sowie Lageberichts für das Geschäftsjahr 2014 Gebrauch:

  • bdtronic GmbH, Weikersheim
  • IWM Automation GmbH, Porta Westfalica
  • NSM Magnettechnik GmbH, Olfen
  • Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH, Dillingen

Folgende Tochtergesellschaften machen von den Vorschriften des § 264b HGB zur Befreiung der Offenlegung ihres Jahresabschlusses sowie Lageberichts für das Geschäftsjahr 2014 Gebrauch:

• altmayerBTD GmbH & Co. KG, Rehlingen

Bei diesen Gesellschaften veröffentlicht die M.A.X. Automation AG befreiend ihren Konzernjahresabschluss sowie Konzernlagebericht beim Bundesanzeiger.

Düsseldorf, 30. März 2015

Der Vorstand

Fabian Spilker

KONZERNANLAGESPIEGEL 2014

der M.A.X. Automation AG

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2014

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2014 Veränderungen
aus Konsoli
dierungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2014
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
25.905 1.496 117 736 223 47 28.078
2. Selbst erstellte immaterielle
Vermögenswerte 2.157 0 0 3.552 0 0 5.709
3. Geleistete Vorauszahlungen 212 0 0 276 0 –47 441
28.274 1.496 117 4.564 223 0 34.228
II. Geschäfts- oder Firmenwert
1. Geschäfts- oder Firmenwert 5.377 0 62 0 0 0 5.439
2. Geschäfts- oder Firmenwert
aus Kapitalkonsolidierung
50.530 0 –10 0 0 0 50.520
55.907 0 52 0 0 0 55.959
III. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke und Bauten 59.568 –2.866 267 683 5 102 57.749
2. Technische Anlagen und
Maschinen
22.515 65 65 2.626 1.559 7 23.719
3. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
23.017 –2.275 219 1.554 514 118 22.119
4. Anlagen im Bau 139 0 0 197 0 –128 208
5. Geleistete Vorauszahlungen 99 0 0 49 0 –99 49
105.338 –5.076 551 5.109 2.078 0 103.844
189.519 –3.580 720 9.673 2.301 0 194.031

Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge 31.12.2014 31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
110 4.558 125 14.633 13.445 15.727
0 524 0 1.121 4.588
0 0 0 47 394
110 5.082 125 15.801 18.427 17.452
19 0 0 1.216 4.223
–8 0 0 8.752 41.768
11 0 0 9.968 45.991
51 1.349 5 32.369 25.380
40 1.675 1.274 15.452 8.267
142 1.885 421 16.760 5.359
0 0 0 0 208
0 0 0 0 49
233 4.909 1.700 64.581 39.263
354 9.991 1.825 90.350 103.681 105.277

KONZERNANLAGESPIEGEL 2013

der M.A.X. Automation AG

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2013

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Veränderungen
1.1.2013 aus Konsoli- die
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2013
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten 11.766 13.413 –36 680 28 110 25.905
2. Selbst erstellte immaterielle
Vermögenswerte 1.347 0 0 553 0 257 2.157
3. Geleistete Vorauszahlungen 47 81 –1 85 0 0 212
13.160 13.494 –37 1.318 28 367 28.274
II. Geschäfts- oder Firmenwert
1. Geschäfts- oder Firmenwert 5.393 5 –21 0 0 0 5.377
2. Geschäfts- oder Firmenwert
aus Kapitalkonsolidierung 33.840 16.686 4 0 0 0 50.530
39.233 16.691 –17 0 0 0 55.907
III. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke und Bauten 55.740 3.549 –90 167 153 355 59.568
2. Technische Anlagen und
Maschinen 17.986 2.410 –28 1.079 851 1.919 22.515
3. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung 20.013 1.704 –72 1.649 1.001 724 23.017
4. Anlagen im Bau 1.533 116 0 1.860 5 –3.365 139
5. Geleistete Vorauszahlungen 0 0 0 99 0 0 99
95.272 7.779 –190 4.854 2.010 –367 105.338
147.665 37.964 –244 6.172 2.038 0 189.519

Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Anpassungen der Vorjahreswerte sind im Konzernanhang unter Punkt 2.8. erläutert.

Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2013 Veränderungen
aus Konsoli
dierungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge 31.12.2013 31.12.2013 31.12.2012
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
7.489 908 –35 1.844 28 10.178 15.727 4.277
331 0 0 266 0 597 1.560 1.016
30 0 0 17 0 47 165
7.850 908 –35 2.127 28 10.822 17.452 5.310
1.199 5 –7 0 0 1.197 4.180
8.757 0 3 0 0 8.760 41.770 25.083
9.956 5 –4 0 0 9.957 45.950 29.277
30.390 252 –17 1.242 37 31.830 27.738 25.350
13.775 668 –13 1.132 551 15.011 7.504
14.866 952 –41 1.815 970 16.622 6.395
0 0 0 0 0 0 139
0 0 0 0 0 0 99
59.031 1.872 –71 4.189 1.558 63.463 41.875 36.241
70.828
76.837 2.785 –110 6.316 1.586 84.242 105.277

BESTÄTIGUNGSVERMERK KONZERN

und Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der M.A.X. Automation Aktiengesellschaft, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamteinkommensrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, 31. März 2015 Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Wilfried Steinke Steffen Fleitmann Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der M.A.X. Automation AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Düsseldorf, 30. März 2015

M.A.X. Automation AG Der Vorstand

Fabian Spilker

TOCHTERUNTERNEHMEN

M.A.X. Automation Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2014

a) In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital (%)
Tochterunternehmen der M.A.X. Automation AG:
AIM – Assembly in Motion GmbH, Ellwangen 100
altmayerBTD GmbH & Co. KG, Dettenhausen 100
bdtronic GmbH, Weikersheim 100
BTD Behältertechnik Dettenhausen Verwaltungs GmbH, Dettenhausen 100
IWM Automation GmbH, Porta Westfalica 100
Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH, Dillingen 100
NSM Magnettechnik GmbH, Olfen 100
Vecoplan AG, Bad Marienberg 100
Tochterunternehmen der AIM – Assembly in Motion GmbH:
AIM Micro Systems GmbH, Triptis 100
ELWEMA Automotive GmbH, Ellwangen 100
Rohwedder Macro Assembly GmbH, Bermatingen 100
MA micro automation GmbH (vormals Rohwedder Micro Assembly GmbH), St. Leon-Rot 100
Tochterunternehmen der bdtronic GmbH:
bdtronic BVBA, Diepenbeek, Belgien 100
bdtronic Suzhou Co. Ltd., Suzhou, China 100
BARTEC Dispensing Technology Inc., Tulsa, Oklahoma, USA 100
bdtronic Ltd., Ashton under Lyne, UK 100
bdtronic S.r.l., Monza, Italien 100
Enkel- bzw. Tochterunternehmen der IWM Automation GmbH:
IWM-Automation Verwaltungs GmbH, Porta Westfalica 100
IWM Automation Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen 100
(20% IWM Automation GmbH sowie 80% IWM-Automation Verwaltungs GmbH)
Enkel- bzw. Tochterunternehmen der NSM Magnettechnik GmbH:
mabu-pressen GmbH, Olfen 100
NSM Packtec GmbH, Ahaus 100
Enkel- bzw. Tochterunternehmen der Vecoplan AG:
Vecoplan Maschinenfabrik Verwaltungs GmbH, Bad Marienberg 100
Vecoplan Limited, Birmingham, UK 100
Vecoplan Austria GmbH, Wels, Österreich 100
Vecoplan Holding Corporation, Wilmington, Delaware, USA 100
Vecoplan LLC, Archdale, North Carolina, USA (Tochterunternehmen der Vecoplan Holding Corporation) 80
Vecoplan Midwest LLC, New Albany, Indiana, USA (Tochterunternehmen der Vecoplan LLC) 61
Vecoplan Iberica S.L., Mungia-Bizkaia, Spanien 100
Waste Tec GmbH, Wetzlar 100

b) In den Konzernabschluss nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital (%)
Beteiligungen der Vecoplan AG:
Vecoplan FuelTrack GmbH i. L., Bad Marienberg 49

c) Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am
Kapital (%)
Eigenkapital
(TEUR)
Ergebnis
(TEUR)
Tochterunternehmen der M.A.X. Automation AG:
BDS Führungskräfte GmbH, Düsseldorf 100 22 0 VJ
Tochterunternehmen der altmayerBTD GmbH & Co. KG:
Altmayer Verwaltungs GmbH, Rehlingen 100 25 0 VJ
Tochterunternehmen der Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH:
Mess- und Regeltechnik Verwaltungs GmbH, Dillingen 100 30 0 VJ

KERNSEGMENT INDUSTRIEAUTOMATION

AIM-Gruppe

Die AIM-Gruppe (Assembly in Motion) mit Hauptsitz in Ellwangen (Baden-Württemberg) entwickelt und produziert technologisch anspruchsvolle Lösungen für Kunden aus den Bereichen Automotive und Medizintechnik sowie Sensorik und allgemeiner Industrie.

AIM besteht aus vier spezialisierten Tochtergesellschaften: Die ELWEMA Automotive GmbH stellt Anlagen für Motorenkomponenten wie Zylinder- und Kurbelgehäuse sowie Reinigungsanlagen, Prüf- und Montageanlagen her. Sie besitzt eine starke Marktstellung und ist für namhafte Fahrzeughersteller tätig.

Die Rohwedder Macro Assembly GmbH entwickelt Sonderanlagen für die First-Tier-Supplier der Automobilindustrie und ist vor allem auf die Entwicklung und Herstellung von teil- und vollautomatischen Montagelinien für Getriebe, Kupplungen und Lenkungen spezialisiert.

Die MA micro automation GmbH (vormals Rohwedder Micro Assembly GmbH) ist auf den Bereich der Mikroautomation fokussiert und erfüllt höchste technologische Ansprüche hinsichtlich Montagegeschwindigkeit und Präzision. Beide Unternehmen sind für renommierte Kunden aus den Bereichen Automotive, Medizintechnik und General Industry tätig.

Die AIM Micro Systems GmbH entwickelt und produziert Technologien zur Herstellung optoelektronischer Module und mikrooptischer Komponenten für die Automobil- und die Medizintechnik sowie für die Sensorikund die Laser-Branche.

Geschäftsführer Antonio Alvarez
Beteiligungsquote 100%
Gezeichnetes Kapital in Mio. EUR 0,04
Umsatz 2014 in Mio. EUR (nach IFRS, konsolidiert) 100,0
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 392,7
Gründung 2010
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 2013
www.aim-holding.de

bdtronic-Gruppe

bdtronic mit Sitz in Weikersheim (Baden-Württemberg) zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Dosiertechniksystemen. Das Unternehmen entwickelt technologisch komplexe Lösungen zur Verarbeitung von Reaktionsgießharzen und agiert als Komplettanbieter von Systemen zur Montage- und Fertigungsautomation insbesondere für elektronische Bauteile.

bdtronic erweitert kontinuierlich seine technologischen Kompetenzen und das Produktportfolio. So fertigt das Unternehmen auch Imprägnieranlagen für Elektromotoren, Statoren und Rotoren. Zudem ist es in der Plasmavorbehandlung für verbesserte Haftungseigenschaften von Werkstoffoberflächen tätig. Eine weitere Leistung besteht im Heißnieten als alternative Verbindungstechnik.

bdtronic ist für internationale Kunden aus den Branchen Automobilindustrie, Elektronik und Elektrotechnik, Filterherstellung, Sensorik, Haushaltswaren, Solarindustrie und Medizintechnik tätig. Das Unternehmen verfügt für die weltweite Vermarktung über Vertriebsgesellschaften in Belgien, Großbritannien, Italien, China und den USA.

Geschäftsführer Patrick Vandenrhijn
Beteiligungsquote 100%
Gezeichnetes Kapital in Mio. EUR 0,08
Umsatz 2014 in Mio. EUR (nach IFRS, konsolidiert) 24,9
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 170,6
Gründung 2001
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 2004
www.bdtronic.com

KERNSEGMENT INDUSTRIEAUTOMATION

IWM Automation-Gruppe

Die IWM Automation-Gruppe mit Sitz in Porta Westfalica (Nordrhein-Westfalen) ist ein anerkannter Spezialist für den Sondermaschinenbau. Das Unternehmen steht in der Industrieautomation für individuell maßgeschneiderte und innovative Produktionssysteme aus einer Hand. Dies gilt sowohl für Standardanlagen wie auch für Hightech-Lösungen.

IWM Automation verfügt über umfassende Kompetenzen im Engineering sowie in der Montage-, Schweiß-, Umform-, Dosier- und Prüftechnik. Damit ist das Unternehmen in der Lage, ganzheitliche Lösungsansätze für komplexe Aufgaben zu entwickeln. Wichtigster Absatzmarkt ist die Automobilindustrie.

IWM Automation ist ein zuverlässiger Partner namhafter internationaler Fahrzeughersteller und deren Zulieferer und genießt in der Branche einen ausgezeichneten Ruf. Die Automationslösungen der Gruppe gewährleisten eine schnelle, präzise und qualitativ hochwertige Produktion.

Geschäftsführer Jakob Dirksen
Beteiligungsquote 100%
Gezeichnetes Kapital in Mio. EUR 0,75
Umsatz 2014 in Mio. EUR (nach IFRS, konsolidiert) 40,8
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 135,2
Gründung 1978
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 1998
www.iwm-automation.de

NSM Magnettechnik-Gruppe

NSM Magnettechnik mit Sitz in Olfen (Nordrhein-Westfalen) ist ein technologisch führender Systemanbieter von hochautomatisierten Highspeed-Handlings-Anlagen. Die Gruppe ist in fünf Geschäftsfeldern tätig: Pressenautomation, Verpackungsautomation, Fördersysteme, Pressensysteme sowie Form-, Füll- und Verschließmaschinen. Über die 2015 erworbene iNDAT Robotics GmbH bietet NSM Magnettechnik auch leistungsfähige Lösungen in der Robotik- und Fertigungsautomation.

Die Pressenautomation erstellt Anlagen zum Transportieren, Stapeln und Vereinzeln von Stahl- und Aluminiumplatinen v. a. im Automobilbau. Die Verpackungsautomation ist auf Highspeed-Anlagen für das Handling von Dosen, Deckeln und Verschlüssen in der herstellenden und abfüllenden Industrie spezialisiert. Der Bereich Fördersysteme baut Lösungen für den Teiletransport und die Entsorgung aus Bearbeitungsprozessen sowie zum Filtern und Separieren von Materialien. Der Bereich Pressensysteme baut hochfrequente Präzisions-Stanzautomaten zur spanlosen Umformung von Massenstanzteilen. Der Bereich Form-, Füll- und Verschließmaschinen entwickelt und baut ganzheitliche Anlagensysteme für die Milch-, Joghurt- und Fruchtsaftindustrie.

Die Gruppe ist darauf spezialisiert, schlüsselfertige Anlagen zu liefern und in Betrieb zu nehmen. Ein umfassender Service rundet das Spektrum ab. NSM Magnettechnik beliefert weltweit Kunden aus den Bereichen Automotive, Pressenherstellung, Getränke- und Nahrungsmittelproduktion, Chemie, Werkzeugmaschinenbau, Elektro und Elektronik sowie Konsumgüter.

Geschäftsführer Michael Freischmidt
Jens Ohnholz
Beteiligungsquote 100%
Gezeichnetes Kapital in Mio. EUR 4,1
Umsatz 2014 in Mio. EUR (nach IFRS, konsolidiert) 54,3
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 252,4
Gründung 1959
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 1990
www.nsm-magnettechnik.de

KERNSEGMENT INDUSTRIEAUTOMATION

Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH

Die Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH mit Sitz in Dillingen (Saarland) plant, entwickelt, liefert und betreut mess- und regeltechnische Anlagen sowie Anlagen der Antriebs- und Automationstechnik. Jücker agiert als Spezialanbieter für Software und Steuerungstechnik und verfügt über ein exzellentes Renommee als Systemintegrator und Steuerungslieferant für komplexe Automationsprozesse.

Mess- und Regeltechnik Jücker betreut Kunden aus der Automobilindustrie, der chemischen Industrie und der Stahlindustrie sowie Kraftwerke, Hütten, Zementwerke und Unternehmen der Transporttechnik.

Das Unternehmen hat sein Leistungsangebot darauf ausgerichtet, die Wettbewerbsfähigkeit von produzierenden Unternehmen zu stärken, indem es die Steuerung von Fertigungsabläufen optimiert. Seine präzisen Steuerungslösungen ermöglichen eine flexible Fertigung, die den hohen Ansprüchen an die Qualität von Produkten gerecht wird. Jücker agiert herstellerunabhängig und ist damit in der Lage, seinen Kunden individuell zugeschnittene und wirtschaftliche Lösungen anzubieten.

Geschäftsführer Jens Ohnholz
Michael Freischmidt
Beteiligungsquote 100%
Gezeichnetes Kapital in Mio. EUR 0,4
Umsatz 2014 in Mio. EUR (nach IFRS) 16,2
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 78,1
Gründung 1986
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 1998
www.juecker-germany.de

KERNSEGMENT UMWELTTECHNIK

Vecoplan-Gruppe

Die Vecoplan-Gruppe ist ein weltweit führender Anbieter für Systeme und Komponenten für die Aufbereitung von Holz und Reststoffen im Produktions- und Wertstoffkreislauf. Das Unternehmen ist Spezialist für die Zerkleinerung und Aufbereitung von Primär- und Sekundärrohstoffen. Als Systemanbieter entwickelt, konstruiert und fertigt das Unternehmen komplexe Maschinen und Anlagen.

Aus den Geschäftsbereichen werden die internationalen Kunden gezielt und ganzheitlich bedient: Geschäftsbereich Holz (Holz, Biomasse und Pelletierung), Geschäftsbereich Waste (Haus- und Gewerbeabfälle, Ersatzbrennstoffe und Zementindustrie) und der Geschäftsbereich Recycling (Papier, Kunststoffe und Spezialanwendungen).

Vecoplan hat Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien, Spanien und Österreich sowie zahlreiche Vertriebs- und Servicestandorte weltweit. Das Unternehmen unterhält in Bad Marienberg (Rheinland-Pfalz) eine eigene Entwicklungsabteilung und hat am Stammsitz im Jahr 2014 das weltweit größte und modernste Technologiezentrum der Umwelt- und Recyclingbranche eröffnet. Zudem betreibt Vecoplan Technika in North Carolina (USA).

Vorstand Werner Berens
Beteiligungsquote 100%
Gezeichnetes Kapital in Mio. EUR 8,0
Umsatz 2014 in Mio. EUR (nach IFRS, konsolidiert) 96,7
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 455,9
Gründung 1969
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 1995
www.vecoplan.de

altmayerBTD GmbH & Co. KG

Die altmayerBTD mit Hauptsitz in Dettenhausen (Baden-Württemberg) und einem weiteren Standort in Rehlingen (Saarland) konzipiert und baut technologisch anspruchsvolle Anlagen zur Lagerung und Beförderung explosiver Schüttgüter sowie Spezialanlagen für die Rauchgasreinigung. Das Portfolio wird ergänzt durch Anlagen zur Beförderung, zum Handling und zur Verwertung von Kohlenstaub, kommunalem Klärschlamm und alternativen Brennstoffen sowie durch Behälter und Komponenten für Industrieanlagen.

Als Systemanbieter erbringt das Unternehmen Leistungen in Entwicklung, Konstruktion und Service. Die Kunden sind internationale Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Nahrungsmittel, Kunststoff, Zement, Holz, Pharma, Papier sowie Kraft- und Stahlwerke und Entsorgungsunternehmen.

altmayerBTD ist ein renommierter Tank-, Behälter- und Speicherhersteller in Europa und zählt aufgrund zahlreicher Innovationen zu den Technologieführern der Branche. Das Produktspektrum umfasst Industriebehälter, Regenspeichersysteme, hygienische Heiz- und Trinkwassersysteme sowie Pufferspeicher, darunter Solar-Pufferspeicher. Die Kunden stammen aus der Großindustrie, dem Anlagenbau, dem Heizungsfachgroßhandel und der Solarbranche.

Geschäftsführer Udo Weinert (CEO)
Andreas Weber
Beteiligungsquote 100%
Gezeichnetes Kapital in Mio. EUR 3,39
Umsatz 2014 in Mio. EUR (nach IFRS) 18,2
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 122,8
Gründung1 2009
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe2 1993/1997
www.altmayerbtd.de

1) Vorgängergesellschaften BTD Behältertechnik 1951, Altmayer Anlagentechnik 1927

2) Vorgängergesellschaften BTD Behältertechnik 1993, Altmayer Anlagentechnik 1997

Finanzkalender 2015

Quartalsfinanzbericht zum 1. Quartal: 15. Mai 2015 Hauptversammlung für das Jahr 2015: 30. Juni 2015 Halbjahresfinanzbericht 2015: 14. August 2015 Quartalsfinanzbericht zum 3. Quartal: 13. November 2015

Impressum

Herausgeber: M.A.X. Automation AG, Düsseldorf Redaktion: Frank Elsner Kommunikation für Unternehmen GmbH, Westerkappeln Konzept/Gestaltung: brand.david Kommunikation GmbH, München Reproduktion/Druck: Bluemedia GmbH, München

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