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MAX Automation SE Annual Report 2010

Apr 12, 2011

278_10-k_2011-04-12_213a6136-a351-418b-bc06-2b1a86c2d087.pdf

Annual Report

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G E S C H Ä F T S B E R I C H T 2 0 1 0

DIE M.A.X. AUTOMATION AG IST EINE INTERNATIONAL AGIERENDE UNTERNEHMENSGRUPPE MIT DEN BEIDEN KERNSEGMENTEN UMWELTTECHNIK UND INDUSTRIEAUTOMATION. DIE GESELL-SCHAFT ENTWICKELT MITTELSTÄNDISCHE AUTOMATIONSSPE-ZIALISTEN NACHHALTIG WEITER. DAS LEISTUNGSSPEKTRUM UMFASST TECHNOLOGISCH HOCHWERTIGE PRODUKTE UND SERVICES FÜR DEN AUFTRAGSBEZOGENEN SONDERMASCHI-NENBAU SOWIE FÜR STANDARDANLAGEN.

ZU DEN BESONDEREN MERKMALEN DER M.A.X. AUTOMATION AG GEHÖREN DIE UNTERNEHMERISCHE FÜHRUNG DURCH DIE MUT-TERGESELLSCHAFT SOWIE DIE POSITIONIERUNG DER TOCHTERUN-TERNEHMEN ALS LÖSUNGSORIENTIERTE ANBIETER INTEGRIERTER AUTOMATIONSSYSTEME.

KONZERNKENNZAHLEN IM ÜBERBLICK

2010 2009
Ertragslage in Mio. EUR
Auftragseingang (konsolidiert) 210,6 164,6
Book-to-Bill-Ratio 1,11 1,05
Auftragsbestand am Jahresende* 92,5 73,8
Umsatz 189,7 156,5
– davon Inland 88,3 73,6
– davon Ausland 101,4 82,9
EBITDA 13,2 4,4
EBIT 9,5 0,5
in% von der Gesamtleistung 5,0 0,4
Jahresüberschuss 6,2 0,2
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,23 0,01
Cashflow in Mio. EUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 8,6 19,2
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3,6 -1,0
– davon Investitionen 4,5 2,3
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2,3 -5,1
Finanzmittelbestand am Jahresende 27,3 24,4
Bilanz in Mio. EUR
Bilanzsumme 162,3 148,4
Nettofinanzverbindlichkeiten -0,1 -4,4
Eigenkapital 77,1 71,8
Eigenkapitalquote in% 47,5 48,4
Mitarbeiter (Anzahl)
Mitarbeiter im Durchschnit 964 1.002
– davon Auszubildende 95 92
Aktie
Anzahl Aktien (in Mio. Stück) 26,8 26,8
Marktkapitalisierung (in Mio. EUR) 91,1 63,8
Dividende je Aktie (in EUR) 0,10** 0,05
Stichtagskurs in EUR (Xetra Schlusskurs) 3,40 2,38

* bereinigt um IFRS-Effekte

** Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2010 der M.A.X. Automation AG, vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung am 20. Juni 2011

KERNSEGMENTE

Umwelttechnik – Verantwortung für eine saubere Umwelt

Angesichts globaler Langfristtrends, wie der steigenden Energienachfrage, dem sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen oder dem sinkenden CO2 -Ausstoß werden ausgereifte industrielle Lösungen für die Ressourcenschonung weltweit weiter an Bedeutung gewinnen. Unsere Anlagen zur Zerkleinerung, Förderung und Aufbereitung von Primär- und Sekundärrohstoffen unterstützen die internationale Recyclingwirtschaft und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu den weltweiten Anstrengungen zum Umweltschutz.

2010 2009
in Mio. Euro in Mio. Euro
Auftragseingang (konsolidiert) 120,9 105,5
Segmentumsatz 114,6 94,9
Segment-EBIT 5,7 2,2
Mitarbeiter * (Anzahl) 403 408

* Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende

Industrieautomation – Wachstumschancen durch effiziente Systemlösungen

Der Bedarf an industriell produzierten Gütern steigt weltweit stetig. Zu den Treibern gehören die zunehmende Kaufkraft in Schwellenländern ebenso wie technische Innovationen. Um die industrielle Fertigung bedarfsgerecht, kostengünstig und ressourcenschonend gestalten zu können, benötigen unsere Kunden innovative Automationslösungen. Wir liefern maßgeschneiderte Automationssysteme mit hochwertiger Technologie. Sie sind die Grundlage, um in der industriellen Produktion Herstellkosten zu senken und zugleich die natürlichen Ressourcen zu schonen. Entwicklung, Montage, Inbetriebnahme und Wartung individueller Automationssysteme – darin liegt die Stärke unserer Tochterunternehmen in der Industrieautomation.

2010 2009
in Mio. Euro in Mio. Euro
Auftragseingang (konsolidiert) 89,7 59,1
Segmentumsatz 75,5 62,7
Segment-EBIT 5,7 -0,3
Mitarbeiter * (Anzahl) 462 498

* Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende

JAHRESHIGHLIGHTS

Januar 2010 altmayerBTD, Umwelttechnik

Großauftrag im Bereich verfahrenstechnische Systeme für Schüttgüter in der Kraftwerkindustrie. altmayerBTD übernimmt die Entwicklung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme eines Komplettsystems zum Handling von Wirbelschichtbraunkohle in RWE Kraftwerken.

IWM Automation, Industrieautomation

Einstieg in die Fertigungstechnik von Elektromotoren gelungen. IWM übernimmt die Projektierung, Konstruktion, Herstellung und Inbetriebnahme der gesamten Produktionsanlage eines international führenden Automobilherstellers.

Frühjahr 2010 Vecoplan, Umwelttechnik

Mit Energie geht's weiter: Einführung des VEBS, eines Schredders zur Gewinnung von Ersatzbrennstoffen aus Produktionsresten und -abfällen zur Energiegewinnung für die Zement- und Kraftwerkindustrie.

Vecoplan, Umwelttechnik

Mit Biomasse und Pellets setzt Vecoplan bei NRW Pellets ungeahnte Energien frei. Für das europaweit modernste Pelletwerk hat Vecoplan vier Anlagenbereiche geliefert, montiert und in Betrieb genommen.

NSM Magnettechnik, Industrieautomation

In der Autoindustrie wird mit NSM erfolgreich gestapelt: Das Unternehmen entwickelt technisch anspruchsvolle Stapelanlagen für einen deutschen Automobilproduzenten und zwei weitere Anlagen für den chinesischen Markt.

Frühjahr 2010 Bartec Dispensing Technology, Industrieautomation

Erfolgreiche Einführung der Plasmavorbehandlung für verbesserte Haftung von Werkstoffoberfl ächen und des Heißverstemmverfahrens für die effek tive Umformung thermoplastischer Kunststoffe.

KENNZAHLEN IM ÜBERBLICK 4
JAHRESHIGHLIGHTS 5
INHALT 6
BERICHT DES VORSTANDS 8
UMWELTTECHNIK 12
INDUSTRIEAUTOMATION 20
DIE M.A.X.-AKTIE 28
BERICHT DES AUFSICHTSRATS 32
CORPORATE GOVERNANCE BERICHT 36
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG 40
KONZERNLAGEBERICHT 42
KONZERNABSCHLUSS 64
– KONZERNBILANZ 66
– KONZERN-GESAMTEINKOMMENSRECHNUNG 68
– KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG 69
– KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG 70
– SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 72
– KONZERNANHANG 74
– KONZERNANLAGESPIEGEL 106
– BESTÄTIGUNGSVERMERK KONZERN UND
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
110
TOCHTERUNTERNEHMEN 112
– ANTEILSBESITZ 112
– KURZPORTRÄTS 114
TERMINE + IMPRESSUM 118

BERICHT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2010 ist für Ihr Unternehmen, die M.A.X. Automation AG, sehr erfreulich verlaufen. Unter dem Einfl uss einer sich rasch von der Rezession erholenden Weltwirtschaft und einer dynamischen Konjunktur im Maschinen- und Anlagenbau haben die von uns eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen Früchte getragen und zu einer kräftigen Nachfragebelebung nach den Automationslösungen unserer Tochtergesellschaften geführt. Bereits im ersten Halbjahr verzeichneten wir einen Umsatz- und Ergebnisanstieg gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. In der zweiten Jahreshälfte beschleunigte sich das Wachstumstempo merklich. Damit hat die M.A.X. Automation AG den rezessionsbedingten Einschnitt in die Konzernentwicklung rasch überwunden und gezeigt, welche Potenziale in ihr stecken:

  • Durch den kräftigen Nachfrageschub in unseren beiden Kernsegmenten Umwelttechnik und Industrieautomation erhöhte sich 2010 der konsolidierte Auftragseingang um rd. 28 % auf rd. 211 Mio. Euro. Von Januar bis Juni 2010 hatte das Orderplus noch bei rd. 17 % gelegen.
  • Der Konzernumsatz stieg auf knapp 190 Mio. Euro, eine Zunahme um rd. 21 % gegenüber dem Vorjahr. In den ersten sechs Monaten war der Konzernumsatz nur um gut 6 % gewachsen.
  • Auch die Ertragslage verbesserte sich durch die Geschäftsbelebung signifi kant. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 9,5 Mio. Euro nach 0,5 Mio. Euro im Vorjahr. Davon entfi elen allein 7,7 Mio. Euro auf das zweite Halbjahr. Wir haben damit die im Schlussquartal auf rund 8 Mio. Euro angehobene Ergebnisprognose nochmals übertroffen. Die EBIT-Marge verbesserte sich 2010 auf 5 % bezogen auf die Gesamtleistung.

Bernd Priske

• Unser Konzern verfügt weiterhin über eine hochsolide und komfortable Finanzausstattung. Am Jahresende 2010 lag die Liquidität mit mehr als 27 Mio. Euro über dem bereits hohen Vorjahresniveau. Und die Nettoverschuldung konnten wir bis zum Bilanzstichtag 2010 auf nahezu Null reduzieren.

Auch wenn sich bereits Ende 2009 eine Trendwende in unseren Geschäften andeutete, so lag die Geschwindigkeit der positiven Entwicklung des Jahres 2010 über unseren Erwartungen. Starkes Nachfragewachstum muss aber operativ auch erfolgreich bewältigt werden. Dies ist unseren Tochtergesellschaften vergangenes Jahr gut gelungen, was das Know-how und die Leistungskraft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beweist. Der Vorstand dankt den Vorständen und Geschäftsführern der Tochtergesellschaften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr herzlich für ihren hohen Einsatz. Ihr Engagement hat unsere Gruppe wieder zurück in die Erfolgsspur gebracht.

Natürlich kam uns im vergangenen Jahr die überraschend starke Konjunktur zugute. Der Branchenverband VDMA korrigierte seine Wachstumsprognose 2010 für den deutschen Maschinenund Anlagenbau mehrmals nach oben. Am Jahresende lag die Maschinenproduktion real um 8,8 % über dem Niveau von 2009 – damit allerdings noch etwa 18 % unter dem Wert des Vorkrisenjahres 2008. Gleichwohl zeigt die dynamische Auftragsentwicklung, dass der Aufschwung unserer Branche kein Strohfeuer ist. So stieg 2010 der Ordereingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau gegenüber dem Vorjahr um 36 %.

Die rasche Trendumkehr unseres Konzerns ist neben dem freundlichen Umfeld unserer erprobten und zukunftsweisenden strategischen Ausrichtung zu verdanken. Die M.A.X. Automation AG agiert weltweit auf Zukunftsmärkten, die nachhaltiges Wachstum ermöglichen. Unsere operative Stärke beruht darauf, dass wir als Systemlieferanten hochwertige Komplettlösungen anbieten können, basierend auf unserem Komponenten-Know-how. Die Tochtergesellschaften in unseren beiden Segmenten Umwelttechnik und Industrieautomation profi tieren als Spezialisten für kosteneffi ziente Automationssysteme von langfristigen Trends wie dem Klimaschutz, steigenden Preisen für Roh- und Reststoffe

oder dem permanenten Wandel der Konsumentennachfrage. Die Automationslösungen der M.A.X. Automation-Gruppe versetzen die Kunden in die Lage, ihre Produktion fl exibel und kostenschonend an diese Trends anzupassen, ob im Automobilbau, in der Recyclingbranche, in der Energiewirtschaft oder in anderen wichtigen Industriezweigen. Auch deshalb haben wir in beiden Kernsegmenten 2010 wiederholt Großaufträge in Millionenhöhe akquiriert, zum Beispiel bei Vecoplan, altmayerBTD, NSM Magnettechnik und IWM Automation.

Unser Erfolg ist auch das Ergebnis wettbewerbsfähiger Konzernstrukturen. Mit den Maßnahmen zur Kostensenkung und Steigerung der Effi zienz, die wir 2009 im gesamten Konzern eingeleitet hatten, war die Basis für weiteres ertragsstarkes Wachstum geschaffen. Im Geschäftsjahr 2010 trugen die leistungsfähigen, schlanken Strukturen dann auch maßgeblich zum positiven Geschäftsverlauf bei.

Es freut uns, dass der Kapitalmarkt die positive Entwicklung unseres Konzerns wieder zunehmend würdigt. Der Kurs der M.A.X.-Aktie lag am Jahresende 2010 um rd. 43 % über dem Niveau Ende Dezember 2009. Damit konnten wir die Performance des Vergleichsindex CDAX im vergangenen Jahr deutlich übertreffen. Im ersten Quartal 2011 setzte sich die Aufwärtsbewegung unserer Aktie fort. Angesichts der klaren Wachstumsperspektive des Konzerns sind wir weiterhin von einem erheblichen Wertsteigerungspotenzial der Aktie überzeugt.

Als dividendenorientierte Gesellschaft wollen wir Sie, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, angemessen an der positiven Geschäftsentwicklung der M.A.X. Automation AG teilhaben lassen. Dies gilt natürlich auch für das Jahr 2010. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen deshalb der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Juni 2011 vor, die Dividende auf 10 Eurocent pro Aktie

BERICHT DES VORSTANDS

anzuheben. Dieser Dividendenvorschlag gestattet uns zugleich, das Engagement unser Aktionäre zu honorieren, aber auch die Eigenkapitalbasis des Konzerns und damit unseren Handlungsspielraum mit Blick auf das geplante künftige Wachstum weiter zu stärken.

So positiv das Jahr 2010 verlaufen ist, so klar müssen wir feststellen, dass der M.A.X. Automation-Konzern noch nicht das Umsatz- und Ertragsniveau der Vorkrisenjahre erreicht hat. Dies bleibt unsere Herausforderung für das laufende Jahr. Die Zeichen stimmen uns optimistisch: Die Weltwirtschaft wird 2011 voraussichtlich weiter wachsen, auch wenn Risikofaktoren für die Konjunktur wie die Schuldenkrise einzelner europäischer Staaten, politische Unruhen wie etwa im arabischen Raum oder Naturkatastrophen, wie zum Beispiel in Japan, nicht unterschätzt werden dürfen. Der Maschinen- und Anlagenbau sollte vom weltweit zunehmenden Investitionsgüterbedarf profi tieren und seinen Aufschwung fortsetzen können. Vor diesem Hintergrund sind wir in beiden Kernsegmenten optimistisch für den weiteren Geschäftsverlauf. Die exzellente Auftragslage zu Beginn dieses Jahres lässt darauf schließen, dass wir unseren Wachstumskurs fortsetzen können.

Auch wenn organisches Wachstum der Tochtergesellschaften unsere vorrangige Aufgabe bleibt, so können wir uns sehr gut vorstellen, die vorhandenen technologischen Kompetenzen und die geografi sche Präsenz in unseren Kernsegmenten durch strategische Akquisitionen zu erweitern.

Die erfreuliche Entwicklung unseres Konzerns hat auch im ersten Quartal 2011 angehalten. Daher und mit Blick auf die sehr gute Auftragslage gehen wir davon aus, im Gesamtjahr den Konzernumsatz auf Basis des bestehenden Beteiligungsportfolios auf mehr als 200 Mio. Euro steigern zu können. Das Konzern-EBIT soll wie im Vorjahr überproportional zum Umsatzwachstum zunehmen und in der Spanne zwischen 12,5 und 13,5 Mio. Euro liegen.

Auf mittlere Sicht bleiben wir bei unserem Ziel, die Konzernerlöse auf mehr als 300 Mio. Euro zu erhöhen, bei einer angestrebten EBIT-Marge von 10 %. Die Voraussetzungen für diese Wachstumsschritte sind geschaffen. Wir würden uns freuen, wenn Sie die M.A.X. Automation AG auf diesem Weg begleiten.

Düsseldorf, im März 2011

Der Vorstand

Bernd Priske

UMWELTTECHNIK

UNSERE NATÜRLICHEN RESSOURCEN WERDEN WELTWEIT KNAPPER. ZUGLEICH STEIGT DER KONSUM UND IMMER MEHR ROHSTOFFE WERDEN VERBRAUCHT. MIT INTELLIGENTEN TECHNOLOGIEN KÖNNEN WEITERHIN GÜTER MILLIONEN-FACH HERGESTELLT, RESSOURCEN GESCHONT UND SO DIE UMWELT GESCHÜTZT WERDEN. DER M.A.X. AUTOMATION-KONZERN HAT SICH DARAUF SPEZIALISIERT.

UMWELTTECHNIK: DER NACHWACHSENDE ROHSTOFF HOLZ IST FÜR DIE GLOBALE WIRTSCHAFT UNVERZICHTBAR. DABEI GEWINNT NEBEN DER STOFFLICHEN NUTZUNG, ETWA IN DER BAU- ODER MÖBELINDUSTRIE, AUCH DIE ENERGETISCHE NUTZUNG ZUNEHMEND AN BEDEUTUNG. RICHTIG AUFBEREITET KANN HOLZ ALS EFFIZIENTER ENERGIETRÄGER FUNGIEREN, IN DER INDUSTRIE EBENSO WIE IN PRIVATEN HAUSHALTEN.

DER STEIGENDE HOLZBEDARF MACHT EINE SCHONENDE UND NACH-HALTIGE NUTZUNG DER BESTÄNDE UNERLÄSSLICH. DESHALB STOS-SEN DIE TECHNOLOGISCH FÜHRENDEN RECYCLINGLÖSUNGEN DER UMWELTTOCHTER VECOPLAN BEI INDUSTRIEUNTERNEHMEN WELTWEIT AUF ZUNEHMENDE NACHFRAGE.

Holz ist einer der wichtigsten nachwachsenden Rohstoffe.

.................................. A.U.T.O.M.A.T.I.O.N

übernimmt seine Wiederverwertung.

UMWELTTECHNIK: MIT DER GLOBALEN WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG GEHT DIE ZUNAHME DES PRIVATEN KONSUMS EINHER, DIE ZU EINEM VERMEHRTEN VERBRAUCH AN ROHSTOFFEN FÜHRT. WELTWEITE POLI-TISCHE RAHMENBEDINGUNGEN VERSUCHEN DESHALB, ÖKONOMIE UND ÖKOLOGIE ZU VERBINDEN, UM EINERSEITS RESSOURCEN EFFEKTIV ZU VERTEILEN UND DIESE ANDERERSEITS DURCH WIEDERAUFBEREITUNGS-MASSNAHMEN FÜR DEN WIRTSCHAFTSKREISLAUF WIEDERZUGEWINNEN. DAS ÜBERGEORDNETE ZIEL DABEI IST DER SCHUTZ DER UMWELT UND DES KLIMAS FÜR NACHFOLGENDE GENERATIONEN.

DIE UMWELTTÖCHTER DER M.A.X. AUTOMATION AG SIND ALS WELTWEITE ANBIETER VON KOMPLETTEN RECYCLINGSYSTEMEN UND SPEZIALANLA-GEN ZUR RAUCHGASREINIGUNG BESTENS POSITIONIERT, UM DIE INDU-STRIELLE PRODUKTION MIT DEM ZUNEHMENDEN UMWELTSCHUTZ ZU VERZAHNEN. SO ENTSTEHT NACHHALTIGES WIRTSCHAFTSWACHSTUM.

Mit dem Konsum steigt der Bedarf an Ressourcen.

.................................. A.U.T.O.M.A.T.I.O.N

führt sie in den Wirtschaftskreislauf zurück.

17

UMWELTTECHNIK: UM WERTVOLLE RESTSTOFFE WIEDER IN DEN WIRT-SCHAFTSKREISLAUF ZURÜCKZUFÜHREN, SCHREIBT DIE EUROPÄISCHE ABFALLRAHMENRICHTLINIE EINE RECYCLINGQUOTE FÜR RESTMÜLL VON 50 % VOR. DIESE POLITISCHE MASSNAHME GILT FÜR ALLE EU-MITGLIEDS-STAATEN UND SOLL BIS ZUM JAHR 2020 ERFÜLLT WERDEN. BEREITS HEUTE HAT DIE DEUTSCHE ABFALLWIRTSCHAFT DIESES ZIEL ÜBERHOLT UND GILT MIT EINER RECYCLINGQUOTE VON ÜBER 62 % ALS VORREITER IN DER WIEDERAUFBEREITUNG.

DIES BEDEUTET: DIE SYSTEMATISCHE RÜCKGEWINNUNG VON WERT-STOFFEN STEHT EUROPAWEIT, ERST RECHT GLOBAL, NOCH AM ANFANG. DOCH SCHON HEUTE SIND DIE RECYCLINGSYSTEME DER M.A.X.-GRUPPE WELTWEIT FÜHREND.

Viele Ressourcen warten ungenutzt.

sorgt für wertvolles Recycling. .................................. A.U.T.O.M.A.T.I.O.N

19

ÜBERALL AUF DER WELT TRÄUMEN DIE MENSCHEN VOM WOHLSTAND. DOCH JE HOCHWERTIGER UND MODERNER EIN PRODUKT, DESTO TEURER WIRD ES. TATSÄCHLICH? DER M.A.X. AUTOMATION-KONZERN BIETET INNOVATIVE LÖSUNGEN, UM TRÄUME WAHR WERDEN ZU LASSEN.

INDUSTRIEAUTOMATION: NIRGENDS ENTWICKELT SICH DER AUTOMOBIL-MARKT SO RASANT WIE IN CHINA. FAST 20 % ALLER WELTWEIT PRODUZIER-TEN NEUFAHRZEUGE WURDEN 2010 DORT VERKAUFT, TENDENZ STEIGEND.

DER M.A.X. AUTOMATION-KONZERN IST BESTREBT, AN DIESEM WACHSTUM TEILZUHABEN. BEREITS HEUTE BELIEFERN DIE TOCHTERGESELLSCHAFTEN DER M.A.X. AUTOMATION AG WESTLICHE INDUSTRIEUNTERNEHMEN IM CHINESISCHEN WIRTSCHAFTSRAUM. ANFANG 2011 IST DER TOCHTERGE-SELLSCHAFT NSM MIT EINEM GROSSAUFTRAG DER EINSTIEG IN DIE DIREKT-AUSRÜSTUNG DER CHINESISCHEN AUTOMOBILBRANCHE GELUNGEN.

Auch in Asien träumt man den Traum vom eigenen Auto. schafft die Realität dafür. .................................. A.U.T.O.M.A.T.I.O.N

INDUSTRIEAUTOMATION: DIE PRODUKTIONSZAHLEN DER WELTWEITEN AUTOMOBILINDUSTRIE BELEGEN, DASS DIE BRANCHE SICH VON DER WIRTSCHAFTSKRISE ERHOLT HAT. MIT KNAPP 60 MIO. HERGESTELLTEN FAHRZEUGEN IM JAHR 2010 WURDE DAS VORKRISENNIVEAU ERREICHT. 2011 SOLL DIE PRODUKTION AUF 64,5 MIO. ZUNEHMEN.

DIE AUTOMATIONSLÖSUNGEN DES M.A.X. AUTOMATION-KONZERNS ER-MÖGLICHEN ES NAMHAFTEN FAHRZEUGHERSTELLERN IN ALLER WELT, IHRE KAPAZITÄTEN ZÜGIG UND KOSTENEFFIZIENT AN DIE STEIGENDE NACHFRAGE ANZUPASSEN.

Der Bedarf am wichtigsten Transportmittel ist grenzenlos. .................................. A.U.T.O.M.A.T.I.O.N

sorgt für weltweiten Nachschub.

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INDUSTRIEAUTOMATION: DEUTSCHLAND SOLL LEITMARKT FÜR ELEKTRO-MOBILITÄT WERDEN. DIE BUNDESREGIERUNG STREBT AN, BIS ZUM JAHR 2020 RUND 1 MIO. BATTERIEBETRIEBENE FAHRZEUGE AUF DIE STRASSE ZU BRINGEN.

DIE ZUKUNFT GEHÖRT UMWELTFREUNDLICHEN AUTOS. DAHER MÜSSEN HERSTELLER IHRE PRODUKTIONSPROZESSE GEZIELT WEITERENTWICKELN. ALS SPEZIALIST FÜR AUTOMATIONSSYSTEME IN DER FAHRZEUG-BRANCHE BIETET DIE M.A.X.-GRUPPE SCHON HEUTE INNOVATIVE FERTIGUNGSLÖSUNGEN FÜR DIE AUTOS VON MORGEN.

Auch in Zukunft ist Mobilität gefragt. bleibt ein wichtiger Partner. .................................. A.U.T.O.M.A.T.I.O.N

Für unsere Aktionäre war 2010 ein erfreuliches Jahr. Die M.A.X.-Aktie übertraf die Performance des Referenzindex CDAX deutlich.

DIE M.A.X.-AKTIE

Aktienmärkte setzen Erholung fort

Nach der überraschend guten Performance der Aktienmärkte im Vorjahr setzte sich 2010 der Kursaufschwung an den Börsen weltweit fort. Treibende Kräfte waren das starke Wachstum der Weltwirtschaft sowie die expansive Geldpolitik der Notenbanken in den Industrieländern. Zudem erzielten viele Unternehmen deutlich gestiegene Gewinne. In Asien, Lateinamerika und den USA legten die Leitindizes teils kräftig zu.

In Europa ergab sich ein geteiltes Bild: Infolge der hohen Staatsverschuldung verschlechterten sich die Ratings etwa für Griechenland, Portugal, Irland und Spanien. Ungeachtet der Stützungsmaßnahmen der Europäischen Union stiegen die Risikoaufschläge für Anleihen dieser Staaten deutlich. Verunsicherte Investoren zogen sich von den Aktienmärkten der betroffenen Länder zurück. Dagegen zeigten sich die deutschen Börsen 2010 in guter Verfassung. Befl ügelt von den sprunghaft steigenden Exporten und einem kräftigen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts verzeichneten viele Aktien erhebliche Wertzuwächse. Der Deutsche Aktienindex (DAX) legte 2010 um 16 % zu. Der MDAX gewann 35 %, der SDAX stieg um 46 %. Der CDAX, Referenzindex der M.A.X. Automation AG, verbesserte sich um 18 %.

M.A.X.-Aktie mit deutlichem Wertzuwachs

Hatte die Aktie der M.A.X. Automation AG im Vorjahr nur unterdurchschnittlich an Wert gewonnen, so übertraf der Kursanstieg 2010 die CDAX-Performance deutlich. Der Jahresschlusskurs der M.A.X.-Aktie am 30. Dezember 2010 lag mit 3,40 Euro um 42,8 % über dem Vorjahreswert (30. Dezember 2009: 2,38 Euro). Ihren tiefsten Stand erreichte die Aktie am 04. Januar 2010 bei 2,40 Euro. Nach einer Seitwärtsbewegung im zweiten und dritten Quartal stieg der Kurs im Schlussquartal 2010 auf das Jahreshoch von 3,49 Euro am 29. Dezember 2010. Die Marktkapitalisierung der M.A.X. Automation AG belief sich am Jahresende 2010 auf rund 91 Mio. Euro. Am gleichen Vorjahresstichtag war die Gesellschaft mit rund 64 Mio. Euro bewertet worden.

Unter anhaltend freundlichen Börsenvorzeichen setzte die M.A.X.-Aktie ihren Aufwärtstrend im ersten Quartal 2011 fort. Am 31. März 2011 schloss die

Aktie bei 4,00 Euro und übertraf damit den Jahresschlusskurs 2010 um 17,6 %.

Eckdaten M.A.X. Automation AG 31.12.2010
Wertpapierkennnummer (WKN) 658090
ISIN DE0006580905
Börsenkürzel MXH
Aktiengattung Nennwertlose Stückaktien
Zahl der Aktien 26,79 Mio. Stück
Rechnerischer Nennwert je Aktie 1 Euro
Anteil Free Float 56,8 %
Segment General Standard
Index CDAX

Aktionärsstruktur nahezu unverändert

Die Aktionärsstruktur der M.A.X. Automation AG ist auch im Berichtszeitraum in ihren Grundzügen unverändert geblieben. Die Gesellschaft hat damit trotz der wechselhaften Marktentwicklung der vergangenen zwei Jahre die Stabilität im Aktionärskreis grundsätzlich gewahrt.

Am 13. April 2010 teilte die M.A.X. Automation AG mit, dass die Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main, einen Stimmrechtsanteil von 3,0 % erworben hat. Hauptaktionär am Jahresende 2010 war unverändert die FORTAS AG mit einem Anteil von 22,6 % am Grundkapital der Gesellschaft.

Anteile am Grundkapital

FORTAS AG DWS Investment GmbH

Pioneer Asset Management S.A. Universal-Investment-Gesellschaft mbH

Streubesitz davon Hans W. Bönninghausen

Weitere Anteilseigner waren die DWS Investment GmbH (7,4 %) sowie die Pioneer Asset Management S.A. (7,1 %). Der Aufsichtsratsvorsitzende der M.A.X. Automation AG, Herr Hans W. Bönninghausen, hielt am Jahresende 2010 3,1 % des Grundkapitals. Im Streubesitz bei privaten und institutionellen Anlegern befanden sich 56,8 % der Stimmanteile.

Die Pioneer Asset Management S.A., Luxemburg, informierte die Gesellschaft am 05. Januar und am 12. Januar 2011 über die Rückführung ihres Aktienanteils auf 1,3 %. Der Streubesitz erhöhte sich durch den Aktienverkauf auf 63,9 %.

Dividendenorientierung beibehalten

Obgleich das Geschäftsjahr 2009 rezessionsbedingt von einer vorübergehend schwächeren Ertragslage geprägt war, entschloss sich die M.A.X. Automation AG 2010 zur Fortführung ihrer dividendenorientierten Ausschüttungspolitik. Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 10. Juni 2010 stimmte die große Mehrheit der Aktionäre dem Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu. Für das Geschäftsjahr 2009 wurden wie im Vorjahr 5 Eurocent je Aktie ausgeschüttet. Die Dividendensumme erreichte rund 1,3 Mio. Euro. Damit hat die M.A.X. Automation AG auch in einem schwierigen Marktumfeld am Grundsatz der Dividendenorientierung festgehalten. Die Ausschüttung honorierte zugleich das Vertrauen und langjährige Engagement zahlreicher Aktionäre.

Höhere Ausschüttung für 2010 geplant

Nach der signifi kanten Ertragsverbesserung im Jahr 2010 beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Juni 2011 eine Anhebung der Dividende auf 10 Eurocent je Aktie vorzuschlagen. Dadurch würde sich die Gesamtausschüttung auf rund 2,7 Mio. Euro erhöhen.

Diese Empfehlung zielt darauf, die Aktionäre angemessen an der wieder deutlich verbesserten Ertragslage des Konzerns teilhaben zu lassen. Der Vorschlag erlaubt zudem eine weitere Stärkung der Eigenkapitalbasis, die für das geplante Konzernwachstum von besonderer Bedeutung ist.

Kommunikation mit dem Kapitalmarkt intensiviert

Die M.A.X. Automation AG ist den Grundsätzen einer offenen, umfassenden und zeitnahen Kommunikation mit dem Kapitalmarkt und den Medien verpfl ichtet. Vor dem Hintergrund des Aufschwungs an den Aktienmärkten und des dynamischen Geschäftsverlaufs hat der Vorstand die Gespräche mit Analysten und Investoren aus dem In- und Ausland im Jahr 2010 intensiviert.

Roadshows und Konferenzpräsentationen fanden unter anderem in Frankfurt und Zürich statt. Dabei hat sich gezeigt, dass mit zunehmendem Vertrauen in die Stabilität der Finanzmärkte auch das Interesse der Anleger an aussichtsreichen Nebenwerten wieder zunimmt. Die M.A.X.-Aktie fand im Jahresverlauf verstärkt Beachtung am Kapitalmarkt. Kaufempfehlungen sprachen 2010 mehrfach Close Brothers Seydler Research AG sowie Equinet Bank AG aus.

Auch die Finanz- und Anlegermedien weiteten ihre Berichterstattung über den M.A.X. Automation-Konzern im Vergleich zum Vorjahr aus. Der Vorstand nahm 2010 zahlreiche Gelegenheiten wahr, um Journalisten im persönlichen Gespräch vom Wachstumspotenzial der Gesellschaft zu überzeugen. Diese Interviews ergänzten die Ad-hoc-Kommunikation sowie die anlassbezogene Kommunikation, zumeist durch Pressemitteilungen.

Bei anhaltend freundlichem Marktumfeld ist zu erwarten, dass der Informationsbedarf von Investoren, Analysten und Finanzjournalisten über den M.A.X. Automation-Konzern im Jahr 2011 steigen wird. Der Vorstand beabsichtigt, die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt und den Medien kontinuierlich weiter auszubauen. Roadshows und Konferenzteilnahmen sind auch in 2011 geplant. Ferner soll die Präsenz in der Finanz- und Wirtschaftspresse verstärkt werden. Die Kommunikationsmaßnahmen verfolgen zwei wesentliche Ziele: Die M.A.X. Automation AG als zukunftsfähige, wachstumsstarke Unternehmensgruppe im Kapitalmarkt zu positionieren und die Attraktivität der M.A.X.-Aktie für langfristige Investoren weiter zu steigern.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

auf Grundlage der in mündlicher und schriftlicher Form erstatteten zeitnahen Berichte des Vorstands über die Geschäftslage der M.A.X. Automation AG und des Konzerns hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der M.A.X. Automation AG im Geschäftsjahr 2010 den aktienrechtlichen Regelungen entsprechend überwacht. Der Aufsichtsrat stand dem Vorstand im Geschäftsjahr 2010 zudem beratend zur Seite. Die Berichte des Vorstands bezogen sich insbesondere auf grundsätzliche Fragen der Finanz- und Investitionspolitik sowie die Rentabilität und die Risikosituation der M.A.X. Automation AG und des Konzerns unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen und befasste sich intensiv mit den Geschäftsvorfällen der Gesellschaft und des Konzerns.

Dem Aufsichtsrat wurden regelmäßig Berichte über den Geschäftsverlauf mit Abweichungsanalysen zum Budget und zum Vorjahr vorgelegt. Die Berichte dokumentierten auch die Liqui ditäts- und Finanzlage einschließlich der aktuellen Kreditlinien und der Inanspruchnahme. Alle zustimmungspfl ichtigen Geschäfts vorgänge wurden intensiv mit dem Aufsichtsrat erörtert und soweit erforderlich hierfür die Genehmigung erteilt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats, insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende, standen auch außerhalb der Sitzungen in einem intensiven Dialog mit dem Vorstand und haben sich anhand von

mündlichen und schriftlichen Berichten über die Lage und Entwicklung der einzelnen Gesellschaften und des Konzerns informiert, die Berichte des Vorstands besprochen, sowie Fragen der Geschäftspolitik, des Geschäftsverlaufs und der weiteren Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns mit dem Vorstand intensiv beraten.

Anhand der Berichte und Auskünfte des Vorstands überzeugte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Ebenso versicherte sich der Aufsichtsrat durch Befragung des Vorstands, der Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften und des Abschlussprüfers, dass in Gesellschaft und Konzern alle Anforderungen des Risikomanagementsystems erfüllt werden.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen

Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt. Der Aufsichtsrat war bei allen Sitzungen vollständig anwesend. Da der Aufsichtsrat gemäß den Regelungen der Satzung lediglich aus drei Mitgliedern besteht, wurden keine Ausschüsse gebildet.

Der Aufsichtsrat hat sich in den vier Sitzungen über die wichtigsten Geschäftsereignisse, die Unternehmensplanung sowie über die wirtschaftliche Lage der M.A.X. Automation AG und des M.A.X. Automation-Konzerns beraten.

Die Prüfungen und die Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats bezogen sich in den Aufsichtsratssitzungen vor allem auf folgende Gegenstände:

In der Bilanzaufsichtsratssitzung am 26. März 2010 konzentrierte sich der Aufsichtsrat auf die Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses sowie der Lageberichte für die AG und den Konzern. Dabei hat der Aufsichtsrat, neben seiner eigenen – originären – Prüfungstätigkeit im Rahmen der Vorbereitung der Bilanzaufsichtsratssitzung, in der Sitzung zahlreiche Fragen an den persönlich anwesenden Abschlussprüfer gestellt und diese ausführlich mit dem Abschlussprüfer erörtert. Ebenfalls im Fokus dieser Sitzung standen die Entwicklung der Tochtergesellschaften im Jahr 2010, ihre strategische Weiterentwicklung, mögliche Akquisitionen und Personalien.

Die Sitzung vom 10. Juni 2010 beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2010, insbesondere mit Überlegungen zu Effi zienzsteigerungen in den Produktionsprozessen der Tochtergesellschaften, sowie mit möglichen Akquisitionen.

In der Sitzung vom 01. Oktober 2010 berichtete der Vorstand intensiv über die Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften und über das Risikomanagementsystem. Wiederum standen potenzielle Akquisitionen im Fokus.

In der Sitzung vom 17. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat seine Prüfungstätigkeit auf die vorgelegte Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2011 konzentriert. Der Aufsichtsrat hat die Planung insbesondere auf deren Plausibilität geprüft sowie darin enthaltene Chancen und Risiken unter Berücksichtigung eines in 2011 möglicherweise volatilen konjunkturellen Umfelds ausführlich mit dem Vorstand beraten. In diesem Zusammenhang wurde auch der mögliche Börsengang der Vecoplan AG thematisiert. Ferner wurden potenzielle Akquisitionen im In- und Ausland erörtert, Investitionen in Produktionsanlagen diskutiert und über das Risikomanagementsystem berichtet.

Der Aufsichtsrat hat außerdem die jeweiligen Monatsberichte geprüft. Diese enthalten Informationen über die Umsatz- und die Ertragsentwicklung der Gesellschaften und des Konzerns nach Segmenten, dies sowohl pro Monat als auch kumuliert. Zusätzlich wird darin die Liquiditäts- und Finanzlage abgebildet.

Wie in den Vorjahren gab es auch 2010 regelmäßige Arbeitsbesprechungen zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und den Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften in dem 2003 gegründeten Steuerungskreis. Dieser Kreis dient vor allem dazu, die operativen und fi nanziellen Entwicklungen in den Tochtergesellschaften zu besprechen, Synergiepotenziale zu erforschen und den Informationsaustausch zwischen den Tochtergesellschaften und der Muttergesellschaft zu fördern. Im Jahr 2010 fanden zwei Steuerungskreissitzungen statt.

Organe der Gesellschaft

Herr Prof. Rainer Kirchdörfer hatte – wie bereits berichtet – sein Amt als Aufsichtsratsmitglied mit Wirkung zum Ablauf des 23. Dezember 2009 niedergelegt. Das zuständige Registergericht Düsseldorf hatte Herrn Gerhard Lerch mit Wirkung ab dem 24. Dezember 2009 zum weiteren Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. In der ordentlichen Hauptversammlung am 10. Juni 2010 wurde Herr Gerhard Lerch von den Aktionären zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Risikomanagement

Alle aus der Sicht des Vorstands und des Aufsichtsrats erkennbaren Risikofelder wurden diskutiert. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand ein funktionierendes Risikomanagement installiert hat. Das Risikomanagement wurde durch den Abschlussprüfer einer Prüfung unterzogen. Dieser bestätigt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen und ein Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns gefährden, frühzeitig zu erkennen. Dabei hat der Abschlussprüfer keine im Rahmen dieser Prüfung an den Aufsichtsrat zu berichtenden Vorgänge festgestellt.

Jahres- und Konzernabschluss 2010

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für die M.A.X. Automation AG und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie die Lageberichte für AG und Konzern sind unter Einbeziehung der Buchführung durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, geprüft worden. Der Abschlussprüfer wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden nach der Hauptversammlung schriftlich mit der Prüfung der Rechnungslegung beauftragt. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer vorschlug, hatte diese dem Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich bestätigt, dass

keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen können. Der Abschlussprüfer war für Rückfragen auf der Aufsichtsratssitzung am 30. März 2011 anwesend, hat seinerseits über den Verlauf der Prüfung sowie deren wesentlicher Ergebnisse berichtet und hat die Fragen des Aufsichtsrats eingehend beantwortet.

Der Abschlussprüfer kam zu dem Ergebnis, dass der Jahresabschluss der AG und der Konzernabschluss sowie die Lageberichte von AG und Konzern mit den ordnungsgemäß geführten Büchern der Gesellschaft, mit den gesetzlichen Vorschriften und mit der Satzung der M.A.X. Automation AG übereinstimmen. Er erhob keine Einwände und erteilte jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers ebenfalls geprüft und den Jahresabschluss der AG sowie den Konzernabschluss und die Lageberichte von AG und Konzern sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns einer eigenen Prüfung unterzogen. Dem Aufsichtsrat lagen die Entwürfe und die Ausfertigungen mit ausreichend langem zeitlichen Vorlauf vor, so dass die gründliche Prüfung aller Dokumente möglich war. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat erhob seinerseits nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung gegen den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte für AG und Konzern, insbesondere bezüglich der Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung und den Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 5 und 315 Abs. 2 Nr. 5 und Abs. 4 HGB keine Einwände. Der vom Vorstand

aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernabschluss der M.A.X. Automation AG zum 31. Dezember 2010 wurden gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem vom Vorstand unterbreiteten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen. Der Erklärung zur Unternehmensführung hat der Aufsichtsrat ebenfalls zugestimmt.

Entsprechenserklärung

Gemäß § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat auf der Basis der geänderten Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 26. Mai 2010 eine aktualisierte Entsprechenserklärung abgegeben und im Internet veröffentlicht. Der Aufsichtsrat hat gemäß den Anforderungen des Corporate Governance Kodex eine Effi zienzprüfung durchgeführt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Vorständen und Geschäftsführern der Tochterunternehmen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des M.A.X. Automation-Konzerns für ihr engagiertes und erfolgreiches Wirken im vergangenen Geschäftsjahr.

Düsseldorf, im März 2011

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats

Hans W. Bönninghausen

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Corporate Governance

Die Einhaltung international anerkannter Standards für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und -kontrolle (Corporate Governance) sind zu einem wichtigen Kriterium für die Anlageentscheidungen von Investoren geworden. Die M.A.X. Automation AG begrüßt den in Deutschland geltenden Deutschen Corporate Governance Kodex und sieht in ihm ein geeignetes Mittel, um das Vertrauen des Kapitalmarktes in die Gesellschaft zu sichern und zu stärken. Der folgende Corporate Governance Bericht dient der Zusammenfassung der wesentlichen Corporate Governance-Grundsätze, die für die Unternehmensführung der M.A.X. Automation AG maßgeblich sind.

Allgemeines zur Führungsstruktur

Die M.A.X. Automation AG unterliegt den Vorschriften des deutschen Aktienrechts, den Kapitalmarktregelungen sowie den Bestimmungen der Satzung und der Geschäftsordnung für Vorstand und Aufsichtsrat. Mit ihren Organen Vorstand und Aufsichtsrat hat die M.A.X. Automation AG eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur. Vorstand und Aufsichtsrat sind und fühlen sich den Interessen der Aktionäre und dem Wohle des Unternehmens verpfl ichtet. Die Hauptversammlung ist das dritte Organ des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens.

Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht als einen Bestandteil des Überwachungs- und Kontrollprozesses klare und transparente Verfahren und Strukturen vor und spiegelt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex für den Aufsichtsrat wider. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten eng und vertrauensvoll im Interesse der M.A.X. Automation AG zusammen. Die Themenschwerpunkte der Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat können dem "Bericht des Aufsichtsrats", der Bestandteil dieses Geschäftsberichtes (vgl. S. 32) ist, entnommen werden.

Der Aufsichtsrat orientiert sich bei seinen Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern neben den gesetzlichen Vorschriften ausschließlich an der fachlichen und persönlichen Eignung der Kandidaten sowie an sachgerechten – die Funktion des Aufsichtsrats fördernden – Zweckmäßigkeitserwägungen. Hierzu gehört beispielsweise die Zugehörigkeit von Mitgliedern, die einschlägige unternehmerische Erfahrungen aufweisen (vgl. hierzu die Ausführungen in der Entsprechenserklärung zu Kodex Ziffer 5.4.1). Der Aufsichtsrat sieht davon ab, konkretere Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen, zumal mit der bloßen Benennung solcher konkreten Ziele nicht notwendigerweise eine Verbesserung der Qualität der Aufsichtsratstätigkeit einhergeht.

Der Vorstand

Der Vorstand der M.A.X. Automation AG (derzeit bestehend aus einem Mitglied) leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Er ist an das Unternehmensinteresse gebunden. Das Ziel seiner Tätigkeit besteht in der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Des Weiteren ist er verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der gesetzlich erforderlichen Berichte, wie Jahres-/Konzernabschlüsse und Zwischenberichte. Er trägt ferner Sorge für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling sowie für eine regelmäßige, zeitnahe und umfassende Berichterstattung an den Aufsichtsrat über alle für den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Unternehmensplanung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements.

Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspfl ichten des Vorstands näher festgelegt. Wesentliche Geschäfte bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Maßnahmen und Geschäfte von grundlegender Bedeutung werden den Anteilseignern und dem Kapitalmarkt rechtzeitig mitgeteilt, um die Entscheidungsprozesse auch unterjährig transparent und die Kapitalmarktteilnehmer ausreichend informiert zu halten. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die zustimmungspfl ichtigen Geschäfte.

Die Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die M.A.X. Automation AG verfügt nur über voll stimmberechtigte Aktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung fi ndet innerhalb der ersten acht Monate eines jeden Geschäftsjahres statt. Die Tagesordnung für die Hauptversammlung einschließlich der für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen werden auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht.

Zur Erleichterung der Wahrnehmung ihrer Rechte stellt die M.A.X. Automation AG den Aktionären für die ordentliche Hauptversammlung einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter zur Verfügung. In der Einberufung der Hauptversammlung wird erläutert, wie im Vorfeld der Hauptversammlung Weisungen zur Stimmrechtsausübung erteilt werden können. Daneben bleibt es den Aktionären unbenommen, sich durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl vertreten zu lassen. Das Anmelde- und Legitimationsverfahren entspricht dem gesetzlich vorgeschriebenen und international üblichen "Record Date"-Verfahren. Hierbei gilt der 21. Tag vor der Hauptversammlung als maßgeblicher Stichtag für die Legitimation der Aktionäre zur Teilnahme an der Hauptversammlung.

Rechnungslegung, Abschlussprüfung und Risikomanagement

Der Konzernabschluss der M.A.X. Automation AG wird nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards

(IFRS), der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Konzernlagebericht der M.A.X. Automation AG nach den Vorschriften den Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt.

Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags in der Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitsbestätigung des vorgesehenen Prüfers eingeholt. Der Abschlussprüfer wurde vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats gebeten, über alle während der Prüfungshandlung auftretenden Sachverhalte, die im weitesten Sinne die Aufgaben des Aufsichtsrats zu wesentlichen Feststellungen oder Vorkommnissen betreffen, unverzüglich zu berichten, wenn diese nicht unmittelbar beseitigt werden können.

Das bestehende Risikomanagementsystem der M.A.X. Automation AG ist darauf ausgelegt, geschäftliche und fi nanzielle Risiken, denen das Unternehmen im Rahmen seiner Tätigkeit ausgesetzt ist, aufzudecken, zu erfassen, zu bewerten und zu steuern. Die einzelnen Elemente des Überwachungssystems liefern verlässliche Informationen zur aktuellen Risikolage und unterstützen die Dokumentation, Risikoprüfung und Schwachstellenbehebung. Sie tragen somit zu einer Minimierung der aus den Risiken potenziell entstehenden negativen Effekte bei. Ausführliche Informationen zu dem Risikomanagementsystem der M.A.X. Automation AG fi nden sich im Konzernlagebericht (Seite 42 in diesem Geschäftsbericht).

Transparenz

Die M.A.X. Automation AG nutzt zur zeitnahen Information der Aktionäre und Anleger die Website des Unternehmens "www.maxautomation.de". Neben dem Geschäftsbericht sowie den Zwischenberichten (Halbjahresfi nanzbericht und Quartalsberichte) werden Anteilseigner und Dritte in der Form von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen über aktuelle Entwicklungen informiert.

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Die M.A.X. Automation AG publiziert einen Finanzkalender zu allen wesentlichen Terminen und Veröffentlichungen der Gesellschaft mit ausreichend zeitlichem Vorlauf.

Meldepfl ichtige Wertpapiergeschäfte und wesentliche Stimmrechtsanteile

Die M.A.X. Automation AG veröffentlicht entsprechend der Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) unverzüglich nach deren Eingang die sog. Directors' Dealings-Meldungen nach § 15a WpHG, also die Mitteilungen von Mitgliedern des Vorstands, des Aufsichtsrats und von anderen Personen, die Führungsaufgaben bei der M.A.X. Automation AG i.S. von § 15a WpHG wahrnehmen, sowie mit diesen Personen in enger Beziehung stehenden natürlichen und juristischen Personen über Wertpapiergeschäfte mit Bezug auf die M.A.X. Automation-Aktie. Diese Meldungen werden auch auf der Internetseite der Gesellschaft unter "www.maxautomation.de" veröffentlicht.

Ebenso veröffentlicht die Gesellschaft unverzüglich nach deren Eingang Mitteilungen über den Erwerb oder die Veräußerung bedeutender Stimmrechtsanteile nach § 21 WpHG bzw. über das Halten von Finanzinstrumenten nach § 25 WpHG. Die entsprechenden Meldungen des abgelaufenen Geschäftsjahres sind auch im Anhang des Konzernabschlusses auf Seite 104 dieses Geschäftsberichts wiedergegeben.

Jährliches Dokument gemäß § 10 Wertpapierprospektgesetz

Das sog. "Jährliche Dokument" gemäß § 10 Abs. 1 Wertpapierprospektgesetz ist auf der Website "www.maxautomation.de" unter der Rubrik "Investor Relations" veröffentlicht und kann dort eingesehen werden.

Entsprechenserklärung – Deutscher Corporate Governance Kodex Am 30. März 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Abweichungen zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden dargelegt und begründet. Die Entsprechenserklärung einschließlich der Begründung der Abweichungen fi ndet sich auf Seite 40 dieses Geschäftsberichts.

Die aktuelle sowie die vorherigen Fassungen der Entsprechenserklärung seit 2002 sind den Aktionären über die Website "www.maxautomation.de" dauerhaft zugänglich gemacht.

Vergütungsbericht im Corporate Governance Bericht

Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands

Die Vergütung des im Geschäftsjahr 2010 amtierenden Vorstandsmitglieds ist im Anhang des Konzernabschlusses (S. 103 in diesem Geschäftsbericht) offen gelegt.

Das Vergütungssystem der M.A.X. Automation AG basiert auf den Grundsätzen der Leistungs- und Ergebnisorientierung und repräsentiert eine Unternehmenskultur von Leistung und Gegenleistung. Die Gesamtvergütung des Vorstands umfasst erfolgsunabhängige und erfolgsbezogene Bestandteile. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die – soweit abweichend – Leistung des Gesamtvorstands, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Marktumfelds, sowie die Üblichkeit der Vergütungshöhe und der Vergütungsstruktur gemessen am Lohn- und Gehaltsgefüge im Unternehmen sowie anderer Unternehmen vergleichbarer Größe und Branche. Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die variablen Vergütungsbestandteile in den Vorstandsverträgen werden zukünftig, sofern kein Bestandsschutz besteht, eine mehrjährige Bemessungsgrundlage aufweisen und Regelungen enthalten, wonach eine angemessene Herabsetzung der Bezüge zulässig ist, wenn sich die Lage der Gesellschaft derart verschlechtert, dass eine Fortgewährung der Bezüge unbillig wäre. Die Vergütung des Vorstands enthält, obwohl das nach den bei Abschluss des Dienstvertrages des amtierenden Vorstands geltenden gesetzlichen Regelungen nicht erforderlich war, eine Vergütungsbegrenzung ("cap").

Die erfolgsunabhängigen Teile der Vergütung bestehen aus Fixum und Sachbezügen. Die erfolgsabhängige, variable Vergütung bezieht sich auf den Konzernjahresüberschuss, d. h. das Ergebnis nach Steuern im Konzern. Aktienoptionsprogramme oder ähnliche variable Vergütungsbestandteile mit langfristiger Anreizwirkung existieren nicht.

Darüber hinaus verfügt ein Vorstandsmitglied über eine Pensions zusage in Form eines lebenslänglich zu zahlenden, gehaltsunabhängigen Ruhegeldes, siehe hierzu auch Seite 103 im Anhang des Konzernabschlusses in diesem Geschäftsbericht.

Die Verträge der Vorstandsmitglieder enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit und für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Anhang des Konzernabschlusses (S. 104 in diesem Geschäftsbericht) individualisiert aufgeführt.

Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme

Es existieren keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme bei der M.A.X. Automation AG.

Düsseldorf, den 30. März 2011

Der Vorstand

Bernd Priske

Für den Aufsichtsrat

Hans W. Bönninghausen (Vorsitzender)

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Vorstand und Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG haben die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 26. März 2010 abgegeben. Die nachfolgende Erklärung bezieht sich für den Zeitraum vom 26. März 2010 bis 02. Juli 2010 auf die Kodex-Fassung vom 18. Juni 2009, die am 05. August 2009 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Für den Zeitraum ab dem 03. Juli 2010 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf die Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010, die am 02. Juli 2010 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

Vorstand und Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit den folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

Zu 3.8, 3. Absatz

Die von der M.A.X. Automation AG für Vorstand und Aufsichtsratsmitglieder abgeschlossene D&O-Versicherung beinhaltete aufgrund der Tatsache, dass es sich dabei um eine Gruppenversicherung handelt, die auch eine Reihe von Mitarbeitern im Inland erfasst, zunächst keinen Selbstbehalt. Entsprechend den gesetzlichen Regelungen wurde im Jahr 2010 ein Selbstbehalt für den Vorstand vereinbart. Die M.A.X. Automation AG ist aber grundsätzlich der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder der Organe ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt nicht verbessert werden. Aus diesem Grund wird von einem Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats weiter abgesehen.

Zu 4.2.1.

Einen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands gibt es nicht, da der Vorstand derzeit lediglich aus einer Person besteht.

Zu 4.2.3.

Die variablen Vergütungsbestandteile des Vorstands sehen keine Aktienoptionen oder ähnliche Instrumente vor. Eine langfristige

Anreizwirkung für den Vorstand soll weiterhin primär durch solche variable Vergütungskomponenten erzielt werden, die sich am erzielten Unternehmensergebnis messen lassen. Die Vergütung des Vorstands setzt sich damit allein aus fi xen und erfolgsorientierten Komponenten zusammen, da der Aufsichtsrat der Ansicht ist, dass Aktienoptionsmodelle nur begrenzt zur Incentivierung des Vorstands geeignet sind. Die variablen Vergütungskomponenten haben bislang keine mehrjährige Bemessungsgrundlage enthalten, weil dies gesetzlich nicht vorgesehen war und ehrgeizige Erfolgsziele auch an einjährigen Performance-Daten festgemacht werden können. Zukünftig werden die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder, soweit kein Bestandsschutz besteht, entsprechend den gesetzlichen Regelungen variable Vergütungsbestandteile enthalten, die – zumindest auch – eine mehrjährige Bemessungsgrundlage aufweisen.

Die Vorstandsverträge enthalten im Hinblick auf die kurze Laufzeit von jeweils lediglich drei Jahren weder Regelungen bezüglich einer Abfi ndung und deren Berechnungsgrundlage bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit noch hinsichtlich einer Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels. Dadurch wird im Falle einer vorzeitigen Beendigung einer Vorstandstätigkeit die notwendige Flexibilität gewahrt, um der jeweiligen konkreten Situation entsprechend, angemessene Verhandlungsergebnisse zu erzielen.

Zu 5.3.

Der Aufsichtsrat bildet keine Ausschüsse. Der Gesamtaufsichtsrat ist in allen Sachfragen selbst aktiv; seine Mitglieder stehen auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen sowohl untereinander als auch mit dem Vorstand in ständigem Kontakt und können dadurch auf alle Sachfragen fl exibel reagieren. Aufgrund der Besetzung des Aufsichtsrats mit der gesetzlichen Mindestzahl von drei Mitgliedern ist eine Bildung von Fachausschüssen nicht geboten und auch nicht sinnvoll. Aus diesen Gründen wird auch kein Prüfungsausschuss "Audit Commitee" und kein Nominierungsausschuss eingerichtet.

Zu 5.4.1.

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht festgelegt, da die Limitierung der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat durch eine Altersgrenze weder der Individualität der Mitglieder noch dem Wert langjähriger Erfahrungen Rechnung trägt.

Der Aufsichtsrat orientiert sich bei seinen Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern neben den gesetzlichen Vorschriften ausschließlich an der fachlichen und persönlichen Eignung der Kandidaten sowie an sachgerechten – die Funktion des Aufsichtsrats fördernden – Zweckmäßigkeitserwägungen. Hierzu gehört beispielsweise die Zugehörigkeit von Mitgliedern, die einschlägige unternehmerische Erfahrungen aufweisen. Der Aufsichtsrat sieht davon ab, konkretere Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen, zumal mit der bloßen Benennung solcher konkreten Ziele nicht notwendigerweise eine Verbesserung der Qualität der Aufsichtsratstätigkeit einhergeht.

Zu 5.4.3.

Die Gesellschaft behält sich vor, Anträge auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds auch unbefristet zu stellen. Es ist aber vorgesehen, das durch das Amtsgericht bestellte Aufsichtsratsmitglied in der nächsten, der gerichtlichen Bestellung folgenden ordentlichen Hauptversammlung den Aktionären zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Dadurch ist die jederzeitige Handlungsfähigkeit des Aufsichtsrats gewährleistet und sichergestellt, dass die Aktionäre ihre Mitwirkungsrechte bei der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern ausüben können.

Zu 5.4.6.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine erfolgsorientierte Vergütung, da aus Sicht der Gesellschaft eine erfolgsorientierte Vergütung keine nennenswerte Auswirkung auf das Handeln des Aufsichtsrats hat. Auf diese Weise soll auch ausgeschlossen werden, dass der Aufsichtsrat seine Entscheidungen aufgrund der Vergütungsregelungen an Maßnahmen orientiert, aus denen lediglich kurzfristige Ergebniseffekte resultieren.

Zu 6.6.

Der zweite Absatz von 6.6 bezüglich der Angabe des Aktienbesitzes der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird im Hinblick auf den Schutz der Privatsphäre der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder nicht angewandt. Die entsprechenden Angaben sind deswegen auch nicht im Corporate Governance Bericht enthalten. Die notwendige Transparenz ist durch die Veröffentlichungen der meldepfl ichtigen Wertpapiergeschäfte und die Bekanntmachungen von Stimmrechtsveränderungen gewährleistet.

Zu 7.1.2.

Die Halbjahres- und Quartalsfi nanzberichte werden lediglich mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, nicht aber mit dem gesamten Aufsichtsrat vor der Veröffentlichung erörtert, da der Vorstand hierin die einzige Möglichkeit sieht, um die notwendige Flexibilität zu wahren und gerade bei Ad-hoc-Publizität relevanten Sachverhalten Abgrenzungsprobleme zu vermeiden.

Düsseldorf, den 30. März 2011

Für den Vorstand:

Bernd Priske

Für den Aufsichtsrat:

Hans W. Bönninghausen (Vorsitzender)

KONZERNLAGEBERICHT

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Konzernstruktur und Organisation

Die M.A.X. Automation AG mit Sitz in Düsseldorf ist auf den Erwerb und die nachhaltige Entwicklung von mittelständischen Unternehmen im Bereich der Automation von Fertigungsprozessen spezialisiert. Die Gesellschaft verfolgt einen langfristigen Beteiligungsansatz. Sie strebt an, bei Unternehmenskäufen die Kapitalmehrheit zu erwerben, nach Möglichkeit 100 % der Anteile. Operativ ist der Konzern auf die Kernsegmente Umwelttechnik und Industrieautomation fokussiert.

Als Muttergesellschaft obliegt der M.A.X. Automation AG die strategische Gesamtsteuerung des Konzerns. Die M.A.X. Automation AG betreibt selbst kein operatives Geschäft. Der Vorstand führt den Konzern eigenverantwortlich. Die Geschäftsführungen der operativen Tochterunternehmen berichten an den Konzernvorstand. Dieser wird vom Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG bestellt, überwacht und beraten. Der Aufsichtsrat ist in sämtliche Geschäftsvorfälle eingebunden, die von wesentlicher Bedeutung für die Muttergesellschaft oder den Konzern sind.

Die M.A.X. Automation AG ist als Aktiengesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die M.A.X.-Aktie wird im General Standard-Segment der Deutschen Börse AG geführt.

Alle Tochterunternehmen des M.A.X. Automation-Konzerns sind einem der beiden Kernsegmente zugeordnet. Der Umwelttechnik gehörten im Geschäftsjahr 2010 die Vecoplan-Gruppe und die altmayerBTD GmbH & Co. KG an. Die Industrieautomation umfasste die NSM Magnettechnik GmbH, die BARTEC Dispensing Technology-Gruppe, die IWM Automation GmbH, die Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH sowie die EUROROLL Dipl.-Ing. K.H. Beckmann GmbH & Co. KG.

Die Tochterunternehmen sind in ihren Teilmärkten als technologisch führende Anbieter positioniert. Sie bieten ihren Kunden weltweit individuelle Automations- und Verfahrenslösungen. Das Leistungsspektrum umfasst einzelne technische Komponenten, komplette Automationssysteme sowie Gesamtanlagen im Sondermaschinenbau. Im Konzernverbund sind die einzelnen Tochterunternehmen in der Lage, integrierte Automationslösungen von hoher technischer Komplexität "aus einer Hand" anzubieten.

Die wichtigsten Zielmärkte des M.A.X. Automation-Konzerns liegen in Europa, Nordamerika und Asien. Die Tochterunternehmen sind auf den internationalen Märkten teilweise mit eigenen Vertriebsgesellschaften vertreten. In der Umwelttechnik besteht der Kundenkreis im Wesentlichen aus Unternehmen der Abfallund Recyclingwirtschaft, der Holz- und Papierindustrie, der Energiewirtschaft sowie der Zement- und Kunststoffbranche. Zu den Kunden in der Industrieautomation gehören unter anderem die Automobilindustrie, die Verpackungsbranche sowie die Elektround Elektronikindustrie.

1.2. Steuerungssystem und Steuerungsgrößen

Die M.A.X. Automation AG nutzt zur Steuerung des operativen Geschäfts fi nanzielle Leistungsindikatoren. Ihr Zweck besteht darin, Risiken zu erkennen, zu bewerten und zu minimieren, um die langfristige Ertragskraft zu sichern und zu steigern. Zu den fi nanziellen Leistungsindikatoren gehören unter anderem:

  • Rendite (EBIT/Gesamtleistung)
  • Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Bilanzsumme)
  • Liquiditätsausstattung
  • Rentabilitätskennzahlen.

Darüber hinaus wendet die Gesellschaft nicht-fi nanzielle Leistungsindikatoren an, die in Zusammenhang mit der strategischen Positionierung des Gesamtkonzerns sowie den Geschäftsmodellen der operativen Tochtergesellschaften stehen. Dies sind im Wesentlichen:

  • Branchenkenntnis Umwelttechnik: Das Wachstum im weltweiten Markt für Umwelttechnik wird in erheblichem Maß von umweltpolitischen Regulierungen beeinfl usst. Dies gilt insbesondere für die Bereiche CO2-Reduktion und Abfallwirtschaft/ Recycling, in denen der M.A.X. Automation-Konzern tätig ist. Für die Geschäftssteuerung ist daher eine detaillierte Kenntnis der branchenspezifi schen rechtlichen Rahmenbedingungen unabdingbar.
  • Mehrwert-Positionierung und Technologieführerschaft: Für den dauerhaften Markterfolg des M.A.X. Automation-Konzerns ist die Fähigkeit der Tochterunternehmen ausschlaggebend, einzelne Automationskomponenten und umfassendes System-Know-how zu kundenindividuellen Lösungen "aus einer Hand" zusammenzuführen. Mit dieser sogenannten "Mehrwert-Positionierung" ist es den Konzerntöchtern gelungen, sich in ihren Teilmärkten vom Wettbewerb zu differenzieren.
  • Innovationen: Der M.A.X. Automation-Konzern bewegt sich in einem Umfeld, das von intensivem Wettbewerb und permanentem technischen Fortschritt geprägt ist. Deshalb entscheiden innovative Technologien über den dauerhaften Erfolg des Konzerns. Um die guten Marktpositionen der Tochterunternehmen behaupten und ausbauen zu können, wird das technologische Niveau im gesamten Konzern stetig weiterentwickelt.

  • Internationalisierung: In den Kernsegmenten Umwelttechnik und Industrieautomation lässt sich nachhaltiges Wachstum nur durch die weitere Internationalisierung der Geschäftsbasis sichern. Ein weltweites Netz von Vertriebs- und Serviceniederlassungen sowie ausgewählte Produktionsstandorte gewährleisten, dass der M.A.X. Automation-Konzern lokale Kundenanforderungen kennt und spezifi sche Automationslösungen entwickeln kann. Das bestehende Vertriebsnetz bietet eine gute Basis, um das internationale Geschäftsvolumen weiter auszubauen.

  • Effi zienz: Die Wachstums- und Ertragskraft des M.A.X. Automation-Konzerns wird entscheidend von einer effi zienten Konzernorganisation bestimmt. Schlanke und leistungsfähige Strukturen, standardisierte Prozesse und qualifi zierte Mitarbeiter sind wichtige Zielgrößen, die auf die Konzernentwicklung bedeutenden Einfl uss haben. Auch in der gegenwärtigen Phase einer wieder dynamischen Nachfrageentwicklung legen Konzernvorstand sowie Vorstände und Geschäftsführungen der operativen Tochterunternehmen Wert auf die kontinuierliche Verbesserung der Effi zienz mit dem Ziel, die Ertragskraft weiter zu steigern.

1.3. Konjunkturelles Umfeld

Nach der tiefen Rezession des Vorjahres erholte sich die Weltwirtschaft 2010 zur Überraschung der meisten Experten deutlich. Der Aufschwung entfaltete im zweiten und dritten Quartal 2010 seine stärkste Dynamik und fl achte zum Jahresende ab. Als Konjunkturmotoren erwiesen sich Schwellenländer wie China und Indien, deren anhaltend kräftige Binnennachfrage die Güterproduktion und die Exporte der Industriestaaten befl ügelte. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) nahm das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2010 zum Vorjahr um 5,0 % zu.

KONZERNLAGEBERICHT

In der Eurozone besserte sich die wirtschaftliche Entwicklung im vergangenen Jahr weniger deutlich. Während die private Binnennachfrage im Jahresverlauf leicht stieg, belastete die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte das Vertrauen der Unternehmen und der Finanzmärkte. Trotz der expansiven Geldpolitik der Notenbanken bremsten hohe Staatsdefi zite in Ländern wie Griechenland, Portugal oder Irland die anhaltende Instabilität im Finanzsektor sowie steigende Rohstoffpreise den Aufschwung in vielen Ländern merklich. Der IWF prognostizierte für den Euro raum 2010 ein BIP-Wachstum von lediglich 1,8 %.

Dagegen wuchs die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr kräftig. Wichtige Impulse gingen dabei vom Außenhandel aus, der die Konjunktur mit einem preisbereinigten Exportwachstum von rund 14 % deutlich stützte. Auch die Binnennachfrage nahm merklich zu. Insbesondere die Ausrüstungsinvestitionen erhöhten sich deutlich (+ 9 %). Die Unternehmen machten 2010 rund 80 % der rezessionsbedingten Produktionsverluste wett. Nachdem das BIP 2009 noch um 4,7 % geschrumpft war, erreichte das Wachstum in Deutschland 2010 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 3,6 %.

1.4. Branchenumfeld Maschinen- und Anlagenbau

Unter dem Einfl uss des weltweiten Konjunkturaufschwungs setzte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2010 zu einer Aufholjagd an, deren Tempo die Experten des Branchenverbandes VDMA überraschte. Die Maschinenbestellungen stiegen zum Vorjahr preisbereinigt um 36 %. Aus dem Ausland gingen 39 % mehr Aufträge ein, die Inlandsbestellungen legten um 29 % zu.

Quellen: Bundesverband deutscher Banken e.V., Konjunkturbericht Januar 2011 Europäische Zentralbank, Monatsbericht Januar 2011 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 12. Januar 2011 Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook Update, Januar 2011 Seit März 2010 übertraf die Produktion von Maschinen und Anlagen wieder den Vergleichswert des Jahres 2009. Im Gesamtjahr 2010 erhöhte sich die Maschinenproduktion real um 8,8 %, nachdem im Vorjahr noch ein Einbruch um rund 25 % zu verzeichnen gewesen war. Trotz der Rückkehr auf den Wachstumspfad lag die Produktion jedoch noch um 18 % unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2008.

Der Branchenumsatz nahm 2010 auf 174 Mrd. Euro zu, ein Anstieg um 8,0 % gegenüber dem Vorjahr (2009: 161 Mrd. Euro). Infolge des kräftigen Nachfrageschubs verbesserte sich die Kapazitätsauslastung in den Unternehmen auf durchschnittlich 79,8 % (2009: 72,5 %).

Die unerwartete Dynamik ging vor allem auf deutlich erhöhte Maschinenexporte zurück. Die Ausfuhren nach Asien, insbesondere China, sowie in die USA nahmen ebenso zu wie nach Russland und in weitere europäische Länder. Schätzungen des VDMA zufolge erreichte der Export 2010 ein Volumen von etwa 123 Mrd. Euro. Im Vergleich zu 2009 (110,9 Mrd. Euro) entsprach dies einem Anstieg um rund 10 %. Die Exportquote erhöhte sich auf 74,8 % (2009: 73,6 %).

1.5. Forschung und Entwicklung

Weltweit erwarten die Kunden des M.A.X. Automation-Konzerns individuelle Automationslösungen, die einem spezifi schen Anforderungsprofi l entsprechen. Das Marktumfeld ist von raschem technologischem Wandel, hoher Wettbewerbsintensität und zunehmender politischer Regulierung im Umweltsegment geprägt. Angesichts dieser Bedingungen gehören zielgerichtete Aktivitäten in der Forschung und Entwicklung zu den wichtigen Erfolgsfaktoren

Quellen:

Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Presseinformation vom 10. Februar 2011 VDMA, Rede von Verbandspräsident Dr. Thomas Lindner auf der Jahrespressekonferenz am 10. Februar 2011

für internationale Automationsspezialisten. Daher misst der M.A.X. Automation-Konzern der Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen einen hohen Stellenwert bei.

Im Konzern sind Forschung und Entwicklung dezentral organisiert. Die M.A.X. Automation AG betreibt als Muttergesellschaft keine eigenen Forschungsaktivitäten. Entsprechend der konzerninternen Organisation obliegt es den Tochtergesellschaften, eigene Forschungs- und Entwicklungskapazitäten aufzubauen und zu unterhalten. So werden Innovationen je nach Marktlage und Kundenanforderungen vorangetrieben und vorhandene technologische Kompetenzen erweitert, um in neue aussichtsreiche Teilmärkte der Automation einzutreten. Durch den Austausch der Tochtergesellschaften über ihre F&E-Aktivitäten werden zudem Synergien ausgeschöpft.

In beiden Kernsegmenten stand im Geschäftsjahr 2010 die Weiterentwicklung des Produkt- und Servicespektrums in Verbindung mit Kundenaufträgen im Vordergrund. In der Umwelttechnik nutzte altmayerBTD die Patente und Markenrechte in der Heiz- und Trinkwassertechnik, um die bestehende Produktpalette weiterzuentwickeln. In der Industrieautomation baute die NSM Magnettechnik im Geschäftsbereich Pressenautomation das Angebot in der Pressenverkettung weiter aus und richtete die Anlagen auf die speziellen Anforderungen des chinesischen Marktes aus. Auch der bereits begonnene Ausbau der Zuführtechnik wurde fortgesetzt. Die BARTEC Dispensing Technology erweiterte ihr Leistungsspektrum durch auftragsbezogene Entwicklungen in zwei seit 2009 bestehenden Bereichen: der Plasmavorbehandlung für verbesserte Haftungseigenschaften von Werkstoffoberfl ächen sowie dem Heißverstemmen als alternativer Verbindungstechnik, welche es ermöglicht, thermoplastische Kunststoffe unter Einfl uss lokaler Wärme umzuformen.

2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.1. Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der M.A.X. Automation AG für das Geschäftsjahr 2010 wurde nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die Gesellschaft ist daher von der Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) befreit. Die Zahlen des Vorjahres wurden ebenfalls nach IRFS ermittelt und sind somit vergleichbar.

2.2. Gesamtbewertung des Geschäftsjahres

Im Umfeld einer dynamischen Weltwirtschaft und einer zunehmend lebhaften Branchenkonjunktur hat der M.A.X. Automation-Konzern im Jahr 2010 einen sehr erfreulichen Geschäftsverlauf verzeichnet. Alle wesentlichen Kennzahlen lagen signifi kant über dem Vorjahresniveau. Dabei beschleunigte sich das Umsatz- und Ergebniswachstum im zweiten Halbjahr deutlich.

Befl ügelt von der anhaltend kräftigen Nachfrage in den beiden Kernsegmenten Umwelttechnik und Industrieautomation nahm der konsolidierte Auftragseingang 2010 gegenüber dem Vorjahr um 27,9 % zu. Nach den ersten sechs Monaten hatte der Anstieg noch bei 17,1 % gelegen. Die Konzernerlöse wuchsen im Gesamtjahr um 21,2 %. Im ersten Halbjahr hatte das Umsatzplus 6,4 % betragen.

Auch die Ertragslage verbesserte sich erheblich: Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg 2010 auf 9,5 Mio. Euro und übertraf damit die im Schlussquartal angehobene Prognose von rund 8 Mio. Euro nochmals deutlich. Im Jahr 2009 hatte das Konzern-EBIT 0,5 Mio. Euro betragen, nach sechs Monaten 2010 lag der Wert bei 1,8 Mio. Euro. Positiv wirkten dabei auch die im Jahr 2009 konzernweit eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung und Steigerung der Effi zienz.

KONZERNLAGEBERICHT

Damit hat die M.A.X. Automation AG den rezessionsbedingten Einschnitt in die Konzernentwicklung bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr überwunden. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, die Aktionäre an diesem erfreulichen Geschäftsverlauf angemessen zu beteiligen. Sie schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Juni 2011 vor, die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 10 Eurocent je Aktie anzuheben. Für das Geschäftsjahr 2009 hatte die Gesellschaft 5 Eurocent pro Aktie gezahlt.

2.3. Auftragslage

Im Jahr 2010 verbesserte sich die Auftragslage des M.A.X. Automation-Konzerns erheblich. Der konsolidierte Auftragseingang erreichte 210,6 Mio. Euro. Dies entsprach einem Anstieg von 27,9 % gegenüber dem Wert von 2009 (164,6 Mio. Euro). In der Umwelttechnik erhöhten sich die Bestellungen um 14,6 %. Die Industrieautomation verzeichnete ein besonders kräftiges Orderplus von 51,6 %.

Auch der konsolidierte Auftragsbestand nahm deutlich zu. Zum Stichtag am 31. Dezember 2010 lag der um Percentage-of-Completion-Effekte bereinigte Wert bei 92,5 Mio. Euro. Damit wurde der Auftragsbestand am gleichen Vorjahresstichtag (73,8 Mio. Euro) um 25,4 % übertroffen. Der erhöhte Auftragsbestand ist eine gute Basis für einen erfolgreichen Geschäftsverlauf im Jahr 2011.

2.4. Umsatzentwicklung

Die Erlöse des M.A.X. Automation-Konzerns stiegen 2010 kräftig auf 189,7 Mio. Euro. Verglichen mit dem Vorjahreswert von 156,5 Mio. Euro ist dies eine Zunahme von 21,2 %.

Zu der positiven Umsatzentwicklung trugen beide Kernsegmente bei. Die Umwelttechnik erreichte gegenüber 2009 einen Erlöszuwachs von 20,8 %. In der Industrieautomation erhöhte sich der Segmentumsatz um 20,3 %.

Der Exportanteil an den Konzernerlösen, der im Vorjahr noch rückläufi g gewesen war, stieg 2010 wieder leicht an. Mit 53,4 % lag der Wert um 0,4 Prozentpunkte über dem Niveau von 2009 (53,0 %).

2.5. Ergebnisentwicklung

Infolge des deutlich erhöhten Geschäftsvolumens nahm die Gesamtleistung des M.A.X. Automation-Konzerns im Jahr 2010 auf 191,2 Mio. Euro zu, nach 150,9 Mio. Euro im Vorjahr (+26,7 %). In dem Anstieg schlug sich auch ein wachstumsbedingter Bestandsaufbau nieder.

Der Materialaufwand lag 2010 mit 98,7 Mio. Euro um 39,3 % über dem Vorjahreswert (70,9 Mio. Euro). Ausschlaggebend für die Zunahme waren die erfreuliche Auftragslage und die daraus resultierende Ausweitung des Geschäftsvolumens. Zudem schlug sich der Anstieg der Rohstoffpreise nieder. Gemessen an der Gesamtleistung erhöhte sich der Anteil des Materialaufwandes auf 51,6 % (2009: 46,9 %).

Die konsequente Restrukturierung im Rezessionsjahr 2009 führte auch in 2010 zu deutlich positiven Kosteneffekten. So nahm der Personalaufwand aufgrund der maßvollen Anpassungen im Vorjahr trotz des dynamischen Geschäftsverlaufs nur leicht um 3,2 % auf 51,7 Mio. Euro zu (2009: 50,1 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben auch infolge der konzernweiten Maßnahmen zur Effi zienzsteigerung mit 31,0 Mio. Euro annähernd auf dem Niveau von 2009 (30,2 Mio. Euro; +2,3 %).

Der M.A.X. Automation-Konzern verbesserte 2010 das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) signifi kant auf 9,5 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte das Konzern-EBIT bei 0,5 Mio. Euro gelegen.

Bezogen auf die Konzerngesamtleistung betrug die EBIT-Marge 5,0 %. Das Finanzergebnis betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr –1,5 Mio. Euro nach einem ausgeglichenen Wert im Vorjahr. Im Vorjahr war ein Ertrag aus den fremden Gesellschaftern zuzuweisenden Verlusten in Höhe von 0,5 Mio. Euro enthalten, im Berichtsjahr ist ein Aufwand aus den fremden Gesellschaftern zustehenden Gewinnen in Höhe von 0,3 Mio. Euro entstanden.

Das Konzernergebnis vor Steuern erreichte 8,0 Mio. Euro. Im Jahr 2009 hatte der Wert bei 0,5 Mio. Euro gelegen. Aus Ertragsteuern entstand 2010 ein Aufwand von 1,8 Mio. Euro (2009: 0,3 Mio. Euro).

Im Geschäftsjahr 2010 erhöhte sich der Jahresüberschuss des M.A.X. Automation-Konzerns signifi kant auf 6,2 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte der Konzern einen Überschuss von 0,2 Mio. Euro erwirtschaftet. Daraus errechnet sich ein Ergebnis pro Aktie von 0,23 Euro.

2.6. Gewinnverwendung

Der Jahresabschluss der M.A.X. Automation AG wird nach den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Für das Geschäftsjahr 2010 wies die Gesellschaft im Einzelabschluss einen Jahresüberschuss von 3,0 Mio. Euro aus. Im Vorjahr war ein negatives Ergebnis von –4,3 Mio. Euro entstanden. Aus dem Bilanzgewinn von 2009 war eine Dividende von 5 Eurocent pro Aktie gezahlt worden, entsprechend einer Ausschüttungssumme von 1,3 Mio. Euro.

Vorstand und Aufsichtsrat des M.A.X. Automation-Konzerns planen, den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Juni 2011 eine Erhöhung der Dividende für das Geschäftsjahr 2010 auf 10 Eurocent je Aktie vorzuschlagen. Damit würde ein Gesamtbetrag von 2,7 Mio. Euro an die Aktionäre ausgeschüttet.

2.7. Vermögenslage

Die Bilanzsumme des M.A.X. Automation-Konzerns belief sich zum Stichtag am 31. Dezember 2010 auf 162,3 Mio. Euro. Die Zunahme um 9,3 % gegenüber dem Wert am Vergleichsstichtag (31. Dezember 2009: 148,4 Mio. Euro) ist auf das ausgeweitete Geschäftsvolumen zurückzuführen.

Das langfristige Konzernvermögen erhöhte sich im Stichtagsvergleich um 2,5 % auf 68,7 Mio. Euro (31. Dezember 2009: 67,0 Mio. Euro). Ein Einfl ussfaktor war der Anstieg der latenten Steuern um 9,6 % auf 5,1 Mio. Euro (31. Dezember 2009: 4,6 Mio. Euro). Zudem nahm das sonstige langfristige Vermögen im Wesentlichen bedingt durch höhere Barhinterlegungen für Avale auf 2,9 Mio. Euro zu (31. Dezember 2009: 2,2 Mio. Euro; +28,8 %).

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich per 31. Dezember 2010 auf 93,6 Mio. Euro nach 81,5 Mio. Euro am gleichen Vorjahresstichtag (+14,9 %). Hauptgrund war die wachstumsbedingte Zunahme des Working Capital. So stiegen die Vorräte um 8,2 % auf 28,9 Mio. Euro (31. Dezember 2009: 26,7 Mio. Euro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich deutlich auf 33,6 Mio. Euro, ein Plus von 27,0 % gegenüber dem Vergleichsstichtag (31. Dezember 2009: 26,5 Mio. Euro). Die liquiden Mittel übertrafen das bereits hohe Vorjahresniveau um 11,8 % und erreichten 27,3 Mio. Euro (31. Dezember 2009: 24,4 Mio. Euro).

2.8. Finanzlage

Auf der Passivseite der Bilanz wies der M.A.X. Automation-Konzern per 31. Dezember 2010 ein Eigenkapital von 77,1 Mio. Euro aus. Die Zunahme um 7,4 % gegenüber dem Wert am gleichen Vorjahresstichtag (71,8 Mio. Euro) resultierte im Wesentlichen aus dem positiven Jahresergebnis. Die Eigenkapitalquote blieb mit 47,5 % auf sehr solidem Niveau (31. Dezember 2009: 48,4 %).

KONZERNLAGEBERICHT

Das langfristige Fremdkapital stieg zum Bilanzstichtag um 4,4 % auf 34,0 Mio. Euro nach 32,6 Mio. Euro am Jahresende 2009. Dabei nahmen die langfristigen Darlehen um 1,2 % auf 23,1 Mio. Euro ab (31. Dezember 2009: 23,4 Mio. Euro). Die sonstigen Rückstellungen wuchsen bedingt durch höhere Garantierückstellungen auf 1,7 Mio. Euro (31. Dezember 2009: 1,1 Mio. Euro). Überdies erhöhten sich die latenten Steuern im Wesentlichen durch die Anpassung der latenten Steuern auf Differenzen aus den Steuerbilanzen auf 8,1 Mio. Euro (31. Dezember 2009: 7,2 Mio. Euro; +11,4 %).

Das kurzfristige Fremdkapital belief sich zum 31. Dezember 2010 auf 51,2 Mio. Euro. Der Anstieg um 16,1 % im Stichtagsvergleich (31. Dezember 2009: 44,1 Mio. Euro) resultierte aus gegenläufi gen Effekten. So nahmen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch das steigende Geschäftsvolumen um 30,2 % auf 28,5 Mio. Euro zu (31. Dezember 2009: 21,9 Mio. Euro). Die kurzfristigen Darlehen verringerten sich um 20,9 % von 5,4 Mio. Euro auf 4,3 Mio. Euro am 31. Dezember 2010. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 11,3 Mio. Euro im Wesentlichen durch das gestiegene Geschäftsvolumen um 23,3 % höher bewertet als am Vorjahresstichtag (9,2 Mio. Euro). Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich stichtagsbedingt von 2,0 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro am 31. Dezember 2010.

Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel errechnete sich per 31. Dezember 2010 eine auf nahe Null reduzierte Nettoverschuldung des M.A.X. Automation-Konzerns (31. Dezember 2009: 4,4 Mio. Euro).

2.9. Liquiditätsentwicklung

Der M.A.X. Automation-Konzern erwirtschaftete 2010 trotz des steigenden Geschäftsvolumens einen Mittelzufl uss aus laufender Geschäftstätigkeit von 8,6 Mio. Euro (2009: 19,2 Mio. Euro). Durch Investitionen entstand im Berichtsjahr ein Mittelabfl uss

von 3,6 Mio. Euro (2009: 1,0 Mio. Euro). Der Mittelabfl uss aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf 2,3 Mio. Euro nach 5,1 Mio. Euro im Vorjahr. Per Saldo erreichte der Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2010 mit 27,3 Mio. Euro erneut das höchste Niveau in der Konzerngeschichte (2009: 24,4 Mio. Euro).

3. Segmentberichterstattung

3.1. Umwelttechnik

Im Kernsegment Umwelttechnik richtet sich die Positionierung des M.A.X. Automation-Konzerns nach globalen, langfristig erwarteten Entwicklungen. Im Wesentlichen sind dies der Klimaschutz mit dem Schwerpunkt der Verringerung des CO2-Ausstoßes, die Wiederaufbereitung von Wertstoffen sowie der dauerhafte Anstieg der Rohstoffpreise. Industrieunternehmen zahlreicher Branchen erhalten von den Umwelttöchtern der M.A.X. Automation-Gruppe komplexe Automationslösungen, die zwei Ziele verfolgen: Entweder versetzen sie die Kunden in die Lage, den sich weltweit verschärfenden Anforderungen an den Emissionsschutz zu entsprechen. Oder die Anlagen dienen der Wiederaufbereitung von Roh- und Reststoffen, unter anderem zur Rückführung von Wertstoffen in den Wirtschaftskreislauf oder zur Gewinnung von Ersatzbrennstoffen. Dabei werden die Systemlösungen stets eng an die spezifi schen Anforderungen der Kunden angepasst.

Das Marktwachstum wird entscheidend von umweltpolitischen Regulierungen beeinfl usst. So sollen international verbindliche Vorgaben dazu führen, dass der klimaschädigende Treibhauseffekt durch einen erheblichen Rückgang der Kohlendioxidemissionen gebremst werden kann. Als Vorreiter treten dabei Deutschland und die Europäische Union auf. Ähnliches gilt beim Recycling von Wertstoffen: Die deutschen Rechtsvorschriften zur Behandlung von Abfällen aller Art dienen als Vorlage für eine EUweite Regelung und stoßen mittlerweile weltweit auf Akzeptanz. Aus der Weiterentwicklung der Umweltstandards resultiert eine

zunehmende Nachfrage nach umwelttechnischen Automationssystemen. Vor diesem Hintergrund ist für das Kernsegment Umwelttechnik des M.A.X. Automation-Konzerns mit einem anhaltenden Wachstum zu rechnen, welches auch Konjunkturzyklen überdauert.

Dies belegt der Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres. Hatte sich die Nachfrage nach umwelttechnischen Anlagen 2009 vorübergehend rückläufi g entwickelt, so nahm das Interesse an den Systemlösungen des M.A.X. Automation-Konzerns mit der Wiederkehr der wirtschaftlichen Dynamik 2010 sprunghaft zu. In zahlreichen Ländern gewannen Investitionen in die Recyclingwirtschaft und den Klimaschutz erheblich an Bedeutung. Auch die Preise für Roh- und Reststoffe erhöhten sich im Jahresverlauf. In diesem Umfeld verlief die Konzernentwicklung in der Umwelttechnik 2010 insgesamt wieder erfreulich.

In das Kernsegment Umwelttechnik sind die Tochterunternehmen Vecoplan und altmayerBTD eingegliedert.

Die Vecoplan-Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt als weltweit führender Anbieter technologisch anspruchsvolle Maschinen und Anlagen für die Zerkleinerung, Förderung und Aufbereitung von Primär- und Sekundärrohstoffen. Dazu zählen unter anderem Holz, Biomasse, Haus- und Gewerbemüll, Kunststoff sowie Papier. Die Vecoplan AG unterhält Tochtergesellschaften in den USA und Großbritannien sowie zahlreiche Vertriebs- und Servicestandorte weltweit. Zu den Kunden gehören unter anderem die internationale Holz- und Papierwirtschaft, Recyclingunternehmen sowie die Kunststoff- und Zementindustrie.

Die Vecoplan-Gruppe verzeichnete 2010 einen zunehmend lebhaften Geschäftsverlauf. Insbesondere in den Teilmärkten Pellet- und Ersatzbrennstoffaufbereitung sowie Sägewerkentsorgung nahm die Nachfrage bereits in den ersten sechs Monaten

merklich zu. Im zweiten Halbjahr setzte sich in der gesamten Holz- und Recyclingindustrie eine Wachstumsdynamik durch, die zu einem kräftigen Anstieg der Nachfrage in allen Bereichen der Vecoplan-Gruppe führte. Im Gesamtjahr 2010 übertrafen Umsatz und Ergebnis das Vorjahresniveau deutlich.

altmayerBTD ging im Sommer 2009 aus dem Zusammenschluss der Tochterunternehmen Altmayer Anlagentechnik und BTD Behältertechnik Heiz- und Trinkwassersysteme hervor. Das Unternehmen konzipiert, entwickelt und vertreibt unter anderem Anlagen zur Lagerung und Beförderung explosiver Schüttgüter. Darüber hinaus fertigt altmayerBTD Spezialanlagen für die Rauchgasreinigung zur Reduzierung des Dioxin-, Furan- und Schwefelausstoßes. Zudem gehört die Gesellschaft zu den führenden Tank- und Behälterherstellern in Europa, deren Produktspektrum von Braunkohlestaubsilos über Heiz- und Trinkwassersysteme bis zu Pufferspeichern reicht. Die Anlagen von altmayerBTD kommen unter anderem in der chemischen Industrie, bei Nahrungsmittelherstellern, Unternehmen der Kunststoff- und Zementindustrie, bei Kraft- und Stahlwerken, Entsorgern sowie in der Solarbranche zum Einsatz.

Die Geschäftsentwicklung bei altmayerBTD verlief 2010 insgesamt zufriedenstellend. Zu den Schwerpunkten gehörten der weitere Ausbau der Produktpalette sowie die Integration neuer Geschäftsfelder in die bestehende Organisation. Zudem wurden die Produktionsabläufe an den beiden Standorten Dettenhausen und Rehlingen reorganisiert und optimiert. Das Unternehmen konnte sich 2010 in sämtlichen Teilmärkten behaupten und die Position in den Segmenten Pufferspeicher und Trinkwassersysteme weiter stärken. Highlight war ein weiterer Großauftrag von RWE Power für ein Komplettsystem zum Handling von Wirbelschichtbraunkohle in Kraftwerken. Das Auftragsvolumen lag im mittleren einstelligen Millionenbereich. Im Berichtsjahr erreichte altmayerBTD ein zufriedenstellendes Ergebnis.

KONZERNLAGEBERICHT

Im Kernsegment Umwelttechnik erhöhte sich der konsolidierte Auftragseingang 2010 auf 120,9 Mio. Euro. Dies entsprach einem Anstieg um 14,6 % gegenüber dem Vorjahreswert (2009: 105,5 Mio. Euro). Darin spiegelt sich die im Jahresverlauf zunehmende Nachfrage nach den Automationslösungen der Umwelttöchter wider.

Der Segmentumsatz erreichte 114,6 Mio. Euro und übertraf damit den Wert von 2009 (94,9 Mio. Euro) um 20,8 %. Der Exportanteil an den Erlösen lag bei 61,0 % nach 63,9 % im Vorjahr.

Das Segmentergebnis (EBIT) stieg 2010 deutlich auf 5,7 Mio. Euro. Im Vorjahr war ein Segment-EBIT von 2,2 Mio. Euro erwirtschaftet worden.

In der Umwelttechnik beschäftigte der M.A.X. Automation-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 403 Mitarbeiter. Verglichen mit der Anzahl des Vorjahres (408 Beschäftigte) entsprach dies einer Reduktion um 5 Personen.

Kennzahlen Kernsegment Umwelttechnik

2010
In Mio. Euro
2009
In Mio. Euro
Veränderung
Segmentumsatz 114,6 94,9 +20,8 %
davon Ausland 69,8 60,6 +15,2 %
Segmentergebnis 5,7 2,2 ++
Mitarbeiter * (Anzahl) 403 408 –5

* Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende

3.2. Industrieautomation

Mit ihren Automationslösungen unterstützen die Tochterunternehmen des M.A.X. Automation-Konzerns Industrieunternehmen aller Branchen dabei, ihre Produkte an die wandelnden Anforderungen

der Märkte anzupassen. Die Flexibilität in der Fertigung zu wahren und dabei kosteneffi zient ohne Abstriche an der Qualität zu produzieren – diese Fähigkeit sichert den Kunden wichtige Vorteile im globalen Wettbewerb.

Die Tochtergesellschaften der M.A.X. Automation AG entwickeln nicht nur einzelne technische Komponenten, sondern bieten darüber hinaus umfassende Automationssysteme, die es den Kunden ermöglichen, komplette Fertigungsabschnitte "aus einer Hand" zu ordern.

Nachdem die Tochterunternehmen der M.A.X. Automation-Gruppe im Rezessionsjahr 2009 einen Nachfrageeinbruch hinnehmen mussten, erhöhte sich die Geschäftsdynamik im Jahresverlauf 2010 unter dem Einfl uss der aufl ebenden Weltkonjunktur merklich. Zahlreiche Industrieunternehmen, die ihre Investitionen vorübergehend zurückgestellt hatten, schalteten im beginnenden Aufschwung wieder auf Wachstum um. In verschiedenen Branchen, vor allem bei Automobilherstellern und – zulieferern, wurden Kapazitäten modernisiert und neue Produktionsanlagen geschaffen. In der Folge verzeichneten die Tochtergesellschaften in der Industrieautomation nicht nur einen kräftigen Anstieg der Nachfrage, sondern konnten auch die Margensituation verbessern.

Der M.A.X. Automation-Konzern agiert im Kernsegment Industrieautomation mit den Tochterunternehmen NSM Magnettechnik, der BARTEC Dispensing Technology-Gruppe, der IWM Automation, der Mess- und Regeltechnik Jücker sowie der EUROROLL.

NSM Magnettechnik ist ein technologisch führender Systemanbie ter von Handlings- und Fördersystemen für Metalle. Die Gesellschaft konzipiert, fertigt, montiert und wartet Anlagen zur Automatisierung des Materialfl usses. Spezifi sches Know-how besitzt NSM in der Vakuum- und Magnettechnik. NSM beliefert Kunden weltweit aus unterschiedlichen Branchen, darunter die Automobilindustrie, Pressenhersteller, Nahrungsmittelproduzenten, Chemieunternehmen und Werkzeugmaschinenhersteller.

Für NSM verlief das Geschäftsjahr 2010 erfolgreich. Nach einem noch verhaltenen ersten Halbjahr 2010 verzeichnete das Unternehmen ab dem dritten Quartal einen deutlich zunehmenden Auftragseingang, insbesondere im Teilmarkt Automobil. Aus der Pressenindustrie gingen vier Großaufträge im Millionenbereich ein. Im Gesamtjahr 2010 konnten Umsatz und Ergebnis zum Vorjahr deutlich gesteigert werden.

Die BARTEC Dispensing Technology-Gruppe gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Dosiertechniksystemen. Die Gesellschaft hat sich zum Komplettanbieter für Automationslösungen zur Fertigung elektronischer Bauteile weiterentwickelt. Im Jahr 2008 wurde das Produktportfolio durch den Einstieg in den Markt für Imprägnieranlagen für Elektromotoren, Statoren und Rotoren erweitert. Seit 2010 bietet die BARTEC Dispensing Technology zudem die Plasmavorbehandlung von Werkstoffoberfl ächen sowie die alternative Verbindungstechnik des Heißverstemmens an. Der Kundenkreis von BARTEC Dispensing Technology erstreckt sich von der Automobilindustrie über Anbieter von Elektronik und Elektrotechnik bis hin zu Filterherstellern und Unternehmen der Medizintechnik.

Auch die BARTEC Dispensing Technology-Gruppe verzeichnete 2010 einen erfreulichen Geschäftsverlauf. Das Unternehmen profi tierte insbesondere vom Aufschwung der Automobilbranche im zweiten Halbjahr. Der Auftragseingang entwickelte sich dynamisch, Umsatz und Ergebnis lagen im Gesamtjahr deutlich über dem Niveau von 2009.

IWM Automation entwickelt und produziert als Spezialist für maßgeschneiderte Produktionssysteme anspruchsvolle Fertigungsund Montageanlagen. Die Systemlösungen von IWM kommen insbesondere in der Automobilindustrie zum Einsatz.

Beeinfl usst von der positiven Entwicklung der Automobilbranche verbesserte sich der Geschäftsverlauf der IWM nach verhaltenem Beginn im zweiten Halbjahr 2010 deutlich. Volumenstarke Aufträge von Kunden aus Europa und Nordamerika ließen das Unternehmen bis Jahresende wieder an den Markterfolg vor Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise anknüpfen. Der Umsatz entwikkelte sich planmäßig, das Ergebnis lag über den Erwartungen.

Mess- und Regeltechnik Jücker hat sich als Spezialanbieter im Technologiebereich Software und Steuerungstechnik international als Systemintegrator und Steuerungslieferant für komplexe Automationsprozesse positioniert. Zu den Kunden gehören neben den Gesellschaften der M.A.X.-Gruppe insbesondere Unternehmen aus der Automobilindustrie, die chemische Industrie, Kraftwerks-, Stahl- und Hüttenbetreiber, Zementwerke und die Transporttechnik.

In den zwei bedeutendsten Zielmärkten Stahl- und Automobilindustrie folgte die Geschäftsentwicklung bei Jücker der Branchenkonjunktur und belebte sich im Jahresverlauf. Im Gesamtjahr 2010 verzeichnete Jücker bei Umsatz und Ergebnis einen zufriedenstellenden Geschäftsverlauf.

EUROROLL gehört zu den führenden Anbietern von antriebslosen Rollenbahnsystemen, schwerpunktmäßig für die Lager- und Fördertechnik. Das Unternehmen beliefert internationale Kunden überwiegend in der Logistikbranche, aber auch die Nahrungsmittelbranche, den Pharma-, Buch- und Drogeriegroßhandel, die Automobilindustrie sowie Chemieunternehmen.

KONZERNLAGEBERICHT

Die EUROROLL verzeichnete bereits im ersten Quartal 2010 eine deutliche Verbesserung der Auftragslage. Auf den wichtigen europäischen und nordamerikanischen Märkten erholte sich die Nachfrage im Jahresverlauf weiter. In der Folge konnte EUROROLL sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis im Berichtsjahr gegenüber 2009 steigern.

Der konsolidierte Auftragseingang des M.A.X. Automation-Konzerns im Kernsegment Industrieautomation belief sich im Geschäftsjahr 2010 auf 89,7 Mio. Euro. Der Wert lag um 51,6 % über dem des Vorjahrs (2009: 59,1 Mio. Euro).

Mit 75,5 Mio. Euro übertraf der Segmentumsatz das Niveau von 2009 (62,7 Mio. Euro) um 20,3 %. Davon entfi elen rund 41,8 % auf den Export nach 35,6 % im Vorjahr (+6,2 Prozentpunkte).

Das Segmentergebnis (EBIT) erreichte 5,7 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte das Segment-EBIT noch –0,3 Mio. Euro betragen. Die Zahl der Mitarbeiter in der Industrieautomation lag im Jahresdurchschnitt 2010 bei 462 Personen. Im Vorjahr hatte der Konzern 498 Mitarbeiter beschäftigt (–36 Personen).

Kennzahlen Kernsegment Industrieautomation

2010
In Mio. Euro
2009
In Mio. Euro
Veränderung
Segmentumsatz 75,5 62,7 +20,3 %
davon Ausland 31,6 22,4 +41,1 %
Segmentergebnis 5,7 –0,3 ++
Mitarbeiter * (Anzahl) 462 498 –36

* Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende

4. Investitionen

In das langfristige Segmentvermögen wurden im Geschäftsjahr 2010 4,5 Mio. Euro nach 2,3 Mio. Euro im Jahr 2009 investiert. Hierin ist der Kauf eines Grundstücks mit Gebäude für die BARTEC Dispensing Technology GmbH mit 1,4 Mio. Euro enthalten.

5. Personalbericht

Infolge der kräftig zunehmenden Nachfrage im Jahresverlauf 2010 hat sich der Personalbedarf des M.A.X. Automation-Konzerns nach dem temporären Einschnitt im Krisenjahr 2009 insgesamt wieder erhöht. Vor allem im zweiten Halbjahr führte die überraschend starke Verbesserung der Auftragslage bei einigen Konzernunternehmen wieder zu Neueinstellungen. Zum Stichtag 31. Dezember 2010 waren im Konzern insgesamt 987 Mitarbeiter inklusive Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 946 Mitarbeiter).

Dagegen hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die Zahl der durchschnittlich Beschäftigen inklusive Auszubildende im M.A.X. Automation-Konzern um 38 auf 964 Mitarbeiter verringert (2009: 1.002 Personen).

Vorstand und Aufsichtsrat danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistung und ihren hohen Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr. Der M.A.X. Automation-Konzern ist auch künftig bestrebt, gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern eine attraktive Perspektive zur Weiterentwicklung zu bieten. Daher werden in der konzernweiten Personalpolitik die Schwerpunkte auf der Ausbildung, Förderung und langfristigen Bindung von engagierten Mitarbeitern liegen. Die Zahl der Auszubildenden erhöhte sich im Berichtsjahr um 3 auf durchschnittlich 95 Auszubildende (2009: 92).

6. Umweltschutz

Der M.A.X. Automation-Konzern misst dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen in Verbindung mit einem schonenden Umgang mit Ressourcen einen hohen Stellenwert bei. Die Tochtergesellschaften achten darauf, dass sämtliche gesetzlichen Bestimmungen zum Umweltschutz in den Märkten, in denen die Gesellschaften tätig sind, auch in vollem Umfang eingehalten werden können. Zudem erachten es alle Tochtergesellschaften als wichtig, inner betriebliche Standards beim Umweltschutz, etwa in den Bereichen Abfallvermeidung und –entsorgung, Emissionsschutz, Lärmvermeidung oder sparsamer Einsatz von Ressourcen, stetig weiterzuentwickeln. Die operative Geschäftstätigkeit des M.A.X. Automation-Konzerns führte im Berichtsjahr nicht zu außergewöhnlichen Belastungen für die Umwelt.

7. Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB (Zugleich: Erläuternder Bericht des Vorstands gemäß § 176 Abs. 1 S. 1 AktG)

Nach § 315 Abs. 4 HGB besteht für börsennotierte Mutterunternehmen die Pfl icht, im Konzernlagebericht Angaben zur Kapitalzusammensetzung, zu Aktionärsrechten und deren Beschränkungen, zu den Beteiligungsverhältnissen und zu den Organen der Gesellschaft zu machen, welche übernahmerelevante Informationen darstellen. Die Angaben dienen der Umsetzung der Richtlinie 2004/25 EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. April 2004, die Übernahmeangebote betrifft. Gesellschaften, deren stimmberechtigte Aktien an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) zugelassen sind, müssen solche Angaben machen, unabhängig davon, ob ein Übernahmeangebot vorliegt oder zu

erwarten ist. Die Angaben dienen dem Zweck, potenzielle Bieter in die Lage zu versetzen, sich ein umfassendes Bild von der Gesellschaft und von etwaigen Übernahmehindernissen zu machen.

Dieselben Angaben sind nach § 289 Abs. 4 HGB auch im Lagebericht der Gesellschaft enthalten. Nach § 176 Abs. 1 S. 1 AktG hat der Vorstand zu den Angaben außerdem der Hauptversammlung einen erläuternden Bericht vorzulegen. Nachfolgend werden die Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB mit den entsprechenden Erläuterungen hierzu nach § 176 Abs. 1 S. 1 AktG zusammengefasst.

a) Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der M.A.X. Automation AG in Höhe von 26.794.415 Euro ist eingeteilt in 26.794.415 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien), die jeweils die gleichen Rechte, insbesondere die gleichen Stimmrechte, gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Jede Stückaktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 Euro.

b) Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

c) Beteiligungen von über 10 % am Kapital

Am Grundkapital der M.A.X. Automation AG bestehen nach Kenntnis des Vorstands und auf Grundlage der bei der Gesellschaft eingegangenen wertpapierhandelsrechtlichen Mitteilungen eine direkte oder indirekte Beteiligung am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreitet. Es handelt sich dabei um die FORTAS AG, die einen Anteil von 22,6 % (Stand: 31. Dezember 2010) an den Aktien der M.A.X. Automation AG besitzt.

KONZERNLAGEBERICHT

Weitere Einzelheiten hierzu sind in der Übersicht im Anhang unter "mitteilungspfl ichtige Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG" erläutert.

d) Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

e) Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung

Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

f) Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen

Der Vorstand der M.A.X. Automation AG besteht aus einer oder mehreren Personen; dies gilt unabhängig von der Höhe des Grundkapitals. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84 und 85 AktG. Mit Ausnahme einer gerichtlichen Ersatz bestellung ist für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Vorstandsmitglieder auf höchstens 5 Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens 5 Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.

Entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist bei Erstbestellungen die maximal mögliche Bestelldauer von 5 Jahren nicht die Regel. Die Änderung der Satzung der M.A.X. Automation AG bedarf nach § 17 Abs. 1 der Satzung abweichend von § 179 Abs. 2 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung mit lediglich der einfachen Stimmen- und Kapitalmehrheit, soweit nicht Gesetz oder Satzung weitergehende Bestimmungen enthalten. Der Aufsichtsrat ist zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ermächtigt. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 179 und 133 AktG.

g) Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 9. Juni 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 6.698.000,00 Euro durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital I").

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung zu bestimmen sowie die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien zu leistende Entgelt festzusetzen sowie die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG zu bestimmen.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, in der Zeit bis zum 9. Juni 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 5.330.000,00 Euro durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital II"). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen erfolgen.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für insbesondere folgende Fälle auszuschließen:

  • für die aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehenden Spitzenbeträge;
  • für eine Kapitalerhöhung mit Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen (auch wenn neben den Aktien eine Kaufpreiskomponente in bar ausgezahlt wird), wenn der Erwerb des Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt;
  • für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, in Höhe von bis zu insgesamt 10 % sowohl des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung als auch des im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits notierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet. Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, die aufgrund einer entsprechenden Ermächtigung der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG während der Wirksamkeit dieser Ermächtigung erworben und gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits notierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung zu bestimmen sowie die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien zu leistende Entgelt festzusetzen sowie die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG zu bestimmen.

Die Gesellschaft war ermächtigt, bis zum 2. Januar 2011 eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben, wobei auf die erworbenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befi nden oder ihr zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen dürfen.

Die Gesellschaft hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

h) Wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft mit so genannten Change-of-Control-Klauseln

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

i) Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.

8. Vergütungsstruktur für die Organmitglieder

8.1. Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats besteht aus einer Festvergütung und einer Vergütung von 300,00 Euro pro Stunde für den Zeitaufwand, der über sechs Sitzungstage hinausgeht. Die Festvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010 beträgt TEUR 48. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält eine fi xe Vergütung in Höhe von TEUR 24, die weiteren Aufsichtsratsmitglieder erhalten je TEUR 12. Ferner werden die Auslagen erstattet.

KONZERNLAGEBERICHT

8.2. Vergütung des Vorstands

Der Vorstand besteht seit dem 1. Januar 2009 aus einer Person. Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einem erfolgsunabhängigen Fixgehalt und Sachbezügen sowie einer erfolgsabhängigen variablen Tantieme zusammen.

Die Aufwendungen für Bezüge des Vorstands betrugen insgesamt TEUR 348 (Vorjahr TEUR 222). Die Beträge gliedern sich wie folgt auf:

In TEUR Fixgehalt Variable
Tantieme
Sonstige
Bezüge
Summe
Bernd Priske 200 126 22 348

Zugunsten des Vorstandsmitglieds wurde eine Pensionszusage gegeben. Der Aufwand im Geschäftsjahr 2010 betrug TEUR 29.

In den sonstigen Bezügen sind für den Vorstand Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen, enthalten. Als Vergütungsbestandteil ist die Dienstwagennutzung vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Bezüge aus der D&O Versicherung sind für den Vorstand nicht bezifferbar, da es sich hier um eine Gruppenversicherung handelt, die eine Reihe von Mitarbeitern erfasst.

9. Risiko- und Chancenbericht

9.1. Risikomanagementsystem

Das Chancen- und Risikomanagement dient neben der frühzeitigen Erkennung und Steuerung von Risiken der gezielten Wahrnehmung und Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale. Für den Konzern ist das Risikomanagement ein integraler Bestandteil der wertorientierten Unternehmensführung. Im Jahr 2000 hat der Vorstand im M.A.X. Automation-Konzern ein Risikomanagementsystem eingeführt, welches dem Gesetz zur

Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) entspricht. Damit können mögliche Risiken sowohl in der M.A.X. Automation AG als Holdinggesellschaft als auch in den Tochtergesellschaften rechtzeitig erkannt und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Das Risikomanagementsystem wurde im Jahr 2009 grundlegend überarbeitet. Die Veränderungen wurden in einer Schulung den Tochtergesellschaften erläutert.

Das Risikomanagementsystem basiert auf einem systematischen, den gesamten Konzern umfassenden Prozess der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung. Grundlage des Risikomanagements ist die Sicherung der mittel- und langfristigen Unternehmensziele, insbesondere die Erhaltung und der Ausbau der Marktstellung innerhalb der Branche. Gesamtziel ist es, durch ein vollständiges und angemessenes Chancen- und Risikomanagement die Wertund Risikotreiber zu identifi zieren und angemessen zu handhaben.

Das Risikomanagementsystem besteht aus verschiedenen Komponenten: Ein Instrumentarium zur Erfassung und Bewältigung von bestandsgefährdenden Risiken enthält verschiedene, stufenartig aufgebaute und EDV-gestützte Matrizen, die ausgehend von einer Risikoerkennung über die Risikobewertung eine Risikobewältigung zum Ziel haben. Dabei werden Risiken ausgewählt, die Bedeutung der Risiken für das Unternehmen festgelegt und ein rechnerischer Risikofaktor ermittelt, um dann exakt inhaltliche und zeitlich festgelegte Maßnahmen zur Risikobewältigung zu formulieren. Eine Beispielliste möglicher Risiken und ein Leitfaden für die Handhabung der elektronischen Datei vervollständigen das System. Berichtsintervall der Tochtergesellschaften an das Mutterunternehmen ist das Quartal, die Berichte erfolgen per Datentransfer. Eine wesentliche Komponente des Internen Kontrollsystems stellt das Berichtswesen dar. Das bestehende konzernweite Controlling-System wurde bereits Mitte 2008 durch

die Einführung einer Konsolidierungssoftware ergänzt, die seit 2009 auch für die Erstellung der gruppenweiten Mittelfristplanung genutzt wird.

Zur Sicherstellung von einheitlicher Behandlung und Bewertung rechnungslegungsrelevanter Themen ist allen Gesellschaften das Bilanzierungshandbuch der M.A.X. Automation AG zugänglich gemacht worden. Das Bilanzierungshandbuch wird regelmäßig aktualisiert.

Im monatlichen Rhythmus wird über die Entwicklung des abgelaufenen Monats und des laufenden Geschäftsjahres an die Muttergesellschaft berichtet. Dieses Verfahren wird vierteljährlich um eine rollierende Quartalsplanung ergänzt. Alle Berichte werden einer kritischen Soll/Ist-Analyse unterzogen. Ein zusätzlicher Bericht der Geschäftsführung kommentiert Planabweichungen, informiert über Maßnahmen zur Planerfüllung, die Entwicklung im laufenden Berichtsmonat und sonstige Themen wie Marktund Wettbewerbsbedingungen, Investitionen, Finanzierung und Recht. Verbale Erläuterungen runden den Bericht ab.

Das Risikomanagement wurde im Jahr 2007 um Angaben zu den von Finanzinstrumenten ausgehenden Risiken erweitert. Die Berichterstattung erfolgt in einem halbjährlichen Turnus.

Der Vorstand führt überdies regelmäßig Gespräche mit den Vorständen und Geschäftsführern der Tochtergesellschaften, um die Geschäftsentwicklung im Vergleich zu den Planungen zu überprüfen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Planerfüllung einzuleiten.

Eine wesentliche Komponente des Risikomanagementsystems stellt die jährliche Planungsrunde dar. Die Vorstände und Geschäftsführer der einzelnen Tochtergesellschaften stellen dabei am Ende jedes Geschäftsjahres den Geschäftsverlauf dar und erläutern die weitere Unternehmensstrategie. Grundlage der Gespräche sind Dreijahresplanungen für Geschäftsentwicklung, Investitionen und Liquiditätsentwicklung.

Ferner fi nden mindestens zweimal jährlich Treffen zwischen operativen Geschäftsführern, Vorstand und Aufsichtsrat mit dem Ziel statt, sich über konzernrelevante Themen wie Synergienutzung und Maßnahmen zur operativen Geschäftssteuerung auszutauschen.

In den Geschäftsordnungen der Tochtergesellschaften oder dem jeweiligen Geschäftsführerdienstvertrag sind die Geschäfte geregelt, welche der Zustimmung des Vorstands der M.A.X. Automation AG bedürfen. Die einzelnen Funktionsbereiche in den Tochtergesellschaften werden durch Vorgesetzte überwacht. Ferner wird das interne Kontrollsystem in den Gesellschaften regelmäßig durch die Wirtschaftsprüfer einer Prüfung unterzogen.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das Risikomanagementsystem noch das interne Kontrollsystem absolute Sicherheit geben können, da auch bei Anwendung der erforderlichen Sorgfalt die Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein kann.

9.2. Wesentliche Risiken

Im Einzelnen bestehen für den M.A.X. Automation-Konzern folgende Risikofelder:

• Konjunkturelle Risiken: Nach Expertenansicht wird die Weltkonjunktur 2011 von einem stabilen Aufschwung getragen. Auch die Branchenkonjunktur im Maschinen- und Anlagenbau soll sich weiter positiv entwickeln. Mit Blick auf fortbestehende Risiken, etwa erhebliche globale Handelsungleichgewichte, die hohe Verschuldung einiger europäischer Staaten oder noch nicht

KONZERNLAGEBERICHT

vollständig bereinigte Bilanzen von Finanzinstituten, kann jedoch auch ein Rückschlag der Konjunktur nicht ausgeschlossen werden. Zudem können politische Krisen, etwa im arabischen Raum oder Naturkatastrophen, wie zum Beispiel in Japan, gravierende Folgen für die Weltwirtschaft nach sich ziehen. Sollte aus der Eigendynamik einer vorübergehenden Marktkorrektur eine dauerhafte Abwärtsentwicklung entstehen, so wäre mit einem deutlichen Rückgang der Nachfrage nach den Produkten des M.A.X. Automation-Konzerns zu rechnen. Daraus würden sich negative Folgen für die Ertragslage ergeben. Vor dem Hintergrund der weltweit steigenden Nachfrage gewinnt die Sicherung der Materialverfügbarkeit und -preise wieder zunehmend an Bedeutung. Steigende Einkaufspreise könnten zu einer Verringerung der Margen führen, Engpässe bei Lieferanten könnten Terminverzögerungen und Pönalen zur Folge haben.

• Währungs- und Zinsrisiken: Bei der Geschäftstätigkeit in den USA und mit der Erschließung neuer Märkte außerhalb des Euro-Währungsbereichs sind Wechselkursrisiken zu beachten. Das Währungsrisiko wird mittels einer regelmäßig angepassten rollierenden Prognose der Zu- und Abfl üsse an Fremdwährungen ermittelt. Um Währungs- und Zinsrisiken abzusichern, wurden Devisenterminverkäufe und Devisenoptionsgeschäfte sowie Zinsbegrenzungsvereinbarungen abgeschlossen. Aus den Devisenterminverkäufen können Marktpreisrisiken resultieren, wenn durch die eingegangene Verpfl ichtung Fremdwährungen zu einem unter dem am Erfüllungsstichtag marktüblichen Kassakurs liegenden Preis veräußert werden müssen. Das Marktpreisrisiko bei getätigten Optionsgeschäften ist auf die gezahlte Optionsprämie begrenzt. Das Kontrahentenausfallrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Geschäfte ausschließlich mit namhaften deutschen Kreditinstituten abgeschlossen werden. Vor dem Hintergrund des von der Bundesregierung bereitgestellten "Rettungsschirms" für die Finanzwirtschaft ist das Ausfallrisiko im Falle deutscher Kreditinstitute zusätzlich begrenzt. Marktliquiditätsrisiken sind insofern begrenzt, als dass ausschließlich Geschäfte mit marktüblichen Ausstattungsmerkmalen abgeschlossen werden.

  • Personalrisiken: Die M.A.X. Automation AG ist für die Realisierung ihrer strategischen und operativen Ziele auf qualifi zierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Aus- und Weiterbildung soll die fachliche Kompetenz des Personals absichern. Variable, am Geschäftserfolg bemessene Gehaltsbestandteile sollen bewirken, dass die Mitarbeiter eine unternehmerische Denkund Handelsweise entwickeln. Vor dem Hintergrund des sich belebenden Marktumfelds wird die Rekrutierung von qualifi ziertem Personal zunehmend schwieriger. Die Unternehmen der M.A.X.-Gruppe setzen daher neben der Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter auch auf den Austausch von Know-how innerhalb des Konzerns.
  • Schadens- und Haftungsrisiken: Durch den Abschluss von Versicherungen wird versucht, fi nanzielle Auswirkungen auf den M.A.X. Automation-Konzern zu begrenzen. Bei komplexen und umfangreichen Projekten sind die Tochtergesellschaften gehalten, Risiken aus Gewährleistung, Produkthaftung und Lieferverzögerungen vertraglich zu limitieren. Dabei kommen konzerneinheitliche Vorgaben zum Einsatz.
  • Marktrisiken: Bei allen Tochtergesellschaften der M.A.X. Automation AG besteht die Gefahr, dass wesentliche Kunden entfallen, die Technologie vom Markt nicht mehr benötigt wird, bei größeren Projekten Fehleinschätzungen eintreten oder Wettbewerber aggressiv am Markt auftreten. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Kunden Produkte nicht abnehmen oder Mitbewerber bestehende Patente oder Schutzrechte streitig machen. Diese Risiken können den Zukunftserfolg der Tochtergesellschaften belasten. Durch intensive Marktbeobachtungen, umfassendes Projektcontrolling und enge Kundenbindungen minimiert der Konzern die Marktrisiken.

  • Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken: Die Nichteinhaltung von Covenants-Vorgaben kann zu Kreditkündigungen oder zur Erhöhung der Zinssätze seitens der Banken führen. Die Covenants wurden im Jahr 2010 von allen Tochtergesellschaften eingehalten. Das Kontrahentenausfallrisiko wird dadurch begrenzt, dass Bankgeschäfte ausschließlich mit namhaften Kreditinstituten abgeschlossen werden. Aber angesichts der zum Teil hohen Staatsverschuldung westlicher Länder und noch immer belasteter Bankbilanzen ist nicht auszuschließen, dass eine restriktivere Kreditvergabepolitik der Banken die Finanzierungsoptionen des Konzerns einengen könnte oder höhere Kosten bei der Kreditgewährung anfallen. Liquiditätsrisiken bestehen darin, Zahlungsverpfl ichtungen nicht zeitnah erfüllen zu können. Diese Risiken gehen in der Regel mit einem negativen Verlauf des operativen Geschäfts einher.

  • Steuerrisiken: Aufgrund der Formwechsel der Vecoplan AG im Jahr 2007 und der IWM Automation GmbH, der Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH und der NSM Magnettechnik GmbH im Jahr 2008 unterliegen Veräußerungsgewinne von Anteilen innerhalb von sieben Jahren mit abnehmender Tendenz der Körperschaftsteuer. Den Veräußerungen könnten Ausschüttungen aus dem steuerlichen Einlagekonto gleichgestellt werden. Nach den der M.A.X. Automation mündlich erteilten Auskünften sollen nach jetzigem Kenntnisstand die Steurrisiken gering sein. Die letztendliche steuerliche Behandlung ist noch nicht geklärt.
  • Risiken aus dem Abschluss von Ergebnisabführungsverträgen: Die M.A.X. Automation AG hat mit der BARTEC Dispensing Technology GmbH, der IWM Automation GmbH, der Messund Regeltechnik Jücker GmbH und der NSM Magnettechnik GmbH Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Die M.A.X. Automation AG ist im Fall von Verlusten bei den Tochtergesellschaften verpfl ichtet, diese auszugleichen.

Derzeit sind neben den im Risikobericht genannten Risiken keine weiteren Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination den Fortbestand der Gruppe und der M.A.X. Automation AG gefährden könnten. Der Abschlussprüfer hat das Risikomanagementsystem der Gruppe geprüft. Danach ist das System geeignet, seine gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen.

10. Erläuternder Bericht des Vorstands der M.A.X. Automation AG zu den Angaben nach § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Rechtlicher Hintergrund

Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) hat u. a. die §§ 289, 315 HGB sowie §§ 120, 175 AktG geändert. Danach musste der Vorstand der Hauptversammlung einen schriftlichen Bericht u. a. zu den neu eingeführten Pfl ichtangaben im Lagebericht gemäß § 289 Abs. 5 HGB bzw. im Konzernlagebericht gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bzw. Konzernrechnungslegungsprozess vorlegen.

Durch das spätere Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG) hat der Gesetzgeber die Erfordernisse zur Abgabe erläuternder Berichte in § 176 Abs. 1 AktG gebündelt und die bisherigen Vorschriften in §§ 120 Abs. 3 S. 2, 175 Abs. 2 S. 1 AktG gestrichen. Dabei wurde jedoch der Verweis auf § 289 Abs. 5 HGB, der durch das BilMoG hinzugekommen war und die Angaben im Lagebericht zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess betrifft, nicht übernommen. Nicht abschließend geklärt ist, ob es sich dabei um ein bloßes Redaktionsversehen handelt und es daher auch nach dem Inkrafttreten des ARUG eines erläuternden Berichts zu den Angaben nach § 289 Abs. 5 HGB (und auch zu § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB) bedarf. Vorsorglich hat sich der Vorstand der M.A.X. Automation AG entschlossen, einen solchen Bericht für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 zu erstatten.

KONZERNLAGEBERICHT

Gegenstand des Berichts

Nach der Gesetzesbegründung des BilMoG umfasst das interne Kontrollsystem die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Kontrollsystem, soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht.

Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie Letzteres auf Kontroll- und Überwachungsprozesse der Rechnungslegung, insbesondere bei bilanziellen Positionen, die Risikoabsicherungen des Unternehmens erfassen.

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des bei der M.A.X. Automation AG bestehenden internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

  • Der M.A.X. Automation-Konzern zeichnet sich durch eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur aus;
  • Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren konzernweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controllingsowie Frühwarnsysteme und -prozesse;
  • Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet;

  • Die im Rechnungswesen eingesetzten EDV-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt;

  • Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird überwiegend auf Standardsoftware zurückgegriffen;
  • Ein adäquates internes Richtlinienwesen (u. a. bestehend aus einer konzernweit gültigen Risikomanagement-Richtlinie und einem Bilanzierungshandbuch) ist eingerichtet, welches bei Bedarf angepasst wird;
  • Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen entsprechen den quantitativen und qualitativen Anforderungen;
  • Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen. Das bestehende konzernweite Risikomanagementsystem wird kontinuierlich an aktuelle Entwicklungen angepasst und fortlaufend auf seine Funktionsfähigkeit überprüft. Das System ist durch den Abschlussprüfer, die Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, im Zuge der Konzernabschlussprüfung untersucht worden;
  • Der Aufsichtsrat befasst sich regelmäßig mit wesentlichen Fragen des Risikomanagements.

Erläuterung der wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben sind, stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden.

Die klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur sowie die qualifi zierte Ausstattung des Rechnungswesens in personeller und materieller Hinsicht stellen die Grundlage für ein effi zientes Arbeiten der an der Rechnungslegung beteiligten Bereiche dar. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess. Die klar defi nierten Überprüfungsmechanismen innerhalb der an der Rechnungslegung selbst beteiligten Bereiche und eine frühzeitige Risikoerkennung durch das Risikomanagement gewährleisten eine kohärente Rechnungslegung.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der M.A.X. Automation AG stellt sicher, dass die Rechnungslegung bei der M.A.X. Automation AG sowie bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einheitlich und im Einklang mit den rechtlichen und gesetzlichen Vorgaben sowie internen Leitlinien steht. Insbesondere hat das konzerneinheitliche Risikomanagementsystem, das vollumfänglich den gesetzlichen Anforderungen entspricht, die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu kommunizieren. Dadurch werden dem jeweiligen Adressaten zutreffende, relevante und verlässliche Informationen zeitnah zur Verfügung gestellt.

11. Nachtragsbericht

Am 01. März 2011 erwarb die neu gegründete Tochtergesellschaft IWM Automation Polska Sp. z o.o. eine polnische Betriebsstätte des insolventen Fahrzeugproduzenten Wilhelm Karmann GmbH. Mit der Akquisition erweitert der M.A.X. Automation-Konzern seine internationale Geschäftsbasis und erwartet, am Wachstum der Automobilindustrie in Osteuropa nachhaltig partizipieren zu können.

Mit rechtlicher Wirkung zum 01. Januar 2011 übernahm die Konzerntochter NSM Magnettechnik GmbH 100 % der Aktien der mabupressen AG, Oberursel. mabu-pressen AG ist ein international tätiger Spezialanbieter, der über besonderes Know-how in der Entwicklung von Präzisionsstanzautomaten verfügt. Mit der Übernahme ergänzt die NSM ihre technologische Kompetenz als weltweit führender Anbieter von Handlings- und Fördersystemen. Die Gesellschaft strebt mit dem Zukauf den Aufbau eines zusätzlichen Geschäftsfeldes an. Dazu soll die spezifi sche Komponentenexpertise von mabu mit dem Automations-Know-how der NSM zu innovativen Systemlösungen für die Kunden zusammengeführt werden.

Am 5. Januar 2011 gab die M.A.X. Automation AG bekannt, dass sich der Stimmrechtsanteil der Pioneer Asset Management S.A. auf 3,19 % verringert hat. Am 12. Januar 2011 informierte die Gesellschaft darüber, dass die Pioneer Asset Management S.A. ihren Anteil an den Stimmrechten auf 1,32 % reduziert hat. Durch diese Transaktionen erhöhte sich der Anteil des Streubesitzes an den Stimmrechten der Gesellschaft auf 63,9 %.

12. Prognosebericht

12.1. Konjunkturelles Umfeld

Der Aufschwung des vergangenen Jahres wird sich nach übereinstimmender Expertenmeinung 2011 fortsetzen, wenn auch mit abgeschwächter Dynamik. Dabei soll sich das Wachstumsgefälle zwischen Schwellen- und Industrieländern verstärken. Besonders in China und Indien sind bereits Anzeichen für eine konjunkturelle Überhitzung zu erkennen. Obgleich die chinesische Notenbank dem zunehmenden Infl ationsdruck mit einer restriktiveren Geldpolitik begegnet, rechnet der IWF für China und Indien, aber auch für Osteuropa, bis 2012 mit hohen Wachstumsraten. Die Nachfrage der Schwellenländer soll den gesamten Welthandel stimulieren und die Investitionsgüterexporte der entwickelten Volkswirtschaften stützen. Für 2011 erwartet der IWF ein globales Wachstum von 4,4 %.

Quellen:

Bundesverband deutscher Banken e.V., Konjunkturbericht Januar 2011 Europäische Zentralbank, Monatsbericht Januar 2011 Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook, Januar 2011

KONZERNLAGEBERICHT

Auch die Wirtschaft im Euroraum soll sich im laufenden Jahr weiter erholen, aber weiterhin mit deutlich geringerem Tempo als die Weltkonjunktur. Positiv wirkt das sich weiter festigende Vertrauen von Unternehmen und Konsumenten, mit dem eine steigende Binnennachfrage einhergeht. Wachstumsmindernd schlagen sich die zum Teil hohe Staatsverschuldung, noch immer belastete Bankbilanzen, teils schwache Arbeitsmärkte sowie steigende Rohstoffpreise nieder. Der IWF prognostiziert für 2011 in der Eurozone einen BIP-Zuwachs um 1,5 %.

Weiterhin erfreulich soll sich die deutsche Wirtschaft entwickeln. Wichtige Stimmungsindikatoren deuten ebenso auf anhaltendes Wachstum hin wie die kräftig gestiegenen Auftragseingänge der Industrie am Jahresende 2010 und die wieder hohe Kapazitätsauslastung. Experten rechnen daher 2011 mit einer Zunahme der Investitionen. Zudem soll der fortschreitende Beschäftigungsaufbau die Binnennachfrage stärken. Schätzungen des IWF zufolge wird das BIP in Deutschland 2011 um 2,2 % steigen.

12.2. Branchenumfeld Maschinen- und Anlagenbau

Mit Blick auf die erfreuliche Entwicklung der Weltkonjunktur erwartet der Branchenverband VDMA 2011 einen anhaltenden Aufschwung im Maschinen- und Anlagenbau. Dafür spricht auch die gute Auftragslage der Branche zu Jahresbeginn. Überdies begünstigen positive gesamtwirtschaftliche Frühindikatoren eine zunehmend aufgehellte Stimmung an den Märkten. Der VDMA sieht die deutschen Unternehmen insgesamt gut gerüstet, um 2011 mit wettbewerbsfähigen Produkten und Dienstleistungen weltweit weitere Aufträge zu gewinnen. Zugleich weist der Verband jedoch auf fortbestehende Risiken hin, die sich vor allem aus dem Konsolidierungsdruck auf die öffentlichen Haushalte sowie aus einer möglichen neuerlichen Zuspitzung der Schuldenkrise in Europa ergeben.

In Deutschland soll die Maschinenproduktion 2011 preisbereinigt um 10 % über dem Vorjahresniveau liegen. Trifft diese Prognose zu, so läge das Produktionsvolumen am Jahresende noch um 9 % unter dem Niveau des Jahres 2008.

12.3. Strategische Schwerpunkte und Chancen

Der erfreuliche Geschäftsverlauf des Jahres 2010 verdeutlicht, dass der M.A.X. Automation-Konzern strategisch aussichtsreich positioniert ist. Umwelttechnik und Industrieautomation sind nachhaltig wachsende Zukunftsmärkte, deren Dynamik auf langfristig erwarteten Entwicklungen basiert: In der Umwelttechnik gehören dazu der globale Klimaschutz, die Wiederaufbereitung von Wertstoffen sowie der dauerhafte Anstieg der Roh- und Reststoffpreise. In der Industrieautomation wird das Wachstum insbesondere vom Wandel der Konsumentennachfrage, von technischen Innovationen sowie zunehmenden Effi zienzanforderungen im globalen Wettbewerb bestimmt. Dank ihres technologischen Know-hows und der Einbindung in die fi nanzstarke, weltweit tätige M.A.X.-Gruppe können die Tochterunternehmen ihren Kunden Lösungen bieten, die diese Branchentrends aufgreifen.

Aus diesen Gründen wird der Konzern an der aktuellen strategischen Ausrichtung festhalten. Die Umwelttöchter decken mit einem Produktspektrum, das von Zerkleinerungstechnik über Recyclinganlagen bis zur Rauchgasreinigung reicht, wichtige Anforderungen von Industrieunternehmen in nahezu allen Ländern und Branchen ab. In der Industrieautomation unterstützen die Konzerngesellschaften ihre Kunden darin, ihre Produktionsprozesse kosteneffi zient an veränderte Nachfragebedingungen anzupassen. Durch die Verbindung von Komponenten- und System-Know-how entstehen Automationslösungen, die den Kunden Wettbewerbsund Kostenvorteile bringen.

Quellen:

VDMA, Presseinformation vom 10. Februar 2011

VDMA, Rede von Verbandspräsident Dr. Thomas Lindner auf der Jahrespressekonferenz am 10. Februar 2011

Mit dieser Positionierung eröffnen sich dem M.A.X. Automation-Konzern gute Chancen, um dauerhaft zu wachsen und die Ertragskraft weiter zu steigern. Das organische Wachstum soll durch eine gezielte Ausweitung der internationalen Geschäftsbasis zusätzlich gefördert werden. Obgleich die Gruppe bereits auf zahlreichen Auslandsmärkten tätig ist, bieten sich in Europa und Nordamerika sowie insbesondere in Schwellenländern noch attraktive Expansionsmöglichkeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt besteht darin, die Arrondierung des bestehenden Beteiligungsportfolios durch Zukäufe zu prüfen. Die M.A.X. Automation AG zieht externe Wachstumsmöglichkeiten in Betracht, um bereits vorhandene technische Kompetenzen sowie Marktkenntnisse durch Akquisitionen gezielt zu ergänzen.

Nach den konzernweiten Strukturanpassungen des Jahres 2009 wird es das dynamische Marktumfeld erforderlich machen, vorhandene Kapazitäten in der Produktion gezielt zu erweitern und die Belegschaft in bestimmten Bereichen zu vergrößern. Nur so kann der Konzern Wachstumspotenziale voll ausschöpfen. Zugleich wird jedoch ein Hauptaugenmerk darauf gerichtet bleiben, die Kosten strikt zu kontrollieren und die Ertragskraft der Gruppe nachhaltig zu stärken.

Die M.A.X. Automation AG hält grundsätzlich an der Absicht fest, das Tochterunternehmen Vecoplan an die Börse zu bringen. Voraussetzung bleibt ein Kapitalmarktumfeld, das eine angemessene Bewertung umwelttechnisch ausgerichteter Industrieunternehmen erwarten lässt.

12.4. Voraussichtlicher Geschäftsverlauf

Nachdem die M.A.X.-Gruppe den rezessionsbedingten Einschnitt in die Konzernentwicklung im Jahr 2010 überwunden hat, geht sie von einem anhaltend positiven Geschäftsverlauf im Jahr 2011 aus. Der Maschinen- und Anlagenbau wird sich nach Expertenmeinung im laufenden Jahr stabil positiv entwickeln. Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand mit einer weiterhin starken Nachfrage in den beiden Kernsegmenten Umwelttechnik und Industrieautomation.

Für das Gesamtjahr 2011 ist der Vorstand optimistisch. Auf Basis des bestehenden Beteiligungsportfolios soll der Konzernumsatz auf mehr als 200 Mio. Euro steigen. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern soll überproportional zu den Erlösen wachsen und in einer Spanne von 12,5 bis 13,5 Mio. Euro liegen. Mittelfristig strebt der Vorstand für den Konzern jene Wachstumsziele an, die bereits vor Ausbruch der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise als Richtschnur kommuniziert wurden. Demzufolge sollen die Konzernerlöse auf mehr als 300 Mio. Euro und die EBIT-Marge auf 10 % steigen.

Düsseldorf, 28. März 2011 M.A.X Automation AG

Bernd Priske Vorstand

KONZERNBILANZ der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, zum 31. Dezember 2010

31.12.2010 31.12.2009
AKTIVA Anhang TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (1) 1.204 1.267
Geschäfts- oder Firmenwert (2) 27.638 27.615
Sachanlagevermögen (3) 31.650 31.011
Sonstige Finanzanlagen (4) 215 216
Latente Steuern (5) 5.065 4.620
Sonstige langfristige Vermögenswerte (6) 2.884 2.239
Langfristige Vermögenswerte gesamt 68.656 66.968
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (7) 28.945 26.748
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (8) 33.607 26.466
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte (9) 3.762 3.840
Liquide Mittel (10) 27.291 24.406
Kurzfristige Vermögenswerte gesamt 93.605 81.460
Aktiva gesamt 162.261 148.428
31.12.2010 31.12.2009
PASSIVA Anhang TEUR TEUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (11) 26.794 26.794
Kapitalrücklage (12) 3.055 2.749
Gewinnrücklage (12) 9.993 9.659
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung –272 –382
Bilanzgewinn (13) 37.522 32.986
Eigenkapital gesamt 77.092 71.806
Langfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Abfi ndungsansprüchen fremder Gesellschafter (14) 548 214
Langfristige Darlehen abzüglich kurzfristiger Anteil (15) 23.096 23.374
Pensionsrückstellungen (16) 564 575
Sonstige Rückstellungen (22) 1.686 1.110
Latente Steuern (5) 8.060 7.232
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (15) 56 57
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 34.010 32.562
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (17) 28.464 21.865
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen (18) 4.262 5.391
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (19) 52 55
Sonstige kurzfristige fi nanzielle Verbindlichkeiten (20) 5.296 4.059
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (21) 803 1.523
Sonstige Rückstellungen (22) 11.317 9.175
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (23) 965 1.992
Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt 51.159 44.060
Passiva gesamt 162.261 148.428

Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

KONZERN-GESAMTEINKOMMENSRECHNUNG der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010

01.01.–31.12.2010 01.01.–31.12.2009
Anhang TEUR TEUR
Umsatzerlöse (24) 189.743 156.529
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.263 –5.882
Aktivierte Eigenleistungen 242 270
Gesamtleistung 191.248 150.917
Sonstige betriebliche Erträge (25) 3.396 4.698
Materialaufwand (26) –98.726 –70.852
Personalaufwand (27) –51.707 –50.102
Abschreibungen (28) –3.734 –3.854
Sonstige betriebliche Aufwendungen (29) –30.976 –30.266
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 9.501 541
Übriges Beteiligungsergebnis 24 74
Zinsergebnis (30) –1.059 –1.113
Übriges Finanzergebnis (31) –170 542
Fremden Gesellschaftern zuzuweisende Gewinne/Verluste (32) –324 495
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.972 539
Ertragsteuern (33) –1.763 –344
Jahresergebnis 6.209 195
Sonstiges Gesamteinkommen
Veränderung aus der Währungsumrechnung 110 –129
Verrechnung der IPO-Kosten mit der Kapitalrücklage 445 262
Steuern auf sonstiges Gesamteinkommen –139 –81
Sonstiges Gesamteinkommen nach Steuern 416 52
Gesamteinkommen 6.625 247
Ergebnis je Aktie
Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR (34) 0,23 0,01

Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

KONZERN-EIGENKAPITAL - VERÄNDERUNGS RECHNUNG der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2010

Gezeichnetes Kapital Gewinnrück Unterschied
aus der
Währungs
Kapital rücklage lage umrechnung Bilanzgewinn Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 01.01.2009 26.794 2.568 9.659 –253 34.130 72.898
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 –1.339 –1.339
Gesamteinkommen 0 181 0 –129 195 247
Stand am 31.12.2009 26.794 2.749 9.659 –382 32.986 71.806
Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Stand am 01.01.2010
26.794 2.749 9.659 –382 32.986 71.806
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 –1.339 –1.339
Dotierung Gewinnrücklage 0 0 334 0 –334 0
Gesamteinkommen 0 306 0 110 6.209 6.625
Stand am 31.12.2010 26.794 3.055 9.993 –272 37.522 77.092

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010

01.01.–31.12.2010
TEUR
01.01.–31.12.2009
TEUR
1. Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernjahresergebnis 6.209 195
Anpassungen zur Überleitung des Konzernjahresüberschusses
auf den Cashfl ow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 542 706
Abschreibungen auf Sachanlagen 3.192 3.148
Gewinn (–) Verlust (+) aus dem Abgang von Sachanlagen –441 –43
Veränderung latente Steuern 383 38
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 673 –328
Änderungen in Aktiva und Passiva
Erhöhung (–) Minderung (+) Vorräte –2.297 6.889
Erhöhung (–) Minderung (+) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen –7.204 16.472
Erhöhung (–) Minderung (+) aktive RAP und sonstige Vermögenswerte 78 1.442
Erhöhung (+) Minderung (–) Pensionsrückstellungen –11 10
Erhöhung (+) Minderung (–) sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 2.674 –5.988
Erhöhung (+) Minderung (–) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.562 –2.825
Erhöhung (+) Minderung (–) Verbindlichkeiten und Rückstellungen aus Ertragsteuern –1.751 –495
= Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit 8.609 19.221
2. Cashfl ow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte –479 –459
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen –4.034 –1.669
Einzahlungen aus Verkäufen von immateriellen Vermögenswerten 2 0
Einzahlungen aus Verkäufen von Sachanlagen 812 137
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 0 1.026
Veränderung sonstige langfristige Vermögenswerte 115 4
= Cashfl ow aus der Investitionstätigkeit –3.584 –961
3. Cashfl ow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen von Dividenden –1.339 –1.339
Aufnahme von langfristigen Finanzkrediten 1.300 2.400
Tilgung von langfristigen Finanzkrediten –1.578 –4.340
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 108 –1.236
Erhöhung (–) Minderung (+) beschränkt verfügbarer liquider Mittel –759 –573
Zahlung aus Abfi ndungsansprüchen Fremder –8 –14
= Cashfl ow aus der Finanzierungstätigkeit –2.276 –5.102
01.01.–31.12.2010 01.01.–31.12.2009
TEUR TEUR
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
= Zunahme/Abnahme des Finanzmittelfonds 2.749 13.158
Einfl uss von Wechselkursveränderungen 136 –20
+ Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres 24.406 11.268
= Finanzmittelfonds zum Ende des Geschäftsjahres 27.291 24.406
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
= Liquide Mittel 27.291 24.406
= Zusätzliche Angaben zum Cashfl ow
gezahlte Ertragsteuern 1.339 2.568
erstattete Ertragsteuern 25 1.907
gezahlte Zinsen 1.000 1.716
erhaltene Zinsen 147 334

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf für das Geschäftsjahr 2010

Segment Umwelttechnik Industrie
automation
M.A.X.
Automation AG
Berichtszeitraum 2010
TEUR
2009
TEUR
2010
TEUR
2009
TEUR
2010
TEUR
2009
TEUR
Segmenterlöse 114.575 94.853 75.467 62.707 0 0
mit externen Kunden 114.575 94.853 75.168 61.676 0 0
– davon Deutschland 44.728 34.256 43.604 39.325 0 0
– davon USA 27.780 18.567 5.530 1.624 0 0
– davon andere EU-Länder 34.576 37.080 18.108 15.088 0 0
– davon Rest der Welt 7.491 4.950 7.926 5.639 0 0
Intersegmenterlöse 0 0 299 1.031 0 0
Segmentergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit
(EBIT)
5.734 2.200 5.712 –317 –1.743 –1.140
darin enthalten:
• planmäßige Abschreibung –1.955 –1.772 –1.545 –1.848 –32 –31
• wesentliche sonstige Ertrags- und Aufwandsposten 0 –1.624 276 –1.601 0 0
• wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen –7.074 –5.378 –1.730 –1.751 –651 –253
Segmentergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
(EBT)
4.765 2.683 5.455 –526 –441 85
darin enthalten:
• Zinsertrag 133 62 93 103 84 153
• Zinsaufwand –693 –785 –342 –322 –329 –325
• Fremden Gesellschaftern zuzurechnende
Gewinne/Verluste
–324 495 0 0 0 0
Ertragsteuern –1.370 –159 –252 34 178 117
Jahresergebnis 3.395 2.524 5.203 –492 –263 202
Segmentvermögen 68.998 61.024 58.559 53.354 78.294 79.225
– davon Deutschland 54.182 49.023 57.087 51.974 78.294 79.225
– davon USA 14.433 9.965 793 463 0 0
– davon andere EU-Länder 383 2.036 679 917 0 0
Steueransprüche (inkl. latenter Steuern) 1.244 1.686 330 376 4.745 3.938
Gesamtvermögen 70.242 62.710 58.889 53.730 83.039 83.163
Investitionen in das langfristige Segmentvermögen 2.292 1.348 2.213 923 8 2
Segmentschulden 38.691 33.601 33.195 29.304 15.021 17.248
Steuerschulden (inkl. latenter Steuern) 1.381 1.758 1.346 1.284 554 551
Gesamtschulden 40.072 35.359 34.541 30.588 15.575 17.799
Überleitung Gesamt
2010
TEUR
2009
TEUR
2010
TEUR
2009
TEUR
–299 –1.031 189.743 156.529
0 0 189.743 156.529
0 0 88.332 73.581
0 0 33.310 20.191
0 0 52.684 52.168
0 0 15.417 10.589
–299 –1.031 0 0
–202 –202 9.501 541
–202 –203 –3.734 –3.854
0 0 276 –3.225
0 0 –9.455 –7.382
–1.807 –1.703 7.972 539
–58 –100 252 218
53 101 –1.311 –1.331
0
–319
0
–336
–324
–1.763
495
–344
–2.126 –2.039 6.209 195
–50.326 –51.490 155.596 142.113
–50.326 –51.490 139.237 128.732
0 0 15.226 10.428
0 0 1.062 2.953
346 315 6.665 6.315
–49.909 –51.175 162.261 148.428
0 35 4.513 2.308
–10.601 –12.286 76.306 67.867
5.582 5.163 8.863 8.756
–5.019 –7.123 85.169 76.623

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

1. Vorbemerkung 77
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 77
2.1. Aktiva 78
2.2. Passiva 82
2.3. Gesamteinkommensrechnung 82
2.4. Gewinn je Aktie 82
2.5. Währungsumrechnung 82
2.6. Derivative Finanzinstrumente und
Sicherungsgeschäfte 83
2.7. Latente Steuern 83
3. Konsolidierung 83
3.1. Konsolidierungsgrundsätze 83
3.2. Konsolidierungskreis 83
3.3. Veränderungen im Konsolidierungskreis 84
4. Erläuterungen zur Konzernbilanz 84
4.1. Aktiva 84
4.2. Passiva 87
5. Erläuterungen zur Gesamteinkommensrechnung 93
6. Sonstige Angaben zum Konzernabschluss 96
6.1. Konzernkapitalfl ussrechnung 96
6.2. Forschung und Entwicklung 96
6.3. Risikomanagement 96
6.4. Ergebnis je Aktie 101
6.5. Segmentberichterstattung 101
6.6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 101
6.7. Sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen 102
6.8. Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden
Unternehmen und Personen 102
6.9. Abschlussprüfer 103
6.10. Vorstand und Aufsichtsrat 103
7. Mitteilungspfl ichtige Beteiligungen gemäß
§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG 104
8. Erklärung gemäß § 161 AktG zum
Corporate-Governance-Kodex 105
9. Befreiung von der Offenlegung für Tochtergesellschaften 105

1. Vorbemerkung

Die Muttergesellschaft des Konzerns ist die M.A.X. Automation Aktiengesellschaft, Breite Straße 29–31, 40213 Düsseldorf, Bun des republik Deutschland, deren Gegenstand der Erwerb und die Verwaltung von mindestens 10 % des Kapitals von Unter nehmen und Handelsgesellschaften sowie die Veräußerung solcher Beteiligungen ist.

Die Tochtergesellschaften der M.A.X. Automation AG sind in der Umwelttechnik und der Industrieautomation tätig. Die Unternehmen sind zum überwiegenden Teil seit vielen Jahren existent.

Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen führen das Kalenderjahr als Geschäftsjahr.

Der Konzernabschluss umfasst neben der Konzernbilanz und der Konzerngesamteinkommensrechnung als weitere Bestandteile die Entwicklung des Konzerneigenkapitals, die Konzern kapitalfl ussrechnung, die Segmentberichterstattung, den Konzernanhang, den Konzernanlagespiegel sowie die Aufstellung des Anteilsbesitzes.

Der Konzernabschluss 2010 wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Alle Beträge sind – soweit nicht anders dargestellt – in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Der Konzernabschluss wurde nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, unter Berücksichtigung der Auslegungen des Standing Interpretations Committee (SIC) sowie des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt.

Im M.A.X. Automation-Konzern werden bei der Bilanzierung und Bewertung alle zum Zeitpunkt der Rechnungslegung am 31. Dezember 2010 verabschiedeten und verpfl ichtend anzu wendenden IAS/IFRS Vorschriften berücksichtigt. Die ergänzenden Vorschriften des § 315a Abs. 1 HGB wurden beachtet.

Der geprüfte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 wurde vom Auf sichtsrat am 26. März 2010 gebilligt. Der geprüfte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wird vom Aufsichtsrat voraussichtlich am 30. März 2011 gebilligt werden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen wurden einheitlich nach den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der IFRS aufgestellt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen durch den Vorstand, die sich auf die ausgewiesenen Beträge in der Bilanz sowie auf die Offenlegung der Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Abschlusszeitpunkt und auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode auswirken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen Kenntnisstand basieren. Das tatsächliche Ergebnis kann von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Der International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRIC) haben eine Reihe von Änderungen bestehender International Reporting Standards (IFRS) sowie einige neue IFRS und Interpretationen verabschiedet, die für den M.A.X. Automation-Konzern ab dem Geschäftsjahr 2010 verpfl ichtend anzuwenden sind:

  • Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards (2009)
  • IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Reporting Standards" (neu strukturiert 2008)

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

  • IFRS 1 "Zusätzliche Ausnahmen für erstmalige Anwender" (Änderung 2009)
  • IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen zwischen Unternehmen einer Gruppe" (Änderung 2009)
  • IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" (2008)
  • IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" (2008)
  • IAS 39 "Geeignete Grundgeschäfte" (Änderung 2009)
  • IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen"
  • IFRIC 15 "Verträge über die Errichtung von Immobilien"
  • IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb"
  • IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer"
  • IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden"

Der IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die in der EU noch nicht verpfl ichtend anzuwenden sind. Die Standards und Interpretationen sind im Folgenden dargestellt. Teilweise sind sie noch nicht von der EU anerkannt.

  • Improvements to IFRS (2010)
  • IFRS 1 "Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7" (Änderung 2010)
  • IFRS 1 "Severe Hyperinfl ation and Removal of Fixed Dates for First-time Adopters" (Änderung 2010)
  • IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" (Änderungen 2010)
  • IFRS 9 "Financial Instruments" (erstmalige Anwendung 2013)
  • IAS 12 "Deferred Tax: Recovery of Underlying Assets" (Änderung 2010)
  • IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" (erstmalige Anwendung 2011)
  • IAS 32 "Einstufung von Bezugsrechten" (erstmalige Anwendung 2010)
  • IFRIC 14 "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpfl ichtungen" (Änderung 2009)

• IFRIC 19 "Tilgung fi nanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente"

Zum Zeitpunkt der in der EU verpfl ichtenden Anwendung der neuen Standards und Interpretationen hat und wird die M.A.X. Automation AG diese berücksichtigen. Signifi kante Auswirkungen auf Bilanz und Gesamteinkommensrechnung haben sich nicht ergeben und werden nicht erwartet. Für die Angabepfl ichten im Konzernanhang ergeben sich Änderungen und Erweiterungen.

2.1. Aktiva

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte (Patentrechte und Lizenzen sowie EDV-Software) werden zu Anschaffungskosten – vermindert um planmäßige Abschreibungen – angesetzt. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer, welche zwischen 1 und 8 Jahren beträgt.

Soweit die Anschaffungskosten für einen Unternehmenszusammenschluss die Summe der vollständig neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden inklusive Eventualschulden übersteigen, wird der Differenzbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird dem jeweiligen Tochter unternehmen als zahlungsmittelgenerierende Einheit (Cash Generating Unit) zugeordnet, als Vermögenswert erfasst und zu jedem Bilanz stichtag einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand in der Gesamt einkommensrechnung erfasst und in Folgeperioden nicht wieder wertaufgeholt.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Unternehmenserwerben vor dem Übergangszeitpunkt auf IFRS zum 01. Januar 2004 entstanden sind, wurden aus dem vorangegangenen HGB-Abschluss übernommen und zu diesem Zeitpunkt auf Werthaltigkeit überprüft. Geschäfts- oder Firmenwerte, die in vorangegangenen Perioden abgeschrieben wurden, sind nicht wertaufgeholt worden.

Gemäß IAS 36.10 tritt bei Geschäfts- oder Firmenwerten an die Stelle von planmäßigen Abschreibungen eine regelmäßige, mindestens jährlich durchzuführende Werthaltigkeitsprüfung.

Der Werthaltigkeitstest eines Geschäfts- oder Firmenwertes ist in der Regel auf Ebene einer Cash Generating Unit vorzunehmen.

Der Werthaltigkeitstest basiert auf der Ermittlung des erzielbaren Betrages (Recoverable Amount). Dieser ergibt sich aus dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert.

Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist eine Werthaltigkeit nicht mehr gegeben und es liegt ein Wertminderungsbedarf vor. Die erforderliche Abschreibung mindert den Wert des Geschäfts- oder Firmenwertes.

Ist dieser vollständig abgeschrieben, erfolgt eine Verteilung des Restbetrages proportional zu den jeweiligen Buchwerten auf die anderen Vermögenswerte (IAS 36.104 ff.).

Der Buchwert der Cash Generating Unit stellt das so genannte Nettovermögen dar und setzt sich aus dem für die operative Tätigkeit betriebsnotwendigen Vermögen (operatives Vermögen), zuzüglich aufgedeckter stiller Reserven (insbesondere Goodwill) und abzüglich der Verbindlichkeiten, die aus der operativen Tätigkeit resultieren, zusammen.

Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten kommen primär marktpreisorientierte Verfahren zum Einsatz. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes wird auf kapitalwertorientierte Verfahren zurückgegriffen.

Bei den kapitalwertorientierten Verfahren wird das Konzept der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC-Ansatz) (IDW RS HFA 16, Tz.30) angewendet.

Folgende Vorgaben sind hierbei zu berücksichtigen:

  • Gemäß IAS 36.50 sind Zahlungsströme aus der Finanzierung sowie für Ertragsteuern nicht in die Ermittlung des Nutzungswertes einzubeziehen;
  • Für die Fremdkapitalkosten werden die Refi nanzierungskosten der zu bewertenden Cash Generating Unit verwendet;
  • Die Eigenkapitalkosten werden auf Basis des Capital Asset Pricing Models berechnet und betragen 8,95 % (Vorjahr: 9,55 %). Dieser Zins wurde unter Berücksichtigung eines risikolosen Basiszinssatzes von 3,25 % (Vorjahr: 4,25 %) und einer Risikoprämie von 5,0 % (Vorjahr: 5,0 %) sowie einem Beta-Faktor von 1,14 (Vorjahr: 1,06) ermittelt;
  • Der Kapitalisierungszinssatz ist der Vorsteuerzinssatz, der die gegenwärtigen Markteinschätzungen des Zeitwertes des Geldes und die spezifi schen Risiken des Bewertungsobjektes widerspiegelt. Da die am Kapitalmarkt beobachtbaren Renditen risikobehafteter Eigenkapitaltitel regelmäßig Steuereffekte beinhalten, ist der ermittelte gewichtete Kapitalisierungszinssatz um diese Steuereffekte zu bereinigen.

Der Nutzungswert wird anhand des Barwertes des Cashfl ow aus zwei Wachstumsphasen ermittelt. Der ersten Phase liegt die vom Management des jeweiligen Tochterunternehmens erstellte und vom Aufsichtsrat verabschiedete 3-Jahresplanung zugrunde. Für die zweite Phase wird eine ewige Rente in Höhe des nachhaltig erzielbaren Betrages zugrunde gelegt.

Sachanlagevermögen

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und um nutzungsbedingte planmäßige und – sofern notwendig – außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

Die Herstellungskosten umfassen hierbei neben den direkt zu rechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.

Die Sachanlagen werden linear über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

Voraussichtliche Nutzungsdauern
Gebäude 10 bis 50 Jahre
Außenanlagen 3 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 18 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 23 Jahre

Die Bestimmung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wird unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vorgenommen.

Im Bau befi ndliche Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Fremdkapitalkosten werden für sogenannte "qualifying assets" aktiviert. Die Abschreibung dieser Vermögenswerte beginnt mit deren Fertigstellung bzw. Erreichen des betriebsbereiten Zustandes.

Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte überprüft, um festzustellen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes anhand des Nutzungswertes ermittelt, um den Umfang der Wertminderung festzustellen. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst.

Entfällt der Grund, der zu einer Wertminderung in der Vergangenheit geführt hat, wird der Buchwert des Vermögenswertes wieder entsprechend erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergäbe, wenn für den Vermögenswert in Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Die Umkehrung des Wertminderungsaufwandes wird ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Langfristige fi nanzielle Vermögenswerte

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs zu den Anschaffungskosten.

Anteile an Tochterunternehmen und Beteiligungen, die nicht konsolidiert werden, werden zu Anschaffungskosten bewertet, da der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann.

Die Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Die Finanzanlagen, die nicht zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden, werden regelmäßig auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Finanzanlagen, die im Wert gemindert sind, werden erfolgs wirksam auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit der Grund für in früheren Perioden vorgenommene Abschreibungen entfällt, wird eine erfolgswirksame Zuschreibung vorgenommen.

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen die aktivierungspfl ichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Für fehlende Gängigkeit werden Abschläge vorgenommen. Die Zuordnung der Anschaffungs- und Herstellungskosten zu den Vorratsarten erfolgt mittels Einzelzuordnung, der Durchschnittsmethode oder der FIFO-Methode.

Fremdkapitalkosten für sogenannte "qualifying assets" werden aktiviert.

Wertminderungen werden berücksichtigt, wenn der Nettover äuße rungswert einzelner Vermögenswerte unter deren Buchwert sinkt.

Langfristige Fertigungsaufträge

Umsätze und Aufwendungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad erfasst (Percentage of Completion-Methode).

Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Ende des Geschäftsjahres bereits angefallenen Auftragskosten und den zum Ende des Geschäftsjahres aktuell geschätzten gesamten Auftragskosten (Cost-to-Cost-Methode).

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte beinhalten überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber Kreditinstituten, Kassenbestände, derivative Finanzinstrumente sowie marktgängige sonstige übrige fi nanzielle Vermögenswerte. Die Unterteilung wird nach IAS 39 wie folgt vorgenommen:

  • a) Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfassen neben derivativen unter anderem zu Handelszwecken gehaltene fi nanzielle Vermögenswerte. Diese werden mit der Absicht der kurzfristigen Veräußerung erworben (z.B. Aktien, festverzinsliche Wertpapiere). Die Bewertung erfolgt zum Zeitwert; Wertanpassungen werden erfolgswirksam erfasst.
  • b) Kredite und Forderungen sind nicht derivative fi nanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Darunter fallen im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen zur Abdeckung erkennbarer Risiken bewertet. Pauschale Wertberichtigungen werden mit den Ausfallraten der Vergangenheit nur dann angesetzt, wenn diese auch quantitativ zu belegen waren. Gewinne und Verluste, ebenso die Zinseffekte aus der Anwendung der Effektivzinsmethode, werden ergebniswirksam erfasst.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass die bilanzierten Werte der Finanzinstrumente grundsätzlich deren beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Liquide Mittel

Liquide Mittel werden zu ihrem Nominalwert angesetzt. Beschränkt verfügbare Mittel werden, soweit vorhanden, unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

2.2. Passiva

Eigenkapitalbeschaffungskosten

Eigenkapitalbeschaffungskosten werden nach Berücksichtigung der auf diese entfallenden Steuern von der Kapitalrücklage abgesetzt.

Pensionsverpfl ichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpfl ichtungen werden mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) für Leistungszusagen auf Altersversorgung errechnet. Der Berechnung liegen die Richttafeln von K. Heubeck von 2005 G zugrunde. Es werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und Anwartschaften, sondern auch künftig erwartete Veränderungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Der Dienstzeitaufwand ist in der Gesamteinkommensrechnung im Personalaufwand enthalten. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam unter der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" erfasst. Der Zinsaufwand wird ebenfalls im Personalaufwand ausgewiesen.

Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen werden in angemessener Höhe für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpfl ichtungen gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpfl ichtung zuverlässig ermittelbar ist.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten und in den Folgejahren zu fortgeführten Anschaffungswerten bewertet. Disagien werden im Rahmen der Effektivzinsmethode berücksichtigt.

Langfristig unverzinsliche Verbindlichkeiten werden mit dem Barwert angesetzt.

2.3. Gesamteinkommensrechnung

Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge werden mit Erbringung der Leistung bzw. mit Entstehen des Anspruchs realisiert. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht erfasst.

Langfristige kundenspezifi sche Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode (PoC)) bilanziert. Hierbei werden die im Geschäftsjahr angefallenen Kosten und die auf das Geschäftsjahr entfallenden Erlöse entsprechend dem Fertigstellungsgrad ergebniswirksam erfasst. Der Fertigstellungsgrad wird entsprechend den angefallenen Aufwendungen ermittelt (Cost-to-Cost-Methode).

Ausgaben im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren, darunter wesentliche Verbesserungen und Verfeinerungen von bereits vorhandenen Produkten, werden nach Anfall als Aufwand gebucht, soweit die Voraussetzungen einer Aktivierung nicht vorliegen.

2.4. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der gewichteten Anzahl der im Umlauf befi ndlichen nennwertlosen Stückaktien.

2.5. Währungsumrechnung

Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden nach Maßgabe des Wechselkurses am Bilanzstichtag bewertet.

Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen ausländischen Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung die jeweilige Landeswährung ist, werden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen dieser ausländischen Tochtergesellschaften werden zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in den Konzernabschluss einbezogen.

2.6. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte Die derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung gegen Währungs- oder Zinsrisiken eingesetzt. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen. Zur Begrenzung der Ausfallrisiken werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich mit Kreditinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt bei ihrer erstmaligen Erfassung und in der Folgebilanzierung mit ihrem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstrumentes ist der Preis, für den ein unabhängiger Dritter Rechte oder Pfl ichten aus dem Finanzinstrument von einer weiteren unabhängigen Partei übernehmen würde. Soweit möglich, werden die beizulegenden Zeitwerte mit den tatsächlich am Markt zu realisierenden Werten angesetzt. Diese entsprechen bei börsen notierten Derivaten dem positiven oder negativen Börsenwert.

Sofern für ein derivatives Finanzinstrument ein Börsenwert nicht existiert, wird der beizulegende Wert als theoretischer Wert mittels anerkannter fi nanzmathematischer Methoden berechnet. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Handelstag. Die Wertänderungen in den derivativen Finanzinstrumenten werden sofort ergebniswirksam erfasst. Hedge Accounting nach IAS 39 wird nicht angewandt.

Nähere Angaben werden unter dem Punkt Risikomanagement gemacht.

2.7. Latente Steuern

Latente Steuern, die aus zeitlich abweichenden Wertansätzen in IFRS und Steuerbilanz resultieren, werden nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode ermittelt und gesondert ausgewiesen. Aktive latente Steuern umfassen unter anderem Steuerminderungs ansprüche, die aus der mit ausreichender Sicherheit erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge entstehen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der aktuellen Steuergesetzgebung.

3. Konsolidierung

3.1. Konsolidierungsgrundsätze

Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungskosten der Tochterunternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital zu beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs (Neubewertungsmethode) verrechnet. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte in der Bilanz ausgewiesen und jährlich bzw. beim Vorliegen von Indikatoren für eine Wertminderung einem Impairment-Test (DCF-Methode mit WACC-Ansatz) unterzogen.

Im Rahmen der Schulden- und Ertragskonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen sowie innerhalb des Konzerns anfallende Aufwendungen und Erträge konsolidiert. Im Konzern erzielte Zwischenergebnisse werden eliminiert.

3.2. Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis sind sämtliche aktive Tochtergesellschaften des Konzerns einbezogen. Es handelt sich hierbei um Mehrheitsbeteiligungen. Tochterunternehmen, die auch bei zusammengefasster Betrachtung für die Ermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht mit einbezogen.

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

Zum Konsolidierungskreis gehören am Bilanzstichtag neben der M.A.X. Automation Aktiengesellschaft insgesamt 20 Tochtergesellschaften, welche in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführt sind.

Der klaren strategischen Ausrichtung folgend wurden die bestehenden Gesellschaften in die Segmente Umwelttechnik und Industrieautomation gegliedert. Der Konsolidierungskreis setzt sich wie folgt zusammen:

Anzahl einbezogener Unternehmen 2010 2009
Umwelttechnik 8 8
Industrieautomation 12 13
Konzern 20 21

3.3. Veränderungen im Konsolidierungskreis

Die Armos S.A.R.L., Egly/Frankreich, wurde im ersten Halbjahr 2010 auf die Atiap S.A.R.L., Egly/Frankreich verschmolzen.

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1. Aktiva

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Jahr 2010 sind im Konzernanlagespiegel dargestellt. Der Konzernanlagespiegel ist als Anlage zum Konzernanhang beigefügt.

Langfristige Vermögenswerte

(1) Immaterielle Vermögenswerte

Die Immateriellen Vermögenswerte enthalten Patentrechte, Lizenzen, EDV-Software sowie Know-how.

Es wurden weder selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte noch Entwicklungskosten aktiviert.

(2) Geschäfts- oder Firmenwert

in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Geschäfts- oder Firmenwert 27.638 27.615
Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert 3.953 3.930
– davon Umwelttechnik 315 292
– davon Industrieautomation 3.638 3.638
Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 23.685 23.685
– davon Umwelttechnik 5.119 5.119
– davon Industrieautomation 18.566 18.566

(3) Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen in Höhe von TEUR 31.650 (Vorjahr: TEUR 31.011) bestehen mit TEUR 24.686 (Vorjahr: TEUR 24.387) aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, mit TEUR 2.658 (Vorjahr: TEUR 2.446) aus technischen Anlagen und Maschinen, aus anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 4.196 (Vorjahr: TEUR 4.161), Anlagen im Bau von TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 17) sowie geleisteten Anzahlungen von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 0).

Angaben zu den bestehenden Grundschulden und Sicherungsübereignungen fi nden sich unter Punkt 4.2 (15).

(4) Sonstige Finanzanlagen

Die sonstigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen: Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 185) handelt es sich um Anteile an Komplementär GmbHs sowie Vorratsgesellschaften, die für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind, hiervon wurden Anteile i.H.v. TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 26) als Sicherheiten begeben. Sonstige langfristige fi nanzielle Vermögenswerte bestehen i.H.v. TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 31).

(5) Latente Steuern

Latente Steuern sind in ihrer Entstehung folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:

Alle Angaben in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
aktive latente
Steuern
passive latente
Steuern
aktive latente
Steuern
passive latente
Steuern
Langfristige Bilanzpositionen
A. Langfristige Vermögenswerte 6.649 7.197 7.306 6.536
I. Immaterielle Vermögenswerte 298 6.347 176 5.767
II. Sachanlagen 409 850 507 769
III. Langfristige fi nanzielle Vermögenswerte 21 0 0 0
IV. Aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge 5.921 0 6.623 0
B. Langfristiges Fremdkapital 39 129 23 171
Kurzfristige Bilanzpositionen
C. Kurzfristige Vermögenswerte 330 724 247 510
I. Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 324 696 233 505
II. Kurzfristige fi nanzielle Vermögenswerte 6 28 14 5
D. Kurzfristiges Fremdkapital 233 10 319 15
Zwischensumme 7.251 8.060 7.895 7.232
Wertberichtigungen –2.186 0 –3.275 0
Summe 5.065 8.060 4.620 7.232

Die aus den langfristigen Fertigungsaufträgen resultierenden aktiven und passiven latenten Steuern wurden saldiert.

Im Konzern bestehen im Wesentlichen bei der Muttergesellschaft steuerliche inländische Verlustvorträge im Bereich der Gewerbesteuer i.H.v. TEUR 39.303 (Vorjahr: TEUR 40.187). Die gewerbesteuerlichen Vorteile hieraus betragen TEUR 5.360 (Vorjahr: TEUR 5.718). Die Wertberichtigungen auf diese latenten Steuern betragen TEUR 1.759 (Vorjahr: TEUR 2.594).

Die inländischen Verlustvorträge im Bereich der Körperschaftsteuer betrugen im Vorjahr TEUR 270 und wurden vollständig genutzt.

Die ausländischen Verlustvorträge belaufen sich auf TEUR 2.229 (Vorjahr: TEUR 3.465), die hierauf entfallende aktive latente Steuer in Höhe von TEUR 561 wurde in Höhe von TEUR 427 (Vorjahr: TEUR 682) wertberichtigt.

Bei der Bemessung der Werthaltigkeit der Verlustvorträge ist in Deutschland seit 2004 die so genannte Mindestbesteuerung zu beachten. Verlustvorträge können gegen positive Ergebnisse im Folgejahr bis zu TEUR 1.000 unbegrenzt, darüber hinaus zu 60 % verrechnet werden.

Die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge wurde überprüft. Die Realisierung dieser Verlustvorträge ist mit ausreichender Sicherheit gewährleistet.

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

Folgende Beträge sind in der Konzernbilanz ausgewiesen:

Alle Angaben in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Aktive latente Steuern:
– aus abzugsfähigen Differenzen 1.330 1.272
– aus steuerlichen Verlustvorträgen 3.735 3.348
Summe aktive latente Steuern 5.065 4.620
Passive latente Steuern:
– aus zu versteuernden
temporären Differenzen 8.060 7.232

(6) Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte i.H.v. TEUR 2.884 (Vorjahr: TEUR 2.239) bestehen im Wesentlichen aus beschränkt verfügbaren liquiden Mitteln i.H.v. TEUR 2.715 (Vorjahr: TEUR 1.956) sowie aus dem aktivierten Körperschaftsteuerguthaben der M.A.X. Automation AG in Höhe von TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 147). Das Guthaben wird beginnend im Jahr 2008 vom Finanzamt über einen Zeitraum von 10 Jahren ratierlich ausgezahlt. Es erfolgte eine Abzinsung mit 4 %.

Kurzfristige Vermögenswerte

(7) Vorräte

Alle Angaben in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.329 10.709
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 26.764 18.643
Unfertige Leistungen
(langfristige Fertigungsaufträge)
–19.909 –10.898
Fertige Erzeugnisse und Leistungen 9.133 6.784
Geleistete Anzahlungen 628 1.510
Summe Vorräte 28.945 26.748

Bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen ergab sich eine Bestandsveränderung im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von TEUR 1.263 (Vorjahr TEUR –5.882). Diese Bestandsveränderung wird in der Gesamteinkommensrechnung ausgewiesen. Abweichungen zu der Differenz der entsprechenden Bilanzposten resultieren aus währungskursbedingten Wertveränderungen bei Vorräten ausländischer Konzerngesellschaften.

In den Vorräten sind Wertberichtigungen i.H.v. TEUR 1.670 (Vorjahr: TEUR 1.352) berücksichtigt. Angaben zu den Sicherungsübereignungen werden unter Punkt 4.2 (15) gemacht.

(8) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen enthalten, die aus der Anwendung der Percentageof-Completion-Methode bei langfristigen Fertigungsaufträgen resultieren:

Alle Angaben in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Anteilig realisierte Umsatzerlöse 21.637 12.030
Anteilig realisierte Anschaffungs
und Herstellungskosten
19.909 10.898
Ausgewiesener Gewinn/Verlust 1.728 1.132
Erhaltene Anzahlungen für
langfristige Fertigungsaufträge
–16.435 –6.511
Kurzfristige Forderungen aus
langfristigen Fertigungsaufträgen
5.202 5.519

Zum Stichtag wurden Einzelwertberichtigungen i.H.v. TEUR 1.129 (Vorjahr: TEUR 1.780) und Pauschalwertberichtigungen i.H.v. TEUR 470 (Vorjahr: TEUR 316) vorgenommen. Angaben zu den Forderungsabtretungen werden unter Punkt 4.2 (15) gemacht.

Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht zur Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wieder:

Alle Angaben in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
Weder überfällige noch
einzelwertberichtigte Forderungen
13.056 9.557
Überfällige Forderungen,
die nicht einzelwertberichtigt sind
< 30 Tage 6.516 3.885
> 30 Tage 1.741 957
> 60 Tage 1.913 718
> 90 Tage 824 1.654
Summe 10.994 7.214
Einzelwertberichtigte Forderungen 4.356 4.176
Buchwert 28.406 20.947
Künftige Forderungen aus
Fertigungsaufträgen
21.637 12.030
Erhaltene Anzahlungen aus
langfristigen Fertigungsaufträgen
–16.435 –6.511
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
33.607 26.466

(9) Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die Position i.H.v. TEUR 3.762 (Vorjahr: TEUR 3.840) besteht aus Ansprüchen gegenüber dem Finanzamt i.H.v. TEUR 1.688 (Vorjahr: TEUR 1.700), Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. TEUR 555 (Vorjahr: TEUR 425), Debitorische Kreditoren i.H.v. TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 110), Forderungen an Mitarbeiter i.H.v. TEUR 615 (Vorjahr: TEUR 176), positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente in Höhe von TEUR 486 (Vorjahr: TEUR 187), und Sonstigen Forderungen i.H.v. TEUR 377 (Vorjahr: TEUR 1.242).

(10) Liquide Mittel

Die Liquiden Mittel beinhalten Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten.

4.2. Passiva Eigenkapital

Die Veränderungen des Eigenkapitals im Geschäftsjahr werden in der "Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung" gesondert dargestellt.

(11) Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 26.794.415,00. Es ist eingeteilt in 26.794.415 nennwertlose Aktien. Eine Aktie entspricht damit dem rechnerischen Beteiligungswert von je EUR 1,00. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Gemäß § 5 Abs. 5 a der Satzung in der Fassung vom 10. Juni 2010 kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 09. Juni 2015 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt TEUR 6.698 durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien gegen Bareinlagen erhöhen (Genehmigtes Kapital I).

Ferner kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung bestimmen sowie die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien zu leistende Entgelt festsetzen sowie die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG bestimmen.

Gemäß § 5 Abs. 6 der Satzung in der Fassung vom 10. Juni 2010 kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 09. Juni 2015 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt TEUR 5.330 durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen erfolgen.

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

Der Vorstand kann ferner mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für insbesondere folgende Fälle ausschließen:

  • Für die aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehenden Spitzenbeträge;
  • Für eine Kapitalerhöhung mit Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen (auch wenn neben den Aktien eine Kaufpreiskomponente in bar aus gezahlt wird), wenn der Erwerb des Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt;
  • Für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, in Höhe von bis zu insgesamt 10 % sowohl des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung als auch des im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits notierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet. Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, die aufgrund einer entsprechenden Ermächtigung der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG während der Wirksamkeit dieser Ermächtigung erworben und gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits notierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand kann ferner mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung bestimmen sowie die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien zu leistende Entgelt festsetzen sowie die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG bestimmen.

(12) Kapital- und Gewinnrücklagen

Die Zusammensetzung bzw. Veränderung der Kapital- und Gewinnrücklagen ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Im Zusammenhang mit dem geplanten Börsengang der Vecoplan AG sind in den Geschäftsjahren 2007 und 2008 Kosten in Höhe von insgesamt TEUR 1.682 angefallen. Auf Grund des derzeitigen ungünstigen Kapitalmarktumfeldes lässt sich ein konkreter Zeitpunkt für einen weiterhin geplanten Börsengang nicht vorhersagen. Daher wurden Kosten in Höhe von TEUR 1.682 (TEUR 974 in 2008, TEUR 262 in 2009 und TEUR 446 in 2010), welche auf Leistungen entfallen, die auf Grund der Verschiebung des Börsengangs zum Zeitpunkt des Börsengangs voraussichtlich nicht mehr genutzt werden können, oder die der Fungibilisierung der Altaktien dienen, im Finanzergebnis aufwandswirksam erfasst. Zum 31. Dezember 2010 wurde der Betrag damit vollständig aufgelöst.

(13) Bilanzgewinn

Aufgrund aktienrechtlicher Bestimmungen beruht der für Ausschüttungen von Dividenden an die Anteilseigner zur Verfügung stehende Betrag auf dem Bilanzgewinn bzw. den anderen Gewinnrücklagen der M.A.X. Automation AG (Einzeljahresabschluss), der in Übereinstimmung mit deutschen handelsrechtlichen Bestimmungen ermittelt wird. Es wird ein handelsrechtlicher Bilanzgewinn i.H.v. TEUR 2.679 im Einzelabschluss der M.A.X. Automation AG ausgewiesen.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 0,10 je Aktie auszuschütten. Dies entspricht einem Ausschüttungsbetrag i.H.v. TEUR 2.679.

Kapitalmanagement

Die Rahmenbedingungen für ein optimales Kapitalmanagement werden durch die strategische Ausrichtung des M.A.X. Automation-Konzerns gesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei die langfristige Wertsteigerung im Interesse von Investoren, Mitarbeitern und Kunden. Diesem soll durch eine kontinuierliche Verbesserung des Ergebnisses durch Wachstum und Effi zienzsteigerung Rechnung getragen werden.

Die Steuerung der Kapitalstruktur zielt darauf ab, dass alle Handlungsoptionen auf dem Kapitalmarkt durch höchstmögliche Flexibilität stets gewährleistet sind. Dies ermöglicht ein optimales Pricing bei der Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital.

Langfristige Verbindlichkeiten

(14) Verbindlichkeiten aus Abfi ndungsansprüchen fremder Gesellschafter

Der Ausgleichsposten enthält die Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital von vollkonsolidierten Gesellschaften. Zum Bilanzstichtag bestehen diese bei folgenden Gesellschaften:

Alle Angaben in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Vecoplan LLC, North Carolina/USA
(inkl. Vecoplan Midwest LLC) 548 214
Anteile in Fremdbesitz 548 214

(15) Langfristige fi nanzielle Verbindlichkeiten

Alle Angaben in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Langfristige Darlehen abzüglich
kurzfristiger Anteil
23.096 23.374
Restlaufzeit > 1 Jahr 18.553 18.886
Restlaufzeit > 5 Jahre 4.543 4.488
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 56 57
Restlaufzeit > 1 Jahr 52 53
Restlaufzeit > 5 Jahre 4 4
Summe 23.152 23.431

Die langfristigen Darlehen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

In den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 45) enthalten.

Als Sicherheiten für die langfristigen Verbindlichkeiten sowie für die unter Punkt 4.2 (18) ausgewiesenen kurzfristigen Verbindlichkeiten dienen im Wesentlichen Grundschulden für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.333 (Vorjahr: TEUR 7.503), Sicherungsübereignungen von Sachanlagevermögen und Warenbeständen sowie Forderungs abtretungen für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 90), Verpfändungen von Gesellschaftsanteilen an der NSM Magnettechnik GmbH und von Aktien an der Vecoplan AG für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 13.200 (Vorjahr: TEUR 13.200) sowie sonstige Sicherheiten für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 500).

Die M.A.X. Automation AG hat sich gegenüber fi nanzierenden Banken von Tochtergesellschaften verpfl ichtet, bestimmte Covenants einzuhalten. Die Covenants beziehen sich auf den jeweiligen HGB-Jahresabschluss und dort im Wesentlichen auf die Eigenkapitalquote.

Die Höhe des Zinssatzes der langfristigen Darlehen ist zum Teil abhängig von Bilanzkennzahlen im Konzernabschluss. Die Verzinsung erfolgt auf Basis des Euribor zuzüglich einer sich aus den Kennzahlen ergebenden Marge.

Die Verzinsung der Darlehen im Konzern erfolgte zu festen und variablen Zinssätzen. Die Zinssätze lagen in 2010 je nach Laufzeit des Vertrages zwischen 2,00 % und 7,00 %.

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

(16) Pensionsrückstellungen

Die bilanzierten Pensionsrückstellungen resultieren aus Zusagen gegenüber einem Vorstandsmitglied der M.A.X. Automation AG sowie gegenüber Mitarbeitern einer Tochtergesellschaft. Die leistungsorientierten Verpfl ichtungen im M.A.X. Automation-Konzern werden nicht über Fonds fi nanziert.

Als wesentliche Annahmen sind in die versicherungsmathematischen Berechnungen eingefl ossen:

31.12.2010 31.12.2009
Zinssatz 4,7 % 6,0 %
Gehaltsdynamik 1,5 % und 2,8 % 1,5 % und 2,8 %
Rentendynamik 2,0 % 2,0 %
Rechnerische Fluktuation Keine Keine
Rechnerisches Pensionierungsalter 65/66 Jahre 65 Jahre

Kostentrends im Bereich der medizinischen Versorgung wurden bei den versicherungsmathematischen Annahmen nicht berücksichtigt.

Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpfl ichtungen hat sich wie folgt entwickelt:

Alle Angaben in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Stand zum 01.01. 575 565
Dienstzeitaufwand 20 19
Zinsaufwand 37 33
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste
65 –19
Gezahlte Renten –24 –23
Verrechnung Rückdeckungsversicherung –109 0
Pensionsrückstellung 564 575

Der Barwert der Pensionsverpfl ichtung entspricht aufgrund der Verrechnung mit der Rückdeckungsversicherung nicht dem Bilanzansatz. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wurden erfolgwirksam erfasst. Die jährlichen Rentenzahlungen ab 2011 belaufen sich auf TEUR 24.

Die Entwicklung der Pensionsverpfl ichtungen hat sich in den letzten fünf Jahren wie folgt dargestellt:

Alle Angaben in TEUR 2010 2009 2008 2007 2006
Bilanzansatz der Pensions
verpfl ichtung 564 575 565 642 630

Es werden erfahrungsbedingt keine wesentlichen Anpassungen der Pensionsverpfl ichtungen erwartet.

Für das Jahr 2011 werden neben den Rentenzahlungen (TEUR 24) Pensionskosten (Zinsen und laufender Dienstzeitaufwand) voraussichtlich in Höhe von TEUR 59 anfallen.

Kurzfristiges Fremdkapital

(17) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Erhaltene Anzahlungen werden, soweit sie nicht langfristige Fertigungsaufträge betreffen, unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpfl ichtungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von TEUR 4.613 (Vorjahr: TEUR 3.454) enthalten.

(18) Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen

Es wurden kurzfristige Darlehen von Kreditinstituten i.H.v. TEUR 4.262 (Vorjahr: TEUR 5.391) in Anspruch genommen, für die Zinssätze zu marktüblichen Konditionen berechnet werden. In den kurzfristigen Darlehen gegenüber Kreditinstituten sind auch langlaufende Darlehen enthalten, welche in 2011 endfällig werden. Die Höhe und Zusammensetzung der Sicherheiten werden unter Punkt 4.2 (15) erläutert.

(19) Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen i.H.v. TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 55) setzen sich zusammen aus Darlehen der nicht konsolidierten Verwaltungsgesellschaften.

(20) Sonstige kurzfristige fi nanzielle Verbindlichkeiten

Alle Angaben in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Löhne und Gehälter 2.957 1.469
Urlaubslöhne/-gehälter und
Überstunden
1.289 1.494
Im Rahmen der sozialen Sicherheit 389 354
Negative Marktwerte derivativer
Finanzinstrumente
0 6
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 661 736
Sonstige kurzfristige fi nanzielle
Verbindlichkeiten
5.296 4.059

In den Löhnen und Gehältern sind Tantiemen und Prämien in Höhe von TEUR 2.542 (Vorjahr: TEUR 1.188) enthalten.

(21) Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern Steuern und Abgaben, die bis zum Bilanzstichtag wirtschaftlich entstanden sind, deren Höhe aber noch nicht feststeht, werden durch die Steuerrückstellungen abgedeckt. Typischerweise unterliegt der M.A.X. Automation-Konzern zwei Ertragsteuerarten, der Gewerbesteuer und der Körperschaftsteuer. Für die Körperschaftsteuer gilt der einheitliche Steuersatz von 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag, die Gewerbesteuer beträgt durchschnittlich ca. 14 %.

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

Die Steuerrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Alle Angaben in TEUR 31.12.2009 Verbrauch Aufl ösungen Zuführungen 31.12.2010
Körperschaftsteuer mit Solidaritätszuschlag 545 54 80 195 606
Gewerbesteuer 14 0 1 76 89
Sonstige Steuern 31 0 31 0 0
Summe Rückstellungen 590 54 112 271 695
Steuerverbindlichkeiten 933 933 0 108 108
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 1.523 987 112 379 803

(22) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen:

Alle Angaben in TEUR 31.12.2009 Verbrauch Aufl ösungen Zuführungen 31.12.2010
Langfristige Garantierückstellungen 1.087 937 0 1.536 1.686
Rückstellungen für Altersteilzeit 23 23 0 0 0
Summe sonstige langfristige Rückstellungen 1.110 960 0 1.536 1.686
Garantierückstellungen 3.061 1.479 288 2.162 3.456
Personalkostenrückstellungen 239 131 53 136 191
Übrige sonstige Rückstellungen 5.875 2.599 635 5.029 7.670
Summe sonstige kurzfristige Rückstellungen 9.175 4.209 976 7.327 11.317

Die Rückstellungen für Personalkosten umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für sonstige Personalkosten wie fl exible Arbeitszeiten und Altersteilzeit sowie Abfi ndungen.

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind alle Verpfl ichtungen und Risiken des Konzerns enthalten, aus denen ein Mittelabfl uss wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Diese beinhalten unter anderem Verpfl ichtungen für Provisionen i.H.v. TEUR 576 (Vorjahr: TEUR 337), für ausstehende Rechnungen i.H.v. TEUR 2.426 (Vorjahr: TEUR 2.007), für Prüfungs- und Beratungskosten i.H.v. TEUR 474 (Vorjahr: TEUR 411), für Prozesskosten/Schadensersatz i.H.v. TEUR 480 (Vorjahr: TEUR 1.508), für noch ausstehende Montageleistungen i.H.v. TEUR 1.349 (Vorjahr: TEUR 928) und für Sonstiges i.H.v. TEUR 2.038 (Vorjahr: TEUR 684).

(23) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Diese Position i.H.v. TEUR 966 (Vorjahr: TEUR 1.992) setzt sich im Wesentlichen aus Lohn- und Kirchensteuer i.H.v. TEUR 614 (Vorjahr: TEUR 569) und Umsatzsteuer i.H.v. TEUR 306 (Vorjahr: TEUR 1.257) zusammen.

5. Erläuterungen zur Gesamteinkommensrechnung

(24) Umsatzerlöse

Alle Angaben in TEUR 2010 2009
Deutschland 88.332 73.581
Europa (ohne Deutschland) 58.726 52.168
Übriges Ausland 42.685 30.780
Summe 189.743 156.529

Die Auswirkungen der Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge sind in Punkt 4.1 (8) dargestellt.

(25) Sonstige betriebliche Erträge

Alle Angaben in TEUR 2010 2009
Erträge aus Aufl ösungen von
Rückstellungen
1.088 2.170
Erträge aus der Herabsetzung von
Wertberichtigungen
30 319
Erträge aus Schadensersatz 59 920
Sonstige 2.219 1.289
Summe 3.396 4.698

(26) Materialaufwand

Alle Angaben in TEUR 2010 2009
Aufwendungen für bezogene Waren 82.615 59.106
Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.111 11.746
Summe 98.726 70.852

(27) Personalaufwand

Alle Angaben in TEUR 2010 2009
Löhne und Gehälter 43.693 41.857
Soziale Abgaben 8.015 8.245
Davon Aufwendungen für
Altersversorgung und Unterstützung
448 344
Summe 51.707 50.102

Im Berichtsjahr wurden TEUR 221 (Vorjahr: TEUR 894) als Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen erfasst.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 2010 2009
Lohnempfänger 376 402
Angestellte 493 508
Summe 869 910

(28) Abschreibungen

Alle Angaben in TEUR 2010 2009
Auf Immaterielle Vermögenswerte 542 706
Auf Gebäude, Mietereinbauten und
Außenanlagen 1.156 1.187
Auf Sachanlagevermögen 2.036 1.961
Summe 3.734 3.854

(29) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Alle Angaben in TEUR 2010 2009
Betriebskosten 5.776 5.468
– davon Miet- und Leasingaufwendungen 1.648 2.147
Vertriebskosten 15.791 14.677
Verwaltungskosten 7.353 6.826
Übrige Aufwendungen 2.056 3.295
Summe 30.976 30.266

(30) Zinsergebnis

Alle Angaben in TEUR 2010 2009
Zinserträge 252 218
– davon mit verbundenen Unternehmen 3 0
Zinsaufwendungen –1.311 –1.331
– davon mit verbundenen Unternehmen –11 –2
Zinsergebnis –1.059 –1.113

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

(31) Übriges Finanzergebnis

Das übrige Finanzergebnis beinhaltet in Höhe von TEUR 445 (Vorjahr: TEUR 262) die Aufwendungen der Jahre 2007 und 2008 im Zusammenhang mit dem geplanten Börsengang der Vecoplan AG, bei denen die zugrundeliegenden Leistungen auf Grund der zeitlichen Verschiebung des Börsengangs der Vecoplan AG nicht mehr genutzt werden können oder die die Fungibilisierung der Altaktien betreffen.

Außerdem sind neben dem Aufwand aus dem Währungsergebnis von TEUR 20 im Wesentlichen Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert enthalten. Im Berichtsjahr ist ein Ertrag i.H.v. TEUR 348 (Vorjahr: TEUR 846) entstanden.

Nettogewinne oder -verluste

Die nachstehende Tabelle gibt die in der Gesamteinkommensrechnung gebuchten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten wieder:

Alle Angaben in TEUR 2010 2009
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete fi nanzielle Vermögens
werte und fi nanzielle Verbindlichkeiten 182 688
– davon aus laufenden Erträgen/Aufwendungen 182 688
Kredite und Forderungen –77 –444
– davon aus laufenden Erträgen/Aufwendungen 0 0
– davon durch Verkauf oder dauerhafte
Wertminderung realisiert –77 –444
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum
Restbuchwert bewertet werden –1.311 –1.331
– davon aus laufenden Erträgen/Aufwendungen –1.311 –1.331
– davon durch Verkauf realisiert 0 0

Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten wurden nicht direkt im Eigenkapital erfasst.

Die Nettogewinne bzw. -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten fi nanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beinhalten neben den Ergebnissen aus der Marktveränderung auch die laufenden Aufwendungen und Erträge dieser Finanzinstrumente.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus den Krediten und Forderungen beinhalten neben den laufenden Erträgen/Aufwendungen die Zuschreibungen und Wertminderungen aus den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Zinsertrag und -aufwand

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für fi nanzielle Vermögenswerte und fi nanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden, werden in der nachfolgenden Tabelle wiedergegeben:

Alle Angaben in TEUR 2010 2009
Gesamtzinsertrag 252 218
Gesamtzinsaufwand –1.311 –1.331
Summe –1.059 –1.113

Die qualitativen Angaben zur Bilanzierung und zum Ausweis von Finanzinstrumenten sind in den Bilanzierungsgrundsätzen enthalten.

(32) Fremden Gesellschaftern zuzuweisende Gewinne und Verluste

Alle Angaben in TEUR 2010 2009
Ertrag/Aufwand –324 495

Der Aufwand aus den fremden Gesellschaftern zuzuweisenden Gewinnen in Höhe von TEUR 324 (Vorjahr: Ertrag TEUR 495) ist in der Konzern- Gesamteinkommensrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

(33) Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt TEUR 7.972 (Vorjahr: TEUR 539) und unterliegt überwiegend der Besteuerung in der Bundesrepublik Deutschland.

Alle Angaben in TEUR 2010 2009
Laufende Steuern vom Einkommen
und Ertrag
–1.403 –446
Periodenfremde Steuern vom
Einkommen und Ertrag 23 111
Latente Steuern –383 –9
Summe –1.763 –344

Die Berechnung der tatsächlichen und der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifi schen Ertragsteuersätzen.

Die wesentlichen Bilanzansätze für die latenten Steuern sind in 4.1. (5) erläutert.

Der erwartete rechnerische Ertragsteueraufwand ergibt sich aus der Multiplikation des Jahresergebnisses vor Ertragsteuern mit dem Konzernertragsteuersatz. Die Überleitung vom rechnerischen Ertragsteueraufwand zu den in der Gesamteinkommensrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:

Alle Angaben in TEUR 2010 2009
Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS 7.972 539
Konzernertragsteuersatz 28,74 % 24,60 %
Rechnerischer Ertragsteueraufwand
im Geschäftsjahr
2.291 133
Abweichende Gewerbesteuerbelastung 17 36
Korrektur Wertberichtigung auf aktive
latente Steuern auf Verlustvorträge
–681 467
Steuerlich nicht abzugsfähige
Aufwendungen
75 94
Periodenfremde Ertragsteuern/Anpassung
latente Steuern Vorjahre
–24 –111
Von Fremdgesellschaftern zu
tragende Steuern
23 –40
Sonstige 62 –235
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag
1.763 344
Effektiver Steuersatz 22,11 % 63,83 %

(34) Ergebnis pro Aktie (EPS)

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf den folgenden Daten:

Alle Angaben in TEUR 2010 2009
Basis für das Ergebnis je Aktie 6.209 195
Alle Angaben in Tausend Stück 2010 2009
Anzahl der Aktien zum 31.12. 26.794 26.794
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von
Stammaktien für das Ergebnis je Aktie 26.794 26.794

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

Es fand in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 keine Verwässerung der Aktien nach IAS 33 statt.

Das Ergebnis je Aktie entwickelt sich wie folgt:

Alle Angaben in EUR 2010 2009 2008 2007 2006
Das Ergebnis pro Aktie entwickelt sich wie folgt:
Ergebnis pro Aktie
0,23 0,01 0,39 0,41 0,30
Ergebnis pro Aktie
aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen
0,00 0,00 0,00 0,00 0,01

6. Sonstige Angaben zum Konzernabschluss

6.1. Konzernkapitalfl ussrechnung

Die Darstellung der Konzernkapitalfl ussrechnung erfolgt nach der indirekten Methode.

Der Cashfl ow aus der Veränderung der IPO-Kosten und aus der Veränderung der Abfi ndungsansprüche Fremder des Jahres 2009 wurde angepasst. Hieraus ergab sich eine Erhöhung des Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 328 zu Lasten des Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit.

6.2. Forschung und Entwicklung

Die Vecoplan AG ergänzte ihr Produktportfolio mit eigenen Entwicklungen im Bereich der Zerkleinerungstechnik.

Die NSM Magnettechnik GmbH hat im Geschäftsbereich Pressen automation die Ausdehnung ihres Angebots in der Pressen verkettung vorangetrieben, ebenso wie die Ausrichtung ihres Angebots in Richtung des chinesischen Marktes mit seinen speziellen Bedarfen und Anforderungen. Die EUROROLL Dipl.-Ing. K. H. Beckmann GmbH & Co. KG legte ihren Schwerpunkt in die Produkt weiterentwicklung und technische Verfeinerung von Schwerkraftrollenbahnen für Stahl-, Kunststoffpaletten oder Sonderträgern.

Die BARTEC Dispensing Technology GmbH erweiterte ihr Leistungsspektrum durch auftragsbezogene Entwicklungen in zwei seit 2009 bestehenden Bereichen: der Plasmavorbehandlung für verbesserte Haftungseigenschaften von Werkstoffoberfl ächen sowie dem Heißverstemmen als alternativer Verbindungstechnik, welche es ermöglicht, thermoplastische Kunststoffe unter Einfl uss lokaler Wärme umzuformen.

Im Wesentlichen erfolgten die Entwicklungen im Rahmen von Kundenaufträgen.

6.3. Risikomanagement

Allgemeine Informationen zu Finanzrisiken

Der Konzern ist verschiedenen Risiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Diese lassen sich wie folgt einteilen:

  • Kreditrisiko
  • Liquiditätsrisiko
  • Marktpreisrisiko

Kreditrisiken resultieren im Wesentlichen aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eine Besonderheit ist hierbei sicherlich die Abschätzung der Risiken aus dem Projektgeschäft.

Liqui di tätsrisiken bestehen in dem Risiko, Zahlungsverpfl ichtungen nicht zeitnah erfüllen zu können. Diese Risiken gehen in der Regel mit einer negativen Entwicklung des operativen Geschäftes einher.

Marktpreisrisiken bestehen aus Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen. Auf der Absatzseite bestehen im Wesentlichen Währungsrisiken bei Fakturierungen auf USD-Basis.

Die dargestellten Risiken können die Vermögens-, Finanz- und Ertragskraft des Konzerns nachteilig beeinfl ussen.

Der Konzern hat interne Richtlinien im Rahmen des Risikomanagements erlassen, die den Einsatz von Finanzinstrumenten regeln. Dabei ist die Trennung der Funktionen hinsichtlich der operativen Abwicklung der Geschäfte auf Seiten der Gesellschaften einerseits und dem Finanzcontrolling andererseits, das von der Mutter gesellschaft aus gesteuert wird, gegeben. Die Richtlinien im Konzern sind so ausgerichtet, dass mögliche Risiken rechtzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet werden können. Die Richtlinien werden den Erfordernissen des Marktes laufend angepasst.

Der Schwerpunkt der Risikosteuerung wird über die operativen Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten gesteuert. Lediglich zur Verringerung bzw. zur Vermeidung der Risiken, die sich aus dem operativen Geschäft ergeben, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Zusätzliche Informationen zu den derivativen Finanzinstrumenten sind unter dem Punkt Marktpreisrisiko beschrieben.

Risikokategorien

1. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlustes, wenn der Kontrahent seinen vertraglichen Verpfl ichtungen bzw. Zahlungsverpfl ichtungen nicht nachkommt. Das Risiko umfasst dabei im Wesentlichen das Ausfallrisiko als auch das Risiko, das sich aus einer Bonitätsverschlechterung ergibt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus den weltweiten Verkaufsaktivitäten des operativen Geschäftes der einzelnen Gesellschaften. Es existiert kein Debitor, auf den sich mehr als 10 % des Forderungsbestandes des Konzerns vereinigt. Der Konzern steuert das Kreditrisiko auf der Basis der Richtlinien

des internen Risikomanagements. Aus der unterschiedlichen Bonitätseinschätzung der Kunden heraus werden im Regelfall die nachfolgenden Kreditsicherungen vorgenommen:

  • Exportversicherungen
  • Akkreditive
  • Vorauskassen
  • Garantien und Bürgschaften
  • Interne Kreditlinien
  • Sicherungsübereignungen

Die Ausfallrisiken des Konzerns beschränken sich auf ein übliches Geschäftsrisiko, welchem durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Den Kontrahentenrisiken bei derivativen Finanzinstrumenten wird dadurch Rechnung getragen, dass Derivate ausschließlich mit namhaften deutschen Kreditinstituten abgeschlossen werden.

Das maximale Ausfallrisiko (Kreditrisiko) umfasst den kompletten Ausfall der positiven Buchwerte der Finanzinstrumente. Das Ausfallrisiko der nicht wertberichtigten Finanzinstrumente wird aus heutiger Sicht als grundsätzlich gering eingeschätzt, da durch das eng gefasste Risikomanagement die Ausfallwahrscheinlichkeit gering gehalten wird.

2. Liquiditätsrisiko

Im operativen Liquiditätsmanagement werden die kurz- und mittelfristigen Cashfl ows der Gesellschaften auf Konzernebene zusammengefasst. Diese Cashfl ows umfassen neben den Fälligkeiten der fi nanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auch die Erwartungen aus den operativen Cashfl ows der Konzerngesellschaften.

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

Zum 31.12.2010 ergeben sich für die fi nanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns folgende Zahlungsabfl üsse aus Zins- und Tilgungszahlungen:

Alle Angaben in TEUR Buchwert
31.12.2010
Cashfl ow
in 2011
Cashfl ow
2012–2015
Cashfl ow
ab 2016
Originäre fi nanzielle Verbindlichkeiten 48.252 26.092 20.876 6.154
Finanzierungsverbindlichkeiten 27.358 5.238 20.822 6.154
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(ohne erhaltene Anzahlungen)
14.417 14.417 0 0
Sonstige verzinsliche und unverzinsliche Verbindlichkeiten 6.477 6.437 54 0
Zahlungsabfl üsse aus derivativen Finanzinstrumenten 500 3.368 0 14
– Devisenderivate 486 3.368 0 0
– Zinsderivate 14 0 0 14
Zahlungszufl üsse aus derivativen Finanzinstrumenten 486 3.473 0 0
– Devisenderivate 486 3.473 0 0
– Zinsderivate 0 0 0 0

Die Zahlungsströme aus den Devisenoptionen wurden nur insoweit berücksichtigt, als aus heutiger Sicht eine Ausübung wahrscheinlich ist.

Die Übersicht umfasst folgende Inhalte:

  • Undiskontierte Tilgungs- und Zins-Auszahlungsverpfl ichtungen aus Finanzierungsverbindlichkeiten;
  • Undiskontierte Auszahlungen aus Verpfl ichtungen aus Lieferungen und Leistungen;
  • Undiskontierte Auszahlungen der sonstigen verzinslichen und unverzinslichen fi nanziellen Verbindlichkeiten;
  • Undiskontierte, für das jeweilige Jahr unsaldierte Auszahlungsbzw. Einzahlungsvolumen der derivativen Finanzinstrumente.

Für die undiskontierten Auszahlungen werden folgende Annahmen unterstellt:

  • Ist die Zahlung zu verschiedenen Zeitpunkten möglich, so wird der frühestmögliche Zeitpunkt der Fälligkeit unterstellt;
  • Die derivativen Finanzinstrumente umfassen sowohl die Derivate mit negativen als auch positiven beizulegenden Zeitwerten;
  • Die Zinszahlungen von Finanzinstrumenten mit variablen Zinssätzen werden auf Basis von geschätzten Zinssätzen, auf der

Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung ermittelten Zinssätze, fortgeschrieben.

Dem Grunde nach werden die zukünftigen Zahlungsabfl üsse durch die Zufl üsse aus dem operativen Geschäft gedeckt. Zeitliche und betragsmäßige Spitzen des Finanzbedarfs werden durch die vorgehaltene Liquidität sowie durch das Zusammenspiel der kurzund langfristigen Kreditlinien in ausreichendem Maße abgedeckt.

3. Marktpreisrisiko

Der Konzern ist aufgrund seiner internationalen Ausrichtung Marktpreisrisiken in Form von Wechselkursrisiken und Zinsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken können einen negativen Einfl uss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Die ständige Beobachtung der ökonomischen Schlüsselfaktoren und einschlägige Marktinformationen werden zur Beurteilung und Einschätzung der Risiken herangezogen.

Der Konzern sichert sich gegen Währungs- und Zinsrisiken gezielt ab.

Zur systematischen Erfassung und Bewertung hat der Konzern ein zentral ausgerichtetes Risikomanagementsystem etabliert. Es erfolgt eine kontinuierliche Berichterstattung an den Vorstand.

Währungsrisiken:

Aus der internationalen Ausrichtung des Konzerns folgt, dass das operative Geschäft sowie die berichteten Finanz- und Zahlungsströme Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt sind. Das Wechselkursrisiko des Konzerns ist absatzgetrieben und besteht wesentlich zwischen dem US-Dollar und dem Euro. Insbesondere das Transaktionsrisiko, das darin besteht, dass die Umsatzerlöse in Fremdwährung und die dazugehörigen Kosten in Euro anfallen, können das Ergebnis und die Liquidität des Konzerns erheblich beeinträchtigen.

Neben dem natürlichen Hedge, das eine Steuerung der Einkaufsvolumina in der gleichen Höhe wie das Absatzvolumen in der jeweiligen Fremdwährung anstrebt, werden auch noch zusätzliche Absicherungsmaßnahmen über den Abschluss entsprechender Kurssicherungsinstrumente abgeschlossen.

Die Ermittlung des Währungsrisikos erfolgt mittels einer in regelmäßigem Turnus angepassten rollierenden Prognose der Zu- und Abfl üsse an Fremdwährungen.

Zur Absicherung von Währungsgeschäften wurden Devisentermingeschäfte und Devisenoptionsgeschäfte geschlossen. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen. Aus Devisenterminverkäufen können Marktpreisrisiken in der Form entstehen, dass die Verpfl ichtung erwächst, Devisen zu einem unter dem am Erfüllungsstichtag marktüblichen Kassakurs zu verkaufen. Das Marktpreisrisiko bei den Optionsgeschäften ist auf die Optionsprämie begrenzt.

Die Laufzeiten und der Umfang der Währungssicherungen entsprechen denen der abzusichernden Grundgeschäfte. Zum Stichtag hat der Konzern für eine Restlaufzeit von bis zu vierzehn Monaten Sicherungsinstrumente im Bestand, um die zukünftigen Transaktionen absichern zu können.

Finanzinstrumente zur Währungsabsicherung:

Nominal volumen Beizulegender Zeitwert
31.12.2010
31.12.2009
in TUSD
in TUSD
31.12.2010
in TEUR
31.12.2009
in TEUR
Devisentermin
geschäfte
(Verkauf)
2.625 1.000 51 –6
Devisenoptions
geschäfte
(USD Puts)
10.125 10.125 435 150

Gemäß IFRS 7 erstellt die Gesellschaft Sensitivitätsanalysen in Bezug auf Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand am Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:

  • Originäre Finanzinstrumente, die in einer Fremdwährung denominiert sind, unterliegen einem Währungsrisiko und werden daher in die Sensitivitätsanalyse einbezogen;
  • Währungskursbedingte Veränderungen der Marktwerte von Devisenderivaten, die weder in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bilanzwirksamen Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind, wirken sich auf das Währungsergebnis aus und werden daher in die Sensitivitätsanalyse einbezogen.

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

Wenn der Euro gegenüber dem USD am Bilanzstichtag um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzern-Eigenkapital auf grund direkter Veränderungen um TEUR 143 niedriger (Vorjahr: TEUR 83 niedriger) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem USD am Bilanzstichtag um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzern-Eigenkapital aufgrund direkter Veränderungen um TEUR 174 höher (Vorjahr: TEUR 101 höher) gewesen.

Wenn der Euro gegenüber dem USD am Bilanzstichtag um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Jahresergebnis im Konzern um TEUR 55 niedriger (Vorjahr: TEUR 4 niedriger) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem USD am Bilanzstichtag um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Jahresergebnis im Konzern um TEUR 68 höher (Vorjahr: TEUR 5 höher) gewesen.

Zinsänderungsrisiken:

Im Konzern werden in üblichem Umfang zinssensitive Ver mögenswerte und Verbindlichkeiten gehalten.

Überwiegend wird das operative Geschäft über den Abschluss von festverzinslichen Verbindlichkeiten fristenkongruent fi nanziert. Um die Flexibilität am Markt zu erhalten, werden jedoch in geringem Umfang zinsvariable Refi nanzierungsmöglichkeiten wahrgenommen. Damit die Risiken daraus begrenzt bleiben, können derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps und Caps eingesetzt werden.

Es besteht ein Zins-Cap Geschäft – die vertragliche Vereinbarung einer Zinsobergrenze – wonach der zu zahlende variable Zins auf 4,35 % begrenzt ist. Das Geschäft ist auf den 07. Juni 2024 befristet. Ferner besteht ein Zins-Cap Geschäft nach welchem der zu zahlende variable Zins auf 4,15 % begrenzt ist. Das Geschäft ist auf den 31. Dezember 2018 befristet.

Alle Angaben Nominal volumen Beizulegender Zeitwert
in TEUR 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
Zins-Caps 1.145 1.264 22 28

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinserträge und Zinsaufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zins sensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:

  • Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7;
  • Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Ergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashfl ow-Hedges gegen Zinsänderungen designiert sind, aus und werden daher bei den Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt;
  • Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das Zinsergebnis und werden daher bei den Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau im Berichtsjahr um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um TEUR 18 niedriger (Vorjahr: TEUR 21 niedriger) gewesen.

Wenn das Marktzinsniveau im Berichtsjahr um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um TEUR 135 höher (Vorjahr: TEUR 43 höher) gewesen.

Sonstige Preisrisiken:

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.

Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr waren diesbezüglich Finanzinstrumente im Bestand.

6.4. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie beträgt EUR 0,23.

6.5. Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung liegt als Anlage diesen Notes bei. Die Geschäftstätigkeit ist in die Segmente Umwelttechnik und Industrieautomation unterteilt. Die Unterteilung erfolgte anhand der angebotenen Produkte und Dienstleistungen.

In das Segment Umwelttechnik gliedert der M.A.X. Automation-Konzern die Vecoplan-Gruppe und die altmayerBTD GmbH & Co. KG ein. Die Vecoplan-Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt technologisch anspruchsvolle Maschinen für die Zerkleinerung, Förderung und Aufbereitung von Primär- und Sekundärrohstoffen. altmayerBTD konzipiert, entwickelt und vertreibt unter anderem Anlagen zur Beförderung explosiver Schüttgüter sowie Spezialanlagen für die Rauchgasreinigung. Zudem gehört die Gesellschaft zu den führenden Tank- und Behälterherstellern in Europa, deren Produktspektrum von Braunkohlestaubsilos über Heiz- und Trinkwassersysteme bis zu Pufferspeichern reicht.

Im Kernsegment Industrieautomation agiert der M.A.X. Automation-Konzern mit den Tochterunternehmen NSM Magnettechnik GmbH, BARTEC Dispensing Technology-Gruppe, IWM Automation GmbH, Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH sowie der EUROROLL Dipl.-Ing. K.H. Beckmann GmbH & Co. KG.

NSM Magnettechnik ist ein Systemanbieter von Handlings- und Fördersystemen für Metalle, BARTEC Dispensing Technology gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Dosiertechniksystemen und hat sich zum Komplettanbieter für Automationslösungen zur Fertigung elektronischer Bauteile weiterentwickelt. IWM Automation entwickelt und produziert Fertigungs- und Montage anlagen für maßgeschneiderte Produktionssysteme, Mess- und Regeltechnik Jücker hat sich als Systemintegrator und Steuerungslieferant für komplexe Automationsprozesse positioniert, EUROROLL gehört zu den führenden Anbietern von antriebslosen Rollenbahnsystemen.

Gemäß IFRS 8 werden über die Segmente Kennzahlen veröffentlicht, die auch dem Konzernvorstand regelmäßig berichtet werden und die zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden. Das Reporting erfolgt auf Ebene der Segmente. Die Reportingdaten stammen aus dem externen Rechnungswesen, auf welches die allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS angewendet werden.

In der Segmentdarstellung sind die Erträge und Aufwendungen sowie Vermögenswerte und Schulden enthalten, die dem Segment direkt zugeordnet werden können.

Konzerninterne Transaktionen fi nden zu Bedingungen, wie sie unter fremden Dritten üblich sind, statt.

Die Darstellung der Segmenterlöse erfolgt nach Konsolidierung der Intrasegmentärerlöse.

6.6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung zum 01. März 2011 erwarb die neu gegründete Tochtergesellschaft IWM Automation Polska Sp. z o.o. eine polnische Betriebsstätte des insolventen Fahrzeugproduzenten Wilhelm Karmann GmbH. Es wurde kein nennenswerter Kaufpreis gezahlt.

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

Am 15. März 2011 hat die NSM Magnettechnik GmbH die mabupressen AG zu 100% akquiriert. Die Übernahme erfolgt nach HGB rück wirkend zum 01. Januar 2011. Die mabu-pressen AG wird in das Segment Industrieautomation integriert werden. Das Unternehmen hat in 2010 rund 5 Mio. Euro Umsatz erzielt. Der Kaufpreis beträgt rund 2,5 Mio. Euro und ist an das Ergebnis von 2011 geknüpft. Der Kaufpreis wird aus Eigenmitteln der NSM Magnettechnik fi nanziert. Im Rahmen der Kaufpreisallokation werden nach heutigem Kenntnisstand ohne Berücksichtigung von Steuereffekten rund 1,5 Mio. Euro an stillen Reserven in den immateriellen Vermögenswerten aufgedeckt. Eine detaillierte Aufteilung des Kaufpreises wird im April 2011 nach Erstellung des Abschlusses der mabu-pressen AG zum 31. März 2011 erfolgen.

6.7. Sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen fi nanziellen Verpfl ichtungen beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 3.359 (Vorjahr: TEUR 3.220). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Verpfl ichtungen aus Miet- und Leasingverträgen aus dem Operating Leasing i.H.v. TEUR 2.822 (Vorjahr: TEUR 2.745).

Leasingverträge

Im M.A.X. Automation-Konzern bestehen primär Operate-Leasingverträge, in geringem Umfang in den Standorten in den USA auch Finanzierungs-Leasingverträge.

Finanzierungsleasing

Bestimmte Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverträgen geleast. Die aktivierten Anschaffungskosten betrugen TEUR 110, die kumulierten Abschreibungen zum Bilanzstichtag betrugen TEUR 102. Die monatlichen Leasingraten betragen TEUR 3 und sind bis Oktober 2011 fällig.

Operating Leasing

Im M.A.X. Automation-Konzern bestehen Operating Leasing Verträge. Bei den Leasinggegenständen handelt es sich im Wesentlichen um PKWs, EDV-Anlagen und Büroeinrichtung.

Die fi nanziellen Verpfl ichtungen, welche aus diesen Vereinbarungen erwachsen, betragen:

Alle Angaben 2012 Summe
in TEUR 2011 bis 2015 nach 2015 (Vorjahr)
Verpfl ichtungen
aus Miet- und 318 222 0 540
Pachtverträgen (244) (482) (0) (726)
Verpfl ichtungen
aus Leasing 1.142 1.140 0 2.282
verträgen (1.219) (791) (0) (2.010)

6.8. Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 gelten Personen und Unternehmen (auch verbundene Unternehmen), welche vom Unternehmen beeinfl usst werden bzw. die das Unternehmen beeinfl ussen können. Die Unternehmen des M.A.X. Automation-Konzerns erbringen und beziehen im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit unterschiedliche Leistungen für bzw. von nahe stehenden Unternehmen. Diese Liefer- und Leistungsbeziehungen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Sofern es sich dabei um Dienstleistungen handelt, werden diese auf Basis bestehender Verträge abgewickelt.

Nahe stehende Unternehmen:

Gegenüber den nicht konsolidierten Verwaltungsgesellschaften und Vorratsgesellschaften sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 99 (davon TEUR 47 unter den langfristigen fi nanziellen Verbindlichkeiten) ausgewiesen.

Nahe stehende Personen:

Die Höhe der mit nahe stehenden natürlichen Personen getätigten Geschäftsvorfälle beträgt insgesamt TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 187).

Diese betreffen in Höhe von TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 187 Bera tungs leistungen (betriebswirtschaftliche Beratung) durch general bevoll mächtigte Personen, Aufsichtsratsmitglieder und diesen nahe stehenden Personen, Reisekostenerstattungen und die über die Grundbezüge von TEUR 48 hinausgehenden Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder. Die Beziehungen zu Vorstand und Aufsichtsrat werden in 6.10 erläutert.

6.9. Abschlussprüfer

Im Berichtsjahr sind Aufwendungen für Honorare des Wirtschaftsprüfers i.H.v. TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 354) angefallen.

Alle Angaben in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
1. Leistungen für Abschlussprüfungen 257 275
a) Leistungen für das aktuelle Jahr 252 249
b) Leistungen für das Vorjahr 5 26
2. Andere Bestätigungsleistungen 27 30
3. Steuerberatungsleistungen 10 24
4. Sonstige Leistungen 25 25
Summe 319 354

6.10. Vorstand und Aufsichtsrat

Mitglieder des Vorstands Bernd Priske, Willich

Dipl.-Betriebswirt

Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

• Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Vecoplan AG, Bad Marienberg

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Aufwendungen für Bezüge des Vorstands betrugen insgesamt TEUR 348 (Vorjahr: TEUR 222). Die Beträge gliedern sich wie folgt auf:

Variable Sonstige
In TEUR Fixgehalt Tantieme Bezüge Summe
Bernd Priske 200 126 22 348

Zugunsten des Vorstands wurde eine Pensionszusage gegeben. Der Aufwand in 2010 betrug TEUR 29. Die Rückstellung, welche mit der Rückdeckungsversicherung verrechnet wurde, beträgt TEUR 119 (Punkt 4.2. (16)). Weitere Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wurden nicht gewährt.

In den sonstigen Bezügen sind für den Vorstand Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen, enthalten. Als Vergütungsbestandteil ist die Dienstwagennutzung vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Die aus der D&O Versicherung resultierenden Sachbezüge sind für den Vorstand nicht bezifferbar, da es sich hier um eine Gruppenversicherung handelt, die eine Reihe von Mitarbeitern erfasst.

Mitglieder des Aufsichtsrats Hans-W. Bönninghausen, Rösrath Kaufmann Aufsichtsratsvorsitzender

Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

  • Aufsichtsratsmitglied der FORTAS AG, Rösrath
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Vecoplan AG, Bad Marienberg

Gerhard Lerch, Hannover Diplom-Betriebswirt Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender

Mitglied in folgenden vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

• Beiratsmitglied der Meteor Gummiwerke GmbH & Co. KG, Bockenem (bis 30.09.2010)

Manfred Heim, Bonn Kaufmann Aufsichtsratsmitglied

KONZERNANHANG 2010 der M.A.X. Automation AG

Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

  • Aufsichtsratsmitglied der Vecoplan AG, Bad Marienberg
  • Aufsichtsratsmitglied der mabu-pressen AG, Oberursel

Mitglied in folgenden vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

• Beiratsmitglied der Bonvita GmbH, Wilnsdorf (bis 31.03.2010)

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich für 2010 auf TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 48) sowie für den Zeitaufwand, der über sechs Sitzungstage pro Geschäftsjahr hinausging, auf TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 137).

In TEUR
Hans W. Bönninghausen 72
Manfred Heim 94
Gerhard Lerch 70

Herr Bönninghausen erhält außerdem für seine Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der Vecoplan AG eine Vergütung von TEUR 16.

7. Mitteilungspfl ichtige Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die FORTAS AG, mit Sitz in Rösrath in Deutschland, hat uns gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 09.03.2006 die Schwelle von 25 % unterschritten hat und nun 23,76 % beträgt. Zum Stichtag 31.12.2010 betrug der Stimmrechtsanteil 22,61 %.

Die Pioneer Asset Management S.A., Luxemburg, hat uns gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 07.05.2008 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 7,05 % beträgt.

Herr Hans W. Bönninghausen, Deutschland, hat uns gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 03.12.2008 die Schwelle von 3 % überschritten hat und nun 3,07 % beträgt. 2,24 % der Stimmrechte sind Herrn Bönninghausen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 26. Januar 2010 teilte uns die Universal-Investment GmbH, mit Sitz in Frankfurt am Main, mit, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,135 % (840.000 Stimmrechte) beträgt. Davon sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG (Spezialfonds) 3,135 % zuzurechnen (840.000 Stimmrechte).

Am 16. Februar 2010 teilte uns die Universal-Investment GmbH, mit Sitz in Frankfurt am Main, mit, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG am 15. Februar 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,919 % (782.000 Stimmrechte) beträgt. Davon sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG (Spezialfonds) 2,919 % zuzurechnen (782.000 Stimmrechte).

Am 13. April 2010 teilte uns die Universal-Investment GmbH, mit Sitz in Frankfurt am Main, mit, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG am 12. April 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,027 % (811.000 Stimmrechte) beträgt. Davon sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG (Spezialfonds) 3,027 % zuzurechnen (811.000 Stimmrechte).

Am 05. Januar 2011 teilte uns die Pioneer Asset Management S.A., Luxemburg, gem. § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 20.12.2010 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und nun 3,19 % beträgt (853.661 Stimmrechte).

Am 12. Januar 2011 teilte uns die Pioneer Asset Management S.A., Luxemburg, gem. § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 06.01.2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und nun 1,32 % beträgt (353.661 Stimmrechte).

8. Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex

Die M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, hat als deutsches börsennotiertes Unternehmen die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 26. März 2010 abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite www.maxautomation.de dauerhaft zugänglich gemacht.

9. Befreiung von der Offenlegung für Tochtergesellschaften

Folgende Tochtergesellschaften machen von den Vorschriften des § 264 Abs. 3 HGB zur Befreiung der Offenlegung ihres Jahresabschlusses sowie Lageberichts für das Geschäftsjahr 2010 Gebrauch:

  • BARTEC Dispensing Technology GmbH, Weikersheim
  • IWM Automation GmbH, Porta Westfalica
  • NSM Magnettechnik GmbH, Olfen-Vinnum
  • Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH, Dillingen

Folgende Tochtergesellschaften machen von den Vorschriften des § 264b HGB zur Befreiung der Offenlegung ihres Jahresabschlusses sowie Lageberichts für das Geschäftsjahr 2010 Gebrauch:

  • altmayerBTD GmbH & Co. KG, Rehlingen
  • EUROROLL Dipl.-Ing. K.H. Beckmann GmbH & Co. KG, Ascheberg-Herbern

Bei diesen Gesellschaften veröffentlicht die M.A.X. Automation AG befreiend ihren Konzernjahresabschluss sowie Konzernlagebericht beim elektronischen Bundesanzeiger.

Düsseldorf, 28. März 2011

Der Vorstand

Bernd Priske

KONZERNANLAGESPIEGEL 2010 der M.A.X. Automation AG

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2010

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Währungs Abgänge Kon
1.1.2010 differenzen Zugänge Abgänge Umbuchung soli dierung 31.12.2010
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
6.241 45 479 31 0 0 6.734
2.
Geleistete Vorauszahlungen 1 0 0 1 0 0 0
6.242 45 479 32 0 0 6.734
II. Geschäfts- und Firmenwert
1. Geschäfts- oder Firmenwert 4.960 25 0 0 0 0 4.985
2. Geschäfts- oder Firmenwert
aus Kapitalkonsolidierung 33.192 0 0 0 0 0 33.192
38.152 25 0 0 0 0 38.177
III. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke und Bauten 51.721 144 1.521 286 0 0 53.100
2. Technische Anlagen und
Maschinen
14.017 27 1.103 389 0 0 14.758
3. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
16.245 49 1.317 1.277 0 0 16.334
4. Anlagen im Bau 17 0 75 0 0 0 92
5. Geleistete Vorauszahlungen 0 0 18 0 0 0 18
82.000 220 4.034 1.952 0 0 84.302
IV. Sonstige Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen 192 0 0 0 0 0 192
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen 62 0 0 0 0 0 62
3. Sonstige langfristige Finanzanlagen 42 2 0 3 0 0 41
296 2 0 3 0 0 295
126.690 292 4.513 1.987 0 0 129.508

Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Währungs Abgänge Kon
1.1.2010 differenzen Zugänge Abgänge soli dierung 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
4.975 43 542 30 0 5.530 1.204 1.266
0 0 0 0 0 0 0 1
4.975 43 542 30 0 5.530 1.204 1.267
1.030 2 0 0 0 1.032 3.953 3.930
9.507 0 0 0 0 9.507 23.685 23.685
10.537 2 0 0 0 10.539 27.638 27.615
27.334 10 1.156 86 0 28.414 24.686 24.387
11.571 16 746 233 0 12.100 2.658 2.446
12.084 26 1.290 1.262 0 12.138 4.196 4.161
0 0 0 0 0 0 92 17
0 0 0 0 0 0 18 0
50.989 52 3.192 1.581 0 52.652 31.650 31.011
7 0 0 0 0 7 185 185
62 0 0 0 0 62 0 0
11 0 0 0 0 11 30 31
80 0 0 0 0 80 215 216
66.581 97 3.734 1.611 0 68.801 60.707 60.109

KONZERNANLAGESPIEGEL 2009 der M.A.X. Automation AG

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2009

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Währungs Abgänge Kon
1.1.2009 differenzen Zugänge Abgänge Umbuchung soli dierung 31.12.2009
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten 5.796 18 459 40 8 0 6.241
2. Geleistete Vorauszahlungen 9 0 0 0 –8 0 1
5.805 18 459 40 0 0 6.242
II. Geschäfts- und Firmenwert
1. Geschäfts- oder Firmenwert 4.972 –12 0 0 0 0 4.960
2. Geschäfts- oder Firmenwert
aus Kapitalkonsolidierung 33.191 1 0 0 0 0 33.192
38.163 –11 0 0 0 0 38.152
III. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke und Bauten 51.576 –65 237 27 0 0 51.721
2. Technische Anlagen und
Maschinen 13.839 –12 503 314 1 0 14.017
3. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung 15.573 –22 1.109 439 24 0 16.245
4. Anlagen im Bau 17 0 0 0 0 0 17
5. Geleistete Vorauszahlungen 25 0 0 0 –25 0 0
81.030 –99 1.849 780 0 0 82.000
IV. Sonstige Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen 184 4 4 0 0 0 192
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen 62 0 0 0 0 0 62
3. Sonstige langfristige Finanzanlagen 1.068 0 0 1.026 0 0 42
1.314 4 4 1.026 0 0 296
126.312 –88 2.312 1.846 0 0 126.690

Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Währungs Abgänge Kon
1.1.2009 differenzen Zugänge Abgänge soli dierung 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
4.287 13 706 31 0 4.975 1.266 1.509
0 0 0 0 0 0 1 9
4.287 13 706 31 0 4.975 1.267 1.518
1.032 –2 0 0 0 1.030 3.930 3.940
9.506 1 0 0 0 9.507 23.685 23.685
10.538 –1 0 0 0 10.537 27.615 27.625
26.159 –5 1.187 7 0 27.334 24.387 25.417
11.089 –7 726 237 0 11.571 2.446 2.750
11.258 –4 1.235 405 0 12.084 4.161 4.315
0 0 0 0 0 0 17 17
0 0 0 0 0 0 0 25
48.506 –16 3.148 649 0 50.989 31.011 32.524
4 3 0 0 0 7 185 180
62 0 0 0 0 62 0 0
10 1 0 0 0 11 31 1.058
76 4 0 0 0 80 216 1.238
63.407 0 3.854 680 0 66.581 60.109 62.905

BESTÄTIGUNGSVERMERK KONZERN und Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der M.A.X. Automation Aktiengesellschaft, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamteinkommensrechnung, Eigenkapitalveränderungs rechnung, Kapital fl uss rechnung und Anhang – sowie den Kon zern lagebericht für das Ge schäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlage bericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht ver mittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Fest legung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berück sichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters

sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, 29. März 2011 Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Wilfried Steinke Hans-Peter Möller Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzern beschrieben sind.

Düsseldorf, 28. März 2011

Der Vorstand

Bernd Priske

TOCHTERUNTERNEHMEN

M.A.X. Automation Aktiengesellschaft, Düsseldorf Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2010

In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital (%)
Tochterunternehmen der M.A.X. Automation AG:
altmayerBTD GmbH & Co. KG, Dettenhausen 100
BARTEC Dispensing Technology GmbH, Weikersheim 100
BTD Behältertechnik Dettenhausen Verwaltungs GmbH, Dettenhausen 100
EUROROLL Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG, Ascheberg-Herbern 100
IWM Automation GmbH, Porta Westfalica 100
Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH, Dillingen 100
NL 15. Verwaltung Objekt Ascheberg GmbH & Co. KG, Hamburg 94
NSM Magnettechnik GmbH, Olfen 100
Vecoplan AG, Bad Marienberg 100
Tochterunternehmen der BARTEC Dispensing Technology GmbH:
BARTEC Dispensing Technology BVBA, Diepenbeek/Belgien 100
BARTEC Dispensing Technology Inc., Tulsa/USA 100
BARTEC Dispensing Technology Ltd., Ashton under Lyne, UK 100
BARTEC Dispensing Technology S.r.l., Monza, Italien 100
Enkel- bzw. Tochterunternehmen der NSM Magnettechnik GmbH:
NSM Beteiligungs GmbH, Olfen 100
Atiap S.A.R.L. (Tochterunternehmen der NSM Beteiligungs GmbH), Egly/Frankreich 100
Enkel- bzw. Tochterunternehmen der Vecoplan AG:
Vecoplan Maschinenfabrik Verwaltungs GmbH, Bad Marienberg 100
Vecoplan Limited, Birmingham, UK 100
Vecoplan Holding Corporation, Wilmington, Delaware, USA 100
Vecoplan LLC (Tochterunternehmen der Vecoplan Holding Corporation), Archdale, North Carolina/USA 80
Vecoplan Midwest LLC (Tochterunternehmen der Vecoplan LLC), Floyds Knobs, Indiana/USA 51

Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital (%) Eigenkapital (TEUR) Ergebnis (TEUR)
Tochterunternehmen der M.A.X. Automation AG:
Adelheid Verwaltungs GmbH, Düsseldorf 100,0 25 0
BDS Führungskräfte GmbH, Düsseldorf 100,0 21 0
EnerCess GmbH 1), Bad Oeynhausen 100,0
EUROROLL Verwaltungs GmbH, Ascheberg-Herbern 100,0 39 2
Tochterunternehmen der altmayerBTD GmbH & Co. KG:
Altmayer Verwaltungs GmbH, Rehlingen 100,0 30 0
Tochterunternehmen der IWM Automation GmbH:
IWM-Automation Verwaltungs GmbH, Porta Westfalica 100,0 25 –1
Tochterunternehmen der Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH:
Meß- und Regeltechnik Verwaltungs GmbH, Dillingen 100,0 30 0
Enkel- bzw. Tochterunternehmen der NSM Magnettechnik GmbH:
NSM Magnettechnik Verwaltungs GmbH, Olfen 100,0 43 –1

1) EnerCess befi ndet sich seit Mai 2008 in der Insolvenz. Angaben liegen nicht vor.

KERNSEGMENT UMWELTTECHNIK

Vecoplan-Gruppe

Vecoplan ist ein führender Anbieter im weltweit wachsenden Markt für Umwelt- und Wiederaufbereitungstechnik. Gegründet 1969, entwickelt, produziert und vertreibt Vecoplan als Partner der internationalen Recyclingwirtschaft technologisch anspruchsvolle Maschinen und Anlagen für die Zerkleinerung, Förderung und Aufbereitung von Primär- und Sekundärrohstoffen im Produktions- und Wertstoffkreislauf. Dazu zählen unter anderem Sägerestholz, Biomasse, Altholz, Haus- und Gewerbemüll, Kunst stoff sowie Papier. Neben dem Stammsitz in Bad Marienberg (Rheinland-Pfalz) unterhält Vecoplan Tochtergesellschaften in den USA und Großbritannien sowie zahlreiche Vertriebs- und Servicestandorte weltweit. Zu den Kunden gehören Säge- und Spanplattenwerke, Altholzaufbereiter, Pellethersteller, Betreiber von Biomasseheizkraftwerken und Biogasanlagen sowie Hersteller von Holzwerkstoffen und Möbeln. Darüber hinaus liefert Vecoplan Maschinen und Anlagen an Kunden aus den Bereichen Hausund Gewerbemüllaufbereitung, Kunststoffrecycling sowie Aktenund Datenvernichtung. Auch in der Zementindustrie verzeichnet Vecoplan durch den zunehmenden Einsatz von Sekundärbrennstoffen anhaltendes Wachstum. Weitere Spezialmärkte sind die Ver arbeitung von Krankenhausabfällen, Elektronikschrott und Daten trägern, Kabelaufbereitung sowie die Zerkleinerung von Metallen wie Aluminium, Verbundwerkstoffen, Gummi und Textilien.

Vorstand Irene Scheidweiler
Helmut Schulte
Beteiligungsquote 100 %
Gezeichnetes Kapital in Mio. EUR 8
Umsatz 2010 in Mio. EUR (nach IFRS, konsolidiert) 88,4
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 287
Gründung 1969
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 1995
www.vecoplan.de

1) Vorgängergesellschaften BTD Behältertechnik 1951, Altmayer Anlagentechnik 1927 2) Vorgängergesellschaften BTD Behältertechnik 1993, Altmayer Anlagentechnik 1997

altmayerBTD GmbH & Co. KG

altmayerBTD ist im Sommer 2009 aus dem Zusammenschluss der Konzerntochterunternehmen Altmayer Anlagentechnik und BTD Behältertechnik Heiz- und Trinkwassersysteme hervorgegangen. Der Hauptsitz befi ndet sich in Dettenhausen (Baden-Württemberg). Am Standort Rehlingen (Saarland) konzipiert, entwickelt und vertreibt das Unternehmen seit mehr als 80 Jahren Anlagen zur Lagerung und Beförderung explosiver Schüttgüter sowie Spezialanlagen für die Rauchgasreinigung zur Reduzierung des Dioxin-, Furan- und Schwefelausstoßes. Zu den Produkten gehören Lager-, Förder-, Dosier-, Misch-, und Gemengeanlagen sowie Recycling- und Dichtstromförderanlagen. Darüber hinaus fertigt altmayerBTD Behälter und Komponenten für Industrieanlagen und erbringt Entwicklungs-, Konstruktions- und Serviceleistungen. Die Kunden sind internationale Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Nahrungsmittel, Kunststoff, Zement, Holz, Pharma, Papier sowie Kraft- und Stahlwerke und Entsorger.

altmayerBTD ist zudem einer der führenden Tank- und Behälterhersteller in Europa. Mit mehr als 50-jähriger Erfahrung zählt das Unternehmen zu den Technologieführern der Branche. Das Produktspektrum umfasst Industriebehälter, darunter Stahlzylindertanks und Braunkohlestaubsilos, Regenspeichersysteme, Heiz- und Trinkwassersysteme sowie Pufferspeicher. Zudem wurden 2008 Solar-Pufferspeicher in Edelstahlausführung für die hygienische Trinkwassererwärmung und Flachkollektoren inklusive Zubehör in das Produktions- und Verkaufsprogramm aufgenommen. Zum Kundenkreis gehören Unternehmen der Großindustrie und des Anlagenbaus, der Heizungsfachgroßhandel sowie die Solarbranche.

Geschäftsführer Udo Weinert
Andreas Weber
Beteiligungsquote 100 %
Kommanditkapital in Mio. EUR 3,39
Umsatz 2010 in Mio. EUR (nach IFRS) 26,1
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 116
Gründung 1) 2009
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 2) 1993/1997
www.altmayerbtd.de

KERNSEGMENT INDUSTRIEAUTOMATION

NSM Magnettechnik GmbH

NSM ist ein technologisch führender Systemanbieter von Handlings- und Fördersystemen für Metalle. Das 1959 gegründete Unternehmen aus Olfen (Nordrhein-Westfalen) konzipiert, fertigt, montiert und wartet Anlagen zur Automatisierung des Materialfl usses. Spezifi sches Know-how besitzt NSM in der Vakuum- und Magnettechnik. Im Geschäftsfeld Pressenautomation werden Anlagen zum Stapeln, Entstapeln und Transportieren von Platinen und Formteilen hergestellt. Das Geschäftsfeld Verpackungsautomation ist auf Anlagen für das High-Speed-Handling von Dosen, Deckeln und Verschlüssen spezialisiert. Die Aktivitäten im Geschäftsfeld Fördersysteme umfassen Anlagen zum Transportieren, Filtern und Separieren von Materialien unter Einsatz moderner Magnetwerkstoffe. Darüber hinaus werden in diesem Geschäftsbereich Zuführsysteme zur lagerichtigen Werkstückbereitstellung gefertigt. NSM beliefert Kunden weltweit aus unterschiedlichen Branchen, darunter die Automobilindustrie, Pressenhersteller, Nahrungsmittelproduzenten, Chemieunternehmen und Werkzeugmaschinenhersteller.

Geschäftsführer Michael Freischmidt
Beteiligungsquote 100 %
Gezeichnetes Kapital in Mio. EUR 4,10
Umsatz 2010 in Mio. EUR (nach IFRS) 21,4
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 147
Gründung 1959
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 1990
www.nsm-magnettechnik.com

IWM Automation GmbH

IWM, Spezialist für Systemintegration, entwickelt und produziert maßgeschneiderte kundenspezifi sche Produktionssysteme, sowohl innovative Hochtechnologie- als auch Standardanlagen. Im Jahr 1978 gegründet, verfügt das weltweit agierende Unternehmen aus Porta Westfalica (Nordrhein-Westfalen) über umfassende Kompetenz in der Montage-, Schweiß-, Umform-, Dosier- und Prüf technik. Insbesondere in der Automobilindustrie erhalten die Systemlösungen von IWM Automation ausgezeichnete Referenzen. Zudem realisiert IWM Lösungen für die Medizin- und Elektrotechnik, den Maschinenbau und die Möbelindustrie.

Geschäftsführer Jakob Dirksen
Beteiligungsquote 100 %
Gezeichnetes Kapital in Mio. EUR 0,75
Umsatz 2010 in Mio. EUR (nach IFRS) 19,6
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 85
Gründung 1978
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 1998
www.iwm-automation.de

KERNSEGMENT INDUSTRIEAUTOMATION

BARTEC Dispensing Technology-Gruppe

BARTEC Dispensing Technology mit Sitz in Weikersheim (Baden-Württemberg) gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Dosiertechniksystemen. Das Unternehmen entwickelt technologisch komplexe Lösungen zur Verarbeitung von fl üssigen und pastösen Reaktionsgießharzen sowie Systeme zur Montage- und Fertigungsautomation, insbesondere für elektronische Bauteile. Neben technologischer Expertise verfügt BARTEC Dispensing Technology über umfassendes Know-how im Bereich von Harzen und deren Prozesseigenschaften. Im Zuge der Integration der FAS Automation GmbH hat sich die Gesellschaft zum Komplettanbieter für Automationslösungen zur Fertigung elektronischer Bauteile weiterentwickelt. Das Produktportfolio der BARTEC Dispensing Technology wird sukzessive erweitert. Im Jahr 2008 erfolgte der Einstieg in den Markt für Imprägnieranlagen für Elektromotoren, Statoren und Rotoren. Im Jahr 2010 wurde die Plasmavorbehandlung für verbesserte Haftungseigenschaften von Werkstoffoberfl ächen eingeführt. Zudem bietet BARTEC Dispensing Technology seither das Heißverstemmen als alternative Verbindungstechnik, welche es ermöglicht, thermoplastische Kunststoffe unter Einfl uss lokaler Wärme umzuformen. Die weltweite Vermarktung sämtlicher Produkte übernehmen im Wesentlichen vier eigene Vertriebsgesellschaften, die in Belgien, Großbritannien, Italien und den USA angesiedelt sind, sowie eine Betriebsstätte in China. Der Kundenkreis von BARTEC Dispensing Technology erstreckt sich von der Automobilindustrie über Anbieter von Elektronik und Elektrotechnik bis hin zu Filterherstellern und Unternehmen der Medizintechnik.

Geschäftsführer Susan Rassau
Patrick Vandenrhijn
Beteiligungsquote 100 %
Gezeichnetes Kapital in Mio. EUR 0,81
Umsatz 2010 in Mio. EUR (nach IFRS, konsolidiert) 16,4
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 107
Gründung 2001
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 2004
www.bartec-dispensing.com

Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH

Mess- und Regeltechnik Jücker plant, entwickelt, liefert und betreut seit 1986 mess- und regeltechnische Anlagen sowie Anlagen aus den Bereichen der Antriebs- und Automatisierungstechnik. Als Spezialanbieter im Technologiebereich Software und Steuerungstechnik hat sich das Unternehmen aus Dillingen (Saarland) international einen Namen als Systemintegrator und Steuerungslieferant für komplexe Automationsprozesse erworben. Zu den Kunden von Jücker gehören insbesondere Unternehmen aus der Automobilindustrie, die chemische Industrie, Kraftwerks-, Stahl- und Hüttenbetreiber, Zementwerke und die Transporttechnik.

Geschäftsführer Jens Ohnholz
Beteiligungsquote 100 %
Gezeichnetes Kapital in Mio. EUR 0,40
Umsatz 2010 in Mio. EUR (nach IFRS) 11,4
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 62
Gründung 1986
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 1998
www.juecker-germany.de

EUROROLL Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG

EUROROLL mit Sitz in Ascheberg–Herbern (Nordrhein-Westfalen) gehört zu den führenden Anbietern von antriebslosen Rollenbahnsystemen schwerpunktmäßig für die Lager- und Fördertechnik. Gegründet 1983, entwickelt und fertigt das Unternehmen antriebslose Rollenbahnsysteme für Gebinde von leichten Kartonagen bis zu Paletten aller Art. Das Angebot umfasst unter anderem Röllchenleisten, Rollenschienen, Bremsrollen, Schwerkraftrollenbahnen, Durchlaufregale und Kommissioniersysteme. EUROROLL beliefert internationale Kunden überwiegend aus der Logistikbranche wie Regalbauer und Systemausrüster. Darüber hinaus produziert EUROROLL unter anderem für die Nahrungsmittelbranche, den Pharma-, Buch- und Drogeriegroßhandel, die Automobilindustrie sowie Chemieunternehmen.

Geschäftsführer Theo Einhäuser
Beteiligungsquote 100 %
Kommanditkapital in Mio. EUR 0,51
Umsatz 2010 in Mio. EUR (nach IFRS) 9,5
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 61
Gründung 1983
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 1993
www.euroroll.de

Termine

Quartalsfi nanzbericht zum 1. Quartal 2011: Mai 2011 Hauptversammlung für das Jahr 2010: 20. Juni 2011 Halbjahresfi nanzbericht 2011: August 2011 Quartalsfi nanzbericht zum 3. Quartal 2011: November 2011

Impressum

Herausgeber: M.A.X. Automation AG, Düsseldorf Redaktion: Frank Elsner Kommunikation für Unternehmen GmbH, Westerkappeln Konzept/Gestaltung: brand.david Kommunikation GmbH, München Reproduktion/Druck: Bluemedia GmbH, München

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